dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.04.2018

'Babylon Berlin' - auch 3. Staffel wird gefördert

BERLIN/POTSDAM (dpa-AFX) - Auch die dritte Staffel der historischen Krimiserie "Babylon Berlin" wird aus dem Topf der Filmförderung mitfinanziert: 1,7 Millionen Euro trägt das Medienboard Berlin-Brandenburg zur Produktion der acht Episoden bei, die insgesamt einen zweistelligen Millionenbetrag kosten wird. "Babylon Berlin macht süchtig", sagte Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus am Donnerstag in Potsdam.

Die Berlin-Brandenburger Filmförderung hatte auch die ersten beiden Staffeln mit insgesamt 3 Millionen Euro gefördert. Die insgesamt rund 40 Millionen Euro teure Hochglanzserie war von der ARD und der Abo-Plattform Sky gemeinsam in Auftrag gegeben worden. Die Krimi-Story aus dem Berlin der 1920er Jahre nach den Büchern von Volker Kutscher war im Herbst 2017 auf Sky zu sehen und läuft im kommenden Herbst im Ersten.

Die neuen acht Folgen werden wieder vom Regietrio Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries entwickelt. Der Ausstrahlungstermin ist noch offen./kp/DP/zb

26.04.2018

ROUNDUP: Kion erwischt schwachen Jahresstart

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Gabelstapler-Hersteller Kion hat eine verhaltene Auftragslage den Jahresauftakt vermasselt. Vor allem die Sparte Lieferketten-Lösungen, bei der es um die Automatisierung von Lagersystemen geht, hatte einen langsamen Start erwischt. Der Auftragseingang der Sparte, die erst vor rund zwei Jahren durch die Milliarden schwere Übernahme des US-Konzerns Dematic zu Kion gekommen ist, sank im ersten Quartal auch wegen des starken Euro um 14 Prozent, wie Kion am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Erwartungen des Marktes wurden damit deutlich verfehlt.

Für die im MDax notierte Aktie ging es am Vormittag zeitweise um mehr als zehn Prozent bergab. Die Investmentbank Goldman Sachs schrieb von einer "beunruhigenden Entwicklung", die vermutlich auf ein Ausbleiben größerer Order zurückzuführen sei. JP Morgan hält es nun für fraglich, dass die optimistischen Erwartungen des Marktes für das Gesamtjahr zu halten sein werden.

Insgesamt sammelte Kion in den ersten drei Monaten Aufträge im Wert 1,89 Milliarden Euro ein, was nur leicht über dem Vorjahresniveau ist. Das Plus stammt ausschließlich aus dem Kerngeschäft mit Gabelstaplern, Lagertechnik und damit verbundenen Dienstleistungen. Die Sparte sorgte in den ersten drei Monaten auch für den meisten Umsatz, so dass dieser im Gesamtkonzern am Ende um 2,4 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro zulegen konnte. Bereinigt um Währungseffekt belief sich das Plus auf 7 Prozent.

Der starke Euro wurde bei Kion insbesondere für die Lieferketten-Sparte zum Problem, die einen Großteil ihres Geschäfts in US-Dollar macht. So sank nicht nur der Auftragseingang um 14 Prozent auf 396 Millionen Euro, sondern auch der Umsatz um 2,3 Prozent auf 471 Millionen Euro.

Beim Ergebnis kam Kion ebenfalls nicht so voran wie von Analysten erhofft. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um gut vier Prozent auf knapp 158 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 163 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich sprang der Nettogewinn im ersten Quartal um gut 73 Prozent auf 68,4 Millionen Euro, was an geringeren Belastungen durch Sondereffekte und niedrigeren Zinszahlungen lag.

Für das Gesamtjahr sieht sich Kion dennoch auf Kurs. Vorstandschef Gordon Riske bezeichnet das Unternehmen als hervorragend aufgestellt. Der Auftragseingang soll sich 2018 zwischen 8 und 8,55 Milliarden Euro bewegen. Den Umsatz will der Konzern auf 7,70 bis 8,20 Milliarden Euro steigern. Beim bereinigten Ebit werden 770 bis 835 Millionen Euro angepeilt./she/zb/jha/

26.04.2018

Studie: Rekordvergütung für Dax-Aufsichtsratschefs

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Chefkontrolleure von Deutschlands Börsenschwergewichten haben im vergangenen Jahr einer Studie zufolge so viel verdient wie nie zuvor. Die durchschnittliche Gesamtvergütung der Aufsichtsratschefs der 30 Dax -Konzerne stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf den Rekordwert von 408 000 Euro, wie aus einer am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Auswertung des Beratungsunternehmens hkp-Group hervorgeht.

Spitzenverdiener war den Angaben zufolge erneut Deutsche-Bank-Chefaufseher Paul Achleitner mit unverändert 800 000 Euro, gefolgt vom BMW -Aufsichtsratschef Norbert Reithofer (640 000 Euro) und Fresenius-Kontrolleur Gerd Krick (632 000 Euro).

Die Vergütung der Aufsichtsratsvorsitzenden stieg erneut stärker als die der Dax-Vorstandschefs. Diese hatte getrieben von sprudelnden Unternehmensgewinnen im Schnitt um 3,6 Prozent auf den Rekordwert von rund 7,4 Millionen Euro zugelegt. Dennoch liege die Vergütung der Chefkontrolleure "im Schnitt immer noch nicht auf fairem Niveau", kritisierte hpk-Senior Partner Joachim Kayser. "Man will Aufsichtsratsvorsitzende, die auf Augenhöhe mit dem Vorstandschef sind. Das muss sich auch in der Vergütung niederschlagen." Aus seiner Sicht wäre etwa ein Drittel der Vergütung des Konzernlenkers angemessen - gemessen an dessen Tagessatz.

Mittlerweile zahlen zwei Drittel der Dax-Konzerne ihren Kontrolleuren eine reine Festvergütung, die nicht an den Unternehmenserfolg gekoppelt ist. Kayser sieht das kritisch: "Wenn die wirtschaftliche Entwicklung nach unten geht, bleibt die Aufsichtsratsvergütung trotzdem unverändert.". Aktionäre und Vorstände bekämen schwächere Ergebnisse dagegen durch Dividenden- beziehungsweise Boni-Kürzungen zu spüren./mar/DP/jha

26.04.2018

Essenslieferdienst Delivery Hero sieht sich weiter auf Kurs zur Profitabilität

BERLIN (dpa-AFX) - Der Essenslieferdienst Delivery Hero sieht sich nach einem guten Jahresstart weiter auf dem Weg in die schwarzen Zahlen - zumindest operativ. Gemessen am um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) will das Unternehmen ("Lieferheld", "Foodora", "Pizza.de") bis zum Jahresende auf Monatsbasis profitabel sein. Der Start ins Jahr sei stark gewesen, teilte das seit knapp zwölf Monaten an der Börse notierte Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Details nannte Delivery Hero nicht.

Im vergangenen Jahr ging der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um fast ein Fünftel auf 94,2 Millionen Euro zurück. Der Umsatz zog - wie bereits bekannt - um 60 Prozent auf 544 Millionen Euro an. An der Börse sorgte das Ebitda sowie die bekräftigte Profitabilitätsprognose kaum für Bewegung.

Die Aktie pendelte um den Vortagesschluss. Der Kurs liegt derzeit mit 39,20 Euro knapp unter dem Rekordhoch von 40,46 Euro von Ende März. Das Papier wurde im Juni des vergangenen Jahres für 25,50 Euro an die Börse gebracht - mit einem Gesamterlös von knapp einer Milliarde Euro war dies 2017 der größte Börsengang hierzulande.

Delivery Hero will weiter zukaufen und hat sich dafür erst im Dezember rund 360 Millionen Euro über die Ausgabe neuer Aktien beschafft. Die Kapitalerhöhung hatte für einen Kursdämpfer gesorgt, der inzwischen aber wieder komplett ausgestanden ist. Das Unternehmen, das in mehr als 40 Ländern aktiv ist und sich als weltweit größten Lieferdienst bezeichnet, ist derzeit an der Börse rund 7,2 Milliarden Euro wert.

An dem Unternehmen war die Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet der bekannten Samwer-Brüder beteiligt, hatte aber keinen Mehrheitsanteil. Beim Börsengang hatte der Start-up-Brutkasten den Anteil bereits deutlich reduziert und in der Folge den Großteil der Beteiligung an den südafrikanischen Medienkonzern Naspers weitergereicht./zb/tav/fba

26.04.2018

HSH Nordbank geht 'besenrein' an neue Eigentümer

HAMBURG (dpa-AFX) - Die HSH Nordbank wird nach ihrer jahrelangen Krisengeschichte in diesem Sommer frei von Altlasten an ihre neuen Eigentümer übergeben. In einem letzten Kraftakt trennt sich die Bank noch einmal von Altlasten und wendet dafür 1,1 Milliarden Euro auf, teilte Vorstandsvorsitzender Stefan Ermisch am Donnerstag in Hamburg mit.

Die bisherige Abbaubank, in der faule Kredite und auslaufende Geschäfte gebündelt sind, werde dann wegfallen. Die Käufer - das sind US-amerikanische Investmentfonds - erhalten damit eine gut kapitalisierte mittelgroße Geschäftsbank mit einem auch im internationalen Vergleich geringen Anteil an Problemkrediten. Der Kaufvertrag war am 28. Februar unterschrieben worden und wird nun umgesetzt.

