dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

28.09.2021

BaFin News: Flawlesstradefx Ltd.: BaFin ermittelt wegen Betreibens unerlaubter Geschäfte

FRANKFURT (BaFin) -

Die BaFin stellt gemäß § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG) klar, dass die "Flawlesstradefx Ltd." keine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder zum Erbringen von Finanzdienstleistungen besitzt. Das Unternehmen unterliegt nicht der Aufsicht der BaFin.

Copyright: Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht / www.bafin.de - (28.09.2021)

28.09.2021

Devisen: Euro fällt unter 1,17 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag nachgegeben und ist unter die Marke von 1,17 US-Dollar gefallen. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,1673 Dollar und damit so wenig wie seit gut einem Monat nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1698 Dollar festgesetzt.

Unter Druck geriet der Euro aufgrund der allgemein trüben Finanzmarktstimmung. Der US-Dollar als Weltreservewährung erhielt hingegen Zulauf. Nicht nur der Euro, auch viele andere Devisen wie das britische Pfund verloren zum Dollar an Wert.

Am Dienstag stehen indes nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die an den Finanzmärkten für größere Kursbewegung sorgen könnten. Am ehesten dürften Anleger Zahlen vom US-Immobilienmarkt beachten. Allerdings äußert sich eine ganze Reihe hochrangiger Zentralbanker. Unter anderem wird US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des Senats auftreten. Erste Äußerungen wurden bereits vorab veröffentlicht und enthalten überwiegend bekannte Positionen./bgf/stk

28.09.2021

Teamviewer steigt in den Bildungsmarkt ein

GÖPPINGEN (dpa-AFX) - Der Softwareanbieter Teamviewer wird künftig auch eine Lösung für den Online-Unterricht anbieten. Das kündigte das MDax -Unternehmen am Dienstag in Göppingen an. "TeamViewer Classroom" sei die erste vollständig datenschutzkonforme Lösung eines großen Softwareanbieters, die auf die Nutzung von Drittanbietern verzichte. "Damit können alle datenschutzrechtlichen Anforderungen der Kultusministerien in Deutschland, wie auch der europäischen Partnerländer, erfüllt werden", sagte ein Firmensprecher.

In der Coronakrise hatten viele Schulen in Deutschland ihren Online-Unterricht mit Lösungen von US-Anbietern wie Microsoft , Zoom oder Google bestritten, obwohl etliche Datenschutzbeauftragte massive Bedenken dagegen hatten. "Mit dem neuen Schuljahr werden wir allen Beschwerden nachgehen - und wir haben sehr viele Beschwerden von Eltern und Schülern über die Nutzung bestimmter Produkte", sagte Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink in einem Interview mit dem "Schwäbischen Tagblatt" vor den Sommerferien. "Falls wir rechtswidrigen Einsatz von Tools feststellen, untersagen wir ihn."

Teamviewer will sich mit mehreren Maßnahmen von den US-Anbietern absetzen. Die Classroom-Lösung sei in Europa von Teamviewer selbst entwickelt worden und werde auf eigenen Servern in deutschen Rechenzentren betrieben. "Es erfüllt sämtliche Regularien der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und legt einen besonderen Fokus auf die Barrierefreiheit." Die webbasierte Lösung setze nur einen gängigen Browser auf PC, Laptop, Tablet oder Smartphone voraus und funktioniert damit auch auf älteren Geräten und unabhängig von Betriebssystemen.

Der Vorstoß auf den Bildungsmarkt ist auch ein Versuch von Teamviewer, das eigene Produktportfolio zu erweitern. Bislang ist das Unternehmen auf Fernwartungssoftware und Videokonferenzlösungen fokussiert. Zu Beginn der Coronakrise hatte Teamviewer von einer starken Sondernachfrage nach Homeoffice-Lösungen in der Corona-Krise profitiert. Seitdem hat Teamviewer viel Geld ins Wachstum gesteckt, was sich zuletzt unter anderem in höheren Kosten für Vertrieb, Marketing und Entwicklung niederschlug.

"Teamviewer Classroom" werde über reine Online-Meetings hinausgehen. So könnten Dokumente in Netz gemeinsam bearbeitet werden. Außerdem biete man digitale Tafeln, separate Räume für Gruppenarbeiten sowie die Möglichkeit von Echtzeitumfragen innerhalb der Lerngruppen. Die Anbindung von offenen Lernplattformen wie Moodle sei möglich./chd/DP/men

28.09.2021

ROUNDUP: VW-Manager im Prozess um hohe Betriebsratsgehälter freigesprochen

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Im Untreue-Prozess um die jahrelange Genehmigung hoher Gehälter für leitende Betriebsräte bei Volkswagen hat das Landgericht Braunschweig die vier angeklagten Personalmanager freigesprochen. Die zuständige Kammer urteilte am Dienstag, ihnen sei kein strafbares Verhalten nachzuweisen. Sie folgte damit nicht der Linie der Staatsanwaltschaft, die in ihrem Plädoyer Bewährungsstrafen und Geldauflagen für die Führungskräfte gefordert hatte.

Es ging um die Frage, ob drei ehemalige und ein noch heute amtierender Manager zwischen 2011 und 2016 unangemessen hohe Bezüge für besonders einflussreiche Mitglieder der VW -Belegschafsvertretung freigegeben hatten (Az.: 16 KLs 85/19). Juristisch gesehen lautete der Vorwurf der Ankläger auf Untreue, teils im besonders schweren Fall. Ein Teil des Gewinns sei durch die überzogenen Gehälter vermindert worden, wodurch VW auch weniger Steuern gezahlt habe.

Den Schaden für den größten europäischen Autobauer bezifferte die Anklage im Verfahren auf mehr als 5 Millionen Euro. Für Kritiker des Konzerns stand zudem der Verdacht im Raum, die Führung könnte versucht haben, sich die Gewogenheit des Betriebsrates über finanzielle Zuwendungen vor schwierigen Entscheidungen zu sichern.

Unter den Angeklagten waren auch die Ex-Konzernpersonalchefs Horst Neumann und Karlheinz Blessing. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, alle vier Manager hätten in Bezug auf die Vergütung führender Betriebsräte pflichtwidrig und vorsätzlich gehandelt. Sämtliche Verteidiger hatten hingegen auf Freispruch plädiert.

In der Hauptverhandlung war es auch um die Bezüge des langjährigen Ex-Chefs der Belegschaftsvertretung, Bernd Osterloh, gegangen. Er kam in bonusstarken Jahren auf Gesamtvergütungen von bis zu einer Dreiviertelmillion Euro. Als Zeuge im Prozess hatte er betont: "Ich war an keiner Entgeltfindung, die meine Person betrifft, beteiligt."

Strittig war vor allem, ob es überhaupt verbindliche und hinreichend präzise Regelungen zur Gehaltsbestimmung bei Belegschaftsvertretern gibt. Maßgeblich ist stets eine Abwägung, auf welcher Karrierestufe die jeweilige Person heute stünde, wenn er oder sie sich stattdessen für eine Position im Management entschieden hätte. Das geltende Betriebsverfassungsgesetz enthält nach Auffassung auch mancher Arbeitsrechtsexperten keine eindeutigen Vorgaben zu entsprechenden Vergütungskorridoren oder dazu, welche beruflichen Vergleichsgruppen bei der Einstufung eines leitenden Betriebsrates heranzuziehen sind./jap/bch/DP/men

28.09.2021

VW-Manager im Strafprozess um Betriebsratsgehälter freigesprochen

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Im Untreue-Prozess um die jahrelange Genehmigung hoher Gehälter für leitende Betriebsräte bei Volkswagen hat das Landgericht Braunschweig die vier angeklagten Personalmanager freigesprochen. Die zuständige Kammer verkündete am Dienstag ihr Urteil in dem Strafverfahren./jap/bch/DP/stk

28.09.2021

Hapag-Lloyd steigt beim Containerhafen Wilhelmshaven ein

HAMBURG/WILHELMSHAVEN (dpa-AFX) - Die Reederei Hapag-Lloyd steigt beim JadeWeserPort in Wilhelmshaven ein. Das Unternehmen werde sich mit 30 Prozent am Container Terminal Wilhelmshaven (CTW) und mit 50 Prozent am Rail Terminal Wilhelmshaven (RTW) beteiligen, teilte Hapag-Lloyd am Dienstag in Hamburg mit. Der Terminalbetreiber Eurogate halte weiter die verbleibenden Anteile. Zum Kaufpreis sei Schweigen vereinbart worden. Weil die Genehmigung der Kartellbehörde benötigt werde, werde der Abschluss in einigen Monaten erwartet.

Der 2012 in Betrieb genommene Containerhafen an der Außenjade hat als Tiefwasserhafen eine gute Perspektive. Von der Auslastung her ist er aber bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD), Aufsichtsrat beim JadeWeserPort, nannte den Einstieg der Hamburger Großreederei eine "gewaltige Chance". Damit eröffne sich die Perspektive, ab 2023 auf den Weg zu den angepeilten Umschlagsvolumina zu kommen./fko/DP/stk

28.09.2021

Deutsche Anleihen starten mit deutlichen Verlusten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Dienstag mit spürbaren Kursverlusten in den Handel gestartet. Am Morgen fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,32 Prozent auf 169,71 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg bis auf minus 0,18 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Anfang Juli.

Bundesanleihen knüpfen mit den neuerlichen Verlusten an die Entwicklung der vergangenen Wochen an. Entscheidend für den Abwärtstrend sind steigende Inflationserwartungen und die Neigung großer Zentralbanken, ihre extrem lockere Geldpolitik etwas zu straffen. Dies sorgt für Zinsauftrieb an den Kapitalmärkten und im Gegenzug für Kursverluste bei bestehenden Anleihen.

Am Dienstag stehen unterdessen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die an den Finanzmärkten für größere Kursbewegung sorgen könnten. Am ehesten dürften Anleger Zahlen vom US-Immobilienmarkt beachten.

Allerdings äußert sich eine ganze Reihe hochrangiger Zentralbanker. Unter anderem wird US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des Senats auftreten. Erste Äußerungen wurden bereits vorab veröffentlicht und enthalten überwiegend bekannte Positionen./bgf/zb

28.09.2021

Zwei Kandidaten für Nachfolge von hr-Intendant Krupp vorgeschlagen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Für die Nachfolge des scheidenden hr-Intendanten Manfred Krupp liegen nun zwei Vorschläge auf dem Tisch. Eine vom Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks eingesetzte Kommission hat den stellvertretenden ARD-Programmdirektor Florian Hager und die hr-Betriebsdirektorin Stephanie Weber als Kandidaten benannt, wie das Gremium am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Wahl für den Chefposten des öffentlich-rechtlichen Senders ist am 29. Oktober geplant. Weitere Kandidatenvorschläge aus dem Kreis des Rundfunkrats sind bis dahin noch möglich. Krupp geht Ende Februar 2022 in den Ruhestand.

Der 45-jährige Hager hat unter anderem das Jugendangebot funk von ARD und ZDF mitaufgebaut und sich damit einen Namen gemacht. Seit 2020 kümmert er sich als stellvertretender Programmdirektor und Channel Manager um die ARD-Mediathek. Die 49-jährige Weber war erst Anfang des Jahres vom Saarländischen Rundfunk zum hr gewechselt. Beim SR war sie unter anderem Verwaltungs- und Betriebsdirektorin für die Bereiche Finanzen, Personal sowie Honorare und Lizenzen.

Krupps Nachfolger oder Nachfolgerin wird für einen Zeitraum zwischen fünf und neun Jahren gewählt, dafür reicht eine einfache Mehrheit. Öffentlich ausgeschrieben wurde die Stelle nicht, im Frühjahr war die Findungskommission eingesetzt worden, um geeignete Kandidaten zu finden./hus/DP/zb

28.09.2021

ROUNDUP: About You hebt Umsatzprognose an - Aktie auf Erholungskurs

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Online-Modehändler About You wird nach einem starken Sommergeschäft optimistischer für das laufende Geschäftsjahr. Anlässlich der Vorlage der vorläufigen Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal (bis Ende August) hob das Unternehmen seine Umsatzprognose an. Das Management erwarte für das Geschäftsjahr 2021/22 nun einen Umsatz von 1,725 bis 1,775 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Zuvor war die obere Hälfte der Spanne von 1,63 bis 1,75 Milliarden Euro angestrebt worden. Die Prognose für den bereinigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 70 Millionen Euro wurde bestätigt. Hier klammert About You Einmaleffekte, Restrukturierungskosten und anteilsbasierte Vergütungen aus. Die im SDax notierte Aktie legte zu.

In den Monaten Juni bis August lag der Konzernumsatz von About You zwischen 390 und 400 Millionen Euro, das entspricht laut dem Unternehmen einem Zuwachs von mehr als der Hälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor allem das Segment in Deutschland, Österreich und der Schweiz habe im zweiten Quartal beim Wachstum zulegen können im Vergleich mit dem Vorquartal, im Rest von Europa habe sich der Zuwachs hingegen verlangsamt. Vergleichszahlen zum Vorjahresquartal legte About You für die Regionen zunächst nicht vor.

Kumuliert mit dem ersten Geschäftsquartal ergibt sich für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2021/2022 ein Umsatz von 812 bis 822 Millionen Euro nach 513 Millionen Euro im Vorjahr. Der Geschäftsverlauf in der ersten Jahreshälfte sei erwartet stark gewesen und der Start in die Herbst- und Wintersaison ebenfalls "planmäßig" verlaufen, hieß es von About-You-Chef Tarek Müller in der Mitteilung.

Die Anleger honorierten die erhöhte Umsatzprognose und Eckdaten zum zweiten Quartal. Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten mehr als drei Prozent auf 24 Euro zu, konnte die Gewinne aber nicht ganz halten. Zuletzt lag sie noch knapp zwei Prozent im Plus und setzte damit die Erholung nach der bis Mitte September anhaltenden Schwächephase fort. Nach einem Ausgabepreis beim Börsengang im Juni von 23 Euro stieg der Kurs am ersten Handelstag auf knapp 27 Euro und fiel dann aber peu a peu bis auf das bisherige Tief von 21,20 Euro Mitte September.

Das Hamburger Unternehmen ist weiterhin bestrebt, profitabel zu werden, konnte aber auch im zweiten Geschäftsquartal die Verluste nur begrenzen. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) lag im zweiten Quartal zwischen minus 11 und minus 16 Millionen Euro und damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Die bereinigte operative Marge wurde im zweiten Quartal auf eine Spanne von minus 2,8 bis minus 4,0 Prozent verbessert, im Vorjahresquartal waren es laut Mitteilung noch minus 5,0 Prozent. Zum Nettoergebnis machte About You zunächst keine Angaben.

Die verbesserte Profitabilität sei durch eine höhere Bruttomarge infolge geringerer Rabatt- und Abverkaufs-Maßnahmen getrieben, teilte About You mit. Die Bruttomarge sei zusätzlich durch Umsatz-Mixeffekte mit einem größeren Anteil an Großhandelsumsätzen mit hoher Marge gesteigert worden. Im Segment Tech, Media und Enabling (TME), in dem About You eine digitale White-Label-Plattform für Kunden anbietet, ist das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits profitabel.

Im dritten Geschäftsquartal könnte sich die Marge insgesamt hingegen wieder etwas verschlechtern, kündigte About You an. Das Unternehmen investiert stark in seine Expansion und plant, die Marketingausgaben besonders in Südeuropa weiter zu erhöhen. Die finalen Geschäftszahlen für das vergangene Quartal will About You am 9. November vorlegen./lew/men/zb

28.09.2021

Mietwagen im August um mehr als 50 Prozent teurer

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Preise für Mietwagen sind in diesem Sommer in der Corona-Pandemie überdurchschnittlich stark gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sie sich im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 53,4 Prozent. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im gleichen Zeitraum um 3,9 Prozent.

Als Gründe für den massiven Preissprung nannte die Wiesbadener Behörde am Dienstag gestiegene Nachfrage, weil viele Menschen coronabedingt auf individuelle Reisen im eigenen Fahrzeug setzten. Zudem hätten Anbieter von Mietwagen im Zuge der Lockdown-Phasen vielfach ihre Fahrzeugflotten verkleinert, so dass sich das Angebot reduzierte. Ein weiterer Grund: Bestellte Neuwagen hätten wegen Lieferengpässen, etwa bei Halbleitern, nicht zur Verfügung gestanden./mar/DP/men

28.09.2021

Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste - Dax pendelt weiter in enger Spanne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach moderaten Gewinnen zum Wochenstart ist der Dax am Dienstagmorgen wieder zurückgefallen. Der deutsche Leitindex stand nach den ersten Handelsminuten 0,26 Prozent tiefer bei 15 532,95 Punkten. Konjunkturdaten wie etwa das aufgehellte GfK Konsumklima brachten zunächst keine wesentlichen Impulse.

Seit einigen Tagen pendelt der Dax nun bereits in einer engen Spanne zwischen 15 500 und 15 700 Punkten, nachdem er zu Beginn der vergangenen Woche noch bis auf fast 15 000 Punkte abgerutsch war. Knapp unter 15 700 Punkten verläuft derzeit die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend, die für den Dax eine größere Hürde darstellt.

Auch in den hinteren Börsenreihen ging es am Dienstag zunächst bergab. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verlor 0,57 Prozent auf 35 072,52 Zähler. Ähnlich sah es an den europäischen Börsen aus, der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab zuletzt um 0,44 Prozent auf 4147,35 nach.

Neben den Stimmungsdaten richten sich die Blicke der Anleger an diesem Handelstag unter anderem auf die anstehenden Reden führender Notenbanker wie Christine Lagarde, Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), und Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Fed./tav/men

28.09.2021

Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Gewinne erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Dienstag zeichnen sich im Dax zunächst leichte Kursgewinne ab. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex deutete knapp eine Stunde vor Beginn des Xetra-Handels auf ein Plus von 0,25 Prozent auf 15 613,95 Punkte hin.

Nach seinem Rutsch bis auf fast 15 000 Punkte zu Beginn der vergangenen Woche hatte der deutsche Leitindex die Verluste schnell wieder aufgeholt, seit einigen Tagen pendelt er nun in der Spanne zwischen 15 500 und 15 700 Punkten. Knapp unter 15 700 Punkten verläuft derzeit die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend, die für den Dax eine größere Hürde darstellt.

Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone wurde in der Frühe zuletzt mit rund 0,3 Prozent Zuwachs erwartet.

Während nun die Politik in Deutschland in Richtung möglicher künftiger Regierungskonstellationen vorfühlt, gilt die Bundestagswahl am Aktienmarkt vorerst als abgehakt. Denn die von den Börsianern als größtmögliche Bedrohung empfundene Rot-Grün-Rot-Regierung wird sich nicht bewahrheiten.

Womit sich die Blicke der Anleger wieder über die deutschen Grenzen hinaus richten: Steigende Energiepreise und die Panik der Briten an den Zapfsäulen, zunehmender Inflationsdruck, globale Logistikkettenprobleme und die Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande haben weiter das Zeug, den Investoren am Markt Respekt einzuflößen. Hinzu kommt, dass die baldige Eindämmung der milliardenschweren Anleihenkäufe durch die Notenbanken vor der Tür steht und womöglich sogar erste zaghafte Zinsanhebungen folgen könnten.

Daher hatte auch die Freude über den Wahlausgang in Deutschland am Vortag nicht lange vorgehalten. Der Dax hatte seine anfänglichen Gewinne schnell wieder eingedämmt, und auch die Wall Street hatte eine eher durchwachsene Handelssitzung erlebt.

Während an diesem Dienstag einige Konjunkturdaten Aufschluss über die Konsumlaune der Verbraucher geben, stehen erneut einige Auftritte führender Notenbanker wie EZB-Chefin Christine Lagarde und Fed-Chef Jerome Powell an.

Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage am Morgen eher dürftig. Aktien des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf könnten von einer pessimistischen Analystenstimme bewegt werden. Die Experten von Bernstein hatten ihre Einstufung auf "Underperform" gesenkt. Hingegen spricht sich die Citigroup nunmehr für einen Kauf der Papiere des Windkraftanlagenherstellers Nordex aus.

In den hinteren Börsenreihen stehen About You im Blick. Der Online-Modehändler wird mit einem angehobenen Umsatzausblick optimistischer für das Jahr. Die ebenfalls veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen trafen am Morgen am Markt auf positive Resonanz: Die Eckdaten seien auf den ersten Blick besser ausgefallen als erwartet, sagte ein Händler./tav/men

28.09.2021

DAX-FLASH: Etwas höher in enger Spanne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Dienstag zeichnen sich im Dax zunächst moderate Kursgewinne ab. Der Broker IG taxierte das deutsche Leitbarometer zwei Stunden vor der Eröffnung 0,17 Prozent höher auf 15 600 Punkte. Nach seinem Rutsch bis auf fast 15 000 Punkte zu Beginn der vergangenen Woche hatte der Dax die Verluste schnell wieder aufgeholt, seit einigen Tagen pendelt er nun in der Spanne zwischen 15 500 und 15 700 Punkten.

Knapp unter 15 700 Punkten verläuft derzeit die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend, die für den Dax eine größere Hürde darstellt. Während der Ausgang der Bundestagswahl kaum noch eine Rolle spielt am Markt, bleiben die Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande sowie die steigenden Energiepreise im Fokus./ajx/stk

27.09.2021

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow leicht im Plus - Tech-Werte fallen zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Richtungslos sind die US-Aktienmärkte zum Wochenstart aus dem Handel gegangen. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage gebremst fortsetzten, gingen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally auf Tauchstation. Im Fokus blieb der Höhenflug der Ölpreise. US-Konjunkturdaten zeigten kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial schloss am Montag mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 34 869,37 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank hingegen um 0,28 Prozent auf 4443,11 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,81 Prozent auf 15 204,83 Punkte.

In den USA stiegen die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im August deutlich stärker als erwartet. Die Bestellungen lagen um 1,8 Prozent höher als im Vormonat. Es ist der vierte Anstieg in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um lediglich 0,6 Prozent gerechnet.

Die Ölpreise setzten ihren Kletterkurs der vergangenen Woche fort. Begründet wurde dies mit Produktionsausfällen im Golf von Mexiko wegen des Hurrikans Ida und der unerwartet geringen Produktion der OPEC-Förderländer in den vergangenen Monaten. Die Experten von Goldman Sachs erhöhten ihre Ölpreisprognose zum Jahresende um 10 auf 90 Dollar. Das globale Angebotsdefizit sei deutlich größer als gedacht, während sich die Wirtschaft schneller als erwartet von der Covid-19 Delta-Variante erhole, hieß es.

Unter den Einzelwerten gehörten Ölaktien entsprechend zu den besten Werten. So stiegen die Papiere von Chevron im Dow um rund 2,4 Prozent. Die Anteilscheine von Exxon Mobil gewannen 3,0 Prozent und jene von ConocoPhillips 2,6 Prozent.

Die Aktien von Wells Fargo büßten rund 0,8 Prozent ein. Die Bank schloss einen Vergleich mit dem US-Justizministerium und zahlt dafür 37 Millionen Dollar. Wells Fargo wurde vorgeworfen, über mehrere Jahre überhöhte Preise von Kunden verlangt zu haben, die die Devisendienste der Bank in Anspruch genommen hatten.

Der Euro konnte die über weite Strecken verteidigte Marke von 1,17 Dollar im späten US-Handel nicht halten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1697 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1698 (Freitag: 1,1719) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8548 (0,8533) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen knüpften an ihre Kursverluste der vergangenen Handelstage an. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) sank zuletzt um 0,19 Prozent auf 131,77 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe stieg im Gegenzug auf 1,49 Prozent./edh/he

27.09.2021

Aktien New York Schluss: Dow leicht im Plus - Tech-Werte fallen zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Richtungslos sind die US-Aktienmärkte zum Wochenstart aus dem Handel gegangen. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage gebremst fortsetzten, gingen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally auf Tauchstation. Im Fokus blieb der Höhenflug der Ölpreise. US-Konjunkturdaten zeigten kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial schloss am Montag mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 34 869,37 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank hingegen um 0,28 Prozent auf 4443,11 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,81 Prozent auf 15 204,83 Punkte./edh/he

27.09.2021

Aktien New York: Dow bleibt auf Erfolgskurs - Tech-Werte schwächeln

NEW YORK (dpa-AFX) - Ohne klare Richtung haben sich die US-Aktienmärkte zu Beginn der neuen Woche entwickelt. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage fortsetzten, fielen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally zurück. Im Fokus bleibt der Höhenflug der Ölpreise. US-Konjunkturdaten zeigten am Montag kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial überwand im frühen Handel die vielbeachtete Marke von 35 000 Punkten, kam aber wieder etwas zurück. Zuletzt notierte der Leitindex 0,42 Prozent höher bei 34 943,96 Zählern. Vor Wochenfrist war der Dow wegen der Sorgen um die Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande mit 33 613 Punkten auf das tiefste Niveau seit Mitte Juni abgesackt, hatte sich dann aber davon wieder erholt.

Der breiter gefasste S&P 500 sank am Montag hingegen um 0,10 Prozent auf 4451,20 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,72 Prozent auf 15 219,46 Punkte.

In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im August deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Bestellungen lagen um 1,8 Prozent höher als im Vormonat. Es ist der vierte Anstieg in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um lediglich 0,6 Prozent gerechnet.

Die Ölpreise setzten ihren Kletterkurs der vergangenen Woche fort. Begründet wurde dies mit Produktionsausfällen im Golf von Mexiko wegen des Hurrikans Ida und der unerwartet geringen Produktion der OPEC-Förderländer in den vergangenen Monaten. Die Experten von Goldman Sachs erhöhten ihre Ölpreisprognose zum Jahresende um 10 auf 90 Dollar. Das globale Angebotsdefizit sei deutlich größer als gedacht, während sich die Wirtschaft schneller als erwartet von der Covid-19 Delta-Variante erhole, hieß es.

Unter den Einzelwerten gehörten Ölaktien entsprechend zu den besten Werten. So stiegen die Papiere von Chevron um 2,3 Prozent und gehörten damit zu den Spitzenreitern im Dow. Die Anteilscheine von Exxon Mobil gewannen 3,1 Prozent und jene von ConocoPhillips 2,5 Prozent.

Die Aktien von Wells Fargo sackten zwischenzeitlich um mehr als 3 Prozent ab, erholten sich aber teilweise wieder und notierten zuletzt noch rund 1 Prozent im Minus. Die Bank schloss einen Vergleich mit dem US-Justizministerium und zahlt dafür 37 Millionen Dollar. Der Vorwurf lautete, Wells Fargo habe überhöhte Preise von Kunden verlangt, die die Devisendienste der Bank in Anspruch nahmen./edh/he

27.09.2021

Aktien Europa Schluss: Verhaltener Wochenauftakt - Starke Ölwerte

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach dem kleineren Rückschlag vor dem Wochenende haben sich Europas wichtigste Aktienmärkte am Montag stabil gezeigt. Gefragt waren vor allem Energiewerte angesichts des anhaltenden Höhenflugs der Ölpreise. Die Unsicherheiten um den krisengeschüttelten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande, die vor einer Woche noch einen Kursrutsch ausgelöst hatten, blieben im Hintergrund.

Der EuroStoxx 50 ging mit einem Plus von 0,17 Prozent bei 4165,48 Punkten aus dem Handel. Vor einer Woche war der Leitindex der Eurozone mit 4011 Punkten noch auf das tiefste Niveau seit Juli abgetaucht, bevor eine rasante Erholung folgte. In Paris stieg der Cac 40 zu Wochenbeginn um 0,19 Prozent auf 6650,91 Zähler. Der FTSE 100 in London gewann 0,17 Prozent auf 7063,40 Punkte./edh/he

27.09.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt nach Wahl zu - Stimmung kühlt aber ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Bundestagswahl war am Montag bei Anlegern eine gewisse Erleichterung spürbar. Mit dem Wahlergebnis sei das größte Schreckgespenst der Investoren eines Linksrucks in Deutschland vertrieben worden, hieß es am Markt. Die erste große Freude mit einem Dax -Anstieg bis über 15 700 Punkte ließ allerdings nach. Aus dem Handel ging der Leitindex nur noch 0,27 Prozent höher bei 15 573,88 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte rutschte sogar noch knapp mit 0,02 Prozent ins Minus. Er schloss bei 35 274,14 Punkten.

Laut dem DZ-Bank-Anlagestrategen Christian Kahler wäre ein Linksbündnis die einzige wirkliche Belastung für den Aktienmarkt gewesen, dieses zählt aber nun nicht mehr zu den Optionen. Für deutsche Aktien mache es nun kaum einen Unterschied, ob es zu Jamaika, einer Ampel oder gar einer großen Koalition komme. "Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen bleibt Deutschland ein politisch sicherer Hafen in Europa", sagte der Experte. Dies sei wichtig vor allem für ausländische Investoren.

Während sich die Ära von Kanzlerin Angela Merkel dem Ende zuneigt, drehten Anleger Werten, die in der Pandemie als Gewinner galten, verstärkt den Rücken zu. Aktien von Online-fokussierten Händlern wie Hellofresh oder Zalando kamen mit bis zu 3,9 Prozent unter Druck. Aber auch im Gesundheitssektor wurden Corona-Profiteure wie Merck, Siemens Healthineers oder Sartorius mit bis zu 4,1 Prozent auf Talfahrt geschickt. Dies ging einher mit fallenden Kursen auch an der US-Technologiebörse Nasdaq.

Während die Ölpreisrallye aus Sorge vor einer Kraftstoffkrise am Montag weiter ging, lockte die Aussicht auf eine künftige Regierungsbeteiligung der Grünen die Anleger umgekehrt in die erneuerbaren Energien. Siemens Energy etwa legten als Dax-Spitzenreiter um 3,3 Prozent zu. Im SDax zogen Encavis mit 4,7 Prozent noch stärker an: Der Windkraft- und Solarparkbetreiber verkündete eine Übernahme von Windanlagen in Frankreich.

Da wiederum eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene vom Tisch ist, waren auch Immobilienwerte unter den Gewinnern. Die Aktien von Vonovia trotzten mit einem Anstieg um 1,8 Prozent dem Berliner Volksentscheid für eine Enteignung großer Immobilienkonzerne. Das Unternehmen meldete auch Fortschritte bei der Übernahme von Deutsche Wohnen , mittlerweile hält es die Aktienmehrheit an dem Konkurrenten.

Im MDax waren die Aktien von K+S am Ende mit einem Kurssprung um 5,8 Prozent der klare Favorit. Sie wurden mit angetrieben von einer gestrichenen Verkaufsempfehlung durch die Bank of America. Wie Analyst Alexander Jones schrieb, winke dem Kalikonzern zeitnah eine drastische Besserung, was die Entwicklung der Barmittel betreffe.

Ein neues Angebot im Bieterwettbewerb um Zooplus ließ die Aktien des Online-Tierbedarfshändlers um 4,3 Prozent steigen. Mit 470 Euro je Aktie überbietet der Finanzinvestor EQT nun die erst kürzlich angehobene Offerte des Konkurrenten Hellman & Friedman. Der Markt setzte aber auf noch etwas mehr, die Aktien schlossen bei 485,60 Euro.

Im SDax kamen die Anteile von Klöckner & Co nach einem abermals angehobenen Jahresgewinnziel mit fast acht Prozent Kursplus in Fahrt. Das Gegenteil war jedoch bei den Aktien des Laserspezialisten LPKF der Fall: Sie gaben nach einem gekappten Ausblick um 4,2 Prozent nach.

Auf europäischer Bühne behauptete sich der Auswahlindex EuroStoxx 50 mit 0,17 Prozent im Plus, indem er bei 4165,48 Punkten aus dem Handel ging. Die Leitindizes in Paris und London schlossen jeweils auch moderat in der Gewinnzone. In den USA hob sich der Dow Jones Industrial mit einem Anstieg um 0,4 Prozent positiv ab von der schwachen Nasdaq-Börse.

Der Euro wurde zuletzt zu 1,1703 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1698 (Freitag: 1,1719) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8548 (0,8533) Euro.

Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,32 Prozent am Freitag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 144,31 Punkte. Der Bund-Future stand zuletzt mit 0,01 Prozent im Plus bei 170,22 Punkten./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

27.09.2021

Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt nach Wahlausgang zu - Stimmung kühlt aber ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Bundestagswahl war am Montag bei Anlegern eine gewisse Erleichterung spürbar. Mit dem Wahlergebnis sei das größte Schreckgespenst der Investoren eines Linksrucks in Deutschland vertrieben worden, hieß es am Markt. Die erste große Freude mit einem Dax -Anstieg bis über 15 700 Punkte ließ allerdings nach. Aus dem Handel ging der Leitindex nur noch 0,27 Prozent höher bei 15 573,88 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte rutschte sogar noch knapp mit 0,02 Prozent ins Minus. Er schloss bei 35 274,14 Punkten.

Laut dem DZ-Bank-Anlagestrategen Christian Kahler wäre ein Linksbündnis die einzige wirkliche Belastung für den Aktienmarkt gewesen, dieses zählt aber nun nicht mehr zu den Optionen. Für deutsche Aktien mache es nun kaum einen Unterschied, ob es zu Jamaika, einer Ampel oder gar einer großen Koalition komme. "Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen bleibt Deutschland ein politisch sicherer Hafen in Europa", sagte der Experte. Dies sei wichtig vor allem für ausländische Investoren./tih/he

27.09.2021

ROUNDUP/Aktien New York: Dow weiter im Aufwind - Tech-Werte schwach

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit uneinheitlicher Tendenz sind die US-Aktienmärkte in die neue Woche eingestiegen. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage fortsetzten, fielen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally merklich zurück. Im Fokus bleibt der Ölpreis, der am Montag seinen Höhenflug fortsetzte. US-Konjunkturdaten zeigten kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial überwand im frühen Handel die vielbeachtete Marke von 35 000 Punkten, kam aber wieder etwas zurück. Zuletzt notierte der Leitindex 0,48 Prozent höher bei 34 965,01 Zählern. Vor Wochenfrist war der Dow wegen der Sorgen um die Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande mit 33 613 Punkten auf das tiefste Niveau seit Mitte Juni abgesackt, hatte sich dann aber davon wieder erholt.

Der breiter gefasste S&P 500 sank am Montag hingegen um 0,12 Prozent auf 4450,05 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,86 Prozent auf 15 197,24 Punkte.

In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im August deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Bestellungen lagen 1,8 Prozent höher als im Vormonat. Es ist der vierte Anstieg in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um lediglich 0,6 Prozent gerechnet.

Die Ölpreise setzten ihren Kletterkurs der vergangenen Woche fort. Nordseeöl der Marke Brent stieg auf fast 80 US-Dollar je Barrel auf einen dreijährigen Höchststand und US-Rohöl auf ein Zweimonatshoch. Produktionsausfälle im Golf von Mexiko wegen des Hurrikans Ida und die unerwartet geringe Produktion der OPEC+ in den vergangenen Monaten treiben den Ölpreis, hieß es bei der Commerzbank.

Die Experten von Goldman Sachs erhöhten ihre Brent-Prognose zum Jahresende um 10 auf 90 Dollar. Das globale Angebotsdefizit sei deutlich größer als gedacht, hieß es. Gleichzeitig erhole sich die Wirtschaft schneller von der Covid-19 Delta-Variante als erwartet. Goldman Sachs sprach von einem "strukturellen Bullenmarkt".

Unter den Einzelwerten gehörten Ölaktien entsprechend zu den besten Werten. So stiegen die Papiere von Chevron um 2,2 Prozent und gehörten damit zu den Spitzenreitern im Dow. Die Anteilscheine von Exxon Mobil gewannen 2,8 Prozent und jene von ConocoPhillips 1,7 Prozent./edh/he

28.09.2021

Altmaier gratuliert SPD, Grünen und FDP zum Wahlergebnis

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat SPD, Grünen und FDP zu deren Abschneiden bei der Bundestagswahl gratuliert. Gleichzeitig stellte Altmaier am Dienstag in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv klar, dass die Union keinen Auftrag habe, die Regierungsbildung voranzutreiben.

"Dazu gehört die Feststellung, dass wir denen gratulieren, die bei dieser Wahl Stimmen hinzugewonnen haben", sagte er. Man könne selbstbewusst darauf hinweisen, dass die Union noch zweitstärkste Kraft sei.

Mit Blick auf mögliche Jamaika-Sondierungen sagte Altmaier: "Wir formulieren keinen Regierungsanspruch, der gottgegeben ist, aber wir entziehen uns nicht unserer staatspolitischen Verantwortung."/rom/DP/men

28.09.2021

Geimpfte ausländische Touristen dürfen ab November wieder in den Iran

TEHERAN (dpa-AFX) - Vollständig geimpfte ausländische Touristen dürfen ab November wieder in den Iran einreisen. Die Visa erhalten die Touristen bei der Einreise ins Land, wie das Tourismusministerium laut Nachrichtenagentur Ilna am Dienstag mitteilte. Der Iran hatte im April 2020 die Einreise ausländischer Touristen wegen der Corona-Pandemie verboten.

Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für den Iran, der wegen der US-Sanktion seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise steckt. Laut Medienberichten hatte das Land vor der Corona-Krise fast 9 Millionen ausländische Touristen im Jahr. Danach jedoch brach die Tourismusindustrie komplett zusammen.

Im Iran wurden seit dem Ausbruch der Pandemie im Februar letzten Jahres fast 120 000 Corona-Todesfälle und über 5,5 Millionen Infektionen registriert. In den letzten Wochen zeichnete sich jedoch eine leichte Entspannung ab. Als Grund nennen Gesundheitsexperten die Einfuhr ausländischer und Fertigstellung heimischer Impfstoffe, die den bis dahin schleppenden Fortgang der Impfungen beschleunigt haben. Laut Gesundheitsministerium wurden mittlerweile über 40 Prozent der mehr als 83 Millionen Iraner mindestens einmal und fast 20 Prozent doppelt geimpft./str/fmb/DP/men

28.09.2021

Japan hebt monatelangen Corona-Notstand auf

TOKIO (dpa-AFX) - Japan wird den Corona-Notstand zum Monatsende aufheben. Das kündigte der scheidende Ministerpräsident Yoshihide Suga am Dienstag an. Nach dem planmäßigen Ende der Maßnahmen am 30. September steht erstmals seit Anfang April keine Region des Inselreiches mehr unter Notstand oder Quasi-Notstand. Die Zahl der Neuinfektionen sowie der Patienten mit schweren Symptomen habe dramatisch abgenommen, sagte Suga im Parlament.

Die Restriktionen werden stufenweise gelockert. Der Notstand in Tokio sowie 18 weiteren Präfekturen sieht im wesentlichen vor, dass Restaurants keinen Alkohol ausschenken und früher schließen. Fortan ist Alkohol wieder erlaubt, die Restaurants sind aber aufgerufen, einen weiteren Monat lang früher zu schließen.

Japan hatte den inzwischen fünften Notstand immer wieder verlängert und ausgeweitet. Einen Lockdown mit harten Ausgangssperren wie in anderen Ländern hat Japan seit Beginn der Pandemie jedoch nie verhängt.

Die Inselnation zählt rund 1,7 Millionen Infektionen und 17 500 Todesfälle in Folge von Covid-19. Die Infektionslage begann, sich im Juli wieder zu verschlechtern und erreichte Mitte August nach den Olympischen Spielen den vorläufigen Höhepunkt. Allein in Tokio stiegen die Neuinfektionen innerhalb eines Tages auf über 5000 Fälle. Das Gesundheitssystem drohte zu kollabieren. Tausende von Patienten mussten zu Hause bleiben, da sich für sie kein Krankenhausbett fand.

Wegen der Kritik an seiner Corona-Politik kündigte Regierungschef Yoshihide Suga seinen Rücktritt an. An diesem Mittwoch wählt seine regierende Partei LDP einen Nachfolger.

Dass die landesweiten Neuinfektionen inzwischen auf rund 2000 Fälle täglich gesunken sind - weniger als ein Zehntel im Vergleich zum Höhepunkt Mitte August - führen Experten unter anderem auf die Beschleunigung des sehr spät begonnenen Impfprozesses zurück. Inzwischen sind 56 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Zudem bemühen sich mehr Menschen, Abstand zu halten, weil das Gesundheitsystems so belastet ist./ln/DP/zb

28.09.2021

Mützenich: Sondierungen noch diese Woche möglich

BERLIN (dpa-AFX) - Erste Sondierungsgespräche der SPD mit Grünen und FDP könnten nach Aussage von Fraktionschef Rolf Mützenich noch in dieser Woche geführt werden. "Grüne und FDP sind von uns eingeladen worden, mit uns, wenn sie wollen, auch in dieser Woche bereits Sondierungsgespräche zu führen", sagte Mützenich am Dienstag vor einer Fraktionssitzung mit den bisherigen und den neugewählten Abgeordneten im Bundestag. "Wir sind bereit, nicht nur schnelle, sondern auch verlässliche Gespräche zu führen", betonte Mützenich.

Die Fragen von roten Linien in den Gesprächen, also unverhandelbaren Inhalten, stelle sich gerade nicht. Wichtige Inhalte für die SPD lägen bei Mindestlohn, Wohnraum und einem Umbau im Hinblick auf die Klimakrise. "Aber wir werden nicht in der Öffentlichkeit Koalitionsverhandlungen führen", betonte Mützenich.

Der Fraktionschef warnte Grüne und FDP, bei den Gesprächen einen anderen Stil an den Tag zu legen als nach der vergangenen Wahl 2017. "Ich glaube, beide kleinen Parteien müssen sich klar darüber werden, dass das Schauspiel, was sie vor vier Jahren hier manchmal auf Balkonen absolviert haben, nicht den Aufgaben gerecht wird", sagte er. Der ein oder andere mache sich offenbar schon Gedanken darüber, "wo er in der Regierung, auf welchem Sessel er Platz nehmen kann"./tam/DP/stk

28.09.2021

Französische Verbraucher zuversichtlicher

PARIS (dpa-AFX) - Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im September gebessert. Das Konsumklima erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um drei Punkte auf 102 Zähler, wie das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Damit liegt die Kennzahl wieder über ihrem langfristigen Durchschnitt von 100 Punkten, unter den sie im August gerutscht war. Analysten hatten für September mit einem schwächeren Anstieg gerechnet.

Besonders deutlich verbesserten sich die Aussichten der Konsumenten für ihren künftigen Lebensstandard. Zugleich ging die Angst zurück, arbeitslos zu werden. Ihre künftige Finanzsituation bewerteten die Befragten besser. Allerdings stiegen sowohl die wahrgenommene Inflation als auch die Inflationserwartungen./bgf/stk

28.09.2021

Kraftstoffmangel: London lässt Armee in Bereitschaft versetzen

LONDON (dpa-AFX) - Die Regierung in London hat angesichts der Kraftstoffkrise in Großbritannien Lastwagenfahrer der Armee in Bereitschaft versetzen lassen. Diese sollten darauf vorbereitet werden, Tankstellen zu beliefern, hieß es in einer Mitteilung in der Nacht zum Dienstag.

Im Vereinigten Königreich sitzen derzeit viele Tankstellen auf dem Trockenen. Hintergrund ist ein Mangel an Lastwagenfahrern, der auch schon zu Lücken in Supermarktregalen führte. Seit in der vergangenen Woche einige Tankstellen wegen des Fahrermangels schließen mussten, kommt es zu Panikkäufen. Vor Tankstellen bilden sich lange Schlangen.

Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng betonte, die Nachfrage werde in den kommenden Tagen auf ein normales Niveau zurückkehren. Trotzdem sei es richtig, Vorkehrungen zu treffen. "Falls notwendig wird der Einsatz des militärischen Personals die Lieferkette vorübergehend mit zusätzlichen Kapazitäten versorgen, um den Druck durch örtlich begrenzte Ausschläge in der Nachfrage zu mindern", sagte Kwarteng.

Mehrere Ölfirmen hatten die Menschen am Montag aufgerufen, die Panikkäufe zu beenden. Es gebe genug Kraftstoff im Land. Auch sie gehen davon aus, dass der Druck auf die Tankstellen in den kommenden Tagen nachlässt, weil viele Autos bereits vollgetankt sind./cmy/DP/men

28.09.2021

Konsumstimmung hellt sich auf - Verbraucher bleiben aber vorsichtig

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Rechtzeitig vor dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft hat sich die Konsumstimmung in Deutschland deutlich aufgehellt. Das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK ermittelte in seiner monatlichen Studie für September eine Verbraucher-Stimmung bei den Deutschen, die fast das Niveau vor der Corona-Krise erreichte. Zuvor war das Stimmungsbarometer zwei Monate lang in Folge gesunken.

Allerdings: Der Trend werde von Optimismus bei den Einkommensaussichten und von einer positiven Einschätzung der konjunkturellen Lage getragen, teilte die GfK am Dienstag mit. Die eigentliche Kauflaune verharrt noch auf niedrigem Niveau - die Deutschen bleiben vorsichtig, wie GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl sagte. Die Konsumneigung bleibe auch hinter dem Niveau von September 2020 zurück, als die Krise schon in vollem Gange war.

Der Fortgang der Corona-Pandemie regiere noch immer über die Stimmung der Verbraucher. "Der Anstieg der Inzidenz hat sich zum Zeitpunkt der Befragung deutlich verlangsamt und aktuell sind die Zahlen sogar leicht rückläufig. Dies lässt den Optimismus bei den Konsumenten steigen, dass die vierte Welle weniger ausgeprägt sein wird als von vielen befürchtet", erklärte Bürkl.

Obwohl das Konsumklima fast wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht habe, sei es wohl zu früh, schon von einer Trendwende zu sprechen, sagte er. "Hier kommt es vor allem auch darauf an, wie sich das Infektionsgeschehen in den Wintermonaten entwickeln wird und ob neue Beschränkungen notwendig werden."

"Dieses vergleichsweise niedrige Niveau verwundert nicht, denn Maskenpflicht und Abstandsregeln dämpfen trotz gut gefüllter Geldbeutel nach wie vor die Lust am Einkaufen", sagte Bürkl. Erst wenn diese Beschränkungen wegfielen, werde sich die Konsumneigung nachhaltig erholen können./dm/DP/men

28.09.2021

US-Notenbankchef Powell: Wirtschaft erholt sich - Inflation zunächst hoch

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft hat sich aus Sicht der US-Notenbank Fed in den vergangenen Monaten weiter von ihrem Corona-Einbruch erholt. Auch die Lage am Arbeitsmarkt habe sich gebessert, heißt es in vorbereiteten Bemerkungen von Fed-Chef Jerome Powell für einen Auftritt vor dem Bankenausschuss des Senats am heutigen Dienstag. Die Ausführungen wurden am späten Montagabend vorab veröffentlicht. Der geldpolitische Ausblick wird nicht direkt angesprochen.

Die Inflation sei gegenwärtig "erhöht". Dies werde in den kommenden Monaten vermutlich so bleiben, bevor sie zurückgehe. Powell erklärte die hohe Inflation von derzeit rund fünf Prozent mit Engpässen in einigen Wirtschaftsbereichen im Zuge der wirtschaftlichen Öffnung nach dem Corona-Schock. Diese Effekte seien größer ausgefallen und hätten länger angehalten als erwartet. Sie würden aber auch wieder verschwinden, was die Inflation zurückgehen lasse. Sollte sich die Inflation jedoch als hartnäckiger herausstellen, werde die Fed mit all ihren Möglichkeiten reagieren.

Die Federal Reserve steuert gegenwärtig auf eine vorsichtige Straffung ihrer extrem lockeren Geldpolitik zu. Es geht um die milliardenschweren Wertpapierkäufe von aktuell 120 Milliarden US-Dollar je Monat. Vergangene Woche hatte die Fed signalisiert, die Käufe bald zurückführen zu wollen. Neue Zinsprognosen hatten darüber hinaus raschere und häufigere Anhebungen des Leitzinses nahegelegt./bgf/men

28.09.2021

ROUNDUP: Entscheidungswoche im US-Kongress - 'Shutdown' droht

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA rückt die Gefahr eines teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte ab Ende der Woche näher. Die Republikaner blockierten am Montagabend (Ortszeit) bei einem formalen Votum im US-Senat eine Vorlage, mit der Finanzierung der Regierung über das Ende des Haushaltsjahres an diesem Donnerstag hinaus vorerst gesichert werden sollte. Das neue Haushaltsjahr startet zum 1. Oktober, also an diesem Freitag. Ist bis dahin kein Budgetreglung beschlossen, kommt es zu einem "Shutdown" von Teilen der Regierung. US-Präsident Joe Biden will das unbedingt vermeiden. Es droht aber noch größeres Ungemach: ein potenzieller Zahlungsausfall der Regierung im Oktober. Außerdem kämpft Biden um die Durchsetzung zweier gewaltiger Investitionspakete - auch hier dürfte diese Woche über Erfolg oder Misserfolg des Präsidenten entscheiden.

"Shutdowns" von Teilen der Regierung kommen in den USA öfter vor. Das heißt, Staatsbedienstete müssten zum Teil zwangsbeurlaubt werden oder vorübergehend ohne Bezahlung arbeiten. Je nach Länge könnten bestimmte Behördendienste eingeschränkt oder Zahlungen verzögert werden. In der Vergangenheit dauerten solche "Shutdowns" mal nur wenige Tage oder Stunden, womit sich die Folgen in Grenzen halten - oder aber Wochen, was zu größeren Verwerfungen führen kann.

Das Repräsentantenhaus hatte die Regelung zur vorübergehenden Finanzierung der Regierung in der vergangenen Woche mit den Stimmen der Demokraten beschlossen. Im Senat sperrten sich die Republikaner aber dagegen. Sie monierten, dass in der Vorlage auch vorgesehen ist, die Schuldenobergrenze vorerst auszusetzen - was sie ablehnen.

Ohne eine Anhebung der Schuldenobergrenze durch den Kongress droht der US-Regierung laut Finanzministerin Janet Yellen im Oktober der Zahlungsausfall. Es sei nicht möglich, einen genauen Tag zu nennen, aber der Regierung werde noch "im Lauf des Monats Oktober" das Geld ausgehen, warnte Yellen zuletzt. Falls die Regierung ihre Schulden im Oktober nicht mehr bedienen könnte, drohten der US-Wirtschaft und den Finanzmärkten rund um die Welt "nicht wieder gutzumachender Schaden".

Die führenden Demokraten im Senat und im Repräsentantenhaus, Chuck Schumer und Nancy Pelosi, warfen den Republikanern vor, ihre Blockade sei absolut verantwortungslos. Schumer kündigte für die Woche "weitere Schritte" an, um die Schuldenobergrenze anzuheben.

Die Demokraten könnten womöglich versuchen, dies aus eigener Kraft im Kongress durchzusetzen, obwohl dies üblicherweise überparteiliche Beschlüsse sind. Und sie könnten möglicherweise eine Vorlage zur vorübergehenden Finanzierung der Regierung ohne Änderung der Schuldenobergrenze auf den Weg bringen und die Republikaner zumindest an dieser Stelle mit ins Boot holen. In jedem Fall drängt die Zeit.

Außerdem kämpft Biden momentan darum, zwei zentrale Vorhaben seiner Amtszeit im Kongress durchzusetzen: ein groß angelegtes Paket für Investitionen in die Infrastruktur des Landes und ein zweites gewaltiges Paket mit Investitionen für Soziales. Beide Vorhaben wackeln angesichts internen Diskussionen bei den Demokraten noch. Auch dazu werden in der laufenden Woche Entscheidungen erwartet.

Laut Pelosi soll das Repräsentantenhaus am Donnerstag über das Infrastrukturpaket abstimmen. Das Paket, mit dem Straßen, Brücken sowie andere Verkehrs- und Energienetze in den USA modernisiert werden sollen, hatte im August nach langen Verhandlungen den Senat passiert - mit Unterstützung von Republikanern. Das finale Votum der anderen Kongresskammer fehlt noch. Vorgesehen sind über die nächsten Jahre verteilt rund 550 Milliarden US-Dollar neuer Investitionen in die Infrastruktur. Insgesamt, inklusive schon vorher veranschlagter Mittel, hat das Paket einen Umfang von mehr als einer Billion Dollar.

Das zweite Paket sieht einen deutlichen Ausbau der Sozialleistungen vor. Biden will etwa mehr in Bildung und Kinderbetreuung investieren, Familien stärker unterstützen und sie steuerlich entlasten sowie Geld für den Kampf gegen die Klimakrise in die Hand nehmen. Dieses Paket hat einen Umfang von 3,5 Billionen Dollar, ebenso verteilt über mehrere Jahre. Finanziert werden soll es durch Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und das konsequentere Eintreiben fälliger Abgaben.

Angesichts des Widerstandes der Republikaner wollen die Demokraten das zweite Paket mit einem parlamentarischen Sonderverfahren aus eigener Kraft durch den Kongress bringen. Sie haben in beiden Kammern aber nur knappe Mehrheiten, und auch bei ihnen sind die Pläne umstritten. Einige moderate Demokraten sehen die hohen Ausgaben kritisch, während sich einige progressive Demokraten mehr gewünscht hätten. Letztere drohten damit, das Infrastrukturpaket zu blockieren, sofern nicht zugleich das größere zweite Paket gesichert sei. So laufen intensive Verhandlungen, um Mehrheiten für beides zu organisieren./jac/DP/zb

28.09.2021

ROUNDUP: Kritik an Laschet wird lauter - 'Wir haben die Wahl verloren. Punkt.'

BERLIN (dpa-AFX) - In der Union wächst der Widerstand gegen die Strategie von Kanzlerkandidat Armin Laschet, trotz der historischen Niederlage bei der Bundestagswahl auf Sondierungen mit Grünen und FDP zu setzen. Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann verlangte: "Wir sollten jetzt demütig und respektvoll den Wählerwillen annehmen, mit Anstand und Haltung. Es war Veränderung gewollt." Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier unterstrich: "Wir haben keinen Anspruch auf Regierungsverantwortung." Junge-Union-Chef Tilman Kuban sagte: "Wir haben die Wahl verloren. Punkt." Der klare Auftrag liege bei SPD, Grünen und FDP.

In der Union brodelt es, vereinzelt wurden bereits Rufe nach Laschets Rückzug laut. Obwohl die Union auf 24,1 Prozent abstürzte und die SPD mit Olaf Scholz stärkste Partei wurde, hatte der Kanzlerkandidat der Union noch am Wahlabend bekräftigt, dass er eine Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen anstrebt - mit denen auch die SPD regieren möchte. Die Sozialdemokraten leiten aus dem Ergebnis von 25,7 Prozent einen klaren Wählerauftrag ab.

Scholz will rasch eine Regierung bilden, er sieht genügend Gemeinsamkeiten mit Grünen und FDP. "Es gibt ja Schnittmengen", betonte er am Montagabend im ZDF. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sagte, das Land sehne sich nach den Jahren der großen Koalition nach einem neuen Aufbruch. Dreierbündnisse seien "nicht nur einfach, aber es kann eben auch das Momentum dafür geben, Dinge wirklich anders zu machen". FDP-Generalsekretär Volker Wissing betonte: "Am Ende muss man sich auf ein Konzept verständigen, das für das Land einen Mehrwert bringt."

Nach "Spiegel"-Informationen haben sich Grüne und FDP auf ein erstes Treffen am Mittwoch verständigt. FDP-Chef Christian Lindner hatte noch am Wahlabend vorgeschlagen, dass sich beide Parteien vorab zusammensetzen, um Schnittmengen auszuloten. Die SPD forderte Laschet auf, auf Sondierungen zu verzichten: "Niemand will Armin Laschet als Kanzler, und ich hoffe, dass er das in den nächsten Tagen auch realisiert", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil im Sender RTL.

Nach einer Civey-Umfrage ist tatsächlich eine große Mehrheit der Deutschen dagegen, dass Laschet versuchen will, eine Regierung zu bilden. 71 Prozent der Bürger halten das für eindeutig oder zumindest eher falsch, wie die repräsentative Befragung für die "Augsburger Allgemeine" (Dienstag) ergab. Nur 22 Prozent der 5031 online Befragten befürworteten einen solchen Schritt.

An diesem Dienstag kommen die neuen Fraktionen von SPD, Union, Grünen und Linken zu ersten Beratungen zusammen. Bei der konstituierenden Sitzung der stark geschrumpften Unionsfraktion könnten schon erste Weichen gestellt werden. Auf der Tagesordnung steht auch die Neuwahl des Fraktionschefs, die für politischen Zündstoff sorgen könnte.

Laschet hatte am Montag angekündigt, er wolle gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder vorschlagen, dass der bisherige Vorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) "in der Phase dieser Koalitionsverhandlungen" Fraktionschef sein solle. Dies sorgte für Unmut bei Brinkhaus, der sich wie üblich für ein Jahr wählen lassen wollte. In dem Fall fürchten Mitglieder der CDU-Führung Kampfkandidaturen um den Posten. Hintergrund: Sollte es Laschet nicht gelingen, eine Jamaika-Koalition zu bilden und die Union in der Opposition landen, wäre der Posten des Fraktionsvorsitzenden einer der mächtigsten in der Union.

Söder erklärte am Montagabend in der ARD, mit Brinkhaus habe die CSU "sehr gute Erfahrungen" gemacht. "Es gäbe auch Andere, aber das wäre eine Option", sagte er. Möglicherweise werde es einen gemeinsamen Vorschlag beider Parteivorsitzenden geben. CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen plädierte dafür, die Fraktionsführung erst später zu bestimmen. Über das Wahlergebnis müsse erst einmal diskutiert werden, bevor sofort personal- und machtpolitisch Pflöcke eingeschlagen würden, sagte er in der ARD.

Laschet hatte vor der Wahl erklärt, er gehe "ohne Rückfahrkarte" nach Berlin - auch wenn er nicht Kanzler werde. Es wird erwartet, dass er bis zur konstituierenden Sitzung des Bundestags am 26. Oktober Ministerpräsident in NRW bleibt. Die Landes-CDU will bis Ende der nächsten Woche die Weichen für die Nachfolge stellen.

Eine personelle Erneuerung zeichnet sich auch bei der CDU in Rheinland-Pfalz ab. Die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner will bei der Vorstandswahl am 20. November nicht mehr kandidieren, wie sie am Montagabend mitteilte. Klöckner hatte die Landes-CDU als Spitzenkandidatin in die Bundestagswahl geführt, unterlag im Kampf um das Direktmandat, kehrt aber über die Landesliste in den Bundestag zurück.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert eine Personaldebatte in der CDU für den Fall, dass die Verhandlungen mit Grünen und FDP scheitern. Nach einem solchen Wahlergebnis könne man nicht "Weiter so" sagen, sagte er der Funke Mediengruppe. "Aber die Personaldebatte darüber sollte man dann führen, wenn wir wissen, dass ein Jamaika-Bündnis keine Chance hat."

Niedersachsens CDU-Chef Althusmann sieht nun andere Parteien am Zug: "Die CDU ist immer bereit, Verantwortung zu übernehmen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bleibt aber abzuwarten, ob es nicht doch am Ende zu einer roten Ampel kommt", sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) empfahl seiner Partei in der "Rheinischen Post" eine "Portion Demut"./wn/DP/zb

28.09.2021

AKTIE IM FOKUS: Eckert & Ziegler geraten weiter unter Druck - Sartorius auch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngste Talfahrt der Aktien von Eckert & Ziegler hat sich am Dienstag beschleunigt. Im frühen Handel erreichten sie ein Tief seit Ende Juli und verloren zuletzt als Schlusslicht im SDax 3,6 Prozent.

Die Papiere des Medizin- und Strahlentechnikunternehmens waren in den vergangenen Monaten stark gelaufen. Nicht wenige Börsianer hatten sie daher schon vor einiger Zeit für überbewertet gehalten und vor einer schärferen Kurskorrektur gewarnt. Seit ihrem vor zweieinhalb Wochen erreichten Rekordhoch bei 141,40 Euro haben sie nun mehr als ein Fünftel verloren.

Papiere anderer Medizintechnikhersteller waren am Dienstag ebenfalls schwach. Während der Pandemie hatten sie sich insgesamt gut entwickelt. Anleger nutzen aber das hohe Kursniveau nun zunehmend für Gewinnmitnahmen. Unter den größten Verlierern im Dax büßten am Dienstagvormittag die Titel des Pharma- und Laborzulieferers Sartorius 2,7 Prozent ein, weit hinten im MDax sanken Carl Zeiss Meditec um 2,4 Prozent./ajx/men

28.09.2021

ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Deutsche Wohnen auf 'Sell'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Warburg Research hat Deutsche Wohnen von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel auf 53,80 Euro belassen. Der Analyst Simon Stippig sieht vor dem Hintergrund der wahrscheinlichen Übernahme durch Vonovia kein Kurspotenzial mehr. Die Anleger sollten sich nun nach Alternativen umschauen, schrieb er in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Mit Blick auf den Volksentscheid in Berlin hält er eine wirkliche Enteignung der Immobilienkonzerne aktuell für unwahrscheinlich./ag/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 28.09.2021 / 08:15 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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28.09.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt About You auf 'Overweight' - Ziel 36 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für About You auf "Overweight" mit einem Kursziel von 36 Euro belassen. Dies schrieb Analystin Georgina Johanan in einer am Dienstag vorliegenden Studie nach den Zahlen des Online-Modehändlers für das zweite Geschäftsquartal. Diese lägen im Rahmen der Erwartungen und seien stark. Die Wachstumsinitiativen des Unternehmens seien auf einem guten Weg./ajx/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 28.09.2021 / 06:48 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 28.09.2021 / 06:49 / BST

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28.09.2021

ANALYSE-FLASH: RBC senkt Ziel für Adidas auf 330 Euro - 'Sector Perform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die kanadische Bank RBC hat das Kursziel für Adidas von 340 auf 330 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Sector Perform" belassen. Die Prognosesenkung von Nike helfe, auch die Erwartungen an die Herzogenauracher zu justieren, schrieb Analyst Piral Dadhania in einem am Dienstag vorliegenden Ausblick auf den Bericht zum dritten Quartal. Die Branchentrends seien kurzfristig eher ungünstig, unter anderem wegen der Nachschubprobleme aus Vietnam./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 27.09.2021 / 17:31 / EDT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 28.09.2021 / 00:45 / EDT

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27.09.2021

AKTIEN IM FOKUS 2: Vonovia nach Wahl gefragt - Immobilien allgemein fest

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Ergebnis der Bundestagswahl hat die Anleger am Montag bei Immobilienwerten zugreifen lassen. Börsianern zufolge galt dies vor allem bei Wohnimmobilien-Aktien, weil eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene vom Tisch ist. Die Aktien von Vonovia etwa rückten am Ende um 1,8 Prozent vor, gleichwohl sie im Verlauf auch schon deutlich mehr zugelegt hatten. LEG und Aroundtown gewannen im MDax bis zu 1,7 Prozent.

Die Aktien von Vonovia reagierten also nicht negativ darauf, dass bei einem Volksentscheid in Berlin für eine Enteignung von Wohnungsunternehmen gestimmt wurde. Stark davon betroffen wäre etwa das Übernahmeziel Deutsche Wohnen , hier blieben die Aktien allerdings von der geplanten Fusion gesteuert: Der Kurs trat nahe der Vonovia-Offerte von 53 Euro praktisch auf der Stelle. Bei der Übernahme wurden zuletzt Fortschritte vermeldet, mittlerweile hält Vonovia die Aktienmehrheit an dem Konkurrenten.

Somit wurde es weder bei Vonovia noch dem Übernahmeziel Deutsche Wohnen zur Belastung, dass sich die Berliner im Rahmen eines Volksentscheids für die Enteignung großer Wohnungskonzerne ausgesprochen haben. Damit ist der Senat laut Beschlusstext nun aufgefordert, "alle Maßnahmen einzuleiten", die zur Überführung von Immobilien in Gemeineigentum erforderlich sind, und dazu ein Gesetz zu erarbeiten. Rechtlich bindend allerdings ist das Votum für die Politik nicht.

"Die Gefahr einer rot-rot-grünen Bundesregierung ist vorbei und somit rechnen nun viele Marktteilnehmer mit einem eher gemäßigten weiteren Vorgehen bei dem Thema hohe Mieten", sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect. Er empfand auch die fortgeschrittenen Übernahmebestrebungen bei dem Konkurrenten Deutsche Wohnen als hilfreich für den Vonovia-Kurs. Bis zum späten Freitag hatte sich Vonovia 50,49 Prozent gesichert.

Andere Börsianer ergänzten, die Lage in Berlin bleibe zwar verunsichernd vor allem für auf diese Stadt fokussierte Konzerne, zu denen vor allem der Vonovia-Fusionspartner Deutsche Wohnen zählt. Dass die Linke auf Bundesebene jedoch nicht für eine Koalition in Frage komme, mildere die Sorgen, dass die Berliner Initiative deutschlandweit Schule machen könnte.

Am Markt gab es auch Stimmen, die die Berliner Situation als nur mäßig beunruhigend empfanden. Für den Sektor bleibe die Zukunft in der Hauptstadt zwar ein zentrales und auch belastendes Thema. "Die Auswirkungen einer möglichen Enteignung könnten sich aber dennoch im Rahmen halten, sofern die Immobilienbesitzer zum Beispiel zu Preisen auf Marktniveau entschädigt werden müssen", so ein Börsianer.

Analyst Julian Livingston-Booth von der kanadischen Bank RBC äußerte sich ähnlich. Er sieht den Sektor zwar weiter in einer Phase der Unsicherheit. Es gebe aber gute Argumente, warum es unwahrscheinlich sei, dass die neue Berliner Regierung das Gesetz tatsächlich verabschieden werde. "Darüber hinaus dürfte es rechtliche Anfechtungen geben, insbesondere wenn der Enteignungspreis deutlich unter dem aktuellen Buchwert liegt", so der Experte.

Er führte außerdem an, dass die SPD als Berliner Wahlsieger der Enteignung nicht gerade offen gegenüber stehe und im Zuge der Abgeordnetenwahl andere Optionen bekommen habe: "Die SPD hat eine Alternative zur Koalition mit Grünen und Linken", betonte der Experte. Vor allem bei letzterer Partei, vereinzelt aber auch den Grünen, sieht er das Hauptlager der Unterstützer für Enteignungen in Berlin.

Anderswo im deutschen Immobiliensektor war die Kursreaktion ebenfalls positiv. Alstria Office und Grand City legten im MDax um bis zu 0,8 Prozent zu. Im Nebenwerteindex SDax rückten Patrizia und Adler Group um bis zu 2,8 Prozent vor. Gesamteuropäisch gehörte der Sektorindex Stoxx Europe 600 Real Estate mit einem halben Prozent zu den Gewinnern in der Branchenwertung./tih/la/jha/he

27.09.2021

AKTIE IM FOKUS: Morphosys fangen sich - Unterstützung hält

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die am Montag im frühen Handel nach einem negativen Analystenkommentar noch deutlich abgerutschten Papiere von Morphosys haben sich schnell wieder gefangen. An der Unterstützung von 40,60 Euro drehte der Kurs auch diesmal. Am Nachmittag verbuchten die inzwischen in den SDax abgestiegenen Anteile des Antikörperspezialisten einen Gewinn von 1,3 Prozent.

Die US-Bank Citigroup hatte Morphosys von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Analyst Vineet Agrawal berücksichtigt in seinem Bewertungsmodell nun den coronabedingt schleppenderen Start von Monjuvi sowie die Übernahme von Constellation Pharma. Damit die Anleger optimistischer würden, bedürfe es einer Belebung des Monjuvi-Absatzes. Wichtige Studiendaten ließen derweil noch Jahre auf sich warten.

Optimistischere Töne gab es indes von der Deutsche Bank, die nach einem Gespräch mit dem Vorstand weiter mit "Hold" votiert. Die Verantwortlichen seien zuversichtlich hinsichtlich der avisierten Spitzenumsätze für Monjuvi von bis zu 750 000 Dollar, auch wenn es nach dem schleppenden Beginn bis dahin länger dauern dürfte, schrieb Analyst Rajan Sharma in seiner Studie./ajx/jha/

27.09.2021

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt Lufthansa auf 'Market-Perform' - Ziel 8 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Lufthansa auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Operative Verbesserungen wie beispielsweise bei den Kosten stünden mittelfristig im Fokus, schrieb Analyst Daniel Roeska in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie. Die Lufthansa sei insgesamt nicht ganz so flexibel wie Wizz Air und EasyJet, deren Aktien er den Vorzug gibt./ag/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 26.09.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / UTC

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 26.09.2021 / 23:04 / UTC

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27.09.2021

AKTIE IM FOKUS 2: Klöckner & Co im Aufwind nach erneut angehobenen Jahreszielen

(neu: Kurs, Experten und mehr Details und Hintergrund)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Klöckner & Co sind am späten Montagvormittag dank erneut erhöhter Jahresziele nach oben gesprungen. Hatten sie sich zuvor nur wenig von der Stelle bewegt, lagen sie zuletzt mit 5,9 Prozent im Plus. Sie schafften damit nach einigen Tagen wieder die Rückkehr über die langfristig relevante und unter Charttechnikern viel beachtete 200-Tage-Linie.

Eine weiter positive Dynamik der Stahlpreise sorgte dafür, dass der Stahlhändler nun vor wesentlichen Sondereffekten mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 800 Millionen Euro rechnet. Bislang waren 650 bis 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Für das dritte Quartal rechnet Klöckner bei dieser Kennziffer nun mit 260 bis 280 Millionen Euro.

Laut dem Jefferies-Analysten Alan Spence setzt sich ein Rekordjahr für den Stahlhändler mit dieser erneuten Zielanhebung fort. Erst im Juli hatte das Unternehmen die Prognosen auf die alte Zielmarke von bis zu 700 Millionen Euro erhöht. Damals hieß es schon, dass es in diesem Jahr auf das beste operative Jahresergebnis seit dem Börsengang im Jahr 2006 hinauslaufen werde.

Börsianer sahen die neue Zielmarke nun deutlich über den Markterwartungen. Jefferies-Experte Spence schätzt, dass der Marktkonsens im Gesamtjahr nun um 14 bis 17 Prozent steigen dürfte. Ein Händler ergänzte, die Papiere seien zuletzt etwas zurück gekommen von ihrem höchsten Niveau seit 2011, das sie im Juni erreicht hatten. Er sah auch deshalb Aufwärtspotenzial für die Papiere wegen der anhaltend guten Nachrichten.

Andere Stahlwerte folgten mit Abstrichen der guten Kursentwicklung: Die Aktien von Salzgitter etwa legten zuletzt um 1,7 Prozent zu und jene von Thyssenkrupp verbuchten ein Plus von 3,1 Prozent. Auf europäischer Bühne lagen die Titel von ArcelorMittal in Paris mit 0,7 Prozent im Plus./tih/ajx/jha/

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27.09.2021

AKTIE IM FOKUS: Puma rutschen unter Unterstütung - Seit Dax-Aufnahme schwach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Puma SE sind am Montag unter die Unterstützung bei etwas unter 99 Euro gerutscht. Mit im Tief 98,08 Euro fielen sie zurück auf das Niveau von Ende Juni. Seit ihrem Rekordhoch bei fast 110 Euro von Anfang August ist die Luft bei den Titeln des Sportartikelherstellers raus.

Die Aufnahme in den Dax , in dem sie seit einer Woche notiert sind, brachte keinen frischen Schub mehr. Sie haben seitdem zweieinhalb Prozent verloren. Am Freitag waren sie nach einer vom US-Rivalen Nike gesenkten Umsatzprognose unter Druck geraten.

Aussagen von Puma-Konzernchef Björn Gulden, wonach Puma den Umsatz verdoppeln könnte, hinterließen am Montag keine nachhaltig positiven Spuren im Kursbild./ajx/jha/

27.09.2021

AKTIE IM FOKUS: Klöckner & Co springt hoch wegen erneut angehobener Jahresziele

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Klöckner & Co sind am späten Montagvormittag wegen erneut erhöhter Jahresziele nach oben gesprungen. Hatten sie sich zuvor nur wenig von der Stelle bewegt, lagen sie zur Mittagszeit mit sechs Prozent im Plus. Sie schafften damit nach einigen Tagen wieder die Rückkehr über die langfristig relevante und unter Charttechnikern beliebte 200-Tage-Linie.

Eine weiter positive Dynamik der Stahlpreise sorgte dafür, dass der Stahlhändler nun vor wesentlichen Sondereffekten mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 800 Millionen Euro rechnet. Bislang waren 650 bis 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Börsianer sahen die neue Zielmarke nun deutlich über den Markterwartungen: Jefferies-Analyst Alan Spence schätzt, dass der Marktkonsens im Gesamtjahr nun um 14 bis 17 Prozent steigen dürfte./tih/jha/

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