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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Schlingerkurs am deutschen Aktienmarkt hat sich am Freitag mit einer schwächeren Eröffnung fortgesetzt. Nach dem kräftigen Dreh ins Plus vom Vortag verlor der Dax im frühen Handel 1,24 Prozent auf 15 331,82 Punkte. Damit deutet sich für das wichtigste deutsche Börsenbarometer ein Wochenverlust von rund 1,7 Prozent an. Der MDax sank am Freitagmorgen um 0,64 Prozent auf 33 015,38 Zähler.

Die Sorge mit Blick auf die nahe Zinswende in den USA und ihr Tempo hatte den Dax tags zuvor zunächst bis knapp unter 15 200 Punkte zurückgeworfen. Dann übernahmen die Käufer wieder das Regiment und sorgten dafür, dass der Leitindex letztlich die Marke von 15 500 Punkten überwand.

Große Schwankungen dürften das Börsengeschehen laut dem Marktanalysten Edward Moya vom Broker Oanda noch einige Zeit prägen. Denn die Schnäppchenjäger hätten neben "buy the dip" - ein neues Motto, nämlich "sell the rally". Sie suchten also bei gefallenen Kursen immer wieder ihre Chance, aber eher nicht für längerfristige Anlagen.

Der Konsumgüterkonzern Henkel enttäuschte die Anleger am Freitag mit seinem Wachstumsausblick. Die Aktien brachen im frühen Handel als Schlusslicht im Dax um 7,6 Prozent ein. Henkel erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein geringeres Wachstum als 2021. Auch bei der operativen Rendite (Ebit-Marge) dürfte bereinigt um Sondereffekte im besten Fall nur eine minimale Verbesserung herauskommen. Analystin Molly Wylenzek vom Investmenthaus Jefferies monierte den vorsichtigen Ausblick auf 2022, wertete aber den angestrebten Konzernumbau positiv. Im Sog der rasanten Henkel-Verluste büßten die Titel des Wettbewerbers Beiersdorf 3,2 Prozent ein.

Die Aktien von Symrise reagierten mit einem Kursabschlag von 2,7 Prozent auf die aktuellne Geschäftszahlen des Schweizer Konkurrenten Givaudan . Der Gewinn des Herstellers von Duftstoffen und Lebensmittelzusätzen hatte sich 2021 schlechter entwickelt, als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten. Die Symrise-Papiere waren erst im November auf ein Rekordhoch von 132,65 Euro gestiegen, gerieten aber Anfang 2022 im Sog der allgemeinen Aktienmarktturbulenzen unter Druck.

Die Anteilsscheine von Villeroy und Boch verteuerten sich um 1,7 Prozent. Der Keramikhersteller fuhr 2021 nach eigenen Angaben den höchsten operativen Gewinn (Ebit) seit dem Börsengang 1990 ein. Der Nettoumsatz inklusive Lizenzerlöse stieg um 18 Prozent./edh/stk

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Schlingerkurs am deutschen Aktienmarkt hat sich am Freitag mit einer schwächeren Eröffnung fortgesetzt. Nach dem kräftigen Dreh ins Plus vom Vortag verlor der Dax in den ersten Handelsminuten 0,76 Prozent auf 15 406,36 Punkte. Damit deutet sich für das wichtigste deutsche Börsenbarometer ein Wochenverlust von rund 1,2 Prozent an. Der MDax sank am Freitagmorgen um 0,28 Prozent auf 33 133,97 Zähler.

Die Sorge mit Blick auf die nahe Zinswende in den USA und ihr Tempo hatte den Dax tags zuvor zunächst bis knapp unter 15 200 Punkte zurückgeworfen. Dann übernahmen die Käufer wieder das Regiment und sorgten dafür, dass der Leitindex letztlich die Marke von 15 500 Punkten überwand.

Große Schwankungen dürften das Börsengeschehen laut dem Marktanalysten Edward Moya vom Broker Oanda noch einige Zeit prägen. Denn die Schnäppchenjäger hätten neben "buy the dip" - ein neues Motto, nämlich "sell the rally". Sie suchten also bei gefallenen Kursen immer wieder ihre Chance, aber eher nicht für längerfristige Anlagen./edh/stk

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax bleibt seinem Schlingerkurs auch am letzten Tag der Woche treu. Nach dem kräftigen Dreh ins Plus vom Vortag dürfte es am Freitag zunächst wieder abwärts gehen: Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex einen Rückgang um 0,63 Prozent auf 15 426 Punkte. Damit deutet sich für das Börsenbarometer ein Wochenverlust von rund einem Prozent an. Der EuroStoxx 50 wird am Freitag zur Eröffnung mit einem Minus von rund 0,4 Prozent erwartet.

Die Sorge mit Blick auf die nahe Zinswende in den USA und ihr Tempo hatte den Dax tags zuvor zunächst bis knapp unter 15 200 Punkte zurückgeworfen. Dann übernahmen die Käufer wieder das Regiment und sorgten dafür, dass der Leitindex letztlich die Marke von 15 500 Punkten überwand.

Große Schwankungen dürften das Börsengeschehen laut dem Marktanalysten Edward Moya vom Broker Oanda noch einige Zeit prägen. Denn die Schnäppchenjäger hätten neben "buy the dip" - ein neues Motto, nämlich "sell the rally". Sie suchten also bei gefallenen Kursen immer wieder ihre Chance, aber eher nicht für längerfristige Anlagen.

Unter den Einzelwerten könnten die Aktien der Gabelstapler-Produzenten Kion und Jungheinrich nach positiven Analystenstudien für Aufmerksamkeit sorgen. Die britische Großbank HSBC sprach für beide Papiere eine Kaufempfehlung aus und erhöhte ihre Kursziele. Auch die Baader Bank stufte die Kion-Aktie von "Add" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 103 auf 108 Euro an. Die mittelfristigen Wachstumsaussichten für den Hersteller von Lagertechnik seien exzellent, lobte Analyst Peter Rothenaicher. Die jüngste Kursschwäche biete eine gute Kaufgelegenheit. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate gewannen beide Werte zuletzt jeweils 2,4 Prozent.

Der Keramikhersteller Villeroy und Boch hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben den höchsten operativen Gewinn (Ebit) seit dem Börsengang 1990 erzielt. Das Betriebsergebnis stieg auf rund 92 Millionen Euro und der Nettoumsatz inklusive Lizenzerlöse legte um 18 Prozent auf 945 Millionen Euro zu. Beide Werte lagen über den im September vorgelegten Unternehmensprognosen. Auf Tradegate rückten die Aktien um 1,5 Prozent vor./edh/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax bleibt seinem Schlingerkurs auch am letzten Tag der Woche treu. Nach dem kräftigen Dreh ins Plus am Vortag geht es am Freitag zunächst wieder abwärts: Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start 0,4 Prozent tiefer auf 15 470 Punkte.

Die Sorge vor einer nahen Zinswende in den USA mit raschem Tempo hatte den Dax tags zuvor zunächst bis knapp unter 15 200 Punkte zurückgeworfen, bis die Käufer wieder das Regiment übernahmen. Am Montag war er angesichts der zugespitzten Ukraine-Krise sogar zeitweise bis auf 14 952 Punkte abgesackt.

Große Schwankungen dürften das Börsengeschehen laut dem Marktanalysten Edward Moya vom Broker Oanda noch einige Zeit prägen. Denn die Schnäppchenjäger hätten neben "buy the dip" - ein neues Motto, nämlich "sell the rally". Sie suchten also bei gefallenen Kursen immer wieder ihre Chance, aber eher nicht für längerfristige Anlagen./ag/zb

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Hin und Her der US-Börsen wegen der geldpolitischen Perspektiven ist am Donnerstag weiter gegangen. Wie schon die ganze Woche schwankten die Indizes im größeren Rahmen zwischen Gewinnen und Verlusten. Nach einem Spitzenanstieg von 1,8 Prozent lag der Dow Jones Industrial zeitweise auch wieder im Minus. Am Ende pendelte er sich auf einem neutralen Niveau ein. Aus dem Handel ging er 0,02 Prozent tiefer bei 34 160,78 Punkten.

Manch ein mutiger Anleger griff auf dem ermäßigten Niveau wieder zu, wobei ein überraschend hohes Wachstum der US-Wirtschaft im vierten Quartal dankbar angenommen wurde. Der Handel verlief allerdings erneut in holprigen Bahnen. "Die Volatilität der Börsen wird so schnell auch nicht verschwinden", sagte Marktbeobachter Edward Moya vom Broker Oanda. Ehemals habe die Masse bei Rückschlägen taktisch wieder zugegriffen. Mittlerweile laute aber die Devise, bei jeder Rally wieder zu verkaufen.

Der breiter aufgestellte S&P 500 fiel am Donnerstag um 0,54 Prozent auf 4326,51 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor sogar 1,20 Prozent auf 14 003,11 Punkte. Dabei waren Zahlenvorlagen von Tesla und Intel nicht gut angekommen.

Die Reaktionen auf weitere Quartalszahlen bedeutender US-Konzerne fielen am Donnerstag meist negativ aus. Die Tesla-Aktien zum Beispiel sackten an der Nasdaq um 11,6 Prozent auf das tiefste Niveau seit Oktober ab. 2021 verdiente der Elektroautobauer zwar so viel wie noch nie in einem Geschäftsjahr, bemängelt wurde aber die Perspektive für das Jahr 2022. Konzernchef Elon Musk enttäuschte mit der Aussage, in diesem Jahr würden keine neuen Fahrzeugmodelle vorgestellt.

Auch an der Zahlenvorlage von Intel ließen Anleger kein gutes Haar, die Papiere sackten um sieben Prozent ab und waren so der mit Abstand größte Dow-Verlierer. Der Chipkonzern enttäuschte die Anleger mit seiner Gewinnprognose für das erste Quartal 2022. Unter anderem lasten die Ausgaben für den Ausbau der Produktion auf der Profitabilität.

McDonald's war nach Zahlen ein weiterer Dow-Verlierer, wenn auch deutlich moderater mit einem Abschlag von 0,4 Prozent. Die Fast-Food-Kette kommt umsatzseitig weiter aus der Corona-Krise, aber auch hier galt die Profitabilität als Stimmungsbremse. Analysten urteilten, steigende Lohn- und Rohstoffkosten zehrten am Gewinn.

Auf der anderen Seite überzeugte aus dem Leitindex der Chemiekonzern Dow Inc mit seinen Zahlen. Mit einem Anstieg um 5,2 Prozent reagierten die Anleger sehr erfreut auf ein 2021 erzieltes Rekordergebnis. Eine höhere Nachfrage und Preissteigerungen trieben die Geschäfte an.

Was die Technologiewerte betrifft, konnten die Microsoft -Aktien die letztlich wieder gedämpftere Stimmung nicht verhindern. Nach den starken Resultaten, die der Softwarekonzern am Dienstag nachbörslich präsentiert hatte, knüpften die Papiere mit einem Plus von einem Prozent an ihr positives Vortagsfazit an.

Die Apple -Titel schlossen dagegen kurz vor dem Quartalsbericht moderat mit 0,3 Prozent im Minus. Von dem iPhone-Konzern werden die Zahlen am Donnerstag nachbörslich erwartet. Rod Hall von der Investmentbank Goldman Sachs hatte sich vor einigen Tagen vorsichtig geäußert, was das erste Geschäftsquartal betrifft.

Auch wenn die Nasdaq-Indizes ins Minus drehten, blieben die Aktien des Streaminganbieters Netflix nach einem zuletzt heftigen Kurseinbruch, den ein enttäuschender Abonnenten-Ausblick ausgelöst hatte, auf Erholungskurs. Sie rückten als Favorit im Nasdaq 100 um 7,5 Prozent vor. Mit ihnen erholten sich auch die Aktien des Streaming-Konkurrenten Walt Disney , die im Dow um 1,4 Prozent stiegen.

Nach dem Fed-Entscheid vom Vortag rechnen Anleger mittlerweile mit noch rascheren Zinserhöhungen in den USA. Der Euro reagierte darauf mit deutlichen Verlusten und dem tiefsten Niveau seit Mitte 2020. Zuletzt wurden 1,1145 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1160 (Mittwoch: 1,1277) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8961 (0,8868) Euro.

US-Staatsanleihen verspürten nach ihrem Kursrutsch am Vortag wieder etwas mehr Nachfrage. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries legte zuletzt 0,11 Prozent auf 127,66 Punkte zu. Die Rendite für die zehnjährigen Staatspapiere betrug 1,81 Prozent./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Hin und Her der US-Börsen wegen der geldpolitischen Perspektiven ist am Donnerstag weiter gegangen. Wie schon an den drei vergangenen Handelstagen der laufenden Woche schwankten die Indizes im größeren Rahmen zwischen Gewinnen und Verlusten. Nach einem Spitzenanstieg von 1,8 Prozent lag der Dow Jones Industrial auch zeitweise im Minus. Am Ende pendelte er sich auf einem neutralen Niveau ein. Aus dem Handel ging er 0,02 Prozent tiefer bei 34 160,78 Punkten.

Manch ein mutiger Anleger griff auf dem ermäßigten Niveau wieder zu, wobei ein überraschend hohes Wachstum der US-Wirtschaft im vierten Quartal dankbar angenommen wurde. Der Handel verlief allerdings erneut in holprigen Bahnen. "Die Volatilität der Börsen wird so schnell auch nicht verschwinden", sagte Marktbeobachter Edward Moya vom Broker Oanda. Ehemals habe die Masse bei Rückschlägen taktisch wieder zugegriffen. Mittlerweile laute aber die Devise, bei jeder Rally wieder zu verkaufen.

Der breiter aufgestellte S&P 500 fiel am Donnerstag um 0,54 Prozent auf 4326,51 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor sogar 1,20 Prozent auf 14 003,11 Punkte. Dabei waren Zahlenvorlagen von Tesla und Intel nicht gut angekommen./tih/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Hin und Her der US-Börsen wegen der geldpolitischen Perspektiven geht am Donnerstag weiter. Wie schon an den drei bisherigen Wochentagen schwankten die Indizes im Verlauf zwischen Gewinnen und Verlusten - und dies erneut mit gewissem Ausmaß. Nach einem Spitzenanstieg um 1,8 Prozent lag der Dow Jones Industrial zeitweise im Minus, legte aber zuletzt dann wieder um 0,25 Prozent auf 34 252,33 Punkte zu.

Mutige Anleger griffen auf dem ermäßigten Niveau also wieder zu, wobei ein überraschend hohes Wachstum der US-Wirtschaft im vierten Quartal dankbar von ihnen angenommen wurde. Der Handel verlief allerdings erneut in holprigen Bahnen. Die anderen Indexkollegen des Dow lagen zuletzt leicht unter der Gewinnschwelle: Der breiter aufgestellte S&P 500 gab um 0,02 Prozent auf 4348,88 Zähler nach.

Der technologielastige Nasdaq 100 verlor nach einem Spitzenanstieg von fast 1,8 Prozent 0,22 Prozent auf 14 141,37 Punkte. Dabei waren die Zahlen der Branchengrößen Tesla und Intel bei den Anlegern der beiden Unternehmen gar nicht gut angekommen.

Die Schwankungen bleiben Ausdruck der Nervosität der Anleger. Eine Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed im März nach dem Zinsentscheid vom Mittwoch gilt als so gut wie sicher. Da die Märkte in diesem Jahr bislang stark unter Druck standen, gilt geldpolitisch aber schon viel als eingepreist. Mittlerweile wird am Markt sogar mit fünf Zinsanhebungen in diesem Jahr gerechnet statt ehemals vier.

Die Reaktionen auf weitere Quartalszahlen bedeutender US-Konzerne fielen meist negativ aus. Die Tesla-Aktien zum Beispiel sackten an der Nasdaq um fast neun Prozent ab. 2021 verdiente der Elektroautobauer zwar so viel wie noch nie in einem Geschäftsjahr, bemängelt wurde aber der Ausblick auf das Jahr 2022. Da es weiter in den Lieferketten hakt, kündigte Konzernchef Elon Musk an, in diesem Jahr keine neuen Fahrzeugmodelle vorzustellen.

Auch an der Zahlenvorlage von Intel ließen Anleger kein gutes Haar, die Papiere sackten um fast sieben Prozent ab und waren so der mit Abstand größte Dow-Verlierer. Der Chipkonzern steigerte im vergangenen Vierteljahr zwar seinen Umsatz, die Gewinnprognose für das erste Quartal 2022 enttäuschte aber die Anleger. Unter anderem lasten die Ausgaben für den Ausbau der Produktion auf der Profitabilität.

McDonald's war nach Zahlen ein weiterer Dow-Verlierer, wenn auch deutlich moderater mit einem Abschlag von 0,6 Prozent. Die Fast-Food-Kette erholt sich weiter von der Corona-Pandemie mit einer starken Umsatztendenz, aber auch hier galt die Profitabilität als Stimmungsbremse. Analysten urteilten, steigende Lohn- und Rohstoffkosten zehrten am Gewinn.

Auf der anderen Seite überzeugte aber der Chemiekonzern Dow Inc mit seinen Zahlen. Mit einem Anstieg um 4,5 Prozent reagierten die Anleger sehr erfreut auf ein 2021 erzieltes Rekordergebnis. Eine höhere Nachfrage und Preissteigerungen trieben die Geschäfte an.

Was die Technologiewerte betrifft, blieben die Microsoft -Aktien ein gewisser Schutz gegen noch deutlichere Verluste. Nach den starken Resultaten, die der Softwarekonzern am Dienstag nachbörslich präsentiert hatte, knüpften die Papiere zuletzt noch mit einem Plus von 0,7 Prozent an ihr positives Vortagsfazit an.

Die Apple -Titel lagen derweil moderat mit 0,3 Prozent im Plus. Von dem iPhone-Konzern werden am Donnerstag nachbörslich die Resultate erwartet. Rod Hall von der Investmentbank Goldman Sachs hatte sich vor einigen Tagen vorsichtig geäußert, was das erste Geschäftsquartal betrifft.

Auch wenn die Nasdaq-Indizes ins Minus drehten, blieben die Aktien des Streaminganbieters Netflix nach einem zuletzt heftigen Kurseinbruch, den ein enttäuschender Abonnenten-Ausblick ausgelöst hatte, auf Erholungskurs. Zuletzt rückten sie als Favorit im Nasdaq 100 um neun Prozent vor. Mit ihnen erholten sich auch die Aktien des Streaming-Konkurrenten Walt Disney , die im Dow um 2,1 Prozent stiegen./tih/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag einen schwankungsreichen Handel mit moderaten Gewinnen beendet. Die Unsicherheit bleibt trotz des bestätigten geldpolitischen Kurswechsels der US-Notenbank (Fed) hoch, denn Klarheit gab es am Mittwochabend nur über eine erste Zinsanhebung im März. Viele weitere Fragen bleiben aber weiter offen, und das lässt ausreichend Raum für Spekulationen und damit für Nervosität an den Börsen.

Der Dax schloss nach einer Berg- und Talfahrt letztlich mit einem Plus von 0,42 Prozent auf 15 524,27 Punkte. Im frühen Geschäft war der Leitindex um bis zu 1,7 Prozent abgesackt. Am Nachmittag, kurz nach dem US-Handelsstart, hatte er sein Tageshoch bei knapp unter 15 600 Punkten erreicht.

Der MDax gewann am Donnerstag 0,28 Prozent auf 33 226,59 Zähler und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,49 Prozent auf 4184,97 Punkte vor. Auch in Paris und London ging es aufwärts. In den USA legten der Dow Jones Industrial und die Nasdaq-Indizes zum Börsenschluss in Europa um jeweils etwas mehr als ein Prozent zu.

"Mit dem nun eingeleiteten Kurswechsel in der Geldpolitik dürften es die Aktienmärkte schwer haben, im laufenden Jahr weitere Hochs zu generieren", glaubt Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets. Die Anleger müssten sich nun damit arrangieren, dass die Fed als sicherer Liquiditätslieferant in den kommenden Monaten und Jahren wohl erst einmal wegfalle.

Unter den Einzelwerten in deutschen Leitindex sackten die SAP -Aktien mit minus 6,0 Prozent auf den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2021. Details im Ausblicks des größten Softwareherstellers Europas belasteten. Vor allem die für Anleger interessante Prognose für den freien Barmittelfluss blieb hinter den Erwartungen zurück. Dagegen gewannen die Anteile der Darmstädter Software AG nach der Vorlage ihres Quartalsberichts und Aussagen zum neuen Jahr an der MDax-Spitze 6,7 Prozent.

RWE als Spitzenreiter im Dax stiegen um 5,1 Prozent auf ein Zwölfmonatshoch von 38,00 Euro. Der Energieversorger hatte am Vortag mit starken Quartalszahlen überzeugt und erntete nun positive Analystenkommentare. Zudem hob die US-Bank JPMorgan angesichts der unerwarteten Höhen der europäischen Gas- und Strompreise sein Kursziel kräftig auf 64 Euro an.

Die Aktien der Deutschen Bank reagierten mit einem Kursprung von 4,4 Prozent auf den zuversichtlichen Ausblick des Finanzinstituts. Stützend wirken zudem die Zinssignale der Fed vom Vorabend, die auch der Commerzbank -Aktie sowie der gesamten europäischen Bankenbranche Auftrieb gaben.

Die Vorzüge von Sartorius schlossen nach einem kräftigen Auf und Ab mit plus 0,8 Prozent. Der Pharma- und Laborausrüster schnitt zwar auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie stark ab. Im neuen Jahr rechnet der Konzern aber mit weniger Wachstum als bisher. Angesichts des kräftigen Umsatzsprungs 2021 sprach Konzernchef Joachim Kreuzburg von "nicht unanspruchsvollen" Zielen, wurde dafür aber mittelfristig optimistischer.

Die Anteilscheine von Verbio kletterten nach erneut angehobenen Gewinnzielen um 5,8 Prozent nach oben. Seit dem Rekordhoch im November bei 74,90 Euro hatten die Anteile des Biokraftstoff-Herstellers zuletzt auch sehr kräftig eingebüßt.

Starke Quartalszahlen gab zudem der Großhändler für Dämmstoffe Va-Q-Tec bekannt, was die Nebenwerte-Aktie um 5,2 Prozent auf 21,10 Euro nach oben trieb. Damit ist das Papier dennoch nur halb so viel wert wie auf seinem Rekordhoch gegen Ende des Jahres 2020.

Der Euro gab spürbar nach und kostete am frühen Abend 1,1151 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1160 (Mittwoch: 1,1277) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8961 (0,8868) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,21 am Vortag auf minus 0,18 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,21 Prozent auf 143,54 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,31 Prozent auf 170,22 Zähler./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag einen schwankungsreichen Handel mit moderaten Gewinnen beendet. Die Unsicherheit bleibt trotz des bestätigten geldpolitischen Kurswechsels der US-Notenbank hoch, denn Klarheit gab es am Mittwochabend vor allem über eine erste Zinsanhebung im März. Viele weitere Fragen bleiben aber weiter offen, und das lässt ausreichend Raum für Spekulationen und damit für Nervosität an den Börsen.

Der Dax schloss nach einer Berg- und Talfahrt letztlich mit einem Plus von 0,42 Prozent auf 15 524,27 Punkten. Im frühen Geschäft war der Leitindex um bis zu 1,7 Prozent abgesackt. Am Nachmittag, kurz nach dem US-Handelsstart, hatte er sein Tageshoch bei knapp unter 15 600 Punkten erreicht. Der MDax gewann am Donnerstag 0,28 Prozent auf 33 226,59 Zähler und auch europaweit und in den USA wurden Gewinne verbucht./ck/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den Ausschlägen am Vortag wegen der geldpolitischen Perspektiven haben sich die US-Börsen am Donnerstag wieder auf den Erholungspfad begeben. Mutige Anleger griffen wieder zu, nachdem der Leitindex Dow Jones Industrial zur Wochenmitte spät ins Minus abgerutscht war. Ein überraschend hohes Wachstum der US-Wirtschaft im vierten Quartal wurde nun von den Anlegern dankbar angenommen.

Allerdings verlief der Handel wie schon an den Vortagen in holprigen Bahnen. Nach verhaltenem Auftakt weitete der Dow sein Plus erst bis auf 1,8 Prozent aus, kam dann aber wieder etwas zurück. Zuletzt stand er 1,14 Prozent höher bei 34 556,62 Punkten. Der breiter aufgestellte S&P 500 stieg um 0,94 Prozent auf 4390,67 Zähler.

Beim technologielastigen Nasdaq 100 , der am Donnerstag in der Spitze auch fast 1,8 Prozent gewann, ließ der Rückenwind im Vergleich zum Dow etwas stärker nach. Er verteidigte aber auch ein Plus von einem halben Prozent auf 14 244,93 Zähler - auch wenn die Zahlen der Branchengrößen Tesla und Intel bei den Anlegern gar nicht gut ankamen.

Eine Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed im März nach dem Zinsentscheid vom Mittwoch als so gut wie sicher. Die Begleitaussagen des Notenbankvorsitzenden Jerome Powell hatten die Anleger, die seit Tagen schon nervös auf jede Neuigkeit reagieren, am Mittwoch offenbar nur vorübergehend nochmals aufhorchen lassen. Da die Märkte in diesem Jahr bislang stark unter Druck standen, gilt geldpolitisch schon viel als eingepreist.

Die bessere Stimmung wurde nicht davon getrübt, dass die Reaktionen auf weitere Quartalszahlen bedeutender US-Konzerne meist negativ ausfielen. Die Tesla-Aktien zum Beispiel sackten an der Nasdaq um 7,8 Prozent ab. 2021 verdiente der Elektroautobauer zwar so viel wie noch nie in einem Geschäftsjahr, bemängelt wurde aber der Ausblick auf das Jahr 2022. Da es weiter in den Lieferketten hakt, kündigte Konzernchef Elon Musk an, in diesem Jahr keine neuen Fahrzeugmodelle vorzustellen.

Auch an der Zahlenvorlage von Intel ließen Anleger kein gutes Haar, die Papiere sackten um 7,1 Prozent ab und waren so der mit Abstand größte unter lediglich drei Verlierern im Dow. Der Chipkonzern steigerte im vergangenen Vierteljahr zwar seinen Umsatz, die Gewinnprognose für das erste Quartal 2022 enttäuschte aber die Anleger. Unter anderem lasten die Ausgaben für den Ausbau der Produktion auf der Profitabilität.

McDonald's war ein weiterer Dow-Verlierer, wenn auch deutlich moderater mit einem Abschlag von 0,8 Prozent. Die Fast-Food-Kette erholt sich weiter von der Corona-Pandemie mit einer starken Umsatztendenz, aber auch hier galt die Profitabilität als Stimmungsbremse. Analysten urteilten, steigende Lohn- und Rohstoffkosten zehrten am Gewinn, den die Restaurants abwerfen.

Auf der anderen Seite überzeugte aber der Chemiekonzern Dow Inc mit seinen Zahlen. Mit einem Anstieg um sechs Prozent reagierten die Anleger sehr erfreut auf ein 2021 erzieltes Rekordergebnis. Eine höhere Nachfrage und Preissteigerungen trieben die Geschäfte an.

Was die Erholung der Technologiewerte betrifft, blieben die Microsoft -Aktien ein Treiber. Nach den starken Resultaten, die der Softwarekonzern am Dienstag nachbörslich präsentiert hatte, knüpften die Papiere mit einem Plus von 2,3 Prozent an ihr positives Vortagsfazit an.

Die Apple -Titel legten um 1,6 Prozent zu. Von dem iPhone-Konzern werden am Donnerstag nachbörslich die Resultate erwartet./tih/he

BERLIN (dpa-AFX) - Steigende Preise könnten in den nächsten Monaten auch die Biertrinker in Deutschland erreichen. Etliche große Brauereien haben in den vergangenen Wochen Preiserhöhungen für Großkunden angekündigt. Dass betrifft nicht nur die obere Preislage, sondern in einzelnen Fällen auch schon die untere. Vor allem das ertragsstarke Fassbiergeschäft der Brauereien leidet stark in der Pandemie. Derweil ist in der Braubranche von einer Kostenexplosion nicht nur bei Energie, sondern auch bei Rohstoffen bis hin zu Kronkorken die Rede.

Beim Bierabsatz ging es im vergangenen Jahr zugleich weiter nach unten, wie der Deutsche Brauer-Bund am Freitag schätzte. Der Rückgang spiegle aber nicht einmal ansatzweise das Ausmaß der Krise wider, teilte Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Er erwartet nur eine langsame Markterholung.

Die Hoffnung, die Talsohle in der Pandemie 2021 durchschritten zu haben, hat sich nach Worten von Eichele für viele Betriebe nicht erfüllt. Der Brauer-Bund geht wenige Tage vor Bekanntgabe der Zahlen durch das Statistische Bundesamt für das alkoholhaltige Bier von einem weiteren Absatzrückgang von 3 bis 4 Prozent im vergangenen Jahr aus. Damit seien noch einmal 200 bis 300 Millionen Liter weniger alkoholhaltiges Bier als 2020 abgesetzt worden, als es ein Rekordminus von 5,5 Prozent gab. Die Brauer hängen mit ihrem Fassbierabsatz vom Ausschank in der Gastronomie, die monatelang schließen musste. Zudem fielen Volks- und Schützenfeste aus.

"Der historische Absatzeinbruch auf dem Biermarkt trifft auf eine nie gekannte Preisexplosion - für viele Betriebe wird das zu einer existenziellen Bedrohung", erklärte Eichele. So hätten sich die Kosten für Transportpaletten binnen eines Jahres verdoppelt und die Preise für Malz als wichtiger Braurohstoff um bis zu 60 Prozent erhöht. Noch extremer fielen die Preissteigerungen bei Strom und Gas aus. Eine Pleitewelle habe es bei Brauern bisher zwar nicht gegeben, aber einzelne Betriebsaufgaben, denen weitere folgen könnten. Viele Brauer mussten laut Verband ihre Rücklagen angreifen und aufbrauchen.

Die Branche steht also mächtig unter Druck. Allerdings ist offen, in welchem Umfang Handelsriesen Preiserhöhungen akzeptieren und an Verbraucher weitergeben. Denn gerade bei großen Pilsmarken verkauft der Handel einen Großteil in den wöchentlichen Aktionen. Unter anderem hat Krombacher Preiserhöhungen ab April auch für Schweppes-Softdrinks angekündigt. Veltins will im April ebenfalls die Preise anheben. Die Bitburger Braugruppe setzt zum Mai verschiedene Produkte höher im Preise an. Auch Oettinger plant Preiserhöhungen, ohne Details zu nennen. Vertriebschef Peter Böck betont zugleich: "Der deutsche Biermarkt ist und bleibt hart umkämpft." Der Wettbewerb im Handel habe sich durch die Corona-Krise eher noch verschärft.

Neben Schatten gibt es aber auch Licht, neben vielen Verlierern auch einige Gewinner. Alkoholfreies Bier, das vom Statistischen Bundesamt nicht erfasst wird, gewinnt an Beliebtheit. Seit 2007 hat sich die Produktion alkoholfreier Biersorten in Deutschland nach Berechnungen des Brauer-Bundes mehr als verdoppelt auf etwa gut 680 Millionen Liter im vergangenen Jahr. Die Exporte zogen früher als erwartet an. Der Exportanteil der Branche ist laut Verband mit dem Rekordhoch 18 Prozent doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende. Die Zuwächse bei Ausfuhren in Drittländer wie China und auch bei alkoholfreiem Bier könnten aber Rückgänge beim Fassbier im Inland nicht ausgleichen.

Laut Getränkemagazin "Inside" haben von den zehn größten Biermarken in Deutschland drei Marken 2021 Absatzzuwächse verzeichnet, darunter Veltins mit einem Rekordwert. Nach Veltins-Berechnungen belastet ein zweijähriger Umsatzausfall von 1,8 Milliarden Euro die deutsche Brauwirtschaft. "Es wird bei vielen Brauereien länger dauern, bis die eingeschränkte Finanzkraft und Liquidität wiederkehrt", sagt der Generalbevollmächtigte Michael Huber. Für das eigene Geschäft rechnet er erst Ende 2023 damit, den Fassbierabsatz 2019 wieder zu erreichen.

Der Deutsche Brauer-Bund rechnet für das laufende Jahr allenfalls mit langsamen Besserung der Lage. Verunsicherte Verbraucher, verschärfte Zugangsregeln für die Gastronomie und die Absage vieler Events wirkten sich für die von mittelständischen und handwerklichen Betrieben geprägte Brauwirtschaft beinahe wie ein erneuter Lockdown aus, sagte Eichele. Viele Gastwirte haben den Angaben nach ihre Lokale mangels Rentabilität bereits freiwillig geschlossen. In der Folge hätten im Januar immer mehr Brauereien erneut Kurzarbeit anmelden müssen und die Abfüllung von Fassbier bremsen müssen.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier in Deutschland ist schon vor der Pandemie unter die Marke von 100 Litern im Jahr gerutscht. In der Corona-Krise hat sich der Trend verschärft. Auch in den Läden sei weniger Bier gekauft worden, obwohl der Einzelhandel mit hohen Rabatten lockte, erklärt "Inside"-Herausgeber Niklas Other. Seit vielen Jahren macht der deutschen Brauwirtschaft die alternde Gesellschaft mit weniger Bierkonsum zu schaffen. Dazu kämen ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein und dass junge Leute maßvoller tränken, wie ein Vertreter der Branche aufzählt./vd/DP/mis

FÜRTH/GÖPPINGEN (dpa-AFX) - Der Modellbahnspezialist Märklin profitiert anhaltend vom Spiel-Boom in der Corona-Krise und baut seine Umsätze aus. Im Geschäftsjahr 2021/22, das Ende April zu Ende geht, werde ein Jahresumsatz von 130 Millionen Euro zusammenkommen. Damit werde die Vorjahresmarke von 128 Millionen Euro wohl noch einmal übertroffen, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Florian Sieber bei der Jahres-Pressekonferenz des Fürther Spielwarenkonzerns Simba Dickie Group, zu dem Märklin gehört.

"Wir haben im vergangenen Jahr einen Riesensprung gemacht und wollen das in diesem Jahr mindestens halten", sagte Sieber. Die Ertragssituation seines Unternehmens bezeichnete er trotz erheblicher Teuerungsraten beim Materialeinkauf und bei der Logistik als "sehr solide". In der Pandemie hätten sich wieder mehr Menschen dem Modellbahn-Hobby gewidmet - sehr häufig aus der Altersgruppe um 50 die Jahre, die gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln an Eisenbahnlandschaften bastelten.

Sieber kündigte Preissteigerungen bei Modelleisenbahnen an, aber auch bei vielen anderen Spielzeugen. Die höheren Kosten seien bisher noch nicht vollständig an den Markt weitergegeben worden, sagte er. In einzelnen Bereichen könnten die Sprünge bis zu 20 Prozent gehen. Besonders betroffen sei Elektronik-Spielzeug, etwa ferngesteuerte Autos, aber wegen der hohen Kosten für Schiffscontainer auch größere Plüschtiere.

Die gesamte Gruppe habe mit ihren Spielwaren im vergangenen Jahr 754,1 Millionen Euro umgesetzt, 5,5 Prozent mehr als 2020. Für das laufende Jahr peilt Simba Dickie noch einmal einen Sprung auf 798 Millionen Euro an. Auch die Gruppe macht keine Angaben zum Gewinn. Ein Hemmnis sei der Wettbewerb um Mitarbeiter, sagte Sieber. Sein Unternehmen habe in Deutschland im vergangenen Jahr 100 neue Beschäftigte - vor allem im Logistikzentrum in Sonneberg an der thüringisch-bayerischen Grenze eingestellt und suche "händeringend" nach weiterem Personal. Auch in Ungarn, wo Simba Dickie ebenfalls ein Werk betreibt, sie die Mitarbeitergewinnung herausfordernd./dm/DP/eas

(Tippfehler im vorletzten und letzten Absatz berichtigt)

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die Textilkette Hennes & Mauritz (H&M) hat sich mit Blick auf das erwartete Abebben der Corona-Pandemie ehrgeizige Ziele für die kommenden Jahre gesetzt. Getragen werden soll das Wachstum durch den Ausbau des Onlinegeschäfts sowie den Eintritt in neue Märkte, wie der Inditex-Konkurrent am Freitag in Stockholm mitteilte. Zudem soll die CO2-Bilanz verbessert werden. Um die Ziele zu erreichen, erhöht H&M seine Investitionen. Bis spätestens 2030 will H&M seinen Umsatz im Vergleich zu 2021 verdoppeln. Die operative Marge soll 10 Prozent übersteigen, die Marke soll dabei "nicht später" als 2024 erreicht werden.

Es bleibe dabei das langfristige Ziel, die Erlöse bei hoher Profitabilität um zehn bis 15 Prozent pro Jahr zu steigern. Im laufenden Jahr will H&M Läden in sechs neuen Ländern eröffnen, so in Ecuador, Kosovo und Nord-Mazedonien. Auch soll der Onlinehandel in weitere Länder ausgerollt werden. Gleichzeitig will die Gruppe ihren CO2-Fußabdruck bis 2030 im Vergleich zu 2019 halbieren. Für 2022 kündigte H&M Investitionen von zehn Milliarden schwedische Kronen (956 Mio Euro) an.

Für die ersten beiden Monate des seit Dezember laufenden Geschäftsjahres 2021/22 erwartet H&M einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresabschnitt. Dieses war von der Pandemie und den behördlich verfügten Ladenschließungen geprägt. Damit deutet sich eine weitere Beschleunigung des Wachstums im Vergleich zum vierten Quartal (per Ende November 2021) an.

Hier hatte H&M den Umsatz währungsbereinigt um elf Prozent auf 57 Milliarden Kronen gesteigert. Nominal betrug das Wachstum acht Prozent. Die operative Marge verbesserte sich von 7,4 auf 11,0 Prozent. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 4,6 Milliarden Kronen, nach 2,5 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisse fielen damit besser aus als von Analysten erwartet.

H&M habe das Geschäftsjahr stark abgeschlossen und bei den Umsätzen wieder die Marke vor der Pandemie erreicht, kommentierte Konzernchefin Helena Helmersson, die seit 1997 bei H&M ist und seit zwei Jahren das Unternehmen leitet. Die Profitabilität sei die beste seit einigen Jahren. Im Geschäftsjahr 2020/21 setzte das Unternehmen 199 Milliarden Kronen um - das waren währungsbereinigt zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn kletterte von 1,2 Milliarden Kronen auf 11 Milliarden Kronen.

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 6,50 Kronen je Aktie erhalten. Zudem will der Konzern eigene Anteile für drei Milliarden Kronen erwerben, um den Kurs zu stützen. Am Kurs hatten die Anteilseigner zuletzt wenig Freude. Er fiel in den zwei Jahren der Pandemie um rund 15 Prozent, während der schwedische Leitindex OMX Stockholm 30 um fast 30 Prozent zulegte./nas/zb/mis

PARIS (dpa-AFX) - Mit besseren Geschäften als noch vor der Corona-Pandemie und einem Rekordumsatz hat der französische Luxusgüterkonzern LVMH die Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen. Der Jahreserlös stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 44 Prozent auf 64 Milliarden Euro, wie das für seine Marken wie Louis Vuitton, Hublot oder Givenchy bekannte Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Am Finanzmarkt wurden die Zahlen mit Freude aufgenommen. Der Aktienkurs des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Eurozone legte am Freitag im frühen Handel deutlich zu.

Konzernchef Bernard Arnault zeigte sich zuversichtlich, 2022 an diesen Erfolg anknüpfen zu können. LVMH sei in einer "exzellenten Position, um seine führende Position auf dem Luxusmarkt weiter auszubauen." Seinen Aktionären will das Unternehmen zudem eine Dividende ausschütten. So sollen den Anteilseignern pro Aktie 10 Euro ausgeschüttet werden. Bereits Anfang Dezember hatte LVMH die ersten 3 Euro ausgezahlt, der Rest solle zu Ende April gutgeschrieben werden.

Die Aktie kletterte im frühen Handel bis zu fast sechs Prozent auf 733,90 Euro und visiert damit wieder das Anfang Januar erreichte Rekordhoch von 758,50 Euro an. Das LVMH-Papier ist am Finanzmarkt ein großer Gewinner der Corona-Pandemie. In den vergangenen zwei Jahren zog der Kurs um 80 Prozent an. Damit zählt die Aktie seit Ausbruch der Corona-Pandemie zu den besten Werten im EuroStoxx 50 . Der Börsenwert beträgt inzwischen 360 Milliarden Euro - Unternehmenschef und Großaktionär Arnault zählt mit einem Vermögen von zuletzt rund 160 Milliarden Dollar zu den reichsten Menschen der Welt.

2021 habe die Nachfrage nach Mode- und Lederwaren ein "Rekordniveau" erreicht, hieß es in der Mitteilung weiter. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei der Umsatz aus eigener Kraft in dem Segment um 47 Prozent auf nun knapp 30,9 Milliarden Euro gestiegen. Regional gesehen erwarben vor allem Kunden aus den Vereinigten Staaten sowie aus Asien die Luxuswaren. In Europa hinke die Erholung vergleichsweise noch nach.

LVMH macht hauptsächlich Geschäfte mit Mode- und Lederprodukten, hat aber auch Weine und Spirituosen mit Marken wie Moet oder Dom Pérignon, Parfüms und Kosmetik (Bvlgari) sowie Uhren und Schmuck im Portfolio. Vor allem bei letzterer Sparte überraschte LVMH mit der Übernahme des US-Juweliers Tiffany & Co., der erstmals in der Bilanz inkludiert wurde. Durch die Konsolidierung stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 167 Prozent auf rund fast 9 Milliarden Euro. Ohne Tiffany fiel der Zuwachs nur etwa ein Viertel so groß aus.

Auch beim Betriebsergebnis überraschte das Unternehmen Branchenkenner im positiven Sinn: Mit einem operativen Gewinn von knapp 17,2 Milliarden Euro verdiente LVMH doppelt so viel wie noch im Jahr zuvor und etwa um die Hälfte mehr als noch vor der Corona-Krise. Unterm Strich verdiente der Konzern mit rund 12 Milliarden Euro etwa anderthalbmal so viel wie noch im vergangenen Jahr./ngu/he/jsl/zb/eas

BERLIN (dpa-AFX) - Die Beitragseinnahmen der Rentenkasse sind im zweiten Pandemiejahr 2021 erneut gestiegen. Das teilte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegenüber dem Vorjahr 2020 wuchsen die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen demnach um 3,9 Prozent auf rund 233 Milliarden Euro.

Bereits im ersten Corona-Jahr 2020 hatte es mit Einnahmen von rund 224 Milliarden Euro einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr gegeben. Im Vergleich zu 2019 seien die Beiträge im Jahr 2021 sogar um 4,8 Prozent gestiegen.

"Wir sind als Rentenversicherung bisher gut durch die Pandemie gekommen. In einer solchen Krise sieht man gut, wie der Arbeitsmarkt und die Sozialversicherungssysteme ineinandergreifen", bilanzierte der Sprecher.

Auch in Zeiten von Corona würden Beschäftigte, die arbeitslos würden oder in Kurzarbeit seien, weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, hieß es.

Auch die Finanzreserve der Rentenkasse - die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, mit der Beitragsschwankungen während des Jahres ausgeglichen werden - war den Angaben zufolge im vergangenen Jahr stabil. Demnach stand sie zum Jahresende bei rund 39 Milliarden Euro. Das entspreche 1,62 Monatsausgaben - und knapp zwei Milliarden Euro mehr als im Vorjahr 2020. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen habe es "keine Liquiditätsengpässe" bei der Rentenversicherung gegeben./faa/DP/eas

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die Textilkette Hennes & Mauritz (H&M) hat sich mit Blick auf das erwartete Abebben der Corona-Pandemie ehrgeizige Ziele für die kommenden Jahre gesetzt. Getragen werden soll das Wachstum durch den Ausbau des Onlinegeschäfts sowie den Eintritt in neue Märkte, wie der Inditex-Konkurrent am Freitag in Stockholm mitteilte. Zudem soll die CO2-Bilanz verbessert werden. Um die Ziele zu erreichen, erhöht H&M seine Investitionen. Bis spätestens 2030 will H&M seinen Umsatz im Vergleich zu 2021 verdoppeln. Die operative Marge soll 10 Prozent übersteigen, die Marke soll dabei "nicht später" als 2024 erreicht werden.

Es bleibe dabei das langfristige Ziel, die Erlöse bei hoher Profitabilität um zehn bis 15 Prozent pro Jahr zu steigern. Im laufenden Jahr will H&M Läden in sechs neuen Ländern eröffnen, so in Ecuador, Kosovo und Nord-Mazedonien. Auch soll der Onlinehandel in weitere Länder ausgerollt werden. Gleichzeitig will die Gruppe ihren CO2-Fußabdruck bis 2030 im Vergleich zu 2019 halbieren. Für 2022 kündigte H&M Investitionen von zehn Milliarden schwedische Kronen (956 Mio Euro) an.

Für die ersten beiden Monate des seit Dezember laufenden Geschäftsjahres 2021/22 erwartet H&M einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresabschnitt. Dieses war von der Pandemie und den behördlich verfügten Ladenschließungen geprägt. Damit deutet sich eine weitere Beschleunigung des Wachstums im Vergleich zum vierten Quartal (per Ende November 2021) an.

Hier hatte H&M den Umsatz währungsbereinigt um elf Prozent auf 57 Milliarden Kronen gesteigert. Nominal betrug das Wachstum acht Prozent. Die operative Marge verbesserte sich von 7,4 auf 11,0 Prozent. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 4,6 Milliarden Kronen, nach 2,5 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Die Ergebnisse fielen damit besser aus als von Analysten erwartet.

H&M habe das Geschäftsjahr stark abgeschlossen und bei den Umsätzen wieder die Marke vor der Pandemie erreicht, kommentierte Konzernchefin Helena Helmersson, die seit 1997 bei H&M ist und seit zwei Jahren das Unternehmen leitet. Die Profitabilität sei die beste seit einigen Jahren. Im Geschäftsjahr 2020/21 setzte das Unternehmen 199 Milliarden Kronen um - das waren währungsbereingt zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn kletterte von 1,2 Milliarden Kronen auf 11 Milliarden Kronen.

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 6,50 Kronen je Aktie erhalten. Zudem will der Konzern eigenen Anteile für drei Milliarden Kronen erwerben, um den Kurs zu stützen. Am Kurs hatten die Anteilseigner zuletzt wenig Freude. Er fiel in den zwei Jahren der Pandemie um rund 15 Prozent, während der schwedische Leitindex OMX Stockholm 30 um fast 30 Prozent zulegte./nas/zb/mis

FRANKFURT (BaFin) -

Die BaFin weist darauf hin, dass unbekannte Dritte im Namen Index Capital GmbH, Inning, E-Mails an Privatpersonen versenden. Darin bieten die Betrüger Anlagegeschäfte mit angeblich hohem Gewinnpotential an. In diesem Zusammenhang werden die Empfänger auch dazu aufgefordert, Zahlungen auf ein ausländisches Konto zu veranlassen.

Copyright: Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht / www.bafin.de - (28.01.2022)

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Konsumgüterkonzern Henkel erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein geringeres Wachstum als 2021. Auch bei der operativen Rendite (Ebit) dürfte bereinigt um Sondereffekte im besten Fall nur eine minimale Verbesserung herauskommen, teilte das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mit. Grund sei die weiter angespannte Lage bei Rohstoffen, Materialien sowie in der Lieferkette, die zu erheblich höheren Kosten führe. Die im Dax notierte Henkel-Aktie brach um fast sieben Prozent ein.

So geht das Management um Konzernchef Carsten Knobel von einem Umsatzwachstum aus eigener Kraft von zwei bis vier Prozent aus. Im Vorjahr stiegen die Erlöse vorläufigen Zahlen zufolge währungs- und portfoliobereinigt um 7,8 Prozent auf rund 20,1 Milliarden Euro.

Die bereinigte Ebit-Marge sieht Henkel in einer Spanne zwischen 11,5 und 13,5 Prozent nach 13,4 Prozent 2021. Auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie bleibt Henkel zurückhaltend und erwartet einen Rückgang von 15 Prozent bis im besten Falle einen Anstieg von fünf Prozent. Dabei sei die derzeitige Unsicherheit und die Volatilität der Märkte berücksichtigt./nas/mis

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Konsumgüterkonzern Henkel baut sein Geschäft um. So sollen die Sparten mit Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Schönheitspflege zu einem Bereich zusammengefasst werden, teilte das Unternehmen am Freitag in Düsseldorf mit. Damit will Henkel die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Dabei soll sich das Konsumentengeschäft künftig ganz auf die Kernmarken konzentrieren, hieß es. Dabei kündigte Henkel an, sich von weiteren Marken zu trennen. Erste Maßnahmen, insbesondere im seit einigen Jahren schwächelnden Geschäft im Beauty-Bereich sollen noch im laufenden Jahr erfolgen. Die Synergien sowie die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen würden zu einem späteren Zeitpunkt konkretisiert.

Mittel- bis langfristig setzte sich Henkel neue Ziele: ein Wachstum aus eigener Kraft von drei bis vier Prozent, eine bereinigte operative Marge (Ebit) von rund 16 Prozent sowie ein Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Aktie im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereichs. Bisher hatte der Konzern ein Wachstum aus eigener Kraft um zwei bis vier Prozent angestrebt. Das Ergebnisziel ist unverändert./nas/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen sind am Freitag mit leichten Kursverlusten in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,06 Prozent auf 170,10 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit minus 0,05 Prozent. Auch in anderen Euroländern stiegen die Renditen am Morgen leicht an.

Zum Wochenausklang blicken Analysten und Anleger auf einen ganzen Reigen an Konjunkturdaten. Aus der Eurozone werden unter anderem Wachstumszahlen zum Schlussquartal aus großen Volkswirtschaften wie Deutschland erwartet. Daten aus Frankreich überraschten am Morgen positiv.

In den USA steht ein wichtiges Inflationsmaß auf dem Programm, das insbesondere von der US-Notenbank Federal Reserve stark beachtet wird. Außerdem veröffentlicht die Universität von Michigan ihre regelmäßige Umfrage unter Konsumenten./bgf/stk

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Rheinmetall von 117 auf 121 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Aktie des Autozulieferers und Rüstungskonzerns sei günstig bewertet, schrieb Analyst Joseph Ayoola in einer am Freitag vorliegenden Studie. 2022 dürfte den Startpunkt markieren einer Phase stärkeren Wachstums und besserer Ausschüttungen an die Aktionäre./ajx/bek

Veröffentlichung der Original-Studie: 28.01.2022 / 05:00 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Jungheinrich von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 52 auf 54 Euro angehoben. Nach einem außergewöhnlich starken Wachstum 2021 dürfte die Nachfrage nach Logistiktechnik eine Pause einlegen, schrieb Analyst Richard Schramm in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Lieferengpässe wirkten temporär als Gegenwind. Investoren sollten aber den Blick auf die Zeit danach und die strukturellen Triebfaktoren richten./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 27.01.2022 / 14:06 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 28.01.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Kion von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 93 auf 100 Euro angehoben. Nach einem außergewöhnlich starken Wachstum 2021 dürfte die Nachfrage nach Logistiktechnik eine Pause einlegen, schrieb Analyst Richard Schramm in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Lieferengpässe wirkten temporär als Gegenwind. Investoren sollten aber den Blick auf die Zeit danach und die strukturellen Triebfaktoren richten./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 27.01.2022 / 14:06 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 28.01.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Bewertung der Papiere von Daimler Truck bei einem Kursziel von 38 Euro mit "Overweight" aufgenommen. Die Unabhängigkeit der Nutzfahrzeugsparte von Daimler biete die Chance, die Renditen zu verbessern, schrieb Analyst Harald Hendrikse in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Value-Weichen seien gestellt, nun müsse man nur noch liefern./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 28.01.2022 / 04:00 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Deutsche Bank von 15 auf 16 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analyst Kian Abouhossein verschob in einer am Freitag vorliegenden Studie den Bewertungszeitrahmen für das Kurziel auf Dezember 2023 - basierend auf den Gewinnschätzungen für 2024. Er geht nun in der Zeit von 2022 bis 2024 von höheren Erträgen aus, denen jedoch höhere Kosten entgegenwirkten./ajx/bek

Veröffentlichung der Original-Studie: 27.01.2022 / 21:31 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 27.01.2022 / 21:34 / GMT

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Konsumgüterkonzern Henkel hat die Anleger am Freitag mit seinem Wachstumsausblick enttäuscht. Die Aktien brachen im frühen Handel als Schlusslicht im Dax um 7,62 Prozent auf 72,72 Euro ein. Nach dem Erholungsversuch seit Mitte Dezember rutschten sie damit wieder unter die 50-Tage-Linie, die den mittelfristigen Trend anzeigt. Seit dem Zwischenhoch im April 2021 summieren sich die Kursverluste nun wieder auf mehr als ein Viertel.

Der Konkurrent von Beiersdorf erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein geringeres Wachstum als 2021. Auch bei der operativen Rendite (Ebit-Marge) dürfte bereinigt um Sondereffekte im besten Fall nur eine minimale Verbesserung herauskommen.

Mittelfristig will das Henkel-Management dem Konzern mit einem Umbau wieder Schwung verleihen. So sollen die Sparten mit Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Schönheitspflege zu einem Bereich zusammengefasst werden. Dabei soll sich das Konsumentengeschäft künftig ganz auf die Kernmarken konzentrieren, hieß es. Konkrete Aussagen zu den geplanten Einsparungen sowie den Kosten für die Restrukturierung blieb Henkel zunächst aber schuldig.

Analystin Molly Wylenzek vom Investmenthaus Jefferies wertete den angestrebten Umbau in einer ersten Reaktion positiv, da das Produktportfolio nun genauer unter die Lupe genommen werde. Den vorsichtigen Ausblick für 2022 monierte sie aber./mis/stk

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Jungheinrich von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 52 auf 54 Euro angehoben. Nach einem außergewöhnlich starken Wachstum 2021 dürfte die Nachfrage nach Logistiktechnik eine Pause einlegen, schrieb Analyst Richard Schramm in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Lieferengpässe wirkten temporär als Gegenwind. Investoren sollten aber den Blick auf die Zeit danach und die strukturellen Triebfaktoren richten./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 27.01.2022 / 14:06 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 28.01.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Kion von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 93 auf 100 Euro angehoben. Nach einem außergewöhnlich starken Wachstum 2021 dürfte die Nachfrage nach Logistiktechnik eine Pause einlegen, schrieb Analyst Richard Schramm in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie. Lieferengpässe wirkten temporär als Gegenwind. Investoren sollten aber den Blick auf die Zeit danach und die strukturellen Triebfaktoren richten./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 27.01.2022 / 14:06 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 28.01.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Symrise haben am Freitag mit einem vorbörslichen Kursrückgang auf die aktuellen Quartalszahlen des Schweizer Konkurrenten Givaudan reagiert. Auf der Handelsplattform Tradegate sanken die Papiere des deutschen Herstellers von Duftstoffen und Lebensmittelzusätzen im Vergleich zum Xetra-Schluss zuletzt um 1,6 Prozent auf 106,75 Euro.

Givaudan hatte den Umsatz 2021 um 5,7 Prozent gesteigert. Der operative Gewinn (Ebitda) legte um 6,0 Prozent. Unter dem Strich blieben gut 10 Prozent mehr hängen als im Vorjahr. Analysten hatten beim Gewinn im Durchschnitt mehr erwartet.

Die Symrise-Aktien waren erst im November auf ein Rekordhoch von 132,65 Euro gestiegen, gerieten dann Anfang 2022 aber im Sog der allgemeinen Aktienmarktturbulenzen unter Druck./edh/mis

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(neu: Schlusskurs an der Wall Street, Oanda)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Quartalszahlen von Tesla und Aussagen von Konzernchef Elon Musk zum Jahr 2022 und den Folgen der Lieferkettenprobleme haben am Donnerstag die Anleger vergrault. In einem weiter volatilen Marktumfeld mit deutlichen Schwankungen unter den Technologiewerten kamen die Papiere des Elektroautobauers immer stärker unter Druck. Am Ende stand ein Minus von 11,6 Prozent auf der Kurstafel. Bei gut 829 US-Dollar schlossen sie auf dem niedrigsten Niveau seit Oktober.

Tesla verdiente 2021 trotz der globalen Chipkrise und Problemen in den Lieferketten so viel wie noch nie in einem Geschäftsjahr. Gut 936 000 ausgelieferte Fahrzeuge bedeuteten ein Plus von 87 Prozent. Langfristig peilt das Unternehmen jährliche Wachstumsraten von rund 50 Prozent an. Die operativen Kennziffern seien außergewöhnlich und als Bedrohung für die herkömmlichen Autobauer zu sehen, schrieb Jefferies-Analyst Philippe Houchois. Sein Kursziel für Tesla lautet 1400 Dollar.

Doch da es weiter in den Lieferketten hakt, trat Tesla-Chef Musk etwas auf die Bremse. "Wir werden keine neuen Fahrzeugmodelle vorstellen in diesem Jahr", sagte er während einer Telefonkonferenz mit Analysten. Marktbeobachter Edward Moya vom Broker Oanda sah in dieser Aussage denn auch die größte Belastung. Viele Investoren hätten in der Teilnahme von Elon Musk an der Konferenz ein Indiz dafür gesehen, dass etwas großes angekündigt wird. Diese Hoffnungen seien dann herbe enttäuscht worden.

Die Pessimisten dürften den Mangel an neuen Modellen im Jahr 2022 hinterfragen, schrieb der Jefferies-Experte Houchois. Michael Hewson vom Broker CMC Markets wies zudem darauf hin, dass die geplanten Werke im texanischen Austin und in Brandenburg sich noch in Testphasen befänden, was darauf schließen lasse, dass es bis zu einer Komplettproduktion wohl noch dauere. Mit Blick auf die Wachstumsziele von Tesla sei dies ein Problem.

Die Tesla-Aktien hatten Anfang November ihr bisheriges Rekordhoch bei gut 1243 Dollar erreicht. Eine Massenbestellung durch den Autovermieter Hertz hatte die Rally zusätzlich angeheizt - und Tesla in die Liga der Unternehmen mit einer Marktbewertung von einer Billion Dollar gehievt. Danach setzten vor allem Aktienverkäufe von Konzernchef Musk die Titel unter Druck. Auf Twitter ließ er abstimmen, ob er sich von einem Zehntel seiner Tesla-Beteiligung trennen solle. Die Twitter-Nutzer befürworteten dies in der Mehrheit.

Anfang Januar kamen die Tesla-Anteile mit 1208 Dollar nochmal in die Nähe ihrer Bestmarke, rutschten dann aber mit dem Ausverkauf im Technologiesektor deutlich bis auf etwas über 851 Dollar zu Beginn dieser Woche ab. Mittlerweile liegt der Börsenwert mit nur noch 832 Milliarden Dollar auch wieder klar unter der Billionenschwelle. Als sehr hoch bewertet gilt Tesla damit aber immer noch.

Selbst wenn der Elektroauto-Pionier weiterhin Rekordgewinne einfahren sollte, werde man künftig noch mehr tun müssen, um die hohe Bewertung zu verteidigen, sagte Analyst Hewson. Denn der Wettbewerb werde sich in den nächsten Jahren erheblich verschärfen. Neue Konkurrenten tauchten auf, wie beispielsweise Rivian . Zudem würden Autobauer wie Ford , General Motors (GM) und Volkswagen ihre Angebotsplatte um E-Modelle erweitern./ajx/edh/mis/tih/he

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mehr als jeder zweite erwachsene EU-Bürger hat bereits eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. 82 Prozent der Erwachsenen seien mit meist zwei Dosen grundimmunisiert, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel. Sie forderte alle zum Impfen auf, für die es möglich sei.

Impfung und Booster böten den besten Schutz gegen das Coronavirus, einschließlich der Omikron-Variante. Dabei verwies von der Leyen auf Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, nach denen die sogenannte Booster-Impfung aller bereits Geimpften rund eine Million Krankenhauseinweisungen in der EU verhindern könne. "Die Pandemie ist nicht vorbei."/wim/DP/eas

BERLIN (dpa-AFX) - Wirtschaftsminister Robert Habeck hat die Union aufgerufen, die geplante Klage gegen den Nachtragshaushalt noch einmal zu überdenken. "Sie schaden damit tatsächlich dem Aufschwung der deutschen Wirtschaft", sagte der Grünen-Politiker am Freitag im Bundestag. Die Union verschließe die Augen vor der Tatsache, dass die Corona-Pandemie eben nicht vorbei sei, wenn die Inzidenzen mal wieder runtergingen. Die Folgen nach 2,5 Jahren wirtschaftlicher Erlahmung seien noch immer gravierend. Deshalb sei es geboten, über den Tag hinauszudenken.

Die Union hat eine Klage gegen den am Donnerstag vom Bundestag beschlossenen Nachtragshaushalt angestoßen. Die Bundesregierung will damit 60 Milliarden Euro nicht genutzte Kreditermächtigungen so umschichten, dass sie nicht verfallen, sondern in den kommenden Jahren für Klimaschutz genutzt werden können. Die Kredite waren ursprünglich zur Bekämpfung der Corona-Krise genehmigt worden. Die Union hält die Pläne deshalb für verfassungswidrig und die Umschichtung zudem für unnötig./tam/DP/eas

(Anführungszeichen in Überschrift ergänzt)

PEKING/WASHINGTON (dpa-AFX) - Die chinesische Wirtschaft steckt nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) in einer "bedeutsamen Flaute", die auch dieses Jahr anhalten wird. Die Erholung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft sei zwar gut vorangeschritten, aber nicht ausgewogen und habe an Schwung verloren, stellte der IWF in einem Freitag in Washington vorgelegten Bericht fest.

Als Gründe für die Abschwächung hob der Währungsfonds den rapiden Rückzug politischer Unterstützung für die Wirtschaft und eine verzögerte Erholung des Konsums angesichts vereinzelter, neuer Corona-Ausbrüche hervor. Verwiesen wurde auch auf die verlangsamte Entwicklung der Immobilieninvestitionen als Reaktion auf staatliche Bemühungen, die Verschuldung des Sektors zu reduzieren.

Der IWF hatte seine Prognose für Chinas Wachstum in diesem Jahr am Dienstag um 0,8 Punkte auf 4,8 Prozent gesenkt. Im vergangenen Jahr waren es noch starke 8,1 Prozent, was aber auch an der niedrigen Vergleichsbasis im Vorjahr nach Beginn der Pandemie lag.

Eine Verringerung der makroökonomischen Unterstützung habe die Konjunktur gebremst, hieß es in dem IWF-Bericht zur Lage der chinesischen Wirtschaft, der jährlich erstellt wird. Chinas Fiskalpolitik sei zu Beginn des vergangenen Jahres "stark restriktiv" geworden, während der Fokus von einer Unterstützung der Wirtschaft auf eine Reduzierung der Verschuldung verlegt worden sei.

Nötige strukturelle Reformen seien ungleich verteilt. Es gebe wenig oder keinen Fortschritt in wichtigen Sektoren, einschließlich der Staatsbetriebe und der Wettbewerbsneutralität zwischen staatlichen und privaten Firmen. Eine Welle regulatorischer Maßnahmen für den Technologiesektor, die auf besseren Wettbewerb, Schutz der Privatsphäre der Verbraucher und Datenkontrolle zielten, hätten die Unsicherheiten erhöht./lw/DP/eas

MADRID (dpa-AFX) - Die spanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2021 erneut deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei gegenüber dem Vorquartal um 2,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mit. Das Wachstum fällt zwar etwas schwächer aus als im dritten Vierteljahr, die Erwartungen von Analysten bei 1,4 Prozent wurden aber klar übertroffen.

Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone im vierten Quartal um 5,2 Prozent. Im Gesamtjahr 2021 betrug das Wirtschaftswachstum laut INE 7,2 Prozent./bgf/la/eas

PEKING/WASHINGTON (dpa-AFX) - Die chinesische Wirtschaft steckt nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) in einer "bedeutsamen Flaute", die auch dieses Jahr anhalten wird. Die Erholung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft sei zwar gut vorangeschritten, aber nicht ausgewogen und habe an Schwung verloren, stellte der IWF in einem Freitag in Washington vorgelegten Bericht fest.

Als Gründe für die Abschwächung hob der Währungsfonds den rapiden Rückzug politischer Unterstützung für die Wirtschaft und eine verzögerte Erholung des Konsums angesichts vereinzelter, neuer Corona-Ausbrüche hervor. Verwiesen wurde auch auf die verlangsamte Entwicklung der Immobilieninvestitionen als Reaktion auf staatliche Bemühungen, die Verschuldung des Sektors zu reduzieren.

Der IWF hatte seine Prognose für Chinas Wachstum in diesem Jahr am Dienstag um 0,8 Punkte auf 4,8 Prozent gesenkt. Im vergangenen Jahr waren es noch starke 8,1 Prozent, was aber auch an der niedrigen Vergleichsbasis im Vorjahr nach Beginn der Pandemie lag.

Eine Verringerung der makroökonomischen Unterstützung habe die Konjunktur gebremst, hieß es in dem IWF-Bericht zur Lage der chinesischen Wirtschaft, der jährlich erstellt wird. Chinas Fiskalpolitik sei zu Beginn des vergangenen Jahres "stark restriktiv" geworden, während der Fokus von einer Unterstützung der Wirtschaft auf eine Reduzierung der Verschuldung verlegt worden sei.

Nötige strukturelle Reformen seien ungleich verteilt. Es gebe wenig oder keinen Fortschritt in wichtigen Sektoren, einschließlich der Staatsbetriebe und der Wettbewerbsneutralität zwischen staatlichen und privaten Firmen. Eine Welle regulatorischer Maßnahmen für den Technologiesektor, die auf besseren Wettbewerb, Schutz der Privatsphäre der Verbraucher und Datenkontrolle zielten, hätten die Unsicherheiten erhöht./lw/DP/eas

WIESBADEN (dpa-AFX) - Ein Jahr nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) sind die deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich gegen den allgemeinen Trend weiter gesunken. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr Waren im Wert von 65,4 Milliarden Euro in das Land geliefert. Das waren 2,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Corona-Krisenjahr 2020 waren die Ausfuhren "Made in Germany" nach Großbritannien um 15,3 Prozent eingebrochen.

Von Januar bis November 2021 sanken die Exporte nach Großbritannien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,0 Prozent auf 60,5 Milliarden Euro, wie die Wiesbadener Behörde am Freitag weiter mitteilte. Die Importe verringerten sich um 7,7 Prozent auf 29,4 Milliarden Euro. Auf der Liste der Exportländer sackte das Vereinigte Königreich von Rang 5 im Vorjahreszeitraum auf Rang 8 ab.

Wichtigste Exportgüter aus Deutschland nach Großbritannien waren in den ersten elf Monaten 2021 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit einem Wert von 14,0 Milliarden Euro (minus 2,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum).

Der deutsche Außenhandel insgesamt hatte sich im vergangenen Jahr dagegen von dem Einbruch in der Corona-Krise 2020 erholt. Exporte und Importe zogen deutlich an./mar/DP/eas

VALLETTA (dpa-AFX) - Die Zahl der Asylanträge in der EU bleibt weiter auf hohem Niveau. Im November 2021 stellten in den EU-plus-Staaten rund 71 400 Menschen einen Antrag auf Schutz und damit neun Prozent mehr als im Vormonat Oktober, wie die in Malta ansässige EU-Asylbehörde EUAA am Freitag mitteilte. EU plus bezieht sich auf die 27 EU-Mitgliedsstaaten zuzüglich Norwegens, Lichtensteins, Islands und der Schweiz. Damit habe die Zahl der Asylanträge beinahe den Spitzenwert von September 2021 erreicht, erklärte die EUAA weiter.

Im September suchten besonders viele Menschen aus Afghanistan Schutz in der EU, nachdem die Taliban in dem südasiatischen Land binnen weniger Wochen wieder die Macht erlangten. Die Zahlen lagen damals so hoch wie seit der europäischen Flüchtlingskrise 2016 nicht mehr. Auch im November suchten wieder viele Afghanen Asyl in der EU und stellten mit rund 13 000 Anträgen die größte Gruppe - vor Flüchtlingen aus Syrien mit etwa 11 500 Anträgen. Der Statistik zufolge beantragten im November 4300 Menschen aus dem Irak Schutz und damit fast ein Drittel mehr als noch im Oktober.

Die Asylbehörden registrierten im November rund fünf Prozent der Bewerber als unbegleitete Minderjährige. Etwa die Hälfte davon kommt laut EUAA aus Afghanistan. Zwischen den Anträgen und den bearbeiteten Verfahren klafft weiter eine deutliche Lücke. Rund 431 000 Fälle warteten Stand Ende November noch auf eine Entscheidung in erster Instanz. In fast drei von vier positiven Entscheidungen erkannten die Behörden den Flüchtlingsstatus an. Bei der Gruppe der Afghanen war das zum Beispiel für 92 Prozent der Bewerber der Fall./jon/DP/eas

MANILA (dpa-AFX) - Die Philippinen öffnen ab kommendem Monat erstmals seit zwei Jahren wieder ihre Grenzen für internationale Touristen. Urlauber aus 157 Staaten, die den vollständigen Corona-Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben, dürften ab dem 10. Februar wieder visa- und quarantänefrei in den Inselstaat einreisen, sagte Regierungssprecher Karlo Nograles am Freitag. Dazu gehören auch Deutschland sowie alle anderen Länder Europas.

Voraussetzung für die Einreise sind demnach ein negativer PCR-Test, der maximal 48 Stunden vor Abreise gemacht werden müsse, sowie ein internationaler Impfausweis. "Die Tourismusbranche wird sich dadurch erholen und so erheblich zum Lebensunterhalt der Menschen und zum Wirtschaftswachstum des Landes beitragen können, betonte Nograles.

Das für seine herrliche Landschaften, Vulkane und Traumstrände bekannte Land hat seine Grenzen seit März 2020 für internationale Feriengäste geschlossen. Die Philippinen mit etwa 110 Millionen Einwohnern waren lange eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in der Region. Insgesamt wurden bislang fast 3,5 Millionen Fälle verzeichnet, mehr als 53 000 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. Die zeitweise wegen der Omikron-Variante wieder stark gestiegenen Infektionszahlen sind aber zuletzt gesunken./gal/cfn/DP/eas

BERLIN (dpa-AFX) - Der Virologe Hendrik Streeck hat die Menschen angesichts der rasant wachsenden Corona-Infektionszahlen zur Vorsicht aufgerufen. Bei so hohen Zahlen sollte jeder noch einmal aufpassen und Kontakte beschränken, sagte Streeck am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Auch Geimpfte und - in reduzierter Form - auch Geboosterte könnten das Virus übertragen. "Es geht wirklich darum, jetzt nochmal diese Zeit zu überbrücken, bis wir eine Trendumkehr haben." Dann komme das Frühjahr mit sinkenden Fallzahlen. "Das wird ein guter Sommer wieder werden", sagte das Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung voraus.

Streeck riet jedem, sich impfen zu lassen. Man werde um eine Verbreitung des Virus nicht herumkommen. "Wir werden alle irgendwann mal Kontakt mit diesem Virus machen", sagte der Virologe. Eine allgemeine Impfpflicht sieht Streeck aber "sehr skeptisch". Es gebe auch andere Mittel, dem Virus beizukommen./shy/DP/stk

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Preisauftrieb in Deutschland bleibt hoch, bremst aber etwas ab. Im Dezember zogen die Preise von nach Deutschland eingeführten Gütern zum Vorjahresmonat um 24,0 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das ist etwas weniger als die Vormonatsrate von 24,7 Prozent. Dies war der stärkste Zuwachs seit 1974 gewesen. Analysten hatten für Dezember mit einem weiteren Anstieg auf 26,2 Prozent gerechnet. Zum Vormonat stiegen die Einfuhrpreise leicht um 0,1 Prozent.

Starker Preisauftrieb geht nach wie vor von Energie aus. Sie verteuerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 135 Prozent. Gegenüber dem Vormonat war Energie jedoch 3 Prozent günstiger. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Erdgaspreise mit 267,5 Prozent besonders stark. Auch sie sanken jedoch im Monatsvergleich. Bei Erdöl fiel die Entwicklung ähnlich aus. Hohe Preisanstiege gab es im Jahresvergleich auch bei vielen Vorprodukten wie Holz, Metallen und Kunststoffen. Gegenüber dem Vormonat kam es aber auch hier zu einer leichten Entspannung./bgf/mis

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