dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

23.11.2014

dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

Megafusion in der britischen Versicherungsbranche steht bevor

LONDON - In Großbritannien könnte bald ein neuer Versicherungsriese entstehen. Aviva hat sich mit dem Branchenkollegen Friends Life auf die Eckpunkte seiner Übernahme geeinigt, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten. Damit würde Großbritanniens größter Versicherer entstehen. Aviva würde den Aktionäre von Friends Life 0,74 eigene Aktien je Anteilschein bieten, was mehr als 5 Milliarden Pfund (6,3 Mrd Euro) entspricht. Life Friends ist bereit, seinen Aktionären zu empfehlen, die mögliche Offerte anzunehmen.

RBS gesteht Fehler beim Bankenstresstest ein

LONDON - Die größtenteils staatliche Royal Bank of Scotland (RBS ) hat einen Rechenfehler beim Stresstest der Bankenaufsicht EBA zugegeben. Statt wie bislang angenommen locker zu bestehen, ist die britische Großbank gerade so durchgekommen und hat von allen vier getesteten britischen Banken am schlechtesten abgeschnitten, zeigten die am Freitag veröffentlichen Zahlen. Die EBA sowie die Europäische Zentralbank (EZB) hatten im Oktober geprüft, ob Europas große Geldhäuser im Fall einer neuen Finanzkrise genug Eigenkapital hätten. Im sogenannten Stress-Szenario hatte die RBS irrtümlicherweise 4,2 Milliarden Euro Eigenkapital zu viel angegeben.

Bahn-Gewerkschaft EVG droht mit Streiks vor Weihnachten

BERLIN - Bei der Bahn könnte es auch in der Adventszeit zu massiven Streiks kommen. "Es liegt am Arbeitgeber. Wir können auch vor Weihnachten noch streiken, wenn wir nicht vorankommen", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, dem Nachrichtenmagazin "Focus". Ein Streik könne auch parallel zu Lokführerstreiks der GDL stattfinden. "Dabei interessiert uns nicht, was die GDL macht."

ROUNDUP: Deutsche Bank will Präsenz in China ausbauen

BERLIN/FRANKFURT - Die Deutsche Bank will ihre Präsenz in China ausbauen und deshalb dort die Zahl der Filialen im Firmenkundengeschäft und der Mitarbeiter erhöhen. Derzeit gebe es sechs Filialen an sieben Standorten und rund 500 Mitarbeiter, sagte ein Sprecher der Bank am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "die Welt" (Montagausgabe). Die Deutsche Bank wolle gezielt reiche Chinesen als Kunden gewinnen und in Asien neben dem bestehenden Firmenkundengeschäft vor allem die Vermögensverwaltung ausbauen, schreibt das Blatt. "Wir werden unser Filialnetz sicherlich um die eine oder andere Filiale für unser Firmenkundengeschäft erweitern, um nahe genug an unseren Zielkunden zu sein", zitiert die "Welt" Co-Chef Jürgen Fitschen dem Blatt.

'Spiegel': Gabriel will Stromkonzerne zu CO2-Reduktion zwingen

BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will die Stromkonzerne laut "Spiegel" verpflichten, den Kohlendioxidausstoß ihrer fossilen Kraftwerke um mindestens 22 Millionen Tonnen zu verringern. Per Gesetz wolle er dafür sorgen, dass die Kraftwerke ihre CO2-Emissionen um jährlich mindestens 4,4 Millionen Tonnen von 2016 bis 2020 reduzieren, schreibt das Nachrichtenmagazin. So stehe es in einer Einladung an die Konzerne RWE , E.on, Vattenfall, Steag, EnBW und Thüga für ein Gespräch an diesem Montag in Berlin.

IPO: Börsengang von Krankenversicherung spült Australien Milliarden in die Kasse

MELBOURNE - Die australische Regierung hat den Börsengang des staatlichen Krankenversicherers Medibank erfolgreich über die Bühne gebracht. Etwa 2,7 Milliarden Anteilscheine seien verkauft worden, sagte Finanzminister Mathias Cormann am Samstag. Institutionelle Investoren mussten pro Stück 2,15 Australische Dollar bezahlen, Kleinanleger kostete ein Anteilschein 2 Dollar. Insgesamt fließen durch den zweitgrößten Börsengang Australiens knapp 5,7 Milliarden Dollar (4 Milliarden Euro) in die Staatskasse.

MV Agusta will mit Daimler stärker in Auslandsmärkte vordringen

STUTTGART - Nach dem Einstieg von Daimler will der italienische Motorradbauer MV Agusta noch stärker auf Märkten im Ausland angreifen. "Wir prüfen im Moment die Potenziale", kündigte Geschäftsführer Giovanni Castiglioni der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart an. "Kernmärkte für uns sind Deutschland, die USA, Brasilien und auch Japan." MV Agusta sei zwar bereits international aufgestellt, wolle aber in die genannten Märkte weiter vordringen.

'FT': EU-Parlament will Google-Aufspaltung vorschlagen

BERLIN - Das EU-Parlament will einem Zeitungsbericht zufolge die Aufspaltung des mächtigen Internet-Suchmaschinenbetreibers Google vorschlagen. In einem Antragsentwurf, aus dem die "Financial Times" am Freitag auf ihrer Internetseite zitierte, werde die Abtrennung der Suchmaschinen von anderen Geschäftsbereichen gefordert. Aus Parlamentskreisen in Brüssel hieß es am Freitagabend, eine solche Initiative des Europäischen Parlaments könne allenfalls ein Vorschlag an die EU-Kommission sein. Praktische Auswirkungen hätte ein derartiger Vorstoß nicht.

Tesla plant in einigen Jahren Batteriefabrik in Deutschland

BERLIN - Der US-Elektroautobauer Tesla will in den kommenden Jahren auch in Deutschland Batteriezellen herstellen. "Ich gehe davon aus, dass Tesla auf lange Sicht eine Batteriefabrik in Deutschland errichten wird", sagte Tesla-Chef Elon Musk dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Seiner Einschätzung nach könnte das in fünf oder sechs Jahren soweit sein.

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Weitere Meldungen:

- ROUNDUP: Erste Burger King-Filialen machen vorerst dicht

- Mehrere Interessenten für insolventen TV-Hersteller Metz

- ROUNDUP: Uber will Taxi-Minijobs und keine Ortskenntnisprüfung mehr

- Ravensburger-Chef kritisiert Spielwaren-Verkauf im Handel

- Benjamin Otto erwartet schwächeres Wachstum im Online-Handel

- IG Metall: Schlechte Arbeitsbedingungen bei Erneuerbaren Energien

- NRW-Ministerpräsidentin Kraft bekräftigt Nein zu Fracking

- 'BamS': Neuer Hauptstadtflughafen eröffnet möglicherweise erst 2018

- ADAC steht vor Strukturreform - Entscheidung im Dezember

- Schwesig: künstliche Befruchtung auch für Unverheiratete

- Bauern vermissen Bioenergie in Klimaschutz-Aktionsplan

- Aktionsbündnis 'Freier Horizont' gegen Ausbau der Windenergie im Nordosten

- Zukunft des Flughafens Zweibrücken soll bis Monatsende geklärt sein

- 345 000 Menschen wurde 2013 zeitweise der Strom abgestellt

- Schwarzfahren soll schon bald teurer werden°

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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23.11.2014

ROUNDUP: Erste Burger King-Filialen machen vorerst dicht

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Beim gekündigten Burger-King-Franchisenehmer Yi-Ko haben die ersten Filialen dicht gemacht. Der Grund sei, dass die Filialen nicht mehr mit Ware beliefert würden, sagte Guido Zeitler, Referatsleiter für das Gastgewerbe bei der Gewerkschaft NGG, am Sonntag der dpa. So schlossen Filialen in München sowie Medienberichten zufolge auch in Köln oder Fulda. Der Interims-Geschäftsführer von Yi-Ko, Dieter Stummel, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Yi-Ko betreibt bislang 89 Filialen mit insgesamt rund 3000 Beschäftigten, die seither um ihre Jobs bangen. Burger King hatte Mitte der vergangenen Woche nach Wirbel um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen die Verträge mit dem größten deutschen Lizenznehmer Yi-Ko Holding fristlos gekündigt. Mit der Kündigung mussten die Filialen umfirmieren und wurden nicht mehr von Burger King beliefert.

Im Aushang einer Filiale in München wurde die vorläufige Schließung auch mit einer einstweiligen Verfügung begründet, die Burger King gegen Yi-Ko erwirkt hatte. Demnach darf Yi-Ko das Firmenlogo von Burger King sowie Produktbezeichnungen nicht mehr nutzen. Außerdem stand auf dem Aushang mit Blick auf die Schließung: "Wir sind zuversichtlich, dass es sich dabei nur um eine kurze Zeit, im Idealfall von wenigen Tagen, handelt."

Ein Sprecher von Burger King hatte der dpa gesagt: "Wir haben eine Einstweilige Verfügung am Landgericht München erwirkt und sehen derzeit keinen Grund, auf die Durchsetzung zu verzichten". Yi-Ko hatte nach einem Bericht der "Rheinischen Post" Widerspruch gegen die Verfügung eingelegt. Die Entscheidung des Gerichts werde in dieser Woche erwartet.

NGG-Experte Zeitler sagte, es gebe die Chance, dass die Filialen unter einem neuen Betreiber fortgeführt werden könnten. Er hatte bereits gefordert: "Wir brauchen ganz schnell Klarheit, wie es mit den einzelnen Restaurants weitergeht."

Burger King erwartet allerdings keine baldige Lösung im Streit mit Yi-Ko. "Wir können nicht versprechen, dass und wie schnell es eine Lösung gibt", sagte Andreas Bork, der Deutschland-Chef von Burger King, der "Welt am Sonntag". Zwar werde derzeit mit Hochdruck daran gearbeitet, die 89 betroffenen Restaurants in eine neue Eigentümerstruktur zu überführen, um so viele der 3000 gefährdeten Arbeitsplätze wie möglich zu sichern. Die Situation sei aber hochkomplex. "Das hängt ganz maßgeblich von Yi-Ko ab. Wir sind nur der Franchisegeber. Sämtliche Mietverträge laufen über Yi-Ko und auch die Mitarbeiter sind dort angestellt", sagte Bork.

Bork erhob in dem Zeitungsinterview schwere Vorwürfe gegen Yi-Ko: "Es gab in den vergangenen Wochen wiederholt gravierende Verstöße gegen arbeitsrechtliche Vorschriften. Und das können wir beweisen." So seien tarifvertraglich vereinbarte Leistungen wie Urlaubsgeld und Zuschläge für Restaurantleiter nicht oder nicht vollständig ausbezahlt worden.

Unterdessen kündigte der Fernsehsender RTL an, am Montag (24.11.) in seinem Reportage-Magazin "Team Wallraff" das Ergebnis neuer Recherchen zu zeigen. RTL hatte Ende April über Missstände bei Yi-Ko berichtet./hoe/DP/he

23.11.2014

IPO: Börsengang von Krankenversicherung spült Australien Milliarden in die Kasse

MELBOURNE (dpa-AFX) - Die australische Regierung hat den Börsengang des staatlichen Krankenversicherers Medibank erfolgreich über die Bühne gebracht. Etwa 2,7 Milliarden Anteilscheine seien verkauft worden, sagte Finanzminister Mathias Cormann am Samstag. Institutionelle Investoren mussten pro Stück 2,15 Australische Dollar bezahlen, Kleinanleger kostete ein Anteilschein 2 Dollar. Insgesamt fließen durch den zweitgrößten Börsengang Australiens knapp 5,7 Milliarden Dollar (4 Milliarden Euro) in die Staatskasse.

Ursprünglich hatte die Regierung mit weniger Geld gerechnet, die Preisspanne hatte zunächst bei 1,55 bis 2 Dollar gelegen, wurde dann aber wegen der hohen Nachfrage auf 2 bis 2,30 Dollar angehoben. Trotz der Preiserhöhung wurde alle angebotenen Aktien verkauft. Der erste Handelstag der Papiere ist an diesem Montag an der Börse in Sydney.

Australiens Nationalhaushalt ist zuletzt immer tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Als Ausweg sieht die konservative Regierung von Premierminister Tony Abbott den Verkauf von Staatseinrichtungen./he

23.11.2014

ROUNDUP: Deutsche Bank will Präsenz in China ausbauen

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank will ihre Präsenz in China ausbauen und deshalb dort die Zahl der Filialen im Firmenkundengeschäft und der Mitarbeiter erhöhen. Derzeit gebe es sechs Filialen an sieben Standorten und rund 500 Mitarbeiter, sagte ein Sprecher der Bank am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "die Welt" (Montagausgabe). Die Deutsche Bank wolle gezielt reiche Chinesen als Kunden gewinnen und in Asien neben dem bestehenden Firmenkundengeschäft vor allem die Vermögensverwaltung ausbauen, schreibt das Blatt. "Wir werden unser Filialnetz sicherlich um die eine oder andere Filiale für unser Firmenkundengeschäft erweitern, um nahe genug an unseren Zielkunden zu sein", zitiert die "Welt" Co-Chef Jürgen Fitschen dem Blatt./irs/DP/he

23.11.2014

Erste Burger King-Filialen machen vorerst dicht

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Beim gekündigten Burger-King-Franchisenehmer Yi-Ko haben die ersten Filialen dichtgemacht. Der Grund sei, dass die Filialen nicht mehr mit Ware beliefert würden, sagte Guido Zeitler, Referatsleiter für das Gastgewerbe bei der Gewerkschaft NGG, am Sonntag der dpa. So schlossen Filialen etwa in München, Medienberichten zufolge auch in Köln oder Fulda.

Yi-Ko betreibt 89 Filialen mit insgesamt rund 3000 Beschäftigten, die seither um ihre Jobs bangen. Burger King hatte nach dem Wirbel um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen die Verträge mit dem größten deutschen Lizenznehmer Yi-Ko Holding fristlos gekündigt. Mit der Kündigung müssten die Filialen umfirmieren, sie werden künftig nicht mehr von Burger King beliefert./hoe/DP/he

23.11.2014

Deutsche Bank will Präsenz in China ausbauen

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank will ihre Präsenz in China ausbauen und deshalb dort die Zahl der Filialen und Mitarbeiter erhöhen. Die Bank wolle gezielt reiche Chinesen als Kunden gewinnen und neben dem bestehenden Firmenkundengeschäft vor allem die Vermögensverwaltung ausbauen, schreibt die Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe). "Wir werden unser Filialnetz sicherlich um die eine oder andere Filiale für unser Firmenkundengeschäft erweitern, um nahe genug an unseren Zielkunden zu sein", sagte Co-Chef Jürgen Fitschen dem Blatt./irs/DP/he

23.11.2014

Ravensburger-Chef kritisiert Spielwaren-Verkauf im Handel

RAVENSBURG (dpa-AFX) - Der Chef des Spieleherstellers Ravensburger hält die Präsentation von Spielwaren im deutschen Handel für unzureichend und denkt über einen eigenen Laden nach. "Wenn Sie in der Vorweihnachtszeit in eine Spielwarenhandlung gehen, gibt es da meist zu wenig Personal, das Sie berät und Ihnen etwas erklärt", sagte Karsten Schmidt der "Stuttgarter Zeitung" (Montag). Neben der Beratung vermisst Schmidt demnach die Inszenierung der Produkte. Die Eröffnung eigener Läden wie bei den Konkurrenten Lego und Playmobil werde daher bei Ravensburger diskutiert. Schmidt schwebt demnach ein Konzept vor, das sowohl Vorteile gegenüber dem stationären als auch dem Online-Handel haben soll. Details wurden jedoch nicht genannt./lan/DP/he

23.11.2014

NRW-Ministerpräsidentin Kraft bekräftigt Nein zu Fracking

DÜSSELDORF/COESFELD (dpa-AFX) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat ihre ablehnende Haltung zum Fracking bekräftigt. "Ich bleibe bei dem, was ich immer gesagt habe: Solange ich in Nordrhein-Westfalen Ministerpräsidentin bin, wird es hier kein Fracking für die unkonventionelle Erdgasförderung geben", sagte sie der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" ("WAZ", Samstag).

Sie werde den von der Bundesregierung angekündigten Gesetzentwurf, der das Freipressen von Gas aus tiefen Gesteinsschichten unter Auflagen ermöglichen soll, genau prüfen und "gegebenenfalls im Bundesrat für Änderungen kämpfen", so Kraft. "Für mich ist völlig klar, dass Fracking mit gravierenden ökologischen Folgen in unseren dichtbesiedelten Regionen nicht verantwortbar wäre", sagte die Ministerpräsidentin der Zeitung weiter. Es gehe nicht nur um mögliche Gefahren für das Grundwasser durch Chemikalien-Einsatz, sondern auch um einen massiven Eingriff in die Natur wie durch enormen Wasserverbrauch oder Lkw-Verkehr.

Nach dem Gesetzentwurf soll das Fracking-Verfahren für Trinkwasser- und Naturschutzgebiete verboten werden. Auch in anderen Gebieten sollen Fracking-Vorhaben in Schiefer- und Kohleflözgestein oberhalb von 3000 Metern untersagt werden. Aber interessierte Unternehmen können Probebohrungen zur Erforschung beantragen. Darüber müssen dann die Landesbehörden entscheiden. Gibt es grünes Licht, gilt hierfür die 3000-Meter-Grenze nicht mehr. In Nordrhein-Westfalen gilt ein Moratorium für Fracking-Bohrungen.

