dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

19.07.2019

Ölpreise verändern sich zum Wochenausklang wenig

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag nach kräftigen Verlusten in der laufenden Woche stabilisiert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte zum Wochenausklang um 6 Cent auf 62,03 Dollar zu. Vor einer Woche hatte ein Barrel aber noch fast 67 Dollar gekostet. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel am Freitag um 17 Cent auf 55,13 Dollar. Damit kostete ein Barrel gut fünf Dollar weniger als vergangenen Freitag.

Am Vortag hatten Ängste vor einer weiteren Verschärfung im Handelsstreit zwischen den USA und China die Ölpreise belastet. Der US-Ölpreis war in der Spitze um mehr als zwei Dollar je Barrel gefallen. US-Präsident Donald Trump hatte Peking mit weiteren Strafzöllen gedroht.

Vor dem Wochenende werden die Ölpreise durch die Sorge vor einer Eskalation der Lage am Persischen Golf gestützt. Nach mehreren Zwischenfällen mit Öltankern erklärte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag, die USA hätten eine iranische Drohne zerstört. Der Iran bestreitet jedoch, eine Drohne verloren zu haben.

"Selbst die weitere Verschärfung der Krise im Mittleren Osten gibt den Ölpreisen momentan keinen nennenswerten Auftrieb", beschrieb Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank den Handel. "Wie es scheint, wachsen am Ölmarkt die Sorgen vor einem erneuten Überangebot." Die Nachfrage entwickele sich weniger robust als erwartet, sagte Fritsch und verwies auf die Internationale Energieagentur, die zuletzt ihre Prognose für die weltweite Nachfrage nach Rohöl gesenkt hatte./jsl/jha/

19.07.2019

Kombination mehrerer Faktoren kann bei A321neo zu Problemen führen

TOULOUSE (dpa-AFX) - Die EU-Luftfahrtbehörde EASA warnt Piloten vor möglichen Schwierigkeiten bei der Steuerung des Airbus -Flugzeugmodells A321neo. Dafür müssten aber mehrere Faktoren zusammenkommen, etwa eine Flughöhe von unter 30 Metern, wie ein Airbus-Sprecher am Freitag mitteilte. Die Probleme mit dem Modell seien während Entwicklungstests aufgefallen. Es seien aber keine Komplikationen im laufenden Betrieb festgestellt worden. Zuvor hatte die "Welt" darüber berichtet.

Die Crew an Board könne sofort auf eine solche mögliche Situation reagieren, betonte Airbus. Die Kunden seien informiert worden. Eine Lösung sei bis zum dritten Quartal 2020 verfügbar. Wie viele Flugzeuge genau davon betroffen sind, war zunächst unklar. Nach Angaben von Airbus wurde das erste Flugzeug der A321neo im April 2017 an Kunden ausgeliefert.

Airbus' größter Konkurrent Boeing steht nach zwei Flugzeugabstürzen stark unter Druck. Bei zwei Flugzeugabstürzen baugleicher Maschinen vom Typ 737 Max in Indonesien und Äthiopien starben im Oktober 2018 und März 2019 insgesamt 346 Menschen. Für den betroffenen Flugzeugtyp

- bis dahin das meistverkaufte Modell des Herstellers - wurden

weltweit Startverbote verhängt. Ob und wann Boeings 737-Max-Serie wieder abheben darf, ist derzeit unklar. Eine umstrittene Boeing-Steuerungssoftware steht nach ersten Erkenntnissen als mögliche Unglücksursache im Verdacht./mni/DP/jha

19.07.2019

IG Metall: Loewe-Sozialplan ist fix - Mitarbeitern wird gekündigt

KRONACH (dpa-AFX) - Für die mehr als 400 Mitarbeiter des Kronacher Fernsehherstellers Loewe ist ein Sozialplan beschlossen worden. Es gebe den "Minimal-Sozialplan" gemäß Insolvenzrecht, sagte der Bevollmächtigte der IG Metall Coburg, Jürgen Apfel, am Freitag. Je nach Betriebszugehörigkeit könnten die Beschäftigten die gesetzlich vorgesehenen maximal drei Monatsgehälter als Abfindung erwarten. Nach dem von Betriebsrat und Insolvenzverwalter unterschriebenen Sozialplan sei nun damit zu rechnen, dass allen Mitarbeitern bis Ende nächster Woche gekündigt und der Betrieb stillgelegt werde.

Das Amtsgericht Coburg hatte am 1. Juli das Insolvenzverfahren über das Vermögen des oberfränkischen Traditionsunternehmens eröffnet. Zugleich wurden der Bayreuther Rechtsanwalt Rüdiger Weiß zum Insolvenzverwalter bestellt und der Betrieb vorübergehend stillgelegt sowie die Belegschaft bis auf eine Kernmannschaft von 10 bis 15 Mitarbeitern freigestellt. Anschließend beauftragte der Insolvenzverwalter die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) mit der Investorensuche. Medienberichten zufolge soll es mit mehr als zehn Kaufinteressenten Werksbesichtigungen gegeben haben.

Die IG Metall kritisierte das Vorgehen. "Wenn erst mal die Kündigungen ausgesprochen sind, dann werden sich viele Mitarbeiter anders orientieren. Und je länger die Investorensuche dauert, desto mehr hat ein Investor das Problem, dass er keine Mitarbeiter mehr hat", sagte Apfel. Besser wäre es seiner Ansicht nach gewesen, eine Beschäftigungs- und Transfergesellschaft einzurichten "und mit allen Mitarbeitern an Bord intensiv nach einem Investor zu suchen". Während der dem regulären Insolvenzverfahren vorangegangenen vorläufigen Insolvenz in Eigenverwaltung sei wertvolle Zeit verloren worden.

Der Hersteller von hochwertigen TV-Geräten befindet sich tief in den roten Zahlen. Um profitabel zu arbeiten, müsste Loewe 180 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften, tatsächlich waren es 2018 nur 120 Millionen. 2013 war Loewe schon einmal insolvent gewesen, hatte die Krise aber überstanden./mac/DP/jha

19.07.2019

Deutsche Anleihen: Leichte Kursverluste - Italien-Anleihen unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Anleihen haben am Freitag etwas nachgegeben. Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel um 0,12 Prozent auf 173,40 Punkte. Der Future hatte allerdings am Donnerstagabend merklich zugelegt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf minus 0,33 Prozent.

Die Anleihekurse waren am Vorabend deutlich gestiegen. Vertreter der US-Notenbank hatten sich für rasche Leitzinssenkungen ausgesprochen, falls es Signale für eine Abschwächung der Wirtschaft gebe. Nach Einschätzung der Commerzbank wächst die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinssenkung um 0,50 Prozentpunkte für Ende Juli.

Am Vortag hatten Spekulationen über ein mögliches neues Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) dem Bund-Future Auftrieb verliehen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf Kreise gemeldet, dass sich EZB-Experten über das derzeitige Inflationsziel von mittelfristig knapp zwei Prozent Gedanken machten. Davon soll dem Bericht zufolge künftig eine Abweichung nach unten und oben möglich sein. Die Commerzbank hält jedoch eine Änderung des Ziels für unwahrscheinlich, da sich Chefvolkswirt Philip Lane immer wieder dagegen ausgesprochen habe.

In den meisten Ländern der Eurozone sanken die Renditen. In Italien stiegen sie jedoch merklich an. Dort wird über Neuwahlen spekuliert, auch wenn Italiens Innenminister Matteo Salvini zurückgerudert ist. Es werde keine Regierung stürzen, twitterte der Chef der rechten Lega am Donnerstagabend. Dennoch drohte der Vize-Premier dem Koalitionspartner, der Fünf-Sterne-Bewegung, mit Neuwahlen. "Wenn ich die Sachen machen kann, die den Italienern helfen, mache ich weiter. Wenn nicht, gehe ich nach Hause", sagte Salvini./jsl/he

19.07.2019

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 2. August 2019

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Freitag, den 2. August:

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MONTAG, DEN 22. JULI 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 NLD: Philips Halbjahreszahlen

07:00 CHE: Julius Bär Halbjahreszahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Logitech International Q1-Zahlen

KOR: Hyundai Motor Q2-Zahlen

USA: Halliburton Q2-Zahlen

USA: Celanese Q2-Zahlen

USA: Steel Dynamics Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 07/19

12:00 DEU: Bundesbank Monatsbericht 07/19

12:00 IRL: Erzeugerpreise 06/19

14:30 USA: CFNA-Index 06/19

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DIENSTAG, DEN 23. JULI 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

06:00 CHE: Cembra Halbjahreszahlen

06:45 CHE: UBS Q2-Zahlen

07:00 CHE: Kühne + Nagel Halbjahreszahlen

07:00 CHE: Lindt & Sprüngli Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Software AG Q2-Zahlen (endgültig)

07:00 NOR: Norsk Hydro Q2-Zahlen

07:15 AUT: AMS Q2-Zahlen

07:30 DEU: Hochtief Q2-Zahlen

11:00 GBR: Vodafone Hauptversammlung

12:55 USA: Coca-Cola Q2-Zahlen

13:00 USA: United Technologies Q2-Zahlen

18:00 NLD: ASM International Q2-Zahlen

22:01 USA: Texas Instruments Q2-Zahlen

22:05 USA: Visa Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

FIN: UPM-Kymmene Q2-Zahlen

FRA: Edenred Halbjahreszahlen

FRA: Faurecia Halbjahreszahlen

FRA: Hermes Q2 Trading Update

ESP: Endesa Halbjahreszahlen

ESP: Banco Santander Q2-Zahlen und ao Hauptversammlung

NLD: Randstad Halbjahreszahlen

KOR: Posco Q2-Zahlen

USA: JetBlue Airways Q2-Zahlen

USA: KeyCorp Q2-Zahlen

USA: Kimberly Clark Q2-Zahlen

USA: Biogen Q2-Zahlen

USA: The Travelers Cos Inc Q2-Zahlen

USA: Stanley Black & Decker Q2-Zahlen

USA: Hasbro Q2-Zahlen

USA: Harley-Davidson Q2-Zahlen

USA: Lockheed Martin Q2-Zahlen

USA: Snap Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 JPN: Maschinenwerkzeugaufträge 06/19 (endgültig)

10:00 PLD: Arbeitslosenzahlen 06/19

10:00 ESP: Handelsbilanz 05/19

14:00 HUN: Zentralbank Zinsentscheid

15:00 USA. FHFA-Index 05/19

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 06/19

16:00 EUR: Verbrauchervertrauen 07/19 (vorab)

SONSTIGE TERMINE

EUR: Ende der Prüffrist der EU-Kommission für die

Vodafone/Unitymedia-Übernahme

GBR: Der Nachfolger von Premierministerin Theresa May wird bekanntgegeben

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MITTWOCH, DEN 24. JULI 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

06:00 CHE: Lonza Halbjahreszahlen

07:00 CHE: Sulzer Halbjahreszahlen

07:00 DEU: DWS Q2-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Bank Q2-Zahlen (endgültig)

07:00 DEU: Covestro Q2-Zahlen

07:00 NLD: Akzo Nobel Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Metro AG Q3-Zahlen (Call 10.00 h)

07:30 DEU: Daimler Q2-Zahlen (endgültig)

07:30 DEU: Telefonica Deutschland Q2-Zahlen

07:30 NLD: KPN Halbjahreszahlen

07:30 FRA: PSA Group Halbjahreszahlen

08:00 ESP: Repsol Halbjahreszahlen

08:30 ESP: Iberdrola Halbjahreszahlen

12:50 USA: AT&T Q2-Zahlen

13:00 GBR: GlaxoSmithKline Halbjahreszahlen

13:00 USA: Nasdaq Q2-Zahlen

13:30 USA: Caterpillar Q2-Zahlen

13:30 USA: Boeing Q2-Zahlen

14:30 USA: UPS Q2-Zahlen

17:45 FRA: Vallourec Halbjahreszahlen

17:45 FRA: LVMH Halbjahreszahlen

17:45 FRA: Klepierre Halbjahreszahlen

19:00 DEU: Deutsche Börse Q2-Zahlen

22:05 USA: Facebook Q2-Zahlen

22:15 USA: Ford Motor Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

FRA: Valeo Halbjahreszahlen

FRA: TF1 Q2-Zahlen

FRA: Dassault Systemes Halbjahreszahlen

FRA: Kleppierre Halbjahreszahlen

USA: Norfolk Q2-Zahlen

USA: Boston Scientific Q2-Zahlen

USA: Xilinx Q1-Zahlen

USA: Tesla Q2-Zahlen

USA: Paypal Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

02:30 JPN: Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19 (vorläufig)

08:00 EUR: Acea Nfz-Neuzulassungen 06/19

08:45 FRA: Geschäftsklima 07/19

08:45 FRA: Produzentenvertrauen 07/19

09:15 FRA: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/19 (vorläufig)

09:30 DEU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/19 (vorläufig)

10:00 EUR: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/19 (vorläufig)

10:00 EUR: Geldmenge M3 06/19

15:00 BEL: Geschäftsklima 07/19

15:45 USA: Marit PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 07/19 (vorläufig)

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 06/19

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: Pk Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)

Baden-Württemberg zu Ergebnissen einer aktuellen Mitgliederbefragung

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DONNERSTAG, DEN 25. JULI 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 CHE: Roche Halbjahreszahlen

07:00 CHE: ABB Q2-Zahlen

07:00 CHE: Clariant Halbjahreszahlen

07:00 DEU: BASF Q2-Zahlen (endgültig) (Call 9.00 h)

07:00 DEU: Siltronic Q2-Zahlen

07:00 DEU: Kion Q2-Zahlen

07:00 DEU: Adva Optical Q2-Zahlen

07:00 DEU: Takkt Q2-Zahlen

07:00 CHE: STMicroelectronics Q2-Zahlen (Call 9.30 h)

07:00 FIN: Nokia Q2-Zahlen

07:00 FRA: Schneider Electric Halbjahreszahlen

07:00 BEL: UCB Halbjahreszahlen

07:00 BEL: Anheuser-Busch InBev Halbjahreszahlen

07:00 NLD: BE Semiconductor Q2-Zahlen

07:30 ESP: Telefonica Halbjahreszahlen

07:30 FRA: Danone Halbjahreszahlen

07:30 FRA: Scor Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Volkswagen Halbjahreszahlen (Call 9.00 h)

07:30 DEU: Aixtron Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Vossloh Q2-Zahlen

07:30 DEU: Krones Halbjahreszahlen (endgültig)

07:30 FRA: Orange Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Amadeus Fire Halbjahreszahlen

08:00 DEU: MTU Halbjahreszahlen (Call 11.00 h)

08:00 FRA: Total Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Wizz Air Q1-Zahlen

08:00 GBR: Anglo American Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Diageo Jahreszahlen

08:00 GBR: AstraZeneca Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Daily Mail Q3 Trading Update

08:00 NLD: Unilever Halbjahreszahlen

09:00 FIN: Konecrranes Q2-Zahlen

10:00 DEU: Heidelberger Druckmaschinen Hauptversammlung, Mannheim

11:00 DEU: Deutsche Bahn Halbjahreszahlen

12:30 USA: Southwest Airlines Q2-Zahlen

12:30 USA: 3M Q2-Zahlen

14:00 DEU: Deutsche Börse Call zu den Q2-Zahlen

17:35 FRA: Lagardere Halbjahreszahlen

17:45 FRA: Vivendi Halbjahreszahlen

17:45 FRA: Michelin Halbjahreszahlen

17:45 FRA: Carrefour Halbjahreszahlen

17:45 FRA: Kering Halbjahreszahlen

18:00 FRA: Saint-Gobain Halbjahreszahlen

22:01 USA: Intel Q2-Zahlen

22:02 USA: Starbucks Q3-Zahlen

22:05 USA: Alphabet Q2-Zahlen

22:05 USA: Mattel Q2-Zahlen

22:30 USA: Amazon Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Sika Halbjahreszahlen

DEU: Intershop Communications Halbjahreszahlen

DEU: Porsche AG Q2-Zahlen

DEU: EnBW Halbjahreszahlen

FRA: Casino Halbjahreszahlen

FRA: Accor Halbjahreszahlen

KOR: Hynix Q2-Zahlen

ITA: Mediaset Halbjahreszahlen

ITA: Saipem Halbjahreszahlen

JPN: Nissan Q1-Zahlen

PRT: EDP Halbjahreszahlen

USA: International Paper Q2-Zahlen

USA: Valero Energy Q2-Zahlen

USA: Comcast Q2-Zahlen

USA: Bristol Myers Squibb Q2-Zahlen

USA: Air Products Q3-Zahlen

USA: Dow Inc. Q2-Zahlen

USA: AbbVie Q2-Zahlen

USA: First Data Q2-Zahlen

USA: Goodyear Tire Q2-Zahlen

USA: Baxter Q2-Zahlen

USA: Juniper Networks Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

09:00 ESP: Erzeugerpreise 06/19

09:00 ESP: Arbeitslosenquote Q2/19

09:00 AUT: Industrieproduktion 05/19

10:00 DEU: Ifo-Geschäftsklimaindex 07/19

13:00 TRK: Zentralbank Zinsentscheid

13:45 EUR: EZB Zinsentscheid (14.30 h Pk)

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 06/19 (vorläufig)

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 06/19 (vorläufig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Pk VDMA Power Systems und Bundesverband Windenergie zu Ausbauzahlen

der Windenergie an Land im ersten Halbjahr 2019, Berlin

DEU: BGH urteilt über Klage gegen den Internethändler Amazon: Verletzen

Google-Anzeigen Markenrechte?

14:00 DEU: Urteilsverkündung in der Kündigungsschutzklage einer ehemaligen

Führungskraft gegen Volkswagen AG

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FREITAG, DEN 26. JULI 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 NLD: Signify Q2-Zahlen

07:00 DEU: Nemetschek Q2-Zahlen

07:00 DEU: Washtec Q2-Zahlen (endgültig)

07:15 CHE: Nestle Halbjahreszahlen

07:20 FRA: EdF Halbjahreszahlen

07:30 FRA: Renault Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Befesa Q2-Zahlen

07:50 ITA: Eni Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Pearson Group Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Vodafone Group Q1 Trading Update

08:00 SWE: Svenska Cellulosa Q2-Zahlen

12:00 DEU: Linde Hauptversammlung (Q2-Zahlen)

13:00 USA: Twitter Q2-Zahlen

14:00 USA: McDonald's Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Audi Halbjahreszahlen

DEU: PSI Software Halbjahreszahlen

DEU: Frosta Halbjahreszahlen

ESP: CaixaBank Halbjahreszahlen

USA: Colgate-Palmolive Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EUR: DBRS Ratingergebnis EFSF, ESM

EUR: Fitch Ratingergebnis Finnland, Tschechien

EUR: Moody's Ratingergebnis Finnland, Moldawien

EUR: S&P Ratingergebnis Slowakei

TERMINE KONJUNKTUR

08:45 FRA: Verbrauchervertrauen 07/19

14:30 USA: BIP Q2/19 (1. Veröffentlichung)

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MONTAG, DEN 29. JULI 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 FRA: Sanofi Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Siemens Healthineers Q3-Zahlen

08:00 DEU: Traton Halbjahreszahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: bet-at-home Halbjahreszahlen

ESP: ACS Halbjahreszahlen

NLD: Heineken Halbjahreszahlen

IRL: Bank of Ireland Halbjahreszahlen

IRL: Ryanair Q1-Zahlen

USA: NXP Semiconductors Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Einzelhandelsumsatz 06/19

09:00 ESP: Verbraucherpreise 07/19 (vorläufig)

09:00 ESP: Einzelhandelsumstz 06/19

10:00 ITA: Erzeugerpreise 06/19

SONSTIGE TERMINE

10:00 LUX: EuGH-Urteil zu Beihilfen für BMW-Werk in Leipzig

10:00 LUX: EuGH-Urteil zum Streit über Facebook-Gefällt-mir-Button

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DIENSTAG, DEN 30. JULI 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Fresenius Q2-Zahlen

07:00 DEU: FMC Q2-Zahlen

07:00 DEU: HeidelbergCement Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Lufthansa Q2-Zahlen (Call 11.00 h)

07:00 DEU: Delivery Hero Trading Statement

07:00 FRA: Capgemini Halbjahreszahlen

07:15 DEU: Grenke Q2-Zahlen

07:20 FRA: Air Liquide Halbjahreszahlen

07:30 ESP: Siemens Gamesa Q3-Zahlen

07:30 GBR: Dialog Semiconductor Q2-Zahlen (endgültig)

07:30 FRA: Rexel Halbjahreszahlen

08:00 GBR: BP Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Centrica Q2-Zahlen

08:00 GBR: Reckitt Benckiser Halbjahreszahlen

08:00 JPN: Sony Q1-Zahlen

08:00 KOR: LG Electronics Q2-Zahlen (endgültig)

12:25 USA: Eli Lilly Q2-Zahlen

12:45 USA: Merck & Co Q2-Zahlen

12:45 USA: Pfizer Q2-Zahlen

12:55 USA: Under Armour Q2-Zahlen

13:00 USA: Procter & Gamble Q2-Zahlen

22:00 NLD: Qiagen Q2-Zahlen

22:05 USA: Mondelez Q2-Zahlen

22:15 USA: Allstate Q2-Zahlen

22:15 USA: AMD Q2-Zahlen

22:30 USA: Apple Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

AUT: Palfinger Q2-Zahlen

DEU: Man SE Halbjahreszahlen

DEU: DMG Mori Q2-Zahlen

ESP: Enagas Q2-Zahlen

ESP: Ferrovial Halbjahreszahlen

FRA: Engie Halbjahreszahlen

FRA: L'Oreal Halbjahreszahlen

ITA: De Longhi Halbjahreszahlen

JPN: Nintendo Q1-Zahlen

USA: Altria Group Q2-Zahlen

USA: Mastercard Q2-Zahlen

USA: Conoco Phillips Q2-Zahlen

USA: Gilead Sciences Q2-Zahlen

USA: Amgen Q2-Zahlen

USA: Corning Q2-Zahlen

USA: Electronic Arts Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

JPN: BoJ Zinsentscheid

01:30 JPN: Arbeitslosenquote 06/19

01:50 JPN: Industrieproduktion 06/19 (vorläufig)

07:30 FRA: BIP Q2/19 (vorläufig)

08:00 DEU: GfK Verbrauchervertrauen 08/19

08:45 FRA: Konsumausgaben 06/19

09:00 DEU: Verbraucherpreise Sachsen 07/19

09:00 AUT: BIP Q2/19 (vorläufig)

10:00 DEU: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen, Bayeern 07/19

10:30 DEU: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 07/19

11:00 EUR: Verbrauchervertrauen 07/19 (endgültig)

11:00 EUR: Wirtschafts- und Industrievertrauen 07/19

11:30 DEU: Anleihe

Laufzeit: 2 Jahre

Volumen: 4 Mrd EUR

14:00 DEU: Verbrauchervertrauen 07/19 (vorläufig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 06/19

15:00 BEL: BIP Q2/19 (vorläufig)

16:00 USA: Verbrauchervertrauen

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil zur Europäischen

Bankenunion, Karlsruhe

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MITTWOCH, DEN 31. JULI 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 CHE: Credit Suisse Q2-Zahlen

07:00 CHE: LafargeHolcim Halbjahreszahlen

07:00 CHE: Swiss Re Halbjahreszahlen

07:25 CHE: SNB Q2-Zahlen

07:00 DEU: Osram Q3-Zahlen

07:00 DEU: Klöckner & Co Q2-Zahlen

07:00 AUT: OMV Q2-Zahlen

07:30 AUT: Erste Group Bank Q2-Zahlen

07:00 BEL: Solvay Halbjahreszahlen

07:00 FRA: BNP Paribas Halbjahreszahlen

07:00 NLD: Airbus Group Halbjahreszahlen

07:15 FRA: Air France-KLM Halbjahreszahlen

07:15 ESP: BBVA Halbjahreszahlen

07:30 DEU: RIB Software Q2-Zahlen

07:30 BEL: Umicore Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Puma Q2-Zahlen

08:00 GBR: Lloyds Banking Group Q2-Zahlen

08:00 GBR: Smith & Nephew Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Direct Line Insurance Group Halbjahreszahlen

08:00 CHE: Glencore Production Report Q2

08:00 NLD: Wolters Kluwer Halbjahreszahlen

08:30 FRA: Vinci Halbjahreszahlen

08:30 FRA: EssilorLuxottica Halbjahreszahlen

13:00 GBR: Fiat Chrysler Automobiles Q2-Zahlen

13:15 ITA: Intesa Sanpaolo Halbjahreszahlen

13:30 USA: Spotify Q2-Zahlen

18:00 FRA: Accor Halbjahreszahlen

22:05 USA: Zynga Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

ESP: Mediobanca Jahreszaheln

ESP: Mediolanum Halbjahreszahlen

ESP: Amadeus Halbjahreszahlen

FRA: Unibail-Rodamco-Westfield Halbjahreszahlen

GBR: Rentokil Initial Halbjahreszahlen

GBR: BAE Systems Halbjahreszahlen

JPN: Panasonic Q1-Zahlen

NLD: Euronext Halbjahreszahlen

USA: Qualcomm Q2-Zahlen

USA: Moody's Q2-Zahlen

USA: General Electric Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: DIW-Konjunkturbarometer

03:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gerwerbe und Diente 07/19

07:00 JPN: Wohungsbaubegine 06/19

07:00 JPN: Verbrauchervertrauen 07/19

08:45 FRA: Verbraucherpreise 07/19 (vorläufig)

09:00 ESP: BIP Q2/19 (vorläufig)

09:55 DEU: Arbeitslosenzahlen 07/19

10:00 ITA: Arbeitslosenquote 06/19 (vorläufig)

10:00 PLD: Verbraucherpreise 07/19 (vorläufig)

11:00 EUR: Arbeitslosenzahlen 06/19

11:00 EUR: BIP Q2/19 (vorab)

11:00 BEL: Arbeitslosenquote 06/19

11:00 ITA: Verbraucherpreise 07/19 (vorläufig)

11:30 DEU: Anleihe

Laufzeit: 10 Jahre

Volumen: 3 Mrd EUR

12:00 ITA: BIP Q2/19 (vorläufig)

14:15 USA: ADP-Beschäftigung 07/19

15:45 USA: PMI MNI Chicago 07/19

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

20:00 USA: Fed Zinsentscheid (20.30 h Pk mit Fed-Chef Jerome Powell)

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Bundesverfassungsgericht verhandelt weiter über milliardenschwere

Anleihenkäufe der EZB, Karlsruhe

10:30 DEU: Oberverwaltungsgericht NRW verhandelt Klage der Deutschen

Umwelthilfe zu Fahrverboten in Aachen, Münster

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DONNERSTAG, DEN 1. AUGUST 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 FRA: Societe Generale Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Siemens Q3-Zahlen

07:00 DEU: Fuchs Petrolub Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Evonik Q2-Zahlen

07:00 FRA: AXA Halbjahreszahlen

07:00 NLD: ING Group Q2-Zahlen

07:00 NLD: DSM Halbjahreszahlen

07:00 LUX: ArcelorMittal Halbjahreszahlen

07:05 ITA: Telecom Italia Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Rheinmetall Q2-Zahlen

07:30 DEU: BMW Q2-Zahlen

07:30 DEU: Hugo Boss Q2-Zahlen

07:30 DEU: Infineon Q3-Zahlen

07:30 DEU: Koenig & Bauer AG Q2-Zahlen

07:30 DEU: Modemarkt Adler Q2-Zahlen

07:30 ITA: Assicurazioni Generali Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Zalando Q2-Zahlen

08:00 AUT: Verbund Q2-Zahlen

08:00 FIN: Outokumpu Q2-Zahlen

08:00 GBR: RSA Insurance Group Halbjahreszahlen

08:00 GBR: London Stock Exchange (LSE) Q2-Zahlen

08:00 GBR: British American Tobacco Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Barclays Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Shell Halbjahreszahlen

08:15 GBR: Rio Tinto Halbjahreszahlen

09:00 DEU: Comdirect Halbjahres-Pk, Frankfurt

10:45 GBR: Standard Chartered Halbjahreszahlen

12:00 USA: Dowdupont Q2-Zahlen

12:30 USA: Cigna Q2-Zahlen

12:30 USA: Delphi Q2-Zahlen

13:15 USA: S&P Global Q2-Zahlen

13:30 USA: Verizon Communications Q2-Zahlen

14:00 USA: Kellogg Q2-Zahlen

14:30 USA: General Motors Q2-Zahlen

17:45 ITA: Pirelli Halbjahreszahlen

17:50 ITA: Enel Halbjahreszahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Rhön-Klinikum Q2-Zahlen

DEU: Deutz Q2-Zahlen

DEU: Wacker Chemie Q2-Zahlen

DEU: DIC Asset Q2-Zahlen

DEU: Hamborner Reit Q2-Zahlen

FRA: Veolia Environnement Halbjahreszahlen

GBR: Schroders Halbjahreszahlen

ITA: Autogrill Halbjahreszahlen

ITA: Banca Montei dei Paschi di Siena Halbjahreszahlen

USA: Intercontinental Exchange Q2-Zahlen

USA: Etsy Q2-Zahlen

USA: Pinterest Q2-Zahlen

USA: PKW-Absatz 07/19

TERMINE KONJUNKTUR

02:30 JPN: Jibun Bank PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19 (endgültig)

03:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19

09:15 ESP: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19

09:45 ITA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19

09:50 FRA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19 (endgültig)

09:55 DEU: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19 (endgültig)

10:00 EUR: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19 (endgültig)

10:30 GBR: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19

13:00 GBR: BoE Zinsentscheid und Sitzungsprotokoll

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/19 (endgültig)

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 07/19

16:00 USA: Bauinvestitionen 06/19

SONSTIGE TERMINE

10:30 DEU: Oberverwaltungsgericht NRW verkündet Urteil nach Klage der Deutschen

Umwelthilfe zu Fahrverbot in Aachen, Münster

HINWEIS

CHE: Feiertag, Börse geschlossen

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FREITAG, DEN 2. AUGUST 2019

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Lanxess Q2-Zahlen

07:00 DEU: Allianz Q2-Zahlen

07:00 DEU: Vonovia Halbjahreszahlen

07:00 FRA: Credit Agricole Q2-Zahlen

08:00 GBR: IAG International Airlines Halbjahreszahlen

08:00 GBR: BT Group Q1-Zahlen

14:00 USA: Exxon Mobil Q2-Zahlen

14:30 USA: Chevron Corporation Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

ITA: Ferrari Q2-Zahlen

AUT: Andritz AG Halbjahreszahlen

GBR: Royal Bank of Scotland Group Halbjahreszahlen

ITA: Buzzi Unicem Halbjahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

10:00 ITA: Industrieproduktion 06/19

11:00 EUR: Erzeugerpreise 06/19

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 06/19

11:00 ITA: Einzelhandelsumsatz 06/19

14:30 USA: Handelsbilanz 06/19

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 07/19

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 06/19

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 06/19 (endgültig)

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 07/19

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EUR: Fitch Ratingergebnis Griechenland, Andorra, Litauen

EUR: S&P Ratingergebnis Türkei, Albanien

EUR: Moody's + DBRS Ratingergebnis Irland

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt

die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

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19.07.2019

TAGESVORSCHAU: Termine am 22. Juli 2019

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Montag, den 22. Juli:

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TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 NLD: Philips Halbjahreszahlen

07:00 CHE: Julius Bär Halbjahreszahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Logitech International Q1-Zahlen

KOR: Hyundai Motor Q2-Zahlen

USA: Halliburton Q2-Zahlen

USA: Celanese Q2-Zahlen

USA: Steel Dynamics Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 07/19

12:00 DEU: Bundesbank Monatsbericht 07/19

12:00 IRL: Erzeugerpreise 06/19

14:30 USA: CFNA-Index 06/19°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt

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19.07.2019

ROUNDUP: Bulgarien ratifiziert Verträge für US-Kampfjets vom Typ F-16

SOFIA (dpa-AFX) - Das bulgarische Parlament hat Kaufverträge für acht fabrikneue US-Kampfjets F-16 für umgerechnet gut 1,1 Milliarden Euro ratifiziert. Damit will das ärmste, einst kommunistische EU-Land seine veralteten Kampfjets sowjetischer Bauart des Typs MiG-29 ersetzen. "Wir sind auf dem Weg, einen entschiedenen Schritt zur Modernisierung der bulgarischen Armee zu machen", sagte Verteidigungsminister Krassimir Karakatschanow vor der Abstimmung am Freitag. Bulgarien ist Nato-Mitglied seit 2004.

Nach einer lebhaften, mehrstündigen Debatte stimmte eine Mehrheit von 123 Volksvertretern der bürgerlichen Regierungspartei GERB, der nationalistischen mitregierenden WMRO sowie der oppositionellen Türkenpartei DPS mit Ja. 78 Parlamentarier der oppositionellen Sozialisten sowie nationalistischer Parteien, die allerdings an der Koalitionsregierung in Sofia beteiligt sind, widersetzen sich der "zu teuren Anschaffung" von Kampfjets des Typs F-16 Block 70 und stimmten mit Nein. Es gab zwei Enthaltungen.

Zur Finanzierung des Kaufs stockte das Parlament die Ausgaben für Verteidigung für das laufende Jahr um 2,1 Milliarden Lewa (gut 1 Mrd Euro) auf. Damit steigt das geplante Etatdefizit 2019 auf 2,23 Milliarden Lewa (1,14 Mrd Euro). Es erreicht jetzt statt 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) etwa zwei Prozent des BIP.

Die vier Verträge umfassen den Kauf der acht Kampfjets und ihre Ausstattung sowie die Schulung von Piloten. Die Kampfflugzeuge sollen stufenweise bis 2023 an das südosteuropäische Land geliefert werden./el/DP/jha

19.07.2019

ROUNDUP/Geplatzte Pkw-Maut: Scheuer legt Verträge offen

BERLIN (dpa-AFX) - Im Streit um die geplatzte Pkw-Maut will Verkehrsminister Andreas Scheuer mit der Offenlegung von Verträgen mit den eigentlich vorgesehen Betreibern in die Offensive kommen. Das Ministerium veröffentlichte am Freitag mehr als 2650 Seiten zur Erhebung der geplanten Maut, die bisher nur Bundestagsabgeordnete vertraulich lesen durften. "Wir stehen bei allen Fragen zur Pkw-Maut für maximal mögliche Transparenz", sagte der CSU-Politiker in einem im Internet veröffentlichten Video. Sein Ministerium habe diese Transparenz von Anfang an gewollt, aber die Unternehmen hätten eine Veröffentlichung zunächst explizit abgelehnt.

Das Interesse an den Verträgen ist groß, weil Scheuer sie mit den Unternehmen Kapsch und CTS Eventim abgeschlossen hatte, bevor Rechtssicherheit bestand - und sich nach dem Stopp der Maut durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) nun Schadenersatz-Ansprüche der Unternehmen ergeben könnten. Nach dem Urteil hatte das Ministerium die Verträge gekündigt.

Scheuer sagte, es gebe auch weiterhin Einschränkungen durch die Betreiber. Personenbezogene Daten sowie Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Dritter in den Verträgen dürften nicht gezeigt werden. Zunächst würden die Unterlagen daher so veröffentlicht, wie es juristisch korrekt sei. Bei den nun im Netz offengelegten Unterlagen plus Anhängen geht es um die Erhebung der Maut. Scheuer sagte, das Ministerium wolle auch den Vertrag zur Kontrolle der Maut veröffentlichen. Daran werde gearbeitet.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte: "Dass Andreas Scheuer unter massivem Druck die Mautverträge veröffentlicht, war überfällig." Das beantworte aber nicht die Frage, warum Scheuer dem Betreiber für den Fall eines negativen EuGH-Urteils eine "üppige Entschädigung" zugestanden habe. Scheuer habe dieses Risiko "völlig einseitig" beim Bund abgeladen, ohne dass dies im Bundeshaushalt abgesichert worden sei. "Das kann den Steuerzahler Hunderte Millionen, wenn nicht sogar über eine Milliarde kosten."

Sollten die Betreiber Schadenersatz für bereits erbrachte Investitionen und Leistungen fordern, könnte es ein Schiedsverfahren geben. Zu den umstrittensten Punkten gehören die Kündigungsgründe, die Scheuer aufgeführt hatte. Umstritten ist, ob die Voraussetzungen für eine solche Kündigung vorlagen. Falls nicht, steigen die Chancen der Unternehmen auf Schadenersatz - zu Lasten der Steuerzahler.

Scheuer hatte bereits drei Gründe für die Kündigung der Maut-Verträge genannt: Ordnungs- und Europarecht, die Leistung der Auftragnehmer und das Verhalten der Unternehmen nach der ausgesprochenen Kündigung

- denn diese hätten auch danach noch Unteraufträge an andere

vergeben. Zur Leistung des Vertragspartners sagte Scheuer unter anderem, es seien Fristen überschritten worden.

Die Zuschläge für den eigentlich vorgesehenen Betrieb hatte das Ministerium schon im vergangenen Jahr dem Ticketverkäufer CTS Eventim sowie dem Mautsystem-Anbieter Kapsch erteilt. Der Auftrag zur Kontrolle der Maut ging an Kapsch.

Der Verkehrsausschuss des Bundestags kommt kommenden Mittwoch zu einer Sondersitzung über die gescheiterte Pkw-Maut zusammen. Die Maut war ein Prestigeprojekt der CSU, das sie gegen den Widerstand der SPD und Bedenken in der CDU durchsetzte. Der EuGH kippte sie im Juni unter anderem, weil sie aus Sicht der Richter Ausländer diskriminiert hätte. Inländer wären nach den Plänen bei der Kfz-Steuer so entlastet worden, dass sie insgesamt nicht mehr gezahlt hätten als vorher./ted/DP/jha

19.07.2019

Hapag-Lloyd sieht sich trotz Handelsstreit im laufenden Jahr auf Kurs

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd hält trotz der Handelskonflikte an den Prognosen für das laufende Jahr fest. "Die Frachtraten haben sich gut entwickelt, und wir sehen eine hohe Auslastung unserer Schiffe. Bisher spüren wir die Handelskonflikte kaum", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Aber solche Streitigkeiten seien "natürlich nicht gut für den Welthandel und werden mittelfristig Auswirkungen haben, auch auf unser Geschäft", sagte er.

"Wir gehen aber unverändert davon aus, dass wir in den kommenden Jahren auf einem höheren Ratenniveau landen", sagte er dem Blatt. An den Prognosen für das laufende Jahr hält der Manager fest. Für 2019 sei weiterhin mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,6 bis 2,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,1 Mrd Euro) zu rechnen. Mit Blick auf die kommenden zwei Monate, wenn in der Branche Hochsaison herrsche, sei eine "positive Entwicklung" der Frachtraten zu erwarten./jha/he

19.07.2019

Pfeiffer Vacuum wird für laufendes Jahr pessimistischer

ASSLAR (dpa-AFX) - Der Vakuumpumpenspezialist Pfeiffer Vacuum blickt pessimistischer auf das laufende Jahr. Der Umsatz dürfte zwischen 640 und 660 Millionen Euro liegen, nach 659,7 Millionen im Vorjahr, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Freitag mit. Zuletzt waren noch 640 bis 680 Millionen Euro angepeilt worden. Auch bei der Profitabilität ruderte Pfeiffer Vacuum zurück. Die Ebit-Marge dürfte 11 bis 14 Prozent betragen, nach 14,4 Prozent ein Jahr zuvor und nicht wie bisher angenommen 12 bis 15 Prozent. Die Aktien büßten im späten Handel mehr als zwei Prozent ein

Die Ebit-Marge werde durch einen deutlichen Anstieg der geplanten Investitionen im zweiten Halbjahr weiteren Belastungen ausgesetzt sein, erwartet die Gesellschaft. Im zweiten Quartal belasteten ein weniger vorteilhafter Produkt-Kundenmix und die Fortführung der Investitionen für künftiges Wachstum und Profitabilität das Ergebnis, hieß es. Darüber hinaus litt Pfeiffer Vacuum unter negativen Wechselkurseffekten.

Im zweiten Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um mehr als sechs Prozent auf 157,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte um mehr als 27 Prozent auf 14,7 Millionen Euro ab. Die Ebit-Marge verschlechterte sich von rund 12,1 Prozent auf 9,3 Prozent./jha/he

19.07.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax knapp im Plus - Aber zweite Verlustwoche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag letztlich ein knappes Plus ins Ziel gerettet. Allerdings steht zum zweiten Mal in Folge ein Wochenverlust zu Buche.

Dabei war der deutsche Leitindex freundlich in den Tag gestartet. Schon ab dem späten Vormittag ging es aber bergab und zeitweise gar in den roten Bereich. Zum Handelsschluss notierte der Dax dann 0,26 Prozent fester bei 12 260,07 Punkten. Für eine durchwachsene Woche steht damit unter dem Strich ein Minus von über einem halben Prozent.

Der MDax der mittelgroßen Werte verabschiedete sich am Freitag 0,42 Prozent höher bei 25 845,12 Zählern. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es letztlich um 0,08 Prozent auf 3480,18 Punkte nach unten. Die nationalen Indizes in Paris und London hielten sich dagegen knapp im Plus. In New York notierte der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss moderat in der Gewinnzone.

"Das bisherige Jahreshoch bei 12 656 Punkten bleibt (beim Dax) vorerst das Maß der Dinge", schrieb Marktexperte Martin Utschneider vom Bankhaus Donner und Reuschel. Dieses liegt allerdings schon wieder zwei Wochen zurück. Die jüngsten Stabilisierungsversuche führen Beobachter unter anderem auf die weltweite Hoffnung auf billiges Geld von den Notenbanken zurück.

Während die Europäische Zentralbank (EZB) am kommenden Donnerstag die Leitzinsen noch nicht antasten dürfte, gilt Beobachtern eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed Ende des Monats als sicher. "Anleger sind derzeit hin- und hergerissen zwischen Wachstumszweifeln inklusive der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne und Zinssenkungshoffnungen", beschrieb Markus Reinwand von der Landesbank Helaba das Dilemma der Anleger.

Im Dax konnten sich die Aktien von Wirecard dank guter Nachrichten vom jüngsten Kursrutsch erholen: Mit plus fünfeinhalb Prozent setze sich der Zahlungsabwickler an die Indexspitze. Aldi Nord und Aldi Süd wollen künftig alle Zahlungen mit Kreditkarten sowie mit internationalen Debit-Karten in ihren deutschen Läden über Wirecard abrechnen. Baader-Bank-Analyst Knut Woller sieht in in dem Deal enormes Potenzial, die Zusammenarbeit noch auszuweiten.

Der Rückversicherer Munich Re profitierte mit über einem Prozent Kursplus von geringer als erwarteten Belastungen durch Großschäden im zweiten Quartal. Auch die Auflösung von Reserven für Basisschäden kam dem Unternehmen zugute.

Dagegen büßten Aktien von Software AG am MDax-Ende fast zwölf Prozent ein - sie waren damit so billig wie zuletzt im Januar 2016. Wegen der erneut enttäuschenden Quartalsentwicklung der größten Unternehmenssparte Integrationssoftware senkte das Unternehmen sein Jahresziel für den Bereich. Der dennoch bestätigte Konzernausblick half der Aktie nicht. Der Verbindungstechnik-Spezialist und Autozulieferer Norma verbuchte einen knapp neunprozentigen Kursrutsch - ebenfalls wegen einer Prognosesenkung

Dagegen gewannen Kion-Papiere nach einer positiven Analysteneinschätzung gut drei Prozent. Der Gabelstaplerhersteller dürfte im zweiten Quartal solide abgeschnitten haben und seine Ziele bestätigen, schrieb Frederik Bitter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Scout24 schaffte ein ähnlich hohes Kursplus. Der Internetportalbetreiber will in den kommenden zwölf Monaten Aktien für bis zu 300 Millionen Euro zurückkaufen.

Im Nebenwerte-Index SDax setzten die Aktien von Heidelberger Druck ihre Talfahrt vom Vortag fort und verloren fast zwölf Prozent. Die Papiere hatten bereits am Donnerstag fast 16 Prozent an Wert verloren, nachdem der Druckmaschinenhersteller mit Blick auf seine schwachen Quartalsergebnisse die Jahresziele gestrichen hatte. Mit 0,988 Euro ist die Aktie nun wieder ein Pennystock - wie bereits in der Krise 2012.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,36 Prozent auf minus 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 145,10 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,08 Prozent auf 173,46 Punkte.

Der Eurokurs sank zuletzt auf 1,1223 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,1226 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8908 Euro gekostet./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

19.07.2019

Aktien Frankfurt Schluss: Dax knapp im Plus - Aber zweite Verlustwoche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag letztlich ein knappes Plus ins Ziel gerettet. Allerdings steht zum zweiten Mal in Folge ein Wochenverlust zu Buche.

Dabei war der deutsche Leitindex freundlich in den Tag gestartet. Schon ab dem späten Vormittag ging es aber bergab und zeitweise gar in den roten Bereich. Zum Handelsschluss notierte der Dax dann 0,26 Prozent fester bei 12 260,07 Punkten. Für eine durchwachsene Woche steht damit unter dem Strich ein Minus von über einem halben Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte verabschiedete sich am Freitag 0,42 Prozent höher bei 25 845,12 Zählern./gl/he

19.07.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Zinsfantasie gibt etwas Auftrieb

NEW YORK (dpa-AFX) - Hoffnungen auf niedrigere Zinsen sowie positive Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China haben den US-Aktienmärkten am Freitag eine freundliche Eröffnung beschert. Im Anlegerfokus stehen weitere Quartalszahlen von großen US-Unternehmen wie Microsoft, Boeing oder American Express. Frische US-Konjunkturdaten hatten kaum Einfluss auf die Notierungen.

Der Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,30 Prozent auf 27 304,49 Punkte. Damit zeichnet sich für den Leitindex eine neutrale Wochenbilanz ab. Der breit gefasste S&P 500 gewann am Freitag 0,22 Prozent auf 3001,70 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,26 Prozent auf 7924,48 Punkte zu.

Aus den Reihen der US-Notenbank Fed kamen erneut klare Signale für eine schnelle Zinssenkung. Der stellvertretende Notenbankchef Richard Clarida sprach sich für eine baldige Ermäßigung aus. Zudem unterstrich der Chef der Notenbank von New York, John Williams, die Notwendigkeit einer schnellen Zinsreaktion der US-Notenbank, sollten die Währungshüter zu dem Schluss kommen, dass sich die US-Wirtschaft in Schwierigkeiten befinde. Ferner forderte US-Präsident Donald Trump die Fed erneut zur Zinssenkung auf. Die Notenbank wird bei ihrer nächsten Sitzung am 31. Juli erneut über die Höhe des Leitzinses entscheiden.

Unterdessen haben die Unterhändler der USA und China erneut miteinander telefoniert, um die stockenden Handelsgespräche wieder in Gang zu bringen. Das berichtete der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Freitag vor der Presse in Peking. Beim Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Ende Juni am Rande des G7-Gipfels in Osaka hatten sich beide Seiten auf einen "Waffenstillstand" und eine Wiederaufnahme der Gespräche geeinigt.

Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im Juli weniger als erwartet aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima war um 0,2 Punkte auf 98,4 Punkte gestiegen. Analysten hatten im Schnitt mit 98,8 Punkten gerechnet.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von Boeing mit einem Gewinn von 3,7 Prozent an der Dow-Spitze besonders positiv auf. Das Debakel rund um Abstürze und Flugverbote der Baureihe 737 Max hatte dem Luftfahrtkonzern zwar die Bilanz im zweiten Quartal vermasselt, allerdings nicht so drastisch wie von Experten befürchtet.

Microsoft-Papiere legten um 1,8 Prozent zu. Der Software-Riese war dank seiner florierenden Cloud-Dienste im abgelaufenen Geschäftsquartal auf Erfolgskurs geblieben und hatte den Gewinn deutlich gesteigert.

Am Dow-Ende mit einem Minus von 2,8 Prozent fanden sich hingegen die Titel von American Express . Der Kreditkartenkonzern hatte mit seinen Zahlen zwar die Erwartungen der Analysten übertroffen und seine Jahresziele bekräftigte. Zur Begründung der Kursverluste verwiesen Händler aber auf den Rekordlauf der Aktien seit Jahresbeginn.

Anleger beschäftigten außerdem die Goldminenaktien. Der kanadische Bergbaukonzern Barrick Gold will das Tochterunternehmen Acacia Mining komplett übernehmen. Während das Papier von Acacia in London in die Höhe schnellte, verlor die Barrick-Aktie zuletzt 0,4 Prozent./edh/he

19.07.2019

Aktien New York: Zinsfantasie gibt Dow leichten Auftrieb

NEW YORK (dpa-AFX) - Hoffnungen auf niedrigere Zinsen sowie positive Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China haben den US-Aktienmärkten am Freitag eine freundliche Eröffnung beschert. Im Anlegerfokus stehen weitere Quartalszahlen von großen US-Unternehmen wie Microsoft, Boeing oder American Express. Frische US-Konjunkturdaten hatten kaum Einfluss auf die Notierungen.

Der Dow Jones Industrial stieg im frühen Handel um 0,36 Prozent auf 27 321,96 Punkte, nachdem er am Vortag deutlicher im Minus geschlossen hatte. Damit zeichnet sich für den Leitindex eine neutrale Wochenbilanz ab. Der breit gefasste S&P 500 gewann am Freitag 0,26 Prozent auf 3002,79 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,34 Prozent auf 7931,23 Punkte zu./edh/he

19.07.2019

WOCHENAUSBLICK: Dax hängt zwischen Zinshoffnungen und Wachstumsängsten fest

FRANKFURT (dpa-AFX) - Für Finanzanleger steht die neue Woche ganz im Bann von Geldpolitik und Berichtssaison. Richtig spannend - wie so oft an den Kapitalmärkten - wird es erst in der zweiten Hälfte mit dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und der anschwellenden Flut von Unternehmenszahlen aus Deutschland. Von letzteren sind angesichts der jüngsten, etlichen Gewinnwarnungen wohl kaum positive Impulse für den Dax zu erwarten.

Die meisten Experten meinen zudem, dass Europas Währungshüter bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Leitzinsen noch nicht antasten werden. Der scheidende EZB-Vorsitzende Mario Draghi dürfte allerdings eine geldpolitische Strategie zur Unterstützung der Konjunkturentwicklung vorstellen, schrieb Chefvolkswirt Edgar Walk vom Bankhaus Metzler. Denn nachdem er Anfang Juni mit der Ankündigung weiterer geldpolitischer Maßnahmen große Erwartungen am Markt geweckt habe, wäre es gefährlich, diese zu enttäuschen.

Draghis designierte Nachfolgerin Christine Lagarde gilt zwar als Anhängerin einer lockeren Geldpolitik, die Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren begünstigt. Allerdings sei der "Lagarde-Effekt" inzwischen abgeebbt, kommentierte Ulf Krauss von der Landesbank Helaba die jüngste Schwächephase des Dax. Nach einer mehrwöchigen Erholung ist der deutsche Leitindex wieder unter Druck geraten. Von seinem bisherigen Jahreshoch bei 12 656 Punkten Anfang Juli hat er sich deshalb ein gutes Stück weit entfernt, von erneuten Rekorden ganz zu schweigen.

"Anleger sind derzeit hin- und hergerissen zwischen Wachstumszweifeln inklusive der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne und Zinssenkungshoffnungen", beschrieb Krauss' Kollege Markus Reinwand das Dilemma. Lange hätten letztere überwogen. Doch zuletzt seien die Anleger eher auf Nummer sicher gegangen und hätten Kursgewinne mitgenommen. Hierzulande seien die Bewertungen zwar noch nicht so hoch wie in den USA. "Allerdings haben die jüngsten Gewinnwarnungen prominenter Dax-Mitglieder für Verunsicherung gesorgt."

Eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed Ende des Monats gilt als sicher. Damit könnte die jüngst lahmende Rekordjagd an der Wall Street weitergehen. Denn die dortigen Aktienkurse würden auch vom exportfördernden Effekt eines schwachen US-Dollar profitieren. In New York stehen zudem ebenfalls Unternehmenszahlen im Fokus, unter anderem vom krisengeschüttelten Airbus-Konkurrenten Boeing (Mittwoch) sowie den Internetriesen Facebook (ebenfalls Mittwoch) Alphabet und Amazon (beide Donnerstag).

Die europäischen Märkte müssen sich indes weiter auch mit internen Problemen wie dem Brexit herumschlagen. Am Dienstag dürfte Boris Johnson zum neuen Vorsitzender der britischen Konservativen und damit auch zum Premierminister gewählt werden, so Walk. "Die Verhärtung der Rhetorik in den vergangenen Tagen spricht dafür, dass Johnson nun einen harten Brexit anstrebt" - dies könnten wohl nur ein erfolgreiches Misstrauensvotum und Neuwahlen verhindern.

Um ein solches Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union ohne ein Abkommen zu verhindern, schloss der amtierende Finanzminister, Philip Hammond, in einem Interview ein solches Szenario nicht aus. Einen ersten Warnschuss feuerten die Abgeordneten bereits ab: Sie stimmten mit deutlicher Mehrheit für einen Gesetzeszusatz, der es Johnson erheblich erschweren würde, das Parlament in eine Zwangspause zu schicken, um ein Ausscheiden ohne Abkommen durchzuboxen.

Mit Blick auf die deutschen Unternehmenszahlen versprechen vor allem die zahlreichen Quartalsberichte aus der zweiten und dritten Börsenreihe Spannung. Denn von der Handvoll Dax-Unternehmen, deren Resultate angekündigt sind, hat mit Daimler , BASF und Deutscher Bank bereits die Hälfte Eckdaten vorgelegt. Da sowohl der Autobauer als auch der Chemiekonzern bei dieser Gelegenheit ihre Gewinnziele gesenkt hatten, scheint hier das negative Überraschungspotenzial überschaubar. Bei Deutschlands größtem Geldhaus wiederum können die Anleger nach dem angekündigten, überraschend radikalen Konzernumbau kaum auf weitere positive Schlagzeilen hoffen.

Mehr lohnen dürfte daher der Blick auf die Zahlen des Spezialchemiekonzern Covestro zur Wochenmitte. Ebenfalls am Mittwoch - traditionell aber erst nach Börsenschluss - berichtet die Deutsche Börse über den Geschäftsverlauf im vergangenen Quartal und am Tag darauf der weltgrößte Autobauer Volkswagen .

Eine wahre Zahlenflut erwartet die Anleger aus dem MDax , dem Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen, sowie dem Nebenwerte-Index SDax : Unter anderem berichten der Bau- und Infrastrukturkonzerns Hochtief (Dienstag), der Vermögensverwalter DWS und Telefonica Deutschland (beide Mittwoch). Am Donnertag folgen neben anderen Unternehmen der Triebwerksbauer MTU und der Wafer-Hersteller Siltronic ./gl/jsl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

19.07.2019

Aktien Frankfurt: Dax gibt Gewinne fast komplett ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem soliden Tagesauftakt sind die Gewinne im Dax am Freitagnachmittag fast komplett verschwunden. Der Leitindex stand zuletzt mit 12 243,93 Punkten bei 0,13 Prozent noch leicht im Plus. Auf Wochensicht deutet sich so wieder ein Verlust an. Der Index für mittelgroße Werte MDax legte mit 25 843,40 Punkten um 0,41 Prozent zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich mit minus 0,01 Prozent so gut wie nicht vom Fleck. Zinsfantasien und ein paar frohe Botschaften von den Unternehmen hatten am Vormittag noch für gute Laune unter den Anlegern gesorgt.

"Das bisherige Jahreshoch bei 12 656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge", schrieb Marktexperte Martin Utschneider vom Bankhaus Donner und Reuschel. Das Hoch liegt allerdings schon wieder zwei Wochen zurück. Die jüngsten Stabilisierungsversuche führen Beobachter nun unter anderem auf die weltweite Hoffnung auf billiges Geld von den Notenbanken zurück.

So trieben am Morgen maue Inflationsdaten aus Japan die Börsen in Asien an. In den USA hatte zudem der Präsident der Federal Reserve Bank of New York die Notwendigkeit einer schnellen Zinsreaktion der US-Notenbank unterstrichen, sollten die Währungshüter zu dem Schluss kommen, dass sich die US-Wirtschaft in Schwierigkeiten befinde. Am kommenden Donnerstag hoffen die Anleger auf Signale für eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank.

Genau im Auge behalten Händler nach wie vor den Konflikt des Westens mit dem Iran. Die Mannschaft eines US-Marineschiffs zerstörte nach Angaben von Präsident Donald Trump am Donnerstag in der Straße von Hormus eine iranische Drohne. Der Iran hat Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zufolge keine Kenntnis über eine angeblich vom US-Militär zerstörte Drohne.

Auf Unternehmensseite könnte es am Freitag wieder neuen Antrieb aus den USA geben. So hatte der Finanzkonzern American Express zuletzt von der Ausgabefreude seiner Kreditkartenkunden profitiert den Gewinn kräftig gesteigert. Die Aktie stieg vor Börsenbeginn um rund 2 Prozent. Auch Microsoft war im abgelaufenen Geschäftsquartal dank seiner Cloud-Dienste auf Erfolgskurs geblieben und konnte ein vorbörsliches Plus von zuletzt 3,3 Prozent verbuchen.

In Deutschland gab es zuletzt gute Nachrichten von Wirecard : Der Zahlungsabwickler übernimmt in den deutschen Filialen der Aldi-Gruppe künftig einen Teil der Kartenzahlungen. Baader-Bank-Analyst Knut Woller sieht in in dem Deal enormes Potenzial, die Zusammenarbeit noch auszuweiten. Die Aktie legte am Nachmittag um 5,81 Prozent zu und war damit beliebtester Wert im Dax.

Daneben hatte Munich Re im zweiten Quartal von geringeren Belastungen durch Großschäden sowie von Auflösungen von Reserven für Basisschäden profitiert. Einige Experten verwiesen hierbei allerdings auf die Zufälligkeit, mit der der Erfolg des Rückversicherer auch zusammenhänge. Die Aktie legte zum Nachmittag um 1,12 Prozent zu.

Im MDax waren die Aktien des Gabelstaplerherstellers Kion nach einer positiven Analysteneinschätzung besonders gefragt. Das Unternehmen dürfte sein zweites Quartal solide abgeschnitten haben und seine Ziele bestätigen, schrieb Hauck & Aufhäuser-Analyst Frederik Bitter in einer Studie vom Freitag. Er hielt an seiner Kaufempfehlung fest. Die Aktie legte um 3,35 Prozent zu. Scout24 landeten mit einem Plus von 2,36 Prozent ebenfalls auf den vorderen Rängen. Der Internetportalbetreiber will in den kommenden zwölf Monaten Aktien für bis zu 300 Millionen Euro zurückkaufen.

Eine Senkung der Jahresziele brachte der Software AG dagegen den letzten Platz im MDax ein. Die Aktie fiel gegen Nachmittag um 10,71 Prozent. Auch der Verbindungstechnik-Spezialist und Autozulieferer Norma verbuchte Kursverluste - ebenfalls wegen einer Prognosesenkung. Das zwischenzeitliche Minus von über 6 Prozent dämmten die Papiere jedoch zuletzt auf 3,11 Prozent ein.

Im SDax für kleine Werte setzten die Aktien von Heidelberger Druck ihre Talfahrt vom Vortag fort und verloren 10,17 Prozent. Die Papiere hatten bereits am Donnerstag fast 16 Prozent an Wert verloren, nachdem der Druckmaschinenhersteller mit Blick auf seine schwachen Quartalsergebnisse die Jahresziele gestrichen hatte. Mit einem Preis von 1,02 Euro steht die Aktie nun kurz davor, zu einem Pennystock zu werden.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,36 Prozent auf minus 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 145,10 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,12 Prozent auf 173,39 Punkte dazu.

Der Euro war zuletzt auf 1,1223 US-Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1216 (Mittwoch: 1,1215) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8916 Euro gekostet./kro/jha/

--- Von Karolin Rothbart, dpa-AFX ---

19.07.2019

Aktien New York Ausblick: Freundlicher Auftakt - Zinsfantasien treiben an

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial könnte zum Wochenausklang noch einmal etwas zulegen. Nachdem der US-Leitindex schon am Vortag gestützt durch Zinsfantasien stabil stand, erwarten Experten am Freitag moderate Gewinne. Der Broker IG taxierte den Dow rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,21 Prozent höher bei 27 281 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich für den Index damit ein kleines Minus ab.

Nach den europäischen Börsen vermag die Hoffnung auf niedrigere Zinsen wohl auch die Wall Street weiter anzuschieben. Auslöser war ein Kommentar eines Fed-Vertreters, der auf die mögliche Notwendigkeit einer schnellen Zinsreaktion der US-Notenbank verwies. Im Handelsverlauf werden dann zwei Präsidenten regionaler Notenbanken Reden halten. Auch Inflationsdaten aus Japan machten den Börsianern Hoffnung auf eine weitere geldpolitische Lockerung der Bank of Japan.

Im Fokus steht außerdem die Berichtssaison. Microsoft blieb dank seiner florierenden Cloud-Dienste im abgelaufenen Geschäftsquartal auf Erfolgskurs. Der Software-Riese legte beim Gewinn kräftig zu, entsprechend kletterte die Microsoft-Aktie vorbörslich um rund 2,7 Prozent nach oben.

Das Papier von Boeing stieg vor Börsenauftakt ähnlich deutlich. Das Debakel rund um Abstürze und Flugverbote der Baureihe 737 Max vermasselte dem Luftfahrtriesen zwar die Bilanz, allerdings nicht so drastisch wie von Experten befürchtet.

American Express legte kurz vor Handelsbeginn Geschäftszahlen vor und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Kreditkartenkonzern bekräftigte außerdem seine Jahresziele. Die Aktie gab vorbörslich nach anfänglichen Gewinnen zuletzt dennoch leicht nach. Händler verwiesen auf den Rekordlauf des Papiers seit Jahresbeginn.

Anleger beschäftigen außerdem die Goldminenaktien. Der kanadische Bergbaukonzern Barrick Gold will das Tochterunternehmen Acacia Mining komplett übernehmen. Während das Papier von Acacia in London in die Höhe schnellte, verlor die Barrick-Aktie vorbörslich etwa 1,7 Prozent.

Konjunkturseitig erwarten Anleger nach Handelseröffnung Daten zur Stimmung der US-Verbraucher. Die University of Michigan veröffentlicht ihren Index zum Konsumklima. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten gehen im Schnitt von einer leichten Verbesserung der Stimmung aus. Der Konsum gilt als eine wichtige Stütze der US-Wirtschaft./niw/la/fba

19.07.2019

Aktien Frankfurt: Dax hält sich dank Zinsfantasien weiter im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem soliden Start in den Tag ist der Dax am Freitag trotz leicht bröckelnder Gewinne nach wie vor in der Gewinnzone verblieben. Der Leitindex stand gegen Mittag mit 12 260,37 Punkten bei 0,27 Prozent im Plus. Der Index für mittelgroße Werte MDax gewann mit 25 843,29 Punkten um 0,41 Prozent dazu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,14 Prozent. Zinsfantasien und ein paar frohe Botschaften von den Unternehmen hatten zuletzt für gute Laune unter den Anlegern gesorgt.

"Das bisherige Jahreshoch bei 12.656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge", schrieb Marktexperte Martin Utschneider vom Bankhaus Donner und Reuschel. Das Hoch liegt allerdings schon wieder zwei Wochen zurück. Die jüngste Stabilisierung führen Beobachter nun unter anderem auf die weltweite Hoffnung auf billiges Geld von den Notenbanken zurück.

So trieben am Morgen maue Inflationsdaten aus Japan die Börsen in Asien an. In den USA hatte zudem der Präsident der Federal Reserve Bank of New York die Notwendigkeit einer schnellen Zinsreaktion der US-Notenbank unterstrichen, sollten die Währungshüter zu dem Schluss kommen, dass sich die US-Wirtschaft in Schwierigkeiten befinde. Am kommenden Donnerstag hoffen die Anleger auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank - in der Breite wird dies aber noch nicht erwartet.

Genau im Auge behalten Händler nach wie vor den Konflikt des Westens mit dem Iran. Die Mannschaft eines US-Marineschiffs zerstörte nach Angaben von Präsident Donald Trump am Donnerstag in der Straße von Hormus eine iranische Drohne. Die iranische Seite bestätigte den Vorfall allerdings nicht.

Auf Unternehmensseite könnte es am Freitag wieder neuen Antrieb aus den USA geben. Microsoft blieb im abgelaufenen Geschäftsquartal dank seiner Cloud-Dienste auf Erfolgskurs, wie am Donnerstag bekannt wurde. Die Aktie legte am Freitag vorbörslich um 3,61 Prozent zu. Im Tagesverlauf öffnen dann noch die Finanzdienstleister American Express und State Street , der Ölkonzern Schlumberger sowie der Vermögensverwalter Blackrock ihre Bücher.

In Deutschland gab es zuletzt auch gute Nachrichten von Wirecard : Der Zahlungsabwickler übernimmt in den deutschen Filialen der Aldi-Gruppe künftig einen Teil der Kartenzahlungen. Die Aktie legte um 4,16 Prozent zu und war damit beliebtester Wert im Dax.

Daneben hatte Munich Re im zweiten Quartal von geringeren Belastungen durch Großschäden sowie von Auflösungen von Reserven für Basisschäden profitiert. Die Aktie legte zum Mittag um 2,06 Prozent zu.

Bayer kann zudem in einem weiteren Prozess um Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter mit einer deutlichen Senkung der Geldstrafe auf maximal 250 Millionen Dollar rechnen. Die Aktie gewann zuletzt 1,12 Prozent.

Im MDax waren die Aktien von dem Pharma- und Laborzulieferer Sartorius größter Favorit. Die Aktie stieg nach guten Quartalsergebnissen und einer angezogenen Prognose um 3,47 Prozent. Sout24 landeten mit einem Plus von 3,27 Prozent ebenfalls auf den vorderen Rängen. Der Internetportalbetreiber will in den kommenden zwölf Monaten Aktien für bis zu 300 Millionen Euro zurückkaufen.

Eine Senkung der Jahresziele brachte der Software AG dagegen den letzten Platz im MDax ein. Die Aktie fiel gegen Mittag um 7,63 Prozent. Eher vorübergehend waren dagegen die Papiere des Verbindungstechnik-Spezialisten und Autozulieferers Norma belastet - auch hier wegen einer Prognosesenkung. Das zwischenzeitliche Minus von über 6 Prozent dämmten sie jedoch zuletzt auf 0,35 Prozent ein.

Im SDax für kleine Werte setzten die Aktien von Heidelberger Druck ihre Talfahrt vom Vortag fort und verloren 10,17 Prozent. Die Papiere hatten bereits am Donnerstag fast 16 Prozent an Wert verloren, nachdem der Druckmaschinenhersteller mit Blick auf seine schwachen Quartalsergebnisse die Jahresziele gestrichen hatte. Mit einem Preis von 1,02 Euro steht die Aktie nun kurz davor, zu einem Pennystock zu werden. Auch Zooplus -Papiere rutschten nach Zahlen von Donnerstag weiter um 3,06 Prozent ab./kro/fba

--- Von Karolin Rothbart, dpa-AFX ---

19.07.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Zinshoffnungen treiben Dax an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Getrieben von neuen Zinsfantasien ist der Dax am Freitag nach zwei verlustreichen Tagen wieder etwas fester in den Handel gestartet. Nach Börsenbeginn legte der Leitindex um 0,62 Prozent auf 12 303,60 Punkte zu. Der Index für mittelgroße Werte MDax gewann mit 25 908,46 Punkten um 0,67 Prozent dazu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,75 Prozent.

"Das bisherige Jahreshoch bei 12.656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge", schrieb Marktexperte Martin Utschneider vom Bankhaus Donner und Reuschel. Der zuletzt im August erreichte Höchststand liegt allerdings schon wieder zwei Wochen zurück. Die jüngste Stabilisierung führen Beobachter unter anderem auf die weltweite Hoffnung auf billiges Geld von den Notenbanken zurück.

So trieben am Morgen maue Inflationsdaten aus Japan die Börsen in Asien an. In den USA hatte zudem der Präsident der Federal Reserve Bank of New York die Notwendigkeit einer schnellen Zinsreaktion der US-Notenbank unterstrichen, sollten die Währungshüter zu dem Schluss kommen, dass sich die US-Wirtschaft in Schwierigkeiten befinde. Am kommenden Donnerstag hoffen die Anleger auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank.

Genau im Auge behalten Händler aber nach wie vor den Konflikt des Westens mit dem Iran. Die Mannschaft eines US-Marineschiffs zerstörte nach Angaben von Präsident Donald Trump am Donnerstag in der Straße von Hormus eine iranische Drohne. Die iranische Seite bestätigte den Vorfall allerdings nicht.

Auf Unternehmensseite könnte es am Freitag wieder neuen Antrieb aus den USA geben. Microsoft blieb im abgelaufenen Geschäftsquartal dank seiner Cloud-Dienste auf Erfolgskurs, wie am Donnerstag bekannt wurde. Im Tagesverlauf öffnen noch die Finanzdienstleister American Express und State Street , der Ölkonzern Schlumberger sowie der Vermögensverwalter Blackrock ihre Bücher.

In Deutschland gab es zuletzt gute Nachrichten von Wirecard : Der Zahlungsabwickler übernimmt in den deutschen Filialen der Aldi-Gruppe künftig einen Teil der Kartenzahlungen. Das Unternehmen machte keine finanziellen Angaben zum möglichen Neugeschäft aus der Vereinbarung. Branchenkreise gehen bei dem Deal aber von einem gewichtigen neuen Kunden für Wirecard aus. Die Aktie legte um 3,01 Prozent zu und war damit beliebtester Wert im Dax.

Daneben hatte Munich Re im zweiten Quartal von geringeren Belastungen durch Großschäden sowie von Auflösungen von Reserven für Basisschäden profitiert. Das Konzernergebnis dürfte daher im abgelaufenen Jahresviertel rund eine Milliarde Euro erreicht haben, wie der Rückversicherer am Donnerstagabend mitgeteilt hatte. Die Aktie legte nach Handelsbeginn um 2,38 Prozent zu.

Dem Pharmakonzern Bayer steht am Freitag in den USA eine erneute Anhörung vor einem US-Gericht zu einem Glyposat-Prozess bevor. Dabei geht es um ein erstes Urteil vom Mai, in dem einem Ehepaar zwei Milliarden Dollar zugesprochen wurden. Ein Gericht in Oakland hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Summe über den verfassungsrechtlich angemessenen Rahmen hinausgehe und auf maximal das Vierfache des eigentlichen Schadenersatzes von 50 Millionen Dollar reduziert werden soll. Das wären dann maximal 250 Millionen Dollar. Die Aktie gewann zuletzt 2,09 Prozent dazu.

Im MDax landete der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius nach guten Quartalszahlen und einer angezogenen Jahresprognose auf den vorderen Rängen. Die Aktie stieg um 2,38 Prozent. Eine Senkung der Jahresziele musste dagegen die Software AG vornehmen, nachdem der Umsatz mit Integrationssoftware im zweiten Quartal gesunken war. Die Gesamterlöse legten zwar zu. Die Aktie fiel nach Börsenstart dennoch um 10,23 Prozent weit abgeschlagen am MDax-Ende.

Im SDax für kleine Werte setzten die Aktien von Heidelberger Druck ihre Talfahrt vom Vortag fort und verloren 9,02 Prozent. Die Papiere hatten bereits am Donnerstag fast 16 Prozent an Wert verloren, nachdem der Druckmaschinenhersteller mit Blick auf seine schwachen Quartalsergebnisse die Jahresziele gestrichen hatte. Mit einem Preis von 1,02 Euro steht die Aktie nun kurz davor, zu einem Pennystock zu werden. Auch Zooplus -Papiere rutschten nach Zahlen von Donnerstag weiter um 3,57 Prozent ab./kro/fba

19.07.2019

Aktien Frankfurt Eröffnung: Zinshoffnungen treiben Dax an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Getrieben von neuen Zinsfantasien und teils guten Nachrichten bei den Unternehmen ist der Dax am Freitag nach zwei verlustreichen Tagen wieder etwas fester in den Handel gestartet. Kurz nach Börsenbeginn legte der Leitindex um 0,61 Prozent auf 12 302,64 Punkte zu. Der Index für mittelgroße Werte MDax gewann mit 25 844,90 Punkte um 0,42 Prozent dazu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,66 Prozent.

"Das bisherige Jahreshoch bei 12.656 Punkten bleibt vorerst das Maß der Dinge", schrieb Marktexperte Martin Utschneider vom Bankhaus Donner und Reuschel. Der zuletzt im August erreichte Höchststand liegt allerdings schon wieder zwei Wochen zurück.

Die jüngste Stabilisierung führen Beobachter unter anderem auf die Hoffnung auf billiges Geld von den Notenbanken zurück. So trieben am Morgen Inflationsdaten aus Japan die Börsen in Asien an. Die geringe Preissteigerung in der Kernrate könnte die Bank of Japan zu weiteren Lockerungen veranlassen, so ein Börsianer. Am kommenden Donnerstag hoffen die Anleger zudem auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank. Bei Unternehmen wie Sartorius oder Wirecard gab es zuletzt aber auch gute Quartalsergebnisse und andere Fortschritte vermelden./kro/fba

19.07.2019

Klingbeil: Klimaschutz, Grundrente und Soli wichtig für GroKo-Zukunft

BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat den Fortbestand der großen Koalition mit mehreren Forderungen verknüpft. Drei Punkte seien für die SPD wichtig: das Klimaschutzgesetz, die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung und die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für 90 Prozent der Bevölkerung. Das sagte Klingbeil im SWR-"Interview der Woche". Auf all diese Punkte werde die SPD in den kommenden Wochen sehr genau achten. "Wenn wir sehen, dass es bei solchen Themen nicht funktioniert, dann prognostiziere ich, wird es sehr schwierig."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Freitag zum Fortbestand der Koalition mit den Sozialdemokraten bekannt. Die SPD will im Dezember eine Halbzeitbilanz ziehen und entscheiden, ob sie in der Koalition bleibt.

Zum Verhalten der Union im Klimakabinett sagte der SPD-Generalsekretär: "Die Union muss jetzt endlich mal in die Pötte kommen und aufhören zu verzögern." Die Minister Scheuer und Altmaier säßen wie "bockige Kinder im Raum und wollen sich nicht an Diskussionen beteiligen." Es gebe eine hohe Erwartung der Bevölkerung, dass in Sachen Klimaschutz jetzt endlich was passiere, sagte Klingbeil - aber die Unionsminister würden zu allem immer nur "nein" sagen./sck/DP/jha

19.07.2019

ROUNDUP 2: Iran widerspricht US-Angaben zu Zerstörung einer iranischen Drohne

(neu: Angaben zur "Riah", 7. Absatz)

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran hat Angaben von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach eine iranische Drohne in der Straße von Hormus von einem US-Kriegsschiff aus zerstört wurde. Trump hatte am Donnerstag in Washington erklärt, die Drohne sei der "USS Boxer" bedrohlich nahe gekommen und daraufhin vernichtet worden. Teheran widersprach. "Wir haben weder in der Straße von Hormus noch anderswo eine Drohne verloren", schrieb Vizeaußenminister Abbas Araghchi am Freitag auf Twitter. Er mutmaßte, die Amerikaner hätten aus Versehen eine eigene Drohne abgeschossen.

Die "Boxer" kann Hubschrauber und Senkrechtstarter tragen und ist für die amphibische Kriegsführung konzipiert. Trump hatte am Donnerstag im Weißen Haus erklärt, die Drohne habe die Sicherheit des Schiffes gefährdet. Mehrere Aufforderungen, die Drohne zurückzuziehen, seien ignoriert worden. Sie sei daraufhin sofort zerstört worden.

"Es ist die jüngste von vielen provozierenden und feindlichen Aktionen des Irans gegen Schiffe, die in internationalen Gewässern operieren", sagte Trump. Die USA behielten sich das Recht vor, ihre Interessen, Einrichtungen und Mitarbeiter zu verteidigen. Trump forderte andere Länder auf, Irans Vorgehen zu verurteilen. Von scharfen Drohungen an die Adresse Teherans sah er aber ab.

Aus dem Pentagon hieß es, das Schiff habe sich in internationalen Gewässern befunden, als sich die Drohne am Donnerstag gegen 10 Uhr Ortszeit genähert habe. Das US-Verteidigungsministerium wollte sich nicht dazu äußern, wie die Drohne zerstört worden sei - ob sie abgeschossen oder durch Störsender unbrauchbar gemacht wurde. Auch Angaben dazu, ob sie bewaffnet war, gab es nicht.

Teheran dementierte die US-Darstellung auf mehreren Kanälen. Ein Sprecher der iranischen Streitkräfte erklärte am Freitag laut Nachrichtenagentur Tasnim: "Im Gegensatz zu Trumps Behauptung sind alle iranischen Drohnen nach ihren Einsätzen im Persischen Golf wieder heil in die Militärbasen zurückgekehrt." Der Einsatz iranischer Drohnen dort erfolge im Einklang mit internationalen Vorschriften. Trump versuche ein weiteres Mal, den Persischen Golf als instabile Region darzustellen. Die Revolutionsgarden erklärten auf ihrem Webportal, sie würden "demnächst der Weltöffentlichkeit auch beweisen, dass Trumps Behauptung eine Lüge war".

In den vergangenen Wochen war es zu mehreren Zwischenfällen in dem Seegebiet gekommen - und immer gab es unterschiedliche Angaben von den Beteiligten zu den Geschehnissen. Vor knapp einem Monat etwa hatten die iranischen Revolutionsgarden eine amerikanische Aufklärungsdrohne abgeschossen, weil sie angeblich den iranischen Luftraum im Persischen Golf verletzt hatte. Die US-Regierung gab an, dass die Drohne in internationalem Luftraum geflogen sei. Daraufhin spitzte sich der Konflikt gefährlich zu. Die USA bereiteten einen Gegenschlag vor, den Trump nach eigenen Worten kurz vorher stoppte.

Auch in den vergangenen Tagen hatte es Vorfälle gegeben. Zuletzt setzte der Iran nach eigenen Angaben einen ausländischen Öltanker mit geschmuggeltem Erdöl im Persischen Golf fest und nahm die Besatzung fest. Es soll sich um die "Riah" handeln, deren Signal am vergangenen Wochenende plötzlich vor der iranischen Küste erloschen war. Wem das 68 Meter lange Schiff gehört, ist unklar. Die unter der Flagge Panamas fahrende "Riah" wurde seit 2018 mehrfach verkauft und die beteiligten Unternehmen bestreiten, es zu bereedern.

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Fast ein Drittel des globalen Ölexports wird durch die Meerenge verschifft. Im vergangenen Jahr hatte Irans Präsident Hassan Ruhani mit einer Blockade der Route gedroht. Die USA werben international um Unterstützung für einen militärischen Schutz der Seeroute. Demnach soll es vor allem um eine bessere Überwachung der Straße von Hormus gehen.

Hinter den Spannungen zwischen den USA und dem Iran steht auch der Atomstreit beider Länder. Die Amerikaner werfen der iranischen Führung vor, Atomwaffen bauen zu wollen. Teheran bestreitet das. Die USA waren 2018 im Alleingang aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen, das den Iran am Bau einer Atombombe hindern und zugleich dessen politische und wirtschaftliche Isolation beenden sollte. Die Amerikaner setzen Teheran mit Wirtschaftssanktionen unter starken Druck, um ein strengeres und auf andere Gebiete erweitertes Abkommen auszuhandeln. Der Iran widersteht dem Druck bisher.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich besorgt über die Spannungen zwischen beiden Ländern. Sie forderte am Freitag in Berlin, nach diplomatischen Lösungen zu suchen. Die Kanzlerin erinnerte daran, dass zunächst die USA das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt haben, die EU, China und Russland dies aber nicht getan hätten. Sie mahnte: "Ich halte es für sinnvoll, wenn Iran diese Verpflichtung aus dem Abkommen einhalten würde, denn es sind ja nicht alle Vertragsparteien weggegangen."/jac/hma/fmb/DP/he

19.07.2019

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 19.07.2019 - 17.00 Uhr

USA: Michigan-Verbraucherstimmung hellt sich weniger auf als erwartet

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli weniger als erwartet aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg um 0,2 Punkte auf 98,4 Punkte, wie die Universität am Freitag laut einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 98,8 Punkten gerechnet.

ROUNDUP: Britischer Minister schließt Misstrauensvotum gegen Johnson nicht aus

LONDON/BERLIN - Der britische Finanzminister Philip Hammond kann sich vorstellen, einen Premierminister der eigenen Konservativen Partei zu stürzen, um einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens zu verhindern. Der haushohe Favorit im Rennen um die Nachfolge von Premierministerin Theresa May, Boris Johnson, würden auch einen EU-Austritt ohne Vertrag in Kauf nehmen. Auf die Frage, ob er ein Misstrauensvotum gegen einen Premierminister Johnson unterstützen würde, sagte Hammond der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) am Rande des Treffens der G7-Finanzminister im französischen Chantilly: "Ich schließe im Moment gar nichts aus."

Trump fordert US-Notenbank erneut zur Senkung des Leitzinses auf

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat die US-Notenbank Federal Reserve erneut zur Senkung des Leitzinses aufgefordert. Wegen der "fehlerhaften Denkprozesse" der Zentralbank seien die Zinsen in den USA viel höher als in anderen Ländern, klagte Trump am Freitag über Twitter. Wegen der starken US-Wirtschaft sollten die Zinsen eigentlich niedriger sein, schrieb er weiter. Im Unterschied zu seinen Vorgängern, die sich in der Regel nicht direkt zum Kurs der Fed äußerten, hat Trump die Notenbank schon häufiger angegriffen und niedrigere Zinsen gefordert.

GESAMT-ROUNDUP: Merkel bekennt sich zu Koalition - 'Arbeitsreichen Herbst'

BERLIN - Es ist ein Ritual im Berliner Politikbetrieb: Auf ihrer jährlichen Sommerpressekonferenz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag einen Fragenkatalog abgearbeitet. Die Diskussion über das Klima stach in diesem Jahr als besonders wichtiges Thema heraus. Merkel bekannte sich zum Fortbestand der großen Koalition und zeigte klare Kante gegen Rassismus. Ein Überblick:

Handelskrieg: Unterhändler der USA und Chinas telefonieren wieder

PEKING - Die Unterhändler der USA und China haben erneut miteinander telefoniert, um die stockenden Handelsgespräche wieder in Gang zu bringen. Das berichtete der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Freitag vor der Presse in Peking.

Merkel: CO2-Preis effizientester Weg für weniger Emissionen

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält einen CO2-Preis für den effizientesten Weg, damit Deutschland seine Klimaziele 2030 erreichen kann. Im Gegenzug müsse aber die soziale Ausgewogenheit beachtet werden, sagte Merkel am Freitag in Berlin. Das Klimakabinett werde am 20. September über ein Maßnahmenpaket entscheiden. Es gehe darum, wie die Klimaziele volkswirtschaftlich am effizientesten erreichbar seien und wie die Gesellschaft mitgenommen werden könnte.

Streit in Italiens Regierung - Innenminister Salvini rudert zurück

ROM - Italiens Innenminister Matteo Salvini ist im Streit in der Populistenregierung wieder zurückgerudert. "Morgen (Freitag) wird keine Regierung stürzen", twitterte der Chef der rechten Lega am späten Donnerstagabend. Dennoch drohte der Vize-Premier dem Koalitionspartner, der Fünf-Sterne-Bewegung, mit Neuwahlen. "Wenn ich die Sachen machen kann, die den Italienern helfen, mache ich weiter. Wenn nicht, gehe ich nach Hause."

ROUNDUP: Iran widerspricht US-Angaben zu Zerstörung einer iranischen Drohne

WASHINGTON/TEHERAN - Der Iran hat Angaben von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach eine iranische Drohne in der Straße von Hormus von einem US-Kriegsschiff aus zerstört wurde. Trump hatte am Donnerstag in Washington erklärt, die Drohne sei der "USS Boxer" bedrohlich nahe gekommen und daraufhin vernichtet worden. Teheran widersprach. "Wir haben weder in der Straße von Hormus noch anderswo eine Drohne verloren", schrieb Vizeaußenminister Abbas Araghchi am Freitag auf Twitter. Er mutmaßte, die Amerikaner hätten aus Versehen eine eigene Drohne abgeschossen.

EU bewilligt Milliardenpaket für Flüchtlingsversorgung in der Türkei

BRÜSSEL - Die EU-Kommission hat ein 1,4 Milliarden Euro schweres Hilfspaket zugunsten von Syrien-Flüchtlingen in der Türkei bewilligt. Das Geld werde vor allem dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung und den sozialen Schutz der Menschen zu gewährleisten, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Zudem sollten Regionen mit besonderes vielen Flüchtlingen Mittel für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur erhalten.

Deutschland: Erzeugerpreise mit schwächstem Anstieg seit Dezember 2016

WIESBADEN - Die Herstellerpreise in Deutschland sind im Juni so wenig gestiegen wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Erzeugerpreise um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der schwächste Preisauftrieb seit Dezember 2016. Analysten hatten im Mittel eine Rate von 1,5 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Mai gingen die Preise, die Produzenten für ihre Waren erhalten, um 0,4 Prozent zurück. Die Herstellerpreise sind eine Vorstufe zu den Verbraucherpreisen, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

19.07.2019

USA: Michigan-Verbraucherstimmung hellt sich weniger auf als erwartet

MICHIGAN (dpa-AFX) - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli weniger als erwartet aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg um 0,2 Punkte auf 98,4 Punkte, wie die Universität am Freitag laut einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 98,8 Punkten gerechnet.

Gestützt wurde der Indikator durch die gestiegenen Erwartungen. Verschlechtert hat sich hingegen die Beurteilung der aktuellen Lage.

Der Index der Uni Michigan ist ein Indikator für das Kaufverhalten der amerikanischen Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Die Daten im Überblick:

^ Juli Prognose Juni Mai April

Konsumklima 98,4 98,8 98,2 100,0 97,2°

(in Punkten)

/jsl/jkr/he

19.07.2019

Trump fordert US-Notenbank erneut zur Senkung des Leitzinses auf

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat die US-Notenbank Federal Reserve erneut zur Senkung des Leitzinses aufgefordert. Wegen der "fehlerhaften Denkprozesse" der Zentralbank seien die Zinsen in den USA viel höher als in anderen Ländern, klagte Trump am Freitag über Twitter. Wegen der starken US-Wirtschaft sollten die Zinsen eigentlich niedriger sein, schrieb er weiter. Im Unterschied zu seinen Vorgängern, die sich in der Regel nicht direkt zum Kurs der Fed äußerten, hat Trump die Notenbank schon häufiger angegriffen und niedrigere Zinsen gefordert.

Die Fed wird bei ihrer nächsten Sitzung am 31. Juli erneut über die Höhe des Leitzinses entscheiden. Zentralbankchef Jerome Powell hatte zuletzt angesichts von Handelskonflikten und einer sich abzeichnenden Abschwächung der Weltkonjunktur eine Lockerung der Geldpolitik ins Spiel gebracht. Finanzmärkte spekulieren auf eine Zinswende und rechnen mit einer Absenkung um 0,25 Prozentpunkte. Derzeit liegt die Leitzinsspanne bei 2,25 bis 2,5 Prozent. Eine Zinssenkung dürfte der US-Konjunktur neuen Schwung verleihen./jbz/DP/jha

19.07.2019

Supertanker in Gibraltar bleibt länger an der Kette

GIBRALTAR/MADRID (dpa-AFX) - Der unter dem Vorwurf illegaler Öllieferungen an Syrien seit Anfang des Monats in Gibraltar an die Kette gelegte Supertanker wird mindestens bis Mitte August nicht wieder auslaufen dürfen. Die Öllieferung aus dem Iran soll gegen EU-Sanktionen gegen Syrien verstoßen. Der Oberste Gerichtshof des britischen Überseegebiets am Südzipfel Spaniens ordnete am Freitag eine Verlängerung der Festsetzung um weitere 30 Tage bis zum 20. August an, wie die Regierung von Gibraltar mitteilte. Außerdem sei für den 15. August eine neue Anhörung anberaumt worden.

Hätte es diesen Justizbeschluss nicht gegeben, hätte man den Öltanker "Grace 1" nur bis zum Sonntag festhalten dürfen. Der Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder waren vorübergehend festgenommen worden, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Der Iran protestierte gegen die Beschlagnahme, bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Am Dienstag drohte der oberste iranische Führer London mit Konsequenzen. "Diese böswilligen Briten stehlen unser Schiff, betreiben Piraterie und versuchen den Vorfall dann noch als legal dazustellen", sagte Ajatollah Ali Chamenei.

Zuvor hatte es am vergangenen Samstag Anzeichen einer Entspannung gegeben. Der britische Außenminister Jeremy Hunt stellte eine Freigabe des Schiffes in Aussicht, sollte der Iran zusichern, dass die Ladung nicht für Syrien bestimmt sei.

Nach Angaben des Branchendienstes "Lloyd's List" stammt das Rohöl an Bord der "Grace 1" aus dem Iran. Der Supertanker fährt laut der Datenbank BalticShipping.com unter der Flagge Panamas. Eigner soll die Russian Titan Shipping Lines aus Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sein, die nur dieses Schiff betreiben soll./er/DP/fba

19.07.2019

EU bewilligt Milliardenpaket für Flüchtlingsversorgung in der Türkei

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission hat ein 1,4 Milliarden Euro schweres Hilfspaket zugunsten von Syrien-Flüchtlingen in der Türkei bewilligt. Das Geld werde vor allem dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung und den sozialen Schutz der Menschen zu gewährleisten, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Zudem sollten Regionen mit besonderes vielen Flüchtlingen Mittel für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur erhalten.

Die 1,4 Milliarden Euro werden aus dem Geldtopf gezahlt, der der Türkei im Zuge des 2016 geschlossenen Flüchtlingspakts versprochen wurde. Der Topf ist mit insgesamt sechs Milliarden ausgestattet, von denen bereits rund 2,4 Milliarden Euro ausgezahlt sind.

Der Flüchtlingspakt sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug nehmen EU-Staaten der Türkei Schutzbedürftige aus Syrien ab und finanzieren Hilfen für in der Türkei lebende Flüchtlinge. Ihre Zahl wurde zuletzt mit rund 3,6 Millionen angegeben./aha/DP/fba

19.07.2019

GESAMT-ROUNDUP: Merkel bekennt sich zu Koalition - 'Arbeitsreichen Herbst'

BERLIN (dpa-AFX) - Es ist ein Ritual im Berliner Politikbetrieb: Auf ihrer jährlichen Sommerpressekonferenz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag einen Fragenkatalog abgearbeitet. Die Diskussion über das Klima stach in diesem Jahr als besonders wichtiges Thema heraus. Merkel bekannte sich zum Fortbestand der großen Koalition und zeigte klare Kante gegen Rassismus. Ein Überblick:

RASSISMUS: Scharf verurteilte Merkel die als rassistisch kritisierten Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen Politikerinnen der Demokraten. "Ich distanziere mich davon entschieden", sagte Merkel und betonte, sie fühle sich solidarisch mit den attackierten Frauen. Menschen ganz unterschiedlicher Nationalität hätten zur Stärke der USA beigetragen. Trumps Äußerungen liefen ihrem Eindruck zuwider und konterkarierten die Stärke Amerikas. In einem Tweet hatte der US-Präsident mehrere Demokratinnen aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen. Die vier Politikerinnen sind alle US-Bürgerinnen.

KLIMA: Die Kanzlerin hält einen CO2-Preis für den effizientesten Weg, damit Deutschland seine Klimaziele für 2030 erreichen kann. Im Gegenzug müsse aber die soziale Ausgewogenheit beachtet werden. "Wir müssen die Menschen mitnehmen", sagte Merkel. Es gehe um eine "sehr umfassende Veränderung" der Vorgehensweise Deutschlands beim Klimaschutz. Am 20. September soll das Klimakabinett ein Maßnahmenpaket beschließen. Der Bewegung Fridays for Future bescheinigte die Kanzlerin, die Politik zur "Beschleunigung getrieben" zu haben. Zeitgleich zu Merkels Pressekonferenz demonstrierten in Berlin wieder junge Leute für den Klimaschutz. Daran nahm auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg teil.

KOALITION: Die Regierungschefin ist zuversichtlich, dass die große Koalition hält, auch wenn es interne Querelen gibt und sich die SPD im Umbruch befindet. Mit den drei Interims-SPD-Chefs der SPD und Vizekanzler Olaf Scholz arbeite die Union "sehr, sehr verlässlich zusammen". "Das gibt mir auch den Optimismus, dass man die Regierungsarbeit sehr wohl weiterführen kann." Die SPD will im Dezember eine Halbzeitbilanz ziehen und entscheiden, ob sie in der Koalition bleibt.

VORHABEN: "Es liegen noch viele Aufgaben vor uns. Deshalb wird der Herbst auch sehr arbeitsreich sein", sagte Merkel. Für den Frühherbst kündigte sie einen Gesetzentwurf zum Abbau des Solidaritätszuschlags für 90 Prozent der Zahler an. Mit den Ländern werde man im Herbst über das Thema gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland diskutieren. Merkel erwähnte zudem das Streitthema Grundrente und stellte weitere Maßnahmen beim Thema Wohnraum in Aussicht.

HAUSHALT: Die Kanzlerin räumte ein, dass sich die Konjunktur eintrübt, und sprach von einer "etwas schwierigeren Phase mit geringerem Wachstum". Dennoch will Merkel an einem ausgeglichenen Haushalt ohne neue Schulden, der sogenannten schwarzen Null, festhalten. Sie halte es für wichtig, die immer weniger jungen Menschen nicht mit immer weiter wachsenden Schulden in die Zukunft zu schicken.

EU: Aus Sicht von Merkel war es wichtig, dass vor der Sommerpause mit Ursula von der Leyen eine neue EU-Kommissionspräsidentin gewählt wurde. Die EU habe keine Zeit zu verlieren und müsse handlungsfähig bleiben, sagte die Kanzlerin und verwies auch auf den Austritt Großbritanniens aus der EU. Die Kanzlerin unterstützte zugleich den Anlauf von der Leyens, die Konstruktionsfehler bei den Dublin-Regeln für Asylverfahren in der EU zu beheben. Merkel bekräftigte, es könne nicht bei jedem Schiff mit Flüchtlingen erneut über eine Einzellösung verhandelt werden. "Die Seenotrettung ist für uns nicht nur Verpflichtung, sondern sie ist ein Gebot der Humanität", stellte die Kanzlerin klar.

BREXIT: Auch mit einem neuen britischen Premierminister sollte das Brexit-Abkommen aus Sicht von Merkel gültig bleiben - aber die umstrittene Backstop-Regelung zur Grenze zwischen Irland und Nordirland könne "überschrieben" werden. Das Austrittsabkommen sei "sehr sorgfältig verhandelt" worden, sagte die CDU-Politikerin. Wenn es gelinge, nach dem Austritt der Briten aus der EU eine Grenze mit Kontrollen zwischen Irland und Nordirland zu vermeiden, obwohl dort der EU-Binnenmarkt ende - "im Grunde die Quadratur des Kreises" -, sei der Backstop nicht mehr relevant. Die Backstop-Regelung im Brexit-Abkommen soll garantieren, dass es nach dem Brexit keine Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland gibt.

IRAN: Besorgt zeigte sich die Kanzlerin über die wachsenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA. Sie forderte, nach diplomatischen Lösungen zu suchen. Merkel erinnerte daran, dass zunächst die USA das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt haben, die EU, China und Russland dies aber nicht getan hätten. Damit sei zwar eine neue Situation entstanden. "Aber: Ich halte es für sinnvoll, wenn Iran diese Verpflichtung aus dem Abkommen einhalten würde, denn es sind ja nicht alle Vertragsparteien weggegangen", appellierte die Kanzlerin an die Adresse Teherans.

KRAMP-KARRENBAUER: Merkel nahm die CDU-Chefin und neue Verteidigungsministerin gegen Kritik an deren Eignung für das neue Amt und an der Doppelbelastung in Schutz. Kramp-Karrenbauer sei eine erfahrene Politikerin und bringe als Parteichefin auch politisches Gewicht mit ein. Zur Doppelbelastung der CDU-Chefin meinte Merkel: "Wo immer sie arbeitet, arbeitet sie gerade mit 100 Prozent." Zugleich räumte Merkel der CDU-Chefin gute Chancen auf die nächste Kanzlerkandidatur der Union ein. Sie nehme auf ihre Nachfolge zwar keinen Einfluss. Das müsse die Partei entscheiden. "Aber Annegret Kramp-Karrenbauer ist Parteivorsitzende und ist damit natürlich in einer wichtigen und auch entscheidenden Position. Das ist ja gar keine Frage", fügte die Kanzlerin hinzu.

MERKELS GESUNDHEIT: Auch die Gesundheit Merkels, die in den vergangenen Wochen mehrere Zitteranfälle bei öffentlichen Auftritten erlitten hatte, war ein Thema der Pressekonferenz. Es gehe ihr gut, sagte die Kanzlerin und betonte: "Als Mensch habe ich auch persönlich ein hohes Interesse an meiner Gesundheit." 2021 werde sie aus der Politik aussteigen. "Aber dann hoffe ich, dass es noch ein weiteres Leben gibt. Und das würde ich dann auch gerne gesund weiterführen."/td/hoe/cn/tm/jr/shy/DP/jha

19.07.2019

BBC: Gegner des No-Deal-Brexits wollen Queen nach Brüssel schicken

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Königin Elizabeth II. könnte einem Bericht der BBC zufolge in den politischen Streit um den EU-Austritt Großbritanniens hineingezogen werden. Wie die BBC am Donnerstagabend berichtete, erwägen konservative Gegner eines ungeregelten Austritts, die 93 Jahre alte Monarchin mit der Bitte um eine Verlängerung der Brexit-Frist nach Brüssel zu schicken. Sie treibt die Sorge, ein künftiger Premierminister Boris Johnson könnte sich weigern, einen Beschluss des Parlaments gegen einen ungeregelten Austritt zu akzeptieren.

Großbritannien soll bis zum 31. Oktober aus der Staatengemeinschaft ausscheiden. Befürchtet wird, dass es zu einem Ausscheiden ohne Vertrag kommt. Johnson will das in Kauf nehmen, sollte sich Brüssel nicht auf weitere Zugeständnisse beim Brexit-Abkommen einlassen.

Im Parlament formiert sich jedoch heftiger Widerstand. Die Abgeordneten könnten einen Antrag in Brüssel auf Verlängerung der Brexit-Frist per Gesetz verordnen. Gestellt werden kann der Verlängerungsantrag jedoch nur von der Regierung.

Als britisches Staatsoberhaupt sei die Königin berechtigt, im Namen Großbritanniens an einem EU-Gipfel teilzunehmen und ihr Land dort zu vertreten, heißt es in dem Bericht. Sie könne dann dort den Antrag auf Fristverlängerung stellen. Der Buckingham-Palast wollte sich dazu auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht äußern.

Beobachter halten es für so gut wie ausgeschlossen, dass es dazu kommt. Es gilt als ungeschriebenes Gesetz in der konstitutionellen Monarchie Großbritanniens, dass sich das Königshaus strikt aus der Politik heraushält. Die Debatte darüber zeigt jedoch, wie sehr die politische Krise in Großbritannien inzwischen zu einer Verfassungskrise geworden ist: Auch die Idee, dass sich ein Premierminister über den Willen des Parlaments hinwegsetzen könnte, galt bisher als praktisch undenkbar./cmy/DP/jha

19.07.2019

Merkel zum Brexit: Irische Grenze braucht 'Quadratur des Kreises'

BERLIN (dpa-AFX) - Auch mit einem neuen britischen Premierminister sollte das Brexit-Abkommen aus Sicht der Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gültig bleiben - aber die umstrittene Backstop-Regelung zur Grenze zwischen Irland und Nordirland könne "überschrieben" werden. Das Austrittsabkommen sei "sehr sorgfältig verhandelt" worden, sagte die CDU-Politikerin am Freitag in Berlin bei ihrer Sommerpressekonferenz in Berlin. Wenn es gelinge, nach dem Austritt der Briten aus der EU eine Grenze mit Kontrollen zwischen Irland und Nordirland zu vermeiden, obwohl dort der EU-Binnenmarkt ende - "im Grunde die Quadratur des Kreises" -, sei der Backstop nicht mehr relevant.

Die Backstop-Regelung im Brexit-Abkommen soll garantieren, dass es nach dem Brexit keine Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland gibt. Danach bleibt das ganze Königreich zunächst in der Zollunion und Nordirland in Teilen des Binnenmarkts, bis London und Brüssel eine bessere Lösung finden. Der Brexit-Hardliner Boris Johnson, der als klarer Favorit für die Nachfolge von Premierministerin Theresa May gilt, lehnt das jedoch strikt ab, sein Rivale Jeremy Hunt ebenso.

Der Backstop sei nur Ausdruck der Tatsache, dass man noch keine Lösung gefunden habe, sagte Merkel. "Und insofern sage ich, das Austrittsabkommen ist das Austrittsabkommen." Aber in dem Moment, in dem man eine Lösung finde, sei er "sozusagen überschrieben". Die ganze Aufgabe liege darin, die Vereinbarung über die zukünftigen Beziehungen "so zu formulieren und vielleicht auch spezifischer und besser und prägnanter zu formulieren, als das bisher gelungen ist"./ted/DP/jha

19.07.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Heidelberger Druck schließt als Pennystock

(neu: Überschrift und erster Absatz angepasst, Schlusskurs.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Prognosesenkung vom Vortag haben die Reaktionen der Experten von Warburg Research und des Bankhauses Metzler den Anlegern von Heidelberger Druck am Freitag die Laune noch mehr verdorben. Eggert Kuls und Jasko Terzic sahen die Gefahr, dass die Papiere des schlingernden Druckmaschinenherstellers wie bereits in der Krise 2012 wieder zum Pennystock verfallen. Dies bewahrheitete sich letztlich: Sie standen zum Handelsschluss knapp zwölf Prozent im Minus bei 0,998 Euro.

Am Vortag hatte der Konzern wegen der konjunkturellen Eintrübung und der zunehmenden Investitionszurückhaltung seiner Kunden seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr gekappt. An der Börse ging es für die Papiere seither um rund ein Viertel abwärts.

Warburg-Experte Kuls sieht mit seinem neuen Kursziel von 60 Cent - einer erneuten Tiefstmarke unter den Experten - aber noch weiteres Ungemach auf die Anleger zukommen. Er bezweifelt nämlich, dass die gekappten Jahresziele erreichbar sind. Sollte sich zudem der schwache Barmittelfluss nicht bessern, drohe eine Kapitalerhöhung um die Kreditvereinbarungen zu erfüllen. Er rät den Anlegern lieber zu verkaufen.

Terzic hat sein Kursziel mit 90 Cent zwar etwas höher angesiedelt, bleibt damit aber ebenfalls auf der Verkäuferseite. Die gestrige Prognosesenkung müsse nicht die letzte gewesen sein, fürchtet er./ag/mis/gl/he

19.07.2019

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Hannover Rück auf 130 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Hannover Rück vor Quartalszahlen von 114 auf 130 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe seine Schätzungen für den Rückversicherer aktualisiert, rechne aber kaum mit Überraschungen, schrieb Analyst Edward Morris in einer am Freitag vorliegenden Studie./gl/he

Veröffentlichung der Original-Studie: 19.07.2019 / 15:33 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 19.07.2019 / 15:36 / BST

19.07.2019

ANALYSE-FLASH: Baader Bank senkt Ziel für Norma Group auf 42 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat das Kursziel für Norma Group nach einer Gewinnwarnung des Autozulieferers von 54 auf 42 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Angesichts der Schwäche der europäischen Autobranche habe dies nicht überrascht, schrieb Analyst Peter Rothenaicher in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem seien die vorläufigen Quartalsresultate vor diesem Hintergrund recht ordentlich ausgefallen. Der unerwartete Weggang von Konzernchef Bernd Kleinhens biete die Chance für einen Neustart./gl/he

Veröffentlichung der Original-Studie: 19.07.2019 / 15:54 / CEST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 19.07.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

19.07.2019

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Siemens auf 124 Euro - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Siemens vor Quartalszahlen von 125 auf 124 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er sehe einige Risiken für den Elektrokonzern, schrieb Analyst Andreas Willi in einer am Freitag vorliegenden Studie. Allerdings seien die Erwartungen am Markt bereits gesunken./gl/he

Veröffentlichung der Original-Studie: 19.07.2019 / 14:39 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 19.07.2019 / 14:40 / BST

19.07.2019

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt fairen Wert für Sartorius - 'Verkaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Sartorius von 128,70 auf 147,50 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Im wichtigsten Geschäftsfeld BPS (Produktionszubehör für Biopharmazeutika) laufe das Geschäft beim Pharma- und Laborausrüster weiterhin ausgesprochen gut, schrieb Analyst Sven Kürten in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Nachfrage habe sich in allen Produktkategorien, insbesondere in Asien, herausragend entwickelt. Allerdings dürfte sich das Momentum im Segment BPS in den kommenden Jahren normalisieren. Zudem enttäusche die Laborsparte LPS wegen konjunktureller Unsicherheiten./niw/he

Veröffentlichung der Original-Studie: 19.07.2019 / 15:13 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 19.07.2019 / 15:17 / MESZ

19.07.2019

AKTIE IM FOKUS: Morphosys kosten wieder über 100 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Ende Juni eingesetzter Höhenflug hat den Morphosys-Aktien am Freitag wieder über die 100-Euro-Marke verholfen. Mit einem Preis von zuletzt 101,20 Euro hatten die Papiere des Antikörperspezialisten am Nachmittag um 1,71 Prozent zugelegt. Zuletzt war der Kurs Ende Januar dreistellig gewesen.

Noch im Juni hatten Sorgen um die fehlende Onkologie-Expertise des neu bestellten Morphosys-Chefs Jean-Paul Kress den Kurs belastet. Seitdem geht es auch aufgrund positiver Unternehmensnachrichten steil nach oben. Vor allem die Hoffnung auf gute Geschäfte dürfte dabei treiben. So hatte das Biotech-Unternehmen dank der Meilensteinzahlung vom Partner GlaxoSmithKline seine Jahresprognose angehoben.

Auch könnte Morphosys laut Experten seine Ziele für das Schuppenflechtemittel Tremfya anheben. Das Unternehmen erhält als Lizenzpartner von Janssen - der Pharmasparte des US-Konzerns Johnson & Johnson - eine Umsatzbeteiligung. Zudem sehen einige Beobachter in Morphosys einen idealen Übernahmekandidaten./kro/he

19.07.2019

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für Microsoft - 'Outperform'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Microsoft nach Zahlen von 145 auf 155 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Der Softwarekonzern habe im Schlussquartal des Geschäftsjahres stark abgeschnitten, schrieb Analyst Brad Zelnick in einer am Freitag vorliegenden Studie. Das Unternehmen stehe noch am Anfang bei der Marktdurchdringung mit seinen Cloud-Produkten und sollte weiterhin von langen Beziehungen zu vielen großen Kunden profitieren./mis/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 19.07.2019 / 12:14 / UTC Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 19.07.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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19.07.2019

AKTIE IM FOKUS: Global Fashion Group rutschen weiter ab

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Papiere der Global Fashion Group machen den Anlegern weiter Kummer: Mit 3,851 Euro erreichten die Anteilsscheine des defizitären Online-Modehändlers am Freitag einen weiteren Tiefststand. Anfang des Monats hatten die Neuaktionäre beim Börsengang noch 4,50 Euro hinblättern müssen.

Die Papiere des Start-up-Brutkastens Rocket Internet , neben dem schwedischen Investor Kinnevik einer der Großaktionäre, zeigen sich vom Kursrutsch der Global Fashion Group aber weiter recht unbeeindruckt./ag/fba

19.07.2019

AKTIEN IM FOKUS: SAP und Fresenius Wochenverlierer im Dax

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach dem enttäuschenden Quartalsbericht sind die Papiere des bisherigen Anlegerlieblings SAP mit einem Abschlag von zeitweise fast 11 Prozent größter Wochenverlierer im Dax . Anfang Juli hatten sie mit 125 Euro noch einen neuen Höchststand erreicht und damit seit Ende des Vorjahres fast 44 Prozent gewonnen.

Zweitschlechtester Dax-Wert der Woche sind Fresenius mit fast 5 Prozent Abschlag auf einen neuen Tiefststand seit Januar. Der Medizinkonzern legt Ende des Monats Geschäftszahlen vor, für die der Analyst Daniel Grigat vom Investmenthaus Mainfirst in einer aktuellen Studie sehr optimistisch ist. Er rechnet damit, dass die Kliniktochter Helios wieder solide abgeschnitten hat, und sich die Sorgen um Kabi als zu groß erweisen. Mit Blick auf den deutlichen Bewertungsabschlag zum historischen Schnitt bleibt er bei "Outperform" mit einem Ziel von 55 Euro. Andere der überwiegend positiv eingestellten Experten sehen aktuell gar Ziele bis zu 70,95 Euro./ag/fba

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19.07.2019

AKTIE IM FOIKUS: Microsoft vorbörslich mit Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Nach starken Quartalszahlen winkt der Aktie von Microsoft ein Rekordhoch. Die Aktie legte am Freitag vorbörslich rund 3,2 Prozent auf 140,83 US-Dollar zu. Damit würde der Software-Riese den Status als wertvollste Aktiengesellschaft der Welt untermauern. Aktuell ist Microsoft das einzige Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar.

Microsoft verdient weiter prächtig an seinem boomenden Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet. Der Gewinn legte im abgelaufenen Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 49 Prozent zu. Analyst Ingo Wermann von der DZ Bank lobte den Endspurt im Geschäftsjahr 2018/19, mit dem der Konzern die Markterwartungen deutlich übertroffen habe. In Zukunft erwartet Wermann Dividendenerhöhungen sowie umfangreiche Aktienrückkäufe./niw/la/jha/

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