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21.08.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 21.08.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 21.08.2014

ABB LTD

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für ABB nach der Berichtssaison auf "Underweight" mit einem Kursziel von 20 Franken belassen. Die Ergebnisse der europäischen Investitionsgüterkonzerne im zweiten Quartal hätten enttäuscht, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Studie vom Donnerstag. Entsprechend seien die Marktprognosen das zehnte Quartal in Folge gesunken. Es bestehe aber Grund zu Optimismus, auch weil die Schätzungen für das Wachstum in den USA und China stiegen. Der Experte ließ seine Schätzungen für ABB weitgehend unverändert.

AIR BERLIN PLC

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Air Berlin nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 1,50 Euro belassen. Das operative Ergebnis (Ebit) des Billigfliegers sei im zweiten Quartal etwas besser als von ihm befürchtet ausgefallen, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Donnerstag.

ASTRAZENECA

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für AstraZeneca nach der Quartalsberichtssaison auf "Hold" mit einem Kursziel von 4000 Pence belassen. Das Wachstum der großen europäischen Pharmakonzerne in den Schwellenländern habe sich im zweiten Quartal auf durchschnittlich zehn Prozent beschleunigt, schrieb Analyst Mark Clark in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das Umsatzplus von AstraZeneca habe bei zehn Prozent und damit über seiner Prognose von sieben Prozent gelegen. Der Konzern habe von den Problemen des Konkurrenten GlaxoSmithKline in China profitiert.

BAYER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Bayer nach der Quartalsberichtssaison auf "Buy" mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. Das Wachstum der großen europäischen Pharmakonzerne in den Schwellenländern habe sich im zweiten Quartal auf durchschnittlich zehn Prozent beschleunigt, schrieb Analyst Mark Clark in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Bayer habe keine genauen Angaben zu den Schwellenländer-Umsätzen gemacht, das Geschäft in China dürfte aber stark ausgefallen sein. Die Aktie ist einer der präferierten Werte des Experten.

BBVA

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für BBVA von 8,10 auf 8,35 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underweight" belassen. Analystin Sofie Peterzens hob in einer Studie vom Donnerstag ihre Gewinnprognosen je Aktie für die Jahre 2014 bis 2016 um etwa 13 Prozent an. Sie verwies aber darauf, dass die durchschnittlichen Marktprognosen noch um etwa zehn Prozent zu hoch liegen könnten. Auch wegen der Abhängigkeit vom Geschäft in den Schwellenländern und der aktuellen Bewertung sei das Chance/Risiko-Verhältnis der Aktie weniger günstig.

BMW

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für BMW auf "Buy" mit einem Kursziel von 105 Euro belassen. Die fallenden Preise für Batterien dürften bei Elektroautos schon bald zu ähnlichen Gesamtbetriebskosten wie bei herkömmlichen Fahrzeuge führen, schrieb Analyst Philippe Houchois in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Houchois erwartet bis zum Jahr 2021 innerhalb der EU ein durchschnittliches jährliches Wachstum von Elektro- und Hybridautos von 140 Prozent. BMW ist für ihn einer der Profiteure dieser Entwicklung.

BMW

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für BMW auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Der Autobauer habe unter den europäischen Herstellern während des jüngsten Absatzeinbruchs in Europa sein Händlernetz mit am stärksten abgebaut, schrieb Analyst Max Warburton in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Der Experte geht davon aus, dass sich der europäische Autoabsatz auf Erholungpfad befindet.

COMMERZBANK AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Commerzbank nach Spekulationen über einen Verkauf des Staatsanteils auf "Halten" mit einem Kursziel von 12 Euro belassen. Es seien derzeit keine Hinweise erkennbar, dass ein zeitnaher Beteiligungsverkauf der Bundesregierung notwendig sei, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Donnerstag. Übernahmen und Beteiligungsverkäufe seien in Europa wegen des noch laufenden Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank frühestens im kommenden Jahr zu erwarten.

CTS EVENTIM

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat CTS Eventim vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 20,50 Euro belassen. Saisonale Effekte im Segment Live Entertainment dürften den Ticketvermarkter im zweiten Quartal belastet haben, schrieb Analyst Jochen Reichert in einer Studie vom Donnerstag. Daher könnten die Resultate auf den ersten Blick schwach erscheinen.

DRILLISCH AG

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für Drillisch auf "Buy" mit einem Kursziel von 42 Euro belassen. Nach den jüngsten Geschäftszahlen des Mobilfunkanbieters habe er seine Schätzungen für den operativen Gewinn (Ebitda) der Jahre 2014 und 2015 erhöht, schrieb Analyst Simon Weeden in einer Studie vom Donnerstag.

ENEL

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Enel auf "Buy" mit einem Kursziel von 5,15 Euro belassen. Solaranlagen und Batterien dürften das Elektrizitätsnetz von Grund auf verändern, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die stark fallenden Kosten sollten zu vielen neuen Anwendungen führen, was den Versorgern neue Chancen eröffne. Dies gelte vor allem für auf den Vertrieb ausgerichtete Versorger mit einer starken Bilanz wie Enel. Auf die Stromerzeugung ausgerichtete Versorger zählten wohl zu den Verlierern.

EON AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Eon von 13 auf 14 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die Aussichten der deutschen Versorger Eon und RWE in Großbritannien besserten sich dank der dort geplanten Auktionen von Kraftwerkskapazitäten, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Donnerstag. Der deutsche Strommarkt jedoch werde für längere Zeit schwierig bleiben. Daher habe sie ihre Ergebnis- und Dividendenschätzungen für 2014 bis 2017 gesenkt. Da im aktuellen Kursniveau bereits viele Hoffnungen eingepreist seien, ergebe sich Spielraum für Enttäuschungen.

FIELMANN AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Fielmann vor Zahlen für das zweite Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 97 Euro belassen. Die Resultate dürften das beständige Wachstum der Optikerkette verdeutlichen, schrieb Analyst Thilo Kleibauer in einer Studie vom Donnerstag. Angesichts bereits bekannter Eckdaten sei das Überraschungspotenzial aber begrenzt.

FREENET NAMENSAKTIEN

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Freenet nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Das Telekomunternehmen sei weiter auf einem guten Weg, schrieb Analyst Sascha Berresch in einer Studie vom Donnerstag. Auch die jüngsten Halbjahresergebisse hätten dies untermauert.

GAGFAH SA

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Gagfah nach einer Analystenveranstaltung von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 13,50 auf 15,50 Euro angehoben. Analyst Georg Kanders begründete das neue Votum in einer Studie vom Donnerstag mit der zuletzt sehr guten Entwicklung der Aktie des Immobilienunternehmens. Sein Kursziel passte er an die jüngste Prognoseanhebung für 2014 sowie an die für das Jahr 2017 gesteckten Unternehmensziele an.

GEA GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Gea Group nach einem angekündigten Konzernumbau auf "Buy" mit einem Kursziel von 37 Euro belassen. Das Programm "Fit for 2020" sei die vierte große Aufgabe des Managements seit 2007, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer Studie vom Donnerstag. Das neue Konzept des Anlagenherstellers werde Geas Fokus auf die Kunden schärfen und dem Unternehmen helfen, mehr Kosten- und Umsatzsynergien zu erzielen.

GEA GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Gea Group nach dem angekündigten Konzernumbau auf "Buy" mit einem Kursziel von 38 Euro belassen. Die angestrebten Sparmaßnahmen seien ein starker Kurstreiber, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer Studie vom Donnerstag. Der frühe Zeitpunkt der Ankündigung habe ihn allerdings überrascht. Vor einer Überarbeitung seiner operativen Gewinnschätzungen will der Experte weitere Details der avisierten Kostensenkungen abwarten.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Gea Group nach der Ankündigung einer neuen Konzernstruktur auf "Hold" mit einem Kursziel von 32 Euro belassen. Bisher sei nur ein Entwurf der Reorganisation zu bekommen, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Donnerstag. Details müssten noch festgelegt werden. Die genannten Einsparziele und damit verbundene Kosten ließen aber Rückschlüsse auf die künftigen Gewinne zu. Auf Basis der daher erwarteten Gewinne erschienen die Aktien zu ambitioniert bewertet, zumal die geplanten Zukäufe nicht unbedingt sofort positive Beiträge leisten dürften.

GEA GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Gea Group nach Ankündigung einer neuen Unternehmensstruktur auf "Buy" mit einem Kursziel von 39 Euro belassen. Die Maßnahmen des Anlagenbauers seien eindeutig wertsteigernd, wenn das Unternehmen die anvisierten Sparziele tatsächlich erreiche, schrieb Analyst Henning Breiter in einer Studie vom Donnerstag.

GEA GROUP

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Gea Group nach angekündigten Einsparungen auf "Buy" mit einem Kursziel von 39 Euro belassen. Die neue Unternehmenstruktur des Anlagenbauers dürfte zu einem schlankeren Management führen, das durch die vielen Übernahmen aufgebläht worden sei, schrieb Analyst Roland Rapelius in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte will seine Prognosen mangels Details aber zunächst unverändert lassen.

GEA GROUP

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Gea Group nach der Berichtssaison auf "Overweight" mit einem Kursziel von 43 Euro belassen. Die Ergebnisse der europäischen Investitionsgüterkonzerne im zweiten Quartal hätten enttäuscht, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Studie vom Donnerstag. Entsprechend seien die Marktprognosen das zehnte Quartal in Folge gesunken. Es bestehe aber Grund zu Optimismus, auch weil die Schätzungen für das Wachstum in den USA und China stiegen. Der Anlagenbauer sei auch durch seine Fähigkeit, das Ergebnis aus eigener Kraft zu steigern, attraktiv. Die bereinigte Rentabilität sei attraktiver als von vielen vermutet. Der im Oktober anstehende Investorentag dürfte zu höheren mittelfristprognosen des Marktes führen.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Gea Group nach Ankündigung einer neuen Konzernstruktur auf "Add" mit einem Kursziel von 37 Euro belassen. Er werte die Reduzierung der Sparten des Anlagenbauers auf zwei Segmente und die damit verbundenen Einsparungen leicht positiv, schrieb Analyst Sebastian Growe in einer Studie vom Donnerstag. Die Aktie dürfte positiv reagieren. Ohne nähere Details will der Experte die Einsparungen jedoch noch nicht in seinem Modell berücksichtigen.

GLAXOSMITHKLINE

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für GlaxoSmithKline nach der Quartalsberichtssaison auf "Hold" mit einem Kursziel von 1500 Pence belassen. Das Wachstum der großen europäischen Pharmakonzerne in den Schwellenländern habe sich im zweiten Quartal auf durchschnittlich zehn Prozent beschleunigt, schrieb Analyst Mark Clark in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das Umsatzplus von GlaxoSmithKline habe bei elf Prozent und damit deutlich über seiner Prognose von vier Prozent gelegen.

GLENCORE XSTRATA

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Glencore Xstrata <8GC.FSE> von 385 auf 405 Pence angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Alain William begründete die Zielerhöhung mit einer besseren Cashflow-Entwicklung sowie einer gestiegenen langfristigen Bewertung der Zink- und Kohleaktivitäten. Mit dem angekündigten Aktienrückkauf beginne der Rohstoff- und Bergbaukonzern, seine überschüssige Liquidität an die Aktionäre auszuschütten, schrieb der Analyst in einer Studie vom Donnerstag.

GLENCORE XSTRATA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Glencore Xstrata <8GC.FSE> nach Zahlen und einem Treffen mit dem Vorstandschef von 330 auf 350 Pence angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Dass der Minenkonzern sein Aktienrückkaufprogramm aufrecht erhalten wolle, stimme zuversichtlich, schrieb Analyst Myles Allsop in einer Studie vom Donnerstag. Das Halbjahresergebnis je Aktie habe den Markterwartungen entsprochen. Entscheidend sei nun das für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellte Mengenwachstum.

GLENCORE XSTRATA

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Glencore Xstrata <8GC.FSE> nach Zahlen von 360 auf 390 Pence angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die bereinigten Halbjahresergebnisse des Minenkonzerns seien hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben, hätten aber die Marktschätzungen übertroffen, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Donnerstag. Das Unternehmen sei das erste seiner Branche, das ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt habe. Der Experte senkte seine Gewinnprognosen je Aktie für 2014.

GLENCORE XSTRATA

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Glencore Xstrata <8GC.FSE> auf "Neutral" mit einem Kursziel von 370 Pence belassen. Das bereinigte Halbjahresergebnis des Minenkonzerns habe seine Schätzung und die Konsensprognose übertroffen, schrieb Analyst Dominic O'Kane in einer Studie vom Donnerstag. Positiv sei zudem das angekündigte Aktienrückkaufprogramm, auch wenn das Volumen relativ gering sei.

GLENCORE XSTRATA

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Glencore Xstrata <8GC.FSE> nach Zahlen zum ersten Halbjahr auf "Buy" mit einem Kursziel von 400 Pence belassen. Das operative Ergebnis (Ebitda) des Minenkonzerns habe die durchschnittliche Marktprognose und auch seine Schätzung übertroffen, schrieb Analyst Rob Clifford in einer Studie vom Donnerstag. Auch der Überschuss sei höher als erwartet ausgefallen. Das Segment Landwirtschaft habe endlich einmal gute Ergebnisse vorgelegt.

HORNBACH BAUMARKT

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Hornbach Baumarkt nach einem Treffen mit dem Management auf "Buy" mit einem Kursziel von 46,50 Euro belassen. Ihre positive Einschätzung der Baumarktkette habe sich bestätigt, schrieb Analystin Anna Patrice in einer Studie vom Donnerstag. Hornbach sei sehr gut im deutschen Markt aufgestellt und habe von der Praktiker-Insolvenz profitiert. Zudem besserten sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld und das Verbrauchervertrauen in den meisten Ländern außerhalb Deutschlands.

HORNBACH HOLDING

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Hornbach Holding nach einem Treffen mit dem Management auf "Buy" mit einem Kursziel von 91,50 Euro belassen. Ihre positive Einschätzung der Holding habe sich bestätigt, schrieb Analystin Anna Patrice in einer Studie vom Donnerstag. Hornbach sei sehr gut im deutschen Markt aufgestellt und habe von der Praktiker-Insolvenz profitiert. Zudem besserten sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld und das Verbrauchervertrauen in den meisten Ländern außerhalb Deutschlands.

IBERDROLA SA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Iberdrola auf "Buy" mit einem Kursziel von 6 Euro belassen. Solaranlagen und Batterien dürften das Elektrizitätsnetz von Grund auf verändern, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die stark fallenden Kosten sollten zu vielen neuen Anwendungen führen, was den Versorgern neue Chancen eröffne. Dies gelte vor allem für auf den Vertrieb ausgerichtete Versorger mit einer starken Bilanz wie Iberdrola. Auf die Stromerzeugung ausgerichtete Versorger zählten wohl zu den Verlierern.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Infineon nach Bekanntgabe eines geplanten Zukaufs auf "Hold" mit einem Kursziel von 8,80 Euro belassen. Es scheine, als zahle der Halbleiterhersteller einen hohen Preis für das Unternehmen International Rectifier (IRF), schrieb Analyst Peter Knox in einer Studie vom Donnerstag. Die vom Markt geschätzte operative Gewinnmarge (Ebit-Marge) für International Rectifier liege für 2016 gerade mal bei 12,7 Prozent, während die Infineon-Marge bereits bei 15 Prozent liege. Daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Integration des kalifornischen Chipspezialisten erfolgreich verlaufe. Zudem gab Knox zu bedenken, dass Infineon eine solche große Übernahme im Wert von rund drei Milliarden US-Dollar noch nie gestemmt habe.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

NEW YORK - Goldman Sachs hat Infineon nach einem angekündigten Zukauf auf "Neutral" belassen. Die avisierte Akquisition des US-Konkurrenten International Rectifier (IRF) biete Spielraum für Größeneffekte, etwa durch Vorteile im Einkauf, schrieb Analyst Alexander Duval in einer Studie vom Donnerstag. Zudem dürfte der Münchener Chiphersteller damit seine Fertigung optimieren und werde vor allem in den USA und Asien breiter aufgestellt sein. Wegen seines vorsichtigen Blicks auf den Wirtschaftszyklus für die Halbleiter-Industrie bleibe er allerdings bei seinem neutralen Anlageurteil.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Infineon nach der angekündigten Übernahme des kalifornischen Chip-Unternehmens International Rectifier auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 11 Euro belassen. Der avisierte Zukauf komme überraschend, könnte sich strategisch aber als sinnvoll erweisen, schrieb Analyst Harald Schnitzer in einer Studie vom Donnerstag. Die Münchener könnten dadurch ihre Marktposition stärken. Der Kaufpreis sei allerdings hoch. Schnitzer kündigte an, seine Schätzungen für den Dax-Konzern zu überarbeiten.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Infineon nach einer angekündigten Übernahme auf "Buy" mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Der avisierte Kauf von International Rectifier weise positive wie negative Aspekte auf, schrieb Analyst Gareth Jenkins in einer Studie vom Donnerstag. Der Konzern sei damit eher in der Lage, seine 300-Millimeter-Waferanlagen auszulasten und gewinne Zugang zu wichtigen Technologien. Der Branchenzyklus befinde sich aber wohl in der Nähe seines Hochs, womit der Zeitpunkt der Übernahme negativ zu werten sei. Diese sei zudem recht teuer.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Infineon nach einem Zukauf in den USA auf "Buy" mit einem Kursziel von 11,10 Euro belassen. International Rectifier passe in strategischer Hinsicht perfekt zu dem Münchener Chiphersteller, schrieb Analyst Tim Wunderlich in einer Studie vom Donnerstag. Der Kaufpreis wirke aber viel zu teuer, vor allem weil sich der Zeitpunkt der Übernahme in der Spätphase des Halbleiterzyklus befinde.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Infineon nach einer angekündigten Übernahme auf "Buy" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Der avisierte Kauf von International Rectifier sei trotz der hohen Bewertung positiv, schrieb Analyst Malte Schaumann in einer Studie vom Donnerstag. Der Zukauf passe strategisch sehr gut zu dem Chiphersteller. Die Übernahme steigere das Ergebnis je Aktie sowie die Bewertung.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Infineon nach einer angekündigten Übernahme auf "Halten" mit einem Kursziel von 9 Euro belassen. Bei dem avisierten Kauf des Unternehmens International Rectifier hielten sich auch angesichts des Kaufpreis Chancen und Risiken insgesamt die Waage, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte wertet die Transaktion daher erst einmal neutral.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Infineon nach einer angekündigten Übernahme auf "Halten" mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Der Kauf von International Rectifier mache strategisch Sinn, da der Konzern damit seine Position auf dem wachstumsstarken Markt für Leistungshalbleiter stärke, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Donnerstag. Zweischneidig sei hingegen, dass sich International Rectifier gerade in einer Umstruktierungsphase befinde. Die Integration berge in der schwankungsanfälligen Halbleiterbranche Risiken. Zudem sei der voraussichtliche Kaufpreis sei zu hoch.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Infineon nach einer angekündigten Übernahme auf "Hold" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Der Zukauf International Rectifier passe strategisch gut zu dem Chiphersteller, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Donnerstag. Das US-Unternehmen sei allerdings hoch bewertet, was erhebliche Synergien erfordere. Deren Umsetzung dürfte mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Infineon nach einer angekündigten Übernahme von "Market-Perform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 7,70 auf 10,00 Euro angehoben. Der avisierte Kauf von International Rectifier sei ein Meilenstein für die langfristigen Aussichten des Chipherstellers, schrieb Analyst Pierre Ferragu in einer Studie vom Donnerstag. Die Übernahme erfolge zwei Jahre früher als von ihm erwartet. Die langfristig positiven Aussichten überwögen die Gefahr eines kurzfristigen, zyklischen Abschwungs.

KLÖCKNER & CO

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Klöckner & Co auf "Buy" mit einem Kursziel von 15,60 Euro belassen. Der Stahlhändler wolle mit dem Aufbau einer Onlinehandelsplattform seine Margen steigern, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Donnerstag. Die anvisierten Margensteigerungen dürften beim gegenwärtigen Preis- und Mengenniveau auch ohne konjunkturellen Rückenwind machbar sein.

MORPHOSYS

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Morphosys nach einer Lizenzvereinbarung auf "Halten" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Das Abkommen mit dem Unternehmen Emergent Biosolutions zur gemeinsamen Erforschung des Prostatakrebsmedikaments ES414 sei positiv, da das Biotechunternehmen damit sein Produktportfolio mit einem Wirkstoffkandidaten in einer vielversprechenden Indikation stärke, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Donnerstag. Der Schritt habe jedoch nicht überrascht, da das Unternehmen derartige Lizenzvereinbarungen angekündigt habe.

MORPHOSYS

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Morphosys nach einer angekündigten Kooperation von 87 auf 88 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Lizenzvereinbarung mit Emergent Biosolutions über die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung des Medikaments ES414 zur Behandlung von Prostatakrebs stärke in erheblichem Maße die Forschungspipeline des Biotech-Unternehmens, schrieb Analyst Gunnar Romer in einer Studie vom Donnerstag. Die Konditionen der Vereinbarung seien sehr attraktiv. Wegen steigender Forschungsausgaben und anstehender Vorschusszahlungen an Emergent setzte der Experte seine Gewinnprognosen leicht herab.

NOVARTIS AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Novartis vor dem ESC-Kongress von 94 auf 99 Franken angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Stephen McGarry hob in einer Studie vom Donnerstag seine Spitzenumsatz-Schätzung für den Produktkandidaten LCZ696 zur Behandlung von Herzschwäche an.

NOVARTIS AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Novartis nach der Quartalsberichtssaison auf "Hold" mit einem Kursziel von 83 Franken belassen. Das Wachstum der großen europäischen Pharmakonzerne in den Schwellenländern habe sich im zweiten Quartal auf durchschnittlich zehn Prozent beschleunigt, schrieb Analyst Mark Clark in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das Umsatzplus von Novartis habe bei neun Prozent und damit leicht über seiner Prognose von acht Prozent gelegen.

OSRAM

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Osram nach der Berichtssaison von 49 auf 41 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Ergebnisse der europäischen Investitionsgüterkonzerne im zweiten Quartal hätten enttäuscht, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Studie vom Donnerstag. Entsprechend seien die Marktprognosen das zehnte Quartal in Folge gesunken. Es bestehe aber Grund zu Optimismus, auch weil die Schätzungen für das Wachstum in den USA und China stiegen. Der Experte passte seine Ergebnisprognosen für den Lichttechnikhersteller unter anderem an den Rückgang des Geschäfts mit herkömmlichen Beleuchtungen sowie die vor allem in diesem Bereich geplanten Umstrukturierungen an.

OSRAM

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Osram nach Personalspekulationen auf "Buy" mit einem Kursziel von 38 Euro belassen. Dass Ex-Infineon-Manager Andreas von Zitzewitz als neuer Chef des Lichttechnikherstellers gehandelt werde, sei glaubhaft, schrieb Analyst Sebastian Growe in einer Studie vom Donnerstag. Für derartige Spekulationen sei aber noch etwas früh, auch weil der Vertrag des aktuellen Vorstandschefs Wolfgang Dehen noch bis 2016 laufe.

PHILIPS ELECTRONICS NV

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Philips Electronics nach der Berichtssaison von 25 auf 24 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Ergebnisse der europäischen Investitionsgüterkonzerne im zweiten Quartal hätten enttäuscht, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Studie vom Donnerstag. Entsprechend seien die Marktprognosen das zehnte Quartal in Folge gesunken. Es bestehe aber Grund zu Optimismus, auch weil die Schätzungen für das Wachstum in den USA und China stiegen. Die Probleme von Philips hätten sich mit der Abschwächung des Umsatzwachstums und den Margenrückgängen allerdings auch im zweiten Quartal fortgesetzt.

PORSCHE SE

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Porsche SE auf "Outperform" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Die europäischen Autohersteller hätten während des jüngsten Absatzeinbruchs in Europa ihre Händlernetze reduziert und damit einige nützliche Umstrukturierungen geschafft, schrieb Analyst Max Warburton in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Vor allem BMW und Volkswagen hätten hier Fortschritte gemacht und verfügten jetzt über die besten Vertriebsnetzwerke in Europa. Der Experte geht davon aus, dass sich der europäische Autoabsatz auf dem Weg der Erholung befindet.

ROCHE HOLDINGS AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Roche nach der Quartalsberichtssaison auf "Buy" mit einem Kursziel von 295 Franken belassen. Das Wachstum der großen europäischen Pharmakonzerne in den Schwellenländern habe sich im zweiten Quartal auf durchschnittlich zehn Prozent beschleunigt, schrieb Analyst Mark Clark in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Für 2014 geht der Experte für die entsprechenden Unternehmen weiterhin von einem Umsatzplus in den Schwellenmärkten von sieben Prozent aus. Die Roche-Aktie ist einer seiner präferierten Werte.

RTL GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für RTL Group nach Halbjahreszahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 91 Euro belassen. Die Bilanz der Mediengruppe sei schwach gewesen und die Jahresziele daher gekürzt worden, schrieb Analyst Conor O'Shea in einer Studie vom Donnerstag. Auch wenn die Rentabilität in Deutschland etwas höher als erwartet gewesen sei, sei RTL Deutschland im Werbemarkt beispielsweise weiter hinter Pro7 zurückgeblieben.

RTL GROUP

HANNOVER - Die NordLB hat RTL Group nach einer Reduzierung des Unternehmensausblicks von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel von 103 auf 80 Euro gesenkt. Dem Fernsehkonzern machten vor allem das schwache Geschäft in Frankreich sowie die neue Steuer auf Werbeeinnahmen in Ungarn zu schaffen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Donnerstag. Angesichts der eingetrübten Wachstumsaussichten riet Fechner trotz der angekündigten Sonderdividende nur noch zum "Halten" der Papiere.

RTL GROUP

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für RTL Group nach Zahlen auf "Verkaufen" mit einem fairen Wert von 75,50 Euro belassen. Der TV-Sender habe mit seinem zweiten Quartal die Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Harald Heider in einer Studie vom Donnerstag. Das Gewinnpotenzial sei begrenzt.

RTL GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für RTL Group nach Zahlen und Senkung des Ausblicks vorerst auf "Buy" belassen. Der Umsatz sowie das operative Ergebnis (Ebita) des Medienunternehmens hätten im zweiten Quartal den Erwartungen entsprochen, der Gewinn je Aktie habe jedoch wegen höherer Abschreibungen in Ungarn unter den Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Christian Glowa in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte will nach der Senkung des Unternehmensausblicks seine Schätzungen sowie sein Kursziel überarbeiten.

RWE AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für RWE von 23 auf 26 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die Aussichten der deutschen Versorger Eon und RWE in Großbritannien besserten sich dank der dort geplanten Auktionen von Kraftwerkskapazitäten, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Donnerstag. Der deutsche Strommarkt jedoch werde für längere Zeit schwierig bleiben. Daher habe sie ihre Ergebnis- und Dividendenschätzungen für 2014 bis 2017 gesenkt. Da im aktuellen Kursniveau bereits viele Hoffnungen eingepreist seien, ergebe sich Spielraum für Enttäuschungen.

SANOFI

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Sanofi nach der Berichtssaison auf "Buy" mit einem Kursziel von 87 Euro belassen. Das Wachstum der großen europäischen Pharmakonzerne in den Schwellenländern habe sich im zweiten Quartal auf durchschnittlich zehn Prozent beschleunigt, schrieb Analyst Mark Clark in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Dabei habe aber die niedrige Vorjahresbasis von Sanofi in Brasilien das Umsatzplus des Sektors etwas aufgebläht. Die Sanofi-Aktie ist einer der präferierten Werte des Experten.

SCHNEIDER ELECTRIC

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Schneider Electric von 84 auf 79 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Ergebnisse der europäischen Investitionsgüterkonzerne im zweiten Quartal hätten enttäuscht, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Studie vom Donnerstag. Entsprechend seien die Marktprognosen das zehnte Quartal in Folge gesunken. Es bestehe aber Grund zu Optimismus, auch weil die Schätzungen für das Wachstum in den USA und China stiegen. Schneider Electric sei in puncto zyklische Erholung einer seiner bevorzugten Werte.

SGL GROUP

FRANKFURT - Die DZ Bank hat SGL Group angesichts eines möglichen Einbaus von Stahlkomponenten in einem künftigen Modell des BMW-Elektroautos i3 auf "Verkaufen" mit einem fairen Wert von 20 Euro belassen. Solch ein Schritt wäre für den Kohlenstoffspezialisten SGL negativ, wenngleich kurzfristig wohl keine größeren negativen Effekte zu erwarten wären, schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer Studie vom Donnerstag.

SIEMENS AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Siemens auf "Buy" mit einem Kursziel von 105 Euro belassen. Solaranlagen und Batterien dürften das Elektrizitätsnetz von Grund auf verändern, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Donnerstag. Die stark fallenden Kosten sollten zu vielen neuen Anwendungen führen. Bis zum Jahr 2020 dürfte sich die Anschaffung eines Elektroautos samt Solaranlage und Batterien über einen Zeitraum von sechs bis acht Jahren bezahlt machen.

SIEMENS AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Siemens nach der Berichtssaison von 103 auf 102 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Ergebnisse der europäischen Investitionsgüterkonzerne im zweiten Quartal hätten enttäuscht, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Studie vom Donnerstag. Entsprechend seien die Marktprognosen das zehnte Quartal in Folge gesunken. Es bestehe aber Grund zu Optimismus, auch weil die Schätzungen für das Wachstum in den USA und China stiegen. Im Geschäft von Siemens mit kurzzyklischen Produkten sei eine Erholung erkennbar.

STANDARD CHARTERED

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Standard Chartered nach einer Einigung mit der Bankenaufsicht von New York auf "Overweight" belassen. Die vereinbarte Strafzahlung von 300 Millionen US-Dollar dürfte den Gewinn je Aktie der Bank kaum belasten, schrieb Analyst Raul Sinha in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte geht weiter davon aus, dass sich der Druck auf das Kreditinstitut in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert. Damit könnte die relativ günstige Bewertung der Aktie in den Vordergrund treten.

STRÖER

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Ströer nach Zahlen von 17,60 auf 19,60 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Craig Abbott erhöhte seine Ergebnisschätzungen (EPS) für 2014 und 2015 um acht bzw. zehn Prozent. Grund dafür sei das sich beschleunigende organische Wachstum des Außenwerbungsspezialisten in Deutschland, schrieb er in einer Studie vom Donnerstag.

STRÖER

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Ströer nach Zahlen von 15,70 auf 20,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Spezialist für Außenwerbung habe starke Quartalsergebnisse mit einem unerwartet starken organischen Wachstum, schrieb Analystin Emma Dunk in einer Studie vom Donnerstag. Die Expertin hob ihre bereinigten Gewinnprognosen je Aktie für 2014 und 2015 wegen höherer Wachstumsannahmen um 10,2 bzw. 11,9 Prozent an. Zudem verwendet sie für die Berechnung des Kursziels nun die Prognosen für 2015 statt für 2014.

TALANX AG

HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Talanx nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 31 Euro belassen. Das zweite Quartal des Versicherers sei wie von ihm erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Volker Sack in einer Studie vom Donnerstag. Im Segment Schaden-Rückversicherung dürfte die bisher relativ geringe Belastung durch Großschäden zu rückläufigen Prämien führen. Maßgeblich dafür dürfte etwa der Verlauf der Hurrikansaison in den USA sein. Bei durchschnittlicher Schadensentwicklung rechnet Sack damit, dass die Jahresziele von Talanx gut erreichbar sein sollten.

VESTAS WIND SYSTEMS

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat Vestas aus Bewertungsgründen von "Buy" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel auf 235 dänischen Kronen belassen. Angesichts der Gewinnrisiken erschienen die Papiere mittlerweile recht hoch bewertet, schrieb Analyst Clive Roberts in einer Studie vom Donnerstag. Der Kurs liege bereits über seinem Ziel. Roberts hob zwar seine Ergebnisschätzungen für 2014 und 2015 deutlich an, allerdings gebe es Gewinnrisiken durch denkbare Subventionskürzungen für Windkraftanlagen.

VESTAS WIND SYSTEMS

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Vestas nach Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 305 auf 295 dänische Kronen gesenkt. Mittelfristig bleibe er zwar positiv für den Windkraftanlagenhersteller, doch sehe er keine Kurstreiber, sondern empfehle, einen besseren Einstiegszeitpunkt abzuwarten, schrieb Analyst Alok Katre in einer Studie vom Donnerstag. Seit Jahresbeginn sei der Kurs um 40 Prozent gestiegen und die Bewertungsprämie im Vergleich zum Wettbewerber Gamesa lasse nur noch wenig Spielraum für eine höhere Bewertung in näherer Zukunft.

VESTAS WIND SYSTEMS

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Vestas nach Zahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 25 dänischen Kronen belassen. Die Ergebnisse des Windanlagenbauers seien gemischt ausgefallen, schrieb Analyst David Hallden in einer Studie vom Donnerstag. So habe der Umsatz die Markterwartungen um fünf Prozent verfehlt. Das operative Ergebnis (Ebit) habe hingegen um vier Prozent über den Schätzungen gelegen.

VODAFONE

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für Vodafone nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 250 Pence belassen. Ein schwaches Quartal in puncto Serviceumsatz liege hinter dem Mobilfunkkonzern, schrieb Analyst Simon Weeden in einer Studie vom Donnerstag. Das Investitionsprogramm "Project Spring" dürfte sich künftig aber auszahlen. Das Investorenvertrauen in die Dividendenpolitik und die Wettbewerbsposition von Vodafone sollte daher steigen.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Volkswagen-Vorzugsaktien auf "Outperform" mit einem Kursziel von 260 Euro belassen. Der Autobauer habe unter den europäischen Herstellern während des jüngsten Absatzeinbruchs in Europa sein Händlernetz um etwa zehn Prozent verringert, schrieb Analyst Max Warburton in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Der Konzern verfüge damit zusammen mit BMW über das effizienteste Vertriebsnetz. Der Experte geht davon aus, dass sich der europäische Autoabsatz auf Erholungpfad befindet.

VOLVO B

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Volvo auf "Overweight" mit einem Kursziel von 110 schwedischen Kronen belassen. Die Ergebnisse der europäischen Investitionsgüterkonzerne im zweiten Quartal hätten enttäuscht, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Studie vom Donnerstag. Entsprechend seien die Marktprognosen das zehnte Quartal in Folge gesunken. Es bestehe aber Grund zu Optimismus, auch weil die Schätzungen für das Wachstum in den USA und China stiegen. Volvo sei in puncto zyklische Erholung einer seiner präferierten Werte.

VTG AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für VTG nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 19 Euro belassen. Die Quartalsergebnisse des Schienenlogistikers hätten leicht über seinen Prognosen und den Markterwartungen gelegen, schrieb Analyst Frank Laser in einer Studie vom Donnerstag. Der operative Cashflow habe sich im Vergleich mit dem Vorquartal deutlich verbessert.

VTG AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für VTG auf "Add" mit einem Kursziel von 17 Euro belassen. Das zweite Quartal des Schienenlogistikers sei etwas besser als von ihm erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Georg Remshagen in einer Studie vom Donnerstag. Das vom Unternehmen angepeilte untere Ende der bisherigen Zielspanne für das operative Ergebnis (Ebitda) entspricht der Prognose des Experten.

/he

21.08.2014

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Donnerstag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 545 187 (Mittwoch: 721 707) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 268 275 (383 539), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 276 912 (338 168). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,96 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nokia (40 506/39 415), Nestlé (32 598/18 086) und Eon (27 073/1 563)./DP/he

21.08.2014

US-Anleihen: Moderate Gewinne nach starken Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Staatsanleihen haben am Donnerstag nach einer Reihe durchgängig starker Konjunkturdaten moderat zugelegt. Rentenexperten gingen davon aus, dass US-Notenbankchefin Janet Yellen in ihrer morgigen Rede beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole die Schwäche des amerikanischen Arbeitsmarktes betonen dürfte. Grundsätzlich habe sich "nichts dramatisch geändert", auch wenn am Mittwoch die Veröffentlichung des Protokolls vom letzten Treffen der amerikanischen Währungshüter (Fed Minutes) offen gelegt hatte, dass eine Zinswende früher als bisher erwartet kommen könnte.

Zweijährige Anleihen gewannen 1/32 Punkte auf 100 2/32 Punkte und rentierten mit 0,46 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 3/32 Punkte auf 100 2/32 Punkte. Ihre Rendite lag bei 1,61 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen rückten um 9/32 Punkte auf 99 25/32 Punkte vor und rentierten mit 2,40 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gewannen 22/32 Punkte auf 98 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,19 Prozent./gl/he

21.08.2014

Devisen: Euro stabilisiert sich nach jüngsten Verlusten

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich nach den jüngsten Verlusten am Donnerstag stabilisiert. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,3282 US-Dollar und damit ein wenig mehr als im späten europäischen Nachmittagshandel. Davor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3262 (Mittwoch: 1,3284) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7540 (0,7528) Euro.

Devisenexperten sahen den Euro etwas durch den besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindex für Deutschland gestützt. Der wichtige Frühindikator war weniger stark gesunken als erwartet. Zudem gebe es eine Gegenbewegung nach der jüngsten Talfahrt, der auch eine Reihe durch die Bank robuster US-Daten nichts anhaben konnte.

Nun warten die Anleger auf die morgige Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Bereits am Mittwoch hatte die Veröffentlichung des Protokolls vom letzten Treffen der amerikanischen Währungshüter (Fed Minutes) offen gelegt, dass eine Zinswende früher als bisher erwartet kommen könnte. Angesichts der aktuellen Daten dürfte der Druck auf Yellen, die Zinsen anzuheben, nicht nachlassen, was tendenziell den Dollar stützen dürfte. Von einem Experten hieß es, für eine richtige Rally der US-Währung brauche es aber einen klaren Zeitplan zur weiteren Zinspolitik der Fed./gl/he

21.08.2014

ROUNDUP: Family Dollar schlägt im Bieterkampf höheres Angebot aus

MATTHEWS (dpa-AFX) - Im Übernahmekampf unter US-Billigketten hat der Einzelhändler Family Dollar dem Werben von Dollar General eine Absage erteilt. Die fast neun Milliarden US-Dollar schwere Offerte des Konkurrenten werde vom Verwaltungsrat einhellig wegen kartellrechtlicher Bedenken abgelehnt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Matthews im US-Bundesstaat North Carolina mit. Nach wie vor gebe man dem Angebot von Dollar Tree den Vorzug, hieß es weiter.

Marktführer Dollar General konterte wenige Stunden später, man habe das Geschäft von erfahrenen Kartell-Beratern ausführlich prüfen lassen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen belege, dass die Übernahme gelingen könne. Das eigene Angebot sei dem von Dollar Tree weiter überlegen.

Dollar General hatte zu Beginn der Woche das Angebot des Rivalen übertrumpft, der Ende Juli rund 8,5 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt hatte. Family-Dollar-Vorstandschef Howard Levine sagte, bereits seit Anfang des Jahres habe der Konzern ein Zusammengehen mit Dollar General auf Einsprüche von Wettbewerbshütern abgeklopft. Eine Genehmigung sei unter den gegebenen Bedingungen demnach "wenig wahrscheinlich".

Die Billigketten bieten neben Lebensmitteln und Drogerieartikeln vor allem Haushaltswaren und Partyartikel an. Egal, wer letztlich den Zuschlag erhält, entstehen wird einer der führenden Discounter in den USA. Dollar Tree und Family Dollar brächten es gemeinsam auf einen Umsatz von 18 Milliarden Dollar. Sollte Dollar General mit seinem Gebot doch noch erfolgreich sein, würde der gemeinsam Umsatz bei 28 Milliarden Dollar liegen./men/hbr/stb/he/he

21.08.2014

Neue Gerüchte um PayPal-Abspaltung lassen Ebay-Aktie steigen

NEW YORK (dpa-AFX) - Wieder aufgeflammte Spekulationen über eine Abspaltung des Bezahldienstes PayPal haben die Aktie des Online-Handelskonzerns Ebay in die Höhe getrieben. Am Donnerstag legte das Papier im New Yorker Handel zwischenzeitlich um mehr als fünf Prozent zu. Als Grund gilt ein Bericht des Tech-Portals "The Information": Zwei Insidern zufolge könnte sich das Unternehmen demnach im kommenden Jahr doch von der Bezahl-Tochter PayPal trennen. Das hatte der bekannte Großinvestor Carl Icahn bislang vergeblich gefordert. PayPal ist eines von Ebays Zugpferden, im zweiten Quartal war der Umsatz der Bezahlsparte im Jahresvergleich um 20 Prozent gestiegen./hbr/he

21.08.2014

Ölpreise uneinheitlich - WTI-Preis profitiert von US-Konjunkturdaten

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 102,03 US-Dollar und damit 25 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg dagegen um 66 Cent auf 94,11 Dollar.

Insbesondere der US-Ölpreis hatte von den robusten US-Konjunkturdaten profitiert. In den USA waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken. Zudem kamen überraschend gute Zahlen von der Industrie aus der Region Philadelphia und vom US-Häusermarkt. Eine stärkere wirtschaftliche Erholung würde auch die Nachfrage nach Rohöl steigern.

Enttäuschende Konjunkturdaten aus China hatten im frühen Handel noch für Verkaufsdruck am Ölmarkt gesorgt. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt war die Stimmung der Einkaufsmanager in der Industrie im August unerwartet stark gesunken.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte zuletzt zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 99,52 US-Dollar. Das waren 59 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jsl/stb

21.08.2014

ROUNDUP/Report: Stabil hohes Qualitätsniveau in Krankenhäusern

BERLIN (dpa-AFX) - Die Krankenhäuser in Deutschland arbeiten seit Jahren auf einem gleichbleibend hohen Qualitätsniveau. Zu diesem Ergebnis kommt der Qualitätsreport 2013 des Gemeinsamen Bundesausschusses der Spitzenverbände im Gesundheitswesen, der am Donnerstag in Berlin in einigen Details vorgestellt wurde. Der ganze Report selbst wird erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Probleme seien etwa bei der Geburtshilfe oder bei Brustoperationen festgestellt worden, sagte das Ausschussmitglied Regina Klakow-Franck. Bei Frühgeburten im Krankenhaus seien häufig keine Kinderärzte dabei, bei Brustkrebs werde zu häufig zu früh operiert. Mit auffälligen Krankenhäusern würden konkrete Zielvereinbarungen zur Behebung qualitativer Mängel getroffen.

Insgesamt sei die Qualitätssicherung in deutschen Krankenhäusern weltweit einzigartig, sagte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken. Im Erfassungsjahr sind demnach in 1557 Krankenhäusern mehr als 3,2 Millionen Datensätze erhoben worden.

Der Vertreter der Krankenhäuser im Ausschuss, Georg Baum, gab zu bedenken, dass kein anderer Bereich so viel kontrolliert werde wie der der Krankenhäuser. Er wies die auch im G-BA erhobene Kritik zurück, dass zu viele Hüftoperationen vorgenommen würden. Zum großen Teil handle es sich um Fälle, bei denen sich ältere Menschen vorher die Hüfte gebrochen hätten.

Der G-BA beschloss auf seiner Sitzung am Donnerstag die Einrichtung einer neuen Stiftung für mehr Transparenz im Gesundheitswesen. Mit dem Beschluss sei auch die Basis zur Errichtung des "Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen" mit Sitz in Berlin geschaffen, sagte Hecken. Es solle den G-BA bei der Bewertung von Qualität in der medizinischen Versorgung unterstützen.

"Davon werden Versicherte und Patienten künftig profitieren", ergänzte der G-BA-Vorsitzende. Die Vorsitzende des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, unterstrich, dass künftig eine enge Zusammenarbeit der Stiftung und des Instituts mit dem G-BA notwendig sei.

Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland./rm/DP/stb

21.08.2014

Report: Qualität in Krankenhäusern weiter auf hohem Niveau

BERLIN (dpa-AFX) - Die Krankenhäuser in Deutschland arbeiten seit Jahren auf einem gleichbleibend hohen Qualitätsniveau. Zu diesem Ergebnis kommt der Qualitätsreport 2013 des Gemeinsamen Bundesausschusses der Spitzenverbände im Gesundheitswesen, der am Donnerstag in Berlin in einigen Details vorgestellt wurde. Probleme seien bei der Geburtshilfe festgestellt worden sowie bei Brustoperationen. Bei Geburten im Krankenhaus seien häufig keine Kinderärzte dabei gewesen, bei Brustkrebs sei zu häufig zu früh operiert worden, sagte Ausschuss-Mitglied Regina Klakow-Franck. Der ganze Report selbst wird erst später veröffentlicht./rm/DP/stb

21.08.2014

ROUNDUP: Spediteur und Dutschke-Freund - Umzugsunternehmer Klaus Zapf tot

BERLIN (dpa-AFX) - Der Umzugsunternehmer Klaus Zapf ist tot. Er sei an diesem Mittwoch überraschend im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben, teilte seine Firma am Donnerstag in Berlin mit. Sie bestätigte einen Bericht der Berliner Zeitungen "Bild" und "B.Z.". Die Spedition zählt heute zu den größten Umzugsunternehmen in Europa. Nach eigenen Angaben betreut die von Zapf 1975 gegründete Firma an 14 Standorten mit 600 Mitarbeitern mehr als 60 000 Kunden.

Der aus Baden-Württemberg stammende Zapf war 1974 in den Westteil Berlins gezogen und hatte zunächst Entrümpelungen und Klaviertransporte organisiert. Allmählich wuchs die Firma aus dem grün-alternativen Milieu zu einem konkurrenzfähigen Unternehmen heran. Nach dem Mauerfall gründete Zapf bundesweit Niederlassungen, baute ein europäisches Netzwerk aus und setze Container ein. Nach Firmenangaben sei jeder 80. Bürger mindestens einmal mit Zapf umgezogen.

Mit seiner Persönlichkeit spiegele Zapf den Wandel Berlins, erklärte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Aus seinen politischen Überzeugungen habe der Unternehmer nie einen Hehl gemacht und sich vor allem in der beruflichen Bildung engagiert.

Zapf, gern mit Zottelbart und Pferdeschwanz unterwegs, bekannte sich zu seinen linken Sympathien und war Freund des Studentenführers Rudi Dutschke. Als Kleinaktionär verklagte er immer wieder Großunternehmen, wurde deswegen aber auch vom Landgericht Frankfurt in einem Fall wegen "Rechtsmissbrauchs" zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt./ee/DP/stb

21.08.2014

Aktien New York: Weitere Gewinne - Notenbanken-Treffen im Blick - S&P-500-Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat am Donnerstag mit moderaten Gewinnen seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Nach starken Konjunkturdaten der weltgrößten Volkswirtschaft und mit Blick auf das wichtige Notenbankertreffen in Jackson Hole stieg der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,46 Prozent auf 17 057,69 Punkte. Der breit gefasste S&P-500-Index legte um 0,33 Prozent auf 1993,09 Punkte zu - bei 1993,37 Punkten stand er so hoch wie nie zuvor und übertraf damit sein bisheriges, knapp vier Wochen altes Rekordhoch. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,13 Prozent auf 4045,96 Punkte nach oben.

Die jüngsten Nachrichten von der US-Wirtschaft waren durch die Bank besser als erwartet ausgefallen. "Nach dem starken Wachstum im zweiten Quartal zeichnet sich eine fortgesetzt robuste Konjunkturentwicklung ab", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Daten. Nun richten sich die Blicke gen Jackson Hole, wo am Freitag die Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen erwartet wird. Bereits am Mittwoch hatte die Veröffentlichung des Protokolls vom letzten Treffen der amerikanischen Währungshüter (Fed Minutes) offen gelegt, dass eine Zinswende früher als bisher erwartet kommen könnte. Angesichts der aktuellen Daten dürfte der Druck auf Yellen, die Zinsen anzuheben, nicht nachlassen.

Unternehmensseitig standen die Rekordstrafe für die Bank of America, Aufspaltungsfantasien bei Ebay, einige Zahlen und der anhaltende Übernahmekampf in der Billigdiscounter-Branche im Fokus. Die Papiere der Bank of America gewannen 3,22 Prozent, nachdem sie sich mit den US-Behörden auf eine Strafzahlung von 16,65 Milliarden US-Dollar für Zockereien mit Hypothekenpapieren geeinigt hatte. Damit bewahrheiteten sich vorangegangene Presseberichte.

Ebay profitierte von wieder aufgeflammten Spekulationen über eine Abspaltung des Bezahldienstes PayPal. Bei 57,05 Dollar markierten die Anteilsscheine des Online-Handelskonzerns den höchsten Stand seit fünf Monaten - zuletzt gewannen sie 4,38 Prozent auf 55,72 Dollar. Als Grund gilt ein Bericht des Tech-Portals "The Information". Insidern zufolge könnte sich Ebay demnach im kommenden Jahr doch von der Bezahl-Tochter trennen. Das hatte der bekannte Großinvestor Carl Icahn bislang vergeblich gefordert. PayPal ist eines von Ebays Zugpferden.

Der Computerhersteller HP übertraf derweil im dritten Geschäftsquartal mit seinem Umsatzanstieg die Analystenerwartungen. Dass der Nettogewinn deutlich zurückgegangen war, störte die Anleger wenig: Die Aktien gewannen 5,27 Prozent. Aus dem Einzelhandelssektor berichtete hingegen Sears den neunten Quartalsverlust in Folge, woraufhin der Aktienkurs um 6,79 Prozent abrutschte.

Unter den Ein-Dollar-Ketten ging das Gerangel weiter. Die Aktien von Family Dollar verloren 0,34 Prozent, nachdem das Unternehmen die Übernahmeofferte von Dollar General zugunsten des Gebots von Dollar Tree abgelehnt hatte. Als Grund nannte das Management von Family Dollar wettbewerbsrechtliche Bedenken. Für die Titel von Dollar General und Dollar Tree ging es um 0,17 beziehungsweise 1,36 Prozent nach unten.

Die Illumina-Aktien verloren nach anfänglichen Gewinnen 0,17 Prozent. Der Biotech-Konzern war mit führenden Pharmaherstellern eine strategische Partnerschaft eingegangen, unter ihnen sind auch der britisch-schwedische Konzern und die französische Sanofi . Dabei geht es um klinische Studien zu zielgerichteten Krebstherapien./gl/he

21.08.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax steigt über 9400 Punkte - Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA haben den Dax am Donnerstag angetrieben. Der deutsche Leitindex setzte damit nach einer Verschnaufpause vom Vortag seine jüngste Erholung fort. Zum Handelsschluss gewann das Barometer 0,93 Prozent dazu auf 9401,53 Punkte. Für den MDax ging es um 0,57 Prozent auf 15 998,36 Punkte aufwärts, während der TecDax um 0,38 Prozent auf 1227,26 Punkte vorrückte.

In Deutschland hatte sich die Unternehmensstimmung sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor nicht so deutlich eingetrübt wie befürchtet. Dies mildere die Sorgen vor einer zu starken Belastung durch die Ukraine-Krise und Russland-Sanktionen, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets. Nach den besser als erwartet ausgefallenen US-Wirtschaftsdaten sagte Helaba-Volkswirt Ralf Umlauf: "Nach dem starken Wachstum im zweiten Quartal zeichnet sich eine fortgesetzt robuste Konjunkturentwicklung ab." Nun richten Anleger ihre Blicke auf das Notenbanker-Treffen in Jackson Hole.

RTL NACH PROGNOSESENKUNG AM MDAX-ENDE

Im Dax fanden die Titel von Infineon keine klare Richtung. Nach einem starken Start rutschten die Papiere ins Minus und traten dann lange Zeit auf der Stelle. Zum Handelsende verloren sie 0,20 Prozent. Der Halbleiterhersteller will sich in den USA mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Händler bezeichneten die geplante Akquisition als sinnvoll, aber teuer.

Die Sendergruppe RTL schockte ihre Anleger mit einer überraschend gesenkten Jahresprognose und enttäuschenden Halbjahreszahlen. Die Papiere sackten als größter Verlierer im MDax um 7,01 Prozent ab. Die Aktien der Gea Group zogen dagegen an der MDax-Spitze um fast 4 Prozent an. Der Anlagenbauer treibt nach dem Verkauf des Wärmetauschergeschäfts seinen Umbau weiter voran und will mit einer neuen Unternehmensstruktur kräftig sparen.

AIR BERLIN GEWINNEN FAST 18 PROZENT - NETTOGEWINN IM 2. QUARTAL

Übernahmefantasien bescherten den Aktien von Rhön-Klinikum ein Plus von fast 2 Prozent. Ein Händler verwies auf einen Medienbericht, wonach die private Klinikgruppe Asklepios in großem Stil zukaufen wolle.

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin macht langsam wieder Boden gut. Erstmals seit fünf Jahren erzielte Deutschlands zweitgrößte Airline in einem zweiten Quartal einen Nettogewinn. Die ehemals im SDax notierten Papiere zogen um knapp 18 Prozent an. Die Anteilsscheine des SDax-Neulings Borussia Dortmund (BVB) verteuerten sich nach beschlossener Kapitalerhöhung um 1,83 Prozent.

LONDON NUR MODERAT IM PLUS

Der EuroStoxx 50 legte um 1,33 Prozent auf 3124,56 Punkte zu. Gewinne ähnlicher Größenordenung gab es an der Böerse in Paris, während es in London zu lediglich moderaten Aufschlägen kam. In den USA stand der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa ebenfalls im Plus.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,83 Prozent. Der Rentenindex Rex trat bei 137,61 Punkten auf der Stelle. Auch der Bund Future notierte bei plus 0,01 Prozent auf 150,20 Punkte quasi unverändert. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3262 (Mittwoch: 1,3284) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7540 (0,7528) Euro./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

21.08.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax steigt über 9400 Punkte - Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA haben den Dax am Donnerstag angetrieben. Der deutsche Leitindex setzte somit nach einer Verschnaufpause vom Vortag seine jüngste Erholung fort. Zum Handelsschluss gewann das Barometer 0,93 Prozent auf 9401,53 Punkte. Für den MDax ging es um 0,57 Prozent auf 15 998,36 Punkte aufwärts, während der TecDax um 0,38 Prozent auf 1227,26 Punkte vorrückte.

In Deutschland hatte sich die Unternehmensstimmung sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor nicht so deutlich eingetrübt wie befürchtet. Dies mildere die Sorgen vor einer zu starken Belastung durch die Ukraine-Krise und Russland-Sanktionen, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets./ajx/he

21.08.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Gewinne - Notenbanken-Treffen im Blick - S&P-500-Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat am Donnerstag mit moderaten Gewinnen seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Nach starken Konjunkturdaten der weltgrößten Volkswirtschaft und mit Blick auf das wichtige Notenbankertreffen in Jackson Hole stieg der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,46 Prozent auf 17 057,19 Punkte. Der breit gefasste S&P-500-Index legte um 0,27 Prozent auf 1991,85 Punkte zu - bei 1992,35 Punkten stand er so hoch wie nie zuvor und übertraf damit sein bisheriges, knapp vier Wochen altes Rekordhoch. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,13 Prozent auf 4045,99 Punkte nach oben.

Die jüngsten Nachrichten von der US-Wirtschaft waren durch die Bank besser als erwartet ausgefallen. "Nach dem starken Wachstum im zweiten Quartal zeichnet sich eine fortgesetzt robuste Konjunkturentwicklung ab", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Daten. Nun richten sich die Blicke gen Jackson Hole, wo am Freitag die Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen erwartet wird. Bereits am Mittwoch hatte die Veröffentlichung des Protokolls vom letzten Treffen der amerikanischen Währungshüter (Fed Minutes) offen gelegt, dass eine Zinswende früher als bisher erwartet kommen könnte. Angesichts der aktuellen Daten dürfte der Druck auf Yellen, die Zinsen anzuheben, nicht nachlassen.

Unternehmensseitig standen Zahlen von Hewlett-Packard (HP) und Sears, eine Rekordstrafe für die Bank of America und der anhaltende Übernahmekampf in der Billigdiscounter-Branche im Fokus. Der Computerhersteller HP übertraf im dritten Geschäftsquartal mit seinem Umsatzanstieg die Analystenerwartungen. Dass der Nettogewinn deutlich zurückgegangen, störte die Anleger wenig: Die Aktien gewannen 4,64 Prozent. Aus dem Einzelhandelssektor berichtete hingegen Sears den neunten Quartalsverlust in Folge, worauf der Aktienkurs um 8,65 Prozent abrutschte.

Derweil ging das Gerangel unter den Ein-Dollar-Ketten weiter. Die Aktien von Family Dollar verloren 0,16 Prozent, nachdem das Unternehmen die Übernahmeofferte von Dollar General zugunsten des Gebots von Dollar Tree abgelehnt hatte. Als Grund nannte das Management von Family Dollar wettbewerbsrechtliche Bedenken. Für die Titel von Dollar General und Dollar Tree ging es um 0,49 beziehungsweise 1,27 Prozent nach unten.

Die Papiere der Bank of America stiegen um 1,55 Prozent. Die Großbank hatte sich mit den US-Behörden auf eine Rekord-Strafzahlung von 16,65 Milliarden Dollar für ihre Zockereien mit Hypothekenpapieren geeinigt. Damit bewahrheiteten sich vorangegangene Presseberichte.

Die Illumina-Aktien verloren nach anfänglichen Gewinnen 0,03 Prozent. Der Biotech-Konzern war mit führenden Pharmaherstellern eine strategische Partnerschaft eingegangen, unter ihnen sind auch der britisch-schwedische Konzern und die französische Sanofi . Dabei geht es um klinische Studien zu zielgerichteten Krebstherapien./gl/he

21.08.2014

Aktien New York: Gewinne vor Notenbanken-Treffen - S&P 500 auf Rekord

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat am Donnerstag mit moderaten Gewinnen seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Nach starken Konjunkturdaten der weltgrößten Volkswirtschaft und vor dem wichtigen Notenbankertreffen in Jackson Hole stieg der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,33 Prozent auf 17 034,45 Punkte. Der breit gefasste S&P-500-Index legte um 0,18 Prozent auf 1990,18 Punkte zu - bei 1991,59 Punkten stand er so hoch wie nie zuvor und übertraf damit sein bisheriges, knapp vier Wochen altes Rekordhoch. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,11 Prozent auf 4044,96 Punkte nach oben.

Die jüngsten Nachrichten von der US-Wirtschaft waren durch die Bank besser als erwartet ausgefallen. "Nach dem starken Wachstum im zweiten Quartal zeichnet sich eine fortgesetzt robuste Konjunkturentwicklung ab", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Daten.

Nun richten sich die Blicke gen Jackson Hole, wo an diesem Freitag die Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen erwartet wird. Bereits am Mittwoch hatte die Veröffentlichung des Protokolls vom letzten Treffen der amerikanischen Währungshüter (Fed Minutes) offen gelegt, dass eine Zinswende früher als bisher erwartet kommen könnte. Angesichts der aktuellen Daten dürfte der Druck auf Yellen, die Zinsen anzuheben, nicht nachlassen./gl/he

21.08.2014

Aktien New York Ausblick: Gewinne - HP mit Zahlen im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften am Donnerstag freundlich starten und damit den vierten Handelstag in Folge zulegen. Im Fokus stehen besser als erwartete Quartalszahlen des Computerherstellers HP, zahlreiche Konjunkturdaten und mögliche weitere Aussagen der Notenbankchefin Janet Yellen zum künftigen geldpolitischen Vorgehen der Fed. Am Vortag hatte die Veröffentlichung des Protokolls vom letzten Fed-Treffen (Fed Minutes) bereits offen gelegt, dass eine Zinswende früher als bisher erwartet kommen könnte.

Der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial stieg eine halbe Stunde vor Handelsbeginn um 0,21 Prozent. Der Terminkontrakt auf den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,11 Prozent.

"Die Märkte warten zurzeit vor allem darauf, ob Yellen in Jackson Hole irgendeine Andeutung zum Thema Beendigung der lockeren Geldpolitik macht", sagte ein Marktanalyst. Denn die Daten signalisierten zunehmend, dass die US-Wirtschaft in einer recht ordentlichen Verfassung sei. Yellen wird allerdings erst am Freitag auf dem Wirtschaftssymposium sprechen.

Derweil sanken die wöchtlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich. Kurz nach Handelsstart stehen noch die allgemeinen Frühindikatoren an sowie der Philly-Fed-Index, der ebenfalls ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung ist. Zudem werden noch Immobiliendaten veröffentlicht.

Unter den Einzelwerten richtet sich das Interesse der Anleger wohl vor allem auf Hewlett-Packard (HP) . Der Computerhersteller meldete für sein drittes Geschäftsquartal bis Ende Juli im Jahresvergleich ein Umsatzplus um 1,3 Prozent. Damit übertraf er die Erwartungen der Wall-Street-Analysten. Der Nettogewinn sank jedoch deutlich.

Erneut standen auch Einzelhändler im Blick. Sears Holdings meldete den neunten Quartalsverlust in Folge, was der Aktie vorbörslich ein Minus von 3,5 Prozent bescherte. Zudem lehnte der Billig-Discounter Family Dollar gerade erst das Übernahmeangebot von Dollar General zugunsten der Offerte von Dollar Tree ab. Als Grund nannte das Management von Family Dollar wettbewerbsrechtliche Bedenken.

Erst am Montag war Dollar General dem Konkurrenten Dollar Tree bei dem Plan zur Übernahme des Wettbewerbers Family Dollar dazwischen gegrätscht, Dollar General hatte eine Kaufofferte über knapp 9 Milliarden US-Dollar abgegeben, nachdem Ende Juli Dollar Tree 8,5 Milliarden Dollar geboten hatte. Während die Papiere von Family Dollar vor Börsenstart um moderate 0,3 Prozent sanken, gaben die von Dollar Tree um 1,6 Prozent nach und die von Dollar General um 1,2 Prozent.

Die Papiere der Bank of America stiegen um 0,5 Prozent. Die Großbank einigte sich mit den US-Behörden auf eine Rekord-Strafzahlung von 16,65 Milliarden Dollar für ihre Zockereien mit Hypothekenpapieren, die zum Ausbruch der großen Finanzkrise 2008 geführt hatten. Damit bewahrheiteten sich vorangegangene Presseberichte.

Die Illumina-Aktien rückten vorbörslich um 1,2 Prozent vor. Der Biotech-Konzern ist mit führenden Pharmaherstellern eine strategische Partnerschaft eingegangen, unter ihnen sind auch der britisch-schwedische Konzern und die französische Sanofi . Dabei geht es um klinische Studien zu zielgerichteten Krebstherapien./ck/gl

21.08.2014

Aktien Frankfurt: Dax wieder auf Erholungskurs - Gute Daten aus Deutschland

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich nach seiner Verschnaufpause zur Wochenmitte weiter erholt. Am Donnerstag stieg der Leitindex dank positiver Konjunkturdaten aus Deutschland nach verhaltenem Start um 0,57 Prozent auf 9367,92 Punkte. Für den MDax ging es am frühen Nachmittag um 0,30 Prozent auf 15 954,60 Punkte nach oben, während der TecDax bei 1223,34 Punkten auf der Stelle trat. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,97 Prozent zu Buche.

In Deutschland hatte sich die Unternehmensstimmung sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor nicht so deutlich eingetrübt wie befürchtet. Die konjunkturellen Sorgen speziell für die Eurozone würden nun wieder etwas kleiner, schrieb Analyst Jens Klatt vom Broker DailyFX. Nach einer langen Periode mit eher enttäuschenden Konjunkturdaten auch vom Zugpferd Deutschland machten diese Zahlen nun Hoffnung auf Besserung. Im frühen Handel hatte der Dax zunächst negativ auf enttäuschende Nachrichten aus Frankreich reagiert. Hier hatte sich die Stimmung in der Industrie den fünften Monat in Folge eingetrübt und den tiefsten Stand seit Mai 2013 erreicht.

ANZEICHEN FÜR STIMMUNGSAUFHELLUNG

Hinweise auf eine möglicherweise früher als erwartet kommende Zinswende in den USA hingegen beeindruckten die Börsen erst einmal nicht, im Gegenteil: Laut einem Börsianer deuten immer mehr Anzeichen auf eine Stimmungsaufhellung unter den Anlegern hin. So hatte am Mittwoch in den USA der breit gefasste S&P-500-Index nur knapp unter seinem Rekordhoch geschlossen. Getrieben wird er unter anderem von zuletzt positiven US-Konjunkturdaten, etwa aus dem Immobiliensektor.

Unternehmensnachrichten lösten vor allem im MDax starke Kursbewegungen in beide Richtungen aus. So schockte die Sendergruppe RTL ihre Anleger mit einer überraschend gesenkten Jahresprognose und enttäuschenden Halbjahreszahlen. Vor allem wegen schwacher Geschäfte in Frankreich und der neuen Werbesteuer in Ungarn erwartet das Unternehmen nun einen leichten Umsatzrückgang in diesem Jahr. Das operative Ergebnis soll nach einem herben Gewinneinbruch im ersten Halbjahr deutlich stärker sinken. Die Papiere sackten als größter Verlierer im Index um mehr als sechs Prozent ab.

GEA AN DER MDAX-SPITZE - KONZERNUMBAU

Die Aktien der Gea Group aber zogen an der Index-Spitze um rund drei Prozent an. Der Anlagenbauer treibt nach dem Verkauf des Wärmetauschergeschäfts seinen Umbau weiter voran und will mit einer neuen Unternehmensstruktur kräftig sparen. Börsianer lobten die Umbaupläne.

Im Dax fanden die Titel von Infineon keine klare Richtung. Nach einem starken Start rutschten die Papiere ins Minus und traten zuletzt auf der Stelle. Der Halbleiterhersteller will sich in den USA mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Händler bezeichneten die geplante Akquisition als sinnvoll. Allerdings erscheine der Preis recht hoch.

AIR BERLIN ZIEHEN NACH ZAHLEN AN

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin macht langsam wieder Boden gut. Erstmals seit fünf Jahren erzielte Deutschlands zweitgrößte Airline in einem zweiten Quartal einen Nettogewinn. Die ehemals im SDax notierten Papiere zogen um mehr als 17 Prozent an. Die Anteilsscheine von Borussia Dortmund (BVB) pendelten um ihren Schlusskurs vom Mittwoch und legten zuletzt leicht zu. Der Fußball-Bundesligist will mit einer Kapitalerhöhung 114,4 Millionen Euro von Investoren einsammeln. Die BVB-Titel waren im Juni für Air Berlin in den Index der kleineren Werte aufgerückt./la/ajx

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

21.08.2014

Aktien Frankfurt: Dax wieder auf Erholungskurs - Gute Daten aus Deutschland

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag wieder an seine jüngste Erholung angeknüpft. Dank positiver Konjunkturdaten aus Deutschland stieg der Leitindex nach einem verhaltenen Start um 0,28 Prozent auf 9340,95 Punkte. Für den MDax ging es am Mittag um 0,13 Prozent auf 15 927,73 Punkte nach oben, während der TecDax bei 1222,69 Punkten auf der Stelle trat. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,54 Prozent zu Buche.

In Deutschland hatte sich die Unternehmensstimmung sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor nicht so deutlich eingetrübt wie befürchtet. Die konjunkturellen Sorgen speziell für die Eurozone würden nun wieder etwas kleiner, schrieb Analyst Jens Klatt vom Broker DailyFX. Nach einer langen Periode mit eher enttäuschenden Konjunkturdaten auch vom Zugpferd Deutschland machten diese Zahlen nun Hoffnung auf Besserung. Im frühen Handel hatte der Dax noch negativ auf enttäuschende Daten aus Frankreich reagiert. Hier hatte sich die Stimmung in der Industrie den fünften Monat in Folge eingetrübt und den tiefsten Stand seit Mai 2013 erreicht.

ANZEICHEN FÜR STIMMUNGSAUFHELLUNG

Hinweise auf eine möglicherweise früher als erwartet kommende Zinswende in den USA hingegen beeindruckten die Börsen erst einmal nicht, im Gegenteil: Laut einem Börsianer deuten immer mehr Anzeichen auf eine Stimmungsaufhellung unter den Anlegern hin. So hatte am Mittwoch in den USA der breit gefasste S&P-500-Index nur knapp unter seinem Rekordhoch geschlossen. Getrieben wird er unter anderem von zuletzt positiven US-Konjunkturdaten etwa aus dem Immobiliensektor.

Unternehmensnachrichten lösten vor allem im MDax starke Kursbewegungen in beide Richtungen aus. So schockte die Sendergruppe RTL ihre Anleger mit einer überraschend gesenkten Jahresprognose und enttäuschenden Halbjahreszahlen. Vor allem wegen schwacher Geschäfte in Frankreich und der neuen Werbesteuer in Ungarn erwartet das Unternehmen nun einen leichten Umsatzrückgang in diesem Jahr. Das operative Ergebnis soll nach einem herben Gewinneinbruch im ersten Halbjahr deutlich stärker sinken. Die Papiere sackten als klarer Verlierer im Index um rund fünfeinhalb Prozent ab.

GEA AN DER MDAX-SPITZE - KONZERNUMBAU

Aktien der Gea Group aber zogen an der Index-Spitze um mehr als zwei Prozent an. Der Anlagenbauer treibt nach dem Verkauf des Wärmetauschergeschäfts seinen Umbau weiter voran und will mit einer neuen Unternehmensstruktur kräftig sparen. Börsianer lobten die Umbaupläne.

Im Dax fanden die Titel von Infineon keine klare Richtung. Nach einem starken Start rutschten die Papiere ins Minus und gaben zuletzt um 0,26 Prozent nach. Der Halbleiterhersteller will sich in den USA mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Händler bezeichneten die geplante Akquisition als sinnvoll. Allerdings erscheine der Preis recht hoch.

AIR BERLIN ZIEHEN NACH ZAHLEN AN

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin macht dagegen langsam wieder Boden gut. Erstmals seit fünf Jahren erzielte Deutschlands zweitgrößte Airline in einem zweiten Quartal einen Nettogewinn. Die ehemals im SDax notierten Papiere zogen um mehr als acht Prozent an. Die Anteilsscheine von Borussia Dortmund (BVB) pendelten um ihren Schlusskurs vom Mittwoch und bewegten sich zuletzt kaum vom Fleck. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, dass der BVB an diesem Donnerstag, also einen Tag vor dem Saisonstart, eine umfangreiche Kapitalerhöhung ankündigen will. Die BVB-Titel waren im Juni für Air Berlin in den Index der kleineren Werte aufgerückt./la/rum

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

21.08.2014

Aktien Europa: Gewinne - Nachzügler mit Quartalszahlen

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Donnerstag nach einem kaum veränderten Handelsauftakt Fahrt aufgenommen und zugelegt. Der EuroStoxx 50 stieg am späteren Vormittag um 0,65 Prozent auf 3103,57 Punkte. Der Cac-40-Index in Paris gewann 0,57 Prozent auf 4264,82 Punkte und in London rückte der FTSE 100 um 0,31 Prozent auf 6776,55 Punkte vor.

In China und auch in der Eurozone trübte sich die Stimmung in der Industrie im August überraschend stark ein. In China wurde der erste Rückschlag nach vier monatlichen Anstiegen in Folge gemeldet. Im Euroraum enttäuschten insbesondere die Daten des zweitgrößten Eurolandes Frankreich. Die Stimmung in der Industrie fiel dort den fünften Monat in Folge und erreichte den tiefsten Stand seit Mai 2013. In Deutschland dagegen waren die Daten zwar ebenfalls rückläufig, aber nicht so deutlich wie befürchtet.

Der Rohstoffsektor verzeichnete mit mit minus 0,40 Prozent die deutlichsten Abschläge, während die Baubranche mit plus 0,81 Prozent an der Spitze der Branchenübersicht stand.

Erneut legten vereinzelt noch einige Nachzügler der Berichtssaison ihre Quartalsergebnisse vor. So büßten Ahold in Amsterdam nach Zahlen 1,90 Prozent ein. Der niederländische Einzelhandelskonzern bekam auch im zweiten Quartal den harten Wettbewerb und einen starken Euro zu spüren. Volvo enttäuschten mit den monatlichen Lkw-Absatzzahlen für Juli. Der Rückgang um neun Prozent war größer ausgefallen als erwartet, was der Aktie in Stockholm ein Minus von 0,75 Prozent einbrachte.

Nobel Biocare stiegen nach starken Halbjahreszahlen und angehobenen Prognosen in Zürich um knapp drei Prozent. Zudem sieht das Management Potenzial für weiteres Wachstum: "Wir haben noch viel Spielraum für Marktanteilsgewinne", sagte Vorstandschef Richard Laube. AstraZeneca gewannen 2,31 Prozent. Illumina ist mit führenden Pharmaherstellern eine strategische Partnerschaft eingegangen, unter ihnen sind auch der britisch-schwedische Konzern und die französische Sanofi . Dabei geht es um klinische Studien zu zielgerichteten Krebstherapien. Die Papiere von Sanofi stiegen um 1,22 Prozent./ck/rum

21.08.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax dreht ins Plus - Daten aus Deutschland

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag mit einer kleinen Berg- und Talfahrt auf die jüngsten Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone reagiert. Der deutsche Leitindex machte seine leichten Verluste aus dem frühen Handel wett und stieg zuletzt um 0,52 Prozent auf 9362,96 Punkte. Für den MDax ging es um 0,14 Prozent auf 15 929,44 Punkte nach oben, der TecDax rückte um 0,18 Prozent auf 1224,81 Punkte vor. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,67 Prozent zu Buche.

Im frühen Handel hatte den Dax zunächst ein enttäuschender Einkaufsmanagerindex aus Frankreich belastet. Das entsprechende Barometer für Deutschland aber fiel positiv aus, was den Leitindex dann wieder stützte. Sowohl für die Industrie als auch für den Dienstleistungssektor hätten die Einkaufsmanagerindizes die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Jens Klatt vom Broker DailyFX. Die konjunkturellen Sorgen speziell für die Eurozone würden nun wieder etwas kleiner.

ANZEICHEN FÜR STIMMUNGSAUFHELLUNG

Anzeichen einer möglicherweise früher als erwartet kommenden Zinswende in den USA hingegen beeindruckten die Börsen erst einmal nicht, im Gegenteil: Laut einem Börsianer deuten immer mehr Anzeichen auf eine Stimmungsaufhellung unter den Anlegern hin. So hatte am Mittwoch in den USA der breit gefasste S&P-500-Index nur knapp unter seinem Rekordhoch geschlossen. Getrieben wird er unter anderem von den zuletzt positiven US-Konjunkturdaten etwa aus dem Immobiliensektor.

Unternehmensnachrichten lösten vor allem im MDax starke Kursbewegungen in beide Richtungen aus. So schockte die Sendergruppe RTL ihre Anleger mit einer Prognosesenkung. Vor allem wegen schwacher Geschäfte in Frankreich und der neuen Werbesteuer in Ungarn erwartet das Unternehmen nun einen "leichten" Umsatzrückgang in diesem Jahr. Der operative Gewinn (Ebita) soll deutlich stärker sinken. Die Papiere brachen als klarer Verlierer im Index um mehr als sechs Prozent ein.

GEA AN DER MDAX-SPITZE - KONZERNUMBAU

Aktien der Gea Group aber zogen an der Index-Spitze um rund zweieinhalb Prozent an. Der Anlagenbauer treibt nach dem Verkauf des Wärmetauschergeschäfts seinen Umbau weiter voran und will mit einer neuen Unternehmensstruktur kräftig sparen. Börsianer lobten die Umbaupläne.

Im Dax fanden die Titel von Infineon keine klare Richtung. Nach einem starken Start rutschten die Papiere ins Minus und gaben zuletzt um 0,14 Prozent nach. Der Halbleiterhersteller will sich in den USA mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Für den auf Energiemanagement spezialisierten Halbleiterhersteller International Rectifier aus Kalifornien wollen die Münchener 40 US-Dollar je Aktie zahlen. Händler bezeichneten die geplante Akquisition als sinnvoll. Allerdings erscheine der Preis recht hoch.

AIR BERLIN ZIEHEN NACH ZAHLEN AN

Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin indes macht langsam wieder Boden gut. Erstmals seit fünf Jahren erzielte Deutschlands zweitgrößte Airline in einem zweiten Quartal einen Nettogewinn. Die Papiere zogen um rund zehn Prozent an./la/ajx

21.08.2014

ROUNDUP 2: Bank of America büßt mit Rekordsumme für Hypotheken-Deals

(Neu: Holder-Aussagen, Marktreaktion, Aufteilung der Bußgelder)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Für riskante Hypotheken-Deals aus der Zeit der Finanzkrise muss die Bank of America mit einer Rekordsumme büßen. Das Institut soll im Rahmen eines Vergleichs über 16,65 Milliarden Dollar (12,5 Mrd Euro) für diese Geschäfte zur Rechenschaft gezogen werden, wie US-Justizminister Eric Holder am Donnerstag in Washington mitteilte. Es ist der höchste Betrag, den ein Unternehmen jemals in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung mit der US-Regierung zahlen musste. Der Gewinn je Aktie (EPS) im dritten Quartal dürfte wegen der Strafzahlung um 43 US-Cent geringer ausfallen, hieß es von der Bank.

Die Bank of America wird 9,65 Milliarden Dollar direkt an das Justizministerium überweisen. Weitere 7 Milliarden sollen über Kompensationen an überschuldete Eigenheimer gehen. Der Bank wird vorgeworfen, Investoren beim Verkauf von mit Immobilienkrediten besicherten Wertpapieren hinters Licht geführt zu haben. Die Papiere gelten als einer der Auslöser der Finanzkrise 2008.

AKTIE STEIGT TROTZ STRAFE

Nach Ansicht der US-Justiz hat das Institut den Käufern vor dem Zusammenbruch des Häusermarkts verschwiegen, wie schlecht es um die in den Wertpapieren enthaltenen Kredite stand.

Anleger nahmen die Milliardenstrafe zunächst gelassen hin - die Aktie der Bank of America stieg im New Yorker Handel um etwa 1,5 Prozent.

MINISTER: SCHRITT UM BÜRGER VOR FINANZBETRUG ZU SCHÜTZEN

Justizminister Holder erklärte in Washington, mit der Strafe sollten diejenigen zur Rechenschaft gezogen werden, "deren Aktionen die Integrität unserer Finanzmärkte bedroht und die Stabilität unserer Wirtschaft untergraben haben". Er sprach von einem großen Schritt, um die US-Bürger vor Finanzbetrug zu schützen.

Die US-Behörden haben schon zahlreiche Großbanken wegen solcher Hypotheken-Deals zur Kasse gebeten, zuletzt die Citigroup mit sieben Milliarden Dollar.

ANDERE BANKEN ZAHLTEN BEREITS HOHE SUMMEN

Bisher konnte der US-Konkurrent JPMorgan den Vergleichsrekord für sich beanspruchen. Die Bank zahlte im November wegen ähnlicher Vorwürfe 13 Milliarden Dollar.

Gebündelte Kreditpakete, die an Investoren in aller Welt verkauft wurden, gelten bei einigen Experten als Auslöser der großen Finanzkrise, die 2008 im Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers eskalierte.

REIHE VON STRAFEN FÜR BANK OF AMERICA

Die Bank of America hatte sich im März bereits nach langem Ringen dazu bereiterklärt, die beiden staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac mit 9,5 Milliarden Dollar zu entschädigen.

Insgesamt büßt das Institut bereits mit mehr als 60 Milliarden Dollar für riskante Hypothekengeschäfte. Durch den jetzt erzielten Vergleich, der das Thema für die Bank endgültig besiegeln soll, könnte die Gesamtbuße auf fast 80 Milliarden Dollar steigen./hbr/DP/stb

21.08.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 21.08.2014 - 17.00 Uhr

USA: Frühindikatoren steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Juli stärker als erwartet gestiegen. Zum Vormonat erhöhte er sich um 0,9 Prozent, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Im Juni war der Index um revidierte 0,6 Prozent gestiegen, nachdem in der Erstschätzung nur ein Anstieg um 0,3 Prozent ermittelt worden war.

USA: Philly-Fed-Index steigt überraschend

PHILADELPHIA - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im August überraschend aufgehellt. Der Index der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) stieg um 4,1 Punkte auf 28,0 Zähler, wie die Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit März 2011. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 19,7 Punkte gerechnet.

USA: Verkäufe bestehender Häuser steigen überraschend

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl um 2,4 Prozent auf annualisiert 5,15 Millionen gestiegen, teilte die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Donnerstag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet.

Eurozone: Verbraucherstimmung überraschend deutlich eingetrübt

BRÜSSEL - Die Verbraucherstimmung im Euroraum hat sich im August überraschend deutlich eingetrübt. Der entsprechende Indikator sei um 1,6 Punkte auf minus 10,0 Punkte gefallen, teilte die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Bankvolkswirte hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang auf minus 9,1 Punkte gerechnet. Das Stimmungsbarometer liegt trotz des dritten Rückgangs in Folge immer noch über seinem langjährigen Durchschnitt.

USA: Markit-Einkaufsmanagerindex steigt überraschend

LONDON/WASHINGTON - Die Stimmung in der amerikanischen Industrie hat sich im August überraschend aufgehellt. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg um 2,2 Punkte auf 58,0 Zähler, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten dagegen einen leichten Rückgang um 0,1 Punkte auf 55,7 Zähler erwartet. Der Indikator liegt weiter deutlich über der sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gehen überraschend stark zurück

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche gingen sie um 14 000 auf 298 000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit 303 000 Anträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde leicht von 311 000 auf 312 000 nach oben revidiert. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stiegen die Anträge um 4750 auf 300 750.

Junge Arbeitslose verlieren auch später häufiger ihre Jobs

NÜRNBERG - Wer schon in jungen Jahren arbeitslos ist, verliert auch später öfter und länger seinen Job als andere Beschäftigte. Eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab: Menschen, die in den ersten acht Jahren ihres Berufslebens bis auf wenige Tage immer eine Stelle hatten, waren im Schnitt auch in den 16 darauffolgenden Jahren höchstens einmal erwerbslos - dann für knapp vier Monate. Wer dagegen 20 Monate oder länger unter Jugendarbeitslosigkeit litt, suchte im späteren Erwerbsleben zusammengezählt fast 32 Monate lang vergeblich einen Arbeitsplatz.

Trotz Sparkurs: Portugals Schuldenberg wird immer größer

LISSABON - Der Schuldenberg von Portugal steigt auch nach der Überwindung der schlimmen Finanzkrise im Euro-Land weiter ungebremst an. Wie die Zentralbank in Lissabon am Donnerstag mitteilte, kletterten die portugiesischen Staatsschulden im zweiten Quartal 2014 auf 223,27 Milliarden Euro. Das entspricht den Angaben zufolge 134 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zum 31. März lagen die Verbindlichkeiten noch bei 220,68 Milliarden oder 132,9 Prozent des BIP.

Beschäftigungsboom hält an - Lage auf Ausbildungsmarkt schwierig

WIESBADEN/BERLIN - Der robuste Arbeitsmarkt hat die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland auf den zweithöchsten Stand seit der Wiedervereinigung getrieben. Im zweiten Quartal hatten nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 42,5 Millionen Menschen ihren Arbeitsort in Deutschland. Das war nach Angaben vom Donnerstag zugleich der höchste Wert für ein zweites Vierteljahr seit Anfang der 1990er Jahre - trotz des jüngsten Konjunkturdämpfers. Mehr Erwerbstätige zählten die Statistiker nach revidierten Daten nur im Schlussquartal 2013 mit 42,6 Millionen.

Großbritannien: Einzelhandelsumsätze steigen nur geringfügig

LONDON - Die britischen Einzelhändler haben ihre Umsätze im Juli nur geringfügig gesteigert. Die Erlöse hätte um 0,1 Prozent zum Vormonat zugelegt, teilte das Statistikamt ONS am Donnerstag mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Umsätze noch um revidierte 0,2 Prozent (zunächst +0,1%) geklettert. Im Jahresvergleich stiegen die Umsätze um 2,6 Prozent. Erwartet wurde ein Anstieg um 3,1 Prozent.

DIHK: 80 000 Leerstellen unbesetzt - Ausbildungsreife Hemmnis Nr. 1

BERLIN - Für Unternehmen wird es nach Angaben des DIHK immer schwieriger, ihre Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzten. Im vergangenen Jahr blieben im Bereich der Industrie- und Handelskammern (IHK) 80 000 Ausbildungsplätze unbesetzt, wie DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Donnerstag in Berlin mitteilte. Für Jugendliche dagegen sei die Chance auf einen Ausbildungsplatz so gut wie nie: "2014 sind die Chancen auf Ausbildung für Jugendliche weiterhin hervorragend."

Eurozonen-Konjunktur verliert an Schwung

LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im August überraschend deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex - eine Umfrage unter ranghohen Unternehmensvertretern - fiel um 1,0 Punkte auf 52,8 Zähler, wie das Forschungsunternehmen Markit am Donnerstag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Bankvolkswirte hatten nur mit einem Rückgang auf 53,4 Punkte gerechnet. Trotz des Rückschlags sieht das Forschungsinstitut die Eurozone weiter auf Wachstumskurs.

Bundesbank hilft Litauen bei Euro-Einführung

VILNIUS - Litauen bereitet sich mit deutscher Hilfe auf die Einführung des Euro am 1. Januar 2015 vor. Das 19. Euro-Land wird sich für den Währungswechsel vom heimischen Litas auf den Euro 132 Millionen Banknoten von der Deutschen Bundesbank ausleihen, teilte die Zentralbank des baltischen Landes am Donnerstag mit.

Chinas Industrie verliert an Schwung

PEKING - In der chinesischen Industrie hat sich die Stimmung im August überraschend stark eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC fiel um 1,4 auf 50,3 Punkte, wie HSBC am Donnerstag nach vorläufigen Daten meldete. Es ist der erste Rückschlag nach vier monatlichen Anstiegen in Folge. Im Juli hatte der Frühindikator noch den höchsten Stand seit Anfang 2013 erreicht. /rob/jsl

21.08.2014

USA: Philly-Fed-Index steigt überraschend

PHILADELPHIA (dpa-AFX) - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im August überraschend aufgehellt. Der Index der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) stieg um 4,1 Punkte auf 28,0 Zähler, wie die Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit März 2011. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 19,7 Punkte gerechnet.

Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter null signalisiert einen Rückgang./jsl/stb

21.08.2014

USA: Verkäufe bestehender Häuser steigen überraschend

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl um 2,4 Prozent auf annualisiert 5,15 Millionen gestiegen, teilte die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Donnerstag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet.

Der Anstieg im Vormonat wurde hingegen leicht nach unten korrigiert. Anstatt eines Anstiegs um 2,6 Prozent ergibt sich ein Plus von 2,4 Prozent./jsl/stb

21.08.2014

USA: Markit-Einkaufsmanagerindex steigt überraschend

LONDON/WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Stimmung in der amerikanischen Industrie hat sich im August überraschend aufgehellt. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg um 2,2 Punkte auf 58,0 Zähler, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten dagegen einen leichten Rückgang um 0,1 Punkte auf 55,7 Zähler erwartet. Der Indikator liegt weiter deutlich über der sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht./jkr/jsl

21.08.2014

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gehen überraschend stark zurück

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche gingen sie um 14 000 auf 298 000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit 303 000 Anträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde leicht von 311 000 auf 312 000 nach oben revidiert. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stiegen die Anträge um 4750 auf 300 750.

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Woche zum Erstanträge Veränderung 4-Wochenschnitt Veränderung

16. Aug 14 298 -14 300,75 4,75

09. Aug 14 312 22 296,00 2,25

02. Aug 14 290 -13 293,75 -3,75

26. Juli 14 303 24 297,50 -3,25°

(Angaben in Tsd)

/jkr/stb

21.08.2014

Junge Arbeitslose verlieren auch später häufiger ihre Jobs

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Wer schon in jungen Jahren arbeitslos ist, verliert auch später öfter und länger seinen Job als andere Beschäftigte. Eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab: Menschen, die in den ersten acht Jahren ihres Berufslebens bis auf wenige Tage immer eine Stelle hatten, waren im Schnitt auch in den 16 darauffolgenden Jahren höchstens einmal erwerbslos - dann für knapp vier Monate. Wer dagegen 20 Monate oder länger unter Jugendarbeitslosigkeit litt, suchte im späteren Erwerbsleben zusammengezählt fast 32 Monate lang vergeblich einen Arbeitsplatz./eri/DP/jkr

21.08.2014

Trotz Sparkurs: Portugals Schuldenberg wird immer größer

LISSABON (dpa-AFX) - Der Schuldenberg von Portugal steigt auch nach der Überwindung der schlimmen Finanzkrise im Euro-Land weiter ungebremst an. Wie die Zentralbank in Lissabon am Donnerstag mitteilte, kletterten die portugiesischen Staatsschulden im zweiten Quartal 2014 auf 223,27 Milliarden Euro. Das entspricht den Angaben zufolge 134 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zum 31. März lagen die Verbindlichkeiten noch bei 220,68 Milliarden oder 132,9 Prozent des BIP.

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hatte sich ein Schuldenziel von 130,2 Prozent bis Ende des laufenden Jahres gesetzt. Seit Beginn der Finanzkrise nahm die Schuldenlast Portugals deutlich zu. Ende 2010 hatte sie nach Angaben der "Banco de Portugal" bei 93 Prozent gelegen.

Portugal verließ im Mai den Euro-Rettungsschirm. Vor gut drei Jahren, im Mai 2011, hatte die "Troika" aus Europäischer Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) das Land mit einem Hilfspaket von 78 Milliarden Euro vor einem drohenden Bankrott bewahrt./er/DP/jkr

21.08.2014

Prognose: Deutscher Energieverbrauch sinkt um 30 Prozent

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Energieverbrauch in Deutschland könnte nach einer Prognose des Energiekonzerns ExxonMobil in den kommenden 25 Jahren um rund 30 Prozent sinken. Der werde möglich durch effizientere Technologien und einen bewussteren Umgang mit Energie, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mit. Das Ziel der Bundesregierung, die CO2-Emissionen um 70 Prozent zu senken, werde allerdings nicht erreicht. Sie könnten allenfalls um die Hälfte reduziert werden. Selbst 2040 würden noch 70 Prozent des Primärenergiebedarfs von fossilen Energieträgern gedeckt, wobei Öl und Gas allein rund 60 Prozent ausmachen./egi/DP/stk

21.08.2014

GESAMT-ROUNDUP: Beschäftigungsboom hält an - Lage auf Ausbildungsmarkt schwierig

WIESBADEN/BERLIN (dpa-AFX) - Der robuste Arbeitsmarkt hat die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland auf den zweithöchsten Stand seit der Wiedervereinigung getrieben. Im zweiten Quartal hatten nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 42,5 Millionen Menschen ihren Arbeitsort in Deutschland. Das war nach Angaben vom Donnerstag zugleich der höchste Wert für ein zweites Vierteljahr seit Anfang der 1990er Jahre - trotz des jüngsten Konjunkturdämpfers. Mehr Erwerbstätige zählten die Statistiker nach revidierten Daten nur im Schlussquartal 2013 mit 42,6 Millionen.

Dagegen spitzt sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt zu. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) blieben im vergangenen Jahr 80 000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Schwierigkeiten, offene Lehrstellen zu vergeben, wirkten sich zunehmend auch auf Großbetriebe aus, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Beklagt werde weiter die mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern. Die Unzufriedenheit der Betriebe über nicht ausreichende Mathe- und Deutschkenntnisse steige deutlich. Vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres hieß es zugleich, für Jugendliche sei die Chance auf einen Ausbildungsplatz so gut wie nie.

Die demografische Entwicklung und der "Akademisierungstrend" blieben ein Problem. In diesem Jahr haben laut DIHK 53 000 junge Leute weniger die Schulen verlassen als im Vorjahr. Im Jahr 2025 werde es nochmals 120 000 weniger Schulabgänger geben als 2014: "Zusätzlich ist der Run auf die Hochschulen ungebrochen." 2013 hätten rund 507 000 junge Menschen ein Studium begonnen, ein Drittel mehr als noch zehn Jahre zuvor. Als Folge kämpfe bereits heute mehr als jeder zweite Betrieb mit rückläufigen Bewerberzahlen.

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nach vorläufigen Berechnungen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent auf 323,5 Stunden. Maßgeblichen Anteil daran hätten die geringere Anzahl an Arbeitstagen und der höhere Krankenstand im Vergleich zum Vorjahresquartal./ben/sl/DP/jsl

21.08.2014

AKTIE IM FOKUS 3: BVB-Aktie fest - Kapitalerhöhung beschlossen

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des SDax-Neulings Borussia Dortmund (BVB) haben am Donnerstag ihre nach der angekündigten Kapitalerhöhung aufgenommene Berg- und Talfahrt schließlich deutlich höher beendet. Die BVB-Titel legten um 1,83 Prozent auf 5,021 Euro zu, nachdem sie zuvor zwischen Verlusten und Gewinnen gependelt hatten. Der SDax rückte um 0,61 Prozent vor.

Der westfälische Fußball-Bundesligist will mit Hilfe einer Kapitalerhöhung 114,4 Millionen Euro von Investoren einsammeln. Der Sportausrüster Puma , der Versicherer Signal Iduna und der Spezialchemiekonzern Evonik wollen dabei größere Aktienpakete übernehmen. Wie erwartet, nutzt der BVB das gesamte von der Hauptversammlung genehmigte Kapital und gibt insgesamt 24,6 Millionen neue Aktien zum Bezugspreis von 4,66 Euro je Aktie aus.

Ein Börsianer sagte, es sei positiv, dass drei wichtige Partner 17,6 Millionen der neuen Aktien übernähmen. Daniel Saurenz von Feingold Research hält den Schritt für sinnvoll. Dass die Papiere nicht im Minus verweilten, wundert ihn nicht, denn der Verein beschaffe sich das Geld nicht aus der Not heraus, sondern aus strategischen Gründen./ajx/ck/he/he

21.08.2014

AKTIE IM FOKUS 2: RTL Group verstimmt Anleger mit Prognosesenkung

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schlechte Nachrichten für RTL : Die Aktie des Fernsehkonzerns ging am Donnerstag auf Talfahrt - die überraschend gesenkte Jahresprognose und die schwachen Halbjahreszahlen schockten die Anleger. Die Titel gingen als Schlusslicht im MDax mit einem Minus von 7,01 Prozent auf 74,81 Euro aus dem Handel. Der Index der mittelgroßen Werte gewann 0,57 Prozent.

Vor allem wegen schwacher Geschäfte in Frankreich und der neuen Werbesteuer in Ungarn erwartet das Unternehmen nun einen leichten Umsatzrückgang in diesem Jahr. Das operative Ergebnis (Ebita) soll nach einem herben Gewinneinbruch im ersten Halbjahr deutlich stärker sinken. Bislang hatte das Unternehmen weitgehend stabile Ergebnisse in Aussicht gestellt.

Analysten reagierten enttäuscht. Wegen einer Abschreibung in Ungarn habe das Ergebnis je Aktie im zweiten Quartal die Erwartungen deutlich verfehlt, schrieb einer von ihnen in einem Kommentar. Auch die angekündigte außerordentliche Zwischendividende von 2 Euro je Anteilsschein enttäusche. Der Experte hatte mit 2,50 Euro gerechnet. Analyst Harald Heider von der DZ Bank sieht nur begrenztes Gewinnpotenzial bei RTL und empfiehlt weiterhin, die Aktien zu verkaufen./mis/stk/ajx/he

21.08.2014

AKTIE IM FOKUS 3: Infineon geben nach - Analysten: Zukauf sinnvoll, aber teuer

(neu: Schlusskurse, Analystenkommentare von UBS, Hauck & Aufhäuser und Societe Generale)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre von Infineon haben sich am Donnerstag mit der Einschätzung eines geplanten Zukaufs in den USA schwer getan. "Schritt gut, Preis sehr hoch", meinten Händler und Analysten. Nach anfänglichen Gewinnen von fast drei Prozent drehten die Dax-Titel ins Minus, fingen sich dann aber wieder. Zum Handelschluss stand jedoch erneut ein Minus von 0,20 Prozent auf 8,583 Euro auf der Kurstafel. Der deutsche Leitindex schloss bei einem Plus von 0,93 Prozent über 9400 Punkten.

Der Münchener Chipproduzent hatte am Mittwochabend nach Börsenschluss mitgeteilt, sich in den USA mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken zu wollen. Für den auf Energiemanagement spezialisierten Halbleiterhersteller International Rectifier aus Kalifornien will Infineon 40 Dollar je Aktie zahlen - das entspricht einem Wert von rund 3 Milliarden Dollar (2,25 Mrd Euro). Damit würde der Chipkonzern einen Aufschlag von rund 48 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienpreis der vergangenen drei Monate zahlen.

ANALYSTEN SEHEN LICHT UND SCHATTEN BEIM ZUKAUF

Harald Schnitzer von der DZ Bank schrieb, ihn habe der Zukauf überrascht. Strategisch gesehen sei er aber durchaus nachvollziehbar. Immerhin könne Infineon durch die Übernahme seine Marktposition stärken. Schnitzer monierte den hohen Preis. Er werde seine bisherigen Annahmen daher noch einmal überarbeiten. Analyst Thomas Becker von der Commerzbank kommentierte es ähnlich. Der Zukauf erscheine strategisch sinnvoll. Allerdings zahle Infineon einen deutlichen Aufschlag.

Für Malte Schaumann von Warburg Research ist die Transaktion dennoch positiv. Beide Unternehmen passten gut zueinander. Zudem dürfte der Gewinn je Aktie von Infineon dank der Akquisition steigen. Pierre Ferragu von Bernstein schrieb in einer Studie, dass er einen solchen Schritt erst in zwei Jahren erwartet habe. Er sehe den Zukauf als einen Meilenstein für die langfristige Geschäftsentwicklung. Der Experte reagierte mit einer Anhebung seines Votums und des Kursziels.

ÜBERNAHME-ZEITPUNKT WIRD KRITISCH GESEHEN

Einige Analysten sehen zudem den Zeitpunkt der Übernahme in einer späten Phase des Halbleiterzyklus kritisch. Deswegen, so Tim Wunderlich von Hauck & Aufhäuser, wirke der Kaufpreis viel zu teuer. Ähnlich argumentierte Gareth Jenkins von der UBS: Der Branchenzyklus befinde sich offenbar in der Nähe seines Hochs, womit der Zeitpunkt der Übernahme negativ zu werten sei.

Die Societe Generale (SocGen) verwies darauf, dass die vom Markt geschätzte operative Gewinnmarge (Ebit-Marge) für International Rectifier für 2016 gerade einmal bei 12,7 Prozent liege, während die Infineon-Marge bereits bei 15 Prozent liege. Daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Integration des kalifornischen Chipspezialisten erfolgreich verlaufe, schrieb Analyst Peter Knox. Zudem gab der Experte zu bedenken, dass Infineon eine solch große Übernahme noch nie gestemmt habe./mis/rum/ajx/he

21.08.2014

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Vestas auf 'Sell' - Ziel 25 Kronen

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Vestas nach Zahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 25 dänischen Kronen belassen. Die Ergebnisse des Windanlagenbauers seien gemischt ausgefallen, schrieb Analyst David Hallden in einer Studie vom Donnerstag. So habe der Umsatz die Markterwartungen um fünf Prozent verfehlt. Das operative Ergebnis (Ebit) habe hingegen um vier Prozent über den Schätzungen gelegen./fri/edh

21.08.2014

ANALYSE-FLASH: NordLB belässt Talanx auf 'Kaufen' - Ziel 31 Euro

HANNOVER (dpa-AFX) - Die NordLB hat die Einstufung für Talanx nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 31 Euro belassen. Das zweite Quartal des Versicherers sei wie von ihm erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Volker Sack in einer Studie vom Donnerstag. Im Segment Schaden-Rückversicherung dürfte die bisher relativ geringe Belastung durch Großschäden zu rückläufigen Prämien führen. Maßgeblich dafür dürfte etwa der Verlauf der Hurrikansaison in den USA sein. Bei durchschnittlicher Schadensentwicklung rechnet Sack damit, dass die Jahresziele von Talanx gut erreichbar sein sollten./ck/ajx

21.08.2014

AKTIE IM FOKUS 2: BVB-Aktie richtungslos - Kapitalerhöhung beschlossen

(neu: Kapitalerhöhung beschlossen, Kurse aktualisiert)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des SDax-Neulings Borussia Dortmund (BVB) haben am Donnerstag nach beschlossener Kapitalerhöhung keine klare Richtung eingeschlagen. Die BVB-Titel pendelten im Tagesverlauf zwischen Verlusten und Gewinnen und legten am Nachmittag wieder um 0,59 Prozent auf 4,96 Euro zu. Der SDax rückte um 0,24 Prozent vor.

Der westfälische Fußball-Bundesligist will mit Hilfe einer Kapitalerhöhung 114,4 Millionen Euro von Investoren einsammeln. Der Sportausrüster Puma , der Versicherer Signal Iduna und der Spezialchemiekonzern Evonik wollen dabei größere Aktienpakete übernehmen. Wie erwartet, nutzt der BVB das gesamte von der Hauptversammlung genehmigte Kapital und gibt insgesamt 24,6 Millionen neue Aktien zum Bezugspreis von 4,66 Euro je Aktie aus.

Ein Börsianer sagte, es sei positiv, dass drei wichtige Partner 17,6 Millionen der neuen Aktien übernähmen. Daniel Saurenz von Feingold Research hält den Schritt für sinnvoll. Dass die Papiere nicht im Minus verweilten, wundert ihn nicht, denn der Verein beschaffe sich das Geld nicht aus der Not heraus, sondern aus strategischen Gründen./ajx/ck/he

21.08.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Air Berlin auf 'Hold' - Ziel 1,50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat die Einstufung für Air Berlin nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 1,50 Euro belassen. Das operative Ergebnis (Ebit) des Billigfliegers sei im zweiten Quartal etwas besser als von ihm befürchtet ausgefallen, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Donnerstag./fri/edh

21.08.2014

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser belässt RTL Group auf 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für RTL Group nach Zahlen und Senkung des Ausblicks vorerst auf "Buy" belassen. Der Umsatz sowie das operative Ergebnis (Ebita) des Medienunternehmens hätten im zweiten Quartal den Erwartungen entsprochen, der Gewinn je Aktie habe jedoch wegen höherer Abschreibungen in Ungarn unter den Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Christian Glowa in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte will nach der Senkung des Unternehmensausblicks seine Schätzungen sowie sein Kursziel überarbeiten./fri/ajx

21.08.2014

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt BMW auf 'Market-Perform' - Ziel 100 Euro

NEW YORK (dpa-AFX) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für BMW auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Der Autobauer habe unter den europäischen Herstellern während des jüngsten Absatzeinbruchs in Europa sein Händlernetz mit am stärksten abgebaut, schrieb Analyst Max Warburton in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Der Experte geht davon aus, dass sich der europäische Autoabsatz auf Erholungpfad befindet./fri/edh

21.08.2014

ANALYSE: Equinet belässt Gea Group auf 'Hold' - Ziel 32 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Gea Group nach der Ankündigung einer neuen Konzernstruktur auf "Hold" mit einem Kursziel von 32 (Kurs 34,57) Euro belassen. Bisher sei nur ein Entwurf der Reorganisation zu bekommen, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Donnerstag. Details müssten noch folgen. Die genannten Einsparziele und damit verbundene Kosten ließen aber Rückschlüsse auf die künftigen Gewinne zu. Auf dieser Basis erschienen die Aktien zu ambitioniert bewertet.

Das gilt laut Schmidt insbesondere, da die geplanten Übernahmen nicht zwangsläufig von Anfang an positive Beiträge leisten werden. In der Vergangenheit habe sich auch bei anderen Anlagenbauern gezeigt, dass es Zeit brauche, um zugekaufte Unternehmen zu integrieren. Entsprechend vorsichtig bewerte er die Gea-Papiere, schrieb der Analyst. Für Kursauftrieb könnten allerdings mögliche Aktienrückkäufe sorgen, falls der MDax-Konzern keine passenden Akquisitionsziele finde.

Entsprechend der Einstufung "Hold" rechnen die Analysten von Equinet mit einem Gesamtertrag der Aktien in den kommenden zwölf Monaten von null bis 10 Prozent./mis/rum

Analysierendes Institut Equinet.

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser