NEWS

Real-time und near-time Nachrichten

 

 

 

ANALYSEN

Aktienanalyse als Nachrichtenfeed

 

 

 

VIDEO

Leistungsspektrum

 

 

 

Newsticker

Märkte
Unternehmen
Analysen
Konjunktur

NEW YORK (dpa-AFX) - Tesla und Chipwerte haben am Mittwoch die Erholung der US-Technologiewerte noch ein wenig vorangetrieben. An der Wall Street jedoch kam die jüngste Erholung des Dow Jones Industrial zum Stillstand. Der Leitindex, der zuletzt vier Börsentage in Folge gestiegen war, bewegte sich nicht groß vom Fleck. Zwei Stunden vor Schluss stand er 0,02 Prozent tiefer bei 38 494,83 Punkten.

Der S&P 500 legte hingegen um 0,04 Prozent auf 5072,70 Zähler zu. Der technologielastig aufgestellte Nasdaq 100 , der wie der breiter aufgestellte S&P nur zwei Gewinntage in Folge gestiegen ist, kletterte um 0,36 Prozent auf 17 534,44 Punkte nach oben.

Der Nasdaq-Index profitierte weiterhin vom vorsichtigen Optimismus der Anleger für die Berichte einiger Tech-Giganten aus den USA. Bevor nach Börsenschluss die Zahlen des Social-Media-Konzerns Meta erwartet werden, galten Kursgewinne von Tesla und in der Halbleiterbranche wegen gut aufgenommener Quartalsberichte am Mittwoch als maßgebliche Stütze für die Nasdaq-Börse.

Allen voran schnellten die zuletzt tief abgesackten Tesla-Aktien um fast 12 Prozent nach oben. Der Elektroautobauer erlitt zwar den ersten Umsatzrückgang seit Jahren, doch dies überraschte die Anleger nicht mehr. Als Treiber fungierte, dass Firmenchef Elon Musk schneller als geplant günstigere Modelle auf den Markt bringen will. Das Management sei auf wichtige Bedenken der Anleger eingegangen und belebe die Wachstumsstory neu, schrieb der Analyst John Murphy von der Bank of America. Er nutzte den Moment, um den Tesla-Aktien eine frische Kaufempfehlung auszusprechen.

Im Chipsektor machte Texas Instruments gute Stimmung mit einer Quartalsbilanz, die besser ausfiel als allgemein befürchtet. Ingo Wermann von der DZ Bank bezeichnete es als Lichtblick, dass von einem sich abzeichnenden Ende des Lagerabbaus bei einigen Industriekunden die Rede gewesen sei. Während die Texas-Aktien um 6,3 Prozent anzogen, wurden auch andere Branchentitel wie Intel und Qualcomm mit nach oben gezogen.

Bei Boeing waren die ersten Reaktionen auf die Zahlen auch positiv, zuletzt lagen die Titel allerdings 3 Prozent tiefer. Mit 3,9 Milliarden Dollar verschliss der Konzern im ersten Quartal eine halbe Milliarde weniger Barmittel als von Analysten erwartet - und nicht so viel wie von Finanzchef Brian West zuletzt in Aussicht gestellt. Die Ratingagentur Moody's senkte trotzdem ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens und signalisierte, dass sich dies noch fortsetzen könnte.

Auch bei AT&T wechselte im Verlauf das Vorzeichen, zuletzt reichte es hier für ein Plus von zwei Prozent. Der Telekomanbieter hatte im ersten Quartal mit guten Kundenzahlen aufgewartet und beim Gewinn positiv überrascht.

Biogen legten um 3,6 Prozent zu. Begünstigt durch Kostensenkungen und ein neues Alzheimer-Medikament meldete das Biotech-Pharmaunternehmen im ersten Quartal einen Gewinn, der die Erwartungen übertraf.

Im Nebenwertebereich sorgten vor allem der Bericht des Spielwarenherstellers Hasbro für gute Stimmung, wie ein Kurssprung um elf Prozent zeigt. Hier war die Gewinnentwicklung im ersten Quartal besser als von Analysten im Schnitt gedacht. Titel des Konkurrenten Mattel legten ebenfalls nach der Vorlage von Zahlen um knapp vier Prozent zu.

Papiere der Hotelkette Hilton gewannen vier Prozent. Hier trieb eine angehobene Gewinnprognose an./tih/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei Erholungstagen haben Anleger beim Dax am Mittwoch schon wieder die Reißleine gezogen. Der deutsche Leitindex begann bereits am Vormittag abzubröckeln und schloss 0,27 Prozent im Minus mit 18 088,70 Punkten. Das zu Monatsbeginn erreichte Rekordhoch von 18 567 Punkten bleibt damit erst einmal ein Stück weit entfernt. Für den MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen ging es zur Wochenmitte letztlich sogar um 1,05 Prozent auf 26 346,07 Punkte bergab - auch wegen des Kurssturzes von Evotec.

In der Widerstandszone um 18 200 Punkte "könnte es der Dax kurzfristig schwer haben, seine Erholung ungehindert fortzusetzen", schrieb Analyst Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets. "Ein Ausbruch darüber könnte bis zum Monatswechsel in der kommenden Woche vertagt werden, dann aber noch einmal neuen Schwung in den Markt bringen."

An der aktuellen Marktschwäche änderten auch passable deutsche Konjunkturdaten nichts. Die Stimmung in der heimischen Wirtschaft hat sich im April erneut verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima - ein wichtiges Konjunkturbarometer - stieg zum dritten Mal in Folge. In den USA lag der Auftragseingang für langlebige Güter im März leicht über den Erwartungen.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich zur Wochenmitte knapp 0,4 Prozent tiefer aus dem Handel. In Paris und London standen etwa geringere Verluste zu Buche. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial verlor zum europäischen Börsenschluss 0,3 Prozent.

Die Papiere des Wirkstoffforschers Evotec stürzten als abgeschlagenes MDax-Schlusslicht um fast ein Drittel ab und erreichten damit das tiefste Niveau seit sieben Jahren. Der Ausblick auf das Gesamtjahr sei deutlich vorsichtiger geworden, kommentierte Experte Charles Weston von der kanadischen Investmentbank RBC. Umsatz und operatives Ergebnis dürften letztlich deutlich unter den Markterwartungen landen. Zudem stehe hinter dem mittelfristigen Ausblick ein Fragezeichen. Er wurde nicht bestätigt, sondern eine Aktualisierung nach dem ersten Halbjahr angekündigt. Dass nach dem überraschenden Abgang des bisherigen Evotec-Chefs ein Nachfolger zum 1. Juli gefunden wurde, trat in den Hintergrund.

Gefragt waren derweil Halbleiterwerte nach positiven Branchennachrichten. Der US-Konzern Texas Instruments und der europäische Chipindustrieausrüster ASM International überzeugten mit ihren Quartalszahlen, während der südkoreanische Konkurrent Hynix Semiconductor milliardenschwere Investitionen in eine neue Produktionsstätte ankündigte. Infineon und Elmos belegten mit Kursgewinnen von 5,5 und 6,5 Prozent die ersten Plätze im Dax beziehungsweise Nebenwerte-Index SDax, während Aixtron im MDax nur um 0,8 Prozent zulegten.

Dagegen büßten die Aktien der Deutschen Börse am Dax-Ende vier Prozent ein. Gute Quartalszahlen halfen dem Börsenbetreiber nur im frühen Handel.

Der Euro wurde zuletzt mit 1,0690 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0686 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,53 Prozent am Vortag auf 2,58 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,25 Prozent auf 124,08 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,62 Prozent auf 130,15 Punkte./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei Erholungstagen haben Anleger beim Dax am Mittwoch schon wieder die Reißleine gezogen. Der deutsche Leitindex begann bereits am Vormittag abzubröckeln und schloss 0,27 Prozent im Minus mit 18 088,70 Punkten. Das zu Monatsbeginn erreichte Rekordhoch von 18 567 Punkten bleibt damit erst einmal ein Stück weit entfernt. Für den MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen ging es zur Wochenmitte letztlich sogar um 1,05 Prozent auf 26 346,07 Punkte bergab - auch wegen des Kurssturzes von Evotec.

In der Widerstandszone um 18 200 Punkte "könnte es der Dax kurzfristig schwer haben, seine Erholung ungehindert fortzusetzen", schrieb Analyst Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets. "Ein Ausbruch darüber könnte bis zum Monatswechsel in der kommenden Woche vertagt werden, dann aber noch einmal neuen Schwung in den Markt bringen."/gl/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Tesla und Chipwerte haben am Mittwoch die Erholung der US-Technologiewerte weiter vorangetrieben. An der Wall Street jedoch nahm die jüngste Erholung des Dow Jones Industrial zunächst eine Auszeit. Der Leitindex, der zuletzt vier Börsentage in Folge gestiegen war, bewegte sich im frühen Handel mit 38 471,39 Punkten nah am Vortagsschlusskurs. Der Wall-Street-Index lag mit 0,08 Prozent im Minus.

Andere bedeutende Indizes kommen bislang nur auf zwei Gewinntage und sattelten am Mittwoch nochmals etwas drauf: Während der S&P 500 um 0,15 Prozent auf 5078,35 Zähler stieg, war es der technologielastig aufgestellte Nasdaq 100 , der mit einem Anstieg um 0,71 Prozent auf 17 596,21 Punkte dominierte. Er profitierte dabei weiterhin vom Optimismus der Anleger für die Berichte einiger Tech-Giganten aus den USA.

Bevor nach Börsenschluss die Zahlen des Social-Media-Konzerns Meta erwartet werden, galten Kursgewinne von Tesla und in der Halbleiterbranche wegen gut aufgenommener Quartalsberichte am Mittwoch als maßgebliche Stütze für die Nasdaq-Börse.

Allen voran schnellten die zuletzt tief abgesackten Tesla-Aktien um fast 14 Prozent nach oben. Der Elektroautobauer erlitt zwar den ersten Umsatzrückgang seit Jahren, doch dies überraschte die Anleger nicht mehr. Als Treiber fungierte, dass Firmenchef Elon Musk schneller als geplant günstigere Modelle auf den Markt bringen will.

Laut Analyst Tom Narayan von der Bank RBC werden die Sorgen, dass es bei Tesla womöglich auf Jahre hinaus kein Wachstum geben könnte, damit "mehr oder weniger zu Grabe getragen". Die Neuigkeiten verleiteten die Bank of America denn auch dazu, den Aktien eine frische Kaufempfehlung auszusprechen. Das Management sei auf wichtige Bedenken der Anleger eingegangen und belebe die Wachstumsstory neu, schrieb Analyst John Murphy.

Im Chipsektor machte Texas Instruments gute Stimmung mit einer Quartalsbilanz, die besser ausfiel als allgemein befürchtet. Analyst Stacy Rasgon von Bernstein Research sprach von Erleichterung angesichts zuvor großer Nervosität der Anleger. Während die Aktien von Texas Instruments um fast sieben Prozent anzogen, wurden auch andere Branchentitel wie Intel , Qualcomm und NXP mit nach oben gezogen. Im Sektor half auch, dass es aus Europa und Asien gute Vorgaben vom Branchenausrüster ASM International und dem Chipkonzern Hynix gab.

Bei Boeing war der Barmittelabfluss im ersten Quartal nicht so hoch wie befürchtet. Die Aktie legte zuerst deutlich um bis zu fünf Prozent zu, zuletzt lag das Plus noch bei 1,3 Prozent. Beim Flugzeugbauer steht nach einer nicht enden wollenden Pannenserie die Bilanz immer mehr im Fokus der Anleger. Analyst Ronald Epstein von der Bank of America lobte neben dem Free Cashflow auch den Kerngewinn je Aktie, der im ersten Quartal über den Erwartungen liege.

AT&T reihte sich ein mit positiven Nachrichten, woraufhin die Aktien zunächst mehr als drei Prozent gewannen. Hier waren die deutlichen Kursgewinne aber auch nicht von Dauer, denn zuletzt rutschte der Kurs moderat mit 0,3 Prozent ins Minus ab. Der Telekomanbieter hat im ersten Quartal mit guten Kundenzahlen aufgewartet und beim Gewinn positiv überrascht. Anleger überzeugte dies aber nicht nachhaltig.

Mit Resultaten im Fokus stand ansonsten noch Biogen , hier gab es einen deutlichen Anstieg um mehr als sechs Prozent. Das Biotech-Pharmaunternehmen meldete im ersten Quartal einen Gewinn, der die Erwartungen übertraf. Dafür verantwortlich gemacht wurden Kostensenkungen und das neue Alzheimer-Medikament Leqembi./tih/he

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Börsen nimmt die jüngste Erholung des Dow Jones Industrial am Mittwoch zunächst eine Auszeit. Der Leitindex, der zuletzt vier Börsentage in Folge gestiegen war, bewegte sich im frühen Handel mit 38 464,73 Punkten nah am Vortagsschlusskurs. Für den Wall-Street-Index bedeutete dies einen Abschlag von 0,10 Prozent.

Andere bedeutende Indizes kommen bislang nur auf zwei Gewinntage und sattelten zunächst nochmals etwas drauf: Während der S&P 500 um 0,30 Prozent auf 5085,56 Zähler stieg, legte der technologielastig aufgestellte Nasdaq 100 um 0,90 Prozent auf 17 628,93 Punkte zu. Er profitierte dabei weiterhin vom Optimismus der Anleger für die anstehenden Berichte einiger Tech-Giganten aus den USA.

Bevor nach Börsenschluss die Zahlen des Social-Media-Konzerns Meta erwartet werden, galten Kursgewinne von Tesla und in der Halbleiterbranche wegen gut aufgenommener Quartalsberichte am Mittwoch als maßgebliche Stütze für die Nasdaq-Börse./tih/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch weiter erholt. Seinem Anfang des Monats erreichten Rekordhoch von 18 567 Punkten kam er seit dem frühen Handel aber nicht näher. Am Nachmittag lag er bei 18 159 Punkten nur noch 0,1 Prozent im Plus. Nach einem Wochenplus von zwischenzeitlich fast drei Prozent ging dem Dax der Schwung aus.

Daran änderten auch passable Konjunkturdaten nichts. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April erneut verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima - ein wichtiges Konjunkturbarometer - stieg zum dritten Mal in Folge. In den USA lag der Auftragseingang für langlebige Güter leicht über den Erwartungen.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab zur Wochenmitte bei massiven Kursverlusten von Evotec sogar um 0,4 Prozent nach auf 26 530 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Euroregion rückte um 0,3 Prozent vor.

Die Papiere des Wirkstoffforschers Evotec brachen um bis zu 40 Prozent auf das tiefste Niveau seit sieben Jahren ein. Der Ausblick auf das Gesamtjahr sei deutlich vorsichtiger geworden, kommentierte Experte Charles Weston von der kanadischen Investmentbank RBC. Umsatz und operatives Ergebnis dürften letztlich deutlich unter den Markterwartungen landen. Zudem stehe hinter dem mittelfristigen Ausblick ein Fragezeichen. Er wurde nicht bestätigt, sondern eine Aktualisierung nach dem ersten Halbjahr angekündigt. Dass nach dem überraschenden Abgang des bisherigen Evotec-Chefs ein Nachfolger zum ersten Juli gefunden wurde, trat völlig in den Hintergrund.

Gefragt waren derweil die Chipwerte Infineon , Aixtron und Elmos . Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen des US-Konzerns Texas Instruments und eine allgemeine Erholung im Technologiesektor gaben Auftrieb.

Auch Aktien von Redcare stiegen wieder um rund 3 Prozent. Die Onlineapotheke legt am Donnerstag Quartalszahlen vor. Tags zuvor waren die Papiere nach einer positiven Meldung zum E-Rezept zwischenzeitlich schon deutlich gestiegen, hatten den Großteil der Kursgewinne aber abgegeben.

Die Aktien der Deutschen Börse profitierten derweil nicht von den Geschäftszahlen vom Vorabend. Das operative Ergebnis der Eschborner habe die Erwartungen dank etwas gestiegener Erträge und besserer Kostenkontrolle getoppt, so Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs. Die Aktien schwankten aber um ihr Vortagesniveau und verloren zuletzt über zwei Prozent.

Der Euro wurde am Nachmittag mit 1,0687 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0674 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,53 Prozent am Vortag auf 2,58 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,25 Prozent auf 124,08 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,5 Prozent auf 130,32 Punkte nach./ag/jha/

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Börsen könnte die jüngste Erholung des Dow Jones Industrial am Mittwoch eine Auszeit nehmen. Der Leitindex, der zuletzt vier Börsentage in Folge gestiegen war, wurde rund eine Stunde vor der Startglocke vom Broker IG auf rund 38 500 Punkten taxiert und damit fast unverändert zum Vortagesschluss.

Kursgewinne von Tesla und in der Halbleiterbranche dürften dagegen den Nasdaq 100 weiter zulegen lassen. Der technologielastige Index wird mit 0,7 Prozent im Plus erwartet bei knapp 17 600 Zählern.

Tesla-Aktien schnellten vorbörslich um 12 Prozent nach oben. Analyst Tom Narayan von der Bank RBC verweist darauf, dass der Hersteller von E-Autos kostengünstigere Modelle nicht erst in der zweiten Jahreshälfte 2025, sondern bereits im ersten Halbjahr oder gar noch in diesem Jahr auf den Markt bringen wolle. Das sei "die Story des Tages". Denn damit würden die Sorgen, dass es womöglich auf Jahre hinaus kein Wachstum geben könnte, "mehr oder weniger zu Grabe getragen".

Beim Chip-Produzenten Texas Instruments fiel die Quartalsbilanz besser aus als von einem nervösen Marktumfeld erwartet, schrieb Analyst Stacy Rasgon von Bernstein Research. Aktien von Texas Instruments stiegen um 7 Prozent und zogen auch andere Branchentitel wie AMD , Micron und Nvidia mit nach oben.

Bei Boeing waren der Barmittelabfluss im ersten Quartal nicht hoch wie befürchtet. Die Aktie legte daraufhin vorbörslich um gut 3 Prozent zu. Beim Flugzeugbauer steht nach einer nicht enden wollenden Pannenserie die Bilanz immer mehr im Fokus der Anleger.

AT&T gewannen vorbörslich fast 4 Prozent. Der Telekomanbieter hat im ersten Quartal mit überraschend guten Kundenzahlen aufgewartet. Die Papiere des Kontrahenten T-Mobile US gaben dagegen leicht nach./bek/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch weiter erholt. Der deutsche Leitindex lag am Mittag mit 0,3 Prozent im Plus bei 18 187 Punkten. Seinem Anfang des Monats erreichten Rekordhoch von 18 567 Punkten kam er im Laufe des Vormittags aber nicht näher.

Daran änderte auch nichts, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im April erneut verbessert hat. Das Ifo-Geschäftsklima - ein wichtiges Konjunkturbarometer - stieg zum dritten Mal in Folge. Nach einem Wochenplus von zwischenzeitlich fast drei Prozent fehlte dem Dax aber neuer Schwung.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab zur Wochenmitte bei massiven Kursverlusten von Evotec sogar um 0,5 Prozent nach auf 26 503 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Euroregion rückte um 0,3 Prozent vor.

Die Papiere des Wirkstoffforschers Evotec brachen um fast 35 Prozent auf das tiefste Niveau seit sieben Jahren ein. Der Ausblick auf das Gesamtjahr sei deutlich vorsichtiger geworden, kommentierte Experte Charles Weston von der kanadischen Investmentbank RBC. Umsatz und operatives Ergebnis dürften letztlich deutlich unter den Markterwartungen landen. Zudem stehe hinter dem mittelfristigen Ausblick ein Fragezeichen. Er wurde nicht bestätigt, sondern eine Aktualisierung nach dem ersten Halbjahr angekündigt. Dass nach dem überraschenden Abgang des bisherigen Evotec-Chefs ein Nachfolger zum ersten Juli gefunden wurde, trat völlig in den Hintergrund.

Gefragt waren derweil die Chipwerte Infineon , Aixtron und Elmos . Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen des US-Konzerns Texas Instruments und eine allgemeine Erholung im Technologiesektor gaben Auftrieb.

Die Aktien der Deutschen Börse profitierten derweil nicht von den Geschäftszahlen vom Vorabend. Das operative Ergebnis der Eschborner habe die Erwartungen dank etwas gestiegener Erträge und besserer Kostenkontrolle getoppt, so Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs. Die Aktien schwankten aber um ihr Vortagesniveau und verloren zuletzt ein Prozent./ag/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Erholung des Dax bleibt wohl auch am Mittwoch in Gang: Der deutsche Leitindex gewann in der ersten Handelsstunde 0,4 Prozent auf 18 214 Punkte. Damit nimmt er wieder Kurs auf sein Anfang des Monats erreichtes Rekordhoch von 18 567 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab indes zur Wochenmitte bei massiven Kursverlusten von Evotec um 0,2 Prozent nach auf 26 581 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Euroregion rückte um 0,4 Prozent vor.

Das Ifo-Geschäftsklima sollte am Vormittag die Erholung nicht stören. Die Experten der Landesbank Helaba sehen jedenfalls gute Chancen auf weitere Zeichen der konjunkturellen Belebung, nachdem tags zuvor bereits die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes sowohl im Verarbeitenden als auch im Dienstleistungsgewerbe zulegen konnten. Nachdem nach dem jüngsten Angriff des Iran auf Israel eine weitere Eskalation im Nahen Osten ausgeblieben sei, hätten auch die Anleger wieder Mut gefasst.

Die Aktien der Deutschen Börse profitierten kaum von den Geschäftszahlen vom Vorabend. Das operative Ergebnis der Eschborner habe die Erwartungen dank etwas gestiegener Erträge und besserer Kostenkontrolle getoppt, so Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs. Die Aktien pendelten aber um ihr Vortagesniveau. Ein neuerlicher Vorstoß auf das jüngste Rekordhoch gelang zunächst nicht.

Die Papiere des Wirkstoffforschers Evotec brachen indes um fast 35 Prozent auf das tiefste Niveau seit sieben Jahren ein. Der Ausblick auf das Gesamtjahr sei deutlich vorsichtiger geworden, kommentierte Experte Charles Weston von der kanadischen Investmentbank RBC. Umsatz und operatives Ergebnis dürften letztlich deutlich unter den Markterwartungen landen. Zudem stehe hinter dem mittelfristigen Ausblick ein Fragezeichen. Er wurde nicht bestätigt, sondern eine Aktualisierung nach dem ersten Halbjahr angekündigt. Dass nach dem überraschenden Abgang des bisherigen Evotec-Chefs ein Nachfolger zum ersten Juli gefunden wurde, trat völlig in den Hintergrund.

Gefragt waren derweil die Chipwerte Infineon , Aixtron und Elmos . Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen des US-Konzerns Texas Instruments und eine allgemeine Erholung im Technologiesektor gaben Auftrieb./ag/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Erholung des Dax bleibt wohl auch am Mittwoch in Gang: Der deutsche Leitindex gewann in den ersten Handelsminuten 0,3 Prozent auf 18 187 Punkte. Damit nimmt er wieder Kurs auf sein Anfang des Monats erreichtes Rekordhoch von 18 567 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg zur Wochenmitte im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 26 702 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Euroregion rückte um 0,4 Prozent vor.

Das Ifo-Geschäftsklima sollte am Vormittag die Erholung nicht stören. Die Experten der Landesbank Helaba sehen jedenfalls gute Chancen auf weitere Zeichen der konjunkturellen Belebung, nachdem tags zuvor bereits die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes sowohl im Verarbeitenden als auch im Dienstleistungsgewerbe zulegen konnten. Nachdem nach dem jüngsten Angriff des Iran auf Israel eine weitere Eskalation im Nahen Osten ausgeblieben sei, hätten auch die Anleger wieder Mut gefasst.

Die Aktien der Deutschen Börse profitierten derweil zunächst nicht von zunächst gelobten Geschäftszahlen vom Vorabend. Die Papiere der Eschborner verloren mehr als ein Prozent./ag/mis

KÖLN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die wichtige ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt/Main soll einem Medienbericht zufolge im Sommer einen Monat lang gesperrt werden. Vom 16. Juli bis zum 16. August würden dort keine Züge fahren, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Mittwochabend unter Berufung auf eine Bahnsprecherin. Die Bahn erneuere auf dem Teilstück zwischen Siegburg/Bonn und Frankfurt/Main Stadion die Schienen. Daher werde es zu Umleitungen und Anpassungen im Personenverkehr kommen - auch Zugausfälle werde es geben.

Derzeit werde mit den Baufirmen noch ein genauer Ablaufplan erarbeitet, hieß es. "Anschließend werden wir mit den Eisenbahnunternehmen und Verbünden das verbindliche Verkehrskonzept im Regional- und Fernverkehr für die Zeit der Bauarbeiten abstimmen und die Öffentlichkeit zu den konkreten Details informieren können", sagte die Bahnsprecherin in dem Bericht. Es handele sich "um reguläre Instandsetzungsarbeiten, die nach gewissen Zeiträumen auf den Strecken erforderlich sind, um den verlässlichen Verkehr weiter sicherzustellen".

Die Bahn verwies am Abend auf ihre Pressestelle in Düsseldorf. Diese war zunächst nicht zu erreichen./idt/DP/he

METZINGEN (dpa-AFX) - Hugo Boss will sich komplett von seinem Russland-Geschäft trennen. Der Modekonzern wolle seine russische Tochtergesellschaft an den langjährigen Großhandelspartner Stockmann JSC verkaufen, teilte eine Sprecherin des Luxuslabels auf Anfrage am Mittwoch mit. Die Übernahme des Geschäfts durch eine europäische Behörde stehe noch aus. Die russischen Behörden hätten bereits zugestimmt. Zuvor hatte die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet, eine russische Regierungskommission habe den Verkauf an Stockmann gebilligt.

Kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatte Hugo Boss im März 2022 eigenen Angaben nach seine Filialen in Russland geschlossen und auch das Online-Geschäft ausgesetzt. Zusammen mit der Ukraine hatte das Russland-Geschäft 2021 laut dem Label rund drei Prozent des Konzernumsatzes ausgemacht.

Nun will sich der Metzinger Konzern komplett aus Russland zurückziehen. Durch die Vereinbarung mit dem Großhandelspartner werde Hugo Boss nicht mehr mit einer eigenen juristischen Person in Russland vertreten sein, hieß es.

Das Modelabel war im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil über den Großhandel weiter Ware in Russland verfügbar ist. Daran wird sich laut der Sprecherin auch nach dem kompletten Rückzug aus dem Russland-Geschäft nichts ändern. "Hier erfüllen wir nach wie vor unsere vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den russischen Großhandelspartnern."/bak/DP/he

BERLIN (dpa-AFX) - Für den Aufbau einer gefechtsbereiten deutschen Brigade an der Ostflanke der Nato in Litauen sind nach Planungen des Verteidigungsministeriums Rüstungsinvestitionen in Höhe von sechs bis neun Milliarden Euro nötig. "Ein Großteil des Geldes wird in neue Waffensysteme investiert. Darüber hinaus zum Beispiel auch in Lkw, Handwaffen oder Bildverstärkerbrillen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

Zu diesen Investitionen kommen die jährlichen Betriebskosten. Das Verteidigungsministerium in Berlin geht nun davon aus, dass diese bei rund 800 Millionen Euro im Jahr liegen werden, wenn die Brigade Litauen voll aufgestellt vor Ort sein wird, also ab dem Jahr 2027. Diese Zahl ist eine Schätzung, denn einige Ausgaben wie für besondere Anreize ("Attraktoren") oder Auslandsverwendungszuschläge könnten derzeit noch nicht abschließend beziffert werden. Hingewiesen wird darauf, dass Litauen Kosten für den Aufbau der militärischen Infrastruktur übernehme.

Als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Europa und aggressives Auftreten Russlands hatte die Bundesregierung zugesagt, einen gefechtsbereiten und eigenständig handlungsfähigen Kampfverband nach Litauen zu verlegen. Die Brigade soll laut Fahrplan bis 2027 einsatzfähig sein. Vorgesehen ist eine dauerhafte Präsenz von etwa 4800 Soldaten sowie rund 200 zivilen Bundeswehrangehörigen, die ihre Familien mitbringen können. Ein Vorkommando ist bereits im Land.

Das Vorkommando soll zum vierten Quartal 2024 auf einen Aufstellungsstab von rund 150 Männern und Frauen anwachsen. Die Brigade des Heeres wird in Litauen mit dem Namen Panzerbrigade 45 neu aufgestellt. Nach offizieller Indienststellung 2025 sollen die weiteren Kräfte in dem Jahr mit der Verlegung beginnen, sofern die benötigte Infrastruktur in Litauen vorhanden ist.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, ursprünglich sei vorgesehen gewesen, den Verband als neunte Brigade im Jahr 2032 der Nato "anzuzeigen", also als Fähigkeit Deutschlands zu benennen. Die Entscheidung, sie fest in Litauen zu stationieren, habe dazu geführt, dass Deutschland diese Brigade nun bereits ab 2027 der Nato anzeigen werde. Der Sprecher sagte: "Ein Großteil der Kosten für die Brigade Litauen wäre auch bei einer Stationierung der neuen Brigade in Deutschland entstanden. Die notwendigen Mittel müssen nun aber früher investiert werden."/cn/DP/he

KIEW (dpa-AFX) -Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich erleichtert gezeigt über das Sofort-Hilfspaket, das sein US-Amtskollege Joe Biden angekündigt hat. "Wir bekommen die Unterstützung, die wir brauchen, um unsere Leben weiter vor russischen Angriffen zu schützen", schrieb Selenskyj am Mittwochabend auf der Plattform X (früher Twitter). "Ich bin Präsident Biden, dem Kongress und allen Amerikanern dankbar, die erkennen, dass wir Putin den Boden unter den Füßen wegziehen müssen, anstatt ihm zu gehorchen", fügte er hinzu.

Nach der Freigabe neuer Ukraine-Hilfen durch den Kongress hatte Biden früher am Tag ein sofortiges neues Militärpaket in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar für das von Russland angegriffene Land angekündigt. "In den nächsten Stunden" werde man damit beginnen, Ausrüstung für die Flugabwehr, Artillerie, Raketensysteme und gepanzerte Fahrzeuge in die Ukraine zu schicken, sagte Biden bei einer Rede im Weißen Haus.

Das neue Paket enthält einer vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten Übersicht zufolge dringend benötigte Artilleriegranaten verschiedener Kaliber und Raketen für Flugabwehrsysteme. Zudem erhält die Ukraine neben anderen Fahrzeugen auch weitere Bradley-Schützenpanzer. Im Unklaren blieb, ob zu der aufgeführten Munition für die Himars-Mehrfachraketenwerfer auch weitreichende ATACMS-Raketen mit circa 300 Kilometer Reichweite gehören werden. Selenskyj schrieb lediglich, das Hilfspaket enthalte "exakt das", was Biden und er während eines Telefonats vor wenigen Tagen besprochen hätten./haw/DP/he

MADRID (dpa-AFX) - Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez erwägt nach einer Korruptionsanzeige gegen seine Ehefrau Begoña Gómez einen Rücktritt vom Amt, das er seit 2018 ausübt. Er habe alle seine öffentlichen Termine "für einige Tage" abgesagt, um darüber nachzudenken, teilte der sozialistische Politiker am Mittwoch auf X, vormals Twitter, mit. Er werde von der Rechten und der extremen Rechten mit allen Mitteln schikaniert.

"Ich muss innehalten und nachdenken. Ich muss mir dringend die Frage beantworten, ob sich das lohnt, trotz des Sumpfes, in dem die Rechten und die Rechtsextremen versuchen, Politik zu machen. Ob ich weiter an der Spitze der Regierung stehen oder von dieser hohen Ehre zurücktreten soll", schrieb Sánchez in einem "Brief an die Öffentlichkeit". Der 52-Jährige will seine Entscheidung am Montag bekannt geben.

Zuvor hatte die Organisation "Manos Limpias" (Saubere Hände) bei einem Gericht in Madrid eine Anzeige gegen Sánchez' Ehefrau Begoña Gómez wegen Korruption und Einflussnahme in der Wirtschaft erstattet. "Manos Limpias" ist eine private Gruppe, die sich in Spanien seit Jahren für rechtsgerichtete Anliegen einsetzt. Sie wirft Gómez (49) vor, ihre Position als Ehefrau des Regierungschefs ausgenutzt zu haben, um Geschäfte zu machen. Das Gericht machte keine weiteren Angaben und erklärte, dass die Untersuchung unter Verschluss sei.

In ersten Reaktionen schlossen Politiker der konservativen Volkspartei PP einen Rücktritt von Sánchez aus. es handele sich um eine neue Show, die Sánchez abziehe, sagte zum Beispiel der PP-Politiker und Senatsvizepräsident Javier Maroto. Sánchez wolle um jeden Preis an der Macht bleiben. "Er ist immer der Gute, alle anderen sind böse." Von Sánchez' Sozialistischer Partei (PSOE) kamen derweil schnell viele Solidaritätsbekundungen.

Sánchez und Gómez sind seit 2066 verheiratet und haben zwei Töchter. Die Ehefrau des Regierungschefs bekleidet kein öffentliches Amt. Sie ist eine Marketingexpertin, die unter anderem für Banken und Nichtregierungsorganisationen gearbeitet hat./er/DP/he

(Im letzten Satz des 2. Absatzes wurde berichtigt: das. Im zweiten Satz des letzten Absatzes wurde berichtigt: friedlichen.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts der aufgeheizten Stimmung bei propalästinensischen Protesten an US-Universitäten haben die Vereinten Nationen das Recht auf friedliche Demonstrationen betont. "Die Grundposition der Vereinten Nationen besteht nach wie vor darin, das Recht der Menschen auf friedlichen Protest zu respektieren", sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Farhan Haq, am Mittwoch in New York. Er antwortete auf eine entsprechende Frage zur explosiven Lage an den US-Hochschulen und zur Position der Vereinten Nationen.

Man sei sich aber bewusst, dass die Proteste "als Vorwand für verschiedene Personen genutzt werden könnten, sich an Hassreden, Antisemitismus oder anderem zu beteiligen - und wir sind gegen jede Art von Hassrede", so Haq weiter. Das Recht der Menschen auf friedlichen Protest sei dabei ein Grundrecht, das die Vereinten Nationen verteidigten.

Mehrere Elite-Hochschulen in den USA gehen seit Tagen gegen Proteste rund um den Gaza-Krieg vor. An den Universitäten Columbia und Yale sowie an der New York University (NYU) wurden über Hundert Demonstranten festgenommen - sie hatten sich geweigert, nicht genehmigte Proteste zu beenden. Die größtenteils friedlichen Demos rund um Zeltlager auf den Uni-Campussen gehen aber weiter. Teilen der Protestierenden wird Antisemitismus und die Verharmlosung der islamistischen Hamas vorgeworfen, deren Ziel unter anderem die Beseitigung des Staates Israel ist. Die Hamas hat mit ihren Massakern und den Geiselnahmen am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel den Gaza-Krieg ausgelöst./scb/DP/he

BERLIN (dpa-AFX) - Die Auseinandersetzung zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Internet-Sender DAZN geht in die nächste Runde - und der Ton wird dabei schärfer. Im Streit um die Unterbrechung der TV-Rechte-Auktion hat DAZN nach eigenen Angaben die entscheidende Forderung der DFL erfüllt. Aus Sicht der Liga hat das nachträgliche Einreichen einer Bankbürgschaft dagegen keine Auswirkungen. Das wiederum sieht das Medien-Unternehmen ganz anders und wies die DFL-Erklärung vom Mittwochabend scharf zurück.

Das Verkaufsverfahren der audiovisuellen Medienrechte der Fußball-Bundesliga war am Montag vor einer Woche schon nach dem ersten Tag gestoppt worden. Strittig war das Fehlen einer finanziellen Garantie, die DAZN in dem Wettbieten erbringen sollte. Am Mittwochmorgen sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur: "Die geforderte Bankbürgschaft liegt uns nun vor."

Das hat nach Angaben der Liga allerdings keinen Einfluss. Die DFL teilte auf dpa-Anfrage mit: "Das Rechtepaket B der Rechteperiode 2025/26 bis 2028/29 ist am 16. April nach den allen interessierten Unternehmen bekannten Auktionsregeln vergeben worden. Grundlage waren die bis dahin eingereichten Angebote inklusive der begleitenden Unterlagen. Ein Nachreichen von Unterlagen nach dem gemäß den Auktionsregeln erteilten Zuschlag über ein Rechtepaket hat keine Wirkung."

Das sieht DAZN ganz anders, wie ein Sprecher am Abend betonte. "Mit Nachdruck müssen wir die Aussage der DFL zurückweisen, dass das Rechtepaket B der Rechteperiode 2025/26 bis 2028/29 nach den allen interessierten Unternehmen bekannten Auktionsregeln vergeben worden sei. Seitens der DFL wurden gegenüber DAZN Forderungen gestellt, die in den zuvor allen Parteien mitgeteilten und mit dem Bundeskartellamt abgestimmten Auktionsregeln schlichtweg nicht vorhanden waren und völlig unverhältnismäßig sind."

In scharfer Weise formulierte DAZN: "Dieser offensichtliche Verstoß gegen die eigenen Auktionsregeln entzieht dem gesamten Ausschreibungsprozess die rechtliche Grundlage. Wir sind fest davon überzeugt, dass dies auch vom Bundeskartellamt oder von einem Schiedsgericht bestätigt werden wird, wenn die DFL ihren Fehler nicht umgehend korrigiert. DAZN ist jedenfalls gesprächsbereit."

DAZN hatte nach dpa-Informationen rund 400 Millionen Euro jährlich für das Paket B geboten - also 1,6 Milliarden Euro für die Rechteperiode. Über diesen Zeitraum von vier Jahren gerechnet soll das Angebot rund 250 Millionen Euro über dem der Konkurrenz gelegen haben. B ist das größte der sieben Live-Rechte-Pakete mit den Partien am Samstag um 15.30 Uhr und am Freitagabend sowie den Relegationspartien. Dieses Paket enthält insgesamt 196 Live-Spiele.

Die nun vorliegende Bankbürgschaft soll, wie von der DFL am Montag vor einer Woche gefordert, für rund 200 Millionen Euro jährlich gelten - nur kommt sie nach Ansicht der Liga zu spät.

DAZN hatte am ersten Tag des Wettbietens nicht den Zuschlag bekommen, trotz des "finanziell überlegenen Angebots", wie es in einem Brief des Unternehmens an die 36 Profivereine hieß. Sky erhielt dem Vernehmen nach den Zuschlag, will sich dazu aber nicht äußern. Auch die DFL bestätigt den Zuschlag für Sky nicht. Liga und DAZN hatten sich in der Vorwoche in Briefen an die Proficlubs gegenseitig Vorwürfe gemacht.

DAZN hatte nach eigenen Angaben zunächst - wie bei der bisher letzten Ausschreibung vor vier Jahren - "eine harte Patronatserklärung" abgegeben. Der Liga reichte das jedoch nicht. Eine Bankbürgschaft wird von einer Bank ausgestellt, um für die Schulden eines Kunden einzustehen. Eine Patronatserklärung ist eine Zusage eines Dritten, für die Verbindlichkeiten einer Person oder Organisation einzustehen.

"Die DFL hat keinen Formfehler im laufenden Auktionsverfahren gemacht", hieß es im Schreiben der Liga an die Vereine: "Die Vorwürfe von DAZN sind unzutreffend und werden von der DFL zurückgewiesen." Zum weiteren Vorgehen machte die Liga am Mittwoch keine Angaben.

Der weltweit tätige Internet-Sender, dessen Zentrale in London ist, könnte nun in einem nächsten Schritt bis zum 30. April ein Schiedsgericht anrufen. In dem Schreiben an die Clubs hatte das Unternehmen erklärt, sich rechtliche Schritte vorzubehalten.

DAZN äußerte sich am Mittwoch zudem zu Spekulationen, zuletzt nicht regelmäßig den finanziellen Verpflichtungen des derzeit gültigen Vertrages nachgekommen zu sein. "DAZN zahlte immer innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen mit der DFL", sagte ein Unternehmenssprecher. Die DFL wollte sich dazu nicht äußern./mrs/DP/he

(neu: Aussagen aus Telefonkonferenz zu Entschädigungen für Airlines und Wärmetauschern aus Russland)

ARLINGTON (dpa-AFX) - Die Krise um den Mittelstreckenjet 737 Max kommt Boeing teuer zu stehen. Allein im ersten Quartal verbrannte der Flugzeugbauer fast vier Milliarden US-Dollar an Barmitteln. Der US-Konzern musste nach einem Beinahe-Unglück und Produktionsmängeln die Auslieferungen seiner wichtigsten Flugzeugfamilie drosseln. Allein Entschädigungen an Airlines für ein mehrwöchiges Startverbot beim Modell 737-9 Max nach dem Zwischenfall schlugen mit 443 Millionen Dollar zu Buche.

Konzernchef Dave Calhoun sprach am Mittwoch von einer "kurzfristig" schwierigen Phase für das Unternehmen. Die geringeren Auslieferungszahlen könnten zwar für die Finanzen des Konzerns und seine Kunden schwierig sein. "Aber Sicherheit und Qualität müssen und werden über allem stehen."

Trotz des Verlusts und der hohen Mittelabflüsse lief es für Boeing zumindest finanziell nicht so schlimm wie befürchtet. Mit 3,9 Milliarden Dollar verschliss der Konzern im ersten Quartal eine halbe Milliarde weniger Barmittel als von Analysten erwartet - und nicht so viel wie von Finanzchef Brian West zuletzt in Aussicht gestellt. Der Verlust lag mit 355 Millionen Dollar sogar 16 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor und war nur rund halb so hoch wie von Experten geschätzt.

Boeing steckt schon seit den Abstürzen zweier 737-Max-Jets mit 346 Toten vor mehr als fünf Jahren in einer Dauerkrise. Ein mehr als 20-monatiges Startverbot für die Maschinen der Reihe und Probleme mit weiteren Modellen warfen den Hersteller seit März 2019 weit hinter seinen europäischen Rivalen Airbus zurück.

Als auf einem Flug von Alaska Airlines Anfang Januar 2024 schließlich ein Rumpfteil aus einer fast neuen 737-9 Max herausbrach, griff die US-Luftfahrtbehörde FAA durch. Zunächst durften Maschinen bis zu einer technischen Überprüfung nicht mehr starten. Zudem nimmt die Behörde die Produktions- und Kontrollprozesse unter die Lupe.

Vor allem darf Boeing die Produktion der gesamten 737-Reihe vorerst nicht mehr über 38 Maschinen pro Monat ausweiten. Die zuvor geplante Steigerung auf rund 50 Flugzeuge der 737 pro Monat ist damit vorläufig nicht möglich. Airlines wie die Billigflieger Southwest und Ryanair mussten deshalb ihre Flugpläne zusammenstreichen.

Damit fällt Boeing noch weiter hinter Airbus zurück: Der europäische Hersteller baute von seinen Mittelstreckenjets der A320neo-Familie zuletzt schon monatlich etwa 50 Exemplare. Und Airbus-Chef Guillaume Faury will die Produktion der Reihe bis zum Jahr 2026 auf das Rekordniveau von 75 Maschinen pro Monat ausweiten.

Boeing hingegen fuhr die Produktion der 737-Reihe im ersten Quartal noch stärker zurück als von Aufsicht gefordert. Über alle Modelle hinweg lieferte der Hersteller nur 83 Passagier- und Frachtjets aus - 36 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Probleme gibt es auch beim geplanten Ausbau der Produktion des Langstrecken-Modell 787 Dreamliner - wegen Engpässen bei einigen Bauteilen. So bezog Boeing früher Wärmetauscher für das Modell aus Russland. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sei der Auftrag an einen neuen Zulieferer vergeben worden, der seine Kapazität nicht schnell genug ausbaue, sagte Calhoun in einer Telefonkonferenz. Außerdem müssten einige Airlines länger auf Flugzeugsitze warten. Nun will Boeing erst zum Jahr 2026 die Produktion auf zehn 787 monatlich ausbauen - und bis Ende dieses Jahres zunächst einmal auf fünf Flugzeuge pro Monat kommen.

Der Umsatz der Verkehrsflugzeugsparte brach im vergangenen Quartal um 31 Prozent ein. Dass der Erlös konzernweit nur um acht Prozent auf knapp 16,6 Milliarden Dollar sank, verdankte Boeing Zuwächsen im Rüstungs-, Raumfahrt- und Service-Geschäft.

Boeing-Chef Calhoun warb am Mittwoch um Geduld: "Wir nehmen uns die nötige Zeit, um unsere Systeme zur Sicherung von Qualität und Sicherheit zu stärken." Im März hatte der Manager überraschend seinen Rückzug zum Jahresende angekündigt. Der bisherige Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Stan Deal, gab seinen Posten sogar mit sofortiger Wirkung an Stephanie Pope ab, die erst Anfang Januar zur Chefin des konzernweiten Tagesgeschäfts aufgestiegen war./stw/DP/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts der aufgeheizten Stimmung bei propalästinensischen Protesten an US-Universitäten haben die Vereinten Nationen das Recht auf friedliche Demonstrationen betont. "Die Grundposition der Vereinten Nationen besteht nach wie vor darin, das Recht der Menschen auf friedlichen Protest zu respektieren", sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Farhan Haq, am Mittwoch in New York. Er antwortete auf eine entsprechende Frage zur explosiven Lage an den US-Hochschulen und zur Position der Vereinten Nationen.

Man sei sich aber bewusst, dass die Proteste "als Vorwand für verschiedene Personen genutzt werden könnten, sich an Hassreden, Antisemitismus oder anderem zu beteiligen - und wir sind gegen jede Art von Hassrede", so Haq weiter. Das Recht der Menschen auf friedlichen Protest sei dabei ein Grundrecht, dass die Vereinten Nationen verteidigten.

Mehrere Elite-Hochschulen in den USA gehen seit Tagen gegen Proteste rund um den Gaza-Krieg vor. An den Universitäten Columbia und Yale sowie an der New York University (NYU) wurden über Hundert Demonstranten festgenommen - sie hatten sich geweigert, nicht genehmigte Proteste zu beenden. Die größtenteils friedliche Demos rund um Zeltlager auf den Uni-Campussen gehen aber weiter. Teilen der Protestierenden wird Antisemitismus und die Verharmlosung der islamistischen Hamas vorgeworfen, deren Ziel unter anderem die Beseitigung des Staates Israel ist. Die Hamas hat mit ihren Massakern und den Geiselnahmen am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel den Gaza-Krieg ausgelöst./scb/DP/he

STRASSBURG (dpa-AFX) - Das EU-Parlament hat den Weg für schärfere Regeln gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung frei gemacht. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch in Straßburg unter anderem für eine Bargeldobergrenze von 10 000 Euro in der EU. Die nationalen Regierungen können den Angaben zufolge allerdings auch eine niedrigere Höchstgrenze festlegen.

In Deutschland gibt es bislang keine Grenze für das Zahlen mit Scheinen und Münzen. Wer Beträge über 10 000 Euro bar bezahlen will, muss sich aber ausweisen und nachweisen, woher das Geld stammt. Der Händler ist verpflichtet, diese Angaben zu erfassen und aufzubewahren.

Die geplanten neuen Gesetze geben außerdem den Finanzermittlungsstellen - in Deutschland beim Zoll angesiedelt - mehr Befugnisse, um Fälle von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu analysieren und aufzudecken sowie verdächtige Transaktionen auszusetzen.

Neben Banken und Casinos müssen künftig auch Händler von Luxusgütern sowie Anbieter von Krypto-Vermögenswerten ab bestimmten Summen ihre Kunden überprüfen und verdächtige Aktivitäten melden. Unter gewissen Bedingungen sollen auch Profifußballvereine und -agenten verpflichtet werden, Transaktionen zu überwachen.

Zur Überwachung der Regeln ist in Frankfurt eine neue Behörde geplant, die "Anti-Money Laundering Authority" (AMLA). Sie soll unter anderem die nationalen Aufsichtsbehörden koordinieren und unterstützen.

Die Vorhaben müssen von den EU-Staaten noch bestätigt werden. Das gilt aber als Formsache./rew/DP/he

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Tesla nach Quartalszahlen auf "Underperform" mit einem Kursziel von 120 US-Dollar belassen. Vor dem Hintergrund der gesunkenen Erwartungen habe der Elektroautobauer überwiegend erfreulich abgeschnitten, schrieb Analyst Toni Sacconaghi in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Details zur angekündigten Einführung neuer Modelle auf der Basis bestehender Produktionslinien habe Tesla aber verweigert. Anders als der chinesische Konkurrent BYD könnten die Amerikaner in diesem Bereich noch keine Erfolge vorweisen, erst recht nicht in einem so kurzen wie dem avisierten Zeitraum./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 24.04.2024 / 04:15 / UTC Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 24.04.2024 / 04:15 / UTC

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

NEW YORK (dpa-AFX) - Dem monatelangen Kursverfall der Tesla-Aktien wurde am Mittwoch vorerst ein schwungvolles Ende gesetzt. Nachdem sie in diesem Jahr bislang zu den größten Verlierern im Technologie-Leitindex Nasdaq 100 zählten, schnellte der Kurs um bis zu 16 Prozent nach oben. Mit zuletzt gezahlten 162,22 US-Dollar relativierte sich das Plus in der Folge nur leicht auf 12 Prozent.

Eine Erholung vom Kurstief seit 15 Monaten nahm damit ermutigende Formen an. Der Kurs hatte zuletzt unter Nachfrage- und Profitabilitätssorgen gelitten, wozu immer wieder gesenkte Automobilpreise beitrugen. Der Elektroautobauer musste im ersten Quartal zwar den ersten Umsatzrückgang seit Jahren hinnehmen, doch dies überraschte die Anleger nicht mehr. Als Treiber fungierte, dass Firmenchef Elon Musk schneller als geplant günstigere Modelle auf den Markt bringen will.

Marktbeobachterin Sophie Lund-Yates vom Vermögensverwalter Hargreaves Landsdown sprach von "mutigen Entscheidungen" des Konzernlenkers Elon Musk und Botschaften, die Anleger "gerne hören". Die Ankündigungen bremsten zwar die geplanten Kostensenkungen, doch sie eröffneten die Perspektive, dass die Absätze bald wieder anziehen könnten. Die Expertin attestierte dem Autobauer einen "Must-Have-Status" bei Anlegern, mit dem sich Tesla von der Konkurrenz abhebe.

Laut Analyst Tom Narayan von der Bank RBC werden die Sorgen, dass es bei Tesla womöglich auf Jahre hinaus kein Wachstum geben könnte, mit den Ankündigungen "mehr oder weniger zu Grabe getragen". Die Neuigkeiten verleiteten die Bank of America denn auch dazu, den Aktien eine frische Kaufempfehlung auszusprechen. Das Management sei auf wichtige Bedenken der Anleger eingegangen und belebe die Wachstumsstory neu, schrieb Analyst John Murphy.

Wachstumssorgen in einem schwächelnden Absatzmarkt für Elektroautos, an dem sich gleichzeitig zunehmender Konkurrenz breit macht, hatten die Tesla-Aktien zuletzt arg gebeutelt. Allein seit Jahresbeginn waren sie um mehr als 40 Prozent eingebrochen und am Montag auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2023 gefallen. Einige Experten hatten in dieser Woche schon befürchtet, die Aktie könnte die 100-Dollar-Marke und damit das niedrigste Niveau seit 2020 anlaufen, sollte Musk die Story nicht neu beleben. Die Kursentwicklung am Mittwoch suggeriert, dass ihm genau dies erst einmal gelungen ist./tih/la/he

(Wort im letzten Satz, erster Absatz ergänzt)

FRANKFURT/PARIS/ZÜRICH (dpa-AFX) - Erfreuliche Branchennachrichten aus den USA und Asien haben Europas Halbleiterwerten zur Wochenmitte Auftrieb gegeben. Der Technologiesektor insgesamt setzte im Kielwasser der Nasdaq seine Erholung schwungvoll fort. Die technologiewertelastige US-Börse Nasdaq dürfte an diesem Mittwoch weiter zulegen.

Am Dienstag nach US-Börsenschluss hatte Texas Instruments Quartalszahlen vorgelegt. Trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs und eines Gewinneinbruchs übertraf der US-Chiphersteller die Analystenerwartungen, was der Aktie am Mittwoch vorbörslich Kursgewinne von 7,5 Prozent bescherte. Zudem kündigte der südkoreanische Konkurrent Hynix Semiconductor zur Wochenmitte an, 5,3 Billionen Won (umgerechnet knapp 20,7 Milliarden US-Dollar) in eine neue Produktionsstätte zu investieren. Und auch der Chipindustrieausrüster ASM International überzeugte Anleger mit einem hohen Auftragseingang im abgelaufenen Quartal

Für die gute Stimmung im breiteren Technologiesektor hilfreich war auch der positiv aufgenommene Quartalsbericht von Tesla . Der US-Elektroautobauer überzeugte trotz des ersten Umsatzrückgangs seit Jahren mit einer überraschend hohen Bruttomarge und der Ankündigung neuer, preisgünstiger Modelle. Vorbörslich sprang der Aktienkurs um 12 Prozent hoch.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 setzte sich der Technologiewerte-Index nun mit plus 2,3 Prozent an die Spitze. Die Kursdelle der vergangenen anderthalb Wochen hat er inzwischen fast wieder ausgebügelt. Seit Jahresanfang steht ein Anstieg um zehn Prozent zu Buche, was einen der vorderen Plätze im europäischen Branchentableau bedeutet.

An der Dax -Spitze zogen die Aktien des Chipherstellers Infineon um 6,3 Prozent an und beendeten damit erst einmal eine zweiwöchige Talfahrt. Ähnlich wie bei den meisten europäischen Branchentiteln stehen seit Jahresbeginn aber immer noch Verluste zu Buche.

Auch SAP reihte sich am Mittwoch mit einer weiteren Kurserholung um 0,8 Prozent im deutschen Leitindex weit vorn ein. Die Titel des Softwarekonzerns hatten schon am Dienstag von den eigenen, positiv aufgenommenen Quartalszahlen profitiert.

Im MDax , dem Index der mittelgroßen Börsenunternehmen, zählte der Chipindustrie-Ausrüster Aixtron mit einem Plus von 2,9 Prozent zu den Favoriten. Im Nebenwerte-Index SDax war Elmos besonders gefragt: der Anteilsschein verteuerte sich um 6,5 Prozent.

Im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 belegte - abgesehen von Favorit Infineon - ASML einen der vorderen Plätze mit plus 2,4 Prozent. STMicro legten in Paris und AMS-Osram in Zürich um jeweils 6,3 Prozent zu./gl/ck/mis

FRANKFURT/PARIS/ZÜRICH (dpa-AFX) - Erfreuliche Branchennachrichten aus den USA und Asien haben Europas Halbleiterwerten zur Wochenmitte Auftrieb gegeben. Der Technologiesektor insgesamt setzte im Kielwasser der Nasdaq seine Erholung schwungvoll fort. Die technologiewertelastige US-Börse Nasdaq an diesem Mittwoch weiter zulegen.

Am Dienstag nach US-Börsenschluss hatte Texas Instruments Quartalszahlen vorgelegt. Trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs und eines Gewinneinbruchs übertraf der US-Chiphersteller die Analystenerwartungen, was der Aktie am Mittwoch vorbörslich Kursgewinne von 7,5 Prozent bescherte. Zudem kündigte der südkoreanische Konkurrent Hynix Semiconductor zur Wochenmitte an, 5,3 Billionen Won (umgerechnet knapp 20,7 Milliarden US-Dollar) in eine neue Produktionsstätte zu investieren. Und auch der Chipindustrieausrüster ASM International überzeugte Anleger mit einem hohen Auftragseingang im abgelaufenen Quartal

Für die gute Stimmung im breiteren Technologiesektor hilfreich war auch der positiv aufgenommene Quartalsbericht von Tesla . Der US-Elektroautobauer überzeugte trotz des ersten Umsatzrückgangs seit Jahren mit einer überraschend hohen Bruttomarge und der Ankündigung neuer, preisgünstiger Modelle. Vorbörslich sprang der Aktienkurs um 12 Prozent hoch.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 setzte sich der Technologiewerte-Index nun mit plus 2,3 Prozent an die Spitze. Die Kursdelle der vergangenen anderthalb Wochen hat er inzwischen fast wieder ausgebügelt. Seit Jahresanfang steht ein Anstieg um zehn Prozent zu Buche, was einen der vorderen Plätze im europäischen Branchentableau bedeutet.

An der Dax -Spitze zogen die Aktien des Chipherstellers Infineon um 6,3 Prozent an und beendeten damit erst einmal eine zweiwöchige Talfahrt. Ähnlich wie bei den meisten europäischen Branchentiteln stehen seit Jahresbeginn aber immer noch Verluste zu Buche.

Auch SAP reihte sich am Mittwoch mit einer weiteren Kurserholung um 0,8 Prozent im deutschen Leitindex weit vorn ein. Die Titel des Softwarekonzerns hatten schon am Dienstag von den eigenen, positiv aufgenommenen Quartalszahlen profitiert.

Im MDax , dem Index der mittelgroßen Börsenunternehmen, zählte der Chipindustrie-Ausrüster Aixtron mit einem Plus von 2,9 Prozent zu den Favoriten. Im Nebenwerte-Index SDax war Elmos besonders gefragt: der Anteilsschein verteuerte sich um 6,5 Prozent.

Im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 belegte - abgesehen von Favorit Infineon - ASML einen der vorderen Plätze mit plus 2,4 Prozent. STMicro legten in Paris und AMS-Osram in Zürich um jeweils 6,3 Prozent zu./gl/ck/mis

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Dem monatelangen Kursverfall der Tesla -Aktien dürfte am Mittwoch zunächst einmal Einhalt geboten werden. Im vorbörsliche Handel schnellten die Papiere um fast 12 Prozent nach oben auf knapp 162 US-Dollar. Der Kurssprung war von hohen Börsenumsätzen begleitet.

Analysten verweisen darauf, dass der Hersteller von Elektrofahrzeugen kostengünstigere Modelle nicht erst in der zweiten Jahreshälfte 2025, sondern bereits im ersten Halbjahr oder gar noch in diesem Jahr auf den Markt bringen wolle. Tom Narayan von der Bank RBC nennt dies "die Story des Tages". Damit würden die Sorgen am Markt, dass es womöglich auf Jahre hinaus kein Wachstum geben könnte, "mehr oder weniger zu Grabe getragen".

Eben diese Wachstumssorgen in einem schwächelnden Absatzmarkt für E-Autos bei gleichzeitig zunehmender Konkurrenz hatten Tesla-Aktien zuletzt arg gebeutelt. Allein seit Jahresbeginn waren sie um mehr als 40 Prozent eingebrochen und am Montag auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2023 gefallen./bek/mis

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für Evotec nach Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 18,60 Euro belassen. Analyst Charles Weston hob in einer am Mittwoch vorliegenden Studie vor allem den vorsichtigeren Jahresausblick mit einer zudem breiten Spanne negativ hervor. Sowohl das Umsatzwachstum als auch das operative Ergebniswachstum des Hamburger Wirkstoffforschers und -entwicklers dürften wohl deutlich unter dem Konsens liegen. Zudem sei die Prognose für 2025 nicht wiederholt worden und werde mit dem Amtsantritt des neuen Vorstandschefs im Juli nochmals überdacht. Positiv sieht Weston unterdessen das angekündigte Kosteneinsparprogramm in Höhe von 40 Millionen Euro./ck/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 24.04.2024 / 01:47 / EDT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 24.04.2024 / 01:47 / EDT

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Börse nach Zahlen zum ersten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 215 Euro belassen. Dem Börsenbetreiber sei ein solider Start in das neue Jahr gelungen, schrieb Analyst Michael Werner in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Das gute Abschneiden sei vor allem den Kosten geschuldet, die geringer seien als angenommen./bek/ck

Veröffentlichung der Original-Studie: 23.04.2024 / 20:18 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 23.04.2024 / 20:18 / GMT

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Evotec auf "Buy" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. Die am Vorabend mitgeteilte Bestellung des neuen Vorstandschefs Christian Wojczewski sei eine positive Nachricht, schrieb Analyst Benjamin Jackson in einer Schnelleinschätzung am Mittwoch. Allerdings dürfte mit Blick auf den an diesem Morgen vorgelegten Jahresbericht zu 2023 und den Zielen die Unsicherheit über die Gewinne in den Jahren 2024 und 2025 überwiegen. Der Konsens erscheine nämlich im Vergleich zu den Aussagen des Wirkstoffforschers und -entwicklers deutlich zu optimistisch./ck/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 24.04.2024 / 03:28 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 24.04.2024 / 03:28 / ET

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

NEW YORK (dpa-AFX) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Roche nach Geschäftszahlen und einem Ausblick auf "Outperform" mit einem Kursziel von 295 Franken belassen. Alles in allem seien die Zahlen für das erste Quartal gut ausgefallen, hieß es in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Die Anleger warteten aber weiterhin auf Impulse von der Produkt-Pipeline./bek/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 24.04.2024 / 06:23 / UTC

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 24.04.2024 / 06:23 / UTC

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für Reckitt nach Quartalszahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 5000 Pence belassen. Analyst James Edwardes Jones lobte in einer ersten Reaktion am Mittwoch das Zahlenwerk. Alle Geschäftsbereiche des Herstellers von Konsumgütern hätten dazu beigetragen, dass die Erwartungen übertroffen wurden./bek/ck

Veröffentlichung der Original-Studie: 24.04.2024 / 02:35 / EDT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 24.04.2024 / 02:35 / EDT

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

(Berichtigt im vorletzten Absatz, dass die Gesamtsumme der Unterstützung für Israel in dem Gesetz 26 Milliarden US-Dollar beträgt, darunter unter anderem auch 9 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe weltweit.)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Freigabe neuer Ukraine-Hilfen durch den Kongress hat US-Präsident Joe Biden ein sofortiges neues Militärpaket für das von Russland angegriffene Land angekündigt. "In den nächsten Stunden" werde man damit beginnen, Ausrüstung für die Flugabwehr, Artillerie, Raketensysteme und gepanzerte Fahrzeuge in die Ukraine zu schicken, sagte Biden am Mittwoch bei einer Rede im Weißen Haus. Es handle sich dabei nicht nur um eine Investition in die Sicherheit der Ukraine, sondern auch in die Sicherheit Europas.

Das neue Paket mit einem Wert von rund einer Milliarde US-Dollar enthält einer vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten Übersicht zufolge dringend benötigte Artilleriegranaten verschiedener Kaliber und Raketen für Flugabwehrsysteme. Zudem erhält die Ukraine neben anderen Fahrzeugen auch weitere Bradley-Schützenpanzer. Im Unklaren blieb, ob zu der aufgeführten Munition für die Himars-Mehrfachraketenwerfer auch weitreichende ATACMS-Raketen mit circa 300 Kilometer Reichweite gehören werden. Das Paket speist sich den Angaben zufolge aus Beständen des US-Militärs.

Biden: Amerika steht an der Seite seiner Freunde

Nach einer monatelangen innenpolitischen Hängepartie hatte der US-Kongress am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit der Zustimmung des Senats milliardenschwere Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gebilligt - und damit den Weg für neue Waffenlieferungen erst freigemacht. Das Gesetz sieht Hilfen im Umfang von rund 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro) für Kiew vor. Die US-Regierung hatte die Freigabe der Mittel vom Parlament lange und vehement gefordert.

Die bisherigen US-Hilfen für die Ukraine waren ausgelaufen. Seit Ende des vergangenen Jahres blieb neue Unterstützung aus den USA weitgehend aus. Dabei ist Kiew dringend auf die Hilfen angewiesen. "Amerika steht an der Seite unserer Freunde. Wir stellen uns gegen Diktatoren", sagte Biden in seiner Rede. Die USA würden vor Kremlchef Wladimir Putin nicht klein beigeben. Biden warnte, dass Russland als nächsten Schritt einen Nato-Partner angreifen könnte. "Wir hätten keine andere Wahl, als ihnen zu Hilfe zu kommen, so wie unsere Nato-Verbündeten uns nach den Anschlägen vom 11. September zu Hilfe gekommen sind."

Einigung zu ATACMS soll erzielt worden sein

Das vom Kongress gebilligte und von Biden unterzeichnete Gesetz mit den Milliardenhilfen sieht unter anderem Mittel für die Aufstockung von Waffen und Munition im Bestand des US-Militärs vor. Dieses Geld geht somit nur indirekt an die Ukraine, da die USA das von Russland angegriffene Land in der Regel mit Ausrüstung aus eigenen Beständen ausstatten - was häufig schneller geht, als bei der Industrie neu zu bestellen.

Der Rest des Hilfspakets ist für weitere militärische Unterstützung und Finanzhilfe vorgesehen, teilweise auch in Form von Darlehen. Der Text dringt außerdem auf die Lieferung der weitreichenden Raketensysteme vom Typ ATACMS. Bisher haben die USA ATACMS mit einer Reichweite von rund 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Systeme mit einer Reichweite von 300 Kilometern.

Am Montag hatten Biden und der ukrainische Präsident Wolodymr Selenskyj miteinander telefoniert. Selenskyj sagte im Anschluss, es seien Details zur Lieferung neuer reichweitenstarker Raketen vom Typ ATACMS "finalisiert" worden. Selenskyj machte aber noch keine Angaben dazu, welches Modell ATACMS die USA liefern wollten.

Die USA gelten als wichtigster Unterstützer der Ukraine. Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 hat Bidens Regierung militärische Hilfe im Umfang von mehr als 44 Milliarden US-Dollar für Kiew bereitgestellt. Hinzu kommen noch weitere Milliarden an nichtmilitärischer Finanzhilfe.

Auch Hilfen für Israel und Taiwan im Gesetz

Das Gesetz, das durch Bidens Unterzeichnung am Mittwoch in Kraft trat, enthält neben der Hilfen für die Ukraine gut 26 Milliarden US-Dollar an Unterstützung für Israel, davon rund 9 Milliarden Dollar für humanitäre Hilfe - unter anderem für die Menschen im Gazastreifen. Mit der Militärhilfe für Israel sollen zum Beispiel Israels Raketenabwehr sowie die laufenden Militäreinsätze der USA in der Region finanziert werden. In dem Paket sind zudem rund acht Milliarden US-Dollar an Unterstützung für Taiwan und den Indopazifik-Raum enthalten.

Der Abstimmung im Repräsentantenhaus vorausgegangen war eine monatelange Blockade. Wegen der Ukraine-Hilfen tobte in der von den Republikanern dominierten Kammer ein Machtkampf. Der Vorsitzende Mike Johnson stand unter großem Druck vom rechten Rand seiner Partei und verhinderte die Abstimmung lange Zeit. Die Hardliner drohten ihm mit einem Misstrauensvotum. Sie lehnen weitere US-Hilfen für die Ukraine vehement mit der Argumentation ab, Steuergelder sollten zuallererst für den Schutz der eigenen Grenze ausgegeben werden und nicht für den Schutz anderer Länder./trö/DP/he

ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima steigt drittes Mal in Folge

MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April erneut verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima stieg zum Vormonat um 1,5 Punkte auf 89,4 Zähler, wie das Ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte. Es ist der dritte Anstieg des wichtigen Konjunkturbarometers in Folge. Ökonomen sprechen nach einer solchen Serie häufig von einer konjunkturellen Wende zum Besseren. Auch andere Frühindikatoren hatten zuletzt positiv überrascht.

Bundesregierung hebt Konjunkturprognose leicht an

BERLIN - Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr leicht angehoben. Es mehrten sich die Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft im Frühjahr an einem konjunkturellen Wendepunkt stehe, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Erwartet wird nun ein Wachstum von 0,3 Prozent. Im Februar hatte die Regierung ihre Prognose drastisch heruntergeschraubt - auf ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von nur noch 0,2 Prozent.

Bundesregierung rechnet mit sinkender Schuldenquote

BERLIN - Die Bundesregierung rechnet damit, dass Deutschlands Schuldenquote in den nächsten Jahren weiter sinkt. Im Jahr 2028 werde das Verhältnis der Schulden zur gesamten Wirtschaftsleistung voraussichtlich bei rund 62 Prozent liegen. Das geht aus dem am Mittwoch im Kabinett beschlossenen Stabilitätsprogramm hervor, einem Bericht über die deutsche Etatplanung, den die Bundesregierung regelmäßig nach Brüssel übermitteln muss. Für das laufende Jahr wird demnach eine Schuldenquote von rund 64 Prozent erwartet.

Renten steigen um 4,57 Prozent

BERLIN - Die mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten zum 1. Juli deutlich höhere Bezüge. Die Renten steigen in Ost und West um 4,57 Prozent. Das Bundeskabinett beschloss die Anpassung am Mittwoch in Berlin. Nach der Vorlage von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) steigen die Renten stärker als ursprünglich vorhergesagt. Grund ist die gute Lohnentwicklung in Deutschland. Im Herbst hatten Schätzer noch ein Plus von lediglich 3,5 Prozent prognostiziert. Eine Rente von 1000 Euro steigt damit beispielsweise um 45,70 Euro.

Ökonom Felbermayr: Wachstum reicht für Klimawende nicht aus

WIEN - Deutschland und Österreich dürften nach Einschätzung des Ökonomen Gabriel Felbermayr in der zweiten Jahreshälfte mit einer wieder leicht anspringenden Konjunktur rechnen. Doch das Wachstum werde nicht ausreichen, um die Transformationsprozesse weg von fossilen Energieträgern zu finanzieren, sagte der Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) am Mittwoch in Wien. Das Problem sei die Nachfrage. "Das Wachstum kommt 2025 zurück, wenn es diese psychologische Stimmungsumkehr" bei Haushalten und Unternehmen gebe, so der Experte.

Verbraucher wollen laut Studie wieder mehr konsumieren

DÜSSELDORF - Die stark getrübte Kauflaune der Verbraucher in Deutschland könnte nach Einschätzung von Experten bald wieder Fahrt aufnehmen. Die Konsumneigung nehme in allen Einkommensgruppen spürbar zu, insbesondere in den Bereichen Freizeit, Unterhaltung und Kultur sowie Wohnungsinstandhaltung. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Grundlage ist eine repräsentative Umfrage unter rund 9600 Menschen.

USA: Aufträge für langlebige Güter steigen etwas stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im März etwas stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich kletterten sie um 2,6 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um 2,5 Prozent erwartet. Allerdings wurde der Zuwachs im Vormonat nach unten revidiert. Anstatt eines Anstiegs um 1,3 Prozent ergibt sich nach neuen Zahlen ein Plus von 0,7 Prozent.

Bundesbank-Chef Nagel: EZB kann sich nicht auf Zinspfad festlegen

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte sich nach den Worten von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel nicht auf einen fixen Zinskurs festlegen. Sollten die Daten bis zur nächsten EZB-Sitzung im Juni das Zutrauen im geldpolitischen Rat stärken, sei er für eine erste Zinssenkung, sagte Nagel am Mittwoch auf der DZ Bank Capital Markets Konferenz in Berlin. "Allerdings würde ein solcher Schritt nicht unbedingt eine Reihe von Zinssenkungen nach sich ziehen."

Italien: Unternehmen und Verbraucher werden überraschend pessimistischer

ROM - In Italien hat sich die Stimmung der Unternehmen und der Verbraucher im April überraschend eingetrübt. So gab die Verbraucherstimmung um 1,3 Punkte auf 95,2 Zähler nach, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom mitteilte. Analysten hatten hingegen im Schnitt einen Anstieg auf 96,8 Punkte erwartet.

ROUNDUP: US-Kongress billigt milliardenschwere Ukraine-Hilfen

WASHINGTON - Nach einer monatelangen Hängepartie hat der US-Kongress mit der Zustimmung des Senats milliardenschwere Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gebilligt. Der Gesetzentwurf, der unter anderem Hilfen im Umfang von rund 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro) für Kiew enthält, muss nun noch von US-Präsident Joe Biden unterschrieben werden, was als Formalie gilt. Das Repräsentantenhaus hatte bereits am Samstag dem Gesetzentwurf zugestimmt, der auch Unterstützung für Israel beinhaltet.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/la

ATHEN (dpa-AFX) - Die griechische Regierung will 2,1 Milliarden Euro in den Katastrophenschutz investieren. Das sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Mittwoch bei der Präsentation neuer Maßnahmen des Ministeriums für Katastrophenschutz und Klimawandel in Athen. Das Aktionsprogramm "Aegis" sei notwendig, weil die Klimakrise längst da sei - man habe sie im vergangenen Jahr unter anderem bei den gewaltigen Bränden auf der Insel Rhodos und auch im Naturschutzgebiet Dadia erlebt. "Extreme Phänomene, die ankündigen, dass nichts mehr so sein wird wie gestern."

Man müsse sich an die neuen Bedingungen anpassen, sagte Mitsotakis. Konkret sollen unter anderem zehn zusätzliche Löschhubschrauber, fünf Löschflugzeuge und hunderte neue Fahrzeuge für die Feuerwehr angeschafft werden. Zudem solle in die Infrastruktur des Katastrophenschutzes, in die technische Ausstattung sowie in neue Technologien investiert werden, etwa in Drohnen, die bei Bränden in unzugänglichen Gebieten zum Einsatz kommen können.

"Sie werden von mir nie hören, dass wir voll und ganz auf den Kampf gegen diese Naturphänomene vorbereitet sind", sagte Mitsotakis. Doch es werde alles menschenmögliche getan. Zuvor hatte Katastrophenschutzminister Vassilis Kikilias bereits vor einem neuen Waldbrandsommer gewarnt, weil der letzte Winter in Griechenland sehr warm und trocken war./axa/DP/ngu

(Neu: Details)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Freigabe neuer Ukraine-Hilfen durch den Kongress hat US-Präsident Joe Biden ein sofortiges neues Militärpaket für das von Russland angegriffene Land angekündigt. "In den nächsten Stunden" werde man damit beginnen, Ausrüstung für die Flugabwehr, Artillerie, Raketensysteme und gepanzerte Fahrzeuge in die Ukraine zu schicken, sagte Biden am Mittwoch bei einer Rede im Weißen Haus. Es handle sich dabei nicht nur um eine Investition in die Sicherheit der Ukraine, sondern auch in die Sicherheit Europas.

Das neue Paket mit einem Wert von rund einer Milliarde US-Dollar enthält einer vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten Übersicht zufolge dringend benötigte Artilleriegranaten verschiedener Kaliber und Raketen für Flugabwehrsysteme. Zudem erhält die Ukraine neben anderen Fahrzeugen auch weitere Bradley-Schützenpanzer. Im Unklaren blieb, ob zu der aufgeführten Munition für die Himars-Mehrfachraketenwerfer auch weitreichende ATACMS-Raketen mit circa 300 Kilometer Reichweite gehören werden. Das Paket speist sich den Angaben zufolge aus Beständen des US-Militärs.

Biden: Amerika steht an der Seite seiner Freunde

Nach einer monatelangen innenpolitischen Hängepartie hatte der US-Kongress am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit der Zustimmung des Senats milliardenschwere Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gebilligt - und damit den Weg für neue Waffenlieferungen erst freigemacht. Das Gesetz sieht Hilfen im Umfang von rund 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro) für Kiew vor. Die US-Regierung hatte die Freigabe der Mittel vom Parlament lange und vehement gefordert.

Die bisherigen US-Hilfen für die Ukraine waren ausgelaufen. Seit Ende des vergangenen Jahres blieb neue Unterstützung aus den USA weitgehend aus. Dabei ist Kiew dringend auf die Hilfen angewiesen. "Amerika steht an der Seite unserer Freunde. Wir stellen uns gegen Diktatoren", sagte Biden in seiner Rede. Die USA würden vor Kremlchef Wladimir Putin nicht klein beigeben. Biden warnte, dass Russland als nächsten Schritt einen Nato-Partner angreifen könnte. "Wir hätten keine andere Wahl, als ihnen zu Hilfe zu kommen, so wie unsere Nato-Verbündeten uns nach den Anschlägen vom 11. September zu Hilfe gekommen sind."

Einigung zu ATACMS soll erzielt worden sein

Das vom Kongress gebilligte und von Biden unterzeichnete Gesetz mit den Milliardenhilfen sieht unter anderem Mittel für die Aufstockung von Waffen und Munition im Bestand des US-Militärs vor. Dieses Geld geht somit nur indirekt an die Ukraine, da die USA das von Russland angegriffene Land in der Regel mit Ausrüstung aus eigenen Beständen ausstatten - was häufig schneller geht, als bei der Industrie neu zu bestellen.

Der Rest des Hilfspakets ist für weitere militärische Unterstützung und Finanzhilfe vorgesehen, teilweise auch in Form von Darlehen. Der Text dringt außerdem auf die Lieferung der weitreichenden Raketensysteme vom Typ ATACMS. Bisher haben die USA ATACMS mit einer Reichweite von rund 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Systeme mit einer Reichweite von 300 Kilometern.

Am Montag hatten Biden und der ukrainische Präsident Wolodymr Selenskyj miteinander telefoniert. Selenskyj sagte im Anschluss, es seien Details zur Lieferung neuer reichweitenstarker Raketen vom Typ ATACMS "finalisiert" worden. Selenskyj machte aber noch keine Angaben dazu, welches Modell ATACMS die USA liefern wollten.

Die USA gelten als wichtigster Unterstützer der Ukraine. Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 hat Bidens Regierung militärische Hilfe im Umfang von mehr als 44 Milliarden US-Dollar für Kiew bereitgestellt. Hinzu kommen noch weitere Milliarden an nichtmilitärischer Finanzhilfe.

Auch Hilfen für Israel und Taiwan im Gesetz

Das Gesetz, das durch Bidens Unterzeichnung am Mittwoch in Kraft trat, enthält neben der Hilfen für die Ukraine gut 15 Milliarden US-Dollar Unterstützung für Israel sowie rund 9 Milliarden für humanitäre Hilfe, darunter für die Menschen im Gazastreifen. Mit der Militärhilfe für Israel sollen zum Beispiel Israels Raketenabwehr sowie die laufenden Militäreinsätze der USA in der Region finanziert werden. In dem Paket sind zudem rund acht Milliarden US-Dollar an Unterstützung für Taiwan und den Indopazifik-Raum enthalten.

Der Abstimmung im Repräsentantenhaus vorausgegangen war eine monatelange Blockade. Wegen der Ukraine-Hilfen tobte in der von den Republikanern dominierten Kammer ein Machtkampf. Der Vorsitzende Mike Johnson stand unter großem Druck vom rechten Rand seiner Partei und verhinderte die Abstimmung lange Zeit. Die Hardliner drohten ihm mit einem Misstrauensvotum. Sie lehnen weitere US-Hilfen für die Ukraine vehement mit der Argumentation ab, Steuergelder sollten zuallererst für den Schutz der eigenen Grenze ausgegeben werden und nicht für den Schutz anderer Länder./trö/DP/ngu

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Joe Biden hat Israel aufgefordert, die vom Kongress bewilligte humanitäre Hilfe schnell den Menschen im Gazastreifen zukommen zu lassen. "Israel muss sicherstellen, dass all diese Hilfe die Palästinenser in Gaza unverzüglich erreicht", sagte Biden am Mittwoch. Dort würden unschuldige Menschen leiden und die Folgen des von der islamistischen Hamas begonnenen Krieges zu spüren bekommen, so Biden.

Neben der Hilfen für die Ukraine billigte der Senat gut 26 Milliarden US-Dollar an Unterstützung für Israel. Damit sollen zum Beispiel Israels Raketenabwehr und die laufenden Militäroperationen der USA in der Region finanziert werden. Mehrere Milliarden US-Dollar sind für humanitäre Unterstützung gedacht, darunter für die Menschen im Gazastreifen - aber auch in anderen Weltregionen. In dem Paket sind zudem rund acht Milliarden US-Dollar an Unterstützung für Taiwan und den Indopazifik-Raum enthalten./trö/DP/ngu

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Freigabe neuer Ukraine-Hilfen durch den Kongress hat US-Präsident Joe Biden ein sofortiges neues Militärpaket für das von Russland angegriffene Land angekündigt. "In den nächsten Stunden" werde man damit beginnen, Ausrüstung für die Flugabwehr, Artillerie, Raketensysteme und gepanzerte Fahrzeuge in die Ukraine zu schicken, sagte Biden am Mittwoch bei einer Rede im Weißen Haus. Es handle sich dabei nicht nur um eine Investition in die Sicherheit der Ukraine, sondern auch in die Sicherheit Europas. Biden warnte, dass Russland als nächsten Schritt einen Nato-Partner angreifen könnte. "Wir hätten keine andere Wahl, als ihnen zu Hilfe zu kommen, so wie unsere Nato-Verbündeten uns nach den Anschlägen vom 11. September zu Hilfe gekommen sind."

Nach einer monatelangen innenpolitischen Hängepartie hatte der US-Kongress am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit der Zustimmung des Senats milliardenschwere Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gebilligt. Das Gesetz sieht Hilfen im Umfang von rund 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro) für Kiew vor. Die US-Regierung hatte die Freigabe der Mittel vom Parlament lange und vehement gefordert.

Die bisherigen US-Hilfen für die Ukraine waren ausgelaufen. Seit Ende des vergangenen Jahres blieb neue Unterstützung aus den USA weitgehend aus. Dabei ist Kiew dringend auf die Hilfen angewiesen. "Amerika steht an der Seite unserer Freunde. Wir stellen uns gegen Diktatoren", sagte Biden. Die USA würden vor Kremlchef Wladimir Putin nicht klein beigeben.

Die vom Kongress verabschiedeten und von Biden unterzeichneten Milliarden-Hilfen sehen unter anderem Mittel für die Aufstockung von Waffen und Munition im Bestand des US-Militärs vor. Dieses Geld geht somit nur indirekt an die Ukraine, da die USA das von Russland angegriffene Land in der Regel mit Ausrüstung aus eigenen Beständen ausstatten - was häufig schneller geht, als bei der Industrie neu zu bestellen. Biden kündigte nun an, der Ukraine in dem neuen Militärpaket wieder militärische Ausrüstung aus den eigenen Beständen zukommen zu lassen.

Der Rest des Hilfspakets ist für weitere militärische Unterstützung und Finanzhilfe vorgesehen, teilweise auch in Form von Darlehen. Der Text dringt außerdem auf die Lieferung der weitreichenden Raketensysteme vom Typ ATACMS. Bisher haben die USA ATACMS mit einer Reichweite von rund 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Systeme mit einer Reichweite von 300 Kilometern. Ob das neue Militärpaket auch ATACMS umfassen wird, blieb offen.

Am Montag hatten Biden und der ukrainische Präsident Wolodymr Selenskyj miteinander telefoniert. Selenskyj sagte im Anschluss, es seien Details zur Lieferung neuer reichweitenstarker Raketen vom Typ ATACMS "finalisiert" worden. Selenskyj machte aber noch keine Angaben dazu, welches Modell ATACMS die USA liefern wollten.

Die USA gelten als wichtigster Unterstützer der Ukraine. Seit Kriegsbeginn im Februar 2022 hat Bidens Regierung militärische Hilfe im Umfang von mehr als 44 Milliarden US-Dollar für Kiew bereitgestellt. Hinzu kommen noch weitere Milliarden an nichtmilitärischer Finanzhilfe.

Der Abstimmung im Repräsentantenhaus vorausgegangen war eine monatelange Blockade. Wegen der Ukraine-Hilfen tobte in der von den Republikanern dominierten Kammer ein Machtkampf. Der Vorsitzende Mike Johnson stand unter großem Druck vom rechten Rand seiner Partei und verhinderte die Abstimmung lange Zeit. Die Hardliner drohten ihm mit einem Misstrauensvotum. Sie lehnen weitere US-Hilfen für die Ukraine vehement mit der Argumentation ab, Steuergelder sollten zuallererst für den Schutz der eigenen Grenze ausgegeben werden und nicht für den Schutz anderer Länder./trö/DP/ngu

PARIS (dpa-AFX) - Trotz eines kurzfristig abgewendeten Streiks von Fluglotsen in Frankreich müssen Reisende von diesem Mittwochabend bis zum Freitagmorgen mit erheblichen Behinderungen rechnen. Airlines seien gebeten worden, ihre Starts und Landungen in Paris-Orly am Donnerstag um 75 Prozent und in Paris-Charles-De Gaulle um 55 Prozent zu reduzieren sowie am Flughafen Marseille um 65 Prozent, teilte die Zivilluftfahrtbehörde DGAC am Mittwoch mit. An den übrigen Flughäfen sollte das Flugangebot um 45 Prozent verringert werden. Wegen der Absage des für Donnerstag angekündigten Streiks in letzter Minute könne nur eine Notbesetzung an Fluglotsen eingesetzt werden, hieß es zur Begründung. Es müsse mit Flugausfällen und Verspätungen gerechnet werden.

Im Streit um die Neuorganisation der Arbeit und die Bezahlung hatten die für die Fluglotsen zuständigen Gewerkschaften letztlich doch eine Einigung mit der Zivilluftfahrtbehörde erzielt. Vom Tisch sind damit auch weitere angedrohte Streiks im Mai und Juni.

Streiks der französischen Fluglotsen hatten schon in der Vergangenheit nicht nur innerfranzösische Flüge und Verbindungen von und nach Deutschland ausgebremst. Auch Flüge, die den französischen Luftraum lediglich durchqueren, etwa auf dem Weg von Deutschland nach Spanien, waren betroffen. Dies dürfte am Donnerstag abermals der Fall sein./evs/DP/ngu

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Freigabe neuer Ukraine-Hilfen durch den Kongress hat US-Präsident Joe Biden ein sofortiges neues Militärpaket für das von Russland angegriffene Land angekündigt. "In den nächsten Stunden" werde man damit beginnen, Ausrüstung für die Flugabwehr, Artillerie, Raketensysteme und gepanzerte Fahrzeuge in die Ukraine zu schicken, sagte Biden am Mittwoch bei einer Rede im Weißen Haus./trö/DP/ngu

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Joe Biden hat mit seiner Unterschrift das vom Kongress verabschiedete Gesetz mit Milliardenhilfen für die Ukraine, für Israel und für Taiwan in Kraft gesetzt. "Es wird Amerika sicherer machen. Es wird die Welt sicherer machen", sagte Biden dazu am Mittwoch im Weißen Haus.

Nach einer monatelangen Hängepartie hatte der US-Kongress am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit der Zustimmung des Senats milliardenschwere Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gebilligt. Das Gesetz sieht Unterstützung im Umfang von rund 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro) für Kiew vor.

"Es gibt Amerikas Partnern entscheidende Unterstützung. So können sie sich gegen Bedrohungen ihrer Souveränität und des Lebens und der Freiheit ihrer Bürger verteidigen. Und es ist eine Investition in unsere eigene Sicherheit", sagte Biden weiter über das Gesetz. Das Repräsentantenhaus hatte den Gesetzentwurf bereits am Samstag gebilligt. Der Abstimmung dort war eine monatelange Blockade vorausgegangen./trö/DP/ngu

GAZA (dpa-AFX) - Der Anführer der Hamas im Gazastreifen, Jihia al-Sinwar, soll dort einem Medienbericht zufolge nach Kämpfen mit Israels Armee mehrere Orte inspiziert haben. Er habe einige Kämpfer getroffen und die Hamas-Anführer im Ausland mit "genauen Zahlen" und einem aktuellen Lagebericht informiert, berichtete die Nachrichtenseite Al-Arabi Al-Dschadid, die einem Medienunternehmen in Katar gehört, unter Berufung auf ranghohe Hamas-Kreise am Dienstag. Der Bericht ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Angaben, wonach Al-Sinwar "in Tunneln isoliert" sei, seien nur "Behauptungen" von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und seiner Behörden, um ihre "Niederlagen zu verschleiern", hieß es in dem Bericht weiter.

Israel vermutet, dass sich Al-Sinwar im Tunnelnetz unter dem Gazastreifen aufhält, und dass er sich zu seinem eigenen Schutz mit Geislen umgeben hat. Das unterirdische System stellt in dem bereits seit mehr als sechs Monaten andauernden Gaza-Krieg eine enorme Herausforderung für Israels Armee dar. Israel betrachtet Al-Sinwar als einen der Architekten der Massaker vom 7. Oktober im israelischen Grenzgebiet./jot/DP/ngu

nach oben