dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.09.2018

Umfrage: Mehrheit will auch höheren Preis für Fernwärme zahlen

HAMBURG (dpa-AFX) - Eine Mehrheit der Hamburger befürwortet einer Umfrage zufolge einen Rückkauf des Fernwärmenetzes auch zu einem höheren Preis. In der von der GESS Marktforschung durchgeführten Erhebung unter 1003 wahlberechtigten Hamburgern beantworteten 56 Prozent die Frage "Würden Sie für die mit dem Rückkauf verbundenen positiven Effekte auch einen höheren Kaufpreis akzeptieren?" mit Ja. Bei den SPD Anhängern waren es sogar 60 Prozent. Die Telefonumfrage war von der Bürgergenossenschaft EnergieNetz Hamburg und dem gemeinnützigen Verein GLS Treuhand in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Auftrag gegeben worden.

Fast drei Viertel (72 Prozent) der Befragten sahen es als wichtig an, dass große Energieinfrastrukturen in der öffentlichen Hand liegen, wie BUND und EnergieNetz Hamburg am Montag mitteilten. Noch höher hätten die Werte bei den Anhängern der rot-grünen Regierungskoalition gelegen (75 Prozent SPD-Anhänger, 79 Prozent Grüne). 74 Prozent der Befragten befürchteten demnach, dass eine Nichtumsetzung von Volksentscheiden zu mehr Politikverdrossenheit führen werde.

Die Hamburger hatten sich 2013 für einen vollständigen Rückkauf der Energienetze ausgesprochen. Während Strom- und Gasnetz wieder in städtischer Hand sind, hat der Senat bei der Fernwärme noch bis Ende November Zeit, das Netz vom Mehrheitseigner Vattenfall zurückkaufen. Allerdings liegt der Wert des Unternehmens einem Gutachten zufolge heute rund 300 Millionen Euro unter dem 2014 vereinbarten Mindestkaufpreis von 950 Millionen.

Während Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) diesen Preis durch die positiven volkswirtschaftlichen Effekte einer öffentlichen Energieversorgung "aus einer Hand" gerechtfertigt sieht, befürchtet Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) einen Verstoß gegen die Landeshaushaltsordnung. "Wir hoffen sehr, dass neben den vielen Sachargumenten für einen Rückkauf der Fernwärme auch das Ergebnis dieser Umfrage im Hamburger Rathaus wahrgenommen wird", sagte BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch./fi/DP/tos

24.09.2018

ROUNDUP: CDU schließt Steuergeld zur Lösung der Dieselkrise nicht aus

BERLIN (dpa-AFX) - Zur Lösung der Dieselkrise und Vermeidung von Fahrverboten etwa für Pendler will die CDU den Einsatz von Steuergeld nicht ausschließen. Es sei zu früh, um dies mit absoluter Gewissheit festzulegen, sagte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag nach einer Sitzung des Präsidiums ihrer Partei in Berlin. "Das wird darauf ankommen, um welche Maßnahmen es konkret geht. Wie viele Fahrzeuge mit welchen finanziellen Belastungen in welche Kategorien hineinfallen." Kanzlerin Angela Merkel kündigte für den kommenden Montag (1. Oktober) eine Entscheidung der Bundesregierung über den Kurs in der Dieselkrise an.

Kabinett und Autoindustrie arbeiten derzeit an einem neuen Paket für bessere Luft in Städten, in denen Schadstoff-Grenzwerte überschritten werden. Dieselabgase gelten als Hauptverursacher. Weitere Fahrverbote für Dieselautos sollen vermieden werden. Bei den Maßnahmen geht es dem Vernehmen nach auch um höhere Prämien der Hersteller, wenn Kunden einen neuen Diesel kaufen. Umstritten bleiben mögliche technische Diesel-Nachrüstungen für Pkw - und die Frage, wer diese bezahlt.

Merkel sagte, bei einem Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD am 1. Oktober gehe es auch um die Frage, wie es "angesichts von Fahrverboten mit den Dieselautos" weitergehe. Sie verwies auf ein Spitzentreffen mit den Chefs der deutschen Anbieter am Sonntagabend: "Wir haben über das Thema der Nachrüstungen gesprochen, und wir werden am nächsten Montag die Entscheidung finalisieren."

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat rechtliche, technische und finanzielle Bedenken gegen Umbauten am Motor. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) dagegen fordert solche Nachrüstungen seit langem - auf Kosten der Hersteller. Die Autobauer lehnen Hardware-Nachrüstungen als zu aufwendig ab und warnen vor technischen Nachteilen.

Scheuer hatte nach dem Treffen am Sonntag gesagt, oberste Priorität habe die Flottenerneuerung - also Anreize, damit mehr Besitzer alte Diesel abgeben und sich ein Auto mit weniger Schadstoffausstoß kaufen. Für Lieferdienste und Handwerker solle es ein Förderangebot für Umbauten an Motoren geben. Die SPD beharrt jedoch auf solchen Hardware-Nachrüstungen auch für Pkw. Aus ihrer Sicht reichen Software-Updates nicht aus.

Scheuer sagte, es gebe weitere Gespräche in der Regierung und mit den deutschen Herstellern. Bis zum Wochenende sei "eine Konkretisierung der Maßnahmen und Pläne über die Gesamtthematik" vorgesehen.

Kramp-Karrenbauer erklärte, nach dem Spitzentreffen sei es ein positives Signal, dass man sich auf einen Maßnahmenkatalog verständigt habe, der Hardware-Nachrüstungen "ausdrücklich und grundsätzlich" nicht mehr ausschließe. Die CDU wolle eine solche Nachrüstung dort, wo sie schnell wirke und der Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis stehe. "Deswegen hoffe ich sehr, dass wir am Montagabend dann mit den Spitzen der Koalition ein Paket vorstellen können, das den Menschen eben auch mit Blick auf das Thema Fahrverbote (...) die entsprechende Sicherheit auch geben wird."

Zuerst müsse ein Konzept auf dem Tisch liegen. "Dann kann man sich über die Frage unterhalten: Wer muss auch mit Blick auf seine eigene Verantwortung welche Lasten tragen?", sagte Kramp-Karrenbauer. In einem Gesamtpaket müsse deutlich gemacht werden, welche Möglichkeiten es gebe, um das Ziel zu erreichen, dass Pendler etwa in Frankfurt am Main nicht von maximalen Fahrverboten betroffen würden.

Ein Sprecher von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bekräftigte die Position des Ministers, der eine Kostenbeteiligung des Staates an möglichen technischen Nachrüstungen älterer Diesel abgelehnt hatte.

Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan kritisierte: "Nachdem die Autokonzerne zuletzt Milliardengewinne eingefahren haben, will die CDU nun Steuerzahler für die Folgen des Betrugs zur Kasse bitten. Das ist etwa so einleuchtend, wie ein Einbruchsopfer zu bitten, dem Dieb seine Beute abzukaufen." Das Image des Diesels ist nicht zuletzt wegen des Abgas-Skandals schwer belastet.

In den monatelangen Koalitionsstreit um technische Diesel-Nachrüstungen war nach dem jüngsten Urteil zu Fahrverboten in Frankfurt am Main im nächsten Jahr Bewegung gekommen. Merkel, die lange gegen Umbauten an Motoren argumentiert hatte, öffnete sich angesichts dessen dafür. In Hessen ist am 28. Oktober Landtagswahl.

Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic sagte: "Die betroffenen Dieselfahrer sind die Dummen, weil sich Union und SPD auf kein praktikables Konzept einigen können." Die FDP wolle eine freiwillige Hardware-Nachrüstung für alle betroffenen Dieselfahrzeuge der Norm Euro-5 in den Städten, in denen Fahrverbote drohen./hoe/DP/tos

24.09.2018

Microsoft, SAP und Adobe kündigen Initiative für offene Daten an

ORLANDO (dpa-AFX) - Die Technologie-Schwergewichte Microsoft , SAP und Adobe haben am Montag eine gemeinsame Initiative für offene Daten angekündigt. Damit sollten die Kunden befähigt werden, mehr Wert aus ihren Datenbeständen zu schöpfen, teilten die Unternehmen auf Microsofts hauseigener Kundenmesse Ignite in Orlando (Florida) mit.

Heute seien Daten eines der wichtigsten Werkzeuge eines Unternehmens, sagte Alex Atzberger von SAP. Bislang steckten zu viele jedoch in Silos aus verschiedensten Anwendungen und könnten nicht gemeinsam genutzt werden. Das soll sich mit der Open Data Initiative ändern. Sie sei ein erster Schritt, den die drei Konzerne in die Wege geleitet hätten. Auch für andere Unternehmen soll die Initiative künftig offen stehen.

Für die Realisierung soll der Datenaustausch zwischen den einzelnen Anwendungen und Plattformen der drei Unternehmen gewährleistet werden, die auf Microsofts Cloud-Plattform Azure bereitstehen sollen. Unternehmen wie Coca-Cola , Unilever und Walmart haben demnach die Initiative begrüßt und wollen sie technologisch unterstützen./gri/DP/tos

24.09.2018

Tausende Tiere in Belgien sollen wegen Schweinepest getötet werden

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Belgien zu verhindern, sollen im Süden des Landes Tausende Hausschweine getötet werden. Landwirtschaftsminister Denis Ducarme beauftragte die zuständige Behörde, einen entsprechenden Erlass auszuarbeiten, wie belgische Medien am Montag berichteten. Diesen müsste er dann nur noch unterschreiben. Die EU-Kommission begrüßte das Vorhaben.

Mitte des Monats war das für Menschen ungefährliche Virus erstmal bei Wildschweinen in Belgien und damit in Westeuropa nachgewiesen worden

- rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die belgischen

Behörden richteten daraufhin ein 63 000 Hektar großes Sperrgebiet ein. In diesem Gebiet sollen die Tiere nun getötet werden. Nach Angaben des wallonischen Landwirtschaftsministeriums betrifft diese Entscheidung rund 4000 Tiere in 58 landwirtschaftlichen Betrieben.

"Wir müssen handeln, um einen Wirtschaftsbereich zu erhalten, an dem jährlich 1,5 Milliarden Euro und fast 15 000 direkte Arbeitsplätze hängen", sagte Ducarme laut Medienberichten. Das Fleisch der Tiere dürfte nicht mehr in den Verkauf gehen. Ducarme sicherte den betroffenen Landwirten Entschädigungen zu. Bauernverbände kritisierten die Entscheidung dennoch scharf.

Mittlerweile gibt es neun bestätigte Fälle in der Region Wallonien, alle betreffen Wildschweine. Zuvor war das Virus bereits in östlichen EU-Staaten aufgetreten, etwa im Baltikum, in Polen, Tschechien und Ungarn.

Etliche Länder außerhalb der EU verhängten einen Importstopp gegen belgisches Schweinefleisch, darunter die wichtigen Abnehmer Südkorea und China. Innerhalb der Europäischen Union läuft der Handel weiter.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die für Wild- und Hausschweine in Europa fast immer tödlich verläuft. Der Erreger kann durch direkten Kontakt zwischen Tieren übertragen werden, aber auch durch Speisereste mit Fleisch von infizierten Tieren./wim/DP/tos

24.09.2018

Ex-VW-Vorstand Neußer wehrt sich gegen Entlassung

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Mehrere im Abgas-Skandal beschuldigte Volkswagen -Mitarbeiter wehren sich gegen ihre Entlassung. Es seien drei weitere Kündigungsschutzklagen im Zusammenhang mit "Dieselgate" eingegangen, teilte das Arbeitsgericht Braunschweig am Montag mit. Beide Kläger hätten in der technischen Entwicklung von Volkswagen gearbeitet, einer sei ein freigestellter Ex-VW -Markenvorstand. Dabei handelt es sich um den früheren Entwicklungschef der Marke VW, Heinz-Jakob Neußer. Zudem habe ein Hauptabteilungsleiter geklagt, der im November 2015 von der Arbeit freigestellt worden sei, so das Gericht.

Neußer war 2015 im Zuge des Abgasskandals beurlaubt worden. Er gehört auch zu der Gruppe von VW-Mitarbeitern, die in den USA angeklagt wurden. Neben Neußer will sich Volkswagen auch von weiteren Mitarbeitern trennen, die in die Abgas-Affäre verwickelt sind.

Nach Angaben des Gerichts richten sich die Klagen gegen fristlose beziehungsweise ordentliche Kündigungen, die den Klägern Ende August 2018 zugegangen seien. Die vorsorglichen ordentlichen Kündigungen seien zum 30. September 2019 ausgesprochen worden. Vorgesehen sei je ein Gütetermin mit sich unmittelbar anschließendem Kammertermin.

Der Termin in dem Neußer-Verfahren ist für den 25. Februar 2019 geplant, im anderen Fall ist der 4. März 2019 vorgesehen. Beide Kläger müssten persönlich erscheinen.

Der nach dem Abgas-Skandal eingesetzte US-Aufseher Larry Thompson hatte jüngst fehlende personelle Folgen der Affäre kritisiert. Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hat 39 Beschuldigte im Fall der Software-Manipulationen beim Stickstoffdioxid-Ausstoß im Visier. Die Anklagebehörde ermittelt unter anderem gegen Ex-VW-Konzernchef Martin Winterkorn wegen Betruges sowie wegen möglicher Marktmanipulation./tst/DP/tos

24.09.2018

dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 24.09.2018 - 15.15 Uhr

ROUNDUP: Sanierungsgutachten lässt Aktienkurs von Gerry Weber fallen

HALLE/WESTFALEN - Die Hiobsbotschaften beim strauchelnden Modekonzern Gerry Weber reißen nicht ab. Die Nachricht über ein Sanierungsgutachten schickte den Aktienkurs des Unternehmens am Montag auf Talfahrt. Die Papiere brachen im frühen Handel um fast ein Viertel auf 3,50 Euro ein. Die Aktien haben im laufenden Jahr über die Hälfte an Wert verloren.

IPO/'WSJ': Dell lotet traditionellen Börsengang aus

NEW YORK - Der PC-Hersteller Dell Technologies prüft einem Pressebericht zufolge einen traditionellen Börsengang. Der PC-Hersteller plane, diesbezüglich Gespräche mit Banken in dieser Woche zu führen, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

IPO/ROUNDUP: Ex-Linde-Chef Büchele bringt Anlagenbauer Exyte an die Börse

FRANKFURT - Der schwäbische Anlagenbauer Exyte will noch in diesem Jahr an die Börse. Das Thema Big Data soll der Firma, die aus der M+W-Gruppe hervorgegangen ist, zu starkem Umsatz- und Gewinnwachstum verhelfen, kündigte Vorstandschef Wolfgang Büchele gegenüber der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX am Montag an.

Milliardendeal schafft neuen Musikradio-Riesen in den USA

NEW YORK/OAKLAND - Im amerikanischen Musikradio-Markt entsteht ein neues Schwergewicht durch einen Milliardendeal: Der vor allem auf Satelliten-Übertragungen spezialisierte Konzern SiriusXM will das Internet-Radio Pandora kaufen. SiriusXM will den Kaufpreis komplett in eigenen Aktien zahlen und bewertet Pandora insgesamt mit rund 3,5 Milliarden Dollar, wie die Unternehmen am Montag mitteilten.

Zurich-CEO: Könnten Finanzziele übertreffen

MAILAND - Die Zurich Insurance Group könnte nach den Worten von Konzernchef Mario Greco die für 2017 bis 2019 ausgegebenen Finanzziele übertreffen. "Wir sind bei den Zielen auf Kurs und erwarten, diese zu erreichen oder sogar alle zu übertreffen", sagte Greco in der am Montag erschienenen italienischen Zeitung "La Repubblica".

ROUNDUP: Heißer Sommer verdirbt Gewinnpläne von Thomas Cook - Kurssturz

LONDON - Das heiße Wetter in Mitteleuropa und ein Preiskampf im Last-Minute-Geschäft haben dem Reiseveranstalter Thomas Cook seine Gewinnpläne noch stärker vermasselt als gedacht. Am Montag strich der Veranstalter seine Erwartungen für das Geschäftsjahr zusammen - und das schon zum zweiten Mal in diesem Sommer. "Die jüngste Buchungsentwicklung ist klar enttäuschend", sagte Konzernchef Peter Fankhauser in London. "Viele Kunden haben die Sonne im Juni und Juli zu Hause genossen und ihr Reisen ins Ausland auf später verschoben." Der Reiseveranstalter tauscht jetzt erneut seinen Finanzchef aus.

ROUNDUP: Regierung will bis Ende der Woche Klarheit für sauberere Diesel

BERLIN - Millionen Diesel-Besitzer sollen bald Klarheit über neue Maßnahmen gegen Fahrverbote wegen zu schmutziger Luft in deutschen Städten bekommen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte nach einem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Chefs der deutschen Hersteller am Sonntag in Berlin: "Wir wollen sehr zeitnah Entscheidungen treffen." Oberste Priorität habe dabei die Flottenerneuerung - also Anreize, damit mehr Besitzer alte Diesel abgeben und sich ein saubereres Auto kaufen. Für Lieferdienste und Handwerker soll es ein Förderangebot für Umbauten an Motoren geben. Die SPD beharrt auf solchen Hardware-Nachrüstungen auch für Pkw.

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Weitere Meldungen

-ROUNDUP: Greenpeace-Gutachten: Rodung in Hambach erst ab Herbst 2019 nötig

-Vodafone und Ford testen Rettungsgassen-Assistent im Live-Betrieb

-Airbus: Offshore-Windenergie steigert Hubschrauber-Absatz

-Fressnapf will mit neuen Märkten Zwei-Milliarden-Marke knacken

-EU-Kommission billigt Kraftwerksprojekt in Herne

-Sicherheitsbranche setzt zunehmend auf digitale Technik

-Frankreichs Regierung will ausländische Lastwagen zur Kasse bitten

-ROUNDUP: Herbststurm 'Fabienne' hinterlässt große Schäden°

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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24.09.2018

Netzagentur nimmt Wünsche der Politik bei 5G-Frequenzen 'sehr ernst'

BONN (dpa-AFX) - Der Beirat der Bundesnetzagentur hat sich mit der geplanten Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G befasst. "Wir nehmen die Wünsche des Beirats sehr ernst und beziehen sie umfassend in unsere Entscheidungsfindung ein", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, nach der Sitzung am Montag. In dem 32-köpfigen Gremium sitzen je zur Hälfte Bundestagsabgeordnete und Vertreter aller Bundesländer. Ein Vetorecht hat der Beirat nicht.

Teile der Wirtschaft und der Kommunen bemängeln, dass die Netzagentur keine lückenlose Versorgung vorschreiben will. Der ländliche Raum dürfe beim Ausbau der neuen Mobilfunknetze nicht abgehängt werden, forderte der Deutsche Landkreistag. Auch die Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und Telefónica sind nicht zufrieden. Sie verlangen mehr Investitionssicherheit.

Nach dem Entwurf der Vergabebedingungen müssen die Netzbetreiber bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte in Deutschland mit einer Datengeschwindigkeit von mindestens 100 Megabit pro Sekunde im Download versorgen. Bei den verbleibenden zwei Prozent handelt es um Haushalte in schwer zugänglichen Gebieten, meist im ländlichen Raum, wo sich der Ausbau für die Konzerne kaum rechnet.

Netzagentur-Chef Homann hatte bei der Veröffentlichung des Entwurfs gesagt, seine Behörde gehe mit ihren "Versorgungsauflagen an die Grenze des wirtschaftlich Zumutbaren und rechtlich Möglichen". Ab sofort können sich die Mobilfunkunternehmen und andere Markteilnehmer zu dem Entwurf äußern. Nach der nächsten Sitzung des Beirats am 26. November will die Präsidentenkammer der Netzagentur die endgültige Entscheidung treffen./hff/DP/she

24.09.2018

US-Anleihen bewegen sich kaum

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben sich am Montag im frühen Handel nur wenig bewegt. Im Tagesverlauf werden in den USA keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht, an denen sich die Anleger orientieren könnten.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern richtet sich das Interesse der Anleger zunehmend auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Am Markt wird fest mit der achten Zinserhöhung in Folge gerechnet. Im Fokus stehen daher mögliche Hinweise auf die weitere Entwicklung der Geldpolitik in den USA.

Zweijährige Anleihen verharrten auf 99 20/32 Punkten. Sie rentierten mit 2,81 Prozent. Fünfjährige gaben 1/32 Punkte auf 99 1/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,96 Prozent. Richtungsweisende 10-jährige Anleihen verloren 2/32 Punkte auf 98 10/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,07 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren fielen 6/32 Punkte auf 95 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,21 Prozent./jkr/tos/she

24.09.2018

Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor

BERLIN (dpa-AFX) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde. "Unsere Umfrage zeigt, dass der europäische Industrie-Sektor die strategische Macht Künstlicher Intelligenz verstanden hat", sagte HPE-Manager Volkhard Bregulla am Montag in Berlin.

Der Umfrage zufolge, in der 858 Vertreter von vorwiegend in Europa tätigen Industrie-Unternehmen befragt wurden, beschäftigt sich die Mehrheit (61 Prozent) mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. 11 Prozent haben entsprechende Technologien bereits im Einsatz. Allerdings nutze rund die Hälfte der Unternehmen die Technologien lediglich für ein Einsatz-Szenario, sagte Bregulla. 95 Prozent von ihnen geben jedoch an, dass ihre gesteckten Ziele erreicht oder sogar übertroffen wurden.

Eine der großen Herausforderungen bestehe jedoch in der unzureichenden Qualität und Quantität verfügbarer Daten - dem Ausgangsmaterial für entsprechende Analysen und Prozesse. Zu den Hürden werde aber auch fehlendes Know-how gezählt.

Auf der Industry of Things World in Berlin dreht sich noch bis einschließlich Dienstag alles um die digitalen Herausforderungen in der Industrie und konkrete Lösungsansätze. Flankiert von Vorträgen und Arbeits-Sessions will die Konferenz eine Plattform fürs industrieübergreifende Netzwerken bieten. Mehr als 600 Vertreter aus verschiedenen Industriezweigen werden erwartet. Zu den Partnern gehören unter anderem HPE, Intel und Microsoft ./gri/DP/she

24.09.2018

Microsoft bietet Künstliche Intelligenz für humanitäre Zwecke

ORLANDO (dpa-AFX) - Microsoft will das Potenzial Künstlicher Intelligenz mit einem 40 Millionen Dollar-Programm verstärkt auch humanitären Organisationen zur Verfügung stellen. Das neue Programm ziele darauf ab, die Technologie für Katastrophenhilfe, den Schutz von Kindern sowie für Flüchtlinge und Vertriebene einzusetzen, kündigte Microsoft-Manager Frank Shaw auf der hauseigenen Kunden-Messe "Ignite" in Orlando (Florida) am Montag an. Microsoft werde für die Umsetzung mit ausgewählten Nonprofit- und humanitären Organisationen eng zusammenarbeiten. Das Geld soll zur Mitfinanzierung von Projekten sowie für die technologische Entwicklung eingesetzt und das gewonnene Know-how geteilt werden.

Mit einer Reihe neuer KI-gesteuerter Anwendungen werde der Softwarekonzern die Vorteile von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen vor allem im beruflichen Umfeld allgemein verfügbar machen, kündigte Shaw an. Die Apps sollen auf der Business-Plattform "Microsoft 365" an verschiedensten Stellen zur Verfügung stehen. Nutzer könnten etwa mit einer neuen Suchfunktion nach Dokumenten und Daten über alle Plattformen hinweg suchen, ohne die eigene Arbeit unterbrechen zu müssen. Im Büroprogramm "Office" macht die Funktion "Ideas" bei Bedarf Vorschläge für Layouts, in der Kollaborations-Anwendung "Teams" lassen sich Audiomitschnitte in geschriebenen Text umwandeln, der sich wiederum als Untertitel in den Mitschnitt integrieren lässt.

Einen großen Schwerpunkt setzte Microsoft auf seiner Kunden-Konferenz auch auf das Thema Sicherheit. 3500 Sicherheitsspezialisten beschäftig Microsoft demnach aktuell. Jeden Monat würden so mehr als fünf Milliarden Angriffe durch Schadsoftware abgewehrt, sagte Shaw. Zahlreiche Software-Neuerungen sollen die Nutzer zusätzlich auf vielen Ebenen gegen Cyber-Attacken und Schadsoftware schützen.

Microsoft steht bei Cloud-Diensten und KI-Anwendungen derzeit in einem starken Wettbewerb. Vor allem Google und Amazon konkurrieren mit dem Software-Konzern, der einst quasi unangefochten mit seinem Office-Paket den Markt der Büro-Programme dominierte./gri/DP/she

24.09.2018

WDH/Aktien Frankfurt: Dax nimmt nach Kurs-Rally eine Auszeit

(Überflüssiges Wort im letzten Absatz gestrichen.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch ein robuster Ifo-Geschäftsklimaindex hat Anleger am Montag am deutschen Aktienmarkt nicht zu Käufen animiert. Der Dax zollte seiner jüngsten Rally Tribut und gab nach zwei starken Börsenwochen gegen Mittag um 0,31 Prozent auf 12 392,00 Punkte wieder etwas nach. Zudem dürfte die US-Notenbank Fed am Mittwoch erneut die Leitzinsen erhöhen - für die Aktienmärkte tendenziell eine Belastung.

Nach der fast fünfprozentigen Erholung des Dax vom jüngsten Tief dürften die Kurse nun "zunächst einmal durchatmen", schrieben die Analysten der Bank HSBC. Der Leitindex nehme gewissermaßen eine Verschnaufpause. Die Erholung bleibe aber intakt. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel gab um 0,53 Prozent auf 26 204,75 Punkte nach. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,35 Prozent auf 3418,85 Punkte.

Der Ifo-Index ist im September zwar leicht zurückgegangen. Gleichwohl übertraf vor allem die Einschätzung der aktuellen Lage durch die Unternehmen die Prognosen von Volkswirten deutlich. "Der globale Handelskonflikt scheint somit auf den ersten Blick noch nicht unmittelbar zu einem deutlichen Bremseffekt geführt zu haben", sagte Volkswirt Stefan Kipar von der BayernLB.

Zu den Verlierern im Dax zählten die Papiere der Automobilbranche. Sie waren zuletzt kräftig gestiegen, weil die Strafzölle in der jüngsten Eskalation im amerikanisch-chinesischen Handelskrieg nicht so hoch ausgefallen waren wie befürchtet. Die Kurse von Daimler , BMW , Volkswagen und Continental verloren zwischen 1,1 und 1,4 Prozent.

Aktien von Covestro verloren 0,8 Prozent. Der Chemiekalienproduzent hatte am Wochenende in einem Medienbericht von einer sich abschwächenden Nachfrage gesprochen. Papiere von Fielmann fielen nach einem negativen Kommentar der Bank Hauck & Aufhäuser um 4,6 Prozent auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren. Hier wackelten die Jahresprognosen, hieß es von der Privatbank.

Bei den kleinen Titeln brachen Gerry Weber um fast ein Viertel ein auf den niedrigsten Stand seit fast 15 Jahren ein. Der Modekonzern schlittert offenbar immer tiefer in die Krise und hat zur Unterstützung eines umfassenden Umbaus ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. Analysten wiesen darauf hin, dass die Schulden für das Unternehmen zum Problem werden könnten.

Am deutschen Aktienmarkt traten zu Wochenbeginn grundlegende Änderungen in den Indizes der Deutschen Börse in Kraft. Im Dax ersetzen die Aktien des Zahlungsdienstleisters Wirecard die der Commerzbank , die in den MDax der mittelgroßen Werte absteigen. Papiere von Wirecard führten an ihrem ersten Tag im Dax den Leitindex mit einem Plus von gut zwei Prozent an.

Technologieaktien aus dem TecDax erhalten künftig auch Zugang zum MDax oder zu dessen kleinem Pendant, dem SDax . Daher wurde der MDax von 50 auf 60 Werte aufgestockt und der SDax von 50 auf 70 Werte. Der TecDax enthält weiterhin 30 Werte.

Insgesamt 13 der bisherigen TecDax-Mitglieder sind künftig auch im MDax zu finden, darunter Qiagen , Siemens Healthineers , United Internet , Morphosys und Freenet . Im TecDax wiederum sind künftig mit SAP , Infineon und Deutsche Telekom auch drei Dax-Schwergewichte vertreten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,29 Prozent am Freitag auf 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,05 Prozent auf 140,47 Punkte nach. Der Bund-Future verlor 0,11 Prozent auf 158,89 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1765 US-Dollar. Am Freitagnachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1759 US-Dollar festgesetzt./bek/fba

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

24.09.2018

Aktien New York Ausblick: Dow gönnt sich nach jüngster Rally Verschnaufpause

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial dürfte nach der jüngsten Rekordjagd erst einmal verhalten in die neue Woche starten. Der US-Leitindex wurde vom Broker IG am Montag 0,18 Prozent tiefer bei 26 699 Punkten taxiert. Am Freitag war dem Börsenbarometer mit einem Plus von gut 2 Prozent noch der größte Wochengewinn seit Juli gelungen.

Derweil heizen die USA und China mit umfangreichen neuen Strafzöllen ihren Handelskrieg an. Die Amerikaner belegten am Montag die Hälfte aller Wareneinfuhren aus China mit Extrazöllen. Im Gegenzug weitete China seine zusätzlichen Abgaben auf den Großteil seiner US-Importe aus und legte die Handelsgespräche mit Washington auf Eis. Der Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften bedroht die Entwicklung der Weltwirtschaft.

Auf Unternehmensebene dreht sich derweil das Übernahmekarussell weiter. So gewann der Kabelgigant Comcast den Milliardenkampf um den britischen Bezahlsender Sky . Comcast bot umgerechnet etwa 33 Milliarden Euro (29,7 Mrd. Pfund) und setzte sich damit im Bieterwettbewerb gegen den Murdoch-Konzern 21st Century Fox durch. Sky bietet unter anderem Live-Sportübertragungen sowie Spielfilme an.

Die Comcast-Aktien fielen im vorbörslichen US-Handel um knapp 4 Prozent. Für die Anteilsscheine von 21st Century Fox hingegen ging es um rund 1 Prozent nach oben. Die Sky-Papiere verteuerten sich zuletzt in London um fast 9 Prozent.

Im amerikanischen Musikradio-Markt entsteht durch einen Milliardendeal ein neues Schwergewicht: Der vor allem auf Satelliten-Übertragungen spezialisierte Konzern Sirius XM will das Internet-Radio Pandora kaufen. Dessen Anteilsscheine zogen vorbörslich um mehr als 7 Prozent an, während die Aktien von Sirius XM rund 4 Prozent einbüßten.

Bewegung kam auch in die Goldminen-Branche: Das kanadische Unternehmen Barrick Gold will den in Afrika engagierten Konzern Randgold schlucken. Die an der Wall Street notierten Anteilsscheine von Barrick Gold stiegen im vorbörslichen US-Handel um knapp 5 Prozent. Die Randgold-Aktien schnellten zuletzt in London um mehr als 6 Prozent nach oben./la/she

24.09.2018

Aktien Frankfurt: Dax nimmt nach Kurs-Rally eine Auszeit

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch ein robuster Ifo-Geschäftsklimaindex hat Anleger am Montag am deutschen Aktienmarkt nicht zu Käufen animiert. Der Dax zollte seiner jüngsten Rally Tribut und gab nach zwei starken Börsenwochen gegen Mittag um 0,31 Prozent auf 12 392,00 Punkte wieder etwas nach. Zudem dürfte die US-Notenbank Fed am Mittwoch erneut die Leitzinsen erhöhen - für die Aktienmärkte tendenziell eine Belastung.

Nach der fast fünfprozentigen Erholung des Dax vom jüngsten Tief dürften die Kurse nun "zunächst einmal durchatmen", schrieben die Analysten der Bank HSBC. Der Leitindex nehme gewissermaßen eine Verschnaufpause. Die Erholung bleibe aber intakt. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel gab um 0,53 Prozent auf 26 204,75 Punkte nach. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,35 Prozent auf 3418,85 Punkte.

Der Ifo-Index ist im September zwar leicht zurückgegangen. Gleichwohl übertraf vor allem die Einschätzung der aktuellen Lage durch die Unternehmen die Prognosen von Volkswirten deutlich. "Der globale Handelskonflikt scheint somit auf den ersten Blick noch nicht unmittelbar zu einem deutlichen Bremseffekt geführt zu haben", sagte Volkswirt Stefan Kipar von der BayernLB.

Zu den Verlierern im Dax zählten die Papiere der Automobilbranche. Sie waren zuletzt kräftig gestiegen, weil die Strafzölle in der jüngsten Eskalation im amerikanisch-chinesischen Handelskrieg nicht so hoch ausgefallen waren wie befürchtet. Die Kurse von Daimler , BMW , Volkswagen und Continental verloren zwischen 1,1 und 1,4 Prozent.

Aktien von Covestro verloren 0,8 Prozent. Der Chemiekalienproduzent hatte am Wochenende in einem Medienbericht von einer sich abschwächenden Nachfrage gesprochen. Papiere von Fielmann fielen nach einem negativen Kommentar der Bank Hauck & Aufhäuser um 4,6 Prozent auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren. Hier wackelten die Jahresprognosen, hieß es von der Privatbank.

Bei den kleinen Titeln brachen Gerry Weber um fast ein Viertel ein auf den niedrigsten Stand seit fast 15 Jahren ein. Der Modekonzern schlittert offenbar immer tiefer in die Krise und hat zur Unterstützung eines umfassenden Umbaus ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. Analysten wiesen darauf hin, dass die Schulden für das Unternehmen zum Problem werden könnten.

Am deutschen Aktienmarkt traten zu Wochenbeginn grundlegende Änderungen in den Indizes der Deutschen Börse in Kraft. Im Dax ersetzen die Aktien des Zahlungsdienstleisters Wirecard die der Commerzbank , die in den MDax der mittelgroßen Werte absteigen. Papiere von Wirecard führten an ihrem ersten Tag im Dax den Leitindex mit einem Plus von gut zwei Prozent an.

Technologieaktien aus dem TecDax erhalten künftig auch Zugang zum MDax oder zu dessen kleinem Pendant, dem SDax . Daher wurde der MDax von 50 auf 60 Werte aufgestockt und der SDax von 50 auf 70 Werte. Der TecDax enthält weiterhin 30 Werte.

Insgesamt 13 der bisherigen TecDax-Mitglieder sind künftig auch im MDax zu finden, darunter Qiagen , Siemens Healthineers , United Internet , Morphosys und Freenet . Im TecDax wiederum sind künftig mit SAP , Infineon und Deutsche Telekom auch drei Dax-Schwergewichte vertreten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,29 Prozent am Freitag auf 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um um 0,05 Prozent auf 140,47 Punkte nach. Der Bund-Future verlor 0,11 Prozent auf 158,89 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1765 US-Dollar. Am Freitagnachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1759 US-Dollar festgesetzt./bek/fba

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

24.09.2018

Aktien Frankfurt: Dax nimmt nach kräftiger Erholung eine Auszeit

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch ein robuster ifo-Geschäftsklimaindex hat Anleger am Montag am deutschen Aktienmarkt nicht zu Aktienkäufen animieren können. Der Dax zollte vielmehr seiner jüngsten Rally Tribut und gab nach zwei starken Börsenwochen gegen Mittag um 0,42 Prozent auf 12 378,99 Punkte wieder etwas nach.

Nach der fast fünfprozentigen Erholung des Dax vom jüngsten Tief dürften die Kurse nun "zunächst einmal durchatmen", schrieben die Analysten der Bank HSBC. Der Leitindex habe sich gewissermaßen eine Verschnaufpause verdient. Die Erholung bleibe aber intakt. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel gab um 0,54 Prozent auf 26 200,78 Punkte nach. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,43 Prozent auf 3416,18 Punkte.

Der ifo-Index ist im September zwar leicht zurückgegangen. Gleichwohl übertraf vor allem die Einschätzung der aktuellen Lage durch die Unternehmen die Prognosen von Volkswirten deutlich. "Der globale Handelskonflikt scheint somit auf den ersten Blick noch nicht unmittelbar zu einem deutlichen Bremseffekt geführt zu haben", sagte Volkswirt Stefan Kipar von der BayernLB.

Zu den Verlierern im Dax zählten die Papiere von Volkswagen mit einem Abschlag von einem Prozent. Sie waren am Freitag auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten gestiegen. Die Kurse der zuletzt ebenfalls gut gelaufenen Aktien von Daimler und BMW gaben ähnlich stark nach.

Aktien von Covestro verloren 0,6 Prozent. Der Chemieproduzent hatte am Wochenende in einem Medienbericht von einer sich abschwächenden Nachfrage gesprochen. Papiere von Fielmann fielen nach einem negativen Kommentar der Bank Hauck & Aufhäuser um 3,7 Prozent auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren.

Bei den kleinen Titeln brachen Gerry Weber um fast 20 Prozent ein auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren. Das Unternehmen schlittert offenbar immer tiefer in die Krise und hat zur Unterstützung eines umfassenden Umbaus ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. Analysten wiesen darauf hin, dass die Schulden für das Unternehmen zum Problem werden könnten.

Am deutschen Aktienmarkt traten zu Wochenbeginn grundlegende Änderungen in den Indizes der Deutschen Börse in Kraft. Im Dax ersetzen die Aktien des Zahlungsdienstleisters Wirecard die der Commerzbank , die in den MDax der mittelgroßen Werte absteigen.

Technologieaktien aus dem TecDax erhalten künftig auch Zugang zum MDax oder zu dessen kleinem Pendant, dem SDax . Daher wurde der MDax von 50 auf 60 Werte aufgestockt und der SDax von 50 auf 70 Werte. Der TecDax enthält weiterhin 30 Werte.

Insgesamt 13 der bisherigen TecDax-Mitglieder sind künftig auch im MDax zu finden, darunter Qiagen , Siemens Healthineers , United Internet , Morphosys und Freenet . Im TecDax wiederum sind künftig mit SAP , Infineon und Deutsche Telekom auch drei Dax-Schwergewichte vertreten./bek/she

24.09.2018

Aktien Europa: Verschnaufpause nach Rally - Handelskonflikt bleibt im Fokus

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Montag ihre jüngste Rally erst einmal unterbrochen. Die wichtigsten Aktienindizes lagen zu Wochenbeginn leicht im Minus, nachdem der erbitterte Handelskonflikt zwischen den USA und China nun offiziell die nächste Stufe erreicht hatte.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,44 Prozent auf 3415,57 Punkte. Zuvor war der Leitindex der Eurozone zehn Mal in Folge gestiegen.

In Paris fiel der Cac 40 um 0,25 Prozent auf 5480,29 Punkte. In London gab der FTSE 100 um 0,14 Prozent auf 7479,90 Zähler nach.

Als Reaktion auf die US-Sonderzölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar verhängte China umgehend eigene Extrazölle auf Einfuhren aus den USA im Wert von 60 Milliarden US-Dollar. Chinas Gegenmaßnahmen sind im Umfang geringer, weil die Vereinigten Staaten weniger nach China exportieren. Zudem legte die chinesische Regierung die Handelsgespräche mit den USA vorerst auf Eis. "Aus solchen Konflikten geht am Ende niemand als Sieger hervor", sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Auf Branchenseite verzeichnete der konjunktursensible Automobilsektor mit minus 1,19 Prozent die größten Verluste. Am attraktivsten präsentierten sich Medienwerte , die um 1,05 Prozent stiegen. Hier schlug vor allem der Kursanstieg von Sky um fast 9 Prozent zu Buche. Der US-Kabelgigant Comcast gewann den Milliarden-Übernahmekampf um den britischen Bezahlsender. Comcast bot umgerechnet etwa 33 Milliarden Euro (29,7 Mrd. Pfund) und setzte sich damit im Rahmen einer Auktion gegen den US-amerikanischen Murdoch-Konzern 21st Century Fox durch.

Die Aktien von Sky waren zudem der klare Favorit im FTSE. Den zweiten Platz im britischen Leitindex sicherten sich die Anteilsscheine des Goldminenbetreibers Randgold , die um rund 4 Prozent anzogen. Der kanadische Branchenkollege Barrick Gold will das in Afrika engagierte Unternehmen kaufen.

Die Papiere des Reiseveranstalters Thomas Cook sackten derweil in London um fast 19 Prozent ab. Das heiße Wetter in Mitteleuropa und ein Preiskampf im Last-Minute-Geschäft vermasselten dem Unternehmen seine Gewinnpläne noch stärker als gedacht./la/fba

24.09.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Durchatmen nach kräfiger Erholung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei starken Wochen ist der Dax am Montag mit leichten Verlusten in den Handel gegangen. Er verlor 0,44 Prozent auf 12 375,82 Zähler. Zuletzt hatte sich der Dax unbeirrt von allen Widrigkeiten von seinem jüngsten Tief bei 11 865 Punkten wieder um fast fünf Prozent nach oben gekämpft. Nach dieser Erholung dürften die Kurse nun "zunächst einmal durchatmen", schrieben die Analysten der Bank HSBC.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel gab um 0,24 Prozent auf 26 281,11 Punkte nach. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,37 Prozent auf 3418,22 Punkte.

An der Wall Street hatte der Dow Jones Industrial am Freitag zwar einen weiteren Höchststand erreicht, nach dem europäischen Handelsende tat sich jedoch nicht mehr viel. Gleiches galt am Morgen in Asien, wo in Japan und Festlandchina feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. In Hongkong ging es derweil deutlich abwärts.

Der erbitterte Handelskonflikt zwischen den USA und China hat nun offiziell die nächste Stufe erreicht. Am Montag trat die drastische Verschärfung in Kraft, wonach die USA insgesamt die Hälfte aller Wareneinfuhren aus China mit Sonderzöllen belegen. China hat daraufhin weitere Gespräche mit der Regierung in Washington vorerst auf Eis gelegt. "Aus solchen Konflikten geht am Ende niemand als Sieger hervor", sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Am Dax-Ende lagen die Papiere von Volkswagen mit einem Abschlag von knapp zwei Prozent. Sie waren am Freitag auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten gestiegen. Aktien von Covestro verloren 1,3 Prozent. Der Chemieproduzent hatte am Wochenende in einem Medienbericht von einer sich abschwächenden Nachfrage gesprochen.

Bei den kleinen Titeln brachen Gerry Weber um fast ein Viertel ein auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren. Das Unternehmen schlittert offenbar immer tiefer in die Krise und hat zur Unterstützung eines umfassenden Umbaus ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. "Es scheint, als bereite sich Gerry Weber auf das Schlimmste vor", sagte ein Händler.

Am deutschen Aktienmarkt treten zu Wochenbeginn grundlegende Änderungen in den Indizes der Deutschen Börse in Kraft. Am wenigsten passiert im Dax: Hier ersetzen die Aktien des Zahlungsdienstleisters Wirecard die der Commerzbank , die in den MDax der mittelgroßen Werte absteigen.

Technologieaktien aus dem TecDax erhalten künftig auch Zugang zum MDax oder zu dessen kleinem Pendant, dem SDax . Daher wird der MDax von 50 auf 60 Werte und der SDax von 50 auf 70 Werte aufgestockt. Der TecDax enthält weiterhin 30 Werte.

Insgesamt 13 der bisherigen TecDax-Mitglieder sind künftig auch im MDax zu finden, darunter Qiagen , Siemens Healthineers , United Internet , Morphosys und Freenet . Im TecDax wiederum sind künftig mit SAP , Infineon und Deutsche Telekom auch drei Dax-Schwergewichte zu finden./bek/fba

24.09.2018

Aktien Frankfurt Eröffnung: Durchatmen nach kräfiger Erholung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei starken Wochen ist der Dax am Montag mit leichten Verlusten in den Handel gegangen. Er gab um 0,39 Prozent auf 12 382,51 Zähler nach. Zuletzt hatte sich der Dax unbeirrt von allen Widrigkeiten von seinem jüngsten Tief bei 11 865 Punkten wieder um fast fünf Prozent nach oben gekämpft. Nach dieser Erholung dürften die Kurse nun "zunächst einmal durchatmen", schrieben die Analysten der Bank HSBC. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel gab um 0,24 Prozent auf 26 280,37 Punkte nach.

An der Wall Street hatte der Dow Jones Industrial am Freitag zwar einen weiteren Höchststand erreicht, nach dem europäischen Handelsende tat sich jedoch nicht mehr viel. Gleiches galt am Morgen in Asien, wo in Japan und Festlandchina feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. In Hongkong ging es derweil deutlich abwärts.

Der erbitterte Handelskonflikt zwischen den USA und China hat nun offiziell die nächste Stufe erreicht. Am Montag trat die drastische Verschärfung in Kraft, wonach die USA insgesamt die Hälfte aller Wareneinfuhren aus China mit Sonderzöllen belegen. China hat daraufhin weitere Gespräche mit der Regierung in Washington vorerst auf Eis gelegt. "Aus solchen Konflikten geht am Ende niemand als Sieger hervor", sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners./bek/she

24.09.2018

Aktien Frankfurt Ausblick: Gewinnmitnahmen nach starker Vorwoche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei starken Wochen dürfte der Dax am Montag mit leichten Gewinnmitnahmen starten: Der X-Dax als Indikator für den Dax gab rund eine Stunde vor Handelsbeginn um 0,27 Prozent auf 12 377,50 Punkte nach. Zuletzt hatte sich der Dax von seinem jüngsten Tief seit April bei 11 865 Punkten wieder um fast fünf Prozent abgesetzt.

An der Wall Street hatte der Dow Jones Industrial zwar einen weiteren Höchststand erreicht, nach dem europäischen Handelsende tat sich jedoch nicht viel. Gleiches gilt am Morgen in Asien, wo in Japan und Festlandchina feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. In Hongkong ging es derweil abwärts.

Der erbitterte Handelskonflikt zwischen den USA und China hat nun offiziell die nächste Stufe erreicht. Am Montag trat die drastische Verschärfung in Kraft, wonach die USA insgesamt die Hälfte aller Wareneinfuhren aus China mit Sonderzöllen belegen. Angesichts der neuen US-Strafzölle hatte China nach einem Bericht des "Wall Street Journal" weitere Gespräche mit der Regierung in Washington vorerst auf Eis gelegt. "Aus solchen Konflikten geht am Ende niemand als Sieger hervor", sagte Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Im vorbörslichen Handel gab es kaum Bewegung. Eine Ausnahmen waren die Papiere der Modekette Gerry Weber , die bei Lang & Schwarz um rund 10 Prozent einbrachen im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag. Das Unternehmen schlittert offenbar immer tiefer in die Krise und hat zur Unterstützung eines umfassenden Umbaus ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. "Es scheint, als bereite sich Gerry Weber auf das Schlimmste vor", sagte ein Händler.

Am deutschen Aktienmarkt treten zu Wochenbeginn grundlegende Änderungen in den Indizes der Deutschen Börse in Kraft. Am wenigsten passiert im Dax: Hier ersetzen die Aktien des Zahlungsdienstleisters Wirecard die der Commerzbank , die in den MDax der mittelgroßen Werte absteigen.

Technologieaktien aus dem TecDax erhalten künftig auch Zugang zum MDax oder zu dessen kleinerem Bruder, dem SDax . Daher wird der MDax von 50 auf 60 Werte und der SDax von 50 auf 70 Werte aufgestockt. Der TecDax enthält weiterhin 30 Werte.

Insgesamt 13 der bisherigen TecDax-Mitglieder sind künftig auch im MDax zu finden, darunter Qiagen , Siemens Healthineers , United Internet , Morphosys und Freenet . Im TecDax wiederum sind künftig mit SAP , Infineon und Deutsche Telekom auch drei Dax-Schwergewichte zu finden./bek/she

24.09.2018

DAX-FLASH: Leichte Verluste erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei starken Wochen dürfte der Dax am Montag mit leichten Gewinnmitnahmen starten: Der Broker IG Markets taxierte den deutschen Leitindex gut ein Drittelprozent tiefer auf 12 383 Punkte. Zuletzt hatte er sich von seinem jüngsten Tief seit April bei 11 865 Punkten wieder um fast fünf Prozent abgesetzt.

An der Wall Street hatte der Dow Jones Industrial zwar einen weiteren Höchststand erreicht, nach dem europäischen Handelsende tat sich jedoch nicht viel. Gleiches gilt am Morgen in Asien, wo in Japan und Festlandchina feiertagsbedingt nicht gehandelt wird. In Hongkong ging es indes abwärts.

Der erbitterte Handelskonflikt zwischen den USA und China hat nun offiziell die nächste Stufe erreicht. Am Montag trat die drastische Verschärfung in Kraft, wonach die USA insgesamt die Hälfte aller Wareneinfuhren aus China mit Sonderzöllen belegen. Angesichts der neuen US-Strafzölle hatte China nach einem Bericht des "Wall Street Journal" weitere Gespräche mit der Regierung in Washington vorerst auf Eis gelegt.

In Dax, MDax & Co tritt zum Handelsstart die Indexreform der Deutschen Börse in Kraft - unter anderem prägen nun Doppellistings das Bild. Das Dax-Gründungsmitglied Commerzbank ist nun im MDax und wird durch Wirecard ersetzt./ag/fba

24.09.2018

INDEX-MONITOR: Linde im EuroStoxx - Deutsche Bank und Eon müssen gehen

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Der vor der Fusion mit Praxair stehende deutsche Gashersteller und Anlagenbauer Linde hat den Sprung in den EuroStoxx 50 geschafft. Wie von Experten erwartet, wird vom heutigen Montag an auch das spanische IT-Unternehmen Amadeus IT Group in den Leitindex der Eurozone aufgenommen, ebenso der Luxusgüterhersteller Kering . Das geht aus einer Rangliste der Deutsche-Börse-Tochter Stoxx Ltd. von Anfang September hervor.

Die Deutsche Bank und der Versorger Eon haben das Nachsehen und müssen den Index verlassen. Mit ihnen wird außerdem der französische Baustoff-Hersteller Saint Gobain ausscheiden. Der Börsenwert reicht nicht mehr aus.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETFs). Dort muss umgeschichtet und umgewichtet werden, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat./ck/fba

24.09.2018

Trump stellt baldigen zweiten Gipfel mit Nordkorea in Aussicht

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat ein zweites Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in naher Zukunft in Aussicht gestellt. "Es sieht danach aus, dass wir ziemlich bald einen zweiten Gipfel haben werden", sagte Trump am Montag am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Kim habe ihn in seinem "schönen Brief" um ein zweites Treffen gebeten, "und wir werden das machen". Außenminister Mike Pompeo werden das Treffen vorbereiten. Pompeo hatte seinen nordkoreanischen Kollegen Ri Jong-Ho zu einem Gespräch am Rande der UN-Versammlung eingeladen.

Trump sprach am Montag von "gewaltigem Fortschritt" und betonte, das Verhältnis zu Nordkorea sei "ganz anders" als noch vor einem Jahr. Damals hatte Trump Kim als "kleinen Raketenmann" betitelt. Zuvor hatte er dem nordkoreanischen Regime mit "Feuer und Wut" gedroht. Im Juni hatten sich Trump und Kim dann erstmals zu einem Gipfel in Singapur getroffen.

Am Rande der UN-Generalversammlung will Südkoreas Präsident Moon Jae In Trump persönlich über Details der jüngsten Angebote Nordkoreas zur atomaren Abrüstung unterrichten. Kim hat unter anderem angeboten, seine wichtigste Atomanlage Yongbyon abzubauen, wenn die USA Zugeständnisse machen. Südkorea spielt im Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm eine wichtige Rolle als Vermittler zwischen Washington und der kommunistischen Führung in Pjöngjang./cy/DP/tos

24.09.2018

ROUNDUP: Bafin drängt Deutsche Bank zu mehr Anstrengungen gegen Geldwäsche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Finanzaufsicht Bafin nimmt die Deutsche Bank beim Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung enger an die Kandare. Deutschlands größtes Geldhaus sei am 21. September angewiesen worden, "angemessene interne Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen und Allgemeine Sorgfaltspflichten einzuhalten", teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Montag mit.

Zur Überwachung der angeordneten Maßnahmen werde bei der Deutschen Bank ein Sonderbeauftragter eingesetzt. "Es ist das erste Mal, dass die Bafin eine solche aufsichtliche Maßnahme bei einer Bank im Bereich der Geldwäscheprävention anordnet", teilte die Bafin mit. Hintergrund des Vorstoßes sind dem Vernehmen nach keine aktuellen Tatbestände.

"Wir haben den Anspruch, dass die Prozesse zur Identifizierung unserer Kunden den regulatorischen Anforderungen in jeder Hinsicht gerecht werden", erklärte ein Deutsche-Bank-Sprecher. "Wir stimmen mit der Bafin darin überein, dass wir diese Prozesse in der Unternehmens- und Investmentbank weiter verbessern müssen."

Die Bank arbeite gemeinsam mit der Finanzaufsicht und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG als Sonderbeauftragter daran, "die regulatorischen Anforderungen schnellstmöglich und im vorgegebenen Zeitrahmen zu erfüllen", versicherte die Bank.

Als Lehre aus teuren Rechtsstreitigkeiten der Vergangenheit hatte die Deutsche Bank in der Abteilung, die die Einhaltung von Regeln überwacht, kräftig Personal aufgebaut. 2500 Mitarbeiter kümmern sich nach jüngsten Angaben des Konzerns um Regulierung, Compliance und den Kampf gegen Finanzkriminalität - Tendenz weiter steigend.

"Wir haben die größten Rechtsstreitigkeiten aus der Vergangenheit hinter uns gelassen", bilanzierte kürzlich das für diesen Bereich zuständige Deutsche-Bank-Vorstandsmitglied Sylvie Matherat im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Nun sind wir weiterhin dabei, unsere internen Kontrollen zu verbessern. Dabei haben wir schon recht viel erreicht."

Allerdings musste die Bank einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen: Der erst Anfang 2017 ernannte Anti-Geldwäschebeauftragte Philippe Vollot wechselt nach Dänemark zu der aktuell von einem Geldwäsche-Skandal in Estland erschütterten Danske Bank und wird dort Mitglied des Vorstands. Vollots Nachfolger bei der Deutschen Bank wird zum 1. Oktober Stephan Wilken./ben/DP/tos

24.09.2018

US-Präsident Trump fordert vor UN Engagement gegen Drogenmissbrauch

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat vor den Vereinten Nationen zu mehr Engagement im Kampf gegen den weltweiten Drogenmissbrauch aufgerufen. "Das ist ein Problem, das jedes Land auf der Welt betrifft, das globale Drogenproblem - und was für ein großes Problem es ist", sagte Trump am Montag in New York bei einem von den USA einberufenen Mini-Gipfel vor der UN-Vollversammlung.

"Der Drogenmissbrauch kostet weiterhin zu viele Menschenleben in den USA und auf der ganzen Welt." Trump rief dazu auf, die Produktion illegaler Drogen stillzulegen und den Drogenmissbrauch zu bekämpfen. "So können wir Millionen und noch mehr Millionen von Leben retten." Rund 130 Länder unterschrieben eine Absichtserklärung, mit der sie dieses Ziel unterstützten. Konkrete Ziele oder Verpflichtungen enthält die Erklärung allerdings nicht. Auch UN-Generalsekretär António Guterres sagte seine Hilfe zu. "Zusammen werden wir es schaffen. Wir werden nie aufgeben."

Bei den Vereinten Nationen beginnt am Dienstag die alljährliche Generaldebatte der UN-Vollversammlung, zu der bis zum Montag darauf mehr als 140 Staats- und Regierungschefs in New York erwartet werden. Die mit Spannung erwartete Rede Trumps, seine zweite vor den UN, ist für Dienstag geplant./cah/DP/tos

24.09.2018

Bafin fordert von Deutscher Bank mehr Anstrengungen gegen Geldwäsche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Finanzaufsicht Bafin fordert von der Deutschen Bank mehr Anstrengungen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Deutschlands größtes Geldhaus sei am 21. September angewiesen worden, "angemessene interne Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen und Allgemeine Sorgfaltspflichten einzuhalten", teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Montag mit.

Zur Überwachung der angeordneten Maßnahmen werde bei der Deutschen Bank ein Sonderbeauftragter eingesetzt. Nach Angaben der Bafin ist es das erste Mal, dass die deutsche Finanzaufsicht eine solche aufsichtliche Maßnahme bei einer Bank im Bereich der Geldwäscheprävention anordnet. Hintergrund des Bafin-Vorstoßes sind dem Vernehmen nach keine aktuellen Tatbestände.

"Wir haben den Anspruch, dass die Prozesse zur Identifizierung unserer Kunden den regulatorischen Anforderungen in jeder Hinsicht gerecht werden", erklärte ein Deutsche-Bank-Sprecher. "Wir stimmen mit der Bafin darin überein, dass wir diese Prozesse in der Unternehmens- und Investmentbank weiter verbessern müssen." Die Bank arbeite gemeinsam mit der Finanzaufsicht und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG als Sonderbeauftragter daran, "die regulatorischen Anforderungen schnellstmöglich und im vorgegebenen Zeitrahmen zu erfüllen"./ben/DP/she

24.09.2018

Kampf geht weiter: Macron will mehr Ergebnisse bei Europa-Reform

PARIS/BERLIN (dpa-AFX) - Ein einsames Schiff auf dem Meer - bei Sturm und bei Sonnenschein. Das ist auf einem großen Wandteppich im Wintergarten des Pariser Élyséepalastes zu sehen. Manche interpretieren das Werk des zeitgenössischen Künstlers Pierre Alechinsky als eine Anspielung auf die schwierige Lage von Hausherr Emmanuel Macron. An diesem Mittwoch jährt sich der Tag, an dem der französische Präsident in der Sorbonne-Universität seinen flammenden Appell zur "Neugründung eines souveränen, vereinten und demokratischen Europas" lancierte.

Er forderte einen europäischen Finanzminister und einen Haushalt für die Eurozone, der auf längere Sicht mit Steuereinnahmen finanziert werden könnte. Auch in der gemeinsamen Verteidigungspolitik machte der frühere Investmentbanker Druck - und schlug eine Interventionstruppe vor.

Das Bild hat sich dramatisch gewandelt: Italien hat eine Populistenregierung, in Österreich regiert die FPÖ mit. Europa streitet über die Migration und den Brexit, also den bevorstehenden britischen EU-Ausstieg. Eine umfassende Eurozonen-Reform lässt auf sich warten, auch wenn Experten diese als notwendig erachten.

Macron steht seit der Affäre um seinen früheren Sicherheitsmann Alexandre Benalla unter Druck. Die Beliebtheitswerte sinken. Auch der Staatschef selbst räumt ein, dass der "Kontext schwierig" sei. Aber gerade weil Europa in Gefahr sei, müsse man "vorschlagen, sich unablässig engagieren und alles umgestalten", meinte er unlängst beim EU-Gipfel in Salzburg. Vieles sei bisher erreicht worden. "Und dieser Kampf wird weitergehen", lautet sein Credo.

Macron lässt in der Tat nicht locker, tourt durch die europäischen Hauptstädte, um Verbündete für seinen Reformkurs zu finden. Beim Amtsantritt vor 16 Monaten war der Ex-Wirtschaftsminister noch sehr stark auf Deutschland und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) konzentriert. Auch dieses Bild hat sich gewandelt. Das mag daran liegen, dass es nach der Sorbonne-Rede in Berlin zwar viel Wohlwollen, aber wenig Konkretes gab.

Dass nach der Bundestagswahl und der absehbar schwierigen Regierungsbildung einige Zeit vergehen würde, war allen klar. Sorgen machte man sich in Paris vor allem wegen der FDP, die im Wahlkampf eher EU-kritische Töne angeschlagen hatte. Als dann endlich im März die neue große Koalition in Berlin stand, und der damalige Noch-SPD-Chef Martin Schulz ein feierliches Bekenntnis zu Europa in den Koalitionsvertrag schreiben ließ, schien es endlich geschafft.

Es dauerte aber noch einmal drei Monate, bis die deutsch-französische Erklärung von Meseberg den Kurs der beiden EU-Schwergewichte festlegte. Macron verbuchte es als einen großen Erfolg, dass Deutschland "sein" Eurozonen-Budget unterstützt, auch wenn dieses in die bisherigen Haushaltsstrukturen eingebettet werden soll.

Besonders gut laufe die Initiative im Hinblick auf die Verteidigung, heißt es mit gewissem Stolz in Paris. Vor drei Monaten vereinbarten neun EU-Staaten, unter ihnen auch Austrittskandidat Großbritannien, den Aufbau einer neuen Militärkooperation, um bei Krisen schneller reagieren zu können. Macrons Ziel ist es, Europa unabhängiger vom großen Nato-Partner USA zu machen. "Europa kann seine Sicherheit nicht mehr allein den Vereinigten Staaten anvertrauen", schärfte er im August seinen Diplomaten ein.

Der Staatschef hat die Europawahl in acht Monaten bereits fest im Blick. Sein Lieblingsgegner: der rechtskonservative ungarische Regierungschef Viktor Orban. Macron lässt keine Gelegenheit aus, gegen den Kontrahenten aus Budapest auszuteilen. Das Votum des Europaparlaments für ein Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn wurde in der französischen Machtzentrale auch deshalb als Erfolg gewertet. Macron wolle vor der Wahl die klassische europäische Rechte spalten, meinen Hauptstadt-Insider. Das kann der deutschen Kanzlerin kaum gelegen kommen - denn Orban gehört wie sie zur konservativen Europäischen Volkspartei (EVP)./cb/tl/DP/she

24.09.2018

CDU schließt Steuermittel zur Lösung der Dieselkrise nicht aus

BERLIN (dpa-AFX) - Die CDU will den Einsatz von Steuergeldern zur Lösung der Dieselkrise und Vermeidung von Fahrverboten etwa für Pendler derzeit nicht ausschließen. Es sei zu früh, um dies mit absoluter Gewissheit festzulegen, sagte Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag nach einer Sitzung des Präsidiums ihrer Partei in Berlin. "Das wird darauf ankommen, um welche Maßnahmen es konkret geht. Wie viele Fahrzeuge mit welchen finanziellen Belastungen in welche Kategorien hineinfallen."

Nach dem Treffen von Vertretern der Autokonzerne mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Sonntagabend sei es ein positives Signal, dass man sich auf einen Maßnahmenkatalog verständigt habe, der Hardware-Nachrüstungen "ausdrücklich und grundsätzlich" nicht mehr ausschließe. Die CDU wolle eine solche Nachrüstung dort, wo sie schnell wirke und der Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis stehe.

"Deswegen hoffe ich sehr, dass wir am Montagabend dann mit den Spitzen der Koalition ein Paket vorstellen können, das den Menschen eben auch mit Blick auf das Thema Fahrverbote (...) die entsprechende Sicherheit auch geben wird", sagte Kramp-Karrenbauer. Am kommenden Montag (1. Oktober) soll bei einer Sitzung des Koalitionsausschusses eine endgültige Entscheidung fallen.

Zuerst müsse ein Konzept auf dem Tisch liegen - "dann kann man sich über die Frage unterhalten, wer muss auch mit Blick auf seine eigene Verantwortung welche Lasten tragen", sagte Kramp-Karrenbauer. In einem Gesamtpaket müsse deutlich gemacht werden, welche Möglichkeiten es gebe, um das Ziel zu erreichen, dass Pendler etwa nach Frankfurt nicht von maximalen Fahrverboten betroffen würden./bk/DP/she

24.09.2018

Frankreichs Finanzminister fordert mehr Tempo bei Eurozonen-Reform

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat von den Euro-Ländern mehr Tempo bei der Reform der Währungsunion gefordert. Er fände es "verantwortungslos und gefährlich", falls die Mitgliedstaaten den Umbau der Eurozone in den kommenden Wochen nicht beschleunigen, sagte er am Montag bei einer Pressekonferenz in Paris.

"Niemand wird sagen können, dass er die Gefahren nicht kannte, die heute auf der Eurozone lasten", warnte Le Maire. Er sprach von einer "absoluten Notwendigkeit", "diese Währungszone in eine integrierte Wirtschaftszone umzubauen, die in der Lage ist, einem künftigen wirtschaftlichen Schock oder einer möglichen Finanzkrise zu widerstehen".

Deutschland und Frankreich hatten sich Anfang des Sommers auf gemeinsame Ziele für die seit längerem debattierte Reform der Währungsgemeinschaft verständigt. Dazu gehört auch ein Haushalt für die Eurozone, den der französische Präsident Emmanuel Macron vehement gefordert hatte. Etliche andere Länder sehen diesen Punkt aber kritisch, bei einem EU-Gipfel Ende Juni wurde vieles vertagt.

Der Umbau der Eurozone war ein Kernpunkt von Macrons Grundsatzrede an der Pariser Sorbonne-Universität, mit der er vor knapp einem Jahr weitreichende Vorschläge zur Reform der EU vorgelegt hatte./sku/DP/fba

24.09.2018

Erdogan trifft führende deutsche Wirtschaftsvertreter in Berlin

BERLIN (dpa-AFX) - Bei seinem Staatsbesuch in Deutschland wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan führende deutsche Wirtschaftsvertreter treffen. Das bestätigte am Montag ein enger Vertrauter von Erdogan, der Abgeordnete Mustafa Yeneroglu, der Deutschen Presse-Agentur. "Dass es dieses Treffen geben wird, und zwar am Freitagnachmittag, ist gesichert", sagte Yeneroglu, der in Deutschland aufgewachsen ist und jüngst in den Vorstand von Erdogans Regierungspartei AKP gewählt wurde. Unter den Teilnehmern seien Vertreter großer Unternehmen. Namen wollte er nicht nennen.

Die Veranstaltung solle in Form eines Runden Tisches stattfinden. Der Präsident wünsche sich einen "direkten Austausch" mit den Gästen und wolle ihnen "vor allem Gelegenheit geben, ihm in einem persönlichen Gespräch Fragen zu stellen", sagte Yeneroglu.

Für die Türkei ist der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland das wichtigste Thema des Besuches. Das Land steckt nach einem Zerwürfnis mit den USA über das Schicksal eines in der Türkei festgehaltenen US-Pastors in einer schweren Währungskrise. Aus Regierungskreisen ist zu hören, dass man sich von Deutschland beruhigende Signale in Richtung nervöser internationaler Märkte und Investoren zu Investitionsvorhaben erhofft. Deutschland ist für die Türkei der wichtigste Handelspartner.

Erdogan kommt vom 27. bis 29. September zu seinem ersten Staatsbesuch nach Deutschland. Dazu gehören anders als bei früheren Arbeitsbesuchen ein Empfang mit militärischen Ehren und ein Staatsbankett. Erdogan trifft auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und reist nach Köln, um dort die Ditib-Zentralmoschee zu eröffnen./rcf/DP/she

24.09.2018

Landesbank Helaba: Frankfurt ist Hauptziel für Brexit-Banker

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Finanzplatz Frankfurt profitiert nach neuesten Zahlen der Landesbank Helaba am meisten vom britischen EU-Austritt. "Wir sehen Frankfurt als erste Adresse für die Brexit-Banken", sagte die Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), Gertrud Traud, am Montag. "Das ist keine Vermutung, die wir in den Raum stellen, das ist Fakt."

Die Helaba listet in ihrer jüngsten Studie 25 Institute auf, die sich wegen des Brexits entschieden haben, ihr Geschäft in Frankfurt auf- beziehungsweise auszubauen. "Es gibt keinen anderen Standort in Kontinentaleuropa, für den sich so viele Banken entschieden haben", stellte Traud fest. "Frankfurt hängt derzeit Paris ab. Das heißt nicht, dass wir uns jetzt zurücklehnen können."

Der bevorstehende Brexit zwingt Banken, die am Finanzplatz London tätig sind, sich umzuorientieren. Denn für Dienstleistungen in der Europäischen Union benötigen sie ein Standbein in einem EU-Staat. Außer Frankfurt und Paris buhlen auch Amsterdam, Dublin und Luxemburg um Finanzjobs aus der Londoner City.

Die Helaba-Volkswirte gehen unverändert davon aus, dass im Zuge des Brexits mittelfristig mindestens 8000 Finanzjobs in Frankfurt entstehen werden. Allein die Auslandsbanken, die den Standort Frankfurt verstärken wollen, dürften ihre Mitarbeiterzahl von 2500 (Ende 2017) auf 4500 (Ende 2020) fast verdoppeln.

Bis Ende 2020 rechnet die Helaba mit einem Beschäftigungsanstieg von drei Prozent auf 65 000 Mitarbeiter in den Frankfurter Bankentürmen (Ende 2017: 63 200) - eine Zahl nahe des historischen Hochs. "Der Büromarkt kann die hohe Nachfrage abfedern, das Problem ist der Wohnungsmarkt", sagte Traud./ben/DP/she

24.09.2018

ÜBERBLICK: Ökonomenstimmen zum Rückgang des Ifo-Geschäftsklimas

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September nach einem deutlichen Anstieg im Vormonat wieder etwas eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima sei um 0,2 Punkte auf 103,7 Zähler gefallen, teilte das Forschungsinstitut am Montag in München mit. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Ökonomenstimmen zum Ifo-Geschäftsklima im Überblick:

Jörg Krämer, Chefvolkswirt Commerzbank:

"Die Schwächephase des Ifo-Geschäftsklimas liegt wohl hinter uns. Die starke Binnenkonjunktur überdeckt fast vollständig die Delle in der exportlastigen Industrie. Die deutsche Wirtschaft dürfte weiter ordentlich zulegen."

Uwe Burkert, Chefvolkswirt Landesbank Baden-Württemberg:

"Das Ifo-Geschäftsklima hat die im Vormonat gezeigte Stimmungsaufhellung im September im Wesentlichen bestätigt und unterstreicht damit die robuste konjunkturelle Verfassung der deutschen Wirtschaft - trotz der fortgesetzten Eskalationssignale im Handelskonflikt USA/China wird der Aufschwung nicht aus der Bahn geworfen."

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VP Bank:

Im Zusammenhang mit der Vielzahl von wirtschaftlichen Hürden hätte der Ifo-Geschäftsklimaindex durchaus auch schärfer fallen können. Dies zeigt aber auch, wie stark die Binnenwirtschaft ist. Die gute Beschäftigungssituation ist positiv für die private Kauflaune. Und in Anbetracht tiefer Zinsen läuft die Bauwirtschaft äußerst rund. In Anbetracht der günstigen Finanzierungskonditionen fasst sich auch so mancher Unternehmer ein Herz und steckt wieder vermehrt Geld in die eigene Firma.

Stefan Kipar, Analyst BayernLB:

"Der globale Handelskonflikt scheint somit auf den ersten Blick noch nicht unmittelbar zu einem deutlichen Bremseffekt geführt zu haben. Allerdings bleiben Warnzeichen weiterhin präsent. So ist klar erkennbar, dass die Stimmung im stärker exportabhängigen Verarbeitenden Gewerbe deutlich schlechter ist und bleibt als noch zum Jahresbeginn."

Jens Kramer, Analyst NordLB:

"Angesichts der außen- und innenpolitischen Drohkulissen drückt sich hierin eine bemerkenswerte Gelassenheit der befragten Unternehmenslenker aus. Alle potenziellen Stimmungskiller konnten der Zufriedenheit und Zuversicht der deutschen Unternehmen bisher noch nicht allzu viel anhaben. Die Frage ist nur: Wie lange noch?"

Gregor Eder, Analyst Allianz-Konzern:

"Dank der anhaltend robusten Binnennachfrage gehen wir davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr weiter solide wachsen wird. Allerdings hat sich der außenwirtschaftliche Gegenwind in den vergangenen Monaten durch die Krise in einzelnen Schwellenländern noch weiter verstärkt."

/jkr/tos/fba

24.09.2018

ANALYSE-FLASH: RBC belässt Apple auf 'Outperform' - Ziel 240 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus RBC hat die Einstufung für Apple auf "Outperform" mit einem Kursziel von 240 US-Dollar belassen. Die Rabatte der Mobilfunkkonzerne machten auf ihn in diesem Jahr einen attraktiveren Eindruck als im Vorjahr, schrieb Analyst Amit Daryanani in einer am Montag vorliegenden Studie. Bei dem iPhone-Hersteller könnte dies zu einem volumenmäßig gesunden Zyklus führen./tih/la

Datum der Analyse: 23.09.2018

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24.09.2018

ANALYSE-FLASH: Comcast dürfte die Zustimmung der Sky-Aktionäre erhalten - UBS

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Sky PLC nach dem Sieg von Comcast im Übernahmekampf gegen Fox von 1600 auf 1728 Pence angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Aktionäre müssten dem Gebot noch zustimmen, schrieb Analyst Polo Tang in einer am Montag vorliegenden Studie. Wegen der Unterstützung durch das Management glaubt der Experte aber, dass Comcast die 50-Prozent-Schwelle wie erforderlich überschreiten wird./tih/la

Datum der Analyse: 24.09.2018

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24.09.2018

ANALYSE-FLASH: Fox könnte Comcast bei Sky-Übernahme blockieren - CFRA

LONDON (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus CFRA hat die Einstufung für Sky PLC auf "Hold" mit einem Kursziel von 1728 Pence belassen. Die Übernahmegeschichte des Pay-TV-Konzerns habe mit einer dramatischen Auktion zugunsten von Comcast geendet, schrieb Analyst Adrian Ng in einer am Montag vorliegenden Studie. Der US-Kabelanbieter benötige aber noch die Zustimmung der Anleger. Da Fox noch immer 39 Prozent der Anteile an Sky halte, bestehe die Gefahr, dass der Mitbieter den weiteren Prozess blockieren könnte./tih/la

Datum der Analyse: 24.09.2018

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24.09.2018

US-TECH-WERTE IM FOKUS: Alphabet und Facebook müssen die Branche wechseln

NEW YORK (dpa-AFX) - In der neuen Woche werden nicht nur die deutschen Technologiewerte in den hiesigen Aktienindizes kräftig durcheinandergewirbelt. Auch in den USA wurden die Karten im Sektor neu gemischt: Von diesem Montag an finden sich wichtige Branchenwerte in einem Index für Kommunikations-Dienstleister wieder - eine Gelegenheit zur Profilierung für die puren Tech-Unternehmen. Die wichtigsten Punkte der Umstellung, was die Experten sagen und wie es für ausgewählte Aktien läuft.

DAS PASSIERT MIT DEN TECHNOLOGIEWERTEN:

Zum ersten Mal seit 1999 ordnen die Indexanbieter S&P Dow Jones Indices und MSCI die Tech-Branche neu. Heraussortiert werden solche Unternehmen, die sich in den letzten knapp 20 Jahren zu Medienkonzernen entwickelt haben und deshalb besser in den Index für Kommunikationsdienstleister passen. Dieser entspricht dem alten Sektor für Telekom-Werte und wird durch die Aufnahme einiger Blue Chips deutlich aufgewertet.

Den Tech-Index verlassen mussten zum Beispiel die Google-Mutter Alphabet und das Online-Netzwerk Facebook . Beide Unternehmen werden künftig den Sektor der Kommunikationsdienstleister mit einem Gewicht von zusammen gut 44 Prozent dominieren. Neu dabei sind auch der Unterhaltungskonzern Walt Disney , der Streaming-Anbieter Netflix und der Kurznachrichtendienst Twitter . Sie gehörten zuvor dem Index der Nicht-Basiskonsumgüter an.

Mit Blick auf die weiteren, viel beachteten FAANG-Aktien (Facebook, Amazon , Apple , Netflix und Alphabet alias Google) bleibt alles beim Alten: Der Online-Händler Amazon zählt unverändert zu den Anbietern von Nicht-Basiskonsumgütern, und der Computerkonzern Apple ist immer noch ein Technologieunternehmen, ebenso wie im Übrigen der Software-Hersteller Microsoft .

DAS SAGEN EXPERTEN:

Walter Liebe, Investmentspezialist beim Vermögensverwalter Pictet Asset Management, sprach von einer insgesamt sinnvollen Anpassung der Indexaufteilung: "Sachliche Zusammenhänge werden nun besser reflektiert, da Internetunternehmen und Telekommunikationskonzerne die Versinnbildlichung der Kommunikationsdienstleistungen sind." Betroffen von den Neuerungen sind dem Experten zufolge Anleger, die einen speziellen Branchenfokus besitzen. Denn durch die Aufnahme zahlreicher Internetunternehmen werde in den USA der bislang sehr defensive, dividendenstarke und aus wenigen Titeln bestehende Telekomsektor nun viel zyklischer und schwankungsanfälliger als zuvor.

Mögliche Kurschwankungen im Zuge der Umstellungen hingegen dürften Liebe zufolge schnell vergessen sein, da sich nur die Gewichtung einzelner Sektoren verschiebe. Auf Gesamtindexebene hingegen blieben die dominierenden Unternehmen bestehen. So sind die FAANG-Aktien auch weiterhin im wichtigen Technologiewerte-Index Nasdaq 100 vertreten.

Auf längere Sicht könnte die Neuzusammensetzung der Indizes eine Neubegegnung mit einer bislang eher vernachlässigten Branche ermöglichen, sagte Christopher Harvey, leitender US-Aktienstratege bei der Bank Wells Fargo, dem Portal "Business Insider": "Die weniger attraktiven und etwas vergessenen Telekomwerte könnten mehr Investorengelder auf sich ziehen."

DAS MACHEN DIE FAANG-AKTIEN:

Der Nasdaq 100 hat erst Mitte 2016 den Kursrutsch in Folge der Technologiekrise Anfang des Jahrtausends ausgewetzt. Seitdem klettert das Börsenbarometer quasi von Rekord zu Rekord. Unter den Einzelwerten im Index sorgten zuletzt vor allem Facebook und Apple für Gesprächsstoff.

Anfang August knackte Apple als erstes börsennotiertes Unternehmen der Welt bei der Marktkapitalisierung die Marke von 1 Billionen US-Dollar. Die Aktien sind im Februar letzten Jahres wieder richtig in Fahrt gekommen und haben Anfang September bei knapp 230 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Es sind die starken iPhone-Geschäfte, die seit Jahren die Anteilsscheine antreiben.

Die Papiere von Facebook hingegen haben sich Ende Juli erst einmal aus dem Rennen um die Börsenkrone verabschiedet. Ihre historische Bestmarke von fast 219 Dollar ist in weite Ferne gerückt. Die Datenschutzverordnung der Europäischen Union und der Datenskandal um Cambridge Analytica haben das Unternehmen stark belastet./la/ag/fba

24.09.2018

AKTIE IM FOKUS: Gerry Weber zieht fast keinen mehr an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Gerry Weber befinden sich im freien Fall. Die Nachricht über ein Sanierungsgutachten ließ die Papiere des Modeherstellers am Montagmorgen teils um mehr als 27 Prozent auf 3 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren einbrechen, womit sich die bereits seit Monaten dauernde rasante Talfahrt noch einmal beschleunigte.

Der Konzern stecke nun auch offiziell in Kalamitäten, schrieb Analyst Jörg Frey von Warburg Research in einer ersten Reaktion am Montag. Die Refinanzierung der Nettoverschuldung werde wohl ein Problem. Zuletzt kosteten die Anteile 3,35 Euro und verbuchten damit einen Abschlag von rund 19 Prozent.

Aktien von Modeunternehmen haben bei Anlegern derzeit einen schweren Stand. Erst vor wenigen Tagen hatten Tom Tailor und Zalando mit deutlichen Prognosesenkungen infolge des heißen Sommers und damit zusammenhängender hoher Rabatte enttäuscht und daraufhin kräftige Kurseinbußen erlitten. Papiere von Hugo Boss wurden in Sippenhaft genommen. Kaum ein Modehändler halte an seinen Jahreszielen fest, bemerkten Händler.

Bei Gerry Weber sind die Probleme aber noch tiefgreifender. Das Modehaus steckt schon länger in der Krise und befindet sich in einem umfassenden Umbau. Der Aktienkurs verfällt dramatisch. Allein im laufenden Jahr ist der Börsenwert um gut zwei Drittel weggebrochen.

Vor wenigen Tagen erst hatten die jüngsten Zahlen von Gerry Weber für die ersten neun Monaten des Geschäftsjahres für kräftige Kursabschläge gesorgt. Der Umsatz war stark zurückgegangen, die Verluste hatten sich verdoppelt. Als Grund führte auch Gerry Weber neben dem Umbau den schlecht laufenden Verkauf wegen des heißen und langen Sommers an.

Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 bezeichnete das Unternehmen als "äußerst ambitioniert". Das kommt am Markt nicht gut an und signalisiert, dass die selbst gesteckten Ziele womöglich nicht erreicht werden könnten. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht Gerry Weber im Bereich zwischen minus 10 Millionen Euro und der Gewinnschwelle.

Analysten sehen bei den Westfalen vor allem Probleme bei der Markenpositionierung und Onlinepräsenz. Gerry Weber hat sich hauptsächlich auf ältere weibliche Kunden spezialisiert und zu viele Filialen eröffnet. Außerdem muss der Modekonzern beim Geschäft im Internet noch aufholen. Thomas Maul von der DZ Bank verwies in seiner am Montag vorliegenden Studie auf die erhöhte Unsicherheit und die strukturellen Herausforderungen im stationären Textilhandel. Er kürzte nach der Ankündigung des Sanierungsgutachtens seinen fairen Wert für die Gerry-Weber-Aktien von 4 auf 2,80 Euro.

Im März 2018 hatten die Titel den SDax verlassen müssen, der seit diesem Montag angesichts der Indexänderungen der Deutschen Börse 70 statt bislang 50 Werte enthält. Damals schon hatten die Titel einen monatelangen, schlimmen Kursverlauf hinter sich, kosteten mit Kursen um die 8 Euro aber immerhin noch mehr als doppelt soviel wie aktuell. Im Sommer 2014 war die Welt für Gerry-Weber-Aktionäre mit Kursen von fast 40 Euro noch in Ordnung./ajx/elm/fba

24.09.2018

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt fairen Wert für Gerry Weber - 'Verkaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Gerry Weber nach Ankündigung eines Sanierungsgutachtens von 4,00 auf 2,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Analyst Thomas Maul verwies in einer am Montag vorliegenden Studie auf die erhöhte Unsicherheit und die strukturellen Herausforderungen im stationären Textilhandel./ajx/bek

Datum der Analyse: 24.09.2018

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24.09.2018

ANALYSE: Perspektiven für Banken hellen sich auf - Barclays stuft Sektor hoch

LONDON (dpa-AFX) - Nach der unterdurchschnittlichen Entwicklung der vergangenen Monate macht Barclays für den europäischen Bankensektor günstige Signale aus. Auf den Rückgang um rund zwölf Prozent seit Jahresbeginn hin haben die Aktienstrategen um Emmanuel Cau die Branche daher auf "Overweight" von "Marketweight" erhöht. Die Anhebung erfolgt in Zusammenhang mit einer positiveren Einschätzung der europäischen Aktienmärkte. Deren Chance-Risiko-Verhältnis hat sich nach Einschätzung von Barclays verbessert. Die Bewertungen seien günstig, nachdem Investoren zuletzt 25 Wochen in Folge Kapital aus dieser Marktregion abgezogen hätten.

Für den Bankensektor sprechen den Experten zufolge die Einkaufsmanagerindizes und die Anleiherenditen. Die richtungsweisenden Indikatoren seien in einem Aufwärtstrend. Wichtige Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis und der Buchwert bewegten sich zudem nahe der zyklischen Tiefs. Ebenso habe sich die Kapitalbasis verbessert: Der Umfang der faulen Kredite gehe zurück und das Kreditwachstum entwickele sich günstig. Die Schwellenländer, die politische Situation in Italien sowie der Brexit belasteten zwar weiterhin; ein Großteil der Probleme sei aber in den Kursen eingepreist.

Die Hochstufung der Bankaktien ist für die Analysten auch Ausdruck einer veränderten Positionierung: Zyklische Branchen seien im dritten Quartal schlechter gelaufen als defensive und inzwischen günstig bewertet. Daher hat Barclays den Pharmasektor auf "Market Weight" sowie den Immobiliensektor auf "Underweight" abgestuft./AWP/mf/tih/fba

24.09.2018

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux lässt Gerry Weber auf 'Reduce' - Ziel 4,10 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Gerry Weber auf "Reduce" mit einem Kursziel von 4,10 Euro belassen. Mit dem in Auftrag gegebenen Sanierungsgutachten erhalte der Modekonzern eine Analyse der derzeitigen Situation und einen Restrukturierungsvorschlag für die kommenden Jahre, schrieb Analyst Jürgen Kolb in einer am Montag vorliegenden Studie. Dies sei entscheidend für die Refinanzierungsverhandlungen mit den Banken. Immerhin werde im November ein Betrag von 31 Millionen Euro fällig, so der Experte. Der Schritt sei richtig, zeige aber auch wie prekär die Lage sei./ag/tih

Datum der Analyse: 24.09.2018

24.09.2018

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux hebt Bayer auf 'Buy' und Ziel auf 84 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Bayer von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 83 auf 84 Euro angehoben. Erstmals seit 2016 sehe er in der Aktie des Agrarchemie- und Pharmakonzerns wieder vielversprechendes Aufwärtspotenzial, schrieb Analyst David Evans in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Stimmung unter Investoren sei wohl auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen, bevor sich der Nachrichtenfluss aufhellen sollte. Die Volatilität dürfte aber hoch bleiben, sodass die Aktie sicherlich nicht für jeden Anleger geeignet sei./tih/la

Datum der Analyse: 24.09.2018

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24.09.2018

ANALYSE-FLASH: Bernstein nimmt BASF mit 'Market-Perform' wieder auf

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat BASF mit "Market-Perform" und einem Kursziel von 87 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Die europäische Chemiebranche befinde sich derzeit in einem späten Konjunkturzyklus, der von verlangsamtem Wachstum geprägt sei, schrieb Analyst Gunther Zechmann in einer am Montag vorliegenden Studie. BASF gehöre in diesen Zeiten zu den Aktien, die nicht besser abschneiden dürften als andere Branchenwerte./tih/bek

Datum der Analyse: 24.09.2018

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