dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

11.12.2019

WDH/Bosch-Chef: CO2-Vorgaben der EU-Kommission bedrohen Auto-Jobs

(Im vorletzten Absatz, zweiter Satz muss es richtig heißen: "keine neuen" (statt: "eine neuen").)

STUTTGART (dpa-AFX) - Bosch-Chef Volkmar Denner sieht durch die geplanten verschärften CO2-Vorgaben der EU-Kommission zahlreiche Jobs in der Autobranche bedroht. "Derartig anspruchsvolle Grenzwerte bedeuten das Ende des klassischen Verbrennungsmotors mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Beschäftigung der betroffenen Unternehmen", sagte Denner der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch) mit Blick auf die Pläne der neuen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Mit den angedachten Plänen müsse man sich Gedanken über Strukturhilfen in den Autoregionen machen.

"Was wir können, ist Strukturwandel. Was wir nicht können, ist Strukturbruch", sagte der Manager. Ein Veränderungsprozess brauche Zeit. "Wenn man ihn dagegen dogmatisch übers Knie bricht, wird die Industrie den Wandel nicht bewältigen können."

Denner forderte, sich die CO2-Bilanz der gesamten Prozesskette des Autos, also zum Beispiel auch der Herstellung, anzuschauen. "Dann hätte auch der optimierte Verbrenner wieder eine Chance, genau wie die Brennstoffzelle und synthetische Kraftstoffe."

Von der Leyen stellt am Mittwoch ihren Plan für ein "klimaneutrales" Europa bis 2050 vor, den sogenannten Green Deal. Das Ziel ist, dass von 2050 an keine neuen Treibhausgase aus Europa in die Atmosphäre gelangen, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen. Dafür muss der größte Teil der Klimagase, die bei Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas und in der Landwirtschaft entstehen, vermieden und der Rest gespeichert werden.

Bosch hat in den vergangenen Wochen immer wieder neue Stellenabbaupläne für einzelne Standorte aus dem Automobilbereich angekündigt. Mit der jüngsten Ankündigung geht es nun insgesamt bereits um rund 3500 Arbeitsplätze. Laut Denner sind für diesen Mittwoch und Donnerstag Betriebsversammlungen angesetzt./sax/tat/DP/zb

11.12.2019

Devisen: Euro vor US-Zinsentscheid etwas schwächer

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch vor dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank leicht nachgegeben. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1090 US-Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1077 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte blicken Analysten und Anleger nach Washington. Dort trifft die US-Notenbank Fed am Abend ihre Zinsentscheidung. Nach drei Zinssenkungen in diesem Jahr wird nicht mit einer weiteren Reduzierung gerechnet. Viele Beobachter stellen sich aber die Frage, unter welchen Umständen die Fed ihre abwartende Haltung ablegen könnte. Notenbankchef Jerome Powell hat nach dem Zinsentscheid Gelegenheit, auf derartige Fragen einzugehen./bgf/jha/

11.12.2019

Aurubis kürzt nach Gewinnrückgang die Dividende

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Kupferkonzern Aurubis schüttet nach einem Gewinnrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger an die Aktionäre aus. Für 2018/19 soll eine Dividende in Höhe von 1,25 Euro je Aktie fließen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Für das vorherige Geschäftsjahr hatten die Anteilseigner noch 1,55 Euro je Papier bekommen. Analysten hatten laut von Aurubis zur Verfügung gestellten Schätzungen bereits mit einem Rückgang gerechnet. Sie hatten mit 1,31 Euro allerdings etwas mehr auf dem Schirm gehabt.

Aurubis hatte 2018/19 (bis Ende September) wegen Abschreibungen und Kostenüberschreitungen bei einem mittlerweile zusammengestrichenen Erweiterungsprojekt unter dem Strich nur etwa halb so viel wie im Jahr zuvor verdient./mis/stk

11.12.2019

Credit Suisse kappt 2020er-Renditeziel

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Credit Suisse wird angesichts des anhaltend schwierigen Umfelds mit dem Dauer-Zinstief und strengeren Auflagen beim Blick auf das kommende Jahr vorsichtiger. Bei der Eigenkapitalrendite rechnet die Schweizer Großbank 2020 jetzt nur noch mit einem Wert von rund zehn Prozent statt wie bisher zwischen elf und zwölf Prozent. Dies teilte die Bank am Mittwoch in Zürich vor einem Investorentag mit./zb/jha/

11.12.2019

Abschreibungen und träge Konjunktur belasten Kupferkonzern Aurubis

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Notbremse bei einem ausufernden Investitionsprojekt sowie die schwächelnde Weltwirtschaft haben dem Kupferhersteller Aurubis im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang eingebrockt. Hinzu kamen Abschreibungen in der Sparte für Flachwalzprodukte, deren Verkauf am Veto der Kartellwächter gescheitert war.

Das operative Vorsteuerergebnis brach 2018/19 (bis Ende September) um 42 Prozent auf 192 Millionen Euro ein, wie der MDax-Konzern am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Unter dem Strich verdiente Aurubis mit 138 Millionen Euro nur etwa halb so viel wie im Jahr zuvor. Der Umsatz entwickelte sich mit einem Plus von zwei Prozent auf 11,9 Milliarden Euro besser. Die Zahlen übertrafen umsatzseitig die von Aurubis zur Verfügung gestellten durchschnittlichen Analystenschätzungen. Das operative Ergebnis erfüllte die Erwartungen.

Der seit Juli amtierende Konzernchef Roland Harings geht angesichts niedriger Schmelzlöhne für Kupfer vorsichtig ins neue Geschäftsjahr. Für 2019/20 stellt der Manager ein operatives Vorsteuerergebnis zwischen 185 und 250 Millionen Euro in Aussicht./mis/jha/

11.12.2019

WDH/IPO/ROUNDUP: Ölriese Aramco steuert auf größten Börsengang aller Zeit zu

(Technische Wiederholung)

RIAD (dpa-AFX) - Mit dem Verkauf von gerade einmal 1,5 Prozent seiner Anteile steuert der saudische Ölgigant Aramco auf den größten Börsengang aller Zeiten zu. Am Mittwoch sollten erstmals Aktien des Staatskonzerns an der saudischen Wertpapierbörse Tadawul gehandelt werden. Beobachter erwarteten, dass Aramco mehr als 29 Milliarden Dollar einnehmen und den Rekord der chinesischen Handelsplattform Alibaba aus dem Jahr 2014 damit knacken würde. Zudem dürfte Aramco den Tech-Riesen Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt ablösen.

Aramco hatte den endgültigen Ausgabepreis für seine Aktien am oberen Ende der Preisspanne bei 32 Riyal festgelegt, was 8,53 Dollar entspricht. Damit käme das Energieunternehmen auf Einnahmen von 25,6 Milliarden Dollar und hätte die Alibaba-Marke von 25,03 Milliarden Dollar bereits knapp übertroffen. Inflationsbereinigt käme Alibaba heute auf etwa 27 Milliarden Dollar.

Durch die sogenannte Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") kann Aramco bei ausreichend Nachfrage in den ersten 30 Tagen nach dem Börsengang aber noch 15 Prozent mehr Aktien ausgeben als ursprünglich angeboten. Einem Investmentbanker der saudischen National Commercial Bank zufolge käme das Unternehmen dann auf Einnahmen von 29,4 Milliarden Dollar, wie der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete.

Der Börsengang ist auch bemerkenswert mit Blick auf die Dominanz US-amerikanischer Technologiekonzerne. Apple, Microsoft , die Google -Mutter Alphabet , Amazon und Facebook beherrschen die Liste der wertvollsten Unternehmen nach Börsenwert. Das wertvollste Unternehmen Apple kommt derzeit auf eine Bewertung von knapp 1,2 Billion Dollar.

Aramco, als einer der weltgrößten Ölproduzenten gewissermaßen ein Sinnbild der "Old Economy", zieht nun mit einer Bewertung von 1,7 Billion Dollar an dem Technologiekonzern mit Sitz in Kalifornien vorbei. Damit liegt Aramco aber noch deutlich unter der ehrgeizigen Bewertung von zwei Billion Dollar, die der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman vor fast vier Jahren angestrebt hatte.

Der zuvor mehrfach verschobene Börsengang ist Teil eines umfassenden Umbaus der saudischen Wirtschaft unter der sogenannten "Vision 2030" von Kronprinz Bin Salman. Wie kaum ein Land ist das Königreich am Persischen Golf auf den Ölhandel angewiesen und will sich schrittweise unabhängiger von dem wertvollen Rohstoff machen./jot/DP/zb

11.12.2019

Kundenbonus trotz Insolvenz? Neue Musterklage der Verbraucherzentrale

BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Insolvenz des Stromanbieters BEV wollen die Verbraucherzentralen vor Gericht für viele Kunden den versprochenen Neukundenbonus erstreiten. Die Verbraucherschützer reichen deshalb eine sogenannte Musterfeststellungsklage gegen den Insolvenzverwalter ein. Dieser Klage können sich alle Betroffenen anschließen.

"Die BEV hat Verbraucher mit dem Werbeversprechen eines Neukundenbonus gelockt", erläuterte Vorstand Klaus Müller. Jetzt werde der Bonus in vielen Abrechnungen nicht gewährt - dabei sei das vorzeitige Vertragsende ja vom Energieversorger und nicht vom Kunden ausgegangen. "Daher gibt es keinen Grund, den Kunden den Bonus vorzuenthalten", sagte Müller.

Die Bayerische Energieversorgungsanstalt (BEV) hatte 2018 mit preisgünstigen Strom- und Gasverträgen geworben. Der Preisvorteil ergab sich vor allem aus einem Neukundenbonus von bis zu 25 Prozent des Jahresverbrauchs, der in der Jahresabrechnung angerechnet werden sollte. Doch viele Kunden konnten kein Jahr lang beliefert werden, weil der Anbieter vorher Insolvenz anmeldete. Nach Darstellung der Verbraucherzentralen verweigert der Insolvenzverwalter nun die Anrechnung des Bonus auf anfallende Nachzahlungen.

Es gehe häufig um Summen zwischen 100 und 200 Euro, sagte Müller. Die wenigsten Verbraucher wollten wegen dieses Betrags das Risiko einer eigenen Klage auf sich nehmen. "Deswegen klärt der vzbv mit der Musterfeststellungsklage gegen den Insolvenzverwalter die strittigen Fragen." Dabei übernimmt der Verband das Prozesskostenrisiko. Betroffene Verbraucher können sich in ein Register eintragen, sobald das Gericht die Klageschrift geprüft hat.

Die Klage eignet sich nach Einschätzung der Verbraucherschützer vor allem für Kunden mit einer Nachforderung des Insolvenzverwalters - sie müssten bei einem Erfolg wohl weniger nachzahlen. Ob Guthaben ausgeschüttet werden könnten, sei wegen der Insolvenz dagegen ungewiss./tam/DP/zb

11.12.2019

IPO/ROUNDUP: Ölriese Aramco steuert auf größten Börsengang aller Zeit zu

RIAD (dpa-AFX) - Mit dem Verkauf von gerade einmal 1,5 Prozent seiner Anteile steuert der saudische Ölgigant Aramco auf den größten Börsengang aller Zeiten zu. Am Mittwoch sollten erstmals Aktien des Staatskonzerns an der saudischen Wertpapierbörse Tadawul gehandelt werden. Beobachter erwarteten, dass Aramco mehr als 29 Milliarden Dollar einnehmen und den Rekord der chinesischen Handelsplattform Alibaba aus dem Jahr 2014 damit knacken würde. Zudem dürfte Aramco den Tech-Riesen Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt ablösen.

Aramco hatte den endgültigen Ausgabepreis für seine Aktien am oberen Ende der Preisspanne bei 32 Riyal festgelegt, was 8,53 Dollar entspricht. Damit käme das Energieunternehmen auf Einnahmen von 25,6 Milliarden Dollar und hätte die Alibaba-Marke von 25,03 Milliarden Dollar bereits knapp übertroffen. Inflationsbereinigt käme Alibaba heute auf etwa 27 Milliarden Dollar.

Durch die sogenannte Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") kann Aramco bei ausreichend Nachfrage in den ersten 30 Tagen nach dem Börsengang aber noch 15 Prozent mehr Aktien ausgeben als ursprünglich angeboten. Einem Investmentbanker der saudischen National Commercial Bank zufolge käme das Unternehmen dann auf Einnahmen von 29,4 Milliarden Dollar, wie der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete.

Der Börsengang ist auch bemerkenswert mit Blick auf die Dominanz US-amerikanischer Technologiekonzerne. Apple, Microsoft , die Google -Mutter Alphabet , Amazon und Facebook beherrschen die Liste der wertvollsten Unternehmen nach Börsenwert. Das wertvollste Unternehmen Apple kommt derzeit auf eine Bewertung von knapp 1,2 Billion Dollar.

Aramco, als einer der weltgrößten Ölproduzenten gewissermaßen ein Sinnbild der "Old Economy", zieht nun mit einer Bewertung von 1,7 Billion Dollar an dem Technologiekonzern mit Sitz in Kalifornien vorbei. Damit liegt Aramco aber noch deutlich unter der ehrgeizigen Bewertung von zwei Billion Dollar, die der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman vor fast vier Jahren angestrebt hatte.

Der zuvor mehrfach verschobene Börsengang ist Teil eines umfassenden Umbaus der saudischen Wirtschaft unter der sogenannten "Vision 2030" von Kronprinz Bin Salman. Wie kaum ein Land ist das Königreich am Persischen Golf auf den Ölhandel angewiesen und will sich schrittweise unabhängiger von dem wertvollen Rohstoff machen./jot/DP/zb

11.12.2019

ROUNDUP: Frauenanteil in Top-Positionen steigt weiter

BERLIN (dpa-AFX) - Der Frauenanteil in den Führungsgremien großer deutscher Unternehmen ist weiter gestiegen. Nach einer aktuellen Auswertung der Organisation "Frauen in die Aufsichtsräte" (Fidar), war Ende Oktober im Schnitt fast jeder dritte Aufsichtsratsposten in den 186 größten börsennotierten deutschen Unternehmen mit einer Frau besetzt. Im Vergleich zur letzten Auswertung durch Fidar aus dem Juni ist der Anteil von 30,9 auf 31,8 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr lag er noch bei 28,1 Prozent.

Anlass der Veröffentlichung ist der fünfte Jahrestag des Kabinettsbeschlusses zur Frauenquote. Die Bundesregierung hatte das Vorhaben am 11. Dezember 2014 auf den Weg gebracht. Firmen ab einer bestimmten Größe - in der Regel ab 2000 Beschäftigten - müssen seit Anfang 2016 frei werdende Aufsichtsratsposten mit Frauen neubesetzen, bis mindestens ein Frauenanteil von 30 Prozent erreicht ist. Für rund 4000 weitere Firmen sieht das Gesetz vor, sich selbst Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und anderen Führungsgremien zu geben.

"Die Quote für die Aufsichtsräte wirkt", sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen. "Ohne gesetzlichen Druck hätten wir den starken Anstieg des Frauenanteils in Aufsichtsräten nie erreicht." Aktuell gilt die Quote für 105 Unternehmen. Bei ihnen erreicht der Anteil der weiblichen Aufsichtsräte mit durchschnittlich 34,9 Prozent einen neuen Höchststand - ein Plus von 13,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Zeitpunkt, als das Quotengesetz auf den Weg gebracht wurde. Aber auch die 81 nicht der Quote unterliegenden Dax-Unternehmen haben sich gesteigert, auf 22,4 Prozent (+8,7).

Während die Aufsichtsräte zunehmend weiblicher werden, sind die Top-Management-Etagen der Firmen weiter fest in Männerhand. Rund 90 Prozent der Vorstandsposten sind männlich besetzt. Der weibliche Anteil hat sich in den vergangenen fünf Jahren von fünf auf zehn Prozent erhöht. Familienministerin Giffey sieht darin aber "kaum Fortschritte". "Mit unverbindlichen Empfehlungen allein kommen wir hier offensichtlich nicht weiter", sagte Giffey. Man sei entschlossen, den Druck auf die Unternehmen zu erhöhen.

Die Familienministerin hatte ursprünglich noch für dieses Jahr eine Verschärfung der Quotenregelung angekündigt. Einem Sprecher ihres Ministeriums zufolge ist die Vorlage eines Gesetzentwurfs nun für das kommende Jahr geplant. Vorgesehen sind darin Strafen für Unternehmen, die keine Zielgröße für die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen nennen oder als Ziel null Frauen angeben und das nicht begründen. Fidar-Präsidentin Monika Schulz-Strelow forderte notfalls auch für Vorstände eine verbindliche Quote./jr/DP/zb

11.12.2019

ROUNDUP: Wirtschaftsforscher für Rücksende-Gebühr im Onlinehandel

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Verbraucher in Deutschland bestellen immer mehr im Internet. Der Umsatz dürfte dieses Jahr um 11 Prozent auf gut 70 Milliarden Euro wachsen, schätzt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel. Aber jedes sechste Paket wird wieder zurückgeschickt. Um Müllberge und Klimabelastung zu reduzieren, könnte eine gesetzlich vorgeschriebene Rücksendegebühr helfen, erklären Wirtschaftsforscher der Universität Bamberg in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.

Schon eine Rücksendegebühr von rund drei Euro könnte die Zahl der Retouren um 16 Prozent senken, erwarten die befragten Online-Händler. Bei 490 Millionen zurückgeschickten Artikeln im vergangenen Jahr entspräche das etwa 80 Millionen Retouren weniger. Das würde dem Klima fast 40 000 Tonnen CO2 ersparen, sagt Studienleiter Björn Asdecker.

Zudem könnten die Preise sinken, denn der Handel kalkuliert die Kosten der Rücksendungen natürlich mit ein - Kunden, die weniger zurückschicken, könnten also sparen. Mit Retourengebühr würde der "E-Commerce grüner und gerechter", erklären die Bamberger Wirtschaftswissenschaftler in ihrer Studie.

Die befragten Händler stehen für 5,5 Milliarden Euro Online-Umsatz. Nur 15 Prozent von ihnen erheben Rücksendegebühren, vor allem kleinere Händler. Sie berichteten von einem minimalen Umsatzrückgang, aber wegen niedrigerer Kosten eher positiven Folgen beim Gewinn. Auch beim Marktführer Amazon gibt es bei einem Teil des Sortiments keine kostenlose Retouren.

Die Mehrheit der kleinen Händler würde portofreie Rücksendungen gerne streichen, befürchtet aber Nachteile im Wettbewerb. Diese Sorge sei bei einer gesetzlichen Mindestgebühr und somit gleichen Spielregeln für alle jedoch deutlich geringer, erklärten die Wirtschaftsforscher.

Für viele große Händler dagegen seien kostenlose Rücksendungen ein strategischer Vorteil im Wettbewerb, die sich betriebswirtschaftlich lohnten. Sie sähen eine vorgeschrieben Mindestgebühr kritisch. Auch der Bundesverband bevh warnt: "Eine gesetzlich verpflichtende Rücksendegebühr würde einen staatlichen Eingriff in Markt und Wettbewerb darstellen, der stets nur das letzte Mittel im Fall eines Marktversagens sein darf. Erkenntnisse aus der Studie reichen nach unserer Einschätzung nicht aus, diese Frage zu entscheiden."

Ein Viertel aller heutigen Retouren ließen sich nach Einschätzung der Bamberger Forscher durch für alle Kleiderhersteller verbindlichen Größenangaben und eine funktionierende Online-Größenberatung sparen. Artikel in drei Größen und drei Farben bestellen, einen behalten, das ist heute gängige Praxis: Bei Kleidung und Schuhen geht fast die Hälfte der Pakete zurück, wie. Größenangaben seien heute nur "bedingt aussagekräftig und zum Teil irreführend". Das zu ändern, wäre allerdings Sache der Hersteller. Handykameras zur Körpervermessung, Datenanalyse und Künstliche Intelligenz könnten bei der Größenberatung künftig ebenfalls viele Retouren überflüssig machen - "sofern die Händler und Kunden die Technologien auch einsetzen"./rol/DP/zb

11.12.2019

DAX-FLASH: Dax vor wichtigen Ereignissen wenig verändert erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem schwankungsreichen Dienstag wird der Dax zur Wochenmitte vorerst in ruhigem Fahrwasser erwartet. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zwei Stunden vor dem Beginn mit 13 073 Punkten fast unverändert. De facto bedeutete dies einen nur kleinen Aufschlag von 0,02 Prozent.

Laut Händlern fällt am Mittwoch der Startschuss für eine Serie richtungsweisender Ereignisse. Bevor im Wochenverlauf die nächsten Stichtage bei den Dauerthemen Brexit und Handelsstreit anstehen, rücken an diesem Mittwoch und Tags darauf zunächst die Notenbanken ins Blickfeld. In den USA gilt die volle Aufmerksamkeit Aussagen zum geldpolitischen Kurs, in der Eurozone steht die erste Zinssitzung unter der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde an.

Im Handelsstreit sieht es laut der Commerzbank zunehmend danach aus, als ob die Entscheidung über die am Sonntag vorgesehene Einführung weiterer US-Zölle auf chinesische Importe in letzter Sekunde fällt. "Das macht es der Fed heute Abend nicht gerade leicht, eine verlässliche Einschätzung für den US-Wirtschaftsausblick zu geben", sagte am Morgen Analystin Thu Lan Nguyen./tih/jha/

10.12.2019

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Leichte Verluste vor Notenbank-Entscheidungen

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben sich die Anleger am Dienstag fürs Abwarten entschieden. Nachrichten zum Handelsstreit mit China konnten die Laune der Anleger nur zwischenzeitlich etwas heben, so dass am Ende die wichtigsten Aktienindizes leicht im Minus schlossen. Bereits zu Wochenbeginn hatten die Pessimisten die Oberhand behalten.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand am Dienstag 0,10 Prozent tiefer bei 27 881,72 Punkten. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,11 Prozent auf 3132,52 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 0,10 Prozent auf 8354,29 Punkte ein.

Die für den 15. Dezember angedrohten neuen Strafzölle der USA auf Importe aus China könnten laut übereinstimmenden Presseberichten verschoben werden. Damit sollen weitere Verhandlungen ermöglicht werden, berichtet die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Das Blatt berief sich auf Informationen sowohl von Vertretern der chinesischen als auch der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Demnach soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben. Vertreter der US-Regierung dämpften jedoch die Hoffnungen auf eine Verschiebung der Zölle, so dass die mageren Gewinne an der Wall Street im Handelsverlauf dahinschmolzen.

Neben dem Handelsstreit sowie der Parlamentswahl in Großbritannien, die an diesem Donnerstag stattfindet, richtete sich der Fokus auf die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Federal Reserve. Nach drei Zinssenkungen seit Juli erwarten Analysten zwar mit großer Mehrheit, dass die Fed an diesem Mittwoch ihren Leitzins im Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent belassen wird. Sorgen machen der Notenbank aber anhaltend niedrige Investitionen und ein Schrumpfen des verarbeitenden Gewerbes. Unternehmer berichteten, dass die aus dem Handelsstreit resultierende Unsicherheit Entscheidungen zu Investitionen ausbremse, sagte Fed-Chef Jerome Powell.

Die Aktien des Mischkonzerns 3M fielen als Schlusslicht im Dow um mehr als 1 Prozent. Sie hatten bereits am Vortag unter einem skeptischen Analystenkommentar der Bank Citigroup gelitten.

Am Nasdaq-100-Ende verloren die Papiere des Streamingdienstes Netflix nach einem skeptischen Analystenkommentar von Needham mehr als 3 Prozent. Die Experten hatten vor Kundenverlusten im Zuge des wohl schärferen Wettbewerbs im kommenden Jahr gewarnt.

Unter den besten Werten im S&P 500 zogen die Anteilsscheine des Online-Reisebüros Expedia um knapp 3 Prozent an. Vizepräsident Peter Kern hatte 2,5 Millionen Aktien des Unternehmens erworben. Anfang November waren die Papiere eingebrochen, nachdem sich im vergangenen Quartal das Wachstum im wichtigen Geschäft mit Unterkünften abgeschwächt hatte.

Den ersten Platz im S&P 500 sicherten sich die Aktien von Autozone mit einem Plus von rund 7 Prozent. Der Autoteilehändler hatte im ersten Geschäftsquartal die Markterwartungen übertroffen.

US-Staatsanleihen schwächelten etwas. Richtungweisende zehnjährige Anleihen etwa fielen um 5/32 Punkte auf 99 6/32 Punkte und rentierten mit 1,838 Prozent. Der Euro profitierte von guten Konjunkturdaten aus der Eurozone und kostete zuletzt 1,1096 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1077 (Montag: 1,1075) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9028 (0,9029) Euro./la/fba

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

10.12.2019

Aktien New York Schluss: Leichte Verluste vor geldpolitischen Entscheidungen

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben sich die Anleger am Dienstag fürs Abwarten entschieden. Neue Nachrichten zum Handelsstreit mit China konnten die Laune der Anleger nur zwischenzeitlich etwas heben, so dass am Ende die wichtigsten Aktienindizes leicht im Minus schlossen. Bereits zu Wochenbeginn hatten die Pessimisten die Oberhand behalten.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand am Dienstag 0,10 Prozent tiefer bei 27 881,72 Punkten. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,11 Prozent auf 3132,52 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 0,10 Prozent auf 8354,29 Punkte ein.

Die für den 15. Dezember angedrohten neuen Strafzölle der USA auf Importe aus China könnten laut übereinstimmenden Presseberichten verschoben werden. Damit sollen weitere Verhandlungen ermöglicht werden, berichtet die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Das Blatt berief sich auf Informationen sowohl von Vertretern der chinesischen als auch der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Demnach soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben. Vertreter der US-Regierung dämpften jedoch die Hoffnungen auf eine Verschiebung der Zölle, so dass die mageren Gewinne an der Wall Street im Handelsverlauf dahinschmolzen./la/fba

10.12.2019

Aktien New York: Minimale Gewinne - Leise Hoffnung im Handelsstreit

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben die Anleger am Dienstag wieder ein klein wenig Mut geschöpft. Dank neuer Nachrichten zum Handelsstreit mit China notierten die wichtigsten Aktienindizes minimal im Plus. Zu Wochenbeginn hatten die Pessimisten noch leicht die Oberhand behalten.

Der Dow Jones Industrial stand am Dienstag 0,01 Prozent höher bei 27 912,00 Punkten. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,02 Prozent auf 3136,64 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,14 Prozent auf 8374,32 Punkte.

Die für den 15. Dezember angedrohten neuen Strafzölle der USA auf Importe aus China werden laut übereinstimmenden Presseberichten womöglich verschoben. Mit der angedachten Verschiebung sollen weitere Verhandlungen ermöglicht werden, berichtet die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Das Blatt berief sich auf Informationen sowohl von Vertretern der chinesischen als auch der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Demnach soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben.

Neben dem Handelskrieg sowie anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank richten Investoren ihre Augen in dieser Woche vor allem auf die Parlamentswahl in Großbritannien, die an diesem Donnerstag stattfindet.

Premierminister Boris Johnson hofft mit seinen Konservativen auf eine satte Mehrheit, um seinen Brexit-Deal durchs Parlament zu bringen und das Land am 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union zu führen. Die oppositionelle Labour-Partei hat dagegen so gut wie keine Chancen auf eine eigene Mehrheit, sondern muss auf die Unterstützung kleinerer Parteien hoffen. Labour-Chef Jeremy Corbyn will ein eigenes Brexit-Abkommen aushandeln und es den Briten danach in einem zweiten Referendum vorlegen. Für die Börsen wären Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung ungünstig, weil diese mit weiterer Unsicherheit an den Märkten einhergehen würden. Was zählt, ist Klarheit.

An der Dow-Spitze gewannen derweil die Aktien des Computerkonzerns Apple knapp einen Prozent. Zu Wochenbeginn hatten sie noch unter den Unsicherheiten mit Blick auf die Handelsstreitigkeiten gelitten.

Unter den schwächsten Werten im Nasdaq 100 verloren die Papiere des Streamingdienstes Netflix nach einem skeptischen Analystenkommentar von Needham rund 2 Prozent. Die Experten warnten vor Kundenverlusten im Zuge des wohl schärferen Wettbewerbs im kommenden Jahr./la/fba

10.12.2019

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx dreht fast ins Plus - Handelshoffnungen

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Dank neuer Hoffnungen im internationalen Handelsstreit hat der EuroStoxx 50 am Dienstag zwischenzeitliche Verluste von mehr als 1 Prozent fast komplett wettgemacht. Der Leitindex der Eurozone schloss lediglich 0,01 Prozent tiefer bei 3671,78 Punkten.

In Paris schaffte der Leitindex Cac 40 angesichts eines Kurssprungs bei den Aktien von Sanofi sogar ein Plus von 0,18 Prozent auf 5848,03 Punkte. Der britische FTSE 100 hingegen verlor 0,28 Prozent auf 7213,76 Punkte.

Die für den 15. Dezember angedrohten neuen Strafzölle der USA auf Importe aus China werden laut übereinstimmenden Presseberichten womöglich verschoben. Mit der angedachten Verschiebung sollen weitere Verhandlungen ermöglicht werden, berichtete etwa die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Das Blatt berief sich auf Informationen sowohl von Vertretern der chinesischen als auch der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Demnach soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben.

Vom Handelsstreit abgesehen richtete sich der Fokus der Anleger bereits auf die politischen und geldpolitischen Großkampftage am Mittwoch und Donnerstag. Dann stehen die Notenbankentscheidungen in den USA und der Eurozone sowie die Parlamentswahlen in Großbritannien an. Insofern hielten sich die Investoren insgesamt lieber bedeckt.

Der Chef des französischen Pharmariesen Sanofi , Paul Hudson, will die Bereiche Diabetes und Herz-Kreislaufkrankheiten herunterfahren und sich auf Wachstumsbereiche wie Krebstherapie konzentrieren. Zudem setzte sich Sanofi ehrgeizige Margen-Ziele: Das Management will bis 2022 Einsparungen von zwei Milliarden Euro erreichen. Die Papiere schnellten um fast 6 Prozent in die Höhe und waren damit der klare Favorit im EuroStoxx und auch im Cac 40.

Schlusslicht im französischen Leitindex hingegen waren die Anteilsscheine von Valeo , die um mehr als 7 Prozent absackten. Neue Mittelfristziele des französischen Autozulieferers hatten die Anleger geschockt. Die Pläne für das Umsatzwachstum und die Gewinnmarge im Jahre 2022 seien weniger beeindruckend, als das Unternehmen in seinen ursprünglichen Ankündigungen angedeutet habe, schrieb der Experte Sascha Gommel vom Analysehaus Jefferies.

In London knickten die Anteilsscheine des angeschlagenen britischen Luxusmodeunternehmens Ted Baker um mehr als 13 Prozent ein, nachdem eine Gewinnwarnung das Ausmaß der Krise des Konzerns gezeigt hatte. Zugleich gab das Unternehmen den Rücktritt sowohl des Verwaltungsratsvorsitzenden David Bernstein als auch der Interimschefin Lindsay Page bekannt und setzte die Dividende bis auf Weiteres aus./la/stw

10.12.2019

Aktien Europa Schluss: EuroStoxx dreht fast ins Plus - Handelshoffnungen

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Dank neuer Hoffnungen im internationalen Handelsstreit hat der EuroStoxx 50 am Dienstag zwischenzeitliche Verluste von mehr als 1 Prozent fast komplett wettgemacht. Der Leitindex der Eurozone schloss lediglich 0,01 Prozent tiefer bei 3671,78 Punkten.

In Paris schaffte der Leitindex Cac 40 angesichts eines Kurssprungs bei den Aktien von Sanofi sogar ein Plus von 0,18 Prozent auf 5848,03 Punkte. Der britische FTSE 100 hingegen verlor 0,28 Prozent auf 7213,76 Punkte.

Die für den 15. Dezember angedrohten neuen Strafzölle der USA auf Importe aus China werden laut übereinstimmenden Presseberichten womöglich verschoben. Mit der angedachten Verschiebung sollen weitere Verhandlungen ermöglicht werden, berichtete etwa die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Das Blatt berief sich auf Informationen sowohl von Vertretern der chinesischen als auch der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Demnach soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben.

Vom Handelsstreit abgesehen richtete sich der Fokus der Anleger bereits auf die politischen und geldpolitischen Großkampftage am Mittwoch und Donnerstag. Dann stehen die Notenbankentscheidungen in den USA und der Eurozone sowie die Parlamentswahlen in Großbritannien an. Insofern hielten sich die Investoren insgesamt lieber bedeckt./la/stw

10.12.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach Berg- und Talfahrt etwas schwächer

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zwei unterschiedliche Gesichter hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag gezeigt. Wie so oft bestimmte der US-chinesische Handelskrieg das Geschehen. Bis zum Mittag war der Dax um bis zu 1,7 Prozent abgesackt auf den tiefsten Stand seit Ende Oktober. Anschließend erholten sich die Kurse jedoch wieder: Der Dax beendete die Berg- und Talfahrt mit einem moderaten Minus von 0,27 Prozent auf 13 070,72 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel schloss 0,37 Prozent niedriger mit 27 276,36 Zählern.

Am Vormittag hatte die Unsicherheit hinsichtlich des Handelskonflikts zwischen den USA und China die Kurse immer stärker belastet. Denn am Sonntag drohen ohne eine weitere Annäherung der beiden Streithähne neue Strafzölle der USA auf chinesische Importe. Am Mittag hieß es dann laut übereinstimmenden Presseberichten, dass diese Strafzölle womöglich verschoben würden. Das sorgte im Verlauf des Nachmittags wieder für mehr Zuversicht unter den Anlegern.

Im insgesamt schwächeren Markt waren defensive Aktien aus den Sektoren Immobilien und Gesundheit unter den Gewinnern. So verzeichneten die Anteile von Vonovia und Fresenius Medical Care (FMC) Aufschläge von 0,8 beziehungsweise 1,4 Prozent.

Bergab ging es dagegen für konjunkturabhängige Branchen wie etwa die Automobilwerte. Die Papiere des Autozulieferers Continental verloren 1,1 Prozent. Aktien der ebenfalls konjunktursensiblen Lufthansa büßten 2,2 Prozent ein.

Als Schlusslicht im Dax fanden sich Wirecard wieder mit einem Verlust von 4,6 Prozent. Hier kam Druck auf den Kurs mit der Nachricht, dass ein Londoner Hedgefonds jüngst bei dem Zahlungsdienstleister auf einen fallenden Aktienkurs gesetzt hat.

Die Titel der Deutschen Bank gaben um 0,8 Prozent nach. Das im Sommer ausgegebene Ziel für die Eigenkapitalrendite sei angesichts der verschärften Niedrigzinsen in der Eurozone ehrgeiziger geworden, teilte die Bank mit.

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S erwägt einen Verkauf von Teilen seiner Aktivitäten in Nordamerika. Das verhalf den zuletzt schwer gebeutelten Aktien an der Spitze des MDax zu einem Plus von 4,1 Prozent.

Beflügelt von einer Hochstufung auf "Outperform" durch das Investmenthaus Mainfirst verbuchten im Nebenwerteindex SDax die Papiere des Lkw-Zulieferers Jost Werke ein Plus von 5,2 Prozent. Eine Verkaufsempfehlung der DZ Bank schickte dagegen die Aktien von Pfeiffer Vacuum mit minus 5,4 Prozent auf Talfahrt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss am Dienstag mit 3671,78 Punkten quasi unverändert. In Paris legte der Cac-40 leicht zu, während der Londoner FTSE 100 moderat nachgab. In den USA trat der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss auf der Stelle.

Der Euro rückte am frühen Abend etwas vor und notierte zuletzt auf 1,1090 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1077 (Montag: 1,1075) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9028 (0,9029) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,32 Prozent am Vortag auf minus 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,05 Prozent auf 144,25 Punkte nach. Der Bund-Future verlor am Abend 0,06 Prozent auf 172,24 Punkte./bek/fba

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

10.12.2019

Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach Berg- und Talfahrt etwas schwächer

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zwei unterschiedliche Gesichter hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag gezeigt. Wie so oft bestimmte der US-chinesische Handelskrieg das Geschehen. Bis zum Mittag war der Dax um bis zu 1,7 Prozent abgesackt auf den tiefsten Stand seit Ende Oktober. Anschließend erholten sich die Kurse jedoch wieder: Der Dax beendete die Berg- und Talfahrt mit einem moderaten Minus von 0,27 Prozent auf 13 070,72 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel schloss 0,37 Prozent niedriger mit 27 276,36 Zählern.

Am Vormittag hatte die Unsicherheit hinsichtlich des Handelskonflikts zwischen den USA und China die Kurse immer stärker belastet. Denn am Sonntag drohen ohne eine weitere Annäherung der beiden Streithähne neue Strafzölle der USA auf chinesische Importe. Am Mittag hieß es dann laut übereinstimmenden Presseberichten, dass diese Strafzölle womöglich verschoben würden. Das sorgte im Verlauf des Nachmittags wieder für mehr Zuversicht unter den Anlegern./bek/fba

10.12.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Gewinne - Neue Hoffnung im Handelsstreit

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben die Anleger am Dienstag wieder etwas Mut geschöpft. Dank neuer Nachrichten zum Handelsstreit mit China drehten die wichtigsten Aktienindizes nach leichten Verlusten moderat ins Plus.

Der Dow Jones Industrial stand im frühen Handel zuletzt 0,01 Prozent höher bei 27 912,80 Punkten. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,07 Prozent auf 3138,21 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,22 Prozent auf 8381,13 Punkte.

Die für den 15. Dezember angedrohten neuen Strafzölle der USA auf Importe aus China werden laut übereinstimmenden Presseberichten womöglich verschoben. Mit der angedachten Verschiebung sollen weitere Verhandlungen ermöglicht werden, berichtet die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Das Blatt berief sich auf Informationen sowohl von Vertretern der chinesischen als auch der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Demnach soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben.

Vom Handelskonflikt abgesehen befindet sich die Wall Street derzeit eher im Wartemodus. Neben anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank richten Investoren ihre Augen in dieser Woche vor allem auf die Parlamentswahl in Großbritannien, die an diesem Donnerstag stattfindet.

Premierminister Boris Johnson hofft mit seinen Konservativen auf eine satte Mehrheit, um seinen Brexit-Deal durchs Parlament zu bringen und das Land am 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union zu führen. Die oppositionelle Labour-Partei hat dagegen so gut wie keine Chancen auf eine eigene Mehrheit, sondern müsste auf die Unterstützung kleinerer Parteien hoffen. Labour-Chef Jeremy Corbyn will ein eigenes Brexit-Abkommen aushandeln und es den Briten danach in einem zweiten Referendum vorlegen. Für die Börsen wären Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung ungünstig, weil sie mit weiterer Unsicherheit an den Märkten einhergehen würden. Was zählt, ist Klarheit.

An der Dow-Spitze gewannen derweil die Aktien des Computerkonzerns Apple knapp 1 Prozent. Zu Wochenbeginn hatten sie noch unter den Unsicherheiten mit Blick auf die Handelsstreitigkeiten gelitten.

Unter den schwächsten Werten im Nasdaq 100 verloren die Papiere des Streamingdienstes Netflix nach einem skeptischen Analystenkommentar von Needham mehr als 2 Prozent. Die Experten warnten vor Kundenverlusten im Zuge des wohl schärferen Wettbewerbs im kommenden Jahr./la/stw

10.12.2019

Aktien New York: Moderate Gewinne - Neue Hoffnung im Handelsstreit

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben die Anleger am Dienstag wieder etwas Mut geschöpft. Dank neuer Nachrichten zum Handelsstreit mit China drehten die wichtigsten Aktienindizes nach leichten Verlusten moderat ins Plus.

Der Dow Jones Industrial stand im frühen Handel zuletzt 0,06 Prozent höher bei 27 925,63 Punkten. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,11 Prozent auf 3139,26 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,26 Prozent auf 8384,70 Punkte.

Die für den 15. Dezember angedrohten neuen Strafzölle der USA auf Importe aus China werden laut übereinstimmenden Presseberichten womöglich verschoben. Mit der angedachten Verschiebung sollen weitere Verhandlungen ermöglicht werden, berichtet die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Das Blatt beruft sich auf Informationen sowohl von Vertretern der chinesischen als auch der amerikanischen Verhandlungsdelegation. Demnach soll es keine harte Zeitgrenze für die Verhandlungen geben./la/stw

11.12.2019

WDH: Mehr Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

(Im ersten Satz wurde ein fehlendes "mehr" ergänzt.)

BERLIN (dpa-AFX) - Immer mehr Fachkräfte aus dem Ausland versuchen ihren Berufsabschluss in Deutschland anerkennen zu lassen, um in der Bundesrepublik zu arbeiten. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Anerkennungsgesetz hervor, der am Mittwoch im Bundeskabinett beraten werden soll. Im Jahr 2018 wurden demnach rund 29 000 Anträge gestellt, vor allem durch Krankenpfleger und Ärzte, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf den ihm vorab vorliegenden Bericht berichtete. Das sei ein Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei mehr als der Hälfte der Anträge (52,5 Prozent) sei eine volle Gleichwertigkeit zum deutschen Abschluss beschieden worden. In nur 2,3 Prozent der Fälle konnte gar keine Gleichwertigkeit festgestellt werden und in den übrigen Fällen eine teilweise Gleichwertigkeit oder es gab noch Prüfungsauflagen für eine Anerkennung.

Eine Datenauswertung durch das Bundesinstitut für Berufsbildung hatte Ende August gezeigt, dass 2018 allein rund 17 700 Ärzte und Pfleger einen Antrag auf Anerkennung ihres Abschlusses gestellt hatten. Im Bereich Krankenpflege waren es vor allem Menschen mit Berufsabschlüssen aus Bosnien, Serbien und den Philippinen, die Anträge stellten. In der Rangliste der Berufe folgen danach Physiotherapeuten, Kaufleute, Apotheker, Zahnärzte und Elektroniker. Die Zahl der Anträge bewegte sich hier jeweils im dreistelligen Bereich.

Das Anerkennungsgesetz, das 2012 in Kraft trat, regelt die Anerkennung von im Ausland gemachten Berufsabschlüssen in Deutschland und soll die bürokratischen Hürden für die Anerkennung senken, auch um Fachkräftemangel zu begegnen. Seit 2012 gab es nach Angaben des Bundesbildungsministeriums fast 141 000 Anträge auf Anerkennung./jr/DP/zb

11.12.2019

ROUNDUP: Spannung in Frankreich - Premier will Rentenpläne vorstellen

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Premier will nach heftigen Protesten die mit Spannung erwarteten Rentenpläne der Regierung vorstellen. Ziel sei es, dass der Lebensstandard für Rentner nicht sinke, betonte Édouard Philippe vor der Präsentation der Reform am Mittwoch noch einmal. Die Gewerkschaften in Frankreich laufen Sturm gegen die Pläne der Regierung. Seit knapp einer Woche gibt es Streiks im Fernverkehr und bei der Pariser Metro. Auch am Mittwoch sollen viele Züge wieder nicht fahren.

Es ist nicht davon auszugehen, dass die Gewerkschaften nach der Vorstellung der Pläne einlenken. "Es gibt eine gewisse Erwartung an die Ankündigungen des Premierministers", betonte der Generalsekretär des mächtigen Gewerkschaftsbundes CGT, Philippe Martinez. Allerdings hatten die Gewerkschaften immer wieder deutlich gemacht, dass sie kein einheitliches System wollen, wie die Regierung es plant. Die Regierung will die Privilegien für bestimmte Berufsgruppen auf längere Sicht beenden und ein einheitliches System schaffen, das für alle gilt. Denn momentan gibt es insgesamt 42 Renten-Einzelsysteme in Frankreich.

Präsident Emmanuel Macron hatte die Reform bereits im Wahlkampf versprochen - er wird nun auch an ihrer Umsetzung gemessen werden. Der Premier hatte bereits vergangene Woche deutlich gemacht, dass die Regierung nicht vorhat, von den Grundprinzipien der Reform abzuweichen. Dazu zählt neben der Abschaffung der 42 Einzelsysteme auch die Einführung eines Punktesystems zur Berechnung der Rente. Doch es wird vermutet, dass die Regierung zumindest bei der Frage, ab wann die neuen Regeln sollen, einen Schritt auf die Gewerkschaften zumachen wird.

So gehen französische Medien davon aus, dass die Reformpläne so weit aufgeweicht werden, dass erst Menschen, die nach 1975 geboren worden sind, von der Reform betroffen sein werden. Für einige Berufsgruppen könnten die neuen Regelungen sogar noch später gelten. Ob sich die Gewerkschaften damit zufrieden geben würden, ist ungewiss. Er wolle nicht, dass die Enkelkinder eines Tages sagen, man habe ihre Rente geopfert, hatte Gewerkschafter Martinez jüngst in einem Interview gesagt.

Fakt ist jedoch, dass die Mobilisierung am zweiten großen Protesttag deutlich nachgelassen hat. Auch wenn die Zahlen des Innenministeriums stark von denen der Gewerkschaften abweichen, waren am Dienstag deutlich weniger Menschen auf den Straßen als am vergangenen Donnerstag. "Wir haben 42 Systeme, aber das ist alles gerechtfertigt. Das sind soziale Eroberungen!", verteidigt ein Demonstrant das aktuelle System. Der 54-jährige Marc Morvan ist Lagerarbeiter in einem Pariser Museum. Er schlägt vor, die Renten zu erhöhen und das Eintrittsalter auf 60 Jahre festzusetzen. Finanziert werden solle das unter anderem durch Beitragserhöhungen. Momentan liegt das gesetzliche Rentenalter in Frankreich bei 62 Jahren.

Der 29 Jahre alte Lehrer Jean-Baptiste Gervè aus Alfortville fürchtet, dass bestimmte Berufsgruppen - darunter Lehrer - durch die Reform besonders verlieren werden. Zwei Drittel der Lehrer in seiner Schule hätten am Dienstag gestreikt, sagt er. In der vergangenen Woche seien er mehr gewesen. Er geht davon aus, dass viele Kollegen darauf warten zu sehen, was die Regierung vorschlagen wird, bevor sie entscheiden, ob sie nächste Woche wieder streiken sollen./nau/DP/zb

11.12.2019

ROUNDUP: Umfrage zur Wahl in Großbritannien - Labour holt auf

LONDON (dpa-AFX) - Die Parlamentswahl in Großbritannien könnte möglicherweise doch spannender werden als zuletzt gedacht. Einer großangelegten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge, die am Dienstagabend veröffentlicht wurde, ist der Vorsprung der Konservativen von Premierminister Boris Johnson auf die oppositionelle Labour-Partei kleiner geworden.

Ende November hatte eine ähnliche Erhebung noch eine Mehrheit von 68 Abgeordneten für die Konservativen ergeben, nun gehen die Wahlforscher nur noch von einem Vorsprung von 28 Mandaten für die Tories vor den anderen Parteien aus. Die Konservativen kämen demnach auf 339 von 650 Sitzen. Labour hingegen verbesserte sich um 20 Sitze auf 231 Mandate.

Die Briten wählen am Donnerstag ein neues Parlament. Regierungschef Boris Johnson hofft auf eine satte Mehrheit, um sein Brexit-Abkommen durchs Parlament zu bringen und sein Land zum 31. Januar aus der Europäischen Union führen zu können.

Doch selbst ein "hung parliament" - eine Sitzverteilung, die keiner der beiden großen Parteien eine Regierungsbildung aus eigener Kraft ermöglicht, kann der Umfrage zufolge nicht ausgeschlossen werden. Für die Erhebung im Auftrag der Tageszeitung "The Times" wurden mehr als 100 000 Menschen über einen Zeitraum von sieben Tagen einschließlich Dienstag befragt. Die Ergebnisse wurden anschließend für alle Wahlkreise in Großbritannien mit Ausnahme Nordirlands entsprechend lokaler Besonderheiten in der Bevölkerungsstruktur hochgerechnet.

Johnsons Konservative führten in landesweiten Umfragen bislang konstant mit zehn Prozentpunkten vor Labour. Beide große Parteien legten in den vergangenen Wochen noch einmal erheblich zu Lasten der kleineren Parteien zu, der Abstand zwischen ihnen blieb aber gleich. Das scheint sich nun in erster Linie in den vergangenen Tagen zugunsten von Labour verändert zu haben. Grund dafür dürften vor allem Leihstimmen von Wählern der Liberaldemokraten sein. Sollte sich diese Entwicklung bis Donnerstag verstärken, wäre eine Mehrheit für Johnson möglicherweise in Gefahr.

Das britische Mehrheitswahlrecht kennt nur Direktmandate. Ins Parlament ziehen die Kandidaten mit den jeweils meisten Stimmen in einem der 650 Wahlkreise ein, egal wie knapp ihr Sieg war. Die Stimmen für unterlegene Kandidaten verfallen. Das macht es sehr schwer, aus landesweiten Umfrageergebnissen auf die mögliche Sitzverteilung im Parlament zu schließen. Zudem ist das Rennen zwischen Kandidaten der Labour-Partei und den Konservativen in Dutzenden Wahlkreisen denkbar eng./cmy/DP/zb

11.12.2019

ROUNDUP: 'Green Deal' soll den Weg zu einer EU ohne Klimagase ebnen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen präsentiert am Mittwoch ihren Plan für ein "klimaneutrales" Europa bis 2050, den sogenannten Green Deal. Sie plant ein umfassendes Gesetzgebungsprogramm, um Energieversorgung, Industrieproduktion, Verkehr und Landwirtschaft binnen 30 Jahren klimafreundlich umzubauen. Gedacht ist die Ankündigung als Signal an die laufende UN-Klimakonferenz in Madrid und an den EU-Gipfel am Donnerstag, der das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 ebenfalls auf der Agenda hat.

EU-Ratschef Charles Michel forderte alle Mitgliedsstaaten auf, es mitzutragen. "Das wäre ein wichtiges Signal von uns im Europäischen Rat, dass die EU eine globale Führungsrolle bei diesem ungeheuer wichtigen Thema übernehmen will", schrieb Michel in seinem Einladungsschreiben an die Staats- und Regierungschefs. Allerdings stellen sich Polen, Ungarn und Tschechien bisher noch quer.

Klimaneutralität bedeutet, dass ab 2050 keine neuen Treibhausgase aus Europa in die Atmosphäre gelangen, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen. Dafür muss der größte Teil der Klimagase, die zum Beispiel bei Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas und in der Landwirtschaft entstehen, vermieden und der Rest gespeichert werden. Zum "Green Deal" gehört ein Zwischenziel für 2030: Bis dahin sollen die Emissionen um 50 bis 55 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen. Bisher hat sich die EU ein Minus von 40 Prozent vorgenommen.

Grüne und Umweltschützer kritisieren vor allem, dass dieses neue Etappenziel erst im Herbst nächsten Jahres festgezurrt werden soll und dass der "Green Deal" zunächst nur die Ankündigung einer Vielzahl von Gesetzen und Programmen in den Jahren 2020 und 2021 ist.

"Es ist richtig, Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Form eines Green Deal nach vorne zu stellen", sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). "Es darf aber nicht bei wohlklingenden Überschriften bleiben." Baerbock forderte insbesondere einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. "Wenn der Green Deal ernst gemeint ist, muss die Gemeinsame Agrarpolitik umfassend reformiert werden", sagte sie dem RND.

Dem Bundesverband der Deutschen Industrie gehen von der Leyens Pläne hingegen zu weit. Die ständige Verschärfung der Klimaziele führe zu einer Verunsicherung der Konsumenten und Unternehmen, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf der Deutschen Presse-Agentur. Das sei "Gift für langlebige Investitionen". Man bewege sich immer mehr in "Grenzbereiche der technischen, wirtschaftlichen und sozialen Machbarkeit."

Der "Green Deal" soll am Vormittag von der EU-Kommission gebilligt werden. Am Nachmittag (ab 14.00 Uhr) stellt von der Leyen den Plan in einer Sondersitzung des Europaparlaments vor. Am Donnerstag beraten Staats- und Regierungschefs dann beim EU-Gipfel, ob sie das Ziel der Klimaneutralität 2050 offiziell annehmen. Noch gibt es Widerstände der EU-Staaten Polen, Ungarn und Tschechien, die stark auf Kohle angewiesen sind. Sie fordern Unterstützung bei den hohen Kosten für den Umbau der Energieversorgung.

Helfen soll dabei ein "Fonds für den gerechten Wandel", mit dem von der Leyen 100 Milliarden Euro für besonders betroffene Regionen mobilisieren will. Die Gesamtkosten für den "Green Deal" sind noch viel höher: Von der Leyen setzt auf Investitionen in Höhe von einer Billion Euro./vsr/DP/zb

11.12.2019

ROUNDUP: Nach drei Zinssenkungen schaltet die US-Notenbank auf Abwarten

WASHINGTON (dpa-AFX) - Angesichts solidem Wirtschaftswachstums und einer geringen Arbeitslosenquote wird die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihren Leitzins nach Ansicht von Experten unverändert belassen. Nach drei aufeinanderfolgenden Zinssenkungen seit Juli rechnen Analysten mehrheitlich damit, dass die Zentralbank am Mittwoch am Zinskorridor von 1,5 bis 1,75 Prozent festhalten wird. Die Entscheidung wird um 14.00 Uhr (20.00 Uhr MEZ) bekanntgegeben.

Die Angst vor einer Rezession in den USA scheint unterdessen erst mal gebannt. Noch im Sommer hatten Warnsignale auf dem Anleihenmarkt, schwächere Wirtschaftsdaten und die anhaltenden Spannungen wegen des Handelskriegs mit China Angst vor einem Abschwung genährt. An der Handelsfront gibt es noch keine Entspannung zu vermelden, doch die US-Wirtschaft zeigt sich robust: Die Arbeitslosenquote lag zuletzt auf ihrem niedrigsten Stand seit 50 Jahren, die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal auf das Jahr gerechnet um 2,1 Prozent.

Aus Sicht der Notenbank haben sich die drei Zinssenkungen um je 0,25 Prozentpunkte zur Stabilisierung des Aufschwungs daher bewährt: Fed-Chef Jerome Powell sagte Ende November, "Prognosen erwarten insgesamt anhaltendes Wachstum, einen starken Arbeitsmarkt und Inflation in der Nähe von zwei Prozent". Powell fügte hinzu: "Meiner Meinung nach ist das Glas mehr als halb voll." Die US-Wirtschaft wächst seit Jahren - der bislang längste dokumentierte Aufschwung.

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht Geld leihen. Senkungen verbilligen Kredite, weswegen Firmen leichter investieren können und viele Bürger weniger für Schuldendienst ausgeben müssen - sie haben so mehr Einkommen zur Verfügung.

Powell erklärte, der Motor der US-Wirtschaft seien weiter die Ausgaben der Verbraucher, die rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachten. Dank des guten Arbeitsmarktes und steigender Löhne werde dies auch so bleiben. Sorgen machen der Notenbank hingegen anhaltend niedrige Investitionen und ein Schrumpfen des verarbeitenden Gewerbes. Unternehmer berichteten, dass die aus dem Handelskrieg mit China resultierende Unsicherheit Entscheidungen zu Investitionen ausbremse, sagte Powell weiter.

Die beiden größten Volkswirtschaften bemühen sich derzeit, ein erstes Teilabkommen abzuschließen, um den Konflikt zu entschärfen. Ob und wann das gelingen wird, lässt sich kaum voraussagen. Die nächste Eskalation ist schon programmiert: Am Sonntag sollen neue Strafzölle in Höhe von 15 Prozent auf Konsumgüter wie Laptops und Smartphones im Wert von rund 150 Milliarden US-Dollar in Kraft treten. Sollte es eine Einigung oder Fortschritte geben, könnte Trump die Strafzölle verschieben oder aussetzen. Ein Durchbruch in der verbleibenden Zeit erschien wenig wahrscheinlich, es gab jedoch vermehrt Äußerungen, die auf einen Aufschub hindeuteten, um den Verhandlungen Zeit zu geben./jbz/DP/zb

11.12.2019

ROUNDUP: US-Demokraten treiben Vorbereitungen für Trump-Impeachment voran

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus treiben die Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump voran: Bereits am Mittwochabend (Ortszeit) wird sich der Justizausschuss im Repräsentantenhaus mit den beiden Anklagepunkten gegen Trump befassen, wie aus einer Ankündigung des Ausschusses hervorgeht. Für Donnerstag ist dann eine weitere Sitzung angesetzt. Dann könnte der Ausschuss über die Anklagepunkte abstimmen und damit eine Empfehlung ans Plenum des Repräsentantenhauses geben.

- Wie es dann weitergeht: Sollten die Abgeordneten den Anklagepunkten auch im Plenum mehrheitlich zustimmen, würde das Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen Trump formell eröffnet. Diese Abstimmung dürfte nächste Woche anstehen, also noch vor Weihnachten. Eine Mehrheit ist absehbar, die Demokraten dominieren das Repräsentantenhaus. Das eigentliche Verfahren findet dann voraussichtlich im Januar im Senat statt - und dort haben Trumps Republikaner die Mehrheit.

- Das sind die Anklagepunkte: Der Vorsitzende des Justizausschusses, Jerrold Nadler, hatte die Anklagepunkte für ein Amtsenthebungsverfahren erst am Dienstag vorgestellt. Der Präsident soll sich demnach wegen Machtmissbrauchs und wegen Behinderung der Ermittlungen des Kongresses, also des Parlaments verantworten. In der Resolution dazu heißt es, Trump habe durch sein Verhalten gezeigt, "dass er eine Bedrohung für die nationale Sicherheit und für die Verfassung bleibt, wenn ihm erlaubt wird, im Amt zu bleiben".

- Das ist der Hintergrund: Die Ukraine-Affäre. Die Demokraten beschuldigen Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden gedrängt zu haben, um die US-Präsidentschaftswahl 2020 zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Sie sehen es als erwiesen an, dass Trump von der Ankündigung solcher Ermittlungen ein Treffen mit Selenskyj im Weißen Haus und die Freigabe von Militärhilfe für die Ukraine abhängig gemacht habe. Als das herausgekommen sei, habe Trump alles daran gesetzt, die Ermittlungen des Repräsentantenhauses zu blockieren.

- Was das Weiße Haus sagt: "Der Präsident wird diese falschen Anschuldigungen im Senat ansprechen und erwartet, dass er vollständig entlastet wird, weil er nichts falsch gemacht hat", teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, mit. Sie nannte das Verfahren einen "erbärmlichen Versuch, die Trump-Regierung zu stürzen". Die Demokraten wollten damit die Stimmen der 63 Millionen Amerikaner ungültig machen, die 2016 für Trump gestimmt haben. Trump selbst sagte am Dienstagabend auf einer Kundgebung in Hershey im US-Staat Pennsylvania, die Republikaner seien nie jemals so vereint gewesen wie derzeit. "Weil das alles ein Schwindel ist und sie das verstehen." Die Demokraten wollten ein Amtsenthebungsverfahren einleiten, obwohl es keine Straftaten gebe.

- Was die Demokraten sagen: "Wenn wir einem Präsidenten erlauben, einen solchen Weg zu beschreiten - jedem Präsidenten, egal wer sie oder er sein mag - dann verabschieden wir uns von der Republik und begrüßen einen Präsidentenkönig", meinte die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Adam Schiff, sagte, Trump habe die nationale Sicherheit untergraben und die Integrität der nächsten Wahl gefährdet

- "und er tut es weiterhin".

- Warum Trump (derzeit) wenig zu befürchten hat: Für eine Verurteilung und Amtsenthebung im Senat wäre eine Zweidrittelmehrheit der 100 Senatoren notwendig. Die ist derzeit aber nicht in Sicht: Dafür müssten 20 republikanische Senatoren mit den Demokraten stimmen. Bislang stehen die Republikaner geschlossen hinter Trump. In der Geschichte der Vereinigten Staaten ist bislang kein einziger Präsident durch den Senat des Amtes enthoben worden.

- Warum das Impeachment trotzdem bedeutsam ist: Schon die formelle Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens würde Trumps Vermächtnis beflecken. Trump ist nach Andrew Johnson, Richard Nixon und Bill Clinton erst der vierte Präsident in der Geschichte der USA, gegen den Impeachment-Ermittlungen geführt wurden. Formell eröffnet wurde ein Amtsenthebungsverfahren bislang nur gegen Johnson und Clinton - Nixon trat zurück, bevor das Repräsentantenhaus über die Anklagepunkte in der Watergate-Affäre abstimmen konnte./cy/DP/zb

11.12.2019

US-Notenbank entscheidet erneut über Höhe des Leitzinses

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) entscheidet am Mittwoch (20.00 Uhr MEZ) erneut über die Höhe des Leitzinses. Angesichts niedriger Arbeitslosigkeit und solider Wirtschaftsdaten gehen Experten davon aus, dass die Zentralbank ihren Leitzins im Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent belassen wird.

Seit Juli hatte die Fed ihren Leitzins angesichts der anhaltenden Handelskonflikte und einem schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft bereits drei Mal um je 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Damit wollte sie den seit zehn Jahren anhaltenden Aufschwung der US-Wirtschaft verlängern.

Die Arbeitslosenquote lag zuletzt auf ihrem niedrigsten Stand seit 50 Jahren, die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal auf das Jahr gerechnet um 2,1 Prozent. Aus Sicht der Notenbank haben sich die Zinssenkungen zur Stabilisierung des Aufschwungs daher bewährt: Fed-Chef Jerome Powell sagte Ende November, "Prognosen erwarten insgesamt anhaltendes Wachstum, einen starken Arbeitsmarkt und Inflation in der Nähe von zwei Prozent". Powell fügte hinzu: "Meiner Meinung nach ist das Glas mehr als halb voll."

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht Geld leihen. Senkungen verbilligen Kredite, weswegen Firmen leichter investieren können und viele Bürger weniger für Schuldendienst ausgeben müssen - sie haben so mehr Einkommen zur Verfügung./jbz/DP/jkr

11.12.2019

EU-Kommission präsentiert ihren 'Green Deal'

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen stellt am Mittwoch ihren Plan für ein "klimaneutrales" Europa bis 2050 vor, den sogenannten Green Deal. Kern ist ein umfassendes Gesetzgebungsprogramm 2020 und 2021, um Energieversorgung, Industrieproduktion, Verkehr und Landwirtschaft klimafreundlich umzubauen. Gedacht ist die Ankündigung auch als Signal an die laufende UN-Klimakonferenz in Madrid.

Von der Leyens Ziel ist, dass ab 2050 keine neuen Treibhausgase aus Europa in die Atmosphäre gelangen, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen. Dafür muss der größte Teil der Klimagase, die bei Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas und in der Landwirtschaft entstehen, vermieden und der Rest gespeichert werden. Zum "Green Deal" gehört ein Zwischenziel für 2030: Bis dahin sollen die Emissionen um 50 bis 55 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen.

Der Plan soll am Vormittag von der EU-Kommission gebilligt und nachmittags (ab 14.00 Uhr) direkt in einer Sondersitzung des Europaparlaments debattiert werden. Am Donnerstag beraten Staats- und Regierungschefs dann beim EU-Gipfel, ob sie das Ziel der Klimaneutralität 2050 offiziell annehmen./vsr/DP/stw

11.12.2019

Mehr Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

BERLIN (dpa-AFX) - Immer Fachkräfte aus dem Ausland versuchen ihren Berufsabschluss in Deutschland anerkennen zu lassen, um in der Bundesrepublik zu arbeiten. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Anerkennungsgesetz hervor, der am Mittwoch im Bundeskabinett beraten werden soll. Im Jahr 2018 wurden demnach rund 29 000 Anträge gestellt, vor allem durch Krankenpfleger und Ärzte, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf den ihm vorab vorliegenden Bericht berichtete. Das sei ein Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei mehr als der Hälfte der Anträge (52,5 Prozent) sei eine volle Gleichwertigkeit zum deutschen Abschluss beschieden worden. In nur 2,3 Prozent der Fälle konnte gar keine Gleichwertigkeit festgestellt werden und in den übrigen Fällen eine teilweise Gleichwertigkeit oder es gab noch Prüfungsauflagen für eine Anerkennung.

Eine Datenauswertung durch das Bundesinstitut für Berufsbildung hatte Ende August gezeigt, dass 2018 allein rund 17 700 Ärzte und Pfleger einen Antrag auf Anerkennung ihres Abschlusses gestellt hatten. Im Bereich Krankenpflege waren es vor allem Menschen mit Berufsabschlüssen aus Bosnien, Serbien und den Philippinen, die Anträge stellten. In der Rangliste der Berufe folgen danach Physiotherapeuten, Kaufleute, Apotheker, Zahnärzte und Elektroniker. Die Zahl der Anträge bewegte sich hier jeweils im dreistelligen Bereich.

Das Anerkennungsgesetz, das 2012 in Kraft trat, regelt die Anerkennung von im Ausland gemachten Berufsabschlüssen in Deutschland und soll die bürokratischen Hürden für die Anerkennung senken, auch um Fachkräftemangel zu begegnen. Seit 2012 gab es nach Angaben des Bundesbildungsministeriums fast 141 000 Anträge auf Anerkennung./jr/DP/zb

11.12.2019

Russischer Botschafter zu Georgier-Mord: Defizite bei Kooperation beseitigen

PARIS (dpa-AFX) - Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, hat dazu aufgerufen, mögliche Mängel bei der Kooperation im Fall des in Berlin erschossenen Georgiers auszuräumen. "Ich denke, dass die Zusammenarbeit auf allen Schienen prinzipiell gegeben war. Ich weiß allerdings nicht, in welchem Umfang", sagte Netschajew der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). "Wenn es irgendwelche Defizite gibt, dann muss man sie finden und beseitigen." Netschajew verwies demnach auf die "partnerschaftlichen Kanäle" zwischen Deutschland und Russland, die "früher auch zwischen den rechtspflegenden Organen funktioniert haben". Diese gelte es zu nutzen und auszuschöpfen, um die Ermittlungen zu erleichtern.

Ein 40-jähriger Georgier, der in der russischen Teilrepublik Tschetschenien auf Seite der Separatisten gekämpft haben soll, war am 23. August im Kleinen Tiergarten im Berliner Stadtteil Moabit von hinten in Rücken und Kopf geschossen worden. Der mutmaßliche Täter wurde kurz darauf gefasst, sitzt seither in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt staatliche Stellen in Russland oder in der Teilrepublik Tschetschenien, den Mord in Auftrag gegeben zu haben.

Nach dem Ukraine-Gipfel hatte Russlands Präsident Wladimir Putin den erschossenen Georgier als "Banditen" und "Mörder" bezeichnet. Den deutschen Behörden warf er vor, den "Verbrecher und Mörder" trotz entsprechender Gesuche nicht ausgeliefert zu haben. Aus der Bundesregierung hieß es, ein solches Ersuchen sei gar nicht bekannt. Der Fall hat die deutsch-russischen Beziehungen schwer belastet. Die Bundesregierung wirft Russland fehlende Kooperation bei der Aufklärung vor und wies deshalb zwei russische Diplomaten aus. Russland will entsprechend darauf reagieren.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen, nannte es in der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch) "auffällig, dass offensichtlich Präsident Putin dieser Fall und die Identität des Ermordeten gut bekannt sind"./seb/DP/zb

11.12.2019

ANALYSE-FLASH: Jefferies senkt Airbus auf 'Hold' - Ziel hoch auf 120 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat Airbus von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 110 auf 120 Euro angehoben. Dass der Flugzeugbauer schon bald die gesamten freien Barmittel an die Aktionäre ausschütten würde, sei ein trügerisches Idyll, schrieb Analyst Sandy Morris in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Die nächsten zwei bis drei Jahre seien wohl keine Zeit der Großzügigkeit, denn Airbus müsse sich zunächst finanziell stärken./ajx/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 10.12.2019 / 10:01 / ET Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 10.12.2019 / 19:00 / ET

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10.12.2019

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt DWS auf 'Buy' - Ziel 36 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für DWS nach Aussagen des Vermögensverwalters zur Strategie auf "Buy" mit einem Kursziel von 36 Euro belassen. Positive Effekte durch Kostensenkungen dürften teilweise von zukünftigen Investitionen ausgeglichen werden, schrieb Analystin Roberta De Luca in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Unter dem Strich dürften die Aussagen aber die Zuversicht am Markt erhöhen, dass die DWS ihre Vorhaben realisieren kann./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 10.12.2019 / 15:14 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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10.12.2019

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Leoni auf 'Underweight' - Ziel 7,60 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Leoni nach der Ankündigung einer erhöhten Liquidität auf "Underweight" mit einem Kursziel von 7,60 Euro belassen. Am Markt warte man auf Details zu möglichen Fortschritten in den Verhandlungen mit Gewerkschaften und zum Verkauf des Geschäfts mit Kabeln und Verbindungslösungen, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Auch auf die Refinanzierung eines Schuldscheins im ersten Quartal 2020 sowie vor allem auf Maßnahmen gegen das Verbrennen von Cash schauten die Marktteilnehmer./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 10.12.2019 / 16:29 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 10.12.2019 / 16:31 / GMT

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10.12.2019

AKTIE IM FOKUS: Erhöhung der Liquidität belastet Leoni-Aktie

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Aktien von Leoni sind am Dienstagnachmittag unter Druck geraten. Der Automobilzulieferer will nach eigener Aussage die Liquidität "zur Absicherung der Durchfinanzierung" um 200 Millionen Euro erhöhen. Das ließ den Aktienkurs zuletzt um 2,1 Prozent auf 10,36 Euro fallen auf den niedrigsten Stand seit Ende August. Im Tief waren die Aktien sogar um 7 Prozent gefallen.

Am Markt wurde zuletzt immer wieder spekuliert, dass das Unternehmen angesichts der kurzfristigen Verbindlichkeiten das Kapital aufstocken könnte. "Mit der Kurserholung bis in den November hinein hatte sich das Umfeld für eine mögliche Kapitalmaßnahme aufgehellt", sagte ein Händler./bek/fba

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10.12.2019

AKTIE IM FOKUS: Pfeiffer Vacuum auf Talfahrt - Verkaufsempfehlung der DZ Bank

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine Verkaufsempfehlung der DZ Bank hat die Aktien von Pfeiffer Vacuum am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Sie weiteten ihr Minus bis zum Nachmittag auf mehr als 6 Prozent aus und fielen unter der 150-Euro-Marke auf ein Tief seit Anfang November. Harald Schnitzer von Zentral-Genossenschaftsbank hatte die ehemals mit "Halten" beurteilten Anteile nach zuletzt starkem Lauf zum Verkauf empfohlen.

Seit dem 117-Euro-Zwischentief von Ende September hatten Pfeiffer Vacuum bis zum Vortag mehr als ein Drittel zugelegt, womit sie laut Schnitzer eine erwartete anziehende Nachfrage im nächsten Jahr schon weitgehend vorweggenommen haben. Die Aktie liege nun schon etwa 20 Prozent über seinem unverändert errechneten fairen Wert von 134,30 Euro, was auch im Branchenvergleich nicht zu rechtfertigen sei./tih/mis

10.12.2019

ANALYSE: Mainfirst wird optimistischer für Jost Werke - Votum jetzt 'Outperform'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Mainfirst wird mit Blick auf die weiteren Perspektiven des Nutzfahrzeugzulieferers Jost Werke optimistischer. Möglicherweise habe das SDax -Unternehmen den Abwärtszyklus halbwegs hinter sich, schrieb Analyst Alexander Wahl in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Er stufte Jost Werke von "Neutral" auf "Outperform" hoch. Die verbleibenden Risiken seien von nun an begrenzt, urteilte Wahl.

Der Experte rechnet 2020/21 nun mit einer Rendite beim freien Mittelzufluss im zweistelligen Prozentbereich und sieht nur noch begrenzte Abwärtsgefahren für die Schätzungen. Die Stimmung im Sektor könnte sich aufhellen und die Markterwartungen für das Jahr 2020 erschienen im historischen Vergleich ausreichend konservativ. Das Kursziel hob Wahl von 32 auf 39 Euro an. So attestiert er der Aktie auf dem aktuellen Kursniveau ein Aufwärtspotenzial von 19 Prozent.

Erst kürzlich hatte Jost Werke seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019 gekappt und erwartet nun einen Umsatz- und Ergebnisrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zwar rechnet Mainfirst 2020 nur mit überschaubaren Impulsen aus der europäischen und nordamerikanischen Lkw- und Trailer-Produktion, sieht aber Licht am Ende des Tunnels.

Wahl sieht eine begründete Chance, dass die Auftragseingänge in den nächsten 6 bis 12 Monaten den Tiefpunkt erreichen und es danach wieder bergauf gehen könnte. Dies sollte sich dann positiv auf die Stimmung auswirken. Die letzten Abwärtszyklen in der Branche hätten zwischen 15 und 22 Monaten gedauert, der aktuelle Negativtrend habe aber bereits vor rund einem Jahr im November 2018 begonnen.

Entsprechend der Einstufung "Outperform" erwarten die Analysten von Mainfirst, dass sich der Aktienkurs in den nächsten zwölf Monaten um mindestens 5 Prozent besser als der Stoxx-Europe-600-Index entwickeln wird./eas/tih/jha/

Analysierendes Institut Mainfirst.

Veröffentlichung der Original-Studie: 09.12.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

10.12.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Sanofis neue Wachstumsstrategie kommt bei Anlegern gut an

(neu: Aktienkurs, Experten und mehr Details und Hintergrund)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien des französischen Pharmariesen Sanofi sind am Dienstag nach Umbauplänen des neuen Chefs Paul Hudson mit einem Plus von zuletzt 4 Prozent an die Spitze im Eurostoxx50 Index geklettert. Mit 85,19 Euro kosteten sie so viel wie Ende Oktober - und kommen seit Jahresbeginn auf ein Plus von gut 13 Prozent.

Hudson krempelt den Konzern um. So will er etwa die Bereiche Diabetes und Herz-Kreislaufkrankheiten herunterfahren und sich auf Wachstumsbereiche wie Krebstherapie konzentrieren. Zu diesem Zweck will das Unternehmen unter anderem die US-Biotechfirma Synthorx übernehmen, wie es bereits am Montag mitgeteilt hatte. Der Angebotspreis von 68 US-Dollar je Aktie belief sich auf fast das Dreifache des Synthorx-Schlusskurses vom Freitag. Das Synthorx-Management unterstützte das Angebot. Das Unternehmen entwickelt Gen-Therapien gegen Krebs und Autoimmunkrankheiten.

Neben Krebsmedikamenten sieht Sanofi seine Zukunft auch bei Impfstoffen, Mitteln gegen seltene Krankheiten und die Bluterkrankheit, sowie dem bereits gut laufenden Medikament Dupixent gegen Hautkrankheiten. Die Pipeline sei mit vielversprechenden Kandidaten zu diesen Therapiefeldern gefüllt, hieß es. Der Konzern kämpft in den USA mit dem dort besonders ausgeprägten Preiswettbewerb, unter anderem bei Diabetes-Medikamenten. Im dritten Quartal lagen die Gesamterlöse mit neuneinhalb Milliarden Euro nur knapp im Plus.

Vor dem Kapitalmarkttag hatte Hudson zudem bereits ehrgeizige Margenziele vorgestellt. Bis 2022 soll die operative Marge bei 30 Prozent liegen und ab 2025 mehr als 32 Prozent erreichen. Im Zuge der Neuaufstellung will Sanofi ab 2022 zwei Milliarden Euro einsparen. Das Geld soll in Wachstumsprojekte fließen. Auch der Mittelzufluss soll kräftig zulegen und bis 2022 um rund 50 Prozent anwachsen. Um das zu erreichen, werde man vor allem eine disziplinierte Ausgabenpolitik fahren. Zudem habe man noch die Möglichkeit, über Verkäufe Kapital in die Kasse zu bringen. So denke man über den Verkauf des Anteils am Entwicklungspartner Regeneron nach.

Analysten zeigten sich am Dienstag durchweg beeindruckt. Die neue Strategie und die angekündigten Prioritäten seien ermutigend, schrieb Goldman-Analyst Keyur Parekh. Sanofi habe die richtigen Maßnahmen angekündigt, meinte auch Bernstein-Analyst Wimal Kapadia. Der Margenausblick sei stark und liege über den Markterwartungen. Die zukünftige Aufstellung des Geschäfts mit rezeptfreien Medikamenten (Consumer Healthcare) als "Standalone"-Einheit sei wohl der Weg in die Trennung von diesem Bereich./kro/tih/jha/

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10.12.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Deutsche-Bank-Investorentag reißt Anleger nicht vom Hocker

(neu: Aktienkurs, Analysten und mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat am Dienstag mit einer Investorenveranstaltung die Börsianer nicht hinter sich bringen können. Zwar legte der Aktienkurs im frühen Handel um bis zu 1,7 Prozent zu, anschließend drehte er jedoch im Fahrwasser europaweit fallender Börsen ins Minus. Zuletzt verlor er 1,1 Prozent auf 6,47 Euro.

Die Deutsche Bank bekommt bei ihrem Radikalumbau verschärften Gegenwind. Das im Sommer ausgegebene Ziel für die Eigenkapitalrendite sei angesichts der verschärften Niedrigzinsen in der Eurozone ehrgeiziger geworden, teilte das Geldhaus mit. Bis 2022 soll die Rendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) aber weiterhin acht Prozent erreichen. Für die Kernbank - also ohne die konzerneigene Abwicklungseinheit - peilt Vorstandschef Christian Sewing jetzt sogar mehr als neun Prozent an.

Analyst Kian Abouhossein von JPMorgan zweifelte in einer ersten Reaktion am Renditeziel. Er hielt vielmehr an seiner Einschätzung fest, dass die Rendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) im Jahr 2022 lediglich fünf Prozent betragen dürfte - und damit drei Prozentpunkte weniger, als die Deutsche Bank anvisiert.

Die Differenz beruhe vor allem auf unterschiedlichen Prognosen der Einnahmen der Bank. So rechne das Kreditinstitut mit einem Wachstum der Einnahmen der Kernbank 2018 bis 2022 von einem Prozent per Jahr. Abouhossein stellt diesem Ziel einen Rückgang um 0,4 Prozent pro Jahr entgegen - "also deutlich niedriger als die Erwartung des Unternehmens".

Anleger hatten sich in den vergangenen Monaten bedeckt gehalten: Anfang Juni und Mitte August waren die Papiere der Deutschen Bank mit jeweils rund 5,80 Euro auf historische Tiefstkurse gefallen. Eine anschließende Erholung bis auf 7,75 Euro war nur von kurzer Dauer, zuletzt pendelte sich der Kurs um die Marke von 6,50 Euro ein. Seit Jahresanfang liegen sie mit rund sieben Prozent im Minus. Schlechter entwickelten sich nur die Aktien von Wirecard und der Lufthansa.

"Die strukturellen Herausforderungen bleiben", sagte Jernej Omahen von Goldman Sachs mit Blick auf die Investorenveranstaltung. Diese fielen in drei Kategorien: Das Fehlen von Aktivitäten mit hohen Renditen, hohe Finanzierungskosten und die Unsicherheit über die Zukunft des Investment Banking. Die Umbaupläne gingen zwar die beiden letztgenannten Probleme an, änderten jedoch nichts am Fehlen profitabler Einnahmequellen./bek/mf/jha/

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10.12.2019

AKTIE IM FOKUS: Goldman-Sachs-Studie belastet Deutsche Wohnen nur kurzzeitig

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen haben am Dienstag nach einer aufgegebenen Kaufempfehlung durch Goldman Sachs ihre anfänglichen Verluste reduziert. Erst waren sie um 1,6 Prozent gefallen, dann aber begrenzten sie ihr Minus auf nur noch knappe 0,2 Prozent. Im MDax wurden sie damit sogar zu einem der besten Indexwerte. Hilfreich war dabei der defensive Charakter des Immobiliensektors, der europaweit an einem sehr schwachen Börsentag am ehesten gefragt war.

In einer Branchenstudie hatte Goldman Sachs die Aktien zwar von "Kaufen" auf "Neutral" abgestuft, dies aber weniger mit neuen Unsicherheiten, sondern der zuletzt überdurchschnittlichen Kurssteigerung begründet. Seit dem Tief im August haben sich die Papiere bislang um etwa ein Viertel erholt, was Analyst Jonathan Kownator damit begründete, dass einzelne Elemente der neuen Gesetzgebung zum Schutz für Mieter nicht so negativ seien, wie es der Markt zuvor erwartet habe.

Ungeachtet dessen verwies Kownator nun in seiner Studie darauf, dass regulatorische Risiken für das Immobilienunternehmen im Berliner Wohnungsmarkt noch einige Zeit anhalten könnten. Er glaubt aber, dass das angekündigte und bis zu 750 Millionen Euro schwere Aktienrückkaufprogramm dazu beitragen werde, den Preis je Aktie kurzfristig auf dem aktuellen Niveau zu halten./eas/tih/jha/

10.12.2019

ANALYSE-FLASH: Barclays startet Siemens mit 'Equal Weight' - Ziel 123 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat Siemens mit "Equal Weight" und einem Kursziel von 123 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Industriekonzern sei mitten in einer Umstrukturierungsphase, schrieb Analyst Shane McKenna in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Er sieht Unsicherheiten mit Blick auf die geplante Auslagerung der Energiesparte und hinsichtlich der künftigen Führungsmannschaft./tih/edh

Veröffentlichung der Original-Studie: 09.12.2019 / 15:05 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 09.12.2019 / 16:45 / GMT

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