dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.10.2014

Hugo Boss bekräftigt Umsatzziel für 2015 - Weniger neue Geschäfte

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Modekonzern Hugo Boss blickt trotz der weltweit schwierigen Wirtschaftslage optimistisch auf das kommende Jahr. "Ich gehe davon aus, dass wir unsere Ziele 2015 erreichen werden", sagte Vorstandsvorsitzender Claus-Dietrich Lahrs der "Süddeutsche Zeitung" (Samstagausgabe). Hugo Boss hatte 2013 einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro erreicht und will diesen bis Ende 2015 deutlich auf drei Milliarden Euro steigern. "Das ist ambitioniert, das stimmt. Aber ich sage ja nicht, dass wir kein Gas geben wollen", betonte Lahrs.

Der Manager, seit 2008 im Amt, geht davon aus, dass das Umsatzwachstum 2015 sogar höher liegen wird als 2014: "Das ist gut möglich, auch wenn das weltweite konjunkturelle Umfeld derzeit nicht so erfreulich ist." Im zweiten Quartal hatte das Umsatzwachstum bei lediglich fünf Prozent gelegen. Die weltweite schwache Konjunktur macht auch Boss zu schaffen.

Hugo Boss werde in Zukunft auch nicht mehr so viele neue Geschäfte eröffnen wie in der Vergangenheit, sondern das Tempo verlangsamen. "Zukünftig werden weniger neue Geschäfte im Jahr dazu kommen", sagte Lahrs. Es würden eher Shops vergrößert. Derzeit hat das Unternehmen weltweit mehr als tausend Geschäfte. Gleichzeitig werde aber der eigene Online-Handel ausgebaut und mit Boss-Geschäften verknüpft. "Das wird eine Dimension bekommen, die heute noch gar nicht zu erkennen ist", so Lahrs./he

24.10.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 20.10.2014 bis 24.10.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 20.10.2014 bis 24.10.2014:

MONTAG

ADIDAS

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Adidas nach einem Pressebericht über Kaufinteresse von Finanzinvestoren an der US-Tochter Reebok auf "Hold" mit einem Kursziel von 63 Euro belassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Adidas das kolportierte Kaufgebot von 1,7 Milliarden Euro akzeptiert, sei relativ hoch, schrieb Analyst Andreas Riemann in einer Studie vom Montag. Auch wenn der Sportartikelkonzern Rebook 2006 für rund 3 Milliarden Euro gekauft habe, sei die Preisofferte angesichts der bisherigen Reebok-Verluste attraktiv.

METRO AG

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Metro nach Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 33,50 Euro belassen. Der Handelskonzern habe solide Kennziffern für das Geschäftsjahr 2013/14 veröffentlicht, schrieb Analyst Bruno Monteyne in einer Studie vom Montag. Unter anderem aufgrund starker Vermögenswerte und eines möglichen Börsengangs der Elektroniksparte Media-Saturn hält der Experte an seiner positiven Einschätzung der Aktie fest.

SAP AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für SAP nach Zahlen und trotz der gesenkten Gewinnprognose auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 72 Euro belassen. SAP scheine sich besser zu schlagen als einige Wettbewerber, schrieb Analyst Harald Heider in einer Studie vom Montag. Die Bilanz zum dritten Quartal sei trotz negativer Wechselkurseffekte solide ausgefallen. Das Wachstum insbesondere im Cloud-Geschäft sei ermutigend. Dort habe der Softwarekonzern klar die Markterwartungen übertroffen. Das Cloud-Geschäft sei langfristig vielversprechend, und SAP scheine in diesem Bereich auf einem guten Weg zu sein. Der Experte bleibt daher weiter optimistisch gestimmt.

WINCOR NIXDORF AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Wincor Nixdorf aufgrund des gegenwärtigen Marktumfeldes von 62 auf 57 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analyst Jörg-Andre Finke verwies in einer Studie vom Montag auf die jüngsten Rückgänge der wichtigsten Einkaufsmanagerindizes in Europa hin. Dennoch sehe die Bank weiterhin Wachstumspotenzial für den Sektor - allerdings auf niedrigerem Niveau. Wincor Nixdorf entwickle sich zwar kurzfristig unterhalb der Erwartungen. Der Wert zeichne sich jedoch durch seine gesunde Struktur aus, so Finke.

YARA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Yara nach der geplatzten Fusion mit CF Industries von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 343 auf 275 norwegische Kronen gesenkt. Mit dem abgesagten Zusammenschluss entfielen bei dem Düngemittelhersteller auch die erhofften Synergieeffekte, begründete Analyst Joe Dewhurst seine negativere Einschätzung in einer Studie vom Montag.

DIENSTAG

APPLE INC

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Apple nach Zahlen zum vierten Geschäftsquartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 102 US-Dollar belassen. Umsatz und Gewinn je Aktie hätten dank starker Verkäufe von iPhones und Macs die Erwartungen übertroffen, schrieb Analystin Sherri Scribner in einer Studie vom Dienstag. Die Expertin erhöhte ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2014/15. Ihr unverändert neutrales Votum begründete sie damit, dass die starke Geschäftsentwicklung bereits im gegenwärtigen Kursniveau eingepreist sei.

PHILIPS ELECTRONICS NV

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Philips Electronics nach Zahlen von 25 auf 23 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Die Bilanz zum dritten Quartal habe die Stimmung für die Aktie nicht drehen können, schrieb Analyst David Vos in einer Studie vom Dienstag. Das Lichtgeschäft bleibe schwach und die Märkte in den Schwellenländern seien weiterhin anfällig. Der Elektronikkonzern habe zudem Schwierigkeiten, seine Verschuldung unter Kontrolle zu halten. Vos senkte seine kurzfristigen Erwartungen. Langfristig mache ihm der Paradigmenwechsel in Philips' Endmärkten Sorgen. Der Experte zieht Wettbewerber Osram vor.

WACKER CHEMIE AG

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Wacker Chemie im Vorfeld des Bilanzberichts für das dritte Quartal auf "Halten" mit einem Kursziel von 94 Euro belassen. Analyst Heiko Feber rechnet aufgrund positiver Sondereffekte mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses, wie er in einer Studie schrieb. Dennoch lässt er angesichts schwacher Konjunkturdaten sowie negativer Meldungen aus der Halbleiterindustrie die Bewertung unverändert.

ZOOPLUS AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Close Brothers Seydler hat die Einstufung für Zooplus nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Das vom Online-Händler für Tierbedarf ausgewiesene Umsatzwachstum zum dritten Quartal sei das stärkste seit fast zwei Jahren gewesen, lobte Analyst Martin Decot in einer Studie vom Dienstag. Der Experte erhöhte seine Umsatz- und Gewinnschätzungen.

MITTWOCH

ARM HOLDINGS

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat ARM von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 970 auf 980 Pence angehoben. Das neue Kursziel resultiere aus der jüngsten Abwertung des britischen Pfund zum US-Dollar, schrieb Analyst Gareth Jenkins in einer Studie vom Mittwoch. Damit habe der Technologie-Titel ausreichend Aufwärtspotenzial, um kaufenswert zu sein.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Daimler nach dem Verkauf der Beteiligung an Tesla auf "Halten" mit einem fairen Wert von 66 Euro belassen. Der Autobauer habe bereits im zweiten Quartal dank eines Bewertungseffekts für Tesla einen positiven Sonderbeitrag erzielt, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Daher sollte die nun erfolgte Änderung der Kooperationsstruktur mit Tesla durch den Verkauf der Anteile keinen großen Effekt mehr auf das operative Ergebnis (Ebit) des Konzerns haben. Punzet schätzt, dass Daimler den Verkaufsertrag nicht in eine Dividendenerhöhung stecken werde, sondern in mehr Forschung und Entwicklung.

DEUTZ AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Deutz nach einer Gewinnwarnung von "Hold" auf "Accumulate" hochgestuft, das Kursziel aber von 5,40 auf 4,00 Euro gesenkt. Analyst Holger Schmidt reduzierte in einer Studie vom Mittwoch seine Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2014 bis 2016. Der jüngste Kursrutsch sei jedoch übertrieben gewesen, hieß es zum neuen Anlagevotum für die Aktie des Motorenbauers.

LUFTHANSA AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Lufthansa nach dem jüngsten Pilotenstreik auf "Hold" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Im bisherigen Jahresverlauf dürften sich die streikbedingten Belastungen auf 100 Millionen Euro summieren, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Mittwoch. Eine weitere Senkung der Jahresziele bei der Vorlage der anstehenden Quartalszahlen schließt der Experte nicht mehr aus.

RECKITT BENCKISER GROUP PLC

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Reckitt Benckiser <3RB.FSE> nach Umsatzzahlen zum dritten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 6000 Pence belassen. Der britische Konsumgüterkonzern habe schwache Kennziffern geliefert, schrieb Analyst Toby McCullagh in einer Studie vom Mittwoch. Deshalb habe er seine Erlösprognosen für die kommenden drei Jahre reduziert. Dies ändere aber nichts an seiner grundsätzlich positiven Einschätzung der Aktie.

STRATEC BIOMEDICAL SYSTEMS AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Stratec Biomedical Systems am Mittwoch "exzellente" Zahlen attestiert. Der Laborzulieferer habe im dritten Quartal seine und die Konsensschätzungen übertroffen, schrieb Analyst Oswald Metzger in einer Studie vom Mittwoch. Dies gelte insbesondere mit Blick auf die operative Marge (Ebit-Marge), die bei starken 18,6 Prozent liege.

DONNERSTAG

AURUBIS AG

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Aurubis nach einer Investorenveranstaltung von 45 auf 50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Nach dem Rückgang der Investitionen sehe er beim Free Cashflow inzwischen mehr Potenzial, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Mittwoch. Der Finanzchef des Kupferproduzenten, Erwin Faust, habe sich verhalten optimistisch gezeigt. Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2013/14 sollten die Ergebnisse 2014/15 zur Normalität zurückkehren. Der Manager halte die Voraussetzungen für gut, habe jedoch vor zu hohen Erwartungen gewarnt.

DAIMLER AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Daimler nach dem Verkauf der verbliebenen Tesla-Beteiligung auf "Equal-weight" mit einem Kursziel von 64 Euro belassen. Die Transaktion sei sinnvoll, da Daimler damit Kapital freisetze und gleichzeitig weiterhin Zugang zur Technologie des US-Elektroautobauers habe, schrieb Analystin Laura Lembke in einer Studie vom Donnerstag.

FMC FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO KGAA

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für FMC nach dem angekündigten Kauf von National Cardiovascular Partners (NCP) auf "Buy" mit einem Kursziel von 58 Euro belassen. Die Übernahme dürfte sich bereits im ersten Jahr gewinnsteigernd auswirken, schrieb Analyst Konrad Lieder in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte begrüßt es, dass der Dialyse-Anbieter beim Thema Fusionen und Übernahmen eine etwas aggressivere Gangart einschlägt, um sich strategisch besser zu positionieren und ein höheres Wachstum zu erzielen.

KRONES AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Krones nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 77 Euro belassen. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen habe über ein sehr starkes drittes Quartal berichtet und beim Umsatz, Auftragseingang und Vorsteuergewinn die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Markus Turnwald in einer Studie vom Donnerstag. Turnwald stellte eine Anhebung seiner Gewinnschätzungen in Aussicht und hält die vom MDax-Konzern bekräftigten 2014er-Ziele nun für deutlich zu konservativ.

UNILEVER PLC

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Unilever PLC nach Zahlen von 2300 auf 2200 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Der Umsatz des Konsumgüterherstellers zum dritten Quartal habe die Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Donnerstag. Die Bedingungen im Europa-Geschäft dürften schwierig bleiben.

FREITAG

BASF SE

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für BASF nach dem Bericht zum dritten Quartal 2014 auf "Overweight" mit einem Kursziel von 90 Euro belassen. Insgesamt sei die Konsensprognose übertroffen worden, schrieb Analyst Geoff Haire in einer Studie vom Freitag. Zwar habe das Management das Ziel für 2015 gesenkt. Dies sei für die Investoren jedoch keine Neuigkeit gewesen. Zudem seien die Vorgaben für dieses Jahr bestätigt worden.

BECHTLE AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Bechtle nach Zahlen für das dritte Quartal von 68 auf 70 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der IT-Dienstleister habe einen starken Vorsteuergewinn ausgewiesen und die Erwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Jasko Terzic in einer Studie vom Freitag. Der Experte rechnet mit einer weiterhin hohen Gewinndynamik im vierten Quartal und hob seine Schätzungen an.

CREDIT SUISSE GROUP AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Credit Suisse nach Zahlen für das dritte Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 26 Franken belassen. Die Schweizer Bank habe beim Überschuss die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Daniele Brupbacher in einer Studie vom Freitag. Er hob seine diesjährigen Gewinnschätzungen je Aktie um vier Prozent an.

DAIMLER AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Daimler nach Zahlen von 74 auf 73 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Kennziffern zum dritten Quartal hätten das starke operative Geschäft des Autobauers untermauert, schrieb Analystin Kristina Church in einer Studie vom Freitag. Das neue Kursziel begründete sie mit dem unerwartet hohen Defizit in der Pensionskasse der Stuttgarter.

NOKIA

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Nokia nach Zahlen für das dritte Quartal von 6,60 auf 7,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der bereinigte operative Gewinn des Netzwerkausrüsters habe die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst William Howlett in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte rechnet nun mit höheren operativen Margen und schraubte seine Gewinnschätzungen nach oben.

/he

24.10.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 24.10.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 24.10.2014

AAREAL BANK AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Aareal Bank nach einem Interview von Finanzvorstand Hermann Merkens auf "Buy" mit einem Kursziel von 39 Euro belassen. Analyst Michael Dunst hob seine diesjährige Gewinnschätzung je Aktie an. Hauptgrund dafür sei der Hinweis auf eine gute Entwicklung des Nettozinsüberschusses im dritten Quartal, schrieb er in einer Studie vom Freitag.

AAREAL BANK AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Aareal Bank vor Zahlen zum dritten Quartal von 31 auf 34 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Der Immobilienkonzern dürfte bis in das kommende Jahr hinein von den günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Freitag. Goy erwartet einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,61 Euro. Sein neues Ziel basiert auf Schätzungen für 2015. Gleichwohl sei das Aufwärtspotenzial für die Aktien begrenzt, begründete der Analyst sein unverändertes Votum.

ABB LTD

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für ABB nach Zahlen für das dritte Quartal von 25 auf 24 Franken gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Die Analysten reduzierten ihre Gewinnschätzungen (Ebitda) für die Jahre 2014 bis 2016 um rund vier Prozent. Gründe dafür seien ungünstige Wechselkurseffekte sowie niedrigere Vorhersagen für das organische Wachstum, schrieben sie in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Die Auftragslage des Elektrotechnikkonzerns sei aber stark und die Aktie attraktiv bewertet.

ADIDAS

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Adidas vor Zahlen für das dritte Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 63 Euro belassen. Währungseffekte herausgerechnet, dürfte der Umsatz um neun Prozent zugelegt haben, schrieb Analyst Andreas Riemann in einer Studie vom Freitag. Das operative Ergebnis (Ebit) sollte dagegen um 14 Prozent gesunken sein. Wichtiger sei aber ohnehin der erste Ausblick des Sportartikelkonzerns auf 2015, der enttäuschen könnte.

BARCLAYS

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Barclays vor Zahlen für das dritte Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 305 Pence belassen. Die Bank dürfte bei der Umsetzung ihrer Strategie weitere Fortschritte gemacht haben, schrieb Analyst John-Paul Crutchley in einer Studie vom Freitag. Die Profitabilität im Kerngeschäft sollte solide ausgefallen sein.

BASF SE

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für BASF nach Zahlen von 84 auf 75 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Die Ergebnisse für das dritte Quartal seien recht ordentlich ausgefallen, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer Studie vom Freitag. Enttäuscht habe dagegen der deutlich eingetrübte Ausblick des Chemiekonzerns auf 2015.

BASF SE

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für BASF nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Outperform" mit einem Kursziel von 95 Euro belassen. Der bereinigte Gewinn je Aktie habe seine Prognosen und die Marktschätzungen verfehlt, schrieb Analyst Jeremy Redenius in einer Studie vom Freitag. Redenius führte dies vor allem auf die unerwartet hohen Ertragssteuern zurück. Dem Free Cashflow des Chemiekonzerns attestierte er jedoch eine gute Entwicklung. Wegen der im Branchenvergleich höheren und zunehmend stabileren Gewinne verdiene die Aktie eine höhere Bewertung.

BASF SE

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für BASF nach Zahlen auf "Halten" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Das dritte Quartal habe seine Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Freitag. Der gesenkte Ausblick für 2015 komme indes nicht überraschend.

BASF SE

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für BASF nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 93 Euro belassen. Die Ergebnisse des Chemiekonzerns hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Lutz Grüten in einer Studie vom Freitag. Dabei hätten sich Währungsschwankungen nicht mehr negativ ausgewirkt. Die Kappung der drei Jahre alten Finanzziele für 2015 sei ein massiver Schritt. Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass sich die Marktprognosen bereits im Rahmen der nun vom Unternehmen angepeilten Ergebnisspanne bewegten.

BASF SE

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für BASF nach Zahlen von 76 auf 72 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Die Umsätze zum dritten Quartal hätten die Markterwartungen übertroffen, die Gewinne dagegen seien niedriger als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Clive Roberts in einer Studie vom Freitag. Er reduzierte seine Schätzungen für 2014 um 4 Prozent und für 2015 um 3 Prozent.

BASF SE

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für BASF nach dem Bericht zum dritten Quartal 2014 auf "Overweight" mit einem Kursziel von 90 Euro belassen. Insgesamt sei die Konsensprognose übertroffen worden, schrieb Analyst Geoff Haire in einer Studie vom Freitag. Zwar habe das Management das Ziel für 2015 gesenkt. Dies sei für die Investoren jedoch keine Neuigkeit gewesen. Zudem seien die Vorgaben für dieses Jahr bestätigt worden.

BAYER AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Bayer im Vorfeld der Bilanz für das dritte Quartal 2014 auf "Halten" mit einem Kursziel von 120 Euro belassen. Aufgrund neu eingeführter Produkte rechne er mit einem Umsatzanstieg von 3,5 Prozent, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Freitag. Allerdings könnte die Kunststoffsparte angesichts der sich schwächer als erwartet entwickelnden Konjunktur enttäuscht haben. Das Analysehaus hält den jüngsten Kursrückgang der Aktie wegen der stärkeren Ausrichtung auf den Healthcare-Bereich für nicht gerechtfertigt.

BECHTLE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Bechtle nach Eckdaten zum dritten Quartal auf "Halten" mit einem Kursziel von 65 Euro belassen. Der Umsatz des Softwareunternehmens habe seine Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Freitag. Deshalb habe er die Prognosen für 2014 und 2015 angehoben. Die Aktie berge auf dem aktuellen Kursniveau jedoch kein deutliches Aufwärtspotenzial.

BECHTLE AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Bechtle nach vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal 2014 von 69 auf 71 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Ergebnis sei besser ausgefallen als erwartet, schrieb Analyst Tim Wunderlich in einer Studie vom Freitag. Hintergrund seien PC-Neuanschaffungen nach dem Auslaufen der Unterstützung für das Betriebssystem Windows XP. 2015 dürfte sich das Wachstum allerdings etwas abschwächen, erklärte Wunderlich.

BECHTLE AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Bechtle nach Zahlen für das dritte Quartal von 68 auf 70 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der IT-Dienstleister habe einen starken Vorsteuergewinn ausgewiesen und die Erwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Jasko Terzic in einer Studie vom Freitag. Der Experte rechnet mit einer weiterhin hohen Gewinndynamik im vierten Quartal und hob seine Schätzungen an.

BP

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für BP von 540 auf 450 Pence gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das neue Ziel reflektiere seine höheren Schätzungen für die Folgekosten der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, schrieb Analyst Jon Rigby in einer Studie vom Freitag. Zudem belaste die Beteiligung am abgewerteten russischen Ölkonzern Rosneft.

CREDIT SUISSE GROUP AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Credit Suisse nach Zahlen auf "Equal-weight" mit einem Kursziel von 29 Franken belassen. Die Schweizer Großbank habe nach wie vor das Problem einer zu niedrigen Eigenkapitalausstattung (Leverage Ratio), schrieb Analyst Huw Van Steenis in einer Studie vom Freitag. Zudem könnte die Dividende für 2014 gekürzt werden.

CREDIT SUISSE GROUP AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Credit Suisse nach Zahlen von 31 auf 30 Franken gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Die Unternehmensprognosen für die Margen in der Vermögensverwaltung lägen unter seiner Erwartung, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Studie vom Freitag. Er reduzierte seine Gewinnschätzungen je Aktie.

CREDIT SUISSE GROUP AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Credit Suisse nach Zahlen für das dritte Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 26 Franken belassen. Die Schweizer Bank habe beim Überschuss die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Daniele Brupbacher in einer Studie vom Freitag. Er hob seine diesjährigen Gewinnschätzungen je Aktie um vier Prozent an.

DAIMLER AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Daimler nach Zahlen von 74 auf 73 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Kennziffern zum dritten Quartal hätten das starke operative Geschäft des Autobauers untermauert, schrieb Analystin Kristina Church in einer Studie vom Freitag. Das neue Kursziel begründete sie mit dem unerwartet hohen Defizit in der Pensionskasse der Stuttgarter.

DAIMLER AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Daimler nach der endgültigen Quartalsbilanz auf "Overweight" mit einem Kursziel von 78 Euro belassen. Die nun präsentierten Details zu den bereits vorab veröffentlichten Kennziffern zeigten, dass der starke Gewinn aus dem dritten Quartal auf einer hervorragenden operativen Entwicklung in der Pkw- und Lkw-Sparte basiere, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer Studie vom Freitag. Eine raschere Umsetzung der Kostensenkungen habe die Margen ebenfalls begünstigt. Asumendi zufolge könnten die Margen bei Mercedes-Benz im kommenden Jahr weiter zulegen.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat ihren fairen Wert für Daimler nach Bekanntgabe der Bilanzzahlen für das dritte Quartal 2014 von 66 auf 61 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Daimler dürfte auch in den kommenden Quartalen noch von seiner attraktiven Modellpalette profitieren, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Freitag. Die Profitabilität sei jedoch geringer als beim Rivalen BMW und es gebe eine schwache Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa und Südamerika. Er erwarte auf mittlere Sicht nicht, dass Daimler seine Zielmargen nachhaltig erwirtschaften könne, erklärte Punzet.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Daimler nach dem Quartalsbericht auf "Buy" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Die detaillierten Zahlen zum dritten Quartal hätten nur wenig zusätzliche Informationen geliefert, schrieb Analyst Jochen Gehrke in einer Studie vom Freitag. Der Cashflow des Autobauers spiegele dessen starke Gewinnqualität wider. Angesichts der schwachen Märkte in Europa und Lateinamerika habe sich vor allem das LKW-Geschäft sehr solide entwickelt, hob Gehrke positiv hervor.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Daimler nach detaillierten Zahlen zum dritten Quartal von 80 auf 82 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Ergebnisse hätten die starke Gewinnqualität des Autobauers offengelegt, lobte Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Freitag. Zudem sei der Free Cashflow stark gestiegen. Der Abstand zu BMW und Audi sei so gering, wie seit Jahren nicht mehr. Dabei stehe der Produktzyklus gerade erst am Anfang. Und im Lkw-Geschäft habe Daimler die Lücke zu den Wettbewerbern geschlossen.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Daimler von "Reduce" auf "Hold" hochgestuft, das Kursziel aber von 62 auf 61 Euro gesenkt. Die Aktie des Autobauers notiere inzwischen in der Nähe des Kursziels und berge kein weiteres Abwärtsrisiko mehr, begründete Analyst Tim Schuldt das neue Votum in einer Studie vom Freitag. Das neue Kursziel rechtfertigte er vor allem mit der zunehmenden Unterfinanzierung der Daimler-Pensionsfonds.

DEUTSCHE BANK AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Deutsche Bank vor Zahlen zum dritten Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. Analyst Philipp Häßler erwartet schwache Kennziffern vom deutschen Branchenprimus, wie er in einer Studie vom Freitag schrieb.

DEUTSCHE BOERSE AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Deutsche Börse vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Der Börsenbetreiber dürfte über ein solides drittes Quartal berichten, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Freitag.

DEUTSCHE EUROSHOP AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Deutsche Euroshop nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 39 Euro belassen. Der Einkaufszentren-Betreiber mache dank seines hochqualitativen und gut ausgelasteten Immobilienportfolios stetig Fortschritte, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Freitag. Die Nachfrage des Einzelhandels nach Mietflächen sei weiterhin hoch. Für die Aktie spreche zudem die starke Bilanz.

DEUTSCHE TELEKOM AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Deutsche Telekom von "Hold" auf "Accumulate" hochgestuft und das Kursziel zunächst auf 13 Euro belassen. T-Mobile US dürfte im abgelaufenen Quartal einen hohen Nettokundenzuwachs verzeichnet haben, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Freitag. Die Konsensschätzungen für diese Kennziffer seien zu niedrig.

DEUTZ AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Deutz im Zuge der Gewinnwarnung von 6,00 auf 4,80 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Motorenbauer habe aufgrund einer Rückrufaktion und eines Nachfragerückgangs zwar sein Ziel für 2014 reduzieren müssen, schrieb Analyst Jürgen Siebrecht in einer Studie vom Freitag. Deutz sei jedoch grundsätzlich gut aufgestellt.

DMG MORI SEIKI

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für DMG Mori Seiki vor Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Der Werkzeugmaschinenhersteller dürfte erneut über ein solides Quartal berichten, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Freitag.

ESSILOR INTERNATIONAL

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Essilor nach Zahlen für das dritte Quartal von 82 auf 88 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Umsatz des Brillenglasherstellers sei etwas schwächer als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Freitag. Dabei habe sich das organische Wachstum verglichen mit dem ersten Halbjahr beschleunigt.

FMC FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO KGAA

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat FMC von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 56 auf 70 Euro angehoben. Zudem befindet sich die Aktie auf der Alpha-Auswahlliste von Berenberg. FMC stehe am Beginn einer neuen Ära, schrieb Analyst Tom Jones in einer Studie vom Freitag. Die Geschäfte des Dialyse-Anbieters seien risikoärmer geworden und besserten sich gleichzeitig. Ferner ergäben sich neue Wachstumspfade und attraktivere Kapitalrenditen.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Gea Group vor Zahlen für das dritte Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Die Kennziffern dürften zeigen, dass der Anlagenbauer operativ erneut effizienter geworden sei, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Freitag.

GLAXOSMITHKLINE

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat GlaxoSmithKline nach einer Analystenveranstaltung mit dem Finanzchef des Pharmakonzerns auf "Sell" mit einem Kursziel von 1380 Pence belassen. Das Jahr 2015 dürfte vor allem in puncto Margenentwicklung schwierig werden, schrieb Analystin Alexandra Hauber in einer Studie vom Freitag. Die Maßnahmen für die geplanten Kostensenkungen seien nach wie vor unklar.

HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Hannover Rück nach einem Investorentag auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 67 Euro belassen. Analyst Thorsten Wenzel sieht ein schwieriges Wettbewerbsumfeld für den Rückversicherer. Die Preise blieben unter Druck, schrieb er in einer Studie vom Freitag. Die Wachstumsmöglichkeiten seien begrenzt. Das mache es schwer, überschüssiges Kapital einzusetzen. Aus diesem Grund würde eine Sonderdividende wahrscheinlicher.

HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Hannover Rück nach einer Investorenveranstaltung von 67,00 auf 69,80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Im Lichte des neuen Ziels für das Gewinnwachstum habe sie ihre Schätzungen für 2015 und 2016 erhöht, schrieb Analystin Olivia Brindle in einer Studie vom Freitag. Die Kernfrage bleibe, ob der Rückversicherer eine Sonderdividende an seine Aktionäre ausschütten werde oder nicht. Brindle zufolge besteht dafür in den kommenden beiden Jahren eine gewisse Wahrscheinlichkeit, und zwar vor allem dann, wenn Hannover Rück bei der Kapitalbildung schneller als gedacht vorankommen sollte.

HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Hannover Rück nach einem Investorentag von 60 auf 64 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Rückversicherer dürfte seine Ausschüttungsquote in den kommenden Jahren von 40 auf 45 Prozent erhöhen, schrieb Analyst Frank Kopfinger in einer Studie vom Freitag. Kopfinger sieht die Chance auf eine kleine Sonderdividende. Er wies allerdings darauf hin, dass die Konkurrenten weiterhin höhere Ausschüttungsquoten hätten.

HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Hannover Rück nach einem Investorentag auf "Hold" mit einem Kursziel von 65 Euro belassen. Der Rückversicherer werde wohl in puncto Kapitalmanagement aktiver, sollte die Kapitalrendite unter 12 bis 13 Prozent fallen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Freitag. Kurstreiber sieht Häßler derzeit aber nicht. Das Segment Schaden-/Unfallversicherungen dürfte weiterhin schwächeln. Die günstige Bewertung von Hannover Rück und die hohe Dividendenrendite sollten den Aktienkurs jedoch stützen.

HENKEL VORZUEGE

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Henkel im Vorfeld des Bilanzberichts für das dritte Quartal 2014 auf "Buy" mit einem Kursziel von 89 Euro belassen. Das organische Umsatzwachstum dürfte solide ausgefallen sein, so Analyst Jörg Frey in einer Studie vom Freitag. Die Aktie sei im Vergleich zu Konkurrenten günstig bewertet.

KRONES AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Krones nach Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal 2014 auf "Buy" mit einem Kursziel von 81,50 Euro belassen. Die Ergebnisse des Herstellers von Abfüllanlagen seien besser ausgefallen als erwartet, schrieb Analyst Eggert Kuls in einer Studie vom Freitag. Im restlichen Jahr sei kaum mit negativen Überraschungen zu rechnen; die Aufträge reichten bis Anfang kommenden Jahres.

KRONES AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Krones nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 80 Euro belassen. Der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller habe besser als gedacht abgeschnitten, schrieb Analystin Yasmin Moschitz in einer Studie vom Freitag. Vor allem dank des gut laufenden Kerngeschäfts habe der Umsatz ihre Prognose und die Markterwartungen übertroffen. Das Unternehmen habe dabei vom starken Wachstum in China, Südamerika, Mexiko sowie der Region Asien-Pazifik profitiert.

KRONES AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Krones nach Zahlen zum dritten Quartal von 78 auf 80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die sehr starken Ergebnisses des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers ließen die Unternehmensziele für 2014 wenig anspruchsvoll erscheinen, schrieb Analystin Felicitas Bismarck in einer Studie vom Freitag. Trotz der besonders hohen Vergleichsbasis seien die Aufträge leicht gestiegen, und der Umsatz habe stark zugelegt. Die Profitabilität sei sogar noch stärker gestiegen. Bismarck erhöhte ihre Prognosen leicht und bewegt sich damit nun im Rahmen der Markterwartungen.

LEONI AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Leoni nach einer Roadshow mit Firmenchef Klaus Probst von 67 auf 66 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Qualitätsprobleme bei dem Autozulieferer, die jüngst zu einer Gewinnwarnung geführt hätten, dürften nur kurzfristig bestehen, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Studie vom Freitag. Allerdings dürften einige Projekte nun erst im Jahr 2016 umgesetzt werden statt bereits 2015.

LINDE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Linde vor Zahlen für das dritte Quartal auf "Halten" mit einem Kursziel von 165 Euro belassen. Aufgrund nachlassender Währungsbelastungen dürfte der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal gestiegen sein, so Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Freitag. Der Ausblick für 2014 sollte bestätigt werden. Der jüngste Kursrückgang sei dem schwachen Börsenumfeld geschuldet, der Wert entwickle sich aber besser als der DAX. Wegen der eingetrübten Konjunkturperspektiven sieht Schöndube nur moderates Aufwärtspotenzial für die Aktie.

LINDE AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für die Aktie des Industriegase-Anbieters Linde von 142 auf 148 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Analyst Thomas Gilbert senkte in einer Studie vom Freitag seine Schätzungen für die Investitionen, während er seine Prognosen für die Kapitelerträge anhob. Aus Bewertungsgründen zieht er Linde dem europäischen Wettbewerber Air Liquide vor.

LLOYDS BANKING GROUP

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Lloyds vor Zahlen für das dritte Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 100 Pence belassen. Überraschungen dürften bei der Vorlage des Quartalsberichts ausbleiben, schrieb Analyst John-Paul Crutchley in einer Studie vom Freitag. Kapitalrückflüssen seien für den Anlagehintergrund der britischen Bank entscheidend.

LPKF LASER

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für LPKF Laser nach einer Gewinnwarnung von 18 auf 14 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die schwache Nachfrage sei temporär, schrieb Analyst Tim Wunderlich in einer Studie vom Freitag. Grundsätzlich sei LPKF Laser nach wie vor gut aufgestellt. Die Laser des Herstellers ersetzten verstärkt klassische Produktionsmethoden.

LPKF LASER

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für LPKF Laser nach einer Gewinnwarnung auf "Halten" mit einem fairen Wert von 12,50 Euro belassen. Die Reduzierung der Gewinnziele für 2014 sei eindeutig eine negative Überraschung, schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer Studie vom Freitag. Er erwarte, dass nun auch die Prognosen für 2015 und 2016 gesenkt würden. Er müsse seine eigene Einschätzung nun überprüfen.

LPKF LASER

FRANKFURT - Die Commerzbank hat LPKF Laser nach einer Gewinnwarnung von "Add" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 14 auf 10 Euro gesenkt. Für 2014 bis 2016 habe er seine Umsatzprognosen um 15 Prozent und seine Schätzung für den operativen Gewinn (Ebit) um 39 reduziert, schrieb Analyst Dennis Schmitt in einer Studie vom Donnerstag. Eine träge Nachfrage trübe die Wachstumsperspektiven des Lasertechnikspezialist auch nach 2014.

LVMH

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für LVMH auf "Overweight" mit einem Kursziel von 139 Euro belassen. Die Aktie des französischen Luxusgüterkonzerns sei unterbewertet, weil die Anleger die Ertragskraft unterschätzten, schrieb Analystin Louise Singlehurst in einer Studie vom Freitag. 2015 dürfte als weiteres schweres Jahr für die Luxusgüterbranche zwar nicht spurlos am Konzern vorbeigehen. Da LVMH mit einer breiten Produktpalette ein sehr großes Publikum anspreche, sei dies aber der Schlüssel für eine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Die Aktie sei daher ihr "Top Pick" der Branche.

MICROSOFT CORP

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Microsoft nach Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 56 US-Dollar belassen. Wie von ihm erwartet, habe der Softwarekonzern die Marktschätzungen für Umsatz und Gewinn problemlos übertroffen, schrieb Analyst Mark Moerdler in einer Studie vom Freitag. Der Wandel hin zu einem stärker auf das Cloud- und das Mobilgeschäft ausgerichteten Unternehmen dürfte das Erlös- und Ergebniswachstum beschleunigen.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für MTU nach Zahlen von 69 auf 71 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Aussichten für den diesjährigen Free Cashflow des Triebwerkherstellers hätten sich deutlich verbessert, schrieb Analyst David Perry in einer Studie vom Freitag. Der Experte hob seine Gewinnschätzungen bis zum Jahr 2017 leicht an.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat MTU nach Zahlen für das dritte Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 74 Euro belassen. Vor allem das Geschäft mit neuen Triebwerken für Verkehrsflugzeuge habe das Wachstum vorangetrieben, schrieb Analyst Daniel Gleim in einer Studie vom Donnerstagabend. Der Ausblick werde durch die aufgestaute Nachfrage im Wartungsgeschäft untermauert.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat MTU nach Zahlen von "Verkaufen" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert von 60 auf 72 Euro angehoben. Der Turbinenhersteller habe starke Resultate für das dritte Quartal vorgelegt, schrieb Analyst Markus Turnwald in einer Studie vom Donnerstag. Vor allem das Wartungsgeschäft (MRO) habe endlich wieder überzeugt. Die positive operative Entwicklung sollte in den kommenden Quartalen andauern und die unterdurchschnittliche Entwicklung der Aktie nun beendet sein.

MUNICH RE

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Munich Re auf "Market-Perform" belassen. Für den Fall einer weiterhin hohen Volatilität und Risikoscheu im Markt sei Munich Re das richtige Investment für defensiv orientierte Anleger, schrieb Analyst Ed Houghton in einer Branchenstudie vom Freitag. Gründe dafür seien unter anderem eine geringere Abhängigkeit von der Konjunktur und die attraktive Dividendenpolitik.

NEMETSCHEK AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Nemetschek im Vorfeld des Bilanzberichts für das dritte Quartal 2014 auf "Hold" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Er rechne mit einem solidem Ergebnis und einer Bestätigung der Ziele für 2014, schrieb Analyst Lars Dannenberg in einer Studie vom Freitag.

NOKIA

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Nokia nach Zahlen von 6,00 auf 6,40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Der Netzwerkausrüster habe im dritten Quartal bei Umsatz und Ergebnis die Erwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Andrew Gardiner in einer Studie vom Freitag. Dies aber bereits ebenso eingepreist, wie der für 2015 erwartete Anstieg der Patenterlöse.

NOKIA

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Nokia nach Zahlen von 6,00 auf 6,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Die Margenentwicklung des finnischen Netzwerkausrüsters im dritten Quartal habe positiv überrascht, schrieb Analyst Francois Meunier in einer Studie vom Freitag. Fraglich bleibe, wie nachhaltig dies sei. Meunier hob gleichwohl seine Ergebnisprognosen (Ebit) für 2015 und 2016 an. Der Experte zieht allerdings die Aktie des Konkurrenten Ericsson wegen ihrer günstigeren Bewertung vor.

NOKIA

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Nokia auf "Overweight" mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Nokia entwickele sich im Netzwerk-Geschäft weiterhin besser als vom Markt erwartet, schrieb Analyst Sandeep Deshpande in einer Studie vom Freitag. Er erhöhte für diesen Bereich seine Schätzungen und hob deswegen auch seine Erwartungen für den Gewinn je Aktie der Jahre 2014 und 2015 an.

NOKIA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Nokia von 6,00 auf 6,70 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Zahlen für das dritte Quartal seien besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Gareth Jenkins in einer Studie vom Freitag. Sie zeigten erneut die Stärke im Kerngeschäft des Netzwerkausrüsters.

NOKIA

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Nokia nach Zahlen für das dritte Quartal von 6,60 auf 7,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der bereinigte operative Gewinn des Netzwerkausrüsters habe die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst William Howlett in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte rechnet nun mit höheren operativen Margen und schraubte seine Gewinnschätzungen nach oben.

ORANGE

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Orange SA nach Zahlen zum dritten Quartal von 8,50 auf 10,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Verkaufen" belassen. Die Ergebnisse des französischen Telekom-Unternehmens hätten erneut positiv überrascht, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Freitag. Zudem hätten sich die Geschäftsaussichten trotz aller Widrigkeiten nun deutlich verbessert, begründete er sein neues Ziel. Die aktuelle Kursentwicklung aber hält Donie für voreilig, so dass die Verkaufsempfehlung weiter Bestand habe. Die Lage der beiden großen Märkte Frankreich und Spanien bleibe schwierig.

ORANGE

LONDON - Die Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Orange nach Zahlen von 12,00 auf 12,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Die Kennziffern hätten erste klare Hinweise auf eine Erholung des französischen Telekommunikationsmarktes geliefert, schrieb Analyst Daniel Morris in einer Studie vom Freitag. Die Orange-Aktie sei derzeit attraktiv bewertet, für eine Kaufempfehlung müsste sich der Markt aber weiter stabilisieren.

PATRIZIA IMMOBILIEN

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Patrizia Immobilien mit "Hold" und einem Kursziel von 11,40 Euro in die Bewertung aufgenommen. Das Immobilienunternehmen entwickele sich derzeit zu einem reinen Service-Anbieter, schrieb Analystin Katja Filzek in einer Studie vom Freitag. Patrizia biete attraktive Wachstumsmöglichkeiten sowie Zugang zu Märkten in Zentral- und Nordeuropa, die über ein geringes Risikoprofil verfügten. Allerdings reflektiere der Aktienkurs bereits eine erfolgreiche Veräußerung der Immobilien sowie einen Großteil der Gewinnaussichten, begründete Filzek ihr unverändertes Votum.

PUMA SE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Puma SE vor Zahlen für das dritte Quartal von 165 auf 155 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Auch wenn die Umsätze des Sportartikelkonzerns angezogen hätten, stünden die Margen weiterhin unter Druck, schrieb Analystin Chiara Battistini in einer Studie vom Freitag. Das operative Ergebnis (Ebit) dürfte laut ihren Schätzungen im dritten Quartal um 28 Prozent gefallen sein. Battistini kürzte ihre Prognosen für 2014 und 2015.

RHÖN-KLINIKUM AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Rhön-Klinikum nach Bekanntgabe der Details zum geplanten Aktienrückkaufprogramm auf "Buy" mit einem Kursziel von 26,50 Euro belassen. Die Aktzepttanzquote sei "überraschend niedrig", schrieb Analyst Ulrich Huwald in einer Studie vom Freitag. Ein Grund seien möglicherweise die Spekulationen über ein Übernahmeangebot von einem der Hauptaktionäre.

RHÖN-KLINIKUM AG

HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Rhön-Klinikum nach Beginn des Aktienrückkaufs auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Das Programm dürfte die Machtverhälnisse und die künftige Geschäftsausrichtung des Klinikbetreibers maßgeblich beeinflussen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Freitag. Das Kursziel bewege sich nahe des Angebotspreises für das Rückkaufprogramm.

RHÖN-KLINIKUM AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Rhön-Klinikum nach Beginn des Aktienrückkaufprogramms auf "Hold" mit einem Kursziel von 25 Euro belassen. Bislang sollten die meisten, wenn nicht alle in Frage kommenden Titel des Klinikbetreibers von Privatanlegern angedient worden seien, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Freitag. Folglich dürften institutionelle Investoren noch keine Absichten gezeigt haben, Papiere zurückzugeben. Zu diesem relativ frühen Zeitpunkt des Aktienrückkaufprogramms sei dies allerdings keine große Überraschung.

ROYAL DUTCH SHELL A

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Shell von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 2450 Pence belassen. Der jüngste Ausverkauf bei Ölwerten sei recht unbedacht erfolgt und biete Anlegern nun wieder attraktive Einstiegsgelegenheiten, schrieb Analyst Jon Rigby in einer Studie vom Freitag.

SAINT GOBAIN

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Saint-Gobain nach Zahlen für das dritte Quartal von 40 auf 37 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Zwar habe der Baustoffkonzern beim Umsatz diee Schätzung des Analysehauses verfehlt, konnte damit jedoch der Markterwartung entsprechen, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Freitag. Saint-Gobain dürfte weitere Preiserhöhungen durchsetzen und sein Einsparziel für 2014 erreichen. Der Experte senkte gleichwohl seine Gewinnprognosen für das laufende und das kommende Jahr.

SAINT GOBAIN

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Saint-Gobain nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 37,50 Euro belassen. Im dritten Quartal sei das Wachstum des Baustoffherstellers erlahmt, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Freitag. Dabei seien die Kennziffern aber immer noch leicht besser ausgefallen als von ihm und vom Markt erwartet.

SANOFI

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Sanofi vor Zahlen zum dritten Quartal auf "Overweight" belassen. Analyst Vincent Meunier rechnet laut einer Studie vom Freitag mit einem Umsatzanstieg zu konstanten Wechselkursen um sieben Prozent. Im Fokus dürfte die geschäftliche Lage in den USA stehen sowie die weitere Kapitalverteilung des Pharmakonzerns. Die Unternehmensziele für 2014 sollten bestätigt werden.

SANOFI

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Sanofi vor Zahlen für das dritte Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 76 Euro belassen. Analystin Alexandra Hauber rechnet laut einer Studie vom Freitag mit einem robusten Wachstum bei Umsatz und Gewinn je Aktie. In ihren Schätzungen habe sie nun auch die jüngsten Wechselkurseffekte sowie die erwarteten Umsätze für den Antikörper Dupilumab bei atopischer Dermatitis und für das Insulin-Inhalationsmittel Afrezza berücksichtigt.

SOLARWORLD AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Solarworld auf "Buy" mit einem Kursziel von 20 Euro belassen. Seit der Zusammenlegung der alten und neuen Aktien am 2. Juni seien die Titel des Solarunternehmens um 35 Prozent gefallen, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer Studie vom Freitag. Der TecDax hingegen habe seitdem lediglich 9 Prozent an Wert verloren. Damit ergebe sich für Anleger nun eine gute Einstiegsgelegenheit. Die Zahlen zum dritten Quartal dürften überdies die Fortschritte bei der Wiedererlangung der Profitabilität zeigen.

UNILEVER NV

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Unilever NV nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Equal-weight" mit einem Kursziel von 33 Euro belassen. Das Tagesgeschäft des Konsumgüterkonzerns sei merklich ins Stottern geraten, schrieb Analyst Erik Sjogren in einer Studie vom Freitag. Da sich Unilever aber zuversichtlich für das Gesamtjahr 2014 gezeigt habe, ändere sich an seinen Prognosen für 2014 und 2015 nicht viel.

UNILEVER NV

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Unilever NV nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 31 Euro belassen. Der Umsatz des Konsumgüterherstellers im dritten Quartal sei deutlich schwächer ausgefallen als erwartet, schrieb Analyst Alan Erskine in einer Studie vom Freitag. Der Experte reduzierte seine Umsatzerwartung für 2014.

UNITED INTERNET AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für United Internet im Vorfeld des Bilanzberichts für das dritte Quartal 2014 auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 39 Euro belassen. Analyst Karsten Oblinger erwartet in einer Studie vom Freitag ein solides Kundenwachstum. Treiber dürfte zudem ein positiver Einmaleffekt im Zusammenhang mit Rocket Internet sein.

VINCI

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Vinci nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 56 Euro belassen. Erwartungsgemäß hätten die Zahlen - vor allem im Contracting-Geschäft - eine schwache Dynamik aufgezeigt, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Freitag. Die Bewertung des französischen Baukonzerns sei aber attraktiv.

VOSSLOH AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für die Aktie des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh von 65 auf 54 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Analyst Sven Weier kürzte seine Schätzungen für das operative Ergebnis (Ebit) der Jahre 2014 und 2015 deutlich. Er habe den Bewertungsaufschlag für eine mögliche Übernahme durch Großaktionär Heinz Hermann Thiele gestrichen, schrieb er in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Weitere Aktienkäufe durch Thiele seien zwar nicht ausgeschlossen, derzeit aber nicht in Sicht.

/he

24.10.2014

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Freitag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 499 277 (Donnerstag: 573 993) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 259 459 (328 770), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 239 818 (245 223). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 1,08 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Deutsche Telekom (39 533/21 050), Commerzbank (24 675/16 502) und Novartis (15 139/16 797)./DP/he

24.10.2014

US-Anleihen: Kaum verändert nach durchwachsenen Häusermarktdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Freitag nach durchwachsenen Konjunkturdaten nahezu auf der Stelle getreten. In den USA waren zwar die Verkäufe neuer Häuser im September leicht gestiegen, allerdings war der Wert aus dem Vormonat stark nach unten revidiert worden.

Zweijährige Anleihen traten bei bei 100 6/32 Punkten auf der Stelle. Sie rentierten mit 0,39 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkte auf 101 8/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,48 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gewannen 2/32 Punkte auf 100 31/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,26 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gewannen 2/32 Punkte auf 101 19/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,04 Prozent.

In der kommenden Woche könnte es dann wieder mehr Bewegung geben. Die Investoren blicken vor allem auf die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch. Anleger gehen davon aus, dass die Notenbanker ihre Anleihenkäufe am Ende des Monats wie geplant auslaufen lassen werden. Die Märkte erhoffen sich allerdings Hinweise darauf, wann der erste Zinsschritt zu erwarten ist. Hierüber war während der Marktturbulenzen der vergangenen Wochen einige Unsicherheit entstanden.

Zweiter Höhepunkt der neuen Woche sind dann erste Wachstumszahlen für das dritte Quartal. Es wird damit gerechnet, dass die US-Wirtschaft abermals robust gewachsen ist./mis/he

24.10.2014

Devisen: Eurokurs legt nach US-Häusermarktdaten moderat zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Freitag nach durchwachsenen US-Konjunkturdaten moderat gestiegen. Allerdings büßte er im New Yorker Handel einen Teil seiner Gewinne wieder ein. Nachdem die Gemeinschaftswährung an der Marke von 1,27 US-Dollar gekratzt hatte, kam sie zuletzt auf 1,2670 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2659 (Donnerstag: 1,2669) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7900 (0,7893) Euro.

In den USA waren zwar die Verkäufe neuer Häuser im September leicht gestiegen, allerdings war der Wert aus dem Vormonat stark nach unten revidiert worden. Unbeeindruckt zeigte sich der Euro von einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Diese hatte unter Berufung auf einen Berichtsentwurf gemeldet, dass europaweit 25 Institute durch den Stresstest für europäische Banken gefallen seien. Allerdings könnte sich diese Zahl bis zur Vorlage der endgültigen Ergebnisse am Sonntag noch ändern.

Am Wochenende und in der kommenden Woche stehen wichtige Impulse für den Devisenmarkt an. In der Ukraine sowie in Brasilien sind Wahlen angesetzt. Am Montagmorgen wird in Deutschland der Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Die Märkte blicken zudem auf die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch. Anleger gehen davon aus, dass die Notenbanker ihre Anleihenkäufe am Ende des Monats wie geplant auslaufen lassen werden. Die Märkte erhoffen sich allerdings Hinweise darauf, wann der erste Zinsschritt zu erwarten ist. Hierüber war während der Marktturbulenzen der vergangenen Wochen einige Unsicherheit entstanden./mis/fr/

24.10.2014

'WSJ': Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen

NEW YORK (dpa-AFX) - Apple will die Streaming-App der im Mai zugekauften Firma Beats laut einem Zeitungsbericht in die iTunes-Plattform integrieren. Hintergrund sei ein deutlicher Rückgang der digitalen Musikverkäufe des Download-Dienstes um 13 bis 14 Prozent seit Jahresbeginn, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Um das lahmende Geschäft anzuschieben, solle der bislang noch in der Aufbauphase steckende Streamingservice von Beats iTunes im nächsten Jahr verstärken, heißt es in dem Bericht. Die Beats-App bietet für zehn Dollar im Monat Musik-Abos an. Der Technologie-Blog "TechCrunch" hatte schon vor Monaten mit Bezug auf Insider berichtet, dass Apple Beats iTunes einverleiben wolle. Demnach soll die Beats-App komplett vom Markt verschwinden.

Viele Branchenkenner hatten von Anfang an darauf spekuliert, dass Apple bei der drei Milliarden Dollar schweren Beats-Übernahme vor allem auf das Streaming-Geschäft und nicht so sehr auf die Kopfhörer setzt, mit denen die Firma bislang weitaus mehr Geld verdient. Musik-Streamingdienste sind schon länger stark im Kommen. Anbieter wie Spotify, Rdio oder Pandora verzeichnen Zulauf, während das klassische Download-Geschäft und CD-Verkäufe schwächeln./hbr/DP/he

24.10.2014

ROUNDUP: Rechtsstreitereien bleiben riesiger Kostenfaktor für Deutsche Bank

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die juristischen Baustellen der Deutschen Bank bleiben ein riesiger Kostenfaktor für Deutschlands größtes Kreditinstitut. Für das dritte Quartal dürfte das Geldhaus die Rückstellungen für Rechtsrisiken von bislang 2,2 Milliarden auf ungefähr 3 Milliarden Euro aufstocken.

Wie die Deutsche Bank am Freitagabend in Frankfurt mitteilte, beträgt der Aufwand für Rechtsstreitigkeiten allein im 3. Quartal des laufenden Jahres 894 Millionen Euro. Wie sich dieser Betrag genau zusammensetzt, teilte das Geldhaus nicht mit. Für weitere Einzelheiten verwies ein Sprecher auf Anfrage auf die Vorlage der vollständigen Quartalszahlen am kommenden Mittwoch (29.10.)

LISTE DER RECHTSSTREITIGKEITEN IST LANG

Die Liste der Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank ist lang und einer der größten Unsicherheitsfaktoren für das Institut. Der Vorstand selbst hatte immer wieder erklärt, dass die Rückstellungen im Laufe des Jahres zunehmen dürften.

Beispielsweise manipulierten über Jahre Mitarbeiter mehrerer Großbanken die wichtigen Referenzzinsen für das Geldgeschäft der Banken untereinander (Libor/Euribor). Die Deutsche Bank akzeptierte Ende 2013 eine EU-Strafe. In den USA und Großbritannien steht eine Einigung noch aus.

Allein im zweiten Quartal hatte das Institut seine Rückstellungen für Rechtsrisiken um 470 Millionen Euro auf 2,2 Milliarden Euro erhöht. Neben den gebuchten Rückstellungen könnten weitere Belastungen drohen, für die noch keine Vorsorge getroffen wurde. Mit dem Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2014 hatte die Bank diese auf 3,2 Milliarden Euro beziffert. Aktuellere Zahlen gibt es nicht. Auch zu diesem Thema verwies der Sprecher auf die Zahlenvorlage in der kommenden Woche./kf/DP/he

24.10.2014

Deutsche Bank verbucht weitere 894 Millionen für Rechtsstreitigkeiten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank verbucht weitere Belastungen in dreistelliger Millionenhöhe für juristische Auseinandersetzungen. Für das dritte Quartal 2014 betrage der Aufwand für Rechtsstreitigkeiten 894 Millionen Euro, teilte das größte deutsche Kreditinstitut am Freitagabend in Frankfurt mit. Für weitere Einzelheiten verwies ein Sprecher auf Anfrage auf die Vorlage der vollständigen Quartalszahlen am kommenden Mittwoch (29.10.)/kf/DP/he

24.10.2014

UKRAINE: Kremlchef Putin fordert von EU Zahlung ukrainischer Gasschulden

SOTSCHI (dpa-AFX) - Kremlchef Wladimir Putin hat die EU aufgefordert, mit einem Kredit die Gasschulden der Ukraine bei Russland zu begleichen. Es sollten wenigstens 3,5 Milliarden US-Dollar (2,8 Mrd Euro) der insgesamt 5,3 Milliarden Dollar bezahlt werden, sagte Putin am Freitag auf einem Expertenforum in Sotschi am Schwarzen Meer. Er warb um Verständnis dafür, auf den Staatskonzern Gazprom Druck ausgeübt zu haben, die Schuldenlast für die Ukraine zunächst zu senken.

"Wir hätten uns auch in einer Pose aufstellen und sagen können: Nein, zahlt alles", meinte Putin. Russland und die Ukraine ringen unter Vermittlung der EU-Kommission seit Monaten um eine Lösung ihres Streits um Gaslieferungen. Weil Kiew nicht zahlt, liefert Moskau seit Juni bereits kein Gas mehr für den Binnenverbrauch. Die nächste Verhandlungsrunde ist am kommenden Mittwoch (29. Oktober).

Putin zeigte sich erstaunt darüber, dass die EU eine Partnerschaft mit der Ukraine eingehe, aber in heikler Lage nun keine Finanzierung anbiete. "Wir haben in Russland und in der Ukraine eine Mentalität - aber in der Europa scheinbar eine andere. Wenn bei uns ein Mann ein Mädchen ins Restaurant einlädt, zahlt er. Aber bei Ihnen läuft alles wie bei einer Hamburger-Rechnung: Jeder zahlt für sich selbst", sagte Putin an seine westlichen Gäste gerichtet./mau/DP/jha

24.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne - Dow Jones mit größtem Wochenplus 2014

NEW YORK (dpa-AFX) - Angetrieben von positiv aufgenommenen Unternehmenszahlen hat sich der US-Aktienmarkt am Freitag weiter erholt. Der Dow Jones Industrial schloss 0,76 Prozent höher bei 16 805,41 Punkten. Auf Wochensicht bedeutete das mit plus 2,59 Prozent den größten Gewinn im laufenden Jahr nach vier Wochenverlusten in Folge.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,71 Prozent auf 1964,58 Zähler nach oben und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,74 Prozent auf 4042,02 Punkte.

'BERICHTSSAISON VERLÄUFT GUT' - GELDPOLITIK BLEIBT ABER IM BLICK

Die Berichtssaison verlaufe bisher recht gut, sagte ein Investmentexperte in New York. Zudem vertrauten die Anleger nach wie vor auf die Unterstützung durch die US-Notenbank Fed. Die könnte dem Markt in der kommenden Woche mit ihrer Entscheidung über die weitere Geldpolitik frische Impulse verleihen. Als ausgemacht gilt, dass die Fed ihr zur Konjunkturunterstützung initiiertes Wertpapierkaufprogramm einstellen wird.

Für spannender halten Experten daher mögliche neue Formulierungen zur ersten Leitzinsanhebung seit der Finanzkrise. Bislang hieß es, dass zwischen dem Ende des Ankaufprogramms und dem ersten Zinsschritt eine "beträchtliche Zeitspanne" liegen wird. Die Billiggeldpolitik der Fed gilt als einer der wesentlichen Kurstreiber am Aktienmarkt der vergangene Jahre.

MICROSOFT MACHT BEI ERNEUERUNG FORTSCHRITTE - AKTIENKURS STEIGT

Auf Unternehmensseite glänzte Microsoft mit Zahlen. Der Software-Konzern kommt bei seiner Geschäftserneuerung voran. Die Aktien gewannen an der Dow-Spitze 2,47 Prozent. Für die Aktien des Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb (BMS) ging es dank einer guten Gewinnentwicklung um 2,15 Prozent nach oben. Die Titel des Branchenkollegen Pfizer stiegen nach der Ankündigung eines neuen, milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms um 1,78 Prozent.

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) stimmte die Anleger mit der angekündigten Abspaltung des Batteriegeschäfts positiv. Für die P&G-Papiere ging es um 2,32 Prozent nach oben. Die Titel des Paketdienstes UPS schlossen trotz überraschend guter Zahlen nur 0,11 Prozent höher. Allerdings hatte sich der Kurs zuletzt bereitserholt.

HOHER VERLUST BELASTET AMAZON-KURS

Miese Stimmung hingegen bei den Aktionären von Amazon . Der Online-Händler schockte mit einem überraschend hohen Verlust. Die Papiere brachen als Schlusslicht im Nasdaq 100 um mehr als acht Prozent ein. Ford-Aktien büßten mehr als vier Prozent ein. Der Autobauer bekommt in Europa einfach nicht die Kurve. Nach einem kurzen Ausreißer in die Gewinnzone gab es im abgelaufenen Quartal wieder Verluste.

Abseits der Berichtssaison zogen die Titel des Bananenkonzerns Chiquita um 2,91 Prozent an. Nachdem das Management den brasilianischen Safthersteller Cutrale mit einem erhöhten Übernahmeangebot eigentlich hatte abblitzen lassen, lehnten die Aktionäre nun die seit längerem angedachte Fusion mit dem irischen Rivalen Fyffes ab. Das Unternehmen will nun wieder Gespräche mit Cutrale über dessen erhöhtes Angebot aufnehmen.

EUROKURS BLEIBT UNTER 1,27 US-DOLLAR

Der Kurs des Euro lag zuletzt bei 1,2669 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2659 (Donnerstag: 1,2669) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7900 (0,7893) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen stiegen um 3/32 Punkte auf 100 31/32 Punkte ein. Ihre Rendite betrug 2,26 Prozent./mis/he

24.10.2014

Aktien New York Schluss: Gewinne - Dow Jones mit größtem Wochenplus 2014

NEW YORK (dpa-AFX) - Angetrieben von positiv aufgenommenen Unternehmenszahlen hat sich der US-Aktienmarkt am Freitag weiter erholt. Der Dow Jones Industrial schloss 0,76 Prozent höher bei 16 805,41 Punkten. Auf Wochensicht bedeutete das mit plus 2,59 Prozent den größten Gewinn im laufenden Jahr nach vier Wochenverlusten in Folge.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,71 Prozent auf 1964,58 Zähler nach oben und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,74 Prozent auf 4042,02 Punkte.

Die Berichtssaison verlaufe bisher recht gut, sagte ein Investmentexperte in New York. Zudem vertrauten die Anleger nach wie vor auf die Unterstützung durch die US-Notenbank Fed. Die könnte dem Markt in der kommenden Woche mit ihrer Entscheidung über die weitere Geldpolitik frische Impulse verleihen. Als ausgemacht gilt, dass die Fed ihr zur Konjunkturunterstützung initiiertes Wertpapierkaufprogramm einstellen wird.

Für spannender halten Experten daher mögliche neue Formulierungen zur ersten Leitzinsanhebung seit der Finanzkrise. Bislang hieß es, dass zwischen dem Ende des Ankaufprogramms und dem ersten Zinsschritt eine "beträchtliche Zeitspanne" liegen wird. Die Billiggeldpolitik der Fed gilt als einer der wesentlichen Kurstreiber am Aktienmarkt der vergangene Jahre./mis/he

24.10.2014

Aktien New York: Dow Jones bleibt auf Erholungskurs - Kräftiger Wochengewinn

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Berichtssaison der Unternehmen hat dem US-Aktienmarkt am Freitag positive Impulse geliefert. Der Dow Jones Industrial setzte seine jüngste Erholung mit einem Plus von 0,37 Prozent auf 16 739,88 Punkte fort. Auf Wochensicht zeichnet sich ein Gewinn von mehr als zwei Prozent ab. Damit naht das Ende eine Serie von vier Wochenverlusten in Folge.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,27 Prozent auf 1956,07 Zähler nach oben und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,22 Prozent auf 4021,15 Punkte.

Die Berichtssaison verlaufe bisher recht gut, sagte ein Investmentexperte in New York. Zudem vertrauten die Anleger nach wie vor auf die Unterstützung durch die US-Notenbank Fed. Die wird in der kommenden Woche über die weitere Geldpolitik entscheiden. Als ausgemacht gilt, dass die Fed ihr zur Konjunkturunterstützung initiiertes Wertpapierkaufprogramm einstellen wird.

Für spannender halten Experten daher mögliche neue Formulierungen zur ersten Leitzinsanhebung seit der Finanzkrise. Bislang hieß es, dass zwischen dem Ende des Ankaufprogramms und dem ersten Zinsschritt eine "beträchtliche Zeitspanne" liegen wird. Die Billiggeldpolitik der Fed gilt als einer der wesentlichen Kurstreiber am Aktienmarkt der vergangene Jahre.

Auf Unternehmensseite glänzten Microsoft und UPS mit ihren Zahlen. Der Software-Konzern kommt bei seiner Geschäftserneuerung voran und der Paketdienst UPS hatte vom boomenden Internethandel profitiert. Beide übertrafen die Erwartungen der Investoren. Microsoft-Aktien gewannen 1,63 Prozent und UPS-Titel verteuerten sich um 0,50 Prozent.

Für die Aktien des Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb (BMS) ging es dank einer guten Gewinnentwicklung um 1,71 Prozent nach oben. Die Titel des Branchenkollegen Pfizer stiegen nach der Ankündigung eines neuen, milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms um 1,64 Prozent.

Auch Procter & Gamble (P&G) stimmte die Anleger positiv. Der weltgrößte Konsumgüterkonzern will aus dem Batteriegeschäft aussteigen. Die unter der Marke Duracell betriebene Sparte soll abgespalten und an die Börse gebracht werden. Die Pläne sind allerdings noch nicht konkretisiert. Für die P&G-Papiere ging es um 2,44 Prozent nach oben.

Miese Stimmung hingegen bei den Aktionären von Amazon . Der Online-Händler schockte mit einem überraschend hohen Verlust. Die Papiere brachen um mehr als acht Prozent ein. Ford-Aktien büßten 4,27 Prozent ein. Der Autobauer bekommt in Europa einfach nicht die Kurve. Nach einem kurzen Ausreißer in die Gewinnzone gab es im abgelaufenen Quartal wieder Verluste.

Abseits der Berichtssaison zogen die Titel des Bananenkonzerns Chiquita um 2,91 Prozent an. Nachdem das Management den brasilianischen Safthersteller Cutrale mit einem erhöhten Übernahmeangebot eigentlich hatte abblitzen lassen, lehnten die Aktionäre nun die seit längerem angedachte Fusion mit dem irischen Rivalen Fyffes ab. Das Unternehmen will nun wieder Gespräche mit Cutrale über dessen erhöhtes Angebot aufnehmen./mis/he

24.10.2014

WOCHENAUSBLICK 2: Nach der Achterbahnfahrt des Dax herrscht Vorsicht und Skepsis

(Im 8. Absatz wurden die Angaben der Deutschen Bank zu den Kosten für Rechtsstreitigkeiten im dritten Quartal ergänzt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vorsicht und Skepsis dürften nach der jüngsten Achterbahnfahrt an der Börse die Oberhand in der neuen Woche behalten. Die vor allem am Aktienmarkt unbeliebte Unsicherheit wächst: In Deutschland setzt sich die Berichtssaison in erhöhtem Tempo fort. Der Konjunkturkalender ist wieder gut gefüllt. Zudem dürfte sich die US-Notenbank wohl endlich konkret zum Ende ihres Anleihe-Ankaufprogramms äußern und womöglich auch etwas zu ihrer künftigen Leitzinspolitik sagen. Das ist genug Stoff, um Anleger weiter in Atem zu halten und die Kurse im Dax wieder heftig zum Schwanken zu bringen.

"Die aktuelle Marktsituation bewerten wir weiterhin als labil. Erneute Rückschläge sind möglich, auch wenn sich auf dem ermäßigten Kursniveau institutionelle Anleger bereits vorsichtig für das neue Jahr positionieren könnten", hieß es seitens der Landesbank Baden-Württemberg. Als beruhigend sieht es Daniel Saurenz, Analyst von Feingold Research, dabei an, dass die jüngst spürbare Angst wieder aus dem Markt gewichen sei und die Investoren zwar vorsichtig, aber nicht hysterisch agierten.

'DAX VERTRÄGT EINE RUHEPAUSE'

Nach dem Ausverkauf zwischen Mitte September und Mitte Oktober und dem dann erneut raschen Dax-Anstieg auf 9000 Punkte "verträgt es der Markt" laut Saurenz, "sich erst einmal einige Tage zu setzen und um diese Marke zu pendeln". Das könnte seines Erachtens helfen, damit Investoren wieder neuen Mut fassen und das Aktienjahr doch noch versöhnlich zu Ende geht. Zum Jahresausklang 2013 hatte der Dax bei immerhin 9550 Punkten gestanden.

Vergessen dürften Anleger trotz der jüngst eingesetzten Erholung dabei aber nicht, dass sich die Wirtschaftssituation in Deutschland und der ganzen Eurozone über die Sommermonate hinweg merklich eingetrübt habe, geben die DZ-Bank-Experten zu bedenken. Daher seien die neuen Konjunkturdaten umso wichtiger.

HOFFNUNG AUF POSITIVEN IFO-INDEX

Bereits am Montag wird neben den Ergebnissen des Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex im Mittelpunkt stehen. Nach fünf Rückgängen in Folge wird erwartet, dass das Stimmungsbarometer im Oktober nun diesen negativen Trend hinter sich lässt. "Darauf deutet der bereits vorliegende Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe hin, der einen überraschend deutlichen Anstieg im Oktober zeigte", geben sich die Postbank-Analysten zuversichtlich.

Von der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch dürften weitere wesentliche Marktimpulse ausgehen. Nach Vorschlägen von Fed-Mitgliedern wie James Bullard, das Ankaufprogramm für Staatsanleihen nochmals zu verlängern, wird mit erhöhter Spannung auf Aussagen der Präsidentin Janet Yellen gewartet. "Wir rechnen allerdings damit, dass das Programm wie angekündigt Ende Oktober ausläuft", heiß es seitens der Postbank. Für spannender halten die Experten daher mögliche neue Formulierungen zur ersten Leitzinsanhebung. Bislang hieß es, dass zwischen dem Ende des Ankaufprogramms und dem ersten Zinsschritt eine "beträchtliche Zeitspanne" liegen wird.

DEUTSCHE BÖRSE ALS PROFITEURIN DER UNSICHERHEIT

Mit Blick auf die Berichtssaison in Deutschland stehen aus der ersten Reihe am Montag die Zahlen der Deutschen Börse an. Der Marktbetreiber aus Eschborn dürfte eine der wenigen Profiteure der gestiegenen wirtschaftlichen Unsicherheiten gewesen sein. Nach langen Zeiten mit sinkenden Umsätzen sollte sich laut Analysten der Handel im dritten Jahresviertel wieder belebt haben.

Am Mittwoch dagegen werden schwache Zahlen von der Deutschen Bank erwartet. Im dritten Quartal hatte das größte deutsche Kreditinstitut für Rechtsstreitigkeiten 894 Millionen Euro aufgewendet. Am Donnerstag stehen Bayer , Linde , Lufthansa und Volkswagen (VW) mit ihren Bilanzen im Fokus. Zudem berichten zahlreiche Unternehmen aus der zweiten Reihe, etwa Aixtron , Gea , Deutsche Annington oder auch Evonik .

Von der bisher überwiegend gut gelaufenen Berichtssaison in den USA auf Deutschland zu schließen, davor warnen allerdings die Analysten der DZ Bank. Ihrer Einschätzung nach dürften von den Zahlen zum dritten Quartal keine nachhaltig positiven Impulse ausgehen. Die Lage an der Börse bleibt somit vorerst weiter fragil./ck/la

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

24.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Anleger gehen auf Nummer sicher - Dax fällt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben nach drei Tagen mit teils kräftigen Gewinnen vor dem Wochenende Kasse gemacht. Sie setzen auf Sicherheit: Mit dem Ergebnis des europäischen Bankenstresstests und der Zinssitzung der US-Notenbank Fed werfen zwei wichtige Ereignisse ihre Schatten voraus. Der besser als erwartete GfK-Konsumklimaindex half den Aktien nicht.

Der Dax pendelte am Freitag immer wieder um die Marke von 9000 Punkten und ging schließlich mit einem Minus von 0,66 Prozent bei 8987,80 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht gelang dem deutschen Leitindex damit wieder ein Anstieg um 1,6 Prozent. Den Nebenwerte-Indizes fehlte am Freitag ebenfalls die Kraft für weitere Gewinne: Der MDax sank um 0,44 Prozent auf 15 624,81 Punkte. Der TecDax verlor ebenfalls 0,44 Prozent und schloss damit bei 1204,31 Punkten.

Nach dem Ausverkauf zwischen Mitte September und Mitte Oktober und dem dann erneut raschen Dax-Anstieg um 700 Punkte "verträgt es der Markt" laut Daniel Saurenz von Feingold Research, "sich erst einmal einige Tage zu setzen und um die Marke von 9000 Punkten zu pendeln". Beruhigend sei zugleich, dass die jüngst spürbare Angst wieder aus dem Markt gewichen sei und die Investoren zwar vorsichtig, aber nicht hysterisch agierten.

BASF LEIDEN UNTER DURCHWACHSENEN ZAHLEN UND PROGNOSE-SENKUNG

Vor den Bankenstresstest-Ergebnissen, die die Europäische Zentralbank (EZB) am Sonntag veröffentlicht, standen an diesem Tag eher andere Themen im Fokus. So rutschten die Aktien des Chemiekonzerns BASF nach durchwachsenden Quartalszahlen und gesenkten Zielen für 2015 mit minus 3,17 Prozent an das Dax-Ende.

Die Telekom-Papiere gewannen an der Index-Spitze 2,57 Prozent und profitierten von bislang erfreulich ausgefallenen Geschäftsberichten von Wettbewerbern wie etwa Orange. Das könnte als Zeichen gesehen werden, dass sich der europäische Mobilfunkmarkt wieder erholt, sagte ein Analyst.

BIOTEST GEFRAGT - TLG MIT SCHLAPPEM BÖRSENSTART

Ansonsten richtete sich der Blick auf einige Unternehmen aus dem Kleinwerte-Index SDax . Beim Pharmaunternehmen Biotest sorgten überzeugende Studienergebnisse für einen Kurssprung von 7,06 Prozent. Das bedeutete den ersten Platz im Index. Die Puma-Aktien schlossen nach Umsatzzahlen nahezu auf Vortagesniveau.

Der Börsengang von TLG Immobilien verlief schleppend. Einem anfänglichen Sprung der Aktie auf 11,05 Euro folgte schnell die Ernüchterung. Bei 10,75 Euro und damit auf dem Niveau des Ausgabepreises beendeten die Titel der Immobiliengesellschaft den Tag. Dabei hatte dieser bereits am unteren Ende der Preisspanne gelegen, die bis 13,75 Euro gereicht hatte.

EUROPAS BÖRSEN SCHWÄCHER - US-INDIZES STEIGEN

Mit Blick auf die Börsen in Europa und den USA ging es auch für den EuroStoxx 50 abwärts. Der Eurozonen-Leitindex sank um 0,46 Prozent auf 3030,37 Punkte. Verluste wurden auch in Paris und London gemacht. In den USA rückte der Dow Jones an der Wall Street zum europäischen Handelsschluss um 0,4 Prozent vor, die Nasdaq-Indizes um 0,3 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,73 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 137,74 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,09 Prozent auf 150,36 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg zuletzt wieder leicht auf 1,2671 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2659 (Donnerstag: 1,2669) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7900 (0,7893) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

24.10.2014

Aktien Frankfurt Schluss/Anleger gehen auf Nummer sicher: Dax fällt unter 9000

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben nach drei Tagen mit teils kräftigen Gewinnen vor dem Wochenende Kasse gemacht. Sie setzen auf Sicherheit: Mit dem Ergebnis des europäischen Bankenstresstests und der Zinssitzung der US-Notenbank Fed werfen zwei wichtige Ereignisse ihre Schatten voraus. Der besser als erwartete GfK -Konsumklimaindex half den Aktien nicht.

Der Dax pendelte am Freitag immer wieder um die Marke von 9000 Punkten und ging schließlich mit einem Minus von 0,66 Prozent bei 8987,80 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht gelang dem deutschen Leitindex damit wieder ein Anstieg um 1,6 Prozent. Den Nebenwerte-Indizes fehlte am Freitag ebenfalls die Kraft für weitere Gewinne: Der MDax sank um 0,44 Prozent auf 15 624,81 Punkte. Der TecDax verlor ebenfalls 0,44 Prozent und schloss damit bei 1204,31 Punkten.

Nach dem Ausverkauf zwischen Mitte September und Mitte Oktober und dem dann erneut raschen Dax-Anstieg um 700 Punkte "verträgt es der Markt" laut Daniel Saurenz von Feingold Research, "sich erst einmal einige Tage zu setzen und um die Marke von 9000 Punkten zu pendeln". Beruhigend sei zugleich, dass die jüngst spürbare Angst wieder aus dem Markt gewichen sei und die Investoren zwar vorsichtig, aber nicht hysterisch agierten./ck/he

24.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Gewinne - Dow mit kräftigem Wochenplus

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat nach seiner jüngsten Erholung am Freitag mit moderaten Gewinnen fortgesetzt. Der Dow Jones Industrial stand zuletzt 0,30 Prozent höher bei 16 727,10 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich ein Plus von mehr als zwei Prozent ab. Damit dürfte das weltweit bekannte Börsenbarometer eine Serie von vier Wochenverlusten in Folge beenden.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,25 Prozent auf 1955,72 Zähler nach oben und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,33 Prozent auf 4025,58 Punkte.

Von Konjunktur- und Unternehmensseite kamen zum Wochenschluss durchwachsene Nachrichten. So waren in den USA die Verkäufe neuer Häuser im September zwar leicht gestiegen, allerdings wurde der Augustwert stark nach unten revidiert. Zudem drücke der Ebola-Fall in der US-Metropole New York etwas auf die Stimmung, sagte Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari UK.

Dem standen allerdings positiv aufgenommene Quartalszahlen etwa von Microsoft und UPS gegenüber. Der Software-Konzern kommt bei seiner Geschäftserneuerung voran und der Paketdienst UPS hatte vom boomenden Internethandel profitiert. Beide übertrafen die Erwartungen der Investoren. Microsoft gewannen 1,58 Prozent und UPS verteuerten sich um 0,88 Prozent.

Für die Aktien des Pharmakonzerns Bristol-Myers Squibb (BMS) ging es dank einer guten Gewinnentwicklung um 2,61 Prozent nach oben. Die Titel des Branchenkollegen Pfizer stiegen nach der Ankündigung eines neuen, milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms um 1,26 Prozent.

Auch Procter & Gamble stimmte die Anleger positiv. Der weltgrößte Konsumgüterkonzern will aus dem Batteriegeschäft aussteigen. Die unter der Marke Duracell betriebene Sparte soll abgespalten und an die Börse gebracht werden.

Miese Stimmung hingegen bei den Aktionären von Amazon.com . Der Online-Händler schockte mit einem überraschend hohen Verlust. Die Papiere brachen um mehr als sieben Prozent ein. Ford-Aktien büßten knapp drei Prozent ein. Der Autobauer bekommt in Europa einfach nicht die Kurve. Nach einem kurzen Ausreißer in die Gewinnzone gab es im abgelaufenen Quartal wieder Verluste.

Abseits der Berichtssaison zogen die Titel des Bananenkonzerns Chiquita um 3,56 Prozent an. Nachdem das Management den brasilianischen Safthersteller Cutrale mit einem erhöhten Übernahmeangebot eigentlich hatte abblitzen lassen, lehnten die Aktionäre nun die seit längerem angedachte Fusion mit dem irischen Rivalen Fyffes ab. Das Unternehmen will nun wieder Gespräche mit Cutrale über dessen erhöhtes Angebot aufnehmen./mis/he

24.10.2014

WOCHENAUSBLICK: Nach der Achterbahnfahrt des Dax herrscht Vorsicht und Skepsis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vorsicht und Skepsis dürften nach der jüngsten Achterbahnfahrt an der Börse die Oberhand in der neuen Woche behalten. Die vor allem am Aktienmarkt unbeliebte Unsicherheit wächst: In Deutschland setzt sich die Berichtssaison in erhöhtem Tempo fort. Der Konjunkturkalender ist wieder gut gefüllt. Zudem dürfte sich die US-Notenbank wohl endlich konkret zum Ende ihres Anleihe-Ankaufprogramms äußern und womöglich auch etwas zu ihrer künftigen Leitzinspolitik sagen. Das ist genug Stoff, um Anleger weiter in Atem zu halten und die Kurse im Dax wieder heftig zum Schwanken zu bringen.

"Die aktuelle Marktsituation bewerten wir weiterhin als labil. Erneute Rückschläge sind möglich, auch wenn sich auf dem ermäßigten Kursniveau institutionelle Anleger bereits vorsichtig für das neue Jahr positionieren könnten", hieß es seitens der Landesbank Baden-Württemberg. Als beruhigend sieht es Daniel Saurenz, Analyst von Feingold Research, dabei an, dass die jüngst spürbare Angst wieder aus dem Markt gewichen sei und die Investoren zwar vorsichtig, aber nicht hysterisch agierten.

'DAX VERTRÄGT EINE RUHEPAUSE'

Nach dem Ausverkauf zwischen Mitte September und Mitte Oktober und dem dann erneut raschen Dax-Anstieg auf 9000 Punkte "verträgt es der Markt" laut Saurenz, "sich erst einmal einige Tage zu setzen und um diese Marke zu pendeln". Das könnte seines Erachtens helfen, damit Investoren wieder neuen Mut fassen und das Aktienjahr doch noch versöhnlich zu Ende geht. Zum Jahresausklang 2013 hatte der Dax bei immerhin 9550 Punkten gestanden.

Vergessen dürften Anleger trotz der jüngst eingesetzten Erholung dabei aber nicht, dass sich die Wirtschaftssituation in Deutschland und der ganzen Eurozone über die Sommermonate hinweg merklich eingetrübt habe, geben die DZ-Bank-Experten zu bedenken. Daher seien die neuen Konjunkturdaten umso wichtiger.

HOFFNUNG AUF POSITIVEN IFO-INDEX

Bereits am Montag wird neben den Ergebnissen des Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex im Mittelpunkt stehen. Nach fünf Rückgängen in Folge wird erwartet, dass das Stimmungsbarometer im Oktober nun diesen negativen Trend hinter sich lässt. "Darauf deutet der bereits vorliegende Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe hin, der einen überraschend deutlichen Anstieg im Oktober zeigte", geben sich die Postbank-Analysten zuversichtlich.

Von der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch dürften weitere wesentliche Marktimpulse ausgehen. Nach Vorschlägen von Fed-Mitgliedern wie James Bullard, das Ankaufprogramm für Staatsanleihen nochmals zu verlängern, wird mit erhöhter Spannung auf Aussagen der Präsidentin Janet Yellen gewartet. "Wir rechnen allerdings damit, dass das Programm wie angekündigt Ende Oktober ausläuft", heiß es seitens der Postbank. Für spannender halten die Experten daher mögliche neue Formulierungen zur ersten Leitzinsanhebung. Bislang hieß es, dass zwischen dem Ende des Ankaufprogramms und dem ersten Zinsschritt eine "beträchtliche Zeitspanne" liegen wird.

DEUTSCHE BÖRSE ALS PROFITEURIN DER UNSICHERHEIT

Mit Blick auf die Berichtssaison in Deutschland stehen aus der ersten Reihe am Montag die Zahlen der Deutschen Börse an. Der Marktbetreiber aus Eschborn dürfte eine der wenigen Profiteure der gestiegenen wirtschaftlichen Unsicherheiten gewesen sein. Nach langen Zeiten mit sinkenden Umsätzen sollte sich laut Analysten der Handel im dritten Jahresviertel wieder belebt haben.

Am Mittwoch dagegen werden schwache Zahlen von der Deutschen Bank erwartet. Hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten dürften das abgelaufende Quartal belastet haben. Am Donnerstag stehen Bayer , Linde , Lufthansa und Volkswagen (VW) mit ihren Bilanzen im Fokus. Zudem berichten zahlreiche Unternehmen aus der zweiten Reihe, etwa Aixtron , Gea , Deutsche Annington oder auch Evonik .

Von der bisher überwiegend gut gelaufenen Berichtssaison in den USA auf Deutschland zu schließen, davor warnen allerdings die Analysten der DZ Bank. Ihrer Einschätzung nach dürften von den Zahlen zum dritten Quartal keine nachhaltig positiven Impulse ausgehen. Die Lage an der Börse bleibt somit vorerst weiter fragil./ck/la

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

24.10.2014

Aktien New York: Dow atmet nach Erholung durch - kräftiges Plus auf Wochensicht

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat nach seiner jüngsten Erholung am Freitag keine feste Richtung gefunden. Der Dow Jones Industrial stand zuletzt 0,04 Prozent höher bei 16 684,45 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich ein Plus von mehr als eineinhalb Prozent ab. Damit dürfte das weltweit bekannte Börsenbarometer eine Serie von vier Wochenverlusten in Folge beenden.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,02 Prozent auf 1950,39 Zähler nach unten, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,16 Prozent auf 4018,75 Punkte stieg.

Von Konjunktur- und Unternehmensseite kamen zum Wochenschluss durchwachsene Nachrichten. So waren in den USA die Verkäufe neuer Häuser im September zwar leicht gestiegen, allerdings wurde der Augustwert stark nach unten revidiert. Zudem drücke der Ebola-Fall in der US-Metropole New York auf die Stimmung, sagte Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari UK.

Dem standen positiv aufgenommene Geschäftszahlen etwa vom Software-Konzern Microsoft und dem Paketdienst UPS gegenüber./mis/he

24.10.2014

Aktien Frankfurt: Dax legt Pause ein - Warten auf Stresstest und Fed-Sitzung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben nach dem zuletzt guten Lauf am Freitag erst einmal Kasse gemacht. Damit setzen sie auf Sicherheit: Mit dem Ergebnis des europäischen Bankenstresstests und der Zinssitzung der US-Notenbank Fed werfen zwei wichtige Ereignisse ihre Schatten voraus. Der besser als erwartete GfK-Konsumklimaindex half den Notierungen nicht.

Der Dax notierte am Nachmittag 0,54 Prozent im Minus bei 8998,84 Punkten. Auf Wochensicht schaffte der deutsche Leitindex indes einen Anstieg um über anderthalb Prozent, nachdem er am Donnerstag den dritten Tag in Folge mit einem Plus sowie erstmals seit zwei Wochen wieder über 9000 Punkten geschlossen hatte. Wegen Sorgen um die Weltwirtschaft war der Dax unter die Marke gerutscht.

MIT BANKENSTRESSTEST DROHEN WEITERE VERLUSTE

Auch den anderen deutschen Indizes fehlte vor dem Wochenende die Kraft für einen weiteren Anstieg: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen sank um 0,28 Prozent auf 15 650,46 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,45 Prozent auf 1204,23 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,47 Prozent nach unten.

"Nach Gewinnen von 700 Punkten seit dem jüngsten Zwischentief vor acht Handelstagen ist der Markt anfällig für eine kurze Pause", schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar.

Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Brokerhaus GKFX erinnerte an die am Sonntag anstehende Veröffentlichung der Bankenstresstest-Ergebnisse durch die Europäische Zentralbank (EZB). "Sollten sich die Gerüchte über eine Kapitallücke bei zwei italienischen Banken bestätigen, könnten die Märkte am Montag deutlich abgeben", prognostizierte der Experte. Zuletzt hieß es in einem Medienbericht sogar, laut EZB-Unterlagen könnten 25 Institute durchfallen.

BASF DAX-SCHLUSSLICHT NACH ZAHLEN UND PROGNOSESENKUNG

Im Fokus stand auch die BASF mit ihrem Quartalsbericht und einer Prognosesenkung. Die Aktien des Chemiekonzerns rutschten mit minus 3,65 Prozent ans Dax-Ende. Die Ludwigshafener halten angesichts einer nachlassenden Nachfrage ihre Ziele für 2015 nicht mehr für erreichbar. Zudem störten sich Analysten am Abschneiden in manchen Segmenten im vergangenen Quartal.

Beim Pharmaunternehmen Biotest sorgten indes weitere überzeugende Studienergebnisse eines Antikörpers für einen Kurssprung von 8,64 Prozent. Damit besetzten die Aktien den ersten Platz im SDax der geringer kapitalisierten Börsenunternehmen.

Die Puma-Aktien gewannen 0,24 Prozent. Der Sportartikel-Hersteller konnte den Umsatz im dritten Quartal steigern. Die vom Mutterkonzern Kering herausgegebenen Zahlen klängen gut, sagte ein Händler. Sie könnten die Frage aufwerfen, ob die Rückehr von Puma in die Wachstumsspur bei den Franzosen Interesse an einer Übernahme der restlichen Anteile wecke.

LUSTLOSES BÖRSENDEBÜT VON TLG IMMOBILIEN

Neben Unternehmenszahlen sorgte der Börsengang von TLG Immobilien für Aufmerksamkeit: Einem anfänglichen Sprung der Aktien bis auf 11,05 Euro folgte schnell die Ernüchterung. Zuletzt stagnierten die Titel des Immobilienkonzerns bei 10,75 Euro exakt auf dem Ausgabepreis. Dieser hatte bereits der aktuell unsicheren Lage an den Aktienmärkten Rechnung getragen und lag am unteren Ende der Preisspanne, die bis 13,75 Euro reichte./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

24.10.2014

Lieberknecht gegen verordnete Länderfusionen

ERFURT (dpa-AFX) - Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat sich gegen eine verordnete Fusion von Bundesländern ausgesprochen. Jedes Land müsse für sich selbst entscheiden, ob es seine Eigenständigkeit behalten wolle, erklärte Lieberknecht am Freitag in Erfurt. Sie reagierte damit auf ihre saarländische Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Diese hatte Fusionen in der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) als unumgänglich dargestellt, sollte der angestrebte neue Länderfinanzausgleich keine Altschuldenregelung beinhalten. Auch die Bundesregierung sieht derzeit keinen konkreten Anlass, über eine Neugliederung der 16 Bundesländer nachzudenken./ro/DP/he

24.10.2014

Arbeitslosigkeit in Frankreich auf Rekordniveau

PARIS (dpa-AFX) - Frankreich kommt vom Rekordniveau bei der Arbeitslosigkeit nicht weg. Das von einer Wirtschaftskrise geschüttelte Land verzeichnete im vergangenen Monat eine neue Höchstzahl mit 3,43 Millionen Menschen auf Arbeitssuche, wie das Arbeitsministerium in Paris am Freitag mitteilte. Gegenüber Ende August war dies eine Steigerung von 19 200 Arbeitslosen oder 0,6 Prozent. Nach Vergleichszahlen der Europäischen Union liegt die Arbeitslosenquote damit in Frankreich weiter rund doppelt so hoch wie in Deutschland./gro/DP/jsl

24.10.2014

RATING: S&P hebt Bonitätsnote von Zypern um eine Stufe auf 'B+' an

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit von Zypern wegen der positiven Entwicklung des Staatshaushalts um eine Stufe angehoben. Die Bonitätsnote des Euro-Krisenlandes steigt von "B" auf "B+", wie S&P am Freitag in London mitteilte. Die Note liegt damit aber weiter im sogenannten Ramschbereich. Der Ausblick für das Rating sei stabil.

Die Entwicklung des Staatshaushalts habe die Erwartungen übertroffen, begründete S&P die günstigere Bewertung. Zudem profitiere das Land weiter von der Unterstützung durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) und den europäischen Rettungsschirm ESM. Der Inselstaat setze die Vorgaben des Anpassungsprogramms konsequent um. Die Wirtschaft habe sich widerstandsfähiger gezeigt als erwartet. Dies gelte vor allem für den wichtigen Dienstleistungssektor. Das Bruttoinlandsprodukt sei weniger geschrumpft als von S&P prognostiziert.

Den stabilen Ausblick begründete S&P mit Fortschritten bei den Anpassungsmaßnahmen in der Wirtschaft und dem Staatshaushalt. Risiken gebe es jedoch weiter im angeschlagenen Bankensektor.

Zypern steht seit Frühjahr 2013 unter dem Euro-Rettungsschirm. Der überdimensionierte Bankensektor hatte das Land tief in die Krise gerissen - es wurde nur mit Hilfe internationaler Geldgeber vor der Pleite bewahrt. Das Land will jedoch rasch wieder an die Kapitalmärkte zurückkehren. Ein verbessertes Rating könnte dies erleichtern.

Die beiden anderen großen Ratingagenturen bewerten Zypern skeptischer als S&P. Moody's gibt Zypern lediglich ein "Caa3" und Fitch ein "B-"./jsl/jha/

24.10.2014

ROUNDUP: Saar-Regierungschefin warnt wegen Schulden vor vielen Länderfusionen

SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Ohne eine Altschuldenregelung für ärmere Bundesländer führt aus Sicht von Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kein Weg an einer Neugliederung Deutschlands vorbei. In der "Süddeutschen Zeitung" brachte sie Fusionen mit am Ende nur noch 6 oder 8 statt heute 16 Bundesländern ins Gespräch. "Wir brauchen eine Altlastenregelung im Länderfinanzausgleich", sagte die 52-Jährige. "Ein Scheitern würde in letzter Konsequenz die jetzige föderale Ordnung infrage stellen." Andere Regierungschefs widersprachen der CDU-Politikerin.

Ohne Übernahme der Altschulden könnten das Saarland und andere Länder die Schuldenbremse nicht dauerhaft einhalten, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie nannte auch das ebenfalls hoch verschuldete Bremen. "Wir würden dann darüber reden müssen, wie wir uns in Deutschland insgesamt zukunftsfähig aufstellen, konkret, ob es künftig nur sechs oder acht Bundesländer gibt statt der bisherigen 16 Länder." Bei einer Fusion verschwänden allerdings weder die Schulden noch deren Ursachen. Kramp-Karrenbauer betonte zugleich, dass sie für Länderzusammenschlüsse "keine große Begeisterung" sehe.

Die Bundesregierung sieht derzeit keinen konkreten Anlass, über eine Neugliederung nachzudenken. Eine solche Initiative müsste auch aus den Reihen der Länder kommen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz in Berlin.

Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen lehnt eine Länderfusion wegen der Altschulden ab. "Eine Länder-Neugliederung löst keines der aktuellen Probleme", sagte er am Freitag. Ähnlich äußerte sich Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU): "Länderfusionen lösen nicht die Probleme von hoch verschuldeten Ländern", sagte er der Zeitung "Die Welt". "Mit wem sollte dann zum Beispiel Nordrhein-Westfalen fusionieren?"

Die Vize-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Eveline Lemke (Grüne), glaubt, dass eine Länder-Neuordnung unter rein fiskalischen Aspekten sicherlich scheitern würde. "Für eine derart umfassende Veränderung müssen wir die Herzen der Bürger erreichen." Auch die Größe allein sei keine Garantie für die Leistungsfähigkeit. Das Land werde sich aber keinem konstruktiven Vorschlag verschließen.

Immer wieder gab es Vorstöße für Länderfusionen, vor allem geht es dabei neben dem Saarland um Berlin, Hamburg und Bremen. Ein Zusammenschluss von Berlin und Brandenburg scheiterte 1996 an der Ablehnung der Brandenburger. Auch ein "Nordstaat" war und ist immer wieder im Gespräch.

Grundsätzlich ist eine Neugliederung laut Grundgesetz möglich, um zu gewährleisten, dass die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit ihre Aufgaben wirksam erfüllen können. Dabei müssten landsmannschaftliche Verbundenheit, geschichtliche und kulturelle Zusammenhänge, aber auch die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit berücksichtigt werden, heißt es in Artikel 29. Nötig wäre für eine Neuordnung ein Bundesgesetz mit Bestätigung per Volksentscheid.

Das Saarland lehnte eine Fusion stets vehement ab. Es verweist wie die Stadtstaaten auf eine enge Zusammenarbeit, in diesem Fall mit Rheinland-Pfalz. Die 2012 gestartete schwarz-rote Koalition hat als Ziel ausgegeben, die Eigenständigkeit des Saarlands zu wahren und eifrig zu sparen. Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) kritisierte am Freitag, eine Länderfusion sei "kein Thema, das dem Saarland hilft".

Bund und Länder wollen sich bis Jahresende auf erste Eckpunkte für eine Neuordnung ihrer Finanzbeziehungen nach 2019 verständigen. Der Finanzausgleich will die unterschiedliche Finanzkraft in Deutschland ausgleichen. Erst werden die Steuereinnahmen verteilt, dann gleichen starke Länder die Unterschiede aus (das ist der Länderfinanzausgleich), schließlich beteiligt sich der Bund. Hessen und Bayern haben gegen den aktuellen Länderfinanzausgleich geklagt./vr/DP/jsl

24.10.2014

Merkel: Keine einfache wirtschaftliche Situation in Europa

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem EU-Gipfel in Brüssel ein entschiedenes Vorgehen gegen die Wirtschaftsflaute angemahnt. "Wir haben es mit einer nicht einfachen ökonomischen Situation zu tun", betonte Merkel (CDU) am Freitag. Die Arbeitslosigkeit sei hoch und das Wirtschaftswachstum nicht ausreichend. "Wir müssen Wettbewerbsfähigkeit verbessern, Wachstum stimulieren, Arbeitslosigkeit abbauen", forderte Merkel.

Die Kanzlerin zeigte Verständnis für den Ärger des britischen Premiers David Cameron wegen einer milliardenschweren Nachzahlung für das EU-Budget. "Es ist auch nicht einfach, in drei Wochen zwei Milliarden Euro zu zahlen, wenn man gerade in Haushaltsplanungen ist", sagte Merkel. "Ich denke, dass es richtig ist, die Finanzminister zu bitten, sich damit auseinanderzusetzen", sagte sie zu einem entsprechenden Vorschlag Camerons. "Auch ich war erstaunt, wie der eine was kriegt und der andere was zahlen muss." Für manche sei das unverhofft gekommen. "Dass, was da errechnet wurde, wird von uns ersteinmal nicht angezweifelt", schränkte Merkel zugleich ein./du/DP/jha

24.10.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 24.10.2014 - 17.00 Uhr

USA: Neubauverkäufe steigen leicht an

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im September leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,2 Prozent auf annualisiert 467 000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 6,8 Prozent auf 470 000 gerechnet.

Deutschland: Konsumklima gewinnt überraschend alte Stärke

NÜRNBERG - Die Nachfrage der privaten Haushalte bleibt weiter eine Stütze der deutschen Wirtschaft. Beim Konsumklima ist ein von Experten befürchteter Abwärtstrend nicht eingetreten. Der vom Forschungsunternehmen GfK für November erhobene Indikator für das Konsumklima sei von revidiert 8,4 Punkten im Oktober (zuvor 8,3 Punkte) auf 8,5 Zähler gestiegen, teilte das Institut am Freitag in Nürnberg mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Dämpfer beim Konsumklima gerechnet und einen Rückgang des Indikators auf 8,0 Punkte erwartet. Im Juli hatte das GfK-Konsumklima bei 8,9 Punkten den höchsten Wert seit Ende 2006 erreicht.

Belgien: Unternehmensvertrauen hellt sich überraschend weiter auf

BRÜSSEL - In Belgien hat sich die Unternehmensstimmung im Oktober überraschend weiter aufgehellt. Der Indikator stieg um 0,4 Punkte auf minus 6,8 Punkte, wie die belgische Notenbank (BNB) am Freitag in Brüssel mitteilte. Dies ist der dritte Anstieg in Folge. Volkswirte hatten hingegen mit einer Eintrübung und einem Rückgang des Indikators auf minus 7,9 Punkte gerechnet. Im Juli hatte der Indikator bei minus 7,5 Zählern den tiefsten Stand im laufenden Jahr erreicht.

EU verlängert Handelserleichterungen für ukrainische Exporteure

BRÜSSEL - Unternehmen aus der Ukraine dürfen mindestens bis Ende 2015 zollfrei Waren in die Europäische Union exportieren. Die 28 EU-Mitgliedstaaten verabschiedeten am Freitag die Verlängerung einer entsprechenden Regelung für das Krisenland. Kurz zuvor hatte bereits das Europaparlament zugestimmt. Die Handelserleichterung soll der wirtschaftlich schwer angeschlagenen Ukraine helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Schätzungen zufolge sparen ukrainische Exporteure durch die Regelung rund 500 Millionen Euro pro Jahr.

Kramp-Karrenbauer warnt vor Länderfusionen wegen alter Schulden

SAARBRÜCKEN - Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine Neuordnung Deutschlands mit nur noch sechs oder acht Bundesländern ins Spiel gebracht - allerdings als Warnung. Im geplanten neuen Länderfinanzausgleich müssten ärmere Länder von alten Schulden entlastet werden, sonst seien Zusammenschlüsse unumgänglich, sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag). "Wir brauchen eine Altlastenregelung im Länderfinanzausgleich", betonte die 52-Jährige. "Ein Scheitern würde in letzter Konsequenz die jetzige föderale Ordnung infrage stellen."

Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen

BRÜSSEL - Großbritannien wehrt sich vehement gegen die milliardenschwere Budget-Nachzahlung an die EU. "Wir werden nicht plötzlich unser Scheckbuch herausholen und einen Scheck über zwei Milliarden Euro schreiben. Das wird nicht passieren", erklärte der sichtlich aufgebrachte Premier David Cameron am Freitag nach Beratungen auf dem EU-Gipfel in Brüssel.

Italien bleibt nach EU-Mahnschreiben gelassen

ROM - Italien bleibt nach dem Mahnschreiben der EU-Kommission gelassen und hofft auf eine schnelle Lösung. Er sei zuversichtlich, am Freitag eine Einigung mit Brüssel zu finden, sagte Regierungschef Matteo Renzi der Zeitung "Il Messaggero". Finanzminister Pier Carlo Padoan sagte laut Nachrichtenagentur Ansa bei einem Treffen in Neapel, das Verhältnis Italiens zur EU-Kommission sei "herzlich und konstruktiv". Die Behörde hatte bei der Kontrolle der Budgets für 2015 Mahnbriefe an mehrere Euro-Staaten verschickt.

China plant Aufbau von Asien-Bank - Institut als Rivale zur Weltbank

PEKING - Unter Chinas Führung nimmt eine neue Entwicklungsbank für Asien Gestalt an. In Peking unterzeichnete China am Freitag zusammen mit 20 Partnerländern eine Absichtserklärung für den Aufbau das Institut. Die Vertreter der Staaten einigten sich darauf, dass die Asiatische Infrastruktur-Investmentbank (AIIB) künftig ihren Hauptsitz in Peking haben werde, wie Chinas Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Bank gilt als Konkurrent für die Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank (ADB).

Zweiter Tag des EU-Gipfels: Klima-Kompromiss und Wirtschaft

BRÜSSEL - Die EU-Staats- und Regierungschefs haben am zweiten Tag ihres Treffens in Brüssel mit den Beratungen begonnen. Dabei geht es unter anderem um die wirtschaftliche Lage in Europa und das vom neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker vorgeschlagene Investitionsprogramm von 300 Milliarden Euro. Mit konkreten Entscheidungen wird nicht gerechnet, weil Juncker am 1. November sein Amt antritt und seine Pläne noch nicht konkret ausgestaltet hat.

Großbritanniens Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

LONDON - Die Wirtschaft Großbritanniens ist im dritten Quartal erneut robust gewachsen. Wie das Statistikamt ONS am Freitag in einer ersten Schätzung bekanntgab, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum Juli bis September 0,7 Prozent höher als im zweiten Quartal. Bankvolkswirte hatten mit der Entwicklung gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die drittgrößte Volkswirtschaft Europas um starke 3,0 Prozent.

Italien: Einzelhandel weiter mit Umsatzrückgang

ROM - In Italien sind die Umsätze im Einzelhandel weiter gesunken. Im August hätten sich die Erlöse um 0,1 Prozent zum Vormonat reduziert, teile das Statistikamt Istat am Freitag mit.

China treibt mit 20 Partnerstaaten Aufbau von asiatischer Bank voran

PEKING - China hat zusammen mit 20 Partnerländern eine Absichtserklärung für den Aufbau einer neuen Entwicklungsbank in Asien unterzeichnet. Die Vertreter der Staaten einigten sich darauf, dass die Asiatische Infrastrukturinvestment-Bank (AIIB) künftig ihren Hauptsitz in Peking haben werde, wie Chinas Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Zu den beteiligten Ländern zählen unter anderem Indien, Pakistan, Oman und Katar. Südkorea, Australien und Indonesien hatten sich aus dem Projekt zurückgezogen. Die USA hatten den Aufbau der AIIB abgelehnt. Die Bank wird als Konkurrent zur Weltbank und zur asiatischen Entwicklungsbank (ADB) gesehen.

Konsumforscher: 'Manchmal überraschen uns die Verbraucher'

NÜRNBERG - Der Anstieg des Konsumklimaindex ist auch für Experten schwer zu erklären. "Manchmal überraschen uns die Verbraucher", sagte Rolf Bürkl vom Marktforschungsunternehmen GfK im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Nürnberg. "Es gibt keine physikalischen Gesetzte, wie die Konsumenten reagieren." In den beiden Vormonaten hatten die zahlreichen Krisenherde auf die Stimmung der Privathaushalte gedrückt. Die internationale Lage hat sich in der Zwischenzeit nicht verbessert, stattdessen kamen abgeschwächte Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland hinzu. Dennoch hellte sich die Verbraucherstimmung zuletzt leicht auf.

Südkoreas Wirtschaft mit schnellerem Wachstumstempo

SEOUL - Die südkoreanische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2014 trotz eines Rückgangs der Exporte wieder schneller gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 Prozent, wie die Zentralbank des Landes am Freitag mitteilte. Im zweiten Quartal war Asiens viertgrößte Volkswirtschaft um 0,5 Prozent gewachsen. Im Jahresvergleich legte das BIP um 3,2 Prozent zu.

Merkel hält an Sanktionen gegen Russland wegen Ukraine-Krise fest

BRÜSSEL - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält an den Sanktionen gegen Russland in der Ukraine-Krise fest. Es gebe leider erhebliche Defizite zwischen den Vorgaben des ukrainisch-russischen Friedensplans von Minsk und der bisherigen Umsetzung. "Deshalb sehen wir derzeit keine Möglichkeit, über die Aufhebung von Sanktionen zu sprechen", sagte Merkel in der Nacht zum Freitag in Brüssel. Der Waffenstillstand werde nicht eingehalten - seit Inkrafttreten des Pakts seien über 300 Menschen getötet worden.

EU-Gipfel stellt mit Klima-Kompromiss Weichen für globales Handeln

BRÜSSEL - Europa übernimmt die internationale Führung beim Klimaschutz. Der EU-Gipfel in Brüssel einigte sich nach einem zähen Ringen auf ein umfassendes Klima- und Energiepaket mit Zielen bis 2030. Die Staats- und Regierungschefs schwächten aber auf Druck Großbritanniens und Polens die Zielmarke für das Energiesparen ab. Jetzt werden mindestens 27 Prozent statt der bisher geplanten 30 Prozent angestrebt. Zum Abschluss des Gipfels am Freitag wird über Schritte gegen die Wirtschaftsflaute gesprochen. Weitreichende Entscheidungen werden aber nicht erwartet./rob/jsl

24.10.2014

USA: Neubauverkäufe steigen leicht an

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im September leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,2 Prozent auf annualisiert 467 000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 6,8 Prozent auf 470 000 gerechnet.

Allerdings wurde der Augustwert stark nach unten revidiert. Der annualisierte Wert hatte bei 466 000 gelegen - nachdem zunächst noch ein Wert von 504 000 ermittelt worden war./jsl/fr

24.10.2014

EU verlängert Handelserleichterungen für ukrainische Exporteure

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Unternehmen aus der Ukraine dürfen mindestens bis Ende 2015 zollfrei Waren in die Europäische Union exportieren. Die 28 EU-Mitgliedstaaten verabschiedeten am Freitag die Verlängerung einer entsprechenden Regelung für das Krisenland. Kurz zuvor hatte bereits das Europaparlament zugestimmt. Die Handelserleichterung soll der wirtschaftlich schwer angeschlagenen Ukraine helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Schätzungen zufolge sparen ukrainische Exporteure durch die Regelung rund 500 Millionen Euro pro Jahr.

In die Gegenrichtung ist die zollfreie Ausfuhr von Waren erst für 2016 vorgesehen. Ursprünglich sollte ein im September geschlossene Partnerschaftsabkommen bereits am 1. November dieses Jahres in Kraft treten. Der Termin wurde jedoch aus Rücksicht auf Russland verschoben. Moskau befürchtet Nachteile für die heimische Wirtschaft, weil zollfreie EU-Importe in die Ukraine auch nach Russland gelangen könnten./aha/DP/bgf

24.10.2014

ROUNDUP: Kramp-Karrenbauer warnt vor Länderfusionen wegen alter Schulden

SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine Neuordnung Deutschlands mit nur noch sechs oder acht Bundesländern ins Spiel gebracht - allerdings als Warnung. Im geplanten neuen Länderfinanzausgleich müssten ärmere Länder von alten Schulden entlastet werden, sonst seien Zusammenschlüsse unumgänglich, sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag). "Wir brauchen eine Altlastenregelung im Länderfinanzausgleich", betonte die 52-Jährige. "Ein Scheitern würde in letzter Konsequenz die jetzige föderale Ordnung infrage stellen."

Ohne Übernahme der Altschulden könnten das Saarland und andere Länder die Schuldenbremse nicht dauerhaft einhalten. "Es geht nicht nur um das Saarland und Bremen", sagte Kramp-Karrenbauer. Bremen ist ebenfalls hoch verschuldet. "Wir würden dann darüber reden müssen, wie wir uns in Deutschland insgesamt zukunftsfähig aufstellen, konkret, ob es künftig nur sechs oder acht Bundesländer gibt statt der bisherigen 16 Länder." Allerdings verschwänden bei einer Fusion weder die Schulden noch deren Ursachen. Kramp-Karrenbauer betonte zugleich, dass sie für Länderzusammenschlüsse "keine große Begeisterung" sehe.

Die Diskussion ist nicht neu. Immer wieder gab es Vorstöße für Länderfusionen, vor allem geht es dabei neben dem Saarland um die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Ein Zusammenschluss von Berlin und Brandenburg scheiterte 1996 an der Ablehnung der Brandenburger. Auch ein "Nordstaat" war und ist immer wieder mal im Gespräch. Das Saarland lehnte eine Fusion stets vehement ab und verweist - wie die Stadtstaaten auch - auf eine enge Zusammenarbeit, in diesem Fall mit dem Nachbarn Rheinland-Pfalz. Die 2012 gestartete schwarz-rote Koalition an der Saar hat als Ziel ausgegeben, die Eigenständigkeit zu wahren und deshalb eifrig zu sparen.

Die Bundesregierung sieht derzeit keinen konkreten Anlass, über eine Neugliederung nachzudenken. Eine solche Initiative müsste auch aus den Reihen der Länder kommen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz in Berlin. Grundsätzlich ist eine solche Neugliederung laut Grundgesetz möglich: "Das Bundesgebiet kann neu gegliedert werden, um zu gewährleisten, dass die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit die ihnen obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen können", heißt es darin. Die landsmannschaftliche Verbundenheit, geschichtliche und kulturelle Zusammenhänge, aber auch wirtschaftliche Zweckmäßigkeit müssten dabei berücksichtigt werden.

Bund und Länder wollen sich bis Jahresende auf erste Eckpunkte für eine Neuordnung ihrer Finanzbeziehungen nach 2019 verständigen. Dann endet auch der Solidarpakt II. Der Finanzausgleich versucht, die unterschiedliche Finanzkraft in Deutschland auszugleichen. Erst werden die Steuereinnahmen verteilt, dann gleichen starke Länder die Unterschiede aus (Länderfinanzausgleich), schließlich beteiligt sich der Bund. Hessen und Bayern haben gegen den aktuellen Länderfinanzausgleich geklagt.

Weil einige Länder schwer unter alten Schulden ächzen, will die Saar-Landesmutter das Problem mit einem Fonds gelöst haben - solidarisch. Ihre Äußerungen stießen im Saarland auch auf Kritik: Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken im Landtag, Heinz Bierbaum, warnte Kramp-Karrenbauer, die Eigenständigkeit praktisch aufzugeben - eine Regelung für die Altschulden sei nicht in Sicht./sk/DP/bgf

24.10.2014

Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Großbritannien wehrt sich vehement gegen die milliardenschwere Budget-Nachzahlung an die EU. "Wir werden nicht plötzlich unser Scheckbuch herausholen und einen Scheck über zwei Milliarden Euro schreiben. Das wird nicht passieren", erklärte der sichtlich aufgebrachte Premier David Cameron am Freitag nach Beratungen auf dem EU-Gipfel in Brüssel.

In der Nacht zum Freitag war bekanntgeworden, dass Großbritannien im Rahmen einer Neuberechnung bereits Anfang Dezember rund 2,1 Milliarden Euro für das EU-Budget nach Brüssel überweisen soll. Man sei im diesem Verfahren noch nie mit so einer hohen Nachzahlung konfrontiert worden, beklagte sich Cameron. Die EU-Finanzminister sollen sich mit der Frage befassen, sagte der britische Premier.

Der Sprecher von EU-Haushaltskommissar Jacek Dominik erläuterte auf Nachfrage, wenn sich im Herbst eines jeden Jahres herausstelle, dass die Wirtschaft eines Mitgliedslandes stärker gewachsen sei als vom Land selbst zuvor angenommen, erhöhe sich jeweilige Beitrag für das EU-Budget. Falls das Wirtschaftswachstum niedriger ausfalle, gebe es Rückzahlungen. Erhöhungen für Wirtschaftsleistung ergeben sich auch aus einer Umstellung der Berechnungsmethode./amh/DP/jha

24.10.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Fortschritte beim Konzernumbau treiben Microsoft-Kurs an

(neu: Schlusskurse)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Fortschritte bei der Konzernerneuerung überzeugen auch die Aktionäre von Microsoft . Der Software-Anbieter hatte den Umsatz im abgelaufenen Quartal im Jahresvergleich um ein Viertel auf 23,2 Milliarden Dollar gesteigert. Das Unternehmen habe erreicht, worauf es ankomme und solide Resultate vorgelegt, schrieb Morgan-Stanley Analyst Keith Weiss in einer Studie mit Blick auf das Geschäft mit Unternehmenskunden und die Kostenkontrolle.

Die Microsoft-Papiere verteuerten sich am Freitag an der Spitze des Dow Jones Industrial um 2,47 Prozent auf 46,13 US-Dollar. Der Index selbst stieg um gut ein halbes Prozent.

MARKTERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN

Grundlage für das starke Erlöswachstum waren die Geschäfte mit Cloud-Diensten, mit der Spielekonsole Xbox und mit Mobiltelefonen. Der Gewinnrückgang von 5,2 auf 4,5 Milliarden Dollar störte die Anleger wenig - hatte Microsoft im Juli doch einen massiven Stellenabbau beschlossen. Die Abfindungen lasteten nun mit 1,1 Milliarden Dollar auf der Bilanz.

Der Dow-Konzern habe die Markterwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen, schrieb Analyst Mark Moerdler von Bernstein Research in einer Studie. Der Wandel hin zu einem stärker auf das Cloud- und das Mobilgeschäft ausgerichteten Unternehmen dürfte letztendlich das Erlös- und Ergebniswachstum beschleunigen. Durch den Wandel will Microsoft unabhängiger von seinen traditionellen Gewinnbringern Windows und Office werden.

Auch Analystin Heather Bellini von der Investmentbank Goldman Sachs beurteilt den Konzernumbau grundsätzlich positiv, blickt allerdings skeptischer in die Zukunft als Moerdler. Vorstandschef Satya Nadella und Finanzchefin Amy Hood unternähmen mit der Neufokussierung die richtigen Schritte, schrieb Bellini in einer Studie. Wegen der Veränderung des Geschäftsmix sowie dem Druck auf den Verkaufspreis für das Betriebssystem Windows dürften die Gewinne je Aktie in den kommenden Jahren aber hinter den Markterwartungen bleiben./mis/he

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24.10.2014

WDH/AKTIE IM FOKUS 2: Amazon verstimmt die Börse mit hohem Verlust

(In der Überschrift wurde eine Ziffer ergänzt. Zudem wurde die Ortsmarke geändert.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Ein überraschend hoher Verlust hat die Aktionäre von Amazon am Freitag in die Flucht getrieben. Die Papiere brachen in einem freundlichen Marktumfeld als abgeschlagenes Schlusslicht im Nasdaq 100 um 8,34 Prozent auf 287,06 US-Dollar ein.

Der Online-Händler muss vor allem seinem rasanten Expansionskurs Tribut zollen. Im dritten Quartal war ein Minus von 437 Millionen Dollar aufgelaufen. Für das laufende Vierteljahr mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft traut sich Amazon nun überhaupt keine klare Prognose zu. Die Vorhersage beim operativen Ergebnis liegt zwischen einem Minus von 570 Millionen Dollar und einem Gewinn von 430 Millionen Dollar.

'INVESTOREN SIND ES LEID'

Zwar sind die Anleger von Amazon wegen der hohen Investitionen in neue Versandzentren oder neue Produkte rote Zahlen gewohnt, langsam scheint der Geduldsfaden aber zu reißen. Die Investoren schienen es leid, dass der Konzern weiterhin die Gegenwart zulasten der Zukunft opfere, sagte Marktstratege Daniel Sugarman vom Broker ETX Capital.

Mit Blick auf einen baldigen Erfolg der Investitionen des Konzerns mehren sich die Zweifel. Das enttäuschende Wachstum der abgesetzten Stückzahlen habe seinen Optimismus gedämpft, dass der Umsatz von Amazon kurzfristig von den Investitionen profitieren werde, schrieb Gene Munster, Analyst bei der Investmentbank Piper Jaffray. Kurzfristig lasse sich nicht abschätzen, wann Gewinne erzielt würden. Langfristig gibt sich Munster dennoch zuversichtlich: da könnte das Unternehmen durchaus die Früchte seiner Investitionen ernten.

ANALYST FORDERT BESSERE ERKLÄRUNG DER INVESTITIONEN

Im Grunde tanzt Amazon auf immer mehr Hochzeiten, und die Kosten schießen entsprechend in die Höhe. Im vergangenen Quartal stiegen die Ausgaben unter anderem für Lager-Standorte sowie Technologie und Inhalte wie Serien und Kinofilme in Amazons Videostreaming-Dienst deutlich. Zudem kündigte Finanzchef Tom Szkutak in der Telefonkonferenz nach Vorstellung der Zahlen an, dass grundsätzlich an den hohen Investitionen festgehalten werde. Der Konzern wisse aber, dass er mit Vorsicht überlegen müsse, in welche Geschäfte man das Geld stecke.

Analyst Ben Schachter von der australischen Investmentbank Macquarie fordert denn auch eine umsichtigere Investitionsstrategie. Es sollte mehr Rücksicht auf die Aktionäre genommen werden, schrieb der Experte in einer Studie. Die Investoren müssten in die Lage versetzt werden, den Grund für die Priorität der Investitionen zu verstehen. Sollte der Aktienkurs weiter deutlich fallen, könnte das aktive Großinvestoren auf den Plan rufen, die sich dann für deutliche Veränderungen bei Amazon einsetzen könnten./mis/he/he

24.10.2014

AKTIE IM FOKUS: Amazon verstimmt die Börse mit hohem Verlust

(neu: Schlusskurse)

AMAZON (dpa-AFX) - Ein überraschend hoher Verlust hat die Aktionäre von Amazon am Freitag in die Flucht getrieben. Die Papiere brachen in einem freundlichen Marktumfeld als abgeschlagenes Schlusslicht im Nasdaq 100 um 8,34 Prozent auf 287,06 US-Dollar ein.

Der Online-Händler muss vor allem seinem rasanten Expansionskurs Tribut zollen. Im dritten Quartal war ein Minus von 437 Millionen Dollar aufgelaufen. Für das laufende Vierteljahr mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft traut sich Amazon nun überhaupt keine klare Prognose zu. Die Vorhersage beim operativen Ergebnis liegt zwischen einem Minus von 570 Millionen Dollar und einem Gewinn von 430 Millionen Dollar.

'INVESTOREN SIND ES LEID'

Zwar sind die Anleger von Amazon wegen der hohen Investitionen in neue Versandzentren oder neue Produkte rote Zahlen gewohnt, langsam scheint der Geduldsfaden aber zu reißen. Die Investoren schienen es leid, dass der Konzern weiterhin die Gegenwart zulasten der Zukunft opfere, sagte Marktstratege Daniel Sugarman vom Broker ETX Capital.

Mit Blick auf einen baldigen Erfolg der Investitionen des Konzerns mehren sich die Zweifel. Das enttäuschende Wachstum der abgesetzten Stückzahlen habe seinen Optimismus gedämpft, dass der Umsatz von Amazon kurzfristig von den Investitionen profitieren werde, schrieb Gene Munster, Analyst bei der Investmentbank Piper Jaffray. Kurzfristig lasse sich nicht abschätzen, wann Gewinne erzielt würden. Langfristig gibt sich Munster dennoch zuversichtlich: da könnte das Unternehmen durchaus die Früchte seiner Investitionen ernten.

ANALYST FORDERT BESSERE ERKLÄRUNG DER INVESTITIONEN

Im Grunde tanzt Amazon auf immer mehr Hochzeiten, und die Kosten schießen entsprechend in die Höhe. Im vergangenen Quartal stiegen die Ausgaben unter anderem für Lager-Standorte sowie Technologie und Inhalte wie Serien und Kinofilme in Amazons Videostreaming-Dienst deutlich. Zudem kündigte Finanzchef Tom Szkutak in der Telefonkonferenz nach Vorstellung der Zahlen an, dass grundsätzlich an den hohen Investitionen festgehalten werde. Der Konzern wisse aber, dass er mit Vorsicht überlegen müsse, in welche Geschäfte man das Geld stecke.

Analyst Ben Schachter von der australischen Investmentbank Macquarie fordert denn auch eine umsichtigere Investitionsstrategie. Es sollte mehr Rücksicht auf die Aktionäre genommen werden, schrieb der Experte in einer Studie. Die Investoren müssten in die Lage versetzt werden, den Grund für die Priorität der Investitionen zu verstehen. Sollte der Aktienkurs weiter deutlich fallen, könnte das aktive Großinvestoren auf den Plan rufen, die sich dann für deutliche Veränderungen bei Amazon einsetzen könnten./mis/he/he

24.10.2014

AKTIE IM FOKUS: Fortschritte beim Konzernumbau treiben Microsoft-Kurs an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Fortschritte bei der Konzernerneuerung überzeugen auch die Aktionäre von Microsoft . Der Software-Anbieter hatte den Umsatz im abgelaufenen Quartal im Jahresvergleich um ein Viertel auf 23,2 Milliarden Dollar gesteigert. Das Unternehmen habe erreicht, worauf es ankomme und solide Resultate vorgelegt, schrieb Morgan-Stanley Analyst Keith Weiss in einer Studie mit Blick auf das Geschäft mit Unternehmenskunden und die Kostenkontrolle.

Die Microsoft-Papiere verteuerten sich am Freitag um 2,07 Prozent auf 45,95 US-Dollar. Damit zählten sie zu den größten Gewinnern im US-Leitindex Dow Jones Industrial , der um gut ein halbes Prozent stieg.

MARKTERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN

Grundlage für das starke Erlöswachstum waren die Geschäfte mit Cloud-Diensten, mit der Spielekonsole Xbox und mit Mobiltelefonen. Der Gewinnrückgang von 5,2 auf 4,5 Milliarden Dollar störte die Anleger wenig - hatte Microsoft im Juli doch einen massiven Stellenabbau beschlossen. Die Abfindungen lasteten nun mit 1,1 Milliarden Dollar auf der Bilanz.

Der Dow-Konzern habe die Markterwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen, schrieb Analyst Mark Moerdler von Bernstein Research in einer Studie. Der Wandel hin zu einem stärker auf das Cloud- und das Mobilgeschäft ausgerichteten Unternehmen dürfte letztendlich das Erlös- und Ergebniswachstum beschleunigen. Durch den Wandel will Microsoft unabhängiger von seinen traditionellen Gewinnbringern Windows und Office werden.

Auch Analystin Heather Bellini von der Investmentbank Goldman Sachs beurteilt den Konzernumbau grundsätzlich positiv, blickt allerdings skeptischer in die Zukunft als Moerdler. Vorstandschef Satya Nadella und Finanzchefin Amy Hood unternähmen mit der Neufokussierung die richtigen Schritte, schrieb Bellini in einer Studie. Wegen der Veränderung des Geschäftsmix sowie dem Druck auf den Verkaufspreis für das Betriebssystem Windows dürften die Gewinne je Aktie in den kommenden Jahren aber hinter den Markterwartungen bleiben./mis/he

24.10.2014

AKTIE IM FOKUS: Amazon verstimmt die Börse mit hohem Verlust

AMAZON (dpa-AFX) - Ein überraschend hoher Verlust hat die Aktionäre von Amazon am Freitag in die Flucht getrieben. Die Papiere brachen in einem freundlichen Marktumfeld als abgeschlagenes Schlusslicht im Nasdaq 100 um 7,93 Prozent auf 288,35 US-Dollar ein.

Der Online-Händler muss vor allem seinem rasanten Expansionskurs Tribut zollen. Im dritten Quartal war ein Minus von 437 Millionen Dollar aufgelaufen. Für das laufende Vierteljahr mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft traut sich Amazon nun überhaupt keine klare Prognose zu. Die Vorhersage beim operativen Ergebnis liegt zwischen einem Minus von 570 Millionen Dollar und einem Gewinn von 430 Millionen Dollar.

'INVESTOREN SIND ES LEID'

Zwar sind die Anleger von Amazon wegen der hohen Investitionen in neue Versandzentren oder neue Produkte rote Zahlen gewohnt, langsam scheint der Geduldsfaden aber zu reißen. Die Investoren schienen es leid, dass der Konzern weiterhin die Gegenwart zulasten der Zukunft opfere, sagte Marktstratege Daniel Sugarman vom Broker ETX Capital.

Mit Blick auf einen baldigen Erfolg der Investitionen des Konzerns mehren sich die Zweifel. Das enttäuschende Wachstum der abgesetzten Stückzahlen habe seinen Optimismus gedämpft, dass der Umsatz von Amazon kurzfristig von den Investitionen profitieren werde, schrieb Gene Munster, Analyst bei der Investmentbank Piper Jaffray. Kurzfristig lasse sich nicht abschätzen, wann Gewinne erzielt würden. Langfristig gibt sich Munster dennoch zuversichtlich: da könnte das Unternehmen durchaus die Früchte seiner Investitionen ernten.

ANALYST FORDERT BESSERE ERKLÄRUNG DER INVESTITIONEN

Im Grunde tanzt Amazon auf immer mehr Hochzeiten, und die Kosten schießen entsprechend in die Höhe. Im vergangenen Quartal stiegen die Ausgaben unter anderem für Lager-Standorte sowie Technologie und Inhalte wie Serien und Kinofilme in Amazons Videostreaming-Dienst deutlich. Zudem kündigte Finanzchef Tom Szkutak in der Telefonkonferenz nach Vorstellung der Zahlen an, dass grundsätzlich an den hohen Investitionen festgehalten werde. Der Konzern wisse aber, dass er mit Vorsicht überlegen müsse, in welche Geschäfte man das Geld stecke.

Analyst Ben Schachter von der australischen Investmentbank Macquarie fordert denn auch eine umsichtigere Investitionsstrategie. Es sollte mehr Rücksicht auf die Aktionäre genommen werden, schrieb der Experte in einer Studie. Die Investoren müssten in die Lage versetzt werden, den Grund für die Priorität der Investitionen zu verstehen. Sollte der Aktienkurs weiter deutlich fallen, könnte das aktive Großinvestoren auf den Plan rufen, die sich dann für deutliche Veränderungen bei Amazon einsetzen könnten./mis/he

24.10.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Spartenprobleme und gesenkte Prognose ziehen BASF runter

(neu: Schlusskurse, Bernstein Research, Commerzbank, S&P Capital)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Probleme in einigen Sparten von BASF sowie die gesenkte Konzernprognose für das kommende Jahr haben am Freitag die Aktien des Chemieunternehmens unter Druck gesetzt. Zum Handelsschluss büßten die Anteilsscheine am Dax-Ende 3,17 Prozent auf 68,78 Euro ein. Der Leitindex gab um 0,66 Prozent nach.

"Mischung und Qualität der Zahlen im dritten Quartal hätten besser sein können", sagte ein Experte, der nicht namentlich genannt werden wollte. Vor allem das operative Ergebnis im nachgelagerten Geschäft (Downstream), etwa in den Segmenten Performance Products, Functional Materials und Agriculture, bezeichneten Analysten als schwach.

NEGATIVSTE ÜBERRASCHUNG KOMMT AUS DEM AGRO-BEREICH

Die wohl negativste Überraschung sei hier aus dem Agro-Bereich gekommen, dessen operatives Ergebnis (Ebit) mehr als 70 Prozent unter den Schätzungen gelegen habe, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank. Auch die Öl- und Gasförderung habe deutlich unter den Erwartungen gelegen, während der Bereich Gashandel extrem positiv abgeschlossen habe - die durchschnittliche Analystenschätzung sei um mehr als 200 Prozent übertroffen worden.

Auf Konzernebene hätten sich in diesem Quartal Währungsschwankungen nicht mehr negativ ausgewirkt, meinte Commerzbank-Analyst Lutz Grüten. Zudem hätten zwar die Umsätze die Markterwartungen übertroffen, schrieb der Experte Clive Roberts vom Analysehaus S&P Capital. Die Gewinne dagegen seien niedriger als gedacht ausgefallen.

GESENKTE PROGNOSE FÜR ANALYSTEN KEINE ÜBERRASCHUNG

Analyst Jeremy Redenius von Bernstein Research führte die Enttäuschung beim bereinigte Gewinn je Aktie vor allem auf die unerwartet hohen Ertragssteuern zurück. Dem Free Cashflow des Chemiekonzerns attestierte er jedoch eine gute Entwicklung. Wegen der im Branchenvergleich höheren und zunehmend stabileren Gewinne verdienten die Aktien eine höhere Bewertung.

Die gesenkte Prognose für das operative Ergebnis (Ebitda) 2015 dürfte laut einigen Experten am Markt ebenfalls negativ aufgenommen worden sein. Für Analysten hingegen sei dies keine Überraschung gewesen. "Dieses 14-Milliarden-Euro-Ziel hat im Markt bereits seit Jahren keine wirkliche Rolle mehr gespielt, denn die Schätzungen lagen längst deutlich darunter", fasste es der Experte zusammen, der nicht namentlich genannt werden wollte. Der Mittelwert der nun von BASF genannten Zielspanne zwischen 10 und 12 Milliarden Euro entspricht der durchschnittlichen Analystenprognose./ck/das/la/he

24.10.2014

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für MTU auf 71 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für MTU nach Zahlen von 69 auf 71 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Aussichten für den diesjährigen Free Cashflow des Triebwerkherstellers hätten sich deutlich verbessert, schrieb Analyst David Perry in einer Studie vom Freitag. Der Experte hob seine Gewinnschätzungen bis zum Jahr 2017 leicht an./ajx/tav

24.10.2014

ANALYSE-FLASH: HSBC belässt BASF auf 'Overweight' - Ziel 90 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für BASF nach dem Bericht zum dritten Quartal 2014 auf "Overweight" mit einem Kursziel von 90 Euro belassen. Insgesamt sei die Konsensprognose übertroffen worden, schrieb Analyst Geoff Haire in einer Studie vom Freitag. Zwar habe das Management das Ziel für 2015 gesenkt. Dies sei für die Investoren jedoch keine Neuigkeit gewesen. Zudem seien die Vorgaben für dieses Jahr bestätigt worden./kkx/das

24.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für Daimler auf 82 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Daimler nach detaillierten Zahlen zum dritten Quartal von 80 auf 82 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Ergebnisse hätten die starke Gewinnqualität des Autobauers offengelegt, lobte Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Freitag. Zudem sei der Free Cashflow stark gestiegen. Der Abstand zu BMW und Audi sei so gering, wie seit Jahren nicht mehr. Dabei stehe der Produktzyklus gerade erst am Anfang. Und im Lkw-Geschäft habe Daimler die Lücke zu den Wettbewerbern geschlossen./la/edh

24.10.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Aareal Bank auf 34 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Aareal Bank vor Zahlen zum dritten Quartal von 31 auf 34 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Der Immobilienkonzern dürfte bis in das kommende Jahr hinein von den günstigen Finanzierungsbedingungen profitieren, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Freitag. Goy erwartet einen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,61 Euro. Sein neues Ziel basiert auf Schätzungen für 2015. Gleichwohl sei das Aufwärtspotenzial für die Aktien begrenzt, begründete der Analyst sein unverändertes Votum./la/tav

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser