dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

29.10.2020

Deutsche Anleihen legen zu - Hinweise auf Ausweitung der EZB-Anleihekäufe

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Donnerstag nach geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) gestiegen. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future legte am späten Nachmittag um 0,10 Prozent auf 176,28 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei minus 0,64 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Nachmittag klare Signale für eine Ausweitung der Anleihekäufe gesendet. EZB-Präsidentin Christine Lagarde lenkte auf der Pressekonferenz im Anschluss an die aktuelle Zinssitzung bereits den Blick auf die nächste geldpolitische Sitzung im Dezember, wenn der Notenbank neue Prognosen zu Wachstum und Inflation vorliegen. Dann werde man die geldpolitischen Instrumente neu ausrichten, soweit dies erforderlich sei, sagte die Französin. Die Wachstumsrisiken seien "klar" nach unten gerichtet.

Lagarde wurde noch deutlicher: Bereits jetzt beschäftigten sich Mitarbeiter der EZB mit der Neuausrichtung der Geldpolitik im Dezember, sagte sie. Experte Jan Holthus von der DZ-Bank geht davon aus, dass das Volumen des im Frühjahr aufgelegten Anleihekaufprogramms PEPP von derzeit 1,35 Billionen Euro auf mindestens 1,7 Billionen, möglicherweise auf bis zu zwei Billionen Euro aufgestockt wird. Mit einer solchen Erhöhung könnte das zur Bewältigung der Corona-Krise aufgelegte Programm bis mindestens Ende 2021 laufen und dabei das Tempo der Käufe sogar noch erhöht werden.

Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten den deutschen Rentenmarkt kaum. Die von der EU-Kommission erhobene Wirtschaftsstimmung setzte ihre Erholung vom Corona-Einbruch nicht fort und stagnierte im Oktober. Volkswirte hatten einen Rückgang erwartet./jkr/he

29.10.2020

Baukonzern Saint-Gobain hebt Ausblick nach Erholung im dritten Quartal

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain hebt seinen Ausblick für zweite Halbjahr nach einem starken dritten Quartal an. Für die sechs Monate bis Dezember erwartet das Unternehmen jetzt auf vergleichbarer Basis ein Wachstum beim bereinigten Gewinn - aber nur, falls sich die aktuellen Ausgangsbeschränkungen in ihrer Wirkung nicht als allzu verheerend erweisen.

In den drei Monaten bis Ende September stiegen die Erlöse zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Donnerstagabend weiter mit. Im ersten Halbjahr 2020 war der Umsatz noch um 12,3 Prozent gefallen./fba/he

29.10.2020

Roche erhält FDA-Zulassung für Cobas-Test von Mutation bei Lungenkrebs

BASEL (awp) - Der Pharmakonzern Roche hat in den USA eine weitere Zulassung von der Gesundheitsbehörde FDA erhalten. Diese betrifft einen Cobas-Test für eine bestimmte Mutation bei Patienten mit nicht kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Es handle sich dabei um den ersten begleitenden diagnostischen Test für erweiterte EFGR TKI-Therapien bei den genannten Patienten. Von den rund 1,7 Millionen jährlichen Todesopfern weltweit mit Lungenkrebs entfallen laut Roche etwa 85 Prozent auf NSCLC-Patienten./cf/tp/AWP/fba

29.10.2020

IBM will weitere Stellen in Deutschland streichen

STUTTGART/EHNINGEN (dpa-AFX) - Das IT-Urgestein IBM will in Deutschland nach Verdi-Angaben über 2 300 Arbeitsplätze abbauen. Am Donnerstag habe die Geschäftsführung die Mitarbeiter informiert. Das Unternehmen mit Sitz in Ehningen (Kreis Böblingen) wollte sich nicht äußern. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 12 000 Personen.

Die Ankündigung sei nur wenige Wochen nach der Bekanntgabe der IBM-Geschäftsleitung gekommen, dass Unternehmen aufzuspalten, teilte die Gewerkschaft Verdi weiter mit. Zwar solle versucht werden, diese Maßnahme durch freiwillige Angebote umzusetzen, doch es sei kaum vorstellbar, dass dies gelinge. "Sollte die Maßnahme zum Jahresende nicht erfolgreich umgesetzt sein, ist zu erwarten, dass in allen IBM-Konzerngesellschaften Kündigungen drohen." Der Konzern streicht seit Jahren in Deutschland stellen.

Er will sein IT-Infrastruktur-Geschäft abspalten und eigenständig an die Börse zu bringen. Der Fokus soll künftig noch stärker auf dem Cloud-Geschäft liegen. IBM befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Konzernumbau hin zu neuen, wachstumsstärkeren Geschäftsfeldern. Neben den Cloud-Services zählen dazu auch Datenanalyse und künstliche Intelligenz./ols/DP/fba

29.10.2020

Ölpreise geben weiter kräftig nach - WTI fällt auf tiefsten Stand seit Juni

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag erneut stark gefallen. Seit der Wochenmitte stehen die Notierungen unter anderem wegen der jüngsten Zuspitzung der Corona-Krise unter Druck. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 37,42 US-Dollar. Das waren 1,70 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,56 Dollar auf 35,83 Dollar. Damit war US-Öl so günstig wie seit Juni nicht mehr.

Eine Reihe wichtiger Länder der Eurozone hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie neue Beschränkungen des wirtschaftlichen Lebens eingeführt und damit die weitere konjunkturelle Entwicklung belastet. Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens in führenden Industriestaaten hat die Ölpreise nach Einschätzung des Analysten David Iusow vom Frankfurter Handelshaus IG Group zeitgleich mit neuen Lagerdaten aus den USA belastet.

Im Verlauf der Woche war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) und die US-Regierung in der vergangenen Wochen einen Anstieg der Ölreserven verzeichnet hatten. Steigende Lagerbestände belasten in der Regel die Ölpreise.

Besser als erwartet ausgefallene Daten zum Wirtschaftswachstum in den USA konnte die Ölpreise im europäischen Nachmittagshandel immerhin etwas stützen. Im dritten Quartal hatte sich die größte Volkswirtschaft der Welt stärker vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholen können als Analysten erwartet hatten./jkr/he

29.10.2020

VW-Betriebsrat fordert in Tarifrunde 'spürbare Erhöhungen'

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der VW -Betriebsrat und die IG Metall wollen in den kommenden Verhandlungen über den Haustarifvertrag bei dem Autobauer deutliche Lohnerhöhungen durchsetzen. Wegen der Corona-Krise war die Laufzeit des Vertrags von April auf Ende Dezember verlängert worden.

"Wir stehen vor einer herausfordernden Tarifrunde, wie man in der Metallindustrie sieht. Die Corona-Krise hat auch bei VW tiefe Spuren hinterlassen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh am Donnerstag in Wolfsburg. "Gleichzeitig ist aber richtig, dass die Entgelte der Kolleginnen und Kollegen zuletzt im Mai 2018 erhöht worden sind - also vor zweieinhalb Jahren."

Seitdem habe allein die Inflation mehr als drei Prozent der Löhne und Gehälter aufgefressen. Die IG Metall werde daher mit "einer Forderung auf spürbare Entgelterhöhungen" in die Verhandlungen gehen. Die genaue Höhe will die Tarifkommission am 17. November festlegen, bevor spätestens am 17. Dezember Verhandlungen beginnen müssen.

Der VW-Haustarifvertrag gilt für etwa 120 000 Beschäftigte in den Werken Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel und bei der VW-Finanztochter./fko/DP/fba

29.10.2020

Gericht weist Prevent-Forderungen gegen Daimler größtenteils ab

STUTTGART (dpa-AFX) - Im jahrelangen Streit mit dem Autobauer Daimler um die Lieferung von Sitzbezügen ist der Zulieferer Prevent mit seinen Forderungen vor Gericht weitgehend gescheitert. Prevent stünden lediglich gut 72 000 Euro nebst Zinsen für die Lieferung von Ersatzteilen zu, entschied das Landgericht Stuttgart am Donnerstag. Einen Anspruch auf Schadenersatz in Höhe von 42 Millionen Euro, wie ihn der Zulieferer geltend gemacht hatte, sahen die Richter hingegen nicht.

Prevent hatte Daimler bis 2014 mit Sitzbezügen beliefert und dem Autobauer vorgeworfen, den Liefervertrag unrechtmäßig beendet zu haben, kurz nachdem neue Konditionen vereinbart worden waren. Nach Ansicht der Richter hatte Daimler den Vertrag aber aus einer Zwangslage heraus geschlossen, weil Prevent mit einem Lieferstopp gedroht hatte. Deshalb sei die nachträgliche Anfechtung durch den Autobauer rechtmäßig gewesen, Prevent stehe somit kein Schadenersatz zu (Az. 11 O 32/17).

Was die Ersatzteillieferungen angeht, kamen die Richter zwar auf rund 570 000 Euro, die Prevent zustünden. Rechne man diese aber gegen Forderungen von Daimler an Prevent auf, blieben am Ende nur 72 360,26 Euro übrig.

Daimler zeigte sich erfreut über die Entscheidung. Der Prevent zugesprochene Betrag beziehe sich auf einen Vorgang außerhalb des zentralen Streitgegenstandes, teilte der Konzern. Man werde nun die Urteilsbegründung abwarten. Prevent war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen./eni/DP/fba

29.10.2020

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 12. November 2020

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag, den 12. November:

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FREITAG, DEN 30. OKTOBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 CHE: LafargeHolcim, Q3-Zahlen

07:00 CHE: Swiss Re, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Voltabox, Q3-Zahlen

07:00 FRA: Safran, Q3-Zahlen

07:10 ESP: BBVA, Q3-Zahlen

07:15 FRA: Air France-KLM, Q3-Zahlen

07:25 CHE: SNB, 9Monatszahlen

07:30 DEU: SNP Schneider-Neureither & Partner, Q3-Zahlen

07:30 DEU: RIB Software, Q3-Zahlen

07:30 DNK: Novo Nordisk, Q3-Zahlen

07:30 KOR: LG Electronics, Q3-Zahlen (detailliert)

08:00 CHE: Glencore, Q3 Production Report

08:00 GBR: Natwest, Q3-Zahlen

08:00 FRA: Total, Q3-Zahlen

08:00 GBR: IAG International Airlines, Q3-Zahlen

08:00 GBR: Royal Bank of Scotland Group, Q3-Zahlen

10:00 DEU: Audi, 9Monatszahlen

11:45 USA: Chevron Corporation, Q3-Zahlen

11:55 DEU: Under Armour, Q3-Zahlen

12:35 USA: Exxon Mobil, Q3-Zahlen

13:00 DEU: Villeroy & Boch, Hauptversammlung (online)

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: PSI, Q3-Zahlen

USA: Honeywell, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:30 JPN: Tokio Verbraucherpreise 10/20

00:30 JPN: Arbeitslosenzahlen 09/20

00:50 JPN: Industrieproduktion 09/20 (vorläufig)

06:00 USA: Wohnungsbaubeginne 09/20

07:30 FRA: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

08:45 FRA: Verbraucherpreise 10/20 (vorab)

09:00 AUT: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

09:00 ESP: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

10:00 DEU: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier legt Herbstprognose der Bundesregierung vor

10:00 DEU: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

10:00 POL: Verbraucherpreise 10/20 (vorläufig)

10:30 PRT: Verbraucherpreise 10/20 (vorläufig)

10:30 PRT: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

11:00 ITA: Verbraucherpreise 10/20 (vorläufig)

11:00 EUR: Arbeitslosenquote 09/20

11:00 EUR: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Verbraucherpreise 10/20 (vorläufig)

12:00 ITA: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

12:00 PRT: Industrieproduktion 09/20

13:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 09/20

14:45 USA: MNI Chicago PMI 10/20

15:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 10/20 (endgültig)

EUR: Moody's Ratingergebnis Dänemark, Niederlande

EUR: Fitch Ratingergebnis Finnland, Rumänien

EUR: S&P Ratingergebnis Tschechien

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SAMSTAG, DEN 31. OKTOBER 2020

02:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 10/20

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MONTAG, DEN 02. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Siemens Healthineers, Jahreszahlen (10.00 h Call)

07:30 AUT: Erste Group Bank, Q3-Zahlen

07:35 DEU: Hypoport, Q3-Zahlen

08:00 IRL: Ryanair, Halbjahreszahlen

22:05 USA: Mondelez International, Q3-Zahlen

22:15 USA: PayPal, Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CND: Nutrien, Q3-Zahlen

IRL: Ryanair, Q2-Zahlen

NLD: PostNL, Q3-Zahlen

USA: Estee Lauder, Q1-Zahlen

USA: Mosaic, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Jibun PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/20 (2. Veröffentlichung)

02:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/20

09:15 ESP: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/20

09:50 FRA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/20 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/20 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/20 (2. Veröffentlichung)

10:30 GBR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/20 (2. Veröffentlichung)

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/20 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 10/20

16:00 USA: Bauinvestitionen 09/20

SONSTIGE TERMINE

DEU: Informelles Treffen der für Verbraucherschutz zuständigen EU-Minister - 1. Tag

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DIENSTAG, DEN 03. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Klöckner & Co, Q3-Zahlen (10.00 h Call)

07:00 DEU: Evonik, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Fuchs Petrolub, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: HelloFresh, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 CHE: Adecco, Q3-Zahlen

07:00 FRA: BNP Paribas, Q3-Zahlen

07:00 FRA: EssilorLuxottica, Q3-Umsatz

07:00 FRA: AXA, Q3-Zahlen

07:00 NLD: DSM, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Hugo Boss, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Pfeiffer Vacuum, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Bayer, Q3-Zahlen (Call 10.00 h)

08:00 GBR: Associated British Foods, Jahreszahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure, München

14:00 USA: Fox, Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Securitas, Q3-Zahlen

ITA: Ferrari, Q3-Zahlen

USA: Pkw-Absatz 10/20

TERMINE KONJUNKTUR

08:30 CHE: Verbraucherpreise 10/20

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 09/20

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 09/20 (endgültig)

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

USA. Wahlen in den USA: Abstimmung über Präsident, Senat und Repräsentantenhaus

DEU: Online-Forum des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zu Klima und Tierhaltung

18:30 DEU: Auftakt Kandidatenverfahren CDU zur Wahl eines neuen Bundesvorsitzenden

HINWEIS

JPN: Feiertag, Börse geschlossen

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MITTWOCH, DEN 04. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Fraport, Q3-Zahlen (10.30 h Online-Pk)

07:00 DEU: Vonovia, 9Monatszahlen (9.30 h Presse-Call)

07:00 DEU: Brenntag, Q3-Zahlen (14.00 h Call)

07:00 DEU: Zalando, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 FRA: Credit Agricole, Q3-Zahlen

07:30 DEU: BMW, Q3-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Hannover Rück, Q3-Zahlen (8.00 h Call)

07:30 DEU: Elmos Semiconductor, Q3-Zahlen

07:45 NLD: Ahold Delhaize, Q3-Zahlen

08:00 DNK: Danske Bank, Q3-Zahlen

08:00 GBR: Marks & Spencer, Q3-Zahlen

08:00 IRL: Kerry Group, Q3-Zahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 DEU: KfW, Q3-Zahlen

10:00 DEU: Ströer, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: VDMA Auftragseingang Maschinenbau 09/20 und Q3/20

17:45 DEU: Alstria Office Reit AG, 9Monatszahlen

22:02 USA: Qualcomm, Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: KBA / VdIK / VDA - Pkw-Neuzulassungen 10/20

DEU: Norma Group, Q3-Zahlen

CHE: Swiss Life, Q3 Interim Statement

DNK: Vestas, Q3-Zahlen

ESP: Endesa, Q3-Zahlen

ITA: Intesa Sanpaolo, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

02:45 CHN: Caixin PMI Dienste 10/20

09:15 ESP: PMI Dienste 10/20

09:45 ITA: PMI Dienste 10/20

09:50 FRA: PMI Dienste 10/20 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Dienste 10/20 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Dienste 10/20 (2. Veröffentlichung)

10:30 GBR: PMI Dienste 10/20 (2. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Erzeugerpreise 09/20

14:15 USA: ADP-Beschäftigung 10/20

14:30 USA: Handelsbilanz 09/20

15:45 USA: PMI Dienste 10/20 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: ISM-Index Services 10/20

16:30 USA: EIA Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

DEU: Erste reguläre Flüge von der Südbahn des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER)

11:00 DEU: Pressekonferenz des Flughafen Berlin Brandenburg und Qatar Airways mit Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke-Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und Qatar Airways Group Chief Executive Akbar Al Baker

EUR: Tagung der EU-Wirtschafts- und Finanzminister

USA: Mitgliedschaft der USA im Pariser Klimaabkommen endet

HINWEIS

RUS: Feiertag, Börse geschlossen

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DONNERSTAG, DEN 05. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Commerzbank, Q3-Zahlen (10.30 h Call)

07:00 DEU: Lufthansa, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: HeidelbergCement, Q3-Zahlen (10.00 h Call)

07:00 DEU: Stratec, 9Monatszahlen

07:00 DEU: Lanxess, Q3-Zahlen (10.00 h Call)

07:00 DEU: Wacker Neuson, Q3-Zahlen

07:00 AUT: S&T, Q3-Zahlen (Call 9.00 h)

07:00 BEL: Solvay, Q3-Zahlen

07:00 FRA: Societe Generale, Q3-Zahlen

07:00 ITA: UniCredit, Q3-Zahlen

07:00 NLD: Shop Apotheke, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 NLD: ING Groep, Q3-Zahlen

07:00 LUX: ArcelorMittal, Q3-Zahlen

07:00 JPN: Suzuki, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Munich Re, Q3-Zahlen (detailliert) (Call 9.00 h)

07:30 DEU: Dürr AG, Q3-Zahlen (15.00 h Call)

07:30 DEU: New Work, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Gea Group, Q3-Zahlen

07:30 DEU: ProSiebenSat.1, Q3-Zahlen (8.15 h Call)

07:30 DEU: SLM Solutions, Q3-Zahlen

07:30 GBR: Dialog Semiconductor, Q3-Zahlen

07:30 SWE: Skanska, Q3-Zahlen

08:00 DEU: Compugroup Medical, Q3-Zahlen

08:00 DEU: Verbio, Q1-Zahlen

08:00 ESP: Siemens Gamesa, Jahreszahlen

08:00 JPN: Nintendo, Halbjahreszahlen

08:00 AUT: Verbund, Q3-Zahlen

08:00 FRA: Lagardere, Q3-Umsatz

08:00 GBR: Wizz Air, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Sainsbury, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: AstraZeneca, Q3-Zahlen

08:00 GBR: RSA Insurance Group, Q3-Umsatz

12:00 DEU: Linde, Q3-Zahlen (Call 16.00 h)

12:30 CHN: Alibaba, Q3-Zahlen

13:30 USA: General Motors, Q3-Zahlen

17:50 ITA: Enel, Q3-Zahlen

18:00 DEU: Freenet, Q3-Zahlen

22:05 USA: T-Mobile US, Q3-Zahlen

22:05 USA: Uber Technologies, Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Andritz AG, Q3-Zahlen

AUT: Wienerberger, Q3-Zahlen

FIN: Outokumpu, Q3-Zahlen

FRA: Veolia Environnement, Q3-Zahlen

FRA: Legrand, Q3-Zahlen

ITA: Banca Montei dei Paschi di Siena, Q3-Zahlen

ITA: Leonardo, Q3-Zahlen

NLD: Euronext, Q3-Zahlen

SWE: Volvo Group, Capital Markets Day (online)

USA: Electronic Arts, Inc, Q2-Zahlen

USA: Bristol Myers Squibb, Q3-Zahlen

USA: Cigna, Q3-Zahlen

USA: Allstate, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Jibun PMI Dienste 10/20 (endgültig)

06:30 NLD: Verbraucherpreise 10/20

08:00 DEU: Auftragseingang Industrie 09/20

08:00 EUR: Acea, Fahrzeugzulassungen mit alternativem Antrieb Q3/20

10:00 NOR: Zentralbank, Zinsentscheid

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 09/20

13:00 GBR: BoE Zinsentscheid

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

20:00 USA: Fed Zinsentscheid mit Pk Fed-Chef Jerome Powell 20.30 h

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: Online-Pk zur Jahrestagung der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling und Entsorgungsunternehmen

15:00 DEU: Online-Jahreskonferenz der Stiftung 2°, deutsche Unternehmer für Klimaschutz, zum Thema "The Power of Europe" mit Grußwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Keynote von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen

u.a. mit den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Richard Lutz, Volkswagen, Herbert Diess, und EnBW Frank Mastiaux

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FREITAG, DEN 06. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Allianz, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Rhön-Klinikum, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Osram, Q4-Zahlen

07:00 CHE: Richemont, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Rheinmetall, Q3-Zahlen

07:30 CHE: ams AG, Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

ESP: Amadeus IT, 9Monatszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Industrieproduktion 09/20

08:45 FRA: Handelsbilanz 09/20

09:00 ESP: Industrieproduktion 09/20

10:00 ITA: Einzelhandelsumsatz 09/20

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 10/20

16:00 USA: Lagerbestände Großhandel 09/20 (endgültig)

21:00 USA: Konsumentenkredite 09/20

EUR: Fitch Ratingergebnis Deutschland, Slowakei

EUR: Moody's Ratingergebnis Italien, Griechenland

SONSTIGE TERMINE

DEU: Bundeshauptversammlung des Virchowbundes - Verband der niedergelassenen Ärtze

10:00 h Eröffnung durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

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MONTAG, DEN 09. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Infineon, Jahreszahlen

12:00 DEU: Noratis AG Ende der Zeichnungsfrist

USA: McDonald's, Q3-Zahlen

USA: Zoom Video Communications, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

06:00 JPN: Frühindikatoren 09/20 (vorläufig)

08:00 DEU: Handelsbilanz 09/20

08:00 DEU: Leistungsbilanz 09/20

07:45 CHE: Seco Arbeitsmarktdaten 10/20

10:30 EUR: Sentix-Investorvertrauen 11/20

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DIENSTAG, DEN 10. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Deutsche Post, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Siemens Energy, Jahreszahlen (10.00 h Bilanz-Pk online)

07:30 AUT: Voestalpine, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Henkel, Q3-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Jungheinrich, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Jenoptik, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Adidas, Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Porsche SE, Q3-Zahlen

DEU: Schaeffler, Q3-Zahlen

DEU: BioNTech, Q3-Zahlen

DEU: Teamviewer AG, Q3-Zahlen

DEU: Westwing Group, Q3-Zahlen

DEU: Home24, Q3-Zahlen

DEU: Traton SE, Q3-Zahlen

DEU: ElringKlinger, Q3-Zahlen

DEU: 1&1 Drillisch, Q3-Zahlen

DEU: Uniper, Q3-Zahlen

DEU: United Internet, Q3-Zahlen

FRA: Alstom, Halbjahreszahlen

ITA: Telecom Italia, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: BoJ Leistungsbilanz 09/20

02:30 CHN: Erzeugerpreise 10/20

07:30 FRA: ILO-Arbeitslosenquote Q3/20

08:00 GBR: Arbeirtslosenzahlen 09/20

08:45 FRA: Industrieproduktion 09/20

10:00 ITA: Industrieproduktion 09/20

11:00 GRC: Verbraucherpreise 10/20

11:00 DEU: ZEW-Konjunkturerwartungen 11/20

PRT: Notenbankkonferenz Europäische Zentralbank (EZB), Sintra

SONSTIGE TERMINE

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure, München

11:00 DEU: Pk Creditreform zum "Schuldneratlas Deutschland 2020", Düsseldorf

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MITTWOCH, DEN 11. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 CHE: Barry Callebaut, Jahreszahlen

07:00 NLD: ABN Amro, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Eon, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Leoni, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Deutsche Pfandbriefbank, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Bechtle, Q3-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Scout24, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Koenig & Bauer AG, Q3-Zahlen

08:30 DEU: Continental, Q3-Zahlen (detailliert)

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure, München

10:00 DEU: VCI Bericht zur Branchenkonjunktur im 3. Quartal 2020

10:00 DEU: Union Investment Online-Konferenz zum Thema Risikomanagement

22:00 DEU: Morphosys, Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Noratis, voraussichtlich erster Handelstag

CHE: Coca-Cola HBC AG, Q3-Zahlen

ESP: Iberdrola, Capital Markets Day

ITA: Pirelli, Q3-Zahlen

LUX: Corestate Capital, Q3-Zahlen

USA: Air Products and Chemicals, Q4-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

07:00 JPN: Maschinenwerkzeugaufträge 10/20 (vorläufig)

SONSTIGE TERMINE

09:30 LUX: Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu Risiken der kontaktlosen Kartenzahlung

09:30 LUX: Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Datenschutz bei Mobilfunkverträgen

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DONNERSTAG, DEN 12. NOVEMBER 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 CHE: Zurich Insurance Group, 9Monatszahlen

06:55 DEU: TAG Immobilien, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 10/20

07:00 DEU: Siemens, Jahreszahlen

07:00 DEU: K+S, Q3-Zahlen

07:00 DEU: RWE, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Merck KGaA, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Evonik, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Aareal Bank, Q3-Zahlen (Call 9.30 h)

07:00 DEU: SMA Solar, Q3-Zahlen

07:00 DEU: LEG Immobilien, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Indus Holding, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Cewe Stiftung, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Ströer, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Varta, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Bilfinger, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Telekom, Q3-Zahlen

07:00 BEL: KBC Group, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Fielmann, Q3-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: HHLA, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Sixt SE, Q3-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Talanx, 9Monatszahlen

07:30 DEU: BayWa, Q3-Zahlen

07:45 DEU: Krones, Q3-Zahlen

08:00 DEU: Jost Werke, Q3-Zahlen

08:00 DEU: Cancom, Q3-Zahlen

08:00 GBR: Burberry, Halbjahreszahlen

08:00 LUX: RTL, Q3-Zahlen

11:00 DEU: dm Drogeriemarkt, Jahres-Pk

17:30 DEU: Patrizia, Q3-Zahlen

18:00 DEU: Deutsche Euroshop, Q3-Zahlen

22:05 USA: Walt Disney, Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Verkündungstermin im Patentstreit zwischen Nokia und Daimler

DEU: Bertelsmann, Q3-Zahlen

DEU: Bastei Lübbe, Halbjahreszahlen

DEU: Biotest, Q3-Zahlen (Call 10.00 h)

DEU: Zeal Network, 9Monatszahlen (detailliert)

DEU: SGL Carbon, 9Monatszahlen

DEU: Hermle, Q3-Zahlen

AUT: Raiffeisen International, Q3-Zahlen

GBR: 3i Group, Q3-Zahlen

GBR: National Grid, Q3-Zahlen

GBR: Aston Martin, Q3-Zahlen

ITA: Assicurazioni Generali, 9Monatszahlen

LUX: Global Fashion Group, Q3-Zahlen (detailliert)

USA: Applied Materials, Q4-Zahlen

USA: Cisco Systems, Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: Erzeugerpreise 10/20

00:50 JPN: Kernrate Maschinenaufträge 09/20

08:00 GBR: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

08:00 GBR: Industrieproduktion 09/20

08:00 GBR: Handelsbilanz non-EU 09/20

08:00 DEU: Verbraucherpreise 10/20 (endgültig)

11:00 EUR: Industrieproduktion 09/20

14:30 USA: Verbraucherpreise 10/20

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Realeinkommen 10/20

SONSTIGE TERMINE

DEU: "Diversity 2020" - Online-Konferenz des "Tagesspiegel" und der Charta der Vielfalt zu Diversität in der Arbeitswelt u.a. mit Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (beide CDU) und Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung

DEU: Pharmazeutische Fachtagung der Pharma Solutions Europe (PSE) "Lösungen und Wissen rund um das Management der Arzneimittelrabattverträge"

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

29.10.2020

TAGESVORSCHAU: Termine am 30. Oktober 2020

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Freitag, den 30. Oktober:

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TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 CHE: LafargeHolcim, Q3-Zahlen

07:00 CHE: Swiss Re, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Voltabox, Q3-Zahlen

07:00 FRA: Safran, Q3-Zahlen

07:10 ESP: BBVA, Q3-Zahlen

07:15 FRA: Air France-KLM, Q3-Zahlen

07:25 CHE: SNB, 9Monatszahlen

07:30 DEU: SNP Schneider-Neureither & Partner, Q3-Zahlen

07:30 DEU: RIB Software, Q3-Zahlen

07:30 DNK: Novo Nordisk, Q3-Zahlen

07:30 KOR: LG Electronics, Q3-Zahlen (detailliert)

08:00 CHE: Glencore, Q3 Production Report

08:00 GBR: Natwest, Q3-Zahlen

08:00 FRA: Total, Q3-Zahlen

08:00 GBR: IAG International Airlines, Q3-Zahlen

08:00 GBR: Royal Bank of Scotland Group, Q3-Zahlen

10:00 DEU: Audi, 9Monatszahlen

11:45 USA: Chevron Corporation, Q3-Zahlen

11:55 DEU: Under Armour, Q3-Zahlen

12:35 USA: Exxon Mobil, Q3-Zahlen

13:00 DEU: Villeroy & Boch, Hauptversammlung (online)

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: PSI, Q3-Zahlen

USA: Honeywell, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:30 JPN: Tokio Verbraucherpreise 10/20

00:30 JPN: Arbeitslosenzahlen 09/20

00:50 JPN: Industrieproduktion 09/20 (vorläufig)

06:00 USA: Wohnungsbaubeginne 09/20

07:30 FRA: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

08:45 FRA: Verbraucherpreise 10/20 (vorab)

09:00 AUT: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

09:00 ESP: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

10:00 DEU: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier legt Herbstprognose der Bundesregierung vor

10:00 DEU: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

10:00 POL: Verbraucherpreise 10/20 (vorläufig)

10:30 PRT: Verbraucherpreise 10/20 (vorläufig)

10:30 PRT: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

11:00 ITA: Verbraucherpreise 10/20 (vorläufig)

11:00 EUR: Arbeitslosenquote 09/20

11:00 EUR: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Verbraucherpreise 10/20 (vorläufig)

12:00 ITA: BIP Q3/20 (1. Veröffentlichung)

12:00 PRT: Industrieproduktion 09/20

13:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 09/20

14:45 USA: MNI Chicago PMI 10/20

15:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 10/20 (endgültig)

EUR: Moody's Ratingergebnis Dänemark, Niederlande

EUR: Fitch Ratingergebnis Finnland, Rumänien

EUR: S&P Ratingergebnis Tschechien

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SAMSTAG, DEN 31. OKTOBER 2020

02:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 10/20

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

29.10.2020

ROUNDUP 2: Airbus stoppt Geldabfluss in Corona-Krise - Weniger Jobs in Gefahr

(neu: Interview-Aussagen von Finanzchef Asam zu Stellenabbau, Finanzlage und A321XLR, aktualisierte Aktienreaktion)

TOULOUSE (dpa-AFX) - Die Corona-Pandemie und der geplante Abbau tausender Jobs haben den Flugzeugbauer Airbus im Sommer tief in die roten Zahlen gerissen. Doch die Airbus-Spitze um Konzernchef Guillaume Faury sieht in der wohl bisher schwersten Krise der Luftfahrtbranche auch Grund zur Hoffnung. So lieferte Airbus zuletzt wieder mehr Flugzeuge aus. Und es gelang dem Management, den milliardenschweren Geldabfluss vom ersten Halbjahr zu stoppen. Außerdem sollen in Deutschland und Frankreich weniger Jobs wegfallen als zunächst geplant.

An der Börse wurden die Nachrichten eher positiv aufgenommen. Am Donnerstagnachmittag lag die Airbus-Aktie mit 0,54 Prozent im Plus bei 62,00 Euro und lag damit im Mittelfeld des MDax und im französischen Leitindex Cac 40 . Allerdings hatte das Papier im allgemeinen Kursrutsch an den Märkten am Tag zuvor spürbar verloren. Seit dem Jahreswechsel hat die Aktie rund die Hälfte an Wert eingebüßt.

Im dritten Quartal zogen vor allem Rückstellungen für den Stellenabbau den Airbus-Konzern tief in die Verlustzone. Weil das Unternehmen für die erwartenden Abfindungen 1,2 Milliarden Euro zur Seite legte, stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 767 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Airbus hier noch einen Gewinn von 989 Millionen erzielt.

Im laufenden Geschäft brach der Umsatz wegen der gebremsten Auslieferung von Passagierjets im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro ein. Der um Sonderkosten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sackte um 49 Prozent auf 820 Millionen Euro nach unten, fiel aber höher aus als von Analysten im Schnitt erwartet.

Zudem konnte das Management den Geldabfluss im laufenden Geschäft stoppen. Auf die ersten neun Monate gesehen belief sich das Minus aber immer noch auf 11,8 Milliarden Euro. Für das vierte Quartal peilt Faury hier mindestens eine ausgeglichene Entwicklung an.

Dass es bisher nicht schlimmer kam, lag auch an dem Kurzarbeitergeld in den Airbus-Heimatländern Deutschland und Frankreich. Laut Finanzchef Dominik Asam wird der Konzern deshalb weniger Jobs streichen als ursprünglich geplant. Weltweit dürften dadurch "ein paar Tausend Stellen" weniger wegfallen als die zunächst genannten 15 000, sagte der Manager im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Außerdem werde der Konzern Mitarbeiter etwa bei der Forschung an Wasserstoffantrieben einsetzen, die von den Regierungen finanziell gefördert wird.

Airbus hatte die Verlängerung des Kurzarbeitergelds selbst gefordert und in Aussicht gestellt, dass dadurch 1500 der gefährdeten Jobs in Deutschland erhalten bleiben. Durch Forschungsgelder könnten weitere 500 Stellen gesichert werden, hieß es damals. Asam wollte sich am Donnerstag noch nicht festlegen, wie es tatsächlich ausgeht. Von den gefährdeten 15 000 Stellen auf der Liste entfielen 6000 auf die Verkehrsflugzeugsparte in Deutschland, davon 900 auf die Augsburger Konzerntochter Premium Aerotec, die auch in Norddeutschland mehrere Werke betreibt.

Die Corona-Krise hat die Luftfahrt so schwer getroffen wie nur wenige andere Branchen. Wegen der Pandemie und der Reisebeschränkungen ist die Nachfrage nach Flugtickets zum größten Teil weggebrochen. Fluggesellschaften in aller Welt kämpfen ums Überleben. Neue Flugzeuge von Herstellern wie Airbus und Boeing können die meisten von ihnen im Moment kaum gebrauchen. Airbus hat seine Flugzeugproduktion daher um rund 40 Prozent heruntergefahren.

Weitere Vorhersagen zum laufenden Geschäftsjahr - etwa zur Zahl der auszuliefernden Flugzeuge, Umsatz oder operativem Ergebnis - wollte die Airbus-Führung nicht abgeben. Das ursprüngliche Ziel, in diesem Jahr 880 Verkehrsflugzeuge auszuliefern, hatte der Vorstand wegen der Krise bereits im Frühjahr gestrichen.

Finanzchef Asam sieht den Konzern aber gut aufgestellt, um auch eine lange Krise durchzuhalten. Airbus verfüge derzeit über Barmittel von 18 Milliarden und eine Nettoverschuldung von 0,2 Milliarden Euro, sagte er. Allerdings müsse das Unternehmen seine Kosten in den Griff bekommen für die Zeit, wenn das Kurzarbeitergeld ausläuft. Dies soll in Deutschland Ende 2021 der Fall sein.

Die Airbus-Führung rechnet zwar damit, dass sich die Nachfrage nach Kurz- und Mittelstreckenjets bis dahin etwas erholt. Doch das Geschäft mit Langstreckenflügen und neuen Großraumflugzeugen wie den Airbus-Typen A350 und A330neo dürfte erst später wieder anspringen. Derzeit wollen viele Airlines ihre bestellten Maschinen lieber erst mehrere Monate oder Jahre später abnehmen.

Beim kleinsten Langstreckenjet A321XLR sei dies aber nicht der Fall, sagte Asam im Interview. "Die Kunden, die die A321XLR bestellt haben, wollen die Maschine so schnell wie möglich haben." Das erste Exemplar des Jets soll im Jahr 2023 ausgeliefert werden. "Wir glauben, dass auf der Langstrecke erst kleinere Flugzeugtypen eingesetzt werden, um Strecken wieder zu eröffnen", sagte Asam./stw/he

29.10.2020

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt nach Achterbahnfahrt im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Donnerstag nach größeren Pendelbewegungen um den Vortagesschluss mit einem leichten Gewinn aus dem Handel gegangen. Nach einem festeren Vormittag rutsche der deutsche Leitindex vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) ins Minus. Nach Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die auf eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik hindeuten, berappelte sich der Dax wieder und schloss 0,32 Prozent höher bei 11 598,07 Punkten. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verlor hingegen 0,32 Prozent auf 25 801,82 Punkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,1 Prozent auf rund 2960 Punkte. Der Cac 40 in Paris und der britische FTSE 100 schlossen kaum verändert. In den USA notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss rund 0,3 Prozent im Plus.

Die jüngste Zuspitzung der Corona-Krise mit harten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie setzt auch die EZB unter Zugzwang. Lagarde kündigte eine Neuausrichtung der geldpolitischen Instrumente auf der nächsten Sitzung im Dezember an. Der geldpolitische Rat sei sich in seinen Beratungen einig, dass weitere Maßnahmen notwendig seien, so Lagarde. Auf der Zinssitzung am Donnerstag hatte die EZB ihre Geldpolitik aber noch unverändert belassen. Der Leitzins liegt in der Eurozone weiter bei null Prozent.

Die Quartalsberichtssaison der Unternehmen ging am Donnerstag munter weiter. Aus dem Dax waren Volkswagen , der Triebwerksbauer MTU , der Medizinkonzern Fresenius und dessen Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) an der Reihe. Die Fresenius-Anteile waren zunächst mit deutlichem Plus weit vorne, drehten dann aber ins Minus und verloren letztlich 2,5 Prozent. Auch FMC drehten in die Minuszone und büßten 2,8 Prozent ein. Am Markt war gleichwohl die Rede von einem guten Quartal beider Unternehmen.

Volkswagen reagierten auf ihr Zahlenwerk mit plus 1,1 Prozent und erholten sich von ihren jüngsten Verlusten. MTU steuert zwar weiter mit schwarzen Zahlen durch die Pandemie, der Erholungsversuch der Papiere am Morgen fand aber schnell ein Ende. Sie sackten um 3,9 Prozent ab und waren das Schlusslicht im Dax. MTU zählen zu den Corona-Krisenverlierern am deutschen Aktienmarkt. Anders Delivery Hero , die um 3,0 Prozent zulegten. Die Krisengewinner-Aktie des Essenslieferanten hatte bereits am Vortag von einer Prognoseanhebung merklich profitiert.

Am MDax-Ende ragten Aixtron mit einem Kursverlust von 12,5 Prozent negativ heraus. Der LED- und Chipindustrieausrüster blickt nach dem dritten Quartal etwas vorsichtiger auf den Umsatz im Gesamtjahr. Auf der Gegenseite gewannen die Titel des Bausoftware-Herstellers Nemetschek nach einer Anhebung der Jahresziele 11,6 Prozent. Carl Zeiss Meditec rutschten nach Quartalszahlen um 2,8 Prozent ab.

Spannung versprechen die am Abend nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen der US-Technologieriesen Apple , Amazon , Alphabet und Facebook . Deren Kursgewinne hatten in den vergangenen Monaten einen Großteil zur Börsenrally beigetragen.

Der Euro verlor nach der EZB-Sitzung merklich und notierte zuletzt bei 1,1660 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank EZB hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1704 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,64 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 146,59 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,08 Prozent auf 176,24 Punkte zu./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

29.10.2020

Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt nach Achterbahnfahrt knapp im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Donnerstag nach größeren Pendelbewegungen um den Vortagesschluss mit einem leichten Gewinn aus dem Handel gegangen. Nach einem festeren Vormittag rutsche der deutsche Leitindex vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) ins Minus. Nach Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die auf eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik hindeuten, berappelte sich der Dax wieder und schloss 0,32 Prozent höher bei 11 598,07 Punkten. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verlor hingegen 0,32 Prozent auf 25 801,82 Punkte.

Die jüngste Zuspitzung der Corona-Krise mit harten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie setzt auch die EZB unter Zugzwang. Lagarde kündigte eine Neuausrichtung der geldpolitischen Instrumente auf der nächsten Sitzung im Dezember an. Der geldpolitische Rat sei sich in seinen Beratungen einig, dass weitere Maßnahmen notwendig seien, so Lagarde. Auf der Zinssitzung am Donnerstag hatte die EZB ihre Geldpolitik aber noch unverändert belassen. Der Leitzins liegt in der Eurozone weiter bei null Prozent./edh/he

29.10.2020

ROUNDUP/Aktien New York: US-Börsen starten Erholungsversuch

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem neuerlichen Kurseinbruch an den US-Börsen zur Wochenmitte ist am Donnerstag etwas Beruhigung eingekehrt. Rückenwind gab es von der Konjunktur. Zudem fiel ein Teil der Quartalsberichte besser als erwartet aus.

Zum Handelsauftakt zeigte sich der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zunächst nur nur moderat im Minus. Zuletzt fand er dann den Weg ins Plus und stieg um 0,38 Prozent auf 26 620,25 Punkte. Der Verlust seit Wochenbeginn beläuft sich damit aktuell auf rund 6 Prozent. Der marktbreite S&P 500 erholte sich am Donnerstag mit plus 0,84 Prozent auf 3298,42 Punkte etwas von seiner jüngsten Talfahrt. Der Nasdaq 100 legte sogar um 1,38 Prozent auf 11 296,48 Zähler zu.

Nach dem coronabedingten Konjunktureinbruch im zweiten Quartal wuchs die US-Wirtschaft im dritten Jahresviertel wieder stark. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet um 33,1 Prozent zu und übertraf damit die Markterwartung. Dass die Pandemie jedoch weiterhin tiefe Spuren hinterlässt, zeigten die Arbeitsmarktdaten aus der vergangenen Woche: Wegen der Corona-Krise stellten erneut mehr als 700 000 Menschen einen Neuantrag auf Arbeitslosenhilfe. Volkswirte hatten allerdings sogar mit 770 000 Erstanträgen gerechnet.

Unternehmensseitig ging die Berichtssaison weiter. Im Dow erholten sich die Aktien des Kreditkartenanbieters Visa an der Index-Spitze leicht von ihren deutlichen Vortagesverlusten und stiegen um 0,8 Prozent. Der Kreditkarten-Riese litt zwar in seinem abgelaufenen vierten Geschäftsquartal weiter stark unter einem Einbruch von Auslandszahlungen, dennoch übertraf er ergebnisseitig die Markterwartungen.

Im S&P 100 waren die Anteilscheine des zweitgrößten US-Autobauers Ford Spitzenreiter mit plus 5,0 Prozent. Trotz der Corona-Krise meldete Ford für das dritte Quartal einen kräftigen Gewinnsprung. Um 1,7 Prozent stiegen zugleich die Aktien von Dupont . Der US-Spezialchemiekonzern übertraft mit seinem Gewinnziel für 2020 die Erwartungen der Experten.

Für die Papiere der Online-Handelsplattform Ebay indes ging es an der Nasdaq um 9,2 Prozent abwärts. Zwar liefen die Geschäfte in der Corona-Pandemie weiter rund, doch nahm das gesamte abgewickelte Verkaufsvolumen nicht so deutlich zu wie im vorangegangenen Quartal. Dies weckte Sorgen, dass der krisenbedingte Boom schon wieder vorbei sein könnte. Auch Spotify sorgte bei seinen Anlegern für lange Gesichter. Der schwedische Marktführer im Bereich Musikstreaming enttäuschte Händlern zufolge in erster Linie mit seinen durchschnittlichen Einnahmen durch Premium-Nutzer, die erneut sanken, denn diese sind sein wichtigster Umsatztreiber.

Auf dem Höhepunkt der US-Berichtssaison werden nach Börsenschluss unter anderem noch Apple , Amazon , die Google -Mutter Alphabet und Facebook über ihr abgelaufenes Jahresviertel berichten./ck/he

29.10.2020

Aktien New York: US-Börsen starten Erholungsversuch

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem neuerlichen Kurseinbruch an den US-Börsen zur Wochenmitte ist am Donnerstag etwas Beruhigung eingekehrt. Rückenwind gab es von der Konjunktur. Zudem fiel ein Teil der Quartalsberichte besser als erwartet aus.

Zum Handelsauftakt zeigte sich der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zunächst nur nur moderat im Minus. Zuletzt fand er dann den Weg ins Plus und stieg um 0,20 Prozent auf 26 571,74 Punkte. Der Verlust seit Wochenbeginn beläuft sich damit aktuell auf etwas mehr als 6 Prozent. Der marktbreite S&P 500 erholte sich am Freitag mit plus 0,60 Prozent auf 3290,55 Punkte etwas von seiner jüngsten Talfahrt. Der Nasdaq 100 legte sogar um kräftige 1,32 Prozent auf 11 289,50 Zähler zu.

Nach dem coronabedingten Konjunktureinbruch im zweiten Quartal wuchs die US-Wirtschaft im dritten Jahresviertel wieder stark. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet um 33,1 Prozent zu und übertraf damit die Markterwartung. Dass die Pandemie jedoch weiterhin tiefe Spuren hinterlässt, zeigten die Arbeitsmarktdaten aus der vergangenen Woche: Wegen der Corona-Krise stellten erneut mehr als 700 000 Menschen einen Neuantrag auf Arbeitslosenhilfe. Volkswirte hatten allerdings sogar mit 770 000 Erstanträgen gerechnet./ck/fba

29.10.2020

Aktien Frankfurt: Dax bleibt im schwierigen Fahrwasser

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Donnerstagnachmittag bereits vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) ins Minus gerutscht. Nach dem Entscheid dämmte der Leitindex den Verlust dann etwas ein auf zuletzt 0,15 Prozent mit 11 543,35 Punkten. Mit einer Stabilisierung nach seinen hohen Vortagesverlusten im Zuge der Verschärfung der Corona-Krise tut sich der Dax schwer.

Die EZB hält sich derweil in der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen offen. Zunächst bleiben aber sowohl das milliardenschwere Anleihenkaufprogramm als auch die Zinsen unverändert. Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde hatte jedoch kürzlich betont: "Wenn mehr getan werden muss, werden wir mehr tun."

Am Mittwoch war der Dax unter die runde Marke von 12 000 Punkten gesunken und anschließend weiter abgesackt bis auf zeitweise 11 457 Punkte und damit den tiefsten Kurs seit Ende Mai. Auslöser war die Furcht vor weiteren Lockdowns in Europa, die Länder wie Deutschland und Frankreich inzwischen auch beschlossen haben.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verbuchte am Donnerstagnachmittag einen Abschlag von 0,32 Prozent auf 25 801,58 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,7 Prozent.

Die Bilanzsaison ging am Donnerstag munter weiter. Aus dem Dax waren Volkswagen , der Triebwerksbauer MTU , der Gesundheitskonzern Fresenius und dessen Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) an der Reihe. Die Fresenius-Anteile waren zunächst mit deutlichem Plus weit vorne, drehten dann aber ins Minus und verloren zuletzt weit hinten im Dax mehr als zweieinhalb Prozent. Auch FMC drehten ins Minus, aktuell stehen sie 0,9 Prozent tiefer. Am Markt war gleichwohl die Rede von einem guten Quartal der beiden Konzerne.

Volkswagen reagierten auf ihr Zahlenwerk mit plus 2,7 Prozent und erholten sich von ihren jüngsten Verlusten. MTU steuert zwar weiter mit schwarzen Zahlen durch die Pandemie, der Erholungsversuch der Papiere am Morgen fand aber schnell ein Ende. Am Nachmittag waren sie mit minus 4,1 Prozent das Schlusslicht im Dax. MTU zählen zu den Corona-Krisenverlierern am deutschen Aktienmarkt. Anders Delivery Hero , die erneut bester Dax-Wert waren mit plus 4,5 Prozent. Die Krisengewinner-Aktie des Essenslieferanten hatte bereits am Vortag von einer Prognoseanhebung merklich profitiert.

Am MDax-Ende ragten Aixtron mit hohen Kursverlusten von fast 17 Prozent negativ heraus. Der LED- und Chipindustrieausrüster blickt nach dem dritten Quartal etwas vorsichtiger auf den Umsatz im Gesamtjahr. Auf der Gegenseite gewannen die Titel des Bausoftware-Herstellers Nemetschek nach einer Anhebung der Jahresprognose mehr als zehn Prozent. Carl Zeiss Meditec rutschten am Nachmittag nach Quartalszahlen um 4,4 Prozent ab.

Spannung versprechen zudem die am Abend nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen der US-Technologieriesen Apple , Amazon , Alphabet und Facebook . Ihre Kursgewinne in den vergangenen Monaten hatten einen Großteil zur Börsenrally beigetragen.

Der Euro kostete zuletzt 1,1708 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank EZB hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1727 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite auf minus 0,64 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 146,59 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,10 Prozent auf 176,28 Punkte./ajx/fba

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

29.10.2020

Aktien New York Ausblick: Stabilisierungsversuch nach Kurseinbruch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street dürfte nach dem Kurseinbruch am Mittwoch zunächst wenig verändert in den Handel starten. Eine gute Dreiviertelstunde vor dem Start am Donnerstag taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial kaum bewegt bei 26 523 Punkten.

Zur Wochenmitte hatte die sich zuspitzende Corona-Krise unter den Anlegern für wachsende Ängste gesorgt. Die wichtigsten Aktienindizes waren zwischen 3,4 und 3,9 Prozent abgesackt.

Etwas Rückenwind kam nun von der Konjunkturseite: Nach dem Konjunktureinbruch wegen der Corona-Krise im zweiten Quartal wuchs die US-Wirtschaft im dritten Vierteljahr stark. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September aufs Jahr hochgerechnet um 33,1 Prozent zu und übertraf damit die Markterwartung.

Derweil geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine weitere Runde. So steigerte der zweitgrößte US-Autobauer Ford den Gewinn im dritten Quartal kräftig. Im vorbörslichen US-Handel zogen die Aktien um gut vier Prozent an.

Bei der Online-Handelsplattform Ebay laufen die Geschäfte in der Corona-Pandemie zwar weiter rund. Das gesamte abgewickelte Verkaufsvolumen aber nahm weniger stark zu als noch im Vorquartal. Dies weckte Sorgen, dass der krisenbedingte Boom schon wieder vorbei sein könnte. Damit fielen die Papiere im vorbörslichen Geschäft um mehr als vier Prozent.

Die Corona-Krise führte derweil bei Visa zu einem weiteren Gewinneinbruch. Der Kreditkarten-Riese litt besonders unter einem Einbruch von Auslandszahlungen. Da die Pandemie den Reiseverkehr lahmlegt, fallen etwa lukrative Hotel- und Flugbuchungen weg, die häufig mit der Kreditkarte bezahlt werden. Vorbörslich ging es für die Anteilsscheine um 0,5 Prozent nach unten./la/stk

29.10.2020

Aktien Frankfurt: Dax stabil nach Vortagesrutsch - EZB nun im Fokus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Stabil hat sich der Dax am Donnerstag präsentiert nach seinem massiven Kursrutsch vom Vortag im Zuge der verschärften Corona-Krise. Der Leitindex verzeichnete gegen Mittag ein Plus von 0,55 Prozent auf 11 624,09 Punkte. Marktteilnehmer werteten dies aber zunächst nur als leichte Gegenbewegung und halten kurzfristig ein weiteres Abrutschen der Kurse für möglich.

Am Mittwoch war der Dax unter die runde Marke von 12 000 Punkten gesunken und anschließend weiter abgesackt bis auf zeitweise 11 457 Punkte und damit den tiefsten Kurs seit Ende Mai. Auslöser war die Furcht vor weiteren Lockdowns in Europa, die Länder wie Deutschland und Frankreich inzwischen auch beschlossen haben.

Neben der weiter anziehenden Berichtssaison rückt am Nachmittag die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren geldpolitischen Beschlüssen in den Vordergrund. "Angesichts der neuen Dynamik der Covid-19 Pandemie erwarten die Börsianer weitere geldpolitische Lockerungen oder zumindest starke Signale in diese Richtung", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verbuchte am Donnerstag bislang ein Plus von 0,63 Prozent auf 26 047,07 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte leicht höher.

Die Bilanzsaison ging am Donnerstag weiter mit Zahlen aus dem Dax von Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC ) , Volkswagen und MTU . Die Anteile des Gesundheitskonzerns Fresenius waren zunächst mit deutlichem Plus weit vorne, drehten dann aber ins Minus und verloren zuletzt 0,9 Prozent. Die Anteile der Dialysetochter FMC verteuerten sich um 0,8 Prozent. Am Markt war die Rede von einem guten Quartal der beiden Konzerne. Volkswagen erholten sich mit plus 2,5 Prozent etwas von ihren jüngsten Verlusten.

Delivery Hero waren erneut bester Dax-Wert mit plus 3,6 Prozent. Die Krisengewinner-Aktie des Essenslieferanten hatte bereits am Vortag von einer Prognoseanhebung merklich profitiert.

Am MDax-Ende ragten Aixtron mit hohen Kursverlusten von fast 15 Prozent negativ heraus. Der LED- und Chipindustrieausrüster blickt nach dem dritten Quartal etwas vorsichtiger auf den Umsatz im Gesamtjahr. Auf der Gegenseite gewannen die Titel des Bausoftware-Herstellers Nemetschek nach einer Anhebung der Jahresprognose fast elf Prozent.

Spannung versprechen zudem die am Abend nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen der US-Technologieriesen Apple , Amazon , Alphabet und Facebook. Ihre Kursgewinne in den vergangenen Monaten hatten einen Großteil zur Börsenrally beigetragen./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

29.10.2020

Aktien Europa: Stabilisierungsversuch nach Talfahrt

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben sich nach dem Kursrutsch zur Wochenmitte stabilisiert. Die wichtigsten Aktienindizes lagen am Donnerstag leicht im Plus. Der EuroStoxx notierte zuletzt minimal höher bei 2964,81 Punkten. Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der sich verschärfende Corona-Krise hatte den Leitindex der Eurozone am Mittwoch zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Ende Mai gedrückt.

In Paris rückte der Cac 40 am Donnerstag um 0,19 Prozent auf 4579,98 Punkte vor. Der Londoner FTSE 100 ("Footsie") stieg um 0,20 Prozent 5593,73 Punkte.

Neben der weiter anziehenden Berichtssaison rückt am Nachmittag die Europäische Zentralbank mit ihren geldpolitischen Beschlüssen in den Vordergrund. "Angesichts der neuen Dynamik der Covid-19-Pandemie erwarten die Börsianer weitere geldpolitische Lockerungen oder zumindest starke Signale in diese Richtung", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Im EuroStoxx sorgte Nokia für eine herbe Enttäuschung: Der Netzwerkausrüster strich trotz einer Gewinnsteigerung im dritten Quartal seine zwischenzeitlich angehobenen Ziele für 2020 wieder zusammen. Die Aktien knickten als klares Schlusslicht im EuroStoxx um mehr als 16 Prozent ein. Damit zählten auch insgesamt Anteilsscheine aus der Telekommbranche mit einem Abschlag von 0,5 Prozent zu den Schlusslichtern in der europäischen Branchenübersicht.

Orange hielt sich derweil im dritten Quartal wacker. Mit einem Wachstum auch auf dem Heimatmarkt machte der französische Telekomkonzern wegfallende Einnahmen aus dem internationalen Roaming und die Rückgänge im Geräteverkauf wett. Die Papiere setzten sich mit einem Plus von rund sechs Prozent an die Cac-40-Spitze.

Auch einige Banken präsentierten frische Quartalszahlen. So verdiente die Credit Suisse deutlich weniger als im Vorjahr, was den Aktien ein Minus von 5,7 Prozent und damit den mit weitem Abstand letzten Platz im Schweizer Leitindex SMI einbrockte.

Die britische Großbank Lloyds aber überraschte positiv und sieht etwas Entspannung bei möglichen Kreditausfällen. Damit stiegen die Anteilsscheine um rund vier Prozent. Um mehr als vier Prozent nach unten ging es für die Aktien von Standard Chartered . Diese Bank hatte vor allem mit den Folgen der niedrigen Zinsen gerungen.

Der britische Telekommunikationskonzern BT Group schließlich blickt wegen der erhöhten Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen in der Corona-Krise optimistischer in die Zukunft. Dies bescherte den Papieren mit einem Plus von fast sechs Prozent den ersten Platz im "Footsie"./la/mis

29.10.2020

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Vorsichtige Stabilisierung nach Kurseinbruch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag nach seinem massiven Kursrutsch vom Vortag im Zuge der verschärften Corona-Krise etwas stabilisiert. Am Vormittag gewann der Leitindex 0,18 Prozent auf 11 581,04 Punkte.

Am Mittwoch war der Dax unter die runde Marke von 12 000 Punkten gesunken und anschließend weiter abgesackt bis auf zeitweise 11 457 Punkte und damit den tiefsten Kurs seit Ende Mai. Auslöser war die Furcht vor weiteren Lockdowns in Europa, die Länder wie Deutschland und Frankreich inzwischen auch beschlossen haben.

Neben der weiter anziehenden Berichtssaison rückt am Nachmittag die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren geldpolitischen Beschlüssen in den Vordergrund. "Angesichts der neuen Dynamik der Covid-19 Pandemie erwarten die Börsianer weitere geldpolitische Lockerungen oder zumindest starke Signale in diese Richtung", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel verbuchte am Donnerstag bislang ein Plus von 0,10 Prozent auf 25 909,30 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,3 Prozent nach.

Die Bilanzsaison ging am Donnerstag weiter mit Zahlen aus dem Dax von Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC ) , Volkswagen und MTU . Die Anteile des Gesundheitskonzerns Fresenius waren im Leitindex auf Platz zwei mit plus 2,4 Prozent, jene der Dialysetochter FMC mit plus 1,5 Prozent ebenfalls weit vorne. Am Markt war die Rede von einem guten Quartal der beiden Konzerne.

Delivery Hero waren erneut bester Dax-Wert mit plus 2,6 Prozent. Die Krisengewinner-Aktie des Essenslieferanten hatte bereits am Vortag von einer Prognoseanhebung merklich profitiert.

Am MDax-Ende ragten Aixtron mit hohen Kursverlusten von fast 15 Prozent negativ heraus. Der LED- und Chipindustrieausrüster blickt nach dem dritten Quartal etwas vorsichtiger auf den Umsatz im Gesamtjahr. Auf der Gegenseite gewannen die Titel des Bausoftware-Herstellers Nemetschek nach einer Anhebung der Jahresprognose mehr als neun Prozent.

Spannung versprechen zudem die am Abend nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen der US-Technologieriesen Apple , Amazon , Alphabet und Facebook. Ihre Kursgewinne in den vergangenen Monaten hatten einen Großteil zur Börsenrally beigetragen./ajx/mis

29.10.2020

Aktien Frankfurt Eröffnung: Vorsichtige Stabilisierung nach Kurseinbruch

RANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag nach seinem massiven Kursrutsch vom Vortag im Zuge der verschärften Corona-Krise vorerst stabilisiert. Im frühen Handel gewann der Leitindex 0,42 Prozent auf 11 608,58 Punkte.

Am Mittwoch war der Dax unter die runde Marke von 12 000 Punkten gesunken und anschließend weiter abgesackt bis auf zeitweise 11 457 Punkte. Auslöser war die Furcht vor weiteren Lockdowns in Europa, die Länder wie Deutschland und Frankreich inzwischen auch beschlossen haben.

Neben der weiter anziehenden Berichtssaison rückt am Nachmittag die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihren geldpolitischen Beschlüssen in den Vordergrund. "Angesichts der neuen Dynamik der Covid-19 Pandemie erwarten die Börsianer weitere geldpolitische Lockerungen oder zumindest starke Signale in diese Richtung", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners in seinem Morgenkommentar.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel rückte um 0,32 Prozent auf 25 966,05 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte kaum verändert./ajx/jha/

29.10.2020

Trump: USA stehen Frankreich nach Messerattacke zur Seite

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat Frankreich nach einer tödlichen Messerattacke in einer Kirche in Nizza die Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesagt. Mit Blick auf den mutmaßlichen Terrorakt schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter: "Diese radikalislamistischen Terrorangriffe müssen sofort aufhören". Die USA stünden Frankreich "in diesem Kampf" zur Seite, schrieb Trump weiter. "Unsere Herzen sind bei den Menschen in Frankreich."

Bei der Messerattacke waren am Donnerstag mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden. Der Täter wurde festgenommen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Frankreich rief die höchste Terrorwarnstufe aus./jbz/DP/fba

29.10.2020

Keine Maske im Bundestag - Ordnungsruf für CDU-Abgeordneten

BERLIN (dpa-AFX) - Wegen Missachtung der Maskenpflicht im Bundestag hat sich der niedersächsische CDU-Abgeordnete Roy Kühne am Donnerstag einen Ordnungsruf eingehandelt. "Er hat den Plenarsaal ohne Maske verlassen, den Plenarsaal ohne Maske wieder betreten", erklärte Parlamentsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP), der die Sitzung zu diesem Zeitpunkt leitete. Wegen der Corona-Pandemie muss seit Anfang Oktober in allen Gebäuden des Bundestags ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden - auch im Plenarsaal. Er darf nur am jeweiligen Sitzplatz oder am Rednerpult abgelegt werden.

Kubicki sagte, da Mahnungen nicht ausreichten, seien offensichtlich "härtere Maßnahmen" notwendig. "Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass im Wiederholungsfall weitere Ordnungsmaßnahmen folgen können." Laut Geschäftsordnung kann das Bundestagspräsidium einzelne Abgeordnete zur Ordnung rufen, "wenn sie die Ordnung oder die Würde des Bundestages verletzen". Weitergehende Maßnahmen wären ein Ordnungsgeld in Höhe von 1000 Euro sowie ein Sitzungsausschluss./ax/DP/fba

29.10.2020

ROUNDUP: IBM will weitere Stellen in Deutschland streichen

STUTTGART/EHNINGEN (dpa-AFX) - Das IT-Urgestein IBM will in Deutschland nach Verdi-Angaben über 2 300 Arbeitsplätze abbauen. Am Donnerstag habe die Geschäftsführung die Mitarbeiter informiert. Das Unternehmen mit Sitz in Ehningen (Kreis Böblingen) wollte sich nicht äußern. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 12 000 Personen.

Die Ankündigung sei nur wenige Wochen nach der Bekanntgabe der IBM-Geschäftsleitung gekommen, dass Unternehmen aufzuspalten, teilte die Gewerkschaft Verdi weiter mit. Zwar solle versucht werden, diese Maßnahme durch freiwillige Angebote umzusetzen, doch es sei kaum vorstellbar, dass dies gelinge. "Sollte die Maßnahme zum Jahresende nicht erfolgreich umgesetzt sein, ist zu erwarten, dass in allen IBM-Konzerngesellschaften Kündigungen drohen." Der Konzern streicht seit Jahren in Deutschland stellen.

Er will sein IT-Infrastruktur-Geschäft abspalten und eigenständig an die Börse zu bringen. Der Fokus soll künftig noch stärker auf dem Cloud-Geschäft liegen. IBM befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Konzernumbau hin zu neuen, wachstumsstärkeren Geschäftsfeldern. Neben den Cloud-Services zählen dazu auch Datenanalyse und Künstliche Intelligenz (KI).

In der IBM-Deutschlandzentrale hieß es nach Angaben von "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche": "Unsere Personalentscheidungen werden getroffen, um unsere Kunden auf ihrem Weg zur Einführung einer offenen Hybrid-Cloud-Plattform und KI-Fähigkeit bestmöglich zu unterstützen."/ols/DP/fba

29.10.2020

ROUNDUP/Proteste gegen Rom: Premier Conte fordert Zusammenhalt

ROM (dpa-AFX) - Angesichts gewalttätiger Proteste gegen verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen hat Italiens Regierungschef Giuseppe Conte die Bürger zum Zusammenhalt aufgerufen. "Dies ist wirklich die Zeit, um vereint zu bleiben, insbesondere angesichts des wirtschaftlichen Leids, der seelischen Belastungen, des Ärgers, der Angst und der Sorgen vieler Mitbürger", sagte er am Donnerstag vor dem Parlament in Rom. Conte erläuterte im Abgeordnetenhaus, der größeren von zwei Kammern, die Corona-Politik der Mitte-Links-Regierung.

Rom wisse, dass die Einschränkungen für Bars und Lokale sowie die Schließung von Theatern und Kinos harte Einschnitte seien, versicherte der parteilose Jurist. Doch andere Länder Europas seien wegen der rasant steigenden Zahlen von Virus-Neuinfektionen in einer ähnlich schwierigen Lage. Conte nannte Deutschland und Frankreich als Beispiele. Einige Staaten hätten noch schärfere Einschränkungen erlassen als Italien, sagte er.

Rom will einen zweiten vollen Lockdown wie im Frühjahr bei der ersten Corona-Welle vermeiden. Der Premier forderte die Italiener erneut zur Änderung von Verhaltensweisen und zum Einhalten der Schutzregeln auf.

Seit knapp einer Woche gab es in Italien bei Demonstrationen gegen die Regierung gewaltsame Ausschreitungen. Politiker machten unter anderem Neo-Faschisten, jugendliche Straftäter und linke Extremisten für Übergriffe verantwortlich. Am Mittwochabend hatten in Verona nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa rund 500 Menschen vornehmlich aus dem rechtsradikalen Spektrum randaliert. Auch in Palermo, Bari und Genua gab es Krawalle.

Das Kabinett hatte Vorschriften wie die Schließung aller Lokale um 18.00 Uhr verfügt. In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern überschritt die Anzahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen am Donnerstag die Marke von 25 000 - die Behörden zählten über 26 800 Fälle. Conte sprach am selben Tag auch in der zweiten Parlamentskammer, dem Senat./pky/DP/he

29.10.2020

ROUNDUP/Brexit-Handelsvertrag: Von der Leyen sieht 'gute Fortschritte'

BRÜSSEL/LONDON (dpa-AFX) - In den Gesprächen über einen EU-Handelspakt mit Großbritannien sieht EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen "gute Fortschritte". Doch blieben als wichtige Streitpunkte die Gestaltung fairer Wettbedingungen und die Fangrechte von EU-Fischern in britischen Gewässern, sagte von der Leyen am Donnerstag in Brüssel. "Wir sind jetzt in einer kritischen Phase."

EU-Ratschef Charles Michel sagte, wahrscheinlich werde man nächste Woche die Lage abschätzen können. "Wir werden in den nächsten Tagen hoffentlich positive Entwicklungen sehen." Die Unterhändler beider Seiten reisten am Donnerstag von London nach Brüssel, wo die Verhandlungen bis mindestens Sonntag fortgesetzt werden sollen.

Es geht um ein Freihandelsabkommen ab 2021, also für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase. Der Vertrag soll Zölle abwenden und Handelshemmnisse mindern, wenn Großbritannien zum Jahreswechsel aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion austritt. Die britische Regierung hatte die Verhandlungen zeitweise für beendet erklärt, war dann aber vergangene Woche an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Die Zeit ist nun extrem kurz, weil der Text noch ratifiziert werden müsste.

In den Verhandlungen besonders umstritten waren stets drei Punkte: die EU-Forderung nach gleichen Umwelt-, Sozial- und Beihilferegeln, um unfairen Wettbewerb zu verhindern; Schlichtungsregeln für mögliche Vertragsverstöße; und der Zugang von EU-Fischern zu britischen Gewässern. Beim Punkt Fischerei hatte lange vor allem Frankreich vehement unveränderte Fangrechte verlangt. Zuletzt hatte Paris seine Haltung aber gelockert, wie mit den Verhandlungen vertraute Personen Ende der Woche bestätigten./vsr/DP/he

29.10.2020

Luxemburg beschließt nächtliche Ausgangssperre

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Wegen Corona gilt ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg. Das Luxemburger Parlament beschloss am Donnerstag einen Gesetzestext, wonach die Bürger zwischen 23 und 6 Uhr grundsätzlich zu Hause bleiben müssen. Ausnahmen sind beispielsweise Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit. Auch das Gassigehen mit einem Hund ist im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung erlaubt.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat das Parlament weitere Einschränkungen auf den Weg gebracht: Im Restaurant oder zu Hause dürfen nur noch maximal vier Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung zusammenkommen. Wenn es mehr Menschen sind, ist das Tragen einer Maske Pflicht. Diese Einschränkungen gelten bis Jahresende, die Ausgangssperre ist bis Ende November befristet.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in dem Land mit mehr als 600 000 Einwohnern ist in der vergangenen Woche (19. bis 25. Oktober) im Vergleich zur Vorwoche um 265 Prozent auf rund 3400 gestiegen. Luxemburg war bereits im September vom Robert Koch-Institut (RKI) zum Corona-Risikogebiet erklärt worden. Diesen Status hatte das Großherzogtum schon von Mitte Juli bis Mitte August inne./rtt/DP/fba

29.10.2020

EU-Ratschef: Ceta gut für Europa und Kanada

BRÜSSEL/OTTAWA (dpa-AFX) - Die Spitzen der Europäischen Union (EU) und Kanadas haben das gemeinsame Freihandelsabkommen Ceta als Erfolg für beide Seiten gewürdigt. "Ceta war sowohl gut für die EU als auch für Kanada", sagte EU-Ratschef Charles Michel am Donnerstag nach einer Videokonferenz mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der bilaterale Handel sei im Warenhandel um 24 Prozent und im Dienstleistungsverkehr um 25 Prozent gestiegen. Von der Leyen sprach von einer "Win-Win-Situation für beide". Man wolle Ceta jetzt voll umsetzen, betonte Trudeau.

Das umfassende Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada war am 21. September 2017 vorläufig in Kraft getreten, allerdings nur in den Bereichen in unstreitiger EU-Zuständigkeit. Damit das Abkommen vollständig in Kraft treten kann, muss es von den Parlamenten aller Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Das ist erst zum Teil passiert. In Deutschland sind noch Verfassungsbeschwerden beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe anhängig.

Von der Leyen bezeichnete Kanada als einen wesentlichen Verbündeten der EU. "Wir sind Partner, die es mit einem schwierigen internationalen Kontext zu tun haben", sagte sie. Sie dankte Trudeau für "die deutliche politische und auch finanzielle Beteiligung" an der internationalen Impfinitiative Covax. Michel hob hervor, dass Brüssel und Ottawa "auf gleicher Wellenlänge" lägen, so zum Beispiel bei der Sorge um die Menschenrechte in China oder bei der Stärkung der transatlantischen Beziehungen. Gemeinsam wollten sie gegen Isolationismus und Nationalismus eintreten, sagte Trudeau./blu/DP/fba

29.10.2020

GESAMT-ROUNDUP: Merkel ruft vor neuen Corona-Beschränkungen zur Solidarität auf

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel hat alle Bürger vor den erneuten massiven Corona-Beschränkungen im November zur Solidarität aufgerufen und vor einer Verharmlosung der Lage gewarnt. "Miteinander und füreinander, nur so kommen wir durch diese historische Krise", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Bundestag. "Der Winter wird schwer. Vier lange schwere Monate. Aber er wird enden." Die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung von Kontakten seien "geeignet, erforderlich und verhältnismäßig". Von der Opposition und aus der Wirtschaft kam teils scharfe Kritik. Dagegen hoffen Mediziner, Klinik-Überlastungen nunmehr besser abzuwenden.

Merkel sagte: "Wir befinden uns zum Beginn der kalten Jahreszeit in einer dramatischen Lage. Sie betrifft uns alle." In den vergangenen Wochen seien die Infektionszahlen "deutlich in die Höhe geschnellt", viele Gesundheitsämter seien an der Belastungsgrenze. "Eine solche Dynamik wird unsere Intensivmedizin in wenigen Wochen überfordern." Die Zahl der Neuinfektionen erreichte mit 16 774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte - vor einer Woche waren 11 287 neue Fälle gemeldet worden.

Bund und Länder hatten am Mittwoch die einschneidendsten Maßnahmen seit dem großen Stilstand im Frühjahr beschlossen. Ab diesem Montag sollen unter anderem Restaurants, Kinos und Theater im gesamten November schließen. Hotels dürfen keine Touristen aufnehmen. Schulen, Kitas und der Einzelhandel sollen geöffnet bleiben. Merkel sagte, sie verstehe Frustration und Verzweiflung. Hygienekonzepte etwa in der Gastronomie seien nicht sinnlos gewesen. Im jetzigen starken Infektionsanstieg könnten sie aber nicht die nötige Wirkung entfalten. Viele Kontakte von Infizierten seien nicht zuzuordnen.

Die Kanzlerin rief die Bürger erneut zur Mitwirkung auf. "Halten wir uns an die Regeln, die jetzt gelten, dann helfen wir unserem Land und im Ergebnis jeder und jedem von uns, diese gewaltige Prüfung zu bestehen." Merkel betonte: "Kritische Debatte schwächt nicht die Demokratie, sie stärkt sie." Lüge und Desinformation, Verschwörung und Hass beschädigten aber nicht nur die Debatte, sondern auch den Kampf gegen das Virus. Was sich als wissenschaftlich falsch erwiesen habe, müsse klar benannt werden. Davon hingen auch Menschenleben ab.

Die Opposition kritisierte den geplanten Teil-Lockdown und verlangte Parlamentsentscheidungen über Krisenmaßnahmen. FDP-Chef Christian Lindner sagte, Einschränkungen von Freiheitsrechten seien ohne Öffentlichkeit nur von den Regierungsspitzen von Bund und Ländern ergriffen worden. Nun sollten auch Bereiche schließen, die nicht als Infektionstreiber aufgefallen seien. AfD-Fraktionschef Alexander Gauland sagte: "Wir haben in diesem Land die Freiheit zu mühselig errungen, als dass wir sie an der Garderobe eines Notstandskabinetts abgeben. Eine Corona-Diktatur auf Widerruf ist keine Lösung. Wir müssen abwägen, auch um den Preis, dass Menschen sterben."

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt forderte eine gemeinsame Entscheidung von Bundestag und Bundesrat. Die tiefgreifenden Beschränkungen gehörten "endlich auf solide gesetzgeberische Füße gestellt". Linke-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali sagte, für die Akzeptanz der Maßnahmen sei es wesentlich besser, wenn die Debatte vor der Entscheidung im Bundestag stattfinde. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich verteidigte das Vorgehen: "Die Zeit, in der wir eine maximale Flexibilität der Exekutive benötigen, ist noch nicht vorbei". Die befristeten Maßnahmen seien dringend erforderlich.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warf Bund und Ländern "zu wenig Augenmaß" vor. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf bezeichnete die Einschnitte als "sehr schmerzhaft", äußerte aber auch Verständnis. "Der Politik liegt erkennbar daran, wirtschaftliche Aktivität weitestgehend am Laufen und die öffentlichen Einrichtungen offen zu halten." Finanzminister Olaf Scholz (SPD) stellte "massive, in dieser Größenordnung bisher unbekannte Unterstützungsleistungen" in Aussicht. Da Schließungen in vielen Wirtschaftsbereichen auf wenige Wochen begrenzt seien, könne der Bund nun Hilfen von zehn Milliarden Euro stemmen.

Die Bundesärztekammer sprach von einer "wichtigen Notbremse, um den rasanten Anstieg der Infektionszahlen zu verlangsamen." Insbesondere die Offenhaltung von Kindertagesstätten und Schulen sei vertretbar und mit Blick auf die körperliche und mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dringend geboten. Auch Intensivmediziner begrüßten die Beschränkungen. Mit einer gewissen Bremsspur seien hoffentlich sehr bald positive Effekte zu sehen, sagte der Chefarzt der Infektiologie in der München Klinik Schwabing, Clemens Wendtner.

Als erste Regierungen setzten die in Bayern und Hessen die Bund/Länder-Beschlüsse in Landesrecht um. Wegen der steigenden Infektionszahlen erwägt Bayern wieder die Ausrufung des Katastrophenfalls, um die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren zu können. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die von Corona besonders betroffene Stadt Augsburg zog die Umsetzung der eigentlich ab Montag geltenden Maßnahmen bereits auf Freitagabend vor.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach sich für weitergehende innerdeutsche Reisebeschränkungen aus, dabei gehe es um Gebiete mit mehr als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen.

Die Berliner SPD sagte einen für Samstag geplanten Landesparteitag ab, bei dem Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und der Berliner SPD-Fraktionschef Raed Saleh eigentlich als neue Doppelspitze gewählt werden sollten./sam/DP/fba

29.10.2020

ROUNDUP: Corona-Notstand in Spanien bis Mai 2021 verlängert

MADRID (dpa-AFX) - Im von der Pandemie besonders schwer getroffenen Spanien wird der Corona-Notstand bis Mai 2021 herrschen. Auf Antrag der linken Regierung billigte das Parlament am Donnerstag in Madrid eine ebenso umstrittene wie lange Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes. Bei der Debatte vor der Abstimmung hatte Gesundheitsminister Salvador Illa vor "sehr schweren Monaten" gewarnt. Man müsse "zum Wohle aller vereint handeln", forderte er.

Oppositionsführer Pablo Casado von der konservativen Volkspartei (PP) wies die lange Verlängerung als "juristischer Verstoß" zurück. Casado hatte zur "Rettung des Weihnachtsgeschäfts" einen Notstand bis Mitte Dezember gefordert. Bei der Abstimmung setzte sich die Regierung mit 194 zu 53 durch. 99 Abgeordnete - darunter die der PP - enthielten sich der Stimme. Vier Abgeordnete waren nicht anwesend. Gegen den Antrag der Minderheitsregierung hatten sich neben der rechten Opposition auch Regionalparteien und Unternehmerverbände ausgesprochen. Ministerpräsident Pedro Sánchez habe aber kleinere Parteien mit Zugeständnissen überzeugt, berichteten Medien.

Wegen steigender Infektionszahlen hatte Sánchez erst am Sonntag - gut vier Monate nach Ende eines ersten, mehr als dreimonatigen Corona-Notstandes - erneut den Alarmzustand ausgerufen. Das ist die dritthöchste Notstandsstufe Spaniens. Dieses Dekret der Regierung galt aber nur für zwei Wochen. Die Verlängerung musste laut Verfassung vom Parlament gebilligt werden. Sánchez hatte am Sonntag fast im ganzen Land eine zweiwöchige nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen.

Im Rahmen des Notstandes kündigen derweil immer mehr Regionen eine Abriegelung ihres Territoriums an. Am Donnerstag taten das auch Katalonien mit der Metropole Barcelona, Madrid sowie Kantabrien. Damit haben bereits 12 der 17 "Comunidades Autónomas" (Autonomen Gemeinschaften) eine Absperrung für bis zu zwei Wochen beschlossen. Die betroffenen Menschen dürfen ihre Region nur mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas./er/DP/fba

29.10.2020

Verbraucherschützer fordern: Keine neue Gutschein-Regel bei Absagen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Verbraucherzentrale-Bundesverband (VZBV) fordert, dass Veranstalter bei Absagen auf Grund der verschärften Corona-Beschränkungen nicht wieder Gutscheine ausstellen dürfen, anstatt die Ticketkosten zu erstatten. "Die Politik darf keinesfalls erneut auf die Idee kommen, Zwangsgutscheine für ausgefallene Veranstaltungen einzuführen", sagte VZBV-Vorstand Klaus Müller am Donnerstag. In der "Rheinischen Post" (Donnerstag) erklärte er, wenn Unternehmen bis zu 75 Prozent ihres Umsatzverlustes ersetzt bekommen sollten, müsse das auch bedeuten, dass es bei Veranstaltungsausfällen Erstattungen geben müsse.

Die Bundesregierung hatte im Mai eine entsprechende Regelung verabschiedet: Gab es wegen der Corona-Pandemie eine Absage, durften Veranstalter einen Gutschein ausstellen und mussten die Kosten nicht erstatten. Das gilt aber nur für Tickets, die vor dem 8. März gekauft wurden. Bei Tickets späteren Datums können sich Veranstalter nicht darauf berufen. Es können aber Kunden betroffen sein, die vor dem 8. März Tickets für ein Event gekauft hatten, das wegen der Pandemie weiter nach hinten geschoben wurde - etwa in den November, wo Veranstaltungen nun untersagt werden.

Müller verlangte außerdem eine Lösung für alle Gutscheine von Veranstaltern, die insolvent sind oder werden. "Die davon betroffenen Verbraucherinnen und Verbraucher dürfen nicht leer ausgehen."/gba/DP/fba

29.10.2020

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Deutsche Börse auf 'Kaufen' - fairer Wert 155 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat die Aktie der Deutschen Börse nach Quartalszahlen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert auf 155 Euro belassen. Der Börsenbetreiber habe ein erwartungsgemäß eher schwaches Quartalsergebnis vorgelegt, schrieb Analyst Thorsten Wenzel in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die zuletzt schwache Kursentwicklung habe jedoch dazu geführt, dass die Bewertung der Aktie im Branchenvergleich wieder attraktiv sei./edh/ck

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.10.2020 / 16:15 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.10.2020 / 16:27 / MEZ

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29.10.2020

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Nemetschek auf 'Kaufen' und fairen Wert auf 70 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat Nemetschek nach Quartalszahlen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert von 63,80 auf 70,00 Euro angehoben. Der auf die Bauindustrie spezialisierte IT-Dienstleister komme deutlich besser durch die Corona-Krise als erwartet, schrieb Analyst Armin Kremser in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Vor allem die Ergebnisseite entwickle sich sehr erfreulich. Im Nachgang der Pandemie sollte 2021 auch wieder ein zweistelliges Umsatzplus drin sein./edh/ck

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.10.2020 / 16:36 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.10.2020 / 16:43 / MEZ

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29.10.2020

VONOVIA IM FOKUS: Immobilienkonzern bleibt im Übernahmemodus

BOCHUM (dpa-AFX) - Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia will auch in Zeiten von Corona in puncto Wohnungsbestand auf Expansionskurs bleiben. Dabei schaut sich Unternehmenschef Rolf Buch nach geeigneten Übernahmen sowohl im In- als auch Ausland um. Die Auswirkungen der Pandemie bekam Vonovia bislang kaum zu spüren. Allerdings weht dem Unternehmen schon seit längerem ein kräftiger Wind wegen steigender Mieten auf dem deutschen Heimatmarkt entgegen: Die Mietpreisbremse wurde verlängert und in Berlin wurde der Mietendeckel eingeführt. Was bei Vonovia los ist, was die Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt gelaufen ist.

LAGE DES UNTERNEHMENS:

Die Geschäfte für den Dax -Konzern Vonovia laufen auch während der Corona-Krise dank steigender Mieten in den Großstädten gut. Dabei profitiert der Vermieter wie andere aus der Branche vor allem von modernisierten Wohnungen. Die Kosten dafür legen die Konzerne nicht nur teilweise auf die Mieter um, sondern sie können die Mieten anschließend auch stärker erhöhen. Zudem setzt Vonovia auf Neubau und die Aufstockung von Gebäuden. Hier kam es zuletzt aber wegen der Sicherheitsvorkehrungen im Zuge der Corona-Pandemie zu Bauverzögerungen.

Seit längerem wächst der Wohnimmobilien-Konzern auch durch Übernahmen im In- und zuletzt auch im Ausland. Vonovia ist mit rund 356 000 Wohnungen der größte Vermieter in Deutschland. Weitere etwa 60 000 Wohnungen besitzt der Dax-Konzern in Schweden und Österreich. Zuletzt war der Konzern beim niederländischen Immobilieninvestor Vesteda eingestiegen. Unternehmenschef Buch peilt eine weitere Expansion an. "Im Ausland haben wir rein prozentual gesehen bessere Wachstumschancen, da wir dort noch kleiner sind", betonte er Ende September in einem Interview mit dpa-AFX und dpa. Aber auch in Deutschland sieht der Manager noch Möglichkeiten zu expandieren: Es seien noch viele Wohnungsbestände im Besitz von Finanzinvestoren, betonte er.

Im Gegensatz zu vielen Unternehmen aus anderen Branchen sieht Vonovia derzeit keine großen Folgen der Corona-Krise für seine Geschäfte. "Unser Geschäft ist stabil. Es gibt kein Drama", hatte der Vonovia-Chef bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im August gesagt. Damals hatte sich nur ein Prozent der rund 350 000 Mieter in Deutschland mit der Bitte um Mietstundung bei Vonovia gemeldet.

Im Fokus steht seit einigen Monaten der Berliner Wohnungsmarkt wegen des Mietendeckels. Mit diesem wurden die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt, die vor 2014 gebaut wurden, für fünf Jahre eingefroren. Für Neuvermietungen gelten Obergrenzen. Dies trifft besonders Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen und Ado Properties, die Immobilien überwiegend in Berlin besitzen. Vonovia gehören in Berlin etwa 42 000 Wohnungen, das sind etwa zehn Prozent des eigenen Bestands.

Zuletzt stellte das Berliner Landgericht einen Teil des Mietendeckels in der Hauptstadt in Frage. Mit dem Mietendeckel will der Berliner Senat den zuletzt starken Anstieg der Mieten in der Hauptstadt bremsen. Gegen das Gesetz sind Klagen vor dem Landes- und dem Bundesverfassungsgericht anhängig.

Auch sonst weht den großen Wohnimmobilien-Konzernen in Deutschland ein stärkerer Gegenwind entgegen. Erst jüngst verlängerte der Bundestag angesichts der anhaltenden Knappheit an Wohnungen die Mietpreisbremse um fünf Jahre und verschärfte sie zudem. Künftig können Mieter zu viel gezahlte Miete auch für bis zu zweieinhalb Jahre rückwirkend zurückfordern. Vonovia legt am kommenden Mittwoch (4. November) Zahlen zum dritten Quartal vor.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Von den im dpa-AFX-Analyser seit August erfassten 14 Analysten empfiehlt mit acht Branchenkennern die Mehrheit die Aktie zum Kauf. Während sich sechs Experte für das Halten des Papiers aussprechen, gibt es kein Verkaufsvotum. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 63 Euro - aktuell (Stand 29. August) kostet das Papier rund 54,50 Euro.

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt zeichnet sich laut Analyst Sander Bunck von der britischen Investmentbank Barclays weiterhin durch gesunde Fundamentaldaten aus. Diese dürften auch beim Platzhirschen Vonovia für anhaltendes Gewinnwachstum und Wertsteigerungen sorgen. Nach Ansicht von Analyst Neil Green von der US-Bank JPMorgan ist der Wohnimmobilienkonzern dabei gut positioniert. Vonovia mache Fortschritte in vielerlei Hinsicht. Dazu zählten das umfangreiche Modernisierungsprogramm und der Fokus auf die Kosten.

Analyst Kai Klose von der Privatbank Berenberg attestiert derweil dem Bochumer Unternehmen aufgrund seiner Entwicklungspipeline von rund 41 000 Wohnungen ein enormes internes Wachstumspotenzial, auch wenn sich der Bau von Wohnungen aufgrund der schleppenden Baugenehmigungen verzögere. Der Experte sieht Vonovia daher nicht unter Druck, sein Wachstum mit Hilfe von Übernahmen zu beschleunigen.

Analyst Jonathan Kownator von der US-Investmentbank Goldman Sachs wies hingegen darauf, dass Vonovia eine Konsolidierung des Sektors erwarte. Derzeit würden laut dem Unternehmen fünf bis sechs Immobilienkonzerne etwa eine Million bezahlbare Mietwohnungen anbieten. Mittelfristig erwarte Vonovia, dass zwei bis drei Millionen bezahlbarer Wohneinheiten von weniger Spielern bereitgestellt würden

Wenig Gefahr sieht trotz des Mietendeckels Analyst Thomas Rothäusler vom Analysehaus Jefferies. So zeichne der Gewerbeimmobilien-Dienstleister CBRE ein positives Bild vom Berliner Immobilienmarkt. Die Entwicklung von Angebot und Nachfrage sei demnach in Ordnung und die Zuwanderung in die Hauptstadt werde vor einer Erholung gesehen. Der Barmittelfluss durch Mieten sei in einer anhaltenden Krise ein "sicherer Hafen" auch wegen umfangreicher staatlicher Hilfsmaßnahmen.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die Vonovia-Anteile gehören in diesem Jahr zu den wenigen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Ungeachtet der Corona-Krise, die das Papier nur kurzfristig belastet hatte, erreichten die 2013 an die Börse gebrachten Anteile Anfang September ein Rekordhoch. Von den damals knapp 63 Euro ging es zwar wieder etwas nach unten, aber mit einem Kurs von zuletzt etwas mehr als 54 Euro ist die Aktie immer noch rund 14 Prozent teurer als Ende 2019.

Damit liegt das Vonovia-Papier in diesem Jahr bisher auf Rang sechs unter den Dax-Titeln. Seit dem Index-Aufstieg der Aktie im September 2015 zog der Kurs um fast 90 Prozent an - und auch in diesem Zeitraum gab es kaum Dax-Titel, die mehr zugelegt haben. Mit einem Börsenwert von inzwischen 30 Milliarden Euro liegt Vonovia in dieser Wertung inzwischen im Index-Mittelfeld.

Vonovia ist aus der Deutsche Annington hervorgegangen, die 2000 einen Großteil der vom Bund verkauften Eisenbahnerwohnungen gekauft hatte. Bis zum Börsengang hatte Deutsche Annington Finanzinvestoren gehört. Der Start am Kapitalmarkt war holprig - der Börsengang gelang erst im zweiten Anlauf. Die Investoren, allen voran die britische Gesellschaft Terra Firma, mussten sich mit deutlich weniger zufrieden geben als erhofft.

Doch die geschickte Übernahmestrategie des Unternehmenslenkers Buch sowie der Immobilienboom in Deutschland bescherten den Anteilseignern bald kräftige Gewinne. Vom Ausgabepreis in Höhe von 16,50 Euro ging es Stück für Stück nach oben. Inzwischen haben sich die Alteigentümer ganz von Vonovia verabschiedet./mne/zb/tav/he

29.10.2020

AKTIE IM FOKUS: Vestas springen nach MHI-Deal an - Goldman: strategisch positiv

KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Die Aktien von Vestas haben am Donnerstag nach der angekündigten Übernahme des Anteils von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) am Gemeinschaftsunternehmen MHI Vestas Offshore Wind einen kräftigen Sprung nach oben gemacht. Zugleich wird die Zusammenarbeit mit dem japanischen Konzern ausgebaut. Im späten Handel legten sie in Kopenhagen zuletzt um knapp 8 Prozent auf 1098 Kronen zu.

Analyst Ajay Patel von Goldman Sachs nannte den Schritt strategisch positiv für Vestas. So werde die Präsenz der Dänen in einem starken und wachsenden Offshore-Windmarkt verdoppelt, schrieb er. Patel erwartet, dass sich dieser Markt in den kommenden zehn Jahren mehr als vervierfachen wird./ck/he

29.10.2020

ANALYSE-FLASH: DZ Bank belässt Aixtron auf 'Kaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat die Einstufung für Aixtron nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert je Aktie von 13 Euro belassen. "Der Kurssturz nach der Veröffentlichung der guten Quartalszahlen und dem weitgehend konstant gehaltenen Ausblick ist für uns nicht nachvollziehbar", schrieb Analyst Harald Schnitzer in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Das Wachstum könnte sich ab 2021 beschleunigen, die Zielmärkte des LED- und Chipindustrieausrüsters - Ausbau des 5G-Netzes, Elektromobilität, optische Datenübertragung - stünden vor einem langfristigen Wachstumsschub./ajx/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.10.2020 / 14:34 / MEZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.10.2020 / 14:53 / MEZ

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29.10.2020

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Symrise auf 106 Euro - 'Halten'

HANNOVER (dpa-AFX) - Die NordLB hat das Kursziel für Symrise von 108 auf 106 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Aromen- und Duftstoffkonzern habe mit den Ergebnissen des dritten Quartals nicht wirklich überzeugt, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Corona-Krise belaste zwar insgesamt kaum, es geben aber weiter Verschiebungen bei der Kundennachfrage./ag/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.10.2020 / 12:42 / MEZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.10.2020 / 13:13 / MEZ

29.10.2020

AKTIEN IM FOKUS: Wenig Geduld mit Corona-Verlierern - MTU und Airbus schwach

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der Erholungsversuch der Papiere von MTU und Airbus hat am Donnerstag schnell ein Ende gefunden. Nach anfänglichen Kursgewinnen verloren beide Verlierer der Corona-Krise zuletzt wieder mehr als 3 Prozent. Die Papiere von Fraport und der Lufthansa wurden von den Anlegern weiter verkauft.

Der Triebwerksbauer MTU steuert zwar weiter mit schwarzen Zahlen durch die Pandemie, wie der aktuelle Zwischenbericht zeigte. Im Krisenjahr 2020 verloren die Papiere bis dato dennoch rund 43 Prozent. Die Anteilsscheine der tief in die roten Zahlen gerutschten Airbus haben sich derweil sogar mehr als halbiert. Bei der Lufthansa steht im laufenden Jahr ein Kursverlust von rund 56 Prozent und bei Fraport von 59 Prozent zu Buche. Erholungsversuche werden immer wieder schnell zum Ausstieg genutzt.

JPMorgan-Analyst David Perry warnte davor, dass sich die zweite Corona-Welle im kommenden Jahr bei MTU niederschlagen werde./ag/jha/

29.10.2020

AKTIE IM FOKUS: Aixtron fallen tief nach eingetrübtem Umsatzausblick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die zuletzt noch so stabilen Aktien von Aixtron haben ihre Erholungstendenz der vergangenen sechs Wochen am Donnerstag auf einen Schlag zunichte gemacht. Das Unternehmen schätzte nach der Geschäftsentwicklung im dritten Quartal die Erlöse für das Gesamtjahr 2020 etwas vorsichtiger ein.

Mit einem Kursabschlag von 14 Prozent auf 9,37 Euro wurden die Papiere des Halbleiterindustrie-Ausrüsters als MDax-Schlusslicht auf das Niveau von Mitte Juni durchgereicht. Für 2020 steht allerdings immer noch ein Kursplus von knapp 10 Prozent zu Buche.

Das Management geht nun von einem zumindest stabilen Jahresumsatz zwischen 260 und 280 Millionen Euro aus. Bislang hatte Aixtron, dessen Anlagen bei der Herstellung von LED-Lampen, 3D-Sensoren und Energiemanagementchips helfen, bis zu 300 Millionen Euro angepeilt. Die meisten Analysten hatten das aber ohnehin nicht mehr für möglich gehalten und im Mittel zuletzt rund 268 Millionen Euro auf dem Zettel. Beim Auftragseingang hingegen hob das Unternehmen das untere Ende der Zielspanne für 2020 etwas an.

Ein Börsianer sprach von sehr durchwachsenen Signalen des aktuellen Zwischenberichts. Er lobte zwar den avisierten Auftragseingang, zeigte sich aber enttäuschend über den Umsatzausblick. Analystin Olivia Honychurch vom Broker Liberum sah die Ergebnisse des dritten Quartals etwas unter den Erwartungen. Auch sie lobte aber die Auftragslage und bekräftigte ihre Kaufempfehlung für die Aktien.

Sowohl die Zahlen als auch die nach unten eingeengte Zielspanne für den Jahresumsatz 2020 deckten sich mit den Erwartungen, schrieb Malte Schaumann vom Analysehaus Warburg Research./edh/ag/fba

29.10.2020

AKTIEN IM FOKUS: FMC profitieren von Quartalszahlen - Fresenius im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von FMC haben am Donnerstag mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen auf aktuelle Geschäftszahlen reagiert. Die Papiere des Dialyse-Anbieters bauten ihre jüngste Erholung um 1,06 Prozent auf 68,80 Euro aus. Die Titel des Mutterkonzerns Fresenius hingegen drehten nach einem anfänglich klaren Kursplus ins Minus und notierten zuletzt 1,05 Prozent tiefer bei 32,02 Euro.

Der Krankenhaus- und Medizinkonzern Fresenius steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 1 Prozent. Bereinigt um Währungseffekte wuchs der Erlös um 5 Prozent. Der bereinigte Konzerngewinn lag zwar um 4 Prozent unter dem Vorjahr, Analysten hatten jedoch einen stärkeren Rückgang befürchtet. Fresenius-Chef Stephan Sturm geht davon aus, dass die Corona-Krise auch das Schlussquartal belasten dürfte, bestätigte aber die Jahresziele.

Bei FMC bremsten negative Effekte auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie das Wachstum aus. Dennoch konnte die Fresenius-Tochter bei nahezu stabilen Umsätzen ihr Ergebnis überraschend stark steigern.

Analyst Sven Kürten von der DZ Bank sprach mit Blick auf FMC von sehr starken Ergebnissen über den Erwartungen und attestierte Fresenius gleichzeitig ein gutes Quartal. Der bestätigte Ausblick sei positiv, auch wenn noch nicht klar sei, inwieweit die jüngsten Lockdown-Maßnahmen bereits einbezogen sind. FMC zeige sich in der Corona-Krise derweil weiter robust.

Jefferies-Analyst James Vane-Tempest sprach bei Fresenius von gemischten Zahlen. Die Erholung im Krankenhausgeschäft Helios habe die Segmente Kabi und Vamed ausgeglichen. Bei FMC hätten die Umsätze die Erwartungen zwar insgesamt erfüllt, das Wachstum aus eigener Kraft sei aber schwächer gewesen als erwartet. Der operative Ergebnis (Ebit) sei hingegen etwas besser gewesen.

Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan bemerkte, dass der Nettogewinn von Fresenius gut 2 Prozent über der Konsensprognose liegt. Die Pessimisten am Markt dürften aber vor allem auf das schwache Abschneiden der Nahrungsmittelsparte Kabi abheben. Bei FMC habe der operative Gewinn (Ebit) knapp 2 Prozent höher als vom Markt erwartet gelegen. Der Ausblick impliziere jedoch eine deutliche Abschwächung des Wachstums des Nettogewinns im Schlussquartal.

Die Sorgen der Investoren insbesondere um das Kabi-Geschäft spiegelten sich bereits in der jüngsten Aktienkursentwicklung von Fresenius wider. Vom Corona-Tief Mitte März bei etwas mehr als 24 Euro hatten sich die Papiere zwar bis Ende Juni im Wert fast verdoppelt, doch nur einen Monat später begann der bis heute anhaltende Sinkflug der Aktie. In den vergangenen drei Wochen hat sich das Tempo des Kursrückschlags noch beschleunigt. So rutschten die Titel am Vortag auf das niedrigste Kursniveau seit sieben Monaten. Die bisherige Jahresbilanz lautet minus 36 Prozent. Damit schlägt sich die Fresenius-Aktie an der Börse deutlich schlechter als die Branche und der Dax .

Die Papiere der Dialysetochter FMC verbuchten seit Jahresbeginn einen Gewinn von rund 4 Prozent - die Anleger honorierten in den vergangenen Monaten die vergleichsweise robuste Geschäftsentwicklung. Im Dax gehört FMC damit zu den besten zehn Werten. Allerdings kamen auch die FMC-Aktien zuletzt wegen Sorgen um den Geschäftsverlauf im restlichen Jahr zurück und rutschten zeitweise gar auf das tiefste Niveau seit April./edh/fba

29.10.2020

AKTIE IM FOKUS: Höhere Prognose beflügelt Nemetschek - Chartbild aufgehellt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit hohem Kurszuwachs haben die Anteile von Nemetschek am Donnerstag auf die Anhebung der Jahresprognose reagiert. Zuletzt gewannen sie als Top-Wert im MDax fast zwölf Prozent auf 64,20 Euro und glichen so ihre seit mehr als einer Woche angefallenen Kursverluste wieder aus.

Mit dem aktuellen Kursplus ließen die Aktien zudem charttechnische Widerstände hinter sich. Sie bewegen sich nun sowohl über der 21-Tage-Durchschnittslinie als Indikator für den kurzfristigen Trend, als auch über der 50er- und der 200er-Linie, die auf die mittel- und langfristige Richtung verweisen.

Insgesamt laufen die Nemetschek-Papiere seit Mitte Juni überwiegend seitwärts. Das Zwischenhoch von Anfang September war mit 70,55 Euro vom Corona-Hoch, das sie Anfang Juni mit 74,35 Euro erreicht hatten, immer noch ein gutes Stück entfernt. Seit dem Corona-Crash-Tief im März hat sich der Kurs allerdings mit dem aktuellen Plus immer noch nahezu verdoppelt.

Das dritte Quartal lief für Nemetschek unerwartet gut, weshalb der Konzern nun für die Geschäftslage optimistischer wird. Ursprünglich hatte Nemetschek Belastungen durch die Corona-Pandemie angekündigt, vor allem der US-Markt sollte im zweiten Halbjahr schwächeln. Nemetschek bietet Software für Architekten, Bauingenieure und -unternehmen an, darüber hinaus auch für den Betrieb und die Verwaltung von Immobilien.

"Die Anhebung des Unternehmensausblicks in einem unsicheren Umfeld zeigt, dass das Unternehmen die Covid-19-Krise bisher gut meistert", erklärte DZ-Bank-Analyst Armin Kremser. Seine Schätzungen und den fairen Wert je Aktie will der Experte überarbeiten. Der erhöhte Ausblick für das laufende Jahr unterstreiche seinen positiven Eindruck von Nemetschek, schrieb Analyst Mohammed Moawalla von Goldman Sachs./ajx/ag/fba

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