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NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Börsen ist es am Donnerstag nach anfangs moderaten Gewinnen zunehmend bergab gegangen. Der Leitindex Dow Jones Industrial stellte zwar früh den fünften Handelstag in Folge einen Rekord auf, zollte dann aber seinem Höhenflug sichtbar Tribut. Zuletzt stand ein Minus von 0,66 Prozent auf 40.924,88 Punkte zu Buche.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,43 Prozent auf 5.564,24 Punkte bergab, während der Nasdaq 100 um 0,36 Prozent auf 19.727,88 Zähler nachgab. Bereits zur Wochenmitte hatte der technologielastige Auswahlindex den größten Tagesverlust seit Dezember 2022 erlitten. Ungeachtet ihrer jüngsten Schwäche notieren die beiden Börsenbarometer nicht weit unterhalb ihrer Bestmarken, die sie die vergangenen Tage erreicht hatten.

Derweil mehren sich Presseberichten zufolge die Stimmen aus der eigenen Partei, dass der demokratische US-Präsident Joe Biden seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit aufgeben sollte. Zu den angeblichen Fürsprechern eines Kandidatenwechsels zählt neben der früheren Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, auch der prominente Abgeordnete Adam Schiff. Ein Kandidatenwechsel würde die in einem Wahljahr ohnehin bestehenden politischen Unsicherheiten noch verstärken, was den Anlegern wenig behagen dürfte. Auch Ex-US-Präsident Barack Obama hat sich der "Washington Post" zufolge in den vergangenen Tagen gegenüber Vertrauten skeptisch über die Erfolgsaussichten von Biden geäußert.

Durchwachsene Konjunkturdaten beeinflussten die Marktstimmung am Donnerstag hingegen nicht spürbar. Während die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich stärker als erwartet stieg, überraschte der Philly-Fed-Index für den Juli klar positiv. Er errechnet sich aus Umfrageergebnissen unter Unternehmen über die Geschäftsentwicklung und gehört zu den wichtigen Frühindikatoren für die amerikanische Konjunkturentwicklung.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ am Donnerstag die Zinsen unverändert. Sie zeigt sich seit einiger Zeit zurückhaltend, was eine weitere geldpolitische Lockerung nach der moderaten Zinssenkung im Juni angeht. Experten rechnen allerdings im September mit einem weiteren Zinsschritt, nachdem die EZB im Juni erstmals seit langem die Zinsen wieder gesenkt hatte. In den USA warten die Anleger noch auf eine erste Senkung.

Im Nasdaq 100 setzte Warner Brothers Discovery am Donnerstag die jüngste Kursrally fort: Nach dem höchsten Stand seit April gewannen die Aktien des Medienkonzerns zuletzt 5,5 Prozent. Die "Financial Times" (FT) berichtete unter Berufung auf informierte Personen, das Unternehmen wolle das Streaming- und Studio-Geschäft vom klassischen Fernsehen abtrennen.

Die Aktien von Meta legten um 2,6 Prozent zu. Der Mutterkonzern der Online-Netzwerke Facebook und Instagram erwägt Presseberichten zufolge einen milliardenschweren Einstieg beim Brillenkonzern EssilorLuxottica . Es habe Gespräche über die Übernahme einer kleinen Beteiligung gegeben, berichten "FT" und "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf informierte Personen. Laut "WSJ" geht es um eine Beteiligung von rund 5 Prozent. Das könnte Meta rund 4,5 Milliarden Euro kosten. Die Titel von EssilorLuxottica zogen in Paris deutlich an.

Die zuletzt schwankungsanfälligen Anteilscheine des Elektroautobauers Tesla gewannen 2,9 Prozent. Eine mögliche Kursstütze waren starke Quartalszahlen des Autobauers Volvo Cars . Das Analysehaus Bernstein Research verwies darauf, dass das Unternehmen eine Rekordmarge bei seinen Elektrofahrzeugen erreicht habe.

Etwas optimistischer für den Jahresgewinn als bisher ist der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories . Die Aktien verloren dennoch 3,8 Prozent.

Definitiv keinen Appetit hatten Anleger auf die Papiere von Domino's Pizza . Die Fastfood-Kette vermochte im vergangenen Quartal auch mit Rabatten und neuen Pizzen nicht wie erhofft die Kunden anzulocken, was ihr einen Kursrutsch von 13,2 Prozent einbrockte.

Die Aktien von Beyond Meat sackten um gut 10,2 Prozent ab. Dem "WSJ" zufolge spricht der Hersteller veganer Fleischersatzprodukte mit einer Reihe von Unternehmensanleihe-Haltern über eine Restrukturierung der Bilanz./gl/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag das vierte Mal in Folge nachgegeben. Etwas Druck kam von den US-Börsen, wo die Technologie-Werte ihre jüngsten Verluste ausweiteten. Zudem belastete ein Kursrutsch bei den Aktien des Schwergewichts Siemens . Am frühen Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) erwartungsgemäß darauf verzichtet, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Damit konnte diese den deutschen Leitindex nicht stützen. Das Börsenbarometer fiel um 0,45 Prozent auf 18.354,76 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es immerhin um 0,22 Prozent auf 25.587,44 Zähler nach oben.

Das Zinsniveau wurde von der Europäischen Zentralbank trotz der zuletzt gesunkenen Inflation unverändert belassen, nachdem die Währungshüter bereits im Vormonat die Zinswende eingeläutet hatten. "Die EZB hat es alles andere als eilig mit weiteren Zinssenkungen", sagte Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank. Für eine nächste Zinssenkung im September sehe es derzeit aber gut aus.

Die Europäische Zentralbank ließ sich für die Entscheidung nach der Sommerpause alle Türen offen und vermied klare Hinweise. Künftige Zinsentscheidungen seien weiter abhängig von den Konjunkturdaten, bekräftigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Man entscheide von Sitzung zu Sitzung.

Deutliche Gewinne bei Autowerten verhinderten größere Verluste im Dax. Erfreuliche Geschäftszahlen von Volvo Cars hatten die Stimmung im Sektor verbessert. Von dem Analysehaus Bernstein Research wurde darauf verwiesen, dass der schwedische Autobauer die Erwartungen übertroffen und eine rekordhohe Marge bei Elektrofahrzeugen erzielt habe. Aktien von Volkswagen (VW) , BMW und Porsche AG gewannen zwischen 1,1 und 1,9 Prozent.

Auch die Rheinmetall-Aktien waren gefragt, ihr Kurs stieg nach Vortagsverlusten um 1,9 Prozent. Die Experten von Goldman Sachs hatten einen Ausblick auf die Branchenberichte zum zweiten Quartal gegeben. Von dem Dax-Konzern erwartet die US-Bank ein starkes Ergebnis mit robusten Auftragseingängen, die es wohl nicht überall in der Branche geben werde.

Nach enttäuschenden Resultaten des schweizerischen Konkurrenten ABB sackten die Siemens-Aktien am Dax-Ende um 4,4 Prozent ab. Analysten hatten in ihren Kommentaren zu ABB den Auftragseingang und den Umsatz als Schwachpunkte hervorgehoben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,44 Prozent auf 4.870,12 Punkte. Die Länderbörsen in Paris und London gingen mit moderaten Gewinnen aus dem Handel. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte seine Rekordjagd zunächst fortgesetzt, notierte zum Börsenschluss in Europa aber 0,6 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Am Devisenmarkt gab der Euro nach und notierte zuletzt bei 1,0912 US-Dollar. Die EZB-Präsidentin hatte auf der Pressekonferenz nach dem Zinsentscheid gesagt, dass die Wirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal "wahrscheinlich langsamer gewachsen ist als im ersten Quartal". Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro auf 1,0930 (Mittwoch: 1,0934) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9149 (0,9145) Euro.

Am Anleihenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,43 Prozent am Vortag auf 2,46 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 124,94 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,08 Prozent auf 132,65 Punkte zu./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag das vierte Mal in Folge nachgegeben. Etwas Druck kam von den US-Börsen, wo die Technologie-Werte ihre jüngsten Verluste ausweiteten. Zudem belastete ein Kursrutsch bei den Aktien des Schwergewichts Siemens . Am frühen Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) erwartungsgemäß darauf verzichtet, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Damit konnte diese den deutschen Leitindex nicht stützen. Das Börsenbarometer fiel um 0,45 Prozent auf 18.354,76 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es immerhin um 0,22 Prozent auf 25.587,44 Zähler nach oben.

Das Zinsniveau wurde von der Europäischen Zentralbank trotz der zuletzt gesunkenen Inflation unverändert belassen, nachdem die Währungshüter bereits im Vormonat die Zinswende eingeläutet hatten. "Die EZB hat es alles andere als eilig mit weiteren Zinssenkungen", sagte Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank. Für eine nächste Zinssenkung im September sehe es derzeit aber gut aus.

Die Europäische Zentralbank ließ sich für die Entscheidung nach der Sommerpause alle Türen offen und vermied klare Hinweise. Künftige Zinsentscheidungen seien weiter abhängig von den Konjunkturdaten, bekräftigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Man entscheide von Sitzung zu Sitzung./la/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Die jüngst uneinheitlich gelaufenen US-Börsen haben es am Donnerstag ruhig angehen lassen. Der Dow Jones Industrial stellte zwar den fünften Handelstag in Folge einen Rekord auf. Dafür reichte dem Leitindex aber schon ein moderater Anstieg - zuletzt kam er mit einem Plus von 0,02 Prozent auf 41.206,69 Punkte kaum vom Fleck.

Die anderen Indizes haben sich nach dem gestrigen Rückschlag etwas von ihren Bestmarken entfernt. Nun konnte sich der marktbreite S&P 500 mit einem Minus von nur 0,05 Prozent auf 5.585,43 Punkte immerhin etwas stabilisieren. Ähnliches galt für den Nasdaq 100 , der um 0,05 Prozent auf 19.789,07 Zähler nachgab. Zur Wochenmitte hatte der technologielastige Auswahlindex den größten Tagesverlust seit Dezember 2022 erlitten.

Durchwachsene Konjunkturdaten beeinflussten die Stimmung am Markt nicht spürbar. Während die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich stärker als erwartet stieg, überraschte der Philly-Fed-Index für den Juli klar positiv. Er errechnet sich aus Umfrageergebnissen unter Unternehmen über die Geschäftsentwicklung und gehört zu den wichtigen Frühindikatoren für die amerikanische Konjunkturentwicklung.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ am Donnerstag die Zinsen unverändert. Sie zeigt sich seit einiger Zeit zurückhaltend, was eine weitere geldpolitische Lockerung nach der moderaten Zinssenkung im Juni angeht. Das spielt den Anlegern an den US-Börsen in die Hände, die nach wie vor auf eine baldige Zinssenkung der dortigen Notenbank Fed hoffen. Ein solcher Schritt würde der Attraktivität der Wall Street im Vergleich zu den europäischen Handelsplätzen zugute kommen.

Im Nasdaq 100 setzte Spitzenreiter Warner Brothers Discovery am Donnerstag die jüngste Kursrally fort: Nach dem höchsten Stand seit April gewannen die Aktien des Medienkonzerns zuletzt 6 Prozent. Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf informierte Personen, das Unternehmen wolle das Streaming- und Studio-Geschäft vom klassischen Fernsehen abtrennen.

Im Einklang mit der Stabilisierung im Tech-Sektor legten die Aktien von Meta um 1 Prozent zu. Der Mutterkonzern der Online-Netzwerke Facebook und Instagram erwägt Presseberichten zufolge einen milliardenschweren Einstieg beim Brillenkonzern EssilorLuxottica . Es habe Gespräche über die Übernahme einer kleinen Beteiligung gegeben, berichten "Financial Times" und "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf informierte Personen. Laut "WSJ" geht es um eine Beteiligung von rund 5 Prozent. Das könnte Meta rund 4,5 Milliarden Euro kosten. Die Titel von EssilorLuxottica zogen in Paris um 2,3 Prozent an.

Die zuletzt schwankungsanfälligen Anteilscheine des Elektroautobauers Tesla legten um 2,2 Prozent zu. Eine mögliche Kursstütze waren starke Quartalszahlen des Autobauers Volvo Cars . Das Analysehaus Bernstein Research verwies darauf, dass das Unternehmen eine Rekordmarge bei seinen Elektrofahrzeugen erreicht habe.

Etwas optimistischer für den Jahresgewinn als bisher ist der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories . Die Aktien verloren dennoch 2,3 Prozent.

Definitiv keinen Appetit hatten Anleger auf die Papiere von Domino's Pizza . Die Fastfood-Kette vermochte im vergangenen Quartal auch mit Rabatten und neuen Pizzen nicht wie erhofft die Kunden anzulocken, was ihr einen Kursrutsch von mehr als 12 Prozent einbrockte.

Die Aktien von Beyond Meat sackten um 10,7 Prozent ab. Dem "WSJ" zufolge spricht der Hersteller veganer Fleischersatzprodukte mit einer Reihe von Unternehmensanleihe-Haltern über eine Restrukturierung der Bilanz./gl/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag den fünften Handelstag in Folge einen Rekord aufgestellt. Nach einem verhaltenen Start drehte der US-Leitindex ins Plus und gewann zuletzt 0,34 Prozent auf 41.336,78 Punkte. Der marktbreite S&P 500 zog um 0,40 Prozent auf 5.610,49 Punkte an. Er beendete damit ebenso seine jüngste Schwäche wie der Nasdaq 100 , der 0,48 Prozent auf 19.895,04 Zähler gewann. Zur Wochenmitte hatte der technologielastige Auswahlindex den größten Tagesverlust seit Dezember 2022 erlitten.

Durchwachsene Konjunkturdaten beeinflussten die Stimmung am Markt nicht spürbar. Während die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich stärker als erwartet stieg, überraschte der Philly-Fed-Index für den Juli klar positiv. Er errechnet sich aus Umfrageergebnissen unter Unternehmen über die Geschäftsentwicklung und gehört zu den wichtigen volkswirtschaftlichen Frühindikatoren für die amerikanische Konjunkturentwicklung./gl/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei Verlusttagen zeigt sich der Dax am Donnerstag stabilisiert. Nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) legte der Leitindex am Nachmittag um 0,26 Prozent auf 18.486 Punkte zu. Ein erwartungsgemäß unveränderter Leitzins in der Eurozone brachte für deutsche Aktien zunächst keine neuen Impulse.

Für den MDax ging es am Nachmittag etwas stärker um 0,77 Prozent auf 25.729 Zähler nach oben. Auch das Eurozonen-Barometer EuroStoxx notierte mit 0,4 Prozent im Plus.

Das Zinsniveau wurde am Donnerstag von der EZB erwartungsgemäß unverändert belassen, nachdem die Währungshüter im Vormonat die Zinswende eingeläutet hatten. "Die EZB hat es alles andere als eilig mit weiteren Zinssenkungen", sagte Ulrich Kater von der DekaBank in einem ersten Kommentar. Für eine nächste Zinssenkung im September sehe es derzeit aber gut aus. Man handele weiter datenabhängig und entscheide von Sitzung zu Sitzung, hieß es von der Notenbank, die auf immer noch hohen Preisdruck verwies.

Im Fokus blieb ein Favoritenwechsel, der in den vergangenen Tagen an den globalen Aktienmärkten zu beobachten war. Dieser führte hin zu den US-Börsen und dort von der Technologiebranche in Standardwerte. Während der Dow Jones Industrial am Mittwoch erstmals über die Marke von 41.000 Punkte gestiegen war, gab es eine Korrektur an der Nasdaq. Am Donnerstag zeichnet sich beim Nasdaq 100 aber eine gewisse Erholung ab.

Vor allem über die US-Halbleiterwerte war am Mittwoch eine Welle an Gewinnmitnahmen geschwappt - nach einem Bericht über erwogene Exportbeschränkungen nach China. Nun kamen aus der Branche jedoch ermutigende Aussagen aus Taiwan vom weltgrößten Halbleiterproduzenten TSMC . Beim deutschen Sektorwert Infineon stellte sich aber keine Erholung ein, die Aktien büßten zuletzt 0,3 Prozent ein.

Zur Stütze für den Dax wurden die Autowerte. Erfreuliche Zahlen von Volvo Cars besserten die Stimmung im Sektor, dessen Index sich zuletzt auf einem Tief seit sechs Monaten bewegte. Von Bernstein Research wurde darauf verwiesen, dass der schwedische Autobauer die Erwartungen übertroffen und eine rekordhohe Marge bei Elektrofahrzeugen erzielt habe. Aktien von Mercedes-Benz , BMW , Volkswagen und der Porsche AG gewannen zwischen 1,1 und 2,9 Prozent.

Auch die Rheinmetall-Aktien waren gefragt, ihr Kurs stieg nach Vortagsverlusten um 2,6 Prozent. Die Experten von Goldman Sachs gaben am Donnerstag einen Ausblick auf die Branchenberichte zum zweiten Quartal ab. Von dem Dax-Konzern erwartet die US-Bank ein starkes Ergebnis mit robusten Auftragseingängen, die es wohl nicht überall in der Branche geben werde.

Gebremst wurde der Dax jedoch von den Siemens -Aktien, die wegen enttäuschender Resultate des Schweizer Konkurrenten ABB um 3,6 Prozent absackten. Analysten hoben in ihren Kommentaren zu ABB den Auftragseingang und den Umsatz als Schwachpunkte hervor. Bei Siemens ergibt sich mittlerweile ein Wochenminus von 6,5 Prozent.

Bei den Nebenwerten hinterließ ein gesenkter Ausblick auf den diesjährigen Nettovermögenswert bei den Aktien der Deutsche Beteiligungs AG Spuren. Nach zunächst noch verhaltenem Start rutschte der Kurs zuletzt um sieben Prozent ab. Erstmals seit Oktober 2022 wurden sie wieder unter 24 Euro gehandelt.

Am Devisenmarkt verblieb der Euro über der Marke von 1,09 US-Dollar. Zuletzt wurden 1,0932 Dollar gezahlt, nachdem die Europäische Zentralbank den Referenzkurs am Vortag auf 1,0934 Dollar festgesetzt hatte.

Am Anleihenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,43 Prozent am Vortag auf 2,46 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 124,94 Punkte. Der Bund-Future gab 0,12 Prozent auf 132,39 Punkte nach./tih/jha/

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach zuletzt vier Rekordhochs des Dow Jones Industrial in Folge dürfte der US-Leitindex am Donnerstag eine Pause einlegen. Ein größerer Rücksetzer zeichnet sich aber nicht ab, der Broker IG induzierte den Dow rund eine Stunde vor Handelsbeginn mit 41.150 Punkten nur moderat unter dem Rekordhoch vom Vortag bei 41.222 Zählern.

Stabilisieren dürfte sich derweil die technologielastige Nasdaq-Börse. Der Index Nasdaq 100 hatte am Vortag mit einem Verlust von knapp 3 Prozent den schwärzesten Tag seit Ende 2022 erlebt. Der Broker IG taxierte den Nasdaq 100 zuletzt mit 0,6 Prozent im Plus bei 19.920 Punkten.

Im vorbörslichen Handel stabilisierten sich vor allem die Papiere aus der Chip-Branche wie Nvidia , Micron , Broadcom und AMD . Im Tech-Sektor könnten sich die Anleger aber noch zurückhalten, bevor nach Börsenschluss mit Netflix der erste Branchenriese die Quartalsbilanz veröffentlicht.

Keinen Appetit hatten Anleger auf die Aktien von Domino's Pizza . Die Fastfood-Kette vermochte auch mit Rabatten und neuen Pizzen zuletzt nicht wie erhofft die Kunden anzulocken. Die Aktien brachen vorbörslich um mehr als 11 Prozent ein.

Sehr gut kam dagegen eine mögliche Aufspaltung des Medienkonzerns Warner Brothers Discovery an. Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf informierte Personen, der Konzern wolle das Streaming- und Studio-Geschäft vom klassischen Fernsehen abtrennen. Die Aktien sprangen um 8 Prozent nach oben.

Etwas optimistischer mit Blick auf den Gewinn in diesem Jahr zeigte sich der Pharmakonzern Abbott Laboratories . Die Aktie legte daraufhin vorbörslich leicht zu./bek/jha/

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei Verlusttagen hat sich der Dax am Donnerstag knapp ins Plus vorgearbeitet. Am Tag des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben Anleger jedoch vorsichtig. Gegen Mittag legte der Leitindex um 0,1 Prozent auf 18.451 Punkte zu.

Für den MDax ging es etwas stärker um 0,6 Prozent auf 25.680 Zähler nach oben. Auch das Eurozonen-Barometer EuroStoxx berappelte sich und notierte zur Mittagszeit mit 0,2 Prozent im Plus.

An den globalen Aktienmärkten war in den vergangenen Tagen ein Favoritenwechsel zu beobachten, hin zu den US-Börsen und dort raus aus der Technologiebranche und rein in Standardwerte. Während der Dow Jones Industrial am Mittwoch erstmals über die Marke von 41.000 Punkte gestiegen war, war an der Nasdaq Korrektur angesagt. Am Donnerstag zeichnet sich dort aber eine gewisse Erholung ab.

Bei der EZB dürfte sich am Donnerstag in Sachen Leitzins nichts tun. Die Währungshüter hatten im Vormonat mit der ersten Senkung seit Herbst 2019 die Zinswende eingeläutet. "Ein neuerlicher Leitzinsschritt ist zwar avisiert, aber wir werden uns bis September gedulden müssen", schrieben am Morgen die Experten der LBBW. "Auch eine Änderung am generellen Ausblick ist nicht zu erwarten", hieß es von der Commerzbank.

Vor allem über die US-Halbleiterwerte war am Mittwoch eine Welle an Gewinnmitnahmen geschwappt - nach einem Bericht über erwogene Exportbeschränkungen nach China. Nun kamen aus der Branche jedoch ermutigende Aussagen aus Taiwan vom weltgrößten Halbleiterproduzenten TSMC . Bei den deutschen Sektorwerten wollte sich aber dennoch keine Erholung einstellen. Infineon , Aixtron und Süss Microtec reduzierten im Laufe des Morgens aber zumindest ihr Minus.

Zur Stütze für den Dax wurden die Autowerte. Erfreuliche Zahlen von Volvo Cars besserten die Stimmung im Sektor, dessen Index sich zuletzt auf einem Tief seit sechs Monaten bewegte. Von Bernstein Research wurde darauf verwiesen, dass der schwedische Autobauer die Erwartungen übertroffen und eine rekordhohe Marge bei Elektrofahrzeugen erzielt habe. Aktien von Mercedes-Benz , BMW , Volkswagen und der Porsche AG gewannen zwischen 1,8 und 2,5 Prozent.

Auch die Rheinmetall-Aktien waren gefragt, ihr Kurs stieg nach Vortagsverlusten um zwei Prozent. Die Experten von Goldman Sachs gaben am Donnerstag einen Ausblick auf die Branchenberichte zum zweiten Quartal ab. Von dem Dax-Konzern erwartet die US-Bank ein starkes Ergebnis mit robusten Auftragseingängen, die es wohl nicht überall in der Branche geben werde.

Gebremst wurde der Dax jedoch von den Siemens -Aktien, die wegen enttäuschender Resultate des Schweizer Konkurrenten ABB um fast drei Prozent absackten. Analysten hoben in ihren Kommentaren zu ABB den Auftragseingang und den Umsatz als Schwachpunkte hervor. Bei Siemens häuft sich das bisherige Wochenminus mittlerweile auf fast sechs Prozent an.

Im Nebenwertebereich hinterließ ein gesenkter Ausblick auf den diesjährigen Nettovermögenswert bei den Aktien der Deutsche Beteiligungs AG Spuren. Nach zunächst noch verhaltenem Start rutschte der Kurs immer weiter ab. Zuletzt betrug das Minus dann fast sieben Prozent. Erstmals seit Oktober 2022 wurden sie wieder unter 24 Euro gehandelt./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei Verlusttagen hat ein anfänglicher Stabilisierungsversuch des Dax am Donnerstag nur kurz angehalten. Am Tag des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben Anleger vorsichtig. Gegen Ende der ersten Handelsstunde gab der Leitindex um 0,11 Prozent auf 18.418 Punkte nach.

Für den MDax dagegen ging es zwar moderat um 0,19 Prozent auf 25.582 Zähler nach oben. Das Eurozonen-Barometer EuroStoxx jedoch war nach freundlichem Auftakt mit dem Dax ins Minus abgerutscht.

An den globalen Aktienmärkten ist weiterhin ein Favoritenwechsel zu beobachten, hin zu den US-Börsen und dort raus aus der Technologiebranche und rein in Standardwerte. Damit wirft der New Yorker Handel ein durchwachsenes Bild ab - mit einer Korrektur an der Nasdaq, aber einer Rekordjagd des Dow Jones Industrial . Der US-Leitindex war am Mittwoch erstmals über die Marke von 41.000 Punkte gestiegen.

Bei der EZB dürfte sich am Donnerstag in Sachen Leitzins nichts tun. Die Währungshüter hatten im Vormonat mit der ersten Senkung seit Herbst 2019 die Zinswende eingeläutet. "Ein neuerlicher Leitzinsschritt ist zwar avisiert, aber wir werden uns bis September gedulden müssen", schrieben am Morgen die Experten der LBBW. "Auch eine Änderung am generellen Ausblick ist nicht zu erwarten", hieß es von der Commerzbank .

Vor allem die heiß gelaufenen US-Halbleiterwerte hatte es am Vortag in New York mit teils zweistelligen Verlusten erwischt. Hier belastete ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die US-Regierung drastische Handelsbeschränkungen gegen Unternehmen erwägt, deren Exporte chinesische Chiphersteller mit US-Technologie versorgen. Eine Welle an Gewinnmitnahmen war die Folge, die in Europa auch den Ausrüster ASML erfasst hatte.

Aktien aus der Chipbranche blieben nun im Fokus mit ermutigenden Aussagen des weltgrößten Halbleiterproduzenten TSMC aus Taiwan. Getrieben vom KI-Boom blickt dieser optimistischer auf die diesjährige Umsatzentwicklung und will tendenziell mehr in die Produktion investieren. Bei den Sektorwerten wollte sich eine Erholung aber nicht einstellen. Für deutsche Unternehmen wie Infineon , Aixtron und Süss Microtec gingen die Kursverluste am Donnerstag mit Abschlägen von bis zu 2,4 Prozent weiter.

Rüstungskonzerne waren derweil gefragt nach einem Ausblick von Goldman Sachs auf die Branchenberichte zum zweiten Quartal. Von Rheinmetall erwartet die US-Bank ein starkes Ergebnis mit robusten Auftragseingängen, die es wohl nicht überall in der Branche geben werde. Der Rheinmetall-Kurs stabilisierte sich nach Vortagsverlusten mit 0,8 Prozent Plus. Bei Renk sieht Goldman Sachs die Entwicklung etwas verhaltener, hier legten die Papiere dank einer Hochstufung durch Oddo BHF aber auch um 1,2 Prozent zu.

An der Dax-Spitze knüpften die Aktien von Bayer mit einem Anstieg um 2,1 Prozent an ihren Erholungsversuch an. Sie erreichten ein Hoch seit fünf Wochen. Die Papiere der Parfümeriekette Douglas setzten im Nebenwerteindex SDax ihre Vortagserholung mit einem Plus von vier Prozent fort.

Ansonsten ging es mit Blick auf individuelle Unternehmensnachrichten erst einmal ruhiger zu, nachdem zur Wochenmitte eine Flut an vorab veröffentlichten Resultaten die Anleger beschäftigt hatte. Die Aktien der im SDax notierten Deutschen Beteiligungs AG litten mit einem Abschlag von drei Prozent unter einer Senkung des oberen Endes der Zielspanne für den Nettovermögenswert durch die Beteiligungsgesellschaft.

Für die Aktien des Vermögensverwalters DWS ging es um mehr als ein Prozent bergab, nachdem Morgan Stanley das Votum für die Papiere in den neutralen Bereich abgestuft hatte./tih/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei Verlusttagen wagt der Dax am Donnerstag zunächst einen Stabilisierungsversuch. Am Tag des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB) lehnten sich die Anleger aber nicht groß aus dem Fenster. In den ersten Handelsminuten legte der Leitindex um 0,12 Prozent auf 18.460 Punkte zu.

Für den MDax ging es um 0,24 Prozent auf 25.594 Zähler nach oben und das Eurozonen-Barometer EuroStoxx stand 0,3 Prozent höher.

An den globalen Aktienmärkten ist weiterhin ein Favoritenwechsel zu beobachten, hin zu den US-Börsen und dort raus aus der Technologiebranche und rein in Standardwerte. Damit wirft der New Yorker Handel ein durchwachsenes Bild ab - mit einer Korrektur an der Nasdaq, aber einer Rekordjagd des Dow Jones Industrial . Der US-Leitindex war am Mittwoch erstmals über die Marke von 41.000 Punkte gestiegen.

Bei der EZB dürfte sich am Donnerstag in Sachen Leitzins nichts tun. Die Währungshüter hatten im Vormonat mit der ersten Senkung seit Herbst 2019 die Zinswende eingeläutet. "Ein neuerlicher Leitzinsschritt ist zwar avisiert, aber wir werden uns bis September gedulden müssen", schrieben am Morgen die Experten der LBBW. "Auch eine Änderung am generellen Ausblick ist nicht zu erwarten", hieß es von der Commerzbank./tih/mis

PARIS (dpa-AFX) - Trotz der Niederlage von Präsident Emmanuel Macron bei der Parlamentswahl leitet seine Parteifreundin Yaël Braun-Pivet weiterhin die französische Nationalversammlung. Die 53-Jährige wurde im dritten Wahlgang zur Parlamentspräsidentin gewählt. Braun-Pivet hatte das protokollarisch vierthöchste Amt bereits vor den Neuwahlen inne, bei denen Macrons Lager nur auf Platz zwei hinter dem Linksbündnis kam.

Für Macron ist dies ein Etappensieg. Aus der Abstimmung vor über einer Woche gingen drei politische Blöcke hervor, von denen keiner die absolute Mehrheit erreichte. Bislang gibt es keine Aussicht auf eine stabile Regierungsmehrheit.

Das siegreiche Linksbündnis aus Grünen, Sozialisten, Kommunisten und der Linkspartei steht inzwischen vor einem Bruch. Bei der Suche nach einem Kandidaten für das Amt des Premierministers haben sich Linkspartei und Sozialisten heillos zerstritten./rew/DP/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag nach den geldpolitischen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) seinen Höhenflug beendet. Im New Yorker Handel sank die Gemeinschaftswährung zuletzt auf 1,0896 US-Dollar. Zur Wochenmitte hatte sie noch den höchsten Stand seit Mitte März erreicht.

Die EZB hatte die Leitzinsen wie erwartet nicht verändert. Aus ihrer Stellungnahme und der anschließenden Pressekonferenz von Präsidentin Christine Lagarde geht hervor, dass sich die Notenbank für die nächste Zinsentscheidung im September alle Türen offen hält - weiterhin abhängig von der Entwicklung der Konjunkturdaten. Sie hält indes eine schwächere Entwicklung der Euroraum-Konjunktur im zweiten gegenüber dem ersten Quartal für wahrscheinlich. Solange es die Inflationsdaten halbwegs hergäben, dürfte der EZB-Rat seine Leitzinsen auf der nächsten Sitzung im September weiter senken, meint Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank./la/gl/he

(Aktualisierung: Reaktionen Verlegerverbände MVFP und BDZV)

BERLIN (dpa-AFX) - Es wird in "absehbarer Zeit" für Pressehäuser keine staatliche Förderung für die Zustellung von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften geben. Ein Sprecher von Medienstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) teilt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: "Angesichts der großen wirtschaftlichen Herausforderungen war es bisher nicht möglich, im Haushalt Mittel für eine solche Zustellförderung vorzusehen." Er ergänzt: "Dies wird auch in absehbarer Zeit nicht möglich sein. Die Arbeiten dazu werden daher zurzeit nicht fortgeführt." Im Koalitionsvertrag der Ampel steht die Prüfung von Fördermöglichkeiten.

Seit Jahren - schon bei der schwarz-roten Vorgänger-Regierung war das Thema - gibt es ein Hin und Her bei der Frage, ob der Staat Pressehäusern Geld für den Bereich Zustellung von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften geben sollte. Die Idee dahinter ist, dass vor allem in entlegenen Regionen, in denen sich das Austragen immer weniger rechnet, weil die Auflagen zurückgehen, Pressevielfalt weiterhin flächendeckend angeboten werden soll. Das soll auch die Medienvielfalt in Deutschland stärken. Verlegerverbände hatten in den vergangenen Jahren immer wieder auf eine Förderung gepocht.

Noch im Mai hatte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) wieder Hoffnungen geweckt. Auf einem Verlegertreffen in Berlin sagte er, er sei "unverändert bereit", mit den "sehr knappen Mitteln" zu prüfen, was möglich sei. Er warte derzeit auf ein Konzept einer Förderrichtlinie. Ein solcher Vorschlag sei noch in Absprache zwischen dem Haus von Medienstaatsministerin Roth und dem Haus von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Doch von einer solchen Richtlinie wurde danach gar nichts bekannt.

Der Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien e.V. (VDL) äußert sich "tief enttäuscht" zu der "fatalen Fehl-Entscheidung". Der VDL-Vorsitzende Kai Röhrbein sagt: "Es steht nicht weniger als die lokale Medienvielfalt auf dem Spiel, und das ist Demokratie-relevant. Es ist unverständlich, dass die Regierung dies nicht erkennt."

Vom Medienverband der freien Presse (MVFP), der Zeitschriftenhäuser vertritt, heißt es, man nehme mit großem Bedauern zur Kenntnis, "dass trotz vieler Sonntagsreden der Politik anlässlich des Grundgesetzjubiläums und 75 Jahre Pressefreiheit, von Bundeskanzler Scholz, Finanzminister Lindner oder auch Kulturstaatsministern Roth, letztlich keine Förderung für die freie Presse und den unabhängigen Journalismus erfolgt." Es sei enttäuschend, dass den vielen warmen Worten keine Taten folgten und die dringend benötigte Unterstützung für einen Grundpfeiler einer freiheitlichen Demokratie ausbleibe.

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) teilt mit, man erwarte politisch wie wirtschaftlich faire und stabile Rahmenbedingungen. Und die Verleger schlagen erneut vor: "Die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Presseprodukte wäre eine gute Lösung."

Ende 2023 hatte Medienstaatsministerin Roth sich im dpa-Interview für eine solche weitere Absenkung der Mehrwertsteuer für Presseprodukte ausgesprochen, die aktuell bei sieben Prozent liegt. Der Sprecher teilt mit: "Dies wäre eine schnell zu erreichende, effektive, unbürokratische und vor allem staatsferne alternative Fördermöglichkeit für die Presse." Gleichzeitig dämpft er Erwartungen: "Auch für eine solche Absenkung der Mehrwertsteuer dürften aber aufgrund der damit verbundenen Steuermindereinnahmen die aktuellen Herausforderungen für den Gesamthaushalt gelten."

Noch am Mittwoch hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Zeitschriftenverlagen seine Unterstützung bei finanziellen Hilfen zugesichert: Die von der Branche geforderte Senkung der Mehrwertsteuer auf ihre Produkte sei dafür am einfachsten. "Wenn es hilft, gerne", bekräftigte Söder. Zugleich ermahnte er die Branche aber angesichts des Umbruchs im Mediengeschäft: Die Kunst sei, sich in den Wandel einzubringen und ihn mitzugestalten./rin/DP/he

(durchgehend aktualisiert)

OXFORD (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Europagipfel in Großbritannien genutzt, um seine Forderung nach mehr Unterstützung bei der Abwehr russischer Luftangriffe noch einmal zu verstärken.

Bei dem Treffen von fast 50 Staats- und Regierungschefs bei Oxford drängte er die westlichen Verbündeten, mit eigenen Mitteln russische Raketen und Drohnen über der Ukraine abzuschießen. "Es muss einen kollektiven Willen geben, diese abzuschießen, genauso wie es bei iranischen Raketen und Drohnen (bei Israel) war", sagte er.

Raketen und Drohnen seien keine Träger staatlicher Souveränität

Selenskyj betonte, dass es sich dabei aus seiner Sicht nicht um einen Angriff gegen Russland handeln würde. Raketen und Drohnen seien keine Träger staatlicher Souveränität. "Diese Schritte müssen unternommen werden", sagte Selenskyj und sprach direkt die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Polen an. "Ihr Mut kann entscheidend für den Frieden sein."

Im April war ein iranischer Großangriff von über 300 Raketen und Drohnen auf Israel auch mit Hilfe US-amerikanischer, britischer und französischer Kampfjets und Flugabwehrsysteme abgewehrt worden.

Scholz zieht zwei rote Linien

Bundeskanzler Olaf Scholz wies die Forderung umgehend zurück. Auch der Bitte Selenskyjs, die Beschränkungen für den Einsatz der gelieferten westlichen Waffen gegen russisches Territorium aufzuheben, erteilte er erneut eine Absage. Zur Frage, ob er sich in diesen Punkten mit den anderen Nato-Staaten einig sei, sagte Scholz auf einer Pressekonferenz: "Ich sehe einen solchen Konsens, dass solche Schritte nicht in Betracht kommen, auch die USA sind da sehr klar."

Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte den Abschuss russischer Raketen durch Nato-Staaten abgelehnt. "Wir werden nicht zu einer Konfliktpartei. Deshalb unterstützen wir zwar die Ukraine bei der Zerstörung russischer Flugzeuge, aber die Nato wird nicht direkt beteiligt sein", unterstrich der Norweger vergangene Woche.

Selenskyj bekräftigte beim Gipfel, dass er mit westlichen Waffen gerne Militärflugplätze auf russischem Territorium ins Visier nehmen würde, von denen aus die Ukraine angegriffen wird. "Je weniger Beschränkungen wir für den Waffeneinsatz haben, umso mehr wird Russland einen Frieden anstreben", mahnte Selenskyj.

Großbritannien gegen Auflagen für Waffeneinsatz

Unterstützung bekam er dabei vom britischen Außenminister David Lammy. "Es ist wichtig, dass die Ukraine ihre eigenen Entscheidungen über ihre Operationen trifft, während sie diesen Krieg führt und ihre jungen Männer und Frauen an der Front stehen", sagte der Labour-Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob er eine pauschale Aufhebung der Beschränkungen für die Nutzung westlicher Waffen befürworte.

