dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

16.01.2021

ROUNDUP: Neuer Autoriese Stellantis macht VW und Toyota Konkurrenz

PARIS/ROM (dpa-AFX) - Der französische Peugeot-Hersteller PSA und Fiat Chrysler (FCA) haben ihre Megafusion zum weltweit viertgrößten Autokonzern abgeschlossen. Das bestätigten die Unternehmen am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung. Der neue Verbund mit dem Namen Stellantis wird vom bisherigen PSA-Chef Carlos Tavares (62) geführt und macht in der internationalen Topliga VW oder Toyota Konkurrenz.

Stellantis hat große Standbeine in Europa und Nordamerika. Der Konzern mit offiziellem Sitz in den Niederlanden führt 14 Automarken wie Opel, Peugeot, Citroën, Jeep, Maserati oder Alfa Romeo. Beschäftigt werden rund 400 000 Menschen. Die Aktie von Stellantis soll von Montag an in Mailand und Paris gehandelt werden. Tavares will sich am Dienstag vor den Medien äußern. Ab diesem Tag soll die Aktie dann auch in New York gehandelt werden.

Vor der Corona-Krise setzten FCA und PSA zusammen mehr als acht Millionen Fahrzeuge ab und erzielten einen Jahresumsatz von knapp 170 Milliarden Euro. Nur noch Volkswagen , Toyota und der französisch-japanische Renault -Nissan -Verbund waren 2019 größer.

Die Fusion war seit langem vorbereitet worden, die erste Ankündigung hatte es im Oktober 2019 gegeben. Die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen bescherten der Autobranche im vergangenen Jahr einen dramatischen Absatzeinbruch.

PSA und FCA hielten jedoch an ihren Plänen fest. Experten rechnen damit, dass ein größerer Umbau des neuen Verbunds ansteht. Tavares hatte bisher versichert, dass keine Werke geschlossen werden sollen. Die Heimatländer von Peugeot und Fiat, Frankreich und Italien, kündigten bereits an, sehr genau auf die Beschäftigung bei Stellantis zu achten.

Tavares hatte Opel in den vergangenen Jahren mit harter Hand saniert, dabei blieben viele Jobs auf der Strecke. Opel bleibt die einzige deutsche Marke im neuen Konzern.

Verwaltungsratsvorsitzender von Stellantis ist John Elkann (44), Enkel des legendären Fiat-Patriarchen Giovanni "Gianni" Agnelli (1921-2003). Die Familie Agnelli wird laut der Zeitung "Le Parisien" mit rund 14,4 Prozent im neuen Konzern vertreten sein. Weitere größere Aktienpakete werden von der Familie Peugeot und dem französischen Staat gehalten.

Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sagte der Deutschen Presse-Agentur, eine Stärke des neuen Konzern seien hohe Stückzahlen und Marktanteile in Europa und Nordamerika. Stellantis sei hingegen auf dem Zukunftsmarkt Asien schwach aufgestellt. Zudem gebe es Schwächen bei Elektrofahrzeugen./cb/DP/mis

16.01.2021

Grüne: Laschet hat als neuer CDU-Chef anspruchsvolle Aufgabe

BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen sehen eine anspruchsvolle Aufgabe für den neuen CDU-Chef Armin Laschet. Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck erklärten: "Armin Laschet steht vor der anspruchsvollen Aufgabe, die CDU nach der Ära Merkel neu zu definieren, zu klären, wofür sie inhaltlich eigentlich antritt und wie sie diesen Weg mit vereinten Kräften gehen kann."

Deutschland habe große Aufgaben zu bewältigen, vor allem jetzt die Corona-Pandemie. "Dieses Jahr ist darüber hinaus ein Jahr der Entscheidungen: Es sind die Weichen zu stellen für konsequenten Klimaschutz und die ökologische Modernisierung der Wirtschaft, für mehr soziale Gerechtigkeit, die Verteidigung der offenen, demokratischen Gesellschaft und ein starkes Europa."

Weiter erklärten Baerbock und Habeck mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst: "Wir freuen uns auf einen spannenden politischen Wettbewerb um die Frage, welche Kraft unser Land mutig, entschlossen und mit neuem Schwung aus der Krise in dieses entscheidende Jahrzehnt führt."/had/bk/hoe/sk/DP/mis

16.01.2021

Autohersteller PSA und Fiat Chrysler schließen Megafusion ab

PARIS/ROM (dpa-AFX) - Der französische Peugeot-Hersteller PSA und Fiat Chrysler (FCA) haben ihre Megafusion zum weltweit viertgrößten Autokonzern abgeschlossen. Das bestätigten die beiden Unternehmen am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung.

Der neugebildete Hersteller Stellantis hat große Standbeine in Europa und Nordamerika. Er führt 14 Automarken wie Opel, Peugeot, Citroën, Jeep, Maserati oder Alfa Romeo. Beschäftigt werden rund 400 000 Menschen. Die Aktie von Stellantis soll von Montag an in Mailand und Paris gehandelt werden./cb/DP/mis

16.01.2021

WDH/Söder will mit Laschet 'Erfolgsgeschichte der Union' fortschreiben

(Grammatikfehler berichtigt)

BERLIN (dpa-AFX) - CSU-Chef Markus Söder hat Armin Laschet per Twitter zum neuen CDU-Chef gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch @ArminLaschet. Freue mich auf unsere Zusammenarbeit! Gemeinsam werden wir die Erfolgsgeschichte der Union fortschreiben", schrieb der bayerische Ministerpräsident am Samstag bei dem Kurznachrichtendienst.

Bei dem rein digitalen CDU-Parteitag hatte sich zuvor Laschet in einer Stichwahl recht klar gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz durchgesetzt. Außenpolitiker Norbert Röttgen war bereits in der ersten Wahlrunde ausgeschieden./had/bk/hoe/sk/DP/mis

16.01.2021

ROUNDUP: Tesla hat Sicherheitsleistung hinterlegt - Kein Baustopp für Fabrik

GRÜNHEIDE (dpa-AFX) - Der US-Elektroautobauer Tesla hat kurz vor dem Ende der Frist eine von Brandenburg geforderte Sicherheitsleistung für den Weiterbau der Fabrik in Grünheide bei Berlin hinterlegt. Die Tesla-Leitung habe am späten Freitagabend die Einigung zwischen Tesla Brandenburg und dem Landesamt für Umwelt für die Sicherung etwaiger Rückbauverpflichtungen bestätigt, teilte die Sprecherin des Umweltministeriums, Frauke Zelt, am Samstag mit. "Die notwendige Sicherheit wird durch die Beibringung einer Patronatserklärung durch eine deutsche GmbH erbracht, verknüpft mit einer Geldeinlage in Höhe von 100 Millionen Euro." Eine zwischenzeitlich um fünf Tage verlängerte Frist sei damit gegenstandslos.

Damit muss kein Baustopp verhängt werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde das Geld zwischen 23.00 und 24.00 Uhr hinterlegt. Die "B.Z." hatte am Freitagabend über die Leistung berichtet. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtete am Freitag über die Verlängerung der Frist.

Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung für die komplette Fabrik nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz fehlt noch - ein Termin ist offen. Deshalb baut Tesla in einzelnen Schritten über vorzeitige Zulassungen. Die 100 Millionen Euro sind als Sicherheit für mögliche Rückbaukosten gedacht. Wie und wo das Geld hinterlegt ist, ließ die Landesregierung offen.

Im Dezember hatte Tesla die Sicherheitsleistung nicht bis zur ersten Frist vom 17. Dezember hinterlegt. Daher ruhten die Arbeiten zunächst, dann einigte sich Brandenburg mit Tesla auf eine längere Frist bis zum 15. Januar. Dafür garantierte das Unternehmen dem Land laut Umweltministerium in einer Patronatserklärung Sicherungen für sämtliche vorzeitige Genehmigungen von Baumaßnahmen. Die Bürgerinitiative Grünheide kritisiert die verlängerten Fristen.

Der Elektroautohersteller will im Juli in Grünheide mit der Produktion beginnen. Das Unternehmen hatte die Errichtungskosten mit knapp 1,1 Milliarden Euro veranschlagt. Tesla-Chef Elon Musk sagte dem "Business Insider" allerdings im Dezember: "Leider werden wir das Budget überschreiten." In einer ersten Phase sind 12 000 Beschäftigte und bis zu 500 000 Fahrzeuge pro Jahr geplant. Naturschützer und Anwohner befürchten mit der Fabrik negative Konsequenzen für die Umwelt. Sie halten den Wasserverbrauch für zu hoch und sehen geschützte Tiere in Gefahr.

Musk will das Werk bei Berlin auch zur weltgrößten Batteriefabrik machen. Ein Antrag für eine Batteriefabrik liegt bisher nicht vor. Beim Landkreis Oder-Spree ging vor Weihnachten ein Bauantrag von Tesla für eine Lagerhalle ein, teilte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage mit. Die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" berichteten am Freitagabend (online), die Halle solle drei Mal so groß wie ein Fußballfeld sein, dort könne die Batteriefabrik entstehen./vr/DP/mis

16.01.2021

Scholz beglückwünscht Laschet - Kritik von Kipping

BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Armin Laschet zum Sieg bei der digitalen Wahl zum CDU-Vorsitzenden gratuliert. "Das ist eine große Aufgabe mit großen Vorgängerinnen & Vorgängern. Ich wünsche ihm dafür ein glückliches Händchen. Dieses Jahr hat es in sich und wird eine Herausforderung für uns alle", schrieb der Bundesfinanzminister und Vizekanzler am Samstag auf Twitter.

Die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, twitterte: "Mit Laschet hat die CDU nun einen neuen Parteivorsitzenden, aber noch lange keinen Kanzlerkandidaten. Egal, wer dann das Rennen um CDU-Kanzlerkandidatur gewinnt, die CDU wird nicht bereit sein, die Weichen so stellen, dass wir gerecht aus der Krise kommen."/sax/DP/mis

16.01.2021

Söder will mit Laschet 'Erfolgsgeschichte der Union' fortschreiben

BERLIN (dpa-AFX) - CSU-Chef Markus Söder hat Armin Laschet per Twitter zum neuen CDU-Chef gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch @ArminLaschet. Freue mich auf unsere Zusammenarbeit! Gemeinsam werden wir die Erfolgsgeschichte der Union fortschreiben", schrieb der bayerische Ministerpräsident am Samstag bei dem Kurznachrichtendienst.

Beim dem rein digitalen CDU-Parteitag hatte sich zuvor Laschet in einer Stichwahl recht klar gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz durchgesetzt. Außenpolitiker Norbert Röttgen war bereits in der ersten Wahlrunde ausgeschieden./had/bk/hoe/sk/DP/mis

16.01.2021

Iran: Wegen Corona keine Kundgebungen zum Jahrestag der Revolution

TEHERAN (dpa-AFX) - Die staatlich organisierten Großkundgebungen zum 42. Jahrestag der islamischen Revolution im Iran werden dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Das gab Präsident Hassan Ruhani am Samstag im iranischen Staatsfernsehen bekannt. Anstelle der sonst jedes Jahr am 11. Februar stattfindenden landesweiten Demonstrationen sollten diesmal nur "symbolische" Aktionen via Internet oder höchstens Auto- und Motorradkorsos veranstaltet werden, sagte der Präsident. Der Jahrestag fällt wegen des Schaltjahrs nach dem iranischen Kalender in diesem Jahr auf den 10. Februar.

Die vom System koordinierten Kundgebungen, an denen normalerweise Hunderttausende von Menschen teilnehmen, sollen die kontinuierliche Unterstützung des Volkes für die islamische Revolution von 1979 demonstrieren. Die wegen der hohen Infektionsgefahr schon im Vorfeld absehbare Absage dürfte dem Klerus und den Hardlinern nicht gefallen. Für sie ist der Jahrestag der Revolution politisch sehr wichtig, eine Absage damit inakzeptabel. Seit dem Pandemie-Ausbruch vor fast einem Jahr wurden im Iran mit einer Bevölkerung von 83 Millionen fast 57 000 Tote und mehr als 1,3 Millionen Infizierte registriert.

Am 11. Februar 1979 wurden im Iran das Ende der Monarchie und die Gründung der Islamischen Republik verkündet. Als Gründer des schiitischen Gottesstaates gilt deren erster Oberster Führer Ajatollah Ruhollah Chomeini, der von seinem Exil in Frankreich aus den Sturz der Monarchie vorbereitet hatte. Nach seinem Tod 1989 wurde Ajatollah Ali Chamenei zum obersten Führer des Landes ernannt und hat seitdem auch in allen strategischen Belangen das letzte Wort.

Viel zu feiern hätte die politische Führung in Teheran dieses Jahr ohnehin nicht. Wegen der US-Sanktionen steckt das Land seit mehr als zwei Jahren in einer akuten Wirtschaftskrise, die durch die Corona-Pandemie noch verschärft wurde. Ruhani hofft, dass der neue US-Präsident Joe Biden nach seinem Amtsantritt am Mittwoch (20. Januar) die Entscheidungen seines Vorgängers Donald Trump zum Ausstieg aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 sowie zur Verhängung der Sanktionen revidieren wird./str/fmb/DP/mis

16.01.2021

Laschet dankt nach Wahlerfolg für Vertrauen und fairen Wahlkampf

BERLIN (dpa-AFX) - Nach seiner Wahl zum neuen CDU-Chef hat Armin Laschet seiner Partei für das große Vertrauen gedankt. "Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die mit diesem Amt verbunden ist", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Samstag auf dem digitalen Parteitag der CDU. Nun gehe es darum, dass die CDU zunächst die anstehenden Landtagswahlen in "wenigen Wochen" gut bestehe. Zudem wolle er bei der Bundestagswahl dafür sorgen, "dass die Union den nächsten Kanzler stellt".

Laschet dankte seinen beiden Mitbewerbern um den Parteivorsitz, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Außenpolitiker Norbert Röttgen, für den fairen Wahlkampf in den vergangenen zehn Monaten. Ein so langer Wettbewerb berge immer die Gefahr, dass Aggression, Gereiztheit und kleine Spitzen zunehmen. An die Adresse von Merz betonte er, dass er auch in Zukunft viel zusammen machen wolle.

Merz und Röttgen gratulierten Laschet zum Wahlerfolg und wünschten ihm für das Wahljahr viel Erfolg. Es sei eine "enorm anstrengende Zeit für uns alle zu bestehen", sagte Merz. Wie er sich nach seiner Niederlage in der CDU weiter einbringen wolle, dazu sagte Merz nichts. Röttgen betonte, er stehe zu seinem Wort und werden Laschet nun mit voller Kraft unterstützen. "Du kannst dich auf mich verlassen. Wir müssen jetzt eine Mannschaft bilden", sagte er./had/bk/hoe/sk/DP/mis

16.01.2021

Foodwatch fordert grundlegendes Umsteuern der Landwirtschaft

BERLIN (dpa-AFX) - Die Verbraucherorganisation Foodwatch dringt auf ein grundlegendes Umsteuern der Landwirtschaft hin zu mehr Umwelt- und Tierschutz. "Wenn uns der Wettbewerb im Einzelhandel günstige Lebensmittelpreise beschert, dann ist dies aus Verbrauchersicht zwar erfreulich", sagte Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker der Deutschen Presse-Agentur. An der Supermarktkasse würden aber nicht die "wahren Preise" für Milch, Fleisch oder Käse gezahlt. "Die inakzeptablen Zustände in der Tierhaltung, beim Umwelt-, Klima- und Arbeitsschutz machen die niedrigen Preise überhaupt erst möglich."

Der Politikansatz, immer nur noch mehr Steuergeld in das System zu pumpen, sei gescheitert, kritisierte Rücker vor der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin, die wegen der Corona-Pandemie am kommenden Mittwoch und Donnerstag nur mit einem digitalen Konferenzprogramm stattfindet.

"Solange unsere landwirtschaftlichen Betriebe auf dem heutigen Weltmarkt bestehen müssen, sind sie in einem brutalen Unterbietungswettbewerb gefangen - auf Kosten des Klimas, der Umwelt, der Tiere und der Höfe selbst", sagte Rücker. "Billig-Agrarexporte für den Weltmarkt und eine klima-, umwelt-, sozial- und tiergerechte Landwirtschaft mit fairen Preise für Landwirte sind ein unauflösbarer Widerspruch." Man müsse endlich über Konsequenzen daraus diskutieren./sam/DP/mis

15.01.2021

Aktien New York Schluss: Weitere Gewinnmitnahmen vor langem Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Freitag weitere Gewinnmitnahmen verzeichnet. Angesichts hoher Bewertungen, überwiegend enttäuschender Konjunkturdaten und eines mauen Starts in die Unternehmensberichtssaison lieferte den Anlegern auch das vom gewählten US-Präsidenten Joe Biden in Aussicht gestellte, lediglich erwartungsgemäße Konjunkturpaket keine Kaufargumente. Zudem pausiert der US-Börsenhandel am Montag wegen des Martin Luther King Day - vor dem langen Wochenende und Bidens Vereidigung am Mittwoch wollten viele Investoren offenbar nicht ins Risiko gehen.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,57 Prozent tiefer bei 30 814,26 Punkten. Damit verbuchte der Leitindex ein Wochenminus von 0,91 Prozent. Ein ähnliches Bild wie der Dow zeigte am Freitag der marktbreite S&P 500 , der um 0,72 Prozent auf 3768,25 Zähler nachgab. Beim technologielastigen Nasdaq 100 zeigten die Kurstafeln am Ende einen Verlust von 0,73 Prozent auf 12 803,93 Zähler an./gl/he

15.01.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Späte Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger haben sich am Ende einer bis dahin zögerlichen Börsenwoche bei deutschen Aktien doch noch für Gewinnmitnahmen entschieden. Börsianer sprachen am Freitag von einer Konsolidierung nach dem starken Jahresauftakt, die sich auch an der Leitbörse in New York zeigte. Es hieß, Anleger scheuten nach der Rekordrally des Dax bis über 14 100 Punkte neue Risiken wegen der weiterhin grassierenden Corona-Pandemie und der Diskussion über eine zeitnahe Verschärfung von Restriktionen.

Der Dax fiel am Nachmittag nach dem US-Auftakt erst unter eine Unterstützung bei 13 800 Punkten und verlor dann in kurzer Zeit nochmals mehr als 100 Zähler. Erst unter der Marke von 13 700 Punkten stabilisierte er sich. Am Ende gab der Leitindex um 1,44 Prozent auf 13 787,73 Zähler nach. Auf Wochensicht brockte ihm dies ein Minus von 1,9 Prozent ein.

Durch die späte Stabilisierung bleibt der Dax im bisherigen Jahresverlauf klar im Plus. Das Jahr 2020 hatte er bei 13 718 Punkten beendet. Während die Bestmarke bei dem Leitindex nun schon eine Woche zurückliegt, hatte der MDax am Vortag noch einen höheren Rekord aufgestellt. Mit einem Abschlag von 1,70 Prozent auf 31 035,92 Punkte fiel der Abwärtsdruck bei dem Index der mittelgroßen deutschen Werte denn auch sogar noch etwas größer aus.

Die Kursverluste drückten neben allgemeiner Höhenangst auch die Furcht der Anleger vor einer größeren Abriegelung der Wirtschaft in der Corona-Krise aus. Zeitweise drohte der Dax unter die 21-Tage-Durchschnittslinie zu fallen, die bei gut 13 700 Punkten verlief. Wegen der kritischen Infektionslage wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten bereits am kommenden Dienstag über schärfere Corona-Beschränkungen beraten.

Die Chartexperten von Index-Radar betonten aber am Morgen schon vor der Verkaufswelle, dass der Dax in einer Konsolidierung spätestens bei 13 500 Punkten abgesichert sei. Bis dahin könne noch von normalen Schwankungen im Aufwärtstrend die Rede sein.

In der Verkaufswelle verpufften letztlich auch erleichternde Nachrichten von SAP . Die stark in den Handel gestartete Aktie ging trotz guter vorläufiger Quartalszahlen 0,65 Prozent tiefer aus dem Handel. Eine überraschend gute Entwicklung im Schlussjahresviertel mildere die Sorgen der Anleger, dass der Softwarekonzern im Cloud-Geschäft womöglich mehr Gegenwind verspürt als die Konkurrenz, urteilte Analyst Andrew DeGasperi von der Berenberg Bank.

Gar nicht gut an kam der Vorwurf unfairer Wettbewerbspraktiken von General Electric an Siemens Energy . Nach gutem Lauf zog die Meldung bei den Aktien einen Rücksetzer um 6,3 Prozent nach sich. Die Amerikaner werfen dem Kontrahenten vor, mit verbotenen Methoden mehrere Gasturbinen-Aufträge ergattert zu haben.

Zuletzt sehr gut gelaufene Aktien wurden allgemein gemieden. Auch die Aktien von Westwing , die im vergangenen Jahr zum besten SDax -Wert wurden, verloren nach Geschäftszahlen und einem weiteren Rekordhoch im Frühhandel 7,6 Prozent. Verfehlte Jahresziele schickten die Aktien des IT-Beraters SNP sogar mit 9,7 Prozent auf Talfahrt.

Für negativen Gesprächsstoff sorgten sonst noch die Aktien von Varta , die im MDax um 5,4 Prozent absackten. Auslöser war ein Bericht, dem zufolge die Tech-Schwergewichte Samsung und LG Electronics eigene Mikrobatterien fertigen wollen.

Der EuroStoxx 50 verlor letztlich 1,15 Prozent auf 3599,55 Zähler. An den Börsen in Paris und London bewegten sich die Abschläge in ähnlichen Größenordnungen. In New York konnte der Dow Jones Industrial sein Minus vor dem langen Wochenende und dem bald anstehenden Machtwechsel in Washington zuletzt auf ein halbes Prozent reduzieren.

Der Eurokurs gab weiter nach, zuletzt wurden 1,2097 Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2123 (Donnerstag: 1,2124) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8249 (0,8248) Euro.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,55 Prozent am Vortag auf minus 0,56 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 146,17 Punkte. Der Bund-Future lag mit 177,65 Zählern mit 0,01 Prozent im Minus./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

15.01.2021

Aktien Frankfurt Schluss: Späte Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger haben sich am Ende einer bis dahin zögerlichen Börsenwoche bei deutschen Aktien doch noch für Gewinnmitnahmen entschieden. Börsianer sprachen am Freitag von einer Konsolidierung nach dem starken Jahresauftakt, die sich auch an der Leitbörse in New York zeigte. Es hieß, Anleger scheuten nach der Rekordrally des Dax bis über 14 100 Punkte neue Risiken wegen der weiterhin grassierenden Corona-Pandemie und der Diskussion über eine zeitnahe Verschärfung von Restriktionen.

Der Dax fiel am Nachmittag nach dem US-Auftakt erst unter eine Unterstützung bei 13 800 Punkten und verlor dann in kurzer Zeit nochmals mehr als 100 Zähler. Erst unter der Marke von 13 700 Punkten stabilisierte er sich. Am Ende gab der Leitindex um 1,44 Prozent auf 13 787,73 Zähler nach. Auf Wochensicht brockte ihm dies ein Minus von 1,9 Prozent ein.

Während die Bestmarke beim Dax nun schon eine Woche zurückliegt, hatte der MDax am Vortag noch einen höheren Rekord aufgestellt. Die Abwärtswelle bei dem Index der mittelgroßen deutschen Wert fiel mit einem Abschlag von 1,70 Prozent auf 31 035,92 Punkte sogar noch etwas größer aus./tih/he

15.01.2021

Aktien New York: Kurse rutschen ab - Bankenzahlen und Daten enttäuschen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Freitag nach einem uneinheitlichen Start deutlich abgerutscht. Damit knüpften die Kurse an die Gewinnmitnahmen des Vortags an, die allerdings deutlich geringer ausgefallen waren. Neben überwiegend enttäuschenden Konjunkturdaten belasteten negativ aufgenommene Geschäftszahlen aus dem Bankensektor. Das vom designierten US-Präsidenten Joe Biden in Aussicht gestellt Konjunkturpaket reichte den Anleger offenbar nicht als Grund für Aktienkäufe.

Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete seine anfangs moderaten Verluste aus und büßte über eine Stunde nach dem Handelsstart 0,81 Prozent auf 30 740,41 Punkte ein - damit zeigte er sich immerhin etwas erholt vom Tagestief. Für den marktbreiten S&P 500 ging es zuletzt um 0,79 Prozent auf 3765,52 Zähler nach unten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 drehte nach bescheidenen Anfangsgewinnen ins Minus und verlor 0,50 Prozent auf 12 833,78 Punkte./gl/he

15.01.2021

WOCHENAUSBLICK: Dax auf Konsolidierungskurs - Augen auf Biden und Lockdowns

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der zu Jahresbeginn rekordhohe Dax steht in der neuen Woche vor der nächsten Belastungsprobe. Die Augen der Anleger richten sich wohl vor allem auf die beginnende Saison der Quartalsberichte, die am Mittwoch bevorstehende Machtübergabe in Washington und die Lockdowns. Über das weitere Vorgehen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder schon in den kommenden Tagen und nicht erst wie ursprünglich geplant am 25. Januar beraten.

Anlagestratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank befürchtet, dass sich die Anleger vorerst wieder stärker auf das Infektionsgeschehen konzentrieren, jetzt wo ein neues billionenschweres Hilfsprogramm "als Antrittsgeschenk des designierten US-Präsidenten Joe Biden an Konturen gewinnt" und damit bekannt sei. Er sieht eine wachsende Gefahr, dass die Kauflaune der Anleger wegen Virus-Mutationen und immer intensiveren Mobilitätseinschränkungen nachlässt.

"Schon jetzt wird in Deutschland über eine Verschärfung der bis Ende Januar laufenden Restriktionen diskutiert, während eine nochmalige Verlängerung wohl nur noch reine Formsache sein dürfte", sagte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Auch wenn die Börse derzeit noch über die Einschränkungen hinweg nach vorn schaue, glaubt Stanzl, dass sich das Kursgeschehen davon nicht ganz abkoppeln kann. Die Rekordrally wäre dann wohl vorerst Geschichte.

Mit dem erstmaligen Anstieg über 14 100 Punkte hatten die Anleger in der ersten Januarwoche ihr Pulver verschossen. Zuletzt pendelte der Dax zwischen 13 800 und 14 000 Punkten, weitere Rücksetzer werden nicht ausgeschlossen. Die Chartexperten von Index-Radar sprechen gleichwohl von normalen Schwankungen im Aufwärtstrend. "Neue Hochs bleiben auf längere Sicht weiterhin wahrscheinlich", heißt es perspektivisch von Analyst Andreas Büchler. In einer Konsolidierung sieht er den Dax spätestens bei 13 500 Punkten abgesichert.

In der neuen Woche wird es frische Impulse von den tonangebenden US-Börsen erst am Dienstag geben: Am Montag ruht der Handel in New York am "Martin Luther King Day". Die Blicke werden zu Wochenbeginn stattdessen wohl auf Wirtschaftszahlen aus China gerichtet, das derzeit als wichtige Stütze für die deutschen Exporte gilt. Commerzbank-Experte Schickentanz hält es für möglich, dass das chinesische Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal rund sechs Prozent zugelegt hat.

Ab Dienstag läuft dann in den USA die Berichtssaison weiter an mit Unternehmenszahlen vor allem aus dem Bankensektor und später dann auch von Technologiewerten wie Intel oder IBM . Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank erwartet durchaus positive Impulse, auch wenn es diese am Freitag nach den ersten Berichten der US-Banken JPMorgan und Citigroup zunächst nicht gab. Laut Halver könnten Jahresausblicke in den Mittelpunkt rücken, die auf Konjunkturverbesserungen abzielen.

Wenn am Mittwoch US-Präsident von Donald Trump sein Amt abgeben muss, droht der Staffelstab nicht reibungslos übergeben zu werden. Nach den jüngsten Krawallen am und im Kapitol warnt die US-Bundespolizei FBI vor potenziellen Gewaltakten rund um die Vereidigung von Joe Biden, der ein neues Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar schnüren will. Thomas Gitzel von der VP Bank glaubt, dass die Ausgangssituation dafür wegen der Machtverhältnisse vor allem im Senat keine einfache ist - trotz einer mittlerweile knappen Mehrheit für die Demokraten.

Am Donnerstag entscheidet die EZB außerdem über ihre Zinspolitik. Paul Diggle von Aberdeen Standard Investments erwartet keine politischen Entscheidungen und stattdessen eher Aussagen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der erneuten Lockdowns und des Brexit-Deals. "Die Investoren werden hören wollen, wie die EZB vorgehen wird, wenn sich die Bedingungen weiter verschlechtern, und sie werden nervös werden, wenn die EZB über einen möglichen Entzug der Unterstützung sprechen sollte", so Diggle.

Was die internationale Geldpolitik betrifft, glaubt Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank ohnehin nicht daran, dass die zuletzt gestiegenen Marktzinsen ein Niveau erreichen, das den Aktienmärkten ihr langjähriges Argument der Alternativlosigkeit nimmt. "Nein, denn die Notenbanken wissen, dass der Finanzwelt ohne ihre zinsdrückende Funktion im Extremfall die ultimative Schuldenkrise droht", argumentiert Halver.

Abgerundet wird die Agenda zu Wochenschluss von Einkaufsmanagerdaten aus der Eurozone, die als wichtiges Stimmungsbarometer in den Führungsetagen der Unternehmen gelten. Auf Unternehmensseite sind die Aktien von PSA und Fiat Chrysler am Montag Geschichte, dann formen die Autokonzerne unter dem Namen Stellantis einen neuen Giganten mit 14 Marken./tih/bek/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

15.01.2021

Aktien New York Ausblick: Leichte Verluste zum Start der Berichtssaison erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - Zum Start der US-Unternehmensberichtssaison mit den Zahlen einiger Großbanken dürfte die Wall Street den Handel am Freitag leicht im Minus beginnen. Die Nachricht, dass der künftige US-Präsident Joe Biden ein neues Konjunkturpaket im Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar auf den Weg bringen will, sollte zunächst nur wenig unterstützen, da dies bereits erwartet worden war.

Eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,50 Prozent tiefer bei 30 835 Punkten, nachdem er tags zuvor ein Rekordhoch bei 31 223 Punkten erklommen hatte. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,8 Prozent an.

Auf frische US-Konjunkturdaten reagierten die vorbörslichen Notierungen mit einem weiteren leichten Rückgang. So sind die Erzeugerpreise im Dezember wie erwartet gestiegen. Die Einzelhandelsumsätze ohne Autos fielen im Dezember hingegen deutlich stärker als befürchtet. Die Stimmung in den New Yorker Industrieunternehmen im Januar - gemessen am Empire-State-Index - legte weniger stark zu als prognostiziert. Zudem stehen an diesem Freitag noch die Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung, die Lagerbestände und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan auf der Agenda.

Der boomende Wertpapierhandel an den Finanzmärkten und gesunkene Kreditrisiken in der Corona-Krise bescherten der größten US-Bank JPMorgan Chase im vierten Quartal einen überraschenden Gewinnsprung. Im vorbörslichen US-Handel fiel der Kurs der JPMorgan-Aktie dennoch um rund 2,3 Prozent.

Trotz anhaltend hoher Belastungen durch niedrige Zinsen und die Corona-Krise verdiente die US-Großbank Wells Fargo im vierten Quartal etwas mehr. Auch wenn sich die Finanzlage verbessert habe, litten die Ergebnisse weiterhin unter den Folgen der Pandemie und juristischen Problemen, sagte Vorstandschef Charlie Scharf. Erschwerend kommen geringere Erträge wegen niedrigerer Zinsen hinzu. Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Kursverlust von 3,5 Prozent.

Die US-Großbank Citigroup tut sich in der Corona-Krise weiter schwer und musste im vierten Quartal erhebliche Abstriche machen. Bankchef Michael Corbat verwies auf "massive wirtschaftliche Folgen durch Covid-19". Die schwächeren Zahlen seien zudem höheren Kosten und Steuern geschuldet. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr brach der Gewinn um 41 Prozent ein. Die Citigroup-Papiere büßten vorbörslich rund 1,5 Prozent ein./edh/jha/

15.01.2021

Aktien Frankfurt: Corona-Pandemie belastet auch zum Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag für Gewinnmitnahmen auf hohem Kursniveau entschieden. Die nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen und -Todesfälle lassen Anleger zunehmend vorsichtig agieren. Der Leitindex Dax gab am frühen Nachmittag um ein knappes Prozent auf 13 865 Punkte nach. Auf Wochensicht steht somit ein Minus von 1,3 Prozent zu Buche.

Am Freitag vor einer Woche war der Dax noch auf ein Rekordhoch deutlich über 14 000 Zählern gestiegen. Im Verlauf der nun zu Ende gehenden Woche bewegte sich der Leitindex dann weitgehend unter der 14 000er Marke.

Die politische Diskussion in Deutschland über eine zeitnahe Verschärfung von Restriktionen nimmt Fahrt auf, inklusive der Forderung nach einem kompletten Lockdown. Damit könnte die von vielen Marktteilnehmern erwartete wirtschaftliche Erholung erst später Realität werden.

"Die Corona-Sorgen sind allgegenwärtig und geben wesentlich den Ton an", schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Zwar könne sich der Dax auf hohem Niveau halten, die Kraft und neue Impulse, um die 14 000er Marke deutlich zu überspringen, fehlten derzeit aber.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel zum Wochenschluss um 1,5 Prozent auf 31 114 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,8 Prozent auf 3613 Zähler.

Die Aktien von SAP drehten nach anfänglichen Aufschlägen mit der allgemeinen Kursschwäche ins Minus. Die am Vorabend veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen kamen gleichwohl bei Analysten gut an, vor allem die mit Software-Lizenzen erzielten Erträge.

Gar nicht gut an kam der Vorwurf unfairer Wettbewerbspraktiken von General Eletric an Siemens Energy . Der Kurs der Siemens-Beteiligung verlor gut sechs Prozent und lag am Ende des MDax. Die Amerikaner werfen dem Kontrahenten vor, mit verbotenen Methoden mehrere Gasturbinen-Aufträge ergattert und so "Milliarden an Dollar" an Land gezogen zu haben.

Aktien von Westwing verloren nach Geschäftszahlen sechs Prozent. Die Corona-Pandemie bescherte dem Online-Möbelhändler zuletzt kräftiges Wachstum. Im frühen Handel hatte der Kurs noch auf ein Rekordhoch zugelegt, dann aber strichen Anleger Gewinne ein.

Aktien von Varta gerieten unter Druck, sie sackten um sechs Prozent ab. Auslöser war ein Bericht, dem zufolge die Tech-Schwergewichte Samsung und LG Electronics eigene Mikrobatterien fertigen wollen.

Enttäuschende Prognosen des IT-Beraters SNP für 2021 schickten die Aktien auf Talfahrt. Sie brachen um 12 Prozent ein und lagen abgeschlagen am Ende des SDax . Eine Verkaufsempfehlung der Investmentbank Morgan Stanley drückte die Aktien des Autozulieferers Hella um 2,6 Prozent.

Im Devisenhandel gab der Euro am Nachmittag auf 1,2126 US-Dollar leicht nach im Vergleich zum frühen Handel. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,2124 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,55 Prozent am Vortag auf minus 0,56 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 146,17 Punkte. Der Bund-Future legte zuletzt um 0,02 Prozent auf 177,63 Punkte zu./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

15.01.2021

DAX-FLASH: Dax gibt deutlich nach - Furcht vor Abriegelung der Wirtschaft

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitagnachmittag deutlicher nachgegeben. Er büßte zuletzt gut ein Prozent ein auf 13 842,88 Punkte und verlor damit die runde Marke von 14000 Punkten weiter aus den Augen, die er am Vortag noch mehrmals überklettert hatte, wieder aus den Augen.

Die Furcht vor einer größeren Abriegelung der Wirtschaft angesichts der immer größeren Sorgen um die Ausbreitung des Coronavirus lässt die Anleger vor dem Wochenende in Deckung gehen. Wegen der kritischen Infektionslage wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten bereits am kommenden Dienstag über schärfere Corona-Beschränkungen beraten.

Auch besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen der Wall-Street-Bank JPMorgan , die in den USA die dortige Berichtssaison einläuteten, gaben dem deutschen Leitindex keinen neuen Schwung mehr. Die vom designierten US-Präsidenten Joe Biden geplante erhebliche Aufstockung des US-Konjunkturpakets hatten die Investoren bereits auf dem Schirm und fällt als Treiber nun aus.

Charttechnisch sehen Experten den Dax zunehmend unter Druck, je mehr er sich der 13 800er-Marke nähert. Auch der Eurozonen-LeitindexEuroStoxx 50 weitete am Freitagnachmittag sein Minus aus auf zuletzt 0,9 Prozent./ajx/mis

15.01.2021

Aktien Europa: Anleger bleiben vorsichtig vor dem Wochenende

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Aufgrund weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen und Diskussion über weitere Verschärfungen des Lockdowns haben die Anleger an Europas wichtigsten Aktienmärkten kalte Füße bekommen. Auch die Nachricht, dass der künftige US-Präsident Joe Biden ein neues Konjunkturpaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar vorgestellt hat, konnte die Investoren nicht hinter dem Ofen hervorlocken, da dies bereits erwartet worden war.

Der EuroStoxx 50 notierte am späten Vormittag 0,46 Prozent tiefer bei 3624,49 Punkten. Damit deutet sich für den Leitindex der Eurozone ein leichtes Wochenminus von rund einem halben Prozent an. In Paris verlor der Cac 40 am Freitag 0,74 Prozent auf 5639,29 Punkte. Der Londoner FTSE 100 sank um 0,66 Prozent auf 6757,03 Punkte.

Insgesamt zeige weiter eine klare Kaufzurückhaltung an den Börsen, was vor der beginnenden US-Berichtssaison und dem Bündel an US-Konjunkturdaten am Nachmittag auch nachvollziehbar sei, bemerkte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect. "Zudem lädt das bevorstehende Wochenende und die vielen politischen Kurswechsel und Überraschungen derzeit nicht wirklich zu größeren Kaufen bei europäischen Aktien ein."

Aktien aus dem europäischen Bankensektor zählten mit plus 0,5 Prozent wie schon am Vortag erneut zu den Favoriten der Anleger. Schwächster Sektor war europaweit die Öl- und Gas-Branche mit einem Verlust von 1,4 Prozent.

Zu den schwächsten Einzelwerten zählten erneut die Aktien von Carrefour , die 4,4 Prozent verloren. Händlern zufolge belastet nach wie vor der Umstand, dass sich der französische Staat gegen eine geplante Übernahme des Handelskonzerns durch die kanadische Alimentation Couche-Tard in Stellung gebracht hat. Allerdings sei der Deal bislang noch nicht verboten worden, hieß es.

Die Papiere von Renault büßten 1,7 Prozent an Wert ein, nachdem die Analysten von Goldman Sachs die Titel des Autobauers von "Buy" auf "Neutral" abgestuft hatten.

Dagegen ging es für die Anteilsscheine von Valeo an der Spitze des Cac-40-Index um 2,8 Prozent aufwärts. Die Aktien profitierten von einigen positiven Analystenkommentaren nach den unerwartet gut ausgefallenen Eckdaten des Autozulieferers für das abgelaufene Quartal./edh/stk

15.01.2021

Aktien Frankfurt: Pandemie belastet auch zum Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag für Gewinnmitnahmen auf hohem Kursniveau entschieden. Die nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen und -Todesfälle sorgen unter Anlegern für Vorsicht. Der Leitindex Dax gab am späten Vormittag um 0,4 Prozent auf 13 932 Punkte nach. Auf Wochensicht steht somit ein Minus von knapp einem Prozent zu Buche.

Am Freitag vor einer Woche war der Dax noch auf ein Rekordhoch deutlich über 14 000 Zählern gestiegen. Im Verlauf der nun zu Ende gehenden Woche hing der Leitindex dann weitgehend unter der 14 000er Marke fest.

Die politische Diskussion in Deutschland über eine zeitnahe Verschärfung von Restriktionen nimmt Fahrt auf, inklusive der Forderung nach einem kompletten Lockdown. Damit könnte die von vielen Marktteilnehmern erwartete wirtschaftliche Erholung erst später Realität werden. "Die Corona-Sorgen sind allgegenwärtig und geben wesentlich den Ton an", schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Zwar könne sich der Dax auf hohem Niveau halten, die Kraft und neue Impulse, um die 14 000er Marke deutlich zu überspringen, fehlten derzeit aber.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab zum Wochenschluss um 0,90 Prozent auf 31 283 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,26 Prozent auf 3632 Zähler.

Die Aktien von SAP zählten zu den Gewinnern im Dax mit einem Plus von 0,8 Prozent. Die am Vorabend veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen kamen am Markt gut an, vor allem die mit Software-Lizenzen erzielten Erträge.

Gar nicht gut an kam der Vorwurf unfairer Wettbewerbspraktiken von General Eletric an Siemens Energy . Der Kurs der Siemens-Beteiligung verlor gut fünf Prozent. Die Amerikaner werfen dem Kontrahenten vor, mit verbotenen Methoden mehrere Gasturbinen-Aufträge ergattert und so "Milliarden an Dollar" an Land gezogen zu haben.

Aktien von Westwing verloren nach Geschäftszahlen 4,4 Prozent. Die Corona-Pandemie bescherte dem Online-Möbelhändler Westwing zuletzt kräftiges Wachstum. Im frühen Handel hatte der Kurs noch zugelegt, drehte dann aber ins Minus.

Aktien von Varta gerieten zunehmend unter Druck, sie sackten um fast sieben Prozent ab und waren größter Verlierer im MDax. Auslöser war ein Bericht, dem zufolge die Tech-Schwergewichte Samsung und LG Electronics eigene Mikrobatterien fertigen wollen.

Daneben bewegten Einschätzungen von Analysten die Kurse: Eine Verkaufsempfehlung der Investmentbank Morgan Stanley drückte die Aktien des Autozulieferers Hella um 3,4 Prozent an das Ende des MDax. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser machte für die Papiere von Verbio mehr als 30 Prozent Aufwärtspotenzial aus und riet zum Kauf. Der Kurs des Biokraftstoffherstellers gewannen daraufhin 5,4 Prozent./bek/stk

16.01.2021

Wirtschaft warnt CDU vor Belastungen für Unternehmen

BERLIN (dpa-AFX) - Wirtschaftsverbände haben die CDU vor Belastungen für Unternehmen gewarnt und den neuen Parteichef Armin Laschet aufgefordert, sich für bessere Standortbedingungen einzusetzen. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte am Samstag als Gast in einer Diskussionsrunde auf dem digitalen CDU-Parteitag, die Wirtschaft brauche ein "Belastungsmoratorium". Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, erklärte, Laschet müsse sich ab sofort für notwendige Investitionen und Weichenstellungen einsetzen.

Dulger erneuerte als Gast auf dem Parteitag seine Kritik etwa an dem in der Koalition umstrittenen Lieferkettengesetz. Wirtschaftsverbände haben mehrfach betont, ein Gesetz zur Einhaltung von Sozial- und Menschenrechtsstandards bei weltweiten Lieferketten müsse für deutsche Firmen praktikabel sein und sie nicht im internationalen Wettbewerb behindern. Dulger forderte außerdem, die Lohnnebenkosten verfassungsrechtlich garantiert auf 40 Prozent zu begrenzen. Er warnte außerdem vor Steuererhöhungen.

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände forderte außerdem Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf, bei der Auszahlung von Überbrückungshilfen für Firmen in der Corona-Krise voranzukommen. Hier bestehe noch "Platz" für Verbesserungen. Dies wisse Altmaier, sagte Dulger - der Minister war ebenfalls in der Diskussionsrunde.

Zur Wahl von Laschet als neuem CDU-Chef erklärte Dulger in einer Mitteilung, Deutschland stehe vor großen Herausforderungen. "Dass die CDU ihre Führungsfrage geklärt hat, ist daher eine Chance, sich wieder auf diese Herausforderungen zu konzentrieren."

Industriepräsident Russwurm erklärte, das aktuelle Krisenmanagement und der beginnende Wahlkampf dürften den Blick auf Dynamik und Zukunftsfähigkeit nicht verstellen, sonst drohe ein "verlorenes Jahr" für richtungsweisende Entscheidungen. "Gerade in der Krise zeigt sich, dass der dramatische Rückstand in der Digitalisierung in öffentlicher Verwaltung und im Gesundheitssystem zunehmend zum Standortrisiko wird."

Die schwarz-rote Koalition hinterlasse außerdem eine weit aufgerissene Infrastruktur- und Investitionslücke: "Es ist unbedingt erforderlich, dass der neue CDU-Chef die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland als Schlüssel für Wachstum, Wohlstand und individuelle Aufstiegschancen anerkennt."

Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf erklärte, Laschet habe langjährige Regierungserfahrung als Ministerpräsident und trage die Verantwortung für das bevölkerungsreichste Land Deutschlands. "In seinem neuen, zusätzlichen Amt geht es vor allem um klare Positionierung und Führung. Das erwarten die CDU-Mitglieder und auch wir als Wirtschaft und Unternehmen. Wir müssen in Deutschland endlich wieder mehr auf Wachstum, Beschäftigung und die richtigen Standortbedingungen setzen."/had/bk/hoe/sk/DP/mis

16.01.2021

Außenminister Maas warnt Laschet vor verfrühtem Wahlkampf

BERLIN (dpa-AFX) - Außenminister Heiko Maas (SPD) hat den neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet vor einem verfrühten Wahlkampf gewarnt. Der "Bild am Sonntag" sagte Maas: "Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit zwischen dem neuen Parteivorsitzenden und der Bundeskanzlerin (Angela Merkel) unkompliziert verläuft und da keine Konkurrenz entsteht. Für Wahlkampf ist es zu früh." Man werde in der großen Koalition noch viele Monate verlässlich zusammenarbeiten müssen, vor allem um die Corona-Krise zu bewältigen. "Das erwarten die Menschen von uns, und dafür tragen wir Verantwortung."/bg/DP/mis

16.01.2021

ROUNDUP 2: Scholz dringt auf weitere Entlastung für Kommunen

(mehr Details)

BERLIN (dpa-AFX) - Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) dringt auf eine weitere finanzielle Entlastung für Kommunen und eine "Stunde Null" für Gemeinden mit hohen Schulden. In den kommenden Jahren müssten überall in Deutschland gigantische Summen investiert werden, etwa für den Kampf gegen den Klimawandel, den Ausbau erneuerbarer Energien und der Strom-Infrastruktur, sagte der Finanzminister der Deutschen Presse-Agentur.

"Zwei Drittel der öffentlichen Investitionen werden in Deutschland von den Kommunen getätigt, dafür brauchen sie die finanzielle Kraft", betonte Scholz. "Deshalb bin ich unverändert für eine finanzielle Entlastung der Kommunen in Deutschland und dafür, dass diejenigen, die mit besonders großen Lasten aus der Vergangenheit zu kämpfen haben, eine neue "Stunde Null" bekommen."

Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) kritisierte, Scholz präsentiere aber keine kreativen und wirksamen Konzepte für eine Unterstützung der Kommunen in der Corona-Krise. "Die Kommunen brauchen Geld für Zukunftsinvestitionen statt mit frischem Geld alte Schulden zu tilgen", sagte er der dpa. Scholz' "Stunde Null" sei nur ein neuer Begriff für eine damals schon schlechte Idee, nämlich die Übernahme von Altschulden von Kommunen.

Diese Idee von Scholz war im vergangenen Jahr an Widerstand aus der Union und mehreren Bundesländern gescheitert. Die schwarz-rote Koalition hatte sich stattdessen geeinigt, den Kommunen Milliardenkosten durch die Corona-Pandemie abzunehmen. Konkret wurden Gewerbesteuerausfälle der Städte und Gemeinden kompensiert. Der Bund beteiligt sich außerdem dauerhaft stärker an Kosten der Unterkunft bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Eine gezielte Entlastung hoch verschuldeter Kommunen birgt nach Ansicht von FDP-Fraktionsvize Michael Theurer Nachteile für Kommunen, die solide wirtschaften und keine hohen Schulden aufbauen. "Eine "Stunde Null" für überschuldete Kommunen würde im Nachhinein die unseriöse Finanzpolitik in etlichen SPD-Hochburgen legitimieren", betonte er. Wer sparsam gewirtschaftet habe, dürfe nicht in die Röhre schauen.

Unterstützung bekam Scholz dagegen vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Kommunen schöben Investitionsrückstände von 147 Milliarden Euro vor sich her, sagte Vorstandsmitglied Stefan Körzell. "Es braucht aber eine zukunftsfähige Infrastruktur vor Ort, wenn Arbeitsplätze erhalten und Gemeinden attraktiv und lebenswert bleiben sollen." Eine Übernahme der Altschulden sei die Grundlage, um Kommunen wieder handlungsfähig zu machen./tam/DP/mis

16.01.2021

Piksen in der Kirche - Englische Kathedralen werden zu Impfzentren

LICHFIELD/SALISBURY (dpa-AFX) - In England sind die ersten Menschen in Kirchen gegen das Coronavirus geimpft worden. In der Kathedrale im nordenglischen Lichfield haben die Impfungen in der ungewöhnlichen Kulisse bereits am Freitag begonnen, in der berühmten Kathedrale in Salisbury in Südengland sollte ab Samstag zu den Klängen der Orgel gepikst werden. In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, sodass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

Der Abgeordnete von Lichfield, Michael Fabricant, bezeichnete die Kirche seiner Stadt, vor der am Freitag bereits viele Senioren Schlange standen, auf Twitter als "glamourösestes Impfzentrum Großbritanniens". Der Dekan der Kirche, Adrian Dorber, sagte der Nachrichtenagentur PA: "Ich hoffe, es ist ein Symbol dafür, wie Gemeinden gemeinsam helfen können, diesen großartigen Impfstoff zu verteilen."

Der in Großbritannien bereits zugelassene Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca kann bei Kühlschranktemperaturen transportiert und gelagert werden und so einfacher auch außerhalb von Krankenhäusern und speziell ausgestatteten Impfzentren zum Einsatz kommen. Auch in Apotheken und Hausarztpraxen finden bereits Impfungen damit statt./swe/DP/mis

16.01.2021

Klöckner warnt vor pauschalen Vorwürfen gegen Landwirtschaft

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat sich angesichts von Protesten für eine radikale Agrarwende gegen pauschale Vorwürfe gewandt. "Alles-oder-Nichts-Forderungen polarisieren", sagte die CDU-Politikerin am Samstag. Dass die Wirtschaftsweise permanent nachhaltiger werden müsse, sei selbstverständlich. Daher spielten Forschung und Modernisierung bei den Landwirten selbst, aber auch in der deutschen und europäischen Förderpolitik und Gesetzgebung eine große Rolle.

"Wer seit Jahren die gleichen polarisierenden Feindbilder pflegt, will diese Veränderungen nicht wahrhaben", sagte Klöckner. "Das ist schade und wird den vielen Bauernfamilien nicht gerecht, die sich auf große Veränderungen eingelassen haben."

In Berlin hat für Samstag erneut ein Bündnis zu einer Demonstration unter dem Motto "Wir haben es satt" aufgerufen - Anlass ist die Agrarmesse Grüne Woche, die wegen der Corona-Pandemie am kommenden Mittwoch und Donnerstag nur mit einem digitalen Konferenzprogramm stattfindet. Landwirte, Klima- und Tierschützer verlangen damit eine Wende in der Agrarpolitik. Gefordert wird etwa, die Zahl der Tiere in den Ställen und den Fleischkonsum deutlich zu senken./sam/DP/mis

16.01.2021

Iran beginnt mit Massenimpfung gegen Corona im März

TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran wird nach Angaben von Präsident Hassan Ruhani im März mit der Massenimpfung gegen Corona beginnen. "Wir werden mit der Impfung vor dem Ende des (persischen) Jahres (20. März) beginnen. (...) Priorität haben zunächst Ärzte und Pfleger", sagte Ruhani am Samstag. Im neuen persischen Jahr sollen dann Ruhani zufolge die Impfungen nach und nach ausgeweitet werden. Dabei wolle das Land sowohl iranische als auch exportierte Impfstoffe, vor allem das Vakzin "Pasteur", einsetzen, so der Präsident im Staatsfernsehen.

Zu dem Impfstoff "Pasteur" nannte Ruhani keine weiteren Details. Angeblich handelt es sich dabei um ein iranisch-kubanisches Vakzin. Das Außenministerium in Havana hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, Kuba werde seinen Corona-Impfstoff Soberana 02 zum Teil im Iran testen. Teheran hat eine solche Zusammenarbeit mit Kuba bestätigt. In Kuba haben sich bisher nur wenige Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, was eine Überprüfung der Wirksamkeit eines Impfstoffes schwierig macht. Der Iran mit seinen fast 83 Millionen Einwohnern liegt mit fast 1,3 Millionen nachgewiesenen Infektionen weltweit an 15. Stelle. Zudem gab es seit dem Ausbruch der Pandemie vor fast einem Jahr mehr als 56 000 Corona-Tote.

Die Corona-Impfung ist im Iran zu einem Politikum geworden. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und das Parlament haben die Einfuhr von Impfstoffen aus den USA, Großbritannien und Frankreich verboten. Die Wirksamkeit dieser Vakzine sei nicht bewiesen und der Iran dürfe kein Testlabor für unsichere Impfstoffe werden, hieß es zur Begründung. Die iranische Ärztekammer jedoch hat die Regierung Ruhani eindringlich vor einer Politisierung der Corona-Impfungen gewarnt und Entscheidungen auf wissenschaftlicher Basis gefordert./str/fmb dde xx/DP/mis

16.01.2021

Maas reist zu Gesprächen über Erdgas-Konflikt in die Türkei

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) reist am Montag zu Gesprächen über den Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer nach Ankara. In der türkischen Hauptstadt wird er sich mit Außenminister Mevlüt Çavusoglu treffen, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Samstag mitteilte.

Die Türkei und Griechenland wollen am 25. Januar ihre Gespräche über die Lösung des Konflikts wiederaufnehmen. Deutschland versucht seit Monaten, zwischen beiden Ländern zu vermitteln. Maas war deswegen schon im vergangenen Sommer in beide Länder gereist.

Griechenland wirft der Türkei vor, in Meeresgebieten nach Erdgas zu suchen, die nach internationalem Seerecht nur von Griechenland ausgebeutet werden dürften. Nach Lesart Ankaras gehören diese Gebiete zum türkischen Festlandsockel./mfi/DP/mis

16.01.2021

ROUNDUP: Vizekanzler Scholz dringt auf weitere Entlastung für Kommunen

BERLIN (dpa-AFX) - Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) dringt auf eine weitere finanzielle Entlastung für Kommunen und eine "Stunde Null" für Gemeinden mit hohen Schulden. In den kommenden Jahren müssten überall in Deutschland gigantische Summen investiert werden, etwa für den Kampf gegen den Klimawandel, den Ausbau erneuerbarer Energien und der Strom-Infrastruktur, sagte der Finanzminister der Deutschen Presse-Agentur.

"Zwei Drittel der öffentlichen Investitionen werden in Deutschland von den Kommunen getätigt, dafür brauchen sie die finanzielle Kraft", betonte Scholz. "Deshalb bin ich unverändert für eine finanzielle Entlastung der Kommunen in Deutschland und dafür, dass diejenigen, die mit besonders großen Lasten aus der Vergangenheit zu kämpfen haben, eine neue "Stunde Null" bekommen."

Für die Zukunft sei ganz wichtig, "dass wir die großen Aufgaben nicht zu klein machen", mahnte der SPD-Kanzlerkandidat. Nötig seien hohe öffentliche Investitionen, vor allem aber private. Diese Investoren kämen nicht von allein, sondern nur mit einem klaren Plan für die Zukunft des Landes.

Der FDP-Fraktionsvize im Bundestag, Michael Theurer, meinte: "Eine "Stunde Null" für überschuldete Kommunen würde im Nachhinein die unseriöse Finanzpolitik in etlichen SPD-Hochburgen legitimieren." Wer sparsam gewirtschaftet habe, dürfe nicht in die Röhre schauen, mahnte Theurer. Eine grundlegende Reform der kommunalen Finanzierung sei grundsätzlich aber sinnvoll.

Wegen der Kosten in der Corona-Pandemie hatten Bundestag und Bundesrat im vergangenen Jahr bereits einer milliardenschweren Entlastung der Kommunen zugestimmt. Konkret wurden Gewerbesteuerausfälle der Städte und Gemeinden kompensiert. Der Bund beteiligt sich außerdem dauerhaft stärker an Kosten der Unterkunft bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Die Idee einer "Stunde Null" für die am höchsten verschuldeten Kommunen war dagegen an Widerstand aus der Union und mehreren Bundesländern gescheitert./tam/DP/mis

16.01.2021

WDH/Corona-Impfung: Bayern bestellt zusätzliche 2,1 Millionen Spritzen

(Tippfehler im 3. Absatz korrigiert. Es muss Holetschek rpt Holetschek heißen.)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat weitere 2,1 Millionen Spritzen Für die Impfungen gegen Covid-19 bestellt. Aus einer Mitteilung des Ministeriums vom Samstag geht hervor, dass somit auch die Nutzung zusätzlicher Impfdosen sichergestellt ist.

Bayern habe bereits vor der neuesten Bestellung genügend Spritzen und Kanülen eingekauft, um die gesamte bayerische Bevölkerung zweimal zu impfen, heißt es. Die zusätzlichen 2,1 Millionen Spritzen mit einem Fassungsvermögen von jeweils einem Milliliter werden laut Ministerium dazu genutzt, noch mehr Menschen impfen zu können. Für weitere 1,5 Millionen Spritzen laufe außerdem gerade "ein Bestellvorgang".

Die bisher genutzen Spritzen könnten demnach weiterverwendet werden. Holetschek zufolge erleichtern die nun bestellten Ein-Milliliter-Spritzen die Entnahme einer sechsten Impfdosis aus den gelieferten Ampullen.

Einige der schon am 27. Dezember geimpften Bürgerinnen und Bürger werden in den kommenden Tagen die zweite erforderliche Impfung erhalten. Eine Woche danach soll nach aktuellem Forschungsstand eine Immunisierung gegen Covid-19 erreicht sein. Ausschlaggebend für die neueste Bestellung von Spritzen war die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für den von Biontech /Pfizer entwickelten Impfstoff.

Nach Meldungen vom Freitag über Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff von Pfizer sind die geplanten Zweitimpfungen bei Menschen in Bayern aus Sicht des Gesundheitsministeriums nicht in Gefahr. Unklar war am Freitag hingegen, wie es mit den Erstimpfungen weitergeht./fvl/DP/mis

16.01.2021

Indien beginnt Corona-Impfungen - Modi: Größte Kampagne der Welt

NEU DELHI (dpa-AFX) - Indien hat seine Corona-Impfkampagne begonnen. Bis zum Sommer sollen rund 300 Millionen Menschen in dem Riesenland geimpft werden. Premierminister Narendra Modi sagte, es handele sich um die größte Impfaktion der Welt. "Kein Land hat jemals in der Geschichte eine Impfkampagne dieses Ausmaßes durchgeführt", betonte Modi in einer Fernsehansprache. Als erster wurde am Samstag ein Mitarbeiter eines staatlichen Krankenhauses in Neu Delhi geimpft.

Nach Behördenangaben sollen nun zunächst 30 Millionen Menschen geimpft werden, nämlich Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich sowie Angehörige der Polizei, des Militärs, Gefängnispersonal und Bedienstete von Behörden, die mit der Corona-Eindämmung zu tun haben. Bis Juli sollen dann weitere 270 Millionen Menschen über 50 Jahre sowie Risikogruppen an die Reihe kommen.

Damit wären im Sommer knapp ein Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens geimpft. Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt hinter China. Die Gesamtzahl der Geimpften entspräche dann fast der Bevölkerung der USA (330 Millionen).

Doch einer der beiden Impfstoffe, die in Indien zunächst gespritzt werden, hat eine Kontroverse ausgelöst. Er wurde von der einheimischen Firma Bharat Biotech mit Unterstützung der Regierung entwickelt. Diese hatte ihm eine Zulassung erteilt, obwohl er sich noch in Phase drei der klinischen Studien befand und noch keine Daten zur Wirksamkeit vorlagen. Außerdem ist in Indien der von Astrazeneca gemeinsam mit Universität Oxford entwickelte Impfstoff zugelassen.

Beide Impfstoffe werden jedoch in Indien hergestellt und kosten zunächst zwischen rund 2,30 bis 3,30 Euro pro Dosis. Für die Impfaktion hat Indien nach eigenen Angaben bislang mehr als 600 000 Menschen geschult und die Impfstoffverteilung in Übungsrunden durchgespielt. Das Land stützt sich dabei auch auf seine Erfahrungen mit regelmäßigen Impfkampagnen etwa gegen Polio. Das große Land mit einem schwachen Gesundheitssystem steht aber - wie etliche andere ärmere Länder auch - vor großen Herausforderungen, etwa bei der Einhaltung der Kühlketten.

In Indien wurden bisher mehr als 10,5 Millionen Corona-Infektionen verzeichnet. Nur in den USA gab es bislang mehr Fälle./asg/DP/mis

15.01.2021

AKTIE IM FOKUS 3: SAP kann Dax-Schwäche nach Zahlen nicht nachhaltig entgehen

(neu: Aktie ins Minus gedreht)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Oktober-Schock haben überraschend gute Geschäftszahlen des Softwarekonzerns SAP am Freitag das zuletzt zaghaft zurückgekehrte Vertrauen der Anleger untermauert. In einem schwachen Marktumfeld waren die Aktien mit klaren Gewinnen in den Handel gestartet, der Schwung ließ aber schnell nach. Mit dem immer stärker unter Druck geratenen Dax rutschten sie am Nachmittag noch ins Minus und schlossen 0,65 Prozent tiefer.

Vorgelegt wurden Eckdaten zum vergangenen Jahr - mit einer überraschend guten Entwicklung im Schlussjahresviertel. Dies sollte die Sorgen der Anleger mildern, dass SAP im Cloud-Geschäft womöglich mehr Gegenwind spüre als die Konkurrenz, schrieb Analyst Andrew DeGasperi von der Berenberg Bank in einem ersten Kommentar.

In Nordamerika und Europa hatten sich die Auftragseingänge für die Cloud und die Erlöse mit Softwarelizenzen besser entwickelt als vom Konzern erwartet. Bei den berichteten Umsätzen galt jedoch weiter das angestammte Lizenzgeschäft als wesentliche Stütze für eine positive Überraschung. Analystin Stacy Pollard von JPMorgan führte aus, dieses habe die Erwartungen um elf Prozent übertroffen, das Cloud-Segment jedoch nur knapp.

Die Walldorfer sorgten mit dem Quartalsbericht für weitere Zuversicht unter den Anlegern, die im Oktober noch in Scharen aus den SAP-Aktien geflüchtet waren nach einem Rückzieher des Konzerns bei den Profitabilitätszielen. Damals war der Kurs von rund 125 Euro bis auf rund 90 Euro abgesackt - ein Minus von mehr als einem Viertel binnen weniger Tage.

Am Markt stieß am Freitag auch der Ausblick auf 2021 auf vereinzelt positives Echo. Beim bereinigten operativen Ergebnis plant das Management mit 7,8 bis 8,2 Milliarden Euro, was ein Rückgang zwischen einem und sechs Prozent wäre. JPMorgan-Expertin Pollard hält es für möglich, dass die durchschnittlichen Markterwartungen aufgrund dieser Aussagen um bis zu fünf Prozent steigen könnten.

Die SAP-Aktien haben sich mittlerweile von dem Oktober-Schock, der sie bis knapp unter 90 Euro auf den tiefsten Stand seit dem beispiellosen Corona-Crash im März fallen gelassen hatte, ein Stück weit erholt. Etwa 15 Prozent haben sie seither wieder an Boden gut gemacht.

Um die Scharte ganz auszuwetzen, müssten sie aber immer noch um ein Fünftel zulegen. Dem Technologiesektor hinken die Aktien damit deutlich hinterher. Der europäische Branchenindex erreichte zuletzt ein Rekordniveau, was allerdings weniger an den enthaltenen Softwarewerten liegt. Die Papiere von Software AG zum Beispiel haben seit Oktober auch kaum Boden gut gemacht.

Der SAP-Erholung etwas Schwung gab zuletzt auch der geplante Börsengang der US-Tochter Qualtrics , in dem Harald Schnitzer von der DZ Bank einen kurzfristigen Kurstreiber sieht. SAP dürfte mit den Anteilen, die an die Börse gehen, einen satten Gewinn einstreichen. Händler hatten zuletzt eine Bewertung von 14,4 Milliarden Dollar errechnet, vor gut zwei Jahren wurden acht Milliarden US-Dollar bezahlt./tih/ajx/mis/he

15.01.2021

INDEX-FLASH: Dax und EuroStoxx weiten Verluste mit US-Börsen aus

FRANKFURT (dpa-AFX) - An den europäischen wie auch den US-Börsen nehmen die Anleger am Freitag am Ende einer bis dahin zögerlichen Börsenwoche doch noch im größeren Stile Gewinne mit. Der Dax fiel am Nachmittag nach dem Auftakt in New York erst unter eine Unterstützung bei 13 800 Punkten und rutschte dann immer weiter ins Minus ab. Zuletzt büßte der deutsche Leitindex mit 13 723,95 Punkten 1,9 Prozent ein. Der EuroStoxx folgte seinem Beispiel und verlor 1,6 Prozent auf 3584,99 Zähler.

In New York war der Dow Jones Industrial vor dem langen Wochenende und dem bald anstehenden Machtwechsel in Washington um zuletzt fast ein Prozent gefallen. Am Montag pausiert der US-Handel wegen des Martin Luther King Day, am Mittwoch soll Joe Biden dann als Nachfolger von Donald Trump vereidigt werden.

Börsianer sehen die Aktienmärkte derzeit in einer Konsolidierung nach dem starken Jahresauftakt mit einem Dax-Rekord oberhalb von 14 100 Punkten. Die Chartexperten von Index-Radar betonten jedoch am Morgen vor der Verkaufswelle, dass derzeit noch von normalen Schwankungen im Aufwärtstrend die Rede sein könne. Experte Andreas Büchler sieht den Dax bei 13 500 Punkten nach unten abgesichert./tih/he

15.01.2021

ANALYSE-FLASH: Commerzbank senkt Traton auf 'Hold' - Ziel 25 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat Traton von "Buy" auf "Hold" abgestuft,aber das Kursziel auf 25 Euro belassen. Der Schwung bei der Nutzfahrzeugtochter der Volkswagen-Konzerns lasse nach, schrieb Analyst Demian Flowers in einer am Freitag vorliegenden Studie. Den Ausgabepreis von 27 Euro hätten die Papiere zwar nicht wieder erreicht, gemessen am operativen Ergebnis seien sie derzeit aber höher bepreist als beim Börsengang im Juli 2019. Der Experte sieht für Anleger einen guten Moment gekommen, um Gewinne mitzunehmen./tih/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 15.01.2021 / 15:07 / CET Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 15.01.2021 / 15:07 / CET

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15.01.2021

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt UBS auf 'Buy' - Ziel 15,50 Franken

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat UBS von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 12 auf 15,50 Franken angehoben. Er habe seine Schätzungen erhöht und damit die besseren Prognosen für die Vermögensverwaltung berücksichtigt, schrieb Analyst Eoin Mullany in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Schweizer Bank verdiene eine überdurchschnittliche Bewertung./mf/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 14.01.2021 / 17:35 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

15.01.2021

ANALYSE-FLASH: Berenberg startet Atoss Software mit 'Buy' - Ziel 200 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat Atoss Software mit "Buy" und einem Kursziel von 200 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Software-Hersteller sei ein insgeheimer Überflieger mit ausgezeichneten Eigenschaften, schrieb Analyst Gustav Froberg in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die hohe Bewertung sei gerechtfertigt./mf/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 14.01.2021 / 17:22 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

15.01.2021

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank startet Novartis mit 'Buy' - Ziel 100 Franken

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat Novartis mit "Buy" und einem Kursziel von 100 Franken in die Bewertung aufgenommen. Die größten europäischen Pharmakonzerne böten ein vernünftiges und widerstandsfähiges Wachstum sowie solide Dividenden- und Free-Cashflow-Renditen, schrieb Analyst Emmanuel Papadakis in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Dennoch sei die Sektorbewertung noch günstig und biete eine attraktive Kombination an Charakteristiken für 2021. Bei Novartis gebe es zwar durchaus an einigen Stellen Probleme, doch verfügten die Schweizer derzeit über das beste Portfolio und die stärkste Forschungspipeline seit mehr als einer Dekade./edh/tav

Veröffentlichung der Original-Studie: 14.01.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 14.01.2021 / 16:49 / GMT

15.01.2021

AKTIE IM FOKUS: Anleger machen Kasse bei SNP nach schwachem Margenausblick

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Heftig unter Druck sind am Freitagmittag die Aktien des Software-Anbieters und IT-Beraters SNP Schneider-Neureither & Partner geraten. Die Papiere brachen nach Eckdaten für 2020 und Prognosen für 2021 um 9,4 Prozent auf 57,20 Euro ein. Im Tief betrug der Verlust sogar fast 16 Prozent. Der Xetra-Handel mit den Papieren wurde wegen der heftigen Ausschläge kurzzeitig ausgesetzt.

Die Zielspanne für die operative Marge (Ebit) im laufenden Jahr liege unterhalb der Markterwartung, sagte ein Händler. Die Konsensschätzung belaufe sich auf eine Marge von mehr als 8 Prozent. Das Unternehmen rechnet mit einem Wert von 5 bis 8 Prozent. Nach dem zuletzt guten Lauf der Aktien dürften Anleger daher nun Kursgewinne mitnehmen, sagte der Händler./bek/mis

15.01.2021

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Volkswagen-Vorzüge auf 185 Euro - Buy

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Volkswagen-Vorzugsaktien von 170 auf 185 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die deutschen Autobauer dürften ein starkes Gewinn- und Liquiditätswachstum für das vierte Quartal, schrieb Analyst Tim Rokossa in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Dies gelte vor allem für Volkswagen und Daimler, deren Aktien auch weiterhin seine "Top Picks" seien. Wegen der zuletzt guten Entwicklung bei den Preisen und dem Produktmix ist der Experte auch optimistischer für das Jahr 2021. Rokossa überarbeitete seine Schätzungen./edh/tav

Veröffentlichung der Original-Studie: 14.01.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 14.01.2021 / 16:49 / GMT

15.01.2021

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse belässt SAP auf 'Outperform' - Ziel 119 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für SAP nach vorläufigen Zahlen für 2020 auf "Outperform" mit einem Kursziel von 119 Euro belassen. Der Jahresabschluss stimmte zuversichtlich, schrieb Analyst Charles Brennan in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er wertete die Zahlen zum Schlussquartal positiv. Der Ausblick für 2021 liege zwar unter den Markterwartungen, diese hätten bislang aber wohl das volle Ausmaß des Zusammenstreichens der Unternehmensziele im Oktober noch nicht reflektiert./mis/jha/

Veröffentlichung der Original-Studie: 15.01.2021 / 07:22 / UTC

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 15.01.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

15.01.2021

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley senkt Hella auf 'Underweight' - Ziel hoch

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Hella von "Equal-weight" auf "Underweight" abgestuft, das Kursziel aber von 40 auf 42 Euro angehoben. Ein Großteil der überdurchschnittlichen Kursentwicklung von Autozuliefer-Aktien im Zeitraum 2014 bis 2018 sowie ihre Bewertungsaufschläge auf die Aktien der Hersteller hätten sich inzwischen umgekehrt, schrieb Analystin Victoria Greer in einer am Freitag vorliegenden Studie. Dies reflektiere ihre strukturellen Bedenken. Die Titel eigneten sich eher für den kurzfristigen Handel. Eine höhere Bewertung für Hella sei nicht mehr zu rechtfertigen./ajx/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 15.01.2021 / 04:00 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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