dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

01.08.2021

Digitalpolitiker der Union fordern einheitliche 'Deutschland-App'

BERLIN (dpa-AFX) - Die unterschiedlichen Smartphone-Anwendungen von staatlichen Stellen in Deutschland sollten nach den Vorstellungen von Digitalpolitikern der Unionsparteien in einer Deutschland-App zusammengeführt werden. "Es ist nicht zu erwarten, dass sich jeder Einzelne in Deutschland eine Batterie staatlicher Apps auf das Handy lädt, beginnend bei Covpass, über die Nina-Warn-App bis hin zur AusweisApp2", sagte der CDU-Bundesabgeordnete Thomas Jarzombek als Sprecher des Cnetz-Vereins am Wochenende der Deutschen Presse-Agentur.

Der Cnetz-Verein, dem unter anderen auch die Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) und Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) angehören, versteht sich als unionsnahe Ideenschmiede, die sich für eine "verantwortungsvollen Digitalpolitik einsetzt, die einen fairen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen schafft".

Jarzombek sagte, der Verein schlage nun vor, dass alle diese Apps in einer Deutschland-App aufgehen. Einzelne eigene Apps von den unterschiedlichen staatlichen Stellen dürfe es danach nicht mehr geben. "Stattdessen setzen wir auf einen Standard, mit dem jede Behörde Module für die Deutschland-App erstellen kann."

Vorteil dieser Lösung sei, dass man damit eine echte Chance bekomme, den Großteil der Bevölkerung zu erreichen", ergänzte Prof. Jörg Müller-Lietzkow, ebenfalls Sprecher des Cnetz-Vereins und Präsident der HafenCity-Universität Hamburg. "Neben den staatlichen Angeboten sollte es hier auch eine Schnittstelle für Angebote aus der GovTech-Szene geben, beispielsweise für Start-ups oder nicht-kommerzielle Initiativen. "Der Staat darf nicht nur im eigenen Saft schmoren, wir setzen auf Open Government."

Umgekehrt sollen aber auch alle staatlichen Dienste über Programmschnittstellen (APIs) in Apps von Dritten eingebaut werden können, die auf diese Weise mit der Deutschland-App konkurrieren können. "Wenn es um die Benutzbarkeit geht, waren staatliche Lösungen oft sehr kompliziert", sagte Jarzombek. Wettbewerb sei gut. Er könne sich auch gut vorstellen, dass bestimmte Funktionen wie die Verlängerung eines Anwohnerparkausweises auch in anderen Apps angeboten werden können. "Am Ende geht es darum, so viele Menschen wie möglich mit den staatlichen Diensten zu erreichen."/chd/DP/he

01.08.2021

Scholz: Kostenpflicht für Corona-Tests rechtzeitig ankündigen

UECKERMÜNDE (dpa-AFX) - Eine mögliche Kostenpflicht für Corona-Tests sollte nach Ansicht von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz frühzeitig angekündigt werden. "Ich bin dafür, dass wir da durchaus großzügig sind, also den Zeitraum rechtzeitig und lange vorher festlegen, aber dass man weiß, das kommt", sagte der Bundesfinanzminister bei einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern.

Er sprach sich erneut dafür aus, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für diejenigen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen können, nicht mehr zahlt. Das gelte nicht etwa für Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und auch nicht für junge Menschen, für die die Impfung derzeit nicht empfohlen wird. "Aber für alle anderen muss dann irgendwann in ein paar Wochen gelten, dass sie die Tests dann selber bezahlen müssen", sagte er.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte am Samstag mitgeteilt, dass es schon länger derartige Überlegungen gebe./chh/DP/he

01.08.2021

Impfanreize von Fahr- und Lieferdiensten für Junge in Großbritannien

LONDON (dpa-AFX) - Um die Corona-Impfquote bei jungen Leuten zu steigern, bieten mehrere Fahr- und Essenslieferdienste in Großbritannien nun spezielle Anreize. Bisher haben rund zwei Drittel (67 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen eine erste Impfung erhalten. Zuletzt war das Impftempo aber gesunken. Die Regierung fürchtet zudem, dass einige junge Leute ihre zweite Impfung nicht wahrnehmen. Mit Hilfe von Unternehmen wie Uber , Bolt und Deliveroo will die Regierung nun diese Altersgruppe zur Impfung animieren.

So bietet der Fahrdienstleister Uber günstigere Fahrten und Mahlzeiten für Menschen, die sich impfen lassen. Bei Konkurrent Bolt sind Fahrten zu Impfzentren kostenlos, Deliveroo verteilt Gratis-Gutscheine, und die Kette Pizza Pilgrims will zwei Filialen in Impfzentren umwandeln und dort kostenlose Pizzastücke verteilen.

"Dies soll viele unserer jungen Mitarbeiter wie auch die allgemeine Bevölkerung dazu ermutigen, ihre Spritze zu bekommen", sagte Pilgrims-Manager Gavin Smith dem Sender Sky News. Gesundheitsminister Savid Javid betonte, mit der Impfung beschützten junge Leute nicht nur sich selbst, ihre Familien und Freunde. Damit würden sie auch dazu beitragen, dass alle Menschen "wieder die Dinge tun können, die Sie versäumt haben"./bvi/DP/he

01.08.2021

ROUNDUP: Europas Banken sind krisentauglich - wie sinnvoll sind Stresstests?

FRANKFURT (dpa-AFX) - Europas Banken haben den bisher härtesten Krisentest der Aufseher überwiegend ohne größere Blessuren überstanden - Kritik an den Tests selbst jedoch bleibt bestehen. "Stresstests sind ein problematisches Instrumentarium, weil es hypothetische Szenarien sind, bei denen nie so ganz klar ist, warum jenes und nicht ein anderes Szenario gewählt wird", sagte etwa Hans-Peter Burghof, Inhaber des Lehrstuhls für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim.

Die europäische Bankenaufsicht EBA hatte 50 Institute aus 15 Ländern auf Basis ihrer Bilanz des Corona-Krisenjahres 2020 durchrechnen lassen, wie stark Kapitalpuffer bis Ende 2023 schrumpfen würden, sollten sich Pandemie und Wirtschaftsflaute zuspitzen. Zusätzlich wurde ein ganzes Bündel ungünstiger Entwicklungen angenommen: steigende Arbeitslosenquote, Einbruch der Immobilienpreise, stark sinkende Auslandsnachfrage, weiter fallende Marktzinsen. Parallel nahm die Europäische Zentralbank (EZB) weitere 51 Banken aus dem Euroraum unter die Lupe, die sie direkt beaufsichtigt.

Den am Freitagabend vorgestellten Ergebnissen zufolge würde der EU-Bankensektor nach EBA-Berechnungen in Summe 265 Milliarden Euro an Kapital einbüßen. Die harte Kernkapitalquote als Puffer für Rückschläge würde von 15,0 Prozent Ende 2020 auf 10,2 Prozent Ende 2023 sinken.

Die sieben deutschen Banken im EBA-Test schnitten insgesamt vergleichsweise schlecht ab und landeten im Vergleich der 15 Länder auf Platz 13 - mit einer Kernkapitalquote von durchschnittlich 8,78 Prozent knapp vor Italien (8,60 Prozent) und Schlusslicht Irland (8,44 Prozent). Den besten Wert erzielte Norwegen (17,08 Prozent), wobei aus dem Nicht-EU-Staat nur eine Bank von der EBA getestet wurde. Unter den EU-Staaten führen die schwedischen Banken mit einer durchschnittlichen Kernkapitalquote von 16,12 Prozent die Liste an.

Insgesamt waren 16 deutsche Institute in den parallelen Tests von EBA und EZB dabei. Am härtesten traf das EBA-Stressszenario die Deutsche Bank, deren Kapitalpuffer auf 7,4 Prozent zusammenschmolz. Die Commerzbank kam auf 8,2 Prozent. Bestes deutsches Institut im EBA-Test war die Volkswagen Bank, die auch im schärfsten Stressszenario noch 15,48 Kernkapitalquote aufwies. Die DZ Bank landete mit 10,21 Prozent genau im europäischen Durchschnitt. Außerdem untersuchte die EBA die drei Landesbanken BayernLB, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

"Wegen der hohen Exporte der deutschen Volkswirtschaft und der starken Abhängigkeit deutscher Banken vom Zinsgeschäft ist der Kapitalverzehr bei den deutschen Banken leicht höher als im EU-Durchschnitt", erklärte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling. "Das ist kein Grund zur Beunruhigung und auch keine Schwäche, sondern spiegelt nur die höhere Verwundbarkeit der deutschen Volkswirtschaft in einer weltweiten Rezession wider."

Durchfallen konnten Banken bei den parallelen Stresstests der EBA (Paris) und der EZB (Frankfurt) im Grunde nicht. Allerdings wurde bei der schon länger kriselnden italienischen Monte dei Paschi in der simulierten Krise der komplette Kapitalpuffer aufgezehrt.

Insgesamt bescheinigten Europas Bankenaufseher den Instituten Solidität. "Die Resultate zeigen, dass das Bankensystem im Euroraum widerstandsfähig gegenüber ungünstigen wirtschaftlichen Entwicklungen ist", fasste die EZB-Bankenaufsicht zusammen. Banken, die im hypothetischen Krisenszenario schlechter abgeschnitten haben, müssen allerdings damit rechnen, dass ihnen die Aufseher auftragen, ihre Kapitalpuffer zu verstärken, um sich besser für mögliche Rückschläge zu wappnen. Auf die Bremse treten könnten die Aufseher bei solchen Häusern bei der Ausschüttung von Dividenden.

Eigentlich sollte die neue Auflage des europäischen Bankenstresstests schon 2020 durchgeführt werden. Doch um den Instituten mitten in der Pandemie nicht noch weitere Aufgaben aufzubürden, verschob die EBA die Prüfung um ein Jahr. Seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 überprüfen Aufseher rund um den Globus mit solchen Stresstests regelmäßig, wie anfällig Banken im Krisenfall wären.

Unumstritten sind solche Tests und die Ableitungen daraus nicht, denn welche Risiken in den hypothetischen Szenarien wie stark gewichtet werden, liegt letztlich in der Hand der Aufseher. "Im besten Fall ist das Willkür, man kann aber auch politische Absicht dahinter vermuten", sagte Experte Burghof. "Je nach Auswahl der Kriterien können die Aufseher einzelne Banken bewusst in schlechtes Licht stellen und andere besser aussehen lassen."

Auch der Volkswirt Stefan Best, langjähriger Bankenexperte der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), der inzwischen an der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden unterrichtet, meint, man sollte solche Stresstests nicht überbewerten. "Ich halte sie nicht für glaubwürdig, weil sie von zwei Institutionen durchgeführt werden, die letztlich politisch nicht unabhängig sind." Mit solchen Tests wollten Aufseher vor allem die Öffentlichkeit beruhigen, ist Best überzeugt./ben/stw/red/DP/he

01.08.2021

Bundesgesundheitsministerium will mehr Impfangebote für Jugendliche

BERLIN (dpa-AFX) - Jugendliche sollen nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums in allen Bundesländern Corona-Impfangebote bekommen. Das geht aus einem Entwurf für einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet. "Eine entsprechende ärztliche Aufklärung sowie eine ggf. notwendige Zustimmung der Sorgeberechtigten werden dabei sichergestellt", heißt es in dem Entwurf.

"Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für Zwölf- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten", schreibt das Ministerium in dem an die Länder versendeten Beschlussvorschlag. Auch niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte, die Angehörige impften, könnten eingebunden werden. In einigen Ländern sind bereits Impfaktionen etwa an Schulen geplant. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beginnt der Unterricht nach den Sommerferien an diesem Montag wieder, in Hamburg am Donnerstag.

Das Impftempo bei Erwachsenen hatte sich zuletzt verlangsamt. 61,6 Prozent (51,2 Millionen Menschen) in Deutschland sind inzwischen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, wie Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) am Samstag twitterte. 52 Prozent (43,2 Millionen) sind demnach vollständig geimpft. Unter den Jugendlichen hat jeder Fünfte inzwischen eine erste Impfung bekommen. In absoluten Zahlen sind es 900 000.

Nach Ansicht von Experten sind die Impfzahlen viel zu niedrig, um angesichts der grassierenden hochansteckenden Delta-Virusvariante die anrollende vierte Welle flach zu halten.

Für junge Erwachsene sollen die Länder "niedrigschwellige Angebote" in Universitäten, Berufsschulen und Schulen machen, so der Beschlussentwurf für Montag. "Dies kann maßgeblich zu einem sichereren Start in den Lehr- und Lernbetrieb nach den Sommerferien beitragen."

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech /Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna . Für Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

"Unsere Aufgabe ist, auf der Grundlage aller verfügbaren Erkenntnisse die beste Impfempfehlung für die Bürger dieses Landes und auch für die Kinder dieses Landes zu geben", sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens der "Welt". "Und das werden wir tun, daran arbeiten wir ständig außerordentlich intensiv." Zum Zeitraum sagte Mertens, es handele sich um "Wochen".

Am Mittwochabend hatte Stiko-Mitglied Fred Zepp im ZDF gesagt, er erwarte Daten aus den USA zur Impfung von Jugendlichen "in den nächsten zwei bis drei Wochen". Man habe dort dreistellige Zahlen von Herzmuskelerkrankungen gesehen, "die auch alle zum Teil so verlaufen sind, dass die Jugendlichen ins Krankenhaus mussten".

Generell betonte Mertens, entscheidend für den weiteren Verlauf der Pandemie sei nicht eine Impfung von 4,5 Millionen Kindern, sondern eine hohe Impfquote in der Altersgruppe von 18 bis 59 Jahren.

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) befürwortet Impfungen für Jugendliche. Auch aus Sachsen-Anhalt kam Zustimmung. Die amtierende sachsen-anhaltische Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Nachfrage dazu ist vorhanden." Das Land plane bereits Sonder-Impfaktionen für Heranwachsende.

Für bestimmte Gruppen schlägt das Bundesgesundheitsministerium zudem Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus ab September vor. Insbesondere bei immungeschwächten, sehr alten und pflegebedürftigen Menschen wiesen Studienergebnisse auf einen verminderten oder schnell nachlassenden Schutz nach einer Impfung hin.

Die Länder sollen deshalb laut Entwurf mobile Impfteams unter anderem in Pflegeeinrichtungen schicken. Menschen mit einer Immunschwäche oder in häuslicher Pflege sollen demnach von ihren Ärzten eine Auffrischimpfung angeboten bekommen. Diese Impfungen sollen mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe erfolgen, also mit den Mitteln von Biontech/Pfizer und Moderna.

Wer mit einem Vektor-Impfstoff von Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurde, dem soll zudem eine weitere Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer angeboten werden.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sprach sich für eine Auffrischimpfung aus. Es brauche aber "klare und unbürokratische Vorgaben" dazu, welche Gruppe als erstes dran sei. Dazu brauche es belastbare Aussagen des Bundes und der Ständigen Impfkommission, sagte er der dpa./hrz/DP/he

01.08.2021

Polizei kontrolliert Reiserückkehrer - Einreise-Testpflicht gestartet

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundespolizei kontrolliert verstärkt die seit Sonntag geltende Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus dem Ausland. Damit soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zum Ende der Sommerferien verhindert werden. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nachweisen können, dass sie entweder negativ getestet ist, gegen Corona geimpft oder genesen sind. Eine solche Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere. Jetzt gilt sie für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

"Es erfolgen stichprobenartige Kontrollen. Wir versuchen mit unseren Kräften aber so viele Einreisende wie möglich zu überprüfen", sagte der Sprecher der Bundespolizei in Pirna, Holger Uhlitzsch, mit Blick auf die sächsischen Grenzen zu Polen und Tschechien. Der Schwerpunkt der Kontrollen liege an den Autobahnen und Bundesstraßen sowie an der Zugstrecke Prag-Berlin. An den Grenzen werde aber niemand zurückgeschickt. Es würden unmittelbar auch keine Bußgelder erhoben. Sondern bei Verstößen werde die Anzeige einer Ordnungswidrigkeit an die zuständigen Behörden weitergeleitet, erklärte der Sprecher der Bundespolizei.

In Rheinland-Pfalz und im Saarland gibt es Kontrollen im Radius von bis zu 30 Kilometer auf deutscher Seite, wie ein Sprecher der Bundespolizei in Koblenz sagte. Auch in Bayern überprüfen Schleierfahnder an den Grenzen zu Österreich und Tschechien, ob die Menschen sich an die neuen Einreise-Regeln halten. An der deutsch-österreichischen Grenze in Kiefersfelden seien die Kontrollen problemlos angelaufen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei: "Die Reisenden sind gut vorbereitet." Auch im nordbayerischen Selb an der Grenze zu Tschechien gab es keine Probleme. "Es läuft rund", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) appellierte an die Urlauber, sich an die neuen Regeln zu halten. "Wir müssen alles unternehmen, um die Eintragung zusätzlicher Infektionen möglichst gering zu halten." Wie Herrmann warnte auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in der "Bild am Sonntag", bei Verstößen drohten "empfindliche" Bußgelder.

Problemlos sind auch die Kontrollen im Norden an den Landgrenzen von Polen zu Mecklenburg-Vorpommern und von Dänemark zu Schleswig-Holstein angelaufen. Bis zum frühen Nachmittag seien bei strichprobenartigen Überprüfungen keine Verstöße registriert worden, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion in Bad Bramstedt sagte. Auch in den Häfen gibt es Stichproben-Kontrollen. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern starten am Montag als erste in das neue Schuljahr.

Bei einem Aufenthalt in Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten ist ein Testnachweis Pflicht. Nachweise als Genesener oder Geimpfter reichen in diesem Fall nicht. Außerdem gibt es seit Sonntag nur noch zwei statt drei Kategorien für weltweite Gebiete mit höheren Infektionsrisiken: Hochrisikogebiete und Gebiete, in denen neue, besorgniserregende Virusvarianten kursieren. Als Virusvariantengebiete stehen auf der Liste des Robert Koch-Instituts aktuell nur Brasilien und Uruguay./jan/zk/sam/zeh/bg/juh/ili/shy/DP/he

01.08.2021

Youtube sperrt Sky News Australia wegen Corona-Berichterstattung

SYDNEY (dpa-AFX) - Das Videoportal Youtube hat den Sender Sky News Australia wegen dessen Corona-Berichterstattung für eine Woche gesperrt. Eine Youtube-Sprecherin bestätigte am Sonntag den Vorwurf an den Sender, falsch über die Pandemie informiert zu haben. Man habe klare und gesicherte Grundsätze, um die Verbreitung von Covid-19-Fehlinformationen zu verhindern, hieß es in einer Stellungnahme. Die einwöchige Sperre ist seit Donnerstag (29.7.) in Kraft.

Detaillierte Angaben zu den beanstandeten Inhalten machte Youtube nicht. Laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" hatte Sky News Australia zahlreiche Videos gepostet, die die Existenz von Covid-19 leugneten oder dazu ermunterten, gegen Corona das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin oder das Anti-Wurmmittel Ivermectin einzunehmen.

Sky News Autralia bewertete die Sperrung als einen "Anschlag auf die Gedankenfreiheit". "Sky Australia wurde zeitweilig davon suspendiert, auf der von Google betriebenen Plattform Youtube zu posten, weil es Meinungen veröffentlichte, mit denen der Tech-Riese nicht übereinstimmt", hieß es auf der Seite des Senders. Unter den Videos, die als unangemessen beurteilt wurden, seien unter anderem Debatten darüber, ob Atemschutzmasken nützlich oder Lockdowns gerechtfertigt seien. Der Sender warf Youtube vor, in der Covid-19-Debatte "willkürlich" gegen konservative Stimmen fokussiert zu sein./blu/DP/he

01.08.2021

PwC: Jeder sechste Stromer von deutschen Autobauern

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Weltweit jedes sechste Elektroauto stammt mittlerweile von einem deutschen Hersteller. Bei vollelektrischen Fahrzeugen stieg der Anteil deutscher Autobauer laut einer Marktstudie der Unternehmensberatung PwC im zweiten Quartal auf 17 Prozent, bei Plug-in-Hybriden auf 50 Prozent.

Der VW -Konzern, BMW und Mercedes-Benz hatten im ersten Halbjahr insgesamt 246 000 Batterieautos und rund 370 000 Plug-in-Hybride verkauft. Dominiert wird der Markt für vollelektrische Autos laut PwC gegenwärtig noch von chinesischen und US-amerikanischen Herstellern.

Die mit Abstand größte Nachfrage nach vollelektrischen Stromern gibt es laut PwC in China: Dort wurden im ersten Halbjahr 980 000 E-Autos und 212 000 Plug-in-Hybride zugelassen. Im zweiten Quartal stieg der Anteil der rein batteriebetriebenen Fahrzeuge auf über 11 Prozent und lag damit vor den europäischen Kernmärkten mit 8 Prozent.

"Im globalen Vergleich entfallen 58 Prozent der E-Auto-Käufe in diesem Zeitraum auf den chinesischen Markt", schrieben die Branchenexperten. Die Volksrepublik stelle die Weichen auf E-Mobilität, um "sich als eine der führenden Hightech-Nationen zu positionieren und gleichzeitig die Lebensqualität der eigenen Bürger durch die Reduktion der Umweltverschmutzung zu verbessern".

In Deutschland haben die Stromer mit 84 000 Neuzulassungen im zweiten Quartal fast gleichgezogen mit den Plug-in-Hybriden mit gut 85 000 Neuzulassungen. Zusammen lag ihr Marktanteil im ersten Halbjahr bei 23 Prozent. Das wachsende Angebot der Hersteller und die staatlichen Kaufprämien für E-Autos und Ladeboxen seien wichtige Hebel, sagte PwC-Branchenexperte Felix Kuhnert.

In den USA dagegen kamen Stromer und Plug-in-Hybride zusammen nur auf 3 Prozent. Die von Präsident Joe Biden geplanten Anreize, das steigende Umweltbewusstsein und technische Fortschritte könnten das jedoch ändern. Angesichts des Markthochlaufs in fast allen Kernmärkten kämen Lieferschwierigkeiten bei Chips und Batterien allerdings zur Unzeit, sagte Pwc-Strategieberater Jörn Neuhausen. Außerdem müssten die erneuerbaren Stromquellen zügig ausgebaut werden, um den Vorteil beim CO2-Ausstoß gegenüber den konventionellen Antrieben auch tatsächlich auszuspielen./rol/DP/he

01.08.2021

Immobilienverkauf bringt Bahn mehr als zwei Milliarden Euro ein

BERLIN (dpa-AFX) - Bahnhofsgebäude, Rangierflächen, Lagerplätze: Die Deutsche Bahn verkauft seit Jahren Immobilien in teils zentraler Lage. Seit 2004 trennte sie sich nach Regierungsangaben von Liegenschaften mit einer Gesamtfläche rund 182 Millionen Quadratmetern, was etwa der Fläche der Stadt Nürnberg entspricht. Darunter waren allein in den vergangen sieben Jahren auch 500 Empfangsgebäude. Der Erlös der Immobilienverkäufe lag bei knapp 2,3 Milliarden Euro, wie das Bundesverkehrsministerium auf eine Anfrage der Grünen antwortete.

Die Nachnutzung der Bahn-Flächen sei ein zweischneidiges Schwert, hieß es von der Fraktion. Mache die Bahn Platz für Wohnungen, Gewerbe- oder Erholungsgebiete, ließen sich die Flächen aufwerten oder ganz Stadtteile schaffen. Es könne aber auch sein, dass die Areale beim geplanten Ausbau der Bahn fehlten.

Das Ministerium schließt einen Kurswechsel nicht aus. "Die Konzernstrategie "Starke Schiene" der DB AG führt mit Blick auf das geplante Wachstum des Schienenverkehrs gegebenenfalls zu einer veränderten Betrachtungsweise von Veräußerungen", heißt es in der Antwort. "Priorität hat für die DB AG der Ausbau der Infrastruktur und des Betriebs zur Umsetzung der Wachstumsziele im Schienenverkehr."

Noch hält der Konzern mit seinen Tochtergesellschaften in Deutschland Immobilien, deren Gesamtfläche mit 1,16 Milliarden Quadratmetern die des Naturparks Lüneburger Heide übertrifft. Nach dem bisherigen Plan sollen die Verkäufe weitergehen. Nach den 16 300 Transaktionen der vergangenen 16 Jahre sind demnach bis 2025 weitere 1800 vorgesehen. Unter anderem Städte mit stark steigenden Mieten haben ein Auge auf Bahnflächen geworfen, um Wohnungen zu bauen.

Aus Sicht der Grünen könnte manche Bahn-Brache in Großstädten aber auch eine Rolle dabei spielen, eine "klimaneutrale Citylogistik" aufzubauen - wenn dort etwa Pakete auf Lastenräder verladen werden, um sie in die Wohnviertel zu bringen. Die Bahn hat das bislang nur in Berlin untersucht und den Angaben zufolge zwei geeignete Grundstücke gefunden, auf dem Rangierbahnhof Tempelhof und dem früheren Rangierbahnhof Frankfurter Allee./bf/DP/he

01.08.2021

Daimler-Chef Källenius: Weniger Arbeitsplätze nach Wechsel zu Elektro

STUTTGART (dpa-AFX) - Die Transformation des Autobauers Daimler von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität wird den Stuttgarter Konzern nach Einschätzung seines Chef Ola Källenius Arbeitsplätze kosten. "Man muss auch ehrlich mit den Menschen sein: Die Montage eines Verbrennungsmotors bringt mehr Arbeit mit sich als der Bau einer Elektroachse", sagte Källenius der "Welt am Sonntag". "Selbst wenn wir den kompletten elektrischen Antriebsstrang selbst bauen würden, werden wir Ende der Dekade weniger Menschen beschäftigen." Es gebe aber auch neue, hochwertigste Jobs im Zuge der Umstellung.

Daimler hatte sich zuletzt deutlich ambitioniertere Ziele für den Durchbruch der eigenen E-Flotte gesetzt und für die Pkw-Stammmarke Mercedes-Benz im Kern auch den baldigen Abschied vom Verbrennungsmotor angekündigt. Unter dem Leitbegriff "Electric only" soll künftig das ganze Mercedes-Geschäft auf elektrisches Fahren ausgerichtet werden. Schon im Jahr 2025 wollen die Schwaben rund 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder Plug-in-Autos erzielen - doppelt so viel wie bisher geplant.

Auch nach Einschätzung des Daimler-Betriebsrats gibt es keine Alternative zum batterieelektrischen Antrieb. "Man kann nicht gegen den Strom schwimmen, wenn die ganze Welt gerade den batterieelektrischen Antrieb vorantreibt", sagte Arbeitnehmervertreter Michael Brecht. Allerdings gebe es auch Zweifel in der Belegschaft am reinen Elektrokurs des Konzerns und dem bevorstehenden Aus des Verbrennungsmotors. "Einige Kollegen hängen schon noch dem Glauben an, dass wir noch eine Weile so weitermachen könnten."

Bisher verdient Daimler das mit Abstand meiste Geld mit herkömmlichen Verbrennungsautos, also Benzinern oder Dieselfahrzeugen. Die Zahl der verkauften vollelektrischen Pkw machte im ersten Halbjahr gerade mal etwas mehr als 3 Prozent aller ausgelieferten Autos aus, hinzu kommt ein etwas höherer Anteil von Hybridautos. Die Branche rechnet allerdings - auch angesichts politischer Vorgaben - in den nächsten Jahren mit rasant wachsenden Absatzquoten bei E-Autos./mov/DP/he

30.07.2021

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Anleger machen Kasse vor dem Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben einen holprigen Wochenschluss hingelegt. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Rekordhochs. Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 34 935,47 Zählern. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,4 Prozent. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,54 Prozent auf 4395,26 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,59 Prozent auf 14 959,90 Punkte abwärts.

Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. So entwickelten sich die Konsumausgaben nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet. Auch das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im Juli überraschend auf. Das US-Konsumklima trübte sich im Juli hingegen ein, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Amazon ganz klar im Mittelpunkt des Anlegerinteresses und sackten als Schlusslicht im Nasdaq 100 um 7,6 Prozent ab. Zwar profitierte der Konzern im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten, doch lässt der Schwung allmählich nach. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth und kappte sein Kursziel.

Um gut 18 Prozent brachen die Titel von Pinterest ein. Die Foto-App hatte die Markterwartungen bei der Nutzerzahl im vergangenen Quartal verfehlt.

Procter & Gamble gewannen 2,0 Prozent. Der Konsumgüterkonzern legte zum Ende seines Geschäftsjahres 2020/21 noch einmal einen Schlussspurt hin, doch höhere Rohstoffkosten knabberten an der Rohertragsmarge, die im Schlussquartal zurückging.

Quartalsberichte kamen auch von den beiden Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil , deren Papiere um 0,7 beziehungsweise 2,3 Prozent fielen. Exxon überraschte positiv mit seinem höher als erwartet ausgefallenen Ergebnis je Aktie und Chevron schrieb im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US gewann im abgelaufenen Jahresviertel viele neue Kunden hinzu und steigerte den Gewinn kräftig. Zudem hob das Management um Mike Sievert die Jahresprognosen leicht an. Die Aktie profitierte davon allerdings nicht und sank um 0,4 Prozent. Allerdings hatte sie erst Mitte Juli ein Rekordhoch erreicht.

Der Euro verlor an Wert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1861 US-Dollar. Im europäischen Vormittagshandel war sie noch über 1,19 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1891 (Donnerstag: 1,1873) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8410 (0,8423) Euro gekostet.

Die Kurse von US-Staatsanleihen legten zu. Eine allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten habe den Festverzinslichen vor dem Wochenende Auftrieb verliehen, hieß es von Marktbeobachtern. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg um 0,21 Prozent auf 134,50 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen fiel im Gegenzug auf 1,24 Prozent./edh/he

30.07.2021

Aktien New York Schluss: Anleger machen Kasse vor dem Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben einen holprigen Wochenschluss hingelegt. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Rekordhochs. Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 34 935,47 Zählern. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,4 Prozent. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,54 Prozent auf 4395,26 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,59 Prozent auf 14 959,90 Punkte abwärts.

Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. So entwickelten sich die Konsumausgaben nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet. Auch das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im Juli überraschend auf. Das US-Konsumklima trübte sich im Juli hingegen ein, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht./edh/he

30.07.2021

Aktien New York: Anleger machen Kasse vor dem Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Rekordhochs haben die US-Aktienmärkte am Freitag etwas an Boden abgegeben. Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,33 Prozent tiefer bei 34 967,28 Zählern. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,3 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,39 Prozent auf 4401,79 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,48 Prozent auf 14 975,59 Punkte abwärts.

Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. So entwickelten sich die Konsumausgaben nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet. Auch das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im Juli überraschend auf. Das US-Konsumklima trübte sich im Juli hingegen ein, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Amazon ganz klar im Mittelpunkt des Anlegerinteresses und sackten um 6,9 Prozent ab. Zwar profitierte der Konzern im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten, doch lässt der Schwung allmählich nach. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth und kappte sein Kursziel.

Um fast 19 Prozent brachen die Titel von Pinterest ein. Die Foto-App hatte die Markterwartungen bei der Nutzerzahl im vergangenen Quartal verfehlt.

Procter & Gamble gewannen 2,4 Prozent. Der Konsumgüterkonzern legte zum Ende seines Geschäftsjahres 2020/21 noch einmal einen Schlussspurt hin, doch höhere Rohstoffkosten knabberten an der Rohertragsmarge, die im Schlussquartal zurückging.

Quartalsberichte kamen auch von den beiden Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil , deren Papiere um 1,1 beziehungsweise 2,5 Prozent fielen. Exxon überraschte positiv mit seinem höher als erwartet ausgefallenen Ergebnis je Aktie und Chevron schrieb im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US gewann im abgelaufenen Jahresviertel viele neue Kunden hinzu und steigerte den Gewinn kräftig. Zudem hob das Management um Mike Sievert die Jahresprognosen leicht an. Die Aktie profitierte davon allerdings nicht und stagnierte zuletzt. Allerdings hatte sie erst Mitte Juli ein Rekordhoch erreicht./edh/he

30.07.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht mit Verlust ins Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hängepartie auf hohem Niveau am deutschen Aktienmarkt hat sich auch am Freitag fortgesetzt. Schwächere Wachstumssignale des Online-Riesen Amazon , Kursverluste an den fernöstlichen Börsen und steigende Corona-Zahlen brachten die Anleger ins Grübeln. Gute Quartalszahlen von Unternehmen wurden dagegen teils genutzt, um vor dem Wochenende Kursgewinne einzustreichen.

Der Dax legte den Rückwärtsgang ein und verlor 0,61 Prozent auf 15 544,39 Punkte. Auf Wochensicht steht somit ein Minus von 0,8 Prozent zu Buche. Im Monat Juli kam der Leitindex kaum noch voran. Der MDax der mittelgroßen Titel gab am Freitag um 0,36 Prozent auf 35 146,91 Zähler nach.

Höhere Jahresziele des Krankenhaus- und Medizinkonzerns Fresenius halfen der Aktie nicht weiter. Denn bei der Fresenius-Tochter FMC ist der Gewinn im zweiten Quartal um mehr als ein Drittel eingebrochen. Die Aktien des Dialyseanbieters büßten 4,5 Prozent ein und zogen die von Fresenius um 3,9 Prozent mit nach unten. Damit waren die beiden Titel die Schlusslichter im Dax .

Der weltweit größte Hersteller von Industriegasen Linde wird dank gut laufender Geschäfte immer zuversichtlicher für das laufende Jahr. Die Aktien gewannen an der Dax-Spitze 2,5 Prozent und erreichten ein Rekordhoch. Der Energiekonzern RWE rechnet in diesem Jahr dank eines starken Stromhandels im ersten Halbjahr mit einem besseren Ergebnis als bisher. Die Papiere legten um 0,2 Prozent zu. Aktien von MTU verloren indes nach Zahlen des Triebwerkherstellers 0,4 Prozent.

Im MDax rückten der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub und der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers mit erhöhten Prognosen in den Blick. Anfangs schwach, drehten Fuchs Petrolub am Nachmittag ins Plus und schlossen 1,6 Prozent höher. Siemens Healthineers gewannen 0,8 Prozent.

Für die Papiere des Gendiagnostik-Unternehmens Qiagen ging es nach Quartalszahlen um 2,5 Prozent hoch. Die enttäuschenden Signale von Amazon belasteten hingegen Aktien von Online-Händlern: Zalando rutschten um 3,6 Prozent ab.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,67 Prozent auf 4089,30 Zähler. Ähnlich hoch war der Verlust des Londoner FTSE 100 , während der Abschlag beim Cac 40 in Paris moderater ausfiel. An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss etwas leichter.

Der Euro gab nach und kostete 1,1860 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1891 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite erneut bei minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 146,34 Punkte. Der Bund-Future stieg am Abend um 0,07 Prozent auf 176,59 Punkte./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

30.07.2021

Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht mit Verlust ins Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hängepartie auf hohem Niveau am deutschen Aktienmarkt hat sich auch am Freitag fortgesetzt. Schwächere Wachstumssignale des Online-Riesen Amazon , Kursverluste an den fernöstlichen Börsen und steigende Corona-Zahlen brachten die Anleger ins Grübeln. Gute Quartalszahlen von Unternehmen wurden dagegen teils genutzt, um vor dem Wochenende Kursgewinne einzustreichen.

Der Dax legte den Rückwärtsgang ein und verlor 0,61 Prozent auf 15 544,39 Punkte. Auf Wochensicht steht somit ein Minus von 0,8 Prozent zu Buche. Im Monat Juli kam der Leitindex kaum noch voran. Der MDax der mittelgroßen Titel gab am Freitag um 0,36 Prozent auf 35 146,91 Zähler nach./bek/he

30.07.2021

ROUNDUP/Aktien New York: Dow knapp behauptet - Amazon-Verlust belastet Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach seinem Rekordhoch vom Vortag hat der Dow Jones Industrial am Freitag leicht nachgegeben. Die Technologiebörse Nasdaq litt hingegen unter hohen Verlusten der schwer gewichteten Amazon-Aktien . Der US-Online-Handelsgigant hatte die Anleger mit seinem Quartalsbericht enttäuscht. Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen.

Zuletzt notierte der Dow 0,26 Prozent tiefer bei 34 992,18 Zählern. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,2 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,45 Prozent auf 4399,36 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,67 Prozent auf 14 947,98 Punkte abwärts.

Die Daten zu den US-Konsumausgaben und Arbeitskosten sorgten vorbörslich noch für positive Stimmung, denn der US-Verbrauch entwickelte sich nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet. Auch das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im Juli überraschend auf. Das Konsumklima in den USA trübte sich im Juli hingegen ein, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Amazon ganz klar im Mittelpunkt des Anlegerinteresses und sackten um 7,3 Prozent ab. Zwar profitierte der Konzern im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten, doch lässt der Schwung allmählich nach. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth und kappte sein Kursziel.

Um 17 Prozent brachen die Titel von Pinterest ein. Die Foto-App hatte die Markterwartungen bei der Nutzerzahl im vergangenen Quartal verfehlt.

Procter & Gamble gewannen 3,5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern legte zum Ende seines Geschäftsjahres 2020/21 noch einmal einen Schlussspurt hin, doch höhere Rohstoffkosten knabberten an der Rohertragsmarge, die im Schlussquartal zurückging.

Quartalsberichte kamen auch von den beiden Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil , deren Papiere um 1,6 beziehungsweise 2,1 Prozent fielen. Exxon überraschte positiv mit seinem höher als erwartet ausgefallenen Ergebnis je Aktie und Chevron schrieb im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US gewann im abgelaufenen Jahresviertel viele neue Kunden hinzu und steigerte den Gewinn kräftig. Zudem hob das Management um Mike Sievert die Jahresprognosen leicht an. Die Aktie profitierte davon allerdings nicht, sondern sank um 0,9 Prozent. Allerdings hatte sie erst Mitte Juli ein Rekordhoch erreicht./edh/he

30.07.2021

Aktien New York: Dow relativ stabil - Amazon-Verlust belastet Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach seinem Rekordhoch vom Vortag hat sich der Dow Jones Industrial am Freitag im frühen Handel weitgehend behauptet. Die Technologiebörse Nasdaq litt hingegen unter hohen Verlusten der schwer gewichteten Amazon -Aktien. Der US-Online-Handelsgigant hatte die Anleger mit seinem Quartalsbericht enttäuscht. Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen.

Zuletzt notierte der Dow 0,16 Prozent tiefer bei 35 028,36 Zählern. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein minimaler Wochenverlust von rund 0,1 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,36 Prozent auf 4403,39 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,61 Prozent auf 14 957,23 Punkte abwärts./edh/he

30.07.2021

Aktien New York Ausblick: Moderate Verluste - Amazon enttäuscht mit Zahlen

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach neuen Höchstständen für den Wall-Street-Index Dow Jones Industrial und den breitgefächerten S&P 500 dürften die US-Börsen am Freitag etwas schwächer starten. Zudem enttäuschte der US-Onlinehandelsgigant Amazon mit seinem Quartalsbericht. Die Daten zu den Konsumausgaben und Arbeitskosten allerdings sorgten für positive Stimmung, denn der US-Verbrauch entwickelt sich nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet.

Kurz nach dem Handelsstart steht noch der Chicago PMI im Blick, der die Stimmung der Einkaufsmanager in der wichtigen Wirtschaftsregion Chicago widerspiegelt.

Der Broker IG taxierte den Dow rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsbeginn 0,2 Prozent tiefer auf 35 000 Punkte, womit sich im Wochenverlauf ein ebensolches Minus ergäbe. Noch am Donnerstag hatte der weltweit bekannteste Index bei 35 172 Zählern sein Rekordhoch getoppt. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 wird am Freitag um 1,2 Prozent auf 14 875 Punkte schwächer erwartet.

Das Hauptaugenmerk der Anleger wird wohl Amazon auf sich ziehen. Zwar profitierte der Konzern im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten, doch lässt der Schwung allmählich nach. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth und kappte sein Kursziel. Vorbörslich ging es für die Aktie um knapp 7 Prozent abwärts.

Um sogar 20 Prozent sackte zugleich die Aktie von Pinterest ab. Auslöser war, dass die Foto-App die Erwartungen bei der Nutzerzahl im vergangenen Quartal verfehlte.

Procter & Gamble gewannen vor dem Handelsstart etwas mehr als ein Prozent. Der Konsumgüterkonzern legte zum Ende seines Geschäftsjahres 2020/21 noch einmal einen Schlussspurt hin, doch höhere Rohstoffkosten knabberten an der Rohertragsmarge, die im Schlussquartal zurückging.

Quartalsberichte kamen auch von den beiden Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil , deren Papiere vorbörslich zulegten. Die Erholung der Weltwirtschaft spielte den beiden in die Karten. Exxon überraschte positiv mit seinem höher als erwartet ausgefallenen Ergebnis je Aktie und Chevron schrieb im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US gewann im abgelaufenen Jahresviertel zwar viele neue Kunden hinzu und steigerte den Gewinn kräftig. Zudem hob das Management um Mike Sievert die Jahresprognosen leicht an. Die Aktie profitierte vorbörslich allerdings nicht, sondern sank um etwas mehr als ein Prozent. Allerdings hatte sie auch erst Mitte Juli bei etwas über 150 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht./ck/jha/

30.07.2021

Aktien Frankfurt: Dax tiefer - Amazon trübt Stimmung, FMC und Fresenius hinten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am Nachmittag verlor der Leitindex noch 0,80 Prozent auf 15 516,04 Punkte. Auf Wochensicht liegt er aktuell mit rund einem Prozent im Minus. Er kommt seit Juni per saldo kaum noch voran.

Schwächere Wachstumssignale des US-Online-Riesen Amazon brachten vor dem Wochenende die Anleger ins Grübeln. Die meisten der großen Tech-Konzerne, die in den vergangenen Quartalen stark gewachsen seien, dürften es in nächster Zeit schwerer haben, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Die Stimmung trübten zudem die Verluste an den asiatischen Börsen sowie steigende Coronazahlen. Gute Quartalszahlen von Unternehmen wurden teils genutzt, um Gewinne einzustreichen.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank zuletzt um 0,48 Prozent auf 35 102,34 Punkte. Abwärts mit rund 0,6 Prozent ging es auch für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 . Am New Yorker Aktienmarkt zeichnen sich zum Handelsstart am Freitag ebenfalls Verluste ab.

Hinten im Dax verloren die Titel des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care (FMC) nach Zahlenvorlage 4,8 Prozent. Sie rissen die Anteile des Mutterkonzerns Fresenius mit nach unten mit einem Minus von vier Prozent, obgleich der Krankenhausbetreiber und Medizintechnikkonzern sich im zweiten Quartal unerwartet stark von den Belastungen der Corona-Pandemie erholt und deshalb seine Jahresziele angehoben hatte. FMC brockten hingegen negative Effekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch im zweiten Quartal Umsatzeinbußen und einen noch erheblicheren Ergebnisrückgang ein.

Der weltweit größte Industriegase-Konzern Linde wird dank gut laufender Geschäfte immer zuversichtlicher für das laufende Jahr. Die Aktien gewannen 0,4 Prozent. Auch der Energiekonzern RWE rechnet im Jahr 2021 wegen eines starken Handelsgeschäfts im ersten Halbjahr mit einem besseren Ergebnis als bisher. Die Papiere legten um 0,3 Prozent zu. Die Titel des Triebwerkherstellers MTU verloren indes nach Zahlen 1,8 Prozent. Sie kommen seit Dezember unter dem Strich kaum vom Fleck.

Im MDax rückten der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub und der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers mit erhöhten Prognosen in den Blick. Anfangs schwach, drehten Fuchs Petrolub am Nachmittag ins Plus mit 1,9 Prozent. Siemens Healthineers schwankten nach ihrem Vortages-Rekordhoch zwischen Plus und Minus.

Die Titel des Maschinen- und Anlagenbauers Gea bauten ihr am Vortag nach Zahlen verbuchtes Kursplus um 1,6 Prozent aus. Für die Papiere des Gendiagnostik-Unternehmens Qiagen ging es nach Zahlen um 1,9 Prozent hoch. Die enttäuschenden Signale von Amazon belasteten hingegen Aktien von Onlinehändlern: Zalando rutschten um 3,3 Prozent ab.

Der Euro kostete 1,1894 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1873 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite erneut bei minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 146,34 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,02 Prozent auf 176,51 Punkte./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

30.07.2021

WDH/WOCHENAUSBLICK: Quartalsberichte schieben den Dax womöglich nicht mehr an

(Wiederholung aus technischen Gründen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch wenn es allmählich langweilig wird: Die Hängepartie des Dax auf hohem Niveau hat gute Chancen auf eine Fortsetzung in der neuen Woche. Nach oben wie nach unten geht unverändert wenig. "Auf der Oberseite fehlt insgesamt die Schwungkraft, auf der Unterseite ist der Abgabedruck noch zu gering, um eine größere Korrektur einzuleiten", fasste Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba das Bild zusammen.

Seit zwei Monaten hängt der deutsche Aktienindex nun schon unterhalb von 15 800 Punkten fest. Nach unten lotete der Dax jüngst mit rund 15 050 Zählern das Tief dieser Konsolidierung auf hohem Niveau aus.

Die Saison der Quartalsberichte von Unternehmen vermag die Kurse nicht mehr anzuschieben. Nach den Zahlen der Dax-Konzerne Deutsche Börse , Deutsche Bank , Heidelbergcement , Fresenius SE und Fresenius Medical Care (FMC) sowie Linde überwogen die Verluste.

"Die Messlatte für die Unternehmen in der laufenden Berichtssaison hängt einfach zu hoch", schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Die tatsächlichen Markterwartungen lägen oft über den Konsensprognosen von Analysten. Übertreffen die Unternehmen mit ihren Bilanzen dann die Konsensschätzungen, löse das keine Euphorie mehr aus.

Etwas anders ist die Lage in den USA, wo die Leitindizes Dow Jones Industrial und S&P 500 am Donnerstag neue Rekordmarken erreichten. Dort haben nach Angaben der Landesbank LBBW inzwischen mehr als die Hälfte der 500 Unternehmen im S&P ihre Quartalsbilanzen veröffentlicht. Etwa neun von zehn der Unternehmen schlugen demnach die Erwartungen. "Selbst wenn man bedenkt, dass die Übererfüllung der Zahlen schon fast Normalität ist, so ist dies dennoch ein beachtlicher Wert", schrieb Aktienstratege Frank Klumpp.

Hierzulande muss sich erst noch zeigen, ob die Zahlenflut in der neuen Woche dem Dax noch einen wesentlichen Impuls geben kann. Mit einem Dutzend Dax-Konzernen wird es noch einmal turbulent, darunter sind Namen wie Adidas , Allianz , Bayer , BMW und Siemens .

Für den konjunkturellen Höhepunkt der neuen Woche müssen sich die Investoren gedulden, der US-Arbeitsmarktbericht für Juli steht erst am Freitag auf der Agenda. Im Fokus stehen wie immer das Ausmaß der Zunahme der Beschäftigung und die Löhne und Gehälter. "Die beiden entscheidenden Zielgrößen für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed", wie LBBW-Stratege Klumpp schrieb./bek/ajx/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

01.08.2021

Mark und Pfennig im Milliardenwert noch immer nicht umgetauscht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Abschied von der D-Mark scheint auch fast 20 Jahre nach der Euro-Bargeldeinführung schwer zu fallen. Mitte Juli waren Scheine im Wert von rund 5,77 Milliarden Mark (2,95 Mrd. Euro) und Münzen im Wert von etwa 6,61 Milliarden Mark noch nicht umgetauscht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Markus Herbrand hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

In diesem Jahr ging demnach bis zum Stichtag 22. Juli D-Mark im Wert von insgesamt 16,2 Millionen Mark in den Filialen der Deutschen Bundesbank ein. Die größte Einzelsumme belief sich auf 711 355 Mark. "Zu viele Bürger wissen nicht, dass sie die großen Summen an alten Münzen und Scheinen, die brach unter Matratzen und in alten Sparschweinen und Schubladen schlummern, noch immer in Euro umtauschen können", sagte FDP-Politiker Herbrand. Anders als in vielen anderen Euroländern können die D-Mark-Banknoten und Münzen bei der Bundesbank unbefristet gewechselt werden.

Der allergrößte Teil der Bestände wurde rund um die Einführung des Euro-Bargeldes Anfang 2002 umgetauscht. Immer wieder werden aber noch D-Mark-Schätze durch Zufall entdeckt. Ein Teil der Bestände dürfte allerdings nie zurückgegeben werden - unter anderem, weil Sammlerinnen und Sammler sich alte Scheine und Münzen gesichert haben. Größere Mengen Bares werden auch im Ausland vermutet.

Großer Beliebtheit seit seinem Ausgabestopp im Jahr 2019 erfreut sich weiterhin der 500-Euro-Schein. Zum Stichtag 22. Juli waren Scheine im Wert von gut 145 Milliarden Euro im Umlauf, wie aus der Antwort weiter hervorgeht, die auf Daten der Bundesbank beruht. Zum Vergleich: Am 26. April 2019 waren es rund 175 Milliarden Euro. An diesem Tag hatten die Bundesbank und die Österreichische Nationalbank den lilafarbenen Schein zum letzten Mal herausgegeben. Die anderen 17 nationalen Zentralbanken des Eurosystems hatten die Ausgabe des 500er bereits am 26. Januar 2019 beendet.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte entschieden, dass Produktion und Ausgabe der 500-Euro-Banknote eingestellt werden. Vom Verzicht auf den Schein versprechen sich Befürworter, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben aber gesetzliches Zahlungsmittel und können ohne zeitliche Begrenzung bei den nationalen Notenbanken im Euroraum umgetauscht werden./mar/DP/he

01.08.2021

Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel überschreitet wieder 200

TEL AVIV (dpa-AFX) - Die Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel hat erstmals seit April wieder die 200er-Marke überschritten. Von insgesamt 362 Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, seien 212 schwer erkrankt, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in Tel Aviv mit. 37 müssen künstlich beatmet werden. Auf dem Höhepunkt der Pandemie in Israel im Januar hatte die Zahl der Schwerkranken bei etwa 1200 gelegen.

Angesichts steigender Infektionszahlen hat Israel als erstes Land damit begonnen, Menschen über 60 Jahren eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus zu geben. Ein Expertenteam hatte eine solche Auffrischungsimpfung mit dem Biontech -Pfizer -Präparat empfohlen, obwohl es noch keine entsprechende Vorgabe der Arzneimittelbehörde FDA gibt.

Fast 58 Prozent der 9,3 Millionen Israelis sind vollständig geimpft. Von den Menschen über 50 Jahren sind es sogar 88 Prozent. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hat die Effektivität des in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfstoffs seit Anfang Juni aber deutlich nachgelassen. Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen liegt seit sechs Tagen in Folge bei mehr als 2000./le/DP/he

01.08.2021

Corona-Lockerungen in Dänemark: Immer seltener Impfnachweis nötig

KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Trotz vergleichsweiser hoher Infektionszahlen hat Dänemark am Sonntag mehrere Corona-Regeln gelockert. So gibt es etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Kapazitätsgrenzen mehr. Die Pflicht zu zwei Tests pro Woche für Schüler und Studenten wird in eine Empfehlung geändert. Veranstaltungsorte wie Theater und Kinos mit weniger als 500 Zuschauern sowie Museen, Vergnügungsparks und Zoos müssen keinen Impfnachweis oder Test mehr für den Eintritt verlangen.

Auch in Sportstätten ist kein Nachweis mehr nötig, in Fitnessstudios sind allerdings zufällige Kontrollen möglich. Bei Fußballspielen dürfen wieder Auswärtsfans ins Stadion kommen.

Das Leben in Deutschlands nördlichstem Nachbarland lief schon bisher beinahe beschränkungsfrei. Als Datum für weitere Lockerungen ist der 1. September vorgesehen. Dann fallen Beschränkungen fürs Nachtleben: Alkohol darf nachts wieder verkauft werden, Discos können öffnen. Beim Besuch von Restaurants, Festivals oder körpernahen Dienstleistungen sind dann keine Impfnachweise und Tests mehr nötig. Am 1. Oktober soll der Corona-Pass genannte Nachweis dann ganz auslaufen./bvi/DP/he

01.08.2021

Umfrage im Mittelstand: Knappe Mehrheit für Impfpflicht

BERLIN (dpa-AFX) - Eine knappe Mehrheit von Mittelständlern in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für eine allgemeine Impfpflicht

- wenn dadurch ein erneuter Lockdown verhindert werden könnte. Das

geht aus einer Blitzumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) hervor.

Gestellt wurde folgende Frage: "Würden Sie einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen, wenn dadurch ein erneuter Lockdown und Schulschließungen verhindert und die Einschränkungen der Freiheitsrechte wieder aufgehoben werden könnten?" Mit Ja antworteten knapp 54 Prozent der Firmen, mit nein 45 Prozent, keine Meinung hatte knapp ein Prozent. An der Umfrage beteiligten sich rund 2950 Firmen.

BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das Ergebnis der Umfrage spiegelt die Rat- und Planlosigkeit der Corona-Politik der Bundesregierung wider. Im Mittelstand herrscht die große Sorge vor einem drohenden erneuten Lockdown, der dramatische Folgen für unsere Wirtschaft hätte und für sehr viele Klein- und Mittelbetriebe das endgültige wirtschaftliche Aus bedeuten würde. Zudem besteht bei den Mittelständlern offensichtlich erhebliche Unsicherheit über die Impfstrategie der Bundesregierung."

Der Mittelstand brauche endlich Planungssicherheit und eine Perspektive für die Zukunft, so Jerger. "Hier muss die Bundesregierung umgehend liefern, ganz unabhängig von der Bundestagswahl. Jeder weitere Tag schürt die Verunsicherung und die Zweifel an der Handlungsfähigkeit der Bundesregierung." Für die Mehrheit der Mittelständler sei es wichtig, dass es eine klare und verbindliche Absage an einen erneuten Lockdown gebe.

Die Bundesregierung ist gegen eine Impfpflicht in Deutschland. In den USA hatten die beiden Internetriesen Google und Facebook angekündigt, ihre Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten müssten sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen./hoe/DP/he

01.08.2021

Scholz für Verlängerung von Corona-Hilfen mindestens bis Jahresende

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) plädiert für eine Verlängerung der Corona-Hilfen mindestens bis zum Jahresende. "Niemand soll kurz vor der Rettung ins Straucheln geraten", sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen seien bis zum 30. September befristet. "Ich will beides bis zum Jahresende verlängern. Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen."

Aktuell können Betriebe, die bis 30. September Kurzarbeit einführen, die erleichterten Zugangsbedingungen zum Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Wenn man erst vorher Kurzarbeit im Betrieb hatte, muss dazwischen eine dreimonatige Unterbrechung liegen. Ein Betrieb kann demnach Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind; normalerweise sind es 30 Prozent. Minusstunden müssen vor der Gewährung von Kurzarbeitergeld keine aufgebaut werden. Auch Leiharbeitskräfte können Kurzarbeitergeld bekommen.

Auch die Überbrückungshilfe III ist derzeit bis Ende September beschlossen. Firmen sowie Soloselbstständige bekommen hier nicht rückzahlbare Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten - das sind etwa Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite, Ausgaben für Strom und Versicherungen. Voraussetzung: ein coronabedingter Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Vergleichswert ist in der Regel der jeweilige Monat im Vor-Corona-Jahr 2019./hrz/DP/he

01.08.2021

c

LONDON (dpa-AFX) - Angesichts Hunderttausender Beschäftigter in verpflichtender Corona-Quarantäne fordert die britische Wirtschaft mit Nachdruck eine rasche Änderung der Regeln zur Selbstisolation. Der Chef des Industrieverbands CBI, Tony Danker, sagte der Zeitung "Daily Telegraph" (Samstag), Premierminister Boris Johnson müsse die Vorschriften zur Selbstisolation für vollständig geimpfte Corona-Kontakte "morgen" beenden. "Massen-Isolation" müsse durch Massentests ersetzt werden, sagte Danker. Auch die Opposition forderte, die Bestimmungen früher als geplant zu ändern.

Derzeit sind in Großbritannien weit mehr als eine Million Menschen in häuslicher Quarantäne, weil sie von der britischen Corona-App als Kontaktpersonen von Infizierten "gepingt" wurden. Auch vollständig Geimpfte müssen in Selbstisolation. Wegen dieser "Pingedemie", wie britische Medien das Phänomen nennen, blieben zuletzt zahlreiche Supermarktregale leer, Kneipen geschlossen und Mülltonnen voll. Produktionsbänder standen still. Erst am 16. August ändern sich die Regeln, dann dürfen vollständig Geimpfte trotz "Pings" mit einem negativen Test das Haus verlassen.

Danker schlug vor, trotz der gesetzlichen Lockerung der Corona-Regeln in England einige Maßnahmen wieder einzuführen und auch vollständig geimpfte Beschäftigte regelmäßig zu testen. Die Wirtschaft könne zudem helfen, die vor allem unter jungen Menschen ins Stocken geratene Impfkampagne mit organisierten Massen-Impfungen anzukurbeln./bvi/DP/he

01.08.2021

Italien: 60 Prozent voll geimpft - Proteste gegen Beschränkungen

ROM (dpa-AFX) - Italien hat in seiner Impfkampagne gegen das Coronavirus ein Etappenziel erreicht. Mit 32,4 Millionen Menschen seien 60 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahren vollständig geimpft, teilte der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, am Sonntag mit. Bis Ende September wolle Italien die Marke von 80 Prozent und damit ihm zufolge eine Herdenimmunität erreicht haben.

Am Wochenende demonstrierten in Italien wieder Tausende Menschen gegen die geplanten Corona-Maßnahmen. Die Regierung hatte diese wegen der steigenden Fallzahlen beschlossen. Ab dem 6. August müssen Menschen, die etwa innen im Restaurant essen oder ins Museum wollen, einen Nachweis über mindestens eine Corona-Impfung, die Genesung von der Krankheit oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Auch im Parlament kam es zu tumultartigen Protesten rechter Politiker gegen die Maßnahmen.

Gesundheitsexperten appellieren immer wieder an die Bevölkerung, sich gegen die Viruskrankheit impfen zu lassen und sich an die Corona-Regeln zu halten. Ein Streitthema war zuletzt auch eine mögliche Impfpflicht für Lehrer, damit das kommende Schuljahr ab September wieder mit Präsenzunterricht starten kann. Die Regierung will Medien zufolge unter der Woche darüber entscheiden. Laut Gesundheitsminister sind 15 Prozent der Lehrkräfte noch nicht geimpft.

In Italien stieg die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt auf landesweit 58 Fälle je 100 000 Einwohner. Immer wieder wird diskutiert, welchen Einfluss die Menschenmassen zur Fußball-Europameisterschaft hatten. Einen Hinweis darauf sahen Experten des Obersten Gesundheitsinstituts in einem Bericht vom Freitag: Ab Ende Juni habe es mehr Ansteckungen bei Männern im Alter zwischen 10 und 39 Jahren als bei Frauen gegeben./jon/DP/he

01.08.2021

Corona-Proteste in Frankreich: Neue Gefahr für Macron?

PARIS (dpa-AFX) - Schon das dritte Wochenende in Folge haben in Frankreich Hunderttausende gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln demonstriert. Bei gut 180 Protestaktionen taten nach Angaben des Innenministeriums am Samstag 204 000 Menschen ihrem Unmut kund - auch gegen die beschlossene Impfpflicht für Gesundheitspersonal und strengere Nachweispflichten. In Paris und anderen Städten waren Rufe wie "Freiheit, Freiheit" zu hören. Mancherorts war von einer Gesundheitsdiktatur die Rede. Für Präsident Emmanuel Macron bedeuten die Proteste neue Probleme.

Auslöser der Demonstrationen waren die von Macron Mitte Juli angekündigten strengeren Hygienevorschriften. Angesichts einer vierten Corona-Welle will die Regierung die Impfzahlen in die Höhe treiben. Menschen im Gesundheitswesen und im Kontakt mit Risikopatienten müssen künftig geimpft sein. Ein Nachweis über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder Genesung soll in Restaurants, Cafés und Fernzügen Pflicht werden. Für Museen und Kinos gilt dies bereits.

Die Verschärfung löste Kritik aus verschiedensten Lagern aus. Bei den Corona-Protesten kamen sowohl Links- als auch Rechtsaußen zusammen, Pflegende demonstrierten neben Familien mit Kindern, Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern. Zusammensetzung und Größe der Proteste sorgen für Mutmaßungen über eine neue "Gelbwesten"-Bewegung. Schon jetzt ziehen "Gilets Jaunes" ("Gelbe Westen") mit. Sie hatten ihre Proteste 2018 gegen höhere Benzinpreise begonnen, aber rasch zu einer Gesamtkritik an Macrons Reformen ausgeweitet. Dabei kam es auch mehrfach zu Gewalt.

Ausschreitungen gab es am Wochenende hingegen eher vereinzelt. In Paris setzte die Polizei Wasserwerfer ein. In Montpellier beschimpften Demonstranten einen Apotheker, der Corona-Tests macht. Dem Innenministerium zufolge wurden drei Sicherheitskräfte verletzt, 72 Menschen wurden festgenommen.

Auch wenn die Demonstrationen inmitten der Urlaubssaison beachtliche Größe haben, ist ungewiss, ob sie anhalten. Das Parlament hat die Neuerungen bereits gebilligt. Die letzte Hürde müssen sie am Donnerstag nehmen, wenn der von Premierminister Jean Castex ob der Kritik eingeschaltete Verfassungsrat dazu Stellung bezieht. Gelten sollen die Regeln dann vom 9. August an.

Möglicherweise sind dies aber nicht die letzten landesweiten Verschärfungen. Die Corona-Situation in Frankreich ist weiter angespannt. Die Zahl der Neuansteckungen lag auf 100 000 Menschen innerhalb einer Woche landesweit zuletzt bei gut 218. In einzelnen Gegenden gelten bereits strengere Regeln wie Maskenpflicht im Freien oder frühere Schließzeiten für Geschäfte.

Angesichts dessen ist der Präsident des Verbands öffentlicher Krankenhäuser, Frédéric Valletoux, für eine allgemeine Impfpflicht. "Es ist Zeit, über Anreize hinaus zu gehen, um die letzte Stufe zu überwinden", zitierte ihn die Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche". Der Vorstoß könnte den Protesten neuen Zündstoff liefern. Macron hatte Mitte Juli gesagt, man müsse sich die Frage einer Impfpflicht stellen. Noch im Winter hatte er versichert, die Impfung werde nicht verpflichtend sein.

Doch längst nicht alle stehen den neuen Vorschriften so kritisch gegenüber. Innenminister Gérald Darmanin sagte der Zeitung "Le Parisien": "Wenn ich eine Parallele zu den vier Millionen Menschen ziehe, die sich in Folge der Rede des Präsidenten haben impfen lassen, stellt man fest, dass die Demonstranten nicht die Mehrheit sind."

Tatsächlich gingen sowohl die Impfanmeldungen als auch die Zahl der täglich gespritzten Dosen nach den Ankündigungen Macrons in die Höhe. Umfragen zufolge unterstützen rund zwei Drittel die angekündigten schärferen Regeln. Mittlerweile sind etwa 63 Prozent in Frankreich mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist vollständig geimpft./rbo/DP/he

01.08.2021

Tschechen dürfen in Discos auch wieder auf Tanzfläche

PRAG (dpa-AFX) - In Tschechien sind am Sonntag weitere Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Wer geimpft, getestet oder von einer Covid-Erkrankung genesen ist, darf in den schon länger wieder geöffneten Diskotheken nun auch wieder auf die Tanzfläche. Bislang war Tanzen wegen des Infektionsrisikos verboten. Schwimmbäder dürfen wieder Badegäste ohne Beschränkung der Personenzahl aufnehmen. An Sport- und Kulturveranstaltungen dürfen wieder bis 7000 Menschen im Freien und 3000 in Innenräumen teilnehmen, wenn alle einen Covid-Pass haben.

Auch zahlreiche andere Begrenzungen der Besucherzahlen fallen weg oder werden abgemildert. Das gilt etwa für Ausstellungen sowie Kultur- und Sportveranstaltungen. Nicht in allen Fällen ist ein Covid-Zertifikat als Bedingung für die Lockerungen vorgeschrieben. So sind etwa Besichtigungen von Schlössern oder Führungen durch Zoos auch ohne Nachweis erlaubt, wenn die Teilnehmerzahl die 20 nicht überschreitet.

Die Regierung begründet die Lockerungen damit, dass sich die Lage stabilisiert habe. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) fiel die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in Tschechien binnen 14 Tagen zum Ende der Woche auf 26,75 - ein ähnlicher Wert wie in Deutschland./ct/DP/he

31.07.2021

STICHWORT: Die neuen Corona-Regeln für Einreisen nach Deutschland

BERLIN (dpa-AFX) - Strengere Testpflichten bei der Einreise nach Deutschland sollen eine Corona-Ausbreitung zum Ende der Sommerferien verhindern. Kernpunkte der Neuregelung, die ab Sonntag greift:

NACHWEISPFLICHT: Alle ab zwölf Jahren müssen künftig bei der Einreise belegen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Diese Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere, nun gilt sie auch für Einreisen per Auto, Bahn oder Schiff.

VIRUSVARIANTENGEBIETE: Bei einem Aufenthalt in Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten ist ein Testnachweis Pflicht. Nachweise als Genesener oder Geimpfter reichen in diesem Fall nicht.

KONTROLLEN: Den jeweiligen Nachweis muss man bei der Einreise dabei haben und bei "stichprobenhaften" Überprüfungen durch die Behörden vorlegen. Flugreisende müssen der Airline den Nachweis schon vor dem Start zeigen, in grenzüberschreitenden Zügen soll es auch während der Fahrt möglich sein. Grenzkontrollen aller Autos sind nicht geplant.

TESTS: Im Ausland sind Schnelltests oder PCR-Tests möglich - auf eigene Kosten. Schnelltests dürfen bei der Einreise in Deutschland höchstens 48 Stunden alt sein, PCR-Tests 72 Stunden. Für Schnelltests verkürzt sich die Frist bei Virusvariantengebieten auf 24 Stunden.

RISIKOGEBIETE: Künftig gibt es statt drei nur noch zwei Kategorien für weltweite Regionen mit höherem Infektionsrisiko. Neben den Virusvariantengebieten sind dies "Hochrisikogebiete" mit besonders hohen Fallzahlen. Ein Indiz: eine Sieben-Tage-Inzidenz von "deutlich mehr als 100". Betrachtet werden sollen aber auch andere Faktoren.

QUARANTÄNE: Rückkehrer aus Hochrisikogebieten müssen zehn Tage in Quarantäne, die frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Test beendet werden kann. Für Kinder unter zwölf endet die Quarantäne generell nach dem fünften Tag nach Einreise. Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne. Bei Virusvariantengebieten gilt weiterhin eine in der Regel nicht verkürzbare Quarantäne von 14 Tagen.

ANMELDUNG: Urlauber aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten müssen sich weiter beim amtlichen digitalen Einreiseportal anmelden. Auch Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dort hochzuladen, sobald man sie hat.

SANKTIONEN: Bei Verstößen drohen Bußgelder - etwa gegen die Pflicht sich anzumelden, Nachweise vorzulegen oder in Quarantäne zu gehen. Auch Verkehrsunternehmen drohen Bußgelder bei Verstößen. Generell können Bußgelder bei krassen Verstößen bis zu 25 000 Euro betragen./sam/DP/zb

30.07.2021

AKTIE IM FOKUS: Amazon enttäuscht Anleger mit Ausblick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein enttäuschender Ausblick von Amazon auf das laufende Quartal sowie einige Kurszielsenkungen von Analysten haben die Aktien des weltgrößten Online-Händlers am Freitag massiv belastet. Im frühen US-Handel fielen die Papiere auf den tiefsten Stand seit sieben Wochen. Zuletzt notierten sie rund sieben Prozent tiefer bei 3348,40 US-Dollar und waren damit zweitschwächster Wert im Nasdaq-100-Index .

Amazon rechnet nach Rekorderlösen in der Corona-Krise mit einem Abflauen des boomenden Online-Shoppings und gab eine überraschend verhaltene Prognose für das laufende Vierteljahr ab. Im zweiten Quartal profitierte der Handelsriese zwar weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und florierenden Cloud-Diensten, verfehlte aber die Markterwartungen. Der Konzern steigerte den Nettogewinn im Jahresvergleich um 50 Prozent, die Erlöse wuchsen um 27 Prozent.

Die unter den Erwartungen liegenden Prognosen für das dritte Quartal zeigten wie massiv der Internetgigant investiere, sagte der UBS-Experte Michael Lasser. Kapazitätsausweitungen und Neueinstellungen seien nötig, weil man bereits jetzt voll ausgelastet sei und das saisonal starke vierte Quartal noch vor der Türe stehe. Der UBS-Analyst erinnerte aber daran, dass es in der Vergangenheit immer schlau gewesen sei, einen Investitionszyklus von Amazon zum Kauf der Aktien zu nutzen.

Ein langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, befürchtet Analyst Douglas Anmuth von der US-Bank JPMorgan. Amazon habe sich aber das Recht verdient, in künftiges Wachstum zu investieren. Er senkte sein Kursziel von 4600 auf 4100 US-Dollar. Die Aktien stehen aber weiter auf der Empfehlungsliste von JPMorgan.

Die Geschäftsbereiche von Amazon mit den höchsten Margen hätten im zweiten Quartal erneut zugelegt, betonte Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies. Auch wenn der Ausblick für das dritte Quartal die Konsensschätzungen verfehlt habe, werde das Wachstum im Kerngeschäft wohl über dem Vor-Corona-Niveau bleiben./edh/bek/he

30.07.2021

AKTIE IM FOKUS: Linde auf Rekordhoch - Goldman Sachs lobt Umsatzanstieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs der Linde -Aktie hat am Freitagnachmittag kräftig angezogen und ein Rekordhoch erreicht. Zuletzt legten die Papiere um 2,3 Prozent auf 257,65 Euro zu.

Analyst Robert Koort von Goldman Sachs hob lobend hervor, dass der Hersteller von Industriegasen den Umsatz in allen Regionen gesteigert habe. Das habe im wesentlichen für den überraschend hohen Gewinn gesorgt. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) habe sich die Profitabilität am besten entwickelt./bek/he

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Holcim auf 'Hold' - Ziel 59,90 Franken

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Jefferies hat die Einstufung für Holcim nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 59,90 Franken belassen. Das zweite Quartal des Baustoffherstellers sei besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analystin Glynis Johnson in einer am Freitag vorliegenden Schnelleinschätzung. Dazu hätten besonders die Geschäfte in Europa sowie Mittel- und Südamerika beigetragen./mf/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 01:44 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 01:44 / ET

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Unicredit auf 'Buy' - Ziel 12,25 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Jefferies hat die Einstufung für Unicredit nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 12,25 Euro belassen. Die Nettozinseinnahmen hätten den Abwärtstrend im zweiten Quartal gebrochen, schrieb Analyst Benjie Creelan-Sandford in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Nettogewinn sei deutlich besser als erwartet ausgefallen./mf/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 02:20 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 02:20 / ET

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Schneider Electric auf 'Hold' - Ziel 130 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Jefferies hat die Einstufung für Schneider Electric nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 130 Euro belassen. Das erste Halbjahr des Elektrokonzerns sei etwas besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Simon Toennessen in einer am Freitag vorliegenden Schnelleinschätzung. Günstig sei auch die Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms./mf/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 02:23 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 02:23 / ET

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: RBC hebt T-Mobile US auf 'Outperform' und Ziel auf 180 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kanadische Bank RBC hat T-Mobile US nach Zahlen von "Sector Perform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 133 auf 180 US-Dollar angehoben. Er habe jetzt mehr Vertrauen, dass die US-Tochter der Deutschen Telekom den jüngsten Schwung im operativen Geschäft und bei den Finanzzahlen langfristig aufrechterhalten könne, schrieb Analyst Kutgun Maral in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Aktie des Mobilfunkers habe schon einen starken Lauf gehabt, doch der glaubwürdige Wachstumsausblick und der Pfad hin zu den bedeutenden Aktienrückkäufen seien zu überzeugend, um weiterhin nur zuzuschauen, begründete er seine Kaufempfehlung./men/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 05:59 / EDT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 05:59 / ET

30.07.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für T-Mobile US auf 175 Dollar - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für T-Mobile US von 155 auf 175 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Telekom-Tochter habe mit übertroffenen Erwartungen und höheren Prognosen das typische Bild geboten, schrieb Analyst Philip Cusick in einer am Freitag vorliegenden Studie nach dem Quartalsbericht. Er wertet es aber eindeutig positiv, dass die mittel- und langfristigen Ziele Bestand hätten, obwohl Dish Network zum Konkurrenten AT&T als Carrier wechsle. Die TMUS-Aktien bleiben auf der Favoritenliste der Bank./ag/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.07.2021 / 22:18 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.07.2021 / 23:10 / BST

30.07.2021

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser senkt Nemetschek auf 'Hold' und hebt Ziel an

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Nemetschek nach Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 67 auf 73 Euro angehoben. Der Hersteller von Bausoftware habe nun seine starken vorläufigen Quartalszahlen, die von höher gesteckten Jahreszielen begleitet worden seien, bestätigt, schrieb Analyst Christian Sandherr in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Bewertung der Aktie lasse aber nicht mehr viel Spielraum, weshalb er sein Anlageurteil gesenkt habe./ck/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 08:16 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 08:22 / MESZ

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Amazon auf 4100 Dollar - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Amazon von 4600 auf 4100 US-Dollar gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb Analyst Douglas Anmuth in einer am Freitag vorliegenden Studie. Amazon habe sich aber das Recht verdient, in künftiges Wachstum zu investieren. Die Aktien stehen weiter auf der Empfehlungsliste der Investmentbank./ag/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 03:07 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 04:00 / BST

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt Hella auf 'Halten' - Fairer Wert 62 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat Hella nach Eckdaten zum abgelaufenen Quartal von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert auf 62 Euro belassen. Der Scheinwerferspezialist sollte zwar weiter von einer steigenden Nachfrage nach Fahrerassistenzsystemen, der zunehmenden Elektrifizierung sowie innovativen Licht-Lösungen profitieren, schrieb Analyst Michael Punzet in einer am Freitag vorliegenden Studie. Nachdem jedoch die Aktien zuletzt von Spekulationen u?ber Änderungen der Aktionärsstruktur und einer möglichen Übernahme durch einen Konkurrenten oder Investor profitiert hätten, erscheine das Kurspotenzial auf dem aktuellen Niveau begrenzt./la/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 11:28 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 11:53 / MESZ

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