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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben am "Black Friday" in einem ruhigen Handelsgeschehen zwar wenig Kauffreude gezeigt. Dem Dow Jones Industrial reichte am letzten Börsentag der Woche, der nach dem gestrigen Feiertag "Thanksgiving" bereits um 19.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit endete, aber schon ein moderates Plus für ein Siebenmonatshoch.

Letztlich gewann der New Yorker Leitindex 0,45 Prozent auf 34 347,03 Punkten und erzielte damit einen Wochengewinn von 1,8 Prozent. Beim marktbreiten S&P 500 stand am Freitag zum Schluss ein Minus von 0,03 Prozent auf 4026,12 Punkte zu Buche, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,70 Prozent auf 11 756,03 Zähler nachgab.

Vorweihnachtliche Schnäppchen witterten Investoren angesichts der schon hohen Bewertungen an den Börsen wohl eher in den Läden - am "Black Friday" wird traditionell das Weihnachtsgeschäft mit besonders hohen Rabatten eingeläutet. Der Dow hat dank einer fast 20-prozentigen Erholungsrally seit Mitte Oktober seinen Jahresverlust inzwischen auf fünfeinhalb Prozent eingedämmt.

"Hilfreich sind die seit einigen Handelstagen wieder fallenden Renditen an den US-Anleihemärkten", sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow. Am Mittwoch hatte das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed für Erleichterung gesorgt. Aus diesem geht hervor, dass sich die Mehrheit der Fed-Mitglieder für künftig behutsamere Zinsschritte ausspricht.

Im Fokus stand am Freitag der Einzelhandel: "Die ersten Zahlen zu den Black-Friday-Umsätzen haben das Potenzial, über die zukünftige Richtung an den Börsen zu entscheiden oder zumindest mitzuentscheiden", sagte Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Denn angesichts steigender Lebenshaltungskosten werde es in diesem Jahr besonders spannend, wie viel Geld die US-Verbraucher noch für Weihnachtsgeschenke parat hätten.

Die Aktien des Einzelhandelsriesen Walmart entwickelten sich indes mit plus 0,4 Prozent vergleichsweise unauffällig. Ähnliches galt für die Titel seines großen Online-Kontrahenten Amazon , die im schwachen Tech-Umfeld 0,8 Prozent verloren. Auch die kaum bewegten Target -Titel waren unauffällig. Für Best Buy ging es indes um 1,4 Prozent bergab, während Macy's um knapp ein Prozent zulegten.

Die Aktien der US-Fluggesellschaften American , Delta , Southwest und United zogen um bis zu knapp zwei Prozent an. Sie profitierten davon, dass viele Amerikaner den gestrigen Feiertag für ein verlängertes Wochenende nutzen und verreisen.

Bei Manchester United kochte derweil die Gerüchteküche munter weiter. Die in New York gelisteten Papiere des britischen Fußballclubs sprangen letztlich um weitere 13 Prozent auf 21,21 US-Dollar hoch und waren zeitweise so teuer wie seit über vier Jahren nicht mehr. Nach Bekanntwerden der Verkaufsüberlegungen der Eigentümerfamilie Glazer hatte es am Donnerstag in einem vagen Medienbericht geheißen, dass Apple Interesse an einem Kauf zeigen könnte.

Ähnlich unkonkrete Meldungen, dass an dem Bericht nichts dran sei, konnten den Papieren des Fußballvereins zunächst nichts anhaben - wohl auch, weil es mit Amancio Ortega, Chef und Gründer des Textilkonzerns Inditex, sowie Saudi-Arabien angeblich weitere Interessenten gibt. Inklusive der aktuellen Gewinne summiert sich das jüngste Kursplus auf über 60 Prozent.

Die Apple-Führung dürften indes aktuell ganz andere Themen beschäftigen: Die Aktien des Technologiekonzerns büßten als Dow-Schlusslicht knapp zwei Prozent ein, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise berichtet hatte, dass die zuletzt gehäuften Unruhen unter den Mitarbeitern des iPhone-Fertigers Foxconn die ohnehin schon gehemmte Produktion zusätzlich beeinträchtigen könnten. Im größten iPhone-Werk der Welt kommt es derzeit wegen Chinas Corona-Maßnahmen immer wieder zu Protesten. Die Herstellung werde um mindestens 30 Prozent statt wie bislang angenommen um bis zu 30 Prozent zurückgehen, heißt es nun in dem Bericht.

Für die Anteilsscheine von Activision Blizzard ging es um vier Prozent bergab. Hier belastete ein Bericht, wonach die US-Wettbewerbsbehörde FTC die geplante Übernahme des Computerspieleanbieters durch den Softwareriesen Microsoft durchkreuzen dürfte. Die Microsoft-Titel schlossen kaum verändert.

Der Euro sank nach den Gewinnen der vergangenen Tage im New Yorker Handel zuletzt auf 1,0403 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor auf 1,0375 (Donnerstag: 1,0413) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,9638 (0,9603) Euro gekostet. US-Anleihen drehten nach einem verhaltenen Start moderat ins Plus: Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) stieg um 0,11 Prozent auf 113,08 Punkte. Zehnjährige Treasuries rentierten mit 3,69 Prozent./gl/nas

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben am "Black Friday" in einem ruhigen Handelsgeschehen zwar wenig Kauffreude gezeigt. Dem Dow Jones Industrial reichte am letzten Börsentag der Woche, der nach dem gestrigen Feiertag "Thanksgiving" bereits um 19.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit endete, aber schon ein moderates Plus für ein Siebenmonatshoch.

Letztlich gewann der New Yorker Leitindex 0,45 Prozent auf 34 347,03 Punkten und erzielte damit einen Wochengewinn von 1,8 Prozent. Beim marktbreiten S&P 500 stand am Freitag zum Schluss ein Minus von 0,03 Prozent auf 4026,12 Punkte zu Buche, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,70 Prozent auf 11 756,03 Zähler nachgab.

Vorweihnachtliche Schnäppchen witterten Investoren angesichts der schon hohen Bewertungen an den Börsen wohl eher in den Läden - am "Black Friday" wird traditionell das Weihnachtsgeschäft mit besonders hohen Rabatten eingeläutet. Der Dow hat dank einer fast 20-prozentigen Erholungsrally seit Mitte Oktober seinen Jahresverlust inzwischen auf fünfeinhalb Prozent eingedämmt./gl/nas

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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktenmärkte haben sich nach einer ruhigen Sitzung wenig verändert ins Wochenende verabschiedet. Die uneinheitliche Entwicklung an den US-Börsen, die am "Black Friday" nach dem handelsfreien Feiertag "Thanksgiving" bereits um 19.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit schließen, gab den hiesigen Kursen keine Richtung vor. Auch das deutsche GfK-Konsumklima, das sich nach einem Absturz zuletzt stabilisiert hat, lieferte den Anlegern nach der jüngsten, nur noch zaghaften Klettertour keine Kaufargumente.

Der EuroStoxx 50 pendelte wie schon an den vergangenen Tagen in einer engen Handelsspanne. Er schloss 0,01 Prozent fester bei 3962,41 Punkten, womit er sich auf dem höchsten Niveau seit Ende März behauptete. Auf Wochensicht schaffte der Leitindex der Eurozone ein Plus von knapp einem Prozent. Seit dem Jahrestief Ende September steht eine Erholung von mehr als 20 Prozent zu Buche, dank der der Index sein Jahresminus inzwischen auf knapp acht Prozent eingedämmt hat.

Für den französischen Cac 40 ging es am Freitag um 0,08 Prozent auf 6712,48 Punkte hoch. Etwas besser hielt sich der britische FTSE 100 mit einem Kursanstieg um 0,27 Prozent auf 7486,67 Zähler.

Die Vorzeichen für die weitere Kursentwicklung sind nach dem Anstieg der Vorwochen nicht mehr ganz so rosig, wie die Experten der Landesbank Baden-Württemberg anmerkten. "Nach der jüngsten Rally sehen wir für die kommenden Monate daher ein ungünstiges Chance-Risiko-Profil für Risikoassets, zumal die Rezessionsrisiken nicht nur in Europa, sondern auch in den USA weiterhin nicht von der Hand zu weisen sind". So sei der neuerliche Ausbruch der Corona-Pandemie in der Volksrepublik China ein Warnsignal für die ohnehin angeschlagene Weltkonjunktur.

Im europäischen Branchenvergleich führten Ölaktien die Gewinnerliste an: Ihr Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 stieg um 0,7 Prozent.

Der Bankenindex hielt sich mit einem Anstieg um 0,14 Prozent vergleichsweise gut. Im EuroStoxx belegten die spanischen Branchenvertreter Santander und BBVA mit Gewinnen von 1,7 und 1,1 Prozent die vorderen Plätze. Bei BNP Paribas reichte es indes nur für ein branchenkonformes Plus. Informierten Kreisen zufolge hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Franzosen ebenso wie der Deutschen Bank höhere Kapitalanforderungen auferlegt.

Der Index der zinssensiblen Immobilienwerte gab nach dem gestrigen Kurssprung um knapp ein Prozent nach. Damit verpuffte die positive Reaktion auf die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed zum Teil wieder. Darin hatten die Währungshüter künftig kleinere Zinsschritte angedeutet. Der Sektor hatte in den vergangenen Monaten schon erheblich unter der Zinswende und der verschlechterten Lage am Immobilienmarkt gelitten.

In Zürich verloren Zur Rose 8,2 Prozent. Die Schweizer Versand-Apotheke und DocMorris-Mutter will per Ende 2022 den Bremer Logistikstandort der Eurapon Pharmahandel GmbH schließen und stellt gleichzeitig die Marke Eurapon ein./gl/nas

FRANKFURT (dpa-AFX) - In einer überwiegend trägen und handelsarmen Sitzung am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax am Freitag kaum vom Fleck bewegt. Weil in den USA einen Tag nach dem Thanksgiving-Fest verkürzt gehandelt wird, fehlten Impulse. Die meisten Anleger jenseits des Atlantiks gönnten sich ein verlängertes Wochenende.

Der deutsche Leitindex konnte im Handelsverlauf zwar sein Hoch seit Juni kurzzeitig weiter ausbauen, ging aber letztlich mit plus 0,01 Prozent auf 14 541,38 Punkte aus dem Geschäft. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Plus von 0,8 Prozent. Zudem hat der Dax damit nun die achte Woche in Folge zugelegt, womit sich sein Erholungsgewinn seither auf insgesamt auf 20 Prozent summiert. Sein Verlust seit Jahresbeginn ist damit auf 8,5 Prozent zusammengeschmolzen.

Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Freitag indes 0,32 Prozent auf 25 971,45 Zähler. In Europa schlossen die wichtigsten Börsen ebenfalls recht nah an ihren Schlussständen vom Vortag. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, trat mit plus 0,01 Prozent auf 3962,41 Punkte auf der Stelle. In den USA legte der Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa moderat zu, während die technologielastigen Nasdaq-Indizes moderat nachgaben.

Grund für den aktuellen Optimismus waren laut Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG nicht zuletzt auch die jüngsten Lichtblicke aus der deutschen Wirtschaft: So fiel das am Donnerstag veröffentlichte Ifo-Geschäftsklima besser als erwartet aus. An diesem Freitag dann zeigte das Gfk-Verbrauchervertrauen ebenfalls eine leicht verbesserte Konsumstimmung, wenn auch auf einem sehr schwachen Niveau. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Sommer außerdem überraschend deutlich.

Auf Unternehmensseite war in Dax die Aktie von RWE mit plus 1,9 Prozent der Spitzenwert. Damit ist sie zurück auf dem Niveau von Mitte September. Positive Impulse kamen von einer Studie der Bank of America (BofA), die dem Versorger unter Verweis auf die Strompreisbremse in Deutschland und die britische Sondersteuer auf Übergewinne von Produzenten Erneuerbarer Energien deutlich gesunkene Risiken bescheinigt.

Die Gewinne der Deutsche-Bank-Aktie bröckelten indes nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg auf nur noch plus 0,2 Prozent ab. Kreisen zufolge plant die EZB einigen Banken im Zusammenhang mit deren Kreditvergabe höhere Kapitalanforderungen aufzuerlegen. Zu diesen Banken zähle auch die Deutsche.

Im SDax dagegen brach der Anteilsschein von Uniper um etwas mehr als 12 Prozent ein. Seit dem Hoch am Dienstag haben die Papiere damit fast 46 Prozent nachgegeben, nachdem sich der Kurs zuvor binnen vier Handelstagen fast verdoppelt hatte. Nach der Ankündigung einer weiteren milliardenschweren Kapitalspritze vom Bund mehren sich kritische Stimmen. So verwies zuletzt die Citigroup auf die massive Verwässerung für die Altaktionäre, da sie an von den Kapitalerhöhungen ausgeschlossen sind.

Außerhalb der Dax-Familie, die aus Dax, MDax, SDax und TecDax besteht, sackte nach einer Gewinnwarnung die Aktie der Helma Eigenheimbau zeitweise auf den tiefsten Stand seit Herbst 2013. Letztlich gingen sie etwas erholter mit einem Abschlag von 6,0 Prozent aus dem Handel.

Der Euro wurde am frühen Abend mit 1,0400 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0375 (Donnerstag: 1,0413) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9638 (0,9603) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,84 Prozent am Vortag auf 1,92 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,44 Prozent auf 127,89 Punkte. Der Bund-Future verlor zuletzt 0,92 Prozent auf 140,71 Zähler./ck/nas

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktenmärkte haben sich nach einer ruhigen Sitzung wenig verändert ins Wochenende verabschiedet. Die uneinheitliche Entwicklung an den US-Börsen, die am "Black Friday" nach dem handelsfreien Feiertag "Thanksgiving" bereits um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit schließen, gab den hiesigen Kursen keine Richtung vor. Auch das deutsche GfK-Konsumklima, das sich nach einem Absturz zuletzt stabilisiert hat, lieferte den Anlegern nach der jüngsten, nur noch zaghaften Klettertour keine Kaufargumente.

Der EuroStoxx 50 pendelte wie schon an den vergangenen Tagen in einer engen Handelsspanne. Er schloss 0,01 Prozent fester bei 3962,41 Punkten, womit er sich auf dem höchsten Niveau seit Ende März behauptete. Auf Wochensicht schaffte der Leitindex der Eurozone ein Plus von knapp einem Prozent. Seit dem Jahrestief Ende September steht eine Erholung von mehr als 20 Prozent zu Buche, dank der der Index sein Jahresminus inzwischen auf knapp acht Prozent eingedämmt hat.

Für den französischen Cac 40 ging es am Freitag um 0,08 Prozent auf 6712,48 Punkte hoch. Etwas besser hielt sich der britische FTSE 100 mit einem Kursanstieg um 0,27 Prozent auf 7486,67 Zähler./gl/nas

FRANKFURT (dpa-AFX) - In einer überwiegend trägen und handelsarmen Sitzung am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax am Freitag kaum vom Fleck bewegt. Weil in den USA einen Tag nach dem Thanksgiving-Fest verkürzt gehandelt wird, fehlten Impulse. Die meisten Anleger jenseits des Atlantiks gönnten sich ein verlängertes Wochenende.

Der deutsche Leitindex konnte im Handelsverlauf zwar sein Hoch seit Juni kurzzeitig weiter ausbauen, ging aber letztlich mit plus 0,01 Prozent auf 14 541,38 Punkte aus dem Geschäft. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Plus von 0,8 Prozent. Zudem hat der Dax damit nun die achte Woche in Folge zugelegt, womit sich sein Erholungsgewinn seither auf insgesamt auf 20 Prozent summiert. Sein Verlust seit Jahresbeginn ist damit auf 8,5 Prozent zusammengeschmolzen.

Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Freitag indes 0,32 Prozent auf 25 971,45 Zähler. In Europa schlossen die wichtigsten Börsen ebenfalls recht nah an ihren Schlussständen vom Vortag. In den USA legte der Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa moderat zu, während die technologielastigen Nasdaq-Indizes moderat nachgaben.

Grund für den aktuellen Optimismus waren laut Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG nicht zuletzt auch die jüngsten Lichtblicke aus der deutschen Wirtschaft: So fiel das am Donnerstag veröffentlichte Ifo-Geschäftsklima besser als erwartet aus. An diesem Freitag dann zeigte das Gfk-Verbrauchervertrauen ebenfalls eine leicht verbesserte Konsumstimmung, wenn auch auf einem sehr schwachen Niveau. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Sommer außerdem überraschend deutlich./ck/nas

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben am "Black Friday" zwar erst einmal wenig Kauffreude gezeigt. Dem Dow Jones Industrial reichte am letzten Handelstag der Woche, der nach dem gestrigen Börsenfeiertag "Thanksgiving" bereits um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit endet, aber schon ein moderates Plus für ein Siebenmonatshoch.

Zuletzt notierte der New Yorker Leitindex 0,46 Prozent fester bei 34 350,61 Punkten und steuert damit auf einen Wochengewinn von 1,8 Prozent zu. Beim marktbreiten S&P 500 reichte es indes nur für ein Kursplus von 0,07 Prozent auf 4030,17 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,46 Prozent auf 11 784,66 Zähler nachgab.

Vorweihnachtliche Schnäppchen wittern Investoren angesichts der schon hohen Bewertungen an den Börsen wohl eher in den Läden - am "Black Friday" wird traditionell das Weihnachtsgeschäft mit besonders hohen Rabatten eingeläutet. Der Dow hat indes dank einer fast 20-prozentigen Erholungsrally seit Mitte Oktober seinen Jahresverlust inzwischen auf fünfeinhalb Prozent eingedämmt.

"Hilfreich sind die seit einigen Handelstagen wieder fallenden Renditen an den US-Anleihemärkten", sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow. Am Mittwoch hatte das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed für Erleichterung gesorgt. Aus diesem geht hervor, dass sich die Mehrheit der Fed-Mitglieder für künftig behutsamere Zinsschritte ausspricht. Zum Wochenschluss rechnet Lipkow mit einer eher ruhigen Handelssitzung. Viele Anleger nutzen den verkürzten Handel für ein langes Wochenende.

Im Fokus stand am Freitag der Einzelhandel: "Die ersten Zahlen zu den Black-Friday-Umsätzen haben das Potenzial, über die zukünftige Richtung an den Börsen zu entscheiden oder zumindest mitzuentscheiden", sagte Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Denn angesichts steigender Lebenshaltungskosten werde es in diesem Jahr besonders spannend, wie viel Geld die US-Verbraucher noch für Weihnachtsgeschenke parat hätten. Die Aktien von Einzelhändlern wie Walmart oder dem großen Online-Kontrahenten Amazon entwickelten sich mit moderaten Kursverlusten aber unauffällig.

Dagegen zogen die Aktien der US-Fluggesellschaften American , Delta , Southwest und United um bis zu zwei Prozent an. Sie profitierten davon, dass viele Amerikaner den gestrigen Feiertag für ein verlängertes Wochenende nutzen und verreisen.

Die in New York gelisteten Papiere des britischen Fußballclubs Manchester United sprangen um weitere 19 Prozent auf 22,39 US-Dollar hoch. Damit waren sie so teuer wie seit über vier Jahren nicht mehr. Nach Bekanntwerden der Verkaufsüberlegungen der Eigentümerfamilie Glazer hatte es am Donnerstag in einem vagen Medienbericht geheißen, dass Apple Interesse an einem Kauf zeigen könnte. Ähnlich unkonkrete Meldungen, dass an dem Bericht nichts dran sei, konnten den Papieren des Fußballvereins zunächst nichts anhaben - inklusive der aktuellen Gewinne summiert sich das jüngste Kursplus auf mehr als 70 Prozent.

Die Apple-Führung dürften indes aktuell ganz andere Themen beschäftigen: Die Aktien des Technologiekonzerns büßten als Dow-Schlusslicht knapp zwei Prozent ein, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise berichtet hatte, dass die zuletzt gehäuften Unruhen unter den Mitarbeitern des iPhone-Fertigers Foxconn die ohnehin schon gehemmte Produktion zusätzlich beeinträchtigen könnten. Im größten iPhone-Werk der Welt kommt es derzeit wegen Chinas Corona-Maßnahmen immer wieder zu Protesten. Die Herstellung werde um mindestens 30 Prozent statt wie bislang angenommen um bis zu 30 Prozent zurückgehen, heißt es nun in dem Bericht./gl/nas

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auf eine ruhige und insgesamt freundliche Börsenwoche dürfte in der neuen Handelswoche wohl wieder ein ausgeprägteres Auf und Ab folgen. Die Frage nach einer Weihnachts- oder Neujahrsrally ist auch noch offen. Allerdings hat der Dax bereits eine beeindruckende Herbstrally hinter sich.

Seinen Jahresverlust von 25 Prozent bis Ende September konnte der deutsche Leitindex in einem erstaunlichen Tempo bis dato auf unter neun Prozent verringern. Angetrieben haben vor allem Hoffnungen, gestützt auf Konjunkturdaten und geldpolitische Signale: Die Hoffnung auf einen Rückgang der Inflation und auf eine nur milde Rezession im neuen Jahr. Und auch die Hoffnung auf eine weniger aggressive Zinspolitik der US-Notenbank Fed, an der sich - so eine weitere Hoffnung - auch die vorsichtigere Europäische Zentralbank (EZB) orientieren könnte.

Angesichts des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag sowie weiterer wichtiger Wirtschaftsdaten aus Deutschland, der Eurozone und der taktgebenden USA dürfte es eine "entscheidende Woche" werden, erwartet Marktexperte Andreas Lipkow. Hinzu kommen Reden von Fed- und EZB-Mitgliedern, so etwa am Montag von EZB-Präsidentin Christine Lagarde und am Dienstag von ihrem Vize, Luis de Guindos. Aus den USA werden sich im Wochenverlauf mehrere regionale Notenbank-Chefs zu Wort melden. Am Mittwoch wird Fed-Präsident Jerome Powell sprechen. "So muss sich nun zeigen, ob der Dax das Momentum besitzt, um aus der aktuellen Konsolidierung nachhaltig auszubrechen und ob die bereits verteilten Vorschusslorbeeren gerechtfertigt waren."

Für eine Fortsetzung des 'Risk-On'-Modus, und damit für steigende Aktienmärkte, müsste vor allem der Verbraucherpreisanstieg weiter nachlassen, erläutern die Experten der Helaba. Die Daten hierzu stehen für Deutschland am Dienstag an. Die Helaba ist positiv gestimmt und schließt nicht aus, dass der heimische Preisauftrieb sogar in den einstelligen Bereich zurückkehren könnte. Wesentlich sei allerdings auch, dass in den USA der Preisauftrieb weiter nachlasse. Daten hierzu wird es aus der weltgrößten Volkswirtschaft am Donnerstag geben.

Zur Vorsicht wird jedoch mit Blick auf die Einkaufsmanagerindizes aus China und dem Euroraum und den USA am Mittwoch und Donnerstag geraten. Auch vom US-Arbeitsmarktbericht für November, der letzte vor der mit großer Spannung erwarteten Leitzinsentscheidung der Fed Mitte Dezember, gehe eine gewisse Gefahr aus. Sollte sich eine zu starke konjunkturelle Abschwächung abzeichnen, könnten Anleger schnell wieder in den 'Risk-Off'-Modus schalten, heißt es seitens der Helaba. "Es ist letztlich eine Bewegung auf einem schmalen Grat, nicht nur in der Berichtswoche, sondern auch im neuen Jahr."

Unternehmensseitig dürfte es in der neuen Woche relativ ruhig zugehen, zumal die Berichtssaison vorbei ist. Am Dienstag wird der Immobilienkonzern Aroundtown als Nachzügler seinen Quartalsbericht vorlegen. Am Donnerstag lädt der Hersteller von Großküchengeräten Rational zum Kapitalmarkttag ein./ck/jsl/nas

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben am "Black Friday" zwar erst einmal wenig Kauffreude gezeigt. Dem Dow Jones Industrial reichte am letzten Handelstag der Woche, der nach dem gestrigen Börsenfeiertag "Thanksgiving" bereits um 19.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit endet, aber schon ein moderates Plus für ein Siebenmonatshoch.

Eine Dreiviertelstunde nach dem Börsenstart notierte der New Yorker Leitindex 0,43 Prozent fester bei 34 342,00 Punkten. Er steuert damit auf einen Wochengewinn von 1,8 Prozent zu. Beim marktbreiten S&P 500 reichte es zuletzt indes nur für ein Kursplus von 0,07 Prozent auf 4029,94 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,43 Prozent auf 11 787,51 Zähler nachgab.

Vorweihnachtliche Schnäppchen wittern Investoren angesichts der schon hohen Bewertungen an den Börsen wohl eher in den Läden - am "Black Friday" wird traditionell das Weihnachtsgeschäft mit besonders hohen Rabatten eingeläutet. Der Dow hat indes dank einer fast 20-prozentigen Erholungsrally seit Mitte Oktober seinen Jahresverlust inzwischen auf fünfeinhalb Prozent eingedämmt./gl/nas

FRANKFURT (dpa-AFX) - In einer überwiegend trägen Sitzung am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax am Freitag kaum vom Fleck bewegt. Weil in den USA einen Tag nach dem Thanksgiving-Fest verkürzt gehandelt wird, fehlten die wichtigen Impulse aus Übersee. Der deutsche Leitindex konnte die am Vortag erreichte Marke von 14 500 Punkten zwar halten und sein Hoch seit Juni zeitweise noch etwas ausbauen, am Nachmittag fiel das Börsenbarometer aber um 0,17 Prozent auf 14 515,10 Punkte zurück.

Der MDax der mittelgroßen Werte verlor zeitgleich 0,48 Prozent auf 25 928,65 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone trat mit minus 0,08 Prozent auf 3958,90 Punkte ebenfalls nahezu auf der Stelle.

Aktuell steuert der Dax auf ein kleines Wochenplus zu - es wäre die achte Woche mit Gewinnen infolge. Seit seinem Tief Ende September hat das Börsenbarometer mittlerweile mehr als 22 Prozent hinzugewonnen, das Minus seit Jahresbeginn ist inzwischen auf weniger als neun Prozent abgeschmolzen.

Treiber der jüngsten Erholung am deutschen Aktienmarkt waren in dieser Woche die positiven Signale der US-Notenbank Fed gewesen, die nunmehr ein etwas gemäßigteres Tempo bei der Zinswende in Aussicht stellt. Börsianer witterten damit zuletzt die Chance auf eine Fortsetzung der Jahresendrally - obwohl aus technischer Sicht der Markt zumindest kurzfristig als durchaus überkauft gilt.

Grund für den aufkeimenden Optimismus bieten nach Einschätzung von Christian Henke vom Broker IG inzwischen auch erste Lichtblicke für die deutsche Wirtschaft: Jüngste Konjunkturdaten hatten eine Stimmungsaufhellung bei den Unternehmen signalisiert, das am Freitag veröffentlichte Gfk Verbrauchervertrauen zeigt ebenfalls eine - auf sehr schwachem Niveau - leicht verbesserte Konsumstimmung. Derweil ist die deutsche Wirtschaft im Sommer trotz Gegenwinds stärker gewachsen als zunächst angenommen.

Laut Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners hat nun der mit dem "Black Friday" begonnene Start in das Weihnachtsgeschäft im US-Einzelhandel "das Potenzial, über die zukünftige Richtung an den Börsen zu entscheiden oder zumindest mitzuentscheiden". Denn begleitet wird die Rabattschlacht von der bangen Frage, wie die kommenden Wochen angesichts der immer noch hohen Inflation und allgemein gedämpfter Konsumlust laufen werden.

Auf Unternehmensseite hierzulande verdrängte ein Bloomberg-Bericht die Papiere der Deutschen Bank von ihrem Dax-Spitzenplatz, sie reduzierten ihre Gewinne auf zuletzt nur noch 0,2 Prozent. Kreisen zufolge soll die EZB einigen Banken im Zusammenhang mit deren Kreditvergabe höhere Kapitalanforderungen auferlegen, darunter auch das größte deutsche Institut, wie die Nachrichtenagentur berichtete. Zuvor hatte die Aktie noch von einem positiven Votum von RBC-Analystin Anke Reingen profitiert. Die Expertin hält angesichts des bisher erfolgreichen Umbaus der Deutschen Bank die vergleichsweise schwache Kursentwicklung für nicht gerechtfertigt.

Uniper -Aktien verloren am SDax -Ende fast 16 Prozent. Seit dem Hoch am Dienstag haben die Papiere damit fast 46 Prozent nachgegeben, nachdem sich der Kurs zuvor binnen vier Handelstagen fast verdoppelt hatte. Nach der Ankündigung einer weiteren milliardenschweren Kapitalspritze vom Bund mehren sich kritische Stimmen. So verwies zuletzt die Citigroup auf die massive Verwässerung für die Altaktionäre, da sie an von den Kapitalerhöhungen ausgeschlossen sind.

Nach einer ebenfalls negativen Studie der Berenberg Bank sanken die Papiere von Fielmann um knapp sechs Prozent ab. Anders als der Markt traut Analyst Graham Renwick der Optikerkette keine Margenerholung im kommenden Jahr zu und rechnet vielmehr mit einer sinkenden Profitabilität. In den hinteren Börsenreihen sackten nach einer Gewinnwarnung die Papiere von Helma Eigenheimbau zeitweise mit 16,65 Euro auf einen Tiefststand seit Herbst 2013 ab.

Der Euro sank und kostete im Nachmittagshandel 1,0374 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,0413 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,84 Prozent am Vortag auf 1,92 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,44 Prozent auf 127,89 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,92 Prozent auf 140,71 Zähler./tav/mis

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX

ESSEN (dpa-AFX) - Der Chemiekalienhändler Brenntag ist an einer Übernahme des US-Rivalen Univar Solutions interessiert. Das Unternehmen bestätigte am Freitagabend vorläufige Gespräche über eine mögliche Übernahme. Diese hätten bisher noch zu keinen konkreten Ergebnissen oder Vereinbarungen geführt, teilte der Dax -Konzern in Essen mit. Es sei nicht absehbar, ob irgendeine Form von Transaktion stattfinden werde.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen über Verhandlungen über eine mögliche Transaktion berichtet. Ein Zusammenschluss könnte ein Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 30 Milliarden US-Dollar (rund 28,8 Mrd Euro) schaffen. Brenntag komme derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 10,6 Milliarden Euro. Die in Illinois beheimatete Univar werde an der Börse mit mehr als fünf Milliarden Dollar bewertet.

Eine mögliche Übernahme würde Bloomberg zufolge einen Rang unter den Top 3 der großen Transaktionen in der Chemieindustrie in diesem Jahr bedeuten. Für Brenntag - bislang eher durch eine Reihe kleinerer Zukäufe aufgefallen - wäre dies die bislang größte Übernahme. Das Essener Unternehmen hatte kürzlich einen neuen Wachstumsplan bis 2026 vorgestellt./nas

KIEW (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Arbeit der Kiewer Stadtverwaltung bei der Schadensbehebung nach den massiven russischen Angriffen auf die Energieversorgung kritisiert. "Heute Abend sind 600 000 Abonnenten in der Stadt abgeschaltet", sagte Selenskyj am Freitag in seiner abendlichen Videoansprache. "Viele Kiewer Bürger waren mehr als 20 oder sogar 30 Stunden ohne Strom." Er erwarte vom Büro des Bürgermeisters Qualitätsarbeit.

Der Präsident nannte Stadtoberhaupt Vitali Klitschko nicht beim Namen. Er ärgerte sich vor allem darüber, dass es in der drei Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt weniger Wärmestuben gebe als nötig. Klitschko hatte morgens berichtet, 400 dieser Anlaufstellen seien eingerichtet worden. Bei Stromausfällen von mehr als einem Tag sollen sich die Bürger dort aufwärmen können; es soll Strom, Wasser, Erste Hilfe und Internet geben.

"Vor allem in Kiew gibt es viele Beschwerden", sagte Selenskyj dagegen. Tatsächlich gebe es funktionierende Wärmestuben nur in den Gebäuden des Zivilschutzes und am Bahnhof. "An anderen Stellen muss noch gearbeitet werden, um es vorsichtig auszudrücken", sagte der Präsident. "Die Einwohner von Kiew brauchen mehr Schutz."

Landesweit seien noch sechs Millionen Verbrauchsstellen ohne Strom, sagte Selenskyj. Am Mittwochabend nach dem russischen Angriff seien es zwölf Millionen Verbrauchsstellen gewesen. Er mahnte die Menschen, sparsam zu sein, selbst wenn es Licht gebe. "Wenn Strom vorhanden ist, bedeutet das nicht, dass Sie mehrere leistungsstarke Elektrogeräte gleichzeitig einschalten können." Jeden Abend komme es zu Verbrauchsspitzen, die wiederum zu neuen Stromausfällen führten.

Selenskyj und Klitschko haben ihre politische Konkurrenz während des Krieges zurückgestellt. Sie besteht aber weiter, wie die Äußerungen des Präsidenten zeigen./fko/DP/nas

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der stark angeschlagene Immobilienkonzern Adler Group hat sich mit einer Kerngruppe von Gläubigern über eine Anpassung der Bedingungen der von Adler ausgegeben Anleihen geeinigt. Ausnahme bildeten Wandelanleihen, teilte das Unternehmen am Freitagabend mit. Dazu habe der Immobilienkonzern eine Bereitstellung einer besicherten Fremdfinanzierung im Volumen von 937,5 Millionen Euro vereinbart. Das Darlehen habe eine endfällige Verzinsung von 12,5 Prozent, mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Damit sollen Finanzverbindlichkeiten der Gruppe sowie ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich Adler Real Estate und Consus Real Estate, refinanziert werden. Der Kurs der Adler-Group-Aktie legte nachbörslich deutlich zu.

Das Darlehen werde durch die Adler-Gruppe besichert, hieß es. Die Bereitstellung der Fremdfinanzierung stehe dabei allerdings unter dem Vorbehalt eines positiven Sanierungsgutachtens, einer Anpassung der Anleihebedingungen, der Bereitstellung der vereinbarten Sicherheiten sowie weiterer marktüblicher Vollzugsbedingungen. Zudem ist das Darlehen den Angaben zufolge mit einem Eigenkapitalinstrument verbunden, welches die Inhaber zum Bezug von 25 Prozent der Aktien der Gesellschaft zum Ausübungspreis von 0 Euro berechtigt. Falls das Bezugsrecht innerhalb von sechs Jahren nach Ziehung der Mittel unter der Fremdfinanzierung nicht durch Lieferung von Aktien der Gesellschaft bedient wurde, erfolge ein Ausgleich in bar.

Die Vereinbarung für die Anpassung der Anleihebedingungen sieht dabei im Detail laut Adler eine anteilige Besicherung der Anleihen sowie eine Erhöhung des Zinssatzes um 2,75 Prozentpunkte vor. Die Zahlung von allen aufgelaufenen Zinsen seit dem jeweils letzten Zahlungstag soll vor dem Wirksamwerden bis zum 31. Juli 2025 aufgeschoben und alle Zinsen bis dahin kapitalisiert werden. Darüber hinaus soll die in den Anleihebedingungen vorgesehene Frist zur Veröffentlichung des geprüften Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 bis zum Ende 2023 verlängert werden. Ebenso sieht die Vereinbarung vor, dass die Endfälligkeit der am 26. Juli 2024 fälligen Schuldverschreibung um ein Jahr verschoben werden soll.

Gleichzeitig sei vereinbart worden, dass weitere Finanzverbindlichkeiten vorbehaltlich bestimmter Einschränkungen aufgenommen werden können. Die Adler Group verpflichte sich, keine Dividende oder sonstige Zahlungen zu leisten oder Ausschüttungen an ihre Aktionäre vorzunehmen. Die Gruppe der Anleihegläubiger, mit denen sich Adler geeinigt hat, hält rund 45 Prozent der ausgegebenen Anleihen. Der Konzern beabsichtige, mit einer Mehrheit ihrer Anleihegläubiger eine entsprechende Vereinbarung zu schließen, hieß es. Dies solle "zeitnah" geschehen. Die Anpassung der Anleihebedingungen soll spätestens im ersten Quartal 2023 wirksam werden.

Adler kündigte zudem an, das Management mit einem Sanierungsexperten zu verstärken. Um den finanziellen Stabilisierungsprozess zu unterstützen, soll zudem der Verwaltungsrat um ein zusätzliches, nicht geschäftsführendes Mitglied mit umfassender Kapitalmarkterfahrung erweitert werden. Die Kandidaten für beide Positionen sollen mit den Anleihegläubigern abgestimmt werden. Die Aktie der Adler Group legte nach der Mitteilung auf der Handelsplattform Tradegate in der Spitze mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs zu. Diese Gewinne konnte das Papier nicht ganz halten.

Zuletzt lag die Aktie mit einem Kurs von 2,30 Euro aber immer noch knapp 30 Prozent über dem Stand, den sie zum Schluss des Haupthandels innehatte. Damit könnte sich am Montag die Erholung der vergangenen Wochen fortsetzen. Seit dem Rekordtief von 1,253 Euro von Mitte Oktober ging es mit dem Kurs wieder deutlich nach oben. Mittelfristig sind die Kursgewinne allerdings nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wegen der finanziellen Probleme des Konzerns brach der Kurs deutlich ein. So summiert sich das Kursminus in den vergangenen zwölf Monaten auf mehr als 80 Prozent. Gemessen am Rekordhoch von fast 49 Euro aus dem Sommer 2018 beläuft sich der Verlust auf mehr als 95 Prozent.

An der Adler Group ist der Wohnungskonzern Vonovia noch mit rund einem Fünftel beteiligt./nas/zb

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben nach einem verhaltenen Start moderat ins Plus gedreht. Nach der Feiertagspause am gestrigen "Thanksgiving"-Tag gewann der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) im verkürzten Handel am "Black Friday" letztlich 0,11 Prozent auf 113,08 Punkte. Zehnjährige Treasuries rentierten mit 3,69 Prozent.

Impulse für die als besonders sicher geltenden, festverzinslichen Wertpapiere gab es kaum. Wichtige US-Konjunkturdaten wurden nicht veröffentlicht. Zudem nutzen viele Marktteilnehmer den Shoppingtag "Black Friday" für ein verlängertes Wochenende./gl/nas

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist nach den Gewinnen der vergangenen Tage am Freitag wieder etwas zurückgefallen. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,0401 US-Dollar. Davor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,0375 (Donnerstag: 1,0413) Dollar festgesetzt; der Dollar hatte damit 0,9638 (0,9603) Euro gekostet. Der Handel verlief ruhig, da viele Marktteilnehmer den "Black Friday" nach dem gestrigen "Thanksgiving"-Feiertag für ein verlängertes Wochenende nutzen. Entscheidende US-Konjunkturdaten wurden nicht veröffentlicht.

Etwas besser als erwartet ausgefallene Daten aus Deutschland bewegten den Euro kaum. Trotz der Folgen des Ukraine-Kriegs stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent. In einer ersten Schätzung war das Statistische Bundesamt von einem Zuwachs um 0,3 Prozent ausgegangen. Viele Ökonomen erwarten mittlerweile nur noch eine milde Rezession. Zudem hat sich das deutsche GfK-Konsumklima nach einem Absturz zuletzt stabilisiert./gl/nas

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Freitag gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0375 (Donnerstag: 1,0413) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9638 (0,9603) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85885 (0,85933) britische Pfund, 144,62 (143,90) japanische Yen und 0,9836 (0,9818) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag etwas nachgegeben. Zeitweise deutliche Kursgewinne wurden am Nachmittag wieder abgegeben. Am frühen Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 85,03 US-Dollar. Das waren 31 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 14 Cent auf 77,81 Dollar.

Die Rohölpreise werden die laufende Woche unterm Strich voraussichtlich mit Verlusten beenden. Als eine wesentliche Ursache der Schwäche in den vergangenen Handelstagen gilt die angespannte Corona-Lage in China. Die Behörden haben in einigen wichtigen Metropolen strikte Gegenmaßnahmen ergriffen, von denen sie sich eine Eindämmung des Virus erhoffen. Das harte Vorgehen der Führung in Peking ist eine erhebliche Belastung der Wirtschaft, die sich auch in einer geringeren Energienachfrage niederschlägt.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank verwies auf das angekündigte EU-Ölembargo gegen Russland. Dies dürfte die russische Ölproduktion künftig deutlich drosseln und "den Brentölpreis in den kommenden Wochen steigen lassen".

Das EU-Ölembargo gegen Russland tritt am 5. Dezember in Kraft. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) importierte die EU im Oktober täglich 1,5 Millionen Barrel russisches Rohöl./jsl/nas

(neu: Aktualisierung mit Kabinettsbeschluss Strompreisbremse.)

BERLIN (dpa-AFX) - In viele Haushalte sind jüngst Preiserhöhungen ihrer Stromversorger geflattert - mit teils drastischen Anhebungen. So verlangt etwa das Kölner Unternehmen Rheinenergie ab Januar in der Grundversorgung pro Kilowattstunde mehr als doppelt so viel wie bisher: Rund 55 Cent werden dort künftig fällig, knapp 130 Prozent mehr als zuvor.

Rheinenergie ist kein Einzelfall: "Das neue Jahr beginnt mit einer massiven Preiserhöhungswelle beim Strom", sagt der Energieexperte des Vergleichsportals Verivox, Thorsten Storck. Grundversorger müssten nun die höheren Marktpreise nach und nach an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben.

Rheinenergie verweist denn auch auf die hohen Beschaffungskosten, die sich immer stärker in der langfristigen Einkaufsstrategie des Unternehmens niederschlügen. "Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise an den Strombörsen um mehr als 300 Prozent gestiegen, in der Spitze hatten sie sich mehr als verzehnfacht. Zusätzlich steigen auch die Netzentgelte", begründet das Unternehmen den Preissprung.

Als eine Hauptursache für die gestiegenen Strompreise gilt der extrem gestiegene Gaspreis infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Im Börsengroßhandel bestimmt die inzwischen teure Stromerzeugung durch Gaskraftwerke oft den Strompreis für alle anderen Erzeugungsarten.

Dem Vergleichsportal Check24 sind schon mehr als 580 Fälle von Strompreiserhöhungen in der Grundversorgung zum Jahreswechsel bekannt geworden. "Davon sind rund 7,3 Millionen Haushalte betroffen", berichtet das Unternehmen. Die Erhöhungen betrügen im Schnitt 60,5 Prozent. Verivox kommt wegen einer anderen Datengrundlage auf ein durchschnittliches Plus von 54 Prozent.

"Die Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel fallen teils drastisch aus", sagt auch der Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Udo Sieverding. "Leider sind die Neukundentarife über die Vermittlungsportale noch höher, so dass ein Anbieterwechsel in den meisten Tarifgebieten keine Ersparnis bringt." Dies dürfte sich erst im Laufe der nächsten Monate ändern. Kunden in der Grundversorgung hätten momentan daher keine Wahl.

"Kunden außerhalb der Grundversorgung sollten bei Preiserhöhungen sogar in Erwägung ziehen, vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen und sich in die Grundversorgung fallen zu lassen", rät der Verbraucherschützer. Der Grundversorgungstarif galt früher als eher teurer Tarif. Mancherorts liegt er schon jetzt unterhalb von Sondertarifen anderer Anbieter.

Die Preiserhöhungen zum Jahresbeginn fallen bundesweit sehr unterschiedlich aus. So erhöhen beispielsweise die Stadtwerke in Potsdam (Brandenburg) die Preise um rund 21 Prozent auf 46,5 Cent je Kilowattstunde. Bei MVV Energie in Mannheim (Baden-Württemberg) sind in der Grundversorgung ab Januar knapp 45 Cent fällig - statt bisher 27 Cent. Der ostdeutsche Energieversorger EnviaM (Chemnitz, Sachsen) verlangt künftig 48,1 Cent, 20,1 Cent mehr als bisher. Neben Köln fällt auch in München die Erhöhung saftig aus: In der Grundversorgung der Stadtwerke kostet die Kilowattstunde ab Neujahr 61,9 Cent. Bisher waren es 25 Cent.

Die deutlichen Erhöhungen zum Jahreswechsel sind nicht die ersten in der jüngeren Vergangenheit: Nach Berechnungen von Check24 zahlte ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden (kWh) im November 2020 im Schnitt 29,4 Cent pro kWh. Ein Jahr später waren es 31,6 Cent. Derzeit (November 2022) liegt der Durchschnitt bei 42,7 Cent.

Die Belastungen durch die hohen Strompreise dämpfen soll die Strompreisbremse, die am Freitag vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Dabei soll bei Haushalten und kleineren Unternehmen für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs der Preis gedeckelt werden, und zwar auf 40 Cent je Kilowattstunde. Verbraucht der Kunde mehr, zahlt er den normalen Vertragspreis. Dies soll einen Sparanreiz geben. Die Versorger sollen die Strompreisbremse ab März in den Abschlägen berücksichtigen. Rückwirkend soll die Bremse dann auch für Januar und Februar gelten. Der Gesetzentwurf geht nun in die parlamentarische Beratung.

Verbraucherschützer Sieverding befürchtet auch Missbrauch. "Wir schließen nicht aus, dass das ein oder andere Unternehmen die Preisbremsen auch nutzt, um mehr zu erhöhen als unbedingt nötig." Zwar gebe es das Missverbrauchsverbot im Gesetzesentwurf. "Aber wer soll das ernsthaft überprüfen? Und außerdem konnten die Anbieter ja nun schon zum Januar erhöhen, bevor das Gesetz in Kraft tritt."

Und wie geht es mit den Strompreisen weiter? Der Strommarkt-Experte Mirko Schlossarczyk vom Beratungsunternehmen Enervis geht nicht davon aus, dass die Strompreise für Haushalte in den kommenden Jahren wieder auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg sinken werden. Er rechnet damit, dass die Verbraucherpreise 2023 und 2024 im Schnitt deutlich über 40 Cent je Kilowattstunde brutto betragen werden. Auch in den Jahren danach würden 40 Cent wohl nicht unterschritten, vereinzelt seien sogar 50 Cent möglich, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa.

"Wir sehen auch langfristig an den Energiehandelsmärkten ein konstant hohes Preisniveau." Zwar könnten die Großhandels-Strompreise infolge eines perspektivisch sinkenden Gaspreisniveaus und dem verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien künftig auch wieder deutlicher zurückgehen. Den spürbar größeren Anteil am Endkundenpreis hätten allerdings Abgaben, Umlagen, Entgelte und Steuern. "32 Cent in den kommenden Jahren werden wir allein wegen des derzeit vergleichsweise hohen Großhandelsstrompreisniveaus und bereits angekündigter Erhöhungen der Netzentgelte nicht mehr sehen."/tob/DP/men

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Freitag, den 9. Dezember

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MONTAG, DEN 28. NOVEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Voltabox, Q3-Zahlen

DEU: Siemens Healthineers, Geschäftsbericht

TERMINE KONJUNKTUR

10:00 EUR: EZB Geldmenge M3 10/22

10:00 CHE: Gesamt Sichteinlagen CHF 11/22

12:00 IRL: Einzelhandelsumsatz 10/22

16:30 USA: Dallas Fed Verarbeitende Industrie 11/22

SONSTIGE TERMINE

10:30 DEU: DWS Marktausblick 2023

NLD: 27. Konferenz der Vertragsstaaten der Konvention gegen die Weiterverbreitung von chemischen Waffen (OPCW)

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DIENSTAG, DEN 29. NOVEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 LUX: Aroundtown S. A., Q3-Zahlen

07:00 LUX: Adler Group, Q3-Zahlen

08:00 GBR: Easyjet, Jahreszahlen (detailliert)

08:30 CHE: Nestle, Investor Seminar, Barcelona

08:30 FRA: Axa, Investor Day

10:00 SWE: Alfa Laval, Capital Markets Day

22:30 USA: Intuit, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

FRA: Safran, Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: ifo Institut veröffentlicht Geschäftsklima Ostdeutschland, Dresden

00:30 JPN: Arbeitslosenquote 10/22

00:50 JPN: Einzelhandelsumsatz 10/22

07:30 DEU: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 11/22

08:00 SWE: BIP Q3/22

08:00 SWE: Handelsbilanz 10/22

08:00 SWE: Einzelhandelsumsatz 10/22

09:00 CHE: BIP Q3/22

09:00 ESP: Verbraucherpreise 11/22 (vorläufig)

10:00 DEU: Verbraucherpreise Hessen, Bayern, Brandenburg 11/22

11:00 DEU: Verbraucherpreise Sachsen 11/22

11:00 EUR: Wirtschafts-/Industrievertrauen 11/22

11:00 EUR: Verbrauchervertrauen 11/22 (endgültig)

14:00 DEU: Verbraucherpreise 11/22 (vorläufig)

15:00 USA: FHFA-Index 09/22

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 11/22

16:00 CHE: Rede SNB-Vize Martin Schlegel, Forum für Finanzmarktstabilität

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: 4. Regulierungskonferenz an der Frankfurt School - aktuelle Entwicklungen im Wohnungsmarkt, Schienenverkehr, Automobilsektor & Co.

09:45 DEU: Kartellsenat des BGH verkündet Urteil zu Schadenersatz-Forderungen des Schlecker-Insolvenzverwalters, Karlsruhe

ROU: Informelles Treffen der Nato-Außenminister, Bukarest

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MITTWOCH, DEN 30. NOVEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

14:30 CHE: Novartis, ESG Investor Day

22:05 USA: Salesforce, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: Industrieproduktion 10/22 (vorläufig)

02:30 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 11/22

02:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22

06:00 JPN: Wohnungsbaubeginne 10/22

06:30 NLD: Einzelhandelsumsatz 10/22

07:00 EST: BIP Q3/22

07:00 FIN: BIP Q3/22

08:00 TUR: BIP Q3/22

08:45 FRA: Verbraucherpreise 11/22 (vorläufig)

08:45 FRA: Erzeugerpreise 10/22

08:45 FRA: BIP Q3/22 (2. Veröffentlichung)

09:00 CHE: KOF Konjunkturbarometer 11/22

09:00 ESP: Einzelhandelsumsatz 10/22

09:00 AUS: BIP Q3/22 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: Arbeitslosenzahlen 11/22

10:00 POL: BIP Q3/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 POL: Verbraucherpreise 11/22 (vorläufig)

10:00 ITA: BIP Q3/22 (2. Veröffentlichung)

10:30 PRT: Verbraucherpreise 11/22 (vorläufig)

11:00 BEL: BIP Q3/22 (2. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Verbraucherpreise 11/22 (vorläufig)

11:00 ITA: Verbraucherpreise 11/22 (vorläufig)

11:30 DEU: Anleihe, Laufzeit 10 Jahre, Volumen 3 Mrd EUR

12:00 IRL: Arbeitslosenquote 11/22

12:00 PRT: BIP Q3/22 (2. Veröffentlichung)

14:15 USA: ADP-Beschäftigung 11/22

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 10/22 (vorab)

14:30 USA: BIP Q3/22 (2. Veröffentlichung)

14:30 USA: Privater Konsum Q3/22 (2. Veröffentlichung)

15:45 USA: MNI Chicago PMI 11/22

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 10/22

20:00 USA: Fed Beige Book

SONSTIGE TERMINE

10:30 DEU: Pressegespräch Dekabank: Konjunktur- und Kapitalmarktausblick 2023 (Präsenz und digital) mit Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater und Joachim

Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie des Instituts

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DONNERSTAG, DEN 1. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 DEU: Deutsche Beteiligung, Jahreszahlen (detailliert)

10:00 DEU: VDMA, Auftragseingang Maschinenbau 10/22

11:00 DEU: Rational, Capital Markets Day

NLD: Heineken, Capital Markets Day

USA: S&P Global, Investor Day

USA: Kfz-Absatz 11/22

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: Investitionen Q3/22

01:30 JPN: Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

08:30 CHE: Verbraucherpreise 11/22

08:30 CHE: Einzelhandelsumsatz 10/22

09:00 NLD: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:00 HUN: BIP Q3/22 (endgültig)

09:15 ESP: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:30 CHE: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22

09:45 ITA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:50 FRA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 ITA: Arbeitslosenquote 10/22

10:30 GBR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

11:00 BEL: Arbeitslosenquote 10/22

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 10/22

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Bauinvestitionen 10/22

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 11/22

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Pictet & Cie, Wirtschaftsausblick 2023

14:00 DEU: Chefökonomen-Talk zur aktuellen wirtschaftlichen Lage

Die Chefvolkswirte von Allianz, Munich Re und Swiss Re, Ludovic Subran, Michael Menhart und Jerome Haegeli, diskutieren mit GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Veranstalter: Gesamtverband der Versicherer

14:30 DEU: BlackRock, BlackRock Investment Institute’s 2023 Outlook

POL: Ministerratstreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit den Außenministern der 57 Teilnehmerstaaten und der 11 Partnerstaaten der OSZE, Lodz

FRA/USA: US-Präsident Biden empfängt Frankreichs Staatschef Macron zu Staatsbesuch im Weißen Haus

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FREITAG, DEN 2. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 DEU: Deutsche Telekom, Netzetag 2022

CHE: VAT Group, Capital Marekts Day

DEU: Allianz, Inside Allianz Series No. 10

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Im- und Exporte 10/22

08:00 DEU: Handelsbilanz 10/22

09:00 ESP: Arbeitslosenzahlen 11/22

11:00 EUR: Erzeugerpreise 10/22

12:00 PRT: Industrieproduktion 10/22

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 11/22

EUR: Moody's Ratingergebnis Österreich, Frankreich

EUR: Fitch Ratingergebnis ESM, EFSF, Spanien, Litauen

EUR: S&P Ratingergebnis Frankreich, Litauen

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Presse- und Previewtag zur Tuning- und Motorsportmesse «Essen Motor Show» (3.12.-11.12.)

09:30 DEU: Presse-Roundtable der Société Générale zu Aktien- und Anleiheemissionen - Ausblick 2023, Frankfurt

10:00 DEU: Jahres-Pk Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mit Präsident Reinhard Zirpel

11:30 DEU: Hintergrundgespräch: EU-Gasmarktregulierung. Der federführende Europaabgeordnete Jens Geier (SPD/S&D) informiert vor der Abstimmung im Energieausschuss über die Reform der Gasmarkt-Richtlinie, Berlin

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MONTAG, DEN 5. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

22:00 DEU: Deutsche Börse überprüft turnusgemäß Zusammensetzung ihrer Dax-Indizes

DEU: KBA / VDA, Pkw-Zulassungszahlen 11/22

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

02:45 CHN: PMI Dienste 11/22

08:00 TUR: Verbraucherpreise 11/22

08:45 FRA: Industrieproduktion 10/22

09:15 ESP: PMI Dienste 11/22

09:45 ITA: PMI Dienste 11/22

09:50 FRA: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:30 EUR: Sentix-Investorvertrauen 12/22

10:30 GBR: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 10/22

15:45 USA: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 10/22

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 10/22 (endgültig)

16:00 USA: ISM Services 11/22

SONSTIGE TERMINE

DEU: Presseveranstaltungen «Raumfahrt- und Quantentechnologie made in Germany» von Maschinenbauer Trumpf

+ 10.15 Pk zu Raumfahrttechnik mit Anna Christmann, Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Ilan Rozenkopf, Experte für Luft- und Raumfahrt in Europa und Christian Schmitz, CEO Lasertechnik bei Trumpf

+ 13.30 Pk zu Quantentechnologie mit Dr. Michael Förtsch, CEO des Start-up- Unternehmen Q.ANT

10:30 DEU: Online-Pk Bausparkasse Schwäbisch Hall «Ist Wohneigentum noch bezahlbar?»

DEU: Gesundheitsministerkonferenz, Magdeburg

USA: Treffen EU-US Handels- und Technologierat, Washington

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DIENSTAG, DEN 6. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 NLD: Telenet, außerordentliche Hauptversammlung

14:00 DEU: Gerresheimer, Capital Markets Day

18:30 FRA: Air Liquide, Hauptversammlung

CHE: Glencore, Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Auftragseingang Industrie 10/22

10:30 USA: Einkaufsmanagerindex Baugewerbe 11/22

14:30 USA: Handelsbilanz 10/22

SONSTIGE TERMINE

09:30 DEU: Pk Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Berlin

10:00 DEU: Heraeus Precious Metals Edelmetallprognose für 2023

10:00 DEU: Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil zum 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds der EU, Karlsruhe

10:00 EUR: Treffen der Finanz- und Wirtschaftsminister der EU, Brüssel

10:30 DEU: Tagung zur Vorstellung des Jahrbuchs für öffentliche Finanzen 2022, Frankfurt/M.

ALB: EU-Westbalkan-Gipfel, Tirana

EUR: Treffen der für Telekommunikation zuständigen EU-Minister, Brüssel

USA: Schlüsselrennen in US-«Midterm»-Wahlen: Stichwahl um hart umkämpften Senatssitz im Bundesstaat Georgia, Atlanta

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MITTWOCH, DEN 7. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Aurubis, Jahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Industrieproduktion 10/22

10:00 ITA: Einzelhandelsumsatz 10/22

11:00 EUR: BIP Q3/22 (detalliert)

13:00 USA: MBA Hypothekenanträge

14:30 USA: Produktivität Q3/22 (2. Veröffentlichung)

CHN: Handelsbilanz 11/22

SONSTIGE TERMINE

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

----------------------------------------------------------------------------------------, DONNERSTAG, DEN 8. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 GBR: British American Tobacco, Q4-Umsatz

08:00 NOR: Storebrand, Investorentag

14:00 USA: General Electric Investor Day

17:00 USA: Cisco Systems, Hauptversammlung

22:15 USA: Costco Wholesale, Q1-Zahlen

22:15 USA: Broadcom, Inc., Q4-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: BIP Q3/22 (endgültig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)

DEU: Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz, Berlin

EUR: Treffen der EU-Innen- und Justizminister, Brüssel°

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Prozessauftakt gegen den früheren Wirecard-Vorstandschef Markus Braun, München

11:00 DEU: Video-Pk Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) zur Entwicklung der Branche 2022, Frankfurt/M.

18:00 DEU: Vortrag zum Jahresgutachten 2022/23 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Mannheim

DEU: Digital-Gipfel der Bundesregierung, Jena

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FREITAG, DEN 9. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Carl Zeiss Meditec, Jahreszahlen

08:00 GBR: Associated British Foods, Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

02:30 CHN: Erzeugerpreise 11/22

02:30 CHN: Verbraucherpreise 11/22

14:30 USA: Erzeugerpreise 11/22

16:00 USA: Großhandel Lagerbestände 10/22 (endgültig)

16:00 USA: Großhandel Umsatz 10/22

16:00 USA: Universität Michigan Index 12/22

EUR: Treffen der EU-Gesundheitsminister, Brüssel

SONSTIGE TERMINE

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Montag, den 28. November

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TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Voltabox, Q3-Zahlen

DEU: Siemens Healthineers, Geschäftsbericht

TERMINE KONJUNKTUR

10:00 EUR: EZB Geldmenge M3 10/22

10:00 CHE: Gesamt Sichteinlagen CHF 11/22

12:00 IRL: Einzelhandelsumsatz 10/22

16:30 USA: Dallas Fed Verarbeitende Industrie 11/22

SONSTIGE TERMINE

10:30 DEU: DWS Marktausblick 2023

NLD: 27. Konferenz der Vertragsstaaten der Konvention gegen die Weiterverbreitung von chemischen Waffen (OPCW)

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat Hugo Boss von "Reduce" auf "Add" hochgestuft und das Kursziel von 44 auf 56 Euro angehoben. Analyst Volker Bosse verwies in einer am Freitag vorliegenden Studie auf positivere Daten aus Deutschland und der Europäischen Union zum Konsum- und Geschäftsklima. Der inflationäre Preistrend habe an Dynamik verloren. Die Lage im Einzelhandel bleibe zwar angespannt, aber der Modekonzern habe im dritten Quartal eindrucksvoll gezeigt, dass er mit diesem Druck umgehen könne und er profitiere von Maßnahmen zur Selbsthilfe. Zudem habe sich die Wahrnehmung der Marke Hugo Boss bei den Konsumenten stark verbessert./ck/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.11.2022 / 10:44 / CET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.11.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / CET

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Thyssenkrupp angesichts des Kapitalmarkttags auf "Underweight" mit einem Kursziel von 5,10 Euro belassen. Auf den ersten Blick gebe es strategisch keine neuen Dreh- und Angelpunkt, schrieb Analyst Dominic O'Kane in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die angesprochenen Ziele lägen im Rahmen des bisherigen Ausblicks. Der Experte sieht daher keinen Anlass, um seine Schätzungen zu ändern. Auch für die Stimmung gebe es keine Treiber./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.11.2022 / 13:18 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.11.2022 / 13:33 / GMT

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von RWE haben am Freitag ihren Erholungskurs fortgesetzt. Damit sind sie nun zurück auf dem Niveau von Mitte September. Positive Impulse kamen von einer Studie der Bank of America (BofA). Die an diesem Morgen bekannt gewordenen Pläne des britischen Regulierers Ofgem (Office of Gas and Electricity Markets) über eine Mindestkapitalausstattung von Energieversorgern sollte zudem für den deutschen Energieversorger kein Problem darstellen.

Die RWE-Aktie legte am späteren Vormittag als Spitzenwert im etwas schwächeren Dax um 1,3 Prozent auf 42,13 Euro zu. Ihr bisheriges Jahresplus beträgt damit knapp 18 Prozent. Damit zählt sie zu den wenigen Aktien im deutschen Leitindex, die im Jahresverlauf Gewinne verbucht haben.

Und Analyst Peter Bisztyga von der BofA sieht das Ende der Fahnenstange für RWE längst nicht erreicht. Die Anlagestory sei mittlerweile mit weitaus weniger Risiken behaftet als noch vor etwa einer Woche, schrieb er. Die Themen Obergrenze für Strompreise in Deutschland sowie Sondersteuer auf Übergewinne von Produzenten Erneuerbarer Energien in Großbritannien seien wesentliche Risikofaktoren gewesen. Hier herrsche nun Klarheit, schrieb er. Darüber hinaus sei der endgültige Entwurf über die Preisobergrenzen in Deutschland etwas besser als erwartet.

Bisztyga hob daher seine Schätzungen für das Ergebnis je RWE-Aktie für die Jahre 2023 und 2024 an. Er liegt somit für 2023 nun rund 70 Prozent über der durchschnittlichen Analystenprognose. Sein Kursziel hob er um einen Euro auf 51 Euro an und bekräftigte sein Kaufurteil.

Analyst Pavan Mahbubani von der US-Bank JPMorgan beschäftigte sich an diesem Morgen dagegen mit den Ofgem-Plänen. Seine Schlussfolgerung lautet, dass das Vorhaben Unternehmen mit einer starken Bilanz unterstützt. Und über eine solche verfügt RWE, wie Analysten es dem Unternehmen immer wieder bescheinigen. Zuletzt hatte Sam Arie von der UBS dies betont.

Erreichen will die britische Gas- und Strommarktaufsicht Ofgem mit ihrer Forderung nach einer Mindestkapitalausstattung, dass die Versorger den Schwankungen an den Strom- und Gasmärkten in Großbritannien standhalten können./ck/tih/mis

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach einer negativen Studie der Berenberg Bank sind Papiere von Fielmann am Freitag unter Druck geraten. Sie rutschten um über 6 Prozent auf 35,26 Euro ab. Nach der kräftigen Erholung vom Tief seit 2010 bei 27,56 Euro in den vergangenen fünf Wochen landeten sie damit wieder an ihrer 50-Tage-Linie.

Berenberg-Experte Graham Renwick rechnet mit seinem neuen Kursziel von 27 Euro praktisch damit, dass die Erholung komplett ausradiert wird. "Eine Margenerholung ist noch nicht in Sicht", so Renwick. Am Markt seien die Erwartungen für 2022 nach der Gewinnwarnung Anfang November gesunken, für 2023 werde aber mit einer Erholung der Profitabilität um 50 Basispunkte gerechnet. Zu optimistisch, wie Grenwick findet. Er rechnet mit anhaltend schwacher Nachfrage der Verbraucher bis ins neue Jahr hinein und stellt sich auf weiter sinkende Margen ein./ag/mis

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Deutsche Bank Research hat die Einstufung für Medios nach einem Kapitalmarkttag auf "Buy" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Das Spezialpharma-Unternehmen verfolge eine gut durchdachte Wachstumsstrategie, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Fokus liege auf der Internationalisierung und fortschrittlichen Therapien./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.11.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / CET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.11.2022 / 06:41 / CET

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HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Aroundtown von 6,20 auf 3,80 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Gewerbeimmobilien-Spezialist unternehme derzeit Anstrengungen, seine Klumpenrisiken bei der Refinanzierung 2025 und 2026 vermindern, schrieb Analyst Andreas Pläsier in einer am Freitag vorliegenden Studie. Das Umfeld mit höheren Zinsen und die konjunkturellen Rahmenbedingungen mahnten aber zur Vorsicht. Das komme in dem neuen Kursziel zum Ausdruck. Der Ausblick für das laufende Jahr sei unterdessen erreichbar./mf/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.11.2022 / 08:15 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / MEZ

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Papiere von Uniper haben am Freitag ihren Rückschlag nach der Erholungsrally ausgeweitet. Die Anteilsscheine des Energiekonzerns sanken um fast 7 Prozent und lagen damit über 40 Prozent unter dem Hoch vom Dienstag. Zuvor hatten sie sich binnen vier Handelstagen fast verdoppelt. Ihre Bodenbildung nahm mit einem Hoch seit Juli Formen an.

Mit dem Analysten Piotr Dzieciolowski von der Citigroup bezeichnete ein weiterer Experte die Erholungsrally als nicht gerechtfertigt. Dies hatte am Mittwochabend bereits Vincent Ayral von JPMorgan in seinem Kommentar zur "Rettung 2.1" getan. So bezeichnete er eine weitere Kapitalspritze vom Bund von bis zu 25 Milliarden Euro über die bislang geplante Barkapitalerhöhung von acht Milliarden Euro hinaus.

Laut Dzieciolowski droht der fundamentale Wert der Uniper-Papiere bei einer massiven Verwässerung für die Altaktionäre von wohl 99 Prozent unter 1 Euro zu sinken. Altaktionäre sind von den Kapitalerhöhungen nämlich ausgeschlossen. Dzieciolowski kappte sein Kursziel auf 1,70 Euro und blieb beim Votum "Sell". Ayral hat Uniper mit Ziel 2,20 Euro auf "Underweight"./ag/mis

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Fielmann von 30 auf 27 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Auch wenn sich die Aktie zuletzt in einer Sektorrally mit erholt habe, sei eine Erholung der Margen nicht in Sicht, schrieb Analyst Graham Renwick in einer am Freitag vorliegenden Studie. 2023 gebe es weiterhin Gewinnrisiken wegen des Gegenwinds, den die Optikerkette durch eine nachlassende Nachfrage in Europa und sehr hohe Fixkosten verspüre./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.11.2022 / 06:51 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Brenntag von 87 auf 90 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analystin Suhasini Varanasi nahm in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie nach den Drittquartalsberichten kleinere Anpassungen an ihren Erwartungen für Chemikalienhändler vor. Die Geschäftsmodelle erwiesen sich in Zeiten schwacher Frühindikatoren als widerstandsfähig. In Kombination dürften sich die Inflation und verknappte Lieferketten auch 2023 zunächst noch positiv auf sie auswirken./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 24.11.2022 / 18:24 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die kanadische Bank RBC hat das Votum für Lloyds um gleich zwei Stufen von "Underperform" auf "Outperform" gedreht. Das Kursziel erhöhte Analyst Benjamin Toms in einem am Freitag vorliegenden Branchenausblick auf das Jahr 2023 von 44 auf 57 Pence. Aus Gründen der günstigen Bewertung blickt er nun generell konstruktiver auf britische Banken. Bei Lloyds dürften Anleger damit beginnen, die bessere Kostenkontrolle zu honorieren. Natwest dagegen stufte er von "Outperform" auf "Sector Perform" ab. Hier mache ihm die Kostenentwicklung eher Sorgen. Bei anderen Instituten wie etwa Lloyds gebe es daher mehr Kurspotenzial./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.11.2022 / 01:02 / EST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.11.2022 / 01:02 / EST

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BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im europäischen Streit über die Aufnahme von Bootsflüchtlingen bleibt Frankreich bei seinem harten Kurs gegenüber der neuen rechten Regierung in Rom. Innenminister Gérald Darmanin bekräftigte am Freitagabend nach einem EU-Krisentreffen in Brüssel, dass sein Land Italien erst dann wieder Flüchtlinge abnehmen will, wenn dieses nicht mehr dafür sorgt, dass Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen nach Frankreich fahren. "Wir müssen aus einer Situation herauskommen, in der dieselben Staaten aufgerufen sind, Schiffe aufzunehmen und Umsiedlungen aus anderen Mitgliedstaaten durchzuführen", erklärte Darmanin.

Der Franzose spielte damit darauf an, dass Italien jüngst dem Rettungsschiff "Ocean Viking" die Einfahrt in einen Hafen verweigert hatte, worauf dieses mit mehr als 200 Migranten an Bord nach Frankreich fahren musste. Die Regierung in Paris war darüber empört und verwies darauf, dass Rettungsschiffe eigentlich ein Recht darauf hätten, in den nächstgelegenen Hafen zu fahren.

Italien kritisiert hingegen mangelnde Solidarität anderer EU-Staaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen und fordert mehr Unterstützung. Zudem wird den Besatzungen von Rettungsschiffen vorgeworfen, mit ihrem Einsatz im Mittelmeer das Geschäft von Schleuserbanden zu fördern. Diese brachten zuletzt vor allem Menschen aus Tunesien, Ägypten und Bangladesch auf den lebensgefährlichen Weg in Richtung EU.

Der derzeitige tschechische EU-Ratsvorsitz wertete das Krisentreffen in Brüssel trotz der Meinungsverschiedenheiten unter den EU-Staaten als Erfolg. So wurde nach Angaben von Innenminister Vit Rakusan ein neuer Aktionsplan der EU-Kommission willkommen geheißen. Er sieht insbesondere vor, die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Durchreiseländern zu intensivieren und in Nordafrika ein neues Programm gegen Menschenschmuggel zu starten. Für den Einsatz von privaten Seenotrettungsschiffen, die immer wieder Hunderte Migranten in europäische Häfen bringen, könnte es demnach einen speziellen Rahmen und Richtlinien der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation geben.

Zudem soll der freiwillig von rund 20 EU-Staaten unterstützte Solidaritätsmechanismus besser genutzt werden. Er wurde im Juni ins Leben gerufen, um Länder zu unterstützen, in denen viele Bootsflüchtlinge ankommen. Deutschland hatte sich bereit erklärt, über den Solidaritätsmechanismus binnen eines Jahres 3500 Asylsuchende aufzunehmen. Bislang geht es mit dem neuen Verfahren allerdings eher schleppend voran.

Nach Angaben des Innenministeriums in Rom kamen in Italien seit Anfang des Jahres bereits mehr als 94 000 Migranten an. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl damit um etwa 53 Prozent. Die zuständige EU-Kommissarin Ylva Johansson hatte die Situation zuletzt als nicht haltbar beschrieben und dabei auch darauf verwiesen, dass nur die wenigsten Ankommenden wegen politischer Verfolgung ihre Heimat verlassen. "Wir müssen bedenken, dass eine deutliche Mehrheit der Menschen, die heute über diese zentrale Mittelmeerroute ankommen, keinen internationalen Schutz braucht", sagte Johansson. Viele dieser Menschen wollten in der EU vor allem Geld verdienen.

Für Deutschland nahm Staatssekretär Bernd Krösser an dem Treffen in Brüssel teil. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte am Donnerstag im Bundestag, Deutschland habe derzeit "keine große Migrationskrise".

In der Vergangenheit hatte die Bundesregierung in Brüssel auch immer wieder darauf verwiesen, dass in Deutschland in der Regel monatlich deutlich mehr Asylanträge gestellt werden als in Italien. So wurden nach Angaben des EU-Statistikamts Eurostat vom Freitag im August in der Bundesrepublik knapp 17 000 Antragsteller registriert und in Italien nur rund 6000.

Konkrete politische Entscheidungen zum Umgang mit dem neuen Anstieg der Migrationszahlen werden frühestens beim nächsten regulären Innenministertreffen am 8. Dezember erwartet. Bis dahin will die EU-Kommission auch einen Aktionsplan zu den ebenfalls steigenden Zahlen von Menschen vorlegen, die über die Länder des westlichen Balkans in die EU kommen./aha/DP/nas

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im europäischen Streit über die Aufnahme von Bootsflüchtlingen bleibt Frankreich bei seinem harten Kurs gegenüber der neuen rechten Regierung in Rom. Innenminister Gérald Darmanin bekräftigte am Freitagabend nach einem EU-Krisentreffen in Brüssel, dass sein Land Italien erst dann wieder Flüchtlinge abnehmen will, wenn dieses nicht mehr dafür sorgt, dass Rettungsschiffe von Hilfsorganisationen nach Frankreich fahren. "Wir müssen aus einer Situation herauskommen, in der dieselben Staaten aufgerufen sind, Schiffe aufzunehmen und Umsiedlungen aus anderen Mitgliedstaaten durchzuführen", erklärte Darmanin.

Der Franzose spielte damit darauf an, dass Italien jüngst dem Rettungsschiff "Ocean Viking" die Einfahrt in einen Hafen verweigert hatte, worauf dieses mit mehr als 200 Migranten an Bord nach Frankreich fahren musste. Die Regierung in Paris war darüber empört und verwies darauf, dass Rettungsschiffe eigentlich ein Recht darauf hätten, in den nächstgelegenen Hafen zu fahren.

Italien kritisiert hingegen mangelnde Solidarität anderer EU-Staaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen und fordert mehr Unterstützung. Zudem wird den Besatzungen von Rettungsschiffen vorgeworfen, mit ihrem Einsatz im Mittelmeer das Geschäft von Schleuserbanden zu fördern. Diese brachten zuletzt vor allem Menschen aus Tunesien, Ägypten und Bangladesch auf den lebensgefährlichen Weg in Richtung EU.

Der derzeitige tschechische EU-Ratsvorsitz wertete das Krisentreffen in Brüssel trotz der Meinungsverschiedenheiten unter den EU-Staaten als Erfolg. So wurde nach Angaben von Innenminister Vit Rakusan ein neuer Aktionsplan der EU-Kommission willkommen geheißen. Er sieht insbesondere vor, die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Durchreiseländern zu intensivieren und in Nordafrika ein neues Programm gegen Menschenschmuggel zu starten. Für den Einsatz von privaten Seenotrettungsschiffen, die immer wieder Hunderte Migranten in europäische Häfen bringen, könnte es demnach einen speziellen Rahmen und Richtlinien der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation geben./aha/DP/nas

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der frühere luxemburgische Finanzminister Pierre Gramegna leitet künftig den Euro-Rettungsschirm ESM. Die Finanz- und Wirtschaftsminister der Euro-Länder einigten sich am Freitag auf einen Nachfolger für den langjährigen Chef Klaus Regling, wie der ESM mitteilte. Der Deutsche war der erste Vorsitzende des Rettungsfonds, der während der Euro-Krise eingeführt wurde, um die gemeinsame Währung zu stützen. Gramegna wird ab Anfang Dezember im Amt sein.

Bundesfinanzminister Christian Lindner hatte sich hinter den Luxemburger gestellt. "Pierre Gramegna steht für stabile Staatsfinanzen und marktwirtschaftliche Grundüberzeugungen", teilte er nach der Wahl mit. Gramegna sei ein exzellenter Kommunikator und überzeugter Europäer. Für die Bundesregierung sei er die erste Wahl gewesen. Der ESM ist ein Fonds, aus dem Euro-Länder im Krisenfall Kredite erhalten können, um ihre Zahlungsfähigkeit zu sichern. Er startete um 2012 und versorgte Griechenland in der Euro-Krise mit Geld - im Gegenzug für Reformen./dub/DP/nas

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BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundeskabinett hat den Weg für die ab kommendem Jahr geplanten Gas- und Strompreisbremsen geebnet. Wie das Wirtschaftsministerium am Freitagnachmittag mitteilte, haben die beiden Gesetzentwürfe zu den Entlastungen für Energiekunden damit nun die nächste Hürde genommen. Bundestag und Bundesrat sollen die Energiebremsen noch im Dezember final beschließen, damit sie wie geplant im kommenden Jahr in Kraft treten können.

Mit den milliardenschweren Preisbremsen reagiert die Bundesregierung auf stark gestiegene Energiepreise. Sie sollen Belastungen für Haushalte und Unternehmen abfedern. Vorgesehen ist, dass Strom-, Gas- und Wärmpreise für einen Anteil des Verbrauchs begrenzt werden.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lobte das Vorhaben. "Die Preisbremsen für Gas, Strom und Fernwärme kommen. Wir deckeln den Preis für Energie, damit Bürgerinnen und Bürger mit den neuen Preisen und mit den Herausforderungen zurecht kommen können", sagte Scholz. "Die Regierung tut alles, damit unser Land gut durch den Winter kommt."

Bei der Gaspreisbremse sollen Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen für 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs einen Gas-Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde garantiert bekommen. Für Wärmekunden soll der Preis bis zur 80-Prozent-Grenze 9,5 Cent betragen. Für die restlichen 20 Prozent des Verbrauchs soll der Vertragspreis gelten. Auch Pflege-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen profitieren von der Bremse. Für Industriekunden wird der Preis pro Kilowattstunde auf 7 Cent netto gedeckelt. Bei Wärme liegt er bei 7,5 Cent netto. Die gesetzlich festgelegten Preise gelten in der Industrie aber lediglich für 70 Prozent des Jahresverbrauchs im Jahr 2021.

Die Bremsen sind so konzipiert, dass sie laut Ministerium auch Sparanreize setzen: Denn wer als Privathaushalt mehr als die subventionierten 80 Prozent Gas verbraucht, muss für jede weitere Kilowattstunde den neuen hohen Preis im Liefervertrag zahlen.

Gleiches gilt für die Strompreisbremse. Sie sieht vor, dass Haushalte und kleinere Unternehmen 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs zu einem garantierten Bruttopreis von 40 Cent pro Kilowattstunde erhalten. Für Industriekunden liegt die Grenze bei 13 Cent für 70 Prozent des bisherigen Verbrauchs.

Die Entlastungen sind bis April 2024 befristet und sollen ab März des kommenden Jahres greifen. Bürger und Unternehmen sollen aber rückwirkend auch für Januar und Februar entlastet werden, indem im März die Vergünstigungen für die beiden vorherigen Monate mitangerechnet werden. Erst kürzlich hatten Bundestag und Bundesrat zur Entlastung der Haushalte bereits eine Dezember-Einmalzahlung beschlossen. Sie soll Wärme- und Gaskunden zugutekommen und die Zeit bis zum Greifen der Energiebremsen überbrücken.

Schon jetzt wird deutlich, was auf die Verbraucher in den kommenden Wochen zukommen könnte: Bei vielen sind Preiserhöhungen ihrer Stromversorger ins Haus geflattert - mit teils drastischen Anhebungen. Um diese Entwicklungen abzufedern, greift der Bund tief in die Tasche. Die Strom-, Gas-und Wärmepreisbremsen sind Teil eines Abwehrschirms mit einem Gesamtvolumen von 200 Milliarden Euro.

Auch profitträchtige Konzerne sollen zur Kasse gebeten werden: Die Strompreisbremse soll teilweise über eine Abschöpfung sogenannter Zufallsgewinne finanziert werden. Das betrifft etwa Produzenten von Ökostrom aus Wind und Sonne, die zuletzt von hohen Preisen an der Börse profitiert haben. Diese Gewinne sollen laut Kabinettsbeschluss erst zum 1. Dezember abgeschöpft werden und nicht wie zuvor geplant bereits rückwirkend zum 1. September. Spätestens zum 30. April 2024 soll laut Gesetzentwurf mit der Gewinnabschöpfung Schluss sein.

Lob für die Preisbremsen gab es unter anderem vom Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) und vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Bei der Strompreisbremse könnten auch energieintensive kleinere Handwerksbetriebe profitieren, betonte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Dadurch, dass die Strompreisbremse für Januar und Februar aber erst rückwirkend ab März gewährt werde, könne es für viele Betriebe finanziell eng werden. Wollseifer forderte deshalb eine "Härtefallbrücke".

Greenpeace kritisierte die Vorhaben. "Diese Beschlüsse machen Energie mit vielen Milliarden an Steuergeldern billiger, aber sie versäumen, dafür zu sorgen, dass die Abhängigkeit von fossilen Energien künftig sinkt", erklärte Bastian Neuwirth von der Umweltorganisation.

Neben den Bremsen hat das Kabinett am Freitag auch Neuregelungen verabschiedet, die Verbraucher, die ihre Energiekosten nicht bedienen können, künftig besser vor Strom-und Gassperren schützen sollen. Demnach sollen Energieanbieter dazu verpflichtet werden, den Kunden vor der Verhängung von Sperren eine Ratenzahlung ihrer Rückstände anzubieten. "Ich möchte, dass in diesem Winter niemand ohne Gas und Strom dasteht, weil er die gestiegenen Energiepreise nicht stemmen kann", sagte Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne).

Die neuen Regeln sind Teil der Entwürfe zu den Strom-und Gaspreisbremsen und können folglich auch erst dann in Kraft treten, wenn sich Bundestag und Bundesrat im Dezember damit befasst haben./faa/DP/mis

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Ukraine erhält 40 Generatoren aus EU-Beständen. Eine entsprechende Lieferung werde derzeit über das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen vorbereitet, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitagabend nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Mit den Generatoren könne jeweils ein kleines bis mittelgroßes Krankenhaus mit Strom versorgt werden. In der Ukraine kommt es derzeit immer wieder zu Stromausfällen. Nach mehreren massiven russischen Angriffen auf die Infrastruktur in der Ukraine sind zahlreiche Menschen von der Strom und Wärmeversorgung abgeschnitten./mjm/DP/mis

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Bundesländer haben sich auf Eckpunkte einer Härtefallregelung für energieintensive, mittelständische Betriebe geeinigt. Demnach sollen kleine und mittelgroße Unternehmen in Härtefällen zusätzliche Unterstützung bekommen, wenn steigende Energiepreise trotz Strom- und Gaspreisbremse ihre Existenz gefährden. Der in einer Sonderkonferenz der Wirtschaftsministerinnen und -minister der Länder am Freitag erarbeitete Vorschlag wird nun dem Bundeskanzler und den Ministerpräsidenten vorgelegt. Die nächste Sitzung der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist für den 8. Dezember geplant.

Die Hilfen seien auf energieintensive Betriebe mit deutlichen Kostensteigerungen begrenzt, um tatsächlich nur besondere Härtefälle zu erfassen, teilte das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium nach der Sitzung mit. "In Einzelfällen können kleine und mittlere Unternehmen somit über die Strom- und Gaspreisbremse hinaus finanzielle Unterstützung erhalten", hieß es. Die Länder wollen Antragstellung und Abwicklung übernehmen, um kurze Wege sicherzustellen.

Stimmt die MPK dem Konzept zu, sollen Bund und Länder Details zum Verfahren festlegen. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) ist derzeit Vorsitzende der Ministerkonferenz. Ab wann genau die Härtefallregelung nach dem Willen der Länder greifen soll, sei noch Gegenstand der Gespräche, sagte ein Ministeriumssprecher.

"Viele energieintensive Betriebe leiden trotz Strom- und Gaspreisbremse unter existenzgefährdenden Preissteigerungen", sagte Neubaur. Besondere Härten für Kleinbetriebe und Mittelstand wolle man daher unbürokratisch und schnell abfedern. "Mit der Härtefallregelung ergänzen wir zielgenau die Strom- und Gaspreisbremsen des Bundes, die bereits eine wichtige Hilfe für viele Unternehmen leisten, aber nicht jeden Härtefall abdecken können."

Der Vorschlag sieht unter anderem vor, dass betroffene Unternehmen zusätzlich zur Dezember-Soforthilfe einen Zuschuss in Höhe einer Abschlagszahlung beantragen können sollen. Voraussetzung hierfür sei eine Vervielfachung der Energiepreise. Die Länder können zur Prüfung und Feststellung besonderer Härte eigene Härtefallkommissionen einrichten. Nordrhein-Westfalen kündigte an, dies unter Einbindung der Wirtschaftskammern tun zu wollen.

Die Ministerrunde der Länder sprach sich außerdem für weitere Verbesserungen für kleinere energieintensive Betriebe aus, die keine Großkundenpreise bekommen und als Hauptenergiequelle Öl oder andere Energieträger wie Holzpellets nutzen. Dies würde vor allem Bäckereien und Textilhandwerker entlasten, hieß es./tob/DP/mis

(Neu: Faeser-Statement)

BERLIN (dpa-AFX) - Ausländer in Deutschland sollen bald leichter eine deutsche Staatsangehörigkeit erhalten können. Eine Vereinbarung dazu aus dem Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP treibt Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nun voran. "Wir sind ein vielfältiges Einwanderungsland in Deutschland und das sind wir nicht erst seit gestern, sondern das sind wir seit den 60er Jahren", sagte Faeser am Freitag am Rande eines Termins im ostfriesischen Emden. "Und diese Realität wollen wir abbilden in einem der modernsten Staatsangehörigkeitsrechte, die wir je hatten."

Ein entsprechender Gesetzentwurf sei "so gut wie fertig" und werde in Kürze an die übrigen Ministerien versandt, sagte ein Sprecher Faesers am Freitag in Berlin. Es soll nun in die Ressortabstimmung. Eine vorläufige Fassung des Entwurfs liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor, zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Auch die "Bild" schrieb über Details der Pläne, die weitgehend schon zwischen den Koalitionspartnern verabredet waren.

"Der Zugang zur deutschen Staatsangehörigkeit soll für die auf Dauer rechtmäßig in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten vereinfacht und beschleunigt werden, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen", heißt es in dem Entwurf. "Zugleich soll ein Anreiz geschaffen werden, sich schnell zu integrieren."

Vor allem Menschen, die bereits mehrere Jahre hierzulande leben, sollen demnach leichter deutsche Staatsbürger werden können. Statt wie bislang nach acht Jahren soll man künftig bereits nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland die Staatsbürgerschaft erhalten können. Bei "besonderen Integrationsleistungen" soll dies sogar schon nach drei Jahren möglich werden - etwa wenn Einwanderer besondere schulische oder berufliche Leistungen oder ehrenamtliches Engagement gezeigt haben oder über besonders gute Sprachkenntnisse verfügen. "Ich glaube, dass die Verkürzung der Fristen ein Anreiz für Integration sind", sagte Faeser.

In Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern sollen automatisch Deutsche werden, wenn ein Elternteil bereits seit fünf Jahren "seinen rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt" in Deutschland hat. Bislang war das erst nach acht Jahren der Fall. "Ich glaube, Kindern hat man das Leben besonders schwer gemacht beim Erwerb der Staatsangehörigkeit bislang", sagte Faser. Dabei lernten Kinder die Sprache schneller und seien schneller integriert.

Bei Senioren, die älter als 67 Jahre alt sind, will Faeser etwa die bisher verlangten formellen Sprachnachweise streichen. Stattdessen soll künftig die "Fähigkeit zur mündlichen Verständigung" ausreichen. Mit einer erleichterten Einbürgerung wolle man die besondere Lebensleistung der Gastarbeitergeneration würdigen, die einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Landes geleistet habe.

Der Besitz mehrerer Staatsbürgerschaften soll mit der Reform viel einfacher werden. Für die Integration seien Sprachkenntnisse, Bildung, berufliche Eingliederung und etwa "ein Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung weitaus wichtiger als die Frage, ob jemand eine oder mehrere Staatsangehörigkeiten besitzt". Der alte Rechtsgrundsatz entspreche schon länger nicht mehr der geltenden Praxis. Seit mehr als 15 Jahren werde "fast durchgängig" mehr als die Hälfte der Einbürgerungen "unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit vollzogen".

In der Union stießen die Pläne wie auch in der AfD-Fraktion auf scharfe Kritik. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), schimpfte: "Nancy Faeser behandelt unsere Staatsbürgerschaft wie eine Billigware am Black-Friday." Eine Einbürgerung sei der Abschluss einer erfolgreichen Integration. "Davon kann nach drei Jahren aber beim besten Willen keine Rede sein." Wer Deutscher sein wolle, solle andere Staatsangehörigkeiten abgeben.

Faeser entgegnete in Emden, dass die Union "endlich in der Lebensrealität ankommen muss". Es gehe darum, Lebensrealität abzubilden. Dies müsse auch die Gesetzgebung nachvollziehen. "Ich bin sicher, dass die meisten Menschen das in unserem Land für folgerichtig halten."

Von Parteikollegen Faesers kam viel Zuspruch. So sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND/Freitag): "Menschen, die hier eine bestimmte Anzahl von Jahren leben, nicht straffällig werden, ihren Lebensunterhalt verdienen und einen regulären Aufenthaltsstatus haben, sollten im Sinne von Integration und Teilhabe früher eingebürgert werden. Das ist völlig naheliegend."/hrz/DP/mis

BERLIN (dpa-AFX) - Nach wochenlangen Berichten über Dissonanzen im deutsch-französischen Verhältnis haben Berlin und Paris demonstrativ ihre enge Zusammenarbeit gerade in der aktuellen Krise betont. "Klar ist, je schwieriger die Zeiten sind, umso wichtiger ist die deutsch-französische Partnerschaft", sagte Kanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag nach einem Treffen mit Frankreichs Ministerpräsidentin Élisabeth Borne in Berlin. "Die deutsch-französischen Beziehungen sind außergewöhnlich dicht und reichhaltig." Sie würden weiter vertieft.

Scholz und Borne unterzeichneten eine Solidaritätsbekundung im Energiebereich. In der von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Frankreichs Energieministerin Agnès Pannier-Runacher ausgehandelten Energievereinbarung sichert Deutschland Frankreich Stromlieferungen zu. Frankreich wiederum sagt Deutschland Gaslieferungen zu. "Freunde stehen sich bei in der Not. Deutschland und Frankreich leben gemeinsame europäische Solidarität vor", sagte Scholz.

"Die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern ist entscheidend. Sie hat bereits bewiesen, dass sie Prüfungen standhalten und viele Herausforderungen meistern kann", sagte auch Borne. "Sie hat bereits bewiesen, dass sie Lösungen schaffen und Europa voranbringen kann." Der Kontinent befinde sich in einer kritischen Lage, in der die Stärke der Beziehungen zwischen beiden Ländern wichtiger denn je sei. Das deutsch-französische Paar müsse zum Motor eines vereinten Europas werden.

Die französische Ministerpräsidentin hob die Solidarität beider Länder mit gegenseitigen Strom- und Gaslieferungen im anstehenden Krisenwinter hervor. Außerdem betonte sie die Entschlossenheit, der Ukraine gemeinsam mit Deutschland weiter beizustehen./sk/DP/mis

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die vom Kabinett beschlossenen Energiepreisbremsen als gute Lösung bezeichnet. "Die Preisbremsen für Gas, Strom und Fernwärme kommen. Wir deckeln den Preis für Energie, damit Bürgerinnen und Bürger mit den neuen Preisen und mit den Herausforderungen zurechtkommen können", sagte Scholz am Freitag in Berlin. Die Koalition habe hier in den vergangenen Tagen und Wochen intensiv gearbeitet und in echter Teamarbeit eine gute Lösung gefunden.

"Die Regierung tut alles, damit unser Land gut durch den Winter kommt", betonte Scholz. Wegen der Dringlichkeit habe das Kabinett die Bremsen im Umlaufverfahren beschlossen. Der Kanzler dankte besonders Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) für die gute Zusammenarbeit./sk/DP/men

DEN HAAG (dpa-AFX) - Im lang andauernden Konflikt mit Bauern um schärfere Umweltauflagen hat die niederländische Regierung nun ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt. Die Viehbetriebe, die mit ihrer Gülle die Böden am meisten mit Stickstoff belasten, sollen zum Umschwenken gedrängt werden, kündigte die Regierung am Freitag in Den Haag an. Diesen Höfen werde ein Kaufangebot gemacht. Sollten sie nicht akzeptieren, werde ein Zwangsverkauf nicht ausgeschlossen.

Wird überschüssiger Stickstoff durch Regen aus dem Boden gewaschen, gelangt er als Nitrat ins Grundwasser. Die Folge: Um daraus Trinkwasser zu gewinnen, muss das Wasser teuer aufbereitet werden. Zudem gelangt der Stickstoff auch in Seen, Flüsse und Meere.

Wie auch in Deutschland sind in den Niederlanden Grundwasser und Böden stark belastet. Die größten Verursacher sind in den Niederlanden Viehbetriebe.

Nach einem höchstrichterlichen Urteil hatte die Regierung entschieden, den Stickstoff-Eintrag bis 2030 um die Hälfte zu verringern. Das kann nach Berechnungen der Regierung das Aus von 30 Prozent der Viehbetriebe bedeuten. Die Niederlande sind weltweit einer der größten Exporteure landwirtschaftlicher Produkte.

Aus Protest gegen die Pläne hatten Bauern wochenlang zum Teil gewalttätig protestiert. Sie hatten Autobahnen blockiert, Brände gelegt und Mist, Müll, aber auch Asbest auf Straßen gekippt. Die Lager von Supermärkten waren blockiert und Politiker bedroht worden.

Da der Stickstoff-Eintrag nun deutlich über den zugelassenen Grenzwerten liegt, sind andere Unternehmen oder Großprojekte blockiert. So dürfen nach einem Gerichtsurteil vom November Bauprojekte nicht mehr genehmigt werden./ab/DP/men

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