dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

18.12.2014

ROUNDUP: Streit um Energiewende mit Vergleich beigelegt

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Mit einem Vergleich vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht ist ein drohender Stillstand des Windenergie-Ausbaus auf dem Meer abgewendet worden. Der Investor EnBW einigte sich am Donnerstag nach stundenlangen Verhandlungen überraschend mit der Bundesnetzagentur. Das Eilverfahren sei damit erledigt, sagte ein Gerichtssprecher. Das Gericht hatte zuvor einen Stopp aller Verfahren bis zur Klärung der Sache in Aussicht gestellt. Damit hätte der gesamte Ausbau ins Stocken geraten können. Die Bundesnetzagentur sicherte der EnBW schließlich 450 Megawatt Leitungskapazität zu.

Die schwarz-rote Regierungskoalition hatte die Ausbauziele für Offshore-Anlagen verringert. Statt 10 Gigawatt sollen nur noch 6,5 Gigawatt Stromproduktion bis zum Jahr 2020 auf offener See installiert werden, bis 2030 sollen es aber 15 Gigawatt sein.

"Wegen des Deckels muss es einen Windpark treffen. Das ist hart, aber der Gesetzgeber will das so", hatte ein Vertreter der Bundesnetzagentur gesagt. Alle Projekte, die noch keine definitive Zusage haben, an das Stromnetz angeschlossen zu werden, stünden zur Disposition.

Die EnBW-Konzerntochter Hohe See war vor Gericht gezogen, weil die Bundesnetzagentur wegen der Drosselung des Ausbaus auf den Bau der mehr als 1,5 Milliarden teuren Stromleitung "BorWin 4" in die westliche Nordsee verzichten will. Damit könnte nur noch ein Teil der dort ursprünglich geplanten Stromkapazitäten an Land transportiert werden.

"Für die EnBW ist das an Dramatik kaum zu überbieten", hatte deren Anwalt Thomas Burmeister erklärt. "Da wird mit einem Federstrich ihr einziger Offshore-Windpark in der Nordsee vom Tisch gewischt." Mit dem Vergleich kann der Park "EnBW Hohe see" nun wohl doch gebaut werden. EnBW war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Bundesnetzagentur hält am Verzicht auf die 172 Kilometer lange Leitung "BorWin 4" fest. Die Kosten einer voraussichtlich nicht voll ausgelasteten Leitung dürften der Allgemeinheit nicht aufgebürdet werden, hatte die Behörde erklärt.

Es fehle für die geplante Kapazitätsverlagerung an einer nachvollziehbaren, volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Rechnung, kritisierte der Vorsitzende Richter Wiegand Laubenstein. Die Regulierungsbehörde müsse diese "zügig" nachliefern: "Solange halten wir alle Verfahren an", hatte Laubenstein angekündigt. Dies hätte sich erheblich negativ auf die Investitionsbereitschaft der Branche auswirken können, hieß es aus Verfahrenskreisen.

Bei den Investoren, die sich mit Eilanträgen wehrten, handelte es sich bis Mittwoch um die EnBW Hohe See (Stuttgart) und die Northern Energy OWP Albatros (Hamburg). Am Mittwochabend habe die EnBW aber die Albatros übernommen, teilten die Unternehmen dem Gericht beim Prozessbeginn mit.

Die EnBW hatte auf Vertrauensschutz gepocht: Es sei bereits ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag in die Planung investiert. Die Bundesnetzagentur genehmigt die Leitungen, mit denen der erzeugte Strom zum Festland transportiert wird. Die Offshore-Stromleitung "BorWin 4" sollte von Emden an Borkum vorbei in die westliche deutsche Bucht führen./fc/DP/jha

18.12.2014

Sky bringt eigene Streaming-Box auf den Markt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Bezahlsender Sky will im Geschäft mit Video aus dem Internet mit einer eigenen Streaming-Box punkten. Das am Donnerstag vorgestellte Gerät soll unter anderem Inhalte aus der hauseigenen Online-Videothek Snap auf den Fernseher bringen. Außerdem kann man über sie das Sky-Programm über das Internet empfangen.

Sky kooperiert bei dem Gerät mit dem amerikanischen Streaming-Spezialisten Roku. Das Unternehmen bietet in den USA eigene Settop-Boxen an, will sich aber zugleich auch als Anbieter einer Plattform für TV-Sender etablieren. Roku hoffe, dass die TV-Unternehmen auf die schlüsselfertige Plattform Lösungen zugreifen werden, anstelle eigene Lösungen zu entwickeln, sagte der zuständige Manager Andrew Ferrone der Deutschen Presse-Agentur. Roku betritt über die Kooperation mit Sky den deutschen Markt.

Die Sky-Box trifft auf einen bereits gut gefüllten Markt: Ähnliche Geräte gibt es bereits unter anderem von Apple , Amazon oder Google . Konkurrierende Streaming-Dienste wie Maxdome, Netflix oder Watchever setzten statt eigener Geräte darauf, auf Technik möglichst vieler Hersteller verfügbar zu sein. Bei Streaming werden Inhalte direkt aus dem Internet abgespielt./so/DP/jha

18.12.2014

Streit um Energiewende auf dem Meer beigelegt

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Mit einem Vergleich vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht ist ein drohender Stillstand beim Windenergie-Ausbau auf dem Meer abgewendet worden. Der Investor EnBW einigte sich am Donnerstag nach stundenlangen Verhandlungen überraschend mit der Bundesnetzagentur. Das Eilverfahren sei damit erledigt, sagte ein Gerichtssprecher. Die Bundesnetzagentur sicherte der EnBW 450 Megawatt Leitungskapazität zu. Das Gericht hatte zuvor einen Stopp aller Verfahren bis zur Klärung der Sache in Aussicht gestellt./fc/DP/jha

18.12.2014

Deutsche Anleihen: Schwächer - Starke Aktienkursgewinne belasten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Donnerstag belastet durch festere Aktienmärkte schwächer tendiert. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum frühen Abend um 0,19 Prozent auf 154,84 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 0,62 Prozent.

Die deutlichen Kursgewinne an den Aktienmärkten hätten die Festverzinslichen belastet, sagten Händler. Gedrückt wurden die Anleihenkurse zudem von robusten US-Konjunkturdaten. So war in den USA der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im November etwas stärker gestiegen als erwartet und in der vergangenen Woche waren weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eingereicht worden. Zudem hat laut Händlern die Beruhigung an den russischen Finanzmärkten die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen belastet./jsl/jha/

18.12.2014

ROUNDUP 2: Erstes Transportflugzeug Airbus A400M an Bundeswehr übergeben

SEVILLA/BERLIN (dpa-AFX) - Mit vier Jahren Verspätung hat Airbus das erste Transportflugzeug vom Typ A400M an die Bundeswehr übergeben. Die Luftwaffe übernahm am Donnerstag die viermotorige Turboprop-Maschine am Montagewerk im spanischen Sevilla. Voraussichtlich an diesem Freitag soll sie zum Luftwaffen-Stützpunkt im niedersächsischen Wunstorf geflogen werden.

Die auch "Atlas" genannten Flieger lösen die bis zu 46 Jahre alten "Transalls" ab. Insgesamt hat Deutschland 53 Exemplare bestellt. 40 davon erhält die Bundeswehr, 13 sollen weiterverkauft werden.

"Mit der A400M erhält die deutsche Luftwaffe das modernste und vielseitigste Transportflugzeug, das es gibt", sagte der Chef von Airbus Defence and Space, Bernhard Gerwert. Das Verteidigungsministerium wies darauf hin, dass noch zahlreiche Nachbesserungen nötig seien. Das Rüstungsprojekt hatte wegen Verzögerungen und Kostensteigerungen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen gesorgt.

Der Stückpreis erhöhte sich im Laufe der Jahre von 125 auf 175 Millionen Euro. Die jetzt übergebene Maschine ist immer noch nicht voll funktionsfähig. Das Schutzsystem für gefährliche Einsätze soll erst 2016 eingebaut werden. Lasten und Personen kann die Maschine noch nicht aus der Luft absetzen.

Der neue Transportflieger ist aber deutlich größer und leistungsfähiger als die "Transall". In den Rumpf passt mehr als doppelt so viel Material, auch Hubschrauber und Panzer. Der neue Flieger ist zudem schneller (780 statt 510 Stundenkilometer) und kann weiter fliegen (4450 statt 2750 Kilometer).

Deutschland ist das vierte Land, das eine A400M erhält. Frankreich, die Türkei und Großbritannien haben das neue Transportflugzeug bereits. Insgesamt hat Airbus schon neun Maschinen ausgeliefert. Wann die Bundeswehr ihre A400M erstmals in einen Einsatz schicken wird, ist noch unklar. Zunächst einmal sollen die Crews mit dem neuen Flugzeug trainieren./mfi/DP/stw

18.12.2014

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 25. Dezember 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag,

den 25. Dezember:

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FREITAG, DEN 19. DEZEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

05:30 J: All Industry Activity Index 10/14

06:00 J: Frühindikatoren 10/14 (endgültig)

08:00 D: GfK Verbrauchervertrauen 01/15

08:00 D: Statistisches Bundesamt Erzeugerpreise 11/14

08:00 D: Statistisches Bundesamt Bauhauptgewerbe 10/14

08:00 EU: Acea Nfz-Neuzulassungen 11/14

08:45 F: Wirtschaftsvertrauen 12/14

08:45 F: Geschäftsklima 12/14

10:00 EU: Leistungsbilanz 10/14

13:00 CDN: Blackberry Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 12/14

D: Analytik Jena Jahreszahlen

D: Deutsche Börse Großer Verfallstag-Hexensabbat

F: Alstom ao Hauptversammlung

J: BoJ Zinsentscheid

SOSNTIGE TERMINE

D: Zalando ersetzt Centrotec im SDax (nach Börsenschluss)

D: Fortsetzung der Streiks der Gewerkschaft Verdi im Tarifstreit beim

Online-Versandhändler Amazon

D: Air Berlin Sitzung Verwaltungsrat mit Jahresplanung 2015

B: Abschluss EU-Gipfel, Brüssel

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MONTAG, DEN 22. DEZEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

11:00 D: ifo-Kreditumfrage 12/14

14:30 USA: CFNA-Index 11/14

16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 11/14

16:00 EU: Verbrauchervertrauen 12/14 (vorab)

ERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Hornbach Holding 9Monatszahlen

SONSTIGE TERMINE

10:30 F: Airbus liefert erstes Exemplar des Langstreckenflugzeugs A350 an

Qatar Airways aus

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DIENSTAG, DEN 23. DEZEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

08:45 F: BIP Q3/14 (endgültig)

08:45 F: Konsumausgaben 11/14

08:45 F: Erzeugerpreise 11/14

09:00 A: Industrieproduktion 10/14

10:30 GB: BIP Q3/14 (endgültig)

14:30 USA: BIP Q3/14 (3. Veröffentlichung)

14:30 USA: Auftragseingang langlebiger Güter 11/14

15:00 B: Geschäftsklima 12/14

15:00 USA: FHFA-Index 10/14

15:55 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 12/14 (endgültig)

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 11/14

16:00 USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 11/14

HINWEIS

J: Feiertag, Börse geschlossen

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MITTWOCH, DEN 24. DEZEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

09:00 CH: KOF Konjunkturbarometer 12/14

09:30 NL: BIP Q3/14 (endgültig)

12:00 F: Arbeitslosenzahlen 11/14

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

17:00 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

HINWEIS

"Heilig Abend"

Börsen in Frankfurt, Wien, Zürich, Rom geschlossen

verkürzter Handel in Hongkong (05.00 Uhr MEZ), London (13.30 Uhr MEZ),

Paris (14.05 Uhr MEZ)

und New York (19.00 Uhr MEZ), US-Anleihenmarkt (20.00 Uhr MEZ)

Börsen in Russland und Japan geöffnet

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DONNERSTAG, DEN 25. DEZEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

06:00 J: Baubeginne 11/14

HINWEIS

1. Feiertag "Weihnachten"

Börsen in Frankfurt, Amsterdam, Budapest, London, Madrid, Mailand, New

York, Prag, Paris, Wien, Warschau und Zürich geschlossen

Börsen in Russland, Japan und China geöffnet°

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

18.12.2014

TAGESVORSCHAU: Termine am 19. Dezember 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Freitag,

den 19. Dezember:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

05:30 J: All Industry Activity Index 10/14

06:00 J: Frühindikatoren 10/14 (endgültig)

08:00 D: GfK Verbrauchervertrauen 01/15

08:00 D: Statistisches Bundesamt Erzeugerpreise 11/14

08:00 D: Statistisches Bundesamt Bauhauptgewerbe 10/14

08:00 EU: Acea Nfz-Neuzulassungen 11/14

08:45 F: Wirtschaftsvertrauen 12/14

08:45 F: Geschäftsklima 12/14

10:00 EU: Leistungsbilanz 10/14

13:00 CDN: Blackberry Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 12/14

D: Analytik Jena Jahreszahlen

D: Deutsche Börse Großer Verfallstag-Hexensabbat

F: Alstom ao Hauptversammlung

J: BoJ Zinsentscheid

SOSNTIGE TERMINE

D: Zalando ersetzt Centrotec im SDax (nach Börsenschluss)

D: Fortsetzung der Streiks der Gewerkschaft Verdi im Tarifstreit beim

Online-Versandhändler Amazon

D: Air Berlin Sitzung Verwaltungsrat mit Jahresplanung 2015

B: Abschluss EU-Gipfel, Brüssel°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

18.12.2014

ROUNDUP: Zeitungsverleger gegen Erlaubnis für regionale TV-Werbung

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zeitungsverleger haben eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts kritisiert, wonach der Privatsender ProSieben regional zugeschnittene Werbung ausstrahlen darf. Damit werde den Regionalmedien ein Teil ihrer finanziellen Grundlage entzogen, erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Donnerstag in Berlin. ProSieben leiste aber keinen Beitrag zur Meinungsvielfalt vor Ort. Auch die Landesmedienanstalten reagierten kritisch.

Bisher sei Fernsehwerbung rechtlich als Teil des Programms betrachtet worden, erklärte ein BDZV-Sprecher. Technisch sei es nicht möglich gewesen, Werbespots regional auseinander zu schalten. Deswegen habe es auch kein ausdrückliches Verbot gegeben. Wenn das Gericht nun entscheide, dass es für ein Verbot keine Grundlage gebe, müssten die Länder den Rundfunkstaatsvertrag eben entsprechend überarbeiten.

Skeptisch äußerten sich auch die Landesmedienanstalten, die für die Vergabe der Sendelizenzen zuständig sind. Es gebe keinen Zweifel, dass Werbung Bestandteil des Programms sei, erklärte der Vorsitzende der Direktorenkonferenz, Jürgen Brautmeier. Deswegen sei eine unterschiedliche Behandlung von Werbung und übrigem Programm nicht richtig.

ProSieben hatte geklagt, um Rechtssicherheit zu schaffen. 2013 hatte das Verwaltungsgericht Berlin diese Absicht vorerst durchkreuzt - mit der Begründung, der Fernsehkanal habe nur eine Lizenz für ein bundesweit empfangbares Fernsehprogramm, das nicht auseinandergeschaltet werden dürfe. Beim Bundesverwaltungsgericht hatten die Münchner hingegen Erfolg. Das Urteil ist rechtskräftig./ee/DP/jha

18.12.2014

Klinikärzte wollen mehr Geld und weniger Dienste

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die erste Runde der Tarifverhandlungen für bundesweit 52 500 Ärzte an kommunalen Kliniken ist am Donnerstag in Düsseldorf ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund verlangt 5,4 Prozent mehr Geld, weniger Wochenenddienste und eine bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) erklärte, insgesamt ergäben die Forderungen ein Kostenvolumen von rund neun Prozent. "Für die kommunalen Krankenhäuser sind solche Kostensteigerungen in keiner Weise darstellbar", sagte Verhandlungsführer Joachim Finklenburg laut einer VKA-Mitteilung. Die Forderungen seien von der gesetzlichen Krankenhausfinanzierung nicht ansatzweise gedeckt. Am 15. Januar gehen die Verhandlungen in Düsseldorf weiter.

Die Ärztegewerkschaft fordert, mindestens zwei Wochenenden im Monat sollten frei sein. "Wir wollen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie", sagte ein Sprecher. Der Tarifvertrag gilt bundesweit - mit Ausnahme von Berlin und Hamburg - für rund 550 kommunale Kliniken./uho/DP/jha

18.12.2014

ROUNDUP 2: Streikwelle bei Amazon hält an - Versandhändler unbeeindruckt

LEIPZIG/BAD HERSFELD (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Streikwelle beim Versandhändler Amazon den vierten Tag in Folge fortgesetzt. Laut Gewerkschaft beteiligten sich am Donnerstag mehr als 2400 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen in Logistik-Zentren in Hessen, Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Amazon reagierte unverändert gelassen auf die Streiks. Allen Protesten zum Trotz verlängerte das Unternehmen sogar seine Bestellfrist für den Standardversand.

Dass Amazon weiterhin nicht zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag bereit sei, drücke nicht auf die Motivation der Streikenden, sagte Verdi-Sprecher Karsten Rupprecht in Werne (NRW). "Das ist nur ein Zeichen, dass wir weitermachen müssen. Wir wollen verhandeln, wir wollen Gespräche, wir wollen einen Tarifvertrag."

Auch Mechthild Middeke von Verdi in Bad Hersfeld (Hessen) sagte, die Streikbereitschaft sei seit Montag ungebrochen. Täglich beteiligten sich in Bad Hersfeld rund 600 Kollegen an dem Ausstand. "Es geht uns um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Und da hat sich ja auch schon einiges getan." So zahle Amazon seit vorigem Jahr ein Weihnachtsgeld, und es habe Lohnerhöhungen gegeben. "Die Kollegen wollen ernst genommen werden", sagte Middeke.

Die Streiks in Rheinberg, Werne, Leipzig und Bad Hersfeld sollen bis einschließlich Samstag fortgesetzt werden, in Graben soll bis Heiligabend gestreikt werden. Der Standort Koblenz hatte sich zwei Tage lang an den Streiks beteiligt.

"Die Beschäftigten zeigen großen Durchhaltewillen. Sie merken, dass die Streiks Wirkung zeigen. In den Versandzentren bleibt viel liegen, auch wenn Amazon das Gegenteil behauptet", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Amazon verlängerte unterdessen sein Lieferversprechen im Weihnachtsgeschäft. Der Versandhändler garantiert im Standardversand eine pünktliche Lieferung bis Heiligabend für Ware, die bis zum kommenden Montag um 12 Uhr geordert wird. Bislang galt das nur für Bestellungen bis Sonntagabend./bz/DP/stw

18.12.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax frohlockt über US-Geldpolitik

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine anhaltende Geldflut in den USA und gute heimische Konjunkturdaten haben den Dax am Donnerstag beflügelt. Der deutsche Leitindex zog um 2,79 Prozent auf 9811,06 Punkte an. Noch vor zwei Tagen hatte er nach einer rasanten Talfahrt nur knapp über 9200 Punkte gelegen. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Donnerstag 2,16 Prozent auf 16 735,15 Punkte und der TecDax kletterte um 3,81 Prozent auf 1366,54 Punkte nach oben.

"Eine Woche vor Heiligabend ist der Weihnachtsmann nun auch an den globalen Aktienmärkten angekommen", kommentierte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG die Aussagen der US-Notenbankchefin Janet Yellen. Sie hatte am Vorabend angedeutet, dass die seit längerem erwartete, erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise vermutlich nicht vor dem zweiten Quartal 2015 stattfinden wird.

'WEICHEN FÜR WEIHNACHTSRALLY GESTELLT'

Ein weiterer Beobachter erinnerte daran, dass Direktoriumsmitglied Benoit Coeure von der Europäischen Zentralbank ein klares Signal für breit angelegte Staatsanleihekäufe gegeben hatte. Dies dürfte den Euro weiter schwächen, wovon der Dax mit seinen exportstarken Unternehmen profitiere. "Die Weichen für eine Weihnachtsrally sind gestellt", erwartet der Experte.

Auch aus der deutschen Wirtschaft kamen positive Signale: Die Stimmung hatte sich laut dem Ifo-Geschäftsklima im Dezember wie erwartet das zweite Mal in Folge aufgehellt.

ALLE DAX-WERTE IM PLUS

Im Dax schlossen alle Aktien im Plus. Ein Bericht über einen möglichen Postbank-Verkauf trieb die schon morgens gut gelaufenen Aktien der Deutschen Bank weiter an: Zum Handelsschluss kletterten sie an der Index-Spitze um 4,13 Prozent auf 25,36 Euro nach oben. Laut "Manager Magazin" diskutiert der Vorstand der Deutschen Bank über einen neuen drastischen Konzernumbau. Dabei könnte auch die erst vor wenigen Jahren übernommene Postbank auf den Prüfstand kommen.

Für SAP -Titel ging es um 3,79 Prozent hoch. Gestützt wurden die Papiere laut Händlern von starken Quartalszahlen des US-Konkurrenten Oracle . Der Software-Konzern hatte dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft im vergangenen Quartal die Erwartungen von Analysten übertroffen.

AUTO- UND CHEMIEWERTE GEFRAGT

Zu den Favoriten gehörten auch die konjunktursensiblen Papiere der Autobauer und Chemieunternehmen. Sie profitierten laut Daniel Saurenz von Feingold Research von der erwarteten Konjunkturbelebung in Europa. Die Aktien von Continental kletterten um 3,74 Prozent, für die Vorzugsaktien von Volkswagen ging es ähnlich deutlich bergauf. Unter den besten Werten im MDax verteuerten sich die Anteilsscheine des Chemiekalienhändlers Brenntag um 4,71 Prozent.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Kurssprung von 3,33 Prozent auf 3153,77 Punkte. In Paris zog der Leitindex CAC 40 ähnlich kräftig an und in London stieg der FTSE 100 um rund 2 Prozent. In den USA legte der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa um rund anderthalb Prozent zu. Kurssprünge gab es auch an den asiatischen Börsen.

EURO FÄLLT

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,51 Prozent am Vortag auf 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex lag unverändert bei 139,41 Punkten. Der Bund-Future gab um 0,10 Prozent auf 154,79 Punkte nach. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2285 (Mittwoch: 1,2448) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8140 (0,8033) Euro./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

18.12.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax frohlockt über US-Geldpolitik

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine anhaltende Geldflut in den USA und gute heimische Konjunkturdaten haben den Dax am Donnerstag beflügelt. Der deutsche Leitindex zog um 2,79 Prozent auf 9811,06 Punkte an. Noch vor zwei Tagen hatte er nach einer rasanten Talfahrt nur knapp über 9200 Punkte gelegen. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Donnerstag 2,16 Prozent auf 16 735,15 Punkte und der TecDax kletterte um 3,81 Prozent auf 1366,54 Punkte nach oben./la/jha/

18.12.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Wall Street jubelt weiter über lockere US-Geldpolitik

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine fortgesetzte Billiggeldflut hat die Wall Street am Donnerstag erneut beflügelt. Für den Dow Jones Industrial ging es nach einem deutlichen Anstieg zur Wochenmitte nun um 1,36 Prozent auf 17 592,42 Punkte nach oben. Der breit gefasste S&P 500 stieg um 1,37 Prozent auf 2040,52 Punkte, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,62 Prozent auf 4232,47 Punkte.

Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed ihr Niedrigzins-Versprechen bekräftigt. Man könne bei der Normalisierung der Geldpolitik "geduldig" sein. Nachdem zuletzt auch Sorgen um eine schneller als gedachte Leitzinserhöhung die Finanzmärkte belastet hatten, kam das bei den Investoren gut an, ist doch das billige Geld der Notenbanken ein wichtiger Treiber des Aktienmarkt-Booms der vergangenen Jahre.

Rückendeckung komme zudem von US-Konjunkturdaten, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. So war in den USA der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im November etwas stärker gestiegen als erwartet und in der vergangenen Woche waren weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eingereicht worden.

Auf Unternehmensseite sorgte Oracle bei seinen Aktionären mit den Zahlen für das zweite Geschäftsquartal für Feierlaune. Der Software-Konzern hatte dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft die Erwartungen der Börse übertroffen. Die Titel sprangen um mehr als acht Prozent auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 nach oben.

Aktien von Hertz Global Holdings zogen um mehr als fünf Prozent an. Zuvor war bekannt geworden, dass Großinvestor Carl Icahn seine Beteiligung an dem Autovermieter aufgestockt hatte. Die Titel des weltweit größten Biotechkonzerns Amgen verteuerten sich um in etwa marktkonforme 1,58 Prozent, nachdem das Unternehmen die Quartalsdividende wie erwartet kräftig nach oben schraubt./mis/jha/

18.12.2014

Aktien New York: Wall Street jubelt weiter über lockere US-Geldpolitik

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine fortgesetzte Billiggeldflut hat die Wall Street am Donnerstag erneut beflügelt. Für den Dow Jones Industrial ging es nach einem deutlichen Anstieg zur Wochenmitte nun um 1,48 Prozent auf 17 613,71 Punkte nach oben. Der breit gefasste S&P 500 stieg um 1,59 Prozent auf 2044,81 Punkte, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,81 Prozent auf 4240,32 Punkte.

Am Mittwoch hatte die US-Notenbank Fed ihr Niedrigzins-Versprechen bekräftigt. Man könne bei der Normalisierung der Geldpolitik "geduldig" sein. Nachdem zuletzt auch Sorgen um eine schneller als gedachte Leitzinserhöhung die Finanzmärkte belastet hatten, kam das bei den Investoren gut an, ist doch das billige Geld der Notenbanken ein wichtiger Treiber des Aktienmarkt-Booms der vergangenen Jahre.

Rückendeckung komme zudem von US-Konjunkturdaten, sagte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. So war in den USA der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im November etwas stärker gestiegen als erwartet und in der vergangenen Woche waren weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eingereicht worden./mis/jha/

18.12.2014

Aktien New York Ausblick: Billiggeld dürfte die Wall Street weiter beflügeln

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Freude über die anhaltend lockere US-Geldpolitik dürfte der Wall Street am Donnerstag weiteren Schwung verleihen. Nachdem die Börsen in den USA bereits am Vortag die entsprechenden Aussagen der US-Notenbank Fed gefeiert hatten, wird es voraussichtlich zum Marktstart nochmals kräftig aufwärts gehen: So stand der Future auf den Dow Jones Industrial gut eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart 1,11 Prozent höher. Am Mittwoch hatte der US-Leitindex bereits 1,69 Prozent zugelegt. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 1,29 Prozent.

Laut Marktanalyst Jasper Lawler vom Broker CMC Markets haben auch die zuletzt wieder gestiegenen Ölpreise das Zeug, die Stimmung am Markt zu heben. Höhere Ölpreise könnten auf ein Anziehen der Weltkonjunktur hindeuten. Zudem werde die überraschende Annäherung der USA und Kuba eventuell für mehr Zuversicht sorgen.

Die obersten Währungshüter der USA hatten am Vorabend mit ihrem beibehaltenen Billiggeld-Versprechen die Stimmung der Anleger aufgehellt. Die Angst vor einem überraschend schnellen Ende der lockeren Geldpolitik in den Vereinigten Staaten hatte die weltweiten Börsen in den vergangenen Tagen fest im Griff gehabt und für teils heftige Kursschwankungen gesorgt. Die Fed habe sich zwar nicht "taubenhaft" gezeigt, aber mit ihren Ankündigungen den Märkten ihre Unsicherheit nehmen können, schrieb CMC-Experte Lawler. Als Tauben gelten im Fachjargon Notenbanker, die eine lockere Geldpolitik zur Stützung der Wirtschaft befürworten.

Aus den Äußerungen von Fed-Chefin Janet Yellen schlossen Beobachter, dass die am Markt erwartete Zinswende vermutlich nicht vor dem zweiten Quartal kommen wird. Yellen hatte zudem unterstrichen, dass die Geldpolitik der Fed auch nach der ersten Zinserhöhung noch "für einen längeren Zeitraum sehr locker" sein werde. Das billige Geld der Notenbanken gilt als Tempobeschleuniger des Booms an den Aktienmärkten der vergangenen Jahre.

Am Donnerstag nun dürften noch einige Konjunkturtermine für Gesprächsstoff sorgen. So waren in den USA in der vergangenen Woche weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eingereicht worden. Im Handelsverlauf stehen dann noch der Philly Fed Index und die Frühindikatoren auf der Agenda.

Unter den Einzelwerten stehen Oracle im Mittelpunkt. Der Softwarekonzern hatte am Vorabend nach Handelsschluss seine Zahlen präsentiert. Dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft stieg der Umsatz überraschend stark. Der Gewinn allerdings fiel im weiten Geschäftsquartal um zwei Prozent. Die Oracle-Aktien zogen im vorbörslichen US-Handel um rund fünfeinhalb Prozent an.

Der weltweit größte Biotechkonzern Amgen erhöhte die Quartalsdividende deutlich. Für das erste Quartal 2015 sollen, wie von Analysten erwartet, je Aktie 79 US-Cent ausgeschüttet werden. Das sind 30 Prozent mehr als in jedem der vorangegangenen vier Quartale.

Auch die Autobauer könnten wegen der aktuellen Rubel-Krise in Bewegung geraten. So stoppen etwa General Motors (GM) und Jaguar Land Rover vorübergehend ihre Verkäufe in Russland. Der schwache Rubel sorgt dafür, dass die russischen Autopreise umgerechnet in US-Dollar oder Euro an Wert verlieren.

Aktien von Hertz Global Holdings zogen vorbörslich um mehr als drei Prozent an. Großinvestor Carl Icahn hatte seinen Anteil an dem Autovermieters erhöht./tav/la/mis

18.12.2014

Aktien Frankfurt: Lockere US-Geldpolitik und gutes Geschäftsklima beflügeln Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine anhaltende Geldflut in den USA und gute heimische Konjunkturdaten haben den Dax am Donnerstag beflügelt. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 2,15 Prozent höher bei 9749,43 Punkten. Noch vor zwei Tagen hatte er nach einer rasanten Talfahrt nur knapp über 9200 Zählern gelegen.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann zuletzt 1,73 Prozent auf 16 664,95 Punkte und der TecDax stieg um 3,16 Prozent auf 1357,97 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 2,50 Prozent zu.

"Eine Woche vor Heiligabend ist der Weihnachtsmann nun auch an den globalen Aktienmärkten angekommen", kommentierte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG die Aussagen der US-Notenbankchefin Janet Yellen. Sie hatte am Vorabend angedeutet, dass die seit längerem erwartete, erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise vermutlich nicht vor dem zweiten Quartal 2015 stattfinden wird. Die daraufhin einsetzende euphorische Reaktion an der Wall Street habe gezeigt, wie nervös die Anleger vor den Fed-Aussagen gewesen seien, sagte Shamu. Kurssprünge gab es auch an den asiatischen Börsen.

GUTES GESCHÄFTSKLIMA

Ein weiterer Beobachter erinnerte daran, dass EZB-Direktor Benoit Coeure ein klares Signal für breit angelegte Staatsanleihekäufe gegeben hatte. Dies dürfte den Euro weiter schwächen, wovon der Dax mit seinen exportstarken Unternehmen profitiere. "Die Weichen für eine Weihnachtsrally sind gestellt", prognostizierte der Experte.

Auch aus der deutschen Wirtschaft kamen positive Signale: Die Stimmung hellte sich laut dem Ifo-Geschäftsklima im Dezember wie erwartet das zweite Mal in Folge auf. Dagegen fanden die Aussagen von Kremlchef Wladimir Putin auf seiner Jahrespressekonferenz in Moskau am Donnerstag kaum Widerhall.

POSTBANK-VERKAUFSSPEKULATIONEN TREIBEN DEUTSCHE BANK AN

Ein Bericht über einen möglichen Postbank-Verkauf trieb die schon morgens gut gelaufenen Aktien der Deutschen Bank weiter an: Zuletzt standen Kursgewinne von 3,57 Prozent zu Buche. Laut "Manager Magazin" diskutiert der Vorstand der Deutschen Bank über einen neuen drastischen Konzernumbau. Dabei könnte auch die erst vor wenigen Jahren übernommene Postbank auf den Prüfstand kommen.

Für SAP ging es um 2,46 Prozent hoch. Gestützt wurden die Papiere laut Händlern von starken Quartalszahlen des US-Konkurrenten Oracle . Der Software-Konzern hatte dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft im vergangenen Quartal die Erwartungen von Analysten übertroffen.

AUTOBAUER UND CHEMIEFIRMEN UNTER FAVORITEN

Zu den Favoriten gehörten auch die konjunktursensiblen Papiere der Autobauer und Chemieunternehmen. Sie profitierten laut Daniel Saurenz von Feingold Research von der erwarteten Konjunkturbelebung in Europa. Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) gewannen 3,43 Prozent, während es für BMW um 2,70 Prozent bergauf ging. Auch die Papiere der Autozulieferer Continental , Leoni und Norma Group verteuerten sich deutlich.

Bei Daimler fiel das Plus mit 1,74 Prozent geringer aus. Hier verwiesen Börsianer auf den Kurssturz beim chinesischen Partner BYD (Build Your Dreams), mit dem die Schwaben den Elektrowagen Denza bauen. Die Gründe dafür blieben unklar. Von der Meldung, dass Daimler wegen eines Kartellverfahrens der EU-Kommission 600 Millionen Euro zurücklegt, wurden die Aktien ebenso wenig bewegt wie von einer großen Lkw-Bestellung aus Ungarn.

QSC SPRINGEN HOCH: UNITED INTERNET AN NETZ INTERESSIERT

Im Chemiesektor gewannen Lanxess-Papiere 3,69 Prozent, womit die Aktien Dax-Spitzenreiter waren. Für BASF ging es um 2,50 Prozent hoch. Die Ludwigshafener verkaufen ihren 50-prozentigen Anteil an einem Joint Venture in Singapur an den Partner Shell .

Die Aktien von QSC sprangen als TecDax-Favorit um zuletzt 20,63 Prozent hoch. Händler sahen einen Bericht des "Manager-Magazins" als Kurstreiber, dem zufolge der Internetkonzern United Internet den Kauf des Netzes von QSC prüft. Die United-Internet-Titel gewannen 3,46 Prozent - bei 37,50 Euro hatten sie ein Rekordhoch markiert./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

18.12.2014

Aktien Frankfurt: Dax wird beflügelt von lockerer US-Geldpolitik und Ifo

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine anhaltende Geldflut in den USA und gute heimische Konjunkturdaten haben den Dax am Donnerstag beflügelt. Gegen Mittag notierte der deutsche Leitindex 1,99 Prozent höher bei 9734,18 Punkten. Noch vor zwei Tagen hatte er nach einer rasanten Talfahrt nur knapp über 9200 Zählern gelegen.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann zuletzt 1,51 Prozent auf 16 628,31 Punkte und der TecDax stieg um 2,55 Prozent auf 1350,00 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 2,39 Prozent zu.

"Eine Woche vor Heiligabend ist der Weihnachtsmann nun auch an den globalen Aktienmärkten angekommen", kommentierte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG die Aussagen der US-Notenbankchefin Janet Yellen. Sie hatte am Vorabend angedeutet, dass die seit längerem erwartete, erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise vermutlich nicht vor dem zweiten Quartal 2015 stattfinden wird. Die daraufhin einsetzende euphorische Reaktion an der Wall Street am Vorabend habe gezeigt, wie nervös die Anleger vor den Fed-Aussagen gewesen seien, sagte Shamu. Kurssprünge gab es auch an den asiatischen Börsen.

Ein weiterer Beobachter erinnerte daran, dass EZB-Direktor Benoit Coeure ein klares Signal für breit angelegte Staatsanleihekäufe gegeben hatte. Dies dürfte den Euro weiter schwächen, wovon der Dax mit seinen exportstarken Unternehmen profitiere. "Die Weichen für eine Weihnachtsrally sind gestellt", prognostizierte der Experte. Auch aus der deutschen Wirtschaft kamen positive Signale: Die Stimmung hellte sich laut dem Ifo-Geschäftsklima im Dezember wie erwartet das zweite Mal in Folge auf.

POSTBANK-VERKAUFSSPEKULATIONEN TREIBEN DEUTSCHE BANK AN

Ein Bericht über einen möglichen Postbank-Verkauf trieb die schon morgens gut gelaufenen Aktien der Deutschen Bank weiter an: Zuletzt standen Kursgewinne von 2,92 Prozent zu Buche. Laut "Manager Magazin" diskutiert der Vorstand der Deutschen Bank über einen neuen drastischen Konzernumbau. Dabei könnte auch die erst vor wenigen Jahren übernommene Postbank auf den Prüfstand kommen.

Für SAP ging es um 2,26 Prozent hoch. Gestützt wurden die Papiere laut Händlern von starken Quartalszahlen des US-Konkurrenten Oracle . Der Software-Konzern hatte dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft im vergangenen Quartal die Erwartungen von Analysten übertroffen.

AUTOBAUER UND CHEMIEFIRMEN UNTER FAVORITEN

Zu den Favoriten gehörten auch die konjunktursensiblen Papiere der Autobauer und Chemieunternehmen. Sie profitierten laut Daniel Saurenz von Feingold Research von der erwarteten Konjunkturbelebung in Europa. Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) setzten sich mit plus 4,10 Prozent an die Indexspitze, während es für BMW um 3,09 Prozent bergauf ging. Auch die Papiere der Autozulieferer Continental und Leoni verteuerten sich deutlich.

Bei Daimler fiel das Plus mit 1,89 Prozent geringer aus. Hier verwiesen Börsianer auf den Kurssturz beim chinesischen Partner BYD (Build Your Dreams), mit dem die Schwaben den Elektrowagen Denza bauen. Die Gründe dafür blieben unklar. Eine große Lkw-Bestellung aus Ungarn half den Daimler-Titeln nicht.

QSC SPRINGEN HOCH: UNITED INTERNET AN NETZ INTERESSIERT

Im Chemiesektor gewannen Lanxess 3,36 Prozent. Für BASF ging es um 2,39 Prozent hoch. Die Ludwigshafener verkaufen ihren 50-prozentigen Anteil an einem Joint Venture in Singapur an den Partner Shell .

Die Aktien von QSC sprangen als TecDax-Spitzenreiter um zuletzt 14,79 Prozent hoch. Händler sahen einen Bericht des "Manager-Magazins" als Kurstreiber, dem zufolge der Internetkonzern United Internet den Kauf des Netzes von QSC prüft. Die United-Internet-Titel gewannen 3,18 Prozent - bei 37,50 Euro hatten sie ein Rekordhoch markiert./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

18.12.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: US-Billiggeld treibt Dax über 9700 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine weiterhin lockere Geldpolitik in den USA hat den Dax am Donnerstag wieder über die Marke von 9700 Punkten getrieben. Im frühen Handel gewann das deutsche Börsenbarometer 1,67 Prozent auf 9703,57 Punkte. Zwei Tage zuvor noch hatte er nach einer rasanten Talfahrt nur noch knapp über 9200 Zählern gelegen. "Eine Woche vor Heiligabend ist der Weihnachtsmann nun auch an den globalen Aktienmärkten angekommen", sagte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 1,11 Prozent auf 16 563,82 Punkte und der TecDax stieg um 2,30 Prozent auf 1346,72 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte um 1,65 Prozent zu.

ZINSERHÖHUNG IN DEN USA WOHL ERST IM ZWEITEN QUARTAL

Fed-Chefin Janet Yellen hatte am Vorabend angedeutet, dass die seit längerem erwartete, erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise vermutlich nicht vor dem zweiten Quartal 2015 stattfinden wird. Die daraufhin einsetzende euphorische Reaktion an der Wall Street am Vorabend habe gezeigt, wie nervös die Anleger vor den Fed-Aussagen gewesen seien, sagte der Marktstratege Shamu. Kurssprünge gab es auch an den asiatischen Börsen. Weitere Impulse könnte der deutsche Markt durch die Ifo-Geschäftsklimadaten bekommen.

ADIDAS VON GOLDMAN-STUDIE BELASTET

Während es am Markt insgesamt deutlich nach oben ging, büßten die Adidas-Aktien nach einer negativen Studie von Goldman Sachs 1,20 Prozent auf 55,00 Euro ein. Die zunehmende Schwäche in Russland, gepaart mit den fortlaufenden Investitionen in den USA, dürften 2015 die Ergebnisse von Adidas belasten, schrieb Analyst William Hutchings. Er rechnet daher nicht mit einem Gewinnwachstum und stufte die Aktie von "Neutral" auf "Sell" ab. Das Kursziel senkte er kräftig um rund ein Drittel auf 49,40 Euro.

Die Papiere von SAP legten um 1,95 Prozent zu. Gestützt wurden sie dabei laut Händlern von starken Quartalszahlen des US-Konkurrenten Oracle . Der Software-Konzern hatte dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft im vergangenen Quartal die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Unter den Stahlaktien gewannen die von ThyssenKrupp 0,99 Prozent und die von Salzgitter 1,59 Prozent. Aus dem US-Stahlsektor erreichten gemischte Nachrichten den Markt: So hatte Steel Dynamics mit Aussagen zum Ergebnis im vierten Quartal enttäuscht, während AK Steel mit seiner Ergebnisprognose für das letzte Jahresviertel positiv überraschen konnte.

Die BASF-Papiere stiegen um 1,58 Prozent. Der weltgrößte Chemiekonzern verkauft seinen 50-prozentigen Anteil an einem Joint Venture in Singapur an den Partner Shell . Finanzielle Details zum Verkauf der Anteile an dem Ellba Eastern genannten Gemeinschaftsunternehmen wurden nicht bekannt.

PRESSEBERICHT TREIBT QSC UND UNITED INTERNET HOCH

Die Anteilsscheine des IT-Dienstleisters QSC sprangen um 9,15 Prozent nach oben, die Papiere von United Internet gewannen an zweiter Stelle im TecDax 4,13 Prozent. Wie das "Manager Magazin" berichtet, prüft United Internet den Kauf des Netzes von QSC. Gespräche auf Vorstandsebene liefen bereits seit Längerem, schrieb das Wirtschaftsmagazin in seiner neuen Ausgabe und beruft sich dabei auf Brancheninsider. Vor einer Entscheidung müsste man sich aber noch über den Preis einigen, hieß es./ck/das

18.12.2014

Aktien Frankfurt Eröffnung: Weiterhin billiges Geld treibt Dax über 9700 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine weiterhin lockere Geldpolitik in den USA hat den Dax am Donnerstag wieder über die Marke von 9700 Punkten getrieben. Der deutsche Leitindex schoss kurz nach Handelsstart um 1,84 Prozent auf 9718,95 Punkte hoch, nachdem er zwei Tage zuvor zeitweise nur knapp über 9200 Zählern gelegen hatte. "Eine Woche vor Heiligabend ist der Weihnachtsmann nun auch an den globalen Aktienmärkten angekommen", sagte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 1,21 Prozent auf 16 579,96 Punkte und der TecDax stieg um 1,97 Prozent auf 1342,28 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte um 1,70 Prozent zu.

Fed-Chefin Janet Yellen hatte am Vorabend angedeutet, dass die seit längerem erwartete, erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise vermutlich nicht vor dem zweiten Quartal 2015 stattfinden wird. Die daraufhin einsetzende euphorische Reaktion an der Wall Street am Vorabend habe gezeigt, wie nervös die Anleger vor den Fed-Aussagen gewesen seien, sagte der IG-Experte. Kurssprünge gab es auch an den asiatischen Börsen./ck/das

18.12.2014

Aktien Frankfurt Ausblick: Weiterhin billiges Geld aus den USA treibt Dax an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik in den USA dürfte dem Dax am Donnerstag einen starken Start in den Tag bescheren. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator signalisierte gut eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenbeginn eine um 1,17 Prozent höhere Eröffnung bei 9656 Punkten.

Anfang Dezember hatte der Dax allerdings noch ein Rekordhoch von 10 093 Punkten erreicht, danach ging es im Zickzack-Kurs bergab. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone dürfte am Donnerstag mit einem Aufschlag von 1,21 Prozent starten.

'DER WEIHNACHTSMANN KOMMT'

Die Fed-Chefin Janet Yellen hatte am Vorabend angedeutet, dass die seit längerem erwartete, erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise vermutlich nicht vor dem zweiten Quartal 2015 stattfinden wird. "Eine Woche vor Heiligabend ist der Weihnachtsmann nun auch an den globalen Aktienmärkten angekommen", sagte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG. Die euphorische Kursreaktion in den USA zeige, wie nervös die Anleger vor den Fed-Aussagen gewesen seien.

An der Wall Street war es am Mittwochabend nach den Fed-Aussagen kräftig bergauf gegangen und auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial ist seit dem europäischen Handelsende deutlich gestiegen. Kurssprünge gab es zudem an diesem Morgen an den asiatischen Börsen.

IFO-GESCHÄFTSKLIMA AM VORMITTAG

Weitere positive Impulse für den deutschen Markt könnten am Vormittag noch von den Ifo-Geschäftsklimadaten kommen, von denen ein Anstieg erwartet wird. Am Nachmittag sollten in den USA die Frühindikatoren für November und der Philly-Fed-Index für Dezember weitere Klarheit über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft liefern.

Die Aktien von SAP und Stahlwerten wie ThyssenKrupp und Salzgitter könnten von Geschäftsberichten von Branchenkollegen aus den USA bewegt werden. So übertraf der Software-Konzern Oracle dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft im vergangenen Quartal die Erwartungen der Börse.

STAHLKOCHER MIT GEMISCHTEN NACHRICHTEN

Aus dem Stahlsektor gab es gemischte Nachrichten, denn während Steel Dynamics mit Aussagen zum Ergebnis im vierten Quartal enttäuschte, überraschte AK Steel mit seiner Ergebnisprognose für das letzte Jahresviertel positiv.

Aufmerksamkeit könnten auch die BASF-Papiere auf sich ziehen. Der weltgrößte Chemiekonzern verkauft seinen 50-prozentigen Anteil an einem Joint Venture in Singapur an den Partner Shell . Finanzielle Details zum Verkauf der Anteile an dem Ellba Eastern genannten Gemeinschaftsunternehmen wurden nicht bekannt. 1999 hatten BASF und Shell rund 500 Millionen US-Dollar in die gemeinsame Chemiefabrik investiert./ck/das

18.12.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 18.12.2014 - 17.00 Uhr

USA: Weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind in der vergangenen Woche weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eingereicht worden. Im Vergleich zur Vorwoche gingen sie um 6000 auf 289 000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit 295 000 Anträgen gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt sanken die Erstanträge um 750 auf 298 750.

Russen flüchten in Franken - Schweizer Notenbank führt Strafzins ein

ZÜRICH/MOSKAU - Angetrieben vom Rubel-Absturz flüchten Russen in als besonders sicher geltende Währungen - wie den Schweizer Franken. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat aus Sorge vor einem zu starken Franken jetzt drastische Vorkehrungen getroffen: Guthaben bei der Nationalbank sollen künftig mit einem Strafzins belegt werden - die Geldanlage in Franken kostet also Geld.

Tschechische Regierung setzt Haushalt durch

PRAG - Der tschechische Präsident Milos Zeman hat den ersten Haushalt der neuen Mitte-Links-Regierung in Prag unterzeichnet. Das teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Nach Dafürhalten von Ministerpräsident Bohuslav Sobotka soll sich der Haushalt wachstumsfördernd auswirken. "Er bricht mit einer langen Reihe von Vorgängern, die flächendeckende Kürzungen forciert hatten", teilte der Sozialdemokrat mit.

USA: Frühindikatoren steigen etwas stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im November etwas stärker gestiegen als erwartet. Zum Vormonat erhöhte er sich um 0,6 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Allerdings wurde der Zuwachs im Vormonat um 0,3 Punkte auf 0,6 Prozent nach unten korrigiert.

Europa verschärft unmittelbar vor Gipfel Druck auf Moskau

BRÜSSEL/BERLIN - Unmittelbar vor dem EU-Gipfel erhöht Europa den Druck auf Moskau. Die 28 Mitgliedstaaten beschlossen, dass Kreuzfahrtschiffe aus der EU nicht mehr Häfen der Krim anlaufen dürfen. Die Union reagiert auch mit Export- und Investitionsverboten auf die Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel durch Russland.

IWH: Konjunktur in Deutschland kommt langsam wieder in Schwung

HALLE - Nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten kommt die Konjunktur in Deutschland langsam wieder in Schwung. Für das kommende Jahr erwartet das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) ein Wachstum von 1,3 Prozent. Ein Grund sei der niedrige Ölpreis, der Unternehmen und Haushalte entlaste, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Mit seiner Prognose liegt es leicht unter der des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, das mit einem Wachstum von 1,4 Prozent für das kommende Jahr rechnet.

Russland will Bankensystem mit fast 14 Milliarden Euro stützen

MOSKAU - Angesichts des massiven Rubelverfalls will die russische Regierung das nationale Bankensystem mit einer Billion Rubel (13,64 Mrd Euro) stützen. Das sieht ein von Duma-Chef Sergej Naryschkin am Donnerstag im Parlament eingebrachter Gesetzentwurf vor. Das Dokument werde vom Unterhaus an diesem Freitag geprüft, sagte Naryschkins Stellvertreter Iwan Melnikow russischen Agenturen zufolge. Demnach werden staatliche Wertpapiere im Gesamtwert von einer Billion Rubel an die Staatsagentur für Anlagenversicherung übereignet. Die Autoren des Gesetzes rechnen damit, dass der Schritt das Bankensystem stabilisieren und Rechte der Anleger festigen wird.

Bundestag billigt weitere Hilfen für Griechenland

BERLIN - Der Bundestag hat weiteren Hilfen für Griechenland grundsätzlich zugestimmt. Das Parlament billigte am Donnerstag in Berlin mit den Stimmen von Union und SPD Pläne der Geldgeber, das laufende Hilfsprogramm um zwei Monate bis Ende Februar 2015 zu verlängern. Damit hätte Athen mehr Zeit, alle Auflagen zu erfüllen zur Auszahlung der letzten Kreditrate von 1,8 Milliarden Euro.

EZB transparenter: Protokolle der Ratssitzungen werden veröffentlicht

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank wird transparenter: Von der nächsten Ratssitzung im Januar an wird die Notenbank Zusammenfassungen der Beratungen in dem dann 25-köpfigen Entscheidungsgremium veröffentlichen. Das teilte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mit: "Mit den Zusammenfassungen wird eine angemessene und ausgewogene Darstellung der geldpolitischen Erörterungen vorliegen."

IfW erwartet Konjunkturimpulse in Deutschland

KIEL - Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet in Deutschland Konjunkturimpulse durch mehr Konsum und höhere Unternehmensinvestitionen. Daher hob das IfW seine Prognose für die Wirtschaftsleistung leicht auf 1,5 Prozent für 2014 an, nachdem im September noch 1,4 Prozent erwartet worden waren. Bereits im Schlussquartal 2014 dürfte es zu einem kräftigen Anstieg der privaten Konsumausgaben kommen, teilte das Institut am Donnerstag in Kiel mit.

Verband: Deutsche Industrie 2015 vor großen Herausforderungen

BERLIN - Nach einem Exportwachstum von bis zu vier Prozent im zu Ende gehenden Jahr sieht sich die deutsche Industrie 2015 vor großen Herausforderungen. Das größte Risiko liegt in der Entwicklung der weltweiten Konjunktur, wie eine aktuelle Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) unter den Mitgliedsverbänden ergab. "Derzeit ist allein die USA das Zugpferd der globalen Wirtschaftsentwicklung", sagte Hauptgeschäftsführer Markus Kerber laut der Mitteilung vom Donnerstag. Auch die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise dämpfe die Erwartungen.

Großbritannien: Einzelhändler mit starkem Vorweihnachtsgeschäft

LONDON - Das Vorweihnachtsgeschäft der britischen Einzelhändler ist sehr gut gelaufen. Im November legten die Erlöse zum Vormonat um 1,6 Prozent zu, wie das Statistikamt ONS am Donnerstag mitteilte. Das ist viermal so viel wie Bankvolkswirte mit plus 0,4 Prozent erwartet hatten. Zudem wurde der Zuwachs vom Oktober von 0,8 auf 1,0 Prozent nach oben gesetzt. Im Jahresvergleich stiegen die Umsätze um starke 6,4 Prozent. Das ist der höchste Zuwachs seit zehn Jahren.

Kremlchef Putin bereitet Russen auf längere Krise vor

MOSKAU - Kremlchef Wladimir Putin hat die Russen auf eine längere Dauer der gegenwärtigen Krise vorbereitet. Die Wirtschaftsprobleme Russlands könnten bis zu zwei Jahre andauern, sagte Putin am Donnerstag vor Journalisten in Moskau. Der Rubel könne bei einem fallenden Ölpreis weiter an Wert verlieren.

Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich weiter auf

MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende weiter aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im Dezember zum zweiten Mal in Folge und stieg von 104,7 Punkten im Vormonat auf 105,5 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag in München mitteilte. "Fallende Ölpreise und ein sinkender Euro-Kurs bescheren die deutsche Wirtschaft zur Weihnachtszeit", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Maschinenbauer nach Rekordjahr optimistisch für 2015

FRANKFURT/M. - Die deutschen Maschinenbauer steuern trotz des schwachen Russlandgeschäfts auf ein Rekordjahr zu. "Unterm Strich konnten wir 2014 sowohl beim Umsatz mit 212 Milliarden Euro als auch in der Produktion mit 199 Milliarden Euro die bisherigen Rekordmarken von 2008 übertreffen", sagte der Präsident des Branchenverbands VDMA, Reinhold Festge, am Donnerstag in Frankfurt. Im kommenden Jahr dürfte die deutsche Schlüsselindustrie abermals wachsen. Allerdings warnt Festge vor unkalkulierbaren Risiken: "Die Russland-Ukraine-Krise ist ungelöst. Hier müssen wir uns auf weitere Rückgänge einstellen." Wegen der Sanktionen, des gefallenen Rubel-Kurses und der gesunkenen Erdölerlöse seien die deutschen Maschinenexporte in den ersten neun Monaten 2014 um 16 Prozent gesunken.

Merkel: Sanktionen gegen Moskau müssen bleiben

BERLIN - Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland müssen nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel solange bestehenbleiben, wie Moskau in der Ukraine-Krise europäische Werte missachtet. Europa könne und werde es nicht zulassen, dass Russland gegen die Prinzipien von Recht, Respekt und Partnerschaft verstoße, sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung zu dem am Abend beginnenden EU-Gipfel in Brüssel. "Solange dieses Ziel nicht erreicht ist, bleiben die Sanktionen." Merkel betonte, die Europäische Union wolle gemeinsam mit Russland und nicht gegen Russland handeln. Auf die Währungs- und Wirtschaftskrise in Russland ging sie nicht ein.

Stress am chinesischen Bankenmarkt - Zinsen steigen auf Elfmonatshoch

PEKING - Am chinesischen Bankenmarkt ist es am Donnerstag zu spürbaren Verspannungen gekommen. Die Zinssätze, zu denen sich die Geldhäuser gegenseitig Kurzfristkredite leihen, gingen deutlich in die Höhe. Der Zins für siebentägigen Kredit stieg zeitweise auf sieben Prozent und damit auf einen elfmonatigen Höchststand. Aus dem Handel hieß es, einzelne Geldhäuser mit Liquiditätsengpässen hätten noch höhere Zinsen zahlen müssen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg will die chinesische Notenbank im Laufe des Tages Geld in den Bankenmarkt schießen, um die Lage zu beruhigen.

Debatte um Erbschaftsteuer - Seehofer will Spielräume ausschöpfen

PASSAU - Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Erbschaftsteuer setzt Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer auf eine unternehmensfreundliche Neuregelung. "Unsere Marschrichtung ist, dass wir die Spielräume, die uns das Bundesverfassungsgericht lässt, soweit wie möglich ausschöpfen", sagte der CSU-Chef der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag) nach einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Es geht um den Bestand von Unternehmen, vor allem Familienunternehmen, und es geht um die Sicherheit der Arbeitsplätze."

Niederlande bleiben bei Ablehnung der deutschen Pkw-Maut

BERLIN - Die Niederlande bleiben bei ihrer Ablehnung der in Deutschland geplanten Pkw-Maut. "Ich bin weiterhin gegen die deutschen Pläne, weil damit in Wahrheit ein neues Hindernis für den grenzüberschreitenden Verkehr errichtet wird", erklärte die niederländische Infrastrukturministerin Melanie Schultz van Haegen gegenüber der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag). Sie wolle zunächst die offizielle Bewertung des Vorhabens durch die Europäische Kommission abwarten. Das Urteil der Kommission werde schwer wiegen "bei meiner Entscheidung über weitere Schritte". Die Niederlande kritisieren die Maut-Pläne schon länger und hatten eine Klage dagegen auf europäischer Ebene nicht ausgeschlossen.

/rob

18.12.2014

Devisen: Eurokurs weitet Vortagesverluste aus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Donnerstag seine Verluste vom Vortag ausgeweitet. Eine im ersten Halbjahr 2015 anstehende Leitzinserhöhung in den USA hat laut Händlern den Euro belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,2272 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte er noch 1,2340 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2285 (Mittwoch: 1,2448) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8140 (0,8033) Euro.

"Die Aussagen von US-Notenbankchefin Yanet Yellen vom Mittwochabend haben am Markt nachgewirkt", sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank. "Man geht jetzt am Markt von einer ersten Zinsanhebung im Juni aus." Viele Anleger hätten später einen ersten Schritt erwartet. Dass Yellen nur ein langsames Zinserhöhungstempo angekündigt habe, spielte am Markt laut Leuchtmann zunächst weniger eine Rolle, dürfte aber das Aufwertungspotenzial des Dollar beschränken.

Zudem hat die schweizerische Nationalbank (SNB) zur Verteidigung des wankenden Mindestkurses von 1,20 Franken je Euro, einen negativen Zins für Banken angekündigt, falls diese ihr Guthaben bei der SNB anlegen. "Diese Entscheidung kann als Vorbereitung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die EZB interpretiert werden", sagte Leuchtmann. Die EZB könnte nach Einschätzung vieler Experten mit dem Kauf von Staatsanleihen im Januar beginnen. "Dass dies offenbar von der SNB ebenso gesehen wird, bestärkte die Erwartungen", sagte Leuchtmann.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78650 (0,79320) britische Pfund , 145,96 (145,89) japanische Yen und 1,2052 (1,2010) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1199,00 (1195,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 020,00 ( 30 410,00) Euro./jsl/jha/

18.12.2014

Irland zahlt neun Milliarden Euro IWF-Schulden vorzeitig zurück

DUBLIN (dpa-AFX) - Eurokrisen-Musterschüler Irland arbeitet am Abbau seiner Schuldenlast: Das Land hat neun Milliarden Euro vorzeitig zurückgezahlt und ist damit rund 40 Prozent seiner Kredite beim Internationalen Währungsfonds (IWF) los. So entfielen im kommenden Jahr 150 Millionen Euro Zinsen, teilte Finanzminister Michael Noonan am Donnerstag mit. Über den gesamten Zeitraum des Darlehens sind es sogar 750 Millionen Euro. "Die Erholung der irischen Wirtschaft ist in vollem Gange", sagte Noonan. Mit eine Defizit-Prognose von 2,7 Prozent würden die Ziele des Stabilitäts- und Wachstumspakts gut erfüllt.

Irland war im Herbst 2010 als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft und hatte Kreditzusagen in Höhe von 67,5 Milliarden Euro von der Europäischen Zentralbank, vom IWF und von EU-Ländern erhalten. Im Dezember 2013 verließ das Land den Rettungsschirm und konnte im Januar erstmals wieder mit langlaufenden Staatsanleihen frisches Kapital von Investoren einsammeln. Der "Irish Times" zufolge will die Regierung im Frühjahr 2015 noch einmal neun Milliarden Euro abzahlen./ted/DP/jsl

18.12.2014

EIB-Chef Hoyer sichert faire Auswahl von EU-Wachstumsprojekten zu

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Chef der Europäischen Investitionsbank (EIB), Werner Hoyer, sichert beim neuen europäischen Wachstumspaket eine faire Auswahl von Investitionsvorhaben zu. Da der neue Investitions-Topf von 21 Milliarden Euro bei seiner Bank geführt werde, stehe diese letztlich auch für Finanzierungsentscheidungen gerade, sagte Hoyer am Donnerstag in Brüssel am Rande des EU-Gipfels. Er wandte sich damit gegen Befürchtungen, dass Mitgliedstaaten auf die Auswahl von Wachstumsprojekten politischen Einfluss nehmen könnten.

Der Gipfel will den Startschuss für den Plan von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker geben, mit dem Topf bei der EU-Hausbank neue Investitionen von letztlich 315 Milliarden Euro anzuschieben. Das meiste Geld muss dafür aber aus der Privatwirtschaft kommen. "Unser Ziel ist, private Investitionen auszulösen", sagte Hoyer. Die EIB ist eine große Förderbank, hinter der die 28 EU-Staaten stehen./cb/DP/stw

18.12.2014

ROUNDUP: Russen flüchten in Franken - Schweizer Notenbank führt Strafzins ein

ZÜRICH/MOSKAU (dpa-AFX) - Angetrieben vom Rubel-Absturz flüchten Russen in als besonders sicher geltende Währungen - wie den Schweizer Franken. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat aus Sorge vor einem zu starken Franken jetzt drastische Vorkehrungen getroffen: Guthaben bei der Nationalbank sollen künftig mit einem Strafzins belegt werden - die Geldanlage in Franken kostet also Geld.

Der Strafzins (Negativzins) von 0,25 Prozent werde ab dem 22. Januar ab einem Guthaben von zehn Millionen Franken (8,3 Millionen Euro) verlangt, teilte die SNB in Zürich mit.

Die SNB bekämpft seit geraumer Zeit den Höhenflug der heimischen Währung. Denn eine weitere Stärkung des Franken gegenüber dem Euro würde nach Einschätzung von Experten der Schweizer Exportwirtschaft erhebliche Probleme bereiten und möglicherweise zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.

Der Schweizer Nationalbank-Präsident Thomas Jordan bestätigte vor Journalisten, dass vor allem die Zuspitzung der Situation in Russland die Notenbank zu dem Schritt bewogen habe. Der Franken gab nach der Mitteilung spürbar nach und notierte zuletzt bei 1,2040 Franken zum Euro.

Kremlchef Wladimir Putin warnte am Donnerstag, Russlands Wirtschaftsprobleme könnten zwei Jahre andauern. Der Rubel könne bei fallenden Ölpreisen weiter an Wert verlieren. Der Rubel hat im Vergleich zum Dollar seit Jahresanfang um mehr als 50 Prozent eingebüßt. Die russische Währung steht wegen des Einbruchs der Ölpreise seit Monaten unter Druck.

Putin versicherte, die Währungsreserven der Zentralbank und die Polster der Regierung seien solide. Allein an Währungsreserven hat Russland nach Darstellung von Putin rund 419 Milliarden US-Dollar (340 Milliarden Euro). Notenbank und Regierung in Moskau versuchten zuletzt, den Rubel mit Verkäufen von Milliarden-Währungsreserven zu stoppen. Die russische Regierung kündigte an, angesichts des massiven Rubelverfalls das nationale Bankensystem mit einer Billion Rubel (13,6 Mrd Euro) zu stützen.

Die Schweizer Notenbank hatte im September 2011 einen Mindestkurs des Franken eingeführt (1 Euro/1,20 Franken), um eine zu starke Aufwertung der Währung zu verhindern. Auch die geldpolitische Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB) setzte die SNB zuletzt unter Druck. Als erste große Notenbank hatte die EZB im Juni dieses Jahres eine Gebühr auf bei ihr unterhaltene Guthaben beschlossen. Der Einlagensatz der EZB liegt bereits bei minus 0,2 Prozent./bbi/fr/am/DP/bgf

18.12.2014

Tschechische Regierung setzt Haushalt durch

PRAG (dpa-AFX) - Der tschechische Präsident Milos Zeman hat den ersten Haushalt der neuen Mitte-Links-Regierung in Prag unterzeichnet. Das teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Nach Dafürhalten von Ministerpräsident Bohuslav Sobotka soll sich der Haushalt wachstumsfördernd auswirken. "Er bricht mit einer langen Reihe von Vorgängern, die flächendeckende Kürzungen forciert hatten", teilte der Sozialdemokrat mit.

Der Haushaltsentwurf 2015 sieht ein Defizit von umgerechnet 3,6 Milliarden Euro vor. Medizinisches Personal, Staatsbedienstete und Lehrer sollen mehr Geld erhalten. Die konservative Opposition äußerte Zweifel an den vorgelegten Zahlen./hei/DP/bgf

18.12.2014

USA: Frühindikatoren steigen etwas stärker als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im November etwas stärker gestiegen als erwartet. Zum Vormonat erhöhte er sich um 0,6 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Allerdings wurde der Zuwachs im Vormonat um 0,3 Punkte auf 0,6 Prozent nach unten korrigiert.

Der Sammelindex setzt sich aus zehn Frühindikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen./bgf/jsl

18.12.2014

GESAMT-ROUNDUP: Deutsche Wirtschaft fasst wieder Tritt - Aber auch Risiken

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Versöhnlicher Jahresausklang für die deutsche Wirtschaft: Die Unternehmen lassen das Stimmungstief hinter sich und schauen wieder zuversichtlich auf die kommenden Monate. Der Maschinenbau als Schlüsselindustrie steht trotz der Russland-Krise vor einem Rekordjahr und bei den führenden Forschungsinstituten wächst der Optimismus für die kommenden Monate. Billiges Öl und der niedrige Euro-Kurs geben den Exporten Auftrieb. Als Stütze für die Binnenkonjunktur erweist sich zudem kurz vor Weihnachten der private Konsum.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex als wichtiges Stimmungsbarometer für die Entwicklung der Wirtschaft verbesserte sich im Dezember zum zweiten Mal in Folge. Nach 104,7 Punkten im Vormonat stieg der Index auf 105,5 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag in München mitteilte. "Fallende Ölpreise und ein sinkender Euro-Kurs bescheren die deutsche Wirtschaft zur Weihnachtszeit", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

EINZELHANDEL SKEPTISCHER

Ihre aktuelle Lage beurteilten die befragten Unternehmer zwar im Dezember genauso wie im Vormonat. Der Blick in die kommenden Monate fiel aber besser aus: Der Erwartungsindex stieg von 99,8 Punkten auf 101,1 Punkte. Skeptischer als die Industrie zeigte sich allerdings der Einzelhandel. "Die Einzelhändler waren mit ihrer aktuellen Lage zufriedener, allerdings blicken sie merklich pessimistischer auf die kommenden Monate", sagte Sinn. Firmen der Bauwirtschaft zeigten sich zwar insgesamt etwas vorsichtiger, blieben mit ihren Einschätzungen aber auf einem hohen Niveau.

Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft ermittelt.

IFW HEBT PROGNOSE AN

Auch führende Wirtschaftsforschungsinstitute zeigen sich zuversichtlicher als noch im Herbst. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hob seine Prognose für die Wirtschaftsleistung leicht auf 1,5 Prozent für 2014 an, nachdem im September noch 1,4 Prozent erwartet worden waren. Für das kommende Jahr wiederum sieht das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) ein Wachstum von 1,3 Prozent. Ein Grund sei der niedrige Ölpreis, der Unternehmen und Haushalte entlaste. Mit seiner Prognose liegt es leicht unter der des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, das mit einem Wachstum von 1,4 Prozent für das kommende Jahr rechnet.

Auch im deutschen Maschinenbau läuft es rund. "Unterm Strich konnten wir 2014 sowohl beim Umsatz mit 212 Milliarden Euro als auch in der Produktion mit 199 Milliarden Euro die bisherigen Rekordmarken von 2008 übertreffen", sagte der Präsident des Branchenverbands VDMA, Reinhold Festge, in Frankfurt. Im kommenden Jahr dürfte die Branche abermals wachsen.

RUSSLAND KÖNNTE WEITER VERUNSICHERN

Auch andere Experten wie der Chefvolkswirt der KfW-Bank, Jörg Zeuner, mahnen angesichts der aktuellen Entwicklung in Russland zur Vorsicht. "Die sich in den letzten Tagen verschärfende Krise in Russland dürfte leider für weitere Verunsicherung bei den deutschen Unternehmen sorgen." Der Sturzflug des Rubel in den vergangenen Tagen ist wegen des zeitlichen Vorlaufs der Befragung in dem aktuellen Ifo-Index nicht abgebildet./csc/dwi/DP/jsl

18.12.2014

HINTERGRUND: Billiges Öl und schwacher Euro: Maschinenbauer zuversichtlich

FRANKFURT (dpa-AFX) - Reinhold Festge ist ein Mann klarer Worte. Und an der Politik der schwarz-roten Koalition lässt der Cheflobbyist der deutschen Maschinenbauer kein gutes Haar: "Investitionsfreundliche Wirtschaftspolitik sieht anders aus."

Dass die Schlüsselindustrie trotzdem auch 2015 an ein Rekordjahr glaubt, liegt am Auslandsgeschäft. Die Reindustrialisierung in den USA lässt die Nachfrage nach Maschinen "Made in Germany" steigen, und auch Europa macht bescheidene Fortschritte, sagt der Präsident des Branchenverbands VDMA am Donnerstag in Frankfurt: "Die niedrigen Rohstoffpreise [...] stimulieren unterm Strich trotz der Belastungen für die Förderländer die Weltwirtschaft."

Zusätzlich Rückenwind verspricht sich der exportorientierte Industriezweig durch den schwächeren Euro, der deutsche Maschinen auf dem Weltmarkt günstiger macht.

Von diesen Entwicklungen dürfte die deutsche Exportindustrie insgesamt profitieren. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) bezeichnet die deutschen Exporte als robust. Infolge des Ölpreisverfalls sollten sich die Bedingungen sogar "spürbar verbessern", betonen die Forscher am Donnerstag: "Mit der Belebung der Weltkonjunktur werden die Ausfuhren spürbar anziehen und in den beiden kommenden Jahren jeweils rund um 6,5 Prozent zulegen, nach gut 4 Prozent im laufenden Jahr."

Im Inland haben die Maschinenbauer hingegen wenig Hoffnung auf Besserung. Festge sieht eine auch politisch erzeugte Investitionsmüdigkeit. Er klagt über eine kurzsichtige Rentenpolitik, wachstumshemmende Reformen und immer neue Eingriffe in die Lohn- und Beschäftigungspolitik. Zu allem Überfluss treibe die Rente mit 63 auch noch massenhaft Fachkräfte in den Ruhestand. "Das tut uns richtig weh."

Das Problem: Wie keine andere Branche sind die größtenteils mittelständischen Maschinenbauer darauf angewiesen, dass Unternehmen an eine Zukunft glauben und in Maschinen und Anlagen investieren. Doch damit sieht es hierzulande schlecht aus. Im dritten Quartal brachte die Kauflust der Verbraucher die deutsche Konjunktur auf Kurs, während Investitionen in Ausrüstungen zum Vorquartal um 2,3 Prozent schrumpften. "Wir sind einer der Leidtragenden der anhaltenden deutschen Investitionsschwäche", sagt Festge.

Hingegen glaubt das IfW, dass die Unternehmen das niedrige Zinsniveau für mehr Investitionen nutzen könnten. "Der Stimmungsabschwung in den Unternehmen scheint einen Boden gefunden zu haben, und auch von der Bestelltätigkeit gab es zuletzt wieder positive Signale", sagt IfW-Experte Stefan Kooths. Er ist überzeugt, dass die Investitionen der Unternehmen die Konjunktur nach und nach antreiben werden. Nach Schätzung der IfW-Forscher steigt die Investitionstätigkeit mit Raten von 4,3 Prozent (2015) und 8,1 Prozent (2016).

Ohnehin blicken Deutschlands Manager kurz vor Weihnachten zuversichtlicher ins neue Jahr als noch im Herbst, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Donnerstag in München mitteilte. Auch Ifo-Chef Hans-Werner Sinn betont: "Fallende Ölpreise und ein sinkender Euro-Kurs bescheren die deutsche Wirtschaft zur Weihnachtszeit."

Der Russland-Krise trauen die Verantwortlichen in den Chef-Etagen jedenfalls nicht zu, die deutsche Konjunktur nachhaltig zu bremsen. Commerzbank -Chefvolkswirt Jörg Krämer analysiert: "Offenbar hat die russische Wirtschaft schon bisher nicht das Gewicht, die deutsche Wirtschaft nach unten zu ziehen." Das gilt auch für den Maschinenbau, der mit mehr als einer Million Beschäftigter der größte industrielle Arbeitgeber im Lande ist. Festge ist sicher: "Russland hat nicht die Kraft, den deutschen Maschinenbau umzuwerfen."/hqs/DP/fri/fr

18.12.2014

ROUNDUP: Europa verschärft unmittelbar vor Gipfel Druck auf Moskau

BRÜSSEL/BERLIN (dpa-AFX) - Unmittelbar vor dem EU-Gipfel erhöht Europa den Druck auf Moskau. Die 28 Mitgliedstaaten beschlossen, dass Kreuzfahrtschiffe aus der EU nicht mehr Häfen der Krim anlaufen dürfen. Die Union reagiert auch mit Export- und Investitionsverboten auf die Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel durch Russland.

Die EU-Staats- und Regierungschefs werden am Donnerstagabend über das zerrüttete Verhältnis zu Russland und über Hilfen für die krisengeschüttelte Ukraine beraten. Die "Chefs" wollen zudem das Wachstumspaket von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker billigen - es soll in den kommenden Jahren Investitionen von 315 Milliarden Euro anschieben.

Vor dem zweitägigen Spitzentreffen in Brüssel ergab sich folgendes Bild:

RUSSLAND 1: Die neuen EU-Strafmaßnahmen gelten vom Samstag an (20. Dezember). Bei den Kreuzfahrtschiffen können allerdings bestehende Verträge bis zum 20. März 2015 eingehalten werden. Die Sanktionen ergänzen die bereits bestehenden. Bereits vor längerem hatte die EU eine ganze Reihe von Wirtschaftssanktionen gegen die Krim, Russland und pro-russische Separatisten in der Ukraine erlassen.

RUSSLAND 2: Sanktionen sind nach Einschätzung des finnischen Regierungschefs Alexander Stubb für die Wirtschafts- und Währungskrise in Russland mitverantwortlich. "Es gibt ganz klar eine Flucht ausländischer Direktinvestition aus Russland", sagte Stubb in Brüssel.

RUSSLAND 3: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält an den Wirtschaftssanktionen fest - unabhängig von der Rubel-Krise. Solange Russland in der Ukraine-Krise europäische Werte missachte und so die Sicherheit Europas gefährde, "bleiben die Sanktionen", sagte Merkel in einer Regierungserklärung. Russlands Währung steht massiv unter Druck, die EU-Kommission äußerte sich bereits besorgt.

UKRAINE: Die Union erwartet von Kiew weitere Reformen. "Heute sollten wir ein starkes Signal senden, dass wir die Ukraine zu unterstützen bereit sind, auch finanziell", sagte zugleich der neue Gipfelchef Donald Tusk aus Polen. Es gibt unter den Mitgliedstaaten aber zunächst wenig Bereitschaft, dem pleitebedrohten Land über die bereits zugesagten Milliardenhilfen hinaus verstärkt unter die Arme zu greifen. Juncker bezifferte den zusätzlichen Finanzbedarf auf zwei Milliarden Euro. Staatspräsident Petro Poroschenko bleibt dem Gipfel fern, da er nicht eingeladen ist.

JUNCKER-PLAN: Der Gipfel will Junckers Wachstumsplan anschieben. Die EU kämpft damit gegen eine Investitionslücke in Europa - auf den Finanzmärkten ist zwar genug Geld da, es wird bloß nicht genügend für Projekte wie Energieleitungen oder Breitband eingesetzt. Die komplizierte Gesetzgebung, unter anderem für einen neuen Topf von 21 Milliarden Euro bei der Europäischen Investitionsbank (EIB), soll bis Juni kommenden Jahres abgeschlossen werden. Der SPD-Europaparlamentarier Udo Bullmann fordert die Regierungen auf, sich an dem neuen Milliarden-Topf zu beteiligen. "Deutschland kann beim EU-Gipfel mit gutem Beispiel vorangehen und einen Eigenanteil ankündigen", so Bullmann./cb/DP/stb

18.12.2014

AKTIE IM FOKUS 2: United Internet profitiert von Fantasie um Datennetz-Zukauf

(Neu: Schlusskurse, QSC bestätigt Gespräche und DZ Bank.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Übernahmefantasien haben die Aktien des TecDax-Schwergewichts United Internet am Donnerstag auf ein Rekordhoch getrieben. Das "Manager-Magazin" (MM) hatte berichtet, dass der Internetdienstleister (1&1, GMX, Web.de) an einem Kauf des QSC-Netzes interessiert sei.

United Internet wollte sich zu dem Bericht auf Anfrage nicht äußern. QSC teilte mit, schon seit längerem verschiedene Optionen für sein DSL-Netz zu prüfen, dazu gehöre auch ein Verkauf. Entsprechende Gespräche befänden sich "in einem sehr frühen Stadium". Mit wem konkret geredet wird, ließ das Unternehmen dabei offen.

Die Papiere von United Internet waren in der Spitze um bis zu 4,75 Prozent auf 37,50 Euro nach oben geklettert. Zum Handelsschluss blieb noch ein Plus von 4,13 Prozent. Die ebenfalls im TecDax notierten Aktien des IT-Dienstleisters QSC hatten zwischenzeitlich um bis zu 27 Prozent zugelegt und damit auf einen Schlag die bisher im Dezember aufgelaufenen Verluste wettgemacht. Hier blieb am Ende an der TecDax-Spitze ein Plus von rund 21 Prozent übrig. Der Index der Technologiewerte zog um 3,81 Prozent an.

BÖRSIANER SEHEN SCHRITT POSITIV

Börsianer bewerteten den möglichen Schritt in ersten Einschätzungen vor allem für United Internet überwiegend als sehr positiv. Es wäre eine gute Möglichkeit, für relativ wenig Geld an ein passables Netz zu kommen, sagte Sven Kleinhans von Momentum Institutional. Auch Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank zeigte sich zuversichtlich: Sollte das Geschäft tatsächlich stattfinden, erwartet er keine zusätzliche Kapitalerhöhung von United Internet.

Für Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner wäre ein Kauf des QSC-Netzes eine sinnvoller Schritt in der Strategie, das Geschäft mit Unternehmenskunden auszubauen. Erst im September hatte United Internet den Glasfaserspezialisten Versatel gekauft. Für die QSC-Aktionäre könnte der Verkauf umgekehrt eine Sonderausschüttung bedeuten.

QSC AUF JAHRESSICHT RUND 60 PROZENT IM MINUS

Mit dem Kursplus vom Donnerstag kann QSC einen Teil der bisherigen Jahresverluste aufholen. Mit einem Abschlag von immer noch rund 60 Prozent ist die Aktie seit Ende 2013 allerdings der größte Verlierer im Auswahlindex für Technologiewerte. Experten bemängeln vor allem, dass es keine klare Unternehmensstrategie gebe. QSC betreibt ein eigenes Telekommunikationsnetz, versucht aber schon seit Jahren in den Markt der IT-Dienstleistungen insbesondere für Mittelständler vorzustoßen, etwa Hosting- und Cloud-Lösungen.

Der Kurs von United Internet wird dagegen seit einiger Zeit an der Börse honoriert. Der Marktwert von United Internet stieg in den vergangenen sechs Jahren fast um 500 Prozent auf zuletzt mehr als 7,5 Milliarden Euro.

UNITED INTERNET MÖGLICHER DAX-KANDIDAT

Damit könnte bei dem TecDax-Wert längerfristig sogar Aufstiegsfantasie in den Dax aufkommen. Schon jetzt liegt der Börsenwert deutlich über dem der Lufthansa , K+S oder Lanxess - den drei am schwächsten kapitalisierten Werten im deutschen Leitindex. Kurzfristig ist aber der Dax-Aufstieg für United Internet kein Thema, da Konzernchef Ralph Dommermuth 40 Prozent der Anteile hält und der für die Indexmitgliedschaft notwendige Marktwert des Streubesitzes zu gering ist.

Einige Experten wie Goldman-Sachs-Analyst Tim Boddy trauen der Aktie jedoch weitere Sprünge zu. Er stufte das Papier vor kurzem auf "Buy" hoch und sieht das Kursziel bei 49 Euro./zb/men/das/la/jha/

18.12.2014

AKTIE IM FOKUS: Oracle-Aktionäre auf Wolke sieben dank starkem Cloud-Geschäft

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Softwarekonzern Oracle nimmt Fahrt auf und die Börse jubelt. Die Aktien des Spezialisten für Unternehmenssoftware und Datenbanken kletterten am Donnerstag auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Die Titel kosteten 44,32 US-Dollar, das waren 7,68 Prozent mehr als zur Wochenmitte. In der Spitze waren sie sogar fast bis auf 45 Dollar gestiegen.

Dank eines kräftigen Wachstums im Cloud-Geschäft übertraf der SAP-Konkurrent im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal die Erwartungen der Börse. Analysten lobten die Resultate. Oracle finde zurück in die Spur, schrieb Philip Winslow von der Schweizer Investmentbank Credit Suisse in einer Studie. Die Geschäfte seien mit Blick auf den Umsatz auf breiter Basis gut gelaufen.

BESCHLEUNIGTES WACHSTUM IM CLOUD-GESCHÄFT

Mark Moerdler vom Analysehaus Bernstein Research hob das beschleunigte Wachstum des Cloud-Geschäfts hervor. Es unterstreiche wie erfolgreich Oracle in dieses Marktsegment vorstoße, obwohl der Konzern vergleichsweise spät auf den Zug aufgesprungen sei.

Das Geschäft mit den verschiedenen Cloud-Diensten hatte um 45 Prozent auf rund 516 Millionen Dollar zugelegt. Damit macht es immer noch einen relativ überschaubaren Anteil der Oracle-Erlöse aus, die im Jahresvergleich um drei Prozent auf knapp 9,6 Milliarden Dollar gestiegen waren.

Der Anteil dürfte allerdings zunehmen. So sollte das rasante Cloud-Wachstum laut Moerdler noch einige Quartale andauern. Dadurch dürfte auch das Wachstum des Konzernumsatzes nach und nach Fahrt aufnehmen./mis/jha/

18.12.2014

ANALYSE-FLASH: Independent Research hebt Ziel für Orange SA auf 14,00 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Orange SA angesichts der Gespräche über den Verkauf des britischen Gemeinschaftsunternehmens EE von 12,60 auf 14,00 Euro angehoben, jedoch die Einstufung auf "Halten" belassen. Er halte die Veräußerung des Joint Venture von Orange und der Deutschen Telekom nach wie vor für sinnvoll, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Donnerstag. Auch der mögliche Verkaufspreis sei attraktiv. Die endgültige Kaufentscheidung des Interessenten BT Group sei für das erste Quartal 2015 zu erwarten./kkx/stk

18.12.2014

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley hebt Ziel für Software AG - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für die Software AG von 22 auf 23 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Aussichten für den Technologie- und Software-Sektor in den USA und Europa für das Jahr 2015 seien gut, schrieb Analyst Adam Wood in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Bei der Software AG hob er insbesondere das attraktive Chance-Risikoverhältnis und die Bewertung hervor. Zudem gebe es noch Raum für Sparmaßnahmen./tav/das

18.12.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Brenntag auf 50,00 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Brenntag von 43,80 auf 50,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Chemiehändler zähle zu seinen Top-Picks im "Business Services"-Sektor für 2015, schrieb Analyst Andy Chu in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die Gewinnentwicklung dürfte einen Wendepunkt zum Positiven erreicht haben. Wachstumstreiber seien unter anderem günstige Währungseinflüsse und eine Trendwende in den Schwellenländern. Er habe seine Schätzungen für den operativen Gewinn (Ebitda) Brenntags für 2014 uns 2015 angehoben./kkx/tav

18.12.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Axa auf 'Conviction Buy List' und Ziel auf 24 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Axa in die "Conviction Buy List" aufgenommen und das Kursziel von 23 auf 24 Euro erhöht. Die Einstufung wurde auf "Buy" belassen. Analyst William Elderkin begründete die optimistischere Einschätzung in einer Studie vom Donnerstag mit einer durch sinkende Verschuldung stärkeren Bilanz und steigenden Dividendenzahlungen des französischen Versicherungskonzerns in den kommenden Jahren./edh/tav

18.12.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Beiersdorf auf 63 Euro - 'Sell'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Beiersdorf von 66 auf 63 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Die europäischen Konsumgüterunternehmen hätten in den vergangenen Wochen erheblich an Wert verloren, rechtfertigte Analyst Mitch Collett das neue Kursziel in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Gründe dafür seien die jüngsten Währungsturbulenzen in wichtigen rohstoffabhängigen Ländern wie Russland sowie zunehmende Deflationsrisiken. Für Beiersdorf reduzierte der Experte seine Ergebnisprognosen (EPS) für die Jahre 2015 und 2016 um jeweils 4 Prozent./edh/tav

18.12.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Qiagen auf 'Sell'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Qiagen von "Neutral" auf "Sell" abgestuft. Die Wachstumsqaussichten des Biotech-Unternehmens seien auch nach den jüngsten Zukäufen begrenzt, schrieb Analyst Isaac Ro in einer Studie vom Donnerstag. Er reduzierte deshalb seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für die Jahre 2015 und 2016./edh/tav

18.12.2014

ANALYSE-FLASH: Barclays startet Tui (London) mit 'Overweight' - Ziel 1320 Pence

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat die seit 17. Dezember in London gehandelte Tui-Aktie (Tui LN) mit "Overweight" und einem Kursziel von 1320 Pence in die Bewertung aufgenommen. Tui LN ersetze die bislang von ihm beobachtete Tui-Travel-Aktie, die im Zuge der Fusion mit der Tui AG vom Kurszettel verschwunden sei, schrieb Analyst Patrick Coffey in einer Studie vom Donnerstag. Der Zusammenschluss beider Touristikunternehmen sei wertsteigernd, verspreche ein starkes Wachstum, eine hohe Liquidität und erweitere die strategischen Möglichkeiten./edh/das

18.12.2014

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Deutsche Wohnen auf 'Equal Weight' - 17,80 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat Deutsche Wohnen im Zuge eines Analystenwechsels von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft, das Kursziel aber von 16,20 auf 17,80 Euro angehoben. Die Aktien europäischer Immobiliengesellschaften hätten in einem stagnierenden Börsenjahr durchschnittlich um mehr als 20 Prozent zugelegt, schrieb der neu zuständige Analyst David Prescott in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Mit einem Plus von 30 Prozent habe sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt 2014 sogar noch stärker entwickelt. Deshalb sei das Aufwärtspotenzial der Branche trotz nach wie vor guter Entwicklungschancen begrenzt./edh/das

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser