dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

17.05.2012

Rating: Moody's senkt Bonität von 16 spanischen Banken

MADRID (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Moody's hat die Bonität von 16 spanischen Banken gesenkt. Die Banken hätten sich um eine bis drei Stufen verschlechtert, wie Moody's am Donnerstag in Madrid mitteilte. Betroffen sind 16 spanische Banken sowie die britische Tochter der spanischen Banco Santander . Die spanischen Großbanken Banco Santander und BBVA wurden von 'Aa3' auf 'A3' abgewertet, Banco Popular Espanol von 'A2' auf 'A3'.

Die Abwertungen spiegele die verschlechterten Bewertungen der einzelnen Banken wider, in einigen Fällen aber auch die Einschätzung der Möglichkeiten des spanischen Staates, die Banken zu unterstützen. Zu den negativen Effekten, welche auf der Bonität der Banken lasten, gehören Moody's zufolge die Rezession in Spanien und die anhaltende Immobilien-Krise sowie die hohe Arbeitslosigkeit.

Moody's bemängelt zudem eine rapide sich verschlechternde Qualität zahlreicher Kredite, welche die Banken während des spanischen Immobilienbooms an Hauskäufer vergeben hatten. Auch der spanische Staat verfüge über eine geringere Bonität als zuvor. Die Chancen hätten sich daher verschlechtert, dass er den heimischen Banken zur Hilfe eilen könne./fn

17.05.2012

ROUNDUP2/IPO: Facebook stemmt größten Internet-Börsengang aller Zeiten

NEW YORK (dpa-AFX) - Facebook hat den größten Internet-Börsengang der Geschichte erfolgreich über die Bühne gebracht. Das soziale Netzwerk konnte seine Aktien zum anvisierten Höchstpreis losschlagen. Facebook und seine Alteigentümer nahmen insgesamt 16 Milliarden Dollar ein (12,3 Mrd Euro).

Pro Stück gingen die Anteilsscheine für 38 Dollar an die Investoren. Das lag am oberen Ende der Preisspanne von 34 bis 38 Dollar. Das teilte Facebook am späten Donnerstag mit. An diesem Freitag wird die Aktie zum ersten Mal an der US-Börse Nasdaq gehandelt.

GESAMTBEWERTUNG: 104 MILLIARDEN DOLLAR

Die Gesamtbewertung von Facebook liegt bei rund 104 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Google hatte bei seinem Börsengang im Jahr 2004 Aktien für 1,7 Milliarden Dollar verkauft und kam auf eine Gesamtbewertung von 23 Milliarden Dollar. Heute sind es gut 200 Milliarden Dollar.

Zuckerberg selbst hat 30 Millionen seiner eigenen Anteilsscheine verkauft und damit gut 1,1 Milliarden Dollar eingenommen. Mit dem Geld will er fällige Steuern begleichen. Er besitzt aber noch einen Anteil im Gegenwert von gut 19,1 Milliarden Dollar und kontrolliert 57 Prozent aller Stimmrechte. Damit wird Zuckerberg auch künftig die Geschickte von Facebook bestimmen.

900 MILLIONEN NUTZER

Der Börsengang ist der Höhepunkt einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Mark Zuckerberg hatte Facebook zusammen mit Kommilitonen 2004 als digitales Jahrgangsbuch für Studenten auf die Beine gestellt. Schon im ersten Jahr zog das Netzwerk rund eine Million Nutzer an. Mittlerweile sind es gut 900 Millionen.

Die hohe Nutzerzahl macht Facebook für die Werbeindustrie interessant und erklärt die hohe Nachfrage der Investoren. Facebook ist allerdings eine Wette auf die Zukunft, denn noch sehen die Geschäftszahlen im Vergleich zu anderen Konzernen mau aus: Im vergangenen Jahr lagen der Umsatz bei 3,7 Milliarden Dollar und der Gewinn bei 1 Milliarde Dollar.

GM WILL KEINE ANZEIGEN MEHR BEI FACEBOOK SCHALTEN

Zuletzt waren Zweifel aufgekommen, dass die Megamilliarden-Wette aufgeht. So will General Motors als einer der weltgrößten Werbetreibenden vorerst keine Anzeigen mehr auf Facebook schalten, weil die Nutzer dadurch kaum erreicht würden. Überdies nutzen immer mehr Nutzer Facebook auf ihren Smartphones, wo kaum Werbung zu sehen ist und entsprechend die Einnahmen ausbleiben.

Dennoch war der Ansturm der Investoren enorm. Facebook hatte seinen Börsengang drei Mal aufgestockt. Zunächst sollten die Einnahmen nur bei 5 Milliarden Dollar und damit bei weniger als einem Drittel der jetzigen Summe liegen. Zusammen mit der sogenannten Mehrzuteilungsoption - eine Art Aktienreserve der Banken - könnte Facebook sogar bis zu 18,4 Milliarden Dollar einsammeln.

NUR VISA-BÖRSENGANG WAR GRÖSSER

Damit würde das Zuckerberg-Unternehmen an die beiden größten Börsengänge der US-Geschichte anschließen: Die Kreditkartenfirma Visa <3V64.FSE> hatte 2008 inklusive Mehrzuteilung 19,7 Milliarden Dollar eingenommen und der Autokonzern General Motors im Jahr 2010 nach seinem Neustart 18,1 Milliarden Dollar.

Weltweit noch größer waren lediglich die Börsengänge dreier chinesischer Finanzkonzerne. Schon gibt es Bedenken, Facebook könnte den Markt für Aktienplatzierungen austrocknen: Denn die Investoren können ihr Geld nur einmal ausgeben und für andere Unternehmen, die aufs Parkett streben, bleibt weniger übrig./das/DP/fn

17.05.2012

FDA genehmigt Generika-Versionen von Sanofi-Blutverdünner Plavix

SILVER SPRING (dpa-AFX) - Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat Nachahmer-Versionen des Blutverdünners Plavix von Sanofi genehmigt. Zu den Herstellern von Generika des Medikaments, welches das Risiko von Herz-Anfällen und Herz-Schlägen verringert, gehören Dr. Reddy's, Mylan , Teva , Roxane, Sun Pharma und Torrent, wie die FDA am Donnerstag mitteilte. Generika haben dieselbe Qualität und Stärke der Originalmedikamente. Das Sanofi-Mittel ist einer der Verkaufsschlager des französischen Pharmakonzerns./fn/tih

17.05.2012

ROUNDUP/IPO: Facebook legt größten Internet-Börsengang hin: 38 Dollar je Aktie

NEW YORK (dpa-AFX) - Facebook hat den größten Börsengang eines Internet-Unternehmens aller Zeiten gestemmt. Das soziale Netzwerk konnte seine Aktien zum anvisierten Höchstpreis losschlagen. Facebook und seine Alteigentümer nahmen insgesamt 16 Milliarden Dollar ein (12,3 Mrd Euro).

Pro Stück gingen die Anteilsscheine für 38 Dollar an die Investoren. Das lag am oberen Ende der Preisspanne von 34 bis 38 Dollar. Das teilte Facebook am späten Donnerstag mit. Am Freitag wird die Aktie zum ersten Mal an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelt.

Damit liegt die Gesamtbewertung des Internetunternehmens bei rund 104 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Google hatte bei seinem Börsengang im Jahr 2004 Aktien für 1,7 Milliarden Dollar verkauft und kam auf eine Gesamtbewertung von 23 Milliarden Dollar. Heute sind es gut 200 Milliarden Dollar.

Der Börsengang ist der Höhepunkt einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Mark Zuckerberg hatte Facebook zusammen mit Kommilitonen 2004 als digitales Jahrgangsbuch für Studenten auf die Beine gestellt. Schon im ersten Jahr zog das Netzwerk rund eine Million Nutzer an. Mittlerweile sind es gut 900 Millionen./das/DP/fn

17.05.2012

IPO/Facebook mit größtem Internet-Börsengang: 16 Milliarden Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Das soziale Netzwerk Facebook hat den größten Börsengang eines Internet-Unternehmens aller Zeiten gestemmt. Insgesamt wurden 16 Milliarden Dollar eingenommen. Die Anteilsscheine gingen für 38 Dollar das Stück an die Investoren und damit am oberen Ende der Preisspanne von 34 bis 38 Dollar. Das teilte Facebook am späten Donnerstag mit. Am Freitag wird die Aktie zum ersten Mal an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelt./das/DP/fn

17.05.2012

US-Handelsministerium belegt chinesische Solarimporte mit Zöllen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Das US-amerikanische Handelsministerium hat chinesische Solarimporte wegen Preisdumpings mit hohen Zöllen belegt. Zwischen 31 und 250 Prozent liegen die Zölle, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Grund sei, dass chinesische Unternehmen dank Subventionierung durch den Staat unter Herstellungskosten anbieten würden. Die endgültige Entscheidung wird Anfang Oktober getroffen. Papiere von First Solar schnellten daraufhin um mehr als sechs Prozent hoch, während die Titel des an der Wall Street gelisteten chinesischen Konkurrenten Trina Solar um fast acht Prozent absackten./fn/tih

17.05.2012

ROUNDUP2: Medien: Hewlett-Packard plant Abbau von bis zu 30 000 Jobs

NEW YORK (dpa-AFX) - Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard erwägt laut US-Medienberichten den Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg sprach am Donnerstag von 25.000 Jobs, das Blog 'All Things Digital' sogar von rund 5000 mehr. Ziel sei, die Kosten zu senken und das Geschäft an die schwächelnde PC-Nachfrage anzupassen. HP hat 320.000 Mitarbeiter.

Von den betroffenen Arbeitsplätzen sollen laut Bloomberg 10.000 bis 15.000 in der Sparte Unternehmensdienstleistung abgebaut werden. 'All Things Digital' berichtete, die Zahlen sei noch nicht endgültig. HP-Chefin Meg Whitman wolle die Umbaupläne kommenden Mittwoch vorstellen. Die Stellenstreichungen sollen demnach über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, möglicherweise ein Jahr oder mehr. Einem Teil der Mitarbeiter solle ein freiwilliges Ausscheiden vorgeschlagen werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Whitman hatte erst im März die Einbindung des schwächelnden Druckergeschäfts in die PC-Sparte angekündigt. Damit entsteht ein neuer Super-Bereich mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 65 Milliarden Dollar. Damals machte HP keine Angaben zu einem möglichen Stellenabbau, sondern sprach nur von 'Möglichkeiten für Kostensenkungen'.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern nach Wochen der Unsicherheit den radikalen Plan des damaligen deutschen Konzernchefs Leo Apotheker verworfen, den PC-Bereich abzuspalten. Die Idee, auf das deutlich renditestärkere Geschäft mit Software und Dienstleistungen zu setzen und dafür jährlich 40 Milliarden Dollar Umsatz abzuspalten, war an der Börse schlecht angekommen. Als der Aktienkurs dahinschmolz, musste Apotheker gehen.

Die frühere Ebay -Chefin Whitman machte den Plan schließlich rückgängig. Zugleich versprach sie eigene Veränderungen, um HP wendiger zu machen.

HP macht der schwache PC-Markt zu schaffen - das Geschäft mit klassischen Personal Computern wächst kaum, während der Absatz der Smartphones und Tablets boomt. In diesem Markt ist Hewlett-Packard aber gar nicht mehr vertreten, während Rivalen wie Apple oder Samsung das Rennen machen: Apotheker stellte das wenig erfolgreiche Geschäft mit Geräten mit dem Palm-Betriebssystem webOS im vergangenen Sommer ein. Zudem ist die weltgrößte Druckersparte von HP nicht mehr die verlässliche Geldmaschine von einst./so/DP/fn

17.05.2012

Human Genome will mit 'Weißem Ritter' Übernahme durch GSK abwenden

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Biotech-Unternehmen Human Genome Sciences will mit einem 'Weißen Ritter' die feindliche Übernahme durch den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) abwenden. Wie das in Rockville (Bundesstaat Maryland) beheimatete Unternehmen am Donnerstag mitteilte, befinde es sich in Verhandlungen mit Dritten. Zudem teilte das Unternehmen mit, der Verwaltungsrat habe den Aktionären einstimmig die Ablehnung der 2,6 Milliarden Dollar schweren Offerte von GSK vorgeschlagen. Die Briten bieten 13 Dollar je Aktie von Human Genome. Die Offerte läuft am 7. Juni ab./fn

17.05.2012

ROUNDUP/Presse: Hewlett-Packard plant Abbau von bis zu 30 000 Jobs

NEW YORK (dpa-AFX) - Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard erwägt laut US-Medienberichten den Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg sprach am Donnerstag von 25.000 Jobs, das Blog 'All Things Digital' sogar von rund 5.000 mehr. Ziel sei, Kosten zu sparen und das Geschäft an die schwächelnde PC-Nachfrage anzupassen. HP hat 320.000 Mitarbeiter.

Von den betroffenen Arbeitsplätzen sollen laut Bloomberg 10.000 bis 15.000 in der Sparte Unternehmensdienstleistungssparte für Unternehmen abgebaut werden. 'All Things Digital' berichtete, die Zahlen sei noch nicht endgültig. HP-Chefin Meg Whitman wolle die Umbaupläne kommenden Mittwoch vorstellen. Die Stellenstreichungen sollen demnach über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, möglicherweise ein Jahr oder mehr. Einem Teil der Mitarbeiter solle ein freiwilliges Ausscheiden vorgeschlagen werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen./so/DP/fn

17.05.2012

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 17.05.2012

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 17.05.2012

CELESIO AG

DÜSSELDORF - Die WestLB hat das Kursziel für die Aktien von Celesio nach Zahlen von 12,70 auf 12,30 Euro gesenkt und die Einstufung auf 'Reduce' belassen. Der Pharmahändler befinde sich noch immer in seiner Umstrukturierungsphase und löse wenig Begeisterung aus, schrieb Analyst Mark Belsey in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte geht von keinem Ergebnisswachstum in diesem Jahr aus. Es bestehe auch das Risiko weiterer Abschreibungen im Geschäftsfeld Manufacturing Solutions.

DEUTSCHE BANK AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Aktien von Salzgitter nach Zahlen auf 'Buy' mit einem Kursziel von 56,00 Euro belassen. Das erste Quartal des Stahlherstellers habe mit guten Absatzzahlen, aber niedrigen Gewinnmargen unter dem Strich im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Bastian Synagowitz in einer Studie vom Donnerstag. Zwar sehe er keine kurzfristigen Treiber für die Aktie. Aber Salzgitters konservative Bilanz und die günstige Bewertung der Aktie machten das Papier attraktiv, meinte der Analyst.

E.ON AG

PARIS - Die Societe Generale hat die Aktien von Eon nach dem Verkauf des deutschen Gasnetzes auf 'Buy' mit einem Kursziel von 21,00 Euro belassen. Der Verkauf ändere seine Sicht auf den Versorger nicht grundlegend, schrieb Analyst Alberto Ponti in einer Studie vom Donnerstag. Der Verkauf deute aber daraufhin, dass die Führung des Konzerns die richtigen Schritte unternehme, um die Bilanz des Versorgers zu verbessern.

JPMORGAN

LONDON - JPMorgan hat die Aktie von GfK nach Zahlen von 'Overweight' auf 'Neutral' gesenkt und das Kursziel auf 46,20 Euro belassen. Nach dem starken Anstieg der Aktien des Konsumforschungsunternehmens seit Jahresbeginn sehe er nur noch ein geringes Potenzial für weitere Kursgewinne, schrieb Analyst Nicolas Dubourg in einer Studie vom Donnerstag. Nach dem soliden ersten Quartal, das leicht über den Erwartungen lag, lasse er seine Gewinnschätzungen unverändert.

MAN SE

DÜSSELDORF - Die WestLB hat die Aktie von MAN von 'Reduce' auf 'Neutral' angehoben. Nach der im Vergleich zum Stoxx Europe 600 unterdurchschnittlichen Kursentwicklung im letzten Monat erachte er jetzt das zwölfmonatige Risiko-Ertrags-Profil der Titel des Lastwagen- und Motorenbauers als ausgeglichen, schrieb Analyst Adam Hull in einer Studie vom Donnerstag. Dabei geht er von einem Kurs von etwa 81,00 Euro je Aktie aus.

RICHEMONT

LONDON - Nomura hat das Kursziel für die Aktien von Richemont nach Ganzjahreszahlen von 64,00 auf 66,00 Franken angehoben und die Einstufung auf 'Buy' belassen. Der Luxusgüterkonzern habe die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Christopher Walker in einer Studie vom Donnerstag. Trotz des abzusehenden Anstiegs der Investitionsausgaben hebe er seine Prognose für den diesjährigen Betriebsgewinn (EBIT) um 14 Prozent an.

STRÖER

HAMBURG - Berenberg hat die Aktie von Ströer nach Zahlen von 'Sell' auf 'Hold' angehoben, aber das Kursziel von 12,80 auf 10,80 Euro gesenkt. Das erste Quartal des Anbieters von Außenwerbung habe zwar im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analystin Sarah Simon in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Der Ausblick auf das zweite Quartal sei jedoch schlechter als erwartet ausgefallen. Nach dem jüngsten Kursverlust sei der Titel aber wieder so günstig bewertet, dass sie das Papier heraufstufe, so die Analystin.

VODAFONE

LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für die Aktien von Vodafone vor Zahlen von 225,00 auf 215,00 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf 'Overweight' belassen. Die jüngste Stärke des britischen Pfunds bedeute Gegenwind für die Gewinne des Mobilfunkbetreibers, schrieb Analyst Akhil Dattani in einer Studie vom Donnerstag. Er habe daher seine Schätzung für den diesjährigen Gewinn je Aktie um 3 Prozent gesenkt. Der fundamentale Wert Vodafones einschließlich der guten Gewinnmargen in den USA bleibe jedoch intakt, so der Analyst./fn

17.05.2012

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste - US-Daten und Europa-Sorgen belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts schwach ausgefallener Konjunktursignale und der marktbeherrschenden Krise in der Eurozone hat der Dow Jones Industrial am Donnerstag zum fünften Mal in Folge im Minus geschlossen. Der Leitindex ging 1,24 Prozent tiefer bei 12.442,49 Punkten und damit nahe seines Tagestiefs über die Ziellinie. Damit hat er an elf der vergangenen zwölf Handelstage im Minus geschlossen und den tiefsten Stand seit Mitte Januar erreicht. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 1,51 Prozent auf 1.304,86 Zähler. Noch kräftiger waren die Verluste an der Nasdaq: Der Composite Index sackte um 2,10 Prozent auf 2.813,69 Punkte ab und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 2,05 Prozent auf 2.509,05 Punkte.

Spürbar eingetrübt hat sich in den USA das Geschäftsklima in der Region Philadelphia, das erstmals seit Herbst letzten Jahres wieder auf eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung hindeutet. Zudem enttäuschte der Index der Frühindikatoren und ein erhoffter kleiner Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war ausgeblieben. Im Fokus blieb aber auch die Eurozone: Die Ratingagentur Fitch hatte am Abend die Bonität Griechenlands gesenkt und zudem hieß es in einem Medienbericht, die Bonitätsprüfer von Moody's bereiteten einen Rundumschlag gegen den spanischen Bankensektor vor. Spanien als zweites Sorgenkind der Eurozone musste zudem am Donnerstag wieder mehr Zinsen bieten, um neue Anleihen am Markt unterzubringen.

INDUSTRIE- UND FINANZWERTE UNTER DRUCK

Die letzten Ränge im Dow Jones nahmen die Aktien aus den Industrie- und Finanzsektoren ein. Titel des Baumaschinenherstellers Caterpillar etwa rutschten um 4,42 Prozent auf 87,80 US-Dollar ab und die des Flugzeugbauers Boeing büßten 3,62 Prozent ein. Titel von JPMorgan sackten ferner um 4,31 Prozent auf 33,93 Dollar ab. Nach Informationen der 'New York Times' sind die Verluste aus den fehlgeschlagenen Finanzwetten binnen einer Woche von ursprünglich zwei auf mindestens drei Milliarden US-Dollar angeschwollen.

Hewlett-Packard dagegen schlossen angesichts des erwogenen Abbaus von bis zu 30.000 Jobs mit einem knappen Plus von 0,14 Prozent. Mit weitem Vorsprung nahmen die Aktien von Wal-Mart mit einem Aufschlag von mehr als vier Prozent auf 61,68 Dollar die Spitzenposition ein. Der weltgrößte Einzelhändler hatte im ersten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Titel des Konkurrenten Sears Holdings kletterten ferner nach überzeugenden Zahlen um rund drei Prozent in die Höhe.

FACEBOOK-BÖRSENGANG WIRFT SCHATTEN VORAUS

Immer gigantischere Schatten wirft indes der für den morgigen Freitag erwartete Börsengang von Facebook voraus. Vor dem größten Internet-Börsengang aller Zeiten reißen sich die Anleger um ein Stück vom Kuchen: Erste Kursschätzungen liegen teilweise deutlich oberhalb der Angebotsspanne von 34 bis 38 Dollar. Beim deutschen Broker Lang & Schwarz lag die Indikation in der Spitze bei über 60 Dollar. Schon jetzt gilt der Börsengang als der größte Internet-Börsengang aller Zeiten.

Mit der Aussicht auf Unterstützung im Kampf gegen Billigkonkurrenz aus China standen ferner einige US-Solarwerte im Fokus. Nach einer Entscheidung des Handelsministeriums sollen chinesische Solarimporte wegen Preisdumpings mit hohen Zöllen belegt werden. First Solar etwa schnellten daraufhin um 6,72 Prozent auf 14,92 Dollar hoch. Titel des an der Wall Street gelisteten chinesischen Konkurrenten Trina Solar sackten dagegen um fast acht Prozent ab./tih/fn

17.05.2012

Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste - Konjunkturdaten und Europa-Sorgen

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts schwach ausgefallener Konjunktursignale und der marktbeherrschenden Krise in der Eurozone hat der Dow Jones Industrial am Donnerstag zum fünften Mal in Folge im Minus geschlossen. Der Leitindex ging 1,24 Prozent tiefer bei 12.442,49 Punkten und damit nahe seines Tagestiefs über die Ziellinie. Damit hat er an elf der vergangenen zwölf Handelstage im Minus geschlossen und den tiefsten Stand seit Mitte Januar erreicht. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 1,51 Prozent auf 1.304,86 Zähler. Noch kräftiger waren die Verluste an der Nasdaq: Der Composite Index sackte um 2,10 Prozent auf 2.813,69 Punkte ab und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 2,05 Prozent auf 2.509,05 Punkte.

Spürbar eingetrübt hat sich in den USA das Geschäftsklima in der Region Philadelphia, das erstmals seit Herbst letzten Jahres wieder auf eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung hindeutet. Zudem enttäuschte der Index der Frühindikatoren und ein erhoffter kleiner Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war ausgeblieben. Im Fokus blieb aber auch die Eurozone: Die Ratingagentur Fitch hatte am Abend die Bonität Griechenlands gesenkt und zudem hieß es in einem Medienbericht, die Bonitätsprüfer von Moody's bereiteten einen Rundumschlag gegen den spanischen Bankensektor vor. Spanien als zweites Sorgenkind der Eurozone musste zudem am Donnerstag wieder mehr Zinsen bieten, um neue Anleihen am Markt unterzubringen./tih/fn

17.05.2012

Aktien New York: Schwächer - US-Konjunkturdaten ergänzen die Europa-Sorgen

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts schwach ausgefallener Konjunktursignale und der marktbeherrschenden Krise in der Eurozone haben die US-Börsen am Donnerstag weiter nachgegeben. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab zuletzt um 0,38 Prozent auf 12.551,25 Punkte nach. Er ist damit auf dem Wege dazu, den fünften Handelstag in Folge im Minus zu beenden. Bei knapp unter 12.500 Punkten hatte er zwischenzeitlich den tiefsten Stand seit vier Monaten erreicht. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,45 Prozent auf 1.318,79 Zähler und auch die technologielastigen Indizes an der Nasdaq tendierten schwach. Der Composite Index büßte 0,75 Prozent auf 2.852,62 Punkte ein und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,60 Prozent auf 2.546,08 Punkte.

Spürbar eingetrübt hat sich in den USA das Geschäftsklima in der Region Philadelphia, das erstmals seit September 2011 wieder im negativen Bereich liegt und damit eine wirtschaftliche Kontraktion andeutet. Zudem enttäuschte der Index der Frühindikatoren und ein erhoffter kleiner Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der Vorwoche ausgeblieben. Die Anleger richteten ihr Augenmerk aber auch weiter nach Europa: In Griechenland macht die finanzielle Instabilität im Bankensektor mehr und mehr Sorgen und auch Spanien rückt wieder zunehmend in den Fokus. Das zweite Sorgenkind der Eurozone muss immer mehr Zinsen bieten, um neue Anleihen am Markt unterzubringen. Zudem bereiten die Bonitätsprüfer von Moody's einem Pressebericht zufolge derzeit einen Rundumschlag gegen den spanischen Bankensektor vor.

Die letzten Ränge im Dow Jones nahmen die Aktien aus den Industriesektoren ein. Titel des Baumaschinenherstellers Caterpillar etwa rutschten um 3,34 Prozent auf 88,79 US-Dollar ab. Im Sog schwacher europäischer Finanzwerte gerieten auch Bankaktien wieder unter Druck. JPMorgan büßten 2,74 Prozent auf 34,49 Dollar ein. Nach Informationen der 'New York Times' sind die Verluste aus den fehlgeschlagenen Finanzwetten von ursprünglich zwei binnen einer Woche auf mindestens drei Milliarden US-Dollar angeschwollen.

Die Aktien von Wal-Mart nahmen dagegen mit weitem Vorsprung die Spitzenposition ein. Der Aufschlag von mehr als fünf Prozent auf 62,24 Dollar bedeutete den größten Kurssprung bei den Aktien seit drei Jahren. Der weltgrößte Einzelhändler hatte im ersten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Titel des Konkurrenten Sears Holdings kletterten ferner nach überzeugenden Zahlen um mehr als acht Prozent in die Höhe.

Immer gigantischere Schatten wirft indes der für den morgigen Freitag erwartete Börsengang von Facebook voraus. Vor dem größten Internet-Börsengang aller Zeiten reißen sich die Anleger um ein Stück vom Kuchen: Erste Kursschätzungen liegen teilweise deutlich oberhalb der Angebotsspanne von 34 bis 38 Dollar. Beim Broker Lang & Schwarz lag die Indikation in der Spitze bei über 60 Dollar. Damit käme das soziale Netzwerk auf einen Marktwert von rund 172 Milliarden Dollar./tih/fn

17.05.2012

ROUNDUP: Aktien Frankfurt Schluss: Dax setzt Talfahrt fort

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um Griechenlands Verbleib in der Eurozone, Spekulationen um eine Ratingabstufung spanischer Banken sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben dem Dax am Donnerstag zugesetzt. Der deutsche Leitindex beschleunigte im relativ umsatzarmen Feiertagshandel seine am Montag begonnene Talfahrt. Kurzzeitig war er sogar unter die Marke von 6.300 Punkten gefallen. Zum Handelsschluss stand der Dax dann mit 1,18 Prozent im Minus bei 6.308,96 Punkten und markierte damit den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Der MDax verlor 1,22 Prozent auf 10.205,89 Punkte, und für den TecDax ging es um 0,63 Prozent nach unten auf 754,81 Punkte.

Die Ratingagentur Moody's plant einem Zeitungsbericht zufolge einen Rundumschlag gegen spanische Banken. 'Nachdem die italienischen Banken von Moody's vor wenigen Tagen herabgestuft wurden, wäre es keine Überraschung, wenn die spanischen heute oder in den nächsten Tagen dran wären', sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Er sprach von einer insgesamt 'sehr negativen Marktstimmung' und verwies ferner auf die deutliche Eintrübung des US-Geschäftsklimas in der Region Philadelphia. Die geringen Umsätze am deutschen Aktienmarkt würden die Bewegung nach unten zudem noch verstärken. 'Was dem Markt aber vor allem kräftig zusetzt, ist die Ungewissheit bis wohl mindestens zum 17. Juni, wenn die nächsten Wahlen in Griechenland stattfinden.'

AUKTION SPANISCHER ANLEIHEN

Am Vormittag noch hatte eine wichtige spanische Anleihen-Auktion die wenigen Marktteilnehmer in Atem gehalten. Die Staatsanleihen waren zwar stark gefragt, doch ziehen die Zinsen, die Madrid bieten muss, immer weiter an.

Der Bankenwerte-Sektor zählte erneut zu den schwächsten in Europa. In Deutschland gaben die Titel der Commerzbank um 1,62 Prozent nach und die der Deutschen Bank um 1,96 Prozent.

WESTLB STUFT MAN HOCH

Die Aktien der Deutschen Börse zeigten sich vor allem wegen des Dividendenabschlags von 3,30 Euro tief im Minus, ebenso notierten die BMW -Titel wegen des Dividendenabschlags von 2,30 Euro optisch schwach. Die Papiere von MAN hingegen gaben nach einer Hochstufung durch die WestLB nur um 0,59 Prozent nach auf 80,52 Euro. Die WestLB hatte ihr Anlageurteil nach der im Vergleich zum Index Stoxx Europe 600 unterdurchschnittlichen Kursentwicklung der Aktien im letzten Monat auf 'Neutral' angehoben.

VERLUSTE AUCH IN EUROPA

Der EuroStoxx 50 fiel um 1,31 Prozent auf 2146,91 Punkte. Verluste gab es auch bei den Leitindizes in Paris und London. In den USA sank der Dow Jones Industrial zum Zeitpunkt des europäischen Börsenschlusses ebenfalls.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 1,19 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 133,71 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,27 Prozent zu auf 143,76 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2682 (Mittwoch: 1,2738) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7895 (0,7851) Euro./la/fn

17.05.2012

Aktien Frankfurt Schluss: Dax setzt Talfahrt fort

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um Griechenlands Verbleib in der Eurozone, Spekulationen um eine Ratingabstufung spanischer Banken sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben dem Dax am Donnerstag zugesetzt. Der deutsche Leitindex beschleunigte im relativ umsatzarmen Feiertagshandel seine am Montag begonnene Talfahrt. Kurzzeitig war er sogar unter unter die Marke von 6.300 Punkten gefallen. Zum Handelsschluss stand der Dax dann mit 1,18 Prozent im Minus bei 6.308,96 Punkten und markierte damit den tiefsten Stand seit Mitte Januar. Der MDax verlor 1,22 Prozent auf 10.205,89 Punkte und für den TecDax ging es um 0,63 Prozent nach unten auf 754,81 Punkte.

Die Ratingagentur Moody's plant einem Zeitungsbericht zufolge einen Rundumschlag gegen spanische Banken. 'Nachdem die italienischen Banken von Moody's vor wenigen Tagen herabgestuft wurden, wäre es keine Überraschung, wenn die spanischen heute oder in den nächsten Tagen dran wären', sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Er sprach von einer insgesamt 'sehr negativen Marktstimmung' und verwies ferner auf die deutliche Eintrübung des US-Geschäftsklimas in der Region Philadelphia. Die geringen Umsätze am deutschen Aktienmarkt würden die Bewegung nach unten zudem noch verstärken. 'Was dem Markt aber vor allem kräftig zusetzt, ist die Ungewissheit bis wohl mindestens zum 17. Juni, wenn die nächsten Wahlen in Griechenland stattfinden.'/la/fn

17.05.2012

ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Verluste - US-Konjunkturdaten enttäuschen

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts schwach ausgefallener Konjunktursignale und der marktbeherrschenden Krise in der Eurozone sind die US-Börsen am Donnerstag etwas schwächer in den Handel gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial lag zuletzt moderat mit 0,17 Prozent im Minus bei 12.576,79 Punkten. Im Falle eines weiteren Verlusttags würde er seine Schwächeperiode auf mittlerweile fünf Handelstage in Folge ausbauen. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,20 Prozent auf 1.322,15 Zähler nach und auch die technologielastigen Indizes an der Nasdaq tendierten schwächer. Der Composite Index büßte 0,30 Prozent auf 2.865,53 Punkte ein und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,21 Prozent auf 2.556,17 Punkte.

Spürbar eingetrübt hat sich in den USA das Geschäftsklima in der Region Philadelphia, das erstmals seit September 2011 wieder im negativen Bereich liegt und damit eine wirtschaftliche Kontraktion andeutet. Zudem enttäuschte der Index der Frühindikatoren und ein erhoffter kleiner Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der Vorwoche ausgeblieben. Die Anleger richteten ihr Augenmerk aber auch weiter nach Europa: In Griechenland macht die finanzielle Instabilität im Bankensektor mehr und mehr Sorgen und auch Spanien rückt wieder zunehmend in den Fokus. Das zweite Sorgenkind der Eurozone muss immer mehr Zinsen bieten, um neue Anleihen am Markt unterzubringen. Zudem bereiten die Bonitätsprüfer von Moody's einem Pressebericht zufolge derzeit einen Rundumschlag gegen den spanischen Bankensektor vor.

Im Sog europaweit schwacher Finanzwerte gerieten auch die Aktien der US-Banken wieder unter Druck. JPMorgan büßten als Schlusslicht im Dow Jones 2,71 Prozent auf 34,50 Dollar ein. Hier dürften aber vor allem Neuigkeiten zu den schief gelaufenen Spekulationsgeschäften belasten. Laut einem - allerdings offiziell nicht bestätigten - Pressebericht hat sich der Fehlbetrag binnen einer Woche um mindestens eine Milliarde Dollar ausgeweitet. Inzwischen streben mindestens zwei Anleger eine der gefürchteten Sammelklagen an, der sich weitere Geschädigte anschließen könnten.

Die Aktien von Wal-Mart nahmen dagegen mit weitem Vorsprung die Spitzenposition ein. Der Aufschlag von mehr als fünf Prozent auf 62,26 Dollar bedeutete den größten Kurssprung bei den Aktien seit drei Jahren. Der weltgrößte Einzelhändler hatte im ersten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Außerhalb des Dow Jones bescherte eine milliardenschwere Übernahme den Titeln von Agilent Technologies ein Plus von mehr als zwei Prozent. Das Messtechnikunternehmen will für 2,2 Milliarden US-Dollar den dänischen Krebstest-Spezialisten Dako kaufen.

Immer gigantischere Schatten wirft indes der für den morgigen Freitag erwartete Börsengang von Facebook voraus. Vor dem größten Internet-Börsengang aller Zeiten reißen sich die Anleger um ein Stück vom Kuchen: Erste Kursschätzungen liegen teilweise deutlich oberhalb der Angebotsspanne von 34 bis 38 Dollar. Beim Broker Lang & Schwarz lag die Indikation in der Spitze bei über 60 Dollar. Damit käme das soziale Netzwerk auf einen Marktwert von rund 172 Milliarden Dollar./tih/fn

17.05.2012

Aktien New York: Schwächer - Konjunkturdaten aus den USA enttäuschen

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts schwach ausgefallener Konjunktursignale und der marktbeherrschenden Krise in der Eurozone sind die US-Börsen am Donnerstag mit weiteren Verlusten in den Handel gestartet. Nach einem wenig veränderten Start sank der Leitindex Dow Jones Industrial bis zuletzt moderat mit 0,23 Prozent auf 12.569,60 Punkte ins Minus ab. Im Falle eines weiteren Verlusttags würde er seine Schwächeperiode auf mittlerweile fünf Handelstage in Folge ausbauen. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,28 Prozent auf 1.321,05 Zähler nach und die technologielastigen Indizes an der Nasdaq tendierten noch etwas schwächer. Der Composite Index büßte 0,44 Prozent auf 2.861,49 Punkte ein und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,36 Prozent auf 2.552,43 Punkte.

Spürbar eingetrübt hat sich in den USA das Geschäftsklima in der Region Philadelphia, das erstmals seit September 2011 wieder im negativen Bereich liegt und damit eine wirtschaftliche Kontraktion andeutet. Zudem enttäuschte der Index der Frühindikatoren und ein erhoffter kleiner Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der Vorwoche ausgeblieben. Die Anleger richteten ihr Augenmerk aber auch weiter nach Europa: In Griechenland macht die finanzielle Instabilität im Bankensektor mehr und mehr Sorgen und auch Spanien rückt wieder zunehmend in den Fokus. Das zweite Sorgenkind der Eurozone muss immer mehr Zinsen bieten, um neue Anleihen am Markt unterzubringen. Zudem bereiten die Bonitätsprüfer von Moody's einem Pressebericht zufolge derzeit einen Rundumschlag gegen den spanischen Bankensektor vor./tih/fn

17.05.2012

Aktien New York Ausblick: Nahezu unverändert - US-Daten und Banken im Blick

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach wenig inspirierenden Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt dürfte die Wall Street am Donnerstag in der Nähe ihres Schlusstands vom Vortag eröffnen. Rund eine dreiviertel Stunde vor dem Start stand der Future auf den Dow Jones Industrial immerhin mit 0,06 Prozent im Plus bei 12.584 Punkten, nachdem der Leitindex am Vorabend zum vierten Mal in Folge mit Abschlägen geschlossen hatte. Der Future auf den Nasdaq 100 ließ am Mittwoch für den technologielastigen Auswahlindex eine um 0,23 Prozent schwächere Eröffnung erwarten.

In den USA stagnierten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche zwar, jedoch hatten Experten mit einem Rückgang gerechnet. Ob es für den Markt noch Chancen nach oben gibt, dürfte nicht zuletzt von im Laufe des Nachmittags anstehenden Daten abhängen. So stehen als mögliche Impulsgeber noch die Frühindikatoren für April und der Philly Fed für den Mai an.

Die Anleger werden ihr Augenmerk aber auch weiter nach Europa richten. In Griechenland, wo die Sparer seit Tagen ihre Konten leer räumen, wurde inzwischen die neue Interimsregierung vereidigt. Die Neuwahlen wurden auf den 17. Juni terminiert. Während wegen der Krise am Donnerstag europaweit Bank-Aktien erneut kräftig unter Druck gerieten, könnte dasselbe Schicksal auch die Branchenwerte an der Wall Street ereilen. Dies insbesondere, da am Markt laut Händlern zudem Gerüchte die Runde machten, wonach die Ratingagentur Moody's die Einstufung der Kreditwürdigkeit spanischer Banken noch an diesem Donnerstag senken könnte.

Vorbörslich standen Bankenwerte auch in New York im Minus. JPMorgan gaben vor der Eröffnung um 0,82 Prozent auf 35,17 Dollar ab. Hier dürften aber vor allem Neuigkeiten zu den schief gelaufenen Spekulationsgeschäften belasten. Laut einem - allerdings offiziell nicht bestätigten - Pressebericht hat sich der Fehlbetrag binnen einer Woche um mindestens eine Milliarde Dollar ausgeweitet. Inzwischen streben mindestens zwei Anleger eine der gefürchteten Sammelklagen an, der sich weitere Geschädigte anschließen könnten.

Unterdessen legten die Papiere von Wal-Mart vor dem Handelsbeginn um mehr als drei Prozent zu. Der weltgrößte Einzelhändler hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet. Eine milliardenschwere Übernahme bescherte auch dem US-Messtechnikunternehmen Agilent Technologies ein vorbörsliches Kursplus von mehr als fünfeinhalb Prozent. Der Konzern will für 2,2 Milliarden US-Dollar den dänischen Krebstest-Spezialisten Dako kaufen.

Derweil wirft der für diesen Freitag erwartete Börsengang von Facebook immer gigantischere Schatten voraus. Vor dem größten Internet-IPO aller Zeiten reißen sich die Anleger um ein Stück vom Kuchen: Während die von Facebook anvisierte Angebotsspanne bei 34 bis 38 Dollar liegt, stieg die Indikation bereits am Donnerstag beim Broker Lang & Schwarz in der Spitze auf 63,80 Dollar. Damit käme das soziale Netzwerk auf einen Marktwert von rund 172 Milliarden Dollar. Die Alteigentümer um Unternehmensgründer Mark Zuckerberg haben inzwischen die Zahl der angebotenen Aktien auf 421 Millionen aufgestockt - plus Mehrzuteilungsoption./tav/tih

17.05.2012

Aktien Frankfurt: Dax belastet von Sorgen um Griechenland und Spanien

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um Griechenlands Verbleib in der Eurozone, Gerüchte über eine Ratingabstufung spanischer Banken sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Donnerstag zugesetzt. Der deutsche Leitindex beschleunigte im relativ umsatzarmen Feiertagshandel seine am Montag begonnene Talfahrt und fiel bis kurzzeitig auf 6.301 Punkte. Am Nachmittag stand er dann mit 0,65 Prozent im Minus bei 6.342,96 Punkten. Der MDax verlor 0,67 Prozent auf 10.261,91 Punkte. Der TecDax verlor 0,05 Prozent auf 759,80 Punkte.

Bevor schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt die Stimmung zusätzlich drückten, kursierten Gerüchte, dass die Ratingagentur Moody's die spanischen Banken abstufen könnte. 'Nachdem die italienischen Banken von Moody's vor wenigen Tagen herabgestuft wurden, wäre es keine Überraschung, wenn die spanischen heute oder in den nächsten Tagen dran wären', sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Er sprach von einer insgesamt 'sehr negativen Marktstimmung'. Die geringen Volumina würden die Bewegung nach unten zudem noch verstärken. 'Was dem Markt aber vor allem kräftig zusetzt, ist die Ungewissheit bis wohl mindestens zum 17. Juni, wenn die nächsten Wahlen in Griechenland stattfinden.'

Am Vormittag noch hatte eine wichtige spanische Anleihe-Auktion die wenigen Marktteilnehmer in Atem gehalten. Die Staatsanleihen waren zwar stark gefragt, doch ziehen die Zinsen, die Madrid bieten muss, immer weiter an. Die Auktion sei als Indikator für eine befürchtete Ansteckungsgefahr gesehen worden, hieß es am Markt.

BANKENWERTE ERNEUT SEHR SCHWACH

Der europäische Bankenwerte-Sektor zählte erneut zu den schwächsten in Europa. In Deutschland gaben die Titel der Commerzbank um knapp ein Prozent nach und die der Deutschen Bank sogar um knapp drei Prozent.

Die Aktien der Deutschen Börse zeigten sich vor allem wegen des Dividendenabschlags von 3,30 Euro tief im Minus, ebenso notierten die BMW-Aktien wegen des Dividendenabschlags von 2,30 Euro optisch schwach.

MAN hingegen legten nach einer Hochstufung durch die WestLB um 0,98 Prozent auf 81,79 Euro zu. Die WestLB hob ihr Anlageurteil nach der im Vergleich zum Stoxx Europe 600 unterdurchschnittlichen Kursentwicklung der Aktie im letzten Monat von 'Reduce' auf 'Neutral' an.

AIXTRON TROTZ DIVIDENDENABSCHLAG GEFRAGT

Die Aktien von Aixtron zogen trotz des Dividendenabschlags von 0,25 Euro je Aktie an die TecDax-Spitze und legten um mehr als drei Prozent zu. Den Vormittag über hatten bereits Berichte gestützt, wonach China neue Subventionen für die Konsumelektronik- und Automobilindustrie angekündigt haben soll. Die Hoffnung auf einen Nachfrage-Schub gab daher Auftrieb. Dann sorgte laut Händlern ein Gerücht für zusätzliche Unterstützung: Demnach denkt der niederländische Philips-Konzern über ein Gebot für das TecDax-Unternehmen nach. Allerdings mahnten zahlreiche Händler zur Vorsicht: 'An einem ruhigen Tag wie diesem werden solche Gerüchte gerne mal hochgekocht.'/ck/la

--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

17.05.2012

Aktien Europa: Verluste ausgeweitet - Bankia brechen um 26 Prozent ein

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben ihre ihre Verluste am Donnerstag bis zum Mittag ausgeweitet. Weil es wegen eines Feiertags in vielen europäischen Ländern an unternehmensspezifischen Nachrichten fehlt, bleibt das Hauptthema an der Börse die Euro-Krise. Gegen Mittag stand der Leitindex EuroStoxx 50 mit 1,08 Prozent im Minus bei 2.151,77 Punkten. Auch an den Börsen in Frankreich und Großbritannien hielten sich die Anleger zurück. In Paris gab der Leitindex Cac 40 0,77 Prozent ab auf 3.025,30 Punkte, und der Londoner FTSE 100 sackte um 0,97 Prozent auf 5352,02 Zähler ab.

Mit Argusaugen verfolgen laut Händlern die Anleger die Lage der griechischen Banken. In den vergangen Tagen hatte ein 'Run' auf die Geldinstitute eingesetzt. Die Griechen räumen ihre Konten, und allein am vergangenen Montag sollen fast eine Milliarde Euro abgeflossen sein. Die EZB hatte am Vorabend angekündigt, einigen griechischen Banken kein Geld mehr zu leihen. Dies habe einen zusätzlichen Unsicherheitsfaktor in den Markt gebracht, sagten Beobachter.

'Wenn Griechenland fällt, bekommen wir reichlich Ärger in Europa, und niemand weiß, was dann mit Spanien, Italien und Portugal wird,' said Andreas Lipkow, Händler bei MWB Fairtrade. Tatsächlich richten sich die Sorgen inzwischen wieder vermehrt auf Spanien und seine Geldinstitute. Das Euro-Schwergewicht Spanien hatte sich am Donnerstag erneut frisches Geld am Anleihenmarkt besorgt. Die Nachfrage nach den neuen Papieren war hoch, doch die Zinsen, die Madrid bieten muss, ziehen immer weiter an.

Einmal mehr gehörten vor dem Hintergrund der Schuldenkrise Papiere aus dem Finanz- und Bankensektor zu den größten Verlierern im Stoxx600. Im Eurostoxx gaben Werte wie Unicredit , Intesa SanPaolo , Societe Generale und BNP Paribas zwischen drei und vier Prozent ab. Auch in London führten Banken wie Loyds und Royal Bank of Scotland die Liste der Verlierer mit Abschlägen von rund zwei Prozent an.

In Spanien sollen bei der kürzlich verstaatlichte Sparkasse Bankia zahlreiche Kunden ihr Geld abgezogen haben. Das Finanzhaus benötigt wegen fauler Kredite dringend einen neuen Restrukturierungsplan. Ein Händler hob hervor, dass die Probleme der Bankia vor allem hausgemacht seien, dennoch dürfte es das Sentiment insgesamt belasten. Die Aktien brachen zuletzt um weitere 25,5 Prozent ein./tav/rum

17.05.2012

GESAMT-ROUNDUP: USA mahnen Euro-Zone vor G8-Gipfel: Mehr gegen die Krise tun

WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - Die USA haben Europa vor dem G8-Gipfel aufgerufen, entschlossener gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise vorzugehen. Es müsse mehr getan werden für Wachstum und Reformen in den EU-Krisenländern sowie gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten, sagte Regierungssprecher Jay Carney vor dem Treffen der Gruppe der acht großer Industrieländer, das an diesem Freitag in Camp David beginnt.

Die EU will sich bei dem Gipfel gegen Kritik verteidigen. Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, Europa wolle 'sowohl gesunde Staatsfinanzen gewährleisten als auch Wirtschaftswachstum gewährleisten'. Ähnlich äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview des US-Fernsehsenders CNBC. Gleichzeitig betonte sie ihren festen Willen, Griechenland in der Eurozone zu halten. 'Das wäre glaube ich für Griechenland, und das wäre auch für uns alle gut.'

Die Wirtschafts- und Finanzpolitik wird voraussichtlich das beherrschende Thema des Treffens der 'Gruppe der Acht' sein. Die Staats- und Regierungschefs der europäischen Mitglieder - Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien - stimmten am Donnerstag in einer Videokonferenz ihre Positionen ab. 'Es bestand hohe Übereinstimmung, dass fiskalische Konsolidierung und Wachstum keine Gegensätze sind, sondern dass beides benötigt wird', ließ Merkel im Anschluss mitteilen. Für den neuen französischen Präsidenten François Hollande, der den EU-Fiskalpakt um Wachstumselemente ergänzen will, ist das Treffen in Camp David der erste internationale Gipfel.

Weitere Teilnehmer sind neben US-Präsident Barack Obama die Staats- und Regierungschefs von Japan, Kanada und Russland. Der neue russische Präsident Wladimir Putin, der eigentlich für Außenpolitik zuständig ist, lässt sich von Ministerpräsident Dmitri Medwedew vertreten. Als Grund für seine Absage gab er die laufende Regierungsbildung in Russland an. Bei wichtigen Themen wie der Bewältigung des Syrienkonflikts und dem Atomstreit mit dem Iran werden daher keine wesentlichen Fortschritte erwartet.

Weitere Themen in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten 100 Kilometer nördlich von Washington, sind der Klimaschutz, die Unterstützung des Arabischen Frühlings und die Bekämpfung des Hungers in Afrika. Die internationale Entwicklungsorganisation One mahnte höhere Hilfszusagen für die ärmsten Länder der Welt an. 'Die Lage ist weiter dramatisch', sagte Deutschland-Chef Tobias Kahler der Nachrichtenagentur dpa. 'Über eine Milliarde Menschen gehen immer noch jeden Abend hungrig ins Bett.'

Das G8-Treffen ist der Auftakt eines Gipfelmarathons. Am Sonntag und Montag trifft sich die Nato in Chicago, nächste Woche Dienstag folgt ein EU-Sondergipfel in Brüssel. Beim Nato-Gipfel werden der Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan und die Hilfe für das Land nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 sein. 3,2 Milliarden Euro im Jahr sollen für die Finanzierung der afghanischen Sicherheitskräfte bereitgestellt werden. Den Löwenanteil übernehmen die USA. Deutschland wird sich mit 150 Millionen Euro beteiligen. Das sagte Merkel dem afghanischen Präsidenten Karsai am Mittwoch bei einem Treffen in Berlin zu.

Mit der Unterzeichnung eines Abkommens stellten die beiden die deutsch-afghanischen Beziehungen auf eine neue Grundlage. Merkel und Karsai sprachen von einem 'Meilenstein'. Das Abkommen betrifft die Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen vom Militär bis zur Wirtschaft. Konkrete Hilfszusagen werden darin aber noch nicht gemacht./mfi/fd/pm/cb/DP/fn

17.05.2012

G8 berät über Schuldenkrise - USA machen Druck auf Euro-Zone

WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - Die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russlands kommen am Samstag zusammen, um über Euro-Krise, Klimaschutz und Afrika-Hilfe zu beraten. Das zweitägige G8-Treffen im US-amerikanischen Camp David, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnimmt, wird voraussichtlich von den Beratungen über die Weltwirtschaftslage dominiert.

Die USA drängen die Europäer zu mehr Reformen und Wachstumsimpulsen. Die EU will ihren Konsolidierungskurs verteidigen, ist sich selbst aber nicht einig. Erstmals nimmt der französische Präsident François Hollande, der mit dem Fiskalpakt der EU nicht einverstanden ist, an einem internationalen Gipfel teil.

Abgesagt hat dagegen der neue russische Präsident Wladimir Putin, der sich von Ministerpräsident Dmitri Medwedew vertreten lässt. Bei Themen wie dem Syrienkonflikt und dem Atomstreit mit dem Iran, bei denen Russland eine wichtige Rolle spielt, werden daher keine wesentlichen Fortschritte erwartet.

Die G8 will auch über die Verlängerung eines Programms gegen Hunger in Afrika beraten, das sie 2009 für zunächst drei Jahre beschlossen hatte. Damals waren dafür 22 Milliarden US-Dollar zugesagt worden. Zudem stehen unter anderem die zivile Hilfe für Afghanistan und Wirtschaftshilfe zur Unterstützung des Arabischen Frühlings auf der Tagesordnung./mfi/DP/fn

17.05.2012

Brüderle: Austritt Griechenlands aus Euro finanziell beherrschbar

BERLIN (dpa-AFX) - FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sieht keinen Anlass für Nachverhandlungen über das Hilfspaket für Griechenland. 'Anders als vor zwei Jahren könnte die Euro-Zone einen Austritt Griechenlands heute eher verkraften. Dieser würde viel Geld kosten, wäre aber beherrschbar', sagte Brüderle dem 'Handelsblatt' (Freitag). Die Entscheidung liege aber in Athen und nicht in Berlin - die Griechen müssten selbst abwägen, ob die Wiedereinführung der Drachme ihrer wirtschaftlichen Gesundung mehr helfe als der Verbleib in der Eurozone, sagte Brüderle.

Zugeständnisse für eine Zustimmung der SPD zum dauerhaften Rettungsschirm ESM kommen für Brüderle nicht in Frage: 'Hier geht es um die Zukunft Europas. Wir sind nicht auf dem Basar', sagte er. 26 Länder hätten dem Fiskalpakt in Europa zugestimmt. Er lasse sich 'nicht von der SPD erpressen'./and/DP/bgf

17.05.2012

GESAMT-ROUNDUP: USA mahnen Europa vor G8-Gipfel - Mehr gegen die Krise tun

WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - Die USA haben Europa vor dem G8-Gipfel aufgerufen, entschlossener gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise vorzugehen. Es müsse mehr getan werden für Wachstum und Reformen in den EU-Krisenländern sowie gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten, sagte Regierungssprecher Jay Carney vor dem Treffen der Gruppe acht großer Industrieländer, das an diesem Freitag in Camp David beginnt.

Die EU will sich bei dem Gipfel gegen Kritik verteidigen. Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, Europa wolle 'sowohl gesunde Staatsfinanzen gewährleisten als auch Wirtschaftswachstum gewährleisten'. Ähnlich äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview des US-Fernsehsenders CNBC. Gleichzeitig betonte sie ihren festen Willen, Griechenland in der Eurozone zu halten. 'Das wäre glaube ich für Griechenland, und das wäre auch für uns alle gut.'

Die Wirtschafts- und Finanzpolitik wird voraussichtlich das beherrschenden Thema des Treffens der 'Gruppe der Acht' sein. Die europäischen Mitglieder - Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien - wollten noch am Donnerstag in einer Videokonferenz ihre Positionen abstimmen. Für den neuen französischen Präsidenten François Hollande, der den EU-Fiskalpakt um Wachstumselemente ergänzen will, ist das Treffen in Camp David der erste internationale Gipfel.

Weitere Teilnehmer sind neben US-Präsident Barack Obama die Staats-und Regierungschefs von Japan, Kanada und Russland. Der neue russische Präsident Wladimir Putin, der eigentlich für Außenpolitik zuständig ist, lässt sich von Ministerpräsident Dmitri Medwedew vertreten. Als Grund für seine Absage gab er die laufende Regierungsbildung in Russland an. Bei wichtigen Themen wie der Bewältigung des Syrien-Konflikts und dem Atomstreit mit dem Iran werden daher keine wesentlichen Fortschritte erwartet.

Weitere Themen in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten 100 Kilometer nördlich von Washington, sind der Klimaschutz, die Unterstützung des arabischen Frühlings und die Bekämpfung des Hungers in Afrika. Die internationale Entwicklungsorganisation One mahnte höhere Hilfszusagen für die ärmsten Länder der Welt an. 'Die Lage ist weiter dramatisch', sagte Deutschland-Chef Tobias Kahler der Nachrichtenagentur dpa. 'Über eine Milliarde Menschen gehen immer noch jeden Abend hungrig ins Bett.'

Das G8-Treffen ist der Auftakt eines Gipfelmarathons. Am Sonntag und Montag trifft sich die Nato in Chicago, nächste Woche Dienstag folgt ein EU-Sondergipfel in Brüssel. Beim Nato-Gipfel werden der Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan und die Hilfe für das Land nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 sein. 3,2 Milliarden Euro im Jahr sollen für die Finanzierung der afghanischen Sicherheitskräfte bereitgestellt werden. Den Löwenanteil übernehmen die USA. Deutschland wird sich mit 150 Millionen Euro beteiligen. Das sagte Merkel dem afghanischen Präsidenten Karsai am Mittwoch bei einem Treffen in Berlin zu.

Mit der Unterzeichnung eines Abkommens stellten die beiden die deutsch-afghanischen Beziehungen auf eine neue Grundlage. Merkel und Karsai sprachen von einem 'Meilenstein'. Das Abkommen betrifft die Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen vom Militär bis zur Wirtschaft. Konkrete Hilfszusagen werden darin aber noch nicht gemacht./mfi/fd/pm/cb/DP/bgf

17.05.2012

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 17.05.2012 - 17.00 Uhr

USA: Philly-Fed-Index dreht erstmals seit Herbst 2011 ins Minus

PHILADELPHIA - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia spürbar eingetrübt. Der sogenannte Philly-Fed-Index sank im Mai von 8,5 Punkten im Vormonat auf minus 5,8 Punkte, wie die regionale Notenbank von Philadelphia am Donnerstag mitteilte. Es ist das erste Mal seit September 2011, dass der Index im negativen Bereich liegt und damit eine wirtschaftliche Kontraktion andeutet. Volkswirte hatten hingegen mit einer Aufhellung auf 10,0 Punkten gerechnet.

USA: Sammelindex der Frühindikatoren sinkt überraschend

WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der Frühindikatoren im April überraschend gesunken. Im Monatsvergleich gab der Index um 0,1 Prozent nach, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Es ist der erste Rückgang seit September 2011. Volkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat war der Index noch um 0,3 Prozent gestiegen.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stagnieren

WASHINGTON - In den USA haben die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stagniert. Wie in der Vorwoche haben die Zahl bei 370.000 Anträgen gelegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit 365.000 Anträgen gerechnet. Der Vorwochenwert wurde von 367.000 auf 370.000 Anträge nach oben revidiert. Im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt sank die Zahl um 4.750 auf 375.000 Anträge.

Presse: Moody's holt zum Rundumschlag gegen spanische Banken aus

FRANKFURT - Erst Italien, nun Spanien: Die Ratingagentur Moody's plant einem Zeitungsbericht zufolge einen Rundumschlag gegen spanische Banken. Wie die spanische Finanzzeitung 'Expansion' am Donnerstag mit Bezug auf Insider berichtet, wollen die Bonitätsprüfer die Herabstufungen der Kreditwürdigkeit noch im Laufe des Tages bekanntgegeben. Moody's wollte den Bericht nicht kommentieren. Am Montag hatte sich die Agentur bereits den italienischen Bankensektor vorgeknöpft.

Japans Wirtschaft wächst im ersten Quartal kräftiger als erwartet

TOKIO - Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal des laufenden Kalenderjahres dank steigender Staatsausgaben wieder kräftig gewachsen. Wie die Regierung am Donnerstag in Tokio auf vorläufiger Basis bekanntgab, erhöhte sich die wirtschaftliche Leistung des Landes zwischen Januar und März um eine hochgerechnete Jahresrate von real 4,1 Prozent. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 3,5 Prozent gerechnet.

'FT': Britischer Premier Cameron sieht 'Eurozone am Scheideweg'

LONDON - Der britische Premierminister David Cameron fordert einem Zeitungsbericht zufolge rasches Handeln von den Politikern der Eurozone und warnt vor einer Auflösung des Währungsraums. 'Die Eurozone steht am Scheideweg', werde Cameron am Donnerstag in einer Rede vor Geschäftsleuten in England sagen, berichtet die 'Financial Times' (FT). Eine stabile Eurozone brauche eine effektive Brandmauer, gesunde und regulierte Banken sowie ein System der Lastenteilung zwischen den Mitgliedern und geldpolitische Unterstützung durch die Notenbank. Andernfalls sehe die Eurozone ihrem 'potenziellen Auseinanderbrechen' entgegen. Ein solches Szenario berge große Risiken, sagte der britische Regierungschef.

Spanien im Rückwärtsgang - Erstschätzung bestätigt

MADRID - Die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft Spanien ist im ersten Quartal 2012 wie bereits in einer Erstschätzung ermittelt in die Rezession geraten. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres sank die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent, wie das spanische Statistikamt am Donnerstag in Madrid auf Basis endgültiger Zahlen mitteilte. Im Schlussquartal 2011 war die spanische Wirtschaft erstmals seit Ende 2009 wieder geschrumpft. Das Minus lag ebenfalls bei 0,3 Prozent. Damit ist die gängige Definition für eine Rezession - zwei Quartale mit negativen Wachstumsraten in Folge - nunmehr erfüllt.

Interimsregierung in Athen vereidigt

ATHEN - In Athen ist am Donnerstagmorgen die griechische Interimsregierung vereidigt worden. Das 17-köpfige Gremium unter Ministerpräsident Panagiotis Pikrammenos soll das Land einen Monat lang bis zu den Wahlen am 17. Juni führen. Das wichtige Ressort der Finanzen übernimmt Georgios Zannias, ein hoher Beamter aus dem Finanzministerium. Er hat eng mit allen bisherigen Finanzministern zusammengearbeitet und Griechenland in den vergangenen Jahren bei allen wichtigen Treffen in der EU vertreten. Das Außenministerium übernimmt der erfahrene Karrierediplomat Petros Molyviatis.

Anleihe-Auktion: Spanien muss immer höhere Zinsen bieten

MADRID/FRANKFURT - Das Euro-Schwergewicht Spanien hat sich frische Milliarden am Anleihemarkt besorgt. Durch die Aufstockung von drei Papieren, die 2015 und 2016 fällig werden, flossen 2,49 Milliarden Euro in die Staatskasse, wie die spanische Schuldenagentur am Donnerstag mitteilte. Das Maximalziel von 2,5 Milliarden Euro wurde damit beinahe erreicht. Die Nachfrage nach den neuen Papieren war sehr hoch, doch die Zinsen, die Madrid bieten muss, ziehen immer weiter an.

STICHWORT: Die Weimarer Republik - Arme, Arbeitslose, Extremisten

BERLIN - Die Entwicklung in Griechenland ruft Erinnerungen an die Weimarer Republik wach. Sie gilt bis heute als abschreckendes Beispiel dafür, welche Folgen eine politische Radikalisierung in einer zersplitterten Parteienlandschaft haben kann. Damals scheiterte - inmitten von Wirtschaftskrise, Inflation und Arbeitslosigkeit - die

Österreich: Probleme der Griechen würden mit Drachme nicht gelöst

WIEN - Vor den griechischen Neuwahlen am 17. Juni wächst in ganz Europa die Sorge, dass Griechenland den Weg in den Bankrott nimmt und aus dem Euro ausscheidet. Für den österreichischen Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (S) wäre damit aber nichts erreicht. Ein Bankrott fege die großen Schwierigkeiten nicht hinweg. Ein Euro-Austritt Athens löse die Probleme nicht, die seien die gleichen, ob Griechenland nun im Euro sei oder in der Drachme.

Bundeswirtschaftsminister Rösler mahnt Kosteneffizienz in der Energiewende an

DÜSSELDORF - Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will nach dem Personalwechsel im Amt des Umweltministers die Kosteneffizienz beim Umbau der Energieversorgung stärker in den Mittelpunkt rücken. 'Strom muss für Verbraucher und Unternehmen bezahlbar bleiben', sagte Rösler dem 'Handelsblatt' (Freitagausgabe). 'Dies muss bei der Umsetzung der Energiewende im Zentrum unserer Überlegungen stehen. Das gilt für alle Partner in der Koalition.' Er sei sich sicher, dass dies in fairer Zusammenarbeit mit dem designierten Umweltminister Peter Altmaier (CDU) gelinge.

Europäer verständigen sich vor G8-Gipfel

LONDON - Die vier EU-Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien wollen sich vor dem G8-Gipfel in Camp David auf gemeinsame Positionen verständigen. Es werde an diesem Donnerstag eine Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs Angela Merkel, François Hollande, Mario Monti und David Cameron geben, bestätigte eine Sprecherin der Downing Street in London der dpa. Die Schalte, an der auch der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy teilnimmt, soll um 17.15 Uhr (MESZ) erfolgen. Es soll vor allem um die Wirtschafts- und Finanzpolitik gehen. Insbesondere stehen Maßnahmen zur Stabilisierung der Eurozone zur Diskussion. Die USA hatte Europa im Vorfeld des Gipfels zu einer entschlosseneren Haltung in der Euro-Frage aufgerufen.

Deutschland: Rekordjagd bei Staatsanleihen hält an - neues Renditetief

FRANKFURT - An den Finanzmärkten ist die Nachfrage nach sicheren Anlagen ungebrochen hoch. Am Donnerstag fiel die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, die unter Experten als richtungsweisend gilt, auf ein Rekordtief von 1,42 Prozent. Deutsche Staatsanleihen gelten in den Augen vieler Investoren als eine der letzten verlässlichen Investments im Trubel der Schuldenkrise. Die scheinbar unbegrenzte Nachfrage der Anleger sorgt für eine ungebremste Kursrally am deutschen Anleihemarkt. Im Gegenzug sinken die Renditen - also die Kombination aus Nominalverzinsung und Anleihekurs - fast täglich auf neue Tiefstände.

Umfrage: Jeder zweite Deutsche hält Euro-Einführung für Fehler

BERLIN - Fast jeder zweite Deutsche bedauert angesichts der Schuldenkrise in Europa einer Umfrage zufolge die Einführung des Euro. Die andere Hälfte der Bevölkerung hält die europäische Gemeinschaftswährung bis heute für richtig, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von I&U TV für die ARD-Sendung 'Günther Jauch' ergab. Demnach bezeichnete knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) die Abschaffung der D-Mark als Fehler. 47 Prozent bewerteten die Einführung des Euro dagegen positiv. Befragt wurden 1.000 Wahlberechtigte in Deutschland.

/rob/hbr

17.05.2012

USA: Sammelindex der Frühindikatoren sinkt überraschend

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist der Sammelindex der Frühindikatoren im April überraschend gesunken. Im Monatsvergleich gab der Index um 0,1 Prozent nach, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Es ist der erste Rückgang seit September 2011. Volkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat war der Index noch um 0,3 Prozent gestiegen.

Der Sammelindex setzt sich aus zehn Frühindikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen./bgf/hbr

17.05.2012

USA: Philly-Fed-Index dreht erstmals seit Herbst 2011 ins Minus

PHILADELPHIA (dpa-AFX) - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia spürbar eingetrübt. Der sogenannte Philly-Fed-Index sank im Mai von 8,5 Punkten im Vormonat auf minus 5,8 Punkte, wie die regionale Notenbank von Philadelphia am Donnerstag mitteilte. Es ist das erste Mal seit September 2011, dass der Index im negativen Bereich liegt und damit eine wirtschaftliche Kontraktion andeutet. Volkswirte hatten hingegen mit einer Aufhellung auf 10,0 Punkten gerechnet.

Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über Null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter Null signalisiert einen Rückgang./bgf/fn

17.05.2012

ROUNDUP: Deutsche Staatsanleihen auf Rekordjagd - Krisenländer unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - An den Finanzmärkten ist die Nachfrage nach sicheren Anlagen ungebrochen hoch. Vor allem deutsche Staatsanleihen gelten in den Augen vieler Investoren als eine der letzten verlässlichen Investments im Trubel der Schuldenkrise. Die scheinbar unbegrenzte Nachfrage der Anleger sorgt für eine ungebremste Kursrally am deutschen Anleihemarkt. Im Gegenzug sinken die Renditen - also die Kombination aus Nominalverzinsung und Anleihekurs - fast täglich auf historische Tiefstände. Das dürfte Finanzminister Wolfgang Schäuble freuen, denn so wird die Refinanzierung Deutschlands über die Ausgabe von Staatsanleihen immer günstiger.

Am Donnerstag fiel die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, die unter Experten als richtungsweisend gilt, auf bis zu 1,42 Prozent. Das ist ein neues Rekordtief. Zum Vergleich: Vor gut einem Jahr lag die Rendite mit drei Prozent noch doppelt so hoch. Anfang der 1990er Jahre - also nach der Wiedervereinigung Deutschlands - hatte sie gar um ein Vielfaches höher gelegen. Das zeigt, wie begehrt deutsche Staatsanleihen aktuell bei den Anlegern sind. Und das, obwohl Deutschland durch die großen Probleme in Euroländern wie Griechenland oder Spanien finanziell stark belastet werden könnte. Offensichtlich trauen die Investoren Deutschland aber zu, diese Risiken stemmen zu können.

Beachtlich ist zudem, dass die Investoren unter Berücksichtigung der Geldentwertung schon seit langem Vermögensverluste in Kauf nehmen - nur um ihre Investitionen in Sicherheit zu wissen. Aktuell liegt die Inflation in Deutschland bei 2,1 Prozent. Das drückt die realen - also preisbereinigten - Renditen deutlich ins negative Terrain. Der Effekt ist grundsätzlich um so stärker, je kürzer ein Anleger sein Geld dem deutschen Staat zur Verfügung stellt: Im kurzfristigen Bereich von zwei Jahren beträgt die Rendite aktuell knapp 0,5 Prozent. Zieht man hiervon die Inflationsrate ab, ergibt sich eine Verzinsung von minus 1,6 Prozent. Experten vergleichen diesen Effekt mit einer Art Kontoführungsgebühr, die verunsicherte Anleger gegen ein hohes Maß an Sicherheit bereit sind zu zahlen.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich an den Anleihemärkten krisengeschwächter Euroländer. In Spanien und Italien beispielsweise liegen die Renditen über alle Laufzeiten hinweg um ein vielfaches höher als in Deutschland. Im Zehnjahresbereich liegt das Zinsniveau Italiens aktuell bei 5,85 Prozent, in Spanien gar bei 6,29 Prozent. Ausschlaggebend hierfür - Experten sprechen von Risikoaufschlägen - ist das Misstrauen, das insbesondere Südeuropäischen Ländern entgegenschlägt. Viele Investoren trauen den Krisenländern nicht zu, ihre hohe Staatsverschuldung unter Kontrolle zu bringen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Für Deutschland hingegen bringt die aktuelle Entwicklung eine spürbare Entlastung. Denn Staaten refinanzieren ihren hohen Finanzbedarf zum Großteil über die Ausgabe von Staatsanleihen. Schon seit Monaten sind die Kosten hierfür in Deutschland stark rückläufig. Zuletzt konnte sich der Bund zur Wochenmitte für zehn Jahre zu rekordniedrigen Zinsen von gerade mal 1,47 Prozent frisches Geld besorgen. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was Länder wie Italien und Spanien zahlen müssen - wohlgemerkt: nicht für zehn, sondern für zwei Jahre. Und selbst für dreißigjährige Schulden muss Deutschland mit zwei Prozent aktuell deutlich weniger Zinsen bieten als viele Krisenländer im sehr kurzen Bereich./bgf/hbr

17.05.2012

Umfrage: Jeder zweite Deutsche hält Euro-Einführung für Fehler

BERLIN (dpa-AFX) - Fast jeder zweite Deutsche bedauert angesichts der Schuldenkrise in Europa einer Umfrage zufolge die Einführung des Euro. Die andere Hälfte der Bevölkerung hält die europäische Gemeinschaftswährung bis heute für richtig, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von I&U TV für die ARD-Sendung 'Günther Jauch' ergab. Demnach bezeichnete knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) die Abschaffung der D-Mark als Fehler. 47 Prozent bewerteten die Einführung des Euro dagegen positiv. Befragt wurden 1.000 Wahlberechtigte in Deutschland.

Eine klare Mehrheit sprach sich für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone aus. Zwei Drittel der Befragten gaben an, das krisengeschüttelte Land solle sich freiwillig vom Euro verabschieden. Eine weitere Unterstützung Griechenlands halten nur 23 Prozent der Befragten für richtig./sba/DP/jha

17.05.2012

WDH/ROUNDUP: Japans Wirtschaft überraschend stark gewachsen - Risiken bleiben

TOKIO (dpa-AFX) - Die japanische Wirtschaft erholt sich schneller von den Folgen der Naturkatastrophe vor gut einem Jahr als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal des laufenden Kalenderjahres überraschend deutlich um eine hochgerechnete Jahresrate von real 4,1 Prozent, wie die Regierung am Donnerstag in Tokio auf vorläufiger Basis bekanntgab. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 3,5 Prozent gerechnet.

Zum Vorquartal legte die Wirtschaft um 1,0 Prozent zu. Damit entwickelte sich die Wirtschaft auch in dieser Abgrenzung stärker als von Experten erwartet, die von einem Wachstum um 0,9 Prozent ausgegangen waren.

Zudem wurde der Wert für das Schlussquartal 2011 nach oben korrigiert: Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich statt eines Rückgangs um 0,7 Prozent nun ein Anstieg um 0,1 Prozent. Beim Quartalsvergleich wurde ein Minus von 0,2 Prozent zu einer schwarzen Null aufwärts korrigiert.

Zur Erholung trug die zunehmende Binnennachfrage dank hoher Investitionen des Staates in den Wiederaufbau der Katastrophengebiete bei. Damit übertrifft die drittgrößte Wirtschaftsnation die Wachstumsraten anderer großer Industriestaaten wie den USA, deren Wirtschaftsleistung im 1. Quartal weniger stark zulegte als im vorangegangenen.

Im Gegensatz zu Europa und den USA ist der japanische Staat weiter dabei, sich mit hohen Investitionen zu verschulden. Dabei ist schon jetzt die Staatsverschuldung Japans doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt - höher als in jeder anderen Industrienation, wenngleich der Staat vor allem bei seinen eigenen Bürgern verschuldet ist. Die Regierung versucht jetzt, die Verbrauchssteuer zu erhöhen, um den Schuldenberg abzubauen, was aber politisch höchst riskant ist.

Ökonomen sind trotz der jüngsten BIP-Zahlen denn auch nicht übermäßig optimistisch für das weiter stark exportabhängige Japan. Die Lage der Weltwirtschaft mit der Schuldenkrise in Europa und der starke Yen stellten Risiken dar, auch wenn der Export im 1. Quartal nicht zuletzt dank einer sich abzeichnenden Erholung in den USA zulegte. So stiegen die Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen um 2,9 Prozent, die Importe um 1,9 Prozent. Die Auslandsnachfrage trug aber nur 0,1 Punkte zum BIP bei, die Binnennachfrage dagegen 0,9.

Ökonomen bezweifeln jedoch angesichts der Weltwirtschaftslage, dass Japan die relativ hohe Wachstumsrate aufrechterhalten kann. Hinzu kommt die andauernde Deflation. Das jüngste Wachstum dürfte wesentlich den deutlich erhöhten Staatsausgaben für den Wiederaufbau geschuldet sein - sie legten kräftig um 5,4 Prozent zu. Der Privatkonsum, der in Japan zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt, stieg im vierten Quartal in Folge, und zwar um 1,1 Prozent, teilte die Regierung mit.

Die Unternehmen drosselten dagegen ihre Investitionen um 3,9 Prozent, wobei sie allerdings im Vorquartal um 5,2 Prozent erhöht worden waren. Manche Experten sehen dahinter Anzeichen, dass Japans Unternehmen in Reaktion auf den dramatischen Anstieg des Yen, der die Exporte stark verteuert, mehr in Übersee als in Japan investieren und Produktionsbereiche aus Kostengründen verstärkt ins Ausland verlegen./ln/DP/hbr

17.05.2012

AKTIE IM FOKUS 2: Anleger reißen sich um Facebook - Indikationen variieren aber

(Neu: Aktualisierte Indikationen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der für den morgigen Freitag vorgesehene Börsengang von Facebook wirft immer gigantischere Schatten voraus. Beim Broker Lang & Schwarz ist die Indikation am Donnerstag zeitweise über 60 US-Dollar gestiegen. Zuletzt lag sie bei 59,50 US-Dollar je Stück und damit weit über der Preisspanne für die Emission, die unlängst auf 34 bis 38 US-Dollar angehoben worden war. Zudem war die Anzahl der angebotenen Anteilsscheine wegen der großen Nachfrage bereits erhöht worden. Schon jetzt gilt der Börsengang als der größte Internet-Börsengang aller Zeiten. Auch branchenübergreifend kommt Facebook unter die Top Ten.

Bei dem von Lang & Schwarz genannten Kurs käme das Unternehmen auf einen Marktwert von über 160 Milliarden Dollar. Ein Händler bezeichnete die enorme Nachfrage als 'völlig überzogen'. Er rechne zwar damit, dass die Aktie kurzzeitig weiter zulegen dürfte, da dann erst einmal die Privatanleger kauften. Gleichzeitig dürften die institutionellen Investoren aber ihre Gewinne mitnehmen. Nach Aussagen der Deutschen Börse können deutsche Anleger die Papiere direkt im Anschluss an den Börsengang auch in Frankfurt handeln.

SCHÄTZUNGEN FÜR DEN ERÖFFNUNGSKURS VARIIEREN

Ein weiterer Börsianer sagte, am Markt gebe es deutlich unterschiedliche Schätzungen für den Eröffnungskurs. Er habe eine Spanne von 40 bis 50 US-Dollar gehört. Damit läge die Aktie nur unweit über dem Ende der Angebotsspanne. Volumen und Volatilität dürften immens sein, fügte er hinzu. Noch niedriger fällt indes der Preis aus, den der Broker ETX Capital am Donnerstag vorab nannte. Demnach stellte dieser einen Kurs von 38,89 Dollar je Aktie.

Von den rund 2,7 Milliarden Aktien wollen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und die übrigen Alteigentümer 421 Millionen Papiere verkaufen - hinzu kommt noch eine Mehrzuteilungsoption. Zusammen mit dieser könnte der Börsengang sogar auf bis zu 18,4 Milliarden Dollar anschwellen. Damit würde Facebook an die beiden größten Börsengänge der US-Geschichte anschließen: Visa <3V64.FSE> hatte 2008 inklusive Mehrzuteilung 19,7 Milliarden Dollar eingenommen und der Autokonzern General Motors im Jahr 2010 nach seinem Neustart 18,1 Milliarden Dollar.

BÖRSENGANG NICHT UNUMSTRITTEN

Der Facebook-Börsengang ist nicht unumstritten. Denn dem gigantischen Marktwert steht ein um ein wesentlich geringerer Umsatz gegenüber. Facebook hat zwar 901 Millionen aktive Mitglieder, doch das Geld kommt größtenteils aus der Werbung. Jeder Klick eines Nutzers auf einen Werbebutton bringt dem Konzern Bares. Doch erst vor kurzem räumte Facebook ein, dass 488 Millionen Mitglieder, die von mobilen Geräten wie Smartphones und und Tablet-Computern auf das weltgrößte Online-Netzwerke zurückgreifen, vergleichsweise wenig Umsatz generieren.

Facebook muss sich also neue Erlösquellen erschließen, um weiter expandieren zu können. Wegen der unsicheren Wachstumsaussichten sollen sich im Vorfeld des Börsengangs vor allem institutionelle Investoren wie etwa Fonds und Anlagefirmen zurückgehalten haben. Dafür ist die Begeisterung bei Privatleuten umso größer./tih/fn

17.05.2012

ANALYSE-FLASH: Berenberg startet Burberry mit 'Buy' - Ziel 1.900 Pence

LONDON (dpa-AFX) - Berenberg hat die Aktien von Burberry mit 'Buy' und einem Kursziel von 1.900 Pence neu in die Bewertung aufgenommen. Er erwarte von der Bekleidungsfirma in den Jahren bis 2016 zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum, schrieb Analyst John Guy in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Dank klarer Produktdifferenzierung und verschiedener Verkaufskanäle dürfte die Firma ihren Anteil am globalen Markt für Luxusgüter in den nächsten Jahren verdoppeln, so der Analyst./fri/ck/rum

17.05.2012

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für St. Gobain auf 38,80 Euro- 'Overweight'

LONDON (dpa-AFX) - JPMorgan hat das Kursziel für die Aktien von Saint Gobain von 40,80 auf 38,80 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf 'Overweight' belassen. Schlechtes Wetter in Westeuropa habe das erste Quartal der Zement- und Bauindustrie belastet, schrieb Analyst Michael Morris in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die amerikanische Privatwirtschaft sei jetzt die große Hoffnung der Branche, während sich in den Schwellenländern die Gewinnmargen vom steilen Anstieg der Energiekosten im letzten Jahr erholen dürften./fri/la/ck

17.05.2012

ANALYSE: Berenberg hebt Ströer auf 'Hold' - Ziel 10,80 Euro

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für die Ströer-Aktien nach Zahlen von 'Sell' auf 'Hold' angehoben, aber das Kursziel von 12,80 auf 10,80 Euro gesenkt (Kurs: 8,543 Euro). Das erste Quartal des Anbieters von Außenwerbung habe zwar im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analystin Sarah Simon in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Der Ausblick auf das zweite Quartal sei jedoch schlechter als erwartet ausgefallen.

Nach dem jüngsten Kursverlust seien die Aktien wieder so günstig bewertet, dass sie die Papiere heraufstufe, fuhr die Berenberg-Expertin fort. Der Außenwerbemarkt besitze dank seiner Struktur Wachstumspotenzial. Zudem erziele Ströer gut dreiviertel seiner Erlöse im stark wachsenden deutschen Markt.

Mit Blick auf die anderen Länder Europas dürfte Simon zufolge die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten anhalten. Erst die Parlamentswahlen in Frankreich und Griechenland im Juni werden über das künftige Investitionsklima entscheiden, und damit, ob Unternehmen im großen Stil Werbung schalten werden. Nach Einschätzung der Volkswirte der Berenberg Bank könnte sich das Umfeld Mitte bis Ende des dritten Quartals etwas mehr stabilisieren. Davon dürften dann die Werbeausgaben profitieren.

Mit der Empfehlung 'Hold' sieht Berenberg ein begrenztes Aufwärts- oder Abwärtspotenzial ohne einen unmittelbaren Kurstreiber für die Aktie./la/fn

Analysierendes Institut Berenberg.

17.05.2012

ANALYSE-FLASH: SocGen belässt Eon auf 'Buy' - Ziel 21 Euro

PARIS (dpa-AFX) - Die Societe Generale hat die Aktien von Eon nach dem Verkauf des deutschen Gasnetzes auf 'Buy' mit einem Kursziel von 21,00 Euro belassen. Der Verkauf ändere seine Sicht auf den Versorger nicht grundlegend, schrieb Analyst Alberto Ponti in einer Studie vom Donnerstag. Der Verkauf deute aber daraufhin, dass die Führung des Konzerns die richtigen Schritte unternehme, um die Bilanz des Versorgers zu verbessern./fri/la/ck

17.05.2012

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank belässt Salzgitter auf 'Buy' - Ziel 56 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat die Aktien von Salzgitter nach Zahlen auf 'Buy' mit einem Kursziel von 56,00 Euro belassen. Das erste Quartal des Stahlherstellers habe mit guten Absatzzahlen, aber niedrigen Gewinnmargen unter dem Strich im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Bastian Synagowitz in einer Studie vom Donnerstag. Zwar sehe er keine kurzfristigen Treiber für die Aktie. Aber Salzgitters konservative Bilanz und die günstige Bewertung der Aktie machten das Papier attraktiv, meinte der Analyst./fri/la/ck

17.05.2012

ANALYSE: WestLB hebt MAN auf 'Neutral'

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die WestLB hat die Aktie von MAN von 'Reduce' auf 'Neutral' angehoben. Nach der im Vergleich zum Stoxx Europe 600 unterdurchschnittlichen Kursentwicklung im letzten Monat erachte er jetzt das zwölfmonatige Risiko-Ertrags-Profil der Titel des Lastwagen- und Motorenbauers als ausgeglichen, schrieb Analyst Adam Hull in einer Studie vom Donnerstag. Dabei geht er von einem Kurs von etwa 81,00 Euro je Aktie aus.

Nach der Bekanntgabe der Zahlen zum ersten Quartal habe er seine Erwartungen für den Gewinn je Aktie (EPS) für 2012 um vier Prozent und für 2013 um rund zwei Prozent gesenkt, doch inzwischen werde die Aktie nicht mehr mit einem Prämiumaufschlag im Vergleich zu den Wettbewerbern gehandelt. Er sehe aber drei Gründe, warum ein solcher Aufschlag für die Aktie gerechtfertigt sei.

Erstens: Der Großteil der Kosteneinsparungen durch VW und Scania werde nach 2013 einsetzen. Zweitens: Nur die Dividende von MANs rund 13-prozentigem Anteil an Scania sei eingerechnet. Drittens: Er sehe Unterstützung durch Volkswagen (VW) bei einem MAN-Kurs von etwa 81 Euro. Er habe zwar Hoffnungen gehabt, dass VW einen Beherrschungsvertrag mit MAN bei einem Preis zwischen 95 und 100 Euro oder mehr je Aktie abschließe, glaube nun aber, dass die Wolfsburger sich wohlfühlen bei einem Preis zwischen 80 und 85 Euro je Aktie. Es habe auch tatsächlich den Anschein, als ob VW im ersten Quartal einen Durchschnittspreis von 88 Euro gezahlt habe, ergänzte Hull.

Mit der Einstufung 'Neutral' geht die WestLB davon aus, dass die Aktie auf dem gegenwärtigen Kursniveau fair bewertet ist. Seit dem 30.1.2009 wird die alte Einstufung 'Hold' durch 'Neutral' ersetzt. Das Kursziel entspricht in diesem Fall dem aktuellen Kursniveau./ck/rum

Analysierendes Institut WestLB.

17.05.2012

DAX-FLASH: Schwach - Verluste ausgeweitet - Griechenland-Sorgen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag bis zum frühen Nachmittag seine Verluste bei dünnen Handelsumsätzen ausgeweitet. Er fiel zuletzt um 0,85 Prozent auf 6.329,76 Punkte, konnte bisher aber die Marke von 6.300 Punkten halten. Händler Markus Huber von ETX Capital sprach von einer insgesamt 'sehr negativen Marktstimmung', wobei die geringen Volumina an diesem Feiertag die Bewegung nach unten noch verstärkten. Am Markt kursierten Gerüchte, dass Moody's die spanischen Banken abstufe. 'Nachdem die italienischen Banken von Moody's vor wenigen Tagen herabgestuft wurden, wäre es keine Überraschung, wenn die spanischen heute oder in den nächsten Tagen dran wären', sagte er. Was dem Markt aber vor allem kräftig zusetze, sei die Ungewissheit bis wohl mindestens zum 17.Juni, wenn die nächsten Wahlen in Griechenland stattfinden. Weil eine realistische Chance bestehe, dass Griechenland den Euro bald verlassen könnte und keiner genau weiß, welche Auswirkungen das auf ganz Europa und die Banken haben wird, 'preist der Markt im Moment ein bisschen den schlimmstmöglichen Fall ein'./ck/rum

17.05.2012

ANALYSE-FLASH: WestLB hebt MAN auf 'Neutral'

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die WestLB hat MAN von 'Reduce' auf 'Neutral' angehoben. Nach der im Vergleich zum Stoxx Europe 600 unterdurchschnittlichen Kursentwicklung im letzten Monat erachte er jetzt das Risiko-Ertrags-Profil der Titel des Lastwagen- und Motorenbauers als ausgeglichen, schrieb Analyst Adam Hull in einer Studie vom Donnerstag. Auch das Interesse von Volkswagen an einer Kontrollmehrheit stütze den Kurs ab einem Niveau von 80,00 bis 85,00 Euro, so der Analyst./fri/la/ck

17.05.2012

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ströer auf 'Hold' - Ziel 10,80 Euro

HAMBURG (dpa-AFX) - Berenberg hat die Aktie von Ströer nach Zahlen von 'Sell' auf 'Hold' angehoben, aber das Kursziel von 12,80 auf 10,80 Euro gesenkt. Das erste Quartal des Anbieters von Außenwerbung habe zwar im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analystin Sarah Simon in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Der Ausblick auf das zweite Quartal sei jedoch schlechter als erwartet ausgefallen. Nach dem jüngsten Kursverlust sei der Titel aber wieder so günstig bewertet, dass sie das Papier heraufstufe, so die Analystin./fri/la/rum

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser

TOP-THEMA VIDEO

Experte: Facebook-Börsengang in Ruhe abwarten

Der Facebook-Börsengang zählt zu den Höhepunkten dieser Woche. Es dürfte der größte eines Internet-Unternehmens überhaupt werden. Aber: ist die Bewertung von etwa dem Hundertfachen des Gewinns von 2011 nicht übertrieben? Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank rät zur Gelassenheit.

(Börsentäglich zur Mittagszeit neu)