dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

17.10.2018

ROUNDUP/Zweites Land nach Uruguay: Kanada legalisiert Marihuana

OTTAWA (dpa-AFX) - Als zweites Land der Welt nach Uruguay hat Kanada den Anbau und Verkauf von Marihuana landesweit für legal erklärt. Die neue Regelung trat in der Nacht zum Mittwoch in Kraft. Je nach Wohnort dürfen Erwachsene ab 18 oder 19 Jahren damit bis zu 30 Gramm Marihuana kaufen, bei sich haben und rauchen. Auch der private Anbau für den persönlichen Gebrauch ist in den meisten Regionen erlaubt.

"Bis heute war der Cannabis-Markt ausschließlich in Händen des organisierten Verbrechens", sagte Kanadas Minister für Grenzsicherheit und Kriminalität, Bill Blair. Erwachsene könnten die Droge nun sicherer konsumieren, zugleich würden Kinder und Jugendliche mit dem neuen System besser geschützt. Die Ein- und Ausfuhr sei weiterhin verboten. Darauf werde an der Grenze zu den USA auch ausdrücklich mit Plakaten hingewiesen.

2014 hatte das südamerikanische Uruguay als weltweit erster Staat den Anbau und Verkauf von Cannabis unter staatlicher Kontrolle erlaubt. In einigen anderen Ländern wie den Niederlanden werden Anbau und Verkauf teils geduldet, in anderen wie beispielsweise Malaysia jedoch hart bestraft. Auch in mehreren US-Bundesstaaten sind Handel und Konsum inzwischen legal. In Deutschland gelten Cannabis-Produkte als illegale Suchtmittel. Besitz, Anbau und Handel sind verboten.

Im kanadischen Montreal hatten sich Händler seit Monaten auf den Schritt vorbereitet. In einem Geschäft stehen dort nun Marihuana-Sorten mit Namen wie "Tangerine Dream", "Great White Shark" und "Banana Split" im Regal. "Wir sind sehr bereit", sagte Jean-Francois Bergeron, Vizepräsident des zuständigen Spirituosen-Rats in der Provinz Quebec. In dem staatlich geführten Geschäft sollen ihm zufolge demnächst bis zu 180 Cannabis-Produkte verfügbar sein, darunter Öle, Pillen und fertig gerollte Joints.

Premierminister Justin Trudeau hatte die Legalisierung vor knapp drei Jahren zu einem seiner zentralen Wahlversprechen gemacht. Cannabis ist in Kanada zu medizinischen Zwecken seit 2001 legal. Investoren wittern das Geschäft mit "Pot", während Kritiker vor gesundheitlichen Risiken warnen. Die Ärztevereinigung CMA hatte die Gesetzgebung als "landesweites, unkontrolliertes Experiment" bezeichnet.

Menschen, die wegen des Besitzes von Kanada verurteilt wurden, sollen die Einträge aus dem Strafregister künftig auch leichter entfernen lassen können. Sofern sie ihre Strafe abgesessen haben, können sie nun ohne die übliche Wartezeit und kostenlos beantragen, dass der Eintrag entfernt wird. Ziel sei, das "Stigma" zu entfernen, sagte Ralph Edward Goodale, Minister für öffentliche Sicherheit./lsv/jot/DP/jha

17.10.2018

Carrefour sieht sich bei Zielen auf Kurs

BOULOGNE-BILLANCOURT (dpa-AFX) - Der französische Einzelhändler Carrefour ist im dritten Quartal des laufenden Jahres etwas stärker gewachsen. Bereinigt um Veränderungen der Ladenfläche ("Like for Like") und Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent auf 21,09 Milliarden Euro, wie Carrefour am Mittwoch am Unternehmenssitz bei Paris mitteilte. Das entsprach der Erwartung von Analysten. In Frankreich zogen die Verkäufe auf dieser Basis um 1,6 Prozent an. Der Konzern sieht sich bei seinen Zielen auf Kurs. Die Transformation stehe dabei nach wie vor im Mittelpunkt./jha/he

17.10.2018

Bahnstrecke Köln-Frankfurt von Samstag an wieder eingleisig befahrbar

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Brand eines ICE im Westerwald sollen von Samstag (20. Oktober) an wieder Züge auf der Schnellstrecke Köln-Frankfurt rollen. Dann sei ein Gleis befahrbar, teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch in Berlin mit. An der betroffenen Stelle nahe dem rheinland-pfälzischen Dierdorf sei das weniger beschädigte Gleis wieder befahrbar gemacht worden. Daher könnten wieder zwei Drittel der regulären Züge auf der wichtigen Verbindung verkehren. Übergangsweise geltende Fahrpläne sollten am Freitag stehen. Nach Bahn-Angaben sind Reparaturteams weiter rund um die Uhr im Einsatz, um auch das zweite Gleis wieder herzurichten.

Das Feuer war vergangenen Freitag in einem ICE ausgebrochen. 510 Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht, fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, müssen nach Angaben der Bahn weitere Untersuchungen klären. Laut Aussage der Ermittler könnte das mehrere Wochen dauern. Der vordere Teil des Zuges war ins ICE-Werk nach Frankfurt-Griesheim gebracht worden, der hintere vom Brand betroffene Teil wird in Krefeld unter die Lupe genommen./chs/DP/jha

17.10.2018

WDH/Presse: Trump will 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

(Im ersten Absatz, zweiter Satz, muss es heißen Mittwoch)

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat einem Zeitungsbericht nach ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Mittwoch unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise. Durch die Vereinbarung könnten chinesische Unternehmen bislang zu stark reduzierten Versandraten Päckchen in die USA schicken und dortige Wettbewerber preislich unterbieten.

Die ursprünglich von 1874 stammende und insgesamt 192 Staaten umfassende Regelung war laut dem Bericht 1969 so angepasst worden, dass arme und Entwicklungsländer - inklusive China - deutlich besser gestellt sind als wohlhabendere Staaten in Europa und Nordamerika. Dies habe jedoch dazu geführt, dass der US-Markt mit billigen Konsumgütern aus China überschwemmt wird. Trump wolle die Aktion am Mittwoch verkünden, sie sei Teil eines konzertierten Vorgehens gegen unfaire Handelspraktiken Chinas, die seine Regierung anprangert./hbr/DP/jha

17.10.2018

Ölpreise deutlich gefallen - US-Rohöllagerbestände steigen stark

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch deutlich gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete zuletzt 79,71 US-Dollar. Das waren 1,70 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung fiel um 2,02 Dollar auf 69,91 Dollar.

Belastet wurden die Ölpreise durch überraschend deutlich gestiegene Rohöllagerbestände in den USA. Sie legten laut Energieministerium um 6,5 Millionen auf 416,4 Millionen Barrel zu. Analysten hatten lediglich einen Zuwachs um 2,5 Millionen Barrel erwartet. Gleichzeitig war die Ölproduktion jedoch gefallen. Beobachter halten die Daten jedoch durch die Folgen des jüngsten tropischen Wirbelsturms für verzerrt./jsl/he

17.10.2018

Deutsche Anleihen: Kursgewinne - Italien verunsichert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Mittwoch zugelegt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,22 Prozent auf bei 159,12 Punkten Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen fiel auf 0,46 Prozent.

Die deutschen Anleihen profitierten von der Unsicherheit um Italien. Die EU-Kommission will laut einem Bericht des "Spiegels" den Haushaltsentwurf der italienischen Regierung ablehnen. Die neue Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega in Rom 2019 will weit mehr Schulden aufnehmen als mit der EU vereinbart.

Die umstrittene Haushaltspolitik des drittgrößten Landes der Eurozone sorgt schon seit geraumer Zeit für Verunsicherung am Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger italienischer Papiere stieg um 0,10 Prozentpunkte auf 3,55 Prozent. Gegen den allgemeinen Markttrend stiegen auch die Renditen spanischer, portugiesischer und griechischer Anleihen./jsl/jha/

17.10.2018

Dürr senkt Gewinnprognose wegen Restrukturierungskosten - Aktienkurs bricht ein

BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr reduziert wegen Restrukturierungsaufwendungen seine Gewinnziele. Die Ebit-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) werde 2018 nur noch bei 5,8 bis 6,3 Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Mittwochnachmittag mit. Bisher war Dürr von 6,8 bis 7,3 Prozent ausgegangen. Hintergrund sind Ergebnisbelastungen im zweiten Halbjahr von insgesamt rund 35 Millionen Euro.

An der Börse kamen die Neuigkeiten nicht gut an. Der Aktienkurs von Dürr sackte in einer ersten Reaktion um knapp elf Prozent ab.

Auch für die weitere Zukunft ist das Unternehmen nun pessimistischer. 2020 werde der Umsatz voraussichtlich bei 4,0 bis 4,2 Milliarden Euro liegen, hieß es weiter. Die Ebit-Marge dürfte bei 7 bis 8 Prozent liegen. Die bisherigen Ziele von bis zu 5,0 Milliarden Euro Umsatz und 8 bis 10 Prozent Ebit-Marge hätten eine weitere große Übernahme beinhaltet. Diese stehe aber "derzeit aufgrund der sehr hohen Unternehmensbewertungen nicht in Aussicht"./he/jha/

17.10.2018

Apple informiert ausführlicher über Datenschutz-Funktionen

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple verstärkt seine Anstrengungen, sich beim Datenschutz von anderen Tech-Unternehmen abzuheben. Der iPhone-Konzern veröffentlichte am Mittwoch eine neue Version seiner Website zu dem Thema mit ausführlichen Informationen zu Datenschutz-Lösungen in diversen Apple-Diensten. Darin betont Apple unter anderem, dass man möglichst wenig Daten über die Nutzer sammele und viele Informationen nur anonymisiert erhebe. Zudem wird ausführlicher erklärt, in welchen Fällen Daten nur auf den Geräten verarbeitet werden - und wann sowie zu welchen Bedingungen auch Informationen in der Cloud verarbeitet werden.

Apple-Chef Tim Cook betont schon seit einiger Zeit, dass der Konzern sein Geld vor allem mit dem Verkauf von Geräten verdient und nicht auf die Daten seiner Nutzer angewiesen ist. Damit versucht er, eine klare Linie zu Facebook und Google zu ziehen, die beim Datenschutz immer wieder unter Kritik geraten./so/DP/jha

17.10.2018

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 31. Oktober 2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Mittwoch,

den 31. Oktober:

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DONNERSTAG, DEN 18. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

06:00 GB: Rentokil Initial Q3 Trading Update

06:45 CH: Kühne + Nagel Q3-Zahlen

07:00 CH: Novartis Q3-Zahlen (Call 14.00 h)

07:00 CH: Nestle 9Monatsumsatz (Call 14.00 h)

07:00 D: SAP Q3-Zahlen (Call 14.00 h)

07:00 S: Tele2 Q3-zahlen

07:30 S: Ericsson Q3-Zahlen

08:00 NL: Unilever Q3-Zahlen

08:00 F: Thales Q3 Umsatz

08:00 N: Yara Q3-Zahlen

11:00 D: dm Drogeriemarkt Jahres-Pk, Karlsruhe

12:00 D: Deutsche Börse ETF-Forum 2018

12:30 USA: Bank of New York Mellon Q3-Zahlen

13:00 USA: Philip Morris Q3-Zahlen

17:45 F: Casino Q3 Trading Update

22:00 USA: Paypal Q3-Zahlen

22:05 USA: American Express Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEMEN OHNE ZEITANGABE

D: Hannover Re 21. Internationales

Investorentreffen

D: CompuGroup Investorenkonferenz

F: Pernod Ricard Q1 Umsatz

USA: Travelers Cos Q3-Zahlen

KONJUNKTUR

01:50 J: Handelsbilanz 09/18

10:30 GB: Einzelhandelsumsatz 09/18

14:30 USA: Philly Fed Index 10/18

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Frühindikator 09/18

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Internationale GDV-Konferenz zur Versicherungsregulierung, Berlin

J: Weltroboterverband IFR veröffentlicht in Tokio den

"Welt-Roboter-Report 2018"

D: Verkehrsministerkonferenz (VMK) (bis 19.10.), Hamburg

B: 12. Asien-Europa-Gipfel (Asem) (bis 19.10.), Brüssel

B: EU-Gipfel (bis 19.10.), Brüssel

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FREITAG, DEN 19. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

07:00 D: Software Q3-Zahlen

07:20 S: Volvo Q3-Zahlen

08:00 D: Villeroy & Boch 9Monatszahlen

08:00 GB: London Stock Exchange Q3 Trading Update

09:30 NL: Philips ao Hauptversammlung

13:00 USA: Procter & Gamble Q1-Zahlen

13:00 USA: Schlumberger Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEMEN OHNE ZEITANGABE

S: Telia 9Monatszahlen

S: Atlas Copco Q3-Zahlen

USA: Honeywell Q3-Zahlen

USA: State Street Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

04:00 CHN: BIP Q3/18

04:00 CHN: Industrieproduktion 09/18

10:00 EU: EZB Leistungsbilanz 08/18

16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 09/18

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EU: Moody's Ratingüberprüfung Belgien, Finnland

EU: S&P Ratingüberprüfung Ukraine

EU: Fitch Ratingüberprüfung Zypern

SONSTIGE TERMINE

B: Zweiter und letzter Tag 12. Asien-Europa-Gipfel (Asem), Brüssel

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MONTAG, DEN 22. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

07:00 NL: Philips Q3-Zahlen

07:00 IRL: Ryanair Halbjahreszahlen

09:30 D: Munich Re Rückversicherertreffen

und Ausblick, Baden-Baden

12:00 D: Hannover Rück Rückversicherertreffen

und Ausblick, Baden-Baden

12:45 USA: Halliburton Q3-Zahlen

13:30 USA: Kimberly-Clark Q3-Zahlen

17:45 F: Michelin Q3 Umsatz

18:00 A: ams AG Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

USA: Hasbro Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:01 D: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 10/18

06:30 J: All Industry Activity Index 08/18

14:30 USA: CFNA-Index 09/18

SONSTIGE TERMINE

14:30 D: 1. Nationaler Stahlgipfel u.a. mit Bundeswirtschaftsminister Peter

Altmaier (CDU), Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sowie

Wirtschaftsministern anderer Stahlländer und dem Ersten Vorsitzenden

der IG Metall, Jörg Hofmann. Diskutiert wird unter anderem über die

Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie und die Absicherung von

Arbeitsplätzen.

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DIENSTAG, DEN 23. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

06:30 CH: Schindler Q3-Zahlen

07:00 D: Sartorius Q3-Zahlen

07:30 D: Talanx Telefon-Pk zum Capital

Markets Day und zur

Strategie

08:00 GB: Anglo American Q3 Production Report

12:25 USA: Eli Lilly Q3-Zahlen

12:55 USA: United Technologies Q3-Zahlen

13:30 USA: Lockheed Martin Q3-Zahlen

13:30 USA: Verizon Communications Q3-Zahlen

13:30 USA: Caterpillar Q3-Zahlen

13:30 USA: 3M Q3-Zahlen

14:00 USA: McDonald's Q3-Zahlen

17:45 F: Vinci Q3 Umsatz

22:01 USA: Texas Instruments Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CH: Logitech Q3-Zahlen

F: Kering Q3 Umsatz

F: Safran Q3 Umsatz

F: Renault Q3 Umsatz

NL: Randstad Q3-Zahlen

S: Saab Q3-Zahlen

I: Saipem Q3-Zahlen

USA: Harley-Davidson Q3-Zahlen

USA: Juniper Networks Q3-Zahlen

USA: Biogen Q3-Zahlen

USA: Corning Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 J: Maschinenwerkzeugaufträge 09/18 (endgültig)

08:00 D: Erzeugerpreise 09/18

10:00 E: Handelsbilanz 08/18

16:00 EU: Verbrauchervertrauen 10/18 (vorab)

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Landwirtschaftstag der LVM Versicherung unter dem Motto

"Landwirtschaft im Aufbruch - digital, modern und nachhaltig"

Unter anderem werden EU-Kommissar Günther H. Oettinger und

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) erwartet. Münster

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MITTWOCH, DEN 24. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

07:00 N: Norsk Hydro Q3-Zahlen

07:00 N: Telenor Q3-Zahlen

07:00 D: DWS Q3-Zahlen

07:00 D: Klöckner & Co Q3-Zahlen

07:00 D: Deutsche Bank Q3-Zahlen

07:00 D: KWS Saat Jahreszahlen

07:00 D: Zur Rose Q3 Trading Update

07:20 F: Air Liquide Q3 Umsatz

07:30 NL: KPN Q3-Zahlen

07:30 F: PSA Q3 Umsatz

08:00 GB: Barclays Q3-Zahlen

08:00 FIN: Fortum Q3-Zahlen

08:20 FIN: UPM Kymmene Q3-Zahlen

09:00 E: Iberdrola Q3-Zahlen

13:00 USA: AT&T Q3-Zahlen

13:00 USA: UPS Q3-Zahlen

13:30 USA: General Dynamics Q3-Zahlen

13:30 USA: Boeing Q3-Zahlen

14:00 USA: Norfolk Southern Q3-Zahlen

22:10 USA: Visa Q4-Zahlen

22:15 USA: Ford Motor Co Q3-Zahlen

22:20 USA: Xilinx Q2-Zahlen

22:30 USA: Whirlpool Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CH: STMicroelectronics Q3-Zahlen

DK: Novozymes Q3-Zahlen

F: Dassault Systemes Q3-Zahlen

GB: Shire Pharmaceuticals Q3-Zahlen

S: Nordea Q3-Zahlen

S: Svenska Handelsbanken Q3-Zahlen

USA: Nasdaq Q3-Zahlen

USA: Boston Scientific Q3-Zahlen

USA: Northrop Grumman Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 J: Nikkei Verarbeitendes Gewerbe 10/18 (vorläufig)

08:45 F: Geschäftsklima 10/18

09:15 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 10/18 (vorläufig)

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 10/18 (vorläufig)

09:30 S: Riksbank Zinsentscheid

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 10/18 (vorläufig)

10:00 EU: Geldmenge M3 09/18

15:00 B: Geschäftsklima 10/18

15:00 USA: FHFA-Index 08/18

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 10/18 (vorläufig)

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 09/18

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche9

19:00 USA: Fed-Präsident von Atlanta, Bostic, hält eine Rede

20:00 USA: Beige Book

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Verwaltungsgericht verhandelt über mögliches Dieselfahrverbot für

die Stadt Mainz. Klägerin ist die Deutsche Umwelthilfe, die auch vor

anderen Gerichten ähnliche Verfahren führt. Hintergrund ist die

Luftreinhaltung in Städten.

10:00 D: Entscheidung in einem Verfahren von Anlegern gegen die

VW-Dachgesellschaft Porsche SE im Zusammenhang mit dem Abgasskandal

10:30 D: BGH verkündet Urteil: Steht einem Neuwagen-Käufer wegen einer

fehlerhaften Warnmeldung ein neues Auto zu?

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DONNERSTAG, DEN 25. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

06:00 CH: Bucher Q3-Zahlen

06:45 CH: ABB Q3-Zahlen

06:45 CH: UBS Q3-Zahlen

07:00 CH: Panalpina Q3-Zahlen

07:00 CH: Lonza Q3 Business Update

07:00 CH: Sulzer Bestelleingang 9 Monate

07:00 S: Skandinaviska Enskilda Banken Q3-Zahlen

07:00 B: Anheuser-Busch InBev Q3-Zahlen

07:00 D: Ceconomy Umsatz Jahr 2018

07:30 D: Metro AG Trading Statement 2018

08:00 FIN: Nokia Q3-Zahlen

08:00 GB: Lloyds Banking Group Q3 Interim Statement

12:30 USA: Southwest Airlines Q3-Zahlen

12:45 USA: Merck & Co Q3-Zahlen

13:00 D: Visteon Q3-Zahlen

13:00 USA: Hershey Q3-Zahlen

13:00 S: SKF Q3-Zahlen

13:00 USA: Twitter Q3-Zahlen

13:30 USA: CME Group Q3-Zahlen

22:01 USA: Gilead Sciences Q3-Zahlen

22:05 USA: Mattel Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Puma Q3-Zahlen

D: Krones Q3-Zahlen

D: MTU Q3-Zahlen

D: Wacker Chemie Q3-Zahlen

D: Daimler Q3-Zahlen

D: Vossloh Q3-Zahlen

D: Covestro Q3 Interim Statement

D: Berentzen Gruppe AG Q3-Zahlen

D: Siltronic Q3-Zahlen

D: Takkt Q3-Zahlen

F: Unibail-Rodamco-Westfield Q3-Zahlen

F: Orange Q3-Zahlen

FIN: Finnair Q3-Zahlen

FIN: Nokia Q3-Zahlen

GB: Shire Pharmaceuticals Q3-Zahlen

I: Mediobanca Banca di Credito Fi Q1-Zahlen

N: DNB ASA Q3-Zahlen

USA: Alphabet Q3-Zahlen

USA: Intel Q3-Zahlen

USA: Raytheon Q3-Zahlen

USA: Conoco Phillips Q3-Zahlen

USA: Comcast Q3-Zahlen

USA: International Paper Q3-Zahlen

USA: Stanley Black & Decker Q3-Zahlen

USA: General Electric Q3-Zahlen

USA: Bristol Myers Squibb Q3-Zahlen

USA: Altria Group Q3-Zahlen

USA: International Paper Q3-Zahlen

USA: Comcast Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 D: GfK-Verbrauchervertrauen 11/18

09:00 E: Erzeugerpreise 09/18

09:00 A: Industrieproduktion 08/18

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 10/18

13:45 EU: EZB Zinsentscheid mit Pk um 14.30 h EZB-Präsident Draghi

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 09/18 (vorläufig)

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 09/18

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 09/18

SONSTIGE TERMINE

11:00 D: Herbst-PK der Chemieverbände Hessen, Frankfurt

D: Handelsblatt European Private Equity Summit 2018 (bis 26.10.), Ffm.

Referenten von Private-Equity-, und Investmentunternehmen sowie

weitere Experten der Branche diskutieren über die Zukunft des

Private-Equity-Marktes.

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FREITAG, DEN 26. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

07:00 D: BASF Q3-Zahlen

07:00 F: LafargeHolcim Q3-Zahlen

08:00 CH: Glencore Q3 Production Report

08:00 GB: Royal Bank of Scotland Group Q3-Zahlen

08:30 FIN: Stora Enso Q3-Zahlen

12:55 USA: Colgate-Palmolive Q3-Zahlen

13:00 S: Securitas Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Washtec Q3-Zahlen

E: CaixaBank Q3-Zahlen

F: Total Q3-Zahlen

GB: International Airlines Group (IAG) Q3-Zahlen

I: Eni Q3-Zahlen

L: SES Gobal Q3-Zahlen

S: Electrolux Q3-Zahlen

USA: Moody's Q3-Zahlen

USA: Weyerhäuser Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 J: Verbraucherpreise 10/18

08:45 F: Verbrauchervertrauen 10/18

08:45 F: Erzeugerpreise 09/18

10:00 EU: EZB Wirtschaftsbericht

14:30 USA: BIP Q3/18 (vorab)

14:30 USA: Privater Konsum Q3/18 (vorab)

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen (endgültig)

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MONTAG, DEN 29. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 GB: HSBC Holdings Q3-Zahlen

19:30 D: Deutsche Börse Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEMEN OHNE ZEITANGABE

D: Gea Group Q3-Zahlen

D: Kuka Q3-Zahlen

NL: Qiagen Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 J: Einzelhandelsumsatz 09/18

10:00 I: Erzeugerpreise 09/18

13:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 09/18

15:00 B: BIP Q3/18 (vorab)

SONSTIGE TERMINE

11:00 D: Offizielle Inbetriebnahme des Offshore-Windparkes "Wikinger"

von Iberdrola, Sassnitz

GB: Britische Regierung stellt das Budget für das nächste

Haushaltsjahr vor

D: Zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Eisenbahn- und

Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Deutschen Bahn

Verhandelt wird für 160 000 Beschäftigte. Beide Gewerkschaften

fordern 7,5 Prozent mehr Geld.

EU: Informelles Treffen der EU-Minister für Verkehr und Umwelt

(bis 30.10.)

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DIENSTAG, DEN 30. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

08:00 GB: BP Q3-Zahlen

09:00 S: Vattenfall Q3-Zahlen

11:55 USA: Coca-Cola Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Nemetschek Q3-Zahlen

D: Telefonica Deutschland Q3-Zahlen

D: TAG Immobilien Q3-Zahlen

D: Intershop Q3-Zahlen

D: Rational 9Monatszahlen

D: Nemetschek Q3-Zahlen

D: Fuchs Petrolub Q3-Zahlen

D: Fresenius Q3-Zahlen

D: Aixtron Q3-Zahlen

D: Drägerwerk Q3-Zahlen

D: Beiersdorf Q3-Zahlen

D: Volkswagen Q3 Interim Report

D: Lufthansa Q3-Zahlen

D: FMC Q3-Zahlen

GB: Fiat Chrysler Automobiles Q3-Zahlen

USA: Pfizer Q3-Zahlen

USA: Facebook Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:30 J: Arbeitslosenquote 09/18

08:45 F: Konsumausgaben 09/18

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 10/18

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 09/18

09:00 E: Verbraucherpreise 10/18 (vorab)

09:00 A: Erzeugerpreise 09/18

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 10/18

10:00 D: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen und

Bayern 10/18

10:00 I: BIP Q3/18 (vorab)

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 10/18

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 10/18

11:00 EU: BIP Q3/18 (vorab)

11:00 I: Verbrauchervertrauen 10/18

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 10/18

12:00 IRL: Einzelhandelsumsatz 09/18

12:00 PL: Industrieproduktion 09/18

14:00 D: Verbrauchervertrauen 10/18 (vorab)

15:00 USA: Verbrauchervertrauen 10/18

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Konferenz der Finanzaufsicht Bafin zum Thema Abwicklung

u.a. mit Finanzstaatssekretär Jörg Kukies (Vortrag um 10.15 Uhr)

12:00 h Pk mit Thorsten Pötzsch

10:00 D: Pressegespräch Deutsche Bank zum Geschäft mit Unternehmenskunden

mit Berthold Fürst und Patrick Frowein, die das

Corporate-Finance-Geschäft der Bank im deutschsprachigen Raum leiten

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MITTWOCH, DEN 31. OKTOBER 2018

TERMINE UNTERNEMEN

07:00 A: OMV Q3-Zahlen

07:00 F: Clariant Q3-Zahlen

07:00 F: Airbus Group 9Monatszahlen

07:00 NL: DSM Q3-Zahlen

07:15 F: Air France-KLM Q3-Zahlen

07:30 E: Telefonica Q3-Zahlen

07:30 F: Rexel Q3-Zahlen

07:30 F: Sanfoi Q3-Zahlen

12:30 USA: Intercontinental Exchange Q3-Zahlen

12:30 USA: General Motors Q3-Zahlen

12:30 USA: Sprint Q2-Zahlen

13:00 USA: Kellogg Q3-Zahlen

13:00 USA: GlaxoSmithKline Q3-Zahlen

21:05 USA: Zynga Q3-Zahlen

21:05 USA: Fitbit Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: RIB Software Q3-Zahlen

D: Comdirect Q3-Zahlen

D: Stada Q3-Zahlen

E: Repsol Q3-Zahlen

E: Banco Santander Q3-Zahlen

GB: Dialog Semiconductor Q3-Zahlen

USA: NXP Semiconductor Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

D: DIW-Konjunkturbarometer

J: BoJ Zinsentscheid

00:50 J: Industrieproduktion 09/18 (vorläufig)

02:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 10/18

06:00 J: Wohnungsbaubeginne- und genehmigungen 09/18

08:45 F: Verbraucherpreise 10/18 (vorläufig)

09:00 E: BIP Q3/18 (vorab)

09:00 A: BIP Q3/18 (vorab)

10:00 PL: Verbraucherpreise 10/18 (vorläufig)

10:00 I: Arbeitslosenzahlen 09/18 (vorläufig)

10:30 P: Verbraucherpreise 10/18 (vorläufig)

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 09/18

11:00 EU: Verbraucherpreise 10/18 (vorab)

11:00 I: Verbraucherpreise 10/18 (vorläufig)

11:00 B: Arbeitslosenzahlen 09/18

12:00 IRL: Arbeitslosenzahlen 10/18

13:15 USA: ADP Beschäftigung 10/18

14:45 USA: PMI Chicago 10/18

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

17.10.2018

TAGESVORSCHAU: Termine am 18. Oktober 2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Donnerstag,

den 18. Oktober:

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TERMINE UNTERNEMEN

06:00 GB: Rentokil Initial Q3 Trading Update

06:45 CH: Kühne + Nagel Q3-Zahlen

07:00 CH: Novartis Q3-Zahlen (Call 14.00 h)

07:00 CH: Nestle 9Monatsumsatz (Call 14.00 h)

07:00 D: SAP Q3-Zahlen (Call 14.00 h)

07:00 S: Tele2 Q3-zahlen

07:30 S: Ericsson Q3-Zahlen

08:00 NL: Unilever Q3-Zahlen

08:00 F: Thales Q3 Umsatz

08:00 N: Yara Q3-Zahlen

11:00 D: dm Drogeriemarkt Jahres-Pk, Karlsruhe

12:00 D: Deutsche Börse ETF-Forum 2018

12:30 USA: Bank of New York Mellon Q3-Zahlen

13:00 USA: Philip Morris Q3-Zahlen

17:45 F: Casino Q3 Trading Update

22:00 USA: Paypal Q3-Zahlen

22:05 USA: American Express Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEMEN OHNE ZEITANGABE

D: Hannover Re 21. Internationales

Investorentreffen

D: CompuGroup Investorenkonferenz

F: Pernod Ricard Q1 Umsatz

USA: Travelers Cos Q3-Zahlen

KONJUNKTUR

01:50 J: Handelsbilanz 09/18

10:30 GB: Einzelhandelsumsatz 09/18

14:30 USA: Philly Fed Index 10/18

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Frühindikator 09/18

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Internationale GDV-Konferenz zur Versicherungsregulierung, Berlin

J: Weltroboterverband IFR veröffentlicht in Tokio den

"Welt-Roboter-Report 2018"

D: Verkehrsministerkonferenz (VMK) (bis 19.10.), Hamburg

B: 12. Asien-Europa-Gipfel (Asem) (bis 19.10.), Brüssel

B: EU-Gipfel (bis 19.10.), Brüssel°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

17.10.2018

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Erste schwache Zahlen vergraulen die Anleger

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Schwache Umsätze von Danone und eine heftige Gewinnwarnung des Gesundheitskonzerns Fresenius haben Investoren zum Beginn der Saison der Quartalszahlen erneut vorsichtig werden lassen. Die Kurse der beiden Unternehmen kamen am Mittwoch stark unter Druck. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,44 Prozent auf 3243,08 Punkte nach. Am Vortag hatten starke Quartalszahlen und Ausblicke mehrerer US-Konzerne auch die Kurse an Europas Börsen noch nach oben getrieben.

Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets sprach mit Blick auf Danone und Fresenius denn auch von "sehr enttäuschenden Ergebnissen". Daneben hätten aber auch die schwachen Pkw-Neuzulassungen in Europa im September auf die Stimmung an den Börsen gedrückt. Vor dem Hintergrund der neuen Abgasregeln waren diese um fast ein Viertel eingebrochen. Der europäische Automobilsektor war mit einem Minus von knapp zwei Prozent größter Verlierer im Branchentableau.

Deutlich stärker als an den übrigen westeuropäischen Börsen ging es zur Wochenmitte in Italien abwärts. In Mailand fiel der Leitindex FTSE-Mib um 1,33 Prozent. Der wegen hoher Schulden umstrittene Haushalt des Landes trifft auf Widerstand der EU. Der deutsche Kommissar Günther Oettinger sagte am Mittwoch, es sei seiner Meinung nach wahrscheinlich, dass die Brüsseler Behörde Italien um Korrekturen bei dem jüngst eingereichten Entwurf bitten werde.

Für den Pariser Cac 40 ging es um 0,54 Prozent auf 5144,95 Punkte abwärts. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,07 Prozent auf 7054,60 Punkte weniger stark nach.

Zweitgrößter Kursverlierer im Cac 40 hinter dem Autobauer PSA waren Aktien von Danone mit einem Abschlag von mehr als 4 Prozent. Der französische Lebensmittelkonzern war im dritten Quartal von einer schwächeren Nachfrage nach Babynahrung in China gebremst worden.

Im Technologiesektor stießen einige gute Unternehmensnachrichten auf positives Echo, so dass der Branchenindex im europäischen Vergleich mit plus 0,39 Prozent zu den Favoriten zählte. Für gute Laune sorgte unter anderem der kräftige Nutzerzuwachs des Videostreaming-Dienstes Netflix . Auch Lam Research , ein US-Hersteller von Produktionsanlagen für Wafer, hatte mit erfreulichen Geschäftszahlen die Anleger überzeugt.

Auch die Geschäfte des Chip-Ausrüsters ASML laufen weiter rund, was die Aktien mit plus 3,47 Prozent an die EuroStoxx-Spitze hievte. Wegen einer anhaltend guten Nachfrage nach Lithografie-Anlagen steigerten die Niederländer Umsatz und Ertrag deutlich. Auch lobten Experten den "soliden" Ausblick des Unternehmens. Im Fahrwasser der ASML-Aktien legten auch die Papiere des Chip-Produzenten STMicroelectronics um 0,81 Prozent zu.

In London stachen die Asos-Papiere mit einem Plus von fast 17 Prozent hervor. Der Online-Modehändler hatte beim Vorsteuergewinn die Erwartungen übertroffen. Papiere von Flybe brachen dagegen um 40 Prozent auf ein Rekordtief ein. Der Billigflieger hatte mitgeteilt, dass der bereinigte Gewinn in diesem Jahr die Markterwartungen verfehlen dürfte.

An der Börse in Zürich büßten die Anteilscheine von Roche anfängliche Gewinne ein und verloren fast 2 Prozent. Der Pharmakonzern bleibt zwar dank neuer Medikamente im Aufwind. Analyst Eric Le Berrigaud von Bryan Garnier warnte aber vor einem herausfordernden Jahr 2019. Dann würden in den USA Nachahmerprodukte von wichtigen Biopharmazeutika zugelassen./bek/he

17.10.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax im Minus - Fresenius-Konzern schockt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kräftige Kursverluste von Fresenius Medical Care (FMC) und deren Mutter Fresenius haben einem Erholungsversuch im Dax am Mittwoch im Weg gestanden. Neuerliche Verluste an den US-Börsen trugen ein Übriges zur Marktschwäche bei.

Der deutsche Leitindex beendete den Handel 0,52 Prozent tiefer bei 11 715,03 Punkten. Für den MDax ging es um 0,12 Prozent auf 24 413,66 Punkte abwärts. Europaweit sah es ähnlich aus.

Insgesamt bleiben Marktbeobachter aber optimistisch für den Dax. "Die Zeichen stehen eher auf Beruhigung", glaubt etwa Vermögensverwalter Jens Klatt. Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda sieht trotz der aktuellen Verluste ebenfalls einen wieder "wachsenden Risikoappetit" der Investoren.

Denn die aktuellen Verluste sind moderat, nachdem der Dax erst am Montag mit 11 459 Punkten auf den tiefsten Stand seit Januar 2017 abgesackt war. Vor allem kräftige Gewinne an der Wall Street hatten danach wieder zur Stabilisierung und ersten Erholung beigetragen. Überzeugende Quartalszahlen und höhere Gewinnziele großer US-Konzerne waren der Auslöser gewesen.

Der EuroStoxx 50 , Leitindex der Eurozone, büßte am Mittwoch 0,44 Prozent auf 3243,08 Punkte ein und auch in Paris wurden ähnliche Verluste verbucht. In London schloss der FTSE 100 dagegen nur minimal schwächer. In den USA gab der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa um 0,2 Prozent nach.

Der Medizinkonzern Fresenius hatte über unerwartet schlecht gelaufene Geschäfte bei der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) und der Klinikkette Helios berichtet. Fresenius passte seine Jahresziele daher nach unten an und FMC senkte sie, was die Aktie mit minus 16,5 Prozent an das Dax-Ende schickte. Zeitweise erreichte sie den tiefsten Stand seit vier Jahren. Das Fresenius-Papier beendeten den Tag nach ebenfalls zeitweise prozentual zweistelligen Verlusten mit knapp minus 9 Prozent. Vor allem bei FMC dürften nun die Wachstumserwartungen für 2019 in Frage gestellt werden, hieß es am Markt. JPMorgan -Experte David Adlington sieht nun sogar einige der defensiven Eigenschaften von FMC schwinden.

Gefragt waren dagegen die Aktien des Pharma- und Spezialchemieunternehmens Merck KGaA und die des Wohnungskonzerns Vonovia , die beide um fast 3 Prozent zulegten. Auch im MDax lagen Immobilienwerte vorne: LEG gewannen 3,4 Prozent. Aroundtown , Grand City Properties und Deutsche Wohnen stiegen um zwischen 2,2 und 2,7 Prozent.

Im MDax rückten zum Handelsschluss die Papiere von Dürr in den Blick. Sie brachen um fast 10 Prozent ein, nachdem der Maschinen- und Anlagenbauer wegen Restrukturierungsaufwendungen seine Gewinnziele für das laufende Jahr gekappt hatte.

Die Anteile von Zooplus gewannen nach Umsatzzahlen des Internethändlers für Tierbedarf im SDax knapp 2 Prozent. Gut gelaufene Geschäfte von Shop Apotheke honorierten Anleger mit einem Kursgewinn von knapp 7 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,34 Prozent am Vortag auf 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 140,48 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,23 Prozent auf 159,13 Punkte zu. Der Euro wurde am frühen Abend mit 1,1539 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1530 (Dienstag: 1,1587) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8673 (0,8630) Euro gekostet./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

17.10.2018

Aktien Europa Schluss: Erste schwache Zahlen vergraulen die Anleger

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Schwache Umsätze von Danone und eine heftige Gewinnwarnung des Gesundheitskonzerns Fresenius haben Investoren zum Beginn der Saison der Quartalszahlen erneut vorsichtig werden lassen. Die Kurse der beiden Unternehmen kamen am Mittwoch stark unter Druck. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,44 Prozent auf 3243,08 Punkte nach. Am Vortag hatten starke Quartalszahlen und Ausblicke mehrerer US-Konzerne auch die Kurse an Europas Börsen noch nach oben getrieben.

Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets sprach mit Blick auf Danone und Fresenius denn auch von "sehr enttäuschenden Ergebnissen". Daneben hätten aber auch die schwachen Pkw-Neuzulassungen in Europa im September auf die Stimmung an den Börsen gedrückt. Vor dem Hintergrund der neuen Abgasregeln waren diese um fast ein Viertel eingebrochen. Der europäische Automobilsektor war mit einem Minus von knapp zwei Prozent größter Verlierer im Branchentableau.

Deutlich stärker als an den übrigen westeuropäischen Börsen ging es zur Wochenmitte in Italien abwärts. In Mailand fiel der Leitindex FTSE-Mib um 1,33 Prozent. Der wegen hoher Schulden umstrittene Haushalt des Landes trifft auf Widerstand der EU. Der deutsche Kommissar Günther Oettinger sagte am Mittwoch, es sei seiner Meinung nach wahrscheinlich, dass die Brüsseler Behörde Italien um Korrekturen bei dem jüngst eingereichten Entwurf bitten werde.

Für den Pariser Cac 40 ging es um 0,54 Prozent auf 5144,95 Punkte abwärts. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,07 Prozent auf 7054,60 Punkte weniger stark nach./bek7eh

17.10.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Dax im Minus - Schocknachrichten vom Fresenius-Konzern

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kräftige Kursverluste der Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) und der Mutter Fresenius haben einem Erholungsversuch im Dax am Mittwoch im Weg gestanden. Neuerliche Verluste an den US-Börsen trugen ein Übriges zur Marktschwäche bei.

Der deutsche Leitindex beendete den Handel 0,52 Prozent tiefer auf 11 715,03 Punkten. Für den MDax ging es um 0,12 Prozent auf 24 413,66 Punkte abwärts. Europaweit sah es ähnlich aus.

Der Medizinkonzern Fresenius hatte über unerwartet schlecht gelaufene Geschäfte bei der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) und der Klinikkette Helios berichtet. Fresenius passte seine Jahresziele daher nach unten an und FMC senkte sie./ck/he

17.10.2018

ROUNDUP/Aktien New York: Dow fällt wieder - Schwergewichte belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den hohen Kursgewinnen vom Vortag haben die US-Börsen am Mittwoch wieder den Rückzug angetreten. Der Dow Jones Industrial , der am Dienstag noch um mehr als 2 Prozent gestiegen war, gab im frühen Handel um 1,06 Prozent auf 25 525,26 Punkte wieder nach.

Belastet wurde der Leitindex der US-Börsen vor allem von den Kursverlusten von IBM , Home Depot und UnitedHealth. Die drei Unternehmen sind im Dow schwer gewichtet. IBM büßten nach schwachen Quartalszahlen mehr als 7 Prozent ein. Home Depot verloren nach Abstufung von "Outperform" auf "Neutral" durch die Investmentbank Credit Suisse knapp 5 Prozent. Und bei UnitedHealth, die um mehr als 2 Prozent abrutschten, nahmen Anleger Kursgewinne mit, nachdem die Papiere nach starken Quartalszahlen am Vortag um fast 5 Prozent gestiegen waren.

Der marktbreite S&P 500 fiel am Mittwoch um 0,86 Prozent auf 2785,64 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq 100 verlor 0,87 Prozent auf 7213,46 Zähler.

Ein schwächeres Server-Geschäft und ungünstige Wechselkurse hatten den Aufschwung bei IBM im Sommerquartal vorerst wieder beendet. In diesem Zeitraum waren die Erlöse im Jahresvergleich um gut zwei Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar zurückgegangen. Analysten hatten mit mehr gerechnet. Der Aktienkurs fiel am Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit März 2016.

Stark war es dagegen zuletzt bei Netflix gelaufen. Der Videostreaming-Dienst war nach einem mäßigen zweiten Quartal wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Mit einem unerwartet kräftigem Nutzerzuwachs widerlegte das Unternehmen seine Zweifler. Der Kurs zog um mehr als 5 Prozent an und lag damit an der Spitze des Nasdaq 100.

Netflix habe sowohl auf dem heimischen Markt als auch im Ausland die Markterwartungen übertroffen, da die Korrelation zwischen den Ausgaben für Programminhalte und dem Nutzerwachstum das sechste Quartal in Folge Bestand gehabt habe, schrieb Analyst Heath Terry von der Bank Goldman Sachs. Terry und viele andere Experten erhöhten die Kursziele für die Aktien.

In der Technologiebranche zogen die Aktien von Lam Research um gut 2 Prozent an. Der Hersteller von Produktionsanlagen für Halbleiter-Wafer hatte beim bereinigten Gewinn je Aktie positiv überrascht.

Die Fluggesellschaft United Continental (UAL) schließlich blickt trotz kräftig gestiegener Treibstoffkosten noch positiver auf das Gesamtjahr. Damit gewannen die Anteilscheine knapp 4 Prozent. Titel des Branchenkollegen American Airlines legten um 1,65 Prozent zu.

Die Gewinnprognose des Pharmaherstellers Abbott Laboratories für das kommende Quartal blieb etwas hinter den Schätzungen der meisten Analysten zurück. Die Papiere fielen um 1,83 Prozent./bek/he

17.10.2018

Aktien New York: Dow gibt wieder nach - Schwergewichte belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den hohen Kursgewinnen vom Vortag haben die US-Börsen am Mittwoch wieder den Rückzug angetreten. Der Dow Jones Industrial , der am Dienstag noch um mehr als 2 Prozent gestiegen war, gab im frühen Handel um 0,88 Prozent auf 25 570,72 Punkte wieder nach.

Belastet wurde der Leitindex der US-Börsen vor allem von den Kursverlusten von IBM , Home Depot und UnitedHealth. Die drei Unternehmen sind im Dow schwer gewichtet. IBM büßten nach schwachen Quartalszahlen mehr als 7 Prozent ein. Home Depot wurden von einer Abstufung von "Outperform" auf "Neutral" durch die Investmentbank Credit Suisse belastet. Und bei UnitedHealth nahmen Anleger Kursgewinne mit, nachdem die Papiere nach starken Quartalszahlen am Vortag um fast 5 Prozent gestiegen waren.

Der marktbreite S&P 500 fiel am Mittwoch um 0,58 Prozent auf 2793,62 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq 100 verlor 0,50 Prozent auf 7239,96 Zähler./bek/he

17.10.2018

Aktien New York Ausblick: Leichte Verluste nach Rally - Netflix ziehen an

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street dürften die Anleger nach der Vortagesrally erst einmal eine Verschnaufpause einlegen. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart am Mittwoch 0,51 Prozent tiefer auf 25 666 Punkte. Am Dienstag hatten überzeugende Quartalszahlen und höhere Gewinnziele großer US-Konzerne die Kurse befeuert.

Zur Wochenmitte nun dürften sich alle Augen auf Netflix richten. Der Videostreaming-Dienst war nach einem mäßigen zweiten Quartal wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Mit einem unerwartet kräftigem Nutzerzuwachs widerlegte das Unternehmen seine Zweifler.

Netflix habe sowohl auf dem heimischen Markt als auch im Ausland die Markterwartungen übertroffen, da die Korrelation zwischen den Ausgaben für Programminhalte und dem Nutzerwachstum das sechste Quartal in Folge Bestand habe, schrieb Analyst Heath Terry von der Bank Goldman Sachs. Terry und viele andere Experten erhöhten die Kursziele für die Aktien. Im vorbörslichen US-Handel schnellten die Anteilsscheine um fast 10 Prozent in die Höhe.

Unter den weiteren Technologiewerten zogen die Aktien von Lam Research um rund 7 Prozent an. Der Hersteller von Waferproduktionsanlagen hatte beim bereinigten Gewinn je Aktie positiv überrascht.

Ein schwächeres Server-Geschäft und ungünstige Wechselkurse hingegen beendeten beim Computer-Urgestein IBM den Aufschwung vorerst wieder. Der Umsatzrückgang enttäuschte die Anleger und die Papiere büßten vorbörslich knapp 5 Prozent ein.

Die Fluggesellschaft United Continental (UAL) schließlich blickt trotz kräftig gestiegener Treibstoffkosten noch positiver auf das Gesamtjahr. Damit verteuerten sich die Anteilsscheine vorbörslich um 5,5 Prozent.

Ansonsten warten die Anleger auf das Protokoll der jüngsten Notenbanksitzung, das im Handelsverlauf veröffentlicht wird. Die Aufzeichnungen könnten darüber Auskunft geben, welches Tempo die Währungshüter bei ihren weiteren Leitzinserhöhungen einschlagen./la/fba

17.10.2018

Aktien Frankfurt: Dax im Minus nach Fresenius-Schock

FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von sehr hohen Kursverlusten bei den Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) und der Mutter Fresenius SE hat der Dax am Mittwoch nachgegeben. Der deutsche Leitindex stand am Nachmittag 0,50 Prozent tiefer auf 11 717,63 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,10 Prozent hoch auf 24 468,40 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte 0,18 Prozent ein.

Die moderaten Dax-Verluste sollten gleichwohl im Kontext betrachtet werden: Noch am Montagvormittag war das Barometer mit 11 459 Punkten auf den tiefsten Stand seit Januar 2017 abgesackt. Vor allem kräftige Gewinne an der Wall Street trieben dann aber an. Überzeugende Quartalszahlen und höhere Gewinnziele großer US-Konzerne hatten die Anleger wieder mutiger gemacht. An diesem Mittwoch wird der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial nach seinem starken Vortagesplus zwar etwas schwächer erwartet, laut Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda nimmt aber insgesamt der Risikoappetit der Investoren weiter zu.

Unter den Einzelwerten stehen im Dax mit sehr hohen Kursverlusten die Aktien von Fresenius und FMC nach einer Gewinnwarnung des Dialyseanbieters im Fokus. Das Minus der FMC-Papiere belief sich zuletzt auf rund 18 Prozent. Fresenius verloren mehr als 11 Prozent. Analysten hätten im dritten Quartal mit besser laufenden Geschäften gerechnet und die bisherige Jahresprognose des Dialysekonzerns als konservativ erachtet, erklärte ein Händler. Umso größer sei nun die Enttäuschung. Investoren dürften die Wachstumserwartungen für 2019 in Frage stellen, kommentierte Analyst Tom Jones von der Berenberg Bank. Und JPMorgan-Experte David Adlington sieht nach den jüngsten Nachrichten gar einige der defensiven Eigenschaften von FMC dahingehen.

Unter den besten Dax-Werten fanden sich am Mittwochnachmittag die Titel von Vonovia mit plus 2,2 Prozent. Auch im MDax waren Immobilienwerte vorne: LEG gewannen 2,5 Prozent und Aroundtown 2,3 Prozent.

Im SDax entschieden sich Zooplus nach Umsatzzahlen und zunächst wechselhaftem Verlauf letztlich für Kursgewinne: Die Anteile des Internethändlers für Tierbedarf gewannen 1,6 Prozent. Gut gelaufene Geschäfte der Shop Apotheke honorierten Anleger mit einem Kursgewinn von mehr als 6 Prozent. Die Jenoptik-Aktien rückten um 4,6 Prozent vor. Warburg Research hatte eine Kaufempfehlung für die Anteile des Technologie-Unternehmens ausgesprochen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,34 Prozent am Vortag auf 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 140,48 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,29 Prozent auf 159,22 Punkte zu. Der Euro gab nach und kostete zuletzt 1,1525 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1587 (Montag: 1,1581) Dollar festgesetzt./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

17.10.2018

Aktien Europa: Wenig Bewegung nach kräftigem Vortagesplus

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An Europas Börsen haben sich die Anleger zur Wochenmitte wieder etwas zurückgehalten. Nach den Kurssprüngen am Vortag waren die Aktienmärkte der Region am Mittwoch zunächst mit moderaten Gewinnen in den Handel gestartet, bevor der Schwung deutlich nachließ. Zuletzt hielten sich die Kursbewegungen in engen Grenzen.

Am Dienstag noch hatten einige US-Konzerne mit erfreulichen Geschäftszahlen und Ausblicken auch diesseits des Atlantiks die Kurse angetrieben. Zur Wochenmitte jedoch trübten schwache Quartalsberichte von Danone und insbesondere vom deutschen Medizinkonzern Fresenius die Stimmung. Das Unternehmen blickt angesichts schleppender Geschäfte bei einigen Töchtern skeptischer auf das Gesamtjahr, die Aktien knickten um rund 12 Prozent ein.

Der EuroStoxx 50 gab am späten Vormittag um 0,13 Prozent auf 3253,16 Punkte nach. Für den Pariser Cac 40 ging es um 0,04 Prozent auf 5175,12 Punkte nach oben. Der Londoner FTSE 100 rückte um 0,29 Prozent auf 7080,11 Punkte vor.

Im Technologiesektor stießen einige gute Unternehmensnachrichten auf positives Echo, so dass der entsprechende Branchenindex im europäischen Vergleich mit plus 0,72 Prozent zu den Favoriten zählte. Für gute Laune sorgte unter anderem der kräftige Nutzerzuwachs des Videostreaming-Dienstes Netflix . Bereits zuvor hatte der Hersteller von Waferproduktionsanlagen Lam Research an den asiatischen Börsen mit erfreulichen Geschäftszahlen die Anleger überzeugt.

Zudem laufen die Geschäfte des Chipindustrieausrüsters ASML weiter robust, was die Aktien mit plus 4,28 Prozent an die EuroStoxx-Spitze hievte. Wegen einer anhaltend guten Nachfrage nach Lithografiesystemen steigerten die Niederländer Umsatz und Ertrag deutlich. Der Nettogewinn im dritten Quartal legte zudem etwas stärker zu als von Analysten erwartet. Allgemein lobten Experten insbesondere den "soliden" Ausblick des Unternehmens. Im Kielwasser dessen waren die Papiere des Halbleiterherstellers STMicroelectronics mit einem Anstieg von gut 3 Prozent der klare Favorit im Pariser Leitindex.

In London stachen die Asos-Papiere mit einem Plus von rund 15 Prozent hervor. Der Online-Händler von Modeartikeln hatte beim Vorsteuergewinn die Erwartungen übertroffen.

An der Börse in Zürich büßten die Anteilsscheine von Roche anfängliche Gewinne ein und verloren zuletzt fast 1 Prozent. Der Pharmakonzern bleibt zwar dank neuer Medikamente im Aufwind. Analyst Eric Le Berrigaud von Bryan Garnier warnte aber vor einem herausfordernden Jahr 2019. Dann würden in den USA Nachahmerprodukte von wichtigen Biopharmazeutika zugelassen.

Am Cac-40-Ende verloren die Aktien von Danone 3,5 Prozent. Der französische Lebensmittelkonzern wurde im dritten Quartal von einer schwächeren Nachfrage nach Babynahrung in China gebremst./la/fba

17.10.2018

Aktien Frankfurt: Dax leidet unter Fresenius-Schock

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sehr hohe Kursverluste bei den Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) und der Mutter Fresenius SE haben die Laune der Dax-Anleger am Mittwoch getrübt. Zum Auftakt weiter erholt, stand der deutsche Leitindex gegen Mittag 0,35 Prozent tiefer auf 11 735,27 Punkten.

Die moderaten Dax-Verluste sollten aber im Kontext betrachtet werden: Noch am Montagvormittag war das Barometer mit 11 459 Punkten auf den tiefsten Stand seit Januar 2017 abgesackt. Vor allem kräftige Gewinne an der Wall Street trieben dann aber an. Überzeugende Quartalszahlen und höhere Gewinnziele großer US-Konzerne hatten die Anleger wieder mutiger gemacht.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen knüpfte am Mittwoch auch mit plus 0,41 Prozent auf 24 542,89 Punkte an seine kräftigen Vortagesgewinne an. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone notierte zuletzt mit plus 0,02 Prozent indes nur wenig verändert.

Den Experten von Barclays zufolge dürften in Europa die Unternehmenszahlen für das dritte Quartal nicht so schlecht ausfallen wie zunächst befürchtet. Die in diesem Jahr deutlich gesunkenen Aktienbewertungen sehen sie als Stütze für die Kurse.

Unter den Einzelwerten stehen im Dax mit sehr hohen Kursverlusten die Aktien von Fresenius und FMC nach einer Gewinnwarnung des Dialyseanbieters im Fokus. FMC brachen zuletzt um 19 Prozent ein. Fresenius verloren fast 12 Prozent. Analysten hätten im dritten Quartal mit besser laufenden Geschäften gerechnet und die bisherige Jahresprognose des Dialysekonzerns als konservativ erachtet,. erklärte ein Händler. Umso größer sei nun die Enttäuschung. Investoren dürften nun die Wachstumserwartungen für 2019 in Frage stellen, kommentierte Analyst Tom Jones von der Berenberg Bank. Und JPMorgan-Experte David Adlington sieht nach den jüngsten Nachrichten gar einige der defensiven Eigenschaften von FMC dahingehen.

Wie schon am Vortag waren am Mittwoch die Papiere von Infineon mit einem Aufschlag von annähernd 2 Prozent gefragt. Als Treiber erwies sich diesmal eine Hochstufung durch Exane BNP Paribas. Zudem überzeugte der Chipindustrie-Ausrüster ASML mit seinen Quartalszahlen. ASML gilt als Gradmesser für den Zustand der Halbleiterbranche.

Im MDax verteuerten sich die Titel von Evotec um 1,1 Prozent. Der Wirkstoffforscher meldete eine Allianz mit dem Unternehmen Ferring bei Reproduktionsmedizin und Frauengesundheit. An der Index-Spitze gewannen die Anteile des Bausoftware-Herstellers Nemetschek 2,7 Prozent.

Im SDax pendelten Zooplus nach Umsatzzahlen zwischen Plus und Minus. Zuletzt notierten die Anteile des Internethändlers für Tierbedarf wieder 0,4 Prozent höher. Die Papiere des Medizin- und Sicherheitstechnik-Anbieters Drägerwerk erholten sich mit plus 4,5 Prozent etwas von ihrem jüngsten Kursverfall. Dabei half ihnen eine Hochstufung von "Sell" auf "Hold" durch die Privatbank Hauck & Aufhäuser./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

17.10.2018

Merkel zurückhaltend zu Chancen auf Brexit-Einigung mit London

BRÜSSEL(dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel hat zu Beginn des EU-Gipfels in Brüssel den Stand der Brexit-Verhandlungen mit großer Zurückhaltung kommentiert. Sie hätte sich gefreut, wenn das Austrittsabkommen mit Großbritannien schon ganz fertig gewesen wäre, sagte Merkel am Mittwochabend. Dies sei bisher aber nur zu 90 Prozent der Fall. "Es liegt weitere Arbeit vor uns", betonte sie. "Ich gehe mit dem Geist an die Sache heran, immer alles zu versuchen, eine Übereinkunft zu finden. Das wäre für alle Seiten besser."

Die britische Premierministerin Theresa May sollte beim Gipfel mit Merkel und den übrigen Staats- und Regierungschefs am Abend zunächst ihre Position darlegen. Die 27 bleibenden EU-Staaten wollen dann ohne May besprechen, wie es weiter geht. Knackpunkt ist nach wie vor die Frage, wie eine harte Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden kann./tl/DP/jha

17.10.2018

ROUNDUP/Handelsstreit: Trump will internationales Postabkommen aufkündigen

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Die US-Regierung gab am Mittwoch in Washington die Absicht bekannt, ein 144 Jahre altes internationales Postabkommen der Vereinten Nationen aufzukündigen. Die "New York Times" hatte zuvor unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass sich der Schritt vor allem gegen chinesische Unternehmen richte, die den US-Markt mit Exporten fluten.

Laut Trumps Regierung ist die Vereinbarung unfair gegenüber Unternehmen und Verbrauchern in den USA, zudem koste sie die US-Post jährlich 300 Millionen Dollar. Durch das Abkommen könnten Händler aus China und bestimmten anderen Ländern bislang zu stark reduzierten Versandraten Päckchen mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm in die USA schicken und dortige Wettbewerber preislich unterbieten, so die Kritik.

"Dieses System führt zu höheren Versandkosten für amerikanische Exporteure", sagte ein Regierungsvertreter in einer Konferenzschalte. Dies schade der US-Wirtschaft. Allerdings werden die USA aus dem Abkommen nicht unmittelbar aussteigen. Mit der Absichtsbekundung startet zunächst nur ein einjähriger Prozess, in dem Vertreter der Trump-Regierung bessere Bedingungen für die USA aushandeln wollen.

Die ursprünglich von 1874 stammende und insgesamt 192 Staaten umfassende Regelung wurde laut dem Bericht der "New York Times" 1969 so angepasst, dass arme und Entwicklungsländer - inklusive China - deutlich besser gestellt sind als wohlhabendere Staaten in Europa und Nordamerika. Dies habe jedoch dazu geführt, dass der US-Markt mit billigen Konsumgütern aus China überschwemmt wird./hbr/grj/DP/jha

17.10.2018

KORREKTUR/Oettinger: EU-Kommission wird Italiens Haushalt zurückweisen müssen

(Der zweite Satz lautet korrekt: "Die Behörde werde den Entwurf zurückweisen müssen, sagte ..." Entsprechend wurde die Formulierung der Überschrift geändert. Damit wird klargestellt, dass Oettinger nicht eine offizielle Zurückweisung durch die Kommission ankündigt, sondern seine persönliche Ansicht äußert, dass die Kommission den italienischen Haushalt werde zurückweisen müssen.)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der wegen hoher Schulden umstrittene Haushalt Italiens trifft auf Widerstand in der EU-Kommission. Die Behörde werde den Entwurf zurückweisen müssen, sagte der deutsche Kommissar Günther Oettinger nach einem Bericht des "Spiegels" vom Mittwoch.

"Es hat sich die Vermutung bestätigt, dass Italiens Haushaltsentwurf für 2019 mit den Verpflichtungen, die in der EU bestehen, so nicht vereinbar ist", sagte Oettinger. Der entsprechende Brief des zuständigen Wirtschafts- und Finanzkommissars Pierre Moscovici soll am Donnerstag oder Freitag in Rom eintreffen.

Der Schritt war erwartet worden, weil die neue Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega in Rom 2019 weit mehr Schulden aufnehmen möchte als mit der EU vereinbart. Das Haushaltsdefizit soll bei 2,4 Prozent liegen, während die Vorgängerregierung eine Grenze von 0,8 Prozent akzeptiert hatte./vsr/DP/jha

17.10.2018

May: Brexit-Deal in den nächsten 'Tagen und Wochen' machbar

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die britische Premierministerin Theresa May betont die Fortschritte auf dem Weg zu einem Brexit-Abkommen und hält einen Durchbruch in den nächsten Wochen für möglich. "Ein Abkommen ist machbar und jetzt ist die Zeit, es fertig zu bekommen", sagte May am Mittwoch vor dem EU-Gipfel in Brüssel.

May äußerte sich nicht zur Forderung der Europäischen Union nach neuen konstruktiven Vorschlägen. Auch ging sie nicht auf Erwägungen der EU ein, die anvisierte Übergangsphase nach dem Brexit zu verlängern.

Der britische EU-Austritt ist für den 29. März 2019 vorgesehen. Die Verhandlungen über ein Austrittsabkommen waren am Wochenende in eine Sackgasse geraten. Hauptstreitpunkt ist, wie Kontrollen an der künftigen EU-Außengrenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können.

May räumte ein, dass es immer noch Fragen wegen der EU-Forderung nach einer Garantie für offene Grenzen gebe, dem sogenannten Backstop. Bei intensiver Zusammenarbeit "in den nächsten Tagen und Wochen" sei aber eine Einigung möglich. Dies liege nicht nur im Interesse Großbritanniens, sondern auch der EU./vsr/DP/jha

17.10.2018

ROUNDUP: Oettinger sieht Korrektur-Bedarf bei italienischem Haushalt

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der neue italienische Schuldenhaushalt trifft auf Widerstand in der EU-Kommission. Der deutsche Kommissar Günther Oettinger sagte am Mittwoch, es sei seiner Meinung nach wahrscheinlich, dass die Brüsseler Behörde Italien um Korrekturen bei dem jüngst eingereichten Entwurf bitten werde. Dem "Spiegel" hatte er zuvor gesagt: "Es hat sich die Vermutung bestätigt, dass Italiens Haushaltsentwurf für 2019 mit den Verpflichtungen, die in der EU bestehen, so nicht vereinbar ist." Der italienische Vize-Regierungschef Matteo Salvini wies die Kritik sogleich zurück.

Der "Spiegel" berichtete zudem, bereits an diesem Donnerstag oder Freitag werde der entsprechende Bewertungs-Brief des zuständigen Wirtschafts- und Finanzkommissars Pierre Moscovici Freitag in Rom eintreffen. Ein Kommissionssprecher bestätigte das auf Anfrage nicht.

Salvini wies Oettingers Kritik am italienischen Etat bei einem Besuch in Moskau zurück: Der Haushalt werde die italienische Wirtschaft wachsen lassen. Brüssel, Berlin und Paris sollten sich nicht in italienische Angelegenheiten einmischen. "Kümmert euch um eure eigene Wirtschaft, eure eigenen Renten und eure eigenen Unternehmen", so Salvini.

Die italienische Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega hatte sich am Montagabend auf einen Haushaltsentwurf geeinigt, der eine hohe Neuverschuldung vorsieht. Zu den Finanzplänen hatte es im Vorfeld bereits deutliche Mahnungen aus Brüssel gegeben. Nervosität gab es auch an den Finanzmärkten.

Die EU-Kommission prüft die Haushaltsentwürfe aller Eurostaaten bis zum 30. November. Befürchtet sie Verstöße gegen EU-Regeln, muss sie aber schon zwei Wochen nach Abgabe darüber informieren. Die jeweilige Regierung könnte dann aufgefordert werden, einen überarbeiteten Haushaltsentwurf vorzulegen. Dafür hat sie maximal drei Wochen Zeit.

Rom hält sich zwar an die von allen Eurostaaten akzeptierte Grenze der Neuverschuldung von 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Weil das Land jedoch bereits viel mehr Schulden aufgehäuft hat als erlaubt - 130 Prozent des BIP statt höchstens 60 Prozent - muss Italien nach früheren Beschlüssen eigentlich viel strengere Defizitwerte einhalten. Dies hat die italienische Regierung aber verworfen./vsr/DP/jha

17.10.2018

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 17.10.2018

ROUNDUP/Merkel: Großbritannien soll auch nach Brexit enger Partner bleiben

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht immer noch Chancen für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU. Beide Seiten hätten sich aufeinander zubewegt, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag in einer Regierungserklärung zum EU-Gipfel. 90 Prozent seien geregelt. Es liege im Wesentlichen noch an der Frage, wie die Grenze zwischen Irland und Nordirland geregelt werden solle. "Die Tücke liegt da sehr im Detail."

ROUNDUP: Widerstand gegen Scholz-Vorschlag für EU-Arbeitslosenfonds

BERLIN - Mit Eckpunkten für einen europäischen Arbeitslosenfonds ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf breite Ablehnung gestoßen. Nicht nur Wirtschaftsverbände distanzierten sich am Mittwoch von dem Vorschlag des SPD-Politikers, sondern auch der Koalitionspartner. "Herr Scholz findet dafür keine Mehrheit im Deutschen Bundestag", betonte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Eckhardt Rehberg. Regierungssprecher Steffen Seibert räumte ein, bei der Diskussion zwischen den Ministerien seien "grundsätzliche Fragen" zu dem Scholz-Papier aufgetaucht. "Eine abgestimmte Position der Bundesregierung dazu gibt es nicht."

Oettinger: EU-Kommission will Italiens Haushalt zurückweisen

BRÜSSEL - Der wegen hoher Schulden umstrittene Haushalt Italiens trifft auf Widerstand der EU-Kommission. Die Behörde werde den Entwurf offiziell zurückweisen, sagte der deutsche Kommissar Günther Oettinger nach einem Bericht des "Spiegels" vom Mittwoch.

USA: Baubeginne und Baugenehmigungen unter Druck

WASHINGTON - Die Aktivität in der Bauwirtschaft der USA war im September rückläufig. Sowohl die Wohnungsbaubeginne als auch die Baugenehmigungen sind gefallen.

SPD-Chefin Nahles: Brauchen mehr Europa

BERLIN - SPD-Parteichefin Andrea Nahles hat sich für eine vertiefte Zusammenarbeit in der Europäischen Union ausgesprochen. "Wir brauchen mehr Europa, und zwar jetzt", sagte Nahles am Mittwoch bei einer Debatte im Bundestag zum EU-Gipfel. Es gehe um nichts weniger als die Zukunft eines friedlichen, weltoffenen und wirtschaftlich starken Europas, während es von innen und außen angegriffen werde.

Merkel: Großbritannien soll auch nach Brexit enger Partner bleiben

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer noch Chancen für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU in den kommenden sechs Monaten. Beide Seiten hätten sich aufeinander zubewegt, sagte Merkel am Mittwoch in einer Regierungserklärung zum EU-Gipfel im Bundestag. 90 Prozent seien geregelt. Es liege im Wesentlichen noch an der Frage, wie die Grenze zwischen Irland und Nordirland geregelt werden solle. "Die Tücke liegt da sehr im Detail."

Merkel betont Bedeutung stabiler Haushalte im Euroraum

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts umstrittener Schuldenpläne in Italien die Bedeutung stabiler Haushalte in den Euro-Mitgliedsstaaten betont. Ohne auf den umstrittenen Haushaltsentwurf der italienische Regierung direkt einzugehen, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag, nationale Politik könne wegen der engen Verflechtung immer auch Auswirkungen auf die anderen Euro-Mitgliedsstaaten haben. "Stabile Haushalte sind eine wichtige Voraussetzung für eine gute wirtschaftliche Entwicklung in jedem Land. Solide öffentliche Finanzen sind aber auch Voraussetzung für Vertrauen in die Währungsunion."

ROUNDUP 2: Vor Brexit-Gipfel: EU bietet London längere Übergangsphase an

BRÜSSEL/LONDON - Im Ringen um einen geregelten Austritt Großbritanniens signalisiert die Europäische Union Zugeständnisse. Möglich wäre demnach eine längere Übergangsfrist nach dem Brexit, um die künftigen Beziehungen in Ruhe auszuhandeln. Vor dem EU-Gipfel am Mittwochabend bestätigten Diplomaten entsprechende Medienberichte. Doch erwartet die EU nach den Worten von Ratschef Donald Tusk auch frische Ideen der britischen Regierungschefin Theresa May.

VÖB: Aufschwung in Europa und USA setzt sich 2019 fort - Risiken steigen

FRANKFURT - Der wirtschaftliche Aufschwung in der Eurozone und insbesondere in den USA dürfte sich 2019 nach Einschätzung der Experten im Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) abgeschwächt fortsetzen. In Europa nähmen jedoch die Risiken mit Blick auf Großbritannien und Italien deutlich zu. Außerdem wird ein Wiederaufleben der Eurokrise nicht ausgeschlossen. "Italien bleibt finanzielles Sorgenkind" und sei 2019 "extrem anfällig gegen jede Art von Schock", sagte Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank am Mittwoch auf einer Pressekonferenz des VÖB in Frankfurt.

Britische Inflation geht deutlich zurück

LONDON - Der allgemeine Preisauftrieb in Großbritannien hat sich im September deutlich abgeschwächt. Wie das nationale Statistikamt ONS am Mittwoch in London mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im August hatte die Inflationsrate mit 2,7 Prozent noch 0,3 Punkte höher gelegen. Analysten hatten für September eine Rate von 2,6 Prozent erwartet.

Eurozone: Inflation steigt wieder über Zwei-Prozent-Marke

LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone ist wie erwartet leicht über die Zwei-Prozent-Marke gestiegen. Im September habe die Inflationsrate 2,1 Prozent betragen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Damit bestätigte Eurostat wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung. Die Teuerung erreichte damit wieder das Niveau vom Juli, als sie auf den höchsten Stand seit Ende 2012 gestiegen war.

Maas legt Reisepläne nach Saudi-Arabien zunächst auf Eis

BERLIN - Außenminister Heiko Maas (SPD) macht eine geplante Reise nach Saudi-Arabien vom weiteren Verlauf der Ermittlungen im Fall des verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi abhängig. Der Fall müsse unverzüglich und lückenlos aufgeklärt werden, sagte Maas am Mittwoch in Berlin. Verantwortliche müssten zur Rechenschaft gezogen werden. "Die Vorwürfe, die im Raum stehen, die sind gravierend bis verstörend, muss man ja fast sagen", fügte Maas bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem tunesischen Kollegen Khemaies Jhinaoui hinzu.

Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland weiter gestiegen

FRANKFURT - Die Deutschen werden trotz Zinsflaute immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. Dabei setzten die Deutschen vor allem auf Bargeld und Bankeinlagen, auf die sie schnell zugreifen können. Das Engagement in Aktien war nach Angaben der Bundesbank schwächer als in den Vorquartalen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

17.10.2018

ROUNDUP 2/Brexit-Gipfel: Merkel sieht weiter Chancen für Vertrag mit London

(neu: mehr Details und Hintergrund)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht trotz der Blockade in den Brexit-Verhandlungen immer noch Chancen für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Beide Seiten hätten sich aufeinander zubewegt, sagte Merkel am Mittwoch vor dem EU-Gipfel in Brüssel. Die EU erwägt als Zugeständnis an Großbritannien eine längere Übergangsfrist nach dem Brexit im März 2019. Doch erwartet die EU nach den Worten von Ratschef Donald Tusk auch frische Ideen der britischen Regierungschefin Theresa May.

Die Verhandlungen der EU und Großbritanniens über ein Austrittsabkommen waren am Sonntag in eine Sackgasse geraten. Knackpunkt ist immer noch die Frage, wie Schlagbäume und Kontrollen an der künftigen EU-Außengrenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können. May sollte beim Gipfel am Mittwochabend ihre Position darlegen. Die 27 bleibenden EU-Staaten wollen dann entscheiden, wie es weiter geht.

Merkel sagte vor der Abreise nach Brüssel im Bundestag, 90 Prozent des Austrittsvertrags seien schon geregelt. Doch bei der Irland-Frage liege die Tücke im Detail. Zudem müssten auch die künftigen Beziehungen zu Großbritannien auf eine neue Grundlage gestellt werden. Sie wolle, dass Großbritannien ein enger und vertrauensvoller Partner der EU bleibe. Merkel betonte, die Bundesregierung sei auf alle Möglichkeiten vorbereitet, auch auf einen Brexit ohne Abkommen.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier hatte den Europaministern der 27 bleibenden Staaten am Dienstag nach Darstellung von Diplomaten gesagt, dass die EU entgegen bisheriger Ansagen zu einer längeren Übergangsfrist bereit wäre. Mit Großbritannien provisorisch vereinbart ist bisher eine Phase bis Ende 2020, in der sich praktisch nichts ändert.

Diese könnte den Angaben zufolge ein Jahr länger ausfallen. Dann hätten beide Seiten mehr Zeit, die anvisierte Handels- und Sicherheitspartnerschaft nach dem Brexit zu klären. Das könnte wiederum helfen, auch die Irland-Frage zu lösen. Die EU beharrt auf einer Garantie für eine offene Grenze auf der irischen Insel, dem sogenannten Backstop. May hofft indes, die Grenzfrage im Rahmen eines langfristigen Handelspakts zu regeln.

Voraussetzung für das Inkrafttreten der Übergangsfrist ist jedoch, dass überhaupt ein Austrittsvertrag zustande kommt. Darauf wies auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn im Deutschlandfunk hin und betonte: "Der Ball liegt bei Großbritannien." Bei den am Wochenende vorerst gestoppten Verhandlungen hatte der Vorschlag einer längeren Übergangsphase bereits auf dem Tisch gelegen und keinen Durchbruch gebracht, wie es aus Verhandlungskreisen hieß.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitierte auch aus einem internen Bericht der Bundesregierung, dass Barnier bei den britischen Unterhändlern "eine Verlängerung der Übergangsperiode ins Spiel gebracht" habe. Zur Einigung kam es dennoch nicht. In London dringen kategorische Brexit-Befürworter darauf, die Trennung von der EU so schnell wie möglich zu vollziehen. Der britische Handelsminister Liam Fox äußerte sich in der "Times" aber positiv über eine längere Übergangszeit.

Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen begrüßte das Angebot aus Brüssel und forderte von der EU insgesamt mehr Pragmatismus. "Ein ungeordneter Brexit wäre eine Katastrophe", sagte Röttgen in der ARD. Dies bekräftigten auch die europäischen Autohersteller, die bei einem Brexit ohne Vertrag ihr gesamtes Geschäftsmodell bedroht sähen. "Die Uhr tickt, aber es ist noch nicht zu spät", mahnte der Branchenverband Acea. Grünen-Europachef Reinhard Bütikofer sieht hingegen schwarz. "Die Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten, harten Brexits steigt täglich", sagte Bütikofer der Deutschen Presse-Agentur.

Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair und die früheren Vize-Regierungschefs Michael Heseltine und Nick Glegg riefen die EU in einem Zeitungsbeitrag auf, Großbritannien Zeit für ein zweites Referendum zu geben. Die Befürworter eines Brexits hätten vor der Volksabstimmung im Jahr 2016 nicht deutlich gemacht, "welche Opfer ein Brexit unweigerlich mit sich bringt"./rm/ted/hoe/mfi/DP/jha

17.10.2018

ROUNDUP: Widerstand gegen Scholz-Vorschlag für EU-Arbeitslosenfonds

BERLIN (dpa-AFX) - Mit Eckpunkten für einen europäischen Arbeitslosenfonds ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz auf breite Ablehnung gestoßen. Nicht nur Wirtschaftsverbände distanzierten sich am Mittwoch von dem Vorschlag des SPD-Politikers, sondern auch der Koalitionspartner. "Herr Scholz findet dafür keine Mehrheit im Deutschen Bundestag", betonte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Eckhardt Rehberg. Regierungssprecher Steffen Seibert räumte ein, bei der Diskussion zwischen den Ministerien seien "grundsätzliche Fragen" zu dem Scholz-Papier aufgetaucht. "Eine abgestimmte Position der Bundesregierung dazu gibt es nicht."

Nach dem Vorschlag von Scholz soll der EU-Fonds bei schweren Krisen auf dem Arbeitsmarkt die nationalen Arbeitslosenversicherungen unterstützen. Diese könnten sich dort Geld leihen, um keine Leistungen kürzen zu müssen. Finanzieren soll sich der Fonds aus Beiträgen der EU-Mitgliedsstaaten - entsprechend der jeweiligen Wirtschaftskraft. Die Höhe der Zahlungen wird in dem vertraulichen Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, offen gelassen. Zuerst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Scholz sieht eine bessere Absicherung bei Verlust des Arbeitsplatzes als essenziell an, um den weiteren Aufstieg von Rechtspopulisten zu stoppen. Doch die Kritik an seinem Vorstoß ist groß. "Wir haben bereits eine Vielzahl von Geldtöpfen in der EU, die Mitgliedstaaten in Notsituationen unterstützen", erklärte Rehberg. FDP-Fraktionsvize Christian Dürr beklagte, der Fonds könnte Deutschland jährlich elf Milliarden Euro kosten. Andreas Kalbitz von der AfD ergänzte, auf diesem Wege gingen "noch mehr nicht rückzahlbare Gelder vom deutschen Steuerzahler nach Griechenland".

Auch Oliver Zander vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnte vor unkalkulierbaren Zusatzlasten für Deutschland. Zudem löse das Vorhaben nicht die bestehenden Strukturprobleme im Süden Europas. Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, erklärte: "Wenn Sozialleistungen nicht aus eigener Wirtschaftskraft heraus solide finanziert werden können, muss mit nationalen strukturellen Reformen geantwortet werden."

Das Scholz-Papier ist Teil einer deutsch-französischen Initiative für eine "Roadmap" zur Stabilisierung besonders der Euro-Zone. Ob ein Krisenfall vorliegt, der ein Anzapfen des Fonds ermöglicht, sollen die Mitgliedsstaaten nach einer Empfehlung der EU-Kommission entscheiden. Ein Kriterium könnte sein, dass die Arbeitslosenquote binnen kurzer Zeit um zwei Prozentpunkte gestiegen ist.

Unterstützung für den Vorstoß kommt von den Grünen. "Die europäische Arbeitslosenrückversicherung ist eine sinnvolle Idee, denn sie könnte die Eurozone nicht nur stabilisieren, sondern auch sozialer machen", erklärte Vizefraktionschefin Anja Hajduk. Auch Scholz' Parteikollege Achim Post signalisierte Zustimmung zum EU-Fonds: "Dabei geht es ausdrücklich nicht um dauerhafte Transfers, sondern um vorübergehende Kredite in schweren Schockphasen, die wieder zurückgezahlt werden müssten."/ax/ir/hoe/DP/jha

17.10.2018

Oettinger: EU-Kommission will Italiens Haushalt zurückweisen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der wegen hoher Schulden umstrittene Haushalt Italiens trifft auf Widerstand der EU-Kommission. Die Behörde werde den Entwurf offiziell zurückweisen, sagte der deutsche Kommissar Günther Oettinger nach einem Bericht des "Spiegels" vom Mittwoch.

"Es hat sich die Vermutung bestätigt, dass Italiens Haushaltsentwurf für 2019 mit den Verpflichtungen, die in der EU bestehen, so nicht vereinbar ist", sagte Oettinger. Der entsprechende Brief des zuständigen Wirtschafts- und Finanzkommissars Pierre Moscovici soll am Donnerstag oder Freitag in Rom eintreffen.

Der Schritt war erwartet worden, weil die neue Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega in Rom 2019 weit mehr Schulden aufnehmen möchte als mit der EU vereinbart. Das Haushaltsdefizit soll bei 2,4 Prozent liegen, während die Vorgängerregierung eine Grenze von 0,8 Prozent akzeptiert hatte./vsr/DP/jha

17.10.2018

ROUNDUP/Merkel: Großbritannien soll auch nach Brexit enger Partner bleiben

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht immer noch Chancen für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU. Beide Seiten hätten sich aufeinander zubewegt, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag in einer Regierungserklärung zum EU-Gipfel. 90 Prozent seien geregelt. Es liege im Wesentlichen noch an der Frage, wie die Grenze zwischen Irland und Nordirland geregelt werden solle. "Die Tücke liegt da sehr im Detail."

Zudem müssten auch die künftigen Beziehungen zu Großbritannien auf eine neue Grundlage gestellt werden. Sie wolle, dass Großbritannien auch nach dem Austritt ein enger und vertrauensvoller Partner der EU sei, sagte die Kanzlerin. Sie betonte, dass die Bundesregierung auf alle Möglichkeiten des Brexits vorbereitet sei, auch auf einen sogenannten harten Brexit ohne Abkommen.

Am Abend sollte ein EU-Gipfel in Brüssel mit Gesprächen über den Stand der Brexit-Verhandlungen beginnen. Die britische Regierungschefin Theresa May wird den 27 anderen Staats- und Regierungschefs erläutern, wie sie sich eine Lösung der noch offenen Fragen beim Austritt aus der EU vorstellt.

Die Verhandlungen über den für Ende März 2019 geplanten Brexit waren am Sonntag in eine Sackgasse geraten. Knackpunkt ist immer noch die Frage, wie Schlagbäume und Kontrollen an der künftigen EU-Außengrenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können.

SPD-Parteichefin Andrea Nahles sprach sich für eine vertiefte Zusammenarbeit in der Europäischen Union aus. "Wir brauchen mehr Europa, und zwar jetzt", sagte sie. Es gehe um die Zukunft eines friedlichen, weltoffenen und wirtschaftlich starken Europas, während es von innen und außen angegriffen werde. Nahles sagte, Deutschland müsse mit Frankreich "Lokomotive" sein bei Reformen etwa in der Währungsunion.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel kritisierte, die EU-Kommission überschreite Kompetenzen. Ihr müssten "legislative Hoheitsrechte" entzogen werden. Es gehe um einen "Rückbau" der EU-Institutionen.

FDP-Chef Christian Lindner warf der Bundesregierung vor, beim Thema Brexit genau so paralysiert zu sein wie die Regierung in London. Es fehle etwa ein Brexit-Beauftragter, der sich darum kümmere, dass der Finanzplatz Frankfurt am Main vom Umzug bestimmter Einrichtungen profitiere.

Die Brexit-Verhandlungen seien wahrscheinlich nicht mal das größte Problem der EU, sagte Linke-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht. "Europa ist in schlechter Verfassung. Die soziale Ungleichheit wächst und die Lebensunsicherheit, die Zukunftsangst von immer mehr Menschen nimmt zu." Es seien die "unsozialen Vorgaben der EU-Verträge" und die "dreisten Politikdiktate aus Brüssel und Berlin", die dazu beitrügen. Als Ergebnis hätten anti-europäische Kräfte leichtes Spiel./rm/ted/hoe/mfi/DP/jha

17.10.2018

AKTIEN IM FOKUS 5: Gewinnwarnung schickt FMC und Fresenius auf steile Talfahrt

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Überraschend schlecht gelaufene Geschäfte in den Geschäftsbereichen Dialyse und Krankenhaus haben die Anleger von Fresenius und deren Tochter FMC am Mittwoch schwer geschockt. Dass der Medizinkonzern Fresenius seine Jahresziele nach unten hin präzisierte und sie nun am unteren Ende der bisherigen Spanne für Umsatz und Ergebnis sieht, sorgte für Unmut. Noch verstimmter jedoch reagierten Investoren auf die gekappten Ziele der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC).

Die Fresenius-Papiere, die zu Monatsbeginn noch deutlich davon profitiert hatten, dass ein US-Gericht die Absage der Bad Homburger zur Übernahme des Arzneiherstellers Akorn als gerechtfertigt ansah, brachen bereits zum Handelsauftakt ein. Bis Handelsschluss verloren sie 8,90 Prozent auf 62,82 Euro, womit die Oktober-Gewinne sich wieder in Luft aufgelöst haben. Bei zeitweise 59,60 Euro kosteten sie so wenig wie zuletzt Ende März. Im bisherigen Jahresverlauf steht nun ein Minus von 3,5 Prozent zu Buche.

Die FMC-Aktien büßten am Mittwoch als Schlusslicht im Dax sogar 16,50 Prozent auf 71,58 Euro ein. Am späteren Vormittag waren sie noch bis auf 69 Euro abgesackt, womit sie den tiefsten Stand seit drei Jahren erreichten und im bisherigen Jahresverlauf nun rund ein Fünftel an Wert eingebüßt haben. Der deutsche Leitindex gab gebeutelt vom heftigen Kursverfall beider Unternehmen um 0,52 Prozent nach. Sein Jahresminus liegt damit bei etwas mehr als 9 Prozent.

Ein Händler zeigte sich von den drastischen Kursverlusten bei Fresenius und FMC nicht sonderlich überrascht, da Warnungen hier "sehr selten" seien. Analysten hätten im dritten Quartal mit besser laufenden Geschäften gerechnet und die bisherige Jahresprognose des Dialysekonzerns als konservativ erachtet. Umso größer sei nun die Enttäuschung.

Goldman-Analystin Veronika Dubajova hob nicht nur die schwächer als erwartete Umsatzentwicklung beider Unternehmen hervor sowie den künftig auf die Klinikkette Helios zukommenden regulatorischen Gegenwind in Deutschland. "Die nun erwarteten Jahresziele für die Umsätze und den Nettogewinn 2018 liegen nun nicht nur am Ende der Unternehmenszielspanne, sondern auch etwa 2 bis 3 Prozent unter den aktuellen durchschnittlichen Analystenschätzungen", gab sie zudem zu bedenken. Bei FMC hätten vor allem die schwächer als erwarteten US-Umsätze samt der Geschäftsentwicklung in den Vereinigten Staaten enttäuscht.

Berenberg-Analyst Tom Jones sah bei FMC ebenfalls im US-Geschäft die Hauptschwäche. Die allgemeine Geschäftsentwicklung im dritten Quartal hingegen beurteilte er als "weitgehend wie erwartet". Nach der Gewinn- und Umsatzwarnung für das Gesamtjahr sieht er daher vor allem ein schwaches viertes Quartal auf den Dialysespezialisten zukommen. Zudem dürften Investoren nun auch die Wachstumserwartungen für 2019 in Frage stellen, glaubt er.

Der 2019er Wachstumsausblick für Fresenius sei wegen FMC, aber auch wegen Helios nun unsicher, schrieb Jones. Denn die Probleme der beiden Bereiche dürften sich auch im neuen Jahr fortsetzen. Dennoch hält er das Fresenius-Geschäft für "extrem gut geführt". Es habe ein ums andere Mal bewiesen, dass es hervorragend befähigt sei, mit Druck umzugehen, wenn er sich offenbare. Bis zu den Gesamtjahresergebnissen 2018, die erst Anfang des neuen Jahres anstünden, dürfte zwar die Unsicherheit nun hoch bleiben, doch solche Perioden hätten sich häufig als fruchtbringende Kaufgelegenheiten erwiesen./ck/ajx/la/ck/jha/

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17.10.2018

AKTIE IM FOKUS 2: Starke Nutzerzahlen treiben Netflix nach oben

(neu: Kurs, Analysten, mehr Details und Hintergrund)

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Begeistert haben Anleger am Mittwoch den starken Nutzerzustrom von Netflix aufgenommen. Die Aktien des Anbieters von Videostreaming schnellten im frühen Handel an der Wall Street in einem schwachen Börsenumfeld um 5,3 Prozent nach oben auf knapp 365 US-Dollar, den höchsten Stand seit zwei Wochen. Sie lagen damit klar an der Spitze des Technologie-Index Nasdaq 100. In der Spitze waren sie sogar um fast 10 Prozent vorgerückt.

Nach einem mäßigen zweiten Quartal ist Netflix wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Im dritten Quartal lockte der Videostreaming-Dienst knapp sieben Millionen neue Nutzer an. Damit übertraf der Dienst seine eigene Prognose von fünf Millionen deutlich. Für das laufende Quartal rechnet Netflix sogar mit 9,4 Millionen neuen Nutzern nach 8,3 Millionen ein Jahr zuvor.

Analysten reagierten entsprechend positiv: "Die Zahl der Nettoneukunden liegt deutlich über unserer Schätzung und über der Konsensprognose, angetrieben von einem weltweit starken Wachstum, einschließlich Asien", schrieb Mark Kelley vom Investmenthaus Nomura. Außerhalb des Heimatmarktes habe die Neukundenzahl seine Schätzung sogar um rund ein Drittel übertroffen.

Kannan Venkateshwar von der Barclays Bank schloss aus den Prognosen des Unternehmens, dass dieses im laufenden Jahr 27,4 Millionen neue zahlende Nutzer gewinnen dürfte - eine "unglaubliche" Zahl, so der Analyst. Ein derart starkes Wachstum untermauere die Bewertung der Papiere am Aktienmarkt. Als Konsequenz schraubte er das Kursziel von 415 auf 430 Dollar nach oben und riet weiter zum Kauf.

Im Juni waren die Netflix-Aktien auf ein Rekordhoch von gut 423 Dollar gestiegen. Knapp vier Wochen später jedoch brachen sie nach enttäuschenden Ergebnissen im zweiten Quartal ein und gaben in der Folge weiter nach. Ihr vorläufiges Tief markierten sie im August bei knapp 311 Dollar. Hiervon haben sie sich nun wieder deutlich nach oben abgesetzt./bek/jha/

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17.10.2018

ANALYSE-FLASH: SocGen senkt Ziel für IBM auf 130 Dollar - 'Sell'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für IBM nach Quartalszahlen von 138 auf 130 US-Dollar gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Das Computer-Urgestein habe enttäuscht, schrieb Analyst Richard Nguyen in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Er senkte seine Gewinnschätzungen./gl/la

Datum der Analyse: 17.10.2018

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17.10.2018

AKTIE IM FOKUS: Netflix ziehen an - Anleger feiern deutlichen Nutzerzuwachs

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Netflix sind am Mittwoch im vorbörslichen US-Handel um rund 9 Prozent auf 378,31 US-Dollar in die Höhe geschnellt. Der Videostreaming-Dienst war nach einem mäßigen zweiten Quartal wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Mit einem unerwartet kräftigem Nutzerzuwachs im dritten Jahresviertel widerlegte das Unternehmen seine Zweifler.

Netflix habe sowohl auf dem heimischen Markt als auch im Ausland die Markterwartungen übertroffen, da die Korrelation zwischen den Ausgaben für Programminhalte und dem Nutzerwachstum das sechste Quartal in Folge Bestand habe, schrieb Analyst Heath Terry von der Bank Goldman Sachs. Terry und viele andere Experten erhöhten die Kursziele für die Aktien./la/fba

17.10.2018

ANALYSE: Hauck & Aufhäuser optimistischer für Drägerwerk - Einstieg aber zu früh

HAMBURG (dpa-AFX) - Nach den heftigen Kursverlusten der Drägerwerk-Aktie als Reaktion auf die jüngste Gewinnwarnung des Medizintechnikunternehmens hat die Privatbank Hauck & Aufhäuser ihre Verkaufsempfehlung gestrichen. Noch sei es aber ratsam, "abzuwarten, bis sich die Aufregung gelegt hat", schrieb Analyst Aliaksandr Halitsa in einer am Mittwoch vorliegenden Studie.

Er stuft das Papier nun mit "Hold" ein, senkte aber zugleich sein Kursziel von bisher 55 Euro auf 42,50 Euro. Damit sieht er allerdings immer noch Abwärtspotenzial, denn die Aktie wird aktuell um 47,50 Euro herum gehandelt.

Zwar habe Drägerwerk wie erwartet das Jahresziel für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 4 Prozent auf 2 bis 3,5 Prozent gesenkt, doch zugleich werde auch keine wesentliche Verbesserung der Profitabilität im kommenden Jahr erwartet, schrieb er.

Da dies unter den Erwartungen der meisten Analysten und auch unter seinen liege, habe dies den Kurs der Aktie kräftig unter Druck gebracht. Nun notiere das Papier mehr als 15 Prozent unter seinem Durchschnittskurs der vergangenen fünf Jahre und auf dem tiefsten Stand seit 2010.

Trotz des Kurseinbruchs sei es aber noch zu früh, um in die Aktie zu investieren, warnt Halitsa. Denn die Wechselkurse dürften für Drägerwerk zumindest auch in der ersten Jahreshälfte 2019 ein Thema bleiben. Zudem würden höhere Kosten für Logistik und Qualität ebenso wie verringerte Ausgaben im noch laufenden Jahr wohl auf die Ergebnisse 2019 und 2020 drücken.

Mit der Einstufung "Hold" sieht Hauck & Aufhäuser auf Sicht von zwölf Monaten ein begrenztes Kurspotenzial nach oben oder unten ohne unmittelbare Kurstreiber./ck/ag/jha/

Analysierendes Institut Hauck & Aufhäuser

17.10.2018

AKTIEN IM FOKUS 4: Gewinnwarnung schickt FMC und Fresenius auf steile Talfahrt

(neu: Kurse, mehr Stimmen und mehr Hintergrund)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Überraschend schlecht gelaufene Geschäfte in den Geschäftsbereichen Dialyse und Krankenhaus haben die Anleger von Fresenius und deren Tochter FMC am Mittwoch schwer geschockt. Dass der Medizinkonzern Fresenius seine Jahresziele nach unten hin präzisierte und sie nun am unteren Ende der bisherigen Spanne für Umsatz und Ergebnis sieht, sorgte für Unmut. Noch verstimmter jedoch reagierten Investoren auf die gekappten Ziele der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC).

Die Fresenius-Papiere, die zu Monatsbeginn noch deutlich davon profitiert hatten, dass ein US-Gericht die Absage der Bad Homburger zur Übernahme des Arzneiherstellers Akorn als gerechtfertigt ansah, brachen bereits zum Handelsauftakt ein. Gegen Mittag verloren sie 11,51 Prozent auf 61,02 Euro, womit die Oktober-Gewinne sich wieder in Luft aufgelöst haben. Bei zeitweise 60,26 Euro kosteten sie so wenig wie zuletzt Ende März. Im bisherigen Jahresverlauf steht nun ein Minus von etwas mehr als 6 Prozent zu Buche.

Die FMC-Aktien büßten am Mittwoch zur Mittagszeit als Schlusslicht im Dax sogar knapp 18 Prozent auf 70,34 Euro ein. Am späteren Vormittag waren sie noch bis auf 69 Euro abgesackt, womit sie den tiefsten Stand seit drei Jahren erreichten und im bisherigen Jahresverlauf nun rund ein Fünftel an Wert eingebüßt haben. Der deutsche Leitindex gab gebeutelt vom heftigen Kursverfall beider Unternehmen zuletzt um 0,55 Prozent nach. Sein aktuelles Jahresminus liegt damit bei etwas mehr als 9 Prozent.

Ein Händler zeigte sich von den drastischen Kursverlusten bei Fresenius und FMC nicht sonderlich überrascht, da Warnungen hier "sehr selten" seien. Analysten hätten im dritten Quartal mit besser laufenden Geschäften gerechnet und die bisherige Jahresprognose des Dialysekonzerns als konservativ erachtet. Umso größer sei nun die Enttäuschung.

Goldman-Analystin Veronika Dubajova hob nicht nur die schwächer als erwartete Umsatzentwicklung beider Unternehmen hervor sowie den künftig auf die Klinikkette Helios zukommenden regulatorischen Gegenwind in Deutschland. "Die nun erwarteten Jahresziele für die Umsätze und den Nettogewinn 2018 liegen nun nicht nur am Ende der Unternehmenszielspanne, sondern auch etwa 2 bis 3 Prozent unter den aktuellen durchschnittlichen Analystenschätzungen", gab sie zudem zu bedenken. Bei FMC hätten vor allem die schwächer als erwarteten US-Umsätze samt der Geschäftsentwicklung in den Vereinigten Staaten enttäuscht.

Berenberg-Analyst Tom Jones sah bei FMC ebenfalls im US-Geschäft die Hauptschwäche. Die allgemeine Geschäftsentwicklung im dritten Quartal hingegen beurteilte er als "weitgehend wie erwartet". Nach der Gewinn- und Umsatzwarnung für das Gesamtjahr sieht er daher vor allem ein schwaches viertes Quartal auf den Dialysespezialisten zukommen. Zudem dürften Investoren nun auch die Wachstumserwartungen für 2019 in Frage stellen, glaubt er.

Der 2019er Wachstumsausblick für Fresenius sei wegen FMC, aber auch wegen Helios nun unsicher, schrieb Jones. Denn die Probleme der beiden Bereiche dürften sich auch im neuen Jahr fortsetzen. Dennoch hält er das Fresenius-Geschäft für "extrem gut geführt". Es habe ein ums andere Mal bewiesen, dass es hervorragend befähigt sei, mit Druck umzugehen, wenn er sich offenbare. Bis zu den Gesamtjahresergebnissen 2018, die erst Anfang des neuen Jahres anstünden, dürfte zwar die Unsicherheit nun hoch bleiben, doch solche Perioden hätten sich häufig als fruchtbringende Kaufgelegenheiten erwiesen./ck/ajx/la/jha/

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17.10.2018

ANALYSE-FLASH: Warburg Research hebt Jenoptik auf 'Buy' - Ziel etwas gesenkt

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat Jenoptik von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 33,00 auf 32,50 Euro gesenkt. Die Bewertung habe gemessen am aktuellen Aktienkursniveau noch mehr als 20 Prozent Luft nach oben, begründete Analyst Malte Schaumann das Kaufvotum in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Gleichzeitig sieht er die 2018er-Ziele des Technologie-Unternehmens nicht in Gefahr. Im Geschäftsjahr 2019 sollten zudem Umsatz und Margen weiter zulegen, wenn auch mit gebremstem Tempo./ajx/la

Datum der Analyse: 17.10.2018

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17.10.2018

AKTIE IM FOKUS/BVB-Aktie im Aufwind: 17-Jahres-Hoch

DORTMUND (dpa-AFX Broker) - Der sportliche Erfolg der Mannschaft beflügelt den Aktienkurs von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund . Am Mittwochvormittag betrug der Kurs des Wertpapiers 8,67 Euro und war damit so hoch wie zuletzt vor 17 Jahren. Noch vor drei Monaten war die Aktie des einzigen an der Börse notierten deutschen Clubs sechs Euro wert. Der BVB führt unter seinem neuen Trainer Lucien Favre derzeit die Bundesligatabelle an. Zudem gelangen zum Start in die Champions-League-Saison Siege über den FC Brügge (1:0) und AS Monaco (3:0)./bue/DP/jha

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17.10.2018

AKTIE IM FOKUS 3: Fresenius-Anleger nach Gewinnwarnung von FMC schwer enttäuscht

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Mehr Pessimismus von Fresenius SE wegen schleppender Geschäfte bei einigen Töchtern hat die Anleger am Mittwoch verstimmt. Die Anteile des Bad Homburger Medizinkonzerns brachen bis zum Mittag um 11,86 Prozent auf 60,78 Euro ein. Die Papiere der Tochter Fresenius Medical Care (FMC) erwischte es mit minus 18,78 Prozent auf 69,62 Euro noch schlimmer.

Analysten hätten im dritten Quartal mit besser laufenden Geschäften gerechnet und die bisherige Jahresprognose des Dialysekonzerns als konservativ erachtet, sagte ein Händler. Umso größer sei nun die Enttäuschung.

Unter anderem wegen schwacher Geschäfte rund um Dialyse-Dienstleistungen und negativer Währungseffekte habe FMC die Erwartungen im dritten Quartal verfehlt, schrieb Analyst Frank Morgan von RBC in einer aktuellen Studie. Zwar gehe ein Großteil davon auf einmalige Belastungen zurück, doch überrasche das schwächer als gedacht ausgefallene Absatzwachstum sowie die Probleme in Nordamerika. Investoren dürften nun auch die Wachstumserwartungen für 2019 in Frage stellen, erklärte Berenberg-Analyst Tom Jones./ajx/mis

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17.10.2018

AKTIEN IM FOKUS: Quartalszahlen und Analystenstimme beflügeln Halbleiterwerte

FRANKFURT/AMSTERDAM/NEW YORK (dpa-AFX) - Im Technologiesektor haben die Anleger den Ausverkauf in der Vorwoche offenbar abgehakt. Am Mittwoch rückten vor allem Papiere aus der Halbleiterbranche weiter vor. Auftrieb gaben starke Geschäftszahlen von ASML und LAM Research sowie ein positiverer Analystenkommentar zu Infineon . In der europäischen Stoxx-600-Übersicht schnitt am Vormittag der Branchenindex für die Techwerte mit plus 1,3 Prozent am besten ab.

Nachdem in den USA am Vortag bereits LAM Research als Anlagenhersteller für die Halbleiterindustrie bei Investoren mit einer besser als erwartet ausgefallenen Umsatz- und Gewinnprognose für das zweite Geschäftsquartal punkten konnte, überzeugte in Europa am Mittwoch auch ASML. Die Geschäfte des niederländischen Chipindustrieausrüsters laufen weiter robust. Der Nettogewinn im dritten Quartal war etwas stärker als von Analysten erwartet. Experten lobten insbesondere den "soliden" Ausblick. ASML-Chef Peter Wennink geht 2019 von einer anhaltend hohen Nachfrage unter anderem aus der Speicherchipindustrie aus.

Zuletzt gewannen die ASML-Papiere an der Eurostoxx-Spitze 4,7 Prozent. Am Vortag hatten LAM Research in New York um gut 2 Prozent zugelegt. Auch Micron Technology hatten Kursgewinne in dieser Größenordnung eingefahren.

Von den guten Nachrichten wurden am deutschen Aktienmarkt die Titel der Halbleiterbranche begünstigt. Zudem befeuerte ein positiver Analystenkommentar die Anteile von Infineon, die an der Dax-Spitze rund 2 Prozent gewannen. Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas gab ihre skeptische Einschätzung für Infineon auf. Die strukturellen Wachstumsimpulse seien intakt und kurzfristige Bedenken zu hoch gehängt worden, schrieb Analyst Jerome Ramel in einer aktuellen Studie. Wie bereits in den Jahren 2015 und 2016 sei die Bewertung deutlich eingestampft worden, ohne dass gleichzeitig die Ergebnisprognosen gesunken seien.

Im MDax rückten die Papiere des Waferherstellers Siltronic um 1,3 Prozent vor, die des Spezialanlagenherstellers Aixtron verteuerten sich im SDax um 0,8 Prozent./ajx/ag/fba

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