dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

21.02.2019

IPO/'WSJ': Fotodienst Pinterest leitet Börsengang ein - Milliardenbewertung

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der Fotodienst Pinterest ist laut einem Zeitungsbericht auf dem Weg an die Börse. Das Start-up aus San Francisco habe einen vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung eingereicht, schrieb das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Pinterest strebe dabei eine Bewertung von mindestens zwölf Milliarden Dollar an, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Zu dieser Gesamtbewertung habe Pinterest zuletzt auch eine Geldspritze in einer Finanzierungsrunde bekommen. Der Börsengang könne Ende Juni steigen, schrieb das Blatt.

Der Fotodienst versteht sich als eine Art visuelle Suchmaschine, in der Nutzer nach Ideen etwa für Inneneinrichtung oder Urlaube suchen, sowie Bilder zu ihren Interessen finden können. Nach jüngsten Angaben kommt Pinterest auf mehr als 250 Millionen aktive Nutzer. Im vergangenen Jahr sei der Umsatz, der vor allem mit Werbeanzeigen erwirtschaftet wird, um 50 Prozent auf 700 Millionen Dollar gestiegen, schrieb das "Wall Street Journal"./so/DP/he

21.02.2019

US-Anleihen: Kursverluste vor allem bei Langläufern

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Donnerstag im späten Handel gefallen. Unter Druck gerieten vor allem Longbonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren, sie fielen auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. In allen Laufzeitbereichen stiegen die Renditen.

Einen klaren Grund für die Kursgewinne gab es nicht. Schwache Konjunkturdaten aus den USA stützten den Anleihemarkt nicht. So hatte sich der regionale Frühindikator für die Region Philadelphia im Februar überraschend eingetrübt und war auf den niedrigsten Stand seit Mai 2016 gefallen. Er signalisiert jetzt sogar einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität in der Region. Im weiteren Handelsverlauf werden noch Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser und dem Sammelindex der Frühindikatoren erwartet.

Zweijährige Anleihen fielen um 2/32 Punkte auf 99 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,52 Prozent. Fünfjährige Anleihen gaben um 6/32 Punkte auf 99 31/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,51 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen sanken um 11/32 Punkte auf 99 15/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,69 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren verloren 31/32 Punkte auf 99 3/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,05 Prozent./jsl/bek/he

21.02.2019

Telecom Italia stapelt beim Gewinn 2019 tiefer - 2018 wie erwartet

MAILAND (dpa-AFX) - Unter neuer Führung hat sich Telecom Italia von ihrem ursprünglichen Gewinnziel für das laufende Jahr verabschiedet. Der neue Chef Luigi Gubitosi rechnet 2019 mit einem niedrigen einstelligen prozentualen Rückgang des operativen Gewinns (Ebitda) und der Umsätze im Service-Geschäft. In den kommenden beiden Jahren sollen diese beiden Kennziffern wieder leicht steigen, wie aus einer Mitteilung des italienischen Telekomkonzerns vom Donnerstagabend hervorgeht.

Angesichts des harten Wettbewerbs auf dem Heimatmarkt will der italienische Telekomkonzern die Schulden und die operativen Ausgaben senken. Die Zusammenarbeit mit Wettbewerbern im Netzwerkausbau soll zudem die Barmittel und die Kapitaleinnahmen stärken. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, in einem Joint Venture mit dem britischen Branchenkollegen Vodafone die Kosten für den Aufbau eines Netzwerks für den neuen Mobilfunkstandard 5G zu teilen.

Im abgelaufenen Jahr war der Umsatz bei 19,1 Milliarden Euro gelandet. Das bereinigte organische Ebitda lag bei 8,1 Milliarden Euro. Beide Kennziffern fielen in etwa wie von Experten aus./bek/he

21.02.2019

Devisen: Eurokurs gibt etwas nach

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Donnerstag im späten US-Devisenhandel leicht nachgegeben. Nach geringen Schwankungen kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1334 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1354 (Mittwoch: 1,1342) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8808 (0,8817) Euro gekostet.

Der Handel zwischen Euro und Dollar verlief über weite Strecken ohne klare Richtung. Konjunkturdaten aus der Eurozone fielen ebenso durchwachsen aus wie Wirtschaftszahlen aus den USA. Im Euroraum hatte sich zwar die Unternehmensstimmung im Februar aufgehellt. In der Industrie war jedoch der Einkaufsmanagerindex unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gefallen. Damit deutet der stark beachtete Indikator auf wirtschaftliche Schrumpfung in der Industrie hin.

In den USA sorgten Daten vom Immobilienmarkt einmal mehr für Ernüchterung. Der Häusermarkt in der größten Volkswirtschaft der Welt neigt schon seit längerem zur Schwäche. Fachleute begründen dies vor allem mit den deutlich gestiegenen Hypothekenzinsen. Dies verteuert die Refinanzierung von Immobilienkäufen und lastet damit auf der Nachfrage. Eine Immobilienkrise sehen Experten aber nicht. Sie verweisen etwa auf deutlich verschärfte Vergabedingungen für Hauskredite und die niedrigere Verschuldung amerikanischer Haushalte./bgf/bek/he

21.02.2019

Teslas Model 3 verliert wichtige Kaufempfehlung wegen Beschwerden

NEW YORK (dpa-AFX) - Rückschlag für Tesla : Das einflussreiche US-Verbrauchermagazin Consumer Reports hat seine Empfehlung für den Hoffnungsträger Model 3 des E-Autobauers nach weniger als einem Jahr schon wieder einkassiert. Zur Begründung verwiesen die Tester am Donnerstag auf Beschwerden von Besitzern über lose sitzende Außenteile des Fahrzeugs und defekte Scheiben. An der Börse gerieten Teslas Aktien daraufhin spürbar unter Druck.

Die Empfehlungen von Consumer Reports werden in den USA stark beachtet und sind bei Herstellern entsprechend begehrt, an Tesla übten die Prüfer aber schon häufiger Kritik. Zunächst hatten sie wegen einer zu schwachen Bremsleistung und anderen Mängeln vom Kauf des Model 3 abgeraten, diese Einschätzung im Mai 2018 aber nach einem Software-Update und erneuten Tests revidiert. Das Model 3 ist Teslas erstes günstigeres Auto, das den Weg in den Massenmarkt ebnen soll./hbr/DP/he

21.02.2019

ROUNDUP/Streit um Hilfe für Venezuela: Maduro schließt Grenze zu Brasilien

CARACAS (dpa-AFX) - Im Konflikt um die humanitäre Hilfe für Venezuela hat Präsident Nicolás Maduro die Schließung der Grenze zum Nachbarland Brasilien angeordnet. "Ab heute bleibt die Grenze zu Brasilien geschlossen", sagte der Präsident am Donnerstag bei einer Sitzung mit ranghohen Militärs. Zuvor hatte die sozialistische Regierung bereits die Grenze zu den niederländischen Karibikinseln Curaçao, Aruba und Bonaire geschlossen.

Die Grenze nach Kolumbien ist für Fahrzeuge schon seit Jahren weitgehend geschlossen. "Ich denke auch über die totale Schließung der Grenze nach Kolumbien nach", sagte Maduro. "Ich möchte eine offene Grenze ohne Provokationen und Aggressionen, aber als Staatschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte bin ich dazu verpflichtet, die Ruhe und den Frieden sicherzustellen."

Fußgänger können die Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien bislang noch passieren. Jeden Tag kommen Tausende Venezolaner über Fußgängerbrücken nach Kolumbien, um einzukaufen, zum Arzt zu gehen oder zu arbeiten. Zudem nutzen viele Venezolaner die Grenzübergänge nach Kolumbien, um dauerhaft das Land zu verlassen.

Maduro wirft der kolumbianischen Regierung von Präsident Iván Duque immer wieder vor, gemeinsam mit der venezolanischen Opposition und den USA eine Verschwörung gegen seine Regierung zu schmieden. "Ich mache Iván Duque für jede Art von Gewalt verantwortlich, die an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela ausbrechen könnte". Für Freitag war auf der kolumbianischen Seite der Grenze ein Benefizkonzert für Venezuela geplant. Auf der anderen Seite der Grenze wollte Maduros Regierung unter dem Motto "Hände weg von Venezuela" ein Gegenkonzert veranstalten.

In der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta stehen tonnenweise Hilfsgüter aus den USA für die notleidende Bevölkerung in Venezuela bereit. Auch in Brasilien sollten Sammelstellen für Lebensmittel und Medikamente eingerichtet werden. Die brasilianische Regierung des rechtspopulistischen Präsidenten Jair Bolsonaro unterstützt im Machtkampf in Venezuela Maduros Gegenspieler, den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó.

Präsident Maduro hält die Hilfslieferungen für einen Vorwand für eine militärische Intervention und hat die Streitkräfte angewiesen, sie nicht ins Land zu lassen. Guaidó hat angekündigt, die Hilfsgüter am Samstag mit Hilfe von Freiwilligen ins Land zu holen. Nach Angaben der Opposition wurden am Donnerstag weitere 50 Tonnen Hilfsgüter von Miami nach Curaçao geflogen.

Venezuela leidet unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Aus Mangel an Devisen kann das einst reiche Land kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs einführen. Viele Menschen hungern, rund drei Millionen Venezolaner haben ihre Heimat bereits verlassen.

"Das ist eine menschengemachte Katastrophe", sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag im Fernsehsender NBC. "Am Wochenende werden wir versuchen, die Hilfsgüter auszuliefern, für die das amerikanische Volk, unsere Steuerzahler, großzügig bezahlt haben. Wir hoffen, dass wir sie über die Grenze bringen können."

Auch die katholische Kirche rief Maduro dazu auf, die Lieferungen passieren zu lassen. "Das Land braucht humanitäre Hilfe", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der venezolanischen Bischofskonferenz. "Um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen, ist kein Vaterlandsverrat, sondern eine moralische Verpflichtung."

Die Bischöfe appellierten zudem an das Militär, die Lieferungen nicht zu stoppen. "Wir laden die Streitkräfte dazu ein, sich auf die Seite des Volkes zu stellen", hieß es in der Stellungnahme. "Sie sollten keine Befehle befolgen, die sich gegen das Leben und die Sicherheit der Bevölkerung richten."/dde/DP/fba

21.02.2019

Mexikos Präsident: Benzin-Diebstahl massiv zurückgegangen

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Der Kampf gegen den Benzin-Diebstahl in Mexiko verläuft nach Angaben der Regierung erfolgreich. In den vergangenen zwei Monaten seien die Versuche, Treibstoff zu stehlen, um 90 Prozent zurückgegangen, erklärte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. "Wir haben sehr gute Ergebnisse", sagte der Linkspolitiker. Setze sich der Trend fort, könnten in diesem Jahr rund 50 Milliarden Pesos (etwa 2,29 Milliarden Euro) eingespart werden, so López Obrador.

Die mexikanische Regierung hatte Ende Dezember damit begonnen, gegen den Benzin-Diebstahl vorzugehen. Einige der Treibstoff-Leitungen wurden geschlossen, das Benzin wird nun in Tanklastern transportiert. Außerdem überwachen Soldaten die Abfüllanlagen des staatlichen Mineralölkonzerns Pemex. Im Februar seien pro Tag rund 8000 Barrel Benzin illegal abgezapft worden, im Dezember seien es durchschnittlich noch 74 000 Barrel täglich gewesen, sagte Pemex-Direktor Octavio Romero Oropeza. 175 Menschen seien seit Beginn der Maßnahmen im Zusammenhang mit Treibstoff-Diebstahl vor Gericht gebracht worden, erklärte der Minister für öffentliche Sicherheit, Alfonso Durazo.

Der Handel mit und Schmuggel von gestohlenem Benzin ist in dem lateinamerikanischen Land für kriminelle Organisationen ein Milliarden-Geschäft. Pemex verlor nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 60 Milliarden Pesos durch das illegal abgezapfte Benzin. Die Umstellung auf Tanklaster hatte im Januar zu Engpässen an Tankstellen geführt. Das Vorgehen gegen den Benzin-Diebstahl wurde zudem durch eine Explosion an einer Benzinleitung im Bundesstaat Hidalgo überschattet. Bei dem Unglück kamen 132 Menschen um Leben. Sie hatten versucht, an einem Leck an der Leitung Benzin abzufüllen./aso/DP/fba

21.02.2019

GESAMT-ROUNDUP/Gesetzentwurf: Schulze will Ressorts zum CO2-Sparen zwingen

BERLIN (dpa-AFX) - Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) will andere Ressorts per Gesetz mit drohenden Einschnitten im Haushalt und Sofortprogrammen zum Klimaschutz zwingen. Sollten dem Bund Kosten entstehen, weil europäische Verpflichtungen verfehlt werden, würden diese Ausgaben "anteilig nach dem Grad der Nichteinhaltung" in den Haushaltsplänen der verantwortlichen Bundesministerien veranschlagt, heißt es in einem Entwurf für ein Klimaschutzgesetz, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Ein Klimaschutzgesetz ist allerdings in der Koalition umstritten. Unionspolitiker wollen kein Rahmengesetz, wie Schulze es plant, sondern nur Maßnahmengesetze für die einzelnen Bereiche. "Eine Klimaplanwirtschaft wird es mit CDU und CSU nicht geben", hatte der CDU-Wirtschaftspolitiker Joachim Pfeiffer gesagt.

SPD-Chefin Andrea Nahles stellte sich am Donnerstag demonstrativ hinter Schulze. "Gut, dass sich Svenja Schulze an den Koalitionsvertrag hält. Noch besser wäre es, wenn die Union das auch täte", sagte Nahles der Deutschen Presse-Agentur. "Denn die Verabredung ist, dass wir noch in diesem Jahr zu einer Einigung kommen."

Schulze plant, dass es künftig feste Mengen an erlaubten Treibhausgas-Emissionen geben soll - und zwar für die Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft sowie "Abfallwirtschaft und Sonstiges". Die Fachminister sollen für ihren Bereich Programme vorlegen, die von der Bundesregierung beschlossen werden - konkrete Maßnahmen will Schulze also dem Verkehrs- oder dem Bauminister nicht vorschreiben.

Wenn ein Sektor sein Ziel verfehlt, soll die Bundesregierung in der Regel innerhalb von sechs Monaten ein Sofortprogramm beschließen, das wiederum binnen sechs Monaten umgesetzt werden muss. Sektorziele gibt es schon im Klimaschutzplan von 2016, sie sind aber bisher nicht verbindlich. Im Verkehrsbereich etwa hat sich seit 1990 nichts getan. Das Gesetz, wie es Schulze Anfang der Woche dem Kanzleramt zur Früh-Koordinierung vorgelegt hat, würde das ändern.

Im Entwurf heißt es, es seien verstärkte Anstrengungen erforderlich, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu mindern und "erhebliche Belastungen" des Bundeshaushalts abzuwenden. Neben Einzelmaßnahmen in allen Sektoren sei dafür ein übergreifender Rahmen nötig. Klare gesetzliche Regelungen sorgten für Planungssicherheit. Deutschland hat nicht nur nationale Ziele, sondern Verpflichtungen innerhalb der EU. Werden diese verfehlt, muss Berlin Verschmutzungsrechte zukaufen

- das könnte für den Steuerzahler teuer werden.

Bis 2050 will Schulze die Treibhausgasemissionen um "mindestens 95 Prozent" senken - bisher hatte die Koalition eine Spanne von 80 bis 95 Prozent genannt. Auch die Zielwerte der Sektoren für 2030 sind strenger als im Klimaschutzplan, zudem will Schulze jahresgenaue CO2-Budgets vorgeben. Stößt ein Sektor weniger oder mehr Kohlendioxid (CO2) oder andere Treibhausgase aus als erlaubt, soll die Differenz auf die folgenden Budgets angerechnet werden.

Der Bundestag soll laut Entwurf für das Klimaschutzgesetz ein siebenköpfiges "Sachverständigengremium für Klimafragen" benennen, das unter anderem Klimaschutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit prüft. Das Gremium soll jeweils Mitte Dezember ein Gutachten vorlegen.

Das Klimaschutzgesetz ist das größte und wichtigste Vorhaben des Umweltministeriums in dieser Legislaturperiode. Derzeit berät eine Arbeitsgruppe über Klimaschutz im Verkehr, eine geplante Kommission zum Gebäudebereich hat die Koalition auf Eis gelegt. Für den Kohleausstieg hat eine Kommission ein Konzept vorgelegt.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) warnte die Union davor, die Pläne Schulzes zu blockieren. "Das Klimaschutzgesetz steht im Koalitionsvertrag", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Man könne zwar ernsthaft über Details des Gesetzes reden. "Doch man darf das Klimaschutzgesetz nicht einfach in Frage stellen."

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer warf SPD-Chefin Andrea Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) vor, ihre Umweltministerin nicht ambitioniert genug zu unterstützen: "Ich hoffe nicht, dass das Klimaschutzgesetz jetzt zum Torso wird oder sich nach und nach sogar ganz erledigt, weil die SPD Spitze keinen Druck macht."

Der Linke-Verkehrspolitiker Jörg Cezanne sagte, Kürzungen im Verkehrsetat würden umweltschonende Verkehrsträger wie die Bahn treffen, solange Milliardeneinnahmen aus der Maut für den Straßenbau reserviert seien. Sein Fraktionskollege Lorenz Gösta Beutin forderte Kanzlerin Angela Merkel auf, Schulze zu unterstützen. "Die Linke im Bundestag bietet der SPD-Ministerin Schulze im Parlament ihre Unterstützung für ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz an", sagte er.

Dagegen kritisierte FDP-Klimapolitiker Lukas Köhler den Entwurf als "Klima-Planwirtschaft". Feste Treibhausgas-Mengen für die Sektoren Energie und Industrie seien "völlig absurd", da deren CO2-Ausstoß durch den EU-Emissionshandel ohnehin europaweit gedeckelt sei./ted/hoe/DP/fba

21.02.2019

Saint-Gobain trifft Markterwartung - Milliardenabschreibung wegen Brexit

COURBEVOIE (dpa-AFX) - Saint-Gobain hat mit seinem Ergebnis für das vergangene Jahr die Schätzungen der Experten erfüllt. Der französische Baustoffkonzern verzeichnete mit 3,12 Milliarden Euro einen Anstieg des operativen Gewinns um 3,1 Prozent, wie Saint-Gobain am Donnerstag mitteilte. Die von Bloomberg befragten Analysten hatten mit 3,10 Milliarden Euro gerechnet. Im laufenden Jahr soll der Gewinn auf vergleichbarer Basis weiter steigen.

Der Umsatz von Saint-Gobain lag bei 41,77 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) bei 4,32 Milliarden Euro. Saint-Gobain will eine Dividende von 1,33 Euro pro Aktie für 2018 ausschütten.

Auf sein Verteilgeschäft in Großbritannien schrieb das Unternehmen fast 1 Milliarde Euro ab. Hintergrund sei der Austritt des Landes aus der Europäischen Union (Brexit), sagte Unternehmenschef Pierre-André de Chalendar./fba/he

21.02.2019

Ölpreise geben etwas nach - US-Förderung auf Rekordniveau

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag leicht gefallen. Starke Impulse blieben allerdings aus. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) 56,87 Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 15 Cent auf 66,93 Dollar.

Neue Daten des US-Energieministeriums übten Druck auf die Preise aus. Demnach waren die Rohölvorräte der Vereinigten Staaten in der vergangenen Woche weiter und zudem deutlich gestiegen. Daneben war die landesweite Ölproduktion auf ein Rekordhoch von 12 Millionen Barrel je Tag geklettert. Die Daten untermauern den Weg der USA hin zu einem Netto-Ölexporteur.

Belastet wurden die Rohölpreise zudem durch die durchwachsene Stimmung an den Aktienmärkten. Erdöl wird von Investoren nicht nur als wertvoller Rohstoff, sondern auch als vergleichsweise riskante Anlageklasse betrachtet. Eine maue Börsenstimmung sorgt deshalb oft für Preisabschläge am Ölmarkt./bgf/he

21.02.2019

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwache Konjunkturdaten würgen Rally ab

NEW YORK (dpa-AFX) - Schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten haben der Kursrally an der Wall Street am Donnerstag ein Ende gesetzt. Der Dow Jones Industrial gab um 0,40 Prozent auf 25 850,63 Punkte nach.

Der Dow war in den vergangenen drei Tagen jeweils auf neue Höchststände seit Anfang Dezember gestiegen. Auch am Donnerstag aber erwies sich die Hürde bei 26 000 Punkten für den Leitindex als zu hoch.

Zwar belegten wöchentliche Daten vom US-Arbeitsmarkt dessen ungebrochene Stärke. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Februar aber erheblich stärker eingetrübt als von Experten erwartet worden war. Auch die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter waren im Dezember hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Und schließlich hatten sich auch Einkäufer in der Industrie im Februar vorsichtiger gezeigt als von Volkswirten prognostiziert worden war.

Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,35 Prozent auf 2774,88 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,38 Prozent auf 7035,16 Punkte.

Nichts Neues gab es derweil in Sachen Handelsgespräche. Unter der Leitung von US-Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer wurden am Donnerstag die Verhandlungen zur Beilegung des US-Handelsstreits mit China in Washington fortgesetzt. Beide Seiten hatten sich ursprünglich ein Ultimatum bis zum 1. März gesetzt, um den Streit beizulegen. Sollte es keine Einigung geben, würden die Zölle auf Einfuhren aus China in die USA sogar noch verschärft.

Bei den Einzelwerten verloren Aktien von Tesla 3,7 Prozent. Die US-Verbraucherorganisation Consumer Reports hatte das Model 3 des Herstellers von Elektrofahrzeugen von einer Empfehlungsliste gestrichen. Zur Begründung hierfür verwies der Report auf Beschwerden von Verbrauchern über lose sitzende Außenteile des Fahrzeugs und defekte Scheiben.

Aktien von Johnson & Johnson (J&J) gaben um 0,7 Prozent nach. Das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC haben weitere Informationen zu Babypuder-Produkten des Unternehmens angefordert. Man arbeite mit den Behörden zusammen und werde die entsprechenden Dokumente übermitteln, teilte J&J mit. Mitte Dezember waren die Aktien nach einem kritischen Medienbericht zu einem Babypuder des Unternehmens binnen zwei Handelstagen um fast 13 Prozent eingebrochen.

Aktien von Domino's Pizza brachen um fast 10 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar ein. Nach Jahren starken Wachstums hatte sich dieses im vierten Quartal 2018 abgeschwächt.

Anteile des Biotech-Unternehmens Biogen büßten 4,2 Prozent ein. Der Broker Stifel hatte die Aktien von "Buy" auf "Hold" gesenkt.

Am US-Rentenmarkt fielen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen um 11/32 Punkte auf 99 15/32 Punkte und rentierten mit 2,68 Prozent. Der Eurokurs bewegte sich kaum, die Gemeinschaftswährung kostete zum Börsenschluss an der Wall Street 1,1336 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1354 (Dienstag: 1,1342) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8808 (0,8817) Euro gekostet./bek/he

21.02.2019

Aktien New York Schluss: Schwache Konjunkturdaten würgen Rally ab

NEW YORK (dpa-AFX) - Schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten haben der Kursrally an der Wall Street am Donnerstag ein Ende gesetzt. Der Dow Jones Industrial gab um 0,40 Prozent auf 25 850,63 Punkte nach.

Der Dow war in den vergangenen drei Tagen jeweils auf neue Höchststände seit Anfang Dezember gestiegen. Auch am Donnerstag aber erwies sich die Hürde bei 26 000 Punkten für den Leitindex als zu hoch.

Zwar belegten wöchentliche Daten vom US-Arbeitsmarkt dessen ungebrochene Stärke. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Februar aber erheblich stärker eingetrübt als von Experten erwartet worden war. Auch die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter waren im Dezember hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Und schließlich hatten sich auch Einkäufer in der Industrie im Februar vorsichtiger gezeigt als von Volkswirten prognostiziert worden war.

Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,35 Prozent auf 2774,88 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,38 Prozent auf 7035,16 Punkte./bek/he

21.02.2019

Aktien New York: Leichte Verluste - Konjunkturdaten verfehlen Erwartungen

NEW YORK (dpa-AFX) - Überwiegend schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten haben am Donnerstag an der Wall Street etwas auf die Kurse gedrückt. Der Dow Jones Industrial gab um 0,33 Prozent auf 25 867,77 Punkte nach. Damit erwies sich die Hürde bei 26 000 Punkten für den Leitindex wie schon in den vergangenen beiden Tagen als zu hoch.

Zwar belegten wöchentliche Daten vom US-Arbeitsmarkt dessen ungebrochene Stärke. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Februar aber erheblich stärker eingetrübt als von Experten erwartet worden war. Auch waren die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Dezember hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Stimmung unter Einkäufern in der Industrie war im Februar zudem schlechter als von Volkswirten prognostiziert gewesen.

"Die Auftragseingänge enttäuschen leicht. Das regionale Stimmungsbarometer in der Region Philadelphia trübt sich dagegen deutlich ein", sagte Volkswirt Patrick Boldt von der Helaba. Die Signale aus dem Industriesektor ließen darauf schließen, dass die Dynamik dort zunächst wohl verhalten bleiben dürfte.

Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,26 Prozent auf 2777,35 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,20 Prozent auf 7048,42 Punkte.

Nichts Neues gab es derweil in Sachen Handelsgespräche. Unter der Leitung von US-Finanzminister Steven Mnuchin und dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer wurden am Donnerstag die Verhandlungen zur Beilegung des US-Handelsstreits mit China in Washington fortgesetzt. Beide Seiten hatten sich ursprünglich ein Ultimatum bis zum 1. März gesetzt, um den Streit beizulegen. Sollte es keine Einigung geben, würden die Zölle auf Einfuhren aus China in die USA sogar noch verschärft.

Bei den Einzelwerten verloren Aktien von Johnson & Johnson 1 Prozent. Das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC haben weitere Informationen zu Babypuder-Produkten des Unternehmens angefordert. Man arbeite mit den Behörden zusammen und werde die entsprechenden Dokumente übermitteln, teilte Johnson & Johnson mit.

Mitte Dezember waren die Aktien nach einem kritischen Medienbericht zu einem Babypuder von Johnson & Johnson binnen zwei Handelstagen um fast 13 Prozent eingebrochen. Seitdem haben sie sich wieder ein gutes Stück weit erholt - auch dank des angekündigten Aktienrückkaufprogramms.

Aktien von Tesla fielen um 2,2 Prozent. Auslöser der Kursverluste war, dass die US-Verbraucherorganisation Consumer Reports das Model 3 des Herstellers von Elektrofahrzeugen von einer Empfehlungsliste gestrichen hatte. Zur Begründung hierfür verwies der Report auf Beschwerden von Verbrauchern über lose sitzende Außenteile des Fahrzeugs und defekte Scheiben.

Aktien von Domino's Pizza brachen um fast 10 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar ein. Nach Jahren starken Wachstums hatte sich dieses im vierten Quartal 2018 abgeschwächt./bek/he

21.02.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Moderate Gewinne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag einen insgesamt schwankungsarmen Handelstag mit moderaten Gewinnen beendet. Der Leitindex pendelte im gesamten Verlauf um seinen Vortagesschluss und schloss dann mit einem Aufschlag von 0,19 Prozent auf 11 423,28 Punkte. Für den MDax , dem Index der mittelgroßen Unternehmen, ging es indes um 0,41 Prozent auf 24 301,56 Punkte nach unten.

Einerseits hoffen die Anleger weiter auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Auch beim Brexit wird noch darauf gesetzt, dass ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der EU verhindert wird. Die Stimmung in den Unternehmens Deutschlands und auch europaweit indes gibt wenig Anlass zur Freude. Trotz eines robusten Dienstleistungssektors bereitet die Stimmung in der Industrie Sorge. Die Lage verschärft sich Experten zufolge. Die Besorgnis über eine konjunkturelle Abkühlung nehme zu. Das einzig Positive eines solchen Szenarios sei, dass es dann keine rasche Zinswende geben werde, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Auch europaweit gab es nur moderate Veränderungen, wobei einige Börsen leicht im Plus, andere leicht im Minus schlossen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,13 Prozent auf 3263,70 Punkte zu. Der Pariser Cac-40 beendete den Handel prozentual unverändert. Der britische FTSE 100 schloss schwach.

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt sorgten vor allem Quartalsberichte für Impulse. Im Dax legten die Papiere der Deutschen Telekom nach insgesamt als solide eingeschätzten Zahlen um 0,4 Prozent zu. Der Ausblick auf 2019 wurde allerdings zugleich als vorsichtig bis schwach bezeichnet. Nach wie erwartet ausgefallenen endgültigen Zahlen stiegen zugleich die Anteilscheine von Henkel um 1,0 Prozent. Allerdings hatte der Konsumgüterhersteller erst im Januar mit einer Gewinnwarnung geschockt.

Im MDax sackten die Papiere des Chipzulieferers Siltronic um rund 9,0 Prozent ab. das Unternehmen rechnet im laufenden Jahr mit sinkenden Gewinnen.

Auch der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub erwartet wegen geplanter Investitionen einen schrumpfenden operativen Gewinn, was der Aktie einen Kursverlust von etwas mehr als 7 Prozent einbrockte.

Enttäuscht waren die Anleger auch vom Ausblick von SAF-Holland . Dieser lasse ein weiteres Übergangsjahr für den Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie erwarten, hieß es. Die Papiere büßten fast 8 Prozent ein, während die von Nordex um fast 10 Prozent hochsprangen. Der Windkraftanlagenhersteller geht nach einem kräftigen Umsatz- und Ergebnisrückgang 2018 optimistisch ins neue Jahr.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,01 Prozent am Vortag auf plus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 142,38 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,23 Prozent auf 166,15 Punkte ein. Der Euro zeigte sich richtungslos und kostete am frühen Abend 1,1338 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1354 (Mittwoch: 1,1342) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8808 (0,8817) Euro gekostet./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

21.02.2019

Aktien Frankfurt Schluss: Moderate Gewinne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag einen insgesamt schwankungsarmen Handelstag mit moderaten Gewinnen beendet. Der Leitindex pendelte im gesamten Verlauf um seinen Vortagesschluss und schloss dann mit einem Aufschlag von 0,19 Prozent auf 11 423,28 Punkte. Für den MDax , dem Index der mittelgroßen Unternehmen, ging es indes um 0,41 Prozent auf 24 301,56 Punkte nach unten.

Einerseits hoffen die Anleger weiter auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Auch beim Brexit wird noch darauf gesetzt, dass ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der EU verhindert wird. Die Stimmung in den Unternehmens Deutschlands und auch europaweit indes gibt wenig Anlass zur Freude. Trotz eines robusten Dienstleistungssektors bereitet die Stimmung in der Industrie Sorge. Die Lage verschärft sich Experten zufolge. Die Besorgnis über eine konjunkturelle Abkühlung nehme zu. Das einzig Positive eines solchen Szenarios sei, dass es dann keine rasche Zinswende geben werde, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets./ck/he

21.02.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Verluste - Konjunkturdaten verfehlen Erwartungen

NEW YORK (dpa-AFX) - Überwiegend schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten haben am Donnerstag an der Wall Street die Kurse etwas belastet. Der Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,38 Prozent auf 25 856,96 Punkte nach. Damit erwies sich die Hürde bei 26 000 Punkten für den Leitindex wie schon in den vergangenen beiden Tagen als zu hoch.

Zwar belegten wöchentliche Daten vom US-Arbeitsmarkt dessen ungebrochene Stärke. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Februar aber erheblich stärker eingetrübt als von Experten erwartet worden war. Auch waren die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Dezember hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Stimmung unter Einkäufern in der Industrie war im Februar zudem schlechter als von Volkswirten prognostiziert gewesen.

"Die Auftragseingänge enttäuschen leicht. Das regionale Stimmungsbarometer in der Region Philadelphia trübt sich dagegen deutlich ein", sagte Volkswirt Patrick Boldt von der Helaba. Die Signale aus dem Industriesektors wiesen darauf hin, dass die Dynamik dort zunächst wohl verhalten bleiben dürfte.

Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,46 Prozent auf 2771,89 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,69 Prozent auf 7013,82 Punkte.

Seitens der Unternehmen war die Nachrichtenlage dünn. Die Aktien von Johnson & Johnson gaben um 1,3 Prozent nach. Das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC haben weitere Informationen zu Babypuder-Produkten des Unternehmens angefordert. Man arbeite mit den Behörden zusammen und werde die entsprechenden Dokumente übermitteln, teilte Johnson & Johnson mit.

Mitte Dezember waren die Aktien nach einem kritischen Medienbericht zu einem Babypuder von Johnson & Johnson binnen zwei Handelstagen um fast 13 Prozent eingebrochen. Seitdem haben sie sich wieder ein gutes Stück weit erholt - auch dank des angekündigten Aktienrückkaufprogramms.

Aktien von Domino's Pizza brachen um fast 10 Prozent ein auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar. Nach Jahren starken Wachstums hatte sich dieses im vierten Quartal 2018 abgeschwächt.

Papiere der Restaurantkette Jack in the Box legten dagegen um 2,4 Prozent zu. Der Betreiber von mehr als 2000 Restaurants vor allem im Westen der USA übertraf mit Umsatz und Gewinn die Prognosen von Analysten. Papiere von McDonald's legten um 1 Prozent zu./bek/he

21.02.2019

Aktien New York: Verluste - Konjunkturdaten verfehlen Erwartungen

NEW YORK (dpa-AFX) - Überwiegend schwächer als erwartete Konjunkturdaten haben am Donnerstag an der Wall Street die Kurse etwas belastet. Der Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,42 Prozent auf 25 852,37 Punkte nach. Damit erwies sich die Hürde bei 26 000 Punkten für den Leitindex wie schon in den vergangenen beiden Tagen als zu hoch.

Zwar belegten wöchentliche Daten vom US-Arbeitsmarkt dessen ungebrochene Stärke. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Februar aber erheblich stärker eingetrübt als von Experten erwartet worden war. Auch waren die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Dezember hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Stimmung unter Einkäufern in der Industrie war im Februar zudem schlechter als von Volkswirten prognostiziert gewesen.

Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,42 Prozent auf 2772,99 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,70 Prozent auf 7012,67 Punkte./bek/he

21.02.2019

Aktien New York Ausblick: Wenig Bewegung erwartet nach Erholungsrally

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street zeichnet sich am Donnerstag einmal mehr ein unspektakulärer Handelstag ab. Damit fehlt ihr nach der Erholungsrally seit Weihnachten weiter die Kraft für zusätzliche Gewinne.

Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial knapp eine Dreiviertelstunde vor dem Startschuss 0,05 Prozent tiefer bei 25 940 Punkten. Ob er es diesmal schafft, erstmals seit November wieder die runde Marke von 26 000 Punkten zu überwinden, bleibt abzuwarten. Positive Signale im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit gaben vorbörslich ebensowenig klare Kursimpulse wie durchwachsene amerikanische Konjunkturdaten.

In den Handelsgesprächen mit den USA bietet China informierten Kreisen zufolge höhere Agrarimporte an. Als Bestandteil einer umfassenden Vereinbarung würde China amerikanische Agrarprodukte im Wert von 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr zusätzlich einführen, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorschlag vertraute Personen. Zuvor hatte sie schon berichtet, dass beide Länder derzeit an mehreren Memoranden arbeiteten, die als Basis für ein endgültiges Handelsabkommen dienen sollen.

Seitens der Unternehmen war die Nachrichtenlage zunächst dünn. Die Aktien von Johnson & Johnson büßten vorbörslich gut anderthalb Prozent ein, nachdem der Pharmakonzern bekannt gegeben hatte, dass das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC weitere Informationen zu Babypuder-Produkten des Unternehmens angefordert haben. Man arbeite mit den Behörden zusammen und werde die entsprechenden Dokumente übermitteln.

Mitte Dezember waren die Aktien nach einem kritischen Medienbericht zu einem Babypuder von Johnson & Johnson binnen zwei Handelstagen um fast 13 Prozent eingebrochen. Seitdem haben sie sich wieder ein gutes Stück weit erholt - auch dank des angekündigten Aktienrückkaufprogramms./gl/fba

21.02.2019

Aktien Frankfurt: Dax hält sich knapp über der Nulllinie

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag seine moderaten Tagesgewinne verteidigt. Der deutsche Leitindex war zwischenzeitlich nur kurz minimal ins Minus abgerutscht und rückte bis zum frühen Nachmittag wieder um 0,31 Prozent auf 11 437,11 Punkte vor.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen hingegen ging es um 0,36 Prozent auf 24 313,20 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum legte etwas zu.

Die Anleger hoffen weiter, dass sich die USA und China zeitnah im Handelsstreit einigen. In den laufenden Verhandlungen bietet die Regierung in Peking informierten Kreisen zufolge höhere Agrarimporte an. Zudem hatte sich die Unternehmensstimmung in der Eurozone im Februar dank eines robusten Dienstleistungssektors überraschend deutlich aufgehellt. Insgesamt aber deute sich noch keine konjunkturelle Belebung an, denn in der Industrie sei noch keine Stabilisierung zu erkennen, schrieb Volkswirt Stefan Kipar von der Landesbank BayernLB.

Für weitere Impulse sorgte die auf Hochtouren laufenden Berichtssaison, unter anderem mit Geschäftszahlen der Deutschen Telekom . Der Ausblick des Telekomkonzerns auf 2019 sei sehr konservativ, schrieb der Experte Wilton Fry vom Analysehaus RBC. Der angepeilte Anstieg des operativen Ergebnisses war etwas hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Insofern fielen die T-Aktien unter den schwächsten Werten im Dax um 0,48 Prozent. Der Konsumgüterkonzern Henkel erhöht trotz eines Gewinnrückgangs die Dividende. Die Anleger honorierten dies mit einem Plus von rund 1 Prozent.

Ansonsten spielte die Musik eher im MDax. So verschreckte der Chipzulieferer Siltronic seine Investoren mit einem pessimistischen Ausblick derart, dass die Papiere am Index-Ende um fast 9 Prozent einknickten. Eine schwächere Nachfrage nach Halbleiterwafern und steigende Energiekosten dürften das Unternehmen 2019 belasten.

Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub möchte nach einem Rekordumsatz 2018 zwar auch im laufenden Jahr weiter zulegen. Allerdings rechnet das Unternehmen 2019 wegen geplanter Investitionen in neue und bestehende Werke mit einem operativen Gewinn unter dem Vorjahreswert. Die Anteilsscheine büßten gut 7 Prozent ein.

Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax waren die Aktien von SAF-Holland mit einem Minus von rund 8 Prozent. Der Ausblick des Zulieferers für die Nutzfahrzeugindustrie lasse ein weiteres Übergangsjahr mit nur wenig Fortschritten bei den geplanten Kosteneinsparungen erwarten, schrieb Analystin Yasmin Steilen von der Commerzbank.

Auch der Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller Krones blickt vorsichtig auf das laufende Jahr. Da der Konzern nicht mit einer spürbaren Entlastung bei den Material- und Personalkosten rechnet, geht das Unternehmen von einer etwas geringeren Profitabilität aus. Die Anteilsscheine sackten um mehr als 5 Prozent ab.

Der Windkraftanlagenhersteller Nordex aber geht nach einem kräftigen Umsatz- und Ergebnisrückgang 2018 optimistisch ins neue Jahr, und die Papiere zogen um fast 9 Prozent an. Der Vakuumpumpenspezialist Pfeiffer Vacuum schließlich hatte 2018 dank wieder besserer Geschäfte zum Jahresende deutlich zugelegt. Damit schnellten die Aktien um rund 9 Prozent in die Höhe.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,01 Prozent am Vortag auf plus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 142,38 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,31 Prozent auf 166,03 Punkte ein.

Der Euro kostete zuletzt 1,1362 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1342 (Dienstag: 1,1294) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8817 (0,8854) Euro./la/mis

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

21.02.2019

INDEX-MONITOR: SDax im März mit zahlreichen Änderungen - Dax unverändert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die nächste Aktienindex-Überprüfung naht - mit einem Problem für den MDax und den SDax : Aktuell gibt es in beiden Indizes der Dax-Familie mehr Abstiegs- als Aufnahmekandidaten. So wird es laut Index-Experten in der zweiten und dritten Liga unterhalb des Dax bis zuletzt spannend bleiben, zumal die abstiegsgefährdeten Unternehmen in den über ihr Index-Schicksal entscheidenden Kriterien - Marktkapitalisierung nach Streubesitz und Börsenumsatz - sehr eng beieinander liegen. Änderungen im Leitindex Dax werden bei der im März anstehenden Überprüfung nicht erwartet.

Klar ist laut jüngsten Überprüfungen von Index-Experten, dass der Börsenneuling Knorr-Bremse sowie der Chiphersteller Dialog Semiconductor vom SDax in den MDax aufsteigen werden. Raus aus dem MDax muss dafür den Analysten zufolge das einstige Dax-Unternehmen Salzgitter . Zweiter Absteiger dürfte der Gewerbe-Immobilienverwalter Alstria Office sein. Doch auch der Autozulieferer Schaeffler , die Deutsche Pfandbriefbank und die auf Einkaufszentren spezialisiere Deutsche Euroshop gelten als gefährdet.

Darüber hinaus dürften diesmal besonders viele Wechsel im SDax anstehen. Vom Platztausch der oben genannten MDax- und SDax-Unternehmen abgesehen müssen voraussichtlich vier oder sogar fünf weitere Unternehmen den Index der kleineren Werte verlassen. Gezählt sein dürften die Tage im SDax für den Schienenwaggon-Vermieter VTG , das Biotech-Unternehmen Medigene , den Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori und den Kabelnetzbetreiber Tele Columbus . Zudem wackelt der Platz des Bahntechnikkonzerns Vossloh .

Als SDax-Aufsteiger im März gelten unter Experten in jedem Fall der Telekomausrüster Adva sowie der Batteriehersteller Varta . Der Medizintechnikkonzern Eckert & Ziegler wird wohl in wenigen Wochen ebenfalls erstmals in den SDax aufgenommen. Zudem dürfte der Personaldienstleister Amadeus Fire erneut sein Stelldichein geben und - falls Vossloh weichen muss - auch der Agrarhändler Baywa .

In wenigen Wochen werden die Indizes von der Deutschen Börse überprüft und etwaige Änderungen am Dienstag, 5. März, nach Handelsschluss bekannt gegeben. Sämtliche Neuerungen werden dann erstmals am Montag, 18. März, wirksam. Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETFs). Dort muss umgeschichtet und umgewichtet werden, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat./ck/gl/zb

21.02.2019

ROUNDUP/Generalstreik gegen Separatistenprozess: Neue Proteste in Katalonien

BARCELONA (dpa-AFX) - Ein Generalstreik gegen den Separatistenprozess vor dem Obersten Gericht in Madrid hat am Donnerstag Teile Kataloniens lahm gelegt. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei wurden mehr als 30 Menschen verletzt. Jedoch sei die Beteiligung an dem Ausstand niedriger gewesen als die Organisatoren gehofft hätten, berichtete die Zeitung "El País". Zu den Protesten unter dem Motto "Ohne Rechte gibt es keine Freiheit" hatte die Gewerkschaftsföderation CSC aufgerufen.

Unterstützt wurde die CSC von der separatistischen Regionalregierung. Die großen katalanischen Gewerkschaften unterstützen den Streik aber nicht. Vor allem viele Studenten versammelten sich spanischen Medien zufolge den ganzen Tag über zu Protestaktionen.

Am frühen Abend gingen in Barcelona zudem erneut Zehntausende Menschen auf die Straße, um ihrem Unmut über das Gerichtsverfahren Luft zu machen. Die örtliche Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl am Abend auf 40 000, die Organisatoren sprachen von 200 000 Demonstranten. Am Vormittag hatten sich Behördenangaben zufolge bereits 13 000 Menschen in der Nähe der Universität der katalanischen Hauptstadt unter dem Motto "Dies ist kein Prozess, sondern eine Schande" versammelt. Schon am vergangenen Wochenende gab es in der Metropole eine Großdemo mit Hunderttausenden Teilnehmern.

Seit dem 12. Februar müssen sich zwölf prominente Separatistenführer vor Gericht verantworten, darunter frühere Minister und Aktivisten, die bei dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum vom Oktober 2017 zentrale Rollen gespielt hatten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Rebellion vor. Den Angeklagten drohen langjährige Haftstrafen. Der frühere Regionalpräsident Carles Puigdemont steht nicht vor Gericht - er hatte sich ins Exil nach Belgien abgesetzt.

Mehrmals blockierten Demonstranten am Donnerstag Straßen in verschiedenen Teilen Kataloniens. Die Polizei rückte an. Vier Streikende seien festgenommen worden, berichteten spanische Medien.

Von dem Ausstand betroffen waren vor allem Busse und Bahnen sowie Krankenhäuser und Apotheken. Der öffentliche Fern- und Nahverkehr lief aber - wie gesetzlich vorgeschrieben - mit Minimalbetrieb weiter. In Barcelona waren während des Berufsverkehrs etwa 50 Prozent der öffentlichen Verkehrsmittel im Einsatz, bei den Regionalzügen fuhr nur ein Drittel planmäßig weiter./cfn/DP/he

21.02.2019

Steuerliche und sozialpolitische Übergangsregelungen für den Brexit

BERLIN (dpa-AFX) - Mit einer Reihe von steuerlichen und sozialpolitischen Notfallmaßnahmen bereitet sich Deutschland auf einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens vor. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstagabend zwei Gesetze, die unter anderem steuerliche Übergangsregelungen vorsehen und für Rechtssicherheit an den Finanzmärkten sorgen sollen - auch im Fall eines harten Brexits.

Ferner beschlossen die Abgeordneten zahlreiche Einzelregelungen zu den unterschiedlichen Sozialsystemen: So sollen etwa finanzielle Nachteile für britische Rentner in Deutschland ebenso vermieden werden wie Einschränkungen für deutsche Bafög-Empfänger in England, Schottland, Wales und Nordirland. "Damit regeln wir nicht alles (...) aber wir regeln das Nötigste", erklärte die CDU-Abgeordnete Antje Lezius.

Die Opposition kritisierte allerdings, zu viele Fragen seien offen geblieben. So bemängelte Jutta Krellmann von der Linken etwa Schutzlücken beim Kindergeld und bei der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung. Nach den Worten des FDP-Parlamentariers Carlo Cronenberg ist auch unklar, ob Briten in Deutschland einen Aufenthaltstitel erhalten können, wenn sie auf Hartz IV oder Grundsicherung angewiesen sind.

Mit dem Gesetzespaket wird ferner der Kündigungsschutz für hochbezahlte Top-Banker gelockert, um Londoner Banken einen Umzug nach Deutschland schmackhaft zu machen. Unabhängig von den strengen deutschen Kündigungsschutz-Regeln wird es den Instituten so erleichtert, sich von Führungskräften mit einem Monatseinkommen von mehr als 19 500 Euro zu trennen./ax/DP/he

21.02.2019

USA stellen erneut wirtschaftlichen Erfolg für Nordkorea in Aussicht

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA haben Nordkorea vor dem bevorstehenden Gipfel zwischen Machthaber Kim Jong Un und Präsident Donald Trump erneut Wirtschaftshilfe in Aussicht gestellt, sollte das stalinistisch geführte Land seine Atomwaffen abrüsten. "Der Präsident hat deutlich gemacht, dass für den Fall, dass Nordkorea seinem Bekenntnis zur kompletten atomaren Abrüstung Tagen folgen lässt, wir daran arbeiten, dass es ökonomische Entwicklungsoptionen geben wird", heißt es in einer Mitteilung des Weißen Hauses vom Donnerstag.

Die USA und ihre Partner stünden bereit, um Möglichkeiten für Investitionen in Nordkorea sowie den Aufbau von Infrastruktur, den Ausbau von Lebensmittelsicherheit und mehr zu ergründen, heißt es in der Erklärung weiter. "Robuste wirtschaftliche Entwicklung unter der Führung des Vorsitzenden Kim ist der Kern von Präsident Trumps Vision für eine strahlende Zukunft der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik Nordkorea."

Trump und Kim hatten sich am 12. Juni 2018 in Singapur erstmals getroffen. Am 27. und 28. Februar ist in Hanoi (Vietnam) ein Folgegipfel anberaumt. Nordkorea ist derzeit wirtschaftlich isoliert, unter anderem durch ein strenges Regime von Sanktionen der Vereinten Nationen und der USA. Trump hatte wiederholt erklärt, Nordkorea habe das Potenzial, zu einer Wirtschaftsmacht zu werden./dm/DP/fba

21.02.2019

ROUNDUP: Bald erstes Geld für Schuldigitalisierung - Bundestag stimmt zu

BERLIN (dpa-AFX) - Die geplante Digitalisierung von Deutschlands Schulen hat eine weitere zentrale Hürde genommen. Der Bundestag stimmte am Donnerstag mit Zwei-Drittel-Mehrheit für eine entsprechende Grundgesetzänderung. Noch in diesem Jahr soll das erste Geld vom Bund an Länder und Kommunen fließen.

Das Gesetz erhielt in namentlicher Schlussabstimmung eine Mehrheit von 574 der 648 abgegebenen Stimmen. Mit Nein stimmten 74 Abgeordnete. Damit wurde die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit wie erwartet erreicht. Zuvor hatten alle Fraktionen mit Ausnahme der AfD dafür votiert. Grundlage war eine Vereinbarung im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag vom Mittwochabend. Die Länderkammer soll Mitte März grünes Licht geben.

Dann können fünf Milliarden Euro des Bundes für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Geräten und Lernprogrammen fließen, zwei Milliarden für neue Sozialwohnungen und eine Milliarde für den Schienen-Nahverkehr. Die Grundgesetzänderung soll es dem Bund ermöglichen beziehungsweise erleichtern, die Länder in diesen Bereichen, in denen sie zuständig sind, zu unterstützen. Die AfD war mit einem Antrag gescheitert, die Abstimmung abzusetzen.

Die ersten Bundesmittel sollen in diesem Jahr fließen, wie eine Sprecherin des Bundesbildungsministeriums mitteilte. Der Chef der Kultusministerkonferenz, Hessens Minister Alexander Lorz (CDU), betonte: "Der Digitalpakt Schule muss jetzt ins Laufen kommen, damit die Schulen Planungssicherheit haben und wir der Digitalisierung in unseren Schulen den notwendigen Schwung verleihen können."

Nach der Grundgesetzänderung muss der bereits ausgehandelte Digitalpakt noch unterzeichnet werden. Das ist die bereits ausgehandelte Vereinbarung von Bund und Ländern über die Bundeshilfe von fünf Milliarden Euro. Danach können die Schulträger, also etwa Kommunen, bei den Ländern Förderanträge stellen, hieß es.

In Baden-Württemberg zum Beispiel soll mit den Bundesmitteln vorrangig WLAN an die Schulen gebracht werden, wie das Landesbildungsministerium mitteilte. Rein rechnerisch könnte das Land mit 142 000 Euro pro Schule oder 433 Euro pro Kind profitieren. Aus Rheinland-Pfalz hieß es, eingebunden würden auch Eltern- und Schülervertreter.

Genutzt werden können die Mittel zum Beispiel auch für Anzeigegeräte wie Whiteboards, für Personalkosten für Systemadministratoren und für Endgeräte. Bis zu eine von den fünf Milliarden sollen auch in Laptops, Notebooks und Tablets fließen - jede einzelne Schule soll dafür bis zu 25 000 Euro bekommen können.

Lorz machte darauf aufmerksam, dass die Länder bei der Schuldigitalisierung nicht bei null anfangen. "Die Kultusminister der Länder haben sich bereits seit längerem auf dem Weg gemacht, der großen Herausforderung des digitalen Wandels zu begegnen, mit denen die allgemein- und berufsbildenden Schulen konfrontiert sind."

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der auch für Bauen zuständig ist, begrüßte die Einigung ebenfalls und erklärte, damit sei der Weg frei für Bundeshilfen für den sozialen Wohnungsbau von mindestens zwei Milliarden Euro. "Als weitere Maßnahmen werden wir beispielsweise die Rechtssicherheit von Mietspiegeln erhöhen, das Wohngeld anheben und das Bauvergaberecht vereinfachen."/bw/bk/hrz/DP/fba

21.02.2019

Früherer EU-Kommissionsvize soll Hilfsgelder für Griechenland prüfen

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der ehemalige EU-Kommissionsvize Joaquín Almunia soll die europäischen Milliardenkredite für Griechenland unter die Lupe nehmen. Das teilte der Euro-Rettungsfonds ESM am Donnerstag in Luxemburg mit. Vorgeschlagen wurde er demnach von Eurogruppen-Chef Mário Centeno, ESM-Chef Klaus Regling und Vertreter der 19 Euro-Staaten stimmten zu.

Griechenland hatte 2010 kurz vor dem finanziellen Kollaps um internationale Hilfe gebeten. In den Folgejahren erhielt Athen Milliardenkredite - hauptsächlich der Euro-Partner. Im Gegenzug musste das Land schmerzhafte Reformen und Sparmaßnahmen umsetzen. Die Wirtschaftskraft sank erheblich, die Arbeitslosigkeit schnellte nach oben.

Allein im dritten Hilfsprogramm, das von 2015 bis 2018 lief, zahlte der ESM rund 62 Milliarden Euro an Athen. Insgesamt überwiesen der ESM und sein Vorläufer EFSF über 200 Milliarden Euro an Griechenland. Die Rückzahlung der Kredite soll von 2034 bis 2060 laufen.

Almunia, der von 2010 bis 2014 noch EU-Wettbewerbskommissar war, solle seinen Abschlussbericht nun im Juni 2020 vorstellen, hieß es. 2017 hatte der EU-Rechnungshof bereits einen Bericht zu den Griechenland-Hilfen vorgelegt. Die Hilfsprogramme hätten nur eingeschränkt zur wirtschaftlichen Erholung des Landes beigetragen, befanden die Prüfer damals. Grund seien fehlende Prioritäten bei der Umsetzung von Reformen gewesen. Die EU-Kommission habe zudem keine breiter angelegte Strategie für das pleitebedrohte Land gehabt./asa/DP/fba

21.02.2019

ROUNDUP/Brexit: London und Brüssel auf dem Weg zum Formelkompromiss?

BRÜSSEL/LONDON (dpa-AFX) - Im Brexit-Streit geht die Europäische Union einen kleinen Schritt auf Großbritannien zu. Sie erwägt neue "rechtliche Zusicherungen", die dem Austrittsvertrag im britischen Unterhaus zu einer Mehrheit verhelfen sollen. Unterhändler beider Seiten berieten am Donnerstag in Brüssel. Der Zeitdruck ist enorm: Schon nächste Woche muss Premierministerin Theresa May zum Rapport ins Parlament. Ob mögliche Absprachen mit der EU wirklich helfen können, ist offen.

May hatte sich am Mittwochabend mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker getroffen und dabei zunächst keinen Durchbruch erzielt. Dennoch sprach May anschließend von Fortschritten. Am Donnerstag kam ihr Brexit-Minister Stephen Barclay mit Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox zu Gesprächen mit EU-Chefunterhändler Michel Barnier nach Brüssel, um eine mögliche Vereinbarung auszuloten.

Es geht nach wie vor um den von May mit der EU ausgehandelten Vertrag, mit dem der britische EU-Austritt am 29. März geordnet vonstatten gehen soll. Damit käme es zu einer Übergangsfrist, mit der bis Ende 2020 praktisch alles bliebe wie gehabt.

Das Abkommen war Mitte Januar im britischen Unterhaus durchgefallen. Daraufhin drang May auf Nachbesserungen im Vertrag, was die EU jedoch ablehnte. In einer gemeinsamen Erklärung von May und Juncker vom Mittwochabend ist nun nur noch die Rede von "Garantien" und "rechtlichen Zusicherungen", über die man weiter sprechen wolle.

Hauptstreitpunkt ist die im Vertrag festgeschriebene Garantie für eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland, der sogenannte Backstop. Dieser sieht vor, dass Großbritannien in einer Zollunion mit der EU bleibt, bis eine bessere Lösung gefunden ist.

Brexit-Befürworter warnen, damit sei Großbritannien womöglich auf Dauer gefangen. Die EU hat bereits versichert, dass sie das nicht wolle und der Backstop so kurz wie möglich gelten solle. Versucht wird nun, diese Zusage in verbindlichere Form zu gießen.

Wenn das Problem mit dem Backstop gelöst sei, werde sich auch eine Mehrheit im Unterhaus für den Deal finden, davon sei die Regierung in London fest überzeugt, betonte Außenminister Jeremy Hunt. Kritiker und die Opposition in London haben indes große Zweifel. Mays Mehrheit im Parlament wird ohnehin immer wackliger. Drei konservative Abgeordnete haben die Partei bereits verlassen, zwei weitere drohen für den Fall eines Austritts ohne Abkommen damit.

Oppositionschef Jeremy Corbyn reiste am Donnerstag selbst nach Brüssel, um bei der EU für seinen alternativen Plan zu werben. Er will den Backstop mit einer dauerhaften Zollunion und einer Anbindung Großbritanniens an den EU-Binnenmarkt überflüssig machen. Allerdings wäre dies genau die von den Brexit-Hardlinern verpönte dauerhafte Bindung an die EU. May lehnt dies mit Blick auf den Brexit-Flügel ihrer Partei ab.

Corbyn forderte, May müsse ihre roten Linien aufgeben, statt weiter auf Zeit zu spielen. Sein Plan sei glaubwürdig und realistisch. Er sei auch bereit, sich nochmals mit May zu treffen. Ein chaotisches Ausscheiden müsse vom Tisch. "Die Gefahr eines No-Deal-Austritts aus der Europäischen Union ist für Großbritannien sehr ernst und sehr präsent", sagte Corbyn.

Auch der britische Schatzkanzler Philip Hammond sieht den Brexit als "große schwarze Wolke" über der Wirtschaft seines Landes. Nur fünf Wochen vor dem EU-Austritt litten vor allem Unternehmen unter der unklaren Situation, sagte er der BBC.

Die US-Ratingagentur Fitch warnte, das Risiko eines "No Deal", sei gestiegen. Fitch setzte deshalb das Rating für Großbritannien auf "Watch Negativ" und deutete damit eine mögliche bevorstehende Herabstufung der Bonität des Landes an./si/DP/fba

21.02.2019

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 21.02.2019 - 17.00 Uhr

USA: Aufträge für langlebige Güter steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im Dezember weniger als erwartet gestiegen. Der gesamte Auftragseingang kletterte um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um 1,7 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Auftragseingänge noch um revidierte 1,0 Prozent gestiegen. Zunächst war ein Zuwachs von 0,7 Prozent ermittelt worden.

USA: Verkäufe bestehender Häuser fallen erneut

WASHINGTON - Der US-Häusermarkt entwickelt sich weiterhin schwach. Im Januar gingen die Verkäufe bestehender Häuser zum dritten Mal in Folge zurück. Im Vergleich zum Vormonat sanken sie um 1,2 Prozent, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel dagegen einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Der Rückgang im Vormonat wurde von 6,4 auf 4,0 Prozent korrigiert.

USA: Frühindikatoren fallen überraschend

WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Januar überraschend gefallen. Er sank zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte der Indikator stagniert.

USA: Philly-Fed-Index geht stark zurück

PHILADELPHIA - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Februar stark verschlechtert. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) fiel um 21,1 Punkte auf minus 4,1 Zähler, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2016. Analysten hatten mit einem wesentlich geringeren Rückgang auf 14,0 Punkte gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken überraschend stark

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gesunken. Die Zahl der Erstanträge sei in der vergangenen Woche um 23 000 auf 216 000 gefallen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem schwächeren Rückgang auf 228 000 Erstanträge gerechnet.

Kreise: China will mehr US-Agrarprodukte importieren

FRANKFURT - In den Handelsverhandlungen mit den USA bietet China informierten Kreisen zufolge höhere Agrarimporte an. Als Bestandteil einer umfassenden Vereinbarung würde China amerikanische Agrarprodukte im Wert von 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr zusätzlich einführen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit dem Vorschlag vertraute Personen.

Britischer Schatzkanzler warnt vor 'großer schwarzer Brexit-Wolke'

LONDON - Der britische Schatzkanzler Philip Hammond hat den Brexit als "große schwarze Wolke" über der Wirtschaft seines Landes bezeichnet. Nur fünf Wochen vor dem EU-Austritt sei es besonders für die Unternehmen unangenehm, immer noch keine Klarheit zu haben, sagte Hammond am Donnerstag dem Sender BBC.

ROUNDUP: Dienstleistungssektor stützt Unternehmensstimmung in Eurozone

LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Februar dank eines robusten Dienstleistungssektors überraschend deutlich aufgehellt. Experten sehen jedoch angesichts der verschärften Schwäche der Industrie kein Signal für eine positive Trendwende. Wie das Forschungsinstitut Markit am Dienstag in London mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft um 0,4 Punkte auf 51,4 Zähler.

ROUNDUP: Teuerung schwächt sich ab - Inflation im Januar bei 1,4 Prozent

WIESBADEN - Die Entwicklung der Energiepreise hat den Anstieg der Inflation in Deutschland zu Jahresbeginn gedämpft. Die Verbraucherpreise lagen im Januar 2019 um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Damit bestätigte die Wiesbadener Behörde eine erste Schätzung. Im Dezember lag die jährliche Teuerungsrate nach neuer Berechnung infolge einer Neugewichtung des Warenkorbes bei 1,6 Prozent. Von Dezember auf Januar sanken die Verbraucherpreise insgesamt deutlich um 0,8 Prozent.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

21.02.2019

Suding: Digitalpakt ist Schritt zu 'weltbester Bildung'

BERLIN (dpa-AFX) - Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Suding hat die vom Bundestag beschlossene Grundgesetzänderung unter anderem zur Digitalisierung der Schulen als Schritt zu "weltbester Bildung" bezeichnet. Das Ergebnis sei "weit fortschrittlicher als der ursprüngliche Entwurf der Bundesregierung", erklärte sie am Donnerstag. Dies sei auch der Arbeit von FDP und Grünen im Vermittlungsausschuss zu verdanken, die dort wichtige Punkte erreicht hätten. In Zukunft könne der Bund "nicht nur in Beton und Kabel, sondern auch in Köpfe investieren, wie zum Beispiel die Schulungen von Lehrkräften". Von der großen Koalition erwarte die FDP nun eine rasche Umsetzung.

Der Bundestag hatte die Grundgesetzänderung am Donnerstag beschlossen. Grundlage war eine Vereinbarung im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag vom Mittwochabend. Die Länderkammer soll Mitte März grünes Licht geben. Dann können fünf Milliarden Euro des Bundes für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Geräten und Lernprogrammen fließen, zwei Milliarden für neue Sozialwohnungen sowie eine Milliarde für den Schienen-Nahverkehr./bcf/DP/fba

21.02.2019

USA: Verkäufe bestehender Häuser fallen erneut

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Häusermarkt entwickelt sich weiterhin schwach. Im Januar gingen die Verkäufe bestehender Häuser zum dritten Mal in Folge zurück. Im Vergleich zum Vormonat sanken sie um 1,2 Prozent, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel dagegen einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Der Rückgang im Vormonat wurde von 6,4 auf 4,0 Prozent korrigiert.

Auf das Jahr hochgerechnet wurden im Januar 4,94 Millionen Häuser verkauft. Ökonomen hatten mit 5,0 Millionen Häusern gerechnet. Die Bestandsverkäufe sind von großer Bedeutung für den Immobilienmarkt, sie machen in den USA etwa 90 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens aus. Lediglich etwa 10 Prozent entfallen auf Neubauten./bgf/jsl/he

21.02.2019

USA: Frühindikatoren fallen überraschend

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Januar überraschend gefallen. Er sank zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte der Indikator stagniert.

Der Sammelindex setzt sich aus zehn Frühindikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen./jsl/bgf/he

21.02.2019

WDH/AKTIE IM FOKUS: Tesla fallen - Consumer Reports streicht Empfehlung

(Im ersten Satz wurde der Unternehmensname korrigiert: Tesla.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Aktien von Tesla sind am Donnerstag unter Druck geraten. Auslöser der Kursverluste war, dass die US-Verbraucherorganisation Consumer Reports das Model 3 des Herstellers von Elektrofahrzeugen von einer Empfehlungsliste gestrichen hatte. Die Papiere fielen um 1,7 Prozent auf 297,32 US-Dollar.

Auch die Marke Tesla selbst wurde von der Organisation von einer Top-Ten-Liste gestrichen, die in den USA große Beachtung findet. Zur Begründung hierfür verwies der Report auf Beschwerden von Verbrauchern über lose sitzende Außenteile des Fahrzeugs und defekte Scheiben. Diese würfen Zweifel auf hinsichtlich der Verlässlichkeit der Limousine./bek/he

21.02.2019

AKTIE IM FOKUS: Tesla fallen - Consumer Reports streicht Empfehlung

NEW YORK (dpa-AFX) - Aktien von Tesla Motors sind am Donnerstag unter Druck geraten. Auslöser der Kursverluste war, dass die US-Verbraucherorganisation Consumer Reports das Model 3 des Herstellers von Elektrofahrzeugen von einer Empfehlungsliste gestrichen hatte. Die Papiere fielen um 1,7 Prozent auf 297,32 US-Dollar.

Auch die Marke Tesla selbst wurde von der Organisation von einer Top-Ten-Liste gestrichen, die in den USA große Beachtung findet. Zur Begründung hierfür verwies der Report auf Beschwerden von Verbrauchern über lose sitzende Außenteile des Fahrzeugs und defekte Scheiben. Diese würfen Zweifel auf hinsichtlich der Verlässlichkeit der Limousine./bek/he

21.02.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Maue Geschäftsaussichten drücken Siltronic um fast 10 Prozent

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein erwarteter Gewinnrückgang beim Halbleiterkonzern Siltronic hat am Donnerstag dessen Aktien heftig unter Druck gebracht. Sie brachen um 8,90 Prozent auf 88,44 Euro ein und waren damit Schlusslicht im leicht schwächeren MDax .

Analyst Achal Sultania von der Credit Suisse senkte daraufhin sein Kursziel um etwas mehr als ein Fünftel auf 88 Euro. Er habe nun seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2019 und 2020 deutlich reduziert, begründete er seinen Schritt und bestätigte sein Anlageurteil mit "Neutral". Die geringe Berechenbarkeit der weiteren Geschäftsentwicklung, insbesondere das Tempo und Ausmaß der Kapazitätserweiterung, sei besorgniserregend.

"Siltronic hatte zwar zur Bekanntgabe der vorläufigen Jahreszahlen für 2018 signalisiert, dass der Start ins Jahr 2019 verhalten war und das neue Jahr insgesamt flau werden dürfte. Es ist dabei aber nicht gelungen, die Markterwartungen ausreichend zu dämpfen", konstatierte Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank.

Einem Händler zufolge kamen vor allem die erhöhten Abschreibungen am Markt schlecht an. Das Unternehmen rechnet 2019 beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zudem mit einem Rückgang um gut zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Etliche Analysten hätten indes mit einem Anstieg gerechnet oder zumindest mit einem stabilen Ebit.

Ein weiterer Börsianer strich negativ heraus, dass der Waferabsatz im ersten Halbjahr 2019 deutlich unter dem des zweiten Halbjahres 2018 liegen werde und zudem die Investitionen in Kapazität und Automatisierung erheblich steigen dürften. Alles in allem passten die Prognosen des Unternehmens nicht, wenn man auf eine Wachstumsstory setzen wolle./ck/la/he/ck/he

21.02.2019

AKTIE IM FOKUS: Maue Geschäftsaussichten drücken Siltronic um fast 10 Prozent

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein erwarteter Gewinnrückgang beim Halbleiterkonzern Siltronic hat am Donnerstag dessen Aktien heftig unter Druck gebracht. Sie brachen am Nachmittag um 9,66 Prozent auf 87,70 Euro ein und waren damit Schlusslicht im MDax der mittelgroßen Werte. Die schweizerische Bank Credit Suisse etwa senkte daraufhin ihr Kursziel für Siltronic um etwas mehr als ein Fünftel auf 88 Euro.

Er habe nun seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2019 und 2020 deutlich reduziert, begründete Analyst Achal Sultania seinen Schritt und bestätigte sein Anlageurteil mit "Neutral". Die geringe Berechenbarkeit der weiteren Geschäftsentwicklung, insbesondere das Tempo und Ausmaß der Kapazitätserweiterung, sei besorgniserregend.

"Siltronic hatte zwar zur Bekanntgabe der vorläufigen Jahreszahlen für 2018 signalisiert, dass der Start ins Jahr 2019 verhalten war und das neue Jahr insgesamt flau werden dürfte. Es ist dabei aber nicht gelungen, die Markterwartungen ausreichend zu dämpfen", konstatierte Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank.

Einem Händler zufolge kamen vor allem die erhöhten Abschreibungen am Markt schlecht an. Das Unternehmen rechnet 2019 beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zudem mit einem Rückgang um gut zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Etliche Analysten hätten indes mit einem Anstieg gerechnet oder zumindest mit einem stabilen Ebit.

Ein weiterer Börsianer strich negativ heraus, dass der Waferabsatz im ersten Halbjahr 2019 deutlich unter dem des zweiten Halbjahres 2018 liegen werde und zudem die Investitionen in Kapazität und Automatisierung erheblich steigen dürften. Alles in allem passten die Prognosen des Unternehmens nicht, wenn man auf eine Wachstumsstory setzen wolle./ck/la/he

21.02.2019

AKTIEN-FLASH: Henkel fest nach wie erwartet ausgefallenen endgültigen Zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der endgültige Quartalsbericht des Konsumgüterherstellers Henkel hat dessen Aktien am Donnerstag etwas Auftrieb beschert. Am frühen Nachmittag legten sie um 1,17 Prozent auf 89,56 Euro zu und erreichten wieder den höchsten Stand seit genau einem Monat.

Anleger reagierten erleichtert, dass nach der Gewinnwarnung im Januar die finalen Zahlen nun wie erwartet ausfielen. Es habe keine weiteren negativen Überraschungen mehr gegeben, hieß es. Analystin Celine Pannuti von JPMorgan sieht zwar auch nach der Telefonkonferenz zu den Zahlen keinen Grund zur Euphorie, zumal die herausfordernden Wettbewerbsbedingungen höher als erwartete Investitionen erforderlich machen könnten. Allerdings rechnet sie auch nicht mehr mit größeren Veränderungen der Konsensschätzungen./ck/fba

21.02.2019

AKTIE IM FOKUS: Quartalsausblick von SDax-Kandidat Adva vergrämt die Anleger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein enttäuschender Ausblick des Telekomausrüsters Adva hat dessen Aktien am Donnerstag unter Druck gebracht. Die vorgelegten Quartalszahlen fielen Experten dagegen zufolge recht gut aus. Kursstützend dürften ihnen zufolge außerdem die im März als sicher geltende Aufnahme in den SDax sein.

Am frühen Nachmittag büßten die Anteile im insgesamt nur wenig veränderten Gesamtmarkt 2,90 Prozent auf 6,875 Euro ein. Damit erholten sie sich leicht von ihrem knapp 7,5-prozentigen Verlust am Morgen. Bei 6,555 Euro waren sie zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mitte Januar gefallen.

Tags zuvor noch war die Adva-Aktie nach oben an die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend angelaufen und hatte diese mit einem Sprung auf 7,26 Euro getestet. Heute nun ging es dann nach dem Geschäftsbericht zunächst rapide abwärts. Dabei wurde nicht nur die bei knapp über 7 Euro liegende 90-Tage-Linie gerissen, sondern auch zeitweise die 200-Tage-Linie bei knapp unter 6,75 Euro. Sie ist für charttechnisch Interessiere ein wichtiger Indikator für den längerfristigen Trend der Aktie.

Analyst Robin Brass von Hauck & Aufhäuser sprach von insgesamt guten Quartalszahlen, aber durchwachsenen Aussagen des Anbieters von Telekommunikationsausrüstung zum ersten Quartal. "Das Umsatzziel von 124 bis 134 Millionen Euro für das erste Quartal liegt im Rahmen der Erwartungen, aber die Aussagen zur Profitabilität enttäuschen." Während Adva ein Pro-Forma-Betriebsergebnis zwischen 0 und 4 Prozent vom Umsatz in Aussicht stellt, seien am Markt bis zu 6 Prozent erwartet worden.

Zwar hält Brass den aktuellen Druck auf die Aktie für "etwas übertriebenen", verwies aber zugleich auf den guten Lauf des Papiers, das vor einigen Tagen wieder über die 7-Euro-Marke gesprungen war. Gestützt haben dürften bereits am Markt kursierende Spekulationen, dass das einstige TecDax-Unternehmen Mitte März in den SDax aufgenommen werden dürfte. Nun bekräftigten Index-Experten den bevorstehenden Aufstieg. Anfang März wird die Deutsche Börse ihre Indizes überprüfen und etwaige Änderungen mitteilen./ck/fba

21.02.2019

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux belässt Fielmann auf 'Reduce' - Ziel 50,50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Fielmann nach vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal auf "Reduce" mit einem Kursziel von 50,50 Euro belassen. Vor dem Hintergrund einer schwachen Vergleichsbasis hätten die Kennziffern den Erwartungen entsprochen, Dies schrieb Analyst Craig Abbott in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Der Ausblick der Optikerkette auf 2019 sei vage./ajx/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.02.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

21.02.2019

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für Fresenius auf 49 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Fresenius nach Zahlen zum vierten Quartal von 45 auf 49 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Kennziffern des Medizinkonzerns seien weitgehend im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Christoph Gretler in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Vor allem wegen einer niedrigeren Steuerquote und gesunkenen Zinskosten habe er seine Gewinnprognosen (bereinigtes EPS) für 2019 und 2020 erhöht./edh/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.02.2019 / 23:30 / UTC

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

21.02.2019

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse senkt Ziel für Siltronic auf 88 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Siltronic nach einem pessimistischen Ausblick auf 2019 von 112 auf 88 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. In Reaktion auf die enttäuschenden Jahresziele des Wafer-Herstellers habe er seine Umsatz- und ergebnisprognosen für 2019 und 2020 deutlich reduziert, schrieb Analyst Achal Sultania in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die geringe Berechenbarkeit der weiteren Geschäftsentwicklung sei besorgniserregend./edh/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.02.2019 / 22:54 / UTC

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

21.02.2019

ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Ziel für ElringKlinger auf 5 Euro - 'Sell'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für ElringKlinger nach Jahreszahlen von 6 auf 5 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Die Resultate des Autozulieferers hätten enttäuscht, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Deshalb habe er seine Gewinnprognosen für 2019 und 2020 deutlich reduziert./edh7ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.02.2019 / 15:30 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

Sie haben Fragen zu unseren News?
Gerne beraten wir Sie, kontaktieren Sie uns:

+49 (0)69/92022-480

vertrieb@dpa-AFX.de

dpa-AFX auf Twitter

Folgen Sie uns auf Twitter www.twitter.com/dpaAFX