dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

02.08.2021

Berliner Polizei: Gut 500 Ermittlungsverfahren nach verbotenen Demos

BERLIN (dpa-AFX) - Die Berliner Polizei hat nach den eigentlich verbotenen Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Sonntag mindestens 503 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer eingeleitet. In 59 Fällen werde wegen Widerstands und in 43 Fällen wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, teilte die Polizei am Montagabend mit. Weitere Anzeigen wurden demnach wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Gefangenenbefreiung sowie Verstößen gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und die Berliner Infektionsschutzverordnung geschrieben.

Insgesamt hätten Einsatzkräfte knapp 1000 Personen "in ihrer Freiheit beschränken oder sie festnehmen" müssen, hieß es in der Polizeibilanz weiter. Mehr als 60 Prozent von ihnen seien aus anderen Bundesländern nach Berlin gekommen. Teilnehmer unerlaubter Versammlungen hätten in verschiedenen Bezirken wiederholt Einsatzkräfte attackiert, aber auch Andersdenkende und mindestens ein Fernsehteam. Mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten seien bei Einsätzen zum Teil schwer verletzt worden.

Trotz eines Verbots großer Demonstrationen waren am Sonntag mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt gezogen. Sie versammelten sich immer wieder in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt, mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften./kr/DP/nas

02.08.2021

BaFin News: Nachhaltige Investmentvermögen: BaFin konsultiert Richtlinie

FRANKFURT (BaFin) -

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat heute den Entwurf einer Richtlinie für nachhaltig ausgerichtete Investmentvermögen veröffentlicht. Dieser enthält Vorgaben dazu, wie Kapitalverwaltungsgesellschaften Publikumsinvestmentvermögen künftig ausgestalten müssen, die sie als nachhaltig bezeichnen oder als explizit nachhaltig vertreiben. Sie können dabei zwischen drei Varianten wählen: Mindestinvestitionsquote, nachhaltige Anlagestrategie oder nachhaltiger Index. Die Fondsindustrie hat nun bis zum 6. September 2021 Zeit, sich zu den Plänen der Finanzaufsicht zu äußern.

Copyright: Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht / www.bafin.de - (02.08.2021)

02.08.2021

Steuereffekt belastet Aareal Bank - Prognose bestätigt

WIESBADEN (dpa-AFX) - Ein einmaliger Steuereffekt im Zusammenhang mit einem aufgegebenen Fondsprodukt wird das Ergebnis der Aareal Bank im laufenden Jahr belasten. Dafür seien im zweiten Quartal Rückstellungen gebildet worden, teilte das Unternehmen am Montag in Wiesbaden mit. Das Betriebsergebnis liege im zweiten Quartal daher bei voraussichtlich 41 Millionen Euro, nach 2 Millionen Euro im von der Pandemie stark belasteten Vorjahresquartal. Bereinigt betrage das entsprechende Ergebnis 52 Millionen Euro, hieß es bei der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen.

Trotz der Sonderbelastung hält Aareal an seiner Jahresprognose fest und erwartet 2021 ein Betriebsergebnis von 100 bis 175 Millionen Euro. Allerdings steige die erwartete Steuerquote. Bezogen auf die Mitte der erwarteten Ergebnisspanne dürfte sie bei etwa 55 Prozent liegen. Auf der Handelsplattform Tradegate verlor die Aktie zunächst rund 1 Prozent.

Die Gesamterträge legten im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 14 Prozent zu, wie Aareal weiter mitteilte. Der Zinsüberschuss stieg dabei von 122 Millionen auf 142 Millionen Euro. Dies sei der höchste Stand seit fast vier Jahren. Der Provisionsüberschuss lag mit 59 Millionen Euro ebenfalls über dem Vorjahr. Die Risikovorsorge blieb mit 33 Millionen unter dem Vorjahreswert von 48 Millionen Euro.

Das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung habe sich im Quartal weiter dynamisch entwickelt und sei um 70 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro gestiegen./nas/he

02.08.2021

Deutsche Anleihen drehen in die Gewinnzone

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Montag nach anfänglichen Verlusten zugelegt. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg bis zum frühen Abend um 0,15 Prozent auf 176,84 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel auf minus 0,48 Prozent.

Die am Nachmittag veröffentlichten und eher schwach ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA stützten die Anleihen etwas. So war der stark beachtete Einkaufsmanagerindex ISM für die Industrie im Juli überraschend etwas gefallen. Zudem waren die Investitionen in der Bauwirtschaft im Juni weniger als erwartet gestiegen. Die als sicher geltenden Anleihen waren weniger gefragt.

Die am Vormittag veröffentlichten positiv aufgenommen Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone hatten zunächst noch die Anleihen belastet. So waren die Einzelhandelsumsätze in Deutschland im Juni deutlich stärker gestiegen als erwartet. Der vom Marktforschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie war im Juli laut einer zweiten Veröffentlichung etwas weniger gefallen als in einer ersten Schätzung ermittelt. Vor allem die deutschen Zahlen überraschten positiv./jsl/he

02.08.2021

New York: Impfung oder Tests für Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem medizinischen Personal und den städtischen Mitarbeitern müssen in New York ab Anfang September auch alle Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmäßig testen lassen. Das gelte für die rund 68 000 Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde MTA, die unter anderem für U-Bahnen und Busse zuständig ist, sowie für die Mitarbeiter der Port Authority, die die Flughäfen betreibt, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit.

Zuvor waren ähnliche Regelungen für das städtische Personal der Millionenmetropole, darunter auch Polizisten und Lehrpersonal, sowie medizinisches Personal angekündigt worden. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte am Montag zudem an, dass künftig nur noch bereits geimpfte Menschen von der Stadt neu eingestellt würden. Zusätzlich empfahl er allen Menschen, auch bereits geimpften, in öffentlichen Innenräumen wieder Masken anzuziehen - ordnete dies aber nicht offiziell an.

Die Maßnahmen, die auch andernorts in den USA eingeführt wurden, sind eine Reaktion auf die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus, die in den USA mittlerweile dominant ist und für steigende Infektionszahlen vor allem bei Ungeimpften sorgt./cah/DP/nas

02.08.2021

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 16. August 2021

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag, den 16. August:

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DIENSTAG, DEN 03. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 GBR: Standard Chartered, Halbjahreszahlen

06:45 DEU: Teamviewer AG, Q2-Zahlen (detailliert) (Call 10.30 h)

07:00 DEU: Fraport, Q2-Zahlen

07:00 FRA: Societe Generale, Q2-Zahlen

07:00 NLD: DSM, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: BMW, Halbjahreszahlen (Pressecall 10.00 h)

07:30 DEU: Infineon, Q3-Zahlen (Call 11.00 h)

07:30 DEU: Pfeiffer Vacuum, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:45 DEU: Krones, Q2-Zahlen (detailliert)

08:00 GBR: Direct Line Insurance Group, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Travis Perkins, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: BP, Halbjahreszahlen

08:00 IRL: Bank of Ireland, Halbjahreszahlen

08:00 NLD: Stellantis, Halbjahreszahlen (Online-Pk 15.00 h)

10:00 DEU: Boehringer Ingelheim, Halbjahreszahlen

12:30 USA: Blue Apron, Q2-Zahlen

12:55 USA: Under Armour, Q2-Zahlen

22:00 USA: Amgen, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: AT&S, Q2-Zahlen

ITA: Buzzi Unicem, Halbjahreszahlen

ITA: Assicurazioni Generali, Halbjahreszahlen

USA: Conoco Phillips, Q2-Zahlen

USA: Eli Lilly, Q2-Zahlen

USA: Eaton, Q2-Zahlen

USA: Activision Blizzard, Q2-Zahlen

USA: Lyft, Q2-Zahlen

USA: DuPont de Nemours, Q2-Zahlen

USA: Avis Budget, Q2-Zahlen

USA: Pkw-Absatz 07/21

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Verbraucherpreise Tokio 07/21

09:00 ESP: Arbeitslosenzahlen 07/21

09:00 CHE: Seco: Konsumentenstimmungsindex (Umfrage Juli)

11:00 EUR: Erzeugerpreise 06/21

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 06/21

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 06/21 (endgültig)

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Fortsetzung Prozess gegen den Ex-Chef des früheren Fahrradbauers Mifa Sangerhausen wegen Betrugs im besonders schweren Fall

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

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MITTWOCH, DEN 04. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 CHE: Vailant, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Commerzbank, Q2-Zahlen (Call 10.30 h)

07:00 DEU: Siemens Energy, Q3-Zahlen (detailliert) (Pressecall 8.30 h)

07:00 DEU: Norma, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Grenke, Halbjahreszahlen

07:00 JPN: Toyota Motor, Q1-Zahlen

07:30 AUT: Voestalpine, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Hensoldt AG, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Hugo Boss, Q2-Zahlen (detailliert) (Video-Call 11.00 h u.a. zur Strategiepräsentation)

07:30 DEU: Heidelberger Druckmaschinen, Q1-Zahlen (Call 10.00 h)

07:45 DEU: Elmos Semiconductor, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Schaeffler, Q2-Zahlen

08:00 GBR: Legal + General Group, Halbjahreszahlen

08:00 JPN: Sony, Q1-Zahlen

08:00 NLD: Wolters Kluwer, Halbjahreszahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

13:00 USA: New York Times, Q2-Zahlen

13:30 USA: General Motors, Q2-Zahlen

17:40 DEU: Patrizia, Halbjahreszahlen

22:05 USA: Uber Technologies, Q2-Zahlen

22:15 USA: Allstate, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: VDA / KBA / VdiK, Kfz-Neuzulassungen 07/21

GBR: Next, Q2-Umsatz

GBR: Ferrexpo, Halbjahreszahlen

ITA: Intesa Sanpaolo, Halbjahreszahlen

USA: BorgWarner, Q2-Zahlen

USA: Etsy, Q2-Zahlen

USA: Electronic Arts, Q1-Zahlen

USA: McKesson, Q1-Zahlen

USA: Kraft Heinz, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

02:30 JPN: Jibun Bank PMI Dienste 07/21 (endgültig)

03:45 CHN: Caixin PMI Dienste 07/21

08:00 ROU: Einzelhandelsumsatz 06/21

09:15 ESP: PMI Dienste 07/21

09:45 ITA: PMI Dienste 07/21

09:50 FRA: PMI Dienste 07/21 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Dienste 07/21 (2. Veröffentlichung)

10:00 CHE: KOF Konjunkturumfragen 07/21

10:00 ITA: Einzelhandelsumsatz 06/21

10:00 EUR: PMI Dienste 07/21 (2. Veröffentlichung)

10:30 GBR: PMI Dienste 07/21 (2. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 06/21

14:15 USA: ADP Beschäftigung 07/21

15:45 USA: Markit PMI Dienste 07/21 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: ISM Index Dienste 07/21

16:30 USA: EIA Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:30 DEU: Pk Allianz pro Schiene "Deutschlands Schienenpolitik im europäischen Vergleich"

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DONNERSTAG, DEN 05. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 CHE: Swiss, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Deutsche Post, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Siemens, Q3-Zahlen (Pressecall 8.00 h, Analystencall 9.15 h)

07:00 DEU: Lufthansa, Q2-Zahlen (Call 10.30 h)

07:00 DEU: Evonik, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Rational, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Aurubis, 9Montaszahlen

07:00 DEU: Wacker Chemie, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Kuka, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Zalando, Q2-Zahlen (Call 9.00 h)

07:00 DEU: Merck KGaA, Q2-Zahlen (Pressecall 10.00 h, Analystencall 14.00 h)

07:00 AUT: S&T, Q2-Zahlen

07:00 BEL: KBC Group, Q2-Zahlen

07:00 CHE: Adecco, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 FRA: Credit Agricole, Halbjahreszahlen

07:15 CHE: Swisscom, Q2-Zahlen

07:25 DEU: Compugroup Medical, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Adidas, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Symrise, Halbjahreszahlen (Call 9.00 h)

07:30 DEU: Dürr AG, Q2-Zahlen (detailliert) (Call 14.00 h)

07:30 DEU: Bayer, Q2-Zahlen (Analystencall 14.00 h)

07:30 DEU: Hannover Rück, Q2-Zahlen

07:30 DEU: 1&1, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Rheinmetall, Q2-Zahlen

