dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

01.08.2014

Neuer A3 hält Audi in USA auf Kurs - übrige Verkäufe schrumpfen

HERNDON (dpa-AFX) - Der neue Audi A3 ist auch im Juli der Erfolgsgarant für die Volkswagen -Tochter geblieben. Dank 2164 verkaufter Neuwagen steigerte das Unternehmen seinen Absatz im vergangenen Monat verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf gut 14 600 Autos, wie Audi am Freitag mitteilte. Ohne den A3 wären die Verkaufszahlen allerdings gesunken. Denn die nächstgrößeren Modelle A4, A5 und A6 verkauften sich alle schlechter als vor einem Jahr. Für die ersten sieben Monate steht bei Audi ein Verkaufsplus von gut 13 Prozent auf knapp 99 000 Neuwagen zu Buche./mmb/he

01.08.2014

Ölmulti Chevron profitiert von höheren Preisen

SAN RAMON (dpa-AFX) - Nach den Rivalen ExxonMobil und Shell hat auch der US-Ölmulti Chevron seinen Gewinn gesteigert. Im zweiten Quartal verdiente das Unternehmen aus dem kalifornischen San Ramon unterm Strich 5,7 Milliarden Dollar (4,2 Mrd Euro) und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs rührte aus der Förderung von Öl und Gas her, wo zwar die Menge gesunken, der Preis aber gestiegen war. Dagegen warfen das Raffineriegeschäft und die Tankstellen etwas weniger ab, wie Chevron am Freitag mitteilte. Die Aktie stieg vorbörslich leicht./das/DP/he

01.08.2014

ROUNDUP: Volkswagen (VW) trennt sich von Produktionsvorstand Macht

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Europas größter Autobauer Volkswagen trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem Produktionsvorstand Michael Macht. Der Top-Manager und der Aufsichtsrat des Konzerns hätten sich "einvernehmlich" darauf verständigt, dass er das Amt niederlege, teilte das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mit. Vorstandschef Martin Winterkorn ließ erklären: "Wir danken ihm für seine Leistung." Eine nähere Begründung für die Personalie nannte Volkswagen nicht.

Bis zur Berufung eines Nachfolgers übernehme Thomas Ulbrich, Produktionschef der Kernmarke VW-Pkw, die Aufgaben kommissarisch. Macht wird Ende August 54 Jahre alt. Volkswagen hatte ihn zum 1. Oktober 2010 zum Produktionschef gemacht. Der Konzern mit seinen zwölf Marken zählt weltweit 106 Fabriken.

KRITIK AN FABRIKKOSTEN UND UMSETZUNG DER MQB-STRATEGIE

Mitte Juli hatte Winterkorn vor einer internen Runde mit mehr als 1000 Führungskräften in Wolfsburg dringliche Probleme im Konzern angesprochen. Dabei kritisierte er nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa auch die Fabrikkosten: Die Planung der Anlagen sei oft zu groß, zu komplex und zu teuer. Zudem sei die volle Verfügbarkeit häufig erst mit Verspätung gewährleistet.

Winterkorn monierte auch die Umsetzung der zentralen Strategie für das Baukastensystem MQB, mit dem der Konzern aus Kostengründen immer mehr identische Bauteile in unterschiedliche Modelle bringen will. Das Ausrollen der Baukästenstrategie sei "ein echter Kraftakt", wobei Winterkorn neben Entwicklung und Einkauf auch die Werke erwähnte./loh/DP/mmb

01.08.2014

dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN vom 01.08.2014 - 15.15 Uhr

ROUNDUP2: Fuchs Petrolub senkt Gewinnziele wegen starken Euro - Aktie bricht ein

MANNHEIM - Fuchs Petrolub wird vorsichtig: Nach einem schwächeren zweiten Quartal hat der Schmierstoffhersteller seine Gewinnziele fürs Gesamtjahr gesenkt. Schuld daran seien vor allem ungünstige Umrechnungskurse, sagte Finanzvorstand Alexander Selent am Freitag in Mannheim. Fuchs Petrolub produziert Schmierstoffe unter anderem für die Automobilindustrie, die Landwirtschaft und den Bergbau. Zu schaffen machten dem Unternehmen die im Vergleich zum Euro schwachen Währungen in den USA, Australien, China und Südafrika.

ROUNDUP: Societe Generale mit höchstem Quartalsgewinn seit Mitte 2010

PARIS - Die französische Bank Societe Generale hat im zweiten Quartal so viel verdient wie schon lange nicht mehr. Geholfen hat dabei die leichte Erholung der Wirtschaft in Frankreich und in Italien. Deshalb musste die Großbank nicht mehr so viel Geld für Kreditausfälle zurückstellen. Zudem gab es anders als im ersten Quartal zunächst keine weiteren Hiobsbotschaften aus Russland. Zum Jahresauftakt hatte eine Abschreibung auf die russische Tochter das Ergebnis belastet.

ROUNDUP: Niedrige Erzpreise setzen ArcelorMittal zu - Prognose gesenkt

LUXEMBURG - ArcelorMittal hat der Hoffnung auf eine schnelle Erholung in der Stahlbranche einen herben Dämpfer verpasst. Der weltgrößte Stahlhersteller senkte am Freitag in Luxemburg seine Prognose und erwartet in diesem Jahr nur noch einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von gut sieben Milliarden US-Dollar. Der Vorstand begründete den Schritt mit dem deutlichen Rückgang der Eisenerzpreise. Der Aufwärtstrend im Stahlgeschäft reicht bislang nicht aus, um diese Belastung wettzumachen.

ROUNDUP: Bieterkampf um T-Mobile USA? - Französische Iliad legt Offerte vor

BONN - Auf dem US-Mobilfunkmarkt steht möglicherweise ein hartes Bietergefecht um den derzeit wachstumsstärksten Anbieter bevor: Die Telekom-Tochter T-Mobile US . Erstmals hat jetzt mit dem französischen Internetkonzern Iliad ein Interessent offiziell ein Kaufangebot für das Unternehmen vorgelegt. Ein Sprecher der Telekom wollte am Freitag die eingegangen Offerte nicht näher erläutern und verwies auf die Aussagen des Vorstands von T-Mobile USA. Dieser hatte am Donnerstagabend bestätigt, dass die Franzosen ein Kaufangebot vorgelegt hätten. Zu Details wurden aber keine Angaben gemacht. Iliad ist bereit, 15 Milliarden Dollar (11,2 Milliarden Euro) für einen Anteil von 56,6 Prozent auf den Tisch zu blättern.

ROUNDUP: Wacker Chemie legt kräftig zu - Höhere Prognose bestätigt

MÜNCHEN - Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie hat auch im zweiten Quartal von einer starken Nachfrage und höheren Preisen für Solarsilizium profitiert. "Nach einem guten Start zu Jahresbeginn hat sich der positive Trend bei Umsatz und Ergebnis fortgesetzt und gefestigt", sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Freitag. Der Gewinn verdoppelte sich im zweiten Quartal auf fast auf 29,4 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte trotz des Preisdrucks bei einigen Produkten und der Schwäche des US-Dollar und des japanischen Yen um acht Prozent auf 1,24 Milliarden Euro. Die Ziele für 2014 hatte Staudigl wegen guter Geschäfte vor knapp zwei Wochen bereits deutlich erhöht.

Letzte Hürde genommen: Fiat-Aktionäre für Fusion mit Chrysler

TURIN - Die Fiat -Aktionäre haben am Freitag in Turin der Verschmelzung des italienischen Autobauers mit dem US-Hersteller Chrysler erwartungsgemäß zugestimmt. Damit ist die von Fiat-Boss Sergio Marchionne in Etappen vorbereitete Fusion perfekt. Die Nummer drei der großen amerikanischen Autohersteller war im Januar komplett unter das Fiat-Dach geschlüpft. Es war die letzte Versammlung am Sitz Turin des 115 Jahre alten italienischen Traditionsunternehmens. Der neue transatlantische Auto-Konzern heißt Fiat Chrysler Automobiles FCA mit Sitz in London, organisiert nach niederländischem Recht.

Procter & Gamble kommt beim Umsatz kaum voran - Gewinn höher als erwartet

CINCINNATI - Der weltgrößte Konsumgüterkonzern Procter & Gamble ist im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Umsatz wegen des starken US-Dollar kaum von der Stelle gekommen. In dem bis Ende Juni laufenden vierten Geschäftsquartal des US-Konzerns sank der Umsatz im Jahresvergleich um ein Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar. Schuld hatten vor allem Währungseffekte. Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft je Aktie legte unterdessen um ein Fünftel auf 0,95 US-Dollar zu, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Dies war mehr als die meisten Analysten erwartet hatten. Das operative Ergebnis wuchs um 10 Prozent auf 3,45 Milliarden Dollar.

ROUNDUP: L'Oreal beschleunigt Wachstum - Starker Euro drückt auf Erlöse

PARIS - Der weltgrößte Kosmetikkonzern L'Oreal hat beim Wachstum von April bis Ende Juni wieder einen Zahn zugelegt. Probleme gibt es aber nach wie vor in Nordamerika. Das Geschäft dort hinkt weiter den anderen Regionen hinterher. Im Vergleich zum Vorjahresquartal und bereinigt um Währungsschwankungen legten die Erlöse zwar um 4,1 Prozent zu, wie der Konzern, der in einigen Geschäften mit dem deutschen Hersteller Henkel konkurriert, am Donnerstagabend in Paris mitteilte. Der starke Euro zehrte den höheren Absatz jedoch wieder komplett auf.

ROUNDUP 2: BNP Paribas treibt Deutschland-Geschäft voran - Übernahme von DAB

PARIS/MÜNCHEN - Die französische Großbank BNP Paribas treibt ihre Wachstumsoffensive in Deutschland voran. Am Donnerstagabend einigten sich die Franzosen mit der HypoVereinsbank (HVB) auf die Übernahme von deren Online-Tochter DAB . Damit entsteht unter den Direktbanken ein neues Schwergewicht in Deutschland. BNP ist hierzulande bereits mit der in Nürnberg ansässigen Online-Bank Cortal Consors vertreten. Dort sind rund 800 Mitarbeiter beschäftigt, bei DAB sind es rund 600.

Royal Bank of Scotland kämpft weiter mit ihrer Vergangenheit

LONDON - Sünden aus der Vergangenheit machen der größtenteils verstaatlichten Royal Bank of Scotland (RBS ) weiter zu schaffen. Im zweiten Quartal 2014 brach der Gewinn unter anderem wegen hoher Kosten für den Konzernumbau und Rechtsstreitigkeiten um 81 Prozent auf 230 Millionen Pfund (315 Mio Euro) ein, wie die britische Bank am Freitag mitteilte. Operativ kommt das Geldhaus aber voran. Ohne Sonderbelastungen sei der operative Gewinn um drei Prozent auf 1,32 Milliarden Pfund gestiegen.

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-ROUNDUP: Keiner will Flughafen-Generalplaner werden - Weitere Verzögerung

-Sharp reduziert Verlust

-ROUNDUP/Umfrage: Die meisten bekommen bis zu 20 E-Mails pro Tag

-Iberia-Sanierung beflügelt British-Airways-Mutter IAG - Großauftrag für Airbus

-Actionkamera-Anbieter GoPro mit höherem Verlust nach Börsengang

-ROUNDUP: Rasantes Wachstum reißt Finanzloch bei LinkedIn°

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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01.08.2014

ROUNDUP/Letzte Hürde genommen: Fiat-Aktionäre stimmen Fusion mit Chrysler zu

TURIN (dpa-AFX) - Die Fusion der Autobauer Fiat und Chrysler ist nach der Zustimmung der Fiat-Aktionäre perfekt. Die Anteilseigner segneten die Verschmelzung des Traditionsunternehmens mit dem US-Hersteller am Freitag in Turin erwartungsgemäß ab. Die Abstimmung bei der letzten Aktionärsversammlung am Fiat-Stammsitz war der letzte Schritt zu der von Vorstandschef Sergio Marchionne in mehreren Etappen vorbereiteten Fusion. "Dank der Arbeit der letzten fünf Jahre sind wir nun bereit, den Qualitätssprung zu vollziehen", hatte Marchionne angekündigt.

Im Januar war Chrysler als Nummer drei der großen US-Autohersteller komplett unter das Dach der 115 Jahre alten Fiat-Gruppe geschlüpft. Der neue transatlantische Autokonzern heißt FCA (Fiat Chrysler Automobiles). Sein Sitz wird aus steuerlichen Gründen von Turin nach London verlegt, das italienisch-amerikanische Unternehmen nach niederländischem Recht organisiert.

Mit dem gesellschaftsrechtlichen Vollzug der Fusion wird die Aktie vom Herbst an neben Mailand auch an der New Yorker Börse gehandelt. Milliarden-Investitionen sind vorgesehen. "Unsere Pläne für die Zukunft sind sehr ehrgeizig", betonte Fiat-Präsident John Elkann. "Das ist ein Unternehmen, das nach oben streben kann und sollte", fügte Marchionne hinzu. Die Aktionärsversammlungen in den Niederlanden sollen künftig über das Internet übertragen werden.

Sowohl Elkann als auch Marchionne betonten, dass Fiat weiter seinem Heimatland verbunden bleibe. "Fiat verlässt Italien nicht. Auch wenn das Geschäft in Holland organisiert sein wird, bleibt das Engagement in Italien unverändert, wir werden unsere Aktivitäten nicht reduzieren", stellte Marchionne klar. "In allen Entscheidungen, die wir getroffen haben oder treffen, versuchen wir, ein Gleichgewicht zwischen logischem Profit und sozialer Verantwortung zu finden."/mms/ka/DP/fbr

01.08.2014

US-Anleihen: Uneinheitlich nach US-Arbeitsmarktdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben sich am Freitag nach der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten uneinheitlich gezeigt. Während die Kurse in kurzen und mittleren Laufzeiten zulegten, gaben sie in der langen Laufzeit nach. Experten sprachen von weiter robusten Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten hatte sich im Juli um 209 000 erhöht. Die Arbeitslosenquote war allerdings geringfügig auf 6,2 Prozent gestiegen. Die Arbeitsmarktdaten werden von der US-Notenbank stark beachtet. Zuletzt hatten sich am Markt Spekulationen auf eine schnelle erste Zinserhöhung in den USA verstärkt.

Zweijährige Anleihen kletterten um 1/32 Punkt auf 99 31/32 Punkte und rentierten mit 0,50 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 4/32 Punkte auf 99 16/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,72 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen kletterten 2/32 Punkte auf 99 17/32 Punkte und rentierten mit 2,55 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren verloren hingegen 12/32 Punkte auf 100 22/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,34 Prozent./jkr/bgf

01.08.2014

Volkswagen (VW) trennt sich von Produktionsvorstand Michael Macht

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Europas größter Autobauer Volkswagen trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem Produktionsvorstand Michael Macht. Die Trennung erfolge in "gegenseitigem Einvernehmen", teilte der Konzern am Freitag in Wolfsburg mit./loh/DP/mmb

01.08.2014

ProSiebenSat. 1 zeigt Sendungen im Ausland via Internet

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 macht große Teile seines Programms erstmals auch im Ausland über das Internet und eine neue App verfügbar. In dem Angebot "ProSiebenSat.1 Welt" können für 7,90 Euro im Monat vor allem Sendungen aus eigener Produktion aus dem aktuellen Programm angesehen werden. "Zielgruppe sind vor allem die rund 9 Millionen Deutschen, die im Ausland leben", sagte der Geschäftsführer von ProSiebenSat.1 TV Deutschland, Zeljko Karajica, der dpa am Freitag. Unter den 17 Ländern zum Start sind Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, Spanien, Russland und die USA.

Der Vorteil einer eigenen Distributionsplattform für die Sendergruppe sei, dass man die Nutzer Zielgenauer erreichen könne, sagte Karajica. "Es ist ein ergänzendes Produkt, das Zielgruppen ansteuert, die wir sonst nicht erreichen würden." Die großen Gebiete würden TV-Anbieter weiter auf klassischen Vertriebswegen wie über Satellit bedienen. Die sonst bei der Ausstrahlung in anderen Ländern oft schwierige Rechtesituation sei bei dem Angebot weitgehend unproblematisch gewesen, weil es vor allem um eigenproduzierte Inhalte gehe. Das Angebot ist monatlich kündbar, Nutzer bekommen eine erste Probewoche gratis. Damit könnten davon auch Urlauber in den Ländern profitieren./so/DP/stb

01.08.2014

ROUNDUP: Intershop rechnet mit Umsatzrückgang in diesem Jahr

JENA (dpa-AFX) - Der Jenaer Software-Anbieter Intershop hat seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2014 nach unten korrigiert. Der Vorstand des auf Programme für den Internethandel spezialisierten Unternehmens erwartet nun einen Umsatzrückgang "im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich", geht aus einer Mitteilung vom Freitag hervor. Bisher war ein leichtes Umsatzplus angepeilt worden.

Beim operativen Ergebnis (EBIT) wird nun mit einem Minus im mittleren einstelligen Millionenbereich gerechnet. Als Grund nannte der Vorstand, dass der Umbau des Unternehmens vom Dienstleister zum Softwareentwickler mehr Zeit als erwartet brauche. Es seien zwar die Erlöse mit Software-Lizenzen gestiegen, aber auch die Kosten. Intershop ist auf Lösungen spezialisiert, mit denen Unternehmen Online-Shops und Verkaufsplattformen betreiben können.

Im ersten Quartal hatte die Firma bereits rote Zahlen geschrieben. Das operative Ergebnis lag mit 1,7 Millionen Euro im Minus. Unter dem Strich stand ein Quartalsverlust von rund 1,8 Millionen Euro. Der Umsatz hatte wie im Vorjahresquartal rund 12,0 Millionen Euro betragen. Das börsennotierte Unternehmen, dessen Großaktionär mit 26 Prozent eine Ebay -Tochter ist, beschäftigt rund 500 Mitarbeiter.

Die Aktionäre hatten vor einigen Wochen beschlossen, die Geschäfte zwischen Intershop und der Ebay-Tochter GSI Commerce Solutions extern prüfen zu lassen. Hintergrund ist der Verdacht, dass GSI Konditionen gewährt wurden, die nicht marktüblich waren und dem Jenaer Unternehmen Nachteile brachten. Ebay hat den Hauptversammlungsbeschluss juristisch angefochten./ro/DP/fbr

01.08.2014

Intershop schraubt Geschäftsprognose zurück

JENA (dpa-AFX) - Der Jenaer Software-Anbieter Intershop hat seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2014 nach unten korrigiert. Der Vorstand des auf Programme für den Internethandel spezialisierten Unternehmens erwartet nun einen Umsatzrückgang "im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich", geht aus einer Mitteilung vom Freitag hervor. Bisher war ein leichtes Umsatzplus angepeilt worden. Beim operativen Ergebnis (EBIT) wird nun mit einem Minus im mittleren einstelligen Millionenbereich gerechnet. Als Grund nannte der Vorstand, dass der Unternehmensumbau mehr Zeit beanspruche./ro/DP/fbr

01.08.2014

Aktien New York Ausblick: US-Futures deutlich erholt nach Arbeitsmarktbericht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street dürfte nach dem gestrigen Rutsch am Freitag mit moderaten Verlusten in den Handel starten. Die Futures auf die wichtigsten Aktienindizes zeigten sich nach einem positiv aufgenommenen US-Arbeitsmarktbericht deutlich erholt. Knapp eine halbe Stunde vor Börsenstart verlor der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial 0,21 Prozent. Der Terminkontrakt auf den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sank um 0,13 Prozent. Nach Handelsbeginn stehen noch weitere US-Konjunkturdaten auf der Agenda.

Die US-Wirtschaft schuf im Juli etwas weniger Stellen als von Volkswirten prognostiziert. Allerdings fiel der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten höher aus als zunächst errechnet. Die Arbeitslosenquote legte entgegen der erwarteten Stagnation etwas zu, während die höher erwarteten Stundenlöhne stagnierten.

"Die Arbeitsmarktdaten sind leicht schwächer als erwartet ausgefallen, der Arbeitsmarkt sieht jedoch trotzdem weiterhin sehr gesund aus", kommentierte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Die Lohnentwicklung nehme mit Blick auf eine frühere Zinserhöhung etwas Druck von der US-Notenbank Fed. Insgesamt änderten die Daten wenig an der Annahme, "dass die Fed eher früher als später die Zinsen anheben wird". Doch erst einmal seien die Anleger erleichtert, da sie nach den guten US-BIP-Zahlen vom Vortag einen wesentlich stärkeren Bericht erwartet hätten. Nach den jüngsten Verlusten sei eine Kurserholung möglich.

Einmal mehr standen Unternehmenszahlen im Fokus. Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble kam im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Umsatz kaum von der Stelle. Dagegen fiel der Gewinn je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft besser als von Analysten erwartet aus. Die Aktien gewannen vorbörslich fast zweieinhalb Prozent. Die Chevron-Titel verteuerten sich nur minimal, nachdem der Ölkonzern im zweiten Quartal mit seinem Gewinn je Aktie positiv überrascht hatte.

Nachrichten aus der Technologiebranche wurden unterschiedlich aufgenommen. LinkedIn erfreute seine Aktionäre vor Handelsstart mit Kursgewinnen von annähernd neun Prozent. Das Online-Karrierenetzwerk steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um fast die Hälfte und will nun im Gesamtjahr höhere Erlöse erzielen als bisher. Zudem fiel der Verlust geringer aus als noch zum Jahresauftakt.

Die Aktien von Tesla zogen nach der Bilanzvorlage um mehr als ein Prozent an. Wegen hoher Entwicklungskosten für die nächsten Modelle und den Ausbau des Vertriebsnetzes blieb der Elektroautohersteller in den roten Zahlen. Im zweiten Quartal verdoppelte sich der Verlust. Dennoch denkt Tesla nicht daran, die Investitionen zurückzufahren. Zudem bestätigten die Kalifornier die Jahresabsatzprognose.

Beim Actionkamera-Hersteller GoPro dürfte der Höhenflug erst einmal stocken. Die Anteilsscheine büßten rund elf Prozent auf 42,70 US-Dollar ein, nachdem das Unternehmen eine Vervierfachung des Quartalsverlusts berichtet hatte. Seit dem Sprung auf das Börsenparkett Ende Juni hatte sich der Aktienkurs bei zwischenzeitlich knapp unter 50 Dollar mehr als verdoppelt./gl/edh

01.08.2014

Aktien Frankfurt: Talfahrt nach Ausverkauf an Wall Street fortgesetzt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich am Freitag fortgesetzt. Ein Ausverkauf an der Wall Street am Vorabend, die Staatspleite Argentiniens, Sanktionen gegen Russland, der Gaza-Konflikt und teils enttäuschende Geschäftszahlen auch aus Deutschland schickten die Kurse in den Keller. Der Dax dämmte seine Verluste nach dem Arbeitsmarktbericht aus den USA aber etwas ein. Er verlor zuletzt 1,43 Prozent auf 9272,62 Punkte. Seit Wochenbeginn liegt der Leitindex dennoch fast vier Prozent im Minus. Für den MDax ging es um 1,23 Prozent runter auf 15 596,09 Punkte. Der Technologieindex TecDax sank um 2,06 Prozent auf 1193,06 Punkte.

Ein Kurssturz am Vorabend an der Wall Street, als der weltweit bekannteste Aktienindex Dow Jones Industrial um etwas mehr als 300 Punkte einbrach, sorgt für anhaltend hohe Nervosität an den Börsen. Gespannt warteten die Anleger dann auf dem Arbeitsmarktbericht aus den USA, der am Nachmittag mit einem Beschäftigungsplus von 209 000 Stellen schlechter als von Volkswirten erwartet ausgefallen ist. Die enttäuschenden Zahlen könnten laut Jasper Lawler, Stratege bei CMC Markets, die Sorgen vor der Zinswende in den USA mildern und so den Börsenrutsch aufhalten. Auf der Unternehmensseite ist es etwas ruhiger geworden. Nach der Zahlenflut der Vortage, die auch bei Dax-Konzernen wie Adidas mit einem Abschlag von über 15 Prozent oder der Lufthansa erhebliche Kursreaktionen ausgelöst hatte, beruhigt sich die Nachrichtenlage.

Börsianer beleuchten die aktuelle Korrekturphase an den Aktienmärkten sehr kritisch. Der starke Anstieg der Schwankungsintensität - der "Volatilität" zeigt, dass Anleger die Risiken viel höher einschätzen als noch vor wenigen Wochen. Chefstratege Chris Weston von IG verweist vor allem auf die Sorgenfelder der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Krisenherde von Argentinien bis in die Ukraine, die Unsicherheit um die kommende Zinswende in den USA und auch teils enttäuschende Unternehmensdaten. Droht eine Trendwende am Markt, fragen sich Anleger.

ADIDAS RUTSCHEN WEITER AB - TELEKOM SPITZE

Die Adidas-Papiere rauschten nach zahlreichen Abstufungen durch Analysten in Reaktion auf die überraschend heftige Gewinnwarnung vom Vortag zeitweise um weitere fast sechs Prozent nach unten. Sie konnten sich aber zuletzt etwas stabilisieren und das Minus auf 2,63 Prozent auf 57,85 Euro begrenzen. An das Dax-Ende rutschten HeidelbergCement mit minus 3,22 Prozent. Gegen den negativen Trend stemmte sich die T-Aktie mit plus 0,70 Prozent auf 12,19 Euro. Der französische Internet- und Mobilfunkanbieter Iliad bietet 15 Milliarden Dollar für 56,6 Prozent der Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile US . Die Spitze im Leitindex eroberten zuletzt Infineon mit plus 1,43 Prozent.

Im MDax wurde Fuchs Petrolub vorsichtig, was an der Börse mit zeitweise kräftigen Verlusten bestraft wurde. Nach einem schwächeren zweiten Quartal hat der Schmierstoffhersteller seine Gewinnziele für das Gesamtjahr gesenkt. Schuld daran soll vor allem der starke Euro sein. Aktuell büßt das Papier 1,00 Prozent auf 29,80 Euro ein. Die Titel der Wacker Chemie verloren nach Zahlen des Chemiekonzerns am Indexende 4,16 Prozent auf 83,35 Euro. Dabei hat das Quartal laut Analyst Peter Spengler von der DZ Bank die Erwartungen übertroffen. Zudem wurde die Prognose bestätigt. Das Brenntag-Papier wird nach einem Aktiensplit bei nun 39,86 Euro mit moderaten Verlusten gehandelt./fat/ck

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

01.08.2014

Aktien Frankfurt: Anhaltender Kursrutsch nach Ausverkauf an Wall Street

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt steckt auch am Freitag weiter im Tiefenrausch. Ein Ausverkauf an der Wall Street am Vorabend, die Staatspleite Argentiniens, anhaltende Kämpfe in der Ukraine mit Sanktionen gegen Russland, der Gaza-Konflikt und teils enttäuschende Geschäftszahlen auch aus Deutschland - das alles ist derzeit einfach zu viel für die Anleger. Der Dax verlor bis zum Mittag 2,09 Prozent auf 9210,66 Punkte. Seit Wochenbeginn liegt der Leitindex damit viereinhalb Prozent im Minus. Für den MDax ging es um 2,50 Prozent runter auf 15 395,99 Punkte. Der Technologieindex TecDax verlor 3,45 Prozent auf 1176,07 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand mit 1,48 Prozent im Minus bei 3069,48 Punkten.

Ein Kurssturz an der Wall Street mit 317 Punkten Minus im Leitindex Dow Jones Industrial sorgt für anhaltend hohe Nervosität an den Börsen. Nach der Zahlenflut der Vortage - die auch bei Dax-Konzernen wie Adidas mit einem Abschlag von über 15 Prozent oder der Lufthansa am Vortag erhebliche Kursreaktionen ausgelöst hatte - beruhigt sich die Nachrichtenlage aus der Berichtssaison. Der Börsenfokus liegt aber klar auf dem Arbeitsmarktbericht am Nachmittag aus den USA. Zuvor dürften Anleger nur sehr vorsichtig agieren. Ein enttäuschender Bericht könnte laut Jasper Lawler, Stratege bei CMC Markets, die Sorgen vor der Zinswende in den USA mildern und den Börsenrutsch aufhalten. Dirk Gojny von der National-Bank sieht in China erneut positive Nachrichten, nachdem beide Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe klar über 50 Punkten im Wachstumsbereich lagen.

Börsianer beleuchten die aktuelle Korrekturphase an den Aktienmärkten sehr kritisch. Der starke Anstieg der Schwankungsintensität - der "Volatilität" zeigt, dass Anleger die Risiken viel höher einschätzen als noch vor wenigen Wochen. Chefstratege Chris Weston von IG verweist vor allem auf die Sorgenfelder der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Krisenherde von Argentinien bis in die Ukraine, die Unsicherheit um die kommende Zinswende in den USA und auch teils enttäuschende Unternehmensdaten. Bringt das eine Trendwende am Markt, fragen sich Anleger.

ADIDAS RUTSCHEN WEITER AB - TELEKOM SPITZE

Adidas-Papiere rauschten nach zahlreichen Abstufungen durch Analysten in Reaktion auf die überraschend heftige Gewinnwarnung vom Vortag am Dax-Ende um weitere 3,99 Prozent auf 57,04 Euro weiter nach unten. Gegen den Trend stemmte sich dagegen die T-Aktie mit plus 0,37 Prozent auf 12,15 Euro. Der französische Internet- und Mobilfunkanbieter Iliad bietet nun 15 Milliarden Dollar für 56,6 Prozent der Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile US .

Im MDax wird nun Fuchs Petrolub vorsichtig und an der Börse dafür mit einem Kursverlust von sieben Prozent auf 28,00 Euro bestraft: Nach einem schwächeren zweiten Quartal hat der Schmierstoffhersteller seine Gewinnziele fürs Gesamtjahr gesenkt. Schuld daran soll vor allem der starke Euro sein. Die Titel der Wacker Chemie verloren nach Zahlen des Chemiekonzerns 4,79 Prozent. Dabei hat das Quartal laut Analyst Peter Spengler von der DZ Bank die Erwartungen übertroffen, die Prognose wurde bestätigt. Spengler bleibt bei "Kaufen". Das Brenntag-Papier wird nach einem Aktiensplit bei 39,61 Euro gehandelt./fat/rum

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

01.08.2014

Aktien Europa: Ausverkauf geht weiter nach Kursrutsch an der Wall Street

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der Ausverkauf an Europas Börsen hat sich am Freitag in einem weltweit düsteren Aktienumfeld fortgesetzt. Es droht der dritte schwache Tag in Folge. Marktstratege Daniel Sugarman vom Broker ETX Capital verwies vor allem auf den vorabendlichen Kursrutsch an der Wall Street. Hinzu kämen noch die argentinische Staatspleite, die Spannungen zwischen Russland und dem Westen sowie Sorgen um den portugiesischen Bankensektor - eine unschöne Mischung. Diese wird durch verhaltene Stimmungsdaten aus der europäischen Industrie und die Zurückhaltung der Anleger vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag nicht besser.

Der EuroStoxx 50 büßte zuletzt 1,40 Prozent auf 3072,02 Punkte ein. Auf Wochensicht stehen für den Eurozonen-Leitindex aktuell Verluste von über drei Prozent zu Buche - am Vortag hatte er den Monat Juli mit einem satten Minus von dreieinhalb Prozent beendet. Der Pariser Cac-40-Index sackte am Freitag um 1,31 Prozent auf 4190,49 Punkte ab, während der Londoner FTSE 100 um 1,30 Prozent auf 6642, 81 Punkte nachgab.

Aus Branchensicht fanden sich keine Gewinner. Am besten hielt sich im Stoxx Europe 600 noch der Index für die defensiven Titel aus dem Gesundheitsbereich mit minus 0,83 Prozent. Dagegen büßten die konjunktursensiblen Indizes für die Auto- , Bau- und Rohstoffbranche jeweils mehr als zweieinhalb Prozent ein.

Der Stahlkonzern ArcelorMittal senkte trotz der anhaltenden Geschäftserholung im zweiten Quartal seine diesjährige Gewinnprognose, was die Aktien um 6,46 Prozent absacken ließ. Schuld sind stark gesunkene Eisenerzpreise. Beim Baukonzern Vinci sorgten ebenfalls vorsichtigere Erwartungen für Kursverluste von 6,57 Prozent und den letzten Platz im EuroStoxx. Dass der Strom- und Gaskonzern GDF Suez im ersten Halbjahr unter Wettereinflüssen gelitten hatte, drückte die Aktien mit 2,05 Prozent ins Minus.

Für die Titel der Bank Societe Generale ging es trotz eines überraschenden Gewinnanstiegs um 2,94 Prozent bergab. Die Quartalserlöse des Kosmetikkonzerns L'Oreal litten unter einem starken Euro, der den Absatzanstieg komplett zunichte machte - die Aktien verloren 1,94 Prozent. Die Iliad-Papiere brachen um 7,38 Prozent ein. Hier belastete das Angebot des Internet- und Mobilfunkanbieters für eine Mehrheitsbeteiligung an der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US .

Gegen den Trend stemmten sich Axa mit plus 1,05 Prozent. Der Versicherer legte im ersten Halbjahr trotz hoher Schäden durch den Hagelsturm "Ela" einen Gewinnsprung hin. Recht gut hielten sich auch IAG mit Verlusten von 0,27 Prozent. Der gemeinsame Mutterkonzern von British Airways, Iberia und Vueling verdoppelte dank der fortschreitende Sanierung von Iberia seinen Quartalsgewinn./gl/fbr/

01.08.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Weiter runter nach Ausverkauf an Wall Street

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt steckt auch am Freitag weiter im Tiefenrausch. Ein Ausverkauf an der Wall Street am Vorabend, die Staatspleite Argentiniens, anhaltende Kämpfe in der Ukraine mit Sanktionen gegen Russland, der Gaza-Konflikt und teils enttäuschende Geschäftszahlen auch aus Deutschland - das alles ist derzeit einfach zu viel für die Anleger. Der Dax verlor am Morgen 1,39 Prozent auf 9276,79 Punkte. Seit Wochenbeginn liegt der Leitindex damit drei Prozent im Minus. Für den MDax ging es zuletzt um 1,96 Prozent nach unten auf 15 481,06 Punkte. Der Technologieindex TecDax verlor 2,68 Prozent auf 1185,49 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand im frühen Verlauf mit 1,01 Prozent im Minus bei 3084,14 Punkten.

Ein Kurssturz an der Wall Street mit 317 Punkten Minus im Leitindex Dow Jones Industrial sorgt für anhaltend hohe Nervosität an den Börsen. Nach der Zahlenflut der Vortage - die auch bei Dax-Konzernen wie Adidas mit einem Abschlag von über 15 Prozent oder der Lufthansa am Vortag erhebliche Kursreaktionen ausgelöst hatte - beruhigt sich die Nachrichtenlage aus der Berichtssaison. Dirk Gojny von der National-Bank hob erneut gute Nachrichten aus China positiv hervor, nachdem beide Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe klar über 50 Punkten im Wachstumsbereich lagen. Der Börsenfokus liegt aber klar auf dem Arbeitsmarktbericht am Nachmittag aus den USA. Zuvor dürften Anleger nur sehr vorsichtig agieren.

Börsianer beleuchten die aktuelle Korrekturphase an den Aktienmärkten sehr kritisch. Der starke Anstieg der Schwankungsintensität - der "Volatilität" zeigt, dass Anleger die Risiken viel höher einschätzen als noch vor wenigen Wochen. Chefstratege Chris Weston von IG verweist vor allem auf die Sorgenfelder der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Krisenherde von Argentinien bis in die Ukraine, die Unsicherheit um die kommende Zinswende in den USA und auch teils enttäuschende Unternehmensdaten. Bringt das eine Trendwende am Markt, fragen sich Anleger.

ADIDAS RUTSCHEN WEITER AB - TELEKOM SPITZE

Adidas-Papiere rauschten nach zahlreichen Abstufungen durch Analysten in Reaktion auf die überraschend heftige Gewinnwarnung vom Vortag am Dax-Ende um weitere 4,68 Prozent auf 56,63 Euro weiter nach unten. Gegen den Trend stemmte sich dagegen die T-Aktie mit plus 2,35 Prozent auf 12,39 Euro. Der französische Internet- und Mobilfunkanbieter Iliad bietet nun 15 Milliarden Dollar für 56,6 Prozent der Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile US .

Im MDax wird nun Fuchs Petrolub vorsichtig und an der Börse dafür mit einem Kursverlust von fast zehn Prozent auf 27,11 Euro bestraft: Nach einem schwächeren zweiten Quartal hat der Schmierstoffhersteller seine Gewinnziele fürs Gesamtjahr gesenkt. Schuld daran soll vor allem der starke Euro sein. Die Titel der Wacker Chemie verloren nach Zahlen des Chemiekonzerns zwei Prozent. Dabei hat das Quartal laut Analyst Peter Spengler von der DZ Bank die Erwartungen übertroffen, die Prognose wurde bestätigt. Spengler bleibt bei "Kaufen". Das Brenntag-Papier wird nach einem Aktiensplit bei 39,88 Euro gehandelt./fat/rum

01.08.2014

Aktien Frankfurt Eröffnung: Schwächer nach Ausverkauf an der Wall Street

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt steckt auch am Freitag weiter im Tiefenrausch und ist im Minus gestartet. Ein Ausverkauf an der Wall Street am Vorabend, die Staatspleite Argentiniens, anhaltende Kämpfe in der Ukraine mit Sanktionen gegen Russland und teils enttäuschende Geschäftszahlen auch aus Deutschland - das alles ist derzeit einfach zu viel für die Anleger. Der Dax verlor in den ersten Minuten 0,59 Prozent auf 9352,23 Punkte. Seit Wochenbeginn liegt der Leitindex drei Prozent im Minus. Für den MDax ging es am Morgen um 0,85 Prozent nach unten auf 15 656,01 Punkte. Der Technologieindex TecDax verlor 1,22 Prozent auf 1203,28 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand im frühen Geschäft mit 0,31 Prozent im Minus bei 3105,76 Punkten.

Ein Kurssturz an der Wall Street mit 317 Punkten Minus im Leitindex Dow Jones Industrial sorgt für anhaltend hohe Nervosität an den Börsen. Nach der Zahlenflut der Vortage - die gerade auch bei Dax-Unternehmen wie Adidas mit einem Abschlag von mehr als 15 Prozent am Vortag teils erhebliche Kursreaktionen ausgelöst hatte - beruhigt sich dagegen die Nachrichtenlage aus der Berichtssaison vor dem Wochenende. Dirk Gojny von der National-Bank hob erneut gute Nachrichten am Morgen aus China als Unterstützung hervor, nachdem beide Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe klar über 50 Punkten im Wachstumsbereich lagen. Der Börsenfokus liegt aber klar auf dem Arbeitsmarktbericht am Nachmittag aus den USA. Zuvor dürften die meisten Anleger nur sehr vorsichtig agieren./fat/fbr

01.08.2014

Aktien Frankfurt Ausblick: Leichter nach Aktienausverkauf an der Wall Street

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um den plötzlichen Aktienausverkauf an der Wall Street am Vorabend lasten am Freitag auch auf den deutschen Börsen. Der X-Dax stand vor Börsenstart bei 9392 Punkten um weitere 0,17 Prozent unter dem Xetra-Schluss. Er zeigt den außerbörslichen Wert des deutschen Leitindex. Der liegt auf Wochensicht bisher 2,45 Prozent im Minus. Der EuroStoxx 50 wird 0,06 Prozent tiefer erwartet, wie der Future auf den Eurozonen-Leitindex zeigt.

Ein Kurssturz an der Wall Street mit 317 Punkten Minus im Leitindex Dow Jones Industrial sorgt für anhaltend hohe Nervosität an den Börsen. Nach der Zahlenflut der Vortage - die gerade auch bei Dax-Unternehmen wie Adidas mit einem Abschlag von mehr als 15 Prozent am Vortag teils erhebliche Kursreaktionen ausgelöst hatte - beruhigt sich die Nachrichtenlage aus der Berichtssaison vor dem Wochenende. Dirk Gojny von der National-Bank hob erneut gute Nachrichten am Morgen aus China als Unterstützung hervor, nachdem beide Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe klar über 50 Punkten im Wachstumsbereich lagen. Der Börsenfokus liegt aber klar auf dem Arbeitsmarktbericht am Nachmittag aus den USA. Zuvor dürften die meisten Anleger nur sehr vorsichtig agieren.

Börsianer beleuchten die aktuelle Korrekturphase an den Aktienmärkten sehr kritisch mit einem starken Anstieg der Schwankungsintensität - der "Volatilität". Anleger schätzen entsprechend die Risiken viel höher ein als noch vor wenigen Wochen. Chefstratege Chris Weston von IG verweist vor allem auf die Sorgenfelder der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Krisenherde von Argentinien bis in die Ukraine, die Unsicherheit um die kommende Zinswende in den USA und auch teils enttäuschende Unternehmensdaten. Bringt das eine Trendwende, fragen sich Anleger.

TELEKOM WEGEN T-MOBILE US IM FOKUS

Aktien der Deutschen Telekom profitierten vorbörslich bei Lang & Schwarz mit plus 1,65 Prozent vom Interesse von Iliad an T-Mobile US . Der aufstrebende französische Internet- und Mobilfunkanbieter ist bereit, 15 Milliarden Dollar für einen Anteil von 56,6 Prozent an der US-Mobilfunktochter der Bonner auf den Tisch zu legen. Ein Händler wertete den Vorstoß positiv für die Deutsche Telekom und deren Aktien. Zwar könnte die Offerte niedriger sein als eine des US-Telekomkonzerns Sprint , allerdings dürfte es anders als für Sprint keine größeren wettbewerbsrechtlichen Hürden geben.

Die Aktien von Fuchs Petrolub sind am Freitag nach Zahlen bei Lang & Schwarz (L&S) um knapp sieben Prozent eingeknickt. Der Schmierstoff-Spezialist habe die Erwartungen im ersten Halbjahr etwas verfehlt, kommentierte ein Händler die Resultate. Zudem habe das Unternehmen den Gesamtjahresausblick reduziert, was allerdings bereits von Marktteilnehmern erwartet worden sei. Bei Wacker Chemie übertraf das Quartal nach Einschätzung der DZ Bank die Erwartungen, der Ausblick wurde bestätigt. Der Umsatz des Chemiekonzerns kletterte im zweiten Quartal trotz des Preisdrucks bei einigen Produkten und der Schwäche des US-Dollar und des japanischen Yen um acht Prozent. Analysten hatten dies erwartet./fat/rum

31.07.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwach - Unternehmensnachrichten belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag dem Ausverkauf an den weltweiten Aktienmärkten angeschlossen und weit im Minus geschlossen. Marktkenner machten dafür enttäuschende Unternehmenszahlen, die Staatspleite Argentiniens sowie Befürchtungen einer früher als bislang erwarteten US-Zinswende verantwortlich. Der Dow Jones Industrial büßte letztlich 1,88 Prozent auf 16 563,30 Punkte ein. Dies entspricht einem Rückgang im Monat Juli von 1,56 Prozent. Gleichzeitig schrumpfte der gesamten Gewinn des Leitindex in diesem Jahr auf Null. Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Donnerstag 2,00 Prozent auf 1930,67 Punkte. Der Technologiewerte-Index NASDAQ 100 fiel um 2,10 Prozent auf 3892,50 Punkte.

Negativ auf die Kurse hätten sich Spekulationen über eine bald restriktivere US-Geldpolitik ausgewirkt, hieß es. Grund dafür war das am Vortag veröffentlichte starke US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. ?Die fast unendliche Versorgung mit der Droge Liquidität, auf der die Hausse in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde, droht jetzt zumindest in den USA zum Erliegen zu kommen?, kommentierte Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.

EXXON WEGEN RUSSLAND-SANKTIONEN SEHR SCHWACH

Nach dem ungelösten Schuldenstreit mit US-Hedgefonds ist Argentinien erneut in eine Staatspleite abgerutscht. Wirtschaftsminister Axel Kicillof erklärte die Verhandlungen mit den Fonds in New York in der Nacht auf Donnerstag für gescheitert: Damit ist Südamerikas zweitgrößte Volkswirtschaft zahlungsunfähig, obwohl die Staatskasse - anders als bei der Pleite 2001 - eigentlich gut gefüllt ist. Von konjunktureller Seite ließen die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten aufhorchen. Demnach war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Vorwoche überraschend stark um 23 000 auf 302 000 gestiegen.

Auf Unternehmensseite sorgten enttäuschend aufgenommene Quartalszahlen großer US-Unternehmen für Abwärtsdruck. Der Ölkonzern Exxon Mobil hatte zwar im abgelaufenen zweiten Quartal mehr verdient als im Vorjahr und auch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dass die Aktien dennoch um mehr als vier Prozent absackten, begründeten Händler vor allem mit den Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Exxon will eigentlich gemeinsam mit dem russischen Ölkonzern Rosneft in der Arktis nach Ölvorkommen suchen. Die Sanktionen könnten diese Pläne nun verhindern, sagte ein Analyst.

T-MOBILE US SEHR FEST NACH KAUFGEBOT VON ILIAD

Die Aktien von Teva Pharmaceutical verloren 2,57 Prozent. Der Konzern hatte überraschend gut verdient und seine Gewinnprognose angehoben. Weitere Quartalsberichte kamen von Kellogg , Mastercard , Colgate-Palmolive und den Nahrungsmittelkonzernen Kraft Foods sowie Whole Foods, deren Aktien zwischen zwei und sieben Prozent einbüßten.

Die Titel von T-Mobile US kletterten um rund sechseinhalb Prozent nach oben. Auslöser war ein Übernahmeangebot des französischen Internet- und Mobilfunkkonzerns Iliad für die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom . Iliad will für einen Anteil von 56,6 Prozent an T-Mobile US rund 15 Milliarden Dollar (11,2 Milliarden Euro) auf den Tisch legen. Dies dürfte den US-Wettbewerber Sprint nicht freuen, der gemeinsam mit der japanischen Softbank um T-Mobile US buhlt. Entsprechend fielen Sprint-Anteilsscheine um gut fünf Prozent.

UNSPEKTAKULÄRER BÖRSENGANG VON SYNCHRONY

Die Aktien der General-Electric-Finanzsparte Synchrony Financial hatten ein relativ unspektakuläres Börsendebüt. Die zum ersten Kurs mit 23,00 US-Dollar gehandelten Titel endeten auch auf diesem Niveau. Synchrony Financial steckt in Nordamerika unter anderem hinter den Kreditkarten großer Handelsketten.

Der Kurs des Euro blieb auch im US-Handel leicht im Minus. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3388 Dollar. Richtungweisende zehnjährige Anleihen sanken um 1/32 auf 99 14/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,57 Prozent./edh/he

31.07.2014

Aktien New York Schluss: Deutlich schwächer - Unternehmensnachrichten belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag dem Ausverkauf an den weltweiten Aktienmärkten angeschlossen und weit im Minus geschlossen. Marktkenner machten dafür enttäuschende Unternehmenszahlen, die Staatspleite Argentiniens sowie Befürchtungen einer früher als bislang erwarteten US-Zinswende verantwortlich. Der Dow Jones Industrial büßte letztlich 1,88 Prozent auf 16 563,30 Punkte ein. Dies entspricht einem Rückgang im Monat Juli von 1,56 Prozent. Gleichzeitig schrumpfte der gesamten Gewinn des Leitindex in diesem Jahr auf Null. Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Donnerstag 2,00 Prozent auf 1930,67 Punkte. Der Technologiewerte-Index NASDAQ 100 fiel um 2,10 Prozent auf 3892,50 Punkte./edh/he

31.07.2014

Aktien New York: Dow weitet Verlust aus - Unternehmensnachrichten belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte sind am Donnerstag wegen enttäuschender Unternehmenszahlen und der Staatspleite Argentiniens deutlich in die Minuszone gerutscht. Der Dow Jones Industrial sank zuletzt um 1,30 Prozent auf 16 661,43 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 1,38 Prozent auf 1942,98 Punkte. Der Technologiewerte-Index NASDAQ 100 fiel um 1,58 Prozent auf 3913,44 Punkte.

Der Schuldenstreit mit US-Hedgefonds stürzt Argentinien erneut in eine Staatspleite. Wirtschaftsminister Axel Kicillof erklärte die Verhandlungen mit den Fonds in New York in der Nacht auf Donnerstag für gescheitert: "Die Geierfonds haben unser Angebot nicht akzeptiert." Damit ist Südamerikas zweitgrößte Volkswirtschaft zahlungsunfähig, obwohl die Staatskasse - anders als bei der Pleite 2001 - eigentlich gut gefüllt ist. Von konjunktureller Seite ließen die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten aufhorchen. Demnach war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Vorwoche überraschend stark um 23 000 auf 302 000 gestiegen.

Auf Unternehmensseite sorgten enttäuschend aufgenommene Quartalszahlen großer US-Unternehmen für Abwärtsdruck. Der Ölkonzern Exxon Mobil hatte zwar im abgelaufenen zweiten Quartal mehr verdient als im Vorjahr und auch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dass die Aktien dennoch um mehr als drei Prozent absackten, begründeten Händler vor allem mit den Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Exxon will eigentlich gemeinsam mit dem russischen Ölkonzern Rosneft in der Arktis nach Ölvorkommen suchen. Die Sanktionen könnten diese Pläne nun verhindern, sagte ein Analyst.

Die Aktien von Teva Pharmaceutical verloren 2,68 Prozent. Der Konzern hatte dank einer neuen Version seines von Nachahmermitteln bedrohten Multiple-Sklerose-Medikaments Copaxone überraschend gut verdient und seine Gewinnprognose angehoben. Weitere Quartalsberichte kamen von Kellogg , Mastercard , Colgate-Palmolive und den Nahrungsmittelkonzernen Kraft Foods sowie Whole Foods, deren Aktien zwischen anderthalb und sechs Prozent einbüßten.

Die Titel von T-Mobile US kletterten um sechseinhalb Prozent nach oben. Auslöser war ein Übernahmeangebot des französischen Internet- und Mobilfunkkonzerns Iliad für die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom . Iliad will für einen Anteil von 56,6 Prozent an T-Mobile US rund 15 Milliarden Dollar (11,2 Milliarden Euro) auf den Tisch legen. Dies dürfte den US-Wettbewerber Sprint nicht freuen, der gemeinsam mit der japanischen Softbank um T-Mobile US buhlt. Entsprechend fielen Sprint-Anteilsscheine um knapp fünf Prozent.

Die Aktien der General-Electric-Finanzsparte Synchrony Financial hatten ein relativ unspektakuläres Börsendebüt. Die zum ersten Kurs mit 23,00 US-Dollar gehandelten Titel notierten zuletzt bei 23,05 Dollar. Synchrony Financial steckt in Nordamerika unter anderem hinter den Kreditkarten großer Handelsketten./edh/he

01.08.2014

ROUNDUP: US-Arbeitsmarkt startet solide ins zweite Halbjahr

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Arbeitsmarkt hat unter dem Strich einen soliden Start ins zweite Halbjahr 2014 hingelegt. Zwar stieg die Arbeitslosigkeit im Juli leicht an, und die Gehaltsentwicklung stagnierte. Die Wirtschaft schafft aber nach wie vor vergleichsweise viele Jobs. Dies geht aus dem monatlichen Arbeitsmarktbericht der Regierung vom Freitag hervor.

Mit 209 000 Stellen blieb der Jobzuwachs zwar etwas hinter den Erwartungen von plus 230 000 zurück. Allerdings wurde der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten nach oben korrigiert. Demnach sind im Mai und Juni insgesamt 15 000 Stellen mehr neue Jobs entstanden als bisher gedacht. Im Durchschnitt des ersten Halbjahrs kamen je Monat 233 000 Stellen hinzu, wobei das erste Quartal schwächer als das zweite ausfiel. Dies dürfte auf den strengen Winter zurückzuführen sein.

QUOTE STEIGT - LOHNNWACHSTUM ENTTÄUSCHT

Die Arbeitslosenquote stieg im Juli zur Überraschung von Volkswirten um 0,1 Punkte auf 6,2 Prozent. Allerdings war sie im Juni auf den tiefsten Wert seit knapp sechs Jahren gefallen. Das Lohnwachstum enttäuschte, was nicht zuletzt der Notenbank Fed ein Dorn im Auge sein dürfte. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stagnierten, nach einem Zuwachs von 0,2 Prozent im Vormonat. Das geringe Wachstum der Löhne gilt als ein Grund, warum die Fed der Erholung am Arbeitsmarkt nicht so recht über den Weg traut.

An den Finanzmärkten gaben die Renditen amerikanischer Staatsanleihen von erhöhtem Niveau aus nach. Der Dollar geriet leicht unter Druck, nachdem er in den vergangenen Tagen zu vielen Währungen hatte zulegen können. An den Börsen war die Stimmung nach den Daten etwas weniger trübe. Die Futures am US-Aktienmarkt dämmten ihre Verluste vor Handelsbeginn ebenfalls ein./bgf/jsl

01.08.2014

ROUNDUP: Griechenlands Wirtschaft wächst erstmals wieder minimal

ATHEN (dpa-AFX) - Die Hoffnungszeichen für Griechenland mehren sich: Erstmals nach 2008 hat es im zweiten Quartal 2014 ein minimales Wirtschaftswachstum gegeben. Nach Berechnungen des Zentrums für Planung und Ökonomieforschung (KEPE) in Athen lag es bei 0,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Motor des leichten Wachstums sei hauptsächlich der Tourismus, heißt es in dem Bericht, der am Freitag in der griechischen Presse veröffentlicht wurde.

Die Touristenzahlen brechen alle Rekorde. Ministerpräsident Antonis Samaras rechnet mit mehr als 20 Millionen Touristen in diesem Jahr - etwa zehn Prozent mehr als 2013. Das seien "zwei Touristen pro Einwohner", sagte Samaras kürzlich. "Es ist die beste Saison, seit ich zurückdenken kann", erklärte Hotelier Dimitris Skalidis nahe der Touristenstadt Nafplion auf der Halbinsel Peloponnes.

Im ersten Quartal 2014 war die Wirtschaft des Euro-Krisenlandes noch um 0,9 Prozent geschrumpft. Im dritten und vierten Quartal soll es KEPE zufolge ein Wachstum von knapp 1,2 beziehungsweise 1,9 Prozent geben.

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass Griechenland 2014 erstmals nach Jahren der schwersten Rezession ein geringes Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent ausweisen wird. Das griechische Finanzministerium erwartete zuletzt 0,6 Prozent.

Die Hoffnungen nährte zuletzt die erfolgreiche Rückkehr Griechenlands an die Finanzmärkte Mitte Juni mit einer längerfristigen Anleihe. Die Regierung reklamiert Sparfortschritte für sich, auch ein Haushaltsüberschuss ohne Berücksichtung der Schuldzinsen sei geschafft.

Der IWF hatte aber gewarnt, dass der immense Schuldenberg zu langsam abgetragen werde, die Europäer müssten sich auf weitere Hilfen für Athen einstimmen. Die internationalen Geldgeber sehen die Reformen nur zögerlich vorankommen. Und die Arbeitslosigkeit ist weiter hoch: Noch immer sind mehr als 27 Prozent der Griechen ohne Job./tt/DP/jkr

01.08.2014

USA: Ausgaben- und Einnahmen privater Haushalte steigen wie erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Ausgaben der US-Verbraucher haben im Juni wie erwartet zugelegt. Sie erhöhten sich zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Bankvolkswirte hatten dies erwartet. Allerdings war die Anstieg im Mai mit 0,3 Prozent etwas höher als zunächst ermittelt. Die Einkommen der Verbraucher stiegen unterdessen wie erwartet um 0,4 Prozent, nachdem sie bereits im Vormonat um diesen Wert zugelegt hatten.

Der Preisauftrieb schwächte sich leicht ab. Die jährliche Inflationsrate, gemessen am Preisindex für die Konsumausgaben PCE, fiel im Juni von 1,7 Prozent auf 1,6 Prozent. Der Kernindex, der schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausblendet und von der US-Notenbank Fed besonders beachtet wird, verharrte bei 1,5 Prozent. Er liegt damit weiter unter dem Ziel der Federal Reserve von zwei Prozent.

^Die Entwicklung im Überblick:

Juni Prognose Vormonat

Private Einkommen +0,4 +0,4 +0,4

Private Konsumausgaben +0,4 +0,4 +0,3r

PCE (ggVJ) +1,6 +1,7 +1,7r

PCE Kernindex (ggVJ) +1,5 +1,4 +1,5°

(r=revidiert; alle Angaben in Prozent.)

/jsl/jkr

01.08.2014

Kanzleramtschef: Steuersenkungen derzeit nicht möglich

BERLIN/SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) sieht derzeit keine Spielräume für Steuersenkungen. "Im Augenblick gibt es keine Möglichkeiten, irgendwelche Zusagen zu machen", sagte Altmaier der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag) auf entsprechende Forderungen aus der Union. Ein Bundeshaushalt ohne neue Schulden sei in greifbarer Nähe. "Wir werden alles tun, damit wir im nächsten Jahr zum ersten Mal seit 1969 eine schwarze Null schreiben können."

Zudem gebe es Wünsche, mehr in die Verkehrsinfrastruktur zu investieren und die Kommunen zu entlasten, sagte Altmaier. "Das bedeutet: Über Steuersenkungen und weitere Ausgabensteigerungen kann nur dann gesprochen werden, wenn durch einen guten Konjunkturverlauf zusätzliche Einnahmen in die Staatskassen kommen."/rm/DP/jkr

01.08.2014

USA: Stundenlöhne stagnieren

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die durchschnittlichen Stundenlöhne im Juli überraschend auf der Stelle getreten. Im Monatsvergleich hätten die Verdienste stagniert, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten einen Anstieg der Stundenlöhne wie im Vormonat um 0,2 Prozent erwartet. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit hielt sich im Juli konstant bei 34,5 Stunden./jkr/bgf

01.08.2014

USA: Beschäftigung steigt etwas schwächer als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft hat im Juli etwas weniger Stellen geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft kamen 209 000 Stellen hinzu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt mit 230 000 neuen Jobs gerechnet. Allerdings fiel der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 15 000 Stellen höher aus als zunächst errechnet./bgf/jsl

01.08.2014

USA: Arbeitslosenquote steigt überraschend auf 6,2 Prozent

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Erwerbslosigkeit in den USA hat im Juli überraschend etwas zugenommen. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,1 Prozent im Vormonat auf 6,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten einen unveränderten Wert erwartet. Im Juni hatte die Quote den tiefsten Wert seit September 2008 erreicht./jkr/bgf

01.08.2014

Milder Winter drückt Energieverbrauch in Deutschland

BERLIN/KÖLN (dpa-AFX) - Der Energieverbrauch in Deutschland ist wegen des milden Winters im ersten Halbjahr kräftig gesunken. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres ging der Verbrauch um acht Prozent auf 224,3 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) zurück, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen am Freitag in Köln mit. Rechne man den Einfluss der Witterung und andere Sonderfaktoren heraus, bleibe immer noch ein Rückgang von ein bis zwei Prozent.

Der Verbrauch der fossilen Energieträger Kohle, Gas und Öl war rückläufig, während erneuerbare Energieträger zulegten - vor allem die Windkraft an Land und die Photovoltaik um jeweils mehr als 20 Prozent. "Bereits zur Jahresmitte lässt sich ein Rückgang der CO2-Emissionen in Deutschland für das Gesamtjahr vorhersagen", heißt es in der Mitteilung. Der Verbrauch von Mineralöl lag um vier Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Beim Erdgas waren es sogar 20 Prozent. Der Verbrauch von Steinkohle verminderte sich um sieben Prozent./egi/DP/fbr

01.08.2014

ROUNDUP 2: Globaler Handelspakt an Indien gescheitert - WTO-Zukunft ungewiss

GENF (dpa-AFX) - Am Widerstand Indiens ist das erste globale Abkommen über Handelserleichterungen in der fast 20-jährigen Geschichte der Welthandelsorganisation (WTO) bis auf weiteres gescheitert. Die Frist zur Unterzeichnung eines Protokolls, mit dem entsprechende Vereinbarungen der Welthandelskonferenz auf Bali vom Dezember 2013 besiegelt werden sollte, ließ die Regierung Indiens in der Nacht zum Freitag verstreichen. Mangels Konsens können nun ein Abkommen über Handelserleichterungen (TFA) sowie die weiteren Teile des "Bali-Pakets" nicht in Kraft treten.

"Wir waren nicht in der Lage, eine Lösung zu finden, mit der wir den Graben hätten überbrücken können", erklärte WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo bei der entscheidenden Sitzung des WTO-Generalrates in Genf vor den Vertretern der 160 Mitgliedsstaaten. Vergeblich hatten US-Außenminister John Kerry und die US-Handelsministerin Penny Pritzker kurz zuvor bei Gesprächen in Neu Delhi versucht, Indiens neue nationalkonservative Regierung umzustimmen.

Indien und einige wenige Unterstützer - darunter Kuba, Venezuela und Bolivien - waren zwar im WTO-Generalrat isoliert. Jedoch können wichtige Beschlüsse der Organisation nur in Kraft treten, wenn alle WTO-Staaten sie absegnen. Die USA "bedauern, dass eine Handvoll Mitglieder sich entscheiden haben, ihre Zusagen nicht zu erfüllen", die sie auf Bali gegeben hätten, erklärte der US-Handelsbeauftragte Michael Froman.

Das "Bali-Paket" sieht neben Unterstützung für arme Länder vor allem Handelserleichterungen durch den Abbau von Zollformalitäten und anderer Hemmnisse für den Warenaustausch vor. Damit könnten nach Einschätzung der Internationalen Handelskammer (ICC) Wachstumsimpulse im Umfang von bis zu einer Billion Dollar freigesetzt und 21 Millionen neue Arbeitsplätzen geschaffen werden.

Für seine Zustimmung waren Indien beim Bali-Gipfel Ausnahmen gewährt worden, so dass das Land ein umfangreiches Programm zur Subventionierung von Grundnahrungsmitteln für Arme fortsetzen kann, obwohl es gegen WTO-Normen verstößt. Dies sollte für einen Übergangszeitraum bis 2017 möglich bleiben. Bis dahin sollte eine dauerhafte Regelung für Indiens Agrarsubventionen ausgehandelt werden. Diese wollte Indiens neue Führung unter Premierminister Narendra Modi aber schon jetzt durchsetzen, was die Mehrheit der WTO-Staaten ablehnte.

ICC-Generalsekretär John Danilovich appellierte an die WTO, bald einen neuen Anlauf zu versuchen. Modi will jedoch hart bleiben: "Wir haben immer gesagt, dass es beim TFA-Abkommen keine Bewegung gibt ohne Lösung für Indiens Programm zur Nahrungsgütersicherung", erklärte ein hoher Beamter des Handelsministeriums.

Nalin Kohli, der Sprecher der Regierungspartei BJP, sagte, Indien werde auch eventuellen Sanktionen widerstehen. "Die Regierung muss zuerst die Interessen Indiens berücksichtigen und nicht jene der WTO." Indiens Wirtschaft zeigte Verständnis: "Wir befürworteten Handelserleichterungen,... aber hier geht es um die Sorgen und Nöte von 700 Millionen Menschen", sagte ein Sprecher des Industrieverband CII.

Nach Einschätzung von Diplomaten droht die Organisation erneut in eine Sackgasse zu geraten. Darunter würden weniger die großen Volkswirtschaften leiden, sagte Azevêdo. Sie könnten ihre Handelsbeziehungen auch bi- und multilateral voranbringen. Leidtragende des Scheiterns eines globalen Abkommen seien in erster Linie die kleineren Entwicklungsländer. Azevêdo rief alle Delegationen auf, die Sommerpause für "Reflexionen" zu nutzen und im September die Suche nach einer Kompromisslösung erneut aufzunehmen./fdo/su/bur/DP/jkr

01.08.2014

WDH: Auch Mobil-Bezahldienst Payleven senkt Gebühren

(WDH: Die Lesegeräte von Payleven werden über Metro verkauft, nicht dort eingesetzt. Die Angabe im 1. Absatz, letzter Satz wurde korrigiert.)

BERLIN (dpa-AFX) - Im Wettbewerb zwischen den Mobil-Bezahldiensten greift hat auch der Berliner Anbieter Payleven zu einer Gebührensenkung. Die Abgabe für die Abwicklung von Zahlungen per EC-Karte wird von 2,75 auf 0,95 Prozent der Zahlung reduziert, wie Payleven am Freitag mitteilte. Die Konkurrenten SumUp und iZettle hatten diesen Schritt bereits im vergangenen Jahr gemacht. Payleven gab zugleich bekannt, dass jetzt auch Zahlungen per American Express möglich sind und seine Kartenleser künftig auch in den Großhandelsmärkten von Metro erhältlich sein werden.

Die rivalisierenden Anbieter SumUp, iZettle und Payleven bieten Lesegeräte für Smartphones und Tablets an, mit denen vor allem kleine Unternehmen Kartenzahlungen annehmen können./so/DP/stb

01.08.2014

ANALYSE: Deutsche Bank senkt Adidas auf 'Sell' und Ziel auf 51 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat Adidas nach einer Gewinnwarnung von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 78 auf 51 (Kurs 58,30) Euro gesenkt. Die Probleme des Sportartikelherstellers erschienen nicht vorübergehend, sondern strukturell, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer Studie vom Freitag. Die neuen Unternehmensprognosen legten nahe, dass Adidas auf das Gewinnniveau von 2008 zurückfallen werde.

Das Unternehmen ist nach Einschätzung von Kuhn zu stark auf risikoreiche Regionen der Welt ausgerichtet, vor allem Russland. Die Situation in Russland könne sich zwar wieder verbessern, das Golf-Geschäft von Adidas dürfte aber schwach bleiben. Zudem werde das Marktumfeld schwieriger. Das größte strukturelle Risiko seien höhere Werbeausgaben des Konzerns. Der große Rivale Nike und kleine, schnell wachsende Nischenmarken setzten Adidas unter Druck. Daher dürften höhere Aufwendungen für das Marketing kaum dazu dienen, Marktanteile zu gewinnen, sondern eher den Status quo zu verteidigen.

Mit der Einstufung "Sell" empfiehlt die Deutsche Bank auf Basis der erwarteten Gesamtrendite für die kommenden zwölf Monate den Verkauf der Aktie./mis/rum

Analysierendes Institut Deutsche Bank.

01.08.2014

ANALYSE: Berenberg hebt Wincor Nixdorf auf 'Buy' - Ziel runter auf 46 Euro

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Berenberg hat Wincor Nixdorf aus Bewertungsgründen von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 49 auf 46 (Kurs 37,945) Euro gesenkt. Er sei sich der strukturellen Probleme im Geschäft des Herstellers von Geldautomaten und Kassensystemen bewusst, der jüngste Kursrutsch sei aber übertrieben, schrieb Analyst Ali Farid Khwaja in einer Studie vom Freitag. Daher erschienen die Aktien trotz der Kurszielsenkung - der Experte reduzierte seine Gewinnprognosen - zunehmend attraktiv bewertet.

Geldautomaten und Kassenanlagen verlören zwar an Bedeutung. Das im Umlauf befindliche Bargeld wachse weltweit aber weiter und sei mit großem Abstand das gebräuchlichste Zahlungsmittel.

Wincor ist laut Khwaja zwar kein klassischer Wachstumswert, könnte den Umsatz in den kommenden fünf Jahren aber im Durchschnitt um jeweils rund drei Prozent steigern. Insgesamt erschienen die Wachstumserwartungen der Anleger zu pessimistisch. Zudem biete das Unternehmen mit circa vier Prozent eine der höchsten Dividendenrenditen im Sektor.

Mit der Empfehlung "Buy" sieht Berenberg auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Kurspotenzial von mehr als 15 Prozent für die Aktie./mis/rum

Analysierendes Institut Berenberg.

01.08.2014

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley hebt Ziel für Siemens auf 104 Euro- 'Equal-weight'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Siemens nach Zahlen von 100 auf 104 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Die Quartalsergebnisse des Industriekonzerns hätten mit einer Reihe von kleineren positiven Entwicklungen für Begeisterung im Markt gesorgt, schrieb Analyst Ben Uglow in einer Studie vom Freitag. Die Auftragsentwicklung sei stabil bis positiv, und in einigen Bereichen seien die Margen stark ausgefallen. Die aber wohl wichtigste Nachricht sei dürfte sein, dass die Konzernführung einen Plan habe und diesen auch umsetze./fri/tav

01.08.2014

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Metro auf 28 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Metro AG nach Zahlen zum dritten Geschäftsquartal von 32 auf 28 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Anders als vom Handelskonzern angegeben dürften die bereinigten Ergebnisse in den ersten neun Geschäftsmonaten gesunken sein, schrieb Analyst Jaime Vazquez in einer Studie vom Freitag. Der Experte senkte seine Gewinnprognosen je Aktie um sechs bis acht Prozent und berücksichtigt in seinem Modell jetzt auch schlechtere Aussichten für den geplanten Börsengang der russischen Großhandelsmärkte./fri/tav

01.08.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Volkswagen-Vorzüge auf 'Buy' - Ziel 235 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzüge (VW) nach Zahlen zum zweiten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 235 Euro belassen. Der Autobauer habe die Prognosen getroffen, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Freitag. Nun könnten sich die Markterwartungen stabilisieren oder sogar leicht steigen. Dies sei wesentlich für seinen Anlagehintergrund. VW konzentriere sich nun nicht mehr auf Fusionen oder Übernahmen, sondern auf die Verbesserung der Profitabilität. Dies sollte die Blicke wieder auf die günstige Bewertung der Aktien richten./la/tav

01.08.2014

DAX-FLASH: Verluste nach US-Daten leicht eingedämmt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine Verluste am Freitagnachmittag nach dem Arbeitsmarktbericht aus den USA etwas eingedämmt. Zuletzt stand der deutsche Leitindex noch 1,44 Prozent tiefer bei 9272,04 Punkten. Die US-Wirtschaft hatte im Juli etwas weniger Stellen geschaffen als erwartet. Allerdings fiel der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten höher aus als zunächst errechnet. Der erneut über 200 000 Stellen liegende Stellenaufbau sowie Aufwärtsrevision des Vormonatswertes unterstrichen die Erholung des US-Arbeitsmarktes und wiesen auf eine fortgesetzte Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft zu Beginn des dritten Quartals hin, sagte Analyst Johannes Jander von der Landesbank Helaba./mis/rum

01.08.2014

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux senkt Ziel für Continental auf 185 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Continental nach Zahlen von 190 auf 185 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Zulieferer und Reifenhersteller habe im zweiten Quartal einen beeindruckenden Cashflow vorzuweisen gehabt, schrieb Analyst Thomas Besson in einer Studie vom Freitag. In einigen Segmenten sei das Quartal aber operativ schwächer verlaufen als das Vorquartal. Der Experte passte sein Kursziel an seine etwas gekappten Ergebnisschätzungen sowie an eine gesunkene Branchenbewertung an./fri/tav

01.08.2014

ANALYSE-FLASH: SocGen belässt Deutsche Telekom auf 'Buy' - Ziel 14 Euro

PARIS (dpa-AFX) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Deutsche Telekom auf "Buy" mit einem Kursziel von 14 Euro belassen. Das mögliche Angebot des französischen Unternehmens Iliad für eine Mehrheit an T-Mobile US hätte weit geringere kartellrechtliche Hürden zu nehmen als eine Offerte des US-Telekomkonzerns Sprint, schrieb Analyst Ottavio Adorisio in einer Studie vom Freitag. Der Bonner Konzern dürfte dennoch ein Zusammengehen von Sprint und T-Mobile US vorziehen. Das Angebot von Iliad setze der Bewertung von T-Mobile USA aber immerhin eine Untergrenze und könnte einen Deal mit Sprint beschleunigen./fri/mis

01.08.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Deutsche Annington - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Deutsche Annington nach Zahlen von 19 auf 24 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Das Immobilienunternehmen habe gute Quartalsergebnisse vorgelegt und seinen Ausblick auf die "Funds-From-Operations I" um über zehn Prozent angehoben, schrieb Analyst Markus Scheufler in einer Studie vom Freitag. Ein weiterer Höhepunkt des Zahlenwerks sei die gesteigerte Verkaufsmarge bei Wohnungen. Der Experte hob seine Ergebnisprognosen an./fri/la

01.08.2014

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Adidas auf 'Neutral' - Ziel runter auf 64 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat Adidas nach einer Gewinnwarnung von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 88 auf 64 Euro gesenkt. Sowohl die Anzahl als auch das Ausmaß negativer Faktoren hätten nun eine kritische Schwelle überschritten, schrieb Analyst Fred Speirs in einer Studie vom Freitag. Das Vertrauen der Anleger sei durch die Prognosesenkungen beschädigt worden, auch wenn der Sportartikelhersteller auf etliche Probleme wie die schwierigeren makroökonomischen Bedingungen, die Abwertung von Schwellenländer-Währungen, die weltweite Schwäche des Golfmarktes und steigende operative Risiken in Russland keinen Einfluss habe. Der Analyst senkte seine Gewinnschätzungen deutlich./gl/tav

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser