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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag weiter unter Konjunktursorgen und der Angst vor einer Energiekrise gelitten. Anfängliche Gewinne verpufften, weil Anleger in ihrer Bereitschaft gehemmt blieben, Aktienpositionen aufzubauen. Über die Ziellinie ging der Leitindex 0,31 Prozent tiefer bei 12 773,38 Punkten. Der MDax gab noch deutlicher um 1,28 Prozent auf 25 505,48 Punkte nach.

In der Spitze hatte es am Morgen beim Dax kurz über die Marke von 12 900 Punkten gereicht, dann traten die Anleger schnell wieder auf die Bremse. Der Abstand zum März-Tief bei 12 439 Punkten ist derzeit nicht mehr groß. Auch aus den USA kamen zu Wochenbeginn keine Impulse für eine Erholung, weil dort der Handel wegen eines Feiertags pausierte.

Laut dem Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets dürften Aktienkäufer dem Markt wegen der Rezessionsrisiken so lange fernbleiben, bis zumindest das eine oder andere Hoffnungssignal von sich entspannenden Lieferketten, sinkenden Preisen oder Lösungen für das drohende Energieproblem die Märkte erreicht.

Seit Tagen schon leidet Uniper immens unter der Gefahr, dass Russland die Gasversorgung ganz einstellen könnte. Dies setzte sich am Montag fort mit einem Kursrutsch um 27,6 Prozent. Händler verwiesen hier auf einen Bericht des "Spiegel" und die Gefahr einer Schieflage. Die Bundesregierung will demnach einen "Schutzschirm" für angeschlagene Energieunternehmen schaffen.

Generell schwer unter Druck blieben die Immobilienwerte wegen der schon länger spürbaren Sorge, dass die steigenden Zins- und Baukosten für den Immobilienmarkt zunehmend zum Problem werden. Im Dax wurden die Papiere von Vonovia rund fünf Prozent tiefer zu gut 28 Euro gehandelt. Dies war das niedrigste Niveau seit Anfang 2016.

Auch Autowerte wurden von Anlegern gemieden, BMW etwa büßten 1,3 Prozent ein. Chipmangel und Lieferkettenprobleme bremsen den amerikanischen Automarkt weiter aus. Auch für die deutschen Hersteller läuft es dort schlecht, wie US-Absatzzahlen für das zweite Quartal zeigten.

Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax waren die Aktien von Fielmann mit einem Minus von 12 Prozent. Die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und eine daraus resultierende schwächere Konsumstimmung werden das Ergebnis der Optikerkette im laufenden Jahr belasten. Für 2022 erwartet das Management nun einen Gewinnrückgang.

Außerdem sackten die Papiere der Shop Apotheke nach einer skeptischen Studie des Investmenthauses Oddo um 7,4 Prozent ab. Analyst Andreas Riemann befürchtet, dass die Inflation die Gewinne der Online-Apotheke im laufenden Jahr belasten wird. Sowohl die Erwartungen an die Marge als auch die Bewertung erschienen ambitioniert.

Ein Lichtblick im SDax war der Kursgewinn von 7,7 Prozent der Anteilsscheine von Vitesco . Hier trieb den Kurs an, dass die Familie Schaeffler ihren Anteil an dem Automobilzulieferer erhöht hat.

Der EuroStoxx hielt sich am Montag mit 3452,42 Punkten knapp im Plus. Er profitierte davon, dass sich einige Länderbörsen besser schlugen als der Dax: Der Pariser Leitindex Cac 40 etwa legte um 0,4 Prozent zu. Der Londoner FTSE 100 brachte es gestützt auf Rohstoff- und Ölwerte sogar auf ein Plus von 0,9 Prozent.

Der Euro blieb am Montag recht stabil, zuletzt wurden 1,0427 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,0455 (Freitag: 1,0425) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9565 Euro.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 1,28 Prozent auf 1,19 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,33 Prozent auf 133,93 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,91 Prozent auf 149,28 Punkte./tih/stw

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag weiter unter Konjunktursorgen und der Angst vor einer Energiekrise gelitten. Anfängliche Gewinne verpufften, weil Anleger in ihrer Bereitschaft gehemmt blieben, Aktienpositionen aufzubauen. Über die Ziellinie ging der Leitindex 0,31 Prozent tiefer bei 12 773,38 Punkten. Der MDax gab sogar noch deutlicher um 1,28 Prozent auf 25 505,48 Punkte nach.

In der Spitze hatte es am Morgen beim Dax kurz über die Marke von 12 900 Punkten gereicht, dann traten die Anleger schnell wieder auf die Bremse. Der Abstand zum März-Tief bei 12 439 Punkten ist derzeit nicht mehr groß. Auch aus den USA kamen zu Wochenbeginn keine Impulse für eine Erholung, weil dort der Handel wegen eines Feiertags pausierte.

Laut dem Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets dürften Aktienkäufer dem Markt wegen der Rezessionsrisiken so lange fernbleiben, bis zumindest das eine oder andere Hoffnungssignal von sich entspannenden Lieferketten, sinkenden Preisen oder Lösungen für das drohende Energieproblem die Märkte erreicht./tih/stw

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts anhaltender Konjunktursorgen ist der deutsche Aktienmarkt verhalten in die neue Woche gestartet. Der Leitindex Dax war am Montagmorgen zwar zunächst noch um bis zu 0,8 Prozent gestiegen, verlor aber schnell an Schwung und gab seine Eröffnungsgewinne zwischenzeitlich komplett ab.

Bis zum frühen Nachmittag legte der Dax um 0,23 Prozent auf 12 842,78 Punkte zu. Am Donnerstag war das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit März gefallen, hat sich seither aber etwas gefangen. Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,46 Prozent auf 25 718,85 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,56 Prozent.

Aus den USA kommen zu Wochenbeginn keine Impulse, da dort feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. Insgesamt bleibt die Lage am Aktienmarkt angespannt. Die hohen Inflationsraten trübten bereits die Konsumlaune, schrieben die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen. In Europa kämen erschwerend der sich abzeichnende Gasmangel sowie andere Folgen des Ukraine-Kriegs und die damit zusammenhängenden Sanktionen hinzu.

Insofern pendele der Dax zwischen der wichtigen Unterstützung am Jahrestief bei 12 439 Punkten und der 13 000er-Marke orientierungslos hin und her, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Potenzielle Käufer dürften dem Markt wegen der Rezessionsrisiken so lange fernbleiben, bis zumindest das eine oder andere Hoffnungssignal von sich entspannenden Lieferketten, sinkenden Preisen oder Lösungen des drohenden Energieproblems für Deutschland und Europa die Märkte erreicht.

Im Dax wurden Autowerte gemieden. BMW büßten 0,8 Prozent und Mercedes-Benz 1,8 Prozent ein. Chipmangel und Lieferkettenprobleme bremsen den US-Automarkt weiter aus, und auch für die deutschen Hersteller läuft es schlecht, wie Absatzzahlen für das zweite Quartal zeigten. Analysten der italienischen Bank Mediobanca sprachen von einer "recht schwachen" Entwicklung in den USA. Im Vergleich zum Vorquartal habe sich der Abwärtstrend noch etwas verschärft.

Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax waren die Aktien von Fielmann mit einem Minus von fast zehn Prozent. Die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und eine daraus resultierende schwächere Konsumstimmung werden das Ergebnis der Optikerkette im laufenden Jahr belasten. Für 2022 erwarten die Hamburger nun einen Gewinnrückgang.

Die Papiere der Shop Apotheke sackten nach einer skeptischen Studie des Investmenthauses Oddo um mehr als fünf Prozent ab. Analyst Andreas Riemann befürchtet, dass die Inflation die Gewinne der Online-Apotheke im laufenden Jahr belasten wird. Sowohl die Margenerwartungen als auch die Bewertung erschienen ambitioniert.

An der Index-Spitze im SDax zogen die Anteilsscheine von Vitesco um fast sechs Prozent an. Die Familie Schaeffler erhöhte ihren Anteil an dem Automobilzulieferer.

Der Euro kostete am Nachmittag 1,0452 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0425 (Donnerstag: 1,0387) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9592 (0,9627) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 1,28 Prozent auf 1,19 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,33 Prozent auf 133,93 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,78 Prozent auf 149,47 Punkte./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen bleiben an diesem Montag wegen des Nationalfeiertags "Independence Day"geschlossen./gl/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Montag über weite Strecken im Plus gehalten. Der deutsche Leitindex war im frühen Handel noch um bis zu 0,8 Prozent gestiegen, verlor dann aber an Schwung und gab seine Eröffnungsgewinne zwischenzeitlich komplett ab. Konjunktursorgen lasten unverändert auf der Stimmung.

Bis zum Mittag legte der Dax um 0,49 Prozent auf 12 876,26 Punkte zu. Am Donnerstag war das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit März gefallen, hat sich seither aber etwas gefangen.

Der MDax der mittelgroßen Werte verharrte nahezu unverändert bei 25 845,53 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hingegen stieg um 0,8 Prozent.

Aus den USA kommen zu Wochenbeginn keine Impulse, da dort feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. Insgesamt bleibt die Lage am Aktienmarkt angespannt. Die hohen Inflationsraten trübten bereits die Konsumlaune, schrieben die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen. In Europa kämen erschwerend der sich abzeichnende Gasmangel sowie andere Folgen des Ukraine-Kriegs und die damit zusammenhängenden Sanktionen hinzu.

Insofern pendele der Dax zwischen der wichtigen Unterstützung am Jahrestief bei 12 439 Punkten und der 13 000er-Marke orientierungslos hin und her, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Potenzielle Käufer dürften dem Markt wegen der Rezessionsrisiken so lange fernbleiben, bis zumindest das eine oder andere Hoffnungssignal von sich entspannenden Lieferketten, sinkenden Preisen oder Lösungen des drohenden Energieproblems für Deutschland und Europa die Märkte erreicht.

Ähnlich zurückhaltend äußerten sich die Analysten der Dekabank: "Die Neuorientierung an den Kapitalmärkten hält an. Bis es mehr Klarheit gibt, wird noch einige Zeit verstreichen." Die Konjunkturdaten in dieser Woche wie die deutsche Industrieproduktion oder der US-Arbeitsmarktbericht würden kritisch beäugt, aber keine zusätzliche Sicherheit bringen. Mit Blick auf die hohen Preissteigerungen komme der Kommunikation der Notenbanken und ihrer Erwartungslenkung herausragende Bedeutung zu.

Im Dax wurden Autowerte gemieden. BMW büßten 0,7 Prozent und Mercedes-Benz 2,1 Prozent ein. Chipmangel und Lieferkettenprobleme bremsen den US-Automarkt weiter aus, und auch für die deutschen Hersteller läuft es schlecht, wie Absatzzahlen für das zweite Quartal zeigten. Analysten der italienischen Bank Mediobanca sprachen von einer "recht schwachen" Entwicklung in den USA. Im Vergleich zum Vorquartal habe sich der Abwärtstrend noch etwas verschärft.

Klares Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax waren die Aktien der Shop Apotheke , die nach einer skeptischen Studie des Investmenthauses Oddo um rund acht Prozent einbrachen und auf das tiefste Niveau seit Mitte Mai zurückfielen. Analyst Andreas Riemann befürchtet, dass die Inflation die Gewinne der Online-Apotheke im laufenden Jahr belasten wird. Sowohl die Margenerwartungen als auch die Bewertung erschienen ambitioniert.

An der Index-Spitze im SDax zogen die Anteilsscheine von Vitesco um mehr als sechs Prozent an. Die Familie Schaeffler erhöhte ihren Anteil an dem Automobilzulieferer./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Montag mit einer weiteren Stabilisierung schwer getan. Der deutsche Leitindex war im frühen Handel noch um bis zu 0,8 Prozent gestiegen, verlor dann aber an Schwung und gab seine Eröffnungsgewinne komplett ab. So lasten Konjunktursorgen unverändert auf der Stimmung.

Zuletzt büßte der Dax 0,12 Prozent auf 12 797,56 Punkte ein. Am vergangenen Donnerstag war das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit März gefallen, hat sich seither aber etwas gefangen.

Der MDax der mittelgroßen Werte drehte ebenfalls in die Verlustzone und gab um 0,33 Prozent auf 25 752,00 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hingegen hielt sich noch knapp im Plus.

Insgesamt halten Konjunktursorgen die Anleger weiterhin in Atem. So trübten die hohen Inflationsraten bereits die Konsumlaune, schrieben die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen. In Europa kämen erschwerend der sich abzeichnende Gasmangel sowie andere Folgen des Ukraine-Kriegs und den damit zusammenhängenden Sanktionen hinzu.

Insofern pendele der Dax aktuell zwischen der wichtigen Unterstützung am Jahrestief bei 12 439 Punkten und der 13000er-Marke orientierungslos hin und her, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Potenzielle Käufer dürften dem Markt wegen der Rezessionsrisiken so lange fernbleiben, bis zumindest das eine oder andere Hoffnungssignal von sich entspannenden Lieferketten, sinkenden Preisen oder Lösungen des drohenden Energieproblems für Deutschland und Europa die Märkte erreicht.

Im Dax zählten Autowerte zu den Verlierern. So büßten Volkswagen (VW), BMW und Mercedes-Benz bis zu 1,7 Prozent ein. Chipmangel und Lieferkettenprobleme bremsen den US-Automarkt weiter aus, und auch für die deutschen Hersteller läuft es schlecht, wie Absatzzahlen für das zweite Quartal zeigten.

Klares Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax waren die Aktien der Shop Apotheke , die nach einer skeptischen Studie des Investmenthauses Oddo um fast zwölf Prozent einbrachen und auf das tiefste Niveau seit Mitte Mai zurückfielen. Analyst Andreas Riemann befürchtet, dass die Inflation die Gewinne der Online-Apotheke im laufenden Jahr belasten wird. Sowohl die Margenerwartungen als auch die Bewertung erschienen ambitioniert./la/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag zunächst seinen jüngsten Stabilisierungskurs fortgesetzt. Der deutsche Leitindex legte um 0,79 Prozent auf 12 914,25 Punkte zu. Am vergangenen Donnerstag war das Börsenbarometer mit 12 618 Punkten auf den tiefsten Stand seit März gefallen, hat sich seither aber etwas gefangen.

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,62 Prozent auf 25 997,15 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,70 Prozent.

Zuvor war die tonangebende Wall Street erholt ins lange Wochenende gegangen. Die Anleger hofften, dass der Höhepunkt des Pessimismus hinsichtlich Ausmaß und Tempo der US-Zinswende erreicht sei, hieß es bei der Bank Credit Suisse. An diesem Montag wird in den USA feiertagsbedingt nicht gehandelt./la/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den Dax dürfte es mit Kursgewinnen in die neue Woche gehen. Knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start am Montag signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,59 Prozent auf 12 888 Punkte. Am vergangenen Donnerstag war das Börsenbarometer mit 12 618 Punkten auf den tiefsten Stand seit März gefallen, hat sich seither aber etwas gefangen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird 0,5 Prozent höher erwartet.

Die Wall Street war erholt ins lange Wochenende gegangen. Die Anleger hofften, dass der Höhepunkt des Pessimismus hinsichtlich Ausmaß und Tempo der US-Zinswende erreicht sei, hieß es bei der Bank Credit Suisse. An diesem Montag wird in den USA feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Insgesamt aber halten Konjunktursorgen die Anleger weiterhin in Atem. So trübten die hohen Inflationsraten bereits die Konsumlaune, schrieben die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). In Europa kämen erschwerend der sich abzeichnende Gasmangel sowie andere Folgen des Ukraine-Kriegs und den damit zusammenhängenden Sanktionen hinzu.

"In dieser Gemengelage ist die Geldpolitik eine Gratwanderung und das Risiko gestiegen, eine Rezession zu provozieren", fuhren die Helaba-Experten fort. Während der Fed-Chef die US-Wirtschaft gut positioniert sehe für den kräftigen Zinsanstieg, der von Notenbankvertretern gefordert und signalisiert werde, trübten sich die Stimmungsindikatoren inzwischen auch bei den Unternehmen merklich ein.

Angesichts dessen richtet sich der Blick laut Helaba in der neuen Woche denn auch zunächst auf die Stimmungsbarometer. Den Auftakt im Euroraum macht das Sentix-Investorenvertrauen. Ein erneuter Rückgang sollte den Analysten zufolge vor dem Hintergrund der jüngsten Finanzmarktschwäche nicht überraschen.

Derweil bremsen Chipmangel und Lieferkettenprobleme den US-Automarkt weiter aus - auch für die deutschen Hersteller läuft es schlecht, wie die Absatzzahlen für das zweite Quartal zeigten. Dies komme zwar nicht überraschend, könne aber dennoch auf die Stimmung für die Aktien der hiesigen Autobauer drücken, sagte ein Händler. Im vorbörslichen Handel auf der Handelsplattform Tradegate jedoch schlossen sich die Papiere von BMW , Mercedes-Benz und Volkswagen (VW) erst einmal der freundlicheren Gesamtmarkttendenz an und legten etwas zu./la/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den Dax dürfte es mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gehen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Montag rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,3 Prozent höher auf 12 850 Punkte. Am vergangenen Donnerstag war mit 12 618 Punkten auf den tiefsten Stand seit März gefallen, hat sich seither aber etwas gefangen. So halten Konjunktursorgen die Anleger seit Wochen in Atem.

Die Wall Street war erholt ins lange Wochenende gegangen. Die Anleger hofften, dass der Höhepunkt des Pessimismus hinsichtlich Ausmaß und Tempo der US-Zinswende erreicht sei, hieß es bei der Credit Suisse. An diesem Montag wird feiertagsbedingt nicht gehandelt./ag/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Start in die erste Woche des zweiten Börsenhalbjahrs dürfte weiter von Inflations- und Rezessionssorgen geprägt sein. Nachdem der Dax eine üble erste Jahreshälfte und den schwächsten Juni-Monat in seiner 34-jährigen Geschichte erlebte, sollte es am Montag allerdings erst einmal ruhiger zugehen. Immerhin ist in den USA Feiertag und die Wall Street bleibt geschlossen.

Da die Berichtssaison zudem erst Mitte Juli startet, sind es vor allem Konjunkturdaten, die in den Fokus rücken. Der wichtigste Termin steht für die Börsianer am Ende der Woche mit dem monatlichen Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten auf der Agenda. In Deutschland könnten noch einige landesspezifische Daten Beachtung finden.

"Die Rezessionsängste dürften auch in der kommenden Woche die bestimmende Thematik bleiben. Anleger sollten sich insgesamt auf weiterhin unruhige Zeiten einstellen", warnt Marktexperte Timo Emden. Wie rasch sich Gewinne an den Börsen auch wieder in Verluste wandeln können, haben diese erst in den vergangenen Wochen wieder schmerzhaft zu spüren bekommen. Verluste im Dax von allein rund elf Prozent im Juni und insgesamt fast 20 Prozent im ersten Halbjahr hinterlassen ihre Spuren in den Depots.

Doch solange das Verlaufstief von Anfang März bei etwas unter 12 400 Punkten im Leitindex nicht unterschritten werde, "stehen die Chancen auf eine Stabilisierung oder gar eine Erholung in der neuen Woche nicht schlecht", bleibt Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners optimistisch. Die überdurchschnittlich hohen Umsätze an den schwachen Handelstagen sprächen jedenfalls dafür, dass jene, die verkaufen wollten, dies inzwischen auch getan hätten.

Auf der Suche nach neuen Impulsen für die Aktienmärkte gibt der Börsenkalender in der neuen Woche relativ wenig her. Am Montag könnten hierzulande Exportdaten für den Monat Mai interessant sein, am Dienstag dann die Auftragseingänge für die deutsche Industrie sowie am Mittwoch die Produktionsdaten. Allerdings: Früher habe mit Blick auf diese Daten der Fokus auf den Auftragseingängen gelegen, "da sie die Richtung vorgaben, in die sich die Produktion und die Exporte in den kommenden Monaten bewegen würden", sagt Commerzbank-Analyst Christoph Balz. Mittlerweile jedoch sei die Auftragsentwicklung "eher zweitrangig". Wegen der massiven Probleme in den Lieferketten habe sich in den vergangenen zwei Jahren "ein solch riesiger Auftragsbestand aufgebaut, dass die meisten Unternehmen auch bei deutlich weniger neuen Aufträgen ihre Produktion wohl kaum herunterfahren werden".

So bleibt der Blick auf den US-Arbeitsmarkt, der am Donnerstag mit den Daten aus dem US-Privatsektor seine Schatten vorauswirft. Laut Ulrich Wortberg, Ökonom bei der Helaba, ist der Arbeitsmarkt der weltgrößten Volkswirtschaft unverändert in einer robusten Verfassung. Von Monat zu Monat sei die Beschäftigung gestiegen und die Arbeitslosenquote verharrte auf einem sehr niedrigen Niveau. "Daran wird sich im Juni kaum etwas geändert haben, denn die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe liefern eine positive Indikation."

Der Absicht der US-Notenbank, die Leitzinsen weiter anzuheben, sollte von daher nichts im Weg stehen. Und diese starken Arbeitsmarktdaten seien es auch, die gegen eine zumindest "unmittelbar bevorstehende Rezession" sprechen, wie der Commerzbank-Experte schreibt. Er rechnet mit einem Schrumpfen der US-Wirtschaft erst im kommenden Jahr.

Unternehmensseitig bleibt es ebenfalls relativ ruhig. Autoaktien könnten am Dienstag angesichts der Neuzulassungsdaten für Juni in den Blick rücken. Unter den Nebenwerten informiert der Leasingspezialist Grenke außerdem über sein Neugeschäft im zweiten Quartal.

Endgültige Zahlen zum ersten Geschäftsquartal kommen am Mittwoch von der Südzucker-Tochter Cropenergies . Der Mutterkonzern selbst legt seine endgültige Quartalsbilanz einen Tag später vor.

Dann rückt auch der Linux-Spezialist Suse mit seinen Halbjahreszahlen in den Blick, und About You legt seinen Auftaktbericht zum neuen Geschäftsjahr 2022/23 vor. Im Mai, als der Online-Modehändler über sein abgelaufenes Geschäftsjahr berichtete, hatte er mit seinem Umsatzausblick enttäuscht. Inmitten der Corona-Pandemie im Jahr 2021 an die Börse gegangen und kurzzeitig bis knapp unter 27 Euro gehandelt, ging die Aktie vor allem im Jahr 2022 auf zunehmend steilere Talfahrt. Gegen Ende Juni dann sackte sie unter 6 Euro auf ein Rekordtief./ck/jsl/men/nas

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Deutschlands Schweinehalter geben scharenweise auf, doch Ackerbauern können trotz rasant gestiegener Kosten zumindest auf ein gutes Jahr hoffen: Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg haben ein Einkommensgefälle der deutschen Landwirtschaft zur Folge. Die Ackerbauern werden nach Einschätzung von Ökonomen von steigenden Lebensmittelpreisen profitieren, obwohl Energie und Dünger sehr viel teurer geworden sind. Sehr viel schlechter stehen die Tierhalter da, insbesondere die Schweinehalter.

"Wir gehen davon aus, dass die Ackerbaubetriebe im Schnitt ein sehr gutes Jahr haben werden, weil die starken Produktpreissteigerungen zur Ernte 2022 höher sind als die ebenfalls deutlichen Kostensteigerungen", sagt Frank Offermann am bundeseigenen Thünen-Institut in Braunschweig. Das gelte aber nur für den Durchschnitt der Betriebe. "Das hängt im Einzelfall auch davon ab, zu welchem Zeitpunkt der Landwirt seine Betriebsmittel gekauft hat und ob er seine Ernte zu einem hohen Preis vorverkaufen konnte."

Die Schätzungen in der Fachwelt sind allerdings nicht einheitlich. Der Deutsche Bauernverband gibt wegen der unsicheren Weltlage und der Schwankungen auf den Agrarmärkten keine Prognose ab. "Eine einheitliche Einschätzung bezüglich der landwirtschaftlichen Einkommen abzugeben, ist aus unserer Sicht unter der aktuellen Lage nicht möglich", sagt Generalsekretär Bernhard Krüsken.

Und auch manche Ökonomen bezweifeln, dass die Erzeugerpreise schneller steigen werden als die Kosten. Laut Bauernverband hat sich etwa der Preis für Stickstoffdünger innerhalb eines Jahres vervierfacht. "Die Margen sind nicht unbedingt negativ, aber sie sind geringer geworden", sagt dazu Josef Schmidhuber, Ökonom bei der UN-Agrarorganisation FAO in Rom. "Damit fallen auch tendenziell die Anreize für die Bauern, die Produktion zu erhöhen."

Spargel- und Erdbeersaison sind in diesem Jahr bereits unerwartet schlecht für die Bauern gelaufen - ungeachtet aller Appelle an die Bevölkerung, regionale Erzeugnisse zu kaufen. Doch viele Bürger sparen offensichtlich beim Lebensmitteleinkauf. Die Supermarktketten verkauften in großem Stil günstige ausländische Ware, während die heimischen Bauern Spargel und Erdbeeren mangels Nachfrage teilweise gar nicht ernteten. "Wenn der Preis für die Ware dann nicht einmal die Erzeugerkosten deckt, lohnt sich die Ernte nicht", sagt Bauernverbands-Generalsekretär Krüsken.

Verluste geschrieben haben in der Corona-Pandemie die Schweinehalter, die seit einem Rekordjahr 2019/20 außerordentlich schlechte Geschäfte machen. Dazu trugen sowohl die Pandemie als auch die Afrikanische Schweinepest bei, die den Export behindert.

Auf internationalen Speisekarten sind Schnitzel und Würste - neben Apfelstrudel und Käsekuchen - die am weitesten verbreiteten deutschen Speisen. Im Inland sind die Schweinehalter in der Krise.

Seit Mai 2020 haben nach Zahlen des Statistischen Bundesamts 12,5 Prozent der deutschen Schweinehalter aufgegeben - die Zahl der Betriebe schrumpfte von 20 400 auf 17 900. Im Mai wurden laut Statistischem Bundesamt noch 22,3 Millionen Schweine in Deutschland gehalten, das waren über acht Millionen Tiere weniger als 1990 und damit der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung.

"Wir haben eine prekäre Lage insbesondere der Schweinehalter", sagt FAO-Ökonom Schmidhuber. "Bei konstant niedrigen Schweinepreisen und steigenden Futtermittelpreisen hören viele Produzenten auf."

Bauernvertreter Krüsken spricht von einem "echten Strukturbruch". In den letzten 10 Jahren hat demnach etwa die Hälfte aller Schweinehalter den Betrieb eingestellt.

Im landwirtschaftlichen Fachjargon zählen die Schweinehalter zu den "Veredlungsbetrieben". In diesem Sektor bestehe der größte Anpassungsbedarf, sagt Frank Offermann vom Thünen-Institut. "Der Strukturwandel findet in aller Regel dann statt, wenn die Hofübergabe an den Nachfolger oder die Nachfolgerin ansteht. Da spielt nicht das aktuelle Einkommen die größte Rolle, sondern das erwartete zukünftige Einkommen."

Und die Zukunftserwartungen sind maßgeblich an politische Vorgaben geknüpft: "Das hängt dann wesentlich auch davon ab, welche Anpassungen ein Betrieb vornehmen muss", sagt Offermann. "Diese sind gerade in der Veredlung mit den veränderten Anforderungen an Tierwohl, Emissionsschutz und Haltungsbedingungen absehbar groß und mit großer Unsicherheit verbunden."/cho/DP/stk

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Dienstag, den 05. Juli

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TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Grenke Neugeschäft und Deckungsbeitrag Leasing Q2/22

09:00 DEU: "Handelsblatt"-Bankentagung: "Zinswende: neue Chancen für das Privatkundengeschäft?" (bis 06.07.) u.a. mit Commerzbank Privatkundenvorstand Thomas Schaufler, dem Leiter Vertrieb Privatkunden der Deutschen Bank, Philipp Gossow und Marion Höllinger Mitglied des Vorstands der Hypovereinsbank, Geschäftsbereich Privatkundenbank

10:00 DEU: Manz, Hauptversammlung

14:00 DEU: Centrotherm, Hauptversammlung

DEU: KfZ-Absatz 06/22

DEU: Dritte Runde Tarifverhandlungen für etwa 135 000 Beschäftigte von Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland

GBR: KfZ-Absatz 06/22

ITA: Letzter Termin für verbindliche ITA-Angebote

TERMINE KONJUNKTUR

03:45 CHN: Caixin Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22

06:30 AST: Notenbankentscheidung

08:45 FRA: Industrieproduktion 05/22

09:15 SPA: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22

09:45 ITA: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22

09:50 FRA: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

09:55 DEU: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

10:00 EUR: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

10:00 ITA: BIP-Defizit Q1/22

10:30 GBR: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

11:30 DEU: EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender

15:45 USA: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 05/22

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 05/22 (endgültig)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Wirtschaftskonferenz des SPD-Wirtschaftsforums zu "Ökonomische Zeitenwende - Transformation in Krisenzeiten" u.a. mit dem SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD)

10:00 DEU: Kartellsenat des BGH verhandelt über Schadenersatz-Klage des Schlecker-Insolvenzverwalters

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag, den 18. Juli

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DIENSTAG, DEN 5. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Grenke Neugeschäft und Deckungsbeitrag Leasing Q2/22

09:00 DEU: "Handelsblatt"-Bankentagung: "Zinswende: neue Chancen für das Privatkundengeschäft?" (bis 06.07.) u.a. mit Commerzbank Privatkundenvorstand Thomas Schaufler, dem Leiter Vertrieb Privatkunden der Deutschen Bank, Philipp Gossow und Marion Höllinger Mitglied des Vorstands der Hypovereinsbank, Geschäftsbereich Privatkundenbank

10:00 DEU: Manz, Hauptversammlung

14:00 DEU: Centrotherm, Hauptversammlung

DEU: KfZ-Absatz 06/22

DEU: Dritte Runde Tarifverhandlungen für etwa 135 000 Beschäftigte von Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland

GBR: KfZ-Absatz 06/22

ITA: Letzter Termin für verbindliche ITA-Angebote

TERMINE KONJUNKTUR

03:45 CHN: Caixin Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22

06:30 AST: Notenbankentscheidung

08:45 FRA: Industrieproduktion 05/22

09:15 SPA: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22

09:45 ITA: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22

09:50 FRA: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

09:55 DEU: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

10:00 EUR: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

10:00 ITA: BIP-Defizit Q1/22

10:30 GBR: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

11:30 DEU: EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender

15:45 USA: Einkaufsmanagerindex Dienste 06/22 (endgültig)

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 05/22

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 05/22 (endgültig)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Wirtschaftskonferenz des SPD-Wirtschaftsforums zu "Ökonomische Zeitenwende - Transformation in Krisenzeiten" u.a. mit dem SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD)

10:00 DEU: Kartellsenat des BGH verhandelt über Schadenersatz-Klage des Schlecker-Insolvenzverwalters

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MITTWOCH, DEN 6. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Südzucker-Tochter Cropenergies Q1 (detailliert)

10:00 DEU: Bitkom, Halbjahres-Pk

11:00 DEU: Verband der Chemischen Industrie (VCI) Halbjahres-Pk, Frankfurt/M

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Auftragseingang Industrie 05/22

09:00 SPA: Industrieproduktion 05/22

10:30 GBR: S&P Global / CIPS Einkaufsmanagerindex Baugewerbe 06/22

10:50 EUR: Zuteilung eines 7-tägigen Dollar-Tenders

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 05/22

11:30 DEU: Bundesbank, Pressegespräch zum Zahlungsverhalten in Deutschland

13:00 USA: MBA Hypothekenanträge

15:00 EUR: EZB, Wöchentliche Veränderung der Bestände der Eurosystem-Zentralbanken an Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ABS

15:00 EUR: EZB, Monatsbericht Juni zu APP-Kaufprogramm

15:45 USA: S&P Global USA Dienstleistungen 06/22 (endgültig)

16:00 USA: ISM-Index Dienstleistungen 06/22

20:00 USA: FOMC Sitzungsprotokoll

22:30 USA: Api-Rohöllagerdaten (wöchentlich)

DEU: Eröffnung Internationale Handwerksmesse unter anderem mit Hans-Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

SONSTIGE TERMINE

13:00 DEU: Bundestag. Regierungsbefragung mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD); weitere Themen u.a.: Forschungsbericht, Euro-Einführung in Kroatien

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DONNERSTAG, DEN 7. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: About You, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Südzucker Q1 (detailliert)

07:30 DEU: Suse, Q2-Zahlen

10:00 DEU: Baader Bank, Hauptversammlung

10:00 DEU: VW stellt neue Auflage des Pick-ups Amarok vor

11:00 DEU: Hornbach, Hauptversammlung

DEU: Deutsche Euroshop Ablauf der Frist für Angebot durch den Finanzinvestor Oaktree und Cura, der Vermögensverwaltung beziehungsweise Family Office der Familie Otto

DEU: Expert - Bilanz-Pk zum Geschäftsjahr 2021/2022

DEU: Volkswagen. Baubeginn der VW-Batteriezellfabrik. In Niedersachsen entsteht eines von bisher sechs geplanten Werken in Europa, in denen der Volkswagen-Konzern künftig eigene Akkus für die Ausstattung seiner Elektromodelle fertigen will - unter anderem mit Bundeskanzler Olaf Scholz, Ministerpräsident Stephan Weil, VW-Vorstandschef Herbert Diess, Technikvorstand Thomas Schmall und Betriebsratschefin Daniela Cavallo

TERMINE KONJUNKTUR

07:00 SPA: Verbraucherpreise 06/22

08:00 DEU: Industrieproduktion 06/22

09:00 CHE: Währungsreserven 06/22

09:00 EUR: EZB-Bankenaufsichtschef Enria spricht beim sechsten SSM & EBF Boardroom Dialogue

13:30 EUR: Protokoll zur Sitzung der EZB-Sitzung vom 9. Juni

14:15 USA: ADP Beschäftigungsänderung

14:30 USA: Handelsbilanz 05/22

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)

17:00 USA: EIA-Rohöllagerdaten

SONSTIGE TERMINE

DEU: Fortsetzung Internationale Handwerksmesse

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FREITAG, DEN 8. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 AUS: OMV, Trading Update Q2/22

07:30 DNK: Tryg, Q2-Zahlen

11:00 DEU: Hornbach Holding AG & Co KGaA, Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

08:45 FRA: Handelsbilanz 05/22

10:00 ITA: Industrieproduktion 05/22

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 06/22

16:00 USA: Großhandel Lagerbestände 05/22 (endgültig)

16:00 USA: Großhandel Umsatz 05/22

16:45 DEU: Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz nach dem Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft auf der Handwerksmesse mit Dr. Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), und Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH)

21:00 USA: Konsumentenkredite 05/22

EUR: EZB, Ergebnisse des Klimastresstests

EUR: Fitch Ratingüberprüfung EFS, ESM, Griechenland und der Türkei

SONSTIGE TERMINE

11:30 DEU: Regierungs-Pk

DEU: Bundesrat Abstimmung über Gesetzentwurf zur Braunkohlekapazität

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SAMSTAG, DEN 9. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

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TERMINE KONJUNKTUR

03:30 CHN: Verbraucherpreise 06/22

SONSTIGE TERMINE

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MONTAG, DEN 11. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

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TERMINE KONJUNKTUR

10:00 ITA: Einzelhandel 05/22

12:00 FRA: OECD Frühindikator 06/22

18:30 DEU: Bundesbank-Präsident Nagel, Vortrag Zum Thema - Digitaler Euro, Chancen und Risiken?

EUR: Treffen der Eurogrpuppe

RUS: Der Gashahn wird zugedreht: Start planungsmäßiger Wartungsarbeiten an Pipeline Nord Stream 1 (bis 21.07.)

SONSTIGE TERMINE

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DIENSTAG, DEN 12. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 NOR: DNB ASA, Q2-Zahlen

10:00 DEU: CropEnergies, Hauptversammlung

10:00 DEU: Mündliche Verhandlung zu Musterfeststellungsklage gegen die Mercedes-Benz Group

12:00 USA: Pepsico, Q2-Zahlen

17:45 DEU: Flatexdegiro, Q2-Zahlen (vorläufig)

AUS: Telekom Austria, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

11:00 DEU: ZEW-Index 07/22

11:30 DEU: Auktionsergebnis Aufstockung 2-jährige Bundesschatzanweisung über 5,5 Milliarden Euro

11:30 EUR: EZB Zuteilung Haupt-Refi-Tender

15:00 EUR: Wöchentliche Veränderung der Bestände der Eurosystem-Zentralbanken an Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ABS

22:30 USA: Api-Rohöllagerdaten

AUS: Opec, Ölmarkt-Monatsbericht

EUR: Treffen der Eurozonen-Finanz- und Wirtschaftsminister

SONSTIGE TERMINE

DEU: Wissenschaftskonferenz Merck Curious 2022 (bis 13.07.)

EUR: Treffen der Eurozonen-Finanz- und Wirtschaftsminister

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MITTWOCH, DEN 13. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Gerresheimer, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 06/22

10:00 DEU: R. Stahl, Hauptversammlung

10:00 DEU: Verband der Sparda-Banken, Jahres-Pk

13:00 USA: Fastenal, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Verbraucherpreise 06/22 (endgültig)

08:00 GBR: BIP 05/22

08:00 GBR: Industrieproduktion 05/22

08:00 GBR: Handelsbilanz 05/22

08:45 FRA: Verbraucherpreise 06/22 (endgültig)

09:00 SPA: Verbraucherpreise 06/22 (endgültig)

10:00 FRA: IEA Monatsbericht Ölmarkt

10:50 EUR: EZB Zuteilung eines 7-tägigen Dollar-Tenders

11:00 EUR: Industrieproduktion 05/22

11:30 DEU: Auktionsergebnis Aufstockung 30-jährige Bundesanleihe über 1,5 Milliarden Euro

14:30 USA: Realeinkommen 06/22

14:30 USA: Verbraucherpreise 06/22

16:00 CAN: Notenbankentscheidung

16:30 USA: EIA-Rohöllagerdaten

20:00 USA: Fed Beige Book

CHN: Handelsbilanz 06/22

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Pressegespräch Privatbank Julius Bär: "Ausblick auf die Finanzmärkte - zweites Halbjahr 2022"

DEU: Internationale Fahrrad-Fachmesse Eurobike (bis 17.07.)

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DONNERSTAG, DEN 14. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 SWE: Ericsson, Q2-Zahlen

07:30 SWE: Skandinaviska Enskilda Banken, Q2-Zahlen

10:00 DEU: Fielmann, Hauptversammlung

10:00 DEU: Südzucker, Hauptversammlung

12:45 USA: JPMorgan, Q2-Zahlen

13:30 USA: Morgan Stanley, Q2-Zahlen

14:00 DEU: BGH verkündet Urteil zur Verjährung von Schadenersatz-Ansprüchen im VW-Dieselskandal

TERMINE KONJUNKTUR

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)

14:30 USA: Erzeugerpreise 06/22

DEU: Bundeswirtschaftsministerium Monatsbericht 07/22

EUR: EU-Kommission legt Sommerprognose für die Wirtschaft vor

SONSTIGE TERMINE

09:30 EUR: EuGH-Gutachten zu Wettbewerbsverstößen im Zusammenhang mit dem Herz-Kreislauf-Medikament Perindopril

DEU: Fortsetzung Internationale Fahrrad-Fachmesse Eurobike

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FREITAG, DEN 15. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

00:25 GBR: Rio Tinto, Q2Produktionsbericht

07:00 NLD: Tom Tom, Q2-Zahlen

07:30 CHE: Richemont, Trading Update Q1

08:00 EUR: ACEA KfZ-Neuzulassungen 06/22

11:55 USA: UnitedHealth Group, Q2-Zahlen

13:00 USA: Wells Fargo, Q2-Zahlen

14:00 USA: Citigroup Inc, Q2-Zahlen

SWE: Investor, Q2-Zahlen

SWE: Svenska Handelsbanken, Q2-Zahlen

SWE: Husqvarna, Q2-Zahlen

USA: U.S. Bancorp, Q2-Zahlen

USA: PNC Financial Services, Q2-Zahlen

USA: Bank of New York Mellon, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

04:00 CHN: BIP Q2/22

04:00 CHN: Einzelhandelsumsatz 06/22

04:00 CHN: Industrieproduktion 06/22

04:00 CHN: Investitionen bis 06/22

08:00 DEU: Großhandelspreise 06/22

10:00 ITA: Verbraucherpreise HVPI 06/22 (endgültig)

11:00 EUR: Handelsbilanz 05/22

14:30 USA: Empire State Manufacturing Index 07/22

14:30 USA: Einzelhandelsumsatz 06/22

14:30 USA: Ex- und Importpreisindex 06/22

15:15 USA: Industrieproduktion 06/22

16:00 USA: Lagerbestände 05/22

16:00 USA: University of Michigan Index 07/22

EUR: Fitch Ratingüberprüfung zu Luxemburg

EUR: Moody's Ratingüberprüfung Spanien

IDN: G20 Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs (bis 16. Juli)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Bundesgerichtshof verhandelt zur Beweislast beim gutgläubigen Erwerb eines Gebrauchtwagens

DEU: Fortsetzung Internationale Fahrrad-Fachmesse Eurobike

HINWEIS:

DEU: Eurex, Kleiner Verfallstag Aktienindex-Optionen

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SAMSTAG, DEN 16. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

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TERMINE KONJUNKTUR

IDN: G20 Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs (bis 16. Juli)

SONSTIGE TERMINE

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MONTAG, DEN 18. JULI

TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 SWE: Nordea, Q2-Zahlen

12:45 USA: Bank of America, Q2-Zahlen

13:30 USA: Goldman Sachs, Q2-Zahlen

22:00 USA: IBM, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

10:00 ITA: Handelsbilanz 05/22

10:00 SPA: Handelsbilanz 05/22

SONSTIGE TERMINE

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung auf dem Lande werden Krankenhäuser nach Einschätzung von Fachleuten verstärkt ambulante Behandlungen anbieten müssen. Die traditionelle Abgrenzung zwischen ambulanter Versorgung in der Arztpraxis und stationärer Versorgung müsste dafür nach Einschätzung von Fachleuten und Krankenhäusern in Teilen schwinden. Doch ungeklärt sind die finanziellen Auswirkungen für die Krankenhäuser, von denen viele nach zwei Corona-Jahren in großer Bedrängnis sind.

"Wir brauchen auf dem Land eine solide Basisversorgung, die häufig durch gute ambulante Angebote gewährleistet werden kann, ergänzt um pflegerische Angebote und vernetzt mit den Spezialisten in den Zentren", sagt Boris Augurzky, Leiter des Bereichs Gesundheit am Wirtschaftsforschungsinstitut RWI Essen und Mitglied der Regierungskommission Krankenhaus des Bundes.

Thema ist das an diesem Mittwoch bei einem hochkarätig besetzten Expertenforum des Tagungsveranstalters RS Medical Consult in Berlin. Das Schlagwort lautet "Ambulantisierung". Auf die Fahnen geschrieben hat sich das auch die Bundesregierung. Das Durchschnittsalter niedergelassener Ärzte in Deutschland liegt bei Mitte 50.

Die Kliniken sind willig: "Dies hätte beispielsweise den Vorteil, das nur begrenzt verfügbare Fachpersonal, insbesondere in der Pflege, auf die Patientinnen und Patienten mit höherem Pflegebedarf im stationären Bereich zu konzentrieren", sagt Henriette Neumeyer, Vize-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Im April empfahl ein verbandsübergreifendes Gutachten eine umfangreiche Erweiterung des sogenannten AOP-Katalogs für ambulantes Operieren./cho/DP/zb

HAHN/MAINZ (dpa-AFX) - Der Insolvenzverwalter des Hunsrück-Flughafens Hahn hat dort einst Mängel beim Brandschutz festgestellt. Jan Markus Plathner schrieb im Frühling 2022 in einem Bericht über die Hahn-Insolvenz, der der Deutschen Presse-Agentur in Auszügen vorliegt, von früheren "erheblichen Defiziten" beim Airport: "Ein belastbares Brandschutzkonzept bestand nicht."

Er habe daher inzwischen die Erarbeitung eines solchen branchenüblichen Konzepts veranlasst. Die Frankfurter Swift Conjoy GmbH hat den Flughafen Hahn in der vergangenen Woche gekauft und will nach eigenen Angaben den Betrieb fortsetzen.

Der Sprecher des Insolvenzverwalters, Cord Schellenberg, sagte dazu: "Der Brandschutz am Flughafen Frankfurt-Hahn hat höchste Priorität. Die durchzuführenden Brandschutzmaßnahmen wurden umgehend definiert und mit einem von Experten begleiteten Arbeitspaket umgesetzt. So war der Gebäudebrandschutz im Terminal zu jedem Zeitpunkt sichergestellt."

Das rheinland-pfälzische Innenministerium teilte der dpa mit: "Zuletzt in den Jahren 2017 und 2018 hat das Land bestimmte Kosten der Flughafengesellschaft im Bereich Brandbekämpfung und medizinischer Dienst gefördert." Dazu hätten "die Personal- und Ausstattungskosten der Flughafenfeuerwehr" gehört.

Ein Wirtschaftsprüfer habe die Auszahlungen bestätigt. "Die Prüfung von Brandschutzkonzepten obliegt jedoch den zuständigen Fachbehörden", hieß es weiter. Zu Details hierzu habe das Ministerium dem Innenausschuss des Landtags weitere Informationen zugesagt. Das Land Rheinland-Pfalz war bis 2017 Haupteigentümer des Flughafens Hahn. Er ist der einzige größere Airport in dem Bundesland.

Der AfD-Fraktionsvize im Mainzer Landtag, Jan Bollinger, sprach von Versäumnissen: "Das Land hat der Flughafengesellschaft insgesamt 5,3 Millionen Euro Zuschüsse für Sicherheitsleistungen gezahlt, darunter auch explizit für den Brandschutz, sich aber offensichtlich nicht darum gekümmert, dass ein elementarer Brandschutz gewährleistet war." Die Sicherheit der Fluggäste sei einst vernachlässigt worden./jaa/DP/zb

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg haben in der deutschen Landwirtschaft ein erhebliches Einkommensgefälle zwischen Ackerbauern und Tierhalten zur Folge: Ackerbauern können trotz rasant gestiegener Kosten zumindest auf ein gutes Jahr hoffen, während insbesondere die Schweinehalter in einer sehr schwierigen Lage sind.

"Wir gehen davon aus, dass die Ackerbaubetriebe im Schnitt ein sehr gutes Jahr haben werden, weil die starken Produktpreissteigerungen zur Ernte 2022 höher sind als die ebenfalls deutlichen Kostensteigerungen", sagt Frank Offermann am bundeseigenen Thünen-Institut in Braunschweig - wobei dies nicht für jeden einzelnen Betrieb gilt, sondern eine Durchschnittsschätzung ist.

Die Schätzungen in der Fachwelt sind allerdings nicht einheitlich. Der Deutsche Bauernverband gibt wegen der unsicheren Weltlage und der Schwankungen auf den Agrarmärkten keine Prognose ab.

Doch unbestritten ist, dass viele Schweinehalter seit Beginn der Corona-Pandemie außerordentlich schlechte Geschäfte machen. Dazu trugen sowohl Covid als auch die Afrikanische Schweinepest bei, die den Export behindert. Seit Mai 2020 haben nach Zahlen des Statistischen Bundesamts 12,5 Prozent der deutschen Schweinehalter aufgegeben - die Zahl der Betriebe schrumpfte von 20 400 auf 17 900.

"Wir haben eine prekäre Lage insbesondere der Schweinehalter", sagt Josef Schmidhuber, Ökonom bei der UN-Agrarorganisation FAO in Rom. "Bei konstant niedrigen Schweinepreisen und steigenden Futtermittelpreisen hören viele Produzenten auf." Bauernverbands-Generalsekretär Bernhard Krüsken sprach von einem "echten Strukturbruch"./cho/DP/zb

HEIDELBERG (dpa-AFX) - Zum Telefonieren greifen wieder mehr Bundesbürger auf das Festnetz zurück. Wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox ergab, nutzen 81 Prozent der Befragten einen stationären Anschluss. 2021 hatte der Anteil in der gleichen Umfrage bei 73 Prozent gelegen. Die Befragten waren zwischen 18 und 69 Jahre alt. Nach Einschätzung des Verivox-Experten Jens-Uwe Theumer liegt die Entwicklung daran, dass bei vielen Menschen der Handyempfang daheim unzureichend sei. "Die Mobilfunkversorgung lässt vor allem in Innenräumen weiter zu wünschen übrig."

Möglicherweise spielen auch die Corona-Folgen eine Rolle: Weil die Menschen in den vergangenen zwei Jahren mehr daheim waren als früher, haben sie sich wieder an den Griff zum Festnetz-Hörer gewöhnt.

Das Umfrage-Ergebnis ist etwas überraschend, denn das Festnetz-Telefon ist seit langem eher auf dem absteigenden Ast. Ein Grund hierfür ist, dass Handy-Verträge häufig eine Telefonie-Flatrate haben und Verbraucher ihr Mobiltelefon daher nicht nur unterwegs, sondern auch daheim viel nutzen. In der Corona-Zeit und während der damit verbundenen Einschränkungen nahm das Interesse am Festnetz zwar wieder zu. Dass die Menschen aber nach dem Ende der Pandemie-Einschränkungen häufiger zum Festnetz-Telefon greifen als noch während der Einschränkungen, ist verwunderlich.

In einer Reaktion auf die Umfrage weist Frederic Ufer vom Internet-Branchenverband VATM darauf hin, dass sich das Mobilfunknetz in Deutschland deutlich weiterentwickelt habe. Bei der Verbindung im Haus spielten viele verschiedene Parameter eine Rolle, sagt der Branchenvertreter. "Generell wird das Netz durch 5G noch leistungsfähiger."

Fakt ist, dass Deutschlands Mobilfunknetz noch immer Schwächen hat. Fakt ist aber auch, dass die Telekommunikationsunternehmen viel Geld investieren für eine bessere Abdeckung. Dieser Fortschritt wird auch aus Unterlagen der Bundesnetzagentur ersichtlich./wdw/DP/zb

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Mehr als zehn Jahre nach der Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker versucht der Insolvenzverwalter, mehr Geld für die Gläubiger zu erstreiten. Er hat einstige Lieferanten von Schlecker nach festgestellten Kartellverstößen auf Schadenersatz verklagt. Eine große Klage wird am Dienstag (10.00 Uhr) am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt. In diesem Verfahren fordert Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mindestens rund 212 Millionen Euro von mehreren großen Drogerieartikel-Herstellern.

Das Bundeskartellamt hatte gegen die Unternehmen Bußgelder verhängt, weil sie zwischen 2004 und 2006 Informationen ausgetauscht hatten. Dabei ging es etwa um beabsichtigte Preiserhöhungen oder den Stand der Verhandlungen mit einzelnen Handelsketten. Geiwitz meint, dass Schlecker deshalb im Einkauf überhöhte Preise zahlen musste. In den ersten beiden Instanzen hatte seine Klage keinen Erfolg.

Schlecker hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. Viele Tausende Mitarbeiterinnen - es waren vor allem Frauen - verloren ihren Arbeitsplatz. Das Geld aus den Kartellklagen könnte in erster Linie ihnen, der Bundesagentur für Arbeit und den Sozialkassen zugutekommen. Ob es am Dienstag ein Urteil gibt, ist offen. (Az. KZR 42/20)/sem/DP/jha

NÜRNBERG (dpa-AFX) - "Nürnberger Nachrichten" zu Maßnahmen gegen die Hitze:

"Natürlich hilft es, Autos aus der Stadt rauszunehmen. Weniger Parkplätze, dafür mehr Grün: Das hübscht auf und kühlt. Dazu aber braucht es alternative Angebote, vor allem attraktiven Nahverkehr. Genug zu tun für Stadtplaner - und engagierte Bürger. Mit kühlem Kopf Kühle voranbringen: Lohnt sich und ist unabdingbar für lebenswerte Innenstädte!"/ra/DP/jha

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Inflationsgipfel:

"Der erste Inflationsgipfel im Kanzleramt hat keine großen Ergebnisse gebracht. Erst wenn im Laufe des Jahres klarer sein wird, wie groß die Energie- und Preiskrise tatsächlich ist, sollen Entscheidungen fallen. Es bleibt zu hoffen, dass viele der jetzt diskutierten Maßnahmen bis dahin in Vergessenheit geraten sind. Die Ampelparteien sind im Vorfeld der konzertierten Aktion mit diversen eigentümlichen Vorschlägen vorgeprescht, um aus der angespannten Lage politisches Kapital zu schlagen. Damit hat die Koalition eine völlig falsche Erwartungshaltung geschürt. Denn die Politik kann gegen die Inflation nichts ausrichten. (...) Statt wie beim zweiten Entlastungspaket die Subventions-Gießkanne auszuschütten, muss die Ampel im anstehenden Herbst gezielt den Menschen helfen, die durch höhere Preise in Existenznot geraten. Untere Einkommen müssen ihre Gasrechnungen stunden können, im Extremfall zeitweise durch einen Gaspreisdeckel entlastet werden. Viel mehr steht nicht in der Macht der Politik."/ra/DP/jha

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen wegen einer Eintrübung der Konsumentenstimmung und reduzierte Gewinnerwartungen der Optikerkette Fielmann haben am Montag die Anleger erschreckt. Mit einem Kursrutsch um zeitweise mehr als 13 Prozent fiel der Aktienkurs unter das Niveau des Corona-Schocks im März 2020. Ein Kurs von 40,34 Euro im Tagestief bedeutete das tiefste Niveau seit 2014. Zuletzt betrug der Kursrutsch noch knapp zwölf Prozent auf 41,16 Euro.

Fielmann äußerte sich generell vorsichtig zur Verbraucherstimmung in Deutschland. Aufgrund des nachlassenden Konsumverhaltens erwartet der Konzern das Vorsteuerergebnis 2022 mit gut 190 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Der Konzernumsatz soll von knapp 1,7 Milliarden auf etwa 1,8 Milliarden Euro steigen. Bislang hatte Fielmann im besten Fall ein Umsatzwachstum von rund zehn Prozent und eine "spürbare" Verbesserung der Marge in Aussicht gestellt. Ende April, als Fielmann seinen Ausblick für das Jahr 2022 ausgegeben hatte, fanden Analysten diese Ziele noch "konservativ".

Laut Analyst Volker Bosse von der Baader Bank übertraf der gestiegene Umsatz der Optikerkette zwar seine Erwartungen, der im zweiten Quartal erzielte Vorsteuergewinn sei jedoch um ein Viertel hinter diesen zurückgeblieben. Was das Ergebnis betrifft, wertete er auch die neuen Jahresziele als Enttäuschung. Wegen außerordentlich hoher Kosten lägen die 190 Millionen Euro klar unter seiner Schätzung, die bei 221 Millionen gelegen habe.

Der Vorstand der Fielmann-Gruppe betrachte das aktuelle Marktumfeld "mit Sorge", hieß es. Um die positive Umsatzentwicklung fortzusetzen und die Vorsteuer-Marge bis 2025 auf mindestens 16 Prozent zu steigern, werde das Management "Maßnahmen" ergreifen, erklärte Fielmann. Der Baader-Experte Bosse wies in seiner Studie darauf hin, dass Finanzchef Georg Alexander Zeiss dieses Ziel als große Herausforderung bezeichnet habe.

Durch den Kursrutsch am Montag wurde der Abwärtstrend der Aktie nochmals intensiviert. Im Februar 2020 hatten Anleger kurz vor dem Pandemie-Crash noch bis zu 76,35 Euro für das Papier bezahlt, einige Monate später hatte sich der Kurs wieder bis immerhin über die Marke über 72 Euro erholt. Seitdem haben die Papiere 43 Prozent an Wert verloren. Allein 2022 beträgt das Minus bislang etwa 30 Prozent, womit die Papiere im SDax aber noch im Mittelfeld liegen./tih/ck/stw

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Gefahr einer Schieflage wegen der Gaskrise hat am Montag die Uniper -Aktien weiter einbrechen lassen. Zuvor noch solide tendierend, sackte der Kurs am Nachmittag rasant ab. Zuletzt verloren die Papiere des Kraftwerksbetreibers 25,34 Prozent auf 11,67 Euro.

Seit Tagen schon leidet der Kurs immens unter der Gefahr, dass Russland die Gasversorgung ganz einstellen könnte. Ein Stabilisierungsversuch am vergangenen Freitag ist nun wieder passé. Auch die Papiere von RWE ließen vor diesem Hintergrund ihre zuvor erzielten Kursgewinne liegen, zuletzt büßten sie 0,9 Prozent ein.

Die Bundesregierung will einem Bericht zufolge einen "Schutzschirm" für angeschlagene Energieunternehmen schaffen. Wie der "Spiegel" berichtete, einigten sich am Sonntagabend die Spitzen der zuständigen Ministerien für Wirtschaft, Finanzen und das Bundeskanzleramt auf einen Entwurf. Darin geregelt seien Finanzhilfen bis hin zur Übernahme von Firmenanteilen, um die Pleite eines Gasversorgers abwenden zu können. Ein Entwurf zur Änderung des Energiesicherungsgesetzes lag auch der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor.

Der Entwurf ist derzeit noch in der Ressortabstimmung, wie es in Koalitionskreisen hieß. Ziel sei es, den Handlungsspielraum der Bundesregierung zu erweitern. Die Ampel-Fraktionen sollen voraussichtlich am Dienstag zustimmen.

Die Bundesregierung hatte bestätigt, mit Uniper über Stabilisierungsmaßnahmen zu sprechen. Uniper spielt als großer Gasimporteur eine zentrale Rolle für die deutsche Energieversorgung und beliefert viele Stadtwerke. Uniper kann aber derzeit Mehrkosten beim Einlauf von Gas nicht an die Kunden weitergeben - daraus entstünden signifikante finanzielle Belastungen, hatte das Unternehmen bekanntgegeben./tih/jha/

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Shop Apotheke vor Halbjahreszahlen von 201 auf 170 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die Online-Apotheke sei erfolgreich darin, stets ein stabiles Wachstum mit verschreibungsfreien Medikamenten zu erzielen - auch in einem herausfordernden Umfeld, schrieb Analyst Alexander Thiel in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Profitabilität sollte sich im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresauftakt nochmals verbessert haben. Die langfristige Wachstumsstory sei intakt. Mit dem E-Rezept komme ein Treiber hinzu./tih/edh

Veröffentlichung der Original-Studie: 04.07.2022 / 08:02 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.07.2022 / 08:02 / ET

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Siemens Energy von 28 auf 26 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Ajay Patel reduzierte in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie im Rahmen geänderter Schätzungen für die Windturbinenhersteller seine Schätzungen für den Energiekonzern. Damit berücksichtigte er seine gesenkten operativen Ergebnisprognosen (Ebit vor Sondereinflüssen) für Siemens Gamesa - Siemens Energy ist an dem Unternehmen beteiligt./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.07.2022 / 17:51 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat Ferrari nach dem jüngsten Kapitalmarkttag von "Underperform" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 130 auf 170 Euro angehoben. Das Management sei auf seine Bedenken bezüglich der Ausgewogenheit von Wachstum, Investitionsausgaben und geistigen Eigentumsrechten eingegangen, schrieb Analyst Philippe Houchois in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Zielsetzungen stützten ein zweistelliges Gewinnwachstum im Jahr 2026 und sprächen für eine stabilisierte Gesamtkapitalrendite./tih/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 03.07.2022 / 16:04 / ET Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.07.2022 / 00:00 / ET

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Deutsche Bank Research hat das Kursziel für Siemens Healthineers vor Quartalszahlen von 71 auf 64 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Medizintechnikkonzern dürfte ohne das Geschäft mit Covid-Antigen-Tests ein solides organisches Wachstum von 3 Prozent ausweisen, schrieb Analyst Falko Friedrichs in einer am Montag vorliegenden Studie. Einschließlich der Covid-Tests rechnet der Experte mit einem organischen Umsatzminus von 4 Prozent./edh/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 04.07.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / CET Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.07.2022 / 06:45 / CET

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HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Deutsche Bank von 13,90 auf 13,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach einem guten Jahresstart dürfte das zweite Quartal schwieriger verlaufen sein, schrieb Analyst Andreas Pläsier in einer am Montag vorliegenden Studie. Er rechne aber mit einem immer noch profitablen Wachstum./gl/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 04.07.2022 / 08:15 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.07.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / MESZ

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LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Vonovia von 53 auf 42 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die weiter steigenden Basiszinssätze erhöhten die Finanzierungskosten von Immobilien und dämpften die Erwartungen an das Gewinnwachstum der europäischen Immobiliengesellschaften, schrieb Analyst Sander Bunck in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie. Deshalb habe er seine Ergebnisprognosen für die Sektorunternehmen für die kommenden fünf Jahre um durchschnittlich 11 Prozent reduziert./edh/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.07.2022 / 16:42 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.07.2022 / 04:10 / GMT

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für BASF von 88 auf 82 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Gewinne des Chemiekonzerns BASF könnten erheblich unter geringeren Gasliefermengen leiden, sollte Russland den Gashahn Richtung Deutschland komplett zudrehen, schrieb Analyst Gunther Zechmann in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie. Er erinnerte mit Blick auf die reduzierten Lieferungen Russlands an die EU daran, dass Deutschland innerhalb der EU der größte Erdgasimporteur sei und die Chemieindustrie der größte Verbraucher. Evonik sei von Gas zwar weniger abhängig als die Ludwigshafener, könnte durch die jüngsten Entwicklungen aber moderate Gewinneinbußen erleiden. Insgesamt dürfte die Bundesregierung aber bemüht sein, wichtigen Teilen der Chemieindustrie ausreichend Gas zur Verfügung zu stellen, auch wegen deren Bedeutung für den Arbeitsmarkt./gl/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 03.07.2022 / 16:36 / UTC Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.07.2022 / 05:03 / UTC

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LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Siemens Healthineers von 67 auf 66 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Anfang August anstehenden Quartalszahlen dürften wegen Gegenwinds aus China einen Druck auf den Umsatz und die Margen belegen, schrieb Analyst Hassan Al-Wakeel in einer am Montag vorliegenden Studie. Er senkte seine Schätzungen geringfügig, glaubt aber, dass sich der Medizintechnikkonzern dennoch besser als befürchtet geschlagen haben sollte./gl/edh

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.07.2022 / 17:53 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.07.2022 / 04:10 / GMT

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BERLIN (dpa-AFX) - Der zunehmende Ausfall von Klinikpersonal durch die Corona-Sommerwelle lässt bei Krankenhäusern und Medizinern die Besorgnis wachsen. "Aus allen Bundesländern erreichen uns Meldungen, dass einzelne Stationen und Abteilungen auch wegen Personalmangel abgemeldet werden müssen", sagte der Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Zeitweise würden auch Notaufnahmen bei den Rettungsleitstellen abgemeldet. "Diese Situation besorgt uns erheblich mit Blick auf den bevorstehenden Herbst."

Die Infektionszahlen sind in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Das Robert Koch-Institut gibt die offizielle Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen mit rund 650 an. Experten schätzen die tatsächliche Zahl etwa doppelt so hoch, weil viele Infizierte keinen PCR-Test mehr machen und damit nicht erfasst werden.

Der wissenschaftlicher Leiter des Intensivbettenregisters, Christian Karagiannidis, sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag): "Die Intensivbelegung steigt zwar nur moderat, allerdings ist die Belegung für einen Sommer relativ hoch, und die zur Verfügung stehenden Betten werden auf Grund des Personalmangels immer weniger." Daher sei jetzt die Zeit zu nutzen, um Kapazitäten optimal zu verteilen. "Hierzu gehören regionale Netzwerke zur bestmöglichen Patientenverteilung nach Versorgungsstufe. Kooperation, aber auch Entlastung des Personals wird in diesem Herbst und Winter das Gebot der Stunde", sagte Karagiannidis, der auch im Expertenrat der Bundesregierung sitzt.

Eine Forderung nach Verkürzung der Quarantänezeit wies die Deutsche Stiftung Patientenschutz zurück. Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki hatte eine Freitestung per Schnelltest schon nach drei Tagen vorgeschlagen. Bisher sind es fünf, eine Freitestung wird lediglich empfohlen, verpflichtend ist sie nur für Klinik- und Pflegepersonal. Dies "befeuert die unkontrollierte Ausbreitung von Corona", kritisierte Stiftungsvorstand Eugen Brysch in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Deshalb muss die Isolationszeit für Corona-Positive auf zehn Tage verlängert werden. Diese darf nur verkürzt werden, wenn ein PCR-Test negativ ausfällt."

Die Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, forderte Rechtsgrundlagen für Masken- und Testpflichten, um Schulschließungen im Herbst zu vermeiden. "Dazu gehört die Möglichkeit einer Maskenpflicht, wenn die Infektionszahlen weiter stark steigen. Dazu gehört aber auch die Möglichkeit, bei hohen 7-Tage-Inzidenzen wieder regelmäßige Tests in den Bildungseinrichtungen einzuführen", sagte sie dem RND. Man müsse alles dafür tun, erneute Schul- und Kitaschließungen zu verhindern.

Der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, erwartet bei hohem Infektionsgeschehen wieder Schließungen einzelner Lerngruppen oder Schulen, wie er dem RND sagte. "Auch vor diesem Hintergrund ist sicherzustellen, dass alle Schulen digital so ausgestattet sind, dass Schülerinnen und Schüler auch bei notwendigem Distanzunterricht digital erreichbar sind. Auch nach zwei Jahren Pandemie gibt es immer noch Schulen, die ohne Breitbandverbindung oder WLAN sind."/and/DP/zb

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - Jedes einzelne Grundschulkind hat künftig einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung - für die Umsetzung bis Ende des Jahrzehnts fehlen einer Studie zufolge aber Zehntausende Erzieherinnen und Sozialpädagogen in Deutschland. Die Bundesländer müssten gemeinsam mit allen Verantwortlichen schon jetzt handeln, um dem steigenden Personalmangel in Grundschulen und Horten vorzubeugen, sagte Anette Stein von der Bertelsmann Stiftung, die die Studie am Dienstag veröffentlichte.

Insgesamt könnten mehr als 100 000 pädagogische Fachkräfte fehlen. Vor allem im Westen wird die Umsetzung des Rechtsanspruchs demnach schwierig, im Osten sollte dagegen der vergleichsweise schlechtere Personalschlüssel auf West-Niveau verbessert werden. Am Geld scheitert es der Studie zufolge nicht - es gibt schlicht zu wenige Menschen, die den Beruf ergreifen wollen.

Bund und Länder hatten im vergangenen September einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule beschlossen, der schrittweise eingeführt wird. Ab dem Schuljahr 2026/2027 greift die Regelung bei Kindern der 1. Klasse, ab 2029/2030 bei allen Klassen.

Die Ausgangslagen in den Bundesländern unterscheiden sich stark: Im Osten nutzen bereits heute im Schnitt 83 Prozent der Grundschulkinder ein Ganztagsangebot. Dazu kommen 3,5 Prozent, die ein Übermittagsangebot bis 14.30 Uhr besuchen. Im Westen sind es dagegen nur 47 Prozent im Ganztag und 18 Prozent im Übermittagsangebot. Dafür hinkt die Personalausstattung im Osten hinterher: In Horten etwa muss eine Vollzeit-Fachkraft dort rechnerisch mehr als doppelt so viele Kinder betreuen wie eine Kollegin oder Kollege im Westen.

Ein gutes Zeugnis stellt die Studie nur Berlin, Hamburg und Thüringen aus. Dort gibt es bis Ende des Jahrzehnts laut der Prognose genügend Personal, um jedem einzelnen Grundschulkind einen Ganztagsplatz anzubieten - und das bei einem guten Betreuungsschlüssel.

Auch alle weiteren ostdeutschen Bundesländer können bis 2030 jedem Kind ein Ganztagsangebot machen. Allerdings plädiert die Bertelsmann Stiftung dafür, die personelle Situation an Grundschulen und Horten zu verbessern. Würde man sich an Westdeutschland orientieren, wären laut der Prognose dafür rund 26 000 zusätzliche Fachkräfte nötig. Die könnten laut der Studie mit Bundesmitteln aus dem Ganztagsförderungsgesetz finanziert werden.

Die westdeutschen Bundesländer müssten sich dagegen auf den Platzausbau konzentrieren. Sollte jedem einzelnen Kind in der Grundschule ein Ganztagsangebot gemacht werden, bräuchte es bis 2030 aber mehr als eine Million zusätzliche Plätze und rund 76 000 Fachkräfte. Selbst wenn nur die heutige Quote Ostdeutschlands - wo mehr als vier von fünf Grundschülern ganztags betreut werden - angepeilt würde, fehlten noch 55 000 Fachkräfte. Und auch wenn ein Teil der Kinder weiter das Übermittagsangebot nutze, bliebe noch ein Minus von 34 000 Fachkräften, heißt es in der Studie.

Expertin Stein von der Bertelsmann Stiftung forderte eine "langfristig angelegte Fachkräfteoffensive von Bund und Ländern". Für eine bessere und bundeseinheitliche Ausstattung müsse die Politik jetzt gesetzliche Rahmenbedingungen, genügend Ausbildungskapazitäten und Anreize für den Einstieg ins Berufsbild schaffen./gba/DP/zb

KIEW (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dazu aufgerufen, rasch mit dem Wiederaufbau des Landes zu beginnen und nicht bis zu einem Ende des russischen Angriffskriegs zu warten. Allein in den Gebieten, aus denen russische Truppen wieder vertrieben worden seien, gebe es Zehntausende zerstörte Häuser. Unterdessen wurde in der Nacht zum Dienstag in fast der gesamten Ukraine erneut Luftalarm ausgelöst. Aus dem nordöstlichen Gebiet Sumy wurde Beschuss mit Raketen und Granaten gemeldet, der mehrere Menschen verletzt habe.

Selenskyj: Schon jetzt für Energie im Winter sorgen

Die Ukraine müsse sich schon jetzt auf den Winter vorbereiten, unter anderem um die Energieversorgung zu sichern, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Große Teile der Wirtschaft seien von Kämpfen und russischen Angriffen lahmgelegt worden. Tausende Unternehmen stünden still. Zugleich müsse es beim Wiederaufbau um mehr gehen als nur darum, zerstörte Wände wieder hochzuziehen: "Die Ukraine muss das freieste, modernste und sicherste Land in Europa werden."

In Lugano in der Schweiz läuft gerade eine erste große Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine. Der ukrainische Regierungschef Denys Schmyhal schätzte dort am Montag, dass hierfür mindestens 750 Milliarden Dollar (knapp 720 Milliarden Euro) notwendig seien.

"Wir müssen sie brechen"

Selenskyj äußerte sich nur kurz zum Verlauf der Kampfhandlungen im Osten des Landes, wo ukrainische Truppen am Wochenende die Stadt Lyssytschansk aufgeben mussten. Die russischen Streitkräfte haben damit das Gebiet Luhansk größtenteils unter ihre Kontrolle gebracht - was als eines ihrer zentralen Kriegsziele galt. Die ukrainischen Streitkräfte fügten dem russischen Militär jeden Tag Verluste bei, sagte Selenskyj. "Wir müssen sie brechen." Das werde zwar Zeit und "übermenschliche Anstrengungen" erfordern, es gebe aber keine Alternative, um die Zukunft der Ukraine zu sichern. Selenskyj zeigte sich überzeugt, dass besetzte Gebiete zurückerobert würden.

Ukrainischer Generalstab: Kämpfe gehen nun im Gebiet Donezk weiter

In der Ostukraine verlagerte sich nach dem ukrainischen Rückzug aus Lyssytschansk der Schwerpunkt der Kämpfe ins benachbarte Gebiet Donezk. An der Grenze zur Region Luhansk seien bei Bilohoriwka und Werchnjokamjanske erfolgreich russische Angriffe abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab am Montagabend bei Facebook mit. Umkämpft sei ebenso das Wärmekraftwerk Wuhlehirsk westlich des bereits von prorussischen Separatisten eroberten Switlodarsk.

Gebietsgewinne hätten die russischen Truppen hingegen nördlich von Slowjansk bei Masaniwka erzielt. Darüber hinaus seien ukrainische Positionen an weiten Teilen der Front mit Artillerie, Raketenwerfern und Mörsern beschossen worden. Die russische Luftwaffe habe zudem Stellungen ukrainischer Einheiten bombardiert. Selenskyjs Berater Olexij Arestowytsch zeigte sich zuversichtlich, dass ukrainische Truppen nach der Aufgabe von Lyssytschansk die Verteidigungslinien an anderen Frontabschnitten stabilisieren können. Insgesamt könne man jedoch sagen, dass Russlands Militär das Gebiet Luhansk erobert habe, räumte er bei Youtube ein.

Verwaltung im Gebiet Cherson nach russischem Muster

Russland verstärkt derweil die Anstrengungen, seine Kontrolle über besetzte ukrainische Gebiete zu zementieren. So sollen in der südlichen Region Cherson nach der Einführung des Rubel als Währung und der Ausgabe russischer Pässe auch Verwaltungsstrukturen nach russischem Muster aufgebaut werden. Ziel sei eine Integration in die Russische Föderation, betonte der Vize-Chef der russischen Militärverwaltung, Kirill Stremoussow, beim Nachrichtendienst Telegram. Am Dienstag solle eine neue Regionalregierung die Arbeit aufnehmen.

Besatzungsbehörden: Bereit für IAEA-Kontrolle in AKW Saporischschja

Die von Russland eingesetzte Verwaltung hat sich offen für den Besuch von Vertretern der Atomenergiebehörde IAEA im Atomkraftwerk Saporischschja gezeigt, das auf besetztem Gebiet liegt. "Wir sind absolut bereit, IAEA-Experten auf das Objekt zu lassen", sagte der Chef der Besatzungsverwaltung, Jewgeni Balizki, der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Ein Brand in einem Trainingsgebäude des größten Atomkraftwerks Europas während eines russischen Angriffs Anfang März hatte international große Besorgnis ausgelöst. Balizki betonte, dass die Besatzungsbehörden die Anlage nach IAEA-Vorgaben nicht komplett unter ihre Kontrolle stellen könnten, sondern gemeinsam mit der Ukraine betreiben müssten.

Scholz berät mit Macron über weiteren Ukraine-Kurs

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) traf sich zu Beratungen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris. Wichtigstes Thema war die deutsch-französische Abstimmung über das weitere Vorgehen im Ukraine-Krieg und die weitere Unterstützung für das Land, wie der Élyséepalast am Montagabend mitteilte. In dem Zusammenhang ging es demnach auch um Schritte zur europäischen Unabhängigkeit in den Bereichen Energie, Verteidigung und strategische Rohstoffe. Scholz und Macron waren im vergangenen Monat gemeinsam zu einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gewesen.

Das wird am Dienstag wichtig

In Lugano in der Schweiz endet die Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine. Selenskyj versprach "maximale Transparenz" bei allen Projekten angesichts von Sorgen über Korruption in seinem Land. Im Hauptquartier der Nato in Brüssel sollen am Vormittag die zur Aufnahme von Schweden und Finnland notwendigen Beitrittsprotokolle unterzeichnet werden. An der Zeremonie sind Vertreter aller 30 Mitgliedstaaten beteiligt. Aufgrund des folgenden Ratifizierungsprozesses in den Bündnisstaaten könnte es Schätzungen zufolge noch sechs bis acht Monate dauern, bis Finnland und Schweden tatsächlich in die Militärallianz aufgenommen werden können./so/DP/zb

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung auf dem Lande werden Krankenhäuser nach Einschätzung von Fachleuten verstärkt ambulante Behandlungen anbieten müssen. Die traditionelle Abgrenzung zwischen ambulanter Versorgung in der Arztpraxis und stationärer Versorgung müsste dafür nach Einschätzung von Fachleuten und Krankenhäusern in Teilen schwinden. Doch ungeklärt sind die finanziellen Auswirkungen für die Krankenhäuser, von denen viele nach zwei Corona-Jahren in großer Bedrängnis sind.

"Wir brauchen auf dem Land eine solide Basisversorgung, die häufig durch gute ambulante Angebote gewährleistet werden kann, ergänzt um pflegerische Angebote und vernetzt mit den Spezialisten in den Zentren", sagt Boris Augurzky, Leiter des Bereichs Gesundheit am Wirtschaftsforschungsinstitut RWI Essen und Mitglied der Regierungskommission Krankenhaus des Bundes. "Wichtig wird zudem die telemedizinische Anknüpfung der ländlichen Angebote an medizinisches Know-how in den Zentren."

Thema ist das an diesem Mittwoch bei einem hochkarätig besetzten Expertenforum des Tagungsveranstalters RS Medical Consult in Berlin. Eine Zukunftsvision: "Manche kleine Klinik könnte dabei ihre Rolle komplett ändern", sagt Augurzky. "Weg von der stationären Versorgung, hin zu einer ambulanten Großklinik mit telemedizinischer Andockung an Zentren, gegebenenfalls ergänzt um Überwachungsbetten und Kurzzeitpflege."

Das Schlagwort lautet "Ambulantisierung". Auf die Fahnen geschrieben hat sich das auch die Berliner Bundesregierung. Das Durchschnittsalter niedergelassener Ärzte in Deutschland liegt bei Mitte 50.

Die Kliniken sind willig: "Dies hätte beispielsweise den Vorteil, das nur begrenzt verfügbare Fachpersonal, insbesondere in der Pflege, auf die Patientinnen und Patienten mit höherem Pflegebedarf im stationären Bereich zu konzentrieren", sagt Henriette Neumeyer, Vize-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Im April empfahl ein verbandsübergreifendes Gutachten eine umfangreiche Erweiterung des sogenannten AOP-Katalogs für ambulantes Operieren.

Doch auch in Zukunft wird nicht jeder mit einem Schnupfen zur Krankenhaus-Sprechstunde gehen können. "Viele heute stationär erbrachte Fälle könnten auch ambulant erbracht werden; ich rechne mit rund 20 Prozent", sagt Augurzky. "Es dürfte sich dabei aber um komplexere ambulante Fälle handeln, die aufwendiger sind und für die im Fall von Komplikationen die Gerätschaften, das Fachpersonal und die Betten des Krankenhauses genutzt werden können."

Zumindest manche Häuser hoffen, mit der Ambulantisierung ihre Finanzlage aufbessern zu können, nach der einfachen Formel: mehr Patienten gleich höhere Einnahmen.

Die Hoffnungen der Krankenkassen gehen allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung: Wenn die Kliniken mehr ambulant behandeln dürften, müssten sie auch weniger operieren. Kassenvertreter werfen den Krankenhäusern seit Jahren vor, ihre Patienten viel zu häufig zu operieren - denn Operationen bringen Umsatz.

Augurzky und die DKG weisen daher darauf hin, dass die Ambulantisierung die Kassenlage der Kliniken nicht unbedingt verbessern würde.

"Sie müssen stationäre Kapazitäten reduzieren, eine ambulante Infrastruktur aufbauen", sagt Augurzky. "Und vor allem muss das Krankenhauspersonal, das dort ambulant arbeitet, umdenken, das heißt nicht mehr "stationär" denken, was zu hohen Kosten führen kann." Augurzky empfiehlt daher eine Kooperation zwischen Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten.

"Inwieweit mehr ambulante Behandlungsmöglichkeiten die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser verbessern würden, lässt sich dabei nicht pauschal beantworten und hängt maßgeblich von den begleitenden Rahmenbedingungen ab", sagt auch die DKG-Vizevorsitzende Neumeyer.

Die im Mai vorgestellte Regierungskommission soll ausdrücklich Einsparmöglichkeiten untersuchen: "Das Ambulantisierungspotenzial bisher unnötig stationär erbrachter Leistungen ist auch Gegenstand der Regierungskommission Krankenhaus", erklärt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Berlin.

Unbestritten ist, dass die finanzielle Lage vieler Häuser schlecht ist. Rund 60 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland rechneten für das vergangene Jahr mit wirtschaftlichen Verlusten, sagt Neumeyer.

Die hohe Inflation hat die finanzielle Notlage der Kliniken noch verschärft, da Strom, Lebensmittel und Medizinprodukte gleichermaßen teurer geworden sind. Sie sollen nach politischer Vorgabe zwar wirtschaftlich arbeiten, können aber anders als ein Unternehmen ihre Preise nicht eigenständig erhöhen.

"Wir benötigen jetzt kurzfristig einen deutlichen Inflationsausgleich, um die Krankenhäuser arbeitsfähig zu halten", sagt Neumeyer. Die Politik müsse die Krankenhäuser finanziell für erneut stark steigende Corona-Fallzahlen im Herbst wappnen.

So geht in vielen Landratsämtern bereits eine Schreckvorstellung um: In nicht allzu ferner Zukunft könnten sowohl die Arztpraxis als auch das örtliche Kreiskrankenhaus zur Schließung gezwungen sein./cho/DP/zb

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - In Deutschland fehlen Zehntausende Erzieherinnen und Sozialpädagogen, um bis Ende des Jahrzehnts allen Grundschulkindern den gesetzlich garantierten Ganztagsplatz sicher anbieten zu können. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. Vor allem im Westen wird die Umsetzung des Rechtsanspruchs demnach schwierig, im Osten sollte dagegen beim Personalschlüssel nachgebessert werden.

Bund und Länder hatten im vergangenen September einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule beschlossen, der schrittweise eingeführt wird. Ab dem Schuljahr 2026/2027 greift die Regelung bei Kindern der 1. Klasse, ab 2029/2030 bei allen Klassen.

Am besten schneiden der Studie zufolge Berlin, Hamburg und Thüringen ab. Dort gibt es bis Ende des Jahrzehnts genügend Personal für die Umsetzung - und das bei einem guten Betreuungsschlüssel.

Auch alle weiteren ostdeutschen Bundesländer können bis 2030 jedem Kind ein Ganztagsangebot machen. Im Schnitt nutzen 83 Prozent der Kinder im Osten das bereits heute. Dafür ist eine Fachkraft hier allerdings für deutlich mehr Kinder zuständig als im Westen. Um bei der Personalausstattung auf West-Niveau zu kommen, sind 26 000 zusätzliche Kräfte bis 2030 nötig, die laut Studie mit Bundesmitteln aus dem Ganztagsförderungsgesetz finanziert werden könnten.

Im Westen nutzen heute dagegen weniger als die Hälfte der Kinder ein Ganztagsangebot. Um 2030 allen Kindern einen Platz anbieten zu können, wären in westdeutschen Ländern mehr als eine Million zusätzliche Plätze und 76 000 Fachkräfte nötig. Selbst wenn man im Westen nur auf die derzeitige Ost-Quote von 83 Prozent kommen wollte, bräuchte es fast 34 000 zusätzliche Fachkräfte.

Es brauche eine Fachkräfteoffensive von Bund und Ländern, sagte Anette Stein von der Bertelsmann Stiftung. Die Politik müsse Ausbildungskapazitäten und Anreize für den Berufseinstieg schaffen./gba/DP/zb

BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert Maßnahmen für eine verbesserte Sterbebegleitung in Pflegeeinrichtungen. "Weil zusätzliches Personal und praktische Unterstützung fehlen, werden viele der Bewohner am Ende des Lebens zwischen Heim und Klinik hin- und hergeschoben. Dieser Verschiebebahnhof trifft einen Großteil der sterbenden Pflegebedürftigen in den Einrichtungen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) müsse endlich das Leiden dieser Menschen zu seiner Sache machen.

"Sterbende in Pflegeeinrichtungen brauchen den gleichen Anspruch auf umfassenden Begleitung wie Sterbende in Hospizen." Brysch sprach von einer "Zweiklassen-Sterbebegleitung" und forderte ein eigenes hauptamtliches Hospizteam in jeder Pflegeeinrichtung und finanzielle Mittel für sterbende Pflegeheimbewohner wie für Hospiz-Patienten. "Mit ehrenamtlichen Hospizdiensten, ambulanten Palliativteams oder Hausärzten ist das nicht zu stemmen."

Brysch äußerte sich anlässlich des AOK-"Pflegereports", der an diesem Dienstag vorgelegt wird. Darin werden jährlich wesentliche Herausforderungen in der Pflege analysiert./jr/DP/zb

LUGANO (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei der ersten Wiederaufbaukonferenz "maximale Transparenz" bei allen Projekten versprochen. Solche Zusicherungen sind nötig, denn bei der Konferenz in Lugano in der Schweiz steht ein Thema prominent im Raum: die Korruption. Trotz großer Reformanstrengungen seit 2014 stand die Ukraine vor dem Krieg im Korruptionsindex der Organisation Transparency International auf Platz 122 von 180.

Die Regierung in Kiew arbeitet nach Angaben von Selenskyj, der per Video zugeschaltet war, mit Hochdruck an digitalen Plattformen für alle Behördenleistungen, die Mauscheleien schwerer machen sollen.

"Die Korruption ist ein Problem", sagte Markus Berndt, bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) unter anderem für Aktivitäten mit der Ukraine zuständig, der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es gibt zwei Entwicklungen, die mich optimistisch stimmen: zum einen hat sich das Verhältnis der Ukrainer zu Regierung und Behörden durch den Krieg verbessert. Sie wissen, was sie an staatlichen Strukturen haben und wofür sie Steuern zahlen. Zum anderen gibt die Perspektive für den EU-Beitritt einen klaren Rahmen, um Reformen umzusetzen."

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach das Thema in Lugano an: "Die Ukraine kann diesen Krieg überwinden und den Weg zu einem stärkeren und moderneren Land beschreiten - mit einer modernisierten Justiz, stärkeren Institutionen und einer soliden Erfolgsbilanz bei der Korruptionsbekämpfung."

"Natürlich ist Korruption immer eine Art von Diebstahl am Gemeinwohl", sagte der Chef des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP), Achim Steiner, der dpa. "Aber angesichts der immensen Probleme in der Ukraine ist das sicher zur Zeit nicht das größte Problem."

Die Wiederaufbaukonferenz sollte am Dienstag mit einer "Erklärung von Lugano" zu Ende gehen. Darin wollten sich Vertreter der Ukraine und von Geberländern und Finanzinstitutionen auf erste Prinzipien für den Wiederaufbau einigen. Eine richtige Geberkonferenz soll später folgen./oe/DP/zb

KIEW (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dazu aufgerufen, mit dem Wiederaufbau des Landes nicht bis zu einem Ende des russischen Angriffskrieges zu warten. Vieles müsse unverzüglich getan werden, betonte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache am Montagabend. So seien in den Gebieten, aus denen russische Truppen wieder vertrieben worden seien, zehntausende Häuser zerstört. Auch müsse man sich schon jetzt auf den Winter vorbereiten, unter anderem mit Blick auf die Energieversorgung.

In Lugano in der Schweiz läuft gerade eine erste große Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine. Der ukrainische Regierungschef Denys Schmyhal schätzte dort am Montag, dass hierfür mindestens 750 Milliarden Dollar (knapp 720 Milliarden Euro) notwendig seien.

Große Teile der Wirtschaft seien von Kämpfen und russischen Angriffen lahmgelegt worden, sagte Selenskyj in seiner Ansprache. Tausende Unternehmen stünden still. Zugleich müsse es um mehr gehen als nur darum, zerstörte Wände wieder hochzuziehen: "Die Ukraine muss das freieste, modernste und sicherste Land in Europa werden."

Selenskyj äußerte sich nur kurz zum Verlauf der Kampfhandlungen im Osten des Landes, wo ukrainische Truppen am Wochenende die Stadt Lyssytschansk aufgeben mussten. Die russischen Truppen haben damit das Gebiet Luhansk größtenteils unter ihre Kontrolle gebracht - was als ein Ziel ihrer sogenannten Spezial-Operation, wie der Krieg in Russland offiziell heißt, bezeichnet wurde. Die ukrainischen Streitkräfte fügten dem russischen Militär jeden Tag Verluste bei, sagte Selenskyj. "Wir müssen sie brechen." Das werde zwar Zeit und "übermenschliche Anstrengungen" erfordern, es gebe aber keine Alternative, um die Zukunft der Ukraine zu sichern./so/DP/zb

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Auftakt der konzertierten Aktion im Kanzleramt haben sich die Grünen im Bundestag für weitere Hilfen ausgesprochen. "Wir brauchen weitere Entlastungen, jedoch zielgenau für Menschen mit kleinen Einkommen und in den Grundsicherungen, für die die Preissteigerungen zum echten Problem werden", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Audretsch der Deutschen Presse-Agentur.

Bundeskanzler Olaf Scholz war am Montag mit Sozialpartnern und weiteren Kabinettsmitgliedern zusammengetroffen. Es war der Auftakt der von Scholz initiierten konzertierten Aktion gegen die Inflation. "Es ist gut, dass die Sozialpartner auf Einladung von Kanzler Scholz zur konzertierten Aktion zusammengekommen sind", sagte Audretsch. "Ein gemeinsames Verständnis zum richtigen Umgang mit den stark gestiegenen Preisen vor allem für fossile Energien ist wichtig, um nach passenden Lösungen zu suchen."

Neben Entlastungen für Bedürftige sprach sich Audretsch für Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz aus. Diese könnten mithelfen, "die Inflation bei den Energiepreisen zu begrenzen und uns unabhängig von Importen zu machen"./bw/DP/zb

BERLIN (dpa-AFX) - Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 687,7 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.16 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 650,7 gelegen (Vorwoche: 635,8; Vormonat: 257,6). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 147 489 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 142 329) und 102 Todesfälle (Vorwoche: 113) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 28 542 484 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden./lev/DP/zb

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