dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.11.2014

Neue Vereinbarung zur Beschaffung von Hubschraubern von Airbus

BERLIN (dpa-AFX) - Die zuletzt mit Ausrüstungsmängeln kämpfende Bundeswehr kann mit zahlreichen neuen Hubschraubern rechnen. Nach Angaben des verteidigungspolitischen Sprechers der Unionsfraktion im Bundestag, Henning Otte (CDU), stimmte die Koalition einer geplanten neuen Rahmenvereinbarung des Verteidigungsministeriums mit dem Hersteller Airbus zu. Otte sprach am Mittwochabend von einem "wesentlichen Durchbruch zur Verbesserung der Ausrüstungssituation der Bundeswehr". Zuvor hatte "Spiegel Online" über die Rahmenvereinbarung berichtet, wonach neue Hubschrauber für 8,5 Milliarden Euro angeschafft werden sollen.

Die genaue Zahl blieb zunächst unklar. Nachdem vor Jahren einmal mehr als 200 neue Modelle angeschafft werden sollten, war diese Zielzahl im Jahr 2013 nicht zuletzt wegen der Bundeswehrreform auf 157 reduziert worden. Aufgrund von Kostenrisiken hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Pläne jedoch vorerst gestoppt und weitere Verhandlungen veranlasst.

Konkret ging es um 139 Hubschrauber der Modelle "Tiger" und "NH90" für das Heer sowie 18 "NH90" in der Marine-Variante "Sea Lion". Laut "Spiegel Online" ist nun unter anderem vorgesehen, 22 "NH90" gemeinsam mit anderen Staaten zu beschaffen und im Zuge eines multinationalen Verbandes zu betreiben.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums nannte am Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur keine Details. Der Entwurf befinde sich noch in der Abstimmung mit anderen Ressorts. Ziel sei immer gewesen, bis Jahresende zu einem Ergebnis zu kommen./kr/DP/he

26.11.2014

ROUNDUP 2/Google: EU-Debatte über Suchmaschinen alarmiert US-Politiker

(neu: Debatte EU-Parlament)

STRASSBURG/WASHINGTON (dpa-AFX) - Überlegungen des Europaparlaments für eine stärkere Kontrolle von Suchmaschinen wie Google sorgen für Unruhe in den USA. Hochrangige Mitglieder des US-Kongresses zeigten sich in einem Brief an EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) alarmiert. Die US-Vertretung bei der Europäischen Union erklärte auf Anfrage ebenfalls, man nehme das Vorhaben mit Sorge zur Kenntnis. Das Parlament will am Donnerstag in Straßburg über eine nicht bindende Resolution zum Thema abstimmen. Sie hat die Unterstützung der großen Parteienfamilien. Die Debatte zum Thema am Vorabend verlief allerdings durchaus kontrovers.

Laut Entwurf wollen die Parlamentarier die EU-Kommission auffordern, auch die "Entflechtung" von Suchmaschinen in Betracht zu ziehen. Zum Nutzen von Verbrauchern und Online-Anbietern sei eine stärkere Trennung von Suchmaschinen und ihren kommerziellen Angeboten zu erwägen. Dabei haben die Volksvertreter insbesondere den amerikanischen Branchengiganten Google im Visier, der nach EU-Angaben in einzelnen EU-Ländern einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent hat.

Die EU-Kommission ermittelt seit mehreren Jahren gegen Google. Dabei geht es größtenteils um Suchanzeigen in spezialisierten Bereichen wie dem Kartendienst Maps, Preisvergleiche oder die Suche nach Hotels und Restaurants. Der Verdacht lautet, dass Google eigenen Diensten in den Suchergebnissen zu starken Vorrang einräumt.

Der Vorstoß aus dem EU-Parlament ruft auch Spitzenpolitiker im amerikanischen Kongress auf den Plan. "Wir sind zunehmend besorgt über einen offensichtlichen Trend in der Europäischen Union, ausländische Firmen in Bezug auf die Digitalwirtschaft zu diskriminieren", schrieben die Vorsitzenden der Finanzausschüsse beider US-Kongresskammern in einem auf den 25. November datierten Brief an EU-Parlamentspräsident Schulz. "Wir sind alarmiert wegen Vorschlägen, die sich gegen US-Technologiefirmen zu richten scheinen, Marktbarrieren schaffen und Innovationen behindern."

Derlei Vorwürfe wies der spanische liberale Europaabgeordnete Ramon Tremosa, einer der Initiatoren des Entschließungsantrags, bei der Debatte zum Thema am Abend im EU-Parlament zurück. "Wir sind nicht gegen Google oder irgendwelche anderen US-Firmen. Wir sind gegen Monopole", sagte er. "Wir wollen eine faire und neutrale (Internet)Suche im Interesse der Verbraucher." Die SPD-Abgeordnete Evelyne Gebhardt sprach von einer Verfälschung des Wettbewerbs im Internet.

Mehrere Abgeordnete sprachen sich zwar für eine "neutrale" Internetsuche aus, warnten aber vor politischem Druck auf EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, die für die Untersuchungen gegen Google zuständig ist. "Diese Entschließung sollte nicht (...) als Anweisung an die Wettbewerbskommissarin gelesen werden", warnte die britische Konservative Vicky Ford. Die tschechische Liberale Dita Charanzova mahnte, das Parlament müsse die Unabhängigkeit Vestagers respektieren.

Einige Parlamentarier warnten vor übermäßigen Eingriffen in das Internet. Der polnische Christdemokrat Michal Boni appellierte: "Wir sollten nicht nach einem Südenbock suchen, um unsere eigenen Schwächen zu erklären."/hrz/mcm/DP/he

26.11.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 26.11.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 26.11.2014

ADIDAS

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat Adidas auf "Neutral" mit einem Kursziel von 69 Euro belassen. Langfristig sehe er für die Marke Adidas weiter Chancen, doch seien klare Hinweise erforderlich zur Strategie, schrieb Analyst Christopher Walker in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Er habe nun das angekündigte Aktienrückkaufprogramm der kommenden drei Jahre berücksichtigt, das der Aktie ein Gewinnwachstum im zweistelligen Prozentbereich ermögliche. Den europäischen Luxusgütersektor stufte Nomura von "Neutral" auf "Bullish" hoch.

ARCELORMITTAL

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für ArcelorMittal auf "Buy" mit einem Kursziel von 14 Euro belassen. Die Konsensschätzungen für 2015 seien zu negativ, denn der Markt berücksichtige bislang nicht die zu erwartende Ergebniserholung beim weltgrößten Stahlkonzern im Nordamerika-Geschäft, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings reduzierte der Experte auch seine eigene 2015er-Prognose für das operative Ergebnis (Ebitda) um 4 Prozent. Grund seien aber Verzögerungen bei der Expansion des Eisenerz-Projekts in Liberia. Er betonte zudem, dass die neue Schätzung immer noch 7 Prozent über der durchschnittlichen Analystenerwartung liege.

ASTRAZENECA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für AstraZeneca vor neuen Studiendaten zum Herzmedikament Brilinta auf "Buy" mit einem Kursziel von 5000 Pence belassen. Die anstehende Veröffentlichung der Ergebnisse der sogenannten Pegasus-Studie sei das nächste große Ereignis in der Medikamentenforschung des britischen Pharmakonzerns, schrieb Analystin Alexandra Hauber in einer Studie vom Mittwoch. Sie sieht ein gutes Chance-/Risikoverhältnis für eine Erweiterung der Indikationen für das Herzmittel Brilinta.

BARCLAYS

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Barclays von 265 auf 270 Pence angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Er habe bei Barclays, HSBC und Standard Chartered die jeweiligen Kapitallücken von der Bewertung abgezogen, woraus neue Kursziele resultierten, schrieb Analyst Chris Manners in einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie. Für die britischen Banken rechnet der Experte aber mit der Zeit weiterhin mit einer stabilen Kernkapitalquote von mindestens zwölf Prozent. Auch dies habe er in seinen Kurszielen nun berücksichtigt. Wegen des Kapitaldefizits bei Barclays, HSBC und Standard Chartered seien die Dividenden in nächster Zeit möglicherweise gefährdet.

BT GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Bewertung für die BT Group nach Zahlen mit "Halten" und einem Kursziel von 445 Pence aufgenommen. Das Telekomunternehmen habe im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015/15 die Markterwartung erfüllt, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Mittwoch. Treiber sei erneut das Privatkundengeschäft gewesen im Zuge des Breitbandausbaus. Das Kerngeschäft sei dagegen weiterhin rückläufig. Er würde einen möglichen Kauf von Telefonica UK aus strategischen Gründen begrüßen.

CAPITAL STAGE AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Capital Stage nach einer angekündigten Kooperation mit der Gothaer Versicherung von 5,40 auf 6 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die für 20 Jahre vereinbarte strategische Partnerschaft sei positiv für den Solar- und Windparkbetreiber, schrieb Analyst Stanislaus Thurn-Taxis in einer Studie vom Mittwoch. Denn sie ermögliche Capital Stage den Zugang zu rund 150 Millionen Euro Investitionskapital für Solarkraftanlagen, ohne weitere Kapitalerhöhungen vornehmen zu müssen.

CTS EVENTIM

FRANKFURT - Die DZ Bank hat CTS Eventim nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 25 Euro belassen. Die ersten neun Monate 2014 seien ausgefallen wie erwartet, schrieb Analyst Harald Heider in einer Studie vom Mittwoch. Zwar erschienen die Ergebnisziffern auf den ersten Blick etwas schwach, dies sei aber vor allem auf saisonale Effekte im Bereich Live Entertainment zurückzuführen. Die Konkurrenz durch die Fußball-Weltmeisterschaft habe letztlich belastet. Unerwartet gut habe sich unterdessen der Bereich Ticketing entwickelt. Heider rechnet mit einem soliden vierten Quartal angesichts eines prall gefüllten Veranstaltungskalenders für 2015.

DEERE & CO

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Deere & Co. nach Zahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 69 (Kurs: 87,79) US-Dollar belassen. Der Weltmarktführer im Bereich Landmaschinentechnik bewege sich in der frühen Phase eines mehrjährigen Abschwungs, schrieb Analyst Jerry Revich in einem ersten Kommentar zu der Quartalsbilanz am Mittwoch.

DELTICOM

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Delticom nach einer Analystenveranstaltung auf "Hold" mit einem Kursziel von 19 Euro belassen. Unternehmenschef Andreas Prüfer habe auf ein bislang träges viertes Geschäftsquartal hingewiesen, schrieb Analyst Dennis Schmitt in einer Studie vom Mittwoch. Dies sei angesichts der relativ milden Temperaturen nicht überraschend. Allerdings habe der Online-Reifenhändler auch andere Probleme, die er laut Prüfer nun angehen wolle. So wolle Delticom wieder in den japanischen Markt einsteigen, in China und den USA profitabel wachsen, sein Marketing effizienter gestalten und seine IT-Struktur verbessern.

DEUTSCHE TELEKOM AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für die Deutsche Telekom nach Spekulationen über einen Verkauf des britischen Gemeinschaftsunternehmens Everything Everywhere von 12,00 auf 13,50 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Analyst Karsten Oblinger verwies darauf, dass die Telekom und Orange offiziell bestätigt hätten, Gespräche mit der BT Group über einen möglichen Verkauf des EE-Joint Ventures zu führen. Sollte es zu einer Transaktion kommen, könnte die Telekom für ihren 50-Prozent-Anteil mehr als 5 Milliarden Euro erzielen, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings halte er es für wahrscheinlicher, dass BT die britischen Aktivitäten von Telefonica kaufe.

DÜRR

FRANKFURT - Die Investmentbank Close Brothers Seydler hat das Kursziel für Dürr mit Blick auf die Homag-Übernahme von 65 auf 80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Carsten Kunold erhöhte wegen der Akquisition seine Umsatz- und Ergebnisprognosen der Jahre 2015 und 2016 für den Lackieranlagen-Hersteller. Dies sowie die gestiegene Branchenbewertung hätten das neue Kursziel begründet, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch.

ELRINGKLINGER AG

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für ElringKlinger nach Neunmonatszahlen von 22 auf 23 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Die Kennziffern seien durchwachsen ausgefallen, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Mittwoch. Das operative Gewinnziel (Ebit) für 2014 erscheine nicht sonderlich ambitioniert, so dass der Autozulieferer zumindest das um Einmaleffekte bereinigte obere Ende der Spanne von 160 bis 165 Millionen Euro erreichen dürfte.

FRAPORT AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Fraport nach dem Zuschlag für 14 griechische Flughäfen auf "Buy" mit einem Kursziel von 59 Euro belassen. Der Kaufpreis von rund 1,2 Milliarden Euro werde voraussichtlich im Herbst 2015 mit dem Abschluss des Geschäfts gezahlt, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Mittwoch. Negativ wertete er, dass das Nettoergebnis von Fraport durch zunächst anfallende Verluste in Griechenland geschmälert werde. Jedoch sei die Finanzierung des Projekts unproblematisch.

FRAPORT AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Fraport nach dem Zuschlag für 14 griechische Flughäfen auf "Buy" mit einem Kursziel von 61 Euro belassen. Der Flughafenbetreiber zahle einen ambitionierten Preis für seine weitere Expansion, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Mittwoch. Das Konsortium um Fraport werde zunächst rund 1,2 Milliarden Euro für die Betreiberkonzession zahlen. Allerdings sei der genaue Kaufpreis angesichts der Struktur des Deals noch nicht genau zu bestimmen. Seiner Ansicht nach dürfte er inklusive fester und variabler jährlicher Zahlungen während des Laufzeitraums bei rund 2,5 Milliarden Euro liegen.

FRAPORT AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Fraport nach dem Zuschlag für 14 griechische Regionalflughäfen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 56 Euro belassen. Analyst Dirk Schlamp zeigte sich in einer Studie vom Mittwoch vom Kauf der Betreiberkonzessionen nicht überrascht. Es sei bereits bekannt gewesen, dass ein Konsortium um den deutschen Flughafenbetreiber für die Airports geboten habe, schrieb er. Die Finanzierung des Projekts dürfte unproblematisch sein. Das Entwicklungspotenzial sei vielversprechend, da die Aussichten für den griechischen Tourismus gut seien.

FUCHS PETROLUB

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Fuchs Petrolub auf die "Equity Long Ideen"-Liste gesetzt und die Empfehlung "Kaufen" beibehalten. Das Unternehmen dürfte von dem gesunkenen Preis für Rohöl profitiert haben, das die Basis für die Herstellung von Schmierstoffen bilde, schrieb Analyst Heinz Müller in einer Studie vom Mittwoch. Das Management habe sich zuversichtlich für das Schlussquartal gezeigt. Des Weiteren hebe das Unternehmen stetig seine Dividende an und verfüge über eine solide finanzielle Verfassung sowie ein innovatives Produktportfolio.

HSBC HLDGS

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für HSBC von 590 auf 605 Pence angehoben, die Einstufung aber auf "Underweight" belassen. Er habe bei HSBC, aber auch bei Barclays und Standard Chartered die jeweiligen Kapitallücken von der Bewertung abgezogen, woraus neue Kursziele resultierten, schrieb Analyst Chris Manners in einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie. Für die britischen Banken rechnet der Experte aber mit der Zeit weiterhin mit einer stabilen Kernkapitalquote von mindestens zwölf Prozent. Auch dies habe er in seinen Kurszielen nun berücksichtigt. Wegen des Kapitaldefizits bei Barclays, HSBC und Standard Chartered seien die Dividenden in nächster Zeit möglicherweise gefährdet.

HUGO BOSS

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Hugo Boss von 123 auf 130 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Er habe seine Kursziele für Aktien aus dem Luxusgütersektor nun auf 2015 übertragen und entsprechend die Gewinnerwartungen je Aktie für das kommende Jahr berücksichtigt, schrieb Analyst Luca Solca in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Kurzfristige Investitionen im Luxusgütersektor seien weiterhin sehr schwierig, denn das Wachstum in der Branche lasse nach, und die Märkte seien immer noch volatil. Solca bevorzugt Werte von hoher Qualität und mit hohem Beta-Faktor, also Papiere, die stärker steigen als der Markt. Die Aktie von Hugo Boss erscheine angemessen bewertet.

HUGO BOSS

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat Hugo Boss von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 100 auf 110 Euro angehoben. Er habe nach den jüngsten Informationen zur Strategie des Modeherstellers mehr Klarheit gewonnen über die Management-Pläne der kommenden fünf Jahre, schrieb Analyst Christopher Walker in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Hugo Boss erwirtschafte hohe Cashflows, stärke weiterhin seine Marke und biete eine attraktive Dividendenrendite. Den europäischen Luxusgütersektor stufte Nomura von "Neutral" auf "Bullish" hoch.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Infineon vor Zahlen zum vierten Geschäftsquartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 6 Euro belassen. Die Aktie des Chipherstellers habe sich zuletzt wieder erholt, doch die Markterwartungen an das Wachstum im neuen Geschäftsjahr seien hoch, schrieb Analyst Sandeep Deshpande in einer Studie vom Mittwoch. Vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts sei er deshalb nicht allzu optimistisch gestimmt.

ING GROEP N.V.

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für ING nach angekündigten Kostensenkungen auf "Overweight" belassen. Der niederländische Finanzkonzern wolle die Einsparungen vor allem über eine fortschreitende Digitalisierung erreichen, lobte Analyst Ashik Musaddi in einer Studie vom Mittwoch.

KERING

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat Kering von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 175 auf 185 Euro angehoben. Er habe seine Kursziele für Aktien aus dem Luxusgütersektor nun auf 2015 übertragen und entsprechend die Gewinnerwartungen je Aktie für das kommende Jahr berücksichtigt, schrieb Analyst Luca Solca in einer Branchenstudie vom Mittwoch. In der Branche bevorzugt er Werte von hoher Qualität und mit hohem Beta-Faktor, also solche Papiere, die stärker steigen als der Markt. Ein hohes Beta "par excellence" biete Kering. Die Bewertung liefere dem Papier Unterstützung, hieß es zur Hochstufung, zudem seien die Markterwartungen recht anspruchslos.

KWS SAAT

FRANKFURT - Die DZ Bank hat KWS Saat nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 300 Euro belassen. Der Umsatz des Saatgutherstellers sei im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 etwas höher ausgefallen als am Markt erwartet, schrieb Analyst Heinz Müller in einer Studie vom Mittwoch. Da das erste Jahresviertel generell nur 8 bis 10 Prozent des Gesamtjahresumsatzes ausmache, sei es besonders wichtig, das der operative Gewinn (EBIT) den Erwartungen entsprochen habe.

KWS SAAT

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für KWS Saat nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 255 Euro belassen. Das erste Geschäftsquartal des Saatgutherstellers habe seinen Erwartungen entsprochen, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Mittwoch. Das Umsatzziel für 2014/15 habe das Management etwas nach unten korrigiert. Da KWS aber bekannt für seine konservativen Ausblicke sei, halte er an seinen Schätzungen fest.

KWS SAAT

FRANKFURT - Die Commerzbank hat KWS Saat nach Zahlen auf "Reduce" mit einem Kursziel von 229 Euro belassen. Das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2014/15 sei nahezu ausgefallen wie erwartet, schrieb Analyst Dennis Schmitt in einer Studie vom Mittwoch. Es sei zu berücksichtigen, dass der Zeitraum für gewöhnlich nur rund 10 Prozent des Konzernumsatzes repräsentiere.

LLOYDS BANKING GROUP

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Lloyds von 95 auf 105 Pence angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er habe bei Lloyds nun das überschüssige Kapital mit in die Bewertung einbezogen, woraus das neue Kursziel resultiere, schrieb Analyst Chris Manners in einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie. Für die britischen Banken rechnet der Experte mit der Zeit weiterhin mit einer stabilen Kernkapitalquote von mindestens zwölf Prozent, im Fall von Lloyds bis 2017 sogar mit 17,9 Prozent. Lloyds bleibe sein "Top Pick".

LVMH

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat LVMH nach dem besiegelten Ausstieg beim Modehaus Hermes von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 144 auf 148 Euro angehoben. Die Verteilung des 23-prozentigen Anteils an die eigenen Aktionäre dürfte zu einem Buchgewinn bei LVMH von 2,4 Milliarden Euro führen, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Mittwoch. Das neue Votum begründete der Experte damit, dass die LVMH-Aktie mittlerweile nur noch 3 Prozent unter dem neuen Kursziel notiere.

LVMH

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat LVMH nach starker Kursentwicklung von "Buy" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 150 auf 155 Euro angehoben. Das Aufwärtspotenzial im Vergleich zum Wettbewerb sei nur noch begrenzt, schrieb Analyst Christopher Walker in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Anleger sollten nun Gewinne mitnehmen, Den europäischen Luxusgütersektor stufte Nomura von "Neutral" auf "Bullish" hoch.

LVMH

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für LVMH von 150 auf 155 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Er habe seine Kursziele für Aktien aus dem Luxusgütersektor nun auf 2015 übertragen und entsprechend die Gewinnerwartungen je Aktie für das kommende Jahr berücksichtigt, schrieb Analyst Luca Solca in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Kurzfristige Investitionen im Luxusgütersektor seien weiterhin sehr schwierig, denn das Wachstum in der Branche lasse nach und die Märkte seien immer noch volatil. Er bevorzugt Werte von hoher Qualität und mit hohem Beta-Faktor. Die Aktie von LVMH erscheine angemessen bewertet.

MERCK KGAA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Merck KGaA von 65 auf 78 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Pharma- und Chemiekonzern habe in letzter Zeit mit einer Reihe positiver Nachrichten aufgewartet, begründete Analyst David Evans die Zielerhöhung in einer Studie vom Mittwoch. Er nannte unter anderem die Übernahme des Laborausrüsters Sigma-Aldrich. Der Experte erhöhte seine Gewinnschätzung für 2016 um 26 Prozent. Allerdings sei auch die Aktie in den vergangenen drei Monaten um 23 Prozent gestiegen, rechtfertigte er sein anhaltend neutrales Votum.

METRO AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Metro AG nach Bekanntgabe des Verkaufs des griechischen Großhandelsgeschäfts auf "Add" mit einem Kursziel von 33 Euro belassen. Der Handelskonzern habe in Griechenland in den vergangenen Jahren eine rückläufige Entwicklung hinnehmen müssen, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Mittwoch. Metro dürfte sich aus weiteren Märkten zurückziehen. Er schätze die Strategie von Metro-Chef Olaf Koch und Finanzvorstand Markus Frese, das eingesetzte Kapital effizienter zu nutzen.

METRO AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Metro nach dem angekündigten Verkauf der griechischen Großhandelstochter MCC auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 34 Euro belassen. Die Transaktion sei im Rahmen der Neuausrichtung des Segments Cash & Carry positiv zu werten, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Mittwoch. In den vergangenen Wochen habe die Stammaktie deutlich zulegen können. Diese Entwicklung sollte sich fortsetzen.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

HANNOVER - Die NordLB hat MTU nach einer Investorenveranstaltung auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 80 Euro belassen. Der Flugzeugturbinen-Hersteller sei nach wie vor gut positioniert, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Mittwoch. Das stark laufende Seriengeschäft sowie neue Triebwerksprogramme seien die Grundlage für das künftige Wachstum des margenstarken Ersatzteil- und Instandhaltungsgeschäfts. Das Chance-Risiko-Verhältnis der Aktie sei unverändert attraktiv.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat MTU nach einem Investorentag auf "Buy" mit einem Kursziel von 74 Euro belassen. Der Triebwerkshersteller habe erstmals einen Umsatzausblick auf 2015 gegeben, schrieb Analyst Daniel Gleim in einer Studie vom Mittwoch. Offensichtlich schließe das Unternehmen eine schwächelnde Margendynamik nicht aus.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für MTU nach einem Kapitalmarkttag von 79 auf 85 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Veranstaltung habe ihn zuversichtlich gestimmt, schrieb Analyst Henning Breiter in einer Studie vom Mittwoch. Der Triebwerkshersteller habe klar aufgezeigt, wie die Margen nach 2017 gesteigert werden sollen. Breiter hob daraufhin seine Margenschätzungen an. Die Aktie betrachtet er dank der gut berechenbaren Geschäftsentwicklung und des hohen Auftragsbestands weiterhin als langfristig attraktive Anlage.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für MTU von 71,00 auf 76,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Aufgrund inzwischen vorteilhafterer Wechselkurseffekte und einer gesunkenen Steuerquote des Triebwerksherstellers habe er seine Gewinnschätzungen je Aktie der Jahre 2015 bis 2017 erhöht, schrieb Analyst David Perry in einer Studie vom Mittwoch. In den kommenden zwölf Monaten seien Anleger mit den Aktien von Safran und Zodiac aber besser aufgestellt.

NEMETSCHEK AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Nemetschek nach einem Unternehmenskontakt auf "Hold" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Das Treffen mit dem Management habe seine Einschätzung bestätigt, dass der Bausoftware-Anbieter auf einem guten Weg sei, das obere Ende der angepeilten Ebitda-Spanne zu erreichen, schrieb Analyst Lars Dannenberg in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie berge auf dem gegenwärtigen Niveau allerdings kein Aufwärtspotenzial.

QIAGEN NV

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Qiagen nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 21 Euro belassen. Das dritte Quartal habe sowohl die Unternehmensprognose als auch seine Schätzungen erfüllt, schrieb Analyst Sven Kürten in einer Studie vom Mittwoch. Dabei hätten Wachstumstreiber wie die Automatisierungsplattform QIAsymphony die schwächelnden HPV-Umsätze überkompensiert. Das Segment HPV-Tests des Biotech-Unternehmens dürfte allerdings von der US-Behörde CMS Rückenwind bekommen, die Kostenerstattungen für die Virentests prüfe.

RECKITT BENCKISER GROUP PLC

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Reckitt Benckiser <3RB.FSE> von 5100 auf 5000 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Er bewerte das Pharmageschäft von Reckitt Benckiser nun nur noch mit 2,2 statt wie bisher 2,5 Milliarden britische Pfund, schrieb Analyst Jeff Stent in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Zur Begründung verwies er auf höhere Kosten und höhere Steuern. Ingesamt sei Reckitt Benckiser zu hoch bewertet.

RHÖN-KLINIKUM AG

HANNOVER - Die NordLB hat Rhön-Klinikum nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Das dritte Quartal sei ebenfalls vom Verkauf der 41 Kliniken an Fresenius/Helios geprägt gewesen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Mittwoch. Deshalb seien die Zahlen wenig aussagekräftig im Vergleich zum Vorjahr. Das umgesetzte Aktienrückkaufprogramm habe noch keine Lösung bei der Entflechtung der Aktionärsstruktur hervorgebracht - lasse jedoch Raum für "Fantasie".

RICHEMONT

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Richemont von 98 auf 101 Franken angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Er habe seine Kursziele für Aktien aus dem Luxusgütersektor nun auf 2015 übertragen und entsprechend die Gewinnerwartungen je Aktie für das kommende Jahr berücksichtigt, schrieb Analyst Luca Solca in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Kurzfristige Investitionen im Luxusgütersektor seien weiterhin sehr schwierig, denn das Wachstum in der Branche lasse nach und die Märkte seien immer noch volatil. Er bevorzugt Werte von hoher Qualität und mit hohem Beta-Faktor. Die Aktie von Richemont erscheine angemessen bewertet.

ROCKET INTERNET

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Rocket Internet nach Zahlen von 69 auf 70 Euro angehoben und die Einstufung auf "Conviction Buy List" belassen. Im ersten Geschäftshalbjahr hätten die Beteiligungen der Startup-Schmiede zu einer starken Umsatzentwicklung geführt, schrieb Analyst Markus Iwar in einer Studie vom Mittwoch. Angesichts der anhaltenden Marketingausgaben seien die Verluste aber höher ausgefallen, als er erwartet habe. Das Unternehmen dürfte indes vom steigenden Online-Handel in den Schwellenländern profitieren.

RWE AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für RWE nach einer Investorenveranstaltung auf "Neutral" mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Der Kapitalmarkttag habe seine Einschätzung bestätigt, dass die Gewinne 2015 und 2016 trotz Sparmaßnahmen sinken dürften, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Mittwoch. Grund dürften sinkende Preise sein. Um die Dividende wie versprochen künftig stabil halten zu können, müsse der Energiekonzern ab 2015 die Ausschüttungsquote erhöhen.

RWE AG

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für RWE nach einem Investorentag auf "Outperform" mit einem Kursziel von 37 Euro belassen. Insgesamt hielten sich die Abwärtsrisiken für die RWE-Aktie in Grenzen, auch weil die Strompreise in Deutschland nicht weiter sinken dürften. Kurspotenzial gebe es dagegen reichlich, etwa durch zusätzliche Kostensenkungen.

SHW

FRANKFURT - Die Commerzbank hat SHW nach Gesprächen auf dem Eigenkapitalmarktforum in Frankfurt auf "Buy" mit einem Kursziel von 54 Euro belassen. Die Aussagen des Motorkomponentenherstellers seien gemischt ausgefallen, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Mittwoch. Während sich die Jahresziele 2014 angesichts der bestehenden Probleme als etwas schwierig erweisen könnten, sei im kommenden Jahr eine deutliche Erholung zu erwarten.

SKY PLC

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Sky Plc auf "Buy" mit einem Kursziel von 1100 Pence belassen. Sollte die BT Group ihre Akquisitionspläne für die britische O2 weiter verfolgen, könnte sie weniger aggressiv um die Übertragungsrechte für die Fußball-Premier League mitbieten, schrieb Analyst Polo Tang in einer Studie vom Mittwoch. Insofern könnte die Versteigerung der Rechte für den britischen PayTV-Sender weniger schlimm ausfallen als der Markt derzeit befürchte. Aktuell sorge sich der Markt vor dem Wegfall der Rechte für Sky.

STANDARD CHARTERED

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Standard Chartered von 850 auf 835 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Er habe bei Barclays, HSBC und Standard Chartered die jeweiligen Kapitallücken von der Bewertung abgezogen, woraus neue Kursziele resultierten, schrieb Analyst Chris Manners in einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie. Für die britischen Banken rechnet der Experte aber mit der Zeit weiterhin mit einer stabilen Kernkapitalquote von mindestens zwölf Prozent. Auch dies habe er in seinen Kurszielen nun berücksichtigt. Wegen des Kapitaldefizits bei Barclays, HSBC und Standard Chartered seien die Dividenden in nächster Zeit möglicherweise gefährdet. Standard Chartered sie die Bank, bei der er insgesamt besonders vorsichtig sei.

SWISS REINSURANCE COMPANY

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Swiss Re von 81 auf 84 Franken angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Wie die Zahlen zum dritten Quartal gezeigt hätten, seien die zugrunde liegenden Trends für den Sektor nach wie vor intakt, schrieb Analyst Vinit Malhotra am Mittwoch in einer Studie zur europäischen Versicherungsbranche. Mit Blick auf die Preisentwicklung seien die Anzeichen für das Jahr 2015 zwar gemischt, Swiss Re dürfte aber von einem stärkeren US-Dollarkurs profitieren. Zudem rechnet der Experte neu mit der Zahlung einer Sonderdividende in der Höhe von 4 Franken für 2014.

SYMRISE AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Symrise nach überdurchschnittlicher Kursentwicklung während der vergangenen zwölf Monate von "Buy" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 45 auf 52 Euro angehoben. Die Aktie des Aromenherstellers biete derzeit nicht mehr genügend Aufwärtspotenzial, begründete Analyst Laurent Favre das geänderte Votum in einer Studie vom Mittwoch. Nach einem starken dritten Quartal habe er im Zuge positiverer Wechselkurseffekte und höherer Margen seine Gewinnschätzungen je Aktie leicht nach oben revidiert. Seine Prognosen liegen weiterhin über denen des Marktes. So traut er Symrise 2015 etwa einen neuen Rekord bei der Bruttomarge zu.

TALANX AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Talanx nach Zahlen von 29,00 auf 28,10 Euro gesenkt, jedoch die Einstufung auf "Buy" belassen. Er habe seine Schätzungen für die Nettoerträge des Versicherers reduziert, schrieb Analyst Vinit Malhotra in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Allerdings sehe er für die Aktie Aufwärtspotenzial - vor allem nach der Kursschwäche seit den Zahlen zum dritten Quartal.

THOMAS COOK GROUP PLC

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Thomas Cook nach Zahlen und dem Wechsel an der Führungsspitze von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 225 auf 148 Pence gesenkt. Die Kennziffern zum Geschäftsjahr 2013/14 hätten die Erwartungen erfüllt, schrieb Analyst Tim Ramskill in einer Studie vom Mittwoch. Aufgrund schwächelnder Buchungen für die Wintersaison sowie wegen eines befürchteten Kostendrucks habe er seine Prognose für das operative Ergebnis 2014/15 jedoch um 10 Prozent reduziert. Die Ablösung von CEO Harriet Green durch den bisherigen COO Peter Fankhauser dürfte keinen Strategiewechsel des Reisekonzerns zur Folge haben.

UNICREDIT SPA

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Unicredit von 6,60 auf 6,10 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Im Vergleich zum zweiten Quartal hätten im dritten Jahresviertel sich die faulen Kredite wieder etwas vermehrt, schrieben die Analysten in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Schuld sei die Konjunktureintrübung. Die Experten senkten ihre Schätzungen.

VOLVO B

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Volvo auf "Underweight" mit einem Kursziel von 77 schwedischen Kronen belassen. Auch nach der überarbeiteten Strategie ließen sich die Einsparungen des Lkw-Herstellers nur bedingt vorhersehen, bemängelte Analystin Laura Lembke in einer Studie vom Mittwoch. Die Konsensschätzungen seien zu sehr fokussiert auf den bereinigten operativen Gewinn (Ebit) und könnten sinken. Beim Free Cashflow weise Volvo eine glanzlose Bilanz auf, was am Markt übersehen werde.

ZALANDO

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat Zalando nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 21,50 Euro belassen. Der Jahresausblick des Online-Modehändlers habe sich seit dem Börsengang vor einigen Wochen etwas verbessert, schrieb Analyst David Reynolds in einer Studie vom Mittwoch. Dagegen seien die Zahlen zum dritten Quartal gemischt ausgefallen: Der leicht schwächer als erwarteten Umsatzentwicklung stehe die Aussicht auf einen operativen Gewinn (Ebit) im Gesamtjahr als positive Überraschung gegenüber.

/he

26.11.2014

US-Anleihen: Überwiegend weitere Kursgewinne

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Mittwoch überwiegend weiter zugelegt. Eine Ausnahme bildete das kurze Ende mit marginalen Kursrückgängen. Schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten hätten die Rentenmärkte gestützt und die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe auf ein neues Monatstief gedrückt, sagten Händler. In den USA waren Zahlen zum Verbrauchervertrauen und vom Arbeitsmarkt hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Auch Daten zu Häuserverkäufen hatten enttäuscht. Das habe Sorgen um eine ungleichmäßige Erholung in USA ausgelöst.

Zweijährige Anleihen gaben 1/32 auf 99 30/32 Punkte ab und rentierten mit 0,53 Prozent. Fünfjährige Anleihen verteuerten sich dagegen um 3/32 auf 99 23/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,56 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gewannen 6/32 auf 100 3/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,24 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren rückten um 10/32 auf 101 3/32 Punkte vor. Sie rentierten mit 2,95 Prozent./fat/he

26.11.2014

Devisen: Eurokurs erholt sich wieder - Über 1,25 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Mittwoch die Marke von 1,25 US-Dollar zurückerobert. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,2515 Dollar. Etwas schwächer ausgefallene Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und die resultierende Sorge um eine Konjunkturabschwächung lasteten auf der US-Währung, hieß es.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs auf 1,2475 (Dienstag: 1,2424) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8016 (0,8049) Euro./fat/he

26.11.2014

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Mittwoch gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 822 764 (Dienstag: 946 668) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 423 048 (571 654), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 399 716 (375 014). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 1,05 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Daimler (37 057/51 760), Eon (27 610/23 552) und Deutsche Bank (21 961/28 721)./het/DP/he

26.11.2014

US-Mobilfunkauktion wird immer teurer - Fast 40 Milliarden Dollar erreicht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Telefonkonzerne greifen für neue Mobilfunkfrequenzen immer tiefer in die eigenen Taschen. Bei einer laufenden Auktion des US-Telekomregulierers FCC erreichten die vorläufigen Gewinngebote am Mittwoch den Wert von insgesamt 38,2 Milliarden US-Dollar, wie aus der Webseite der FCC für die Versteigerung hervorgeht. Das ist deutlich mehr als Experten im Vorfeld geschätzt hatten. Die FCC selbst hatte sich ein Mindestziel von gut 10 Milliarden Dollar gesetzt. Die Telekomkonzerne rechnen mit weiter steigendem Datenhunger der Mobilfunknutzer, den sie mit den neuen Frequenzen zu Geld machen wollen.

Unter den zugelassenen 70 Bietern befinden sich die US-Mobilfunkriesen Verizon und AT&T sowie T-Mobile US , die Tochter der Deutschen Telekom . Außerdem mischt der Satelliten-TV-Anbieter Dish kräftig mit. Wie viel die einzelnen Netzbetreiber bieten, ist während der Versteigerung öffentlich nicht bekannt.

Der landesweit drittgrößte Mobilfunk-Anbieter Sprint spart sich die Auktion unter anderem weil das Geld fehlt. Allerdings ist Sprint bei Frequenzen nach Meinung von Analysten auch reichlich ausgestattet.

Insgesamt versteigert die FCC in den aufgesplitterten Frequenzgebieten des Landes 1614 Lizenzen im höheren Frequenzbereich zwischen 1,7 und 2,2 Gigahertz. Das Spektrum eignet sich physikalisch gut für schnelle Datenübertragungen auf kürzere Distanz, etwa in städtischen Gebieten. In den USA werden Lizenzen üblicherweise nicht wie in Deutschland auf Zeit und für das gesamte Land vergeben, sondern unbegrenzt und jeweils für einzelne Regionen.

Nun ist für die Bieter nach der 37. Auktionsrunde ersteinmal Luftholen angesagt: Für die anstehenden Thanksgiving-Feiertage wird die Auktion ausgesetzt, weiter geht es am 1. Dezember./men/he

26.11.2014

POLITIK/ROUNDUP: EU-Debatte über Google-Konrolle alarmiert US-Politiker

STRASSBURG/WASHINGTON (dpa-AFX) - Überlegungen des Europaparlaments für eine stärkere Kontrolle von Suchmaschinen wie Google sorgen für Unruhe in den USA. Hochrangige Mitglieder des US-Kongresses zeigten sich in einem Brief an EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) "alarmiert". Die US-Vertretung bei der Europäischen Union erklärte auf Anfrage ebenfalls, man nehme das Vorhaben mit "Sorge" zur Kenntnis. Das Parlament will am Donnerstag in Straßburg über eine nicht bindende Resolution zum Thema abstimmen.

Laut Entwurf wollen die Parlamentarier die EU-Kommission auffordern, auch die "Entflechtung" von Suchmaschinen in Betracht zu ziehen. Zum Nutzen von Verbrauchern und Online-Anbietern sei eine stärkere Trennung von Suchmaschinen und ihren kommerziellen Angeboten zu erwägen. Dabei haben die Volksvertreter insbesondere den amerikanischen Branchengiganten Google im Visier, der nach EU-Angaben in einzelnen EU-Ländern einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent hat.

Der EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, Günther Oettinger, hatte am Vortag betont, er sei falls nötig ebenfalls für Auflagen, fordere aber keine "Zerschlagung" von Google.

Die EU-Kommission ermittelt seit mehreren Jahren gegen Google. Dabei geht es größtenteils um Suchanzeigen in spezialisierten Bereichen wie dem Kartendienst Maps, Preisvergleiche oder die Suche nach Hotels und Restaurants.

Der Vorstoß aus dem EU-Parlament ruft auch Spitzenpolitiker im amerikanischen Kongress auf den Plan. "Wir sind zunehmend besorgt über einen offensichtlichen Trend in der Europäischen Union, ausländische Firmen in Bezug auf die Digitalwirtschaft zu diskriminieren", schrieben die Vorsitzenden der Finanzausschüsse beider US-Kongresskammern in einem auf den 25. November datierten Brief an EU-Parlamentspräsident Schulz. "Wir sind alarmiert wegen Vorschlägen, die sich gegen US-Technologiefirmen zu richten scheinen, Marktbarrieren schaffen und Innovationen behindern."

Solche Überlegungen würden "Mauern statt Brücken" bauen. Sowohl die Handelsbeziehung zwischen den USA und der EU könne in Mitleidenschaft gezogen werden als auch die Möglichkeit beider Wirtschaftsräume, gemeinsam gegen Drittländer vorzugehen. Man hoffe, auch mit Blick auf die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP, dass das Europarlament und die EU-Kommission den Effekt solcher Pläne mit Vorsicht abwäge./hrz/mcm/DP/men

26.11.2014

US-Politiker 'alarmiert' wegen EU-Debatte über Google-Kontrolle

STRASSBURG/WASHINGTON (dpa-AFX) - Überlegungen des Europaparlaments für eine stärkere Kontrolle von Suchmaschinen wie Google sorgen für Unruhe in den USA. Hochrangige Mitglieder des US-Kongresses zeigten sich in einem Brief an EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz (SPD) "alarmiert". Die US-Vertretung bei der Europäischen Union erklärte auf Anfrage ebenfalls, man nehme das Vorhaben mit "Sorge" zur Kenntnis. Das Parlament will am Donnerstag in Straßburg über eine nicht bindende Resolution zum Thema abstimmen. Laut Entwurf wollen die Parlamentarier die EU-Kommission auffordern, auch die "Entflechtung" von Suchmaschinen zu erwägen./hrz/mcm/DP/men

26.11.2014

Ex-Ferrari-Boss Montezemolo wird neuer Chef bei Alitalia

ROM (dpa-AFX) - Der ehemalige Ferrari-Chef Luca di Montezemolo wird neuer Präsident der kriselnden italienischen Airline Alitalia. Das entschied der Verwaltungsrat des Unternehmens am Mittwoch, wie das Unternehmen in Rom mitteilte. "Es beginnt ein langer und sehr wichtiger Weg für das Unternehmen, das Italien in der Welt repräsentiert, und für Italien", sagte Montezemolo. Der 67-Jährige war im Oktober nach 23 Jahren als Präsident von Ferrari zurückgetreten.

Vor knapp zwei Wochen hatte die EU-Kommission den Einstieg von Etihad bei dem angeschlagenen italienischen Unternehmen genehmigt. Die Araber sollen 49 Prozent an Alitalia übernehmen. Etihad-Chef James Hogan wird Vize-Präsident des neuen Unternehmens, neuer Geschäftsführer wird der Italiener Silvano Cassano./mms/DP/men

26.11.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Wall Street auf gemächlicher Rekordfahrt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat im Mittwoch ihre Rekordfahrt in gemächlichem Tempo wieder aufgenommen. Nach einem lustlosen Handelstag ohne große Dynamik reichte ein kleiner Schlussspurt, um mit Schlusshochs in den "Thanksgiving"-Feiertag zu gehen. Dabei hatten die Börsianer vor dem traditionellen Truthahn-Essen eine ganze Flut von Konjunkturzahlen zu verdauen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit plus 0,07 Prozent bei 17 827,75 Punkten so hoch wie nie zuvor. Der umfassende S&P-500-Index gewann 0,28 Prozent auf 2072,83 Punkte und ging damit ebenfalls auf einem Schlussrekord aus dem Handel. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg am Mittwoch um 0,69 Prozent auf 4317,99 Punkte. Das ist das höchste Niveau für den Index der 100 wichtigsten Nasdaq-Werte seit April 2000.

Die Konjunkturdaten ordneten Börsianer insgesamt etwas schlechter als erwartet ein. Die Volkswirte der Helaba schätzten die Auftragszahlen aber insgesamt robust ein. Das gelte auch für den Konsum und auch den Chicagoer Einkaufsmanagerindex. Dieser bleibe ungeachtet des stärkeren Rückgangs auf hohem Niveau. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien zwar stärker gestiegen als erwartet, das Niveau bleibe aber sehr niedrig. Die Daten stellten das positive Wachstumsszenario nicht in Frage.

PFIZER TAGESGEWINNER IM DOW

Tagesgewinner im Dow-Index waren Pfizer-Aktien mit plus 2,07 Prozent auf 31,10 US-Dollar. Händlern zufolge sind die Aktien durch neuerliche Spekulationen um mögliche Übernahmeziele wieder in den Fokus gerückt. Zum einen sei es um eine Erhöhung der Offerte für den britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca gegangen. Zum anderen habe eine Studie von Jefferies für Aufsehen gesorgt, demzufolge Mylan das wahrscheinlichste Übernahmeziel für den US-Konzern sein soll. Die Mylan-Aktien sprangen um 4,36 Prozent hoch.

Der Indexprimus vom Vortag, die Aktien von United Technologies , fielen dagegen am Indexende um 1,39 Prozent zurück. Nach den Veränderungen an der Unternehmensspitze spekulierten Börsianer auch hier über mögliche kommende Übernahmeaktionen, hieß es am Markt. Auch die Energiewerte blieben mit den weiter fallenden Ölpreisen unter Druck. Im Dow zählten die Aktien der Ölkonzerne Chevron Corp. mit minus 0,90 Prozent auf 115,11 Dollar und ExxonMobil mit einem Abschlag von 0,32 Prozent erneut zu den größten Verlierern.

HEWLETT-PACKARD NACH QUARTALSBILANZ KRÄFTIG IM PLUS

Hewlett-Packard (HP) gehörten nach der Zahlenvorlage des Computerkonzerns mit plus 4,07 Prozent auf 39,16 Dollar zu den Favoriten. Dabei hatte der Umsatz im vierten Geschäftsquartal mit einem Minus von 2,4 Prozent die Marktprognosen etwas verfehlt. Der Quartalsgewinn war wie erwartet um 5,9 Prozent geschrumpft. HP will im kommenden Jahr das Geschäft mit PCs und Druckern von den Dienstleistungen für Unternehmen abtrennen. Analysten reagierten eher positiv, sagte ein Händler. Die UBS sehe HP weiter erfolgreich auf seinem Turnaround-Plan.

Die Papiere von Deere & Co. gaben dagegen 0,91 Prozent auf 86,99 Dollar ab. Der Traktorenhersteller hatte einen unerwartet trüben Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. Analyst Jerry Revich von Goldman Sachs sieht den weltgrößten Anbieter von Landmaschinentechnik aber erst in der frühen Phase eines mehrjährigen Abschwungs. Er blieb bei seiner Verkaufsempfehlung mit Ziel 69 Dollar.

TWITTER PROFITIERT VON BERICHT ÜBER SHOTS

Twitter will laut einem Medienbericht das Foto-Start-up Shots kaufen, zu dessen Investoren der Sänger Justin Bieber gehört. Twitter könnte vor allem durch die junge Zielgruppe von Shots angelockt werden, berichtete der Fernsehsender CNBC. Von den rund drei Millionen Nutzern seien zwei Drittel Frauen im Alter unter 24 Jahren. Twitter-Aktien legten um 3,50 Prozent auf 41,13 Dollar zu.

Der Euro konnte sich nach den schwächeren US-Daten weiter erholen und die Marke von 1,25 Dollar zurückerobern. Er wurde bei 1,2510 Dollar gehandelt. Am US-Rentenmarkt gewannen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 4/32 auf 100 2/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,24 Prozent./fat/he

26.11.2014

Aktien New York Schluss: Wall Street nimmt Rekordfahrt gemächlich wieder auf

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat im Mittwoch ihre Rekordfahrt in gemächlichem Tempo wieder aufgenommen. Nach einem lustlosen Handelstag ohne große Dynamik reichte ein kleiner Schlussspurt, um mit Schlusshochs in den "Thanksgiving"-Feiertag zu gehen. Dabei hatten die Börsianer vor dem traditionellen Truthahn-Essen eine ganze Flut von Konjunkturzahlen zu verdauen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit plus 0,07 Prozent bei 17 827,75 Punkten so hoch wie nie zuvor. Der umfassende S&P-500-Index gewann 0,28 Prozent auf 2072,83 Punkte und ging damit ebenfalls auf einem Schlussrekord aus dem Handel. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg am Mittwoch um 0,69 Prozent auf 4317,99 Punkte. Das ist das höchste Niveau für den Index der 100 wichtigsten Nasdaq-Werte seit April 2000.

Die zahlreichen Konjunkturdaten ordneten Börsianer etwas schlechter als erwartet ein. Helaba-Volkswirt Johannes Jander sagte: "Die Auftragszahlen sind per Saldo als robust einzustufen und stellen das positive Wachstumsszenario grundsätzlich nicht in Frage. Dies gilt auch bezüglich der Konsumtätigkeit. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zwar stärker gestiegen als erwartet, das Niveau ist aber weiterhin sehr niedrig." Auch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex bleibe ungeachtet des stärkeren Rückgangs auf hohem Niveau. Er stehe einer anhaltenden Expansion der Wirtschaft nicht entgegen./fat/he

26.11.2014

Aktien New York: Lustloser Handel vor 'Thanksgiving' knapp unter Rekordhochs

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienindizes der Wall Street haben sich am Mittwoch bei lustlosem Handel knapp unter ihren Rekordhochs seitwärts bewegt. Wie schon in den vergangenen Handelstagen fehlte es den New Yorker Börsen an Dynamik. Dabei hatten die Börsianer eine ganze Flut von Konjunkturzahlen zu verdauen, die sich vor dem "Thanksgiving"-Feiertag geballt hatten.

Der S&P-500-Index kletterte im Verlauf um 0,16 Prozent auf 2070,43 Punkte nach oben. Er liegt damit etwa vier Punkte unter seinem Rekordhoch, das er am Vortag erreicht hatte. Der meistbeachtete Aktienindex Dow Jones Industrial trat zuletzt mit minus 0,02 Prozent auf 17 811,89 Punkte auf der Stelle und blieb auch knapp unter dem Schlussrekord vom Wochenauftakt. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,53 Prozent auf 4310,99 Punkte. Er steht so hoch wie seit April 2000 nicht mehr.

"Die Auftragszahlen sind per Saldo als robust einzustufen und stellen das positive Wachstumsszenario grundsätzlich nicht in Frage. Dies gilt auch bezüglich der Konsumtätigkeit. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zwar stärker gestiegen als erwartet, das Niveau ist aber weiterhin sehr niedrig", analysierte Helaba-Volkswirt Johannes Jander die vor Börsenstart veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA.

Im frühen Verlauf wurde noch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago, die Verbraucherstimmung der Universität Michigan sowie Immobiliendaten veröffentlicht. Diese konnten den Aktienmärkten aber auch kein neues Leben einhauchen. Das Niveau des Chicagoer Einkaufsmanagerindex bleibt laut Helaba ungeachtet des stärkeren Rückgangs hoch. Er stehe einer anhaltenden Expansion der Wirtschaft nicht entgegen.

Hewlett-Packard (HP) legten nach der Zahlenvorlage des Computerkonzerns um 3,85 Prozent auf 39,08 US-Dollar zu. Dabei hatte der Umsatz im vierten Geschäftsquartal mit einem Minus von 2,4 Prozent die Marktprognosen etwas verfehlt. Der Quartalsgewinn war wie erwartet um 5,9 Prozent geschrumpft. HP will im kommenden Jahr das Geschäft mit PCs und Druckern von den Dienstleistungen für Unternehmen abtrennen. Analysten reagierten eher positiv, sagte ein Händler. Die UBS sehe HP weiter erfolgreich auf seinem Turnaround-Plan.

Die Papiere von Deere & Co. gaben dagegen 0,88 Prozent ab. Der Traktorenhersteller hatte einen unerwartet trüben Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. Analyst Jerry Revich von Goldman Sachs sieht den weltgrößten Anbieter von Landmaschinentechnik aber erst in der frühen Phase eines mehrjährigen Abschwungs.

Twitter will laut einem Medienbericht das Foto-Start-up Shots kaufen, zu dessen Investoren der Sänger Justin Bieber gehört. Twitter locke vor allem die junge Zielgruppe von Shots an, berichtete der Fernsehsender CNBC. Von den rund drei Millionen Nutzern seien zwei Drittel Frauen im Alter unter 24 Jahren. Twitter-Aktien legten um 3,25 Prozent zu./fat/he

26.11.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nähert sich Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Rekordstand vom Sommer rückt für den Dax in greifbare Nähe. Am Mittwoch stieg der deutsche Leitindex den nunmehr zehnten Tag in Folge. Vom Tageshoch aus fehlten ihm zwischenzeitlich kaum mehr als 100 Punkte zu den 10 050 Punkten aus dem Juni.

Weder Spekulationen über den weiteren Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) noch überwiegend schwache US-Konjunkturdaten konnten den Dax dauerhaft bremsen: Er schloss 0,55 Prozent fester bei 9915,56 Punkten. Zwischen Mitte September und Mitte Oktober war das Börsenbarometer wegen Konjunktursorgen noch bis unter 8400 Punkte abgesackt.

MDAX SCHWÄCHELT NAHE AM REKORDHOCH

Verhaltener fiel die Entwicklung zur Wochenmitte bei den Nebenwerten aus: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 0,07 Prozent auf 17 032,93 Punkte - damit ist allerdings auch er nicht mehr weit von seinem Rekordhoch vom Sommer entfernt. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,10 Prozent auf 1342,09 Punkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich prozentual unverändert bei 3226,08 Punkten aus dem Handel. Die nationalen Indizes in Paris und London schlossen uneinheitlich. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende minimal im Minus.

EZB IM BLICK - VERSORGERTITEL LEGEN WEITER ZU

"Die Marktteilnehmer schauen weiterhin sehr genau auf Aussagen von Vertretern der EZB", sagte Volkswirt Jan Bottermann von der National-Bank. Die jüngsten Meldungen ließen allerdings die Hoffnungen auf weitere Geldspritzen der EZB schwinden. Die Nachrichtenagentur Market News International (MNI) berichtete mit Verweis auf informierte Personen, dass sich die Währungshüter mit einem Beschluss zum Kauf von Staatsanleihen Zeit lassen wollen.

Weiter steil aufwärts ging es für die Papiere der Energieversorger, die sich seit Jahresbeginn unterdurchschnittlich im Dax entwickelt hatten. Die Aktien von RWE stiegen um 3,04 Prozent und die von Eon um 1,69 Prozent. Bereits tags zuvor waren beide um mehr als 3 Prozent geklettert. Die Energiebranche stellt sich gegen die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geplante Deckelung von klimaschädlichen CO2-Emissionen in deutschen Kohlekraftwerken.

TELEKOM FEST - ZALANDO SPRINGT ÜBER AUSGABEPREIS

Um 1,42 Prozent rückten die Titel der Deutschen Telekom vor. Die Bonner loten eine Trennung von ihrem Mobilfunkgeschäft Everything Everywhere (EE) in Großbritannien aus - sie betreiben das Geschäft zusammen mit dem französischen Wettbewerber Orange. Die Partner verhandeln derzeit mit der britischen BT Group Group.

Ein kräftiges Plus von 15,84 Prozent auf 23,250 Euro fuhren die Papiere des Börsenneulings Zalando ein - sie sprangen damit erstmals wieder über den Ausgabekurs von 21,50 Euro. Der Internet-Modehändler meldete ein starkes drittes Quartal und peilt für 2014 den ersten operativen Jahresgewinn in seiner Firmengeschichte an. Zalando war am 1. Oktober an die Börse gegangen. Ein Platz im Kleinwerte-Index SDax ist Experten zufolge im Dezember sicher. Mit etwas Glück könnte es aber auch bereits ein Platz im MDax sein.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,65 Prozent am Vortag auf 0,63 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 138,27 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,07 Prozent auf 152,51 Punkte. Der Euro notierte bei 1,2507 US-Dollar. Zuvor hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,2475 (Dienstag: 1,2424) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8016 (0,8049) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

26.11.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax nähert sich Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Rekordstand vom Sommer rückt für den Dax in greifbare Nähe. Am Mittwoch setzte der deutsche Leitindex seine Klettertour den nunmehr zehnten Tag in Folge fort. Vom Tageshoch aus fehlten ihm zwischenzeitlich kaum mehr als 100 Punkte zu den 10 050 Punkten aus dem Juni.

Weder Spekulationen über den weiteren Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) noch überwiegend schwache US-Konjunkturdaten konnten den Dax nachhaltig bremsen: Er schloss 0,55 Prozent fester bei 9915,56 Punkten. Zwischen Mitte September und Mitte Oktober war das Börsenbarometer wegen Konjunktursorgen noch bis unter 8400 Punkte abgesackt.

Verhaltener fiel die Entwicklung zur Wochenmitte bei den Nebenwerten aus: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 0,07 Prozent auf 17 032,93 Punkte - damit ist allerdings auch er nicht mehr weit von seinem Rekordhoch vom Sommer entfernt. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,10 Prozent auf 1342,09 Punkte./gl/he

26.11.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Lustloser Handel vor 'Thanksgiving' unter Rekordhochs

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Mittwoch um ihren Vortagesschluss gependelt. Wie schon in den vergangenen Handelstagen fehlte es der Wall Street an Dynamik und die wichtigsten Indizes bewegten sich knapp unter ihren Rekordniveaus kaum von der Stelle. Dabei hatten die Börsianer eine ganze Flut von Konjunkturzahlen zu verdauen, die sich vor dem "Thanksgiving"-Feiertag ballten.

Der S&P-500-Index kletterte in der ersten Stunde um 0,11 Prozent auf 2069,38 Punkte nach oben. Der meistbeachtete Aktienindex Dow Jones Industrial gab um 0,06 Prozent auf 17 803,54 Punkte nach. Die Indizes blieben damit knapp unter ihren Schlussrekorden, die sie zum Wochenauftakt erreicht hatten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann am Mittwoch 0,33 Prozent auf 4302,55 Punkte. Er blieb damit nahe seinem Hoch seit April 2000.

"Die Auftragszahlen sind per Saldo als robust einzustufen und stellen das positive Wachstumsszenario grundsätzlich nicht in Frage. Dies gilt auch bezüglich der Konsumtätigkeit. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zwar stärker gestiegen als erwartet, das Niveau ist aber weiterhin sehr niedrig", analysierte Helaba-Volkswirt Johannes Jander die vor Börsenstart veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA.

Im frühen Verlauf wurde noch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago, die Verbraucherstimmung der Universität Michigan sowie Immobiliendaten veröffentlicht. Diese konnten den Aktienmärkten aber auch kein neues Leben einhauchen. Das Niveau des Chicagoer Einkaufsmanagerindex bleibt laut Helaba ungeachtet des stärkeren Rückgangs hoch. Er stehe einer anhaltenden Expansion der Wirtschaft nicht entgegen.

Hewlett-Packard (HP) legten nach der Zahlenvorlage des Computerkonzerns um 2,66 Prozent auf 38,63 US-Dollar zu. Dabei hatte der Umsatz im vierten Geschäftsquartal mit einem Minus von 2,4 Prozent die Marktprognosen etwas verfehlt. Der Quartalsgewinn war wie erwartet um 5,9 Prozent geschrumpft. HP will im kommenden Jahr das Geschäft mit PCs und Druckern von den Dienstleistungen für Unternehmen abtrennen. Analysten reagierten eher positiv, sagte ein Händler. Die UBS sehe HP weiter erfolgreich auf seinem Turnaround-Plan unterwegs.

Die Papiere von Deere & Co. rutschten dagegen um 2,10 Prozent ab. Der Traktorenhersteller hatte einen unerwartet trüben Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. Analyst Jerry Revich von Goldman Sachs sieht den weltgrößten Anbieter von Landmaschinentechnik aber erst in der frühen Phase eines mehrjährigen Abschwungs.

Twitter will laut einem Medienbericht das Foto-Start-up Shots kaufen, zu dessen Investoren der Sänger Justin Bieber gehört. Twitter locke vor allem die junge Zielgruppe von Shots an, berichtete der Fernsehsender CNBC. Von den rund drei Millionen Nutzern seien zwei Drittel Frauen im Alter unter 24 Jahren. Twitter-Aktie legten um 3,12 Prozent zu./fat/he

26.11.2014

Aktien New York: Freundlicher Handelsstart mit Datenflut im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Mittwoch freundlich in den Handel gestartet. Wie schon in den vergangenen Handelstagen fehlte es der Wall Street aber an Dynamik und die wichtigsten Indizes bewegten sich kaum von ihrem Schlussniveau weg. Dabei haben die Börsianer eine ganze Flut von Konjunkturzahlen zu verdauen.Vor dem "Thanksgiving"-Feiertag ballen sich die Konjunkturtermine zur Wochenmitte.

Der S&P-500-Index kletterte in den ersten Minuten um 0,08 Prozent auf 2068,74 Punkte nach oben. Der meistbeachtete Aktienindex Dow Jones Industrial trat mit plus 0,01 Prozent auf 17 816,46 Punkte auf der Stelle. Die Indizes blieben damit knapp unter ihren Schlussrekorden, die sie zum Wochenauftakt erreicht hatten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann am Mittwoch 0,20 Prozent auf 4296,98 Punkte. Er blieb damit nahe seinem Hoch seit April 2000.

Bereits vor Handelsbeginn waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die persönlichen Einkommen und Ausgaben sowie die Aufträge langlebiger Güter veröffentlicht worden. "Die Auftragszahlen sind per Saldo als robust einzustufen und stellen das positive Wachstumsszenario grundsätzlich nicht in Frage. Dies gilt auch bezüglich der Konsumtätigkeit. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zwar stärker gestiegen als erwartet, das Niveau ist aber weiterhin sehr niedrig", kommentierte Helaba-Volkswirt Johannes Jander in einer ersten Reaktion.

Auf der Agenda stehen noch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago, die Verbraucherstimmung der Universität Michigan sowie Immobiliendaten./fat/he

26.11.2014

WDH/Aktien Frankfurt: Dax nähert sich Rekordhoch nach zehntägiger Klettertour

(Korrigiert wird ein falsches Wort im dritten Absatz, zweiter Satz: "Damit ist allerdings...")

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Rekordhoch vom Sommer rückt für den Dax wieder in greifbare Nähe. Am Mittwoch setzte der Leitindex seine Klettertour den nunmehr zehnten Tag in Folge fort. Zeitweise überwand er die Marke von 9900 Punkten. Dann allerdings drückten Spekulationen über den weiteren Kurs der Europäischen Zentralbank die Stimmung etwas.

Am Nachmittag gewann der Leitindex 0,30 Prozent auf 9891,11 Punkte. Bis zu seinem bisher höchsten Stand aus dem Juni bei 10 050,98 Punkten fehlen damit keine 2 Prozent mehr. Noch zwischen Mitte September und Mitte Oktober war der Dax aus Sorgen um die Konjunktur bis unter 8400 Punkte abgesackt.

MDAX SCHWÄCHELT NAHE AM REKORDHOCH

Die deutschen Nebenwerte-Indizes gaben nach: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 0,24 Prozent auf 17 004,01 Punkte. Damit ist allerdings auch er nicht mehr weit von seinem Rekordhoch vom Sommer entfernt. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,14 Prozent auf 1338,75 Punkte. Der EuroStoxx 50 , Leitindex der Eurozone, bewegte sich am Mittwochnachmittag kaum vom Fleck.

"Die Marktteilnehmer schauen weiterhin sehr genau auf Aussagen von Vertretern der EZB", sagte Volkswirt Jan Bottermann von der National-Bank. Die jüngsten Meldungen ließen allerdings die Hoffnungen auf weitere Geldspritzen der EZB schwinden. Die Nachrichtenagentur Market News International (MNI) berichtete mit Verweis auf informierte Personen, dass sich die europäische Notenbank mit einem Beschluss zum Kauf von Staatsanleihen Zeit lassen wolle.

VERSORGER-AKTIEN KNÜPFEN AN VORTAGESGEWINNE AN

Weiter steil aufwärts ging es trotzdem für die Papiere der Versorger, die sich seit Jahresbeginn unterdurchschnittlich im Dax entwickelt hatten. Die Aktien von RWE stiegen als Index-Spitzenwert um 2,72 Prozent und die von Eon um 1,72 Prozent. Tags zuvor waren beide bereits um mehr als 3 Prozent geklettert.

Die Energiebranche stellt sich gegen die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplante Deckelung von klimaschädlichen CO2-Emissionen in deutschen Kohlekraftwerken. "Der Gesamtrahmen lässt aktuell keinen Spielraum für weitere einseitige Vorleistungen der Kraftwerksbetreiber", hieß es in einem Schreiben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) an die Mitgliedsunternehmen.

TELEKOM IM BLICK DER ANLEGER

Die Aktien der Deutschen Bank , die seit Beginn des Jahres neben Adidas im Dax mit minus 20 Prozent am kräftigsten nachgegeben hatten, gewannen 1,74 Prozent.

Um 0,94 Prozent rückten die T-Aktien vor. Der Telekomkonzern lotet eine Trennung von seinem Mobilfunkgeschäft Everything Everywhere (EE) in Großbritannien aus. Die Telekom betreibt das Geschäft zusammen mit dem französischen Wettbewerber Orange . Die beiden verhandeln derzeit mit der britischen BT Group .

ZALANDO-AKTIE SCHIESST NACH ZAHLEN UND AUSBLICK HOCH

Ein kräftiges Plus von knapp 12 Prozent auf 22,405 Euro fuhren die Papiere des Börsenneulings Zalando ein. Der Internet-Modehändler meldete ein starkes drittes Quartal und peilt für 2014 den ersten operativen Jahresgewinn in seiner Firmengeschichte an. Zalando war am 1. Oktober an die Börse gegangen und gilt als heißer Anwärter für einen Aufstieg in den MDax./ck/das

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

26.11.2014

Aktien Frankfurt: Dax nähert sich seinem Rekordhoch nach zehntägiger Klettertour

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Rekordhoch vom Sommer rückt für den Dax wieder in greifbare Nähe. Am Mittwoch setzte der Leitindex seine Klettertour den nunmehr zehnten Tag in Folge fort. Zeitweise überwand er die Marke von 9900 Punkten. Dann allerdings drückten Spekulationen über den weiteren Kurs der Europäischen Zentralbank die Stimmung etwas.

Am Nachmittag gewann der Leitindex 0,30 Prozent auf 9891,11 Punkte. Bis zu seinem bisher höchsten Stand aus dem Juni bei 10 050,98 Punkten fehlen damit keine 2 Prozent mehr. Noch zwischen Mitte September und Mitte Oktober war der Dax aus Sorgen um die Konjunktur bis unter 8400 Punkte abgesackt.

MDAX SCHWÄCHELT NAHE AM REKORDHOCH

Die deutschen Nebenwerte-Indizes gaben nach: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 0,24 Prozent auf 17 004,01 Punkte. Das ist allerdings auch er nicht mehr weit von seinem Rekordhoch vom Sommer entfernt. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,14 Prozent auf 1338,75 Punkte. Der EuroStoxx 50 , Leitindex der Eurozone, bewegte sich am Mittwochnachmittag kaum vom Fleck.

"Die Marktteilnehmer schauen weiterhin sehr genau auf Aussagen von Vertretern der EZB", sagte Volkswirt Jan Bottermann von der National-Bank. Die jüngsten Meldungen ließen allerdings die Hoffnungen auf weitere Geldspritzen der EZB schwinden. Die Nachrichtenagentur Market News International (MNI) berichtete mit Verweis auf informierte Personen, dass sich die europäische Notenbank mit einem Beschluss zum Kauf von Staatsanleihen Zeit lassen wolle.

VERSORGER-AKTIEN KNÜPFEN AN VORTAGESGEWINNE AN

Weiter steil aufwärts ging es trotzdem für die Papiere der Versorger, die sich seit Jahresbeginn unterdurchschnittlich im Dax entwickelt hatten. Die Aktien von RWE stiegen als Index-Spitzenwert um 2,72 Prozent und die von Eon um 1,72 Prozent. Tags zuvor waren beide bereits um mehr als 3 Prozent geklettert.

Die Energiebranche stellt sich gegen die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplante Deckelung von klimaschädlichen CO2-Emissionen in deutschen Kohlekraftwerken. "Der Gesamtrahmen lässt aktuell keinen Spielraum für weitere einseitige Vorleistungen der Kraftwerksbetreiber", hieß es in einem Schreiben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) an die Mitgliedsunternehmen.

TELEKOM IM BLICK DER ANLEGER

Die Aktien der Deutschen Bank , die seit Beginn des Jahres neben Adidas im Dax mit minus 20 Prozent am kräftigsten nachgegeben hatten, gewannen 1,74 Prozent.

Um 0,94 Prozent rückten die T-Aktien vor. Der Telekomkonzern lotet eine Trennung von seinem Mobilfunkgeschäft Everything Everywhere (EE) in Großbritannien aus. Die Telekom betreibt das Geschäft zusammen mit dem französischen Wettbewerber Orange . Die beiden verhandeln derzeit mit der britischen BT Group .

ZALANDO-AKTIE SCHIESST NACH ZAHLEN UND AUSBLICK HOCH

Ein kräftiges Plus von knapp 12 Prozent auf 22,405 Euro fuhren die Papiere des Börsenneulings Zalando ein. Der Internet-Modehändler meldete ein starkes drittes Quartal und peilt für 2014 den ersten operativen Jahresgewinn in seiner Firmengeschichte an. Zalando war am 1. Oktober an die Börse gegangen und gilt als heißer Anwärter für einen Aufstieg in den MDax./ck/das

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

26.11.2014

Aktien Frankfurt: Nach zehntägiger Dax-Klettertour ist das Rekordhoch nahe

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Rekordhoch vom Sommer rückt für den Dax wieder in greifbare Nähe. Der Leitindex hat am Mittwoch seine Klettertour fortgesetzt und die Marke von 9900 Punkten überwunden.

Bis zur Mittagszeit gewann der Leitindex 0,67 Prozent auf 9927,82 Punkte und stieg damit den zehnten Handelstag in Folge. Bis zu seinem bisher höchsten Stand im Juni bei 10 050,98 Punkten fehlt damit nur wenig mehr als 1 Prozent. Noch zwischen Mitte September und Mitte Oktober war der Leitindex aus Sorgen um die Konjunktur bis unter 8400 Punkte abgesackt.

MDAX SCHWÄCHELT NAHE AM REKORDHOCH

Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,25 Prozent auf 1343,69 Punkte, während der MDax der mittelgroßen Unternehmen um 0,18 Prozent auf 17 013,29 Punkte nachgab - mit gerade einmal rund einem Prozent ist auch er allerdings nicht mehr weit von seinem Rekordhoch vom 10. Juni entfernt. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, gewann bis Mittwochmittag 0,27 Prozent.

Nach den überraschend starken Quartalsdaten zum Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten am Vortag werden laut Volkswirt Jan Bottermann von der National-Bank erneut US-Daten im Mittelpunkt stehen. "Aus Europa gibt es dagegen wenig Neues. Die Marktteilnehmer schauen weiterhin sehr genau auf Aussagen von Vertretern der EZB, um zusätzliche Indikationen zu erhalten, wann ein Staatsanleiheankaufprogramm beginnen könnte."

NACHZÜGLER IM JAHRESVERLAUF HOLEN AUF

Weiter kräftig aufwärts ging es für die Papiere der Versorger, die sich allerdings seit Jahresbeginn unterdurchschnittlich im Dax entwickelt hatten. Die Aktien von RWE stiegen als Index-Spitzenwert 3,31 Prozent und die von Eon 1,97 Prozent. Tags zuvor waren beide bereits um mehr als 3 Prozent geklettert.

Die Energiebranche stellt sich gegen die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplante Deckelung von klimaschädlichen CO2-Emissionen in deutschen Kohlekraftwerken. "Der Gesamtrahmen lässt aktuell keinen Spielraum für weitere einseitige Vorleistungen der Kraftwerksbetreiber", hieß es in einem Schreiben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) an die Mitgliedsunternehmen.

Die Aktie der Deutschen Bank , die seit Beginn des Jahres neben Adidas im Dax mit minus 20 Prozent am kräftigsten nachgegeben hatte, stieg um 2,01 Prozent.

AKTIEN VON TELEKOM UND ZALANDO GEFRAGT

Um 1,50 Prozent stiegen die T-Aktien . Der Telekomkonzern lotet eine Trennung von seinem Mobilfunkgeschäft Everything Everywhere (EE) in Großbritannien aus. Die Telekom betreibt das Geschäft zusammen mit dem französischen Wettbewerber Orange . Die beiden verhandeln derzeit mit der britischen BT Group .

Ein kräftiges Plus von knapp 10 Prozent auf 22,06 Euro fuhren die Papiere des Börsenneulings Zalando ein. Der Internet-Modehändler meldete ein starkes drittes Quartal und peilt für dieses Jahr seinen ersten operativen Gewinn in seiner Firmengeschichte an. Zalando war am 1. Oktober an die Börse gegangen und gilt als heißer Anwärter für einen Aufstieg in den MDax.

Neue Impulse könnte der Markt schließlich am Nachmittag erhalten, wenn vor dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag in den USA zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht werden. So stehen neben dem Chicago Einkaufsmanagerindex und dem Verbrauchervertrauen der Uni Michigan auch Daten vom US-Immobilienmarkt auf der Agenda./ck/das

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

26.11.2014

Korruptionsaffäre in Portugal: Soares nimmt Sócrates in Schutz

LISSABON (dpa-AFX) - Portugals legendärer Sozialist Mario Soares hat seinen Parteikollegen José Sócrates in der Untersuchungshaft besucht und die Korruptionsvorwürfe gegen den früheren Regierungschef als niederträchtig zurückgewiesen. Er glaube fest an die Unschuld von Sócrates, erklärte der 89 Jahre alte frühere Regierungschef und Präsident am Mittwoch beim Verlassen des Gefängnisses in Évora. Sócrates werden Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Korruption vorgeworfen. Soares, der als "Vater der Demokratie" Portugals gilt, sagte, Sócrates sei Opfer einer politischen Verfolgung, die von Gaunern organisiert werde./er/DP/he

26.11.2014

ROUNDUP 2: Bundesgericht setzt der Ausweitung der Sonntagsarbeit Grenzen

(neu: Reaktionen)

LEIPZIG/WIESBADEN (dpa-AFX) - Das Bundesverwaltungsgericht hat der Ausweitung der Sonntagsarbeit Grenzen gesetzt. Die Leipziger Richter sehen keine Notwendigkeit für sonntags geöffnete Videotheken, Bibliotheken, Callcenter sowie Lotto- und Toto-Gesellschaften. Damit erklärten sie am Mittwoch wesentliche Teile einer Verordnung des Landes Hessen für unwirksam, das 2011 weitreichende Ausnahmen für den gesetzlich geschützten, arbeitsfreien Sonntag festgelegt hatte. Das Urteil dürfte weitreichende Folgen haben, da auch die meisten anderen Bundesländer ähnliche Verordnungen haben (Az.: BVerwG 6 CN 1.13).

Die Gewerkschaft Verdi und zwei evangelische Gemeindeverbände hatten gegen die sogenannte Bedarfsgewerbeverordnung des Landes Hessen geklagt. Schon vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hatten sie in der Vorinstanz recht bekommen. Teile dieses Urteils bestätigten jetzt die Leipziger Richter.

"Das ist für uns ein außerordentlich positiver Erfolg", sagte Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel bei Verdi in Hessen. Die hessische Landesregierung kündigte an, das Verbot in den betroffenen Branchen sofort umzusetzen. Der Staatssekretär im hessischen Sozialministerium, Wolfgang Dippel (CDU), sprach in Wiesbaden von einem "sehr ausdifferenzierten Urteil". Es betreffe auch andere Bundesländer."Wir haben uns in Hessen bewusst an den in den anderen Ländern geltenden Regelungen orientiert."

Der Call Center Verband kritisierte das Urteil als einen "Schlag ins Gesicht der Verbraucher". Am Sonntag telefonisch nicht erreichbar zu sein, sei für viele Unternehmen keine Option. "Jetzt ist der Bundesgesetzgeber gefordert, schnell mit einer Änderung des Arbeitszeitgesetzes zu reagieren", erklärte Verbandspräsident Manfred Stockmann.

Nach dem Arbeitszeitgesetz ist in Deutschland eine Beschäftigung an Sonn- und Feiertagen nicht erlaubt. Das Gesetz selbst sieht jedoch Ausnahmen vor - etwa für Polizei, Feuerwehr, Krankenschwestern oder Notdienste. Zudem ermächtigt es die Bundesländer, weitere Ausnahmen vom Sonntagsschutz zu beschließen. Die Frage war, wie weit die Länder gehen dürfen.

Der VGH in Kassel hatte entschieden, dass auch Ausnahmeregelungen für Getränke- und Eisfabriken nichtig seien, die das Land Hessen vorgesehen hatte. Diese Eingriffe in den Sonntagsschutz seien so gravierend, dass nicht die Länder, sondern nur die Bundesregierung sie vornehmen dürften. Dem folgten die Bundesrichter nicht. Sie gaben dem VGH auf, sich noch einmal mit der saisonalen Sonntagsarbeit in Brauereien und Eisfabriken zu beschäftigen.

Nur in einem Punkt waren die Bundesrichter mit der hessischen Verordnung einverstanden: Buchmacher auf Pferderennbahnen dürfen auch sonntags arbeiten, da sie untrennbar mit den ohnehin veranstalteten Rennen verbunden sind.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sah einen Teilerfolg. "Das Urteil ist hilfreich für die weitere Diskussion rund um die Zukunft unserer Sonn- und Feiertage", sagte Ulrike Scherf, Stellvertreterin des EKHN-Kirchenpräsidenten. Wichtig sei das Verbot der Sonntagsarbeit in Call-Centern. "Es ist ein guter Tag für den Sonntagsschutz", sagte der Arbeitsmediziner Michael Vollmer, zugleich Präses des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald./bz/fko/DP/he

26.11.2014

ROUNDUP: Bundesgericht setzt der Ausweitung der Sonntagsarbeit Grenzen

LEIPZIG (dpa-AFX) - Das Bundesverwaltungsgericht hat der Ausweitung der Sonntagsarbeit Grenzen gesetzt. Die Leipziger Richter sehen keine Notwendigkeit für sonntags geöffnete Videotheken, Bibliotheken, Callcenter sowie Lotto- und Toto-Gesellschaften. Damit erklärten sie am Mittwoch wesentliche Teile einer Verordnung des Landes Hessen für unwirksam, das 2011 weitreichende Ausnahmen für den gesetzlich geschützten, arbeitsfreien Sonntag festgelegt hatte. Das Urteil dürfte weitreichende Folgen haben, da auch die meisten anderen Bundesländer ähnliche Verordnungen haben. (Az.: BVerwG 6 CN 1.13)

Die Gewerkschaft Verdi und zwei evangelische Gemeindeverbände hatten gegen die sogenannte Bedarfsgewerbeverordnung des Landes Hessen geklagt. Schon vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hatten sie in der Vorinstanz recht bekommen. Teile dieses Urteils bestätigten jetzt die Leipziger Richter.

"Das ist für uns ein außerordentlich positiver Erfolg", sagte Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel bei Verdi in Hessen. Auch die anderen Bundesländer müssten jetzt ihre Regelungen zur Sonntagsarbeit überprüfen.

Der Call Center Verband kritisierte das Urteil als einen "Schlag ins Gesicht der Verbraucher". Am Sonntag telefonisch nicht erreichbar zu sein, sei für viele Unternehmen keine Option. "Jetzt ist der Bundesgesetzgeber gefordert, schnell mit einer Änderung des Arbeitszeitgesetzes zu reagieren", erklärte Verbandspräsident Manfred Stockmann.

Nach dem Arbeitszeitgesetz ist in Deutschland eine Beschäftigung an Sonn- und Feiertagen nicht erlaubt. Das Gesetz selbst sieht jedoch Ausnahmen vor - etwa für Polizei, Feuerwehr, Krankenschwestern oder Notdienste. Zudem ermächtigt es die Bundesländer, weitere Ausnahmen vom Sonntagsschutz zu beschließen. Die Frage war, wie weit die Länder gehen dürfen.

Der VGH in Kassel hatte entschieden, dass auch Ausnahmeregelungen für Getränke- und Eisfabriken, die das Land Hessen vorgesehen hatte, nichtig seien. Diese Eingriffe in den Sonntagsschutz seien so gravierend, dass nicht die Länder, sondern nur die Bundesregierung sie vornehmen dürften. Dieser Argumentation folgten die Bundesrichter allerdings nicht.

Sie gaben dem VGH stattdessen auf, sich noch einmal mit den Brauereien und Eisfabriken zu beschäftigen. Sonntagsarbeit sei dort nur erlaubt, wenn es etwa in Hitzeperioden zu Versorgungsengpässen bei der Bevölkerung kommen könnte. Ob das so ist, muss der VGH prüfen.

Nur in einem Punkt waren die Bundesrichter mit der hessischen Verordnung einverstanden: Buchmacher auf Pferderennbahnen dürfen auch sonntags arbeiten, da sie untrennbar mit den ohnehin veranstalteten Rennen verbunden sind./bz/DP/he

26.11.2014

Bundesgericht setzt der Ausweitung der Sonntagsarbeit Grenzen

LEIPZIG (dpa-AFX) - Das Bundesverwaltungsgericht hat der Ausweitung der Sonntagsarbeit Grenzen gesetzt. Eine Beschäftigung von Arbeitnehmern in Videotheken, Büchereien und Callcentern an Sonn- und Feiertagen sei nicht erforderlich, um besondere Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken, entschied das Gericht am Mittwoch in Leipzig. Damit gaben die Bundesrichter einer Klage der Gewerkschaft Verdi und zweier evangelischer Dekanate teilweise statt. Sie hatten sich gegen eine Verordnung des Landes Hessen gewandt, das 2011 weitreichende Ausnahmen für den eigentlich arbeitsfreien Sonntag beschlossen hatte (Az.: BVerwG 6 CN 1.13)./bz/DP/men

26.11.2014

Bulgariens Defizit für 2014 steigt auf 3,7 Prozent

SOFIA (dpa-AFX) - Bulgariens Haushaltsdefizit steigt für das laufende Jahr auf 3,7 Prozent und überschreitet damit die EU-Defizitobergrenze von drei Prozent. Das Parlament in Sofia beschloss am Mittwoch, dass die Staatsausgaben für 2014 um 300 Millionen Lewa (143 Mio Euro) aufgestockt werden. Außerdem sollen die Einnahmen um umgerechnet gut 500 Milliarden Euro schrumpfen. Die Etatnovelle sieht eine neue Auslandsschuldung des Nicht-Euro-Landes von bis zu umgerechnet 2,3 Milliarden Euro vor.

Die Neuauflage des von der alten, sozialistisch dominierten Regierung geerbten Haushalts 2014 war notwendig geworden, damit das ärmste EU-Land bis zum Jahresende über die Runden kommt. Parlamentarier der neuen Mitte-Rechts-Regierungsmehrheit machten das im August zurückgetretene Kabinett für den "katastrophalen Zustand" des Landes verantwortlich./el/DP/jsl

26.11.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 26.11.2014 - 17.00 Uhr

USA: Schwebende Hausverkäufe gehen überraschend zurück

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im Oktober gefallen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe seien zum Vormonat um 1,1 Prozent zurückgegangen, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Allerdings wurde der Anstieg im Vormonat von 0,3 auf 0,6 Prozent angehoben.

USA: Konsumklima hellt sich schwächer als gedacht auf

MICHIGAN - Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im November nicht so stark aufgehellt, wie zunächst berechnet. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg von 86,9 Punkten auf 88,8 Zähler, wie die Universität am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Wert von 89,4 Punkten ermittelt worden.

USA: Neubauverkäufe steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Oktober weniger gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,7 Prozent auf annualisiert 458 000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,8 Prozent auf 471 000 gerechnet. Allerdings wurde der Septemberwert nach unten revidiert. Der annualisierte Wert lag bei 455 000 - nachdem zunächst ein Wert von 467 000 ermittelt worden war.

INTERVIEW: Rohstoffexperte sieht Opec vor Schicksalstreffen

FRANKFURT - Das Treffen der Organisation Rohöl exportierender Länder (Opec) an diesem Donnerstag könnte nach Einschätzung von Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, zu einem Schicksalstreffen werden. "Sollten entscheidenden Aktionen ausbleiben, würde das bereits angeschlagene Vertrauen in die Preissetzungsmacht der Opec endgültig erschüttert", sagte Weinberg der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Erwartungen seien angesichts der deutlichen Preisrückgänge hoch. "Sollte es keine Einigung über eine Kürzung der Fördermenge geben, dann droht ein weiterer Ölpreisverfall", so der Analyst.

ADAC: Spritpreise auf Talfahrt

MÜNCHEN - Die Spritpreise an den Tankstellen sind nach Erhebungen des ADAC gegenüber der vergangenen Woche erneut gesunken. Für einen Liter Super E10 zahlten die Autofahrer demnach im bundesweiten Schnitt 1,416 Euro und damit 1,3 Cent weniger als in der Vorwoche, wie der Automobilclub am Mittwoch in München mitteilte. Auch der Dieselpreis habe deutlich nachgegeben - um 1,9 Cent auf durchschnittlich 1,281 Euro. Damit habe sich der Dieselpreis seit vergangener Woche dauerhaft unter der Marke von 1,30 Euro eingependelt. Maßgeblich begünstigt wurde der Preisrutsch durch die niedrigen Rohölpreise.

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex fällt deutlich stärker als erwartet

CHICAGO - in den USA hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im November überraschend deutlich eingetrübt. Der Indikator sei um 5,4 Punkte auf 60,8 Punkte gefallen, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Mittwoch in Chicago mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 63,0 Punkte gerechnet.

Julius Bär: Konjunktur in der Eurozone läuft auch 2015 schleppend

FRANKFURT - In der Eurozone ist nach Einschätzung des Bankhauses Julius Bär auch im kommenden Jahr kein kräftiger Aufschwung zu erwarten. Unter anderem wegen der zuletzt enttäuschenden Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager sind die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung gemeinhin "extrem niedrig", sagte Deutschland-Chefvolkswirt David Kohl am Mittwoch in Frankfurt. Die Schweizer Privatbank geht davon aus, dass sich die Euro-Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,9 Prozent wachsen wird. Im kommenden Jahr sollte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 0,8 Prozent wachsen. In Deutschland rechnet die Bank mit einem Wachstum von 1,4 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent.

Kreise: EZB will vor Staatsanleihenkauf Wirkung bestehender Maßnahmen abwarten

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) will sich laut Kreisen mit einem Beschluss zum Kauf von Staatsanleihen Zeit lassen. Zunächst sollen die Auswirkungen der bisher beschlossenen Maßnahmen im Kampf gegen die Konjunkturflaute und die zu niedrige Inflation abgewartet werden, berichtet die Nachrichtenagentur Market News International (MNI) am Mittwoch und berief sich auf Kreise aus dem Eurosystem. Demnach dürfte die abwartende Haltung zumindest bis zu ersten Ratssitzung im kommenden Jahr im Januar andauern.

Kreise: Troika-Gespräche mit Griechen ohne konkretes Ergebnis

ATHEN/PARIS - Gespräche zwischen der griechischen Regierung und Geldgebern des Landes über den Stand der griechischen Sparbemühungen sind in Paris am Mittwoch ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen der griechischen Regierung. Wann und wo die Gespräche fortgesetzt werden sollen, blieb unklar. Eine offizielle Stellungnahme der beiden Seiten blieb zunächst aus.

Steinmeier will an Dialog mit Russland festhalten

BERLIN - Außenminister Frank-Walter Steinmeier will trotz der Ukraine-Krise am Dialog mit Russland festhalten. "Das Verhältnis zu Russland wird sicherlich neu vermessen werden müssen", sagte Steinmeier am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Bundestags. Eine europäische Sicherheitsarchitektur sei aber nur dann möglich, wenn nicht alle bestehenden Gesprächsformate entwertet würden.

USA: Aufträge für langlebige Güter steigen dank Transportorders

WASHINGTON - Die Aufträge für langlebige Güter in den USA sind im Oktober dank gestiegener Transportorders überraschend gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Bestellungen um 0,4 Prozent geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Bestellungen um revidierte 0,9 (zunächst 1,3) Prozent gesunken.

USA: Konsumausgaben und Einkommen steigen schwächer als erwartet

WASHINGTON - In den USA haben sich die Ausgaben und Einnahmen der privaten Haushalte im Oktober schwächer entwickelt als erwartet. Sowohl die Ausgaben als auch die Einkommen stiegen zum Vormonat um 0,2 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen mit Zuwächsen von 0,3 und 0,4 Prozent gerechnet.

USA: Mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind in der vergangenen Woche mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eingereicht worden als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche stiegen sie um 21 000 auf 313 000, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten nur mit 288 000 Anträgen gerechnet. Das Ministerium revidierte den Wert aus der Vorwoche leicht um 1000 auf 292 000 Anträge nach oben. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stiegen die Erstanträge um 6250 auf 294 000.

Opposition attackiert Merkel wegen Wirtschaftskurs und Ukraine

BERLIN - Die Opposition hat der schwarz-roten Koalition nach fast einem Jahr Regierungszeit Ideenlosigkeit und eine verfehlte Außen- und Wirtschaftspolitik vorgeworfen. In der Generaldebatte des Bundestags zum Etat 2015 attackierte die Linke am Mittwoch vor allem den Kurs im Ukraine-Konflikt scharf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe Deutschland in die "Neuauflage eines Kalten Krieges mit Russland hineingetrieben", der den Frieden in Europa gefährde, sagte Fraktionsvize Sahra Wagenknecht. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter attestierte Merkel Angst vor Veränderung. Die Kanzlerin hob hervor, 2015 erstmals seit 46 Jahren auf neue Schulden im Etat zu verzichten.

Zahl der freien Jobs fast auf Dreijahreshoch - 2,72 Mio ohne Arbeit

NÜRNBERG - Noch fehlt der deutschen Wirtschaft der Wachstumsschub - trotzdem scheinen sich viele Unternehmen frühzeitig auf den nächsten Konjunkturaufschwung vorzubereiten. Derzeit suchten Betriebe in Deutschland soviel Personal wie zuletzt vor knapp drei Jahren, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg. Gemessen am Stellenindex BA-X der Bundesagentur lag die Zahl der freien Jobs im November noch einmal über dem ohnehin schon hohen Oktober-Stand und nur knapp unter dem Rekordniveau vom Jahreswechsel 2011/2012, berichtete die Bundesbehörde.

Juncker lädt EU-Staaten zur Teilnahme an Investitionspaket ein

STRASSBURG - Der neue Milliarden-Plan für mehr Wachstum in Europa ruft Hoffnungen, aber auch scharfe Kritik hervor. Die Vorsitzenden der großen Fraktionen im EU-Parlament lobten das Vorzeigevorhaben von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker als positives Signal für Investoren und EU-Bürger. Linke, Rechtspopulisten und der CSU-Abgeordnete Markus Ferber äußerten Zweifel an der Wirksamkeit des Plans, der zunächst kein frisches Geld vorsieht. Er soll in den kommenden drei Jahren Investitionen von 315 Milliarden Euro auslösen.

Ukraines Naftogaz: EU-Länder sollen Gasverträge mit Russland kündigen

BRATISLAVA - Der Chef des ukrainischen Gaskonzerns Naftogaz hat die EU-Länder zur einseitigen Änderung aller Gaslieferverträge mit Russland aufgefordert. "Mit (dem russischen Gaskonzern) Gazprom zu verhandeln ist unrealistisch. Die Verträge müssen einseitig geändert werden", sagte Naftogaz-Chef Andrij Kobolew in einem Interview der slowakischen Tageszeitung "Pravda" (Mittwoch-Ausgabe). Anstelle bisher bestehender bilateraler Verträge von EU-Ländern mit Gazprom solle ein gemeinsamer Markt der EU inklusive der Ukraine entstehen, in dessen Rahmen Gas frei gehandelt werde.

BDI begrüßt Investitionspaket der EU-Kommission

BERLIN - Die deutsche Industrie hat das milliardenschwere Investitionsprogramm der EU-Kommission begrüßt. Es sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, teilte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin mit. Finanzielle Anreize für Zukunftsinvestitionen und Strukturreformen müssten aber Hand in Hand gehen.

Bundesagentur: Arbeitskräftenachfrage fast auf Drei-Jahres-Hoch

NÜRNBERG - Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in Deutschland trotz der flauen Konjunktur im November fast auf ein Drei-Jahres-Hoch geklettert. Die starke Aufwärtsentwicklung in den Vormonaten habe sich allerdings etwas verlangsamt, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch bei der Veröffentlichung ihres Stellenindex BA-X. Der Indikator kletterte im November um einen Zähler auf 176 Punkte. Höher hatte der Wert zuletzt im Januar des Boomjahres 2012 gelegen. "Trotz des aktuell verhaltenen Wirtschaftswachstums bewegt sich die Arbeitskräftenachfrage auf einem hohen Niveau", kommentierte die BA die Lage auf dem Stellenmarkt.

Bund verschuldet sich so günstig wie nie - Nachfrage schwach

FRANKFURT - Der Bund profitiert weiter vom gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld. Wie die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, ergab eine Aufstockung zehnjähriger Bundesanleihen eine Rendite von 0,74 Prozent. Das ist ein Rekordtief. Die niedrigen Zinsen entlasten den Bundeshaushalt, der im kommenden Jahr erstmals seit 1969 ohne neue Schulden auskommen soll.

EZB-Vize Constancio: Staatsanleihekäufe sind 2015 möglich

LONDON/FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte im Kampf gegen Wachstumsschwäche und Niedriginflation bald in den großangelegten Kauf von Staatsanleihen einsteigen. Diese Möglichkeit nannte EZB-Vizechef Vitor Constancio am Mittwoch auf einem Bankenkongress in London. Sollten bereits beschlossene Lockerungsschritte nicht ausreichen, werde die EZB den Kauf zusätzlicher Wertpapiere wie Staatsanleihen in Erwägung ziehen. Im Laufe des ersten Quartals sei die EZB in der Lage zu prüfen, ob sich die Bilanz der Notenbank wie erhofft ausweite. Die EZB rechnet mittelfristig mit einer Ausweitung von derzeit zwei Billionen auf etwa drei Billionen Euro.

Großbritannien: Robuster Konsum schiebt Wirtschaft an

LONDON - Die Konjunktur Großbritanniens hat sich im dritten Quartal leicht abgeschwächt. Dank eines robusten Konsums ist die Wirtschaft aber erneut robust gewachsen. Nach Zahlen des Statistikamts ONS vom Mittwoch stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,7 Prozent. Eine erste Schätzung von Ende Oktober wurde damit bestätigt. Im zweiten Vierteljahr hatte die Rate bei 0,9 Prozent gelegen.

Russischer Wirtschaftsminister umwirbt deutschen Mittelstand

STUTTGART - Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew hat um Investitionen aus dem deutschen Mittelstand geworben. Deutsche Firmen könnten von den gleichen Vergünstigungen wie ihre russischen Pendants profitieren, sagte Uljukajew am Mittwoch vor Journalisten bei einem Besuch in Stuttgart. Voraussetzung sei allerdings, dass sie mit einem russischen Unternehmen kooperieren. So wolle die russische Regierung 15 Prozent ihrer Aufträge an kleine und mittelständische Firmen vergeben. Außerdem sei eine Agentur für Kreditgarantien geplant, von dem auch deutsche Unternehmen profitieren könnten.

Merkel unterstützt EU-Kommission: Kontrolle ist richtig

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Kurs der Europäischen Union in der Schuldenkrise verteidigt und mit Nachdruck für solide Haushalte plädiert. In der Generaldebatte des Bundestages sagte sie am Mittwoch in Berlin, mit den jüngsten Beschlüssen der EU-Kommission zur Haushaltskontrolle sei Europa "insgesamt auf richtigem Kurs". Die Bundesregierung unterstütze die Europäische Kommission um Jean-Claude Juncker darin, "die Haushaltsplanung der Mitgliedstaaten strikt zu prüfen".

Streiks in Griechenland: Erst Medien, dann Flug- und Bahnverkehr

ATHEN - Mit einem umfassenden Streik gegen die Sparpolitik der Regierung wollen die griechischen Gewerkschaften den Flug-, Bahn- und Fährverkehr an diesem Donnerstag lahmlegen. Die Journalisten traten bereits am Mittwoch aus Protest gegen Gehaltskürzungen und den Abbau des Sozialsystems in einen eintägigen Streik.

Weniger Zeitarbeit und Minijobs in Deutschland

WIESBADEN - Minijobs und Zeitarbeit sind in Deutschland weiter rückläufig. Die Zahl der sogenannten atypisch Beschäftigten sank 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 71 000 auf 7,64 Millionen. Damit setzte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch der bereits 2012 beobachtete Rückgang fort. Der Anteil dieser Beschäftigungsgruppe an allen Erwerbstätigen verringerte sich nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker binnen Jahresfrist leicht von 21,7 Prozent auf 21,4 Prozent.

Saudi-Arabien weiter gegen geringere Ölförderung

WIEN/FRANKFURT - Das mächtige Opec-Land Saudi-Arabien sieht nach wie vor keine Notwendigkeit, sich gegen den Preisverfall am Ölmarkt zu stemmen. Der Ölminister des Landes, Ali Al-Naimi, sagte am Mittwoch vor Reportern in Wien, eine Kürzung der Produktion sei nicht erforderlich. "Niemand sollte kürzen, und der Markt wird sich von selbst stabilisieren." Al-Naimi fragte: "Warum sollte Saudi-Arabien kürzen? Die USA sind mittlerweile auch ein großer Produzent. Sollten sie kürzen?"

Italien: Verbraucherstimmung trübt sich weiter ein

ROM - Die Stimmung der italienischen Verbraucher hat sich im November weiter eingetrübt. Der entsprechende Indikator fiel um 1,1 Punkte auf 100,2 Zähler, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch mitteilte. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg auf 101,6 Punkte gerechnet. Seit Mitte des Jahres hat sich die Stimmung von erhöhtem Niveau aus verschlechtert.

Frankreich: Verbrauchervertrauen stärker als erwartet

PARIS - In Frankreich ist die Stimmung der Verbraucher im November besser als erwartet ausgefallen. Wie die Statistikbehörde Insee am Mittwoch mitteilte, lag der von ihr erhobene Indikator bei 87 Punkten. Bankvolkswirte hatten mit einem Wert von 86 Punkten gerechnet. Im Vormonat hatte der Indikator bei 85 Punkten gelegen.

Deutschland: Einfuhrpreise sinken weniger stark

WIESBADEN - Die deutschen Einfuhrpreise sind im Oktober im Jahresvergleich weniger stark gesunken als erwartet. Die Importpreise seien um 1,2 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Dies ist die niedrigste Jahresrate seit Juni. Volkswirte hatten hingegen mit einem stärkeren Rückgang um 1,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Einfuhrpreise um 0,3 Prozent. Erwartet wurde hier ein Rückgang um 0,5 Prozent./rob/jsl

26.11.2014

ROUNDUP: Gabriel fordert deutsche Beteiligung an Junckers Investitionsplan

STRASSBURG/BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland sollte sich nach den Worten des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel am europäischen Investitionspaket von 315 Milliarden Euro beteiligten. Der Plan von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker für mehr Wachstum und Jobs sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Gabriel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Juncker warb im Straßburger Europaparlament um zusätzliche Beiträge aus den EU-Mitgliedstaaten für einen neuen Geldtopf von 21 Milliarden Euro. Dieser Fonds soll Investitionen in Breitband- oder Energienetze anschieben. "Ich möchte, dass die Regierungen zum Erfolg beitragen", betonte Juncker. Grundidee des konservativen Luxemburgers ist, im Zuge der Wirtschaftskrise risikoscheu gewordene Anleger wieder zum Geldausgeben zu bringen - zum Beispiel über die Vergabe von Krediten oder Garantien.

"Endlich ändert sich die Politik in Europa", sagte Gabriel. Der Plan Junckers lege den Schalter um Richtung Wachstum und Arbeit. "Wir Sozialdemokraten unterstützen deshalb das Investitionsprogramm ausdrücklich. Und wir schlagen vor, dass Deutschland der Einladung von Juncker folgt und sich auch an den neu geschaffenen Fonds beteiligt."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor offen gelassen, ob Deutschland mitzieht. Die EU-Staats- und Regierungschefs müssen dem Vorhaben bei ihrem Gipfel am 18. und 19. Dezember noch zustimmen.

Die Chefs der großen Fraktionen im EU-Parlament lobten den Juncker-Plan als positives Signal für Investoren und Bürger. Linke, Rechtspopulisten und der CSU-Abgeordnete Markus Ferber äußerten hingegen Zweifel an der Wirksamkeit des Plans, der zunächst kein frisches Geld vorsieht.

Juncker versprach, nationale Beiträge beim Prüfen der Staatsdefizite nicht zu berücksichtigen. Damit kommt er besonders krisen- und schuldengeplagten Ländern wie Italien und Frankreich entgegen. Staaten mit Spielräumen im Haushalt sollten diese für eine Beteiligung nutzen, forderte Juncker mit Blick auf Deutschland.

Bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) soll bis Mitte nächsten Jahres der neue Geldtopf geschaffen werden. Die EU bringt für den Fonds eine Garantie von 16 Milliarden Euro ein, die EIB trägt 5 Milliarden Euro Kapital bei. Mit den 21 Milliarden Euro sollen rund 60 Milliarden Euro Kredite ermöglicht werden, die dann in den kommenden Jahren Investitionen von insgesamt rund 315 Milliarden Euro auslösen sollen. Der Chef der EIB, Werner Hoyer, zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht wird. Er beschrieb die Lage an den Finanzmärkten so: "Geld schwimmt überall herum."

Gefördert werden sollen vor allem Verkehrsprojekte, die Energie- und Digitalwirtschaft sowie Bildung und Forschung. Die EU-Mitgliedstaaten können dafür Vorschläge machen, Projekte sollen bald vorgestellt werden. Die EU-Kommission hofft in den kommenden Jahren auf bis zu 1,3 Millionen neue Arbeitsplätze.

Vertreter linker Parteien im EU-Parlament kritisierten, in der Grundversion des Juncker-Plans sei nur der Einsatz bereits vorhandener EU- und EIB-Mittel vorgesehen.

"Wenn man das Paket aufmacht, ist es eine große leere Box. Das Projekt bringt keinen Mehrwert, außer dass bürokratische Hürden abgebaut werden", kritisierte der CSU-Europapolitiker Markus Ferber. Der Fraktionsvorsitzende der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU) sagte, seine Gruppe stehe hinter dem Juncker-Plan.

Eine Sprecherin des CDU-geführten Bundesfinanzministeriums in Berlin äußerte sich abwartend. Vorrangig sei nicht die Finanzierungsfrage, sondern dass wirtschaftlich tragfähige Projekte identifiziert würden. Das geplante zusätzliche deutsche Investitionsprogramm in Höhe von 10 Milliarden Euro für die Jahre 2016 bis 2018 müsse in die Debatte über die Maßnahmen auf europäischer Ebene einbezogen werden./cb/aha/ir/bk/ll/DP/men

26.11.2014

Julius Bär: Konjunktur in der Eurozone läuft auch 2015 schleppend

FRANKFURT (dpa-AFX) - In der Eurozone ist nach Einschätzung des Bankhauses Julius Bär auch im kommenden Jahr kein kräftiger Aufschwung zu erwarten. Unter anderem wegen der zuletzt enttäuschenden Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager sind die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung gemeinhin "extrem niedrig", sagte Deutschland-Chefvolkswirt David Kohl am Mittwoch in Frankfurt. Die Schweizer Privatbank geht davon aus, dass sich die Euro-Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,9 Prozent wachsen wird. Im kommenden Jahr sollte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 0,8 Prozent wachsen. In Deutschland rechnet die Bank mit einem Wachstum von 1,4 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent.

Allerdings stelle sich mittlerweile die Frage, ob die allgemeinen Konjunkturerwartungen für die Eurozone an den Märkten "nicht langsam übertrieben negativ sind". Trotz der verhaltenen Aussichten wollte Kohl eine positive Überraschung und ein stärkeres Aufholen zur robusten US-Konjunktur im kommenden Jahr nicht ausschließen. Als Gründe nannte er unter anderem den schwachen Wechselkurs des Euro zum US-Dollar. "Währungsunterschiede nivellieren ein Stück weit die Wachstumsunterschiede", so der Experte.

Neben einem günstigen Wechselkurs sieht Experte Kohl auch in der Talfahrt der Ölpreise einen Wachstumstreiber für das kommende Jahr. Außerdem dürfte die Politik in den Hauptstädten der Eurozone im kommenden Jahr nicht mehr so stark unter einem Sparzwang stehen wie noch im laufenden Jahr. Vielmehr dürfte das Thema Strukturreformen stärker auf die politische Agenda rücken und die Aussichten für die Entwicklung verbessern.

Schließlich sieht Kohl in den Fortschritten auf dem Weg zum Bankenunion eine weitere mögliche Triebfeder für einen stärkeren Aufschwung. Die Bereinigung der Bankbilanzen im Zuge des Stresstests der EZB sei abgeschlossen und damit "wird 2015 ein starker Bremsklotz" für die Konjunktur wegfallen./jkr/jsl

26.11.2014

USA: Konsumklima hellt sich schwächer als gedacht auf

MICHIGAN (dpa-AFX) - Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im November nicht so stark aufgehellt, wie zunächst berechnet. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg von 86,9 Punkten auf 88,8 Zähler, wie die Universität am Mittwoch nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Wert von 89,4 Punkten ermittelt worden.

Der Index der Universität Michigan gilt als Indikator für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Die Daten im Überblick:

^ November Prognose November Oktober September

(endg) (vorl)

Konsumklima 88,8 90,0 89,4 86,9 84,6

(in Punkten)°

/bgf/jsl

26.11.2014

USA: Neubauverkäufe steigen weniger als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Oktober weniger gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,7 Prozent auf annualisiert 458 000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,8 Prozent auf 471 000 gerechnet. Allerdings wurde der Septemberwert nach unten revidiert. Der annualisierte Wert lag bei 455 000 - nachdem zunächst ein Wert von 467 000 ermittelt worden war./jsl/bgf

26.11.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Zalando springen dank Gewinnhoffnungen über Ausgabepreis

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zalando -Anleger der ersten Stunde werden für ihre Geduld belohnt: Die Aussicht auf baldige Gewinne hat die Aktien am Mittwoch beflügelt und erstmals über den Ausgabepreis von 21,50 Euro getrieben. Zum Börsenschluss notierten die Papiere 15,84 Prozent höher bei 23,250 Euro.

Der seit Anfang Oktober börsennotierte Online-Modehändler machte bei der Vorlage seiner Quartalszahlen Hoffnung auf erstmals operativ schwarze Jahreszahlen. Zudem steigerte der erwartete Aufstieg in die Dax-Familie der Deutschen Börse das Interesse der Anleger an der Aktie.

ERSTMALIG SCHWARZE JAHRESZAHLEN ERWARTET

Zalando wies für die ersten neun Monate ein operatives Ergebnis (Ebit) von rund einer Million Euro aus. Unter dem Strich lief indes bis zuletzt noch ein kleiner Verlust auf.

Börsianer sagten, die in Aussicht gestellte leichte Profitabilität auf Jahressicht sei eine positive Überraschung, nachdem Zalando bisher ein negatives Ebit erwartet habe. Der Umsatz im dritten Quartal habe indes knapp unter der Konsensschätzung gelegen.

EINZUG IN DIE DAX-FAMILIE

David Reynolds vom Analysehaus Jefferies sieht für die Aktie weiter Luft nach oben, denn das Papier sei im Vergleich zu Branchenkollegen günstig bewertet.

Ein Platz im Kleinwerte-Index SDax ist dem Börsenneuling Experten zufolge im Dezember sicher. Mit etwas Glück könnte es aber auch bereits ein Platz im MDax sein, dem größeren Bruder des SDax, in dem die mittelgroßen börsennotierten Unternehmen versammelt sind.

Die Aufnahme in einen wichtigen Index wirkt sich in der Regel vorteilhaft für eine Aktie aus, da Fonds, die Indizes nachbilden, ihre Portfolios an Änderungen anpassen müssen./gl/das/he

26.11.2014

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley senkt Ziel für Standard Chartered auf 835 Pence

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Standard Chartered von 850 auf 835 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Er habe bei Barclays, HSBC und Standard Chartered die jeweiligen Kapitallücken von der Bewertung abgezogen, woraus neue Kursziele resultierten, schrieb Analyst Chris Manners in einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie. Für die britischen Banken rechnet der Experte aber mit der Zeit weiterhin mit einer stabilen Kernkapitalquote von mindestens zwölf Prozent. Auch dies habe er in seinen Kurszielen nun berücksichtigt. Wegen des Kapitaldefizits bei Barclays, HSBC und Standard Chartered seien die Dividenden in nächster Zeit möglicherweise gefährdet. Standard Chartered sie die Bank, bei der er insgesamt besonders vorsichtig sei./ajx/tav

26.11.2014

AKTIE IM FOKUS: Deutsche Telekom fest - Verkaufsoption für EE kommt positiv an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre der Deutschen Telekom scheinen einen möglichen Verkauf des britischen Mobilfunkgeschäfts des Bonner Konzerns gut zu heißen. Bis zum Mittwochnachmittag gewannen die T-Aktien 1,05 Prozent auf 13,475 Euro und entwickelten sich damit besser als der Dax . Dieser legte zugleich nur um 0,44 Prozent zu. Allerdings befinden sich die Papiere der Bonner bereits seit Mitte Oktober im Höhenflug. Seit dem 17. Oktober legte der Wert der Aktie um rund ein Drittel zu - die Titel sind damit so teuer wie zuletzt Anfang 2008.

Wie die Telekom samt Partner Orange bestätigten, sprechen sie mit dem britischen Wettbewerber BT Group über einen möglichen Ausstieg aus dem deutsch-französischen Gemeinschaftsunternehmen Everything Everywhere (EE). Die Gespräche seien aber in einem sehr frühen Stadium und der Ausgang ungewiss.

"Am Markt könnte ein Verkauf oder ein IPO von EE positiv gesehen werden, denn der britische Mobilfunkmarkt gilt als wettbewerbsintensiv und die Verschuldung innerhalb der Branche ist recht hoch", sagte Analyst Ulrich Trabert vom Bankhaus Metzler. Den harten Wettbewerb im Vereinigten Königreich hob auch Analyst Markus Friebel vom Analysehaus Independent Research hervor, warum aus strategischer Sicht ein Ausstieg aus dem britischen Mobilfunkmarkt für die Telekom besser wäre.

Allerdings sind sich die Analysten darin einig, dass die spanische Telefonica mit ihrer britischen Tochter O2 derzeit die besseren Chancen bei der BT Group haben dürfte. BT will das Mobilfunkgeschäft auf dem Heimatmarkt ausbauen und ihr Breitbandnetz ergänzen. Auch diese beiden Konzerne verhandeln miteinander.

Das Joint-Venture zwischen den britischen Töchtern von Deutscher Telekom und der französischen Orange wurde im Jahr 2010 gegründet, um zwei schwächere Marktteilnehmer durch den Zusammenschluss zu stärken./ck/men

26.11.2014

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley hebt Ziel für Barclays auf 270 Pence

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Barclays von 265 auf 270 Pence angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Er habe bei Barclays, HSBC und Standard Chartered die jeweiligen Kapitallücken von der Bewertung abgezogen, woraus neue Kursziele resultierten, schrieb Analyst Chris Manners in einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie. Für die britischen Banken rechnet der Experte aber mit der Zeit weiterhin mit einer stabilen Kernkapitalquote von mindestens zwölf Prozent. Auch dies habe er in seinen Kurszielen nun berücksichtigt. Wegen des Kapitaldefizits bei Barclays, HSBC und Standard Chartered seien die Dividenden in nächster Zeit möglicherweise gefährdet./ajx/tav

26.11.2014

AKTIE IM FOKUS: Zalando springen dank Gewinnhoffnungen über Ausgabepreis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zalando -Anleger der ersten Stunde werden für ihre Geduld belohnt: Die Aussicht auf baldige Gewinne hat die Aktien am Mittwoch beflügelt und erstmals über den Ausgabepreis von 21,50 Euro getrieben. Zuletzt notierten die Papiere knapp 15 Prozent im Plus bei 23,25 Euro.

Der seit Anfang Oktober börsennotierte Online-Modehändler machte bei der Vorlage seiner Quartalszahlen Hoffnung auf erstmals operativ schwarze Jahreszahlen. Zudem steigerte der erwartete Aufstieg in die Dax -Familie der Deutschen Börse das Interesse der Anleger an der Aktie.

ERSTMALIG SCHWARZE JAHRESZAHLEN ERWARTET

Zalando wies für die ersten neun Monate ein operatives Ergebnis (Ebit) von rund einer Million Euro aus. Auch im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen in diesem Jahr erstmals operativ schwarze Zahlen. Unter dem Strich lief indes bis zuletzt noch ein kleiner Verlust auf.

Börsianer sagten, die in Aussicht gestellte leichte Profitabilität auf Jahressicht sei eine positive Überraschung, nachdem Zalando bisher ein negatives Ebit erwartet habe. Der Umsatz im dritten Quartal habe indes knapp unter der Konsensschätzung gelegen.

EINZUG IN DIE DAX-FAMILIE

David Reynolds vom Analysehaus Jefferies sieht für die Aktie weiter Luft nach oben, denn das Papier sei im Vergleich zu Branchenkollegen günstig bewertet.

Ein Platz im Kleinwerte-Index SDax ist dem Börsenneuling Experten zufolge im Dezember sicher. Mit etwas Glück könnte es aber auch bereits ein Platz im MDax sein, dem größeren Bruder des SDax, in dem die mittelgroßen börsennotierten Unternehmen versammelt sind.

Die Aufnahme in einen wichtigen Index wirkt sich in der Regel vorteilhaft für eine Aktie aus, da Fonds, die Indizes nachbilden, ihre Portfolios an Änderungen anpassen müssen./gl/das/he

26.11.2014

ANALYSE: Goldman belässt Deere & Co. nach Zahlen auf 'Sell' - Ziel 69 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Deere & Co. nach Zahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 69 (Kurs: 87,79) US-Dollar belassen. Der Weltmarktführer im Bereich Landmaschinentechnik bewege sich in der frühen Phase eines mehrjährigen Abschwungs, schrieb Analyst Jerry Revich in einem ersten Kommentar zu der Quartalsbilanz am Mittwoch.

Der Ausblick für das Jahr 2015 liege deutlich unter den Markterwartungen. Das könnte einige dazu veranlassen eine Talsohle auszurufen - Revich rechnet aber mit einem ausgedehnteren Abschwung. Denn der Abbau der Lagerbestände dürfte sich aus seiner Sicht noch beschleunigen, die Erwartung anziehender Preise könnte sich als ambitioniert erweisen und die Ergebnisse dürften angesichts der Verschlechterung des Marktumfeldes noch sinken. Zudem ließen die aggressiven Aktienrückkäufe im vierten Quartal kaum noch Raum für eine Kapitalnutzung im kommenden Jahr.

Mit der Einschätzung "Sell" raten die Analysten von Goldman Sachs zum Verkauf der Aktie./fat/he

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

26.11.2014

ANALYSE-FLASH: Nomura senkt LVMH auf 'Neutral' - Ziel hoch auf 155 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Das japanische Analysehaus Nomura hat LVMH nach starker Kursentwicklung von "Buy" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 150 auf 155 Euro angehoben. Das Aufwärtspotenzial im Vergleich zum Wettbewerb sei nur noch begrenzt, schrieb Analyst Christopher Walker in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Anleger sollten nun Gewinne mitnehmen, Den europäischen Luxusgütersektor stufte Nomura von "Neutral" auf "Bullish" hoch./ajx/tav

26.11.2014

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse senkt Ziel für Unicredit auf 6,10 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Unicredit von 6,60 auf 6,10 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Im Vergleich zum zweiten Quartal hätten im dritten Jahresviertel sich die faulen Kredite wieder etwas vermehrt, schrieben die Analysten in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Schuld sei die Konjunktureintrübung. Die Experten senkten ihre Schätzungen./ajx/tav

26.11.2014

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse senkt Thomas Cook auf 'Neutral' - Ziel 148 Pence

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Thomas Cook nach Zahlen und dem Wechsel an der Führungsspitze von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 225 auf 148 Pence gesenkt. Die Kennziffern zum Geschäftsjahr 2013/14 hätten die Erwartungen erfüllt, schrieb Analyst Tim Ramskill in einer Studie vom Mittwoch. Aufgrund schwächelnder Buchungen für die Wintersaison sowie wegen eines befürchteten Kostendrucks habe er seine Prognose für das operative Ergebnis 2014/15 jedoch um 10 Prozent reduziert. Die Ablösung von CEO Harriet Green durch den bisherigen COO Peter Fankhauser dürfte keinen Strategiewechsel des Reisekonzerns zur Folge haben./kkx/edh

26.11.2014

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für MTU auf 76,50 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für MTU von 71,00 auf 76,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Aufgrund inzwischen vorteilhafterer Wechselkurseffekte und einer gesunkenen Steuerquote des Triebwerksherstellers habe er seine Gewinnschätzungen je Aktie der Jahre 2015 bis 2017 erhöht, schrieb Analyst David Perry in einer Studie vom Mittwoch. In den kommenden zwölf Monaten seien Anleger mit den Aktien von Safran und Zodiac aber besser aufgestellt./ajx/edh

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser