dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

23.09.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 23.09.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 23.09.2014

ALLIANZ SE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Allianz SE auf "Overweight" mit einem Kursziel von 152 Euro belassen. Ein starker Cashflow und solide Trends im Nicht-Lebensversicherungsgeschäft stützten seinen Optimismus für einen starken Dividendenanstieg, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie vom Dienstag. Er kalkuliert mit einer Dividende von insgesamt 8 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2014.

ALLIANZ SE

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Allianz SE dank einer Besserung bei der Tochter Pimco und positiven Währungseffekten von 142 auf 155 Euro angehoben. Die Einstufung bleibe auf "Buy", schrieb Analyst William Elderkin in einer Branchenstudie vom Dienstag.

ARCELORMITTAL

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für ArcelorMittal von 13 auf 16 Euro angehoben und die Aktie auf "Overweight" belassen. Analyst Alessandro Abate bleibt in einer Branchenstudie zu europäischen Stahlwerten vom Dienstag optimistisch, dass der Konzern seine Margen trotz fallender Eisenerzpreise weiter steigern kann. Das Kursziel hob er auf der Grundlage seiner Schätzung für das operative Ergebnis (Ebitda) im kommenden Jahr an.

AXA

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Axa wegen erhöhter Prognosen von 22,60 auf 23,40 Euro angehoben. Die Einstufung bleibe auf "Buy", schrieb Analyst William Elderkin in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte erhöhte seine Gewinnerwartungen für das laufende und die kommenden Jahre.

BMW

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat BMW von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 105 auf 93 Euro gesenkt. Analyst Philippe Houchois rät den europäischen Autosektor in einer Branchenstudie vom Dienstag angesichts seiner Bewertung und der nachlassenden Gewinndynamik weiter unterzugewichten. Letzteres sei auch der Grund für die Abstufung des Münchner Premiumherstellers.

COMMERZBANK AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Commerzbank nach einer Investorenkonferenz auf "Sell" mit einem Kursziel von 7,30 Euro belassen. Er beurteile die Bank aus drei Gründen kritisch, schrieb Analyst Nick Anderson in einer Studie vom Dienstag. Zum einem bleibe das Ertragswachstum im risikoarmen Geschäft mager. Zudem nehme das Risiko insgesamt wieder zu und die Kapitalsituation sei nach wie vor ein Problem.

CONTINENTAL AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Continental angesichts zurückhaltender Aussagen des Michelin-Finanzchefs zum Absatzziel 2014 auf "Hold" mit einem Kursziel von 190 Euro belassen. Der Markt rechne bereits mit einem leichten Umsatzrückgang bei den Franzosen, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Dienstag. Er sieht die Aussagen des Michelin-CFOs Marc Henry dennoch leicht negativ für Conti. Die geografische Aufstellung der Hannoveraner im Reifengeschäft sei etwas ungünstiger. Es bleibe abzuwarten, ob ein schwächerer Absatz in Europa negative Folgen auf die Preise haben werde.

CROPENERGIES AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Cropenenergies von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert von 5,90 auf 4,90 Euro gesenkt. Die Südzucker-Tochter leide unter niedrigen Ethanolpreisen, schrieb Analyst Heinz Müller in einer Studie vom Montag. Wegen des Überangebots bei Bioethanol und des stagnierenden Benzinverbrauchs dürfte der Preisdruck im laufenden Geschäftsjahr bei Bioethanol andauern.

DEUTSCHE ANNINGTON

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Deutsche Annington nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 27 Euro belassen. Der deutsche Immobilienmarkt sei weiter intakt und liefere eine gute Plattform für das Wachstum, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Dienstag. Die Deutsche Annington sei wegen ihrer großen deutschlandweiten Präsenz in einer starken Position.

DEUTSCHE BOERSE AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Deutsche Börse nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 54 Euro belassen. Dank seiner breiten Aufstellung sei der Börsenbetreiber gut positioniert, schrieb Analyst Martin Price in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Nicht zuletzt deshalb kommt die Deusche Börse besser als die Wettbewerber durch das derzeit schwierige Umfeld mit niedrigen Zinsen und geringer Volatilität.

DEUTSCHE WOHNEN AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Deutsche Wohnen nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 20,50 Euro belassen. Die Lage am deutschen Immobilienmarkt bleibe weiter günstig, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Dienstag. Zudem hob er die sehr günstige Portfolio-Struktur von Deutsche Wohnen hervor.

DIC ASSET AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Dic Asset nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 8,50 Euro belassen. Das Immobilienunternehmen stehe zu seinem strategischen Fahrplan für 2016, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Dienstag. Positiv sei, dass der Unternehmenschef keinen Bedarf für eine Kapitalerhöhung sehe, um das Schuldenabbau-Ziel zu erreichen.

DMG MORI SEIKI

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für DMG Mori Seiki auf "Buy" mit einem Kursziel von 30,50 Euro belassen. Die Auftragslage des Werkzeugmaschinenherstellers habe sich dank der Herbstmessen stark verbessert, schrieb Analyst Henning Breiter in einer Studie vom Dienstag. Das Wachstumspotenzial sei im Kurs noch nicht eingepreist.

DRAEGERWERK

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Drägerwerk nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. Der Medizinzulieferer sei gut aufgestellt und solide im Markt positioniert, schrieb Analyst Scott B ardo in einer Studie vom Dienstag. Bisher könne das Unternehmen aber sein Potenzial noch nicht voll ausnutzen. Genau das sei eine Chance für Kursgewinne.

DÜRR

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Dürr nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 71 Euro belassen. Der Zulieferer für die Autoindustrie dürfte weiter von den hohen Investitionen der großen Autohersteller profitieren, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer Studie vom Dienstag.

ELRINGKLINGER AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für ElringKlinger nach einer Investorenkonferenz auf "Hold" mit einem Kursziel von 27,50 Euro belassen. Der Autozulieferer sei gut positioniert und es gebe viele Wachstumsmöglichkeiten, schrieb Analyst Henning Cosman in einer Studie vom Dienstag. Kurzfristig sieht der Experte aber keine Kurstreiber.

ENEL

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Enel auf "Overweight" mit einem Kursziel von 4,60 Euro belassen. Der italienische Versorger habe trotz aller Risiken Spielraum für Gewinnverbesserungen, schrieb Analystin Anna Maria Scaglia in einer Studie vom Dienstag.

GDF SUEZ

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat GDF Suez von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 21,50 auf 20,50 Euro gesenkt. Analyst Andrew Steele rechnet in einer Studie vom Dienstag mit steigenden Strompreisen. Der französische Versorger würde davon jedoch weit weniger profitieren als einige Wettbewerber. Die Aktien hält er zudem bereits für fair bewertet.

GENERALI SPA

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Generali wegen reduzierter Prognosen von 18,30 auf 17,80 Euro gesenkt. Die Einstufung bleibe "Neutral", schrieb Analyst William Elderkin in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte senkte seine Gewinnerwartungen für dieses und die kommenden Jahre. Die Sparziele seien nicht so ambitioniert wie erhofft.

HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Heidelberger Druck angesichts der höheren Anzahl ausstehender Aktien nach Abschluss der Gallus-Übernahme von 3,30 auf 3,10 Euro gesenkt. Die Einstufung beließ Analyst Adrian Rott in einer Studie vom Dienstag aber auf "Buy". Vorstandschef Gerold Linzbach habe in einem Interview in der "Welt am Sonntag" seinen Eindruck bestätigt, dass das Erholungspotenzial des Konzerns immer noch unterschätzt wird.

INDUS HOLDING AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Indus Holding mit "Buy" und einem Kursziel von 44,40 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die auf mittelständische Unternehmen fokussierte Beteiligungsgesellschaft könne eine starke Erfolgsbilanz vorweisen, schrieb Analyst Eggert Kuls in einer Studie vom Dienstagabend. Die starke Kursentwicklung der vergangenen 20 Monate reflektiere die zunehmend positive Marktwahrnehmung der Papiere unter dem neuen Management. Indus hänge nicht von Erträgen aus Beteiligungsverkäufen ab und agiere in stabilen, margenstarken Nischen. Das rechtfertige eine im Vergleich zu den Aktien ähnlicher Unternehmen höhere Bewertung.

KION

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Kion nach einer Investorenkonferenz auf "Hold" mit einem Kursziel von 31 Euro belassen. Der Gabelstapler-Hersteller habe bei der Präsentation vor allem auf die stark anziehende Nachfrage in Europa abgezielt, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer Studie vom Dienstag. Dies dürfte aber vor allem dem Konkurrenten Jungheinrich helfen, der hier eine größere Präsenz habe. Bei Kion gebe es keine kurzfristigen Kurstreiber.

KTG AGRAR

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für KTG Agrar <7KT.ETR> anlässlich der Kapitalerhöhung einer Tochter auf "Buy" mit einem Kursziel von 23 Euro belassen. Die Maßnahme dürfte die Eigenkapitalquote von KTG Energie wieder in den zweistelligen Bereich bringen, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Dienstag. Hier rücke nach Erreichen der Kapazitätsgrenzen die Bilanzoptimierung wieder in den Fokus. Schäfer bevorzugt jedoch die Aktien der Muttergesellschaft.

KUKA AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Kuka von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel auf 50 Euro belassen. Das Aufwärtspotenzial für die Papiere des Roboterherstellers sei nur noch begrenzt, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Studie vom Dienstag. Kurzfristig sei nicht mit neuen Impulsen zu rechnen.

LANXESS AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Lanxess auf "Buy" mit einem Kursziel von 61 Euro belassen. Dem seit April amtierenden Vorstandschef Matthias Zachert sei es gelungen, innerhalb kürzester Zeit ein Sparprogramm für den Chemiekonzern aufzulegen, schrieb Analyst Jaideep Pandya in einer Studie vom Dienstag. Die Einzelheiten dazu sollen am 6. November vorgestellt werden.

LPKF LASER

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Aktien von LPKF Laser auf ihre "Small cap Alpha-Liste" gesetzt. Die Einstufung beließ Analyst Heiko Feber in einer Studie vom Dienstag auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 17 Euro. Die Aktie dürfte von guten Zahlen für das dritte Quartal sowie von einem stärkeren Fokus der Investoren auf das sich wieder beschleunigende Wachstum im kommenden Jahr profitieren.

MERCK KGAA

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Merck KGaA anlässlich der Übernahme von Sigma-Aldrich auf "Halten" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern nehme damit eine führende Position im Life-Science-Geschäft ein, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Dienstag. Zudem werde die Präsenz in Nordamerika und Asien gestärkt. Deshalb sowie wegen zu erwartender Synergien sei der ambitionierte Kaufpreis gerechtfertigt.

MERCK KGAA

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Merck KGaA auf "Hold" mit einem Kursziel von 66 Euro belassen. Die Übernahme von Sigma-Aldrich stärke den Life-Science-Bereich, schrieb Analyst Ulrich Huwald in einer Studie vom Dienstag. Angesichts der Profitabilität des US-Unternehmens könnte dieses das Ergebnis je Aktie bereits 2016 um bis zu zehn Prozent anschieben. Der Experte kündigte eine Überprüfung seiner Schätzungen und seines Kursziels an.

MERCK KGAA

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Merck KGaA anlässlich der Übernahme von Sigma-Aldrich auf "Hold" mit einem Kursziel von 66 Euro belassen. Der Zukauf sei sinnvoll, aber teuer, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Dienstag. Damit werde Merck Millipore zur weltweiten Nummer zwei unter den Laborausrüstern.

MERCK KGAA

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Merck KGaA anlässlich der Übernahme von Sigma-Aldrich auf "Hold" mit einem Kursziel von 72 Euro belassen. Für die Life-Science-Sparte Millipore sei der US-Zukauf bahnbrechend, schrieb Analyst Alistair Campbell in einer Studie vom Dienstag. Beide belieferten vergleichbare Kunden auf ähnlichen Vertriebswegen. Gemeinsam werde man zu einem der Marktführer. Dank der Finanzierung über Fremd- und Eigenkapital wirke der Schritt deutlich wertsteigernd.

MERCK KGAA

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Merck KGaA anlässlich der Übernahme von Sigma-Aldrich von 79 auf 85 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Preis für den Hersteller von Forschungsmaterialien sei zwar hoch, schrieb Analyst Gunnar Romer in einer Studie vom Dienstag. Die Finanzierung sei aber wegen der Kombination aus Barmitteln und Schulden günstig. Zudem dürfte Sigma-Aldrich nach Abschluss der Übernahme sofort wertsteigend für den Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern sein. Das US-Unternehmen passe hervorragend zu Merck.

MERCK KGAA

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Merck KGaA anlässlich der Übernahme von Sigma-Aldrich von "Accumulate" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel auf 66,50 Euro belassen. Dieser Schritt erscheine wertneutral für den Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern, schrieb Analystin Marietta Miemietz in einer Studie vom Dienstag. Die Abstufung erfolge wegen des erreichten Kursziels.

MERCK KGAA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Merck KGaA anlässlich der Übernahme von Sigma-Aldrich auf "Neutral" mit einem Kursziel von 65 Euro belassen. Der Zukauf sei angesichts des hohen Synergiepotenzials strategisch sinnvoll, schrieb Analyst David Evans in einer Studie vom Dienstag. Er kalkuliert mit einem Schub von bis zu achtzehn Prozent für das Ergebnis je Aktie des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns.

MERCK KGAA

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Merck KGaA von 73 auf 85 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Mit der geplanten Übernahme von Sigma-Aldrich stärke der Dax-Konzern sein attraktives Life-Science-Geschäft, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Montag. Der Zukauf würde sich sofort positiv auf das Ergebnis wirken und die Margen verbessern.

NEMETSCHEK AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Nemetschek nach einer Investorenkonerenz auf "Hold" mit einem Kursziel von 71,50 Euro belassen. Die Aktie biete nach einem Anstieg von 77 Prozent in den vergangnen zwölf Monaten trotz der guten Unternehmensaussichten kaum mehr Luft nach oben, schrieb Analyst Daud Khan in einer Studie vom Dienstag. Er geht davon aus, dass der Anbieter von Software für die Bauindustrie weiterhin nahezu zweistellig wachsen werde.

NORMA GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Norma Group nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 44 Euro belassen. Der jüngste Kursrutsch biete eine gute Gelegenheit zum Einstieg in die Aktie des Industrie- und Autozulieferers, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer Studie vom Dienstag. Die aktuelle Bewertung scheint angesichts der guten Marge nicht angemessen.

PATRIZIA IMMOBILIEN

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Patrizia Immobilien nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 11 Euro belassen. Das Management sehe eine hohe Nachfrage von Pensionsfonds und Versicherern nach indirekten Immobilienanlagen, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Dienstag. Patrizia sei der Marktführer in Deutschland mit einem Anlagevolumen von 14 Milliarden Euro. Das bestätigte Dividendenziel für 2014 zeige, dass das avisierte Wachstum nicht über eine Kapitalerhöhung finanziert werde.

PATRIZIA IMMOBILIEN

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Patrizia Immobilien nach Erreichen des Kursziels von 10 Euro von "Accumulate" auf "Hold" abgestuft. Analyst Philipp Häßler hält das Immobilienunternehmen in einer Studie vom Dienstag weiter für interessant. Die Aktien seien jedoch jetzt fair bewertet.

PHILIPS ELECTRONICS NV

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Philips Electronics nach der angekündigten Abspaltung der Lichtsparte von 24,50 auf 25,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Reorganisation des Elektronikkonzerns dürfte Kostensenkungen ermöglichen, schrieb Analyst Clive Roberts in einer Studie vom Dienstag. Er reduzierte seine Gewinnerwartungen für 2014 zwar leicht, hob sie aber für 2015 deutlich an.

RENAULT SA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Renault von 85 auf 80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Philippe Houchois rät den europäischen Autosektor in einer Branchenstudie vom Dienstag angesichts seiner Bewertung und der nachlassenden Gewinndynamik weiter unterzugewichten. Selektives Vorgehen sei geboten, und dabei stächen die Franzosen besonders positiv heraus.

RIB SOFTWARE AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Rib Software nach einem Vertragsabschluss in den USA auf "Buy" mit einem Kursziel von 17 Euro belassen. Dies sei bereits der elfte Vertrag von geplanten vierzehn, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Dienstag. Der Softwarespezialist für die Bauindustrie halte seine hohe Wachstumsdynamik. Die Jahresziele erschienen nun konservativ.

RWE AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat RWE von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 33,20 auf 37,10 Euro angehoben. Der Essener Versorger profitiere am stärksten vom Kapazitätsmarkt in Großbritannien, schrieb Analyst Peter Bisztyga in einer Studie vom Dienstag. Klarheit über den Umfang erwartet der Experte noch in dieser Woche. Die RWE-Aktien seien zudem attraktiv bewertet.

SAF HOLLAND

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für SAF Holland auf "Buy" mit einem Kursziel von 15 Euro belassen. Der Auftragseingang aus den USA bleibe für den Lkw-Zulieferer stark, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Dienstag. Er rechnet für die Kapitalmarktveranstaltung auf der IAA Hannover mit Optimismus.

SALZGITTER AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Salzgitter AG auf "Overweight" mit einem Kursziel von 38,50 Euro belassen. Die Papiere seien ein Value-Wert, schrieb Analyst Alessandro Abate in einer Branchenstudie zu europäischen Stahlkonzernen vom Dienstag. Zudem stützten Margensteigerungen angesichts erster Anzeichen einer Erholung im spätzyklischen Geschäft und fallender Eisenerzpreise.

SARTORIUS VORZUEGE

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Sartorius nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 105 Euro belassen. Der Unternehmenschef des Laborausrüsters habe einen recht optimistischen Eindruck vermittelt, schrieb Analyst Scott Bardo in einer Studie vom Dienstag. Die Übernahme von Sigma-Aldrich durch Merck KGaA zeige den hohen Wert einer defensiven Wachstumsaktie wie Sartorius.

SIEMENS AG

HANNOVER - Die NordLB hat Siemens nach der geplanten Übernahme von Dresser-Rand auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 112 Euro belassen. Zusammen mit dem Kauf des Turbinen- und Kompressorengeschäfts von Rolls-Royce, der bereits im Mai bekannt gegeben wurde, verfolge der Industriekonzern seine Geschäftsstrategie konsequent, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Dienstag. Der Kaufpreis für den US-Kompressorenhersteller sei zwar hoch, dürfte sich aber langfristig durch gute Wachstumspotentiale, Synergieeffekte und gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit auszahlen. Donie rechnet nach der seines Erachtens nun erfolgten Komplettierung des Geschäftsfeldes Öl und Gas mit weiteren Zu- und Verkäufen in anderen Bereichen.

SIEMENS AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Siemens nach der Analystenkonferenz zur Übernahme von Dresser-Rand auf "Hold" mit einem Kursziel von 96 Euro belassen. Der Zukauf erscheine trotz aller positiven Aspekte weiterhin teuer, schrieb Analyst Robert Schramm in einer Studie vom Dienstag.

SIEMENS AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Siemens anlässlich der Übernahme von Dresser-Rand und der Trennung von BSH auf "Overweight" belassen. Der deutsche Industriekonzern stärke sein Kerngeschäft, schrieb Analyst Andreas Willi in einer Studie vom Dienstag. Er geht nicht davon aus, dass die Aktienrückkäufe gestoppt werden müssen.

SIEMENS AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat Siemens von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft und das Kursziel von 110 auf 100 Euro gesenkt. Seine Empfehlung habe auf einer schlaueren Kapitalverwendung und einer disziplinierteren Unternehmensführung basiert, schrieb Analyst Chris Stevens in einer Studie vom Dienstag. Seit der neue Vorstandschef im Amt ist, habe er zwei Zukäufe in Milliardenhöhe in Gang gebracht, die jeweils die selbst gesteckten Renditevoraussetzungen nicht erfüllten, so der Experte. Er senkte zudem aufgrund des Margendrucks im Energiesegment, geringeren Wachstums im Gesundheitsgeschäft in China und des BSH-Verkaufs seine Ergebnisprognosen.

STRATEC BIOMEDICAL SYSTEMS AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Stratec nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Vorstandschef Markus Wolfinger habe bei seiner Präsentation einen guten Eindruck hinterlassen, schrieb Analyst Scott Bardo in einer Studie vom Dienstag. Die Wachstumsaussichten des Biotech-Zulieferers seien gut.

SÜSS MICROTEC

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Süss Microtec nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Der Finanzvorstand des Halbleiterzulieferers habe eine Geschäftserholung bestätigt, schrieb Analystin Tammy Qiu in einer Studie vom Dienstag. Allerdings dürfte die Nachfrage nicht das Niveau des Zyklushochs von 2010/11 erreichen.

THYSSENKRUPP AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf "Overweight" mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Die Papiere blieben auf mittlere Sicht erste Wahl, schrieb Analyst Alessandro Abate in einer Branchenstudie zu europäischen Stahlwerten vom Dienstag.

TOM TAILOR

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Tom Tailor nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 16,50 Euro belassen. Der Finanzvorstand habe einen positiven hinterlassen, schrieb Analystin Anna Patrice in einer Studie vom Dienstag. Das Modeunternehmen habe die Ziele für das laufende Geschäftsjahr bestätigt, die in Höhe der Markterwartungen lägen.

TOTAL SA

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Total SA nach einem Investorentag auf "Overweight" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Der Ölkonzern habe erwartungsgemäß die Ziele etwas zurückgeschraubt, schrieb Analyst Martijn Rats in einer Studie vom Dienstag. Angesichts der guten Dividendenaussichten und des Fokus auf Ergebnisverbesserungen bleibe die Einstufung aber positiv.

TOTAL SA

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Total SA nach dem Investorentag auf "Overweight" belassen. Der Ölkonzern habe erwartungsgemäß die Ziele für Förderung und freien Cashflow etwas gesenkt, schrieb Analyst Nitin Sharma in einer Studie vom Dienstag. Total schraube zudem Investitionen zurück und beweise weiter Kapitaldisziplin. Insgesamt seien größere Überraschungen ausgeblieben, weshalb er bei seiner positiven Einschätzung bleibe.

TOTAL SA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Total SA nach einer Kapitalmarktveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Der Ölkonzern konzentriere sich auf die Förderung, schrieb Analyst Jon Rigby in einer Studie vom Dienstag. Die Ziele für die Weiterverarbeitung seien unverändert. Die Aktie biete eine hohe Dividendenrendite, gesichert durch den freien Cashflow.

UNITED INTERNET AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat United Internet von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 20,40 auf 40,00 Euro angehoben. Die erfolgreiche Strategie im Breitband- und Mobilfunkgeschäft, Synergien durch die Versatel-Übernahme sowie weitere Marktbereinigungsoptionen im Telekomsektor überlagerten Risiken im Anwendungsgeschäft, schrieb Analyst Tim Boddy in einer Studie vom Dienstag. Nach der überdurchschnittlichen Kursentwicklung seien die Aktien aber nahezu fair bewertet.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Volkswagen von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 190 auf 210 Euro angehoben. Analyst Philippe Houchois rät den europäischen Autosektor in einer Branchenstudie vom Dienstag angesichts seiner Bewertung und der nachlassenden Gewinndynamik weiter unterzugewichten. Selektives Vorgehen sei geboten. Die Wolfsburger hätten die Chance, durch ihre Restrukturierung einen jahrelangen Abschwung der Eigenkapitalrendite zu stoppen.

/he

23.09.2014

US-Anleihen steigen moderat

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Dienstag moderat zugelegt. US-Konjunkturdaten lieferten nur wenig Impulse. Die Stimmung in der Industrie hatte auf hohem Niveau stagniert, während die Hauspreise, gemessen am FHFA-Hauspreisindex, weniger als erwartet gestiegen waren.

Zweijährige Anleihen stiegen um 1/32 auf 99 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,53 Prozent. Fünfjährige Anleihen kletterten um 3/32 Punkte auf 99 12/32 Punkte nach oben. Ihre Rendite betrug 1,76 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere gewannen 8/32 Punkte auf 98 19/32 Punkte. Die Rendite lag bei 2,54 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen um 23/32 Punkte auf 97 19/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,25 Prozent./mis/he

23.09.2014

Devisen: Euro gibt Gewinne im US-Handel teilweise ab

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag im New Yorker Handel einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2857 US-Dollar. Gegen Mittag mitteleuropäischer Zeit war sie kurz über die Marke von 1,29 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2892 (Montag: 1,2845) Dollar festgesetzt.

In den USA hatte der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Industrie auf hohem Niveau stagniert, während die Häuserpreise weniger als erwartet gestiegen waren. In der Eurozone deuten Stimmungsdaten derweil nach wie vor auf ein allenfalls moderates Wachstum hin. Der Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage unter ranghohen Unternehmensvertretern, war im September auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen. Sowohl in der Industrie als auch unter Dienstleistern hatte sich die Lage eingetrübt. "Unsere Umfrage zeigt, dass die Eurozone weiter in der Krise steckt", kommentierte Chris Williamson, Chefökonom von Markit./mis/he

23.09.2014

Umsätze an Terminbörse Eurex gestiegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Dienstag gestiegen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 652 402 (Montag: 615 577) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 273 375 (325 569), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 379 027 (290 008). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,72 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Deutsche Telekom (30 544/35 835), Daimler (14 379/25 103) und Nokia (12 028/19 335)./DP/he

23.09.2014

IPO/ROUNDUP: Rocket Internet folgt Zalando an der Börse - Erstnotiz am 9. 10.

BERLIN (dpa-AFX) - Kurz nach dem Online-Händler Zalando will im Oktober auch die Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet an die Börse gehen. Der Start ist am 9. Oktober geplant, wie das Unternehmen am Dienstag bekanntgab. Die Preisspanne für die Aktien wurde auf 35,50 Euro bis 42,50 Euro festgelegt. Damit folgt Rocket dicht auf den Modehändler Zalando, der am 1. Oktober an die Börse geht.

Hauptanteilseigner von Rocket Internet sind die Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer, die auch gut 16 Prozent an Zalando halten. Die bestehenden Anteilseigner wollen bei dem Börsengang keine Anteile verkaufen, es sollen nur neue Aktien platziert werden. Die Papiere sollen ab Mittwoch Investoren angeboten werden.

EINNAHMEN FÜR ENTWICKLUNG WEITERER UND BESTEHENDER FIRMEN

Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen in die Entwicklung neuer und bestehender Internet-Firmen unter dem Rocket-Dach fließen. "Wir sind überzeugt, dass Rocket eine einmalige Chance hat, am Wachstum des Internethandels in Schwellenländern teilzuhaben", erklärte Vorstandschef Oliver Samwer. Der Börsengang sei ein "bedeutender Meilenstein" für das Unternehmen.

Rocket Internet war 2007 gegründet worden und bringt hauptsächlich Internet-Startups auf den Weg. Rocket Internet hat die Startup-Produktion wie am Fließband organisiert. Eine Geschäftsidee wird schnell umgesetzt und in verschiedenen Ländern an den Start gebracht. Aktuell sind unter dem Rocket-Dach über 50 Firmen in verschiedenen Weltregionen aktiv. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Online-Handel.

MARKTKAPITALISIERUNG MEHR ALS 6 MILLIARDEN EURO

Das Gesamtvolumen der Platzierung soll bei 1,477 Milliarden Euro liegen - zum Mittelwert der Preisspanne. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, netto etwa 750 Millionen Euro einzunehmen. Mehrere Investoren hätten sich bereits verpflichtet, Aktien zum Angebotspreis von 582,5 Millionen Euro zu erwerben, hieß es.

Das Unternehmen erwartet eine Marktkapitalisierung zum Mittelwert der Preisspanne von rund 6,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Bei Zalando wird mit einem Wert von bis zu 5,6 Milliarden Euro gerechnet. Die Lufthansa als Dax -Konzern kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 5,85 Milliarden Euro.

ZALANDO

Der Online-Modehändler Zalando hatte Mitte September angekündigt, bei seinem Börsengang bis zu 633 Millionen Euro einnehmen zu wollen. Die Preisspanne für die Aktien liegt bei 18 bis 22,50 Euro.

In der Internet-Branche wären die Börsengänge von Zalando und dann Rocket Internet - abgesehen von einigen Telekommunikations-Unternehmen - in Deutschland die größte Erstnotiz seit den Zeiten der "New Economy" um die Jahrtausendwende./hoe/DP/he

23.09.2014

Alibaba-Gründer: Brauchen keine heimliche Regierungshilfe

NEW YORK (dpa-AFX) - Kurz nachdem sein Unternehmen den größten Börsengang aller Zeiten gestemmt hat, ist Alibaba-Gründer Jack Ma mit seinen Kritikern ins Gericht gegangen. Sein Konzern verdanke den großen Erfolg keineswegs heimlicher Unterstützung der chinesischen Regierung, sagte Ma am Dienstag bei einer Konferenz der Clinton-Stiftung in New York. "Wenn wir erfolgreich sein können, können 80 Prozent der jungen Leute in China es auch sein".

Analysten kritisieren immer wieder, dass Alibaba zu eng mit dem chinesischen Machtapparat verbandelt sei und eine intransparente Konzernstruktur habe. Aktionäre ließen sich beim Mega-Aktiendebüt an der New Yorker Börse am vergangenen Freitag aber ohnehin nicht von diesen Einwänden abschrecken. Alibaba konnte sich über riesige Nachfrage freuen und insgesamt 25 Milliarden Dollar (19,4 Mrd Euro) bei Investoren einsammeln - mehr als jemals ein Unternehmen zuvor./hbr/DP/he

23.09.2014

IPO: Rocket Internet geht am 9. Oktober an die Börse

BERLIN (dpa-AFX) - Die Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet will am 9. Oktober an die Börse gehen. Die Preisspanne für die Aktien wurde auf 35,50 Euro bis 42,50 Euro je Aktie festgelegt, wie das Unternehmen am Dienstag bekanntgab. Die Papiere sollen ab Mittwoch Investoren angeboten werden. Damit folgt Rocket dicht auf den Modehändler Zalando, der am 1. Oktober an die Börse geht. Rocket Internet gehört den Brüdern Oliver, Marc und Alexander Samwer, die auch gut 16 Prozent an Zalando halten. Rocket Internet baut Internet-Unternehmen in verschiedenen Ländern auf, ein Schwerpunkt liegt auf dem Online-Handel./hoe/DP/he

23.09.2014

Aeroflot lässt Ausländer als Piloten zu - Deutscher erster Kapitän

MOSKAU (dpa-AFX) - Inmitten wirtschaftlicher Spannungen mit dem Westen hat die staatliche russische Fluglinie Aeroflot erstmals Ausländer als Piloten zugelassen, darunter auch Deutsche. Aeroflotchef Witali Sawelew begrüßte am Dienstag Flugkapitän Klaus Dieter Rohlfs als ersten Ausländer, wie das Unternehmen in Moskau mitteilte. Zwei weitere Piloten - aus Tschechien und Deutschland - würden in den nächsten Tagen ihre Arbeit aufnehmen. "Das ist ein historischer Tage", sagte Sawelew. Es sei das erste Mal in der Geschichte Russlands, dass Ausländer bei Aeroflot Maschinen fliegen dürften.

Die Regierung hatte ein entsprechendes Gesetz erlassen, um den Mangel an Piloten zu beenden. Aerflot war zuletzt auch von den Sanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt betroffen: Die Billiglinie Dobroljot stellte unter dem Druck der Strafmaßnahmen den Betrieb ein.

Rohlfs sagte einer Mitteilung zufolge, dass er mit seinem Dienstort Moskau glücklich und nicht weit - etwa zweieinhalb Stunden - von Deutschland und seiner Familie entfernt sei. Die größte russische Flugesellschaft steuert nach eigener Darstellung 177 Länder an und beförderte im vergangenen mehr als 20 Millionen Passagiere./mau/DP/jha

23.09.2014

Modekonzern Ahlers erhöht Ergebnis-Prognose

HERFORD (dpa-AFX) - Der Vorstand des börsennotierten Männermode- Konzerns Ahlers (Baldessarini, Pierre Cardin, Otto Kern) hat die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Vorstand gehe nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres von einem Ergebniszuwachs von etwa 5 bis 10 Prozent aus (Konzernergebnis 2012/13: 5,6 Mio. EUR), teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dies solle trotz Sonderaufwendungen von zwei Millionen Euro gelingen. Bisher war ein stabiles Konzernergebnis prognostiziert worden.

Der Umsatz soll im Gesamtjahr (30.11.) um 5 bis 6 Prozent steigen. In den ersten neun Monaten stiegen die Umsätze nach vorläufigen Zahlen um 7,9 Prozent auf 197,7 Millionen Euro. Allerdings sei die Winterware in diesem Jahr früher ausgeliefert und damit Umsatz aus dem vierten Quartal vorgezogen worden. Unter die Sonderaufwendungen fallen die Kosten für die Aufgabe des Standorts Sindelfingen und den Sozialplan./mb/DP/jha

23.09.2014

Deutsche Anleihen: Fester nach enttäuschenden Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Dienstag nach schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone zugelegt. Der für den Anleihemarkt richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am späten Nachmittag um 0,11 Prozent auf 148,92 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe verharrte bei 1,01 Prozent.

Enttäuschende Stimmungsdaten aus der Wirtschaft der Eurozone hätten die Bundesanleihen gestützt, sagten Händler. Der von Markit erhobene Einkaufsmanagerindex war im September überraschend um 0,2 Punkte auf 52,3 Punkte gefallen. Erwartet worden war hingegen eine Stagnation. Sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor hatte sich die Stimmung eingetrübt.

Die anhaltende Konjunkturschwäche im Euroraum dürfte laut Volkswirten den Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) aufrecht erhalten, die Geldpolitik noch weiter zu lockern. Dagegen konnten US-Konjunkturdaten dem Rentenmarkt am Nachmittag keine neue Richtung geben. Hier stagnierte der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Industrie, während die Häuserpreise zuletzt schwächer als erwartet gestiegen waren./jkr/he

23.09.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste - Pläne gegen Steuerflucht, Nahost

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Krise in Nahost und Pläne der US-Regierung zur Bekämpfung der Steuerflucht von Unternehmen haben den Anlegern am US-Aktienmarkt am Dienstag auf die Stimmung geschlagen. Nachdem die US-Standardwerteindizes Ende vergangener Woche abermals Rekordstände erklommen hatten, hält ein Börsianer eine Konsolidierung für durchaus möglich.

Der Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,68 Prozent tiefer bei 17 055,87 Punkten aus dem Handel. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,58 Prozent auf 1982,77 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq-100-Index schloss 0,24 Prozent tiefer bei 4051,57 Punkten.

Die Angriffe der USA und der Streitkräfte von Partnerländern gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien dämpfe den Risikoappetit der Investoren, da sie sich über ein Aufflammen eines neuen, größeren Krieges sorgten, sagte Marktanalyst Joshua Mahony vom Broker Alpari UK. Hinzu kamen durchwachsene Konjunkturdaten. So hatten die Hauspreise in den USA weniger als erwartet zugelegt und die Stimmung in der amerikanischen Industrie hatte stagniert, wenn auch auf hohem Niveau.

STEUERPLÄNE DER REGIERUNG BELASTEN

Bei Einzelwerten bewegten vor allem die Pläne der US-Regierung für ein härteres Durchgreifen bei Unternehmen, die ihren Firmensitz durch Übernahmen und Fusionen in steuergünstigere Länder verlegen und so dem amerikanischen Fiskus entgehen. Die sogenannte Steuerinversion soll sich dank neuer Regeln finanziell künftig weniger lohnen und gestoppt werden.

Die Titel von Burger King gaben um 2,67 Prozent nach. Erst Ende August hatte die Fastfood-Kette durch die Übernahme der kanadischen Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons Furore gemacht. Vor allem steuerliche Aspekte galten als Beweggründe des Deals. Die Papiere des Pharmaunternehmens AbbVie , das den britischen Branchenkollegen Shire übernehmen will, büßten knapp zwei Prozent ein.

CF INDUSTRIES PROFITIERT VON FUSIONSFANTASIE

Für Medtronic ging es um 2,88 Prozent nach unten. Wie seit längerem bekannt ist, will der Konzern seinen Wettbewerber Covidien schlucken. Als Teil des Deals verlegt Medtronic seinen steuerlichen Unternehmenssitz in Covidiens Heimat Irland. Der Staat ist für seine niedrigen Steuersätze bekannt. Als irische Public Limited Company (plc) könnte Medtronic Barmittel in Milliardenhöhe freisetzen.

Grund zur Freude hatten die Anteilseigner von CF Industries . Der Düngerproduzent führt Fusionsgespräche mit dem norwegische Konkurrenten Yara, die sich allerdings noch in einem frühen Stadium befinden. CF Industries verteuerten sich um mehr als fünf Prozent. Actavis zogen um mehr als zwei Prozent an. Händler verwiesen auf Übernahmefantasie nach einem Bericht über ein Kaufinteresse des Branchenkollegen Pfizer . Pfizer-Aktien fielen um 0,43 Prozent.

ALIBABA ERNEUT IM MINUS

Die Papiere der chinesischen Handelsplattform Alibaba weiteten ihre Vortagesverluste um etwas mehr als drei Prozent aus. Anleger dürften erneut Gewinne mitgenommen haben. Am Freitag hatten die Titel einen fulminanten Start auf das New Yorker Börsenparkett hingelegt und waren im Vergleich zum Ausgabepreis von 68 Dollar um gut 38 Prozent nach oben geschnellt.

Der Eurokurs gab im New Yorker Handel nach. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2852 US-Dollar. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gewannen 10/32 Punkte auf 98 21/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,53 Prozent./mis/he

23.09.2014

Aktien New York Schluss: Verluste - Pläne gegen Steuerflucht und Krise in Nahost

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Krise in Nahost und Pläne der US-Regierung zur Bekämpfung der Steuerflucht von Unternehmen haben den Anlegern am US-Aktienmarkt am Dienstag auf die Stimmung geschlagen. Nachdem die US-Standardwerteindizes Ende vergangener Woche abermals Rekordstände erklommen hatten, hält ein Börsianer eine Konsolidierung für durchaus möglich.

Der Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,68 Prozent tiefer bei 17 055,87 Punkten aus dem Handel. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,58 Prozent auf 1982,77 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq-100-Index schloss 0,24 Prozent tiefer bei 4051,57 Punkten.

Die Angriffe der USA und der Streitkräfte von Partnerländern gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien dämpfe den Risikoappetit der Investoren, da sie sich über ein Aufflammen eines neuen, größeren Krieges sorgten, sagte Marktanalyst Joshua Mahony vom Broker Alpari UK. Hinzu kamen durchwachsene Konjunkturdaten. So hatten die Hauspreise in den USA weniger als erwartet zugelegt und die Stimmung in der amerikanischen Industrie hatte stagniert, wenn auch auf hohem Niveau./mis/he

23.09.2014

Aktien New York: Verluste - Pläne gegen Steuerflucht und Krise in Nahost

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Standardwerteindizes haben sich am Dienstag weiter von ihren Ende der Vorwoche erreichten Rekorden entfernt. Börsianer sahen Pläne der US-Regierung zur Bekämpfung der Steuerflucht von Unternehmen, einen wieder verstärkten Fokus auf die Krise in Nahost sowie gemischte Konjunkturdaten als Belastung.

Der Dow Jones Industrial fiel um 0,52 Prozent auf 17 082,68 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,39 Prozent auf 1986,56 Punkte nach unten. Etwas besser hielten sich Technologiewerte. Der technologielastige Nasdaq-100-Index stand 0,11 Prozent tiefer bei 4056,88 Punkten.

Die Angriffe der USA und der Streitkräfte von Partnerländern gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien dämpfe den Risikoappetit der Investoren, da sie sich über ein Aufflammen eines neuen, größeren Krieges sorgten, sagte Marktanalyst Joshua Mahony vom Broker Alpari UK. Hinzu kamen durchwachsene Konjunkturdaten. So hatten die Hauspreise in den USA weniger als erwartet zugelegt. Die Stimmung in der amerikanischen Industrie hatte auf hohem Niveau stagniert, während sich in China die Stimmung in der Industrie ersten Schätzungen zufolge überraschend aufgehellt hatte.

Bei Einzelwerten bewegten vor allem die Pläne der US-Regierung für ein härteres Durchgreifen bei Unternehmen, die ihren Firmensitz durch Übernahmen und Fusionen in steuergünstigere Länder verlegen und so dem amerikanischen Fiskus entgehen. Die sogenannte Steuerinversion soll sich dank neuer Regeln finanziell künftig weniger lohnen und gestoppt werden.

Die Titel von Burger King gaben um 2,25 Prozent nach. Erst Ende August hatte die Fastfood-Kette durch die Übernahme der kanadischen Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons Furore gemacht. Vor allem steuerliche Aspekte galten als Beweggründe des Deals. Die Papiere des Pharmaunternehmens AbbVie , das den britischen Branchenkollegen Shire übernehmen will, büßten ebenfalls mehr als zwei Prozent ein.

Für Medtronic ging es um 3,44 Prozent nach unten. Wie seit längerem bekannt ist, will der Konzern seinen Wettbewerber Covidien schlucken. Als Teil des Deals verlegt Medtronic seinen steuerlichen Unternehmenssitz in Covidiens Heimat Irland. Der Staat ist für seine niedrigen Steuersätze bekannt. Als irische Public Limited Company (plc) könnte Medtronic Barmittel in Milliardenhöhe freisetzen. Das Geld hat das Unternehmen bisher im Ausland gebunkert, um sie den US-Steuergesetzen zu entziehen.

Die Papiere der chinesischen Handelsplattform Alibaba weiteten ihre Vortagesverluste um 2,55 Prozent aus. Anleger dürften erneut Gewinne mitgenommen haben. Am Freitag hatten die Titel einen fulminanten Start auf das New Yorker Börsenparkett hingelegt und waren im Vergleich zum Ausgabepreis von 68 Dollar um gut 38 Prozent nach oben geschnellt.

Grund zur Freude hatten die Anteilseigner von CF Industries . Der Düngerproduzent führt Fusionsgespräche mit dem norwegische Konkurrenten Yara, die sich allerdings noch in einem frühen Stadium befinden. CF Industries verteuerten sich um rund sechs Prozent./mis/he

23.09.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Deutliches Minus - Schwache Daten aus Eurozone

FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende europäische Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienindizes am Dienstag heftige Verluste eingebrockt. So hatte sich die Stimmung in den Unternehmen des Euroraums weiter verschlechtert und war im September auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen. Der Dax büßte seinen kompletten Gewinn der Vorwoche ein und endete mit einem Minus von 1,58 Prozent bei 9595,03 Punkten fast auf seinem Tagestief. Für den MDax ging es um 1,45 Prozent auf 15 979,60 Punkte nach unten. Der TecDax verlor 1,41 Prozent auf 1232,91 Punkte.

Wie das Forschungsunternehmen Markit am Dienstag in London mitteilte, war der Einkaufsmanagerindex um 0,2 Punkte auf 52,3 Zähler gesunken. Bankvolkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Sowohl in der Industrie als auch unter Dienstleistern hatte sich die Stimmung eingetrübt. In Deutschland war das Stimmungsbarometer in der Industrie gesunken, während es im Dienstleistungsbereich gestiegen war. In Frankreich war die Entwicklung umgekehrt ausgefallen. In der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas gebe es per Saldo keine Anzeichen einer konjunkturellen Erholung, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba.

MERCK KGAA SETZEN RALLY FORT

Als einziger Gewinner im Dax knüpften die Papiere von Merck KGaA an ihren Höhenflug zu Wochenbeginn an und stiegen um 0,81 Prozent. Stützend wirkten sich dabei Hochstufungen und Kurszielerhöhungen einiger Analystenhäuser aus. Merck hatte am Montag angekündigt, den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich für 17 Milliarden Dollar zu kaufen. Titel der Deutschen Bank gaben um 1,87 Prozent nach. Dabei belastete auch die Meldung über eine Anklage gegen Co-Chef Jürgen Fitschen. Die Münchener Staatsanwaltschaft wirft dem Banker versuchten Prozessbetrug im Kirch-Verfahren vor.

Autowerte litten unter einer Studie der schweizerischen Großbank UBS , die vor einer nachlassenden Gewinndynamik in der europäischen Automobilbranche warnte. BMW -Titel verloren als einer der Schlusslichter im Dax mehr als zwei Prozent. Anteilsscheine von Daimler litten zudem unter der tristen Lage auf Europas Lkw-Märkten und büßten 2,52 Prozent ein. Aktien des Autozulieferers und Reifenherstellers Conti waren mit einem Verlust von 3,79 Prozent Schlusslicht im Dax. Börsianer begründeten dies auch mit negativen Nachrichten vom Konkurrenten Michelin . Finanzchef Marc Henry räumte ein, für den französischen Reifenproduzenten sei es schwieriger geworden, das für 2014 angestrebte Absatzplus von drei Prozent zu erreichen.

EUROPAWEIT DEUTLICHE ABGABEN

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um 1,58 Prozent auf 3205,93 Punkte. Die Leitindizes an den Aktienmärkten in Paris und London fielen um 1,87 beziehungsweise 1,44 Prozent. An der Wall Street büßte der Dow Jones Industrial zuletzt 0,15 Prozent ein.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,82 Prozent am Vortag auf 0,79 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 137,75 Punkte. Der Bund Future verlor 0,03 Prozent auf 148,89 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2892 (Montag: 1,2845) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7757 (0,7785) Euro./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

23.09.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Verluste - Schwache Daten aus der Eurozone

FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende europäische Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienindizes am Dienstag heftige Verluste eingebrockt. So hatte sich die Stimmung in den Unternehmen des Euroraums weiter verschlechtert und war im September auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen. Der Dax büßte seinen kompletten Gewinn der Vorwoche ein und endete mit einem Minus von 1,58 Prozent bei 9595,03 Punkten fast auf seinem Tagestief. Für den MDax ging es um 1,45 Prozent auf 15 979,60 Punkte nach unten. Der TecDax verlor 1,41 Prozent auf 1232,91 Punkte./edh/he

23.09.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Verluste - Konjunkturdaten, Pläne gegen Steuerflucht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Aktienindizes haben sich am Dienstag weiter von ihren Ende der Vorwoche erreichten Rekorden und langjährigen Höchstständen entfernt. Börsianer verwiesen auf Pläne der US-Regierung zur Bekämpfung der Steuerflucht von Unternehmen, einen wieder verstärkten Fokus auf die Krise in Nahost sowie gemischte Konjunkturdaten. Der Dow Jones Industrial fiel um 0,19 Prozent auf 17 139,67 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,17 Prozent auf 1990,99 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,10 Prozent auf 4057,20 Punkte nach.

Die Angriffe der USA und der Streitkräfte von Partnerländern gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien dämpfe den Risikoappetit der Investoren, da sie sich über ein Aufflammen eines neuen, größeren Krieges sorgten, sagte Marktanalyst Joshua Mahony vom Broker Alpari UK. Hinzu kamen durchwachsene Konjunkturdaten. So hatten die Hauspreise in den USA weniger als erwartet zugelegt. Die Stimmung in der amerikanischen Industrie hatte auf hohem Niveau stagniert, während sich in China die Stimmung in der Industrie ersten Schätzungen zufolge überraschend aufgehellt hatte.

Bei Einzelwerten bewegten vor allem die Pläne der US-Regierung für ein härteres Durchgreifen bei Unternehmen, die ihren Firmensitz durch Übernahmen und Fusionen in steuergünstigere Länder verlegen und so dem amerikanischen Fiskus entgehen. Die sogenannte Steuerinversion soll sich dank neuer Regeln finanziell künftig weniger lohnen und gestoppt werden. Die Aktien von Konzernen, die Auslandsfirmen übernehmen und so ihren Steuersitz verlagern wollen, gerieten unter Druck.

Die Titel von Burger King gaben um 0,76 Prozent nach. Erst Ende August hatte die Fastfood-Kette durch die Übernahme der kanadischen Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons Furore gemacht. Vor allem steuerliche Aspekte galten als Beweggründe des Deals. Die Papiere des Pharmaunternehmens AbbVie , das den britischen Branchenkollegen Shire übernehmen will, büßten knapp zwei Prozent ein.

Für Medtronic ging um 2,62 Prozent nach unten. Wie seit längerem bekannt ist, will der Konzern seinen Wettbewerber Covidien schlucken. Als Teil des Deals verlegt Medtronic seinen steuerlichen Unternehmenssitz in Covidiens Heimat Irland. Der Staat ist für seine niedrigen Steuersätze bekannt. Als irische Public Limited Company (plc) könnte Medtronic Barmittel in Milliardenhöhe freisetzen. Das Geld hat das Unternehmen bisher im Ausland gebunkert, um sie den US-Steuergesetzen zu entziehen.

Die Papiere der chinesischen Handelsplattform Alibaba weiteten ihre Vortagesverluste von mehr als vier Prozent um 2,45 Prozent aus. Anleger dürften erneut Gewinne mitgenommen haben. Am Freitag hatten die Titel einen fulminanten Start auf das New Yorker Börsenparkett hingelegt und waren im Vergleich zum Ausgabepreis von 68 Dollar um gut 38 Prozent nach oben geschnellt.

Grund zur Freude hatten die Anteilseigner von CF Industries . Der Düngerproduzent führt Fusionsgespräche mit dem norwegische Konkurrenten Yara, die sich allerdings noch in einem frühen Stadium befinden. CF Industries verteuerten sich um fast vier Prozent./mis/he

23.09.2014

Aktien New York: Ohne feste Richtung - Konjunkturdaten, Pläne gegen Steuerflucht

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat sich am Dienstag nur wenig bewegt und keine einheitliche Richtung gefunden. Während die Standardwerteindizes weiter von ihren Ende der Vorwoche erreichten Rekorden zurücksetzten, legten Technologietitel zu. Börsianer verwiesen auf Pläne der US-Regierung zur Bekämpfung der Steuerflucht von Unternehmen, einen wieder verstärkten Fokus auf die Krise in Nahost sowie Konjunkturdaten.

Der Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 0,12 Prozent auf 17 151,36 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,07 Prozent auf 1992,92 Punkte nach unten. Der technologielastige Index Nasdaq 100 rückte hingegen um 0,08 Prozent auf 4064,57 Punkte vor.

Die Angriffe der USA und der Streitkräfte von Partnerländern gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien dämpfe den Risikoappetit der Investoren, da sie sich über ein Aufflammen eines neuen, größeren Krieges sorgten, sagte Marktanalyst Joshua Mahony vom Broker Alpari UK. Hinzu kamen durchwachsene Konjunkturdaten. So hatten die Hauspreise in den USA im Juli weniger als erwartet zugelegt. Die Stimmung in der amerikanischen Industrie hatte im September auf hohem Niveau stagniert, während sich in China die Stimmung in der Industrie ersten Schätzungen zufolge überraschend aufgehellte./mis

23.09.2014

Aktien Frankfurt: Dax büßt Vorwochengewinn ein - Schwache Daten aus der Eurozone

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag unter schwachen europäischen Konjunkturdaten gelitten. Der Dax büßte seinen kompletten Gewinn der Vorwoche ein und fiel am frühen Nachmittag kurz unter die Marke von 9600 Punkten. Zuletzt stand bei dem Börsenbarometer ein Minus von 1,41 Prozent auf 9612,38 Punkte zu Buche. Für den MDax ging es um 1,39 Prozent auf 15 989,28 Punkte nach unten und der TecDax verlor 1,30 Prozent auf 1234,38 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sackte um 1,52 Prozent ab.

Die Stimmung in den Unternehmen des Euroraums verschlechterte sich im September weiter. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 0,2 Punkte auf 52,3 Punkte. Das ist der tiefste Stand in diesem Jahr. Bankvolkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Sowohl in der Industrie als auch unter Dienstleistern trübte sich die Stimmung ein. In den großen Euroländern Deutschland und Frankreich klaffte die Entwicklung auseinander. In Deutschland fiel das Stimmungsbarometer in der Industrie zurück, während es im Dienstleistungsbereich anstieg. In Frankreich fiel die Entwicklung umgekehrt aus. In der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas gebe es per Saldo keine Anzeichen einer konjunkturellen Erholung, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba.

MERCK WEITER AUF HÖHENFLUG

Als nahezu einziger Gewinner im Dax knüpften die Papiere von Merck an ihren Höhenflug zu Wochenbeginn an und stiegen um 1,09 Prozent auf 73,42 Euro. Ausschlaggebend für die fortgesetzte Rally waren Hochstufungen und Kurszielerhöhungen einiger Analystenhäuser, nachdem die Darmstädter am Montag angekündigt hatten, den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich für 17 Milliarden US-Dollar in bar zu erwerben. Der Experte Gunnar Romer von der Deutschen Bank etwa sah den Kaufpreis als hoch an, bezeichnete die Finanzierung wegen der Kombination aus Barmitteln und Schulden aber als günstig.

Papiere der Deutschen Bank gaben um rund zwei Prozent nach. Dabei belastete auch die Meldung über eine Anklage gegen den Co-Chef des Instituts, Jürgen Fitschen. Der Top-Banker soll aus Sicht der Münchner Staatsanwaltschaft wegen versuchten Prozessbetrugs im Kirch-Verfahren belangt werden.

ANALYSTENKOMMENTARE BELASTEN SIEMENS UND BMW

Ansonsten verarbeiteten Anleger einige Analystenkommentare. So ging es für die Titel von Siemens um 1,76 Prozent nach unten. Die britische Investmentbank Barclays hatte sich skeptisch zu den Papieren des Industriekonzerns geäußert. Seine bisherige Einschätzung habe auf einer sinnvolleren Kapitalverwendung und einer disziplinierteren Unternehmensführung basiert, schrieb Analyst Chris Stevens. Seit der neue Vorstandschef im Amt ist, habe er zwei Zukäufe in Milliardenhöhe in Gang gebracht, die jeweils die selbst gesteckten Renditevoraussetzungen nicht erfüllt hätten.

Die Schweizer Großbank UBS strich ihre Kaufempfehlung für die Papiere von BMW. Analyst Philippe Houchois riet, den europäischen Autosektor angesichts dessen relativ hoher Bewertung und einer nachlassenden Gewinndynamik weiter unterzugewichten. Letzteres sei auch der Grund für die Abstufung des Münchner Premiumherstellers. BMW-Titel verloren als einer der Schlusslichter im Dax knapp drei Prozent.

Anteilsscheine von Daimler büßten im Sog dessen 2,79 Prozent ein. Trotz der tristen Lage auf Europas Lkw-Märkten gibt derweil Lastwagen-Chef Wolfgang Bernhard die Hoffnung auf einen Endspurt zum Jahresende nicht auf. Er hoffe auf einen Impuls durch die Nutzfahrzeug-IAA, sagte Bernhard auf der Leitmesse der Branche in Hannover./la/edh

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

23.09.2014

Aktien New York Ausblick: Vortagesverluste dürften sich ausweiten

NEW YORK (dpa-AFX) - In den USA dürfte der Aktienmarkt am Dienstag seine Verluste vom Vortag ausweiten. Börsianer verwiesen auf Konjunkturdaten, erste Bombardierungen von Einrichtungen der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und auch Pläne der US-Regierung zur Verhinderung der Steuerflucht von Unternehmen. Der Future auf den Dow Jones Industrial gab rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart um 0,29 Prozent nach. Am Montag war es für den US-Leitindex bereits um 0,6 Prozent abwärts gegangen. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq 100 sank zuletzt um 0,28 Prozent.

"Der heutige Handelstag dürfte klar dominiert werden von Stimmungsdaten aus der Industrie in China, der Eurozone und den USA", sagte Marktanalyst Joshua Mahony vom Broker Alpari UK. "Die bereits in Asien sichtbar gewordene Unfähigkeit, auf die starken China-Daten positiv zu reagieren, zeigt eine immanente Schwäche innerhalb der Märkte."

Zudem war die Unternehmensstimmung im Euroraum erneut gesunken und auf den niedrigsten Stand im laufenden Jahr gefallen. Mahony verwies darüber hinaus auf kurz nach dem Handelsbeginn anstehende Daten zur US-Industrie sowie auf eine gedämpfte Risikofreude von Anlegern wegen der von den USA gestarteten Luftangriffe in Syrien.

Unter den Einzelwerten dürften vor allem Unternehmen hervorstechen, die Auslandsfirmen übernehmen und so ihren Steuersitz weg von Amerika verlagern wollen. Hier wollen die USA künftig härter durchgreifen. Finanzminister Jacob Lew hatte am Montag (Ortszeit) von einem "unfairen Schlupflocher", das dringend geschlossen werden müsse. Solcherlei Tricksereien im Steuersystem soll es künftig nicht mehr geben.

Die Papiere des Pharmaunternehmens AbbVie etwa, der den britischen Pharmakonzern Shire übernehmen will, büßten vor Börsenstart rund fünf Prozent ein. Barclays-Analyst Michael Leuchten schätzt nun, dass das Risiko eines Scheiterns des Deals um 20 Prozent gestiegen sei, wie er der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte. Die Aktien des Pharmakonzerns Pfizer , der erst im Mai die Übernahme von AstraZeneca vorerst abgesagt hatte, gaben vor dem Börsenstart um eineinhalb Prozent nach.

Burger King verloren ebenfalls vorbörslich rund eineinhalb Prozent. Ende August hatte die Fastfood-Kette die Übernahme der kanadischen Donut-Kette Tim Hortons und seinen Umzug in das steuergünstigere Nachbarland bekannt gegeben.

Davon abgesehen dürften die Anteilsscheine von CF Industries in den Blick rücken. Vorbörslich stiegen sie um 5,5 Prozent. Der norwegische Düngemittel-Hersteller Yara führt Fusionsgespräche mit dem US-Konkurrenten. Die Gespräche befinden sich aber noch in einem frühen Stadium./ck/mis

23.09.2014

Aktien Frankfurt: Dax weitet Vortagesverluste deutlich aus - Schwache Daten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag unter schwachen Konjunkturdaten aus Europa gelitten. Der Dax weitete seine Vortagesverluste deutlich aus und fiel gegen Mittag um 1,00 Prozent auf 9652,00 Punkte. Für den MDax ging es um 0,97 Prozent auf 16 057,15 Punkte nach unten und der TecDax verlor 0,79 Prozent auf 1240,77 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 1,12 Prozent.

Die Stimmung in den Unternehmen des Euroraums verschlechterte sich im September weiter. Der Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage unter ranghohen Unternehmensvertretern, fiel um 0,2 Punkte auf 52,3 Punkte. Das ist der tiefste Stand in diesem Jahr. Bankvolkswirte hatten indes mit einer Stagnation gerechnet. Sowohl in der Industrie als auch unter Dienstleistern trübte sich die Stimmung ein.

In den großen Euroländern Deutschland und Frankreich klaffte die Entwicklung auseinander. In Deutschland fiel das Stimmungsbarometer in der Industrie zurück, während es im Dienstleistungsbereich anstieg. In Frankreich fiel die Entwicklung umgekehrt aus. In der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas gebe es per Saldo keine Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung, sagte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba.

ANALYSTENKOMMENTARE BELASTEN BMW UND SIEMENS

Hierzulande verarbeiteten Anleger einige Analystenkommentare. So strich die Schweizer Großbank UBS ihre Kaufempfehlung für die Papiere von BMW. Analyst Philippe Houchois riet den europäischen Autosektor angesichts seiner Bewertung und der nachlassenden Gewinndynamik weiter unterzugewichten. Letzteres sei auch der Grund für die Abstufung des Münchner Premiumherstellers. BMW-Titel verloren als einer der Schlusslichter im Dax mehr als zwei Prozent.

Für die Titel von Siemens ging es um 1,69 Prozent nach unten. Hier hatte sich die britische Investmentbank Barclays skeptisch zu den Papieren des Industriekonzerns geäußert. Seine Empfehlung habe auf einer sinnvolleren Kapitalverwendung und einer disziplinierteren Unternehmensführung basiert, schrieb Analyst Chris Stevens. Seit der neue Vorstandschef im Amt ist, habe er zwei Zukäufe in Milliardenhöhe in Gang gebracht, die jeweils die selbst gesteckten Renditevoraussetzungen nicht erfüllt hätten.

UNITED INTERNET LEGEN ZU

Die US-Investmentbank Goldman Sachs indes strich ihre Verkaufsempfehlung für die Aktien von United Internet und verdoppelte das Kursziel beinahe von 20,40 auf 40,00 Euro. Die erfolgreiche Strategie im Breitband- und Mobilfunkgeschäft, Synergien durch die Versatel-Übernahme sowie weitere Marktbereinigungsoptionen im Telekomsektor überlagerten Risiken im Anwendungsgeschäft, hieß es von Analyst Tim Boddy. Die Anteilscheine legten im TecDax um rund ein halbes Prozent zu.

Aktien von K+S indes gaben im Dax 0,25 Prozent nach. Der norwegische Düngemittel-Hersteller Yara führt Fusionsgespräche mit dem US-amerikanischen Konkurrenten CF Industries. Anleger hoffen nun Börsianern zufolge, dass mit einer Branchenkonsolidierung die Absatzpreise steigen./la/fbr

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

23.09.2014

OFFIZIELLE KORREKTUR: WTO senkt Wachstumsprognose für Welthandel deutlich

(Im 1. Absatz, vorletzte Zeile, muss es richtig heißen: 4,7 (statt 4,6) Prozent. Die WTO hat ihre Angaben berichtigt

GENF (dpa-AFX) - Die Welthandelsorganisation (WTO) hat ihre Wachstumsprognose für den globalen Handel deutlich gesenkt. Demnach soll der Welthandel in diesem Jahr nur noch um 3,1 Prozent zulegen. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 4,0 Prozent erwartet, wie die Organisation am Dienstag in Genf mitteilte. In ihrer Prognose vom April war die WTO noch von einem Handelswachstum von 4,7 Prozent in diesem Jahr und 5,3 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen.

Die WTO begründet die Korrektur nach unten mit dem schwachen Wirtschaftswachstum und der gedämpften Importnachfrage im ersten Halbjahr 2014. Hinzu komme, dass geopolitische Spannungen und Risiken zugenommen hätten, hieß es weiter.

"Internationale Institutionen haben ihre Wachstumsprognosen nach dem enttäuschenden Wirtschaftswachstum in der ersten Jahreshälfte signifikant korrigiert", sagte WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo. Azevêdo regte die Senkung von Handelskosten und die Erweiterung der Handelsmöglichkeiten an. Dies könne ein Schlüssel dafür sein, den gegenwärtigen Trend wieder umzukehren, sagte er./ko/DP/jkr

23.09.2014

ROUNDUP 2/Valls: Von Frankreichs Wiederaufstieg profitiert auch Deutschland

BERLIN (dpa-AFX) - Der französische Ministerpräsident Manuel Valls hat bei der deutschen Wirtschaft um Unterstützung für seinen umstrittenen Reformkurs geworben. "Als Regierungschef weiß ich, dass ich Reformen umsetzen muss", sagte Valls am Dienstag beim Industrietag in Berlin vor rund 1300 deutschen Managern. Er könne aber nicht akzeptieren, wenn ihm jemand von außen etwas diktieren wolle, so der Sozialist. Auch Deutschland als engster Wirtschaftspartner werde profitieren, wenn es wieder mehr Wachstum in Frankreich gebe. Die Franzosen beziehen fast ein Fünftel ihrer Exporte von deutschen Unternehmen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mahnte Strukturreformen in Paris an, zeigte aber auch Verständnis für Valls: Es gebe keinen Grund für ein "Frankreich-Bashing". Auch Deutschland habe 2003 gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen. Nun müsse geschaut werden, wie der EU-Stabilitätspakt für mehr Wachstum flexibel ausgelegt werden könne, ohne die Regeln zu ändern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte mit Blick auf den Defizitsünder Paris, das Fundament Europas sei der Stabilitäts- und Wachstumspakt. Die Lehre aus der Staatsschuldenkrise sei, dass die Euro-Länder ihre Versprechen einhalten müssten. "Deshalb wird Deutschland hier auch Verlässlichkeit einfordern", sagte sie.

Erfreulich sei, dass in bisherigen Krisenländern wie Irland, Spanien und Portugal wieder Wachstum sichtbar werde. Auch Griechenland nähere sich wieder der Wachstumsschwelle. Das zeige, dass strukturelle Reformen nach einer gewissen Zeit Erfolg hätten, erklärte Merkel.

Nach Ansicht der deutschen Industrie muss Frankreich seine Krise aus eigener Kraft lösen. "Deutschland ist nicht schuld an den strukturellen Problemen der französischen Volkswirtschaft - und auch nicht in der Verantwortung, diese Probleme zu lösen", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo.

Wegen der Ukraine-Krise und anderer Konjunkturrisiken erwartet der BDI 2014 nur noch ein deutsches Wachstum von 1,5 statt bislang 2 Prozent. Die große Koalition trage eine Mitschuld an dieser Entwicklung: "Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung wirkt bislang nicht unbedingt Vertrauen stärkend. Die Verunsicherung schlägt auf die Investitionstätigkeit", sagte Grillo.

Scharfe Kritik an Paris kam aus der Unionsfraktion im Bundestag. Deren Chefhaushälter Norbert Barthle monierte, dass Frankreich schon zum dritten Mal einen Aufschub beim Defizitabbau wolle: "Wir haben die Sorge, dass Frankreich als großes Euro-Land so dazu beiträgt, dass das Vertrauen in den Euro insgesamt wieder bröckelt", sagte Barthle der "Rheinischen Post".

Valls betonte, sein Land habe die Einhaltung der zulässigen EU-Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschieben müssen, aber keineswegs aufgegeben. "Wir sind in einer Verschuldungsspirale, die nicht mehr haltbar ist." Um das Haushaltsdefizit zu verringern, brauche Paris aber Einnahmen, Wachstum und mehr Inflation. Deshalb sollte die Defizit-Debatte stärker an den Zustand der realen Wirtschaft angepasst werden. Die Einsparungen im französischen Haushalt von 50 Milliarden Euro in drei Jahren bezeichnete Valls als "revolutionär"./tb/DP/jkr

23.09.2014

EU-Gerichtshof verhandelt über Klage gegen EZB-Anleihekäufe

BRÜSSEL/LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Europäische Gerichtshof wird am 14. Oktober über das umstrittene Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Kauf von Staatsanleihen verhandeln. Ein Gerichtssprecher bestätigte am Dienstag auf Anfrage den Termin (Rechtssache C-62/14). Dabei geht es um die Frage, ob die Notenbank mit dem Programm innerhalb ihrer Kompetenzen geblieben ist. Über den Termin hatte zuvor das "Wall Street Journal" berichtet.

Das Bundesverfassungsgericht war im Februar zu dem Schluss gekommen, das Programm zum Ankauf solcher Anleihen sei rechtswidrig. Die endgültige Entscheidung überließen die Richter aber dem Europäischen Gerichtshof und legten ihren Luxemburger Kollegen eine Reihe an Fragen vor.

Die Karlsruher Richter gehen davon aus, dass die EZB mit dem sogenannten OMT-Progamm ("Outright Monetary Transactions") zu unbegrenzten Staatsanleihekäufen ihre Kompetenzen überschritten habe. Geklagt hatte unter anderem der CSU-Politiker Peter Gauweiler.

Die Verhandlung beginnt am Morgen und ist für einen Tag angesetzt. Das Urteil wird erst etwa ein Jahr später fallen.

Den Notenbanken im Euroraum ist eine Finanzierung von Staaten mit der Notenpresse verboten. Der EZB-Rat hat gegen die Stimme Deutschlands beschlossen, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Ländern aufzukaufen, deren Zinsen die EZB für zu hoch hält. Der Präsident der EZB, Mario Draghi, hat stets betont, dass sich die Notenbank mit ihrer OMT-Zusage im Recht sieht./mt/DP/jkr

23.09.2014

WTO senkt Wachstumsprognose für Welthandel deutlich

GENF (dpa-AFX) - Die Welthandelsorganisation (WTO) hat ihre Wachstumsprognose für den globalen Handel deutlich gesenkt. Demnach soll der Welthandel in diesem Jahr nur noch um 3,1 Prozent zulegen. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 4,0 Prozent erwartet, wie die Organisation am Dienstag in Genf mitteilte. In ihrer Prognose vom April war die WTO noch von einem Handelswachstum von 4,6 Prozent in diesem Jahr und 5,3 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen.

Die WTO begründet die Korrektur nach unten mit dem schwachen Wirtschaftswachstum und der gedämpften Importnachfrage im ersten Halbjahr 2014. Hinzu komme, dass geopolitische Spannungen und Risiken zugenommen hätten, hieß es weiter.

"Internationale Institutionen haben ihre Wachstumsprognosen nach dem enttäuschenden Wirtschaftswachstum in der ersten Jahreshälfte signifikant korrigiert", sagte WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo. Azevêdo regte die Senkung von Handelskosten und die Erweiterung der Handelsmöglichkeiten an. Dies könne ein Schlüssel dafür sein, den gegenwärtigen Trend wieder umzukehren, sagte er./ko/DP/jha

23.09.2014

ROUNDUP/S&P: AfD-Aufstieg gefährdet Euro-Krisenpolitik

LONDON/BERLIN (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat vor den Folgen eines Aufstiegs der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) für die weitere Krisenpolitik in der Eurozone gewarnt. "Der zuletzt überraschend starke Zulauf deutscher Wähler für die AfD könnte die Rolle Deutschlands als Krisenmanager gefährden und die Politik im Währungsraum insgesamt schwieriger gestalten", hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Bonitätsprüfer. Aus den Reihen der Unions-Bundestagsfraktion wurde dieser Einschätzung aber vehement widersprochen.

"Die konstruktive Rolle Deutschlands in der Euro-Schuldenkrise war zuletzt wichtig für das Vertrauen der Finanzmärkte in den Währungsraum", meinte S&P-Experte Moritz Krämer. Jedes Anzeichen einer Änderung der deutschen Haltung in der Krisenpolitik könnte das Vertrauen der Investoren in die internationalen Hilfen für angeschlagene Euroländer gefährden. Letztendlich könnte dies die Refinanzierung der Krisenstaaten an den Finanzmärkten teurer machen.

Die S&P-Experten befürchten, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor dem Hintergrund des Erstarkens der AfD ihre Haltung verschärfen könnte, um enttäuschte Unionswähler aus dem AfD-Lager zurückzulocken. Bisher hat in Deutschland das Fehlen einer größeren Opposition zur Euro-Krisenpolitik der Regierungschefin viele Freiräume gewährt.

Dagegen rechnete der Chefhaushälter der Unions-Bundestagsfraktion, Norbert Barthle, nicht mit einer Verschärfung der europapolitischen Gangart durch die Bundesregierung. "Die Europapolitik der AfD ist von Grund auf falsch", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe). "Deshalb gibt es für uns weder Grund noch Veranlassung, sich an diesem Irrweg zu orientieren."

Umfragen zufolge liegt die AfD mittlerweile bei bundesweit zehn Prozent der Wählerstimmen. Die rechtskonservative Partei legte im Vergleich zur vergangenen Woche noch einmal um drei Prozentpunkte zu, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL hervorgeht./jkr/he

23.09.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.09.2014 - 17.00 Uhr

USA: Markit-Einkaufsmanagerindex stagniert

LONDON/WASHINGTON - Die Stimmung in der amerikanischen Industrie hat sich im September nicht verändert. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex lag wie im Vormonat bei 57,9 Punkten, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einem leichten Anstieg auf 58,0 Punkten gerechnet. Der Indikator liegt derzeit auf hohem Niveau, was für eine robuste Industrieproduktion spricht.

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt im Juli weniger als erwartet

NEW YORK - In den USA haben die Hauspreise, gemessen am FHFA-Hauspreisindex, im Juli weniger als erwartet zugelegt. Zum Vormonat sei der Indikator um 0,1 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Im Vormonat war der Indikator noch um 0,4 gestiegen.

USA bekämpfen Steuerflucht von Unternehmen

WASHINGTON - Die USA greifen künftig härter bei Unternehmen durch, die ihren Firmensitz durch Übernahmen und Fusionen in steuergünstigere Länder verlegen und so dem amerikanischen Fiskus entgehen. Finanzminister Jacob Lew bezeichnete die Praxis am Montag (Ortszeit) als "unfaires Schlupfloch", das dringend geschlossen werden müsse. Bestimmte Tricks im Steuersystem sollen deshalb künfitg geschlossen werden.

Eurozone: Unternehmensstimmung fällt auf Jahrestief

LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen des Euroraums ist im September auf den niedrigsten Stand im laufenden Jahr gefallen. Der Einkaufsmanagerindex gab um 0,2 Punkte auf 52,3 Zähler nach, wie das Forschungsunternehmen Markit am Dienstag in London mitteilte. Bankvolkswirte hatten indes mit einer Stagnation gerechnet. Werte von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung.

S&P: Aufstieg der AfD gefährdet Euro-Krisenpolitik

LONDON - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat vor den Folgen eines Aufstiegs der eurokritischen AfD-Partei für die weitere Krisenpolitik in der Eurozone gewarnt. "Der zuletzt überraschend starke Zulauf deutscher Wähler für die Alternative für Deutschland (AfD), könnte die Rolle Deutschlands als Krisenmanager gefährden und die Politik im Währungsraum insgesamt schwieriger gestalten", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie von S&P.

Unions-Chefhaushälter: AfD-Aufstieg ohne Einfluss auf Euro-Krisenpolitik

BERLIN - Der Chefhaushälter der Unions-Bundestagsfraktion, Norbert Barthle, rechnet trotz jüngster Erfolge der eurokritischen Partei AfD nicht mit einer Verschärfung der europapolitischen Gangart durch die Bundesregierung. "Die Europapolitik der AfD ist von Grund auf falsch", sagte der CDU-Politiker am Dienstag dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe). "Deshalb gibt es für uns weder Grund noch Veranlassung, sich an diesem Irrweg zu orientieren."

EZB-Bilanzsumme fällt unter 2 Billionen Euro

FRANKFURT - Die Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank (EZB) ist infolge der Rückzahlung von Langfristkrediten der Geschäftbanken unter die Marke von 2 Billionen Euro gerutscht. In der Woche zum 19. September sei das Volumen aller Vermögenswerte in der Bilanz der Notenbank um rund 15,65 Milliarden Euro auf etwa 1,988 Billionen Euro gesunken, teilte die EZB am Dienstag mit. Dies ist der niedrigste Wert seit Juli 2011, also kurz bevor sich die Euro-Schuldenkrise dramatisch zugespitzt hatte.

Deutsche werden reicher: Reallöhne und Geldvermögen steigen

WIESBADEN/FRANKFURT - Die Bundesbürger werden immer reicher: Das Geldvermögen erklimmt neue Höchststände, und auch die Arbeitnehmer in Deutschland haben mehr Geld in der Tasche. Normale Lohnsteigerungen bei einer gleichzeitig niedrigen Inflation haben zu deutlich höheren Reallöhnen geführt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Sie lagen im zweiten Quartal 1,2 Prozent über dem Wert von vor einem Jahr.

Frankreich: Geschäftsklima trübt sich im September leicht ein

PARIS - Die Stimmung in den französischen Unternehmen hat sich im September leicht eingetrübt. Der Geschäftsklimaindikator sei zum Vormonat um einen Punkt auf 91 Punkte gefallen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag mit. Volkswirte hatten diesen Wert erwartet. Allerdings wurde der Augustwert von 91 Punkten auf 92 Punkte nach oben revidiert.

Frankreichs Wirtschaft kommt nicht vom Fleck

PARIS - Frankreichs Wirtschaft kommt nicht in Schwung. Nach Zahlen der Statistikbehörde Insee vom Dienstag stagnierte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal. Die Statistiker betätigten damit vorläufige Zahlen von Mitte August. Bereits im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nicht gewachsen. Im Jahresvergleich erhöhte sich das BIP im zweiten Quartal um 0,1 Prozent.

Französischer Premier Valls: Müssen aus Verschuldungsspirale heraus

BERLIN - Der französische Ministerpräsident Manuel Valls hat den Reformwillen seiner Regierung unterstrichen. Sein Land habe die Ziele beim Defizitabbau verschieben müssen, aber keineswegs aufgegeben: "Wir sind in einer Verschuldungsspirale, die nicht mehr haltbar ist", sagte Valls am Dienstag beim Industrietag in Berlin vor rund 1300 deutschen Managern.

Samaras: Griechenland lässt Rezession hinter sich

BERLIN - Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras sieht sein Land auf Wachstumskurs. Im dritten Quartal werde Griechenland aus der Rezession herauskommen, sagte er am Dienstag in Berlin nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel. Die hohe Arbeitslosigkeit mache weiter Sorgen. "Aber die Zahlen sinken", betonte Samaras. Ein weiteres internationales Hilfspaket sei nicht notwendig.

China: HSBC-Geschäftsklima-Index legt im September überraschend zu

PEKING - Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im September ersten Schätzungen zufolge überraschend aufgehellt. Der von der britischen Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex legte in der ersten Veröffentlichung am Dienstag auf 50,5 Punkte zu. Im August war er überraschend stark auf 50,2 Zähler gefallen. Von Bloomberg befragte Experten hatten im September mit einem weiteren Rückgang auf 50,0 Punkte gerechnet.

Brasilien senkt BIP-Prognose 2014 auf nur noch 0,9 Prozent

BRASÍLIA - Brasiliens Regierung hat die Wachstumsprognose für 2014 deutlich nach unten korrigiert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach Einschätzung des Planungsministeriums in diesem Jahr nur um 0,9 Prozent zulegen, wie am Montag aus einem Zwei-Monats-Bericht hervorgeht. Damit senkte die Regierung ihre Prognose von bisher 1,8 Prozent um 0,9 Prozentpunkte.

/rob/jkr

23.09.2014

Unions-Chefhaushälter: AfD-Aufstieg ohne Einfluss auf Euro-Krisenpolitik

BERLIN (dpa-AFX) - Der Chefhaushälter der Unions-Bundestagsfraktion, Norbert Barthle, rechnet trotz jüngster Erfolge der eurokritischen Partei AfD nicht mit einer Verschärfung der europapolitischen Gangart durch die Bundesregierung. "Die Europapolitik der AfD ist von Grund auf falsch", sagte der CDU-Politiker am Dienstag dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe). "Deshalb gibt es für uns weder Grund noch Veranlassung, sich an diesem Irrweg zu orientieren."

Barthle reagierte damit auf eine zuvor von der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) veröffentlichte Analyse, der zufolge der Aufstieg der Alternative für Deutschland (AfD) Zündstoff für Euro-Krisenländer berge. Die CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte versuchen, durch eine härtere Regierungslinie in der Euro-Krisenpolitik Wähler zurückzugewinnen, warnten Experten von S&P./jkr/he

23.09.2014

ROUNDUP/Valls: Von Frankreichs Wiederaufstieg profitiert auch Deutschland

BERLIN (dpa-AFX) - Der französische Ministerpräsident Manuel Valls hat bei der deutschen Wirtschaft um Unterstützung für seinen umstrittenen Reformkurs geworben. Von den Maßnahmen, die er in Frankreich zur Stärkung der Unternehmen und für mehr Wachstum umsetze, werde auch Deutschland als engster Wirtschaftspartner profitieren, sagte der sozialistische Regierungschef am Dienstag beim Industrietag in Berlin.

Frankreich bezieht fast ein Fünftel seiner Importe von deutschen Firmen. Valls forderte erneut mehr Investitionen, damit Europa seine Wachstumsschwäche überwinden könne.

In der Energiepolitik verfolgt der Nachbar aber unverändert eine andere Strategie als Europas Energiewende-Vorreiter Deutschland. Valls bekannte sich klar zur Atomkraft. Frankreich werde in neue Reaktoren investieren: "Wir glauben, dass die Atombranche eine Zukunftsbranche ist." In Deutschland dagegen wird spätestens im Jahr 2022 der letzte Atommeiler abgeschaltet und der Anteil des Ökostroms am gesamten Energiemix massiv ausgebaut.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte mit Blick auf den Defizitsünder Paris, das Fundament Europas sei der Stabilitäts- und Wachstumspakt. Die Lehre aus der Staatsschuldenkrise sei, dass die Euro-Länder ihre Versprechen einhalten müssten. "Deshalb wird Deutschland hier auch Verlässlichkeit einfordern", sagte sie.

Erfreulich sei, dass in bisherigen Krisenländern wie Irland, Spanien und Portugal wieder Wachstum sichtbar werde. Auch Griechenland nähere sich wieder der Wachstumsschwelle. Das zeige, dass strukturelle Reformen nach einer gewissen Zeit Erfolg hätten, erklärte Merkel.

Nach Ansicht der deutschen Industrie muss Frankreich seine Krise aus eigener Kraft lösen. "Deutschland ist nicht schuld an den strukturellen Problemen der französischen Volkswirtschaft - und auch nicht in der Verantwortung, diese Probleme zu lösen", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo.

Wegen der Ukraine-Krise und anderer Konjunkturrisiken erwartet der BDI 2014 nur noch ein deutsches Wachstum von 1,5 statt bislang 2 Prozent. Die große Koalition trage eine Mitschuld an dieser Entwicklung: "Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung wirkt bislang nicht unbedingt Vertrauen stärkend. Die Verunsicherung schlägt auf die Investitionstätigkeit", sagte Grillo.

Valls wies Vorhaltungen zurück, Frankreich sei reformunwillig: "Als Regierungschef weiß ich, dass ich Reformen umsetzen muss." Er könne aber nicht akzeptieren, wenn ihm jemand von außen etwas diktieren wolle. Frankreich habe die Einhaltung der zulässigen EU-Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschieben müssen, aber keineswegs aufgegeben.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mahnte Strukturreformen in Paris an, zeigte aber auch Verständnis für Valls: Es gebe keinen Grund für ein "Frankreich-Bashing". Auch Deutschland habe 2003 gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen. Nun müsse geschaut werden, wie der EU-Stabilitätspakt für mehr Wachstum flexibel ausgelegt werden könne, ohne die Regeln zu ändern./tb/DP/jkr

23.09.2014

ROUNDUP: Merkel lobt Griechenlands Reformkurs - Wachstum in Sicht

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel hat die Erfolge Griechenlands bei der Umsetzung seines Reformprogramms gewürdigt, aber keine weiteren Zugeständnisse gemacht. Nach einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras sagte Merkel am Dienstag in Berlin, es gebe "sehr erfreuliche und positive Signale". Samaras erwartet, dass sein Land die Rezession im dritten Quartal hinter sich lässt.

Die Schwelle zum Wachstum könne bald erreicht werden, sagte auch Merkel. Sie bescheinigte Samaras eine entschiedene Führung, die Schritt für Schritt Ergebnisse zeige. "Die ersten zarten Pflänzchen des Erfolgs sind sichtbar", sagte sie. Auf die Frage, ob sie sich eine Lockerung der strengen Regeln des Stabilitätspakts vorstellen könne, verwies die Kanzlerin auf die EU-Kommission. Diese müsse im Oktober die Haushalte aller Mitgliedsstaaten bewerten.

Ähnlich hatte sich Merkel bereits am Montag nach dem Treffen mit dem französischen Premierminister Manuel Valls geäußert. Samaras sagte zu möglichen Erleichterungen für Frankreich und Griechenland beim Schuldenabbau lediglich: "Das Maß muss gewahrt werden."

Der griechische Ministerpräsident sieht sein Land auf Wachstumskurs. 2015 erwarte seine Regierung ein Wachstum von 2,9 Prozent, 2016 sogar von 3,7 Prozent. Die Zinsen für Staatsanleihen gingen weiter zurück. Die hohe Arbeitslosigkeit mache weiter Sorgen. "Aber die Zahlen sinken", betonte Samaras.

Zu einer möglichen Streckung der Tilgungsfristen für Griechenlands Schulden äußerte er sich nicht direkt. Für konkrete Angaben dazu sei es zu früh, sagte er lediglich. Auch zu einer Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds IWF gab es keine klare Aussage. "Scheidung" sei das falsche Wort, betonte er. Etwas anderes sei es, wenn die IWF-Unterstützung nicht mehr notwendig sei. "Wir müssen als Sieger aus der Situation herauskommen", betonte er.

Griechenland ist seit 2010 mit über 230 Milliarden Euro internationaler Hilfszusagen vor dem Bankrott bewahrt worden. Im Gegenzug musste es umstrittene Reformen ankurbeln und Sparmaßnahmen durchsetzen. Seit sechs Jahren steckt das Land in der Rezession. Das zweite Hilfspaket läuft zum Jahresende aus. Ein drittes Paket sei aber nicht notwendig, betonte Samaras.

Der konservative Regierungschef hob auch die in der angespannten geopolitischen Lage wachsende Bedeutung Griechenlands als "Energie-Knotenpunkt" hervor. Investitionen von 50 Milliarden Euro seien in diesem Bereich geplant. Griechenland könne beim Transfer von Gas etwa aus Aserbaidschan nach Italien eine wichtige Rolle spielen. Zugleich verfüge es über eigene Energieressourcen.

Über die innenpolitische Lage in Griechenland sei bei dem Treffen nicht gesprochen worden, betonten Merkel wie Samaras. Das Bündnis der radikalen Linken unter seinem Chef Alexis Tsipras führt derzeit in allen Umfragen deutlich. Bis spätestens Februar 2015 muss ein neuer Staatspräsident vom Parlament gewählt werden. Dazu ist eine Drei-Fünftel-Mehrheit nötig, die Samaras Regierung derzeit nicht hat. Gelingt es ihr nicht, die Unterstützung unabhängiger Abgeordneter zu erhalten, müssten vorgezogene Parlamentswahlen stattfinden.

Aus Protest gegen weitere Entlassungen traten griechische Staatsbedienstete am Dienstag erneut in einen Streik. Ministerien und andere Behörden wie Finanzämter blieben geschlossen./tl/DP/jkr

23.09.2014

EZB-Bilanzsumme fällt unter 2 Billionen Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank (EZB) ist infolge der Rückzahlung von Langfristkrediten der Geschäftbanken unter die Marke von 2 Billionen Euro gerutscht. In der Woche zum 19. September sei das Volumen aller Vermögenswerte in der Bilanz der Notenbank um rund 15,65 Milliarden Euro auf etwa 1,988 Billionen Euro gesunken, teilte die EZB am Dienstag mit. Dies ist der niedrigste Wert seit Juli 2011, also kurz bevor sich die Euro-Schuldenkrise dramatisch zugespitzt hatte.

Vor allem die Vergabe von langfristigen Krediten zu extrem günstigen Konditionen (LTROs) hatte die Bilanz der EZB zeitweise über die Marke von 3 Billionen Euro steigen lassen. Der Höhepunkt wurde im Juni 2012 bei 3,102 Billionen Euro erreicht. Seitdem haben die Geschäftsbanken einen großen Teil der Kredite wieder zurückgezahlt.

In den kommenden Monaten ist aber wieder ein Anstieg der EZB-Bilanzsumme zu erwarten. Der Grund liegt zum einen in neuen Langfristkrediten (TLTROs), die seit vergangener Woche von der EZB an die Geschäftsbanken der Eurozone vergeben werden. Außerdem hat die Notenbank im Kampf gegen die flaue Konjunktur und eine zu niedrige Inflation den Kauf von Pfandbriefen und gebündelten Kreditpapieren (ABS) angekündigt./jkr/bgf

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: Equinet senkt Merck KGaA auf 'Hold' - Ziel 66,50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat Merck KGaA anlässlich der Übernahme von Sigma-Aldrich von "Accumulate" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel auf 66,50 Euro belassen. Dieser Schritt erscheine wertneutral für den Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern, schrieb Analystin Marietta Miemietz in einer Studie vom Dienstag. Die Abstufung erfolge wegen des erreichten Kursziels./ag/zb

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Allianz SE auf 155 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Allianz SE dank einer Besserung bei der Tochter Pimco und positiven Währungseffekten von 142 auf 155 Euro angehoben. Die Einstufung bleibe auf "Buy", schrieb Analyst William Elderkin in einer Branchenstudie vom Dienstag./zb/ag

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Volkswagen auf 'Buy' - Ziel 210 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat Volkswagen von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 190 auf 210 Euro angehoben. Analyst Philippe Houchois rät den europäischen Autosektor in einer Branchenstudie vom Dienstag angesichts seiner Bewertung und der nachlassenden Gewinndynamik weiter unterzugewichten. Selektives Vorgehen sei geboten. Die Wolfsburger hätten die Chance, durch ihre Restrukturierung einen jahrelangen Abschwung der Eigenkapitalrendite zu stoppen./ag/zb

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Heidelberger Druck-Ziel auf 3,10 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Heidelberger Druck angesichts der höheren Anzahl ausstehender Aktien nach Abschluss der Gallus-Übernahme von 3,30 auf 3,10 Euro gesenkt. Die Einstufung beließ Analyst Adrian Rott in einer Studie vom Dienstag aber auf "Buy". Vorstandschef Gerold Linzbach habe in einem Interview in der "Welt am Sonntag" seinen Eindruck bestätigt, dass das Erholungspotenzial des Konzerns immer noch unterschätzt wird./ag/ck

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: Equinet senkt Patrizia Immobilien auf 'Hold' - Ziel 10 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat Patrizia Immobilien nach Erreichen des Kursziels von 10 Euro von "Accumulate" auf "Hold" abgestuft. Analyst Philipp Häßler hält das Immobilienunternehmen in einer Studie vom Dienstag weiter für interessant. Die Aktien seien jedoch jetzt fair bewertet./ag/zb

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: Lampe hebt LPKF Laser auf 'Small cap Alpha-Liste'

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Aktien von LPKF Laser auf ihre "Small cap Alpha-Liste" gesetzt. Die Einstufung beließ Analyst Heiko Feber in einer Studie vom Dienstag auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 17 Euro. Die Aktie dürfte von guten Zahlen für das dritte Quartal sowie von einem stärkeren Fokus der Investoren auf das sich wieder beschleunigende Wachstum im kommenden Jahr profitieren./ag/ck

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: UBS senkt BMW auf 'Neutral' - Ziel 93 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat BMW von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 105 auf 93 Euro gesenkt. Analyst Philippe Houchois rät den europäischen Autosektor in einer Branchenstudie vom Dienstag angesichts seiner Bewertung und der nachlassenden Gewinndynamik weiter unterzugewichten. Letzteres sei auch der Grund für die Abstufung des Münchner Premiumherstellers./ag/zb

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: Merrill Lynch hebt RWE auf 'Buy' - Ziel 37,10 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat RWE von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 33,20 auf 37,10 Euro angehoben. Der Essener Versorger profitiere am stärksten vom Kapazitätsmarkt in Großbritannien, schrieb Analyst Peter Bisztyga in einer Studie vom Dienstag. Klarheit über den Umfang erwartet der Experte noch in dieser Woche. Die RWE-Aktien seien zudem attraktiv bewertet./ag/ck

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Siemens auf 'Equal Weight' - Ziel 100 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat Siemens von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft und das Kursziel von 110 auf 100 Euro gesenkt. Seine Empfehlung habe auf einer schlaueren Kapitalverwendung und einer disziplinierteren Unternehmensführung basiert, schrieb Analyst Chris Stevens in einer Studie vom Dienstag. Seit der neue Vorstandschef im Amt ist, habe er zwei Zukäufe in Milliardenhöhe in Gang gebracht, die jeweils die selbst gesteckten Renditevoraussetzungen nicht erfüllten, so der Experte. Er senkte zudem aufgrund des Margendrucks im Energiesegment, geringeren Wachstums im Gesundheitsgeschäft in China und des BSH-Verkaufs seine Ergebnisprognosen./ag/zb

23.09.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt United Internet auf 'Neutral' - Ziel 40 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat United Internet von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 20,40 auf 40,00 Euro angehoben. Die erfolgreiche Strategie im Breitband- und Mobilfunkgeschäft, Synergien durch die Versatel-Übernahme sowie weitere Marktbereinigungsoptionen im Telekomsektor überlagerten Risiken im Anwendungsgeschäft, schrieb Analyst Tim Boddy in einer Studie vom Dienstag. Nach der überdurchschnittlichen Kursentwicklung seien die Aktien aber nahezu fair bewertet./ag/ck

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser