dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

16.01.2019

Konzerne gründen Allianz gegen Plastik-Müll

FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX) - Rund 30 globale Konzerne haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um Plastik-Müll in der Umwelt zu reduzieren. Die Unternehmen aus der Chemie-, Kunststoff-, Konsumgüter- und Abfallbranche gründeten am Mittwoch in London eine Allianz, die bis 2024 etwa 1,5 Milliarden Dollar investieren will.

Ziel sei es, Lösungen und Technologien zu entwickeln, mit denen sich die unkontrollierte Plastik-Entsorgung etwa ins Meer stoppen lasse, erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt.

Das Geld der "Alliance to end plastic waste" ("Bündnis zum Ende von Plastikmüll") solle in Projekte für Recycling, Wiederverwertung und Sammlung von Kunststoffabfällen fließen. "Kunststoffe sind sehr leistungsfähige, vielseitig einsetzbare und ressourcenschonende Materialien", sagte VCI-Präsident Hans Van Bylen. Sie dürften aber nicht als Abfall in die Umwelt gelangen. Teil des Bündnisses sind die Energieriesen Shell und Total, der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble und die deutschen Unternehmen BASF , Covestro und Henkel .

Die Allianz will ihre Bemühungen zunächst auf Afrika und Asien-Pazifik konzentrieren, wo besonders viel Plastik-Müll in die Meere gerät. Dort sollen in Zusammenarbeit mit Regierungen und Verwaltungen etwa Entsorgungswege für Plastik aufgebaut, Gebiete von Müll gereinigt und Menschen über die Umweltschäden aufgeklärt werden.

Greenpeace begrüßte das Vorhaben. Es sei höchste Zeit, Kunststoff-Müll einzudämmen, sagte Manfred Santen, Experte für Plastik bei der Umweltorganisation. Die Konzerne müssten aber auch ihre Packungsgrößen für Konsumgüter oder Lebensmittel ändern, die gerade für arme Kunden in Schwellenländer immer kleiner würden. "Der Trend geht in die komplett falsche Richtung", kritisierte Santen.

Der Umweltverband WWF lobte ferner das finanzielle Engagement der Unternehmen. Es fehlten aber verbindliche Ziele sowie Bekenntnisse, die eigene Produktionsstätten und Lieferketten zu ändern. Kunststoff-Firmen müssten die Recyclingfähigkeit von Materialien verbessern und Konsumgüterhersteller unnötige Verpackungen vermeiden.

Die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastik ist eines der drängendsten Umweltprobleme weltweit. Im Jahr 2050 könnte in den Weltmeeren mehr Plastik als Fisch schwimmen, schätzt die EU. Sie will Plastik-Wegwerfartikel wie Trinkhalme und Besteck bis 2021 verbieten./als/DP/he

16.01.2019

BVI: Neugeschäft der Fondsbranche zieht wieder an - Geldmarktfonds gefragt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Fondsbranche hat im November wieder deutlich mehr Geld eingesammelt. Insgesamt warben die Vermögensverwalter netto rund 6,7 Milliarden Euro an neuem Kapital ein, teilte der Branchenverband BVI am Mittwoch in Frankfurt mit. Im Oktober hatten die Zuflüsse nur rund 2,6 Milliarden Euro betragen.

Im November flossen offenen Publikumsfonds 3,1 Milliarden Euro zu. Diese Produktkategorie wird sowohl von Kleinanlegern als auch von Investmentprofis genutzt. Offene Fonds sind jederzeit handelbar. Geschlossene Fonds spielten beim Aufkommen neuer Mittel kaum eine Rolle.

Bei den Unterkategorien der offenen Publikumsfonds gab es bei den als defensiv geltenden Geldmarktfonds mit 3,0 Milliarden Euro die mit Abstand deutlichsten Zuflüsse. Immobilienfonds sammelten 0,6 Milliarden Euro ein und Mischfonds verzeichneten Zuflüsse von 0,7 Milliarden Euro. Mischfonds können unter anderem sowohl in Aktien als auch in festverzinslichen Anleihen (Renten) investieren.

Rentenfonds verzeichneten hingegen Abflüsse von 0,1 Milliarden Euro. Aktienfonds verzeichneten sogar Rückgänge von 0,7 Milliarden Euro. Der bereits seit vielen Monaten schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China hatte auch im November die Stimmung an den Börsen belastet.

Gestützt wurde das Geschäft im November einmal mehr durch offene Spezialfonds. Sie verzeichneten Zuflüsse von 10,6 Milliarden Euro. Spezialfonds werden für institutionelle Investoren wie Versicherer oder Versorgungswerke aufgelegt.

Freie Mandate hingegen verbuchten Rückgänge in Höhe von 7,4 Milliarden Euro. Bei freien Mandaten handelt es sich um Vermögensverwaltungs-Aufträge, die außerhalb von Investmentfonds betreut werden./la/jkr/fba

16.01.2019

ROUNDUP 2: Auch Bank of America und Goldman Sachs glänzen - Aktien steigen

(Neu: Mehr Einordnung, aktueller Kurs, Stimmen)

CHARLOTTE/NEW YORK (dpa-AFX) - Die Bank of America und Goldman Sachs haben mit ihren Zahlen die Reihe sehr guter Bilanzen von US-Banken fortgesetzt. Wie schon der Branchenprimus JPMorgan sowie die Citigroup und Wells Fargo profitierten die beiden Geldhäuser von einem sehr guten Umfeld geprägt durch starke Aktienmärkte, wieder anziehenden Zinsen in den USA und die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump.

Die Bank of America verdiente laut Angaben vom Mittwoch im vergangenen Jahr fast 27 Milliarden US-Dollar (23,7 Mrd Euro) und damit 60 Prozent mehr als 2017. Selbst ohne die Steuerreform, die das Ergebnis 2017 belastet hatte und 2018 begünstigte, stieg das Ergebnis deutlich. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 18 Prozent auf knapp 35 Milliarden Dollar. Die Erträge legten um etwas mehr als vier Prozent auf 91 Milliarden Dollar zu. Das Ergebnis fiel damit besser aus, als Experten erwartet hatten.

Bank-of-America-Chef Brian Moynihan sieht sein Haus nach dem Rekordergebnis gut aufgestellt, um auch in den kommenden Jahren profitabel zu wachsen. "Jede unserer Sparten hat die Chance auf weiteres Wachstum". Finanzvorstand Paul Donofrio verwies zudem auf die sehr gute finanzielle Lage der Bank, die eine gute Grundlage für ein abermals starkes Ergebnis im laufenden Jahr ist. "Wir sind erneut bereit, zu liefern."

Die Aktie der US-Großbank mit einer Marktkapitalisierung von gut 270 Milliarden Dollar zog nach Bekanntgabe der Zahlen um 5,2 Prozent an. Nicht ganz so hoch waren die Kursgewinne bei Goldman Sachs - aber auch die Investmentbank konnte mit ihrem Ergebnis am Mittwoch die Investoren zunächst überzeugen. Das Papier legte 3,4 Prozent zu. Beide Papiere setzten damit den positiven Trend infolge der Zahlen anderer US-Banken fort.

Goldman Sachs konnte den Gewinn im vergangenen Jahr vor allem dank brummender Geschäften an den Aktienmärkten und niedrigeren Steuern deutlich steigern. Unter dem Strich verdiente die Bank nach Angaben vom Mittwoch knapp 10 Milliarden Dollar und damit 168 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor Steuern legte der Gewinn um zwölf Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar zu. Die Erträge legten um zwölf Prozent auf knapp 37 Milliarden Dollar zu.

Die fünf Institute Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan und Wells Fargo verdienten 2018 zusammen fast 110 Milliarden Dollar. Diese Zahl zeigt einmal mehr deutlich, wie weit die US-amerikanischen Häuser bis auf wenige Ausnahmen der internationalen Konkurrenz enteilt sind. Derzeit kann nur die britische HSBC mit ihrem starken Standbein in Asien mit den Amerikanern Schritt halten.

Für die Deutsche Bank, die vor der Finanzkrise zumindest noch in Schlagdistanz zu den meisten amerikanischen Häusern war, ist der Vergleich schmerzlich. Bei der größten deutschen Bank erwarten die Analysten derzeit im Schnitt gerade mal einen Überschuss von zirka 400 Millionen Euro - so viel Geld hatte JPMorgan im vergangenen Jahr an gerade mal fünf Arbeitstagen verdient.

Und Experten trauen den US-Banken wegen ihrer guten Aufstellung und anziehender Zinsen weitere Gewinnsprünge zu - wenn auch nicht mehr in so rasantem Tempo wie zuletzt, auch weil der Effekt der Steuerreform nicht mehr so groß sein wird. Bei JPMorgan rechnen die von Bloomberg erfassten Analysten derzeit damit, dass der Gewinn bis 2021 von 31 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf knapp 36 Milliarden Dollar steigt, bei der Bank of America liegt die Schätzung bei etwas mehr als 30 Milliarden Dollar.

So hohe Gewinne sind selbst bei gut laufenden europäischen Banken wie der BNP Paribas , HSBC oder der Santander nicht im Ansatz zu erwarten. Ein Grund für die großen Unterschiede zwischen den europäischen und US-amerikanischen Häusern ist der unterschiedliche Ansatz bei den Aufräumarbeiten nach der Finanzkrise. So zwang die US-Regierung auch vermeintlich gesunden Häusern wie JPMorgan Staatshilfe auf und konnte damit schneller Veränderungen durchsetzen. Die US-Banken konnten sich so schneller auf das neue Umfeld einstellen und reagieren.

Zudem hilft den US-Häusern, dass sie mit dem US-Markt einen wesentlich stärkeren Heimatmarkt haben. In Europa ist der Bankenmarkt nach wie vor sehr zersplittert - da der Finanzmarkt nach wie vor nicht einheitlich ist, kam es in den vergangenen Jahren nicht zu der von vielen Experten erachteten notwendigen Konsolidierung unter europäischen Banken. Selbst große und profitable Häuser wie die französische BNP Paribas oder die spanische Santander tun sich deshalb vor allem im Privatkundengeschäft schwer, europaweit flächendeckend präsent zu sein./zb/mne/mis/fba

16.01.2019

Warnstreiks bei Uniper legen mehrere Kraftwerke vorübergehend lahm

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Im Tarifkonflikt beim Kraftwerksbetreiber Uniper haben die Gewerkschaften den Druck erhöht. Warnstreiks am Mittwoch führten dazu, dass bundesweit mehrere Kraftwerken "abgemeldet" wurden, also nicht am Netz waren. Insgesamt legten rund 1200 Beschäftigte an diesem Tag an elf Standorten ihre Arbeit nieder, wie Verdi mitteilte. Am Vortag waren es zudem 300 Warnstreik-Teilnehmer aus der Düsseldorfer Zentrale und aus Azubi-Reihen gewesen. Die Chefetage müsse ihr Angebot endlich erhöhen, forderten die Protestierenden.

Das Kohlekraftwerk im ostwestfälischen Petershagen beispielsweise erzeugte am Mittwoch keinen Strom, 80 der gut 100 Beschäftigten traten dort laut Verdi in den Ausstand. Der Konzern hat in Deutschland rund 5000 Beschäftigte.

Der Warnstreik bezog sich auch auf das Kohlekraftwerk Gelsenkirchen Scholven. Für die dortige Anlage aber entschied ein Gericht nach Angaben von Uniper am Mittwochmorgen, dass der Warnstreik abgebrochen werden musste, da die Versorgung öffentlicher Einrichtungen gefährdet gewesen sei.

Im niedersächsischen Wilhelmshaven und im hessischen Großkrotzenburg ruhte die Arbeit in dortigen Kohlekraftwerken hingegen länger, nur Notbesetzungen mit wenigen Leuten waren aktiv - im hessischen Werk lief ein Gaskraft-Block weiter, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Im bayerischen Landshut kamen nach Verdi-Angaben rund 200 Uniper-Beschäftigte aus dem Finanzbereich und von Wasserkraftwerken zu einer Protestkundgebung zusammen.

Verdi und die IG Bergbau, Chemie, Energie fordern, die Vergütungen um 6,8 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten anzuheben. Uniper habe bisher lediglich eine Erhöhung in zwei Stufen um 1,8 Prozent und 2,3 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 25 Monaten angeboten. Uniper gehört zu den größten deutschen Stromproduzenten und betreibt bundesweit Kohle-, Gas und Wasserkraftwerke. Eine Firmensprecherin forderte die Gewerkschaften auf, bei dem Tarifrunden-Treffen am Donnerstag "konstruktiv über mögliche Kompromisse zu verhandeln"./wdw/DP/he

16.01.2019

Frankreich warnt vor Veto für Siemens-Alstom - Vorwürfe gegen EU

PARIS (dpa-AFX) - Im Tauziehen um die geplante Bahn-Fusion von Siemens und Alstom hat die französische Regierung die Brüsseler Wettbewerbshüter mit deutlichen Worten vor einem Veto gewarnt. "Eine Ablehnung der EU-Kommission wäre ein wirtschaftlicher Irrtum und auch ein politischer Fehler", sagte Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Mittwoch in Paris nach einer Kabinettssitzung.

Siemens und der französische Alstom-Konzern wollen gemeinsam den größten Hersteller von Zug- und Signaltechnik in Europa schaffen. Einiges deutet darauf hin, dass die EU-Kommission nicht bereit ist, den europäischen Binnenwettbewerb zu gefährden, um mit der Schaffung eines solchen Großkonzerns der globalen Konkurrenz zu begegnen.

Griveaux sagte, es sei nötig, einen industriellen Champion zu schaffen - auch um dem weltweit größten Zughersteller CRRC aus China zu begegnen. Falls der Deal in Europa scheitere, wäre das ein "schlechtes Signal" für die Menschen in Europa.

Europa habe viel geschafft in den vergangenen 20 bis 30 Jahren - "doch es (Europa) hat es nicht geschafft, unsere europäischen Mitbürger zu schützen, unsere Unternehmen zu schützen, unsere Beschäftigten zu schützen", sagte Griveaux.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf Proteste der "Gelbwesten" in Frankreich, ohne explizit deren Namen zu nennen. Die "Gelbwesten" wenden sich seit Mitte November gegen die Reformpolitik der Mitte- Regierung und von Staatschef Emmanuel Macron und lösten damit eine politische Krise im Land aus./cb/DP/jha

16.01.2019

ROUNDUP: Bauern rechnen mit stabilen Lebensmittelpreisen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Wocheneinkauf dürfte aus Sicht der Bauern trotz des zurückliegenden Dürresommers nicht teurer werden. "Die Lebensmittelpreise werden aller Voraussicht nach stabil bleiben", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Mittwoch vor der Grünen Woche in Berlin. Die weltgrößte Agrarmesse beginnt an diesem Freitag mit Rekordbeteiligung. Die Lebensmittelwirtschaft geht verhalten zuversichtlich in das neue Jahr, fürchtet aber Einbußen und Arbeitsplatzverluste durch einen ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens.

"Wir gehen mit neuem Elan in ein Jahr der Chancen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Die Landwirte erzielten stabile Preise für Milch und Getreide, können für Kartoffeln tendenziell sogar mehr verlangen. Dagegen blieben die Schweinepreise unter Druck.

Welche Preise letztlich die Kunden an der Supermarktkasse bezahlen, hängt aber nicht nur von den Bauern ab. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Handel gaben keine Prognose ab. 2018 waren Preise für Nahrungsmittel mit 2,5 Prozent überdurchschnittlich stark gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Der Umsatz der Lebensmittelhersteller wuchs dennoch nur wenig. 180 Milliarden Euro entsprachen nach den Branchenzahlen einem Plus von 0,3 Prozent, Wachstum brachte nur der Export. Dieses Jahr sollen die Erlöse um ein halbes Prozent zulegen, wie BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff sagte. Die Branchenkonjunktur stabilisiere sich auf Rekordniveau.

Die Ernährungsbranche hofft, dass es doch noch Vereinbarungen für einen Brexit gibt. Der Agrar-Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit Großbritannien liege bei rund 3,5 Milliarden Euro und sei fast doppelt so groß wie der gesamte Exportwert in die USA. Ohne Abkommen begännen die Schwierigkeiten schon beim Lkw-Transport, weil Fahrzeuge und Führerscheine nicht mehr anerkannt würden, erklärte Minhoff.

Rukwied warnte, die Folgen könnten dramatischer sein als die des EU-Russland-Embargos. Es habe Deutschlands Bauern im ersten Jahr Einkommenseinbußen von einer halben Milliarde Euro beschwert. "Großbritannien braucht Lebensmittel, insofern müssen da Lösungen gefunden werden", sagte Rukwied. Es gehe auch um Arbeitsplätze in Deutschland.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) sagte, betroffen sei auch die Fischerei, die bisher wichtige Fangmöglichkeiten in britischen Gewässern nutze. Die Bundesregierung werde sich in der EU um Antworten auf die jetzt entstehenden Probleme bemühen.

Auf der Grünen Woche präsentieren 1750 Aussteller aus 61 Ländern ihre Produkte aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Regionale Produkte, ökologische und vegane Ernährung sowie fairer Handel zählten auch in diesem Jahr zu den Trends, sagte Messechef Christian Göke. Bis zum 27. Januar werden rund 400 000 Besucher erwartet.

Begleitet wird die Messe von Debatten darüber, wie Tiere und Natur besser geschützt werden können. Auch die Kennzeichnung von Lebensmitteln ist ein Thema. Die Verbraucherzentralen forderten, bei Brot und Brötchen irreführende Werbung mit Fantasienamen wie "Fitmacherbrot" oder "Sportlerbrot" zu verhindern.

Inzwischen wirtschaftet jeder zehnte Bauernhof nach Bio-Kriterien, hieß es beim Bund Ökologische Landwirtschaft. Nachdem sich die Zahl 2017 um zehn Prozent erhöht hatte, rechnet der Verband für 2018 mit einem noch stärkeren Zuwachs. Grund seien stabile Preise für Bio-Lebensmittel und bessere Rahmenbedingungen.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt rief die Messebesucher auf, an den Ständen auch nachzuhaken, wie es den Beschäftigten auf den Betrieben gehe. So gebe es Missstände beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Erntehelfer aus dem EU-Ausland müssten die gleichen Rechte haben wie einheimische Kräfte, forderte die Gewerkschaft./sam/bf/DP/mis

16.01.2019

BaFin News: Berichterstattung zur Veränderungsanalyse

FRANKFURT (BaFin) -

Eine erstmalige Untersuchung der BaFin zeigt, dass die Solvency-II-Eigenmittel der Versicherer steigen und dass die Unternehmen diese Veränderungen im Großen und Ganzen schlüssig erläutern können

Copyright: Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht / www.bafin.de - (16.01.2019)

16.01.2019

US-Anleihen geben etwas nach

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Anleihen haben am Mittwoch im frühen Handel überwiegend leicht nachgegeben. In allen Laufzeiten stiegen im Gegenzug die Renditen. Die deutliche Abstimmungsniederlage der britischen Premierministerin Theresa May beim Brexit-Votum hinterließ an den Finanzmärkten kaum Spuren. Am Abend muss sich May im Parlament einem Misstrauensvotum stellen.

Auch die schwächer als erwartet gesunkenen Einfuhrpreise haben die Anleihen nicht beeindruckt. Außerdem stellt die US-Notenbank am Abend ihren Konjunkturbericht, das Beige Book, vor. Der Bericht beschreibt den Zustand der US-Wirtschaft. Der Einfluss auf die Märkte dürfte Marktbeobachtern zufolge jedoch gering sein.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 29/32 Punkten. Sie rentierten mit 2,55 Prozent. Fünfjährige Anleihen gaben um 2/32 Punkte auf 100 11/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,55 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen verloren 5/32 Punkte auf 103 11/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,73 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren büßten 12/32 Punkte auf 105 14/32 Punkte ein. Sie rentierten mit 3,09 Prozent./elm/jkr/mis

16.01.2019

GESAMT-ROUNDUP 2/Nein zum Vertrag: EU und Merkel fordern klare Linie von London

(neu: mehr Details und Hintergrund)

LONDON/BERLIN/STRASSBURG (dpa-AFX) - Nach der historischen Ablehnung des Brexit-Vertrages im britischen Parlament fordern EU-Spitzenpolitiker zügige Ansagen der Regierung in London. Großbritannien müsse nun alleine eine Lösungsmöglichkeit entwickeln, wurde Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch nach einer Sitzung im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages von Teilnehmern zitiert. Die CDU-Politikerin habe sich gegen Neuverhandlungen des Austrittvertrages zwischen London und Brüssel ausgesprochen. Gesprächen über eine Präzisierung des Verhältnisses Großbritanniens mit der EU würde sie sich aber nicht verweigern. Die Zeit drängt: Großbritannien will die Europäische Union am 29. März verlassen.

In London muss sich Premierministerin Theresa May nach ihrer Niederlage im britischen Unterhaus am Mittwochabend einer Misstrauensabstimmung stellen. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie die nötigen Stimmen bekommt und weitermachen kann. An diesem Montag will sie einen Plan B vorlegen, um einen chaotischen EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen doch noch zu verhindern. Wenn ein "No Deal"-Austritt ohne Abkommen verhindert werden soll, muss es bis Ende März eine Einigung geben.

Ihre Bemühungen um einen geregelten Brexit will Merkel indes fortsetzen. "Wir wollen den Schaden - es wird in jedem Fall einen Schaden geben durch den Austritt Großbritanniens - so klein wie möglich halten. Deshalb werden wir natürlich versuchen, eine geordnete Lösung weiter zu finden", sagte sie. Die Bundesregierung sei aber auch vorbereitet, wenn es keine geordnete Lösung gebe.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe eine gemeinsame Linie mit den europäischen Hauptstädten abgesteckt, sagte sein Sprecher Margaritis Schinas in Brüssel. Er forderte die britische Regierung erneut auf, zunächst ihre Position zu klären. "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nichts, was die EU noch tun könnte", sagte Schinas.

Außenminister Heiko Maas forderte die Briten auf, ihre Position möglichst schnell zu klären. "Die Zeit der Spielchen ist jetzt vorbei", sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katarina Barley, forderte zügige Vorschläge von London, wie das weitere Verfahren aussehen könne.

"Ein geordneter Austritt bleibt in den nächsten Wochen unsere absolute Priorität", sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier im Europaparlament. Allerdings sei die Gefahr eines "No Deal"-Brexits so groß wie nie. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier warnte vor den möglichen Folgen: "Es würden alle in Europa verlieren", sagte der CDU-Politiker im "Morgenmagazin" des ZDF. Vor allem die Briten würden unter einem ungeregeltem Ausstieg leiden. Dies hätte schwere Konsequenzen für Wohlstand und Arbeitsplätze.

Am Dienstagabend hatte das Parlament das zwischen Brüssel und London ausgehandelte Brexit-Abkommen überraschend deutlich abgelehnt. Premierministerin May kündigte an, sich mit allen Parteien zu treffen, falls das Parlament ihr das Vertrauen ausspreche.

EU-Politiker sehen jetzt Großbritannien am Zuge. "Bitte, bitte, bitte, sagt uns endlich, was ihr erreichen wollt", appellierte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), an das britische Parlament. Gleichzeitig bekräftigten die EU-Politiker, dass sie keine Alternative zu dem in Großbritannien abgelehnten Austrittsabkommen sehen und Nachbesserungen oder Zugeständnisse an London ablehnen. "Die Einigung, die wir mit der britischen Regierung gefunden haben - diese Vereinbarung von fast 600 Seiten - ist eine gute Vereinbarung", sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier. "Es ist natürlich ein Kompromiss. Aber es ist der bestmögliche Kompromiss."

In der Wirtschaft und bei Verbrauchern sorgte die Ablehnung des Abkommens für Verunsicherung. "Ein "No Deal" bedeutet nicht einfach nur Güterhandel mit Zöllen, sondern dürfte den Handel zwischen der EU und Großbritannien vorübergehend komplett zum Erliegen bringen", sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Dennis Snower. Der Präsident des Maschinenbauverbandes VDMA, Carl Martin Welcker, nannte es "schlicht verantwortungslos, dass die britische Regierungskoalition zehn Wochen vor dem Austrittstermin noch um eine einheitliche Position streitet".

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, forderte, Großbritannien müsse alles für einen geregelten Austritt tun. Viele Verbraucher planten bereits ihren Osterurlaub. "Sie brauchen dringend Klarheit darüber, welche Regeln dann gelten werden und ob sie bei einem Urlaub in Großbritannien noch auf ihre gewohnten Rechte vertrauen können." Pharmaverbände warnen im Falle eines ungeordneten Brexits vor Engpässen bei Medikamenten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält es für wahrscheinlich, dass die Briten nachverhandeln und dann erneut im Parlament abstimmen wollen. Er sei aber nicht sonderlich davon überzeugt, denn beim Brexit-Deal sei man schon zum Äußersten gegangen.

Dass die Briten erneut über den Brexit abstimmen könnten, hält der britische Botschafter Sebastian Wood für unwahrscheinlich. "Im Moment sehe ich keine Mehrheit im Parlament für ein zweites Referendum", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin".

Die Anleger an den Aktienmärkten reagierten gelassen auf die klare Ablehnung des Brexit-Abkommens. Europas Börsen legten sogar ein wenig zu./ted/bk/bw/tl/gma/als/vsr/DP/jha

16.01.2019

Ministerium erwartet keine Arzneimittel-Knappheit

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat der Warnung vor einer Medikamenten-Knappheit bei einem ungeordneten Brexit widersprochen. "Wir rechnen nicht mit Engpässen", versicherte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Voraussetzung sei allerdings, dass die betroffenen Pharmaunternehmen ihrer Verantwortung bei der Zulassung von Arzneimitteln nachkämen.

Die Pharmaverbände hatten zuvor gewarnt, ohne Übergangsphase könne die Versorgung mit Medikamenten empfindlich gestört werden. Fast jedes vierte Arzneimittel für die EU wird ihren Angaben zufolge in Großbritannien freigegeben und dürfte bei einem ungeordneten Brexit im übrigen Europa nicht mehr verkauft werden. Das Gesundheitsministerium sieht allerdings die Pharmaindustrie in der Pflicht, hier für die notwendige Zulassung zu sorgen./ax/DP/jha

16.01.2019

Merck Finck setzt 2019 auf wetterfeste Portfolios

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anleger müssen sich nach Ansicht von Merck Finck auf ein schwieriges Jahr einstellen. Moderates Wachstum, gepaart mit politischen Unsicherheiten und Zentralbanken, die dem Markt Geld entziehen, sind die Rahmenbedingungen für 2019, wie Investment-Chef Daniel Kerbach beim globalen Investmentausblick der Privatbank am Mittwoch in Frankfurt betonte.

Immerhin droht der Weltkonjunktur kein Absturz. Das globale Wachstum dürfte sich 2019 auf 3,0 bis 3,5 Prozent abschwächen, merkte Chefstratege Robert Greil an. Dabei werde die US-Wirtschaft einmal mehr die Nase vorne haben. Mit 2,3 Prozent dürfte sie den Euroraum, der gerade einmal um 1,6 Prozent expandiere, hinter sich lassen.

Für die Aktienmärkte bedeutet dies nach Ansicht Greils eine volatile Seitwärtsbewegung, die sorgfältige Aktienauswahl erfordert. Merck Finck setzt daher auf "wetterfeste Portfolios" mit Substanz-Aktien aus nichtzyklischen Sektoren wie der Pharma- und der Versorgerbranche. Im Anleihebereich bevorzugen die Münchener kurzlaufende US-Staatspapiere und europäische Kurzläufer von ausgewählten Unternehmen, dazu forderungsbesicherte Papiere aus Europa mit kurzer Laufzeit.

Böse Überraschungen von den Zentralbanken hält Kerbach für unwahrscheinlich. Angesichts von hoher Verschuldung und abflauender Konjunktur werde es die US-Notenbank bei ein bis zwei weiteren Leitzinsanhebungen in diesem Jahr belassen. Einfach werde es damit aber nicht, denn die Zeiten des Gelddruckens seien vorbei und die "Entwöhnungsphase der Geldflutung" werde hart.

Ein Comeback könnten indes die Schwellenländer und besonders China erleben. Attraktives Wachstum und die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der chinesischen Regierung sprächen für die Anlageregion, so Kerbach./mf/ajx/fba

16.01.2019

Aktien New York Ausblick: Dow dank guter Bank-Bilanzen moderat im Plus erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street könnte am Mittwoch an ihre freundliche Vortagsentwicklung anknüpfen. Dank erfreulicher Geschäftszahlen insbesondere der Großbanken Goldman Sachs und Bank of America taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Industrial knapp eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,17 Prozent höher bei 24 107 Punkten. Amerikanische Konjunkturdaten ließen die Anleger einmal mehr kalt.

Die Aktien von Goldman Sachs gewannen vorbörslich fast drei Prozent, nachdem die Investmentbank mit ihren Resultaten für das vergangene Jahr die Experten vor allem ertragsseitig positiv überrascht hatte. Verantwortlich dafür waren vor allem brummende Geschäfte an den Aktienmärkten und niedrigere Steuern. Bereits am Montag und Dienstag hatten die Titel von erfreulichen Zahlen der Branchenkollegen JPMorgan , Citigroup und Wells Fargo profitiert.

In den positiven Zahlenreigen der Konkurrenten reihten sich auch die Ergebnisse der Bank of America ein, deren Papiere daraufhin gar um über fünf Prozent anzogen.

Für Freude bei den Anlegern sorgte auch die Fluggesellschaft United Continental, die am Dienstag nach Handelsschluss über ein besser als erwartet verlaufenes Quartal berichtet hatte. Dies galt vor allem für den bereinigten Gewinn je Aktie, der die Vorstellungen selbst der kühnsten Experten übertraf. Die Aktien gewannen vorbörslich mehr als sechs Prozent.

Dagegen ging es für Ford-Titel um rund anderthalb Prozent nach unten. Der zweitgrößte US-Autobauer verfehlte ersten Berechnungen zufolge mit dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn je Aktie im vergangenen Jahr die Konsensschätzung knapp.

Beim weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock sorgte eine enttäuschende Gewinnentwicklung im abgelaufenen Quartal für ein vorbörsliches Minus von über ein Prozent. Wegen der Kursverluste an den Finanzmärkten hatten Anleger Gelder aus den üblicherweise teureren, aktiv gemanagten Fonds des Unternehmens in preiswertere Indexfonds umgeschichtet. Unter dem Strich sank das von Blackrock verwaltete Vermögen unter 6 Billionen US-Dollar.

Die Aktien von Snap stürzten gar um knapp zwölf Prozent ab, nachdem das Unternehmen hinter der Foto-App Snapchat über den Weggang seines Finanzchefs Tim Stone nach nur acht Monaten im Amt informiert hatte./gl/jha/

16.01.2019

Aktien Frankfurt: Dax unverändert - Anleger sind das Brexit-Chaos gewöhnt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die eindeutige Ablehnung des Brexit-Abkommens durch das britische Parlament hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch nicht aus der Ruhe gebracht. Das Brexit-Chaos scheint auf dem Parkett inzwischen keinen mehr wirklich zu beeindrucken. Viele Investoren scheinen zudem auf irgendeine Form der Einigung in letzter Minute zu setzen.

Der Dax notierte am Nachmittag auf 10 893,90 Punkten prozentual kaum verändert. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat auf der Stelle. Kursgewinne von 0,43 Prozent auf 22 736,02 Punkten gab es hingegen im MDax .

Vom ungeordneten Brexit, mit oder ohne einer Premierministerin May, bis zu einem späteren oder gar keinem Brexit seien nun wieder alle Optionen auf dem Tisch, sagte Jochen Stanzl, Analyst bei CMC Markets. "Die Börse zumindest schwankt in ihren Erwartungen zwischen einer Fristverlängerung und einem zweiten Referendum über die EU-Mitgliedschaft." Nur so sei die Seitwärtsbewegung nach der Abstimmung zu werten. Wirklich schlauer sei auf dem Börsenparkett derzeit keiner.

Mit 432 zu 202 Stimmen hatten die Abgeordneten in London am Dienstagabend gegen den Deal votiert, den die britische Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelt hatte. May muss sich nun an diesem Mittwoch einer Misstrauensabstimmung im Parlament stellen.

Im Dax bauten die Aktien der Deutschen Bank ihre kräftigen Gewinne nach überraschend guten Quartalszahlen der Bank of America und Goldman Sachs noch etwas aus. Mit plus 3,2 Prozent waren sie der stärkste Wert im deutschen Leitindex. Zuvor hatte bereits ein weiterer Pressebericht über ein mögliches Zusammengehen mit der Commerzbank die Fusionsfantasie genährt und den Kurs angetrieben. Die Commerzbank-Papiere verteuerten sich im MDax zuletzt um 2,7 Prozent.

Die Anteile der Lufthansa und der Deutschen Post erholten sich mit plus 2,6 beziehungsweise plus 2,3 Prozent von ihren Vortagesverlusten.

Deutliche Bewegungen zeigten zudem einige Aktien nach Umstufungen durch Analysten. So gab eine Kaufempfehlung der UBS der jüngsten Erholung von Fuchs Petrolub weiteren Schub. Die Anteile des Schmierstoffherstellers gewannen an der MDax-Spitze 4,5 Prozent.

Ferner profitierten im SDax die Papiere des IT-Dienstleisters Cancom mit plus 3,2 Prozent von einer Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe. Die Baader Bank senkte derweil mit ihrem neuen "Hold"-Votum den Daumen für die Anteile des Internet-Tierbedarfhändlers Zooplus und stufte die Aktien des Kohlenstoffspezialisten SGL Group auf "Buy" hoch. Zooplus sackten am SDax-Ende um 3,9 Prozent ab, SGL legten um 7 Prozent zu.

Negative Nachrichten gab es vom Online-Möbelversender Home24 , der im vergangenen Jahr weniger umgesetzt hat als zuletzt noch gehofft. Die im Sommer an die Börse gebrachte Rocket-Internet-Beteiligung hatte erst im November die Prognose für das Umsatzplus gesenkt. Die Aktien verloren nun mehr als 12 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,06 Prozent am Vortag auf 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,06 Prozent auf 142,43 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,12 Prozent auf 164,53 Punkte.

Insgesamt verhalten reagierten der Euro wie auch das Pfund auf das vom britischen Parlament abgelehnte Austrittsabkommen. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1393 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1424 (Montag: 1,1467) US-Dollar festgesetzt./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

16.01.2019

Aktien Frankfurt: Dax kaum verändert - Anleger sind das Brexit-Chaos gewöhnt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die klare Ablehnung des Brexit-Abkommens durch das britische Parlament hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch nicht geschockt. Sie reagierten vielmehr ruhig und gelassen.

Der Dax schwankte zwischen moderaten Kursaufschlägen und ebenso moderaten Verlusten. Gegen Mittag stand er mit 0,07 Prozent wieder leicht im Plus bei 10 899,76 Punkten. Für den MDax ging es um 0,13 Prozent hoch auf 22 667,93 Zähler. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte leicht zu.

Vom ungeordneten Brexit, mit oder ohne einer Premierministerin May, bis zu einem späteren oder gar keinem Brexit seien nun wieder alle Optionen auf dem Tisch, sagte Jochen Stanzl, Analyst bei CMC Markets. "Die Börse zumindest schwankt in ihren Erwartungen zwischen einer Fristverlängerung und einem zweiten Referendum über die EU-Mitgliedschaft." Nur so sei die Seitwärtsbewegung nach der Abstimmung zu werten. Wirklich schlauer sei auf dem Börsenparkett derzeit keiner.

Mit 432 zu 202 Stimmen hatten die Abgeordneten in London am Dienstagabend gegen den Deal votiert, den die britische Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelt hatte. May muss sich nun an diesem Mittwoch einer Misstrauensabstimmung im Parlament stellen.

Im Dax erholten sich die Anteile der Deutschen Post und der Lufthansa mit plus 2,1 beziehungsweise plus 1,9 Prozent von ihren Vortagesverlusten.

Deutsche Bank gewannen ebenfalls mehr als 2 Prozent. Hier nährte ein weiterer Pressebericht über ein mögliches Zusammengehen mit der Commerzbank die Fusionsfantasie. Auch die Papiere der Commerzbank verteuerten sich im MDax um 2 Prozent. Am Nachmittag könnten die anstehenden Geschäftszahlen von Goldman Sachs den Bankaktien weitere Impulse verleihen.

Deutliche Bewegungen zeigten einige Aktien nach Umstufungen durch Analysten. So gab eine Hochstufung von "Neutral" auf "Buy" durch die UBS der jüngsten Erholung bei Fuchs Petrolub weiteren Schub. Die Anteile des Schmierstoffherstellers gewannen an der MDax-Spitze 4,4 Prozent.

Die Papiere des Anlagenbauers Gea Group verloren nach einer Verkaufsempfehlung der Privatbank Hauck & Aufhäuser 1,1 Prozent. Im vorbörslichen Handel hatten sie noch mit Kursaufschlägen auf die Erholung der internationalen Milchpreise regiert. Gea ist stark auf die Molkereiwirtschaft ausgerichtet.

Zudem profitierten im SDax die Papiere des IT-Dienstleisters Cancom mit plus 4,6 Prozent von einer frischen Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe.

Die Baader Bank senkte derweil mit ihrem neuen "Hold"-Votum den Daumen für die Anteile des Internet-Tierbedarfhändlers Zooplus und stufte die Aktien des Kohlenstoffspezialisten SGL Group auf "Buy" hoch. Zooplus sackten am SDax-Ende um 3,7 Prozent ab, SGL legten um 6,1 Prozent zu.

Negative Nachrichten gab es vom Online-Möbelversender Home24 , der im vergangenen Jahr weniger umgesetzt hat als zuletzt noch gehofft. Die im Sommer an die Börse gebrachte Rocket-Internet-Beteiligung hatte erst im November die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzplus von rund 30 Prozent auf mehr als 20 Prozent gesenkt. Die Aktien verloren mehr als 9 Prozent./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

16.01.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Gelassenheit nach Brexit-Debakel für May

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Mittwoch auf die klare Ablehnung des Brexit-Abkommens durch das britische Parlament gelassen reagiert. Es hat den Anschein, als seien Händler und Investoren gut vorbereitet gewesen", sagte Chefstratege Michael McCarthy vom Broker CMC Markets.

Der Dax fiel zuletzt um minimale 0,08 Prozent auf 10 883,04 Punkte. Für den MDax trat bei 22 631,53 Zählern nahezu auf der Stelle. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg indes um 0,17 Prozent. "Panik auf dem Börsenparkett sieht anders aus", sagte Milan Cutkovic, Analyst beim Broker AxiTrader.

Mit 432 zu 202 Stimmen hatten die Abgeordneten in London am Dienstagabend gegen den Deal votiert, den die britische Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelt hatte. May muss sich nun an diesem Mittwoch einer Misstrauensabstimmung stellen.

Beschwichtigend wirken laut Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners zudem Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi, der am Vortag vor dem EU-Parlament zwar vor einer erwarteten Wirtschaftsabschwächung sprach, aber nicht von einer Rezession ausgeht.

Weit vorne im Dax erholten sich die Papiere der Deutsche Post mit plus 2 Prozent von ihren jüngsten Einbußen. Am Vortag waren Details zu einer womöglich geringer als gedacht ausfallenden Briefportoerhöhung am Markt nicht gut angekommen.

Top-Wert im Dax waren die Titel der Deutschen Bank mit plus 2,4 Prozent. Sie profitierten von einem weiteren Pressebericht über eine denkbare Fusion mit der Commerzbank . Die Papiere der Deutschen Bank gewannen 2,5 Prozent hinzu und die Anteilsscheine der Commerzbank stiegen im MDax um 2,7 Prozent.

Die Papiere des Anlagenbauers Gea Group verloren nach einer Verkaufsempfehlung der Privatbank Hauck & Aufhäuser ein knappes Prozent. Im vorbörslichen Handel hatten sie noch mit Kursaufschlägen auf die Erholung der internationalen Milchpreise regiert. Gea ist stark auf die Molkereiwirtschaft ausgerichtet.

Deutliche Bewegungen zeigten einige Aktien nach Umstufungen durch Analysten. So gab eine Hochstufung von "Neutral" auf "Buy" durch die UBS der jüngsten Erholung bei Fuchs Petrolub weiteren Schub. Die Anteile des Schmierstoffherstellers gewannen 3,8 Prozent.

Zudem profitierten die Papiere des IT-Dienstleisters Cancom mit plus 6,4 Prozent von einer frischen Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe. Die Baader Bank senkte mit ihrem neuen "Hold"-Votum den Daumen für die Anteile des Internet-Tierbedarfhändlers Zooplus und stufte die Aktien des Kohlenstoffspezialisten SGL Group auf "Buy" hoch. Zooplus sackten um 3 Prozent ab, SGL legten um 6,2 Prozent zu.

Negative Nachrichten gab es vom Online-Möbelversender Home24 , der im vergangenen Jahr weniger umgesetzt hat als zuletzt noch gehofft. Die im Sommer an die Börse gebrachte Rocket-Internet-Beteiligung hatte erst im November die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzplus von rund 30 Prozent auf mehr als 20 Prozent gesenkt. Die Aktien verloren 8 Prozent./ajx/mis

16.01.2019

Aktien Frankfurt Eröffnung: Kursgewinne nach Ablehnung des Brexit-Abkommens

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Mittwoch auf die klare Ablehnung des Brexit-Abkommens durch das britische Parlament gelassen reagiert. Es hat den Anschein, als seien Händler und Investoren gut vorbereitet gewesen", sagte Chefstratege Michael McCarthy vom Broker CMC Markets.

Der Dax rückte kurz nach der Eröffnung um 0,41 Prozent auf 10 936,34 Punkte vor. Damit bleibt die runde Marke von 11 000 Punkten, an der der Dax zuletzt mehrmals gescheitert war, in Schlagdistanz. Der MDax für die mittelgroßen Unternehmen gewann 0,42 Prozent auf 22 732,29 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,43 Prozent hoch.

Beschwichtigend wirken laut Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners zudem Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi, der am Vortag vor dem EU-Parlament zwar vor einer erwarteten Wirtschaftsabschwächung sprach, aber nicht von einer Rezession ausgeht.

Mit 432 zu 202 Stimmen hatten die Abgeordneten in London am Dienstagabend gegen den Deal votiert, den die britische Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelt hatte. May muss sich nun an diesem Mittwoch einer Misstrauensabstimmung stellen./ajx/mis

16.01.2019

Aktien Frankfurt Ausblick: Gelassenheit nach Ablehnung des Brexit-Abkommens

FRANKFURT (dpa-AFX) - Damit hatten die Märkte gerechnet: Das zwischen Großbritanniens Premierministerin Theresa May und der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen wurde vom britischen Parlament klar abgelehnt. Börsianer reagieren am Mittwoch entsprechend abgeklärt. "Es hat den Anschein, als seien Händler und Investoren gut vorbereitet gewesen", sagte Chefstratege Michael McCarthy vom Broker CMC Markets.

Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax signalisierte knapp eine Stunde vor der Eröffnung ein Plus von 0,33 Prozent auf 10 928 Punkte. Damit bleibt die runde Marke von 11 000 Punkten, an der der Dax zuletzt mehrmals gescheitert war, in Schlagdistanz.

Für den britischen Leitindex FTSE 100 zeichnet sich mit plus 0,2 Prozent ebenfalls eine etwas höhere Eröffnung ab und auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird um 0,5 Prozent fester erwartet. An der Wall Street hatten die großen Börsenindizes am Vorabend Gewinne eingefahren. In Fernost zeigten die Aktienmärkte keine einheitliche Richtung, größere Kursaufschläge gab es dort aber nicht.

Beschwichtigend wirken laut Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners zudem Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi, der am Vortag vor dem EU-Parlament zwar vor einer erwarteten Wirtschaftsabschwächung sprach, aber nicht von einer Rezession ausgeht.

Mit 432 zu 202 Stimmen hatten die Abgeordneten in London am Dienstagabend gegen den Deal von Premierministerin Theresa May votiert. Der Machtkampf zwischen der Regierung und dem Parlament über den Brexit-Kurs dürfte sich nun noch weiter verschärfen. Großbritannien will die Europäische Union bereits am 29. März verlassen. Gibt es bis dahin keine Einigung, droht ein Austritt aus der Staatengemeinschaft ohne Abkommen. Für diesen Fall wird mit chaotischen Folgen für die Wirtschaft gerechnet. May muss sich an diesem Mittwoch einer Misstrauensabstimmung stellen.

Unternehmensseitig geht es hierzulande zur Wochenmitte eher ruhig zu. Negative Nachrichten kommen aus dem Nebenwertesegment vom Online-Möbelversender Home24 , der im vergangenen Jahr weniger umgesetzt hat als zuletzt noch gehofft. Die im Sommer an die Börse gebrachte Rocket-Internet-Beteiligung hatte erst im November die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzplus von rund 30 Prozent auf mehr als 20 Prozent gesenkt.

Der Chemiekonzern BASF denkt derweil offenbar über die Zukunft seines Pigment-Geschäfts nach. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Vorbörslich bewegte dies die Aktien nicht.

Die Papiere des auch auf die Molkerei-Wirtschaft ausgerichteten Anlagenbauers Gea Group reagierten auf die Erholung der internationalen Milchpreise auf der Handelsplattform Tradegate mit vorbörslichen Aufschlägen von eineinhalb Prozent zum Xetra-Schluss.

Vorbörslich deutliche Gewinne von mehr als 4 Prozent gab es bei den Papieren des IT-Dienstleisters Cancom , die das Bankhaus Lampe auf "Kaufen" hochgestuft hatte./ajx/mis

16.01.2019

DAX-FLASH: Märkte reagieren ruhig auf Ablehnung des Brexit-Deals

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die harsche Ablehnung des Austrittsabkommens mit der EU durch das britische Parlament hat die Finanzmärkte zur Wochenmitte erst einmal kalt gelassen. "Die Märkte bleiben ruhig. Es hat den Anschein, als seien Händler und Investoren gut vorbereitet gewesen", sagte Chefstratege Michael McCarthy vom Broker CMC Markets. Der Broker IG taxierte den Dax knapp zwei Stunden vor Handelsstart 0,15 Prozent höher auf 10 908 Punkte. Der britische Leitindex FTSE 100 wurde kaum verändert taxiert.

An der Wall Street hatten die großen Börsenindizes am Vorabend mit Gewinnen geschlossen. In Fernost melden die Aktienmärkte überwiegend leichte Aufschläge. Der Goldpreis als ein Indikator für die Risikoaversion von Anlegern legt zwar leicht zu, US-Staatsanleihen gaben dagegen etwas nach.

Größere Schwankungen gab es vor und nach der Abstimmung vor allem beim britischen Pfund. Mittlerweile hat sich die Lage aber auch hier beruhigt. Die britische Währung notiert zum US-Dollar in etwa wieder auf dem Stand von vor dem Brexit-Votum. "Das zeigt, wie unsicher der Austrittsprozess bleibt und wie wenig mit der gestrigen Entscheidung erreicht worden ist", sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda an./bek/mis

15.01.2019

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gute Nachrichten aus China treiben Tech-Werte

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aussicht auf Steuersenkungen in China hat am Dienstag vor allem die konjunktursensiblen US-Technologiewerte beflügelt. Die Regierung in Peking will offenbar der schwächelnden Wirtschaft des Landes mit umfangreichen Steuersenkungen unter die Arme greifen. Dies könnte Börsianern zufolge auch positiv auf die Weltkonjunktur ausstrahlen. Die Ablehnung des zwischen Brüssel und London ausgehandelten Brexit-Abkommens durch das britische Parlament bewegte die Anleger derweil kaum.

Der Dow Jones Industrial machte seine Vortagesverluste mehr als wett und schloss 0,65 Prozent höher bei 24 065,59 Punkten. Damit bewegt sich der US-Leitindex wieder auf dem Niveau von Mitte Dezember.

Der marktbreite S&P 500 gewann 1,07 Prozent auf 2610,30 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 zog um 1,97 Prozent auf 6669,64 Zähler an.

Im Fokus der Anleger standen die Geschäftszahlen von Finanzinstituten. So machten die Aktien von JPMorgan anfängliche Verluste wett und legten am Ende um 0,73 Prozent zu. Die Bank hatte 2018 dank guter Geschäfte an den Finanzmärkten, der breiten Aufstellung und niedrigerer Steuern so viel verdient wie nie zuvor. Allerdings hatten Experten mit noch besseren Resultaten gerechnet. Vor allem die Sparte mit dem Handel von Anleihen, Währungen und Rohstoffen, auf die Investoren ein besonderes Augenmerk haben, enttäuschte.

Zudem verloren die Anteilscheine von Konkurrent Wells Fargo 1,55 Prozent. Das Geldhaus hatte seinen Gewinn im vergangenen Jahr nur dank geringerer Kosten gesteigert. Die Erträge hingegen waren zurückgegangen. Zudem wurden die Erwartungen der Experten verfehlt.

Bei UnitedHealth war derweil auch das Schlussquartal 2018 rund gelaufen. Der Krankenversicherer geht nun mit unverändertem Optimismus in das neue Jahr und die Aktien stiegen an der Dow-Spitze um 3,55 Prozent.

Dass Ford eine globale Allianz mit dem deutschen Konkurrenten Volkswagen eingeht, bescherte den Papieren des US-Autobauers nur zu Handelsbeginn Gewinne. Zum Handelsschluss verloren die Anteilscheine 1,67 Prozent. Erster konkreter Schritt der Zusammenarbeit sei die geplante Entwicklung von Transportern und mittelgroßen Pick-ups ab 2022, bestätigten Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett. Beide erwarten den Angaben zufolge ab 2023 operative Ergebnisverbesserungen. Eine Kapitalverflechtung der beiden Unternehmen sei nicht vorgesehen. Geprüft werde eine mögliche Zusammenarbeit bei Elektromobilität, autonomen Autos und Mobilitätsdiensten.

Analyst Adam Jones von der US-Bank Morgan Stanley nannte die nun bekannt gewordenen Details der Zusammenarbeit enttäuschend. Die Anleger hätten sich eine "expansive Allianz" erhofft, die das Zeug habe, die Branche zu verändern.

Die Aktionäre von Goodyear mussten ein Minus von rund 12 Prozent verkraften. Der Reifenhersteller hatte wegen zunehmend trüber Aussichten in China und Indien seine Gewinnerwartungen zurückgeschraubt.

Unter den Technologiewerten stiegen die Papiere des Software-Konzerns Microsoft um fast 3 Prozent. Im Nasdaq 100 schnellten die Anteilscheine von Netflix um 6,52 Prozent in die Höhe. Der Streaming-Dienst hatte die Preise für Kunden in den USA erhöht. Die Nachricht strahlte auch positiv auf die Anteilscheine des Online-Händlers Amazon aus, die 3,55 Prozent gewannen.

Der Eurokurs notierte zuletzt bei 1,1412 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1424 (Montag: 1,1467) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8754 (0,8721) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gaben um 2/32 Punkte auf 103 17/32 Punkte nach und rentierten mit 2,711 Prozent./la/fba

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

15.01.2019

Aktien New York Schluss: Gute Nachrichten aus China schieben Tech-Werte an

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aussicht auf Steuersenkungen in China hat am Dienstag vor allem die konjunktursensiblen US-Technologiewerte beflügelt. Die Regierung in Peking will offenbar der schwächelnden Wirtschaft des Landes mit umfangreichen Steuersenkungen unter die Arme greifen. Dies könnte Börsianern zufolge auch positiv auf die Weltkonjunktur ausstrahlen. Die Ablehnung des zwischen Brüssel und London ausgehandelten Brexit-Abkommens durch das britische Parlament bewegte die Anleger derweil kaum.

Der Dow Jones Industrial machte seine Vortagesverluste mehr als wett und schloss 0,65 Prozent höher bei 24 065,59 Punkten. Damit bewegt sich der US-Leitindex wieder auf dem Niveau von Mitte Dezember.

Der marktbreite S&P 500 gewann 1,07 Prozent auf 2610,30 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 zog um 1,97 Prozent auf 6669,64 Zähler an./la/fba

16.01.2019

Altmaier für 'Denkpause' nach Scheitern bei Abstimmung zu Brexit-Deal

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich nach dem Scheitern des Brexit-Abkommens im britischen Parlament für eine "Denkpause" ausgesprochen. Ein ungeordneter Brexit müsse verhindert werden, sagte Altmaier am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Der würde Arbeitsplätze kosten, besonders in Großbritannien, aber auch im übrigen Europa."

Es müsse jetzt besprochen werden, wie es weitergehe, sagte Altmaier. "Ich sehe mit dem gestrigen Ergebnis die Chance für eine Denkpause, die dazu führen kann, dass man auch in Gesprächen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien vernünftige Lösungen findet. Aber dazu müssen wir abwarten, bis die britische Politik ihre Position gefunden hat."

Sobald klar sei, dass Theresa May weiter Premierministerin sei nach dem Misstrauensvotum im Parlament am Mittwochabend, wovon viele ausgingen, müsse geklärt werden, was eigentlich die Position der britischen Regierung und des britischen Parlaments sei. "Bisher wissen wir nur, dass der bisherige Deal keine Mehrheit bekommen hat. Wir wissen aber nicht, wie die endgültige Position Großbritanniens aussehen wird. Es ist unser Interesse, dass dies geklärt wird."

Auf die Frage, ob die Frist für den Austritt Großbritanniens aus der EU verschoben werden könne, sagte der CDU-Politiker: ""Wir haben ja noch Zeit bis zum 29. März." Es sei wichtig, dass in Großbritannien geklärt werde, "wofür es eine Mehrheit gibt". Dies sei ein schwieriger Prozess.

"Für uns ist entscheidend, dass wir Europa zusammenhalten wollen, dass wir darauf Wert legen, dass Europa auch künftig mit einer Stimme spricht, und dass wir unsere wirtschaftlichen Interessen, unsere Arbeitsplätze, unsere Handelsbeziehungen schützen", sagte Altmaier. "Dafür haben wir notwendige Vorkehrungen getroffen und dafür ist es auch wichtig, dass es am Ende zu einer einvernehmlichen Regelung kommt."/ted/hoe/DP/he

16.01.2019

Studie: Investoren könnten 2019 weniger Geld in Immobilien stecken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Große Investoren könnten laut einer Studie 2019 weniger Geld in Immobilien stecken. Das Volumen für Käufe und Verkäufe von großen Wohnungsportfolios und Gewerbeimmobilien dürfte leicht zurückgehen, heißt es in einer Studie der Beratungsfirma EY, die am Mittwoch in Frankfurt vorgestellt wurde. Demnach rechnen die Autoren mit Transaktionen in Höhe von 72 bis 75 Milliarden Euro.

2018 hatten noch Immobilien im Wert von 78 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt, ein Plus von sieben Prozent binnen Jahresfrist. Grund für das erwartete Minus im neuen Jahr sei, dass Wohnungen gerade in Großstädten knapp und teurer seien. So wurden die meisten Transaktionen außerhalb der Metropolen verzeichnet. Zudem gebe es Engpässe im Bausektor, erklärte EY-Experte Christian Schulz-Wulkow.

Der Immobilienmarkt befinde sich nach Jahren der Preisanstiege in einer späten Phase des Aufschwungs. Mehr und mehr Investoren veräußerten Objekte für Gewinnmitnahmen und kauften nur noch selektiv, heißt es in dem Papier, für das rund 300 Investoren wie Banken, Fonds, Vermögensverwalter und Wohnungsgesellschaften befragt wurden. Angesichts der hohen Preise planten fast neun von zehn Teilnehmern Investitionen in ihren Bestand anstelle von Zukäufen.

Das Interesse der Investoren sei aber weiter groß. "Deutschland bleibt weltweit einer der attraktivsten Immobilienmärkte", sagte Schulz-Wulkow. So liegt der erwartete Transaktionswert von bis zu 75 Milliarden Euro weit über dem Schnitt der vergangenen 15 Jahre von gut 46 Milliarden. Hoch im Kurs bei Investoren stünden geteilte Büros ("Coworking"), möblierte Wohnungen mit Service für Geschäftsleute, Mikroapartments sowie Büros in Großstädten wie Frankfurt und Berlin./als/DP/he

16.01.2019

Frankreich: Brexit-Vertrag nicht mehr verhandelbar

PARIS (dpa-AFX) - Nach dem Nein des Londoner Parlaments zum Brexit-Abkommen erwartet die französische Regierung von Großbritannien einen Fahrplan für die nächsten Etappen. Staatschef Emmanuel Macron habe in einer Kabinettssitzung gesagt, dass Frankreich den Parlamentsbeschluss bedauere, sagte Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Mittwoch in Paris.

Das zwischen den 27 EU-Ländern und London ausgehandelte Brexit-Abkommen sei der "bestmögliche Vertrag". Griveaux fügte hinzu: "Er ist nicht neu verhandelbar."

Frankreich bereite sich - wie andere Staaten auch - nun auf einen möglichen EU-Austritt Großbritanniens ohne Vertrag vor, sagte Griveaux. Dazu soll es an diesem Donnerstag ein Treffen vom Premierminister Édouard Philippe und den zuständigen Fachministern geben./cb/DP/he

16.01.2019

Debatte über Misstrauensantrag gegen May: Corbyn fordert Neuwahl

LONDON (dpa-AFX) - Der britische Oppositionschef Jeremy Corbyn hat bei der Debatte über den Misstrauensantrag gegen die Regierung von Premierministerin Theresa May am Mittwoch eine Neuwahl gefordert. Die heftige Niederlage bei der Abstimmung über den Brexit-Deal habe gezeigt, dass die Regierung nicht in der Lage sei, weiterzumachen. "Diese Regierung hat unser Land im Stich gelassen, sie kann nicht regieren", sagte der Labour-Politiker.

May konterte, eine Neuwahl sei "das Schlechteste, was wir machen können". Sie würde die Spaltung im Land vertiefen, Chaos und Stillstand bringen.

Pete Wishart von der Schottischen Nationalpartei rief May zu: "Um Gottes Willen, Premierministerin, würden Sie bitte einfach gehen?"

May hatte am Dienstag mit 432 zu 202 Stimmen eine Abstimmung über ihr mit Brüssel ausgehandeltes Brexit-Abkommen verloren. Daraufhin hatte Corbyn einen Misstrauensantrag gestellt. Noch an diesem Mittwoch um 20.00 Uhr (MEZ) soll darüber abgestimmt werden. Erfolgschancen werden dem Sturzversuch kaum zugestanden./cmy/DP/jha

16.01.2019

Kretschmer fordert Gesetz für schnellen Infrastrukturausbau

DRESDEN (dpa-AFX) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat für die vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen eine gesetzliche Grundlage für den schnellen Ausbau der Infrastruktur gefordert. Bislang dauerten Maßnahmen wie der Bau von Autobahnen, Fernstraßen oder ICE-Verbindungen in Deutschland viel zu lange, kritisierte der CDU-Politiker am Mittwoch. "Deshalb braucht es ein Planungsbeschleunigungsrecht."

Außerdem müssten in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen Standortvorteile geschaffen werden, um neue Arbeitsplätze zu bekommen. Dafür müsse die EU ins Boot geholt werden, um zu einem einheitlichen Beihilferecht zu kommen, sagte Kretschmer. So könnten Unternehmen unterstützt werden bei Forschung und Entwicklung, aber auch bei ihren Investitionen, wenn sie ganz gezielt in diese Regionen gingen./mkl/DP/mis

16.01.2019

USA: Einfuhrpreise sinken schwächer als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Preise von in die USA importierten Gütern sind im Dezember schwächer als erwartet gesunken. Die Einfuhrpreise seien um 0,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten im Mittel mit einem Rückgang um 0,8 Prozent gerechnet. Der Anstieg vom Vormonat wurde von 0,7 auf 0,5 Prozent nach unten revidiert.

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Einfuhrpreise im Dezember um 1,0 Prozent. Erwartet wurde ein Rückgang um 1,3 Prozent. Die Einfuhrpreise können die Inflation auf Verbraucherebene beeinflussen, an der die amerikanische Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet./jkr/elm/jha/

16.01.2019

Merkel gegen Neuverhandlung des Brexit-Vertrages

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel hat sich nach dem klaren Nein des britischen Parlaments zum Brexit-Abkommen gegen Neuverhandlungen des Austrittvertrages ausgesprochen. Dies habe Merkel im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages erklärt, hieß es am Mittwoch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin von Teilnehmern. Großbritannien müsse nun alleine eine Lösungsmöglichkeit entwickeln, es solle kein Druck von Außen ausgeübt werden, wurde die Kanzlerin zudem zitiert. Sie wolle sich mit Spekulationen zurückhalten und nicht zur Kakophonie in der Diskussion beitragen.

Das britische Unterhaus hatte am Dienstagabend mit großer Mehrheit gegen das Austrittsabkommen gestimmt, das die britische Premierministerin May mit der EU vereinbart hatte. Großbritannien will die Europäische Union am 29. März verlassen. Gibt es bis dahin keine Einigung, droht ein Austritt ohne Abkommen und ein Chaos in den Beziehungen zu Großbritannien./bk/DP/jha

16.01.2019

Türkische Zentralbank hebt vor Kommunalwahlen Leitzins nicht an

ISTANBUL (dpa-AFX) - Die türkische Notenbank hat auch im Januar trotz anhaltend schwacher türkischer Währung und hoher Inflationsrate den Leitzins beibehalten. Wie die Zentralbank am Mittwoch nach der Zinssitzung mitteilte, soll er weiter bei 24 Prozent liegen.

Im März stehen in der Türkei Kommunalwahlen an. Die schlechte wirtschaftliche Lage ist für Regierung wie Wähler eines der Hauptthemen. Zentralbanken bekämpfen hohe Inflationsraten üblicherweise mit Leitzinserhöhungen. Höhere Zinsen machen aber Kredite für Firmen und Verbraucher aber teurer, was etwa Investitionen dämpft und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage drosselt.

Mitte September hatte die Zentralbank den Leitzins überraschend stark um 6,25 Punkte auf 24 Prozent erhöht. Die Notenbanker hatten damals angekündigt, man werde den strengeren geldpolitischen Kurs beibehalten, bis die Inflation sinke. Noch im Oktober war die Teuerungsrate zum ersten Mal seit 15 Jahren auf mehr als 25 Prozent geklettert. Im November und Dezember fiel sie aber leicht.

Die Landeswährung Lira hatte 2018 kurzzeitig bis zu 40 Prozent an Wert zum Euro verloren, was die Inflation angeheizt hatte. Die Währung hat sich in den vergangenen Wochen leicht erholt./rcf/DP/jkr

16.01.2019

EU plant Rekordbetrag für humanitäre Hilfe ein

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU hat für 2019 so viel Geld für humanitäre Hilfe eingeplant wie nie zuvor. Nach Angaben der EU-Kommission vom Mittwoch stehen aus dem Gemeinschaftshaushalt in diesem Jahr rund 1,6 Milliarden Euro bereit. Sie sollen unter anderem Menschen zugute kommen, die unter den Konflikten in Syrien und dem Jemen leiden.

"Humanitäre Hilfe alleine kann nicht alle Probleme lösen, aber wir müssen sämtliche Möglichkeiten nutzen, den schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen zu helfen", kommentierte der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides. Zehn Prozent der Mittel sollten deswegen in Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche fließen.

Neben Menschen aus dem arabischen Raum werden von den EU-Geldern auch unter Konflikten und Krisen leidende Bevölkerungsgruppen in Afrika, Lateinamerika und Asien profitieren. Zudem steht unter anderem Geld für die Opfer von Wetterkatastrophen und Betroffene des Ukraine-Konflikts bereit./aha/DP/mis

16.01.2019

ROUNDUP: Geldvermögen auf Rekordhoch - Erstmals mehr als 6 Billionen Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Menschen in Deutschland sind trotz der Zinsflaute in der Summe so vermögend wie nie zuvor. Das Geldvermögen der Privathaushalte stieg im dritten Quartal 2018 erstmals über die Marke von 6 Billionen Euro, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Gegenüber dem zweiten Quartal erhöhte sich die Summe um 76 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 6053 Milliarden Euro.

Dabei setzten die Deutschen vor allem auf Bargeld und Bankeinlagen, auf die sie schnell zugreifen können. Auch Kursgewinne bei Aktien, vor allem aus dem Ausland, und bei Anteilen von Investmentfonds trugen den Angaben zufolge zu dem Plus bei.

Die Bundesbank berücksichtigt bei der Berechnung des Geldvermögens Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen - nicht jedoch Immobilien. Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor.

Besonders beliebt sind nach wie vor Bargeld und Einlagen bei Banken - zum Beispiel Giro-, Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten. Und das, obwohl Banken und Sparkassen - wenn überhaupt - nur noch spärliche Zinsen bieten. Unter dem Strich verlieren die Sparer bei steigender Inflation sogar Geld. Der Vorteil aus Sicht der Verbraucher: Bei Bedarf können die Bestände rasch umgeschichtet werden.

Ende September steckten 2405 Milliarden Euro in Bankeinlagen oder wurden als Bargeld aufbewahrt, 31,5 Milliarden kamen im dritten Quartal hinzu. Fast ebenso hoch in der Beliebtheitsskala stehen Lebensversicherungen und andere Vorsorge fürs Alter. Hier erhöhten sich die Bestände zum Vorquartal um rund 17 Milliarden auf 2257 Milliarden Euro.

Um Aktien machen viele Bundesbürger nach wie vor einen Bogen. Mit 643,8 Milliarden Euro stiegen die Aktienbestände und sonstige Anteilsrechte zum Vorquartal (629,0 Mrd Euro) allerdings. Dazu kommen 595,7 (Vorquartal: 586,3) Milliarden Euro in Investmentfonds.

Einer Umfrage zufolge sind Vorbehalte gegen eine Geldanlage in Aktien in Deutschland weit verbreitet. In einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Aktieninstituts (DAI) und der Börse Stuttgart mit gut 2000 Teilnehmern gaben zwei Drittel (65 Prozent) der Nicht-Aktienbesitzer an, sie hielten solche Wertpapiere für zu riskant. Jeder zweite (48 Prozent) aus dieser Gruppe erklärte zudem, er halte eine Anlage in Aktien für umständlich.

Immerhin jeder dritte Nicht-Aktienbesitzer würde sich demnach bei einer besseren staatlichen Förderung mehr für eine Geldanlage an der Börse interessieren. In den USA beispielsweise fördert der Staat Alterssicherung über den Kapitalmarkt stärker.

Im Gegensatz zu Sparern profitieren Kreditnehmer von der Zinsflaute. Die privaten Haushalte nutzten die niedrigen Zinsen nach Angaben der Bundesbank auch im dritten Quartal 2018, um sich günstig Kredite zu verschaffen - vor allem für den Wohnungsbau. Die gesamten Verbindlichkeiten der Privathaushalte stiegen um 1,2 Prozent auf 1776 Milliarden Euro. Abzüglich der Schulden erhöhte sich das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte gegenüber dem zweiten Quartal 2018 um knapp 56 Milliarden Euro auf 4277 Milliarden Euro./mar/ben/DP/jha

16.01.2019

AKTIEN IM FOKUS 2: Goldman-Zahlen stützen Deutsche Bank neben Fusionsfantasien

(neue Fassung nach den Zahlen von Goldman Sachs)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein überraschend hoher Gewinn der US-Bank Goldman Sachs im abgelaufenen Quartal hat am Mittwoch auch die Aktien der Deutschen Bank weiter beflügelt. Die Papiere, die zuvor bereits von Fantasien über eine Fusion mit der Commerzbank angetrieben worden waren, stiegen am Nachmittag noch etwas höher und gewannen zuletzt 3,99 Prozent auf 7,785 Euro. Im MDax verteuerten sich zudem die Anteile der Commerzbank um 3,39 Prozent auf 6,40 Euro.

Erneut habe ein Mitglied der US-Bankenbranche die Aktien des deutschen Branchenprimus gestützt, sagte ein Börsianer. Dabei verwies er auf die Kursbewegungen der Deutsche-Bank-Aktie nach den Zahlen der Citigroup am Montag und denen von JPMorgan am Dienstag. Als die Citigroup-Papiere nach anfänglichen Verlusten ins Plus drehten, hatten sie auch die Papiere der Deutschen Bank mitgezogen, ebenso wie tags darauf JPMorgan. Zwar hatten alle drei US-Banken beim Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen enttäuscht, dafür aber positiv mit ihren Quartalsgewinnen überrascht.

Dass das die US-Bankenbranche stützt, sieht auch Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank so. Allerdings schränkte er ein: "Während es bei den US-Banken wieder richtig brummt und Goldman Sachs selbst nach bereits guten Zahlen der anderen US-Banken noch einmal überzeugen kann, glänzen die deutschen vor allem durch Spekulationen über eine mögliche Fusion." In den USA hätten Deregulierungen und Steuererleichterungen die Kassen der Finanzinstitute kräftig klingeln lassen und die Anleger erfreut. "Hierzulande hingegen sind die großen Banken froh, wenn sie eine schwarze Null schaffen und die Aktien wie heute etwa Auftrieb durch Übernahmegerüchte erhalten."

Auslöser für die neuerlichen Spekulationen über einen Zusammenschluss von Deutsche Bank und Commerzbank war ein Artikel im "Handelsblatt". Die Bundesregierung setze sich verstärkt für eine Fusion der beiden deutschen Geldhäuser ein, hieß es dort. Vertreter des Bundes hätten bei der Bankenaufsicht BaFin deswegen vorgefühlt.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte es immer mal wieder Medienberichte über eine mögliche Fusion gegeben. Erst vor kurzem hatte daher Analyst Markus Rießelmann von Independent geschrieben, dass derlei Gerüchte auch 2019 weiter aufkochen und zwischenzeitlich die Aktienkurse stützen dürften. Zumindest auf kurze Sicht hält er ein Fusionsszenario aber für unwahrscheinlich, da sich beide gegenwärtig mitten im Umbau befinden.

Profitieren konnten die Aktien von derlei Spekulation tatsächlich stets nur für kurze Zeit, während sich der übergeordnete Abwärtstrend fortsetzte. Die Papiere der Deutschen Bank büßten seit ihrem Zwischenhoch Anfang August 2018 rund ein Drittel an Wert ein und fielen Ende des Jahres auf ein historisches Tief bei 6,678 Euro. Die Aktien der Commerzbank sackten von ihrem Zwischenhoch Ende September ebenfalls um rund ein Drittel ab. Ende 2018 waren sie dann auf dem tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren angelangt. Seither zeichnet sich für die Anteilsscheine der beiden Finanzinstitute wieder eine Erholung ab./ck/gl

16.01.2019

ANALYSE: Baader Bank erwartet langsameres Wachstum von Zooplus

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Geschäfte des Online-Händlers für Haustierbedarf Zooplus dürften laut der Baader Bank an Schwung verlieren. Das Umsatz- und Ergebniswachstum des Unternehmens dürfte nachlassen, schrieb Analyst Volker Bosse in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Gleichwohl hält er Zooplus für ein attraktives Wachstumsunternehmen mit einer exzellenten Positionierung im Online-Haustiermarkt.

Das Wachstumstempo des Unternehmens dürfte im vierten Quartal und auch im Jahr 2019 nicht mehr das frühere Niveau von mehr als 20 Prozent erreichen, glaubt der Analyst. Zudem sollten die Unsicherheit rund um den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und dessen Folgen die Geschäfte auf der Insel belasten.

Dies könnte dazu beitragen, dass Zooplus sein für das Jahr 2020 formuliertes Umsatzziel von 2 Milliarden Euro verfehle, so Bosse. Auch das Profitabilitätsziel für 2020 sei gefährdet. Er senkte deshalb seine Erlös- und Gewinnprognosen für die Jahre 2018 bis 2020. Zudem stufte der Experte die Aktie von "Buy" auf "Hold" ab und reduzierte sein Kursziel von 170 auf 140 Euro.

Mit der Einstufung "Hold" traut die Baader Bank der Aktie je nach Risikokategorie eine Gesamtrendite (berechnet aus Kursanstieg und Dividende) von bis zu 10 Prozent beziehungsweise von bis zu 15 Prozent für die kommenden 12 Monate zu./edh/ag/mis

Analysierendes Institut Baader Bank.

16.01.2019

ANALYSE/Baader Bank rechnet bei SGL mit Rückkehr des Anlegervertrauens - 'Buy'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Eine erfreuliche Nachfrageentwicklung beim Kohlenstoff-Spezialisten SGL macht dessen Aktie laut der Baader Bank nach ihrem jüngsten Kurseinbruch wieder zum Kauf. Der nun tiefere Aktienkurs spiegele inzwischen großteils die Belastungen aus dem neuen Investitionsprogramm wider sowie auch den vorsichtigen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, schrieb Analyst Christian Obst in einer am Mittwoch vorliegenden Studie.

Zwar senkte der Experte zugleich das Kursziel von 12 auf 9 Euro, es signalisiert damit aber immer noch ein Kurspotenzial von aktuell fast 30 Prozent.

Anfang Dezember hatte SGL einen neuen Fünfjahresplan bekannt gegeben, woraufhin der Kurs einbrach. Doch nun gebe es gute Chancen, dass der SDax -Konzern das Vertrauen in seine Wachstumsstory zurückgewinnen kann, glaubt Obst. Dabei sollten die Automobil- und Luftfahrtindustrie und auch neue langfristige Rahmenverträge stützen, denn das Management habe zuletzt bestätigt, dass sich die Nachfrage besser als erwartet entwickelt habe.

Anfang Dezember 2018 angekündigte zusätzliche Investitionen dürften dadurch abgefedert werden. Zudem dienten sie vor allem der strukturell hohen und wachsenden Nachfrage nach Graphitpulver, das etwa zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien oder als Beschichtung in der LED-Produktion benötigt wird.

Eingestuft mit "Buy" traut die Baader Bank der SGL-Aktie entsprechend ihrer Risikokategorie 1 in den kommenden 12 Monaten eine Gesamtrendite (berechnet aus Kursanstieg und Dividende) von mehr als 15 Prozent zu./ck/ajx/mis

Analysierendes Institut Baader Bank.

Veröffentlichung der Original-Studie: 15.01.2019 / 13:46 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / MEZ

16.01.2019

AKTIE IM FOKUS: Cancom steigen - Lampe: Gut vorbereitet auf Konjunkturabkühlung

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Cancom-Aktien haben ihr jüngstes Zwischentief vom Wochenanfang schon zur Wochenmitte wieder hinter sich gelassen. Am Mittwoch schnellten sie in der Spitze bis auf 32,04 Euro hoch. Zuletzt waren sie mit 30,90 Euro noch 3,76 Prozent teurer als am Vortag.

Das Bankhaus Lampe sieht den IT-Dienstleiser gut aufgestellt im Fall einer wirtschaftlichen Abkühlung. Analyst Wolfgang Specht stufte die Anteile von "Hold" auf" Buy" hoch, senkte aber das Kursziel nach dem insgesamt schwachen Kursverlauf seit Sommer 2018 von 49 auf 40 Euro. Specht hält die unterdurchschnittliche Kursentwicklung für nicht gerechtfertigt, denn das Unternehmen wachse stärker als die Konkurrenz./ajx/mis

16.01.2019

AKTIEN IM FOKUS: DSV-Offerte beflügelt Panalpina und gibt Logistikern Auftrieb

ZÜRICH/KOPENHAGEN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Übernahmeangebot des dänischen Transport- und Logistikkonzerns DSV hat dem Schweizer Konkurrenten Panalpina am Mittwoch einen Kurssprung beschert. Davon profitierten auch die Aktienkurse anderer Branchenunternehmen wie Deutsche Post und Kühne & Nagel.

Nach einem anfänglichen Anstieg bis auf 179,30 Franken gewannen die Panalpina-Titel zuletzt noch rund 30 Prozent auf 178,40 Franken. Damit notierten sie über der DSV-Offerte, die aus eigenen Aktien und einer Barkomponente besteht und die Schweizer mit 170 Franken je Aktie beziehungsweise insgesamt rund vier Milliarden Franken bewertet.

Der Kursanstieg über den Angebotspreis hinaus deute darauf hin, dass der Markt auf ein mögliches Gegengebot eines Kontrahenten setze, sagte ein Börsianer. Auch Analyst Joel Spungin von der Privatbank Berenberg glaubt, dass noch andere Interessenten wie etwa die schweizerische Kühne & Nagel auf den Plan treten könnten. Dennoch ging es für DSV-Aktien um über viereinhalb Prozent nach oben.

Der genannte Börsianer verwies zudem darauf, dass die 24-prozentige Prämie auf den Panalpina-Schlusskurs vom Vortag eine höhere Bewertung der gesamten Branche nach sich ziehe. Die Anteilsscheine der Deutschen Post zählten mit mehr als zwei Prozent Plus zu den besten Werten im Dax sowie im EuroStoxx 50 . In Zürich ging es für Kühne & Nagel um über drei Prozent hoch.

Die Aktionäre von Panalpina würden von einem Kauf ihres Unternehmens durch DSV profitieren, glaubt Daniel Roeska vom Analysehaus Bernstein Research. Denn die Dänen hätten in der Vergangenheit bereits ihre Fähigkeiten beim Umbau von übernommenen Firmen bewiesen. Zudem entspreche die Offerte einer deutlich höheren Bewertung von Panalpina, als der Markt sie derzeit erfolgreichen Konkurrenten wie DSV selbst oder Kühne & Nagel zubillige.

Dennoch könnte das Panalpina-Management versuchen, die eigenen Aktionäre mit Verweis auf die steigende Profitabilität des Unternehmens davon zu überzeugen, dass mittelfristig ein noch besserer Preis herauszuschlagen sei, schreibt Analyst Christian Obst von der Baader Bank. Eine andere, höhere Offerte könne letztlich auf die Zustimmung der Aktionäre stoßen.

Über den Nutzen einer solchen Transaktion für die DSV-Anteilseigner gehen die Einschätzungen auseinander. Auch sie hätten etwas von einer solchen Transaktion, meint Berenberg-Experte Spungin. Die aus der Offerte resultierende Bewertung von Panalpina erscheine zwar hoch. Doch offensichtlich erwarte DSV, die niedrigen Margen von Panalpina deutlich steigern zu können.

Bernstein-Analyst Roeska ist diesbezüglich hingegen skeptisch. Eine Übernahme ergebe für die Dänen zwar strategisch Sinn, räumte er ein. Doch ein Deal in dieser Größenordnung sei nicht ohne Risiko, etwa angesichts eines mittelfristig möglichen, globalen Handelsabschwungs./gl/bek/mis

16.01.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Umsatzschwäche von Home24 schickt Aktie in den Keller

(neu: Kurs, Analyst und mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach einer Umsatzwarnung von Home24 drohen die Aktien des Online-Möbelhändlers am Mittwoch auf ein Rekordtief zu fallen. Die Papiere brachen gegen Mittag um knapp 11 Prozent auf 10,00 Euro ein. Damit stoppten sie ihren Kurssturz nur knapp über dem bisherigen historischen Tief von 9,60 Euro zu Beginn des Jahres.

Home24 setzte im vergangenen Jahr weniger um als erwartet. Das Geschäft habe nach dem heißen Sommer zwar wie erhofft angezogen, doch das habe nicht gereicht, um das Umsatzziel zu erreichen, teilte das Unternehmen mit, das noch zu rund einem Drittel der Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet gehört. Der Erlös dürfte 2018 zwischen 312 und 315 Millionen Euro liegen. Das wäre ein um Währungseffekte bereinigtes Plus von 18 bis 19 Prozent, was allerdings unter der erst im November auf "mehr als 20 Prozent" gesenkten Prognose läge.

Analyst Tushar Jain von Goldman Sachs verwies darauf, dass die durchschnittliche Analystenschätzung für den Umsatz 2018 aktuell 318 Millionen Euro beträgt. Mit Blick auf das neue Jahr dürften die Erwartungen nun sinken, schrieb er weiter. So unterstelle die Marktprognose gegenwärtig noch ein Umsatzplus von 25 Prozent. Diese Annahme dürfte nun jedoch nicht mehr zu halten sein, so der Experte.

Anleger, die die Aktien beim Börsengang im Juni vergangenen Jahres gezeichnet und seitdem gehalten haben, mussten herbe Verluste hinnehmen. Hatte der Ausgabepreis noch bei 23 Euro gelegen, so hat sich der Kurs inzwischen mehr als halbiert. Seit dem Rekordhoch Mitte Juli bei knapp 32 Euro ist inzwischen nicht einmal mehr ein Drittel übrig./bek/ck/jha/

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16.01.2019

ANALYSE/UBS: Ölpreis und neue Kapazitäten machen Fuchs Petrolub zu einem Kauf

ZÜRICH (dpa-AFX) - Wieder gesunkene Ölpreise sowie der Produktionsanlauf in vier neuen Anlagen stimmen die Experten der UBS für den Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub wieder optimistisch. Auf Zwölfmonatssicht dürfte dies mehr ins Gewicht fallen als die Risiken einer schwachen Autobranche, schrieb Analyst Ben Gorman von der Schweizer Großbank in einer am Mittwoch vorliegenden Studie.

Er verabschiedete sich von seiner bisherigen neutralen Einschätzung für die Aktie und empfiehlt sie nun zum Kauf. Das Kursziel hob er von 42,50 auf 45,00 Euro an, womit er beim aktuellen Kurs von etwa 40 Euro noch ein Potenzial von bis zu 12,5 Prozent sieht. Konkret rechnet der Experte mit seinem neuen Anlageurteil "Buy" damit, dass die Gesamtrendite der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent über der von der UBS erwarteten Marktrendite liegen wird.

"In die Papiere des Schmierstoffkonzerns ist die Gefahr eines weiteren Abschwungs in der Pkw-Produktion weitgehend eingepreist", betonte Gorman. Er hält einen Rückgang des Marktes in diesem Jahr um 20 Prozent bereits für berücksichtigt. Außerdem werde die Autobranche, die fast 30 Prozent zum Konzernumsatz von Fuchs beitrage, im Vergleich zu den anderen Geschäftsbereichen deutlich überschätzt.

Dabei verwies der UBS-Experte vor allem darauf, dass der Markt nicht nur den Rückenwind durch den Ölpreisrückgang ignoriere. Auch die vier neuen Produktionsanlagen von Fuchs in den USA, Asien und Afrika, die im laufenden und nächsten Jahr ihren Betrieb aufnehmen werden, hätten die meisten Börsianer bislang anscheinend nicht auf dem Schirm.

Gorman hob seine Schätzungen für das operative Ergebnis (Ebitda) für 2019 und 2020 an. Für 2019 etwa rechnet er nun mit einem Ebit-Wachstum aus eigener Kraft von rund 8 Prozent. Zugleich senkte er aber seine Ebitda-Prognose für 2021 wegen dann anstehender Anlaufkosten für einen weiteren Kapazitätsausbau in China./ck/tih/jha/

Analysierendes Institut UBS.

Veröffentlichung der Original-Studie: 15.01.2019 / 07:49 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 16.01.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

16.01.2019

AKTIEN IM FOKUS 2: Fusionsfantasie treibt Deutsche Bank und Commerzbank an

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ein weiterer Pressebericht über ein mögliches Zusammengehen der Deutschen Bank und der Commerzbank hat am Mittwoch die Fusionsfantasie der Anleger genährt. Die Papiere der Deutschen Bank zählten mit plus 2 Prozent zu den größten Kursgewinnern im Dax . Commerzbank verteuerten sich im MDax um 1,7 Prozent.

Das "Handelsblatt" berichtet, die Bundesregierung setze sich verstärkt für eine Fusion der beiden deutschen Geldhäuser ein. Vertreter des Bundes hätten bei der Bankenaufsicht BaFin wegen einer möglichen Fusion vorgefühlt. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Medienberichte über einen Zusammenschluss der beiden Banken gegeben.

"Die Spekulationen über eine Übernahme der Commerzbank durch die Deutsche Bank oder eine andere europäische Bank dürften auch 2019 anhalten", hatte Analyst Markus Rießelmann von Independent Research erst vor kurzem konstatiert. Zwischenzeitlich könne dies die Aktienkurse durchaus stützen.

Zumindest auf kurze Sicht sei ein Fusionsszenario aber unwahrscheinlich, fügte der Experte hinzu. Denn beide deutschen Institute befänden sich gegenwärtig mitten im Umbau. Operativ habe die Commerzbank vor allem mit den nach wie vor niedrigen Kapitalmarktzinsen zu kämpfen. So mache der Zinsüberschuss rund die Hälfte der Gesamterträge aus.

Profitieren konnten die Aktien von der Fusionsspekulation in der Tat stets nur für kurze Zeit. Der übergeordnete Abwärtstrend dauerte fort: Papiere der Deutschen Bank büßten vom Zwischenhoch von Mitte 2018 rund ein Drittel an Wert ein. Ende vergangenen Jahres fielen sie auf ein historisches Tief. Aktien der Commerzbank sackten vom Zwischenhoch Ende September ebenfalls um rund ein Drittel ab. Ende 2018 fielen sie auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren./bek/ajx/mis

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16.01.2019

AKTIE IM FOKUS: Talsohle durchschritten - SGL nach Baader-Empfehlung sehr fest

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Mit kräftigen Kursaufschlägen zur Wochenmitte scheint die Aktie der SGL Group ihre jüngste Talsohle allmählich hinter sich zu lassen. Das Papier des Kohlefaserspezialisten stieg in der Spitze bis auf 7,08 Euro und damit auf den höchsten Stand seit fast sechs Wochen. Zuletzt kostete es 6,885 Euro und war mit plus 4,32 Prozent unter den stärksten Werten im insgesamt nur wenig bewegten Nebenwerte-Index SDax .

Als Treiber erwies sich eine Hochstufung durch die Baader Bank von "Hold" auf "Buy". Der Aktienkurs reflektiere nun größtenteils die Belastungen aus dem neuen Investitionsprogramm und den vorsichtigen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, schrieb Analyst Christian Obst in einer aktuellen Studie. Zudem habe das Management bestätigt, dass sich die Nachfrage aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie besser als erwartet entwickelt habe. Obst senkte zwar sein Kursziel von 12 auf 9 Euro, signalisiert damit aber immer noch deutliches Kurspotenzial.

Noch Anfang Dezember waren die Aktien nach enttäuschenden Unternehmensprognosen mit einem Schlag um 20 Prozent eingebrochen. Bis Ende Dezember hatte sich die Talfahrt fortgesetzt. Mit einem Kurs von 5,90 Euro war der Wert auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2002 gerutscht. Danach aber fing sich die Aktie. Seit Januar greift nun die Erholung. Der Kurszuwachs seit Jahresanfang beläuft sich mittlerweile auf rund 13 Prozent./ajx/jha/

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16.01.2019

AKTIE IM FOKUS: Verkaufsvotum und Milchpreiserholung beschäftigen Gea-Aktionäre

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre des Anlagenbauers Gea waren am Mittwochmorgen hin und hergerissen zwischen einer Verkaufsempfehlung der Privatbank Hauck & Aufhäuser und Signalen einer weiteren Milchpreiserholung. Die Papiere des MDax -Konzerns schwankten im frühen Handel zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt ging es um 0,35 Prozent auf 23,17 Euro nach oben.

Erst Mitte Dezember hatte der Kurs einen Boden um die 21 Euro gefunden, nachdem er sich 2018 fast halbiert hatte. Gea leidet schon länger unter der Nachfrageschwäche aus der milchverarbeitenden Industrie. Das Ende des Superzyklus' der Molkereiprodukte ließ die Investitionen der Branche einbrechen. Das setzte dem Gea-Konzern zu, der als Maschinenbauer stark auf diesen Bereich ausgerichtet ist.

Analyst Frederik Bitter von Hauck & Aufhäuser rechnet nicht mit einer schnellen Besserung und sprach den Gea-Aktien zur Wochenmitte bei einem von 30 auf 18 Euro gesenkten Kursziel eine Verkaufsempfehlung aus. Die schwache Entwicklung in den Bereichen Molkereiprodukte und Getränke dürfte auf absehbare Zeit andauern. Gleichzeitig sorgten eine geringe Kapazitätsauslastung, Preisdruck und steigende Kosten für eine gefährliche Mischung bei der Gewinnmarge.

Anleger sollten laut Bitter auch vom neuen Management keine schnellen Lösungen erwarten. Vorstandschef Jürg Oleas scheidet nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2018 und der Übergabe an den künftigen Vorstandsvorsitzenden Stefan Klebert Mitte Februar 2019 aus dem Unternehmen aus.

Für einen Hoffnungsschimmer bei den Anlegern sorgte indes eine Erholung der Milchpreise. Laut Daten vom Dienstag knüpften sie bei der vierzehntägigen Auktion auf der Handelsplattform Global Dairy Trade an ihre Erholung der vergangenen Wochen an. Ein Händler wertete das als positives Signal./mis/tih/jha/

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