dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

28.07.2016

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 28.07.2016

Berenberg hebt RWE auf 'Hold' - Ziel 16,00 Euro

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat RWE von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 10,50 auf 16,00 Euro angehoben. Der Versorger sollte längerfristig von der Erholung der Strompreise profitieren, schrieb Analyst Lawson Steele in einer Studie vom Donnerstag. Zudem bleibe das Management auf die Kostenkontrolle fokussiert und es herrsche mehr Klarheit mit Blick auf die Atomaltlasten. Das sowie die Abspaltung von Innogy seien aber bereits weitgehend eingepreist.

Barclays senkt Osram auf 'Underweight' und Ziel auf 36 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat Osram von "Equal Weight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 43 auf 36 Euro gesenkt. Nach dem dritten Geschäftsquartal und mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr dürfte die Gewinndynamik beim Lichttechnikkonzern allmählich verpuffen, schrieb Analyst David Vos in einer Studie vom Donnerstag.

Kepler Cheuvreux hebt ElringKlinger auf 'Buy' und senkt Ziel

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat ElringKlinger aus Bewertungsgründen von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 19,00 auf 18,50 Euro gesenkt. Gestiegene Prognose-Risiken für den Autozulieferer hätten in den vergangenen Jahren dominiert, was aber nun zu Genüge im Aktienkurs abgebildet sei, schrieb Analyst Michael Raab in einer Studie vom Donnerstag. Nach der jüngsten Gewinnwarnung kappte er aber dennoch seine Schätzungen für das bereinigte operative Ergebnis für 2016 und damit auch da Kursziel.

Deutsche Bank senkt Jungheinrich auf 'Hold' und Ziel auf 28 Euro

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Jungheinrich von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 29 auf 28 Euro gesenkt. Analystin Felicitas von Bismarck sieht vorerst kaum noch Kurstreiber für die Aktie des Gabelstaplerherstellers. Nach der jüngsten Kursrally habe das Papier nicht mehr genügend Potenzial, um es weiterhin zum Kauf zu empfehlen, schrieb sie in einer Studie vom Donnerstag. Das zweite Quartal dürfte in puncto Auftrags- und Umsatzentwicklung stark ausgefallen sein. Die Margensteigerungen hielten sich aber in Grenzen.

Warburg Research startet Sartorius mit 'Hold' - Ziel 76 Euro

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Sartorius mit "Hold" und einem Kursziel von 76 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Labor- und Pharmazulieferer überzeuge mit einer sehr guten Performance, schrieb Analyst Michael Heider in einer Studie vom Donnerstag. Das spektakuläre Wachstum dürfte weitergehen. Die positiven Faktoren seien aber bereits in den Kurs eingepreist.

Equinet hebt Deutz auf 'Buy' - Neues bei Ziel 5,00 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Deutz von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 3,80 auf 5,00 Euro angehoben. Zwar werden die anstehenden Zahlen für das zweite Quartal im Vergleich zum Vorjahr immer noch Rückgänge ausweisen, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Donnerstag. Aber mit Blick auf das weitere Jahr sei er wegen verschiedener Faktoren optimistisch und habe seine Gewinnschätzungen angehoben.

Commerzbank senkt SHW auf 'Hold' - Ziel 30 Euro

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktien von SHW nach einer Senkung der Umsatzprognose durch den Autozulieferer von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Analyst Sascha Gommel reduzierte seine Gewinnerwartungen und senkte das Kursziel von 35 auf 30 Euro. Der neue Umsatzausblick habe überrascht und sorge abermals für Unsicherheit, schrieb Gommel in seiner Studie vom Donnerstag.

UBS hebt GFT Technologies auf 'Buy' und Ziel auf 25 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Aktien des auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleisters GFT Technologies von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Analyst Benedikt Orzelek hob zudem das Kursziel von 22,50 auf 25,00 Euro an. Die Sorgen vieler Anleger wegen der Folgen des Brexit-Votums sowie der schlechten Stimmung in der Bankenbranche erschienen übertrieben, schrieb er in einer Studie vom Donnerstag. Das Umfeld für GFT bleibe vorteilhaft. Banken müssten wegen des regulatorischen Drucks sowie des Wettbewerbs aus der digitalen Welt in IT investieren.

Lampe senkt GFK auf 'Halten' und Ziel auf 36 Euro

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat GfK von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel von 43 auf 36 Euro gesenkt. Das Marktforschungsunternehmen befinde sich gerade in einer Umgestaltung und brauche offenbar noch mehr Zeit, um die Margen deutlich zu steigern, schrieb Analyst Christoph Schlienkamp in einer Studie vom Donnerstag. Vorerst dürften Nachrichten keinen positiven Einfluss haben.

Commerzbank startet Munich Re mit 'Reduce' - Ziel 150 Euro

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Aktien der Munich Re nach einem Analystenwechsel mit "Reduce" und einem Kursziel von 150 Euro in die Bewertung aufgenommen. Das Niedrigzinsumfeld belaste die Versicherer, schrieb der Analyst Michael Haid in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die Kapitalerträge gerieten und Druck. Versicherer und Rückversicherer hätten zudem gute Kapitalausstattungen sowie Zugang zu günstiger Finanzierung, was angesichts der Überkapazitäten zu einem Preiskampf führen dürfte.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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28.07.2016

US-Anleihen: Überwiegend im Minus - Kleine Gegenbewegung nach Vortagesgewinnen

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Donnerstag überwiegend nachgegeben. Börsianer sprachen von einer kleinen Gegenbewegung nach den Gewinnen am Vortag. Die US-Notenbank Fed hatte am Mittwoch keine Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung geliefert und damit die Staatspapiere gestützt.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 100 2/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,714 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren 1/32 Punkte auf 100 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,093 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen fielen um 3/32 Punkte auf 100 2/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,508 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren büßten 11/32 Punkte auf 105 30/32 Punkte ein. Sie rentierten mit 2,226 Prozent./la/he

28.07.2016

Devisen: Eurokurs gibt Gewinne teilweise ab - Gute Daten stützen weiterhin

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat im US-Handel am Donnerstag einen Teil seiner Tagesgewinne eingebüßt. Zuletzt kostete ein Euro nur noch 1,1071 US-Dollar. Zuvor war der Kurs bis auf 1,1119 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1090 (Mittwoch: 1,0991) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9017 (0,9098) Euro.

Damit notierte der Euro gegenüber dem Referenzkurs vom Vortag immer noch deutlich höher. Gute Signale zur Wirtschaft der Eurozone gaben der Gemeinschaftswährung Auftrieb. Die Wirtschaftsstimmung hatte sich im Juli laut Daten der EU-Kommission trotz des Brexit-Votums aufgehellt. Volkswirte hatten hingegen mit einer Eintrübung gerechnet. Die Daten bestätigten andere Frühindikatoren, die bisher nur geringe Auswirkungen der Entscheidung der Briten auf die Eurozone feststellten.

Bereits am Vortag hatte die abwartende Haltung der US-Notenbank Fed den Eurokurs beflügelt. Die Fed hatte ihren Leitzins nicht angehoben und auch keinen klaren Hinweis auf den Zeitpunkt für eine Erhöhung gegeben. Etwas optimistischere Worte der Notenbanker zur US-Wirtschaft konnten den Dollarkurs nicht stärken. Vor den Entscheidungen der Fed am Mittwoch hatte der Eurokurs noch knapp unter 1,10 Dollar notiert.

Das britische Pfund geriet am Donnerstag unter Druck. Anders als in der Eurozone zeichnen sich in der britischen Wirtschaft negative Effekte durch das Brexit-Votum ab. Der entsprechende Indikator der EU-Kommission für Juli war stark unter Druck geraten. Das britische Pfund fiel auf ein Tagestief von 1,3117 Dollar und stand zuletzt bei 1,3144 Dollar. Vor den Daten hatte das Pfund noch über der Marke von 1,32 Dollar notiert./la/he

28.07.2016

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Donnerstag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 503 839 (Mittwoch: 627 145) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 225 448 (329 699), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 278 391 (297 446). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,80 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren ABB (17 732/31 139), Credit Suisse Group (22 003/13 483) und Deutsche Bank (12 498/20 339)./yyzz/DP/he

28.07.2016

EDF-Verwaltungsrat stimmt umstrittenem Atomprojekt zu

PARIS (dpa-AFX) - Der Verwaltungsrat des französischen Stromkonzerns EDF hat grünes Licht für den heftig umstrittenen Bau zweier neuer Atomreaktoren in Großbritannien gegeben. Damit könne EDF nun die Verträge unterzeichnen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Kritiker halten die Milliardeninvestition für ein Risiko.

Das Projekt in Hinkley Pont an der Westküste Englands soll 18 Milliarden Pfund (rund 21,5 Mrd Euro) kosten. Rund ein Drittel soll der chinesische Partner China Nuclear Power Corporation (CGN) schultern.

"Diese Entscheidung führt das Unternehmen schnurstracks in den Bankrott und wird zu geringe Investitionen in die nukleare Sicherheit im französischen Kraftwerkspark nach sich ziehen", kritisierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace. "Je prekärer die EDF-Lage, desto größer der Druck, auch beim Betrieb der laufenden AKW zu sparen", fürchtete auch die atompolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl.

Im März war EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurückgetreten, weil er Zweifel hatte, ob das Unternehmen die Investition stemmen kann. Kurz vor der Entscheidung über das Projekt reichte nun auch ein Mitglied des EDF-Verwaltungsrats seinen Rücktritt ein. Der Schwerpunkt des Konzerns verschiebe sich noch mehr in Richtung Kernkraft, kritisierte Gérard Magnin in seinem Rücktrittsschreiben, das die Wirtschaftszeitung "Les Échos" am Donnerstag online veröffentlichte.

Hinkley Point C soll mit seinen beiden Reaktoren des Typs EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) sieben Prozent des britischen Strombedarfs decken. Die Inbetriebnahme ist ab 2025 angepeilt.

EDF ist zu mehr als 80 Prozent im Besitz des französischen Staates. Der Konzern musste im vergangenen Jahr deutliche Gewinneinbußen hinnehmen und will bis 2018 fünf Prozent seiner Arbeitsplätze in Frankreich abbauen. Gewerkschaften hatten daraufhin gefordert, den teuren Neubau in England zu stoppen oder zu verschieben - sie zogen auch vor Gericht, dieser Streit ist nach französischen Medienberichten noch nicht ausgefochten.

Die Pariser Regierung hatte sich aber immer wieder hinter das Projekt gestellt, sie sieht es als Aushängeschild für französisches Know-How. Die Atomindustrie des Landes steckt in einem tiefgreifenden Umbau, EDF übernimmt dabei auch das Reaktorgeschäft des defizitären Atomkonzerns Areva . Im April wurde eine Kapitalerhöhung von vier Milliarden Euro angekündigt./sku/DP/he

28.07.2016

ROUNDUP/Agentur: Bericht: EDF-Verwaltungsrat stimmt für umstrittenes Atomprojekt

PARIS (dpa-AFX) - Der Verwaltungsrat des französischen Stromkonzerns EDF hat einem Bericht zufolge grünes Licht für den heftig umstrittenen Bau zweier neuer Atomreaktoren in Großbritannien gegeben. Das Gremium habe mit 10 zu 7 Stimmen für die Investition gestimmt, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise. EDF bestätigte diese Information am Abend zunächst nicht und verwies darauf, dass die Sitzung noch andauere. Kritiker halten die Milliardeninvestition für ein Risiko.

Das Projekt in Hinkley Pont an der Westküste Englands soll 18 Milliarden Pfund (rund 21,5 Mrd Euro) kosten. Rund ein Drittel sollen chinesische Partner schultern.

"Diese Entscheidung führt das Unternehmen schnurstracks in den Bankrott und wird zu geringe Investitionen in die nukleare Sicherheit im französischen Kraftwerkspark nach sich ziehen", kritisierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace. "Je prekärer die EDF-Lage, desto größer der Druck, auch beim Betrieb der laufenden AKW zu sparen", fürchtete auch die atompolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl.

Im März war EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurückgetreten, weil er Zweifel hatte, ob das Unternehmen die Investition stemmen kann. Kurz vor der Entscheidung über das Projekt reichte nun auch ein Mitglied des EDF-Verwaltungsrats seinen Rücktritt ein. Der Schwerpunkt des Konzerns verschiebe sich noch mehr in Richtung Kernkraft, kritisierte Gérard Magnin in seinem Rücktrittsschreiben, das die Wirtschaftszeitung "Les Échos" am Donnerstag online veröffentlichte.

Hinkley Point C soll mit seinen beiden Reaktoren des Typs EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) sieben Prozent des britischen Strombedarfs decken. Die Inbetriebnahme ist ab 2025 angepeilt.

EDF ist zu mehr als 80 Prozent im Besitz des französischen Staates. Der Konzern musste im vergangenen Jahr deutliche Gewinneinbußen hinnehmen und will bis 2018 fünf Prozent seiner Arbeitsplätze in Frankreich abbauen. Gewerkschaften hatten daraufhin gefordert, den teuren Neubau in England zu stoppen oder zu verschieben - sie zogen auch vor Gericht, dieser Streit ist nach französischen Medienberichten noch nicht ausgefochten.

Die Pariser Regierung hatte sich aber immer wieder hinter das Projekt gestellt, sie sieht es als Aushängeschild für französisches Know-How. Die Atomindustrie des Landes steckt in einem tiefgreifenden Umbau, EDF übernimmt dabei auch das Reaktorgeschäft des defizitären Atomkonzerns Areva . Im April wurde eine Kapitalerhöhung von vier Milliarden Euro angekündigt./sku/DP/he

28.07.2016

Medien: EDF-Verwaltungsrat stimmt für umstrittenes Atomprojekt

PARIS (dpa-AFX) - Der Verwaltungsrat des französischen Stromkonzerns EDF hat einem Bericht zufolge für den umstrittenen Bau zweier neuer Atomreaktoren in Großbritannien gestimmt. Das meldete die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend unter Berufung auf informierte Kreise. Das Unternehmen bestätigte diese Information auf Anfrage zunächst nicht und verwies darauf, dass die Sitzung noch andauere.

Das Projekt in Hinkley Pont an der Westküste Englands soll 18 Milliarden Pfund (rund 21,5 Mrd Euro) kosten, rund ein Drittel sollen chinesische Partner schultern. Im März war der bisherige EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurückgetreten, weil er Zweifel hatte, ob EDF die Milliardeninvestition stemmen kann. Kurz vor der Entscheidung über das Projekt hatte außerdem am Donnerstag ein Mitglied des EDF-Verwaltungsrats seinen Rücktritt eingereicht, wie die Wirtschaftszeitung "Les Échos" berichtete./sku/DP/she

28.07.2016

Aldi Nord mit Umsatzwachstum

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Discounter Aldi Nord sieht erste Erfolge seines Modernisierungskurses. Im laufenden Jahr habe sich der Umsatz im Gesamtunternehmen im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gesteigert, sagte Kay Rüschoff, Geschäftsführer Marketing und Kommunikation von Aldi Nord, dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Ein Grund für die Wende sei der Umbau der Märkte. "Seit dem Jahr 2012 haben wir alle Filialen in unserem Netz modernisiert", sagte Rüschoff.

Der Nettoumsatz von Aldi Nord in Deutschland in diesem Jahr dürfte damit laut Bericht von 12,3 auf fast 12,7 Milliarden Euro gestiegen sein. Im vergangenen Jahr war Aldi Nord im deutschen Markt um 1,7 Prozent gewachsen, während Lidl um geschätzte zwei Prozent zugelegt hatte.

Im deutschen Lebensmittelhandel tobt ein harter Preiskampf. Nach Angaben von Konsumforschern hatten Supermärkte 2015 ihren Marktanteil spürbar vergrößert - zulasten der Discounter. Als Reaktion hatte Aldi unter anderem mehr Markenartikel in das Angebot aufgenommen und seine Läden modernisiert./hoe/DP/he

28.07.2016

Medien: EDF-Verwaltungsrat stimmt für umstrittenes Atomprojekt

PARIS (dpa-AFX) - Der Verwaltungsrat des französischen Stromkonzerns EDF hat einem Bericht zufolge für den umstrittenen Bau zweier neuer Atomreaktoren in Großbritannien gestimmt. Das meldete die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend unter Berufung auf informierte Kreise. Das Unternehmen bestätigte diese Information auf Anfrage zunächst nicht und verwies darauf, dass die Sitzung noch andauere.

Das Projekt in Hinkley Pont an der Westküste Englands soll 18 Milliarden Pfund (rund 21,5 Mrd Euro) kosten, rund ein Drittel sollen chinesische Partner schultern. Im März war der bisherige EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurückgetreten, weil er Zweifel hatte, ob EDF die Milliardeninvestition stemmen kann. Kurz vor der Entscheidung über das Projekt hatte außerdem am Donnerstag ein Mitglied des EDF-Verwaltungsrats seinen Rücktritt eingereicht, wie die Wirtschaftszeitung "Les Échos" berichtete./sku/DP/he

28.07.2016

Französischer Energiekonzern Engie leidet unter Preisverfall und Wärme

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Strom- und Gaskonzern Engie hat im ersten Halbjahr unter fallenden Preisen und dem wegen des warmen Wetters geringeren Heizbedarfs gelitten. Der Umsatz sei zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 33,5 Milliarden Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Ohne Währungsschwankungen und Veränderungen in der Konzernstruktur hätte das Minus bei 11,9 Prozent gelegen.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sank um 7,8 Prozent (bereinigt 4,1%) auf 5,7 Milliarden Euro. Experten hatten mit etwas mehr gerechnet. Im Gesamtjahr erwartet Engie weiterhin ein Ebitda von 10,8 bis 11,4 Milliarden Euro./he/she

28.07.2016

Aktien New York: Dow nach mauen Daten leicht im Minus - Facebook ziehen an

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Donnerstag etwas unter eher mauen Konjunkturdaten und enttäuschenden Unternehmenszahlen gelitten. So gaben die Standardwerte leicht nach. Für einen positiven Lichtblick sorgte die Gewinnexplosion beim Online-Netzwerk Facebook.

Der Dow Jones Industrial büßte 0,25 Prozent auf 18 425,98 Punkte ein. Bereits am Vortag war der US-Leitindex trotz optimistischer Konjunkturaussagen der Notenbank kaum vom Fleck gekommen. Allerdings war das Börsenbarometer seit der letzten Juni-Woche in der Spitze um über 9 Prozent auf ein Rekordhoch geklettert, bevor es binnen einer Woche wieder etwas abbröckelte.

Der marktbreite S&P 500 verlor am Donnerstag zuletzt 0,03 Prozent auf 2165,95 Punkte. Für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 hingegen ging es hingegen um 0,13 Prozent auf 4709,01 Punkte nach oben.

Aktuelle US-Konjunkturdaten enttäuschten eher: So war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gestiegen. In der vergangenen Woche hatte sie um 14 000 auf 266 000 zugelegt. Bankvolkswirte hatten nur mit 262 000 Anträgen gerechnet.

Unternehmensseitig im Fokus standen die Facebook-Papiere mit einem Plus von 1,58 Prozent auf 125,285 US-Dollar, nachdem sprudelnde Werbeerlöse im zweiten Quartal einen weiteren Milliarden-Gewinn in die Kassen gespült hatten. Zwischenzeitlich hatten die Anteilsscheine sogar bei 128,33 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Facebook ist das viertwertvollste Unternehmen der US-Börsen hinter Apple , der Google-Mutter Alphabet und Microsoft .

Deutlich abwärts ging es derweil für Ford-Aktien mit 9,65 Prozent Minus. Damit waren sie das Schlusslicht im S&P 500. Der Autobauer hatte im zweiten Quartal einen erheblichen Gewinnrückgang verzeichnet und warnte vor neuen Geschäftsrisiken.

Auch die Anteilsscheine von Whole Foods Market gerieten stark unter Druck und büßten 8,5 Prozent ein. Die Biosupermarktkette hatte beim Umsatz enttäuscht.

Für die Papiere des Düngemittelkonzerns Potash ging es um rund 7 Prozent nach unten. Der mit der gescheiterten Kaufofferte für den ehemaligen Dax-Konzern K+S bekannt gewordene kanadische Konkurrent hatte seine Prognose erneut gesenkt.

Der Actionkamera-Spezialist GoPro stellte derweil nach einer Durststrecke einen Gewinn im anstehenden Weihnachtsgeschäft in Aussicht. Die Anleger zeigten sich begeistert und die Anteilsscheine zogen um knapp 12 Prozent an.

Am Dow-Ende fielen die Aktien des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Boeing um mehr als 2 Prozent, nachdem sie zur Wochenmitte noch von ihren Quartalszahlen profitiert hatten. Bester Wert im Index waren die Papiere der Baumarktkette Home Depot mit einem Gewinn von knapp 1 Prozent./la/he

28.07.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax zeigt Ermüdungserscheinungen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von seiner mehrtägigen Gewinnserie verabschiedet und ist moderat zurückgefallen. Technologiewerte verzeichneten dabei durchschnittlich höhere Verluste. Händlern zufolge fehlen derzeit frische Impulse am Markt. Zudem dämpfte ein höherer Eurokurs die Kauflust der Anleger. Positive Aussagen der US-Notenbank zur heimischen Konjunktur bewegten die Börse kaum, obwohl die Fed die Tür für eine baldige Zinserhöhung offen gelassen hatte.

Nach einem Anstieg im frühen Handel verließ den Dax die Kraft. Letztlich sank der deutsche Leitindex um 0,43 Prozent auf 10 274,93 Punkte. In der Spitze war er bis auf 10 381 Punkte geklettert und hatte damit erneut für kurze Zeit seinen Höchststand am Tag vor der Ergebnisverkündung des Brexit-Referendums übertroffen.

Der MDax als Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen schloss mit einem Minus von 0,61 Prozent bei 21 088,49 Punkten. Das Technologiewerte-Barometer TecDax verlor 0,75 Prozent auf 1703,27 Zähler.

Die Fed hatte am Vorabend ihre Geldpolitik unverändert gelassen und keine klaren Hinweise zum genauen Zeitpunkt einer möglichen Zinsanhebung gegeben. Nun richten sich alle Augen auf die Bank of Japan, deren zweitägige Sitzung am Freitag endet. Es wird mit weiteren Konjunkturhilfen gerechnet.

ADIDAS AN DAX-SPITZE - WEITER AUF REKORDKURS

Unterdessen setzte sich die Quartalsberichtssaison mit einigen großen Unternehmen fort. So setzten die Adidas-Aktien an der Dax-Spitze ihre Rekordrally mit einem Gewinn von mehr als zweieinhalb Prozent fort. Zeitweise waren sie bis auf 147,95 Euro gestiegen, nachdem der Sportartikelhersteller mit einer weiteren Prognoseerhöhung erneut ein Ausrufezeichen gesetzt hatte. Zudem gab es positive Studien von Analysten.

Eine weiterhin schlechte Auftragslage im Anlagenbau verbunden mit einem vagen Ausblick brockte den Aktien von Linde ein Minus von 1,60 Prozent ein.

Größtes Sorgenkind im Dax blieben aber die Aktien der Deutschen Bank . Am dritten schwachen Tag in Folge rutschten die Papiere der Großbank um 4,30 Prozent ab und notierten damit wieder unter 12 Euro. Damit waren sie wieder einmal Tagesverlierer im Dax. Nach den Quartalszahlen vom Vortag halten die Sorgen um das Kapitalpolster der Bank an.

JUNGHEINRICH SEHR SCHWACH NACH ABSTUFUNG

Den Anteilsscheinen des Gabelstapler-Produzenten Jungheinrich machte eine Abstufung durch die Analysten der Deutschen Bank zu schaffen. Sie verloren am MDax-Ende mehr als 5 Prozent.

Die Titel des auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleisters GFT Technologies gewannen nach einer Kaufempfehlung der UBS an der TecDax-Spitze fast 7 Prozent.

DIALOG KAPPT UMSATZZIEL

Die Papiere von Dialog Semiconductor straften die Anleger hingegen mit einem Minus von gut 3 Prozent ab. Der Apple-Chipzulieferer hatte seine Umsatzprognose wegen schwacher Smartphone-Verkäufe gesenkt.

Für Süss Microtec ging es mit einem Abschlag von fast 10 Prozent noch deutlicher nach unten. Grund dafür waren trübere Aussichten für den Auftragseingang.

EUROKURS KNAPP UNTER 1,11 US-DOLLAR

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit einem Minus von 1,11 Prozent bei 2966,10 Punkten. Die Leitindizes in London und Paris verbuchten Abgaben zwischen 0,4 und 0,6 Prozent. Der Dow-Jones-Leitindex in New York notierte zum Handelsschluss in Europa 0,40 Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,19 Prozent am Vortag auf minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,12 Prozent auf 144,18 Punkte zu. Der Bund-Future sank um 0,22 Prozent auf 167,23 Punkte. Der Eurokurs stieg zeitweise über die Marke von 1,11 US-Dollar, notierte zuletzt aber wieder knapp darunter. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1090 (Mittwoch: 1,0991) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9017 (0,9098) Euro./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

28.07.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Dax zeigt Ermüdungserscheinungen nach Gewinnsträhne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von seiner mehrtägigen Gewinnserie verabschiedet und ist moderat zurückgefallen. Technologiewerte verzeichneten dabei durchschnittlich höhere Verluste. Händlern zufolge fehlen derzeit frische Impulse am Markt. Zudem dämpfte ein höherer Eurokurs die Kauflust der Anleger. Die positiven Aussagen der US-Notenbank zur heimischen Konjunktur bewegten die Börse kaum, obwohl die Fed die Tür für eine baldige Zinserhöhung offen gelassen hatte.

Nach einem Anstieg im frühen Handel verließ den Dax die Kraft. Letztlich sank der deutsche Leitindex um 0,43 Prozent auf 10 274,93 Punkte. In der Spitze war er bis auf 10 381 Punkte geklettert und hatte damit erneut für kurze Zeit seinen Höchststand am Tag vor der Ergebnisverkündung des Brexit-Referendums übertroffen.

Der MDax als Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen schloss mit einem Minus von 0,61 Prozent bei 21 088,49 Punkten. Das Technologiewerte-Barometer TecDax verlor 0,75 Prozent auf 1703,27 Zähler./edh/he

28.07.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Dow nach mauen Daten im Minus - Facebook ziehen an

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat am Donnerstag etwas unter eher mauen Konjunkturdaten und enttäuschenden Unternehmenszahlen gelitten. So gaben die Standardwerte an der Wall Street leicht nach. Für einen positiven Lichtblick sorgte die Gewinnexplosion beim Online-Netzwerk Facebook.

Der Dow Jones Industrial fiel um 0,49 Prozent auf 18 381,50 Punkte. Bereits Tags zuvor war der US-Leitindex trotz optimistischer Konjunkturaussagen der Notenbank nicht vom Fleck gekommen. Allerdings war das Börsenbarometer seit der letzten Juni-Woche in der Spitze um über 9 Prozent auf einen neuen Höchststand geklettert, bevor es binnen einer Woche wieder etwas abbröckelte.

Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,27 Prozent auf 2160,69 Punkte nach. Für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 hingegen ging es um 0,08 Prozent auf 4706,79 Punkte nach oben.

Frische US-Konjunkturdaten enttäuschten eher: So war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gestiegen. In der vergangenen Woche hatte sie um 14 000 auf 266 000 zugelegt. Bankvolkswirte hatten nur mit 262 000 Anträgen gerechnet.

Unternehmensseitig im Fokus standen die Facebook-Papiere mit einem Plus von 2,78 Prozent auf 126,765 US-Dollar, nachdem sprudelnde Werbeerlöse im zweiten Quartal einen weiteren Milliarden-Gewinn in die Kassen gespült hatten. Zwischenzeitlich hatten die Anteilsscheine sogar bei 128,33 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Facebook ist das viertwertvollste Unternehmen der US-Börsen hinter Apple , der Google-Mutter Alphabet und Microsoft .

Deutlich abwärts ging es derweil für Ford-Aktien mit 9,50 Prozent Minus. Damit waren sie das Schlusslicht im S&P 500. Der US-Autobauer hatte im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet und warnte vor neuen Geschäftsrisiken.

Auch die Aktien von Potash gerieten unter Druck und büßten rund 6 Prozent ein. Der mit der gescheiterten Kaufofferte für den ehemaligen Dax-Konzern K+S bekannt gewordene kanadische Konkurrent hatte seine Prognose erneut gesenkt.

Der Actionkamera-Spezialist GoPro stellte derweil nach einer Durststrecke einen Gewinn im anstehenden Weihnachtsgeschäft in Aussicht. Die Anleger zeigten sich begeistert und die Anteilsscheine zogen um knapp 8 Prozent an./la/he

28.07.2016

INDEX-MONITOR: Deutsche Bank und Credit Suisse dürften Stoxx 50 bald verlassen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Es scheint so gut wie gewiss: Die Aktien der Deutschen Bank und der Credit Suisse dürften in weniger als zwei Wochen nach Experteneinschätzung aus dem währungsgemischten Stoxx Europe 50 herausfallen.

Grund sind die kräftigen Kursverluste, die beide Aktien - zuletzt nach der Vorlage ihrer Quartalszahlen, aber auch infolge des Brexit-Votums - erlitten hatten. Die automatisch greifende sogenannte "Fast-Exit-Regel" besagt, dass Index-Titel aus dem insgesamt 50 Unternehmen umfassenden Stoxx-Index entnommen werden, wenn sie zwei Monate in Folge auf der monatlichen Selektionsliste auf Platz 75 oder schlechter landen.

Nach Ansicht der Index-Experten von Commerzbank und Landesbank Baden-Württemberg, Petra von Kerssenbrock sowie Uwe Streich, sind die Anteilsscheine von Vinci und von ASML aktuell die aussichtsreichste Nachrück-Kandidaten.

Die Deutsche-Börse-Indextochter Stoxx Ltd. dürfte die Änderungen am 1. August nach Handelsschluss bekanntgeben. Umgesetzt würden sie nach Börsenschluss am fünften Handelstag des neuen Monats. Mit Wirkung zum 8. August wären dann die Papiere des französischen Baukonzerns und des niederländischen Zulieferers für die Halbleiterindustrie statt der beiden Bankaktien im Stoxx Europe 50.

Wichtig sind Index-Veränderungen insbesondere für Fonds, die die Indizes nachbilden, da sie ihre Portfolios entsprechend anpassen müssen./ck/la/he

28.07.2016

Aktien New York: Dow leidet etwas unter schwachen Daten - Facebook ziehen an

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat am Donnerstag etwas unter eher mauen Konjunkturdaten und enttäuschenden Unternehmenszahlen gelitten. So gaben die Standardwerte an der Wall Street leicht nach. Für einen positiven Lichtblick sorgte die Gewinnexplosion beim Online-Netzwerk Facebook. Dessen Aktien kletterten auf ein Rekordhoch.

Der Dow Jones Industrial fiel um 0,28 Prozent auf 18 419,85 Punkte. Seit der letzten Juni-Woche war der US-Leitindex in der Spitze um über 9 Prozent auf einen neuen Höchststand geklettert, bevor er binnen einer Woche wieder etwas abbröckelte.

Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,16 Prozent auf 2163,09 Punkte nach. Für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 hingegen ging es hingegen um 0,07 Prozent auf 4706,36 Punkte nach oben./la/he

28.07.2016

Aktien New York Ausblick: Dow & Co treten weiter auf der Stelle

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Wall Street fehlt es auf Rekordniveau an weiterem Auftrieb. Trotz einer Fortsetzung der bislang recht erfolgreichen Berichtssaison mit der Gewinnexplosion von Facebook zeichnete sich am Donnerstag in den wichtigsten Indizes weiter kaum Bewegung ab. Bereits tags zuvor waren sie trotz optimistischer Konjunkturaussagen der Notenbank nicht vom Fleck gekommen.

Gut eine halbe Stunde vor dem Börsenstart taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial 0,11 Prozent tiefer auf 18 451 Punkte. Seit der letzten Juni-Woche war der US-Leitindex in der Spitze um über 9 Prozent auf einen neuen Höchststand geklettert, bevor er binnen einer Woche wieder etwas abbröckelte.

Unternehmensseitig im Fokus standen vorbörslich die Facebook-Papiere mit einem Sprung um 4 Prozent. Ihnen winkt ein weiterer Rekord, nachdem sprudelnde Werbeerlöse im zweiten Quartal einen weiteren Milliarden-Gewinn in die Kassen gespült haben. Facebook ist bislang das viertwertvollste Unternehmen der US-Börsen hinter Apple , der Google-Mutter Alphabet und Microsoft . Alphabet legt an diesem Donnerstag ebenso Zahlen vor wie Amazon .

Vorbörslich profitierten bereits die Aktien von GoPro , Mastercard und Dow Chemical von der Öffnung ihrer Bücher.

Deutlich abwärts ging es derweil für Ford-Aktien mit 7 Prozent Minus. Der US-Autobauer hat im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen und vor neuen Geschäftsrisiken gewarnt.

Auch Potash gaben deutlich nach. Der mit der gescheiterten Kaufofferte für den ehemaligen Dax-Konzern K+S bekannt gewordene kanadische Konkurrent hat seine Prognose erneut gesenkt./ag/das

28.07.2016

Aktien Frankfurt: Anleger sind unentschlossen - Adidas auf dem Dax-Thron

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstagnachmittag weiterhin von seiner unentschlossenen Seite gezeigt. Nach einem schwankenden Vormittagshandel notierte der Dax zuletzt unverändert bei 10 319,04 Punkten. Händlern zufolge fehlen nach drei Tagen mit Gewinnen derzeit die Impulse am Markt.

Der MDax als Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen sank zuletzt um 0,21 Prozent auf 21 173,85 Punkte. Das Technologiewerte-Barometer TecDax verlor - auch wegen der hohen Kurseinbußen beim Index-Schwergewicht Dialog Semiconductor - 0,58 Prozent auf 1706,23 Zähler. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab es einen Kursabschlag von 0,57 Prozent auf 2982,40 Punkte.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend ihre Geldpolitik unverändert gelassen und keine klaren Hinweise zum genauen Zeitpunkt einer möglichen Zinsanhebung gegeben. Nun richten sich alle Augen auf die Bank of Japan, deren zweitägige Sitzung am Freitag endet. Es wird mit weiteren Konjunkturhilfen gerechnet.

'STEIGENDER EURO BREMST'

Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets macht zwar auf dem Börsenparkett weiterhin eine positive Grundstimmung aus, doch diese werde vom aktuell dynamischen Anstieg des Euro etwas überlagert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1093 US-Dollar, nachdem sie zuvor sogar etwas über 1,11 Dollar gestiegen war. Stanzl verwies auf die geringere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Exportmarkt durch einen zu starken Euro. "Unternehmen, die ihre Produkte ins Ausland verkaufen, werden mit einem steigenden Euro-Kurs unattraktiver."

Bei den Einzelwerten setzten die Adidas-Aktien an der Dax-Spitze ihre Rekordrally fort. Sie stiegen zeitweise bis auf 147,95 Euro, nachdem der Sportartikelhersteller mit einer weiteren Prognoseerhöhung erneut ein Ausrufezeichen gesetzt hatte. Zudem gab es positive Studien von Analysten. Zuletzt verteuerten sich die Anteile um 3,09 Prozent auf 144,90 Euro.

LINDE VERLIEREN - VAGER AUSBLICK

Eine weiterhin schlechte Auftragslage im Anlagenbau verbunden mit einem vagen Ausblick brockte den Aktien von Linde ein Minus von 1,71 Prozent ein.

Das größte Sorgenkind im Dax bleiben aber die Aktien der Deutschen Bank . Am dritten schwachen Tag in Folge rutschten die Papiere der Großbank um 3,62 Prozent ab und notierten damit wieder knapp unter 12 Euro. Damit waren sie am Nachmittag der größte Verlierer im Dax. Nach den Quartalszahlen vom Vortag halten die wieder erstarkten Sorgen um das Kapitalpolster der Bank an.

JUNGHEINRICH SEHR SCHWACH NACH ABSTUFUNG

Den Anteilen des Gabelstapler-Produzenten Jungheinrich machte eine Abstufung durch die Deutsche Bank zu schaffen. Sie verloren am MDax-Ende 3,66 Prozent. Analystin Felicitas von Bismarck sieht vorerst kaum noch Kurstreiber.

Die Titel des auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleisters GFT Technologies gewannen nach einer Kaufempfehlung der UBS an der TecDax-Spitze fast 6 Prozent.

Die Papiere von Dialog Semiconductor straften die Anleger hingegen mit einem Minus von rund 5 Prozent ab. Der Apple-Chipzulieferer hatte seine Umsatzprognose wegen schwacher Smartphone-Verkäufe gesenkt.

Für Süss Microtec ging es mit Abschlägen von 10 Prozent noch deutlicher nach unten. Der Grund sind trübere Aussichten bei Aufträgen./ajx/das

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

28.07.2016

Aktien Frankfurt: Anleger sind unentschlossen - Adidas auf dem Dax-Thron

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von seiner unentschlossenen Seite gezeigt. Nach einem schwankenden morgendlichen Handel notierte der Dax gegen Mittag bei minus 0,05 Prozent auf 10 314,39 Punkten quasi unverändert. Händlern zufolge fehlen nach drei Tagen mit Gewinnen derzeit die Impulse am Markt.

Der MDax als Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen sank zuletzt um 0,09 Prozent auf 21 199,30 Punkte. Das Technologiewerte-Barometer TecDax verlor - auch wegen der hohen Kurseinbußen beim Index-Schwergewicht Dialog Semiconductor - 0,58 Prozent auf 1706,29 Zähler. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab es einen Kursabschlag von 0,57 Prozent auf 2982,26 Punkte.

Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets macht zwar auf dem Börsenparkett weiterhin eine positive Grundstimmung aus, doch diese werde vom aktuell dynamischen Anstieg des Euro etwas überlagert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1093 US-Dollar, nachdem sie zuvor sogar etwas über 1,11 Dollar gestiegen war. Stanzl verwies auf die geringere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Exportmarkt durch einen zu starken Euro. "Unternehmen, die ihre Produkte ins Ausland verkaufen, werden mit einem steigenden Euro-Kurs unattraktiver."

ADIDAS LÄSST BÖRSIANER JUBELN

Bei den Einzelwerten freuten sich die Anleger von Adidas über einen satten Kursgewinn von 4,3 Prozent, nachdem der Sportartikelhersteller mit einer weiteren Prognoseerhöhung erneut ein Ausrufezeichen gesetzt hatte. Zudem gab es positive Studien von Analysten. Ein Marktteilnehmer bezeichnete den erneut angehobenen Ausblick der Herzogenauracher als "Knaller". Im Dax fanden sich die Papiere auf dem ersten Platz.

Eine weiterhin schlechte Auftragslage im Anlagenbau verbunden mit einem vagen Ausblick drückte die Aktien von Linde mit minus 3,81 Prozent ans Dax-Ende. Die Papiere von Volkswagen waren nach der Bekanntgabe detaillierter Geschäftszahlen mit minus 1,96 Prozent ebenfalls unter den schwächsten Dax-Werten. Am Vortag hatten die Titel allerdings auch stark zugelegt.

JUNGHEINRICH SEHR SCHWACH NACH ABSTUFUNG

Den Anteilen des Gabelstaplerproduzenten Jungheinrich machte eine Abstufung durch die Deutsche Bank zu schaffen. Sie verloren am MDax-Ende 3,56 Prozent. Analystin Felicitas von Bismarck sieht vorerst kaum noch Kurstreiber. Nach der jüngsten Rally hätten die Papiere des Kion-Rivalen nicht mehr genügend Potenzial, um sie weiter zum Kauf zu empfehlen.

Bei den Titeln von Wacker Chemie gab es nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen Kursverluste von 3,42 Prozent. Sie waren seit der ersten Juli-Woche jedoch um gut 16 Prozent angesprungen. Experte Erkan Aycicek von der LBBW sieht nun kaum noch Kurspotenzial und gab entsprechend seine Kaufempfehlung auf.

KRÄFTIGE KURSAUSSCHLÄGE IM TECDAX

Die Titel des auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleisters GFT Technologies gewannen nach einer Kaufempfehlung der UBS an der TecDax-Spitze mehr als 5 Prozent dazu.

Die Papiere von Dialog Semiconductor straften die Anleger hingegen mit einem Minus von rund 6 Prozent ab. Der Apple-Chipzulieferer hatte seine Umsatzprognose wegen schwacher Smartphone-Verkäufe gesenkt.

Für Süss Microtec ging es mit Abschlägen von rund 9 Prozent noch deutlicher nach unten. Der Grund sind trübere Aussichten bei den Aufträgen./ajx/das

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

28.07.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Ins Plus gedreht - Adidas auf dem Dax-Thron

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Aktienindizes haben am Donnerstag nach einem zunächst leicht schwächeren Auftakt schnell wieder in die Gewinnspur gefunden. Der deutsche Leitindex rückte zuletzt um 0,59 Prozent vor auf 10 379,93 Punkte. Damit steht er wieder über seinem Tageshoch am Tag vor der Ergebnisbekanntgabe des Brexit-Referendums.

Der MDax als Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann bislang 0,62 Prozent auf 21 349,96 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,13 Prozent auf 1718,49 Stellen zu. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab es einen Kurszuwachs von 0,24 Prozent auf 3006,74 Zähler.

ADIDAS LÄSST BÖRSIANER JUBELN

Der Sportartikelhersteller Adidas setzte mit einer weiteren Prognoseerhöhung erneut ein Ausrufezeichen. Zudem gab es positive Studien von Analysten. Die Aktien sprangen daraufhin mit einem kräftigen Aufschlag von fast 5 Prozent auf den ersten Platz im Dax . Sie setzten damit ihre Rekordjagd fort. Ein Marktteilnehmer bezeichnete den erneut angehobenen Ausblick der Herzogenauracher als "Knaller".

Ansonsten stehen am deutschen Markt weitere Quartalsberichte im Fokus. Eine weiterhin schlechte Auftragslage im Anlagenbau hatte bei Linde auch im zweiten Quartal auf die Bilanz gedrückt. Die Linde-Aktien notierten rund 2 Prozent im Minus. Ein Analyst bezeichnete den Geschäftsbericht aber insgesamt als im Rahmen der Erwartungen. Papiere von Volkswagen waren nach endgültigen Geschäftszahlen mit einem Minus von mehr als eineinhalb Prozent ebenfalls unter den schwächsten Dax-Werten. Am Vortag hatten die Titel allerdings stark zugelegt.

Den Aktien des Gabelstaplerproduzenten Jungheinrich machte eine Abstufung durch die Deutsche Bank zu schaffen. Sie verloren am MDax-Ende mehr als 2 Prozent, Analystin Felicitas von Bismarck sieht vorerst kaum noch Kurstreiber. Nach der jüngsten Rally hätten die Papiere des Kion-Rivalen nicht mehr genügend Potenzial, um sie weiter zum Kauf zu empfehlen.

KRÄFTIGE KURSAUSSCHLÄGE IM TECDAX

Nach einer Kaufempfehlung der UBS gewannen an der TecDax-Spitze die Titel des auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleisters GFT Technologies rund 5 Prozent dazu.

Die Papiere von Dialog Semiconductor straften die Anleger hingegen mit einem Minus von fast 8 Prozent ab. Der Apple-Chipzulieferer hatte seine Umsatzprognose wegen schwacher Smartphone-Verkäufe gesenkt. Für Süss Microtec ging es mit Abschlägen von zeitweise gut 10 Prozent noch deutlicher nach unten. Der Grund sind trübere Aussichten bei den Aufträgen./ajx/fbr

28.07.2016

WDH: May und Szydlo wollen trotz Brexit-Votums enger zusammenarbeiten

(Tippfehler korrigiert)

WARSCHAU (dpa-AFX) - Polen und Großbritannien wollen trotz des Brexit-Votums ihre Zusammenarbeit vertiefen. "Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) sollte unsere Beziehungen nicht schwächen sondern stärken", sagte Premierministerin Theresa May am Donnerstag bei ihrem Antrittsbesuch in Warschau. "Großbritannien ist unser strategischer Partner", sagte Polens Ministerpräsidentin Beata Szydlo. Dies werde auch in Zukunft so bleiben. Die Regierungschefinnen betonen die engen wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. "Letztes Jahr war Polen Großbritanniens zweitgrößter Handelspartner", sagte May.

Die mehr als 850 000 in England lebenden Polen seien weiterhin willkommen, sagte die britische Premierministerin. "Wir schätzen ihren Beitrag zur Entwicklung unseres Landes und verurteilen Angriffe gegen polnische Gemeinschaften nach dem Referendum." In Bezug auf ihre Rechte nach dem Brexit betonte May, wie zuvor in Bratislava, das Prinzip der Gegenseitigkeit. Die Einwanderer dürften bleiben, wenn die Rechte von im EU-Ausland lebenden Briten gewahrt würden. Ende Juni hatten die Briten mit 52 Prozent Ja-Stimmen für einen Austritt aus der EU gestimmt./nat/DP/he

28.07.2016

May und Szyldo wollen trotz Brexit-Votums enger zusammenarbeiten

WARSCHAU (dpa-AFX) - Polen und Großbritannien wollen trotz des Brexit-Votums ihre Zusammenarbeit vertiefen. "Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) sollte unsere Beziehungen nicht schwächen sondern stärken", sagte Premierministerin Theresa May am Donnerstag bei ihrem Antrittsbesuch in Warschau. "Großbritannien ist unser strategischer Partner", sagte Polens Ministerpräsidentin Beata Szydlo. Dies werde auch in Zukunft so bleiben. Die Regierungschefinnen betonen die engen wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. "Letztes Jahr war Polen Großbritanniens zweitgrößter Handelspartner", sagte May.

Die mehr als 850 000 in England lebenden Polen seien weiterhin willkommen, sagte die britische Premierministerin. "Wir schätzen ihren Beitrag zur Entwicklung unseres Landes und verurteilen Angriffe gegen polnische Gemeinschaften nach dem Referendum." In Bezug auf ihre Rechte nach dem Brexit betonte May, wie zuvor in Bratislava, das Prinzip der Gegenseitigkeit. Die Einwanderer dürften bleiben, wenn die Rechte von im EU-Ausland lebenden Briten gewahrt würden. Ende Juni hatten die Briten mit 52 Prozent Ja-Stimmen für einen Austritt aus der EU gestimmt./nat/DP/he

28.07.2016

ROUNDUP: Spaniens König Felipe beauftragt Rajoy mit Regierungsbildung

MADRID (dpa-AFX) - Gut einen Monat nach der Parlamentsneuwahl in Spanien hat König Felipe VI. den geschäftsführenden konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. "Ich habe dem König gesagt, dass ich noch nicht die nötige Unterstützung habe, den Auftrag aber dennoch annehme", erklärte Rajoy am Donnerstagabend in Madrid nach einem Treffen mit Felipe.

Das Gespräch mit Rajoy hatte die dreitägige Konsultationsrunde Felipes mit mehreren Parteichefs abgeschlossen. Dabei hatte der König am Donnerstag im Zarzuela-Palast nordwestlich von Madrid auch den Vorsitzenden der Sozialisten (PSOE), Pedro Sánchez, empfangen. Sánchez sagte danach vor Journalisten, er habe Felipe mitgeteilt, dass die PSOE-Abgeordneten bei einer eventuellen Abstimmung über eine Kandidatur von Rajoy im Madrider Parlament mit "Nein" votieren würden.

Rajoy würde am liebsten mit der PSOE eine große Koalition nach deutschem Vorbild bilden. Die Alternative wäre für die Konservativen eine Minderheitsregierung, wie Rajoy am Donnerstagabend auf seiner Pressekonferenz bekräftigte. Diese wäre aber nur bei einer Enthaltung der Sozialisten möglich.

Rajoy warnte nun, man müsse unter allen Umständen eine zweite Neuwahl verhindern und so schnell wie möglich eine Regierung bilden. Auf das Land warteten große Herausforderungen wie die Stärkung der Wirtschaft und die separatistischen Bestrebungen in Katalonien. "Ab morgen werde ich die Verhandlungen (zur Regierungsbildung) wieder aufnehmen, diesmal aber mit dem Auftrag des Königs", kündigte Rajoy an. Der 61-Jährige will dabei die "Anstrengungen verdoppeln". Die Bildung einer neuen Regierung "hängt aber nicht nur von mir ab", betonte er.

Bei der Neuwahl vom 26. Juni hatte Rajoys konservative Volkspartei (PP) sich zwar vor den Sozialisten als stärkste Partei behauptet, die im Dezember verlorene absolute Mehrheit allerdings erneut deutlich verpasst. Unter den größeren Parteien der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone fand Rajoy bisher aber keinen Bündnispartner. Der PP werden vor allem die vielen Korruptionsfälle sowie die strenge Spartpolitik der vergangenen Jahre vorgehalten./er/DP/he

28.07.2016

Spaniens König Felipe beendet Konsultationen zur Regierungsbildung

MADRID (dpa-AFX) - Die Konsultationen von Spaniens König Felipe VI. zur Bildung einer neuen Regierung sind ohne sichtbare Fortschritte zu Ende gegangen. Nach seinem Treffen mit dem Monarchen erklärte Sozialistenchef Pedro Sánchez vor Journalisten, dass die Abgeordneten seiner Partei bei einer eventuellen Abstimmung über eine Kandidatur des geschäftsführenden Regierungschefs Mariano Rajoy zum Ministerpräsidenten mit "Nein" votieren werden. Das habe er dem König am Donnerstag in Madrid mitgeteilt.

Damit droht die nach der Parlamentswahl vom 20. Dezember 2015 entstandene politische Blockade sich auch nach dem zweiten Urnengang vom 26. Juni fortzusetzen. Vor gut einem Monat hatte Rajoys konservative Volkspartei (PP) sich zwar vor den Sozialisten (PSOE) als stärkste Partei behauptet, die im Dezember verlorene absolute Mehrheit allerdings erneut deutlich verpasst.

Rajoy würde am liebsten mit den Sozialisten (PSOE) eine große Koalition nach deutschem Vorbild bilden. Die Alternative wäre für die Konservativen eine Minderheitsregierung. Diese wäre aber nur bei einer Enthaltung der Sozialisten bei der Parlamentsabstimmung möglich. Nach seinen Konsultationen mit 14 Parteichefs muss König Felipe nun der Parlamentspräsidentin Ana Pastor mitteilen, ob er einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vorschlägt./er/DP/she

28.07.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 28.07.2016

Eurozone: Wirtschaftsstimmung hellt sich trotz Brexit auf

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Juli trotz Brexit-Votum überraschend aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg um 0,2 Punkte auf 104,6 Zähler, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Rückgang auf 103,5 Punkten erwartet.

ROUNDUP: Niedrigste Juli-Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren

NÜRNBERG - Trotz wachsender Flüchtlings-Arbeitslosigkeit und einsetzender Sommerflaute bleibt die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter auf Rekordtief. Mit 2,661 Millionen Jobsuchern verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit die niedrigste Juli-Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren, wie Behördenchef Frank-Jürgen Weise am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Das waren zwar 47 000 mehr Erwerbslose mehr als im Vormonat, aber 112 000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,0 Prozent.

ROUNDUP/Inflation steigt leicht: 0,4 Prozent im Juli

WIESBADEN - Die Verbraucherpreise in Deutschland sind den dritten Monat in Folge leicht gestiegen. Vor allem höhere Mieten und Nahrungsmittelpreise trieben die Inflation im Juli binnen Jahresfrist auf 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Juni hatte die Rate noch bei 0,3 Prozent gelegen, im Mai bei 0,1 Prozent.

US-Notenbank optimistischer - Tür für Zinsanhebung offen

WASHINGTON - Die US-Notenbank Fed hat ihre Geldpolitik unverändert gelassen und keine klaren Hinweise zum genauen Zeitpunkt einer möglichen Zinsanhebung gegeben. Zur wirtschaftlichen Entwicklung in den USA zeigten sich die Währungshüter allerdings etwas optimistischer als zuletzt. "Die kurzfristigen Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick haben sich verringert", hieß es in der Stellungnahme zum Zinsentscheid. Ihren Leitzins hatte die Notenbank am Mittwoch wie erwartet in einer Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent belassen.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gestiegen. In der vergangenen Woche legte sie um 14 000 auf 266 000 zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten nur mit 262 000 Anträgen gerechnet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt fiel um 1000 auf 256 500 Anträge.

ROUNDUP: Spaniens Arbeitslosenquote auf tiefstem Stand seit 2010

MADRID - Der Arbeitsmarkt im Ex-Krisenland Spanien entwickelt sich weiter positiv: Die Arbeitslosenquote sank im zweiten Quartal 2016 auf den tiefsten Stand seit dem Sommer 2010. Im Vergleich zum ersten Quartal sei die Quote um einen Punkt auf 20,0 Prozent gefallen, teilte die Statistikbehörde INE am Donnerstag mit.

ROUNDUP: Maschinenbauer sehen sich auf Kurs - Mehr Bestellungen im Halbjahr

FRANKFURT - Deutschlands Maschinenbauer halten trotz eingetrübter Konjunkturaussichten Kurs. Im ersten Halbjahr gingen 3 Prozent mehr Bestellungen bei der mittelständisch geprägten Branche ein als im Vorjaheszeitraum, wie der Maschinenbauverband VDMA am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Allein im Juni gab es ein Plus von 6 Prozent.

Italiens Finanzminister vor Stresstest: Banken sind generell 'solide'

ROM - Italiens Finanzminister Pier Carlo Padoan hat kurz vor dem Banken-Stresstest in Europa am Freitag den aus seiner Sicht grundsätzlich guten Zustand der italienischen Institute betont. "Ich wiederhole, dass der Gesundheitszustand der italienischen Banken trotz der langen Rezession generell solide bleibt", sagte Padoan am Mittwoch im Abgeordnetenhaus. Es sei allerdings möglich, das der Stresstest, "einzelne Fälle mit besonderer Besorgnis" hervorbringe.

Merkel: EU-Entscheidung zu Defizitsündern kein Ende des 'Stabipakts'

BERLIN - Die Entscheidung der EU-Kommission, die Defizitsünder Spanien und Portugal straffrei zu lassen, schwächt aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht den Stabilitätspakt. Sie glaube nicht, dass "die Entscheidung bedeutet, dass der Stabilitätspakt nicht mehr gilt", sagte Merkel am Donnerstag bei der traditionellen Sommer-Pressekonferenz vor Hauptstadtjournalisten in Berlin. Über die Höhe der Strafen im Rahmen eines verschärften Sanktionsregimes habe man sich jetzt so entschieden. "Ich kann darin kein Ende der Anwendung des Stabilitätspaktes sehen", sagte Merkel.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/tos

28.07.2016

ROUNDUP: Daimler setzt Rahmen für mobiles Arbeiten

STUTTGART (dpa-AFX) - Betriebsrat und Management haben sich auf Eckpunkte für mobiles Arbeiten beim Autobauer Daimler geeinigt. Noch in diesem Jahr soll eine entsprechende Betriebsvereinbarung Mitarbeitern in Deutschland das Recht auf flexible Arbeitszeiten einräumen, kündigten Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht und Personalvorstand Wilfried Porth am Donnerstag in Stuttgart an.

Die Vereinbarung wird für etwa 100 000 der rund 150 000 Mitarbeiter der Daimler AG in Deutschland gelten, für die eine Anwesenheit am Arbeitsplatz nicht notwendig ist, sagte Porth. Das sind Beschäftigte in der Verwaltung oder in erweiterten Funktionen in der Produktion.

In der Vereinbarung werden neben dem Recht auf flexiblere Arbeitszeiten auch Grundsätze der Erreichbarkeit geregelt. Außerhalb der Arbeitszeit müssen die Mitarbeiter nicht erreichbar sein. Erstmals wird Arbeit außerhalb der betrieblichen Gleitzeit bezahlt. Stundenweise können die Mitarbeiter auch samstags arbeiten. Zuschläge gibt es aber nur, wenn die Überstunden vom Chef angeordnet wurden. Nach zwei Jahren soll die Vereinbarung überprüft werden. Im vergangenen Jahr hatte der Autokonzern gut 33 500 Mitarbeiter zu dem Thema befragt. Das Ergebnis: Gut 80 Prozent wünschten sich mehr Flexibilität.

Daimler ist nicht der einzige Konzern, der solche Regelungen schafft. Boschs Betriebsrat hat bereits eine ähnliche Betriebsvereinbarung ausgehandelt, auch bei BMW gibt es seit 2014 Regeln für mobiles Arbeiten. Bei Daimler wird mit der Neuregelung eine Betriebsvereinbarung aus 2009 erneuert, außerdem werden die Regeln zur Telearbeit abgeschafft.

Daimlers Personalchef Porth hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für eine Novelle des Arbeitszeitgesetzes stark gemacht, insbesondere die Ruhezeit von elf Stunden sieht er als Hindernis für flexibles Arbeiten. Bei Daimler wird das nun die Verantwortung der Mitarbeiter gelegt: Sie schreiben die Arbeitszeit blockweise auf - und müssen selbst dafür Sorge tragen.

Betriebsratschef Michael Brecht hatte sich jüngst für "Experimentierfelder" ausgesprochen, um flexiblere Arbeitszeitmodelle zu testen. Das könne zum Beispiel über Tarifverträge geregelt werden. "Die Mehrheit der Menschen braucht heute den Schutz des Arbeitszeitgesetzes."/ang/DP/she

28.07.2016

ROUNDUP: Niedrigste Juli-Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Trotz wachsender Flüchtlings-Arbeitslosigkeit und einsetzender Sommerflaute bleibt die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter auf Rekordtief. Mit 2,661 Millionen Jobsuchern verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit die niedrigste Juli-Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren, wie Behördenchef Frank-Jürgen Weise am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Das waren zwar 47 000 mehr Erwerbslose mehr als im Vormonat, aber 112 000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,0 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt hat sich im Juli gut entwickelt", resümierte Weise. Mit der einsetzenden Sommerpause sei die Zahl der erwerbslosen Menschen zwar gestiegen. Das habe aber allein saisonale Gründe: Viele Lehrlinge würden nach ihrer Ausbildung nicht sofort übernommen und meldeten sich deshalb erst einmal arbeitslos. Auch stellten Firmen vor den Werksferien in der Regel kaum neue Leute ein. Ohne diesen Saisoneffekt wäre die Zahl der Arbeitslosen im Juli um 7000 gesunken.

Auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sieht den Arbeitsmarkt weiterhin auf einem "stabilen Hoch". So habe die Zahl der Erwerbstätigen zuletzt im Juni weiter zugenommen - überwiegend deshalb, weil weiter mehr Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung kommen, erklärte die Ministerin in Berlin.

Weiter gestiegen ist derweil die Flüchtlings-Arbeitslosigkeit. Im Juli waren nach Angaben von BA-Vorstandsmitglied Detlef Scheele 141 000 geflüchtete Menschen bei den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Das seien 10 000 mehr als im Vormonat. "Die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge steigt derzeit monatlich in 10 000er-Schritten", sagte er. Für die kommenden Monate schließt die Bundesagentur allerdings eine stärkere Zunahme nicht aus, nachdem das Bundesamt für Migration inzwischen Fortschritte beim Abbau der Asylanträge mache.

Weitere 135 000 Asylbewerber absolvierten derzeit einen Sprach- und Integrationskurs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Und 32 000 würden in Förderkursen auf das Berufsleben in Deutschland vorbereitet. Beide Gruppen gelten damit offiziell nicht als arbeitslos, sondern werden in der sogenannten Unterbeschäftigungsstatistik geführt. Dort werden neben Arbeitslosen auch Jobsucher registriert, die von der Bundesagentur finanzierte Förder- oder Trainingskurse absolvieren.

Nach einer am Donnerstag vorgelegten BA-Analyse sind die arbeitslosen Flüchtlinge überwiegend jünger als 35 Jahre. Etwa drei Fünftel von ihnen kämen allenfalls für ein Hilfsarbeiter-Job in Frage, weil sie nicht ausreichend Deutsch sprechen, zu jung seien, um in ihrer Heimat einen Beruf erlernt zu haben, oder weil sie keine Berufsausbildung hätten. Für sie kämen vor allem Jobs bei Reinigungsfirmen, in Lagern oder bei Kurierdiensten, als Koch oder im Sekretariat in Frage.

Bisher könne der robuste deutsche Arbeitsmarkt die Job suchenden Flüchtlinge noch gut verkraften. Das liege auch an der wachsenden Zahl der Arbeitsplätze. So stieg nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes die Zahl der Erwerbstätigen im Juni saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 45 000 auf 43,67 Millionen - das sind 533 000 mehr als im Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte nach einer BA-Hochrechnung im Mai saisonbereinigt um 56 000 zu. Mit 31,42 Millionen Menschen lag die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 697 000 im Plus./kts/DP/stb

28.07.2016

Merkel: Freihandelsabkommen TTIP 'absolut richtig und wichtig'

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wirbt weiter für das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und Europa. Sie wies Kritik der deutschen Industrie über mangelnden Einsatz der Bundesregierung zurück. "Ich halte dieses Abkommen für absolut richtig und wichtig und im absoluten europäischen Interesse", sagte Merkel am Donnerstag auf der traditionellen Sommer-Pressekonferenz vor Hauptstadtjournalisten in Berlin.

Sie sei ein "bisschen verwundert" gewesen über die Kritik von Industrie-Präsident Ulrich Grillo, die Bundesregierung würde sich nicht ausreichend genug einsetzen. "Wir haben es jedenfalls im Europäischen Rat getan", sagte Merkel. Sie unterstütze EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Es gehe um europäische Interessen. Es gebe aber auch ein pazifisches Handelsabkommen.

"Ich kann nicht einsehen, warum ausgerechnet die beiden größten volkswirtschaftlichen Blöcke nicht Standards setzen sollten in der Welt, gerade wenn es um Verbraucherschutz, Umweltschutz und Ähnliches geht." Bei anderen Handelabkommen gehe es nur um Zollfragen und damit längst nicht um so viel Sicherheit für Arbeitnehmer. Über die Frage, ob das Abkommen "unseren Anforderungen" entspreche, werde dann entschieden, wenn die Verhandlungen beendet seien "oder zumindest zu einem Endpunkt geführt sind". Es sei normal, dass Kompromisse nicht schon drei Monate vor Ende der Verhandlungen erkennbar seien./sl/DP/stb

28.07.2016

Kündigung wegen zweiter Ehe: EU-Gerichtshof soll prüfen

ERFURT (dpa-AFX) - Der Streit um die Kündigung eines Chefarztes durch ein katholisches Krankenhaus in Düsseldorf wegen dessen zweiter Ehe soll den Europäischen Gerichtshof (EuGH) beschäftigen. Der Fall, bei dem es um den Gleichbehandlungsgrundsatz geht, werde den Richtern in Luxemburg vorgelegt, erklärte der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts (BAG) am Donnerstag in Erfurt. Kündigungsgrund für den 54 Jahre alten Chefarzt am katholischen St. Vinzenz-Krankenhaus in Düsseldorf war seine Wiederheirat nach einer Scheidung. Damit verstieß er aus Sicht seines Arbeitgebers gegen die katholische Glaubens- und Sittenlehre und gegen seine Loyalitätspflichten laut Arbeitsvertrag.

Die Bundesarbeitsrichter mussten sich bereits zum zweiten Mal mit dem Fall befassen, nachdem das Bundesverfassungsgericht ihr erstes Urteil von 2011 für unwirksam erklärte. Die Kirchen haben in Deutschland ein vom Grundgesetz verbrieftes Selbstbestimmungsrecht, das auch für ihre Rolle als Arbeitgeber von Hunderttausenden Angestellten gilt./ro/DP/stb

28.07.2016

ROUNDUP/Inflation steigt leicht: 0,4 Prozent im Juli

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Verbraucherpreise in Deutschland sind den dritten Monat in Folge leicht gestiegen. Vor allem höhere Mieten und Nahrungsmittelpreise trieben die Inflation im Juli binnen Jahresfrist auf 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Juni hatte die Rate noch bei 0,3 Prozent gelegen, im Mai bei 0,1 Prozent.

Preisdämpfend wirkte nach wie vor Energie, die deutlich günstiger war als ein Jahr zuvor. Allerdings schwächte sich dieser Effekt im Verlauf des Jahres etwas ab. Viele Volkswirte rechnen damit, dass die Inflation in den nächsten Monaten weiter zulegen wird. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

Für die Nettokaltmiete mussten Verbraucher den Berechnungen zufolge 1,1 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Nahrungsmittel verteuerten sich ebenfalls um 1,1 Prozent. Haushaltsenergie und Sprit waren hingegen 7 Prozent günstiger als vor Jahresfrist. Die niedrigen Energiepreise entlasten die Budgets der Verbraucher.

Der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet die Mini-Inflation hingegen Sorgen. Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur. Unternehmen und Verbraucher könnten Anschaffungen aufschieben, weil sie erwarten, dass es bald noch billiger wird. Die Notenbank strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Um die Inflation anzuheizen, flutet die EZB die Märkte mit billigem Geld./mar/DP/stb

28.07.2016

AKTIE IM FOKUS 2: Adidas-Aktien klettern von Rekord zu Rekord

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine erneute Anhebung der Jahresprognose hat die Rekordrally der Adidas-Aktien am Donnerstag zusätzlich befeuert. Die Papiere des Sportartikelherstellers stiegen an der Dax-Spitze um 2,53 Prozent auf 144,10 Euro, nachdem sie zuvor sogar bis auf 147,95 Euro geklettert waren und damit so teuer gewesen waren wie nie zuvor. Der deutsche Leitindex sank zugleich um 0,43 Prozent.

Zur starken Kursentwicklung trug auch bei, dass gleich mehrere Analysten ihr Kursziel für Adidas deutlich anhoben. So setzten es die Experten von Kepler Cheuvreux auf 161 Euro. Die Analysten von Evercore sehen es sogar bei 180 Euro. Die Commerzbank hob es auf 150 Euro an.

Adidas traut sich 2016 erstmals einen Jahresgewinn von einer Milliarde Euro zu. Damit stößt der Konkurrent von Nike , Puma und Under Armour in neue Dimensionen vor. Unter anderem gute Geschäfte rund um die Fußball-Europameisterschaft stimmen Europas größten Sportartikelhersteller optimistischer.

'STARKE MARKEN-DYNAMIK'

Der Konzern profitiere von einer starken Marken-Dynamik, die auch nicht wirklich nachlassen dürfte, kommentierte Jürgen Kolb von Kepler Cheuvreux. Modetrends legten nahe, dass ein lockerer Kleidungsstil noch eine Weile angesagt sein werde, was für das Geschäft mit Turnschuhen spreche.

Die Markterwartungen seien nun erneut zu konservativ und müssten hochgeschraubt werden, sagte ein Börsianer. Auch auf dem Rekordniveau sollte man besser keine Leerverkäufe wagen, warnte er. Mit Leerverkäufen setzen Anleger auf fallende Kurse. Ein anderer Marktteilnehmer bezeichnete die jüngsten Nachrichten der Herzogenauracher als "Knaller".

TRAUMHAFTE KURSENTWICKLUNG

Ein "Knaller" ist auch die Kursentwicklung der Adidas-Aktien seit gut einem Jahr. Kosteten sie Ende August 2015 gerade einmal etwas mehr als 62 Euro, beläuft sich der Kursgewinn seither auf mehr als 130 Prozent. Anleger, die erst seit Anfang 2016 in den Aktien investiert sind, kommen immerhin noch auf ein Kursplus von mehr als 60 Prozent. Adidas ist damit der mit Abstand stärkste Wert im Leitindex Dax./ajx/das/ck/he

28.07.2016

AKTIE IM FOKUS 2: Linde vergrätzt Börsianer mit vagem Ausblick

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein eher vager Geschäftsausblick hat die Anleger des Industriegase- und Anlagenherstellers Linde am Donnerstag beunruhigt. Die Aktie sackte als einer der schwächsten Werte im Dax um 1,60 Prozent auf 129,10 Euro ab. Der deutsche Leitindex gab zugleich um 0,43 Prozent nach.

Linde-Chef Wolfgang Büchele hatte die Jahresprognose zur Vorlage der Halbjahreszahlen unverändert gelassen - was eine weite Spanne bei Umsatz und operativem Ergebnis bedeutet. Zudem sprach er davon, dass die wirtschaftliche Entwicklung nach wie vor mit Herausforderungen behaftet sei.

UNSICHERHEIT IST AN DER BÖRSE GIFT

Der Ausblick sei nicht wirklich überzeugend und lasse die Investoren auf Distanz zum Unternehmen gehen, sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Der Fokus der Marktteilnehmer liege ganz klar auf den Geschäftszahlen der kommenden Quartale, da nicht wirklich klar sei, in welche Richtung sich die Konjunktur bewegen werde. "Unsicherheit ist bei Börsianern aber gerade mit Blick auf die kommenden Handelswochen nicht erwünscht", so Lipkow. Ausbleibende Käufer und ein insgesamt dünner Sommerhandel ließen die Kurse entsprechend durchsacken, ergänzte er.

Die jüngsten Zahlen von Linde für das zweite Quartal bezeichneten die Analysten hingegen als im Rahmen der Erwartungen. Auch wenn es gegenwärtig Herausforderungen gebe, bleibe der Konzern gut positioniert, um von der strukturell wachsenden Industriegase-Branche zu profitieren, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann von der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

AKTIENKURS OHNE ESPRIT

Nachdem die Linde-Aktien im vergangenen Jahr deutlich an Wert verloren hatten, sind sie im Verlauf des Jahres 2016 kaum vom Fleck gekommen. Der Kurs bewegte sich die meiste Zeit in einer Spanne zwischen 120 und 135 Euro./ajx/das/ck/he

28.07.2016

AKTIE IM FOKUS: Facebook dank sprudelnder Werbeeinnahmen wieder auf Rekordjagd

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien von Facebook haben am Donnerstag ihre Rekordjagd wieder aufgenommen. Weil die Werbeerlöse weiter sprudeln, zogen die Papiere des größten Online-Netzwerkes der Welt im frühen Handel um 3,33 Prozent auf 127,445 US-Dollar an. Bei 128,33 Dollar hatten die Anteilsscheine kurz zuvor den höchsten Stand seit dem Börsengang im Mai 2012 erreicht. Die kleine Delle infolge des Exit-Votums der Briten hatten sie schon wenige Tage später wieder wettgemacht.

Die Anleger sind weiterhin gut gelaunt, da bei Facebook kein Ende des Turbo-Wachstums in Sicht ist: Sprudelnde Werbeerlöse spülten dem Unternehmen im zweiten Quartal einen weiteren Milliardengewinn in die Kassen. Vor allem mit Anzeigen auf Smartphones verdient das Online-Netzwerk prächtig.

ANALYSTEN ZOLLEN LOB

Analysten zollten Facebook Lob: Das Unternehmen habe die Erwartungen in allen Belangen übertroffen, schrieb etwa Anthony DiClemente von Nomura. Das Wachstum der Werbeerlöse habe sich so stark beschleunigt, wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Aktuell sei Facebook genau richtig aufgestellt, um von den Trends in der digitalen Werbung zu profitieren und seinen Anteil am Kuchen zu vergrößern, ergänzte Analystin Heather Bellini von der US-Investmentbank Goldman Sachs. Das Kerngeschäft zeige weiter Stärke und auch neue Angebote wie die Foto-Plattform Instagram oder die Video-Dienste seien weitere Ertragsquellen - zumal die Zahl der aktiven Nutzer pro Monat zunehme.

BEREITS VIERTWERTVOLLSTES UNTERNEHMEN AN US-BÖRSEN

Die Facebook-Aktien eilen bereits seit Mitte 2013 von Rekord zu Rekord. Einige Monate nach dem Börsengang hatten noch Befürchtungen auf den Kurs gedrückt, dass das Online-Netzwerk mit seinen mobilen Angeboten nicht genug Werbeeinnahmen erwirtschaften kann. Doch diese Bedenken haben sich längst zerstreut, so dass Facebook aktuell das viertwertvollste Unternehmen der US-Börsen ist - hinter dem iPhone-Hersteller Apple , der Google-Mutter Alphabet und dem Softwarekonzern Microsoft ./la/edh/he

28.07.2016

AKTIE IM FOKUS: Adidas-Aktien klettern von Rekord zu Rekord

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine erneute Anhebung der Jahresprognose hat die Rekordrally der Adidas-Aktien am Donnerstag zusätzlich befeuert. Die Papiere des Sportartikelherstellers stiegen zuletzt an der Dax-Spitze um 4,06 Prozent auf 146,25 Euro, nachdem sie zuvor gar bis auf 147,95 Euro geklettert waren und damit so teuer waren wie nie zuvor. Der deutsche Leitindex trat indes auf der Stelle.

Zur starken Kursentwicklung trug auch bei, dass gleich mehrere Analysten ihr Kursziel für Adidas mitunter sehr deutlich anhoben. So setzten es die Experten von Kepler Cheuvreux auf 161 Euro. Die Analysten von Evercore sehen es sogar bei 180 Euro. Die Commerzbank hob es auf 150 Euro an.

Adidas traut sich 2016 erstmals einen Jahresgewinn von einer Milliarde Euro zu. Damit stößt der Konkurrent von Nike , Puma und Under Armour in neue Dimensionen vor. Unter anderem gute Geschäfte rund um die Fußball-Europameisterschaft stimmen Europas größten Sportartikelhersteller optimistischer.

'STARKE MARKEN-DYNAMIK'

Der Konzern profitiere von einer starken Marken-Dynamik, die auch nicht wirklich nachlassen dürfte, kommentierte Jürgen Kolb von Kepler Cheuvreux. Modetrends legten nahe, dass ein lockerer Kleidungsstil noch eine Weile angesagt sein werde, was für das Geschäft mit Turnschuhen spreche.

Die Markterwartungen seien nun erneut zu konservativ und müssten hochgeschraubt werden, sagte ein Börsianer. Auch auf dem Rekordniveau sollte man besser keine Leerverkäufe wagen, warnte er. Mit Leerverkäufen setzen Anleger auf fallende Kurse. Ein anderer Marktteilnehmer bezeichnete die jüngsten Nachrichten der Herzogenauracher als "Knaller".

TRAUMHAFTE KURSENTWICKLUNG

Ein "Knaller" ist auch die Kursentwicklung der Adidas-Aktien seit gut einem Jahr. Kosteten sie Ende August 2015 gerade einmal etwas mehr als 62 Euro, beläuft sich der Kursgewinn seither auf mehr als 130 Prozent. Anleger, die erst seit Anfang 2016 in den Aktien investiert sind, kommen immerhin noch auf ein Kursplus von mehr als 60 Prozent. Adidas ist damit der mit Abstand stärkste Wert im Leitindex Dax./ajx/das

28.07.2016

AKTIE IM FOKUS: Anleger stoßen Süss Microtec wegen mauem Ausblick ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre von Süss Microtec mussten am Donnerstag eine bittere Pille schlucken: Der Anlagenbauer dampfte seine Erwartungen an die Auftragslage im zweiten Halbjahr ein und rechnet daher im kommenden Jahr mit einem Umsatzrückgang.

Die Anleger bestraften dies mit einem Kursverlust von in der Spitze fast 11,5 Prozent. Der im bisherigen Jahresverlauf ohnehin hinterher hinkende TecDax-Wert gehört mit einem Rutsch von 26 Prozent nun zu den schwächsten Mitgliedern im Technologieindex.

Experten hielten sich allerdings mit allzu negativen Kommentaren zurück. Süss bleibe trotz des mauen Ausblicks auf dem richtigen Weg, konstatierte Analyst Tim Wunderlich von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Das Unternehmen plane wohl eher konservativ. Wunderlich sieht die kommunizierten Ziele für 2017 daher eher als Basis und bleibt selbst optimistischer.

Kollegin Victoria Kruchevska von der Investmentbank Equinet rechnet trotz erster Schwächesignale mit einer weiter starken Entwicklung. Die Ergebnisse des zweiten Halbjahrs sollten zumindest noch einmal deutlich anziehen./ag/das

28.07.2016

AKTIE IM FOKUS: Linde vergrätzt Börsianer mit vagem Ausblick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein eher vager Geschäftsausblick hat die Anleger des Industriegase- und Anlagenherstellers Linde am Donnerstag beunruhigt. Die Aktien sackten am späten Vormittag als Dax-Schlusslicht um 2,93 Prozent auf 127,35 Euro ab. Der deutsche Leitindex notierte gleichzeitig nahezu unverändert.

Linde-Chef Wolfgang Büchele hat die Jahresprognose zur Vorlage der Halbjahreszahlen unverändert gelassen - was eine weite Spanne bei Umsatz und operativem Ergebnis bedeutet. Zudem sprach er davon, dass die wirtschaftliche Entwicklung nach wie vor mit Herausforderungen behaftet sei.

UNSICHERHEIT IST AN DER BÖRSE GIFT

Der Ausblick sei nicht wirklich überzeugend und lasse die Investoren auf Distanz zum Unternehmen gehen, sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Der Fokus der Marktteilnehmer liege ganz klar auf den Geschäftszahlen der kommenden Quartale, da nicht wirklich klar sei, in welche Richtung sich die Konjunktur bewegen werde. "Unsicherheit ist bei Börsianern aber gerade mit Blick auf die kommenden Handelswochen nicht erwünscht", so Lipkow. Ausbleibende Käufer und ein insgesamt dünner Sommerhandel ließen die Kurse entsprechend durchsacken, ergänzte er.

Die jüngsten Zahlen von Linde für das zweite Quartal bezeichneten die Analysten hingegen als im Rahmen der Erwartungen. Auch wenn es gegenwärtig Herausforderungen gebe, bleibe der Konzern gut positioniert, um von der strukturell wachsenden Industriegase-Branche zu profitieren, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann von der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

AKTIENKURS OHNE ESPRIT

Nachdem die Linde-Aktien im vergangenen Jahr deutlich an Wert verloren hatten, sind sie im Verlauf des Jahres 2016 kaum vom Fleck gekommen. Der Kurs bewegte sich die meiste Zeit in einer Spanne zwischen 120 und 135 Euro./ajx/das

27.07.2016

AKTIE IM FOKUS 2: Apple sorgt mit Geschäftszahlen für große Erleichterung

(neu: Schlusskurse)

NEW YORK (dpa-AFX) - Ein glimpflich verlaufenes Quartel hat die zuletzt wenig erfolgsverwöhnten Apple-Anleger beruhigt. Analysten äußerten sich überwiegend positiv und einige hoben ihre Kursziele moderat an.

Am Mittwoch zogen die Aktien des iPhone-Herstellers an der Spitze des Dow Jones Industrial um 6,50 Prozent auf 102,95 US-Dollar an. Damit notierten die Papiere wieder auf dem Niveau von Ende April, als Apple die Investoren mit einem schwachen Umsatzausblick geschockt hatte.

Im vergangenen Geschäftsquartal hatte der Konzern im Jahresvergleich einen Umsatzrückgang von 15 Prozent verzeichnet. Unter anderem mit dem günstigeren iPhone SE im Angebot fiel der Smartphone-Umsatz sogar um 23 Prozent. Analysten hatten allerdings einen schlimmeren Einbruch erwartet.

IPHONE-NACHFRAGE BESSER ALS GEDACHT

Analyst Jeffrey Kvaal vom japanischen Analysehaus Nomura hob denn auch positiv hervor, dass die iPhone-Nachfrage im dritten Geschäftsquartal besser gewesen sei als erwartet. Die Lagerbestände in der Vertriebskette seien gesunken, was mit Blick auf das Absatzwachstum positiv sei.

Apple zufolge ist aktuell vor allem das Modell SE sehr populär. Bei diesem Gerät wurden große Teile der Technik der aktuellen iPhone-6-Modelle ins kleinere Gehäuse der 5er-Reihe gepresst.

DIENSTE-GESCHÄFT ZIEHT AN

Das Wachstum im Smartphone-Geschäft insgesamt kommt derzeit aus den Schwellen- und Entwicklungsländern. Dort sind allerdings günstige Geräte gefragt. So fiel der durchschnittliche Verkaufspreis eines iPhones im Jahresvergleich um 65 Dollar auf 595 Dollar. Im laufenden Quartal werde der Durchschnittspreis laut Finanzchef Luca Maestri aber wieder hochgehen.

Positiv vermerkten Experten ebenfalls, dass Apple den Umsatzrückgang im Geschäft mit Smartphones zum Teil durch das anziehende Dienste-Geschäft habe kompensieren können. Dazu gehören die Download-Plattformen für Apps, Filme und Musik sowie der neue Streaming-Dienst Apple Music, Service-Angebote wie der iCloud-Speicher sowie der Bezahldienst Apple Pay.

ANALYSTIN: APPLE DÜRFTE TALSOHLE HINTER SICH LASSEN

Insofern ist Analystin Simona Jankowski von der US-Investmentbank Goldman Sachs überzeugt, dass Apple nun die Talsohle hinter sich lassen dürfte. Das Wachstum und die Margen sollten wieder zulegen. Die Experten Toni Sacconaghi von Bernstein Research und Tavis McCourt von Raymond James lobten zudem, dass die Umsatzprognose von Apple für das vierte Geschäftsquartal die Markterwartung übertroffen habe.

Aktuell befindet sich das Apple-Geschäft im Wandel: Die lange verlässlichen Zugpferde iPhone und China lahmen - oder haben zumindest eine Verschnaufpause eingelegt. Vor diesem Hintergrund hat der Aktienkurs seit seinem Rekordhoch bei 134,54 Dollar im April 2015 kontinuierlich nachgegeben. Anfang Februar hatte sogar der Suchmaschinenbetreiber Alphabet Apple kurz als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelöst./la/he

27.07.2016

AKTIE IM FOKUS 2: BASF vergrault die Anleger - Aktie wieder mit Jahresminus

(neu: Schlusskurs)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Probleme im Öl- und Gasgeschäft haben den Anlegern von BASF die Stimmung vermiest. Die Aktie des Chemiekonzerns fiel am Mittwoch als zweitschwächster Dax-Wert um 1,94 Prozent auf 70,58 Euro und verzeichnet damit für dieses Jahr wieder eine negative Bilanz. Im frühen Handel waren die Titel sogar bis auf 69,38 Euro abgesackt.

Im zweiten Quartal war der Umsatz um 24 Prozent auf 14,48 Milliarden Euro und der Jahresüberschuss um 14 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro gesunken. Konzernchef Kurt Bock bestätigte dennoch den Ausblick für das Gesamtjahr.

EXPERTEN: JAHRESZIELE VON BASF IN GEFAHR

Ein Händler bezeichnete das Zahlenwerk als durchwachsen. Zudem zeigte er sich skeptisch hinsichtlich der Jahresziele und verwies darauf, dass selbst der Vorstandschef diese als anspruchsvoll bezeichnet habe.

Die bestätigten Jahresziele des Chemiekonzerns seien wegen der schwächelnden Sparten Agrochemie sowie Öl & Gas ambitioniert, ergänzte Analyst Markus Mayer von der Baader Bank. Zudem bleibe die Cashflow-Entwicklung der Ludwigshafener ein Grund zur Sorge. Er hielt deshalb an seiner Verkaufsempfehlung sowie am Kursziel von 55 Euro fest.

COMMERZBANK und LBBW: SPEZIALCHEMIKALIEN ÜBERRASCHEND GUT

Nach Aussage von Commerzbank-Analyst Lutz Grüten lagen die Resultate leicht unter seinen Schätzungen. Positiv überrascht hätten jedoch die Sparte Spezialchemikalien sowie das Geschäft mit Katalysatoren, Bauchemikalien, Lacken und Farben. Er bestätigte seine Kaufempfehlung ebenso wie LBBW-Experte Ulle Wörner, der auch die Geschäftsentwicklung im Segment Spezialchemikalien lobte. Beide Fachleute liegen auch beim Kursziel mit 80 beziehungsweise 78 Euro nahe beieinander.

BASF-Aktien hatten vor gut einem Jahr ein Rekordhoch bei 97,22 Euro erreicht. Dann aber gewannen sukzessive die Sorgen die Oberhand, zwischenzeitlich um Chinas Wirtschaft und zuletzt um die Folgen des Brexit. Im Februar war die Aktie bis auf 56,01 Euro abgesackt./edh/das/ck/he

27.07.2016

AKTIE IM FOKUS 2: Börsianer sorgen sich um Kapitalpolster der Deutschen Bank

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie der Deutschen Bank bleibt der Sorgenfall im Dax . Nach der Vorlage von Geschäftszahlen zum zweiten Quartal fiel das Papier des größten deutschen Geldhauses am Mittwoch um 3,15 Prozent auf 12,445 Euro und war damit der mit Abstand schwächste Wert im deutschen Leitindex. Dieser rückte am Mittwoch um 0,70 Prozent vor.

Bereits am Vortag hatte der Titel nach einem enttäuschend aufgenommenen Quartalsbericht der Commerzbank Verluste von mehr als 2 Prozent verzeichnet. Das Anfang Juli erreichte Rekordtief der Deutsche-Bank-Aktie liegt bei 11,215 Euro.

ANALYSTEN MONIEREN KERNKAPITALQUOTE

Die Kapitalausstattung bleibe das wichtigste Thema, sagte LBBW-Analyst Ingo Frommen. Er bemängelte, dass die harte Kernkapitalquote weiterhin unter den Anforderungen liege, die im Jahr 2019 voraussichtlich gelten würden.

Ähnlich argumentierte Commerzbank-Analyst Michael Dunst: Mit 10,8 Prozent liege die Quote für das harte Kernkapital leicht unter seiner Prognose von 10,9 Prozent. Zudem seien im zweiten Jahresviertel der Konzernüberschuss sowie die Vorsteuer-Ergebnisse sämtlicher Sparten mit Ausnahme der Postbank schwächer ausgefallen als von ihm erwartet.

KOSTENINTENSIVER UMBAU

Konzernchef John Cryan hatte das Jahr 2016 zum Übergangsjahr erklärt und mehrfach betont, er schließe nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro 2015 rote Zahlen für das laufende Jahr nicht aus. Im zweiten Quartal war den Frankfurtern ein Minigewinn von gerade noch 20 Millionen Euro verblieben. Neben Schwächen im Geschäft war auch der Radikalumbau ins Geld gegangen.

Cryan äußerte sich zwar zufrieden mit den Fortschritten bei der Neuausrichtung. Gleichwohl kündigte der Brite an, das Sparprogramm notfalls zu verschärfen. Auch davon ließen sich die Anleger am Mittwoch aber nicht besänftigen.

Die Deutsche-Bank-Aktie steht seit Jahresbeginn rund 45 Prozent tief im Minus und ist damit der schwächste Wert im Dax. Zuletzt war das Papier immer wieder ins Visier von Leerverkäufern geraten, die auf weiter fallende Kurse bei der Deutschen Bank setzen./ajx/das/ck/he

27.07.2016

AKTIE IM FOKUS: Apple sorgt mit Geschäftszahlen für große Erleichterung

NEW YORK (dpa-AFX) - Ein glimpflich verlaufenes Quartel hat die zuletzt wenig erfolgsverwöhnten Apple-Anleger beruhigt. Analysten äußerten sich überwiegend positiv und einige hoben ihre Kursziele moderat an.

Am Mittwoch zogen die Aktien des iPhone-Herstellers im frühen US-Handel an der Spitze des Dow Jones Industrial um 7,12 Prozent auf 103,5536 US-Dollar an. Damit notierten die Papiere wieder auf dem Niveau von Ende April, als Apple die Investoren mit einem schwachen Umsatzausblick geschockt hatte.

Im vergangenen Geschäftsquartal hatte der Konzern im Jahresvergleich einen Umsatzrückgang von 15 Prozent verzeichnet. Unter anderem mit dem günstigeren iPhone SE im Angebot fiel der Smartphone-Umsatz sogar um 23 Prozent. Analysten hatten allerdings einen schlimmeren Einbruch erwartet.

IPHONE-NACHFRAGE BESSER ALS GEDACHT

Analyst Jeffrey Kvaal vom japanischen Analysehaus Nomura hob denn auch positiv hervor, dass die iPhone-Nachfrage im dritten Geschäftsquartal besser gewesen sei als erwartet. Die Lagerbestände in der Vertriebskette seien gesunken, was mit Blick auf das Absatzwachstum positiv sei.

Apple zufolge ist aktuell vor allem das Modell SE sehr populär. Bei diesem Gerät wurden große Teile der Technik der aktuellen iPhone-6-Modelle ins kleinere Gehäuse der 5er-Reihe gepresst.

DIENSTE-GESCHÄFT ZIEHT AN

Das Wachstum im Smartphone-Geschäft insgesamt kommt derzeit aus den Schwellen- und Entwicklungsländern. Dort sind allerdings günstige Geräte gefragt. So fiel der durchschnittliche Verkaufspreis eines iPhones im Jahresvergleich um 65 Dollar auf 595 Dollar. Im laufenden Quartal werde der Durchschnittspreis laut Finanzchef Luca Maestri aber wieder hochgehen.

Positiv vermerkten Experten ebenfalls, dass Apple den Umsatzrückgang im Geschäft mit Smartphones zum Teil durch das anziehende Dienste-Geschäft habe kompensieren können. Dazu gehören die Download-Plattformen für Apps, Filme und Musik sowie der neue Streaming-Dienst Apple Music, Service-Angebote wie der iCloud-Speicher sowie der Bezahldienst Apple Pay.

ANALYSTIN: APPLE DÜRFTE TALSOHLE HINTER SICH LASSEN

Insofern ist Analystin Simona Jankowski von der US-Investmentbank Goldman Sachs überzeugt, dass Apple nun die Talsohle hinter sich lassen dürfte. Das Wachstum und die Margen sollten wieder zulegen. Die Experten Toni Sacconaghi von Bernstein Research und Tavis McCourt von Raymond James lobten zudem, dass die Umsatzprognose von Apple für das vierte Geschäftsquartal die Markterwartung übertroffen habe.

Aktuell befindet sich das Apple-Geschäft im Wandel: Die lange verlässlichen Zugpferde iPhone und China lahmen - oder haben zumindest eine Verschnaufpause eingelegt. Vor diesem Hintergrund hat der Aktienkurs seit seinem Rekordhoch bei 134,54 Dollar im April 2015 kontinuierlich nachgegeben. Anfang Februar hatte sogar der Suchmaschinenbetreiber Alphabet Apple kurz als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelöst./la/ck/he

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser