dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

13.11.2018

United Internet verbucht nach neun Monaten Gewinneinbruch

MONTABAUR (dpa-AFX) - Der Telekommunikations- und Internetdienstleister United Internet hat in den ersten neun Monaten einen Gewinneinbruch verbucht. Der Konzern mit den Marken 1&1, GMX und Web.de machte von Januar bis September für die eigenen Aktionäre 57,1 Millionen Euro Gewinn und damit nur noch rund ein Zehntel so viel wie ein Jahr zuvor, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Montabaur mitteilte. Das lag unter anderem daran, dass United Internet sich vor einem Jahr knapp 304 Millionen Euro Sonderertrag aus der Drillisch-Übernahme gutschreiben konnte, in diesem Jahr aber eine Wertminderung auf die Beteiligung an der Kabelgesellschaft Tele Columbus von 216 Millionen Euro anfiel.

Bereinigt um diverse Sondereffekte ging der Gewinn je Aktie um 9 Cent auf 1,37 Euro zurück, weil United Internet mehr Gewinn an den Finanzinvestor und Minderheitsgesellschafter Warburg Pincus sowie an Drillisch-Aktionäre abführen muss.

Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten auf 3,82 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 10,2 Prozent, wenn der Konzern in dieser Form schon vor einem Jahr bestanden hätte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg nach dieser Rechnung um 10,5 Prozent auf 874,6 Millionen Euro.

Die Umsatz- und Ergebnisprognose bestätigte das Management um Ralph Dommermuth. Bei den Kunden muss sich United Internet aber strecken, nach neun Monaten hat das Unternehmen 690 000 Verträge hinzugewonnen. Im Plan standen zuletzt für das Gesamtjahr eine Million neue Verträge. Diese würden auch weiter angestrebt, sagte ein Sprecher./men/jha/

13.11.2018

Bayer mit mehr Klägern wegen Glyphosat konfrontiert

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Die Klagewelle in den USA gegen den Agarchemie- und Pharmakonzern Bayer ist weiter gewachsen. Im Zusammenhang mit dem Wirkstoff Glyphosat wurden dem übernommenen Saatgutkonzern Monsanto in den USA bis zum 30. Oktober Klagen von etwa 9300 Klägern zugestellt, wie Bayer am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Das sind rund 600 mehr als Ende August.

Die Zahl der Kläger war nach oben geschnellt, nachdem im August ein Geschworenen-Gericht in Kalifornien einem krebskranken ehemaligen Platzwart fast 289 Millionen US-Dollar (255 Millionen Euro) Schadensersatz zugesprochen hatte. Die Richterin in dem Prozess reduzierte die Summe zwar auf 78 Millionen Dollar und Bayer will in Berufung gehen, die US-Klageindustrie hat das Thema Glyphosat aber längst für sich entdeckt.

Infolge des Jury-Urteils waren die Bayer-Aktien eingebrochen. Aktuell kosten sie rund rund ein Viertel weniger als vor dem Urteil. Glyphosat dürfte daher auch die Telefonkonferenz mit Analysten zu den Zahlen für das dürfte Quartal bestimmen./mis/fba

13.11.2018

Nordex traut sich im Gesamtjahr nur noch kleinere Sprünge zu

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Windkraftanlagenbauer Nordex ist nach neun Monaten pessimistischer für das Gesamtjahr. Der Umsatz dürfte 2018 nun eher am unteren Ende der prognostizierten Spanne von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro herauskommen, teilte Nordex am Dienstag mit. Gleiches gelte für die operative Marge (Ebitda). Auch hier scheint ein Abschneiden am unteren Ende der Bandbreite von 4 bis 5 Prozent wahrscheinlicher. Die Aktie geriet vorbörslich unter Druck.

Nordex leidet unter dem Preisdruck und der Auftragsflaute in der Branche. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz um 23,6 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sackte um 60,7 Prozent auf 71,4 Millionen Euro ab. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 51,8 Millionen Euro nach einem Gewinn von 27,9 Millionen Euro ein Jahr zuvor./she/jha/

13.11.2018

Ölpreise geben trotz Kürzungsdebatte nach

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag trotz einer am Wochenende angestoßenen Debatte über Produktionskürzungen nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 69,40 US-Dollar. Das waren 72 Cent weniger als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 78 Cent auf 59,15 Dollar.

Die Ankündigung des Öl-Giganten Saudi-Arabien, seine Ölausfuhren im Dezember zu reduzieren, sowie dessen Forderung weitergehender Produktionskürzungen sind auf Widerspruch von US-Präsident Donald Trump gestoßen. Am Montagabend drückte Trump über den Nachrichtendienst Twitter seine Hoffnung aus, dass Saudi-Arabien seine Produktion nicht kürzen werde. "Die Ölpreise sollten angesichts des Angebots viel niedriger sein!", twitterte der Präsident.

Am Wochenende und zum Wochenauftakt hatten Saudi-Arabien, das von ihm faktisch geführte Ölkartell Opec sowie weitere große Förderer zwiespältige Signale ausgesendet. Während Saudi-Arabien eine Produktionskürzung um eine Million Barrel je Tag ins Gespräch brachte, äußerte sich der zweite Öl-Riese Russland wesentlich zurückhaltender. Ob der Opec-Plus-Verbund, zu dem neben der Opec auch andere Förderer wie Russland gehören, seine Förderung im nächsten Jahr tatsächlich zurückfahrt, ist daher ungewiss./bgf/fba

13.11.2018

Jenoptik hebt Jahresprognose für Umsatz an - Nachfrage bleibt gut

JENA (dpa-AFX) - Bei dem Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik laufen die Geschäfte weiterhin gut. Zudem profitiert das Unternehmen von den jüngsten Zukäufen. Für das Gesamtjahr wird Jenoptik zuversichtlicher und peilt nun beim Umsatz zwischen 820 bis 830 Millionen Euro an, wie das Unternehmen am Dienstag in Jena mitteilte. Zuvor war Jenoptik von Erlösen von bis zu 820 Millionen Euro ausgegangen.

In den ersten neun Monaten zog der Umsatz im Jahresvergleich um knapp 13 Prozent auf 593,4 Millionen Euro an. Neben einer guten Nachfrage aus der Halbleiterindustrie profitierte das Unternehmen auch von Auslieferungen von Mautsäulen an den Mautbetreiber Toll Collect in Deutschland. Zudem trug auch der jüngste Kauf der kanadischen Prodomax Automation zum Plus bei.

Der operative Gewinn (Ebit) legte gut ein Viertel auf 66,7 Millionen Euro zu. Die Ebit-Marge verbesserte sich von 9,9 auf 11,2 Prozent. Bei der operativen Marge (Ebit) peilt der Konzern 2018 weiterhin etwa elf Prozent an und rechnet deshalb beim Gewinn vor Zinsen und Steuern mit bis zu 90 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb in den ersten neun Monaten ein Gewinn von 53,7 Millionen Euro. Das war gut ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor./mne/stk

13.11.2018

Bayer hält operatives Ergebnis stabil

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Bayer hat das operative Ergebnis im dritten Quartal dank des Wachstums im Pharmageschäft und der Übernahme von Monsanto stabil gehalten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten stagnierte auf dem Vorjahresniveau von 2,2 Milliarden Euro, wie der Pharma- und Agrarchemiekonzern am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Unter dem Strich verdiente der Dax-Konzern rund 2,9 Milliarden Euro nach knapp 3,9 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Allerdings hatte Bayer vor einem Jahr auch von einigen Sondereffekten profitiert, die sich nicht wiederholten.

Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern: Bei einem Umsatz von mehr als 39 Milliarden Euro soll das bereinigte Ebitda im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen, nach knapp 9,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte Bayer den Umsatz infolge der Übernahme von Monsanto um fast ein Viertel auf 9,9 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft - also Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen herausgerechnet - lag das Plus bei 1,9 Prozent./mis/jha/

13.11.2018

WDH: Aareal Bank bestätigt Ergebnisprognose - Neugeschäftsziel erhöht

(Ende des zweiten Absatzes wurde ein Wort gestrichen.)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Aareal Bank sieht sich nach einem soliden dritten Quartal beim Ergebnis auf Kurs zum Jahresziel. "Unser operatives Geschäft ist unverändert in sehr robuster Verfassung", sagte Aareal-Bank-Chef Hermann Merkens am Dienstag in Wiesbaden. Er bestätigte daher die erst vor Kurzem erhöhte Prognose für das Betriebsergebnis von 312 bis 352 (2017: 328) Millionen Euro - darin enthalten ist ein positiver Einmaleffekt von 52 Millionen Euro aus dem noch in diesem Jahr erwarteten Abschluss der im September angekündigten Übernahme der Düsseldorfer Hypothekenbank.

Ohne diesen Effekt würde das Betriebsergebnis im laufenden Jahr sinken. 2017 hatte die Bank allerdings auch von der Auflösung von Rückstellungen profitiert. Zudem baut das Institut Kreditbestände ab, die nicht mehr zu seinem Kerngeschäft passen. Dies lässt den Zinsüberschuss sinken. Dieser Effekt fiel zuletzt stärker aus als erwartet. Aus diesem Grund sei die bisher angepeilte Bandbreite beim Zinsüberschuss wohl schwer zu erreichen.

Im Gegenzug gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Kosten geringer als bisher erwartet ausfallen. Zudem erhöhte der Konkurrent der Deutschen Pfandbriefbank die Prognose für das Neugeschäft. Die zuletzt viel beachtete Marge im Neugeschäft blieb im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal stabil. Das Konzernbetriebsergebnis sank in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 70 Millionen Euro - damit schnitt die Bank etwas besser ab, als von Bloomberg befragte Experten erwartet hatten./zb/jha/

13.11.2018

Devisen: Euro erholt sich von eineinhalbjährigem Tief

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Dienstag etwas von seinem am späten Vorabend erreichten eineinhalbjährigen Tiefstand erholt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1245 US-Dollar und damit etwas mehr als am Montagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1265 Dollar festgesetzt.

Am späten Montagabend war der Euro mit 1,1216 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juni 2017 gefallen. Belastet wird die Gemeinschaftswährung derzeit vor allem durch zwei große politische Themen: den Brexit und den italienischen Haushaltsstreit.

Während die Austrittsverhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union nach wie vor stocken, läuft am Dienstag eine Frist für Italien ab. Die EU-Kommission hat das Land aufgefordert, seinen Haushalt für kommendes Jahr nachzubessern. Hintergrund ist eine aus Sicher der Kommission zu hohe Neuverschuldung./bgf/jha/

13.11.2018

Uniper weiter in den roten Zahlen

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Kraftwerkskonzern Uniper steckt auch nach neun Monaten weiter in den roten Zahlen fest. Der Nettoverlust betrug 550 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Im Vorjahr hatte Uniper noch einen Gewinn von 683 Millionen Euro erzielt. Grund sind negative Bewertungseffekte aus Rohstoff-Derivaten von insgesamt 731 Millionen Euro. Mit diesen sichert das Unternehmen im Handelsgeschäft unter anderem die langfristigen Strom- und Gaspositionen gegen Preisschwankungen ab. Uniper hatte seine Positionen zu einem früheren Zeitpunkt zu einem niedrigeren Preis abgesichert. Die Strompreise liegen jedoch nun höher.

Dazu kommen Abschreibungen für die Kraftwerksblöcke Datteln 4 im ersten Quartal sowie Provence 4 im dritten Quartal, die in Summe 361 Millionen Euro ausmachten. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank um knapp 60 Prozent auf 386 Millionen Euro. Neben einer schwächeren Entwicklung im dritten Quartal wirkten sich weiter wegfallende Ergebnisbeiträge aus dem verkauften Gasfeld in Yushno Rosskoje sowie die Stilllegung von Kraftwerksblöcken aus. Für das Gesamtjahr zeigte sich Uniper etwas pessimistischer: Zwar bekräftigte der Konzern, im Geschäftsjahr ein bereinigtes Ebit von 0,8 bis 1,1 Milliarden Euro erreichen zu wollen, geht jetzt jedoch davon aus, "eher" das untere Ende der Spanne zu erreichen./nas/jha/

13.11.2018

Bilfinger kommt bei Konzernumbau voran - Kosten drücken auf den Gewinn

MANNHEIM (dpa-AFX) - Der kriselnde Industriedienstleister Bilfinger macht beim Konzernumbau weitere Fortschritte. "In der Aufbauphase der Strategie 2020 sind wir weiter vorangekommen", sagte Unternehmenschef Tom Blades am Dienstag laut Mitteilung in Mannheim. Insgesamt befinde sich der Konzern auf dem richtigen Weg, die gesteckten Wachstumsziele zu erreichen. Die Prognose für den operativen Gewinn (bereinigtes Ebita) für das laufende Jahr konkretisierte die im SDax notierte Gesellschaft und nennt nun eine Bandbreite.

Für 2018 erwarten die Mannheimer beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen 50 bis 75 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Bilfinger hier drei Millionen Euro ausgewiesen. Im dritten Quartal legte das operative Ergebnis im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 22 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb Bilfinger aufgrund von Kosten für den Konzernumbau aber in den roten Zahlen. Der Verlust betrug in den drei Monaten bis September eine Million Euro nach einem Minus von 21 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz kletterte von Juli bis September um fünf Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft legten die Erlöse sogar um acht Prozent zu. Der Auftragseingang wuchs um fünf Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr will Bilfinger den Auftragseingang aus eigener Kraft weiterhin um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigern. Der Umsatz soll im Vergleich zu 2017 (4,04 Mrd Euro) organisch stabil bleiben bis leicht zulegen./mne/she/stk

13.11.2018

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax trotzt wirtschaftspolitischen Problemen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nachdem schwache Technologiewerte und hohe Wall-Street-Verluste dem deutschen Aktienmarkt den Wochenstart verhagelt haben, dürfte am Dienstagmorgen eine Stabilisierung folgen. Der Dow-Jones-Index verlor am Vortag 2,3 Prozent, der Nasdaq-100-Index gar 3 Prozent. Die Signale von den asiatisch-pazifischen Börsen sind am Morgen uneinheitlich: Während der japanische Nikkei-Index um mehr als 2 Prozent absackte, legten die Festlandsbörsen Chinas zu.

Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,12 Prozent bei 11 339 Punkten. Am Montag war der Dax auf den niedrigsten Stand seit Ende Oktober gefallen und hatte damit einen Großteil seiner jüngsten Erholung wieder hergegeben. Für den EuroStoxx 50 zeichnet sich am Dienstag ein 0,22 Prozent höherer Start ab.

Im Blickpunkt dürften neben vielen Unternehmenszahlen auch die vorbereitenden Handelsgespräche zwischen den USA und China, die Brexit-Verhandlungen, vor allem aber der italienische Haushalt stehen. An diesem Dienstag endet die Frist für die Überarbeitung des Haushaltsentwurfs. Die EU-Kommission hatte den Entwurf zurückgewiesen, weil die Schuldenpläne der populistischen Regierung in Rom gegen die Stabilitätskriterien der Eurozone verstoßen.

Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets erwartet, dass die Regierung Italiens den Entwurf ohne große Änderungen wieder bei der EU-Kommission einreicht. Damit aber drohten dem Land Strafen. "Die Anleihenmärkte unterschätzen die Gefahr eines Flächenbrands", sagte Hewson mit Blick auf die Risiken, die von dem Streit um den Haushalt für die gesamte Europäische Union ausgingen.

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von Bayer im Anlegerfokus stehen. Auf der Handelsplattform Tradegate reagierten sie im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag zunächst allerdings kaum. Bayer hat das operative Ergebnis im dritten Quartal dank des Wachstums im Pharmageschäft und der Übernahme von Monsanto stabil gehalten. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) stagnierte auf Vorjahresniveau. Den Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigte der Pharma- und Agrochemiekonzern.

Ein starkes Forschungsgeschäft, weitere Meilensteinzahlungen und die Früchte eines Zukaufs haben Evotec auch im dritten Quartal auf Kurs gehalten. Für das Gesamtjahr bestätigte das Biotechunternehmen deshalb seine Jahresziele. Die Evotec-Titel gewannen auf Tradegate zuletzt 2,3 Prozent.

Die Aareal Bank sieht sich nach einem soliden dritten Quartal beim Ergebnis auf Kurs zum Jahresziel. "Unser operatives Geschäft ist unverändert in sehr robuster Verfassung", sagte Aareal-Bank-Chef Hermann Merkens und bestätigte das kürzlich erhöhte Jahresziel für das Betriebsergebnis. Die Anteilsscheine der Bank verloren auf Tradegate 0,7 Prozent.

Der Werbevermarkter Ströer hat dank eines starken Kerngeschäfts und des Telefon- und Direktvertriebs den Umsatz in den ersten neun Monaten um 28 Prozent gesteigert. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) legte um 15 Prozent zu. Die Jahresziele wurden bestätigt. Ströer-Papiere büßten auf Tradegate 0,3 Prozent ein.

Der Kraftwerkskonzern Uniper steckt weiter in den roten Zahlen fest. Der Nettoverlust betrug 550 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Im Vorjahr hatte Uniper noch einen Gewinn von 683 Millionen Euro erzielt. Die Uniper-Titel fielen auf Tradegate um 2 Prozent.

Bei dem Technologie- und Rüstungskonzern Jenoptik laufen die Geschäfte weiterhin gut. Zudem profitiert das Unternehmen von den jüngsten Zukäufen. In den ersten neun Monaten zog der Umsatz im Jahresvergleich um 13 Prozent an. Der operative Gewinn (Ebit) legte um gut ein Viertel zu. Für das Gesamtjahr 2018 erhöhte Jenoptik sein Umsatzziel. Die Aktien gewannen auf Tradegate 0,3 Prozent./edh/fba

13.11.2018

DAX-FLASH: Stabil nach schwachem Wochenbeginn - Italien erneut im Fokus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem sehr schwachen Wochenbeginn dürfte sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag etwas stabilisieren. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex knapp zwei Stunden vor Handelsbeginn auf 11 348 Punkte und damit 0,2 Prozent über dem Schlusskurs vom Montag. Der Leitindex war am Vortag auf den niedrigsten Stand seit Ende Oktober gefallen und hatte damit einen Großteil der jüngsten Erholung wieder hergegeben.

Im Blickpunkt dürfte neben einer Vielzahl von Quartalsberichten von Unternehmen der italienische Haushalt stehen. Am heutigen Dienstag endet die Frist für die Überarbeitung des Haushaltsentwurfs. Die EU-Kommission hatte den Entwurf zurückgewiesen, weil die Schuldenpläne der populistischen Regierung in Rom gegen die Stabilitätskriterien der Eurozone verstoßen.

Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets erwartet, dass die Regierung Italiens den Entwurf ohne große Änderungen wieder bei der EU-Kommission einreicht. Damit aber drohten dem Land Strafen. "Die Anleihenmärkte unterschätzen die Gefahr eines Flächenbrands", sagte Hewson mit Blick auf die Risiken, die von dem Streit um den Haushalt für die gesamte Europäische Union ausgingen.

Der Dow Jones Industrial hatte am Vortag kontinuierlich nachgegeben und nur knapp über dem Tagestief geschlossen. Die Signale von den asiatisch-pazifischen Börsen sind am Morgen uneinheitlich: Während der japanische Nikkei-Index stark nachgibt, legen die Festlandsbörsen Chinas kräftig zu./bek/fba

12.11.2018

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Techwerte führen Talfahrt der US-Börsen an

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag auf Talfahrt gegangen. Vor allem Technologieaktien gaben kräftig nach. Sorgen um eine schwache Nachfrage nach iPhones des Apple-Konzerns belasteten die Stimmung.

Zudem bereitet Börsianern zufolge die künftige Zinsentwicklung in den Vereinigten Staaten nach wie vor Unbehagen. Erst in der vergangenen Woche hatte die US-Notenbank weiter steigende Leitzinsen signalisiert, was Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren unattraktiver machen kann. Zudem sei der Leitindex Dow Jones Industrial charttechnisch angeschlagen, hieß es.

Der Dow knüpfte an seine Verluste vom Freitag an und büßte 2,32 Prozent auf 25 387,18 Punkte ein. Damit schloss er knapp über seinem kurz zuvor erreichten Tagestief. In der vergangenen Woche hatte er allerdings knapp 3 Prozent gewonnen und sich bis dahin von seinem jüngsten Tief Ende Oktober schon wieder um mehr als 8 Prozent erholt. Das, so gab Andreas Büchler von Index Radar zu bedenken, sei alles viel zu schnell und auch in zu kurzer Zeit vonstatten gegangen. Vergleichbare Übertreibungsphasen hätten in der Vergangenheit oft mit einer Wochen bis Monate andauernden Stagnation oder sogar mit Schlimmerem geendet.

Der S&P 500 gab am Montag um 1,97 Prozent auf 2726,22 Zähler nach. An der technologielastigen Nasdaq-Börse verlor der Auswahlindex Nasdaq 100 zugleich 2,98 Prozent auf 6829,10 Punkte. Die Anleihemärkte blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Die Anteile von Apple zählten mit einem Abschlag von rund 5 Prozent zu den schwächsten Werten im Dow, während zugleich die Anteile des Sensorenherstellers und Apple-Zulieferers Lumentum nach gekappten Jahreszielen um ein Drittel einbrachen. Das Unternehmen begründete seine Umsatz- und Gewinnwarnung damit, dass ein Großkunde die Aufträge für 3D-Sensoren gekürzt habe. Da die Orders von Apple 30 Prozent von dessen Umsatz ausmachen und es schon eine Weile lang Anhaltspunkte gibt, dass der Absatz der neuen iPhone-Modelle die Erwartungen nicht erfüllt, schlussfolgerte der Markt nun, dass es sich bei dem Kunden um Apple handelt.

Die Papiere von Goldman Sachs wurden im Dow noch stärker abgestraft. Sie büßten 7,5 Prozent ein, nachdem der Betrugsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB wieder in den Blick gerückt war. Der Finanzminister des asiatischen Landes verlangt die volle Erstattung aller im Zusammenhang mit den Geschäften des Fonds an die US-Bank geflossenen Gebühren.

Die Papiere von General Electric (GE) gaben um knapp 7 Prozent nach. Damit sackten sie unter 8 US-Dollar je Aktie auf den tiefsten Stand seit Mitte März 2009. Nachdem der angeschlagene Industriekonzern Ende Oktober den Markt erneut mit überraschend schwachen Zahlen geschockt hatte, sind Anleger und Analysten zunehmend vorsichtiger. Die Credit Suisse etwa senkte an diesem Montag zum zweiten Mal innerhalb von 12 Tagen ihr Kursziel. Wie nun der neue Vorstandschef Larry Culp dem US-Sender CNBC sagte, braucht GE dringend Geld, um die Bilanz zu stärken. Die Aktie hat in diesem Jahr bisher 50 Prozent an Wert eingebüßt und musste im Juni - nach rund 110 Jahren Mitgliedschaft im Dow - den US-Leitindex verlassen./ck/he

12.11.2018

Aktien New York Schluss: Techwerte führen Talfahrt der US-Börsen an

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag auf Talfahrt gegangen. Vor allem Technologieaktien gaben kräftig nach. Sorgen um eine schwache Nachfrage nach iPhones des Apple-Konzerns belasteten die Stimmung.

Zudem bereitet Börsianern zufolge die künftige Zinsentwicklung in den Vereinigten Staaten nach wie vor Unbehagen. Erst in der vergangenen Woche hatte die US-Notenbank weiter steigende Leitzinsen signalisiert, was Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren unattraktiver machen kann. Zudem sei der Leitindex Dow Jones Industrial charttechnisch angeschlagen, hieß es.

Der Dow knüpfte an seine Verluste vom Freitag an und büßte 2,32 Prozent auf 25 387,18 Punkte ein. Damit schloss er knapp über seinem kurz zuvor erreichten Tagestief. In der vergangenen Woche hatte er allerdings knapp 3 Prozent gewonnen und sich bis dahin von seinem jüngsten Tief Ende Oktober schon wieder um mehr als 8 Prozent erholt. Das, so gab Andreas Büchler von Index Radar zu bedenken, sei alles viel zu schnell und auch in zu kurzer Zeit vonstatten gegangen. Vergleichbare Übertreibungsphasen hätten in der Vergangenheit oft mit einer Wochen bis Monate andauernden Stagnation oder sogar mit Schlimmerem geendet.

Der S&P 500 gab am Montag um 1,97 Prozent auf 2726,22 Zähler nach. An der technologielastigen Nasdaq-Börse verlor der Auswahlindex Nasdaq 100 zugleich 2,98 Prozent auf 6829,10 Punkte. Die Anleihemärkte blieben feiertagsbedingt geschlossen./ck/he

12.11.2018

Aktien New York: Deutliche Verluste - Techwerte besonders unter Abgabedruck

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben in der neuen Woche an ihre Verluste vom Freitag angeknüpft. Besonders heftig bergab ging es vor allem für Technologieaktien. Anleger reagierten beunruhigt auf die Umsatz- und Gewinnwarnung eines Apple-Zulieferers.

Zudem bereitet Börsianern zufolge die künftige Zinsentwicklung in den Vereinigten Staaten nach wie vor Unbehagen. Erst in der vergangenen Woche hatte die US-Notenbank weiter steigende Leitzinsen signalisiert, was Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren unattraktiver machen kann. Zudem erscheine der Leitindex Dow Jones Industrial charttechnisch angeschlagen und steigende Ölpreise trügen ebenfalls zur Vorsicht bei, hieß es.

Der Dow büßte am Montag rund zwei Stunden vor Handelsschluss 1,50 Prozent auf 25 599,26 Punkte ein, hatte allerdings in der vergangenen Woche knapp 3 Prozent gewonnen. Vom jüngsten Tief Ende Oktober erholte sich der Wall-Street-Index sogar schon wieder um mehr als 8 Prozent. Das sei alles viel zu schnell und auch in zu kurzer Zeit vonstatten gegangen, warnte etwa Andreas Büchler von Index Radar. Vergleichbare Übertreibungsphasen hätten in der Vergangenheit oft mit einer Wochen bis Monate andauernden Stagnation oder sogar mit Schlimmerem geendet.

Der S&P 500 gab zuletzt um 1,37 Prozent auf 2742,88 Zähler nach. An der technologielastigen Nasdaq-Börse verlor der Auswahlindex Nasdaq 100 zugleich 2,42 Prozent auf 6868,48 Punkte. Die Anleihemärkte blieben dagegen feiertagsbedingt geschlossen.

Die Anteile von Apple zählten mit minus 4,3 Prozent zu den schwächsten Werten im Dow. An der Nyse brachen die Anteile des Sensorherstellers und Apple-Zulieferers Lumentum nach gekappten Jahreszielen um ein Drittel ein. Das Unternehmen begründete die neuen Prognosen damit, dass ein Großkunde die Aufträge für 3D-Sensoren gekürzt habe. Da die Orders von Apple 30 Prozent von dessen Umsatz ausmachen und es schon eine Weile lang Anhaltspunkte gibt, dass der Absatz der neuen iPhone-Modelle die Erwartungen nicht erfüllt, schlussfolgert der Markt nun, dass es sich bei dem Kunden um Apple handelt.

Schwächster Dow-Wert waren die Papiere von Goldman Sachs mit minus 6,6 Prozent. Der Betrugsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB rückt wieder in den Blick. Der Finanzminister des asiatischen Landes hatte am Montag die volle Erstattung aller im Zusammenhang mit den Geschäften des Fonds an die US-Bank geflossenen Gebühren verlangt.

Die Papiere des ehemaligen Dow-Unternehmens General Electric (GE) gaben um 6,5 Prozent nach und kämpften um die Marke von 8 US-Dollar. Zeitweise waren sie mit 7,72 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mitte März 2009 gesackt. Nachdem der angeschlagene Industriekonzern Ende Oktober den Markt erneut mit überraschend schwachen Zahlen geschockt hatte, sind Anleger und Analysten zunehmend vorsichtiger. So hatten etwa die Experten von JPMorgan am Freitag ihr Kursziel gesenkt, die der Credit Suisse taten dies an diesem Montag sogar zum zweiten Mal innerhalb von 12 Tagen./ck/he

12.11.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwache Techwerte verderben den Wochenauftakt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein sehr schwacher Technologiesektor mit hohen Kursverlusten bei Infineon und SAP hat den Anlegern am deutschen Aktienmarkt den Wochenauftakt verhagelt. Kräftige Einbußen an den New Yorker Börsen sorgten am Nachmittag für zusätzlichen Abgabedruck.

Der Dax rutschte am Montag erstmals seit Ende Oktober wieder unter die Marke von 11 400 Punkten, im Tief sogar bis auf gut 11 310 Zähler. Mit einem Abschlag von 1,77 Prozent auf 11 325,44 Punkte ging das Leitbarometer aus dem Handel. Der MDax , in dem die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert sind, verlor 1,39 Prozent auf 23 842,77 Punkte.

Zum Handelsstart habe es noch danach ausgesehen, als würde der Dax nach dem Hin und Her der Vorwoche endgültig Fahrt nach oben aufnehmen, doch diese Hoffnung sei schnell zerstört worden, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Neben hausgemachten Problemen wie zu teuer erachtete Zukäufe einiger Dax-Unternehmen sei auch die Nervosität ob der vielen noch ungelösten politischen Probleme weiterhin spürbar. Die umstrittene italienische Haushaltspolitik und das Brexit-Thema blieben im Fokus der europäischen Investoren.

Die Regierung in Rom hat bis Dienstag Zeit, den von ihr vorgelegten Haushaltsentwurf für kommendes Jahr im Sinne der EU-Kommission nachzubessern. Bislang hat Italien noch keine Signale für ein Einlenken gegeben. Auch die Hängepartie um den geplanten Brexit vergrault viele Anleger. Intensive Verhandlungen am Wochenende brachten noch keinen Durchbruch.

Nach ihrer jüngsten Stabilisierung gerieten Technologieaktien europaweit deutlich unter Druck. Der Stoxx Europe 600 Technology sank um 3,70 Prozent und bildete damit das Schlusslicht der Branchenübersicht. "Technologieaktien leiden unter den Sorgen um eine Abkühlung der Konjunktur, die den Sektor früh und spürbar treffen dürfte", sagte ein Händler. Neben den Dax-Schwergewichten SAP und Infineon gehörten die Papiere von Siltronic , S&T und Aixtron zu den größten Verlierern, wobei das Minus von fast 16 Prozent bei den Anteilen des IT-Dienstleisters S&T besonders ins Auge sprang.

SAP-Aktien büßten 5,64 Prozent ein. Der größte Softwarehersteller Europas will das US-Unternehmen Qualtrics für 8 Milliarden US-Dollar (rund 7 Mrd Euro) übernehmen. Der Zukauf sei "sehr kostspielig", monierte die Bank Mainfirst. SAP zahle das Zwanzigfache des für 2018 geschätzten Umsatzes. Selbst bei einer unterstellten Wachstumsrate des Umsatzes von 40 Prozent wäre der Kauf noch immer teurer als frühere Übernahmen der Walldorfer.

Nach anfänglich deutlichen Kursgewinnen brachen die Aktien von Infineon komplett ein und standen am Ende des Tages als Dax-Schlusslicht 7,83 Prozent tiefer. Analysten werteten die Quartalszahlen und auch den Ausblick des Halbleiterkonzerns als grundsätzlich positiv, fanden aber im Detail auch Schwachstellen. So sei die Profitabilität im wichtigen Automobilgeschäft erneut den Erwartungen hinterher gehinkt, schrieb Günther Hollfelder von der Baader Bank . Zudem mehren sich Stimmen, die einen Konjunkturabschwung befürchten. Für Infineon käme dieser aufgrund des Ausbaus der Kapazitäten zu einem ungünstigen Zeitpunkt, hieß es vom Analysehaus Mainfirst. Die DZ Bank findet den Infineon-Kursrückgang allerdings übertrieben.

Thyssenkrupp standen nach der Gewinnwarnung von Ende vergangener Woche weiter unter Druck mit minus 3,06 Prozent. Am Montag senkten weitere Analysten ihre Kursziele für die Papiere des Industrie- und Stahlkonzerns. Mit minus 2,92 Prozent präsentierten sich auch die Titel von Lufthansa in schwacher Verfassung. Börsianer begründeten die Abgaben mit dem deutlich gestiegenen Ölpreis, der die Treibstoffkosten der Fluggesellschaft anschwellen lassen dürfte.

Auch europaweit ging es abwärts an den Börsen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 1,10 Prozent auf 3194,08 Zähler. In Paris und London standen die Indizes jeweils etwas weniger als 1 Prozent tiefer. In den USA gab der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa um 1,7 Prozent nach.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,27 Prozent am Freitag auf 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,19 Prozent auf 141,05 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,13 Prozent auf 160,16 Zähler. Der Euro knüpfte an seinen Sinkflug der vergangenen Wochen an und fiel zeitweise mit 1,1240 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit knapp eineinhalb Jahren. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung mit 1,1255 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1265 (Freitag: 1,1346) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8877 (0,8814) Euro gekostet./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

12.11.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Sehr schwache Techwerte verderben den Wochenauftakt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein sehr schwacher Technologiesektor mit hohen Kursverlusten bei Infineon und SAP hat den Anlegern am deutschen Aktienmarkt den Wochenauftakt verhagelt. Kräftige Einbußen an den New Yorker Börsen sorgten am Nachmittag für zusätzlichen Abgabedruck.

Der Dax rutschte erstmals seit Ende Oktober wieder unter die Marke von 11 400 Punkten, im Tief sogar bis auf gut 11 310 Zähler. Mit einem Abschlag von 1,77 Prozent auf 11 325,44 Punkte ging das Leitbarometer aus dem Handel. Der MDax , in dem die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert sind, verlor 1,39 Prozent auf 23 842,77 Punkte.

Zum Handelsstart habe es noch danach ausgesehen, als würde der Dax nach dem Hin und Her der Vorwoche endgültig Fahrt nach oben aufnehmen, doch diese Hoffnung sei schnell zerstört worden, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Neben hausgemachten Problemen wie zu teuer erachtete Zukäufe einiger Dax-Unternehmen sei auch die Nervosität ob der vielen noch ungelösten politischen Probleme weiterhin spürbar. Italien und Brexit blieben im Fokus der europäischen Investoren./ajx/he

12.11.2018

ROUNDUP/Aktien New York: Verluste - Anleger sind vorsichtig

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben in der neuen Woche an ihre Verluste vom Freitag angeknüpft. Die Anleger sorgten sich weiter um die Zinsentwicklung in den Vereinigten Staaten, nachdem die US-Notenbank erst vor wenigen Tagen weiter steigende Leitzinsen signalisiert habe, sagten Börsianer. Das kann Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren unattraktiver machen. Zudem erscheine der Leitindex Dow Jones Industrial charttechnisch angeschlagen und steigende Ölpreise trügen ebenfalls zur Vorsicht der Anleger bei.

Am Montag büßte der Dow im frühen Handel 0,99 Prozent auf 25 731,20 Punkte ein, hatte allerdings in der vergangenen Woche knapp 3 Prozent gewonnen. Vom jüngsten Tief Ende Oktober hatte er sich sogar schon wieder um mehr als 8 Prozent erholt. Das sei alles viel zu schnell und auch in zu kurzer Zeit vonstatten gegangen, warnte etwa Andreas Büchler von Index Radar. Vergleichbare Übertreibungsphasen hätten in der Vergangenheit oft mit einer Wochen bis Monate andauernden Stagnation oder sogar mit Schlimmerem geendet.

Der S&P 500 gab im frühen Handel am Montag um 1,01 Prozent auf 2752,94 Zähler nach. An der technologielastigen Nasdaq-Börse verlor der Auswahlindex Nasdaq 100 zugleich 2,09 Prozent auf 6891,92 Punkte. Die Anleihemärkte bleiben dagegen feiertagsbedingt geschlossen.

Schwächster Wert im Dow waren die Anteile von Apple mit minus 4,7 Prozent. Analyst Samik Chatterjee von der US-Bank JPMorgan hatte zuvor zum zweiten Mal in diesem Jahr sein Kursziel für die Aktien gesenkt. Chatterjee passte seine Absatzerwartungen für iPhones nach unten an. Er begründete dies mit skeptischeren Konjunkturerwartungen für die Schwellenländer und einem höheren US-Dollar, der die Geräte verteuere.

Den Papieren des ehemaligen Dow-Unternehmens General Electric (GE) erging es noch schlechter. Sie büßten 7,2 Prozent ein und sackten unter 8 US-Dollar. Damit fielen sie auf den tiefsten Stand seit Mitte März 2009. Nachdem der angeschlagene Industriekonzern Ende Oktober den Markt erneut mit überraschend schwachen Zahlen geschockt hatte, sind Anleger und Analysten zunehmend vorsichtiger. So hatten etwa die Experten von JPMorgan am Freitag ihr Kursziel gesenkt, die der Credit Suisse taten dies an diesem Montag sogar zum zweiten Mal innerhalb von 12 Tagen.

Alibaba verloren an der Nyse 2,2 Prozent und das, obwohl der Online-Gigant beim größten Shopping-Ereignis in China in diesem Jahr einen Rekord erzielt hatte: Am "Singles Day" waren Waren im Wert von mehr als 21 Milliarden Euro verkauft worden..

Die zwei Ölwerte im Wall-Street-Index Dow, ExxonMobil und Chevron , legten indes gegen den Trend moderat zu und profitierten von Hinweisen auf Produktionskürzungen durch den Ölriesen Saudi-Arabien./ck/he

12.11.2018

Aktien New York: Verluste - Anleger sind vorsichtig

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben in der neuen Woche an ihre Verluste vom Freitag angeknüpft. Die Anleger sorgten sich weiter um die Zinsentwicklung in den Vereinigten Staaten, nachdem die US-Notenbank erst vor wenigen Tagen weiter steigende Leitzinsen signalisiert habe, sagten Börsianer. Das kann Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren unattraktiver machen. Zudem erscheine der Leitindex Dow Jones Industrial charttechnisch angeschlagen und steigende Ölpreise trügen ebenfalls zur Vorsicht der Anleger bei.

Am Montag büßte der Dow kurz nach dem Handelsstart 0,82 Prozent auf 25 775,92 Punkte ein, hatte allerdings in der vergangenen Woche knapp 3 Prozent gewonnen. Vom jüngsten Tief Ende Oktober hatte er sich sogar schon wieder um mehr als 8 Prozent erholt. Das sei alles viel zu schnell und auch in zu kurzer Zeit vonstatten gegangen, warnte etwa Andreas Büchler von Index Radar. Vergleichbare Übertreibungsphasen hätten in der Vergangenheit oft mit einer Wochen bis Monate andauernden Stagnation oder sogar mit Schlimmerem geendet.

Der S&P 500 gab im frühen Handel am Montag um 0,92 Prozent auf 2755,40 Zähler nach. An der technologielastigen Nasdaq-Börse verlor der Auswahlindex Nasdaq 100 zugleich 1,84 Prozent auf 6909,65 Punkte. Die Anleihemärkte bleiben dagegen feiertagsbedingt geschlossen./ck/he

12.11.2018

Aktien Frankfurt: Dax fällt auf tiefsten Stand seit Ende Oktober

FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von einem sehr schwachen Technologiesektor hat der deutsche Aktienmarkt die neue Woche mit deutlichen Verlusten eingeläutet. Als Belastungsfaktoren wurden der anhaltende Haushaltsstreit zwischen Italien und der Europäischen Union sowie die stockenden Brexit-Verhandlungen genannt.

Der Dax rutschte erstmals seit Ende Oktober unter die Marke von 11 400 Punkten und verlor am Montagnachmittag 1,27 Prozent auf 11 383,07 Zähler. Der MDax , in dem die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert sind, büßte 0,86 Prozent auf 23 971,59 Punkte ein. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,59 Prozent auf 3210,49 Zähler nach unten.

Die umstrittene italienische Haushaltspolitik sorgte erneut für Unsicherheit an den Märkten. Die italienische Regierung hat bis Dienstag Zeit, den von ihr vorgelegten Haushaltsentwurf für kommendes Jahr im Sinne der EU-Kommission nachzubessern. Bislang hat Italien noch keine Signale für ein Einlenken gegeben.

Auch die Hängepartie um den geplanten Brexit vergraulte viele Anleger. Intensive Verhandlungen am Wochenende brachten noch keinen Durchbruch. Brüssel macht für die stockenden Gespräche den Richtungsstreit innerhalb der britischen Regierung verantwortlich. In London hatten führende Euroskeptiker am Wochenende den Druck auf Premierministerin Theresa May erhöht, ihre Pläne für den Brexit zu ändern. Andernfalls wollen sie im britischen Parlament dagegen stimmen. Deshalb wurde eine für Montag geplante britische Parlamentssitzung verschoben.

Nach ihrer jüngsten Stabilisierung gerieten Technologieaktien europaweit deutlich unter Druck. Der Stoxx Europe 600 Technology sank um 2,6 Prozent und bildete damit das Schlusslicht im Branchentableau. "Technologieaktien leiden unter den Sorgen um eine Abkühlung der Konjunktur, die den Sektor früh und spürbar treffen dürfte", sagte ein Händler. Neben den Dax-Schwergewichten SAP und Infineon gehörten die Papiere von Siltronic , S&T, Aixtron und Isra Vision mit Abgaben zwischen 4 und 12 Prozent zu den größten Verlierern.

SAP-Aktien büßten 3,7 Prozent ein. Europas größter Softwarehersteller hat das US-Unternehmen Qualtrics für 8 Milliarden US-Dollar (rund 7 Mrd Euro) übernommen. Der Zukauf sei "sehr kostspielig", monierte die Bank Mainfirst in einer ersten Einschätzung. SAP zahle das Zwanzigfache des für 2018 geschätzten Umsatzes. Selbst bei einer unterstellten Wachstumsrate des Umsatzes von 40 Prozent wäre der Kauf noch immer teurer als frühere Übernahmen der Walldorfer.

Nach anfänglichen Kursgewinnen von bis zu 4,5 Prozent brachen die Aktien von Infineon komplett ein. Zuletzt verloren sie mehr als 8 Prozent und standen damit weit am Dax-Ende. Analysten werteten die Quartalszahlen und auch den Ausblick des Halbleiterkonzerns grundsätzlich positiv, fanden aber im Detail auch Schwachstellen. So sei die Profitabilität im wichtigen Automobilgeschäft erneut den Erwartungen hinterher gehinkt, schrieb Günther Hollfelder von der Baader Bank.

Mit minus 3,5 Prozent präsentierten sich auch die Titel der Lufthansa in schwacher Verfassung. Börsianer begründeten die Abgaben mit dem deutlich gestiegenen Ölpreis, der die Treibstoffkosten der Fluggesellschaft anschwellen lassen dürfte.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,27 Prozent am Freitag auf 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,19 Prozent auf 141,05 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,29 Prozent auf 160,42 Zähler. Der Euro knüpfte an seinen Sinkflug der vergangenen Wochen an und fiel am Morgen bis auf 1,1240 US-Dollar, den tiefsten Stand seit knapp eineinhalb Jahren. Am Mittag notierte sie wieder etwas höher bei 1,1270 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1346 Dollar festgesetzt./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

13.11.2018

Deutschland: Inflation auf Zehnjahreshoch

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Verbraucherpreise sind in Deutschland im Oktober so stark gestiegen wie seit gut zehn Jahren nicht mehr. Das lag vor allem an den wieder angezogenen Energiepreisen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, lag das Preisniveau 2,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Eine höhere Rate hatte es letztmalig im September 2008 gegeben. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Das Bundesamt bestätigte damit vorläufige Ergebnisse.

Der für europäische Zwecke errechnete Index HVPI erhöhte sich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent und zum Vormonat um 0,1 Prozent. Der HVPI ist ausschlaggebend für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Für den gesamten Euroraum strebt die EZB eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Nach einer langen Zeit der Zielverfehlung wird die Rate seit einigen Monaten wieder erreicht und sogar etwas übertroffen./bgf/stk

13.11.2018

USA hoffen auf schnelles Handelsabkommen mit Japan

TOKIO (dpa-AFX) - Die USA hoffen auf ein baldiges bilaterales Handelsabkommen mit Japan. Dies sagte Vizepräsident Mike Pence am Dienstag nach einem Treffen mit Ministerpräsident Shinzo Abe. Bei den Gesprächen in Tokio ging es auch um die atomare Abrüstung Nordkoreas und eine "freie und offene" Region am Pazifik und Indischen Ozean, wie Pence auf Twitter mitteilte. Damit wollen beide Länder dem wachsenden Einfluss Chinas entgegenwirken.

Pence hatte zuvor schon in der "Washington Post" geschrieben, die USA würden bald Verhandlungen über ein "historisches" Handelsabkommen mit Japan aufnehmen. Präsident Donald Trump machte seinerseits Druck auf Abe, Japans Märkte zu öffnen, insbesondere für Fleisch- und Reisimporte. Der japanische Regierungschef hatte sich für einen multilateralen Handelspakt nach Art der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) stark gemacht. Trump war aus dem bereits fertig verhandelten Abkommen kurz nach Amtsantritt 2017 ausgestiegen./tk/DP/jha

13.11.2018

ROUNDUP: Haushaltsstreit mit Rom: EU-Frist läuft für Italien ab

ROM (dpa-AFX) - Im Haushaltsstreit zwischen der EU und Rom läuft am Dienstag die Frist für eine Antwort der italienischen Regierung ab. Die EU-Kommission hatte den Budgetentwurf aus Rom in einem historisch einmaligen Schritt vor drei Wochen abgelehnt und eine Überarbeitung gefordert. Die Koalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega muss Brüssel ihre Schuldenpläne nun erneut vorlegen. Es wird allerdings nicht damit gerechnet, dass Rom einlenkt.

Italien peilt im kommenden Jahr eine Neuverschuldung von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung an. Da die drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone aber schon jetzt haushoch verschuldet ist, stemmt sich die EU dagegen. Sie sieht in dem Entwurf der populistischen Regierung einen beispiellosen Verstoß gegen die Euro-Stabilitätsregeln. Diese verpflichten Italien, wegen seiner hohen Schuldenquote seine Gesamtverschuldung in den Griff zu bekommen.

Die Regierung in Rom machte in den vergangenen Tagen mehrfach klar, nicht von den Eckpfeilern ihres Haushaltsentwurfs abrücken zu wollen. "Der einzige Weg, die europäischen Regeln einzuhalten, wäre ein selbstmörderischer Haushalt, der uns in die Rezession führen würde", sagte Vize-Premierminister Luigi Di Maio am Montag der Nachrichtenagentur Ansa zufolge. Er bekräftigte damit eine Aussage von Finanzminister Giovanni Tria am Freitag, der es als wirtschaftlichen "Selbstmord" bezeichnet hatte, würde sich Italien komplett an die von der EU angepeilten Ziele halten. Die Regierung will mit Maßnahmen wie Steuererleichterungen die seit Jahren lahmende Wirtschaft ankurbeln.

Doch die EU-Kommission teilt Roms Optimismus in dieser Hinsicht nicht

- und schraubte vergangene Woche sogar wegen der umstrittenen

Finanzpläne die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum in Europa herunter. Nach eigenen Berechnungen auf Grundlage der Haushaltspläne Roms geht Brüssel zudem davon aus, dass sich das Defizit Italiens im kommenden Jahr sogar auf 2,9 Prozent der Wirtschaftsleistung belaufen könnte.

Wenn Italien entgegen der Aufforderung Brüssels bei seinen Plänen bleibt, könnte die EU-Kommission bald ein offizielles Defizitverfahren gegen das Land einleiten. Dabei könnten die EU-Partner Italien mehr Haushaltsdisziplin verordnen. Verstößt Rom auch gegen diese Vorgaben, könnten die Finanzminister theoretisch finanzielle Sanktionen verhängen. In der Praxis ist dies bislang noch nie geschehen. Kommt es soweit, dürften die Europa-Skeptiker in der Regierung - allen voran Innenminister Matteo Salvini - die Stimmung gegen die EU weiter anheizen.

Ein Sprecher der EU-Kommission betonte am Montag, die Brüsseler Behörde sei bereit, am 21. November ihre Einschätzungen zu den Haushaltsentwürfen der Euro-Staaten zu veröffentlichen. "Im Fall von Italien warten wir auf das Feedback aus Rom."/lkl/DP/zb

13.11.2018

ROUNDUP/IEA: Asiens Energiehunger stellt Politik vor Herausforderungen

LONDON (dpa-AFX) - Die weltweite Energienachfrage wird in den kommenden zwei Jahrzehnten stark steigen, vor allem in Asien. Das geht aus dem jährlichen Ausblick der Internationalen Energiebehörde IEA hervor, der am Dienstag in London veröffentlicht wurde.

Demnach wird die globale Nachfrage 2040 um mindestens ein Viertel höher liegen als heute. Doch dies gelte nur, wenn die Regierungen ihre Versprechen einhalten, zum Beispiel mehr auf energieeffiziente Technologien zu setzen. Ansonsten könnte der Energiebedarf sogar um mehr als die Hälfte nach oben schnellen, heißt es in dem Bericht. Grund für die höhere Nachfrage sind vor allem ein erwarteter Anstieg der Weltbevölkerung um 1,7 Milliarden Menschen und steigende Einkommen.

Am stärksten wird demnach Indien seinen Energiebedarf steigern. Auf dem Subkontinent wird bis zum Jahr 2040 doppelt so viel Energie verbraucht werden wie derzeit, so die IEA. Auch Chinas Energiehunger wächst weiter, wenn auch nicht ganz so stark wie in den vergangenen beiden Jahrzehnten. In Europa und Japan wird der Bedarf dagegen leicht zurückgehen, in den USA bleibt er gleich.

Ohne Politikwechsel könne sich der wachsende Energiehunger aus Asien auf Energiepreise, Versorgungssicherheit und Umwelt auswirken, warnen die IEA-Experten. Alle Energiearten und Technologien seien betroffen, egal ob erneuerbar oder fossil.

Besonders stark wächst die Nachfrage nach Strom. In Entwicklungsländern wird sich der Bedarf an Elektrizität verdoppeln. In entwickelten Volkswirtschaften ist das erwartete Wachstum dem Report zufolge moderater. Dort besteht die größte Herausforderung darin, die Infrastruktur an die Bedürfnisse und die Versorgung durch erneuerbare Energien anzupassen./cmy/DP/zb

13.11.2018

ROUNDUP: China sucht Kooperation in Asien gegen Protektionismus der USA

SINGAPUR (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund des Handelskrieges zwischen den USA und China hat der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang zu verstärkter Kooperation in Asien für freien Handel aufgerufen. Mit dem wachsenden Protektionismus und den Beschränkungen für den globalen Freihandel sei es wichtig, die laufenden Verhandlungen für den von China angeführten Freihandelspakt einer Regionalen Wirtschaftspartnerschaft (RCEP) voranzubringen, sagte Li Keqiang am Dienstag in einer Rede am Rande des Gipfels der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Singapur.

China hoffe darauf, die Verhandlungen bis nächstes Jahr beenden zu können. Die asiatischen Staaten sollten ein Signal senden, "dass wir hinter freiem Handel stehen", sagte Li Keqiang. "Wir müssen zusammen arbeiten, um freien Handel in unserer Region zu fördern." China wolle im Rahmen bestehender Regeln auch für einen gerechteren Welthandel arbeiten. Alle Probleme müssten durch Konsultationen gelöst werden, wandte sich Li Keqiang gegen die US-Politik, Strafzölle gegen seine Handelspartner zu verhängen, um Konzessionen zu erreichen.

Gegenwärtig verhandeln 16 Staaten über den RCEP-Freihandelspakt, der ein Drittel des Welthandels und fast die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentieren würde. Außer den zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften der Welt, China und Japan, wollen Indien, Südkorea, Australien, Neuseeland und die zehn Asean-Staaten an RCEP teilnehmen. Zu Asean gehören Indonesien, Malaysia, Thailand, die Philippinen, Vietnam, Myanmar, Brunei, Laos, Kambodscha und Singapur.

Sieben der 16 Staaten haben sich bereits dem anderen in Asien ausgehandelten Freihandelsabkommen der Fortschrittlichen Transpazifischen Partnerschaft(CPTPP) angeschlossen. Die Vereinbarung ist nach dem Ausstieg von US-Präsident Donald Trump 2017 aus dem damals bereits fertig verhandelten transpazifischen Handelspakt TPP übrig geblieben und tritt Ende des Jahres in Kraft.

Der von China geförderte RCEP-Freihandelspakt geht nach Angaben von Experten nicht so weit wie CPTPP in der Öffnung des Handels sowie in den Regeln für Urheberrechtsschutz oder Umweltschutz. Strittige Themen sind auch weiter der Marktzugang und Zollsenkungen. Insbesondere Indien zögert, seinen Markt weit zu öffnen, und fürchtet, dass der Pakt sein Handelsdefizit mit China noch ausweiten könnte. Umgekehrt möchte Neu Delhi, dass andere Länder ihren Arbeitsmarkt auch für indische Talente stärker öffnen.

Außer auf die Gefahren für den Welthandel richtet sich die Aufmerksamkeit während des Asean-Gipfels in Singapur auch auf das Drama um die Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar und den Streit mit China über das Südchinesische Meer. China wolle die Gespräche über einen Verhaltenscode für Zwischenfälle in dem umstrittenen Seegebiet beschleunigen, sagte Chinas Premier Li Keqiang in seiner Rede. Er hoffe auf einen Abschluss "in drei Jahren".

Die Volksrepublik beansprucht den größten Teil des strategisch wichtigen und rohstoffreichen Seegebietes, die das Internationale Schiedsgericht in Den Haag 2016 aber abgewiesen hat. Peking ignoriert das Urteil. Auch Vietnam, Taiwan, die Philippinen, Malaysia und Brunei erheben ganz oder teilweise Ansprüche auf Inseln und Riffe.

Die zehn Asean-Staaten tagen bis Donnerstag in dem Stadtstaat. Die Staatengemeinschaft ist mit 635 Millionen Einwohnern der sechstgrößte Wirtschaftsraum der Welt. Bis 2030 will sie zur viertgrößten Volkswirtschaft nach den USA, China und der EU aufsteigen.

Im Rahmen ihres halbjährlichen Treffens beraten die Asean-Staaten am Mittwoch und Donnerstag in Singapur auch mit China, Russland, den USA, Japan, Südkorea, Indien, Australien und Neuseeland auf einem eigenen Ostasien-Gipfel (EAS). Erstmals nimmt auch Russlands Präsident Wladimir Putin an dem Treffen teil - neben den Ministerpräsidenten Japans und Indiens, Shinzo Abe und Narendra Modi. US-Präsident Trump lässt sich von seinem Vize Mike Pence vertreten./lw/DP/zb

13.11.2018

Haushaltsstreit mit Rom: EU-Frist läuft für Italien ab

ROM (dpa-AFX) - Im Haushaltsstreit zwischen der EU und Rom läuft am Dienstag die Frist für eine Antwort der italienischen Regierung ab. Die EU-Kommission hatte den Budgetentwurf aus Rom in einem historisch einmaligen Schritt vor drei Wochen abgelehnt und eine Überarbeitung gefordert. Die Koalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega muss Brüssel nun ihre Schuldenpläne erneut vorlegen. Es wird allerdings nicht damit gerechnet, dass Italien einlenkt. Die Regierung in Rom hatte schon im Vorfeld klar gemacht, nicht von den Eckpfeilern ihres Haushaltsentwurfs abzurücken.

Italien peilt im kommenden Jahr eine Neuverschuldung von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung an. Da die drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone aber schon jetzt haushoch verschuldet ist, stemmt sich die EU dagegen. Sie sieht in dem Entwurf der populistischen Regierung einen beispiellosen Verstoß gegen die Stabilitätsregeln der EU. Rom will das Geld unter anderem für Wahlkampfversprechen wie eine Grundsicherung nach dem Vorbild von Hartz IV und eine Rentenreform ausgeben./reu/DP/he

13.11.2018

Bundeskanzlerin Merkel spricht im EU-Parlament zur Zukunft Europas

STRASSBURG (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hält am Dienstag (15.00 Uhr) im Europaparlament in Straßburg eine Rede zur Zukunft der Europäischen Union. Ein gutes halbes Jahr vor der Europawahl wird mit Spannung erwartet, welche Vision die deutsche Regierungschefin in ihrer letzten Amtszeit für die Staatengemeinschaft beschreibt.

In der Debatte über grundlegende Reformen der EU hatten sich in den vergangenen Monaten bereits elf andere Staats- und Regierungschefs im Europaparlament geäußert, darunter der französische Präsident Emmanuel Macron. Merkel und Macron hatten sich im Sommer in Schloss Meseberg bei Berlin auf gemeinsame Eckpunkte geeinigt.

Die seit dem Austrittsvotum der Briten 2016 erwogene Erneuerung der EU kommt allerdings kaum voran. Zur Debatte stehen nun nur noch einige kleinere Reformen der Wirtschafts- und Währungsunion, über die möglicherweise im Dezember entschieden wird./vsr/DP/he

13.11.2018

EU-Kommission beurteilt Rechtsstaatlichkeit in Rumänien und Bulgarien

STRASSBURG (dpa-AFX) - Nach heftiger Kritik des Europarates an den Justizreformen in Rumänien äußert sich am Dienstag auch die EU-Kommission. In einem Prüfbericht zieht die Brüsseler Behörde Bilanz zum Rechtsstaat und zum Kampf gegen die Korruption in dem südosteuropäischen Land, das zum 1. Januar den Vorsitz der EU-Staaten übernimmt.

Bereits Anfang Oktober hatte Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans Sorge geäußert, dass die sozialliberale Regierung in Bukarest die Justiz umbaue und mit Gesetzesänderungen die Strafverfolgung von Korruption erschwere. Timmermans sprach von Rückschritten bei Rechtsstaatsprinzipien und drohte mit Konsequenzen. Erwartet wird deshalb eine kritische Stellungnahme.

Einen ähnlichen Bericht legt die Kommission auch zu Bulgarien vor. Beide Länder stehen seit ihrem EU-Beitritt 2007 unter Beobachtung, weil sie anfangs noch nicht alle Vorgaben im Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen sowie zur Stärkung der Justiz erfüllten. Jährlich veröffentlicht die Kommission seitdem Fortschrittsberichte./vsr/DP/he

13.11.2018

Überschuldung von Verbrauchern steigt

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Trotz der guten Konjunktur nimmt die Überschuldung in Deutschland seit Jahren zu. Im vergangenen Jahr konnte bereits gut jeder Zehnte seine Rechnungen nicht mehr bezahlen. Wie sich die Situation im laufenden Jahr entwickelt hat, darüber will am Dienstag (11.00 Uhr) die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Düsseldorf informieren. Experten gehen auch im laufenden Jahr von einem weiteren Anstieg bei der Zahl der überschuldeten Haushalte aus.

Die höchste Überschuldungsquote unter den Bundesländern verzeichnete im vergangenen Jahr mit knapp 14 Prozent Bremen, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Berlin. Am geringsten war die Überschuldung in Bayern (7,47 Prozent) und Baden-Württemberg (8,31 Prozent)./rea/DP/he

13.11.2018

Überschuldung von Verbrauchern steigt - nicht zuletzt im Ruhrgebiet

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Trotz der guten Konjunktur sind in Deutschland immer mehr Haushalte überschuldet. Im vergangenen Jahr konnte bereits gut jeder Zehnte seine Rechnungen nicht mehr bezahlen. In Nordrhein-Westfalen lag die Verschuldungsquote zuletzt sogar deutlich über dem Bundesdurchschnitt, vor allem im Ruhrgebiet. Wie sich die Situation im laufenden Jahr entwickelt, darüber will am Dienstag (11.00 Uhr) die Wirtschaftsauskunftei Creditreform berichten. Experten gehen auch für 2018 von einem weiteren Anstieg bei der Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland aus.

Die höchste Überschuldungsquote unter den Bundesländern verzeichnete im vergangenen Jahr mit knapp 14 Prozent Bremen, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Berlin. Am geringsten war die Überschuldung in Bayern (7,47 Prozent) und Baden-Baden-Württemberg (8,31 Prozent). Mit einer Verschuldungsquote von 11,63 Prozent lag Nordrhein-Westfalen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 10,04 Prozent./rea/DP/tos

13.11.2018

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt ProSiebenSat.1 auf 'Hold' - Ziel 18,50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat ProSiebenSat.1 von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 30 auf 18,50 Euro gesenkt. Die Anleger könnten sich nicht sicher sein, dass sich die neuen Investitionen des Medienkonzerns auszahlen, schrieb Analystin Laurie Davison in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Sie kürzte ihre Ergebnisprognose deutlich und hält die Bewertung nicht mehr attraktiv genug für eine Kaufempfehlung./ag/zb

Datum der Analyse: 12.11.2018

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13.11.2018

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Ziel für Infineon auf 25 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Infineon nach Zahlen von 30 auf 25 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Chipkonzern liefere im für die Branche sehr schwierigen Umfeld weiter starke Ergebnisse ab, schrieb Analyst Johannes Schaller in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Der Markt sei skeptisch, dass Infineon den Abschwung erst ganz am Ende spüren werde. Der Experte bleibt aber gerade mit Blick auf die Chips zum Energiemanagement als wichtigsten Umsatzträger optimistisch./ag/tih

Datum der Analyse: 13.11.2018

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13.11.2018

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt HelloFresh auf 'Overweight' - Ziel 17 Euro

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für HelloFresh nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 17 Euro belassen. Der Kochboxenanbieter habe solide Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt, schrieb Analyst Marcus Diebel in einer ersten Reaktion am Dienstag. Alle Augen seien nun auf den am gleichen Tag stattfindenden Kapitalmarkttag gerichtet./ag/tih

Datum der Analyse: 13.11.2018

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13.11.2018

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Axel Springer auf 'Neutral' - Ziel 58 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat Axel Springer von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft, das Kursziel aber unverändert auf 58 Euro belassen. Langfristig blieben zwar einige Fragezeichen, kurzfristig sei die Dynamik für den Medienkonzern aber stark, schrieb Analystin Patricia Pare in einer am Dienstag vorliegenden Studie./ag/tih

Datum der Analyse: 13.11.2018

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12.11.2018

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für HeidelbergCement auf 80 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank Goldman Sachs hat das Kursziel für HeidelbergCement nach Zahlen von 93 auf 80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach der Vorlage der Quartalsberichte von HeidelbergCement und LafargeHolcim habe er seine Schätzungen für beide Baustoffkonzerne gekappt, schrieb Analyst Patrick Creuset in einer am Montag vorliegenden Studie. Er kritisiert vor allem, dass letztlich zu wenig vom Gewinn beim freien Cashflow hängen bleibe./ck/he

Datum der Analyse: 12.11.2018

12.11.2018

AKTIE IM FOKUS 2: Infineon tiefrot - Furcht vor Abwärtszyklus im Chipsektor

(neu: Schlusskurse, weitere Analystenstimmen, mehr Infos zur aktuellen Entwicklung im Technologiesektor)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Sorge vor einem Abwärtszyklus in der Halbleiterbranche hat die Papiere von Infineon am Montag trotz positiv gewerteter Quartalszahlen nach unten gerissen. Im frühen Handel noch zeitweise um gut viereinhalb Prozent fester, beendeten die Anteile des Chipherstellers den Tag als Dax-Schlusslicht mit minus 7,83 Prozent auf 16,765 Euro.

Ende Oktober hatten sie sich von ihrem Jahrestief bei etwas unter 16 Euro zunächst etwas erholen können bis auf knapp über 19 Euro Anfang November. Diese Erholung ist dahin. Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Montag mit minus 1,77 Prozent ebenfalls in schwacher Form.

Analysten werteten die Quartalszahlen und auch den Ausblick des deutschen Chipproduzenten im Grundsatz positiv, fanden aber im Detail auch Schwachstellen. So sei die Profitabilität im wichtigen Autogeschäft erneut den Erwartungen hinterher gehinkt, schrieb Günther Hollfelder von der Baader Bank. Zudem mehren sich Stimmen, die einen Konjunkturabschwung befürchteten. Für Infineon käme dieser aufgrund des Ausbaus der Kapazitäten zu einem ungünstigen Zeitpunkt, hieß es vom Analysehaus Mainfirst. Die Experten bezweifeln, dass die langfristigen Investitonen "kurzfristig korrigiert" werden könnten. Laut den Analysten der UBS rechnen viele am Markt derzeit mit einem Abwärtszyklus im Halbleitersektor.

Die von Infineon am Vormittag angekündigte Übernahme des Dresdner Startups Siltectra für 124 Millionen Euro, mit der der Konzern sein Siliziumkarbid-Geschäft erweitert, hatte am Montag kaum Einfluss auf den Kurs, waren sich Marktteilnehmer am Ende des Tages einig. Der Zukauf sei schlicht zu klein, sagte ein Händler. Viele Investoren seien vor der Vorlage der Geschäftszahlen aber etwas zu optimistisch gewesen nach den zuletzt sehr positiven Aussagen des Konzerns etwa auf dem Auto-Investorentag. "Die Quartalszahlen waren gut und der Ausblick ist besser als erwartet - aber letztlich spielt da auch erheblicher Rückenwind von der Währungsseite eine Rolle", so der Händler.

Er nannte zudem die Unsicherheit wegen Qimonda als Belastung. Infineon musste für die ehemalige Tochter erhöhte Rückstellungen vornehmen. Hintergrund ist eine seit Jahren laufende Klage des Insolvenzverwalters von Qimonda. Infineon hatte das DRAM-Speicherchipgeschäft ausgegliedert und 2006 an die Börse gebracht, Anfang 2009 musste das Geschäft wegen eines drastischen Preisverfalls Insolvenz anmelden.

Alles in allem hätten nun die zuvor optimistisch in die Zahlen gegangenen Anleger ihre Infineon-Positionen wieder verkauft, so dass die Aktie nun auch charttechnisch weiter unter Druck stehe, führte er aus. Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank hält indes den Kursrutsch zum Wochenauftakt für überzogen.

Unter den Sektorindizes in Europa wurde zum Wochenauftakt die gesamte Technologiebranche mit einem Minus von 3,7 Prozent von den Anlegern besonders gemieden. Auch hier ist die Erholung seit Ende Oktober nach dem Ausverkauf wieder dahin. Im Dax verbuchten am Montag neben Infineon die Anteile von SAP nach dem laut Analysten kostspieligen Zukauf von Qualtrics in den USA hohe Verluste von 5,6 Prozent.

In den USA ging es an der Nasdaq-Börse zum Wochenauftakt ebenfalls weiter abwärts. Dort brachen die Aktien des US-Sensorenherstellers und Apple-Zulieferers Lumentum nach gekappten Jahreszielen um knapp ein Drittel ihres Wertes ein. Die Umsatz- und Gewinnwarnung riss auch die Papiere des an der schweizerischen Börse notierten österreichischen Wettbewerbers AMS mit mehr als 22 Prozent in die Tiefe, der ebenso wie Lumentum Komponenten zur 3D-Gesichtserkennung in den neuen iPhone-Modellen von Apple beisteuert. Apple-Papiere verloen in New York mehr als 4 Prozent./ajx/bek/jha/ajx/tos

12.11.2018

AKTIE im Fokus: Apple-Zulieferer Lumentum kappt Ziele - Ams und Apple leiden

NEW YORK/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Aktien des US-Sensorenherstellers und Apple-Zulieferers Lumentum sind am Montag nach gekappten Jahreszielen eingebrochen. Sie büßten an der Nasdaq zum Wochenstart knapp ein Drittel ihres Wertes auf 38,10 US-Dollar ein. Damit fielen sie auf den tiefsten Stand seit Februar 2017.

Die Umsatz- und Gewinnwarnung riss auch die Papiere des an der schweizerischen Börse notierten österreichischen Wettbewerbers Ams mit in die Tiefe, der ebenso wie Lumentum Komponenten zur 3D-Gesichtserkennung in den neuen iPhone-Modellen von Apple beisteuert. Dessen Papiere brachen um etwas mehr als 22 Prozent auf 29,85 Franken ein und schlossen damit wieder so tief wie zuletzt Anfang 2017. In den USA wurden die Aktien von Apple in Mitleidenschaft gezogen und verloren im Dow zuletzt 4,4 Prozent. Apple gilt als größter Kunde Lumentums.

Beobachtern zufolge gibt es schon eine Weile lang Anhaltspunkte, dass der Absatz der neuen iPhone-Modelle die Erwartungen nicht erfüllt. JPMorgan-Analyst Samik Chatterjee passte aus diesem Grund seine Absatzprognose nun nach unten an und senkte sein Kursziel./ck/he

12.11.2018

ANALYSE-FLASH: NordLB hebt Lanxess auf 'Kaufen' - Ziel runter auf 62 Euro

HANNOVER (dpa-AFX) - Die NordLB hat Lanxess von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft, das Kursziel aber In Anbetracht der allgemeinen Börsensituation von 74 auf 62 Euro gesenkt. Der Chemiekonzern sei trotz nachlassender Wachstumsdynamik im dritten Quartal weiter gut unterwegs gewesen und sollte das Ergebnisziel im Gesamtjahr 2018 auch bei zunehmendem Gegenwind erreichen, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer am Montag vorliegenden Studie. Vor dem Hintergrund des erfolgreichen Geschäftsverlaufs sei der Kursrückgang in den zurückliegenden drei Monaten übertrieben ausgefallen./ajx/he

Datum der Analyse: 12.11.2018

12.11.2018

ANALYSE-FLASH: SocGen senkt Ziel für Thyssenkrupp auf 22,80 Euro - 'Buy'

PARIS (dpa-AFX) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Thyssenkrupp nach einer Gewinnwarnung von 27,40 auf 22,80 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Er habe seine Gewinnschätzungen für den Industriekonzern gekürzt und trage damit der zweiten Senkung des operativen Ergebnisziels (Ebit) seit dem Sommer Rechnung, schrieb Analyst Christian Georges in einer am Montag vorliegenden Studie. Nachdem die zuständigen EU-Behörden die Entscheidung über das geplante Stahl-Gemeinschaftsunternehmen mit Tata Steel bis März 2019 verschoben hätten, fehle es zunächst an Treibern für die Aktie. Gleichzeitig sollte diese aber von der anstehenden Konzernaufspaltung profitieren, die den Konglomeratsabschlag reduzieren sollte./gl/ajx

Datum der Analyse: 12.11.2018

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12.11.2018

ANALYSE-FLASH: Commerzbank startet Wacker Neuson mit 'Buy' - Ziel 26,70 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat die Bewertung der Aktien von Wacker Neuson mit "Buy" und einem Kursziel von 26,70 Euro aufgenommen. Der jüngste Kursrückschlag habe die Papiere des Baumaschinenherstellers regelrecht billig gemacht, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer am Montag vorliegenden Studie. Er rechnet mit anziehendem Geschäft in den kommenden Quartalen und hält die Aktie für eine gute Wahl für alle, die nach Industriewerten mit Erholungspotenzial suchen./ag/ajx

Datum der Analyse: 12.11.2018

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