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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem starken Wochenstart dürfte der Dax am Dienstag zunächst wieder etwas nachgeben. Der Broker IG taxierte den Leitindex zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Beginn 0,2 Prozent tiefer auf 13 656 Punkte. Wie bereits am vergangenen Donnerstag wurde der Dax tags zuvor an seiner 100-Tage-Durchschnittslinie ausgebremst. Sie gilt als ein Barometer für den mittelfristigen Trend.

Die wichtigsten Indizes an der Wall Street sind ein Stück weiter und drehten am Abend an ihren langfristigen 200-Tage-Linien. "Die Kurserholung der US-Aktien pausiert", hieß es bei der Credit Suisse. Die Aufmerksamkeit gelte neben dem Wirtschaftsumfeld noch der Berichtssaison./ag/mis

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Montag ihre Auftaktgewinne nicht gehalten. Im Technologiesektor drückte letztlich ein enttäuschender Quartalsumsatz von Nvidia doch stärker auf die Stimmung, der Nasdaq 100 verlor 0,37 Prozent auf 13 159,16 Zähler. Der Leitindex Dow Jones Industrial hielt sich noch im Plus mit 0,09 Prozent auf 32 832,54 Punkten. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,12 Prozent auf 4140,06 Punkte.

Nach einem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hatten die Sorgen vor zu schnell steigenden Zinsen wieder zugenommen. Zum Wochenauftakt stand das Thema etwas weniger im Fokus, doch schon am Mittwoch dürfte die Debatte um den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation wieder Fahrt aufnehmen. Dann werden die Verbraucherpreisdaten für Juli veröffentlicht. Im Juni war die Teuerung in den USA auf 9,1 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren.

Der Chipkonzern Nvidia verfehlte im vergangenen Quartal die eigene Prognose klar. Auslöser war vor allem ein deutlicher Rückgang im Gaming-Geschäft, in dem der Konzern mit Grafikkarten stark ist. Nvidia verwies nun auf die schwache Wirtschaft. Konjunktursorgen und die hohe Inflation führen dazu, dass Verbraucher sparsam sind. Die Aktien rutschten um mehr als sechs Prozent ab.

Die Titel des E-Autobauers Tesla rückten hingegen um 0,8 Prozent vor. Sie profitierten von einem vom US-Senat beschlossenen Gesetzesentwurf für hohe Investitionen unter anderem in Klimaschutz.

Im Dow schlossen Boeing ein halbes Prozent höher. Der Flugzeugbauer kann sein Flugzeug vom Typ 787 Dreamliner wieder an Kunden aushändigen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA gab dafür nun grünes Licht. Boeing habe die nötigen Anpassungen zur Erfüllung aller Zertifizierungsstandards vorgenommen. Der Langstreckenjet konnte wegen verschiedener Produktionsmängel seit Mai 2021 nicht mehr ausgeliefert werden.

Der Pharmakonzern Pfizer will - wie bereits letzte Woche spekuliert - mit dem milliardenschweren Zukauf von Global Blood Therapeutics (GBT) seinen Geschäftsbereich mit seltener Hämatologie stärken. Nach ihrem hohen Kurszuwachs Ende der vergangenen Woche gewannen GBT nun weitere 4,3 Prozent. Pfizer gewannen 0,6 Prozent.

Nicht gut kam bei Investoren der Ausblick von Palantir an. Die Papiere der Datenanalysefirma sackten um mehr als 14 Prozent ab. Beim Pharmaunternehmen Biontech liefen die Geschäfte im zweiten Quartal schlechter als gedacht, die Anteile büßten siebeneinhalb Prozent ein. First Solar gewannen nach einer Hochstufung durch JPMorgan 4,8 Prozent.

Die Aktien von Avalara büßten fast vier Prozent auf 91,86 Dollar ein. Die auf Unternehmenssoftware spezialisierte Investmentgesellschaft Vista Equity will das Unternehmen übernehmen, aber die Offerte von 93,50 US-Dollar je Aktie überzeugte die Anleger offenbar nicht. Zudem enttäuschte der im zweiten Quartal erwirtschaftete Umsatz.

Der Euro gab im New Yorker Handel einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Nach dem US-Börsenschloss kostete die Gemeinschaftswährung 1,0195 US-Dollar, nachdem sie im europäischen Nachmittagsgeschäft noch klar über 1,02 Dollar geklettert war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0199 (Freitag: 1,0233) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,9805 (0,9772) Euro gekostet.

Die Kurse von US-Staatsanleihen stiegen. Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung nach den kräftigen Verlusten vom Freitag. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) legte um 0,46 Prozent auf 119,92 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel im Gegenzug auf 2,75 Prozent./ajx/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Montag ihre Auftaktgewinne nicht gehalten. Im Technologiesektor drückte letztlich ein enttäuschender Quartalsumsatz von Nvidia doch stärker auf die Stimmung, der Nasdaq 100 verlor 0,37 Prozent auf 13 159,16 Zähler. Der Leitindex Dow Jones Industrial hielt sich noch im Plus mit 0,09 Prozent auf 32 832,54 Punkten. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,12 Prozent auf 4140,06 Punkte.

Nach einem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hatten die Sorgen vor zu schnell steigenden Zinsen wieder zugenommen. Zum Wochenauftakt stand das Thema etwas weniger im Fokus, doch schon am Mittwoch dürfte die Debatte um den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation wieder Fahrt aufnehmen. Dann werden die Verbraucherpreisdaten für Juli veröffentlicht. Im Juni war die Teuerung in den USA auf 9,1 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren./ajx/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Montag ihre Auftaktgewinne nicht gehalten. Ein enttäuschender Quartalsumsatz von Nvidia drückte letztlich doch stärker auf die Stimmung im Technologiesektor. Der Nasdaq 100 verlor gut zwei Stunden vor Handelsschluss 0,27 Prozent auf 13 171,55 Zähler. Der Leitindex Dow Jones Industrial notierte mit plus 0,20 Prozent auf 32 869,11 Punkten. Der marktbreite S&P 500 präsentierte sich prozentual kaum verändert beim Stand von 4144,54 Punkten.

Nach dem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hatte unter den wichtigsten Indizes zumindest der Dow der Furcht vor zu schnell steigenden Zinsen getrotzt. Am Mittwoch dürfte die Debatte um den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation wieder Fahrt aufnehmen. Dann werden die Verbraucherpreisdaten für Juli veröffentlicht. Im Juni war die Teuerung in den USA auf 9,1 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren.

Der Chipkonzern Nvidia verfehlte im vergangenen Quartal die eigene Prognose klar. Auslöser war vor allem ein deutlicher Rückgang im Gaming-Geschäft, in dem Nvidia mit Grafikkarten stark ist. Die Aktien rutschten um acht Prozent ab.

Die Titel des E-Autobauers Tesla rückten hingegen um 2,7 Prozent vor. Sie profitierten von einem vom US-Senat beschlossenen Gesetzesentwurf für hohe Investitionen unter anderem in Klimaschutz.

Der Pharmakonzern Pfizer will - wie bereits letzte Woche spekuliert - mit dem milliardenschweren Zukauf von Global Blood Therapeutics (GBT) seinen Geschäftsbereich mit seltener Hämatologie stärken. Nach ihrem hohen Kurszuwachs Ende der vergangenen Woche gewannen sie nun weitere 4,4 Prozent. Pfizer gaben moderat nach.

Nicht gut kam bei Investoren der Ausblick von Palantir an. Die Papiere der Datenanalysefirma sackten um mehr als zwölf Prozent ab. Beim Pharmaunternehmen Biontech liefen die Geschäfte im zweiten Quartal schlechter als gedacht, die Anteile büßten mehr als sieben Prozent ein. First Solar gewannen nach einer Hochstufung durch JPMorgan fast 14 Prozent.

Die Aktien von Avalara büßten fast vier Prozent auf rund 92 Dollar ein. Die auf Unternehmenssoftware spezialisierte Investmentgesellschaft Vista Equity will das Unternehmen übernehmen, aber die Offerte von 93,50 US-Dollar je Aktie überzeugte die Anleger offenbar nicht. Zudem enttäuschte der im zweiten Quartal erwirtschaftete Umsatz./ajx/he

(neu: Entwicklung in Europa und USA ergänzt)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenstart seine Freitagsverluste mehr als wettgemacht. Positive Impulse kamen am Montagnachmittag von einer festeren Eröffnung an der Wall Street. Der Dax schloss mit einem Plus von 0,84 Prozent bei 13 687,69 Punkten. In der Vorwoche war der Leitindex auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten bis knapp unter 13 800 Punkte geklettert. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Montag letztlich 0,28 Prozent auf 27 851,67 Zähler.

Auch an den anderen europäischen Börsenplätzen ging es nach oben: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,85 Prozent auf 3757,22 Punkte. Der französische Leitindex Cac 40 legte um 0,8 Prozent zu und sein britisches Pendant, der FTSE 100 , um 0,6 Prozent. In New York konnte der der US-Leitindex Dow Jones Industrial seine Anfangsgewinne nicht halten und stagnierte zum europäischen Handelsende.

Jochen Stanzl, Analyst beim Broker CMC Markets, mahnte jedoch zur Vorsicht: "In dieser Woche sind alle Augen auf die neuen Daten zur Inflation in den USA gerichtet. Nach den starken Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten dürfte die US-Notenbank Fed weiter mit Volldampf in ihrem Bestreben agieren, die Inflation zu bekämpfen und die Leitzinsen aggressiv anheben." Die US-Verbraucherpreise für Juli stehen am Mittwoch an.

Unter den Einzelwerten stachen die Versorger positiv hervor: Eon stiegen um 2,7 und RWE um 2,1 Prozent. Die US-Investmentbank Morgan Stanley ist inzwischen positiver für die Eon-Aktie gestimmt und stufte sie auf "Equal-weight" hoch. Das Analysehaus Jefferies bekräftigte derweil seine Kaufempfehlung für RWE und hob das Kursziel weiter an.

Die VW-Dachgesellschaft Porsche SE verdiente im ersten Halbjahr dank steigender Gewinne bei Volkswagen ebenfalls mehr und bestätigte die Jahresziele. Die Aktie legte um 1,1 Prozent zu.

Aus dem MDax zogen die Aktien von Siemens Energy nach detaillierten Quartalszahlen und Aussagen zum Geschäftsjahr 2021/22 einige Aufmerksamkeit auf sich. Nach einer Berg- und Talfahrt verloren sie am Ende 1,0 Prozent. Analysten lobten unisono das starke Gas- und Stromgeschäft des Energietechnikkonzerns sowie die beibehaltenen operativen Geschäftsjahresziele.

Beim Finanzplattformbetreiber Hypoport entsprachen die detaillierten Quartalszahlen, den vorab veröffentlichten Eckdaten. Zudem wurden trotz der Zinswende die Jahresziele bekräftigt. Die Aktien legten um 5,4 Prozent zu.

Die Papiere von Takkt büßten 2,1 Prozent ein. Analystin Catharina Claes von der Privatbank Berenberg strich ihre Kaufempfehlung für die Titel des Geschäftausstatters. Dieser habe mit seinem Zahlenwerk zum zweiten Quartal zwar relativ stark abgeschnitten, allerdings nähmen die Risiken zu.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,0209 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0199 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,68 Prozent am Freitag auf 0,76 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,36 Prozent auf 136,62 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,46 Prozent auf 156,65 Punkte nach oben./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenstart seine Freitagsverluste mehr als wettgemacht. Positive Impulse kamen am Montagnachmittag von einer festeren Eröffnung an der Wall Street. Der Dax schloss mit einem Plus von 0,84 Prozent bei 13 687,69 Punkten. In der Vorwoche war der Leitindex auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten bis knapp unter 13 800 Punkte geklettert. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Montag letztlich 0,28 Prozent auf 27 851,67 Zähler.

Jochen Stanzl, Analyst beim Broker CMC Markets, mahnte jedoch zur Vorsicht: "In dieser Woche sind alle Augen auf die neuen Daten zur Inflation in den USA gerichtet. Nach den starken Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten dürfte die US-Notenbank Fed weiter mit Volldampf in ihrem Bestreben agieren, die Inflation zu bekämpfen und die Leitzinsen aggressiv anheben." Die US-Verbraucherpreise für Juli stehen am Mittwoch an.

Unter den Einzelwerten stachen die Versorger positiv hervor: Eon stiegen um 2,7 und RWE um 2,1 Prozent. Die US-Investmentbank Morgan Stanley ist inzwischen positiver für die Eon-Aktie gestimmt und stufte sie auf "Equal-weight" hoch. Das Analysehaus Jefferies bekräftigte derweil seine Kaufempfehlung für RWE und hob das Kursziel weiter an.

Die VW-Dachgesellschaft Porsche SE verdiente im ersten Halbjahr dank steigender Gewinne bei Volkswagen ebenfalls mehr und bestätigte die Jahresziele. Die Aktie legte um 1,1 Prozent zu.

Aus dem MDax zogen die Aktien von Siemens Energy nach detaillierten Quartalszahlen und Aussagen zum Geschäftsjahr 2021/22 einige Aufmerksamkeit auf sich. Nach einer Berg- und Talfahrt verloren sie am Ende 1,0 Prozent. Analysten lobten unisono das starke Gas- und Stromgeschäft des Energietechnikkonzerns sowie die beibehaltenen operativen Geschäftsjahresziele.

Beim Finanzplattformbetreiber Hypoport entsprachen die detaillierten Quartalszahlen, den vorab veröffentlichten Eckdaten. Zudem wurden trotz der Zinswende die Jahresziele bekräftigt. Die Aktien legten um 5,4 Prozent zu.

Die Papiere von Takkt büßten 2,1 Prozent ein. Analystin Catharina Claes von der Privatbank Berenberg strich ihre Kaufempfehlung für die Titel des Geschäftausstatters. Dieser habe mit seinem Zahlenwerk zum zweiten Quartal zwar relativ stark abgeschnitten, allerdings nähmen die Risiken zu.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,0209 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0199 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,68 Prozent am Freitag auf 0,76 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,36 Prozent auf 136,62 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,46 Prozent auf 156,65 Punkte nach oben./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenstart seine Freitagsverluste mehr als wettgemacht. Positive Impulse kamen am Montagnachmittag von einer festeren Eröffnung an der Wall Street. Der Dax schloss mit einem Plus von 0,84 Prozent bei 13 687,69 Punkten. In der Vorwoche war der Leitindex auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten bis knapp unter 13 800 Punkte geklettert. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Montag letztlich 0,28 Prozent auf 27 851,67 Zähler.

Jochen Stanzl, Analyst beim Broker CMC Markets, mahnte jedoch zur Vorsicht: "In dieser Woche sind alle Augen auf die neuen Daten zur Inflation in den USA gerichtet. Nach den starken Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten dürfte die US-Notenbank Fed weiter mit Volldampf in ihrem Bestreben agieren, die Inflation zu bekämpfen und die Leitzinsen aggressiv anheben." Die US-Verbraucherpreise für Juli stehen am Mittwoch an./edh/he

(korrigiert wurde die prozentuale Veränderung beim Nasdaq 100, vierter Absatz gelöscht)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag nach dem durchwachsenen Wochenschluss mit Gewinnen gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte im frühen Handel um 0,87 Prozent auf 33 090 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stand 1,39 Prozent höher auf 13 391 Zählern. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,99 Prozent auf 4186 Punkte.

Nach dem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hatte unter den wichtigsten Indizes zumindest der Dow der Furcht vor zu schnell steigenden Zinsen getrotzt. Am Mittwoch dürfte die Debatte um den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation wieder Fahrt aufnehmen. Dann werden die Verbraucherpreisdaten für Juli veröffentlicht. Im Juni war die Teuerung in den USA auf 9,1 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren.

Höhere Zinsen lassen Aktien im Vergleich zu anderen Anlageformen wie etwa Anleihen in einem schlechteren Licht erscheinen und verteuern Kredite, was das Wirtschaftswachstum bremsen kann. Aktuell aber vertrauen die Anleger darauf, dass die Fed die Inflation im Zaum halten kann, ohne die USA in eine tiefgreifende Rezession zu stürzen.

Der Pharmakonzern Pfizer will - wie bereits letzte Woche spekuliert - mit dem milliardenschweren Zukauf von Global Blood Therapeutics (GBT) seinen Geschäftsbereich mit seltener Hämatologie stärken. Die Aktien von GBT schnellten um rund 39 Prozent hoch, nachdem sie am Donnerstag und am Freitag bereits in die Höhe gesprungen waren. Pfizer verloren zum Wochenstart 1,3 Prozent.

Für die Papiere des Grafikchip-Spezialisten Nvidia ging es nach Eckdaten und einem enttäuschenden Umsatz um fünfeinhalb Prozent bergab. Auch nicht gut kam bei Investoren der Ausblick von Palantir an. Die Papiere der Datenanalysefirma sackten um rund zwölf Prozent ab. Beim Pharmaunternehmen Biontech liefen die Geschäfte im zweiten Quartal schlechter als gedacht, die Anteile büßten mehr als sieben Prozent ein. First Solar gewannen nach einer Hochstufung durch JPMorgan fast 14 Prozent.

Die Aktien von Avalara büßten 2,3 Prozent auf 91,95 Dollar ein. Die auf Unternehmenssoftware spezialisierte Investmentgesellschaft Vista Equity will das Unternehmen übernehmen, aber die Offerte von 93,50 US-Dollar je Aktie überzeugte die Anleger offenbar nicht. Zudem enttäuschte der im zweiten Quartal erwirtschaftete Umsatz./ajx/he

(korrigiert wurde die prozentuale Veränderung beim Nasdaq 100)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag nach dem durchwachsenen Wochenschluss mit Gewinnen gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte in der ersten halben Stunde nach der Eröffnungsglocke um 0,93 Prozent auf 33 031 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stand 1,06 Prozent höher auf 13 347,06 Zählern. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,79 Prozent auf 4178 Punkte.

Nach dem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hatte unter den wichtigsten Indizes zumindest der Dow der Furcht vor zu schnell steigenden Zinsen getrotzt. Am Mittwoch dürfte die Debatte um den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation wieder Fahrt aufnehmen. Dann werden die Verbraucherpreisdaten für Juli veröffentlicht. Im Juni war die Teuerung in den USA auf 9,1 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren./ajx/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag nach dem durchwachsenen Wochenschluss mit Gewinnen gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte im frühen Handel um 0,87 Prozent auf 33 090 Punkte zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stand 0,60 Prozent höher auf 13 391 Zählern. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,99 Prozent auf 4186 Punkte.

Nach dem überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht am Freitag hatte unter den wichtigsten Indizes zumindest der Dow der Furcht vor zu schnell steigenden Zinsen getrotzt. Am Mittwoch dürfte die Debatte um den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation wieder Fahrt aufnehmen. Dann werden die Verbraucherpreisdaten für Juli veröffentlicht. Im Juni war die Teuerung in den USA auf 9,1 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren.

Höhere Zinsen lassen Aktien im Vergleich zu anderen Anlageformen wie etwa Anleihen in einem schlechteren Licht erscheinen und verteuern Kredite, was das Wirtschaftswachstum bremsen kann. Aktuell aber vertrauen die Anleger darauf, dass die Fed die Inflation im Zaum halten kann, ohne die USA in eine tiefgreifende Rezession zu stürzen.

Unter den Einzelwerten setzten im Dow die Anteile der Bank JPMorgan mit plus drei Prozent dazu an, aus ihrer Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen nach oben auszubrechen.

Der Pharmakonzern Pfizer will - wie bereits letzte Woche spekuliert - mit dem milliardenschweren Zukauf von Global Blood Therapeutics (GBT) seinen Geschäftsbereich mit seltener Hämatologie stärken. Die Aktien von GBT schnellten um rund 39 Prozent hoch, nachdem sie am Donnerstag und am Freitag bereits in die Höhe gesprungen waren. Pfizer verloren zum Wochenstart 1,3 Prozent.

Für die Papiere des Grafikchip-Spezialisten Nvidia ging es nach Eckdaten und einem enttäuschenden Umsatz um fünfeinhalb Prozent bergab. Auch nicht gut kam bei Investoren der Ausblick von Palantir an. Die Papiere der Datenanalysefirma sackten um rund zwölf Prozent ab. Beim Pharmaunternehmen Biontech liefen die Geschäfte im zweiten Quartal schlechter als gedacht, die Anteile büßten mehr als sieben Prozent ein. First Solar gewannen nach einer Hochstufung durch JPMorgan fast 14 Prozent.

Die Aktien von Avalara büßten 2,3 Prozent auf 91,95 Dollar ein. Die auf Unternehmenssoftware spezialisierte Investmentgesellschaft Vista Equity will das Unternehmen übernehmen, aber die Offerte von 93,50 US-Dollar je Aktie überzeugte die Anleger offenbar nicht. Zudem enttäuschte der im zweiten Quartal erwirtschaftete Umsatz./ajx/he

HELSINKI (dpa-AFX) - Fußballfans können den europäischen Supercup zwischen Champions-League-Sieger Real Madrid und Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt auch im Free-TV sehen. Das Duell am Mittwochabend (21.00 Uhr) in Helsinki läuft bei RTL im Hauptprogramm. Der Kölner TV-Sender plant seine Übertragung von 20.15 Uhr bis 23.45 Uhr - bei einer möglichen Verlängerung und einem Elfmeterschießen könnte die Übertragung auch bis nach Mitternacht dauern. Für das Spiel hat RTL die Rechte "im Rahmen einer Sublizenzvereinbarung" mit dem Streamingdienst DAZN erworben, wie es hieß. Auch beim Streaming-Dienst DAZN ist das Duell der beiden Europapokal-Sieger an diesem Mittwoch live zu sehen./pre/DP/zb

PEKING (dpa-AFX) - Auch dank einer regen Nachfrage nach Elektro-Pkw hat sich der für deutsche Hersteller sehr wichtige chinesische Automarkt im Juli weiter erholt. Die Autohändler des Landes verkauften mit 1,84 Millionen Fahrzeugen zwar etwas weniger als im Vormonat, aber gut ein Fünftel mehr als im Juli 2021, wie am Dienstag in Peking veröffentlichte Daten des Branchenverbandes PCA zeigen. Dabei machten Elektrofahrzeuge mit 486 000 mehr als ein Viertel der Verkäufe aus. Der PCA rechnet daher nun für das Gesamtjahr mit einem Wachstum der E-Auto-Verkäufe auf 6 Millionen, nach bisher angestrebten 5,5 Millionen. Das wären dann doppelt so viele wie im Vorjahr - und dabei spricht der Verband noch von einer vorsichtigen Prognose.

Der Juli ist der zweite Monat infolge mit einem Zuwachs, nachdem es seit Mai 2021 überhaupt nur in zwei Monaten Wachstum bei den Verkäufen an Endkunden gegeben hatte. So machten die harten Corona-Lockdowns Chinas sowie der Chipmangel der Branche zu schaffen. Zuletzt hatten die Behörden dann aber versucht, den Markt durch Kaufanreize etwa für emissionsarme Fahrzeuge wieder anzukurbeln.

Während der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) den Verkauf von Pkw an die Endkunden misst, erfasst der Herstellerverband CAAM den sogenannten Großhandelsabsatz der Hersteller an die Händler. Die CAAM-Daten für den Juli stehen erst noch an. Da China der wichtigste Einzelmarkt für die deutschen Autokonzerne Volkswagen (inklusive Audi und Porsche), BMW und Mercedes-Benz ist, sind die aktuellen Daten ein positives Signal./mis/zb

HAMBURG (dpa-AFX) - Rund vier Wochen nach einem 48-stündigen Warnstreik der Hafenarbeiter nehmen die Gewerkschaft Verdi und die Hafenbetriebe ihre Tarifgespräche wieder auf. Beide Seiten treffen sich am Mittwoch (10. August) online zu ihrer mittlerweile neunten Runde.

In dem festgefahrenen Tarifkonflikt beharrt die Gewerkschaft Verdi angesichts der hohen Inflation von derzeit knapp acht Prozent auf einer Sicherung der Reallöhne für alle Beschäftigten. Vor allem für die niedrigeren Lohngruppen, die kräftige Preiserhöhungen für Energie und Lebensmittel besonders träfen, sei ein Inflationsausgleich wichtig.

Die Gewerkschaft war mit einem Forderungspaket in die Verhandlungen gegangen, das nach Verdi-Angaben in der Spitze Lohnerhöhungen von bis zu 14 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten bedeutet. Auf dem Tisch liegt derzeit ein Angebot der Arbeitgeber - bei allerdings 24 Monaten Laufzeit - mit 12,5 Prozent für die Beschäftigten in Containerbetrieben und 9,6 Prozent für Mitarbeiter in konventionellen Betrieben. Für "Beschäftigungssicherungsbetriebe" in wirtschaftlichen Schwierigkeiten taxiert der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) das Angebot auf 5,5 Prozent. Die Arbeitgeber hatten ihr nachgebessertes Paket Anfang Juli als "final" bezeichnet.

Der Konflikt dreht sich vor allem darum, die Gewerkschaftsforderung nach Ausgleich der Teuerung mit einer zuletzt von Arbeitgeberseite ins Spiel gebrachten Laufzeit von 24 Monaten zu verknüpfen. "Reallohnsicherung für alle Beschäftigten über die gesamte Laufzeit des Tarifvertrages" heißt die Devise bei Verdi. Der ZDS hatte bereits angedeutet, dass bei Mechanismen und Kriterien für eine Anpassung ein Lösungsweg liegen könne.

Unmittelbaren Einigungsdruck haben beide Seiten am Mittwoch noch nicht. Zwar waren mehrere Runden im Juni und Juli von insgesamt drei Warnstreiks begleitet, mit denen Verdi zuletzt die Abfertigung von Schiffen für 48 Stunden lahmgelegt hatte. Allerdings gibt es noch einen weiteren, bereits fest vereinbarten Gesprächstermin für den 22. August. Bis dahin sind nach einem vor dem Arbeitsgericht Hamburg geschlossenen Vergleich weitere Warnstreiks ausgeschlossen./kf/DP/mis

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Nimmt die strafrechtliche Aufarbeitung der VW -Dieselaffäre nun endlich Tempo auf? Zumindest soll der erste große Betrugsprozess zur Abgasaffäre bei Volkswagen am Dienstag (9.30 Uhr) in Braunschweig fortgesetzt werden. Da ein Großteil der als maßgeblich geltenden Zeugen zuletzt von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machten, berichten jetzt einzelne Strafverfolger aus wichtigen eigenen Zeugenvernehmungen.

Dennoch ist das Verfahren gegen vier frühere Führungskräfte des Autobauers in den vergangenen Monaten nur äußert schleppend vorangekommen. Coronabedingte Ausfälle und unzählige Anträge hatten immer wieder für Unterbrechungen in dem Verfahren des Landgerichts Braunschweig gesorgt.

Den Angeklagten wird unter anderem gewerbs- und bandenmäßiger Betrug mit Täuschungsprogrammen in der Abgassteuerung von Millionen Dieselautos vorgeworfen. Verhandelt wird seit fast einem Jahr in der Braunschweiger Stadthalle. Der Verhandlungskomplex gegen Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn war zum Auftakt aufgrund eines medizinischen Gutachtens zunächst abgetrennt worden.

Winterkorn hatte im September 2015 die Manipulation bei Volkswagen eingeräumt, eine eigene Verantwortung aber stets vereint. Kurz zuvor war "Dieselgate" in den USA durch einen Brief der Umweltbehörde CARB aufgeflogen. Im Braunschweiger Strafprozess wurde zuletzt nur klar, dass die bisherige Terminplanung bis Mitte 2023 nicht ausreicht. Mittlerweile wird mit einer Verfahrensdauer bis mindestens Januar 2024 gerechnet./bch/DP/zb

OXFORD/BERLIN (dpa-AFX) - Wer beim Lebensmitteleinkauf der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte Fleisch, Fisch und Käse meiden und lieber verstärkt zu Obst, Gemüse und Brot greifen. Das belegt eine britische Studie, in der die Umweltauswirkungen von mehr als 57 000 im Supermarkt erhältlichen Produkten eingeschätzt wurden, darunter viele verarbeitete Lebensmittel. Wie die Autoren in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS") zudem berichten, weisen viele nahrhafte Produkte eine geringe Umweltbelastung auf.

Die Themen Klima und Umwelt sind 84 Prozent der Deutschen bei der Ernährung wichtig oder sehr wichtig. Das berichtet der aktuelle Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Gleichzeitig fühlen sich 27 Prozent weniger oder gar nicht gut über die entsprechenden Zusammenhänge informiert.

Tatsächlich scheinen sich nicht wenige Verbraucher überfordert zu fühlen, wenn es darum geht, Entscheidungen für eine umweltfreundliche Ernährung zu treffen. Hinzu kommt, dass Supermarktprodukte häufig aus Kombinationen verschiedener Zutaten bestehen.

Um auch die Umweltfolgen solcher Produkte besser abschätzen zu können, hat ein Team unter Leitung von Forschern der Universität von Oxford einen Algorithmus entwickelt, mit dem es die Gesamtwirkungen von mehr als 57 000 im Einzelhandel erhältlichen Lebensmitteln und Getränken im Vereinigten Königreich und Irland abschätzte. Die Autoren quantifizierten dabei etwa die Auswirkungen der Lebensmittel auf Treibhausgasemissionen, Landnutzung und Wasserverbrauch.

Daraus ermittelten sie dann einen einzigen zusammengesetzten Umweltauswirkungswert pro 100 Gramm des jeweiligen Produkts, der von 0 (keine Auswirkungen) bis zu 100 (größte Auswirkungen) reicht. "Zum ersten Mal haben wir eine transparente und vergleichbare Methode zur Bewertung des ökologischen Fußabdrucks von verarbeiteten Lebensmitteln mit mehreren Zutaten", fasst Koautor Peter Scarborough zusammen. "Diese Arten von Lebensmitteln machen den größten Teil unserer Supermarkteinkäufe aus, aber bis jetzt gab es keine Möglichkeit, ihre Auswirkungen auf die Umwelt direkt zu vergleichen."

Den höchsten Wert erreichten in der Studie Produkte aus getrocknetem Rindfleisch wie Biltong oder Beef Jerky - derartige Dörrfleisch-Produkte finden sich als Snacks auch hierzulande in immer mehr Supermärkten. In der Regel hatten Produkte aus Fleisch, Fisch und Käse einen eher höheren Wert, während sich viele Desserts und Backwaren im mittleren Bereich und Produkte aus Obst, Gemüse, Zucker und Mehl wie Suppen, Salate, Brot und viele Frühstücksflocken am unteren Ende der Skala befanden.

In der Studie wurden zudem die Umweltfolgen von Fleisch und Fleischalternativen, darunter Würstchen oder Burger auf pflanzlicher Basis, verglichen. Dabei wiesen viele der Alternativprodukte nur ein Fünftel bis weniger als ein Zehntel der Umweltauswirkungen ihrer fleischbasierten Äquivalente auf.

"Die britischen Ergebnisse decken sich insgesamt mit dem, was wir für die aktuellen Ernährungsgewohnheiten in Deutschland ermittelt haben", kommentiert Rolf Sommer, Leiter des Bereichs Landwirtschaft und Landnutzung beim WWF Deutschland, in einer unabhängigen Einschätzung. "Wir sind vielfältig abhängig von den Ökosystemleistungen einer intakten Natur", führt Sommer aus. "Unsere Ernährungsmuster gefährden daher unsere eigene Ernährungssicherheit." Der Agrarexperte fasst zusammen: "Mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse und dafür weniger tierische Produkte, das ist eine gute Formel für die Umwelt und die eigene Gesundheit."

Diese Empfehlung passt nicht nur zu den globalen Leitlinien der "Planetary Health Diet", die 2019 von der "Eat-Lancet"-Kommission vorgestellt wurden und Zielvorgaben für eine ausgewogene und umweltgerechte Ernährung enthalten. Sie verweisen auch auf eine andere Feststellung der aktuellen Studie. Deren Autoren beobachteten, dass nachhaltigere Lebensmittel tendenziell auch nahrhafter seien.

Die Analyse zeigte zudem große Unterschiede innerhalb einer Produktkategorie. Je nach Inhaltsstoffen und Zusammensetzung könnten beispielsweise unterschiedliche Pesto-Saucen deutlich voneinander abweichende Umweltauswirkungen und Nährwerte haben, ähnliche Vergleiche stellten die Forscher für Kekse, Lasagne und Würstchen an.

Für die Autoren bedeutet dies, dass selbst Verbraucher, für die eine größere Ernährungsumstellung nicht möglich oder attraktiv genug ist, durch die Wahl bestimmter und entsprechend gekennzeichneter Lebensmittel einen Beitrag zur Verringerung der Umweltfolgen und für ihre eigene Gesundheit leisten könnten.

Insgesamt hoffen die Forscher darauf, dass die von ihnen entwickelte Methode einen ersten Schritt bildet, der Verbrauchern, Einzelhändlern und politischen Entscheidungsträgern ermöglicht, fundierte Entscheidungen über die Umweltauswirkungen von Lebensmitteln und Getränken zu treffen./fm/DP/zb

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Dienstag, den 9. August

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TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Fraport, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Wacker Neuson, Q2-Zahlen

07:00 LUX: Corestate Capital, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Cewe Stiftung, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Pfandbriefbank, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Hamborner Reit, Q2-Zahlen (11.00 h Call)

07:30 DEU: Scout24, Q2-Zahlen (detailliert) (15.00 h Analystencall)

07:30 DEU: Munich Re, Q2-Zahlen (9.30 h Pressecall, 14.00 h Analystencall)

08:00 DEU: PWO, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: InterContinental Hotels, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Legal + General Group, Halbjahreszahlen

08:30 DEU: Continental, Halbjahreszahlen (detailliert)

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Alcon, Q2-Zahlen

DEU: Leifheit, Halbjahreszahlen (detailliert)

USA: Warner Music Group, Q3-Zahlen

USA: Coinbase Global, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Lkw-Maut-Fahrleistungsindex (Deutschland und Bundesländer) 07/22

08:00 JPN: Maschinenwerkzeugaufträge 07/22 (vorläufig)

14:30 USA: Produktivität ex Agrar Q2/22 (vorläufig)

14:30 USA: Lohnstückkosten Q2/22 (vorläufig)

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:30 DEU: Fortsetzung des Prozesses gegen vier Angeklagte im VW-Abgasskandal wegen des Vorwurfs des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs, Braunschweig

10:00 DEU: Erste kompakte Bio-LNG-Anlage Deutschlands startet Produktion, Darchau

GBR: Fünfter Wahlkampfauftritt im Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson, Darlington

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag, den 22. August

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DIENSTAG, DEN 9. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Fraport, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Wacker Neuson, Q2-Zahlen

07:00 LUX: Corestate Capital, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Cewe Stiftung, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Pfandbriefbank, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Hamborner Reit, Q2-Zahlen (11.00 h Call)

07:30 DEU: Scout24, Q2-Zahlen (detailliert) (15.00 h Analystencall)

07:30 DEU: Munich Re, Q2-Zahlen (9.30 h Pressecall, 14.00 h Analystencall)

08:00 DEU: PWO, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: InterContinental Hotels, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Legal + General Group, Halbjahreszahlen

08:30 DEU: Continental, Halbjahreszahlen (detailliert)

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Alcon, Q2-Zahlen

DEU: Leifheit, Halbjahreszahlen (detailliert)

USA: Warner Music Group, Q3-Zahlen

USA: Coinbase Global, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Lkw-Maut-Fahrleistungsindex (Deutschland und Bundesländer) 07/22

08:00 JPN: Maschinenwerkzeugaufträge 07/22 (vorläufig)

14:30 USA: Produktivität ex Agrar Q2/22 (vorläufig)

14:30 USA: Lohnstückkosten Q2/22 (vorläufig)

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:30 DEU: Fortsetzung des Prozesses gegen vier Angeklagte im VW-Abgasskandal wegen des Vorwurfs des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs, Braunschweig

10:00 DEU: Erste kompakte Bio-LNG-Anlage Deutschlands startet Produktion, Darchau

GBR: Fünfter Wahlkampfauftritt im Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson, Darlington

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MITTWOCH, DEN 10. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

06:50 DEU: Stratec, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Eon, Q2-Zahlen (10.00 h Pressecall, 12.00 h Analystencall)

07:00 DEU: Aareal Bank, Q2-Zahlen (09.30 h Call)

07:00 DEU: LEG Immobilien, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Evonik, Q2-Zahlen

07:00 NLD: ABN Amro, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Vitesco Technologies, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Heidelberger Druckmaschinen, Q1-Zahlen (10.00 h Call)

07:00 DEU: Brenntag, Q2-Zahlen (10.00 h Call)

07:05 DEU: Norma Group, Q2-Zahlen

07:05 DEU: Leoni, Q2-Zahlen

07:15 DEU: SNP Schneider-Neureither, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Gea Group, Q2-Zahlen (10.00 h Call)

07:30 DEU: HHLA, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Jenoptik, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Indus Holding, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Sixt SE, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Talanx, Q2-Zahlen (8.00 h Call)

07:30 AUT: Wienerberger, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:45 NLD: Ahold Delhaize, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Secunet Security Networks, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Tui, Q3-Zahlen (9.00 h Call)

08:00 DEU: Hawesko, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: PNE, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Admiral, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Deliveroo plc, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Prudential, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Aviva, Halbjahreszahlen

18:30 DEU: Metro AG, Q3-Zahlen

22:05 USA: Walt Disney, Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: KfW, Q2-Zahlen

AUT: Wienerberger, Q2-Zahlen

DNK: Vestas, Q2-Zahlen

USA: Sonos, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Erzeugerpreise 07/22

03:30 CHN: Erzeugerpreise 07/22

03:30 CHN: Verbraucherpreise 07/22

07:00 FIN: Industrieproduktion 06/22

08:00 DEU: Verbraucherpreise 07/22 (endgültig)

08:00 DEU: Insolvenzen, 05/22 + Trendindikator für Juli 2022

10:00 AUT: Industrieproduktion 06/22

10:00 ITA: Verbraucherpreise 07/22 (endgültig)

11:00 GRC: Industrieproduktion 06/22

11:30 DEU: Anleihe, Laufzeit 30 Jahre, Volumen 1,5 Mrd EUR

12:00 PRT: Verbraucherpreise 07/22 (endgültig)

14:00 HUN: Zentralbank, Zinsentscheid

14:30 USA: Verbraucherpreise 07/22

14:30 USA: Realeinkommen 07/22

16:00 USA: Lagerbestände Großhandel 06/22 (endgültig)

16:30 USA: EIA Ölbericht (Woche)

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DONNERSTAG, DEN 11. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 CHE: Zurich Insurance Group, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Deutsche Telekom, Q2-Zahlen (10.00 h Pk)

07:00 DEU: Daimler Truck, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 07/22

07:00 DEU: Bilfinger, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Thyssenkrupp, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Ceconomy, Q3-Zahlen (detailliert) (9.00 Analystencall, 11.00 h Pressecall)

07:00 DEU: Varta, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Ströer, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 DEU: Synlab, Q2-Zahlen (Pressecall 9.00 h)

07:00 DEU: SMA Solar, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Evotec, Q2-Zahlen

07:00 DEU: RWE, Halbjahreszahlen (10.00 h Pressecall, 13.00 h Analystencall)

07:00 DEU: Nordex, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Grenke, Q2-Zahlen (detailliert) (10.00 h Call)

07:00 DEU: K+S, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Siemens, Q3-Zahlen (8.00 h Pressecall, 9.30 h Analystencall)

07:00 DEU: Bauer, Halbjahreszahlen

07:00 LUX: SAF Holland, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 BEL: KBC Group, Q2-Zahlen

07:20 DEU: Bechtle, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Salzgitter, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: GFT, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Deutz, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Zeal Network, Q2-Zahlen

07:30 DEU: ProSiebenSat.1, Q2-Zahlen (9.00 h Online-Pk)

07:30 DEU: Instone Real Estate, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Hapag-Lloyd, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Aurelius, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Mutares, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: New Work, Q2-Zahlen

07:30 NLD: Aegon, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: MLP, Q2-Zahlen

07:45 DEU: Eckert & Ziegler, Q2-Zahlen (detailliert)

07:45 DEU: Va-Q-Tec, Halbjahreszahlen

07:55 DEU: Stemmer Imaging, Q2-Zahlen

08:00 LUX: Global Fashion Group, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Jost Werke, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Westwing, Q2-Zahlen

08:00 DEU: OHB, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Deutsche Beteiligung, 9Monatszahlen (detailliert)

08:00 DEU: Cancom, Q2-Zahlen

08:30 DEU: Helma Eigenbau, Halbjahreszahlen

08:45 DEU: Metro, Call zu den Q3-Zahlen

17:45 DEU: Patrizia , Q2-Zahlen

18:00 DEU: Deutsche Euroshop, Q2-Zahlen

18:00 DEU: Freenet, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Biotest, Halbjahreszahlen

DEU: Berentzen Gruppe, Halbjahreszahlen

CHE: Coca-Cola HBC AG, Halbjahreszahlen

USA: ResMed, Q4-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Leistungsbilanz 06/22

08:00 ROU: Verbraucherpreise 07/22

10:00 FRA: IEA, Öl-Monatsbericht

14:30 USA: Erzeugerpreise 07/22

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Pk der Zentralgenossenschaft Raiffeisen zur Getreideernte, Karlsruhe

GBR: Sechster Wahlkampfauftritt im Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson, Cheltenham

HINWEIS

JPN: Feiertag, Börse geschlossen

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FREITAG, DEN 12. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Knorr-Bremse, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Atoss Software, Q2-Zahlen

07:30 DEU: MVV Energie, 9Monatszahlen

07:40 DEU: Jungheinrich, Q2-Zahlen

08:00 DEU: MBB, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Aumann, Halbjahreszahlen

08:00 IRL: Flutter, Halbjahreszahlen

08:15 DEU: Nagarro, Q2-Zahlen

09:00 DEU: EnBW, Q2-Zahlen (10.00 h Call)

09:15 DEU: Wüstenrot & Württembergische, Halbjahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Bundeswirtschaftsministerium, Monatsbericht 08/22

07:30 FRA: Arbeitslosenquote Q2/22

08:00 DEU: Außenhandel (detaillierte Ergebnisse) 06/22

08:00 GBR: BIP Q2/22 (1. Veröffentlichung)

08:00 GBR: Industrieproduktion 06/22

08:00 GBR: Handelsbilanz non-EU 06/22

08:00 GBR: Privatkonsum Q2/22 (1. Veröffentlichung)

08:00 GBR: Staatsausgaben Q2/22 (1. Veröffentlichung)

08:00 SWE: Verbraucherpreise 07/22

08:45 FRA: Verbraucherpreise 07/22 (endgültig)

09:00 ESP: Verbraucherpreise 07/22 (endgültig)

10:00 POL: Verbraucherpreise 07/22 (endgültig)

10:00 ITA: Handelsbilanz 06/22

11:00 EUR: Industrieproduktion 06/22

14:30 USA: Im- und Exportpreise 07/22

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 08/22 (vorläufig)

EUR: Moody's Ratingergebnis Deutschland, Dänemark

EUR: S&P Ratingergebnis Ungarn, Schweiz

EUR: Fitch Ratingergebnis Dänemark

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MONTAG, DEN 15. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 LUX: Grand City Properties, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Encavis, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Nordex, Q2-Zahlen

07:15 DEU: HelloFresh, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Henkel, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Adesso, Halbjahreszahlen (detailliert)

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: BIP Q2/22 (1. Veröffentlichung)

04:00 CHN: Industrieproduktion 07/22

04:00 CHN: Einzelhandelsumsatz 07/22

06:30 JPN: Industrieproduktion 06/22 (endgültig)

06:30 JPN: Kapazitätsauslastung 06/22

08:30 CHE: Erzeuger- und Importpreise 07/22

14:30 USA: Empire State Index 08/22

16:00 USA: NAHB-Index 08/22

HINWEIS

ITA / KOR: Feiertage, Börsen geschlossen

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DIENSTAG, DEN 16. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

00:25 AUS: BHP Group, Jahreszahlen

07:30 DEU: Delivery Hero, Q2 Trading Update

07:50 DEU: Home24, Q2-Zahlen

11:00 DEU: Nexus, Halbjahreszahlen

12:30 USA: Home Depot, Q2-Zahlen

13:00 USA: Walmart, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: HomeToGo, Q2-Zahlen

USA: Agilent Technologies, Q3-Zahlen

TERINE KONJUNKTUR

08:00 GBR: Arbeitslosenzahlen 06/22

11:00 DEU: ZEW-Konjunkturerwartungen 08/22

11:00 EUR: Handelsbilanz 06/22

14:00 ROU: Nationalbank, Zinsentscheid

14:30 USA: Baubeginne- und genehmigungen 07/22

15:15 USA: Industrieproduktion 07/22

15:15 USA: Kapazitätsauslastung 07/22

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

11:30 DEU: Sommerpressegespräch von Deutschlands größtem Ferngasnetzbetreiber Open Grid Europe (auch online) u.a. mit OGE-Chef Jörg Bergmann, Essen

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MITTWOCH, DEN 17. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 DEU: Uniper, Halbjahreszahlen

11:00 DEU: Verband der Chemischen Industrie (VCI), Forschungspressekonferenz, Frankfurt

22:05 USA: Cisco Systems, Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Swiss Life, Halbjahreszahlen

CHE: Tecan, Halbjahreszahlen

DNK: Royal Unibrew, Q2-Zahlen

DNK: Carlsberg, Halbjahreszahlen

USA: Analog Devices, Q2-Zahlen

USA: Target, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Kernaufträge Maschinenbau 06/22

08:00 DEU: Auftragsbestand Vearbeitendes Gewerbe 06/22

08:00 GBR: Verbraucherpreise 07/22

08:00 GBR: Erzeugerpreise 07/22

08:00 ROU: BIP Q2/22 (vorab)

09:00 HUN: BIP Q2/22 (1. Veröffentlichung)

09:30 NLD: BIP Q2/22 (1. Veröffentlichung)

10:00 POL: BIP Q2/22 (1. Veröffentlichung)

10:00 BGR: BIP Q2/22 (1. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Beschäftigung Q2/22 (vorläufig)

11:00 EUR: BIP Q2/22 (1. Veröffentlichung)

14:30 USA: Einzelhandelsumsatz 07/22

16:00 USA: Lagerbestände 06/22

16:30 USA: EIA Ölbericht (Woche)

20:00 USA: FOMC Sitzungsprotokoll 27.7.22

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: Pk des Fisch-Informationszentrums mit Daten und Fakten über die Fischwirtschaft in Deutschland, Hamburg

GBR: Achter Wahlkampfauftritt von insgesamt 12 Veranstaltungen im Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson, Belfast

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DONNERSTAG, DEN 18. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 CHE: Geberit, Q2-Zahlen

07:00 CHE: Zur Rose, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Hella, Jahreszahlen (detailliert)

07:30 NLD: Adyen, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: SLM Solutions, Halbjahreszahlen

08:00 LUX: Global Fashion Group, Q2-Zahlen

10:00 DEU: BayernLB, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Hamburg Commercial Bank, Halbjahreszahlen

USA: Applied Materials, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

06:30 NLD: Arbeitslosenquote 07/22

08:00 CHE: Im- und Exporte 07/22

08:00 DEU: Erwerbstätigkeit Q2/22

10:00 NOR: Zentralbank, Zinsentscheid

11:00 EUR: Verbraucherpreise 07/22 (endgültig)

14:30 USA: Philly Fed Business Outlook 08/22

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 07/22

16:00 USA: Frühindikator 07/22

SONSTIGE TERMINE

09:30 DEU: Fortsetzung im Prozess um "Cum-Ex"-Aktiendeals gegen den Steuerrechtsanwalt Hanno Berger, Wiesbaden

09:30 DEU: Bilanz-Pk zum ersten Halbjahr 2022 in den Chemie- und Pharmabetrieben in Baden-Württemberg - online, Baden-Baden

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FREITAG, DEN 19. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

USA: Deere & Co, Q2-Zahlen

USA: Foot Locker, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Bundesfinanzministerium, Monatsbericht 08/22

01:01 GBR: GfK Verbrauchervertrauen 08/22

01:30 JPN: Verbraucherpreise 07/22

08:00 GBR: Einzelhandelsumsatz 07/22

08:00 DEU: Erzeugerpreise 07/22

08:30 CHE: Industrieproduktion Q2/22

10:00 EUR: EZB Leistungsbilanz 06/22

10:00 POL: Industrieproduktion 07/22

10:00 POL: Erzeugerpreise 07/22

EUR: Moody's RatingergebnisIsland, Zypern

EUR: S&P Ratingergebnis Estland

EUR: Fitch Ratingergebnis Serbien, Slowakei, Estland

SONSTIGE TERMINE

14:00 DEU: Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses "Cum-Ex-Steuergeldaffäre", Hamburg

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MONTAG, DEN 22. AUGUST

TERMINE UNTERNEHMEN

USA: Zoom Video Communications, Q2-Zahlen

USA: Palo Alto Networks, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

06:30 NLD: Verbrauchervertrauen 08/22

10:00 POL: Einzelhandelsumsatz 07/22

11:00 BEL: Verbrauchervertrauen 08/22

14:30 USA: CFNA-Index 07/22

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

OXFORD/BERLIN (dpa-AFX) - Wer beim Lebensmitteleinkauf der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte Fleisch, Fisch und Käse meiden und lieber verstärkt zu Obst, Gemüse und Brot greifen. Das belegt eine britische Studie, in der die Umweltauswirkungen von mehr als 57 000 im Supermarkt erhältlichen Produkten eingeschätzt wurden. Darunter waren viele verarbeitete Lebensmittel. Wie die Autoren in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS") zudem berichten, weisen viele nahrhafte Produkte eine geringe Umweltbelastung auf.

Um die Umweltfolgen von Supermarkt-Produkten besser abschätzen zu können, hat ein Team unter Leitung von Forschern der Universität von Oxford einen Algorithmus entwickelt, mit dem es die Gesamtwirkungen von mehr als 57 000 im Einzelhandel erhältlichen Lebensmitteln und Getränken im Vereinigten Königreich und Irland abschätzte. Die Autoren quantifizierten dabei etwa die Auswirkungen der Lebensmittel auf Treibhausgasemissionen, Landnutzung und Wasserverbrauch.

Daraus ermittelten die Forscher dann einen einzigen zusammengesetzten Umweltauswirkungswert, der von 0 (keine Auswirkungen) bis zu 100 (größte Auswirkungen) reicht. Den höchsten Wert erreichten in der Studie Produkte aus getrocknetem Rindfleisch wie Biltong oder Beef Jerky - derartige Dörrfleisch-Produkte finden sich als Snacks auch hierzulande in immer mehr Supermärkten. In der Regel hatten Produkte aus Fleisch, Fisch und Käse einen eher höheren Wert, während sich viele Desserts und Backwaren im mittleren Bereich und Produkte aus Obst, Gemüse, Zucker und Mehl wie Suppen, Salate, Brot und viele Frühstücksflocken am unteren Ende der Skala befanden.

"Die britischen Ergebnisse decken sich insgesamt mit dem, was wir für die aktuellen Ernährungsgewohnheiten in Deutschland ermittelt haben", kommentiert Rolf Sommer, Leiter des Bereichs Landwirtschaft und Landnutzung beim WWF Deutschland, in einer unabhängigen Einschätzung./fm/DP/zb

BERLIN (dpa-AFX) - Mit Blick auf das neue Infektionsschutzgesetz sind die Messen in Deutschland in großer Sorge. "Erneut sollen sich die 70 Messeplätze in Deutschland auf ein Corona-Regel-Dickicht gefasst machen. Statt kraftvoll ihre Stärken als Drehkreuz für neue Partnerschaften, Marktplatz für Innovationen und Treffpunkt für Problemlöser auszuspielen, sollen Messen Überregulierung stemmen. Das machen wir nicht mehr mit. Alle Kraft ist endlich. Die Verunsicherung ist groß", sagte der Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft (AUMA), Jörn Holtmeier, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Dienstag).

Die Branche verzeichnet laut Holtmeier seit März 2020 Schäden von mehr als 55 Milliarden Euro. Er sprach sich gegen eine generelle Maskenpflicht bei Messen aus: "Wenn in unserem Land wenigstens drei Viertel aller Menschen grundimmunisiert sind, wird es Zeit, jedem selbst zu überlassen, ob er oder sie eine Maske für das persönliche Schutzbedürfnis tragen möchte oder nicht."

Vergangene Woche hatten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) das neue Corona-Schutzkonzept für den Herbst vorgestellt. Bundesweit soll demnach etwa weiterhin eine Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger sowie neu eine Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten. Die Länder sollen selbst entscheiden, ob sie darüber hinaus in öffentlich zugänglichen Innenräumen Masken vorschreiben.

Weiterhin befürchtet Holtmeier ein Abwandern von Messen ins Ausland. Bisher hätten zwei Drittel aller Leitmessen der Welt in Deutschland stattgefunden. "Aus den zurückliegenden beiden Jahren Regel-Dickicht kann ich Ihnen nur sagen, dass es für ausländische Besucherinnen und Aussteller absolut nicht mehr nachzuvollziehen war, wieso hier diese Regel gilt und dort jene. Unser guter Ruf als zuverlässiger Veranstalter steht auf dem Spiel." Die Mitbewerber in Spanien, Italien, Frankreich und im Vereinigten Königreich hätten das verstanden. "Nahezu zwei Jahre Messeverbot in Deutschland haben sie zu nutzen gewusst: Während im vergangenen März in Berlin zum dritten Mal hintereinander die Internationale Tourismusbörse ITB als Weltleitmesse der Touristik abgesagt werden musste, nutzte die Konkurrenzmesse in Madrid zeitgleich ihre Chance - und war besucht wie noch nie."/red/DP/zb

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Nach einer kurzen Sommerpause soll der erste große Betrugsprozess zur Abgas-Affäre bei Volkswagen am Dienstag (9.30 Uhr) in Braunschweig fortgesetzt werden. Da ein Großteil der als maßgeblich geltenden Zeugen zuletzt von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machten, berichten nun einzelne Strafverfolger aus wichtigen eigenen Zeugenvernehmungen. Dennoch kam das Verfahren gegen vier frühere Führungskräfte des Autobauers in den vergangenen Monaten nur äußert schleppend voran.

Den Angeklagten wird unter anderem gewerbs- und bandenmäßiger Betrug mit Täuschungsprogrammen in der Abgassteuerung von Millionen Dieselautos vorgeworfen. Verhandelt wird das Verfahren des Landgerichts Braunschweig seit fast einem Jahr in der Stadthalle. Der Verhandlungskomplex gegen Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn war zum Auftakt aufgrund eines medizinischen Gutachtens zunächst abgetrennt worden./bch/DP/jha

(neu: Kursverlauf und Schlusskurs)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Siemens Energy haben am Montag nach detaillierten Quartalszahlen einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder eingebüßt. Trotz lobender Kommentare zahlreicher Analysten fielen die Papiere nach sehr wechselhaftem Verlauf letztlich um 1,0 Prozent auf 16,37 Euro. Zwischenzeitlich waren sie um bis zu 4,4 Prozent abgesackt, um am Nachmittag um bis zu 2,7 Prozent ins Plus auf den höchsten Stand seit zwei Monaten zu drehen.

Analysten von JPMorgan, Deutsche Bank und Berenberg lobten unisono das starke Gas & Strom-Geschäft des Energiekonzerns sowie die alles in allem beibehaltenen operativen Geschäftsjahresziele für 2021/22.

Angesichts der Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Gewinnwarnung der Tochter Siemens Gamesa in der vergangenen Woche sei das dritte Geschäftsquartal von Siemens Energy etwas holprig verlaufen, schrieb Berenberg-Analyst Philip Buller. Dagegen sei die Entwicklung des Geschäftsbereichs Gas & Strom, der zwei Drittel des Umsatzes ausmache, grundsätzlich solide gewesen. Positiv überrascht habe zudem, dass trotz der Warnung von Siemens Gamesa die operativen Prognosen für das Gesamtjahr unverändert beibehalten worden seien, hob Buller hervor. Das deute darauf hin, dass das Gas- und Stromgeschäft besser als erwartet laufe und die Prognosen in gewisser Hinsicht konservativ seien. Er hatte daher eher mit Kursgewinnen für die Aktie gerechnet.

Analyst Gael de-Bray von der Deutschen Bank lobte ebenfalls das starke Gas & Strom-Geschäft und den beibehaltenen operativen Ausblick. Auf diesen beiden Details hätten die Analysten ihr Hauptaugenmerk gelegt, da alles andere wegen des Vorab-Berichts und der Gewinnwarnung von Siemens Gamesa mehr oder weniger bereits bekannt gewesen sei. Der Experte hält es für ermutigend, dass Siemens Energy trotz der gesenkten Prognose der Windturbinen-Tochter noch das untere Ende der Prognosespanne für die vergleichbare Umsatzentwicklung und die bereinigte operative Ergebnismarge vor Sondereinflüssen erreichen will. Zudem gehe der Konzern davon aus, dass der freie Barmittelfluss vor Steuern im Bereich eines positiven mittleren dreistelligen Millionenbetrags liegen werde.

Den freien Barmittelfluss lobte auch Simon Toennessen vom Analysehaus Jefferies und verwies darüber hinaus auch auf die überraschend starke Auftragsentwicklung. Das operative Ergebnis (Ebita), so ergänzte er, habe zwar unter erheblichen Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit Russland gelitten - darum bereinigt liege es aber ebenfalls über den Erwartungen.

Nicht zuletzt äußerte sich auch Analyst Akash Gupta von JPMorgan sehr positiv. Auch er lobte die Entwicklung der Öl- und Gassparte im dritten Geschäftsquartal und dass der Konzern auftragsseitig sowie mit dem um Sonderfaktoren bereinigten operativen Ergebnis die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen habe. Etwas kritisch merkte er noch an, dass die Umstrukturierungskosten im Zusammenhang mit Russland und die enttäuschenden Zahlen von Siemens Gamesa zu einem unerwartet deutlichen konsolidierten Quartalsverlust geführt hätten./ck/ag/jha/edh/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihre negative Sicht auf die Aktie von Eon ad acta gelegt. Gesunkene Risiken in der Gaslieferkette und eine vergleichsweise schwache Kursentwicklung seit Jahresbeginn stimmen Analyst Robert Pulleyn mittlerweile zuversichtlicher. Er stufte daher das Papier des Versorgers von "Underweight" auf "Equal-weight" hoch. Das Kursziel kappte er aber von 10,50 auf 10,00 Euro und sieht damit aktuell noch Potenzial von rund zehn Prozent nach oben.

Die bestehenden Risiken erschienen nun einigermaßen eingepreist, sodass die Aktie ihr Jahrestief nicht testen sollte, schrieb Pulleyn. Anders als der Markt sehe er das Eon-Papier aber nicht als attraktiv bewertet an. Andere Titel seien werthaltiger.

Mit Blick auf die am Mittwoch anstehenden Halbjahreszahlen rät der Experte, sich moderat positiv zu positionieren. "Wir erwarten solide Ergebnisse", schrieb Pulleyn bei einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 4,1 Milliarden Euro und einem Überschuss von 1,5 Milliarden Euro. Er liegt damit bei beiden Kennziffern etwas über dem Bloomberg-Konsens. Unterstützung dürfte es in Verbindung mit dem Gasgeschäft gegeben haben und auch die starke Geschäftsentwicklung der verbliebenen Kernkraftwerke dürfte gestützt haben. Zwar seien dies nur Einmaleffekte, doch der Markt dürfte ihm zufolge dennoch positiv reagieren.

Risiken dafür, dass der Versorger seine Jahresziele senken könnte, sieht der Morgan-Stanley-Analyst aktuell geringer werden. Vielmehr rechnet er damit, dass die Prognose für das operative Ergebnis (Ebitda) zwischen 7,6 und 7,8 Milliarden Euro und einen Nettogewinn zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro bekräftigt werden. Bei beiden Kennziffern liegen seine Schätzungen in der Mitte der Spanne und damit ebenfalls über den Konsensschätzungen. Entsprechend sieht er Chancen, dass die durchschnittlichen Analystenprognosen steigen könnten.

Auch die Nettoverschuldung dürfte stabil bleiben oder leicht unter dem Niveau vom ersten Quartal liegen, als sie 38,8 Milliarden Euro betrug. Unterstützung sollten hier angesichts steigender Renditen geringere Rückstellungen geboten haben. Dennoch blieben Bedenken hinsichtlich des Osteuropa-Engagements und der damit verbundenen Netzwerkverluste oder auch in Bezug auf Forderungsausfälle, auf politische Interventionen in Schlüsselmärkten oder wie die Gasumlage in Deutschland funktionieren werde.

Gemäß der Einstufung "Equal-Weight" erwartet Morgan Stanley eine durchschnittliche Gesamtrendite der Eon-Aktie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Werten der Versorgerbranche. Zugrunde gelegt wird ein Zeitraum zwischen zwölf und 18 Monaten./ck/edh/jha/

Analysierendes Institut Morgan Stanley.

Veröffentlichung der Original-Studie: 05.08.2022 / 16:20 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

ZÜRICH (awp) - Der Einstieg der Tetra-Pak-Erben hat am Montag den Aktien des Aromen und Riechstoff-Herstellers Givaudan frischen Schwung verliehen. Die Papiere stiegen bis zum Mittag um 1,3 Prozent 3334 Franken. Der Schweizer Leitindex SMI verzeichnete nur moderate Gewinne.

Gemäß den Beteiligungsmeldungen der Schweizer Börse SIX hatte die Stiftung Haldor mit Sitz in Liechtenstein am 3. August 2022 den Anteil an Givaudan über die meldepflichtige Schwelle von 3 Prozent ausgebaut. Die Stiftung wird laut Medienberichten von den Erben des Verpackungsherstellers Tetra-Pak kontrolliert.

Der neue Givaudan-Aktionär lässt Marktbeobachter aufhorchen. So zählt Haldor gemäß jüngsten Angaben mit einem Anteil von 9,85 Prozent zu den größten Aktionären des US-amerikanischen Givaudan-Konkurrenten IFF . Ende Mai hatte auch die Fusion von DSM mit dem Genfer Familienunternehmen Firmenich für Aufruhr in der Branche gesorgt.

Die Stiftung Haldor ist in der Schweiz auch durch ihre Beteiligung von knapp 10 Prozent am Tetra-Pak-Konkurrenten SIG bekannt./an/uh/AWP/la

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Siemens Energy haben am Montag nach detaillierten Quartalszahlen einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder eingebüßt. Trotz lobender Kommentare zahlreicher Analysten fielen die Papiere bis zum späteren Vormittag um bis zu 4,4 Prozent zurück auf 15,815 Euro. Zum Auftakt hatten sie noch weiter zugelegt auf 16,69 Euro - einen neuerlichen Höchststand seit Mitte Juni. Dort prallte der Kurs am 90-Tage-Durchschnitt ab, der den mittelfristigen Trend signalisiert.

Analysten wie die von JPMorgan, der Deutschen Bank oder Berenberg lobten unisono das starke Gas & Strom-Geschäft des Energiekonzerns sowie die alles in allem beibehaltenen operativen Geschäftsjahresziele für 2021/22.

Angesichts der Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Gewinnwarnung der Tochter Siemens Gamesa in der vergangenen Woche sei das dritte Geschäftsquartal von Siemens Energy etwas holprig verlaufen, schrieb Berenberg-Analyst Philip Buller. Dagegen sei die Entwicklung des Geschäftsbereichs Gas & Strom, der zwei Drittel des Umsatzes ausmacht, grundsätzlich solide gewesen. Positiv überrascht habe zudem, dass trotz der Warnung von Siemens Gamesa die operativen Prognosen für das Gesamtjahr unverändert beibehalten worden seien, hob Buller hervor. Das deute darauf hin, dass das Gas- und Stromgeschäft besser als erwartet läuft und die Prognosen in gewisser Hinsicht konservativ seien. Er hatte daher eher mit Kursgewinnen für die Aktie gerechnet.

Analyst Gael de-Bray von der Deutschen Bank lobte ebenfalls das starke Gas & Strom-Geschäft und den beibehaltenen operativen Ausblick. Auf diesen beiden Details hätten die Analysten ihr Hauptaugenmerk gelegt, da alles andere wegen des Vorab-Berichts und der Gewinnwarnung von Siemens Gamesa mehr oder weniger bereits bekannt gewesen sei. Der Experte hält es für ermutigend, dass Siemens Energy trotz der gesenkten Prognose der Windturbinen-Tochter noch das untere Ende der Prognosespanne für die vergleichbare Umsatzentwicklung und die bereinigte operative Ergebnismarge vor Sondereinflüssen erreichen will. Zudem gehe der Konzern davon aus, dass der freie Barmittelfluss vor Steuern im Bereich eines positiven mittleren dreistelligen Millionenbetrags liegen werde.

Den freien Barmittelfluss lobte auch Simon Toennessen vom Analysehaus Jefferies und verwies darüber hinaus auch auf die überraschend starke Auftragsentwicklung. Das operative Ergebnis (Ebita), so ergänzte er, habe zwar unter erheblichen Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit Russland gelitten - darum bereinigt liege es aber ebenfalls über den Erwartungen.

Nicht zuletzt äußerte sich auch Analyst Akash Gupta von JPMorgan sehr positiv. Auch er lobte die Entwicklung der Öl- und Gassparte im dritten Geschäftsquartal und dass der Konzern auftragsseitig sowie mit dem um Sonderfaktoren bereinigten operativen Ergebnis die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen habe. Etwas kritisch merkte er noch an, dass die Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit Russland und die enttäuschenden Zahlen von Siemens Gamesa zu einem unerwartet deutlichen konsolidierten Quartalsverlust geführt hätten./ck/ag/jha/

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Bewertung der Papiere des "Green Economy"-Unternhmens Industrie De Nora bei einem Kursziel von 24 Euro mit "Buy" aufgenommen. Der führende Anbieter von Elektroden und Technologien rund um Wasser sei ein wichtiger Wegbereiter für die Revolution des grünen Wasserstoffs, schrieb Analystin Zoe Clarke in einer am Montag vorliegenden Studie. Bis 2025 traut sie den Italienern zu, den Umsatz jährlich im Schnitt um rund 28 Prozent zu steigern und das operative Ergebnis (Ebitda) um etwa 21 Prozent./gl/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 08.08.2022 / 04:09 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Hauck Aufhäuser Investment Banking hat Koenig & Bauer von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 43 auf 15 Euro eingestampft. Der Druckmaschinenhersteller habe Ende Juli wegen anhaltender Lieferkettenprobleme schwache Halbjahreszahlen vorgelegt, schrieb der neu für die Aktie zuständige Analyst Jorge Gonzalez Sadornil in einer am Montag vorliegenden Studie. Er revidierte seine Schätzungen nach unten und trug damit auch der zunehmenden Kosteninflation Rechnung./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 08.08.2022 / 08:23 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 08.08.2022 / 08:23 / MESZ

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Eon von "Underweight" auf "Equal-weight" hochgestuft, das Kursziel aber von 10,50 auf 10,00 Euro gesenkt. Die Aktie des Energieversorgers habe sich seit Jahresbeginn schwächer als die Branche entwickelt, und die Risiken in der Gaslieferkette seien gesunken, begründete schrieb Analyst Robert Pulleyn in einer am Montag vorliegenden Studie sein neues Anlagevotum. Die bestehenden Risiken erschienen einigermaßen eingepreist, so dass die Aktie ihre Jahrestiefs nicht testen sollte. Anders als der Markt sehe er die Aktie aber nicht attraktiv bewertet - andere Titel seien werthaltiger./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 05.08.2022 / 16:20 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat Siemens Energy nach Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 22 Euro belassen. Der Energiekonzern könne eine überraschend starke Auftragsentwicklung sowie einen hohen Barmittelzufluss (FCF) vorweisen, schrieb Analyst Simon Toennessen in einer am Montag vorliegenden Studie. Das operative Ergebnis (Ebita) habe zwar unter erheblichen Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit Russland gelitten - darum bereinigt liege es aber ebenfalls über den Erwartungen./gl/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 08.08.2022 / 02:11 / ET Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 08.08.2022 / 02:11 / ET

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HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat Takkt nach Zahlen zum zweiten Quartal von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 19,00 auf 12,90 Euro gesenkt. Der Büro- und Restaurantausstatter habe zwar relativ stark abgeschnitten, allerdings nähmen die Risiken zu, schrieb Analystin Catharina Claes in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Auftragsspitze sei wohl bereits erreicht und 2023 dürfte das Unternehmen die negativen Auswirkungen der Rezession zu spüren bekommen./la/ck/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 05.08.2022 / 17:26 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat Süss Microtec doppelt abgestuft von "Kaufen" auf "Verkaufen" und den fairen Wert der Aktien von 22 auf 14 Euro gesenkt. "Die Probleme mit den Lieferketten bleiben ohne eine belastbare Prognose für deren Ende bestehen", schrieb Analyst Armin Kremser in einer am Freitag vorliegenden Studie. Dafür kann Süss laut dem Experten zwar wenig, er sieht aber in den restlichen fünf Monaten des Jahres ein gewisses Enttäuschungsrisiko und orientiert sich nun am unteren Rand der von Süss genannten Bandbreiten für die Gesamtjahresziele./ag/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 05.08.2022 / 12:52 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 05.08.2022 / 12:58 / MESZ

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(Neu: Weitere Details)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Bundespolizei FBI hat nach Angaben von Ex-US-Präsident Donald Trump dessen Anwesen in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida durchsucht. "Mein wunderschönes Zuhause, Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, wird derzeit von einer großen Gruppe von FBI-Agenten belagert, durchsucht und besetzt", schrieb Trump am Montagabend (Ortszeit) auf dem von ihm mitbegründeten Netzwerk "Truth Social". Medienberichten nach steht der Vorgang im Zusammenhang mit Trumps Umgang mit Akten und Dokumenten aus seiner Zeit im Weißen Haus. Die Durchsuchung des Eigentums eines ehemaligen Präsidenten ist höchst ungewöhnlich.

"Diese unangekündigte Razzia in meinem Haus war weder notwendig noch angemessen", schrieb Trump weiter. Es sei "sogar" sein Safe geöffnet worden. Trump nannte den Vorgang "politische Verfolgung" und eine Attacke der "radikal linken Demokraten". Er verglich die Durchsuchung mit dem Watergate-Skandal, der 1974 den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon zum Rücktritt zwang. Medien berichteten, dass das FBI am Montagabend (Ortszeit) die Durchsuchung beendet hatte. Trump soll während der Aktion nicht zu Hause gewesen sein.

Der Ex-Präsident war bei den öffentlichen Anhörungen des Untersuchungsausschusses zur Kapitol-Attacke zuletzt von Zeugen schwer belastet worden. Demnach habe Trump gewusst, dass die Demonstranten am 6. Januar 2021 bewaffnet waren und sie bewusst zum Kapitol geschickt. Zuletzt hatten sich die Hinweise verdichtet, dass das Justizministerium das Verhalten Trumps selbst rund um die Präsidentschaftswahl 2020 und den Sturm auf das Kapitol genauer untersucht. Im Raum steht die Frage, ob Justizminister Merrick Garland strafrechtliche Schritte gegen Trump einleiten könnte.

Die Dursuchung von Trumps Anwesen scheint nun allerdings mit etwas anderem in Verbindung zu stehen. Trump war im Winter vorgeworfen worden, Akten und Dokumente aus seiner Zeit im Weißen Haus zurückgehalten zu haben. Die "New York Times"-Journalistin Maggie Haberman berichtete sogar, dass Trump während seiner Präsidentschaft Dokumente die Toilette heruntergespült habe. Trump wies das zurück. Am Montag waren schließlich Fotos aufgetaucht, die das belegen sollen.

Ärger gab es vor allem, weil Trump Dokumente mit nach Mar-a-Lago genommen haben soll, die mutmaßlich als Verschlusssache gekennzeichnete Informationen zur nationalen Sicherheit enthielten. Hinzu kommt, dass in den USA eigentlich jede Korrespondenz des Präsidenten archiviert und für die Nachwelt aufgehoben wird. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Trump allerdings soll nach seiner Amtszeit 15 Kisten voll mit Regierungsdokumenten, Erinnerungsstücken, Geschenken und Briefen aus dem Weißen Haus in sein Haus in Florida gebracht haben. Medien zufolge waren darunter auch Briefe des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un und ein Schreiben von Trumps Vorgänger Barack Obama.

Trump hatte schließlich mehrere Dokumente an die Nationale Verwaltungsstelle für Archivgut und Unterlagen übergeben und dies damals auch selbst bestätigt. Die Justiz soll allerdings eine Untersuchung eingeleitet haben. Für eine Dursuchung des Eigentums eines Ex-Präsidenten braucht es eine Genehmigung auf höchster Ebene des Justizministeriums. Beamte des Justizministeriums lehnten es ab, sich zu irgendeinem Aspekt des Durchsuchungsbefehls zu äußern, wie die "New York Times" schrieb.

Trump nahm am Montagabend (Ortszeit) noch an einer geplanten Veranstaltung mit der ultrakonservativen ehemaligen Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin per Telefon teil. Sie will bei den Kongresswahlen im Herbst als Abgeordnete in das US-Repräsentantenhaus gewählt werden. "Ein weiterer Tag im Paradies" und "Das war ein seltsamer Tag" war der Zeitung zufolge alles, was Trump zu den Ereignissen sagte. Der führende Republikaner Kevin McCarthy kündigte an, eine Untersuchung gegen das Justizministerium einleiten zu wollen, falls die Republikaner bei den Kongresswahlen im Herbst die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen.

Trump hatte zuletzt immer wieder damit kokettiert, bei den Präsidentschaftswahlen 2024 noch einmal anzutreten. Eine Kandidatur hat er aber bisher nicht verkündet. Beobachter hatten spekuliert, dass Trump eine Kandidatur bald ankündigen könnte, weil ihn die Untersuchungen des Kapitol-Ausschusses unter Druck setzen würden. Die Kandidatur wäre eine Möglichkeit, Ermittlungen gegen ihn als politisch motiviert abzutun. In seiner Mitteilung monierte er nun, dass die Demokraten unbedingt verhindern wollten, dass er 2024 noch einmal antrete./nau/DP/zb

ISTANBUL/ATHEN (dpa-AFX) - Die Türkei will erneut ein Gas-Bohrschiff zu Erkundungsfahrten ins Mittelmeer entsenden. Die "Abdülhamid Han" soll am Dienstag von Präsident Recep Tayyip Erdogan losgeschickt werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Ziel und Route sind bisher nicht bekannt. Türkische Erdgaserkundungen beobachtet vor allem der Nachbar Griechenland ganz genau - auch weil die Türkei in der Vergangenheit nicht davor zurückschreckte in Gebieten zu forschen, die Athen für sich beansprucht. Angesichts der Tatsache, dass die Beziehungen sich auf einem Tiefpunkt befinden, erscheint die Mission besonders heikel.

2020 gerieten die beiden Länder an den Rande einer militärischen Auseinandersetzung. Damals unternahm das türkische Bohrschiff "Oruc Reis" südlich der Insel Rhodos Erkundungsfahrten, teilweise von Kriegsschiffen eskortiert. Die griechische Marine wurde mobilisiert. Erst mit der Abfahrt der "Oruc Reis" aus den umstrittenen Gebieten beruhigte sich die Lage.

Hinter dem Konflikt stehen territoriale Uneinigkeiten: Griechenland bezichtigte die Türkei damals, die Vorkommen illegal zu erkunden. Die Regierung in Ankara vertrat den Standpunkt, dass die Gewässer zum türkischen Festlandsockel gehörten.

Das Seerecht der Vereinten Nationen (UN) legt für Küstenländer eine Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) fest. In dieser 200-Meilen-Zone hat ein Staat demnach das alleinige Recht zur Ausbeutung von Bodenschätzen. Liegt die Küste eines anderen Landes näher, gilt die Mittellinie. Griechische Inseln, die nahe an der türkischen Küste liegen, verringern also die türkische AWZ enorm. Die Türkei argumentiert - teilweise gestützt auf Lesarten internationalen Rechts

- dass Inseln keine AWZ haben. Ankara verteidigt die Erkundungen

daher als legitim.

Ob das Schiff nun tatsächlich in umstrittene Gewässer fährt, ist unklar. Die griechische Regierung hält sich bisher bedeckt. Man habe sich zu diesem Thema ausreichend geäußert und immer wieder angemahnt, dass in dem Konflikt mit dem Nachbarland internationales Recht gelte und die Souveränität eines jeden Landes respektiert werden müsse, heißt es aus Regierungskreisen. Dieselben Kreise berichten auch, dass Regierung und Militär längst alle möglichen Szenarien der Route der "Abdülhamid Han" analysiert und durchgespielt hätten.

Würde das Schiff die ausschließliche Wirtschaftszone Griechenlands verletzen, werde Athen demnach so reagieren wie im Sommer 2020. Gleichzeitig betonte Premier Kyriakos Mitsotakis zuletzt immer wieder seine Gesprächsbereitschaft. Könne man den Konflikt jedoch nicht bilateral regeln, müsse das Thema vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag geklärt werden.

Die Türkei, die auf Gasimporte angewiesen ist, sieht sich seit langem von der geplanten Ausbeutung von Rohstoffen in der Region ausgeschlossen. Im östlichen Mittelmeer wurden bereits große Gasvorkommen entdeckt. Experten erwarten weitere Funde. Ob die Ausbeutung allerdings überhaupt wirtschaftlich und mit klimapolitischen Zielen vereinbar ist, ist stark umstritten. Vor dem Hintergrund des Ringens westlicher Staaten um Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen, gewinnt jedoch auch das Mittelmeer wieder an Interessenten, auch als Transitraum./apo/DP/zb

HAMBURG (dpa-AFX) - Mit neuem Wissen über Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Köln im "Cum-Ex"-Skandal setzt der Parlamentarische Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft seine Arbeit fort. Bei der 35. Sitzung am Dienstag sollen vier ehemalige Mitarbeiter der Finanzbehörde als Zeugen vernommen werden, darunter die frühere Chefin der Steuerverwaltung und der früher für die in den Skandal verwickelte Warburg Bank zuständige Abteilungsleiter.

CDU und Linke hatten die Sitzungen des Ausschusses in dieser und in der nächsten Woche aussetzen wollen, um zunächst von der Staatsanwaltschaft Köln übermittelte Ermittlungsakten studieren zu können. Dies hatten SPD und Grüne jedoch abgelehnt.

Die Akten liegen den Ausschussmitgliedern erst seit Ende vergangener Woche vor. Aus ihnen geht nach Angaben der Obleute von CDU und Linken unter anderem hervor, dass bei einer Durchsuchung in einem Schließfach des früheren Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs - gegen den im Zusammenhang mit den "Cum-Ex"-Geschäften der Warburg Bank wegen des Verdachts der Begünstigung ermittelt wird - mehr als 200 000 Euro Bargeld gefunden wurden. Ferner legten die Akten demnach den Verdacht nahe, dass in der Finanzbehörde den Fall betreffende Akten fehlen und E-Mails gelöscht wurden.

Wie gegen Kahrs wird auch gegen den früheren SPD-Innensenator Alfons Pawelczyk und eine damals für die Warburg Bank zuständige Finanzbeamtin wegen Begünstigung ermittelt. In den Akten der Staatsanwaltschaft findet sich den Angaben zufolge auch eine Whatsapp-Nachricht, in der diese Beamtin einer Kollegin von einem "teuflischen Plan" berichtet, der aufgegangen sei. Diese Nachricht sei wenige Stunden nach der Entscheidung der Finanzverwaltung gesendet worden, entgegen ursprünglichen Plänen eine Steuerrückforderung in Höhe von 47 Millionen Euro gegen die Warburg Bank verjähren zu lassen.

Der Ausschuss soll eine mögliche Einflussnahme führender SPD-Politiker auf die steuerliche Behandlung der Bank klären. Hintergrund sind Treffen der Bank-Gesellschafter Christian Olearius und Max Warburg 2016 und 2017 mit dem damaligen Bürgermeister Olaf Scholz, die Kahrs und Pawelczyk eingefädelt haben sollen. Zu dem Zeitpunkt wurde bereits wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit "Cum-Ex"-Geschäften gegen Olearius ermittelt. Kurz nach den ersten Treffen war es in der Finanzverwaltung zum Sinneswandel hinsichtlich der Steuerrückforderung gekommen.

Am Freitag kommender Woche soll der heutige Bundeskanzler Scholz erneut vor dem Ausschuss aussagen. Er hat bisher jede politische Einflussnahme in dem Fall bestritten, sich hinsichtlich seiner Treffen mit Olearius aber auf Erinnerungslücken berufen./fi/DP/zb

MÜNCHEN/MAGDEBURG (dpa-AFX) - Vor Beratungen der Gesundheitsminister reißt die Debatte über den Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz nicht ab. Bayern forderte dringende Nachbesserungen. Der Ärzteverband Marburger Bund hingegen stellte sich hinter den Entwurf.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Dienstag virtuell über das vergangene Woche von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgestellte Schutzkonzept für den Herbst und Winter beraten. Einige Länder hatten Klärungsbedarf signalisiert. Aus Teilen der FDP und CDU gab es Kritik und Änderungswünsche.

Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass die Bundesländer ab Oktober wieder Maskenpflichten verhängen dürfen. Bundesweit soll weiterhin eine Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger sowie neu eine Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten. Die Länder sollen selbst entscheiden, ob sie darüber hinaus in öffentlich zugänglichen Innenräumen Masken vorschreiben. Kritik hatte es an dem Plan gegeben, Menschen von Maskenpflichten in Restaurants oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen zu befreien, wenn ihre Impfung nicht älter als drei Monate ist. Ausnahmen soll es auch für Getestete und frisch Genesene geben.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur in München, es müsse unter anderem über die vorgesehenen Ausnahmen von Maskenpflichten für frisch Geimpfte und Genesene gesprochen werden. Diese seien fachlich nicht zu rechtfertigen, da auch frisch Geimpfte und Genesene Infektionen übertragen könnten. "Der bisherige Gesetzentwurf weist deutliche Lücken auf", sagte der CSU-Politiker. Der Bund müsse etwa die Kriterien nachschärfen, mit denen die Länder wirksamere Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Ansteckungen beschließen und vollziehen könnten.

Die Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, reagierte mit Unverständnis darauf, das Konzept in Frage zu stellen. "Der Vorschlag für das neue Infektionsschutzgesetz gibt den Ländern ausreichend Möglichkeiten, adäquat auf das Infektionsgeschehen zu reagieren", sagte Johna der "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Länder können regional angepasst Maßnahmen zum Schutz der Menschen ergreifen, wenn die Notwendigkeit dazu besteht. Ich kann nicht verstehen, dass man dieses Konzept schon gleich wieder in Frage stellt." Es komme doch darauf an, den Menschen Sicherheit im Umgang mit dem Coronavirus zu geben./had/seb/DP/zb

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Bundespolizei FBI hat nach Angaben von Ex-US-Präsident Donald Trump dessen Anwesen in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida durchsucht. "Mein wunderschönes Zuhause, Mar-A-Lago in Palm Beach, Florida, wird derzeit von einer großen Gruppe von FBI-Agenten belagert, durchsucht und besetzt, schrieb Trump am Montagabend (Ortszeit) auf dem von ihm mitbegründeten Netzwerk "Truth Social". "Diese unangekündigte Razzia in meinem Haus war weder notwendig noch angemessen", schrieb Trump weiter. Es sei auch sein Safe geöffnet worden.

Trump nannte den Vorgang "politische Verfolgung". Warum das Anwesen durchsucht wurde, war zunächst unklar. Medien berichteten, dass das FBI am Montagabend (Ortszeit) die Durchsuchung beendet hatte. Eine CNN-Reporterin sagte, dass Trump während der Aktion nicht zu Hause gewesen sei. Der Ex-Präsident war bei den öffentlichen Anhörungen des Untersuchungsausschusses zur Kapitol-Attacke zuletzt von Zeugen schwer belastet worden. Demnach habe Trump gewusst, dass die Demonstranten am 6. Januar 2021 bewaffnet waren und sie bewusst zum Kapitol geschickt.

Zuletzt hatten sich die Hinweise verdichtet, dass das Justizministerium das Verhalten Trumps selbst genauer untersucht. Im Raum steht die Frage, ob Justizminister Merrick Garland strafrechtliche Schritte gegen Trump einleiten könnte. Trump wurde außerdem vorgeworfen, er habe Akten und Dokumente aus seiner Zeit im Weißen Haus zurückgehalten und sogar die Toilette heruntergespült. Trump wies das zurück. Eigentlich muss in den USA jede Korrespondenz des Präsidenten archiviert und für die Nachwelt aufgehoben werden.

Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, dass die Untersuchung im Zusammenhang mit den Dokumenten stünde. Trump hatte nach seiner Amtszeit mehrere Kisten mit Akten in sein Anwesen nach Mar-a-Lago mitgenommen. Darunter sollen Berichten nach wichtige Kommunikationsunterlagen gewesen sein - auch Briefe des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un und ein Schreiben von Trumps Vorgänger Barack Obama. Trump hatte schließlich mehrere Dokumente der Nationalen Verwaltungsstelle für Archivgut und Unterlagen übergeben./nau/DP/zb

KIEW/WASHINGTON (dpa-AFX) - Munition, Waffen und Ausrüstung für die Ukraine - die USA schnüren für das von Russland angegriffene Land das bislang größte Paket an Militärhilfe für eine Milliarde US-Dollar (rund 980 Millionen Euro). Es soll den kritischen Sicherheitsbedarf bei der Verteidigung der Ukraine decken, wie US-Präsident Joe Biden am Montag (Ortszeit) in Washington sagte. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj forderte unterdessen ein internationales Reiseverbot für alle Russen. Mit dieser Drohung solle Russland davon abgehalten werden, besetzte ukrainische Gebiete zu annektieren.

Für die Ukraine ist Dienstag der 167. Tag seit Beginn der russischen Invasion. Sorge bereitet dem Land und der internationalen Gemeinschaft die Lage im Kernkraftwerk Saporischschja. Das größte Akw Europas ist von russischen Truppen besetzt und in den vergangenen Tagen mehrmals mit Raketen beschossen worden. Die Kriegsparteien geben sich gegenseitig die Schuld daran. Selenskyj warf Russland "nuklearen Terrorismus" vor.

Noch gibt es keine Hinweise auf freigesetzte Radioaktivität, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitteilte. Ähnlich äußerte sich das Weiße Haus in Washington. Aber die Angst vor möglichen Schäden wächst. UN-Generalsekretär António Guterres warnte: "Jeder Angriff auf ein Atomkraftwerk ist eine selbstmörderische Angelegenheit." Die Ukraine fordert, dass dringend eine Mission der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO) das Kraftwerk besuchen solle.

Selenskyj fordert Reiseverbot für Russen

"Die wichtigsten Sanktionen sind es, die Grenzen zu schließen, denn die Russen nehmen anderen ihr Land weg", sagte Selenskyj der US-Zeitung "Washington Post" am Montag. Die Russen sollten "in ihrer eigenen Welt leben, bis sie ihre Philosophie ändern". Er reagierte damit auf die Ankündigung der Besatzungsbehörden im südukrainischen Gebiet Saporischschja, ein Referendum über den Beitritt zu Russland abzuhalten. Ähnliche Pläne gibt es für das besetzte Gebiet Cherson.

Selenskyjs Äußerungen treffen auf eine wachsende Diskussion in der EU, die Erteilung von Touristenvisa an Russen zu erschweren oder ganz einzustellen. Auch wenn der Reiseverkehr durch gekappte Flug- und Bahnverbindungen erschwert ist, sind doch im Sommer viele Russen trotz Krieges in die EU gereist. Russlands Nachbar Lettland im Baltikum hat bereits die Visa-Bestimmungen verschärft. Finnland erwägt dies, fordert aber eine Lösung für den ganzen Schengen-Raum. Es sei nicht gerecht, dass Russland einen brutalen Krieg führe, aber Russen als Touristen ganz normal Europa besuchen könnten, sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin.

Washington hilft der Ukraine mit Milliarden

Das neue US-Rüstungspaket für Kiew umfasst dem Pentagon zufolge unter anderem zusätzliche Munition für die Raketenwerfersysteme des Typs Himars und Nasams und 1000 Panzerabwehrraketen vom Typ Javelin. Hinzu kommen 50 gepanzerte medizinische Behandlungsfahrzeuge sowie medizinisches Material, darunter Erste-Hilfe-Kästen, Verbandsmaterial oder Monitore. Die Ausrüstung soll ausschließlich aus den Beständen des Verteidigungsministeriums direkt an die Ukraine gegeben werden.

Insgesamt haben die USA der Ukraine seit Antritt der Regierung von US-Präsident Biden vor gut eineinhalb Jahren mit dem neuen Paket nun Waffen und Ausrüstung im Wert von rund 9,8 Milliarden Dollar zugesagt

- so die Angaben. Für laufende Ausgaben des ukrainischen Staates

stellen die USA darüber hinaus 4,5 Milliarden US-Dollar zu Verfügung, wie die US-Behörde für internationale Entwicklung mitteilte.

Pentagon schätzt russische Verluste auf 80 000 Mann

Im Ukraine-Krieg sind nach Schätzung des US-Verteidigungsministeriums bislang 70 000 bis 80 000 russische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das sagte der Pentagon-Spitzenbeamte Colin Kahl. Aktuelle Angaben der offiziellen Stellen in Russland zu Opferzahlen gibt es nicht. Kahl sagte weiter, der russische Präsident Wladimir Putin habe keines seiner Ziele erreicht. "Sein übergeordnetes Ziel war es, das gesamte Land zu überrennen, einen Regimewechsel in Kiew herbeizuführen und die Ukraine als unabhängige, souveräne und demokratische Nation auszulöschen. Nichts von alledem ist geschehen."

Ukrainische Getreide-Exporte per Schiff laufen an

Mehrere ausländische Schiffe mit Getreide an Bord haben in den vergangenen Tagen ukrainische Schwarzmeerhäfen verlassen können. Der erste Frachter namens "Razoni" wurde allerdings vom Zielhafen Tripoli im Libanon in die Türkei umgeleitet und lag laut dem Informationsdienst Marine Traffic am frühen Dienstagmorgen vor der türkischen Küste vor Anker. Im Libanon habe der Besteller die seit Kriegsausbruch verzögerte Maisfracht nicht annehmen wollen, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Diplomaten.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) warnte nach den ersten Transporten vor zu großer Euphorie. "Die Getreidepreise sind zwar leicht gesunken, aber immer noch auf hohem Niveau", sagte sie der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" (Dienstag). Man könne aber nicht sicher sein, ob Putin nicht "weiter Getreide als Waffe nutzen" werde. Der Krieg hatte die ukrainischen Häfen seit Februar blockiert. Im Juli vermittelten die UN und die Türkei eine Einigung auf sichere Ausfuhren des wichtigen Produzenten.

Das wird am Dienstag wichtig

Der europäische Gas-Notfallplan zur Vorbereitung auf einen möglichen Stopp russischer Erdgaslieferungen ist an diesem Dienstag in Kraft getreten. Der Plan sieht vor, dass alle EU-Länder ihren Gasverbrauch von Anfang August bis März nächsten Jahres freiwillig um 15 Prozent senken, verglichen mit dem Durchschnittsverbrauch der vergangenen fünf Jahre in diesem Zeitraum. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs hat Russland seine Lieferungen an die EU bereits drastisch reduziert./fko/DP/zb

BERLIN (dpa-AFX) - Industriepräsident Siegfried Russwurm sieht das Wirtschaftswachstum in Deutschland stärker in Gefahr als noch im Juni erwartet. Damals ging der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bereits nur noch von 1,5 Prozent Wachstum für die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr aus. "Aber wir haben damals schon gesagt, dass ein Wachstum von 1,5 Prozent nur erreicht werden könne, wenn alles gut gehe. Das wird zunehmend schwieriger", sagte Russwurm der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zu Jahresbeginn, also vor Beginn des Ukraine-Kriegs, war der BDI noch von einem Plus um etwa 3,5 Prozent ausgegangen.

"Das hängt nicht nur an den Gaspreisen", sagte Russwurm mit Blick auf die stark ansteigenden Preise. "Es gibt weitere Risikofaktoren." Der BDI-Chef nannte die deutliche Zinserhöhung in den USA und deren Folgen für die Konjunkturentwicklung im größten deutschen Exportmarkt sowie das schwache Wirtschaftswachstum in China.

"Die Menschen bereiten sich darauf vor, deutlich höhere Strom- und Gaspreise bezahlen zu müssen, und halten das Geld zusammen", stellte Russwurm fest. "Der Staat wird nicht alle Preissteigerungen ausgleichen können."

Russwurm rechnet wegen der Drosselung russischer Gaslieferungen mit immensen Mehrkosten. Lange Zeit lag der Gaspreis bei weniger als 20 Euro pro Megawattstunde. Aktuell müssen Unternehmen für Ersatzmengen für russisches Gas rund zehn Mal so viel zahlen.

Die Stimmung in der Industrie sei angespannt. "Viele Unternehmen stellen ihre Energieversorgung bereits um. Andere müssen schlichtweg die Produktion einstellen, weil Aufwand und Ertrag nicht mehr zusammenpassen", berichtete Russwurm. Wiederum andere Unternehmer seien verzweifelt, weil die Kunden Preissteigerungen nicht akzeptierten und ihr Geschäft deswegen wegbreche./hrz/DP/zb

BERLIN (dpa-AFX) - In der Debatte um weitere Entlastungen wegen stark steigender Preise hat der SPD-Wirtschaftspolitiker Bernd Westphal die vom Bundeskabinett beschlossene Gasumlage krisiert. Es wäre "wesentlich gerechter, die Gasumlage aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren, statt komplizierte Entlastungsmechanismen zu organisieren", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). "Außerdem sind diejenigen, die mit Öl oder Wärmepumpe heizen, nicht an der solidarischen Finanzierung der nationalen Krise beteiligt", sagte der SPD-Politiker und plädierte gleichzeitig für eine Übergewinnsteuer.

Die Koalitionsregierung hatte sich vergangene Woche auf eine Gasumlage geeinigt, die ab Herbst zu Preissteigerungen für Gaskunden führen wird. Die Bundesregierung will damit einen Zusammenbruch von Importeuren infolge stark gedrosselter russischer Gaslieferungen verhindern. Die Umlage soll ab Anfang Oktober greifen und Importeuren helfen, die Gas deutlich teurer einkaufen müssen, diese Mehrkosten derzeit aber nicht ihren Kunden in Rechnung stellen können. Die Höhe der Umlage wird derzeit noch berechnet.

Die Umlage kann noch durch den Bundestag wieder gekippt werden. Unions-Fraktionsvize Jens Spahn (CDU) hatte bereits handwerkliche Fehler kritisiert und einen Antrag auf Aufhebung der entsprechenden Verordnung nicht ausgeschlossen.

Mit Blick auf immer weiter steigender Preise forderte Westphal: "Wir brauchen bei den Energiekosten eine zusätzliche Entlastung bis weit in die gesellschaftliche Mitte hinein. Die Lage ist dramatisch." Er forderte außerdem die Senkung der Stromsteuer "auf ein europäisches Mindestmaß" sowie die Einführung eines Industriestrompreises wie in Frankreich. Westphal plädierte zudem für die Senkung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas sowie die Aussetzung der nächsten Stufe der CO2-Abgabe./red/DP/zb

HAMBURG (dpa-AFX) - Angesichts neuer Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft Köln setzt der Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) der Hamburgische Bürgerschaft zum "Cum-Ex"-Skandal seine Arbeit fort. Als Zeugen sollen am Dienstag (13.30 Uhr) vier ehemalige Mitarbeiter der Finanzbehörde vernommen werden, darunter die frühere Chefin der Steuerverwaltung und der früher für die in den Skandal verwickelte Warburg Bank zuständige Abteilungsleiter.

CDU und Linke hatten die Sitzungen des Untersuchungsausschusses aussetzen wollen, um zunächst von der Staatsanwaltschaft Köln übermittelte Ermittlungsakten studieren zu können. Dies hatten SPD und Grüne jedoch abgelehnt.

Aus den Akten geht nach Angaben der Obleute von CDU und Linken unter anderem hervor, dass bei einer Durchsuchung beim früheren Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs - gegen den im Zusammenhang mit den "Cum-Ex"-Geschäften der Warburg Bank wegen des Verdachts der Begünstigung ermittelt wird - 200 000 Euro Bargeld gefunden wurden. Ferner legten die Akten den Verdacht nahe, dass in der Finanzbehörde den Fall betreffende Akten fehlen und E-Mails gelöscht wurden, hieß es.

Der Ausschuss soll eine mögliche Einflussnahme führender SPD-Politiker auf die steuerliche Behandlung der Warburg Bank klären. Am Freitag kommender Woche soll auch der frühere Bürgermeister und heutige Bundeskanzler Olaf Scholz erneut vor dem Ausschuss aussagen. Er hat bisher jede politische Einflussnahme in dem Fall bestritten./fi/DP/zb

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Beschuss des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bislang keine Hinweise auf freigesetzte Radioaktivität. "Es liegen keine Hinweise vor, dass in der Ukraine radioaktive Stoffe freigesetzt worden sein könnten", teilte das Amt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) mit. Alle vorliegenden radiologischen Messwerte bewegten sich demnach "im normalen Bereich". "Das BfS sieht keine akute Gefahr einer Freisetzung von radioaktiven Stoffen, teilt aber die Sorge um einen dauerhaft sicheren Betrieb des AKW Saporischschja." Saporischschja ist das größte Akw Europas. Die von russischen Verbänden besetzte Anlage wurde in den vergangenen Tagen mehrfach beschossen. Kiew und Moskau geben sich gegenseitig die Schuld./seb/DP/zb

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