Die USA, Deutschland und andere Verbündete hatten Ende Mai der Ukraine erlaubt, zum Schutz der Metropole Charkiw auch Stellungen auf russischem Territorium anzugreifen. Weiter will Scholz aber nicht gehen. "Niemand hat eine Veränderung der bisherigen Maßgaben und Richtlinien vor - aus gutem Grund", sagte er vergangene Woche zum Abschluss des Nato-Gipfels.

Russland und Belarus nicht dabei

Der Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) fand am Geburtsort von Kriegspremier Winston Churchill, Blenheim Palace, statt, nahe der berühmten Universitätsstadt Oxford.

In dieser informellen Gruppe haben sich vor zwei Jahren - kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine - die 27 Staaten der Europäischen Union mit anderen Ländern des Kontinents zusammengeschlossen, die ihre Werte teilen. Russland und Belarus gehören nicht dazu. Sie bleiben auch beim vierten Gipfel dieser Art ausgeschlossen.

Zu den Teilnehmern gesellte sich am Nachmittag auch Großbritanniens König Charles III., der in der prunkvollen Bibliothek des Schlosses zu einem Empfang lud.

Wie bei den vergangenen Gipfeln war der russische Angriffskrieg das dominierende Thema. Auf dem Gipfel unterzeichnete die Ukraine mit Tschechien und Slowenien weitere vorerst zehn Jahre geltende Sicherheitsabkommen. Derartige Verträge hatte das angegriffene Land vorher bereits mit knapp zwei Dutzend Staaten, darunter Deutschland, und auch der EU abgeschlossen. Sie dienen vor allem der Verstetigung der bereits gewährten militärischen und finanziellen Hilfen, geben dem Land jedoch keine Sicherheitsgarantien.

Starmer will Neustart im Verhältnis zu Europa

Der Gastgeber, Großbritanniens neuer Premierminister Keir Starmer, sagte der Ukraine dauerhafte Unterstützung zu. "Haben Sie keinen Zweifel: Wir werden an Ihrer Seite stehen, solange es nötig ist", sagte er an Selenskyj gerichtet.

Für den erst vor gut zwei Wochen ins Amt gewählten Starmer war es nach dem Nato-Gipfel die zweite Gelegenheit, sich auf einer großen internationalen Bühne zu beweisen. Ihm ist daran gelegen, das Verhältnis zu den europäischen Partnern nach den Brexit-Jahren wieder zu reparieren.

Von einem Neustart in der Beziehung mit Europa nach den schwierigen Brexit-Jahren ist die Rede. Davon verspricht er sich neben wirtschaftlichen Impulsen vor allem auch Hilfe im Kampf gegen Schleuserbanden, die Migranten auf die gefährliche Überfahrt in kleinen Booten über den Ärmelkanal schicken.

Orban wirbt für Friedensverhandlungen

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, der zuletzt mit seiner Reise nach Moskau und Peking für Unmut bei den EU-Partnern sorgte, setzte beim Gipfel sein Werben für Friedensverhandlungen fort. "Ich glaube, es gibt keine Lösung dieses Konflikts auf dem Schlachtfeld", sagte er.

Scholz betonte erneut, dass Orban auf eigene Rechnung nach Russland und China gereist sei. "Wenn jemand als Regierungschef seines Landes in andere Länder fährt, dann ist das okay. Aber er vertritt dann nicht die Europäische Union."/mfi/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX) - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wird bei seinem Besuch in Washington in der kommenden Woche voraussichtlich auch mit US-Präsident Joe Biden zusammentreffen. "Wir gehen davon aus, dass die beiden Regierungschefs die Gelegenheit haben werden, sich zu treffen, während Ministerpräsident Netanjahu in der Stadt ist", teilte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, mit.

Details könne er bislang nicht nennen. Bidens Genesung stehe im Vordergrund und könne den Terminplan des Präsidenten auch noch beeinflussen, sagte Kirby. Biden hat sich mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich derzeit in seinem Privathaus in Rehoboth im Bundesstaat Delaware in häuslicher Isolation.

Netanjahu will am kommenden Mittwoch vor beiden Kammern des US-Kongresses eine Rede zum israelischen Vorgehen im Gazastreifen halten. Die Spitzen beider Parteien im Parlament hatten Netanjahu dazu eingeladen. Zuletzt waren Biden und Netanjahu im vergangenen Herbst in Tel Aviv persönlich zusammengekommen, kurz nach den Angriffen der Hamas am 7. Oktober./trö/DP/he

OXFORD (dpa-AFX) - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schätzt den Ausgang US-Präsidentenwahl weiter als offen ein. Es sei "ein bisschen kühn und riskant", sich jetzt schon sicher zu sein, wie diese Wahl ausgehe, sagte Scholz bei einer Pressekonferenz zum Abschluss des Europagipfels in Großbritannien. Als Beispiel nannte er die vergangene Bundestagswahl, die er als Kanzlerkandidat mit der SPD auf den letzten Metern gewonnen hatte, obwohl sie in den Umfragen zwischenzeitlich scheinbar hoffnungslos hinter der Union lag. Als guter Demokrat wolle er darauf hinweisen, "dass Wahlen erst dann stattgefunden haben, wenn sie stattgefunden haben".

In den USA liegt der republikanische Kandidat Donald Trump in den Umfragen derzeit vor dem demokratischen Präsidenten Joe Biden. Seit dem ersten Fernsehduell der beiden wird verstärkt darüber diskutiert, ob Biden noch fit genug für das Amt ist. Aus den Reihen seiner eigenen Partei werden die Rufe lauter, dass Biden seine Präsidentschaftsbewerbung überdenken sollte./mfi/DP/he

OXFORD (dpa-AFX) - Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an seine westlichen Verbündeten zurückgewiesen, russische Raketen und Drohnen über ukrainischem Territorium mit eigenen Waffen abzuschießen. Nach dem Europagipfel in Großbritannien erteilte der SPD-Politiker am Donnerstag auch erneut der Bitte Selenskyjs eine Absage, die Beschränkungen für den Einsatz der gelieferten westlichen Waffen gegen russisches Territorium aufzuheben. Zur Frage, ob er sich in diesen Punkten mit den anderen Nato-Staaten einig sei, sagte er auf einer Pressekonferenz: "Ich sehe einen solchen Konsens, dass solche Schritte nicht in Betracht kommen, auch die USA sind da sehr klar."

Selenskyj hatte zuvor den Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) genutzt, um seine Forderung nach mehr Unterstützung bei der Abwehr russischer Luftangriffe noch einmal zu verstärken. Was den Abschuss von Drohnen und Raketen angeht, sprach er konkret die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Polen an. "Ihr Mut kann entscheidend für den Frieden sein." Selenskyj betonte, dass es sich dabei aus seiner Sicht nicht um einen Angriff gegen Russland handeln würde.

Der ukrainische Präsident warb auch für eine weitere Lockerung der Einsatzregeln für westliche Waffen, um damit Militärflugplätze auf russischem Territorium weit hinter der Grenze ins Visier nehmen zu können. "Je weniger Beschränkungen wir für den Waffeneinsatz haben, umso mehr wird Russland einen Frieden anstreben", mahnte Selenskyj. Die USA, Deutschland und andere Verbündete hatten Ende Mai der Ukraine erlaubt, zum Schutz der Metropole Charkiw auch Stellungen auf russischem Territorium anzugreifen. Weiter will Scholz aber nicht gehen./mfi/DP/he

BERLIN (dpa-AFX) - Es wird in "absehbarer Zeit" für Pressehäuser keine staatliche Förderung für die Zustellung von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften geben. Ein Sprecher von Medienstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) teilt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: "Angesichts der großen wirtschaftlichen Herausforderungen war es bisher nicht möglich, im Haushalt Mittel für eine solche Zustellförderung vorzusehen." Er ergänzt: "Dies wird auch in absehbarer Zeit nicht möglich sein. Die Arbeiten dazu werden daher zurzeit nicht fortgeführt." Im Koalitionsvertrag der Ampel steht die Prüfung von Fördermöglichkeiten.

Seit Jahren - schon bei der schwarz-roten Vorgänger-Regierung war das Thema - gibt es ein Hin und Her bei der Frage, ob der Staat Pressehäusern Geld für den Bereich Zustellung von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften geben sollte. Die Idee dahinter ist, dass vor allem in entlegenen Regionen, in denen sich das Austragen immer weniger rechnet, weil die Auflagen zurückgehen, Pressevielfalt weiterhin flächendeckend angeboten werden soll. Das soll auch die Medienvielfalt in Deutschland stärken. Verlegerverbände hatten in den vergangenen Jahren immer wieder auf eine Förderung gepocht.

Noch im Mai hatte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) wieder Hoffnungen geweckt. Auf einem Verlegertreffen in Berlin sagte er, er sei "unverändert bereit", mit den "sehr knappen Mitteln" zu prüfen, was möglich sei. Er warte derzeit auf ein Konzept einer Förderrichtlinie. Ein solcher Vorschlag sei noch in Absprache zwischen dem Haus von Medienstaatsministerin Roth und dem Haus von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Doch von einer solchen Richtlinie wurde danach gar nichts bekannt.

Der Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien e.V. (VDL) äußert sich "tief enttäuscht" zu der "fatalen Fehl-Entscheidung". Der VDL-Vorsitzende Kai Röhrbein sagt: "Es steht nicht weniger als die lokale Medienvielfalt auf dem Spiel, und das ist Demokratie-relevant. Es ist unverständlich, dass die Regierung dies nicht erkennt."

Ende 2023 hatte Medienstaatsministerin Roth sich im dpa-Interview für eine weitere Absenkung der Mehrwertsteuer für Presseprodukte ausgesprochen, die aktuell bei sieben Prozent liegt. Der Sprecher teilt mit: "Dies wäre eine schnell zu erreichende, effektive, unbürokratische und vor allem staatsferne alternative Fördermöglichkeit für die Presse." Gleichzeitig dämpft er Erwartungen: "Auch für eine solche Absenkung der Mehrwertsteuer dürften aber aufgrund der damit verbundenen Steuermindereinnahmen die aktuellen Herausforderungen für den Gesamthaushalt gelten."

Noch am Mittwoch hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Zeitschriftenverlagen seine Unterstützung bei finanziellen Hilfen zugesichert: Die von der Branche geforderte Senkung der Mehrwertsteuer auf ihre Produkte sei dafür am einfachsten. "Wenn es hilft, gerne", bekräftigte Söder. Zugleich ermahnte er die Branche aber angesichts des Umbruchs im Mediengeschäft: Die Kunst sei, sich in den Wandel einzubringen und ihn mitzugestalten./rin/DP/he

GARCHING (dpa-AFX) - Der Halbleiterzulieferer Süss Microtec erhöht nach dem ersten Halbjahr seinen Ausblick für das Gesamtjahr. So geht das Unternehmen nun von einem Jahresumsatz von 380 bis 410 Millionen Euro aus, wie es am Donnerstagabend in Garching mitteilte. Analysten hatten bisher weniger als das untere Ende der neuen Spanne auf dem Zettel. Bisher standen 340 bis 370 Millionen Euro im Plan. Die Bruttomarge soll in einer Bandbreite von 38 bis 40 Prozent liegen statt wie zuvor angepeilt zwischen 35 und 38 Prozent. Vor Zinsen und Steuern sollen vom Umsatz 14 bis 16 Prozent als operatives Ergebnis hängenbleiben. Bisher hatte Süss mit 10 bis 12 Prozent operativer Marge gerechnet. Die in den vergangene Tagen schwach gelaufene Aktie legte nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss fast 7 Prozent zu.

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um ein Drittel auf 99,3 Millionen Euro. Aus Basis vorläufiger Zahlen erreichte die Bruttomarge einen Wert von 40,5 Prozent nach 34,4 Prozent ein Jahr zuvor. Die operative Marge (Ebit) lag nun bei 15,3 Prozent - das waren 4,6 Prozentpunkte mehr. Die detaillierten Zahlen legt das Unternehmen am 7. August vor./men/he

(neu: Aktualisiert.)

STRASSBURG (dpa-AFX) - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lässt Details zu ihrem Vorstoß für eine Aufweichung des bereits beschlossenen EU-weiten Verbrenner-Aus vorerst offen. In einer Pressekonferenz nach ihrer Wiederwahl im Europäischen Parlament gab sie keine konkrete Antwort auf die Frage, ob Privatpersonen auch nach 2035 noch Autos mit Verbrennungsmotor kaufen werden können. Die EU hat eigentlich beschlossen, dass ab 2035 nur noch Neuwagen zugelassen werden sollen, die im Betrieb kein klimaschädliches CO2 ausstoßen. Die Bundesregierung hatte sich auf Drängen der FDP dafür eingesetzt, dass es Ausnahmen für sogenannte E-Fuels geben soll.

Ausnahmen für E-Fuels

E-Fuels sind synthetische Kraftstoffe, mit denen Verbrennungsmotoren theoretisch klimaneutral betrieben werden können. Sie sind aber verhältnismäßig teuer und werden etwa im Luftverkehr dringend gebraucht. Denn es ist schwieriger, Flugzeuge im großen Stil elektrisch zu betreiben als Autos.

In ihrem politischen Grundsatzprogramm für die kommenden fünf Jahre hatte von der Leyen am Donnerstagmorgen eine Initiative für Ausnahmen für E-Fuels angekündigt. Konkret heißt es dort, es sei "ein technologieneutraler Ansatz erforderlich, bei dem E-Fuels eine Rolle spielen werden, indem die Vorschriften im Rahmen der geplanten Überprüfung gezielt geändert werden". Von der Leyen spricht hier von jener Überprüfung der Entscheidung zum Verbrenner-Aus, die für 2026 bereits vorgesehen ist. Bei dieser soll analysiert werden, ob das Gesetz nochmals angepasst werden soll. Von der Leyen stellte jedoch klar, dass das Ziel, dass Autos ab 2035 klimaneutral sein sollen, bestehen bleibe.

Theoretisch gibt es mehrere Möglichkeiten, das Gesetz zu ändern: Wenn das gesamte Paket noch mal angefasst wird, müsste es den normalen aufwendigen Gesetzgebungsprozess durchlaufen - also noch mal eine Mehrheit im Europaparlament und unter den EU-Staaten bekommen. Im Raum steht aber beispielsweise auch, dass mit einem sogenannten delegierten Rechtsakt Ausnahmen für E-Fuel-Autos in das Regelwerk aufgenommen werden. Dieser wird von der EU-Kommission erlassen, aber das EU-Parlament und die EU-Staaten können zwei Monate lang Einwände erheben.

Grüne entspannt

Bundesverkehrsminister Volker Wissing zeigte sich trotz der unklaren Details erfreut über die Ankündigung von der Leyens. Der FDP-Politiker sagte, er erwarte, dass sie das Vorhaben zur Chefinnensache mache und sich persönlich dafür einsetze, Genehmigungsvorschriften für E-Fuels-only-Fahrzeuge zu schaffen. So könne der Verkehr schneller klimafreundlicher werden.

Der Vorsitzende des Mitte-Rechts-Bündnisses EVP, Manfred Weber (CSU), und Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer äußerten sich ebenfalls erfreut. Nehammer nannte eine technologieoffene Lösung, die auch E-Fuels umfasse, richtig. Der Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel und für die Mobilität der Zukunft liege in der Offenheit gegenüber allen Technologien.

Der ADAC teilte mit, dass E-Fuels neben der voraussichtlich prägenden Elektromobilität eine weitere Möglichkeit seien, Klimaschutzziele zu erreichen. Wichtig sei, dass realistisch umsetzbare Bedingungen für die Nutzung mit E-Fuels formuliert würden. Vor allem für alte Verbrenner hätten E-Fuels eine Bedeutung.

Grünen-Politiker zeigten sich trotz der Aufweichungs-Pläne entspannt. "E-Fuels werden immer ein Nischenprodukt im Straßenverkehr sein", sagte Michael Bloss, der klimapolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament./mjm/DP/men

HAMBURG (dpa-AFX) - Hauck Aufhäuser Investment Banking hat Rational vor den Zahlen zum zweiten Quartal von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 710 auf 730 Euro angehoben. Der Großküchenausrüster sei gut aufgestellt, um von der strukturellen Nachfrage nach effizienten Kochlösungen in einem unterversorgten Markt zu profitieren, schrieb Analyst Simon Keller in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Zu verdanken sei dies dem "First-Mover-Vorteil", den Rational auf seiner Seite habe, sowie dem besonderen Fokus auf thermische Kochgeräte und Servicequalität. Keller erwartet eine Wachstumsbeschleunigung im zweiten Halbjahr und sich verbessernde Margen./ck/bek

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.07.2024 / 08:17 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 18.07.2024 / 08:17 / MESZ

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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Spekulationen um einen Einstieg des Social-Media-Konzerns Meta bei EssilorLuxottica haben am Donnerstag den Kurs des Brillenkonzerns nach oben getrieben. In der Spitze ging es um 7,3 Prozent auf knapp 204 Euro aufwärts. Zuletzt betrug der Aufschlag noch 6,3 Prozent auf knapp 202 Euro.

Meta erwäge einen milliardenschweren Einstieg bei EssilorLuxottica, berichtete die "Financial Times" am Donnerstag und berief sich auf mehrere informierte Personen. Meta wolle auf diese Weise eine bereits bestehende Kooperation mit EssilorLuxottica vertiefen und arbeite dafür mit der US-Investmentbank Morgan Stanley zusammen, schrieb das Blatt. Meta, EssilorLuxottica und Morgan Stanley lehnten eine Stellungnahme ab./bek/jha/

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bank Research hat die Einstufung für Douglas nach Zahlen zum dritten Geschäftsquartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 32 Euro belassen. Der Anbieter von Premium-Kosmetik untermauere mit seinen Zahlen die Attraktivität der Schönheitsbranche und seine gute Position innerhalb dieser, schrieb Analyst Adam Cochrane in einer am Donnerstag vorliegenden Studie./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.07.2024 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / CET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 18.07.2024 / 08:06 / CET

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STOCKHOLM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Überraschend gute Geschäftszahlen von Volvo Cars haben am Donnerstag die Aktien europäischer Automobilhersteller auf Erholungskurs geschickt. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts stieg an der Spitze der Sektorübersicht um 1,7 Prozent auf 638,45 Punkte, nachdem er in den vergangenen drei Handelstagen unter Sorgen in puncto Kauflust chinesischer Verbraucher und international drohender Zölle gelitten hatte.

Hintergrund des jüngsten Kursrutsches war insbesondere die Furcht, dass es nach den Präsidentschaftswahlen in den USA Anfang November zu einer zweiten Amtszeit von Donald Trump kommen könnte. Der Republikaner gilt als Verfechter protektionistischer Maßnahmen zum Schutz der eigenen Wirtschaft.

Diese Sorgen scheinen nun etwas in den Hintergrund getreten zu sein. So stieg der Branchenindex deutlich über die 21-Tage-Durchschnittslinie, die als Maß für die kurzfristige Entwicklung gilt. Die nächsten Anlaufpunkte sind jetzt aus charttechnischer Sicht die 50- und die 200-Tage-Linien, die momentan jeweils bei knapp 650 Punkten verlaufen. Diese Linien beschreiben die mittel- und langfristigen Trends.

Im Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts verzeichneten zuletzt alle 14 Mitglieder Gewinne. Die Nase von hatten die Anteilsscheine von Volvo Cars mit einem Plus von 8,6 Prozent. Damit notieren sie aktuell auf dem Niveau von Mitte Juni.

Der schwedische Autohersteller hatte mit seinem Betriebsergebnis für das zweite Quartal die Markterwartung übertroffen. Dies kompensierte Beobachtern zufolge die gesenkten Wachstumsaussichten im Verkauf von Autos für dieses Jahr.

Der Experte Harry Martin vom US-Analysehaus Bernstein Research bezeichnete die Senkung der Prognose als sinnvollen Schritt angesichts der aktuellen Lage der Weltwirtschaft. Immerhin rechne Volvo Cars immer noch mit einem prozentual zweistelligen Wachstum.

Martin hob positiv hervor, dass insbesondere dank geringerer Rohstoffkosten das operative Ergebnis von Volvo Cars besser als erwartet ausgefallen sei. Zudem hätten die Schweden im Geschäft mit Elektroautos eine rekordhohe Profitabilität erreicht.

Hierzulande zogen die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) sowie die Papiere von BMW , Mercedes-Benz und Porsche AG unter den besten Werten im Dax zwischen 1,7 und 2,5 Prozent an. Der deutsche Leitindex legte moderat zu.

Zudem äußerte sich das Bankhaus Metzler positiv zu den Anteilsscheinen von BMW. Im Nachgang einer Analystenveranstaltung schrieb Analyst Pal Skirta, dass die Elektroauto-Plattform "Neue Klasse" die Antwort der Münchener auf die aktuellen, noch nie dagewesenen technischen Herausforderungen der Branche sei. Während BMW im Rahmen der Einführungskampagne der "Neuen Klasse" mehrere Flaggschiff-Fahrzeuge vorstellen werde, dürften sich die technischen und gestalterischen Merkmale des Konzepts durch die gesamte Produktpalette des Autobauers ziehen./la/men/stk

HAMBURG (dpa-AFX) - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Henkel nach vorläufigen Zahlen von 88 auf 93 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Zahlen zum ersten Halbjahr seien stark ausgefallen, schrieb Analyst Jörg Frey in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Daher habe er seine Schätzungen erhöht. Ein verstärktes Ergebniswachstum in den kommenden Jahren sei unterdessen nicht zu erwarten./mf/ck

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.07.2024 / 08:15 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / MESZ

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein deutlich gesenkter Ausblick auf den diesjährigen Nettovermögenswert hat am Donnerstag bei den Aktien der Deutsche Beteiligungs AG Spuren hinterlassen. Nach zunächst noch verhaltenem Start rutschte der Kurs immer weiter ab. Zuletzt betrug das Minus dann fast sieben Prozent. Die Anteilsscheine waren damit das abgeschlagene Schlusslicht im SDax . Erstmals seit Oktober 2022 wurden sie wieder unter 24 Euro gehandelt.

Nur gut zwei Monate nach der Bestätigung der Jahresprognose kappte die Beteiligungsgesellschaft am späten Vorabend das obere Ende der Zielspanne für den Nettovermögenswert um 80 Millionen Euro. Als Grund dafür wurde das Brutto-Bewertungs- und Abgangsergebnis genannt, das bei der Beteiligungsgesellschaft im dritten Geschäftsquartal im Vorjahresvergleich bedeutend niedriger ausfalle.

Laut Experte Gerhard Schwarz von der Baader Bank haben Kapitalmarkt- und Konjunkturfaktoren einen negativen Einfluss auf den Wertbeitrag von Beteiligungen im dritten Geschäftsquartal. Im Zuge dessen betonte der Experte allerdings die Volatilität der Ergebnisse. Insofern sei das Abschneiden in einem einzelnen Quartal auf Jahressicht kein wirklicher Indikator.

Durch den Kursrutsch am Donnerstag haben die Papiere 2024 nun fast 19 Prozent an Wert verloren, womit sie im SDax zu den größeren Verlierern zählen. Seit 2018 schon ist der Trend abwärts gerichtet. Im Vergleich zum damaligen Rekord von gut 52 Euro hat sich der Kurs mittlerweile mehr als halbiert./tih/ag/mis

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Analysehaus Jefferies hat ABB nach Zahlen zum zweiten Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 54 Franken belassen. Analyst Simon Toennessen sprach in einer ersten Reaktion am Donnerstag von einem insgesamt soliden Zahlenwerk. Während die Margen in den Sparten ABB Electrification (EL) und ABB Motion (MO) stark gewesen seien, seien die Zahlen im Bereich Maschinenautomatisierung allerdings sehr schwach gewesen, schrieb er./ck/bek

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.07.2024 / 01:43 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 18.07.2024 / 01:43 / ET

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ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Henkel von 81 auf 84 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Trotz einer zweiten Anhebung des diesjährigen Ausblicks sei die Kursreaktion verhalten gewesen, schrieb Analyst Guillaume Delmas in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die erhöhten Zielsetzungen seien überschattet worden von einem nur mäßigen organischen Umsatzwachstum. Seine 2024er Schätzung für den bereinigten Gewinn je Aktie hob er um 7 Prozent an./tih/bek

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.07.2024 / 22:47 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 17.07.2024 / 22:47 / GMT

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ZÜRICH/FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein überraschend schwacher Quartalsbericht der schweizerischen ABB hat am Donnerstag Aktien der ganzen Branche belastet. Während ABB-Aktien in Zürich um 7 Prozent absackten, büßten Schneider Electric in Paris fast 4 Prozent ein. Am deutschen Markt traf es Siemens , die mit minus 3 Prozent das Schlusslicht im Dax waren.

Die Schweizer warteten als erster der großen europäischen Industriekonzerne mit Quartalszahlen auf. Analysten hoben in ihren Kommentaren den Auftragseingang und den Umsatz als Schwachpunkte hervor. Eine hohe Profitabilität und eine positive Relation von Aufträgen zum Umsatz wurde positiv gewertet.

"Wir denken, dass die Investoren negativ auf die Ergebnisse reagieren werden", hatte Analyst Alasdair Leslie vom Investmenthaus Bernstein schon vor Beginn des Börsenhandels prognostiziert. Denn sowohl die Aufträge als auch der Umsatz lägen jeweils um zwei Prozent unter den Konsensschätzungen.

Die Nachfrage im Geschäft mit Elektrifizierung habe die Markterwartung nicht wesentlich übertroffen, das sei eine Enttäuschung, so Leslie. Gleichzeitig habe das Segment Robotik und Automation die Erwartungen deutlich verfehlt. Er führte die Kursverluste aber auch auf Gewinnmitnahmen zurück.

ABB-Aktien hätten auf Sicht von drei Monaten den Industriegütersektor um 15 Prozent hinter sich gelassen. Seit Jahresbeginn hatten ABB um 37 Prozent zugelegt. Schneider liegen 2024 rund 22 Prozent im Plus, Siemens lediglich 2 Prozent./bek/ag/jha/

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Merck KGaA vor Zahlen zum zweiten Quartal auf "Overweight" mit einem Kursziel von 190 Euro belassen. Die Segmente Elektronik und Gesundheit dürften ein schwaches Segment Life Sciences ausgeglichen haben, schrieb Analyst Richard Vosser in einem am Donnerstag vorliegenden Ausblick. Das quantitative Ziel für die Umsatzentwicklung in diesem Jahr dürften die Darmstädter bestätigen. Dabei könnte es aber Verschiebungen zwischen den Sparten geben./bek/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.07.2024 / 21:09 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 18.07.2024 / 00:15 / BST

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(neu: Bericht zu Obama aus "Washington Post".)

WASHINGTON/MILWAUKEE (dpa-AFX) - Nur wenige Tage nach dem Attentat auf Donald Trump kocht die Debatte über die Eignung des US-Präsidenten Joe Biden als Präsidentschaftskandidat der Demokraten wieder hoch. Vor und hinter den Kulissen ist der 81-Jährige mit neuen Forderungen konfrontiert, sich aus dem Wahlkampf um eine zweite Amtszeit zurückzuziehen. Zu allem Überfluss infizierte sich der schwächelnde Präsident nach Angaben aus dem Weißen Haus noch mit dem Coronavirus. Seinen Wahlkampf musste der Demokrat vorerst abbrechen. Unterdessen demonstrieren die Republikaner auf ihrem Parteitag in Milwaukee Geschlossenheit.

Biden hat bislang alle Rückzugsforderungen zurückgewiesen und klargemacht, dass er nicht vorhat, hinzuschmeißen. Der Demokrat steht wegen seines hohen Alters und Zweifeln an seiner geistigen Verfassung massiv unter Druck aus den eigenen Reihen. Nach dem Attentat auf den Republikaner Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt am Wochenende war die Debatte über Bidens Kandidatur kurzzeitig in den Hintergrund gerückt. Nun ist sie zurück.

Nach mehreren anderen Parteikollegen rief der prominente demokratische Abgeordnete aus dem Repräsentantenhaus, Adam Schiff, den 81-Jährigen auf, aus dem Präsidentschaftsrennen auszusteigen. Die beiden Top-Demokraten im US-Kongress, Hakeem Jeffries und Chuck Schumer, warnten Biden übereinstimmenden Medienberichten zufolge davor, an seiner Präsidentschaftsbewerbung festzuhalten.

Berichte: Zweifel auch bei Obama und Pelosi

Hinter den Kulissen soll sich der "Washington Post" zufolge auch der frühere Präsident Barack Obama gegenüber Verbündeten skeptisch geäußert haben. Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht soll der Demokrat vertrauten Personen gesagt haben, dass Bidens Chancen auf einen Wahlsieg stark gesunken seien und Biden sein Festhalten an der Kandidatur überdenken solle.

CNN hatte zuvor berichtet, auch die Spitzenpolitikerin und enge Vertraute Bidens, Nancy Pelosi, habe dem Präsidenten in einem Gespräch gesagt, er könne Trump im Rennen ums Weiße Haus nicht schlagen. Sie hat sich öffentlich bislang aber nicht offen gegen ihn gestellt. Die "New York Times" schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, Biden habe sich in den vergangenen Tagen offen für derartige Warnungen gezeigt habe und sich die Argumente angehört.

Biden bricht Wahlkampf ab und isoliert sich

Nach dem positiven Coronatest zog sich Biden am Mittwoch mit leichten Symptomen in sein Privathaus in Rehoboth im Bundesstaat Delaware zurück. Er war am Mittwoch in Las Vegas im Bundesstaat Nevada unterwegs gewesen, um vor allem bei der hispanischen Bevölkerung um Stimmen zu werben. Nach dem Positivtest fielen zwei Wahlkampfauftritte ins Wasser.

Sein Arzt teilte mit, Biden sei mit Atemwegsbeschwerden, einer laufenden Nase und Husten bei ihm vorstellig geworden. Er habe seine erste Dosis des Covid-Medikaments Paxlovid bekommen. Biden gehört wegen seines hohen Alters zur Risikogruppe. Er war zuletzt im Sommer vor zwei Jahren positiv auf das Virus getestet worden.

Prominente Rückzugsforderungen

Infolge des Trump-Attentats war es um Biden in den vergangenen Tagen etwas ruhiger geworden, bis am Mittwoch eine neue öffentliche Rückzugsforderung des Abgeordneten Schiff die Debatte neu befeuerte. Schiff, der sich um einen Posten im Senat bewirbt, erklärte, er habe ernsthafte Bedenken, ob Biden den Republikaner Trump im November besiegen könne.

Biden habe große Erfolge zu verbuchen, aber es sei an der Zeit, den Weg für jemand anderen freizumachen. "Es steht einfach zu viel auf dem Spiel", mahnte er. Schiff ist ein Vertrauter der früheren demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Pelosi. Beide haben ihre Wahlkreise in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat.

Berichte: Top-Demokraten im Kongress warnten Biden

Auch auf höchster Ebene bereitet Bidens Beharrlichkeit offenbar Sorgen. Sowohl Schumer, Mehrheitsführer im Senat, als auch Jeffries, Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, hätten in der vergangenen Woche separat Gespräche mit Biden geführt und davor gewarnt, dass Bidens Festhalten an seiner Präsidentschaftsbewerbung dazu führen könne, dass die Demokraten die Kontrolle über beide Kongresskammern verlieren könnten, berichteten die "Washington Post" und ABC News.

Neben dem Präsidentenamt werden bei der Wahl im November auch viele Sitze im Parlament neu vergeben. Das gesamte Repräsentantenhaus wird neu gewählt, im Senat steht ein Drittel der Sitze zur Wahl. Die Demokraten befürchten, dass die Republikaner nach der Wahl sowohl beide Kammern im Kongress als auch das Weiße Haus kontrollieren könnten. Etliche Parlamentarier haben Sorge, dass die fehlende Unterstützung für Biden auch sie die Wiederwahl kosten könnte.

In einem am Mittwoch ausgestrahlten TV-Interview wurde Biden erneut danach gefragt, ob es irgendetwas gäbe, das ihn dazu bewegen könnte, seine Präsidentschaftsbewerbung aufzugeben. "Wenn ich ein medizinisches Problem hätte, das sich herausstellen würde, wenn jemand zu mir käme und sagte, Sie haben dieses oder jenes Problem", antwortete Biden.

Feierstimmung bei den Republikanern

Ganz anders als bei den Demokraten ist die Stimmung aktuell bei den Republikanern. Beim Parteitag in Milwaukee wurde Trump am Montag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten der Partei gekürt. Seit Beginn des Spektakels in der riesigen Veranstaltungshalle läuft Trump dort jeden Abend unter dem Jubel seiner Parteikollegen auf.

Seine erste große Bewährungsprobe hatte am Mittwochabend (Ortszeit) Trumps Vizekandidat J. D. Vance. Er stellte Trump in seiner Rede als Mann der Mäßigung dar, der nach dem Attentat zur Einheit aufgerufen habe. Gleichzeitig präsentierte sich der gefeierte Buchautor und studierte Jurist als Mann des Volkes. Der 39-Jährige versuchte in seiner Rede, besonders weiße Arbeiter in den sogenannten Swing States anzusprechen.

Die Republikaner haben sich in den vergangenen Tagen in Milwaukee geeint präsentiert und zeigen sich mit Blick auf die Wahl im November geradezu überschwänglich optimistisch./trö/DP/men

OXFORD (dpa-AFX) - Großbritanniens Premierminister Keir Starmer will Schleusern das Handwerk legen. Beim Europagipfel in der englischen Grafschaft Oxfordshire rief er andere Staaten zur Zusammenarbeit auf. Es sei ein kriminelles Imperium am Werk, das von menschlichem Elend und Verzweiflung profitiere, sagte der Sozialdemokrat Starmer, dessen Labour-Partei in Großbritannien seit zwei Wochen regiert.

"Wir müssen unsere Ressourcen bündeln", forderte Starmer. Es müssten Geheimdienstinformationen und Taktiken geteilt, Schleuserrouten unterbrochen und Banden zerschlagen werden. Außerdem müsse mehr gegen die Fluchtgründe unternommen werden -nämlich gegen Konflikte, Klimawandel und extreme Armut.

Starmer kündigte Gelder an in Höhe von 84 Millionen Pfund (knapp 100 Millionen Euro) für Projekte in Afrika und dem Nahen Osten an. Damit solle Unterstützung in den Bereichen humanitäre Hilfe sowie Gesundheit und Bildung gefördert werden.

Starmer hofft wohl auf Asylpakt mit Frankreich

Auf dem Weg nach Großbritannien ertrinken immer wieder Menschen beim Versuch, mit Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Die frühere konservative Regierung wollte Menschen, die ohne nötige Papiere ins Land kommen, nach Ruanda abschieben. Starmer lehnt das ab. Er will stattdessen den Grenzschutz mit einer neuen Struktur stärken.

Einem Bericht der "Times" zufolge hofft Starmer auch auf ein Abkommen mit Frankreich zur Rücknahme irregulär eingereister Menschen. Im Gegenzug, so das Blatt, könne er anbieten, unbegleitete Minderjährige mit Familienmitgliedern in Großbritannien aufzunehmen. Nach dem Gipfel will er sich mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum Dinner treffen.

Starmer versicherte auch, nicht aus der Europäischen Menschenrechtskonvention aussteigen zu wollen. Damit hatte sein Vorgänger Rishi Sunak gedroht, um notfalls seine scharfe Asylpolitik durchsetzen zu können. Starmer sagte, er wünsche sich eine Neuordnung der Beziehungen zur EU. Eine Rückkehr seines Landes in die Staatengemeinschaft hat er aber bereits ausgeschlossen./cmy/DP/men

(Im dritten Absatz wurde die militärische Aufklärung als Aufgabe des Weltraumkommandos gestrichen.)

UEDEM (dpa-AFX) - Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die strategische Bedeutung des Weltraums für die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr betont und für mehr Präsenz im All geworben. "Wir brauchen militärische Kontrolle für den Satellitenbetrieb und wir müssen uns stärker aufstellen im Weltraum", sagte Pistorius bei einem Besuch des Weltraumkommandos der Bundeswehr in Uedem am Niederrhein.

Die Bedeutung des jüngsten Kommandos der Bundeswehr sei vielen in der Öffentlichkeit noch gar nicht bewusst. "Wir müssen einfach erkennen, dass der Weltraum eine strategische Dimension ist und wir uns damit beschäftigen müssen, und zwar lieber früher als später", betonte der Minister. Dabei gehe es etwa um Datensicherheit und Satellitensicherheit, aber auch um die Abwehr von Angriffen auf die Kommunikation.

"Pionierarbeit" im Weltraumkommando

Das 2021 neu aufgestellte Weltraumkommando der Bundeswehr ist für die Planung und Durchführung von Weltraumoperationen zuständig. Zu den Aufgaben zählen unter anderem der Schutz und die Überwachung von Satelliten sowie die Beobachtung von gefährlichem Weltraumschrott.

Pistorius sprach von einer "Pionierarbeit", die die Soldatinnen und Soldaten im Uedem leisten. "Sie beschäftigen sich mit einem Raum, den die meisten, und zu denen hätte ich mich vor zehn Jahren oder fünf Jahren auch noch gezählt, vor allen Dingen als Schauplatz von Science-Fiction-Filmen betrachten", sagte Pistorius an die Soldatinnen und Soldaten gerichtet, mit denen er unter Ausschluss der Öffentlichkeit sprach.

Bereits am Morgen informierte sich der Verteidigungsminister im rheinland-pfälzischen Büchel über die Arbeit der Luftwaffe. Seit Mittwoch besucht Pistorius ausgewählte Bundeswehr-Standorte in ganz Deutschland. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums will er sich im Zuge seiner Sommerreise über die Fähigkeiten der Truppe informieren und einen unmittelbaren Eindruck von der Einsatzbereitschaft gewinnen./jgl/DP/he

(neu: Details im 9. Absatz.)

OXFORD (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Europagipfel in Großbritannien genutzt, um seine Forderung nach mehr Unterstützung bei der Abwehr russischer Luftangriffe noch einmal zu verstärken. Bei dem Treffen von fast 50 Staats- und Regierungschefs bei Oxford drängte er die westlichen Verbündeten, mit eigenen Mitteln russische Raketen und Drohnen über der Ukraine abzuschießen. "Es muss einen kollektiven Willen geben, diese abzuschießen, genauso wie es bei iranischen Raketen und Drohnen (bei Israel) war", sagte er.

Selenskyj betonte, dass es sich dabei aus seiner Sicht nicht um einen Angriff gegen Russland handeln würde. Raketen und Drohnen seien keine Träger staatlicher Souveränität. "Diese Schritte müssen unternommen werden", sagte Selenskyj und sprach direkt die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Polen an. "Ihr Mut kann entscheidend für den Frieden sein." Im April war ein iranischer Großangriff von über 300 Raketen und Drohnen auf Israel auch mit Hilfe US-amerikanischer, britischer und französischer Kampfjets und Flugabwehrsysteme abgewehrt worden.

Stoltenberg hat Abfangen von Raketen bereits abgelehnt

Polen hat ein solches Vorgehen der Nato-Verbündeten bereits auf ukrainische Initiative für das Abfangen russischer Raketen über der Westukraine vorgeschlagen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wies das jedoch zurück. "Wir werden nicht zu einer Konfliktpartei. Deshalb unterstützen wir zwar die Ukraine bei der Zerstörung russischer Flugzeuge, aber die Nato wird nicht direkt beteiligt sein", unterstrich der Norweger vergangene Woche.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der an dem Gipfel teilnahm, lehnt ein solches Vorgehen ab. Er ist auch gegen eine weitere Lockerung der Einsatzregeln für westliche Waffen, die der Ukraine geliefert wurden. Selenskyj bekräftigte beim Gipfel dagegen, dass er damit gerne Militärflugplätze auf russischem Territorium ins Visier nehmen würde, von denen aus die Ukraine angegriffen wird. "Je weniger Beschränkungen wir für den Waffeneinsatz haben, umso mehr wird Russland einen Frieden anstreben", mahnte Selenskyj.

Britischer Außenminister gegen Auflagen für Waffeneinsatz

Unterstützung bekam er vom britischen Außenminister David Lammy. "Es ist wichtig, dass die Ukraine ihre eigenen Entscheidungen über ihre Operationen trifft, während sie diesen Krieg führt und ihre jungen Männer und Frauen an der Front stehen", sagte der Labour-Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob er eine pauschale Aufhebung der Beschränkungen für die Nutzung westlicher Waffen befürworte.

Die USA, Deutschland und andere Verbündete hatten Ende Mai der Ukraine erlaubt, zum Schutz der Metropole Charkiw auch Stellungen auf russischem Territorium anzugreifen. Weiter will Scholz aber nicht gehen. "Niemand hat eine Veränderung der bisherigen Maßgaben und Richtlinien vor - aus gutem Grund", sagte er vergangene Woche zum Abschluss des Nato-Gipfels.

Russland und Belarus nicht dabei

Der Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) findet am Geburtsort von Kriegspremier Winston Churchill, Blenheim Palace, statt, nahe der berühmten Universitätsstadt Oxford.

In dieser informellen Gruppe haben sich vor zwei Jahren - kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine - die 27 Staaten der Europäischen Union mit anderen Ländern des Kontinents zusammengeschlossen, die ihre Werte teilen. Russland und Belarus gehören nicht dazu. Sie bleiben auch beim vierten Gipfel dieser Art ausgeschlossen.

Zu den Teilnehmern gesellte sich am Nachmittag auch Großbritanniens König Charles III., der in der prunkvollen Bibliothek des Schlosses zu einem Empfang lud.

Wie bei den vergangenen Gipfeln war der russische Angriffskrieg das dominierende Thema. Auf dem Gipfel unterzeichnete die Ukraine mit Tschechien und Slowenien weitere vorerst zehn Jahre geltende Sicherheitsabkommen. Derartige Verträge hatte das angegriffene Land vorher bereits mit knapp zwei Dutzend Staaten, darunter Deutschland, und auch der EU abgeschlossen. Sie dienen vor allem der Verstetigung der bereits gewährten militärischen und finanziellen Hilfen, geben dem Land jedoch keine Sicherheitsgarantien.

Starmer Gipfel-Gastgeber nach zwei Wochen Amtszeit

Der Gastgeber, Großbritanniens neuer Premierminister Keir Starmer, sagte der Ukraine dauerhafte Unterstützung zu. "Haben Sie keinen Zweifel: Wir werden an Ihrer Seite stehen, solange es nötig ist", sagte er an Selenskyj gerichtet.

Für den erst vor gut zwei Wochen ins Amt gewählten Starmer war es nach dem Nato-Gipfel die zweite Gelegenheit, sich auf einer großen internationalen Bühne zu beweisen. Ihm ist daran gelegen, das Verhältnis zu den europäischen Partnern nach den Brexit-Jahren wieder zu reparieren. Von einem Neustart in der Beziehung mit Europa ist die Rede.

Orban wirbt für Friedensverhandlungen

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban, der zuletzt mit seiner Reise nach Moskau und Peking für Unmut bei den EU-Partnern sorgte, setzte beim Gipfel sein Werben für Friedensverhandlungen fort. "Ich glaube, es gibt keine Lösung dieses Konflikts auf dem Schlachtfeld", sagte er.

Scholz betonte erneut, dass Orban auf eigene Rechnung nach Russland und China gereist sei. "Wenn jemand als Regierungschef seines Landes in andere Länder fährt, dann ist das okay. Aber er vertritt dann nicht die Europäische Union."/mfi/DP/men

(neu: Bestätigung des weiteren Drohnenangriffs durch Israel.)

BEIRUT/TEL AVIV (dpa-AFX) - Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge ein Mitglied der Hamas im Libanon bei einem Angriff getötet. Die Hamas bestätigte den Tod ihres "Märtyrers". Mohammed Dschabara sei verantwortlich für Anschläge und Raketenangriffe auf Israel, teilte das israelische Militär mit. "Seine Eliminierung schwächt die Fähigkeit der Terrororganisation Hamas, Angriffe auf den Staat Israel im Gebiet der nördlichen Grenze zu planen und durchzuführen."

Der Mann kam libanesischen Angaben zufolge ums Leben, als sein Fahrzeug im Osten des Landes getroffen wurde. Demnach geriet sein Wagen bei dem Vorfall in der Bekaa-Ebene in Brand.

Bei einem weiteren israelischen Drohnenangriff im Süden des Landes sei zudem ein Mitglied der Hisbollah getötet worden, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israels Armee bestätigte, dass bei dem Angriff das Mitglied einer Pioniereinheit der Schiitenmiliz getötet worden sei. Der Mann sie an zahlreichen Angriffen auf Israel beteiligt gewesen, hieß es.

Nahezu täglich Gefechte zwischen beiden Ländern

Aus libanesischen Sicherheitsquellen und von der libanesischen Staatsagentur NNA hatte es zunächst geheißen, der bei dem israelischen Drohnenangriff in der Bekaa-Ebene getötete Dschabara habe der militanten libanesischen Gruppe Al-Dschamaa al-Islamija angehört. Die Hamas habe ihn als Mitglied ausgewiesen, um die enge Zusammenarbeit der beiden sunnitischen Organisationen zu unterstreichen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen weiter. Dies sei in der Vergangenheit schon mehrere Male vorgekommen.

Laut Israels Armee führte Dschabara einige Angriffe in Zusammenarbeit mit der Extremistengruppe Al-Dschamaa al-Islamija aus. Die militante Organisation steht der Schiitenmiliz Hisbollah sowie der Hamas im Gazastreifen nahe und unterstützt nach eigenen Angaben deren Kampf gegen Israel.

Im Juni hatte die israelische Armee ein Mitglied der Gruppe bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene getötet. Das Militär teilte damals mit, der Mann sei für Waffenlieferungen für die Hamas sowie für Al-Dschamaa al-Islamija zuständig gewesen.

Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz liefern sich seit dem Beginn des Gaza-Kriegs nahezu täglich Gefechte. Auf beiden Seiten gab es Tote. Die vom Iran unterstützte Hisbollah handelt nach eigenen Aussagen aus Solidarität mit der Hamas, die auch im Libanon aktiv ist. Seit langem wird befürchtet, dass sich der Konflikt ausweiten könnte./wh/DP/men

UEDEM (dpa-AFX) - Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die strategische Bedeutung des Weltraums für die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr betont und für mehr Präsenz im All geworben. "Wir brauchen militärische Kontrolle für den Satellitenbetrieb und wir müssen uns stärker aufstellen im Weltraum", sagte Pistorius bei einem Besuch des Weltraumkommandos der Bundeswehr in Uedem am Niederrhein.

Die Bedeutung des jüngsten Kommandos der Bundeswehr sei vielen in der Öffentlichkeit noch gar nicht bewusst. "Wir müssen einfach erkennen, dass der Weltraum eine strategische Dimension ist und wir uns damit beschäftigen müssen, und zwar lieber früher als später", betonte der Minister. Dabei gehe es etwa um Datensicherheit und Satellitensicherheit, aber auch um die Abwehr von Angriffen auf die Kommunikation.

"Pionierarbeit" im Weltraumkommando

Das 2021 neu aufgestellte Weltraumkommando der Bundeswehr ist für die Planung und Durchführung von Weltraumoperationen zuständig. Zu den Aufgaben zählen der Schutz und die Überwachung von Satelliten, die militärische Aufklärung sowie die Beobachtung von gefährlichem Weltraumschrott.

Pistorius sprach von einer "Pionierarbeit", die die Soldatinnen und Soldaten im Uedem leisten. "Sie beschäftigen sich mit einem Raum, den die meisten, und zu denen hätte ich mich vor zehn Jahren oder fünf Jahren auch noch gezählt, vor allen Dingen als Schauplatz von Science-Fiction-Filmen betrachten", sagte Pistorius an die Soldatinnen und Soldaten gerichtet, mit denen er unter Ausschluss der Öffentlichkeit sprach.

Bereits am Morgen informierte sich der Verteidigungsminister im rheinland-pfälzischen Büchel über die Arbeit der Luftwaffe. Seit Mittwoch besucht Pistorius ausgewählte Bundeswehr-Standorte in ganz Deutschland. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums will er sich im Zuge seiner Sommerreise über die Fähigkeiten der Truppe informieren und einen unmittelbaren Eindruck von der Einsatzbereitschaft gewinnen./jgl/DP/men

(neu: Aktualisiert mit neuer Aufmachung, Biden-Zitat aus Interview ergänzt.)

WASHINGTON/MILWAUKEE (dpa-AFX) - Nur wenige Tage nach dem Attentat auf Donald Trump kocht die Debatte über die Eignung des US-Präsidenten Joe Biden als Präsidentschaftskandidat der Demokraten wieder hoch. Vor und hinter den Kulissen ist der 81-Jährige mit neuen Forderungen konfrontiert, sich aus dem Wahlkampf um eine zweite Amtszeit zurückzuziehen. Zu allem Überfluss infizierte sich der schwächelnde Präsident nach Angaben aus dem Weißen Haus noch mit dem Coronavirus. Seinen Wahlkampf musste der Demokrat vorerst abbrechen. Unterdessen demonstrieren die Republikaner auf ihrem Parteitag in Milwaukee Geschlossenheit.

Biden hat bislang alle Rückzugsforderungen zurückgewiesen und klargemacht, dass er nicht vorhat, hinzuschmeißen. Der Demokrat steht wegen seines hohen Alters und Zweifeln an seiner geistigen Verfassung massiv unter Druck aus den eigenen Reihen. Nach dem Attentat auf den Republikaner Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt am Wochenende war die Debatte über Bidens Kandidatur kurzzeitig in den Hintergrund gerückt. Nun ist sie zurück.

Nach mehreren anderen Parteikollegen rief der prominente demokratische Abgeordnete aus dem Repräsentantenhaus, Adam Schiff, den 81-Jährigen auf, aus dem Präsidentschaftsrennen auszusteigen. Die beiden Top-Demokraten im US-Kongress, Hakeem Jeffries und Chuck Schumer, warnten Biden übereinstimmenden Medienberichten zufolge davor, an seiner Präsidentschaftsbewerbung festzuhalten.

CNN berichtete, auch die Spitzenpolitikerin und enge Vertraute Bidens, Nancy Pelosi, habe dem Präsidenten in einem Gespräch gesagt, er könne Trump im Rennen ums Weiße Haus nicht schlagen. Sie hat sich öffentlich bislang aber nicht offen gegen ihn gestellt. Die "New York Times" schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, Biden habe sich in den vergangenen Tagen offen für derartige Warnungen gezeigt habe und sich die Argumente angehört.

Biden bricht Wahlkampf ab und isoliert sich

Nach dem positiven Coronatest zog sich Biden am Mittwoch mit leichten Symptomen in sein Privathaus in Rehoboth im Bundesstaat Delaware zurück. Er war am Mittwoch in Las Vegas im Bundesstaat Nevada unterwegs gewesen, um vor allem bei der hispanischen Bevölkerung um Stimmen zu werben. Nach dem Positivtest fielen zwei Wahlkampfauftritte ins Wasser.

Sein Arzt teilte mit, Biden sei mit Atemwegsbeschwerden, einer laufenden Nase und Husten bei ihm vorstellig geworden. Er habe seine erste Dosis des Covid-Medikaments Paxlovid bekommen. Biden gehört wegen seines hohen Alters zur Risikogruppe. Er war zuletzt im Sommer vor zwei Jahren positiv auf das Virus getestet worden.

Prominente Rückzugsforderungen

Infolge des Trump-Attentats war es um Biden in den vergangenen Tagen etwas ruhiger geworden, bis am Mittwoch eine neue öffentliche Rückzugsforderung des Abgeordneten Schiff die Debatte neu befeuerte. Schiff, der sich um einen Posten im Senat bewirbt, erklärte, er habe ernsthafte Bedenken, ob Biden den Republikaner Trump im November besiegen könne.

Biden habe große Erfolge zu verbuchen, aber es sei an der Zeit, den Weg für jemand anderen freizumachen. "Es steht einfach zu viel auf dem Spiel", mahnte er. Schiff ist ein Vertrauter der früheren demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Pelosi. Beide haben ihre Wahlkreise in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat.

Berichte: Top-Demokraten im Kongress warnten Biden

Auch auf höchster Ebene bereitet Bidens Beharrlichkeit offenbar Sorgen. Sowohl Schumer, Mehrheitsführer im Senat, als auch Jeffries, Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, hätten in der vergangenen Woche separat Gespräche mit Biden geführt und davor gewarnt, dass Bidens Festhalten an seiner Präsidentschaftsbewerbung dazu führen könne, dass die Demokraten die Kontrolle über beide Kongresskammern verlieren könnten, berichteten die "Washington Post" und ABC News.

Neben dem Präsidentenamt werden bei der Wahl im November auch viele Sitze im Parlament neu vergeben. Das gesamte Repräsentantenhaus wird neu gewählt, im Senat steht ein Drittel der Sitze zur Wahl. Die Demokraten befürchten, dass die Republikaner nach der Wahl sowohl beide Kammern im Kongress als auch das Weiße Haus kontrollieren könnten. Etliche Parlamentarier haben Sorge, dass die fehlende Unterstützung für Biden auch sie die Wiederwahl kosten könnte.

In einem am Mittwoch ausgestrahlten TV-Interview wurde Biden erneut danach gefragt, ob es irgendetwas gäbe, das ihn dazu bewegen könnte, seine Präsidentschaftsbewerbung aufzugeben. "Wenn ich ein medizinisches Problem hätte, das sich herausstellen würde, wenn jemand zu mir käme und sagte, Sie haben dieses oder jenes Problem", antwortete Biden.

Feierstimmung bei den Republikanern

Ganz anders als bei den Demokraten ist die Stimmung aktuell bei den Republikanern. Beim Parteitag in Milwaukee wurde Trump am Montag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten der Partei gekürt. Seit Beginn des Spektakels in der riesigen Veranstaltungshalle läuft Trump dort jeden Abend unter dem Jubel seiner Parteikollegen auf.

Seine erste große Bewährungsprobe hatte am Mittwochabend (Ortszeit) Trumps Vizekandidat J. D. Vance. Er stellte Trump in seiner Rede als Mann der Mäßigung dar, der nach dem Attentat zur Einheit aufgerufen habe. Gleichzeitig präsentierte sich der gefeierte Buchautor und studierte Jurist als Mann des Volkes. Der 39-Jährige versuchte in seiner Rede, besonders weiße Arbeiter in den sogenannten Swing States anzusprechen.

Die Republikaner haben sich in den vergangenen Tagen in Milwaukee geeint präsentiert und zeigen sich mit Blick auf die Wahl im November geradezu überschwänglich optimistisch./trö/DP/men

OXFORD (dpa-AFX) - Großbritanniens Premierminister Keir Starmer will Schleusern das Handwerk legen. Beim Europagipfel in der englischen Grafschaft Oxfordshire rief er andere Staaten zur Zusammenarbeit auf. Es sei ein kriminelles Imperium am Werk, das von menschlichem Elend und Verzweiflung profitiere, sagte der Sozialdemokrat Starmer, dessen Labour-Partei in Großbritannien seit zwei Wochen regiert.

"Wir müssen unsere Ressourcen bündeln", forderte Starmer. Es müssten Geheimdienstinformationen und Taktiken geteilt, Schleuserrouten unterbrochen und Banden zerschlagen werden. Außerdem müsse mehr gegen die Fluchtgründe unternommen werden - nämlich gegen Konflikte, Klimawandel und extreme Armut.

Starmer hofft wohl auf Asylpakt mit Frankreich

Auf dem Weg nach Großbritannien ertrinken immer wieder Menschen beim Versuch, mit Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Die frühere konservative Regierung wollte Menschen, die ohne nötige Papiere ins Land kommen, nach Ruanda abschieben. Starmer lehnt das ab. Er will stattdessen den Grenzschutz mit einer neuen Struktur stärken.

Einem Bericht der "Times" zufolge hofft Starmer auch auf ein Abkommen mit Frankreich zur Rücknahme irregulär eingereister Menschen. Im Gegenzug, so das Blatt, könne er anbieten, unbegleitete Minderjährige mit Familienmitgliedern in Großbritannien aufzunehmen. Nach dem Gipfel will er sich mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum Dinner treffen.

Starmer versicherte auch, nicht aus der Europäischen Menschenrechtskonvention aussteigen zu wollen. Damit hatte sein Vorgänger Rishi Sunak gedroht, um notfalls seine scharfe Asylpolitik durchsetzen zu können. Starmer sagte, er wünsche sich eine Neuordnung der Beziehungen zur EU. Eine Rückkehr seines Landes in die Staatengemeinschaft hat er aber bereits ausgeschlossen./kil/DP/men

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank lässt die Zinsen im Euroraum trotz der zuletzt gesunkenen Inflation unverändert. Bei ihrer im Juni begonnen Zinswende lassen sich die Währungshüter rund um EZB-Präsidentin Christine Lagarde Zeit. Sie beschlossen in Frankfurt, den Leitzins, zu dem sich Banken frisches Geld bei der Notenbank besorgen können, bei 4,25 Prozent zu belassen. Der Einlagenzins, den Geldhäuser erhalten, wenn sie überschüssiges Geld bei der Notenbank parken, bleibt bei 3,75 Prozent.

Damit verzichtet die EZB darauf, ihre Geldpolitik direkt weiter zu lockern. Viele Ökonomen erwarten aber, dass die Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung Mitte September die Zinsen senkt.

Alle Augen auf September

Für die Entscheidung nach der Sommerpause ließ sich die EZB alle Türen offen und vermied klare Hinweise. Künftige Zinsentscheidungen seien weiter abhängig von den Konjunkturdaten, bekräftigte Lagarde. Man entscheide von Sitzung zu Sitzung.

Lagarde verwies auf immer noch hohen Preisdruck: Die Gesamtinflation im Euroraum dürfte bis weit ins nächste Jahr über dem Zielwert bleiben, sagte sie. Auf der anderen Seite dürfte sich der Trend zu hohem Lohnwachstum, der den Währungshütern Sorge bereitet, im Jahresverlauf abschwächen und es bestünden Konjunkturrisiken: Die Wirtschaft der Eurozone sei im zweiten Quartal "wahrscheinlich langsamer gewachsen" als im ersten.

EZB bleibt vorsichtig

Um die nach dem russischen Angriff auf die Ukraine auf Rekordhöhe gestiegene Inflation in den Griff zu bekommen, hatte die EZB seit Juli 2022 zehnmal in Folge die Zinsen erhöht, ehe sie eine Pause einlegte. Im Juni senkte die EZB dann erstmals seit der Inflationswelle die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte.

Die EZB muss mit ihrer Geldpolitik einen Spagat bewältigen. Hohe Zinsen machen Kredite teuer. Das kann die wirtschaftliche Nachfrage bremsen und hohen Inflationsraten entgegenwirken. Teurere Kredite sind zugleich eine Last für die Wirtschaft und Privatleute, die sich Geld leihen - etwa Hausbauer. Senkt die EZB die Zinsen wiederum zu schnell, läuft sie Gefahr, dass die Inflation wieder anzieht.

"Der Kampf der europäischen Währungshüter gegen zu hohe Inflationsraten ist noch nicht gewonnen", warnt Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. Für die Zinsentscheidung am 12. September fordert er Augenmaß. "Die EZB sollte die Zinsen nur dann senken, wenn sie sicher sein kann, dass die Inflation im Euroraum verlässlich auf die 2-Prozent-Marke zusteuert."

Inflation sinkt - aber langsam

Zuletzt hatte sich die Inflation im Währungsraum abgeschwächt. Die Rate fiel im Juni auf 2,5 Prozent nach 2,6 Prozent im Mai. Die Inflation nähert sich damit dem Ziel der EZB, die mittelfristig eine jährliche Rate von zwei Prozent im Währungsraum anstrebt und hier Preisstabilität gewahrt sieht.

Doch der Rückgang der Inflation im Euroraum ist zäh. Sorge bereitet Ökonomen auch, dass die Teuerungsrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmitteln, die "Kerninflation", im Juni bei 2,9 Prozent stagnierte.

Kritik an Lockerung

Manche Ökonomen kritisieren daher die Zinswende der EZB. Der EZB-Rat dürfte die Leitzinsen bereits auf der nächsten Sitzung im September senken, "sofern es die Inflationsdaten halbwegs hergeben", meint Commerzbank -Chefvolkswirt Jörg Krämer. Weitere Schritte sollten im Dezember und im März nächsten Jahres folgen. Er monierte: "Diese Zinswende ist jedoch verfrüht, weil das Inflationsproblem noch nicht gelöst ist."

Derzeit sehe es gut aus für eine nächste Zinssenkung im September, meint auch Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Eine sehr plausible Annahme für alle, die Geld sparen oder aufnehmen wollten, laute, "dass sowohl die kurzfristigen Zinsen als auch die langfristigen Zinsen in den kommenden Quartalen weiter sinken werden".

Sparzinsen bereits gesunken

Die jüngste Zinssenkung der EZB im Juni spüren Sparer bereits bei ihrer Bank. Nach einer Analyse des Vergleichsportals Verivox zahlten überregionale Geldhäuser zum Stichtag 15. Juli im Schnitt 1,69 Prozent für Tagesgeld. Anfang Juni waren es noch 1,72 Prozent. Bei Sparkassen (0,62 Prozent) und regionalen Genossenschaftsbanken (0,64 Prozent) gab es im Mittel wesentlich weniger.

"Viele Banken und Sparkassen haben die jüngste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank schnell an die Sparerinnen und Sparer weitergereicht", so Verivox. Auch die Festgeldzinsen über zwei Jahre fielen - von im Schnitt 2,82 Prozent Anfang Juni auf zuletzt 2,79 Prozent.

Keine Erleichterung für Hausbauer

Weniger erfreulich sieht es für Schuldner aus. Baufinanzierungen etwa sind zwar etwas billiger als im vergangenen Herbst, seit mehreren Monaten haben sich die Konditionen aber auf erhöhtem Niveau eingependelt. Die Zinsen für Kredite mit 10 Jahren Zinsbindung lagen laut FMH-Finanzberatung zuletzt bei rund 3,7 Prozent und bei 3,85 Prozent für eine 15-jährige Bindung. Zumindest in den kommenden Wochen dürfte es bei den Bauzinsen kaum Bewegung geben, erwarten Kreditvermittler./als/DP/jsl

OXFORD (dpa-AFX) - Der britische Außenminister David Lammy mahnt, Äußerungen der US-Republikaner zur Ukraine-Unterstützung nicht überzubewerten. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump und sein Vizekandidat J.D. Vance hatten mit Bemerkungen zur Ukraine Sorgen vor einem Ende der US-Unterstützung hervorgerufen, sollte es zu einer zweiten Amtszeit Trumps kommen. Lammy tat das als Wahlkampfgetöse ab.

Während Trumps Zeit als Präsident sei die Zahl der in Europa stationierten US-Soldaten gestiegen, sagte Lammy im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur beim Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft nahe Oxford. Zudem habe Trump Kiew die ersten Panzerabwehrraketen vom Typ Javelin zur Verfügung gestellt.

London will engere Zusammenarbeit mit Berlin

Der Minister betonte jedoch, es sei wichtig, sich auf die Sicherheit in Europa zu fokussieren. Insbesondere mit Deutschland will die neue britische Labour-Regierung die Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung stärken. "Es gibt mehr, was Großbritannien und Deutschland im Hinblick Verteidigung und Sicherheit gemeinsam tun können", sagte er. Er hoffe, in den kommenden Wochen und Monaten dazu noch mehr verkünden zu können.

Auf die Frage, ob sich die Kooperation auch auf den Schutz Deutschlands durch die Abschreckung mit britischen Nuklearwaffen erstrecken könne, sagte er, es sei wichtig zu verstehen, dass Großbritannien und Frankreich eine tiefe Bindung zu ihrer nuklearen Abschreckung hätten. "Und natürlich hält das Europa sicher."/cmy/DP/men

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