Der deutsch-niederländische Kommunalverband Euregio sprach sich unterdessen gegen Fracking-Pläne der niederländischen Regierung im Grenzgebiet aus. Die Mehrheit des Euregio-Rates habe sich auf seiner Sitzung in Coesfeld wegen möglicher Umweltschäden gegen die umstrittene Erdgasfördertechnik ausgesprochen, teilte die Euregio-Geschäftsstelle in Gronau und Enschede am Freitagabend mit. Der Schutz des Grundwassers müsse absoluten Vorrang haben, und die Fracking-Technologie sei nach jetzigem Stand nicht kalkulierbar.

Die Niederlande prüfen derzeit unter anderem für die Grenzregion, ob die Förderung von Schiefergas zugelassen werden soll. Beim Fracking wird mit hohem Druck ein Cocktail aus Wasser, Sand und Chemikalien in sehr tief liegende Gesteinsschichten gepresst, um sie aufzusprengen und so an Gas zu kommen.

Die Euregio ist ein Zusammenschluss von 129 deutschen und niederländischen Städten, Gemeinden und Kreisen. Auf deutscher Seite gehören das Münsterland, das Osnabrücker Land und die Grafschaft Bentheim zum Kerngebiet. Auf niederländischer Seite sind es im Wesentlichen die Regios Twente und Achterhoek./tob/eks/DP/he

23.11.2014

'Spiegel': Gabriel will Stromkonzerne zu CO2-Reduktion zwingen

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will die Stromkonzerne laut "Spiegel" verpflichten, den Kohlendioxidausstoß ihrer fossilen Kraftwerke um mindestens 22 Millionen Tonnen zu verringern. Per Gesetz wolle er dafür sorgen, dass die Kraftwerke ihre CO2-Emissionen um jährlich mindestens 4,4 Millionen Tonnen von 2016 bis 2020 reduzieren, schreibt das Nachrichtenmagazin. So stehe es in einer Einladung an die Konzerne RWE , E.on, Vattenfall, Steag, EnBW und Thüga für ein Gespräch an diesem Montag in Berlin.

Dem Bericht zufolge bleibt es den Energieversorgern freigestellt, wie sie diese Minderung erzielen. Praktisch laufe diese Vorgabe aber darauf hinaus, Kohlemeiler abzuschalten.

Vor wenigen Tagen hatte sich Gabriel noch überzeugt gezeigt, dass das deutsche Klimaziel für 2020 auch ohne einen Ausstieg aus der Kohle erreicht werden könne. Geplant sind 40 Prozent weniger Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990. Dies ist nach Auffassung von Experten aber nur mit einem schrittweisen Abschalten alter Kohlekraftwerke noch zu schaffen./sk/DP/he

23.11.2014

Schwesig: künstliche Befruchtung auch für Unverheiratete

BERLIN (dpa-AFX) - Gesetzliche Krankenkassen sollen nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) auch bei Unverheirateten Kosten für eine künstliche Befruchtungen übernehmen. "Es ist nicht mehr zeitgemäß, diese Paare anders zu behandeln als Verheiratete", sagt sie dem Magazin "Spiegel". Man könne nicht einerseits beklagen, dass so wenige Kinder geboren würden, und andererseits Versuche mit künstlicher Befruchtung an Geld scheitern lassen, argumentierte Schwesig. Sie will außerdem erreichen, dass die Kassen künstliche Befruchtungen wieder voll finanzieren.

Das Bundessozialgericht hatte soeben entschieden, dass die Kassen nach aktueller Rechtslage nicht einmal einen Teil der Kosten erstatten dürfen, wenn die Antragsteller nicht verheiratet sind. Um das zu ändern, müsste das Sozialgesetzbuch reformiert werden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der für den Bereich zuständig ist, will sich laut "Spiegel" nicht äußern, solange die schriftliche Urteilsbegründung nicht vorliegt. Gesundheitsexperten der Union stehen einer Neuregelung bislang skeptisch gegenüber./rm/DP/he

21.11.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Rekordjagd geht dank Notenbanken weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Gewinne an der Wall Street sind am Freitag im Handelsverlauf deutlich abgeschmolzen. Zum Börsenstart hatten die Notenbanken der Eurozone und Chinas noch für Rekordstände am US-Aktienmarkt gesorgt.

Auf Schlusskursbasis erreichten die Standardwerte-Indizes dennoch Höchststände. Der Leitindex Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,51 Prozent fester bei 17 810,06 Punkten ins Wochenende. Auf Wochensicht betrug das Plus knapp 1 Prozent. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es am Freitag letztlich um 0,42 Prozent auf 2063,50 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rettete ein Plus von 0,22 Prozent auf 4251,32 Punkte ins Ziel und blieb damit auf dem höchsten Kursniveau seit dem Frühjahr 2000.

DRAGHI UND CHINAS NOTENBANK SORGEN FÜR AUFTRIEB

Zunächst hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, seine Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen bekräftigt, um Mini-Inflation und Konjunkturschwäche zu bekämpfen. Dann hatte die chinesische Notenbank ihren großen Auftritt: Sie überraschte mit einer Senkung der wichtigsten Zinssätze, um das schwächelnde Wirtschaftswachstum des Landes zu beleben. Vorher hatten Volkswirte überwiegend mit einer Fortsetzung der Politik kleinerer, gezielter Konjunkturstützen gerechnet. Marktbewegende US-Konjunkturdaten standen am Freitag nicht auf der Agenda. Unternehmensmeldungen kamen überwiegend von Konzernen aus der zweiten Reihe.

Die Anhebung der Quartalsdividende von 24 auf 28 US-Cent durch den Sportartikelhersteller Nike hatten Marktteilnehmer bereits erwartet. Entsprechend fehlten positive Impulse für die Aktien des Adidas-Rivalen , die mit plus 0,12 Prozent auf der Stelle traten. Am Vortag hatte der Chipkonzern Intel mit einer Dividendenerhöhung im kommenden Jahr positiv überrascht.

FOOT LOCKER SCHWACH TROTZ GUTER ZAHLEN - GAP SENKT AUSBLICK

Schlimmer als Nike traf es die Titel von Foot Locker mit minus 4,30 Prozent - trotz besser als erwartet ausgefallener Geschäftszahlen der Sportschuhkette. Die Aktien von Gap sackten um 4,19 Prozent ab. Am Vorabend nach Börsenschluss hatte der Einzelhändler seine Jahresziele gesenkt. Die Titel von GameStop brachen sogar um 13,05 Prozent ein. Der Videospiele-Händler hatte sein Gewinnziel für 2015 gekappt und damit die Analysten enttäuscht.

Es gab aber auch positive Nachrichten. Die Papiere von Ross Stores verteuerten sich um 7,32 Prozent. Mit ihrer Gewinnprognose für das Gesamtjahr hatte die Bekleidungskette die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen.

ALIBABA SAMMELT MIT DOLLARANLEIHE 8 MILLIARDEN EIN

Der in New York gelistete chinesische Onlinehändler Alibaba zapfte nur zwei Monate nach dem spektakulären Börsendebut erneut den US-Finanzmarkt an. Alibaba sammelte mit dem Verkauf von Anleihen 8 Milliarden US-Dollar ein und muss Kreisen zufolge wegen der großen Nachfrage weniger Zinsen zahlen als ursprünglich angenommen. Die Emission ist die größte in US-Dollar notierte eines asiatischen Unternehmens. Die Aktien gewannen 0,93 Prozent./gl/he

21.11.2014

Aktien New York Schluss: Rekorde dank Notenbanken

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Gewinne an der Wall Street sind am Freitag im Handelsverlauf deutlich abgeschmolzen. Zum Börsenstart hatten die Notenbanken der Eurozone und Chinas noch für Rekordstände am US-Aktienmarkt gesorgt.

Auf Schlusskursbasis erreichten die Standardwerte-Indizes dennoch Höchststände. Der Leitindex Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,51 Prozent fester bei 17 810,06 Punkten ins Wochenende. Auf Wochensicht betrug das Plus knapp 1 Prozent. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es am Freitag letztlich um 0,42 Prozent auf 2063,50 Punkte nach oben.

Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rettete ein Plus von 0,22 Prozent auf 4251,32 Punkte ins Ziel und blieb damit auf dem höchsten Kursniveau seit dem Frühjahr 2000./gl/he

21.11.2014

Aktien New York: Gewinne schmelzen deutlich ab nach Rekordständen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Gewinne an der Wall Street sind am Freitag im Handelsverlauf deutlich abgeschmolzen. Zum Börsenstart hatten die Notenbanken der Eurozone und Chinas noch für Rekordstände gesorgt.

Zuletzt behauptete der US-Leitindex Dow Jones Industrial bei 17 798,41 Punkten ein Plus von 0,45 Prozent. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es noch um 0,42 Prozent auf 2061,30 Punkte nach oben. Beide Indizes waren nach den Schlusshochs vom Vortag zunächst auf Rekordstände gesprungen. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rettete ein Plus von 0,20 Prozent auf 4250,47 Punkte und blieb damit auf dem höchsten Kursniveau seit dem Frühjahr 2000.

Zunächst hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, seine Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen bekräftigt. Es sei beeindruckend, mit welcher Dringlichkeit Draghi sich für Maßnahmen zur Steigerung des Wachstums und der Inflation ausgesprochen habe, schrieb Greg Fuzesi von der US-Bank JP Morgan.

Dann hatte die chinesische Notenbank ihren großen Auftritt: Sie überraschte mit einer Senkung der wichtigsten Zinssätze, um die schwächelnde Konjunktur des Landes zu beleben. Vorher hatten Volkswirte überwiegend mit einer Fortsetzung der Politik kleinerer, gezielter Konjunkturstützen gerechnet. Marktbewegende US-Konjunkturdaten standen am Freitag nicht auf der Agenda. Unternehmensmeldungen kamen überwiegend von Konzernen aus der zweiten Reihe.

Die Anhebung der Quartalsdividende von 24 auf 28 US-Cent durch den Sportartikelhersteller Nike hatten Marktteilnehmer bereits erwartet. Entsprechend fehlten positive Impulse für die Aktien des Adidas-Rivalen , die mit minus 0,02 Prozent auf der Stelle traten. Am Vortag hatte der Chipkonzern Intel mit einer Dividendenerhöhung im kommenden Jahr positiv überrascht.

Schlimmer traf es die Titel von Foot Locker mit minus 3,84 Prozent - trotz besser als erwartet ausgefallener Geschäftszahlen der Sportschuhkette. Die Aktien von Gap sackten um 5,33 Prozent ab. Am Vorabend nach Börsenschluss hatte der Einzelhändler seine Jahresziele gesenkt. Die Titel von GameStop brachen sogar um 12,88 Prozent ein. Der Videospiele-Händler hatte sein Gewinnziel für 2015 gekappt und damit die Analysten enttäuscht.

Es gab aber auch positive Nachrichten. Die Papiere von Ross Stores verteuerten sich um 7,32 Prozent. Mit ihrer Gewinnprognose für das Gesamtjahr hatte die Bekleidungskette die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen.

Der in New York gelistete chinesische Onlinehändler Alibaba zapfte nur zwei Monate nach dem spektakulären Börsendebut erneut den US-Finanzmarkt an. Alibaba sammelte mit dem Verkauf von Anleihen 8 Milliarden US-Dollar ein und muss Kreisen zufolge wegen der großen Nachfrage weniger Zinsen zahlen als ursprünglich angenommen. Die Emission ist die größte in US-Dollar notierte eines asiatischen Unternehmens. Die Aktien gewannen 1,54 Prozent./gl/he

21.11.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax mit größtem Wochenplus des Jahres

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat mit einer fulminanten Rally am Freitag das größte Wochenplus seit gut einem Jahr eingefahren. Auslöser dafür waren Aussagen des europäischen Notenbankpräsidenten Mario Draghi und eine überraschende Zinssenkung in China. Der deutsche Leitindex verzeichnete mit einem Kurssprung von 2,62 Prozent auf 9732,55 Punkte den siebten Gewinntag in Folge und steht so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. Auf Wochensicht ergab dies einen Gewinn von 5,18 Prozent - dies ist das größte Wochenplus seit Juli 2013. Für den MDax , den Index mittelgroßer Werte, ging es am Freitag um 1,83 Prozent auf 16 840,94 Punkte nach oben. Der TecDax der Technologiewerte rückte um 0,79 Prozent auf 1329,02 Punkte vor.

Am Vormittag hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) die Börsen befeuert. Der Währungshüter hatte auf einem Bankenkongress in Frankfurt abermals seine Handlungsbereitschaft bekräftigt, den Kampf gegen Niedriginflation und Wachstumsschwäche auszuweiten. Ein weiterer positiver Impulse kam durch eine überraschende Zinssenkung in China. Laut Volkswirt Thomas Gitzel dürften sich nun die globalen Konjunkturaussichten aufhellen.

REKORDJAGD IN DEN USA GEHT WEITER

An den Börsen in New York beflügelten die EZB und die chinesische Notenbank die aktuelle Rekordjagd, so dass der Dax auch Rückenwind von der Wall Street erhielt. Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research sagte mit Blick auf das aktuelle Niedrigzinsumfeld: "Die Weihnachtsrally 2014 ist eine Rally mangels Alternative."

Angesichts der ansonsten relativ dünnen Nachrichtenlage und der nur spärlich bestückten Tagesagenda sorgen Analystenstimmen erneut für deutliche Kurbewegungen: Die Aktien von HeidelbergCement sprangen im Kielwasser eines positiven Kommentars mit plus 4,48 Prozent auf 60,17 Euro an die Dax-Spitze. Ebenfalls nach oben ging es für BASF -Aktien. Auch hier sorgte eine Studie nach aktuellen Produktionszahlen aus der Chemiebranche für Aufwind. Die Papiere verteuerten sich um 3,73 Prozent.

ADIDAS AM DAX-ENDE

Schwächster Wert im Dax waren die Titel des Sportartikelherstellers Adidas mit einem Plus von lediglich 0,18 Prozent. Händler sprachen unisono davon, dass Anleger nach dem steilen Anstieg der vergangenen Wochen nun Kasse machten.

Auch einige Werte aus dem Konsumgüter- und Pharmasektor hinkten dem Markt hinterher. Händlern zufolge werden diese Papiere von Anlegern eher in unsicheren Zeiten an der Börse gesucht, bei steigenden Kursen aber vernachlässigt. Henkel -Titel etwa legten um 0,72 Prozent zu.

EUROSTOXX 50 SCHNELLT IN DIE HÖHE

In Europa war die Börsenstimmung ebenfalls teils extrem gut: Der EuroStoxx 50 schnellte um 2,97 Prozent auf 3194,22 Punkte in die Höhe und in Paris zog der Leitindex ähnlich stark an wie der Dax. In London stieg der FTSE 100 um rund 1 Prozent und in den USA rückte der Dow Jones Industrial um 0,63 Prozent vor.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundesanleihen auf 0,65 (Vortag: 0,69) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 138,11 Punkte. Der Bund Future gewann 0,26 Prozent auf 152,00 Punkte. Der Kurs des Euro fiel deutlich. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2422 (1,2539) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8050 (0,7975) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

21.11.2014

KORREKTUR/Aktien Frankfurt Schluss: Dax mit größtem Wochenplus des Jahres

(Im 3. Satz wurde berichtigt: siebter rpt siebter Gewinntag in Folge)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat mit einer fulminanten Rally am Freitag das größte Wochenplus seit gut einem Jahr eingefahren. Auslöser dafür waren Aussagen des europäischen Notenbankpräsidenten Mario Dragh und eine überraschende Zinssenkung in China. Der deutsche Leitindex verzeichnete mit einem Kurssprung von 2,62 Prozent auf 9732,55 Punkte den siebter Gewinntag in Folge und steht so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. Auf Wochensicht ergab dies einen Gewinn von 5,18 Prozent - dies ist das größte Wochenplus seit Juli 2013. Für den MDax , den Index mittelgroßer Werte, ging es am Freitag um 1,83 Prozent auf 16 840,94 Punkte nach oben. Der TecDax der Technologiewerte rückte um 0,79 Prozent auf 1329,02 Punkte vor./la/he

21.11.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax mit größtem Wochenplus des Jahres - Geldpolitik

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Der Dax hat mit einer fulminanten Rally am Freitag das größte Wochenplus seit gut einem Jahr eingefahren. Auslöser dafür waren Aussagen des europäischen Notenbankpräsidenten Mario Dragh und eine überraschende Zinssenkung in China. Der deutsche Leitindex verzeichnete mit einem Kurssprung von 2,62 Prozent auf 9732,55 Punkte den fünften Gewinntag in Folge und steht so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. Auf Wochensicht ergab dies einen Gewinn von 5,18 Prozent - dies ist das größte Wochenplus seit Juli 2013. Für den MDax , den Index mittelgroßer Werte, ging es am Freitag um 1,83 Prozent auf 16 840,94 Punkte nach oben. Der TecDax der Technologiewerte rückte um 0,79 Prozent auf 1329,02 Punkte vor./la/he

21.11.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Notenbanken sorgen für Rekordstände

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Notenbanken haben der Wall Street am Freitag Rekordstände beschert. Im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche setzen die Währungshüter in der Eurozone und China noch stärker als bisher auf eine lockere Geldpolitik.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial sprang bis auf 17 894,83 Punkte hoch - anderthalb Stunden nach Handelsbeginn stand noch ein Anstieg um 0,69 Prozent auf 17 841,69 Punkte zu Buche. Der marktbreite S&P-500-Index erreichte bei 2071,46 Punkten ebenfalls einen Höchststand und gewann zuletzt 0,65 Prozent auf 2066,04 Punkte.

Beide Indizes hatten bereits am Donnerstag Schlussrekorde erreicht. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg am Freitag um 0,37 Prozent auf 4257,60 Punkte und zeigte sich damit so stark wie seit dem Frühjahr 2000 nicht mehr.

Zunächst hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, seine Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen bekräftigt. Es sei beeindruckend, mit welcher Dringlichkeit Draghi sich für Maßnahmen zur Steigerung des Wachstums und der Inflation ausgesprochen habe, schrieb Greg Fuzesi von der US-Bank JP Morgan.

Dann hatte die chinesische Notenbank ihren großen Auftritt: Sie überraschte mit einer Senkung der wichtigsten Zinssätze, um die schwächelnde Konjunktur des Landes zu beleben. Vorher hatten Volkswirte überwiegend mit einer Fortsetzung der Politik kleinerer, gezielter Konjunkturstützen gerechnet. Marktbewegende US-Konjunkturdaten standen am Freitag nicht auf der Agenda. Unternehmensmeldungen kamen überwiegend von Konzernen aus der zweiten Reihe.

Gute Nachrichten gab es von Nike : Der Sportartikelhersteller und Adidas-Rivale hebt seine Quartalsdividende von 24 auf 28 US-Cent an. Dies hatten Marktteilnehmer so auch erwartet. Die Nike-Papiere gewannen bescheidene 0,33 Prozent. Bereits am Vortag hatte der Chipkonzern Intel mit einer Dividendenerhöhung im kommenden Jahr positiv überrascht.

Die Papiere von Ross Stores verteuerten sich um 6,65 Prozent. Mit ihrer Gewinnprognose für das Gesamtjahr hatte die Bekleidungskette die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen.

Foot Locker übertraf mit seinen jüngsten Geschäftszahlen die Markterwartungen. Dennoch verloren die Titel der Sportschuhkette nach Anfangsgewinnen zuletzt 2,58 Prozent. Die Aktien von Gap gaben um 5,90 Prozent nach. Am Vorabend nach Börsenschluss hatte der Einzelhändler seine Jahresziele gesenkt hatte. Die Titel von GameStop sackten um 13,67 Prozent ab. Der Videospiele-Händler hatte sein Gewinnziel für 2015 gekappt und damit die Analysten enttäuscht.

Der in New York gelistete chinesische Onlinehändler Alibaba zapfte nur zwei Monate nach dem spektakulären Börsendebut erneut den US-Finanzmarkt an. Alibaba sammelte mit dem Verkauf von Anleihen 8 Milliarden US-Dollar ein und muss Kreisen zufolge wegen der großen Nachfrage weniger Zinsen zahlen als ursprünglich angenommen. Die Emission ist die größte in US-Dollar notierte eines asiatischen Unternehmens. Die Aktien gewannen 1,13 Prozent./gl/he

21.11.2014

Aktien New York: Notenbanken sorgen für Rekordstände

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Notenbanken haben den US-Börsen am Freitag Rekordstände beschert. Zunächst hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi seine Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen gegen Niedriginflation und Wachstumsschwäche bekräftigt. Dann hatte die chinesische Notenbank ihren großen Auftritt und überraschte die Anleger mit einer Senkung der wichtigsten Zinssätze.

Im frühen Handel sprang der Leitindex Dow Jones Industrial bis auf 17 894,83 Punkte hoch - zuletzt stand ein Anstieg um 0,82 Prozent auf 17 863,81 Punkte zu Buche. Der marktbreite S&P-500-Index erreichte bei 2071,46 Punkten ebenfalls einen Höchststand und gewann zuletzt 0,82 Prozent auf 2069,48 Punkte.

Beide Indizes hatten bereits am Donnerstag Schlussrekorde erreicht. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann am Freitag 0,63 Prozent auf 4268,76 Punkte und zeigte sich damit so stark wie seit dem Frühjahr 2000 nicht mehr./gl/he

21.11.2014

EUROSTOXX-FLASH: Gewinne weiter ausgebaut dank starker Wall Street

PARIS (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 hat am Freitag nach der starken Eröffnung an der Wall Street seine deutlichen Gewinne noch ausgebaut. Im Kielwasser von Rekordständen in New York legte der Leitindex der Eurozone am Nachmittag um 2,74 Prozent auf 3187,08 Punkte zu, was den höchsten Stand seit Anfang Oktober bedeutete.

Bereits am Vormittag hatte EZB-Präsident Mario Draghi seine Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen gegen Niedriginflation und Wachstumsschwäche bekräftigt und die Anleger erfreut. Dann hatte die chinesische Notenbank ihren großen Auftritt und überraschte mit einer Senkung der wichtigsten Zinssätze./gl/he

21.11.2014

WOCHENAUSBLICK: Dax mit guten Chancen auf Jahresendrally - Alternativen fehlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Glaube an eine Jahresendrally an den Aktienmärkten könnte den Dax in der neuen Woche weiter stützen. Wichtigste Treibmittel für die Börsen sind die robuste US-Wirtschaft und die Unterstützung durch die Notenbanken. Zweifel an der Wirksamkeit immer neuer geldpolitischer Maßnahmen hingegen rücken in den Hintergrund.

Damit bleiben die Börsenampeln auf Grün: "Bei den meisten großen Aktienindizes zeigt der Trend immer noch stramm nach oben", sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregine & Black. Einige Anleger sehen die Jahresendrally bereits gestartet.

ANLEGER BLENDEN RISIKEN AUS

Ein allzu stabiles Fundament indes hat der aktuelle Aufschwung beim Dax nicht. "Aktien werden momentan eher wegen des erheblichen Mangels an Alternativen gekauft denn aufgrund von überragenden Aussichten für Konjunktur und Unternehmensgewinne", sagte Daniel Saurenz von Feingold Research. "Die Gewinnentwicklung würde eine längere Rallypause rechtfertigen, doch wohin mit dem Geld?" Diese Frage stellten sich in Tagen negativer Zinsen für Großkunden immer mehr Anleger. Notgedrungen und mit mulmigem Gefühl stiegen sie dann in den Aktienmarkt ein. Die Weihnachtsrally 2014 sei deshalb eine Rally mangels Alternative.

Dabei blendeten die Anleger auch die aktuellen Brandherde wie etwa den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine weitgehend aus, sagte Analyst Jens Klatt von DailyFX. Zudem verblassten die Sorgen, wonach die vielen Konjunkturhilfen der Notenbanken nicht auf die Realwirtschaft durchschlagen könnten.

VOLL GEPACKTER KONJUNKTURKALENDER

Dabei hatten die Währungshüter zuletzt noch einmal ordentlich aufs Gaspedal gedrückt und so für gute Laune an den Märkten gesorgt. Die Notenbank Chinas etwa verringerte die wichtigsten Zinssätze und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, bekräftigte einmal mehr die Bereitschaft der Notenbank, den Kampf gegen Niedriginflation und Wachstumsschwäche auszuweiten. Und auch mit Blick auf die US-Notenbank (Fed) waren zuletzt immer wieder Spekulationen aufgekommen, wonach die US-Leitzinsen trotz der robusten Wirtschaft eher später als früher wieder angehoben werden könnten. Denn die niedrige Inflation lässt der Fed noch etwas Spielraum für eine nicht allzu straffe Geldpolitik.

Der voll gepackte Konjunkturkalender für die neue Woche lässt dabei viel Raum für Gedankenspiele der Investoren: Gute Wirtschaftsdaten etwa könnten entweder die Hoffnung auf einen Aufschwung stärken oder Sorgen aufkommen lassen, dass die Notenbanken wieder auf die Bremse treten. Schlechte Konjunkturdaten wiederum könnten analog dazu entweder den Bären oder den Bullen an der Börse neues Futter liefern.

IFO-GESCHÄFTSKLIMAINDEX AM MONTAG

Bereits am Montag wird der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Daten aus den USA stehen dann vor allem zur Wochenmitte auf der Agenda. Es sind dies unter anderem die Auftragseingänge für langlebige Güter für Oktober und der Chicago Einkaufsmanagerindex sowie das von der Uni Michigan berechnete Verbrauchervertrauen für November. Die Daten ballen sich am Mittwoch, da die Amerikaner am Donnerstag "Thanksgiving" feiern. Die Wall Street bleibt dann geschlossen und beendet den Handel am Freitag früher. Entsprechend ruhig dürfte es dann an den beiden letzten Tagen der Woche auch an den Börsen hierzulande zugehen.

Mit Blick auf Europa werden am Freitag Verbraucherpreise für November veröffentlicht. Die Teuerungsrate dürfte im Euroraum wegen der niedrigeren Energiepreise leicht von 0,4 Prozent auf 0,3 Prozent gesunken sein, schrieb Analyst Christoph Weil von der Commerzbank. In den kommenden Monaten werde die Inflation voraussichtlich wohl weiter Richtung null Prozent fallen. Dies könnte am Ende ein Argument für breit angelegte Staatsanleihenkäufe der EZB zur Stützung der Wirtschaft sein. Daten zur Preisentwicklung in einigen deutschen Bundesländern gibt es schon am Donnerstag.

INFINEON AM DONNERSTAG MIT ZAHLEN

Die Berichtssaison der Unternehmen für das dritte Quartal ist dagegen bereits so gut wie beendet. Als Nachzügler aus dem Dax berichtet am Donnerstag noch der Halbleiterhersteller Infineon Technologies über das abgelaufene Geschäftsjahr. Bereits zur Wochenmitte legen der Saatgut-Spezialist KWS Saat und der Internet-Modehändler Zalando ihre Zahlen vor./la/ajx/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

23.11.2014

ROUNDUP 3/Rot-Grün: 'Soli' ab 2020 auch für den Westen

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Aus dem Aufbau Ost könnte ein Aufbau Ost-West werden: Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Auf diese Linie verständigten sich die zehn Ministerpräsidenten von SPD und Grünen bei einem Spitzentreffen am Sonntag in Düsseldorf nach Angaben aus Teilnehmerkreisen. Das Modell soll den CDU-geführten Ländern bereits am Donnerstag beim Sondertreffen aller Regierungschefs in Potsdam vorgelegt werden.

Nach der Düsseldorfer Einigung wird in den weiteren Verhandlungen angestrebt, den Solidaritätszuschlag für den Aufbau Ost 2019 nicht ersatzlos wegfallen zu lassen, sondern ihn in die Einkommens- und Körperschaftsteuer für Bund, Länder und Kommunen zu integrieren, wie ein Sprecher des Stuttgarter Finanzministeriums der Deutschen Presse-Agentur erläuterte.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte zuvor in Düsseldorf angekündigt, man werde "einheitlich" in die nächste Verhandlungsrunde zu den Finanzbeziehungen von Bund und Ländern gehen. Details wollte er zunächst nicht nennen. Nordrhein- Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass die SPD- und Grün-geführten Bundesländer bei dieser schwierigen Diskussion jetzt auf "gutem Weg" seien.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bezeichnete eine Integration des Solidaritätszuschlags in die Gemeinschaftssteuern als derzeit "einzige erkennbare sinnvolle Lösung". Eine solche Regelung könne strukturschwache Regionen nach vorne bringen und Konflikte beim Länderfinanzausgleich lösen.

Bei der angestrebtem Integration des "Soli" in die Einkommens- und Körperschaftssteuer bekämen die Länder laut Verhandlungskreisen jährlich rund acht Milliarden Euro von dem Soli-Aufkommen, das insgesamt zwischen 15 und 17 Milliarden Euro im Jahr beträgt.

Die Regierungschefs von SPD und Grünen pochten dabei auf die Umsetzung einer Zusage des Bundes, dass er fünf Milliarden Euro Eingliederungshilfe für Behinderte übernimmt. Im Gegenzug seien die Länder bereit, Kosten von vier bis fünf Milliarden Euro für die Unterbringung von sozial Schwachen zu übernehmen. Beides wird derzeit von den Kommunen getragen, auf diese Weise sollen sie entlastet werden.

Einer Umfrage zufolge ist die Mehrheit der Deutschen für eine breite Verteilung der "Soli"-Einnahmen auch an westdeutsche Regionen. Gut drei Viertel (78 Prozent) aller Befragten würden die Einnahmen aus dem Solidarpakt Aufbau Ost lieber nach der Bedürftigkeit der Region in Ost und West verteilen, wie aus einer Emnid-Umfrage für "Focus" hervorgeht. In den neuen Ländern plädierten sogar 82 Prozent dafür.

Auch der CDU-Bundesvize und nordrhein-westfälische CDU-Landeschef Armin Laschet ist für eine Fortschreibung des "Soli" ohne die bisherige Regionalbegrenzung: "2019, wenn der Solidarpakt für den Aufbau Ost endet, sollten die Mittel aus dem Solidaritätszuschlag zweckgebunden und nach Priorität vergeben werden", sagte er der "Welt". Das Modell, den "Soli" in die Einkommensteuer zu integrieren, wies er allerdings zurück: "Davor kann ich nur warnen. Die Menschen würden das als Steuererhöhung empfinden", betonte er.

"Der Ball liegt jetzt im Feld der Union", sagte der baden- württembergische Finanzminister Nils Schmid (SPD) den "Stuttgarter Nachrichten" (Montagausgabe). "Denn auf dieser Grundlage wird beides möglich: eine faire Einigung beim Länderfinanzausgleich und der Einstieg in den Abbau der kalten Progression."/uta/vd/DP/he

23.11.2014

ROUNDUP 2/Rot-grüne Einigung: 'Soli'-Einnahmen nach 2019 auch für Westen

BERLIN/STUTTGART/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Milliardeneinnahmen aus dem Solidaritätszuschlag sollen nach dem Willen von Rot-Grün ab 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Die Ministerpräsidenten von SPD und Grünen einigten sich am Sonntag bei einem Spitzentreffen in Düsseldorf darauf, dass der "Soli" ab 2020 nicht ersatzlos wegfallen, sondern in die Einkommens- und Körperschaftsteuer für Bund, Länder und Kommunen integriert werden soll.

Damit würde das Geld, das der Bund bisher nur an die ostdeutschen Länder verteilt, nach einem neuen Schlüssel unter allen Bundesländern aufgeteilt. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bezeichnete dies als derzeit "einzige erkennbare sinnvolle Lösung". Damit könnten strukturschwache Regionen nach vorne gebracht und Konflikte beim Länderfinanzausgleich gelöst werden, sagte er.

"Der gefundene Kompromiss ist ein gangbarer Weg. Der Ball liegt jetzt im Feld der Union", sagte der baden-württembergische Finanzminister Nils Schmid (SPD) den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). "Denn auf dieser Grundlage wird beides möglich: eine faire Einigung beim Länderfinanzausgleich und der Einstieg in den Abbau der kalten Progression."

Das Modell soll nun am Donnerstag den CDU-geführten Ländern bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Potsdam vorgelegt werden. Laut "Stuttgarter Nachrichten" könnte allein Baden-Württemberg, das nach Bayern das zweitgrößte Geberland im Finanzausgleich ist, nach diesem Modell ab 2020 zwischen 400 Millionen und rund einer Milliarde Euro jährlich an Mehreinnahmen erhalten.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erwartet, dass es bei dem Treffen am Donnerstag endlich einen Schritt vorangeht. "Es geht darum, das bundesweite Solidarsystem zu erhalten", betonte der Berliner Senatssprecher Richard Meng am Samstag.

Berlin ist der größte Profiteur aus dem bisherigen Länderfinanzausgleich. Berlins scheidender Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) hatte mehrfach zur Neuordnung der Finanzbeziehungen gesagt, dass sich Berlin dabei nicht verschlechtern dürfe. Derzeit bekomme das Land noch 6,3 Milliarden Euro - mehr als ein Viertel seiner Einnahmen - aus den Bund- und Länderausgleichszahlungen. Darunter seien 3,3 Milliarden Euro aus dem Länderfinanzausgleich, 1,2 Milliarden Euro aus dem Solidarpakt, der 2020 ausläuft, und 1,4 Milliarden Euro allgemeine Bundeszuschüsse./vd/nh/wn/DP/he

23.11.2014

ROUNDUP/Rot-grüne Einigung: 'Soli'-Einnahmen nach 2019 auch für Westen

STUTTGART/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Milliardeneinnahmen aus dem Solidaritätszuschlag sollen nach dem Willen von Rot-Grün ab 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Die Ministerpräsidenten von SPD und Grünen einigten sich am Sonntag bei einem Spitzentreffen in Düsseldorf darauf, dass der "Soli" ab 2020 nicht ersatzlos wegfallen, sondern in die Einkommens- und Körperschaftsteuer für Bund, Länder und Kommunen integriert werden soll.

Damit würde das Geld, das der Bund bisher nur an die ostdeutschen Länder verteilt, nach einem neuen Schlüssel unter allen Bundesländern aufgeteilt. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bezeichnete dies als derzeit "einzige erkennbare sinnvolle Lösung". Damit könnten strukturschwache Regionen nach vorne gebracht und Konflikte beim Länderfinanzausgleich gelöst werden, sagte er.

"Der gefundene Kompromiss ist ein gangbarer Weg. Der Ball liegt jetzt im Feld der Union", sagte der baden-württembergische Finanzminister Nils Schmid (SPD) den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). "Denn auf dieser Grundlage wird beides möglich: eine faire Einigung beim Länderfinanzausgleich und der Einstieg in den Abbau der kalten Progression."

Das Modell soll nun am Donnerstag den CDU-geführten Ländern bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Potsdam vorgelegt werden. Laut "Stuttgarter Nachrichten" könnte allein Baden-Württemberg, das nach Bayern das zweitgrößte Geberland im Finanzausgleich ist, nach diesem Modell ab 2020 zwischen 400 Millionen und rund einer Milliarde Euro jährlich an Mehreinnahmen erhalten./vd/DP/he

23.11.2014

Weil: Integration des 'Soli' in Gemeinschaftssteuern sinnvolle Lösung

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat eine Integration des Solidaritätszuschlags in die Gemeinschaftssteuern als derzeit "einzige erkennbare sinnvolle Lösung" bezeichnet. Eine solche Regelung könne strukturschwache Regionen nach vorne bringen und Konflikte beim Länderfinanzausgleich lösen, sagte der SPD-Politiker am Sonntag nach einem Spitzentreffen der Ministerpräsidenten von SPD und Grünen in Düsseldorf. Bei einem Treffen haben sich die Regierungschefs nach Angaben des Stuttgarter Finanzministeriums darauf verständigt, dass der "Soli" 2019 nicht ersatzlos wegfallen, sondern in die Einkommen- und Körperschaftsteuer für Bund, Länder und Kommunen integriert werden soll./tst/DP/he

23.11.2014

Schäuble für Vetorecht der EU-Kommission gegen nationale Haushalte

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die EU-Kommission soll aus Sicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zügig das Recht bekommen, die Haushalte einzelner Eurostaaten wegen zu hoher Neuverschuldung abzulehnen. "Der Währungskommissar soll ein Vetorecht gegen Haushalte bekommen, die gegen die Euro-Stabilitätskriterien verstoßen", sagte der CDU-Politiker dem "Focus". Er hoffe, dass die Staats- und Regierungschefs diesen Weg schon beim EU-Gipfel im Dezember einschlagen.

Frankreichs Regierung hatte vor wenigen Wochen erklärt, dass sie den vorgeschriebene Abbau des Etatdefizits auf 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung erst 2017 schafft - und damit zwei Jahre später als zugesagt.

Die zusätzlichen Befugnisse für den Währungskommissar würden das nationale Budgetrecht nicht verletzen, betonte Schäuble. "Die Parlamente in den betroffenen Mitgliedsstaaten können immer noch selbst entscheiden, ob sie ihre Ausgaben kürzen, die Steuern erhöhen oder andere wachstumsfördernde Reformen einleiten", sagte er. Mit diesem neuen Vetorecht sende die Eurozone "ein starkes Signal, dass wir unsere gemeinsamen Verpflichtungen auch wirklich einhalten wollen"./toz/DP/he

23.11.2014

Schwesig beharrt trotz Unions-Kritik auf der Frauenquote

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) zeigt sich bei der Einführung einer Frauenquote für die Führungsetagen von Unternehmen trotz Kritik aus der Union unnachgiebig. "Ein Aufhalten der Quote wird die SPD nicht akzeptieren", sagte sie der "Bild am Sonntag". Das umstrittene Thema soll an diesem Dienstag im Koalitionsausschuss von Union und SPD erörtert werden. Vor einer Woche hatte der "Spiegel" berichtet, Unions-Fraktionschef Volker Kauder habe ein Veto gegen die Pläne eingelegt.

Der Gesetzentwurf von Schwesig und von Justizminister Heiko Maas (SPD) sieht eine 30-Prozent-Quote für die Aufsichtsräte der 108 größten Unternehmen vor. Wenn ein Unternehmen gegen diese Vorschrift verstößt, müssen die Aufsichtsratsposten unbesetzt bleiben. Auch in den Führungsetagen von 3500 weiteren Unternehmen und im öffentlichen Dienst soll der Frauenanteil steigen.

Kauder begründete sein Nein laut "Spiegel" damit, dass das Gesetz über das hinausgehe, was im Koalitionsvertrag vereinbart worden sei. Die geplanten Regelungen seien für viele Firmen nicht praktikabel. Auch die CSU hat den Entwurf bereits massiv kritisiert und Nachbesserungen verlangt.

Schwesig betonte: "Der Koalitionsvertrag ist eindeutig. Wir müssen ihn jetzt umsetzen. Die Quote wird kommen." Die feste Quote von 30 Prozent Frauenanteil im Aufsichtsrat betreffe nur die 108 größten Unternehmen. Es gehe um rund 170 Aufsichtsratsmandate für Frauen. "Darum einen solchen Zinnober zu machen, leuchtet mir überhaupt nicht ein."/sk/DP/he

23.11.2014

Merkel: 'Es darf kein Wachstum um jeden Preis geben'

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt für ein weltweit nachhaltiges Wirtschaftswachstum auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Es dürfe kein Wachstum um jeden Preis geben, sagte die CDU-Vorsitzende in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. Bei einem Wachstum auf Pump sei sie "sehr, sehr zögerlich", und ebenso falsch sei ein Wachstum "um den Preis, dass ich die Umwelt zerstöre oder den Klimawandel nicht im Blick habe".

Auf der anderen Seite könnten auch technische Innovationen - mehr Energieeffizienz zum Beispiel - Wachstum anstoßen. Nachhaltigkeit sei eine Leitschnur ihres politischen Handelns, sagte Merkel. Das bedeute zunächst, nicht mehr zu verbrauchen, als man auch regenerieren könne. Wenn man dies aber herunterbrechen müsse auf Fragen sozialen Wohlstands, der Generationengerechtigkeit oder des Ressourcenverbrauchs, werde es "sehr schwierig".

Merkel äußerte sich vor dem "EineWelt-Zukunftsforum" an diesem Montag in Berlin, wo die neue Zukunftscharta "EineWelt - Unsere Verantwortung" offiziell an die Bundeskanzlerin übergeben wird. An dem Dokument haben Bürger, Nichtregierungsorganisationen, Kirchen, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft sowie Kommunen und Ländern mehr als ein halbes Jahr lang gearbeitet. Die Charta soll ein Beitrag für das Entwicklungsjahr 2015 sein, in dem neue Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet werden./toz/DP/he

23.11.2014

Rot-grüne Einigung: 'Soli'-Einnahmen nach 2019 auch für Westen

STUTTGART/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Bei einem Spitzentreffen in Düsseldorf haben sich die Ministerpräsidenten von SPD und Grünen nach dpa-Informationen auf eine gemeinsame Linie zur Zukunft des "Soli" verständigt. Nach Angaben des Stuttgarter Finanzministeriums soll der Solidaritätszuschlag 2019 nicht ersatzlos wegfallen, sondern in die Einkommens- und Körperschaftsteuer für Bund, Länder und Kommunen integriert werden. Damit würden die "Soli"-Einnahmen, die der Bund bisher nur an die ostdeutschen Länder verteilt, nach 2019 auch den Ländern und Kommunen im Westen zugutekommen, sagte ein Ministeriumssprecher am Sonntagabend in Stuttgart auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur./vd/DP/he

23.11.2014

EU-Hausbank soll Schlüsselrolle bei 300-Milliarden-Paket übernehmen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Europäische Investitionsbank (EIB) soll beim neuen europäischen Investitionspaket von 300 Milliarden Euro eine Schlüsselrolle übernehmen. Bei der "Hausbank" der EU in Luxemburg werde ein neuer Fonds von rund 20 Milliarden Euro eingerichtet, um risikoreiche Kredite über Garantien abzusichern, hieß es am Sonntag in EU-Kreisen. Für den Topf sollen Mittel der EIB und des EU-Haushalts fließen.

Die neue Kommission unter ihrem Chef Jean-Claude Juncker will an diesem Dienstag (25.11.) über das ehrgeizige Investitionspaket entscheiden. Die Behörde nahm bisher zu Details des Plans keine Stellung; auch der geplante Beschluss am Dienstag ist nur inoffiziell bestätigt.

Das Paket ist das Vorzeigevorhaben des Brüsseler Spitzengremiums, um die schwächelnde Konjunktur in Europa wieder in Gang zu bringen. Öffentliche und private Investitionen sind in Energie-, Verkehrs- oder Digitalprojekte geplant - wichtig ist auch die Forschung und Entwicklung, um Unternehmen global wettbewerbsfähiger zu machen.

Ein "gezieltes, risikotragendes Instrument" sei notwendig, um rasch Investitionen in Europa anzustoßen, hieß es in Brüssel zu dem neuen Fonds bei der EIB. Es sollten damit Kredite abgesichert werden, die mit einem höherem Risiko verbunden seien und unter "normalen Umständen" nicht vergeben würden. Die geförderten Vorhaben müssten aber lebensfähig sein.

Letztlich könnten damit in den kommenden Jahren Investitionen von insgesamt bis zu 300 Milliarden Euro angestoßen werden. Das System sei offen, es könnten sich beispielsweise auch nationale Förderbanken anschließen.

Die Mitgliedstaaten hatten im Kampf gegen die Wirtschaftskrise das Kapital der EU-Bank bereit um 10 Milliarden Euro erhöht. Damit sollten über drei Jahre hinweg zusätzliche Investitionen von rund 180 Milliarden Euro angeschoben werden. Die EIB fördert vor allem Infrastrukturvorhaben in und außerhalb der EU.

Junckers Investitionspaket ist im Europaparlament umstritten. Die Sozialdemokraten setzen sich für ein 800-Milliarden-Euro-Paket aus öffentlichen und privaten Mitteln ein. Die Liberalen streben einen Investitionsfonds mit 700 Milliarden Euro an./cb/DP/he

23.11.2014

Verletzte und Festnahmen bei Blockupy-Demonstration an der EZB

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anhänger des bankenkritischen Blockupy-Bündnisses haben sich am neuen EZB-Gebäude in Frankfurt Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Dabei wurden am Samstag auf beiden Seiten mehrere Menschen leicht verletzt. Die Polizei nahm drei Demonstranten vorübergehend fest. Sie griff ein, als Aktivisten nach einer zunächst friedlichen Demonstration den Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Farbbeuteln und Steinen bewarfen. Rund 80 Blockupy-Anhänger waren über Bauzäune geklettert und so auf das Gelände gelangt.

Beamte seien zudem massiv mit Tritten und Schlägen angegriffen worden, sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin habe es einen gezielten Einsatz von Pfefferspray gegeben. Die Veranstalter sprachen von bis zu 3000 Teilnehmern, die Polizei zählte rund 2000 Demonstranten. Neun Beamte wurden nach Polizeiangaben verletzt. 20 Demonstranten bekamen nach Darstellung von Blockupy Pfefferspray ab.

Die EZB stellte laut Polizei Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar. "Möglicherweise lässt sich die Farbe abwaschen", sagte ein Polizeisprecher.

Die Demonstration richtete sich gegen das "Krisenmanagement" in Europa. Für die offizielle Eröffnung des EZB-Neubaus am 18. März kommenden Jahres kündigte das Bündnis weitere Aktionen an./kno/jba/DP/he

21.11.2014

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ziel für HeidelbergCement auf 69 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für HeidelbergCement von 65 auf 69 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Robert Muir rechnet laut einer Studie vom Freitag mit einer Erholung des Zementmarktes in Großbritannien und den USA. Er hob seine Gewinnschätzungen für den Baustoffkonzern der Jahre 2014 bis 2016 an./ajx/edh

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21.11.2014

ANALYSE-FLASH: UBS hebt RWE auf 'Neutral' und Ziel auf 26 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat RWE von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 22,50 auf 26,00 Euro angehoben. Der Gewinn des zweitgrößten deutsche Energiekonzerns sollte von Kapazitätsmärkten vor allem in Großbritannien profitieren, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Freitag. Am Kapazitätsmarkt können Kraftwerksbetreiber zusätzliche Einnahmen generieren, weil sie anders als Solar- und Windanlagen immer eine gesicherte Stromleistung (Kapazität) anbieten können. Ein weiterer Grund für das neue Votum sei die weit unterdurchschnittliche Entwicklung der RWE-Aktie in den vergangenen zwei Jahren./fat/edh

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21.11.2014

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Eon auf 'Neutral' und Ziel auf 13,50 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat Eon von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 12,00 auf 13,50 Euro angehoben. Das Chance/Risiko-Verhältnis der Aktie des größten deutschen Energiekonzerns sei mittlerweile ausgeglichener, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Freitag. Zudem könnte der Gewinn des Energiekonzerns von Kapazitätsmärkten vor allem in Großbritannien profitieren, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Freitag. Am Kapazitätsmarkt können Kraftwerksbetreiber zusätzliche Einnahmen erzielen, weil sie anders als Solar- und Windanlagen immer eine gesicherte Stromleistung (Kapazität) anbieten können./fat/edh

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21.11.2014

DAX-FLASH: Index steuert auf deutliches Wochenplus zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine Gewinne am Freitag nach Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi ausgebaut. Zuletzt stieg der Index 1,15 Prozent auf 9592,58 Punkte. Damit steuert der Dax auf den fünften Gewinntag in Folge und bei diesem Niveau auf ein Wochenplus von knapp 3,7 Prozent zu./zb/ag

20.11.2014

ANALYSE: SocGen senkt Ziel für Salesforce auf 73 US-Dollar - Weiter 'Buy'

PARIS (dpa-AFX) - Die französische Großbank Societe Generale (Socgen) hat das Kursziel für Salesforce nach Quartalszahlen und Ausblick von 74 auf 73 US-Dollar gesenkt (Kurs: 58,59 Dollar), aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die derzeitige Bewertung spiegele die starken Fundamentaldaten des Cloudsoftware-Spezialisten und den Fokus auf eine Margensteigerung nicht ausreichend wider, schrieb Analyst Richard Nuyen in einer Studie vom Donnerstag.

Zudem sollte der SAP-Konkurrent seine Umsatzdynamik in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) mit Wachstumsraten von über 30 Prozent behaupten können, so der Experte weiter. Gründe seien die derzeitigen Investitionen sowie die zunehmende Akzeptanz von Cloud-Produkten in Europa. Dies dürfte die Sorgen über eine möglicherweise nachlassende Dynamik auf dem amerikanischen Kontinent lindern.

Das niedrigere Kursziel für die Aktie begründete Nguyen mit seinen leicht gesenkten Gewinnschätzungen je Aktie (EPS), welche höher als erwartete Marketingkosten, Veränderungen bei der Aktienzahl und die Besteuerung des Unternehmens berücksichtigten.

Gemäß der Einstufung "Buy" erwartet die SocGen auf Sicht von zwölf Monaten, dass die Aktie eine Gesamtrendite von mehr als 15 Prozent erzielen wird./gl/he

Analysierendes Institut Societe Generale S.A.

20.11.2014

AKTIE IM FOKUS 2: ThyssenKrupp ziehen an - Dividendenzahlung überrascht

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Weitere Fortschritte auf dem Weg aus der Krise haben die Anleger von ThyssenKrupp am Donnerstag honoriert. Für die Papiere des Industrie- und Stahlkonzerns ging es zum Handelsschluss als zweitbester Wert im Dax um 2,76 Prozent auf 20,275 Euro nach oben. Der Leitindex rückte um 0,12 Prozent vor.

Drei Jahren mit Milliarden-Verlusten waren nun wieder schwarze Zahlen gefolgt. Bei Händlern und Analysten stieß dies auf positives Echo. Als besonders positiv hoben mehrere Marktteilnehmer die Ankündigung einer Dividende von 0,11 Euro je Aktie hervor. Erwartetet worden sei, dass die Aktionäre wie im Vorjahr leer ausgehen.

ANALYST: AUSBLICK IST BERUHIGEND

Analyst Christian Obst von der Baader Bank hält die Zahlung angesichts anhaltender Geldabflüsse zwar für problematisch. Jedoch lobt Obst den Schuldenabbau - neben ordentlichen Ergebnissen im vierten Quartal.

Besonders positiv äußerte sich Analyst Alain William von der französischen Großbank Societe Generale, der die Zahlen deutlich über den Erwartungen sah. Den Ausblick des Konzerns hält William für beruhigend. Der Markt erwartet zwar beim bereinigten operativen Ergebnis bereits etwas mehr, als nun signalisiert wurde. Man könne dies aber auch schlicht als konservative Planung werten, meinte ein Börsianer./ag/zb/la/he

20.11.2014

DAX-FLASH: Index macht Verluste fast komplett wett - Gute US-Daten stützen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstagnachmittag seine Verluste fast vollständig wettgemacht und zuletzt nur noch um 0,08 Prozent auf 9465,59 Punkte nachgegeben. Rückenwind kam aus den USA, wo gleich drei Konjunkturdaten positiv überrascht hatten: So war die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser im vergangenen Monat überraschend weiter gestiegen. Zudem hatte der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Oktober etwas stärker als erwartet zugelegt. Schließlich hatte sich auch noch das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im November überraschend und kräftig aufgehellt./la/he

20.11.2014

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für Eon auf 13,80 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Eon von 12,80 auf 13,80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Nach Bekanntgabe der Neunmonatszahlen habe er seine Ergebnisprognosen für den Energiekonzern überprüft, schrieb Analyst Vincent Gilles in einer Studie vom Donnerstag. In Erwartung einer einmalig steigenden Steuerquote senkte er seine Schätzung für das Ergebnis je Aktie 2014 um 5 Prozent. Das höhere Kursziel begründete er mit der gestiegenen Branchenbewertung./edh/la

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20.11.2014

ANALYSE-FLASH: DZ Bank streicht United Internet von 'Equity Ideas Long-Liste'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat die Aktie von United Internet nach zuletzt überdurchschnittlicher Kursentwicklung von ihrer "Equity Ideas Long-Liste" gestrichen, die Einstufung aber auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 39 Euro belassen. Das TecDax-Unternehmen habe über ein gutes drittes Quartal berichtet, schrieb Analyst Karsten Oblinger in einer Studie vom Donnerstag. Kurzfristig gebe es aber keine weiteren Treiber für die Aktie. Insgesamt sieht Oblinger die langfristige Wachstumsstory des Internetdienstleisters nach wie vor klar positiv./ajx/la

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20.11.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank senkt Ziel für Bauer auf 14 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Bauer nach Zahlen von 19 Euro auf 14 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Kennziffern zum dritten Quartal seien gut ausgefallen, schrieb Analyst Norbert Kretlow in einer Studie vom Donnerstag. Bei der Prognose für das Gesamtjahr 2014 habe sich der Tiefbauspezialist aber noch vorsichtiger als bislang gezeigt. Aufgrund trüberer Aussichten für die Bereiche Bau und Rohstoffe reduzierte Kretlow seine Gewinnschätzungen für 2014 und 2015 um jeweils 11 Prozent./kkx

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser