dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

16.07.2018

ROUNDUP: Vorschlag einer Notaufnahmen-Gebühr sorgt für Unmut

BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorschlag, Patienten für den unnötigen Besuch der Notaufnahme zur Kasse zu bitten, hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Sozialverbände und Patientenschützer verwiesen auf den Ärztemangel in bestimmten Regionen und warnten davor, sozial schwache Patienten von der Behandlung auszuschließen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sah sich deshalb am Montag zu einer Klarstellung veranlasst. Eine KBV-Sprecherin versicherte, eine solche Gebühr sei nur als letzte Möglichkeit denkbar und stehe kurzfristig nicht zur Debatte: "So weit sind wir noch gar nicht."

Der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen hatte eine Gebühr ins Gespräch gebracht, um überflüssige Besuche und lange Wartezeiten in der Notaufnahme zu vermeiden. "Eine finanzielle Steuerung wäre genau der Hebel, der helfen würde", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn sich bestimmte Patienten dem Angebot der niedergelassenen Ärzte dauerhaft entziehen und das System nach Gusto nutzen, wie es ihnen gerade einfällt, muss das finanzielle Sanktionen nach sich ziehen."

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) kritisierte, ärmere Menschen könnten sich in diesem Fall den Besuch einer Notaufnahme nicht mehr leisten. Die Linkspartei und der Sozialverband VdK bemängelten gleichlautend, die Patienten würden dafür in Haftung genommen, dass vielerorts keine flächendeckende Versorgung durch Hausärzte gewährleistet sei.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bezeichnete die Forderung nach einer Strafgebühr als dreist. "Von massenhaftem Missbrauch der Notaufnahmen kann keine Rede sein", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Einer Studie zufolge suchten in Berlin 57 Prozent der Patienten vergeblich Hilfe bei einem niedergelassenen Arzt, bevor sie zur Notaufnahme gingen.

Angesichts der massiven Kritik versicherte KBV-Chef Gassen am Montag: "Unser Anliegen ist es nicht, Notfallpatienten zur Kasse zu bitten." Seine Sprecherin ergänzte, eine Gebühr sei nur eine letzte Möglichkeit bei Patienten, die zur Notaufnahme kommen, obwohl sie auch eine reguläre Arztpraxis aufsuchen könnten. Voraussetzung für eine solche Regelung sei zudem ein grundlegend verbessertes Notfallsystem in Deutschland. Dazu gehörten etwa eine bessere Lenkung der Patienten zwischen stationärer und ambulanter Behandlung sowie der Ausbau der Notfall-Hotline 116117./ax/DP/jha

16.07.2018

Landesarbeitsgericht: Streik bei Neuer Halberg Guss ist legal

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Streik beim Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) kann weitergehen. Das Landesarbeitsgericht Hessen lehnte am Montag in zweiter Instanz einen Eilantrag ab, mit dem das Unternehmen den seit einem Monat laufenden Arbeitskampf stoppen wollte. Zuvor hatte das Arbeitsgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung verwehrt.

Der Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, forderte die Geschäftsführung nach der Entscheidung auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Gespräche könnten und müssten bereits am Dienstag weitergehen. Ein neuer Gesprächstermin steht aber noch nicht fest.

Die rund 2200 Beschäftigten in Saarbrücken und Leipzig streiken seit dem 14. Juni für höhere Abfindungen und Beschäftigungsgesellschaften im Fall von Entlassungen. Der Hersteller von Motorblöcken und Antriebswellen gehört seit dem Jahresbeginn zur bosnisch-deutschen Prevent-Gruppe der Familie Hastor, die sich mit dem VW -Konzern erbittert um Lieferkonditionen gestritten und Aufträge verloren hat. Das Management will das NHG-Werk Leipzig mit 700 Beschäftigten Ende 2019 schließen. Im Stammwerk Saarbrücken mit rund 1500 Beschäftigten wurde zuletzt ein Abbau von 300 Jobs erwogen.

Mittlerweile stehe der Fortbestand des gesamten Unternehmens auf dem Spiel, erklärte die Geschäftsführung. Wegen des anhaltenden Streiks erwarte man, dass kurzfristig weitere Kunden ihre Aufträge abziehen. Damit würden unwiderruflich Arbeitsplätze zur Konkurrenz verlagert. Man stehe kurzfristig für Gespräche zur Verfügung, um den Streik zu beenden und eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden./ceb/DP/she

16.07.2018

WDH: Koalition will Verkehrs-Bauvorhaben beschleunigen

(Im letzten Absatz wurde berichtigt: Hilgenberg ist bei der Umweltorganisation BUND, nicht beim Nabu.)

BERLIN (dpa-AFX) - Planung und Genehmigung von Verkehrsprojekten sollen nach dem Willen der großen Koalition künftig einfacher und schneller ablaufen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt, dem das Bundeskabinett an diesem Mittwoch zustimmen soll. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die Verfahren sollen nicht nur schneller, sondern auch für Bürger transparenter werden - etwa über im Netz veröffentlichte Dokumente. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Künftig sollen Bauträger mit den Vorbereitungen für den Straßenbau unter bestimmten Umständen schon beginnen dürfen, bevor das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist. Gegebenenfalls muss das dann wieder rückgängig gemacht werden oder die Betroffenen erhalten eine Entschädigung. Projektmanager sollen dafür sorgen, dass die Verfahren reibungsloser ablaufen - das gilt sowohl für den Straßen- als auch für den Schienenbau.

Im Schienenbereich sollen mehrere Schritte beim Einsenbahn-Bundesamt gebündelt werden, um zum Beispiel Doppelprüfungen zu vermeiden. Außerdem soll für mehr Schienenvorhaben als bisher direkt das Bundesverwaltungsgericht zusätzlich sein, so dass ein langwieriger Weg durch die Gerichtsinstanzen vermieden wird.

So ein Gesetz hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag bereits angekündigt. Es soll Wirtschaft und Verwaltung um insgesamt rund 24 Millionen Euro entlasten. Umweltschützer sehen die Pläne mit Sorge: Es sei nicht hinnehmbar, dass eine Verkürzung von Planungs- und Genehmigungsverfahren zulasten der Umwelt gehe, sagt BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg der "Süddeutschen Zeitung". SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte, Scheuers Entwurf sei ein erster Schritt, reiche aber noch nicht aus. Nach Angaben des Verkehrsministeriums haben die Ministerien für Finanzen, Inneres, Justiz, Wirtschaft und Umwelt dem Entwurf zugestimmt./ted/DP/she

16.07.2018

'Hotel Transsilvanien 3' sticht Dwayne Johnson in US-Kinos aus

NEW YORK (dpa-AFX) - Auch mit ihrem dritten Film erleben die Vampire einen Erfolg: "Hotel Transsilvanien 3" hat sich laut vorläufigen Zahlen des Branchendienstes "Box Office Mojo" mit 44 Millionen Dollar (38 Millionen Euro) an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts gesetzt. Teil zwei der Animationskomödie hatte 2015 noch 48,4 Millionen Dollar zum Start eingespielt. Auf Rang zwei folgt der Spitzenreiter der Vorwoche, die Superheldenverfilmung "Ant-Man and the Wasp", mit 29 Millionen Dollar - ebenfalls eine Fortsetzung.

Den dritten Platz belegt ein weiterer Neustart, der Hochhaus-Actionthriller "Skyscraper" mit Dwayne "The Rock" Johnson und rund 25 Millionen Dollar. Johnson habe es mit dem animierten Dracula und dessen Freunden nicht aufnehmen können, schrieb das Magazin "Variety". Der "Hollywood Reporter" bezeichnete den eher schwachen Start als "große Enttäuschung" für Johnson und die beteiligten Filmstudios, die ihre Hoffnung nun vor allem auf das Kinopublikum außerhalb der USA und Kanadas setzen.

Auch auf den weiteren Rängen folgen etablierte Stoffe im Sommer-Blockbuster-Kalender: "Die Unglaublichen 2" und "Jurassic World 2" mit jeweils rund 16 Millionen Dollar.

Nach einem hervorragenden Start in nur 16 Kinos wurde "Sorry to Bother You" auf rund 800 Lichtspielhäuser ausgeweitet: Die exzellent besprochene Schwarzen-Satire verbesserte sich von Rang 16 auf Platz 7 und spielt insgesamt etwa fünf Millionen Dollar ein.cfa/jot

16.07.2018

dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 16.07.2018 - 15.15 Uhr

ROUNDUP 2/Deutsche Bank mit unerwartet hohem Gewinn: Schritt aus der Krise?

FRANKFURT - Der neue Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, kann einen ersten Erfolg bei der Sanierung des gebeutelten Geldhauses verbuchen. Dank Fortschritten beim Abbau tausender Stellen und niedrigerer Kosten hat Deutschlands größte Bank im zweiten Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielt: Unterm Strich stehen rund 400 Millionen Euro, wie das Institut am Montag in Frankfurt erklärte.

Bank of America mit kräftigem Gewinnsprung

CHARLOTTE - Die Bank of America hat ihren Gewinn im zweiten Quartal dank niedrigerer Steuern, höherer Zinsen und einem deutlichen Kreditwachstum im Zuge des US-Wirtschaftsbooms abermals kräftig gesteigert. Verglichen mit dem Vorjahreswert legte der Überschuss um rund ein Drittel auf 6,8 Milliarden Dollar (5,8 Mrd Euro) zu, wie das zweitgrößte US-Geldhaus am Montag mitteilte. Die Erträge - die gesamten Einnahmen - sanken zwar um ein Prozent auf 22,6 Milliarden Dollar. Das lag allerdings an einem hohen Sondererlös im Vorjahr.

FARNBOROUGH: Airbus und Boeing sammeln erste Großaufträge ein

FARNBOROUGH - Die Flugzeugbauer Boeing und Airbus sind mit ersten Großaufträgen in den ersten Messetag in Farnborough gestartet. Die taiwanesische Fluggesellschaft Starlux will 17 Exemplare des jüngsten Airbus-Langstreckenjets A350 kaufen, wie der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Montag auf der Farnborough Airshow südwestlich von London bekanntgab. Rivale Boeing sammelte eine Order der Deutschen Post DHL über 14 Frachtmaschinen vom Typ 777 ein, die zudem Kaufoptionen über weitere sieben Jets umfasst.

ROUNDUP: Akteneinsicht zu Abgasskandal bei VW voraussichtlich diese Woche

BRAUNSCHWEIG - Im VW -Abgasskandal erhalten die Anwälte der beschuldigten Manager nach langer Vorbereitung bald Akteneinsicht. Voraussichtlich noch in dieser Woche sollten sie die Hauptakten einsehen können, sagte der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Ursprünglich war dieser Schritt frühestens für Anfang August erwartet worden. Zu den Beschuldigten zählt auch Ex-VW-Konzernchef Martin Winterkorn. Nach Angaben von EU-Verbraucherkommissarin Vera Jourova sind inzwischen 80 Prozent der von Volkswagen vorgesehenen Updates nach "Diesel-Gate" erledigt.

Linde verkauft Teile des Amerika-Gasegeschäfts für 3,3 Milliarden Dollar

MÜNCHEN - Der Gasehersteller Linde wird im Zuge der geplanten Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair einen Teil seines Gasegeschäfts in Nordamerika sowie einzelne Geschäftsbereiche in Südamerika verkaufen. Der Wettbewerber Messer Group und der Finanzinvestor CVC werden Unternehmensteile mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 1,7 Milliarden US-Dollar (1,4 Milliarden Euro) für 3,3 Milliarden Dollar übernehmen, teilte die im Dax notierte Gesellschaft am Montag in München mit.

Lkw-Zulieferer SAF-Holland senkt Ergebnisziel für 2018

LUXEMBURG - Der Lkw-Zulieferer SAF-Holland hat vor allem wegen höherer Stahlpreise in Nordamerika sein Ergebnisziel für das laufende Jahr einkassiert. Zudem fielen höhere Kosten im Zuge der Neustruktuierung des Produktionsverbunds in dieser Region an, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Montag bei Vorlage von vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal in Luxemburg mit. Deshalb erwartet SAF-Holland nun eine Marge (Ebit-Marge) in der Bandbreite von 7,0 bis 8,0 Prozent für 2018. Zuvor waren die Luxemburger von 8,0 bis 8,5 Prozent ausgegangen.

ROUNDUP: Morgan-Stanley-Tochter will Logistikunternehmen VTG übernehmen

HAMBURG/FRANKFURT - Die Morgan-Stanley-Tochter Warwick Holding will das im SDax notierte Schienenlogistik- und Waggonvermietunternehmen VTG übernehmen. Warwick biete den VTG-Aktionären je Aktie 53 Euro in bar, teilte die Tochter von Infrastrukturfonds der US-Investmentbank Morgan Stanley am Montag in Frankfurt mit. Damit wird das Unternehmen mit 1,5 Milliarden Euro bewertet.

Drägerwerk mit weniger Gewinn im zweiten Quartal

LÜBECK - Höhere Kosten sowie negative Währungseffekte haben das Ergebnis von Drägerwerk im zweiten Quartal belastet. Das operative Ergebnis (Ebit) brach von 16,8 Millionen auf rund 3 Millionen Euro ein, wie der Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik am Freitag mitteilte. Als weiteren Grund nannte Drägerwerk einen "negativen Produktmix", der die Bruttomarge belastet habe. Der Umsatz stieg um 6,7 Prozent auf rund 620 Millionen Euro, währungsbereinigt hätte das Plus 10,1 Prozent betragen. Die negativen Wechselkurseffekte lasteten auch auf dem Auftragseingang, der um 1,6 Prozent zurückging.

Dialog Semiconductor verbessert Ergebnis im zweiten Quartal - Aktie zieht an

LONDON - Der Chipentwickler Dialog Semiconductor hat im zweiten Quartal besser abgeschnitten als das Unternehmen selbst erwartet hat. Zwar sank die Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahr um 0,40 Prozentpunkte auf 48 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Das Unternehmen hatte zuvor eine Rendite von lediglich leicht über dem Vorquartalswert von 46,3 Prozent in Aussicht gestellt. Die Aktie zog daraufhin nachbörslich um fast 6 Prozent an.

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Weitere Meldungen

-Abgas-Skandal: VW darf restliche Dieselwagen in den USA umrüsten

-'HB': Stiftung soll Aufzugsfusion mit Thyssen-Konkurrenz besprochen haben

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-Weltmeister Durm wechselt von Dortmund zu Huddersfield Town

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-Presse: Goldman Sachs gibt Chefwechsel Anfang der Woche bekannt

-Schäfer-Gümbel dringt auf technische Nachrüstung von Dieselfahrzeugen

-FARNBOROUGH/Kreise: Airbus winkt Mega-Auftrag von AirAsia

-Streik beim Autozulieferer NHG wird erneut vor Gericht verhandelt

-EU-Kommission mahnt Airbnb wegen Regelverstößen ab

-EU bremst Zug-Allianz von Siemens und Alstom

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-Etwas weniger Passagiere am Hamburger Flughafen

-Ursachenforschung nach Ryanair-Vorfall dürfte Monate dauern

-Gewerkschaft: Post will Zusteller vom Vorruhestand ausschließen

-Verdi streikt zum Primeday bei Amazon

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-Deutsche-Bank-Chef: 'Werden unser Kostenziel für 2018 erreichen'

-Fiat: Streik gegen Ronaldo-Transfer ein 'eklatanter Flop'

-Opel muss sich im Diesel-Abgasskandal erklären

-FARNBOROUGH: Großbritannien will eigenen Kampfjet als Eurofighter-Nachfolger

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-Tesla-Gründer Elon Musk liefert sich bösen Streit mit britischem Höhlentaucher

-Chaos am Himmel: Lotsen kritisieren Airlines und Flugsicherung

-Ehemaliger Wirtschaftsminister gegen Kohleausstieg

-Kassenärzte: Notaufnahme-Gebühr nur als letzte Möglichkeit

-Grünen-Umweltminister fordern CO2-Mindestpreis

-EU-Kommissarin: VW hat Aktionsplan nach Diesel-Skandal weitgehend erfüllt°

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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16.07.2018

Russisches Außenministerium stimmt Trump-Tweet zu

HELSINKI (dpa-AFX) - Schon vor seinem Gipfeltreffen mit Kremlchef Wladimir Putin hat US-Präsident Donald Trump in einem Punkt Zustimmung aus Moskau erhalten: Das russische Außenministerium kommentierte einen Tweet Trumps zum schlechten Verhältnis zwischen Washington und Moskau am Montag auf Twitter mit den Worten "We agree" ("Wir stimmen zu"). In einem ungewöhnlichen Schritt hatte Trump vor dem Gipfel in Helsinki die frühere Politik der USA und die Ermittlungen seines Justizministeriums in der Russland-Affäre für das angespannte Verhältnis zu Moskau verantwortlich gemacht.

"Unsere Beziehung zu Russland war NIEMALS schlechter, dank vieler Jahre amerikanischer Torheit und Dummheit und nun wegen der manipulierten Hexenjagd!", schrieb Trump auf Twitter. Trump und Putin waren am Montag in der finnischen Hauptstadt zu einem mit Spannung erwarteten Gipfel zusammengekommen. Zum Auftakt des Treffens betonte Trump die Bedeutung eines guten Verhältnisses seines Landes zu Russland. "Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen", sagte er im Beisein Putins./cy/DP/jha

16.07.2018

Erster Weltraumbahnhof auf europäischem Boden geplant

LONDON (dpa-AFX) - In Schottland soll der erste Weltraumbahnhof auf europäischem Boden entstehen. Das teilte die britische Weltraumagentur UK Space Agency am Montag mit. Von der Halbinsel A'Mhoine in der schottischen Grafschaft Sutherland könnten demnach bereits im kommenden Jahrzehnt Raketen ins Weltall starten. Bauen soll den Weltraumbahnhof ein Konsortium, dem unter anderem der US-amerikanische Luft-und-Raumfahrtkonzern Lockheed Martin angehört. Die britische Regierung stellt dafür zunächst 2,5 Millionen Pfund (2,8 Mio Euro) zur Verfügung.

Ausgewählt wurde der Standort im äußersten Norden der schottischen Highlands, weil Satelliten von dort direkt vertikal in eine geeignete Umlaufbahn gebracht werden können. Ganz neu ist die Idee für Weltraumbahnhöfe auf britischem Boden aber nicht. Laut einem Bericht der BBC gab es seit etwa zehn Jahren Pläne in diese Richtung.

Die britische Regierung prüft derzeit zudem Standorte in Schottland, Wales und Cornwall für den sogenannten horizontalen Start von Raketen. Dabei bringen Flugzeuge die Raketen in große Höhe, bevor sie über dem Meer ins All gestartet werden.

Der Chef der britischen Weltraumbehörde, Graham Turnock, sieht die Investitionen als Beginn einer "aufregenden neuen Ära für die Raumfahrtindustrie des Vereinigten Königreichs". Ein kostengünstiger Zugang zum Weltraum sei wichtig für Großbritannien, das mehr kleine Satelliten produziere als irgendein anderes Land. In der schottischen Metropole Glasgow würden mehr kleine Satelliten hergestellt als in jeder anderen europäischen Stadt, so Turnock.

London erhofft sich von eigenen Weltraumbahnhöfen einen Schub für die Wirtschaft von 3,8 Milliarden Britischen Pfund (rund 4,3 Milliarden Euro) in den kommenden zehn Jahren. "Als Teil unserer Industriestrategie wollen wir, dass Großbritannien als Land der Innovatoren und Unternehmer der erste Ort auf dem europäischen Kontinent ist, der Satelliten startet", sagte Wirtschaftsminister Greg Clark. Die europäische Weltraumbehörde Esa betreibt ihren Weltraumbahnhof Kourou in der französischen Überseeregion Französisch-Guayana.

Aber auch innerhalb Europas ist Großbritannien nicht allein mit seinen Weltraumambitionen. Das Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic plant derzeit einen Weltraumbahnhof in Grottaglie im Süden Italiens. Von dort sollen in Zukunft sowohl wissenschaftliche Missionen aber auch kommerzielle Flüge in den Weltraum starten. Virgin Galactic gehört zur Unternehmensgruppe des britischen Geschäftsmanns Richard Branson./cmy/DP/she

16.07.2018

BaFin News: Risikotragfähigkeit: Neuer Leitfaden der Bankenaufsicht

FRANKFURT (BaFin) -

Wie bereits in der Juni-Ausgabe berichtet, hat die Bankenaufsicht ? BaFin und Deutsche Bundesbank ? den Leitfaden zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung (ICAAP), überarbeitet.

Copyright: Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht / www.bafin.de - (16.07.2018)

16.07.2018

BaFin News: SREP: Aufsicht führt Zyklus für Kreditinstitute ein

FRANKFURT (BaFin) -

Der aufsichtliche Überprüfungs- und Bewertungsprozess (Supervisory Review and Evaluation Process ? SREP) ist das Kernstück der Bankenaufsicht in der Europäischen Union: Dabei prüfen und beurteilen die nationalen Aufsichtsbehörden umfassend, welchen Risiken die Kreditinstitute ausgesetzt sind. Weiterhin bewerten sie, ob die Eigenmittelausstattung eines Instituts angemessen ist, um eine ausreichende Abdeckung der kapitalisierbaren Risiken zu gewährleisten, denen das Institut ausgesetzt ist oder ausgesetzt sein kann (SREP-Kapitalquantifizierung).

Copyright: Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht / www.bafin.de - (16.07.2018)

16.07.2018

US-Anleihen: Kursverluste zu Handelsbeginn

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Montag gefallen. Anleger zeigten sich insgesamt risikofreudiger und mieden die als sicher geltenden Staatsanleihen.

Belastet wurden die Anleihen durch robuste US-Konjunkturdaten. So sind die Einzelhandelsumsätze in den USA im Juni den fünften Monat in Folge gestiegen. Die Umsätze ohne Berücksichtigung der Autoverkäufe kletterten stärker als erwartet. Zudem hat sich die Industriestimmung im Bundesstaat New York weniger eingetrübt als erwartet.

Die Anleger schauen vor allem auf das Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Aussagen zur Sicherheits- oder Handelspolitik könnten die Kurse bewegen. Entspannungszeichen könnten die Anleihekurse weiter drücken. Bei einer Verschärfung der Konflikte könnten die Staatspapiere profitierten.

Zweijährige Anleihen fielen um 1/32 Punkte auf 99 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,595 Prozent. Fünfjährige Papiere gaben um 2/32 Punkte auf 99 14/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,744 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen verloren 4/32 Punkte auf 100 8/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,842 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahre fielen um 7/32 Punkte auf 103 19/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,942 Prozent./jsl/tos/jha/

16.07.2018

Aktien Frankfurt: Dax-Anleger warten auf Ergebnisse des Trump-Putin-Gipfels

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist recht orientierungslos in die neue Woche gestartet. Der deutsche Leitindex pendelte um seinen Schlusskurs vom Freitag und lag zuletzt 0,04 Prozent im Plus bei 12 546,13 Punkten. Die Anleger warteten auf Ergebnisse des Gipfeltreffens der Präsidenten Russlands und der USA. Für ein positives Ausrufezeichen sorgte am Montag die Deutsche Bank, die für das zweite Quartal einen überraschend hohen Gewinn erwartet.

Bei den Nebenwerten hingegen überwog der Optimismus: Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen etwa ging es um 0,42 Prozent auf 26 525,49 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,61 Prozent auf 2840,83 Zähler. Der EuroStoxx 50 wiederum lag leicht im Minus.

Die Staatschefs Wladimir Putin und Donald Trump begrüßten sich in Helsinki nach ersten Statements mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. "Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele", sagte Putin. Trump betonte: "Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen."

Impulse für die Finanzmärkte könnten von der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen der beiden Politiker ausgehen, schrieb Marktanalyst Michael van Dulken vom Handelshaus Accendo Markets. Jens Klatt, Vermögensverwalter bei JK Trading, ergänzte, eine Abkühlung des zuletzt angespannten Verhältnisses zwischen Ost und West wäre sicherlich in der Lage, den Dax - zumindest bis zum nächsten Trump-Tweet - anzuschieben.

An der Dax-Spitze schnellten die Anteilsscheine der Deutschen Bank um fast 7 Prozent in die Höhe und schafften so wieder den Sprung über die Marke von 10 Euro, die sich vor wenigen Tagen noch als hohe Hürde erwiesen hatte. Ein Börsianer lobte mit Blick auf das zweite Quartal sowohl die veröffentlichen Gewinnkennziffern als auch die vermeldete Kernkapitalquote als deutlich über den Erwartungen. Laut DZ-Bank-Analyst Christian Koch wurde die Rally bei den Aktien des Finanzinstituts aber auch von Eindeckungen von Spekulanten befeuert, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hätten.

Zudem diente ein verbessertes Quartalsergebnis als ein Hoffnungsschimmer für die leidgeplagten Aktionäre von Dialog Semiconductor . Die Papiere des Chipkonzerns gewannen fast 5 Prozent. Laut Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank überraschte Dialog in puncto Rentabilität und Umsatz positiv.

Höhere Kosten sowie negative Währungseffekte hingegen belasteten das Ergebnis von Drägerwerk . Der Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik bestätigte aber seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Anteilsscheine machten anfängliche Verluste wett und legten zuletzt etwas zu.

Der unangefochtene Spitzenreiter im Kleinwerteindex SDax waren die Papiere von VTG mit einem Plus von 12,56 Prozent auf 54,20 Euro. Der Infrastrukturfonds der Investmentbank Morgan Stanley will den Schienenlogistiker und Waggonvermieter komplett übernehmen. Warwick bietet je VTG-Aktie 53 Euro in bar. Vor dem Hintergrund zumindest in Deutschland verbesserter Rahmenbedingungen und der ökologischen Herausforderungen im Straßenverkehr hält es Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank für möglich, dass einige Investoren einen höheren Preis als die gebotenen 53 Euro je Aktie fordern könnten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,15 Prozent am Freitag auf 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 141,51 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,09 Prozent auf 162,81 Punkte nach. Der Euro wurde zuletzt zu 1,1710 US-Dollar gehandelt. Der Dollar kostete damit 0,8540 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1643 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8589 Euro gekostet./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

16.07.2018

Aktien New York Ausblick: Dow Jones kommt nach Erholung zunächst kaum vom Fleck

NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt zeichnet sich nach der Erholung der vergangenen beiden Wochen am Montag ein wenig veränderter Auftakt ab. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor dem Auftakt auf 25 044 Punkte und damit 0,10 Prozent über seinem letzten Schlusskurs.

Bereits in Europa hatten die Börsen nach gemischt ausgefallenen Daten zum chinesischen Wirtschaftswachstum keine großen Sprünge gemacht und zwischen Gewinnen sowie Verlusten geschwankt. Etwas Unterstützung lieferten indes US-Konjunkturdaten: Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hatte sich im Juli weniger als erwartet eingetrübt.

Neben dem internationalen Handelskonflikt, der jederzeit wieder für Bewegung sorgen kann, richten sich die Blick der Investoren auf die langsam Fahrt aufnehmende Berichtssaison zum zweiten Quartal.

Mit der Bank of America öffnete zum Wochenstart ein weiterer großer US-Finanzkonzern seine Bücher. Die Bank steigerte ihren Gewinn im zweiten Quartal dank niedrigerer Steuern, höherer Zinsen und eines deutlichen Kreditwachstums im Zuge des US-Wirtschaftsbooms abermals kräftig. Angesichts der überraschend guten Entwicklung legten die Papiere im vorbörslichen US-Handel um mehr als 1 Prozent zu.

Die Anteilsscheine des Logistikkonzerns UPS zogen nach einer Kaufempfehlung der Schweizer Bank UBS um fast anderthalb Prozent an. Für die Papiere des UPS-Konkurrenten FedEx senkten die Analysten allerdings den Daumen und stuften sie auf "Neutral" ab, da sie vorerst kaum Kurstreiber noch sehen. Die Aktien fielen um mehr als 1 Prozent.

Zudem könnten die Aktien von Boeing vor dem Hintergrund der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough einen Blick wert sein. Traditionell werden während der Veranstaltung zahlreiche Großaufträge bekanntgegebene. Derweil lässt sich der weltgrößte Flugzeugbauer mit der seit Jahren diskutierten Entwicklung eines mittelgroßen Passagierjets noch länger Zeit. Eine Entscheidung soll nun erste 2019 getroffen werden.

Nach Börsenschluss wird dann noch der Online-Videodienst Netflix Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Der Fokus richtet sich dabei wie immer auf die Entwicklung der Abonnentenzahlen./mis/she

16.07.2018

Aktien Frankfurt: Moderate Gewinne - Deutsche Bank springen nach Zahlen an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist mit moderaten Gewinnen in die neue Woche gestartet. Für ein positives Ausrufezeichen sorgte am Montag die Deutsche Bank, die für das zweite Quartal einen überraschend hohen Gewinn erwartet.

Der deutsche Leitindex Dax stand nach einem verhaltenen Start zuletzt 0,22 Prozent höher bei 12 568,58 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,26 Prozent auf 26 482,06 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,30 Prozent auf 2832,13 Zähler. Der EuroStoxx 50 lag ebenfalls leicht im Plus.

Zu Wochenbeginn halten die Anleger das Gipfeltreffen der Präsidenten Russlands und der USA im Blick. Die Staatschefs Wladimir Putin und Donald Trump wollen in Helsinki über das Verhältnis der beiden größten Atommächte sprechen, das so gespannt ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Impulse für die Finanzmärkte könnten von der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen der beiden Politiker ausgehen, schrieb Marktanalyst Michael van Dulken vom Handelshaus Accendo Markets.

Derweil machten die ersten guten Nachrichten aus der laufenden Berichtssaison Hoffnung darauf, dass der Handelskonflikt zwischen der USA und dem Rest der Welt noch keine so tiefen Spuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen hat und auch die Prognosen für die Zukunft weiter optimistisch bleiben, schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Das sei das Fundament, das die Börsen jetzt stütze.

An der Dax-Spitze schnellten die Anteilsscheine der Deutschen Bank um gut 9 Prozent in die Höhe und schafften damit wieder den Sprung über die runde Marke von 10 Euro, die sich vor wenigen Tagen noch als hohe Hürde erwiesen hatte. Ein Händler lobte sowohl die für das zweite Quartal 2018 veröffentlichen Gewinnkennziffern, die deutlich über den Erwartungen lägen, als auch eine unerwartet hohe Kernkapitalquote. "Bei dem Zahlenwerk ist kein Haar in der Suppe zu finden", meinte der Börsianer.

Zudem diente ein verbessertes Quartalsergebnis als ein Hoffnungsschimmer für die leidgeplagten Aktionäre von Dialog Semiconductor . Die Papiere des Chipkonzerns gewannen fast 4 Prozent. Laut Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank überraschte Dialog in puncto Rentabilität und Umsatz positiv.

Höhere Kosten sowie negative Währungseffekte hingegen belasteten das Ergebnis von Drägerwerk . Der Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik bestätigte dennoch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Ein Händler sprach gleichwohl von der "nächsten Enttäuschung". Die Anteilsscheine büßten am TecDax-Ende rund 2 Prozent ein.

Der unangefochtene Spitzenreiter im Kleinwerteindex SDax waren die Papiere von VTG mit einem Plus von gut 14 Prozent auf 55 Euro. Der Infrastrukturfonds der Investmentbank Morgan Stanley will das Schienenlogistik- und Waggonvermietunternehmen komplett übernehmen. Warwick bietet den VTG-Aktionären je Aktie 53 Euro in bar. Vor dem Hintergrund zumindest in Deutschland verbesserter Rahmenbedingungen und der ökologischen Herausforderungen im Straßenverkehr hält es Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank für möglich, dass einige Investoren einen höheren Preis als die gebotenen 53 Euro je Aktie fordern könnten.

Die ebenfalls im SDax gelisteten Anteilsscheine des Lkw-Zulieferers SAF-Holland waren zunächst um fast 6 Prozent abgesackt, bevor sie sich wieder erholten und in dem freundlichen Markt ins Plus drehten. Anfangs hatte ein für 2018 gesenktes Profitabilitätsziel die Stimmung getrübt, dann aber setzte sich Händlern zufolge die Meinung durch, dass die Zielreduzierung bereits erwartet worden war./la/nas

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

16.07.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt nach zögerlichem Start etwas zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat nach einem verhaltenen Wochenstart zuletzt wieder etwas Fahrt aufgenommen. Der Leitindex Dax stand am Montagvormittag 0,37 Prozent höher bei 12 587,03 Punkten, nachdem der Euro etwas gegenüber dem US-Dollar nachgegeben hatte. Eine schwächere Gemeinschaftswährung kann die Exporte in Länder außerhalb der Währungszone stützen.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,51 Prozent auf 26 547,31 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,54 Prozent auf 2839,00 Zähler. Der EuroStoxx 50 lag etwas weniger deutlich im Plus.

Zu Wochenbeginn halten die Anleger das Gipfeltreffen der Präsidenten Russlands und der USA im Blick. Die Staatschefs Wladimir Putin und Donald Trump wollen in Helsinki über das Verhältnis der beiden größten Atommächte sprechen, das so gespannt ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Impulse für die Finanzmärkte könnten von der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen der beiden Politiker ausgehen, schrieb Marktanalyst Michael van Dulken vom Handelshaus Accendo Markets.

In diesem Tagen kommt zudem die Welle der Quartalsberichte ins Rollen, wie immer ausgehend von den USA. "Deutlich vorsichtigere Töne als sonst" erwartet Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg von den US-Unternehmen. Grund hierfür sei der eskalierende Handelszwist - auch wenn die Sorgen davor zuletzt am Markt etwas nachließen.

Auch hierzulande präsentierten schon erste Unternehmen ihre Geschäftszahlen. So diente ein verbessertes Quartalsergebnis als ein Hoffnungsschimmer für die leidgeplagten Aktionäre von Dialog Semiconductor . Die Papiere des Chipkonzerns gewannen an der TecDax-Spitze mehr als 3 Prozent. Laut Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank überraschte Dialog in puncto Rentabilität und Umsatz positiv.

Höhere Kosten sowie negative Währungseffekte belasteten hingegen das Ergebnis von Drägerwerk . Der Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik bestätigte dennoch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Ein Händler sprach gleichwohl von der "nächsten Enttäuschung". Die Anteilsscheine büßten mehr als 2 Prozent ein.

Der unangefochtene Spitzenreiter im Kleinwerteindex SDax waren die Papiere von VTG mit einem Plus von gut 14 Prozent auf 55,10 Euro. Der Infrastrukturfonds der Investmentbank Morgan Stanley will das Schienenlogistik- und Waggonvermietunternehmen komplett übernehmen. Warwick bietet den VTG-Aktionären je Aktie 53 Euro in bar. Vor dem Hintergrund zumindest in Deutschland verbesserter Rahmenbedingungen und der ökologischen Herausforderungen im Straßenverkehr hält es Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank für möglich, dass einige Investoren einen höheren Preis als die gebotenen 53 Euro je Aktie fordern könnten.

Die ebenfalls im SDax gelisteten Anteilsscheine von SAF-Holland waren zunächst um fast 6 Prozent abgesackt, bevor sie sich wieder erholten und in dem freundlichen Markt zuletzt gar ins Plus drehten. Der Lkw-Zulieferer hatte sein Ergebnisziel für 2018 gesenkt.

Im Dax hatten die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius und des Logistikers Deutsche Post mit Gewinnen von jeweils fast 1,5 Prozent die Nase vorn./la/fba

16.07.2018

Aktien Frankfurt Eröffnung: Anleger halten zu Wochenbeginn die Füße still

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt sind die Anleger vorsichtig in die neue Handelswoche gestartet. Der Leitindex Dax stand am Montagvormittag zuletzt 0,12 Prozent tiefer bei 12 526,29 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,07 Prozent auf 26 431,38 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,14 Prozent auf 2819,68 Zähler. Auch der EuroStoxx 50 bewegte sich kaum vom Fleck.

In diesem Tagen kommt die Welle der Quartalsberichte ins Rollen, wie immer ausgehend von den USA. "Deutlich vorsichtigere Töne als sonst" erwartet Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg von den US-Unternehmen. Grund hierfür sei der eskalierende Handelszwist - auch wenn die Sorgen davor zuletzt am Markt etwas nachließen./la/fba

16.07.2018

Aktien Frankfurt Ausblick: Verhaltener Wochenstart vor Welle von Quartalszahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Montag ein verhaltener Handelsauftakt ab. Der X-Dax signalisiert als vorbörslicher Indikator für den Leitindex Dax rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart ein Minus von 0,16 Prozent auf 12 526 Punkte. Auch das Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 dürfte zunächst leicht nachgeben.

Die Anleger gingen vorsichtig in die neue Handelswoche, die voll gepackt ist mit Unternehmenszahlen, sagte ein Marktbeobachter. Die Welle der Quartalsberichte kommt ins Rollen, wie immer ausgehend von den USA. "Deutlich vorsichtigere Töne als sonst" erwartet Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg von den US-Unternehmen. Grund hierfür sei der eskalierende Handelszwist - auch wenn die Sorgen davor zuletzt am Markt etwas nachließen.

Aktuelle Wirtschaftsdaten aus China scheinen dem Markt am Morgen keine Orientierungshilfe sein. Die Wirtschaft war dort im zweiten Quartal mit 6,7 Prozent ein bisschen langsamer gewachsen. Angesichts der drohenden Eskalation im Handelskonflikt mit den USA zeigt sich Chinas Wirtschaft damit aber widerstandsfähig, wie Experten meinen. Nicht aus den Augen lassen sollten Anleger derweil auch den Gipfel des russischen Staatschefs Wladimir Putin mit dem US-Präsident Donald Trump, die am Montag in Helsinki zusammen kommen.

Auch hierzulande präsentierten schon erste Unternehmen ihre Geschäftszahlen. So schnitt der Chipentwickler Dialog Semiconductor im zweiten Quartal besser ab, als das Unternehmen selbst erwartet hatte. Den Anstieg beim operativen Ergebnis begründete Dialog mit einer effizienteren Produktion. Auf der Handelsplattform Tradegate zogen die Aktien im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag um mehr als 3 Prozent an.

Unter anderem höhere Kosten sowie negative Währungseffekte belasteten hingegen das Ergebnis von Drägerwerk . Der Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik bestätigte dennoch seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Auf Tradegate fielen die Papiere um mehr als 2 Prozent. Ein Händler sprach von der "nächsten Enttäuschung".

Im Kleinwerteindex SDax dürfte VTG die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Morgan-Stanley-Tochter Warwick Holding will das Schienenlogistik- und Waggonvermietunternehmen komplett übernehmen. Warwick biete den VTG-Aktionären je Aktie 53 Euro in bar. Die VTG-Anteilsscheine schnellten auf Tradegate um gut 10 Prozent auf 53,10 Euro in die Höhe./la/fba

16.07.2018

DAX-TECHNIK: Helaba errechnet Pivots für FDax bei 12 487 und 12 575 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Pivot-Punkte für den Dax-Future (FDax) liegen der Helaba zufolge am Montag an der Eurex als erste Unterstützung bei 12 487 Punkten (Pivot Low) und als erster Widerstand bei 12 575 Punkten (Pivot High).

Die zweite Pivot-Unterstützung (Pivot Support) erwarte den FDax bei 12 441 Punkten. Der zweite Pivot-Widerstand (Pivot Resist) liege bei 12 618 Punkten.

Pivot-Punkte zeigen Widerstände und Unterstützungen an. Sie werden für den aktuellen Tag aus den Hoch-, Tief- und Schlusskursen des vorherigen Handelstages berechnet./tih/fba

16.07.2018

DAX-FLASH: Dax zu Wochenbeginn zögerlich erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Montag ein verhaltener Handelsauftakt ab. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor dem Auftakt auf 12 561 Punkte und damit 0,16 Prozent über seinem Vortagesschluss.

Die Anleger gingen vorsichtig in die neue Handelswoche, die voll gepackt ist mit Unternehmenszahlen, sagte ein Marktbeobachter. Die Welle der Quartalsberichte kommt ins Rollen - wie immer ausgehend von den USA. "Deutlich vorsichtigere Töne als sonst" erwartet Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg von den US-Unternehmen. Grund hierfür sei der eskalierende Handelszwist - auch wenn die Sorgen davor zuletzt am Markt etwas nachließen.

Aktuelle Wirtschaftsdaten aus China scheinen dem Markt am Morgen keine Orientierungshilfe sein. Die Wirtschaft war dort im zweiten Quartal mit 6,7 Prozent ein bisschen langsamer gewachsen. Angesichts der drohenden Eskalation im Handelskonflikt mit den USA zeigt sich Chinas Wirtschaft damit aber widerstandsfähig, wie Experten meinen. Nicht aus den Augen lassen sollten Anleger derweil auch den Gipfel des russischen Staatschefs Wladimir Putin mit dem US-Präsident Donald Trump, die am Montag in Helsinki zusammen kommen./tih/fba

16.07.2018

WOCHENAUSBLICK: Handelskonflikt könnte Gewinnaussichten an der Börse eintrüben

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die neue Börsenwoche könnte wegweisend für Sommer und Herbst werden. Die Welle der Quartalsberichte kommt ins Rollen, wie immer ausgehend von den USA. Im zweiten Quartal dürfte der weltweite Handelskonflikt, das alles beherrschende Börsenthema, in den Bilanzen noch kaum Spuren hinterlassen haben. Darin sind sich die meisten Experten einig. Doch die Prognosen der Unternehmen für den Rest des Jahres könnten Risiken bergen.

"Deutlich vorsichtigere Töne als sonst" erwartet Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg von den US-Unternehmen. Grund hierfür sei der eskalierende Handelszwist. Zudem könnte das Gewinnwachstum den Zenit überschritten haben. Im ersten Quartal seien die Gewinne der Unternehmen im Index S&P 500 um "phänomenale" 23 Prozent gestiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aktuell deuteten die Prognosen auf ein Plus von 20 Prozent hin.

Auf der Agenda stehen in der kommenden Woche mehrere Schwergewichte. Unter anderen lassen sich der Streamingdienst Netflix , die Großbanken Goldman Sachs , Morgan Stanley und Bank of America sowie die Technologieriesen IBM und Microsoft in die Bücher schauen. Daneben berichten der Aluminiumproduzent Alcoa und die Industriekonzerne General Electric und Honeywell über den jüngsten Geschäftsverlauf.

Die vom Handelskonflikt ausgehenden Gefahren hätten die Aktienkurse zuletzt stärker belastet als die Gewinnentwicklung der Unternehmen, sagte Dubravko Lakos-Bujas von der US-Investmentbank JPMorgan . Der Aktienstratege rechnet damit, dass die US-Unternehmen beim Blick nach vorn zwar verbal mehr Vorsicht an den Tag legen, aber wenige Details nennen werden. Zwar dürften einige Unternehmen den Handelskonflikt quasi als Vorwand nutzen, um die Prognosen zu senken. Alles in allem sorge aber das robuste Wachstum auf dem Heimatmarkt für nach wie vor kräftig steigende Gewinne.

Stärke attestiert der Konjunktur in den USA auch Heinrich Bayer von der Postbank: "Die US-Industrieproduktion befindet sich in einem klaren Aufwärtstrend", prognostizierte der Analyst mit Blick auf die Juni-Daten, die am Dienstag anstehen. Zuvor werden am Montag Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel veröffentlicht. Bereinigt um die stark schwankenden Autoverkäufe seien diese zuletzt im Mai 2017 zurückgegangen - eine laut Bayer "beeindruckende Serie".

Deutlich niedriger als in den USA liegt wohl die Messlatte für Europas Unternehmen. Mit Quartalszahlen warten in der nächsten Woche Trendsetter wie der Pharmariese Novartis , die Industriekonzerne ABB und Alstom , Unilever sowie der im deutschen Leitindex Dax gelistete Software-Entwickler SAP auf.

Laut Analystin Mairead Smith von der Deutschen Bank dürften die Gewinne je Aktie der europäischen Unternehmen im zweiten Quartal auf Jahressicht im Schnitt um 4 Prozent gestiegen sein. Mit Blick in die Zukunft überwögen jedoch die Risiken, denn im Unterschied zu den USA habe die konjunkturelle Dynamik im Euroraum nachgelassen./bek/gl/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

13.07.2018

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Moderate Gewinne - Nasdaq mit weiterem Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben nach ihrer jüngst überwiegend guten Kursentwicklung am Freitag nochmals moderat zugelegt. Weder die wenigen, überwiegend negativ aufgenommenen Unternehmensnachrichten noch der weiter schwelende Handelskonflikt konnten sie ganz ausbremsen. Von Konjunkturdaten gingen erneut keine Impulse aus.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,38 Prozent höher bei 25 019,41 Punkten und schaffte es damit erstmals seit Mitte Juni wieder über die viel beachtete, runde Marke. Auf Wochensicht verbuchte der New Yorker Leitindex damit ein klares Plus von 2,3 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 schaffte am Freitag einen Kursanstieg von 0,11 Prozent auf 2801,31 Punkte.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es nach einer erneuten Bestmarke bei 7387,74 Punkten letztlich um 0,13 Prozent auf 7375,82 Punkte nach oben. Ihm halfen die Rekordstände einiger Schwergewichte wie der Google-Mutter Alphabet , des Internethändlers Amazon , des Softwareriesen Microsoft und des Online-Netzwerks Facebook .

Im Fokus standen die Geschäftszahlen einiger Banken. Obwohl der größte US-Vertreter JPMorgan seine Gewinne und Erträge im zweiten Quartal überraschend stark gesteigert hatte, sanken die Aktien um 0,46 Prozent. Offensichtlich goutierten die Anleger die Einschätzung von Unternehmenschef Jamie Dimon nicht, dass die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte unter dem zunehmenden Handelskonflikt leiden könnten.

Schlimmer als dem Branchenprimus erging es den Konkurrenten Citigroup und Wells Fargo , deren Titel 2,20 beziehungsweise 1,20 Prozent einbüßten. Dabei hatte auch die Citigroup mit ihrem Gewinnsprung positiv überrascht. Allerdings enttäuschten die Erträge im Anleihegeschäft. Wells Fargo musste sogar einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Nach verschiedenen Skandalen wegen dubioser Geschäftspraktiken kämpft das Unternehmen mit Image-Problemen und hatte zuletzt viel Ärger mit den Behörden.

Die US-Regierung gibt derweil ihren Widerstand gegen die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomriesen AT&T nicht auf. Nachdem eine Kartellrechtsklage gescheitert und die Transaktion vollzogen worden war, kündigte das Justizministerium nun Berufung gegen das Urteil an. Die Aktien von AT&T gingen 1,74 Prozent schwächer aus dem Handel.

Die Anteilscheine von Netzwerk-Spezialisten litten unter einem Bericht, dem zufolge der Online-Handelsriese Amazon darüber nachdenkt, selbst sogenannte Switches zu verkaufen. So sackten Cisco und Juniper Networks um 4,13 beziehungsweise 2,28 Prozent ab. Amazon legten hingegen um 0,91 Prozent zu.

Am US-Rentenmarkt gewannen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 5/32 Punkte auf 100 13/32 Punkte und rentierten mit 2,83 Prozent. Der Euro stabilisierte sich nach zeitweisen Verlusten im New Yorker Handel bei 1,1685 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1643 (Donnerstag: 1,1658) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8589 (0,8578) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

16.07.2018

Unfallrisiko bei der Arbeit sinkt auf Tiefststand

BERLIN (dpa-AFX) - Das Risiko, bei der Arbeit einen Unfall zu erleiden, ist im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Auf 1000 Beschäftigte wurden 21,16 Arbeitsunfälle gemeldet nach 21,89 im Jahr zuvor, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) am Montag mitteilte.

Im Jahr 1992 lag die Unfallquote noch bei 53,17 pro 1000 Beschäftigte und ging seitdem schrittweise zurück. Grund dafür sei die veränderte Arbeitswelt mit mehr Tätigkeiten in Büros und weniger in der Produktion, sagte ein Sprecher. Auch die Vorbeugung in den Betrieben habe sich verbessert.

Die höchste Unfallrisiko bestand im vorigen Jahr in der Bauwirtschaft (Quote 53,64) und im Sektor Verkehr-Post-Logistik (42,97). Die Berufsgenossenschaft Verwaltung meldete das geringste Unfallrisiko (Quote 12,00). Nach den Angaben aus den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gab es 2017 in Deutschland gut 873 000 meldepflichtige Arbeitsunfälle, das waren 0,4 Prozent weniger als 2016. Davon endeten 451 tödlich./brd/DP/jha

16.07.2018

ROUNDUP: Internationaler Währungsfonds: Probleme der Weltwirtschaft nehmen zu

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Lage der Weltwirtschaft hat sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch wegen politischer Unsicherheiten leicht eingetrübt. Das Wachstum in wichtigen Ländern wie dem vom Brexit verunsicherten Großbritannien, Japan und bei einigen Mitgliedern der Eurozone habe sich verlangsamt, sagte IWF-Chefvolkswirt Maury Obstfeld am Montag bei der Vorstellung des aktualisierten Weltwirtschaftsberichtes in Washington.

Selbst in den USA werde langfristig ein geringeres Wachstum erwartet, wenn stimulierende Effekte der Regierung von Präsident Donald Trump etwa durch die jüngste Steuerreform nachlassen. "In Europa ist die politische Unsicherheit größer geworden, die Europäische Union steht fundamentalen Herausforderungen bezüglich der Migrationspolitik, der Wirtschaftspolitik, der Rechtstreue und der institutionellen Architektur der Eurozone gegenüber", erklärte Obstfeld. Die Finanzmärkte zeigten sich selbstzufrieden.

Hohe Staatsschulden machten viele Länder anfällig für Risiken. Der IWF forderte die Regierungen auch auf, eine gerechte Verteilung in der Gesellschaft zu berücksichtigen. "Die Regierungen müssen mehr auf wirtschaftliche Gerechtigkeit unter ihren Bürgern achten und besonders darauf, die Ärmsten zu schützen", forderte Obstfeld. Er sprach von einer politischen "Malaise", die ihre Wurzeln auch in der Tatsache habe, dass das Wachstum nicht gleichmäßig bei allen ankommt.

Der IWF rechnet nach Angaben Obstfelds weiter mit einem Plus der Weltwirtschaft von 3,9 Prozent für das laufende und das nächste Jahr. Er lässt damit seine ursprüngliche Prognose vom April unverändert. Allerdings senkte der Fonds seinen Ausblick für die Industrieländer leicht um 0,1 Punkte auf 2,4 Prozent für das laufende Jahr. Für 2019 blieb der IWF auch bei den Industrieländern bei seiner Voraussage von 2,2 Prozent. Die Schwellenländer sollen in diesem Jahr um 4,9 Prozent und 2019 dann um 5,1 Prozent wachsen.

Der Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) könnte in nächster Zeit entscheidende Bedeutung zukommen - weit über die Vereinigten Staaten hinaus. Der IWF geht davon aus, dass wegen anhaltend guter Arbeitsmarktdaten und steigender Inflation die Politik der Zinsanhebungen in den kommenden beiden Jahren weitergeht und der US-Dollar so weiter gestärkt wird. Bei steigenden Zinsen können etwa Finanzanlagen in den USA attraktiver werden.

"Sollte die Fed schneller als erwartet erhöhen, könnte eine größere Zahl von Ländern intensiveren Druck zu spüren bekommen", sagte Obstfeld. Dies gilt vor allem für Länder, deren Staatshaushalte oder Konzerne in US-Dollar verschuldet sind./dm/DP/jsl

16.07.2018

ROUNDUP: Trump sieht seinen Gipfel mit Putin optimistisch

HELSINKI (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat sich bei seinem ersten Gipfel mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin optimistisch gezeigt. "Ich denke, das ist ein guter Anfang. Ein sehr, sehr guter Anfang für alle", sagte Trump am Montag nach einem mehr als zweistündigen Treffen unter vier Augen mit Putin. Das intensive Gespräch dauerte länger als geplant. Danach kamen die Staatschef mit ihren Delegationen zu einem Arbeitsessen zusammen, bevor eine gemeinsame Pressekonferenz den mit Spannung erwarteten Gipfel beenden sollte.

Zur Begrüßung hatten sich die Chefs der größten Atommächte nach ersten Statements kurz, aber kräftig die Hände geschüttelt. "Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele", sagte Putin. Trump betonte: "Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen."

In den Gesprächen werde es unter anderem um Atomwaffen, Handelsfragen und die Beziehungen zu China gehen, kündigte der US-Präsident an. Russland und die USA hielten 90 Prozent des weltweiten Nukleararsenals. "Das ist keine gute Sache, das ist eine schlechte Sache", sagte er. Nach Angaben des russischen Staatsfernsehens dauerte allein die erste Runde zwei Stunden und zehn Minuten.

Nur wenige Stunden vor dem Treffen hatte Trump das Verhältnis der beiden Länder als historisch schlecht bezeichnet. Das liege aber an der vorherigen amerikanischen Regierung und den Ermittlungen in der Russland-Affäre. "Unsere Beziehung zu Russland war NIEMALS schlechter, dank vieler Jahre amerikanischer Torheit und Dummheit und nun wegen der manipulierten Hexenjagd!", schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. "We agree" ("Wir stimmen zu"), entgegnete das russische Außenministerium auf demselben Kanal.

US-Geheimdienste beschuldigen Russland, sich mit Hackerangriffen in den Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden. Ein Sonderermittler prüft, ob es dabei geheime Absprachen mit Trumps Wahlkampflager gab. Trump hat diese Untersuchung wiederholt als "Hexenjagd" bezeichnet.

Die Präsidenten selbst haben nach Angaben des Kremls dagegen ein gutes Verhältnis. "Sie achten einander. Und sie können ziemlich gut miteinander reden", sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow dem Staatssender RT. Deshalb sei auf ein "vollwertiges Gespräch" zu hoffen, das "wenigstens ein kleines Schrittchen" von den derzeit schlechten Beziehungen fortführe.

Trump steht bei dem ersten groß orchestrierten Gipfel mit Putin unter Druck. Zum ersten Mal machte das US-Justizministerium am Freitag den russischen Geheimdienst und damit Putins Regierung direkt für die Hackerattacken auf Computer der US-Demokraten und von Clintons Wahlkampflager verantwortlich. Die US-Demokraten forderten, Trump müsse das Thema in Helsinki ganz oben auf die Agenda setzen. Es ist aber unklar, ob er das tun wird.

Am Montag warf er seinem Vorgänger Barack Obama vor, nichts gegen die mutmaßlich russischen Cyber-Angriffe getan zu haben. Obamas Regierung hatte Russland erstmals rund einen Monat vor der Wahl im Oktober 2016 öffentlich beschuldigt, hinter den Hackerangriffen zu stehen.

Der US-Präsident und der Kremlchef wollen nicht nur über das angespannte Verhältnis zwischen ihren beiden Regierungen sprechen, sondern auch über internationale Konfliktherde wie die Ukraine oder Syrien. Das letzte Thema werde wegen der Rolle des Irans in Syrien schwierig, sagte Peskow. "Wir wissen, wie Washington zum Iran steht. Aber zugleich ist der Iran für uns ein guter Partner in den wirtschaftlichen Beziehungen wie im politischen Dialog." Russland und der Iran sind in Syrien die militärischen Schutzmächte der Regierung von Präsident Baschar al-Assad.

In der Europäischen Union und der Nato gibt es Befürchtungen, dass Trump sich Putin vorschnell annähern und ihre eigene Position untergraben könnte. In einem Interview hatte Trump die EU wegen der aus seiner Sicht unfairen Handelspraktiken als einen Feind der USA bezeichnet.

EU-Ratspräsident Donald Tusk appellierte an beide Präsidenten, mit den Europäern und Chinesen zusammenzuarbeiten, um Chaos zu verhindern. Die globale Weltordnung dürfe nicht zerstört werden, sagte er in Peking. Die Architektur der Welt ändere sich. "Es ist unsere gemeinsame Verantwortung in Europa, China, Amerika und Russland, diese Ordnung nicht zu zerstören, sondern zu verbessern", mahnte Tusk. Handelskriege seien in der Geschichte zu oft zu kriegerischen Konflikten geworden./tam/DP/jha

16.07.2018

Devisen: Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1720 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1720 (Freitag: 1,1643) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8532 (0,8589) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88270 (0,88488) britische Pfund, 131,85 (131,04) japanische Yen und 1,1696 (1,1704) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

16.07.2018

IWF: Lage der Weltwirtschaft wegen politischer Risiken trüber

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Lage der Weltwirtschaft hat sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen politischer Unsicherheiten leicht eingetrübt. Das Wachstum in wichtigen Ländern wie dem vom Brexit verunsicherten Großbritannien, Japan und auch bei einigen Mitgliedern der Eurozone habe sich verlangsamt, sagte IWF-Chefvolkswirt Maury Obstfeld am Montag bei der Vorstellung des aktualisierten Weltwirtschaftsberichtes. In den USA werde langfristig eine geringere Steigerung erwartet, wenn die stimulierenden Effekte der Regierung Trump nachlassen.

Der IWF rechnet nach Angaben Obstfelds weiter mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,9 Prozent für das laufende und das nächste Jahr. Er lässt damit seine ursprüngliche Prognose vom April unverändert. Allerdings senkte der Fonds seine Prognose für die Industrieländer leicht um 0,1 Punkte auf 2,4 Prozent für das laufende Jahr. Für 2019 blieb der IWF auch bei den Industrieländern bei seiner Voraussage von 2,2 Prozent. Die Schwellenländer sollen in diesem Jahr um 4,9 Prozent und 2019 um 5,1 Prozent wachsen./dm/DP/jsl

16.07.2018

Trump: 'Ein sehr guter Anfang' - Vieraugen-Gespräch mit Putin beendet

HELSINKI (dpa-AFX) - Die Präsidenten der USA und Russlands, Donald Trump und Wladimir Putin, haben ihr Vieraugen-Gespräch bei dem Gipfel in Helsinki beendet. Es habe zwei Stunden und zehn Minuten gedauert, berichtete der staatliche russische Fernsehsender Rossija-24 am Montag. "Ein sehr guter Anfang", rief Trump Journalisten zu, bevor ein Arbeitsessen der Präsidenten mit ihren Delegationen begann. Daran nahmen auch die Außenminister Mike Pompeo und und Sergej Lawrow teil. Im Anschluss soll eine gemeinsame Pressekonferenz den ersten Gipfel zwischen Trump und Putin beenden. Bei dem Treffen geht es um das gespannte russisch-amerikanische Verhältnis und um internationale Krisenherde./fko/DP/jha

16.07.2018

Bundesregierung sieht wachsenden Zeitdruck bei Brexit

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Bei den Brexit-Verhandlungen sieht die Bundesregierung wachsenden Zeitdruck. Zwar lägen nun endlich britische Vorschläge auf dem Tisch, sagte Europastaatsminister Michael Roth am Montag in Brüssel. Doch laufe die Uhr. "Wir wollen im Oktober fertig werden. Das wird jetzt wirklich nicht ganz einfach werden." Die britischen Vorschläge wollte Roth noch nicht bewerten. Am Freitag werde die EU eine gemeinsame Position bestimmen.

Großbritannien will im März 2019 aus der Europäischen Union austreten und verhandelt mit Brüssel über die Bedingungen. Premierministerin Theresa May hatte vergangene Woche vorgeschlagen, mit einer Freihandelszone und gemeinsamen Regeln auch langfristig eine enge Bindung an die EU zu halten. Dafür hat sie massiven Streit mit Brexit-Hardlinern und die Rücktritte ihrer Minister David Davis und Boris Johnson in Kauf genommen. Für Mays politische Zukunft ist nun entscheidend, ob sich die EU auf ihre Vorschläge einlässt.

Roth sagte, auch die EU wolle möglichst enge Beziehungen zu Großbritannien. Aber: "Man kann nicht die Vorteile eines EU-Mitgliedslandes genießen und gleichzeitig die Vorteile eines Nicht-EU-Mitgliedslandes."

Die Brexit-Verhandlungen sollten ab Montag zunächst auf Expertenebene wieder aufgenommen werden. Am Donnerstag soll sich Barnier mit dem neuen britischen Brexit-Minister Dominic Raab treffen. Für Freitag ist dann ein Ministertreffen der bleibenden 27 EU-Staaten vorgesehen./vsr/DP/she

16.07.2018

ROUNDUP 2: Handelskonflikt mit Trump: Europäer und Chinesen rücken zusammen

PEKING (dpa-AFX) - Der Handelskonflikt mit US-Präsident Donald Trump lässt die Europäische Union und China wieder zusammenrücken. Auf ihrem 20. EU-China-Gipfel am Montag in Peking machten beide Seiten selbst in festgefahrenen Handelsfragen wieder Fortschritte. Erstmals seit drei Jahren gab es auch Einigkeit über eine gemeinsame Erklärung am Ende des Gipfels, die die "strategische Partnerschaft" bekräftigte. "In der heutigen Welt ist diese Partnerschaft wichtiger als je zuvor", sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Beide Seiten kamen überein, den seit vier Jahren nur langsam vorankommenden Verhandlungen über ein Investitionsschutzabkommen neuen Schwung zu geben. Auch wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe vereinbart, um eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) voranzubringen. "Die EU und China sind zwei Kräfte der Stabilität", sagte Chinas Premier Li Keqiang nach den Gesprächen mit Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk in der Großen Halle des Volkes. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping empfing Tusk und Juncker am Abend.

Wegen des großen Handelsdefizits der USA zieht Trump gerade mit Strafzöllen gegen die EU, China, aber auch Japan, Kanada oder Mexiko zu Felde. Nach einem ersten Aufschlag mit 25-prozentigen Strafzöllen auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar sollen diesen Monat weitere auf Einfuhren von 16 Milliarden folgen. Bis Ende August droht Trump mit Sonderabgaben von zehn Prozent auf Waren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Er denkt an Strafzölle auf alle chinesischen Einfuhren von rund 500 Milliarden US-Dollar.

Die EU ist Chinas größter Handelspartner, während die Europäer nur mit den Amerikanern noch mehr handeln. Täglich werden zwischen der EU und China Waren im Wert von 1,5 Milliarden Euro ausgetauscht.

Beide Seiten plädierten auf dem Gipfel mit einer achtseitigen gemeinsamen Erklärung für ein freies globales Handelssystem mit der WTO als Kern. Zu den Drohungen von Trump, Waren aus China im Wert von bis zu 500 Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen zu belegen, sagt Li Keqiang: "China will keinen Handelskrieg mit den USA. Niemand geht aus einem Handelskrieg als Sieger hervor."

Tusk appellierte an Trump und Russlands Präsidenten Wladimir Putin, mit den Europäern und Chinesen zusammenzuarbeiten und aufzupassen, dass die Weltordnung nicht zerstört wird. Einen Tag, nachdem Trump die Europäer als "Feinde" beschrieben hatte, sagte Tusk unter Hinweis auf den Gipfel in Helsinki und das EU-China-Treffen in Peking: "Wir sind uns alle der Tatsache bewusst, dass sich die Architektur der Welt vor unseren Augen ändert." Die alte Weltordnung habe den Kalten Krieg beendet, Europa den Frieden gebracht und China Entwicklung.

"Es ist unsere gemeinsame Verantwortung in Europa, China, Amerika und Russland, diese Ordnung nicht zu zerstören, sondern zu verbessern", mahnte Tusk. "Nicht Handelskriege zu starten, die so oft in unserer Geschichte zu kriegerischen Konflikten wurden, sondern mutig und verantwortlich die regelbasierte Weltordnung zu reformieren." Er rufe Trump, Putin und China auf, gemeinsam die WTO zu reformieren. "Es ist noch Zeit, um Konflikt und Chaos zu verhindern."

Die Reform der WTO soll sich um Industriesubventionen, den Schutz des geistigen Eigentums, zwangsweisen Technologietransfer, Verringerung der Handelskosten und eine wirksamere Streitschlichtung drehen. Das Ziel seien die Stärkung der WTO und gerechte Wettbewerbsbedingungen, sagte Tusk.

Beide Seiten tauschten auch ihre Angebote für eine weitere Marktöffnung aus, um das Investitionsabkommen voranzubringen, das für die Europäer eine Voraussetzung für ein Freihandelsabkommen ist. Die Verhandlungen träten damit "in eine neue Phase" ein und erhielten "starken Anschub", sagte Li Keqiang.

China wolle seine Anstrengungen "verdoppeln" und hoffe auch darauf, bald eine Durchführbarkeitsstudie für ein Freihandelsabkommen starten zu können, das beide Seiten danach anstreben. Der Premier verwies auf Zollsenkungen sowie die Aufhebung der Kapitalgrenzen für ausländische Beteiligungen in China und versprach eine "bedeutende Öffnung des Marktes". Auch für landwirtschaftliche Produkte, die die Europäer nach China ausführen wollen, versprach er "größere Offenheit"./lw/DP/she

16.07.2018

USA: Einzelhandelsumsätze steigen wie erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Umsätze im US-Einzelhandel haben im Juni wie erwartet zugelegt. Sie seien um 0,5 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten damit gerechnet. Es war der fünfte Anstieg in Folge. Im Mai waren die Umsätze um aufwärts revidierte 1,3 Prozent geklettert. Zunächst war ein Anstieg um 0,8 Prozent ermittelt worden.

Ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe stiegen die Einzelhandelsumsätze im Juni um 0,4 Prozent. Es war ein Anstieg um 0,3 Prozent erwartet worden. Auch hier wurde der Vormonatswert deutlich nach oben korrigiert. Die Umsätze waren im Mai um revidierte 1,4 Prozent gestiegen, nachdem zunächst ein Anstieg von 0,9 Prozent ermittelt worden war./jsl/tos/she

16.07.2018

USA: Empire-State-Index weniger als erwartet verschlechtert

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im Juli weniger als erwartet eingetrübt. Der Empire-State-Index fiel von 25,0 Punkten im Vormonat auf 22,6 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Montag mitteilte. Analysten hatten einen deutlicheren Rückgang auf 21,0 Punkte erwartet.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Staat New York. Als Frühindikator gibt er Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Er ist im Vergleich zu anderen Indikatoren schwankungsanfälliger.

Der Index wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen. Ein Wert unter null Punkten signalisiert eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen auf Wachstum hin./tos/jsl/fba

16.07.2018

AKTIE IM FOKUS: Dialog weiter auf Erholungskurs nach guten Quartals-Eckdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein verbessertes Quartalsergebnis hat sich am Montag als Hoffnungsschimmer für die leidgeplagten Aktionäre von Dialog Semiconductor erwiesen. Am frühen Morgen sah es kurz zwar danach aus, als ob die Anleger bei den Papieren schnell wieder den Mut verlören. Dann aber griffen sie doch zu, was die Aktien mit einem Anstieg um zuletzt 3,78 Prozent auf 14,84 Euro zu einem der Spitzenwerte im TecDax machte.

Der Chipentwickler hatte am Freitag nachbörslich Eckdaten für das zweite Quartal vorgelegt und bei der Bruttomarge besser abgeschnitten als zuvor in Aussicht gestellt. Dialog berichtete von einer 48-prozentigen Marge, nachdem das Unternehmen zuvor nur einen Wert leicht über dem Vorquartalswert von 46,3 Prozent als Zielmarke genannt hatte. Die verbesserte operative Entwicklung begründete Dialog mit einer effizienteren Produktion.

"Die vorläufigen Zahlen sind erstaunlich gut und waren eine positive Überraschung", sagte Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank. Laut Günther Hollfelder von der Baader Bank hat der Chipkonzern neben der Rentabilität auch beim Umsatz, der um 16 Prozent auf 296 Millionen Dollar zulegte, besser als am Markt erwartet abgeschnitten.

Für die Anleger sind diese positiven Ergebnisse ein Lichtblick, nachdem die Aktien seit November 2017 lange Zeit fast nur die Richtung nach unten kannten. Als Grund dafür gilt die hohe Abhängigkeit des Chipentwicklers von Apple und die damals aufgeflammten Gerüchte, dass der iPhone-Hersteller die von Dialog gelieferten Chips in Eigenregie bauen könnte. Um die 40 Euro waren die Papiere im November noch wert, im Tief kosteten sie Ende Juni nur noch 12,44 Euro. Seither befindet sich die Aktie auf einem vorsichtigen Erholungskurs.

Analysten wollen die positive Überraschung im zweiten Quartal vor diesem Hintergrund nicht überbewerten. Nach Ansicht von Veysel Taze von Oddo BHF dürfte die positive Überraschung nicht ausreichen, um die Stimmung unter den Investoren nachhaltig zu verbessern. Die Eckdaten seien gut und die Bewertung attraktiv. Dennoch sei aber die Diversifizierung des Unternehmens derzeit der wichtigste Faktor, um eine echte Wende bei den Papieren herbeizuführen.

Baader-Analyst Hollfeder gab außerdem zu bedenken, dass das zweite Quartal für Dialog im Allgemeinen das saisonal schwächste Quartal sei, so dass dessen Auswirkungen für das Gesamtjahr begrenzt bleiben dürften. Wichtiger sei daher der erst mit den finalen Zahlen erwartete Ausblick auf das dritte Jahresviertel./tih/gl/she

16.07.2018

ANALYSE-FLASH: UBS hebt UPS auf 'Buy' und Ziel auf 125 US-Dollar

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat UPS von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 121 auf 125 US-Dollar angehoben. Der Logistikkonzern habe diverse Möglichkeiten bei den Kosten und der Produktivität Fortschritte zu machen, schrieb Analyst Thomas Wadewitz in einer am Montag vorliegenden Studie. Zudem sei das Umfeld für die Umsatzentwicklung durchaus gut und die Markterwartungen niedrig./mis/la

Datum der Analyse: 16.07.2018

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16.07.2018

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Fedex auf 'Neutral' und Ziel auf 256 US-Dollar

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat FedEx von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 283 auf 256 US-Dollar gesenkt. Analyst Thomas Wadewitz begründete die vorsichtigere Einschätzung in einer am Montag vorliegenden Studie mit kurzfristig fehlenden Kurstreibern für die Aktien des Logistikkonzerns sowie mit den Makro-Risiken etwa durch den internationalen Zollstreit. Mittelfristig dürfte Fedex wieder Gelegenheit bieten, das dürfte angesichts der immer noch laufenden Integration von TNT in Europa aber noch ein paar Quartale dauern./mis/la

Datum der Analyse: 16.07.2018

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16.07.2018

ANALYSE-FLASH: Oddo BHF belässt Dialog Semiconductor auf 'Neutral'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo BHF hat die Einstufung für Dialog Semiconductor nach Zahlen für das zweite Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 22 Euro belassen. Die Eckdaten des Chipentwicklers seien gut gewesen, schrieb Analyst Veysel Taze in einer am Montag vorliegenden Studie. Trotz der besser als gedachten Profitabilität habe er seine Schätzungen aber unverändert belassen. Die Aktien erschienen attraktiv bewertet, doch müssen sich das Unternehmen breiter aufstellen und die Abhängigkeit vom Großkunden Apple reduzieren./mis/la

Datum der Analyse: 16.07.2018

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16.07.2018

AKTIE IM FOKUS 2: Eckdaten bescheren Deutsche-Bank-Aktien Erholungsrally

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Unerwartet gute Eckdaten für das zweite Quartal haben am Montag bei den Aktien der Deutschen Bank eine Erholungsrally ausgelöst. Die Papiere schafften den Sprung in den grünen Bereich und gewannen zuletzt 7,42 Prozent auf 10,32 Euro aus, da vermehrt Short-Spekulanten zum Eindecken von Positionen gezwungen wurden. Mit dem Kurssprung steuern die Papiere auf ihren größten Tagesgewinn seit April 2017 zu.

Im Dax , der zeitgleich nur moderat höher tendierte, waren die Papiere der Deutschen Bank der unangefochtene Spitzenreiter. In ihrem Schlepptau hellte sich auch sektorweit die Stimmung etwas auf: Aktien der Commerzbank kletterten um fast 1 Prozent und der europäische Sektorindex Stoxx Europe 600 Banks stieg um 0,6 Prozent.

Die Deutsche Bank überraschte den Markt mit einem besser als erwarteten Ergebnis für das zweite Quartal. Laut DZ-Bank-Analyst Christian Koch wurde die Rally bei der Aktie aber auch von Eindeckungen von Spekulanten befeuert, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hätten. In der Spitze bedeuteten 10,498 Euro für die Aktie am Montag den höchsten Stand seit Ende Mai. Die Aktien schafften es damit wieder klar über die runde Marke von 10 Euro, die sich vor wenigen Tagen noch als hohe Hürde erwiesen hatte.

Ein Börsianer lobte mit Blick auf das zweite Quartal sowohl die veröffentlichen Gewinnkennziffern als auch die vermeldete Kernkapitalquote als deutlich über den Erwartungen. "Bei dem Zahlenwerk ist auf den ersten Blick kein Haar in der Suppe zu finden", so der Händler. Viele Details seien zwar noch nicht bekannt. Es deute sich aber an, dass das Investmentbanking etwas besser gelaufen sei und auch die Kosten im Griff behalten worden seien.

Das Finanzhaus hatte mitgeteilt, dass für das zweite Quartal ein Gewinn vor Steuern von etwa 700 Millionen Euro und nach Steuern von etwa 400 Millionen Euro erwartet wird. Nach Angaben der Bank liegen diese Zahlen deutlich über den von ihr zusammengestellten Konsensschätzungen von 321 und 159 Millionen Euro. Laut der Bank übertrifft außerdem die vorläufige Kernkapitalquote mit 13,6 Prozent den Analystenschnitt von 13,3 Prozent.

DZ-Experte Koch lobte neben der Kostenbasis auch einen niedriger als erwarteten Rückgang der Erträge im Handelsgeschäft. Seiner Einschätzung nach dürften die Experten mit ihren Schätzungen aber vorerst noch nicht nachziehen. "Eine endgültige Beurteilung und Anpassung der Schätzungen erscheint erst bei Veröffentlichung des Quartalsberichtes möglich", betonte der Experte.

Auch Daniel Regli von Mainfirst äußert sich in einer ersten Einschätzung eher zögerlich zu den Resultaten, die seiner Ansicht nach noch kein "Game Changer" sind. Der deutlich über den Markterwartungen ausgefallene Vorsteuergewinn stehe in erster Linie mit Einmaleffekten und nicht-operativen Effekten im Zusammenhang, betonte er. Im Grunde habe sich daher mit Blick auf den Anlagehintergrund kaum etwas geändert. Er blieb daher bei seinem Votum "Neutral"./tih/gl

16.07.2018

ANALYSE-FLASH: RBC belässt Deutsche Bank auf 'Underperform' - Ziel 8 Euro

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Analysehaus RBC hat die Einstufung für Deutsche Bank nach Eckdaten für das zweite Quartal auf "Underperform" mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Die Bank habe die Markterwartungen beim Vorsteuergewinn übertroffen, schrieben die Analysten in einer am Montag vorliegenden Studie ersten Reaktion. Genauer betrachtet sei der Abstand zur Konsensschätzung aufgrund von Sondereffekten aber nicht so groß wie er auf den ersten Blick erscheine. Zudem hätten sich die Kosten weniger gut entwickelt als erhofft. An ihrer grundsätzlichen Einschätzung der Aktie ändere sich daher nichts. Es werde noch lange dauern, bis die Deutsche Bank ihre Renditen steigern könne./mis/edh

Datum der Analyse: 16.07.2018

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16.07.2018

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für Amazon auf 2000 Dollar - 'Outperform'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Amazon von 1950 auf 2000 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Analysten hoben in einer am Montag vorliegenden Studie ihre Gewinnerwartungen für 2018 an. Das größte Potenzial habe der Online-Händler derzeit im Handel mit Lebensmitteln und Heimwerkerbedarf, wo der Online-Markt insgesamt noch vergleichsweise wenig durchdrungen sei./mis/la

Datum der Analyse: 16.07.2018

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16.07.2018

ANALYSE-FLASH/UBS: Vorläufige Zahlen der Deutschen Bank stimmen zuversichtlich

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Bank nach Eckdaten für das zweite Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 10,20 Euro belassen. Der deutlich über den Erwartungen liegende Vorsteuergewinn stimme zuversichtlich, schrieb Analyst Daniele Brupbacher in einer am Montag vorliegenden Studie. Allerdings basiere ungefähr die Hälfte der positiven Überraschung auf Sondereffekten, etwa bei den Erträgen. Aber auch die Kosten seien etwas niedriger gewesen als gedacht. Sollten sich die Erträge stabilisieren und später erholen, wäre die Aktie aus aktueller Sicht günstig bewertet./mis/edh

Datum der Analyse: 16.07.2018

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16.07.2018

ANALYSE-FLASH/Barclays belässt Deutsche Bank nach Zahlen vorerst auf Underweight

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Deutsche Bank nach Eckdaten für das zweite Quartal auf "Underweight" mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Die Bank habe die Gewinnerwartungen des Marktes übertroffen, was aber auch an Sondereffekten gelegen habe, schrieben die Analysten in einer am Montag vorliegenden ersten Reaktion. Die Aktie dürfte dennoch positiv reagieren, auch weil sich neben den Gewinnen die Kapitalausstattung besser entwickelt habe als gedacht. Die wichtigen Details werde die Deutsche Bank mit der Vorlage des vollständigen Geschäftsberichts am 25. Juli liefern./mis/edh

Datum der Analyse: 16.07.2018

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16.07.2018

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt VTG AG auf 'Buy' - Ziel 49 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat VTG auf "Buy" mit einem Kursziel von 49 Euro belassen. Das Übernahmeangebot des Infrastrukturfonds der Investmentbank Morgan Stanley für den Schienenlogistikkonzern sei eine Überraschung und offenbar durch den Wunsch des Großaktionärs Kühne nach einem Ausstieg ausgelöst worden, schrieb Analyst Christian Weiz in einer am Montag vorliegenden Studie. Ungeachtet seines aktuellen Anlagevotums könnte ein Aktienkurs deutlich über den gebotenen 53 Euro je Aktie Möglichkeiten zu Gewinnmitnahmen eröffnen./gl/la

Datum der Analyse: 16.07.2018

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