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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zur Wochenmitte zugelegt und damit einen starken Monat November positiv beendet. Der Dax schloss am Mittwoch mit einem Plus von 0,29 Prozent bei 14 397,04 Punkten. Der Monatsgewinn des deutschen Leitindex summiert sich damit auf rund 8,6 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte legte am Mittwoch um 0,93 Prozent auf 25 593,23 Zähler zu.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,77 Prozent. Der Cac 40 in Paris und der Londoner FTSE 100 legten um etwa ein Prozent zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial präsentierte sich zum europäischen Handelsende kaum verändert.

Die Charttechniker der britischen Großbank HSBC zeigten sich beeindruckt von der "Schönwetterperiode" im Dax, die seit etwas mehr als acht Wochen in Folge andauert. So etwas sei dem Aktienbarometer in seiner gesamten Historie seit 1988 nur fünf Mal gelungen, schrieben sie. "Zu mehr als zehn positiven Wochen in Serie kam es dabei nie. Das zeigt, wie außergewöhnlich die aktuelle Erholungsserie ist." Daher sind sie inzwischen auch vorsichtig gestimmt und sehen "per Saldo die Bäume in Zukunft nicht mehr in den Himmel wachsen".

Zu der im November im Jahresvergleich auf 10,0 Prozent gesunkenen Inflationsrate im Euroraum schrieb Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein: "Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, wird die November-Inflationsdaten wohlwollend aufnehmen." Die etwas tiefer als erwartet ausgefallene Rate könnte jene EZB-Ratsmitglieder bestätigen, die für eine Zinsanhebung von "lediglich" 0,50 Prozentpunkten im Dezember plädierten, ergänzte er. Ein Ende des Zinserhöhungszyklus erwartet er jedoch nicht.

Aus Branchensicht wurden europaweit Konsumgüterwerte und Autotitel favorisiert, was sich auch im Dax widerspiegelte. BMW , VW und Mercedes versammelten sich unter den Spitzenwerten und legten um 1,5 bis 3,0 Prozent zu.

SAP stiegen um 1,3 Prozent, Software AG um 1,9 Prozent und Suse um 8,3 Prozent. Laut Händlern kommt die Unterstützung für die deutsche Softwarebranche aus Übersee. In den USA hatte Workday nach Handelsschluss mit Quartalszahlen und dem Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr überzeugt. Zudem legt der Anbieter cloud-basierter Software ein neues Aktienrückkaufprogramm auf.

In den Blick rückten auch Umstufungen. Unter anderem empfahl UBS-Analyst Polo Tang die Aktie von United Internet nun zum Kauf. Deutschland sei für die Telekombranche ein guter Markt - mit allerdings spezifischen Herausforderungen, schrieb er. United Internet reagierten als MDax-Spitzenreiter mit einem Kursgewinn von 5,4 Prozent.

Der Euro wurde zuletzt mit 1,0321 US-Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0376 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,89 Prozent am Vortag auf 1,92 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,34 Prozent auf 127,52 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,02 Prozent auf 140,98 Punkte nach./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zur Wochenmitte zugelegt und damit einen starken Monat November positiv beendet. Der Dax schloss am Mittwoch mit einem Plus von 0,29 Prozent bei 14 397,04 Punkten. Der Monatsgewinn des deutschen Leitindex summiert sich damit auf rund 8,6 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte legte am Mittwoch um 0,93 Prozent auf 25 593,23 Zähler zu.

Die Charttechniker der britischen Großbank HSBC zeigten sich beeindruckt von der "Schönwetterperiode" im Dax, die seit etwas mehr als acht Wochen in Folge andauert. So etwas sei dem Aktienbarometer in seiner gesamten Historie seit 1988 nur fünf Mal gelungen, schrieben sie. "Zu mehr als zehn positiven Wochen in Serie kam es dabei nie. Das zeigt, wie außergewöhnlich die aktuelle Erholungsserie ist." Daher sind sie inzwischen auch vorsichtig gestimmt und sehen "per Saldo die Bäume in Zukunft nicht mehr in den Himmel wachsen"./edh/jha/

NEW YORK (dpa-AFX) - Vor einer Rede des US-Notenbank-Chefs Jerome Powell am Mittwoch haben sich die Anleger an den US-Börsen nicht mehr vorgewagt. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,40 Prozent auf 33 715 Zähler nach. Die Anleger werden versuchen, aus den Aussagen Powells neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik herauszufiltern. Zuletzt hatte der Inflationsdruck etwas nachgelassen. Deshalb hoffen viele Marktakteure auf eine künftig womöglich etwas weniger aggressive Geldpolitik der Fed. Davon wiederum könnten die Aktien profitieren.

Der marktbreite S&P 500 lag mit 0,24 Prozent im Minus bei 3948 Zählern. Der technologielastige Nasdaq 100 handelte 0,11 Prozent moderat höher auf 11 516 Punkte.

Neue Daten vom US-Arbeitsmarkt fielen schlechter aus als erwartet. Die Privatwirtschaft schuf im November weniger Arbeitsplätze als gedacht. Insgesamt schätzen Experten die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt aber nach wie vor als robust ein. Viele Unternehmen haben Probleme, frei werdende Stellen zu besetzen. Der starke Arbeitsmarkt treibt die Inflation an, da er zu steigenden Löhnen führt. Die US-Zentralbank Fed reagiert darauf mit Zinsanhebungen.

Für den Dow zeichnet sich trotz der jüngsten Stagnation ein solider Börsenmonat November ab: Um drei Prozent ging es für den Index nach oben - nach einem noch deutlich stärkeren Oktober. Ende vergangener Woche war der Dow auf den höchsten Stand seit April geklettert.

Die Aktien von Boeing stiegen um ein Prozent. Der Flugzeugbauer kann bei der gefährdeten Zulassung zweier Versionen des 737 Max laut Insidern auf einen Kompromiss mit dem Gesetzgeber hoffen.

Nach Quartalszahlen sprangen die Aktien von Workday um 11,4 Prozent hoch. Der Anbieter Cloud-basierter Software für Rechnungswesen und Personalverwaltung ist etwas optimistischer geworden und hat ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

Abgestraft wurden dagegen die Aktien von Crowdstrike mit minus 17 Prozent. Der Spezialist für Cybersicherheit enttäuschte mit seinem Umsatzausblick für das laufende Quartal.

Mit dem irischen Arzneimittelhersteller Horizon Therapeutics verhandeln derzeit die Pharmakonzerne Amgen , Janssen und Sanofi über eine Übernahme. Das verhalf dem Aktienkurs zu einer Rally von 27 Prozent. Horizon ist spezialisiert auf Entzündungen und seltene Krankheiten.

Von neuen Studiendaten zum Alzheimer-Mittel Lecanemab profitierten die Papiere von Biogen , sie verteuerten sich um sechs Prozent. Das an der Börse jüngst bereits als womöglich großer Erfolg gefeierte Mittel zeigte in den klinischen Tests positive Ergebnisse. Allerdings werden mit dem Medikament auch Todesfälle in Verbindung gebracht.

Hewlett Packard Enterprise stiegen um zwei Prozent, nachdem das IT-Unternehmen mit den Quartalszahlen die Erwartungen übertraf und zudem einen überraschend guten Umsatzausblick auf das laufende Quartal gab./bek/jha/

NEW YORK (dpa-AFX) - Vor einer Rede des US-Notenbank-Chefs Jerome Powell am Mittwoch haben sich die Anleger an den US-Börsen nicht mehr vorgewagt. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,13 Prozent auf 33 811 Zähler leicht nach. Die Anleger werden versuchen, aus den Aussagen Powells neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik herauszufiltern. Zuletzt hatte der Inflationsdruck etwas nachgelassen, weshalb am Markt viele auf eine künftig womöglich etwas weniger aggressive Geldpolitik der Fed hoffen. Davon wiederum könnten die Aktien profitieren.

Der marktbreite S&P 500 lag mit 0,09 Prozent moderat im Plus bei 3961 Zählern. Der technologielastige Nasdaq 100 handelte 0,17 Prozent höher auf 11 523 Punkte./bek/jha/

NEW YORK (dpa-AFX) - Vor der Rede des US-Notenbank-Chefs Jerome Powell an diesem Mittwoch wagen sich die Anleger am US-Aktienmarkt nicht vor. Eine halbe Stunde vor dem Börsenstart taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Industrial mit minus 0,16 Prozent auf 33 797 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 wird kaum verändert erwartet. Die Bilanz für den Dow im zu Ende gehenden November ist gleichwohl ausgesprochen erfreulich, mit einem Gewinn von derzeit 3,4 Prozent. Der Nasdaq 100 kommt nur auf ein Plus von rund 0,9 Prozent.

Jüngste Daten vom US-Arbeitsmarkt fielen schlechter aus als erwartet. Die Privatwirtschaft schuf im November weniger Arbeitsplätze als gedacht, wie aus einer Mitteilung des Arbeitsmarktdienstleister ADP hervorgeht. Insgesamt wird die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt von Experten aber nach wie vor als robust eingeschätzt. Viele Unternehmen haben Probleme, frei werdende Stellen zu besetzen. Der starke Arbeitsmarkt treibt die Inflation an, da er zu steigenden Löhnen führt. Die US-Zentralbank Fed reagiert darauf mit teils großen Zinsanhebungen.

Neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik versuchen die Anleger aus einer an diesem Mittwoch anstehenden Rede von Fed-Chef Jerome Powell herauszufiltern. Zuletzt hatte der Inflationsdruck etwas nachgelassen, weshalb am Markt viele auf eine künftig womöglich etwas weniger aggressive Geldpolitik der Fed hoffen.

Die Aktien von Boeing stiegen dank positiver Nachrichten zum Problemflugzeug 737 Max vorbörslich um 1,2 Prozent. Boeing kann bei der gefährdeten Zulassung zweier Versionen des Jets laut Insidern auf einen Kompromiss mit dem Gesetzgeber hoffen. Dieser erscheine günstig für den US-Flugzeugbauer, da er nur vergleichsweise moderate Änderungen bei den Cockpit-Warnsystemen des Modells vorsehe, erklärte JPMorgan-Analyst Seth Seifman.

Angesichts eines erfreulichen Quartalsberichts sprangen die Aktien von Workday im vorbörslichen Handel um fast zehn Prozent hoch. Ein Händler hob hervor, dass der Anbieter Cloud-basierter Computersoftware für Rechnungswesen und Personalverwaltung auch das untere Ende der Jahresprognose für die Abonnementumsätze 2022/23 angehoben und ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt habe.

Abgestraft wurden die Aktien von Crowdstrike mit vorbörslich minus 17,6 Prozent. Der Spezialist für Cybersicherheit enttäuschte mit seinem Umsatzausblick für das laufende Quartal die Analysten, von denen einige bereits ihre Kursziele kürzten.

Mit dem irischen Arzneimittelhersteller Horizon Therapeutics führen derzeit die Pharmakonzerne Amgen , Janssen und Sanofi Gespräche über eine mögliche Übernahme. Vorbörslich schnellten die in New York notierten Papiere von Horizon um gut 30 Prozent hoch. Horizon ist spezialisiert auf Entzündungen und seltene Krankheiten.

Neue Studiendaten zum Alzheimer-Mittel Lecanemab bewegen die Anleger von Biogen - und die Aktien der Biotech-Firma mit vorbörslich plus 4,3 Prozent. Das an der Börse jüngst bereits als womöglich großer Erfolg gefeierte Mittel zeigte in den Tests positive Ergebnisse, wie die Forscher im New England Journal of Medicine schrieben. Doch bei vielen Patienten gab es auch schwere Nebenwirkungen. In der Fachwelt werden die Ergebnisse nun rege diskutiert - auch weil es Todesfälle in Verbindung mit der Einnahme des Mittels gegeben haben soll.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) zogen um rund zwei Prozent an, nachdem das IT-Unternehmen mit seinen Vierteljahreszahlen die Erwartungen am Markt übertraf und zudem einen überraschend guten Umsatzausblick auf das laufende Quartal gab./ajx/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch moderat zugelegt. Dabei blieb der deutsche Leitindex jedoch in der engen Handelsspanne, in der er sich seit Mitte des Monats bewegt. Einen Ausbruch daraus brachten auch die besser als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten aus der Eurozone nicht. Sie hatten allenfalls einen stützenden Effekt. So ist die Inflation weiterhin sehr hoch. Nun wird mit großem Interesse die Rede des US-Notenbankpräsidenten erwartet.

Der Dax stieg am Nachmittag um 0,33 Prozent auf 14 402,78 Punkte, im Monatsverlauf hat er damit 8,7 Prozent hinzugewonnen. Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 0,68 Prozent auf 25 528,55 Zähler vor.

Die Charttechniker der britischen Großbank HSBC zeigten sich beeindruckt von der "Schönwetterperiode" im Dax, die sogar seit etwas mehr als acht Wochen in Folge andauert. So etwas sei dem Aktienbarometer in seiner gesamten Historie seit 1988 nur fünf Mal gelungen, schrieben sie. "Zu mehr als zehn positiven Wochen in Serie kam es dabei nie. Das zeigt, wie außergewöhnlich die aktuelle Erholungsserie ist." Daher sind sie inzwischen auch vorsichtig gestimmt und sehen "per Saldo die Bäume in Zukunft nicht mehr in den Himmel wachsen".

Zu der im November im Jahresvergleich auf 10,0 Prozent gestiegenen Inflation im Euroraum, die von Marktteilnehmern zur Abschätzung des künftigen geldpolitischen Kurses der Zentralbanken genau analysiert wird, schrieb Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein: "Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, wird die November-Inflationsdaten wohlwollend aufnehmen." Die etwas tiefer als erwartet ausgefallene Rate könnte jene EZB-Ratsmitglieder bestätigen, die für eine Zinsanhebung von "lediglich" 50 Basispunkten im Dezember plädierten, ergänzte er. Ein Ende des Zinserhöhungszyklus erwartet er jedoch nicht. Im kommenden Jahr dürfte laut Gitzel ein Leitzinsniveau von 3 Prozent ins Visier rücken.

Unter den Branchen in Europa wurden Autowerte favorisiert, was sich auch im Dax widerspiegelte. BMW , VW , Mercedes und auch die VW-Holdinggesellschaft Porsche SE versammelten sich unter den Spitzenwerten und legten zwischen 1,3 und 2,9 Prozent zu.

SAP stiegen um 1,0 Prozent, Software AG um 1,3 Prozent und Suse um 5,8 Prozent. Laut Händlern kommt die Unterstützung für die deutsche Softwarebranche aus Übersee. In den USA hatte Workday nach Handelsschluss mit Quartalszahlen und dem Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr überzeugt. Zudem legt der Anbieter Cloud-basierter Computersoftware für Rechnungswesen, Personalverwaltung und Unternehmensplanung ein neues Aktienrückkaufprogramm auf.

In den Blick rückten auch Umstufungen. Unter anderem empfiehlt UBS-Analyst Polo Tang die Aktie von United Internet nun zum Kauf, auch wenn er weiterhin die Deutsche Telekom favorisiert. Deutschland sei für die Telekombranche ein guter Markt - mit allerdings spezifischen Herausforderungen, schrieb er. United Internet reagierten mit Kursgewinnen von 3,0 Prozent.

Der Euro wurde am Nachmittag mit 1,0371 US-Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0366 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,89 Prozent am Vortag auf 1,92 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,34 Prozent auf 127,52 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,05 Prozent auf 140,94 Punkte nach./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX --

FRANKFURT (dpa-AFX) - Noch vor Weihnachten dürfte die Porsche AG den Dax bereichern. Das erwarten sowohl die US-Bank JPMorgan als auch die Investmentbank Stifel Europe. Nach wie vor seien die Aktien des vom Autokonzern VW Ende September an die Börse gebrachten Sportwagenbauers ein "klarer Aufsteiger", wie Index-Experte Tom Koula von Stifel Europe sagt.

So erfüllt die Porsche AG die im Vergleich zu einer regulären Aufnahme strengeren "Fast Entry"-Kriterien der Deutschen Börse: Der Börsenwert, gemessen an den frei handelbaren Aktien, reicht mit 11,8 Milliarden Euro locker aus. Absteigen muss dafür der kleinste Dax-Wert, und das ist Puma geblieben. Seine am Streubesitz orientierte Marktkapitalisierung liegt nur noch bei 4,9 Milliarden Euro und damit hinter der des Online-Modehändlers Zalando und des Energietechnikunternehmens Siemens Energy .

Weitere Änderungen im Dax werden im Dezember aktuell nicht erwartet. Sobald jedoch der Industriegasekonzern Linde der heimischen Börse den Rücken kehrt, um nur noch in den USA notiert zu sein, könnte der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall seine bereits länger ersehnte Aufnahmechance erhalten, sagt Koula. Die Commerzbank dagegen erfüllt ihm zufolge das Aufnahmekriterium eines zwei Jahre in Folge positiven Ebitda nicht und werde daher das Nachsehen haben.

Die Deutsche Börse wird die Dax-Indizes am Montagabend, 5. Dezember überprüfen. Etwaige Änderungen treten am Montag, 19. Dezember, in Kraft./ck/nas

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch moderat zugelegt. Dabei blieb der deutsche Leitindex jedoch in der engen Handelsspanne, in der er sich seit Mitte des Monats bewegt. Einen Ausbruch daraus brachten auch die besser als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten aus der Eurozone nicht. Sie hatten allenfalls einen stützenden Effekt. Nun wird mit großem Interesse die Rede des US-Notenbankpräsidenten erwartet.

Der Dax stieg zur Mittagszeit um 0,37 Prozent auf 14 408,84 Punkte, im Monatsverlauf hat er damit 8,7 Prozent hinzugewonnen. Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 0,65 Prozent auf 25 522,38 Zähler vor.

Die Charttechniker der britischen Großbank HSBC zeigten sich beeindruckt von der "Schönwetterperiode" im Dax, die sogar seit etwas mehr als acht Wochen in Folge andauert. So etwas sei dem Aktienbarometer in seiner gesamten Historie seit 1988 nur fünf Mal gelungen, schrieben sie. "Zu mehr als zehn positiven Wochen in Serie kam es dabei nie. Das zeigt, wie außergewöhnlich die aktuelle Erholungsserie ist." Daher sind sie inzwischen auch vorsichtig gestimmt und sehen "per Saldo die Bäume in Zukunft nicht mehr in den Himmel wachsen".

Zu der im November im Jahresvergleich auf 10,0 Prozent gestiegenen Inflation im Euroraum, die von Marktteilnehmern zur Abschätzung des künftigen geldpolitischen Kurses der Zentralbanken genau analysiert wird, schrieb Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein: "Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, wird die November-Inflationsdaten wohlwollend aufnehmen." Die etwas tiefer als erwartet ausgefallene Rate könnte jene EZB-Ratsmitglieder bestätigen, die für eine Zinsanhebung von "lediglich" 50 Basispunkten im Dezember plädierten, ergänzte er. Ein Ende des Zinserhöhungszyklus erwartet er jedoch nicht. Im kommenden Jahr dürfte laut Gitzel ein Leitzinsniveau von 3 Prozent ins Visier rücken.

Unter den Branchen in Europa wurden Autowerte favorisiert, was sich auch im Dax widerspiegelte. BMW , VW , Mercedes und auch die VW-Holdinggesellschaft Porsche SE versammelten sich unter den Spitzenwerten und legten zwischen 1,5 und 2,3 Prozent zu.

SAP stiegen um 1,0 Prozent, Software AG um 2,0 Prozent und Suse um 4,1 Prozent. Laut Händlern kommt Unterstützung für die deutsche Softwarebranche aus Übersee. In den USA hatte Workday nach Handelsschluss mit Quartalszahlen und dem Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr überzeugt. Zudem legt der Anbieter Cloud-basierter Computersoftware für Rechnungswesen, Personalverwaltung und Unternehmensplanung ein neues Aktienrückkaufprogramm auf.

In den Blick rückte auch die Aktie von United Internet mit plus 2,4 Prozent. Analyst Polo Tang von der Schweizer UBS empfiehlt das Papier nun zum Kauf, auch wenn er weiterhin die Deutsche Telekom favorisiert. Deutschland sei für die Telekombranche ein guter Markt - mit allerdings spezifischen Herausforderungen, schrieb er. Analyst Vikram Gandhi von der Societe Generale empfiehlt das Papier von Talanx zum Kauf. Es sei "reif für eine Neubewertung", schrieb er und erwartet sich vom Geschäftsplan bis 2025 starke Dividendenimpulse. Daher blickt er optimistisch auf den Kapitalmarkttag am 6. Dezember./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX --

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch moderate Gewinne verzeichnet. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , zog um 0,72 Prozent auf 3962,29 Punkte an.

Der französische Cac 40 kletterte um 0,7 Prozent auf 6715,68 Punkte. Der britische FTSE 100 erhöhte sich um 0,58 Prozent auf 7555,25 Punkte.

Marktexperte Andreas Lipkow begründete die Gewinne mit neuen Inflationsdaten: "Die Preissteigerung bleibt in Europa weiterhin hoch, verliert aber an Dynamik." So fiel die Inflation in der Eurozone im November von ihrem Rekordniveau aus ein wenig. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,0 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Im Oktober hatte die Teuerung den historischen Höchststand von 10,6 Prozent erreicht. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nur auf 10,4 Prozent.

Entscheidend für die Entwicklung dürfte aber die Rede des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell am Abend sein. Hier erhoffen sich Anleger Hinweise auf das weitere Tempo bei Leitzinserhöhungen.

Das Technologiesegment stützten Vorgaben aus den USA. Der erfreuliche Quartalsbericht von Workday beflügelte die Softwaretitel. Der Anbieter Cloud-basierter Computersoftware für Rechnungswesen, Personalverwaltung und Unternehmensplanung hatte am Vorabend nach Börsenschluss seinen Bericht zum dritten Geschäftsquartal veröffentlicht. Sowohl Quartalsergebnis als auch Umsätze waren besser als erwartet ausgefallen.

Noch stärker stiegen die Autowerte. Nachlassende Ängste rund um den wichtigen chinesischen Absatzmarkt stützten die Branche. Zuletzt waren die Sorgen größer geworden wegen der Protestwelle in China, die sich gegen die Null-Covid-Politik richtet. Die Börsen in Shanghai oder Hongkong schüttelten die Sorgen zur Wochenmitte aber ein Stück weit ab. So gewannen Renault 3,9 Prozent.

Unter den Pharmawerten fielen Sanofi mit einem Abschlag von 2,6 Prozent auf. Der irische Arzneimittelhersteller Horizon Therapeutics hatte vorläufige Gespräche mit Amgen , Janssen und Sanofi über ein mögliches Kauf-Angebot bestätigt. Die Gespräche könnten zu einem Angebot für Horizon führen oder auch nicht, hatte die Gesellschaft mitgeteilt.

Strategisch würde eine derartige Transaktion für den französischen Pharmakonzern durchaus Sinn ergeben, stellte Analystin Emily Field von Barclays in einer ersten Einschätzung fest. Zentrale Frage bleibe aber, welcher Preis fällig würde./mf/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Mittwoch mit Gewinnen in den Handel gestartet. Vor wichtigen Wirtschaftsdaten und einer mit großem Interesse erwarteten Rede des US-Notenbankpräsidenten legte er im frühen Geschäft um 0,41 Prozent auf 14 413,90 Punkte zu. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,40 Prozent auf 25 458,89 Zähler. Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Eurozone, gewann 0,41 Prozent auf 3950,39 Punkte.

Das jüngste Hoch im Dax seit Juni, das das Börsenbarometer in der vergangenen Woche bei etwas unter 14 600 Punkten erreicht hatte, bleibt in greifbarer Nähe. Ein Ausbruch aus dem jüngsten Schwankungsbereich jedoch scheint vorerst nicht in Sicht.

Die Blicke richten sich auf Verbraucherpreisdaten aus der Euroregion. So schwächte sich in den Niederlanden die Inflation im November stark ab, während der Preisauftrieb in Frankreich auf hohem Niveau stabil blieb. Tags zuvor waren bereits die Daten aus Deutschland veröffentlicht worden und hatten für etwas Erleichterung gesorgt. In den USA werden vor allem die monatlichen Arbeitsmarktzahlen aus dem Privatsektor im Blick stehen. Sie gelten als Indikator für den am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht der US-Regierung.

Vor allem die Inflationsdaten werden von Marktteilnehmern genau betrachtet, um den künftigen geldpolitischen Kurs der Notenbanken abzuschätzen. Laut Marktbeobachter Michael Hewson vom Broker CMC Markets dürften die Verbraucherpreisentwicklung im November mit darüber entscheiden, ob die Europäische Zentralbank (EZB) in zwei Wochen den Leitzins um 0,5 oder 0,75 Prozentpunkte anhebt. Was den Zinspfad der US-Notenbank Fed betrifft, wartete er zudem mit Spannung auf eine Rede des Vorsitzenden Jerome Powell an diesem Abend.

Unter den Branchen in Europa wurden Autowerte favorisiert, was sich auch im Dax widerspiegelte. BMW , VW , Mercedes und auch die VW-Holdinggesellschaft Porsche SE versammelten sich unter den Spitzenwerten und legten zwischen 1,1 und 2,5 Prozent zu.

SAP stiegen um 1,1 Prozent und Software AG um 0,6 Prozent. Suse rückten als Favorit im SDax um 4,1 Prozent vor. Laut Händlern kommt die Unterstützung aus Übersee. In den USA hatte Workday nach Handelsschluss mit seinem Quartalsbericht überzeugt. Zudem hob der Anbieter Cloud-basierter Computersoftware für Rechnungswesen, Personalverwaltung und Unternehmensplanung das Ende der Jahresprognose für die Abonnementsumsätze für das Geschäftsjahr 2022/23 an. Ein neues Aktienrückkaufprogramm wird es ebenfalls geben.

In den Blick rückte auf der Spitzenposition im MDax auch die Aktie von United Internet . Sie gewann 3 Prozent. Analyst Polo Tang von der Schweizer Großbank UBS empfiehlt das Papier nun zum Kauf, auch wenn er weiterhin die Deutsche Telekom favorisiert. Deutschland sei für die Telekombranche ein guter Markt - mit allerdings spezifischen Herausforderungen, schrieb er.

Die Aktien des Versicherers Talanx gewannen nach einer Empfehlung durch die französische Bank Societe Generale 1,6 Prozent./ck/mis

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Ermittler in der Europäischen Union sollen zur Verfolgung schwerer Straftaten einfacher und schneller Zugang zu elektronischen Beweismitteln wie E-Mails, SMS und Chat-Mitteilungen bekommen. Unterhändler des Europaparlaments und der Regierungen der EU-Staaten erzielten am Dienstagabend vorläufiges politisches Einvernehmen über neue Regeln für den Zugang zu digitalen Daten, wie der tschechische EU-Ratsvorsitz mitteilte. Demnach fehlen nur noch technische Details und die formale Bestätigung durch den Rat der Mitgliedstaaten und das Plenum des Europaparlaments.

Kern der neuen Regelung ist nach Angaben der für den Text zuständigen EU-Kommission eine sogenannte Herausgabeanordnung. Sie soll es künftig den Justizbehörden ermöglichen, über ein dezentralisiertes IT-System direkt bei einem Diensteanbieter den Zugang zu elektronischen Beweismitteln anzufordern. Dieser muss dann innerhalb von zehn Tagen beziehungsweise im Notfall sogar innerhalb von acht Stunden antworten. Eine sogenannte Sicherungsanordnung soll zudem verhindern, dass elektronische Beweismittel durch Diensteanbieter gelöscht werden.

"Die neuen Vorschriften zu elektronischen Beweismitteln sind dringend erforderlich, damit unsere Justiz- und Strafverfolgungsbehörden wirksam gegen Terrorismus, Cyberkriminalität und andere schwere Formen der Kriminalität vorgehen können", kommentierte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson die Einigung. Derzeit blieben Kriminelle in einem grenzenlosen Internet oft anonym, was Straflosigkeit zur Folge habe.

Laut EU-Justizkommissar Didier Reynders richteten Behörden der EU-Mitgliedstaaten allein im zweiten Halbjahr 2020 mehr als 100 000 elektronische Beweisanträge an die größten Online-Diensteanbieter. Mit der neuen Herausgabeanordnung würden die Mitgliedstaaten nun künftig über einen zuverlässigen Kanal verfügen, um rasch Daten zu bekommen.

Um die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Diensteanbietern zu verbessern, sollen alle Diensteanbieter nach Angaben der Kommission spezielle Vertreter ernennen, die sich um die Bearbeitung von Auskunftsersuchen kümmern. Gleichzeitig soll immer auch der Schutz der Grundrechte und der personenbezogenen Daten garantiert werden.

Die für das EU-Parlament verhandelnde SPD-Politikerin Birgit Sippel sagte am Mittwoch, auf Druck des Parlaments sei vereinbart worden, dass bei Anordnungen zur Herausgabe besonders sensibler Daten - etwa Verkehrs- und Inhaltsdaten - zeitgleich auch der Mitgliedstaat informiert werden müsse, in dem der Diensteanbieter sitze. Die informierte Behörde müsse dann die Anordnung innerhalb der Fristen überprüfen und die Anordnung gegebenenfalls verweigern - zum Beispiel, wenn die Tat im Land des Anbieters keine Straftat sei oder die Herausgabe der Daten eine Verletzung der Pressefreiheit bedeuten würde.

Auch die Anbieter selbst können nach Angaben von Sippel die zuständigen Behörden ihres Landes auf kritische Anordnungen aufmerksam machen. Das Gesamtprojekt beschrieb die Innenpolitikerin als Basis für eine "Zeitenwende in der europäischen Zusammenarbeit von Polizei und Justiz"./aha/DP/nas

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Mittwoch etwas nachgegeben. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel am Abend um 0,10 Prozent auf 140,87 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg auf 1,95 Prozent.

Die überraschend deutlich gesunkene Inflationsrate in der Eurozone gab den Anleihen keinen nachhaltigen Auftrieb. Mit 10 Prozent liegt die Inflation immer noch sehr hoch und weit entfernt vom Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Zudem hatten zuvor Daten aus einzelnen Mitgliedsländern einen Rückgang der Inflation signalisiert.

Darüber hinaus stagnierte die Kernteuerung bei 5,0 Prozent. Diese Größe wird von Ökonomen besonders beachtet, da sie einen Hinweis darauf gibt, wie stark die Unternehmen die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten auf die Verbraucher überwälzen. Hieraus können sich zusätzliche Inflationsrisiken ergeben.

Die etwas tiefere Inflationsrate im November könne allerdings all diejenigen EZB-Ratsmitglieder bestätigen, die für eine Zinsanhebung von lediglich 0,50 Prozentpunkten im Dezember plädierten, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Zuletzt hatte die EZB zweimal in Folge den Leitzins um 0,75 Punkte angehoben. Eine kleinere Zinserhöhung sollte aber nicht bedeuten, dass die EZB bereits ein Ende des Erhöhungszyklus im Auge hat, so Gitzel.

Am Abend schaut der Markt auf die USA. Die US-Notenbank Fed wird ihren Konjunkturbericht Beige Book veröffentlichen. Zudem wird sich Fed-Chef Jerome Powell zu Wort melden./jsl/jha/

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Donnerstag, den 1. Dezember

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TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 DEU: Deutsche Beteiligung, Jahreszahlen (detailliert)

10:00 DEU: VDMA, Auftragseingang Maschinenbau 10/22

11:00 DEU: Rational, Capital Markets Day

NLD: Heineken, Capital Markets Day

USA: S&P Global, Investor Day

USA: Kfz-Absatz 11/22

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: Investitionen Q3/22

01:30 JPN: Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

08:30 CHE: Verbraucherpreise 11/22

08:30 CHE: Einzelhandelsumsatz 10/22

09:00 NLD: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:00 HUN: BIP Q3/22 (endgültig)

09:15 ESP: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:30 CHE: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22

09:45 ITA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:50 FRA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 ITA: Arbeitslosenquote 10/22

10:30 GBR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

11:00 BEL: Arbeitslosenquote 10/22

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 10/22

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Bauinvestitionen 10/22

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 11/22

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Pictet & Cie, Wirtschaftsausblick 2023

14:00 DEU: Chefökonomen-Talk zur aktuellen wirtschaftlichen Lage

Die Chefvolkswirte von Allianz, Munich Re und Swiss Re, Ludovic Subran, Michael Menhart und Jerome Haegeli, diskutieren mit GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Veranstalter: Gesamtverband der Versicherer

14:30 DEU: BlackRock, BlackRock Investment Institute’s 2023 Outlook

POL: Ministerratstreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit den Außenministern der 57 Teilnehmerstaaten und der 11 Partnerstaaten der OSZE, Lodz

FRA/USA: US-Präsident Biden empfängt Frankreichs Staatschef Macron zu Staatsbesuch im Weißen Haus

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Mittwoch, den 14. Dezember

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DONNERSTAG, DEN 1. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 DEU: Deutsche Beteiligung, Jahreszahlen (detailliert)

10:00 DEU: VDMA, Auftragseingang Maschinenbau 10/22

11:00 DEU: Rational, Capital Markets Day

NLD: Heineken, Capital Markets Day

USA: S&P Global, Investor Day

USA: Kfz-Absatz 11/22

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: Investitionen Q3/22

01:30 JPN: Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

08:30 CHE: Verbraucherpreise 11/22

08:30 CHE: Einzelhandelsumsatz 10/22

09:00 NLD: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:00 HUN: BIP Q3/22 (endgültig)

09:15 ESP: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:30 CHE: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22

09:45 ITA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:50 FRA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 ITA: Arbeitslosenquote 10/22

10:30 GBR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

11:00 BEL: Arbeitslosenquote 10/22

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 10/22

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/22 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Bauinvestitionen 10/22

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 11/22

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Pictet & Cie, Wirtschaftsausblick 2023

14:00 DEU: Chefökonomen-Talk zur aktuellen wirtschaftlichen Lage

Die Chefvolkswirte von Allianz, Munich Re und Swiss Re, Ludovic Subran, Michael Menhart und Jerome Haegeli, diskutieren mit GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Veranstalter: Gesamtverband der Versicherer

14:30 DEU: BlackRock, BlackRock Investment Institute’s 2023 Outlook

POL: Ministerratstreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit den Außenministern der 57 Teilnehmerstaaten und der 11 Partnerstaaten der OSZE, Lodz

FRA/USA: US-Präsident Biden empfängt Frankreichs Staatschef Macron zu Staatsbesuch im Weißen Haus

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FREITAG, DEN 2. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 DEU: Deutsche Telekom, Netzetag 2022

CHE: VAT Group, Capital Marekts Day

DEU: Allianz, Inside Allianz Series No. 10

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Im- und Exporte 10/22

08:00 DEU: Handelsbilanz 10/22

09:00 ESP: Arbeitslosenzahlen 11/22

11:00 EUR: Erzeugerpreise 10/22

12:00 PRT: Industrieproduktion 10/22

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 11/22

EUR: Moody's Ratingergebnis Österreich, Frankreich

EUR: Fitch Ratingergebnis ESM, EFSF, Spanien, Litauen

EUR: S&P Ratingergebnis Frankreich, Litauen

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Presse- und Previewtag zur Tuning- und Motorsportmesse «Essen Motor Show» (3.12.-11.12.)

09:30 DEU: Presse-Roundtable der Société Générale zu Aktien- und Anleiheemissionen - Ausblick 2023, Frankfurt

10:00 DEU: Jahres-Pk Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mit Präsident Reinhard Zirpel

11:30 DEU: Hintergrundgespräch: EU-Gasmarktregulierung. Der federführende Europaabgeordnete Jens Geier (SPD/S&D) informiert vor der Abstimmung im Energieausschuss über die Reform der Gasmarkt-Richtlinie, Berlin

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MONTAG, DEN 5. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

22:00 DEU: Deutsche Börse überprüft turnusgemäß Zusammensetzung ihrer Dax-Indizes

DEU: KBA / VDA, Pkw-Zulassungszahlen 11/22

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

02:45 CHN: PMI Dienste 11/22

08:00 TUR: Verbraucherpreise 11/22

08:45 FRA: Industrieproduktion 10/22

09:15 ESP: PMI Dienste 11/22

09:45 ITA: PMI Dienste 11/22

09:50 FRA: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

10:30 EUR: Sentix-Investorvertrauen 12/22

10:30 GBR: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 10/22

15:45 USA: PMI Dienste 11/22 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 10/22

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 10/22 (endgültig)

16:00 USA: ISM Services 11/22

SONSTIGE TERMINE

DEU: Presseveranstaltungen «Raumfahrt- und Quantentechnologie made in Germany» von Maschinenbauer Trumpf

+ 10.15 Pk zu Raumfahrttechnik mit Anna Christmann, Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Ilan Rozenkopf, Experte für Luft- und Raumfahrt in Europa und Christian Schmitz, CEO Lasertechnik bei Trumpf

+ 13.30 Pk zu Quantentechnologie mit Dr. Michael Förtsch, CEO des Start-up- Unternehmen Q.ANT

10:30 DEU: Online-Pk Bausparkasse Schwäbisch Hall «Ist Wohneigentum noch bezahlbar?»

DEU: Gesundheitsministerkonferenz, Magdeburg

USA: Treffen EU-US Handels- und Technologierat, Washington

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DIENSTAG, DEN 6. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 NLD: Telenet, außerordentliche Hauptversammlung

14:00 DEU: Gerresheimer, Capital Markets Day

18:30 FRA: Air Liquide, Hauptversammlung

CHE: Glencore, Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Auftragseingang Industrie 10/22

10:30 USA: Einkaufsmanagerindex Baugewerbe 11/22

14:30 USA: Handelsbilanz 10/22

SONSTIGE TERMINE

09:30 DEU: Pk Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Berlin

10:00 DEU: Heraeus Precious Metals Edelmetallprognose für 2023

10:00 DEU: Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil zum 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds der EU, Karlsruhe

10:00 EUR: Treffen der Finanz- und Wirtschaftsminister der EU, Brüssel

10:30 DEU: Tagung zur Vorstellung des Jahrbuchs für öffentliche Finanzen 2022, Frankfurt/M.

ALB: EU-Westbalkan-Gipfel, Tirana

EUR: Treffen der für Telekommunikation zuständigen EU-Minister, Brüssel

USA: Schlüsselrennen in US-«Midterm»-Wahlen: Stichwahl um hart umkämpften Senatssitz im Bundesstaat Georgia, Atlanta

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MITTWOCH, DEN 7. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

DEU: DWS, Capital Markets Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Industrieproduktion 10/22

10:00 ITA: Einzelhandelsumsatz 10/22

11:00 EUR: BIP Q3/22 (detalliert)

13:00 USA: MBA Hypothekenanträge

14:30 USA: Produktivität Q3/22 (2. Veröffentlichung)

CHN: Handelsbilanz 11/22

SONSTIGE TERMINE

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

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TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 GBR: British American Tobacco, Q4-Umsatz

08:00 NOR: Storebrand, Investorentag

14:00 USA: General Electric Investor Day

17:00 USA: Cisco Systems, Hauptversammlung

22:15 USA: Costco Wholesale, Q1-Zahlen

22:15 USA: Broadcom, Inc., Q4-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: BIP Q3/22 (endgültig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)

DEU: Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz, Berlin

EUR: Treffen der EU-Innen- und Justizminister, Brüssel°

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Prozessauftakt gegen den früheren Wirecard-Vorstandschef Markus Braun, München

11:00 DEU: Video-Pk Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) zur Entwicklung der Branche 2022, Frankfurt/M.

18:00 DEU: Vortrag zum Jahresgutachten 2022/23 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Mannheim

DEU: Digital-Gipfel der Bundesregierung, Jena

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FREITAG, DEN 9. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Carl Zeiss Meditec, Jahreszahlen

08:00 GBR: Associated British Foods, Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

02:30 CHN: Erzeugerpreise 11/22

02:30 CHN: Verbraucherpreise 11/22

14:30 USA: Erzeugerpreise 11/22

16:00 USA: Großhandel Lagerbestände 10/22 (endgültig)

16:00 USA: Großhandel Umsatz 10/22

16:00 USA: Universität Michigan Index 12/22

EUR: Treffen der EU-Gesundheitsminister, Brüssel

SONSTIGE TERMINE

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MONTAG, DEN 12. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

USA: Pfizer, Capital Markets Day

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: Erzeugerpreise 11/22

08:00 GBR: Außenhandelsbilanz 10/22

08:00 GBR: BIP 10/22

08:00 GBR: Industrieproduktion 10/22

EUR: Treffen der EU-Außenminister, Brüssel

EUR: Treffen der EU-Landwirtschaftsminister, Brüssel

SONSTIGE TERMINE

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DIENSTAG, DEN 13. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen

09:00 DEU: BGH verkündet Urteil im Streit zwischen einstigen Postbank-Aktionären und der Deutschen Bank

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 DEU: DER Touristik, Pk zur Sommersaison 2023

10:00 DEU: VDMA, Jahres-Pk

10:00 DEU: Voith - Online-Jahres-Pk

11:00 DEU: Kreditversicherer, Online-Jahres-PK

17:30 USA: Microsoft, Hauptversammlung

21:15 USA: Palo Alto Networks, Hauptversammlung

ITA: Assicurazioni Generali, Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Verbraucherpreise 11/22 (detailliert)

10:00 ITA: Industrieproduktion 10/22

11:00 DEU: ZEW-Umfrage 12/22

14:30 USA: Verbraucherpreise 11/22

SONSTIGE TERMINE

USA: USA-Afrika-Gipfel in Washington beginnt, Washington

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MITTWOCH, DEN 14. DEZEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 DEU: Tui, Jahreszahlen

09:15 DEU: Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

12:45 USA: PNC Financial Services, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 JPN: Tankan-Bericht Q4/22

08:00 GBR: Erzeugerpreise 11/22

08:00 GBR: Verbraucherpreise 11/22

09:00 SPA: Verbraucherpreise 11/22 (2. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Industrieproduktion 10/22

14:30 USA: Ex- und Importpreisindex 11/22

20:00 USA: Notenbank-Entscheidung (20.30 Pk)

SONSTIGE TERMINE

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am frühen Abend 85,21 US-Dollar. Das waren 2,18 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,08 Dollar auf 80,29 Dollar.

Der Anstieg der Ölpreise wird am Markt auch mit der jüngsten Entwicklung der Ölreserven in den USA erklärt. Die Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche überraschend stark gefallen. Sie sanken im Vergleich zur Vorwoche um 12,6 Millionen Barrel. Volkswirte hatte im Schnitt nur mit einem Rückgang um 3,1 Millionen gerechnet.

In den vergangenen Handelstagen hatten mehrfach Spekulationen über die künftige Förderpolitik des Ölverbunds Opec+ für starke Preisschwankungen gesorgt. In der Opec+ sind die Mitgliedsstaaten des Ölkartells und andere wichtige Förderstaaten wie Russland organisiert. Die zum Teil widersprüchlichen Presseberichte über mögliche Änderungen der Fördermenge hatten deutliche Kursreaktionen ausgelöst.

Zuletzt wurde am Markt spekuliert, dass die Opec+ die Produktionsmenge unverändert halten könnte. Bis zum Treffen der Opec+ am Sonntag ist am Ölmarkt mit weiteren Preisschwankungen zu rechnen./jsl/jha/

DÜSSELDORF/WILHELMSHAVEN (dpa-AFX) - Über das neue LNG-Anlandeterminal in Wilhelmshaven könnte noch Ende des Jahres erstes Erdgas ins deutsche Ferngasnetz eingespeist werden. Damit rechnet der Energiekonzern Uniper - wenn das Wetter mitspielt. "Wenn es gut läuft, dann wird noch dieses Jahr erstes Gas fließen", sagte der Uniper-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Maubach am Mittwoch in Düsseldorf. Das Spezialschiff zur Regasifizierung werde nach bisheriger Planung bereits voll beladen nach Wilhelmshaven kommen und dann Ende des Jahres Gas in das System einspeisen können. Der erste LNG-Tanker werde dann "im besten Fall" Mitte Januar kommen. Uniper errichtet und betreibt das Terminal mit Unterstützung der Bundesregierung.

Herzstück des Anlandeterminals ist das Spezialschiff, die sogenannte "Floating Storage & Regasification Unit" (FSRU). Die eigentlichen Flüssiggastanker übergeben ihre Fracht an dieses Schiff, das es wieder in einen gasförmigen Zustand versetzt und an Land pumpt./tob/DP/nas

MOSKAU (dpa-AFX) - Bei den schweren Gefechten im Donbass in der Ostukraine haben russische Truppen nach Moskauer Angaben die ukrainischen Verteidiger an zwei Stellen zurückgedrängt. Zum einen sei das Dörfchen Andrijiwka etwa neun Kilometer südlich der Stadt Bachmut erobert worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch in Moskau mit. Zum anderen gebe es Fortschritte bei der Großstadt Donezk.

Russische Kräfte versuchen seit Monaten, Bachmut zu erobern, das den Weg zu den Großstädten Kramatorsk und Slowjansk versperrt. Eingesetzt sind dort Separatisteneinheiten der Republik Donezk, die Söldnertruppe Wagner sowie reguläre russische Truppenteile. Russische Militärblogger berichteten indes, dass Andrijiwka noch unter ukrainischem Sperrfeuer liege.

Das russische Militär meldete auch einen erfolgreichen Angriff auf Wodjane bei Donezk. Dies ist eins der von der ukrainischen Armee kontrollierten Frontdörfer zwischen den Städten Awdijiwka und Donezk. Seit 2014 gibt es in diesem Raum Gefechte, die Stellungen sind entsprechend gut ausgebaut./fko/DP/nas

VILNIUS (dpa-AFX) - In Litauen will die Regierung den Ausnahmezustand in den Regionen entlang der Grenze zu Russland und Belarus erneut verlängern - er soll nun bis zum 16. März 2023 gelten. Dies beschloss die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes am Mittwoch in Vilnius. Die Sonderregelung greift im Grenzgebiet sowie an anderen Grenzkontrollstellen wie etwa an Flughäfen und Bahnhöfen. Die erneute Verlängerung muss noch vom Parlament gebilligt werden. Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus.

Der Ausnahmezustand wurde unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar verhängt. Nachdem die Regelung zunächst landesweit galt, wurde sie im Zuge der letzten Verlängerung im September auf die Grenzregionen und Kontrollpunkte beschränkt. In der Grenzregion zu Belarus ist bereits seit November 2021 der Ausnahmezustand ausgerufen. Beschlossen wurde er, weil Tausende Migranten versuchten, von der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik aus illegal über die EU-Außengrenze zu gelangen./awe/DP/nas

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch zwischenzeitliche Gewinne nicht halten können. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0293 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Zeitweise war ein Euro 1,04 Dollar wert gewesen, er gab anschließend aber wieder nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0376 (Dienstag: 1,0366) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9637 (0,9646) Euro.

Leichte Unterstützung erhielt der Euro am Vormittag durch den zunächst schwächeren Dollar. Im Tagesverlauf gewann die US-Währung jedoch wieder an Wert, was den Euro unter Druck setzte. Inflationsdaten aus der Eurozone überraschten mit einem deutlichen Rückgang: Die Inflationsrate ging im November von 10,6 im Vormonat auf 10,0 Prozent zurück. Die Kernteuerung stagnierte allerdings auf 5,0 Prozent. Diese Größe wird von Ökonomen besonders beachtet, da sie einen Hinweis darauf gibt, wie stark die Unternehmen die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten auf die Verbraucher überwälzen. Hieraus können sich zusätzliche Inflationsrisiken ergeben.

Konjunkturdaten aus den USA fielen durchwachsen aus. Während Zahlen vom Arbeits- und Immobilienmarkt enttäuschten, überraschten Wachstumsdaten zum dritten Quartal positiv. Am Abend rückt die Geldpolitik in den Fokus: Die US-Notenbank Fed präsentiert ihren Konjunkturbericht. Zudem will sich Fed-Chef Jerome Powell zu Wort melden. Es werden Hinweise auf den geldpolitischen Kurs erwartet. Es stellt sich die Frage, ob die Federal Reserve ihren Inflationskampf mit etwas weniger Einsatz führen könnte. Für die nächste Sitzung Mitte Dezember wird eine Verringerung des hohen Zinsanhebungstempos von 0,75 auf 0,5 Prozentpunkte für möglich gehalten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86488 (0,86218) britische Pfund, 144,28 (143,36) japanische Yen und 0,9854 (0,9862) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1751 Dollar gehandelt. Das waren drei Dollar mehr als am Vortag./bgf/jsl/jha/

LONDON (dpa-AFX) - Großbritannien hat neue Sanktionen gegen führende russische Regierungsvertreter wegen ihrer Rolle im Krieg gegen die Ukraine verhängt. Moskaus Versuch einer Teilmobilisierung russischer Bürger sei ein verzweifelter Versuch gewesen, den ukrainischen Widerstand zu überwältigen, sagte der britische Außenminister James Cleverly am Mittwoch einer Mitteilung zufolge. "Heute haben wir Personen sanktioniert, die diese Wehrpflicht durchgesetzt haben und Tausende russische Bürger in Putins illegalen und entsetzlichen Krieg geschickt haben."

Unter anderem für den russischen Vizeregierungschef Denis Manturow, der für die Waffenindustrie zuständig ist, gelten nun Reisesperren. Außerdem wird mögliches Vermögen in Großbritannien eingefroren. Das gilt auch für Ella Pamfilowa, die als Vorsitzende der zentralen russischen Wahlkommission eine wichtige Rolle bei den illegalen Scheinreferenden in der Ostukraine gespielt hat, und mehrere weitere regionale russische Politiker./swe/DP/nas

NEW YORK (dpa-AFX) - Abgestraft haben am Mittwoch die Anleger die Aktien von Crowdstrike . Der Spezialist für Cybersicherheit enttäuschte mit seinem Umsatzausblick für das laufende Quartal die Analysten. Im vorbörslichen US-Handel fielen die Papiere zeitweise um ein Fünftel, zuletzt verloren sie noch 18 Prozent. Es droht damit der Rutsch auf den tiefsten Stand seit August 2020.

Barclays-Experte Saket Kalia sprach von einem schmerzvollen Rückschlag und kürzte sein Kursziel von 180 auf 155 US-Dollar. Er hält aber die Titel weiterhin für investierbar, womöglich jetzt sogar noch mehr als zuvor. Das 2026er-Ziel für die wiederkehrenden Umsätze sei noch immer erreichbar, wie auch die Margenziele für 2025./ajx/mis

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS blickt auch wegen des geplanten Börsengangs der Tochter Ionos zuversichtlich auf United Internet . Die Bewertung des Internet- und Telekomkonzerns sei inzwischen zu niedrig, was der Börsengang der Webhosting-Tochter ändern könnte, schrieb Analyst Polo Tang in einer am Mittwoch vorliegenden Branchenstudie. Deshalb stufte er die Aktie von United Internet von "Neutral" auf "Buy" hoch, senkte aber wegen reduzierter Schätzungen für die Mobilfunktochter 1&1 das Kursziel von 33,00 auf 26,50 Euro. Dieses liegt nun noch gut ein Drittel über dem aktuellen Bewertungsniveau.

Trotz vorsichtigerer Annahmen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Aufbaus eines Mobilfunknetzes durch 1&1 halte er United Internet für historisch günstig bewertet, betonte Tang. Die Papiere der Montabaurer seien im bisherigen Jahresverlauf um 45 Prozent gefallen. Es sei jedoch erwähnenswert, dass alle Einheiten von United Internet ein gutes Umsatzwachstum verzeichneten.

Tang geht davon aus, dass der für 2023 angestrebte Ionos-Börsengang als Treiber einer Neubewertung des Konzerns fungieren wird. Ionos dürfte ein anhaltendes Wachstum im Bereich Webhosting verzeichnen, da bislang lediglich die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen über eine Online-Präsenz verfügten und Ionos hier Marktführer sei. Der Experte rechnet für Ionos mittelfristig mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum um 8 Prozent und einem operativen Ergebnisplus (Ebitda) von 6 Prozent.

Deutschland betrachtet Tang als einen guten Markt für die Telekombranche, die aus seiner Sicht auch weiterhin ein stetiges Wachstum von Umsatz und operativen Ergebnissen verzeichnen dürfte. Allerdings hätten einige Betreiber mit spezifischen Problemen zu kämpfen, schränkte der Analyst ein.

Sein klarer Favorit ist die Deutsche Telekom . Sie biete ein defensives Wachstum und attraktive Aktionärsrenditen. Telefonica Deutschland verzeichne starke operative Trends, werde aber möglicherweise erst dann neu bewertet, wenn Klarheit über die Frequenzauktion und die Entwicklung der Einnahmen des Netzpartners 1&1 bestehe.

Vodafone erhole sich von den jüngsten Kundendienst- und IT-Problemen, aber das Wachstum in Deutschland könnte angesichts des Verlusts einiger Basiseinnahmen aus dem TV-Kabelanschluss im Jahr 2024 und der verbleibenden 1&1-MVNO-Einnahmen bis 2025 begrenzt sein. Freenet profitiere kurzfristig von den Problemen von Vodafone, aber langfristig bleibe er vorsichtig, was das unabhängige Mobilfunk-Einzelhandels- und Service-Provider-Modell angeht.

Mit der Einstufung "Buy" geht die UBS davon aus, dass die Gesamtrendite der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent über der von der UBS erwarteten Marktrendite liegt./edh/gl/mis

Analysierendes Institut UBS.

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.11.2022 / 14:48 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.11.2022 / 14:48 / GMT

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Deutsche Telekom von 26,50 auf 25,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Anziehende Löhne, hohe Energiekosten und steigende Zinsen seien die hinlänglich bekannten Hindernisse für die Telekombranche im Jahr 2023, schrieb Analyst Nicolas Cote-Colisson in einer am Mittwoch vorliegenden Sektorstudie. Wichtig sei hierbei, wie sich die freien Barmittel mit Blick auf die Inflation entwickelten. Deutsche Telekom zählt er zu seinen "Key Picks"./ajx/tav

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.11.2022 / 09:31 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.11.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Hauck Aufhäuser Investment Banking hat das Kursziel für Aroundtown von 6,20 auf 5,20 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Angesichts einer weiter starken Entwicklung habe der Zwischenbericht eigentlich keine Argumente für die Kurskorrektur geliefert, schrieb Analyst Philipp Sennewald in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Die Aktien erschienen nun massiv überverkauft./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.11.2022 / 08:34 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.11.2022 / 08:34 / MEZ

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Airbus von 146 auf 152 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analystin Daniela Costa passte ihre Schätzungen für den Flugzeugbauer nach einer Analyse der Inflationsentwicklung an. Zudem verschob sie den Zeitrahmen für ihr Bewertungsmodell um ein Quartal in die Zukunft, wie aus einer am Mittwoch vorliegenden Studie hervorgeht./ajx/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.11.2022 / 05:04 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aufgabe des Optimismus der Bank of America für Rheinmetall und Hensoldt hat die beiden deutschen Rüstungsaktien am Mittwoch belastet. Die Papiere von Rheinmetall fielen um 1,2 Prozent und die Titel von Hensoldt sogar um 2,7 Prozent. Die Experten der US-Bank hatten mit einer Abstufung auf "Neutral" jeweils ihr bisheriges Kaufvotum aufgegeben. Im Gegenzug wurde der britische Wettbewerber BAE Systems zum Kauf empfohlen, dessen Papiere bewegten sich in London mit einem halben Prozent im Plus.

Laut Analyst Benjamin Heelan sind die Triebfedern im Rüstungssektor mit den Verteidigungsbudgets westliche Staaten zwar klar, es ziehe sich mit den Aufträgen aber alles länger hin als erwartet. Der Wachstumsschub in der Branche lasse daher auf sich warten, was für die anspruchsvoll bewerteten Aktien der beiden deutschen Konzerne zu einer Belastung werden könnte. Was die Erwartungen an Rheinmetall betreffe, sei dies ein mittelfristiges Risiko. Die derzeitigen Investitionen zehrten am freien Mittelfluss und begrenzten das Potenzial für künftige Kapitalrückflüsse./tih/mis

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX Broker) - Die Aktie des Versicherers Talanx hat am Mittwoch von einem positiven Analystenkommentar Auftrieb erhalten. Sie zog im MDax um 1,5 Prozent auf 43,10 Euro an. Analyst Vikram Gandhi von der französischen Großbank Societe Generale (SocGen) empfiehlt die Papiere zum Kauf und hob dabei das Kursziel von 40,00 auf 48,50 Euro an. Die Talanx-Aktie sei "reif für eine Neubewertung", schrieb er. Vom Geschäftsplan bis 2025 am Kapitalmarkttag am 6. Dezember erwartet sich der Experte starke Dividendenimpulse.

Insgesamt waren Versichereraktien zuletzt stark gefragt. Seit Mitte Oktober stieg der Branchenindes Stoxx Europe 600 Insurance um fast ein Fünftel. Für 2022 ist die Bilanz damit fast ausgeglichen, während für den breit gefassten Stoxx 600 ein Minus von 10 Prozent auf dem Kurszettel steht. Treiber der Versichereraktien waren zuletzt die Aussicht auf eine gute Entwicklung der Versicherungsprämien sowie die steigenden Renditen an den Anleihemärkten./ck/mis

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Investmentbank Barclays hat Rolls-Royce mit "Overweight" und einem Kursziel von 110 Pence in die Bewertung aufgenommen. Analystin Charlotte Keyworth sieht die Aktie des Triebwerkherstellers als werthaltig an. Die Erholung des Marktes für Großraumflugzeuge sowie der Wechsel an der Management-Spitze mit Tufan Erginbilgic als neuem Vorstandschef seien positive Faktoren, schrieb sie in einer am Mittwoch vorliegenden Studie./ajx/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.11.2022 / 16:03 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.11.2022 / 16:45 / GMT

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dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Deutsche Bank Research hat Yara von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel auf 500 norwegischen Kronen belassen. Angesichts schwacher Stickstoff-Preisdynamik fehle es beim Hersteller von Stickstoffdünger an Kurstreibern, schrieb Analystin Virginie Boucher-Ferte in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Die Preise für Harnstoffe und Nitrate seien seit dem höchsten Stand in diesem Jahr um 39 Prozent gefallen. Die Expertin rechnet zwar Richtung Frühjahr mit einer gewissen Stabilisierung, weist aber auf Lagerbestände bei Bauern und Händlern sowie zunehmendes Harnstoff-Angebot 2023 hin./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.11.2022 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / CET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.11.2022 / 06:59 / CET

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die kanadische Bank RBC hat das Kursziel für Delivery Hero von 75 auf 85 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Dank seiner führenden Stellung in der Branche betrachtet Analystin Sherri Malek den Essenslieferanten weiterhin als gut positioniert. Die Kapitalmarktstory dürfte für die Investoren im kommenden Jahr attraktiver werden, da Delivery Hero in Richtung Profitabilität und eines positiven Barmittelflusses laufe, schrieb sie in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Die Analystin erhöhte ihre Schätzungen für das operative Ergebnis (Ebitda)./ajx/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.11.2022 / 17:41 / EST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.11.2022 / 00:45 / EST

(neu: Details)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen mehrtägigen Staatsbesuch in den USA begonnen. Macron besuchte am Mittwoch zum Auftakt des Trips gemeinsam mit US-Vizepräsidentin Kamala Harris den Sitz der US-Raumfahrtbehörde Nasa in Washington. Am Donnerstag wird US-Präsident Joe Biden seinen französischen Amtskollegen im Weißen Haus empfangen. Macron ist der erste ausländische Staatsgast in Bidens Amtszeit. Die US-Regierung bezeichnet Frankreich als "ältesten Verbündeten" und lobt Macrons Engagement nach der russischen Invasion in die Ukraine sowie mit Blick auf den Systemrivalen China. Zwischen Biden und Macron dürften aber auch Streitpunkte zur Sprache kommen.

Harris würdigte Frankreich bei dem Treffen mit Macron als "wesentlichen Partner" der USA. Die beiden betonten die Kooperation der beiden Länder in der Raumfahrt. Macron sagte, der Weltraum sei ein neuer Ort des Konflikts, und es gebe dort auch "verrückte Akteure". Umso wichtiger sei die Zusammenarbeit von Staaten wie Frankreich und der USA, die historisch verbunden seien, sich gleichermaßen der Wissenschaft verbunden fühlten und demokratische Werte teilten.

Am Mittwochabend (Ortszeit) wollte Macron zunächst zu einem informellen Essen mit Biden zusammenkommen, bevor dann am Donnerstag der große offizielle Part des Besuches folgt. Staatsbesuche werden anders als reguläre Arbeitstrips von besonderem protokollarischen Pomp begleitet, wie etwa einem Staatsbankett, das für Donnerstagabend (Ortszeit/Freitagnacht MEZ) im Weißen Haus angesetzt ist.

Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Biden und Macron werde der russische Angriffskrieg auf die Ukraine stehen, ließ die US-Regierung vorab wissen. Weitere Themen seien China, Iran, der Indopazifik und die gemeinsame wirtschaftliche Zusammenarbeit etwa im Energiebereich. Frankreich stehe im Zentrum bei vielen dieser Themen, sagte der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, John Kirby. Macron sei "eine dynamische Führungspersönlichkeit" innerhalb der G7-Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien, "insbesondere in Europa". Daher habe ihn Biden als Gast für den ersten Staatsbesuch ausgewählt.

Auch Ex-Präsident Donald Trump hatte Macron als ersten Staatsgast seiner Amtszeit empfangen. Im Jahr 2018 wurde der französische Staatschef mit militärischen Ehren vor dem Weißen Haus begrüßt. Damals sprach er vor beiden Kammern des US-Kongresses. Eine ähnliche Ehre war im Jahr 1960 dem damaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle zuteil geworden.

Für Macron geht es beim aktuellen Besuch um einen Schulterschluss Amerikas und Europas angesichts der großen Krisen - neben dem Krieg in der Ukraine stellen die Energiefrage und der Klimawandel die Verbündeten vor große Probleme. Die Strategien der USA und Europas müssten neu aufeinander abgestimmt werden, auch hinsichtlich gemeinsamer Interessen China gegenüber, hieß es aus dem Élyséepalast. Ganz und gar nicht auf einer Linie ist man beim amerikanischen Protektionismus. So trage Europa wirtschaftlich die Hauptlast der Sanktionen gegen Russland, während US-Firmen von deutlich geringeren Energiekosten profitierten - das drohe die Kluft zwischen den beiden Partnern zu vergrößern, hieß es aus Paris.

Absehbarer Konfliktpunkt wird der sogenannte Inflation Reduction Act sein, das Inflationsbekämpfungsgesetz, mit dem die USA ihre Industrie ankurbeln und gegenüber ausländischen Wettbewerbern bevorzugen wollen. Zwar forderte Frankreich als Gegenmaßnahme bereits Schritte zur Bevorzugung europäischer Firmen - allerdings rechnet sich Macron dem Vernehmen nach wenig Chancen aus, die amerikanischen Pläne komplett zu stoppen. Vielmehr hofft er wohl darauf, bei Biden Ausnahmeregelungen für eine Reihe von europäischen Industrien zu erwirken, wie dies bereits mit Mexiko und Kanada vereinbart wurde.

Kirby sagte am Mittwoch, die US-Seite gehe davon, dass Macron das Inflationsbekämpfungsgesetz ansprechen werde. Die US-Regierung sei sich der Bedenken der europäischen Partner bewusst und bleibe offen dafür, sich diese anzuhören. "Wir begrüßen diese Diskussion."

Im vergangenen Jahr hatte es in den Beziehungen zwischen den beiden Nato-Partnern ordentlich geknirscht, weil Frankreich wegen eines neuen US-geführten Sicherheitsbündnisses im Indopazifik ein Milliarden-Geschäft für U-Boote entging. Damals war Harris nach Paris gereist, um die Wogen zu glätten.

Macron wird bei dem Trip von seiner Ehefrau Brigitte und mehreren Ministerinnen und Ministern begleitet. Im Anschluss an das Programm in Washington will er in die Metropole New Orleans im US-Staat Louisiana weiterreisen. Die Gegend im Süden der USA ist besonders französisch geprägt./nau/DP/nas

(neu: Umweltbundesamt, WWF, Philip Morris)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - An Mehrweg oder Recyceln führt nach dem Willen der EU-Kommission in Zukunft kein Weg mehr vorbei. Der Verpackungsmüll in Europa soll bis 2040 deutlich reduziert werden - pro Staat und pro Kopf um 15 Prozent im Vergleich zu 2018, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Bis 2030 sollen alle Verpackungen komplett recycelbar sein. Der Vorschlag muss noch mit den EU-Ländern und dem EU-Parlament abgestimmt werden.

"Wir alle haben schon einmal online bestellte Produkte in übermäßig großen Kartons erhalten", sagte der EU-Kommissar für Umwelt, Virginijus Sinkevicius. "Und wir haben uns oft gefragt, wie wir den Müll trennen sollen, was wir mit dem biologisch abbaubaren Beutel machen sollen oder ob all diese Verpackungen wiederverwendet oder zumindest in neue wertvolle Materialien umgewandelt werden können", führte er weiter aus.

Um die Umweltverschmutzung zu bekämpfen, sollen Unternehmen nach dem Willen der Kommission einen gewissen Anteil ihrer Produkte in wiederverwendbaren Verpackungen anbieten. Dazu zählt zum Beispiel Essen oder Trinken, das zum Mitnehmen bestellt wurde. Mini-Shampooflaschen in Hotels will die EU-Kommission verbieten. Auch Essen und Getränke in Restaurants dürfen dann nicht mehr in Plastik eingewickelt sein. Außerdem will die EU ein verpflichtendes Pfandsystem einführen und eine verbindliche Quote für den Anteil an recyceltem Material, der in neuen Kunststoffverpackungen enthalten sein muss.

"In vielen Bereichen werden europäische Regelungen vorgeschlagen, die in Deutschland bereits Praxis sind: umfangreiche Pfand- und Rücknahmesysteme für Getränkeverpackungen oder die neue Pflicht zu Mehrwegsystemen im Take-Away-Bereich, die ab 1. Januar 2023 gilt", sagte Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne).

Die Kommission will beim Recyceln auch Klarheit schaffen, welcher Müll in welche Tonne gehört. Dazu soll jedes Teil der Verpackung ein EU-einheitliches Etikett bekommen, das anzeigt, woraus die Verpackung besteht und wie sie recycelt werden soll.

Die FDP im Bundestag begrüßte die Pläne grundsätzlich. "Allerdings müssen wir darauf achten, dass dabei künftige Entwicklungen und Technologien schon heute mitberücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für neuartige Recyclingmethoden beispielsweise von Verbundmaterialien", sagte die Sprecherin für Umwelt- und Verbraucherschutz, Judith Skudelny. In diesen Bereichen sei Deutschland führend und diese Entwicklung dürfe nicht abgewürgt werden.

Jeder EU-Bürger verursacht laut EU-Kommission pro Jahr fast 180 Kilo Verpackungsabfall. Deutschland liegt mit mehr als 225 Kilogram an der Spitze, wie die SPD-Europaabgeordnete Delara Burkhardt betonte. Knapp 40 Prozent der Kunststoffe und 50 Prozent des Papiers in der EU werden für Verpackungen gebraucht.

Aus Sicht der Umweltorganisation Oceana hat der Vorschlag großes Potenzial, den Müll in Europas Gewässern zu reduzieren. Allerdings müssten die zeitlichen Zielvorgaben viel strenger sein. Auch der Umweltorganisation WWF gehen die Regeln nicht weit genug: Die Vorgaben sollten sich nicht nur auf Kunststoffe beziehen, sondern auf alle Materialien. "Es bleibt das Ärgernis, dass wohl auch durch Lobbydruck das Ambitionsniveau bei den Zielen für die Wiederverwendung im letzten Moment noch gesenkt worden ist", sagte Tom Ohlendorf vom WWF Deutschland.

Die christdemokratische EVP-Fraktion im Europäischen Parlament kritisierte das Vorhaben deutlich: "Mit dem neuen Paket zur Kreislaufwirtschaft droht eine gewaltige Welle an Bürokratiebelastungen auf europäische Unternehmen zuzurollen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Markus Ferber (CSU). Die Sozialdemokraten im Europaparlament beurteilten das Konzept als einen Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bemängelten sie das Fehlen von Regeln gegen sogenanntes Greenwashing, also dass sich Unternehmen umweltfreundlicher darstellen als sie eigentlich sind.

Ebenfalls am Mittwoch machte das Umweltbundesamt erstmals Vorschläge, wie sich Hersteller und Händler, die bestimmte Plastikprodukte auf dem deutschen Markt vertreiben, künftig an der Entsorgung von Plastikmüll beteiligen sollen. Konkret geht es etwa um Abgaben, die die Hersteller von Einwegplastik-Produkten in einen Fonds einzahlen sollen. Damit sollen sie sich an den Kosten für die Entsorgung etwa in Parks und Straßen beteiligen. Sinnvoll ist laut Umweltbundesamt etwa für kunststoffhaltige Zigarettenfilter eine Abgabe von 8,95 Euro je Kilogramm Abfall für sinnvoll. Für Einwegbecher aus Plastik schlägt das UBA 1,23 Euro pro Kilo vor. Die Vorschläge sind nicht verbindlich, sondern erstmal nur eine Diskussionsgrundlage.

Das Tabakunternehmen Philip Morris kritisierte mit Blick auf den UBA-Vorstoß mangelnde Datentransparenz. Die vorgestellten Eckdaten der künftigen Berechnung von Abgabesätzen seien nicht abschließend transparent und schwer nachvollziehbar. Auch sei der deutsche Sonderweg über einen Einwegkunststofffonds beim Umweltbundesamt sehr kostspielig im Vergleich zur Umsetzung der europäischen Richtlinie in den anderen Mitgliedstaaten. Dies sei eine relevante Mehrbelastung für Bürger und Unternehmen./rew/DP/nas

(neu: Details)

BRÜSSEL/KIEW (dpa-AFX) - Während die russische Armee mit immer neuen Luftangriffen die zivile Infrastruktur der Ukraine zerstört, denkt die EU darüber nach, woher die Milliarden für einen Wiederaufbau kommen könnten. Ins Visier geraten dabei rund 300 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Zentralbank-Reserven. Die Freigabe dieser Mittel könnte von einem Friedensabkommen

abhängig gemacht werden, das auch russische Reparationszahlungen umfassen würde, erklärten EU-Beamte am Mittwoch.

Ein Ende des russischen Angriffskrieges ist jedoch auch nach mehr als neun Monaten nicht in Sicht. Die Verluste auf beiden Seiten steigen täglich. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach sogar von 100 000 angeblich getöteten ukrainischen Soldaten. Diese Aussage sorgte in Kiew für Irritationen und wurde kurz darauf korrigiert.

Selenskyj wird im "richtigen Moment" ukrainische Opferzahl nennen

Gegenüber dem ukrainischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen hob der ukrainische Präsidentensprecher Serhij Nykyforow hervor, dass nur der Oberkommandierende der Streitkräfte, der Verteidigungsminister oder der Präsident belastbare Zahlen über Verluste veröffentlichen können. Präsident Wolodymyr Selenskyj werde offizielle Daten publik machen, "wenn der richtige Moment" gekommen sei, da das eine sensible Information sei. Kiew habe bereits in Brüssel angefragt, woher von der Leyen ihre Informationen habe, sagte Nykyforow. Zuvor hatte eine beim Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte und inzwischen gelöschte Ansprache von der Leyens für Aufregung gesorgt. Dabei sprach sie von angeblich über 100 000 getöteten ukrainischen Soldaten. Die Ukraine wehrt seit Ende Februar eine russische Invasion ab. Angaben zu eigenen Verlusten machen beide Seiten selten.

Blinken: Russlands Angriffe auf ukrainisches Energienetz "barbarisch"

US-Außenminister Antony Blinken verurteilte die russischen Angriffe auf das Energienetz in der Ukraine als "barbarisch". "In den vergangenen Wochen hat Russland mehr als ein Drittel des ukrainischen Energiesystems lahmgelegt und Millionen von Menschen bei eisigen Temperaturen in Kälte und Dunkelheit gestürzt", sagte er am Rande eines Nato-Treffens in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Das Vorgehen sei "barbarisch".

Russisches Militär meldet Erfolge im Donbass

In der Ostukraine gingen die Kämpfe am Boden weiter. Bei schweren Gefechten im Donbass drängten russische Truppen nach Moskauer Angaben die ukrainischen Verteidiger an zwei Stellen zurück. Zum einen sei das Dörfchen Andrijiwka etwa neun Kilometer südlich der Stadt Bachmut erobert worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Russische Kräfte versuchen seit Monaten, Bachmut zu erobern, das den Weg zu den Großstädten Kramatorsk und Slowjansk versperrt. Das russische Militär meldete auch einen erfolgreichen Angriff auf Wodjane bei Donezk.

Lawrow beschuldigt den Westen

Das russische Außenministerium warf indes dem Westen vor, in der Ukraine einen Krieg gegen Russland zu führen. "Der Krieg, den der kollektive Westen gegen Russland losgetreten hat, wirkt sich auf die Lage der strategischen Stabilität aus", sagte Außenminister Sergej Lawrow bei einer Konferenz in Moskau. Die Ukraine und ihre Bürger würden dabei als "Verbrauchsmaterial" verheizt. Die Ukraine werde vom Westen zur Fortsetzung des Kriegs gedrängt. Die Nato sei kein Verteidigungsbündnis mehr, sondern ein Aggressor, sagte Lawrow.

EU will Reparationsplan mit Partnern abstimmen

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen auch Erlöse aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten für den Wiederaufbau in der Ukraine genutzt werden können. Kurzfristig könne eine Struktur geschaffen werden, um durch Sanktionen blockierte Mittel zu verwalten und zu investieren, erklärte von der Leyen. Fortschritte gibt es nach Angaben aus der EU-Kommission auch bei der Rechtsgrundlage für die Enteignung russischer Oligarchen. In welchem Maß die eingefrorenen Vermögenswerte dieser Oligarchen im Wert von knapp 19 Milliarden Euro davon betroffen sein könnten, blieb unklar. Die Regelung soll nicht rückwirkend gelten. Die Vorschläge sollen mit den EU-Staaten sowie internationalen Partnern abgestimmt werden. "Der Schaden der Ukraine wird auf 600 Milliarden Euro geschätzt", sagte von der Leyen.

Reichster Russe Mordaschow beklagt hohe Verluste nach Sanktionen

Der Milliardär Alexej Mordaschow, vor dem Krieg der reichste Mann Russlands, hat sich über hohe Verluste durch die westlichen Sanktionen beklagt. "Wir bei Severstal haben etwas mehr als 400 Millionen Dollar (400 Millionen Euro) verloren - die sind in Europa hängengeblieben, wurden als Waren- und Geldreserven beschlagnahmt", sagte der 57-Jährige am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Es sei derzeit sehr schwer, Exporteinnahmen ins Land zurückzuführen, klagte er zugleich.

Ex-General Petraeus: Ukraine-Krieg wird mit Verhandlungslösung enden

Voraussetzung für den Reparationsplan der EU ist ein Friedensvertrag. Nach Meinung des früheren US-Viersternegenerals und einstigen CIA-Chefs David Petraeus wird der Krieg mit einer Verhandlungslösung enden. Einen militärischen Sieger werde es nicht geben, sagte Petraeus dem "Tagesspiegel" (Mittwoch). Aktuell seien allerdings weder der russische Präsident Wladimir Putin noch Selenskyj bereit, Verhandlungen aufzunehmen.

Deutschland will Ukraine weitere Gepard-Panzer liefern

Die Bundesregierung will der Ukraine weitere Flugabwehrkanonenpanzer Gepard zur Verteidigung gegen russische Angriffe geben. Kanzler Olaf Scholz (SPD) habe in einem Gespräch mit Selenskyj deutlich gemacht, "dass wir noch mal eine Anzahl von Gepard-Panzern Richtung Ukraine auf die Reise schicken werden können", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin. Aus dem Beständen des Herstellers KMW wurden bisher 30 der Panzer an die Ukraine geliefert.

Ukraine dringt auf deutsche Patriot-Flugabwehrsysteme

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba rief die Bundesregierung dazu auf, die Polen angebotenen Patriot-Flugabwehrsysteme an sein eigenes Land zu liefern. "Wenn Deutschland bereit ist, Patriots an Polen zu liefern, und Polen nichts dagegen hat, diese Patriots an die Ukraine zu übergeben, dann halte ich die Lösung für die Bundesregierung für offensichtlich", sagte Kuleba am Rande eines Treffens mit den Kollegen von Nato-Staaten in Bukarest. Deutschland hatte zuvor Warschau angeboten, deutsche Flugabwehrbatterien vom Typ Patriot in Polen zu stationieren. Polens Regierung regte dann aber eine Verlegung direkt in die Ukraine an.

Briefbombe explodiert in Ukraine-Botschaft in Madrid: Ein Verletzter

Bei der Explosion einer Briefbombe in der Botschaft der Ukraine in der spanischen Hauptstadt Madrid ist ein Botschaftsmitarbeiter verletzt worden. Der Mann, der den Brief am Mittwochmittag geöffnet habe, sei nur leicht verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf die spanische Nationalpolizei. Er habe sich trotzdem vorsichtshalber ins Krankenhaus begeben. Die Polizei bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur diese Berichte. Wer hinter der Tat steckte, war zunächst unbekannt./cha/DP/nas

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland und Norwegen wollen einen gemeinsamen Schutz der Energieinfrastruktur auf dem Meeresboden unter dem Dach der Nato. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg werde dazu gebeten, eine Koordinierungsstelle für den Schutz der Unterwasserinfrastruktur einzurichten, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch in Berlin bei einem Treffen mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Støre.

"Pipelines, Telefonkabel und Internetverbindung sind Lebensadern für unsere Staaten und müssen ganz besonders gesichert werden. Nicht zuletzt die Anschläge auf die Pipelines von Nord Stream 1 und 2 haben gezeigt, welche großen Risiken hier bestehen", sagte Scholz. Ziel müsse es nun sein, polizeiliche und militärische Kräfte effizient aufeinander abzustimmen und Akteure wie die Europäische Union und privatwirtschaftliche Unternehmen gut einzubinden.

"Es geht um die Sicherheit für Energieanlagen. Ich möchte hier keine scharfe Trennlinie ziehen, was ober und unter Wasser ist. Es geht um Gasrohrleitungen, es geht um die Telekommunikationsinfrastruktur, Glasfaserinfrastruktur und anderes", sagte Støre. "Wir brauchen einen koordinierten gemeinsamen Einsatz, um die Sicherheit für diese Infrastruktur zu gewährleisten", forderte er.

Ende September waren nach Angaben von Behörden insgesamt vier Unterwasser-Lecks an den beiden Nord-Stream-Pipelines festgestellt worden, aus denen tagelang enorme Mengen an Gas austraten. Die Lecks befinden sich in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm teils in dänischen, teils in schwedischen Gewässern. Die EU und die Nato gehen von Sabotage aus. Der Kreml hatte Spekulationen über eine russische Beteiligung als "dumm und absurd" zurückgewiesen./cn/DP/nas

BERLIN (dpa-AFX) - Die Pläne der Ampel-Koalition für ein sogenanntes Chancen-Aufenthaltsrecht haben in der Unionsfraktion für eine kontroverse Diskussion gesorgt. In der Sitzung der Fraktion am Dienstagabend hatte es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen eine rund eineinhalbstündige Diskussion mit mehr als einem dutzend Wortmeldungen gegeben. Zugleich wurde am Mittwoch betont, es zeichne sich eine breite Ablehnung der Ampel-Pläne bei der für diesen Freitag im Parlament geplanten Abstimmung ab.

19 der 197 Unions-Abgeordneten hatten sich am Dienstag in einer persönlichen Erklärung gegen einen strikt ablehnenden Kurs gegenüber den Koalitionsplänen gestellt. In dem Papier kündigten die Unterzeichner eine Enthaltung bei der Abstimmung über das von der Bundesregierung eingebrachte Gesetz an. Darüber hatte auch das Portal pleiteticker.de berichtet. Man begrüße, dass für langjährig geduldete Flüchtlinge eine Perspektive geschaffen werde, hieß es unter anderem zur Begründung. Die geplante Verkürzung der Voraufenthaltszeiten halte man allerdings für falsch.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen der stellvertretende Fraktionschef Hermann Gröhe, Ex-Kanzlerkandidat Armin Laschet, die frühere nordrhein-westfälische Integrationsstaatssekretärin Serap Güler und die damalige Migrationsbeauftragte der Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel, Annette Widmann-Mauz (alle CDU). Offen blieb, wie viele der Unterzeichner sich tatsächlich enthalten würden.

Nachdem es in der Unionsfraktion zwischenzeitlich Pläne gab, die eigene Position am Freitag per Entschließungsantrag deutlich zu machen, hieß es am Mittwochabend, man werde auf einen solchen Antrag doch verzichten. Nach Informationen aus Fraktionskreisen hatte sich Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) für ein klares Signal der Ablehnung der Ampel-Pläne stark gemacht. In der Unionsfraktion wird vor allem kritisiert, dass auch Ausreisepflichtige von dem Chancen-Aufenthaltsrecht profitieren würden, die sich jahrelang geweigert hätten, bei der Klärung ihrer Identität mitzuhelfen.

Das Chancen-Aufenthaltsrecht soll gut integrierten Ausländern, die schon mehrere Jahre ohne gesicherten Status in Deutschland leben, eine Perspektive bieten. Wer zum Stichtag 31. Oktober 2022 fünf Jahre im Land lebt und nicht straffällig geworden ist, soll 18 Monate Zeit bekommen, um die Voraussetzungen für einen langfristigen Aufenthalt zu erfüllen - dazu gehören etwa Deutschkenntnisse und die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts./bk/DP/nas

VILNIUS (dpa-AFX) - Die litauischen Streitkräfte wollen ihren Fuhrpark mit Militärfahrzeugen aus Deutschland erneuern und ausweiten. Für fast 32 Millionen Euro wird die Armee des baltischen EU- und Nato-Landes eine nicht genannte Anzahl an Geländewagen vom Typ Mercedes-Benz G 350 d beziehen. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius am Mittwoch mit. Ein entsprechender Kaufvertrag sei in dieser Woche unterzeichnet worden. Die Lieferung der Geländewagen soll über einen lokalen Mercedes-Händler in den Jahren 2023 und 2024 erfolgen. Das erste Fahrzeug soll im Sommer kommenden Jahres in Litauen eintreffen.

Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und an Russlands Verbündeten Belarus. Der Krieg in der Ukraine wird in dem Baltenstaat als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen. Das Land hat daher seine Militärausgaben erhöht und rüstet seine Streitkräfte massiv auf. Die Nato-Partner Deutschland und USA haben dabei eine Schlüsselfunktion./awe/DP/nas

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Europäische Union will im Gesundheitsbereich eine internationale Führungsrolle einnehmen. "Die Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, wie eng verflochten die Welt ist, wenn es um Gesundheit geht", sagte die EU-Kommissarin für Gesundheit, Stella Kyriakides, am Mittwoch bei der Vorstellung der globalen EU-Gesundheitsstrategie. Nun benötige man weltweite neue Regelungen, um solchen Gefahren besser begegnen zu können.

Die am Mittwoch veröffentlichte EU-Strategie für globale Gesundheit bietet den Angaben nach einen Rahmen für die Gesundheitspolitik der Union bis 2030. In ihr sind Grundprinzipien und politische Prioritäten festgeschrieben. Unter anderem plädiert die Union für eine stärkere, effektivere und besser finanzierte Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Das Papier enthält auch Maßnahmen, wie Bürgerinnen und Bürger der EU besser vor weltweiten Gesundheitsbedrohungen wie Pandemien oder antibiotikaresistenten Erregern geschützt werden können. Dazu zählen unter anderem die Schaffung international verbindlicher Regeln für Pandemien sowie eine stärkere Überwachung und Erkennung von Krankheitserregern. Zudem hat sich die EU vorgenommen, lokale Pharmasysteme in anderen Weltregionen zu stärken, um etwa einen gerechteren Zugang zu Impfstoffen zu erreichen./jwe/DP/nas

(neu: Reaktion Ungarns)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Ungarn muss trotz der jüngst ergriffenen Maßnahmen gegen Korruption die Aussetzung von EU-Zahlungen in Milliardenhöhe befürchten. Die EU-Kommission empfahl am Mittwoch, Corona-Hilfen und andere Fördermittel erst dann freizugeben, wenn die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban Versprechen zur Wahrung der Rechtsstaatlichkeit komplett umsetzt. Konkret geht es dabei um rund 7,5 Milliarden Euro aus dem Gemeinschaftshaushalt und 5,8 Milliarden Euro an Corona-Hilfen - insgesamt also um etwa 13,3 Milliarden Euro.

"Während eine Reihe von Reformen durchgeführt oder im Gange sind, hat Ungarn zentrale Aspekte der 17 erforderlichen Abhilfemaßnahmen nicht angemessen umgesetzt", heißt es in einer Mitteilung der Kommission. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass nach wie vor wesentliche Schritte erforderlich seien, um verbleibende Risiken für den EU-Haushalt in Ungarn zu beseitigen. Konkret wird etwa befürchtet, dass wegen Korruption EU-Mittel nicht zu vorgesehenen Zwecken eingesetzt werden.

EU-Staaten am Zug

Über die Empfehlung der EU-Kommission zum Einfrieren der Gelder aus dem Gemeinschaftshaushalt muss nun ein EU-Ministerrat bis zum 19. Dezember entscheiden. Um Gelder einzufrieren wäre eine qualifizierte Mehrheit notwendig - das heißt, mindestens 15 der 27 EU-Staaten müssten zustimmen und zusammen mindestens 65 Prozent der Gesamtbevölkerung der EU ausmachen.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock kündigte am Mittwoch an, dass Deutschland "auf Grundlage der Empfehlung der EU-Kommission" über das mögliche Einfrieren von EU-Geldern für Ungarn abstimmen werde. "Die Rechtsstaatlichkeit ist das Rückgrat unserer europäischen Demokratie und auch das Rückgrat des europäischen Binnenmarktes", sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch am Rande eines Nato-Treffens in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.

Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments und ehemalige Bundesjustizministerin Katarina Barley geht davon aus, dass es eine Mehrheit für die Empfehlung der Kommission geben wird. "Orban hat auch im Verhältnis mit den anderen Mitgliedsstaaten, die normalerweise relativ gewogen sind, einfach zu viel Porzellan zerschlagen", kommentierte sie.

Corona-Milliarden auf Eis

Bei den Corona-Hilfen schlägt die Kommission vor, zwar den ungarischen Plan zur Verwendung der Gelder formell zu bestätigen. Auszahlungen soll es allerdings nur dann geben, wenn das Land 27 Voraussetzungen erfüllt. Dazu gehören auch die, die in dem Rechtsstaatlichkeitsverfahren formuliert wurden. Ähnlich ist die Kommission im Fall von Polen vorgegangen, deren Plan bereits Mitte des Jahres angenommen wurde.

Ungarischer Optimismus

Die ungarische Regierung zeigte sich unterdessen optimistisch, dass dem Land langfristig keine Gelder verloren gehen. "Ungarn wird die übrigen Verpflichtungen so genau und umfassend erfüllen, wie das bisher der Fall war", kündigte der für Regionalentwicklung zuständige Minister Tibor Navracsics an. Bereits am Vortag hatte er gesagt, er hoffe darauf, dass die Gelder trotz einer Empfehlung der Kommission Mittel einzufrieren, im kommenden Jahr ausgezahlt würden.

Die ungarische Regierung machte den Streit mit Brüssel allerdings auch dafür verantwortlich, dass das Land die Entscheidung für den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands noch nicht ratifiziert hat. Der Prozess ziehe sich hin, "weil die Tagesordnung des Parlaments voll von Gesetzesentwürfen ist, die die EU-Kommission vorgeschlagen hat", sagte Navracsics.

Erhebliches Drohpotenzial

Mit Spannung werden die weiteren Entwicklungen vor allem deswegen erwartet, weil Ungarn erhebliche Mittel in der Hand hält, um Druck auf die EU auszuüben. So könnte die Regierung in Budapest beispielsweise alle Entscheidungen blockieren, für die in der EU Einstimmigkeit erforderlich ist. Das gilt zum Beispiel für Sanktionen gegen Russland oder Beschlüsse zur Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen das Nachbarland.

Aus Sicht des CSU-Abgeordneten Markus Ferber könnten allerdings Ungarns finanzielle Probleme die Regierung zu einem Entgegenkommen bewegen. "Die ungarische Wirtschaft steht am Rande einer Rezession, die Kritik an Orbans Wirtschaftspolitik nimmt zu. Da käme eine Milliardenzahlung aus Brüssel gerade recht", teilte er mit.

Demokratiedefizite in Ungarn

Die EU-Kommission wirft Ungarn seit Jahren vor, EU-Standards und Grundwerte zu untergraben. Die Behörde startete etliche Vertragsverletzungsverfahren und verklagte Ungarn mehrfach vor dem Europäischen Gerichtshof - ohne jedoch bislang einen deutlichen Kurswechsel in Budapest zu erreichen.

Konkret wird im aktuellen Bericht der EU-Kommission kritisiert, dass die unabhängigen Mechanismen zur Aufdeckung von Korruption unzureichend seien. Die Rede ist von einem Umfeld, "in dem die Risiken von Klientelismus, Günstlings- und Vetternwirtschaft in der hochrangigen öffentlichen Verwaltung nicht angegangen werden". Das EU-Parlament sprach Ungarn im September in einem symbolischen Schritt ab, eine vollwertige Demokratie zu sein.

"Viktor Orban macht keine Anstalten, von seiner Diktatur abzurücken", kritisierte der Grünen-Europaabgeordnete Daniel Freund. Sein FDP-Amtskollege Moritz Körner betonte: "Sobald die Korruption in Ungarn nachweislich bekämpft wird, können die EU-Mittel fließen."/mjm/DP/nas

BRÜSSEL (dpa-AFX) - An Mehrweg oder Recyceln führt nach dem Willen der EU-Kommission in Zukunft kein Weg mehr vorbei. Der Verpackungsmüll in Europa soll bis 2040 deutlich reduziert werden - pro Staat und pro Kopf um 15 Prozent im Vergleich zu 2018, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Bis 2030 sollen alle Verpackungen komplett recycelbar sein. Der Vorschlag muss noch mit den EU-Ländern und dem EU-Parlament abgestimmt werden.

"Wir alle haben schon einmal online bestellte Produkte in übermäßig großen Kartons erhalten", sagte der EU-Kommissar für Umwelt, Virginijus Sinkevicius. "Und wir haben uns oft gefragt, wie wir den Müll trennen sollen, was wir mit dem biologisch abbaubaren Beutel machen sollen oder ob all diese Verpackungen wiederverwendet oder zumindest in neue wertvolle Materialien umgewandelt werden können", führte er weiter aus.

Um die Umweltverschmutzung zu bekämpfen, sollen Unternehmen nach dem Willen der Kommission einen gewissen Anteil ihrer Produkte in wiederverwendbaren Verpackungen anbieten. Dazu zählt zum Beispiel Essen oder Trinken, das zum Mitnehmen bestellt wurde. Mini-Shampooflaschen in Hotels will die EU-Kommission verbieten. Auch Essen und Getränke in Restaurants dürfen dann nicht mehr in Plastik eingewickelt sein. Außerdem will die EU ein verpflichtendes Pfandsystem einführen und eine verbindliche Quote für den Anteil an recyceltem Material, der in neuen Kunststoffverpackungen enthalten sein muss.

"In vielen Bereichen werden europäische Regelungen vorgeschlagen, die in Deutschland bereits Praxis sind: umfangreiche Pfand- und Rücknahmesysteme für Getränkeverpackungen oder die neue Pflicht zu Mehrwegsystemen im Take-Away-Bereich, die ab 1. Januar 2023 gilt", sagte Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne).

Die Kommission will beim Recyceln auch Klarheit schaffen, welcher Müll in welche Tonne gehört. Dazu soll jedes Teil der Verpackung ein EU-einheitliches Etikett bekommen, das anzeigt, woraus die Verpackung besteht und wie sie recycelt werden soll.

Die FDP im Bundestag begrüßte die Pläne grundsätzlich. "Allerdings müssen wir darauf achten, dass dabei künftige Entwicklungen und Technologien schon heute mitberücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für neuartige Recyclingmethoden beispielsweise von Verbundmaterialien", sagte die Sprecherin für Umwelt- und Verbraucherschutz, Judith Skudelny. In diesen Bereichen sei Deutschland führend und diese Entwicklung dürfe nicht abgewürgt werden.

Jeder EU-Bürger verursacht laut EU-Kommission pro Jahr fast 180 Kilo Verpackungsabfall. Deutschland liegt mit mehr als 225 Kilogramm an der Spitze, wie die SPD-Europaabgeordnete Delara Burkhardt betonte. Knapp 40 Prozent der Kunststoffe und 50 Prozent des Papiers in der EU werden für Verpackungen gebraucht.

Die christdemokratische EVP-Fraktion im Europäischen Parlament kritisierte das Vorhaben deutlich: "Mit dem neuen Paket zur Kreislaufwirtschaft droht eine gewaltige Welle an Bürokratiebelastungen auf europäische Unternehmen zuzurollen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Markus Ferber (CSU). Die Sozialdemokraten im Europaparlament beurteilten das Konzept als einen Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bemängelten sie das Fehlen von Regeln gegen sogenanntes Greenwashing, also dass sich Unternehmen umweltfreundlicher darstellen als sie eigentlich sind.

Aus Sicht der Umweltorganisation Oceana hat der Vorschlag großes Potenzial, den Müll in Europas Gewässern zu reduzieren. Allerdings müssten die zeitlichen Zielvorgaben viel strenger sein./rew/DP/nas

ROUNDUP: Inflation in der Eurozone sinkt von Rekordhoch auf 10 Prozent

LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone ist im November von ihrem Rekordniveau aus leicht gesunken. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,0 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Im Oktober hatte die Teuerung den historischen Höchststand von 10,6 Prozent erreicht. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nur auf 10,4 Prozent. Experten wollten aber einen erneuten Anstieg der Inflationsrate in den kommenden Monaten nicht ausschließen.

USA: Schwebende Hausverkäufe fallen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe den fünften Monat in Folge gefallen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe sanken im Oktober gegenüber dem Vormonat um 4,6 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (Nar) am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem stärkeren Rückgang um 5,3 Prozent gerechnet.

Inflation und Wirtschaftsflaute: Reallöhne weltweit gesunken

GENF - Erstmals seit 2008 sind die Reallöhne nach einer Analyse der UN-Weltarbeitsorganisation (ILO) weltweit gesunken. Gründe seien die hohe Inflation und der Wirtschaftsabschwung, die teils auf den russischen Krieg gegen die Ukraine und die Energiekrise zurückzuführen seien, berichtete die ILO am Mittwoch in Genf. 2008 hatte sie erstmals über die Entwicklung von Reallöhnen berichtet.

ROUNDUP: US-Wirtschaft wächst im Sommer stärker als erwartet

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft ist im Sommer stärker als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 2,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington laut einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war noch ein Wachstum von 2,6 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Revision auf 2,8 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung noch um 0,6 Prozent geschrumpft.

Dekabank-Chefvolkswirt blickt zuversichtlich auf das kommende Jahr

FRANKFURT - Die Dekabank blickt durchaus zuversichtlich auf das kommende Jahr. "Die Rezession wird weniger schlimm als erwartet und die Inflation dürfte ihren Höhepunkt hinter sich lassen", sagte Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater am Mittwoch in Frankfurt. Für Deutschland erwartet Kater einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2023 von 0,7 Prozent. Aber bereits ab Mitte des kommenden Jahres sollte die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnen. Allerdings seit der Ausblick auch angesichts des Ukraine-Kriegs mit besonders großen Unsicherheiten behaftet.

USA: Beschäftigung im Privatsektor steigt deutlich schwächer als erwartet - ADP

WASHINGTON - Die Privatwirtschaft der USA hat im November weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat kamen 127 000 Stellen hinzu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Dies ist der schwächste Zuwachs seit fast zwei Jahren. Analysten hatten im Schnitt mit 200 000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Im Oktober waren noch 239 000 neue Stellen ermittelt worden.

Italien: Inflation schwächt sich etwas ab

ROM - In Italien hat sich die Inflation im November von einem hohen Niveau aus etwas abgeschwächt. Die nach europäischen Standards ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) zogen im November im Jahresvergleich um 12,5 Prozent an, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom laut einer ersten Schätzung mitteilte. Damit ist die Teuerung geringfügig niedriger als im Oktober, als sie bei 12,6 Prozent den höchsten Stand seit Einführung des Euro erreicht hatte.

Zahl der Arbeitslosen sinkt im November nur leicht

NÜRNBERG - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November saisonüblich gesunken - allerdings weniger stark als in früheren Jahren. Die Bundesagentur für Arbeit gab am Mittwoch die Zahl der Arbeitslosen im November mit 2,434 Millionen an, das sind 8000 weniger als im Oktober, aber 117 000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt damit unverändert bei 5,3 Prozent.

Frankreichs Wirtschaft wächst im Sommer langsamer

PARIS - Die französische Wirtschaft ist in den Sommermonaten schwächer gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal zum Vorquartal um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in einer zweiten Schätzung mitteilte. Das Ergebnis der ersten Erhebung wurde bestätigt. Im zweiten Quartal hatte das Wachstum noch 0,5 Prozent betragen.

Chinas Wirtschaftsaktivitäten schrumpfen - schwache Einkaufsmanager-Indizes

PEKING - Die Stimmung in der chinesischen Wirtschaft hat sich im November weiter verschlechtert. Angesichts von Rekord-Coronafallzahlen mit Lockdowns und der jüngsten Proteste dagegen bleibt die wirtschaftliche Aktivität auf Schrumpfkurs. Die offiziellen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für Dienstleistungen und für die Industrie fielen im November schlechter aus als erwartet. Das Stimmungsbarometer für die Industrie fiel von 49,2 Punkten im Vormonat auf nur noch 48 Punkte, wie das Statistikamt in Peking am Mittwoch mitteilte. Das ist der schwächste Wert seit April. Analysten hatten mit 49 Zählern gerechnet.

Frankreich: Inflation verharrt auf 7,1 Prozent

PARIS - In Frankreich ist der Preisauftrieb im November auf hohem Niveau stabil geblieben. Die nach europäischen Standards ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) lagen 7,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Oktober hatte die Inflationsrate ebenfalls 7,1 Prozent betragen. Analysten hatten einen leichten Rückgang der Teuerung auf 7,0 Prozent erwartet.

Bank of England: Brexit mit Folgen für Arbeitsmarkt und Inflation

LONDON - Die britische Zentralbank hat weitreichende Folgen des Brexits für den Arbeitsmarkt und die Inflation im Vereinigten Königreich eingeräumt. Der britische EU-Austritt habe den Handel zwischen Großbritannien und der EU reduziert, was sich wiederum auf Arbeit, Produktivität und Preise ausgewirkt habe, sagte der Chefökonom der Bank of England, Huw Pill, am Mittwoch.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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