Wegen der Belastungen durch die Privatisierung weist die Bank für 2017 noch einmal einen Verlust von 453 Millionen Euro vor Steuern aus. Ohne die Privatisierung hätte sie einen Gewinn von rund 238 Millionen Euro ausgewiesen./egi/DP/jha

26.04.2018

ROUNDUP: Guter Lauf bei Hoffnungsträgern macht Roche etwas optimistischer

BASEL (dpa-AFX) - Der Schweizer Pharmakonzern Roche steckt die anziehende Generikakonkurrenz für sein wichtiges Blutkrebsmittel Mabthera besser weg als gedacht. Vor allem weil neue Medikamente wie etwa der Hoffnungsträger Ocrevus im ersten Quartal gut liefen, konnte das Unternehmen aus Basel mehr erlösen als von Analysten erwartet. Das Management um Konzernchef Severin Schwan, das sich derzeit neue Standbeine neben dem größten Geschäftsfeld der Krebstherapie erschließt, ist nun für das Gesamtjahr etwas optimistischer. Roche hob am Donnerstag bei der Vorlage seiner Umsatzzahlen für das erste Quartal seine Ziele leicht an.

Im laufenden Jahr erwartet Konzernchef Schwan nun auf jeden Fall ein Erlösplus im niedrigen einstelligen Bereich, gerechnet zu konstanten Wechselkursen. Ursprünglich hatte der Konzern im schlimmsten Fall stagnierende Umsätze im Jahr 2018 für möglich gehalten.

Vor allem wegen des auslaufenden Patentschutzes für wichtige Medikamente hatte Schwan für 2018 noch vor wenigen Wochen vor allzu hohen Erwartungen gewarnt. Auf die Frage, ob die neue Umsatzprognose auch eine Erhöhung für die Gewinnprognose sei, erklärte der Konzernlenker nun vor Journalisten, dass "der Ausblick für den Core-EPS ohne den Einfluss der US-Steuerreform damit auch leicht angehoben wurde." Denn dieser soll im gleichen Tempo wie der Umsatz wachsen.

Inklusive des erwarteten positiven Effekts der US-Steuerreform wird weiterhin ein prozentual hohes einstelliges Wachstum beim Kerngewinn je Aktie - eine der wichtigen operativen Kenngrößen des Konzerns - angestrebt.

Im ersten Quartal ließen vor allem neue Medikamente die Erlöse nach oben gehen. Von Januar bis März stieg der Umsatz um 5 Prozent auf knapp 13,6 Milliarden Schweizer Franken (etwa 11,35 Mrd Euro) an, wobei die erstarkte Heimatwährung vor allem im Vergleich zum US-Dollar einen Prozentpunkt Wachstum kostete. Damit schlug sich der Konzern besser als von Analysten erwartet. Roche habe starke Zahlen für das erste Quartal vorgelegt, kommentierte Branchenexperte Ian Hilliker vom Analysehaus Jefferies.

Neue Arzneien wie etwa Hemlibra gegen Hämophilie und Ocrevus, der neue Hoffnungsträger in der Behandlung der Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) trieben das Wachstum. Ocrevus gilt als hochwirksames Präparat und ist bislang das erste in der Europäischen Union, das neben der häufigeren Ausprägungsformen der Erkrankung - der schubförmigen MS - auch für den selteneren aber häufig schwerwiegenderen Typus der primär progredienten MS zugelassen ist. Auch in den USA gehört Ocrevus zu den wichtigsten Wachstumsträgern des Konzerns.

Analysten trauen Ocrevus in einigen Jahren Spitzenumsätze in Höhe von mehr als vier Milliarden zu. Im ersten Quartal 2018 kam das Mittel nun auf einen Umsatz von knapp 480 Millionen Franken und schlug sich besser als von Experten erwartet. Damit ist es allerdings noch weit entfernt von den wichtigsten Kassenschlagern des Konzerns - den beiden Krebsarzneien Herceptin und Mabthera, das auch als Rituxan vermarktet wird.

Mit beiden Mitteln erlöste Roche zuletzt jeweils mehr als 1,7 Milliarden Franken. Roche steht aber unter Druck, neue Erlösquellen anstelle seiner wichtigsten Krebsmedikamente zu finden, denen Nachahmerkonkurrenz nach dem Patentablauf droht. So knickten etwa die Einnahmen mit dem Brustkrebspräparat Mabthera im Berichtszeitraum um 8 Prozent ein. Besonders rasant fiel der Einbruch in Europa (minus 44 Prozent) aus. Schwan zeigte sich in einem Interview mit Bloomberg TV aber zuversichtlich, dass dank des erfolgreichen Starts der neuen Medikamente sein Konzern mit Wachstum durch die derzeitige Umbauphase komme.

Die Investoren zeigten sich am Donnerstag noch wenig überzeugt. Die Roche-Aktie pendelte an der Börse im frühen Handel um ihren Vortagesgeschluss bei rund 217 Franken. Mit einem Minus von knapp 12 Prozent zählt das Indexschwergewicht zu den schwächsten Titeln im Schweizer Leitindex SMI in diesem Jahr./tav/mne/jha/

26.04.2018

ROUNDUP: Spanische Telefonica verdient operativ mehr als erwartet

MADRID (dpa-AFX) - Der spanische Telefonica-Konzern hat im ersten Quartal im Tagesgeschäft überraschend viel verdient. Das operative Ergebnis sei zwar um vier Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro gefallen, teilte die Mutter von Telefonica Deutschland am Donnerstag in Madrid mit. Schuld daran war aber vor allem der starke Euro. Die Aktie stand im frühen Handel mit knapp einem halben Prozent im Plus.

Bereinigt um Sonder- und Währungseffekte legte das operative Ergebnis des Konzerns um 3,3 Prozent zu. Belastungen durch staatliche Regulierungseingriffe herausgerechnet, wie etwa das Verbot für Roaminggebühren in Europa, wäre das Ergebnis sogar um mehr als fünf Prozent gewachsen. Von Bloomberg befragte Experten, die in der Regel auf die bereinigten Kennziffern schauen, hatten mit einem deutlich stärkeren Rückgang gerechnet.

Der Umsatz fiel in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,2 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro - bereinigt betrug das Plus allerdings fast zwei Prozent. Analysten hatten mit einem Umsatz in dieser Größenordnung gerechnet. Während Telefonica im Heimatmarkt dank höherer Erlöse im Servicebereich etwas mehr umsetzte, gingen die Umsätze außerhalb Spaniens zum Teil kräftig zurück.

Telefonica erwirtschaftet etwa die Hälfte seines Umsatzes außerhalb der Eurozone, so dass der Euro-Höhenflug der vergangenen Monate besonders stark auf die Umsätze drückt. Hier habe sich vor allem der Verfall des brasilianischen Real und des argentinischen Peso bemerkbar gemacht, hieß es. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 837 Millionen Euro hängen - gut sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Wegfall der Roaminggebühren in Europa hat auch den Mobilfunker Telefonica Deutschland im ersten Quartal gebremst. Der Umsatz des O2-Netzanbieters ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent auf knapp 1,767 Milliarden Euro zurück, wie die deutsche Telefonica-Tochter bereits am Mittwoch in München mitgeteilt hatte. Allerdings machte das Unternehmen an anderer Stelle Fortschritte: Wegen niedrigerer Marketingausgaben stieg das Betriebsergebnis stärker als erwartet./mne/zb/tav/fba

26.04.2018

Freilandverbot von umstrittenen Insektiziden? EU-Staaten stimmen ab

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Am Freitag soll in Brüssel über ein Freilandverbot für einige bienenschädliche Insektengifte entschieden werden. Deutschland hat bereits angekündigt, in dem zuständigen EU-Ausschuss dafür zu stimmen, dass drei der sogenannten Neonikotinoide nur noch in Gewächshäusern und nicht mehr auf Äckern eingesetzt werden dürfen.

Neonikotinoid-Insektizide können Untersuchungen zufolge etwa das Lernvermögen und die Orientierungsfähigkeit von Wild- und Honigbienen beeinträchtigen, sie lähmen oder töten. Ohne die bestäubenden Insekten seien dramatische Folgen für die Landwirtschaft zu befürchten, vor allem für den Obstbau, sagen Umweltschützer und viele andere Fachleute. Auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner sagte jüngst: "Was der Biene schadet, muss weg vom Markt."

Die CDU-Politikerin ist für ein Freilandverbot und hat ein Ja Deutschlands bei der Abstimmung angekündigt. Erforderlich ist in dem mit Experten besetzten EU-Ausschuss eine Mehrheit von mindestens 16 EU-Staaten, die mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren.

In der Wissenschaft mehren sich seit Jahren Hinweise, dass Neonikotinoide auch die Gesundheit von nützlichen Insekten beeinträchtigen. Die synthetisch hergestellten Mittel werden häufig als Saatgutbeizmittel eingesetzt, beim Wachsen verteilt sich das Gift dann in der Pflanze - bis in Pollen und Nektar. So können auch Bienen und Hummeln die Stoffe aufnehmen. Schweizer Forscher zeigten 2016, dass bestimmte Varianten dieser Wirkstoffe die Fruchtbarkeit männlicher Honigbienen verringern und deren Lebensspanne senken. Eine andere Studie befand, dass Bienen die mit den Stoffen behandelten Pflanzen nicht etwa meiden, sondern sie sogar bevorzugt ansteuern.

Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa nahm die Insektengifte unter die Lupe. Nach einem Efsa-Gutachten von 2013 zu den Risiken der drei Stoffe Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid trat bereits ein Teilverbot für die Substanzen in Kraft, das etwa die Anwendung bei Freilandblühern untersagt. Es gibt aber bisher viele Sondergenehmigungen.

Jüngst bestätigte die Efsa in einem Bericht die Gefahren für Bienen und Hummeln: "Die Mehrzahl der Anwendungen von Neonikotinoid-haltigen Pestiziden stellt ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar", hieß es darin. Die ursprünglich schon für Dezember angedachte Abstimmung der EU-Länder war bis zur Veröffentlichung dieses Gutachtens verschoben worden.

Der Deutsche Bauernverband ist gegen ein umfassendes Freilandverbot. "Dies darf aber beispielsweise nicht auf nicht-blühende Kulturen wie Zuckerrüben ausgedehnt werden", sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied. Es sei eine "eine echte Herausforderung, Alternativen zu entwickeln und neue Produkte schnell zur Zulassung zu bringen." Ohne Pflanzenschutzmittel könne man weder in der ökologischen noch in der konventionellen Landwirtschaft Qualität und Erträge garantieren./ngu/DP/zb

26.04.2018

Metz kandidiert nicht mehr für Bechtle-Aufsichtsrat

NECKARSULM (dpa-AFX) - Beim IT-Dienstleister Bechtle steht ein Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats an. Neuer Chef des Kontrollgremiums soll Klaus Winkler werden, wie das Unternehmen am Donnerstag in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) mitteilte. Der 59-Jährige solle Matthias Metz ablösen, der aus dem Gremium ausscheide.

Metz erklärte: "Meine Erfahrung aus den vergangenen Jahren zeigte, dass die dynamische Entwicklung von Bechtle in einem höchst komplexen Umfeld eine noch intensivere Mandatsbetreuung erfordert". Daraus resultiere ein deutlich höherer Zeitaufwand, den seine persönliche Lebensplanung nicht zulasse. Metz war einst Chef der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Sein Nachfolger Winkler ist Vorsitzender der Geschäftsführung des Maschinenbauers Heller und gehörte dem Bechtle-Aufsichtsrat schon einmal an. Gleichfalls wird aus dem Gremium Jochen Wolf ausscheiden. Seinen Platz soll künftig der Trumpf-Manager Lars Grünert einnehmen.

Die Wahl der neuen Aufsichtsräte für die Kapitalseite ist bei der Hauptversammlung am 12. Juni geplant. Der IT-Dienstleister Bechtle hat ehrgeizige Ziele. Bis zum Jahr 2020 soll der Umsatz auf fünf Milliarden Euro steigen. Im vergangenen Jahr kletterten die Erlöse um 15,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich machte Bechtle dank der guten Nachfrage nach IT-Dienstleistungen und Computerequipment 2017 einen Gewinn von gut 114,6 Millionen Euro - fast 11 Prozent mehr als im Jahr zuvor./ols/DP/jha

26.04.2018

ROUNDUP: Tarifverhandlungen in der Zeitungsbranche unterbrochen - neue Streiks

BERLIN (dpa-AFX) - Die fünfte Tarifrunde für die 13 000 Redakteure und die festen freien Journalisten an deutschen Tageszeitungen ist in der Nacht zu Donnerstag in Berlin ergebnislos unterbrochen worden. Der Deutsche Journalisten-Verband und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger seien von einer Einigung in den Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag nach wie vor weit entfernt, teilten der DJV und die Gewerkschaft Verdi mit. Die Verleger hielten an ihrer Forderung nach einem 30-monatigen Gehaltstarifvertrag fest und hätten 1,7 Prozent mehr Gehalt ab 1. Mai und weitere 1,5 Prozent ab 1. Mai 2019 angeboten. Das sei für den DJV inakzeptabel.

Darüber hinaus hätten die Verleger angeboten, die Einkommen der Jungredakteure einmalig um 120 Euro, die Vergütungen der Volontäre um 80 Euro anzuheben. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring sagte: "Das sogenannte Tarifangebot liegt deutlich unter der Teuerungsrate und ist für uns nicht hinnehmbar." Es sei bedauerlich, dass die Verleger auch in der fünften Tarifrunde keine Einigungsbereitschaft zeigten.

Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordern 4,5 Prozent mehr Geld, die Einkommen von Volontären und Jungredakteuren sollen um mindestens 200 Euro steigen.

Vor Beginn der fünften Tarifrunde gab es in mehreren Bundesländern Warnstreiks. Sie sollen nach Angaben des DJV in den kommenden Tagen weitergehen. "Das ist die einzige Sprache, die die Verleger verstehen", sagte Döhring. Die bisherigen Arbeitskämpfe seien nur ein Vorgeschmack auf die kommenden Auseinandersetzungen gewesen. "Die DJV-Tarifkommission ist sich mit den Kollegen in den Redaktionen völlig einig, dass am Ende ein Einkommenszuwachs stehen muss."

Der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Georg Wallraf, nannte die Verhandlungen "einfach nur enttäuschend". Die Gewerkschaftsseite verkenne die wirtschaftlichen Spielräume der Verlage. Die Verleger hätten zwei unterschiedliche und materiell deutlich verbesserte Paketlösungen angeboten, so Wallraf. Dabei sei vorgesehen gewesen, gerade für Volontäre und Berufseinsteiger die Leistungen überproportional anzuheben. Die Gewerkschaften hätten sich bei den Verhandlungen jedoch keinen Zentimeter bewegt./hme/DP/jha

26.04.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax auf Stabilisierungskurs

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem schwachen Start hat sich der Dax am Donnerstag auf einen sehr vorsichtigen Erholungskurs begeben. Negativ aufgenommene Unternehmenszahlen von Konzernen wie der Lufthansa und Covestro drückten den am Vortag schon deutlich gesunkenen Leitindex zuerst ins Minus, dann aber berappelte der Dax sich und schaffte zaghaft die Wende ins Positive. Zuletzt legte das deutsche Kursbarometer knapp um 0,06 Prozent auf 12 429,45 Punkte zu.

In der zweiten deutschen Börsenreihe war die Tendenz uneinheitlich: Der Index der mittelgroßen Werte MDax fiel um 0,10 Prozent auf 25 562,16 Punkte. Eine klare Erholungsbewegung verbuchte daher nur das Technologiewerte-Barometer TecDax für sich. Der Index legte um 0,51 Prozent auf 2579,72 Punkte zu. Auf europäischer Bühne bewegte sich der EuroStoxx 50 per Saldo kaum von der Stelle.

"Der Dax sucht noch seine Richtung", fasste Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets am Morgen das Geschehen zusammen. Neben der Berichtssaison hatten die Anleger den US-Anleihemarkt im Blick, der sich zuletzt als Bremsklotz erwiesen hatte. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen verbleibt über der Drei-Prozent-Marke und damit auf ihrem höchsten Niveau seit vier Jahren.

Gespannt wird außerdem nach Frankfurt geblickt, wo am Nachmittag der nächste Zinsentscheid in der Eurozone ansteht - auch wenn wesentliche Änderungen in der Kommunikationsweise als unwahrscheinlich gelten. "Der Europäischen Zentralbank sind heute die Hände gebunden", merkte Stanzl an. Er sieht die Währungshüter in einer Bredouille zwischen dem Wunsch nach einer normalisierten Geldpolitik, aber nur niedrigem Handlungsdruck durch eine geringe Inflation.

Auf Unternehmensseite sahen die Anleger im Dax mehr Schatten als Licht: Allen voran ging es für die Papiere der Lufthansa sehr deutlich um mehr als 5 Prozent bergab. Die Ergebnisse des ersten Quartals hätten die Erwartungen wegen höherer Kosten für die Integration von Eurowings etwas verfehlt, sagte ein Marktteilnehmer. Die Aktie fiel auf ihren tiefsten Stand seit Oktober.

Nur wenig besser erging es den Covestro-Aktionären, die bei ihren Papieren einen Abschlag von knapp 3,2 Prozent einstecken mussten - obwohl der Jahresauftakt des Kunststoffkonzerns eigentlich auf positive Reaktionen stieß. Die Papiere waren auch recht solide gestartet, in den ersten Handelsminuten fand aber ein regelrechter Abverkauf statt.

Nach einem Gewinneinbruch starteten die Aktien der Deutschen Bank deutlich schwächer. Dann aber schüttelten die Aktionäre ihre Sorgen ab und konzentrierten sich darauf, dass neue Konzernchef Christian Sewing bei seinen Umbauplänen auf die Tube drückt. Zweieinhalb Wochen nach seiner Beförderung streicht er in den USA das Investmentbanking zusammen. Die Aktie stand daraufhin in etwa auf Vortagsniveau.

Ein Lichtblick im Dax war der Autosektor: Allen voran kletterten Volkswagen nach Zahlen der Kernmarke VW um fast 3 Prozent. Die Branche insgesamt erhielt Rückenwind von neuen Spekulationen über einen gelockerten Zugang zum wichtigen chinesischen Automarkt. BMW und Daimler kletterten um bis zu 0,8 Prozent.

Unter den Nebenwerten gab es nach Zahlen ebenfalls viel Freud und Leid: Während die Aktien des Gabelstaplerherstellers Kion im MDax um 7 Prozent absackten, weil die Zahlen enttäuschten und Sorgen um die Auftragslage hervorriefen, ging es für die Papiere von Aixtron im TecDax wegen nach oben präzisierter Jahresziele um 8 Prozent nach oben./tih/fba

26.04.2018

Aktien Frankfurt Eröffnung: Zahlenflut verhindert eine Erholung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eher negativ aufgenommene Unternehmenszahlen haben beim Dax am Donnerstag einen zuvor erhofften Erholungsversuch verhindert. Einen schwächeren Start konnte er in den ersten Handelsminuten aber immerhin abschütteln: Zuletzt lag er fast unverändert bei 12 423,81 Punkten. Auf europäischer Bühne blieb es beim EuroStoxx 50 bei einem knappen Abschlag.

Vorbörslich hatte es infolge der freundlichen Wall Street noch nach einer soliden Eröffnung ausgesehen. Nach vorgelegten Zahlen belasteten dann aber deutliche Kursverluste bei einigen Indexwerten den Leitindex: Für die Aktien von Covestro , der Deutschen Bank und Lufthansa ging es im frühen Handel zwischen 2,3 und 4,8 Prozent bergab. Die VW-Aktie war mit einem deutlichen Anstieg ein positiver Lichtblick.

In der zweiten deutschen Börsenreihe war die Tendenz uneinheitlich: Der Index der mittelgroßen Werte MDax fiel um 0,18 Prozent auf 25 491,11 Punkte. Eine Erholung verbuchte nur das Technologiewerte-Barometer TecDax für sich. Der Index legte um 0,40 Prozent auf 2576,95 Punkte zu./tih/jha/

26.04.2018

Aktien Frankfurt Ausblick: Knapp im Plus erwartet - Flut an Unternehmenszahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem schwachen Vortagshandel stehen die Zeichen am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag auf Stabilisierung. Die US-Börsen geben dabei dem Dax inmitten der Berichtssaison die Perspektive vor. Eine Dreiviertelstunde vor dem Auftakt deutet der X-Dax als Indikator für den Leitindex auf einen 0,1 Prozent höheren Handelsstart bei 12 435 Punkten hin. Auch für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeichnen sich knappe Gewinne ab.

Am Vorabend hatten die jüngsten Quartalszahlen von US-Unternehmen in New York dafür gesorgt, dass die Wall Street nach ihrem jüngsten Kursrutsch ein wenig Boden gutmachen konnte. Ein weiterer Renditeanstieg bei den US-Anleihen bremste dort aber weiterhin den Schwung - und so dürften Anleger den Rentenmarkt auch am Donnerstag weiter kritisch beäugen.

Gespannt wird an diesem Handelstag außerdem nach Frankfurt geblickt, wo der nächste Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank ansteht - auch wenn wesentliche Änderungen in der Kommunikationsweise als unwahrscheinlich gelten. Konkrete Aussagen, wie es mit den Anleihekäufen weiter geht, werden erst auf der nächsten Sitzung im Juni erwartet. Mit einer Abkehr von der Nullzinspolitik der EZB rechnen die Märkte frühestens im Herbst 2019.

Auch in Deutschland nimmt die noch junge Berichtssaison nun mit ihrem ersten Höhepunkt richtig Fahrt auf. Im Dax sahen die Anleger zunächst mehr Schatten als Licht: Die Reaktionen auf einen Gewinneinbruch bei der Deutschen Bank waren zunächst klar negativ, wie vorbörsliche Verluste von mehr als 3 Prozent zeigen. Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nicht in dem nun veröffentlichten Maß.

Bei der Lufthansa reichte ein leicht verbessertes Ergebnis zu Jahresbeginn nicht aus, um den Papieren nach oben zu verhelfen. Sie gaben sogar deutlich um fast 3 Prozent nach. Die Papiere der Deutschen Börse schwankten derweil um ihren Schlusskurs vom Vortag, nachdem der Börsenbetreiber solide Resultate auswies und Neubesetzungen im Vorstand bekanntgab. Zuletzt lagen sie vorbörslich mit knapp einem halben Prozent im Minus.

Auf der Sonnenseite stand im Dax der Kunststoffkonzern Covestro mit einem mehr als 2-prozentigen Kursgewinn. Hier kam es gut an, dass eine starke Nachfrage und Produktionsengpässe bei der Konkurrenz zu Jahresbeginn für einen Gewinnsprung sorgten. Händler verwiesen auf Erleichterung bei den Anlegern, nachdem sich die Aktien zuletzt eher schwach entwickelt hätten.

Außerdem beschäftigte eine Flut an Zahlenvorlagen aus der zweiten Börsenreihe die Anleger - darunter Unternehmen wie Wacker Chemie , TAG Immobilien und Fielmann . Positiv auffällig waren aber vor allem die Aktien von Aixtron , die auf der Handelsplattform Tradegate einen Satz nach oben um 6 Prozent machten. Der Halbleiterindustrie-Ausrüster blickt dank einer fortgesetzten Nachfragebelebung optimistischer auf das Gesamtjahr.

Einen Blick wert sein könnten außerdem Autowerte, die vorbörslich mit dem Markt eher freundlich tendierten. Chinas Regierung prüft Kreisen zufolge eine weitere Lockerung des heimischen Automarkts. So könnten die Importzölle auf Pkws um etwa die Hälfte gekürzt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen./tih/fba

26.04.2018

DAX-FLASH: Erholt - Quartalszahlen und EZB prägen das Geschehen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Schwächephase am Vortag stehen die Zeichen am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag auf Erholung. Wie der Broker IG gut zwei Stunden vor der Eröffnung errechnete, dürfte der Dax 0,42 Prozent höher in den Handel starten bei 12 474 Punkten. Damit würde sich deutsche Leitindex wieder etwas näher an die 200-Tage-Linie bei etwas über 12 660 Punkten heranpirschen, die er zuletzt etwas aus den Augen verloren hatte.

Die Vorgaben aus den USA sind positiv. Gute Quartalszahlen hatten am Vortag in New York gestützt. Der Renditeanstieg bei den US-Anleihen bremste die weltweiten Börsen allerdings zuletzt immer wieder aus, so auch hierzulande. Die Aktienmärkte in Asien zeigten an diesem Donnerstag bislang ein gemischtes Bild mit Kursgewinnen in Japan und Verlusten in China.

Die Berichtssaison in Deutschland erlebt ihren ersten Höhepunkt mit einer großen Menge an Quartalszahlen, darunter aus dem Dax Covestro , die Deutsche Bank und die Lufthansa . Am Nachmittag dürfte der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Währungshüter dürften nach Einschätzung von Ökonomen vorsichtig vorgehen. Konkrete Aussagen, wie es mit den Anleihekäufen weiter geht, werden erst auf der nächsten Sitzung im Juni erwartet. Mit einer Abkehr von der Nullzinspolitik der EZB rechnen die Märkte frühestens im Herbst 2019./ajx/fba

25.04.2018

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Moderates Plus - Renditen bremsen weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach ihrem jüngsten Kursrutsch am Mittwoch nur wenig Boden gutmachen können. Die weiter steigenden Renditen für US-Staatsanleihen bremsten die Kaufbereitschaft der Anleger und sorgten dafür, dass die Aktiennotierungen kaum von der Stelle kamen. Im Fokus standen erneut die Geschäftsberichte großer US-Unternehmen.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,25 Prozent im Plus bei 24 083,83 Punkten. Tags zuvor hatte der New Yorker Leitindex knapp 2 Prozent eingebüßt, als zudem Aussagen von US-Präsident Donald Trump und seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron zum Iran belastet hatten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Mittwoch um 0,18 Prozent auf 2639,40 Zähler hoch, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,08 Prozent auf 6513,94 Punkte gewann.

Bereits am Dienstag hatte die Rendite für US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit erstmals seit über vier Jahren die 3-Prozent-Marke erreicht. Nun ging es noch ein wenig weiter nach oben. Diese Entwicklung schmälert tendenziell die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu den festverzinslichen Wertpapieren.

Dazu wird inzwischen zunehmend befürchtet, dass die Wirtschaftsdynamik im Jahresverlauf nachlässt: Wichtige Unternehmen aus den Bereichen Industrie und Technologie, die als Frühindikatoren für die weitere Entwicklung gelten, sehen das erste Quartal nämlich bereits als Spitzenwert des gesamten Jahres an.

Derweil überzeugte Boeing die Anleger mit einem überraschend starken Jahresstart. Zudem schraubte der weltgrößte Flugzeugbauer sein Ergebnisziel für 2018 nach oben. Das Geschäft mit Passagierjets hatte mehr Geld abgeworfen als gedacht. Die Aktien führten mit plus 4,19 Prozent die Gewinnerliste im Dow an.

Bei Texas Instruments freuten sich die Aktionäre über einen Kursanstieg von 4,65 Prozent, nachdem der Chipkonzern die jüngsten Sorgen wegen einer womöglich schwächelnden Nachfrage zerstreuen konnte. Dank der hohen Nachfrage aus der Industrie sowie der Automobilbranche waren die Verkäufe im ersten Quartal besser ausgefallen als erwartet. Im zweiten Quartal soll der schon kräftig gestiegene Gewinn je Aktie noch etwas weiter zulegen.

Der LED-Hersteller Cree legte ebenfalls starke Zahlen vor, was den Aktien aber nur anfangs half - letztlich verloren sie 0,28 Prozent. Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsquartal überzeugte Cree vor allem ergebnisseitig. Das Analysehaus Oppenheimer hob das Anlageurteil für die Aktie auf "Outperform" an.

Twitter profitierte ebenfalls nicht lange von guten Resultaten: Nach einem freundlichen Start drehten die Aktien des Kurznachrichtendienstes schnell ins Minus und verloren 2,36 Prozent. Das bis vor kurzem chronisch verlustreiche Unternehmen hatte zu Jahresbeginn zwar das zweite Quartal in Folge schwarze Zahlen geschrieben und die Analystenerwartungen übertroffen. Allerdings warnte Finanzchef Ned Segal, dass die kommenden Quartale schwieriger werden dürften.

Derweil punktete der US-Kabelkonzern Comcast mit der Bestätigung seiner Ende Februar angekündigten Kaufofferte von 12,50 britische Pfund je Aktie für den englischen Bezahlsender Sky : Die Anteilscheine der Amerikaner legten um 2,73 Prozent zu. Sky hatte seine Empfehlung an die eigenen Aktionäre für das konkurrierende und niedrigere Gebot des Medienkonzerns 21st Century Fox von Rupert Murdoch zurückgezogen.

Die Fox-Titel gewannen 1,55 Prozent. Für die Papiere des Unterhaltungskonzerns Walt Disney , der gerade dabei ist, sich große Teile von Fox einzuverleiben, und der kaum auf Sky verzichten wollen dürfte, ging es um 1,70 Prozent hoch.

Der Eurokurs sank deutlich unter 1,22 US-Dollar. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,2173 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2185 (Dienstag: 1,2213) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8207 (0,8188) Euro gekostet. Die richtungweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen gaben um 7/32 Punkte auf 97 21/32 Punkte nach, was die Rendite auf 3,03 Prozent trieb./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

25.04.2018

Aktien New York Schluss: Moderates Plus - Renditen bremsen weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach ihrem jüngsten Kursrutsch am Mittwoch nur wenig Boden gutmachen können. Die weiter steigenden Renditen für US-Staatsanleihen bremsten die Kaufbereitschaft der Anleger und sorgten dafür, dass die Aktiennotierungen kaum von der Stelle kamen. Im Fokus standen erneut die Geschäftsberichte großer US-Unternehmen.

Der Dow Jones Industrial schloss 0,25 Prozent im Plus bei 24 083,83 Punkten. Tags zuvor hatte der New Yorker Leitindex knapp 2 Prozent eingebüßt, als zudem Aussagen von US-Präsident Donald Trump und seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron zum Iran belastet hatten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Mittwoch um 0,18 Prozent auf 2639,40 Zähler hoch, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,08 Prozent auf 6513,94 Punkte gewann./gl/he

25.04.2018

Aktien New York: Kaum Bewegung nach Kursrutsch - Anleiherenditen bremsen weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach ihrem jüngsten Kursrutsch am Mittwoch keine klare Richtung gefunden. Die nach wie vor hohen Renditen für US-Staatsanleihen bremsten die Kaufbereitschaft der Anleger und sorgten dafür, dass die Notierungen kaum von der Stelle kamen. Im Fokus standen erneut die Geschäftsberichte großer US-Unternehmen.

Zuletzt notierte der Dow Jones Industrial 0,02 Prozent im Plus bei 24 029,57 Punkten. Tags zuvor hatte der New Yorker Leitindex knapp 2 Prozent eingebüßt, als zudem Aussagen von US-Präsident Donald Trump und seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron zum Iran belastet hatten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Mittwoch um 0,05 Prozent auf 2633,34 Zähler nach unten, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,03 Prozent auf 6511,11 Punkte gewann.

Bereits am Dienstag hatte die Rendite für US-Staatsanleihe mit zehn Jahren Laufzeit erstmals seit über vier Jahren die 3-Prozent-Marke erreicht. Nun ging es noch ein wenig weiter nach oben. Diese Entwicklung schmälert tendenziell die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu den festverzinslichen Wertpapieren.

Dazu wird inzwischen zunehmend befürchtet, dass die Wirtschaftsdynamik im Jahresverlauf nachlässt: Wichtige Unternehmen aus den Bereichen Industrie und Technologie, die als Frühindikatoren für die weitere Entwicklung gelten, sehen das erste Quartal nämlich bereits als Spitzenwert des gesamten Jahres an.

Derweil überzeugte Boeing die Anleger mit einem überraschend starken Jahresstart. Zudem schraubte der weltgrößte Flugzeugbauer sein Ergebnisziel für 2018 nach oben. Das Geschäft mit Passagierjets hatte mehr Geld abgeworfen als gedacht. Die Aktien führten mit plus 3,50 Prozent die Gewinnerliste im Dow an.

Bei Texas Instruments freuten sich die Aktionäre über einen Kursanstieg von 3,54 Prozent, nachdem der Chipkonzern die jüngsten Sorgen wegen einer womöglich schwächelnden Nachfrage zerstreuen konnte. Dank der hohen Nachfrage aus der Industrie sowie der Automobilbranche waren die Verkäufe im ersten Quartal besser ausgefallen als erwartet. Im zweiten Quartal soll der schon kräftig gestiegene Gewinn je Aktie noch etwas weiter zulegen.

Der LED-Hersteller Cree legte ebenfalls starke Zahlen vor, was den Aktien aber nur anfangs half - zuletzt verloren sie 0,58 Prozent. Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsquartal überzeugte Cree vor allem ergebnisseitig. Das Analysehaus Oppenheimer hob das Anlageurteil für die Aktie auf "Outperform" an.

Twitter profitierte ebenfalls nicht lange von guten Resultaten: Nach einem freundlichen Start drehten die Aktien des Kurznachrichtendienstes schnell ins Minus und verloren 3,76 Prozent. Das bis vor kurzem chronisch verlustreiche Unternehmen hatte zu Jahresbeginn zwar das zweite Quartal in Folge schwarze Zahlen geschrieben und die Analystenerwartungen übertroffen. Allerdings warnte Finanzchef Ned Segal, dass die kommenden Quartale schwieriger werden dürften.

Derweil punktete der US-Kabelkonzern Comcast mit der Bestätigung seiner Ende Februar angekündigten Kaufofferte von 12,50 britische Pfund je Aktie für den englischen Bezahlsender Sky : Die Anteilscheine der Amerikaner legten um 2,31 Prozent zu. Sky hatte seine Empfehlung an die eigenen Aktionäre für das konkurrierende und niedrigere Gebot des Medienkonzerns 21st Century Fox von Rupert Murdoch zurückgezogen.

Die Fox-Titel gewannen 1,79 Prozent. Für die Papiere des Unterhaltungskonzerns Walt Disney , der gerade dabei ist, sich große Teile von Fox einzuverleiben, und der kaum auf Sky verzichten wollen dürfte, ging es um 1,60 Prozent hoch./gl/he

25.04.2018

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Weiter hohe US-Renditen drücken auf die Kurse

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die anhaltend hohen Renditen für US-Staatsanleihen haben die Börsenkurse in Europa am Mittwoch belastet. Zudem drückten Aussagen von Donald Trump auf die Stimmung. Der US-Präsident hatte am Dienstagabend (MESZ) beim Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron neue Drohungen an den Iran gerichtet, was Sorgen über die Nachhaltigkeit des bisherigen Atomabkommens weckte. Im Fokus standen ansonsten erneut die Geschäftsberichte etlicher europäischer Unternehmen.

Der EuroStoxx 50 konnte seine Verluste im Handelsverlauf immerhin etwas eindämmen: Zum Schluss notierte der Leitindex der Eurozone noch 0,71 Prozent im Minus bei 3485,83 Punkten. Für den französischen CAC 40 ging es letztlich um 0,57 Prozent auf 5413,30 Zähler bergab. Der britische FTSE 100 verlor 0,62 Prozent auf 7379,32 Punkte.

Bereits am Dienstag hatte die Rendite für US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit erstmals seit über vier Jahren die 3-Prozent-Marke erreicht. Nun ging es noch ein wenig weiter nach oben. Diese Entwicklung schmälert tendenziell die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu den festverzinslichen Wertpapieren.

Im europäischen Branchenvergleich hatten zur Wochenmitte die Handelsunternehmen die Nase vorn: Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 gewann 1,23 Prozent. Hier stützte der deutliche Kursanstieg bei Kering . Der Luxusgüterkonzern übertraf dank boomender Geschäfte der Marke Gucci im ersten Quartal die Analystenerwartungen. Das bescherte der Aktie einen Anstieg um 4,61 Prozent und den Spitzenplatz im CAC 40.

Der Index der Medienunternehmen stieg auch dank des Kurssprungs bei Sky um 0,51 Prozent. Der US-Kabelkonzern Comcast bestätigte seine Ende Februar angekündigte Kaufofferte von 12,50 britischen Pfund je Aktie für den britischen Bezahlsender.

Daraufhin zog Sky seine Empfehlung an die eigenen Aktionäre für das konkurrierende und niedrigere Gebot des Medienkonzerns 21st Century Fox von Rupert Murdoch zurück. Die Sky-Titel gewannen an der "Footsie"-Spitze 3,90 Prozent auf 13,59 Pfund. Offenbar hoffen Anleger auf einen letztlich noch höheren Übernahmepreis als die Comcast-Offerte - entweder durch Fox oder durch den US-Unterhaltungskonzern Walt Disney , der gerade dabei ist, sich große Teile von Fox einzuverleiben, und der kaum auf Sky verzichten wollen dürfte.

Schlusslicht im europäischen Branchentableau waren die Rohstofftitel: Deren Index gab um 1,79 Prozent nach.

Beim Linde-Konkurrenten Air Liquide stand ein überdurchschnittliches Kursminus von 0,94 Prozent zu Buche. Der Gasekonzern profitierte zwar im ersten Quartal weiter von einer starken Nachfrage aus den Schwellenländern. Der starke Euro zehrte allerdings alle Zuwächse wieder auf, so dass der Umsatz zurückging.

In London verloren die Papiere der britischen Großbank Lloyds 1,69 Prozent - trotz einer deutlichen Gewinnsteigerung zum Jahresbeginn. Allerdings hatten Analysten ein etwas besseres Abschneiden erwartet. Dagegen gewannen die Aktien des Konkurrenten Credit Suisse an der Spitze des SMI 3,55 Prozent. Die Schweizer starteten besser ins Jahr 2018 als erwartet.

Gleiches galt für den italienisch-französischen Chiphersteller STMicroelectronics , dessen Aktien sich um 2,95 Prozent verteuerten./gl/tos

25.04.2018

WDH/Aktien Frankfurt Schluss: Zinsanstieg belastet zunehmend die Aktien

(In der Überschrift wurde berichtigt: belastet.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts weiter steigender Zinsen in den USA sind Aktien am Mittwoch als Anlageform in Ungnade gefallen. Der Dax büßte 1,02 Prozent auf 12 422,30 Punkte ein - während die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen den Anstieg oberhalb von 3 Prozent fortsetzte. Steigende Anleihezinsen können Aktien im Vergleich zu Bonds unattraktiver machen. Auch verteuern sich bei steigenden Zinsen die Investitionen von Unternehmen.

Zwar überträfen die Umsätze und Gewinne der Unternehmen noch immer die Erwartungen, sagte Jasper Lawler von der London Capital Group. "Das beeindruckt die Investoren aber nicht mehr". Denn bei einer Rendite von über 3 Prozent für US-Anleihen gerieten Aktien im Wettbewerb um die Gunst von Anlegern zunehmend ins Hintertreffen.

Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets sprach von einer "unheilvollen Entwicklung hoch bewerteter Aktien, die sich gegen steigende Zinsen am Rentenmarkt behaupten müssen". Die Politik des billigen Geldes der Notenbank komme zu einem Ende, der "Entzug der Märkte vom Tropf der Notenbanken" dürfte sich fortsetzen.

Der Index der 50 mittelgroßen Werte MDax büßte 1,81 Prozent auf 25 537,51 Punkte ein. Das Technologiewerte-Barometer TecDax sackte mit 2,29 Prozent auf 2566,70 Zähler noch stärker ab./bek/he

25.04.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Zinsanstieg belasten zunehmend die Aktien

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts weiter steigender Zinsen in den USA sind Aktien am Mittwoch als Anlageform in Ungnade gefallen. Der Dax büßte 1,02 Prozent auf 12 422,30 Punkte ein - während die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen den Anstieg oberhalb von 3 Prozent fortsetzte. Steigende Anleihezinsen können Aktien im Vergleich zu Bonds unattraktiver machen. Auch verteuern sich bei steigenden Zinsen die Investitionen von Unternehmen.

Zwar überträfen die Umsätze und Gewinne der Unternehmen noch immer die Erwartungen, sagte Jasper Lawler von der London Capital Group. "Das beeindruckt die Investoren aber nicht mehr". Denn bei einer Rendite von über 3 Prozent für US-Anleihen gerieten Aktien im Wettbewerb um die Gunst von Anlegern zunehmend ins Hintertreffen.

Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets sprach von einer "unheilvollen Entwicklung hoch bewerteter Aktien, die sich gegen steigende Zinsen am Rentenmarkt behaupten müssen". Die Politik des billigen Geldes der Notenbank komme zu einem Ende, der "Entzug der Märkte vom Tropf der Notenbanken" dürfte sich fortsetzen.

Der Index der 50 mittelgroßen Werte MDax büßte 1,81 Prozent auf 25 537,51 Punkte ein. Das Technologiewerte-Barometer TecDax sackte mit 2,29 Prozent auf 2566,70 Zähler noch stärker ab./bek/he

26.04.2018

Verband: Weiterhin kräftige Nachfrage nach Konsumfinanzierungen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Niedrige Zinsen locken viele Verbraucher in Deutschland zum Einkauf per Ratenkredit. Die auf Kreditgeschäft spezialisierten Banken vergaben im vergangenen Jahr allein an Privatleute neue Kredite im Gesamtwert von 56,5 Milliarden Euro, wie der Bankenfachverband am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das war ein Plus von gut zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weil viele Menschen derzeit einen sicheren Job haben, steige die Bereitschaft, Anschaffungen wie Autos, Möbel oder Laptops in Raten zu bezahlen, stellte Verbandschef Jan W. Wagner fest. "Für das Jahr 2018 erwarten wir eine konstante Nachfrage nach Konsumfinanzierungen." Für die Finanzinstitute sei das Risiko überschaubar: Rund 98 Prozent aller Kredite in Deutschland würden ordnungsgemäß zurückgezahlt.

Immer beliebter wird bei Verbrauchern seit Jahren, sich Darlehen über das Internet zu besorgen. Gut jeder vierte Ratenkredit (27 Prozent) wird mittlerweile per Computer beantragt. Komplett online abgeschlossen wird aber nur ein Bruchteil davon: Gerade einmal 0,3 Prozent ihres Neugeschäfts machen die Kreditbanken auf diesem Weg.

Das Verfahren sei trotz Video-Identifizierung und elektronischer Signatur "immer noch viel komplizierter als die Online-Bestellung einer Ware", monierte Wagner laut Redetext. "Insbesondere bei Bestandskunden (...) sollte es möglich sein, einen Kreditvertrag auf einfachem Wege online abzuschließen."

Insgesamt vergaben die 54 Verbandsmitglieder im Jahr 2017 neue Kredite im Volumen von 143,1 Milliarden Euro und damit 8,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Zum Jahresende hatten die Institute 168,3 Milliarden Euro an Verbraucher und Unternehmen verliehen./ben/DP/jha

26.04.2018

ROUNDUP/Kreise: Regierung rechnet nicht mit Ausnahme-Verlängerung bei US-Zöllen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Streit um Strafzölle der Amerikaner auf Stahl und Aluminium ist längst nicht ausgestanden. Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Ausnahmeregelungen der USA für die EU-Staaten bei den neuen Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte nicht verlängert werden. Es sei wahrscheinlich davon auszugehen, dass die Zölle am 1. Mai kämen, hieß es am Donnerstag in deutschen Regierungskreisen kurz vor der Reise von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Washington.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erwartet nach Angaben vom Mittwoch in der nächsten Woche eine abgestimmte Position der EU zum weiteren Vorgehen im Handelsstreit mit den USA. "Wir tun gut daran, jede Eskalation zu vermeiden", hatte Altmaier in Berlin gesagt. Die EU sei derzeit dabei, ihre Position abzustimmen. "Wir haben eine Verantwortung dafür, dass ein unkontrollierter Wettbewerb um Zölle vermieden wird."

Die EU will eine gemeinsame Linie in den Verhandlungen mit den USA erreichen. Altmaier verwies darauf, dass es in Frankreich eine "kontroverse Debatte" darüber gebe, welche Verhandlungsangebote den USA gemacht werden sollten. Bundeskanzlerin Merkel will bei ihren Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump am Freitag in Washington eine Eskalation im Handelsstreit verhindern, wie Regierungssprecher Steffen Seibert gesagt hatte.

Altmaier sagte, es sei wichtig, dass es eine dauerhafte Ausnahmeregelung von den US-Zöllen auf Stahl und Aluminium gebe. Die Bundesregierung setze sich ein gegen Protektionismus, bekräftigte Altmaier. Die Welthandelsorganisation WTO sei wichtiger denn je. Trump hat sich mehrfach kritisch über die WTO geäußert.

Mit einer Beschwerde bei der Welthandelsorganisation WTO hatte sich die EU vor gut einer Woche mögliche Vergeltungszölle gegen die USA offen gehalten. In einem von der WTO veröffentlichten Dokument verlangte die Europäische Union offiziell den Start von Konsultationen mit der US-Regierung. Die EU könnte ihrerseits Schutzzölle auf US-Produkte wie Whiskey, Motorräder und Jeans verhängen./bk/kf/DP/jha

26.04.2018

Spanien: Arbeitslosigkeit steigt überraschend

MADRID (dpa-AFX) - In Spanien ist die Arbeitslosigkeit zu Beginn des Jahres trotz eines robusten Konjunkturaufschwungs gestiegen. Im ersten Quartal habe die Arbeitslosenquote bei 16,74 Prozent gelegen, teilte das nationale Statistikamt am Donnerstag in Madrid mit. Im vierten Quartal 2017 lag die Quote bei 16,55 Prozent. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten für die Monaten Januar bis März mit einem Rückgang gerechnet und eine Quote von 16,45 Prozent erwartet.

Die Zahl der Arbeitslosen bezifferte das Statistikamt auf 3,8 Millionen. Im Jahresvergleich sei dies ein Rückgang um etwa zehn Prozent, hieß es weiter. Außerdem meldete die Behörde für das erste Quartal einen Anstieg der Beschäftigten um 2,36 Prozent im Jahresvergleich auf 18,87 Millionen.

Seit dem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise im Jahr 2013 und einer schweren Rezession geht die Arbeitslosigkeit in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone tendenziell zurück. In der schlimmsten Phase der Krise hatte die Arbeitslosenquote in Spanien zeitweise über 25 Prozent gelegen./jkr/jsl/jha/

26.04.2018

Kreise: Bundesregierung rechnet nicht mit Ausnahme-Verlängerung bei US-Zöllen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung rechnet nicht mit einer Verlängerung der Ausnahmeregelungen der USA für die EU-Staaten bei den neuen Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Es sei wahrscheinlich davon auszugehen, dass die Zölle am 1. Mai kämen, hieß es am Donnerstag in deutschen Regierungskreisen kurz vor der Reise von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Washington./bk/DP/jha

26.04.2018

BDI: Merkel muss im Handelsstreit Druck auf Trump machen

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) muss aus Sicht der deutschen Wirtschaft bei ihrem Treffen mit US-Präsident Donald Trump deutliche Worte gegen Strafzölle und Handelsbeschränkungen finden. "Bundeskanzlerin Merkel sollte US-Präsident Trump auffordern, vollständig von den Importbeschränkungen auf Stahl und Aluminium abzusehen", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. "Sie sollte ihm verdeutlichen, welche Risiken von den US-Maßnahmen nicht nur für die Weltwirtschaft und den Welthandel, sondern auch für die US-Wirtschaft ausgehen: Angriffe auf den Freihandel gefährden Wohlstand und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks."

In Deutschland hänge jeder vierte Arbeitsplatz am Export. In der Industrie sei es sogar mehr als jeder zweite, erläuterte Kempf.

Einseitige Zollsenkungen der EU gegenüber den USA, wie sie Trump fordere, seien weder vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO noch im strategischen Interesse der EU, sagte Kempf. Marktöffnung müsse auf Gegenseitigkeit beruhen, ein reines Zollabkommen wäre zu kurz gegriffen. In den USA beschränkten "Buy America"-Regeln den Zugang für ausländische Unternehmen zum Vergabemarkt.

Merkel besucht an diesem Freitag zum zweiten Mal Trump im Weißen Haus. Dabei wird unter anderem der Handelsstreit der USA mit der EU im Fokus stehen. Der Streit um Strafzölle der Amerikaner auf Stahl und Aluminium ist längst nicht ausgestanden. Die USA gewährten den EU-Ländern nur eine Schonfrist - diese läuft am 1. Mai aus./poi/DP/jha

26.04.2018

Schwedens Notenbank verschiebt Straffungsbeginn auf Jahresende

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die schwedische Notenbank hat den Beginn der von ihr geplanten geldpolitischen Straffung etwas nach hinten verschoben. Wie die Reichsbank am Donnerstag in Stockholm mitteilte, werde eine erste Zinsanhebung erst gegen Jahresende in Erwägung gezogen. Bisher hatte die Zentralbank das zweite Halbjahr in Aussicht gestellt. Die schwedische Krone reagierte mit Kursverlusten auf die Entscheidung.

Die Reichsbank begründete die Verschiebung mit der Inflation, die zuletzt etwas unter ihren Erwartungen gelegen habe. Dies werfe die Frage auf, wie sich die Inflation künftig entwickeln werde, heißt es in einer Erklärung der Notenbank. Ihren Leitzins beließ die Notenbank unverändert auf dem Rekordtief von minus 0,5 Prozent. Auf diesem Niveau liegt er seit rund zwei Jahren./bgf/jkr/fba

26.04.2018

ROUNDUP: Verbraucherstimmung verschlechtert sich leicht

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Syrien-Konflikt und die Handelspolitik der USA haben zuletzt leicht auf die Konsumstimmung der Verbraucher in Deutschland gedrückt. Sie beurteilten die konjunkturelle Lage weniger optimistisch, wie das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK in seiner am Donnerstag veröffentlichten Konsumklimastudie schreibt. Auch die Erwartungen an das eigene Einkommen gingen leicht zurück. Dennoch seien die Verbraucher nach wie vor bereit, ihre Geldbeutel für Anschaffungen zu öffnen.

Aufgrund der exzellenten Beschäftigungslage hätten die Leute kaum Angst, ihren Job zu verlieren. "Dies sorgt für Planungssicherheit, was in erster Linie größeren Ausgaben zugutekommen dürfte." Da außerdem die Zinsen niedrig bleiben, sei Sparen keine attraktive Alternative.

"Wir sehen im April bei der Verbraucherstimmung insgesamt eine eher verhaltene Entwicklung", sagte GfK-Forscher Rolf Bürkl. Mögliche Gründe seien der andauernde Streit mit den USA über die Handelspolitik. "Das schwebt wie ein Damoklesschwert über den deutschen Verbrauchern", sagte Bürkl.

Hinzu komme der Syrienkonflikt, der durch den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen eskaliert sei. "Ich befürchte, dass die Verbraucher etwas stärker verunsichert sind - weil sie befürchten, dass sich die Konfrontation mit Russland verstärken könnte. Das hätte dann auch Auswirkungen auf sie selbst", sagte Bürkl.

Dementsprechend werde der von der GfK monatlich ermittelte Konsumklimaindex im Mai um 0,1 Zähler auf 10,8 Punkte sinken. Es falle jedoch auf, dass die Indikatoren, die die Verbraucher unmittelbar betreffen - wie ihre Einkommensentwicklung und Anschaffungsneigung - nach wie vor "sehr stabil und auf einem sehr hohen Niveau" seien, sagte Bürkl. Hier spiele eine große Rolle, dass es bei der Zahl der Beschäftigten Monat für Monat neue Rekordstände gebe und die Inflation gering sei.

Im Mai wolle sich US-Präsident Donald Trump entscheiden, wie es in der Handelspolitik auch gegenüber der Europäischen Union weiter geht. "Das wird vor allem für die Beschäftigten in den exportorientierten Unternehmen wichtig sein", sagte Bürkl. "Im Fall eines zunehmenden Protektionismus könnte Angst vor Umsatz-Ausfällen entstehen. Und das könnte auch die Angst vor Arbeitslosigkeit bei diesen Beschäftigten steigern."

Er gehe dennoch davon aus, dass es in den nächsten Monaten keine spürbare Eskalation in der Außenpolitik geben werde. "Dann sind die Aussichten gut, dass sich das Konsumklima weiter positiv entwickeln kann - und durchaus auch noch Potenzial nach oben besteht", sagte Bürkl./cat/DP/fba

26.04.2018

Deutschland: Zunehmende geopolitische Konflikte verunsichern Verbraucher

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die zunehmend unsichere geopolitische Lage und die protektionistische Handelspolitik der USA beginnt deutschen Verbrauchern auf die Stimmung zu schlagen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von GfK-Konsumforschern hervor, deren Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht wurden. Der für Mai ermittelte Index für das Konsumklima sei um 0,1 Punkte auf 10,8 Zähler gefallen, teilte die GfK weiter mit. Analysten hatten diesen Rückgang erwartet.

Nach Einschätzung der GfK-Forscher verunsichert die Konfrontation des Westens mit Russland im Syrien-Konflikt zunehmend die Verbraucher. Demnach haben die Befragung von etwa 2000 Verbrauchern im April gezeigt, dass es einen "spürbaren Dämpfer" bei den Konjunkturerwartungen gab. In deren Schlepptau seien auch die Einkommenserwartungen gesunken.

Trotz des Dämpfers bleibt das GfK-Konsumklima aber auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Allerdings dürfte eine weitere Verschärfung der aktuellen Konflikte "das Konsumklima nachhaltig beeinträchtigen", warnten die GfK-Forscher. Vor allem ein zunehmender Protektionismus im internationalen Handel würde die Exportnation Deutschland treffen. Dies hätte eine wachsende Angst vor Jobverlust zur Folge und würde die Kauflaune weiter dämpfen./jkr/jsl/he

26.04.2018

Bundeskartellamt sieht Ausweg im Streit um UKW-Antennen

BONN (dpa-AFX) - Das Bundeskartellamt hat einen Ausweg im Streit um die künftige Nutzung der UKW-Antennen aufgezeigt, über die rund 40 öffentlich-rechtliche und private Radiosender in Deutschland ihre Programme ausstrahlen. Die Beschlussabteilung der Behörde kam im Schreiben an einen der neuen Sendernetzbetreiber zu dem Schluss, dass die Preise für die Antennennutzung nicht allein wegen eines Wechsels der Eigentümer erhöht werden dürften.

Bei dem Konflikt, bei dem Anfang April sogar eine Abschaltung der betroffenen Sender im Raum stand, geht es um die kommerziellen Rahmenbedingungen der Nutzung der Antennen, über die etliche private Radiosender sowie der MDR, der NDR in Mecklenburg-Vorpommern, der RBB und das Deutschlandradio Programme verbreiten.

Der Dienstleister Media Broadcast hatte mit der Privatisierung des Antennenmarktes 2016 den Betrieb der Anlagen übernommen, dann aber das Geschäft an mehrere Finanzinvestoren verkauft. Neue Sendernetzbetreiber wie Divicon (Leipzig) oder Uplink (Düsseldorf) müssen nun mit den neuen Antennenbesitzern Mietpreise aushandeln. Das scheiterte bisher. Zuletzt hatten die Sendenetzbetreiber als Zwischenlösung Media Broadcast mit der Fortführung des Übergangsbetriebs bis zum 30. Juni beauftragt.

Das Bundeskartellamt kommt nun zur Einschätzung dass die Kaufpreiskalkulation der neuen Antennenbesitzer bei der Versteigerung der Antennen für die Betriebsentgelte keine Rolle spielen dürfe. "Insbesondere dürfte die Höhe eines durch Renditeerwartungen getriebenen Kaufpreises keinen Einfluss auf die Entgelte oder sonstige Geschäftsbedingungen haben", heißt es in dem Schreiben der Beschlussabteilung des Bundeskartellamtes an die Anwälte des Dienstleisters Uplink. Vielmehr hätten sich umgekehrt die Renditeerwartungen daran orientieren müssen, welche Entgelte ein "Inhaber einer marktbeherrschenden Stellung" maximal fordern dürfe.

Sollten die neuen Antennenbesitzer nur noch die alten Mietpreise aufrufen, die vor dem Verkauf gültig waren, wäre der Konflikt aus Sicht der Sendedienstleister gelöst. Das Kartellamt wird aber in der Sache zunächst nicht weiter formell vorgehen, sondern verweist derzeit auf eine Prüfung der Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur untersucht derzeit "intensiv und mit Hochdruck", ob und inwieweit nach dem Verkauf der Antennen auf den UKW-Märkten die Erwerber dieser Antennen - insbesondere die Finanzinvestoren - künftig einer Marktregulierung unterliegen". Ein Sprecher der Netzagentur sagte der dpa, es sei eine "gewisse Eile geboten", da sich die beteiligten Akteure bislang nur auf ein Übergangsszenario geeinigt hätten./chd/DP/zb

26.04.2018

ROUNDUP: Merkel reist zu Trump - Handelsstreit und Iran im Mittelpunkt

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bricht am frühen Donnerstagabend zu ihrem zweiten Besuch bei US-Präsident Donald Trump nach Washington auf. Dabei dürften der drohende Handelskrieg zwischen den USA und Europa sowie die Krisen in Syrien und im Iran im Mittelpunkt stehen. Nach dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der am Mittwoch einen dreitägigen Staatsbesuch in Washington beendete, ist Merkel die zweite wichtige Europapolitikerin innerhalb weniger Tage, die mit Trump zusammentrifft. Erstmals hatte Merkel den US-Präsidenten im März vergangenen Jahres besucht.

Merkel hat wiederholt betont, wie zentral die Partnerschaft mit den USA trotz bestehender Meinungsverschiedenheiten mit Trump für Deutschland sei. Die Kanzlerin dürfte dem US-Präsidenten, der in der Wirtschaftspolitik auf Abschottung setzt, erneut klarmachen, dass sich Europa in dieser Frage nicht auseinanderdividieren lässt. Das auf zweieinhalb Stunden angesetzte Arbeitstreffen ist für Freitagabend deutscher Zeit vorgesehen.

Vor allem mit Blick auf den Handel wird die Zeit knapp. Die EU ist bis zum 1. Mai ausgenommen von erhöhten US-Zöllen auf Stahl und Aluminium. Aber auch beim Thema Iran ist Dringlichkeit angesagt. Bis zum 12. Mai muss Trump entscheiden, ob die USA Sanktionen gegen den Iran weiterhin aussetzen. Dies wird de facto auch als Entscheidung über den Verbleib der USA im internationalen Atomdeal mit dem Iran angesehen. Trump hat sich immer wieder kritisch über das Abkommen geäußert.

Der Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt, Peter Beyer, sagte, Merkel könne bei Trump am besten im Tandem mit Macron etwas erreichen. "Es gibt gemeinsame Ziele und ein abgestimmtes Vorgehen, auch wenn Macron und Merkel unterschiedliche Rollen wahrnehmen", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Macron ist auf der persönlichen Ebene etwas näher an Trump dran.". Merkel könne mit ihrer pragmatischen Beharrlichkeit gut Sachthemen vorantreiben. "Merkel und Macron können sehr gut im Tandem arbeiten", sagte Beyer.

Der Wirtschaftsrat der CDU sieht im Treffen zwischen Merkel und Trump eine entscheidende Weichenstellung für die Handelspolitik. Merkel müsse eine dauerhafte Ausnahme für die neuen US-Strafzölle auf Stahl für die EU fordern, sagte der Generalsekretär des Verbandes, Wolfgang Steiger der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin forderte von Merkel Klartext in Washington. Macrons Charmeoffensive habe bei Trump in der Sache wenig bewirkt, befand Trittin. Am Freitag werde es daher für Merkel ernst. So sei der Iran-Deal weiter in akuter Gefahr. "Schmeichelei wird keine amerikanischen Zugeständnisse bringen", warnte Trittin und fügte hinzu: "Merkel muss mit Trump eine Sprache sprechen, die er versteht: die der Kosten-Nutzen-Rechnung."

Bei der Mehrheit der Deutschen überwiegt unterdessen der Pessismus mit Blick auf das transatlantische Verhältnis. Mehr als zwei Drittel glauben demnach, dass sich das Verhältnis zwischen Deutschen und den USA eher verschlechtern (47,3 Prozent) oder deutlich verschlechtern (20,8 Prozent) wird, wie eine Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Funke-Mediengruppe (Donnerstag) ergab. Nur 5,7 Prozent meinen, die Beziehung werde sich eher oder deutlich verbessern. Gut jeder Fünfte (21,6 Prozent) erwartet keine Änderung./bk/hn/shy/DP/zb

26.04.2018

ANALYSE-FLASH: Equinet belässt Krones auf 'Accumulate' - Ziel 123 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Krones nach Zahlen auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 123 Euro belassen. Der Auftragseingang des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen habe die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Stefan Augustin in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Er bleibt optimistisch, dass seine leicht über den Markterwartungen liegenden Schätzungen für das Gesamtjahr erreicht werden können./ag/la

Datum der Analyse: 26.04.2018

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26.04.2018

ANALYSE-FLASH: Equinet belässt Hypoport auf 'Buy' - Ziel 164 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Hypoport anlässlich der Übernahme von FIO Systems auf "Buy" mit einem Kursziel von 164 Euro belassen. Strategisch mache der Schritt für den Finanzdienstleister Sinn, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Es winken höhere Umsätze mit dem existierenden Kundenstamm. Der Kaufpreis erscheine allerdings auf den ersten Blick recht hoch./ag/la

Datum der Analyse: 26.04.2018

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26.04.2018

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Telefonica SA auf 'Neutral' - Ziel 9 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Telefonica auf "Neutral" nach Zahlen mit einem Kursziel von 9 Euro belassen. Das erste Quartal des spanischen Telekomkonzerns sei überraschungslos verlaufen, schrieb Analyst Akhil Dattani in einer am Donnerstag vorliegenden Schnelleinschätzung. Der operative Ergebnis (Ebitda) sei wie erwartet ausgefallen, der Umsatz habe die Konsensschätzung leicht übertroffen./ck/la

Datum der Analyse: 26.04.2018

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26.04.2018

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Orange auf 'Overweight' - Ziel 18 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Orange SA nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 18 Euro belassen. Die Resultate des Telekomkonzerns im ersten Quartal seien gut, schrieb Analystin Nawar Cristini in einer am Donnerstag vorliegenden Schnelleinschätzung. Es gebe dennoch Licht und Schatten. So seien die Umsätze auf dem Heimatmarkt Frankreich stärker als erwartet ausgefallen, doch der Geschäftsbereich Unternehmensdienste sowie das Spaniengeschäft hätten enttäuscht./ck/la

Datum der Analyse: 26.04.2018

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26.04.2018

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Barclays auf 'Overweight' - Ziel 250 Pence

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Barclays nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 250 Pence belassen. Wie erwartet sei das erste Quartal der britischen Großbank unschön verlaufen, schrieb Analyst Raul Sinha in einer am Donnerstag vorliegenden Schnelleinschätzung. Dabei verwies er auf eine Reihe beträchtlicher Belastungen, die den Nettoverlust hochgetrieben hätten. Jede kurzfristige Aktienkursschwäche sei jedoch eine Kaufgelegenheit, da die langfristige Erholungsstory intakt sei./ck/la

Datum der Analyse: 26.04.2018

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26.04.2018

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Facebook auf 'Overweight' - Ziel 242 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Facebook nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 242 US-Dollar belassen. Das erste Quartal sei stark verlaufen, schrieb Analyst Douglas Anmuth in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Bindung der Mitglieder an das soziale Netzwerk sei in den vergangenen Monaten die größte Sorge der Investoren gewesen. Das Auftaktquartal 2018 habe jedoch einen positiven Umkehreffekt im Vergleich zum Schlussquartal 2017 gezeigt./ck/la

Datum der Analyse: 26.04.2018

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26.04.2018

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Air Liquide auf 'Overweight' - Ziel 115 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Air Liquide nach Zahlen zum ersten Quartal auf "Overweight" mit einem Kursziel von 115 Euro belassen. Die Aktie des Industriegase-Herstellers und Anlagenbauers sei eine sehr Top-Empfehlungen für ein langfristiges Investment, schrieb Analyst Chetan Udeshi in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Einerseits gebe es kurzfristig Unterstützung für die Aktie. Andererseits verbessere sich der mittelfristige Wachstumsausblick./ck/la

Datum der Analyse: 26.04.2018

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26.04.2018

AKTIE IM FOKUS: Facebook klettern in Frankfurt nach Zahlen auf Hoch seit März

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Zwischenbericht vom Mittwochabend sind Facebook-Aktien am Donnerstag im Xetra-Handel um rund 6,5 Prozent auf 139,55 Euro oder umgerechnet knapp 170 Dollar und damit das höchste Niveau seit März angesprungen. "Die starken Ergebnisse des ersten Quartals dürften wieder Anleger zurückgewinnen", schrieb Analyst Doug Anmuth von der Investmentbank JPMorgan in einer ersten Reaktion.

Angesichts der Ende Mai in Europa in Kraft tretenden Datenschutz-Grundverordnung sei Facebook zwar vorsichtig für das hiesige Geschäft, so der Experte. Er rechnet allerdings nicht mit größeren Belastungen. Das Facebook-Management sollte mit dem Zwischenbericht nach dem zweiten Quartal dazu konkreteres sagen können.

Die Aktie gehört mit der Einstufung "Overweight" und einem Kursziel von 242 Dollar zur Empfehlungsliste des Hauses. Die Facebook-Aktie war in den vergangenen Wochen vor allem wegen eines Datenskandals stark unter Druck. Seit dem Anfang Februar erreichten Rekordhoch von 195,32 Dollar ging es um knapp ein Fünftel nach unten. Der Börsenwert des Unternehmens sank in der Zeit damit um rund 100 Milliarden Dollar - das ist mehr als die meisten Dax-Unternehmen wert sind./ag/zb

26.04.2018

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Philips Lighting auf 'Neutral' - Ziel 32 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Philips Lighting nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 32 Euro belassen. Das erste Quartal des niederländischen Lichtspezialisten sei sowohl umsatzseitig als auch für das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) schwach verlaufen, schrieb Analyst Andreas Willi in einer am Donnerstag vorliegenden Schnelleinschätzung. Um die Jahresziele nach den verfehlten Wachstums- und Margenerwartungen noch zu erreichen, sei nun ein starkes zweites Halbjahr vonnöten./ck/la

Datum der Analyse: 26.04.2018

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26.04.2018

AKTIEN IM FOKUS: Autowerte legen zu - China halbiert womöglich Einfuhrzölle

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf bessere Absatzchancen in China hat am Donnerstag die Aktien der deutschen Autobauer beflügelt. Die chinesische Regierung prüft Kreisen zufolge eine weitere Lockerung des heimischen Automarktes. So könnten die Importzölle auf Pkws um etwa die Hälfte gekürzt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Im zuletzt wenig veränderten Dax waren Autowerte im frühen Handel weit vorne. Volkswagen sprangen an der Index-Spitze um 3,16 Prozent hoch. Der Hersteller stand zudem mit Quartalszahlen im Fokus. Ungeachtet aller Turbulenzen an der Unternehmensspitze und den Folgen des Dieselskandals legten die Wolfsburger einen soliden Start ins laufende Jahr hin.

Volkswagen habe ein gutes Quartal hinter sich, schrieb JPMorgan-Analyst Jose Asumendi in einer ersten Reaktion. Allerdings habe der Konzern bei der Marke VW noch Arbeit vor sich, um die Profitabilität in Nord- und Lateinamerika zu verbessern. Stefan Burgstaller von Goldman Sachs betonte vor allem die gute Gewinnqualität und die starke Liquidität im abgelaufenen Jahresviertel.

Im vorderen Dax-Feld gewannen zudem die Papiere von BMW 0,85 Prozent. Daimler verteuerten sich um 0,26 Prozent. Niedrigere Zölle dürften den deutschen Autobauern helfen, ihre Modelle im Vergleich zur chinesischen Konkurrenz günstiger zu verkaufen. China ist der weltgrößte Automarkt und daher für die Hersteller enorm wichtig. Dem europäischen Autosektor kamen die positiven Nachrichten am Donnerstag zugute: Er gewann als bester der Stoxx-600-Übersicht 0,9 Prozent.

Vergangene Woche hatte die Regierung in Peking bereits angekündigt, dass internationale Autofirmen von nun an mehr als 50 Prozent an chinesischen Zweigstellen besitzen dürfen. Das bedeutet, dass sie nicht mehr zwangsweise Gemeinschaftsfirmen gründen müssen, um in Chinas Automarkt mitzumischen./ajx/zb/fba

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser