dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

08.12.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum

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08.12.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten

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07.12.2016

ROUNDUP 2/Abgas-Skandal: Kommission will gegen Deutschland Verfahren eröffnen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Wegen des VW -Abgasskandals will die EU-Kommission an diesem Donnerstag ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eröffnen. Ein ranghohes Mitglied der Brüsseler Behörde bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend, dass die Vorbereitungen dafür an diesem Donnerstagvormittag abgeschlossen sein sollen. Danach will die Kommission den Beschluss offiziell bekanntgeben.

Auslöser des bevorstehenden Verfahrens sind die Tricksereien des Volkswagen-Konzerns, der mit Hilfe einer speziellen Software die Abgaswerte von Millionen Diesel-Autos schönte. Die EU-Kommission argwöhnt, dass die deutschen Aufsichtsbehörden den Konzern nicht ausreichend kontrolliert haben. Dies könnte einen Verstoß gegen EU-Recht darstellen. Die bisherigen Reaktionen der Bundesregierung stuft die Kommission als lückenhaft ein. Neben Deutschland müssen noch sechs weitere EU-Staaten mit Verfahren rechnen.

Greenpeace reagierte erfreut auf das drohende Verfahren gegen die Bundesrepublik. "In der schleppenden Aufklärung des Abgasskandals macht der zuständige Verkehrsminister weiterhin keinen Finger krumm", kommentierte der Verkehrsexperte der Umweltorganisation, Tobias Austrup. "Es ist beschämend, dass jegliche Konsequenz aus dem Abgasskandal von außen kommen muss."

Die FDP-Europaabgeordnete Gesine Meißner bezeichnete den erwarteten Schritt als überfällig. "Ein Verfahren zu eröffnen, ist nur folgerichtig, das hätte schon früher stattfinden sollen." Die EU-Kommission sei endlich aufgewacht.

Um Abgaswerte zu schönen, hatte VW in großem Stil sogenannte Abschalteinrichtungen eingesetzt, die dazu führten, dass Autos bei Tests weniger Stickoxid ausstießen als im normalen Fahrbetrieb. Abschalteinrichtungen sind laut einer Verordnung von 2007 von wenigen Ausnahmen abgesehen verboten.

Der Wolfsburger Konzern vertritt die Auffassung, dass die Abschalteinrichtungen in seinen Dieselmotoren vom Typ EA 189 in der EU nicht illegal gewesen seien.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hält die EU-Regeln für unpräzise und dringt auf eine Verschärfung. Er streitet bereits seit längerem mit der EU-Kommission über das Thema./aha/hrz/DP/she

07.12.2016

ROUNDUP/Abgas-Skandal: Kommission will gegen Deutschland Verfahren eröffnen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Wegen des VW -Abgasskandals will die EU-Kommission an diesem Donnerstag ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eröffnen. Das bestätigte ein ranghohes Mitglied der Brüsseler Behörde am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Ein entsprechendes schriftliches Verfahren soll am Donnerstagvormittag abgeschlossen sein. Danach will die Kommission den Beschluss offiziell bekanntgeben.

Auslöser des bevorstehenden Verfahrens sind die Tricksereien des Volkswagen-Konzerns, der mit Hilfe einer speziellen Software die Abgaswerte von Millionen Diesel-Autos schönte. Die EU-Kommission argwöhnt, dass die deutschen Aufsichtsbehörden den Konzern nicht ausreichend kontrolliert haben. Dies könnte einen Verstoß gegen EU-Recht darstellen. Die bisherigen Reaktionen der Bundesregierung stuft die Kommission als lückenhaft ein. Neben Deutschland müssen noch sechs weitere EU-Staaten mit Verfahren rechnen.

Greenpeace reagierte erfreut auf das drohende Verfahren gegen die Bundesrepublik. "In der schleppenden Aufklärung des Abgasskandals macht der zuständige Verkehrsminister weiterhin keinen Finger krumm", kommentierte der Verkehrsexperte der Umweltorganisation, Tobias Austrup. "Es ist beschämend, dass jegliche Konsequenz aus dem Abgasskandal von außen kommen muss."

Die FDP-Europaabgeordnete Gesine Meißner bezeichnete den erwarteten Schritt als überfällig. "Ein Verfahren zu eröffnen, ist nur folgerichtig, das hätte schon früher stattfinden sollen." Die EU-Kommission sei endlich aufgewacht.

Um Abgaswerte zu schönen, hatte VW in großem Stil sogenannte Abschalteinrichtungen eingesetzt, die dazu führten, dass Autos bei Tests weniger Stickoxid ausstießen als im normalen Fahrbetrieb. Abschalteinrichtungen sind laut einer Verordnung von 2007 von wenigen Ausnahmen abgesehen verboten.

Der Wolfsburger Konzern vertritt die Auffassung, dass die Abschalteinrichtungen in seinen Dieselmotoren vom Typ EA 189 in der EU nicht illegal gewesen seien.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hält die EU-Regeln für unpräzise und dringt auf eine Verschärfung. Er streitet bereits seit längerem mit der EU-Kommission über das Thema./aha/hrz/DP/she

07.12.2016

Abgas-Skandal: Kommission will gegen Deutschland Verfahren eröffnen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Wegen des VW -Abgasskandals will die EU-Kommission an diesem Donnerstag ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eröffnen. Das bestätigte ein ranghohes Mitglied der Brüsseler Behörde am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Ein entsprechendes schriftliches Verfahren soll am Donnerstagvormittag abgeschlossen sein. Danach will die Kommission den Beschluss offiziell bekanntgeben.

Auslöser des bevorstehenden Verfahrens sind die Tricksereien des Volkswagen -Konzerns, der mit Hilfe einer speziellen Software die Abgaswerte von Millionen Diesel-Autos schönte. Die EU-Kommission argwöhnt, dass die deutschen Aufsichtsbehörden den Konzern nicht ausreichend kontrolliert haben./aha/hrz/DP/she

07.12.2016

Trump macht Kohlefreund Pruitt zum Chef der Umweltbehörde EPA

NEW YORK (dpa-AFX) - Donald Trump macht Scott Pruitt (48), einen engen Vertrauten der Kohle- und Ölindustrie, zum Chef der mächtigen US-Umweltschutzbehörde EPA. Das bestätigte das Team des designierten US-Präsidenten am Mittwoch US-Medien. Nach Einschätzung der "New York Times" belegt die Entscheidung Trumps Absicht, die Errungenschaften seines Vorgängers Barack Obama in Sachen Klimaschutz abzubauen.

Als Chefankläger des Bundesstaates Oklahoma war Pruitt einer der Architekten des Kampfes gegen Obamas "Clean Power Plan". Dieses Vorhaben für sauberere Kraftwerke bezeichnete Pruitt als "Krieg gegen die Kohle".

Im Jahr 2014 führte Pruitt nach Recherchen der "New York Times" eine Allianz großer Energieversorger gegen klimapolitische Regulierungen Obamas an. Es ist Trump rechtlich nicht möglich, den "Clean Power Plan" komplett einzureißen. Er kann ihn aber entscheidend aufweichen.

Im Wahlkampf hatte Trump mehrfach angekündigt, er werde die EPA abschaffen, vor allem weil sie zu teuer sei.

Die EPA (Environmental Protection Agency) mit Sitz in Washington DC beschäftigt rund 17 000 Menschen. Zuletzt wurde sie vor allem im Zusammenhang mit dem VW -Dieselskandal einem größeren Publikum bekannt. Die jetzige Chefin ist Gina McCarthy./ki/DP/she

07.12.2016

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 07.12.2016

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 07.12.2016

AIRBUS GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Airbus auf "Hold" mit einem Kursziel von 54 Euro belassen. Airbus sei dem Vernehmen nach von der kanadischen Regierung für die Lieferung neuer Such- und Rettungsflugzeuge ausgewählt worden, schrieben die Analysten in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Der Auftrag habe einen Wert von geschätzt 2,6 Milliarden Dollar.

BECHTLE AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Bechtle von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 100 auf 105 Euro angehoben. Analyst Andreas Wolf begründete das neue Anlagevotum mit der zuletzt deutlichen, aber ungerechtfertigten Korrektur der Aktie. Der IT-Dienstleister habe auch im dritten Quartal Anteile in einem hoch fragmentierten Markt gewonnen, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch.

BEIERSDORF AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Beiersdorf von 77 auf 71 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Trotz aller Bemühungen des Managements wachse der Nivea-Konzern in seinem Pflegegeschäft noch immer langsamer als die Konkurrenz, schrieb Analystin Celine Pannuti in einer Studie vom Dienstag. Auch habe sich der Konzern bislang sehr zurückgehalten, was das Thema Zukäufe betreffe. Schon länger zurückliegende Akquisitionen wie die chinesische Haarpflegemarke C-Bons ließen das gewünschte Wachstum vermissen.

CRH

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für CRH von 32 auf 37 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die europäischen Baustoffkonzerne dürften 2017 von steigenden staatlichen Infrastruktur-Investitionen profitieren, schrieb Analystin Elodie Rall in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Damit sollte der Sektor eine Free-Cashflow-Rendite von 6 Prozent schaffen und den Gewinn (EPS) durchschnittlich prozentual zweistellig steigern.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Daimler nach Absatzzahlen für die Marke Mercedes Benz auf "Buy" mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. Beim Stuttgarter Autobauer bleibe das Wachstum der Kernmarke stark, schrieb Analyst Tim Schuldt in einer Studie vom Mittwoch. Der Trend sei klar positiv und der Modell-Zyklus wirke weiterhin gut, wenngleich die nächsten Daten für Dezember aufgrund der hohen Vergleichsbasis des Vorjahres etwas schwächer ausfallen dürften.

DEUTSCHE BANK AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie der Deutschen Bank von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft, den fairen Wert aber von 13,00 auf 14,50 Euro angehoben. Der deutliche Kursanstieg um rund ein Drittel in nur einem Monat und die damit deutlich bessere Kursentwicklung im Vergleich zu den US-Banken sei übertrieben, schrieb Analyst Christian Koch in einer Studie vom Mittwoch. Wegen des aufgehellten gesamtwirtschaftlichen Umfeldes habe er jedoch den fairen Wert hochgesetzt.

FMC FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO KGAA

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für die Aktie des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care (FMC) von 82 auf 76 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Es bestehe ein regulatorischer Überhang, der das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzen dürfte, schrieb Analyst Chris Cooper in einer Studie vom Mittwoch.

GENERALI SPA

NEW YORK - Das Analysehaus RBC Capital hat das Kursziel für Generali von 13,50 auf 12,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Sector Perform" belassen. Erstmals seit fünf Jahren dürfte der europäische Versicherungssektor 2016 schlechter als der Gesamtmarkt laufen, schrieb Analyst Paul De'Ath in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Für 2017 rechne er - nicht zuletzt wegen steigender Zinsen - jedoch wieder mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung.

GIVAUDAN AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Givaudan von 2100 auf 1950 Franken gesenkt und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die europäischen Konsumgüterkonzerne stünden vor einem herausfordernden Jahr, schrieb Analystin Celine Pannuti in einer Branchenstudie vom Dienstag. Dahin dümpelnde Verkaufspreise bei steigendem Kostendruck und sinkenden Absatzvolumina sollten die Geschäftsentwicklung bremsen. Vor diesem Hintergrund zieht sie Papiere von Nahrungsmittelherstellern jenen aus dem Haushalts- und Körperpflegesektor vor.

JUNGHEINRICH AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Jungheinrich-Aktie in ihre "Equity Ideas"-Liste aufgenommen und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Nach einem 20-prozentigen Kursverfall sei die Aktie nun wieder attraktiv bewertet, begründete Analyst Alexander Hauenstein die Aufnahme in der Auswahlliste. Kurzfristig belasteten strategische Autoaufträge die Marge des Gabelstapler-Herstellers, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch. Dies dürfte künftig aber höhere Serviceerträge zur Folge haben.

LAFARGEHOLCIM

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für LafargeHolcim von 52 auf 53 Franken angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die europäischen Baustoffkonzerne dürften 2017 von steigenden staatlichen Infrastruktur-Investitionen profitieren, schrieb Analystin Elodie Rall in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Damit sollte der Sektor eine Free-Cashflow-Rendite von 6 Prozent schaffen und den Gewinn (EPS) durchschnittlich prozentual zweistellig steigern.

NOVO NORDISK

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Novo Nordisk um gleich zwei Stufen von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 270 auf 350 dänische Kronen angehoben. Der Markt dürfte allmählich das Vertrauen in das Wachstum des dänischen Pharmakonzerns wiedergewinnen, schrieb Analyst Michael Leuchten in einer Studie vom Dienstag. Im besten Fall dürfte Novo 2018 zum Prämienwachstum zurückkehren, wenn der Portfolio-Mix den Gegenwind vom Preisdruck ausgleicht.

RECKITT BENCKISER GROUP PLC

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Reckitt Benckiser von 7100 auf 6750 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die europäischen Konsumgüterkonzerne stünden vor einem herausfordernden Jahr, schrieb Analystin Celine Pannuti in einer Branchenstudie vom Dienstag. Dahin dümpelnde Verkaufspreise bei steigendem Kostendruck und sinkenden Absatzvolumina sollten die Geschäftsentwicklung bremsen. Vor diesem Hintergrund zieht sie Papiere von Nahrungsmittelherstellern jenen aus dem Haushalts- und Körperpflegesektor vor.

SAINT GOBAIN

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Saint-Gobain von 42 auf 46 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die europäischen Baustoffkonzerne dürften 2017 von steigenden staatlichen Infrastruktur-Investitionen profitieren, schrieb Analystin Elodie Rall in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Damit sollte der Sektor eine Free-Cashflow-Rendite von 6 Prozent schaffen und den Gewinn (EPS) durchschnittlich prozentual zweistellig steigern.

/she

07.12.2016

US-Anleihen bauen Gewinne aus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Mittwoch ihre frühen Gewinne im Handelsverlauf weiter ausgebaut. Die Renditen gerieten entsprechend unter Druck.

Deutlicher allerdings seien manche Renditen europäischer Bonds unter die Räder geraten, da die Investoren von der Europäischen Zentralbank an diesem Donnerstag eine zeitliche Ausweitung des Anleihekaufprogramms erwarteten, hieß es. Das aktuelle Programm läuft noch bis März. Monatlich kauft die EZB für 80 Milliarden Euro Staatsanleihen, um die Wirtschaft in der Eurozone anzukurbeln und die Zinslast für hochverschuldete Länder zu senken.

Zweijährige US-Staatsanleihen legten um 1/32 Punkt auf 99 25/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 1,100 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 6/32 Punkte auf 99 25/32 Punkte. Ihre Rendite sank damit auf 1,794 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen legten um 13/32 Punkte auf 96 31/32 Punkte zu und rentierten mit 2,340 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren kletterten um 1 Punkt und 4/32 Punkte auf 97 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,019 Prozent./ck/she

07.12.2016

Devisen: Euro im US-Handel nur wenig bewegt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich im weiteren US-Handel am Mittwoch nicht mehr allzu viel bewegt. Nach einem etwas deutlicheren Anstieg gab er wieder einen kleinen Teil seiner Gewinne ab. Rund eine Stunde vor der Schlussglocke an der Wall Street wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,0759 US-Dollar gehandelt und damit knapp einen halben Cent mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0730 (Dienstag: 1,0734) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,9320 (0,9316) Euro.

Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der EZB konnten weder Konjunkturdaten noch Neuigkeiten aus Italien dem Devisenhandel großen Schwung verleihen. Während Produktionszahlen aus der deutschen Industrie leicht enttäuschten, trat Matteo Renzi in Italien wie angekündigt inzwischen von seinem Amt als Ministerpräsident zurück. Hintergrund ist seine Niederlage im Verfassungsreferendum vom vergangenen Wochenende. Die Nachfolge Renzis ist noch nicht geklärt.

Der Donnerstag steht klar im Zeichen der europäischen Geldpolitik. Analysten rechnen damit, dass die EZB ihre Wertpapierkäufe um etwa ein halbes Jahr verlängern wird. Bislang laufen die Käufe, die der Konjunktur- und Inflationsbelebung dienen sollen, bis mindestens März 2017. Zugleich dürfte die Notenbank einige Ankaufbedingungen lockern. Ansonsten drohen Knappheiten insbesondere am Markt für deutsche Staatsanleihen. Die Regierungskrise in Italien dürfte auf der EZB-Pressekonferenz ein großes Thema sein./ck/she

07.12.2016

Russland verkauft Rosneft-Beteiligung an Glencore und Katar

MOSKAU (dpa-AFX) - Der Rohstoffkonzern Glencore und das Emirat Katar beteiligen sich an dem staatlichen russischen Ölförderer Rosneft. Für einen Anteil von 19,5 Prozent zahlen die beiden Partner 10,5 Milliarden Euro, sagte Rosneft-Chef Igor Sechin am Mittwoch im russischen Fernsehen. Zuvor seien mit mehr als 30 potenziellen Käufern Gespräche geführt worden.

Für Russland ist es bislang das größte Privatisierungsgeschäft. Der Absturz der Ölpreise hat die Rohstoffmacht in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt, weshalb der Kreml nun teilweise Staatsunternehmen privatisiert./she/ck

07.12.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Beeindruckende Rekordrally für Dow und S&P 500

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Mittwoch einen kräftigen Spurt hingelegt und neue Rekorde aufgestellt. Nach einem zögerlichen Start übersprang der US-Leitindex Dow Jones Industrial zunächst die Marke von 19 400 Punkten und nahm schließlich auch locker die Hürde von 19 500 Punkten. Der breite S&P 500 beeindruckte ebenfalls mit einem neuen historischen Hoch.

Die Anleger sind vor den Notenbanksitzungen in Europa und den USA zunehmend optimistischer. Allgemein wird erwartet, dass die EZB an diesem Donnerstag eine zeitliche Verlängerung des milliardenschweren Programms zum Kauf von Staatsanleihen bekanntgeben wird. Die US-Notenbank Fed dürfte angesichts vermehrt starker Wirtschaftsdaten in den Vereinigten Staaten am kommenden Mittwoch den Leitzins anheben.

Der Dow Jones schloss mit einem Aufschlag von 1,55 Prozent auf 19 549,62 Punkte knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Rekordstand von 19 558,42 Zählern. Der S&P 500 stieg bis auf 2241,63 Punkte und schloss letztlich mit plus 1,32 Prozent auf 2241,35 Zähler nur minimal darunter. Der Nasdaq 100 kletterte ebenfalls um 1,32 Prozent nach oben und beendete den Handel auf 4851,94 Punkten.

PFIZER-AKTIE MIT VERLUSTEN AM DOW-ENDE

Die einzigen Aktien mit Kursverlusten im Dow waren die Pharmawerte Merck & Co mit minus 0,36 Prozent sowie Pfizer , die um 1,17 Prozent nachgaben. Wegen "überhöhter und ungerechter" Preise für ein Epilepsie-Medikament soll der Pharmakonzern Pfizer in Großbritannien eine hohe Strafe zahlen. Es geht um 84,2 Millionen Pfund (99,7 Mio Euro). Zudem soll der Preis für das betreffende Medikament gesenkt werden.

Um 3,19 Prozent ging es im S&P 100 für die Papiere von Mastercard nach oben. Der Kreditkartenanbieter hatte am Vorabend Aktienrückkäufe über 4 Milliarden US-Dollar beschlossen sowie die Quartalsdividende deutlicher als erwartet angehoben.

FUSIONS- UND KONSOLIDIERUNGSTHEMEN BEWEGEN

Ansonsten bewegten Fusions- und Konsolidierungsthemen: Einen zweiten Anlauf für einen Zusammenschluss unternahmen der Münchener Industriegase-Konzern Linde und Praxair , was die Papiere des US-Unternehmens um 2,72 Prozent steigen ließ. Praxair hatte in der vergangenen Woche einen überarbeiteten Vorschlag vorgelegt, nachdem ein paar Monaten zuvor die Fusionsverhandlungen gescheitert waren.

Die Anteilsscheine des Telekomunternehmens Sprint sprangen um 8,94 Prozent hoch und erreichten den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Am Markt wurde auf Spekulationen verwiesen, wonach die Regierung um den Republikaner Donald Trump in Bezug auf eine Branchenkonsolidierung weniger streng sein dürfte.

Der Pharmakonzern Abbott Laboratories sagte hingegen die Übernahme des Diagnostikspezialisten Alere ab. Seit Vertragsunterzeichnung Anfang des Jahres habe Alere Rückschläge erlitten, die den Wert des Unternehmens deutlich gesenkt hätten, teilte Abbott mit. Eigentlich sollte mit dem Kauf für 5,8 Milliarden Dollar die eigene Diagnostiksparte verstärkt werden. Zeitweise fielen die Alere-Papiere um fast 12 Prozent, konnten ihr Minus aber bis Handelsschluss drastisch reduzieren. Mit minus 0,40 Prozent auf 39,70 Dollar beendeten sie den Tag, während die Abbott-Aktien um 0,16 Prozent zulegten.

EUROKURS STEIGT ETWAS

Der Euro wurde zur Schlussglocke an der Wall Street zu 1,0756 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0730 (Dienstag: 1,0734) Dollar festgesetzt. Am US-Rentenmarkt legten richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 13/32 Punkte auf 96 31/32 Punkte zu und rentierten mit 2,340 Prozent./ck/she

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

07.12.2016

Aktien New York Schluss: Beeindruckende Rekordrally für Dow und S&P 500

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Mittwoch einen kräftigen Spurt hingelegt und neue Rekorde aufgestellt. Nach einem zögerlichen Start übersprang der US-Leitindex Dow Jones Industrial zunächst die Marke von 19 400 Punkten und nahm schließlich auch locker die Hürde von 19 500 Punkten. Der breite S&P 500 beeindruckte ebenfalls mit einem neuen historischen Hoch.

Die Anleger sind vor den Notenbanksitzungen in Europa und den USA zunehmend optimistischer. Allgemein wird erwartet, dass die EZB an diesem Donnerstag eine zeitliche Verlängerung des milliardenschweren Programms zum Kauf von Staatsanleihen bekanntgeben wird. Die US-Notenbank Fed dürfte angesichts vermehrt starker Wirtschaftsdaten in den Vereinigten Staaten am kommenden Mittwoch den Leitzins anheben.

Der Dow Jones schloss mit einem Aufschlag von 1,55 Prozent auf 19 549,62 Punkte knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Rekordstand von 19 558,42 Zählern. Der S&P 500 stieg bis auf 2241,63 Punkte und schloss letztlich mit plus 1,32 Prozent auf 2241,35 Zähler nur minimal darunter. Der Nasdaq 100 kletterte ebenfalls um 1,32 Prozent nach oben und beendete den Handel auf 4851,94 Punkten./ck/she

07.12.2016

Aktien New York: Rekordrally für Dow und S&P 500

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street ist am Mittwoch nach einem zögerlichen Start kräftig nach oben gezogen und hat neue Rekorde aufgestellt. Der Dow Jones Industrial übersprang locker die Marke von 19 500 Punkten und auch der breite S&P 500 beeindruckte mit einem neuen historischen Hoch.

Die Anleger sind vor den anstehenden Notenbanksitzungen in Europa und in den USA zunehmend optimistisch. Allgemein wird erwartet, dass die EZB an diesem Donnerstag eine zeitliche Verlängerung des milliardenschweren Programms zum Kauf von Staatsanleihen bekanntgeben wird. Die US-Notenbank Fed dürfte angesichts zunehmend starker Wirtschaftsdaten in den Vereinigten Staaten am 14. Dezember den Leitzins anheben.

Der US-Leitindex Dow Jones gewann rund zwei Stunden vor Handelsschluss 1,42 Prozent auf 19 525,61 Punkte. Der S&P 500 rückte um 1,05 Prozent auf 2235,50 Zähler vor. Der Nasdaq 100 kletterte um 0,78 Prozent auf 4826,16 Punkte nach oben.

PFIZER-AKTIE MIT VERLUSTEN AM DOW-ENDE

Schlusslicht im Dow blieben allerdings die Anteilsscheine von Pfizer mit einem Minus von 1,40 Prozent. Wegen "überhöhter und ungerechter" Preise für ein Epilepsie-Medikament soll der US-Pharmakonzern in Großbritannien eine hohe Strafe zahlen. Es geht um 84,2 Millionen Pfund (99,7 Mio Euro). Zudem soll der Preis für das betreffende Medikament gesenkt werden.

Einen zweiten Anlauf zum Zusammenschluss unternahmen unterdessen der Münchener Industriegase-Konzern Linde und Praxair , was den Papieren des US-Konkurrenten einen Gewinn von 2,80 Prozent bescherte. Praxair hatte in der vergangenen Woche einen überarbeiteten Vorschlag vorgelegt, nachdem ein paar Monaten zuvor die Fusionsverhandlungen gescheitert waren.

ABBOTT WILL ALERE NICHT MEHR ÜBERNEHMEN

Der Pharmakonzern Abbott Laboratories hingegen kündigte an, den Diagnostikspezialisten Alere nicht mehr übernehmen zu wollen. Seit Vertragsunterzeichnung Anfang des Jahres habe Alere einige Rückschläge erlitten, die den Wert des Unternehmens deutlich gesenkt hätten, hieß es. Abbott hatte mit dem Kauf eigentlich seine eigene Diagnostiksparte verstärken wollen und damals 56 Dollar je Aktie oder insgesamt 5,8 Milliarden Dollar geboten. Während die Aktien von Abbott im S&P 100 moderat um 0,13 Prozent verloren, büßten Alere 7,58 Prozent auf 36,84 Dollar ein.

Um 2,91 Prozent ging es im S&P 100 für die Papiere des Kreditkartenanbieters Mastercard nach oben. Mastercard hatte am Vorabend Aktienrückkäufe über 4 Milliarden US-Dollar beschlossen sowie die Quartalsdividende deutlicher als erwartet angehoben./ck/she

07.12.2016

Dow knackt 19400-Punkte-Marke - Neue Rekorde mit frischem Schwung

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten Standardwerte-Indizes an der Wall Street haben am Mittwoch nach einem zunächst zögerlichen Verlauf neue Bestmarken erobert. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial übersprang erstmals in seiner Geschichte die Marke von 19 400 Punkten.

Nach anfänglichem Zaudern bauten der Dow und der marktbreite S&P-500-Index ihre Gewinne deutlich aus. Der Dow stieg zuletzt um 0,76 Prozent auf 19 398,73 Punkte. Der S&P 500 gewann 0,58 Prozent auf 2225,57 Punkte.

Die Anleger sind vor den anstehenden Notenbanksitzungen in Europa und in den USA optimistisch. Allgemein wird erwartet, dass die EZB an diesem Donnerstag eine zeitliche Verlängerung des milliardenschweren Programms zum Kauf von Staatsanleihen bekanntgeben wird. Die US-Notenbank Fed dürfte angesichts zunehmend starker Wirtschaftsdaten in den Vereinigten Staaten am 14. Dezember den Leitzins anheben./ck/she

07.12.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax steigt auf Jahreshoch - Endspurt im Blick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch mit weiteren kräftigen Kursgewinnen für eine potenzielle Jahresendrally in Stellung gebracht. Weil Anleger auf die geldpolitische Großzügigkeit der Europäischen Zentralbank setzten, erklomm der Dax eine neue Jahresbestmarke bei knapp 10 989 Punkten. Mit einem Plus von 1,96 Prozent ging er knapp darunter bei 10 986,69 Punkten aus dem Handel. Erstmals seit einem Jahr ist die psychologisch wichtige Marke von 11 000 Punkten damit wieder in greifbare Nähe gerückt.

Satte Gewinne sah auch der breitere Markt: Den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen zog es erstmals seit Anfang November wieder über die Marke von 21 000 Punkten. Am Ende hatte er ein Plus von 1,48 Prozent auf 21 202,40 Punkte vorzuweisen. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 1,06 Prozent auf 1718,42 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um 1,34 Prozent auf 3142,24 Zähler vor.

REFERENDUM ENTFACHT GELDPOLITISCHE FANTASIE

Die Hausse im Dax hatte bereits zu Wochenbeginn begonnen, als die gescheiterte Verfassungsreform in Italien die Märkte weitgehend kalt gelassen hatte. In einer nunmehr dreitägigen Rally hat der Leitindex seit Freitag nicht nur mehr als vier Prozent zugelegt, sondern auch erstmals die seit Monaten umkämpfte Marke von 10 800 Punkten klar hinter sich gelassen. Für die Chartexperten vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar hat er sich damit in eine gute Ausgangsposition für einen möglichen Jahresendspurt gebracht.

Rückenwind erhielt der Markt vor allem von der Hoffnung, dass die Europäische Zentralbank ihre lockere Geldpolitik fortsetzen wird. Wenn bei den Währungshütern am Donnerstag der Leitzinsentscheid ansteht, sind die Erwartungen laut Dirk Gojny von der National-Bank einmal mehr sehr hoch. So spekuliert der Markt etwa auf eine zeitliche Verlängerung der milliardenschweren Anleihekäufe und eine helfende Hand für Italiens unterkapitalisierte Banken.

BANKEN WEITER IM AUFWIND

Trotz der politischen Krise in Italien, die eine Sanierung der kriselnden italienischen Finanzhäuser nicht erleichtert hat, waren Aktien aus dem Finanzsektor am Mittwoch europaweit auf dem Vormarsch. Neben der Hoffnung auf die EZB verwiesen Börsianer als Anlageargument auf ein verbessertes Zinsumfeld. Im Dax verteuerten sich Aktien der Deutschen Bank um 5,40 Prozent und Commerzbank rückten um 3,82 Prozent vor.

Über kräftige Kursgewinne konnten sich außerdem die Anleger von Thyssenkrupp freuen, die an der Dax-Spitze um 6,65 Prozent anzogen. Die Aktien profitierten dabei nicht nur von einer zuletzt verbesserten Branchenstimmung, sondern Börsianern zufolge auch von einem Medienbericht, der neue Fantasie in die Gespräche mit Tata Steel über eine Zusammenlegung der europäischen Stahlwerke bringe. Thyssenkrupp-Papiere erreichten den höchsten Stand seit August 2015 und zogen auch andere Branchenwerte mit nach oben. Salzgitter etwa gewannen im MDax fast 5 Prozent.

LINDE BESTÄTIGT GESPRÄCHE MIT PRAXAIR

Über eine Zusammenarbeit gesprochen wird nun auch wieder bei Linde . Zwei Monate nach dem Abbruch der Verhandlungen nimmt der Industriegase-Konzern einen neuen Anlauf für eine Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair . Nachdem Linde die erneuten Gespräche bestätigte, legten die Aktien am Ende um 2,40 Prozent zu.

Fest zeigten sich auch die Autowerte, die im Einklang mit einem europaweit starken Trend anzogen. Vorne weg zogen die Anteile von Continental und Volkswagen mit Kursgewinnen von mehr als 4 Prozent. Dagegen konnten die Aktien von RWE nicht nachhaltig davon profitieren, dass dem Energiekonzern am Vortag in Sachen Atomausstieg ein Ausgleich zugesprochen wurde. Sie verloren am Indexende 2,64 Prozent.

STEINHOFF SPRINGEN AN

Unter den Nebenwerten im MDax standen jene des Möbelhändlers Steinhoff mit einem Aufschlag von fast 10 Prozent im Mittelpunkt. Hier kamen die Zahlen für das im September beendete Geschäftsjahr bei den Anlegern ebenso gut an wie der zuversichtliche Ausblick.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,11 Prozent am Vortag auf 0,13 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 141,54 Punkte. Der richtungweisende Euro-Bund-Future kletterte um 0,37 Prozent auf 160,44 Punkte. Der Euro stieg bis zuletzt auf 1,0757 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0730 (Dienstag: 1,0734) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9320 (0,9316) Euro./tih/she

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

07.12.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Dax steigt auf Jahreshoch - Endspurt im Blick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch mit weiteren kräftigen Kursgewinnen für eine potenzielle Jahresendrally in Stellung gebracht. Weil Anleger auf die geldpolitische Großzügigkeit der Europäischen Zentralbank setzten, erklomm der Dax eine neue Jahresbestmarke bei knapp 10 989 Punkten.

Mit einem Plus von 1,96 Prozent ging er am Ende knapp darunter bei 10 986,69 Punkten aus dem Handel. Nach Monaten schaffte er es erstmals, die umkämpfte Marke von 10 800 Punkten klar zu überbieten. Erstmals seit einem Jahr ist nun die psychologisch wichtige Marke von 11 000 Punkten wieder in greifbare Nähe gerückt.

Satte Gewinne sah auch der breitere Markt: Den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen zog es erstmals seit Anfang November wieder über die Marke von 21 000 Punkten. Am Ende hatte er ein Plus von 1,48 Prozent auf 21 202,40 Punkte vorzuweisen. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 1,06 Prozent auf 1718,42 Punkte vor./tih/she

07.12.2016

DOW-FLASH: Standardwerte-Indizes erobern zögerlich neue Bestmarken

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten Standardwerte-Indizes an der Wall Street haben am Mittwoch neue Bestmarken erobert. Die Anleger verhielten sich allerdings recht vorsichtig vor den anstehenden Notenbanksitzungen in Europa an diesem Donnerstag und in den USA am kommenden Mittwoch. Der US-Leitindex Dow Jones und der S&P 500 tasteten sich nur sehr zögerlich nach oben. Nachdem zunächst der marktbreite S&P 500 bis auf 2214,74 Punkte gestiegen war, tat es im bald darauf der Dow nach und erreichte bei 19 279,71 ein Rekordhoch.

Zuletzt gewann der Dow noch 0,13 Prozent auf 19275,90 Punkte, der S&P 500 stieg um 0,08 Prozent auf 2213,89 Punkte. An den Kapitalmärkten wird allgemein erwartet, dass die EZB an diesem Donnerstag eine zeitliche Verlängerung des milliardenschweren Programms zum Kauf von Staatsanleihen bekanntgeben wird. Die US-Notenbank Fed dürfte angesichts zunehmend starker Wirtschaftsdaten in den Vereinigten Staaten hingegen am 14. Dezember den Leitzins anheben./ck/jha/

07.12.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Vorsichtiges Hochtasten - S&P 500 auf Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt sind nach dem zuletzt starken Lauf der Indizes vorsichtig geworden. Vor den anstehenden Notenbanksitzungen in Europa und den USA wagten sie sich am Mittwoch bestenfalls zögerlich aus der Deckung. Der S&P 500 erreichte dennoch bei 2214,31 Punkten ein neues Rekordhoch. Das vorherige von Ende November wurde damit allerdings nur um minimale 0,21 Punkte übertroffen. Wichtige Konjunkturdaten standen nicht auf der Agenda und auch auf Seiten der Unternehmen war es relativ ruhig.

Der US-Leitindex Dow Jones rückte im frühen Handel um 0,07 Prozent auf 19 264,39 Punkte vor, nachdem er zum Wochenauftakt bei 19 274 Punkten ein historisches Hoch erreicht hatte. Der wesentlich breiter gefasste S&P 500 legte zuletzt um 0,01 Prozent auf 2212,55 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sank um 0,16 Prozent auf 4781,02 Punkte.

Die Anleger warten auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank an diesem Donnerstag. Nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum in Italien und dem damit verbundenen Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi werde nun umso stärker auf eine zeitliche Verlängerung des milliardenschweren Programms zum Kauf von Staatsanleihen spekuliert, hieß es. In den USA hingegen wird inzwischen allgemein damit gerechnet, dass die US-Notenbank Fed am 14. Dezember den Leitzins anheben wird.

Unter den Einzelwerten stachen im Dow die Anteilsscheine von Pfizer als Schlusslicht mit einem Minus von 2,30 Prozent hervor. Wegen "überhöhter und ungerechter" Preise für ein Epilepsie-Medikament soll der US-Pharmakonzern in Großbritannien eine hohe Strafe zahlen. Es geht um 84,2 Millionen Pfund (99,7 Mio Euro). Zudem soll der Preis für das betreffende Medikament gesenkt werden.

Einen zweiten Anlauf zum Zusammenschluss unternahmen unterdessen der Münchener Industriegase-Konzern Linde und der US-Konkurrent Praxair . Praxair hatte in der vergangenen Woche einen überarbeiteten Vorschlag vorgelegt, nachdem ein paar Monaten zuvor die Fusionsverhandlungen gescheitert waren. Die Aktien von Praxair zogen um 0,79 Prozent an.

Um 1,07 Prozent ging es für die Papiere des Kreditkartenanbieters Mastercard nach oben. Das im S&P 100 notierte Unternehmen hatte am Vorabend Aktienrückkäufe über 4 Milliarden US-Dollar beschlossen sowie die Quartalsdividende deutlicher als erwartet angehoben./ck/she

07.12.2016

Aktien New York: Wenig verändert nach zuletzt starkem Lauf

NEW YORK (dpa-AFX) - Vor den anstehenden Notenbanksitzungen in Europa und den USA haben sich die Anleger am US-Aktienmarkt nach dem zuletzt starken Lauf am Mittwoch zurückgehalten. Zudem stehen keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda und auch auf Seiten der Unternehmen ist es relativ ruhig.

Der US-Leitindex Dow Jones rückte um minimale 0,06 Prozent auf 19 263,12 Punkte vor, nachdem er zum Wochenauftakt auf 19 274 Punkte und damit auf ein neues Rekordhoch gestiegen war. Der wesentlich breiter gefasste S&P 500 hielt sich zur Wochenmitte mit minus 0,10 Prozent bei 2210,10 Punkten stabil, denn er steht aktuell nur noch exakt 4 Punkte unter seinem Ende November erreichten historischen Hoch. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sank hingegen zuletzt um etwas deutlichere 0,41 Prozent auf 4769,16 Punkte.

Die Anleger warteten auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank am morgigen Donnerstag. Nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum in Italien und dem damit verbundenen Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi werde nun umso stärker auf eine zeitliche Verlängerung des milliardenschweren Programms zum Kauf von Staatsanleihen spekuliert, hieß es. In den USA hingegen wird inzwischen allgemein erwartet, dass die US-Notenbank Fed am 14. Dezember den Leitzins anheben wird./ck/she

07.12.2016

Aktien Frankfurt: Dax steigt auf Jahreshoch - Börsianer hoffen auf Endspurt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch für eine lang ersehnte Jahresendrally in Stellung gebracht. Weil Anleger auf die geldpolitische Großzügigkeit der Europäischen Zentralbank setzten, erklomm der Dax neue Jahresbestmarken. Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex mit 1,33 Prozent im Plus bei 10 919,11 Punkten. In der Spitze war er zuvor bis auf knapp 10 947 Punkte geklettert. Damit rückt auch die psychologische Marke von 11 000 Punkten immer näher.

Satte Gewinne sah auch der breitere Markt: Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen zog erstmals seit Anfang November wieder über die Marke von 21 000 Punkten - zuletzt stand hier ein Plus von 0,94 Prozent auf 21 089,61 Punkte zu Buche. Der Technologiewerte-Index TecDax zog um 0,86 Prozent auf 1715,02 Punkte an. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,80 Prozent auf 3125,62 Zähler vor.

ITALIEN-REFERENDUM ENTFACHT GELDPOLITISCHE FANTASIE

Die Aufholjagd im Dax hatte zum Wochenstart begonnen, als die gescheiterte Verfassungsreform in Italien die Märkte weitgehend kalt gelassen hatte. "Der Optimismus steigt, dass die EZB ihre lockere Geldpolitik verlängert und eine Lösung für Italiens unterkapitalisierte Banken finden wird", sagte Mike van Dulken von Accendo Markets mit Blick auf die europäischen Währungshüter, die an diesem Donnerstag ihren Leitzinsentscheid bekannt geben werden.

Für die Chartexperten vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar hat sich der Dax mit dem neuerlich Kurssprung in eine gute Ausgangsposition für eine mögliche Jahresendrally gebracht. Entscheidend sei aber, dass sich der Dax bis zum Tagesschluss über der Schwelle von 10 800 Punkten halten könne.

BANKEN WEITER IM AUFWIND

Banken standen im Dax einmal mehr auf dem Siegertreppchen. Trotz der politischen Krise in Italien, die eine Sanierung der kriselnden italienischen Finanzhäuser nicht erleichtern dürfte, sind die Kurse der Branche europaweit auf dem Vormarsch. Neben der Hoffnung auf die EZB verwiesen Börsianer als Anlageargument auf ein verbessertes Zinsumfeld. So verteuerten sich Aktien der Commerzbank um 3,36 Prozent und jene der Deutschen Bank um mehr als 2 Prozent.

Ebenfalls kräftige Kursgewinne konnten Aktien aus der Autobranche einfahren, die im Einklang mit dem europaweit starken Trend anzogen. Vorne weg zogen die Anteile von Continental , BMW und Volkswagen mit Kursgewinnen von bis zu 3 Prozent.

VERSORGER UNTER DEN VERLIERERN

Fest zeigten sich auch die Aktien der Deutschen Post , die nach einer Empfehlung der Investmentbank RBC Capital um 1,7 Prozent stiegen. Sie erreichten mit zwischenzeitlich gut 30 Euro das höchste Niveau seit Mai vergangenen Jahres.

Dagegen konnten die Aktien deutscher Energiekonzerne nicht nachhaltig von dem günstigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts profitieren, das ihnen am Vortag eine angemessene Entschädigung für den beschleunigten Atomausstieg zugesprochen hatte. Anteilsscheine an RWE und Eon gehörten zu den wenigen Verlierern im Leitindex. Nach den satten Zuwächsen am Vortag sprachen Börsianern von Gewinnmitnahmen.

STEINHOFF SPRINGEN AN

Unter den Nebenwerten standen jene des Möbelhändlers Steinhoff mit einem Aufschlag von mehr als 8 Prozent im Mittelpunkt. Hier kamen die Zahlen für das im September beendete und diesmal fünf Quartale umfassende Geschäftsjahr bei den Anlegern ebenso gut an wie der zuversichtliche Ausblick./tih/das

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

07.12.2016

Monte dei Paschi beantragt mehr Zeit für Erfüllung des Rettungsplans

ROM (dpa-AFX) - Die angeschlagene italienische Traditionsbank Monte dei Paschi braucht mehr Zeit für die Beschaffung von frischem Kapital. Das Geldhaus beantragte bei der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Verlängerung der Frist für die Erfüllung des Rettungsplans bis zum 20. Januar 2017, wie die Bank am Mittwochabend mitteilte. Die Frist endet eigentlich Ende des Jahres.

Der Rettungsplan war im Sommer nach der geglückten Rettung des 1472 gegründeten Instituts gestrickt worden und sieht vor, fünf Milliarden Euro an frischem Geld unter anderem durch die Umwandlung von Schulden in Eigenkapital zu beschaffen. Die drittgrößte italienische Bank leidet vor allem unter faulen Krediten im Umfang von 28 Milliarden Euro.

Als größter Unsicherheitsfaktor für die Erfüllung des Rettungsplans galt das Referendum über eine Verfassungsreform am vergangenen Sonntag. Aus Sicht der Finanzmärkte trat das "Worst-Case Szenario" ein: Knapp 60 Prozent der Wähler stimmten gegen die Reformpläne von Matteo Renzi, der als Ministerpräsident das Referendum veranlasst hatte. Er trat am Mittwochabend zurück. Die Märkte reagierten nach dem Ausgang der Abstimmung am Sonntag zwar zunächst verhalten, Renzis Rücktritt könnte aber eine längere Phase der Unsicherheit für das hoch verschuldete Land einleiten./lkl/DP/she

07.12.2016

Britische Regierung will Plan für Brexit-Strategie vorlegen

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Regierung will noch vor der Austrittserklärung aus der EU einen Plan für ihre Brexit-Strategie vorlegen. Eine große Mehrheit der Parlamentsabgeordneten aus Regierung und Opposition stimmten am Mittwoch für einen entsprechenden Aufruf des Parlaments an die Regierung. Den nicht bindenden Beschlussantrag hatte die oppositionelle Labour-Partei eingebracht. Er wurde mit 448 Stimmen angenommen, dagegen stimmten 75 Abgeordnete. Zuvor hatten mehrere Kabinettsmitglieder, darunter Premierministerin Theresa May, dem Antrag erfolgreich einen Zusatz mit dem Bekenntnis zum Start der Brexit-Verhandlungen bis spätestens 31. März 2016 angefügt.

Bislang hatte die Regierung abgelehnt, Details zu ihrer Strategie bei den anstehenden Austrittsverhandlungen mit der EU zu veröffentlichen. Mit dem Zugeständnis will die Regierung wohl vor allem unzufriedene Abgeordnete aus den eigenen Reihen auf Linie bringen.

May hatte angekündigt, die förmliche Austrittserklärung aus der EU bis spätestens Ende März nach Brüssel zu schicken. Die Regierung fürchtet, dass dieser Zeitplan durcheinander geraten könnte, wenn das höchste britische Gericht dem Parlament ein Mitspracherecht bei der Austrittserklärung einräumt. Die Verhandlung vor dem Supreme Court endet am Donnerstag, mit einem Urteil wird Mitte Januar gerechnet./cmy/DP/she

07.12.2016

ITALIEN/ROUNDUP 2: Regierungskrise - Präsident muss Renzi-Nachfolger finden

ROM (dpa-AFX) - Italien braucht nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi eine neue Regierung. Staatspräsident Sergio Mattarella will am Donnerstag (18.00 Uhr) die Gespräche mit den Parteien im Parlament aufnehmen und sie bereits am Samstag abschließen, wie der Präsidentenpalast mitteilte. Damit geht die von Renzis Niederlage beim Verfassungsreferendum am Sonntag ausgelöste Regierungskrise in die entscheidende Phase.

Mattarella hatte am Mittwochabend Renzis Rücktrittsgesuch unter Vorbehalt angenommen, wie der Sekretär der Quirinale, Ugo Zampetti, am Abend in Rom mitteilte. Mattarella bat die Regierung, die laufenden Geschäfte vorläufig weiterzuführen.

RENZI BLEIBT PARTEICHEF

Renzi bleibt zwar Parteichef der Sozialdemokraten (PD), wird an den Gesprächen mit Mattarella über eine neue Regierung aber nicht teilnehmen. Drei Tage nach seiner Schlappe beim Verfassungsreferendum hatte er seinen Rücktritt offiziell beim Präsidenten eingereicht. Am Montagabend hatte dieser Renzi gebeten, seinen Rücktritt bis zur Verabschiedung des Haushaltsgesetzes für 2017 im Parlament aufzuschieben. Der Senat kam schon am Mittwoch zusammen und billigte das sogenannte Stabilitätsgesetz.

Mattarella steht vor einer schweren Aufgabe in einer noch immer aufgeheizten Stimmung nach dem Referendum, das die politischen Lager konfrontierte und die Gesellschaft spaltete. Der Präsident muss eine Lösung finden, mit der die Parteien im Parlament leben können - mindestens bis zu Nuewahlen im kommenden Jahr, maximal bis zu den regulären Parlamentswahlen 2018. Er muss mit seiner Entscheidung aber auch die Märkte beruhigen. Wirtschaftlich ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schwer angeschlagen, Italien hat Staatsschulden von mehr als zwei Billionen Euro, und die angeschlagenen Banken wie Monte dei Paschi di Siena sitzen auf faulen Krediten in Milliardenhöhe.

FAVORIT FÜR NACHFOLGE IST FINANZMINISTER PIER CARLO PADOAN

Noch ist unklar, wer auf den 41-jährigen Florentiner Renzi folgt. Als ein Favorit wird der parteilose bisherige Wirtschafts- und Finanzminister Pier Carlo Padoan gehandelt. Mattarella könnte sich auch für Senatspräsident Pietro Grasso entscheiden. Der 71-Jährige Jurist und Staatsanwalt war einst Mafia-Jäger und hatte vor der Vereidigung Mattarellas Ende Januar 2015 dessen Posten übergangsweise inne. Weitere Namen sind Kulturminister und PD-Schwergewicht Dario Franceschini und Verkehrsminister Graziano Delrio.

Der Opposition, die sich als Sieger des Referendums feiert, kann es mit Blick auf Wahlen nicht schnell genug gehen. Der Chef der fremdenfeindlichen Lega Nord forderte umgehend Neuwahlen. "Wenn es innerhalb einer Woche keine klare Antwort zur Wahl gibt, gehen wir auf die Straße", sagte Matteo Salvini am Mittwochabend. Die eurokritische Fünf-Sterne-Bewegung kündigte an, ihren Spitzenkandidat per Online-Voting bestimmen zu wollen. Ihr prominenter Anführer Beppe Grillo kommt dafür nicht in Frage, er ist wegen fahrlässiger Tötung vorbestraft und darf nicht im Parlament sitzen.

NEUWAHLEN GEFORDERT

Das Verfassungsgericht wird aber erst am 24. Januar über das neue Wahlgesetz befinden, gegen das mehrere Klagen anhängen. Dieses Gesetz von 2015 gilt nur für das Abgeordnetenhaus. Nach der beim Referendum gescheiterten Verfassungsreform wäre der Senat nämlich nicht mehr direkt gewählt worden. Italienischen Medien zufolge ist es für Mattarella unvorstellbar, dass beide Kammern nach unterschiedlichen Gesetzen gewählt würden.

Bei der Suche nach einer neuen Regierung werde die PD Mattarella zur Seite stehen, sagte Renzi bei einer Vorstands-Sitzung seiner Partei am Mittwoch in Rom. Als Parteichef könnte er bei den nächsten Parlamentswahlen als PD-Spitzenkandidat wieder ins Rennen gehen.

Das jetzige Parlament war im Februar 2013 für fünf Jahre gewählt worden. Renzi wurde erst ein Jahr später Regierungschef, nachdem er seinen Parteifreund Enrico Letta aus dem Amt gedrängt hatte. Er führte die 65. italienische Nachkriegsregierung, beziehungsweise die 63. seit Gründung der Republik 1946 und war fast drei Jahre im Amt - so lange wie nur wenige Ministerpräsidenten des Landes vor ihm.

Der Sozialdemokrat hatte kurz nach Bekanntwerden erster Prognosen über den Ausgang des Referendums vom Sonntag die Konsequenz aus seiner Niederlage gezogen und seinen Rücktritt angekündigt. Fast 60 Prozent der Wähler hatten seine Reformpläne abgelehnt./lkl/DP/she

07.12.2016

USA: Kreditvergabe an Verbraucher steigt schwächer als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den Vereinigten Staaten hat sich das Volumen der Verbraucherkredite im Oktober schwächer ausgeweitet als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat habe die Kreditvergabe um 16,0 Milliarden US-Dollar zugenommen, teilte die US-Notenbank am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten im Mittel mit einem Zuwachs um 18,7 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vormonat war das Kreditvolumen um revidiert 21,8 Milliarden Dollar (zuvor 19,3 Mrd) gestiegen./jkr/she

07.12.2016

WDH/ITALIEN/ROUNDUP: Italienischer Ministerpräsident Renzi zurückgetreten

(Im 3. Absatz wurde berichtigt: Pietro Grasso (nicht: Grassi)

ROM (dpa-AFX) - Drei Tage nach der schweren Schlappe beim Verfassungsreferendum in Italien ist Matteo Renzi als Ministerpräsident zurückgetreten. Staatspräsident Sergio Mattarella nahm am Mittwoch dessen Rücktrittsgesuch unter Vorbehalt an, wie der Sekretär des Präsidentenpalasts, Ugo Zampetti, am Abend in Rom mitteilte. Mattarella bat die Regierung, die laufenden Geschäfte vorläufig weiterzuführen.

Der Präsident muss nun eine neue Regierung für das wirtschaftlich stark angeschlagene Land finden. Die Konsultationen mit den Parteien im Parlament sollen am Donnerstag (18.00 Uhr) beginnen.

NACHFOLGE UNKLAR

Noch ist unklar, wer auf den 41-jährigen Florentiner Renzi folgt. Als ein Favorit wird der parteilose bisherige Wirtschafts- und Finanzminister Pier Carlo Padoan gehandelt. Mattarella könnte sich auch für Senatspräsident Pietro Grasso entscheiden. Der 71-jährige Jurist und Staatsanwalt war einst Mafia-Jäger und hatte vor der Vereidigung Mattarellas Ende Januar 2015 dessen Posten übergangsweise inne. Weitere Namen sind Kulturminister und PD-Schwergewicht Dario Franceschini und Verkehrsminister Graziano Delrio.

Renzi bleibt indes Parteichef der Sozialdemokraten. Bei der Suche nach einer neuen Regierung werde der Partito Democratico (PD) Mattarella zur Seite stehen, sagte Renzi bei einer Sitzung des nationalen Führungskreises seiner Partei am Mittwoch in Rom. Als Parteichef könnte Renzi bei den nächsten Parlamentswahlen als PD-Spitzenkandidat wieder ins Rennen gehen.

Renzi hatte die 65. italienische Nachkriegsregierung, beziehungsweise die 63. seit Gründung der Republik 1946 geführt. Er war fast drei Jahre lang im Amt - so lang wie nur wenige Ministerpräsidenten des Landes vor ihm. Der Sozialdemokrat hatte kurz nach Bekanntwerden erster Prognosen über den Ausgang des Referendums vom Sonntag die Konsequenzen aus seiner Niederlage gezogen und seinen Rücktritt angekündigt.

Mattarella hatte Renzi am Montagabend zunächst gebeten, seinen Rücktritt bis zur Verabschiedung des Haushaltsgesetzes im Parlament aufzuschieben. Am Mittwochnachmittag nickte der Senat das Gesetz ab und machte damit auch den Weg für die Amtsniederlegung frei. Möglich ist nun, dass Mattarella eine Übergangs- oder Technokratenregierung bis zu den Parlamentswahlen 2018 einsetzt oder Neuwahlen im kommenden Jahr ankündigt./lkl/blu/DP/she

07.12.2016

ITALIEN/ROUNDUP: Italienischer Ministerpräsident Renzi zurückgetreten

ROM (dpa-AFX) - Drei Tage nach der schweren Schlappe beim Verfassungsreferendum in Italien ist Matteo Renzi als Ministerpräsident zurückgetreten. Staatspräsident Sergio Mattarella nahm am Mittwoch dessen Rücktrittsgesuch unter Vorbehalt an, wie der Sekretär des Präsidentenpalasts, Ugo Zampetti, am Abend in Rom mitteilte. Mattarella bat die Regierung, die laufenden Geschäfte vorläufig weiterzuführen.

Der Präsident muss nun eine neue Regierung für das wirtschaftlich stark angeschlagene Land finden. Die Konsultationen mit den Parteien im Parlament sollen am Donnerstag (18.00 Uhr) beginnen.

NACHFOLGE UNKLAR

Noch ist unklar, wer auf den 41-jährigen Florentiner Renzi folgt. Als ein Favorit wird der parteilose bisherige Wirtschafts- und Finanzminister Pier Carlo Padoan gehandelt. Mattarella könnte sich auch für Senatspräsident Pietro Grassi entscheiden. Der 71-jährige Jurist und Staatsanwalt war einst Mafia-Jäger und hatte vor der Vereidigung Mattarellas Ende Januar 2015 dessen Posten übergangsweise inne. Weitere Namen sind Kulturminister und PD-Schwergewicht Dario Franceschini und Verkehrsminister Graziano Delrio.

Renzi bleibt indes Parteichef der Sozialdemokraten. Bei der Suche nach einer neuen Regierung werde der Partito Democratico (PD) Mattarella zur Seite stehen, sagte Renzi bei einer Sitzung des nationalen Führungskreises seiner Partei am Mittwoch in Rom. Als Parteichef könnte Renzi bei den nächsten Parlamentswahlen als PD-Spitzenkandidat wieder ins Rennen gehen.

Renzi hatte die 65. italienische Nachkriegsregierung, beziehungsweise die 63. seit Gründung der Republik 1946 geführt. Er war fast drei Jahre lang im Amt - so lang wie nur wenige Ministerpräsidenten des Landes vor ihm. Der Sozialdemokrat hatte kurz nach Bekanntwerden erster Prognosen über den Ausgang des Referendums vom Sonntag die Konsequenzen aus seiner Niederlage gezogen und seinen Rücktritt angekündigt.

Mattarella hatte Renzi am Montagabend zunächst gebeten, seinen Rücktritt bis zur Verabschiedung des Haushaltsgesetzes im Parlament aufzuschieben. Am Mittwochnachmittag nickte der Senat das Gesetz ab und machte damit auch den Weg für die Amtsniederlegung frei. Möglich ist nun, dass Mattarella eine Übergangs- oder Technokratenregierung bis zu den Parlamentswahlen 2018 einsetzt oder Neuwahlen im kommenden Jahr ankündigt./lkl/blu/DP/she

07.12.2016

ITALIEN: Regierungschef Renzi zurückgetreten

ROM (dpa-AFX) - Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi ist drei Tage nach der Niederlage bei dem Verfassungsreferendum zurückgetreten. Staatspräsident Sergio Mattarella nahm am Mittwoch das Rücktrittsgesuch unter Vorbehalt an, teilte der Sekretär des Präsidentenpalasts, Ugo Zampetti, am Abend in Rom mit./lkl/DP/she

07.12.2016

Britische Regierung will unter Umständen Brexit-Strategie vorlegen

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Regierung will unter Umständen noch vor der Austrittserklärung aus der EU einen Plan für ihre Brexit-Strategie vorlegen. Dazu bekannten sich führende Politiker der Regierungsfraktion in einer Parlamentsdebatte am Mittwoch in London. Sie signalisierten Zustimmung zu einem entsprechenden Beschlussantrag der oppositionellen Labour-Partei. Die Debatte dauerte am Abend aber noch an. Bislang hatte die Regierung abgelehnt, Details zu ihrer Strategie bei den anstehenden Austrittsverhandlungen mit der EU zu veröffentlichen. Mit dem Zugeständnis will die Regierung wohl vor allem unzufriedene Angeordnete aus den eigenen Reihen auf Linie bringen.

Als Bedingung forderten mehrere Kabinettsmitglieder ein Bekenntnis zum Brexit-Zeitplan der Regierung. Premierministerin Theresa May hatte angekündigt, die förmliche Austrittserklärung aus der EU bis spätestens Ende März nach Brüssel zu schicken. Dieser Zeitplan könnte durcheinander geraten, wenn das höchste britische Gericht dem Parlament ein Mitspracherecht bei der Austrittserklärung einräumt. Die Verhandlung vor dem Supreme Court geht am Donnerstag zu Ende, mit einem Urteil wird Mitte Januar gerechnet. Ein erstinstanzliches Urteil war zugunsten des Parlaments ausgefallen. Sollte es bestätigt werden, müsste die Regierung mit Abweichlern aus der eigenen Fraktion rechnen, die einen harten Brexit verhindern wollen./cmy/DP/jha

07.12.2016

Trump will Gouverneur aus Iowa zu US-Botschafter in China machen

NEW YORK (dpa-AFX) - Donald Trump will Iowas Gouverneur Terry Branstad zum US-Botschafter für China machen. Das gab ein Sprecher des künftigen Präsidenten am Mittwoch bekannt. Der Senat muss der Personalie noch zustimmen. Branstad hat keinerlei außenpolitische Erfahrung, der 70-Jährige unterhält aber umfangreiche Verbindungen nach China und verfügt über gute Kontakte zu Präsident Xi Jinping. Trump hatte zuletzt andere Signale in Richtung Peking gesendet. So brach er mit jahrzehntelangen diplomatischen Gepflogenheiten, indem er mit der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen telefonierte. Auf Twitter wetterte er gegen China. In beiden Fällen zog er den Unmut der chinesischen Regierung auf sich./hma/DP/jha

07.12.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 07.12.2016

ITALIEN/ROUNDUP 2: Italiens Premier Renzi kann zurücktreten - 'Es lebe Italien'

ROM - Der Weg für den angekündigten Abgang von Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi ist endgültig frei: Nachdem der Senat das entscheidende Haushaltsgesetz verabschiedet hat, wollte der 41-jährige Sozialdemokrat am Mittwochabend bei Staatspräsident Mattarella formell seinen Rücktritt einreichen. "Um 19 Uhr der offizieller Rücktritt. Danke an alle. Und es lebe Italien", twitterte Renzi. Der Senat hatte kurz davor das sogenannte Stabilitätsgesetz mit großer Mehrheit verabschiedet.

ROUNDUP: Deutsche Industrie startet schwach ins vierte Quartal

WIESBADEN - Die deutsche Industrie hat im Oktober zwiespältige Signale ausgesendet. Auf sehr robuste Auftragsdaten vom Dienstag folgten am Mittwoch eher enttäuschende Produktionsdaten. Zwar stieg die Gesamtproduktion nach Daten des Statistischen Bundesamts zum Vormonat um 0,3 Prozent. Das lag jedoch unter den Markterwartungen von plus 0,8 Prozent. Zudem folgte der Zuwachs auf einen deutlichen Rückgang im September, der nach neuen Daten mit 1,6 Prozent etwas geringer ausfiel als ursprünglich gemeldet.

Großbritannien: Industrieproduktion fällt deutlich

LONDON - Die britische Industrie hat ihre Produktion im Oktober deutlich verringert. Wie das Statistikamt ONS am Mittwoch mitteilte, lag die Gesamtherstellung 1,3 Prozent tiefer als im Vormonat. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem leichten Anstieg gerechnet. Im Jahresvergleich belief sich das Minus auf 1,1 Prozent. Das britische Pfund fiel nach den Daten zu Dollar und Euro auf Tagestiefstände.

Australiens Wirtschaft schrumpft erstmals seit 2011

SYDNEY - Weniger Häuserbau und ein Export-Rückgang haben die australische Wirtschaft im dritten Quartal erstmals seit 2011 schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag von Juli bis September 0,5 Prozent niedriger als in den drei Monaten davor, wie das Statistikbüro am Mittwoch berichtete. Selbst pessimistische Analysten hatten nicht mit so schlechten Zahlen gerechnet. Das BIP lag im Vergleich zum dritten Quartal 2015 aber 1,8 Prozent höher.

ROUNDUP: Neue Diskussion um Russland-Sanktionen

BRÜSSEL - Die geplante Verlängerung der europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise läuft weniger reibungslos als von manchen EU-Staaten erhofft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird der entsprechende Beschluss voraussichtlich erst nach dem EU-Gipfel in der kommenden Woche gefasst werden können. Offensichtlich gebe es von einem oder mehreren Staaten den Wunsch, das Thema in der Runde der Staats- und Regierungschefs anzusprechen, hieß es am Mittwoch aus EU-Kreisen.

Dekabank-Chefvolkswirt: Unsicherheitsfaktor Politik belastet die Weltwirtschaft

FRANKFURT - Die Politik wird laut Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater der wichtigste Unsicherheitsfaktor im Jahr 2017 für die Weltwirtschaft. "Das Superwahljahr wird zu zunehmenden Finanzmarktschwankungen führen", sagte Kater am Mittwoch in Frankfurt. "Ich erwarte jedoch keine schockartigen Umwälzungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen."

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

07.12.2016

AKTIEN IM FOKUS 2: Banken im Aufwind - Deutsche wie Phönix aus der Asche

(Neu: Schlusskurse, DZ-Abstufung)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am europäischen Aktienmarkt führt momentan kein Weg an den Aktien von Banken vorbei. So konsequent, wie die Papiere der Geldinstitute angesichts ihrer massiven Probleme mit niedrigen Zinsen, hohen Auflagen und teuren Rechtsstreitigkeiten bis zum Sommer diesen Jahres gemieden wurden, so klar avancieren sie seither zu Börsenlieblingen.

Am Dienstag gelang dem Branchenindex bereits der Sprung auf den höchsten Stand seit Januar, am Mittwoch ging es für ihn weiter nach oben. Mit Rückenwind der freundlichen Branchentendenz kletterten die Aktien der Deutschen Bank zur Wochenmitte als zweitbester Dax-Wert um 5,40 Prozent. Bei 17,52 Euro hatten sie zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Ende April markiert. Commerzbank legten am Mittwoch ein Plus von 3,82 Prozent nach.

RENAISSANCE DER DEUTSCHE-BANK-AKTIEN

Wie Phönix aus der Asche kommen vor allem die Aktien der Deutschen Bank, die zwar etwas länger brauchten, bis sie eine lange Durststrecke beenden konnten. Seit sie im September auf ein Rekordtief von unter 10 Euro abgesackt waren, fällt ihr rund 75-prozentiges Kursplus umso imposanter aus. Damit wurden die Aktien zum besten Dax-Wert der vergangenen drei Monate - ein lange kaum für möglich gehaltenes Ergebnis. Die Papiere der Commerzbank verteuerten sich seither "nur" um 37 Prozent.

Im Vorfeld des italienischen Verfassungsreferendums hatten die Anleger bei einem negativen Ausgang eine neue Bankenkrise befürchtet. Die am Sonntag von den Wählern tatsächlich abgelehnte Verfassungsreform sorgte dann aber nur für kurze Irritation. Statt deutlicher unter Druck zu geraten, kehrte der Bankenindex auf das Niveau vom Jahresanfang zurück. Börsianer verwiesen vor allem auf die Hoffnung, dass die Europäische Zentralbank bei den unterkapitalisierten italienischen Banken helfend eingreifen könnte.

EXPERTE WARNT VOR RISIKEN

UBS-Analyst Jason Napier sieht stark steigende Inflationserwartungen und in der Folge anziehende Zinsen - wie bereits in den USA - als Anlageargument für die Branche. Ein Marktteilnehmer warnte vor der am morgigen Donnerstag anstehenden Sitzung der Europäischen Zentralbank allerdings vor allzu viel Euphorie. Eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms der Notenbanker würde die Renditen drücken, und könnte damit auch die Rally der Bankentitel ausbremsen. Und wenn den Papieren von Deutsche Bank & Co die Luft ausgehe, könne dies auch den Gesamtmarkt wieder einfangen.

Die DZ Bank strich nach dem guten Lauf am Mittwoch bereits ihre bisherige Kaufempfehlung für die Deutsche-Bank-Aktien. Auch wenn er den fairen Wert wegen des aufgehellten gesamtwirtschaftlichen Umfeldes leicht nach oben anpasste, hält Analyst Christian Koch den deutlichen Kursanstieg um rund ein Drittel in nur einem Monat und die damit deutlich bessere Kursentwicklung im Vergleich zu den US-Banken für übertrieben./ag/enl/tih

07.12.2016

ANALYSE-FLASH: RBC Capital hebt Deutsche Post auf 'Outperform' - Ziel 33 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus RBC Capital hat die Aktie der Deutschen Post von "Sector Perform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 31 auf 33 Euro angehoben. Analyst Damian Brewer betonte in einer Studie vom Mittwoch die guten Perspektiven des Bonner Logistikers. Er prognostiziert ein durchschnittliches Wachstum von 8 bis 9 Prozent pro Jahr./ajx/edh

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07.12.2016

ANALYSE-FLASH: Baader Bank senkt Ziel für Deutsche Euroshop auf 43 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat das Kursziel für Deutsche Euroshop von 45 auf 43 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Andre Remke begründete das neue Kursziel für die Aktie des Betreibers von Einkaufszentren mit der gesunkenen Branchenbewertung. Nachdem sich die Aktie seit Sommer unterdurchschnittlich entwickelt habe, sei sie derzeit aber günstig zu haben, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch./edh/zb

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07.12.2016

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Saint-Gobain auf 46 Euro - 'OW'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Saint-Gobain von 42 auf 46 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die europäischen Baustoffkonzerne dürften 2017 von steigenden staatlichen Infrastruktur-Investitionen profitieren, schrieb Analystin Elodie Rall in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Damit sollte der Sektor eine Free-Cashflow-Rendite von 6 Prozent schaffen und den Gewinn (EPS) durchschnittlich prozentual zweistellig steigern./edh/zb

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07.12.2016

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt Hochtief auf 'Verkaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat die Hochtief-Aktie nach dem starken Kursanstieg 2016 von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert auf 115 Euro belassen. Nachdem das Papier im abgelaufenen Jahr um fast 60 Prozent gestiegen sei, sollten Anleger nun Gewinne mitnehmen, empfahl Analyst Thorsten Reigber in einer Studie vom Mittwoch. Denn die gute fundamentale Entwicklung des Baukonzerns erscheine auf dem aktuellen Kursniveau bereits mehr als eingepreist./edh/zb

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07.12.2016

ANALYSE-FLASH: Warburg Research hebt Bechtle auf 'Buy' und Ziel auf 105 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat Bechtle von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 100 auf 105 Euro angehoben. Analyst Andreas Wolf begründete das neue Anlagevotum mit der zuletzt deutlichen, aber ungerechtfertigten Korrektur der Aktie. Der IT-Dienstleister habe auch im dritten Quartal Anteile in einem hoch fragmentierten Markt gewonnen, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch./edh/zb

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07.12.2016

ANALYSE-FLASH: Jefferies senkt Ziel für FMC auf 76 Euro - 'Hold'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für die Aktie des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care (FMC) von 82 auf 76 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Es bestehe ein regulatorischer Überhang, der das kurzfristige Aufwärtspotenzial begrenzen dürfte, schrieb Analyst Chris Cooper in einer Studie vom Mittwoch./ajx/zb

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07.12.2016

ANALYSE-FLASH: Lampe hebt ProSiebenSat.1 auf 'Kaufen' - Ziel 42 Euro

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat ProSiebenSat.1 nach einer Roadshow von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel auf 42 Euro belassen. Das Management des Medienkonzerns habe sich positiv geäußert und auch die Aussichten für den TV-Werbemarkt seien gut, schrieb Analyst Christoph Bast in einer Studie vom Mittwoch./ag/edh

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07.12.2016

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Nestle auf 78 Franken - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Nestle von 88 auf 78 Franken gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die europäischen Konsumgüterkonzerne stünden vor einem herausfordernden Jahr, schrieb Analystin Celine Pannuti in einer Branchenstudie vom Dienstag. Dahin dümpelnde Verkaufspreise bei steigendem Kostendruck und sinkenden Absatzvolumina sollten die Geschäftsentwicklung bremsen. Vor diesem Hintergrund zieht sie Papiere von Nahrungsmittelherstellern jenen aus dem Haushalts- und Körperpflegesektor vor./edh/das

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07.12.2016

ANALYSE-FLASH: HSBC nimmt Telefonica mit 'Hold' wieder auf - Ziel 9,10 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Telefonica mit "Hold" und einem Kursziel von 9,10 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Die Entschuldungsmaßnahmen des spanischen Telekomkonzerns entsprächen der Bonitätseinstufung durch die Ratingagenturen, schrieb Analyst Luigi Minerva in einer Studie vom Mittwoch. Dennoch seien weitere Anteilsverkäufe unverzichtbar, um mögliche Finanzrisiken zu vermeiden./edh/ajx

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser