dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

16.11.2018

Zahl der Toten und Vermissten durch Brände in Kalifornien steigt

LOS ANGELES/PARADISE (dpa-AFX) - Die Großbrände in Kalifornien haben weitere Todesopfer gefordert. Beim "Camp"-Feuer im Norden des Bundesstaats stieg die Zahl der Toten bis Donnerstagabend auf 63, da im Laufe des Tages sieben weitere Leichen entdeckt wurden, wie der Sheriff von Butte County, Kory Honea, nach Angaben des Senders CNN mitteilte. Dies sind mehr Tote als je zuvor bei einem Feuer in dem Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem erklärte Honea, dass die Zahl der Vermissten nach neuesten Zählungen drastisch von bisher 200 auf nunmehr 631 gestiegen sei.

Vom Ort Paradise blieben nur qualmende Ruinen übrig. Hunderte von Helfern in weißen Schutzanzügen und speziell ausgebildete Spürhunde suchten in den Trümmern weiter nach möglichen sterblichen Überresten.

Im Süden Kaliforniens bei Malibu nordwestlich von Los Angeles wütet weiter das "Woolsey"-Feuer. Dort belief sich die Zahl der Todesopfer bislang auf zwei. Insgesamt starben bislang also 65 Menschen durch die verheerenden Feuer./cha/DP/jha

16.11.2018

Australien will von den USA Killerdrohnen kaufen

SYDNEY (dpa-AFX) - Australien hat sich Kauf einer Flotte von sogenannten Killerdrohnen von den USA entschlossen. Insgesamt sollten von General Atomics 12 bis 16 ferngesteuerte, unbemannte Flugkörper vom Typ MQ-9 Reaper (Sensenmann) gekauft werden, sagte am Freitag Verteidigungsminister Christopher Pyne. Die Gesamtkosten für die Flotte beläuft sich nach seinen Worten auf 270 Millionen US-Dollar (rund 238 Mio Euro).

Die Drohnen, die bis zu vier Hellfire-Raketen tragen können, sollen vor allem australische Truppen bei Auslandseinsätzen unterstützen, können aber auch bei humanitären Hilfsaktionen und im Katastrophenschutz eingesetzt werden. Australien hat bereits im Sommer den Kauf von sechs unbewaffneten Triton-Überwachungsdrohnen im Wert von 5,1 Milliarden US-Dollar (4,5 Mrd Euro) aus den USA vereinbart./fw/DP/jha

16.11.2018

ROUNDUP: FDP-Fraktionsvize: Fahrverbote auf Autobahn 'völlig absurd'

BERLIN/ESSEN (dpa-AFX) - Der FDP-Bundestagsfraktionsvize Frank Sitta hat das Gerichtsurteil zu Diesel-Fahrverboten auch auf der viel befahrenen Autobahn 40 in Essen als "völlig absurd" bezeichnet. Sitta sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Das hat mit Verhältnismäßigkeit nun wirklich nichts mehr zu tun. Wenn im Ruhrgebiet ein totales Verkehrschaos herbeigemessen wird, kann auch niemand behaupten, dass das der Gesundheit der Bevölkerung irgendwie dienlich ist."

Sitta kritisierte außerdem: "Die Spielräume, die es beim Aufstellen der Messstationen gibt, dürfen nicht nur so genutzt werden, um Höchstwerte aufzuspüren, sondern so, dass das mit der Lebenswirklichkeit der Menschen wenigstens im Entferntesten noch etwas zu tun hat." Der FDP-Bundestagsabgeordnete sagte, die Bundesregierung müsse aktiv werden.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte am Donnerstag eine Fahrverbotszone für Essen angeordnet, zu der auch die A40 gehört. In Gelsenkirchen soll eine wichtige Innenstadtstraße für ältere Dieselfahrzeuge gesperrt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen will Berufung gegen das Urteil einlegen.

Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) äußerte sich unzufrieden. Zwar stehe es ihm nicht zu, die Justiz zu kritisieren, sagte er der "Bild"-Zeitung. "Aber wenn eine Richterin ein Diesel-Fahrverbot für eine Autobahn anordnet, halte ich das für unverhältnismäßig. Das gibt es nirgendwo anders auf der Welt." Urteile wie diese gefährdeten die Mobilität Hunderttausender Bürger. "Niemand versteht diese selbstzerstörerische Debatte."

Auch Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) nannte das Urteil unverhältnismäßig. "Jetzt müssen die Menschen in den Städten für das Versagen der Automobilindustrie geradestehen", erklärt er. Essens OB Thomas Kufen (CDU) forderte eine rasche Lösung vom Bund: "Es muss eine schnelle Soft- und Hardwarenachrüstung kommen, die nicht zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger ausfallen darf."

Die Handwerkskammer in Düsseldorf sprach von Auswirkungen für mehr als 25 000 Handwerksunternehmen allein im westlichen Ruhrgebiet. "Fahrverbote, ein lahmgelegter Wirtschaftsverkehr und ausgesperrte Mitarbeiter mit allen Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung sind im Ballungsraum Ruhr unausweichliche Folge einer solchen Maßnahme", hieß es.

Der Chef des Duisburger Hafens, Erich Staake, bezeichnete ein Fahrverbot auf der A40 als "Katastrophe". "Dann wären viele Unternehmen nur noch schwer oder gar nicht erreichbar. Das hätte gravierende Folgen für Industrie und Logistik", sagte Staake der "Rheinischen Post" (Freitag).

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer warf den Kommunen im Ruhrgebiet allerdings vor, Chancen für eine Reduzierung der Stickstoffdioxid-Belastung vertan zu haben. Dafür wäre es etwa notwendig gewesen, Pendlerströme verstärkt auf den öffentlichen Personennahverkehr umzulenken. "Zugtaktungen und -angebote blieben gleich und auch im Preissystem wurden keine Wechselprämien oder ähnliche Programme geboten", kritisierte Dudenhöffer. Nach Berechnungen seines Instituts an der Universität Duisburg-Essen verringerte sich die Stickoxid-Belastung im Ruhrgebiet in den ersten neun Monaten des Jahres kaum.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) kritisierte die von der Bundesregierung gebilligte Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Es gebe gute Gründe für den niedrigen EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, sagte DGP-Präsident Klaus Rabe der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wenn Menschen mit Atemwegsproblemen und Lungenvorerkrankungen regelmäßig erhöhte Werte einatmen, besteht ein Gesundheitsrisiko. Das ist durch die Datenlage bewiesen." Es handle sich nicht um eine kleine Gruppe, "sondern um eine riesige". In dem Gesetz soll es künftig heißen, dass in Städten mit relativ geringen Überschreitungen des Grenzwerts für gesundheitsschädliche Stickoxide Diesel-Fahrverbote "in der Regel" nicht verhältnismäßig seien - weil andere Maßnahmen ausreichten, um den Grenzwert einzuhalten./hoe/uta/hff/DP/jha

16.11.2018

Nach ICE-Brand: Strecke ab Sonntag wieder zweigleisig befahrbar

MONTABAUR (dpa-AFX) - Rund zwei Monate nach einem ICE-Brand sollen ab Sonntag die Züge auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln wieder planmäßig rollen. Mit dem Fahrplanstart in den frühen Morgenstunden werden die Bahnen auf dem Streckenabschnitt bei Montabaur wieder auf zwei Gleisen fahren, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Allerdings könnten die Züge in dem Bereich vorerst nur mit gedrosseltem Tempo fahren. Es seien daher Verspätungen möglich.

In einem fahrenden ICE war am 12. Oktober ein Feuer ausgebrochen. Zu dem Zeitpunkt waren über 500 Menschen an Bord, die alle gerettet wurden. Fünf von ihnen erlitten leichte Verletzungen. Das Feuer zerstörte den Zug und beschädigte die Gleise auf rund 60 Metern in Fahrtrichtung. In der Gegenrichtung gab es Schäden auf einer Länge von 14 Metern.

Mit welcher Summe die Reparaturen zu Buche schlugen, teilte die Bahn nicht mit. Auch die Brandursache ist noch unklar. "Die Ermittlungen dauern weiter an", sagte die Sprecherin./ikl/DP/jha

16.11.2018

Investor Icahn gibt Widerstand gegen Börsenrückkehr von Dell auf

NEW YORK (dpa-AFX) - Dell-Großaktionär Carl Icahn gibt seinen Widerstand gegen eine Rückkehr des PC-Konzerns an die Börse auf. Er werde seine Klage gegen den Deal als aussichtslos zurückziehen, teilte Icahn am Donnerstag mit. Er hatte Icahn unter anderem argumentiert, Dell habe Aktionären wichtige Informationen zu dem geplanten Deal vorenthalten. Icahn hält 9,3 Prozent an Dell Technologies und ist damit ein einflussreicher Anteilseigner.

Dell hatte wenige Stunden zuvor die Konditionen für den Deal zur Rückkehr an die Börse nach Druck von Investoren nachgebessert. Statt 109 Dollar pro Aktie bietet Dell den Inhabern sogenannter Tracking-Aktien nun 120 Dollar. Der Gesamtwert des Deals steige damit von 21,7 auf 23,9 Milliarden Dollar (19,2 auf 21,1 Mrd Euro), teilte Dell Technologies mit.

Als Dell im Jahr 2016 den Cloud-Spezialisten VMware übernahm, blieb die Firma mit Hilfe eines Börsenvehikels, einer sogenannten Tracking- Aktie, an der Börse notiert. Diese spiegelt die Entwicklung von VMware wider. Dell hatte den Inhabern der Aktie im Juli ein Angebot gemacht, um die Papiere zu übernehmen und so an die Börse zurückkehren zu können.

Icahn erklärte, rund 17 Prozent der Anteilseigner seien durch die nachgebesserten Konditionen umgestimmt worden. Damit sei absehbar, dass er seine Kraftprobe mit der Dell-Führung nicht mehr gewinnen könne - auch wenn er das Angebot weiterhin für zu niedrig halte. Milliardär Icahn ist ein bekannter Unruhestifter, der schon die Chefetagen vieler US-Unternehmen unter Druck gesetzt hatte./so/DP/jha

16.11.2018

ROUNDUP: Zwischen Skandal und Zukunft: VW-Aufseher beschließen Investitionen

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Es geht um die Umrüstung deutscher Werke zu E-Auto-Fabriken, ein neues Elektro-Einstiegsmodell und gewaltige Geldsummen: Der Aufsichtsrat von Volkswagen entscheidet am Freitag in Wolfsburg über das Milliarden-Investitionsprogramm des Autobauers für die kommenden fünf Jahre.

Vor einem Jahr hatte Volkswagen angekündigt, bis zum Jahr 2022 in die Entwicklung von E-Autos und autonomem Fahren sowie Mobilitätsdiensten und Digitalisierung mehr als 34 Milliarden Euro investieren zu wollen. Zugleich hat die Beilegung der Diesel-Abgasaffäre den Konzern bisher bereits gut 27 Milliarden Euro gekostet.

VW -Chef Herbert Diess hatte jüngst gewarnt, dass die E-Strategie teurer werden könnte als geplant. Daher müsse die Effizienz steigen: "Wir brauchen höhere Gewinne, um unsere Zukunft finanzieren zu können."

Volkswagen will ab Ende 2019 die Produktion von E-Autos hochfahren - dann rollt das erste rein elektrische Modell der ID-Familie in Zwickau vom Band. Bis 2025 wollen die Marken des Autobauers zunächst 50 neue vollelektrische Modelle an den Start bringen.

Künftig sollen auch an den beiden VW-Standorten Hannover und Emden E-Autos gebaut werden. Der bisher in Emden gefertigte Passat könnte nach Tschechien verlagert werden. Auch will VW einen E-Kleinwagen für unter 20 000 Euro auf den Markt bringen. Unklar war zunächst noch, ob dieser Stromer künftig in Emden gebaut wird. In Hannover soll der elektrische Kleinbus ID Buzz entstehen.

Um die Umstellung für die rund 9000 Mitarbeiter in Emden und die etwa 16 000 Beschäftigten in Hannover abzufedern, wurde eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 vereinbart. Gleichzeitig soll die Mitarbeiterzahl dort nach und nach sinken - auf dem Wege der Altersteilzeit.

Hintergrund ist, dass weniger Produktionsschritte und damit auch weniger Personal nötig sind, um E-Autos zu bauen. VW-Personalvorstand Gunnar Kilian sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich bin überzeugt, dass uns der Umbau gut gelingen wird."/tst/DP/jha

16.11.2018

Immer mehr Bahnfahrer steigen aufs Handyticket um

BERLIN (dpa-AFX) - Bei der Bahn wird der Fahrscheinkauf per Mobiltelefon immer beliebter. Von Januar bis Oktober buchten Reisende rund 22 Millionen Handytickets, das sind 73 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte.

Damit hat sich der Trend zu weniger Fahrscheinen auf Papier beschleunigt. In den ersten zehn Monaten 2014 zählte die Bahn 3,13 Millionen Handytickets, im entsprechenden Zeitraum der Folgejahre waren es dann 5,13 Millionen (2015), 7,76 Millionen (2016) und 12,7 Millionen (2017).

Zur Einordnung: Im vergangenen Jahr kam die Bahn in Fernverkehr auf 142 Millionen Fahrten ihrer Kunden. Dabei wurde jede Strecke einzeln gezählt. Es gibt aber auch Fahrscheine für Hin- und Rückfahrt.

Zu berücksichtigen ist zudem, dass inzwischen auch einige Verkehrsverbünde Handytickets anbieten. Diese sind in der Gesamtzahl enthalten. Als Nebeneffekt hat die Bahn - bezogen auf die 22 Millionen Tickets - eine Ersparnis von 95 Tonnen Papier errechnet./brd/DP/jha

16.11.2018

Weitere Entscheidung zu Frequenzauktion für Mobilfunkstandard 5G

BONN (dpa-AFX) - Bei der Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G steht eine wichtige Vorentscheidung an. Die Bundesnetzagentur könnte an diesem Freitag Vergabeunterlagen an ihren mit Politikern besetzten Beirat versenden, wie aus informierten Kreisen zu vernehmen war.

Damit würden die Weichen gestellt für die Regeln, nach denen die Netzbetreiber den ultraschnellen Mobilfunk 5G ausbauen sollen. Die Regeln wiederum entscheiden über das Tempo und den Umfang des Netzausbaus für ein schnelles Internet. 5G ist besonders für die Industrie wichtig, damit diese im globalen Wettbewerb und im Zeitalter der Digitalisierung auch künftig mithalten kann.

Der Chef der Netzagentur, Jochen Homann, will dem Beirat am 26. November seine Vorstellungen erläutern. Nach der Sitzung wollen Homann und zwei Vize-Präsidenten die Vergaberegeln dann beschließen, die für die Versteigerung von Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard im Frühjahr 2019 gelten sollen.

Ursprünglich sollten die Unterlagen bereits Anfang dieser Woche verschickt werden, doch es kam zu Verzögerungen - Politiker meldeten sich zu Wort und forderten einen möglichst umfassenden Ausbau mit dem ultraschnellen Mobilfunkstandard. Die Netzbetreiber Deutsche Telekom , Vodafone und Telefónica warnen vor zu strengen Auflagen wie zum Beispiel Ausbaupflichten an Landstraßen - das wäre aus ihrer Sicht nicht finanzierbar. Sie drohen sogar mit Klagen.

Bei den Netzbetreibern gebe es eine "große Besorgnis" über den "Wünsch-dir-was-Modus" in der Politik, sagt Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom. Für eine Versorgung von 98 Prozent der Haushalte im 3,6-Gigahertz-Frequenzband wären dem Verband zufolge insgesamt 800 000 Basisstationen erforderlich - aktuell gebe es heute 60 000. Die Auflagen für den flächendeckenden Netzausbau könnten bei der Versteigerung der 5G-Frequenzen noch einmal erhöht werden.

Dabei sei eine Abdeckung allein mit dem 5G-Standard selbst für autonom fahrende Autos technisch nicht unbedingt nötig, sagt der Branchenvertreter und plädiert dafür, die Flächenversorgung unabhängig von der 5G-Auktion zu diskutieren: "Wir reden bei der Unterversorgung ja über ein verstecktes 4G-Problem."/wdw/gri/DP/jha

16.11.2018

FDP-Fraktionsvize: Fahrverbote auf Autobahn 'völlig absurd'

BERLIN (dpa-AFX) - Der FDP-Bundestagsfraktionsvize Frank Sitta hat das Gerichtsurteil zu Diesel-Fahrverboten auch auf einer vielbefahrenen Autobahn in Essen als "völlig absurd" bezeichnet. Sitta sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Das hat mit Verhältnismäßigkeit nun wirklich nichts mehr zu tun. Wenn im Ruhrgebiet ein totales Verkehrschaos herbeigemessen wird, kann auch niemand behaupten, dass das der Gesundheit der Bevölkerung irgendwie dienlich ist."

Sitta kritisierte außerdem: "Die Spielräume, die es beim Aufstellen der Messstationen gibt, dürfen nicht nur so genutzt werden, um Höchstwerte aufzuspüren, sondern so, dass das mit der Lebenswirklichkeit der Menschen wenigstens im Entferntesten noch etwas zu tun hat." Der FDP-Bundestagsabgeordnete sagte, die Bundesregierung müsse aktiv werden.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte am Donnerstag eine Fahrverbotszone für Essen angeordnet, zu der auch die Verkehrsschlagader A40 auf dem Essener Stadtgebiet gehört. Betroffen wären von dem Fahrverbot für ältere Diesel ab dem Sommer 2019 auf dem Autobahn-Abschnitt nicht nur Pendler im Ruhrgebiet sondern auch der Auto-Fernverkehr./hoe/DP/jha

16.11.2018

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 29. November 2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag, den 29. November:

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FREITAG, DEN 16. NOVEMBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 L: Stabilus Jahreszahlen

08:30 D: Aumann Q3-Zahlen

11:00 D: Volkswagen Konzern Auslieferungen 10/18

12:30 D: Volkswagen AG Pressegespräch zur Investitionsplanung und

die Auswirkungen auf einzelne Standorte

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 D: Index der Großhandelspreise 10/18

11:00 EU: Verbraucherpreise 10/18

15:15 USA: Industrieproduktion 10/18

15:15 USA: Kapazitätsauslastung 10/18

17:30 USA: Fed-Präsident von Chicago, Evans, hält eine Rede

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EU: Fitch Ratingergebnis Bulgarien, Rumänien

EU: S&P Ratingergebnis Niederlande, Schweiz

EU: Moody's Ratingergebnis Österreich

SONSTIGE TERMINE

09:15 D: "Frankfurt European Banking Congress" zum Abschluss der "Euro

Finance Week" u.a. mit einer Rede von EZB-Präsident Mario Draghi

sowie Statements der Chefs von Deutscher Bank, Christian Sewing,

und Commerzbank, Martin Zielke, Frankfurt

10:00 D: Bundeswirtschaftsministerium, BDI und Weltenergierat Deutschland

präsentieren den "World Energy Outlook 2018"

10:00 D: Das Landgericht Offenburg verhandelt die Klage des deutschlandweit

agierenden, börsennotierten Klinikbetreibers Mediclin.

B: EU-Ministerrat und Vermittlungsausschuss zum EU-Haushaltsplan für 2019

B: Treffen des EU-Ministerrates für Wirtschaft und Finanzen, Brüssel

Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft

(Apec) in Papua-Neuguinea

D: Abschluss Messe "electronica", München

USA: Morgan Stanley European Technology, Media & Telecom Conference u.a.

mit T-Mobile US

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MONTAG, DEN 19. NOVEMBER 2018

TERMINE UNERNEHMEN

07:00 D: Grand City Properties Q3-Zahlen

22:00 USA: Agilent Technologies Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

USA: Travelers Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 J: Handelsbilanz 10/18

10:00 EU: EZB Leistungsbilanz 09/18

16:00 USA: NAHB-Index 11/18

SONSTIGE TERMINE

D: Jahrestagung vom Handelsblatt zum Thema "European Banking

Regulation - Neue Entwicklungen in der Bankenaufsicht"

u.a. mit Stefan Blochwitz (Deutsche Bundesbank) und Werner Bier

(Europäische Zentralbank), Frankfurt

D: Dritte Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft

Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn

NL: 23. Konferenz der Vertragsstaaten der Konvention gegen die

Weiterverbreitung von chemischen Waffen (OPCW)

16:30 D: Banken Dialog "Welchen Schutz brauchen Kunden in der digitalen

Welt?" vom Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin

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DIENSTAG, DEN 20. NOVEMBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 D: Dermapharm Q3-Zahlen

08:00 GB: Easyjet Jahreszahlen

10:00 D: BASF Pk zu aktuellen

Entwicklungen, Ludwigsh.

10:00 D: Schwan-Stabilo Bilanz-Pk, Heroldsberg

12:30 USA: Target Q3-Zahlen

13:00 USA: Kohl's Q3-Zahlen

13:00 USA: Best Buy Q3-Zahlen

14:00 USA: Analog Devices Q3-Zahlen

22:01 USA: Autodesk Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Porsche Automobil Holding Q3-Zahlen

D: CTS Eventim 9Monatszahlen

GB: Halma Halbjahreszahlen

IRL: CRH Q3 Trading Update

USA: The Gap Q3-Zahlen

USA: Foot Locker Q3-Zahlen

USA: Campbell Soup Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 D: Erzeugerpreise 10/18

10:00 PL: Industrieproduktion 10/18

10:00 PL: Erzeugerpreise 10/18

14:00 HU: Zentralbank Zinsentscheid

14:30 USA: Baubeginne- und genehmigungen 10/18

15:00 B: Verbrauchervertrauen 11/18

SONTIGE TERMINE

09:00 D: Jahrestagung der Versicherungsaufsicht Eiopa u.a. mit dem

EU-Chefunterhändler zum Brexit, Michel Barnier (Vortrag 10.00 Uhr)

und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann (Vortrag 17.15 Uhr)

+12:45 h Pk mit Eiopa-Chef Gabriel Bernardino, Frankfurt

10:00 D: Symposium "Automatisiertes und vernetztes Fahren - schöne neue

Welt!?" des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft

(GDV) u.a. mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Udo di

Fabio, Vorsitzender der Ethik-Kommission zum automatisierten Fahren,

und Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident für Verkehr des ADAC e.V.,

Berlin

10:30 D: Abschlusssitzung der von der Bundesregierung eingesetzten

Expertenrunde zu Diesel-Nachrüstungen

11:00 D: Jahres-Pk des Bundesverbands Technik des Einzelhandels, Köln

D: Branchentag des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga)

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MITTWOCH, DEN 21. NOVEMBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 D: Thyssenkrupp Jahreszahlen (Pk 10.00 h)

08:00 GB: Sage Group Jahreszahlen

08:00 GB: United Utilities Halbjahreszahlen

17:30 NL: Altice Q3-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

A: CA Immo Q3-Zahlen

A: Uniqa Q3-Zahlen

DK: Royal Unibrew Q3-Zahlen

GB: Sage Jahreszahlen

GB: United Utilities Halbjahreszahlen

USA: Deere & Co Q4-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

05:30 J: All Industry Activity Index 09/18

06:30 NL: Konsumausgaben 09/18

11:00 EU: OECD Wirtschaftsausblick

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 10/18 (vorläufig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Frühindikator 10/18

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 10/18

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 11/18 (endgültig)

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Pk Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen zu Forderungen an die

Bundesregierung angesichts schwächerer Konjunktur und Digitalisierung

10:00 D: Das Verwaltungsgericht verhandelt über ein mögliches Fahrverbot für

Diesel in Darmstadt, Wiesbaden

14:00 D: BKA-Herbsttagung zum Thema "Sicherheit in einer offenen und

digitalen Gesellschaft", Wiesbaden

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DONNERSTAG, DEN 22. NOVEMBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 F: Remy Cointreau Halbjahreszahlen

08:00 EU: Acea Nfz-Neuzulassungen 10/18

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Befesa Q3-Zahlen

D: Jost Werke 9Monatszahlen

D: Siemens Healthineers Geschäftsbericht

TERMINE KONJUNKTUR

D: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 11718

00:30 J: Verbraucherpreise 10/18

07:00 J: Maschinenwerkzeugaufträge 10/18 (endgültig)

08:45 F: Geschäftsklima 11/18

13:30 EU: EZB Sitzungsprotokoll 25.10.18

16:00 EU: Verbrauchervertrauen 11/18 (vorab)

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Landgericht Hamburg verhandelt im Streit zwischen der Hegemann

Gruppe und KPMG, Hamburg

HINWEIS

USA: Feiertag "Thanksgiving", Börse geschlossen

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FREITAG, DEN 23. NOVEMBER 2018

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 J: Nikkei Verarbeitendes Gewerbe 11/18 (vorläufig)

08:00 D: BIP Q3/18 (endgültig)

08:00 D: Bauinvestitionen Q3/18

08:00 D: Im- und Exporte Q3/18

09:00 A: Industrieproduktion 09/18

09:15 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 11/18 (vorläufig)

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 11/18 (vorläufig)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 11/18 (vorläufig)

15:00 B: Geschäftsklima 11/18

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 11/18 (vorläufig)

TERMINE KONJUNKTUR

EU: Moody's Ratingergebnis Ungarn

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Medientag bei Amazon in Koblenz mit Fakten und Zahlen zum Standort

Koblenz

HINWEIS

J: Feiertag, Börse geschlossen

USA: Verkürzter Handel Börse bis 19.00 h, Anleihen bis 20.00 h

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MONTAG, DEN 26. NOVEMBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Borussia Dortmund Hauptversammlung

D: Datagroup Jahreszahlen

D: Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt

TERMINE KONJUNKTUR

06:00 J: Frühindikatoren 09/18 (endgültig)

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 11/18

14:30 USA: Chicago Fed Index 10/18

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Fortsetzung Kapitalanleger-Musterverfahren gegen Volkswagen AG,

Braunschweig

D: "Wirtschaftskongress Brexit". Das Landeswirtschaftsministerium hält

gemeinsam mit Kammern und Verbänden den "Wirtschaftskongress Brexit"

ab, der Unternehmen konkrete Hilfestellung für den Umgang mit dem

Brexit an die Hand geben will. Stuttgart

D: Hamburg Summit: China meets Europe - Konferenz zu den

europäisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen

09:00 h Konferenzeröffnung u.a. mit dem ehemaligen Bundeskanzler

Gerhard Schröder (SPD)

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DIENSTAG, DEN 27. NOVEMBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: KWS Saat Q1-Zahlen

GB: Pets at Home Group Halbjahreszahlen

USA: Salesforce.com Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

08:45 F: Verbrauchervertrauen 11/18

10:00 I: Verbrauchervertrauen 11/18

15:00 USA: FHFA-Index 09/18

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 11/18

SONSTIGE TERMINE

08:30 D: Abschluss Energiewende-Kongress der Deutschen Energie-Agentur (dena)

08:30 D: Fortsetzung Hamburg Summit: China meets Europe - Konferenz zu den

europäisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen

09:00 D: Abschluss Berliner Forum Außenpolitik des Auswärtigen Amtes und der

Körber-Stiftung

+ 09:00 Rede Bundesaußenminister Heiko Maas

+ 09:30 Rede des slowakischen Außenministers Miroslav Laj?ák

+ 16:00 Sicherheitspolitische Rede Bundesverteidigungsministerin

Ursula von der Leyen

09:00 L: Mündliche EuGH-Verhandlung zu der Frage, ob Großbritannien die EU

Austrittserklärung theoretisch einseitig zurücknehmen könnte

10:00 D: Bundesverfassungsgericht verhandelt Beschwerden gegen die

Europäische Bankenunion. Die Kläger wenden sich gegen die zentrale

Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) und

den Abwicklungsfonds für Banken in Schieflage. Das Urteil dürfte

nach einigen Monaten verkündet werden.

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MITTWOCH, DEN 28. NOVEMBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Siemens Bilanz-Pk, München

D: Vapiano Q3-Zahlen

L: Aroundtown Q3-Zahlen

USA: Tiffany & Co Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

D: DIW-Konjunkturbarometer

10:00 EU: Geldmenge M3 10/18

10:00 I: Erzeugerpreise 10/18

13:00 D: GfK Verbrauchervertrauen 12/18

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 10/18 (vorläufig)

14:30 USA: BIP Q3/18 (2. Veröffentlichung)

14:30 USA: Privater Konsum Q3/18

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 10/18

16:00 USA: Richmond Fed Herstellerindex 11/18

18:00 USA: Fed-Chef Powell hält eine Rede in New York

SONSTIGE TERMINE

12:00 D: Jahreskonferenz Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft

Themen der Referenten werden u.a. der Handeslstreit zwischen den USA

und China, Klimaphänomene und ihre Bedeutung für die

Versicherungswirtschaft und ein Finanzmarktausblick sein. Berlin

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DONNERSTAG, DEN 29. NOVEMBER 2018

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Knorr-Bremse Q3-Zahlen

D: Rocket Internet Q3-Zahlen

GB: Thomas Cook Jahreszahlen

GR: Natinal Bank of Greece Q3-Zahlen

USA: Hewlett Packard Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 J: Einzelhandelsumsatz 10/18

08:45 F: Konsumausgaben 10/18

08:45 F: BIP Q3/18 (vorläufig)

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 11/18

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 10/18

09:00 E: Verbraucherpreie 11/18 (vorläufig)

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 11/18

10:00 D: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen,

Bayern 11/18

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 1/18

11:00 EU: Wirtschafts- und Industrievertrauen 11/18

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 11/18 (endgültig)

14:00 D: Verbraucherpreise 11/18 (vorläufig)

14:30 USA: Pirvate Einkommen und Ausgaben 10/18

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 10/18

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

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15.11.2018

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Nasdaq-Rally verhilft auch Dow zu Gewinnen

NEW YORK (dpa-AFX) - Kräftige Gewinne an der technologielastigen Nasdaq-Börse haben am Donnerstag auch die Wall Street ins Plus gezogen. Der Dow Jones Industrial drehte nach seiner anfänglich fortgesetzten Talfahrt in die Gewinnzone und legte schließlich um 0,83 Prozent auf 25 289,27 Punkte zu. Von den gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten gingen keine wegweisenden Impulse aus.

Der S&P 500 stieg um 1,06 Prozent auf 2730,20 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 1,78 Prozent auf 6890,45 Punkte vor.

Der Empire-State-Index war zwar besser als erwartet ausgefallen, der Philly-Fed-Index und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigten aber ein schwächer als erwartetes Bild. Die Einzelhandelsdaten konnten ebenfalls nicht ganz überzeugen. Die Umsätze waren zwar insgesamt gesehen etwas stärker als vorhergesagt gestiegen, doch ohne Autoverkäufe und Erlöse an den Tankstellen fielen sie laut Goldman Sachs schwächer aus. Alles in allem zeige das insgesamt gemischte Bild dennoch weiter ein solides Wachstumstempo, hieß es.

Unter den Gewinnern im Dow ragten die Aktien von Cisco mit plus 5,5 Prozent an der Index-Spitze heraus. Der Netzwerk-Spezialist hatte seine Anleger mit einem überraschend gut verlaufenen ersten Geschäftsquartal erfreut. Unter dem Strich hatte der Gewinn um fast 50 Prozent zugelegt.

Für die Papiere von 3M ging es an zweiter Stelle um 3,5 Prozent nach oben. Der Mischkonzern rechnet in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Gewinnwachstum. Pro Aktie dürfte der Überschuss in den kommenden fünf Jahren um jährlich 8 bis 11 Prozent zulegen.

Die Anteile von JPMorgan profitierten mit plus 2,6 Prozent vom Einstieg des Starinvestors Warren Buffett. Dieser hatte sich durch seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway mit einer beachtlichen Summe an der größten US-Bank beteiligt. Im dritten Quartal hatte die Investment-Holding des 88-jährigen Börsengurus mehr als 35 Millionen JPMorgan-Aktien gekauft und so einen Anteil im Wert von rund vier Milliarden Dollar aufgebaut.

Die Aktien von Walmart verloren indes am Dow-Ende 2,0 Prozent. Der Handelskonzern hatte ein starkes drittes Quartal gemeldet und blickt auch optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft. Allerdings zeigte sich Analyst Simeon Gutman von Morgan Stanley vorsichtig und glaubt, dass das Wachstum im zweiten Quartal dieses Jahres seinen Höhepunkt erreicht haben könnte. Zudem dürften die Frachtkosten wegen steigender Löhne auch im neuen Jahr für Gegenwind sorgen, hieß es.

Die Papiere von JC Penney erlebten eine extreme Kursbewegung. Nach einem Kurssturz von knapp 14 Prozent zu Handelsbeginn ging es letztlich um 11,5 Prozent hoch. Die Umsatzentwicklung im dritten Quartal des Kaufhauskonzerns hatte allerdings enttäuscht.

Am US-Rentenmarkt gaben zehnjährige Staatsanleihen ihre frühen Gewinne weitgehend ab und legten zuletzt um 3/32 Punkte auf 100 3/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,112 Prozent. Der Eurokurs stieg im US-Handel zeitweise bis auf 1,1362 US-Dollar und lag zum Börsenschluss an der Wall Street bei 1,1333 Dollar. Nach Rücktritten mehrerer britischer Regierungsmitglieder war der Kurs zuvor bis auf 1,1271 Dollar gesunken. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs später auf 1,1305 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8846 (0,8853) Euro gekostet./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

15.11.2018

Aktien New York Schluss: Nasdaq-Rally verhilft auch Dow zu Gewinnen

NEW YORK (dpa-AFX) - Kräftige Gewinne an der technologielastigen Nasdaq-Börse haben am Donnerstag auch die Wall Street ins Plus gezogen. Der Dow Jones Industrial drehte nach seiner anfänglich fortgesetzten Talfahrt in die Gewinnzone und legte legte schließlich um 0,83 Prozent auf 25 289,27 Punkte zu. Von den gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten gingen keine wegweisenden Impulse aus.

Der S&P 500 stieg um 1,06 Prozent auf 2730,20 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 1,78 Prozent auf 6890,45 Punkte vor.

Der Empire-State-Index war zwar besser als erwartet ausgefallen, der Philly-Fed-Index und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigten aber ein schwächer als erwartetes Bild. Die Einzelhandelsdaten konnten ebenfalls nicht ganz überzeugen. Die Umsätze waren zwar insgesamt gesehen etwas stärker als vorhergesagt gestiegen, doch ohne Autoverkäufe und Erlöse an den Tankstellen fielen sie laut Goldman Sachs schwächer aus. Alles in allem zeige das insgesamt gemischte Bild dennoch weiter ein solides Wachstumstempo, hieß es./ck/he

15.11.2018

Aktien New York: Positive Stimmung an der Nasdaq verhilft dem Dow ins Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Kräftige Gewinne an der technologielastigen Nasdaq-Börse haben am Donnerstag auch die Wall Street ins Plus gezogen. Der Dow Jones Industrial drehte nach seiner anfänglich fortgesetzten Talfahrt in die Gewinnzone und legte rund zwei Stunden vor dem Börsenschluss um 0,42 Prozent auf 25 184,59 Punkte zu. Von den gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten gingen keine wegweisenden Impulse aus.

Der S&P 500 stieg um 0,64 Prozent auf 2718,92 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 1,26 Prozent auf 6855,00 Punkte vor.

Der Empire-State-Index war zwar besser als erwartet ausgefallen, der Philly-Fed-Index und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigten aber ein schwächer als erwartetes Bild. Die Einzelhandelsdaten konnten ebenfalls nicht ganz überzeugen. Die Umsätze waren zwar insgesamt gesehen etwas stärker als vorhergesagt gestiegen, doch ohne Autoverkäufe und Erlöse an den Tankstellen fielen sie laut Goldman Sachs schwächer aus. Alles in allem zeige das insgesamt gemischte Bild dennoch weiter ein solides Wachstumstempo, hieß es.

Unter den Gewinnern im Dow ragten die Aktien von Cisco mit plus 4,6 Prozent an der Index-Spitze heraus. Der Netzwerk-Spezialist hatte seine Anleger mit einem überraschend gut verlaufenen ersten Geschäftsquartal erfreut. Unter dem Strich hatte der Gewinn um fast 50 Prozent zugelegt.

Die Anteile von JPMorgan profitierten mit plus 2,0 Prozent vom Einstieg des Starinvestors Warren Buffett. Dieser hatte sich durch seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway mit einer beachtlichen Summe an der größten US-Bank beteiligt. Im dritten Quartal hatte die Investment-Holding des 88-jährigen Börsengurus mehr als 35 Millionen JPMorgan-Aktien gekauft und so einen Anteil im Wert von rund vier Milliarden Dollar aufgebaut.

Für die Papiere von 3M ging es um 1,4 Prozent nach oben. Der Mischkonzern rechnet in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Gewinnwachstum. Pro Aktie dürfte der Überschuss in den kommenden fünf Jahren um jährlich 8 bis 11 Prozent zulegen.

Die Aktien von Walmart verloren am Dow-Ende 1,5 Prozent. Gewinnmitnahmen dürften der Hauptgrund sein, denn nach einem starken dritten Quartal blickt der Handelskonzern nun auch optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft.

Die Papiere von JC Penney erholten sich nach einem Kurssturz von 12 Prozent zu Handelsbeginn und gewannen zuletzt 2,7 Prozent. Die Umsatzentwicklung im dritten Quartal des Kaufhauskonzerns hatte allerdings enttäuscht./ck/he

15.11.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Brexit-Unsicherheit lastet auf Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Brexit-Unsicherheit und teils weiter schwächelnde US-Börsen haben den Dax am Donnerstag unter Druck gesetzt. Der deutsche Leitindex verlor 0,52 Prozent auf 11 353,67 Punkte. Für den MDax , in dem die mittelgroßen deutschen Unternehmen repräsentiert sind, ging es um 1,15 Prozent auf 23 757,70 Punkte nach unten.

"Die Brexit-Verhandlungen, die extreme Volatilität bei US-Technologieaktien und die Unsicherheit über Italiens Haushaltspläne hinterlassen ihre Spuren an der Frankfurter Börse", stellte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets fest.

Nach der Billigung des Brexit-Entwurfs in London hatten am Donnerstag mehrere Rücktritte die britische Regierung in eine schwere Krise gestürzt. Brexit-Minister Dominic Raab und Arbeitsministerin Esther McVey legten ihre Ämter nieder. Der Posten von Theresa May als Premierministerin wackelt mehr denn je. Auf sie kommt möglicherweise noch ein Misstrauensvotum in ihrer konservativen Fraktion zu. Völlig ungewiss ist auch, ob das britische Parlament dem Brexit-Entwurf überhaupt zustimmt. Im frühen Handel - noch vor den Rücktritten - hatte es am deutschen Aktienmarkt noch verhaltene Zuversicht gegeben angesichts der Billigung des Brexit-Entwurfs.

Unter den Einzelwerten reagierten die Henkel-Papiere nur für einige Stunden mit spürbaren Kursgewinnen auf die Quartalszahlen des Konsumgüterkonzerns. Im Zuge des am Nachmittag stärker unter Druck geratenen Gesamtmarktes bröckelte der Kurs dann immer weiter ab. Aus dem Handel gingen die Anteile mit plus 0,35 Prozent, nachdem sie am Vormittag in der Spitze um 4 Prozent gestiegen waren. Analysten waren mit den Geschäftszahlen wie auch dem Ausblick der Düsseldorfer insgesamt recht zufrieden. Im Dax waren die Henkel-Papiere auf dem dritten Platz nach Siemens mit plus 0,82 Prozent und BASF mit plus 0,69 Prozent.

Der Dax-Vortagessieger Merck KGaA war am Donnerstag der größte Verlierer. Die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns büßten 2,55 Prozent ein. Autowerte präsentierten sich ebenfalls schwach. Wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte, fiel die Zahl der Fahrzeug-Neuzulassungen in den EU-Ländern im Oktober kräftig. Die im Dax notierten Aktien von Volkswagen , BMW , Daimler und Continental verzeichneten Abgaben von bis zu 2,4 Prozent. Daimler- und Conti-Papiere litten zusätzlich unter Abstufungen durch die Citigroup.

Die Titel der Aareal Bank sackten im MDax um 4,28 Prozent ab, nachdem die Commerzbank sie von "Buy" auf "Hold" abgestuft hatte. Die Bechtle-Titel setzten ihre steile Talfahrt mit minus 6,91 Prozent fort. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hatte sie ebenfalls von "Buy" auf "Hold" abgestuft.

Die Sixt-Stammaktien gewannen im SDax nach dem detaillierten Quartalsbericht 4,43 Prozent. Die Resultate hätten den Erwartungen entsprochen, sagte Analyst Christian Weitz von der Baader Bank . Der aktuelle Mietwagen-Boom in Deutschland und auch international dürfte angesichts steigender Fluggastzahlen nicht nachlassen, glaubt der Experte. Die am Vortag starken Cancom-Aktien legten den Rückwärtsgang ein und fielen um fast 10 Prozent. Kepler-Analyst Martin Jungfleisch sprach von soliden Neunmonatsergebnissen, sieht jedoch anhaltende Risiken und hält die Bewertung der Papiere für so hoch.

Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , verlor 0,47 Prozent auf 3190,31 Zähler. Der Cac 40 in Paris gab ebenfalls nach, während der Londoner FTSE 100 im Zuge des unter Druck stehenden Pfunds leicht vorrückte. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial stand zum Handelsschluss in Europa etwas tiefer.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,24 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,21 Prozent auf 141,28 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,31 Prozent auf 160,75 Zähler. Der Eurokurs notierte kaum verändert mit 1,1321 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Nachmittag den Referenzkurs auf 1,1305 (Mittwoch: 1,1296) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8846 (0,8853) Euro gekostet./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

15.11.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Brexit-Unsicherheit lastet auf Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Brexit-Unsicherheit und teils weiter schwächelnde US-Börsen haben den Dax am Donnerstag unter Druck gesetzt. Der deutsche Leitindex verlor 0,52 Prozent auf 11 353,67 Punkte. Für den MDax , in dem die mittelgroßen deutschen Unternehmen repräsentiert sind, ging es um 1,15 Prozent auf 23 757,70 Punkte nach unten.

"Die Brexit-Verhandlungen, die extreme Volatilität bei US-Technologieaktien und die Unsicherheit über Italiens Haushaltspläne hinterlassen ihre Spuren an der Frankfurter Börse", stellte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets fest.

Nach der Billigung des Brexit-Entwurfs in London haben am Donnerstag mehrere Rücktritte die britische Regierung in eine schwere Krise gestürzt. Brexit-Minister Dominic Raab und Arbeitsministerin Esther McVey legten ihre Ämter nieder. Der Posten von Theresa May als Premierministerin wackelt mehr denn je. Auf sie kommt möglicherweise noch ein Misstrauensvotum in ihrer konservativen Fraktion zu. Völlig ungewiss ist auch, ob das britische Parlament dem Brexit-Entwurf überhaupt zustimmt./ajx/he

15.11.2018

INDEX-FLASH: Dax und EuroStoxx wieder auf Talfahrt - Druck von den US-Börsen

FRANKFURT/ (dpa-AFX) - Die weiter nachgebenden US-Börsen haben am Donnerstagnachmittag die Indizes in Europa wieder auf Talfahrt geschickt. Der deutsche Leitindex Dax rutschte unter die Marke von 12 300 Punkten und damit auch unter sein Vortagestief. Zuletzt verbuchte er beim Stand von 11 292,82 Punkten ein Minus von 1,05 Prozent. Im frühen Handel hatte er noch kurzzeitig die Marke von 12 500 Punkten hinter sich gelassen.

Analog zum Dax verhielt sich der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der zuletzt um 1 Prozent auf 3173,24 Punkte nachgab.

Die US-Indizes dienen meist als Taktgeber für die Börsen in Europa. Bleibt es für den New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag bis zum Handelsschluss bei Verlusten, wäre es der fünfte Handelstag in Folge mit einem Minuszeichen./ajx/he

15.11.2018

ROUNDUP/Aktien New York: Dow setzt seine Talfahrt weiter fort

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es auch am Donnerstag abwärts gegangen. Der Dow Jones Industrial knüpfte an seine viertägige Verlustserie an und gab im frühen Handel um 1,04 Prozent auf 24 820,76 Punkte nach. Von den gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten gingen keine wegweisenden Impulse aus.

Der S&P 500 sank um 0,94 Prozent auf 2676,09 Zähler. An der technologielastigen Nasdaq-Börse gab der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,63 Prozent auf 6727,42 Punkte nach.

Chartanalyst Andreas Büchler von Index-Radar zeigte sich über die weiteren Verluste im US-Leitindex nicht überrascht. Der Dow schwinge bereits seit mehr als einem Jahr um den Bereich von 24 900/25 000 Punkten, auch wenn er zwischenzeitlich nach oben bis knapp unter 27 000 Punkten ausgeschlagen habe. Nun scheine jedoch die Zeit für eine Bewegung in die Gegenrichtung gekommen zu sein. Im Extremfall könne sie sich bis um die 23 300 Punkte ausdehnen, erwartet Büchler.

Unter den Konjunkturdaten fielen zwar die Einzelhandelsdaten und der Empire-State-Index besser als erwartet aus, der Philly-Fed-Index hingegen und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigten aber ein schwächer als erwartetes Bild.

Unter den wenigen Gewinnern im Dow ragen die Aktien von Cisco mit plus 3,3 Prozent an der Index-Spitze positiv heraus. Der Netzwerk-Spezialist hatte seine Anleger mit einem überraschend gut verlaufenen ersten Geschäftsquartal erfreut. Unter dem Strich hatte der Gewinn um fast 50 Prozent zu gelegt.

Die Anteile von JPMorgan profitierten mit plus 0,6 Prozent vom Einstieg des Starinvestors Warren Buffett. Dieser hatte sich durch seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway mit einer beachtlichen Summe an der größten US-Bank beteiligt. Im dritten Quartal hatte die Investment-Holding des 88-jährigen Börsengurus mehr als 35 Millionen JPMorgan-Aktien gekauft und so einen Anteil im Wert von rund vier Milliarden Dollar aufgebaut.

Für die Papiere von 3M ging es um 0,5 Prozent abwärts. Am Markt wurde von Gewinnmitnahmen nach einem zuletzt recht guten Lauf gesprochen. Der Mischkonzern rechnet in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Gewinnwachstum. Pro Aktie dürfte der Überschuss in den kommenden fünf Jahren um jährlich 8 bis 11 Prozent zulegen.

Deutlicher noch ging es für die Aktien von Walmart abwärts: Sie büßten als einer der schwächsten Dow-Werte 2,2 Prozent ein. Auch hier dürften Gewinnmitnahmen der Hauptgrund sein, denn nach einem starken dritten Quartal blickt der Handelskonzern nun auch optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft.

Dagegen fanden die Papiere des Kaufhausunternehmens JC Penney nach einem Kurssturz von um die 12 Prozent zu Handelsbeginn ins Plus. Zuletzt gewannen sie 3,7 Prozent, obwohl die Umsatzentwicklung im dritten Quartal enttäuscht hatte./ck/he

15.11.2018

Aktien New York: Dow setzte seine Talfahrt weiter fort

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es auch am Donnerstag abwärts gegangen. Der Dow Jones Industrial knüpfte an seine viertägige Verlustserie an und gab im frühen Handel um 0,64 Prozent auf 24 921,21 Punkte nach. Von den gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten gingen keine wegweisenden Impulse aus.

Der S&P 500 sank um 0,72 Prozent auf 2682,19 Zähler. An der technologielastigen Nasdaq-Börse gab der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,47 Prozent auf 6738,62 Punkte nach.

Chartanalyst Andreas Büchler von Index-Radar zeigte sich über die weiteren Verluste im US-Leitindex nicht überrascht. Der Dow schwinge bereits seit mehr als einem Jahr um den Bereich von 24 900/25 000 Punkten, auch wenn er zwischenzeitlich nach oben bis knapp unter 27 000 Punkten ausgeschlagen habe. Nun scheine jedoch die Zeit für eine Bewegung in die Gegenrichtung gekommen zu sein. Im Extremfall könne sie sich bis um die 23 300 Punkte ausdehnen, erwartet Büchler.

Unter den Konjunkturdaten fielen zwar die Einzelhandelsdaten und der Empire-State-Index besser als erwartet aus, der Philly-Fed-Index hingegen und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigten aber ein schwächer als erwartetes Bild./ck/he

15.11.2018

Aktien Frankfurt: Dax unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Donnerstag auf Tauchstation gegangen. Der Dax notierte zuletzt 0,25 Prozent tiefer bei 11 383,68 Punkten. Der MDax , in dem die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert sind, verlor 1,05 Prozent auf 23 782,70 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,38 Prozent auf 3193,25 Zähler abwärts.

"Die Brexit-Verhandlungen, die extreme Volatilität bei US-Technologieaktien und die Unsicherheit über Italiens Haushaltspläne haben ihre Spuren an der Frankfurter Börse hinterlassen", stellte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets fest. Die Gegenbewegung auf die herben Oktober-Verluste sei bislang schwach ausgefallen, allerdings seien auch weitere Verkäufe ausgeblieben.

Aus Branchensicht wurden am Donnerstag Autowerte gemieden. Wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte, fiel die Zahl der Fahrzeug-Neuzulassungen in den EU-Ländern im Oktober kräftig. Die Aktien von Volkswagen , BMW , Daimler und Continental verzeichneten Abgaben zwischen 0,9 und 2,4 Prozent. Daimler- und Conti-Papiere litten zusätzlich unter Abstufungen durch die Citigroup. Deren Analysten senkten zudem die Kursziele für die Autozuliefer-Aktien von Hella und Schaeffler , die um jeweils rund 2,8 Prozent fielen.

Unter den Einzelwerten reagierten die Henkel-Papiere mit einem Kursanstieg von 2 Prozent an der Dax-Spitze auf die Quartalszahlen des Konsumgüterkonzerns und setzten ihren jüngsten Erholungstrend fort. Analysten waren mit der Bilanz zum dritten Quartal wie auch dem Ausblick des Persil-Herstellers durchaus zufrieden.

Der Modekonzern Hugo Boss will in den kommenden vier Jahren bei Umsatz und Gewinn eine Schippe drauf legen. Der Gewinn soll deutlich schneller steigen als die Erlöse. Bei der Dividende bleibt alles beim Alten. Die Boss-Titel verloren zuletzt 2 Prozent.

Die über weite Strecken des Handelstages recht trägen Aktien von K+S kamen am Nachmittag unter stärkeren Verkausdruck und büßten zuletzt 2,6 Prozent an Wert ein. Der Dünger- und Salzkonzern hat den Jahresausblick wegen des trockenen Sommers erwartungsgemäß gesenkt.

Die zuletzt starken Lufthansa-Aktien kamen mit minus 2,5 Prozent etwas unter die Räder. Seit ihrem Ende Oktober markierten Tief seit Mai 2017 waren sie dem deutschen Leitindex davor aber weit davongeeilt. In knapp drei Wochen kletterten sie um fast 25 Prozent.

Die Titel der Aareal Bank sackten um 3,8 Prozent ab, nachdem die Commerzbank sie von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 42 auf 37 Euro gesenkt hatte. Die Bechtle-Titel setzten ihre steile Talfahrt am Donnerstag mit minus 7,7 Prozent fort. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hatte die Papiere von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 98 auf 76 Euro gesenkt.

Die Sixt-Stammaktien verteuerten sich nach dem detaillierten Quartalsbericht um 3,7 Prozent. Die Resultate hätten den Erwartungen entsprochen, erklärte Analyst Christian Weitz von der Baader Bank. Der aktuelle Mietwagen-Boom in Deutschland und auch international dürfte angesichts steigender Fluggastzahlen nicht nachlassen, glaubt der Experte.

Die Tags zuvor starken Cancom-Aktien legten am Donnerstag den Rückwärtsgang ein und fielen zuletzt um 10 Prozent. Kepler-Analyst Martin Jungfleisch sprach von soliden Neunmonatsergebnissen, sieht jedoch anhaltende Risiken und hält die Bewertung der Papiere für so hoch.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,24 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,21 Prozent auf 141,28 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,27 Prozent auf 160,68 Zähler.

Der Eurokurs zeigte sich relativ stabil knapp über der Marke von 1,13 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1296 Dollar festgesetzt./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

15.11.2018

Aktien New York Ausblick: Gute Unternehmensmeldungen sorgen für Stabilisierung

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street könnte sich nach den Kursverlusten zur Wochenmitte zunächst etwas stabilisieren. Das Handelshaus IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart am Donnerstag 0,04 Prozent tiefer bei 25 070 Punkten. Am Mittwoch hatten noch die anhaltenden Handelskonflikte ebenso auf die Stimmung gedrückt wie die Sorge, dass das weltweite Wirtschaftswachstum den Zenit erreicht haben könnte.

Nun kamen gleichwohl gute Nachrichten von der US-Konjunktur: Die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York hatte sich im November überraschend aufgehellt.

Ferner sorgten positive Unternehmensmeldungen für etwas Entspannung. So rechnet der Mischkonzern 3M in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Gewinnwachstum. Im vorbörslichen US-Handel stiegen die Aktien um rund 1 Prozent.

Der Handelskonzern Walmart blickt nach einem starken dritten Quartal optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft. Für die Papiere ging es vorbörslich um gut 1 Prozent nach oben. Demgegenüber enttäuschte der Kaufhauskonzern JC Penney mit seiner Umsatzentwicklung im dritten Quartal, so dass die Aktien um fast 10 Prozent einknickten.

Die Anteilsscheine von Cisco wiederum zogen im vorbörslichen Geschäft um fast 4 Prozent an. Der Netzwerk-Spezialist hatte Anleger mit einem überraschend gut verlaufenen Geschäftsquartal erfreut.

Die Aktien von JPMorgan schließlich gewannen vorbörslich rund 1 Prozent. Staranleger Warren Buffett war mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway in großem Stil bei der größten US-Bank eingestiegen./la/jha/

16.11.2018

Lateinamerikanische Regierungen beraten über Migration und Venezuela

ANTIGUA (dpa-AFX) - Mit einem Arbeitstreffen der Außenminister hat der 26. Iberoamerika-Gipfel in Guatemala begonnen. Am Freitag wollten dann die 17 Staats- und Regierungschef aus Lateinamerika und von der iberischen Halbinsel in der Kolonialstadt Antigua über die aktuellen Probleme in der Region sprechen, wie die Krise in Venezuela und die Flüchtlinge aus Mittelamerika.

Venezuelas umstrittener Präsident Nicolás Maduro kam nicht zu dem Treffen. Das südamerikanische Land steckt in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise. Rund drei Millionen Venezolaner sind bereits vor Elend und Unterdrückung in ihrer Heimat geflohen.

Unklar war noch, ob der nicaraguanische Staatschef Daniel Ortega bei dem Gipfel erscheinen würde. Er steht international unter Druck, weil er die seit April andauernden Proteste gegen seine Regierung immer wieder mit Gewalt niederschlagen lässt. Am Donnerstag protestierten bereits Dutzende Nicaraguaner in Antigua gegen Ortega.

Im Mittelpunkt der Gespräche dürften die Tausenden Migranten aus Mittelamerika stehen, die derzeit durch Mexiko Richtung USA ziehen. Sie fliehen vor der Gewalt durch Jugendbanden in ihren Heimatländern. US-Präsident Donald Trump sprach von einer "Invasion" und verlegte Soldaten an die Grenze, um die Menschen zu stoppen./cap/DP/jha

16.11.2018

China bemüht sich um mehr Einfluss auf Pazifik-Staaten

PORT MORESBY (dpa-AFX) - Die Volksrepublik China bemüht sich um einen größeren Einfluss auf die Inselstaaten im Pazifik. Staats- und Parteichef Xi Jinping traf am Freitag als prominentester Gast zum diesjährigen Asien-Pazifik-Gipfel ein, der an diesem Wochenende in Papua-Neuguinea zusammentritt. Die Präsidenten der USA und Russlands, Donald Trump und Wladimir Putin, lassen sich bei dem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) vertreten.

Chinas Präsident sprach von "großen Entwicklungsmöglichkeiten" in der Pazifikregion. Die Volksrepublik verstehe sich als "guter Freund und echter Partner". In der Hauptstadt Port Moresby nahm er an der Eröffnung eines Boulevards teil, der von der Volksrepublik mitfinanziert wurde. Anschließend gab es ein Treffen mit Staats- und Regierungschefs von kleineren Inselstaaten. Am Samstag beginnt dann der zweitägige Gipfel der 21 Apec-Mitglieder. Dazu gehören unter anderem auch Kanada, Australien, Japan und Indonesien.

Dass Trump dem Treffen fernbleibt, hat Irritationen ausgelöst. Im vergangenen Jahr war er noch dabei. Für Verwunderung sorgte auch, dass US-Vizepräsident Mike Pence nicht in Papua-Neuguinea übernachtet. Trumps Stellvertreter ist mit seiner Delegation im australischen Cairns untergebracht, 850 Kilometer von Port Moresby entfernt. Die Strecke legt er morgens und abends mit dem Flugzeug zurück./cs/DP/jha

16.11.2018

Nach Ministerrücktritten in London: Ungewissheit über Brexit-Abkommen

LONDON (dpa-AFX) - Nach einem turbulenten Tag in London mit mehreren Rücktritten aus dem Kabinett scheint das kürzlich vorgestellte Brexit-Abkommen auf der Kippe zu stehen. Die britische Premierministerin Theresa May verteidigte den Deal zwar energisch, doch es ist unklar, wie sie dafür eine Mehrheit im Parlament erreichen will. Möglich ist auch, dass sie sich einer Misstrauensabstimmung in der eigenen Fraktion stellen muss.

Trotzdem kündigte May an, an dem Abkommen festzuhalten. "Ich glaube mit jeder Faser meines Seins, dass der Kurs, den ich vorgegeben habe, der richtige für unser Land und unser ganzes Volk ist", sagte sie bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend.

Mit Spannung wurde erwartet, wen May als Nachfolger für den am Donnerstag zurückgetretenen Brexit-Minister Dominic Raab präsentieren wird. Nach Angaben des Senders BBC aus der Nacht zum Freitag habe Umweltminister Michael Gove ein Angebot abgelehnt, da May seine Bedingung zu Änderungen des Brexit-Deals zurückgewiesen habe. Der eingefleischte Brexit-Anhänger Gove gilt auch als Wackelkandidat für einen möglichen weiteren Rücktritt.

Neben Raab hatte auch Arbeitsministerin Esther McVey ihr Amt niedergelegt. Es wird nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Minister folgen. Erst am Mittwochabend hatte May ihrem Kabinett nach fünfstündiger Debatte die Zustimmung zu dem Entwurf abgerungen. Doch die Einigkeit war nur von kurzer Dauer.

Bei der Vorstellung des Abkommens im Parlament war May am Donnerstag heftiger Widerstand entgegengeschlagen. Von allen Seiten hagelte es Kritik. Nicht nur die Opposition kündigte an, den Deal abzulehnen, sondern auch die nordirische DUP, auf die Mays Minderheitsregierung angewiesen ist, sowie große Teile ihrer eigenen Fraktion. Das Unterhaus wird aber wohl erst im Dezember über das Abkommen abstimmen. May warnte, den Deal abzulehnen. Das bedeute, "einen Weg tiefer und schwerwiegender Unsicherheit einzuschlagen".

May droht eventuell auch noch eine Misstrauensabstimmung in ihrer Konservativen Fraktion. Der einflussreiche Tory-Hinterbänkler Jacob Rees-Mogg sprach der Premierministerin sein Misstrauen aus. Damit die Abstimmung stattfindet, sind 48 entsprechende Briefe von Parlamentariern aus Mays Partei notwendig. Diese Zahl war Medien zufolge bereits seit Monaten beinahe erreicht. Rees-Mogg steht einer Gruppe von rund 80 Brexit-Hardlinern in der Fraktion vor.

Unklar ist, ob die Gruppe May wirklich stürzen kann. Sie braucht dafür eine Mehrheit der 315 konservativen Abgeordneten. Eine Misstrauensabstimmung kann nur einmal pro Jahr stattfinden. Sollte May als Siegerin hervorgehen, wäre ihre Position zunächst gefestigt.

Aus Europa kam unterdessen Lob für das Abkommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte die Einigung der Brexit-Unterhändler zwischen EU und Großbritannien. Sie sei erst einmal froh, "dass es gelungen ist, in langen und ja auch nicht ganz einfachen Verhandlungen einen Vorschlag zu unterbreiten", sagte Merkel in Potsdam nach einer Klausur des Bundeskabinetts.

Auch Justizministerin Katarina Barley (SPD), die sowohl die deutsche als auch die britische Staatsbürgerschaft hat, lobte den ausgehandelten Entwurf. Es sei ein Fortschritt, nun Hoffnung auf einen geregelten Brexit zu haben. "Die Bundesregierung wird den verhandelten Text sorgfältig analysieren und im Europäischen Rat gemeinsam entscheiden", sagte Barley einer Mitteilung zufolge.

Aus Sicht der EU-Kommission haben die Rücktritte in London keine unmittelbaren Folgen für den Abschluss der Brexit-Verhandlungen. May sei selbst Verhandlungsführerin ihrer Regierung, sagte Kommissionssprecher Margaritis Schinas in Brüssel. "Unsere Verhandlungspartnerin sind May und die britische Regierung."

Lob kam auch von den Regierungschefs Polens und Tschechiens. "Wir haben alles getan, damit es zu einem Kompromiss kommt", sagte der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki im Sender CT nach gemeinsamen Regierungskonsultationen am Donnerstag in Prag. Dabei habe man die Bedeutung einer kreativen und flexiblen Lösung betont. Seine Grundbedingung sei es gewesen, die Rechte der bereits in Großbritannien lebenden Polen zu sichern. Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis warnte vor weiteren Hürden. "Die Situation in Großbritannien ist nicht einfach", hob er hervor.

EU-Ratspräsident Donald Tusk berief einen Sondergipfel ein, um den Austrittsvertrag unter Dach und Fach zu bringen. Das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs soll am 25. November in Brüssel stattfinden. "So traurig ich auch bin, euch gehen zu sehen, werde ich alles tun, um diesen Abschied so schmerzlos wie möglich zu machen, sowohl für euch als auch für uns", sagte Tusk in Richtung der Briten./si/DP/jha

16.11.2018

Landeswahlleiter verkündet Endergebnis für Hessen

WIESBADEN (dpa-AFX) - Das endgültige Ergebnis der Landtagswahl in Hessen wird am Freitag von Landeswahlleiter Wilhelm Kanther in Wiesbaden verkündet. Wegen der knappen Mehrheitsverhältnisse und etlicher Pannen bei der Auszählung der Stimmen wird mit Spannung auf mögliche Veränderungen zu den vorläufigen Zahlen geschaut.

Der Landeswahlausschuss wird in seiner öffentlichen Sitzung (ab 10.00 Uhr) zuerst über die Ergebnisse der Kreise entschieden, bei denen es im Nachgang Auffälligkeiten bei der Erfassung und Auszählung der Stimmen gab. Besonders in Frankfurt wurden Pannen registriert. Erwartet wird eine Dauer von bis zu zwei Stunden, bis dann das endgültige Ergebnis der hessischen Landtagswahl verkündet wird.

Die CDU war nach dem vorläufigen Ergebnis trotz massiver Verluste stärkste Kraft in Hessen geworden. Auf Platz zwei landeten die Grünen mit minimalem Vorsprung vor der SPD, die ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt in Hessen erzielte. Christdemokraten und Grüne könnten danach ihre Koalition mit hauchdünner Mehrheit von einem Mandat fortsetzen. Aber auch ein Ampel-Bündnis ist in Hessen möglich./glb/DP/he

15.11.2018

Staatsmedien: Nordkorea testet neue High-Tech-Waffe

SEOUL (dpa-AFX) - Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat nach Angaben staatlicher Medien dem Test einer neu entwickelten High-Tech-Waffe in dem international isolierten Land beigewohnt. Kim habe zu diesem Zweck eine Teststelle eines nationalen Verteidigungsinstituts besucht, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag unter Berufung auf Berichte staatlicher nordkoreanischer Medien. Nähere Angaben zur Waffe wurden demnach nicht gemacht - die Erprobung sei aber erfolgreich gewesen.

"Die hochmoderne Waffe, die seit langem unter der Führung der dynamischen Führung unserer Partei entwickelt wurde, schützt unser Territorium vollständig und verbessert die Kampfkraft unserer Volksarmee erheblich", hieß es laut Yonhap vonseiten der Nordkoreaner.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt regelmäßig von großen Fortschritten bei den Verhandlungen mit Nordkorea gesprochen. Im Juni hatte er sich in Singapur mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem historischen Gipfel getroffen. Kim hatte dort seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekundet. Er hat bisher aber keine konkreten Zusagen gemacht, wann und wie sein bestehendes Atomwaffen- und Raketenarsenal abgebaut werden soll. Auch ist noch unklar, wie die Gegenleistungen der USA aussehen. In den nächsten Monaten soll es ein zweites Treffen Trumps mit Kim geben./mbr/DP/he

15.11.2018

KORREKTUR: Grüne, SPD und FDP in Hessen sondieren Möglichkeit für Ampelkoalition

(Angaben zu weiteren Treffen im 4. Absatz korrigiert (stellt klar, dass es noch keine Planung dazu gibt)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Fünf Stunden lang haben Spitzenpolitiker von Grünen, SPD und FDP in Hessen am Donnerstag in Frankfurt in einem ersten Sondierungsgespräch ein mögliches Ampelbündnis erörtert. "Konzentriert" und "intensiv" sei darüber gesprochen worden, hieß es anschließend. "Ich kann kein Thema erkennen, bei dem es nicht möglich ist, eine gemeinsame, tragfähige Position zu finden", sagte der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel anschließend am Donnerstagabend.

Kai Klose, Landesvorsitzender der hessischen Grünen, klang nicht ganz so optimistisch. Seitens der FDP sehe er "Rückschritte", sagte der Staatssekretär in der bisherigen schwarz-grünen Koalition mit Blick auf den Bereich Klimapolitik und Windenergie.

Von Gemeinsamkeiten und Trennendem sprach für die FDP deren Landesvorsitzender Stefan Ruppert. "Wir wollen nach wie vor ausloten, ob ein solches Bündnis möglich ist", bezeugte er weiterhin Ampel-Interesse.

Ob es weitere Treffen geben wird, ist nach den Worten Kloses noch nicht entschieden. "Zunächst wollen wir Grüne unter uns beraten", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Dabei könnte auch einiges davon abhängen, wie genau das offizielle Endergebnis der Landtagswahl vom 28. Oktober aussieht, dass an diesem Freitag bekanntgegeben werden soll. Möglicherweise verschieben sich dann noch die Mehrheitsverhältnisse aus dem vorläufigen Endergebnis.

Die Grünen waren danach nur sehr knapp vor der SPD zweitstärkste Kraft im Wiesbadener Landtag geworden. Die CDU blieb trotz deutlicher Verluste stärkste Partei in Hessen. Bei einer Koalition mit SPD und FDP könnten die Grünen dem vorläufigen Wahlergebnis zufolge das Amt des Regierungschefs für sich beanspruchen. Allerdings lehnen es die Liberalen bislang ab, unter diesen Voraussetzungen an einer Ampel-Koalition beteiligt zu sein./czy/DP/he

15.11.2018

Grüne, SPD und FDP in Hessen sondieren Möglichkeit für Ampelkoalition

FRANKFURT (dpa-AFX) - Fünf Stunden lang haben Spitzenpolitiker von Grünen, SPD und FDP in Hessen am Donnerstag in Frankfurt in einem ersten Sondierungsgespräch ein mögliches Ampelbündnis erörtert. "Konzentriert" und "intensiv" sei darüber gesprochen worden, hieß es anschließend. "Ich kann kein Thema erkennen, bei dem es nicht möglich ist, eine gemeinsame, tragfähige Position zu finden", sagte der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel anschließend am Donnerstagabend.

Kai Klose, Landesvorsitzender der hessischen Grünen, klang nicht ganz so optimistisch. Seitens der FDP sehe er "Rückschritte", sagte der Staatssekretär in der bisherigen schwarz-grünen Koalition mit Blick auf den Bereich Klimapolitik und Windenergie.

Von Gemeinsamkeiten und Trennendem sprach für die FDP deren Landesvorsitzender Stefan Ruppert. "Wir wollen nach wie vor ausloten, ob ein solches Bündnis möglich ist", bezeugte er weiterhin Ampel-Interesse.

Nach Gesprächen in den Landesvorständen ist ein erneuter Austausch geplant - Gesprächsbedarf sahen alle drei Parteien auch weiterhin. Dabei könnte auch einiges davon abhängen, wie genau das offizielle Endergebnis der Landtagswahl vom 28. Oktober aussieht, dass an diesem Freitag bekanntgegeben werden soll. Möglicherweise verschieben sich dann noch die Mehrheitsverhältnisse aus dem vorläufigen Endergebnis.

Die Grünen waren danach nur sehr knapp vor der SPD zweitstärkste Kraft im Wiesbadener Landtag geworden. Die CDU blieb trotz deutlicher Verluste stärkste Partei in Hessen. Bei einer Koalition mit SPD und FDP könnten die Grünen dem vorläufigen Wahlergebnis zufolge das Amt des Regierungschefs für sich beanspruchen. Allerdings lehnen es die Liberalen bislang ab, unter diesen Voraussetzungen an einer Ampel-Koalition beteiligt zu sein./czy/DP/he

15.11.2018

ROUNDUP 5: Regierungskrise in London wegen Brexit-Entwurfs - Mays Posten wackelt

(mit May-Zitaten aus der Pk am Abend)

LONDON/BERLIN (dpa-AFX) - Am Tag nach der Billigung des Brexit-Entwurfs im britischen Kabinett haben mehrere Rücktritte die Regierung in London in eine Krise gestürzt. Brexit-Minister Dominic Raab und Arbeitsministerin Esther McVey legten am Donnerstag ihre Ämter nieder. Mays Posten als Premierministerin wackelt mehr denn je. Auf sie kommt möglicherweise noch ein Misstrauensvotum in ihrer konservativen Fraktion zu. Völlig ungewiss ist auch, ob das britische Parlament dem Brexit-Entwurf überhaupt zustimmt.

Bei einer Pressekonferenz am Abend gab sich May kämpferisch. "Ich glaube mit jeder Faser meines Seins, dass der Kurs, den ich vorgegeben habe, der richtige für unser Land und unser ganzes Volk ist", sagte May im Regierungssitz 10 Downing Street in London. Sie warnte vor den Folgen, sollte das Parlament das Abkommen ablehnen. "Es würde bedeuten, einen Weg tiefer und schwerwiegender Unsicherheit einzuschlagen, während das britische Volk einfach nur will, dass wir damit vorankommen."

Raab und McVey protestierten mit ihrem Rücktritt gegen das tags zuvor vorgelegte Abkommen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Sie werfen der Regierungschefin vor, bei den Verhandlungen mit Brüssel zu viele Kompromisse gemacht zu haben. Auch mehrere Abgeordnete legten ihre Ämter in der Regierung und in der Konservativen Partei nieder.

Für May sind die Rücktritte ein gewaltiger Rückschlag. Erst am Mittwochabend hatte sie ihrem Kabinett nach fünfstündiger Debatte die Zustimmung zu dem Entwurf abgerungen.

Das Unterhaus wird wohl erst im Dezember über das Abkommen abstimmen. Angesichts des Widerstandes auch in der eigenen Partei ist es aber äußert fraglich, ob May für ihren Deal eine Mehrheit zusammen bekommt. Großbritannien verlässt Ende März 2019 die EU.

May droht eventuell auch noch eine Misstrauensabstimmung in ihrer Konservativen Fraktion. Der einflussreiche Tory-Hinterbänkler Jacob Rees-Mogg sprach der Premierministerin sein Misstrauen aus. Damit die Abstimmung stattfindet, sind 48 entsprechende Briefe von Parlamentariern aus Mays Partei notwendig. Diese Zahl war Medien zufolge bereits seit Monaten beinahe erreicht. Rees-Mogg steht einer Gruppe von rund 80 Brexit-Hardlinern in der Fraktion vor.

Unklar ist, ob die Gruppe May wirklich stürzen kann. Sie braucht dafür eine Mehrheit der 315 konservativen Abgeordneten. Eine Misstrauensabstimmung kann nur einmal pro Jahr stattfinden. Sollte May als Siegerin hervorgehen, wäre ihre Position zunächst gefestigt.

In einer emotionsgeladenen Parlamentsdebatte verteidigte May am Donnerstag den Entwurf für das Abkommen. Zu den umstrittenen Plänen, um Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland zu verhindern, gebe es keine Alternative. Sie rief die Abgeordneten auf, das Abkommen zu unterstützen.

"Wir können uns entscheiden, ohne Abkommen auszuscheiden. Wir können riskieren, dass es keinen Brexit gibt. Oder wir können uns entscheiden, zusammenzustehen und das bestmögliche Abkommen zu unterstützen. Dieses Abkommen", rief May den Abgeordneten zu.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte die Einigung der Brexit-Unterhändler zwischen EU und Großbritannien. Sie sei erst einmal froh, "dass es gelungen ist, in langen und ja auch nicht ganz einfachen Verhandlungen einen Vorschlag zu unterbreiten", sagte Merkel in Potsdam nach einer Klausur des Bundeskabinetts.

Aus Sicht der EU-Kommission haben die Rücktritte in London keine unmittelbaren Folgen für den Abschluss der Brexit-Verhandlungen. May sei selbst Verhandlungsführerin ihrer Regierung, sagte Kommissionssprecher Margaritis Schinas in Brüssel. "Unsere Verhandlungspartnerin sind May und die britische Regierung."

EU-Ratspräsident Donald Tusk berief einen Sondergipfel ein, um den Austrittsvertrag unter Dach und Fach zu bringen. Das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs soll am 25. November in Brüssel stattfinden. "So traurig ich auch bin, euch gehen zu sehen, werde ich alles tun, um diesen Abschied so schmerzlos wie möglich zu machen, sowohl für euch als auch für uns", sagte Tusk in Richtung der Briten.

Mays Situation ist prekär. Sie hat im Parlament keine eigene Mehrheit und mehrere Mitglieder ihrer Fraktion kündigten Widerstand an. Auch die nordirische DUP, auf die Mays Minderheitsregierung angewiesen ist, lehnt das Abkommen ab. Labour-Chef Jeremy Corbyn will den Entwurf ebenfalls nicht mittragen.

Auch weitere Rücktritte von Ministern gelten nicht als ausgeschlossen. Als mögliche Rückzugskandidaten wurden unter anderem Handelsminister Liam Fox und Entwicklungshilfeministerin Penny Mordaunt genannt.

Raab ist bereits der zweite Brexit-Minister, der im Streit mit May hinwirft. Im Juli hatte sein Vorgänger David Davis das Amt abgegeben. Grund für seinen Rücktritt nun sei, dass der Entwurf wegen der Bestimmungen zu Nordirland die Einheit des Landes gefährde, schrieb Raab in einem Brief an die Premierministerin. Zudem könne er keine Vereinbarung akzeptieren, die Großbritannien unbegrenzt an die EU binde. Er bezieht sich damit auf den sogenannten Backstop, der garantieren soll, dass es keine Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland geben wird.

Raab ist wie sein Vorgänger Davis ein Brexit-Hardliner. Davis war bereits im vergangenen Juli zurückgetreten, kurz darauf legte auch der damalige Außenminister Boris Johnson sein Amt nieder./si/DP/he

15.11.2018

May: Glaube 'mit jeder Faser meines Seins' an Brexit-Kurs

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Premierministerin Theresa May hat die Kritik an ihrem Brexit-Abkommen energisch zurückgewiesen. "Ich glaube mit jeder Faser meines Seins, dass der Kurs, den ich vorgegeben habe, der richtige für unser Land und unser ganzes Volk ist", sagte May am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz in London im Regierungssitz 10 Downing Street.

Zuvor hatten mehrere Minister und Staatssekretäre aus Protest gegen den Deal ihr Amt niedergelegt. Darunter waren Brexit-Minister Dominic Raab und Arbeitsministerin Esther McVey. Für die Regierungschefin sind die Rücktritte ein schwerer Rückschlag. Erst am Mittwochabend hatte May ihrem Kabinett nach stundenlanger Debatte die Zustimmung zu dem Entwurf abgerungen.

Auch im Parlament gibt es heftigen Widerstand. Die Abgeordneten werden voraussichtlich im Dezember über das Abkommen abstimmen. Bislang ist nicht absehbar, wie May eine Mehrheit dafür zusammenbekommen will. Zudem fordern immer mehr Abgeordnete eine Misstrauensabstimmung.

May hat keine eigene Mehrheit und Dutzende Mitglieder ihrer eigenen Fraktion haben Widerstand angekündigt. Auch die nordirische DUP, die Mays Regierung in der Regel unterstützt, will das Abkommen ablehnen. Oppositionschef Jeremy Corbyn kündigte ebenfalls an, den Entwurf nicht zu unterstützen./cmy/DP/tos

15.11.2018

WDH/ROUNDUP 2/Fall Khashoggi: USA verhängten Sanktionen - Todesurteile gefordert

("verhängen" in der Überschrift)

WASHINGTON/RIAD (dpa-AFX) - Im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat die US-Regierung Sanktionen gegen 17 ehemalige saudische Regierungsmitarbeiter verhängt. Sie seien "an der abscheulichen Tötung von Jamal Khashoggi" beteiligt gewesen, teilte US-Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag in Washington zur Begründung mit. Damit zielen die Vereinigten Staaten auf jene Saudis, die auch schon von der Regierung in Riad als Schuldige dargestellt oder mit der Tat in Verbindung gebracht wurden. Der saudische Generalstaatsanwalt hatte nur wenige Stunden zuvor die Todesstrafe für fünf mutmaßliche Beteiligte gefordert.

Der prominenteste von den Sanktionen Betroffene ist Saud bin Abdullah al-Kahtani. Er war zuständig für Medienangelegenheiten am Königshof und wurde in der Nacht gefeuert, in der Riad den Tod Khashoggis eingeräumt hatte. Al-Kahtani gilt als enger Vertrauter von Kronprinz Mohammed bin Salman. Das Finanzministerium teilte mit, die Operation zur Tötung Khashoggis sei von Al-Kahtanis Untergebenem Maher Mutreb koordiniert und ausgeführt worden.

Involviert sei außerdem ein Team von 14 weiteren Saudis gewesen. "Diese Personen, die einen Journalisten, der in den Vereinigten Staaten lebte und arbeitete, angriffen und brutal töteten, müssen für ihre Taten die Folgen tragen", sagte Mnuchin. Auch gegen den saudischen Generalkonsul in Istanbul, Mohammed al-Otaibi, wurden Sanktionen verhängt. Er verließ die Türkei schon vor gut einem Monat und trat seitdem nicht mehr öffentlich auf.

Der Regierungskritiker Khashoggi hatte am 2. Oktober das Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul betreten, um Dokumente für seine Hochzeit abzuholen. Er tauchte nie wieder auf. Erst unter immensem internationalen Druck gab Saudi-Arabien die Tötung des im Exil lebenden Khashoggi zu und leitete Ermittlungen ein.

Riad hatte danach zunächst 18 Verdächtige - darunter die 15 Mitglieder des nach Istanbul gereisten Spezialteams - festnehmen lassen. Al-Kahtani wurde von einem saudischen Offiziellen in der "New York Times" als Mitwisser bezeichnet.

Besitz der Betroffenen in den USA wird eingefroren. US-Staatsbürger dürfen mit ihnen außerdem keine Geschäfte mehr machen. Mnuchin forderte die saudische Regierung dazu auf, "angemessene Schritte zu unternehmen, um Angriffe auf politische Dissidenten oder Journalisten zu beenden". Auf US-Präsident Donald Trump war zunehmend Druck ausgeübt worden, im Fall Khashoggi Sanktionen auszusprechen.

Neben den fünf geforderten Todesurteilen verkündete der saudische Generalstaatsanwalt Saud al-Mudschib zudem, dass insgesamt elf - namentlich nicht genannte - saudische Männer angeklagt seien. Als Drahtzieher gelte der ehemalige Vizechef des Geheimdienstes, Ahmed al-Asiri. Al-Asiri stand allerdings nicht auf der US-Sanktionsliste.

Außenminister Adel al-Dschubair beteuerte erneut, dass Kronprinz Mohammed bin Salman nichts von der Mission gewusst habe: "Seine königliche Hoheit, der Kronprinz, hatte nichts mit dieser Sache zu tun". Wegen der internationalen Empörung will das Königreich den Thronfolger nach Einschätzung von Beobachtern aus der Schusslinie heraushalten.

Nach saudischer Darstellung vom Donnerstag gab Ex-Geheimdienstler Al-Asiri in Eigenregie den Befehl an das 15-köpfige Kommando, Khashoggi im Konsulat zu überzeugen, mit ihnen nach Saudi-Arabien zu reisen. Die Situation eskalierte demnach und dem Kolumnisten der "Washington Post" sei eine Injektion verabreicht worden, an der er gestorben sei. Seine Leiche sei zerstückelt, aus dem Konsulat gebracht und einem lokalen Mitarbeiter übergeben worden. Es sei unklar, wo sich die sterblichen Überreste befänden.

Internationale Experten wie auch westliche Diplomaten bezweifeln, dass eine solche Mission im autokratischen Saudi-Arabien ohne Wissen des mächtigen Kronprinzen Mohammed möglich gewesen wäre. Der erst 33-Jährige hatte seinen enormen Einfluss im Land in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut und enge Vertraute an allen Schaltstellen des Landes eingesetzt - zu ihnen gehörte auch der angebliche Drahtzieher Al-Asiri.

Bei mehreren der 15 Mitglieder des Spezialteams wurde ebenfalls eine direkte Verbindung zu Mohammed bin Salman hergestellt. Die "New York Times" hatte am Dienstag zudem berichtet, amerikanische Geheimdienstmitarbeiter gingen davon aus, dass die Täter nach der Tötung Khashoggis den Kronprinzen indirekt über die Ausführung benachrichtigten.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu nannte die Stellungnahme des saudischen Generalstaatsanwalts "nicht zufriedenstellend". Er äußerte Zweifel daran, dass Khashoggi getötet worden sei, nachdem er sich geweigert habe, mit nach Saudi-Arabien zu reisen. "Es war vorab geplant, wie dieser Mann getötet und zerstückelt werden sollte."

Eine Reihe von Experten bewerteten die saudischen Erkenntnisse als nicht zufriedenstellend. "Riad versucht, einige Beamte unter den Bus zu werfen, um diesen Fall hinter sich zu lassen", schrieb Analyst H.A. Hellyer von der Denkfabrik Atlantic Council. Er mutmaßte, dass Ankara, Washington und auch Europa bald wieder bereit sein würden, mit Mohammed bin Salman zusammenzuarbeiten.

Die US-Sanktionen der Trump-Administration scheinen dem Narrativ Riads zu folgen. Das Verhalten des US-Präsidenten, einer der engsten Verbündeten Riads, wird als ausschlaggebend für die Entwicklung des Falls gesehen. Trump hatte sich mit Sanktionen bis jetzt zurückgehalten und hatte dabei auf die guten Geschäfte, Waffenverkäufe und die Stabilität in Nahost verwiesen./scb/rcf/DP/tos

15.11.2018

AKTIE IM FOKUS: Nvidia brechen nach enttäuschendem Quartalsbericht ein

NEW YORK (dpa-AFX) - Nvidia-Aktionäre sind am Donnerstag nach der Vorlage schlechter Quartalszahlen und eines enttäuschenden Ausblicks in Scharen aus dem Papier des weltweit größten Grafikchip-Herstellers geflüchtet. Zuletzt brachen die Titel im nachbörslichen Handel um knapp 17 Prozent ein.

Nvidia rechnet im laufenden Jahresviertel mit einem Umsatz von 2,7 Milliarden Dollar (+/-2%). Analysten hatten bisher 3,4 Milliarden Dollar erwartet. Das Unternehmen verwies als Belastungsfaktor auf nach dem Ende des Kryptowährungs-Booms kräftige gestiegene Lagerbestände bei Einzelhändlern. Im dritten Quartal hatte Nvidia zwar Erlöse und Gewinn gesteigert, aber auch hier waren Experten von mehr ausgegangen./he

15.11.2018

ANALYSE-FLASH: Baader Bank senkt Ziel für Henkel auf 108 Euro - 'Hold'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat das Kursziel für Henkel von 110 auf 108 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analyst Andreas von Arx reduzierte in seiner am Donnerstag vorliegenden zweiten Studie zu Henkel seine Gewinnprognosen je Aktie. Das dritte Quartal des Konsumgüterherstellers bezeichnete er als schwach. Ob die Expansionsstrategie in den USA der richtige Schritt sei, sei fraglich./ajx/he

Datum der Analyse: 15.11.2018

15.11.2018

ANALYSE-FLASH: SocGen senkt Nordex auf 'Sell' - Ziel runter auf 6,80 Euro

PARIS (dpa-AFX) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Nordex von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 9,30 auf 6,80 Euro gesenkt. Hoher Preisdruck mache dem Windkraftanlagenhersteller zu schaffen, schrieb Analyst Alok Katre in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. 2019 dürfte schwieriger werden, das operative Ergebnis (Ebitda) sollte dann im Jahresvergleich um 20 bis 25 Prozent sinken. Da sich die Wende zum Positiven schlecht vorhersagen lasse, gebe es für Investoren derzeit keinen Grund, die Aktie zu besitzen - trotz niedriger Bewertung./ajx/he

Datum der Analyse: 15.11.2018

15.11.2018

AKTIE IM FOKUS 2: Zahlen von Henkel sorgen nur vorübergehend für deutliches Plus

(neu: weiterer Analystenkommentar, Aktienkurs aktualisiert)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Henkel-Papiere haben am Donnerstag nur für einige Stunden mit spürbaren Kursgewinnen auf die Quartalszahlen des Konsumgüterkonzerns reagiert. Zuletzt notierten die Papiere in einem wieder fallenden Gesamtmarkt nur noch etwas über dem Schlussstand vom Mittwoch. In der Spitze waren sie zuvor noch mit plus 4 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober geklettert.

Analysten waren mit den Geschäftszahlen wie auch dem Ausblick der Düsseldorfer durchaus zufrieden. Es hätte wohl einige Marktteilnehmer nicht gewundert, wenn es für Henkel schlechter gelaufen wäre, so der Tenor. Angesichts gestiegener Logistikkosten vor allem in den USA und eines sehr harten Wettbewerbs im Konsumgütergeschäft seien die Zahlen "okay", schrieb denn auch Analyst Christian Faitz von Kepler Cheuvreux in einer aktuellen Studie und beließ seine Einstufung auf "Buy" mit einem über dem Rekordhoch liegenden Kursziel von 133 Euro.

Im dritten Quartal hatte dem Persil- und Schwarzkopfhersteller gleichwohl erneut der Gegenwind vom starken Euro und den Rohstoffpreisen zu schaffen gemacht. Der Umsatz hatte zwischen Juli und September um 1,1 Prozent zugelegt, aus eigener Kraft belief sich das Plus auf 2,7 Prozent. Wachstumstreiber war erneut das wichtige Klebstoffgeschäft gewesen, auch wenn die Sparte organisch nicht mehr so stark zulegen konnte wie noch in den ersten sechs Monaten.

Lars Lusebrink von Independent Research wertete vor allem die Bestätigung der Jahresziele durch Henkel als positiv. Denn nach den Ergebnissen im ersten Halbjahr sei eine Senkung der Jahresprognosen nicht auszuschließen gewesen. Er halte die Vorgaben von Henkel für "realistisch", allerdings gebe es beim bereinigten Gewinn noch etwas Nachholbedarf.

Commerzbank-Analyst Analyst Andreas Riemann verwies auf die noch immer günstige Bewertung der Papiere. So sei Henkel mit dem 15-fachen des für 2019 erwarteten Gewinns bewertet und damit 20 Prozent niedriger als die Konkurrenz./ajx/bek/he

15.11.2018

AKTIE IM FOKUS: Anleger ziehen sich bei zuletzt starken RWE zurück

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach einem Anstieg um fast 14,5 Prozent seit Ende Oktober haben die Anleger RWE-Aktien am Donnerstag verkauft. Bis zum Nachmittag sackten die Papiere um 5,28 Prozent auf 17,775 Euro ab, nachdem sie am Vormittag fast wieder ihre 200-Tage-Linie erreicht hatten. Auch die Papiere von Eon kamen nach dem starken Vortag nicht weiter voran und konnten ihr Niveau nur verteidigen.

Der Neunmonatsbericht von RWE vom Vortag war von Analysten überwiegend positiv kommentiert worden. Vor allem die gesunkene Verschuldung der Essener wurde gelobt./ag/jha/

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15.11.2018

AKTIE IM FOKUS 2: K+S verlieren - Gesenkte Jahresprognose könnte erneut wackeln

(neu: Aktienkurs und mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von K+S sind am Donnerstag um rund 3 Prozent auf 16,46 Euro gefallen. Zunächst hatten die Papiere des Dünger- und Salzkonzerns noch um fast 5 Prozent zugelegt, dann aber bröckelten die Gewinne, schließlich rutschten die Papiere ins Minus.

Konzernchef Burkhard Lohr hatte während einer Telefonkonferenz mit Analysten gesagt, bei einem unverändert niedrigen Wasserstand der Werra wäre die Produktion im Verbundwerk Werra nur bis Anfang Dezember ohne Einschränkungen möglich. Das nährte bei Investoren Sorgen in puncto Gewinnentwicklung.

K+S hatte am Morgen bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal den Ausblick für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Jahr 2018 in etwa erwartungsgemäß von 570 bis 630 Millionen Euro gesenkt. Grund waren Produktionsunterbrechungen, da wegen der Trockenheit im abgelaufenen Quartal nicht ausreichend Abwässer in die Werra eingeleitet werden konnten. In der neuen Jahresprognose sind mögliche weitere Produktionspausen noch nicht berücksichtigt./mis/jha/

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15.11.2018

ANALYSE-FLASH: Independent senkt Innogy auf 'Verkaufen' - Ziel 38,40 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Independent Research hat Innogy nach Neunmonatszahlen von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft, aber das Kursziel auf 38,40 Euro belassen. Das Zahlenwerk des Energiekonzerns sei hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Für die Aktie sei aber die Aufteilung unter RWE und Eon wichtiger als die Geschäftsentwicklung. Nach dem jüngsten Anstieg rate er nun zum Verkauf der Innogy-Papiere./tih/gl

Datum der Analyse: 15.11.2018

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15.11.2018

ANALYSE: Kepler sieht zunehmende Risiken für Bechtle - Aktie runter auf 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux sieht für Bechtle steigende Risiken im operativen Geschäft und die aktuelle Bewertung der Aktie auf einem kritischen Niveau. Deshalb stufte Analyst Martin Jungfleisch die Papiere des IT-Dienstleisters in einer am Donnerstag vorliegenden Studie von "Buy" auf "Hold" ab und senkte das Kursziel von 98 auf 76 (Kurs: 70,55) Euro.

Die Geschäftszahlen von Bechtle zum dritten Quartal seien solide gewesen und die strukturellen Wachstumstreiber seien intakt, schrieb Analyst Martin Jungfleisch in der Studie. Beeindruckt habe vor allem das prozentual zweistellige organische Wachstum des Anbieters von IT-Hard- und Software.

Allerdings könnte der aktuelle Lieferengpass von Intel-Prozessoren im vierten Quartal 2018 sowie im ersten Jahresviertel 2019 zu Absatzproblemen bei Bechtle führen und die Gewinnmarge belasten. Auf dem aktuell immer noch recht hohen Bewertungsniveau gebe es aber "keinerlei Spielraum für Irrtümer", stellte der Analyst fest./edh/ag/jha/

Gemäß der Einstufung "Hold" rechnet Kepler Cheuvreux auf Sicht der nächsten zwölf Monate mit einem absoluten Aufwärtspotenzial der Aktie von weniger als 10 Prozent. Analysierendes Institut Kepler Cheuvreux.

15.11.2018

AKTIE IM FOKUS: Anleger trauen dem Optimismus nicht ganz - Hugo Boss fallen

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die neuen mittelfristigen Wachstumsziele von Hugo Boss sind am Markt eigentlich gut angekommen. Allerdings zweifeln nicht wenige Börsianer, dass der Modekonzern sie so einfach erreichen wird. Daher ging es für die Papiere der Metzinger auch nur im frühen Handel kurzzeitig um fast 3 Prozent nach oben. Dann fehlten die Anschlusskäufe und im Einklang mit dem schwächelnden Gesamtmarkt rutschten die Papiere zuletzt 0,38 Prozent ins Minus auf 62,84 Euro.

Bereits nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse in der Vorwoche sei ein ähnliches Muster zu beobachten gewesen: Anfängliche Freude und schnelle Gewinnmitnahmen, sagte ein Börsianer.

In der Vergangenheit habe Boss manchmal Probleme gehabt, die gesteckten Ziele zu erreichen, erklärte Analyst Thierry Cota von der französischen Bank Societe Generale. Er bezweifelt daher, dass die Markterwartungen sofort nach oben angepasst werden. Cota hält es sogar explizit für sehr schwierig, die Ziele für Umsatz und operatives Ergebnis gleichzeitig zu erreichen. Grundsätzlich wertet er aber den Optimismus des Boss-Managements positiv.

Boss-Aktien waren vom Rekordhoch im April 2015 bei 120,40 Euro bis zum Zwischentief im Sommer 2016 wegen Problemen mit der Markenstrategie und der Expansion um über 60 Prozent gefallen. Seither konnten sie aber zeitweise wieder um fast 80 Prozent zulegen.

Boss beginne mit der letzten Phase der Neupositionierung der Marke, kommentierte Christian Salis von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. In seinen Augen hat die Führungsriege angesichts der Erfolge der vergangenen beiden Jahre auch Vertrauen verdient./ag/edh/mis

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15.11.2018

ANALYSE: Goldman sieht Wirecard weiter wachsen - Aktie bleibt auf 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht den Bezahldienstleister Wirecard weiter auf Wachstumskurs. Analyst Mohammed Moawalla betrachtet jede Kursschwäche als Kaufgelegenheit und stuft die Papiere bei einem Kursziel von 250 Euro weiter mit "Kaufen" ein. Er beließ sie sogar auf der "Conviction Buy List", sieht also besonders viel Luft nach oben. Nach dem jüngsten Kursrückschlag im Sog der allgemeinen Schwäche bei Tech-Werten bleiben bis zum Ziel von 250 Euro denn auch 66 Prozent.

Das organische Wachstum habe sich im dritten Quartal auf fast ein Drittel beschleunigt, obwohl es auf vergleichbarer Basis im Vorjahr schon stark gewesen sei, erklärte der Experte. Dies unterstreiche Wirecards Position als globale Onlineplattform, was weiteres Wachstum nach sich ziehen sollte.

Der von Konzernchef Markus Braun angehobene Jahresausblick für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gebe zudem Aufwind. Braun sehe das Ebitda für 2018 eher am oberen Ende der Spanne bei 550 bis 570 Millionen Euro. Die nächsten Impulse sind Moawalla zufolge mit der Jahresprognose für das Ebitda 2019 zu erwarten, die das Unternehmen zwischen Ende November und Anfang Dezember mitteilen werde. Dies sollte das nachhaltige Wachstum langfristig untermauern./elm/mis/fba

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