dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

20.04.2021

ROUNDUP: Zalando meldet überraschend starkes Quartal - Aktie legt zu

BERLIN (dpa-AFX) - Der Onlinehändler Zalando hat im ersten Quartal stärker zugelegt als erwartet. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum voraussichtlich um 46 bis 48 Prozent auf 2,22 bis 2,26 Milliarden Euro, wie der MDax-Konzern am Dienstagabend auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bei 80 bis 100 Millionen Euro liegen, nachdem Zalando hier ein Jahr zuvor einen Verlust von fast 99 Millionen Euro verbucht hatte.

Die Zalando-Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung auf die Nachrichten. Im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs legte sie auf der Plattform Tradegate zuletzt um rund drei Prozent zu.

Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben von einem unerwartet starken Start in die Frühjahr- und Sommer-Saison sowie von einer unerwartet niedrigen Retourenquote. Von Zalando befragte Analysten hatten für das erste Quartal lediglich ein Umsatzwachstum von 45,5 Prozent und ein bereinigtes Ebit von 41 Millionen Euro auf dem Schirm, wie der Konzern weiter mitteilte. Zalando legt am 6. Mai endgültige Zahlen vor./fba/tos/stw

20.04.2021

Olaf Scholz: Super League 'Verrat an Idealen des Fußballs'

BERLIN (dpa-AFX) - Für Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist der Plan von zwölf Topclubs für eine europäische Super League "der endgültige Verrat an den Idealen des Fußballs". Wie der SPD-Kanzlerkandidat der "Bild"-Zeitung (Mittwoch) sagte, würde eine solche Liga die "gegenwärtigen Machtverhältnisse im europäischen Fußball" auf Jahre hinaus zementieren, und zwar zu Gunsten der reichen Vereine.

Zwölf europäische Spitzenclubs, darunter der FC Liverpool, Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht zum Montag die Gründung einer milliardenschweren Super League angekündigt. Diese stünde in direkter Konkurrenz zur Champions League der Europäischen Fußball-Union. Aus der Bundesliga hatte sich kein Club der Super League angeschlossen.

Scholz verurteilte das Vorhaben der Spitzenclubs scharf: "Das kann kein echter Fußball-Fan ernsthaft wollen. Deshalb lehne ich diesen Vorschlag einer Superliga strikt ab."/hc/DP/stw

20.04.2021

Amazon gegen Super League: Teilen Bedenken der Fußballfans

BERLIN (dpa-AFX) - Amazon hat sich als künftiger Medienpartner der Champions League gegen die geplante Super League ausgesprochen. "Amazon versteht und teilt die Bedenken der Fußballfans hinsichtlich einer abtrünnigen Super League", schrieb der Konzern in einer Stellungnahme am Dienstag. "Wir glauben, dass ein Teil des Dramas und der Schönheit des europäischen Fußballs aus der Möglichkeit für jeden Clubs besteht, durch seine Leistung auf dem Spielfeld Erfolg zu haben." Amazon betonte wie auch zuvor Sky Sports und DAZN, nicht in irgendwelche Pläne der Super League einbezogen gewesen zu sein.

In der Nacht zum Montag hatten zwölf europäische Spitzenclubs aus England, Italien und Spanien die Gründung des neuen Wettbewerbs angekündigt. Deutsche Vereine sind nicht dabei.

Amazon wird mit seinem Streamingdienst Prime Video von der Saison 2021/22 an für drei Spielzeiten der Champions League das jeweilige Topspiel am Dienstagabend zeigen. Das Live-Paket umfasst insgesamt 16 Partien, davon zwei Playoff-Spiele. Prime Video zeigt auch Zusammenfassungen von den anderen Begegnungen.

"Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die Unterstützung unserer langfristigen Fußballpartner in Großbritannien und in Europa", hatte Sky Sports am Montag mitgeteilt. DAZN hatte auf Anfrage mitgeteilt, dass weder der Streamingdienst noch sein Eigentümer Leonard Blavatnik "in irgendeiner Weise an der Aufnahme von Gesprächen über die Gründung einer Super League beteiligt oder interessiert" seien. Nach Angaben von DAZN hatte es auch keine Gespräche gegeben./clu/DP/stw

20.04.2021

Britischer Parlamentsausschuss untersucht Folgen der Super League

LONDON (dpa-AFX) - Die umstrittene Super League wird ein Fall für das britische Parlament. Der zuständige Parlamentsausschuss will mögliche Folgen des milliardenschweren Vorhabens untersuchen, wie der Ausschussvorsitzende Julian Knight am Dienstag sagte. Dazu soll es eine Anhörung geben. "Wir sind in Gesprächen mit wichtigen Akteuren und möchten von den wichtigsten Interessengruppen hören, wie sich neuen Vorschläge einer europäischen Super League auswirken", sagte der Politiker der Konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson. "Niemand ist tabu bei unserer Entschlossenheit zu tun, was nötig ist, um den kostabaren Genuss, den der Sport den Menschen bietet, zu sichern und sein Erbe für die Zukunft zu schützen."

Die Regierung hatte angekündigt, sie wolle die Super League mit allen Mitteln verhindern und hat den teilnehmenden Mannschaften mit heftigen Konsequenzen gedroht. Sechs der zwölf Vereine, die an dem neuen Wettbewerb teilnehmen wollen, kommen aus der englischen Premier League./bvi/DP/stw

20.04.2021

Deutsche Anleihen bauen Gewinne aus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Dienstag deutlich gestiegen. Nach Kursverlusten im frühen Handel legten die Papiere ab dem Mittag zu, als sich die allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten spürbar eintrübte. Vergleichsweise sichere Anlagen wie Bundesanleihen wurden daraufhin stärker nachgefragt.

Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg am späten Nachmittag um 0,31 Prozent auf 170,92 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen fiel im Gegenzug auf minus 0,26 Prozent. Auch in den übrigen Ländern der Eurozone gaben die Renditen nach.

Am Nachmittag kam es zu deutlichen Kursverluste an den europäischen Börsen. In New York gaben die Aktienkurse ebenfalls nach, während festverzinsliche Papiere stärker nachfragt wurden. Als Ursache für die Kursverluste an den Aktienmärkten verwiesen Marktbeobachter auf Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rekordjagd./jkr/fba

20.04.2021

Koalition will bisherige TV-Kosten aus Mietnebenkosten streichen

BERLIN (dpa-AFX) - Millionen Mieter in Deutschland sollen in Zukunft aller Voraussicht nach keine TV-Kosten mehr über die Nebenkostenabrechnung bezahlen müssen. Die Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und SPD sprachen sich am Dienstag dafür aus, dass die Kosten ab Juli 2024 nicht mehr wie bisher auf die Miete umgelegt werden dürfen. Bislang müssen Mieter zahlen, wenn der Vermieter das so will.

Die neue Regelung ist umstritten, Kabelnetzbetreiber wie Vodafone laufen dagegen Sturm. Sie argumentieren, dass Sammelverträge relativ günstig und Einzelverträge auch wegen des Verwaltungsaufwandes etwa doppelt so teuer seien. Grob gesagt acht bis zehn Euro müssen Mieter derzeit pro Monat für einen Kabelanschluss zahlen.

Befürworter der Reform hatten hingegen argumentiert, dass Mieter dann endlich Wahlfreiheit hätten und auch andere TV-Verträge abschließen oder auch ganz darauf verzichten könnten. Zudem entstünde mehr Wettbewerb am Markt, wodurch die Preise von Einzelverträgen sinken könnten.

Nutznießer der Reform ist die Deutsche Telekom , die ihr TV-Kabelnetz vor zwei Jahrzehnten abtreten musste und heute über Telefonkabel und Glasfaserleitungen Zugang zu Haushalten findet. Als Folge der Reform könnte der Bonner Konzern stärker Fuß fassen am Fernsehmarkt.

Der Koalitionskompromiss enthält eine Art Ausnahmeregelung: Wenn neue Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnung verlegt werden, darf der Vermieter ein "Bereitstellungsentgelt" erheben - und zwar maximal 60 Euro pro Jahr pro Wohnung. Dadurch soll die Verlegung von reinen Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnungen angekurbelt werden.

Am Mittwoch soll das Kompromisspapier der Regierungskoalition im Wirtschaftsausschuss des Bundestags und am Donnerstag im Plenum angenommen werden - wegen der klaren Mehrheit von Union und SPD in der Volksvertretung gilt grünes Licht für die nun beschlossenen Regeln als sicher. Danach ist bei der Novelle des Telekommunikationsgesetzes der Bundesrat am Zug./wdw/hoe/DP/stw

20.04.2021

Zalando stimmt Investoren auf stärkeres Quartal ein

BERLIN (dpa-AFX) - Der Onlinehändler Zalando hat im ersten Quartal stärker zugelegt als erwartet. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum voraussichtlich um 46 bis 48 Prozent auf 2,22 bis 2,26 Milliarden Euro, wie der MDax-Konzern am Dienstagabend auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bei 80 bis 100 Millionen Euro liegen, nachdem Zalando hier ein Jahr zuvor einen Verlust von fast 99 Millionen Euro verbucht hatte.

Die Zalando-Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung auf die Nachrichten. Im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs legte sie auf der Plattform Tradegate um mehr als zwei Prozent zu.

Von Zalando befragte Analysten hatten ein Umsatzwachstum von 45,5 Prozent und ein bereinigtes Ebit von 41 Millionen Euro auf dem Schirm, wie der Konzern weiter mitteilte. Zalando legt am 6. Mai endgültige Zahlen vor./fba/stw

20.04.2021

Gucci-Mutter Kering wächst im ersten Quartal über Vorkrisenniveau hinaus

PARIS (dpa-AFX) - Der Luxusgüterkonzern Kering ist dank starker Verkaufszahlen seiner Marke Gucci im ersten Quartal wieder aus dem Corona-Tief aufgetaucht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sprang der Umsatz um über 21 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro nach oben, wie das Unternehmen am Dienstagabend in Paris mitteilte. Das war deutlich mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Auf vergleichbarer Basis und bereinigt um Währungskurse betrug der Anstieg fast 26 Prozent. Dabei schlug sich Kering auch besser als vor der Corona-Pandemie: Währungsschwankungen herausgerechnet, lag der Umsatz jetzt 5,5 Prozent höher als im ersten Quartal 2019./stw/fba

20.04.2021

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 04. Mai 2021

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Dienstag, den 04. Mai:

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MITTWOCH, DEN 21. APRIL 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

00:30 AUT: BHP, Q3 Production Report

07:00 DEU: Sartorius, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Roche, Q1-Umsatz

07:00 NLD: ASML Holding, Q1-Zahlen

07:00 NLD: Akzo Nobel, Q1-Zahlen

07:00 SWE: Ericsson, Q1-Zahlen

07:15 NLD: Randstad, Q1-Umsatz

07:30 DEU: SNP Schneider-Neureither & Partner, Jahreszahlen (detailliert)

08:00 NLD: Heineken, Q1 Trading Update

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 DEU: MTU Aero Engines, Hauptversammlung (online)

10:00 NLD: Shop Apotheke, Hauptversammlung (online)

10:30 DEU: Uzin Utz, Bilanz-Pk (online)

13:00 NLD: ABN Amro, Hauptversammlung

13:00 USA: Verizon Communications, Q1-Zahlen

17:45 FRA: Accor, Q1 Umsatz

17:45 FRA: Carrefour, Q1-Umsatz

18:00 AUT: Immofinanz, Jahreszahlen

19:00 DEU: Deutsche Börse, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Sartorius Stedim Biotech, Q1-Zahlen

DEU: Mensch und Maschine, Q1-Zahlen (Call 10.30 h)

ESP: Iberdrola, Q1-Zahlen

FIN: Elisa, Q1-Zahlen

SWE: Svenska Handelsbanken, Q1-Zahlen

USA: Whirlpool, Q1-Zahlen

USA: Halliburton, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 GBR: Verbraucherpreise 03/21

08:00 GBR: Erzeugerpreise 03/21

10:00 POL: Erzeugerpreise 03/21

10:00 POL: Industrieproduktion 03/21

16:30 USA: EIA-Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:15 DEU: Online-Pk mit Bitkom-Präsident Achim Berg "Künstliche Intelligenz - wo steht die deutsche Wirtschaft?"

10:00 DEU: Online-Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht der Finanzaufsicht Bafin (14:45 Pressegespräch mit Versicherungsaufseher Grund)

DEU: Berliner Energietage zu energie- und klimapolitischen Weichenstellungen im Superwahljahr

10:30 Grußwort von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (online)

12:30 Rede von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) (online)

11:00 DEU: VCI Hessen Konjunkturgespräch mit Jochen Reutter, Vorsitzender des VCI Hessen (online)

11:00 EUR: Urteil des Europäischen Gerichts zu Markenstreit zwischen Chanel und Huawei wegen ähnlichem Geschäftslogo

11:00 RUS: Der russische Präsident Wladimir Putin hält Rede an die Nation

12:00 DEU: EU-Kommission legt voraussichtlich Kriterien für "grüne" Investments vor

12:00 DEU: Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard. Als Zeugen geladen sind Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Finanzstaatssekretär Jörg Kukies.

13:00 DEU: Bundestag

11:00 2./3. Lesung Änderung des Infektionsschutzgesetzes (siehe gesonderten Termineintrag)

13:00 Regierungsbefragung mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU)

14:35 Vereinbarte Debatte zur Neuregelung der Sterbehilfe (siehe gesonderten Termineintrag)

weitere Themen u.a.: 2./3. Lesung Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes; Verlängerung der Bundeswehreinsätze in Somalia (Atalanta) und im Mittelmeer (Irini)

13:30 DEU: Umweltministerkonferenz (UMK) - Online-Pk nach der Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze

14:30 CHE: Verband der Fluggesellschaften IATA, Pk zur Corona-Krise. Der Verband informiert regelmäßig über die Auswirkungen der Corona-Einschränkungen auf den Flugverkehr und die Anstrengungen von Airlines und Verband zur Überwindung der Krise.

15:00 DEU: Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Konferenz zur Zukunft Europas der Europäischen Volkspartei. Thema ist die bis 2022 angelegte Konferenz zur Zukunft Europas, die unter Beteiligung von Bürgern Reformen der EU auf den Weg bringen soll.

EUR: 27. Iberoamerika-Gipfel. Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs Lateinamerikas, Spaniens und Portugals.

CHN: Beginn Internationale Automesse in Shanghai (bis 28.4.21)

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DONNERSTAG, DEN 22. APRIL 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:15 CHE: Barry Callebaut, Halbjahreszahlen (Call 10.00 h)

07:00 DEU: SAP, Q1-Zahlen (Call 14.00 h) (detailliert)

07:00 DEU: Adva Optical, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Credit Suisse, Q1-Zahlen

07:00 KOR: Hyundai Motor, Q1-Zahlen

07:00 SWE: Tele2 AB, Q1-Zahlen

07:15 CHE: Nestle, Q1-Umsatz (Call 14.00 h)

07:20 SWE: Volvo AB, Q1-Zahlen

07:30 SWE: Husqvarna, Q1-Zahlen

07:30 FRA: Renault, Q1-Umsatz

07:30 FRA: Pernod Ricard, Q3-Umsatz

07:30 FRA: Orange, Q1-Zahlen

08:00 DEU: Amadeus Fire, Q1-Zahlen

08:00 DEU: Villeroy & Boch, Q1-Zahlen

08:00 FRA: Hermes, Q1-Umsatz

08:00 GBR: Relx, Q1 Trading Update

08:00 GBR: Anglo American, Q1 Trading Update

09:30 DEU: Fortsetzung Prozess zu "Cum-Ex"-Aktiendeals vor dem Landgericht Wiesbaden

10:00 DEU: Hawesko, Bilanz-Pk (per Call)

10:00 AUT: Raiffeisen International, Hauptversammlung

10:30 DEU: Robert Bosch, Bilanz-Pk (online)

11:00 ESP: Telefonica, Hauptversammlung

11:30 DEU: WIBank, Bilanz-Pk (online)

12:00 USA: Danaher, Q1-Zahlen

12:30 USA: AT&T, Q1-Zahlen

12:30 USA: Dow, Q1-Zahlen

13:00 USA: American Airlines Group, Q1-Zahlen

13:30 CHE: Glencore, Anleger-Webcast vor der Hauptversammlung

14:00 DEU: Deutsche Börse, Call zu den Q1-Zahlen

15:00 USA: Pfizer, Hauptversammlung

16:00 USA: Johnson & Johnson, Hauptversammlung

17:45 FRA: Vinci, Q1-Umsatz

18:00 FRA: Vivendi, Q1-Umsatz

22:02 USA: Intel, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

FIN: Wartsila, Q1-Zahlen

FRA: Rexel, Q1-Umsatz

GBR: Rentokil Initial, Q1-Umsatz

SWE: SKF, Q1-Zahlen

USA: Valero Energy, Q1-Zahlen

USA: Blackstone, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 04/21

06:30 NLD: Arbeitslosenzahlen 03/21

08:00 CHE: Handelsbilanz 03/21

08:45 FRA: Geschäftsklima 04/21

08:45 FRA: Produzentenvertrauen 04/21

10:00 POL: Einzelhandelsumsatz 03/21

11:00 BEL: Verbrauchervertrauen 04/21

13:45 EUR: EZB Zinsentscheid mit Pk um 14.30 h Christine Lagarde

14:30 USA: CFNA-Index 03/21

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Frühindikator 03/21

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 03/21

16:00 EUR: Verbrauchervertrauen 04/21 (vorab)

SONSTIGE TERMINE

LUX: EuGH-Verhandlung zur Untersagung der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens durch Tata Steel und ThyssenKrupp

BEL: Informelle Tagung der EU-Energieminister, Brüssel

09:30 LUX: EuGH-Gutachten zur polnischen Klage gegen die EU-Urheberrechtsreform, Luxemburg

10:30 DEU: Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard. Als Zeuge geladen ist Finanzminister Olaf Scholz (SPD)

USA: Online: Internationaler Klima-Gipfel des US-Präsidenten Joe Biden mit 40 Staats- und Regierungschefs. Das Treffen soll die Dringlichkeit und den wirtschaftlichen Nutzen von stärkeren Klimaschutzmaßnahmen auf dem Weg zur Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) im November in Glasgow unterstreichen. (bis 23.4.21)

CHN: Fortsetzung Internationale Automesse in Shanghai (bis 28.4.), Shanghai

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FREITAG, DEN 23. APRIL 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 CHE: LafargeHolcim, Q1-Umsatz

07:00 CHE: BB Biotech, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Software, Q1-Zahlen

07:20 FRA: Air Liquide, Q1-Umsatz

07:30 DEU: Daimler, Q1-Zahlen (detailliert) (Call 8.00 h)

07:30 FIN: Stora Enso, Q1-Zahlen

07:30 FRA: Remy Cointreau, Q4-Umsatz

08:00 NOR: Yara, Q1-Zahlen

10:00 DEU: Merck KGaA, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Schaeffler, Hauptversammlung (online)

13.00 USA: Honeywell International, Q1-Zahlen

13:00 USA: American Express, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Schindler, Q1-Zahlen

SWE: Autoliv, Q1-Zahlen

SWE: Telia Company AB, Q1-Zahlen

USA: Schlumberger, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:01 GBR: Verbrauchervertrauen 04/21

01:30 JPN: Verbraucherpreise 03/21

02:30 JPN: Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/21 (vorläufig)

08:00 GBR: Einzelhandelsumsatz 03/21

08:00 EUR: Acea, Neuzulassungen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben Q1/21

09:15 FRA: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/21 (1. Veröffentlichung)

09:30 DEU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/21 (1. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/21 (1. Veröffentlichung)

10:30 GBR: Markit/CIPS PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/21 (1. Veröffentlichung)

12:30 RUS: Zentralbank, Zinsentscheid

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/21 (1. Veröffentlichung)

16:00 USA: Neubauverkäufe 03/21

EUR: S&P Ratingergebnis Großbritannien, Griechenland, EFSF, Italien

EUR: Fitch Ratingergebnis Niederlande, Finnland

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard. Als Zeugin geladen ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

DEU: Anlegermesse "Invest" (online) (bis 24.04.21)

USA: Online: Internationaler Klima-Gipfel des US-Präsidenten Joe Biden mit 40 Staats- und Regierungschefs. (bis 23.04.21)

CHN: Fortsetzung Internationale Automesse in Shanghai (bis 28.04.)

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MONTAG, DEN 26. APRIL 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 CHE: Kuehne & Nagel, Q1-Zahlen

07:00 NLD: Philips, Q1-Zahlen

08:00 DEU: Atoss Software, Q1-Zahlen

14:00 NLD: ING Groep, Hauptversammlung

18:00 FRA: Michelin, Q1-Umsatz

22:05 USA: Tesla, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Bawag P.S.K., Q1-Zahlen

USA: NXP Semiconductors, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

09:00 ESP: Erzeugerpreise 03/21

10:00 DEU: ifo-Geschäftsklima 04/21

10:00 POL: Arbeitslosenquote 03/21

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 03/21 (vorab)

15:00 BEL: Geschäftsklima 04/21

16:30 USA: Dallas Fed Verarbeitendes Gewerbe 04/21

SONSTIGE TERMINE

CHN: Fortsetzung Internationale Automesse in Shanghai (bis 28.4.), Shanghai

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DIENSTAG, DEN 27. APRIL 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:00 GBR: HSBC Holdings, Q1-Zahlen

06:00 CHE: Bucher, Q1-Umsatz

06:45 CHE: ABB, Q1-Zahlen

06:45 CHE: UBS, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Novartis, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Hamborner Reit, Q1-Zahlen

07:15 DEU: Gesco, Jahreszahlen

07:15 FRA: Schneider Electric, Q1-Umsatz

07:30 DEU: Befesa, Q1-Zahlen

08:00 GBR: BP, Q1-Zahlen

08:30 FIN: UPM Kymmene, Q1-Zahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 DEU: Bayer, Hauptversammlung (online)

10:30 DEU: BayWa, Bilanz-Pk (online)

11:00 DEU: Stihl, Bilanz-Pk (online)

11:00 DEU: VÖB, Online-Pk zur Aktienmarktprognose

12:00 USA: UPS, Q1-Zahlen

12:20 USA: General Electric, Q1-Zahlen

12:30 USA: 3M, Q1-Zahlen

12:55 USA: Raytheon Technologies, Q1-Zahlen

22:00 USA: Amgen, Q1-Zahlen

22:00 USA: Texas Instruments, Q1-Zahlen

22:00 USA: Alphabet, Q1-Zahlen

22:05 USA: Stryker, Q1-Zahlen

22:05 USA: Mondelez International, Q1-Zahlen

22:05 USA: Visa, Q2-Zahlen

22:05 USA: Starbucks, Q1-Zahlen

22:10 USA: Microsoft, Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Telekom Austria, Q1-Zahlen

FRA: Societe Bic, Q1-Zahlen

DNK: Novozymes, Q1-Zahlen

NOR: Norsk Hydro, Q1-Zahlen

USA: Paccar, Q1-Zahlen

USA: Eli Lilly, Q1-Zahlen

USA: Corning, Q1-Zahlen

USA: Hasbro, Q1-Zahlen

USA: Jetblue Airways, Q1-Zahlen

USA: AMD, Q1-Zahlen

USA: Pinterest, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

09:30 SWE: Riksbank, Zinsentscheid

10:00 ITA: Verbrauchervertrauen 04/21

11:30 DEU: Anleihe / Laufzeit: 7 Jahre / Volumen: 4 Mrd EUR

14:00 HUN: Zentralbank, Zinsentscheid

15:00 USA: FHFA-Index 02/21

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 04/21

16:00 USA: Richmond Fed Herstellerindex 04/21

16:00 USA: API-Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Bundesgerichtshof prüft Klauseln zu AGB-Änderungen von Banken

10:00 DEU: Online-Jahres-Pk des Handelsverbandes Heimwerken, Bauen und Garten (BHB)

10:00 DEU: Vorstellung der Commerzbank-Mittelstandsstudie

11:00 DEU: Online-Pk des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) zu umweltverträglicher Förderung von Erdgas und Erdöl in Deutschland

11:00 DEU: Online-PK Industrieverband Agrar

15:00 DEU: Online-Diskussion Berenberg Bank zur finanziellen Integration Europas

18:30 DEU: Online-Zukunftsgespräch mit Vize-Kanzler und Kanzlerkandidat der SPD Olaf Scholz

CHN: Fortsetzung Internationale Automesse in Shanghai (bis 28.4.), Shanghai

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MITTWOCH, DEN 28. APRIL 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 ESP: Banco Santander, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Bank, Q1-Zahlen

07:00 DEU: DWS, Q1-Zahlen

07:00 DNK: Carlsberg, Q1 Trading Statement

07:00 NOR: Aker BP, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Kion, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Covestro, Q1-Zahlen

07:00 SWE: Skandinaviska Enskilda Banken, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Delivery Hero, Q1-Umsatz

07:30 DEU: Symrise, Q1-Zahlen

07:30 FRA: Sanofi, Jahreszahlen

07:30 FRA: Scor, Q1-Zahlen

08:00 DEU: Puma, Q1-Zahlen (Call 15.00 h)

08:00 DEU: Beiersdorf, Q1-Zahlen (detailliert) (Call 9.00 h)

08:00 DEU: Washtec, Q1-Zahlen

08:00 DNK: Danske Bank, Q1-Zahlen

08:00 GBR: Sainsbury, Jahreszahlen

08:00 GBR: Reckitt Benckiser, Q1 Trading Statement

08:00 GBR: Lloyds Banking Group, Q1-Zahlen

08:00 GBR: LSE, Q1 Trading Statement (13.00 h Hauptversammlung)

08:00 JPN: Sony, Jahreszahlen

08:00 SWE: Electrolux, Q1-Zahlen

09:00 DEU: PSI Software, Q1-Zahlen

09:30 SWE: Vattenfall, Hauptversammlung

10:00 DEU: enviaM-Gruppe, Bilanz-Pk (online)

10:00 DEU: RWE, Hauptversammlung

10:00 DEU: Munich Re, Hauptversammlung

10:30 DEU: L-Bank, Bilanz-Pk (online)

11:30 FIN: Kone Oyj, Q1-Zahlen

12:00 USA: Spotify, Q1-Zahlen

12:30 GBR: British American Tobacco, Hauptversammlung

13:00 GBR: GlaxoSmithKline, Q1-Zahlen

13:00 USA: CME Group, Q1-Zahlen

13:30 USA: Boeing, Q1-Zahlen

14:00 DEU: Demire Deutsche Mittelstand Real Estate, Hauptversammlung (online)

15:00 FIN: Fortum, Hauptversammlung

15:00 LUX: RTL, Hauptversammlung (online) und Geschäftsbericht

18:30 FRA: Valeo, Q1-Umsatz

22:00 USA: Align Technology, Q1-Zahlen

22:04 USA: Qualcomm, Q2-Zahlen

22:05 USA: Ford Motor, Q1-Zahlen

22:05 USA: Ebay, Q1-Zahlen

22:05 USA: Facebook, Q1-Zahlen

22:05 USA: Altice USA, Q1-Zahlen

22:30 USA: Apple, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Geratherm Medical, Geschäftsbericht

FRA: Valeo, Q1-Zahlen

FRA: Dassault Systemes, Q1-Zahlen

FRA: Unibail-Rodamco-Westfield, Q1 Trading Update

IRL: CRH, Q1-Umsatz

ITA: Saipem, Q1-Zahlen

NOR: Storebrand, Q1-Zahlen

USA: Boston Scientific, Q1-Zahlen

USA: General Dynamics, Q1-Zahlen

USA: Moderna, Hauptversammlung

USA: Stanley Black & Decker, Q1-Zahlen

USA: Norfolk, Q1-Zahlen

USA: Moody's, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: DIW Konjunkturbarometer

01:50 JPN: Einzelhandelsumsatz 03/21

08:00 DEU: GfK-Verbrauchervertrauen 04/21

08:45 FRA: Verbrauchervertrauen 04/21

10:00 AUT: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21

11:30 DEU: Anleihe / Laufzeit: 15 Jahre / Volumen: 2,5 Mrd EUR

12:00 IRL: Einzelhandelsumsatz 03/21

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 03/21 (vorab)

16:30 USA: EIA-Ölbericht (Woche)

20:00 USA: FOMC Zinsentscheid und Pk 20.30 h mit Fed-Chef Jerome Powell

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: Digitaler Berliner Stahldialog "Rahmenbedingungen für eine grüne Stahlproduktion in Deutschland"

16:30 DEU: Web-Forum "Ein nachhaltiges Come-Back: So gelingt die ökologische und gerechte Transformation nach Corona". Im Rahmen des Kongresses "Tag der Progressiven Wirtschaftspolitik" der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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DONNERSTAG, DEN 29. APRIL 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

01:40 KOR: Samsung Electronics, Q1-Zahlen (detailliert)

03:00 CHE: Logitech, Jahreszahlen

06:30 FRA: Airbus Group, Q1-Zahlen

06:45 NOR: Equinor, Q1-Zahlen

07:00 DEU: BASF, Q1-Zahlen (Call 8.30) und Hauptversammlung 10.00 h

07:00 DEU: Lufthansa, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Fuchs Petrolub, Q1-Zahlen (Pk 10.00 h, Call 12.00 h)

07:00 DEU: Nemetschek, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Klöckner & Co, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Takkt, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Kuka, Q1-Zahlen

07:00 FIN: Nokia, Q1-Zahlen

07:00 AUT: OMV, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Clariant, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Straumann, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Sulzer, Q1-Umsatz/Auftragseingang

07:00 CHE: STMicroelectronics, Q1-Zahlen

07:00 FRA: Capgemini, Q1-Umsatz

07:15 CHE: Swisscom, Q1-Zahlen

07:25 CHE: SNB, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Aixtron, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Vossloh, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Baader Bank, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Drägerwerk, Q1-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Schaltbau Holding, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Fielmann, Q1-Zahlen und Bilanz-Pk

07:30 SWE: Skanska, Q1-Zahlen

07:35 DEU: SNP Schneider-Neureither & Partner, Q1-Zahlen

08:00 CHE: Glencore, Q1 Produktionsreport

08:00 DEU: LPKF, Q1-Zahlen

08:00 ESP: Repsol, Q1-Zahlen

08:00 GBR: Shell, Q1-Zahlen

08:00 GBR: Unilever, Q1-Umsatz

08:00 GBR: Smith & Nephew, Q1-Zahlen

08:00 FRA: Total, Q1-Zahlen

08:00 SWE: Vattenfall, Q1-Zahlen

10:00 DEU: Deutz, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Hamborner Reit, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Siltronic, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Continental, Hauptversammlung (online)

12:45 USA: Merck & Co, Q1-Zahlen

13:00 USA: McDonald's, Q1-Zahlen

13:15 USA: S&P Global, Q1-Zahlen

13:30 USA: Southern Company, Q1-Zahlen

13:30 USA: Intercontinental Exchange, Q1-Zahlen

14:30 FRA: Axa, Hauptversammlung

17:45 FRA: Saint-Gobain, Q1-Umsatz

22:00 USA: Amazon, Q1-Zahlen

22:05 USA: Twitter, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Andritz AG, Q1-Zahlen

GBR: Natwest, Q1-Zahlen

NOR: DNB ASA, Q1-Zahlen

USA: Baxter International, Q1-Zahlen

USA: International Paper, Q1-Zahlen

USA: Kraft Heinz, Q1-Zahlen

USA: Northrop Grumman, Q1-Zahlen

USA: Mastercard, Q1-Zahlen

USA: Bristol Myers Squibb, Q1-Zahlen

USA: Comcast, Q1-Zahlen

USA: Caterpillar, Q1-Zahlen

USA: First Solar, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

BEL: Verbraucherpreise 04/21

09:00 ESP: Arbeitslosenquote Q1/21

09:00 ESP: Verbraucherpreise 04/21 (vorläufig)

09:55 DEU: Arbeitslosenzahlen 04/21

10:00 DEU: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen, Bayern 04/21

10:00 EUR: EZB Geldmenge M3 03/21

11:00 EUR: Wirtschaftsvertrauen 04/21

11:00 BEL: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

11:00 DEU: Verbraucherpreise Sachsen 04/21

11:00 ITA: Erzeugerpreise 03/21

11:00 GRI: Einzelhandelsumsatz 02/21

11:00 EUR: Verbrauchervertrauen 04/21 (endgültig)

12:00 LVA: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

14:00 DEU: Verbraucherpreise 04/21 (vorläufig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

14:30 USA: Privater Konsum Q1/21

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 03/21

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Verkündung einer Entscheidung im Zivilprozess um die Pleite des Versandhandels Neckermann im Jahr 2012

10:00 DEU: Online-Pk der Förderbank KfW zu Entwicklungszusammenarbeit

18:00 DEU: Hessischer Bankentag (digital per Live-Stream)

03:00 USA: US-Präsident Biden hält erste Ansprache vor beiden Kammern des US-Kongresses, Washington

HINWEIS

JPN: Feiertag, Börse geschlossen

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FREITAG, DEN 30. APRIL 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Wacker Chemie, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Swiss Re, Q1-Zahlen

07:00 FRA: BNP Paribas, Q1-Zahlen

07:00 NLD: Signify, Q1-Zahlen

07:45 ITA: Eni, Q1-Zahlen

07:30 AUT: Erste Group Bank, Q1-Zahlen

07:30 NLD: KPN, Q1-Zahlen

08:00 DEU: MTU Aero Engines, Q1-Zahlen

08:00 SWE: Svenska Cellulosa, Q1-Zahlen

08:00 GBR: Barclays, Q1-Zahlen

08:00 GBR: AstraZeneca, Q1-Zahlen

08:30 ESP: BBVA, Q1-Zahlen

10:00 DEU: Gea Group, Hauptversammlung

11:00 DEU: Atoss Software, Hauptversammlung

13:30 USA: Chevron Corporation, Q1-Zahlen

13:30 USA: Exxon Mobil, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AST: Cimic, Q1-Zahlen

DEU: Akasol AG, Bilanz-Pk

FRA: Safran, Q1-Umsatz

USA: AbbVie, Q1-Zahlen

USA: Weyerhaeuser, Q1-Zahlen

USA: Colgate-Palmolive, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

BGR: Zentralbank, Zinsentscheid

03:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 04/21

01:30 JPN: Arbeitslosenquote 03/21

01:30 JPN: Verbraucherpreise Tokio 04/21

01:50 JPN: Industrieproduktion 03/21 (vorab)

02:30 JPN: Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21

06:30 NLD: Einzelhandelsumsatz 03/21

07:00 JPN: Wohnungsbaubeginne 03/21

07:30 FRA: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

08:45 FRA: Erzeugerpreise 03/21

08:45 FRA: Verbraucherpreise 04/21 (vorläufig)

09:00 CHE: KOF Konjunkturbarometer 04/21

09:00 CZE: BIP Q1/21 (vorab)

09:00 ITA: Arbeitslosenquote 03/21 (vorläufig)

09:00 ESP: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

09:00 ESP: Einzelhandelsumsatz 03/21

09:00 AUT: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

10:00 POL: Verbraucherpreise 04/21 (vorläufig)

10:00 DEU: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

10:00 ITA: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

10:30 PRT: Verbraucherpreise 04/21 (vorläufig)

10:30 PRT: BIP Q1/21 (1. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Arbeitslosenquote 03/21

11:00 BEL: Arbeitslosenquote 03/21

11:00 EUR: Verbraucherpreise 04/21 (vorläufig)

11:00 ITA: Verbraucherpreise 04/21 (vorläufig)

11:00 EUR: BIP Q1/21 (vorab)

12:00 PRT: Industrieproduktion 03/21

14:30 USA: Beschäftigungskostenindex Q1/21

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 03/21

15:45 USA: MNI Chicago PMI 04/21

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 04/21

EUR: Fitch Ratingergebnis Slowakei, Deutschland

EUR: Moody's Ratingergebnis Polen, Norwegen

EUR: S&P Ratingergebnis Tschechien

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MONTAG, DEN 03. MAI 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Siemens Healthineers, Q2-Zahlen

07:00 LUX: Stabilus, Q2-Zahlen

07:30 ESP: Siemens Gamesa, Q2-Zahlen

10:30 DEU: Dekra, Bilanz-Pkl

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

USA: Merck & Co, Investor Day

USA: Avis Budget, Q1-Zahlen

USA: Pkw-Absatz 04/21

TERMINE KONJUNKTUR

09:00 NLD: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21

09:15 ESP: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21

09:45 ITA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21

09:50 FRA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21 (2. Veröffentlichung)

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Bauinvestitionen 03/21

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 04/21

SONSTIGE TERMINE

DEU: 31. Münchner Kapitalmarkt-Konferenz (MKK), München

USA: Prozessauftakt im Streit zwischen der Spielefirma Epic und Apple um den Wettbewerb im App Store, Oakland

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DIENSTAG, DEN 04. MAI 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Vonovia, Q1-Zahlen

07:00 DEU: Infineon, Q2-Zahlen

07:00 CHE: Geberit, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Adecco, Q1-Zahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 DEU: Fuchs Petrolub, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Lufthansa, Hauptversammlung (online)

10:00 AUT: Wienerberger, Hauptversammlung (online)

14:00 GBR: Dialog Semiconductor, Hauptversammlung (online)

18:30 DEU: Metro AG, Q2-Zahlen

22:00 USA: Xilinx, Q4-Zahlen

22:30 USA: T-Mobile US, Q1-Zahlen

22:30 USA: Lyft, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Pfeiffer Vacuum, Q1-Zahlen

DEU: Teamviewer AG, Q1-Zahlen

DEU: HelloFresh, Q1-Zahlen

DEU: Koenig & Bauer AG, Q1-Zahlen

DEU: Alstria Office Reit AG, Q1-Zahlen

CHE: ams AG, Q1-Zahlen

FRA: Axa, Q1 Activity Indicators

ITA: Ferrari, Q1-Zahlen

NOR: Telenor, Q1-Zahlen

USA: Conoco Phillips, Q1-Zahlen

USA: Warner Music Group, Q2-Zahlen

USA: Activision Blizzard, Q1-Zahlen

USA: Pfizer, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

03:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21

07:00 FIN: Arbeitslosenquote 03/21

08:00 RUS: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21

10:30 GBR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/21 (2. Veröffentlichung)

14:30 USA: Handelsbilanz 03/21

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 03/21

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 03/21 (endgültig)

16:00 USA: API-Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

ITA: Video-Konferenz der G20-Runde zu Kultur und Tourismus, Rom

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

20.04.2021

TAGESVORSCHAU: Termine am 21. April 2021

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Mittwoch, den 21. April:

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TERMINE UNTERNEHMEN

00:30 AUT: BHP, Q3 Production Report

07:00 DEU: Sartorius, Q1-Zahlen

07:00 CHE: Roche, Q1-Umsatz

07:00 NLD: ASML Holding, Q1-Zahlen

07:00 NLD: Akzo Nobel, Q1-Zahlen

07:00 SWE: Ericsson, Q1-Zahlen

07:15 NLD: Randstad, Q1-Umsatz

07:30 DEU: SNP Schneider-Neureither & Partner, Jahreszahlen (detailliert)

08:00 NLD: Heineken, Q1 Trading Update

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 DEU: MTU Aero Engines, Hauptversammlung (online)

10:00 NLD: Shop Apotheke, Hauptversammlung (online)

10:30 DEU: Uzin Utz, Bilanz-Pk (online)

13:00 NLD: ABN Amro, Hauptversammlung

13:00 USA: Verizon Communications, Q1-Zahlen

17:45 FRA: Accor, Q1 Umsatz

17:45 FRA: Carrefour, Q1-Umsatz

18:00 AUT: Immofinanz, Jahreszahlen

19:00 DEU: Deutsche Börse, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Sartorius Stedim Biotech, Q1-Zahlen

DEU: Mensch und Maschine, Q1-Zahlen (Call 10.30 h)

ESP: Iberdrola, Q1-Zahlen

FIN: Elisa, Q1-Zahlen

SWE: Svenska Handelsbanken, Q1-Zahlen

USA: Whirlpool, Q1-Zahlen

USA: Halliburton, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 GBR: Verbraucherpreise 03/21

08:00 GBR: Erzeugerpreise 03/21

10:00 POL: Erzeugerpreise 03/21

10:00 POL: Industrieproduktion 03/21

16:30 USA: EIA-Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:15 DEU: Online-Pk mit Bitkom-Präsident Achim Berg "Künstliche Intelligenz - wo steht die deutsche Wirtschaft?"

10:00 DEU: Online-Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht der Finanzaufsicht Bafin (14:45 Pressegespräch mit Versicherungsaufseher Grund)

DEU: Berliner Energietage zu energie- und klimapolitischen Weichenstellungen im Superwahljahr

10:30 Grußwort von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (online)

12:30 Rede von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) (online)

11:00 DEU: VCI Hessen Konjunkturgespräch mit Jochen Reutter, Vorsitzender des VCI Hessen (online)

11:00 EUR: Urteil des Europäischen Gerichts zu Markenstreit zwischen Chanel und Huawei wegen ähnlichem Geschäftslogo

11:00 RUS: Der russische Präsident Wladimir Putin hält Rede an die Nation

12:00 DEU: EU-Kommission legt voraussichtlich Kriterien für "grüne" Investments vor

12:00 DEU: Untersuchungsausschuss zum Bilanzskandal Wirecard. Als Zeugen geladen sind Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Finanzstaatssekretär Jörg Kukies.

13:00 DEU: Bundestag

11:00 2./3. Lesung Änderung des Infektionsschutzgesetzes (siehe gesonderten Termineintrag)

13:00 Regierungsbefragung mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU)

14:35 Vereinbarte Debatte zur Neuregelung der Sterbehilfe (siehe gesonderten Termineintrag)

weitere Themen u.a.: 2./3. Lesung Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes; Verlängerung der Bundeswehreinsätze in Somalia (Atalanta) und im Mittelmeer (Irini)

13:30 DEU: Umweltministerkonferenz (UMK) - Online-Pk nach der Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze

14:30 CHE: Verband der Fluggesellschaften IATA, Pk zur Corona-Krise. Der Verband informiert regelmäßig über die Auswirkungen der Corona-Einschränkungen auf den Flugverkehr und die Anstrengungen von Airlines und Verband zur Überwindung der Krise.

15:00 DEU: Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Konferenz zur Zukunft Europas der Europäischen Volkspartei. Thema ist die bis 2022 angelegte Konferenz zur Zukunft Europas, die unter Beteiligung von Bürgern Reformen der EU auf den Weg bringen soll.

EUR: 27. Iberoamerika-Gipfel. Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs Lateinamerikas, Spaniens und Portugals.

CHN: Beginn Internationale Automesse in Shanghai (bis 28.4.21)

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

20.04.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Gewinnmitnahmen sorgen für deutliche Verluste

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Mix aus Gewinnmitnahmen, Corona-Sorgen und Kursverlusten in den USA hat den Dax am Dienstag stark belastet. Hinzu kam die Zurückhaltung der Anleger vor weiteren Quartalsberichten in dieser Woche. Der deutsche Leitindex schloss 1,55 Prozent tiefer bei 15 129,51 Punkten, nachdem er tags zuvor noch ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Der MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, verzeichnete am Ende ein Minus von 1,69 Prozent auf 32 540,15 Zähler. Auch er war zu Wochenbeginn noch auf einen Höchststand geklettert.

Gerade der stark angestiegene Optimismus hinsichtlich der Berichterstattung zum ersten Quartal in den USA, aber auch in Europa könne nun ein Argument gegen weitere Kursanstiege sein, erläuterte Analyst Frank Wohlgemuth von der Essener National-Bank. Dies lasse Raum für Enttäuschungen. "Der Spielraum für positive Gewinnüberraschungen wird auf jeden Fall kleiner", führte er aus. An seiner zuversichtlichen Grundstimmung zur weiteren Entwicklung der Aktienmärkte hielt er gleichwohl fest.

Aus Branchensicht standen Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor wegen Befürchtungen über die anhaltend hohen Covid-19-Infektionszahlen in vielen Ländern besonders unter Verkaufsdruck. Derzeit sorgt eine aus Indien bekannte Virus-Variante für Aufsehen. In dem Land sind die Fallzahlen geradezu explodiert. Wegen der Corona-Lage in Indien hatte der britische Premierminister Boris Johnson einen für Ende April geplanten Besuch dort abgesagt.

Insofern gehörten die Papiere des Triebwerkherstellers MTU , des Flughafenbetreibers Fraport , des Flugzeugbauers Airbus und der Fluggesellschaft Lufthansa mit Verlusten zwischen 3,9 und 6,5 Prozent zu den schwächsten Standardwerten.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Entwicklungen nahmen insgesamt wieder die Befürchtungen zu, dass die aktuellen Erwartungen bezüglich einer raschen Erholung des globalen Wachstums zu hoch gegriffen sein könnten. Damit trennten sich die Anleger auch von den als sehr konjunktursensibel geltenden Aktien des Chipherstellers Infineon und des Finanzhauses Deutsche Bank , die am Dax-Ende beide jeweils mehr als vier Prozent einbüßten.

Die Aktien von BMW fielen um 1,7 Prozent. Der Autobauer muss im laufenden Kartellverfahren der Europäischen Union zu unerlaubten Absprachen über technische Standards deutscher Autobauer laut dem Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider" eine Strafe im hohen dreistelligen Millionenbereich fürchten. Ein BMW-Sprecher wollte die Informationen unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren. BMW hatte zuvor einen Rekordabsatz und einen überraschend hohen Gewinn für das erste Quartal gemeldet.

Ein von der US-Bank JPMorgan ausgerufenes Kursziel von 350 Euro trieb die Papiere von Zooplus als Spitzenreiter im Nebenwerteindex SDax um gut sieben Prozent auf 269 Euro nach oben. Analyst Borja Olcese hatte mit seinem neuen Kursziel für Aufsehen gesorgt. Die Corona-Pandemie habe bei dem Online-Händler für Haustierbedarf alles zum Besseren geändert, schrieb der Experte.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,98 Prozent auf 3940,46 Zähler nach unten. Die Indizes in Paris und London verbuchten ähnlich hohe Verluste. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss knapp 1 Prozent tiefer.

Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2051 (Montag: 1,2035) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8298 (0,8309) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,32 Prozent am Vortag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,24 Prozent auf 144,35 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,29 Prozent auf 170,90 Punkte./la/fba

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

20.04.2021

Aktien Frankfurt Schluss: Deutliches Minus - Gewinnmitnahmen und Corona-Sorgen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Mix aus Gewinnmitnahmen, Corona-Sorgen und Kursverlusten in den USA hat den Dax am Dienstag stark belastet. Hinzu kam die Zurückhaltung der Anleger vor weiteren Quartalsberichten in dieser Woche. Der deutsche Leitindex schloss 1,55 Prozent tiefer bei 15 129,51 Punkten, nachdem er tags zuvor noch ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Der MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, verzeichnete am Ende ein Minus von 1,69 Prozent auf 32 540,15 Zähler. Auch er war zu Wochenbeginn noch auf einen Höchststand geklettert.

Gerade der stark angestiegene Optimismus hinsichtlich der Berichterstattung zum ersten Quartal in den USA, aber auch in Europa könne nun ein Argument gegen weitere Kursanstiege sein, erläuterte Analyst Frank Wohlgemuth von der Essener National-Bank. Dies lasse Raum für Enttäuschungen. "Der Spielraum für positive Gewinnüberraschungen wird auf jeden Fall kleiner", führte er aus. An seiner zuversichtlichen Grundstimmung zur weiteren Entwicklung der Aktienmärkte hielt er gleichwohl fest./la/fba

20.04.2021

ROUNDUP/Aktien New York: Weitere moderate Verluste nach jüngstem Rekordlauf

NEW YORK (dpa-AFX) - Auf die jüngste Rekordjagd sind am Dienstag weitere moderate Gewinnmitnahmen gefolgt. Der Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel nun 0,45 Prozent auf 33 925,18 Punkte, nachdem er am Freitag bei 34 256 Punkten ein Rekordhoch erreicht und dann am Montag um 0,4 Prozent nachgegeben hatte.

"Die positive Tendenz des US-Leitindex ist auf allen analysierten Zeitebenen unverkennbar", kommentierte Analyst Andreas Büchler von Index-Radar die jüngsten Bewegungen aus charttechnischer Sicht. Aktuell habe der Dow nach oben Luft bis etwa 34 500 Zähler, und dieser kurzfristige Aufwärtstrend steige zugleich aktuell täglich um rund 80 Punkte. "Auf der Unterseite lässt sich daraus eine erste Haltezone um 33 900/33 950 Punkte ableiten."

Der marktbreite S&P 500 sank am Dienstag um 0,28 Prozent auf 4151,63 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 , dem zeitweise der Dreh ins Plus gelungen war, gab zuletzt um 0,16 Prozent auf 13885,33 Zähler nach.

Die an diesem Handelstag vorgelegten Geschäftszahlen fanden am Markt ein gemischtes Echo. Der Bericht von IBM zum Jahresauftakt 2021 kam sehr gut an, so dass sich die Papiere mit plus 4,2 Prozent an die Dow-Spitze setzten. Dank des Cloud-Geschäfts gelang es dem IT-Urgestein erstmals wieder seit vier Quartalen, den Umsatz zu steigern. Zudem brach der Gewinn weniger stark ein als befürchtet.

Mit plus 1,5 Prozent - das bedeutete den zweitbesten Platz im Dow - honorierten die Anleger außerdem die Zahlen des Schadenversicherers Travelers . Dieser verkraftete die historisch hohen Katastrophenschäden in seiner Heimat im ersten Quartal überraschend gut: Dank der Auflösung von Schadenreserven aus früheren Jahren lag der Nettogewinn mehr als ein Fünftel über dem Vorjahresniveau. Zudem soll die Quartalsdividende um vier Prozent steigen.

Nach einem zögerlichen Start ging es zuletzt auch für die Aktien von Johnson & Johnson (J&J) um 1,2 Prozent im Dow nach oben. Der Pharmakonzern startete mit etwas mehr Umsatz und Gewinn ins neue Jahr als Analysten erwartet hatten und engte die Jahresziele etwas ein. Derweil steht J&J wegen seines Corona-Impfstoffs weiter im Fokus. Die US-Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA hatten vor einer Woche eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem J&J-Wirkstoff empfohlen, nachdem es in den USA Fälle von Hirnvenenthrombosen gegeben hatte. Der US-Pharmakonzern verzögerte daraufhin den Marktstart des Impfstoffs in Europa und setzte auch alle derzeit laufenden Studien mit Impfungen mit dem Wirkstoff aus. An diesem Freitag will die US-Gesundheitsbehörde CDC über das weitere Vorgehen beraten.

Procter & Gamble indes gaben um 0,4 Prozent nach, obwohl auch der Konsumgüterkonzern zum Jahresauftakt besser als erwartet abgeschnitten hatte. Mit weiteren Preiserhöhungen sollen nun steigende Kosten kompensiert werden. Die Jahresziele wurden bestätigt.

An der Nasdaq büßten die Anteilsscheine von United Airlines 7,4 Prozent ein, nachdem die Fluggesellschaft mit ihren Zahlen zum ersten Quartal und auch dem Ausblick enttäuschte. Unter anderem berichtete UAL über einen weiteren, überraschend hohen Milliardenverlust.

Für die Papiere von Abbott Laboratories ging es um 4,0 Prozent abwärts. Hier blieb der Gesamtumsatz im ersten Quartal trotz eines Anstiegs um mehr als ein Drittel hinter den Erwartungen zurück. Außerdem enttäuschte der Coronatest-Umsatz. Marktteilnehmer monierten zudem die nur bestätigten Jahresziele, nachdem das Quartalsergebnis überraschend stark gewesen war./ck/fba

20.04.2021

Aktien New York: Weitere moderate Verluste nach jüngstem Rekordlauf

NEW YORK (dpa-AFX) - Auf die jüngste Rekordjagd sind am Dienstag weitere moderate Gewinnmitnahmen gefolgt. Der Dow Jones Industrial gab nun um 0,32 Prozent auf 33 969,08 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,16 Prozent auf 4156,50 Zähler, während dem technologielastigen Nasdaq 100 der Dreh ins Plus gelang. Er legte zuletzt um 0,16 Prozent auf 13 929,53 Zähler zu, hatte allerdings zum Wochenauftakt auch deutlich stärker als die Standardwerte-Indizes eingebüßt./ck/fba

20.04.2021

Aktien Frankfurt: Gewinnmitnahmen und Coronasorgen belasten Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Mix aus Gewinnmitnahmen, Coronasorgen und Zurückhaltung vor weiteren Quartalsberichten in dieser Woche hat den Dax am Dienstag ins Minus befördert. Zuletzt notierte der Leitindex 0,98 Prozent tiefer bei 15 217,18 Punkten, nachdem er tags zuvor noch ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte.

Der MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, fiel am Dienstag um 1,01 Prozent auf 32 763,99 Zähler. Der Nebenwerteindex SDax sank um rund 0,8 Prozent und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um rund 1,3 Prozent.

Gerade der extrem stark angestiegene Optimismus hinsichtlich der Berichterstattung zum ersten Quartal in den USA, aber auch in Europa könne nun ein Argument gegen weitere Kursanstiege sein, erläuterte Analyst Frank Wohlgemuth von der Essener National-Bank. Dies lasse Raum für Enttäuschungen. "Der Spielraum für positive Gewinnüberraschungen wird auf jeden Fall kleiner", führte er aus. An seiner zuversichtlichen Grundstimmung zur weiteren Entwicklung der Aktienmärkte hielt er gleichwohl fest.

Aus Branchensicht standen Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor wegen Befürchtungen über die anhaltend hohen Covid-19-Infektionszahlen in vielen Ländern besonders unter Verkaufsdruck. So gehörten die Papiere der Fluggesellschaft Lufthansa , des Flughafenbetreibers Fraport , des Flugzeugbauers Airbus und des Triebwerkherstellers MTU mit Verlusten zwischen 2,7 und 3,7 Prozent zu den schwächsten Standardwerten.

Die Aktien von BMW fielen um 0,8 Prozent. Der Autobauer muss im laufenden Kartellverfahren der EU zu unerlaubten Absprachen über technische Standards deutscher Autobauer laut dem Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider" eine Strafe im hohen dreistelligen Millionenbereich fürchten. Ein BMW-Sprecher wollte die Informationen unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren. BMW hatte zuvor einen Rekordabsatz und einen überraschend hohen Gewinn für das erste Quartal gemeldet.

Ein wichtiger Schritt beim schon länger geplanten Verkauf einer Sparte trieb die Aktien von K+S um 1,1 Prozent aufwärts. Der Düngerkonzern steht unmittelbar vor dem Abschluss des Verkaufs seines amerikanischen Salzgeschäfts. Die US-Justizbehörde habe die Fortsetzung des Verkaufsprozesses genehmigt, hieß es von K+S.

Die Volkswagen-Lkw-Holding Traton blickt nach einem überraschend guten Jahresstart etwas optimistischer auf 2021 und erhöhte die Zielspanne für die operative Umsatzrendite. Ganz unerwartet sei dies nicht gekommen, sagte ein Händler. Die jüngst schwachen Zahlen von Volvo dürften aber die Meßlatte etwas tiefer gelegt haben. Traton-Aktien rückten zuletzt um 1,8 Prozent vor.

Eine Hochstufung der HSBC ließ die Titel von Jenoptik um zuletzt 2,2 Prozent steigen, nachdem sie zuvor sogar um annähernd acht Prozent hochgesprungen waren. Analyst Richard Schramm rät nun zum Kauf der Papiere des Technologiekonzerns nach bisherigem "Hold"-Votum. Die Risiken für Jenoptik erschienen überschaubar, über die Chancen werde hingegen hinweggesehen.

Ein von der US-Bank JPMorgan ausgerufenes Kursziel von 350 Euro trieb die Papiere von Zooplus als SDax-Spitzenreiter um 7,5 Prozent auf 269,80 Euro nach oben. Analyst Borja Olcese sorgte mit seinem neuen Kursziel für Aufsehen. Die Corona-Pandemie habe bei dem Online-Händler für Haustierbedarf alles zum Besseren geändert, schrieb er in einer Studie.

Der Euro hielt sich über der tags zuvor erklommenen Marke von 1,20 US-Dollar und notierte zuletzt bei 1,2036 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2035 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,32 Prozent am Vortag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,24 Prozent auf 144,35 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,04 Prozent auf 170,46 Punkte./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

20.04.2021

INDEX-FLASH: Dax entfernt sich weiter von Rekordhoch - EuroStoxx auch schwach

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Ein Mix aus Gewinnmitnahmen, Coronasorgen und Zurückhaltung vor Quartalsberichten in dieser Woche haben den Dax am Dienstag belastet. Von seinem am Vortag im frühen Handel erreichten Rekordhoch bei etwas über 15 500 Zählern rückte der deutsche Leitindex weiter ab. Er notierte am Dienstagnachmittag 0,9 Prozent tiefer auf 15 227,32 Punkten. Auch das Leitbarometer der Eurozone, der EuroStoxx 50, ließ mit minus 1,2 Prozent Federn.

Gerade der extrem stark angestiegene Optimismus hinsichtlich der Berichterstattung zum ersten Quartal in den USA, aber auch in Europa könne nun ein Argument gegen weitere Kursanstiege sein, erläuterte Analyst Frank Wohlgemuth von der Essener National-Bank. Dies lasse Raum für Enttäuschungen. "Der Spielraum für positive Gewinnüberraschungen wird auf jeden Fall kleiner", führte er aus. An seiner zuversichtlichen Grundstimmung zur weiteren Entwicklung der Aktienmärkte hielt er gleichwohl fest.

Der Dax hatte sich nach dem Kurssprung nach Ostern tagelang seitwärts bewegt. Aus dieser Spanne war er am Freitag nach oben ausgebrochen. Die anschießend verbuchten Kursgewinne bis zu seiner Bestmarke am Vortag sind nun wieder aufgezehrt. Laut dem Charttechnik-Experten Andreas Büchler von Index Radar stellen Korrekturen bis 15 000 Punkte aber keine Gefahr dar für den Dax./ajx/jha/

20.04.2021

Aktien Frankfurt: Gewinnmitnahmen nach Rekordhochs

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Rekordhoch haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag etwas Geld vom Tisch genommen. Der Dax notierte gegen Mittag 0,76 Prozent tiefer bei 15 251,49 Punkten. Am Vortag war der Leitindex erstmals über die Marke von 15 500 Punkten gestiegen, hatte aber etwas tiefer geschlossen.

Der MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, fiel am Dienstag um 0,85 Prozent auf 32 818,04 Zähler. Der Nebenwerteindex SDax sank um rund 0,7 Prozent und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um rund 1 Prozent.

Dass Anleger in einer Rally wie derzeit auch mal Gewinne mitnehmen, sei völlig normal und störe keineswegs den Aufwärtstrend, bemerkte Marktanalyst Milan Cutkovic von Axi. Insgesamt bleibe die Risikoneigung am Markt relativ hoch. Die Inflationsängste hätten nachgelassen und der Ölpreis steige nach einer längeren Konsolidierungsphase wieder, angetrieben vom Konjunkturoptimismus an den Börsen. Insofern scheine der nächste Kurssprung nur eine Frage der Zeit zu sein, glaubt der Experte.

Ein Rekordabsatz im ersten Quartal bescherte dem Autobauer BMW einen überraschend hohen Gewinn. Nach vorläufigen Zahlen stand vor Steuern ein Profit von 3,76 Milliarden Euro und damit fast fünfmal so viel wie zum Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr. Die Aktie der Münchener konnte das am Dienstag aber nach den Kursgewinnen der letzten Wochen kaum anfachen. Dennoch gehörte sie mit einem Minus von 0,1 Prozent noch zu den besten Dax-Werten.

Ein wichtiger Schritt beim schon länger geplanten Verkauf einer Sparte trieb die Aktien von K+S an der MDax-Spitze um 0,7 Prozent aufwärts. Der Düngerkonzern steht unmittelbar vor dem Abschluss des Verkaufs seines amerikanischen Salzgeschäfts. Die US-Justizbehörde habe die Fortsetzung des Verkaufsprozesses genehmigt, hieß es von K+S.

Die Volkswagen-Lkw-Holding Traton blickt nach einem überraschend guten Jahresstart etwas optimistischer auf 2021 und erhöhte die Zielspanne für die operative Umsatzrendite. Ganz unerwartet sei dies nicht gekommen, sagte ein Händler. Die jüngst schwachen Zahlen von Volvo dürften aber die Meßlatte etwas tiefer gelegt haben. Traton-Aktien rückten zuletzt um 2,8 Prozent vor.

Der Motorenhersteller Deutz blickt nach einem erfolgreichen Jahresstart optimistischer nach vorne. Aufgrund einer besser als erwarteten Nachfrage in allen wesentlichen Anwendungsbereichen erhöhten die Kölner ihre Umsatz- und Ergebnisziele für 2021. Ein Händler lobte die Eckdaten zum ersten Quartal, den sehr ermutigenden Auftragseingang sowie den verbesserten Ausblick. Deutz-Papiere sanken um unterdurchschnittliche 0,3 Prozent.

Ein von der US-Bank JPMorgan ausgerufenes Kursziel von 350 Euro trieb die Papiere von Zooplus als SDax-Spitzenreiter um mehr als 7 Prozent auf 268,80 Euro nach oben. Analyst Borja Olcese sorgte mit seinem neuen Kursziel für Aufsehen. Die Corona-Pandemie habe bei dem Online-Händler für Haustierbedarf alles zum Besseren geändert, schrieb er in einer Studie./edh/mis

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

20.04.2021

Aktien Europa: Abgaben - Anleger werden auf hohem Kursniveau vorsichtiger

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Dienstagvormittag auf dem erreichten hohen Niveau nicht weiter zugelegt. Nachdem der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 am Montag im Verlauf einen Höchststand seit 2008 erreicht hatte, gab er nun leicht nach. Auch die größeren Länderbörsen lagen im Minus. Sie orientierten sich damit an den US-Börsen, die nach der Rekordjagd in den Vorwochen am Montag einen Gang zurück geschaltet hatten.

Am Vormittag notierte der EuroStoxx 50 um 0,8 Prozent tiefer bei 3988 Punkten. Der Cac 40 gab um rund ein Prozent auf 6232 Punkte nach. Beim FTSE 100 ging es um 0,5 Prozent auf 6992 Punkte abwärts.

"In Anbetracht der lauernden Unternehmenszahlenflut und der EZB-Sitzung in dieser Handelswoche gehen einige Marktteilnehmer lieber in Deckung und nehmen ein paar Kursgewinne mit", begründete Marktexperte Andreas Lipkow vom Onlinebroker Comdirect die Abgaben. Die Erwartungshaltung der Investoren sei "in vielen Sektoren sehr hoch", was zu einer gewissen Zurückhaltung führe.

Die Verluste zogen sich quer durch alle Branchen. Ausnahme waren die Autowerte mit unveränderter Tendenz. Nach den Abgaben vom Vortag stabilisierte sich der Sektor. Dabei halfen auch Unternehmensnachrichten. BMW hatte einen Rekordabsatz für das erste Quartal vorgelegt. Nach vorläufigen Zahlen stand vor Steuern ein Gewinn von 3,76 Milliarden Euro und damit fast fünfmal so viel wie zum Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr. Zudem gab es positive Nachrichten von Unternehmen aus der zweiten Reihe. So hatten der Nutzfahrzeughersteller Traton und der Motorenhersteller Deutz ihren Ausblick angehoben.

Das umgekehrte Bild zeigte sich dagegen bei den Tourismus- und Freizeitwerten. Der Stoxx 600 Europe Travel & Leisure gehörte nach dem Anstieg am Vortag zu den schwächsten Sektoren und verlor rund zwei Prozent.

Unter den Einzelwerten fielen Atos SE auf. Der französische IT-Dienstleister hatte gleich mehrere Zukäufe mitgeteilt. Zudem war der Umsatz im ersten Quartal unter der Vergleichszahl des Vorjahres geblieben. Die Aktie büßte rund sechs Prozent ein.

Nicht ganz so stark, aber ebenfalls deutlich waren die Abgaben bei Danone . Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der starke Euro hatten das Geschäft des Nahrungsmittelherstellers zum Jahresauftakt belastet. Die Aktie büßte 2,5 Prozent ein.

Die schweizerische DocMorris-Konzernmutter Zur Rose Group präsentierte sich dagegen als Corona-Gewinner. Der Versandhändler profitierte im ersten Quartal weiter vom Trend zu Online-Käufen. Trotzdem kam es im Handelsverlauf zu leichten Abgaben. Das Analysehaus Warburg Research verwies darauf, dass der Umsatz leicht unter den Zielen für das Gesamtjahr gelegen habe. Angesichts der exzellenten Positionierung des Unternehmens tue dies der positiven Einschätzung aber keinen Abbruch./mf/jha/

20.04.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Verhaltener Auftakt nach Rekordjagd

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rekordhoch und anschließenden Kursverlusten zum Wochenauftakt hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag eine Auszeit gegönnt. Der Dax notierte im frühen Handel 0,01 Prozent tiefer bei 15 367,18 Punkten. Am Vortag war der Dax erstmals über die Marke von 15 500 Punkten gestiegen, hatte aber etwas tiefer geschlossen.

Der MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, stieg am Dienstag um 0,01 Prozent auf 33 101,03 Zähler. Der Nebenwerteindex SDax gewann rund 0,5 Prozent, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um rund 0,3 Prozent nachgab.

Dass Anleger in einer Rally wie derzeit auch mal Gewinne mitnehmen, sei völlig normal und störe keineswegs den Aufwärtstrend, bemerkte Marktanalyst Milan Cutkovic von Axi. Insgesamt bleibe die Risikoneigung am Markt relativ hoch. Die Inflationsängste hätten nachgelassen und der Ölpreis steige nach einer längeren Konsolidierungsphase wieder, angetrieben vom Konjunkturoptimismus an den Börsen. Insofern scheine der nächste Kurssprung nur eine Frage der Zeit zu sein, glaubt der Experte.

Aus Branchensicht waren am Dienstag vor allem Aktien aus dem Automobilsektor gefragt. So standen die Papiere von Volkswagen und Daimler mit Gewinnen von 1,5 beziehungsweise 1,2 Prozent an der Dax-Spitze. Die Titel von BMW hinkten mit plus 0,2 Prozent hinterher, obwohl der Autobauer im ersten Quartal einen Rekordabsatz und einen überraschend hohen Gewinn erzielt hatte.

Ein wichtiger Schritt beim schon länger geplanten Verkauf einer Sparte trieb die Aktien von K+S an der MDax-Spitze um 2,9 Prozent aufwärts. Der Düngerkonzern steht unmittelbar vor dem Abschluss des Verkaufs seines amerikanischen Salzgeschäfts. Die US-Justizbehörde habe die Fortsetzung des Verkaufsprozesses genehmigt, hieß es von K+S.

Die Volkswagen-Lkw-Holding Traton blickt nach einem überraschend guten Jahresstart etwas optimistischer auf 2021 und erhöhte die Zielspanne für die operative Umsatzrendite. Ganz unerwartet sei dies nicht gekommen, sagte ein Händler. Die jüngst schwachen Zahlen von Volvo dürften aber die Meßlatte etwas tiefer gelegt haben. Traton-Aktien rückten zuletzt um 3,5 Prozent vor.

Der Motorenhersteller Deutz blickt nach einem erfolgreichen Jahresstart optimistischer nach vorne. Aufgrund einer besser als erwarteten Nachfrage in allen wesentlichen Anwendungsbereichen erhöhten die Kölner ihre Umsatz- und Ergebnisziele für 2021. Ein Händler lobte die Eckdaten zum ersten Quartal, den sehr ermutigenden Auftragseingang sowie den verbesserten Ausblick. Deutz-Papiere verteuerten sich um 3,0 Prozent.

Ein von der US-Bank JPMorgan ausgerufenes Kursziel von 350 Euro trieb die Papiere von Zooplus als SDax-Spitzenreiter um fast 7 Prozent auf 268,20 Euro nach oben. Analyst Borja Olcese sorgte mit seinem neuen Kursziel für Aufsehen. Das alte lag bei 225 Euro. Die Corona-Pandemie habe bei dem Online-Händler für Haustierbedarf alles zum Besseren geändert, schrieb er in einer Studie./edh/jha/Ž

20.04.2021

Aktien Frankfurt Eröffnung: Verhaltener Auftakt nach Rekordjagd

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rekord und anschließenden Kursverlusten zum Wochenauftakt hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstagmorgen eine Auszeit genommen. Der Dax notierte nach den ersten Handelsminuten 0,02 Prozent höher bei 15 370,80 Punkten. Am Vortag war der Dax erstmals über die Marke von 15 500 Punkten gestiegen, hatte aber etwas tiefer geschlossen.

Der MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, stieg am Dienstag um 0,13 Prozent auf 33 140,10 Zähler. Der Nebenwerteindex SDax gewann rund 0,4 Prozent und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 startete praktisch unverändert.

Dass Anleger in einer Rally wie derzeit auch mal Gewinne mitnehmen, sei völlig normal und störe keineswegs den Aufwärtstrend, bemerkte Marktanalyst Milan Cutkovic von Axi. Insgesamt bleibe die Risikoneigung am Markt relativ hoch. Die Inflationsängste hätten nachgelassen und der Ölpreis steige nach einer längeren Konsolidierungsphase wieder, angetrieben vom Konjunkturoptimismus an den Börsen. Insofern scheine der nächste Kurssprung nur eine Frage der Zeit zu sein, glaubt der Experte./edh/jha/

20.04.2021

Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson setzt Marktstart in Europa fort

NEW BRUNSWICK (dpa-AFX) - Der US-Hersteller Johnson & Johnson will die Markteinführung seines Corona-Impfstoffes in Europa fortsetzen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit, nachdem die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) dem Präparat grünes Licht gegeben hatte./cah/DP/stw

20.04.2021

ROUNDUP 3: RKI registriert 9609 Corona-Neuinfektionen - NRW-Daten unvollständig

BERLIN (dpa-AFX) - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9609 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 12.45 Uhr wiedergeben. Allerdings waren die Corona-Daten für Nordrhein-Westfalen nur unvollständig an das RKI übermittelt worden. "Seit gestern Abend bestehen erhebliche Störungen im Landesverwaltungsnetz", berichtete eine Sprecherin des Landeszentrums Gesundheit (LZG.NRW) in Bochum.

Eine "größere Zahl" von Meldungen der Gesundheitsämter habe das LZG noch nicht erreicht. Über den Grund wurde zunächst nichts bekannt. Über die Probleme hatte zuvor der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet. Aus einer Tabelle ging dabei hervor, dass große Städte wie Köln, Düsseldorf oder Duisburg keinen einzigen neuen Fall gemeldet hatten.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 297 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Dienstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10 810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 162,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,3 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der 7-Tage-Inzidenz der letzten Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 163 308 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 803 600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 80 303.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 95 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen./pn/DP/stw

20.04.2021

ROUNDUP: Berliner Senat will Mieter in Not mit Darlehen unterstützen

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Aus für den Mietendeckel vor dem Bundesverfassungsgericht will der Berliner Senat Mietern in Not unter die Arme greifen, um mögliche Kündigungen zu verhindern. Wer nun fällige Nachzahlungen an Vermieter nicht leisten kann, soll die fragliche Summe über ein zinsloses Darlehen vom Land erhalten können, teilte der Senator für Stadtentwicklung und Wohnen, Sebastian Scheel (Linke), nach der Senatssitzung am Dienstag mit. Ein "Sicherungsfonds" wird dazu mit zunächst zehn Millionen Euro gefüllt.

Anträge dürfen Scheel zufolge Mieter bis zu einem Monatseinkommen von 2800 Euro netto für einen Ein-Personen-Haushalt stellen, die Details dazu würden rasch ausgearbeitet. In besonderen Härtefällen könne das Land auf eine Rückzahlung des Darlehens oder von Teilen verzichten, stellte er in Aussicht. Für Empfänger von Transferleistungen wie Hartz IV greift der Fonds nicht. Für diese Menschen übernimmt der Staat die Nachzahlungen.

Der Bund der Steuerzahler kritisierten den Hilfsfonds: Der rot-rot- grüne Senat mache es sich zu einfach, wenn er für schlechte Regierungspraxis den Steuerzahler in Haftung nehme, so Verbandschef Alexander Kraus. IHK-Geschäftsführer Jan Eder erklärte: "Jetzt muss der Senat mit Steuergeldern Mieter retten, die aufgrund der rechtswidrigen Mietendeckel-Politik desselben Senats überhaupt erst in diese Notlage geraten sind."

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger bemängelte: "Ob, wann und in welcher Höhe diese Gelder zurückzuzahlen sind, bleibt unklar." Sein FDP-Kollege Sebastian Czaja warf dem Senat Arroganz vor, weil er für das "politische Glücksspiel des Mietendeckels" die steuerzahlende, arbeitende Mitte zur Kasse bitte. Der Mieterverein begrüßte hingehen das Hilfsangebot, sieht aber ebenfalls noch offene Fragen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte den seit Februar 2020 geltenden Mietendeckel mit staatlichen Obergrenzen in einem am vergangenen Donnerstag verkündeten Beschluss für nichtig erklärt, weil der Bund für das Mietrecht zuständig sei. Menschen, die in Wohnungen mit gedeckelter oder gesenkter Miete wohnen, müssen nun mit Nachzahlungsforderungen ihrer Vermieter rechnen. Die kommunalen Gesellschaften wie auch einige große private Anbieter wie Vonovia haben zwar angekündigt, darauf zu verzichten. Gleichwohl geht der Senat davon aus, dass bis zu 40 000 Mieter Probleme haben könnten, ihre Nachzahlungen zu begleichen.

Scheel betonte, der Senat lasse in dieser Situation niemanden im Stich. Ziel sei es, die Darlehen nach der Antragstellung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und einer Plausibilitätsprüfung dort rasch und unbürokratisch über die landeseigene Investitionsbank (IBB) binnen der nächsten etwa zehn Tage auszureichen, damit Betroffene in finanziellen Nöten schon im Mai Nachzahlungen vornehmen könnten. Die genaue Prüfung der Anträge und der Frage, ob das Darlehen in einen Zuschuss umgewandelt werden könne, solle später erfolgen.

Generell riet Scheel Mietern zum schnellen Handeln: Sie müssten auf ihre Vermieter zugehen, könnten sich aber auch bei den bezirklichen Beratungsstellen oder - sofern Mitglied - beim Mieterverein über ihren persönlichen Fall und unklare Rechtsfragen etwa im Zusammenhang mit sogenannten Schattenmieten beraten lassen. Die Senatsverwaltung für Wohnen plane zusätzlich zu ihrem Informationsangebot im Internet (mietendeckel.berlin.de) eine telefonische Hotline. Vermieter, die Mietern nun mit Kündigung drohen, nannte Scheel "asozial".

Unterdessen verwies der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) darauf hin, dass wegen des Mietendeckels gestoppte Neubau- oder Modernisierungsvorhaben frühestens 2022 wieder in Gang kommen. Dass auf Eis gelegte oder reduzierte Investitionen nun schnell wieder hochgefahren werden, sei unwahrscheinlich, sagte Vorstand Maren Kern der Deutschen Presse-Agentur. "Das geht nicht auf Knopfdruck." Viele Unternehmen hätten ihre Finanzplanungen für dieses Jahr bereits abgeschlossen. Abgesehen davon sei viel Vertrauen in die Politik und den Senat verloren gegangen. "Ich gehe davon aus, dass wir durch den gescheiterten Mietendeckel zwei bis drei Jahre vergeudet haben."

Den Hilfsfonds des Senats begrüßte Kern. Aber auch so bleibe es beim Versprechen der Verbände BBU und BFW: Bei sozialen Härten wegen Mietschulden aus dem Deckel werde niemand seine Wohnung verlieren.

Ab Mai soll in Berlin ein neuer Mietspiegel gelten, kündigte Scheel an. Auf dessen Basis können ortsübliche Vergleichsmieten festgestellt werden, was etwa bei Neuvermietungen wichtig ist. Scheel schloss nicht aus, dass künftig für kommunale Gesellschaften ein Mietendeckel gilt. Dazu sei die Meinungsbildung im Senat aber noch nicht abgeschlossen. Der Senat werde auf alle Fälle auf Bundesebene für bessere Regelungen zum Mieterschutz oder Öffnungsklauseln für Länder eintreten. Denn: "Es gibt keine Entscheidung über den Mietendeckel in der Sache, sondern nur über die Zuständigkeit."/kr/ah/DP/stw

20.04.2021

Johnson warnt vor dritter Pandemiewelle in Großbritannien

LONDON (dpa-AFX) - Trotz niedriger Fallzahlen befürchtet der britische Premierminister Boris Johnson in diesem Jahr eine dritte Welle an Coronavirus-Infektionen in seinem Land. Das sei die feste Ansicht der meisten Wissenschaftler, sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Regierungssitz Downing Street. Derzeit weise aber nichts darauf hin, dass der bislang vorgesehene Fahrplan zur Lockerung von Maßnahmen nicht wie geplant fortgesetzt werden könne, so Johnson. Bis zum 21. Juni sollen in England schrittweise alle Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden.

Um künftige Ausbrüche besser einzudämmen, soll zudem der Einsatz verschiedener Medikamente bei positiv Getesteten geprüft werden, fuhr Johnson fort. "Das bedeutet zum Beispiel, wenn sie positiv getestet werden mit dem Virus, könnte es eine Tablette geben, die sie zuhause einnehmen und die das Virus im Keim erstickt (...)", so der Premier. Unter anderem nannte er Mittel wie Dexamethason und Remdesivir, die teilweise bereits bei Covid-19-Patienten zum Einsatz kamen.

In Großbritannien sind die Infektionszahlen in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 26 angegeben. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei etwa 2500. Gleichzeitig wurden 33 neue Todesfälle gemeldet. Mehr als 33 Millionen Menschen, knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung, wurde bereits mit einer ersten Dosis geimpft. Über zehn Millionen Menschen erhielten bereits beide Impfungen./cmy/DP/stw

20.04.2021

ROUNDUP 4: Laschet nun Kanzlerkandidat der Union - Suche nach Geschlossenheit

BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nach dem Ende des erbitterten Machtkampfs um die Kanzlerkandidatur sind CDU und CSU mit Blick auf den bald beginnenden Wahlkampf demonstrativ um neue Geschlossenheit bemüht. CSU-Chef Markus Söder rief am Dienstag den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten aus, nachdem dieser in der Nacht zuvor in seinem Bundesvorstand klare Unterstützung erhalten hatte. "Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union", sagte der bayerische Ministerpräsident in München. Laschet dankte ihm und der CSU "für den guten, fairen Umgang in einer sehr weitreichenden Entscheidung, auch in einer sehr persönlichen Entscheidung".

In einer digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands hatten in der Nacht zum Dienstag 31 von 46 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl für den eigenen Parteivorsitzenden plädiert (77,5 Prozent), nur 9 stimmten für Söder (22,5 Prozent), 6 enthielten sich (nach CDU-Regeln prozentual nicht gewertet). Vorausgegangen war eine gut sechsstündige Debatte, in der Befürworter für Laschet und Söder aufeinanderprallten. Söder hatte angekündigt, dass er jede Entscheidung des Bundesvorstands akzeptieren werde.

"Ich danke Markus Söder dafür, dass er der CDU und auch mir persönlich die Unterstützung der CSU und auch des Parteivorsitzenden der CSU zugesagt hat", sagte Laschet in Berlin. Die CSU habe durch ihr Vorgehen am Montag die Entscheidung der CDU ermöglicht. "Das ist ein großer Vertrauensbeweis." Söder werde eine zentrale Rolle für die Union und die Zukunft Deutschlands spielen. Er werde sich weiter regelmäßig mit ihm abstimmen. Das persönliche Verhältnis sei "gut und vertrauensvoll". CDU und CSU würden nun gemeinsam in den Wahlkampf ziehen - "voller Grundvertrauen zueinander".

Laschet ging auch auf seine Gegner ein: "Ich weiß auch, dass sich manche eine andere Entscheidung gewünscht hätten. So ist das in einer Demokratie, bei der dann am Ende unter Gewichtung aller Argumente entschieden wird." Laschet betonte: "Ab jetzt zählt: Welche Partei hat die besten Konzepte für die Zukunft unseres Landes. Wer formiert das beste Team, um die Herausforderungen zu bewältigen." Deshalb sei es wichtig, dass CDU und CSU jetzt als Team in den Wahlkampf gingen. "Die CDU gewinnt diese Wahl nicht ohne die CSU - und umgekehrt."

Söder betonte in München, er werde, wie angekündigt, das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef akzeptieren und Laschet ohne Groll und mit voller Kraft unterstützen. Nun gehe es darum zusammenzustehen. "Nur eine geschlossene Union kann am Ende erfolgreich sein."

Söder dankte in seinem kurzen Statement, bei dem keine Fragen möglich waren, seinen Unterstützern, gerade auch aus der CDU. Er erwähnte dabei ausdrücklich auch die "mutigen Abgeordneten", die in der CDU für ihn das Wort ergriffen hätten, und bedankte sich "gerade bei den Jungen, bei den Modernen, (...) für ihre wirklich überragende Unterstützung." CSU-Generalsekretär Markus Blume betonte, Söder habe eindrucksvoll bewiesen, welche Zugkraft er für die Union entfalten könne. "Markus Söder war erkennbar der Kandidat der Herzen." Aber am Ende entscheide in einer Demokratie die Mehrheit.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt merkte allerdings an, das gewählte Verfahren zur Aufstellung Laschets sei eines, das "durchaus einige Fragezeichen hinterlässt". Es habe aber ein Ergebnis gebracht, mit dem man nun umgehen müsse. "Das Verfahren kann man - konziliant formuliert - als interessant bezeichnen." Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus verlangte für die Zukunft ein klares Verfahren für diese Entscheidung. Dieses werde man zwar hoffentlich nicht so schnell brauchen, sagte der CDU-Politiker vor Beginn einer Fraktionssitzung. "Aber wenn es denn so weit ist, dann sollte man rechtzeitig vorher einen Prozess definieren. Das ist die Aufgabe der Generalsekretäre."

Brinkhaus ging davon aus, dass aus dem Machtkampf zwischen Laschet und Söder keine dauerhaften Gräben zwischen CDU und CSU zurückbleiben werden. "Die Lust am Siegen ist bei uns viel, viel größer als das Augenmerk auf Gräben. Insofern wird uns das ganz, ganz schnell einen."

Laschet bekam für die Nominierung unter anderem Glückwünsche von Kanzlerin Angela Merkel. "Herzlichen Glückwunsch, lieber Armin Laschet, zur neuen Aufgabe als Kanzlerkandidat der Union. Ich freue mich auf die kommenden Monate unserer Zusammenarbeit", ließ die Kanzlerin auf Twitter über ihren Sprecher Steffen Seibert ausrichten. Auch der Laschet bei der Wahl zum CDU-Chef unterlegene Friedrich Merz gratulierte zum klaren Votum: "Jetzt richten wir den Blick nach vorn: Raus aus dem Klein-Klein, konkrete Vorschläge für die Bundestagswahl, ein Modernisierungsjahrzehnt für Deutschland", sagte Merz der "Bild"-Zeitung.

Auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hält nun den Blick nach vorn für wichtig. "Es gibt Tage der Diskussion, und es gibt Tage der Entscheidung. Wenn die Entscheidung gefallen ist, geht es darum die Reihen zu schließen und zusammen an die Arbeit zu gehen", sagte der CDU-Landesvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur. Der nächste Schritt sei ein ambitioniertes Regierungsprogramm. Für die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner gilt es nun, "ein überzeugendes inhaltliches Angebot für die Zukunft unseres Landes zu machen, alle mitzunehmen, gemeinsam zu überzeugen".

Die erst am Vortag zur Kanzlerkandidatin der Grünen ausgerufene Annalena Baerbock gratulierte auf Twitter: "Ich setze auf einen fairen Wahlkampf um die Führung dieses Landes." SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz erklärte, nun stünden die drei fest, die sich um das Kanzleramt bewerben. "Das wird eine spannende Debatte um die Zukunft unseres Landes." SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich sprach von "Chaostagen" in der Union. "Ich bin mir auch sicher, dass das Chaos nicht aufhört." Die Konkurrenz ende ja nicht mit dem heutigen Tag.

FDP-Chef Christian Lindner betonte, es gebe viele inhaltliche Fragen, in denen seine Partei mit Laschet übereinstimme. Zugleich gebe es genug Unterschiede, die einen spannenden Wahlkampf versprächen. "Wir wünschen Herrn Laschet also viel Erfolg, soweit er nicht zu unseren Lasten geht", sagte Lindner./sk/DP/stw

20.04.2021

ROUNDUP 2: EU-Behörde gibt erneut grünes Licht für Johnson-Impfstoff

AMSTERDAM/BERLIN (dpa-AFX) - Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat nach einer erneuten Überprüfung grünes Licht für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson gegeben. Jedoch könne er tatsächlich in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Behörde hält aber daran fest, dass die Vorzüge, Covid-19 zu verhindern, höher zu bewerten seien als Risiken von Nebenwirkungen. Das Präparat soll auch in Deutschland eingesetzt werden und die Impfungen beschleunigen - inzwischen ist ein Fünftel der Bundesbürger mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft.

Vor einer Woche hatten die USA Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson ausgesetzt, nachdem nach etwa sieben Millionen Impfungen acht Fälle von Thrombosen aufgetreten waren. In der EU war die Auslieferung des Impfstoffs erst in der vergangenen Woche angelaufen. Zahlreiche EU-Staaten folgten der Empfehlung des Herstellers, vor der Nutzung zunächst das Gutachten der EMA-Experten abzuwarten. Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Im Unterschied zu anderen Impfstoffen ist nur eine einzige Dosis nötig.

Wie die EMA mitteilte, soll die Möglichkeit von Blutgerinnseln bei einer zugleich sehr niedrigen Zahl von Blutplättchen nun als seltene Nebenwirkung registriert werden. In den meisten Fällen ging es nach Angaben der Experten um Frauen unter 60 Jahre. Die Thrombosen vorwiegend in den Hirnvenen waren innerhalb von drei Wochen nach der Impfung aufgetreten. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen begrüßte die Freigabe durch die EMA. "Das ist eine gute Nachricht für die Impfkampagnen in der ganzen EU", schrieb sie auf Twitter.

Es war bereits das zweite Mal, dass die EMA einen Corona-Impfstoff nach der Zulassung erneut prüfte. Auch beim Wirkstoff von Astrazeneca hatte es Hirnvenenthrombosen gegeben, vor allem bei jüngeren Frauen. Die Fälle seien bei beiden Impfstoffen sehr ähnlich, stellten die Experten fest. Auch bei Astrazeneca hatte die EMA an ihrer Bewertung festgehalten, dass der Impfstoff sicher sei. Blutgerinnsel waren bei etwa einer Person von 100 000 aufgetreten. In Deutschland soll Astrazeneca in der Regel nur noch ab 60 Jahren eingesetzt werden.

Bundesweit sind Meldedaten zufolge inzwischen 20,2 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal geimpft, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mit Stand Dienstag (8.00 Uhr) mitteilte. Demnach wurden etwa 16,8 Millionen Menschen ein Mal geimpft, weitere rund 5,6 Millionen haben den vollen Impfschutz mit einer zweiten Dosis bekommen. Zehn der 16 Bundesländer haben bereits die 20-Prozent-Marke bei den Erstimpfungen erreicht. Schlusslicht war Hessen mit 18,3 Prozent.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hob das höhere Impftempo hervor. Im ersten Quartal hätten wegen knapper Impfstoffe nur 10 Prozent der Deutschen erstgeimpft werden können. Die nächsten 10 Prozent hätten nun nur drei Wochen gebraucht. "Anfang Mai wird jeder Vierte mindestens einmal geimpft sein", erklärte Spahn auf Twitter.

Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft./sam/ab/vsr/DP/stw

20.04.2021

ROUNDUP: Berlin und Paris setzen für Kampfflugzeug Frist bis Monatsende

PARIS (dpa-AFX) - Die Uhr tickt: Deutschland und Frankreich wollen für die nächste Etappe des milliardenschweren Rüstungsprojekts eines neuen Kampfflugzeugs eine Abmachung bis Monatsende. Beim eigentlichen Flugzeugbau stehe man vor einer "guten Lösung", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Dienstag in Paris nach einem Treffen mit ihrer Amtskollegin Florence Parly. Die Pariser Ressortchefin bestätigte, dass die industriellen Partner bereits zum Monatsbeginn ein Angebot gemacht haben. "Bei einem Vorhaben dieser Größenordnung braucht es viel Vertrauen", sagte Parly.

Kramp-Karrenbauer sagte bei einer Debatte der Denkfabrik Ifri und der Konrad-Adenauer-Stiftung, es müssten noch letzte Fragen wie beispielsweise Eigentumsrechte geklärt werden. "Wir sind fest entschlossen, bis zum Sommer diesen nächsten Schritt zu gehen, damit das Projekt auch weiter in der Zeitachse bleiben kann." Das gelte auch für das künftige gemeinsame Landkampfsystem (MGCS).

Beim Kampfflugzeug hatten sich die industriellen Partner nach längerem Streit auf eine Lastenteilung geeinigt. Kramp-Karrenbauer sagte, es werde seit Wochen "fast rund um die Uhr" gearbeitet. In Deutschland gebe es Zeitdruck, da der Bundestag für die nächste Etappe gefragt sei. Wegen der Wahlen im Herbst ende die Sitzungsperiode des Parlaments im Sommer.

Beim Kampfflugzeug ist außer Deutschland und Frankreich noch Spanien mit an Bord. Es geht dabei um ein ganzes Luftkampfsystem namens FCAS (Future Combat Air System). Es soll von 2040 an einsatzfähig sein und den Eurofighter ablösen. Das Projekt umfasst nicht nur einen Kampfflieger der neuen Generation. Es geht auch um die Steuerung von Drohnen und Satelliten. Ein erster Prototyp des Kampfjets ("Demonstrator") soll 2026 fliegen./cb/nau/DP/stw

20.04.2021

Immunologe: EMA-Entscheidung ist nachvollziehbar

DORTMUND (dpa-AFX) - Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie hält die Entscheidung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) zugunsten des Corona-Impfstoffs des Herstellers Johnson & Johnson für nachvollziehbar. "Vor dem Hintergrund, wie die EMA die ähnlichen Nebenwirkungen bei dem Impfstoff von Astrazeneca beurteilt hat, bin ich nicht überrascht", sagte der Immunologe Carsten Watzl vom Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Weil es so wenige Geimpfte betrifft, ist der Nutzen größer als das Risiko." Selbst eine 20-jährige Frau habe ein höheres Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf als für die Nebenwirkung einer Hirnvenenthrombose, betonte er.

Zuvor hatte die EMA nach der Prüfung sehr seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen grünes Licht gegeben für den Corona-Impfstoff. Allerdings könne der Wirkstoff tatsächlich in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA in Amsterdam mit. Dies ähnele den Nebenwirkungen beim Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca.

Watzl geht davon aus, dass die Nebenwirkungen beider Impfstoffe auf dem gleichen Mechanismus basieren. "Das ähnelt einer Autoimmun-Erkrankung." Der Körper der Betroffenen bilde sehr schnell - innerhalb von 4 bis 16 Tagen - Antikörper, die die Blutplättchen aktivierten und so die Thrombose-Neigung erhöhten. Gleichzeitig würden die Blutplättchen verbraucht. Diese spezielle Immunreaktion erklärt demnach auch das gehäufte Auftreten dieser Gefäßverschlüsse bei Frauen, die laut Watzl generell ein stärkeres Immunsystem haben als Männer.

Beim Präparat von Astrazenaca passiere das bei 1 von 100 000 Geimpften, beim Impfstoff von Johnson & Johnson nach derzeitigem Wissen deutlich seltener. In den USA waren nach etwa sieben Millionen Impfungen mit dem Johnson & Johnson-Präparat acht Fälle von Thrombosen bekannt geworden./waw/DP/stw

20.04.2021

Von der Leyen nennt Impfstoff-Freigabe 'gute Nachricht'

BRÜSSEL (dpa-AFX) - EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen begrüßt die Freigabe des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA. "Das ist eine gute Nachricht für die Impfkampagnen in der ganzen EU", schrieb von der Leyen am Dienstag auf Twitter.

Zuvor hatte die EMA nach einer erneuten Überprüfung des bereits zugelassenen Vakzins grünes Licht gegeben. Zwar könnte der Wirkstoff in Verbindung mit seltenen Fällen von Blutgerinnseln stehen - deshalb solle ein Warnhinweis in den Beipackzettel aufgenommen werden. Doch sei der Vorzug, Covid-19 zu verhindern, höher zu bewerten als die Risiken von Nebenwirkungen.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson gilt als wichtig für die europäische Impfkampagne, da er im Gegensatz zu anderen Vakzinen nur einmal gespritzt werden muss. Die EU-Staaten erwarten allein bis Ende Juni 55 Millionen Impfdosen des Herstellers. Dieser hatte die Auslieferung während der Überprüfung von Fällen sogenannter Hirnvenenthrombosen aus den USA zunächst ausgesetzt.

Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese begrüßte, dass der Impfstoff nun in Europa zur Verfügung steht. "Die Nebenwirkungen müssen sehr ernst genommen werden, aber erstens sind sie extrem selten und zweitens können sie behandelt werden", erklärte der Politiker und Arzt. "Wichtig ist, dass Personen die Anzeichen für Nebenwirkungen, zum Beispiel starke Kopfschmerzen nach dem vierten Tag oder auffällige Blutungen haben, sich sofort beim Arzt oder sogar im Krankenhaus vorstellen."/vsr/DP/stw

20.04.2021

Kramp-Karrenbauer: Nach Entscheidung für Laschet in Wahlkampf starten

PARIS (dpa-AFX) - Für Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist die Kanzlerkandidatur von CDU-Chef Armin Laschet eine "gute Entscheidung". "Wir haben, wenn ich die Nachrichten richtig deute, nicht nur einen Kanzlerkandidaten der CDU, sondern auch der Union", sagte die ehemalige CDU-Vorsitzende am Dienstag nach einem Treffen mit der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly in Paris. "Das ist eine gute Entscheidung und das bietet jetzt die Gelegenheit, auch auf dieser Grundlage in den Wahlkampf zu starten." Sie freue sich auf diesen "fairen Wahlkampf", es gehe um entscheidende Weichenstellungen für Deutschland./nau/DP/stw

20.04.2021

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt fairen Wert für Hellofresh auf 74 Euro - 'Halten'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für die Papiere von Hellofresh von 65 auf 74 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. "Anhaltende Lockdown-Maßnahmen sorgten im ersten Quartal für eine Fortsetzung der Sonderkonjunktur", schrieb Analyst Thomas Maul in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die hohe Dynamik dürfte sich in den kommenden Monaten abschwächen, die Akzeptanz von Online-Angeboten aber nicht mehr unter Vorkrisenniveau zurückfallen./ag/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.04.2021 / 13:50 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 20.04.2021 / 14:25 / MEZ

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20.04.2021

AKTIEN IM FOKUS: Anleger machen bei Anbietern erneuerbarer Energien Kasse

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gewinnmitnahmen nach überwiegend gutem Lauf haben am Dienstag die Aktien von Anbietern erneuerbarer Energien belastet. Im nachgebenden MDax der mittelgroßen Werte büßten Nordex rund drei Prozent und Encavis mehr als zwei Prozent ein. Im Nebenwerteindex SDax zählten SMA Solar mit einem Minus von mehr als zwei Prozent zu den größten Verlierern.

In dem wieder etwas eingetrübten Marktumfeld trennten sich die Anleger von den als recht schwankungsfreudig geltenden Aktien aus der Branche. Siemens Energy fielen am Dax-Ende um knapp drei Prozent, während der deutsche Leitindex fast ein Prozent einbüßte. Nach ihrer Rally von November bis Anfang Januar ging es für Siemens Energy seither tendenziell bergab. Der Dax-Aufstieg Ende März half dabei nicht.

Aus charttechnischer Sicht notieren alle vier genannten Werte zwar aktuell unter ihren jeweiligen 21-Tage-Durchschnnittslinien, die den kurzfristigen Trend beschreiben. Allerdings haben sich Nordex, Encavis und SMA Solar auch seit der Eskalation der Corona-Krise Ende Februar letzten Jahres teils deutlich besser entwickelt als die Indizes, in denen sie notiert sind.

Am auffälligsten ist die Entwicklung bei Nordex: Hier steht für den Zeitraum vom 21. Februar 2020 bis heute ein Plus von 93 Prozent zu Buche. Der MDax hingegen hat nur gut 13 Prozent gewonnen.

Nordex will perspektivisch im Bereich der an Land gebauten Windkraftanlagen in die Top 3 am Markt aufsteigen. So soll laut dem Vorstandschef José Luis Blanco der Wert des Unternehmens langfristig gesteigert werden.

Im ersten Quartal sei der Auftragseingang zwar nicht ganz so stark wie erwartet ausgefallen, schrieb jüngst der Experte Constantin Hesse vom Analysehaus Jefferies. In den kommenden Quartalen aber sollte sich die Entwicklung verbessern.

Für weitere Kursanstiege bei Aktien aus der Erneuerbare-Energien-Branche spricht, dass Klimaschutz wohl auf absehbare Zeit weit oben auf der politischen Agenda steht. So wollen die USA spätestens 2050 unterm Strich keine Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan oder Lachgas ausstoßen. Die Europäische Union will Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen, der so viele CO2-Emissionen beseitigt, wie er produziert.

Um diese Ziele zu erreichen, sind unter anderem massive Investitionen in erneuerbare Energien notwendig. Die Corona-Krise hat derweil zwar wegen des Zusammenbruchs der Wirtschaft für einen Rückgang der Emissionen gesorgt, doch mit der erwarteten Konjunkturerholung dürfte auch wieder mehr klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen werden./la/ajx/jha/

20.04.2021

AKTIE IM FOKUS: AMS sacken ab - 'MM': Bedeutungsverlust als Apple-Lieferant

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der angeblich drohende Bedeutungsverlust als Apple-Lieferant hat AMS am Dienstag zugesetzt. Um die Mittagszeit büßten die Aktien des Chipherstellers rund elf Prozent auf 16,37 Franken ein - bei 16,185 Franken hatten sie zuvor den tiefsten Stand seit September 2020 markiert.

Aus Marktkreisen wurde auf einen Bericht des deutschen "Manager Magazin" (MM) verwiesen, dem zufolge AMS künftig als Zulieferer für den iPhone-Hersteller künftig eine weniger wichtige Rolle einnehmen könnte. AMS-Chef Alexander Everke habe bei einem Online-Treffen mit der Belegschaft der Tochter Osram die Frage eines Mitarbeiters, ob an den Gerüchten etwas dran sei, dass AMS bei der nächsten Generation von iPhones als Lieferant für Gesichtserkennungs-Sensoren nicht mehr berücksichtigt werde, weder bestätigt noch dementiert.

Laut dem Artikel kommt der Rückzug von Apple bei AMS nun schneller als befürchtet. Apple habe bereits begonnen, Sensoren von AMS-Konkurrenten zu verbauen. Der zuständige Spartenchef Ulich Hüwels habe deshalb auch bereits seinen Job verloren. AMS lehnte laut dem Magazin einen Kommentar dazu abgelehnt./cf/uh/AWP/gl/la

20.04.2021

ANALYSE/JPMorgan: Zooplus-Aktien setzten zur Aufholjagd an

NEW YORK (dpa-AFX) - Im Rennen um die Anlegergunst bei Tierfutter-Aktien könnte Zooplus laut der Bank JPMorgan gegenüber dem US-Wettbewerber Chewy Boden gut machen. Die Papiere des deutschen Online-Händlers für Heimtierbedarf sollten den Bewertungsabschlag gegenüber denen von Chewy verringern, wie seine ausführliche Untersuchung ergeben habe, schrieb Analyst Borja Olcese in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Er erhöhte das Kurziel für Zooplus von 225 auf 350 Euro und beließ die Einstufung auf "Overweight". Aktuell notieren die Aktien bei 269 Euro.

Der JPMorgan-Fachmann hob hervor, dass Zooplus am Kapitalmarkt inzwischen besser wahrgenommen werde. Dies hänge unter anderem mit den langfristigen Wachstumstrends in der Branche zusammen, aber auch mit der inzwischen höheren Marktkapitalisierung des Unternehmens und der damit verbundenen neuen Investorenbasis.

Zudem ist es Olcese zufolge dem Management gelungen, dass die Erfolgsbilanz des Unternehmens am starken Jahr 2020 gemessen werde und nicht am Jahr 2019. Damals hätten die Geschäfte von Zooplus enttäuscht, während Chewy im Juni 2019 ein erfolgreicher Börsengang gelungen sei. Nun aber verfolge auch Zooplus - ebenso wie Chewy - einen "wahrhaft kundenorientierten" Ansatz.

Generell ändert laut Olcese die Corona-Pandemie für Anbieter von Haustierbedarf alles, indem sie insbesondere den Trend hin zum Onlinehandel beschleunige. Seine neuen Schätzungen für Zooplus lägen mit Blick auf 2021 und die Mittelfristziele bis 2025 am oberen Ende der Unternehmenszielspanne und gleichzeitig über den Markterwartungen. Sie implizierten, dass sich Umsatz und Gewinne bis dahin mehr als verdoppeln dürften. Zudem dürfte sich der Marktanteil von Zooplus erhöhen.

Gemäß der Einstufung "Overweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten besser als der jeweilige Sektor entwickeln wird./la/tav/jha/

Analysierendes Institut JPMorgan.

20.04.2021

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Carl Zeiss Meditec-Ziel auf 170 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Carl Zeiss Meditec von 150 auf 170 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Im zweiten Geschäftsquartal hätten die Jenaer die Markterwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Falko Friedrichs in einer am Dienstag vorliegenden Studie nach starken Eckdaten./ag/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.04.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 20.04.2021 / 06:01 / GMT

20.04.2021

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank belässt Traton auf 'Buy' - Ziel 30 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Traton auf "Buy" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Der Lkw-Zulieferer starte die Motoren, schrieb Analyst Nicolai Kempf in einer am Dienstag vorliegenden Studie nach unerwartet guten Quartalsergebnissen und aufgestockten Jahreszielen./ag/edh

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.04.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 20.04.2021 / 06:01 / GMT

20.04.2021

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Zur Rose Group auf 'Buy' - Ziel 500 Franken

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat die Einstufung für die Zur Rose Group nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 500 Franken belassen. Die Onlineapotheke sei solide ins Jahr gestartet, schrieb Analyst Volker Bosse in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die Dynamik sei aber etwas geringer als bei der Shop Apotheke./ag/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.04.2021 / 07:52 / CEST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / / CEST

20.04.2021

ANALYSE-FLASH: Baader Bank senkt BASF auf 'Add' - Ziel bleibt 81 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat BASF von "Buy" auf "Add" abgestuft und das Kursziel auf 81 Euro belassen. Analyst Markus Mayer streicht die Papiere der Ludwigshafener nach ihrem guten Lauf zudem von der Empfehlungsliste des Hauses. Die Erholung in den zyklischen Bereichen gehe schneller als am Markt erwartet voran, schrieb der Experte in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Er rechnet daher mit steigenden Schätzungen für 2021 und 2022. Ein starkes erstes Halbjahr 2021 und eine mögliche Erhöhung der Jahresziele hält Mayer bereits für eingepreist./ag/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.04.2021 / 08:25 / CEST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / CEST

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20.04.2021

AKTIE IM FOKUS: Grünes Licht für Spartenverkauf gibt K+S kräftig Aufwind

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ein wichtiger Schritt beim schon länger geplanten Verkauf einer Sparte treibt die Aktien von K+S am Dienstag an. Auf Tradegate rückten sie im vorbörslichen Handel um 3,8 Prozent zum Xetra-Schluss vor auf 8,72 Euro. Die Titel waren in den vergangenen Wochen kaum voran gekommen, bei etwa acht Euro aber gut unterstützt.

Der Düngerkonzern steht unmittelbar vor dem Abschluss des Verkaufs seines amerikanischen Salzgeschäfts. Die US-Justizbehörde habe die Fortsetzung des Verkaufsprozesses genehmigt, hieß es von K+S.

Das grüne Licht für den Verkauf durch die US-Justizbehörde sei eindeutig positiv zu werten, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank in einer ersten Reaktion. Er habe das Gefühl gehabt, dass der Markt dem vom Unternehmen angestrebten Abschluss bis zum Sommer misstraut habe./ajx/mis

20.04.2021

FLATEXDEGIRO IM FOKUS: Die Party geht weiter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Börsenwirbel in der Corona-Pandemie treibt den Frankfurter Online-Broker Flatexdegiro von Rekord zu Rekord. Während das öffentliche Leben wegen der Lockdowns brachliegt, entdecken immer mehr Menschen den Online-Handel mit Aktien, Derivaten, Fonds und ETFs für sich. So viele, dass Flatexdegiro-Chef Frank Niehage seine Geschäftsziele für 2021 seit dem Jahreswechsel schon zweimal angehoben hat. Gemessen an den Transaktionen sieht er sein Unternehmen bereits als größten Online-Broker Europas. Was bei Flatexdegiro los ist, was Analysten sagen und wie sich der Aktienkurs entwickelt.

DAS IST LOS BEI FLATEXDEGIRO:

Seit über einem Jahr hat die Pandemie die Welt im Griff. Auch an den Finanzmärkten dreht sich vieles darum, wer als Gewinner und wer als Verlierer aus dieser Krise hervorgeht. Das kommt Flatexdegiro gleich an mehreren Stellen zugute.

Einerseits treiben die Unsicherheiten rund um die Viruskrise den Börsenhandel an - was zu vielen Transaktionen führt und Brokern hohe Einnahmen beschert. Die verschärften Nullzinsen tragen ihr Übriges dazu bei, dass Anleger ihr Glück in Aktien suchen, zumal viele Banken inzwischen Geld für das Parken höherer Kontoguthaben verlangen. Andererseits beschleunigt die Pandemie die Digitalisierung.

Das kommt Online-Brokern wie Flatexdegiro gerade recht. Bei den Frankfurtern übertraf die Realität seit Anfang 2020 jede noch so optimistische Prognose. Im Gesamtjahr wuchs die Zahl der Kunden auf vergleichbarer Basis um 56 Prozent auf 1,25 Millionen. Die Zahl der Transaktionen schoss um fast 140 Prozent auf 75 Millionen nach oben.

Im neuen Jahr legte der Ansturm noch zu. Hatte Niehage im Januar von mindestens 1,6 Millionen Kunden bis Jahresende gesprochen, hat das Unternehmen diese Zahl schon Ende März erreicht. Inzwischen rechnet der Vorstand Ende 2021 mit 2,0 bis 2,2 Millionen Kunden und peilt für das Gesamtjahr 90 bis 110 Millionen Transaktionen an. Dieses Geschäftsvolumen stand eigentlich erst 2025 im Plan - bei erhofften mehr als 3 Millionen Kunden.

"Angesichts des anhaltenden Wachstumstempos der letzten Monate müssen wir dann möglicherweise auch unsere Vision 2025 überarbeiten", sagte Niehage nun. Dabei lässt sich das Geschäftsvolumen nicht einfach anhand der Kundenzahl hochrechnen. So will der Vorstand über 100 Millionen Transaktionen künftig auch in Zeiten mit geringen Kursschwankungen sicherstellen.

Allein im ersten Quartal wickelte der Online-Broker 33,6 Millionen Transaktionen ab, fast doppelt so viele wie zur Zeit des Corona-Crashs ein Jahr zuvor. Der Umsatz sprang um 176 Prozent in die Höhe, der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (Ebitda) verdoppelte sich sogar.

Flatexdegiro gehört nicht zu den jungen Fintechs. Der Broker Flatex wurde 1999 von dem Unternehmer und Verleger Bernd Förtsch ("Der Aktionär") gegründet und ging 2009 an die Börse. Im Gegensatz zu vielen Start-ups aus der Finanzszene verdient das Unternehmen auch unter dem Strich Geld. Im Gesamtjahr 2020 verdoppelte sich der Umsatz nahezu auf 262 Millionen Euro. Der Überschuss sprang auf 50 Millionen Euro nach oben, mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr.

Förtsch ist immer noch an dem Unternehmen beteiligt. Vergangenen Sommer übernahm das Unternehmen seinen niederländischen Rivalen Degiro und bezeichnet sich inzwischen als Europas größter Online-Broker. Kurz vor Weihnachten stieg das Unternehmen in den Nebenwerte-Index SDax auf.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Wer vor vielen Jahren als Aktionär bei Flatex eingestiegen ist, konnte sich seither eine goldene Nase verdienen. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Aktienkurs von gut fünf Euro auf zuletzt rund 105 Euro. Wer seit fünf Jahren dabei ist, konnte seinen Einsatz mehr als versechsfachen, und seit Anfang 2021 steht noch ein Kurszuwachs von rund zwei Dritteln zu Buche.

Allerdings hatten langjährige Anleger bei Flatex auch mehrere Durststrecken durchzustehen. Wer im Mai 2018 zum Zwischenhoch von 36 Euro zugeschlagen hat, musste mehr als zwei Jahre warten, bis er seine Papiere wieder mit Gewinn abstoßen konnte. Seitdem ging der Kurs allerdings erst richtig durch die Decke.

Und auch im Jahr 2021 fiel die Kursrally alles andere als gradlinig aus. Von rund 65 Euro Anfang des Jahres ging es bis Anfang Februar bis auf fast 96 Euro nach oben - und Anfang März wieder auf rund 72 Euro abwärts. Ab Anfang April stieg der Kurs wieder deutlich an - bis er mit einem kräftigen Sprung vergangenen Donnerstag erstmals die Marke von 100 Euro übersprang.

Inzwischen wird Flatexdegiro an der Börse mit rund 2,9 Milliarden Euro bewertet. Größter Anteilseigner ist weiterhin Unternehmensgründer Förtsch. Er hält direkt und indirekt über die GfBk Gesellschaft für Börsenkommunikation und die Beteiligungsgesellschaft Heliad Management rund 19 Prozent der Anteile. Der Streubesitz soll ab Juli wieder deutlich steigen - wenn die ehemaligen Eigentümer von Degiro ihre Anteile nach dem Ablauf einer Sperrfrist verkaufen dürfen. Damit werde Flatex zum Kandidaten für den MDax , sagte Niehage vergangene Woche der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Branchenexperten sind der Flatexdegiro-Aktie auch nach dem kräftigen Kursanstieg in der Corona-Krise weiterhin zugetan. Alle sechs von dpa-AFX erfassten Analysten, die ihre Einschätzung nach der Anhebung der ersten Anhebung der Jahresziele Anfang Februar erneuert haben, empfehlen das Papier zum Kauf. Im Schnitt schreiben sie ihm inzwischen ein Kursziel von rund 119 Euro zu. Noch im Dezember - kurz vor dem Aufstieg in den SDax - hatte das durchschnittliche Kursziel nur gut halb so hoch gelegen.

Branchenexperte Martin Comtesse vom Analysehaus Jefferies bezeichnete die Geschäftszahlen des Online-Brokers aus dem ersten Quartal als "umwerfend". Sein Kollege Frederik Jarchow von der Privatbank Hauck & Aufhäuser sieht Flatexdegiro damit auf gutem Weg für ein neues Rekordgeschäftsjahr.

Mit einem Kursziel von 130 Euro schreibt Warburg-Analyst Marius Fuhrberg der Aktie auch nach dem jüngsten Kursanstieg das größte Aufwärtspotenzial zu. Schon Anfang vergangene Woche bezeichnete er die Wachstumsperspektiven der Frankfurter als hervorragend und setzte sein Kursziel von 105 auf 115 Euro nach oben. Seit Veröffentlichung der Quartalszahlen sieht er das Papier sogar auf dem Weg zu 130 Euro.

Analystin Roberta De Luca von der US-Investmentbank Goldman Sachs hob ihr Kursziel zuletzt auf 120 Euro an, nachdem die Aktie ihre vorherige Zielmarke von 100 Euro noch am selben Tag wieder geknackt hatte. Zuvor hatte sich bereits Analyst Simon Bentlage von Hauck & Aufhäuser in optimistisch zu Online-Brokern im Allgemeinen geäußert und getitelt: "Die Party ist noch nicht zu Ende." Er geht davon aus, dass sich der Boom beim Börsenhandel durch Privatanleger fortsetzt./stw/ngu/he

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