07:30 DEU: United Internet, Halbjahreszahlen (Call 10.00 h)

07:30 DEU: ProSiebenSat.1, Q2-Zahlen (detailliert) (Call 8.15 h)

07:30 DNK: Novo Nordisk, Q2-Zahlen

07:30 NLD: Shop Apotheke, Q2-Zahlen (detailliert)

07:40 DEU: ElringKlinger, Q2-Zahlen

07:45 DEU: New Work, Q2-Zahlen

07:45 DEU: Baywa, Halbjahreszahlen (Halbjahres-Pk 10.30 h)

08:00 DEU: Beiersdorf, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Süss Microtec, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Rhön Klinikum, Halbjahreszahlen

08:00 CHE: Glencore, Halbjahreszahlen

08:00 FIN: Outokumpu, Q2-Zahlen

08:00 GBR: Rolls-Royce, Halbjahreszahlen

08:00 JPN: Suzuki Motor, Q1-Zahlen

08:30 DEU: Continental, Halbjahreszahlen

09:00 DEU: Westwing Group, Hauptversammlung (online)

09:00 JPN: Nintendo, Q1-Zahlen

10:00 DEU: VDMA Auftragseingang 06/21

12:30 USA: Cigna, Q2-Zahlen

14:00 USA: Kellogg, Q2-Zahlen

17:50 ITA: Pirelli, Halbjahreszahlen

22:15 USA: News Corp, Q4-Zahen

22:05 USA: Zynga, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: VAT, Halbjahreszahlen

ITA: Banca Monte dei Paschi di Siena, Halbjahreszahlen

USA: American International Group, Q2-Zahlen

USA: Dropbox, Q2-Zahlen

USA: ResMed, Q4-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

06:30 NLD: Verbraucherpreise 07/21

08:00 DEU: Auftragseingang Industrie 06/21

09:00 CZE: Einzelhandelsusmatz 06/21

12:00 IRL: Arbeitslosenquote 07/21

13:00 GBR: BoE Zinsentscheid

14:30 USA: Handelsbilanz 06/21

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

18:00 RUS: Verbraucherpreise 07/21

SONSTIGE TERMINE

DEU: Nationaler Waldgipfel "Waldsterben 2.0", Wershofen

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FREITAG, DEN 06. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:55 DEU: Stratec, Halbjahreszahlen (Call 14.00 h)

07:00 DEU: Allianz, Q2-Zahlen (Pressecall 8.30 h, Analystencall 14.00 h)

07:00 DEU: Covestro, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Carl Zeiss Meditec, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Vonovia, Halbjahreszahlen (Call 7.30 h)

07:00 NLD: ING Groep, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Auto1 Group, Halbjahresumsatz

08:00 DNK: A.P. Moller-Maersk, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: London Stock Exchange (LSE), Halbjahreszahlen

08:00 LUX: RTL, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Deutsche Beteiligungs AG, 9Monatszahlen

08:00 DEU: Dr. Hönle, 9Montaszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

ROU: Zentralbank, Zinsentscheid

08:00 DEU: Industrieproduktion 06/21

08:00 FIN: Handelsbilanz 06/21 (vorab)

08:45 FRA: Handelsbilanz 06/21

08:45 FRA: Industrieproduktion 06/21

09:00 CHE: Währungsreserven 07/21

09:00 ESP: Industrieproduktion 06/21

10:00 ITA: Industrieproduktion 06/21

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 07/21

16:00 USA: Lagerbestände Großhandel 06/21 (endgültig)

21:00 USA: Konsumentenkredite 06/21

EUR: S&P Ratingergebnis ESM

EUR: Fitch Ratingergebnis Norwegen

EUR: Moody's Ratingergebnis Malta, Tschechien

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SAMSTAG, DEN 07. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

USA: Berkshire Hathaway, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

CHN: Handelsbilanz 07/21

07:00 JPN: Frühindikatoren 06/21 (vorläufig)

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MONTAG, DEN 09. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:15 DEU: Bertrandt, Q3-Zahlen

06:55 DEU: Hypoport, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Wacker Neuson, Q2-Zahlen

07:30 DEU: q.beyond, Q2-Zahlen

13:00 DEU: Biontech, Q2-Zahlen

17:45 DEU: Alstria Office Reit, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CAN: Nutrien, Q2-Zahlen

NLD: PostNL, Halbjahreszahlen

USA: Air Products and Chemicals, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

03:30 CHN: Verbraucherpreise 07/21

07:45 CHE: Arbeitsmarktdaten 07/21

08:00 DEU: Handels- und Leistungsbilanz 06/21

08:00 DEU: Im- und Exporte 06/21

08:00 ROU: Handelsbilanz 06/21

10:30 EUR: Sentix Investorvertrauen 08/21

11:00 GRC: Industrieproduktion 06/21

11:00 GRC: Verbraucherpreise 07/21

HINWEIS

JPN/SGP: Feiertag, Börsen geschlossen

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DIENSTAG, DEN 10. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:50 DEU: Hellofresh, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Brenntag, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 DEU: LEG Immobilien, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Klöckner & Co, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:30 DEU: Munich Re, Q2-Zahlen (detailliert) (Analystencall 14.00 h)

07:45 DEU: SNP Schneider-Neureither & Partner, Q2-Zahlen

08:00 IRL: Flutter Entertainment, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Intercontinental Hotels Group, Halbjahreszahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Porsche SE, Q2-Zahlen

DEU: Cewe Stiftung, Q2-Zahlen

DEU: Home24, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

03:30 CHN: Verbraucherpreise 07/21

03:30 CHN: Erzeugerpreise 07/21

06:30 JPN: Insolvenzen 07/21

08:00 DNK: Verbraucherpreise 07/21

09:00 CZE: Verbraucherpreise 07/21

09:00 AUT: Verbraucherpreise 07/21

09:00 HUN: Verbraucherpreise 07/21

11:00 DEU: ZEW Konjunkturerwartungen 08/21

14:30 USA: Produktivität ex Agrar Q2/21 (vorab)

14:30 USA: Lohnstückkosten Q2/21 (vorab)

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

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MITTWOCH, DEN 11. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 DEU: TAG Immobilien, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Eon, Q2-Zahlen (Call 9.00 h)

07:00 DEU: Evotec, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Thyssenkrupp, 9Monatszahlen

07:00 DEU: Lanxess, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 DEU: Leoni, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 LUX: Corestate Capital, Halbjahreszahlen

07:00 NLD: ABN Amro, Q2-Zahlen

07:30 AUT: Wienerberger, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Deutsche Pfandbriefbank Q2-Zahlen (detailliert) (Call 11.00 h)

07:30 DEU: Jenoptik, Q2-Zahlen (detailliert) (9.30 h Telefon-Pk)

07:30 DEU: Stemmer Imaging, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Salzgitter, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Dic Asset, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Uniper, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Talanx, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Indus Holding, Q2-Zahlen

08:00 DEU: PNE, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: OHB, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Admiral, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Prudential, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Dialog Semiconductor, Q2-Zahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 DEU: KfW Bankengruppe, Q2-Zahlen

18:00 DEU: Freenet, Q2-Zahlen

22:00 USA: Ebay, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Leifheit, Halbjahreszahlen

DEU: Hawesko, Halbjahreszahlen

DNK: Vestas, Q2-Zahlen

NLD: Ahold Delhaize, Halbjahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Verbraucherpreise 07/21 (endgültig)

11:00 ITA: Verbraucherpreise 07/21 (endgültig)

11:30 DEU: Anleihe, Laufzeit: 10 jahre, Volumen: 4 Mrd EUR

14:30 USA: Verbraucherpreise 07/21

14:30 USA: Verbraucherpreise 07/21

14:30 USA: Realeinkommen 07/21

15:00 RUS: Handelsbilanz 06/21

16:30 USA: EIA Ölbericht (Woche)

20:00 USA: Haushaltssaldo 07/21

HINWEIS

JPN: Feiertag, Börse geschlossen

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DONNERSTAG, DEN 12. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 CHE: Zurich Insurance Group, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Deutsche Telekom, Q2-Zahlen

07:00 DEU: SMA Solar, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Aareal Bank, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 07/21

07:00 DEU: Nordex, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Procredit Holding, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Bilfinger, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Ceconomy, Q3-Zahlen

07:00 DEU: K+S, Q2-Zahlen

07:00 DEU: RWE, Halbjahreszahlen (Pk 10.00 h)

07:00 DEU: Demire Deutsche Mittelstand Real Estate, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Windeln.de, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Bauer, Halbjahreszahlen

07:25 DEU: Hapag-Lloyd, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:30 DEU: Sixt SE, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:30 DEU: Deutz, Q2-Zahlen (Call 9.00 h)

07:30 DEU: Henkel, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Scout24, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Delivery Hero, Q2-Zahlen

07:30 DEU: SLM Solutions, Q2-Zahlen

07:30 DEU: GFT Technologies, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Aurelius, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Bechtle, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Medigene, Q2-Zahlen

07:30 DEU: MLP, Q2-Zahlen (Pressecall 10.00 h, Analystencall 14.00 h)

07:30 DEU: SGL Carbon, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: HHLA, Q2-Zahlen

07:30 NLD: Aegon, Q2-Zahlen

07:30 LUX: SAF Holland, Q2-Zahlen

07:45 DEU: Eckert & Ziegler, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Westwing Group, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Biotest, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Jost Werke, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Cancom, Q2-Zahlen

08:00 CHE: Coca-Cola HBC AG, Halbjahreszahlen

18:00 DEU: Deutsche Euroshop, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Jungheinrich, Q2-Zahlen

DEU: Tui, Q3-Zahlen

DNK: Novozymes, Q2-Zahlen

GBR: Zeal Network, Q2-Zahlen

GBR: Aviva, Halbjahreszahlen

USA: Walt Disney, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Erzeugerpreise 07/21

08:00 GBR: BIP Q2/21 (vorläufig)

08:00 GBR: Industrieproduktion 06/21

08:00 GBR: Handelsbilanz, non-EU 06/21

08:00 GBR: Im- und Exporte Q2/21 (vorläufig)

10:00 ITA: Handelsbilanz 06/21

11:00 EUR: Industrieproduktion 06/21

14:30 USA: Erstantrage Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Erzeugerpreise 07/21

18:00 RUS: BIP Q2/21 (vorab)

SONSTIGE TERMINE

DEU: Jahrestagung der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG) und Jahresverkehrskongress

17:00 DEU: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) besucht Windpark Pellingen

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FREITAG, DEN 13. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Knorr Bremse, Q2-Zahlen (Pressecall 10.00 h)

07:00 DEU: Encavis, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Varta, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Wohnen, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Gea Group, Q2-Zahlen

07:30 DEU: MVV Energie, 9Monatszahlen

09:15 DEU: Wüstenrot & Württembergische, Halbjahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Bundeswirtschaftsministerium, Monatsbericht 08/21

07:30 FRA: ILO-Arbeitslosenquote Q2/21

08:45 FRA: Verbraucherpreise 07/21 (endgültig)

09:00 ESP: Verbraucherpreise 07/21 (endgültig)

11:00 EUR: Handelsbilanz 06/21

14:30 USA: Im- und Exportpreise 07/21

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 08/21 (vorab)

EUR: S&P Ratingergebnis Schweden, Litauen, Lettland, Ungarn

EUR: Moody's Ratingergebnis Irland, Litauen

EUR: Fitch Ratingergebnis Türkei

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MONTAG, DEN 16. AUGUST 2021

TERMINE UNTERNEHMEN

LUX: Grand City Properties, Halbjahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: BIP Q2/21 (vorläufig)

04:00 CHN: Einzelhandelsumsatz 07/21

04:00 CHN: Industrieproduktion 07/21

06:30 JPN: Kapazitätsauslastung 06/21

06:30 JPN: Industrieproduktion 06/21 (endgültig)

14:30 USA: Empire State Index 08/21

SONSTIGE TERMINE

10:30 DEU: Batteriehersteller Akasol eröffnet Gigafactory u.a. mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dem hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne)

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

02.08.2021

TAGESVORSCHAU: Termine am 03. August 2021

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Dienstag, den 03. August:

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TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 GBR: Standard Chartered, Halbjahreszahlen

06:45 DEU: Teamviewer AG, Q2-Zahlen (detailliert) (Call 10.30 h)

07:00 DEU: Fraport, Q2-Zahlen

07:00 FRA: Societe Generale, Q2-Zahlen

07:00 NLD: DSM, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: BMW, Halbjahreszahlen (Pressecall 10.00 h)

07:30 DEU: Infineon, Q3-Zahlen (Call 11.00 h)

07:30 DEU: Pfeiffer Vacuum, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:45 DEU: Krones, Q2-Zahlen (detailliert)

08:00 GBR: Direct Line Insurance Group, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Travis Perkins, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: BP, Halbjahreszahlen

08:00 IRL: Bank of Ireland, Halbjahreszahlen

08:00 NLD: Stellantis, Halbjahreszahlen (Online-Pk 15.00 h)

10:00 DEU: Boehringer Ingelheim, Halbjahreszahlen

12:30 USA: Blue Apron, Q2-Zahlen

12:55 USA: Under Armour, Q2-Zahlen

22:00 USA: Amgen, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: AT&S, Q2-Zahlen

ITA: Buzzi Unicem, Halbjahreszahlen

ITA: Assicurazioni Generali, Halbjahreszahlen

USA: Conoco Phillips, Q2-Zahlen

USA: Eli Lilly, Q2-Zahlen

USA: Eaton, Q2-Zahlen

USA: Activision Blizzard, Q2-Zahlen

USA: Lyft, Q2-Zahlen

USA: DuPont de Nemours, Q2-Zahlen

USA: Avis Budget, Q2-Zahlen

USA: Pkw-Absatz 07/21

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Verbraucherpreise Tokio 07/21

09:00 ESP: Arbeitslosenzahlen 07/21

09:00 CHE: Seco: Konsumentenstimmungsindex (Umfrage Juli)

11:00 EUR: Erzeugerpreise 06/21

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 06/21

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 06/21 (endgültig)

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Fortsetzung Prozess gegen den Ex-Chef des früheren Fahrradbauers Mifa Sangerhausen wegen Betrugs im besonders schweren Fall

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

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02.08.2021

Ölpreise deutlich gefallen - Enttäuschende China-Daten belasten

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag deutlich unter Druck geraten. Marktbeobachter verwiesen unter anderem auf enttäuschende Konjunkturdaten aus China und den USA. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 73,23 US-Dollar. Das waren 2,18 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,47 Dollar auf 71,48 Dollar.

In China hat sich die Stimmung von Einkaufsmanagern in der Industrie unerwartet stark eingetrübt. Ein vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichter Indexwert fiel um 1,0 Punkte auf 50,3 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2020. Eine trübere Stimmung in der Wirtschaft könnte ein Hinweis auf weniger Wirtschaftswachstum und damit auf eine schwächere Nachfrage nach Rohöl sein.

Verstärkt wurde der Abwärtstrend im Verlauf durch die eher schwach ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA. So ist der stark beachtete Einkaufsmanagerindex ISM für die Industrie im Juli überraschend etwas gefallen. Zudem sind die Investitionen in der Bauwirtschaft im Juni weniger als erwartet gestiegen.

Darüber belastet auch die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus die Rohölpreise. In Teilen von Asien steigen die Infektionszahlen und damit am Ölmarkt die Sorge vor neuen Einschränkungen der Mobilität. So wurden in Teilen von Australien neue Maßnahmen eingeführt. Aber auch in China werden steigende Infektionszahlen gemeldet./jsl/he

02.08.2021

ROUNDUP 4: Vonovia startet dritten Anlauf für Übernahme der Deutsche Wohnen

(neu: Aussagen Mieterbund)

BOCHUM/BERLIN (dpa-AFX) - Der Übernahmekampf um Deutschlands zweitgrößten Vermieter Deutsche Wohnen geht in eine neue Runde. Der Chef des Marktführers Vonovia , Rolf Buch, kündigte ein verbessertes Angebot an - gerade eine Woche nachdem ihm die Mehrheit der Aktionäre der Deutsche Wohnen die kalte Schulter gezeigt hatte. Buch drückt dabei aufs Tempo. Den bislang größten Deal in der deutschen Wohnungswirtschaft möchte er möglichst noch vor der Bundestagswahl im September unter Dach und Fach bringen.

Buch ist fest überzeugt, diesmal die Mehrheit der Aktionäre des Konkurrenten überzeugen zu können. "Es wird nicht schiefgehen", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Deutschlands größter Vermieter will den Eignern der Deutsche Wohnen 53 Euro je Anteil zahlen und damit einen Euro mehr als zuletzt geboten. Damit wäre die Deutsche Wohnen insgesamt 19 Milliarden Euro wert.

Der weitere Ablauf hänge nun von der Genehmigung durch die Finanzaufsicht Bafin ab, die grünes Licht für ein neues Angebot geben müsse, sagte Buch. "Wenn es ganz schnell geht, können wir ein paar Tage vor der Bundestagswahl wissen, ob wir diesmal die Annahmeschwelle erreicht haben."

Der Deutsche Mieterbund kritisierte den neuen Anlauf von Vonovia. "Das Hickhack um Deutsche Wohnen und Vonovia ist zirkusreif", sagte Verbandspräsident Lukas Siebenkotten dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er bezweifelte, dass die Zusagen der Konzerne an die Politik die Lage der Mieterinnen und Mietern entspannen.

Für Buch, unter dem Vonovia rasant gewachsen ist, droht die Deutsche-Wohnen-Übernahme zur unendlichen Geschichte zu werden. Schon 2016 hatte er seien erste Attacke auf den Konkurrenten geritten, damals gegen dessen Willen und ohne Erfolg. Beim zweiten Anlauf in diesem Jahr konnte er Vorstand und Aufsichtsrat des Konkurrenten an Bord holen, aber nicht alle an der Deutsche Wohnen beteiligten Hedgefonds. Deren Spekulation auf einen höheren Preis machte Buch für sein Scheitern auch im zweiten Anlauf verantwortlich. Es wurden zu wenige Aktien angeboten.

Jetzt also Versuch Nummer drei. Vonovia starte diesmal von einem anderen Niveau, sagte Buch. "Vorher mussten wir quasi aus dem Stand auf 50 Prozent springen, jetzt müssen wir nur von 30 auf 50 Prozent springen." Vonovia hat sich bereits knapp 30 Prozent des Kapitals der Deutschen Wohnen gesichert. "Die Latte liegt deutlich niedriger", betonte Buch. Er zeigte sich sicher, zögernde Aktionäre überzeugen zu können.

Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), sieht es ähnlich. "Das Angebot erfolgt nicht im Blindflug", sagte er der dpa. Vonovia habe offensichtlich das gemacht, was schon vor dem ersten Angebot hätte passieren müssen: mit den Hedgefonds und den sperrigen Aktionären reden. "Die 53 Euro sind schon ein Schluck mehr. Aber es ist auch nicht so viel mehr, dass sich der Deal auch Sicht von Vonovia nicht mehr rechnet", analysierte der Aktionsvertreter.

Union-Investment-Manager Michael Muders zeigte sich laut "Financial Times" aber immer noch nicht zufrieden. Der NAV, ein in der Immobilienbranche üblicher Indikator für den Unternehmenswert, liege bei 56 Euro je Aktie, sagte er. Am Aktienmarkt reagierten die Kurse von Vonovia und Deutsche Wohnen zunächst nicht auf die Aussagen.

Tüngler sieht Buch unter Zeitdruck. "Die Übernahme muss vor der Bundestagswahl über die Bühne gehen. Denn dann werden die Karten neu gemischt." Diese Unsicherheit wäre zu groß gewesen. "Deshalb muss das Eisen genau jetzt geschmiedet werden." Nach der Wahl könnte es zu mehr staatlichen Eingriffen in den Wohnungsmarkt kommen. So fordern etwa die Grünen, mit einem Bundesgesetz die Möglichkeit zu eröffnen, Mietobergrenzen festzulegen.

Gegen erneute Spekulationen auf einen höheren Preis will sich Vonovia wappnen. So soll im Angebot diesmal ausdrücklich festgeschrieben werden, dass Vonovia drei Jahre lang keinen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen wird. Bei einem solchen Vertrag könnten Minderheitsaktionäre einen höheren Preis für ihre Papiere herausschlagen als bei einem Übernahmeangebot. Im Immobilienmarkt seien Übernahmen ohne einen solchen Vertrag "durchaus üblich", betonte Buch. "Da dies aber eventuell nicht allen bekannt war, haben wir das jetzt klar kommuniziert."

Und wenn Buch erneut scheitern sollte? "Wenn das jetzt nicht klappt, dann wird es auch für Herrn Buch enger", vermutet Aktionärsvertreter Tüngler. Der Vonovia-Chef verweist darauf, dass der erneute Übernahmeversuch kein Alleingang von ihm sei. "Alle Gremien, sowohl von Vonovia als auch der Deutsche Wohnen, haben gesagt: Das ist der richtige Weg."/hff/DP/nas

02.08.2021

Wettbewerbshüter melden Bedenken gegen Übernahmepläne von Facebook an

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Wettbewerbshüter der EU haben Bedenken gegen den von Facebook geplanten Kauf des Start-ups Kustomer angemeldet. Konkret wird nach Angaben der EU-Kommission vom Montag befürchtet, dass die Übernahme den Wettbewerb auf dem Markt für Software für Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management - CRM) einschränken könnte. Zudem sehen die Prüfer das Risiko, dass die Position von Facebook auf dem Markt für Online-Werbeanzeigen noch weiter gestärkt werden könnte, weil dem Unternehmen noch mehr Daten zur Personalisierung seiner Werbeanzeigen zur Verfügung stehen würden.

Den Angaben zufolge werden die Wettbewerbshüter die geplante Übernahme nun einer eingehenden Prüfung auf Grundlage der EU-Fusionskontrollverordnung unterziehen. Sollten sie dabei zum Ergebnis kommen, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb erheblich behindern würden, könnten sie ihn untersagen. Eine Entscheidung soll es bis zum 22. Dezember geben.

"Mit unserer Untersuchung wollen wir sicherstellen, dass das Vorhaben nicht zu Nachteilen für Unternehmen und Verbraucher führt und dass die Daten, zu denen Facebook Zugang erhält, keine Wettbewerbsverzerrungen verursachen", kommentierte die zuständige Vizepräsidentin der Kommission, Margrethe Vestager. Gerade im digitalen Sektor sei es wichtig, potenziell problematische Übernahmen durch Unternehmen mit einer marktbeherrschenden Stellung genau unter die Lupe zu nehmen.

Das Online-Netzwerk Facebook hatte im vergangenen November angekündigt, sich mit dem Kauf von Kustomer bei Angeboten für den Kundendienst verstärken zu wollen. Details zum Preis oder zu sonstigen finanziellen Konditionen wurden damals nicht genannt. Nach früheren Informationen des "Wall Street Journal" wird Kustomer bei dem Deal mit etwas mehr als einer Milliarde Dollar (842 Mio Euro) bewertet. Die 2015 gegründete Firma stellt Plattformen für Kundenservice und sogenannte Chatbots bereit, die Kundenanfragen automatisiert beantworten sollen.

Kustomer bietet diesen Service bereits über Facebooks eigenen Mitteilungsdienst an und dehnte ihn zuletzt auch auf Facebooks Foto-Tochter Instagram aus. Mehr und mehr versuchen Händler, für den Vertrieb ihrer Produkte auch Online-Plattformen wie Instagram und Facebook zu nutzen, auf denen Empfehlungen von Freunden oder Stars eine Rolle spielen können./aha/DP/nas

02.08.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Kursrutsch bei Allianz bremst Dax etwas aus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Robuste Konjunkturdaten und Kursgewinne an der Wall Street haben dem deutschen Aktienmarkt einen freundlichen Monatsstart beschert. Nach den zum Wochenschluss erlittenen Verlusten rückte der Leitindex Dax am Montag um 0,16 Prozent auf 15 568,73 Punkte vor. Gebremst wurde das Börsenbarometer aber von einem Kursrutsch bei den Aktien von Allianz. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,68 Prozent auf 35 384,24 Punkte.

Die Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben die Geschäfte der Einzelhändler in Deutschland im Juni überraschend kräftig angekurbelt. Ökonomen gehen davon aus, dass der Privatkonsum Europas größte Volkswirtschaft auch in den kommenden Monaten anschieben wird.

Die Papiere von Allianz gerieten wegen drohender Sonderbelastungen mit einem Minus von 7,8 Prozent massiv unter Druck und waren damit klares Schlusslicht im Leitindex. Nach Klagen und einer Untersuchung der Wertpapieraufsichtsbehörde SEC habe nun auch das US-Justizministerium eine Untersuchung in Zusammenhang mit den sogenannten Structured Alpha Fonds der Konzerntochter Allianz Global Investors eingeleitet, teilte der Versicherungskonzern mit. Händlern zufolge sorgt dies unter den Anlegern für größere Unsicherheit.

Ein neuer Anlauf für eine Fusion von Deutsche Wohnen und Vonovia kam vor allem bei den Aktionären des Bieters gut an. Die Papiere von Vonovia zogen um gut 2 Prozent an. Jene von Deutsche Wohnen näherten sich mit einem Plus von 0,30 Prozent auf 52,80 Euro der auf 53 von zuvor 52 Euro erhöhten Vonovia-Offerte. Der Bieter peilt erneut mindestens die Hälfte der Anteile an, war an dieser Schwelle aber im jüngsten Anlauf gescheitert.

Die am Freitag infolge erhöhter Jahresziele eingeleitete Rally bei Fuchs Petrolub setzte sich am Montag nach einem positiven Analystenkommentar fort. Die Papiere des Schmierstoffherstellers kletterten als einer der besten MDax-Werte um knapp drei Prozent nach oben. Der Schmierstoffhersteller komme mit steigenden Kosten gut zurecht, schrieb Analyst Martin Rödiger von der Investmentbank Kepler Cheuvreux. Der Experte hält daraufhin den angehobenen Ausblick noch für konservativ.

Bei den bis vor vier Wochen noch auf Rekordniveau liegenden Aktien von Flatexdegiro aber machten die Anleger im großen Stil Kasse. Der Kurs fiel am Ende des Nebenwerteindex SDax um fast 16 Prozent und erreichte das tiefste Niveau seit April, obwohl sich der Online-Broker nach dem ersten Halbjahr auf Kurs zu seinen Jahreszielen sieht. Unter Analysten machten sich Stimmen breit, dass das Kundenwachstum zuletzt die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,67 Prozent auf 4116,62 Zähler. Der FTSE 100 in London legte ähnlich deutlich zu, während der Pariser Cac 40 um rund 1 Prozent anzog. An der Wall Street verzeichnete der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss moderate Gewinne.

Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1886 (Freitag: 1,1891) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8413 (0,8410) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,24 Prozent auf minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex büßte 0,15 Prozent auf 146,12 Punkte ein. Der Bund-Future gewann 0,20 Prozent auf 176,93 Punkte./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

02.08.2021

Aktien Frankfurt Schluss: Kursrutsch bei Allianz bremst Dax etwas aus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Robuste Konjunkturdaten und Kursgewinne an der Wall Street haben dem deutschen Aktienmarkt einen freundlichen Monatsstart beschert. Nach den zum Wochenschluss erlittenen Verlusten rückte der Leitindex Dax am Montag um 0,16 Prozent auf 15 568,73 Punkte vor. Gebremst wurde das Börsenbarometer aber von einem Kursrutsch bei den Aktien von Allianz . Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,68 Prozent auf 35 384,24 Punkte.

Die Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben die Geschäfte der Einzelhändler in Deutschland im Juni überraschend kräftig angekurbelt. Ökonomen gehen davon aus, dass der Privatkonsum Europas größte Volkswirtschaft auch in den kommenden Monaten anschieben wird./la/he

02.08.2021

ROUNDUP/Aktien New York: Dow beginnt August mit weiterem Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Am New Yorker Aktienmarkt hat der Monat August mit Kursgewinnen begonnen. Im Dow Jones Industrial reichten diese am Montag im frühen Handel für ein weiteres Rekordhoch. Mehr als 100 Punkte darunter verbuchte der Leitindex zuletzt noch einen Zuwachs von 0,41 Prozent auf 35 078,40 Punkte.

Papiere von Banken wie Goldman Sachs und JPMorgan waren mit einem Plus von teils bis zu zwei Prozent ebenso unter den Favoriten wie die Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar .

Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,45 Prozent auf 15 027,88 Punkte. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,43 Prozent auf 4414,07 Punkte zu.

Die Stimmung in der US-Industrie hatte sich im Juli überraschend eingetrübt. Einfluss auf die Kurse hatte dies nicht. Marktbeobachter verwiesen als Treiber eher auf die Beratungen des US-Senats über ein neues billionenschweres Infrastrukturprogramm, die offenbar kurz vor dem Abschluss stehen.

Die in New York gelisteten Anteile von Biontech legten um fast fünf Prozent zu und kosteten in der Spitze fast 354 Dollar, womit sie ihre Rekordrally fortsetzten. Sie profitierten von der Aussicht auf bald beginnende Booster-Impfungen gegen das Corona-Virus, den verstärkten Einsatz auch bei Kindern und Jugendlichen und die Perspektive, dass die mRNA-Technologie auch für andere Anwendungsgebiete marktreif werden könnte. Die Privatbank Berenberg preschte vor diesem Hintergrund am Montag vor und hob ihr Kursziel deutlich auf 400 Dollar an.

Um mehr als neun Prozent hoch ging es für die Titel von Square . Mit der Übernahme des australischen Zahlungsdienstleisters Afterpay will der US-Bezahldienst sein Geschäft um Ratenzahlungen erweitern. Der Deal mit einem Wert von gut 29 Milliarden US-Dollar solle im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein, teilten beide Unternehmen mit.

Amazon traten quasi auf der Stelle. Somit blieb die Erholung nach ihrem hohen Verlust am Freitag aus, als der Online-Händler eine überraschend verhaltene Prognose für das laufende Vierteljahr abgegeben hatte./ajx/he

02.08.2021

Aktien New York: Dow beginnt August mit weiterem Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Am New Yorker Aktienmarkt hat der Monat August mit Kursgewinnen begonnen. Im Dow Jones Industrial reichten diese am Montag für ein weiteres Rekordhoch. Etwas darunter verbuchte der Leitindex zuletzt noch einen Zuwachs von 0,53 Prozent auf 35 119,25 Punkte.

Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,44 Prozent auf 15 025,39 Punkte. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,50 Prozent auf 4417,43 Punkte zu.

Die Stimmung in der US-Industrie hatte sich im Juli überraschend eingetrübt. Einfluss auf die Kurse hatte dies nicht. Marktbeobachter verwiesen als Treiber eher auf die Beratungen des US-Senats über ein neues billionenschweres Infrastrukturprogramm, die offenbar kurz vor dem Abschluss stehen./ajx/he

02.08.2021

Aktien New York Ausblick: August startet mit moderaten Gewinnen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street können zu Beginn des neuen Börsenmonats auf moderate Kurssteigerungen hoffen. Als Triebfeder sehen Börsianer am Montag die bisher starke US-Unternehmensberichtssaison und eine wohl weiter lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Rund eine halbe Stunde vor dem Handelsstart taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,27 Prozent höher bei 35 028 Punkten. Erst am Donnerstag hatte der Leitindex ein Rekordhoch erreicht, von dem er vor dem Wochenende etwas zurückgefallen war. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 wird am Montag 0,45 Prozent höher bei 15 028 Punkten taxiert - er hatte vor einer Woche seine bisherige Bestmarke erreicht.

Am Wochenende hatten zwei Fed-Mitglieder vor Risiken für die Aussichten der weltgrößten Volkswirtschaft gewarnt. Zudem stehen Beratungen des US-Senats über ein neues billionenschweres Infrastrukturprogramm offenbar kurz vor dem Abschluss.

Die in New York gelisteten Anteilsscheine von Biontech legten vorbörslich um fast fünfeinhalb Prozent auf 346 US-Dollar zu, womit sie ihre Rekordrally fortsetzen dürften. Sie profitierten von der Aussicht auf bald beginnende Booster-Impfungen gegen das Corona-Virus, den verstärkten Einsatz auch bei Kindern und Jugendlichen und die Perspektive, dass die mRNA-Technologie auch für andere Anwendungsgebiete marktreif werden könnte. Die Privatbank Berenberg preschte vor diesem Hintergrund am Montag vor und hob ihr Kursziel deutlich auf 400 Dollar an.

Regeneron-Aktien verteuerten sich um zwei Prozent, nachdem das Unternehmen von der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Erweiterung der Notfallzulassung für den Covid-Cocktail Regen-Cov (Casirivimab und Imdevimab) erhalten hatte. Neu kann der Cocktail auch als Prophylaxe nach der Ansteckung mit Corona bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Gewicht von mindestens 40 Kilogramm verwendet werden, die ein hohes Risiko für eine schwere Corona-Erkrankung haben, bei der ein Krankenhausaufenthalt oder der Tod droht.

Dagegen büßten Square-Titel vorbörslich knapp drei Prozent ein. Mit der Übernahme des australischen Zahlungsdienstleisters Afterpay will der US-Bezahldienst sein Geschäft um Ratenzahlungen erweitern. Der Deal mit einem Wert von gut 29 Milliarden US-Dollar solle im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein, teilten beide Unternehmen mit./gl/eas

02.08.2021

Aktien Frankfurt: Dax-Gewinn schmilzt zusammen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenstart die anfänglich klaren Gewinne nicht halten können und ist am Nachmittag nahe auf das Niveau vom Freitagsschluss abgebröckelt. Zunächst hatten gute Vorgaben der asiatischen Börsen und frische Konjunkturdaten aus Deutschland für positive Impulse gesorgt.

Der Dax notierte am Nachmittag 0,07 Prozent höher bei 15 555,70 Punkten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex rund 0,6 Prozent und auf Wochensicht rund 0,8 Prozent verloren. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Montag um 0,18 Prozent auf 35 209,05 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,5 Prozent.

Der deutsche Einzelhandel steigerte seine Umsätze im Juni zum Vormonat real (preisbereinigt) um 4,2 Prozent. Analysten hatten im Mittel nur einen Zuwachs um 2,0 Prozent erwartet. Das Statistische Bundesamt revidierte zudem den realen Anstieg im Mai auf 4,6 Prozent nach oben.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen profitierten ebenfalls von einer positiven Analystenstudie. "Der VW-Konzern sollte auch im weiteren Jahresverlauf von seinen Premiummarken sowie einem guten Finanzdienstleistungsgeschäft profitieren", glaubt DZ-Bank-Analyst Michael Punzet. Zudem sieht er beim Thema Elektromobilität Größenvorteile für die Wolfsburger und stufte die VW-Vorzüge aufgrund ihres Kurspotenzials von "Halten" auf "Kaufen" hoch.

Ein neuer Anlauf für eine Fusion von Deutsche Wohnen und Vonovia kam vor allem bei den Aktien des Bieters gut an. Die Papiere von Vonovia zogen um 1,4 Prozent an. Jene von Deutsche Wohnen näherten sich mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent auf 52,76 Euro der auf 53 (zuvor 52) Euro erhöhten Vonovia-Offerte. Vonovia will erneut mindestens die Hälfte der Anteile erwerben, war an dieser Schwelle aber im jüngsten Anlauf gescheitert.

Die Aktien der Allianz gerieten hingegen wegen drohender Sonderbelastungen mit minus 6,8 Prozent massiv unter Verkaufsdruck und waren damit klares Schlusslicht im Dax. Nach Klagen und einer Untersuchung der Wertpapieraufsichtsbehörde SEC habe nun auch das US-Justizministerium (DoJ) eine Untersuchung in Zusammenhang mit den sogenannten Structured Alpha Fonds eingeleitet, teilte der Versicherungskonzern mit. Händlern zufolge sorgt dies unter den Anlegern für größere Unsicherheit.

Die am Freitag infolge erhöhter Jahresziele eingeleitete Rally bei Fuchs Petrolub setzte sich am Montag nach einem positiven Analystenkommentar fort. Die Papiere des Schmierstoffherstellers kletterten als einer der besten MDax-Werte zuletzt um 2,6 Prozent. In der Spitze erreichten sie den höchsten Stand seit Anfang Mai.

Bei den bis vor vier Wochen noch auf Rekordhoch liegenden Aktien von Flatexdegiro machten die Anleger im großen Stil Kasse. Der Kurs fiel um mehr als 13 Prozent und erreichte den tiefsten Stand seit April, obwohl sich der Online-Broker nach dem ersten Halbjahr auf Kurs zu seinen Jahreszielen sieht. Unter Analysten machten sich am Morgen Stimmen breit, dass das Kundenwachstum zuletzt die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus profitierte im dritten Geschäftsquartal von der anhaltenden Erholung der Wirtschaft und steigerte Umsatz und Ergebnis deutlich. Das Unternehmen zeigte sich daher für das laufende Geschäftsjahr (per Ende September) etwas zuversichtlicher und hob das untere Ende seiner Prognose an. Die Stabilus-Papiere verloren zuletzt 2,0 Prozent.

Der Euro kostete zuletzt 1,1885 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1891 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,24 Prozent auf minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,15 Prozent auf 146,12 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,07 Prozent auf 176,45 Punkte./edh/eas

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

02.08.2021

Aktien Europa: Freundlicher Monatsbeginn

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte sind am Montag mit Gewinnen in den neuen Börsenmonat gestartet. Rückenwind kam von den freundlichen asiatischen Märkten und der Aussicht auf weitere Staatshilfen für die US-Infrastruktur.

Um die Mittagszeit gewann der Leitindex EuroStoxx 50 0,76 Prozent auf 4120,30 Punkte. Für den französischen Cac 40 ging es um 0,89 Prozent auf 6671,36 Punkte hoch und der britische FTSE 100 rückte um 1,09 Prozent auf 7108,75 Zähler vor.

Im europäischen Branchenvergleich gab es fast nur Gewinner. Am besten mit jeweils über anderthalb Prozent Plus schlugen sich im marktbreiten Stoxx Europe 600 die Indizes von Autoherstellern und -zulieferern sowie des Einzelhandels . Als Zugpferde der Autoindustrie erwiesen sich die deutschen Vertreter Daimler, Volkswagen und BMW, wobei die Stuttgarter und die Wolfsburger von positiven Analystenkommentaren Auftrieb bekamen. Der Einzelhandels-Index profitierte von guten Branchendaten aus Deutschland für den Juni.

Einzige Verlierer in Europa mit nur moderaten Abschlägen waren die Indizes der Versicherer und der Medizinunternehmen . Die Anteilsscheine der Allianz büßten am EuroStoxx-Ende knapp acht Prozent ein, nachdem sie vor drohenden Belastungen in ihrem US-Vermögensverwaltungsgeschäft gewarnt hatte. Axa-Titel stemmten sich indes gegen den negativen Branchentrend: Dank einer überraschend deutlichen Ergebnissteigerung des französischen Versicherers gewannen sie an der Indexspitze fast vier Prozent.

HSBC-Aktien profitierten davon, dass die Bank im zweiten Quartal dank einer deutlich besseren Lage bei faulen Krediten ihr Vorsteuerergebnis überraschend deutlich gesteigert hatte: Sie verteuerten sich um 1,2 Prozent./gl/eas

02.08.2021

Aktien Frankfurt: Freundlicher Start in den August

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Verlusten vom Freitag und der negativen Vorwochenbilanz ist der deutsche Aktienmarkt mit leichtem Schwung in die neue Woche und den Monat August gestartet. Gute Vorgaben kamen aus Asien, wo sich die Börsen von ihren Freitagsabgaben merklich erholt haben. Positive Impulse lieferten zudem frische Konjunkturdaten aus Deutschland. Geprägt werden dürfte die neue Börsenwoche von der voll angelaufenen Quartalsberichtssaison der Unternehmen.

Der Dax notierte gegen Mittag 0,24 Prozent höher bei 15 581,47 Punkten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex rund 0,6 Prozent und auf Wochensicht rund 0,8 Prozent verloren. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Montag um 0,34 Prozent auf 35 266,56 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,8 Prozent.

Der deutsche Einzelhandel steigerte seine Umsätze im Juni zum Vormonat real (preisbereinigt) um 4,2 Prozent. Analysten hatten im Mittel nur einen Zuwachs um 2,0 Prozent erwartet. Das Statistische Bundesamt revidierte zudem den realen Anstieg im Mai auf 4,6 Prozent nach oben.

Aus Branchensicht zeigten sich die Automobilwerte in starker Frühform. So verbuchten die Papiere von Daimler , Volkswagen und BMW Kursgewinne zwischen 1,3 und 2,4 Prozent und gehörten damit zu den attraktivsten Dax-Titeln. Zuvor hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs die Daimler-Papiere in ihre "Conviction Buy List" besonders aussichtsreicher Werte aufgenommen. Analyst George Galliers begründete dies mit anhaltenden operativen Erfolgen bei Mercedes-Benz. Zudem gebe es mit der Abspaltung der Lkw-Sparte einen klaren Kurstreiber im zweiten Halbjahr.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen profitierten ebenfalls von einer positiven Analystenstudie. "Der VW-Konzern sollte auch im weiteren Jahresverlauf von seinen Premiummarken sowie einem guten Finanzdienstleistungsgeschäft profitieren", glaubt DZ-Bank-Analyst Michael Punzet. Zudem sieht er beim Thema Elektromobilität Größenvorteile für die Wolfsburger und stufte die VW-Vorzüge aufgrund ihres Kurspotenzials von "Halten" auf "Kaufen" hoch.

Ein neuer Anlauf für eine Fusion von Deutsche Wohnen und Vonovia kam vor allem bei den Aktien des Bieters gut an. Die Papiere von Vonovia zogen um 1,7 Prozent an. Jene von Deutsche Wohnen näherten sich mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent auf 52,74 Euro der auf 53 (zuvor 52) Euro erhöhten Vonovia-Offerte. Vonovia will erneut mindestens die Hälfte der Anteile erwerben, war an dieser Schwelle aber im jüngsten Anlauf gescheitert.

Die Aktien der Allianz gerieten hingegen wegen drohender Sonderbelastungen mit minus 8,2 Prozent massiv unter Verkaufsdruck und waren damit klares Schlusslicht im Dax. Nach Klagen und einer Untersuchung der Wertpapieraufsichtsbehörde SEC habe nun auch das US-Justizministerium (DoJ) eine Untersuchung in Zusammenhang mit den sogenannten Structured Alpha Fonds eingeleitet, teilte der Versicherungskonzern mit. Händlern zufolge sorgt dies unter den Anlegern für größere Unsicherheit.

Bei den bis vor vier Wochen noch auf Rekordhoch liegenden Aktien von Flatexdegiro machten die Anleger im großen Stil Kasse. Der Kurs fiel um mehr als 14 Prozent und erreichte deutlich unter der 90-Euro-Marke den tiefsten Stand seit April, obwohl sich der Online-Broker nach dem ersten Halbjahr auf Kurs zu seinen Jahreszielen sieht. Unter Analysten machten sich am Morgen Stimmen breit, dass das Kundenwachstum zuletzt die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus profitierte im dritten Geschäftsquartal von der anhaltenden Erholung der Wirtschaft und steigerte Umsatz und Ergebnis deutlich. Das Unternehmen zeigte sich daher für das laufende Geschäftsjahr (per Ende September) etwas zuversichtlicher und hob das untere Ende seiner Prognose an. Die Stabilus-Papiere stiegen um 1,1 Prozent./edh/eas

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

02.08.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Fester Start in den August

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Verlusten vom Freitag und der negativen Vorwochenbilanz ist der deutsche Aktienmarkt mit Schwung in die neue Woche und den Monat August gestartet. Gute Vorgaben kamen aus Asien, wo sich die Börsen von ihren Freitagsabgaben merklich erholt haben. Positive Impulse lieferten zudem frische Konjunkturdaten aus Deutschland. Geprägt werden dürfte die neue Börsenwoche von der voll angelaufenen Quartalsberichtssaison der Unternehmen.

Der Dax notierte im frühen Handel 0,56 Prozent höher bei 15 631,88 Punkten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex rund 0,6 Prozent und auf Wochensicht rund 0,8 Prozent verloren. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Montagvormittag um 0,41 Prozent auf 35 289,99 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,8 Prozent.

Der deutsche Einzelhandel steigerte seine Umsätze im Juni zum Vormonat real (preisbereinigt) um 4,2 Prozent. Analysten hatten im Mittel nur einen Zuwachs um 2,0 Prozent erwartet. Das Statistische Bundesamt revidierte zudem den realen Anstieg im Mai auf 4,6 Prozent nach oben.

Aus Branchensicht zeigten sich die Automobilwerte in starker Frühform. So verbuchten die Papiere von Daimler , Volkswagen und BMW Kursgewinne zwischen 2,2 und 2,7 Prozent und gehörten damit zu den attraktivsten Dax-Titeln. Zuvor hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs die Daimler-Papiere in ihre "Conviction Buy List" besonders aussichtsreicher Werte aufgenommen. Analyst George Galliers begründete dies mit anhaltenden operativen Erfolgen bei Mercedes-Benz. Zudem gebe es mit der Abspaltung der Lkw-Sparte einen klaren Kurstreiber im zweiten Halbjahr.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen profitierten ebenfalls von einer positiven Analystenstudie. "Der VW-Konzern sollte auch im weiteren Jahresverlauf von seinen Premiummarken sowie einem guten Finanzdienstleistungsgeschäft profitieren", glaubt DZ-Bank-Analyst Michael Punzet. Zudem sieht er beim Thema Elektromobilität Größenvorteile für die Wolfsburger und stufte die VW-Vorzüge aufgrund ihres Kurspotenzials von "Halten" auf "Kaufen" hoch.

Die Aktien der Allianz gerieten hingegen wegen drohender Sonderbelastungen mit minus 3,4 Prozent unter Verkaufsdruck und waren damit das Schlusslicht im Dax. Nach Klagen und einer Untersuchung der Wertpapieraufsichtsbehörde SEC habe nun auch das US-Justizministerium (DoJ) eine Untersuchung in Zusammenhang mit den sogenannten Structured Alpha Fonds eingeleitet, teilte der Versicherungskonzern mit. Händlern zufolge sorgt dies unter den Anlegern für größere Unsicherheit.

Um fast 14 Prozent brachen die Aktien von Flatexdegiro ein und fielen auf den tiefsten Stand seit April. Händler sprachen von einer Welle an Gewinnmitnahmen, nachdem der Online-Broker mitgeteilt hatte, die Zahl der Neukunden in den ersten sechs Monaten des Jahres um mehr als 500 000 auf 1,75 Millionen gesteigert zu haben. Vorstandschef Frank Niehage sieht das Unternehmen auf Kurs, die Zahl der Kunden bis Jahresende wie geplant auf 2 bis 2,2 Millionen nach oben zu treiben und 2021 insgesamt 90 bis 110 Millionen Transaktionen abzuwickeln.

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus profitierte im dritten Geschäftsquartal von der anhaltenden Erholung der Wirtschaft und steigerte Umsatz und Ergebnis deutlich. Das Unternehmen zeigte sich daher für das laufende Geschäftsjahr (per Ende September) etwas zuversichtlicher und hob das untere Ende seiner Prognose an. Die Stabilus-Papiere stiegen um 0,5 Prozent./edh/men

02.08.2021

Aktien Frankfurt Eröffnung: Börsenampel springt auf grün

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Verlusten vom Freitag und der negativen Vorwochenbilanz ist der deutsche Aktienmarkt mit Schwung in die neue Woche und den Monat August gestartet. Gute Vorgaben kamen aus Asien, wo sich die Börsen von ihren Freitagsabgaben merklich erholt haben. Positive Impulse lieferten zudem frische Konjunkturdaten aus Deutschland. Geprägt werden dürfte die neue Börsenwoche von der voll angelaufenen Quartalsberichtssaison der Unternehmen.

Der Dax notierte kurz nach Eröffnung 0,68 Prozent höher bei 15 650,44 Punkten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex rund 0,6 Prozent und auf Wochensicht rund 0,8 Prozent verloren. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Montagmorgen um 0,65 Prozent auf 35 377,08 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,9 Prozent./edh/men

02.08.2021

Impf-Angebote für Kinder ab 12 Jahren in allen Ländern geplant

BERLIN (dpa-AFX) - Als Corona-Schutz zum Schulstart nach den Sommerferien sollen zusätzliche Impfgelegenheiten für Kinder und Jugendliche kommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen am Montag, dass nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in Impfzentren oder auf andere niedrigschwellige Weise anbieten wollen. Dabei sei entsprechende ärztliche Aufklärung erforderlich. Zudem sollten Kinder und Jugendliche auch durch Kinder- und Hausärzte sowie im Rahmen von Impfungen für Angehörige von Beschäftigten in Firmen geimpft werden können. Für Jugendliche und junge Erwachsene in Universitäten und Berufsschulen sind ebenfalls Impf-Angebote geplant.

Bundesminister Jens Spahn (CDU) sagte: "Jeder, der will, kann im Sommer geimpft werden. Wir haben genügend Impfstoff für alle Altersgruppen." Auch 12- bis 17-Jährige, die sich nach ärztlicher Aufklärung für eine Impfung entscheiden, könnten sich und andere schützen. Mit der Möglichkeit einer Auffrischimpfung im September sollten zudem besonders gefährdete Gruppen im Herbst und Winter bestmöglich geschützt werden. "Denn für sie ist das Risiko eines nachlassenden Impfschutzes am größten." Der Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte: "Wir gehen vorbereitet in den Herbst."/sam/ctt/DP/nas

02.08.2021

Zu viele Briten in Quarantäne: Regierung schraubt an Corona-App

LONDON (dpa-AFX) - Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen. Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück. Das Ministerium betonte, das Update beeinfluss weder die Empfindlichkeit der App noch ändere es die Risikoschwelle.

Zuletzt waren wöchentlich Hunderttausende in England und Wales aufgefordert worden, sich wegen engen Kontakts mit Menschen, die später positiv auf das Virus getestet wurden, in Selbstisolation zu begeben. Die Regelung hatte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft: Pubs und Gaststätten blieben geschlossen, Lebensmittelregale leer, Bahnen und Busse blieben stehen. Medien nennen das Phänomen "Pingdemie" - nach dem "ping", das Anwender über einen Corona-Kontakt informiert.

"Dieses Update der App wird dazu beitragen, dass wir die richtige Balance finden", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. "Wir wollen die Störungen reduzieren, die die Selbstisolation für Menschen und Unternehmen verursachen kann, und gleichzeitig sicherstellen, dass wir die am stärksten gefährdeten Personen vor diesem Virus schützen."

Wirtschaftsvertreter und konservative Politiker begrüßten die Änderungen. Der Sender Sky News berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, die App habe in den ersten drei Juli-Wochen dazu beigetragen, mehr als 50 000 Neuinfektionen und 1600 Krankenhauseinweisungen zu vermeiden./bvi/DP/nas

02.08.2021

Laschet will Insolvenzordnung nach Hochwasserkatastrophe ändern

SCHLEIDEN (dpa-AFX) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für eine Sonderregelung der Insolvenzordnung zugunsten der Hochwasseropfer ausgesprochen. Wer seine Zahlungsfähigkeit infolge der Unwetterkatastrophe kurzfristig verloren habe, sollte nicht zum Insolvenzrichter gehen müssen, sagte Laschet am Montag bei einem Besuch in der hochwassergeschädigten Eifel-Gemeinde Schleiden im Kreis Euskirchen. Er wolle eine entsprechende Rechtsveränderung bei der Bundesregierung erwirken, kündigte der CDU-Bundesvorsitzende und Kanzlerkandidat der Union an. Demnach sollte die Pflicht zur Anmeldung der Insolvenz ausgesetzt werden "bis die unmittelbare Not überwunden ist"./beg/DP/nas

02.08.2021

Laschet will Fluthilfe-Wiederaufbaufonds per Bundesgesetz regeln

SCHLEIDEN (dpa-AFX) - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will nach der Flutkatastrophe den Wiederaufbaufonds per Bundesgesetz regeln. "Damit ist nämlich verlässlich für alle, die jetzt auf Geld warten, gesichert, dass dieses Geld auch kommt", sagte der Unions-Kanzlerkandidat am Montag im vom Hochwasser besonders betroffenen Schleiden. "Ein anderer Weg wäre eine lockere Vereinbarung der 16 Länder. Aber für diese Region ist es wichtig, dass es per Bundesgesetz sehr schnell gelöst wird."

Den politischen Beschluss zum Wiederaufbaufonds soll die Ministerpräsidenten-Konferenz am 10. August fassen, schlug Laschet als Zeitplan vor. Die Schätzung der Schäden solle bis zu diesem Zeitpunkt möglichst abgeschlossen sein. Die Bundesregierung könne dann das Gesetz vorbereiten - ähnlich wie es bei der Flut in Ostdeutschland vor einigen Jahren bereits erprobt worden sei. Es sei "denkbar", dass der Bundestag dieses Gesetz dann bereits am 7. September beschließen könne. Anschließend könne es dann eine Sondersitzung des Bundesrates geben, "so dass wir innerhalb der nächsten fünf Wochen eine verbindliche Klarheit hätten, dass dieser Wiederaufbaufonds a) kommt, b) finanziert ist und c) dann auch sehr unbürokratisch bei den Menschen ankommt"./uho/idt/tob/DP/nas

02.08.2021

ROUNDUP 2: London bestellt iranischen Botschafter nach Angriff auf Tanker ein

(neu: Johnson)

LONDON/TEHERAN/BUKAREST (dpa-AFX) - Nach dem Drohnenangriff auf den Öltanker "Mercer Street" im Persischen Golf hat Großbritannien den iranischen Botschafter einbestellt. Staatssekretär James Cleverly habe dabei deutlich gemacht, dass der Iran "Maßnahmen, die den Weltfrieden und die internationale Sicherheit gefährden, unverzüglich einstellen" müsse, teilte das Außenministerium in London am Montag mit. "Dies war eindeutig ein inakzeptabler und empörender Angriff auf die kommerzielle Schifffahrt", sagte Premierminister Boris Johnson. Teheran müsse sich den Konsequenzen seiner Taten stellen.

Bei dem Zwischenfall am 29. Juli vor der Küste Omans waren ein Brite und der rumänische Kapitän getötet worden. Auch der iranische Botschafter in der rumänischen Hauptstadt Bukarest wurde einbestellt.

Großbritannien, Rumänien, Israel und die USA machen den Iran für den Zwischenfall verantwortlich. Das Schiff wird von der britischen Firma Zodiac Maritime verwaltet. Vorsitzender der Zodiac-Gruppe ist der israelische Geschäftsmann Ejal Ofer, der nach Medienberichten auch Anteile der Gruppe besitzt.

Der Iran wies eine Verwicklung erneut zurück. "Die Unterstellungen der britischen und amerikanischen Außenminister sind grundlos und eine politische Provokation, die wir aufs schärfste verurteilen" sagte Außenamtssprecher Said Chatibsadeh in Teheran. Es seien keine konkreten Beweise präsentiert worden. "Aber falls es deswegen zu irgendwelchen abenteuerlichen Aktionen gegen den Iran kommen sollte, werden wir die kurzerhand und konsequent erwidern", sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur Isna zufolge.

Aus dem Persischen Golf gelangen Schiffe über die Straße von Hormus in den Golf von Oman, an den auch der Iran grenzt, und können von dort über den Suezkanal ins Mittelmeer gelangen. Die Route gilt als eine der wichtigsten Seeverbindungen des internationalen Handels./kl/bvi/fmb/DP/nas

02.08.2021

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 02.08.2021 - 17.00 Uhr

USA: Industriestimmung trübt sich überraschend ein

TEMPE - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Punkte auf 59,5 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Tempe mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 61,0 Punkte gerechnet.

USA: Bauausgaben steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im Juni weniger als erwartet gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legten sie um 0,1 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/Ifo: Zwei Drittel der Industriefirmen leiden unter Materialmangel

MÜNCHEN - Die deutsche Industrie leidet immer mehr unter Materialmangel. Inzwischen beklagen 64 Prozent der vom Ifo-Institut befragten Unternehmen Engpässe und Probleme bei Vorlieferungen als Hindernis für ihre Produktion. "Bereits im Vorquartal meldeten die Unternehmen einen Rekordwert, dieser wurde nochmals deutlich übertroffen", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe am Montag in München. "Das könnte zu einer Gefahr für den Aufschwung werden."

Altmaier bekräftigt: Für Verlängerung von Corona-Hilfen

BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bekräftigt, die Corona-Hilfen für Firmen über den September hinaus verlängern zu wollen. Eine Sprecherin sagte am Montag: "Minister Altmaier setzt sich seit langem dafür ein, die Überbrückungshilfen über den September hinaus zu verlängern, um betroffene Betriebe und ihre Beschäftigten zu unterstützen, die vielfach noch länger mit den Corona-Folgen zu kämpfen haben. Er hat sich dazu auch mehrfach öffentlich geäußert und sehr deutlich gemacht, dass die Bundesregierung auch in Zukunft fest an der Seite der Unternehmen stehen wird. Wir begrüßen insoweit, dass jetzt auch Minister Scholz diesem Vorschlag positiv gegenübersteht."

ROUNDUP: Einzelhandel profitiert vom Ende vieler Corona-Beschränkungen

WIESBADEN - Die Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben die Geschäfte der Einzelhändler in Deutschland im Juni kräftig angekurbelt. Der Umsatz stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 4,2 Prozent und nominal um 4,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Gegenüber Juni 2020 gab es ebenfalls deutliche Zuwächse (real plus 6,2 Prozent). Die Halbjahresbilanz fiel positiv aus: Die Umsätze lagen real um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Großbritannien: Stimmung in der Industrie trübt sich wie erwartet ein

LONDON - Die Industriestimmung in Großbritannien hat sich im Juli wie erwartet eingetrübt. Der Markit-Einkaufsmanagerindex fiel auf 60,4 Punkte nach 63,9 Zählern im Monat zuvor, wie das Forschungsunternehmen IHS Markit am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Erhebung wie von Analysten erwartet bestätigt.

ROUNDUP: Industriestimmung im Euroraum trübt sich nach Rekordhoch etwas ein

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Juli nach einem Rekordhoch wieder etwas eingetrübt. Der Stimmungsdämpfer fiel allerdings nicht so stark wie erwartet aus. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit gab um 0,6 Punkte auf 62,8 Zähler nach, wie Markit am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Juni war der Indikator bis auf 63,4 Punkten gestiegen und damit auf den bis dahin höchsten Wert seit Beginn der Umfrage im Juni 1997.

Deutscher Einzelhandel legt im Juni erneut stark zu

WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel hat seine Umsätze im Juni erneut stark gesteigert. Im Monatsvergleich legten die Erlöse real (preisbereinigt) um 4,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Mittel nur einen Zuwachs um 2,0 Prozent erwartet. Nominal (nicht preisbereinigt) setzten die Einzelhändler 4,6 Prozent mehr um.

China: 'Caixin'-Industriestimmung fällt auf tiefsten Stand seit Frühjahr 2020

PEKING - In China hat sich die Stimmung in kleineren und mittelgroßen Industriebetrieben erneut eingetrübt. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel überraschend stark auf den tiefsten Stand seit Frühjahr 2020. Der "Caixin"-Index rutschte im Juli zum Vormonat um 1,0 Punkte auf 50,3 Punkte, wie das Magazin am Montag in Peking mitteilte. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 51,0 Zähler erwartet.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

02.08.2021

WDH/ROUNDUP/Laschet in Kritik: Anwohner im Hochwassergebiet beklagen Versagen

(Kreiszugehörigkeit im Leadsatz korrigiert)

SWISTTAL (dpa-AFX) - Bei einem Ortsbesuch im Hochwassergebiet von Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis ist Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schwer unter Beschuss geraten. Beim Gang des Unions-Kanzlerkandidaten durch die zerstörten Straßen entlud sich am Montag, zweieinhalb Wochen nach Beginn der Unwetterkatastrophe, der Ärger vieler Anwohner über fehlende Hilfe vor Ort.

Bislang habe er weder Hilfe von der Landesregierung noch von der örtlichen Verwaltung gesehen, klagte ein Mann. Stattdessen hätten junge Leute beim Aufräumen geholfen. Auch ein anderer Mann schimpfte über "riesengroße Versager" und drohte - auch in Laschets Richtung: "Sie werden es bei der Wahl merken." Am 26. September ist Bundestagswahl.

Eine aufgebrachte Frau fragte den Ministerpräsidenten: "Haben Sie schon mal eine Woche im Schlamm gebuddelt?" Und ein Mann beklagte eine Verunsicherung der Bevölkerung in der Unwetternacht durch falsche Warnungen vor einem angeblich bevorstehenden Bruch der Steinbachtalsperre über Facebook. Dies wäre zu verhindern gewesen, wenn die Gemeinde aktuelle Informationen auf ihrer Seite gehabt hätte, sagte er. Dies habe es aber nicht gegeben - auch keine Alarmierung.

Patrick Richelt, Vorstand eines Kindergartens in Swisttal-Heimerzheim, klagte: "Infrastruktur im Dorf haben wir nicht mehr. Alle kleinen Geschäfte, alle Familienunternehmen im Dorf - das ist alles abgesoffen. Wir haben keine Schule mehr." Laschet müsse jetzt konkrete Hilfe ankündigen. "Er muss. Wir müssen in die Pötte kommen. Nicht das übliche Genehmigungsverfahren von zig Monaten. Wir brauchen schnelle Lösungen", sagte Richelt.

Laschet versicherte mehrfach, er sei vor Ort, um sich ein Bild zu machen und werde sich um Hilfe kümmern./beg/idt/DP/nas

02.08.2021

Scholz verspricht Verbesserungen beim Betrieb von Windkraftanlagen

ROSTOCK (dpa-AFX) - SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat bei seinem Besuch in Mecklenburg-Vorpommern Verbesserungen beim Betrieb und der Genehmigung von Windkraftanlagen versprochen. Die Laufzeit von Windradflügeln soll bei entsprechender technischer Eignung verlängert werden können, sagte Scholz am Montag beim Besuch eines Unternehmens, das an einer Technologie zur verbesserten Überprüfung der Flügel arbeitet. Man werde die nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen in der nächsten Legislaturperiode schaffen.

Die Genehmigungszeit von neuen Windkraftanlagen auf dem Festland solle zudem auf maximal ein halbes Jahr gesenkt werden, versprach Scholz. "Das muss im nächsten Jahr als Weichenstellung gelingen", sagte er. Er bezog sich dabei auf Aussagen von Kommunen, die von einer Genehmigungsdauer von bis zu sechs Jahren gesprochen hatten.

Dies sei ein Schritt hin zum CO2-neutralen Wirtschaften, das für die kommenden 25 Jahre angestrebt werde. Dabei gelte es gleichzeitig, den wirtschaftlichen Wohlstand und die technologische Kompetenz zu erhalten. "Es ist ja nicht sicher, dass es in 10, 20, 30 Jahren für Deutschland noch den Wohlstand gibt, den wir heute haben."/mgl/DP/nas

02.08.2021

USA: Bauausgaben steigen weniger als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Bauausgaben im Juni weniger als erwartet gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legten sie um 0,1 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet.

Allerdings ist der Rückgang im Vormonat nicht ganz so stark wie erwartet ausgefallen. Demnach sind die Bauinvestitionen im Mai nur um 0,2 Prozent gefallen, nachdem zuvor ein Rückgang um 0,3 Prozent gemeldet worden war.

In der ersten Welle der Corona-Pandemie waren die Ausgaben kurzzeitig deutlich zurückgegangen. Der Rückgang ist aber inzwischen aufgeholt. Die Bauwirtschaft erholte sich seit Mitte des vergangenen Jahres von der Corona-Krise. Zuletzt leidet die Branche jedoch unter Materialengpässen und Preissteigerungen für Baustoffe./jsl/he

02.08.2021

Karlsruhe entscheidet über Rundfunkbeitrag

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Das Bundesverfassungsgericht will am Donnerstag seine Entscheidung zu Beschwerden von ARD, ZDF und Deutschlandradio gegen die Blockade der Erhöhung des Rundfunkbeitrags durch Sachsen-Anhalt veröffentlichen. Das kündigte das Gericht am Montag in Karlsruhe auf seiner Internetseite an. (Az. 1 BvR 2756/20 u.a.)

Eilanträge hatten die obersten Verfassungsrichter Deutschlands kurz vor Weihnachten abgewiesen, weil sie nicht gut genug begründet worden seien. Die Verfassungsbeschwerden der öffentlich-rechtlichen Sender seien "weder offensichtlich unzulässig noch offensichtlich unbegründet", hatte das Gericht damals erklärt.

Der Rundfunkbeitrag ist die Haupteinnahmequelle für öffentlich-rechtliche Sender und wird seit 2013 je Wohnung erhoben. Er beträgt 17,50 Euro pro Monat und hatte zum Jahreswechsel um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen sollen. Es wäre die erste Erhöhung seit 2009 gewesen, ermittelt von einer unabhängigen Kommission, der KEF. So sollte eine Finanzlücke von 1,5 Milliarden Euro zwischen 2021 und 2024 ausgeglichen werden. Damit der ausgehandelte Staatsvertrag in Kraft treten kann, fehlt allerdings die Zustimmung Sachsen-Anhalts.

Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU hatte den Gesetzentwurf am 8. Dezember vor der Abstimmung im Landtag zurückgezogen, weil sich abzeichnete, dass seine Partei - anders als die Koalitionspartner SPD und Grüne - die Erhöhung nicht mittragen würden. Weil aber alle 16 Landesparlamente zustimmen müssen, ist die Erhöhung somit blockiert./kre/sem/DP/nas

02.08.2021

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Tui auf 'Underweight' - Ziel runter auf 250 Pence

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat Tui von "Equal Weight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 300 auf 250 Pence gesenkt. Die Urlaubs-Hochsaison laufe langsam aus und die komplizierten Reiseeinschränkungen hätten für Unsicherheit gesorgt, schrieb Analyst James Rowland Clark in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Liquiditätssorgen bei Tui hätten zwar etwas nachgelassen. In der Reisebranche bevorzuge er angesichts der guten Kapitalausstattung sowie der Wachstumsaussichten aber die britische Billigfluggesellschaft Jet 2./gl/tih

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.08.2021 / 11:59 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 02.08.2021 / 04:00 / GMT

02.08.2021

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Allianz SE auf 'Halten' - Ziel 190 Euro

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat Allianz SE von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel von 240 auf 190 Euro gesenkt. Die Prozessrisiken um den US-Hedgefonds Structured Alpha dürften die Aktie der Münchner längere Zeit tangieren, schrieb Analyst Volker Sack in einer am Montag vorliegenden Studie. Mit der Aufnahme der Ermittlungen durch das US-Justizministerium scheine die gesamte Angelegenheit an Dynamik gewonnen zu haben./ag/edh

Veröffentlichung der Original-Studie: 02.08.2021 / 10:38 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 02.08.2021 / 10:42 / MESZ

02.08.2021

AKTIE IM FOKUS: Biontech-Rekordrally geht weiter - Berenberg sieht noch Luft

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Biontech steigen unbeirrt von Höhepunkt zu Höhepunkt. Am Montag rückte der Kurs im Tradegate-Handel um 3,7 Prozent vor, in der Spitze erreichte er mit knapp 291 Euro erneut ein Rekordniveau. An der Hauptbörse in New York zeichnet sich ein ähnlich fester Start ab. Bei dem Impfstoff-Entwickler werden derzeit gleich mehrere positive Kurstreiber gesehen: Die Aussicht auf bald beginnende Booster-Impfungen gegen das Corona-Virus, der verstärkte Einsatz auch bei Kindern und Jugendlichen und die Perspektive, dass die mRNA-Technologie auch für andere Anwendungsgebiete marktreif werden könnte.

Die Privatbank Berenberg preschte vor diesem Hintergrund am Montag vor und passte ihr Kursziel an den jüngsten Höhenflug der Papiere an. Mit einem von 235 auf 400 Dollar erhöhten Ziel sieht Analyst Zhiqiang Shu trotz der seit Anfang Juli eingeschlagenen Rally noch Potenzial für die primär in den USA gelisteten Papiere. Dort hatten die Biontech-Titel am Freitag bei 328 Dollar geschlossen. Als Treiber empfindet er zunächst die wohl nötigen Booster-Impfungen, auf längere Sicht die geplante Entwicklung von Impfstoffen gegen Malaria oder Tuberkulose.

Biontech ist am Finanzmarkt einer der ganz großen Gewinner der Corona-Pandemie. An der Nasdaq zog der Kurs alleine in diesem Jahr um mehr als 300 Prozent an; seit März 2020 zu Zeiten des ersten Lockdowns hat sich der Kurs mehr als verzehnfacht. Das Mainzer Unternehmen kommt inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet rund 67 Milliarden Euro und damit auf einen höheren Börsenwert als die meisten Dax-Titel - derzeit würde Biontech im deutschen Leitindex auf Rang zehn vor Adidas , BASF , BMW und Bayer liegen.

Von dem Kursanstieg haben unter anderem die beiden Biotech-Investoren Andreas und Thomas Strüngmann profitiert. Die beiden Brüder, die 2005 den Generikahersteller Hexal an Novartis verkauft hatten, halten Bloomberg-Daten zufolge über die Beteiligungsgesellschaft AT Impf GmbH knapp die Hälfte der Biontech-Anteile. Biontech-Chef Ugur Sahin, der das Unternehmen 2008 auch gegründet hat, hält rund 17 Prozent der Anteile. Sein Aktienpaket ist derzeit umgerechnet rund elf Milliarden Euro wert./tih/zb/tav

02.08.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Stabilus auf 'Neutral' - Ziel 66 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Stabilus nach Quartalszahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 66 Euro belassen. Der Autozulieferer habe die Erwartungen erfüllt, obwohl die Rohstoffpreise und die Halbleiterknappheit erste Auswirkungen auf die Zahlen gezeigt hätten, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer am Montag vorliegenden ersten Reaktion./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 02.08.2021 / 06:42 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 02.08.2021 / 06:43 / BST

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02.08.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Axa auf 'Overweight' - Ziel 24,95 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Axa nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 24,95 Euro belassen. Der Versicherer haben in einem starken ersten Halbjahr mit den Ergebnissen in allen wichtigen Sparten die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Ashik Musaddi in einer am Montag vorliegenden Studie./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 02.08.2021 / 06:51 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 02.08.2021 / 06:52 / BST

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02.08.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Diageo auf 3700 Pence - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Diageo nach Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr von 3500 auf 3700 Pence angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Analystin Celine Pannuti attestierte dem Spirituosenherstellers in einer am Montag vorliegenden Studie ein beeindruckendes Umsatzwachstum aus eigener Kraft. Sie hob ihre Ergebnisschätzung (EPS) für das neue Geschäftsjahr geringfügig an. Der Bewertungsaufschlag der Aktie zum Sektor sei gerechtfertigt, begrenze aber das weitere Kurspotenzial. Zum neuen Ziel verwies Pannuti auf den weiter in die Zukunft verschobenen Bewertungszeitraum./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 20:17 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 02.08.2021 / 00:15 / BST

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02.08.2021

WDH/AKTIE IM FOKUS: Warnung vor Belastungen in den USA lässt Allianz einbrechen

(Doppeltes Wort im fünften Absatz entfernt)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine Warnung wegen drohender Sonderbelastungen hat am Montag die seit Jahresanfang angehäuften Kursgewinne der Allianz-Aktien ausradiert. Die Papiere des Versicherers sackten am Vormittag in der Spitze bis zu fast zehn Prozent ab, konnten die Verluste aber bis zum Mittag etwas reduzieren. Zuletzt gaben die Aktien aber immer noch knapp acht Prozent auf 194 Euro ab und waren damit das klare Schlusslicht im deutschen Leitindex Dax , der moderat zulegte. Mit dem Kursrutsch sackte der Börsenwert der Allianz um fast sieben Milliarden Euro auf 80 Milliarden Euro ab.

Dem Versicherungskonzern zufolge hat das US-Justizministerium nach Klagen und einer Untersuchung der US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC selbst eine Untersuchung in Zusammenhang mit den sogenannten Structured Alpha Fonds der Konzerntochter Allianz Global Investors (AGI) eingeleitet. Der Allianz-Vorstand sieht nun ein "relevantes Risiko", dass die mit dem Fonds verbundenen Angelegenheiten erhebliche Auswirkungen auf künftige Finanzergebnisse des Versicherungskonzerns haben könnten.

Es sei jedoch derzeit weder möglich, den Ausgang der Untersuchungen sowie der anhängigen Gerichtsverfahren vorherzusagen, noch den entsprechenden Zeitpunkt dafür einzuschätzen, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag. Die in Rede stehenden Structured Alpha Fonds hatten zu Beginn der Beginn der Corona-Pandemie deutliche Verluste erlitten, woraufhin unter anderem Pensionsfonds die AGI verklagt hatten. Allianz Global Investors hatte vor Gericht erklärt, die Kläger seien versierte Investoren, die sich bewusst für sehr riskante Analgen entschieden hätten.

Händlern zufolge sorgen die aktuellen Aussagen der Allianz nun unter Anlegern hierzulande für größere Unsicherheit. Analysten warten derweil auf weitere Details, um die Sonderbelastungen besser bewerten zu können: So merkte Thorsten Wenzel von der DZ Bank an, dass eventuell im Zuge der am Freitag anstehenden Berichterstattung zum zweiten Quartal mit einer Einschätzung seitens der Allianz zu rechnen sei.

Die Höhe der Schäden im Zusammenhang mit den sogenannten Structured Alpha Fonds sei schwer abzuschätzen, schrieb hingegen Analyst Ashik Musaddi von der US-Bank JPMorgan. Einem Medienbericht zufolge hätten Anleger dadurch rund vier Milliarden US-Dollar verloren. Die Allianz selbst schrieb in ihrem 2020er Geschäftsbericht, dass die Kläger Verluste von mehreren Milliarden US-Dollar behauptet hätten. Musaddis Berechnungen zufolge bliebe die Solvabilitätsquote des Versicherers aber selbst im schlimmsten Fall über 200 Prozent und damit klar über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindesthöhe.

Analyst Volker Sack von der NordLB schätzt, dass die Nachricht von der Allianz den Aktienkurs längere Zeit tangieren wird: "Juristische Auseinandersetzungen in den USA oder Untersuchungen US-amerikanischer Behörden sind nicht gerade angenehm, zumal der Ausgang teilweise schwer bis gar nicht zu prognostizieren ist."

Auch wenn die Thematik bereits seit einiger Zeit als Risiko beschrieben worden sei, scheint laut dem NordLB-Fachmann mit der Aufnahme der Ermittlungen durch das US-Justizministerium die gesamte Angelegenheit an Dynamik gewonnen zu haben. Insofern erscheine es plausibel, dass der Vorstand der Allianz den gesamten Vorgang nun als "relevantes Risiko" einstuft. Weder Ausmaß etwaiger finanzieller Belastungen noch Dauer des Verfahrens dürften aktuell einschätzbar sein.

Die Aktien der Allianz hatten zum Handelsschluss am Freitag noch ein Plus von knapp fünf Prozent seit Jahresbeginn verzeichnet, nun steht für diesen Zeitraum ein Minus von rund vier Prozent zu Buche. Der Dax hingegen hat einen Gewinn von mittlerweile etwas mehr als 13 Prozent angehäuft.

Mit dem Kursrutsch an diesem Montag notieren die Anteilsscheine der Allianz nunmehr auf dem Niveau von Anfang Februar dieses Jahres. Zudem hat sich das charttechnische Bild mit einem Schlag verdüstert. So bewegen sich die Aktien nunmehr deutlich unter der 200- und vor allem der 21-Tage-Durchschnittslinie. Diese Kurven beschreiben den lang- beziehungsweise kurzfristigen Trend.

Der Kurseinbruch der Allianz-Aktien führte auch dazu, dass der europäische Sektor der Versicherer mit einem Minus von 0,7 Prozent das Schlusslicht im Branchentableau war. Bester Wert im Index waren die Papiere des Wettbewerbes Axa , die an der Spitze des europäischen Leitindex EuroStoxx 50 um fast vier Prozent in die Höhe schnellten. Der französische Versicherer hatte seinen Gewinn ein Jahr nach den hohen Schäden durch die Corona-Krise überraschend kräftig gesteigert./la/stw/zb

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02.08.2021

AKTIE IM FOKUS: Warnung vor Belastungen in den USA lässt Allianz einbrechen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Warnung wegen drohender Sonderbelastungen hat am Montag die seit Jahresanfang angehäuften Kursgewinne der Allianz-Aktien ausradiert. Die Papiere des Versicherers sackten am Vormittag in der Spitze bis zu fast zehn Prozent ab, konnten die Verluste aber bis zum Mittag etwas reduzieren. Zuletzt gaben die Aktien aber immer noch knapp acht Prozent auf 194 Euro ab und waren damit das klare Schlusslicht im deutschen Leitindex Dax , der moderat zulegte. Mit dem Kursrutsch sackte der Börsenwert der Allianz um fast sieben Milliarden Euro auf 80 Milliarden Euro ab.

Dem Versicherungskonzern zufolge hat das US-Justizministerium nach Klagen und einer Untersuchung der US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC selbst eine Untersuchung in Zusammenhang mit den sogenannten Structured Alpha Fonds der Konzerntochter Allianz Global Investors (AGI) eingeleitet. Der Allianz-Vorstand sieht nun ein "relevantes Risiko", dass die mit dem Fonds verbundenen Angelegenheiten erhebliche Auswirkungen auf künftige Finanzergebnisse des Versicherungskonzerns haben könnten.

Es sei jedoch derzeit weder möglich, den Ausgang der Untersuchungen sowie der anhängigen Gerichtsverfahren vorherzusagen, noch den entsprechenden Zeitpunkt dafür einzuschätzen, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag. Die in Rede stehenden Structured Alpha Fonds hatten zu Beginn der Beginn der Corona-Pandemie deutliche Verluste erlitten, woraufhin unter anderem Pensionsfonds die AGI verklagt hatten. Allianz Global Investors hatte vor Gericht erklärt, die Kläger seien versierte Investoren, die sich bewusst für sehr riskante Analgen entschieden hätten.

Händlern zufolge sorgen die aktuellen Aussagen der Allianz nun unter Anlegern hierzulande für größere Unsicherheit. Analysten warten derweil auf weitere Details, um die Sonderbelastungen besser bewerten zu können: So merkte Thorsten Wenzel von der DZ Bank an, dass eventuell im Zuge der am Freitag anstehenden Berichterstattung zum zweiten Quartal mit einer Einschätzung seitens der Allianz zu rechnen sei.

Die Höhe der Schäden im Zusammenhang mit den sogenannten Structured Alpha Fonds sei schwer abzuschätzen, schrieb hingegen Analyst Ashik Musaddi von der US-Bank JPMorgan. Einem Medienbericht zufolge hätten Anleger dadurch rund vier Milliarden US-Dollar verloren. Die Allianz selbst schrieb in ihrem 2020er Geschäftsbericht, dass dass die Kläger Verluste von mehreren Milliarden US-Dollar behauptet hätten. Musaddis Berechnungen zufolge bliebe die Solvabilitätsquote des Versicherers aber selbst im schlimmsten Fall über 200 Prozent und damit klar über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindesthöhe.

Analyst Volker Sack von der NordLB schätzt, dass die Nachricht von der Allianz den Aktienkurs längere Zeit tangieren wird: "Juristische Auseinandersetzungen in den USA oder Untersuchungen US-amerikanischer Behörden sind nicht gerade angenehm, zumal der Ausgang teilweise schwer bis gar nicht zu prognostizieren ist."

Auch wenn die Thematik bereits seit einiger Zeit als Risiko beschrieben worden sei, scheint laut dem NordLB-Fachmann mit der Aufnahme der Ermittlungen durch das US-Justizministerium die gesamte Angelegenheit an Dynamik gewonnen zu haben. Insofern erscheine es plausibel, dass der Vorstand der Allianz den gesamten Vorgang nun als "relevantes Risiko" einstuft. Weder Ausmaß etwaiger finanzieller Belastungen noch Dauer des Verfahrens dürften aktuell einschätzbar sein.

Die Aktien der Allianz hatten zum Handelsschluss am Freitag noch ein Plus von knapp fünf Prozent seit Jahresbeginn verzeichnet, nun steht für diesen Zeitraum ein Minus von rund vier Prozent zu Buche. Der Dax hingegen hat einen Gewinn von mittlerweile etwas mehr als 13 Prozent angehäuft.

Mit dem Kursrutsch an diesem Montag notieren die Anteilsscheine der Allianz nunmehr auf dem Niveau von Anfang Februar dieses Jahres. Zudem hat sich das charttechnische Bild mit einem Schlag verdüstert. So bewegen sich die Aktien nunmehr deutlich unter der 200- und vor allem der 21-Tage-Durchschnittslinie. Diese Kurven beschreiben den lang- beziehungsweise kurzfristigen Trend.

Der Kurseinbruch der Allianz-Aktien führte auch dazu, dass der europäische Sektor der Versicherer mit einem Minus von 0,7 Prozent das Schlusslicht im Branchentableau war. Bester Wert im Index waren die Papiere des Wettbewerbes Axa , die an der Spitze des europäischen Leitindex EuroStoxx 50 um fast vier Prozent in die Höhe schnellten. Der französische Versicherer hatte seinen Gewinn ein Jahr nach den hohen Schäden durch die Corona-Krise überraschend kräftig gesteigert./la/stw/zb

02.08.2021

ANALYSE-FLASH: Bernstein hebt Reckitt Benckiser auf 'Market-Perform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Reckitt Benckiser von "Underperform" auf "Market-Perform" hochgestuft, das Kursziel aber von 6000 auf 5400 Pence gesenkt. Mit dem Kursrutsch sei geringeres Wachstum des Konsumgüterkonzerns nun eingepreist, schrieb Analyst Bruno Monteyne in einer am Montag vorliegenden Studie./ag/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.08.2021 / 23:01 / UTC

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 02.08.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / UTC

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02.08.2021

AKTIEN IM FOKUS: Anleger fahren ab auf Autowerte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien deutscher Automobilhersteller haben am Montag von positiven Analystenstudien profitiert und Fahrt aufgenommen. So verbuchten die Papiere von Daimler , Volkswagen und BMW Kursgewinne zwischen 1,6 und 2,4 Prozent und gehörten damit zu den attraktivsten Dax -Titeln.

Auch europaweit standen die Papiere aus dem Autosektor in der Anlegergunst ganz oben. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts verbuchte ein Plus von annähernd zwei Prozent. Auch manche Aktien von Zulieferfirmen waren dabei gefragt: Die Continental -Titel etwa stiegen im Dax um 1,5 Prozent.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte die Daimler-Papiere am Montag in ihre "Conviction Buy List" der besonders aussichtsreichen Werte aufgenommen. Analyst George Galliers begründete dies mit anhaltenden operativen Erfolgen bei Mercedes-Benz. Zudem gebe es mit der Abspaltung der Lkw-Sparte einen klaren Kurstreiber im zweiten Halbjahr.

Die DZ-Bank dagegen hatte die Volkswagen-Vorzugsaktien aufgrund ihres größeren Kurspotenzials zum Kauf empfohlen. "Der VW-Konzern sollte auch im weiteren Jahresverlauf von seinen Premiummarken sowie einem guten Finanzdienstleistungsgeschäft profitieren", glaubt Analyst Michael Punzet. Zudem sieht er beim Thema Elektromobilität Größenvorteile für die Wolfsburger.

Die Autobranche erholte sich am Montag weiter vom jüngsten Tief, das der Stoxx Europe 600-Branchenindex vor etwa zwei Wochen erreicht hatte. Auf die Stimmung gedrückt hatte dabei zuletzt der Chipmangel, der die Produktion von Fahrzeugen ausbremst. Während Neuwagen so zu einem knappen Gut werden, steuert die Branche mit weniger Rabatten gegen. Wie der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer in einer aktuellen Studie seines Duisburger Car-Instituts feststellte, gebe es derzeit für Handel und Hersteller nur wenige Gründe, zusätzliche Kaufanreize zu setzen./edh/tih/eas

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