dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

01.05.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Guten Morgen! Wir begrüßen Sie beim Nachrichtendienst von dpa-AFX. Den verantwortlichen Dienstleiter erreichen Sie unter folgender Telefonnummer: 069/92022-425. Alle angegebenen Zeiten beziehen sich auf MESZ oder MEZ. Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Martin Kalverkamp. Die Redaktion erreichen Sie unter: dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH Gutleutstraße 110 60327 Frankfurt/Main Telefon: 069/92022-425 Fax: 069/92022-449 E-Mail: redaktion@dpa-AFX.de Weitere Informationen unter: www.dpa-AFX.de ©Copyright dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. Unseren Verkauf und Kundenservice erreichen Sie unter: Telefon: 069/92022-480 Fax: 069/92022-420 E-Mail: vertrieb@dpa-AFX.de dpa-AFX zählt zu den führenden deutschsprachigen Nachrichtenagenturen für real time Finanz- und Wirtschaftsnachrichten. Die dpa-AFX Redakteure produzieren unabhängig, zuverlässig und schnell Nachrichten für institutionelle und private Anleger. Neben den engen Kontakten zu Händlern, Analysten und anderen Quellen nutzt die Redaktion das internationale Netzwerk der Gesellschafter Deutsche Presse-Agentur (dpa), Hamburg, und APA - Austria Presse Agentur, Wien.

01.05.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Alle Meldungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX werden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Meldungen zu Finanzanalysen von Dritten fassen diese Analysen lediglich zusammen bzw. geben sie in Auszügen wieder. Die Meldungen stellen aber weder eine Anlageberatung oder Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss bestimmter Finanzgeschäfte dar.

Darüber hinaus ersetzen sie nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Daher ist jegliche Haftung für Schäden aller Art (insbesondere Vermögensschäden), die bei Verwendung der Meldungen für die eigene Anlageentscheidung unter Umständen auftreten, ausgeschlossen. Auf den Inhalt der Finanzanalyse selbst hat die Nachrichtenagentur keinen Einfluss, verantwortlich dafür ist ausschließlich das jeweils für die Erstellung verantwortliche Unternehmen. Die Offenlegung der möglichen Interessenkonflikte der jeweils für die Erstellung der Finanzanalysen verantwortlichen Unternehmen ist in der Regel auf deren Internetseite abrufbar.

29.04.2016

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN der Woche vom 25. bis 29.04.2016

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 25. bis 29.04.2016

MONTAG

Exane BNP hebt BASF auf 'Outperform' und Ziel auf 80 Euro

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat BASF aus Bewertungsgründen von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 68 auf 80 Euro angehoben. Bis jüngst habe sich die Aktie des Chemiekonzerns unterdurchschnittlich entwickelt, schrieb Analyst James Knight in einer Studie vom Montag. Der Markt müsse aber noch die sehr realistischen Aussichten eines neuen, attraktiven Angebots von Monsanto für die BASF-Agrochemiesparte und weitere Investitionskürzungen berücksichtigen, welche die Renditen antreiben sollten.

Oddo Seydler senkt Stratec auf 'Neutral' - Ziel 49 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Stratec vor Zahlen von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel auf 49 Euro belassen. Das erste Quartal des Laborgeräteherstellers dürfte schwach verlaufen sein, schrieb Analyst Igor Kim in einer Studie vom Montag. Da die Aktie sein Kursziel erreicht hat, stufte der Experte sie ab.

Oddo Seydler hebt Capital Stage auf 'Neutral' - Ziel 6,90 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Capital Stage von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel auf 6,90 Euro belassen. Die Aktie des Solarparkbetreibers habe sein Kursziel erreicht und er sehe kein weiteres Abwärtsrisiko, schrieb Analyst Stephan Wulf in einer Studie vom Montag.

DIENSTAG

DZ Bank hebt Eon auf 'Halten' und fairen Wert auf 9 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Eon von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft und den fairen Wert von 7,80 auf 9,00 Euro angehoben. Die Stromfutures hätten sich zuletzt deutlich von ihren Allzeittiefs im Februar erholt, schrieb Analyst Werner Eisenmann in einer Studie vom Dienstag. Zudem habe der Investorentag seine Skepsis gegenüber der Aufspaltung des Versorgers etwas verringert. Allerdings sei eine deutliche Abweichung der Bewertung im Vergleich zum Sektor nicht gerechtfertigt.

Kepler Cheuvreux hebt BASF auf 'Buy' und Ziel auf 85 Euro

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat BASF gleich um zwei Stufen von "Reduce" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 55 auf 85 Euro angehoben. Der Ludwigshafener Chemiekonzern sei ein Marktführer und das am besten geführte Unternehmen in der Branche, dessen aktuelle Probleme lösbar erschienen, schrieb Analyst Christian Faitz in einer Studie vom Dienstag. BASF sollte sich daher nach einem voraussichtlich schwierigen Jahr 2016 wieder gut entwickeln.

DZ Bank hebt Lanxess auf 'Kaufen' und fairen Wert auf 52 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Lanxess von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert von 45 auf 52 Euro angehoben. Die Aktie sei unterbewertet und der geplante Kauf des Desinfektions- und Hygienelösungsgeschäfts vom US-amerikanischen Chemiekonzern Chemours stärke das Materialschutzgeschäft, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Dienstag. Zudem rechne er mit einem guten ersten Quartal im Rahmen der Unternehmensziele.

MITTWOCH

Lampe hebt Allianz auf 'Kaufen' und Ziel auf 180 Euro

DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat die Allianz von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 165 auf 180 Euro angehoben. Die Strategie des Versicherers, sich mittelfristig auf weniger, dafür aber größere und profitablere Geschäftsbereiche und Regionen zu konzentrieren, dürfte dazu beitragen, dass der aktuell etwa zehnprozentige Bewertungsabschlag der Papiere verschwinde, schrieb Analyst Andreas Schäfer in einer Studie vom Mittwoch.

Hauck & Aufhäuser senkt Adidas auf 'Hold' - Ziel 110 Euro

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Adidas nach Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 107 auf 110 Euro angehoben. Das Aufwärtspotenzial der Aktien des Sportartikelherstellers sei trotz gestiegener Schätzungen begrenzt, schrieb Analyst Christian Schwenkenbecher in einer Studie vom Mittwoch. Er verwies auf die nunmehr hohe Bewertung des Dax-Titels. Das erste Quartal sei aber sehr gut ausgefallen und die Marken-Dynamik sei stark gewesen.

Barclays hebt VW-Vorzüge auf 'Overweight' und Ziel auf 160 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 106 auf 160 Euro angehoben. Mit der stärkeren Koppelung der Management-Gehälter an die Aktienkursentwicklung habe der Autobauer erste Schritte unternommen, um das Anlegervertrauen nach dem Abgasskandal zurückzugewinnen, schrieb Analystin Kristina Church in einer Studie vom Mittwoch. Signale für eine striktere Kostenkontrolle könnten den Aktien einen zusätzlichen Schub geben.

DONNERSTAG

Independent Research senkt RWE auf 'Verkaufen' - Ziel 12 Euro

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat RWE nach den Empfehlungen der Atomkommission zur Finanzierung des Atomausstiegs von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft, aber das Kursziel auf 12 Euro belassen. Die Unsicherheiten blieben bestehen, wenn auch in einem geringeren Ausmaß, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Donnerstag. 2016 dürfte RWE erneut keine Dividende für die Stammaktie zahlen.

DZ Bank senkt Bayer auf 'Halten' - Fairer Wert 113 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Bayer nach Zahlen von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert auf 113 Euro belassen. Die Ergebnisse des Chemie- und Pharmakonzerns für das erste Quartal 2016 hätten über seinen Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Donnerstag. Dennoch sei der Ausblick nicht angehoben worden. Die Aktie sei fair bewertet.

UBS senkt Thyssenkrupp auf 'Neutral' - Ziel 20,30 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Thyssenkrupp nach "exzellenter Kursentwicklung" von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Die Papiere des Stahl- und Industriekonzerns seien nun nicht mehr günstig, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Studie vom Donnerstag. Das Kursziel hob er nach der Kurserholung seit Mitte Februar aber von 19,00 auf 20,30 Euro an.

FREITAG

DZ Bank hebt BASF auf 'Kaufen' und fairen Wert auf 85 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat BASF von "Verkaufen" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert von 55 auf 85 Euro angehoben. Die Geschäftszahlen des Chemiekonzerns für das erste Quartal hätten seine Erwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Freitag. Der Preisdruck bei Erdöl und Erdölderivaten habe sich abgebaut. Spengler prognostiziert spätestens für das nächste Jahr eine bessere Auslastung und steigende Preise.

Merrill Lynch hebt Wacker Chemie auf 'Neutral'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Wacker Chemie von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 70 auf 84 Euro angehoben. Der Spezialchemiekonzern dürfte in seinem Geschäft das schlimmste hinter sich gebracht haben, schrieb Analyst Laurent Favre in einer Studie vom Freitag. Das erste Quartal habe sich stark entwickelt. Er habe seine Prognosen für beide Sparten Polysilicon und Chemicals erhöht.

Berenberg senkt Gea Group auf 'Sell' und Ziel auf 38 Euro

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Aktien der Gea Group nach Erreichen des alten Kursziels von 43 Euro von "Buy" auf "Sell" abgestuft. Sein neues Ziel setzte Analyst Sebastian Kuenne in einer Studie vom Freitag auf 38 Euro. Als weitere Gründe für seine Abstufung nennt der Experte Risiken in den Endmärkten des Maschinen- und Anlagenbauers sowie mögliche weitere Restrukturierungsmaßnahmen, die die Margen belasten könnten.

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29.04.2016

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 29.04.2016

DZ Bank hebt BASF auf 'Kaufen' und fairen Wert auf 85 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat BASF von "Verkaufen" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert von 55 auf 85 Euro angehoben. Die Geschäftszahlen des Chemiekonzerns für das erste Quartal hätten seine Erwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Freitag. Der Preisdruck bei Erdöl und Erdölderivaten habe sich abgebaut. Spengler prognostiziert spätestens für das nächste Jahr eine bessere Auslastung und steigende Preise.

Merrill Lynch hebt Wacker Chemie auf 'Neutral'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Wacker Chemie von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 70 auf 84 Euro angehoben. Der Spezialchemiekonzern dürfte in seinem Geschäft das schlimmste hinter sich gebracht haben, schrieb Analyst Laurent Favre in einer Studie vom Freitag. Das erste Quartal habe sich stark entwickelt. Er habe seine Prognosen für beide Sparten Polysilicon und Chemicals erhöht.

Berenberg senkt Gea Group auf 'Sell' und Ziel auf 38 Euro

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Aktien der Gea Group nach Erreichen des alten Kursziels von 43 Euro von "Buy" auf "Sell" abgestuft. Sein neues Ziel setzte Analyst Sebastian Kuenne in einer Studie vom Freitag auf 38 Euro. Als weitere Gründe für seine Abstufung nennt der Experte Risiken in den Endmärkten des Maschinen- und Anlagenbauers sowie mögliche weitere Restrukturierungsmaßnahmen, die die Margen belasten könnten.

Berenberg hebt Südzucker auf 'Hold' und Ziel auf 14,50 Euro

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Südzucker von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 12,70 auf 14,50 Euro angehoben. Kurzfristig könnten sich die Zuckerpreise und auch das operative Ergebnis (Ebit) dank zurückgefahrener Lagerbestände positiver entwickeln, schrieb Analyst Fintan Ryan in einer Studie vom Freitag. Mittelfristig bleibt er aber pessimistisch für die europäische Zuckerbranche.

Warburg Research hebt Wincor Nixdorf auf 'Buy' - Ziel 58 Euro

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Wincor Nixdorf nach Zahlen von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 48,85 auf 58,00 Euro angehoben. Der Hersteller von Kassensystemen habe die Erwartungen im zweiten Geschäftsquartal getoppt, schrieb Analyst Björn Voss in einer Studie vom Freitag. Angesichts operativer Verbesserungen in den vergangenen Monaten dürfte der faire Wert das Übernahmeangebot von Diebold deutlich übersteigen. Voss kalkuliert ihn auf etwa 60 Euro je Aktie.

Morgan Stanley hebt Ziel für Deutsche Bank - 'Equal-weight'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Deutsche Bank von 18,80 auf 19,30 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Das Management des Finanzinstituts setze viele Hebel in Bewegung, um die Kosten zu senken, Randaktivitäten zu verkaufen und den rechtlichen Unsicherheiten zu begegnen, schrieb Analyst Huw Van Steenis in einer Studie vom Freitag. Dennoch dürfte es den Aktien schwer fallen, deutlich zuzulegen.

Independent Research senkt Ziel für Deutsche Börse - 'Halten'

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für die Deutsche Börse nach Zahlen von 83 auf 81 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Gewinnkennzahlen des Börsenbetreibers hätten im ersten Quartal im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Markus Rießelmann in einer Studie vom Freitag. Die Bewertung der Aktien erscheine im historischen Vergleich ambitioniert.

NordLB hebt Ziel für Volkswagen Vorzüge auf 120 Euro - 'Halten'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Volkswagen nach Zahlen von 115 auf 120 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Abgassaffäre habe dem Autobauer eine tiefrote Bilanz eingebrockt, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Freitag. Die Rückstellungen von 16,2 Milliarden Euro betrachte er als Untergrenze des Schadens aus dem gesamten Skandals. Schwope geht weiter von Gesamtkosten in Höhe von 20 bis 30 Milliarden Euro aus.

Berenberg hebt Ziel für Fresenius auf 70,55 Euro - 'Buy'

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Fresenius SE vor Zahlen zum ersten Quartal von 65,10 auf 70,55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Medizinkonzern dürfte mit einem erwarteten Umsatzplus von 6 Prozent und einem Gewinnanstieg (Ebit) von 11 Prozent ein weiteres solides Quartal verbucht haben, schrieb Analyst Tom Jones in einer Studie vom Freitag. Das neue Kursziel reflektiere den von 2016 auf 2017 verlagerten Bewertungshorizont.

DZ Bank senkt fairen Wert für Airbus Group auf 67 Euro - 'Kaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Airbus nach Zahlen zum ersten Quartal von 72 auf 67 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Aufgrund mehrerer Probleme sei der Jahresstart des Flugzeugbauers schwach ausgefallen und der Markt nun besorgt über den Ausblick, schrieb Analyst Alexander Hauenstein in einer Studie vom Freitag. Airbus könne aber noch die eigenen Ziele erreichen, falls bald Klarheit wegen der Probleme beim Militärtransporter A400M herrsche.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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29.04.2016

US-Anleihen legen nach schwächerem Start leicht zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Freitag nach einem etwas schwächeren Start leichte Gewinne verzeichnet.

Zweijährige Anleihen legten um 1/32 Punkte auf 99 30/32 Punkte zu und rentierten mit 0,77 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 2/32 Punkte auf 100 15/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,28 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gewannen 2/32 Punkte auf 98 8/32 Punkte und rentierten mit 1,82 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren rückten um 11/32 Punkte auf 96 21/32 Punkte vor. Ihre Rendite fiel auf 2,66 Prozent./ck/he

29.04.2016

Devisen: Eurokurs im US-Handel nur wenig bewegt - weiter gut über 1,14 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Freitag nach seinem Höhenflug im US-Handel nicht mehr allzu stark bewegt. Rund eine Stunde vor der Schlussglocke an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1451 US-Dollar. Zuvor hatten sowohl die teils positiven Wirtschaftsdaten aus der Eurozone als auch die schwachen Daten aus den USA beflügelten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1403 (Donnerstag: 1,1358) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8770 (0,8804) Euro.

Gestützt wurde der Eurokurs etwa dadurch, dass die Wirtschaftsleistung in der Eurozone im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal deutlicher als erwartet zugelegt hatte. Auch das Wirtschaftswachstum in Frankreich und Spanien war stärker als erwartet ausgefallen. Keine Entwarnung gab es allerdings bei der Preisentwicklung. Am Nachmittag wurde zudem der Dollarkurs durch überwiegend enttäuschend ausgefallene US-Konjunkturdaten belastet./ck/he

29.04.2016

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Freitag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 603 496 (738 697) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 294 737 (371 593), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 308 759 (367 104). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,95 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren BASF (46 629/10 006), Eon (12 727/36 707) und UBS (8 151/20 338)./yyzz/DP/he

29.04.2016

ROUNDUP: Annäherung im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst

POTSDAM (dpa-AFX) - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat es am Freitag eine deutliche Annäherung gegeben. Die Tarifkommissionen von Verdi und Beamtenbund dbb traten am Abend in Potsdam zusammen, um über den Verhandlungsstand zu beraten. Zuvor fassten die Spitzen von Gewerkschaften und Arbeitgebern eine Lohnerhöhung ins Auge, die zwischen dem Angebot von Bund und Kommunen und den Forderungen der Arbeitnehmer liegt, wie es in Verhandlungskreisen hieß.

Damit zeichnete sich eine Entscheidung noch am Abend ab. Zwei Tage hatten beide Seiten über höhere Löhne für die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen verhandelt. Auch um eine neue Entgeltordnung und die Altersversorgung der Beschäftigten in den Kommunen ging es.

Die Arbeitgeber waren optimistisch in den entscheidenden Verhandlungstag gestartet. "Es wird schwierig, aber ich halte ein Ergebnis für möglich", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Die Gewerkschaften äußerten sich zurückhaltender und schlossen auch ein Scheitern ausdrücklich nicht aus.

Im Fall eines Durchbruchs wären neue Streiks vom Tisch. Mitte der Woche hatte die Gewerkschaft Verdi weite Teile des Flugverkehrs in Deutschland lahmgelegt. Bestreikt wurden in den vergangenen zwei Wochen verstärkt Kitas, der Nahverkehr, Rathäuser oder die Müllabfuhr. Zum Auftakt der letzten zuvor vereinbarten Verhandlungsrunde hatten die Gewerkschaften am Vortag mit einer Eskalation im Fall eines Scheiterns der Gespräche gedroht.

Der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA, Thomas Böhle, sprach am Morgen von einem "Aufeinanderzugehen". Nur so könne es auch funktionieren. "Da haben wir allseits das Gefühl, dass es klappen wird." Die Beteiligten hofften, dass eine Schlichtung unnötig werde. Auch während einer Schlichtung würde nicht gestreikt.

Kompliziert waren die Gespräche, weil ein Gesamtpaket geschnürt werden sollte. Die Komponenten der Lohnerhöhung, der betrieblichen Altersvorsorge und einer neuen Entgeltordnung griffen ineinander, sagte ein Verdi-Sprecher.

Ein Lohnangebot der Arbeitgeber von drei Prozent mehr bis kommendes Jahr hatten die Gewerkschaften zurückgewiesen. Sie hatten sechs Prozent für ein Jahr gefordert. Bei den betrieblichen Zusatzrenten, die 20 bis 30 Prozent der Gesamtrente der Beschäftigten ausmachen, hatten die Arbeitgeber Einschnitte gefordert. So soll das System bezahlbar gehalten werden, auch wenn immer mehr Beschäftigte in Pension gehen. Die Gewerkschaften entgegneten, dass einige der Alterskassen exzellent dastünden./bw/DP/she

29.04.2016

Ölpreise geraten unter Druck - Gestiegene Opec-Produktion

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag im Handelsverlauf unter Druck geraten und haben nach zwischenzeitlichen Gewinnen ins Minus gedreht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt 47,92 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 35 Cent auf 45,69 Dollar.

Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg ist die Produktion In den Ländern der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) im April gestiegen. Der Anstieg um 484 000 Barrel pro Tag sei der höchste seit dem Beginn der Datenerhebung im Jahr 1989.

Händler verwiesen zudem auf eine Gegenbewegung bei den Ölpreisen. Schließlich waren diese in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Zeitweise hatten die Preise für US-Öl und für Nordsee-Öl jeweils die höchsten Stände seit etwa einem halben Jahr erreicht. "Die Ölpreise steigen ungebremst weiter", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank. "Das nach wie vor bestehende Überangebot und die rekordhohen US-Rohöllagerbestände werden am Markt ignoriert."

Der Preis für Opec-Rohöl ist zuletzt gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis am Donnerstag 42,02 Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 64 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./jsl/he

29.04.2016

ROUNDUP 2: Sanofi beißt bei Medivation auf Granit - Ablehnung der Offerte

(neu: Kreise zum geforderten Kaufpreis und möglichen weiteren Interessenten sowie aktualisierte Kurse)

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Pharmahersteller Sanofi stößt bei seiner geplanten Übernahme der US-Firma Medivation auf anhaltenden Widerstand. Die US-Gesellschaft lehnte am Freitag offiziell das Übernahme-Angebot der Franzosen über insgesamt 9,3 Milliarden Euro als zu niedrig ab. Der Konzern werde dabei "signifikant unterbewertet", so Medivation. Die Franzosen betonten ihrerseits, sie wollten an ihrem Vorhaben festhalten und sich nun direkt an die Aktionäre des US-Konzerns wenden. "Wir sind disziplinierte Käufer und haben eine hohe Erfolgsquote."

Sanofi-Aktien gingen am mit einem Abschlag von 5,36 Prozent aus dem Handel. Medivation legten in New York zuletzt um gut 3 Prozent zu.

Sanofi hatte am Vortag 52,50 US-Dollar pro Aktie in bar für die Gesellschaft geboten. Laut Sanofi bedeutet das Gebot für die Medivation-Aktionäre einen Aufschlag von über 50 Prozent gemessen am Durchschnitts-Aktienpreis von zwei Monaten, bevor erste Gerüchte aufkamen. Kreisen zufolge will Medivation allerdings mindestens 65 Dollar je Aktie. Vielleicht ist ein anderer Pharmakonzern bereit, auf die Forderung einzugehen - die Branchenriesen AstraZeneca , Pfizer und Novartis erwägen jedenfalls der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge eigene Gebote.

Bereits am Donnerstag hatte Sanofi mitgeteilt, dass das Management von Medivation nicht zu Gesprächen über eine Übernahme bereit sei. "Wir verstehen nicht, warum Sie nicht antworten", schrieb Unternehmenschef Olivier Brandicourt an den Medivation-Chef.

Dennoch hatte Sanofi bis zuletzt gehofft. Noch am Freitagmorgen bei Vorlage der Quartalszahlen hatte Brandicourt die Hoffnungen geäußert, dass sowohl Aktionäre als auch das Management sich von den Chancen, die die Fusion böte, überzeugen ließen. Ob er gegebenenfalls in einen Bieterkampf einsteige, ließ er offen.

Die Franzosen sind auf der Suche nach neuen Erlösquellen, da unter anderem die Konkurrenz im Diabetes-Geschäft belastet. Medivation betreibt Krebsforschung und hat ein Mittel gegen Prostatakrebs auf dem Markt. Sanofi sieht in der Kombination der Unternehmen Vorteile für beide Seiten und die Krebsforschung bei Prostataerkrankungen./jha/she/he/she

29.04.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Eingetrübte Wirtschaftstimmung steckt an

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Börsen haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hinterließ ihre Spuren. Die Ölpreise erholten sich im Handelsverlauf hingegen wieder weitgehend, wodurch sich letztlich auch das Minus an der Wall Street verringerte. Schwächelnde Ölpreise beunruhigen die Marktteilnehmer, da der wichtige Rohstoff als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 17 773,64 Zähler. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Minus von 1,28 Prozent, im Monatsverlauf hingegen ein kleines Plus von 0,50 Prozent. Zudem hat der Dow die steile Talfahrt vom Jahresbeginn längst mehr als wett gemacht. Zu einem neuen Rekordhoch fehlen ihm inzwischen weniger als 600 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 0,51 Prozent auf 2065,30 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 0,52 Prozent auf 4341,30 Punkte.

US-DATEN ERNEUT UNTER DEN ERWARTUNGEN

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten.

Unter den erneut zahlreichen Unternehmen, die ihre Geschäftsberichte offenlegten, war auch Amazon . Dank eines boomenden Geschäfts mit Cloud-Diensten hatte der weltgrößte Onlinehändler mit einem Rekordgewinn geglänzt, was den Aktien ein Kursplus von 9,57 Prozent auf 659,59 US-Dollar bescherte. Bis zu dem am Ende des vergangenen Jahres erreichten Rekordhoch fehlen damit nur etwas mehr als 35 Dollar. Zahlreiche Analysten hoben zudem ihre Kursziele an, JPMorgan sagt nun sogar 915 Dollar voraus.

Im Dow richteten sich die Augen auf den Ölkonzern ExxonMobil , dessen Aktien mit plus 0,42 Prozent zu den favorisierten Werten zählten. Die niedrigen Ölpreise hatten dem US-Branchenprimus zwar erneut die Bilanz verhagelt, doch der Schreck war weniger groß als erwartet.

LINKEDIN-ANLEGER ERLEICHTERT

Das Geschäft des Karriere-Netzwerks LinkedIn war besser als erwartet gelaufen und sorgte bei den Anlegern entsprechend für Erleichterung. Die LinkedIn-Aktien gewannen 1,87 Prozent auf 125,31 Dollar. Bis sie jedoch wieder in Reichweite ihres im Februar 2015 erreichten Rekordhochs bei rund 276 Dollar sein werden, dürfte es noch länger dauern. Der vor knapp drei Monaten gesenkte Jahresausblick hatte sich derart auf die Papiere durchgeschlagen, dass sich der Kurs halbierte.

Die Titel des weltgrößten Biotech-Konzerns Amgen büßten hingegen trotz starker Quartalszahlen und der erneuten Anhebung der Jahresziele für Umsatz und Gewinn 1,41 Prozent ein. Erst vor drei Monaten hatte Amgen seine Erwartungen hochgeschraubt. Die Aktie ist allerdings bereits stark gelaufen und das alte Rekordhoch vom Juli des Vorjahres nicht mehr allzu weit.

Branchenkollege Gilead Sciences enttäuschte dagegen die Anleger: Das Hepatitis-C-Mittel Harvoni hatte sich im ersten Quartal weniger gut verkauft als gedacht. Die Aktien sackten um 9,06 Prozent ab. Die ebenfalls an der Nasdaq notierten Aktien von Stericycle - das Unternehmen recycelt medizinische Abfälle - büßten nach überraschend schwachen Zahlen und einer kräftigen Prognosesenkung etwas mehr als ein Fünftel an Wert ein.

EUROKURS NACH ANSTIEG WENIG BEWEGT

Der Eurokurs kostete zur Schlussglocke an der Wall Street nach einem Anstieg im Tagesverlauf 1,1450 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1403 (Donnerstag: 1,1358) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8770 (0,8804) Euro. Am US-Rentenmarkt gewannen zehnjährige Staatsanleihen 2/32 Punkte auf 98 8/32 Punkte und rentierten mit 1,82 Prozent./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

29.04.2016

WDH/Aktien New York Schluss: Von eingetrübter Wirtschaftstimmung angesteckt

(Überschrift geändert um ein ausgefallenes Wort zu ergänzen)

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Börsen haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hinterließ ihre Spuren. Die Ölpreise erholten sich im Handelsverlauf hingegen wieder weitgehend, wodurch sich letztlich auch das Minus an der Wall Street verringerte. Schwächelnde Ölpreise beunruhigen die Marktteilnehmer, da der wichtige Rohstoff als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 17 773,64 Zähler. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Minus von 1,28 Prozent, im Monatsverlauf hingegen ein kleines Plus von 0,50 Prozent. Zudem hat der Dow die steile Talfahrt vom Jahresbeginn längst mehr als wett gemacht. Zu einem neuen Rekordhoch fehlen ihm inzwischen weniger als 600 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 0,51 Prozent auf 2065,30 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 0,52 Prozent auf 4341,30 Punkte.

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten./ck/he

29.04.2016

Aktien New York: Wall Street von eingetrübter Wirtschaftstimmung angesteckt

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Börsen haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hinterließ ihre Spuren. Die Ölpreise erholten sich im Handelsverlauf hingegen wieder weitgehend, wodurch sich letztlich auch das Minus an der Wall Street verringerte. Schwächelnde Ölpreise beunruhigen die Marktteilnehmer, da der wichtige Rohstoff als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 17 773,64 Zähler. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Minus von 1,28 Prozent, im Monatsverlauf hingegen ein kleines Plus von 0,50 Prozent. Zudem hat der Dow die steile Talfahrt vom Jahresbeginn längst mehr als wett gemacht. Zu einem neuen Rekordhoch fehlen ihm inzwischen weniger als 600 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 0,51 Prozent auf 2065,30 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 0,52 Prozent auf 4341,30 Punkte.

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten./ck/he

29.04.2016

WDH/Aktien New York:Wall Street leidet unter trüber Stimmung und Ölpreisrückgang

(Im 5. Satz wurde der Name des Analysehauses korrigiert. Es handelt sich um JPMorgan rpt JPMorgan.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hat am Freitag an der Wall Street ihre Spuren hinterlassen. Zudem gaben auch die Ölpreise wieder nach, was die Marktteilnehmer mehrheitlich berunruhigt, da Öl als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex knüpfte an seine Vortagesschwäche an und büßte rund eineinhalb Stunden vor Handelsschluss 0,82 Prozent auf 17 685,23 Zähler ein. Seine steile Talfahrt vom Jahresbeginn hat er im Verlauf seiner jüngsten Rally dennoch vergessen gemacht. Zu einem Rekordhoch fehlen dem Dow aktuell inzwischen weniger als 700 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 1,06 Prozent auf 2053,83 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 1,01 Prozent auf 4319,82 Punkte.

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten.

Unter den erneut zahlreichen Unternehmen, die ihre Geschäftsberichte offen legten, war auch Amazon . Dank eines boomenden Geschäfts mit Cloud-Diensten hatte der weltgrößte Onlinehändler mit einem Rekordgewinn geglänzt, was den Aktien ein Kursplus von 8,80 Prozent auf 654,95 US-Dollar bescherte. Bis zu dem am Ende des vergangenen Jahres erreichten Rekordhoch fehlen damit nur etwas mehr als 40 Dollar. Zahlreiche Analysten hoben zudem ihre Kursziele an, JPMorgan sagt nun sogar 915 Dollar voraus.

Im Dow richteten sich die Augen auf ExxonMobil , dessen Aktien mit plus 0,09 Prozent zu den favorisierten Werten zählten. Die niedrigen Ölpreise hatten dem US-Branchenprimus zwar erneut die Bilanz verhagelt, doch der Schreck war weniger groß als erwartet.

Das Geschäft des Karriere-Netzwerks LinkedIn war besser als erwartet gelaufen und sorgte bei den Anlegern entsprechend für Erleichterung. Die LinkedIn-Aktien gewannen 1,67 Prozent auf 125,07 Dollar. Bis sie jedoch wieder in Reichweite ihres im Februar 2015 erreichten Rekordhochs bei rund 276 Dollar sein werden, dürfte es noch länger dauern. Der vor knapp drei Monaten gesenkte Jahresausblick hatte sich derart auf die Papiere durchgeschlagen, dass sich der Kurs halbierte.

Die Titel des weltgrößten Biotech-Konzerns Amgen büßten hingegen trotz starker Quartalszahlen und der erneuten Anhebung der Jahresziele für Umsatz und Gewinn 2,12 Prozent ein. Erst vor drei Monaten hatte Amgen seine Erwartungen hochgeschraubt. Die Aktie ist allerdings bereits stark gelaufen und das alte Rekordhoch vom Juli des Vorjahres nicht mehr allzu weit.

Branchenkollege Gilead Sciences enttäuschte dagegen die Anleger: Das Hepatitis-C-Mittel Harvoni hatte sich im ersten Quartal weniger gut verkauft als gedacht. Die Aktien sackten um 8,75 Prozent ab. Die ebenfalls an der Nasdaq notierten Aktien von Stericycle , das Unternehmen recycelt medizinische Abfälle, büßten nach überraschend schwachen Zahlen und einer kräftigen Prognosesenkung etwas mehr als ein Fünftel an Wert ein./ck/he

29.04.2016

Aktien New York: Wall Street leidet unter trüber Stimmung und Ölpreisrückgang

NEW YORK (dpa-AFX) - Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hat am Freitag an der Wall Street ihre Spuren hinterlassen. Zudem gaben auch die Ölpreise wieder nach, was die Marktteilnehmer mehrheitlich berunruhigt, da Öl als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex knüpfte an seine Vortagesschwäche an und büßte rund eineinhalb Stunden vor Handelsschluss 0,82 Prozent auf 17 685,23 Zähler ein. Seine steile Talfahrt vom Jahresbeginn hat er im Verlauf seiner jüngsten Rally dennoch vergessen gemacht. Zu einem Rekordhoch fehlen dem Dow aktuell inzwischen weniger als 700 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 1,06 Prozent auf 2053,83 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 1,01 Prozent auf 4319,82 Punkte.

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten.

Unter den erneut zahlreichen Unternehmen, die ihre Geschäftsberichte offen legten, war auch Amazon . Dank eines boomenden Geschäfts mit Cloud-Diensten hatte der weltgrößte Onlinehändler mit einem Rekordgewinn geglänzt, was den Aktien ein Kursplus von 8,80 Prozent auf 654,95 US-Dollar bescherte. Bis zu dem am Ende des vergangenen Jahres erreichten Rekordhoch fehlen damit nur etwas mehr als 40 Dollar. Zahlreiche Analysten hoben zudem ihre Kursziele an, Goldman Sachs sagt nun sogar 915 Dollar voraus.

Im Dow richteten sich die Augen auf ExxonMobil , dessen Aktien mit plus 0,09 Prozent zu den favorisierten Werten zählten. Die niedrigen Ölpreise hatten dem US-Branchenprimus zwar erneut die Bilanz verhagelt, doch der Schreck war weniger groß als erwartet.

Das Geschäft des Karriere-Netzwerks LinkedIn war besser als erwartet gelaufen und sorgte bei den Anlegern entsprechend für Erleichterung. Die LinkedIn-Aktien gewannen 1,67 Prozent auf 125,07 Dollar. Bis sie jedoch wieder in Reichweite ihres im Februar 2015 erreichten Rekordhochs bei rund 276 Dollar sein werden, dürfte es noch länger dauern. Der vor knapp drei Monaten gesenkte Jahresausblick hatte sich derart auf die Papiere durchgeschlagen, dass sich der Kurs halbierte.

Die Titel des weltgrößten Biotech-Konzerns Amgen büßten hingegen trotz starker Quartalszahlen und der erneuten Anhebung der Jahresziele für Umsatz und Gewinn 2,12 Prozent ein. Erst vor drei Monaten hatte Amgen seine Erwartungen hochgeschraubt. Die Aktie ist allerdings bereits stark gelaufen und das alte Rekordhoch vom Juli des Vorjahres nicht mehr allzu weit.

Branchenkollege Gilead Sciences enttäuschte dagegen die Anleger: Das Hepatitis-C-Mittel Harvoni hatte sich im ersten Quartal weniger gut verkauft als gedacht. Die Aktien sackten um 8,75 Prozent ab. Die ebenfalls an der Nasdaq notierten Aktien von Stericycle , das Unternehmen recycelt medizinische Abfälle, büßten nach überraschend schwachen Zahlen und einer kräftigen Prognosesenkung etwas mehr als ein Fünftel an Wert ein./ck/he

29.04.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Kursverluste am Monatsende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag mit klaren Kursverlusten ins Wochenende gegangen. Aus Europa seien nur durchwachsene Konjunkturdaten gekommen und am Nachmittag hätten frische Wirtschaftsdaten aus den USA den Druck noch einmal verstärkt, hieß es am Markt. Der steigende Eurokurs drückte vor allem auf die exportorientierten Branchen. Er lässt deutsche Waren für ausländische Käufer teurer werden. Auch die fallenden Rohölpreise, die als Konjunkturindikator dienen, belasteten.

Der Dax verlor 2,73 Prozent auf 10 038,97 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Leitindex 3,22 Prozent. Im Monat April bleibt damit nur ein mageres Plus von 0,74 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Freitag 1,56 Prozent auf 20 100,71 Punkte. Er rutschte auf Monatssicht ins Minus. Der Technologiewerte-Index TecDax schloss am Freitag 1,47 Prozent tiefer bei 1624,94 Punkten.

Nach den jüngsten Kursgewinnen korrigiere der Aktienmarkt erst einmal, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Nach einem schwachen Monatsstart war der Leitindex zwischenzeitlich um mehr als 10 Prozent auf 10 474 Punkte gestiegen.

SCHWACHE BANKEN UND AUTOWERTE ZIEHEN DAX RUNTER

Die Aktien der Deutschen Bank rutschten als großer Verlierer im Dax um 5,13 Prozent ab. Anleger machten nach dem zuletzt guten Lauf Kasse, sagte ein Händler. Tags zuvor hatten die Papiere noch an ihre jüngste Erholung angeknüpft und kräftig zugelegt, nachdem das Geldinstitut überraschend einen Gewinn im ersten Quartal vermeldet hatte. Seit Jahresbeginn bleibt die Deutsche Bank aber mit ihrer Kursentwicklung das Schlusslicht im Dax. Auch europaweit zählten Banktitel vor dem Wochenende zu den schwächsten Aktienwerten.

Autotitel und Zulieferer schwächelten ebenfalls in ganz Europa. Sie litten Börsianern zufolge besonders unter dem steigenden Eurokurs. Er lasse deutsche Produkte für ausländische Käufer teurer erscheinen und belastet daher die Papiere der exportorientierten Autobauer, sagte ein Händler. Die Vorzüge von Volkswagen verloren 4,39 Prozent. Die Aktien von BMW und Daimler fielen ähnlich klar zurück.

LINDE NACH ZAHLEN SPITZE - BASF UND CONTI RECHT STABIL

Linde-Aktien behaupteten ein Plus von 1,06 Prozent und hielten sich an der Spitze im Dax. Der Gasehersteller hatte bei seiner Zahlenvorlage vor allem mit einem hohen Gewinn überrascht. Die Befürchtungen der Anleger nach den schwachen Geschäftszahlen des Wettbewerbers Air Liquide wurden zerstreut. Von den 30 Dax-Werten konnten ansonsten nur RWE-Titel ein Plus verteidigen, Sie gewannen 0,31 Prozent.

Die Papiere des Chemiekonzerns BASF verbuchten ein moderates Minus von 0,81 Prozent. Der Gewinn des Chemiekonzerns hatte zum Jahresauftakt die Erwartungen übertroffen. Die Anteile am Reifenhersteller Continental stemmten sich mit minus 2,12 Prozent nur mühsam gegen den Negativtrend im Autosektor. Conti hatte zu seiner Hauptversammlung erste Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. "Ein guter Jahresstart", diagnostizierte Analyst Klaus Breitenbach von der Baader Bank.

Lufthansa-Aktien fielen am Dax-Ende um 5,60 Prozent. Die Titel wurden aber mit dem Abschlag von Bezugsrechten gehandelt. Die Fluggesellschaft hatte 0,50 Euro je Aktie ausgeschüttet. Wahlweise konnten sich die Aktionäre ihre Dividende erstmals in Form von Aktien auszahlen lassen.

SCHWACHER HANDEL AUCH AN BÖRSEN IN EUROPA

Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , schloss 3,11 Prozent tiefer bei 3028,21 Punkten. Auch er behauptete damit nur eine knapp positive Monatsbilanz und musste auf Wochensicht ein klares Minus von 3,59 Prozent hinnehmen. Der Pariser Cac-40-Index und der Londoner Leitindex FTSE 100 verloren deutlich. Der Dow-Jones-Leitindex in New York lag zum Handelsschluss in Europa fast 1 Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,13 (Vortag: 0,11) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 141,89 Punkte. Der Bund-Future verlor am frühen Abend 0,26 Prozent auf 162,02 Punkte. Der Eurokurs legte zuletzt auf 1,1455 US-Dollar zu Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zuvor auf 1,1403 (1,1358) US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8770 (0,8804) Euro./fat/he

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

29.04.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Kursverluste am Monatsende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag mit klaren Kursverlusten ins Wochenende gegangen. Aus Europa seien nur durchwachsene Konjunkturdaten gekommen und am Nachmittag hätten frische Wirtschaftsdaten aus den USA den Druck noch einmal verstärkt, hieß es am Markt. Der steigende Eurokurs drückte vor allem auf die exportorientierten Branchen. Er lässt deutsche Waren für ausländische Käufer teurer werden. Auch die fallenden Rohölpreise, die als Konjunkturindikator dienen, belasteten.

Der Dax verlor 2,73 Prozent auf 10 038,97 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Leitindex 3,2 Prozent. Im Monat April bleibt damit nur ein mageres Plus von 0,7 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Freitag 1,56 Prozent auf 20 100,71 Punkte. Er rutschte auf Monatssicht ins Minus. Der Technologiewerte-Index TecDax schloss am Freitag 1,47 Prozent tiefer bei 1624,94 Punkten.

Nach den jüngsten Kursgewinnen korrigiere der Aktienmarkt erst einmal, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Nach einem schwachen Monatsstart hatte sich der Leitindex zwischenzeitlich um mehr als 10 Prozent erholt./fat/he

29.04.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Trübe Stimmung und Ölpreisrückgang belastet Wall Street

NEW YORK (dpa-AFX) - Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hat am Freitag an der Wall Street ihre Spuren hinterlassen. Zudem gaben zuletzt auch die Ölpreise wieder nach, was die Marktteilnehmer mehrheitlich berunruhigt, da Öl als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex knüpfte an seine Vortagesschwäche an und büßte zuletzt 0,79 Prozent auf 17 690,06 Zähler ein. Seine steile Talfahrt vom Jahresbeginn hat er im Verlauf seiner jüngsten Rally dennoch vergessen gemacht. Zu einem Rekordhoch fehlen dem Dow aktuell inzwischen nur noch rund 600 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 1,01 Prozent auf 2054,78 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 1,12 Prozent auf 4315,18 Punkte.

Die Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend hatte sich im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago eingetrübt und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten.

Unter den erneut zahlreichen Unternehmen, die ihre Geschäftsberichte offen legten, war auch Amazon . Dank eines boomenden Geschäfts mit Cloud-Diensten hatte der weltgrößte Onlinehändler mit einem Rekordgewinn geglänzt, was den Aktien ein Kursplus von 10,01 Prozent auf 662,27 US-Dollar bescherte. Bis zum alten, am Ende des vergangenen Jahres erreichten Rekordhoch fehlen damit keine 35 Dollar mehr. Zahlreiche Analysten hoben zudem ihre Kursziele an, Goldman Sachs sagt nun sogar 915 Dollar voraus.

Im Dow richteten sich die Augen auf ExxonMobil , dessen Aktien mit plus 0,44 Prozent die Index-Spitze einnahmen. Die niedrigen Ölpreise hatten dem US-Branchenprimus zwar erneut die Bilanz verhagelt, doch der Schreck war weniger groß als erwartet.

Das Geschäft des Karriere-Netzwerks LinkedIn war besser als erwartet gelaufen und sorgte bei den Anlegern entsprechend für Erleichterung. Die LinkedIn-Aktien gewannen 2,02 Prozent auf 125,49 Dollar. Bis sie jedoch wieder in Reichweite ihres im Februar 2015 erreichten Rekordhochs bei rund 276 Dollar sein werden, dürfte es noch länger dauern. Der vor knapp drei Monaten gesenkte Jahresausblick schlug derart auf die Papiere durch, dass sich der Kurs halbiert hatte.

Die Papiere des weltgrößten Biotech-Konzerns Amgen büßten hingegen trotz starker Quartalszahlen und der erneuten Anhebung der Jahresziele für Umsatz und Gewinn 1,70 Prozent ein. Erst vor drei Monaten hatte Amgen seine Erwartungen hochgeschraubt. Die Aktie ist allerdings bereits stark gelaufen und das alte Rekordhoch vom Juli des Vorjahres nicht mehr allzu weit.

Branchenkollege Gilead Sciences enttäuschte dagegen die Anleger: Das Hepatitis-C-Mittel Harvoni hatte sich im ersten Quartal weniger gut verkauft als gedacht. Die Aktien sackten um 7,85 Prozent ab. Die ebenfalls an der Nasdaq notierten Aktien von Stericycle , das Unternehmen recycelt medizinische Abfälle, büßten nach überraschend schwachen Zahlen und einer kräftigen Prognosesenkung etwas mehr als ein Fünftel an Wert ein./ck/he

29.04.2016

WOCHENAUSBLICK: Dax bewegt sich Richtung 10 000 - Berichtssaison in voller Fahrt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte Experten zufolge seine Korrekturbewegung in der neuen Woche fortsetzen und sich der Marke von 10 000 Punkten nähern. Anleger sollten aber nicht vergessen, dass die Dividendensaison in Deutschland gerade begonnen habe und die Konzerne neue Rekordsummen ausschütteten, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Hinzu kämen insgesamt positiven Fundamentaldaten in Europa und ein Anlagenotstand aufgrund der niedrigen Zinsen. Das sollte Aktien letztendlich wieder antreiben, so Eilers.

Ansonsten hält die Berichtssaison die Anleger am deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche in Atem. Vor dem Feiertag "Christi Himmelfahrt" am Donnerstag ist der Unternehmenskalender in Deutschland prall gefüllt. Für viele Marktteilnehmer rücken andere Ereignisse in den Hintergrund. "Es wird darauf ankommen, was die großen Titel in der ausklingenden Quartalssaison liefern", sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Zuvor stark gefallene Aktien könnten sich nach der Zahlenveröffentlichung erholen, wie es die Papiere der Deutschen Bank zuletzt vorgemacht hätten. Andere Aktien sind aus seiner Sicht schon hoch bewertet. Günstige Kennzahlen sieht Saurenz derzeit im Autosektor.

ZAHLENFLUT

Am Dienstag wartet aus der Branche die Münchener BMW mit ihren Zahlen zum ersten Quartal auf. Auch die Commerzbank sowie Fresenius und FMC berichten über ihren Jahresstart. Dies ist aber lediglich ein kleiner Ausschnitt der Berichtsunternehmen aus dem Dax. Hinzu kommen noch zahlreiche Bilanzvorlagen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe.

Vor dem verlängerten Wochenende berichten dann zur Wochenmitte nochmal mehr Unternehmen über ihre Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres. Unter anderem legen Siemens und die Deutsche Telekom ihre Geschäftsergebnisse vom Jahresstart vor. Die Experten der UBS rechnen bei dem Telekomriesen mit einem weiteren soliden Quartal.

GELDPOLITIK BLEIBT IM FOKUS

Auf der Konjunkturseite dürfte die Geldpolitik in all ihren Facetten für Börsianer weiter im Fokus stehen. Im Wochenverlauf äußern sich einige hochrangige Vertreter der US-Notenbank Fed und auch von der Europäischen Zentralbank. Die Erwartungen bleiben hoch. Wer weniger liefere als erhofft, der stärke seine Währung und schicke seinen Aktienmarkt in den Keller - das habe die Bank von Japan mit ihrem Vorsitzenden Haruhiko Kuroda gezeigt, sagte Saurenz. Das könnten sich viele Länder gar nicht leisten.

Derweil schwenkt der Blick der Volkswirte in den USA wieder auf die zukünftige Konjunkturentwicklung, wie Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus & Burkhardt sagte. Werden die Einkaufsmanagerindizes wieder auf eine Beschleunigung der Wirtschaftsaktivität hindeuten? Zuletzt hätten in den USA eher rückwärtsgerichtete Daten wie das Bruttoinlandsprodukt dominiert. Die in der Eurozone anstehenden Einkaufsmanagerdaten sollten vorläufige Angaben bestätigen. Der Optimismus kehre in Deutschland zurück, so HSBC./fat/jsl/he

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

29.04.2016

Aktien New York: Trübe Stimmung erfasst auch die Wall Street

NEW YORK (dpa-AFX) - Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hat am Freitag an der Wall Street ihre Spuren hinterlassen. Da die Daten zugleich aber auch Sorgen über rasche, weitere Leitzinsanhebungen in den Hintergrund treten ließen, fiel das Minus im Dow Jones Industrial moderat aus.

Im frühen Handel sank der US-Leitindex um 0,41 Prozent auf 17757,86 Zähler, womit er seine Vortagesverluste etwas ausweitete. Seine steile Talfahrt vom Jahresbeginn hat er im Verlauf seiner jüngsten Rally dennoch vergessen gemacht. Zu einem Rekordhoch fehlen dem Dow aktuell inzwischen nur noch rund 600 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 0,47 Prozent auf 2066,02 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 0,57 Prozent auf 4339,10 Punkte.

Die Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend hatte sich im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago eingetrübt und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten./ck/he

29.04.2016

ROUNDUP 2: Durchbruch im öffentlichen Dienst - Neue Streiks abgewendet

(neu: mehr Details)

POTSDAM (dpa-AFX) - Mit einer Einigung auf deutlich mehr Gehalt für den öffentlichen Dienst sind neue Streiks abgewendet. Die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen sollen in zwei Stufen ein Lohnplus von 4,75 Prozent bis 2017 bekommen, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Potsdam mitteilte. Es sei "ein schwieriges, aber gutes Ergebnis".

Die geplante Lohnerhöhung liegt deutlich über dem ursprünglichen Angebot der Arbeitgeber von drei Prozent bis 2017. Die Gewerkschaften hatten sechs Prozent für zwölf Monate verlangt. Verdi-Chef Frank Bsirske sprach von "deutlichen Reallohnverbesserungen". Die Verdi-Tarifkommission habe den Mitgliedern der Gewerkschaft die Annahme des Abschlusses empfohlen.

Bsirske zeigte sich erleichtert, dass von den Kommunen geforderte generelle Einschnitte bei der betrieblichen Zusatzversorgung fürs Alter abgewendet worden seien. Stattdessen ist vorgesehen, dass die Pensionskassen, die in Not sind, Zusatzbeiträge bekommen - und zwar zur Hälfte von Arbeitnehmern und -gebern mit jeweils 0,4 Prozent bezahlt. Erhoben wird der Zusatzbeitrag in Wiesbaden, Baden-Würrtemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Hier sind die Zusatzversorgungskassen in Finanznot.

De Maizière bezifferte die Kosten des Abschlusses für den Bund auf 700 Millionen Euro. Dazu kämen die Kosten für die per Gesetz geplante Übernahme auf die Beamten und Soldaten. Die Kosten für die Kommunen wurden vom Präsidenten des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA, Thomas Böhle, auf rund sechs Milliarden Euro für 24 Monate beziffert.

Die kommunalen Beschäftigten sollen eine komplette neue Entgeltordnung bekommen für die Eingruppierung der Beschäftigten in die Lohngruppen. Dies koste die Kommunen 680 Millionen Euro. Ein gleichgroßer Teil sollen die Beschäftigten schultern, die von einer Höhergruppierung profitieren - hier soll es Einschnitte beim Weihnachtsgeld geben.

Die lineare Lohnerhöhung soll ab 1. März 2016 mit 2,4 Prozent und ab 1. Februar 2017 mit 2,35 Prozent greifen. Auszubildende sollen in zwei Stufen insgesamt 65 Euro mehr bekommen.

Geschnürt worden sei ein Gesamtpaket, sagte Bsirkse. Böhle sprach von einem guten, für viele Kommunen aber schmerzhaften Kompromiss. Nicht erfolgreich sei man gewesen bei der Eingrenzung sachgrundloser Befristungen. Der Verhandlungsführer des Beamtenbunds dbb, Willi Russ, sagte: "Wir haben erreicht, dass die Arbeitgeber einen deutlichen Schritt auf die Gewerkschaften zugegangen sind."/bw/DP/he

29.04.2016

ROUNDUP: Streiks im öffentlichen Dienst abgewendet - Verhandlungsergebnis

POTSDAM (dpa-AFX) - Mit einem Durchbruch im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes sind neue Streiks abgewendet. Die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen sollen spürbar mehr Lohn bekommen. In zwei Stufen sei ein Lohnplus von 4,75 Prozent bis 2017 vorgesehen, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Potsdam. Die Tarifkommissionen der Gewerkschaften stimmten dem Ergebnis der Spitzenrunde am späten Abend zu.

Die geplante Lohnerhöhung liegt deutlich über dem ursprünglichen Angebot der Arbeitgeber von einem Prozent mehr für 2016 und zwei Prozent für 2017. Die Gewerkschaften hatten sechs Prozent für zwölf Monate verlangt. Der Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands, Thomas Böhle, hatte ein Prozent Lohnplus mit Kosten von 900 Millionen Euro beziffert.

Eine generelle Ansenkung der Betriebsrenten soll es nicht geben. Stattdessen sind Zusatzbeiträge für notleidende Pensionskassen vorgesehen, die Arbeitgeber und -nehmer gemeinsam tragen sollen./bw/DP/he

29.04.2016

Durchbruch im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst

POTSDAM (dpa-AFX) - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen hat es einen Durchbruch gegeben. Die Gremien von Gewerkschaften und Arbeitgebern stimmten am Freitagabend einer insgesamt fast fünfprozentigen Lohnerhöhung zu, hieß es in Verhandlungskreisen. Neue Streiks sind damit abgewendet./bw/DP/he

29.04.2016

OFFIZIELLE KORREKTUR/Eurozone: Inflation fällt wieder in negativen Bereich

(Korrigiert wurden von der Statistikbehörde Eurostat die Zahlen zur Kernrate im 3. Absatz. Die Kernrate lag bei 0,7 Prozent. Die Berichtigung ist eine Folge der Korrektur des deutschen Statistischen Bundesamtes.)

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Inflation in der Eurozone ist im April wieder in den negativen Bereich gefallen. Die Verbraucherpreise seien im Jahresvergleich um 0,2 Prozent gesunken, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten mit einer negativen Inflation gerechnet, waren aber nur von einem Rückgang der Verbraucherpreise um 0,1 Prozent ausgegangen. Im März hatte die Teuerung stagniert.

Nach wie vor wird die Inflation durch günstige Energiepreise stark gebremst. Erst in der zweiten Jahreshälfte gehen Experten davon aus, dass der Druck durch die fallenden Ölpreise nachlässt. Dann sei mit einem spürbaren Anziehen der Teuerung zu rechnen.

Die Kernrate der Inflation, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel, ging im April ebenfalls zurück. Hier meldete Eurostat einen Rückgang der Rate von 1,0 Prozent im März auf 0,7 Prozent.

Die nach wie vor ungewöhnlich schwache Teuerung setzt die Europäische Zentralbank (EZB) unter Druck, die für das Ziel der Preisstabilität eine Inflation von knapp zwei Prozent anstrebt. Zuletzt hatte die EZB im März die Geldschleusen im Kampf gegen die zu schwache Inflation weiter geöffnet./jkr/fbr/jsl/she

29.04.2016

RATING: S&P droht Großbritannien im Fall von EU-Austritt mit Herabstufung

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat Großbritannien im Fall eines Austritts aus der EU mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit gedroht. Zunächst werde das Königreich aber mit der Bestnote "AAA" bewertet, teilte S&P am Freitag in London mit. Der Ausblick für das Rating bleibt negativ.

Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) stelle eine bedeutsame Gefahr für die britische Wirtschaft dar, schreibt S&P. Dies gelte insbesondere für den großen Finanzsektor sowie für die Exportwirtschaft. Die Finanzierung der hohen Defizite in der Leistungsbilanz sowie im Staatshaushalt könnte schwieriger werden.

Zudem könnte ein Austritt aus der EU ein weiteres Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich nach sich ziehen. Auch dies würde für zusätzliche Unsicherheit sorgen, erwartet S&P.

Die Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU wird am 23. Juni stattfinden. Meinungsumfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus./jsl/he

29.04.2016

DBRS bestätigt Kreditwürdigkeit von Portugal - EZB darf weiter Anleihen kaufen

TORONTO (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) darf weiter portugiesische Staatsanleihen kaufen: Die kanadische Ratingagentur DBRS hat die Kreditwürdigkeit von Portugal nicht auf Ramschniveau gesetzt. Die Bonitätsnote bleibe bei "BBB (low)", teilte DBRS am Freitag in Toronto mit. Diese Bewertung liegt eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau. Zudem droht DBRS weiterhin nicht mit einer Herabstufung. DBRS spricht vielmehr von einem "stabilen Trend".

Die Entscheidung war mit Spannung erwartet worden. DBRS ist die einzige Ratingagentur, die die Kreditwürdigkeit von Portugal nicht im sogenannten Ramschbereich sieht. Hätte DBRS die Bonitätsnote von Portugal gesenkt, dann hätte die Europäische Zentralbank keine portugiesischen Staatsanleihen im Rahmen ihres Anleiheprogramms mehr kaufen dürfen. Die drei anderen wichtigen Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch bewerten Portugal eine Stufe schlechter./jsl/he

29.04.2016

EU und USA glauben nach 13. TTIP-Gesprächen an Abschluss 2016

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach Abschluss der 13. Verhandlungsrunde für das Freihandels- und Investitionsschutzabkommen TTIP haben sich die EU und die USA optimistisch gezeigt, die Gespräche noch in diesem Jahr abschließen zu können. "Wir sind bereit, hart daran zu arbeiten, den Vertrag bis zum Jahresende abzuschließen", sagte der EU-Verhandlungsführer Ignacio Garcia-Bercero am Freitag in New York bei einer Telefonschalte. "Aber nur, wenn die Substanz des Abkommens stimmt."

Die Gespräche in den vergangenen Tagen in New York seien "sehr produktiv" gewesen, sagte der US-Verhandlungsführer Dan Mullaney. "Aber es liegt auch noch erhebliche Arbeit vor uns." Die nächste Verhandlungsrunde werde wahrscheinlich im Juli in Brüssel stattfinden.

Die Verfechter des TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) versprechen die Schaffung des größten Wirtschaftsraumes der Welt mit 800 Millionen Verbrauchern. Der Wegfall von Zöllen und anderen Handelshemmnissen solle zusätzliches Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze schaffen. Wesentliche Teile des Abkommens betreffen Normen und Regeln sowie die Streitbeilegung; die Gegner befürchten dabei eine Aufweichung der Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

Zölle spielen im Handel USA-EU nur in wenigen Bereichen noch eine nennenswerte Rolle. Sie spülen aber weiterhin Milliarden in die Kassen der Staaten und der Europäischen Union. Die TTIP-Verhandlungen laufen seit Mitte 2013 und sind Teil umfassenderer Verhandlungen der USA mit Handelspartnern weltweit zur Schaffung von Handelsnormen außerhalb der Welthandelsorganisation WTO. Ein Anlass dafür ist der Machtzuwachs Chinas im Welthandel./cah/DP/she

29.04.2016

OFFIZIELLE KORREKTUR/ROUNDUP: Inflationsrate in Deutschland überraschend negativ

(Korrigiert werden in der Meldung vom 28. April 14.50 Uhr sämtliche Angaben zu den einzelnen Inflationsdaten. Überschrift und Text sind entsprechend angepasst. Das Statistische Bundesamt hat seine Angaben berichtigt.)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Inflationsrate ist in Deutschland im April überraschend gesunken. Sie sei um 0,1 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach einer ersten Schätzung mit. Bankvolkswirte hatten hingegen im Mittel mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Für März war noch eine Inflationsrate von 0,3 Prozent gemeldet worden, nachdem sie im Februar erstmals seit vergangenem September stagniert hatte.

Im Ostermonat März hatten teurere Nahrungsmittel und höhere Preise für Pauschalreisen die Inflation auf niedrigem Niveau leicht anziehen lassen, die jährliche Teuerungsrate kletterte auf 0,3 Prozent. Im Februar hatte der Ölpreisverfall die Inflation in Deutschland auf Null gedrückt. Die endgültigen Daten für April will das Bundesamt am 13. Mai veröffentlichen.

Energie ist nach wie vor erheblich günstiger als ein Jahr zuvor, das Preisniveau lag nach den vorläufigen Zahlen im April um 8,5 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Allerdings schwächte sich dieser Effekt im Vergleich zum März (minus 8,9 Prozent) etwas ab.

Nach Einschätzung des Chefvolkswirts der VP Bank, Thomas Gitzel, dürfte die Inflation auch im Mai durch die Entwicklung der Ölpreise belastet werden. Ab dem Sommer sei dann mit einem deutlichen Anstieg der Teuerung zu rechnen. "Im zweiten Halbjahr werden die Inflationsraten einen deutlichen Sprung nach oben machen", sagte Gitzel. Der rapide Fall der Ölpreise im zweiten Halbjahr 2015 werde ab den Sommermonaten "voll durchschlagen".

Verbraucher profitieren von den gesunkenen Energiepreisen, weil sie günstiger tanken und heizen können. Den Währungshütern der Europäischen Zentralbank (EZB) jedoch bereitet die seit Monaten extrem niedrige Inflation im Euroraum Sorge. Denn dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur. Unternehmen und Verbraucher könnten Anschaffungen aufschieben, weil sie erwarten, dass es bald noch billiger wird.

Die EZB strebt daher mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Um dieses Ziel zu erreichen, senkte die Notenbank den Leitzins auf null Prozent und flutet die Märkte mit billigem Geld./ben/DP/jkr/he/jsl

29.04.2016

OFFIZIELLE KORREKTUR/Deutschland: Inflationsrate fällt im April überraschend

(Korrigiert werden in der Meldung vom 28. April 14.00 Uhr sämtliche Angaben zu den einzelnen Inflationsdaten. Überschrift und Text sind entsprechend angepasst. Das Statistische Bundesamt hat seine Angaben berichtigt.)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Inflationsrate ist in Deutschland im April überraschend gesunken. Sie sei um 0,1 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach einer ersten Schätzung mit. Bankvolkswirte hatten hingegen im Mittel mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Für März war noch eine Inflationsrate von 0,3 Prozent gemeldet worden, nachdem sie im Februar erstmals seit vergangenem September stagniert hatte.

Im Vergleich zum März gingen die Preise im April sogar um 0,4 Prozent zurück. Ökonomen hatten nur mit minus 0,2 Prozent gerechnet. Der Monatsvergleich ermöglicht bessere Rückschlüsse auf die kurzfristige Entwicklung der Verbraucherpreise als der Jahresvergleich.

Die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) betrug im April minus 0,3 Prozent, während Ökonomen eine Stagnation erwartet hatten. Im Monatsvergleich fielen die Preise um 0,5 Prozent. Experten hatten hier mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet.

Der HVPI ist für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) entscheidend. Die EZB visiert mit ihrer Geldpolitik mittelfristig eine Teuerung von etwas unter 2 Prozent an, weil sie dann die Stabilität der Währung als gewährleistet ansieht.

Die endgültigen Preisdaten für April wird das Bundesamt am 13. Mai veröffentlichen./jkr/tos/he

29.04.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 29.04.2016

USA: Vierter Rückgang des Michigan-Konsumklimas in Folge

MICHIGAN - Die Stimmung amerikanischer Verbraucher hat sich im April überraschend weiter eingetrübt. Wie die Universität von Michigan am Freitag nach endgültigen Zahlen mitteilte, fiel das von ihr erhobene Konsumklima um 2,0 Punkte auf 89,0 Zähler. Das ist inzwischen der vierte Rückgang in Folge.

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex trübt sich stärker als erwartet ein

CHICAGO - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Chicago im April stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex sei von 53,6 Punkten im Vormonat auf 50,4 Punkte gefallen, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 52,6 Punkten gerechnet.

USA: Einkommen überraschen positiv - Konsum enttäuscht

WASHINGTON - In die USA sind die Einkommen und die Konsumausgaben im März gestiegen. Während die Einkommen positiv überraschten, blieb der Konsum etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Einkommen seien zum Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag mit. Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Die Konsumausgaben stiegen um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,2 Prozent gerechnet.

Spanien erwartet bis 2019 Wachstum von 2,5 Prozent im Jahr

MADRID - Die Regierung in Madrid erwartet in Spanien in den kommenden drei Jahren ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 2,5 Prozent. Dies geht aus dem Stabilitätsprogramm hervor, das das Kabinett von Ministerpräsident Mariano Rajoy am Freitag zur Vorlage bei der EU-Kommission verabschiedete. Danach sollen in Spanien bis 2019 rund 1,8 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden und die Arbeitslosenquote von zuletzt 21 auf etwa 14 Prozent gesenkt werden.

USA: Arbeitskosten steigen wie erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Arbeitskosten im ersten Quartal wie erwartet gestiegen. Der entsprechende Index sei um 0,6 Prozent zum Vorquartal geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Ökonomen hatten dies erwartet. Der Zuwachs der Arbeitskosten im vierten Quartal 2015 wurde von ursprünglich angenommenen 0,6 Prozent auf 0,5 Prozent nach unten revidiert.

ROUNDUP: Arbeitslosenquote im Euroraum auf niedrigsten Stand seit 2011

LUXEMBURG - Die Zahl der Arbeitslosen im Euroraum ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als viereinhalb Jahren gesunken. Im März ging die Quote im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent zurück. Dies war der niedrigste Stand seit August 2011. In den 19 Euro-Staaten waren im März rund 16,4 Millionen Menschen ohne Job, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Auch in der Europäischen Union insgesamt verbesserte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote lag in den 28 Mitgliedstaaten im März bei durchschnittlich 8,8 Prozent (minus 0,1 Punkte).

GESAMT-ROUNDUP: Wirtschaft in Eurozone überraschend robust

LUXEMBURG - Die Wirtschaft im Euroraum hat mit einem soliden Wachstum und mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit 2011 überrascht. Experten warnen allerdings nach den Zahlen des Statistikamts Eurostat vom Freitag vor übertriebener Euphorie. Dafür spricht auch, dass die Inflation im gemeinsamen Währungsraum wieder in den negativen Bereich gerutscht ist. Für die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) sind die Signale durchwachsen. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hält weitere geldpolitische Lockerungen derzeit für nicht angebracht.

ROUNDUP: Wirtschaft in der Eurozone wächst überraschend stark

LUXEMBURG - Die Wirtschaft im Euroraum ist zum Jahresauftakt überraschend stark gewachsen. Experten sprechen allerdings weiter von einem nur "moderaten Wachstum". Nach Zahlen des Statistikamts Eurostat vom Freitag legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent zu. Volkswirte hatten mit einem schwächeren Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Im Schlussquartal 2015 hatte das Wachstum noch bei 0,3 Prozent gelegen.

Italien: Inflationsrate fällt noch tiefer in den negativen Bereich

ROM - In Italien sind die Verbraucherpreise im April so stark gesunken wie seit Januar 2015 nicht mehr. Das Preisniveau sei um 0,3 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gefallen, teilte die Statistikbehörde Istat am Freitag in Rom mit. Volkswirte hatten lediglich mit einer Rate von minus 0,1 Prozent gerechnet. Im März hatte sie bei minus 0,2 Prozent gelegen.

Weidmann: Notenbanken können Sparern keine Mindestrendite versprechen

MÜNCHEN/FRANKFURT - Angesichts der Dauerkritik am Zinstief gerade aus Deutschland hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verteidigt. Wegen der anhaltend niedrigen Inflationsaussichten und der nur verhaltenen wirtschaftlichen Erholung im Euroraum sei "eine expansive Ausrichtung der Geldpolitik derzeit angemessen", sagte Weidmann laut Redetext am Freitag in München.

Eurozone: Inflation fällt wieder in negativen Bereich

LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone ist im April wieder in den negativen Bereich gefallen. Die Verbraucherpreise seien im Jahresvergleich um 0,2 Prozent gesunken, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten mit einer negativen Inflation gerechnet, waren aber nur von einem Rückgang der Verbraucherpreise um 0,1 Prozent ausgegangen. Im März hatte die Teuerung stagniert.

EZB-Chefvolkswirt Praet sieht keinen Grund für weitere Zinssenkungen

MADRID/FRANKFURT - Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) hält weitere Zinssenkungen in der Eurozone für derzeit nicht angebracht. "Die Negativzinsen können nicht unbegrenzt weiter gesenkt werden", sagte Peter Praet in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der spanischen Zeitung "Expansion". Voraussetzung für weitere Absenkungen wäre demnach eine ausgeprägte Verschlechterung des Inflationsausblicks. Damit sei aber in naher Zukunft nicht zu rechnen.

Spaniens Wirtschaft wächst weiter robust

MADRID - Die spanische Wirtschaft setzt ihren kräftigen Aufschwung ungebremst fort: Im ersten Quartal wuchs die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone zum Vorquartal um 0,8 Prozent, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten zwar eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwartet, waren aber nur von einem Zuwachs um 0,7 Prozent ausgegangen.

Deutschland: Einzelhandel wächst deutlich schwächer als erwartet

WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel hat sich im März deutlich schwächer als erwartet entwickelt. Die Umsätze der Branche stiegen preisbereinigt (real) um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten hingegen ein Plus um 2,7 Prozent erwartet. Der März hatte einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat.

Frankreich: Verbraucherpreise weiter gesunken

PARIS - In Frankreich ist die Inflation im April weiter im negativen Bereich geblieben. Die nach europäischer Methode errechneten Verbraucherpreise (HVPI) fielen um 0,1 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistikamt Insee am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten diese Preisentwicklung erwartet. Im Februar war die Inflation das erste Mal seit einem Jahr in den negativen Bereich gerutscht und die Inflationsrate verharrte seitdem bei minus 0,1 Prozent.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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29.04.2016

AKTIE IM FOKUS 3: BASF gefangen zwischen Gewinnplus und Umsatzenttäuschung

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngsten Quartalszahlen von BASF haben die Anleger am Freitag etwas ratlos zurückgelassen. Weil einem überraschend hohen Gewinn im ersten Quartal ein unerwartet niedriger Umsatz gegenüberstand, fanden die Papiere des Chemiekonzerns keine klare Richtung. Sie hielten sich letztlich aber deutlich besser als der Markt.

Zu Handelsbeginn waren die Aktien zunächst noch um fast zweieinhalb Prozent nach oben angesprungen. Danach büßten die Papiere ihre Gewinne im Zuge des schwachen Dax aber wieder ein. Zum Handelsende verloren sie 0,81 Prozent. Der Leitindex rutschte um 2,73 Prozent ab. Seit Jahresbeginn haben BASF-Aktien um mehr als 3 Prozent zugelegt, während der deutsche Leitindex für diesen Zeitraum ein Minus von knapp 5 Prozent aufweist

Wenig Orientierung boten den Anlegern auch die sehr entgegengesetzten Ansichten der Analysten zu den Geschäftszahlen von BASF. Zu den Optimisten zählte zum Beispiel Andrew Benson von der US-Bank Citigroup. Benson hob hervor, dass der Gewinn je Aktie die Markterwartung um satte 19 Prozent übertroffen habe. Für die BASF-Papiere spreche damit unter anderem die starke Bilanz des Chemiekonzerns.

ANALYST: BASF VOR WENDEPUNKT NACH OBEN

Angesichts des eingetrübten Umfelds seien die Kennziffern des Chemiekonzerns auch insgesamt klar besser als befürchtet ausgefallen, schrieb Christian Faitz von Kepler Research. Damit dürfte BASF den Wendepunkt nach oben erreicht haben und künftig weiter zulegen. Faitz zufolge sollten die Ludwigshafener dabei auch von einer Aufhellung der Konjunktur profitieren.

Analyst Laurent Favre von der US-Bank Merrill Lynch aber gab zu bedenken, dass die Aktien des Chemiekonzerns ebenso wie der Industriechemie-Subsektor insgesamt recht anspruchsvoll bewertet seien. Zudem stehe dem starken operativen Ergebnis ein enttäuschender Zufluss liquider Mittel (Cashflow) gegenüber.

SCHWACHER CASHFLOW

Der schwache Cashflow bereitet auch dem Analysten Markus Mayer von der Baader Bank Sorgen. Mayer geht weiterhin davon aus, dass sich die Liquiditätszuflüsse auch in den kommenden Jahren erheblich verringern werden - der Hauptgrund für seine Verkaufsempfehlung.

Mayer befürchtet, dass die Preise für fossile Rohstoffe weiter nachgeben könnten. Geringere Verkaufspreise in der Öl- und Gassparte hatten bereits im ersten Quartal auf die Erlöse gedrückt./la/fbr/he

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS 2: Linde vertreibt mit Gewinnüberraschung Sorgen der Anleger

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den Anlegern von Linde hat sich am Freitag deutliche Erleichterung breit gemacht: Die schwachen Geschäftszahlen des französischen Wettbewerbers Air Liquide vom Dienstag waren wohl doch kein schlechtes Omen für den deutschen Industriegase-Spezialisten und Anlagenbauer.

Weil am Freitag vor allem der Gewinn von Linde positiv überraschte, schloss die Aktie mit einem Plus von 1,06 Prozent auf 133,40 Euro an die Spitze des schwachen Dax . Der Leitindex verlor 2,73 Prozent.

"Nach schwachen Signalen von Air Liquide hat Linde positiv überrascht", schrieb Analyst Martin Rödiger von Kepler Cheuvreux. Der weltweit zweitgrößten Gase-Hersteller Air Liquide hatte im Auftaktquartal eine geringere Nachfrage aus der Energieindustrie vor allem in Nordamerika zu spüren bekommen. Das hatte auch die Linde-Anleger aufgeschreckt.

SORGENKIND ANLAGENBAU

Analyst Laurent Favre von der US-Bank Merrill Lynch hob nun bei Linde positiv hervor, dass das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) die Markterwartung übertroffen habe. Auch insgesamt sehe die Bilanz des ersten Quartals recht gut aus. Dies sei für den Konzern der erste Schritt in Richtung Vertrauensaufbau und Neubewertung.

Etwas Sorgen bereitet den Experten derweil der Anlagenbau. Der kleinsten Linde-Sparte machen der niedrige Ölpreis, Überkapazitäten und die daraus resultierende Zurückhaltung von Kunden zu schaffen. Das Geschäftsfeld schwächele zwar immer noch, schrieb Analyst Peter Spengler von der DZ Bank. Allerdings habe die Gewinnmarge die Erwartungen erreicht. Darüber hinaus sei das Wachstum aus eigener Kraft des Geschäfts mit Gasen für medizinische Zwecke gut gewesen.

AKTIE AUF JAHRESSICHT IM PLUS

Gleichwohl bleibt Konzernchef Wolfgang Büchele für das laufende Jahr vorsichtig und hält sich weiterhin alle Optionen offen. Gegenwind kommt für das Unternehmen eventuell aus den USA. So könnten sich die staatlichen Kürzungen im US Gesundheitssystem im weiteren Jahresverlauf negativ auf Linde auswirken, meinte DZ-Bank-Fachmann Spengler.

Unter dem Strich können die Anleger mit der bisherigen Entwicklung der Aktien allerdings zufrieden sein. So notieren die Papiere inzwischen seit Jahresbeginn gerechnet moderat im Plus, während sich der Dax in diesem Zeitraum immer noch in der Verlustzone befindet./la/das/fat/he

29.04.2016

EUROSTOXX-FLASH: EuroStoxx rutscht tiefer ins Minus - Schwache US-Daten

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 hat am Freitag seine Verluste deutlich ausgeweitet und zuletzt 2,81 Prozent auf 3037,57 Punkte eingebüßt. Börsianer begründeten den Kursrutsch mit schwachen Konjunkturdaten aus den USA. So hatte sich das Geschäftsklima in der Region Chicago im laufenden Monat stärker als erwartet eingetrübt. Zudem hatte sich die Stimmung amerikanischer Verbrauche im April überraschend weiter verschlechtert.

Bereits zuvor hatte der steigende Eurokurs die Kurse weiter nach unten gedrückt. Eine stärkere Gemeinschaftswährung erschwert Exporte in Länder außerhalb der Eurozone./la/he

29.04.2016

ANALYSE/Hauck & Aufhäuser: Heidelberger Druck hat großes Gewinnpotenzial

HAMBURG (dpa-AFX) - Die operative Entwicklung des Druckmaschinenbauers Heidelberger Druck wird sich nach Einschätzung der Privatbank Hauck & Aufhäuser weiter verbessern. Das dürfte am Ende auch den Aktionären zugute kommen. Analyst Henning Breiter nahm die Bewertung der Papiere des Druckmaschinenbauers in einer aktuellen Studie mit "Kaufen" und einem Kursziel von 2,70 Euro auf. Er sieht damit noch etwa ein Drittel Luft nach oben.

Mit einem globalen Marktanteil von mehr als 40 Prozent könne das SDax-Unternehmen grundsätzlich Größenvorteile bei der Beschaffung, der Produktion und dem Dienstleistungsnetz ausspielen, schrieb Breiter. Gleichzeitig ermögliche die große Anzahl bereits aufgebauter Druckerpressen ein attraktives Geschäft mit Verbrauchsgütern, Ersatzteilen und Dienstleistungen.

Allerdings habe der Markt für Drucktechnik fast ein Jahrzehnt lang gelitten, was die Größenvorteile des Unternehmens beeinträchtigt habe. Die Überkapazitäten seien mittlerweile aber deutlich gesunken, was zu einer schrittweisen Verbesserung der Auslastung der Hersteller sowie einer höheren Preisdisziplin in der Branche geführt habe.

Heidelberger Druck habe zudem die eigene Kostenbasis durch eine Restrukturierung erheblich reduziert sowie den Fokus stärker auf den vielversprechenden Markt für Verpackungen und Etiketten sowie auf digitale Lösungen gerichtet.

Gleichwohl bleibe der Geschäftsanteil schwächelnder Endmärkte hoch. Daher rechne er mit einem eher geringen Umsatzwachstum aus eigener Kraft in den kommenden Jahren. Dank der Kostensenkungen und des sich verbessernden Preisumfeldes sollte der operative Gewinn aber deutlich zulegen.

Mit der Einstufung "Buy" sieht Hauck & Aufhäuser auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Aufwärtspotenzial von mehr als zehn Prozent./mis/das

Analysierendes Institut Hauck & Aufhäuser.

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS 2: BASF gefangen zwischen Gewinnplus und Umsatzenttäuschung

(Neu: Kursentwicklung, Citigroup, Kepler, Merrill Lynch)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngsten Quartalszahlen von BASF haben die Anleger am Freitag etwas ratlos zurückgelassen. Weil einem überraschend hohen Gewinn im ersten Quartal ein unerwartet niedriger Umsatz gegenüberstand, fanden die Papiere des Chemiekonzerns keine klare Richtung.

Zu Handelsbeginn waren die Aktien zunächst noch um mehr als 2 Prozent angesprungen. Kurz darauf allerdings büßten die Papiere ihre Gewinne im Zuge des schwachen Gesamtmarktes wieder komplett ein, bevor sie wieder schnell ins Plus drehten. Den restlichen Vormittag verbrachten sie dann mehr oder weniger komfortabel im positiven Terrain.

SEIT JAHRESBEGINN IM PLUS

Am Mittag stand bei den Papieren ein Minus von 0,07 Prozent auf 72,69 Euro zu Buche, weil der Dax zuletzt noch einmal einen kleinen Satz nach unten gemacht hatte. Dabei haben die Anteilsscheine seit Jahresbeginn bereits um mehr als 3 Prozent zugelegt, während der deutsche Leitindex in diesem Zeitraum ein Minus von knapp 5 Prozent angehäuft hat.

Wenig Orientierung boten den Anlegern auch die sehr entgegengesetzten Ansichten der Analysten zu den Geschäftszahlen von BASF. Zu den Optimisten zählte zum Beispiel Andrew Benson von der US-Bank Citigroup. Benson hob hervor, dass der Gewinn je Aktie die Markterwartung um satte 19 Prozent übertroffen habe. Für die BASF-Papiere spreche damit unter anderem die starke Bilanz des Chemiekonzerns.

ANALYST: BASF VOR WENDEPUNKT NACH OBEN

Angesichts des eingetrübten Umfelds seien die Kennziffern des Chemiekonzerns auch insgesamt klar besser als befürchtet ausgefallen, schrieb Christian Faitz von Kepler Research. Damit dürfte BASF den Wendepunkt nach oben erreicht haben und künftig weiter zulegen. Faitz zufolge sollten die Ludwigshafener dabei auch von einer Aufhellung der Konjunktur profitieren.

Analyst Laurent Favre von der US-Bank Merrill Lynch aber gab zu bedenken, dass die Aktien des Chemiekonzerns ebenso wie der Industriechemie-Subsektor insgesamt recht anspruchsvoll bewertet seien. Zudem stehe dem starken operativen Ergebnis ein enttäuschender Zufluss liquider Mittel (Cashflow) gegenüber.

SCHWACHER CASHFLOW

Der schwache Cashflow bereitet auch dem Analysten Markus Mayer von der Baader Bank Sorgen. Mayer geht weiterhin davon aus, dass sich die Liquiditätszuflüsse auch in den kommenden Jahren erheblich verringern werden - der Hauptgrund für seine Verkaufsempfehlung.

Mayer befürchtet, dass die Preise für fossile Rohstoffe weiter nachgeben könnten. Geringere Verkaufspreise in der Öl- und Gassparte hatten bereits im ersten Quartal auf die Erlöse gedrückt./la/fbr

29.04.2016

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Alstria Office auf 'Buy' - Ziel 13,50 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat die Einstufung für Alstria Office nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 13,50 Euro belassen. Die Büroimmobilienfirma sei auf gutem Weg, das operative Ergebnis (FFO) im laufenden Jahr um 20 Prozent zu steigern, schrieb Analyst Andre Remke in einer Studie vom Freitag. Alstria zeichne sich zudem durch eine Dividendenrendite von mehr als 4 Prozent aus./edh/zb

29.04.2016

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser belässt KSB AG auf 'Buy' - Ziel 450 Euro

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für KSB auf "Buy" mit einem Kursziel von 450 Euro belassen. Der Pumpenhersteller sei schwach ins Jahr gestartet, schrieb Analyst Torben Teichler in einer Studie vom Freitag mit Blick auf Umsatz- und Auftragsdaten. Er hält die Aktien auf Basis der Schätzungen für das Geschäftsjahr 2017 aber für unterbewertet./ag/zb

29.04.2016

ANALYSE: Berenberg erwartet schwächere Auftragsdynamik und Kursrückgang bei Gea

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den Aktien des auf die Lebensmittelindustrie ausgerichteten Anlagenbauers Gea Group mehren sich nach Einschätzung der Privatbank Berenberg die Risiken. Die Auftragsentwicklung könnte an Schwung verlieren und eine mögliche weitere Restrukturierung könnte die Margen belasten, schrieb Analyst Sebastian Kuenne in einer Studie vom Freitag. Zudem habe die Erholung der Gewinnmargen die Aktie getrieben, doch dieser Schub könnte nun nachlassen. Kuenne stufte die Papiere von "Kaufen" auf "Verkaufen" ab und senkte das Kursziel von 43 auf 38 (Kurs 40,59) Euro.

Das Umfeld für die für Gea so wichtige Molkereiindustrie bleibe angesichts des weltweiten Milchüberangebotes schwierig, schrieb der Experte. Eine Erholung der Milchpreise dürfte aus Sicht des Analysten weiter auf sich warten lassen. Aus diesem Grund dürften zunächst die Milcherzeuger und später auch die milchverarbeitende Industrie ihre Investitionen in ihre technische Ausstattung reduzieren. Das dürfte die Auftragsentwicklung bereits im zweiten Halbjahr belasten.

Risiken sieht Kuenne aber auch in den kleineren Geschäftsbereichen des Gea-Konzerns, in denen teilweise Kapazitätsanpassungen nötig erschienen. Daher seien weitere Restrukturierungsaufwendungen möglich.

Die im Mai erwarteten Geschäftszahlen für das erste Quartal dürften zwar solide ausfallen. Wichtiger sei aber, dass der Ton des Managements in puncto Gesamtjahresausblick vorsichtiger werden dürfte, glaubt Kuenne.

Mit der Empfehlung "Sell" sieht Berenberg auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Abwärtspotenzial von mehr als 15 Prozent für die Aktie./tav/mis/ag

Analysierendes Institut Berenberg.

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS: Continental-Aktionäre lassen sich von Zuversicht anstecken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein optimistischerer Geschäftsausblick von Continental hat die Anleger am Freitag überzeugt: Die Aktien des Autozulieferers und Reifenherstellers hielten sich klar im Plus und trotzten damit dem schwachen Dax-Trend. Die Papiere standen am Vormittag um 0,41 Prozent höher, während es für den Leitindex um fast 1 Prozent runter ging.

"Ein guter Jahresstart", diagnostizierte Analyst Klaus Breitenbach von der Baader Bank.

Der Dax-Konzern traut sich nach einem soliden Jahresauftakt beim operativen Ergebnis nun mehr zu als bisher prognostiziert. Bei der um Sondereffekte bereinigten Marge wird ein Wert von rund 11 Prozent statt zuvor von mehr als 10,5 Prozent erwartet.

Auf den ersten Blick lägen die Geschäftszahlen im Rahmen seiner Erwartungen und auch der Marktprognosen, sagte Analyst Michael Punzet von der DZ Bank. Der erhöhte Margenausblick für das Jahr 2016 treffe die aktuellen Markterwartungen. Er sieht die Aktien weiter positiv.

Auch UBS-Analyst David Lesne blieb bei seiner Kaufempfehlung. Die meisten Indikatoren blieben positiv wie die gute Entwicklung der Volumen, die verbesserten Verkaufspreise und auch der Rückenwind von den Rohstoffen./fat/das

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS: Linde vertreibt mit Gewinnüberraschung die Sorgen der Aktionäre

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den Anlegern von Linde hat sich am Freitag deutliche Erleichterung breit gemacht: Die schwachen Geschäftszahlen des französischen Wettbewerbers Air Liquide vom Dienstag waren wohl doch kein schlechtes Omen für den deutschen Industriegase-Spezialisten und Anlagenbauer. Weil am Freitag vor allem der Gewinn von Linde positiv überraschte, kletterte die Aktie mit einem Plus von 1,93 Prozent auf 134,55 Euro an die Spitze des schwachen Dax .

"Nach schwachen Signalen von Air Liquide hat Linde positiv überrascht", schrieb Analyst Martin Rödiger von Kepler Cheuvreux. Der weltweit zweitgrößtn Gase-Hersteller Air Liquide hatte im Auftaktquartal eine geringere Nachfrage aus der Energieindustrie vor allem in Nordamerika zu spüren bekommen. Das hatte auch die Linde-Anleger aufgeschreckt.

SORGENKIND ANLAGENBAU

Analyst Laurent Favre von der US-Bank Merrill Lynch hob nun bei Linde positiv hervor, dass das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) die Markterwartung übertroffen habe. Auch insgesamt sehe die Bilanz des ersten Quartals recht gut aus. Dies sei für den Konzern der erste Schritt in Richtung Vertrauensaufbau und Neubewertung.

Etwas Sorgen bereitet den Experten derweil der Anlagenbau. Der kleinsten Linde-Sparte machen der niedrige Ölpreis, Überkapazitäten und die daraus resultierende Zurückhaltung von Kunden zu schaffen. Das Geschäftsfeld schwächele zwar immer noch, schrieb Analyst Peter Spengler von der DZ Bank. Allerdings habe die Gewinnmarge die Erwartungen erreicht. Darüber hinaus sei das Wachstum aus eigener Kraft des Geschäfts mit Gasen für medizinische Zwecke gut gewesen.

AKTIE AUF JAHRESSICHT IM PLUS

Gleichwohl bleibt Konzernchef Wolfgang Büchele für das laufende Jahr vorsichtig und hält sich weiterhin alle Optionen offen. Gegenwind kommt für das Unternehmen eventuell aus den USA. So könnten sich die staatlichen Kürzungen im US Gesundheitssystem im weiteren Jahresverlauf negativ auf Linde auswirken, meinte DZ-Bank-Fachmann Spengler.

Unter dem Strich können die Anleger mit der bisherigen Entwicklung der Aktien allerdings zufrieden sein. So notieren die Papiere inzwischen seit Jahresbeginn gerechnet moderat im Plus, während der Dax in diesem Zeitraum immer noch in der Verlustzone hängt./la/das

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser