dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

23.08.2019

ROUNDUP: Deutsche Bank prüft neuen Standort für Bonner Postbank-Zentrale

FRANKFURT/BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank stellt den geplanten Umzug der Bonner Postbank-Zentrale auf den Prüfstand. Der für 2021 angestrebte Umzug in das noch im Bau befindliche Stadtquartier "Neuer Kanzlerplatz" steht nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" aus Kostengründen vor dem Aus. Das deute "auf einen weiteren Stellenabbau in Bonn" hin, schreibt das Magazin in seiner neuesten Ausgabe (Samstag). Auch die "Süddeutsche Zeitung" (Samstag) berichtet darüber, dass der geplante Umzug noch einmal überdacht werden.

Ein Sprecher der Deutschen Bank in Frankfurt sagte auf Anfrage am Freitag, die Bank schaue sich "bei der Prüfung möglicher Effizienzmaßnahmen auch die Immobilienstandorte" an. Er betonte: "Wir halten am Standort Bonn fest." Zudem gebe es ein "klares Bekenntnis zur Kundenmarke Postbank". Die Postbank beschäftigt 18 000 Mitarbeiter, gut 3000 davon am Standort Bonn.

Die Deutsche Bank hatte nach einigem Hin und Her im Frühjahr 2017 entschieden, die Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern.

Seit Anfang 2017 bis zum Ende des erstens Quartals 2019 wurden in dem Segment 5500 Vollzeitstellen abgebaut. Vor zwei Monaten hatte das Management mit Betriebsräten und Gewerkschaften den Abbau von gut 2000 weiteren Stellen im Privatkundengeschäft vereinbart.

Im Zuge eines radikalen Konzernumbaus will Deutschlands größtes Geldhaus die Zahl der Vollzeitstellen bis zum Ende des Jahres 2022 von zuletzt knapp 91 500 auf etwa 74 000 schrumpfen./ben/DP/he

23.08.2019

Deutsche Anleihen: Kursgewinne - Zuspitzung im Handelskonflikt stützt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Freitag gestützt durch die Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen den USA und China zugelegt. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg bis zum späten Nachmittag um 0,27 Prozent auf 178,57 Punkte. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen fiel auf minus 0,68 Prozent.

China hatte im Handelsstreit mit den USA Vergeltungszölle angekündigt. Die Führung in Peking will zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar erheben. Die Situation an den Finanzmärkten verschärfte sich als US-Präsident Donald Trump umgehend Gegenmaßnahmen ankündigte. Zudem kritisierte er China heftig. Als sicher geltende Staatsanleihen waren daher gesucht.

US-Notenbankchef Jerome Powell bewegte hingegen mit seiner Rede die Märkte kaum. Er sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft. Insgesamt befinde sich die Konjunktur aber in einem "günstigen Zustand", sagte Powell auf der renommierten Notenbankkonferenz in Jackson Hole. Man sei bereit "angemessen zu handeln, um den Aufschwung zu stützen". Konkrete Aussagen zur weiteren Zinspolitik machte er nicht./jsl/he

23.08.2019

Ölpreise nach Zuspitzung im Handelskonflikt gefallen

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die weitere Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die Ölpreise am Freitag deutlich belastet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 58,69 US-Dollar. Das waren 1,24 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,72 Dollar auf 53,61 Dollar.

China hat im Handelsstreit mit den USA Vergeltungszölle angekündigt. Die Führung in Peking will zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar erheben. Die Situation an den Finanzmärkten verschärfte sich als US-Präsident Donald Trump umgehend Gegenmaßnahmen ankündigte. Zudem kritisierte er China heftig. Die wachsende Unsicherheit dürfte weiter die Weltwirtschaft belasten und die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.

US-Notenbankchef Jerome Powell bewegte hingegen mit seiner Rede die Märkte kaum. Er sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft. Insgesamt befinde sich die Konjunktur aber in einem "günstigen Zustand", sagte Powell auf der renommierten Notenbankkonferenz in Jackson Hole. Man sei bereit "angemessen zu handeln, um den Aufschwung zu stützen"./jsl/he

23.08.2019

British-Airways-Piloten kündigen Streik im September an

LONDON (dpa-AFX) - Die Piloten der britischen Fluggesellschaft British Airways (BA) wollen im September für mehrere Tage die Arbeit niederlegen. Das geht aus einer Mitteilung der Pilotenvereinigung Balpa (British Airline Pilots Association) vom Freitag hervor. Demnach plant die Gewerkschaft für den 9., 10. und 27. September die BA-Piloten zum Streik aufzurufen, sollte sich British Airlines bis dahin nicht auf einen ihren Vorschlag im Streit um höhere Gehälter einlassen.

British Airways bezeichnete die Streikankündigung als "nicht zu rechtfertigen". Es sei vollkommen inakzeptabel, dass dadurch die Reisepläne von Zehntausenden British-Airways-Kunden zerstört würden. "Wir werden alles tun was wir können, um so viele Leute wie möglich auf ihren Weg zu bringen", hieß es in einer Mitteilung. Aber es sei wahrscheinlich, dass viele Kunden ihre Reise nicht antreten könnten. Die Airline versprach, Erstattungen und Umbuchungen anzubieten./cmy/DP/zb

23.08.2019

Deutsche Bank prüft neuen Standort für Bonner Postbank-Zentrale

(Im Leadsatz wird klar gestellt, dass es sich um die Postbank-Zentrale handelt.)

FRANKFURT/BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank stellt den geplanten Umzug ihrer Bonner Postbank-Zentrale auf den Prüfstand. Der für 2021 angestrebte Umzug in das noch im Bau befindliche Stadtquartier "Neuer Kanzlerplatz" steht nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" aus Kostengründen vor dem Aus. Das deute "auf einen weiteren Stellenabbau in Bonn" hin, schreibt das Magazin in seiner neuesten Ausgabe (Samstag).

Ein Sprecher der Deutschen Bank in Frankfurt sagte auf Anfrage am Freitag, die Bank schaue sich "bei der Prüfung möglicher Effizienzmaßnahmen auch die Immobilienstandorte" an. Er betonte: "Wir halten am Standort Bonn fest." Zudem gebe es ein "klares Bekenntnis zur Kundenmarke Postbank". Die Postbank beschäftigt 18 000 Mitarbeiter, gut 3000 davon am Standort Bonn.

Die Deutsche Bank hatte nach einigem Hin und Her im Frühjahr 2017 entschieden, die Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern.

Seit Anfang 2017 bis zum Ende des erstens Quartals 2019 wurden in dem Segment 5500 Vollzeitstellen abgebaut. Vor zwei Monaten hatte das Management mit Betriebsräten und Gewerkschaften den Abbau von gut 2000 weiteren Stellen im Privatkundengeschäft vereinbart.

Im Zuge eines radikalen Konzernumbaus will Deutschlands größtes Geldhaus die Zahl der Vollzeitstellen bis zum Ende des Jahres 2022 von zuletzt knapp 91 500 auf etwa 74 000 schrumpfen./ben/DP/jha

23.08.2019

Deutsche Bank prüft neuen Standort für Bonner Postbank-Zentrale

FRANKFURT/BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank stellt den geplanten Umzug ihrer Bonner Zentrale auf den Prüfstand. Der für 2021 angestrebte Umzug in das noch im Bau befindliche Stadtquartier "Neuer Kanzlerplatz" steht nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" aus Kostengründen vor dem Aus. Das deute "auf einen weiteren Stellenabbau in Bonn" hin, schreibt das Magazin in seiner neuesten Ausgabe (Samstag).

Ein Sprecher der Deutschen Bank in Frankfurt sagte auf Anfrage am Freitag, die Bank schaue sich "bei der Prüfung möglicher Effizienzmaßnahmen auch die Immobilienstandorte" an. Er betonte: "Wir halten am Standort Bonn fest." Zudem gebe es ein "klares Bekenntnis zur Kundenmarke Postbank". Die Postbank beschäftigt 18 000 Mitarbeiter, gut 3000 davon am Standort Bonn.

Die Deutsche Bank hatte nach einigem Hin und Her im Frühjahr 2017 entschieden, die Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern.

Seit Anfang 2017 bis zum Ende des erstens Quartals 2019 wurden in dem Segment 5500 Vollzeitstellen abgebaut. Vor zwei Monaten hatte das Management mit Betriebsräten und Gewerkschaften den Abbau von gut 2000 weiteren Stellen im Privatkundengeschäft vereinbart.

Im Zuge eines radikalen Konzernumbaus will Deutschlands größtes Geldhaus die Zahl der Vollzeitstellen bis zum Ende des Jahres 2022 von zuletzt knapp 91 500 auf etwa 74 000 schrumpfen./ben/DP/jha

23.08.2019

TAGESVORSCHAU: Termine am 26. August 2019

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Montag, den 26. August:

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TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: EMS Chemie, Halbjahreszahlen (endgültig)

TERMINE KONJUNKTUR

09:00 ESP: Erzeugerpreise 07/19

10:00 DEU: Ifo-Geschäftsklima 08/19

14:30 USA: CFNA-Index 07/19

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 07/19 (vorläufig)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Beginn Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt unter dem Motto "Multilateralismus gestalten - Deutschland in EU und VN", Berlin

FRA: Abschluss G7-Gipfel (seit 24.8.), Biarritz

HINWEIS

GBR: Feiertag, Börse geschlossen°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt

die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

23.08.2019

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 6. September 2019

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Freitag, den 6. September:

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MONTAG, DEN 26. AUGUST 2019

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: EMS Chemie, Halbjahreszahlen (endgültig)

TERMINE KONJUNKTUR

09:00 ESP: Erzeugerpreise 07/19

10:00 DEU: Ifo-Geschäftsklima 08/19

14:30 USA: CFNA-Index 07/19

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 07/19 (vorläufig)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Beginn Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt unter dem Motto "Multilateralismus gestalten - Deutschland in EU und VN", Berlin

FRA: Abschluss G7-Gipfel (seit 24.8.), Biarritz

HINWEIS

GBR: Feiertag, Börse geschlossen

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DIENSTAG, DEN 27. AUGUST 2019

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Vienna Insurance, Halbjahreszahlen

DNK: Royal Unibrew, Q2-Zahlen

DEU: EWE, Q2-Zahlen

SWE: SAS, Q3-Zahlen

USA: Autodesk, Q2-Zahlen

USA: Cypress Semiconductor ao Hauptversammlung zur Übernahme durch Infineon

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: BIP Q2/19 (detailliert)

08:00 DEU: Maastricht-Defizitquote (Einnahmen und Ausgaben des Staates) 1. und 2. Quartal 2019

08:45 FRA: Verbrauchervertrauen 08/19

08:45 FRA: Geschäftsklima 08/19

10:00 DEU: Destatis Presse-Hintergrundgespräch "Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen 2019", Frankfurt

11:30 DEU: Anleihe Laufzeit: 2 Jahre Volumen: 5 Mrd EUR

15:00 USA: FHFA-Index 06/19

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 08/19

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Pk DB Cargo zur Ausrüstung von Güterwagen mit intelligenter Sensorik, Seelze

10:30 DEU: Ostdeutscher Sparkassenverband stellt länderspezifische Zahlen und Ergebnisse aus Sachsen-Anhalt des Sparkassen-Tourismusbarometers vor

DEU: Fortsetzung Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt mit einem Wirtschaftstag, Berlin

ITA: Entwicklung in der Regierungskrise in Italien - Neue Runde von Konsultationen

19:00 DEU: Wirtschaftsgespräch der Vereinigung Sächsische Wirtschaft mit dem Vizepräsidenten des Wirtschaftsrates der CDU, Friedrich Merz, und Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner, Radebeul

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MITTWOCH, DEN 28. AUGUST 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Encavis, Halbjahreszahlen

07:00 LUX: Aroundtown, Halbjahreszahlen

07:00 CHE: Baloise, Halbjahreszahlen (Call 9.30 h)

07:00 CHE: Emmi, Halbjahreszahlen

08:00 LUX: RTL, Halbjahreszahlen

10:00 DEU: Wacker Biotech GmbH Jena Pk u.a. zu Investitionen, Jena

11:00 DEU: LBBW, Halbjahreszahlen

11:00 DEU: Deka-Bank, Halbjahreszahlen

22:05 USA: Hewlett Packard Enterprise, Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Uniqa, Halbjahreszahlen

AUT: Immofinanz, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: GfK-Verbrauchervertrauen 09/19

10:00 EUR: Geldmenge M3 07/19

10:00 ITA: Verbrauchervertrauen 08/19

11:30 DEU: Anleihe Laufzeit: 10 Jahre Volumen: 3 Mrd EUR

12:00 IRL: Einzelhandelsumsatz 07/19

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

18:20 USA: Fed-Präsident von Richmond hält eine Rede

20:00 USA: Fed Beige Book

23:30 USA: Fed-Präsidentin von San Francisco, Mary Daly hält eine Rede

SONSTIGE TERMINE

14:30 DEU: Landwirtschaftsministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze stellen EU-Umweltkommissar Vella Pläne im Streit um Düngen und Nitrat vor, Brüssel

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DONNERSTAG, DEN 29. AUGUST 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 DEU: Fielmann, Halbjahreszahlen (endgültig)

07:30 FRA: Bouygues, Halbjahreszahlen

07:30 FRA: Pernod Ricard, Jahreszahlen

08:00 DEU: Douglas, Q3-Zahlen

09:00 DEU: Bertelsmann, Halbjahreszahlen

10:00 DEU: DZ Bank Halbjahreszahlen

10:00 DEU: NordLB, Halbjahreszahlen

10:00 DEU: Gesco, Hauptversammlung, Wuppertal

11:00 DEU: Tele Columbus, Hauptversammlung, Berlin

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Hermle, Q2-Zahlen

FRA: Givaudan, Investorentreffen

LUX: Eurofins Scientific, Halbjahreszahlen

NLD: Steinhoff Q3 Trading Update

USA: Best Buy, Q2-Zahlen

USA: Dell Technologies, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:45 FRA: BIP Q2/19 (endgültig)

09:00 DEU: Verbraucherpreise Sachen 08/19

09:00 ESP: Verbraucherpreise 08/19 (vorläufig)

09:55 DEU: Arbeitslosenzahlen 08/19

10:00 DEU: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen, Bayern 08/19

10:00 ITA: Industrieaufträge 06/19

10:30 DEU: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 08/19

11:00 ITA: Erzeugerpreise 07/19

11:00 EUR: Wirtschaftsvertrauen 08/19

11:00 EUR: Verbrauchervertrauen 08/19 (endgültig)

14:00 DEU: Verbraucherpreise 08/19 (vorläufig)

14:30 USA: BIP Q2/19 (2. Schätzung)

14:30 USA: Privater Konsum Q2/19 (2. Schätzung)

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 07/19 (vorläufig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 07/19

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Pk zur Präsentation der Mitteldeutschen Markenstudie 2019, Leipzig

13:00 DEU: Pk Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner zum Erntebericht 2019 und "Wald im Klimawandel", Berlin

11:00 DEU: IFA Vorab-Pk. Die Messe-Veranstalter geben Marktzahlen der Branche und einen Ausblick auf die Neuheiten und Trends der IFA im September (6. bis 11.9.) in Berlin bekannt.

13:14 DEU: Griechischer Premier Kyriakos Mitsotakis in Berlin - gemeinsame Pk mit Bundeskanzlerin Merkel

16:00 DEU: Gericht verkündet Entscheidung im Streit um Stromrestmengen aus dem AKW Krümmel zwischen PreussenElektra und Vattenfall, Hamburg

FIN: Informelles EU-Außenministertreffen, Helsinki

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FREITAG, DEN 30. AUGUST 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 AUT: Strabag, Halbjahreszahlen

07:55 DEU: Isra Vision, 9Monatszahlen (Call 10.30 h)

08:00 DEU: Franz Haniel, Halbjahreszahlen

10:00 DEU: Scout24, Hauptversammlung, München

13:00 NLD: Steinhoff, Hauptversammlung, Schiphol

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Brain Biotechnology, Q3-Zahlen

DEU: Bayerische Volksbanken und Raiffeisenbanken, Halbjahreszahlen

DEU: Halloren Schokoladenfabrik, Hauptversammlung, Halle (Saale)

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Arbeitslosenzahlen 07/19

01:30 JPN: Verbraucherpreise 08/19

01:50 JPN: Industrieproduktion 07/19 (vorläufig)

01:50 JPN: Einzelhandelsumsatz 07/19

07:00 JPN: Wohnungsbaubeginne 07/19

08:45 FRA: Erzeugerpreise 07/19

08:45 FRA: Verbraucherpreise 08/19 (vorläufig)

09:00 AUT: BIP Q2/19 (endgültig)

09:00 ESP: Einzelhandelsumsatz 07/19

10:00 ITA: Arbeitslosenzahlen 07/19 (vorläufig)

10:30 PRT: Verbraucherpreise 08/19 (vorläufig)

11:00 EUR: Arbeitslosenzahlen 07/19

11:00 EUR: Verbraucherpreise 08/19 (vorab)

11:00 BEL: Arbeitslosenzahlen 07/19

11:00 ITA: Verbraucherpreise 08/19 (vorab)

12:00 ITA: BIP Q2/19 (endgültig)

12:00 PRT: BIP Q2/19 (endgültig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 07/19

15:00 BEL: BIP Q2/19 (endgültig)

15:45 USA: MNI Chicago PMI 08/19

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 08/19 (endgültig)

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EUR: Moody's Ratingergebnis Luxemburg, Bulgarien

EUR: S&P Ratingergebnis Rumänien

EUR: Fitch Ratingergebnis Schweiz, Norwegen

SONSTIGE TERMINE

12:30 DEU: Feier zur Inbetriebnahme einer neuen Umspannanlage des Netzbetreibers Amprion, Kriftel

DEU: Auftakt der Verhandlungen über Branchenmindestlöhne am Bau, Wiesbaden

FIN: Informelles EU-Außenministertreffen (zweiter und letzter Tag)

DEU: Neuheiten vom Caravan Salon in Düsseldorf

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SAMSTAG, DEN 31. AUGUST 2019

TEMRINE KONJUNKTUR

03:00 CHN: CFLP PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 08/19

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MONTAG, DEN 2. SEPTEMBER 2019

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

GBR: Old Mutual, Halbjahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Investitionen Q2/19

02:30 JPN: Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19 (endgültig)

03:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19

09:15 ESP: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19

09:45 ITA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19

09:50 FRA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19 (endgültig)

09:55 DEU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19 (endgültig)

10:00 EUR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19 (endgültig)

10:30 GBR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19

15:45 EUR: EZB Monatsbericht 08/19

HINWEIS

USA: Feiertag, "Labor Day", Börse geschlossen

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DIENSTAG, DEN 3. SEPTEMBER 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 DEU: Home24, Halbjahreszahlen

10:00 DEU: Fortsetzung im Kapitalanleger-Musterverfahren nach der Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und der Porsche Automobil-Holding 2007/2008, Celle

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Zumtobel, Q1-Zahlen

DEU: KBA / VDA / VdIK - Kfz-Neuzulassungen 08/19

TERMINE KONJUNKTUR

11:00 EUR: Erzeugerpreise 07/19

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/19 (endgültig)

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 08/19

16:00 USA: Bauinvestitionen 07/19

23:00 USA: Fed-Präsident von Boston, Eric Rosengren, hält eine Rede in Easton

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MITTWOCH, DEN 4. SEPTEMBER 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Delivery Hero, Q2-Zahlen (endgültig)

07:00 FRA: Thales, Halbjahreszahlen

10:00 ITA: Mediaset, ao Hauptversammlung

10:00 DEU: Fortsetzung im Kapitalanleger-Musterverfahren nach der Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und der Porsche Automobil-Holding 2007/2008, Celle

10:00 DEU: VCI Pk zur Branchenkonjunktur im 2. Quartal, Frankfurt

11:00 DEU: Pk Aktienmarktprognose des Bankenverbandes VÖB, Frankfurt

12:20 USA: Navistar, Q3-Zahlen

14:00 CHE: Logitech, Hauptversammlung

15:00 DEU: Weltpremiere des Porsche Taycan, Berlin/Neuhardenberg

22:30 USA: Palo Alto Networks, Q4-Zahlen

22:30 USA: Slack Technologies, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

FRA: Scor, Investor Day

DEU: Deutsche Börse überprüft turnusgemäß die Zusammensetzung ihrer Aktienindizes (Dax, MDax, SDax, TecDax), Frankfurt/M.

DEU: Handelsblatt-Tagung "Bankengipfel" (Tag 1 von 2), Frankfurt

USA: Pkw-Absatz 08/19

TERMINE KONJUNKTUR

02:30 JPN: Jibun Bank PMI Dienste 08/19 (endgültig)

03:45 CHN: Caixin PMI Dienste 08/19

09:15 ESP: PMI Dienste 08/19

09:45 ITA: PMI Dienste 08/19

09:50 FRA: PMI Dienste 08/19 (endgültig)

09:55 DEU: PMI Dienste 08/19 (endgültig)

10:00 EUR: PMI Dienste 08/19 (endgültig)

10:30 GBR: PMI Dienste 08/19

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 07/19

11:00 GRE: BIP Q2/19 (endgültig)

14:30 USA: Handelsbilanz 07/19

16:00 CDN: BoC Zinsentscheid

19:00 USA: Fed-Präsident von Minneapolis, Neel Kashkari, hält eine Rede

20:00 USA: Fed Beige Book

21:15 USA: Fed-Präsident von Chicago, Charles Evans, hält eine Rede

SONSTIGE TERMINE

09:30 DEU: Auftakt im ersten Cum-Ex-Strafprozess, Bonn

10:30 DEU: 2. Roundtable-Gespräch des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Frankfurt

11:00 DEU: OLG Düsseldorf verhandelt über Edeka-Einsprüche gegen Bußgelder des Bundeskartellamts, Düsseldorf

11:00 DEU: Pk Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu "Wirtschaftskriminalität: Tabuthema Innentäter", Berlin

GBR: Der US-Vizepräsident Mike Pence ist zu Besuch in Großbritannien, London

ZAF: 28. Weltwirtschaftsforum zu Afrika, Kapstadt

DEU: Fahrradmesse Eurobike, Friedrichshafen

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DONNERSTAG, DEN 5. SEPTEMBER 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 DEU: Fortsetzung im Kapitalanleger-Musterverfahren nach der

Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und der Porsche Automobil-Holding 2007/2008, Celle

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Handelsblatt-Tagung "Bankengipfel" (Tag 2 von 2), Frankfurt

FRA: Safran, Halbjahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

07:45 CHE: Seco BIP Quartalsschätzungen Q2/19

08:00 DEU: Auftragseingang Industrie 07/19

09:30 SWE: Riksbank Zinsentscheid

10:00 DEU: VDMA Auftragseingang Maschinenbau 07/19

14:15 USA: ADP-Beschäftigung 08/19

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: Markit PMI Dienste 08/19 (endgültig)

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 07/19

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 07/19 (endgültig)

16:00 USA: ISM-Index Dienste 08/19

SONSTIGE TERMINE

09:30 LUX: EuGH urteilt im Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bahn und österreichischen Verbraucherschützern, Luxemburg

09:30 LUX: EuGH-Urteil zur Frage, ob Italien genug den Pflanzenschädling Xylella fastidiosa getan hat, Luxemburg

11:00 DEU: Pk zur Studie "Die Ängste der Deutschen 2019" vom Infocenter der R+V Versicherung, Berlin

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FREITAG, DEN 6. SEPTEMBER 2019

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

GBR: International Consolidated Air (IAG), Verkehrszahlen 08/19

GBR: dbAccess Eurpean TMT Conference u.a. mit Siltronic, Deutsche Bank,

Software AG, zooplus AG, London

GBR: Deutsche Bank, European TMT Conference u.a. mit ASM, ASML Holding, Telefonica Deutschland, Infineon, Dialog Semiconductor, London

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Ausgaben privater Haushalte 07/19

07:00 JPN: Frühindikatoren 07/19 (vorläufig)

07:00 ESP: Verbraucherpreisdaten 08/19

08:00 DEU: Arbeitskosten Q2/19

08:00 DEU: Industrieproduktion 07/19

08:45 FRA: Handelsbilanz 07/19

10:00 ITA: Einzelhandelsumsatz 07/19

11:00 EUR: BIP Q2/19 (endgültig)

11:00 EUR: Beschäftigung Q2/19 (endgültig)

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 08/19

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EUR: Moody's Ratingergebnis Italien

EUR: S&P Ratingergebnis Zypern, Dänemark

EUR: Fitch und DBRS Ratingergebnis Luxemburg

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: Sitzung des BER-Untersuchungsausschusses, Berlin

DEU: Technik-Messe IFA öffnet für das Publikum

IRL: Der US-Vizepräsident Mike Pence ist zu Besuch in Irland, Dublin

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SONNTAG, DEN 8. SEPTEMBER 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

13:00 FRA: Swiss Re, Pressekonferenz anlässlich 63rd edition of Les Rendez-Vous de Septembre

TERMINE KONJUNKTUR

CHN: Handelsbilanz 08/19

SONSTIGE TERMINE

RUS: Regionalwahlen in Russland - Gewählt werden u.a. ein neuer Stadtrat in Moskau, Gouverneue und Regionalparlamente

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt

die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

23.08.2019

Devisen: Eurokurs legt deutlich zu - Trump-Aussagen belasten US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Freitag von einer Schwäche des US-Dollars profitiert und im Gegenzug deutlich zugelegt. Eine neue Eskalationsstufe im Handelskonflikt zwischen China und der USA sowie heftige Reaktionen des US-Präsidenten Donald Trump setzten die amerikanische Währung unter Druck. Am Nachmittag stieg der Eurokurs auf ein Tageshoch bei 1,1126 US-Dollar, nachdem er gegen Mittag noch bei 1,1052 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1065 (Donnerstag: 1,1083) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9038 (0,9023) Euro.

Die Regierung in Peking hatte am Nachmittag eine weitere Eskalation im Handelskrieg mit den USA eingeleitet und neue Strafzölle auf US-Waren angekündigt. Allgemein war an den Märkten mit einer Reaktion von China gerechnet worden, nachdem zuvor die US-Regierung höhere Zölle auf chinesische Waren in Aussicht gestellt hatte. US-Präsident Trump reagierte umgehend und kündigte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter eine Gegenreaktion der USA noch an diesem Freitag an.

Dagegen konnte eine Rede des US-Notenbankchefs die Kurse am Nachmittag kaum bewegen. Powell hatte zwar auf "signifikante Risiken" hingewiesen, gleichzeitig aber auch die günstige Lage der amerikanischen Wirtschaft herausgestellt. Man sei bereit "angemessen zu handeln, um den Aufschwung zu stützen".

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90453 (0,91150) britische Pfund, 117,79 (118,13) japanische Yen und 1,0893 (1,0905) Schweizer Franken fest. Die Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1527 Dollar gehandelt. Das waren etwa 28 Dollar mehr als am Vortag./hossah/jkr/jsl/he

23.08.2019

ROUNDUP/Erzkonservativer Finanzier: Milliardär David Koch stirbt mit 79

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Milliardär und einflussreiche Unterstützer erzkonservativer Politik, David Koch, ist tot. Der Unternehmer sei nach langer Krankheit mit 79 Jahren gestorben, teilte die Firma "Koch Industries" von ihm und seinem Bruder Charles am Freitag mit. Die Brüder machten mit einem Imperium an Ölpipelines, Rinderfarmen, Papier- und Düngemittel-Herstellern sowie Technologiefirmen ein Vermögen. Forbes listet David Koch mit mehr als 42 Milliarden Dollar (etwa 38 Milliarden Euro) als einen der reichsten Menschen der Welt.

Ihr Geld benutzten die Koch-Brüder über Jahrzehnte, um die Politik in den USA zu beeinflussen. Die Kochs pumpten seit den 70er-Jahren mindestens 100 Millionen Dollar in politische Bewegungen, konservative republikanische Kandidaten oder Think Tanks, um den rechten Rand in den USA zu stärken. David Koch war 1980 sogar Kandidat für das Amt des Vize-Präsidenten der kleineren Libertären Partei.

Zu David Kochs politischen Überzeugungen gehörten der Rückbau des Staates - der Staat sollte seiner Auffassung nach möglichst wenig in das Leben seiner Bürger eingreifen -, die freien Märkte und niedrige Steuern. Die Brüder unterstützten auch Gesetzesvorhaben zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung, zur Lockerung von Umweltvorschriften, zur Schwächung der Gewerkschaften und für die Rechte zum Besitz von Waffen.

Wegen ihres Engagements wurden die Kochs, die ursprünglich aus Kansas im Zentrum der Vereinigten Staaten stammen, auch als Wegbereiter der rechten Tea-Party-Bewegung innerhalb der republikanischen Partei und letztlich auch der Präsidentschaft Donald Trumps gesehen. Mit Trump allerdings verband David Koch keine innige Freundschaft, die Brüder unterstützten seinen Wahlkampf vergleichsweise verhalten.

Koch erlebte auch Rückschläge und Tragödien. 1991 überlebte er einen Flugzeugabsturz, bei dem nach Angaben von "Koch Industries" 35 Menschen starben. Kurz danach erkrankte er an Prostata-Krebs, der nie ganz geheilt werden konnte. Insgesamt habe Koch Millionen für wohltätige Zwecke gespendet - darunter für die Bekämpfung von Krebs oder für Bildungs- und Kultureinrichtungen.

Außenminister Mike Pompeo sprach der Familie am Freitag per Twitter sein Beileid aus. Die Nachricht von Kochs Tod habe ihn traurig gemacht./scb/DP/zb

23.08.2019

Aktien New York: Vergeltungsspirale im Handelskonflikt zwingt Börsen in die Knie

NEW YORK (dpa-AFX) - Neue Eskalationsrunden im Handelskonflikt zwischen den USA und China haben die US-Anleger am Freitag aus dem Aktienmarkt getrieben. China hatte zunächst neue Vergeltungszölle auf US-Importe beschlossen, nachdem die USA Anfang August ähnliche Maßnahmen angekündigt hatten. US-Präsident Donald Trump reagierte kurz darauf mit Verbaltattacken und kündigte noch für Freitagnachmittag (Ortszeit) eine Reaktion an. Sichere Anlagen wie Staatsanleihen und Gold hingegen waren gefragt.

Das "Wie Du mir, so ich Dir" im internationalen Handelskonflikt schürte bei den Anlegern einmal mehr die Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Insofern knickte der Dow Jones Industrial um 1,91 Prozent auf 25 751,96 Punkte ein. Auch Wochensicht deutet sich damit ein leichtes Minus an.

Der marktbreit aufgestellte S&P 500 sackte am Freitag um 2,04 Prozent auf 2863,19 Punkte ab. Für den technologieorientierten Nasdaq 100 ging es um 2,74 Prozent auf 7496,25 Zähler nach unten. Das Barometer reagiert in der Regel besonders sensibel auf konjunkturelle Nachrichten. Der Markt bekomme die Wut Trumps zu spüren, schrieb Marktanalyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets UK.

China will im Handelsstreit mit den USA zusätzliche Zölle in Höhe von 5 bis 10 Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar erheben. Die Zölle sollen in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden. Auf Sojabohnen und Erdölimporte ist ab September ein Zusatzzoll von fünf Prozent vorgesehen. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen am 15. Dezember wieder aufgenommen werden. Die US-Regierung hatte Anfang August neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar angekündigt.

Eine Rede von US-Notenbank-Präsident Jerome Powell beim Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole, Wyoming, sorgte nur für etwas Entspannung. Powell sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft. Insgesamt befinde diese sich jedoch in einem günstigen Zustand.

Der Fed-Chef habe insofern keine neuen Erkenntnisse geliefert, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Powell habe die Flexibilität sowie die Handlungsbereitschaft der Fed betont und sich so wie erwartet alle Optionen offen gehalten.

Unter den Einzelwerten zogen die Aktien von Software-Anbietern besonders deutlich an. Die Papiere von Intuit zum Beispiel stiegen um rund 3 Prozent. Das Unternehmen hatte mit seinen jüngsten Quartalszahlen positiv überrascht. So war der Verlust geringer als befürchtet ausgefallen.

Die Anteilscheine von Salesforce verzeichneten ein Plus von knapp 3 Prozent. Der Konzern hatte die Experten mit seinem Optimismus überrascht: Nach starken Quartalszahlen hob das Unternehmen seine Jahresziele an. Im zweiten Geschäftsquartal war der Umsatz um gut ein Fünftel gestiegen.

Beim Computerkonzern HP Inc hingegen war der Umsatz im dritten Geschäftsquartal nahezu unverändert geblieben und lag damit unter der Durchschnittsprognose der Analysten. Zudem steht beim Unternehmen ein Chefwechsel bevor. Dion Weisler, der den PC-Riesen seit der Trennung von der Unternehmenssparte im Jahr 2015 leitete, wird von Enrique Lores abgelöst, der zuletzt unter anderem die Druckersparte führte. Die Aktien sackten um mehr als 6 Prozent ab.

Um rund 17 Prozent ging es für die Papiere von Foot Locker abwärts. Der Sportartikelhändler hatte mit seinen Umsatz- und Ergebniszahlen zum zweiten Quartal die Konsensschätzungen verfehlt./la/he

23.08.2019

ROUNDUP/Anleger fliehen aus Aktien - Vergeltungsspirale im Handelskonflikt

NEW YORK/FRANKFURT/WASHINGTON/PEKING (dpa-AFX) - Neue Eskalationsrunden im Handelskonflikt zwischen den USA und China haben Anleger am Freitag aus den Aktienmärkten getrieben. Sichere Anlagen wie Staatsanleihen und Gold waren hingegen gefragt.

China hatte zunächst neue Vergeltungszölle auf US-Importe beschlossen, nachdem die USA Anfang August ähnliche Maßnahmen angekündigt hatten. US-Präsident Donald Trump reagierte kurz darauf mit Verbaltattacken und kündigte noch für Freitagnachmittag (Ortszeit) eine Reaktion an.

Das "Wie Du mir, so ich Dir" im internationalen Handelskonflikt schürte bei den Anlegern einmal mehr die Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Besonders heftig fielen die Reaktionen an der Wall Street aus, wo der US-Leitindex Dow Jones Industrial zuletzt um fast 1,7 Prozent absackte.

Die technologieorientierten Börsenbarometer Nasdaq 100 und Nasdaq Composite knickten um mehr als 2 Prozent ein. Sie reagieren in der Regel besonders sensibel auf konjunkturelle Nachrichten. Der Markt bekomme die Wut Trumps zu spüren, schrieb Marktanalyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets UK.

In Europa schlossen der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sowie der Dax und das französische Börsenbarometer Cac 40 jeweils mehr als 1 Prozent tiefer. Der Londoner FTSE 100 schlug sich etwas besser und gab nur etwas nach.

Als sicher empfundene Anlagen waren dagegen gefragt. Insofern schichteten Anlege in europäische und US-Staatsanleihen um. Der Goldpreis legte ebenfalls zu.

An den Rohstoffmärkten gaben insbesondere die Erdölpreise nach. Aber auch andere Rohstoffe, darunter Soja, gerieten unter Druck. China hatte angekündigt, ab dem 1. September amerikanische Erdöl- und Soja-Importe mit Strafzöllen zu belegen.

Insgesamt sollen amerikanische Waren im Wert von 75 Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen von 5 bis 10 Prozent belegt werden. Die Zölle sollen teils am 1. September, teils am 15. Dezember in Kraft treten. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen am 15. Dezember wieder aufgenommen werden. Die USA hatten Anfang August neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden Dollar angekündigt./bgf/la/he

23.08.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Handelskrieg ist mit neuer Wucht zurück

FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Vergeltungszölle Chinas und eine von den USA daraufhin angekündigte Reaktion haben vor dem Wochenende den Handelskrieg wieder in die Mitte des Börsenparketts gerückt. Der Dax beendete den Freitagshandel auf seinem Tagestief mit 11 611,51 Punkten und einem Minus von 1,15 Prozent. Damit rutschte der Leitindex wieder unter die viel beachtete 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt. Auf Wochensicht reichte es für den Dax noch für ein Plus von 0,4 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen schloss am Freitag 0,81 Prozent tiefer auf 25 039,94 Zählern und damit ebenfalls auf Tagestief.

US-Präsident Donald Trump will noch an diesem Freitag auf die kurz zuvor von China angekündigten Vergeltungszölle antworten. Für die USA sei dies eine große Chance, die USA bräuchten China nicht, hatte Trump bereits getwittert. In den USA ging daraufhin der Leitindex Dow Jones Industrial in die Knie. Zum europäischen Handelsschluss notierte er gut eineinhalb Prozent tiefer. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone verlor 1,17 Prozent. Ähnlich hoch fiel das Minus für den Pariser Cac 40 aus, während der Londoner FTSE 100 nur um ein knappes halbes Prozent nachgab.

Die mit Spannung erwartete Rede von US-Zentralbank-Chef Jerome Powell auf dem Notenbanker-Symposium im amerikanischen Jackson Hole geriet angesichts der neuen Eskalation im Handelskonflikt fast in den Hintergrund. Mit Blick auf den Dax hatte die Rede allenfalls stützende Wirkung. Powell sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft, sie befinde sich aber insgesamt in einem recht guten Zustand, so der Fed-Chef. "Seine Rede hat keine neuen Erkenntnisse geliefert", kommentierte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

China hatte angekündigt, man wolle zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf US-Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar erheben. Die Zölle sollen in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden. Im Dax gingen Autowerte wie Daimler , BMW und Volkswagen , die unter dem US-chinesischen Handelskonflikt besonders leiden, auf Talfahrt mit Verlusten von teils mehr als 3 Prozent.

Die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co hatten am Vormittag im Nebenwerte-Index SDax nach Spekulationen über eine Übernahme zeitweise um fast 18 Prozent angezogen und gingen mit plus 7,13 Prozent aus dem Handel. Nach der Absage der Fusion mit Tata Europe Steel prüft Thyssenkrupp laut "Handelsblatt" nun die Übernahme des Stahlhändlers. Thyssenkrupp drehten am Nachmittag mit dem Dax ins Minus und verloren 0,72 Prozent.

Auch Halbleiterwerten setzte die neue Auseinandersetzung zwischen China und den USA wieder zu. Infineon verloren im Dax 2,76 Prozent, Siltronic im MDax 7,69 Prozent. Ein positives Votum der Baader Bank half hingegen in dem Mittelwerte-Index den Papieren des IT-Dienstleisters Bechtle zu einem Plus von 1,56 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,66 Prozent am Vortag auf minus 0,62 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,17 Prozent auf 146,68 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,31 Prozent auf 178,64 Punkte. Der Euro rückte vor und wurde zuletzt mit 1,1130 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1065 (Donnerstag: 1,1083) US-Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,9038 (0,9023) Euro gekostet./ajx

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

23.08.2019

Aktien Frankfurt Schluss: Handelskrieg ist mit neuer Wucht zurück

FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Vergeltungszölle Chinas und eine von den USA daraufhin angekündigte Reaktion haben vor dem Wochenende den Handelskrieg wieder in die Mitte des Börsenparketts gerückt. Der Dax beendete den Freitagshandel auf seinem Tagestief mit 11 611,51 Punkten und einem Minus von 1,15 Prozent. Damit rutschte der Leitindex wieder unter die viel beachtete 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt. Auf Wochensicht reichte es für den Dax noch für ein Plus von 0,4 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen schloss am Freitag 0,81 Prozent tiefer auf 25 039,94 Zählern und damit ebenfalls auf Tagestief.

US-Präsident Donald Trump will noch an diesem Freitag auf die kurz zuvor von China angekündigten Vergeltungszölle antworten. Für die USA sei dies eine große Chance, die USA bräuchten China nicht, hatte Trump bereits getwittert.

Die mit Spannung erwartete Rede von US-Zentralbank-Chef Jerome Powell auf dem Notenbanker-Symposium im amerikanischen Jackson Hole geriet angesichts der neuen Eskalation im Handelskonflikt fast in den Hintergrund. Mit Blick auf den Dax hatte die Rede allenfalls stützende Wirkung. Powell sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft, sie befinde sich aber insgesamt in einem recht guten Zustand, so der Fed-Chef. "Seine Rede hat keine neuen Erkenntnisse geliefert", kommentierte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners./ajx/he

23.08.2019

INDEX-FLASH: Dow und Dax sacken ab - Trump-Tweet eskaliert Handelsstreit

NEW YORK/PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine weitere Eskalation des Handelsstreits zwischen China und den USA hat die Aktienmärkte am Freitag wieder stark belastet. Besonders deutlich fiel die Reaktion an der Wall Street aus, wo die wichtigsten Aktienindizes zuletzt um jeweils mehr als 1 Prozent absackten. Die Anleger verschreckte, dass US-Präsident Donald Trump auf Twitter angekündigt hatte, noch an diesem Freitagnachmittag (Washingtoner Zeit) auf die zuvor von China angekündigten, neuen Vergeltungszölle zu reagieren.

In Europa erreichten in Reaktion auf die Aussagen Trumps sowohl der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone als auch das deutsche Börsenbarometer Dax Tagestiefstände. Beide Börsenbarometer standen zuletzt knapp 1 Prozent im Minus.

China hatte im Handelsstreit mit den USA neue Vergeltungszölle in Aussicht gestellt. Die Führung in Peking will zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar (67,74 Milliarden Euro) erheben. Die Zölle sollen in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden./la/he

23.08.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Leichte Verluste nach neuer Eskalation im Handelsstreit

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ankündigung chinesischer Vergeltungszölle auf US-Waren hat die Wall Street am Freitag leicht belastet. Eine Rede von US-Notenbank-Präsident Jerome Powell beim Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole, Wyoming, sorgte aber für etwas Entspannung. Powell sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft. Insgesamt befinde sich die Wirtschaft jedoch in einem günstigen Zustand.

Der Fed-Chef habe insofern keine neuen Erkenntnisse geliefert, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Powell habe die Flexibilität sowie die Handlungsbereitschaft der Fed betont und sich so wie erwartet alle Optionen offen gehalten.

Der Dow Jones Industrial war zwar kurz ins Plus gedreht, stand zuletzt aber wieder 0,02 Prozent tiefer bei 26 247,61 Punkten. Der marktbreit aufgestellte S&P 500 gab um 0,11 Prozent auf 2919,60 Punkte nach. Für den technologieorientierten Nasdaq 100 ging es um 0,12 Prozent auf 7698,27 Zähler nach unten.

China will im Handelsstreit mit den USA zusätzliche Zölle in Höhe von 5 bis 10 Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar erheben. Die Zölle sollen in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden. Auf Sojabohnen und Erdölimporte ist ab September ein Zusatzzoll von fünf Prozent vorgesehen. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen am 15. Dezember wieder aufgenommen werden. Die US-Regierung hatte Anfang August neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar angekündigt.

Unter den Einzelwerten zogen die Aktien von Software-Anbietern besonders deutlich an. So schnellten die Papiere von Intuit um fast 7 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen hatte mit seinen jüngsten Quartalszahlen positiv überrascht. So war der Verlust geringer als befürchtet ausgefallen.

Die Anteilscheine von Salesforce verzeichneten ein Plus von gut 6,7 Prozent. Der Konzern hatte die Experten mit seinem Optimismus überrascht: Nach starken Quartalszahlen hob das Unternehmen seine Jahresziele an. Im zweiten Geschäftsquartal war der Umsatz um gut ein Fünftel gestiegen. Der Experte Alex Zukin vom Analysehaus RBC sah nun aufgrund des jüngsten starken Quartals, des dauerhaft starken Wachstums von mehr als 20 Prozent sowie der Margenkraft nach den kürzlich getätigten Zukäufen eine Kaufgelegenheit.

Beim Computerkonzern HP Inc hingegen war der Umsatz im dritten Geschäftsquartal nahezu unverändert geblieben und lag damit unter der Durchschnittsprognose der Analysten. Zudem steht beim Unternehmen ein Chefwechsel bevor. Dion Weisler, der den PC-Riesen seit der Trennung von der Unternehmenssparte im Jahr 2015 leitete, wird von Enrique Lores abgelöst, der zuletzt unter anderem die Druckersparte führte. Die Aktien sackten als Schlusslicht im S&P 500 um rund 6 Prozent ab.

Um mehr als 12 Prozent ging es für die Papiere von Foot Locker abwärts. Der Sportartikelhändler hatte mit seinen Umsatz- und Ergebniszahlen zum zweiten Quartal die Konsensschätzungen verfehlt. Dies belastete auch die Aktien der Sportartikelhersteller Nike und Under Armour , die zu den größten Lieferanten von Foot Locker gehören. Ihre Papiere büßten mehr als 1 beziehungsweise 0,1 Prozent ein.

An der Dow-Spitze setzten die Aktien von Boeing ihre jüngste Rally fort und zogen um rund 4 Prozent an. Die Papiere des Flugzeugbauers hatten zuletzt wichtige charttechnische Durchschnittslinien nach oben durchbrochen, die den kurz- beziehungsweise längerfristigen Trend beschreiben./la/he

23.08.2019

WOCHENAUSBLICK: Dax-Anleger schauen neben Geldpolitik auch wieder auf Zölle

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nachdem China kurz vor dem Wochenende mit Vergeltungszöllen gegen die USA überraschte, haben die Anleger in der neuen Woche wohl neben der internationalen Geldpolitik ein weiteres, gut bekanntes Topthema. Bislang hatte es ganz danach ausgesehen, als ob vor allem das bis zum morgigen Samstag andauernde Treffen der Währungshüter im US-amerikanischen Jackson Hole mit der Rede des Fed-Chefs Jerome Powell den weiteren Trend bestimmen könnte. Zudem findet von Samstag bis Montag auch das G7-Treffen der sieben wichtigsten Industriestaaten im französischen Biarritz statt.

Powell sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft, sie befinde sich aber insgesamt in einem recht guten Zustand, so der Fed-Chef. "Seine Rede hat keine neuen Erkenntnisse geliefert", kommentierte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Wie erwartet halte sich Powell alle Optionen offen und habe die Handlungsbereitschaft der Fed betont. Damit könnten Marktteilnehmer nach wie vor von einer weiteren Zinssenkung im September ausgehen, die aber bereits auf dem Parkett eingepreist gewesen sei.

Die Experten der LBBW hatten ohnehin nicht damit gerechnet, dass Powells Rede die Aktienmärkte hätte beflügeln können. Bei Marktteilnehmern überwiege die Furcht vor einer schärferen konjunkturellen Eintrübung, hatten sie noch vor der Ankündigung der neuen chinesischen Vergeltungszölle auf US-Waren geschrieben.

Auf ein baldiges Ende des Handelskriegs zwischen den USA und dem Reich der Mitte können Anleger angesichts der neuen Zölle also erst einmal nicht hoffen. Insgesamt will China amerikanische Waren im Wert von 75 Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen von 5 bis 10 Prozent belegt werden. Die Zölle sollen teils am 1. September, teils am 15. Dezember in Kraft treten. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen am 15. Dezember wieder aufgenommen werden. Die USA hatten erst Anfang August neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden Dollar angekündigt.

In dem als schwacher Börsenmonat gefürchteten August hat der Dax bislang mehr als 3 Prozent verloren, sich seit seinem Tief zur Mitte des Monats bei 11 266,48 Punkten aber wieder berappelt bis auf zeitweise mehr als 11 800 Punkte. Doch mit weiteren Zuwächsen tut sich der deutsche Leitindex nun schwer. Aus charttechnischer Sicht sehen Analysten bei 11 865 Punkten für den Dax die nächste Hürde.

"Der Dax hält sich an der 11 800-Punkte-Marke fest und Investoren stehen erwartungsgemäß vorerst weiter an der Seitenlinie", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. In dem ganzen Rummel um das Notenbanker-Treffen in den USA sei das G7-Treffen in Frankreich ab Samstag bisher vollends untergegangen. "Es dürfte interessant sein, wie die Regierungschefs die konjunkturelle Situation einschätzen und wie das Thema Handelsstreit unter den G7 Staaten weiter gesehen wird", so Lipkow. Er schätzt die Finanzmärkte weiterhin als sehr fragil und insgesamt schnell reizbar ein, wenn nicht der richtige Ton getroffen beziehungsweise die Ansprache verfehlt werde.

Neben den Dauerthemen Handelsstreit und Brexit richten sich die Blicke der Anleger auch in der neuen Woche wieder auf das politisch krisengeschüttelte Italien, wo im Ringen um eine neue Regierung die Parteien zunächst Verhandlungsspielraum bekommen haben. Staatspräsident Sergio Mattarella hatte für den Dienstag eine neue Runde der Konsultationen angekündigt. Er dringt nach dem Aus der Populisten-Allianz aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega auf eine schnelle Lösung der Regierungskrise. Doch in der Krise deutet nun vieles auf eine Annäherung zwischen der Fünf-Sterne-Bewegung und den Sozialdemokraten hin

Zuvor, am Montag, steht das Ifo-Geschäftsklima für den August auf der Agenda. Angesichts der zuletzt rückläufigen konjunkturellen Entwicklung der deutschen Wirtschaft verspreche die Veröffentlichung Spannung, schrieben die Ökonomen der DZ Bank. Im Juli hatte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft vor dem Hintergrund des Handelskriegs zwischen China und den USA und einer abflauenden Weltwirtschaft stark eingetrübt.

Ebenfalls unter verstärkter Beobachtung steht nach Einschätzung der DZ Bank die Inflationsrate für den Euroraum (am Freitag) - vor allem auch deswegen, weil die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt angekündigt hatte, ihre geldpolitischen Schleusen wieder zu öffnen, so die Experten.

Unternehmensseitig rücken in der neuen Woche noch einmal einige Nachzügler der Berichtssaison in den Blick. Mit dem Solarpark- und Windkraftanlagenbetreiber Encavis , dem Immobilienkonzern Aroundtown , dem Medienkonzern RTL (alle am Mittwoch), der Optikerkette Fielmann (am Donnerstag) sowie dem Technologiekonzern Isra Vision (am Freitag) sind dies alles Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe./ajx/ag/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

23.08.2019

Aktien New York: Leichte Verluste nach weiterer Eskalation im Handelsstreit

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ankündigung chinesischer Vergeltungszölle auf US-Waren hat die Wall Street am Freitag leicht belastet. Eine Rede von US-Notenbank-Präsident Jerome Powell beim Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole, Wyoming, sorgte derweil nur für etwas Entspannung. Powell sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft. Insgesamt befinde sich die Wirtschaft aber in einem günstigen Zustand. Der Fed-Chef habe insofern keine neuen Erkenntnisse geliefert, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der Dow Jones Industrial war zwar kurz ins Plus gedreht, stand zuletzt aber wieder 0,14 Prozent tiefer bei 26 216,67 Punkten. Der marktbreit aufgestellte S&P 500 gab um 0,26 Prozent auf 2915,25 Punkte nach. Für den technologieorientierten Nasdaq 100 ging es um 0,45 Prozent auf 7673,01 Zähler nach unten.

China will im Handelsstreit mit den USA zusätzliche Zölle in Höhe von 5 bis 10 Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar erheben. Die Zölle sollen in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden. Auf Sojabohnen und Erdölimporte ist ab September ein Zusatzzoll von fünf Prozent vorgesehen. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen am 15. Dezember wieder aufgenommen werden. Die US-Regierung hatte Anfang August neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar angekündigt./la/he

23.08.2019

Anleger gehen in Deckung - neue Eskalation im Handelsstreit

NEW YORK/FRANKFURT/WASHINGTON/PEKING (dpa-AFX) - Eine neuerliche Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China hat Anleger am Freitag verschreckt. Sichere Anlagen wie Staatsanleihen und Gold waren gefragt, riskantere Anlageklasse wie Aktien erlitten Verluste. China hatte zuvor neue Vergeltungszölle auf US-Importe beschlossen, nachdem die USA Anfang August ähnliche Maßnahmen angekündigt hatten.

In Europa drehten die meisten Aktienbörsen leicht ins Minus, und die Terminmärkte in den USA deuteten auf Kursverluste zum Börsenstart hin. Als sicher empfundene Anlagen waren dagegen gefragt. Anleger schichteten in europäische und US-Staatsanleihen um. Der Goldpreis legte ebenfalls zu.

An den Rohstoffmärkten gaben insbesondere die Erdölpreise nach. Aber auch andere Rohstoffe, darunter Soja, gerieten unter Druck. China hatte angekündigt, ab dem 1. September amerikanische Erdöl- und Soja-Importe mit Strafzöllen zu belegen.

Insgesamt sollen amerikanische Waren im Wert von 75 Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen von 5 bis 10 Prozent belegt werden. Die Zölle sollen teils am 1. September, teils am 15. Dezember in Kraft treten. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen am 15. Dezember wieder aufgenommen werden. Die USA hatten Anfang August neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden Dollar angekündigt./bgf/la/he

23.08.2019

INDEX-MONITOR: Adidas kann auf einen Platz im Stoxx Europe 50 hoffen

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Adidas könnte im September den Sprung in den Stoxx Europe 50 schaffen. Sicher ist das allerdings nicht. Es dürfte daher für die Aktie des Sportartikelherstellers spannend werden in den letzten Augusttagen. Sehr gut dagegen sieht es für die beiden Energiekonzerne Enel und Iberdrola aus, im Zuge der jährlichen Index-Überprüfung der Stoxx-Familie im September in den währungsgemischten Index für die 50 größten Unternehmen Europas aufgenommen zu werden.

Im besonders stark beachteten EuroStoxx 50 dürfte indes alles beim Alten bleiben. Die Chancen einer Aufnahme der Deutschen Börse in den Eurozonen-Leitindex sind stark geschwunden.

Der Index-Anbieter Stoxx Ltd., eine Tochter der Deutschen Börse, wird am Freitag, 30. August, auf Basis der Schlusskurse entscheiden und etwaige Änderungen am Montagabend, 2. September, veröffentlichen. Wirksam werden die Beschlüsse dann am Montag, 23. September, zum Handelsstart.

Laut der letzten Stoxx-50-Selektionsliste vom Monat Juli, auf der sich Europas Großkonzerne in einem relativ komplizierten Verfahren monatlich für die Index-Aufnahme qualifizieren können, gehörte Adidas - so wie auch die italienische Iberdrola und die spanische Enel - zu den automatischen Aufnahmekandidaten, wie Index-Expertin Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank sagte. Dafür mussten sich alle drei Unternehmen unter den ersten 40 auf der Liste befinden. Ein auf den Streubesitz bezogener Börsenwert von etwas unter 47 Milliarden Euro war zudem nötig gewesen. Doch derzeit kann sich Adidas innerhalb der eigenen Branche (Personal & Household Goods ) nicht mehr durchsetzen.

Sollte dies bis Ende August so bleiben, dann würde laut von Kerssenbrock und dem LBBW-Analysten Frank Klumpp der britische Medienkonzern Relx den Sprung in den Stoxx 50 schaffen. Qualifiziert sich jedoch Adidas bis dahin wieder in der Konsumgüterbranche, hat der deutsche Wert die Nase vorn und dürfte aufgenommen werden.

Ausscheiden müssen die kleinsten Titel im Stoxx 50. Den beiden Experten zufolge sind dies zurzeit der spanische Telekomkonzern Telefonica , der Bergbaukonzern und Rohstoffhändler Glencore sowie die spanische Bank BBVA .

"Im EuroStoxx dagegen müsste aktuell der Immobilienkonzern Unibail-Rodamco-Westfield auf einem Entnahmeplatz stehen, damit die Deutsche Börse aufsteigen kann", sagt von Kerssenbrock. "Das aber ist nicht mehr der Fall. In den wenigen, noch bleibenden Handelstagen bis zur Index-Überprüfung sollte sich daran auch nichts mehr ändern."

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann./ck/la/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

23.08.2019

EU-Unterhändler fordert realistische Brexit-Vorschläge aus London

DEN HAAG/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Beim Brexit signalisiert die Europäische Union erneut Gesprächsbereitschaft mit Großbritannien. "Wir sind bereit, britische Vorschläge zu analysieren, wenn sie realistisch, umsetzbar und vereinbar mit unseren Prinzipien sind", schrieb EU-Chefunterhändler Michel Barnier am Freitagabend auf Twitter. Die EU wolle einen geordneten Austritt, sei aber auch auf andere Entwicklungen vorbereitet.

Barnier hatte in Den Haag den niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte getroffen. Dieser twitterte fast wortgleich: "Wir sind offen für konkrete Vorschläge, die mit dem Austrittsabkommen vereinbar sind."

Der neue britische Premierminister Boris Johnson will das von der früheren Regierung ausgehandelte Abkommen ändern und vor allem die Garantieklausel für eine offene Grenze in Irland streichen, den sogenannten Backstop. Diese Woche hatte er bei Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron dafür geworben. Merkel und Macron hatten Lösungsversuche nicht ausgeschlossen, aber ebenfalls konkrete Vorschläge von Großbritannien gefordert.

Gelingt keine Einigung, droht am 31. Oktober ein chaotischer Bruch mit Schaden für die Wirtschaft und Unsicherheit für Millionen Bürger./vsr/DP/he

23.08.2019

Irland droht wegen Amazonas-Brände mit Blockade von Handelsabkommen

DUBLIN (dpa-AFX) - Irland droht angesichts der Brände im Amazonas mit einem Veto gegen das geplante Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten, sollte Brasilien sich nicht stärker für den Schutz des Regenwalds einsetzen. Das sagte der irische Regierungschef Leo Varadkar einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA vom Freitag zufolge.

"Ich bin sehr besorgt, dass in diesem Jahr ein Rekordniveau an Zerstörung von Amazonaswald durch Feuer stattgefunden hat", sagte der irische Premier. Das zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ausgehandelte Handelsabkommen sei noch zwei Jahre von der Ratifizierung entfernt. "Wir werden innerhalb dieser zwei Jahre Brasiliens Handeln im Umgang mit der Umwelt sehr genau beobachten", sagte Varadkar.

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay ist in Irland ohnehin heftig umstritten. Irische Bauern fürchten, sie könnten durch billige Fleischimporte aus Südamerika aus dem Wettbewerb gedrängt werden./cmy/DP/he

23.08.2019

Grönländischer Regierungschef: 'USA sind nicht der Feind geworden'

KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Der grönländische Regierungschef Kim Kielsen nimmt es US-Präsident Donald Trump nicht krumm, Kaufabsichten für seine Insel geäußert zu haben. Er betonte am Freitag, "die USA sind nicht der Feind geworden. Wir sollten keine Gräben graben, sondern stattdessen die Zusammenarbeit in jeder Hinsicht fortsetzen, einschließlich der wichtigen Handelsbeziehungen, die wir aufbauen, und nicht zuletzt für den Schutz der gesamten Arktis." Er erwarte, dass die gute Zusammenarbeit mit den USA fortgesetzt und ausgebaut werde, zitierte ihn die grönländische Zeitung "Sermitsiaq".

Kielsen begrüßte zudem die ablehnende Haltung der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zu einem Verkauf. Sie sei zutiefst respektvoll gegenüber Grönland. "Es ist beruhigend und bestätigt die gute Zusammenarbeit zwischen Grönland und Dänemark, auch wenn wir langfristig alleine bestehen wollen."

Vor wenigen Tagen hatte Trump erklärt, ein Kauf Grönlands könnte für die USA "strategisch" interessant sein. Grönland und Dänemark hatten die Idee eines Verkaufs aber entschieden zurückgewiesen. Daraufhin verschob Trump einen für den 2. und 3. September geplanten Besuch in Dänemark und begründete dies damit, dass Frederiksen nicht über einen Verkauf Grönlands reden wolle.

Grönland mit seinen rund 56 000 Einwohnern gehört zwar zum dänischen Königreich, ist aber autonom. Durch seine Lage in der Arktis, die Nähe zu Russland, wegen dort vermuteter Bodenschätze sowie eines wichtigen US-Militärstützpunkts ist es für die USA strategisch bedeutend./lsm/DP/he

23.08.2019

ROUNDUP 2: US-Notenbank sieht Aufschwung auch wegen Handelskonflikte in Gefahr

(Neu: Mehr Hintergrund.)

JACKSON HOLE (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed sieht "signifikante Risiken" für das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft. Die aus der Handelspolitik resultierende Unsicherheit sei für die Zentralbank eine "neue Herausforderung", sagte Notenbankchef Jerome Powell. Die Fed werde sich gemäß ihres Mandats für einen starken Arbeitsmarkt und geringe Inflation einsetzen und zudem "angemessen handeln, um den Aufschwung zu stützen", sagte Powell in einer Rede vor Notenbankern und Ökonomen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Powell machte keine konkreten Angaben zu möglichen weiteren Leitzinssenkungen.

Die US-Wirtschaft legt bereits seit zehn Jahren zu. Zuletzt mehrten sich jedoch Zeichen für langsameres Wachstum - auch wegen der von Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikte. Handelspolitik sei traditionell außerhalb der von der Zentralbank beobachteten Daten, im gegenwärtigen Klima seien deren Effekte auf die Wirtschaft jedoch zu berücksichtigen, erklärte Powell. Die Berücksichtigung von "Unsicherheit durch Handelspolitik in diesem Rahmen ist eine neue Herausforderung", sagte der Notenbankchef.

Powell betonte, das Wachstum der US-Wirtschaft sei weiter robust, es gäbe jedoch eine Verlangsamung und negative Einflüsse der globalen Wirtschaftslage. "Die Unsicherheit der Handelspolitik scheint in der globalen Abschwächung und den schwachen Produktions- und Kapitalausgaben in den USA eine Rolle zu spielen", sagte Powell.

Die Fed hatte ihren Leitzins bei der letzten Sitzung Ende Juli erstmals seit zehn Jahren wieder gesenkt, um einer möglichen Abkühlung der US-Wirtschaft zuvorzukommen. Die Notenbank kündigte jedoch keine weiteren Zinsschritte an, sondern betonte, dass "Flexibilität" gefordert sei. Das verärgerte Präsident Trump, der seither fast täglich gegen Powell und die Notenbank herzieht, sei es über Twitter oder auf Pressekonferenzen. Der von Trump ernannte Powell erwähnte in seiner Rede explizit, dass die Fed dem amerikanischen Volk und dem Kongress über ihr Handeln Rechenschaft ablege. Den Präsidenten erwähnte er indes mit keinem Wort.

Powell signalisierte jedoch, dass die Fed die jüngsten Entwicklungen genau auf möglichen Handlungsbedarf hin prüfe. Die drei Wochen seit der letzten Zins-Sitzung seien "ereignisreich" gewesen, sagte Powell. Er verwies unter anderem auf die im August angekündigten neuen Strafzölle auf chinesische Importe, den ungelösten Brexit und die Spannungen in Hongkong. "Wir haben weitere Indizien einer globalen Abkühlung gesehen, besonders in Deutschland und in China", sagte er mit Blick auf jüngste Wirtschaftsdaten.

Powell eröffnete das jährliche Treffen in Jackson Hole, auf dem sich noch bis Samstag Ökonomen und Zentralbanker aus aller Welt austauschen. Für die Europäische Zentralbank nimmt dem Programm zufolge unter anderem Generaldirektor Frank Smets teil, aus London sollte Zentralbankchef Mark Carney kommen./jbz/DP/jsl

23.08.2019

ROUNDUP 4: Nächste Runde im Handelskrieg - China kündigt neue Strafzölle an

(Neu: Trump im 1., 3. und 5. Absatz, fügt Powell im 4. und 10. Absatz ein)

PEKING/WASHINGTON (dpa-AFX) - Wie Du mir, so ich Dir: China hat im Handelskrieg mit den USA neue Strafzölle angekündigt, die den jüngst von Washington verhängten Importgebühren entsprechen. Der Konflikt der beiden größten Volkswirtschaften eskaliert damit weiter. Das Wachstum in beiden Ländern leidet bereits darunter. Eine Spirale immer weiterer und höherer Strafzölle scheint sich nur vermeiden lassen, wenn eine Seite nachgibt. Bislang ist keine Einigung in Sicht. US-Präsident Donald Trump reagierte prompt mit Verbalattacken und kündigte noch für Freitagnachmittag (Ortszeit) eine Reaktion an.

China wird zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf US-Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar (68 Milliarden Euro) erheben, wie das chinesische Handelsministerium am Freitag mitteilte. Die Zölle sollen in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden. Damit folgt Peking dem Zeitplan der jüngst von Washington angekündigten neuen Strafzölle. China wird zunächst auf Sojabohnen und Erdölimporte einen Zusatzzoll von fünf Prozent erheben. Autozölle in Höhe von 25 Prozent sollen am 15. Dezember folgen. China hat damit gezielt Produkte ausgewählt, die dem Republikaner Trump am Herzen liegen. Peking hatte bereits Mitte August Gegenmaßnahmen angekündigt, jedoch keine Einzelheiten genannt.

Trump machte in einer Serie von Tweets sogleich seinem Ärger Luft. "Wir brauchen China nicht und, ehrlich gesagt, ginge es uns ohne sie besser", schrieb er. Die USA würden von China nur beraubt. US-Firmen sei "hiermit befohlen, sich sofort um Alternativen zu China zu bemühen" und Produkte wieder zuhause in den USA herzustellen, so Trump. Die Regierung kann Unternehmen ihre Standortwahl erschweren, jedoch nicht diktieren, wie von Trump nahegelegt.

Auch der von Trump häufig kritisierte US-Notenbankchef Jerome Powell und Chinas Präsident Xi Jinping bekamen noch ihr Fett ab. "Meine einzige Frage ist: wer ist unser größerer Feind, Jay Powell oder der Vorsitzende Xi?" schrieb Trump auf Twitter. Der Präsident fordert von der US-Notenbank eine Senkung des Leitzinses, um das sich verlangsamende Wachstum der US-Wirtschaft zu stützen. Die Federal Reserve (Fed) hatte Ende Juli erstmals seit 2008 auch wegen der Handelskonflikte ihren Leitzins gesenkt. In einer Rede am Freitag, versprach Powell, die Fed werde die US-Wirtschaft stützen, signalisierte jedoch keine konkreten Schritte wie Zinssenkungen.

Trumps Handelsberater, Peter Navarro, bemühte sich, die Ankündigung der chinesischen Zölle herunterzuspielen. "Es ist wichtig, dass sich niemand zu sehr aufregt, zumal es sich um einen gut angekündigten Schritt handelt", sagte er dem Nachrichtensender CNN. Die Verhandlungen zu einem Handelsabkommen liefen wie geplant weiter.

Der Handelskonflikt dürfte am Wochenende auch die Staats-und Regierungschef der G-7 in Biarritz beschäftigen. China ist bei dem Gipfel führender westlicher Industriestaaten nicht eingeladen. Der Handelskonflikt zieht die globale Wirtschaft nach unten und betrifft alle Nationen, vor allem exportorientierte wie Deutschland. Zudem hat Trump auch Handelskonflikte mit Verbündeten vom Zaun gebrochen, etwa mit der Europäischen Union. Sollten Verhandlungen bis November zu keiner Einigung führen, drohen die USA mit Strafzöllen auf EU-Autoimporte. Das würde deutsche Hersteller schmerzlich treffen.

Trump hatte nach dem Ende der jüngsten Verhandlungsrunde der beiden Länder in Shanghai Anfang August neue Strafzölle von 10 Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar angekündigt. Diese sollten ursprünglich von September an in Kraft treten. Die US-Regierung verschob allerdings überraschend Strafzölle auf zahlreiche Konsumgüter - darunter etwa Smartphones, Laptops und Spielzeug - bis zum 15. Dezember, um das wichtige Weihnachtsgeschäft nicht zu beeinträchtigen. Trump äußerte sogar öffentlich Verständnis, dass der iPhone-Hersteller Apple unter den Zöllen leiden könnte, weil deren südkoreanischer Konkurrent Samsung davon nicht betroffen sei.

Die Verschiebung der Zölle markierte einen Wendepunkt für Trump: Es war das erste Eingeständnis, das die von ihm angezettelten Handelskonflikte auch Kosten für die US-Wirtschaft und die Verbraucher verursachen. Für die meisten Ökonomen stand das nie in Frage. Gekoppelt mit der von den Handelskonflikten verursachten Unsicherheit mehren sich inzwischen Warnsignale, die auf eine Verlangsamung der US-Wirtschaft hindeuten. Das Wort "Rezession" macht die Runde. Der Republikaner Trump weist dies jedoch als Verschwörung der Medien und der Demokraten zurück.

Trump hatte bereits zuvor Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus China im Wert von rund 250 Milliarden US-Dollar verhängt. Dieses bleiben weiter bestehen. Damit werden von Mitte Dezember an fast alle chinesischen Importe in die USA mit Strafzöllen belegt sein.

Notenbankchef Powell sprach am Freitag von "signifikanten Risiken" für die US-Wirtschaft und bezeichnete die Unwägbarkeiten der Handelspolitik als "neue Herausforderung" für die Arbeit der Fed. Powell betonte, das Wachstum der US-Wirtschaft sei weiter robust, es gäbe jedoch eine Verlangsamung und negative Einflüsse der globalen Wirtschaftslage. "Die Unsicherheit der Handelspolitik scheint in der globalen Abschwächung und den schwachen Produktions- und Kapitalausgaben in den USA eine Rolle zu spielen", sagte Powell./jsl/jbz/DP/zb

23.08.2019

Altmaier wirft SPD Blockade bei Abbau von Bürokratie vor

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat der SPD bei Entlastungen für Unternehmen von Bürokratie eine Blockade vorgeworfen. Altmaier sagte dem "Spiegel", er habe für den Bürokratieabbau in den vergangenen Monaten zahlreiche Vorschläge vorgelegt. "Nur der Koalitionspartner blockiert. Würden wir auf diesem Feld mutig vorangehen und für Entlastungen sorgen, könnte das Wachstum in Deutschland um rund ein halbes Prozent höher liegen als heute."

Zur Abkühlung der Konjunktur in Deutschland sagte Altmaier: "Wir erleben derzeit eine Wachstumspause, aber keine Rezession. Und von einem Einbruch wie 2009, als die Wirtschaft um fünf Prozent geschrumpft ist, sind wir meilenweit entfernt." Er meinte weiter: "Staatskunst ist, eine Rezession zu vermeiden - mit Entlastungen für Bürger und Mittelstand und einem umfassenden Bürokratieabbau."

Altmaier hatte bereits wiederholt steuerliche Entlastungen für Unternehmen gefordert. Er will dem Vernehmen nach in der kommenden Woche eine Mittelstandsstrategie vorlegen. Verbände hatten ihn kritisiert, weil er zu wenig für kleine und mittlere Firmen tue.

Die schwarz-rote Koalition hatte sich Mitte Mai auf Entlastungen von mindestens einer Milliarde Euro besonders für kleine und mittelständische Unternehmen verständigt./hoe/DP/zb

23.08.2019

ROUNDUP: Trump will noch an diesem Freitag auf China-Zölle reagieren

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump will noch an diesem Freitag auf die kurz zuvor von China angekündigten Vergeltungszölle antworten. "Ich werde an diesem Nachmittag auf die China-Zölle reagieren", schrieb Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag. "Das ist eine große Chance für die USA." Die USA hätten in den vergangenen Jahren Billionen Dollar an China verloren.

"Wir brauchen China nicht", schreibt Trump. Die USA wären besser ohne China dran. Er weiße die "großartigen US-Unternehmen" dazu an, sich nach Alternativen zu China umzusehen. Dies beinhalte auch die Rückkehr von Unternehmen in die USA. Der US-Aktienmarkt gab nach Aussagen von Trump deutlich nach. Der US-Dollar geriet zu allen wichtigen Währungen unter Druck. US-Staatsanleihen legten deutlich zu.

US-Transportunternehmen müssten zudem alle Lieferungen von Fentanyl unterlassen, schrieb Trump. In den USA wird das starke Schmerzmittel oft als Droge missbraucht und ist verantwortlich für Tausende Tote. Die Volksrepublik gilt als größer Produzent von Fentanyl weltweit. "Fentanyl tötet 100 000 Amerikaner im Jahr", twitterte Trump. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping habe das Versprechen nicht eingelöst, das Problem zu lösen.

China hatte zuvor im Handelsstreit mit den USA zuvor neue Vergeltungszölle angekündigt. Die Führung in Peking wolle zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar erheben, teilte das chinesische Handelsministerium mit. Die Zölle sollen in zwei Schritten am 1. September und 15. Dezember angehoben werden./jsl/zb

23.08.2019

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.08.2019 - 18.00 Uhr

ROUNDUP 3: Nächste Runde im Handelskrieg: China kündigt neue Strafzölle an

PEKING/WASHINGTON - Wie Du mir, so ich Dir: China hat im Handelskrieg mit den USA neue Strafzölle angekündigt, die den jüngst von Washington verhängten Importgebühren entsprechen. Der Konflikt der beiden größten Volkswirtschaften eskaliert damit weiter. Das Wachstum in beiden Ländern leidet bereits darunter. Eine Spirale immer weiterer und höherer Strafzölle scheint sich nur vermeiden lassen, wenn eine Seite nachgibt: Wird es Präsident Donald Trump oder der Chinese Xi Jinping sein? Bislang ist keine Einigung in Sicht.

US-Präsident Trump will noch an diesem Freitag auf China-Zölle reagieren

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump will noch an diesem Freitag auf die kurz zuvor von China angekündigten Vergeltungszölle antworten. "Ich werde an diesem Nachmittag auf die China-Zölle reagieren", schreibt Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag. "Das ist eine große Chance für die USA." Die USA bräuchten China nicht, so Trump.

ROUNDUP/US-Notenbankchef: Wirtschaft in gutem Zustand - 'signifikante Risiken'

JACKSON HOLE - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft. Insgesamt befinde sich die Konjunktur aber in einem "günstigen Zustand", sagte Powell am Freitag auf der renommierten Notenbankkonferenz in Jackson Hole. Man sei bereit "angemessen zu handeln, um den Aufschwung zu stützen."

G7/GESAMT-ROUNDUP: Macron will Trump beim Gipfel in Biarritz ausbremsen

BIARRITZ - Trotz massiver Differenzen wollen die sieben wichtigen Industriestaaten (G7) bei ihrem Gipfel im französischen Biarritz gemeinsam nach Lösungen für Krisen und Konflikte suchen. Die Liste ist lang: Waldbrände im Amazonas, Konjunkturschwäche, Handelskrieg der USA mit China, Brexit, Iran, Klimaschutz und Gleichberechtigung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will als Gastgeber einen Neuanfang für G7 versuchen - der Staatenclub ist seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump gespalten.

Schulze: Mercosur-Abkommen nur mit Schutzgarantien für Regenwald

BERLIN - Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat angesichts des Umgangs Brasiliens mit dem Amazonas-Gebiet das Handelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur in Frage gestellt. Brasilien habe Hilfe für den Erhalt des Regenwalds verdient, aber die Hilfe dürfe "nicht mit einer nationalen Politik der verstärkten Rodung konterkariert werden", teilte die SPD-Politikerin am Freitag mit. "Wir sind hilfsbereit, aber nicht naiv." Brasilien müsse eine eigene Haltung jetzt klären. "Und für mich ist klar: Ein Mercosur-Handelsabkommen ohne Schutzgarantien für den Regenwald ist nicht verantwortbar", sagte Schulze.

USA: Zahl der verkauften Neubauten brechen überraschend ein

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der verkauften Neubauten im Juli überraschend gefallen. Die Verkäufe seien um 12,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet.

Belgien: Geschäftsklima trübt sich weiter ein

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im August weiter verschlechtert. Der Indikator fiel um 0,8 Punkte auf minus 5,8 Zähler, wie die belgische Notenbank (BNB) am Freitag in Brüssel mitteilte. Es ist bereits der fünfte Rückgang in Folge. Volkswirte hatten allerdings im Mittel mit einem noch stärkeren Rückgang auf minus 6,0 Punkte gerechnet.

ROUNDUP: Wirtschaftsverbände irritiert über Pläne zu Unternehmenssanktionen

BERLIN - Wirtschaftsverbände lehnen die Pläne von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) für höhere Strafen für kriminelle Unternehmen ab. "Das Vorhaben des Bundesjustizministeriums löst in weiten Teilen der Wirtschaft das Gefühl aus, unter einen generellen Verdacht gestellt zu werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, der Deutschen Presse-Agentur. Auch der BDI zeigte sich irritiert./jsl

23.08.2019

G7/GESAMT-ROUNDUP: Macron will Trump beim Gipfel in Biarritz ausbremsen

BIARRITZ (dpa-AFX) - Trotz massiver Differenzen wollen die sieben wichtigen Industriestaaten (G7) bei ihrem Gipfel im französischen Biarritz gemeinsam nach Lösungen für Krisen und Konflikte suchen. Die Liste ist lang: Waldbrände im Amazonas, Konjunkturschwäche, Handelskrieg der USA mit China, Brexit, Iran, Klimaschutz und Gleichberechtigung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will als Gastgeber einen Neuanfang für G7 versuchen - der Staatenclub ist seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump gespalten.

Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen kommen die Staats- und Regierungschefs an diesem Samstag zu dreitägigen Beratungen in dem südwestfranzösischen Seebad Biarritz zusammen. Um Krawalle wie beim G20-Gipfel in Hamburg zu verhindern, sind 13 000 Einsatzkräfte mobilisiert worden. Der mondäne Touristenort wurde zur Festung umgebaut. Nur in Nachbarorten darf demonstriert werden.

Kurzfristig hob Macron die verheerenden Brände im Amazonas-Regenwald auf die Tagesordnung des Gipfels. Auch verstärkten die Europäer den Druck auf den rechtspopulistischen Präsidenten Brasiliens, Jair Bolsonaro. Umweltschützer werfen ihm vor, den Regenwald durch Brandrodungen für Weideflächen zu zerstören. Frankreichs Staatschef kündigte an, das jüngst ausgehandelte Mercosur-Freihandelsabkommen der EU mit den vier südamerikanischen Staaten abzulehnen. Der Amazonas-Regenwald gilt als grüne Lunge der Welt und ist für den globalen Klimaschutz von hoher Bedeutung. Bolsonaro verbat sich Ratschläge aus dem Ausland.

Vieles ist neu bei dem Top-Treffen in Biarritz: Erstmals ist der britische Premierminister Boris Johnson in der illustren Runde dabei

- wie Trump ein ebenfalls schwer berechenbarer Teilnehmer. Wegen der

schweren Differenzen mit dem US-Präsidenten auf vorherigen Gipfeln ist erstmals in der 44-jährigen Geschichte der westlichen Wertegemeinschaft der G7 nicht von vornherein geplant, am Ende auch ein gemeinsam verabschiedetes Abschlusskommuniqué vorzulegen.

Es wurde nur einige gemeinsame Positionspapiere oder Erklärungen der gegenwärtigen französischen G7-Präsidentschaft erwartet. John Kirton von der G7-Forschungsgruppe der Universität Toronto sah dahinter eine "clevere Taktik" Macrons, der damit die Erwartungen herunterschraube. "Er nimmt Trump die Macht weg, mit dem Rotstift zu kommen." Kirton schloss nicht aus, dass doch noch ein "Entwurf für ein gemeinsames Kommuniqué in der Hintertasche Macrons steckt" oder die einzelnen Papiere als Abschlusserklärung zusammengebaut werden.

Mit vielen Gästen aus Afrika, Australien, Indien und Chile und Nebendebatten auf dem G7-Gipfel sieht die Bundesregierung die Chance für eine Öffnung des Formats und konkrete Ergebnisse. Es werde ein innovativer und insgesamt nicht leichter Gipfel, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. Das Treffen könne aber viele Maßnahmen gemeinsam mit den Gästen aus Afrika, Australien, Indien und Chile hervorbringen. Man könne besser mit statt über Afrika reden, wenn Vertreter des Kontinents mit am Tisch säßen.

Trotz der Differenzen mit Trump sei die G7-Gruppe weiter eine Wertegemeinschaft, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. Gerade in schwierigen Zeiten für Multilateralismus sei es wichtig, dass man zusammenkomme. Zur G7 gehören Deutschland, Frankreich, die USA, Großbritannien, Kanada, Italien und Japan. Die Gruppe hat einen Anteil an der Weltwirtschaft von 45 Prozent, bestreitet ein Drittel des globalen Warenhandels. Auch sind die reichen Industrieländer für ein Viertel des energiebedingten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich - fast zwei Drittel davon stammen aus den USA.

Zum Auftakt soll bei einem informellen Gipfel-Abendessen am Samstag auch über die Krisen in der Ukraine, in Syrien, der Sahelzone, Libyen sowie über den Streit über das iranische Atomprogramm gesprochen werden. Unklar war, ob die seit Monaten anhaltenden prodemokratischen Demonstrationen in Hongkong und die Drohungen aus Peking angesprochen angesprochen werden. Die neuerliche Eskalation im Handelskrieg der USA mit China hängt aber wie ein Schatten über dem G7-Gipfel, da die ohnehin schwache Weltkonjunktur zunehmend unter den Zöllen leidet.

Macron will auf dem Gipfel auch über Ungleichheit, die Sahelzone in Afrika südlich der Sahara, Digitalisierung sowie Klima, Biodiversität und Ozeane beraten. Deutschland und Frankreich wollen mit den G7-Partnern eine Initiative zum Kampf gegen Terrorismus und Instabilität in der Sahelzone starten. Wegen der verschlechterten Sicherheitslage sollen mehr Geld und mehr Ausrüstung für zur Verfügung gestellt werden. Es gehe nicht um zusätzliche Truppen, sondern um Ausbildungshilfe und Beratung. Offiziell gegründet werden soll die Plattform bei einem Staatentreffen noch in diesem Jahr./lw/DP/zb

23.08.2019

Niederlande fordern energischen Kampf gegen Waldbrände in Brasilien

DEN HAAG (dpa-AFX) - Die Niederlande haben Brasiliens Regierung aufgefordert, energischer gegen die Brände im Amazonas-Regenwald vorzugehen. Das stünde "einfach im Interesse der ganzen Welt", sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag. Den Haag wolle Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro gemeinsam mit anderen EU-Staaten dazu drängen, erklärte Rutte nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

Außenhandelsministerin Sigrid Kaag wies darauf hin, dass die Europäische Union mit Brasilien und drei weiteren südamerikanischen Staaten einen neuen Freihandelsvertrag bereits weitgehend ausgehandelt habe. Dabei habe Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle gespielt. Die Brände im Amazonasgebiet würden die Bedeutung dieses Themas aktuell und dringend machen. Deutschland und Frankreich hatten das Freihandelsabkommen zuvor infrage gestellt.

Einen Vorschlag Finnlands, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, über die Aussetzung von Fleischimporte aus Brasilien nachzudenken, wollen die Niederlande jedoch vorerst nicht unterstützen. "Das wäre ein allerletztes Mittel und ich weiß nicht, ob man damit Resultate erzielt", sagte die Ministerin./pau/DP/zb

23.08.2019

AKTIEN IM FOKUS 2: KlöCo sehr fest - Thyssenkrupp mit schwachem Markt im Minus

(neu: Schlusskurse, Gesamtmarkt gedreht, neue Eskalation im US-chinesischen Handelskrieg, Analystenkommentar Kepler Cheuvreux)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Übernahmespekulationen haben vor dem Wochenende Bewegung in die deutsche Stahlbranche gebracht mit zeitweise kräftigen Kursgewinnen bei den entsprechenden Aktien. Auslöser war ein "Handelsblatt"-Bericht über einen möglichen Kauf des Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöCo) durch den Stahlproduzenten und Industriekonzern Thyssenkrupp . Auch Gedankenspiele über einen möglichen Deal zwischen Thyssenkrupp und dem zweitgrößten deutschen Stahlhersteller Salzgitter wurden in dem Bericht thematisiert.

Die im SDax notierten KlöCo-Papiere schossen daraufhin am Vormittag in der Spitze um fast 18 Prozent in die Höhe und beendeten den Handel mit plus 7,13 Prozent auf 5,185 Euro. Für Thyssenkrupp ging es im Dax zunächst ebenfalls weiter nach oben, nachdem sie sich bereits am Vortag nach einem Pressebericht über ein starkes Investoreninteresse an der Aufzugsparte deutlich verteuert hatten. Allerdings drehten die Anteile mit dem am Nachmittag schwachen Gesamtmarkt ins Minus und schlossen 0,72 Prozent tiefer auf 10,345 Euro. Die Papiere von Salzgitter verloren im SDax 0,54 Prozent. Auch sie hatten zuvor dazugewonnen.

Neue Vergeltungszölle Chinas auf US-Importe und eine von den USA daraufhin angekündigte Reaktion hatten am Nachmittag vor dem Wochenende den Handelskrieg wieder in die Mitte des Börsenparketts gerückt. Der Dax beendete den Freitagshandel auf seinem Tagestief mit 11 611,51 Punkten und einem Minus von 1,15 Prozent.

Zum Bericht zur möglichen Übernahme von KlöCo sagte ein Börsianer, er klinge recht konkret und die Idee selbst sei nicht neu. Aus strategischer Sicht werfe ein solcher Deal jedoch Fragen auf. Denn Thyssenkrupp würde sich vom lukrativen Aufzuggeschäft verabschieden, um einen mit Problemen kämpfenden Stahlhändler zu kaufen - "in einer Zeit, in der die Konjunktur ihren Höhepunkt erreicht haben könnte", sagte der Marktteilnehmer.

Die Frage sei auch, zu welchem Preis KlöCo-Großaktionär Friedhelm Loh seinen Anteil veräußern würde. Ein hoher Preis würde für den Aktienkurs von KlöCo Spielraum nach oben bieten, hieß es weiter. Dass die alten Pläne für eine Deutsche Stahl AG wieder aus der Schublade geholt wurden, sei zwar durchaus sinnvoll, es gebe jedoch große Durchführungsrisiken, schrieb Analyst Rochus Brauneiser von Kepler Cheuvreux. Denn immerhin suche Thyssenkrupp gleichzeitig nach einem Ausstieg aus dem Industriegeschäft. Die Thyssenkrupp-Aktien stuft der Experte weiter mit "Buy" und einem Kursziel von 16 Euro ein.

Bereits im Juni hatte das "Manager Magazin" über eine mögliche Übernahme von KlöCo durch Thyssenkrupp berichtet und bei den KlöCo-Aktien einen Kurssprung bis auf 5,565 Euro ausgelöst. Klöckner & Co würde zum Werk- und Rohstoffhandels-Geschäft von Thyssenkrupp passen, kommentierten damals die Analysten der US-Bank Goldman Sachs.

An diesem Freitag ließen die KlöCo-Papiere mit in der Spitze 5,695 Euro ihr Hoch aus dem Juni zeitweise hinter sich und kosteten damit so viel wie zuletzt Anfang Mai. Ende April waren die Anteile nach einem gekappten Gewinnziel von über 7 Euro aus abgestürzt und hatten sich seitdem nicht mehr wirklich davon erholt. Im Juli war es vorübergehend bis auf ein Rekordtief bei 4,192 Euro nach unten gegangen./ajx/nas/fba/ajx

23.08.2019

ANALYSE-FLASH: RBC hebt Ziel für Salesforce auf 200 Dollar - 'Outperform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus RBC hat das Kursziel für Salesforce nach Zahlen und einem Analystenwechsel von 181 auf 200 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Der US-Softwarekonzern habe ein gutes zweites Quartal hinter sich, schrieb Analyst Alex Zukin in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er sehe aufgrund des jüngsten starken Quartals, des dauerhaft starken Wachstums von mehr als 20 Prozent sowie der Margenkraft nach den kürzlich getätigten Zukäufen eine Kaufgelegenheit./ck/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 23.08.2019 / 02:04 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 23.08.2019 / 02:04 / ET

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23.08.2019

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser senkt Ziel für Bertrandt auf 50 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Bertrandt nach Zahlen von 65 auf 50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Ingenieursdienstleister habe im abgelaufenen Quartal schwach abgeschnitten und das Profitabilitätsziel für das aktuelle Geschäftsjahr reduziert, schrieb Analyst Christian Glowa in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Experte senkte seine Gewinnprognosen (EPS) für die Geschäftsjahre 2018/19 bis 2020/21 um bis zu 30 Prozent./edh/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 23.08.2019 / 08:28 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 23.08.2019 / 08:28 / MESZ

23.08.2019

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Henkel auf 'Hold' - Ziel 86,50 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Henkel auf "Hold" mit einem Kursziel von 86,50 Euro belassen. Die Düsseldorfer hätten die Erwartungen im zweiten Quartal verfehlt, schrieb Analyst Martin Deboo in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Gründe lägen in schwachen Volumina im Klebstoffgeschäft und dem Abbau von Lagerbeständen im Bereich Schönheitspflege in China. Dieser Trend dürfte sich im Rest des Jahres fortsetzen./ag/jha/

Veröffentlichung der Original-Studie: 22.08.2019 / 03:27 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 23.08.2019 / 00:00 / ET

23.08.2019

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Ziel für Hochtief auf 157 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Hochtief nach Zahlen von 170 auf 157 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Baukonzern habe ein solides Halbjahr hinter sich, schrieb Analyst Christian Korth in einer am Freitag vorliegenden Studie. Allerdings bleibe der potenzielle Aktienüberhang ein Risiko für den Kurs. Das neue Kursziel begründete er vor allem mit dem gesunkenen Aktienkurs der australischen Tochter Cimic./edh/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 22.08.2019 / 15:29 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 23.08.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

23.08.2019

AKTIE IM FOKUS: CTS Eventim nach anhaltender Rekordjagd nun 5 Milliarden schwer

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von CTS Eventim haben ihre Rekordjagd am Freitag fortgesetzt und damit weiter von guten Halbjahreszahlen profitiert. Mit 53,05 Euro kosteten die Papiere des Tickethändlers an der Börse so viel wie noch nie und erreichten erstmals einen Marktwert von 5 Milliarden Euro.

Nach fast 63 Prozent Kursplus im laufenden Jahr wird die Luft allerdings langsam dünn. Nur noch der Commerzbank-Experte Andreas Riemann sieht mit seinem Kursziel von 56 Euro noch etwas Spielraum nach oben.

DZ-Bank-Analyst Thomas Maul lobte zwar in einer aktuellen Studie das überraschend gute zweite Quartal und stockte seinen fairen Wert auf 48 Euro auf. Er bleibt damit aber unter dem aktuellen Xetra-Niveau. "Die ambitionierten Bewertungsmultiplikatoren dürften die guten Perspektiven und die Robustheit des Geschäftsmodells jedoch bereits widerspiegeln", schrieb er und votiert entsprechend mit "Halten"./ag/fba

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23.08.2019

AKTIEN IM FOKUS: Stahlwerte ziehen nach Übernahmespekulation an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Übernahmespekulationen haben vor dem Wochenende Bewegung in die deutsche Stahlbranche gebracht mit kräftigen Kursgewinnen bei den entsprechenden Aktien. Auslöser war am Freitag ein "Handelsblatt"-Bericht über einen möglichen Kauf des Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöCo) durch den Stahlproduzenten und Industriekonzern Thyssenkrupp . Auch Gedankenspiele über einen möglichen Deal zwischen Thyssenkrupp und dem zweitgrößten deutschen Stahlhersteller Salzgitter wurden in dem Bericht thematisiert.

Die im SDax notierten KlöCo-Papiere schossen daraufhin am Vormittag in der Spitze um fast 18 Prozent in die Höhe, zuletzt notierten sie an der Index-Spitze noch mit einem Plus von 12,60 Prozent auf 5,450 Euro. Für Thyssenkrupp ging es im Dax um weitere 1,15 Prozent aufwärts auf 10,54 Euro, nachdem sie sich bereits am Vortag nach einem Pressebericht über ein starkes Investoreninteresse an der Aufzugsparte deutlich verteuert hatten. Die Papiere von Salzgitter legten im SDax um 1,67 Prozent zu.

"Der Bericht zur möglichen Übernahme klingt recht konkret und die Idee selbst ist nicht neu", sagte ein Börsianer mit Blick auf Klöckner & Co. Aus strategischer Sicht werfe ein solcher Deal jedoch Fragen auf. Denn Thyssenkrupp würde sich vom lukrativen Aufzuggeschäft verabschieden, um einen mit Problemen kämpfenden Stahlhändler zu kaufen - "in einer Zeit, in der die Konjunktur ihren Höhepunkt erreicht haben könnte", sagte der Marktteilnehmer.

Die Frage sei auch, zu welchem Preis KlöCo-Großaktionär Friedhelm Loh seinen Anteil veräußern würde. Ein hoher Preis würde für den Aktienkurs von KlöCo Spielraum nach oben bieten, hieß es weiter.

Bereits im Juni hatte das "Manager Magazin" über eine mögliche Übernahme von KlöCo durch Thyssenkrupp berichtet und bei den KlöCo-Aktien einen Kurssprung bis auf 5,565 Euro ausgelöst. Klöckner & Co würde zum Werk- und Rohstoffhandels-Geschäft von Thyssenkrupp passen, kommentierten damals die Analysten der US-Bank Goldman Sachs.

An diesem Freitag ließen die KlöCo-Papiere mit in der Spitze 5,695 Euro ihr Hoch aus dem Juni zeitweise hinter sich und kosteten damit so viel wie zuletzt Anfang Mai. Ende April waren die Anteile nach einem gekappten Gewinnziel von über 7 Euro aus abgestürzt und hatten sich seitdem nicht mehr wirklich davon erholt. Im Juli war es vorübergehend bis auf ein Rekordtief bei 4,192 Euro nach unten gegangen./ajx/nas/fba

23.08.2019

AKTIE IM FOKUS: Wirecard testen 50-Tage-Linie - Chef auf Twitter optimistisch

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Wirecard-Aktien haben sich am Freitagvormittag mit plus 3 Prozent an die Dax-Spitze gesetzt. Damit testeten die Papiere des Zahlungsabwicklers ihre 50-Tage-Linie. Knapp darüber liegt zudem der seit September vergangenen Jahres gültige Abwärtstrend.

Wirecard-Chef Markus Braun verbreitete am Freitag mit einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Optimismus. Alleine in den vergangenen vier Woche habe man drei Verträge unter Dach und Fach gebracht, die das Abwicklungsvolumen des Vorjahres übertrumpfen könnten, erklärte er./ag/fba

23.08.2019

AKTIE IM FOKUS: Lufthansa ziehen an nach Bericht über deutliches Gewinnwachstum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Lufthansa-Papiere haben am Freitag positiv auf einen Bericht des "Manager Magazin" reagiert und als Dax-Spitzenreiter 3,7 Prozent zugelegt. Die Papiere bewegen sich damit von ihrem jüngsten Tief seit 2017 von 12,58 Euro wieder auf ihre 21 Tage-Linie bei 14 Euro zu.

Dem Wirtschaftsmagazin zufolge will die Lufthansa die Investoren künftig mit deutlich höheren Gewinnen überzeugen. Der Vorstand arbeite an einem Plan, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in absehbarer Zeit auf drei Milliarden Euro und mehr hochzutreiben, heißt es laut dem Blatt aus Unternehmenskreisen. Bislang habe intern ein Ergebnis von rund zwei Milliarden Euro als zufriedenstellend gegolten./ag/jha/

23.08.2019

AKTIE IM FOKUS: Commerzbank leicht erholt nach Bericht zu Stellenabbauplänen

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Commerzbank-Aktien tun sich mit einer Stabilisierung weiter schwer. Auch am Freitag schmolzen Erholungsgewinne von zeitweise 2,4 Prozent schnell wieder zusammen auf zuletzt noch 0,5 Prozent. Nur einen Tag nach Medienspekulationen über die Schließung von mehreren hundert Filialen berichtete die "Börsen-Zeitung" am Donnerstagabend auf ihrer Internetseite über einen erneuten massiven Stellenabbau.

Zwar würden die finalen Entscheidungen erst auf dem Strategiedialog fallen, zu dem sich Vorstand und Aufsichtsrat am 25. und 26. September träfen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Kreise. Dort sei aber bereits zu hören, dass mit dem Abbau von weiteren 1800 bis 2500 Stellen zu rechnen..

Erst am Mittwoch hatte das "Handelsblatt" über Planspiele berichtet, die Zahl der Zweigstellen von derzeit rund 1000 auf 800 bis 900 zu verringern. Vor diesem Hintergrund zeigten sich Börsianer vom aktuellen Bericht nicht überrascht.

Commerzbank-Aktien waren in der Vorwoche mit 4,658 Euro auf ein neues Rekordtief abgerutscht./ag/jha/

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