dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

23.10.2018

Devisen: Eurokurs kaum verändert - Türkische Lira unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag kaum verändert. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1463 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1478 (Montag: 1,1494) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8712 (0,8700) Euro gekostet.

Im Tagesverlauf hielt sich der Eurokurs in einer engen Handelsspanne. Neue Querelen um die Haushaltsplanung in Italien zeigten wenig Wirkung am Devisenmarkt. Die EU-Kommission hatte den Entwurf für einen Etat im kommenden Jahr zurückgewiesen und die Regierung in Rom aufgefordert, einen neuen Haushaltsplan vorzulegen. Die Entscheidung ist historisch beispiellos, war aber an den Märkten erwartet worden. Ein besser als erwartet ausgefallener Indikator für die Konsumlaune in der Eurozone konnte der Gemeinschaftswährung am Nachmittag keinen Auftrieb verleihen.

Unterdessen hat die türkische Lira erstmals seit Anfang Oktober wieder kräftig abgewertet. Am Vormittag wurde ein Euro zeitweise mit bis zu 6,739 Lira gehandelt. Am Morgen mussten nur 6,50 Lira gezahlt werden. Allerdings hat sich die Lage zuletzt wieder etwas entspannt und die Lira konnte die frühen Verluste ein Stück weit eingrenzen.

Marktbeobachter begründeten den aktuellen Kursrückgang mit Meldungen, die auf Unstimmigkeiten in der türkischen Regierungskoalition hindeuteten. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der der Regierungspartei AKP vorsteht, hatte in einer Rede eingeräumt, dass es Meinungsverschiedenheiten mit der weiteren Regierungspartei MHP gebe. Allerdings machte Erdogan deutlich, dass die Differenzen das Bündnis nicht gefährden dürfen.

Am Devisenmarkt rückt außerdem die nächste Zinsentscheidung der türkischen Notenbank in den Fokus, die am Donnerstag auf dem Programm steht. Obwohl die Inflation in der Türkei zuletzt stark gestiegen war, wird am Markt nicht mit einer weiteren Zinserhöhung gerechnet. Analysten gehen davon aus, dass der Leitzins erneut auf 24,0 Prozent festgelegt wird.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88103 (0,88425) britische Pfund, 128,76 (129,63) japanische Yen und 1,1424 (1,1456) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1235,95 (1222,30) Dollar festgesetzt./jkr/jsl/he

23.10.2018

Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1478 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1478 (Montag: 1,1494) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8712 (0,8700) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88103 (0,88425) britische Pfund, 128,76 (129,63) japanische Yen und 1,1424 (1,1456) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

23.10.2018

US-Anleihen legen deutlich zu

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen sind am Dienstag mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel gegangen. Vor allem in den langen Laufzeiten stiegen die Wertpapierkurse. Händler machten die schlechte Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten dafür verantwortlich. Es wurde eine Reihe von Gründen genannt, darunter die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Russland, der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die anhaltenden Diskussionen über den italienischen Staatshaushalt.

Konjunkturdaten werden in den USA nicht erwartet. Etwas voller ist der Terminkalender der US-Notenbank Fed. Es haben sich einige ranghohe Redner angekündigt.

Zweijährige Anleihen stiegen um 2/32 Punkte auf 99 25/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,86 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 10/32 Punkte auf 99 16/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,98 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere legten um 19/32 Punkte auf 97 28/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,12 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen um 1 6/32 Punkte auf 93 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,32 Prozent./bgf/jsl/he

23.10.2018

dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 23.10.2018 - 15.15 Uhr

ROUNDUP 3/Rückschlag für Bayer: Richterin gegen neuen Glyphosat-Prozess

LEVERKUSEN/SAN FRANCISCO - Für Bayer ist es doch nicht zur erhofften großen Wende im ersten US-Prozess um angeblich verschleierte Krebsgefahren glyphosathaltiger Unkrautvernichter gekommen. Die zuständige Richterin Suzanne Ramos Bolanos hält zwar eine geringere Strafzahlung für angemessen, diese bewegt sich aber immer noch im hohen zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich. Zudem wies sie in der Nacht zum Dienstag einen Antrag auf einen neuen Prozess ab. Bayer will in Berufung gehen.

ROUNDUP: Schwäche bei Laborausrüstung drückt bei Sartorius auf die Stimmung

GÖTTINGEN - Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius hält trotz einer überraschend schwachen Nachfrage nach Laborausrüstung im dritten Quartal an seinem Jahresziel fest. Die Zuwächse im Bioprozess-Geschäft, in dem der Konzern Produkte zur Herstellung von Biopharmazeutika anbietet, habe diesen Effekt weitgehend kompensiert, sagte Unternehmenschef Joachim Kreuzburg am Dienstag in Göttingen. Konzernweit peilt er für 2018 beim Umsatz auf Basis konstanter Wechselkurse ein Plus von etwa 12 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Allerdings kürzte er die Prognose für das Geschäft mit Laborausrüstung.

McDonald's kann auf hungrige Kunden im Ausland bauen

CHICAGO - Der weltgrößte Fast-Food-Konzern McDonald's kann dank frisch renovierter Restaurants weiter bei seinen Kunden punkten. In den Filialen, die mehr als ein Jahr geöffnet sind, zogen die Umsätze um 4,2 Prozent an, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Dies war mehr als von Analysten erwartet. Zulegen konnte McDonald's vor allem im Ausland und hier insbesondere in Großbritannien, Frankreich und Australien.

Harley-Davidson trotzt Trumps Boykottaufruf

NEW YORK - Beim traditionsreichen Motorradbauer Harley-Davidson lief es im Sommer trotz heftiger Kritik von US-Präsident Donald Trump überraschend gut. Insbesondere dank eines starken Europageschäfts stiegen die Erlöse in den drei Monaten bis Ende September im Jahresvergleich um 16,8 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro), wie die 115 Jahre alte Ikone der US-Wirtschaft am Dienstag mitteilte. Der Gewinn kletterte auch wegen geringerer Steuerabgaben von 68,2 auf 113,9 Millionen Dollar. Damit wurden die Prognosen klar übertroffen, die Aktie stieg vorbörslich zunächst deutlich.

Starker Dollar belastet Post-it-Hersteller 3M - Aktie sackt ab

ST. PAUL - Der starke Dollar durchkreuzt überraschend die Gewinnpläne des Mischkonzerns 3M . Die Währungskurse dürften den Überschuss in diesem Jahr belasten statt ihn nach oben zu treiben, teilte der Hersteller von Scotch-Klebeband und Post-it-Stickern am Dienstag in St. Paul (US-Bundesstaat Minnesota) mit. Am Finanzmarkt kam dies schlecht an. Im vorbörslichen Handel sackten die 3M-Aktien um mehr als 6 Prozent ab.

BMW ruft weltweit mehr als eine Million Fahrzeuge zurück

MÜNCHEN - Wegen Problemen mit einem Kühlsystem für die Abgasrückführungsanlage muss BMW weltweit mehr als eine Million weitere Fahrzeuge in die Werkstatt holen. Es ist in diesem Zusammenhang bereits der zweite Rückruf in diesem Jahr, wie der Autobauer am Dienstag mitteilte. Bei den betroffenen Dieselfahrzeugen könne wegen der Probleme Kühlflüssigkeit austreten. Im Extremfall bestehe Brandgefahr. Bereits im August hatte BMW aus diesem Grund 480 000 Dieselfahrzeuge zurückgerufen. Insgesamt sind somit nun 1,6 Millionen Autos weltweit betroffen. Die Halter werden kontaktiert.

ROUNDUP: Talanx will bis 2022 Milliardengewinn erreichen

HANNOVER/FRANKFURT - Der Versicherungskonzern Talanx (HDI) will nach seiner jüngsten Gewinnwarnung in einigen Jahren beim Überschuss die Milliardenmarke knacken. Bis 2022 soll der Gewinn je Aktie jährlich im Schnitt um mindestens fünf Prozent steigen, kündigte der neue Talanx-Chef Torsten Leue am Dienstag zum Kapitalmarkttag des Konzerns in Frankfurt an. Basis sei dabei das inzwischen gekappte Ziel, 2018 einen Überschuss von 850 Millionen Euro zu erzielen.

Hochtief-Tochter Cimic steigert Gewinn deutlich

SYDNEY - Die australische Hochtief-Tochter Cimic hat in den ersten neun Monaten dank einer guten Auftragslage kräftig verdient. Im Vergleich zur Vorjahresperiode legte das Ergebnis unter dem Strich um fast 13 Prozent auf 564 Millionen australische Dollar (348 Mio Euro) zu, wie Cimic am Dienstag mitteilte. Dazu trugen neben vollen Auftragsbüchern auch Kostensenkungen bei. Der Umsatz legte um gut 11 Prozent auf 10,7 Milliarden australische Dollar zu. Für das Gesamtjahr peilt Cimic weiterhin einen Gewinn von 720 bis 780 Millionen australische Dollar an.

Verizon macht mehr Gewinn und hofft auf 5G-Mobilfunk

NEW YORK - Der größte US-Mobilfunker Verizon sieht sich nach einem überraschend guten Sommerquartal für den neuen Netzstandard 5G gerüstet. Mit dem Start von 5G im letzten Jahresviertel dürfte sich der starke Trend aus dem dritten Quartal fortsetzen, kündigte der neue Verizon-Chef Hans Vestberg am Dienstag an. Verizon gehört zu den ersten in der Branche, die ihren Kunden die superschnellen Netze anbieten wollen.

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-Highspeed-Internet: Start für Gigabit-Geschwindigkeit in Sachsen°

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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23.10.2018

Merkel: 'Gesamtes Programm' für Frankfurt in Diesel-Frage

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die von einem Diesel-Fahrverbot bedrohte Stadt Frankfurt soll ein umfangreicheres Maßnahmenpaket für sauberere Luft bekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte dies am Dienstag in einem Interview des Senders hr-Info in Aussicht. Wenn die Mainmetropole gemäß neuer Zahlen zu den stärker belasteten Städten gehöre, "dann bekommt Frankfurt das gesamte Programm inklusive Privat-Pkw-Umtausch und Hardware-Nachrüstung für private Pkw", sagte Merkel. Dazu werde die Regierung demnächst die Eckpunkte beschließen.

Am Vortag war bekannt geworden, dass Frankfurt den Stickstoffdioxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft deutlich überschreitet und über 50 Mikrogramm liegt. Damit gehört die Stadt nicht mehr zu der Gruppe jener Kommunen, in denen nach den Plänen der Bundesregierung Fahrverbote als in der Regel unverhältnismäßig gelten sollen.

Die Dieselproblematik ist ein wichtiges Thema im hessischen Landtagswahlkampf. In dem Bundesland wird am Sonntag ein neues Landesparlament gewählt./cam/DP/jha

23.10.2018

Besseres Wasser für alle - EU-Parlament für neue Trinkwasserregeln

STRASSBURG (dpa-AFX) - Trinkwasser soll in ganz Europa noch besser werden und für alle Bürger verfügbar sein. Das EU-Parlament stimmte zu diesem Zweck am Dienstag in Straßburg für schärfere Schadstoffgrenzwerte für das Leitungswasser in der EU. Die Abgeordneten sprachen sich außerdem dafür aus, dass die Mitgliedstaaten etwa dank Trinkwasserbrunnen oder kostenlosem Leitungswasser in Restaurants den Zugang zu Wasser verbessern. Ziel ist auch, dass die Europäer mehr aus dem Hahn und weniger aus Plastikflaschen trinken, um die Müllmassen einzudämmen.

In Deutschland und der EU ist die Qualität des Leitungswassers nach Angaben der EU-Kommission überwiegend sehr gut. In den Jahren 2011 bis 2013 fiel nur Ungarn bei der Einhaltung der Grenzwerte bestimmter Chemikalien etwas aus dem Rahmen. Bei Mikroorganismen erreichten alle Mitgliedsländer weitgehend die Zielvorgaben. Nach Angaben der europäischen Bürgerinitiative Right2Water haben jedoch eine Million Menschen in der EU keinen Zugang zu Trinkwasser, bis zu acht Millionen fehlt der Zugang zu sanitären Anlagen.

Die EU-Kommission hatte im Februar Vorschläge zu einer Überarbeitung der 20 Jahre alten Trinkwasserrichtlinie vorgelegt. Mit der Abstimmung im Parlament legten sich die Abgeordneten auf eine gemeinsame Position bei den anstehenden Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten fest. Grenzwerte für Arzneimittel oder Mikroplastik im Trinkwasser sind nicht vorgesehen. Die EU-Kommission ist aber dazu aufgerufen, den Gehalt dieser Stoffe im Leitungswasser zu beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt einen Bericht vorzulegen. Darin soll dann auch auf deren mögliche gesundheitsschädliche Wirkungen eingegangen werden./vio/DP/jha

23.10.2018

Banksy-Versteigerung in Paris: Großer Andrang nach Zerstörungsaktion

PARIS (dpa-AFX) - Rund zwei Wochen nach der spektakulären Versteigerung eines Banksy-Bildes, bei dem sich das Werk selbst zum Teil zerstört hat, werden in Paris am Mittwochabend mehrere Werke des berühmten Street-Art-Künstlers versteigert. Der Andrang nach dem Ereignis Anfang Oktober bei Sotheby's in London sei groß, berichtete das Auktionshaus Artcurial. In London hatte sich das für rund 1,2 Millionen Euro verkaufte Bild nach der Versteigerung teilweise selbst zerstört, indem es durch einen im Rahmen versteckten Schredder lief.

Das Pariser Auktionshaus befürchtet zwar keine ähnliche Aktion, wartet jedoch mit Spannung auf die Versteigerung. Sollte etwas passieren, dann sicherlich etwas anderes, sagte Auktionator Arnaud Oliveux mehreren Medien. Denn Banksy wiederhole sich nicht.

Bei der Versteigerung kommen rund 100 Werke aus einer Privatsammlung unter den Hammer. Von Banksy werden drei Siebdrucke und zwei Objekte versteigert. Der Schätzwert von "Stop and Search", auf dem ein Polizist den Korb eines Mädchens durchsucht, liegt zwischen 30 000 und 35 000 Euro. Das Bild "Queen Vic", es zeigt Königin Victoria auf einer halbnackten Frau, wird auf 3500 bis 4000 Euro geschätzt.

Das Auktionshaus schließt nicht aus, nach der Zerstörungsaktion höhere Verkaufspreise zu erzielen. Das bei Sotheby's zerschredderte Bild, bei dem der untere Teil nun in dünnen Streifen hängt, soll jetzt das Doppelte wert sein.

Hinter der Aktion in London steckte der Künstler selbst, der die Kommerzialisierung des Kunstmarktes kritisiert. Wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, ist unbekannt. Der aus Bristol stammende Künstler ist bislang anonym./sg/DP/jha/

23.10.2018

ROUNDUP: McDonald's verdient trotz Kundenzustroms deutlich weniger

OAK BROOK (dpa-AFX) - Der Fast-Food-Riese McDonald's hat im Sommerquartal mehr Kunden in seine Schnellrestaurants gelockt, aber weniger Gewinn gemacht. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Überschuss um 13 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar (1,4 Milliarden Euro), wie der US-Konzern am Dienstag mitteilte. Allerdings hatte McDonald's im Vorjahr auch einen Sondererlös aus dem Verkauf von Geschäften in China verbucht.

Der Absatz in Filialen, die seit mindestens 13 Monaten geöffnet sind, legte weltweit um 4,2 Prozent zu - es war das dreizehnte Quartal mit einem Zuwachs in Folge. Im US-Heimatmarkt, wo der Konzern mit scharfer Konkurrenz kämpft, gab es ein Plus von 2,4 Prozent.

"Wir haben deutliche Fortschritte bei der Modernisierung unserer Restaurants rund um den Globus gemacht", verkündete Vorstandschef Steve Easterbrook. McDonald's bemüht sich schon länger, Kunden hinzuzugewinnen - mit Innovationen wie Selbstbedienungs-Säulen, Lieferdiensten und mobilem Bezahlen.

Der Gesamtumsatz sank im abgelaufenen Quartal zwar um 7 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. Diese Einbußen nimmt der Konzern aber bewusst im Rahmen seiner Strategie in Kauf, viele Filialen an Franchise-Nehmer abzugeben. Das belastet zwar die Erlöse, senkt aber das unternehmerische Risiko und bringt Lizenzgebühren ein./hbr/she/DP/jha

23.10.2018

Bauboom und höherer Ölpreis verhelfen Caterpillar zu einem Gewinnsprung

DEERFIELD (dpa-AFX) - Die Geschäfte bei dem US-Baumaschinenhersteller Caterpillar laufen dank einer anziehender Öl- und Schiefergasförderung weiter rund. Zudem profitiert der Konzern von dem weltweiten Bauboom. Gegenwind kommt aber von der Währungsseite. Vor allem der schwächere australische Dollar und brasilianische Real drücken auf die Erlöse.

Der Umsatz legte im dritten Quartal im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 13,5 Milliarden US-Dollar zu, wie Caterpillar am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,7 Milliarden Dollar - gut 60 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg damit auf 2,88 Dollar. "Dies war das beste dritte Quartal für den Gewinn je Aktie in unserer Unternehmensgeschichte", resümierte der Vorstandsvorsitzende Jim Umpleby. Bereinigt um Umbaukosten und eine Steuergutschrift legte das Ergebnis je Anteilsschein um fast 50 Prozent auf 2,86 Dollar zu und lag damit etwas höher als von Analysten erwartet.

Für das Gesamtjahr peilt der Baumaschinenhersteller weiterhin einen um Sonderfaktoren bereinigten Gewinn je Aktie in der Spanne von 11 bis 12 US-Dollar an. Während der weltweite Bauboom, die Erholung der Bergbaukonzerne und der höhere Ölpreis dem Unternehmen helfen, treiben die von den USA verhängten Strafzölle die Materialkosten und somit auch die Produktionskosten nach oben./mne/stw/jha/

23.10.2018

Nord Stream 2: Dänische Alternativstrecke auf dem Prüfstand

KOPENHAGEN/LUBMIN (dpa-AFX) - Die Alternativstrecke für die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 durch dänische Gewässer steht auf dem Prüfstand. Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie liegen die Unterlagen im Zuge des sogenannten Konsultationsverfahrens in den deutschen Behörden in Hamburg und Rostock aus. Die Verlegung ist in allen Ländern genehmigt - bis auf Dänemark, das unter anderem sicherheitspolitische Bedenken erhoben hatte und bislang nicht über den Antrag von Nord Stream 2 entschied. Deutschland wird als Nachbar zu grenzüberschreitenden Umweltauswirkungen befragt. Stellungnahmen können bis 19. Dezember eingereicht werden.

Im August hatte Nord Stream 2 als "Vorsichtsmaßnahme" zusätzlich eine Alternativroute beantragt, die nicht durch die dänischen Küstengewässer, sondern durch die Ausschließliche Wirtschaftszone Dänemarks führt und dort vorrangig nach umweltrelevanten Aspekten beurteilt wird. Diese Route, die nordwestlich um Bornholm führt, ist nach Angaben von Nord Stream 2 etwa 35 Kilometer länger als die zuerst beantragte Route./mrt/DP/mis

23.10.2018

INDEX-FLASH: Dax weiter schwach - Dow fällt auf tiefsten Stand seit Mitte Juli

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Handelsbeginn an der Wall Street hat der Dax ein erneutes Tagestief nur knapp verpasst. Zuletzt verlor der deutsche Leitindex 2,31 Prozent auf 11 257,85 Punkte. Beim Euro Stoxx 50 war der Verlust mit 1,65 Prozent am Dienstag nicht ganz so hoch. In New York büßte der Dow Jones Industrial rund 2 Prozent ein und fiel auf den niedrigsten Stand seit Mitte Juli.

"Der Ausverkauf hat wieder Fahrt aufgenommen", sagte Analyst Pierre Veyret vom Broker Activ Trades. Vor allem die Schuldenkrise Italiens und die damit verbundenen Bedenken um die Kapitalausstattung italienischer Banken laste auf den Kursen. "Angesichts dieser Unsicherheiten setzen Aktienhändler derzeit sicher nicht auf Papiere der Eurozone", sagte Veyret./bek/he

23.10.2018

Aktien New York: Verkaufswelle überrollt die Wall Street

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Dienstag heftige Kursverluste erlitten. Durchwachsene Geschäftszahlen von US-Unternehmen verlängerten die Sorgenliste der Anleger. Auf ihr stehen bereits der anhaltende amerikanisch-chinesische Zollstreit, steigende Zinsen und die internationalen Spannungen wegen des mutmaßlichen Mords an einem regierungskritischen saudi-arabischen Journalisten sowie wegen US-Präsident Donald Trumps jüngst geäußerter Absicht, aus dem INF-Abrüstungsvertrag auszusteigen.

Knapp eine Stunde nach Handelsbeginn büßte der US-Leitindex Dow Jones Industrial 2,09 Prozent auf 24 787,31 Punkte ein - damit rutschte er auf den tiefsten Stand seit Juli. Falls das Börsenbarometer nachhaltig unter die 25 000-Punkte-Marke sacke, "sind umfangreiche Anschlussverkäufe sehr wahrscheinlich", warnten die Chartexperten von Indexradar. Nicht besser als dem Dow erging es am Dienstag den anderen Indizes. Der marktbreite S&P 500 verlor 2,25 Prozent auf 2693 Punkte. Bereits zu Wochenbeginn hatten beide Indizes nachgegeben.

Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 , der am Montag noch hatte zulegen können, sackte nun sogar um 2,74 Prozent auf 6945,87 Zähler ab./gl/he

23.10.2018

Aktien Frankfurt: Politische Risiken machen Dax zu schaffen - Bayer brechen ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Dienstag einen erneuten Kursrutsch erlitten. Die globalen politischen Unruheherde und ein Kurseinbruch bei der Bayer-Aktie gaben beim deutschen Leitindex die Richtung nach unten vor. Am Nachmittag fiel das Börsenbarometer um 1,76 Prozent auf 11 321,99 Punkte - und damit auf den tiefsten Stand seit Dezember 2016. Die Hoffnungen auf eine Stabilisierung haben sich damit als Strohfeuer erwiesen.

"Der Ausverkauf am Aktienmarkt geht weiter", titelte die Landesbank Baden-Württemberg in einem Kommentar. Laut Marktbeobachter Christian Henke vom Broker IG sorgt der Haushaltsstreit zwischen Rom und Brüssel an den Finanzmärkten weiter für Nervosität. Wie ein Damoklesschwert schweben außerdem die Brexit-Verhandlungen, der Fall Jamal Khashoggi und der chinesisch-amerikanische Handelskonflikt über den Börsen.

Für Charttechniker trübt sich das Bild beim Dax mit dem Fall unter die Marke von 11 400 Punkten wieder deutlicher ein. Laut den Experten der britischen Bank HSBC wird dort eine wichtige Unterstützung von Anfang 2017 unterschritten, weshalb nun 11 150 Punkte als nächste relevante Marke ins Blickfeld rückten. Kollege Andreas Büchler von Indexradar fürchtet sogar den Fall unter die 11 000 Punkte, sofern das Kaufinteresse der Anleger bei 11 400 Punkten nachhaltig ausbleibt.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax verlor 1,89 Prozent auf 23 583,98 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um rund 1 Prozent auf 3158,36 Zähler bergab.

Ein großer Teil der Kursverluste des Dax ging auf einen Kursrutsch des Index-Schwergewicht Bayer zurück. Die Entscheidung einer US-Richterin, den Schadenersatz im Glyphosatprozess gegen Monsanto nur zu senken, statt den Prozess neu aufzurollen, enttäuschte die Anleger. Sie fürchten nun wieder unwägbare Milliarden-Risiken durch Glyphosat-Prozesse in den USA. Die Aktien des Chemie- und Pharmakonzerns sackten um mehr als 11 Prozent ab auf den tiefsten Stand seit November 2012.

Allgemein ging der Ausverkauf vor allem bei Technologiewerten weiter. Im Dax sackten Wirecard und Infineon um bis zu 6 Prozent ab. Die Wirecard-Aktien litten nach einer Phase der Erholung schon wieder unter Gewinnmitnahmen; Infineon wurden in Mitleidenschaft gezogen von einem enttäuschenden Ausblick des Branchenkollegen AMS auf das Schlussquartal.

Linde waren gegen den Trend mit 1,4 Prozent Plus einer der wenigen Dax-Gewinner. Die am Vortag genehmigte Mega-Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair trieb die Titel weiter an. Die letzte Hürde sei nun genommen, schrieb Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan. Er rechnet nun mit einer neuen, wertsteigernden Phase für die künftige Linde Plc.

Im MDax mussten die bis zum Spätsommer noch erfolgsverwöhnten Aktionäre von Sartorius mit minus 4,6 Prozent einen weiteren Rückschlag einstecken. Der Pharma- und Laborausrüster bestätigte zwar nach dem dritten Quartal sein Jahresziel. Händlern zufolge enttäuschte der Zwischenbericht aber im Detail - und zwar auf Spartenebene mit dem Laborgeschäft.

Ansonsten bewegten noch einige Analystenkommentare die Kurse: Siltronic folgten mit einem Kursrutsch um 10 Prozent nicht nur der schlechten Stimmung im Chipsektor, sondern litten auch unter einer Abstufung durch die Credit Suisse. Laut Analyst Achal Sultania sprechen eine trägere Nachfrage und schnellere Kapazitätsausweitungen der Branche nur noch für ein neutrales Votum für die Aktie.

Im SDax wurden die Leoni -Aktien mit 5,5 Prozent ins Minus gedrückt. Nach der Gewinnwarnung vom Vortag senkten Analysten ihre Kurziele für die Papiere des Autozulieferers. Besonders ins Gewicht fiel aber eine Abstufung auf "Underweight" durch die Experten der Bank JPMorgan.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,30 Prozent am Vortag auf 0,27 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 140,77 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,21 Prozent auf 159,62 Punkte zu.

Der Kurs des Euro verblieb unter der Marke von 1,15 US-Dollar. Zuletzt wurden 1,1468 Prozent für die Europäische Zentralbank (EZB) gezahlt. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) am Vortag auf 1,1494 Dollar festgesetzt./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

23.10.2018

Aktien New York Ausblick: Dow steuert auf verlustreichen Tag zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften sich am Dienstag der weltweit verschlechterten Börsenstimmung anschließen. Nachdem es zuvor bereits an den asiatischen und europäischen Märkten abwärts gegangen war, droht dem Dow Jones Industrial zum Auftakt ein Verlust von nahezu 400 Punkten. Börsianer verwiesen auf die anhaltenden politischen und ökonomischen Bedrohungen wie etwa den Handelsstreit mit China. Für einen großen Teil der vorbörslichen Kursverluste sorgten indes allein die beiden Konzerne Caterpillar und 3M nach ihren Quartalszahlen.

Die Anleger haben an diesem Tag eine große Flut von Konzernbilanzen zu verdauen. Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart taxierte der Broker IG den US-Leitindex 1,55 Prozent tiefer bei 24 924 Punkten. Nach dem zaghaften Erholungsversuch am Freitag war bereits zum Wochenstart den Standardwerten an der Wall Street die Luft wieder ausgegangen.

Papiere des Baumaschinenherstellers Caterpillar rutschten nach der Vorlage der Quartalszahlen um vorbörslich fast 5 Prozent ab - obwohl der Konzern ein rekordverdächtiges Jahresviertel auswies. Allerdings äußerte das Caterpillar-Management Besorgnis über seine unter anderem wegen gestiegener Stahlpreise höheren Materialkosten. Das Unternehmen und sein Auftragsbuch werden als gutes Barometer für die Nachfrage in den USA und weltweit gesehen, erklärte David Madden von CMC Markets UK.

Eine positive Überraschung boten die Quartalszahlen der Schnellrestaurantkette McDonald's . Umsatz und Gewinn je Aktie lagen über den Erwartungen. Vorbörslich ging es für die Papiere aufwärts.

Dagegen durchkreuzt der starke Dollar die Gewinnpläne des US-Mischkonzerns 3M , die dieser nach dem dritten Quartal nun revidiert. Bei Anlegern kam dies nicht gut an, die Aktie geriet vorbörslich kräftig unter Druck.

Zahlen kamen auch vom größten US-Mobilfunker Verizon Communications, der in einem überraschend guten Sommerquartal einen kräftigen Gewinnsprung hinlegte. Beim Pharmakonzern Biogen war das dritte Quartal dank neuer Arzneien umsatz- und ergebnisseitig besser als von Analysten erwartet verlaufen. Ferner könnte bei United Technologies womöglich ein zum zweiten Mal in diesem Jahr angehobener Umsatz- und Gewinnausblick für Bewegung sorgen./tav/jha/

23.10.2018

Aktien Frankfurt: Dax mit erneutem Ausverkauf - Bayer-Aktien brechen ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Dienstag einen erneuten Kursrutsch erlitten. Angesichts der globalen politischen Unruheherde gaben fallende Kurse in New York und insbesondere in Asien dem deutschen Leitindex die Richtung nach unten vor. Gegen Mittag fiel der Dax um 2,15 Prozent auf 11 277,12 Punkte. Die jüngsten Hoffnungen auf eine Stabilisierung haben sich damit als Strohfeuer erwiesen.

"Der Ausverkauf am Aktienmarkt geht weiter", titelte die Landesbank Baden-Württemberg in einem Morgenkommentar. Laut Marktbeobachter Christian Henke vom Broker IG sorgt der Haushaltsstreit zwischen Rom und Brüssel an den Finanzmärkten weiter für Nervosität. Wie ein Damoklesschwert schweben außerdem die Brexit-Verhandlungen, der Fall Khashoggi und der Handelskonflikt zwischen den USA und China über den Börsen.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax verlor im Zuge dessen 2,05 Prozent auf 23 545,95 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,45 Prozent auf 3143,84 Zähler bergab.

Nachrichtlich standen vor allem die Aktien von Bayer negativ im Fokus. Sie sackten nach der Entscheidung einer US-Richterin, den Schadenersatz im US-Glyphosatprozess gegen Monsanto nur zu senken, als Dax-Schlusslicht um fast 8 Prozent ab. Dies dämpfte schlagartig die Hoffnungen der Anleger auf eine Neuauflage des Prozesses, die zuletzt für einen Erholungsversuch gesorgt hatte. Bayer will nun in Berufung gehen.

Allgemein ging der Ausverkauf vor allem bei Technologie- und Autowerten weiter. Im Dax sackten Wirecard und Infineon um bis zu 6 Prozent ab. Die Wirecard-Aktien litten nach einer Phase der Erholung schon wieder unter Gewinnmitnahmen; Infineon wurden in Mitleidenschaft gezogen von einem enttäuschenden Ausblick des Branchenkollegen AMS auf das Schlussquartal.

Linde waren gegen den Trend mit fast 1 Prozent Plus der größte unter den wenigen Dax-Gewinnern. Die am Vortag genehmigte Mega-Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair trieb die Titel weiter an. Das Tauschangebot an die Linde-Aktionäre soll bis zum 31. Oktober vollzogen werden.

Im MDax mussten die Aktionäre von Sartorius mit minus 6,6 Prozent einen weiteren herben Rückschlag einstecken. Der Pharma- und Laborausrüster bestätigte zwar sein Jahresziel, Händlern zufolge enttäuschte der Zwischenbericht aber im Detail - und zwar auf Spartenebene mit dem Laborgeschäft.

Ansonsten bewegten noch einige Analystenkommentare die Kurse: Siltronic folgten mit einem Kursrutsch um fast 9 Prozent nicht nur der schlechten Stimmung im Chipsektor, sondern litten damit auch zusätzlich unter einer Abstufung durch die Credit Suisse. Laut Analyst Achal Sultania sprechen eine verlangsamte Nachfrage und schnellere Kapazitätsausweitungen nur noch für ein neutrales Votum zur Aktie.

Im SDax wurden die Leoni -Aktien mit fast 5 Prozent ins Minus gedrückt. Nach der Gewinnwarnung vom Vortag haben die Experten von Oddo BHF die Papiere auf "Neutral" abgestuft. Zahlreiche Analystenkollegen nahmen außerdem Kurszielsenkungen für die Papiere des Autozulieferers vor./tih/jha/

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

23.10.2018

Aktien Europa: Schwache Techwerte und Italien-Sorgen ziehen EuroStoxx runter

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die weltweit schlechte Börsenstimmung hat am Dienstag auch die Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 weiter nach unten gezogen. Der Index fiel im am Vormittag um 0,84 Prozent auf 3163,39 Punkte.

Händler verwiesen auf den Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien und eine bisher durchwachsene Berichtssaison der Unternehmen in Europa. Hinzu kommen geopolitische Unwägbarkeiten, da Saudi-Arabien in der Affäre um den getöteten Journalisten Jamal Khashoggi zunehmend unter Druck gerät und US-Präsident Donald Trump Russland und China mit nuklearer Aufrüstung drohte.

Der Pariser Cac 40 fiel am Vormittag um 0,92 Prozent auf 5006,80 Punkte und für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,77 Prozent auf 6988,45 Zähler abwärts. In Mailand fiel der italienische Leitindex FTSE MIB um knapp 1 Prozent.

Mit Blick aufs Branchentableau legte lediglich der eher defensive Versorgersektor leicht zu. Am steilsten nach unten ging es für den Stoxx Europe 600 Technology mit einem Minus von mehr als 2 Prozent.

In Zürich brachen die Aktien des Chipherstellers AMS nach einem enttäuschenden Ausblick auf das Schlussquartal um 14 Prozent ein. Im EuroStoxx gerieten im Sog die Papiere des Chipindustriezulieferers ASML mit minus 3 Prozent unter Druck.

Für die Anteilsscheine des Autobauers Renault ging es nach der Vorlage enttäuschender Umsatzzahlen um mehr als zwei Prozent abwärts. Der Konzern bekam erneut die Schwäche der Währungen von Schwellenländern zu spüren. Die Nachfrage in Indien und der Türkei brach ein./mis/jha/

23.10.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax unter Druck mit düsteren Vorgaben

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Dienstag deutlich unter Druck geraten. Fallende Kurse in New York und insbesondere in Asien geben dem deutschen Leitindex die Richtung nach unten vor. Dabei wurden die anhaltenden globalen politischen Unruheherde weiter als Belastung angesehen. Nach einer halben Handelsstunde fiel der Dax um 1,37 Prozent auf 11 366,48 Punkte. Am Vortag schon war ihm nach festem Start die Luft ausgegangen. Die jüngsten Hoffnungen auf eine Stabilisierung erwiesen sich so als Strohfeuer.

"Der Ausverkauf am Aktienmarkt geht weiter", titelte die Landesbank Baden-Württemberg in einem Morgenkommentar. Laut Marktbeobachter Chris Henke vom Broker IG sorgt vor allem der Haushaltsstreit zwischen Rom und Brüssel an den Finanzmärkten weiter für Nervosität. Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag in Straßburg über die umstrittenen Budgetpläne in Italien. Wie ein Damoklesschwert schweben außerdem die Brexit-Verhandlungen, der Fall Khashoggi und der Handelskonflikt zwischen den USA und China über den Börsen.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax verlor im Zuge dessen 1,34 Prozent auf 23 715,29 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um etwas mehr als 1 Prozent auf 3155,89 Zähler bergab.

Nachrichtlich standen am Morgen vor allem die Aktien von Bayer im Fokus. Sie sackten nach der Entscheidung einer US-Richterin, den Schadenersatz im US-Glyphosatprozess gegen Monsanto nur zu senken, als Dax-Schlusslicht um fast 7 Prozent ab. Dies dämpfte die Hoffnungen der Anleger auf einen neuen Prozess, die zuletzt für einen Erholungsversuch gesorgt hatten. Bayer will nun in Berufung gehen.

Allgemein ging der Ausverkauf vor allem bei Technologie- und Autowerten weiter. Im Dax sackten Wirecard und Infineon um bis zu 4 Prozent ab. Wirecard-Aktien litten nach einer Phase der Erholung schon wieder unter Gewinnmitnahmen; Infineon wurden in Mitleidenschaft gezogen von einem enttäuschenden Ausblick des Branchenkollegen AMS auf das Schlussquartal.

Unter den Autowerten im Leitindex verzeichneten Volkswagen mit etwa 2 Prozent den größten Verlust. Händlern zufolge wurde die ohnehin schon maue Stimmung hier am Dienstag weiter negativ beeinflusst von schwachen Zahlen des chinesischen Autobauers BAIC. Der dortige Markt gilt für deutsche Autobauer als wichtiger Wachstumsmarkt.

Im MDax büßten Sartorius etwa 3,5 Prozent ein. Der Pharma- und Laborausrüster bestätigte zwar sein Jahresziel, Börsianern zufolge enttäuschte aber der Ausblick auf Spartenebene mit reduzierten Zielmarken im Laborgeschäft.

Ansonsten bewegten noch einige Analystenkommentare die Kurse: Siltronic folgten mit einem Kursrutsch um fast 7 Prozent nicht nur der schlechten Stimmung im Chipsektor, sondern litten damit auch unter einer Abstufung auf "Neutral" durch die Credit Suisse. Im SDax drückten gleich mehrere Kurszielsenkungen die Leoni -Aktien mit fast 5 Prozent ins Minus./tih/jha/

23.10.2018

Aktien Frankfurt: Dax schwer unter Druck mit düsteren Vorgaben

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Dienstag deutlich unter Druck geraten. Fallende Kurse in New York und insbesondere in Asien geben dem deutschen Leitindex die Richtung nach unten vor. Dabei wurden die anhaltenden globalen politischen Unruheherde weiter als Belastung angesehen. Im frühen Handel fiel der Dax um 1,39 Prozent auf 11 364,18 Punkte. Am Vortag schon war ihm nach festem Start die Luft ausgegangen.

"Der Ausverkauf am Aktienmarkt geht weiter", titelte die Landesbank Baden-Württemberg in einem Morgenkommentar. Die jüngsten Hoffnungen auf eine Stabilisierung erweisen sich damit als Strohfeuer. Laut Marktbeobachter Chris Henke vom Broker IG sorgt vor allem der Haushaltsstreit zwischen Rom und Brüssel an den Finanzmärkten weiter für Nervosität. Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag in Straßburg über die umstrittenen Budgetpläne der Italiener. Wie ein Damoklesschwert schweben außerdem die Brexit-Verhandlungen, der Fall Khashoggi und der Handelskonflikt zwischen den USA und China über den Börsen.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax verlor im Zuge dessen 1,05 Prozent auf 23 784,36 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es ebenfalls um etwas mehr als 1 Prozent auf 3156,69 Zähler bergab./tih/fba

23.10.2018

WDH/Aktien Frankfurt Ausblick: Unter Druck erwartet mit düsteren Vorgaben

(Formulierung geglättet.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem verheißungsvollen Wochenstart legt der Dax am Dienstag schon wieder den Rückwärtsgang ein. Eine schwache Entwicklung an den Börsen in Übersee, allen voran Tokio und China, gibt dem Dax seine negative Marschrichtung vor. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex am Montag rund eine Stunde vor dem Start einen Abschlag von 1,25 Prozent auf 11 380 Punkte. Der EuroStoxx wird ähnlich deutlich im Minus erwartet.

Laut Marktbeobachter Chris Henke vom Broker IG Markets sorgt der Haushaltsstreit zwischen Rom und Brüssel an den Finanzmärkten weiter für Nervosität. Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag in Straßburg über die umstrittenen Budgetpläne der Italiener für 2019, die ihre Neuverschuldung entgegen der Vorgaben der EU auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung ausweiten wollen.

Henke zufolge belasten auch der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China und der Fall Khashoggi weiter das Stimmungsbild. Und zu guter Letzt scheint die Berichtssaison die Märkte nicht nachhaltig stützen zu können. "Sie läuft wie erwartet gut, jedoch nutzen viele Investoren die teilweise guten Zahlen, um Gewinne mitzunehmen", kommentierte dies Orlando Rodrigues von der Privatbank Donner & Reuschel.

Nachrichtlich stehen am Morgen vor allem die Aktien von Bayer im Fokus. Bayer sackten nach der Entscheidung einer US-Richterin, den Schadenersatz im US-Glyphosatprozess gegen Monsanto nur zu senken, vorbörslich um 3,5 Prozent ab. Sie dämpfte damit die Hoffnungen der Anleger auf einen neuen Prozess. Bayer will in Berufung gehen, da das Urteil nach Ansicht der Leverkusener im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen steht.

Im Nebenwertebereich büßten Sartorius auf der Handelsplattform Tradegate runde 5 Prozent ein. Der Pharma- und Laborausrüster bestätigte zwar sein Jahresziel, Börsianern zufolge enttäuscht aber der Ausblick auf Spartenebene mit reduzierten Zielmarken im Laborgeschäft./tih/fba

23.10.2018

Aktien Frankfurt Ausblick: Unter Druck erwartet mit düsteren Vorgaben

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem verheißungsvollen Wochenstart legt der Dax am Dienstag schon wieder den Rückwärtsgang ein. Eine schwache Entwicklung an den Börsen in Übersee, allen in Tokio und China, gibt dem Dax seine negative Marschrichtung vor. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex am Montag rund eine Stunde vor dem Start einen Abschlag von 1,25 Prozent auf 11 380 Punkte. Der EuroStoxx wird ähnlich deutlich im Minus erwartet.

Laut Marktbeobachter Chris Henke vom Broker IG Markets sorgt der Haushaltsstreit zwischen Rom und Brüssel an den Finanzmärkten weiter für Nervosität. Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag in Straßburg über die umstrittenen Budgetpläne der Italiener für 2019, die ihre Neuverschuldung entgegen der Vorgaben der EU auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung ausweiten wollen.

Henke zufolge belasten auch der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China und der Fall Khashoggi weiter das Stimmungsbild. Und zu guter Letzt scheint die Berichtssaison die Märkte nicht nachhaltig stützen zu können. "Sie läuft wie erwartet gut, jedoch nutzen viele Investoren die teilweise guten Zahlen, um Gewinne mitzunehmen", kommentierte dies Orlando Rodrigues von der Privatbank Donner & Reuschel.

Nachrichtlich stehen am Morgen vor allem die Aktien von Bayer im Fokus. Bayer sackten nach der Entscheidung einer US-Richterin, den Schadenersatz im US-Glyphosatprozess gegen Monsanto nur zu senken, vorbörslich um 3,5 Prozent ab. Sie dämpfte damit die Hoffnungen der Anleger auf einen neuen Prozess. Bayer will in Berufung gehen, da das Urteil nach Ansicht der Leverkusener im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen steht.

Im Nebenwertebereich büßten Sartorius auf der Handelsplattform Tradegate runde 5 Prozent ein. Der Pharma- und Laborausrüster bestätigte zwar sein Jahresziel, Börsianern zufolge enttäuscht aber der Ausblick auf Spartenebene mit reduzierten Zielmarken im Laborgeschäft./tih/fba

23.10.2018

Deutschland plant rund 10 Milliarden Euro mehr für EU-Haushalt

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechnet mit rund zehn Milliarden Euro an Mehrausgaben für den EU-Haushalt ab 2021, weitergehende Vorschläge der EU-Kommission werden aber abgelehnt. Diese Haltung wurde am Dienstag bekräftigt, nachdem Angaben im neuen Monatsbericht des Ministeriums für etwas Verwirrung gesorgt und den Eindruck erweckt hatten, Scholz plane mit einem Ausgabenplus für den EU-Haushalt von bis zu 15 Milliarden Euro.

In dem Bericht des Ministeriums heißt es: "Nach ersten vorläufigen Berechnungen würden die jährlichen Abführungen Deutschlands an die EU durch den Kommissionsvorschlag um durchschnittlich etwa 15 Mrd. ? steigen." Aber schon eine Beibehaltung der aktuellen Begrenzung des EU-Haushalts bei rund einem Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) der EU-Staaten würden wegen einer wachsenden Wirtschaft die Beiträge Deutschlands um etwa zehn Milliarden Euro ab 2021 steigen lassen. Die EU schlägt 1,114 Prozent des BNE vor.

Dies hatte Scholz bereits im Mai betont. "Wir sind bereit, für eine Stärkung der Europäischen Union Verantwortung zu übernehmen - dazu gehört aber eine faire Lastenteilung aller Mitgliedstaaten", lautet sein Credo. Er betont immer wieder, er sei ein deutscher Finanzminister. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht: "Wir sind zu höheren Beiträgen Deutschlands zum EU-Haushalt bereit." Doch eine Grenze wird bei etwa zehn Milliarden Euro mehr gesehen.

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte zu einem "Bild"-Bericht über die möglichen Mehrausgaben, die Zahl von 15 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr "scheint etwas hoch gegriffen", aber auch "nicht grotesk falsch". Entscheidend sei, dass die deutschen EU-Beiträge wegen der Inflation und des Wirtschaftswachstums in absoluten Zahlen bis 2027 in jedem Fall steigen würden. Dies mache drei Viertel der Steigerung aus. Der Rest verteile sich auf Ausfälle britischer Beiträge durch den Brexit, den Abbau von Beitragsrabatten sowie eingeplante Mehrausgaben für neue Aufgaben wie Verteidigung oder Migration./ir/vsr/DP/she

23.10.2018

Eurozone: Verbrauchervertrauen hellt sich überraschend auf

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im Oktober überraschend aufgehellt. Der entsprechende Indikator sei um 0,2 Punkte auf minus 2,7 Zähler gestiegen, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang auf minus 3,2 Punkte erwartet./jsl/jkr/he

23.10.2018

ROUNDUP: Sauber und für alle - EU-Parlament will neue Trinkwasserregeln

STRASSBURG (dpa-AFX) - Trinkwasser soll in ganz Europa noch besser werden und für alle Bürger verfügbar sein. Das EU-Parlament stimmte zu diesem Zweck am Dienstag in Straßburg für schärfere Schadstoffgrenzwerte für das Leitungswasser in der EU. Die Abgeordneten sprachen sich außerdem dafür aus, dass die Mitgliedstaaten etwa dank Trinkwasserbrunnen oder kostenlosem Leitungswasser in Restaurants den Zugang zu Wasser verbessern.

Ziel des Vorstoßes ist auch, dass die Europäer mehr aus dem Hahn und weniger aus Plastikflaschen trinken, um die Müllmassen einzudämmen. Würde weniger Wasser aus Plastikflaschen konsumiert, könnten europäische Haushalte mehr als 600 Millionen Euro jährlich sparen, rechnet die EU-Kommission vor. Mehr als neun von zehn Menschen in Deutschland trinken einer Studie des Instituts IESK zufolge Leitungswasser, über 85 Prozent bewerten die Qualität mit "sehr gut" oder "gut".

Mit der Abstimmung im Parlament legten sich die Abgeordneten auf eine gemeinsame Position bei den anstehenden Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten fest.

In Deutschland und der EU ist die Qualität des Leitungswassers nach Angaben der Brüsseler Behörde überwiegend sehr gut. In den Jahren 2011 bis 2013 fiel nur Ungarn bei der Einhaltung der Grenzwerte bestimmter Chemikalien etwas aus dem Rahmen. Bei Mikroorganismen erreichten alle Mitgliedsländer weitgehend die Zielvorgaben.

Nach Angaben der europäischen Bürgerinitiative Right2Water fehlt allerdings etwa einer Million Menschen in der EU der Zugang zu Trinkwasser. Bis zu acht Millionen stehen keine sanitären Anlagen zur Verfügung.

Das soll sich nach dem Willen der EU ändern. Im Februar legte dazu die EU-Kommission Vorschläge für eine Überarbeitung der 20 Jahre alten Trinkwasserrichtlinie vor, die Schritte zu einer besseren Versorgung auch benachteiligter und armer Menschen wie zum Beispiel Roma vorsieht. Neue Bauvorschriften sollen Schadstoffe aus Leitungen weiter zurückdrängen. Die Versorger sollen Informationen zur Wasserqualität vor Ort leicht zugänglich machen, um das Vertrauen der Bürger zu stärken.

Auch sollen die neuen Grenzwerte an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst werden. Höchstwerte für Arzneimittel oder Mikroplastik im Trinkwasser sind jedoch noch nicht vorgesehen - obwohl die Sorge darüber wächst. Die EU-Kommission ist aber dazu aufgerufen, den Gehalt dieser Stoffe im Leitungswasser zu beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt einen Bericht vorzulegen. Darin soll es auch um deren mögliche gesundheitsschädliche Wirkung gehen.

Der SPD-Abgeordnete Tiemo Wölken sprach von einer halbherzigen Verbesserung. Liberale, Konservative und Nationalisten hätten schärfere Verpflichtungen der Mitgliedstaaten bei der Versorgung mit sauberem Wasser verhindert. Nun können die nationalen Regierungen aus verschiedenen Lösungsansätzen auswählen, statt ein verbindliches Maßnahmenpaket einführen zu müssen. Über eine Million Menschen müssten verunreinigtes Wasser trinken, sagte Wölken. "Die Mitgliedstaaten stehen in der Verantwortung, diese Menschen zu versorgen."

Der deutsche Kommunalverband VKU begrüßte die Neufassung der Richtlinie grundsätzlich. Allerdings fürchtet der Verband Mehrkosten, weil neuerdings auch für Stoffe mit hormonverändernder Wirkung Grenzwerte eingeführt werden sollen. Diese Stoffe müssten analysiert und gegebenenfalls aus dem Wasser entfernt werden, hieß es. Dabei sehe die Weltgesundheitsorganisation WHO keine Anzeichen für ein Gesundheitsrisiko./vio/DP/she

23.10.2018

Salvini lehnt Änderungen an Haushaltsplan ab

ROM (dpa-AFX) - Die italienische Regierung will trotz der Zurückweisung ihrer Haushaltspläne keine Änderungen daran vornehmen. "Es ändert sich nichts, die Herren der Spekulation mögen abtreten, es gibt keinen Weg zurück", sagte Vize-Premier Matteo Salvini bei einem Besuch in Bukarest laut Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag. Die EU-Kommission würde nicht eine Regierung, "sondern ein Volk attackieren". Man werde den Italienern "keinen einzigen Cent" aus den Taschen nehmen.

Die EU-Kommission hatte am Dienstag in einem historisch einmaligen Vorgang die Haushaltspläne Italiens für das kommende Jahr zurückgewiesen. Streitpunkt ist die geplante hohe Neuverschuldung Italiens./reu/DP/she

23.10.2018

ROUNDUP 2: Antragsboom beim Baukindergeld

BERLIN (dpa-AFX) - Die große Koalition sorgt für viel Verdruss - aber das von ihr geschaffene Baukindergeld erfreut sich großer Beliebtheit. Im ersten Monat gab es bereits 24 399 Förderanträge von Familien und Alleinerziehenden. Das geht aus aktuellen Zahlen der für die Anträge zuständigen KfW-Bank hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Damit sind von drei Milliarden Euro, die pro Jahr bisher zur Verfügung stehen, 516 Millionen Euro bereits beansprucht.

Bei der neuen Förderung, die der früheren Eigenheimzulage ähnelt und Familien in Zeiten stark steigender Bau- und Immobilienpreise unter die Arme greifen soll, gibt es über zehn Jahre insgesamt 12 000 Euro pro Kind. Gehen die Anträge in gleichem Tempo weiter, reicht das Geld zwar in diesem Jahr aus. 2019 könnte der Topf aber schon nach sechs Monaten leer sein. Nach Angaben einer KfW-Sprecherin greift dabei das sogenannte "Windhund-Verfahren": Der Bund stellt jährliche Mittel zur Verfügung - wenn diese aufgebraucht sind, sind sie aufgebraucht. Somit könnten Familien, die zum Beispiel im Oktober 2019 einen Bauantrag oder Kaufvertrag in der Tasche haben, zunächst einmal leer ausgehen.

Spitzenreiter bei den Baukindergeld-Anträgen ist Nordrhein-Westfalen mit 5611 Anträgen, gefolgt von Baden-Württemberg (3197), Bayern (3089) und Niedersachsen (3059). Hinten liegen die Stadtstaaten Hamburg (237) und Bremen (207). Für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie winkt ein staatlicher Zuschuss von 1200 Euro je Kind und Jahr - garantiert über zehn Jahre. Damit will die große Koalition gegen Wohnungsmangel und Mietsteigerungen vorgehen. Die meisten Anträge stammen von Familien mit einem oder zwei Kindern; 44 Anträge auch von Familien mit sechs und mehr Kindern - bei sechs Kindern beträgt der staatliche Zuschuss über zehn Jahre 72 000 Euro.

Das neue Baukindergeld wird voraussichtlich ab März 2019 ausgezahlt, wenn die Anträge mit dem Hochladen der Dokumente final beschieden werden - das Programm wurde sehr schnell von der großen Koalition auf den Weg gebracht, daher dauert der technische Aufbau noch etwas.

Gewährt wird das Baukindergeld für Familien und Alleinerziehende bis zu einer Grenze von 90 000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen im Jahr bei einem Kind. Bei jedem weiteren Kind darf die Grenze 15 000 Euro höher liegen. Anträge können über die Seite der KfW-Bank gestellt werden (www.kfw.de/baukindergeld). Einen Antrag können alle Eltern oder Alleinerziehenden mit mindestens einem Kind stellen, die seit Januar 2018 einen Kaufvertrag unterzeichnet oder eine Baugenehmigung erhalten haben. Den Zuschuss gibt es für alle Verträge oder Baugenehmigungen, die bis Ende 2020 abgeschlossen werden.

Zuletzt hatte der Neubau in Deutschland wieder etwas zugelegt. Von Januar bis August wurden 204 100 neue Wohnungen genehmigt, das sind 2,5 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Aber steigende Baupreise und Handwerkermangel sind weiter die größte Hürde - und in Ballungsräumen ist Bauland knapp. Um die große Nachfrage nach Wohnungen zu decken - und um durch ein größeres Angebot auch Mietpreisanstiege zu stoppen, müssen nach Meinung von Politik und Bauwirtschaft jährlich 350 000 bis 400 000 Wohnungen entstehen. 2017 waren es nur knapp 285 000.

Die Union argumentiert, wenn Familien mit Hilfe des Baukindergelds verstärkt von Mietwohnungen in eigene vier Wände ziehen, würden diese Wohnungen für andere frei und Eigentum sei die beste Altersvorsorge. Doch für die Opposition ist die weit über zehn Milliarden Euro kostende Subvention ein Strohfeuer: Das Baukindergeld subventioniere letztlich die Umwandlung von noch mehr Miet- in Eigentumswohnungen - die im Preis zugleich weiter steigen würden, meinen die Grünen.

Die FDP fordert, statt eine neue Subvention zu schaffen, die alle Steuerzahler mitbezahlen müssen, solle man staatliche Kaufnebenkosten senken - etwa durch Nachlässe bei der Grunderwerbssteuer, die bis zu 6,5 Prozent beträgt - was mehrere zehntausend Euro ausmachen kann.

Daniel Föst, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, betonte: "Das Baukindergeld werden vor allem Menschen nutzen, die ohnehin gebaut hätten." Statt echter Eigentumsförderung provoziere dieses milliardenschwere Wahlgeschenk nur Mitnahmeeffekte. "Der bessere Weg zu einer Eigentümernation Deutschland ist ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer und eine Entlastung bei den Baukosten." Es sei ein fadenscheiniges Spiel, "den Leuten erst Geld über die Steuern wegzunehmen und es ihnen dann als Wahlgeschenk wieder zu geben"./ir/DP/she

23.10.2018

ROUNDUP/Kreise: EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

STRASSBURG (dpa-AFX) - Die EU-Kommission hat in einem historisch einmaligen Vorgang die Haushaltspläne Italiens für das kommende Jahr zurückgewiesen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus EU-Kreisen. Die Regierung in Rom muss demnach innerhalb von drei Wochen einen neuen Entwurf einreichen. Die Budgetpläne Italiens seien in keiner Weise mit europäischen Stabilitätsregeln vereinbar.

Die Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega hatte am 15. Oktober einen Haushaltsentwurf nach Brüssel geschickt, der eine Ausweitung der Neuverschuldung auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung vorsieht - dreimal so viel wie von der Vorgängerregierung zugesagt. Sie will damit Wahlversprechen finanzieren, etwa höhere Pensionen. Trotz heftiger Kritik aus Brüssel und Nervosität an den Finanzmärkten hält die Regierung an den Plänen fest. Vize-Premier Matteo Salvini kündigte bereits an, auch jetzt nichts an dem Entwurf ändern zu wollen.

In Europa ist eigentlich maximal eine Neuverschuldung von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erlaubt. Damit soll die Stabilität der Gemeinschaftswährung gewährleistet werden. Italien weist aber einen enormen Schuldenberg von 2,3 Billionen Euro und mit mehr als 130 Prozent der Wirtschaftsleistung nach Griechenland die höchste Schuldenquote in Europa auf. Das ist das Verhältnis der Gesamtverschuldung zum BIP. Das Land ist daher verpflichtet, mittelfristig seine Schulden zu reduzieren.

Nach Eintreffen der korrigierten Haushaltspläne aus Rom hätte die EU-Kommission noch einmal drei Wochen Zeit, um ihre endgültige Meinung zu bilden.

Direkte Sanktionsmöglichkeiten gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Die EU-Kommission könnte in einem weiteren Schritt ein offizielles Defizitverfahren gegen Italien einleiten. An dessen Ende könnten die EU-Finanzminister theoretisch bei anhaltenden Verstößen gegen die Stabilitätsregeln finanzielle Sanktionen beschließen. Dies scheint jedoch unwahrscheinlich. 2016 ließen die EU-Staaten etwa - allerdings unter etwas anderen Umständen - trotz erheblicher Verstöße Nachsicht mit Spanien und Portugal walten./asa/DP/she

23.10.2018

Kreise: EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

STRASSBURG (dpa-AFX) - Die EU-Kommission hat in einem historisch einmaligen Vorgang die Haushaltspläne Italiens für 2019 zurückgewiesen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus EU-Kreisen./asa/DP/he

23.10.2018

ROUNDUP: Bundesinstitut prüft Gesundheitsrisiko durch Mikroplastik

BERLIN (dpa-AFX) - Nach den Funden von Mikroplastik in Stuhlproben hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) klargemacht, dass eine gesundheitliche Bewertung zur Aufnahme solcher Partikel über die Nahrung derzeit nicht möglich ist. Für eine entsprechende Beurteilung lägen dem BfR im Moment keine belastbaren Daten vor, teilte das Institut am Dienstag mit. Dass österreichische Forscher in menschlichen Stuhlproben Mikroplastik gefunden haben, überrascht das BfR aber nicht.

"Die Aufnahme von Mikroplastik in den Magendarmtrakt und damit der Nachweis im Kot ist erwartbar, da etwa Zahnpasta mit Mikroplastik auch versehentlich verschluckt werden kann oder Lebensmittel solche Teilchen als Kontaminanten enthalten können", teilte das BfR der Deutschen Presse-Agentur mit. Ein direktes gesundheitliches Risiko durch Mikroplastik in Peelings oder Duschgelen ist laut BfR derweil unwahrscheinlich. Bei dieser Partikelgröße sei eine Aufnahme über die gesunde und intakte Haut nicht zu erwarten. Allerdings gelangen die Partikel in die Umwelt.

Forscher aus Österreich hatten bei einer Pilotstudie nach eigenen Angaben erstmals Mikroplastik in Stuhlproben von Menschen nachgewiesen. Die Kunststoffpartikel wurden in den Proben von allen acht Studienteilnehmern gefunden, wie die Medizinische Universität Wien und das österreichische Umweltbundesamt mitteilten. Die Probanden im Alter zwischen 33 und 65 Jahren, die in Europa und Asien leben und sich nicht kennen, führten eine Woche lang ein Ernährungstagebuch und gaben anschließend die Stuhlprobe ab. Alle Teilnehmer nahmen in dieser Zeit in Plastik verpackte Lebensmittel oder Getränke aus PET-Flaschen zu sich. Die Mehrzahl von ihnen aß auch Fisch oder Meeresfrüchte, niemand ernährte sich ausschließlich vegetarisch.

Die Forscher fanden bei ihren Untersuchungen anschließend neun verschiedene Kunststoffarten, die bis zu einem halben Millimeter groß waren. Im Durchschnitt fanden die Forscher 20 Mikroplastik-Teilchen pro 10 Gramm Stuhl. Am häufigsten fanden sich Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET) in den Proben. Ein Zusammenhang zwischen dem Ernährungsverhalten und einer Belastung mit Mikroplastik konnten die Wissenschaftler aufgrund der kleinen Probandengruppe nicht herstellen.

Mikroplastik gelangt unter anderem durch Autoreifen-Abrieb, Zerkleinerung von Bauschutt oder Kosmetika in die Umwelt, vielfach vor allem in Gewässer. Mikroplastik kann von Kläranlagen zudem nicht vollständig zurückgehalten werden.

In einer im August veröffentlichten Umfrage hat das BfR herausgefunden, dass 56 Prozent der Befragten besorgt über Mikroplastik in Lebensmitteln ist - ein Anstieg um 11 Prozent innerhalb von einem halben Jahr. "Das BfR führt derzeit Studien zur Aufnahme von Mikroplastikpartikeln über den Darm und den möglichen gesundheitlichen Auswirkungen durch", erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel dazu. Das Institut nehme die Sorgen von Verbrauchern ernst. Daten, das es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen gekommen ist oder kommen könnte, habe das Institut aber nicht./nif/DP/mis

23.10.2018

ROUNDUP: Saarland will Halberg Guss nicht enteignen

SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Der saarländische Landtag hat eine Forderung der Linken nach Verstaatlichung des Autozulieferers Neue Halberg Guss (NHG) abgelehnt. Nur die sechs Mitglieder der von Oskar Lafontaine geführten Linke-Fraktion stimmten am Dienstag für den Vorstoß. Lafontaine plädierte für eine Enteignung, weil auch die saarländische Verfassung darin eine Möglichkeit sehe, den Missbrauch von wirtschaftlicher Macht zu verhindern. Der Eigentümer, die bosnisch-deutsche Prevent-Gruppe, handele "kriminell": "Es geht hier um die mutwillige Zerstörung von Arbeitsplätzen."

Versuche, einen Sozialtarifvertrag auszuhandeln oder einen Käufer für das Unternehmen zu finden, blieben bisher ergebnislos. In Saarbrücken sollen bis Ende März 2019 rund 400 Stellen gestrichen werden, der Standort Leipzig mit 700 Beschäftigten soll dann geschlossen werden. Die Firma hat im Streit mit dem wichtigsten Kunden Volkswagen wichtige Aufträge für Motorblöcke verloren.

Besonders scharf kritisiert wurde der Enteignungs-Antrag von der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Die geforderte Enteignung sei nicht rechtmäßig. "Sie wissen es", sagte sie an Lafontaine gerichtet. "Es ist eigentlich eine Schande und es ist verantwortungslos gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auf eine echte Lösung hoffen, hier so anzutreten." Lafontaine habe "Scheinlösungen" präsentiert. Es sei "verantwortungslos, hier Steine für Brot zu verkaufen" und Hoffnungen zu wecken, die nicht erfüllt werden könnten.

"Nach unserer Einschätzung besteht eine realistische Möglichkeit, dass wir zu einem Eigentümerwechsel kommen können", sagte die Ministerin. "Ein Abschluss eines Kaufvertrages ist möglich. Er muss aber auch von allen Beteiligten tatsächlich gewollt sein." Ein Sprecher des Unternehmens hatte am Montag erklärt: "Es laufen mit verschiedenen Interessenten Gespräche über einen Verkauf des Unternehmens." Es zeichne sich aber "aktuell noch keine kurzfristige Lösung ab". Teilweise gebe es nur Interesse an Teilen des Unternehmens und "vage Absichtserklärungen": "Nicht alle Interessenten sind seriös."

Lafontaine formulierte: "Dass bei der Neuen Halberg Guss kriminell gehandelt wird, möchte ich für meine Fraktion feststellen." Für ihn sei auch der Tatbestand der Untreue erfüllt. "Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo eine verantwortliche Landesregierung erkennen muss: Mit Kriminellen kann man nicht verhandeln. Die haben eine ganz klare Konzeption. Das ist die Konzeption eines Finanzhais." Enteignungen seien nicht nur in der Verfassung des Saarlandes und der Bundesrepublik vorgesehen, sie seien "auch Praxis in Deutschland"./eb/DP/fba

23.10.2018

Preis für Palladium steigt auf Rekordhoch

LONDON (dpa-AFX) - Angebotsängste infolge politischer Spannungen haben den Preis für das Edelmetall Palladium am Dienstag auf ein Rekordhoch steigen lassen. An der Rohstoffbörse in London kletterte der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) bis auf 1144 US-Dollar und erreichte damit einen Rekordwert. Allein seit Wochenbeginn ist der Preis um mehr als fünf Prozent gestiegen, seit Mitte August ergibt sich ein Zuwachs von gut einem Drittel.

Marktteilnehmer nennen mehrere Gründe für den Preisanstieg, darunter die zunehmenden politischen Spannungen zwischen Russland und den USA. Russland ist einer der größten Palladium-Produzenten der Welt. Zuletzt hatten die USA angekündigt, den INF-Abrüstungsvertrag über Mittelstreckenwaffen zu kündigen.

Hinzu kommen hohe Wetten auf weiter steigende Palladium-Preise, sogenannte Long-Positionen. Außerdem wird auf die steigende Nachfrage nach Benzin-Motoren als Folge der Diesel-Krise verwiesen. Palladium wird zur Herstellung von Katalysatoren verwendet. Benzin-Motoren benötigen in der Produktion mehr Palladium als andere Motortypen./bgf/jkr/jha/

23.10.2018

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Biogen auf 'Buy' - Ziel 408 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Biogen nach Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 408 US-Dollar belassen. Der US-Pharmakonzern habe mit abermals soliden Resultaten die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Terence Flynn in einer am Dienstag vorliegenden Studie./gl/la

Datum der Analyse: 23.10.2018

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23.10.2018

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt 3M auf 'Neutral' - Ziel 211 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für 3M nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 211 US-Dollar belassen. Der Mischkonzern habe im dritten Quartal die Erwartungen noch stärker verfehlt als von ihm gedacht, schrieb Analyst Joe Ritchie in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die gesenkten Ziele dürften einige Investoren auf dem falschen Fuß erwischen./tih/la

Datum der Analyse: 23.10.2018

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23.10.2018

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Verizon auf 'Buy' - Ziel 60 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Verizon nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 60 US-Dollar belassen. Auf den ersten Blick sei das dritte Quartal für den Telekomkonzern solide verlaufen, schrieb Analyst Brett Feldman in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Dank des schwungvollen Mobilfunkgeschäfts habe der Gewinn je Aktie sowohl seine als auch die Marktschätzungen ein Stück weit übertroffen./tih/la

Datum der Analyse: 23.10.2018

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23.10.2018

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Caterpillar auf 'Buy' - Ziel 182 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Caterpillar nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 182 US-Dollar belassen. Auf den ersten Blick habe der Baumaschinenhersteller im dritten Quartal die Margenerwartungen verfehlt, schrieb Analyst Jerry Revich in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Dies sei aber weniger ein Sorgenpunkt als steigende Lagerbestände bei den Zwischenhändlern./tih/la

Datum der Analyse: 23.10.2018

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23.10.2018

AKTIEN IM FOKUS: Druckmaschinenhersteller auf Talfahrt

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Papiere von König & Bauer und Heidelberger Druckmaschinen haben am Dienstag die Talfahrt der vergangenen Wochen fortgesetzt. König & Bauer büßten weitere 5,6 Prozent ein auf den niedrigsten Stand seit Januar 2017. Heidelberger Druckmaschinen verloren 5,7 Prozent und fielen auf ein Tief seit Mai 2016.

"Hersteller von Druckmaschinen sind frühzyklische Anlagenbauer", sagte ein Händler. Eine Abschwächung der konjunkturellen Erwartungen belaste diese Aktien früher und stärker als die anderer Maschinenbauer. Bei König & Bauer habe sich der Abwärtsdruck verstärkt, als die Papiere Anfang September unter eine technische Unterstützungszone bei 60 Euro gefallen seien.

Die Anteile von Heidelberger Druckmaschinen sind in den vergangenen Wochen verstärkt in das Visier von Leerverkäufern geraten. Seit Ende September haben mehrere Häuser eine Leerverkaufsquote von insgesamt knapp drei Prozent in der Aktie aufgebaut./bek/fba

23.10.2018

AKTIE IM FOKUS 4: Bayer auf Tief seit 2012 - Enttäuschung im Glyphosat-Prozess

(Neu: Tiefstkurs seit Ende 2012)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Bei den Aktionären von Bayer ist die Furcht vor unwägbaren Milliardenrisiken wegen der Glyphosat-Klagen in den USA am Dienstag wieder hochgekocht. Vorausgegangen war die Entscheidung einer US-Richterin, den Schadenersatz im ersten US-Glyphosat-Prozess nur zu senken, statt den Prozess neu aufzurollen. Die im Raum stehende Zahlung liegt zudem immer noch im höheren zweistelligen Millionen-Dollar-Bereich. Die Bayer-Aktien brachen bis zum frühen Nachmittag auf 68,53 Euro ein. Weniger hatten sie zuletzt Ende 2012 gekostet.

Zuletzt waren sie mit einem Minus von 10,26 Prozent auf 68,69 Euro abgeschlagenes Schlusslicht im deutschen Leitindex Dax. Der knickte um fast 2 Prozent ein.

Im September hatte sich der Bayer-Kurs noch knapp unter der 70-Euro-Marke stabilisiert und sich anschließend ein Stück weit erholt. Allerdings: Noch im August vor dem Beschlusses einer US-Geschworenenjury, wonach einem Krebspatienten eine Entschädigung von 289 Millionen Dollar zu zahlen ist, hatte die Aktien noch mehr als 93 Euro gekostet. Der Patient macht Unkrautvernichter des von Bayer übernommenen Saatgutkonzerns Monsanto für seine Erkrankung verantwortlich.

Seit dem Urteil ist der Börsenwert von Bayer damit um rund 23 Milliarden Euro abgesackt. Aktuell bringt es der Agrarchemie- und Pharmakonzerns noch auf rund 64 Milliarden Euro.

Die Richterin Suzanne Ramos Bolanos hält nun zwar statt der insgesamt 289 Millionen eine Entschädigung von 78 Millionen Dollar (68 Mio Euro) für angemessen. Das ist laut Analyst Ian Hilliker vom Investmenthaus Jefferies aber immer noch sehr viel. Die Entscheidung der Richterin, die Summe nur zu reduzieren, sei eine Enttäuschung. Die Unsicherheit über den Ausgang der Glyphosat-Streitigkeiten dürfte noch Monate auf den Bayer-Aktien lasten, erklärte der Experte.

Bayer will nun in Berufung gehen, da das Urteil nach Ansicht der Leverkusener im Widerspruch zu den im Prozess vorgelegten Beweisen steht. Laut Hilliker überrascht das nicht. Allerdings dürfte es lange dauern, bis ein Ergebnis feststeht - und selbst dann könnte der Verlierer noch höhere Gerichte anrufen. Investoren dürften nun erst einmal abwarten, wie in weiteren Glyphosat-Prozessen entschieden werden wird. Einer dürfte im Februar 2019 in St. Louis beginnen.

Für den Analysten Gunther Zechmann von Bernstein Research ist eine Schlussfolgerung für die anstehenden weiteren Prozesse aufgrund des in Kalifornien gefällten Urteils nicht möglich. Das Urteil sage mehr über die Geschworenenjury und die Richterin aus, als dass es etwas über die Gültigkeit der Anschuldigungen aussage./mis/bgf/jha/

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23.10.2018

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Bayer auf 'Buy' - Ziel 122 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Bayer auf "Buy" mit einem Kursziel von 122 Euro belassen. Die jüngste Entwicklung im Glyphosat-Prozess sei ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn der Markt mehr erwartet habe, schrieb Analyst Michael Leuchten in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Ein Vergleich sei derzeit wohl das naheliegendste Szenario. Auch wenn der Ausgang schwer vorherzusagen sei, habe es bei großen Verfahren im Pharmabereich niedrige bis mittlere einstellige Milliardensummen als Entschädigung gegeben./mf/la

Datum der Analyse: 23.10.2018

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23.10.2018

ANALYSE-FLASH: Warburg Research belässt Sartorius auf 'Hold' - Ziel 141 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Sartorius nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 141 Euro belassen. Der Laborausrüster habe ein starkes Zahlenwerk vorgelegt, schrieb Analyst Michael Heider in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Positiv überrascht habe vor allem der hohe Auftragseingang./edh/la

Datum der Analyse: 23.10.2018

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23.10.2018

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse senkt Siltronic auf 'Neutral' - Ziel 106 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Siltronic von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 190 auf 106 Euro gesenkt. Eine sinkende Nachfrage nach den Vorprodukten für die Halbleiterindustrie einerseits bei rasch zunehmenden Fertigungskapazitäten andererseits ließ den Analysten Achal Sultania erheblich vorsichtiger werden. Erhebungen in der Branche ließen darauf schließen, dass es im Verlauf des kommenden Jahres zu einem Überangebot an Wafern kommen dürfte, schrieb der Experte in einer am Dienstag vorliegenden Studie./bek/ajx

Datum der Analyse: 23.10.2018

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23.10.2018

WDH/AKTIE IM FOKUS: Linde gegen Trend fest - Fusionsgenehmigung treibt weiter

(Im letzten Absatz, 1. Satz werden die angestrebten Notierungen präzisiert.)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Als einer der wenigen Dax-Werte mit positivem Vorzeichen haben die Papiere von Linde am Dienstagvormittag ihre Vortagesgewinne ausgebaut. Die genehmigte Mega-Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair treibt die Titel weiter an. Am Montag hatte die US-Kartellbehörde grünes Licht gegeben für den Zusammenschluss des deutschen Industriegaseherstellers mit dem amerikanischen Konzern.

Die zum Umtausch eingereichten Linde-Papiere kletterten zuletzt an der Spitze im deutschen Leitindex um knapp 1 Prozent auf 221 Euro, stehen damit aber noch unter ihrem Vorwochen-Hoch bei 228,60 Euro, das erreicht wurde, als das "Manager Magazin" über eine mündliche Zusage der US-Wettbewerbsbehörde FTC für die Fusion berichtet hatte.

Die Linde-Aktien werden künftig in New York und in Frankfurt notiert sein. Das Tauschangebot an die Linde-Aktionäre soll bis zum 31. Oktober 2018 vollzogen werden./ajx/jha/

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