dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

31.05.2016

Nach Lufthansa will auch Latam Flüge nach Venezuela einstellen

SANTIAGO DE CHILE (dpa-AFX) - Nach der Lufthansa wird auch die chilenisch-brasilianische Latam Airlines ihre Flüge nach Venezuela einstellen. Nur noch bis zum 1. August sollen Verbindungen von Ecuador, Peru und Chile aus nach Venezuela aufrechterhalten bleiben, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Öl-Land mache den Stopp des Flugverkehrs unumgänglich, hieß es in der Mitteilung. Die Flüge aus Brasilien nach Caracas hatte Latam bereits am Samstag eingestellt. Latam entstand aus der Fusion der chilenischen LAN und der brasilianischen TAM.

Lufthansa hatte am Wochenende mitgeteilt, dass ihre Maschinen "bis auf weiteres" wegen der schwierigen Wirtschaftslage vom 17. Juni an die venezolanische Hauptstadt Caracas nicht mehr anfliegen werden. Es habe Schwierigkeiten gegeben, Einnahmen in der lokalen Währung - dem Bolívar - in US-Dollar zu wechseln.

Venezuela steht kurz vor dem wirtschaftlichen Ruin. Nach 17 Jahren sozialistischer Regierung ist das Land mit den größten Rohölreserven der Welt ein Pulverfass. Es wird kaum noch etwas produziert, weil Grundgüter fehlen. Die Opposition will Staatschef Nicolás Maduro per Referendum absetzen, dieser regiert mit immer neuen Dekreten an der Oppositionsmehrheit im Parlament vorbei./do/DP/zb

31.05.2016

Versandbuchhändler blicken mit Sorge auf ihre Branche

ULM (dpa-AFX) - Immer weniger Menschen kaufen Bücher per Katalog oder Telefon - stattdessen bestellen sie online beim Branchenriesen Amazon : Unter diesen düsteren Vorzeichen blicken die traditionellen Versandbuchhändler in Ulm zwei Tage lang auf die Zukunft ihrer Branche. Der Bundesverband will sich ab Dienstag (10.30 Uhr) bei der Jahreshauptversammlung mit der aktuellen Entwicklung des Markts befassen. Der klassische Versandbuchhandel befindet sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast.

Der Verein ist mehr als 110 Jahre alt, 145 Firmen des des herstellenden und verbreitenden Buchhandels sind dort vertreten. Der Anteil des Versandbuchhandels am gesamten Buchhandelsumsatz in der Bundesrepublik Deutschland liegt dem Verband zufolge bei rund 15 Prozent./poi/DP/zb

31.05.2016

Pressestimme: 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zur Hilfe für die Milchbauern

FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zur Hilfe für die Milchbauern:

"(...) Die hundert Millionen Euro "plus x" vom Staat, die Agrarminister Christian Schmidt (...) für die Bauern in Aussicht stellte, sind (...) viel zu wenig. (...) Vorsichtig kalkuliert, macht ein solcher Bauernhof (...) bei aktuellen Preisen in jedem Monat 2500 Euro Verlust; Schmidts Not-Millionen brächten aber nicht einmal 1500 Euro pro Hof. (...) Das ist nicht mehr als ein Feigenblatt für die Bundesregierung. Sie will sich nicht nachsagen lassen, nichts für die Bauern zu tun. Der Staat tut zwar beileibe schon einiges. Unglaubliche gut 40 Prozent des EU-Haushalts gehen an Landwirte. Es gibt vom Staat zusätzlich Bioprämien, und die Energiewende lässt Milliarden auf die Konten von Landwirten fließen, die Energie-Mais, Wind oder Sonne "vom Feld" ernten. Den Strukturwandel der Milchbauern hat das alles aber nur leicht gebremst."/DP/jha

31.05.2016

Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Investitionen in Afrika

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Investitionen in Afrika:

"Erstmals überhaupt blickt in Deutschland die Industrie über den Tellerrand ihrer ganz direkten Interessen hinaus. Sie bekundet - in Gestalt des Bundesverbandes der Deutschen Industrie - Verantwortungsbewusstsein für den Gesamtzustand der Welt und bietet Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gemeinsame Projekte in den ärmsten Ländern an. Auch wenn das einhergeht mit dem Wunsch, aus dem deutlich gewachsenen Entwicklungsbudget Mittel für die Markterschließung zum Nutzen der Unternehmen abzuzweigen: Gemeinsam mit der deutschen Industrie etwa in Afrika Unternehmen aufzubauen bietet die Chance, dass die Entwicklungsmilliarden arme Länder dauerhafter als bisher stabilisieren können."/DP/jha

31.05.2016

Pressestimme: 'Süddeutsche Zeitung' zum Milchgipfel

MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Süddeutsche Zeitung" zum Milchgipfel:

"Was die Milchbauern wirklich brauchen, sind echte Reformen, die helfen, eine Überproduktion auf Dauer zu unterbinden. Dazu gehört es auch, unsinnige Preisstaffelungen abzuschaffen. So ist es in der Branche üblich, dass Produzenten, die viel Milch liefern, einen höheren Literpreis von ihren Molkereien bekommen als jene, die weniger liefern - ein falscher Anreiz, der dazu führt, dass noch mehr produziert wird."/DP/jha

31.05.2016

Pressestimme: 'Kölner Stadt-Anzeiger' zum Chaos am Köln/Bonner Flughafen

KÖLN (dpa-AFX) - "Kölner Stadt-Anzeiger" zum Chaos am Köln/Bonner Flughafen:

"Nein. Jetzt kann man nicht mehr bloß von ein paar Pannen reden. Am Flughafen Köln/Bonn häufen sich die Vorfälle in Sachen Sicherheit. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate gelingt es einem Fluggast, in den Sicherheitsbereich ohne Kontrollen zu gelangen. Da wären noch das Datenleck, durch das der Notfallplan des Airports monatelang im Internet frei zugänglich war, und die Tests von EU-Inspekteuren, denen es im Februar gelang, in zwölf Fällen Bauteile für Sprengsätze und Waffen durch die Sicherheitskontrollen zu schmuggeln. Für das Image des aufstrebenden Flughafens ist eine solche Serie alles andere als förderlich."/DP/jha

31.05.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Alle Meldungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX werden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Meldungen zu Finanzanalysen von Dritten fassen diese Analysen lediglich zusammen bzw. geben sie in Auszügen wieder. Die Meldungen stellen aber weder eine Anlageberatung oder Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss bestimmter Finanzgeschäfte dar.

Darüber hinaus ersetzen sie nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Daher ist jegliche Haftung für Schäden aller Art (insbesondere Vermögensschäden), die bei Verwendung der Meldungen für die eigene Anlageentscheidung unter Umständen auftreten, ausgeschlossen. Auf den Inhalt der Finanzanalyse selbst hat die Nachrichtenagentur keinen Einfluss, verantwortlich dafür ist ausschließlich das jeweils für die Erstellung verantwortliche Unternehmen. Die Offenlegung der möglichen Interessenkonflikte der jeweils für die Erstellung der Finanzanalysen verantwortlichen Unternehmen ist in der Regel auf deren Internetseite abrufbar.

31.05.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Guten Morgen! Wir begrüßen Sie beim Nachrichtendienst von dpa-AFX. Den verantwortlichen Dienstleiter erreichen Sie unter folgender Telefonnummer: 069/92022-425. Alle angegebenen Zeiten beziehen sich auf MESZ oder MEZ. Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Martin Kalverkamp. Die Redaktion erreichen Sie unter: dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH Gutleutstraße 110 60327 Frankfurt/Main Telefon: 069/92022-425 Fax: 069/92022-449 E-Mail: redaktion@dpa-AFX.de Weitere Informationen unter: www.dpa-AFX.de ©Copyright dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. Unseren Verkauf und Kundenservice erreichen Sie unter: Telefon: 069/92022-480 Fax: 069/92022-420 E-Mail: vertrieb@dpa-AFX.de dpa-AFX zählt zu den führenden deutschsprachigen Nachrichtenagenturen für real time Finanz- und Wirtschaftsnachrichten. Die dpa-AFX Redakteure produzieren unabhängig, zuverlässig und schnell Nachrichten für institutionelle und private Anleger. Neben den engen Kontakten zu Händlern, Analysten und anderen Quellen nutzt die Redaktion das internationale Netzwerk der Gesellschafter Deutsche Presse-Agentur (dpa), Hamburg, und APA - Austria Presse Agentur, Wien.

30.05.2016

Chinesische Einkaufstour geht weiter: HNA will Air-France-Caterer kaufen

PARIS (dpa-AFX) - Chinesische Unternehmen setzten ihre Einkaufstour in Europa ungebremst fort. Nun greift der Luftfracht-, Tourismus- und Logistik-Experte HNA nach der Caterer-Tochter der Fluggesellschaft Air France. Bei den exklusiven Verhandlungen gehe es um einen Anteil von 49,99 Prozent und die operative Kontrolle von Servair, teilten die Franzosen am Montagabend mit. Zuvor hatte die "Financial Times" entsprechend berichtet. Den Gesamtwert der Tochter bezifferte Air France mit 475 Millionen Euro.

HNA hatte Anfang April den Kauf von Gategroup, einem der größten Anbieter von Verpflegungsleistungen, angekündigt. Bereits 2015 hatten die Chinesen Swissport, den weltweit größten Boden- und Fracht-Dienstleister erworben.

Auch in Deutschland fallen chinesische Unternehmen immer wieder durch Übernahmen auf. Dem "Manager Magazin" zufolge ist der Chemiekonzern Chemchina am Kohlenstoffspezialisten SGL interessiert. Das Übernahmeangebot des Elektrokonzerns Midea für den Roboterbauer Kuka liegt bereits auf dem Tisch. Zudem will ein chinesischer Fonds den Chipfabrik-Ausrüster Aixtron kaufen.

Nach wie vor sind vielen Anlegern in Deutschland aber Angebote aus Fernost nicht geheuer. "Ich habe Angst vor der Übernahme durch die Chinesen", hatte ein Wirtschaftsberater auf der Kuka-Hauptversammlung in der vergangenen Woche gesagt. Friedolin Strack, im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zuständig für internationale Märkte, meinte jüngst hingegen: "Die Ängste vor Arbeitsplatz- und Technologieverlusten sind oft unbegründet"./he

30.05.2016

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 30.05.2016

NordLB senkt Ziel für Fraport auf 52 Euro - 'Halten'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Fraport nach Zahlen von 55 auf 52 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Flughafenbetreiber habe im ersten Quartal die Markterwartungen verfehlt, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Montag. Da Fraport wie viele andere Unternehmen nur noch eine abgespeckte Quartalsmitteilung statt eines Zwischenberichts veröffentliche, habe sich der Informationsgehalt deutlich reduziert.

Warburg Research hebt Ziel für Talanx auf 34,20 Euro - 'Buy'

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Talanx von 33,70 auf 34,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach einigen nicht gerade renditestarken Jahren habe sich der Versicherer im Privat- und Firmenkundengeschäft zuletzt verbessert, schrieb Analyst Andreas Pläsier in einer Studie vom Montag. Die Dividendenrendite sollte attraktiv bleiben.

Deutsche Bank hebt Ziel für Rational auf 410 Euro - 'Hold'

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Rational von 340 auf 410 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Im gegenwärtigen Umfeld seien die Anleger bereit, für Qualität und Wachstum mehr zu bezahlen, schrieb Analystin Felicitas von Bismarck in einer Studie vom Montag. Allerdings sei das Risiko-Rendite-Profil bei den Aktien des Herstellers von Großküchengeräten ausgeglichen, so dass es bei der "Hold"-Einschätzung bleibe.

DZ Bank lässt Capital Stage auf 'Kaufen' - Fairer Wert 10,40 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Capital Stage nach einem Übernahmeangebot für Chorus Clean Energy auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 10,40 Euro belassen. Fundamental sei die Offerte des Solarpark- und Windkraftanlagenbetreibers angesichts vergleichbarer Geschäftsmodelle und einer ähnlich hohen Profitabilität sinnvoll, schrieb Analyst Sven Kürten in einer Studie vom Montag. Der im angebotenen Aktientausch implizierte Preis erscheine nicht zu hoch.

Independent Research hebt Ziel für Axa auf 24 Euro - 'Halten'

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Axa nach dem angekündigten Verkauf der britischen Aktivitäten von 22 auf 24 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Rückzug des französischen Versicherers aus Großbritannien sei Teil der Strategie, stärker in Wachstumsmärkte zu investieren, schrieb Analyst Markus Rießelmann in einer Studie vom Montag. Das neue Kursziel begründete er mit seinem modifizierten Bewertungsmodell und einer geringeren Schwankungsanfälligkeit der Aktie.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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30.05.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Niedriges Eurokurs-Niveau hält Dax im Aufwind

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Standardaktien haben am Montag an ihre Gewinne der Vorwoche angeknüpft. Werte aus der zweiten Reihe kamen hingegen mehrheitlich kaum vom Fleck. Börsianer nannten vor allem das niedrigere Eurokurs-Niveau als Unterstützungsfaktor für den Dax . Wegen Feiertagen in den USA und Großbritannien waren stärkere Impulse Mangelware. Übernahmespekulationen dominierten die Nachrichtenlage.

Der Dax baute sein 3,7-prozentiges Plus aus der vergangenen Woche mit einem Zugewinn von 0,46 Prozent auf 10 333,23 Punkte aus. Der MDax mittelgroßer Unternehmen verlor am Montag hingegen 0,05 Prozent auf 20 801,13 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,09 Prozent auf 1691,83 Punkte zu.

EUROKURS AUF ZWEIEINHALB-MONATS-TIEF

Wegen der Aussicht auf bald steigende US-Leitzinsen war der Kurs des US-Dollar am Freitag gestiegen und hatte so den Euro unter Druck gebracht. Ausgelöst hatte diese Entwicklung die US-Notenbankvorsitzende Janet Yellen mit den Worten, dass die US-Wirtschaft allmählich besser laufe und eine Zinsanhebung in den kommenden Monaten wohl angemessen wäre. Am Montag legte der Eurokurs auf zuletzt 1,1135 Dollar leicht zu, liegt damit aber immer noch auf dem tiefsten Stand seit Mitte März. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1139 (Freitag: 1,1168) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8978 (0,8954) Euro.

"Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich der Wind am deutschen Aktienmarkt in Richtung Optimismus gedreht hat", konstatierte Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets. Nachdem in den vergangenen Wochen trotz zunehmender Zinsangst größere Verkäufe an den weltweit wichtigen Börsen ausgeblieben seien, freunde sich der Markt nun immer mehr mit einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank an. "Die Skeptiker laufen den steigenden Kursen nun hinterher und sorgen für eine Fortsetzung des Trends", so Stanzl.

SPEKULATIONEN UM HÖHERE BAYER-OFFERTE FÜR MONSANTO

Aus Branchensicht waren die Aktien der Autobauer die Favoriten im Dax. So gewannen Volkswagen 1,70 Prozent, Daimler legten um 1,52 Prozent zu und BMW kletterten um 0,80 Prozent nach oben.

Ansonsten wurde auf Unternehmensseite das Thema Übernahmen größer gespielt. Derzeit rätselt der Markt ob der Pharma- und Chemiekonzern Bayer sein Kaufgebot für den US-Saatgutkonzern Monsanto aufstocken wird. Wie die "Sunday Times" aus Kreisen der Londoner Finanzwelt berichtete, könnte ein von den Leverkusenern auf bis zu 130 US-Dollar je Aktie nachgebessertes Angebot für Monsanto bereits Anfang dieser Woche auf den Tisch kommen. Die bisherige Offerte beträgt 122 Dollar je Aktie und war von Monsanto erst kürzlich als "finanziell nicht angemessen" abgelehnt worden. Die Bayer-Papiere rückten um 1,30 Prozent vor.

Die Titel der SGL Group büßten am SDax-Ende knapp 16 Prozent ein, waren allerdings am Freitag wegen Übernahmespekulationen um rund 27 Prozent nach oben geschnellt. Den Kurssprung hatte ein Pressebericht ausgelöst, wonach der Kohlenstoffspezialist ins Visier des chinesischen Chemiekonzerns Chemchina geraten sei.

CAPITAL STAGE GREIFT NACH CHORUS

Die Anteilsscheine des Windkraftanlagen- und Solarparkbetreibers Capital Stage gaben im Index der kleineren Werte um 2,39 Prozent nach, während die Aktien des Börsenneulings Chorus Clean Energy um gut 15 Prozent hochsprangen. Capital Stage will den kleineren Wettbewerber zu mindestens 50 Prozent plus einer Aktie übernehmen und so zu einem der größten Solarpark- und Windkraftanlagenbetreiber in Deutschland werden.

Am MDax-Ende sackten die Aktien von DMG Mori um über 5 Prozent ab. Die Höhe der Abfindung für die Minderheitsaktionäre im Rahmen des geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der japanischen DMG Mori wird wohl geringer als erwartet ausfallen. DMG Mori, früher Gildemeister, war schrittweise von Mori Seiki (der japanischen DMG Mori heute) übernommen worden und gehört nun zu mehr als 75 Prozent zu dem japanischen Unternehmen.

EUROSTOXX FREUNDLICH

Der EuroStoxx 50 legte um 0,37 Prozent auf 3090,01 Punkte zu. Der Pariser CAC-40-Index gewann 0,32 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,03 Prozent am Freitag auf 0,06 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,17 Prozent auf 142,26 Punkte. Der Bund Future verlor 0,16 Prozent auf 163,71 Punkte./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

30.05.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Niedriges Eurokurs-Niveau hält Dax im Aufwind

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Standardaktien haben am Montag an ihre Gewinne der Vorwoche angeknüpft. Werte aus der zweiten Reihe kamen hingegen mehrheitlich kaum vom Fleck. Börsianer nannten vor allem das niedrigere Eurokurs-Niveau als Unterstützungsfaktor für den Dax . Wegen Feiertagen in den USA und Großbritannien waren stärkere Impulse Mangelware. Übernahmespekulationen dominierten die Nachrichtenlage.

Der Dax baute sein 3,7-prozentiges Plus aus der vergangenen Woche mit einem Zugewinn von 0,46 Prozent auf 10 333,23 Punkte aus. Der MDax mittelgroßer Unternehmen verlor am Montag hingegen 0,05 Prozent auf 20 801,13 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,09 Prozent auf 1691,83 Punkte zu./edh/he

30.05.2016

EUROSTOXX-FLASH: Europas Börsen legen weiter zu

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag an ihre starke Vorwoche angeknüpft. Der EuroStoxx-50-Index kletterte am Nachmittag um 0,31 Prozent auf 3088,02 Punkte nach oben. In der Vorwoche - der dritten Pluswoche in Folge - hatte der Leitindex der Eurozone bereits um deutliche 3,93 Prozent zugelegt.

"Das Interesse an Aktien steigt wieder und so können die europäischen Börsen auch ohne neue Impulse an ihre gute Vorwoche anknüpfen", sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Sofern keine weiteren Hiobsbotschaften kämen, könnten die Kurse weiter steigen. Börsianer nannten auch das niedrigere Eurokurs-Niveau als Unterstützungsfaktor. Eine schwächere Währung kann den Verkauf an ausländische Käufer erleichtern./fat/he

30.05.2016

Aktien Frankfurt: Euroschwäche verhilft Dax zu Gewinn - Übernahmethemen bewegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat sich am Montag im insgesamt ruhigen Handel fast alles um geplante Übernahmen gedreht. Der Dax baute ein Plus aus der vergangenen Woche mit einem Zugewinn von 0,36 Prozent auf 10 322,87 Punkte weiter aus. Dabei wurde der Leitindex auch vom schwachen Euro gestützt. "Die Handelsumsätze sind aufgrund der Feiertage in Großbritannien und den USA aber nicht sehr hoch", sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank in Frankfurt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montag 0,06 Prozent auf 20 798,39 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax kam mit plus 0,04 Prozent auf 1690,97 Punkte kaum vom Fleck, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,27 Prozent vorrückte.

EURO NACH YELLEN-AUSSAGEN SCHWÄCHER

Während die erfreulich ausgefallenen Daten zum Wirtschaftsvertrauen der EU-Kommission im Mai an diesem Tag kaum Impulse brachten, half stattdessen laut Händler Engelmann der schwache Euro. Wegen der Aussicht auf bald steigende Leitzinsen in den Vereinigten Staaten war der US-Dollar am Freitag gestiegen und hatte so den Euro unter Druck gebracht.

Ausgelöst hatte diese Entwicklung US-Notenbankchefin Janet Yellen mit den Worten, dass die US-Wirtschaft allmählich besser laufe und eine Zinsanhebung in den kommenden Monaten wohl angemessen wäre. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs nun auf 1,1139 (Freitag: 1,1168) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8978 (0,8954) Euro.

Ein schwacher Euro hilft deutschen Unternehmen, die ihre Waren außerhalb der Eurozone exportieren. Die Aktien der Autobauer Daimler , Volkswagen (VW) und BMW etwa waren an diesem Tag die Favoriten im Dax mit Gewinnen von jeweils mehr als einem Prozent.

MARKT RÄTSELT: WIRD BAYER OFFERTE NACHBESSERN?

Unternehmensseitig waren Übernahmespekulationen und -vorhaben das Hauptthema. Bei Bayer etwa wird gerätselt, ob der Pharma- und Chemiekonzern seine Offerte für den US-Saatgutkonzern Monsanto aufstocken wird. Wie die "Sunday Times" aus Kreisen der Londoner Finanzwelt berichtete, könnte ein von den Leverkusenern auf bis zu 130 US-Dollar je Aktie nachgebessertes Angebot für Monsanto bereits Anfang dieser Woche auf den Tisch kommen. Die bisherige Offerte beträgt 122 Dollar je Aktie und war von Monsanto erst kürzlich als "finanziell nicht angemessen" abgelehnt worden. Die Bayer-Papiere rückten um 1,23 Prozent vor.

Die Papiere der SGL Group büßten derweil am SDax-Ende 13,49 Prozent ein, waren allerdings am Freitag wegen Übernahmespekulationen um rund 27 Prozent nach oben geschnellt. Den Kurssprung hatte ein Bericht des "Manager Magazins" ausgelöst. Dem zufolge ist der Kohlenstoffspezialist ins Visier des chinesischen Chemiekonzerns Chemchina geraten. Es soll schon diverse Gespräche mit SGL-Chef Jürgen Köhler und Großaktionärin Susanne Klatten gegeben haben, hatte es unter Berufung auf Unternehmenskreise geheißen.

CAPITAL STAGE GREIFT NACH CHORUS

Die Anteilsscheine des Windkraftanlagen- und Solarparkbetreibers Capital Stage gaben im Index der kleineren Werte zugleich um 4,21 Prozent nach, während die Aktien des Börsenneulings Chorus Clean Energy um 14,61 Prozent auf 9,36 Euro hochsprangen. Capital Stage will den kleineren Wettbewerber zu mindestens 50 Prozent plus einer Aktie übernehmen und so zu einem der größten Solarpark- und Windkraftanlagenbetreiber in Deutschland werden. Dafür bietet Capital Stage den Aktionären von Chorus 5 eigene Aktien für je 3 von Chorus an.

Am MDax-Ende sackten die Aktien von DMG Mori um 4,86 Prozent ab. Die Höhe der Abfindung für die Minderheitsaktionäre im Rahmen des geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der japanischen DMG Mori wird wohl geringer als erwartet ausfallen. DMG Mori, früher Gildemeister, war schrittweise von Mori Seiki (der japanischen DMG Mori heute) übernommen worden und gehört nun zu mehr als 75 Prozent zu dem japanischen Unternehmen.

RIB Software gewannen im TecDax 3,70 Prozent, nachdem der Bausoftware-Spezialist Aufträge aus Singapur und China für seine iTWO-Technologie bekannt gab sowie eine Allianz mit dem IT-Dienstleister Wipro./ck/fbr

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

30.05.2016

Aktien New York: US-Börsen wegen des Feiertags 'Memorial Day' geschlossen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen bleiben an diesem Montag geschlossen. Grund für das verlängerte Wochenende ist der Feiertag "Memorial Day"./fbr

30.05.2016

Aktien Frankfurt: Dax moderat im Plus - Übernahmen bewegen Einzelwerte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Übernahmepläne haben am Montag Bewegung in den deutschen Markt gebracht. Der Dax legte moderat zu. Für positive Vorzeichen aus Asien hatte die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen vom Freitag vergangener Woche gesorgt. Das Handelsvolumen in Deutschland war allerdings vergleichsweise gering, da sowohl in London als auch in den USA die Börsen feierstagsbedingt geschlossen sind.

Bis zur Mittagszeit gewann der deutsche Leitindex 0,23 Prozent auf 10 310,31 Punkte und baute damit sein fast vierprozentiges Plus aus der vergangenen Woche weiter aus. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montag 0,21 Prozent auf 20 770,18 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,10 Prozent auf 1688,60 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit plus 0,05 Prozent auf der Stelle.

Die Daten zum Wirtschaftsvertrauen der EU-Kommission im Mai brachten kaum Impulse. Dennoch: Die Daten fielen erfreulich aus. Die Stimmung in der Eurozone hellte sich deutlich auf und der Vormonatswert wurde leicht nach oben korrigiert. Das enger gefasste Industrievertrauen in der Eurozone, gemessen am Business Climate Indicator (BCI), fiel im Mai ebenfalls stärker als erwartet aus.

MARKT RÄTSELT: WIRD BAYER OFFERTE NACHBESSERN

Am Freitagabend hatte die US-Notenbankpräsidentin Yellen gesagt, dass sie eine Leitzinsanhebung der US-Zentralbank in den kommenden Monaten für angemessen halte. Denn nach einem schwachen Jahresauftakt wachse die US-Wirtschaft stetig und der Arbeitsmarkt habe sich verbessert. An den Finanzmärkten sei man sich nach diesen Äußerungen zwar uneinig, ob die Fed bereits im Juni an der Zinsschraube drehen werde, kommentierte Analyst Christian Henke vom Broker IG. Insgesamt sehe es aber so aus, dass eine mögliche Zinserhöhung an Schrecken verliere.

Unternehmensseitig waren Übernahmespekulationen und -vorhaben das Hauptthema. Bei Bayer etwa wird gerätselt, ob der Pharma- und Chemiekonzern seine Offerte für den US-Saatgutkonzern Monsanto aufstocken wird. Wie die "Sunday Times" aus Kreisen der Londoner Finanzwelt berichtete, könnte ein von den Leverkusenern auf bis zu 130 US-Dollar je Aktie nachgebessertes Angebot für Monsanto bereits Anfang dieser Woche auf den Tisch kommen. Die bisherige Offerte beträgt 122 Dollar je Aktie und war von Monsanto erst kürzlich als "finanziell nicht angemessen" abgelehnt worden. Die Bayer-Papiere rückten um 1,00 Prozent vor.

Die Papiere der SGL Group büßten derweil am SDax-Ende 14 Prozent ein, nachdem sie allerdings am Freitag wegen Übernahmespekulationen um rund 27 Prozent nach oben geschnellt waren. Den Kurssprung hatte ein Bericht des "Manager Magazins" ausgelöst. Dem zufolge ist der Kohlenstoffspezialist ins Visier des chinesischen Chemiekonzerns Chemchina geraten. Es soll schon diverse Gespräche mit SGL-Chef Jürgen Köhler und Großaktionärin Susanne Klatten gegeben haben, hatte es unter Berufung auf Unternehmenskreise geheißen.

CAPITAL STAGE GREIFT NACH CHORUS

Im SDax gaben die Anteilsscheine des Windkraftanlagen- und Solarparkbetreibers Capital Stage um knapp 5 Prozent nach, während die Aktien des Börsenneulings Chorus Clean Energy um 15,10 Prozent auf 9,40 Euro hochsprangen. Capital Stage will den kleineren Wettbewerber zu mindestens 50 Prozent plus einer Aktie übernehmen und so zu einem der größten Solarpark- und Windkraftanlagenbetreiber in Deutschland werden. Dafür bietet Capital Stage den Aktionären von Chorus 5 eigene Aktien für je 3 von Chorus an.

Am MDax-Ende sackten die Aktien von DMG Mori um knapp 5 Prozent ab. Die Höhe der Abfindung für die Minderheitsaktionäre im Rahmen des geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der japanischen DMG Mori wird wohl geringer als erwartet ausfallen. DMG Mori, früher Gildemeister, war schrittweise von Mori Seiki (der japanischen DMG Mori heute) übernommen worden und gehört nun zu mehr als 75 Prozent zu dem japanischen Unternehmen.

RIB Software gewannen im TecDax fast 4 Prozent, nachdem der Bausoftware-Spezialist Aufträge aus Singapur und China für seine iTWO-Technologie bekannt gab sowie eine Allianz mit dem IT-Dienstleister Wipro. Dieser werde auf Basis der iTWO-Technologie Rundum-Dienstleistungen anbieten im Bereich Energie, Versorger und Infrastrukturindustrie sowie im Ingenieur- und Bauwesen, hieß es./ck/fbr

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

30.05.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Übernahmefantasien sorgen für gute Stimmung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem verhaltenen Handelsstart hat der Dax am Montag bei dünnem Handelsvolumen zugelegt. Bewegung kam vor allem durch Übernahmethemen in den Markt. Im frühen Geschäft gewann der deutsche Leitindex 0,31 Prozent auf 10 318,41 Punkte und baute damit sein fast vierprozentiges Plus aus der vergangenen Woche weiter aus. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montagmorgen 0,11 Prozent auf 20 787,11 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,15 Prozent auf 1692,77 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit plus 0,02 Prozent auf der Stelle.

Da in London und New York die Börsen feiertagsbedingt geschlossen bleiben, dürfte das Handelsvolumen auch im weiteren Tagesverlauf recht gering bleiben. Impulse könnten am späteren Vormittag konjunkturseitig durch Daten zum Wirtschaftsvertrauen der EU-Kommission im Mai ausgehen, von denen die LBBW etwa eine weitere Verbesserung erwartet. Aussagen der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen zur Wirtschaftslage und der weiteren Zinspolitik in den USA vom Freitagabend sorgten an diesem Morgen dagegen nicht für besondere Kursausschläge. Angesichts gestiegener US-Börsen am Freitag aber scheint eine mögliche Zinsanhebung vor dem Hintergrund sich verbessernder Wirtschaftsdaten an Schrecken zu verlieren.

An den Finanzmärkten hätten Yellens Äußerungen weiterhin keine Klarheit gebracht, ob die Federal Reserve bereits im Juni an der Zinsschraube drehen werde, sagte etwa Analyst Christian Henke vom Broker IG.

BAYER BLEIBEN IM FOKUS

Unternehmensseitig waren Übernahmespekulationen und -vorhaben das Hauptthema. Bei Bayer etwa wird gerätselt, ob der Pharma- und Chemiekonzern seine Offerte für den US-Saatgutkonzern Monsanto aufstocken wird. Wie die "Sunday Times" aus Kreisen der Londoner Finanzwelt berichtete, könnte ein von den Leverkusenern auf bis zu 130 US-Dollar je Aktie nachgebessertes Angebot für Monsanto bereits Anfang dieser Woche auf den Tisch kommen. Die bisherige Offerte beträgt 122 Dollar je Aktie und war von Monsanto erst kürzlich als "finanziell nicht angemessen" abgelehnt worden. Die Bayer-Papiere rückten um 0,67 Prozent vor.

Im SDax gaben die Anteilsscheine des Windkraftanlagen- und Solarparkbetreibers Capital Stage um knapp 3 Prozent nach, während die Aktien des Börsenneulings Chorus Clean Energy um 16,43 Prozent auf 9,509 Euro hochsprangen. Capital Stage will den kleineren Wettbewerber übernehmen und so zu einem der größten Solarpark- und Windkraftanlagenbetreiber in Deutschland werden. Dafür bietet Capital Stage den Aktionären von Chorus je 5 eigene Aktien für je 3 Chorus-Aktien an. Das Umtauschverhältnis bedeutet laut Capital Stage eine Prämie von 36 Prozent im Vergleich zum jeweiligen volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate von Chorus und Capital Stage vor Bekanntgabe des Gebots.

Die Papiere der SGL Group büßten derweil am SDax-Ende um etwas mehr als 11 Prozent ein, nachdem sie allerdings am Freitag wegen Übernahmespekulationen um rund 27 Prozent nach oben geschnellt waren. Den Kurssprung hatte ein Bericht des "Manager Magazins" ausgelöst. Dem zufolge ist der Kohlenstoffspezialist ins Visier des chinesischen Chemiekonzerns Chemchina geraten. Es soll schon diverse Gespräche mit SGL-Chef Jürgen Köhler und Großaktionärin Susanne Klatten gegeben haben, hatte es unter Berufung auf Unternehmenskreise geheißen.

DMG AM MDAX-ENDE

Darüber hinaus büßten die Aktien von DMG Mori am Ende des MDax rund 5 Prozent ein. Die Höhe der Abfindung für die Minderheitsaktionäre im Rahmen des geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der japanischen DMG Mori wird wohl geringer als erwartet ausfallen. DMG Mori, früher Gildemeister, war schrittweise von Mori Seiki (der japanischen DMG Mori heute) übernommen worden und gehört nun zu mehr als 75 Prozent zu dem japanischen Unternehmen.

RIB Software gewannen im TecDax etwa mehr als 3 Prozent. Der Bausoftware-Spezialist gab eine Allianz mit Wipro bekannt. Der IT-Dienstleister werde auf Basis der iTWO-Technologie von Rib Software Rundum-Dienstleistungen anbieten im Bereich Energie, Versorger und Infrastrukturindustrie sowie im Ingenieur- und Bauwesen./ck/stb

30.05.2016

Aktien Frankfurt Eröffnung: Atempause nach gut gelaufener Vorwoche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Montag zum Handelsstart kaum vom Fleck gekommen. Da die Börsen in London und New York feiertagsbedingt geschlossen bleiben, dürfte das Handelsvolumen zum Wochenstart recht gering sein. In den ersten Minuten gewann der deutsche Leitindex 0,06 Prozent auf 10 292,31 Punkte, nachdem er allerdings in der vergangenen Woche kräftig Gas gegeben hatte und um fast 4 Prozent gestiegen war.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Montagmorgen 0,10 Prozent auf 20 831,46 Punkte, während es für den Technologiewerte-Index TecDax um 0,32 Prozent auf 1695,59 Punkte nach oben ging. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,03 Prozent auf 3077,47 Punkte./ck/fbr

30.05.2016

Aktien Frankfurt Ausblick: Freundlicher Auftakt erwartet - Bayer bleibt im Fokus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt auf freundliche Überseebörsen dürfte die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zum Wochenstart gut bleiben. Da die Börsen in London und New York feiertagsbedingt geschlossen bleiben, wird allerdings mit einem ruhigen Handelstag gerechnet. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Montag knapp eine Stunde vor dem Börsenstart ein Plus von 0,13 Prozent auf 10 300 Punkte. Beim EuroStoxx 50 deutete sich ein kaum veränderter Auftakt an.

In der vergangenen Woche hatte der Dax bereits insgesamt 3,7 Prozent zugelegt und war am Freitag auf Schlusskurs-Basis auf den höchsten Stand seit knapp einem Monat geklettert. Auch der Leitindex der Eurozone hatte in den letzten fünf Handelstagen knapp 4 Prozent hinzugewonnen.

UNEINS ÜBER BEDEUTUNG DER YELLEN-REDE FÜR ZINSSCHRITT IM JUNI

Am Freitagabend (MESZ) hatte sich die US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen zur Wirtschaftslage und der weiteren Zinspolitik in den USA geäußert. Während einer Veranstaltung der Harvard University in Cambridge sagte sie, dass das Wachstum in den Vereinigten Staaten anzuziehen und sich der Arbeitsmarkt weiter zu verbessern scheine. Mit Blick auf die kommenden Monate fügte sie dann an: "Wenn das anhält, was ich erwarte, dann wäre ein graduelle und vorsichtige Zinsanhebung angemessen."

An den Finanzmärkten sei man sich nach diesen Äußerungen weiterhin uneinig, ob die Fed bereits im Juni an der Zinsschraube drehen werde, kommentierte Analyst Christian Henke vom Broker IG. Insgesamt sehe es aber so aus, dass eine mögliche Zinserhöhung vor dem Hintergrund sich verbessernder Wirtschaftdaten an Schrecken verliere.

BAYER BLEIBEN IM FOKUS

Unter den Einzelwerten könnte es vor allem mit Blick auf Bayer spannend bleiben. Es wird gerätselt, ob der Pharma- und Chemiekonzern, dessen Aktien vorbörslich beim Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz (L&S) um 0,84 Prozent stiegen, seine Offerte für den US-Saatgutkonzern Monsanto aufstocken wird. Wie die "Sunday Times" aus Kreisen der Londoner Finanzwelt berichtete, könnte ein von den Leverkusenern auf bis zu 130 US-Dollar je Aktie nachgebessertes Angebot für Monsanto bereits Anfang dieser Woche auf den Tisch kommen. Die bisherige Offerte beträgt 122 Dollar je Aktie und war von Monsanto erst kürzlich als "finanziell nicht angemessen" abgelehnt worden.

Die Papiere der SGL Group büßten derweil bei L&S etwas mehr als 5 Prozent ein, nachdem sie allerdings am Freitag wegen Übernahmespekulationen um rund 27 Prozent nach oben geschnellt waren. Den Kurssprung hatte ein Bericht des "Manager Magazins" ausgelöst. Dem zufolge ist der Kohlenstoffspezialist ins Visier des chinesischen Chemiekonzerns Chemchina geraten. Es soll schon diverse Gespräche mit SGL-Chef Jürgen Köhler und Großaktionärin Susanne Klatten gegeben haben, hatte es unter Berufung auf Unternehmenskreise geheißen.

Rib Software gewannen vorbörslich rund 3 Prozent. Der Bausoftware-Spezialist gab eine Allianz mit Wipro bekannt. Der IT-Dienstleister werde auf Basis der iTWO-Technologie von Rib Software Rundum-Dienstleistungen anbieten im Bereich Energie, Versorger und Infrastrukturindustrie sowie im Ingenieur- und Bauwesen./ck/fbr

30.05.2016

WOCHENAUSBLICK: Anleger lassen sich vom Optimismus der US-Notenbank anstecken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank des Rückenwindes aus den USA dürften die Anleger optimistisch in die neue Woche gehen. "Eine mögliche Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten hat ihren Schrecken verloren", schrieb Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Die Investoren seien erleichtert darüber, dass die US-Wirtschaft nun stark erscheine für einen kleinen Zinsschritt im Sommer. Eine Fortsetzung der Zinswende nach einer langen Phase der Nullzinspolitik sei dann für die Aktienmärkte eher ein Zeichen der Stärke als ein Problem, so Saurenz. Vor kurzem noch wurde die Erwartung steigender Zinsen negativ für Aktien gewertet, weil Anleihen relativ attraktiver werden.

Derartige Sorgen sind aktuell offenbar kaum ein Thema mehr. Zuversicht verbreitet vielmehr Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin "Index-Radar": Seiner Auffassung nach fehlt derzeit zwar noch eine Bestätigung für einen langfristigen Trendumschwung, doch zumindest kurzfristig scheine der Markt nach oben gedreht zu haben. Bereits seit mehreren Tagen ziehe die Nachfrage kontinuierlich an, so dass der deutsche Leitindex Dax inzwischen aus seiner jüngsten Lethargie erwachen konnte.

Vertreter der US-Notenbank (Fed) plädieren mittlerweile offen für eine Leitzinserhöhung: "Die jüngste Kommunikationsoffensive der Fed hat klar gemacht, dass in der US-Notenbank grundsätzlich eine Tendenz zu höheren Zinsen besteht", schrieb Analyst Christoph Balz von der Commerzbank. Sollte die Notenbank dann tatsächlich bereits im Juli und nicht erst im Dezember zur Tat schreiten, wäre der Schock für den Markt nicht mehr so groß.

Nach einem ruhigen Wochenstart - die Märkte in den USA und auch in Großbritannien bleiben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen - dürfte die Fed die Konjunkturdaten genau daraufhin abklopfen, ob sich die Wirtschaft tatsächlich belebt. Traditionell rückt am Freitag der monatliche Jobbericht hierbei besonders in den Fokus. Die Notenbank hofft, dass sich der Arbeitsmarkt weiter stabilisiert. Zudem dürften die Anleger der Commerzbank zufolge auch den ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für Mai stark beachten. Dieses Barometer steht am Mittwoch auf der Agenda.

Am Donnerstag meldet sich die Europäische Zentralbank mit einer Pressekonferenz nach dem Zinsentscheid zu Wort. Zinserhöhungen würden bei dem Treffen gewiss kein Thema sein, schrieb Analyst Christian Apelt von der Landesbank Helaba. Vielmehr werde die Notenbank ihre sehr expansive Geldpolitik wohl unverändert lassen. Das Billiggeld der Notenbanken ist bereits seit Jahren die wichtigste Triebfeder für den Aktienmarkt.

Allerdings warnen Marktbeobachter auch vor zu viel Blauäugigkeit am Aktienmarkt. Schließlich rückt die Volksabstimmung über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") immer näher. Experten zufolge könnte ein Brexit die Finanzmärkte kräftig durchschütteln.

Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Großbritanniens liege den Wettquoten zufolge zwar bei kaum 20 Prozent, schrieb Apelt. Allerdings sei es verfrüht, das Referendum am 23. Juni schon als entschieden anzusehen. Zum einen könnte diese Momentaufnahme trügen, zum anderen könnten in den kommenden vier Wochen unvorhergesehene Ereignisse das Blatt noch wenden.

Auf Unternehmensseite sollten sich die Anleger den Dienstag vormerken. Dann wird Volkswagen (VW) seine Quartalszahlen vorlegen. Der Abgas-Skandal dürfte auch im neuen Jahr seine Spuren in der Bilanz des Autobauers hinterlassen haben. Zudem berichten der Betreiber von Solarkraftwerken und Windparks Capital Stage , die Internet-Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet und der Möbelhändler Steinhoff über ihre Geschäfte im ersten Jahresviertel.

Ferner lohnt sich ein Blick auf Schaeffler . Der Autozulieferer steht wohl vor dem Sprung in den MDax . Den Platz räumen müsste voraussichtlich die Paderborner Wincor Nixdorf . Wegen der fortschreitenden Übernahme durch den US-Geldautomatenhersteller Diebold würden nicht mehr alle erforderlichen Kriterien für einen Verbleib im Index der mittelgroßen Werte erfüllt. Die Entscheidung über etwaige Indexveränderungen fällt am Freitag nach Börsenschluss. Professionelle Investoren positionieren sich jedoch bereits zuvor entsprechend und können damit die Kurse der betroffenen Unternehmen stark bewegen./la/fat/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

31.05.2016

Neuer Ministerrücktritt in Brasilien wegen Abhörskandal

BRASÍLIA (dpa-AFX) - Brasiliens Interimpräsident Michel Temer hat eine Woche nach der Entlassung seines Planungsministers ein zweites Kabinettsmitglied verloren. Transparenz-Minister Fabiano Silveira reichte am Montag seinen Rücktritt ein, nachdem anhand eines Mitschnitts am Wochenende bekannt geworden war, dass er sich kritisch gegenüber den laufenden Korruptionsermittlungen geäußert hatte.

Laut Mitschnitt, der vor Silveiras Ernennung zum Minister aufgezeichnet wurde, riet er dem Senatspräsidenten Renan Calheiros, wie er sich gegenüber der Staatsanwaltschaft verhalten sollte, um die gegen ihn laufenden Ermittlungen zu neutralisieren. Planungsminister Romero Jucá hatte vor einer Woche wegen eines ähnlichen Abhörskandals seinen Posten verloren. Er hatte angekündigt, die Ermittlungen der Bundespolizei zu stoppen.

Beide Gespräche waren vor dem Kabinettseinzug von Jucá und Silveira von einem ehemaligen Manager einer Tochtergesellschaft des staatlich kontrollierten Erdölkonzerns Petrobras aufgezeichnet worden. Der Mann ist selbst schwer in der Korruptionsaffäre um Petrobras verwickelt. Er hat sich gegen eine Strafmilderung zur Mitarbeit mit der Staatsanwaltschaft bereit erklärt.

Dilma Rousseffs Vizepräsident Temer hat Anfang Mai die suspendierte linke Staatschefin abgelöst und eine konservative Regierung gebildet. Rousseff werden Tricksereien zur Verschleierung der Defizithöhe vorgeworfen. Das wird nun juristisch geprüft, im Herbst wird der Senat über eine endgültige Absetzung entscheiden./am/DP/zb

30.05.2016

Wettbewerbs-Ranking sieht Hongkong vor USA - Deutschland Zwölfter

LAUSANNE (dpa-AFX) - Die USA haben nach einem neuen Ranking ihre Position als Land mit der besten Wettbewerbsfähigkeit an Hongkong verloren. Hinter dem zu China gehörenden Hongkong rangiere die Schweiz noch vor den USA auf dem zweiten Platz, teilte das IMD Weltwettbewerbs-Zentrum im schweizerischen Lausanne am Montagabend mit. Für die Liste wurden 340 Kriterien wie Infrastruktur und Effektivität der Behörden herangezogen sowie Gespräche mit mehr als 5000 Managern ausgewertet.

Vor Deutschland (12.) liegen in Europa noch Länder wie Schweden, Dänemark, Niederlande, Irland und Norwegen. Stark aufgeholt haben Lettland (37.), die Slowakei (40.) und Slowenien (43.). Die Länder unter den Top 20 legten alle großen Wert auf unternehmerfreundliche Regulierungen, gute Infrastruktur und effiziente Institutionen, sagte der Direktor des IMD-Zentrums, Arturo Bris. "Diese Qualitäten werden zunehmend in Osteuropa anerkannt." Tschechien (27.) sei dort die wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft.

Deutschland liegt in der seit 1989 erstellten Rangliste noch deutlich vor Frankreich (32.), Spanien (34.) und Italien (35.) Die Studie zeigt auch einen Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit in Asien. Mit Ausnahme von Hongkong und Singapur hätten Länder wie Taiwan, Malaysia, Südkorea und Indonesien Plätze eingebüßt. In Südamerika sei allein Chile ein Land mit recht guter Wettbewerbsfähigkeit (36.)/mrd/DP/jha

30.05.2016

WDH: Umstrittene TTIP-Verhandlungen sollen Thema bei EU-Gipfel werden

(Tippfehler im letzten Satz des 1. Absatzes behoben)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Zukunft der umstrittenen Freihandelsgespräche mit den USA soll Thema beim EU-Gipfel Ende Juni werden. Nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sei es an der Zeit, dass die Staats- und Regierungschefs erneut darüber diskutierten, wo die Verhandlungen über TTIP stehen und wohin sie führen sollen, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel. "Wir müssen sicher stellen, dass wir alle in dieselbe Richtung rudern."

Die Gespräche über das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) waren zuletzt durch das Bekanntwerden geheimer Verhandlungspapiere belastet worden. Verbraucher- und Umweltschützer werteten die Dokumente als weiteren Beleg dafür, dass durch das Abkommen europäische Standards gesenkt werden könnten. Die EU-Kommission und die Bundesregierung widersprechen dieser Sichtweise. Sie betonen, dass die EU keine Verwässerung von Standards akzeptieren werde.

Eine Grundsatzeinigung über TTIP soll eigentlich bis Ende dieses Jahres stehen. In etlichen EU-Staaten gibt es aber mittlerweile große Zweifel, ob der Fahrplan angesichts der noch immer weit auseinanderliegenden Positionen von EU und USA haltbar ist. Die für die EU verhandelnde EU-Kommission will jetzt von den Staats- und Regierungschefs ein klares Signal, dass sie weiter hinter dem Vorhaben stehen.

Mit der "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP) soll der weltgrößte Wirtschaftsraum mit rund 800 Millionen Verbrauchern entstehen./aha/DP/jha

30.05.2016

Umstrittene TTIP-Verhandlungen sollen Thema bei EU-Gipfel werden

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Zukunft der umstrittenen Freihandelsgespräche mit den USA soll Thema beim EU-Gipfel Ende Juni werden. Nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sei es an der Zeit, dass die Staats- und Regierungschefs erneut darüber diskutierten, wo die Verhandlungen über TTIP stehen und wohin sie führen sollen, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel. "Wir müssen sicher stellen, dass wird alle in dieselbe Richtung rudern."

Die Gespräche über das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) waren zuletzt durch das Bekanntwerden geheimer Verhandlungspapiere belastet worden. Verbraucher- und Umweltschützer werteten die Dokumente als weiteren Beleg dafür, dass durch das Abkommen europäische Standards gesenkt werden könnten. Die EU-Kommission und die Bundesregierung widersprechen dieser Sichtweise. Sie betonen, dass die EU keine Verwässerung von Standards akzeptieren werde.

Eine Grundsatzeinigung über TTIP soll eigentlich bis Ende dieses Jahres stehen. In etlichen EU-Staaten gibt es aber mittlerweile große Zweifel, ob der Fahrplan angesichts der noch immer weit auseinanderliegenden Positionen von EU und USA haltbar ist. Die für die EU verhandelnde EU-Kommission will jetzt von den Staats- und Regierungschefs ein klares Signal, dass sie weiter hinter dem Vorhaben stehen.

Mit der "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP) soll der weltgrößte Wirtschaftsraum mit rund 800 Millionen Verbrauchern entstehen./aha/DP/jha

30.05.2016

Juncker verteidigt Reise nach Russland - Sanktionen werden verlängert

LUXEMBURG (dpa-AFX) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat seine für Juni geplante Reise ins russische St. Petersburg verteidigt. "Ich reise nicht nach Moskau, sondern zu einem Wirtschaftsgipfel", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines Treffens der christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) in Luxemburg. Zur Frage, ob er den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen werde, sagte er: "Ich rede mit denen, die da sind." Die Sanktionen der EU gegen Russland würden im Juli verlängert

Russland kritisiert die Strafmaßnahmen, die die EU wegen der Annexion der Krim und wegen der militärischen Unterstützung prorussischer Separatisten in der Ostukraine verhängt hatte. "Ich finde es wichtig, dass man zumindest in ökonomischen Fragen versucht, sich mit Russland wieder anzunähern. Aber in St. Petersburg wird es zu keiner Aufweichung europäischer Positionen kommen", sagte der Kommissionspräsident. "Wir werden die Sanktionen gegen Russland verlängern und wir werden deutlich machen, dass wir mit dem Vorgehen von Russland in der Ukraine und auf der Krim in keiner Hinsicht einverstanden sind", sagte Juncker./eb/DP/jha

30.05.2016

Neue Freihandelsgespräche zwischen EU und Mexiko starten Mitte Juni

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU und Mexiko starten Mitte Juni die Gespräche über ein neues Freihandelsabkommen. Ziel ist es, den seit dem Jahr 2000 bestehenden Vertrag grundlegend zu modernisieren. Das Wirtschaftswachstum in der Union solle angekurbelt und Unternehmen wettbewerbsfähiger werden, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström nach einem Treffen mit dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo Villarreal am Montag in Brüssel. Mit einem neuen Abkommen sollen ihren Angaben nach zudem neue Arbeitsplätze entstehen und Verbraucher mehr Auswahl haben.

Aus der EU wurden 2015 Waren im Wert von knapp 34 Milliarden Euro nach Mexiko exportiert. In die andere Richtung gingen Waren im Wert von knapp 20 Milliarden Euro. Die Europäische Union war zuletzt mit 8 Prozent des Außenhandels der drittwichtigste Handelspartner Mexikos nach den USA (67 Prozent) und China (9 Prozent). Bei den größten Handelspartnern der EU steht Mexiko an fünfzehnter Stelle.

Seit Inkrafttreten des Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko hat sich der Warenhandel nach Angaben der Kommission fast verdreifacht./vge/DP/jha

30.05.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 30.05.2016

Eurozone: Wirtschaftsstimmung hellt sich deutlich auf

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Mai deutlich aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg um 0,7 Punkte auf 104,7 Zähler, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Mittel mit einem Zuwachs auf 104,4 Punkte gerechnet. Der Vormonatswert wurde leicht nach oben korrigiert.

ROUNDUP/Inflation in Deutschland bleibt im Keller: 0,1 Prozent im Mai

WIESBADEN - Günstige Energiepreise halten die Teuerung in Deutschland im Keller. Im Mai lagen die Verbraucherpreise gerade einmal um 0,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag anhand vorläufiger Zahlen mitteilte.

ROUNDUP: Japans Regierung plant offenbar Verschiebung der Mehrwertsteuererhöhung

TOKIO/FRANKFURT - Japans Regierung will sich offenbar bei der umstrittenen Erhöhung der Mehrwertsteuer mehr Zeit lassen. Regierungschef Shinzo Abe werde einen eigentlich für das kommende Jahr geplanten Anstieg der Mehrwertsteuer womöglich um zweieinhalb Jahre verschieben, sagte Hakubun Shimomura, ein Berater von Abe, am Sonntag im japanischen Fernsehen.

Deutschland: Einfuhrpreise fallen so stark wie seit sechseinhalb Jahren nicht

WIESBADEN - Der Trend fallender Preise für nach Deutschland importierte Güter hat sich fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, lagen die Einfuhrpreise im April 6,6 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Das war der stärkste Rückgang seit Oktober 2009. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Rückgang um 6,2 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich gingen die Einfuhrpreise leicht um 0,1 Prozent zurück.

Frankreich: Konsumausgaben sinken überraschend

PARIS - In Frankreich sind die Konsumausgaben im April erstmals in diesem Jahr wieder etwas gesunken. Im Vergleich zum Vormonat seien die Ausgaben um 0,1 Prozent gefallen, teilte das Statistikbüro Insee am Montag mit. Dies ist der erste Rückgang seit fünf Monaten. Volkswirte hatten eine Stagnation erwartet. Allerdings revidierte Insee den März-Anstieg kräftig nach oben, von zuvor 0,2 Prozent auf 1,1 Prozent.

Frankreichs Wirtschaft gewinnt überraschend stark an Fahrt

PARIS - Die französische Wirtschaft hat zu Beginn des Jahres überraschend stark an Schwung gewonnen. Im ersten Quartal sei die Wirtschaftsleistung zum Vorquartal um 0,6 Prozent gewachsen, teilte das Statistikamt Insee am Montag nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Schätzung hatten die Statistiker für die Monate Januar bis März nur ein Wachstum von 0,5 Prozent gemeldet. Bankvolkswirte hatten mit einer Bestätigung der ersten Schätzung gerechnet.

Spanien: Verbraucherpreise fallen etwas weniger stark

MADRID - In Spanien hat sich der deutliche Preisrückgang auf Verbraucherebene leicht abgeschwächt. Wie das Statistikamt INE am Montag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise nach europäischer Rechnung (HVPI) im Mai 1,1 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Im April hatte die Inflationsrate minus 1,2 Prozent betragen. Bankvolkswirte hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent.

ROUNDUP: Weiter Uneinigkeit zwischen Griechenland und Geldgebern

ATHEN - Die Rezession in Griechenland ist stärker als ursprünglich angenommen. Am Montag gab das griechische Statistikamt Elstat für das erste Quartal des laufenden Jahres einen Rückgang des Bruttosozialprodukts (BIP) von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bekannt. In einer ersten Schätzung war noch von minus 1,3 Prozent ausgegangen worden. Gleichzeitig steht beim neuen griechischen Sparpaket als Voraussetzung für weitere Hilfsmilliarden eine Einigung zwischen der Regierung in Athen und den Gläubigern weiter aus - obwohl die Europartner erst vor wenigen Tagen eine neue Auszahlung von 10,3 Milliarden Euro an das pleitebedrohte Land beschlossen hatten.

ROUNDUP: Militante Aktivisten sprengen in Nigeria Ölpipeline

KANO - Die militante Gruppe Niger Delta Avengers hat erneut in Nigerias ölreichem Niger Delta Anschläge auf Ölanlagen verübt. Die militante Gruppe sprengte am Samstag wichtige Ölpipelines im Bundesstaat Bayelsa, wie die örtliche Regierung gegenüber der nigerianischen Nachrichtenagentur NAN bestätigte. Regierungssprecher Jonathan Obuebite verurteilte die Angriffe und wies auf die wirtschaftlichen Schäden für das Land und die Region hin. Während das Militär nun verstärkt die Angreifer verfolgt, sendet Präsident Muhammadu Buhari gemischte Signale aus.

US-Notenbankpräsidentin: Zinserhöhung in kommenden Monaten angemessen

CAMBRIDGE - US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen hat sich für eine weitere Zinserhöhung in den USA ausgesprochen und einen Zinsschritt in naher Zukunft angedeutet. Eine Erhöhung "könnte wahrscheinlich in den nächsten Monaten angemessen sein", sagte Yellen am Freitag in einer Rede an der Harvard-Universität in Cambridge, Massachusetts. Nach einem schwachen Jahresauftakt wachse die US-Wirtschaft stetig und der Arbeitsmarkt habe sich verbessert.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/tos

30.05.2016

ROUNDUP: Koalition einigt sich wieder nicht über Steueranreize für Wohnungsbau

BERLIN (dpa-AFX) - Im Koalitionsstreit über Steueranreize zur Ankurbelung des Mietwohnungsbaus zeichnet sich keine Einigung ab. Finanzpolitiker von SPD und CDU/CSU konnten sich am Montag in Berlin erneut nicht verständigen. Die ursprünglich für diese Woche angestrebte Lösung im Finanzausschuss des Bundestages wurde damit erneut vertagt.

Die Union lehnt die von der SPD geforderte Mietpreisobergrenze ebenso ab wie gekürzte Fördergrenzen bei gleichzeitiger Ausweitung der Förderung auf den teureren Umbau etwa von Dachgeschossen und die Umwidmung von Immobilien zu Wohnungen.

Die Bundesregierung will mit einer Sonderabschreibung über drei Jahre Privatinvestoren für den Mietwohnungsbau in angespannten Regionen gewinnen. Ziel ist es, vor allem Mietwohnungen im unteren und mittleren Preissegment zu bauen. Daher soll bei der Förderung eine Obergrenze gesetzt werden. Nach dem Regierungsentwurf können Investoren je Quadratmeter bis zu 2000 Euro Baukosten geltend machen. Übersteigen die Kosten 3000 Euro, gibt es keine Förderung.

Der Bundesrat schlug eine Kappungsgrenze von 2600 Euro vor. Die förderfähige Bemessungsgrundlage sollte auf einen Höchstbetrag von 1800 Euro je Quadratmeter Wohnfläche begrenzt werden.

SPD-Finanzpolitikerin Cansel Kiziltepe erklärte, ohne eine Mietpreisobergrenze würden die Begünstigungen auf Kosten der Steuerzahler noch ein Brandbeschleuniger bei den Mietpreisen. Zudem sollten die Obergrenzen der Förderung gesenkt und solle die Steuerbegünstigung auch für umgewidmete Büroflächen möglich sein.

In der Union wird argumentiert, eine Mietpreisobergrenze würde den Nutzen der Sonderabschreibung zunichte machen. Zudem sei die Umwidmung von Immobilien teurer als der Neubau, weshalb dann nicht gleichzeitig Kappungsgrenzen gesenkt werden könnten.

Das SPD-geführte Bundesbauministerium pocht auf eine Verständigung. Eine Einigung sei wichtig, da die steuerliche Abschreibung ein wichtiges Instrument zur Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus sei./sl/DP/jha

30.05.2016

Immer weniger 500er im Umlauf - Bundesbank: Bargeld bleibt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Beschluss zur Abschaffung des 500-Euro-Scheins zeigt offensichtlich Wirkung: Nach jüngsten Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Zahl der im Umlauf befindlichen 500er stetig abgenommen, seit die Diskussion über das Aus für die größte der sieben Euro-Banknoten Anfang des Jahres Fahrt aufgenommen hatte. Waren Ende 2015 noch 614 Millionen Stück des lilafarbenen Geldscheins im Umlauf, sank die Zahl auf 588 Millionen Stück im April.

Anfang Mai hatte die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen, die Ausgabe des 500-Euro-Scheins "gegen Ende 2018" einzustellen. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben aber gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein.

"Der Produktionsstopp für die 500-Euro-Banknote ist kein Einstieg in die Abschaffung des Bargeldes", betonte die Bundesbank am Montag in Frankfurt. "Die Bundesbank bekennt sich weiterhin klar zum Bargeld." Die Notenbank bekräftigte ihre Zweifel, "ob eine Abschaffung der 500-Euro-Banknoten tatsächlich einen Beitrag zur Kriminalitäts- oder Terrorbekämpfung leisten" kann, wie Befürworter argumentieren.

Die Bundesbank hatte sich dafür stark gemacht, dass die überarbeitete Euro-Serie wieder 100- und 200-Euro-Banknoten enthalten wird. Vor allem in Ländern außerhalb des Euroraums mit vergleichsweise hohen Inflationsraten wie der Ukraine, der Türkei, Russland oder Venezuela nutzen Anleger neben dem Dollar auch den Euro, um Vermögen vor Geldentwertung zu schützen. Schätzungen zufolge befindet sich etwa die Hälfte der Euro-Banknoten außerhalb des Euroraums. Ende März 2016 waren Euro-Scheine im Gesamtwert von 1,07 Billionen Euro im Umlauf - eine Verfünffachung seit Einführung des Euro-Bargeldes 2002./ben/DP/jha

30.05.2016

ROUNDUP: EU-Kommissionschef Juncker trifft Putin bei Wirtschaftsforum

BRÜSSEL/MOSKAU (dpa-AFX) - In der tiefsten Krise zwischen der EU und Russland seit Jahrzehnten will EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zum Wirtschaftsforum nach St. Petersburg reisen (16. bis 18. Juni). Juncker habe eine Einladung zu der renommierten internationalen Konferenz bekommen, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel. Russland verbinde mit dem Besuch die Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen zur EU, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin werde vorbereitet, sagte er.

Die Krim-Annexion durch Russland hatte die schwerste Krise in den Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen seit dem Ende des Kalten Krieges ausgelöst. Russland hatte der benachbarten Ukraine die Schwarzmeerhalbinsel im März 2014 entrissen. Die Bundesregierung wie auch EU und USA sehen darin einen Völkerrechtsbruch und haben schmerzhafte Sanktionen gegen das Riesenreich verhängt.

Beobachter erwarten Junckers Besuch mit Spannung, weil die EU bis Ende Juli über eine Verlängerung der Strafmaßnahmen entscheiden muss. Die Mitgliedstaaten streiten darüber, ob die Sanktionen gelockert werden könnten. Juncker gilt in der Diskussion als sanktionskritisch. Die EU solle sich um "ein korrekteres Verhältnis" zu Russland bemühen, hatte er bereits im Herbst gesagt.

"Die Verschlechterung in der Sanktionsrethorik sowie die Ablehnung von Gesprächen und Zusammenarbeit auf zahlreichen Gebieten (durch die EU) - das alles hat natürlich einen negativen Einfluss", schilderte Kremlsprecher Peskow das zerrüttete Verhältnis. Putin habe immer wieder seine Gesprächsbereitschaft betont. Zugleich gab sich Peskow zurückhaltend: "Das nachlassende Vertrauen muss wieder hergestellt werden. Dafür braucht es Zeit, das gelingt nicht in einer Nacht."

Beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg solle es in diesem Jahr vor allem auch um die Beziehungen zwischen EU und Russland gehen, kündigte Peskow an. Unter anderem sei eine öffentliche Diskussionsrunde zu dem Thema mit Außenminister Sergej Lawrow geplant. Kremlberater Juri Uschakow kündigte zudem bilaterale Treffen Putins mit dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi sowie dem kasachischen Staatschef Nursultan Nasarbajew an.

Das jährliche Petersburger Forum ist die wichtigste Wirtschaftskonferenz Russlands und Moskaus Gegenentwurf zum Weltwirtschaftsforum im Schweizer Kurort Davos. Der Kreml will damit vor allem dringend benötigte ausländische Investitionen ins Land locken und eigene Konzerne im Glanz der ehemaligen Zarenmetropole präsentieren. "Das Forum ist eine hervorragende Gelegenheit zum Uhrenvergleich mit internationalen Wirtschaftsvertretern", meinte Peskow.

Im vergangenen Jahr hatten westliche Konzernchefs das Forum wegen der Ukraine-Krise weitgehend gemieden. Der wichtigste Gast war 2015 der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras.

Juncker werde beim Wirtschaftsforum die Gelegenheit nutzen, der russischen Führung die europäische Sicht auf den aktuellen Stand der Beziehungen darzulegen, hieß es aus Brüssel. Der Luxemburger reist zum ersten Mal als EU-Kommissionspräsident nach Moskau. Er hatte das Amt 2014 nach der Eskalation der Ukraine-Krise übernommen./tjk/aha/DP/jha

30.05.2016

AKTIEN IM FOKUS 2: Offerte von Capital Stage kommt bei Chorus-Aktionären gut an

(neu: Schlusskurse, Analystenkommentar DZ Bank)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Noch nicht lang an der Börse, sind die Aktien von Chorus Clean Energy bereits als Übernahmeziel gefragt. Die Aktionäre des im Oktober 2015 aufs Parkett gegangenen Windkraftanlagen- und Solarparkbetreibers freut's: Die Papiere reagierten am Montag mit einem kräftigen Kursgewinn auf das Übernahmeangebot des größeren Wettbewerbers Capital Stage .

Letztlich sprangen sie um 15,10 Prozent auf 9,40 Euro hoch. Die Anteilsscheine des Wettbewerbers Capital Stage büßten im SDax hingegen 2,39 Prozent auf 6,236 Euro ein.

Capital Stage will mit der Übernahme von mindestens 50 Prozent plus einer Aktie einer der größten Solarpark- und Windkraftanlagenbetreiber in Deutschland werden. Dafür bietet der Konzern für je 3 Aktien von Chorus 5 eigene Anteilscheine. Auf Basis der volumengewichteten Durchschnittskurse beider Unternehmen in den vergangenen drei Monaten vor Ankündigung der Offerte ergebe sich damit ein Wert je Chorus-Aktie von etwa 11,52 Euro. Zudem soll eine Dividende in Höhe von 18 Cent pro Aktie an die Chorus-Aktionäre ausgeschüttet werden.

KONSOLIDIERUNG SCHREITET VORAN

Die Übernahme zeigt laut Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner, dass die Konsolidierung im Solarsektor weiter voranschreitet. "Entweder die Unternehmen geben auf oder die überlebenden Gesellschaften werden aufgekauft." Die Branche der alternativen Energien befindet sich bereits seit geraumer Zeit in einer schwierigen Lage. So macht den deutschen Unternehmen etwa bei Solaranlagen die Billigkonkurrenz aus China zu schaffen. Zudem soll unter anderem der Ausbau des Windstroms gebremst werden.

Dass die Übernahme von Chorus klappen dürfte, hält Händler Lipkow für recht wahrscheinlich: "Die Zusage von bereits 15 Prozent der Chorus-Aktien durch dessen Management macht das Unterfangen für die Capital Stage AG leichter, zumal auch nur die Mindestmehrheit angestrebt wird", sagte er.

DZ BANK: CHORUS-ÜBERNAHME WÄRE FÜR CAPITAL STAGE SINNVOLL

Fundamental sei die Offerte von Capital Stage angesichts vergleichbarer Geschäftsmodelle und einer ähnlich hohen Profitabilität sinnvoll, sagte DZ-Bank-Analyst Sven Kürten. Der im angebotenen Aktientausch implizierte Preis erscheine nicht zu hoch. Kürten hält deshalb an seiner Kaufempfehlung für die Aktie fest./edh/ck/he

30.05.2016

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Fraport auf 52 Euro - 'Halten'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für Fraport nach Zahlen von 55 auf 52 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Flughafenbetreiber habe im ersten Quartal die Markterwartungen verfehlt, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Montag. Da Fraport wie viele andere Unternehmen nur noch eine abgespeckte Quartalsmitteilung statt eines Zwischenberichts veröffentliche, habe sich der Informationsgehalt deutlich reduziert./gl/la/fbr

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30.05.2016

ANALYSE-FLASH: Oddo Seydler hebt Ziel für WCM auf 3,40 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo Seydler hat das Kursziel für WCM nach Zahlen von 3,10 auf 3,40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Immobiliengesellschaft habe im ersten Quartal gut abgeschnitten, schrieb Analyst Manuel Martin in einer Studie vom Montag. Das Portfolio sei weiter gewachsen und der Ausblick für die operative Kennzahl FFO erscheine angesichts dessen konservativ. Das höhere Kursziel begründete der Experte mit seinen Erwartungen für 2018./gl/fat/fbr

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30.05.2016

ANALYSE-FLASH: Equinet belässt RIB Software auf 'Buy' - Ziel 12 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat RIB Software auf "Buy" mit einem Kursziel von 12 Euro belassen. Zwei attraktive Phase-II-Aufträge in Singapur und China für die iTWO-Technologie und die angekündigte Kooperation mit dem IT-Dienstleister Wipro seien gute Nachrichten und sollten die Marketing-Anstrengungen für diese Technologie beschleunigen, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Montag. Er sieht darin einen weiteren Schritt, iTWO zum Industriestandard zu machen. iTWO vereint Baumanagement mit 5D-Planung, deckt alle Schritte von der Planung über die Kalkulation bis zur Bauablaufsteuerung und Leistungskontrolle ab und erweitert dieses Spektrum um visuelle, modellbasierte Verfahren./mis/gl/fbr

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30.05.2016

ANALYSE-FLASH: Independent Research belässt HeidelbergCement auf 'Halten'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Independent Research hat HeidelbergCement nach der von der EU genehmigten Italcementi-Übernahme auf "Halten" mit einem Kursziel von 85 Euro belassen. Nun stehe nur noch die Zustimmung der US-Wettbewerbsbehörde FTC aus, bei der ebenfalls mit Auflagen zu rechnen sei, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Montag. Der Sanierungsfall Italcementi werde die Ergebnisentwicklung des Baufstoffkonzerns zunächst einmal belasten./edh/gl/fbr

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30.05.2016

ANALYSE-FLASH: Warburg belässt Heidelberger Druck auf 'Buy' - Ziel 3,55 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat Heidelberger Druck vor der Branchenmesse Drupa auf "Buy" mit einem Kursziel von 3,55 Euro belassen. Der Druckmaschinenhersteller habe dank umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich die Trendwende geschafft und stehe vor weiteren Verbesserungen, schrieb Analyst Eggert Kuls in einer Branchenstudie vom Montag. Dazu sei die Aktie attraktiv bewertet./gl/la/fbr

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30.05.2016

ANALYSE-FLASH: DZ Bank lässt Capital Stage auf 'Kaufen' - Fairer Wert 10,40 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat Capital Stage nach einem Übernahmeangebot für Chorus Clean Energy auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 10,40 Euro belassen. Fundamental sei die Offerte des Solarpark- und Windkraftanlagenbetreibers angesichts vergleichbarer Geschäftsmodelle und einer ähnlich hohen Profitabilität sinnvoll, schrieb Analyst Sven Kürten in einer Studie vom Montag. Der im angebotenen Aktientausch implizierte Preis erscheine nicht zu hoch./gl/edh/fbr

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30.05.2016

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Daimler auf 'Buy' - Ziel 85 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat Daimler nach Absatzzahlen für China auf "Buy" mit einem Kursziel von 85 Euro belassen. Mit einem Plus von 7 Prozent im April hätten sich die Autoverkäufe im Reich der Mitte merklich schlechter als im Vormonat (+10 Prozent) entwickelt, schrieb Analyst Klaus Breitenbach in einer Branchenstudie vom Montag. Mercedes sei jedoch mit einem Absatzwachstum von 33 Prozent dem Markt sowie den deutschen Wettbewerbern BMW und Audi weit enteilt./edh/gl/fbr

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30.05.2016

ANALYSE-FLASH: Lampe belässt Volkswagen-Vorzüge (VW) auf 'Halten'

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzugsaktien (VW) vor Zahlen auf "Halten" mit einem Kursziel von 142 Euro belassen. Die Marke VW dürfte im ersten Quartal einen Verlust von 200 Millionen Euro erwirtschaftet haben, schrieb Analyst Christian Ludwig in einer am Freitagabend vorgelegten Studie. Vor diesem Hintergrund rechnet Ludwig mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebit). Darüber hinaus dürfte auch der Umsatz geringer ausgefallen sein als vor einem Jahr./la/gl/fbr

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30.05.2016

AKTIEN IM FOKUS: Offerte von Capital Stage kommt bei Chorus-Aktionären gut an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Noch nicht lang an der Börse, sind die Aktien von Chorus Clean Energy bereits als Übernahmeziel gefragt. Die Aktionäre des im Oktober 2015 aufs Parkett gegangenen Windkraftanlagen- und Solarparkbetreibers freut's: Die Papiere reagierten am Montag mit einem kräftigen Kursgewinn auf das Übernahmeangebot des größeren Wettbewerbers Capital Stage .

Am späteren Vormittag sprangen sie um 14,80 Prozent auf 9,376 Euro hoch. Die Anteilsscheine des Wettbewerbers Capital Stage büßten im SDax zugleich 4,84 Prozent auf 6,080 Euro ein.

Capital Stage will mit der Übernahme von mindestens 50 Prozent plus einer Aktie einer der größten Solarpark- und Windkraftanlagenbetreiber in Deutschland werden. Dafür bietet der Konzern für je 3 Aktien von Chorus 5 Aktien von Capital Stage. Auf Basis der volumengewichteten Durchschnittskurse der beiden Unternehmen in den vergangenen drei Monaten vor Ankündigung der Offerte ergebe sich damit ein Wert je Chorus-Aktie von etwa 11,52 Euro. Zudem soll eine Dividende in Höhe von 18 Cent pro Aktie an die Chorus-Aktionäre ausgeschüttet werden.

KONSOLIDIERUNG SCHREITET VORAN

Die Übernahme zeigt laut Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner, dass die Konsolidierung im Solarsektor weiter voranschreitet. "Entweder die Unternehmen geben auf oder die überlebenden Gesellschaften werden aufgekauft." Die Branche der alternativen Energien befindet sich bereits seit geraumer Zeit in einer schwierigen Lage. So macht den deutschen Unternehmen etwa bei Solaranlagen die Billigkonkurrenz aus China zu schaffen. Zudem soll unter anderem der Ausbau des Windstroms gebremst werden.

Dass die Übernahme von Chorus klappen dürfte, hält Händler Lipkow für recht wahrscheinlich: "Die Zusage von bereits 15 Prozent der Chorus-Aktien durch dessen Management macht das Unterfangen für die Capital Stage AG leichter, zumal auch nur die Mindestmehrheit angestrebt wird", sagte er.

FÜR EINEN PLATZ IM MDAX WIRD FUSION NICHT REICHEN

Die Fusion wird allerdings, sofern sie am Ende tatsächlich über die Bühne geht, nach den Worten des Index-Analysten Uwe Streich von der LBBW nicht für einen Aufstieg in den MDax reichen. Gemeinsam würden die beiden dann aber zu den großen Unternehmen im geringer kapitalisierten SDax zählen. "Zusammen sollten sie auf eine Marktkapitalisierung nach Streubesitz von etwa 560 bis 565 Millionen Euro kommen", sagte Streich. Um in den Index der mittelgroßen Unternehmen aufgenommen zu werden, seien allerdings mindestens 950 Millionen Euro nötig./ck/fbr

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser