dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.04.2019

IPO: Continental will Antriebssparte erst 2020 an die Börse bringen

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental wird den geplanten Teilbörsengang seiner Antriebssparte voraussichtlich erst im kommenden Jahr vollziehen. Startklar sei das Vorhaben voraussichtlich bis Ende des zweiten Halbjahrs 2019, der Handelsstart aber erst ab 2020 möglich, teilte der Dax -Konzern am Freitag vor der Hauptversammlung in Hannover mit. Bisher hatte Conti einen Börsengang des auf den Namen Vitesco getauften Geschäfts, im zweiten Halbjahr dieses Jahres in Aussicht gestellt. Zu der Sparte gehört auch das Geschäft mit Elektromotoren. In der komplett beim Konzern verbleibenden Autozuliefersparte konzentriert sich Conti vor allem auf Elektronik, Sensorik und Software./men/jha/

26.04.2019

Continental mit überraschend viel Ergebnis in schwachem Umfeld

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Continental hat in einem schwachen Marktumfeld im ersten Quartal im Tagesgeschäft überraschend viel verdient. Zwar ging das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Jahresvergleich um 17,1 Prozent auf 884,2 Millionen Euro zurück, wie der Dax -Konzern am Freitag vor der Hauptversammlung in Hannover mitteilte. Analysten hatten zuvor lediglich mit einem Wert knapp über 800 Millionen Euro gerechnet.

Die operative Marge ging um 1,6 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent zurück. Der Umsatz lag mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 11,05 Milliarden Euro ebenfalls leicht besser als gedacht.

"Die weltweite Autoproduktion ist zu Beginn des Jahres wie erwartet stark zurückgegangen", sagte Vorstandschef Elmar Degenhart laut Mitteilung. Umso erfreulicher sei das solide Ergebnis. Continental rechnet weiter mit einer Belebung des wirtschaftlichen Umfelds erst in der zweiten Jahreshälfte, an der eigenen Prognose hält Conti fest./men/jha/

26.04.2019

Puma wächst stark und schneidet besser ab als erwartet

HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Sportartikelhersteller Puma hat sein starkes Wachstum im ersten Quartal fortgesetzt und besser abgeschnitten als erwartet. Dank einer robusten Nachfrage insbesondere in China und Amerika stiegen die Umsätze um knapp 17 Prozent auf 1,32 Milliarden Euro, wie der Adidas-Konkurrent am Freitag in Herzogenaurach mitteilte. Dabei lief insbesondere das Geschäft mit Textilien stark.

Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um mehr als ein Viertel auf 142,5 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Puma auch dank eines besseren Finanzergebnisses mit 94,4 Millionen Euro rund 40 Prozent mehr. Die Zahlen fielen besser aus als von Analysten erwartet.

Für das Gesamtjahr bestätigte Puma die Prognose und geht von einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von rund 10 Prozent aus. Das Ebit soll sich auf 395 Millionen bis 415 (2018: 337,4) Millionen verbessern. Ebenso strebt das Management eine deutliche Verbesserung des Konzernergebnisses an./nas/zb

26.04.2019

Triebwerksbauer Safran sieht sich trotz Flugverboten für Boeing-Jet auf Kurs

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Triebwerksbauer und Technologiekonzern Safran ist trotz der Flugverbote für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max stark ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz unter anderem dank der Übernahme von Zodiac im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Paris mitteilte. Auf vergleichbarer Basis belief sich das Umsatzplus immer noch auf fast 13 Prozent. Mit Blick auf die Jahresziele sei Safran damit seinen Zielen für 2019 voraus, hieß es.

Allerdings bereitet sich Safran darauf vor, die Produktion der Triebwerke für Boeings meistgefragten Flugzeugtyp anzupassen. Der Safran-Ableger CFM, ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Konzern General Electric , fertigt alle Antriebe für die herkömmliche Boeing 737 und deren Neuauflage 737 Max. Im ersten Quartal lieferte CFM 424 Triebwerke vom Typ Leap aus, wie sie bei der 737 Max und rund jedem zweiten Exemplar des Konkurrenzmodells von Airbus , der A320neo, zum Einsatz kommen.

Nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten müssen seit Mitte März alle Boeing 737 Max weltweit am Boden bleiben. Auch die Auslieferung neuer Maschinen des Typs ist gestoppt. Boeing hat die Produktion des Fliegers bereits gedrosselt. Safran hält sein Produktionstempo jedoch vorerst aufrecht. Wenn notwendig, werde man hier aber zurückschalten, hieß es. Als eine Ursache für die Unglücke gilt nach vorläufigen Untersuchungen die Flugzeug-Steuerungssoftware MCAS. Boeing hat dafür ein Update entwickelt. Die Tests dieses Updates durch die Behörden soll nach bisherigen Plänen aber bis Ende Juli dauern./stw/elm/zb

26.04.2019

WDH/Saarländische Verkehrsministerin: Die Bahn muss sich massiv verändern

(Im dritten Satz des zweiten Absatzes wurde ein überflüssiges «und» gestrichen.)

SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bahn muss sich nach Ansicht der saarländischen Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) in den kommenden Jahren massiv verändern. "Die Bahn steht vor einer sehr, sehr großen Aufgabe mit einer ganzen Reihe von Veränderungen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Insgesamt müssen wir dafür sorgen, dass die Bahn deutlich attraktiver wird." Der Zustand der Bahn werde zentrales Thema der nächsten Konferenz der Länder-Verkehrsminister im Oktober in Frankfurt/Main sein. Rehlinger ist Vorsitzende der Konferenz.

Es gebe "eine Vielzahl von Infrastruktur- und Innovationsthemen bei der Bahn", sagte Rehlinger. "Die notwendigen tiefgreifenden Veränderungen werden dauern und vor allem Geld kosten." Unter anderem müssten ICE-Züge, die sich bisher auch zwischen Ballungszentren die Gleise mit langsameren Zügen teilen müssen, flotter unterwegs sein als bisher. "Das Reisen mit der Bahn muss schneller werden, damit man konkurrenzfähiger ist gegenüber bestimmten Flugstrecken", sagte die Ministerin. "Das ist der Wunsch des Kunden: Schnell von A nach B kommen."

Unabhängig von den für kürzere Reisezeiten nötigen Investitionen gebe es bei der Bahn "Sanierungsbedarf" ebenso wie die Notwendigkeit der Elektrifizierung, die "massiv vorangetrieben" werden müsse. Alternative Antriebe, beispielsweise Wasserstoff, seien "auch bei der Bahn ein spannendes Thema". Zudem müsse in die Digitalisierung investiert werden, die von entscheidender Bedeutung für eine bessere Nutzung der vorhandenen Schienenstrecken sei.

Die Länder-Verkehrsminister wollten sich auch mit der Frage befassen, ob "die Bahn überhaupt hinreichend finanziert ist für all diese Aufgaben". Aus der Sicht eines nahe der Grenze liegenden Bundeslandes höre sich das Bemühen, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, "erst einmal gut an": "Wenn aber ganze Regionen ohne Fernverkehr der Bahn sind, dann ist das kein stimmiges Konzept."/rtt/DP/zb

26.04.2019

Renault-Umsatz sinkt wie erwartet - Prognose bestätigt

BOULOGNE-BILLANCOURT (dpa-AFX) - Der zuletzt von einer Führungskrise durchgeschüttelte französische Autobauer Renault hat im ersten Quartal in einem schwachen Branchenumfeld wie erwartet weniger umgesetzt. Der Erlös fiel um knapp fünf Prozent auf 12,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris mitteilte. Bereinigt um Währungs- und Sondereffekte habe der Rückgang 2,7 Prozent betragen. Der Erlös lag damit im Rahmen der Expertenerwartungen.

Der Konzern bestätigte zudem die Prognose für das laufende Jahr. Demnach soll der Umsatz - bereinigt um Sondereffekte - zulegen. Zudem stellt der Konzern die Prognose unter den Vorbehalt, dass es nicht zu einem "harten Brexit" kommt Die operative Marge dürfte hingegen 2019 nochmals sinken - auf rund 6 Prozent. Im vergangenen Jahr war sie von 6,6 auf 6,3 Prozent zurückgegangen, allerdings auch wegen Änderungen bei der Bilanzierung.

Der VW- und PSA-Konkurrent war Ende vergangenen Jahres in eine Führungskrise geschlittert, nachdem der damalige Chef Carlos Ghosn in Tokio wegen des Verstoßes gegen Börsenauflagen verhaftet wurde. Im Januar trat er dann zurück. Seine Aufgaben wurden aufgeteilt. Jean-Dominique Senard vom Reifenhersteller Michelin übernahm den Präsidentenposten. Ghosns bisheriger Vize Thierry Bolloré ist als Generaldirektor für das operative Geschäft verantwortlich./zb/nas/jha/

26.04.2019

Pharmakonzern Sanofi steigert Umsatz im ersten Quartal

PARIS (dpa-AFX) - Impfstoffe und die Biotechnologie-Sparte Genzyme haben dem Pharmakonzern Sanofi einen guten Jahresstart beschert. Die Erlöse seien von Januar bis März im Jahresvergleich um 6,2 Prozent auf knapp 8,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Freitag in Paris mit. Wechselkurseffekte sorgten für einen positiven Effekt von zwei Prozentpunkten. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) erreichte 1,42 Euro und stieg damit um 10,9 Prozent. Sanofi lag damit über den Erwartungen der Analysten.

Ein starkes Plus verzeichnete die Impfsparte. Hier zogen die Verkäufe um ein Fünftel an. Besonders der Impfstoff Pentaxim gegen Keuchhusten und Kinderlähmung und Menactra gegen Hirnhautentzündungen war in China und weiteren Wachstumsmärkten gefragt.

Daneben konnte Sanofi Genzyme wie schon im vierten Quartal erneut einen kräftigen Umsatzsprung von fast einem Drittel verzeichnen. In der Sparte werden Therapien für seltene und schwer behandelbare Erkrankungen entwickelt.

Für das Gesamtjahr bestätigte Sanofi seine Prognose von einem Plus des Gewinns je Aktie um drei bis fünf Prozent zu konstanten Wechselkursen. Wechselkurseffekte werden für 2019 in Höhe von zwei Prozent erwartet./elm/jha/

26.04.2019

Schwacher Absatz und hohe Kosten trüben Daimler-Bilanz

STUTTGART (dpa-AFX) - Ein schwächelndes Kerngeschäft und die weiter hohen Ausgaben schlagen sich beim Autobauer Daimler zu Jahresbeginn in der Bilanz nieder. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn musste der Konzern in den ersten drei Monaten Einbußen im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Die Erlöse gingen leicht von 39,8 auf 39,7 Milliarden Euro zurück, wie Daimler am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte wie von Experten erwartet um 16 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro ab. Den Jahresausblick für das operative Konzernergebnis bestätigte der Dax -Konzern allerdings. Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von rund 2,10 Milliarden Euro - nach 2,27 Milliarden im ersten Quartal 2018.

Vor allem wegen diverser Modellwechsel hat Daimler aktuell mit einem Einbruch bei den Absatzzahlen zu kämpfen. Im ersten Quartal verkaufte der Premiumhersteller weltweit 5,6 Prozent weniger Mercedes-Autos. In der wichtigen Pkw-Sparte sackte die Umsatzrendite von 9 auf 6,1 Prozent ab.

Angesichts der Schwierigkeiten in der Branche und dem herben Gewinnrückgang, den Daimler schon für das Gesamtjahr 2018 verbuchen musste, hat der Konzern ein Sparprogramm in Aussicht gestellt, zu dem aber noch keine Details bekannt sind./eni/DP/men

26.04.2019

Ölpreise geben etwas nach

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag an die Verluste vom Vortag angeknüpft und sind weiter leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 74,25 US-Dollar. Das waren zehn Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 25 Cent auf 64,96 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Auf Wochensicht konnten die Ölpreise zulegen, nachdem die US-Regierung am Montag eine Verschärfung der Sanktionen gegen das Opec-Mitglied Iran angekündigt hatte. Nachdem die Ölpreise in der ersten Wochenhälfte kräftig gestiegen waren, haben sie in der zweiten Wochenhälfte einen Teil der Gewinne wieder abgegeben.

Kurz vor dem Wochenende dürfte die Fördermenge in den USA wieder stärker in den Fokus rücken. Am Abend werden neue Daten zur Entwicklung der Förderanlagen in den USA erwartet. Am Markt wird mit einem leichten Rückgang der aktiven Bohrlöcher gerechnet./jkr/jha/

26.04.2019

Lichtkonzern Signify verdient dank Einsparungen mehr

EINDHOVEN (dpa-AFX) - Der niederländische Lichtkonzern Signify hat im ersten Quartal dank Einsparungen mehr verdient. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) stieg um 8,8 Prozent auf 115 Millionen Euro, wie die ehemalige Philips-Tochter am Freitag in Eindhoven mitteilte. Der Nettogewinn wurde mit 44 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Der Umsatz sank im Berichtszeitraum hingegen um 1,5 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Dabei profitierte der Osram-Konkurrent von positiven Wechselkurseffekten. Auf vergleichbarer Basis nahmen die Erlöse um 3,3 Prozent ab. Im LED-Geschäft konnte Signify dank Rückenwinds von der Währungsseite die Umsätze um 1,1 Prozent auf 449 Millionen Euro steigern. Vergleichbar stand ein Minus von 0,2 Prozent zu Buche. Das Wachstum für LED im Elektronikgeschäft habe sich in Europa abgeschwächt, der Bereich habe sich daher solide gehalten, hieß es von Signify.

Die Prognose bestätigte der Konzern, der ursprünglich Teil des Elektronikherstellers Philips war und seit Mai 2016 ein eigenständiges börsennotiertes Unternehmen ist. Philips ist mit einem Anteil von 16,5 Prozent weiterhin Großaktionär. Der Lichtkonzern erwartet 2019 eine bereinigte Ebita-Marge von 11 bis 13 Prozent. Im ersten Quartal lag diese bei 7,8 Prozent. Die drei Wachstumsfelder LED, Beleuchtung für Geschäftskunden sowie die Beleuchtung für Privathaushalte sollen zusammen um 2 bis 5 Prozent auf vergleichbarer Basis wachsen. Zum Jahresauftakt lag das Plus bei 1 Prozent.

Konkurrent Osram, der stark im Automobilgeschäft vertreten ist, hatte zuletzt wegen einer erheblichen Nachfrageschwäche seine Prognose gesenkt./nas /zb

26.04.2019

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax steht still - Weiter viele Unternehmensberichte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Dax zeichnet sich am Freitag zunächst wenig Bewegung ab. Der X-Dax als vorbörslicher Indikator signalisierte rund eine Dreiviertelstunde vor Börsenstart, dass der Leitindex vorerst unverändert bei 12 283 Punkten verharrt. Am Vortag schloss der Dax erstmals nach neun Gewinntagen wieder mit Verlusten. Experte Christian Henke vom Broker IG sprach von einer "Mini-Korrektur". Der EuroStoxx 50 wird minimal stärker erwartet.

Die Vorgaben aus Übersee waren überwiegend negativ. Am letzten Tag der wegen Ostern verkürzten Handelswoche dürften sich Anleger nicht mehr allzu weit aus dem Fenster lehnen, war von einem Börsianer zu hören. Seit Jahresbeginn hat der Dax bereits mehr als 16 Prozent dazu gewonnen. "Offensichtlich scheint dem Index die Schwungkraft, zumindest kurzfristig, zu fehlen", kommentierte Helaba-Analyst Christian Schmidt.

Die Berichtssaison setzt sich zum Wochenausklang fort: Die Deutsche Bank rechnet nach einem Einbruch der Erträge im ersten Quartal für das Gesamtjahr mit keinen Zuwächsen mehr. Anfang Februar peilte die Bank noch eine leichte Steigerung an. Die Aktie verlor einen Tag nach dem Scheitern der Fusionsgespräche mit der Commerzbank auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss rund 1,2 Prozent.

Auch Daimler öffnete am Freitag seine Bücher. Der Autobauer knabbert am schwächelnden Kerngeschäft und weiter hohen Ausgaben. Den Jahresausblick für das operative Konzernergebnis bestätigte Daimler allerdings. Vorbörslich gab die Aktie auf der Handelsplattform Tradegate rund 1,2 Prozent nach. Ein Händler verwies allerdings auf gute Zahlen von Ford , welche die Autobranche etwas stützen könnten. Auch Zulieferer Continental wird am Morgen Eckdaten zum ersten Quartal präsentieren.

Außerdem stehen Hauptversammlungen auf der Agenda, unter anderem von Bayer . Dem Agrarchemie- und Pharmakonzern droht wegen der Glyphosat-Probleme eine hitzige Veranstaltung. Am Nachmittag kommen einige Konjunkturdaten und weitere Quartalszahlen aus den USA./niw/ajx/jha/

26.04.2019

DAX-FLASH: Dax hält inne - Berichtssaison geht weiter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Dax zeichnet sich am Freitag eine verhaltene Eröffnung ab. Der Broker IG taxierte den Leitindex gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,1 Prozent schwächer auf 12 270 Punkte. Bereits am Vortag hatte er etwas schwächer geschlossen und damit seiner zuvor neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt. Seit Jahresbeginn hat das Barometer bereits mehr als 16 Prozent dazu gewonnen.

Die Berichtssaison setzt sich zum Wochenausklang fort, unter anderem mit Zahlen der Deutschen Bank . Das Institut will sich nach der Absage an eine Fusion mit der Commerzbank nun wieder aufs Tagesgeschäft konzentrieren. Zudem legt aus dem Dax der Autobauer Daimler Geschäftszahlen vor.

Hitzig dürfte die Hauptversammlung von Bayer werden. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern steht wegen der Glyphosat-Klagen unter Druck./ajx/jha/

25.04.2019

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow sinkt weiter - Nasdaq 100 erneut auf Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Die Standardwerte-Indizes zollten mit einer verhaltenen Entwicklung ihrem jüngsten Aufwärtstrend weiter Tribut. Klar besser hielt sich die Technologiebörse Nasdaq, die von deutlichen Kursgewinnen der Schwergewichte Facebook und Microsoft nach guten Geschäftszahlen profitierte. Microsoft erreichte sogar erstmals einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar und reihte sich damit hinter Apple und Amazon in einen elitären Club ein.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,51 Prozent tiefer bei 26 462,08 Punkten. Damit dämmte der US-Leitindex sein zwischenzeitlich deutlicheres Minus ein, knüpfte aber gleichwohl an seine Vortagsverluste an - am Dienstag hatte er noch den höchsten Stand seit Anfang Oktober erreicht. Zwar half die starke Kursentwicklung von Microsoft auch dem Dow. Dieser stand allerdings ein Kurssturz beim Mischkonzern 3M gegenüber.

Etwas besser als beim Dow sah es am Donnerstag beim S&P 500 aus: Der marktbreite Aktienindex verlor letztlich lediglich 0,04 Prozent auf 2926,17 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 setzte eine Rekordjagd fort. Am Ende schaffte er ein Plus von 0,42 Prozent auf 7816,92 Zähler.

Die Aktien von 3M büßten am Dow-Ende fast 13 Prozent ein, nachdem das Unternehmen über ein enttäuschendes erstes Quartal berichtet und seine Jahresziele erneut gesenkt hatte. Wenig Grund zur Freude hatten auch die Anteilseigner des Paketdienstes UPS : Dessen Papiere verloren nach einem ebenfalls schwachen Jahresstart gut acht Prozent.

Als negativer Ausreißer im Technologiebereich erwies sich der Elektroautobauer Tesla . Hier straften die Anleger den erneuten Rutsch in die roten Zahlen nach einem halben Jahr mit Gewinnen mit einem Kursabschlag von über vier Prozent ab.

Dagegen setzten Microsoft-Aktien ihre Rekordjagd fort und gewannen zu Handelsschluss 3,31 Prozent, was ihnen einen der vorderen Plätze im Nasdaq 100 sowie den Dow-Spitzenplatz bescherte. Dank boomender Cloud-Dienste hatte der Konzern im ersten Quartal Gewinne und Umsatz deutlich gesteigert. Mehrere Analysten lobten die Zahlen und hoben neben einer Bestätigung ihrer Kaufempfehlungen ihre Kursziele für die Aktie an.

Facebook schaffte es dank eines Kursanstiegs von fast sechs Prozent auf den ersten Platz im Nasdaq 100. Das Online-Netzwerk überraschte mit seiner Umsatzentwicklung zu Jahresbeginn positiv. Milliardenschwere Rückstellungen im Zusammenhang mit Ermittlungen der US-Handelsbehörde FTC wegen der jüngsten Datenschutz-Skandale ließen die Anleger kalt.

Bei Paypal feierte der Markt gute Zahlen für das erste Quartal, die der Online-Bezahldienst dem boomenden Internethandel verdankte: Die Aktien gewannen knapp drei Prozent.

Auch die Billigfluggesellschaft Southwest und der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb überzeugten mit ihren Geschäftszahlen: Die Aktien beider Unternehmen legten um 0,8 beziehungsweise über zwei Prozent zu.

Derweil spricht der Kabelnetz- und Telekommunikationskonzern Comcast mit Walt Disney über einen Verkauf seines 30-Prozent-Anteils an der Videostreaming-Plattform Hulu an den Unterhaltungsriesen, wie der Wirtschaftsnachrichtensender CNBC unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Während Comcast-Aktien über zweieinhalb Prozent gewannen, ging es für Disney um gut anderthalb Prozent hoch.

Der Euro setzte seine jüngste Talfahrt fort und erreichte bei 1,1118 Dollar den tiefsten Stand seit Mai 2017. Zuletzt zeigte sich die Gemeinschaftswährung bei 1,1133 Dollar nur wenig erholt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1123 (Mittwoch: 1,1209) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8990 (0,8921) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gaben um 4/32 Punkte auf 100 25/32 Punkte nach und rentierten mit 2,53 Prozent./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

25.04.2019

Aktien New York Schluss: Dow sinkt weiter - Nasdaq 100 erneut auf Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Die Standardwerte-Indizes zollten mit einer verhaltenen Entwicklung ihrem jüngsten Aufwärtstrend weiter Tribut. Klar besser hielt sich die Technologiebörse Nasdaq, die von deutlichen Kursgewinnen der Schwergewichte Facebook und Microsoft nach guten Geschäftszahlen profitierte. Microsoft erreichte sogar erstmals einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar und reihte sich damit hinter Apple und Amazon in einen elitären Club ein.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,51 Prozent tiefer bei 26 462,08 Punkten. Damit dämmte der US-Leitindex sein zwischenzeitlich deutlicheres Minus ein, knüpfte aber gleichwohl an seine Vortagsverluste an - am Dienstag hatte er noch den höchsten Stand seit Anfang Oktober erreicht. Zwar half die starke Kursentwicklung von Microsoft auch dem Dow. Dieser stand allerdings ein Kurssturz beim Mischkonzern 3M gegenüber.

Etwas besser als beim Dow sah es am Donnerstag beim S&P 500 aus: Der marktbreite Aktienindex verlor letztlich lediglich 0,04 Prozent auf 2926,17 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 setzte eine Rekordjagd fort. Am Ende schaffte er ein Plus von 0,42 Prozent auf 7816,92 Zähler./gl/he

25.04.2019

Aktien New York: Dow sinkt weiter - Nasdaq 100 erneut auf Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Die Standardwerte-Indizes zollten mit einer verhaltenen Entwicklung ihrem jüngsten Aufwärtstrend weiter Tribut. Klar besser hielt sich die Technologiebörse Nasdaq, die von deutlichen Kursgewinnen der Schwergewichte Facebook und Microsoft nach guten Geschäftszahlen profitierte. Microsoft erreichte sogar erstmals einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar und reihte sich damit hinter Apple und Amazon in einen elitären Club ein.

Der Dow Jones Industrial sank zuletzt um 0,23 Prozent auf 26 535,65 Punkte. Damit dämmte der US-Leitindex sein zwischenzeitlich deutlicheres Minus ein, knüpfte aber gleichwohl an seine Vortagsverluste an - am Dienstag hatte er noch den höchsten Stand seit Anfang Oktober erreicht. Zwar half die starke Kursentwicklung von Microsoft auch dem Dow. Dieser stand allerdings ein Kurssturz beim Mischkonzern 3M gegenüber.

Etwas besser als beim Dow sah es am Donnerstag beim S&P 500 aus: Der marktbreite Aktienindex drehte ins Plus und gewann 0,19 Prozent auf 2932,88 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 setzte eine Rekordjagd fort. Zuletzt schaffte er ein Plus von 0,64 Prozent auf 7834,57 Zähler.

Die Aktien von 3M büßten am Dow-Ende mehr als zwölf Prozent ein, nachdem das Unternehmen über ein enttäuschendes erstes Quartal berichtet und seine Jahresziele erneut gesenkt hatte. Wenig Grund zur Freude hatten auch die Anteilseigner des Paketdienstes UPS : Dessen Papiere verloren nach einem ebenfalls schwachen Jahresstart gut acht Prozent.

Als negativer Ausreißer im Technologiebereich erwies sich der Elektroautobauer Tesla . Hier straften die Anleger den erneuten Rutsch in die roten Zahlen nach einem halben Jahr mit Gewinnen mit einem Kursabschlag von rund vier Prozent ab.

Dagegen setzten Microsoft-Aktien ihre Rekordjagd fort und gewannen zuletzt fast vier Prozent, was ihnen einen der vorderen Plätze im Nasdaq 100 sowie den Dow-Spitzenplatz bescherte. Dank boomender Cloud-Dienste hatte der Konzern im ersten Quartal Gewinne und Umsatz deutlich gesteigert. Mehrere Analysten lobten die Zahlen und hoben neben einer Bestätigung ihrer Kaufempfehlungen ihre Kursziele für die Aktie an.

Facebook schaffte es dank eines Kursanstiegs von sechseinhalb Prozent auf den ersten Platz im Nasdaq 100. Das Online-Netzwerk überraschte mit seiner Umsatzentwicklung zu Jahresbeginn positiv. Milliardenschwere Rückstellungen im Zusammenhang mit Ermittlungen der US-Handelsbehörde FTC wegen der jüngsten Datenschutz-Skandale ließen die Anleger kalt.

Bei Paypal feierte der Markt gute Zahlen für das erste Quartal, die der Online-Bezahldienst dem boomenden Internethandel verdankt: Die Aktien gewannen gut zweieinhalb Prozent.

Auch die Billigfluggesellschaft Southwest und der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb überzeugten mit ihren Geschäftszahlen: Die Aktien beider Unternehmen legten um ein beziehungsweise fast zwei Prozent zu.

Derweil spricht der Kabelnetz- und Telekommunikationskonzern Comcast mit Walt Disney über einen Verkauf seines 30-Prozent-Anteils an der Videostreaming-Plattform Hulu an den Unterhaltungsriesen, wie der der Wirtschaftsnachrichtensender CNBC unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Während Comcast-Aktien über drei Prozent gewannen, ging es für Disney um rund zwei Prozent hoch./gl/he

25.04.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nimmt Auszeit nach neuntägigem Anstieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine beeindruckende Rally des Dax hat am Donnerstag ihr vorläufiges Ende gefunden. Nach neun Börsentage in Folge mit Gewinnen gab der Leitindex um 0,25 Prozent auf 12 282,60 Punkte nach. Seit dem 10. April war der Dax kontinuierlich um insgesamt knapp 4 Prozent gestiegen, am Vortag auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober vergangenen Jahres.

"Nach der jüngsten Gewinnserie und vor dem Wochenende sind Gewinnmitnahmen verlockend", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Er habe den Eindruck, dass sich Börsianer zuletzt "zu weit aus dem Fenster gelehnt" hätten. Einen Anstieg des Dax über die nächste runde Marke von 12 500 Punkten halte er für unwahrscheinlich.

Bei den Nebenwerten fielen die Gewinnmitnahmen etwas umfangreicher aus als im Dax: Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 0,64 Prozent auf 25 836,00 Zähler nach.

Im Brennpunkt des Interesses stand die geplatzte Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank . Die beiden Geldhäuser haben die Gespräche über einen Zusammenschluss ergebnislos beendet. Eine Fusion böte "keinen ausreichenden Mehrwert". Aktionäre der Deutschen Bank reagierten ernüchtert: Hatte der Kurs vor der Mitteilung noch fast 5 Prozent gewonnen, so stand am Ende ein Minus von 1,5 Prozent zu Buche.

Analyst Kian Abouhossein von der Investmentbank JPMorgan zeigte sich überrascht vom Gang der Dinge und warf die Frage auf, welche Alternativen die Deutsche Bank denn nun habe. Das Geldhaus müsse den Umbau wohl noch forcieren und auch noch stärker an der Kostenschraube drehen.

Zwar fielen auch die Aktien der Commerzbank um 2,3 Prozent, sie hatten jedoch schon vor der Mitteilung zur geplatzten Fusion in diesem Ausmaß nachgegeben. Hier sprachen Händler denn auch eher von Gewinnmitnahmen, nachdem die Papiere seit Jahresbeginn um gut 40 Prozent geklettert waren.

Bayer-Aktien legten um 1,4 Prozent zu. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern bestätige nach soliden Ergebnissen im ersten Quartal die Jahresziele. Allerdings steht den Leverkusenern am Freitag eine hitzige Hauptversammlung ins Haus - nach den Glyphosat-Klagen in den USA und dem Kurseinbruch der Bayer-Aktie in den vergangenen Monaten.

Aktien von Wirecard büßten nach anfänglichen Gewinnen am Ende 3,7 Prozent ein und waren Schlusslicht im Dax. Nach einem am Vortag veröffentlichten abermals kritischen Artikel in der "Financial Times" zu dem Unternehmen hatte das Papier bereits am Mittwoch einen Teil seiner hohen Gewinne abgegeben.

Auch bei den Nebenwerten kommt die Saison der Quartalsberichte in Fahrt. Eine höhere Umsatzprognose von Delivery Hero ließ die Aktien des Essenauslieferers um gut zehn Prozent anziehen. Skeptische Töne für das Gesamtjahr belasteten dagegen die Aktien von Norma . Die Anteile des Autozulieferers büßten acht Prozent ein und fanden sich am MDax-Ende wieder.

Die Aktien von Wacker Chemie verloren nach einem herben Gewinnrückgang des Chemiekonzerns zum Jahresauftakt zwei Prozent.

Südzucker gewannen an der Spitze des Nebenwerteindex SDax neun Prozent. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux rief zum Kauf der Aktien auf. Analyst John Ennis von Goldman Sachs verwies zudem auf positive Aussagen des Unternehmens zum Cashflow.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone gab am Donnerstag um 0,31 Prozent auf 3491,92 Punkte nach. Ähnlich hoch waren die Verluste des Pariser Leitindexes Cac 40 und des Londoner FTSE 100 . Der Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Handelsschluss ebenfalls etwas leichter.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,05 Prozent am Vortag auf minus 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,14 Prozent auf 142,93 Punkte. Der Bund-Future verlor am Abend 0,07 Prozent auf 165,66 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1125 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1123 (Mittwoch: 1,1209) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8990 (0,8921) Euro gekostet./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

25.04.2019

Aktien Frankfurt Schluss: Dax nimmt Auszeit nach neuntägigem Anstieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine beeindruckende Rally des Dax hat am Donnerstag ihr vorläufiges Ende gefunden. Nach neun Börsentage in Folge mit Gewinnen gab der Leitindex um 0,25 Prozent auf 12 282,60 Punkte nach. Seit dem 10. April war der Dax kontinuierlich um insgesamt knapp 4 Prozent gestiegen, am Vortag auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober vergangenen Jahres.

"Nach der jüngsten Gewinnserie und vor dem Wochenende sind Gewinnmitnahmen verlockend", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Er habe den Eindruck, dass sich Börsianer zuletzt "zu weit aus dem Fenster gelehnt" hätten. Einen Anstieg des Dax über die nächste runde Marke von 12 500 Punkten halte er für unwahrscheinlich.

Bei den Nebenwerten fielen die Gewinnmitnahmen etwas umfangreicher aus als im Dax: Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 0,64 Prozent auf 25 836,00 Zähler nach./bek/he

25.04.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Dow sinkt weiter - Nasdaq 100 erneut auf Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Die Standardwerte-Indizes zollten ihrem jüngsten Aufwärtstrend weiter Tribut. Etwas besser hielt sich die Technologiebörse Nasdaq, die von deutlichen Kursgewinnen der Schwergewichte Facebook und Microsoft nach guten Geschäftszahlen profitierte. Microsoft erreichte sogar erstmals einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar und reihte sich damit hinter Apple und Amazon in einen elitären Club ein.

Der Dow Jones Industrial sank um 0,69 Prozent auf 26 412,55 Punkte. Damit knüpfte der US-Leitindex an seine Vortagsverluste an - am Dienstag hatte er noch den höchsten Stand seit Anfang Oktober erreicht. Zwar half die starke Kursentwicklung von Microsoft auch dem Dow. Dieser stand allerdings ein Kurssturz beim Mischkonzern 3M gegenüber.

Etwas besser als beim Dow sah es am Donnerstag beim S&P 500 aus: Der marktbreite Aktienindex verlor lediglich 0,08 Prozent auf 2925,00 Punkte. Dagegen setzte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 seine Rekordjagd fort. Zuletzt schaffte er ein Plus von 0,40 Prozent auf 7815,76 Zähler.

Die Aktien von 3M büßten am Dow-Ende gut elf Prozent ein, nachdem das Unternehmen über ein enttäuschendes erstes Quartal berichtet und seine Jahresziele erneut gesenkt hatte. Wenig Grund zur Freude hatten auch die Anteilseigner des Paketdienstes UPS : Dessen Papiere verloren nach eine ebenfalls schwachen Jahresstart rund zehn Prozent.

Als negativer Ausreißer im Technologiebereich erwies sich der Elektroautobauer Tesla . Hier straften die Anleger den erneuten Rutsch in die roten Zahlen nach einem halben Jahr mit Gewinnen mit einem Kursabschlag von knapp drei Prozent ab.

Dagegen setzten Microsoft-Aktien ihre Rekordjagd fort und gewannen zuletzt fast vier Prozent, was ihnen einen der vorderen Plätze im Nasdaq 100 sowie den Dow-Spitzenplatz bescherte. Dank boomender Cloud-Dienste hatte der Konzern im ersten Quartal Gewinne und Umsatz deutlich gesteigert. Mehrere Analysten lobten die Zahlen und hoben neben einer Bestätigung ihrer Kaufempfehlungen ihre Kursziele für die Aktie an.

Facebook schaffte es dank eines Kursanstiegs von über sechs Prozent auf den ersten Platz im Nasdaq 100. Das Online-Netzwerk überraschte mit seiner Umsatzentwicklung zu Jahresbeginn positiv. Milliardenschwere Rückstellungen im Zusammenhang mit Ermittlungen der US-Handelsbehörde FTC wegen der jüngsten Datenschutz-Skandale ließen die Anleger kalt.

Bei Paypal feierte der Markt gute Zahlen für das erste Quartal, die der Online-Bezahldienst dem boomenden Internethandel verdankt: Die Aktien verteuerten sich um knapp zwei Prozent.

Auch die Billigfluggesellschaft Southwest und der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb überzeugten mit ihren Geschäftszahlen: Die Aktien beider Unternehmen legten um dreieinhalb beziehungsweise fast zwei Prozent zu.

Derweil spricht der Kabelnetz- und Telekommunikationskonzern Comcast mit Walt Disney über einen Verkauf seines 30-Prozent-Anteils an der Videostreaming-Plattform Hulu an den Unterhaltungsriesen, wie der der Wirtschaftsnachrichtensender CNBC unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Während Comcast-Aktien knapp dreieinhalb Prozent gewannen, fing es für Disney um einen Prozent hoch./gl/fba

25.04.2019

Aktien New York: Dow sinkt weiter - Nasdaq 100 erneut auf Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Die Standardwerte-Indizes zollten ihrem jüngsten Aufwärtstrend weiter Tribut. Etwas besser hielt sich die Technologiebörse Nasdaq, die von deutlichen Kursgewinnen der Schwergewichte Facebook und Microsoft nach guten Geschäftszahlen profitierte. Der Software-Riese erreichte sogar erstmals einen Börsenwert von über einer Milliarde US-Dollar und reihte sich damit hinter Apple und Amazon in einen elitären Club ein.

Der Dow Jones Industrial sank eine Stunde nach Handelsbeginn um 0,97 Prozent auf 26 338,98 Punkte. Damit knüpfte der US-Leitindex an seine Vortagsverluste an - am Dienstag hatte er noch den höchsten Stand seit Anfang Oktober erreicht. Zwar half die starke Kursentwicklung von Microsoft auch dem Dow. Dieser stand allerdings ein Kurssturz beim Mischkonzern 3M nach einer Senkung der Unternehmensziele gegenüber.

Nur wenig besser als beim Dow sah es am Donnerstag beim S&P 500 aus: Der marktbreite Aktienindex verlor 0,38 Prozent auf 2916,27 Punkte. Dagegen setzte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 seine Rekordjagd fort. Zuletzt behauptete er ein Plus von 0,21 Prozent auf 7800,57 Zähler./gl/he

25.04.2019

Aktien New York Ausblick: Stimmung trübt sich weiter ein - Kursrutsch bei 3M

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial dürfte am Donnerstag seine jüngsten Kursverluste zunächst etwas ausweiten. Angesichts eines Kursrutsches bei den Aktien des Mischkonzerns 3M taxierte der Broker IG den US-Leitindex 0,44 Prozent tiefer bei 26 481 Punkten.

3M senkte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach einem enttäuschenden Jahresstart erneut. Der Hersteller von Scotch-Klebeband und Post-it-Stickern spricht von einem sich verschlechternden Umfeld. Das erste Quartal war schwächer ausgefallen als erwartet. Damit sackten die Papiere im vorbörslichen US-Handel um rund 8 Prozent ab.

Der Software-Riese Microsoft hingegen machte zu Jahresbeginn dank boomender Cloud-Dienste deutlich mehr Gewinn und Umsatz. In den Bereichen mit hohen Margen (Windows OEM, Serverprodukte) habe das Unternehmen die Erwartungen übererfüllt, schrieb Analyst Brad Zelnick von der Schweizer Bank Credit Suisse. Damit ging es für die Microsoft-Anteilsscheine um gut 5 Prozent nach oben. Insofern würde Microsoft an der Börse erstmals 1 Billionen Dollar schwer sein. Zuvor war dies bereits dem Computer-Konzern Apple und dem Online-Händler Amazon gelungen.

Um mehr als 8 Prozent nach oben ging es vorbörslich für die Aktien von Facebook . Das Online-Netzwerk hatte seinen Umsatz im ersten Quartal stärker gesteigert als gedacht. Zudem habe das bereinigte operative Ergebnis die Markterwartung klar übertroffen, schrieb der Experte Mark Mahaney vom Analysehaus RBC. Darüber hinaus deuteten die Trends im Werbegeschäft auf eine starke Entwicklung in den Jahren 2019 und 2020 hin, ergänzte Analyst Eric Sheridan von der Schweizer Großbank UBS.

Unter den weiteren Technologiewerten verzeichnete Paypal weiter starkes Wachstum. Dank eines boomenden Internethandels steigerte der Online-Bezahldienst die Einnahmen und den Gewinn zu Jahresbeginn kräftig. Damit stiegen die Papiere im vorbörslichen Geschäft um gut 1,5 Prozent.

Derweil brockten ein harter Winter und ein teurer Geschäftsumbau dem Paketdienst UPS einen überraschend schlechten Start ins Jahr ein. Die Anleger reagierten verschreckt und die Anteilsscheine büßten fast 3 Prozent ein.

Im Fokus steht ansonsten einmal mehr Tesla . Der Elektroauto-Hersteller war nach einem halben Jahr mit Gewinnen wieder tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Aktien gaben vorbörslich um rund 1 Prozent nach./la/fba

26.04.2019

EU-Kommissar: Nein zu Beitrittsgesprächen kann Balkan destabilisieren

BRÜSSEL/BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen am kommenden Montag mit einem Mini-Gipfel Bewegung in den festgefahrenen Konflikt zwischen Serbien und seiner abtrünnigen früheren Provinz Kosovo bringen. Gelingt es Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron, Serbien dazu zu bringen, die Gebietsansprüche aufzugeben und die Unabhängigkeit des mittlerweile von mehr als 100 Ländern anerkannten Kosovos anzuerkennen?

In der Brüsseler EU-Kommission ist man nach jahrelangen Vermittlungsbemühungen skeptisch - vor allem, weil das Kosovo den Konflikt jüngst mit der Einführung von Sonderzöllen weiter angeheizt hat. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur ruft der für die EU-Erweiterung zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn (61) dazu auf, den Streitparteien klar zu zeigen, dass sie durch eine Beilegung des Streits eine glaubwürdige EU-Beitrittsperspektive bekommen könnten.

Frage: Herr Kommissar Hahn, eigentlich ist in der EU die Außenbeauftragte Federica Mogherini für die Vermittlungen im Kosovo-Konflikt zuständig. Jetzt organisieren Deutschland und Frankreich auf eigene Faust Spitzengespräche in Berlin. Was sind ihre Erwartungen an das Gipfeltreffen? Müssen sich die Verantwortlichen in Brüssel geohrfeigt fühlen?

Antwort: Ziel dieses Treffens sollte in erster Linie die Auflösung der Blockade des Dialogs zwischen Belgrad und Pristina sein. Ich begrüße daher die Initiative von Paris und Berlin und deren wieder bekundetes Interesse für die Region. Allerdings ist es klar, dass eine nachhaltige Lösung von den beiden betroffenen Ländern kommen muss, die eine mögliche Vereinbarung ja letztendlich umsetzen und gegenüber ihren Bevölkerungen vertreten müssen. Eine von außen aufgezwungene Lösung kann nicht funktionieren.

Frage: Es verwundert ein wenig, dass die EU-Ratspräsidentschaft und wichtige regionale Akteure wie Österreich und Italien zum Treffen nicht eingeladen sind. Haben Sie Verständnis dafür?

Antwort: Derartige Initiativen werden von Mitgliedstaaten immer wieder gestartet. Die EU-Integration des Westbalkan ist jedoch - wie mehrfach von den Mitgliedstaaten einstimmig bestätigt wurde - eine politische Priorität der gesamten EU. Das muss auch bei diesem Treffen in Berlin das Signal sein. Eine Lösung der Kosovo-Frage sowie Stabilität und Fortschritte in den anderen Ländern der Region gibt es nur, wenn wir geeint auftreten und den Westbalkan wie einstimmig beschlossen glaubhaft an die EU binden.

Frage: Zumindest am Rande des Treffens dürfte es auch um den für Juni anvisierten Start der EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien gehen. Voraussetzung für den Beginn der Gespräche ist, dass Sie eine entsprechende Empfehlung abgeben. Können die beiden Länder auf Sie zählen?

Antwort: Ich bin zuversichtlich, dass die EU-Kommission Ende Mai auf Basis der von den Mitgliedstaaten einstimmig beschlossenen Kriterien positive Empfehlungen für beide Länder vorlegen wird. Danach ist es an den Mitgliedstaaten, eine Entscheidung zu treffen, wobei sie aktuelle politische Beurteilungen einfließen lassen werden - wie etwa im Falle Nordmazedoniens die Beilegung des Namensstreits mit Griechenland.

Frage: Auf welcher Grundlage wird die EU-Kommission ihre Empfehlung abgeben?

Antwort: Das historische Abkommen zur Beilegung des Namensstreits und der Freundschaftsvertrag mit Bulgarien sind wegweisende Signale für die ganze Region, dass selbst die Lösung langjähriger Konflikte möglich ist. Auch hat Nordmazedonien gute Fortschritte bei den internen Reformen gemacht. Das Land hat eindeutig das grüne Licht für die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt - also noch vor der diesjährigen Sommerpause - verdient.

Frage: Gilt die positive Beurteilung auch für Albanien?

Antwort: Auch Albanien hat bezüglich der mit den Mitgliedstaaten vereinbarten Kriterien gute Fortschritte erzielt - die umfassende Justizreform ist beispielgebend. Daher sollte auch die berechtigte Erwartungshaltung Albaniens von den EU-Staaten gewürdigt werden. Allerdings müssen die Anstrengungen zum Beispiel zur Korruptionsbekämpfung und zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität - also in Bereichen, die im besonderen Blickfeld der Mitgliedstaaten stehen - weiter verstärkt werden.

Frage: Länder wie Frankreich stehen einer neuerlichen EU-Erweiterung eher kritisch gegenüber. Sind sie optimistisch, dass die EU-Staaten am Ende ihrer Empfehlung folgen werden?

Antwort: Die Beitrittsperspektive für alle sechs Länder des Westbalkan wurde von den EU-Mitgliedstaaten beim Gipfel in Sofia erst letztes Jahr wieder einstimmig bekräftigt. Und das ist im ureigensten Interesse der Union. Denn wenn wir nicht dauerhaft Stabilität in unsere unmittelbare Nachbarschaft exportieren, werden wir Instabilität importieren.

Frage: Was sind die Konsequenzen, wenn es trotz der positiven Empfehlung der EU-Kommission kein grünes Licht geben wird?

Antwort: Es geht um die Glaubwürdigkeit der EU. Die Mitgliedstaaten selbst haben den Juni als Datum für die Entscheidung über die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien festgelegt. Eine Verschiebung und die Nichtanerkennung objektiv erbrachter Fortschritte seitens der Beitrittskandidaten hätte dramatische Folgen für die betroffenen Länder und die gesamte Region. Es würde quasi einen negativen Dominoeffekt bewirken. Denn welche Motivation hätten die Westbalkan-Länder, harte Reformen durchzuführen oder Konflikte, wie jenen zwischen Kosovo und Serbien, beizulegen, wenn sie dafür keinen Schritt auf ihrem Weg zur EU weiterkommen?

Für Nordmazedonien wäre die Verweigerung oder Verschiebung der Eröffnung der Beitrittsverhandlungen besonders riskant. Das Land hat seit einem Jahrzehnt positive Empfehlungen der Kommission zur Eröffnung der Beitrittsverhandlungen erhalten, nur aufgrund des Namensstreites kam es nie dazu. Wenn es jetzt, nach Lösung eben dieses dreißigjährigen Konfliktes und trotz der geleisteten Reformen, wieder enttäuscht wird, besteht die Gefahr der internen Destabilisierung mit entsprechenden Folgen auch für die Region.

Um es auf den Punkt zu bringen: Nur mit einer glaubwürdigen Politik wird es gelingen, den Reformprozess am Westbalkan voranzutreiben und unseren Einfluss in der Region zu bewahren.

ZUR PERSON: Der Österreicher Johannes Hahn ist seit 2010 Mitglied der EU-Kommission. Nach vier Jahren als EU-Kommissar für Regionalpolitik bekam er 2014 die Zuständigkeit für die Europäische Nachbarschaftspolitik und die Erweiterungsverhandlungen. Hahn ist Mitglied der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Für sie war er in seiner Heimat unter anderem Wissenschaftsminister. Hahn ist 61 Jahre alt und Vater eines erwachsenen Sohnes./aha/DP/zb

26.04.2019

EU-Kommissarin Vestager bewundert Merkels politische Führungskraft

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mit einem bemerkenswerten Kompliment hat sich EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vor Bundeskanzlerin Angela Merkel verneigt. "Sie ist die wahrscheinlich größte politische Führungspersönlichkeit, die ich erlebt habe", sagte die dänische Politikerin dem "Handelsblatt". Zwar habe sie die CDU-Politikerin erst einmal persönlich getroffen und könne deshalb nicht behaupten, dass sie Merkel gut kenne. "Aber ich bewundere, was sie geleistet hat."

Sollte die liberale EU-Kommissarin - wie von ihrer europäischen Parteienfamilie gewünscht - nach der Europawahl neue Präsidentin der EU-Kommission werden, würde sie Merkel künftig öfter begegnen. Allerdings werden ihr eher Außenseiterchancen eingeräumt. Als Favorit auf die Nachfolge von Kommissionschef Jean-Claude Juncker gilt der deutsche CSU-Politiker Manfred Weber, der die konservative Europäische Volkspartei als Spitzenkandidat in die Europawahl führt.

Bei allem Lob für Merkels Führungskraft hat sich Vestager mit ihrem resoluten Auftreten selbst einen beachtlichen Ruf in Brüssel und darüber hinaus erarbeitet. Als streitbare Wettbewerbskommissarin legte sie sich mit zahlreichen Großkonzernen an, um deren illegale Geschäftspraktiken zu unterbinden. Vestager ließ nicht nur Milliardenstrafen gegen Google, Apple, Facebook und Amazon verhängen. Sie verantwortete auch Ermittlungen und Entscheidungen gegen BMW, Daimler, VW und untersagte im Februar die Bahnfusion von Siemens und Alstom - sehr zum Ärger der Regierung in Berlin./mk/DP/zb

26.04.2019

ROUNDUP/'Seidenstraßen-Gipfel': Chinas Präsident verspricht mehr Transparenz

PEKING (dpa-AFX) - Angesichts internationaler Kritik an der chinesischen Initiative zum Bau einer "Neuen Seidenstraße" hat Präsident Xi Jinping mehr Offenheit versprochen. Zum Auftakt des Gipfels zu den weltweiten Infrastrukturplänen sagte Xi am Freitag in Peking auch mehr Kooperation, Umweltschutz und Kampf gegen Korruption zu: "Alles sollte auf transparente Weise getan werden, und es wird Null-Toleranz für Korruption geben." Die Initiative werde "offen, grün und sauber", gelobte der Staats- und Parteichef.

Zu dem zweitägigen Treffen sind Vertreter aus mehr als 100 Ländern angereist, darunter knapp 40 Staats- und Regierungschefs. Aus Deutschland nimmt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) teil. Es ist nach 2017 der zweite Gipfel dieser Art. Prominenter Gast ist Russlands Präsident Wladimir Putin, der am Vortag in Wladiwostok erstmals den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un traf.

Chinas Initiative ist international sehr umstritten. Es geht um Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienenwege, Häfen und andere Infrastrukturprojekte. Damit will China neue Handelswege nach Europa, Afrika und Lateinamerika und in Asien bauen. Allerdings warnen Kritiker gerade arme Länder vor einer "Schuldenfalle", politischen Abhängigkeiten von Peking und Schäden für die Umwelt. Auch wird beklagt, dass meist nur chinesische Unternehmen zum Zuge kommen.

Altmaier wollte sich vor Gipfelbeginn noch mit den Vertretern von Frankreich, Großbritannien und Spanien abstimmen, um eine gemeinsame Linie zu besprechen. Die meisten großen EU-Mitglieder und auch die USA stehen der Initiative kritisch gegenüber. Doch hat sich Italien als erstes Mitglied der Gruppe der großen Industrieländer (G7) im März trotz des Widerstands aus Brüssel dem Vorhaben angeschlossen.

Xi Jinping stellte einige Veränderungen in Aussicht. Künftig werde es noch stärker darum gehen, Prioritäten zu setzen und die Umsetzung der "Seidenstraßen"-Projekte qualitativ zu verbessern. Mehr Länder, Partner und internationale Organisationen sollten als "Teilhaber" einbezogen werden. Er sicherte zu, China wolle sich an internationale Regeln und Standards halten.

Vor dem Hintergrund von Warnungen auch seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor Finanzrisiken kündigte China an, die Gefahr der Überschuldung einzelner Länder durch "Seidenstraßen"-Projekte einzudämmen. Nach Angaben von Zentralbankchef Yi Gang sind schon 440 Milliarden US-Dollar für die Initiative bereitgestellt worden. Bei der Finanzierung von Projekten werde China künftig offener und marktorientierter vorgehen, zitierte ihn das chinesische Wirtschaftsmagazin "Caixin" von dem Forum.

China wolle sich in Zukunft vor allem auf kommerzielles Kapital und Investitionen des Privatsektors stützen und die Höhe der Mittel reduzieren, die von der Regierung zu günstigen Konditionen gewährt werden, sagte Yi Gang. In einem indirekten Hinweis auf die Kritik, dass "Seidenstraßen"-Projekte arme Länder in finanzielle Turbulenzen stürzen könnten, sagte der Zentralbankgouverneur, dass die Zahlungsfähigkeit voll berücksichtigt werden müsse.

Offenbar mit Blick auf den laufenden Handelskrieg mit den USA versprach Chinas Präsident auch eine weitere Marktöffnung, Gleichbehandlung ausländischer Unternehmen und den Schutz des geistigen Eigentums. Er wandte sich gegen Protektionismus und plädierte für Multilateralismus. Ohne die USA direkt zu nennen, forderte Xi Jinping "andere Länder" auf, ebenfalls ein besseres Geschäftsumfeld zu schaffen, chinesische Unternehmen wie auch chinesische "Studenten und Akademiker" fair zu behandeln.

Er bezog sich damit offensichtlich auf die zunehmende Verweigerung von Visa oder Einreisen für Studenten und auch renommierte Vertreter chinesischer Universitäten und Denkfabriken durch die USA./lw/hoe/DP/zb

26.04.2019

ROUNDUP/Linke: Bund soll Verkauf ostdeutscher Agrarflächen beenden

BERLIN (dpa-AFX) - Seit Tagen sorgt die Linke mit ihrem Vorstoß für eine parlamentarische Aufarbeitung der Treuhandgeschäfte nach der Wiedervereinigung für Debatten. Jetzt richtet sie den Blick auf die anhaltende Privatisierung ostdeutschen Bodens: Die Linksfraktion im Bundestag fordert, den Verkauf bundeseigener Agrarflächen in Ostdeutschland zu stoppen. Der Ausverkauf müsse ein Ende haben, sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch der Deutschen Presse-Agentur. Die Privatisierung sei ein großer Fehler gewesen.

Es sei das Mindeste, dass der Bund die ehemals volkseigenen Flächen in der DDR nicht weiter privatisiere und so den Bodenmarkt anheize. Die Linke schlägt vor, stattdessen auf die gezielte langfristige Verpachtung an junge Landwirte oder Frauen zu setzen. Zuvor hatte Bartschs Fraktion bereits gefordert, die Privatisierung von DDR-Betrieben durch die Treuhand Anfang der 1990er Jahre mit einem Untersuchungsausschuss im Bundestag aufzuarbeiten.

Im Jahr 1992 wurde die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) gegründet, um auf Grundlage des Treuhandgesetztes ehemals volkseigene Böden und Wälder zu privatisieren. Was noch nicht verkauft ist, wird verpachtet. Seit dem Start im Jahr 2007 wurden knapp 242 000 Hektar Ackerflächen veräußert. Das entspreche einem Gebiet von der Größe des Saarlandes, sagte Bartsch. "Wir fordern einen Privatisierungsstopp der restlichen BVVG-Flächen, die noch die Größe eines halben Saarlands umfassen."

Die Linke sorgt sich auch um die Preisentwicklung. Erst im Januar hatte der Chef des Deutschen Bauernbundes, der Sachsen-Anhalter Kurt-Henning Klammroth beklagt, Spekulanten setzten auf Rendite durch steigende Bodenpreise. Viele Bauern könnten kaum noch mithalten.

Aus Sicht der Bundesregierung ist diese Befürchtung indes beim BVVG-Geschäft unbegründet. Der Großteil der Flächen sei bisher an ortsansässige Unternehmen verkauft worden, die zuvor Pächter gewesen seien, heißt es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken. Der Rest wurde demzufolge nach Ausschreibung an anderweitige Interessenten verkauft.

"Käufe durch ortsfremde oder außerlandwirtschaftliche Investoren in den neuen Bundesländern finden nach Kenntnis der Bundesregierung kaum durch Erwerb einzelner Flächen von der BVVG statt, sondern durch Anteilskäufe von juristischen Personen", heißt es in der Antwort der Bundesregierung. Allerdings variiert der Anteil der Flächen, die an einen früheren Pächter verkauft wurden.

Während in Sachsen drei Viertel der Fläche so veräußert wurden, waren es in Sachsen-Anhalt und Thüringen jeweils etwas mehr als die Hälfte. Laut BVVG selbst schwankt auch der Verkaufspreis deutlich. Im Durchschnitt wurden voriges Jahr 20 195 Euro pro Hektar fällig. Brandenburg (13 857 Euro je Hektar), Sachsen (15 618), Thüringen (16 674) lagen deutlich darunter, in Mecklenburg-Vorpommern (23 389) und Sachsen-Anhalt (24 253) war deutlich mehr zu zahlen./hnl/DP/zb

26.04.2019

ROUNDUP: Macron will Franzosen mit Steuersenkungen beruhigen

PARIS (dpa-AFX) - Nach einer monatelangen Bürgerdebatte kommt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron seinen Landsleuten mit weiteren Zugeständnissen entgegen. Dazu gehören eine Senkung der Einkommensteuer mit einem Umfang von rund fünf Milliarden Euro und Erleichterungen für Bezieher niedriger Renten, wie Macron am Donnerstagabend in Paris angekündigte.

Aus der Opposition in und außerhalb des Parlaments kam Kritik. Der Chef der bürgerlichen Republikaner, Laurent Wauquiez, fragte, wie Macrons Maßnahmen finanziert werden sollen. "Die Geschenke von heute werden die Steuern von morgen sein", erklärte Wauquiez. Priscillia Ludosky, eine prominente Wortführerin der Protestbewegung "Gelbwesten", forderte zu neuen Demonstrationen auf.

Der seit knapp zwei Jahren amtierende Staatschef hatte zum Jahresbeginn die Bürgerdebatte eingeläutet, um auf die Proteste der "Gelbwesten" zu reagieren.

Macron sagte, er wolle die prestigereiche Elitehochschule ENA abschaffen, deren Absolvent er selbst ist. Das Vorhaben gilt als delikat, da auch viele Regierungsmitglieder wie Premier Édouard Philippe in der Kaderschmiede ausgebildet wurden.

Mit den Reformplänen will der Präsident das soziale Klima beruhigen und Vertrauen zurückgewinnen. Bereits im Dezember hatte der Staatschef soziale Maßnahmen in einem Umfang von rund zehn Milliarden Euro angekündigt. Deshalb wird das Staatsdefizit im laufenden Jahr aller Voraussicht nach über dem Maastrichter Grenzwert von drei Prozent der Wirtschaftsleistung liegen.

Macron will die nun angekündigte milliardenschwere Steuersenkung mit dem Ende von Steuervorteilen für Unternehmen und mit weniger Staatsausgaben gegenfinanzieren. Auch Mehrarbeit der Bürger sei nötig, das gesetzliche Renteneintrittsalter - 62 Jahre in Frankreich

- solle jedoch nicht angehoben werden.

Macron will auch die Beteiligung von Bürgern stärken. Petitionen an das Parlament mit mindestens einer Million Unterschriften könnten einen Gesetzesentwurf oder ein Referendum auslösen.

Der Protest der "Gelbwesten" hatte sich im November an der geplanten Erhöhung der Treibstoffsteuern entzündet. Inzwischen geht es allgemein um soziale Ungerechtigkeiten, auch Macron selbst wird offen angegriffen. Bei Demonstrationen kam es immer wieder zu heftigen Ausschreitungen.

In der Frage- und Antwortrunde der für Macron ungewöhnlichen Pressekonferenz gestand der Präsident Meinungsunterschiede mit dem wichtigen EU-Partner Deutschland ein. "Es ist wahr, dass wir heute beim Brexit nicht auf der gleichen Linie sind."

Beim EU-Gipfel vor zwei Wochen hatten sich die verbleibenden 27 EU-Staaten darauf verständigt, den Briten einen Aufschub für den EU-Ausstieg des Landes bis Ende Oktober zu gewähren. Frankreich hatte sich für eine kürzere Frist ausgesprochen, auch wenn das einen Brexit ohne Abkommen bedeutet hätte. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich auf die Fahne geschrieben, dem Ziel eines geordneten Brexits alle anderen Interessen unterzuordnen./nau/cb/DP/zb

26.04.2019

Albanien und Nordmazedonien können auf EU-Beitrittsverhandlungen hoffen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Balkanländer Nordmazedonien und Albanien können nach der Europawahl auf einen Start der Verhandlungen über einen EU-Beitritt hoffen. "Ich bin zuversichtlich, dass die EU-Kommission Ende Mai auf Basis der von den Mitgliedstaaten einstimmig beschlossenen Kriterien positive Empfehlungen für beide Länder vorlegen wird", sagte der zuständige Kommissar Johannes Hahn der Deutschen Presse-Agentur in einem Interview. Vor allem Nordmazedonien habe sich den Start der Beitrittsverhandlungen durch Reformen und die Beilegung des Namensstreits mit Griechenland eindeutig verdient.

Die EU-Staaten hatten der Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Albanien und Nordmazedonien bereits im vergangenen Juni grundsätzlich zugestimmt. Der eigentliche Beginn der Gespräche wurde aber von weiteren Reformfortschritten abhängig gemacht. Zu diesen wird die EU-Kommission nun kurz nach der Europawahl (23.-26. Mai) Berichte vorlegen, die dann als Grundlage für die endgültige Entscheidung der Regierungen der EU-Staaten dienen sollen.

Hahn warnte die Mitgliedstaaten davor, trotz positiver Berichte weiter auf Zeit zu spielen. "Nur mit einer glaubwürdigen Politik wird es gelingen, den Reformprozess am Westbalkan voranzutreiben und unseren Einfluss in der Region zu bewahren", sagte er. Die Mitgliedstaaten selbst hätten den Juni als Datum für die Entscheidung über die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien festgelegt.

Eine Verschiebung und die Nichtanerkennung objektiv erbrachter Fortschritte seitens der Beitrittskandidaten könne dramatische Folgen für die betroffenen Länder und die gesamte Region haben, warnte Hahn. So drohe beispielsweise auch die Motivation wegzufallen, den Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo beizulegen, der am Montag Thema eines von Deutschland und Frankreich initiierten Mini-Gipfels in Berlin sein soll./aha/DP/zb

26.04.2019

Linke fordert Privatisierungsstopp für ostdeutsche Agrarflächen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Linke im Bundestag hat einen Privatisierungsstopp für Agrarflächen in Ostdeutschland gefordert. Der Ausverkauf müsse ein Ende haben, sagte der Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch der Deutschen Presse-Agentur. Konkret geht es um die ehemals volkseigenen Flächen in der DDR, die von der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) verkauft werden. "Das Mindeste ist, dass der Bund über die BVVG nicht weiter Ackerland privatisiert und so den Bodenmarkt anheizt", betonte Bartsch. Seit 2007 wurden 242 000 Hektar verkauft. Zwei Drittel der Flächen ging an frühere Pächter, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervorgeht./hnl/DP/zb

26.04.2019

Brok unterstützt Weber im Streit um Nord Stream 2

BERLIN (dpa-AFX) - Der konservative Spitzenkandidat für die Europawahl, Manfred Weber (CSU), bekommt für seine ablehnende Haltung zur Ostseepipeline Nord Stream 2 Rückendeckung aus den eigenen Reihen. Der scheidende CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok sagte der "Bild" (Freitag): "Das Projekt muss und kann gestoppt werden. EU-Recht muss nur angewendet werden."

Brok machte deutlich, dass er der Zusage des russischen Präsidenten Wladimir Putin, nach Fertigstellung der Pipeline weiter Gas durch die Ukraine zu leiten, keinen Glauben schenke: "Die Russen werden sich nicht an ihre Absprachen halten: Ist Nord Stream 2 gebaut, machen die die Ukraine-Leitung dicht - egal was versprochen wurde."

Weber tritt bei der Europawahl Ende Mai als Spitzenkandidat für die Europäische Volkspartei an, einer konservativen Parteienfamilie, zu der CDU und CSU gehören. Er will im Fall eines Wahlsiegs Präsident der EU-Kommission werden.

In einem Interview hatte Weber vor einigen Tagen gesagt, Nord Stream 2 sei nicht im Interesse der EU, weil es die Abhängigkeit von russischen Rohstoffen erhöhe. "Als Chef der EU-Kommission werde ich alle Vorschriften anwenden, um Nord Stream 2 zu blockieren", sagte er und löste damit auch in den eigenen Reihen Irritationen aus.

Die Bundesregierung stemmt sich trotz aller Kritik innerhalb der EU gegen einen Stopp der Gasleitung, die schon zu einem Viertel fertiggestellt ist. Befürworter argumentieren, die Pipeline sei wirtschaftlich notwendig, da die Eigenproduktion an Erdgas in Europa bis 2035 deutlich sinke, der Bedarf aber annähernd gleich bleibe.

Brok hat sich schon wiederholt gegen das Projekt ausgesprochen. Dem "Westfalen-Blatt" hatte er zuletzt gesagt: "Es kann nicht sein, dass ein russischer Staatskonzern wie Gazprom auf Dauer rechtlich besser gestellt wird als innereuropäische Unternehmen, die sich an das EU-Wettbewerbsrecht halten müssen."/wn/DP/zb

26.04.2019

Chinas Präsident verspricht mehr Transparenz bei 'Neuer Seidenstraße'

PEKING (dpa-AFX) - Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat mehr Offenheit bei der Umsetzung der Initiative zum Bau einer "Neuen Seidenstraße" versprochen. Vor dem Hintergrund internationaler Kritik an dem chinesischen Vorhaben zum Bau von Wirtschaftskorridoren weltweit sagte Chinas Präsident am Freitag: "Alles sollte auf transparente Weise getan werden, und es wird Null-Toleranz für Korruption geben."

Xi äußerte sich bei der Eröffnung eines "Seidenstraßen"-Gipfels in Peking. Zu dem zweitägigen Treffen sind Vertreter aus mehr als 100 Ländern angereist, darunter knapp 40 Staats- und Regierungschefs. Aus Deutschland nimmt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) teil.

Es ist nach 2017 der zweite Gipfel dieser Art. Chinas Initiative ist international umstritten. Es geht um Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienenwege, Häfen und andere Infrastrukturprojekte. Damit will China neue Handelswege nach Europa, Afrika, Lateinamerika und in Asien bauen. Allerdings warnen Kritiker besonders arme Länder vor einer Schuldenfalle und politischen Abhängigkeiten von Peking./lw/DP/zb

25.04.2019

Macron räumt Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich ein

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Meinungsunterschiede zwischen Deutschland und Frankreich bei bestimmten Themen eingestanden. "Es ist wahr, dass wir heute beim Brexit nicht auf der gleichen Linie sind", sagte Macron am Donnerstag in Paris, während er seine Reformpläne zur Beruhigung des sozialen Klimas vorstellte.

Beim EU-Gipfel vor zwei Wochen hatten sich die verbleibenden 27 EU-Staaten darauf verständigt, den Briten einen Aufschub für den EU-Ausstieg des Landes bis Ende Oktober zu gewähren. Frankreich hatte sich für eine kürzere Frist ausgesprochen, auch wenn das einen Brexit ohne Abkommen bedeutet hätte. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich auf die Fahne geschrieben, dem Ziel eines geordneten Brexits alle anderen Interessen unterzuordnen.

In der Klimapolitik gebe es ebenfalls Differenzen, so der Präsident weiter. Auch die Unterschiede im Euroraum hätten sich für Deutschland sehr positiv ausgewirkt. Bei der Paarung von Deutschland und Frankreich gehe es zwar darum, gemeinsame Positionen zu entwickeln, "aber auch zu wissen, wie man französische und zutiefst europäische Positionen einnimmt". Frankreich habe keine Angst, seine Stimme zu erheben. "Das ist die Methode, an die ich glaube."/nau/cb/DP/he

26.04.2019

BLACKSTONE IM FOKUS: Treiben passive Fonds jetzt die Aktie hoch?

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Finanzinvestor Blackstone bekommt eine neue Struktur. War der alternative Vermögensverwalter bislang eine börsennotierte Partnerschaft, firmiert das Unternehmen künftig als so genannte "C-Corporation" - also als klassisches Unternehmen, das von seinen Inhabern unabhängig besteuert wird. Chef Stephen Schwarzman erhofft sich von der Veränderung vor allem, dass mehr passive Aktienfonds einsteigen. Kommen nun bessere Zeiten für die Aktionäre?

LAGE DES UNTERNEHMENS:

Seinen Fondsinvestoren macht Blackstone Freude. Schließlich ist der Finanzinvestor bekannt für stattliche Renditen, wenn es darum geht, Firmen zu übernehmen und einige Jahre später gewinnbringend weiterzuverkaufen. Ähnlich wie die Wettbewerber KKR oder Ares hat Blackstone sein Geschäft längst auf die Vergabe von Risikokrediten und Immobilien ausgeweitet. Auch Wachstumsinvestments in junge Technologiefirmen haben die New Yorker schon lange im Programm.

In die Hände spielen Blackstone dabei zwei Tendenzen: Erstens drängt immer mehr Geld in die Fonds, weil Versicherer und Pensionskassen im Niedrigzinsumfeld nach rentablen Anlagen suchen. Zweitens sind Häuser mit einer langjährigen Erfolgsbilanz und einem starken Markennamen bei den Investoren beliebt, weil diese dort das Risiko für Fehlschläge minimieren.

Blackstone nutzt den Rückenwind, um in immer neuen Vehikeln Investorengeld einzusammeln. Das treibt die Verwaltungsgebühren, und die wiederum den Umsatz.

Eine oft bemängelte Schwäche hat Blackstone mit der Umfirmierung ausgebügelt. Denn in eine börsengehandelte Partnerschaft dürfen viele Fonds - passiv und aktiv - nicht investieren. So waren bei dem Finanzinvestor kurz vor der Umfirmierung nur 20 Prozent der Anleger entweder passive oder klassische aktive Aktienfonds. Das soll sich mit der neuen Struktur ändern.

Blackstone-Chef Schwarzman hat immer wieder beklagt, dass Aktieninvestoren die Gesellschaft zu niedrig bewerten. Das hat aber Gründe, die tiefer liegen als der der Firmenstruktur. "Die Börsen wollen Vorhersehbarkeit, aber das Geschäft eines Private-Equity-Hauses ist von Natur aus nicht vollständig vorhersehbar", sagt Alexander Argyros, Gründer des Start-ups Moonfare, das auch Privatanlegern mit vergleichsweise kleinen Summen Investments in Private-Equity-Fonds erlaubt. "Insofern ist fraglich, ob ein Aktieninvestment eine sinnvolle Art ist, in Private Equity zu investieren".

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Goldman Sachs lobt die Umfirmierung von Blackstone. Rund elf Prozent der Aktien, die zur Zeit im Umlauf sind, könnten für passive Aktienfonds relevant sein, was die Nachfrage nach den Papieren treiben könnte, schreibt Analyst Alexander Blostein.

Außerdem geht der Experte davon aus, dass sich das Wachstum beim verwalteten Kapital in Gewinnwachstum ummünzen wird. Blackstone sei einer von wenigen wachstumsstarken Finanzwerten und mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 (mit dem Jahr 2020 als Referenzpunkt) günstig. Blostein hat für Blackstone eine Kaufempfehlung mit Kursziel von 45 Dollar auf dem Zettel.

Auch JPMorgan ist mit Blick auf die Aktie optimistisch gestimmt. Analyst Kenneth Worthington lobt das Tempo von Blackstone, wenn es um das Einsammeln neuer Gelder geht. Auch die Renditen der Fonds seien besser als erwartet. Die neue Rechtsform könnte die Aktie zusätzlich treiben. Worthington hat ebenfalls eine Kaufempfehlung für Blackstone, mit einem Kursziel von 47 Dollar.

Die beiden Analysten sind mit ihrem optimistischen Votum nicht allein: 13 Experten haben laut Bloomberg-Daten eine Kaufempfehlung für Blackstone auf dem Zettel, nur einer rät zum Halten.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Anders als die Investoren in geschlossene Blackstone-Fonds hatten die Aktionäre bisher auf lange Sicht wenig Freude mit der Anlage. Vom Börsengang im Juni 2007 bis jetzt gewann die Aktie rund ein Drittel dazu, während der US-amerikanische Leitindex S&P 500 sich in der Zeit verdoppelte. Zwar hat Blackstone seinen Anlegern in der Zeit immer wieder Dividenden gezahlt, doch auch das schraubt den Gewinn nicht über den des S&P - und das bei deutlich höheren Schwankungen.

Auf die Nachricht vom 18. April zur Umfirmierung - die zusammen mit den jüngsten Quartalszahlen kam - machte das Papier immerhin einen Sprung um rund 10 Prozent. Im laufenden Jahr hat die Aktie damit rund ein Drittel dazugewonnen./fba/elm/jha/

26.04.2019

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Norma Group auf 'Hold' und Ziel auf 44 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat die Aktie der Norma Group nach vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 56 auf 44 Euro gesenkt. Der Autozulieferer habe unerwartet schwache Eckdaten ausgewiesen, schrieb Analyst Tim Rokossa in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem habe Norma den Jahresausblick nach unten hin konkretisiert. Der Experte reduzierte deshalb seine Umsatz- und Ergebnisprognosen (Ebit) für die Jahre 2019 bis 2021./edh/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.04.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.04.2019 / 15:33 / GMT

26.04.2019

ANALYSE-FLASH: HSBC hebt Ziel für Wirecard auf 190 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Wirecard nach Zahlen von 170 auf 190 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Dank des guten Laufs bei Neuabschlüssen sowie der neuen Partnerschaft mit Softbank blieben die Aussichten stark, schrieb Analyst Antonin Baudry in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er hob zudem die moderate Bewertung der Papiere hervor. Probleme sieht Baudry aber weiterhin bei der Unternehmenskommunikation./ag/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.04.2019 / 22:04 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 26.04.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

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26.04.2019

ANALYSE-FLASH: RBC hebt Ziel für RWE auf 29 Euro - 'Top Pick'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus RBC hat das Kursziel für RWE von 23 auf 29 Euro angehoben und die Einstufung auf "Top Pick" belassen. Beim Versorger sei das Geschäft mit Erneuerbaren Energien vom Markt unterbewertet, schrieb Analyst John Musk in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem hätten sich die Preisaussichten für den deutschen Strommarkt angesichts wegfallender Kohle- und Atomstromerzeugung aufgehellt./edh/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 26.04.2019 / 00:51 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 26.04.2019 / 00:51 / ET

25.04.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Microsoft wird drittes Mitglied im Eine-Billion-Dollar-Club

(neu: Schlusskurse)

NEW YORK (dpa-AFX) - Den Titel als wertvollstes Börsenunternehmen der Welt hatte Microsoft Apple schon vor einiger Zeit abgejagt. Doch am Donnerstag wurde der Softwareriese zumindest kurzzeitig Mitglied in einem besonders elitären Club: Als erst drittes Unternehmen nach dem iPhone-Hersteller sowie dem Online-Händler Amazon knackte Microsoft mit seinem Börsenwert die beeindruckende Marke von einer Billion US-Dollar.

Zu verdanken hat Microsoft seinen neuen Status vor allem dem boomenden Cloud-Geschäft, also Mietsoftware im Internet: Dieses hatte dem Unternehmen im ersten Quartal diesen Jahres zu einer deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerung verholfen.

Die Aktie honorierte die guten Resultate gleich zu Handelsbeginn mit einem Anstieg bis auf ein Rekordhoch von 131,37 Dollar, woraus sich ein Börsenwert von knapp 1,007 Billionen Dollar ergab. Zum Schluss stand noch ein Kursplus von 3,31 Prozent auf 129,15 Dollar zu Buche, womit Microsoft sowohl den Spitzenplatz im US-Leitindex Dow Jones Industrial als auch einen der vorderen Plätze im technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 belegte.

Für die Billionen-Marke reichte das nicht mehr ganz, so dass die Mitgliedschaft in dem elitären Kreis zunächst ein kurzes Gastspiel blieb. Den Rang als wertvollstes Börsenunternehmen der Welt vor Apple und Amazon behauptete Microsoft aber problemlos.

Und will man den Experten Glauben schenken, dann ist eine erneute - und diesmal vielleicht längere - Mitgliedschaft im Billionen-Dollar-Club nur eine Frage der Zeit: Mehrere Analysten verbanden ihr Lob für die aktuellen Zahlen mit einer Bestätigung ihrer Kaufempfehlungen. Zudem hoben sie ihre Kursziele für die Aktie an und liegen mit 144 bis 150 Dollar nun durch die Bank deutlich über dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-aFX ---

25.04.2019

AKTIE IM FOKUS: Microsoft wird drittes Mitglied im Eine-Billion-Dollar-Club

NEW YORK (dpa-AFX) - Den Titel als wertvollstes Börsenunternehmen der Welt hatte Microsoft Apple schon vor einiger Zeit abgejagt. Doch am Donnerstag wurde der Softwareriese zumindest kurzzeitig Mitglied in einem besonders elitären Club: Als erst drittes Unternehmen nach dem iPhone-Hersteller sowie dem Online-Händler Amazon knackte Microsoft mit seinem Börsenwert die beeindruckende Marke von einer Billion US-Dollar.

Zu verdanken hat Microsoft seinen neuen Status vor allem dem boomenden Cloud-Geschäft, also Mietsoftware im Internet: Dieses hatte dem Unternehmen im ersten Quartal diesen Jahres zu einer deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerung verholfen.

Die Aktie honorierte die guten Resultate gleich zu Handelsbeginn mit einem Anstieg bis auf ein Rekordhoch von 131,37 Dollar, woraus sich ein Börsenwert von knapp 1,007 Billionen Dollar ergab. Zuletzt stand noch ein Kursplus von 3,78 Prozent auf 129,74 Dollar zu Buche, womit Microsoft sowohl den Spitzenplatz im US-Leitindex Dow Jones Industrial als auch einen der vorderen Plätze im technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 belegte.

Für die Billionen-Marke reichte das nicht mehr ganz, so dass die Mitgliedschaft in dem elitären Kreis zunächst ein kurzes Gastspiel blieb. Den Rang als wertvollstes Börsenunternehmen der Welt vor Apple und Amazon behauptete Microsoft aber problemlos.

Und will man den Experten Glauben schenken, dann ist eine erneute - und diesmal vielleicht längere - Mitgliedschaft im Billionen-Dollar-Club nur eine Frage der Zeit: Mehrere Analysten verbanden ihr Lob für die aktuellen Zahlen mit einer Bestätigung ihrer Kaufempfehlungen. Zudem hoben sie ihre Kursziele für die Aktie an und liegen mit 144 bis 150 Dollar nun durch die Bank deutlich über dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch./gl/he

25.04.2019

ANALYSE-FLASH: Baader Bank senkt Ziel für Norma Group auf 54 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat das Kursziel für Norma Group nach Zahlen im ersten Quartal von 62 auf 54 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Diese seien enttäuschend gewesen, schrieb Analyst Peter Rothenaicher in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Der Start des Herstellers von Verbindungstechnik in das neue Jahr sei schwach ausgefallen./bek/he

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.04.2019 / 16:41 / CEST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / CET

25.04.2019

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Südzucker auf 11,50 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Südzucker von 11 auf 11,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Eine Mitteilung des Zucker- und Ethanolproduzenten vom Vortag wertete Analyst John Ennis in einer am Donnerstag vorliegenden Studie als Hinweis auf einen stabileren Cashflow. Grund hierfür seien vermutlich niedrigere Steuern und Änderungen bei den Rückstellungen des Unternehmens./bek/he

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.04.2019 / 15:39 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

25.04.2019

AKTIEN IM FOKUS 2: Aus für Fusion lässt Deutsche-Bank-Aktionäre ratlos zurück

(neu: Aktienkurse aktualisiert)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuscht haben die Aktionäre der Deutsche Bank am Donnerstag auf das Ende der Fusionsgespräche mit der Commerzbank reagiert. War der Kurs der Deutschen Bank nach den getrennten Mitteilungen beider Geldhäuser zur Beendigung der Gespräche zunächst noch um fast fünf Prozent gestiegen, so gab er diese Gewinne anschließend komplett wieder ab und büßte am Schluss gar 1,5 Prozent ein.

Nach gründlicher Prüfung seien die Vorstände zu dem Schluss gekommen, dass ein Zusammengehen "keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde", hieß es in den Mitteilungen. Dies gelte "auch mit Blick auf die Umsetzungsrisiken, Restrukturierungskosten und Kapitalanforderungen, die mit einer solch großen Integration einhergehen."

Die Aktien der Commerzbank verloren am Handelsende 2,3 Prozent. Allerdings hatten sie schon vor Bekanntwerden des Abbruchs der Fusionsgespräche in diesem Umfang nachgegeben. Hier dürften Anleger nach Einschätzung von Händlern Gewinne mitgenommen haben. Denn die immer neuen Spekulationen um eine Übernahme der Commerzbank hatten den Kurs seit Jahresbeginn um mehr als 40 Prozent nach oben getrieben.

Analystin Anke Reingen von der Bank RBC wertete den Abbruch der Fusionsgespräche als Entlastung für die Deutsche Bank . Denn diese hätte zur Finanzierung des Deals das Kapital wohl kräftig aufstocken müssen. Die Expertin rechnet damit, dass die Papiere der Deutschen Bank nun einen Teil der zuletzt unterdurchschnittlichen Entwicklung gegenüber den Commerzbank-Papieren wieder aufholen. Commerzbank-Aktien waren seit Jahresbeginn mehr als vier mal so stark gestiegen wie Deutsche-Bank-Anteile.

Bei der Commerzbank dürfte sich der Fokus nun wieder auf die eigene Strategie richten, so Reingen. Zumal andere als mögliche Käufer gehandelte Häuser wie die italienische Unicredit oder die niederländische ING keine Eile haben dürften, aktiv zu werden. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bank könne die Gewinnung neuer Kunden bei der Commerzbank zuletzt etwas gehemmt haben, fügte die Analystin hinzu.

Kian Abouhossein von der Investmentbank JPMorgan zeigte sich überrascht vom Gang der Dinge und warf die Frage auf, welche Alternativen die Deutsche Bank denn nun habe. Das Geldhaus müsse den Umbau noch forcieren, trotz der Quartalszahlen, die am Donnerstag die Erwartungen überboten hätten. Denn die bislang ergriffenen Schritte dürften die Kapitalausstattung des Instituts nicht ausreichend verbessern. Wahrscheinlich seien weitere Maßnahmen im renditeschwachen Investment Banking notwendig - und ein noch stärkerer Dreh an der Kostenschraube./bek/he

25.04.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Starkes Quartal verschafft Bayer-Aktie etwas Luft

(neu: Aussage von CEO Baumann zum Glyphosat-Prozess im fünften Absatz, Aktienkurs aktualisiert)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Einen Tag vor der vermutlichen hitzigen Hauptversammlung hat Bayer seine Aktionäre am Donnerstag mit starken Quartalszahlen zumindest ein wenig beruhigt. So lag der Umsatz im ersten Quartal um gut drei Prozent über der Markterwartung und der bereinigte operative Gewinn um vier Prozent. Die Aktie, seit Mai vergangenen Jahres fast durchgehend auf dem Rückzug, lag daraufhin mit einem Plus von mehr als 1,5 Prozent auf Platz zwei im Dax hinter den Papieren von Thyssenkrupp.

Die Übernahme des Saatgutkonzerns Monsanto und ein starkes Pharmageschäft hatten Bayer zum Jahresstart angetrieben. Der bei weitem größte Teil des Umsatzanstiegs geht nach der Übernahme von Monsanto auf das Agrargeschäft zurück. Im Pharmageschäft konnte sich Bayer abermals auf starke Verkaufszahlen des Gerinnungshemmers Xarelto und des Augenmedikaments Eylea verlassen.

Von einem "starken Quartal dank ausgereifter Produkte" im Pharmageschäft sprach denn auch Analyst Wimal Kapadia vom Analysehaus Bernstein. In der Agrarsparte CropScience habe der operative Gewinn (Ebitda) die Konsensschätzung um zehn Prozent übertroffen. Allerdings hätten die Experten wegen Sondereinflüssen in den USA mit ihren Prognosen tief gestapelt. Überflutungen im Mittelwesten hatten dort die Aussaat durch Landwirte teils verzögert.

Gerade mit Blick auf das Agrargeschäft im ersten Quartal sei man am Markt im Vorfeld der Quartalszahlen "nervös" gewesen, sagte Analyst Michael Leuchten von UBS. Er rechnete schon vor Börsenbeginn mit einer positiven Kursreaktion und behielt damit Recht. Der wichtigste Impulsgeber für die Bayer-Aktie seien indes die Klagen in den USA wegen des im Unkrautvernichtungsmittel Roundup von Monsanto enthaltenen Glyphosat.

Diese hatten den Aktienkurs zuletzt schwer belastet: Vom Zwischenhoch im Mai vergangenen Jahres bei gut 105 Euro hatte sich deren Wert bis zum Tief Ende März bei unter 55 Euro nahezu halbiert. Angesichts dieser Verluste muss sich Konzernchef Werner Baumann auf der Hauptversammlung an diesem Freitag auf herbe Kritik der Aktionäre einstellen. Wichtige Anteilseigner empfahlen bereits, dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Bayer-Chef Werner Baumann zeigte sich unterdessen am Donnerstag erneut überzeugt, den Glyphosat-Prozess zu gewinnen.

Experte Alistair Campbell vom Londoner Broker Liberum gab sich zum Thema Glyphosat gelassen: "Die Stärke von CropScience zeigt vor allem, dass die wichtigen Abnehmer dieses Geschäft nach wie vor schätzen". Die Klagen gegen Glyphosat belasteten die Aktivitäten in diesem Segment bislang nicht.

Zwar sei die Zahl der Kläger in den USA jüngst von 11 200 Ende Januar bis zum 11. April auf 13 400 gestiegen; das sei aber keine Überraschung nach dem Sieg eines weiteren Klägers gegen Bayer. Campbell sah hierin keinen Anlass, seine Schätzungen für mit Glyphosat verbundene Kosten für Bayer aufzustocken, diese seien ohnehin bereits "zu konservativ"./bek/he

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