dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

30.01.2015

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Freitag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 747 348 (Donnerstag: 805 642) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 308 990 (367 061), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 438 358 (438 581). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,70 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nokia (38 836/33 550), Deutsche Telekom (7 488/39 851) und Deutsche Bank (15 716/13 886)./DP/he

30.01.2015

KORREKTUR: Hedgefonds Elliott hat Zugriff auf 5,5 Prozent der DMG-Aktien

(Die Überschrift und der erste Absatz wurden neu gefasst. Damit wird klargestellt, dass die deutsche DMG am Donnerstag lediglich den Eingang einer Stimmrechtsmitteilung bestätigt hat, ohne nähere Angsben zum Inhalt zu machen.)

BIELEFELD (dpa-AFX) - Der US-Hedgefonds Elliott hat sich beim Kampf um einen höheren Übernahmepreis für den Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki Zugriff auf 5,5 Prozent von dessen Aktien gesichert. Das geht aus einer am Freitagabend veröffentlichten Pflichtmitteilung hervor. Am Donnerstag hatte die deutsche DMG den Eingang einer Stimmrechtsmitteilung bestätigt. Eine solche wird nötig, wenn der Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 Prozent überschreitet.

Der Hedgefonds Elliott spekuliert offenbar auf einen Preisaufschlag. Elliott dürfte damit nun zu den drei größten Anteilseignern bei DMG gehören. Der US-Milliardär Paul Singer, der den Fonds führt, hat sich schon bei einer ganzen Reihe von Unternehmen eingeklinkt, bei denen im Rahmen einer Übernahme Geld fließt. So versucht der Hedgefonds derzeit, beim Kauf von Kabel Deutschland durch den britischen Mobilfunker Vodafone einen höheren Preis je Aktie als angeboten zu erstreiten. Auch beim Kranbauer Demag Cranes und dessen Übernahme durch den US-Konzern Terex sowie den Verkauf des Pharmagroßhändlers Celesio an McKesson trat Singer auf den Plan.

Die seit 2009 mit den Deutschen Partnern verwobene japanische Mori Seiki hatte 27,50 Euro je Aktie für die Bielefelder geboten. Am Freitag schloss das Papier im Xetra-Hauptgeschäft mit 28,93 Euro - bereits kurz nach der Offerte war am Markt über Nachbesserungen spekuliert worden. Singer verspreche sich aber auch von einem Wertanstieg der zusammengelegten Unternehmen einen Gewinn, hieß es weiter. Die Japaner halten bereits mehr als ein Viertel an DMG und wollen den Anteil auf über die Hälfte steigern./he

30.01.2015

US-Telekom-Tochter lässt für Mobilfunklizenzen fast 2 Milliarden Dollar springen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der verzweifelte Kampf in den USA um Mobilfunkkunden hat der Telekom-Tochter T-Mobile US ein tiefes Loch in die Taschen gerissen. Das Unternehmen habe bei der am Vortag abgeschlossenen Auktion von neuen Frequenzen 1,8 Milliarden US-Dollar geboten, teilte der US-Telekomregulierer FCC am Freitag mit. Größter Bieter waren die amerikanischen Branchenriesen AT&T mit 18,2 Milliarden und Verizon mit 10,4 Milliarden.

Die 31 erfolgreichen Gebote summierten sich auf 41,3 Milliarden Dollar. Das ist deutlich mehr als Experten im Vorfeld geschätzt hatten. Die FCC selbst hatte sich ein Mindestziel von gut 10 Milliarden Dollar gesetzt. Die Telekomkonzerne rechnen mit weiter steigendem Datenhunger der Mobilfunknutzer, den sie mit den neuen Frequenzen zu Geld machen wollen.

Der landesweit drittgrößte Mobilfunk-Anbieter Sprint hatte sich die Auktion gespart, unter anderem weil das Geld fehlt. Allerdings ist Sprint bei Frequenzen nach Meinung von Analysten auch reichlich ausgestattet.

Insgesamt versteigerte die FCC in den aufgesplitterten Frequenzgebieten des Landes 1614 Lizenzen im höheren Frequenzbereich zwischen 1,7 und 2,2 Gigahertz. Das Spektrum eignet sich physikalisch gut für schnelle Datenübertragungen auf kürzere Distanz, etwa in städtischen Gebieten. In den USA werden Lizenzen üblicherweise nicht wie in Deutschland auf Zeit und für das gesamte Land vergeben, sondern unbegrenzt und jeweils für einzelne Regionen./he/

30.01.2015

Hedgefonds Elliott legt bei Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki nach

BIELEFELD (dpa-AFX) - Der US-Hedgefonds Elliott legt beim Kampf um einen höheren Übernahmepreis für den Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki nach. Der vom US-Milliardär geführte Fonds erhöhte seinen Anteil an dem vom japanischen Partnerkonzern gleichen Namens umworbenen Unternehmen auf 5,5 Prozent, wie aus einer am Freitagabend veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Erst am Donnerstag hatte die deutsche DMG eine Erhöhung des Anteils von Elliott über die Meldeschwelle von 3 Prozent bestätigt.

Der Hedgefonds Elliott spekuliert offenbar auf einen Preisaufschlag. Elliott dürfte damit nun zu den drei größten Anteilseignern bei DMG gehören. Paul Singer hat sich schon bei einer ganzen Reihe von Unternehmen eingeklinkt, bei denen im Rahmen einer Übernahme Geld fließt. So versucht der Hedgefonds derzeit, beim Kauf von Kabel Deutschland durch den britischen Mobilfunker Vodafone einen höheren Preis je Aktie als angeboten zu erstreiten. Auch beim Kranbauer Demag Cranes und dessen Übernahme durch den US-Konzern Terex sowie den Verkauf des Pharmagroßhändlers Celesio an McKesson trat Singer auf den Plan.

Die seit 2009 mit den Deutschen Partnern verwobene japanische Mori Seiki hatte 27,50 Euro je Aktie für die Bielefelder geboten. Am Freitag schloss das Papier im Xetra-Hauptgeschäft mit 28,93 Euro - bereits kurz nach der Offerte war am Markt über Nachbesserungen spekuliert worden. Singer verspreche sich aber auch von einem Wertanstieg der zusammengelegten Unternehmen einen Gewinn, hieß es weiter. Die Japaner halten bereits mehr als ein Viertel an DMG und wollen den Anteil auf über die Hälfte steigern./he

30.01.2015

Daimler-Tochter zahlt Millionen wegen Diskriminierung von Mitarbeitern

PORTLAND (dpa-AFX) - Der Autokonzern Daimler hat einen Millionenvergleich wegen Diskrimierungsvorwürfen bei einer US-Tochterfirma akzeptiert. Um den Fall beizulegen, zahlt Daimler Trucks Nordamerika laut einer Mitteilung von Freitag 2,4 Millionen Dollar (2,1 Mio Euro) im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung. Mehrere afro-amerikanische Mitarbeiter hatten geklagt, sie seien über Jahre von Kollegen diskriminiert worden. Rassistische Beschimpfungen seien im Werk in Portland (US-Bundesstaat Oregon) an der Tagesordnung gewesen. Die Entschädigung wird nun größtenteils unter ihnen aufgeteilt. Außerdem verpflichtete sich Daimler zu einer Reihe weiterer Maßnahmen wie der Einrichtung einer Beschwerde-Hotline für die Belegschaft und gezielten Trainings für Führungskräfte./hbr/DP/he

30.01.2015

Deutsche Anleihen mit Gewinnen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Freitag Gewinne verbucht. Die Spannungen zwischen der neuen griechischen Regierung und den Euroländern eskalierten und trieben die Anleger in die als sicher geltenden deutschen Staatspapiere. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am frühen Abend um 0,45 Prozent auf 159,44 Punkte. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen fiel auf 0,30 Prozent.

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis sagte am Freitag, das Land wolle nicht mehr mit den Geldgeber-Kontrolleuren der Troika zusammen arbeiten. Damit ging er auf direkten Konfrontationskurs zu den Euroländern. Die Rendite griechischer Staatsanleihen stieg daraufhin kräftig um über 0,90 Prozentpunkte an./fr/he

30.01.2015

Sparmaßnahme: Schnellzug-Projekt in Mexiko vorerst auf Eis gelegt

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Der erste Hochgeschwindigkeitszug Lateinamerikas in Mexiko wird vorerst nicht gebaut. Das 50,8 Milliarden Pesos (2,9 Mrd Euro) teure Großprojekt werde aus Kostengründen zunächst auf Eis gelegt, sagte Finanzminister Luis Videgaray. Wegen der schleppenden Konjunktur und des niedrigen Ölpreises legte er am Freitag ein Sparpaket in Höhe von 124,3 Milliarden Pesos (7,4 Mrd Euro) für das laufende Jahr vor.

Ende vergangenen Jahres erteilte die Regierung zunächst einem Konsortium um die China Railway Construction den Zuschlag für den Schnellzug zwischen Mexiko-Stadt und dem Industriestandort Querétaro. Kurz darauf wurde der Auftrag zurückgezogen, weil die Ausschreibungsfrist zu kurz war. Zudem geriet Präsident Enrique Peña Nieto in die Kritik, weil er Beziehungen zu einem der beteiligten Unternehmen unterhielt. Vor zwei Wochen wurde das Projekt schließlich neu ausgeschrieben./dde/DP/he

30.01.2015

Ölpreise erholen sich etwas

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich zum Wochenschluss etwas erholt. Am frühen Freitagabend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 49,33 US-Dollar und damit 20 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 58 Cent auf 45,09 Dollar.

Am Ölmarkt zeigten sich bereits den zweiten Tag in Folge vergleichsweise stabile Preise. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank werden die günstigen Notierungen mittlerweile "im großen Stil" genutzt, um Reserven an Rohöl zu bunkern. Die Fachleute gehen davon aus, dass weltweit mehr als 50 Millionen Barrel auf Tankschiffen gehortet werden in der Hoffnung auf wieder steigende Ölpreise.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ging zuletzt zurück. Das Opec-Sekretariat meldete am Freitag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Donnerstag bei 43,88 US-Dollar gelegen habe. Das waren 20 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./fr/he

30.01.2015

Gröhe will Anti-Korruptionsgesetz von Maas nachbessern

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will das von Justizminister Heiko Maas (SPD) geplante Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen nachbessern. Dazu will er bei der Ressortabstimmung eine entscheidende Änderung durchsetzen: Im Verdachtsfall sollen auch die Gesetzlichen Krankenkassen einen Strafantrag stellen dürfen. Regierungskreisen bestätigten am Freitag einen entsprechenden Bericht des Magazins "Spiegel".

Das Recht auf einen eigenen Strafantrag gesteht der Referentenentwurf des Justizministeriums bislang nur dem Geschädigten selbst sowie Wettbewerbern, Kammern und Berufsverbänden zu. Dabei decken die Kassen mit eigenen Experten schon heute viele Fälle von Korruption und Abrechnungsbetrug auf, schreibt der "Spiegel".

Nach den Plänen von Maas droht niedergelassenen Ärzten, Apothekern, Physiotherapeuten oder Pflegekräften, die sich bestechen lassen, künftig eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Auch Pharmavertreter, die aktiv bestechen wollen, machen sich dann strafbar. Das Kabinett soll den Entwurf Ende Mai beschließen./rm/DP/jha

30.01.2015

ROUNDUP: Schlichtung für Kabinenpersonal der Lufthansa kommt nicht voran

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die geplante Schlichtung im Tarifkonflikt von rund 19 000 Flugbegleitern der Lufthansa kommt nicht voran. Das Unternehmen und die Kabinen-Gewerkschaft Ufo haben sich noch nicht auf einen Schlichter geeinigt, wie beide Seiten am Freitag auf Nachfrage erklärten. Man habe mit einigen Experten gesprochen, aber noch keine Entscheidung getroffen, sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies. Seine Gewerkschaft hatte vor zwei Wochen die Verhandlungen zu Fragen der betrieblichen Altersversorgung und der Übergangsrenten für gescheitert erklärt, aber einer sofortigen Schlichtung zugestimmt.

Die Rentenfragen gehören zum weit umfangreicheren Themenkatalog einer Urabstimmung unter den rund 20 000 UFO-Mitgliedern, die an diesem Wochenende ausläuft. Ufo will das Ergebnis am Montag veröffentlichen. Mit dem Votum will sich die Tarifkommission die Möglichkeit zu Streiks bei der Lufthansa geben lassen.

Ein Arbeitskampf stehe aber nicht unmittelbar bevor, sagte Baublies. Man sei nach erfolgreichen Personalversammlungen in intensiven Gesprächen mit der Lufthansa-Führung. Die Lufthansa betonte, dass neben der Schlichtung auch die Gespräche zur "Agenda Kabine" fortgeführt würden. "Eine unmittelbare Streikgefahr kann ich nicht erkennen", sagte ein Unternehmenssprecher.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sind für das Schlichteramt der frühere bayerische Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), Ex-SPD-Chef Franz Müntefering sowie die ehemaligen Justizministerinnen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Herta Däubler-Gmelin (SPD) im Gespräch./ceb/DP/jha

30.01.2015

Aktien New York: Dow und S&P steuern auf deutliches Monatsminus zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Schwache Konjunkturdaten haben den Aktienmarkt in den USA am Freitag belastet. Zudem mehrten sich wieder die Sorgen über die Entwicklung in Russland sowie die Wirtschaft in Europa. Positiv wirkten sich dagegen größtenteils die aktuellen Konzernzahlen aus. Die Kurse der Unternehmen, die ihre Bücher geöffnet haben, standen überwiegend im Plus. Dies konnte jedoch die negative Gesamtstimmung nicht aufhellen.

Knapp zwei Stunden vor Handelsende gab der Dow Jones Industrial 0,44 Prozent auf 17 339,69 Punkte ab, während der marktbreite S&P-500-Index 0,29 Prozent auf 2015,46 Punkte verlor. Die beiden Indizes steuern damit auf ein Minus von mehr als drei Prozent im Januar zu. Das wäre der höchste Monatsverlust seit einem Jahr. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,27 Prozent auf 4192,53 Punkte zu.

Für Enttäuschung sorgte vor allem das US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal, das niedriger als erwartet ausgefallen ist. Dies habe die Stimmung belastet, sagte ein Händler. Zudem herrsche nach wie vor Unsicherheit darüber, wann die US-Notenbank den Leitzins erhöhen werde. Positives gab es dagegen von einigen großen Unternehmen, die mit ihrem Zahlenwerk überzeugten.

So legten die Amazon-Papiere an der Spitze des Nasdaq 100 um 15,20 Prozent auf 359,18 US-Dollar zu. Der Internethändler hatte im vergangenen Weihnachtsgeschäft zwar weniger verdient, die Börsianer aber trotzdem begeistert. Der Gewinn des weltgrößten Online-Einzelhändlers war im Jahresvergleich um gut zehn Prozent gesunken - übertraf aber deutlich die Erwartungen der Analysten. Sie hatten mit weniger als der Hälfte gerechnet.

Aber auch Google , Mastercard und Visa verteuerten sich deutlich. So legten die im Dow notierten Visa-Aktien an der Index-Spitze um gut vier Prozent zu. Visa hatte im abgelaufenen Quartal einen um elf Prozent höheren Gewinn als im Vorjahr verbucht. Das war mehr als Experten erwartet hatten.

Ebenfalls nach oben ging es mit Apple-Aktien . Sie setzten ihren Höhenflug nach dem am Dienstagabend veröffentlichten Rekord-Quartalsgewinn fort und erreichten mit 120 Dollar den bisher höchsten Stand in ihrer Geschichte. Der iPhone-Hersteller ist damit an der Börse rund 694 Milliarden Dollar wert./he/zb/he

30.01.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Griechenland verhindert neuen Dax-Rekord

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Der eskalierende Konflikt zwischen Griechenland und der Eurogruppe hat den Dax am Freitag ausgebremst. Zum Handelsstart schrammte der deutsche Leitindex noch haarscharf an einem neuen Rekordhoch vorbei, bevor es abwärts ging. Druck kam am Nachmittag auch von den schwachen US-Börsen.

Der Dax schloss 0,41 Prozent tiefer bei 10 694,32 Punkten. Auf Wochensicht rettete er dennoch ein kleines Plus von 0,42 Prozent. Auch für den MDax ging es am Freitag bergab: Der Index der mittelgroßen Unternehmen verabschiedete sich 0,32 Prozent schwächer bei 18 594,14 Punkten. Dagegen schaffte der Technologiewerte-Index TecDax ein Kursplus von 0,58 Prozent auf 1496,59 Punkte.

EKLAT ZWISCHEN GRIECHENLAND UND EUROGRUPPE

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,60 Prozent auf 3351,44Punkte. Für die nationalen Indizes in Paris und London ging es ebenfalls bergab. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende in der Verlustzone.

Zwischen der neuen griechischen Regierung und der Eurogruppe kam es vor dem Wochenende zu einem Eklat. Griechenland werde künftig nicht mehr mit den Geldgeber-Kontrolleuren der Troika zusammenarbeiten, sagte Finanzminister Gianis Varoufakis nach einem Treffen mit Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in Athen. Das auferlegte Sparprogramm sei nicht in die Tat umsetzbar. Damit ging er auf direkten Konfrontationskurs zu den Euroländern. Dijsselbloem forderte die Links-Rechts-Regierung auf, ihre Versprechen einzuhalten.

RÜCKSCHLAG WAR ÜBERFÄLLIG

Weitere Belastungen für den Dax sah Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets in der "noch schwächer als bereits erwarteten Eurozonen-Inflationsentwicklung". Da die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem beschlossenen Anleihe-Kaufprogramm ihre Geldpolitik schon gelockert habe, blickten die Anleger nun verstärkt auf die US-Konjunkturdaten. Im Schlussquartal war die weltgrößte Volkswirtschaft nicht so stark wie erwartet gewachsen.

Andere Experten betonten die Verwundbarkeit des Dax, der seit seinem Tief Mitte Oktober um bis zu fast 30 Prozent zugelegt hat. Das Plus seit Jahresbeginn beträgt knapp 9 Prozent. Ein Rückschlag sei nach dem starken Anstieg überfällig gewesen, sagten Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin "Index-Radar" und Marktanalyst Daniel Saurenz von Feingold Research übereinstimmend.

GEWINNMITNAHMEN BELASTEN VW - TELEKOM SCHWACH

Im Dax rutschten die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) mit minus 2,87 Prozent ans Ende. Die Papiere des Autobauers zeigten besonders gut die Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende, sagte ein Händler. Nach einem sprunghaften Anstieg sei zuletzt bereits etwas Kraft verloren gegangen.

Die Aktien der Deutschen Telekom gehörten mit minus 1,32 Prozent zu den größten Verlierern. Ein Börsianer sah die Ergebnisse der Mobilfunk-Auktion in den USA als mögliche Belastung. Dort hatte der verzweifelte Kampf um Mobilfunk-Kunden den Preis für neue Frequenzen auf einen Rekordwert getrieben. Zu den Bietern gehörte die Telekom-Tochter T-Mobile US .

LUFTHANSA DANK FANTASIE BESSER ALS DER MARKT

Die Papiere der Lufthansa hielten sich indes mit minus 0,07 Prozent deutlich besser als der Dax. Nachrichten eines Konkurrenten sorgen einem Händler zufolge für Fantasie: Die Airline-Holding IAG - zu der British Airways, Iberia und Vueling gehören - bekommt einen finanzkräftigen Investor aus dem Golfstaat Katar. Die Fluggesellschaft Qatar Airways steigt mit knapp 10 Prozent bei den Europäern ein.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,28 (Vortag: 0,29) Prozent. Der Rentenindex Rex verharrte bei 140,03 Punkten. Der Bund-Future gewann 0,56 Prozent auf 159,43 Punkte. Der Euro stand bei 1,1292 US-Dollar. Zuvor hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,1305 (1,1315) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8846 (0,8838) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

30.01.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Griechenland-Sorgen verhindern neuen Dax-Rekord

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der eskalierende Konflikt zwischen Griechenland und der Eurogruppe hat den Dax am Freitag ausgebremst. Zum Handelsstart schrammte der deutsche Leitindex noch haarscharf an einem neuen Rekordhoch vorbei, bevor es abwärts ging. Druck kam am Nachmittag auch von den schwachen US-Börsen.

Der Dax schloss 0,41 Prozent tiefer bei 10 694,32 Punkten. Auf Wochensicht rettete er dennoch ein kleines Plus von 0,42 Prozent. Auch für den MDax ging es am Freitag bergab: Der Index der mittelgroßen Unternehmen verabschiedete sich 0,32 Prozent schwächer bei 18 594,14 Punkten. Dagegen schaffte der Technologiewerte-Index TecDax ein Kursplus von 0,58 Prozent auf 1496,59 Punkte./gl/he

30.01.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Dow und S&P steuern auf deutliches Monatsminus zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Schwache Konjunkturdaten haben den Aktienmarkt in den USA am Freitag belastet. Zudem mehrten sich wieder die Sorgen über die Entwicklung in Russland sowie die Wirtschaft in Europa. Positiv wirkten sich dagegen größtenteils die aktuellen Konzernzahlen aus. Die Kurse der Unternehmen, die ihre Bücher geöffnet haben, standen überwiegend im Plus. Dies konnte jedoch die negative Gesamtstimmung nicht aufhellen.

Knapp zwei Stunden nach Handelsstart gab der Leitindex Dow Jones Industrial 0,65 Prozent auf 17 303,43 Punkte ab, während der marktbreite S&P-500-Index 0,79 Prozent auf 2005,34 Punkte verlor. Die beiden Indizes steuern damit auf ein Minus von knapp drei Prozent im Januar zu. Das wäre der höchste Monatsverlust seit Anfang 2014. An der technologielastigen Nasdaq hielten sich die Verluste zum Wochenausklang wegen guter Zahlen einiger wichtiger Werte dagegen in Grenzen.

Für Enttäuschung sorgte vor allem das US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal, das niedriger als erwartet ausgefallen ist. Dies habe die Stimmung belastet, sagte ein Händler. Zudem herrsche nach wie vor Unsicherheit darüber, wann die US-Notenbank den Leitzins erhöhen wird. Positives gab es dagegen von einigen großen Unternehmen, die mit ihrem Zahlenwerk überzeugten.

So legten die Amazon-Papiere 11,31 Prozent auf 347,05 Dollar zu. Der Internethändler hat im vergangenen Weihnachtsgeschäft zwar weniger verdient, die Börsianer aber trotzdem begeistert. Der Gewinn des weltgrößten Online-Einzelhändlers sank im Jahresvergleich um gut zehn Prozent - übertraf aber deutlich die Erwartungen der Analysten. Sie hatten mit weniger als der Hälfte gerechnet.

Aber auch Google , Mastercard und Visa verteuerten sich deutlich. So legten die im Dow notierten Visa-Aktien gegen den Trend fast fünf Prozent zu. Visa verbuchte im angelaufenen Quartal einen um elf Prozent höheren Gewinn als im Vorjahr. Das war mehr als Experten erwartet hatten.

Ebenfalls nach oben ging es mit Apple-Aktien . Sie setzten ihren Höhenflug nach dem am Dienstagabend veröffentlichten Rekord-Quartalsgewinn fort und erreichten mit 120 Dollar den bisher höchsten Stand in ihrer Geschichte. Der iPhone-Hersteller ist damit an der Börse rund 694 Milliarden Dollar wert./zb/jha/

30.01.2015

WOCHENAUSBLICK: Dax hat dank EZB-Milliarden weiteres Rekord-Potenzial

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zuletzt kannte der Dax nur eine Richtung: nach oben. Und wenn es nach einigen Experten geht, ist dank der EZB-Milliarden das Ende der Fahnenstange immer noch nicht erreicht. Allerdings wird die Luft in der neuen Woche dünner, nachdem der deutsche Leitindex zuletzt einen Rekord nach dem anderen markiert hat.

Zur Vorsicht mahnen der Streit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern über den Sparkurs des Landes und die im Jahresverlauf erwartete Straffung der US-Geldpolitik. Ebenfalls im Fokus steht die Fortsetzung der Berichtssaison.

UMFELD HELLT SICH AUF

Sehr gute Aussichten für weiter steigende Kurse sieht Guido Schäfers im aktuellen Bernecker-Börsenbrief "Die Termin-Börse". Denn mit dem angekündigten Wertpapier-Kaufprogramm schwäche die Europäische Zentralbank (EZB) das schon niedrige Zinsniveau weiter, was Aktien als Anlage noch attraktiver mache. Auch seien private und institutionelle Investoren trotz des fast ununterbrochenen Höhenflugs seit 2009 noch immer wenig in Dividendenpapieren investiert. "Von einem heiß laufenden Aktienmarkt kann also absolut keine Rede sein."

Dazu helle sich das wirtschaftliche Umfeld erstaunlich rasch auf, so der Experte. Die Verbraucherstimmung in Deutschland habe sich unerwartet stark verbessert, auch weil die niedrigen Energiepreise wie ein Konjunkturprogramm wirkten. Zudem profitierten die exportstarken hiesigen Unternehmen vom schwachen Euro, was die jüngsten Quartalsberichte bestätigten. Auch die Kreditnachfrage habe sich einer vierteljährlichen EZB-Umfrage zufolge verbessert und sei so hoch wie zuletzt 2006.

LUFT WIRD DÜNNER - ANLEGER BLENDEN NEGATIVE ASPEKTE AUS

"Vieles spricht dafür, dass der Aufwärtsimpuls noch nicht zu Ende ist", schreibt Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Die Anleger hätten Kursrücksetzer beim Dax in den vergangenen Tagen "wiederholt als Kaufgelegenheit genutzt". Allerdings sei der Kursaufschwung bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Laut Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research ist es nach dem Gipfelsturm der vergangenen Monate nun an der "Zeit für eine Ruhepause". Seit dem Tief Mitte Oktober habe das wichtigste deutsche Börsenbarometer um rund 2400 Punkte oder fast 30 Prozent zugelegt. Saurenz attestiert den Anlegern eine einseitige Wahrnehmung: Derzeit blickten sie vor allem auf die EZB und blendeten negative Aspekte wie den Konflikt in der Ukraine und das Thema Griechenland aus.

RISIKEN AUS USA DROHEN - MUNICH RE UND DAIMLER MIT ZAHLEN

Aber "das muss nicht so bleiben", warnte Saurenz. Risiken drohten auch aus den USA. Zwar hätten die Zahlen der dortigen Technologie- und Internetunternehmen bislang überzeugt. Doch seien diese sehr abhängig vom konjunkturabhängigen Werbemarkt. Entsprechend könnte eine wirtschaftliche Delle die hohen Aktienbewertungen bei Facebook, Twitter oder Amazon unter Druck setzen, was nicht ohne Folgen für die Kurse am deutschen Markt bliebe.

In Deutschland müssen die Anleger bis zum Mittwoch auf die ersten Unternehmenszahlen warten: Dann berichten unter anderem Hannover Rück , der Lichtspezialist Osram und der Maschinenbauer Gea über ihre Geschäftsentwicklung. Tags darauf folgen mit Hannover-Rück-Konkurrent Munich Re und Daimler zwei Dax-Konzerne.

US-ARBEITSMARKTBERICHT IM FOKUS

Aus Konjunktursicht stehen am Montag Einkaufsmanager-Indizes aus Europa, China und Japan auf der Agenda - sie gelten als wichtiger konjunktureller Frühindikator. Am Donnerstag sollte das deutsche Ifo-Geschäftsklima einen Blick wert sein, bevor zum Wochenausklang der Arbeitsmarktbericht der amerikanischen Regierung die Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollte.

Die Beschäftigungslage hat entscheidende Bedeutung für die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Dass die weltgrößte Volkswirtschaft im letzten Quartal nicht so stark wie erwartet gewachsen ist, sollte Beobachtern zufolge wenig an der Erwartung einer ersten Zinsanhebung noch in diesem Jahr ändern./gl/ck/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

30.01.2015

Aktien New York: Verluste - Dow und S&P steuern auf deutliches Monatsminus zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Schwache Konjunkturdaten haben den Aktienmarkt in den USA am Freitag belastet. Knapp eine Stunde nach Handelsstart gab der Leitindex Dow Jones Industrial 0,52 Prozent auf 17 325,78 Punkte ab, während der marktbreite S&P-500-Index 0,61 Prozent auf 2008,83 Punkte verlor. Die beiden Indizes steuern damit auf ein Minus von mehr als zwei Prozent im Januar zu. Das wäre der höchste Monatsverlust seit einem Jahr. An der technologielastigen Nasdaq hielten sich die Verluste zum Wochenausklang wegen guter Zahlen einiger wichtiger Werte dagegen in Grenzen.

Für Enttäuschung sorgte vor allem das US-Wirtschaftswachstum im vierten Quartal, das niedriger als erwartet ausgefallen ist. Dies habe die Stimmung belastet, sagte ein Händler. Zudem herrsche nach wie vor Unsicherheit darüber, wann die US-Notenbank den Leitzins erhöhen wird. Positives gab es dagegen von einigen großen Unternehmen, die mit ihrem Zahlenwerk überzeugten. So legten die Papiere des Internethändlers Amazon mehr als zehn Prozent zu. Aber auch Google , Mastercard und Visa verteuerten sich deutlich./zb/jha/

30.01.2015

Aktien Frankfurt: Griechenland-Sorgen ziehen Dax runter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um Griechenland haben den Dax am Freitag von seinem jüngsten Rekordlauf abgebracht. Der Leitindex rutschte bis zum Nachmittag mit 0,66 Prozent ins Minus auf 10 667,32 Punkte.

Händler verwiesen darauf, dass im griechischen Schuldendrama die neue Regierung auf einen Konflikt mit den internationalen Geldgebern zusteuere. Noch vor einem ersten Treffen mit Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hatte Athen bekräftig, dass der harte Sparkurs der vergangenen Jahre beendet werden solle.

Der MDax der mittelgroßen Werte verbilligte sich um 0,38 Prozent auf 18 583,21 Punkte. Der EuroStoxx-50-Index verlor 0,75 Prozent. Der TecDax gewann dank einiger starker Technologie-Werte dagegen 0,39 Prozent auf 1493,85 Punkte.

'ÜBERFÄLLIGER RÜCKSCHLAG'

Ein Rückschlag sei nach dem starken Anstieg in den vergangenen Wochen überfällig gewesen, sagten Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin "Index-Radar" und Marktanalyst Daniel Saurenz von Feingold Research übereinstimmend. Auch ungünstige Wirtschaftsdaten gaben den Anlegern zu denken: Die Teuerung in Europa liegt auf dem niedrigsten Niveau seit Juli 2009.

Noch am Morgen hatte die gute Stimmung von der Wall Street den Dax bis auf 6 Punkte an sein Rekordhoch von 10 810 Punkten herangetrieben. Danach ging es jedoch runter. Die New Yorker Börsen hatten im Kielwasser wieder steigender Ölpreise und dank der teilweise sehr positiv aufgenommenen Geschäftsergebnisse der Konzerne im Plus geschlossen.

VOLKSWAGEN RUTSCHEN ANS DAX-ENDE

Im Dax rutschten die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) mit minus 3,23 Prozent auf 197,55 Euro ans Ende. Das Papier zeige besonders gut die Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende, sagte ein Händler. Nach einem sprunghaften Anstieg sei zuletzt bereits etwas Kraft verloren gegangen. Zeitweise rutschte das Papier sogar bis auf 193,65 Euro. Ein Händler vermutete "Stopp-Loss"-Verkäufe. Dabei werden Verkaufsorders beim erreichen eines bestimmten Kurses in den Markt gegeben. Anleger wollen sich so vor größeren Verlusten schützen.

Die T-Aktie hinkte mit minus 0,68 Prozent hinterher. Ein Händler sah die Ergebnisse der Mobilfunk-Auktion in den USA als mögliche Belastung. Dort hatte der verzweifelte Kampf um Mobilfunk-Kunden den Preis für neue Frequenzen auf einen Rekordwert getrieben. Zu den Bietern gehörte die Telekom-Tochter T-Mobile US.

LUFTHANSA PROFITIEREN VON ÜBERNAHMEFANTASIE

Dagegen legten die Papiere der Lufthansa 0,56 Prozent zu. Nachrichten eines Konkurrenten sorgen einem Händler zufolge für Fantasie: Die Airline-Holding IAG - zu der British Airways, Iberia und Vueling gehören - bekommt einen finanzkräftigen Investor aus dem Golfstaat Katar. Die Fluggesellschaft Qatar Airways steigt mit knapp 10 Prozent bei den Europäern ein. Lufthansa profitierte zudem von einer Kurszielerhöhung des japanischen Analysehauses Nomura.

An der Indexspitze standen aber Lanxess-Aktien mit plus 1,07 Prozent. Thyssenkrupp verteuerten sich um 0,66 Prozent auf 22,775 Euro. Vorstandschef Heinrich Hiesinger bekannte sich auf der Hauptversammlung im Bochum zum Aufräumen bei dem Stahlkocher und Industriekonzern.

AAREAL BANK LEGT NACH PLATZIERUNG AM ENDE ZU

Im Fokus standen auch die Titel der Aareal Bank . Großaktionäre haben fast 30 Prozent an dem Immobilienfinanzierer bei 31,50 Euro je Aktie platziert. Der erhöhte Streubesitz und auch der geringe Abschlag beim Platzierungspreis seien positiv, schrieb Analyst Christian Koch von der DZ Bank. Koch empfiehlt die Aktie zum Kauf. Das Papier der Aareal Bank stand nach anfänglichen Verlusten zuletzt 1,30 Prozent höher bei 33,46 Euro.

Eine optimistische Studie der Deutschen Bank trieb die Papiere der Norma Group auf ein neues Rekordhoch bei 45,89 Euro. Die Anteile des Automobilzulieferers standen zuletzt mit 1,60 Prozent im Plus bei 44,725 Euro.

Die Privatbank Berenberg stufte dagegen MTU aus Bewertungsgründen ab. Die Papiere des Triebwerksherstellers verloren daraufhin 1,69 Prozent./fat/das

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

30.01.2015

Aktien New York Ausblick: S&P 500 droht schwächster Monat seit einem Jahr

NEW YORK (dpa-AFX) - Die jüngste Kluft zwischen den Aktienmärkten in den USA und Europa wird zum Monatsende deutlich: Während der umfassende US-Index S&P-500-Index am Freitag den schwächsten Monat seit einem Jahr besiegeln dürfte, steuert sein europäisches Pendant Stoxx 600 Europa auf den stärksten Jahresauftakt seit 1989 zu.

Während die Anleger an der Wall Street angespannt auf Signale warten, wann die US-Notenbank die Zinswende einleiten wird, konnten sich die Investoren in Europa zuletzt erst über eine neue Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) freuen. Aktuelle Konjunkturdaten aus den USA gaben kaum neue Impulse: So wuchs die US-Wirtschaft im vierten Quartal deutlich schwächer als in den Monaten zuvor und verfehlte damit die Erwartungen. Helaba-Experte Ralf Umlauf sieht das Wachstumsszenario aber insgesamt intakt.

Die Futures lassen rund eine halbe Stunde vor Handelsstart einen neuerlichen Rückschlag erwarten: Der Kontrakt auf den Dow Jones Industrial liegt mit 1,05 Prozent im Minus. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq 100 büßte derweil gut ein halbes Prozent ein.

Gefeiert wurden vorbörslich allerdings die Zahlen von Amazon mit einem satten Kurssprung um 13 Prozent. Der Internethändler hat im vergangenen Weihnachtsgeschäft zwar weniger verdient, die Börsianer aber trotzdem begeistert. Der Gewinn des weltgrößten Online-Einzelhändlers sank im Jahresvergleich um gut zehn Prozent übertraf aber deutlich die Erwartungen der Analysten. Sie hatten mit weniger als der Hälfte gerechnet.

Auch die Ergebnisse der Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard kamen sehr gut an. Sie machten dank guter Konsumentenstimmung mehr Umsatz und Gewinn als erwartet. Visa verbuchte im angelaufenen Quartal einen um elf Prozent höheren Gewinn als im Vorjahr. Mastercard steigerte das Ergebnis gar um 29 Prozent. Beide Aktien gewannen vorbörslich rund vier Prozent./ag/zb

30.01.2015

Aktien Frankfurt: Dax scheut vor Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag seinen neuesten Rekordversuch abgebrochen und ist wieder gefallen. Ein Rückschlag sei aus technischer und fundamentaler Sicht nach dem starken Anstieg in den vergangenen Wochen überfällig, erläuterten Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar und Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research. Auch Wirtschaftsdaten gaben zu denken: Die Teuerung in Europa liegt auf dem niedrigsten Niveau seit Juli 2009.

Der Dax stand am Mittag mit 0,45 Prozent im Minus bei 10 689,70 Punkten. Am Morgen war noch die gute Stimmung von der Wall Street herüber geschwappt und hatte den Leitindex bis auf 6 Punkte an sein Allzeithoch bei 10 810 Punkten getrieben.

Der MDax mittelgroßer Werte trat zuletzt bei 18 655,44 Punkte mit plus 0,01 Prozent auf der Stelle. Der TecDax gewann 0,54 Prozent auf 1496,03 Punkte. Der EuroStoxx-50-Index gab um 0,44 Prozent ab.

Die New Yorker Börsen hatten am Vorabend im Kielwasser wieder steigender Ölpreise und positiv aufgenommener Quartalszahlen ins Plus gedreht. Auch ging die Unsicherheit um das Thema Griechenland zurück. Die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) hält die Börsen zusätzlich in Schwung.

VOLKSWAGEN RUTSCHEN ANS DAX-ENDE

Im Dax rutschten die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) mit minus 1,25 Prozent auf 201,60 Euro ans Dax-Ende. Das Papier zeige besonders gut die Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende, sagte ein Händler. Nach einem Sprunghaften Anstieg der Papiere des Autobauers zum Monatsmitte sei zuletzt bereits etwas Kraft verloren gegangen und nun helfe auch keine Kursziel-Erhöhung der Deutschen Bank mehr.

Dagegen sprinteten die Papiere der Lufthansa um 1,23 Prozent nach oben. Nachrichten eines Konkurrenten sorgen einem Händler zufolge für Fantasie im Sektor: Die Airline-Holding IAG , zu der British Airways, Iberia und Vueling gehören, bekommt einen finanzkräftigen Investor aus dem Golfstaat Katar. Die Fluggesellschaft Qatar Airways steigt mit knapp 10 Prozent bei den Europäern ein. Lufthansa prfitierte auch von eine Kurszielerhöhung der japanischen Nomura.

An der Indexspitze standen aber Thyssenkrupp-Aktien mit plus 1,41 Prozent. Vorstandschef Heinrich Hiesinger bekannte sich auf der Hauptversammlung im Bochum zum Aufräumen bei dem Industriekonzern.

Die Anteile der Deutschen Telekom hinkten mit minus 0,90 Prozent indes dem Markt hinterher. Ein Händler sah die Ergebnisse der Mobilfunk-Auktion in den USA als mögliche Belastung. Dort hatte der verzweifelte Kampf um Mobilfunkkunden den Preis für neue Frequenzen auf einen Rekordwert getrieben. Zu den Bietern gehörte die Telekom-Tochter T-Mobile US.

AAREAL VERDAUEN PLATZIERUNG SEHR GUT

Im Fokus standen auch die Titel der Aareal Bank . Großaktionäre haben fast 30 Prozent an dem Immobilienfinanzierer bei 31,50 Euro je Aktie platziert. Das Papier der Aareal Bank stand zuletzt 1,15 Prozent im Minus bei 32,65 Euro.

Eine optimistische Studie der Deutschen Bank trieb die Papiere der Norma Group indes auf ein neues Rekordhoch bei 45,89 Euro. Die Anteile des Automobilzulieferers standen zuletzt mit 2,62 Prozent im Plus bei 45,175 Euro. Die Privatbank Berenberg stufte dagegen MTU aus Bewertungsgründen ab. Die Papiere des Triebwerksherstellers verloren am MDax-Ende 2,64 Prozent./fat/das

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

30.01.2015

KORREKTUR/ROUNDUP/Aktien Frankfurt: Wall Street treibt Dax in Rekord-Reichweite

(Es wird im zweiten Absatz, zweiter Satz klargestellt, dass der Dax bis auf 6 rpt. 6 Punkte an sein Rekordhoch herankam.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag sein Rekordhoch bei 10 810 Punkten wieder ins Visier genommen. Vor allem die gute Vorgabe von der Wall Street treibe den deutschen Aktienmarkt an, sagten Händler. Die New Yorker Börsen hatten am Vorabend im Kielwasser wieder steigender Ölpreise und positiv aufgenommener Quartalszahlen ins Plus gedreht.

Der Dax stand am Morgen mit 0,41 Prozent im Plus bei 10 781,47 Punkten. Er war zuvor bis auf rund 6 Punkte an seine Rekordmarke herangerückt. Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es um 0,42 Prozent auf 18 731,43 Punkte hoch. Der TecDax gewann 0,73 Prozent auf 1498,92 Punkte. Der EuroStoxx-50-Index rückte um ein Drittel Prozent vor.

Marktstratege Chris Weston vom Broker IG zufolge sorgten zuletzt positivere Signale aus Europa mit einer wieder anspringenden Konjunktur ohnehin für eine anhaltend optimistische Grundstimmung an den Märkten. Die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) hält die Börsen zusätzlich in Schwung. Hinzu kamen zuletzt gute Unternehmenszahlen etwa von der Deutschen Bank und Infineon vom Vortag. Auch ging die Unsicherheit um das Thema Griechenland zurück.

ALLE 30 DAX-WERTE IM PLUS

Im Dax lagen alle 30 Aktien im frühen Geschäft im Plus. Allen voran sprinteten die Papiere der Lufthansa mit plus 2,09 Prozent auf 15,38 Euro an die Indexspitze. Hintergrund waren Nachrichten eines Konkurrenten: Die Airline-Holding IAG , zu der British Airways, Iberia und Vueling gehören, bekommt einen finanzkräftigen Investor aus dem Golfstaat Katar. Die Fluggesellschaft Qatar Airways steigt mit knapp 10 Prozent bei den Europäern ein. Das sorge für Fantasie in dem Sektor, erklärten Händler. Hinzu kam eine Kurszielerhöhung durch das japanische Analysehaus Nomura.

Die Aktien der Deutschen Telekom hinkten mit plus 0,16 Prozent indes dem Markt hinterher. Ein Händler sah die Ergebnisse der Mobilfunk-Auktion in den USA als mögliche Belastung. Dort hatte der verzweifelte Kampf um Mobilfunkkunden den Preis für neue Frequenzen auf einen Rekordwert getrieben. Zu den Bietern gehörte die Telekom-Tochter T-Mobile US.

Im Fokus stehen auch die Papiere der Aareal Bank . Großaktionäre haben fast 30 Prozent an dem Immobilienfinanzierer bei 31,50 Euro je Aktie platziert. Das Papier der Aareal Bank stand zuletzt 1,15 Prozent im Minus bei 32,65 Euro./fat/das

30.01.2015

Merkel mit Hollande und Schulz beim Arbeitsessen

STRASSBURG (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande sind am Freitag zu einem vertraulichen Arbeitsessen in Straßburg zusammengekommen. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hatte zu der informellen Begegnung eingeladen und erwartete seine Gäste am Eingang eines Straßburger Restaurants in der Nähe des Europaparlaments. Hollande traf zuerst ein, kurz danach fuhr Angela Merkel vor. Die Zone war weiträumig abgesperrt, zugelassen waren nur Fotografen und Bildreporter.

In Straßburg hieß es, dass nach dem Dreiertreffen keine Erklärungen abgegeben würden. Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz sagte im Vorfeld in Berlin, dass auch die Forderungen der neuen griechischen Regierung nach einer Abkehr vom harten Spar- und Reformkurs in der Eurozone zu den Themen des Abends gehören würden. In Berlin besteht die Sorge, dass der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bei Staaten mit Finanzproblemen zunehmend Gehör finden könnte. Schulz war am Donnerstag in Athen. Die Finanzlage Frankreichs dürfte ebenfalls zur Sprache kommen. Beim Schwergewicht Frankreich sind - wie bei Italien - kaum Fortschritte beim Abbau des Haushaltsdefizits zu verzeichnen./pkl/DP/he

30.01.2015

ROUNDUP: 'Spiegel': Berlin bereit für neues Athen-Paket - Bund dementiert

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat einen "Spiegel"-Bericht dementiert, wonach Berlin bereit sei, Griechenland auch unter der neuen Regierung von Alexis Tsipras ein weiteres Hilfsprogramm aus dem Euro-Rettungsschirm zu gewähren. Das neue Rettungspaket benötige ein Volumen von bis zu 20 Milliarden Euro, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Regierungskreise. Die Bundesregierung wies den Bericht klar zurück. "Es gibt keine Planung für ein neues Programm", entgegnete der Sprecher des Finanzministeriums, Martin Jäger, am Freitag in Berlin.

Zunächst müsse das laufende Programm abgeschlossen werden. Auch Spekulationen über Summen machten keinen Sinn, sagte der Sprecher.

Vor einigen Wochen gingen Experten laut "Spiegel" noch von einem Finanzbedarf Athens von rund 10 Milliarden Euro aus. Inzwischen seien die Steuereinnahmen rückläufig, Privatisierungen blieben aus. Voraussetzung für die neue Geldspritze sei jedoch, dass Tsipras Reformauflagen und eine Aufsicht durch die Geldgeber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds akzeptiere, hieß es.

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, lehnt einen von Griechenland geforderten weiteren Schuldenerlass ab, plädiert aber für neue Krediterleichterungen. "Für einen Schuldenschnitt gibt es derzeit keine Mehrheit", sagte Schulz dem "Spiegel".

Er plädiert aber für eine Streckung der Tilgungsfristen für die europäischen Hilfskredite. "Derzeit soll die letzte Tilgung 2057 erfolgen. Das um zehn Jahre hinauszuschieben, macht in Wahrheit auch keinen großen Unterschied mehr. Hauptsache, Griechenland kommt in die Lage, überhaupt zurückzahlen zu können." Zugleich warnte Schulz vor einem Euro-Austritt Griechenlands. Am Donnerstag hatte er in Athen den neuen linken Regierungschef Tsipras getroffen./sl/DP/he

30.01.2015

Europaparlamentspräsident schlägt längere Tilgungsfristen für Griechenland vor

BERLIN (dpa-AFX) - Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, hat längere Tilgungsfristen für Griechenland vorgeschlagen. "Für einen Schuldenschnitt gibt es derzeit keine Mehrheit", betonte der SPD-Politiker in einem "Spiegel"-Interview. Doch die Tilgungsfristen für die EU-Hilfskredite könnten gestreckt werden.

"Derzeit soll die letzte Tilgung 2057 erfolgen." Das um zehn Jahre hinauszuschieben, mache keinen großen Unterschied. Zugleich warnte er vor einem Euro-Austritt Griechenlands. Am Donnerstag hatte Schulz in Athen den neuen linken Regierungschef Alexis Tsipras getroffen.

Griechenlands neuer Wirtschaftsminister Georgios Stathakis bekräftigte im "Spiegel" die Absicht seiner Regierung, "definitiv" Mitglied im Euro-Raum zu bleiben. Er verlangte aber Neuverhandlungen über das europäische Rettungspaket. Europa brauche eine neue Agenda für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung, die die negativen sozialen Effekte der Krise mildere.

Schulz sprach sich mit Blick auf Frankreich und andere Staaten auch für eine nicht zu strikte Auslegung der Euro-Stabilitätspakts aus und stellte sich hinter Pläne des EU-Kommissionschefs Jean-Claude Juncker. "Mit der Flexibilität, die Juncker vorgelegt hat, wird der Richtungswechsel jetzt in Formen gegossen", sagte Schulz./ro/DP/jha

30.01.2015

'Spiegel': Bundesregierung bereit für neues Griechenland-Hilfspaket

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung ist nach einem "Spiegel"-Bericht bereit, Griechenland auch unter der neuen Regierung von Alexis Tsipras ein weiteres Hilfsprogramm aus dem Euro-Rettungsschirm zu gewähren. Das neue Rettungspaket benötige ein Volumen von bis zu 20 Milliarden Euro, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Regierungskreise.

Vor einigen Wochen gingen Experten noch von einem Finanzbedarf von rund 10 Milliarden Euro aus. Inzwischen seien die Steuereinnahmen rückläufig, Privatisierungen blieben aus. Voraussetzung für die neue Geldspritze sei jedoch, dass Tsipras Reformauflagen und eine Aufsicht durch die Geldgeber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds akzeptiere, hieß es.

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, lehnt einen von Griechenland geforderten weiteren Schuldenerlass ab, plädiert aber für neue Krediterleichterungen. "Für einen Schuldenschnitt gibt es derzeit keine Mehrheit", sagte Schulz dem "Spiegel".

Er plädiert aber für eine Streckung der Tilgungsfristen für die europäischen Hilfskredite. "Derzeit soll die letzte Tilgung 2057 erfolgen. Das um zehn Jahre hinauszuschieben, macht in Wahrheit auch keinen großen Unterschied mehr. Hauptsache, Griechenland kommt in die Lage, überhaupt zurückzahlen zu können."/sl/DP/jha

30.01.2015

ROUNDUP 2: Aussetzung für Transit-Lkw heizt Streit um Mindestlohn an

(neu: mit Hasselfeldt, EU-Kommission, DGB)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung setzt den erst seit einem Monat geltenden Mindestlohn nach Protesten von Nachbarstaaten für ausländische Lkw-Fahrer auf der Durchreise aus. In der schwarz-roten Koalition heizt das den Streit um weitere Korrekturen an. Die Union will weniger Nachweispflichten für Firmen und verlangte am Freitag ein generelles Aussetzen der Kontrollen. Das Arbeitsministerium lehnte dies ab. Die Vorschriften für Lkws soll nun die EU-Kommission klären. Mehrere EU-Staaten kritisieren Nachteile für ihre Spediteure.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sagte, die Mindestlohn-Regeln für reine Transitfahrten durch Deutschland würden vorerst ausgesetzt. Dies solle als "Zeichen guter Nachbarschaft" so lange gelten, bis europarechtliche Fragen überprüft sind, sagte sie nach einem Gespräch mit ihrem polnischen Kollegen Wladyslaw Kosiniak-Kamysz in Berlin. Ein bereits eingeleitetes Prüfverfahren der EU dazu dürfte noch vor dem Sommer abgeschlossen sein. In Kraft bleibt der Mindestlohn allerdings für Lastwagen, die in Deutschland be- und entladen werden.

Nahles räumte ein, dass die Durchsetzung der seit 1. Januar geltenden gesetzlichen Untergrenze von 8,50 Euro pro Stunde in diesem Punkt zu Unruhe in Nachbarländern geführt hat. "Wir möchten nicht, dass die Einführung des Mindestlohns in Deutschland durch einen Rechtsstreit im Kreis der Mitgliedsstaaten belastet wird." Nur für den Transit würden daher übergangsweise die Kontrollen ausgesetzt. Ausländische Speditionen müssen keine Aufzeichnungen erstellen. Nahles betonte, die Bundesregierung halte die Regeln aber für europarechtskonform.

Dagegen protestieren vor allem Polen und Tschechien. Der polnische Arbeitsminister Kosiniak-Kamysz nannte das teilweise Aussetzen des Mindestlohns einen "ersten Schritt in die richtige Richtung". Er bekräftigte aber rechtliche Bedenken. Die EU-Kommission begrüßte das Einlenken Berlins. Sie bekräftigte, der deutsche Mindestlohn stehe "in vollem Einklang mit dem sozialpolitischem Engagement der EU-Kommission" - allerdings müsse er den EU-Vorgaben entsprechen. Nahles kündigte weitere Gespräche mit Polen an, etwa über eine Vereinfachung von Dokumentationspflichten.

CDU und CSU forderten vor diesem Hintergrund erneut Korrekturen bei der generellen Mindestlohn-Anwendung. Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU) sagte, Nahles solle "auch die Bürokratie-Sorgen der Unternehmer bei uns im Land ernst nehmen." CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sagte, dringend zu handeln sei bei überzogenen Dokumentationspflichten für Unternehmen. Regelungen, die rechtlich nicht tragfähig seien, müssten auf den Prüfstand. "Bis dahin fordere ich, die Kontrollen des Mindestlohns durch den Zoll auszusetzen."

Das Arbeitsministerium erteilte dem umgehend eine Absage. "Ein Mindeststundenlohn ist nur so gut wie seine nachvollziehbaren Kontrollen", sagte eine Sprecherin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) reagierte gelassen auf das Aussetzen der einzelnen Regelung. Der Vorsitzende Reiner Hoffmann sagte der "Stuttgarter Zeitung" (Samstag): "Für Millionen Menschen bedeutet der Mindestlohn mehr Gerechtigkeit auf dem Lohnzettel und für die Wirtschaft mehr Konsumkraft - vorausgesetzt, die Unternehmen halten sich ans Gesetz."/sam/DP/jha

30.01.2015

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 30.01.2015 - 17.00 Uhr

Offener Streit zwischen Eurogruppe und Athen: Keine Troika mehr

ATHEN - Zwischen der neuen griechischen Regierung und der Eurogruppe ist es zu einem Eklat gekommen. Griechenland werde künftig nicht mehr mit den Geldgeber-Kontrolleuren der Troika zusammenarbeiten, sagte der Finanzminister Gianis Varoufakis am Freitag nach einem Treffen mit Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem in Athen.

EU-Kommission warnt Griechenland vor Abkehr von Reformkurs

BERLIN - Der Vize-Chef der EU-Kommission Jyrki Katainen hat die neue politische Führung in Griechenland vor einer Abkehr vom beschlossenen Reformkurs gewarnt. "Wir erwarten, dass die Regierung die versprochenen Verpflichtungen einhält", sagte Katainen am Freitag im Deutschlandfunk. Diejenigen, die Griechenland Geld geliehen hätten, müssten sich darauf verlassen können, dass das Land die versprochenen Reformen umsetze.

Kein Treffen von Merkel mit Tsipras vor EU-Gipfel geplant

BERLIN - Vor dem EU-Gipfel in knapp zwei Wochen ist kein persönliches Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem neuen griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras in Sicht. Es gebe keine Einladungen oder Planungen dafür, erklärte Vize- Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Freitag in Berlin. Tsipras will zunächst in Südeuropa auf "Roadshow" gehen und Zypern und Italien besuchen. Der EU-Sondergipfel in Brüssel ist am 12. Februar. Dort werde es sicher Gelegenheit für Gespräche geben, meinte Wirtz.

IWF mahnt: Portugal darf bei Reformen nicht einknicken

WASHINGTON/LISSABON - Das frühere Euro-Krisenland Portugal darf nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) trotz aller Sanierungserfolge bei den Sparbemühungen und Reformen auf keinen Fall nachlassen. Unter anderem auf dem Arbeitsmarkt seien weitere Reformen nötig, um höhere Wachstumsraten und ein dauerhaftes Gleichgewicht in der Wirtschaft zu erreichen. Das schreibt der IWF in einem am Freitag veröffentlichten ersten Bericht nach dem Ende des Hilfsprogramms für Portugal im Mai 2014.

US-Wirtschaft schaltet einen Gang runter - Experten unbesorgt

WASHINGTON - Das Wachstumstempo der amerikanischen Wirtschaft hat zum Jahresende nachgelassen. Nach Zahlen der US-Regierung vom Freitag stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Oktober bis Dezember um annualisiert 2,6 Prozent. Im dritten Quartal hatte die Wirtschaft noch um 5,0 Prozent, im zweiten Vierteljahr um 4,6 Prozent zugelegt. Die Werte sind auf das Jahr hochgerechnet und geben an, wie stark das Wachstum ausfiele, wenn dieses Tempo ein Jahr lang gehalten würde.

USA: Michigan-Konsumklima steigt auf höchsten Wert seit elf Jahren

MICHIGAN - Die amerikanischen Verbraucher sind zurzeit so zuversichtlich wie lange nicht mehr. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg im Januar um 4,5 Punkte auf 98,1 Punkte, wie die Universität am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte. Das ist zwar etwas weniger, als in einer ersten Schätzung ermittelt worden war. Dennoch liegt das Stimmungsbarometer so hoch wie seit Anfang 2004 nicht mehr.

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex steigt überraschend

CHICAGO - In den USA hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Januar überraschend aufgehellt. Der Indikator sei um 0,6 Punkte auf 59,4 Punkte gestiegen, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 57,5 Punkte gerechnet. Der Wert aus dem Vormonat wurde zudem auf 58,8 Punkte (zuvor 58,3) revidiert.

USA: Arbeitskostenindex steigt wie erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Arbeitskosten im vierten Quartal wie erwartet gestiegen. Der entsprechende Index sei um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten in den Monaten Oktober bis Dezember mit diesem Wert gerechnet. Im dritten Quartal waren die Arbeitskosten um 0,7 Prozent gestiegen.

Arbeitslosigkeit in Euroländern auf Zwei-Jahres-Tief

LUXEMBURG - Die Arbeitslosigkeit in den Euroländern ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen. Die Spanne zwischen den Staaten ist allerdings groß: Während Deutschland von allen 28 EU-Staaten am besten dasteht, ist die Lage in Griechenland weiter düster. Das zeigen neue Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat vom Freitag.

Starkes Weihnachtsgeschäft beschert Einzelhandel gutes Jahr 2014

WIESBADEN - Die Kauflust der Verbraucher hat dem deutschen Einzelhandel ein gutes Weihnachtsgeschäft und ein erfolgreiches Jahr 2014 beschert. Im Dezember stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat preisbereinigt (real) um 4,0 Prozent und nominal um 3,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Eine höhere reale Steigerung gab es auf Jahressicht zuletzt im Juni 2012 mit 4,6 Prozent. Allerdings hatte der Dezember auch 2014 einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Russische Regierung warnt vor neuen Wirtschaftsproblemen

MOSKAU - Russland muss sich nach den Worten von Vizeregierungschef Igor Schuwalow noch auf deutlich schlimmere Krisenzeiten einstellen als bisher befürchtet. 2015 werde äußerst hart werden, sagte Schuwalow am Freitag Agenturen zufolge in der Staatsduma in Moskau. Für die kommenden Tage kündigte er die Veröffentlichung einer Prognose an. Grund der pessimistischen Einschätzung sei ein extrem niedriger Ölpreis, der sich negativ auf den Staatshaushalt der Rohstoffmacht Russland auswirkt.

Russland: Notenbank senkt Leitzinsen - Rubel unter Druck

MOSKAU - Die russische Notenbank hat eine Kehrtwende vollzogen. Die Geldhüter senkten am Freitag den Leitzins um zwei Punkte auf 15,0 Prozent. Der Inflationsdruck durch die zuletzt starke Abwertung des Rubels habe nachgelassen, hieß es zur Begründung. Der Rubel verlor nach der Zinssenkung an Boden, zuletzt mussten für einen US-Dollar über 70 Rubel bezahlt werden. Dies war zuletzt Mitte Dezember der Fall, als die Währung massiv eingebrochen war.

Eurozone: Inflation stellt Rekordtief ein - Kernrate so tief wie nie

LUXEMBURG - Die Verbraucherpreise im Euroraum fallen immer stärker. Nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat vom Freitag lagen die Verbraucherpreise im Januar 0,6 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Mit Ausnahme des Monats Juli 2009, als die Inflationsrate als Folge der Wirtschaftskrise ebenfalls bei minus 0,6 Prozent lag, ist dies der stärkste Preisrückgang seit Bestehen der Eurozone. Bankvolkswirte hatten mit einer Rate von minus 0,5 Prozent gerechnet.

Japan: Inflation schwächt sich ab - Produktion zieht an

TOKIO - Die japanische Notenbank kommt bei ihrem Ziel, die landesweite Teuerung anzuschieben, nicht voran. Nach Regierungsdaten vom Freitag stiegen die Verbraucherpreise im Dezember auf Jahressicht wie im Vormonat um 2,4 Prozent. Ohne frische Nahrungsmittel ging der Preisauftrieb von 2,7 auf 2,5 Prozent zurück. Diese sogenannte Kernrate liegt zwar über dem Ziel der Notenbank von zwei Prozent. Abzüglich der Mehrwertsteuererhöhung von April 2014 liegt die Inflation aber nur bei 0,5 Prozent. Dieser Effekt wird von der Notenbank selbst berechnet, sie berücksichtigt ihn in ihrer Geldpolitik.

Spanien: Rückgang der Verbraucherpreise beschleunigt sich weiter

MADRID - In Spanien hat sich der Rückgang der Verbraucherpreise zum Jahresauftakt weiter beschleunigt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ging das Preisniveau um 1,5 Prozent zurück, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten dies erwartet. Im Dezember hatte der Rückgang noch bei 1,1 Prozent gelegen.

Spanien mit stärkstem Wachstum seit sieben Jahren

MADRID - Die spanische Wirtschaft kommt immer stärker in Schwung. Nach Zahlen des Statistikamts INE vom Freitag wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die Wirtschaftsleistung erhöhte sich von Oktober bis Dezember verglichen mit dem Vorquartal um 0,7 Prozent. Das ist der stärkste Zuwachs seit dem Schlussquartal 2007. Der Anstieg lag 0,2 Punkte über den Markterwartungen. Im Jahresvergleich erhöhte sich das BIP um 2,0 Prozent.

Frankreich: Konsum springt im Weihnachtsgeschäft an

PARIS - Die französischen Verbraucher waren vor Weihnachten ausgabefreudig. Wie das Statistikamt Insee am Freitag mitteilte, lagen die Konsumausgaben im Dezember 1,5 Prozent höher als im Vormonat. Das ist der stärkste Zuwachs seit Februar 2012. Der Anstieg fiel dreimal so stark aus wie erwartet. Allerdings waren die Ausgaben im November mit 0,2 Prozent weniger stark gestiegen, als zunächst ermittelt. Im Jahresvergleich gaben die Verbraucher im Dezember 0,5 Prozent mehr aus.

Steuereinnahmen auch 2014 auf Rekordniveau

BERLIN - Der Staat hat im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Bund und Länder verbuchten 2014 ein Aufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) von gut 593 Milliarden Euro. Das waren 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Der Fiskus profitierte von der guten Beschäftigungslage und mehr Privatkonsum. Aber auch höhere Unternehmensgewinne schlugen sich in den Staatskassen nieder.

/rob/bgf

30.01.2015

ROUNDUP/Offener Streit zwischen Eurogruppe und Athen: Keine Troika mehr

ATHEN (dpa-AFX) - Zwischen der neuen griechischen Regierung und der Eurogruppe ist es zu einem Eklat gekommen. Griechenland werde künftig nicht mehr mit den Geldgeber-Kontrolleuren der Troika zusammenarbeiten, sagte Finanzminister Gianis Varoufakis am Freitag nach einem Treffen mit Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in Athen. Damit ging er auf direkten Konfrontationskurs zu den Euroländern.

Dijsselbloem forderte die Links-Rechts-Regierung auf, ihre Versprechen einzuhalten. Sichtlich verärgert gingen die beiden Politiker auseinander. Zuvor hatten sie etwa zwei Stunden lang die Lage in Griechenland erörtert. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble 8CDU) warnte Athen vor Erpressungsversuchen.

Varoufakis sagte: "Unser Land weigert sich, mit der Troika zu kooperieren." Das auferlegte Sparprogramm sei nicht in die Tat umsetzbar. Das griechische Volk habe es bei den Wahlen vergangenen Sonntag abgelehnt.

Varoufakis forderte eine internationale Konferenz, die über einen Schuldenschnitt für Griechenland entscheiden solle. Dies lehnte Dijsselbloem strikt ab: "Es gibt bereits eine solche Konferenz, und die heißt Eurogruppe."

Der neue Athener Finanzminister konterte seinerseits, die Troika mit Kontrolleuren von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds sei ein illegales und antieuropäisches Gremium. Griechenland sei bereit, weitreichende Reformen durchzusetzen, betonte Varoufakis.

Dijsselbloem unterstrich, dass für Griechenland nicht viel Zeit bleibe. Es liege nun in der Hand der Regierung in Athen zu entscheiden, wie es weiter gehen solle. Der Hintergrund: Ende Februar schließt sich der Rettungsschirm für Griechenland. Ohne eine neue Vereinbarung wird Athen ab 1. März auf sich selbst angewiesen sein, dann könnte das Geld knapp werden.

Der Chef der Eurogruppe hatte sich zuvor mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und anderen hohen Funktionären der neuen griechischen Regierung getroffen.

Schäuble sagte in Berlin, Vertrauen und Verlässlichkeit seien die Grundlage für weitergehende Solidarität, die alle in Europa benötigten. "Darüber ist wenig mit uns zu streiten, und darüber hinaus sind wir schwer zu erpressen."

Bereits im Wahlkampf hatte sich diese Konfrontation mit den Europartnern angedeutet. Die Regierung werde das Ende des Sparprogramms durchziehen, auch wenn den Griechen der Geldhahn zugedreht werde, hatte ein hoher Funktionär des Finanzministeriums in Athen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Notfalls wolle Athen sogar vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Viele Entscheidungen der vergangenen Jahre, die das harte Sparprogramm beträfen, seien illegal, hieß es in Kreisen des Finanzministeriums in Athen.

Griechenland wird seit 2010 mit internationaler Finanzhilfe in Höhe von 240 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt. Im Gegenzug hat sich das Land zu massiven Einsparungen und Reformen verpflichtet, die die neue Regierung nun teilweise zurücknehmen will. Das Land plagen aber immer noch Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 300 Milliarden Euro

- gemessen an der Wirtschaftsleistung ist das der höchste

Schuldenberg aller Euroländer./tt/DP/jha

30.01.2015

USA: Michigan-Konsumklima steigt auf höchsten Wert seit elf Jahren

MICHIGAN (dpa-AFX) - Die amerikanischen Verbraucher sind zurzeit so zuversichtlich wie lange nicht mehr. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg im Januar um 4,5 Punkte auf 98,1 Punkte, wie die Universität am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte. Das ist zwar etwas weniger, als in einer ersten Schätzung ermittelt worden war. Dennoch liegt das Stimmungsbarometer so hoch wie seit Anfang 2004 nicht mehr.

Der Index der Universität Michigan gilt als Indikator für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Die Daten im Überblick:

^ Januar Prognose Januar Dezember November

(endgültig) (vorläufig)

Konsumklima 98,1 98,2 98,2 93,6 88,8°

(in Punkten)

/bgf/jkr

30.01.2015

Offener Streit zwischen Eurogruppe und Athen: Keine Troika mehr

ATHEN (dpa-AFX) - Zwischen der neuen griechischen Regierung und der Eurogruppe ist es zu einem Eklat gekommen. Griechenland werde künftig nicht mehr mit den Geldgeber-Kontrolleuren der Troika zusammenarbeiten, sagte der Finanzminister Gianis Varoufakis am Freitag nach einem Treffen mit Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem in Athen.

"Unser Land weigert sich mit der Troika zu kooperieren", sagte Varoufakis. Das auferlegte Sparprogramm sei nicht in die Tat umsetzbar. Das griechische Volk habe es bei den Wahlen vergangenen Sonntag abgelehnt. Dijsselbloem forderte die Griechen dagegen auf, ihre Versprechungen einzuhalten. Eine internationale Konferenz über einen Schuldenschnitt, wie die neue Regierung sie fordert, lehnte Dijsselbloem ab. "Es gibt bereits eine solche Konferenz und die heisst Eurogruppe", sagte Dijsselbloem.

Die Reformkontrollen der Troika von der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank werden von vielen Griechen als Bevormundung abgelehnt./tt/DP/jha

30.01.2015

IWF mahnt: Portugal darf bei Reformen nicht einknicken

WASHINGTON/LISSABON (dpa-AFX) - Das frühere Euro-Krisenland Portugal darf nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) trotz aller Sanierungserfolge bei den Sparbemühungen und Reformen auf keinen Fall nachlassen. Unter anderem auf dem Arbeitsmarkt seien weitere Reformen nötig, um höhere Wachstumsraten und ein dauerhaftes Gleichgewicht in der Wirtschaft zu erreichen. Das schreibt der IWF in einem am Freitag veröffentlichten ersten Bericht nach dem Ende des Hilfsprogramms für Portugal im Mai 2014.

Die Risiken für das sowohl privat als auch öffentlich weiterhin hoch verschuldete Land liegen laut IWF nicht nur im außenwirtschaftlichen Sektor, wo finanzielle Schwankungen wieder zunähmen. Betroffen sei auch der interne Bereich. Gewarnt wird vor möglichen "juristischen und politischen Rückschlägen". Das portugiesische Verfassungsgericht hat mehrere Sparbeschlüsse der Mitte-Rechts-Regierung gekippt.

Im Herbst stehen zudem Parlamentswahlen an. Der IWF hebt allerdings auch die vielen Fortschritte im ärmsten Land Westeuropas hervor. So sei nach langer Rezession im vergangenen Jahr inmitten des strengen Sparprogramms ein geschätztes Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent erreicht worden. Für 2015 würden sogar 1,2 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote sei vom Rekordwert von 17,5 Prozent auf 13,1 Prozent zurückgegangen.

Mit einem Hilfspaket in Höhe von 78 Milliarden Euro hatten die EU und der IWF Portugal 2011 vor dem Bankrott bewahrt. Erst vor wenigen Tagen hatte Lissabon bekanntgegeben, dass man die vom IWF erhaltenen Kredite im Wert von 26 Milliarden Euro dank gestiegener Reserven schon vor dem Ablauf der vereinbarten Laufzeit tilgen werde./er/DP/jha

30.01.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Einsparungen wirken 'wie Balsam für Seele' der SMA-Aktionäre

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre des angeschlagenen Solarzulieferers SMA Solar schöpfen langsam Hoffnung: Kostensenkungen durch einen massiven Personalabbau sollen von diesem Jahr an endlich die Verluste eindämmen und damit die Trendwende einläuten. Jede positive Nachricht wirke "wie Balsam für die geschundenen Aktionärsseelen", kommentierte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner am Freitag die euphorische Kursreaktion auf die Unternehmensaussagen.

Die Aktien sprangen zeitweise bis auf 11,275 Euro hoch und gingen letztlich mit einem Plus von 5,12 Prozent auf 10,99 Euro aus dem Handel. Damit belegten sie weiterhin den Spitzenplatz im etwas festeren Technologiewerte-Index TecDax . In den vergangenen Tagen waren die Aktien angesichts der massiven Geschäftsprobleme noch von Rekordtief auf Rekordtief gesunken.

ZULETZT NUR HIOBSBOTSCHAFTEN

Anleger setzten dank der aktuellen Nachrichten wieder zunehmend auf eine Erholung der SMA-Aktien, erklärte ein Experte. Mit den steigenden Kursen würden zudem diejenigen Anleger zu Käufen gezwungen, die zuvor auf weitere Verluste gewettet hätten - das verstärkt die Aufwärtsbewegung. Börsianer sprechen hier von Deckungskäufen.

"In den letzten Monaten hat das Management mit einer Hiobsbotschaft nach der anderen aufgewartet", erinnerte sich Händler Lipkow. Die angekündigten Kostensenkungen des Wechselrichter-Herstellers sieht er als "Silberstreif am Horizont". Insgesamt werde es aber schwer für die gesamte Solarbranche bleiben, glaubt der Experte.

KOSTENSENKUNGEN ALLEIN HELFEN NICHT

Der SMA-Vorstand kündigte an, die Kosten so senken zu wollen, dass bereits ab einem Umsatz von weniger als 700 Millionen Euro Gewinne geschrieben werden können. 160 Millionen Euro soll das Sparprogramm umfassen.

"Ich denke nicht, dass nur Kostensenkungen helfen werden", warnte ein Händler. Die alles entscheidende Frage, wie das Unternehmen im Wettbewerb bestehen wolle, habe SMA Solar bislang nicht zufriedenstellend beantwortet. Mit den Wechselrichtern der Kasseler wird der Gleichstrom der Solaranlagen in Wechselstrom für den Hausgebrauch verwandelt. Schwache Verkäufe von Solaranlagen treffen den Hersteller deshalb direkt.

Für das laufende Jahr rechnet SMA Solar zwar mit einem weiteren Umsatzschwund auf 730 bis 770 Millionen Euro. Allerdings soll der operative Verlust (Ebit) auf 30 bis 60 Millionen Euro schrumpfen. Für das Jahr 2014 geht SMA Solar von einem Minus von 115 Millionen Euro aus.

AUS BLÜTEZEIT DER SOLARBRANCHE KAUM NOCH JEMAND ÜBRIG

In der Blütezeit der Erneuerbaren Energien vor fünf Jahren trug der Technologiewerte-Index TecDax noch den Spitznamen "SolarDax". Doch der harte Preiskampf mit den Konkurrenten aus China sowie eine rückläufige steuerliche Förderung hat von der einst stolzen Branche nur wenige Spieler übrig gelassen: Neben SMA Solar, deren Aktie damals noch über 100 Euro kostete, gibt es im TecDax lediglich noch den Spezialmaschinenbauer Manz . Der sucht sein Glück aber längst verstärkt außerhalb des Geschäfts mit Solartechnik./gl/das/jha/ck/jha/

30.01.2015

IPO/Shack Attack: Burgerzwerg Shake Shack erobert die Börse im Sturm

NEW YORK (dpa-AFX) - Während Fastfood-Riesen wie McDonald's kriseln, schwimmt die kleine New Yorker Burgerkette Shake Shack auf einer Erfolgswelle. Bei der Börsenpremiere am Freitag explodierte der Aktienkurs nach der Erstnotiz unter dem Kürzel "SHAK". Der Ausgabepreis von 21 Dollar stieg zum Handelsstart um 123 Prozent bis auf 47 Dollar. Das Unternehmen hatte fünf Millionen Anteilsscheine ausgegeben und damit 105 Millionen Dollar bei Anlegern eingesammelt.

Die Kette startete 2004 in New York und erreichte nach einigen Jahren Kultstatus. Shake Shack wächst rasant, die Filialen wurden 2010 bis 2013 von sieben auf 63 erhöht. Der Umsatz mit Burgern, Pommes, Shakes und Bier stieg in diesem Zeitraum laut Wertpapierprospekt um 62 Prozent auf 82,5 Millionen Dollar. Die Firma ist profitabel: 2013 gab es einen Nettogewinn von 5,4 Millionen Dollar. Mit dem Erlös aus dem Börsengang soll weiter aggressiv expandiert werden.

Im Vergleich zur großen Konkurrenz fallen die bisherigen Verkäufe von Shake Shack zwar kaum ins Gewicht, dennoch blicken die Wettbewerber neidisch auf den kleinen Rivalen. So machte beispielsweise McDonald's allein im letzten Quartal einen Umsatz von 6,57 Milliarden Dollar (5,81 Mrd Euro), doch das waren sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Die schwachen Zahlen und ungewisse Zukunftsperspektiven kosteten Konzernchef Don Thompson am Mittwoch seinen Job./hbr/DP/men

30.01.2015

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Leoni auf 56 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Leoni vor den Quartalsberichten im Automobilsektor von 48 auf 56 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Der Zulieferer von Kabeln und Bordnetz-Systemen dürfte gute Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen, schrieb Analyst Gaetan Toulemonde in einer Branchenstudie vom Freitag. Bis zu den Zielen für 2016 sei es aber noch ein weiter Weg, gerade was die Profitabilität betreffe. Der Experte passte seine Schätzungen leicht an und verschob die Bewertungsbasis auf 2016./ag/ajx

30.01.2015

ANALYSE-FLASH: Nomura hebt Ziel für Lufthansa auf 20 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Das japanische Analysehaus Nomura hat das Kursziel für Lufthansa von 19 auf 20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Kerosinpreis sei in den vergangenen sechs Monaten um 48 Prozent gefallen - für Europas Fluggesellschaften ein bedeutsamer Kostenvorteil, schrieb Analyst James Hollins in einer am Freitag veröffentlichten Branchenstudie./ck/ajx

30.01.2015

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Deutsche Bank auf 32 Euro - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Deutsche Bank nach Zahlen von 33 auf 32 Euro gesenkt, jedoch die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Verbesserung der Eigenkapitalquote und die Reduzierung des Fremdkapitals blieben Schlüsselpunkte für die Entwicklung der Bank, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Studie vom Freitag. Im vierten Quartal habe der deutsche Branchenprimus gezeigt, dass er auf bestem Wege sei, die entsprechenden Ziele zu erreichen./kkx/ajx

30.01.2015

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für ElringKlinger auf 28 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für ElringKlinger vor den Quartalsberichten im Automobilsektor von 26 auf 28 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Vom Zulieferer erwartet Analyst Gaetan Toulemonde laut einer Branchenstudie vom Freitag einen starken Jahresabschluss. Der Hersteller von Zylinderkopfdichtungen und Abschirmteilen gehöre in puncto Wachstumsdynamik zu den Besten, hinke allerdings beim Erwirtschaften von Cashflows hinterher. Das höhere Kursziel resultiere aus angepassten Schätzungen und einer mittlerweile auf den Prognosen für 2016 basierenden Bewertung./ag/ajx

30.01.2015

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für BMW auf 118 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für BMW vor den Quartalsberichten im Sektor von 110 auf 118 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Gaetan Toulemonde erwartet in einer Branchenstudie vom Freitag durch die Bank solide Ergebnisse für das vierte Quartal. Die Münchner dürften zudem einen positiven Ausblick für 2015 geben. Er passte seine Schätzungen angesichts der Euro-Entwicklung nach oben an und legt seinem Kursziel nun die Prognosen für 2016 zu Grunde./ag/ajx

30.01.2015

ANALYSE-FLASH: Bernstein hebt Ziel für Infineon auf 11 Euro - 'Outperform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Infineon nach Zahlen von 10 auf 11 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Das vierte Quartal des Chipherstellers sei stark gewesen, schrieb Analyst Pierre Ferragu in einer Studie vom Freitag. Das verheiße Gutes für die Aussichten im laufenden Jahr. Die Unternehmensziele für 2015 samt der Integration des zugekauften US-Konzerns International Rectifier (IRF) dürften mit Blick auf die Konsensprognose für eine Ergebnisüberarbeitung um 15 Prozent nach oben sorgen./ck/ajx

30.01.2015

ANALYSE-FLASH: Goldman streicht Siemens von 'Conviction Buy List' - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Aktie von Siemens von der "Conviction Buy List" gestrichen und das Kursziel bei weiterhin gültiger "Buy"-Einstufung von 119 auf 108 Euro gesenkt. Die schwächer als erwartete Auftragslage sowie bröckelnde Gewinne im Geschäft mit Energie- und Medizintechnik hätten enttäuscht, schrieb Analystin Daniela Costa in einer Studie vom Freitag. Die Expertin kürzte ihre Gewinnschätzungen bis 2017. Die Bewertung überzeuge aber./ajx/das

30.01.2015

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Ziel für ABB auf 18 Franken - 'Equal Weight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für ABB vor Zahlen von 22 auf 18 Franken gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Er rechne damit, dass sich die Auftragslage im vierten Quartal bei dem Industriekonzern abgeschwächt hat, schrieb Analyst James Stettler in einer Studie vom Freitag. Das Kursziel habe er wegen des gestiegenen Schweizer Franken gesenkt./ck/ajx

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser