NEWS

Real-time und near-time Nachrichten

 

 

 

ANALYSEN

Aktienanalyse als Nachrichtenfeed

 

 

 

VIDEO

Leistungsspektrum

 

 

 

Newsticker

Märkte
Unternehmen
Analysen
Konjunktur

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen zeigen sich zum Wochenstart in unterschiedlicher Verfassung. Während andere Indizes am Montag zulegten, geriet der Leitindex Dow Jones Industrial nach einem Rekord im frühen Handel in den Rückwärtsgang. Zwei Stunden vor Schluss stand er 0,27 Prozent tiefer bei 39 894,38 Punkten. Er rutschte damit wieder unter die 40 000-Punkte-Marke, die er in der vergangenen Woche erstmals überwunden hatte.

Der marktbreite S&P 500 legte am Montag um 0,19 Prozent auf 5313,32 Zähler zu. Noch etwas mehr Schwung kam im Technologiesektor auf: Der von dieser Branche geprägte Nasdaq 100 stieg um 0,62 Prozent auf 18 661,23 Punkte. Ihm gelang zwischenzeitlich über 18 700 Punkten ein Rekord. Nur der S&P 500 war knapp an einer Bestmarke gescheitert.

Im Technologiesektor bereiten sich die Anleger auf die Zahlen ihres Künstliche-Intelligenz-Favoriten Nvidia vor, die am Mittwoch nach Börsenschluss erwartet werden. Die Aktien des Prozessorherstellers legten um 2,5 Prozent zu, auch angetrieben von einer positiven Analystenstimme von Barclays Bank. Außerdem profitieren die Aktien des Chip-Wettbewerbers Micron mit 3,1 Prozent Plus davon, dass das Investmenthaus Morgan Stanley seine bislang negative Haltung zur Aktie aufgab.

Auf einem Treffen mit Investoren hatte sich die Großbank JPMorgan ein wenig optimistischer als bisher zum erwarteten Zinsüberschuss in diesem Jahr geäußert. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Aktien jedoch ins Minus. Institutschef Jamie Dimon hatte gesagt, zu aktuellen Preisen würde die Bank nicht viele eigene Aktien zurückkaufen. Mit einem Abschlag von drei Prozent waren sie Schlusslicht im Dow.

Daneben rücken die Aktien von Bergwerksgesellschaften in den Fokus der Anleger. Sowohl der Goldpreis als auch der Kupferpreis erreichten am Montag Höchstmarken. Die Kupferminenaktie Southern Copper stieg um drei Prozent auf ein Rekordhoch, während die Papiere von Unternehmen wie Freeport-McMoran , Barrick Gold und Newmont um 0,9 bis 1,7 Prozent zulegten.

Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown sagte, Gold sei wegen geopolitischer Unsicherheiten als sicherer Hafen gefragt, nachdem der iranische Präsident Ebrahim Raisi und sein Außenminister beim Absturz ihres Hubschraubers im Iran ums Leben gekommen waren. Das Unglück sorgte im Nahen Osten für Verunsicherung, wovon Gold als sicher empfundene Anlage oft profitiert. Der Kupferpreis wurde von möglichen Angebotsengpässen nach oben getrieben./tih/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Pfingstmontag haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt leicht zugelegt. Nach einem an Impulsen armen und von geringen Börsenumsätzen geprägten Handel schloss der Leitindex Dax 0,35 Prozent höher bei 18 768,96 Punkten. Gesucht waren vor allem Schwergewichte wie SAP , Siemens , Airbus und Deutsche Telekom .

Damit blieb das Börsenbarometer in Reichweite der Marke von 19 000 Zählern, die der Dax bislang noch nicht überwinden konnte. Knapp unter dieser hatte der Index in der Vorwoche ein Rekordhoch erreicht. Der MDax der mittelgroßen Werte schloss am Montag mit 0,15 Prozent im Plus bei 27 482,05 Zählern.

Aus Branchensicht standen Autowerte im Anlegerfokus, nachdem die Analysten von Morgan Stanley einige Umstufungen vorgenommen hatten. So hoben sie die Aktien von Mercedes-Benz auf 'Overweight' und senkten die Papiere von Porsche AG sowie die Vorzugsaktien von Volkswagen jeweils auf 'Underweight'. Für den Autosektor insgesamt nahmen die Experten der Investmentbank eine "vorsichtige" Haltung ein, was die Aktienkurse dann auch nachgeben ließ.

So fielen die Mercedes-Aktien trotz der Hochstufung um 1,4 Prozent. Bei Volkswagen und der Porsche AG halten die Experten von Morgan Stanley die Erwartungen am Markt für zu hoch. Moniert wurde bei beiden unter anderem die hohe Abhängigkeit vom Geschäft in China. VW fielen um 1 Prozent und Porsche AG um 1,9 Prozent.

Die Titel von Siemens Energy verloren als Dax-Schlusslicht 2,6 Prozent. Der Energietechnikkonzern will einem Pressebericht zufolge die indische Windturbinensparte seiner Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy verkaufen. Die Bewertung des Geschäfts bei der Transaktion liege bei einer Milliarde US-Dollar, berichtete die indische Wirtschaftszeitung Mint auf ihrer Internetseite unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem Bericht zufolge liegt der Jahresumsatz der Sparte bei 700 Millionen Dollar.

Die Anteilscheine des Versandhändlers für Geschäftsausstattung Takkt notierten optisch fast 10 Prozent im Minus, denn sie wurden ex Dividende gehandelt. Ohne den Abschlag von einem Euro hätte sich der Kursverlust lediglich auf knapp 3 Prozent belaufen.

Auch an den anderen europäischen Börsen setzte sich eine leichte Aufwärtstendenz durch. Der EuroStoxx 50 , das Leitbarometer der Eurozone, gewann 0,2 Prozent. In Paris ging es noch etwas stärker nach oben, der Londoner FTSE 100 bewegte sich kaum. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial lag zum europäischen Handelsschluss leicht im Plus.

Der Euro bewegte sich kaum und kostete zuletzt 1,0860 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0861 (Freitag: 1,0844) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9207 (0,9221) gekostet.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,54 Prozent am Freitag auf 2,58 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,19 Prozent auf 124,26 Punkte. Der Bund-Future sank am Abend um 0,07 Prozent auf 130,60 Zähler./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Pfingstmontag haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt leicht zugelegt. Nach einem an Impulsen armen und von geringen Börsenumsätzen geprägten Handel schloss der Leitindex Dax 0,35 Prozent höher bei 18 768,96 Punkten. Gesucht waren vor allem Schwergewichte wie SAP , Siemens , Airbus und Deutsche Telekom .

Damit blieb das Börsenbarometer in Reichweite der Marke von 19 000 Zählern, die der Dax bislang noch nicht überwinden konnte. Knapp unter dieser hatte der Index in der Vorwoche ein Rekordhoch erreicht. Der MDax der mittelgroßen Werte schloss am Montag mit 0,15 Prozent im Plus bei 27 482,05 Zählern.

Aus Branchensicht standen Autowerte im Anlegerfokus, nachdem die Analysten von Morgan Stanley einige Umstufungen vorgenommen hatten. So hoben sie die Aktien von Mercedes-Benz auf 'Overweight' und senkten die Papiere von Porsche AG sowie die Vorzugsaktien von Volkswagen jeweils auf 'Underweight'. Für den Autosektor nahmen die Experten der US-Investmentbank eine "vorsichtige" Haltung ein, was die dortigen Aktienkurse nachgeben ließ./bek/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind überwiegend mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial trat am Montag im frühen Handel knapp unter 40 000 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle. Der bekannteste Wall-Street-Aktienindex hatte diese runde Marke am Donnerstag erstmals hinter sich gelassen. Der marktbreite S&P 500 legte am Montag um 0,3 Prozent auf 5320 Zähler zu.

Der technologielastige Nasdaq 100 stieg etwas stärker um 0,6 Prozent auf 18 660 Punkte, hier fehlte nicht viel für eine erneute Rekordmarke. Zwei Analystenkommentare sorgten für aufgehellte Stimmung: Das Investmenthaus Morgan Stanley hatte sich positiv zu den Aktien des Chip-Herstellers Micron Technology geäußert und die Barclays Bank zu denen von Nvidia . Micron gewannen 3,7 Prozent und Nvidia 2,6 Prozent.

Die jüngste Stärke der US-Aktienmärkte sei den wieder gestiegenen Erwartungen der Investoren an Zinssenkungen in diesem Jahr geschuldet, schrieb Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank in einem Marktkommentar. Das habe die Zinsen am US-Anleihenmarkt jüngst nach unten gedrückt. Am Montag im frühen Handel stiegen die Renditen allerdings wieder leicht.

Auf einem Treffen mit Investoren hat sich die Großbank JPMorgan ein wenig optimistischer als bisher zum erwarteten Zinsüberschuss in diesem Jahr geäußert. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Aktien jedoch ins Minus.

Daneben rücken die Aktien von Bergwerksgesellschaften in den Fokus der Anleger. Sowohl der Goldpreis als auch der Kupferpreis erreichten am Montag Höchstmarken. Der Goldpreis wurde durch die Nachricht des Todes des iranischen Präsident Ebrahim Raisi und seines Außenministers Hussein Amirabdollahian gestützt. Das Unglück sorgte im ölreichen Nahen Osten für Verunsicherung, wovon Gold als als sicher empfundene Anlage oft profitiert. Der Kupferpreis wurde von womöglich drohenden Angebotsengpässen nach oben getrieben. Die Kupferminenaktie Southern Copper stieg auf ein Rekordhoch, während die Papiere von Freeport-McMoran leicht im Plus lagen./bek/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind überwiegend mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial trat im frühen Handel knapp unter 40 000 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle. Der bekannteste Wall-Street-Index hatte diese runde Marke am Donnerstag erstmals hinter sich gelassen. Der marktbreite S&P 500 legte am Montag um 0,3 Prozent auf 5320 Zähler zu.

Der technologielastige Nasdaq 100 stieg etwas stärker um 0,6 Prozent auf 18 654 Punkte, hier fehlte nicht viel für eine erneute Rekordmarke. Zwei Analystenkommentare sorgten für aufgehellte Stimmung: Das Investmenthaus Morgan Stanley hatte sich positiv zu den Aktien des Chip-Herstellers Micron Technology geäußert und die Barclays Bank zu denen von Nvidia . Beide Schwergewichte legten daraufhin zu./bek/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank positiver Vorgaben aus den USA und Asien hat der deutsche Aktienmarkt am Pfingstmontag bei geringem Handelsvolumen etwas Fahrt aufgenommen. Im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden Quartalszahlen des Halbleiterkonzerns Nvidia , einiger US-Konjunkturdaten und dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung lehnten sich die Marktakteure nicht zu weit aus dem Fenster, bemerkte Marktexperte Andreas Lipkow.

Der Dax notierte am Nachmittag 0,48 Prozent höher bei 18 795,05 Punkten. In der Vorwoche hatte der Leitindex mit einem Wochenverlust von rund 0,4 Prozent leicht nachgegeben, nachdem er zwischenzeitlich mit 18 892 Punkten ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Der MDax der mittelgroßen Werte kletterte am Montag um 0,46 Prozent auf 27 566,22 Zähler nach oben. Der EuroStoxx 50 , das Leitbarometer der Eurozone, gewann rund 0,2 Prozent.

Aus Branchensicht standen Autowerte im Anlegerfokus, nachdem die Analysten von Morgan Stanley einige Umstufungen vorgenommen hatten. So hoben sie die Aktien von Mercedes-Benz auf 'Overweight' und senkten die Papiere der Porsche AG und die Vorzugsaktien von Volkswagen jeweils auf 'Underweight'. Für den Autosektor nahmen die Experten der US-Investmentbank eine "vorsichtige" Haltung ein.

Die Mercedes-Aktien sanken um 0,4 Prozent. Zwar litten auch die Stuttgarter unter einem gewissen Margendruck, der aber bereits ein Stück weit eingepreist sei, hieß es. Zudem sorge das "aggressive Aktienrückkaufprogramm" für eine attraktive Anlagerendite. Bei Volkswagen und der Porsche AG halten die Experten die Ergebniserwartungen am Markt für zu hoch. Moniert wurde bei beiden die hohe Abhängigkeit vom China-Geschäft sowie geringe Möglichkeiten, Entwicklungskosten zu senken. VW fielen um 0,5 Prozent und Porsche AG um 1,1 Prozent.

Die Titel von Siemens Energy verloren als Dax-Schlusslicht 1,2 Prozent. Der Energietechnikkonzern will einem Pressebericht zufolge die indische Windturbinensparte seiner Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy verkaufen. Die Bewertung des Geschäfts bei der Transaktion liege bei einer Milliarde US-Dollar, berichtete die indische Wirtschaftszeitung Mint am Freitag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem Bericht zufolge liegt der Jahresumsatz der Sparte bei 700 Millionen Dollar.

Ein Schiedsgericht in St. Petersburg hat der Nachrichtenagentur Tass zufolge die Vermögen mehrerer Banken, darunter der Deutschen Bank und der Commerzbank , in Russland eingefroren. Die Maßnahme erfolge auf Antrag von RusChimAllianz, einer Gazprom-Tochter zum Betrieb eines LNG-Terminals an der Ostsee, die gegen die Deutsche Bank Ansprüche von rund 239 Millionen Euro und gegen die Commerzbank von rund 95 Millionen Euro erhebt. Die Aktien beider Geldhäuser reagierten moderat auf die Nachricht.

Die Anteilsscheine von Takkt notierten vorwiegend optisch 7,6 Prozent im Minus, denn sie wurden ex Dividende gehandelt. Ohne den Dividendenabschlag von einem Euro würde sich der Verlust auf rund ein halbes Prozent belaufen.

Der Euro bewegte sich kaum und kostete zuletzt 1,0858 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0844 (Donnerstag: 1,0866) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9221 Euro gekostet.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,54 Prozent am Freitag auf 2,58 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,19 Prozent auf 124,26 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,04 Prozent auf 130,64 Zähler./edh/men

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit leichten Kursgewinnen dürften die US-Börsen in die neue Woche gehen. Im vorbörslichen Handel hielt sich der Dow Jones Industrial knapp über der runden Marke von 40 000 Punkten leicht im Plus. Zuletzt berechnete der Broker IG den Dow etwas höher bei 40 032 Zählern. Der bekannteste Wall-Street-Index hatte am Donnerstag erstmals die Marke von 40 000 Punkten geknackt.

Die jüngste Stärke der US-Aktienmärkte sei den gestiegenen Erwartungen der Investoren an Zinssenkungen in diesem Jahr geschuldet, schrieb Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank in einem Marktkommentar. Das habe die Zinsen am US-Anleihenmarkt nach unten gedrückt. Am Montag im frühen Handel stiegen die Renditen allerdings wieder leicht.

Der technologielastige Nasdaq 100 wurde zuletzt mit 0,3

Prozent im Plus indiziert. Hier sorgten zwei Analystenkommentare für aufgehellte Stimmung. Das Investmenthaus Morgan Stanley hat sich positiv zu den Aktien des Chip-Herstellers Micron Technology geäußert und die Barclays Bank zu denen von Nvidia . Beide Schwergewichte legten daraufhin vorbörslich zu.

Auf einem Treffen mit Investoren hat sich die Großbank JPMorgan ein wenig optimistischer als bisher zum erwarteten Nettozinsüberschuss in diesem Jahr geäußert. Das verhalf den Aktien zu einem vorbörslichen Plus von knapp einem Prozent.

Daneben rücken die Aktien von Bergwerksgesellschaften in den Fokus der Anleger. Sowohl der Goldpreis als auch der Kupferpreis erreichten am Montag neue Höchstmarken. Der Goldpreis wurde durch die Nachricht des Todes des iranischen Präsident Ebrahim Raisi und seines Außenministers Hussein Amirabdollahian gestützt. Das Unglück sorgte im ölreichen Nahen Osten für Verunsicherung, wovon Gold als sichere Anlage tendenziell profitiert. Der Kupferpreis wurde derweil von drohenden Angebotsengpässen nach oben getrieben. Kupfer- und Goldminenaktien wie Southern Copper und Freeport-McMoran bewegten sich vorbörslich bislang jedoch kaum./bek/men

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank positiver Vorgaben aus den USA und Asien hat der deutsche Aktienmarkt am Pfingstmontag etwas Fahrt aufgenommen. Bei feiertagsbedingt geringem Handelsvolumen sind die Kursbewegungen überschaubar. Im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden Quartalszahlen von Nvidia , einiger US-Konjunkturdaten und dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung lehnten sich die Marktakteure nicht zu weit aus dem Fenster, bemerkte Marktexperte Andreas Lipkow.

Der Dax notierte am späten Vormittag 0,38 Prozent höher bei 18 776,42 Punkten. In der Vorwoche hatte der Leitindex mit einem Wochenverlust von rund 0,4 Prozent leicht nachgegeben, nachdem er zwischenzeitlich mit 18 892 Punkten ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Der MDax der mittelgroßen Werte kletterte am Montag um 0,23 Prozent auf 27 503,85 Zähler nach oben. Der EuroStoxx 50 , das Leitbarometer der Eurozone, gewann rund 0,2 Prozent.

Aus Branchensicht standen Autowerte im Anlegerfokus, nachdem die Analysten von Morgan Stanley einige Umstufungen vorgenommen hatten. So hoben sie die Aktien von Mercedes-Benz auf 'Overweight' und senkten die Papiere der Porsche AG und die Vorzugsaktien von Volkswagen jeweils auf 'Underweight'. Für den Autosektor nahmen die Experten der US-Investmentbank eine "vorsichtige" Haltung ein.

Die Mercedes-Aktien sanken um 0,2 Prozent. Zwar litten auch die Stuttgarter unter einem gewissen Margendruck, der aber bereits ein Stück weit eingepreist sei, hieß es. Zudem sorge das "aggressive Aktienrückkaufprogramm" für eine attraktive Anlagerendite. Bei Volkswagen und der Porsche AG halten die Experten die Ergebniserwartungen am Markt für zu hoch. Moniert wurde bei beiden die hohe Abhängigkeit vom China-Geschäft sowie geringe Möglichkeiten, Entwicklungskosten zu senken. VW fielen um 0,3 Prozent und Porsche AG als Dax-Schlusslicht um 1,2 Prozent.

Die Titel von Siemens Energy verloren 0,7 Prozent. Der Energietechnikkonzern will einem Pressebericht zufolge die indische Windturbinensparte seiner Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy verkaufen. Die Bewertung des Geschäfts bei der Transaktion liege bei einer Milliarde US-Dollar, berichtete die indische Wirtschaftszeitung Mint am Freitag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem Bericht zufolge liegt der Jahresumsatz der Sparte bei 700 Millionen Dollar.

Ein Schiedsgericht in St. Petersburg hat der Nachrichtenagentur Tass zufolge die Vermögen mehrerer Banken, darunter der Deutschen Bank und der Commerzbank , in Russland eingefroren. Die Maßnahme erfolge auf Antrag von RusChimAllianz, einer Gazprom-Tochter zum Betrieb eines LNG-Terminals an der Ostsee, die gegen die Deutsche Bank Ansprüche von rund 239 Millionen Euro und gegen die Commerzbank von rund 95 Millionen Euro erhebt. Die Aktien beider Geldhäuser reagierten moderat auf die Nachricht.

Die Anteilsscheine von Takkt notierten vorwiegend optisch 8,3 Prozent im Minus, denn sie wurden ex Dividende gehandelt. Ohne den Dividendenabschlag von einem Euro würde sich der Verlust auf rund 1,2 Prozent belaufen./edh/men

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit freundlicher Tendenz hat der deutsche Aktienmarkt den Handel an Pfingstmontag aufgenommen. Die Vorgaben sind positiv: An der Wall Street schaffte es der Dow Jones Industrial am Freitagabend wieder leicht zurück über die Marke von 40 000 Punkten. Größere Gewinnmitnahmen bleiben nach der Rekordjagd der US-Indizes aus. Die asiatischen Börsen legten am Montagmorgen zu.

Der Dax stieg im frühen Geschäft um 0,33 Prozent auf 18 766,83 Punkte. In der Vorwoche hatte der Leitindex mit einem Wochenverlust von rund 0,4 Prozent leicht nachgegeben, nachdem er zwischenzeitlich mit 18 892 Punkten ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Der MDax der mittelgroßen Werte kletterte am Montagvormittag um 0,15 Prozent auf 27 483,59 Zähler nach oben. Der EuroStoxx 50 , das Leitbarometer der Eurozone, gewann rund 0,2 Prozent.

"Die Marktteilnehmer schwanken zwischen Befürchtungen vor einer möglichen Verschärfung im Nahen Osten durch den Tod des iranischen Premierministers und der Freude über die positiven Handelsvorgaben von der Wall Street", erklärte Marktexperte Andreas Lipkow. Das unveränderte Zinsniveau in China und die angekündigten Maßnahmen zur Stabilisierung des chinesischen Immobiliensektors würden ambivalent aufgenommen. Im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden Quartalszahlen von Nvidia , einiger US-Konjunkturdaten und dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung rechnet Lipkow damit, dass sich die Akteure nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Aus Branchensicht standen Autowerte im Anlegerfokus, nachdem die Analysten von Morgan Stanley einige Umstufungen vorgenommen hatten. So hoben sie die Aktien von Mercedes -Benz auf 'Overweight' und senkten die Papiere der Porsche AG und die Vorzugsaktien von Volkswagen jeweils auf 'Underweight'. Für den Autosektor nahmen die Experten der US-Investmentbank eine "vorsichtige" Haltung ein.

Die Mercedes-Aktien stagnierten. Zwar litten auch die Stuttgarter unter einem gewissen Margendruck, der aber bereits ein Stück weit eingepreist sei, hieß es. Zudem sorge das "aggressive Aktienrückkaufprogramm" für eine attraktive Anlagerendite. Bei Volkswagen und der Porsche AG halten die Experten die Ergebniserwartungen am Markt für zu hoch. Moniert wurde bei beiden die hohe Abhängigkeit vom China-Geschäft sowie geringe Möglichkeiten, Entwicklungskosten zu senken. VW fielen um 0,5 Prozent und Porsche AG um 1,0 Prozent.

Die Titel von Siemens Energy verloren 0,6 Prozent. Der Energietechnikkonzern will einem Pressebericht zufolge die indische Windturbinensparte seiner Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy verkaufen. Die Bewertung des Geschäfts bei der Transaktion liege bei einer Milliarde US-Dollar, berichtete die indische Wirtschaftszeitung Mint am Freitag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem Bericht zufolge liegt der Jahresumsatz der Sparte bei 700 Millionen Dollar.

Ein Schiedsgericht in St. Petersburg hat der Nachrichtenagentur Tass zufolge die Vermögen mehrerer Banken, darunter der Deutschen Bank und der Commerzbank , in Russland eingefroren. Die Maßnahme erfolge auf Antrag von RusChimAllianz, einer Gazprom-Tochter zum Betrieb eines LNG-Terminals an der Ostsee, die gegen die Deutsche Bank Ansprüche von rund 239 Millionen Euro und gegen die Commerzbank von rund 95 Millionen Euro erhebt. Die Aktien beider Geldhäuser reagierten nur wenig auf die Nachricht.

Die Anteilsscheine von Takkt notierten vorwiegend rein optisch 8,5 Prozent im Minus, denn sie wurden ex Dividende gehandelt. Ohne den Dividendenabschlag von einem Euro würde sich der Verlust auf rund 1,4 Prozent belaufen./edh/men

FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit freundlicher Tendenz hat der deutsche Aktienmarkt den Handel an Pfingstmontag aufgenommen. Die Vorgaben sind positiv: An der Wall Street schaffte es der Dow Jones Industrial am Freitagabend wieder leicht zurück über die Marke von 40 000 Punkten. Größere Gewinnmitnahmen bleiben nach der Rekordjagd der US-Indizes aus. Die asiatischen Börsen legten am Montagmorgen zu.

Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 0,23 Prozent auf 18 746,79 Punkte. In der Vorwoche hatte der Leitindex mit einem Wochenverlust von rund 0,4 Prozent leicht korrigiert, nachdem er zwischenzeitlich mit 18 892 Punkten ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Montagmorgen um 0,22 Prozent auf 27 502,13 Zähler. Der EuroStoxx 50 , das Leitbarometer der Eurozone, zeigte sich zunächst kaum verändert.

"Die Marktteilnehmer schwanken zwischen Befürchtungen vor einer möglichen Verschärfung im Nahen Osten durch den Tod das iranischen Premierministers und der Freude über die positiven Handelsvorgaben von der Wall Street", erklärte Marktexperte Andreas Lipkow. Das unveränderte Zinsniveau in China und die angekündigten Maßnahmen zur Stabilisierung des chinesischen Immobiliensektors würden ambivalent aufgenommen. Im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden Quartalszahlen von Nvidia , einigen US-Konjunkturdaten und dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung rechnet Lipkow damit, dass die Marktakteure vorsichtig agieren und sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen./edh/men

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Montag in einem relativ ruhigen Finanzmarktumfeld etwas nachgegeben. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) fiel um 0,10 Prozent auf 109,08 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere stieg auf 4,44 Prozent.

Dem Handel fehlte es an Impulsen. In den USA wurden zum Wochenstart keine marktbewegenden Konjunkturdaten veröffentlicht. Ohnehin wird es nach Aussagen des Deutsche-Bank-Experten Jim Reid eine "ruhigere Woche", was Nachrichten zur globalen Wirtschaftslage betrifft.

Die Nachricht des Hubschrauberabsturzes und Todes des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi sorgte am Anleihemarkt auch nicht für Bewegung. Das Unglück könnte die Islamische Republik in eine politische Krise stürzen. Der Iran unterstützt im Gaza-Krieg die Hamas und andere Gegner Israels./jsl/men/tih/he

BERLIN (dpa-AFX) - Das gleichzeitige Vorgehen des Chefanklägers beim Internationalen Strafgerichtshof gegen die Hamas und gegen Israel hat nach Einschätzung des Auswärtigen Amts ein falsches Bild entstehen lassen. "Durch die gleichzeitige Beantragung der Haftbefehle gegen die Hamas-Führer auf der einen und die beiden israelischen Amtsträger auf der anderen Seite ist der unzutreffende Eindruck einer Gleichsetzung entstanden", sagte ein Außenamtssprecher am Pfingstmontag in Berlin. "Jedoch wird das Gericht nun sehr unterschiedliche Sachverhalte zu bewerten haben, die der Chefankläger in seinem Antrag ausführlich dargestellt hat."

Es ist die erste Äußerung aus der Bundesregierung zu dem Vorgang. Vergleichsweise detailliert weist das Außenamt auf die Verantwortung der islamistischen Terrororganisation Hamas hin: "Die Hamas-Führer verantworten ein barbarisches Massaker, bei dem am 7. Oktober in Israel Männer, Frauen und Kinder auf brutalste Weise gezielt ermordet, vergewaltigt und verschleppt wurden. Die Hamas hält weiterhin israelische Geiseln unter unsäglichen Bedingungen gefangen, greift Israel mit Raketen an und missbraucht die Zivilbevölkerung in Gaza als menschliche Schutzschilde. Zu Israel hieß es: "Die israelische Regierung hat das Recht und die Pflicht, ihre Bevölkerung davor zu schützen und dagegen zu verteidigen. Klar ist, dass dabei das humanitäre Völkerrecht mit all seinen Verpflichtungen gilt."

Deutschland habe den Internationalen Strafgerichtshof immer unterstützt und respektiere seine Unabhängigkeit und seine Verfahrensabläufe wie die aller anderen internationalen Gerichte. "Dazu gehört, dass die Vorverfahrenskammer nun erst einmal über die Anträge des Chefanklägers auf die Ausstellung von Haftbefehlen zu entscheiden hat. Das Gericht wird dabei eine Reihe schwieriger Fragen zu beantworten haben, einschließlich gerade auch der Frage seiner Zuständigkeit und der Komplementarität von Ermittlungen betroffener Rechtsstaaten, wie es Israel einer ist", sagte der Sprecher weiter.

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Karim Khan, hatte zuvor einen Haftbefehl wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Joav Galant beantragt. Auch für den Anführer der islamistischen Hamas im Gazastreifen, dessen Stellvertreter sowie gegen den Auslandschef der Hamas wurden Haftbefehle beantragt./and/DP/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag knapp unter der Marke von 1,09 US-Dollar stagniert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung im New Yorker Handel 1,0866 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0861 (Freitag: 1,0844) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9207 (0,9221) Euro.

Dem Markt fehlte es etwas an Impulsen. In der Eurozone wurden zu Wochenbeginn keine entscheidenden Konjunkturdaten veröffentlicht, denn in wichtigen Ländern war Feiertag. Ohnehin wird es nach Aussagen des Deutsche-Bank-Experten Jim Reid eine "ruhigere Woche", was Nachrichten zur globalen Wirtschaftslage betrifft.

Die Nachricht des Hubschrauberabsturzes und Todes des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi bewegte den Devisenmarkt kaum. Das Unglück könnte die Islamische Republik in eine politische Krise stürzen. Der Iran unterstützt im Gaza-Krieg die Terrororganisation Hamas und andere Gegner Israels./jsl/tih/he

CHARKIW (dpa-AFX) - Die Ukrainer haben nach eigenen Angaben den russischen Angriff im Gebiet Charkiw in der Stadt Wowtschansk gestoppt. Die Frontlinie verlaufe derzeit etwa entlang des die Stadt in Nord- und Südhälfte teilenden Flusses Wowtscha, sagte der Militärgouverneur der Region Charkiw, Oleh Synjehubow, am Montag im ukrainischen Fernsehen. Dem russischen Militär gelinge es nicht, weiter vorzudringen. "Im Gegenteil, unsere Soldaten versuchen, Haus für Haus, Straße für Straße dieser Siedlung zurückzuerobern." Seinen Angaben nach ist auch der russische Vormarsch weiter westlich ausgebremst worden. Unabhängig lassen sich die Aussagen Synjehubows nicht bestätigen.

Vor zehn Tagen hatte Russland im Gebiet Charkiw eine neue Bodenoffensive gestartet, um die Frontlinie zu verlängern und die ukrainischen Verteidiger zu überlasten. Nach schnellen Geländegewinnen zu Beginn und der Eroberung mehrerer Dörfer nahe der Grenze ist das Tempo des russischen Vormarschs nach Angaben unabhängiger Beobachter in den vergangenen Tagen deutlich gefallen. Völlig zum Stillstand gekommen sind die russischen Truppen aber bisher nicht./bal/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die iranische Führung hat die USA nach Darstellung des US-Außenministeriums nach dem Hubschrauberabsturz um Unterstützung gebeten. "Wir wurden von der iranischen Regierung um Hilfe gebeten", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, am Montag auf die Frage einer Journalistin, ob etwa für die Bergungsarbeiten um Hilfe gebeten worden sei.

"Wir haben ihnen deutlich gemacht, dass wir Hilfe ermöglichen würden, wie wir es bei jedem Ersuchen einer ausländischen Regierung in einer solchen Situation tun würden, und letztendlich waren wir nicht in der Lage, diese Hilfe zu leisten", sagte Miller weiter. Er machte keine Angaben dazu, wonach die iranische Führung genau gefragt habe und in welcher Form. Man habe weitgehend wegen logistischer Gründe entsprechende Unterstützung nicht leisten können, so Miller.

Der iranische Präsidenten Ebrahim Raisi und der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian waren am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Die iranische Führung sieht die USA als Erzfeind. Der Iran und die USA standen in der Vergangenheit immer wieder am Rande eines Krieges. Gerade in den vergangenen Monaten spitzten sich die Spannungen angesichts des Nahost-Konflikts zeitweise dramatisch zu. Die US-Regierung traktiert den Iran auch seit langem mit weitreichenden Sanktionen. Die US-Regierung sprach nach dem Tod Raisis und weiterer Regierungsmitglieder ihr "offizielles Beileid" aus./nau/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach dem Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi hat die US-Regierung ihr Beileid bekundet. US-Außenminister Antony Blinken teilte am Montag in einer schriftlichen Stellungnahme mit, die Vereinigten Staaten bekundeten ihr "offizielles Beileid" zum Tod des iranischen Präsidenten und weiterer Regierungsmitglieder bei einem Hubschrauberabsturz im Nordwesten des Irans. "Während der Iran einen neuen Präsidenten wählt, bekräftigen wir unsere Unterstützung für das iranische Volk und seinen Kampf für Menschenrechte und Grundfreiheiten", hieß es weiter in der Mitteilung.

Die iranische Führung sieht die USA als Erzfeind. Der Iran und die USA standen in der Vergangenheit immer wieder am Rande eines Krieges. Gerade in den vergangenen Monaten spitzten sich die Spannungen angesichts des Nahost-Konflikts zeitweise dramatisch zu. Die US-Regierung traktiert den Iran auch seit langem mit weitreichenden Sanktionen.

Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, sagte, Raisi sei für grausame Menschenrechtsverletzungen in seinem Land verantwortlich gewesen, ebenso für die Unterstützung von Terrornetzwerken in der gesamten Region. "Keine Frage - das war ein Mann, der eine Menge Blut an seinen Händen hatte", sagte Kirby. Die US-Regierung bedaure aber generell den Verlust von Menschenleben und habe daher offiziell ihr Beileid ausgesprochen. Dies sei übliche Praxis.

Raisi und der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian waren am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Raisi war knapp drei Jahre lang Präsident des Irans. In seiner früheren Funktion als Staatsanwalt soll er im Jahr 1988 für zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen politischer Dissidenten verantwortlich gewesen sein, weshalb seine Gegner ihm den Beinamen "Schlächter von Teheran" verpassten. Die Verbündeten Teherans - unter ihnen Russland und China - kondolierten, aus dem Westen kamen verhaltene Reaktionen. Die Ursache für den Absturz ist bislang nicht bekannt.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, die amerikanische Regierung habe keine eigenen Erkenntnisse zu den Hintergründen des Absturzes. "Es könnte eine Reihe von Dingen sein, mechanisches Versagen, Pilotenfehler, was auch immer", sagte Austin. "Ich denke, wir werden mehr erfahren, wenn die Iraner den Vorfall untersucht haben." Der Pentagon-Chef betonte zugleich: "Die Vereinigten Staaten hatten keinen Anteil an diesem Absturz. Das ist eine Tatsache, ganz einfach." Auf die Frage, ob die USA befürchteten, dass Teheran seinen Erzfeind Israel für den Absturz verantwortlich machen könnte, sagte der Minister: "Ich werde nicht darüber spekulieren, was sie für den Absturz verantwortlich machen werden."

Die US-Regierung werde die Lage nach dem Absturz und deren Folgen genau beobachten, sagte Austin weiter. "Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich nicht unbedingt Auswirkungen auf die regionale Sicherheit im weiteren Sinne."/jac/DP/he

TEL AVIV (dpa-AFX) - In seltener Geschlossenheit haben Abgeordnete von Regierungsparteien und Opposition in der israelischen Knesset den Antrag auf Haftbefehle gegen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Joav Galant verurteilt. Der Staat Israel befinde sich in einem gerechten Krieg gegen eine kriminelle Terrororganisation, hieß es in der am Montagabend von 106 der 120 Abgeordneten verabschiedeten Stellungnahme.

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag hatte am Montag Haftbefehle gegen Netanjahu und Galant sowie gegen die Führungsspitze der islamistischen Hamas beantragt. Der Vergleich der israelischen Regierungspolitiker mit Hamas-Terroristen sei skandalös und ein klarer Ausdruck von Antisemitismus, so die Knesset-Abgeordneten. "Wir lehnen dies mit Abscheu ab. 80 Jahre nach dem Holocaust wird niemand den jüdischen Staat daran hindern, sich zu verteidigen."

Das Massaker der Hamas und mit ihr verbündeter Gruppen am 7. Oktober vergangenen Jahres war der Auslöser des Gaza-Krieges. Bei dem Terrorangriff wurden mehr als 1200 Menschen getötet und mehr als 240 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt./czy/DP/he

(technische Wiederholung)

REDMOND (dpa-AFX) - Microsoft will Windows-PCs fit für die KI-Ära machen. Dafür sollen Personal Computer zum einen eine neue Architektur mit einem Zusatzchip speziell für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz bekommen. Außerdem passte Microsoft das Windows-Betriebssystem dafür an. Über eine neue KI-Suchfunktion mit dem Namen "Recall" sollen Nutzer alles wiederfinden können, was sie je auf ihrem PC gesehen oder gemacht hätten, sagte Microsoft-Manager Yusuf Mehdi am Montag bei der Präsentation im Microsoft-Hauptquartier in Redmond.

Die neue Architektur, die für die bisher leistungsstärksten Windows-Rechner sorgen soll, nennt Microsoft "Copilot + PC". Copilot ist der Name von Microsofts KI-Assistenzsoftware, die auf Technologie des ChatGPT-Erfinders OpenAI basiert.

Für die Suchfunktion erfasst Windows alle Informationen auf dem Computer und versucht, sie mit Hilfe von KI-Modellen zu verstehen sowie in den aktuellen Kontext zu bringen. Das Ziel in der Computerbranche sei schon immer gewesen, "Computer zu bauen, die uns verstehen, statt dass wir Computer verstehen müssen", sagte Microsoft-Chef Satya Nadella. Nach seinem Gefühl komme man bei dieser Vision einem "echten Durchbruch näher".

Microsoft setzt bei der neuen Architektur - wie bereits Apple bei den Mac-Computern - zunächst auf Technologie des Chipdesigners Arm, die in praktisch allen Smartphones steckt. Während Apple seine Prozessoren der M-Serie selbst entwickelt, werden Windows-Computer für Chipsysteme auf Qualcomm zurückgreifen. Die großen PC-Hersteller springen auf die Plattform auf, zudem stellte Microsoft am Montag auch neue Modelle seiner Tablets und Notebooks der Marke Surface vor. Neue KI-PCs mit Prozessoren von Intel und AMD sollen folgen, hieß es.

Apple hatte in den vergangenen Jahren die komplette Modellpalette seiner Macs von Intel-Prozessoren auf Chips mit Arm-Technologie umgestellt. Sie wurden dadurch leistungsstark bei langer Batterielaufzeit. Zudem haben sie damit die gleiche technische Plattform wie das iPhone. Microsoft betonte jetzt, seine KI-PCs seien in einem Test 58 Prozent schneller gewesen als das aktuelle MacBook Air mit einem M3-Chip und hätten mehr Batterielaufzeit. Apple stellte vor wenigen Tagen den leistungsstärkeren M4-Chip vor, baut ihn bisher aber nur in ein neues Pro-Modell seiner iPad-Tablets ein./so/DP/he

REDMOND (dpa-AFX) - Microsoft will Windows-PCs fit für die KI-Ära machen. Dafür sollen Personal Computer zum einen eine neue Architektur mit einem Zusatzchip speziell für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz bekommen. Außerdem passte Microsoft das Windows-Betriebssystem dafür an. Über eine neue KI-Suchfunktion mit dem Namen "Recall" sollen Nutzer alles wiederfinden können, was sie je auf ihrem PC gesehen oder gemacht hätten, sagte Microsoft-Manager Yusuf Mehdi am Montag bei der Präsentation im Microsoft-Hauptquartier in Redmond.

Die neue Architektur, die für die bisher leistungsstärksten Windows-Rechner sorgen soll, nennt Microsoft "Copilot + PC". Copilot ist der Name von Microsofts KI-Assistenzsoftware, die auf Technologie des ChatGPT-Erfinders OpenAI basiert.

Für die Suchfunktion erfasst Windows alle Informationen auf dem Computer und versucht, sie mit Hilfe von KI-Modellen zu verstehen sowie in den aktuellen Kontext zu bringen. Das Ziel in der Computerbranche sei schon immer gewesen, "Computer zu bauen, die uns verstehen, statt dass wir Computer verstehen müssen", sagte Microsoft-Chef Satya Nadella. Nach seinem Gefühl komme man bei dieser Vision einem "echten Durchbruch näher".

Microsoft setzt bei der neuen Architektur - wie bereits Apple bei den Mac-Computern - zunächst auf Technologie des Chipdesigners Arm, die in praktisch allen Smartphones steckt. Während Apple seine Prozessoren der M-Serie selbst entwickelt, werden Windows-Computer für Chipsysteme auf Qualcomm zurückgreifen. Die großen PC-Hersteller springen auf die Plattform auf, zudem stellte Microsoft am Montag auch neue Modelle seiner Tablets und Notebooks der Marke Surface vor. Neue KI-PCs mit Prozessoren von Intel und AMD sollen folgen, hieß es.

Apple hatte in den vergangenen Jahren die komplette Modellpalette seiner Macs von Intel-Prozessoren auf Chips mit Arm-Technologie umgestellt. Sie wurden dadurch leistungsstark bei langer Batterielaufzeit. Zudem haben sie damit die gleiche technische Plattform wie das iPhone. Microsoft betonte jetzt, seine KI-PCs seien in einem Test 58 Prozent schneller gewesen als das aktuelle MacBook Air mit einem M3-Chip und hätten mehr Batterielaufzeit. Apple stellte vor wenigen Tagen den leistungsstärkeren M4-Chip vor, baut ihn bisher aber nur in ein neues Pro-Modell seiner iPad-Tablets ein./so/DP/he

TEL AVIV (dpa-AFX) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat empört auf den Antrag des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs auf einen Haftbefehl gegen ihn reagiert. "Das ist eine vollständige Verzerrung der Realität", sagte er in einer auf der Plattform X veröffentlichten Videobotschaft. Der "absurde" und falsche Antrag richte sich nicht nur gegen ihn und Verteidigungsminister Joav Galant, "er richtet sich gegen den gesamten Staat Israel", so Netanjahu. Der Antrag sei ein Beispiel eines "neuen Antisemitismus", der von Universitätsgeländen nach Den Haag gezogen sei, sagte Netanjahu mit Anspielung auf die propalästinensischen Proteste an Hochschulen in verschiedenen Ländern.

Außenminister Israel Katz wird unterdessen nach Angaben seines Büros am Dienstag nach Paris fliegen. Bei Gesprächen mit seinem französischen Amtskollegen Stéphane Séjourné soll es unter anderem um das Vorgehen des Chefanklägers in Den Haag gehen sowie um die Kämpfe in Rafah und die französischen Bemühungen um eine Feuerpause im Libanon./czy/DP/he

(neu: mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Negative Aussagen der US-Investmentbank Morgan Stanley zu den Preisen, Margen und Investitionen im deutschen Automobilbau haben am Montag am Aktienmarkt Spuren hinterlassen. Die Analysten um Javier Martinez de Olcoz Cerdan senkten für die Papiere von Volkswagen und Porsche AG die Daumen und rieten zum Untergewichten dieser im Anlageportfolio. Die Vorzugsaktien von Volkswagen verloren daraufhin 0,7 Prozent und Porsche AG 1,5 Prozent.

Zu ihrem neuen Favoriten im Sektor erkoren die Experten die Papiere von Mercedes-Benz . Hier empfahlen sie ein Übergewichten der Anteile im Portfolio. Bei Mercedes-Benz seien negative Auswirkungen auf die Profitabilität im Aktienkurs zum Teil schon enthalten. Das verhalf diesem zum Wochenbeginn jedoch nur kurzfristig zu Gewinnen, zuletzt gaben Mercedes-Benz um 1 Prozent nach.

Insgesamt ist Morgan Stanley für den Automobilsektor mittlerweile vorsichtiger gestimmt als zuvor. Denn die mit jedem neuen Fahrzeug erzielten Umsätze dürften in der Zukunft sinken, so die Begründung. Für die Jahre 2023 bis 2025 sei mit einem durchschnittlichen Rückgang um vier Prozent zu rechnen. Die Verkaufspreise, die Produktpaletten und die Wechselkurse wirkten sich belastend aus.

Bei Volkswagen und Porsche AG halten die Experten die Ergebniserwartungen am Markt für zu hoch. Moniert wird die Abhängigkeit vom Geschäft in China sowie geringe Möglichkeiten, Entwicklungskosten zu senken angesichts einer schneller agierenden Konkurrenz.

Auch die Aktien von BMW konnten sich der Sektorschwäche nicht entziehen und verloren 0,7 Prozent auf 95,40 Euro. Hier hob Analyst Javier Martinez de Olcoz Cerdan das Kursziel um 8 auf 108 Euro an, beließ die Anlageempfehlung aber auf "Gleichgewichten". Für Überraschung könnten zum Jahresende hin neue Modelle der Münchener sorgen, hieß es./bek/jsl/he

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Ceconomy von 2,20 auf 2,60 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underweight" belassen. Der Elektronikhändler mache strategisch weiter gute Fortschritte, schrieb Analyst Nicolas Champ in seiner am Montag vorliegenden Reaktion auf den erhöhten Ergebnisausblick. Der private Konsum bleibe aber in vielen Ländern sehr schlecht berechenbar./ag/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.05.2024 / 13:15 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 20.05.2024 / 03:00 / GMT

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Morgan Stanley hat sich in einer aktuellen Studie die deutsche Automobilbranche vorgenommen. Nach Abstufungen gerieten die Papiere von VW und Porsche AG am Pfingstmontag vorbörslich unter Druck. Aktien von Mercedes-Benz waren nach einer Empfehlung derweil gesucht, auch wenn die Experten der US-Investmentbank insgesamt nun eine "vorsichtige" Haltung für die Branche einnehmen.

Mercedes-Benz ist aber auch europaweit der Topfavorit. Die Aktien der Stuttgarter kletterten auf der Handelsplattform Tradegate 1,2 Prozent über ihren Xetra-Schluss vom Freitag. Auch Mercedes leide unter Margendruck, dieser sei jedoch bereits ein Stück weit eingepreist, hieß es. Zudem sorge das "aggressive Aktienrückkaufprogramm" für eine attraktive Anlagerendite.

Bei Volkswagen und der Porsche AG halten die Experten die Ergebniserwartungen am Markt für zu hoch. Moniert wird die Abhängigkeit vom China-Geschäft sowie geringe Möglichkeiten, Entwicklungskosten zu senken angesichts der schnellen Konkurrenz. VW fallen auf Tradegate rund ein Prozent, Porsche AG 1,3 Prozent./ag/men

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Schott Pharma von 40 auf 33 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Analyst Olivier Calvet passte sein Bewertungsmodell in seiner am Montag vorliegenden Nachbetrachtung der Gewinnwarnung an die schwächeren Aussichten für das Geschäft mit Polymerspritzen an./ag/men

Veröffentlichung der Original-Studie: 19.05.2024 / 19:41 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 20.05.2024 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Evotec von 28 auf 16 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Ausblick des Wirkstoffforschers bleibe vor dem Start des neuen Chefs im Juli vage, schrieb Analyst Benjamin Jackson in seiner am Montag vorliegenden Studie. Er bleibt aber sehr optimistisch für das zweite Halbjahr, dessen Bedeutung möglicherweise unterschätzt werde./ag/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 19.05.2024 / 16:00 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 19.05.2024 / 19:05 / ET

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Siemens Energy von 11,40 auf 13 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underweight" belassen. Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken bleibe ungünstig, schrieb Analyst Akash Gupta in seiner am Montag vorliegenden Nachbetrachtung des Quartalsberichts. Er hob seine Schätzungen aber etwas an./ag/men

Veröffentlichung der Original-Studie: 19.05.2024 / 22:24 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 20.05.2024 / 00:15 / BST

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Fresenius von 32,50 auf 37,60 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das erste Quartal sei operativ ein guter Start gewesen, schrieb Analyst David Adlington in seiner am Montag vorliegenden Nachbetrachtung des Quartalsberichts. Die Verschlankung des Medizinkonzerns nehme Fahrt auf./ag/edh

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.05.2024 / 21:07 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 19.05.2024 / 23:30 / BST

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger von Renk haben am Freitag über die Aktienplatzierung des Finanzinvestors Triton mit einem Abschlag hinweg gesehen. Zwischenzeitlich hatten die Papiere bis zu 5 Prozent verloren, doch sie holten dies im Verlauf mehr als auf. Aus dem Handel gingen die Titel 0,4 Prozent höher.

Der Finanzinvestor trennte sich Börsianern zufolge von zehn Prozent seiner Anteile zu 25 Euro je Aktie, nachdem er bisher noch 62 Prozent an dem Anfang Februar an die Börse gegangenen Unternehmen gehalten hatte. Verglichen mit dem Schlusskurs vom Vortag, der 26,30 Euro betragen hatte, nahm er damit einen Abschlag in Kauf.

Auf dem Kursniveau, das der 25-Euro-Transaktion gleich kommt, stabilisierte sich der Kurs aber wieder. Anleger witterten hier offenbar wieder eine Kaufgelegenheit. Renk hatten bis Anfang April stark von der Rüstungsrally profitiert, sie waren in der Spitze bis auf 39,75 Euro geklettert. Seither haben sie ein Drittel ihres Werts eingebüßt./tih/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Von den deutlichen Kursgewinnen der Vorwochen ist den Anlegern von Siemens am Freitag nichts mehr geblieben. Stattdessen fielen die Papiere der Münchner am Vormittag mit 170,42 Euro auf das tiefste Niveau seit Februar zurück. Am Montagfrüh hatten sie mit fast 189 Euro noch ein Rekordhoch erreicht. Vor allem seit dem tags zuvor veröffentlichten Quartalsbericht geht es kräftig abwärts, auch die 100-Tage-Linie wurde unterschritten.

Die Risiken für den Marktkonsens würden immer klarer - sowohl für das laufende als auch das kommende Geschäftsjahr, kommentierte Barclays-Analyst Vlad Sergievskii. Er geht davon aus, dass der Gegenwind im Automatisierungsbereich bis ins kommende Geschäftsjahr anhält, und nur teilweise durch andere Segmente abgefedert werden kann. Mit seinem Kursziel von 125 Euro signalisiert er noch erhebliche Rückschlagrisiken.

Andere, wie Mark Fielding von der Investmentbank RBC oder Andre Kukhnin von der UBS, sind derweil deutlich optimistischer. Kukhnin hält beispielsweise 200 Euro für angemessen. Er sieht im Kursrücksetzer mit Blick auf das zweite Halbjahr eher eine Kaufchance und lobt die attraktive Bewertung./ag/ajx/jha/

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Richemont nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 165 Franken belassen. Der Luxusgüterkonzern habe im zweiten Halbjahr und Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahres ihre Erwartungen an den Umsatz und da operative Ergebnis (Ebit) erfüllt, schrieb Analystin Chiara Battistini in einer am Freitag vorliegenden Studie. Alle Regionen außer dem asiatisch-pazifischen Raum hätten dazu beigetragen, und beruhigend sei, dass es bei der Profitabilität keine Überraschungen gegeben habe. Dazu begrüßte die Expertin die Wahl des designierten neuen Konzernchefs Nicolas Bos./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.05.2024 / 07:38 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 17.05.2024 / 07:38 / BST

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

ROUNDUP 3: Irans Präsident stirbt bei Helikopterunfall - Trauerfeier am Dienstag

TEHERAN - Der iranische Präsident Ebrahim Raisi und sein Außenminister Hussein Amirabdollahian sind beim Absturz eines Hubschraubers ums Leben gekommen. Keiner der neun Insassen habe das Unglück im Nordwesten des Landes überlebt, berichteten die staatliche Nachrichtenagentur Irna und das Staatsfernsehen am Montag. Zur Ursache des Unglücks vom Sonntag gab es zunächst keine offiziellen Informationen. Die Verbündeten Teherans - unter ihnen Russland und China - kondolierten, aus dem Westen kamen verhaltene Reaktionen.

Wegen Teuerung: Athen fordert Eingreifen der EU

ATHEN - Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat angesichts teils extrem gestiegener Verbraucherpreise ein Eingreifen der EU gefordert. "Die jüngste Inflationskrise hat zu einem erheblichen Kaufkraftverlust der europäischen Bürger geführt", heißt es einem Brief des Regierungschefs an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Zuvor hatten am Montag griechische Medien berichtet.

Landesweite Stromabschaltungen in der Ukraine

KIEW - Die Menschen in der von Russland angegriffenen Ukraine müssen sich am Montagabend landesweit auf Stromsperren einstellen. Zwischen 18.00 und 24.00 Uhr Ortszeit (17.00 bis 23.00 Uhr MESZ) sollten gewerbliche wie private Verbraucher stundenweise vom Netz getrennt werden, teilte der Versorger Ukrenergo (Ukrenerho) mit. "Die Stromversorgung für Einrichtungen der kritischen Infrastruktur ist nicht eingeschränkt", hieß es.

Rechnungshof: Britische Brexit-Kontrollen kosten 4,7 Milliarden Pfund

LONDON - Neue Grenzkontrollen nach dem Brexit kosten die britischen Steuerzahler nach Berechnungen des Rechnungshofs mindestens 4,7 Milliarden Pfund (5,5 Mrd Euro). Wiederholte Änderungen und Verzögerungen bei der Einführung vollständiger Einfuhrkontrollen hätten zu Unsicherheit für Unternehmen sowie zusätzlichen Kosten für Regierung und Häfen geführt, teilte die Behörde am Montag in London mit.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

(Neu: Details)

TEHERAN (dpa-AFX) - Der iranische Präsident Ebrahim Raisi und sein Außenminister Hussein Amirabdollahian sind beim Absturz eines Hubschraubers ums Leben gekommen. Keiner der neun Insassen habe das Unglück im Nordwesten des Landes überlebt, berichteten die staatliche Nachrichtenagentur Irna und das Staatsfernsehen am Montag. Zur Ursache des Unglücks vom Sonntag gab es zunächst keine offiziellen Informationen. Die Verbündeten Teherans - unter ihnen Russland und China - kondolierten, aus dem Westen kamen verhaltene Reaktionen.

Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei ordnete fünf Tage Staatstrauer an. Zudem übertrug er die Amtsgeschäfte an Raisis ersten Vize Mohammed Mochber. Die Trauerfeiern für Raisi und Amirabdollahian sind für Dienstag geplant. Das Datum für die Beerdigung der beiden Staatsmänner ist noch nicht bekannt.

Israel erwartet Medienberichten zufolge keine großen Änderungen in der Außenpolitik des Erzfeindes gegenüber dem eigenen Land. Unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsvertreter hieß es zudem, dass Israel nichts mit dem Vorfall zu tun habe. Eine offizielle Reaktion aus Israel gab es zunächst nicht.

Raisi war am Sonntagnachmittag zusammen mit Außenminister Amirabdollahian auf der Rückreise von einem Treffen mit dem Präsidenten Aserbaidschans, Ilham Aliyev, als ihre Maschine bei dichtem Nebel vom Radar verschwand. Gemeinsam hatten sie im Nachbarland einen Staudamm eingeweiht. Mit insgesamt drei Hubschraubern machte sich der Tross danach auf den Rückweg, doch die Präsidentenmaschine kam nicht an ihrem Zielort an.

Daraufhin entbrannten Spekulationen, ob der Absturz auf schlechtes Wetter, einen technischen Defekt am Hubschrauber oder gar Sabotage zurückzuführen sei. Klarheit darüber gab es zunächst nicht.

Irans Luftwaffe gilt als stark veraltet, ihre Modernisierung kommt angesichts scharfer internationaler Sanktionen kaum voran, Ersatzteile sind schwer zu beschaffen. Viele Flugzeuge und Helikopter stammen noch aus der Zeit vor der Islamischen Revolution von 1979, als das Land enge Beziehungen zu den USA unterhielt. Immer wieder kommt es zu folgenschweren Unfällen und Abstürzen.

Iran droht politische Krise - Neuwahl innerhalb von 50 Tagen

Die Amtsgeschäfte übernimmt nun Raisis erster Vize Mohammed Mochber. Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei beauftragte ihn am Montag zudem damit, gemeinsam mit der Spitze der Justiz und des Parlaments innerhalb von 50 Tagen Neuwahlen zu organisieren. Vizeaußenminister Ali Bagheri, der zuletzt eine führende Rolle als Unterhändler bei den Atomverhandlungen mit dem Westen hatte, wurde zum geschäftsführenden Außenminister ernannt.

Beileidsbekundungen der Verbündeten - Westen zurückhaltend

Irans Verbündete zeigten sich bestürzt über Raisis Tod. Chinas Präsident Xi Jinping brachte nach Angaben eines Sprechers des Außenministeriums seine "tiefe Trauer über den Tod" Raisis zum Ausdruck. Russlands Präsident Wladimir Putin nannte Raisi einen herausragenden Politiker und wahren Freund Russlands. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach sein Beileid aus. Alle drei Länder haben gute Beziehungen zum Iran.

Das Nachbarland Pakistan rief einen Tag der Trauer aus. Die beiden Länder hatten sich Anfang des Jahres gegenseitig militärisch attackiert, im April aber bei einem Besuch Raisis in Islamabad ihre Beziehungen zueinander vertieft.

Westliche Politiker äußerten sich dagegen zurückhaltend. Im Namen der EU sprachen Ratschef Charles Michel und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell ihr Beileid mit dem Iran aus. Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni drückte ihre Solidarität mit dem Land aus. Aus dem französischen Außenministerium hieß es, man denke an die Familien der Opfer. Von der Bundesregierung kam zunächst keine Reaktion.

Raisis Regierung steht seit Jahren wegen ihrer erzkonservativen Wertevorstellungen, der Unterdrückung von Bürgerrechten und der schweren Wirtschaftskrise im Iran in der Kritik. Die EU hat umfangreiche Sanktionen gegen den Iran verhängt, unter anderem wegen Menschenrechtsverletzungen und der militärischen Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine. Zahlreiche Iranerinnen und Iraner brachten in sozialen Medien ihre Schadenfreude über den Hubschrauberabsturz zum Ausdruck.

Raisi war im August 2021 als neuer Präsident vereidigt worden. Als Spitzenkandidat der politischen Hardliner sowie Wunschkandidat und Protegé des Religionsführers Chamenei hatte Raisi die Präsidentenwahl mit knapp 62 Prozent der Stimmen gewonnen.

Der Iran stand zuletzt verstärkt im Fokus, auch weil ein regionaler Krieg mit dem Erzfeind Israel zu drohen schien. Während Raisis Amtszeit vertiefte die Islamische Republik ihre wirtschaftliche und militärische Kooperation mit China und Russland, die Beziehung zum Westen kühlte unter anderem wegen des Streits über das iranische Atomprogramm ab. Außerdem warf der Westen der Führung in Teheran schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen vor. Trotzdem gab es erst vor wenigen Tagen wieder Berichte über neue Gespräche mit den USA im Golfstaat Oman.

Religiöser Hardliner: Raisi als Mann des Systems

Raisi wurde 1960 in Maschhad geboren und war über drei Jahrzehnte in der zentralen Justizbehörde des Landes tätig. 2019 wurde er zum Justizchef ernannt. In seiner früheren Funktion als Staatsanwalt soll er 1988 für zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen politischer Dissidenten verantwortlich gewesen sein, weshalb seine Gegner ihm den Beinamen "Schlächter von Teheran" verpassten.

Experten hatten Raisi zwischenzeitlich auch als möglichen Nachfolger für Chamenei gehandelt, der im April 85 Jahre alt wurde. Auch wenn sich die Kritik der jungen Generation inzwischen immer mehr gegen das gesamte System der Islamischen Republik richtet, stand Raisi innenpolitisch besonders unter Druck. Zuletzt trieb die Regierung ihren umstrittenen Kurs bei der Verfolgung des Kopftuchzwangs voran und brachte damit Teile der Bevölkerung noch mehr gegen sich auf./arb/DP/ngu

BEIRUT (dpa-AFX) - Bei israelischen Angriffen im Südlibanon sind libanesischen Angaben zufolge mindestens vier Mitglieder der Hisbollah-Miliz getötet worden. Laut Hisbollah-Kreisen aus der libanesischen Hauptstadt Beirut sind bei einem Angriff in Nakura zwei Kämpfer getötet worden. Bei einem weiteren Angriff im Grenzort Mais al-Dschabal sollen zwei weitere Mitglieder der proiranischen Miliz ums Leben gekommen sein. Es soll weitere Verletzte gegeben haben. Offiziell bestätigte die Miliz den Tod von drei ihrer Kämpfer. Für gewöhnlich führt die proiranische Miliz nicht weiter aus, wo und wie ihre Kämpfer ums Leben kommen.

Die israelische Armee bestätigte die Angriffe. Das Militär hat nach eigenen Angaben Artillerie auf die Gegend um Nakura abgefeuert, "um eine Bedrohung zu beseitigen". Kampfflugzeuge hätten Waffenlager und Militärgelände der Hisbollah angegriffen. Darüber hinaus sei eine Terrorzelle der Schiitenmiliz in der Gegend um den libanesischen Grenzort Mais al-Dschabal identifiziert und angegriffen worden.

Als Reaktion auf den Angriff in Nakura hat die vom Iran unterstützte Hisbollah nach eigenen Angaben Raketen auf israelische Ziele abgefeuert. Zudem reklamierte die Miliz weitere Angriffe auf den Norden Israels für sich.

Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen kommt es täglich zu militärischen Konfrontationen zwischen der israelischen Armee mit der Hisbollah-Miliz sowie anderen Gruppierungen im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Tote gab es dabei auf beiden Seiten. In Ortschaften beidseits der Landesgrenze hat der gegenseitige Beschuss schwere Zerstörungen angerichtet. Rund 150 000 Menschen wurden evakuiert oder verließen die Kampfzone./arj/DP/ngu

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi sehen führende Politiker der Ampel-Koalition keine Anzeichen für einen Kurswechsel. Grünen-Chef Omid Nouripour sagte dem "Spiegel": "Raisi persönlich hatte viele Unrechtsurteile und Hinrichtungen zu verantworten. Nun wird er nicht mehr vor ein Gericht gestellt werden können. Ohne diesen einen Hardliner wird das Regime dennoch ein aggressives bleiben."

Auch FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai warnte vor der Illusion, dass der Iran nun seine geopolitische Agenda ändern werde. Er sagte dem Magazin, der Tod Raisis werde die Politik der Islamischen Republik nach außen nicht ändern. Die zentralen Entscheidungen im politischen System Irans würden vom Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getroffen und nicht vom Präsidenten. Der "Rheinischen Post" sagte Djir-Sarai, die Herausforderungen blieben für die deutsche und europäische Politik die Herausforderungen dieselben: "Wir brauchen eine neue Iran-Strategie." Das alleinige Fokussieren auf das Atomabkommen sei ein großer Fehler gewesen. So sei ignoriert worden, dass die Iraner daneben ein eigenes Raketenprogramm aufgebaut und die gesamte Region destabilisiert hätten.

Der Außenexperte der SPD-Bundestagfraktion, Nils Schmid, hat ebenfalls keine Hoffnung, dass es nach dem Tod von Raisi zu politischen Veränderungen im Iran kommt. Er sagte der "Rheinischen Post": "Das Grundproblem der fehlenden Legitimation und Reformunfähigkeit der Mullah-Herrschaft bleibt unverändert." Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass Veränderungen innerhalb des bestehenden Systems, etwa durch Wahlen, nicht möglich seien. Schmid zeigte sich aber überzeugt, dass sich der Freiheitsdrang und der Wunsch nach fundamentaler Veränderung hin zur Demokratie am Ende durchsetzen werden - auch wenn man nicht wisse, wann das System stürze.

Vorsichtige Hoffnung darauf, dass Irans Führung nach dem Ableben des Hardliners Raisi einen neuen Kurs einschlagen könnte, äußerte hingegen der FDP-Außenpolitiker Ulrich Lechte. Er sagte dem "Spiegel": "Der oberste Führer Chamenei hat jetzt erneut die Gelegenheit, die Politik seines Landes zu mäßigen." Auch der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt sieht eine kleine Chance auf Wandel. "Viele Menschen, nicht nur in Iran, hoffen nun auf Veränderung", sagte Hardt dem Magazin. "Das überalterte Mullah-Regine wird Probleme haben, den Präsidenten kurzfristig durch eine Person mit gleicher Autorität zu ersetzen. Die Machtkämpfe an der Spitze werden nun neu entfacht."/hoe/DP/ngu

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach dem Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi haben Vertreter der EU ihr Beileid bekundet. "Die EU drückt ihr aufrichtiges Beileid zum Tod von Präsident Raisi und Außenminister Abdollahian sowie anderer Mitglieder ihrer Delegation und der Besatzung bei einem Hubschrauberunfall aus", schrieb EU-Ratschef Charles Michel Michel am Montag auf seinem offiziellen Account auf X. "Unsere Gedanken sind bei den Familien."

Ähnlich äußerte sich der Außenbeauftragte Josep Borrell. "Die EU spricht den Familien aller Opfer und den betroffenen iranischen Bürgern ihr Mitgefühl aus", hieß es in einer knappen Mitteilung.

Raisi und der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian waren am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Raisi war knapp drei Jahre lang Präsident des Irans. In seiner früheren Funktion als Staatsanwalt soll er im Jahr 1988 für zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen politischer Dissidenten verantwortlich gewesen sein, weshalb seine Gegner ihm den Beinamen "Schlächter von Teheran" verpassten.

Die EU hatte erst vergangene Woche ihre bisherigen Sanktionen gegen den Iran ausgeweitet. Hintergrund ist insbesondere der iranische Großangriff auf Israel mit Drohnen und Raketen Mitte April, der auf eine mutmaßlich israelische Attacke auf die iranische Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus folgte. Auch wegen schwerer Menschenrechtsverstöße hat die EU Sanktionen gegen das Land verhängt./csd/DP/ngu

ATHEN (dpa-AFX) - Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat angesichts teils extrem gestiegener Verbraucherpreise ein Eingreifen der EU gefordert. "Die jüngste Inflationskrise hat zu einem erheblichen Kaufkraftverlust der europäischen Bürger geführt", heißt es einem Brief des Regierungschefs an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Zuvor hatten am Montag griechische Medien berichtet.

Mitsotakis nahm dabei vor allem internationale Großkonzerne ins Visier: Multinationale Unternehmen verfolgten gegenüber einzelnen Mitgliedstaaten innerhalb der EU eine höchst unterschiedliche Preispolitik, der Markt sei asymmetrisch. Die "kollektive Macht des Staatenbundes" und seiner Verbraucher hingegen werde nicht ausreichend genutzt, hieß es in dem Schreiben. Die EU müsse - auch angesichts der EU-Wahlen - zeigen, dass sie in der Lage sei, entschlossen und schnell einzugreifen.

Konkret fordert Mitsotakis gesetzliche Maßnahmen gegen die Praxis multinationaler Hersteller und Lieferanten, innerhalb der EU sogenannte territoriale Lieferbeschränkungen zu verfolgen. Diese Praxis (Territorial Supply Constraints oder TSC) erlaubt es großen Markenartikelherstellern, den EU-Binnenmarkt künstlich entlang nationaler Landesgrenzen zu segmentieren und in jedem Land unterschiedliche Preise zu verlangen. Einzel- und Großhändler eines EU-Landes werden gehindert, Produkte der Multis etwa im günstigeren EU-Nachbarland zu kaufen. Aus Sicht von Kritikern verteuert das Einkaufsdiktat der Multis Waren.

Mitsotakis fordert mutigere Schritte, "damit der Binnenmarkt mit mehr Wettbewerb und Transparenz zugunsten der Verbraucher funktioniert". Ansonsten werde das Vertrauen der Menschen in den EU-Markt beeinträchtigt./axa/DP/ngu

TEL AVIV (dpa-AFX) - Der israelische Verteidigungsminister Joav Galant hat am Montag mit dem US-Sicherheitsberater Jack Sullivan über den Gaza-Krieg gesprochen. An dem Treffen in Tel Aviv war auch der israelische Generalstabschef Herzi Halevi beteiligt.

Nach Angaben seines Büros informierte Galant Sullivan "über die Entwicklungen im Krieg gegen die Terrororganisation Hamas in Gaza sowie die verschiedenen Bemühungen um die Rückholung von 128 Geiseln der Hamas".

Außerdem hätten Galant und weitere israelische Repräsentanten humanitäre Hilfspläne für die Bevölkerung im Gazastreifen vorgestellt. "Dies schließt erhebliche Bemühungen um eine Evakuierung der Zivilbevölkerung in Rafah, die Erleichterung humanitärer Hilfslieferungen und Einsätze auf präzise Weise ein, um Schaden an unbeteiligten Zivilisten zu vermeiden", hieß es in der Mitteilung. Internationale Hilfsorganisationen haben immer wieder vor Hunger im Gazastreifen gewarnt und die hohe Zahl ziviler Opfer scharf kritisiert.

Galant habe betont, Israel habe eine "moralische Verpflichtung", die Regierungs- und Militärfähigkeiten der Hamas zu zerstören und die Rückkehr der Geiseln sicherzustellen.

Galant habe auch die engen Beziehungen zwischen Israel und den USA bekräftigt, "und die Wichtigkeit, die Stärke dieser Beziehung zu betonen - eine einheitliche Front gegen gemeinsame Feinde zu zeigen". In diesem Zusammenhang hätten beide Seiten über "iranische Aggression und Terror von Stellvertretern" gesprochen.

Thema seien auch die Spannungen an Israels Grenze zum Libanon gewesen. Galant warf der libanesischen Hisbollah-Miliz vor, eine diplomatische Einigung über einen Abzug ihrer Kämpfer aus dem Grenzgebiet zu verweigern. Dies erhöhe die Gefahr einer "erheblichen Eskalation".

Bei vorherigen Gesprächen in Israel hatte Sullivan klargemacht, dass die USA eine großangelegte Offensive in Rafah im Süden Gazas weiter ablehnen. Sullivan sprach mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Präsident Izchak Herzog in Jerusalem. Wie das Weiße Haus mitteilte, zeigte Sullivan dennoch Verständnis für Israels Bemühungen, die Hamas-Anführer im Gazastreifen zu finden./le/DP/ngu

(Neu: Details)

DOHA/BAGDAD/BEIRUT (dpa-AFX) - Aus der arabischen Welt kommen nach dem Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und seines Außenministers Hussein Amirabdollahian zahlreiche Beileidsbekundungen. Der katarische Emir Tamim bin Hamad al-Thani schrieb am Montag auf X, über "sein aufrichtiges Beileid an die Regierung und das Volk der Islamischen Republik Iran".

Ägypten trauere um Präsident Raisi und die weiteren Opfer des Unfalls, hieß es in einer Erklärung des Regierungssprechers. Der jordanische König, König Abdullah II., bekundete seine Solidarität mit dem iranischen Volk. Sein "tiefstes Beileid gelte den Brüdern, der Führung, der Regierung und dem Volk der Islamischen Republik Iran zum Tod von Bruder Präsident Ebrahim Raisi".

Der mit dem Iran verbündete syrische Machthaber Baschar al-Assad äußerte sich ähnlich. Er drückte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana sein Beileid für "diesen schmerzlichen Vorfall und dem daraus resultierenden großen Verlust aus". Auch die Regierung in Bagdad im Irak bekundete Mitgefühl. Sie erklärte Dienstag zum nationalen Trauertag. Der geschäftsführende Ministerpräsident im Libanon, Nadschib Mikati, ordnete laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA drei Tage Staatstrauer an.

Von den vom Iran unterstützen Milizen in der Region kamen ebenfalls Worte der Trauer. Die Hisbollah im Libanon erklärte, Raisi sei ein großer Unterstützer und "ein überzeugter Verfechter unserer Anliegen, insbesondere in Jerusalem und in Palästina" gewesen. Ähnliche Worte kamen von den Huthi im Jemen. Der Tod Raisis sei "nicht nur ein Verlust für den Iran, sondern für die gesamte islamische Nation, Palästina und Gaza", erklärte ein Sprecher auf X. Auch die palästinensische Hamas bekundete ihre "uneingeschränkte Solidarität" mit dem "brüderlichen iranischen Volk". Der Vorfall habe das Leben "eines der besten iranischen Anführer" gefordert, hieß es in einer Erklärung auf Telegram.

Der Iran erhält seinen militärischen Einfluss in der Region vor allem auch durch die Unterstützung von proiranischen Milizen oder politische Bewegungen. Syriens Regierung ist direkt mit dem Iran verbündet. Im Libanon zählen die Hisbollah und im Jemen die Huthi-Milizen zur sogenannten "Achse des Widerstands", die der Iran gegen Israel aufgebaut hat./arj/wh/nes/DP/ngu

(Neu: Details)

TAIPEH (dpa-AFX) - Im angespannten Verhältnis zu China hat Taiwans neuer Präsident Lai Ching-te bei seiner Amtseinführung Peking zu einem Ende der Einschüchterungsversuche aufgefordert. "Ich möchte auch China aufrufen, seine politische und militärische Einschüchterung gegen Taiwan einzustellen", sagte der Politiker der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) am Montag während seiner Antrittsrede vor Tausenden Anhängern in Taipeh. China solle die Verantwortung mit Taiwan teilen, in der Meerenge zwischen den beiden Ländern (Taiwanstraße) und der Region Frieden und Stabilität aufrechtzuerhalten.

Die Zukunft der Beziehungen in der Taiwanstraße zwischen der Volksrepublik China und Taiwan, das offiziell Republik China heißt, hätten einen entscheidenden Einfluss auf die Welt. Seine Regierung werde weder nachgeben noch provozieren und werde den Status quo beibehalten, sagte der 64-Jährige. Damit ist gemeint, dass Taiwan faktisch ein eigenständiges Land bleiben soll. Die Kommunistische Partei in Peking zählt die Insel und ihre mehr als 23 Millionen Einwohner zu ihrem Territorium, obwohl sie Taiwan bislang nie regierte und in Taipeh seit Jahrzehnten eine demokratisch gewählte Regierung sitzt.

Wenige Stunden der Vereidigung warf China ihm und seiner neuen Regierung Provokation vor. Die Lage in der Taiwanstraße, der Meerenge zwischen den beiden Staaten, sei komplex und ernst, sagte der Sprecher des chinesischen Büros für Taiwan-Angelegenheiten, Chen Binhua. Der Grund dafür sei, dass Lais Demokratische Fortschrittspartei (DPP) "stur" an der "separatistischen Position" einer Unabhängigkeit Taiwans festhalte. Das Festland und Taiwan gehörten zu ein und demselben China. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, sagte, eine Unabhängigkeit und Abspaltung Taiwans zu verfolgen, sei zum Scheitern verurteilt.

Peking antwortet mit Sanktionen

Ein Krieg in der Taiwanstraße hätte dramatische Folgen, da die zwischen rund 130 und 180 Kilometer breite Meerenge eine wichtige Schifffahrtsroute für den Welthandel ist und taiwanische Firmen global wichtige Chip-Technologie herstellen. Zudem würden die USA als engster Verbündeter und Waffenlieferant Taiwans durch ihre Zusage, im Verteidigungsfall zu helfen, mit in den Konflikt gezogen werden. Parallel zum Amtsantritt Lais kündigte China Sanktionen gegen drei US-Rüstungskonzerne an. Betroffen waren die Verteidigungs-, Raumfahrt- und Sicherheitssparte von Boeing sowie die Unternehmen General Atomics Aeronautical Systems und General Dynamics Land Systems, die auf eine Liste "unzuverlässiger Unternehmen" gesetzt wurden. Damit sollen sie für Waffenlieferungen an Taiwan bestraft werden.

Weil die DPP für eine Unabhängigkeit Taiwans steht, sieht Peking in Lai und der Partei Separatisten. Immer wieder demonstriert die Volksbefreiungsarmee in der Taiwanstraße ihre militärische Stärke. Peking drohte zudem mit militärischen Mitteln, sollte es Taiwan nicht mit friedlichen Mitteln mit dem Festland vereinen können. "Ich hoffe, dass China die Realität der Existenz Taiwans einsieht und die Wahl der Menschen Taiwans respektiert", sagte Lai. Gleichzeitig bot er Peking an, dass sich beide Länder etwa über die Wiederaufnahme des Tourismus wieder miteinander austauschen könnten.

Lai ruft zu entschlossener Verteidigung Taiwans auf

Solange China jedoch nicht davon absehe, Gewalt gegen Taiwan einzusetzen, werde der Wille Pekings, Taiwan zu annektieren, nicht einfach verschwinden, sagte er. Schon jetzt fliegen beinahe täglich chinesische Kampfflugzeuge in Richtung Taiwan und dringen dort in die Luftverteidigungszone ein, worauf Taiwans Militär stets reagiert und etwas selbst Flugzeuge in die Luft schickt. "Angesicht des vielen Bedrohungen und Infiltrierungsversuchen Chinas, müssen wir unseren Entschluss zeigen, unser Land zu verteidigen", sagte Lai. Der chinesische Historiker und Überlebende des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 in Peking, Wu Renhua, forderte, dass Taiwans Regierung die Demokratisierung und Bedenken über Menschenrechtsprobleme in China unterstützen solle. "Die Existenz eines autoritären Chinas bedeutet, dass Taiwan einen grausamen Nachbarn hat, den es nie umgehen kann", sagte er der dpa in Taipeh.

Shen Po-yang, Mitglied des Verteidigungsausschusses in Taiwans Parlament, schätzt, dass China bis 2027 bereit für eine Invasion sei. Den besten Zeitpunkt für eine Attacke sieht der in Taiwan auch als Puma Shen bekannte DPP-Politiker dann, wenn 40 bis 50 Prozent der Bevölkerung bei einem Angriff für eine Kapitulation stimmen würden. "Sie könnten einfach die erste Rakete zünden, und wenn die Menschen sagen, sie wollen sich ergeben und einen Friedensvertrag unterzeichnen, dann wäre dies das Ende des Krieges binnen einer Woche." Shen fordert deshalb mehr Cybersicherheit und eine Regulierung von sozialen Medien wie der Kurzvideoplattform Tiktok des chinesischen Bytedance-Konzerns, damit sich Pekings Propaganda nicht in Taiwan breit machen kann.

Innenpolitische Lage für Regierung schwierig

Lai hatte mit seiner Stellvertreterin Hsiao Bi-khim am 13. Januar die Präsidentschaftswahl mit rund 40 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Zur Vereidigung des Präsidenten und der Regierung schickten die USA und Japan Delegationen. Auch aus Deutschland reiste eine Parlamentariergruppe der CDU, SPD und FDP an. Nur ein Dutzend Länder erkennen den Inselstaat offiziell an, darunter sind etwa der Vatikan, Paraguay und Haiti. Deutschland, Japan und die USA gehören nicht dazu, da sonst eine diplomatische Krise mit China bevorstehen würde.

Vor dem Präsidentensitz führten Gruppen Tänze auf, Bands spielten und die Armee feuerte Salutschüsse ab. Die DPP stellt das dritte Mal in Folge das Staatsoberhaupt, das gleichzeitig Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Die bisherige Präsidentin Tsai Ing-wen durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Im Parlament büßte die DPP allerdings ihre absolute Mehrheit ein und ist nun auf Allianzen angewiesen.

Größte Oppositionspartei ist die pekingfreundliche Kuomintang, die am Freitag in einer turbulenten Parlamentssitzung mit DPP-Politikern im Streit um mehrere Gesetzentwürfe aneinandergeraten war. Es kam zu Rangeleien zwischen den Parlamentariern, ungefähr eine Handvoll wurde anschließend im Krankenhaus auf Verletzungen untersucht. Für die neue Regierung dürfte es im Parlament angesichts der politischen Verhältnisse deutlich mehr Hürden zu überwinden geben./jon/DP/ngu

(Neu: Details)

TEHERAN (dpa-AFX) - Der iranische Präsident Ebrahim Raisi und sein Außenminister Hussein Amirabdollahian sind beim Absturz ihres Hubschraubers im Iran ums Leben gekommen. Keiner der neun Insassen habe überlebt, berichteten die staatliche Nachrichtenagentur Irna und das Staatsfernsehen am Montag. Zur Ursache des Unglücks vom Sonntag gab es zunächst keine offiziellen Informationen. Die Verbündeten Teherans - unter ihnen Russland und China - kondolierten.

Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei ordnete fünf Tage Staatstrauer an. Zudem übertrug er die Amtsgeschäfte an Raisis ersten Vize Mohammed Mochber.

Erzfeind Israel erwartet Medienberichten zufolge keine echten Auswirkungen auf den jüdischen Staat. Unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsvertreter hieß es zudem, dass Israel nichts mit dem Vorfall zu tun habe. Eine offizielle Reaktion aus Israel gab es zunächst nicht.

Raisi war am Sonntagnachmittag zusammen mit Außenminister Amirabdollahian auf der Rückreise von einem Treffen mit dem Präsidenten Aserbaidschans, Ilham Aliyev, als ihre Maschine bei dichtem Nebel vom Radar verschwand. Gemeinsam hatten sie im Nachbarland einen Staudamm eingeweiht. Mit insgesamt drei Hubschraubern machte sich der Tross danach auf den Rückweg, doch die Präsidentenmaschine kam nicht an ihrem Zielort an.

Daraufhin entbrannten Spekulationen, ob der Absturz auf schlechtes Wetter, einen technischen Defekt am Hubschrauber oder gar Sabotage zurückzuführen sei. Klarheit darüber gab es bis zum Montagmittag nicht.

Irans Luftwaffe gilt als stark veraltet, ihre Modernisierung kommt angesichts scharfer internationaler Sanktionen kaum voran, Ersatzteile sind schwer zu beschaffen. Viele Flugzeuge und Helikopter stammen noch aus der Zeit vor der Islamischen Revolution von 1979, als das Land enge Beziehungen zu den USA unterhielt. Immer wieder kommt es zu folgenschweren Unfällen und Abstürzen.

Iran droht politische Krise - Neuwahl innerhalb von 50 Tagen

Die Amtsgeschäfte übernimmt nun Raisis erster Vize Mohammed Mochber. Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei beauftragte ihn am Montag zudem damit, gemeinsam mit der Spitze der Justiz und des Parlaments innerhalb von 50 Tagen Neuwahlen zu organisieren. Vizeaußenminister Ali Bagheri, der zuletzt eine führende Rolle als Unterhändler bei den Atomverhandlungen mit dem Westen hatte, wurde zum geschäftsführenden Außenminister ernannt.

Beileidsbekundungen der Verbündeten - Westen zurückhaltend

Irans Verbündete zeigten sich bestürzt über Raisis Tod. Chinas Präsident Xi Jinping brachte nach Angaben eines Sprechers des Außenministeriums seine "tiefe Trauer über den Tod" Raisis zum Ausdruck. Russlands Präsident Wladimir Putin nannte Raisi einen herausragenden Politiker und wahren Freund Russlands. "Er wurde von seinen Landsleuten zu Recht hochgeachtet und genoss im Ausland großes Ansehen", hieß es in einem Schreiben Putins. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach sein Beileid aus. Alle drei Länder haben gute Beziehungen zum Iran.

Als einer der wenigen westlichen Politiker sprach EU-Ratschef Charles Michel sein Beileid mit dem Iran aus. Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni drückte Solidarität mit dem Land aus. Andere westliche Spitzenpolitiker hielten sich dagegen zunächst zurück, auch von der Bundesregierung kam zunächst keine Reaktion.

Raisis Regierung steht seit Jahren wegen ihrer erzkonservativen Wertevorstellungen, der Unterdrückung von Bürgerrechten und der schweren Wirtschaftskrise im Iran in der Kritik. Zahlreiche Iranerinnen und Iraner brachten in sozialen Medien ihre Schadenfreude über den Hubschrauberabsturz zum Ausdruck.

Raisi war im August 2021 als neuer Präsident vereidigt worden. Als Spitzenkandidat der politischen Hardliner sowie Wunschkandidat und Protegé des Religionsführers Chamenei hatte Raisi die Präsidentenwahl mit knapp 62 Prozent der Stimmen gewonnen.

Der Iran stand zuletzt verstärkt im Fokus, auch weil ein regionaler Krieg mit dem Erzfeind Israel zu drohen schien. Während Raisis Amtszeit vertiefte die Islamische Republik ihre wirtschaftliche und militärische Kooperation mit China und Russland, die Beziehung zum Westen kühlte unter anderem wegen des Streits über das iranische Atomprogramm ab. Außerdem warf der Westen der Führung in Teheran schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen vor. Trotzdem gab es erst vor wenigen Tagen wieder Berichte über neue Gespräche mit den USA im Golfstaat Oman.

Religiöser Hardliner: Raisi als Mann des Systems

Raisi wurde 1960 in Maschhad geboren und war über drei Jahrzehnte in der zentralen Justizbehörde des Landes tätig. 2019 wurde er zum Justizchef ernannt. In seiner früheren Funktion als Staatsanwalt soll er 1988 für zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen politischer Dissidenten verantwortlich gewesen sein, weshalb seine Gegner ihm den Beinamen "Schlächter von Teheran" verpassten.

Experten hatten Raisi zwischenzeitlich auch als möglichen Nachfolger für Chamenei gehandelt, der im April 85 Jahre alt wurde. Auch wenn sich die Kritik der jungen Generation inzwischen immer mehr gegen das gesamte System der Islamischen Republik richtet, stand Raisi innenpolitisch besonders unter Druck. Zuletzt trieb die Regierung ihren umstrittenen Kurs bei der Verfolgung des Kopftuchzwangs voran und brachte damit Teile der Bevölkerung noch mehr gegen sich auf./arb/DP/ngu

nach oben