dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.04.2015

dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

GESAMT-ROUNDUP 2/Kehrtwende: Deutsche Bank will Postbank abstoßen

FRANKFURT - Die Deutsche Bank geht auf Schrumpfkurs: Die Postbank-Mehrheit gibt der Dax -Konzern auf, auch im Investmentbanking sind Einschnitte beschlossen. Der Entscheidung des Aufsichtsrates vom späten Freitagabend waren monatelangen Diskussionen vorangegangen. "Der Aufsichtsrat hat heute einstimmig beschlossen, den vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zu unterstützen", erklärte die Bank in einer knappen Mitteilung. Möglich ist nach Angaben eines Sprechers ein Komplettverkauf der Postbank oder der Verkauf von Aktienpaketen über die Börse. In jedem Fall will die Deutsche Bank ihren Anteil an der Bonner Tochter von 94,1 Prozent mindestens unter 50 Prozent senken. Für Kunden der Postbank dürfte die Entscheidung keine unmittelbaren Folgen haben.

Nach Postbank-Entscheidung: Deutsche-Bank-Führung erklärt Kurswechsel

FRANKFURT - Nach der Entscheidung für den Verkauf der Postbank-Mehrheit erklärt der Deutsche-Bank-Vorstand am Montag (10.30 Uhr) die Beweggründe. Die beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen sowie Strategievorstand Stefan Krause wollen in Frankfurt die Details des Kurswechsels nennen.

GESAMT-ROUNDUP 2/Zeitenwende bei VW: Piëch verliert Machtkampf und tritt zurück

WOLFSBURG - Ende einer Ära: Nach wochenlanger Führungskrise bei Volkswagen ist Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch als Verlierer des beispiellosen Machtkampfs zurückgetreten. Dies bedeutet eine historische Zäsur bei Europas größtem Autokonzern. Der 78-jährige Piëch gab am Samstag überraschend mit sofortiger Wirkung sein Amt auf, wie VW mitteilte. Begründet wurde dies mit einem zerrütteten Verhältnis zu den anderen Mitgliedern des innersten VW-Machtzirkels - dem Betriebsrat, dem Land Niedersachsen und der Familie Porsche.

Windkraftanlagenbauer Nordex erteilt Übernahmespekulationen eine Absage

FRANKFURT - Der Windkraftanlagenbauer Nordex will auch weiterhin alleine wachsen und ist auf der Suche nach einem Übernahmepartner. "Die Übernahmespekulationen begleiten die Firma von Beginn an. Aber wir fühlen uns auch sehr wohl allein", sagte Unternehmenschef Jürgen Zeschky in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag. Ende März waren entsprechende Gerüchte aufgekommen, nachdem sich Zeschky generell offen für eine Übernahme gezeigt hatte. Grundsätzlich wolle man nichts ausschließen, wenn es operativ Sinn mache, aber "es ist nicht so, dass wir auf der Suche wären", sagte Zeschky dem Blatt nun. Nordex stehe aktuell nicht zum Verkauf.

Versicherer Talanx hält an Ausblick fest

FRANKFURT - Der Versicherungskonzern Talanx hält nach dem Jahresbeginn an seinen Geschäftszielen fest. "Die Gesamtjahresprognosen gelten nach wie vor", sagte Finanzchef Immo Querner der Börsenzeitung (Samstagsausgabe). Das erste Quartal sei für den Versicherer vergleichsweise unauffällig verlaufen. Das Beitragswachstum habe von der Abschwächung des Euro profitiert.

ROUNDUP: Ergo-Chef Oletzky geht zum Jahresende - Nachfolger kommt von Allianz

DÜSSELDORF/MÜNCHEN - Der Vorstandsvorsitzende des Versicherungskonzerns Ergo, Torsten Oletzky, geht zum Jahresende. Er scheide auf eigenen Wunsch, aus persönlichen Gründen und im besten Einvernehmen zum 31. Dezember 2015 aus dem Vorstand aus, teilte das Unternehmen am Freitagabend in Düsseldorf mit. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Oletzky (48) war 2004 in den Vorstand berufen worden. 2008 übernahm er den Vorsitz. Ergo ist die Erstversicherungstochter des weltgrößten Rückversicherers Munich Re .

Bayer leitet Verkauf von Geschäft mit Hobbygärtnerprodukten ein

LEVERKUSEN - Der Chemiekonzern Bayer will sich nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) von seiner Sparte für Hobbygärtnerprodukte ("Bayer Garten") trennen. Die Investmentbank Goldman Sachs sei beauftragt worden, einen neuen Besitzer für dieses Geschäft zu suchen, schreibt die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe. Sie beruft sich auf Kreise, die mit den Plänen zum Spartenverkauf vertraut seien. Ein Bayer-Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich, das Unternehmen prüfe "strategische Optionen" für das Geschäft.

ROUNDUP: Mylan legt offizielles Angebot für Perrigo vor - Postwendendes Nein

POTTERS BAR/DUBLIN - Der US-Pharmakonzern Mylan stößt beim irischen Konkurrenten Perrigo weiter auf Granit. Am Freitag lehnte das Unternehmen auch das kurz zuvor vorgelegte offizielle Übernahmeangebot ab. Mylan bietet den Perrigo-Aktionären 60 US-Dollar in bar sowie 2,2 Mylan-Aktien. Damit hätte die Offerte einen Wert von 31,2 Milliarden Dollar oder 222,12 Dollar je Aktie, basierend auf dem Schlusskurs vom Donnerstag. Am 8. April hatte Mylan 205 Dollar in Aussicht gestellt, ohne ins Detail zu gehen.

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Weitere Meldungen:

-Aktionärsschützer werfen Deutscher Bank Strategie-Zickzack vor

-Weil sorgt sich wegen Postbank-Verkauf um BHW-Jobs

-ROUNDUP: Karstadt-Tarifverhandlungen bis Dienstag unterbrochen

-Ford ruft fast 400 000 Autos wegen Tür-Problemen zurück

-Nestle kauft Teile der Innéov Group

-IPO: Börsengang von Sixts Leasing-Tochter für 7. Mai geplant

-ThyssenKrupp will Geschäft in Nordamerika ausbauen

-Holcim/Lafarge: EU gibt grünes Licht für Abgabe von Unternehmensteilen an CRH

-Kreise/Nach dem Deal ist vor dem Deal: Charter steigt bei TWC wieder in den Ring

-Ennepetal und WestLB-Nachfolger streiten vor dem BGH um Zinswetten

-Tarifverhandlungen für den NRW-Einzelhandel starten

-Energiekonzern Dong eröffnet Offshore-Betriebszentrale

-Tarifverhandlungen bei der Post - entscheidende Runde

-BER-Technikchef: Hängen eigenem Zeitplan teils hinterher

-Germanwings-Chef Winkelmann als AUA-Vorstand im Gespräch

-Bahn rechnet sich kaum Chancen beim Rhein-Ruhr-Express aus

-Ringen um Korrekturen beim Mindestlohn - Protest auf dem Wasen

-Windenergie-Gipfel sucht Lösung im Rechtsdilemma um neue Anlagen

-Neues Windstrom-Kabel aus der Nordsee in Betrieb genommen

-Ritter Sport leidet unter Rubelverfall

-ROUNDUP: Trumpf erwägt App-Store für Industrie-Software

-Schiedsklage gegen EDF kostet das Land Millionen

-Woidke hat keinen Zweifel am Flughafen-Start 2017

-Mangel an Gärtner-Nachwuchs im Buga-Land

-Marktforscher: Fahrkarten für Fernbusse werden teurer

-Niedersachsens Windkraftgegner vernetzten sich in neuem Bündnis

-Lokführergewerkschaft wegen Streik-Vorgehen in der Kritik

-ROUNDUP: 'Wir elektrisieren Deutschland' - Kohlekumpel gegen Gabriel-Pläne°

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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26.04.2015

Nach Postbank-Entscheidung: Deutsche-Bank-Führung erklärt Kurswechsel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Entscheidung für den Verkauf der Postbank-Mehrheit erklärt der Deutsche-Bank-Vorstand am Montag (10.30 Uhr) die Beweggründe. Die beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen sowie Strategievorstand Stefan Krause wollen in Frankfurt die Details des Kurswechsels nennen.

Nach monatelangen Debatten hatten sich Aufsichtsrat und Vorstand am späten Freitagabend auf eine neue Strategie für Deutschlands größtes Geldhaus festgelegt: Der 94-Prozent-Anteil an der Postbank soll mindestens auf unter 50 Prozent verringert werden. Auch die Möglichkeit eines Komplettverkaufs der Bonner Tochter hält sich der Dax -Konzern offen.

Einschnitte sind auch im Investmentbanking vorgesehen. Der Konzern kündigte zudem an, Auslandsaktivitäten stärker zu konzentrieren. Die Deutsche Bank reagiert mit ihrer neuen Strategie auf die immer strengeren Anforderungen der Aufseher zum Beispiel in Sachen Kapitalausstattung. Zudem drücken die extrem niedrigen Zinsen auf die Erträge. Das Management hofft, dass eine geschrumpfte Universalbank wieder dauerhaft profitabler sein kann./ben/DP/fbr

26.04.2015

Himalaya-Erdbeben tötet mehr als 2500 Menschen

KATHMANDU (dpa-AFX) - Das gewaltige Erdbeben im Himalaya hat mehr als 2500 Menschen den Tod gebracht. Vor allem im armen Touristenland Nepal waren die Zerstörungen enorm. Dort stapelten sich Leichen vor den Krankenhäusern, ganze Bergdörfer waren zerstört, am Mount Everest töteten Lawinen mehrere Bergsteiger.

"Die Zahl der Toten steht bisher bei 2450. Ungefähr 6000 Menschen wurden bei dem Erdbeben verletzt", sagte Laxmi Dhakal vom nepalesischen Innenministerium am Sonntagabend (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur. Im benachbarten Indien wurden 62 Tote gezählt, in Tibet 6 und in Bangladesch 1 Opfer.

Das Erdbeben der Stärke 7,8 war die stärkste Erschütterung des Bodens in Nepal seit mehr als 80 Jahren. Es begann am Samstag und brachte zahlreiche Nachbeben mit sich. Das ganze Ausmaß der Zerstörung war noch nicht abzusehen, weil viele abgelegene Dörfer zunächst nicht erreicht wurden. Eine internationale Hilfswelle lief an.

Der Erdstoß zerstörte große Teile der Infrastruktur Nepals, viele alte Häuser sowie Weltkulturerbe- und Pilgerstätten. Die Bewohner von Kathmandu flohen auf die Straßen und trauten sich wegen der Nachbeben nicht in ihre Häuser zurück. Alle Parks, Gehwege und öffentlichen Plätze hätten sich in Zeltstädte verwandelt, sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes. Präsident Ram Baran Yadaf habe ebenfalls in einem Zelt geschlafen, sagte sein Sprecher in einem lokalen Radio. Selbst Krankenhäuser sind so überfüllt, dass sie im Freien behandeln.

"Hier sind 800 Leichen aufgestapelt, und wir arbeiten sie ab, checken eine nach der anderen", sagte die Krankenschwester Pramila Pradhan vom Lehrkrankenhaus in Nepals Hauptstadt Kathmandu. "Es gibt Babys mit zerschmetterten Gesichtern. Väter tragen ihre Babys herein und bitten uns, sie zu behandeln. Wie behandeln wir jeden und wo beginnen wir - wir wissen es nicht."

Hilfsorganisationen entsandten Experten und kündigten - auch medizinische - Nothilfe an. Nepal rief den Notstand in den betroffenen Gebieten aus, in denen 6,6 Millionen Menschen leben. Die Krankenhäuser seien überfüllt, Blutkonserven und Medikamente gingen zur Neige, erklärten die Vereinten Nationen (UN). Schulen und Universitäten bleiben für eine Woche geschlossen. Die Stromversorgung könnte lange ausfallen, da das Erdbeben die Wasserkraftwerke beschädigt hat, von denen Nepal fast all seinen Strom bezieht.

Koordiniert wird die Hilfe für Nepal vom UN-Büro zur Nothilfe-Koordinierung (OCHA). Hilfsflugzeuge aus aller Welt erreichten Kathmandu mit Gütern wie Nahrungsmitteln, Medikamenten und Kommunikationsgeräten. Die Landebahn des Flughafens wurde laut Polizei am Wochenende wegen Nachbeben für Linienflüge immer wieder geschlossen. Deswegen sitzen zahlreiche Touristen in Nepal fest. Derzeit ist dort Hauptsaison für Bergsteiger und Wanderer.

Am Mount Everest starben mindestens 19 Menschen, als eine viele Stockwerke hohe Staublawine über das Basislager des höchsten Berges der Welt fegte. Dort hielten sich rund 1000 Menschen auf. 65 Verletzte seien aus dem Lager ausgeflogen worden, sagte der Vizepräsident der nepalesischen Bergsteigervereinigung, Santa Bir Lama. Zu etwa 100 Menschen in der Everest-Region bestehe derzeit kein Kontakt. Viele von ihnen könnten in höheren Camps sein, hieß es.

Das Epizentrum des Bebens lag etwa 80 Kilometer westlich von Kathmandu. Dort lägen die Dörfer direkt an großen Berghängen und die Häuser bestünden aus einfachen Stein- und Felskonstruktionen, sagte Matt Darwas von der Hilfsorganisation World Vision. "Viele dieser Dörfer sind nur mit Geländewagen und zu Fuß erreichbar, manche Stunden oder sogar Tagesmärsche von der Hauptstraße entfernt." Das Finanzministerium in Kathmandu erklärte, die Familie jedes Todesopfers erhalte umgerechnet 360 Euro.

Nepals Regierungschef Sushil Koirala bat "ausländische Freunde" um Hilfe und Unterstützung. "Wir werden diese dunkle Zeit zusammen durchstehen", sagte er. Papst Franziskus sprach den Opfern der Erdbebenkatastrophe sein Beileid aus. Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel zeigten sich in ersten Reaktionen tief betroffen. Millionenbeträge verschiedener Regierungen sollen die Not lindern helfen.

Fast nirgendwo in Kathmandu gab es Strom, manche Menschen halfen sich mit Solarlampen und luden ihre Handys an Autobatterien. Wie es in den abgelegenen Städte und Dörfern in dem Himalaya-Land aussah, war zunächst kaum zu überblicken. Das Dorf Barmak am Epizentrum des Bebens sei fast vollständig zerstört, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Augenzeugen berichten, dass Helfer an vielen Orten mit bloßen Händen nach Überlebenden graben.

"Ich habe meine Angehörigen und alle meine Nachbarn verloren", sagte eine Frau aus dem Ort Jaybageshwari einem örtlichen Radiosender. "Kann jemand, der überlebt hat, uns helfen? Wir haben weder Essen noch Kleidung. Alles ist weg."

Hilfsorganisationen riefen die Menschen in Deutschland zum Spenden auf. Care etwa plant, bis zu 75 000 Menschen mit Notunterkünften, Nahrungsmitteln, Wasserreinigungstabletten und dem Bau von Latrinen zu unterstützen. Das Deutsche Medikamentenhilfswerk action medeor packt Verbands- und Nahtmaterialien, chirurgisches Besteck, Schmerzmittel, Antibiotika und Spritzen für seine Partner.

"Die größte Herausforderung für die Helferinnen und Helfer ist nun, die Betroffenen schnell zu erreichen. Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Es gab sowieso nur wenige asphaltierte Straßen und die Kommunikationssysteme sind überlastet. Nun wird der Einsatz zum Kampf gegen die Zeit", sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. Indische Meteorologen sagten schlechtes Wetter in der Region voraus, das die Hilfe verzögern könnte.

Augenzeugen berichteten, vielfach hätten die Menschen nur noch Kekse und Trockenfrüchte übrig. Hilfsorganisationen fürchten, dass bald auch das Wasser und die Medikamente ausgehen. Auch die Ärzte sind an vielen Orten bereits überlastet. "Unter den Toten sind viele Kinder", sagte Doktor Pratab Narayan aus dem Teaching-Krankenhaus. "Wir sind völlig überwältigt von der Zahl an Menschen."

Die deutsche Botschaft in Kathmandu wurde ebenfalls beschädigt. Das Auswärtiges Amt rät Touristen von Touren in die Erdbebengebiete zunächst ab./sub/DP/fbr

26.04.2015

Tarifverhandlungen für den NRW-Einzelhandel starten

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Tarifverhandlungen für knapp 700 000 Beschäftigte des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen gehen am Montag (11.00) in Düsseldorf in die erste Runde. Die Gewerkschaft Verdi fordert nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent, mindestens aber um 140 Euro. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt.

Verdi-Verhandlungsführerin Silke Zimmer verwies im Vorfeld der Gespräche auf die positive Geschäftsentwicklung der Branche in den vergangenen fünf Jahren. Ziel der Gewerkschaft sei es daneben, die Gültigkeit der ausgehandelten Tarifverträge für alle Unternehmen der Branche zu vereinbaren. Nach Schätzung der Gewerkschaft gilt derzeit die sogenannte Tarifbindung derzeit für mehr als jedes dritte Einzelhandelsunternehmen in NRW nicht./uta/DP/fbr

26.04.2015

Energiekonzern Dong eröffnet Offshore-Betriebszentrale

NORDDEICH (dpa-AFX) - Fünf Jahre nach Inbetriebnahme des ersten deutschen Nordsee-Windparks "alpha ventus" geht der Ausbau der Offshore-Industrie an der Küste weiter voran. Am Montag (12.00 Uhr) eröffnet der Energiekonzern Dong eine neue Betriebszentrale im ostfriesischen Norddeich. Das Unternehmen hat in den Standort 15 Millionen Euro investiert und koordiniert von dort den Bau von drei Meereswindparks. Borkum Riffgrund 1 mit 78 Turbinen soll im Sommer in Betrieb gehen. Im Bau sind ferner Gode Wind 1 und 2 mit 584 Megawatt Kapazität. Dieses Projekt wird nach Fertigstellung Deutschlands größter Meereswindpark sein - mit 97 Turbinen der 6 Megawatt-Klasse./woe/DP/fbr

26.04.2015

Tarifverhandlungen bei der Post - entscheidende Runde

BONN/SIEGBURG (dpa-AFX) - Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post um kürzere Arbeitszeit treten in eine entscheidende Phase. An diesem Montag (14.00 Uhr) starten Verdi und das Management in Siegburg einen weiteren Einigungsversuch. Kommt es bei den Verhandlungen zu keiner Annäherung, droht eine Verschärfung des Tarifkonflikts bis hin zu flächendeckenden und unbefristeten Streiks. Bei den vorausgegangenen Verhandlungen um eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit für 140 000 Beschäftigte von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich waren sich die Tarifpartner in keinem Punkt näher gekommen.

Hintergrund des Tarifstreits ist der Aufbau eines flächendeckenden Netzes in der Paketzustellung. Dazu wurden 49 Gesellschaften gegründet, die unter dem Dach der Posttochter DHL Delivery gebündelt sind. Dort werden die Beschäftigten schlechter bezahlt als in der Muttergesellschaft. Die Post spricht von der Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze, Verdi dagegen von einer Flucht aus dem Haustarifvertrag. Als Kompensation verlangt die Gewerkschaft kürzere Arbeitszeiten. Für die Verhandlungen haben die Tarifpartner zwei Tage angesetzt./ls/DP/fbr

26.04.2015

BER-Technikchef: Hängen eigenem Zeitplan teils hinterher

BERLIN (dpa-AFX) - Auf der Baustelle zum neuen Hauptstadtflughafen geht es offenbar noch immer nicht wie geplant voran. Technik-Chef Jörg Marks schrieb mit Blick auf ein an der Baustelle neu eingeführtes Überwachungssystem in einer Mail an die Mitarbeiter: "Dieses Monitoring zeigt uns derzeit, dass wir in einigen Teilflächen hinter unserem eigenen Zeitplan hinterher hängen". Grund sei vor allem, dass es in einigen Bereichen noch beim Dialog mit den Firmen hake, hieß es weiter in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In Einzelfällen müsse die Kommunikation verbessert werden. Zuerst hatten "Bild" und "B.Z." über die Mail berichtet.

Am Ende appelliert Marks an die Mitarbeiter: "Wir sind auf gutem Weg, aber wir haben es noch lange nicht geschafft!" Die nächsten Arbeitsschritte, wie die Abstimmung mit den Kollegen zur Inbetriebnahme, warteten schon. Die Mitarbeiter sollten sich daher weiter bemühen, den Terminplan einzuhalten.

Nach den bisherigen Plänen soll der Flughafen BER in einem Jahr bis auf Restarbeiten fertig sein und nach Abnahme und Probebetrieb im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen. Zuvor hatte es bereits vier abgesagte Eröffnungstermine gegeben./sow/DP/fbr

26.04.2015

GESAMT-ROUNDUP 2/Kehrtwende: Deutsche Bank will Postbank abstoßen

(Es wurden weitere Informationen zum Quartalsergebnis ergänzt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank geht auf Schrumpfkurs: Die Postbank-Mehrheit gibt der Dax -Konzern auf, auch im Investmentbanking sind Einschnitte beschlossen. Der Entscheidung des Aufsichtsrates vom späten Freitagabend waren monatelangen Diskussionen vorangegangen.

"Der Aufsichtsrat hat heute einstimmig beschlossen, den vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zu unterstützen", erklärte die Bank in einer knappen Mitteilung. Möglich ist nach Angaben eines Sprechers ein Komplettverkauf der Postbank oder der Verkauf von Aktienpaketen über die Börse. In jedem Fall will die Deutsche Bank ihren Anteil an der Bonner Tochter von 94,1 Prozent mindestens unter 50 Prozent senken. Für Kunden der Postbank dürfte die Entscheidung keine unmittelbaren Folgen haben.

ALTLASTEN VERDERBEN ERNEUT BILANZ

Einschnitte soll es auch im Investmentbanking geben. Der Konzern kündigte zudem an, Auslandsaktivitäten stärker zu konzentrieren. Details will Deutschlands größtes Geldhaus an diesem Montag (27.4./10.30 Uhr) nennen. Dann werden die Co-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain sowie Strategievorstand Stefan Krause in einer Pressekonferenz in Frankfurt Rede und Antwort stehen.

Vor ihrem radikalen Kurswechsel haben Altlasten der Deutschen Bank erneut die Bilanz verdorben. Im ersten Quartal schrumpfte der Konzernüberschuss um 49 Prozent auf 559 Millionen Euro, wie das Institut am Sonntag in Frankfurt mitteilte. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss halbierte sich ebenfalls, und zwar auf 544 Millionen Euro. Die Bank hatte in der vergangenen Woche bereits angekündigt, weitere 1,5 Milliarden Euro für juristische Niederlagen zurückzulegen. Damit machten die Altlasten wieder einmal den Aufschwung im Tagesgeschäft zunichte.

FITSCHEN UND JAIN SEHEN SICH BESTÄTIGT

Die Einnahmen verbesserten sich vor allem dank eines anziehenden Handelsgeschäfts um nahezu fast ein Viertel auf 10,4 Milliarden Euro und erreichten damit fast Rekordniveau. "Wir starten die nächste Phase unserer Strategie aus einer Position der Stärke", erklärten die beiden Vorstandschef Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Die Ergebnisse zeigten, dass das Institut deutlich stärker als zu ihrem Amtsantritt 2012 sei.

Vor einer zwischenzeitlich diskutierten kompletten Abspaltung des Privatkundengeschäfts schreckte das Management zurück. Stattdessen kündigte das Institut nun an, in das Privatkundengeschäft unter der Marke Deutsche Bank zu investieren.

FÜR KRITIKER NICHT DER GROSSE WURF

Aktionärsschützer werfen dem Vorstand der Deutschen Bank einen Strategie-Zickzack mit ständig neuen Umbaukosten vor. "Der Berg kreißte und gebar eine Maus. Das ist nicht der große Wurf, den der internationale Kapitalmarkt wohl erwartet hat", sagte der Vize- Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Klaus Nieding, der Deutschen Presse-Agentur. Mit der Entscheidung von Freitag, die Tochter Postbank mehrheitlich oder ganz zu verkaufen, handle der Vorstand wider eine der Lehren aus der Finanzmarktkrise.

"Mit dieser Entscheidung hält der Vorstand der Deutschen Bank am Modell einer Universalbank mit einem starken Heimatmarkt in Deutschland fest", lobte die Gewerkschaft Verdi, die vor allem bei der Postbank stark organisiert ist und deren Chef Frank Bsirske im Deutsche-Bank-Kontrollgremium mitentscheidet. "Der Postbank wird mit dem Börsengang zugleich eine neue Wachstumsperspektive erschlossen."

NACH SCHRUMPFKURS WIEDER AUFWÄRTS

Die Deutsche Bank reagiert mit ihrer neuen Strategie auf die immer strengeren Anforderungen der Aufseher zum Beispiel in Sachen Kapitalausstattung und den Druck der niedrigen Zinsen auf die Erträge. Zudem hofft das Management, dass eine geschrumpfte Universalbank wieder dauerhaft profitabler sein kann.

Bei der Postbank war die Deutsche Bank mitten in der Finanzkrise im September 2008 mit knapp 30 Prozent als größter Einzelaktionär eingestiegen. Gut zwei Jahre später sicherte sich Deutschlands größtes Geldhaus die Mehrheit an dem Bonner Institut.

ZIELE NICHT ERREICHT

Mit der Übernahme der auf Privatkunden spezialisierten einstigen Post-Tochter wollte der damalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann den Deutsche-Bank-Konzern unabhängiger vom schwankungsanfälligen Kapitalmarktgeschäft machen. Gut sechs Milliarden Euro kostete der Deal, die hohen Erwartungen erfüllten sich jedoch nie. Angestrebt war, den Vorsteuergewinn der um 14 Millionen Kunden erweiterten Privatkundensparte mittelfristig auf drei Milliarden Euro zu steigern. Im vergangenen Jahr waren es gerade einmal 1,3 Milliarden.

Immer wieder reißen zudem Altlasten Löcher in die Bilanz der Deutschen Bank. Erst am vergangenen Donnerstag hatten britische und amerikanische Behörden die Deutsche Bank wegen ihrer Verwicklung in den Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze zur Zahlung von 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro) verdonnert. Es war die bislang höchste Strafe gegen ein internationales Geldhaus in diesem Fall. Damit machten die Altlasten wieder einmal den Aufschwung im Tagesgeschäft zunichte. Die Einnahmen verbesserten sich zu Jahresbeginn vor allem dank eines anziehenden Handelsgeschäfts um ein Viertel auf 10,4 Milliarden Euro./ben/enl/DP/fbr

26.04.2015

GESAMT-ROUNDUP 2/Zeitenwende bei VW: Piëch verliert Machtkampf und tritt zurück

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Ende einer Ära: Nach wochenlanger Führungskrise bei Volkswagen ist Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch als Verlierer des beispiellosen Machtkampfs zurückgetreten. Dies bedeutet eine historische Zäsur bei Europas größtem Autokonzern. Der 78-jährige Piëch gab am Samstag überraschend mit sofortiger Wirkung sein Amt auf, wie VW mitteilte. Begründet wurde dies mit einem zerrütteten Verhältnis zu den anderen Mitgliedern des innersten VW-Machtzirkels - dem Betriebsrat, dem Land Niedersachsen und der Familie Porsche.

Piëch war vor zwei Wochen von VW-Vorstandschef Martin Winterkorn abgerückt. Dies hatte einen Machtkampf ausgelöst, der auch zu einem Konflikt zwischen den Familien Porsche und Piëch führte. Sie halten die Stimmenmehrheit an VW. Der frühere IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber übernimmt im Aufsichtsrat kommissarisch den Vorsitz. Auch Piëchs Ehefrau Ursula gibt ihr Mandat im Aufsichtsrat ab.

'VERTRAUEN NICHT MEHR GEGEBEN'

"Die Mitglieder des Präsidiums haben einvernehmlich festgestellt, dass vor dem Hintergrund der vergangenen Wochen das für eine erfolgreiche Zusammenarbeit notwendige wechselseitige Vertrauen nicht mehr gegeben ist", hieß es in einer Erklärung des sechsköpfigen VW-Aufsichtsratspräsidiums nach einem Krisentreffen am Samstag in Braunschweig.

Piëch, der Enkel des legendären Autokonstrukteurs Ferdinand Porsche, war von 1993 bis 2002 VW-Chef und überwachte den Konzern anschließend als Aufsichtsratschef. Er galt lange Zeit als das VW-Machtzentrum und hatte zahlreiche Konflikte für sich entschieden.

'DISKUSSION WAR SCHÄDLICH FÜR VW'

Nach der Demontage seines langjährigen Wegbegleiters Winterkorn aber stand Piëch zunehmend auf verlorenem Posten. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und auch Piëch-Cousin und VW-Aufsichtsrat Wolfgang Porsche stärkten Winterkorn den Rücken.

"Die Diskussion der vergangenen zwei Wochen ist schädlich gewesen für Volkswagen", sagte Weil am Samstag in Hannover. Das Land Niedersachsen ist VW-Großaktionär. Das Präsidium des Aufsichtsrates habe deshalb die "notwendige Klarheit" schaffen müssen. Huber sprach von einem Vertrauensverlust zwischen Piëch und dem Rest des Präsidiums, "der sich in den letzten Tagen als nicht mehr lösbar erwiesen hat".

'WINTERKORN PASST ZU VW'

Der Rückzug Piëchs bietet nach Ansicht von Aktionärsschützern die Chance für einen Generationswechsel im Vorstand von Volkswagen. "Jetzt wäre es an der Zeit, dass Martin Winterkorn den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt und in der Geschäftsführung ein Generationswechsel stattfindet", sagte der Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker, der Deutschen Presse-Agentur. Winterkorn besitze mit seinen Erfahrungen und seinem Ansehen über die nötigen Voraussetzungen, um Chefkontrolleur zu werden. "Er passt zu VW."

Piëch hatte vor zwei Wochen ein internes Ringen um die Zukunft der VW-Spitze öffentlich gemacht, indem er dem "Spiegel" sagte, er sei "auf Distanz" zu Winterkorn. Hinter Piëchs Kritik stand auch die Frage, wie VW seine Probleme etwa im angeschlagenen US-Geschäft oder bei der renditeschwachen Kernmarke VW lösen will. Bis zu der Attacke war der 67-jährige Winterkorn als Piëch-Nachfolger an der Spitze des Aufsichtsrates gehandelt worden. Mit Piëchs Äußerung stand plötzlich ein Fragezeichen vor Winterkorns Zukunft.

PIECH HAT INTERNEN KAMPF VERLOREN

Das VW-Aufsichtsratspräsidium aber stärkte Winterkorn vor einer Woche den Rücken. Winterkorn sei der "bestmögliche" Vorstandschef und solle nächstes Frühjahr eine weitere Vertragsverlängerung erhalten. Sein aktueller Vertrag läuft bis Ende 2016. Das war offensichtlich eine krachende Niederlage für Piëch, der in dem sechsköpfigen Präsidium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur isoliert gegen eine Mehrheit von 5:1 stand.

Am vergangenen Donnerstag dann meldeten die dpa, der NDR und die Tageszeitung "Die Welt" übereinstimmend, dass Piëch versuche, den Beschluss des Sextetts zu unterwandern. Demnach arbeitete er hinter den Kulissen weiter an der Ablösung Winterkorns, der nach Piëchs Willen noch vor der Hauptversammlung am 5. Mai abtreten sollte. Als mögliche Nachfolger habe Piëch Porsche-Chef Matthias Müller oder Skoda-Chef Winfried Vahland in der Hinterhand. Wenige Stunden später dementierte Piëch dies und ließ mitteilen: "Wir haben uns letzte Woche ausgesprochen. Und uns auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Ich betreibe die Ablösung von Martin Winterkorn nicht."

KRISENTREFFEN VOR RÜCKTRITT

Piëchs Rücktritt war am Samstagnachmittag ein erneutes Krisentreffen der Aufsichtsratsspitze vorausgegangen. Das Gremium versammelte sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Braunschweig am Flughafen. Am Ende der mehrstündigen Beratungen stand fest, dass Piëch gehen wird.

Der Sprecher der Familie Porsche, Wolfgang Porsche, sagte: "Wir haben volles Vertrauen in die Unternehmensführung der Volkswagen AG und bedauern die Entwicklung der letzten Tage." Porsche dankte Piëch "für die Jahrzehnte seines außergewöhnlichen und höchst erfolgreichen Einsatzes". Die Porsches halten über die Porsche-Holding PSE zusammen mit dem Piëch-Familienzweig gut 50 Prozent der Stimmrechte bei Volkswagen. Wolfgang Porsche ist der Chef im PSE-Aufsichtsrat.

ZEIT FÜR NACHFOLGE LASSEN

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Piëch an der Spitze des Aufsichtsrates will sich das Gremium Zeit lassen. "Der Aufsichtsrat ist arbeitsfähig, das Management ist voll funktionsfähig", sagte Weil. Es gebe keinen Grund zur Eile - Ziel sei es, dass das Gremium einen einstimmigen Vorschlag unterbreite. Ob Winterkorn dabei eine Rolle spiele, wollten weder Weil noch Huber kommentieren./loh/DP/fbr

26.04.2015

Versicherer Talanx hält an Ausblick fest

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Versicherungskonzern Talanx hält nach dem Jahresbeginn an seinen Geschäftszielen fest. "Die Gesamtjahresprognosen gelten nach wie vor", sagte Finanzchef Immo Querner der Börsenzeitung (Samstagsausgabe). Das erste Quartal sei für den Versicherer vergleichsweise unauffällig verlaufen. Das Beitragswachstum habe von der Abschwächung des Euro profitiert. Der tragische Absturz des Germanwings-Flugzeugs in den französischen Alpen mache sich konzernweit mit Belastungen in zweistelliger Millionenhöhe bemerkbar. Der Orkan "Niklas" schlage in der Erstversicherung mit einem niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag zu Buche.

Wegen des Niedrigzinsumfelds hatte Konzernchef Herbert Haas bei Vorlage der Zahlen des Vorjahres 2015 für Talanx als "eines der herausforderndsten Jahre seit langem" bezeichnet. Unter dem Strich stellte er einen Überschuss von 700 Millionen Euro aufwärts in Aussicht. In den Jahren bis 2019 soll der Nettogewinn im Schnitt um jeweils einen mittleren einstelligen Prozentwert steigen. Allerdings müsse sich das Unternehmen hierfür angesichts des schwierigen Zinsumfeldes anstrengen. Talanx wird am 11. Mai seine Bilanz für das erste Quartal vorlegen./fbr

26.04.2015

Aktionärsschützer für Generationswechsel im VW-Vorstand

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Rückzug von VW-Patriarch Ferdinand Piëch bietet nach Ansicht von Aktionärsschützern die Chance für einen Generationswechsel im Vorstand von Volkswagen . "Jetzt wäre es an der Zeit, dass Martin Winterkorn den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt und in der Geschäftsführung ein Generationswechsel stattfindet", sagte der Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker, der Deutschen Presse-Agentur. Winterkorn besitze mit seinen Erfahrungen und seinem Ansehen über die nötigen Voraussetzungen, um Chefkontrolleur zu werden. "Er passt zu VW."

Diese personellen Veränderungen wären im Nachhinein der eleganteste Abschluss des Machtkampfes um Europas größten Autobauer Volkswagen. Für die Nachfolge Martin Winterkorns im Vorstandsvorsitz gebe es eine Reihe potenzieller Kandidaten innerhalb des Konzerns. "Da sind genug Kandidaten", betonte Hocker. Der Wolfsburger Konzern habe bereits einiges getan, um Manager von außen zu holen und um auf diese Weise die Managerreihen zu verstärken. Ob ein solcher Generationswechsel im Vorstand aber schon bis zur Hauptversammlung am 5. Mai in Hannover geregelt werden kann, ist nach Meinung von Hocker unwahrscheinlich.

Entscheidend sei, wie die Familie Piëch reagiert und ob das große Aktienpaket in ihrem Besitz bleibt. Unklarheiten in dieser Frage könnten neuen Spekulationen Tür und Tor öffnen, warnte Hocker. Der Wechsel von Winterkorn an die Aufsichtsratsspitze und der Generationswechsel im Vorstand müsse auch von allen Seiten gewollt sein. Europas größter Autobauer könne so relativ rasch zur Tagesordnung zurückkehren. "Ein 78-Jähriger hat auch das Recht zurückzutreten", meinte Hocker. Der Machtkampf der vergangenen Wochen habe die Kapitalmärkte verunsichert und damit dem Unternehmen Volkswagen und dessen Aktionären geschadet./vd/DP/fbr

24.04.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Rekorde bei S&P 500 und Nasdaq Composite

NEW YORK (dpa-AFX) - Microsoft, Amazon, Google und weitere Technologiekonzerne haben am Freitag die US-Börsen beflügelt und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den Köpfen verdrängt. Der marktbreite S&P-500-Index und der Nasdaq-Composite-Index schlossen auf Rekordhöhen.

Der zunächst fast unbewegte Leitindex Dow Jones Industrial beendete den Handel mit einem Plus von 0,12 Prozent auf 18 080,14 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet das ein Plus von 1,5 Prozent. Der S&P 500 stieg am Freitag um 0,23 Prozent auf 2117,69 Punkte und an der Nasdaq gewann der Auswahlindex 100 1,33 Prozent auf 4536,78 Punkte. Damit erreichte er den höchsten Standt seit Ende März und gewann im Wochenverlauf 4,3 Prozent. Der marktbreite Composite-Index beendete den Handel mit einem Plus von 0,71 Prozent auf dem Rekordschlussstand von 5092,09 Punkten.

Im März waren die Aufträge für langlebige Güter deutlich stärker als erwartet gestiegen, was aber nur dem starken Auftragsanstieg bei den Transportgütern zu verdanken gewesen sei, wie Adam Collins vom Analysehaus Capital Econimics hervorhob. Er nannte die Daten daher "insgesamt schwach".

CLOUD-GESCHÄFT BEEINDRUCKT BEI MICROSOFT UND AMAZON

Beeindruckende Kursgewinne gab es an diesem Tag vor allem unter den Technologieunternehmen, deren Quartalsbilanzen gut ankamen. So sprangen die Microsoft-Papiere mit plus 10,45 Prozent mit weitem Abstand an die Spitze im Dow. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn waren besser als am Markt erwartet ausgefallen. Positiv kam vor allem die gute Entwicklung im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft bei den Anlegern an.

Die Cloud-Dienste waren auch der Kurstreiber für die Papiere des weltgrößten Online-Einzelhändlers Amazon , die sich mit einem Aufschlag von gut 14 Prozent ganz oben im Nasdaq 100 einfanden. Diese erstmals veröffentlichten Zahlen hatten ein profitables Milliarden-Geschäft enthüllt.

KRÄFTIGES UMSATZPLUS BEI GOOGLE UND JUNIPER

Das Werbegeschäft von Google hatte dem Internet-Konzern ein kräftiges Umsatzplus eingebracht und trieb dessen Aktien um mehr als 3 Prozent nach oben. Besser als erwartet fielen zudem die Umsätze des Netzwerkspezialisten Juniper Networks aus. Die Aktien stiegen bei 26,27 US-Dollar zeitweise auf den höchsten Stand seit einem Jahr und legten letztlich um knapp 9 Prozent auf 26,13 Dollar zu.

Schlusslicht im Nasdaq 100 waren dagegen die Aktien von Biogen Idec mit fast 7 Prozent. Zwar hatten die Einnahmen im ersten Quartal um ein Fünftel zugelegt, Analysten hatten sich aber mehr erhofft. Das Multiple-Sklerose-Mittel Tecfidera hatte zu Jahresbeginn nicht mehr ganz so viel eingebracht wie zuletzt./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

24.04.2015

Aktien New York Schluss: Gewinne - Rekord bei S&P 500 und Nasdaq Composite

NEW YORK (dpa-AFX) - Microsoft, Amazon, Google und weitere Technologiekonzerne haben am Freitag die US-Börsen beflügelt und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den Köpfen verdrängt. Der marktbreite S&P-500-Index und der Nasdaq-Composite-Index schlossen auf Rekordhöhen.

Der zunächst fast unbewegte Leitindex Dow Jones Industrial beendete den Handel mit einem Plus von 0,12 Prozent auf 18 080,14 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet das ein Plus von 1,5 Prozent. Der S&P 500 stieg am Freitag um 0,23 Prozent auf 2117,69 Punkte und an der Nasdaq gewann der Auswahlindex 100 1,33 Prozent auf 4536,78 Punkte. Damit erreichte er den höchsten Standt seit Ende März und gewann im Wochenverlauf 4,3 Prozent. Der marktbreite Composite-Index beendete den Handel mit einem Plus von 0,71 Prozent auf dem Rekordschlussstand von 5092,09 Punkten.

Im März waren die Aufträge für langlebige Güter deutlich stärker als erwartet gestiegen, was aber nur dem starken Auftragsanstieg bei den Transportgütern zu verdanken gewesen sei, wie Adam Collins vom Analysehaus Capital Econimics hervorhob. Er nannte die Daten daher "insgesamt schwach"./ck/he

24.04.2015

Aktien New York: Nasdaq auf 15-Jahreshoch - Rekord beim S&P 500

NEW YORK (dpa-AFX) - Microsoft, Amazon, Google und weitere Technologiekonzerne haben am Freitag in den USA die Nasdaq-Börsen auf neue 15-Jahreshochs katapultiert. Die gute Stimmung steckte an und trieb auch den S&P 500 auf ein Rekordhoch.

Der zunächst fast unbewegte Leitindex Dow Jones Industrial kletterte rund zwei Stunden vor Handelsschluss trotz schwacher Konjunkturdaten um 0,21 Prozent auf 18 096,28 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet das ein Plus von 1,5 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index legte zuletzt um 0,32 Prozent auf 2119,77 Punkte zu, nachdem er zuvor bis auf 2120,92 Zähler gestiegen war. An der Nasdaq gewann der Auswahlindex 100 1,35 Prozent auf 4537,38 Punkte und stieg damit im Wochenverlauf bisher um 4,3 Prozent.

Insgesamt gesehen waren im März die Aufträge für langlebige Güter deutlich stärker als erwartet gestiegen, was aber nur dem starken Auftragsanstieg bei den Transportgütern zu verdanken gewesen sei, wie Adam Collins vom Analysehaus Capital Econimics hervorhob. Er nannte die Daten daher "insgesamt schwach".

Beeindruckende Kursgewinne gab es an diesem Tag vor allem unter den Technologieunternehmen, deren Quartalsbilanzen gut ankamen. So sprangen die Microsoft-Papiere mit einem Plus von mehr als 9 Prozent mit weitem Abstand an die Spitze im Dow. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn waren besser als am Markt erwartet ausgefallen. Positiv kam vor allem die gute Entwicklung im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft bei den Anlegern an.

Die Cloud-Dienste waren auch der Kurstreiber für die Papiere des weltgrößten Online-Einzelhändlers Amazon , die sich mit einem Plus rund 15 Prozent ganz oben im Nasdaq 100 einfanden. Diese erstmals veröffentlichten Zahlen hatten ein profitables Milliarden-Geschäft enthüllt.

Das Werbegeschäft von Google hatte dem Internet-Konzern ein kräftiges Umsatzplus eingebracht und trieb dessen Aktien um etwas mehr als 3 Prozent nach oben. Besser als erwartet fielen zudem die Umsätze des Netzwerkspezialisten Juniper Networks aus. Die Aktien stiegen bei 26,27 US-Dollar zeitweise auf den höchsten Stand seit einem Jahr und legten zuletzt immerhin noch um 8 Prozent auf 25,92 Dollar zu.

Schlusslicht im Nasdaq waren dagegen die Aktien von Biogen mit knapp 6 Prozent. Zwar hatten die Einnahmen im ersten Quartal um ein Fünftel zugelegt, Analysten hatten sich aber mehr erhofft. Das Multiple-Sklerose-Mittel Tecfidera hatte zu Jahresbeginn nicht mehr ganz so viel eingebracht wie zuletzt./ck/he

24.04.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Geschäftsklima hellt Stimmung der Anleger auf

FRANKFURT (dpa-AFX) - Überraschend gute Wirtschaftsdaten haben dem Dax am Freitag wieder auf die Beine geholfen. Der deutsche Leitindex stieg um 0,74 Prozent auf 11 810,85 Punkte. Auf Wochensicht ging es um 1,05 Prozent nach oben, nachdem der Dax zuvor nach seiner Rekordjagd der vergangenen Monaten noch um fünfeinhalb Prozent gefallen war. Die Anleger seien trotz der Unsicherheit im griechischen Schuldendrama wieder etwas entspannter, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax schloss am Freitag 0,07 Prozent höher mit 21 024,70 Punkten. Auch der Technologiewerte-Index TecDax kam mit einem Plus von 0,06 Prozent auf 1655,06 Punkte kaum vom Fleck.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um 0,43 Prozent auf 3713,96 Punkte vor. In Paris und London stiegen die nationalen Indizes moderat. An der Wall Street gewann der US-Leitindex Dow Jones Industrial bis zum Handelsschluss in Europa leicht hinzu.

'DEUTSCHE WIRTSCHAFT IST IN GUTER FORM'

Das Ifo-Geschäftsklima war im April auf den höchsten Stand seit Juni 2014 gestiegen. Gestützt wurde es durch die überraschend deutlich gestiegene Bewertung der aktuellen Lage.

"Die deutsche Wirtschaft ist in guter Form", kommentierte Chefvolkswirt Carsten Brzeski von der ING -Diba die Daten. Deutschland bleibe der größte Nutznießer der Eurokrise und der geldpolitischen Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB). Es gebe jedoch auch Gründe zur Vorsicht: die überraschend eingetrübten Geschäftserwartungen der Unternehmen, die weiter schwelende Griechenland-Krise und eine weitere Schwächung der Wirtschaft Chinas.

AUTOWERTE STEIGEN

Auf Unternehmensseite sorgte Renault für eine europaweit gute Stimmung in der Autobranche. Der französische Konzern schätzt die Entwicklung des europäischen Automarktes mittlerweile optimistischer ein. Im Dax verteuerten sich die Papiere von Volkswagen (VW) um knapp 2 Prozent, die Anteilsscheine von Daimler gewannen mehr als 1 Prozent und der Aktienkurs des Reifenherstellers Continental stieg um 1,63 Prozent.

Aurubis -Aktien verteuerten als einer der besten Werte im MDax um dreieinhalb Prozent, nachdem sich ein Analyst der Commerzbank positiv zu dem Kupferproduzenten geäußert hatte. Bei Allianz sorgte ein Analystenkommentar hingegen für Kursverluste. Die Papiere des Versicherers fielen im Dax um 2,25 Prozent. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hatte sie zuvor abgestuft. Die Anteilsscheine des Energiekonzerns RWE und des Rückversicherers Munich Re wurden mit einem Dividendenabschlag gehandelt.

BIOTEST-AKTIEN BRECHEN EIN - HOFFNUNGSTRÄGER ENTTÄUSCHT

Im Kleinwerte-Index SDax brach der Kurs des Biotechunternehmens Biotest nach einem herben Rückschlag bei einem hoffnungsträchtigen Wirkstoff um 20 Prozent ein.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,12 Prozent am Vortag auf 0,14 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 140,68 Punkte. Der Bund Future gewann 0,06 Prozent auf 159,27 Punkte.

EUROKURS ERHOLT SICH WEITER

Der Kurs des Euro stieg. Zuletzt kostetet die Gemeinschaftswährung 1,0873 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0824 (Donnerstag: 1,0772) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9238 (0,9283) Euro./mis/he

--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

24.04.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Geschäftsklima hellt Stimmung der Anleger auf

FRANKFURT (dpa-AFX) - Überraschend gute Wirtschaftsdaten haben dem Dax am Freitag wieder auf die Beine geholfen. Der deutsche Leitindex stieg um 0,74 Prozent auf 11 810,85 Punkte. Auf Wochensicht ging es um 1,05 Prozent nach oben, nachdem der Dax zuvor nach seiner Rekordjagd der vergangenen Monaten noch um fünfeinhalb Prozent gefallen war. Die Anleger seien trotz der Unsicherheit im griechischen Schuldendrama wieder etwas entspannter, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax schloss am Freitag 0,07 Prozent höher mit 21 024,70 Punkten. Auch der Technologiewerte-Index TecDax kam mit einem Plus von 0,06 Prozent auf 1655,06 Punkte kaum vom Fleck./mis/he

24.04.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Nasdaq auf 15-Jahreshoch - Dow kaum bewegt

NEW YORK (dpa-AFX) - In den USA haben Microsoft, Amazon und Google am Freitag für ausgezeichnete Stimmung an der Technologie-Börse gesorgt. Nasdaq 100 und der Nasdaq Composite erreichten den höchsten Stand seit 15 Jahren. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial bewegte sich hingegen kaum vom Fleck und litt unter durchwachsenen Konjunkturdaten.

Im frühen Handel zeigte sich das Börsenbarometer der Wall Street zuletzt zum Vortag prozentual unverändert bei 18 059,46 Punkten. Im Wochenverlauf wäre das ein Plus von 1,3 Prozent. Der den breiten Markt widerspiegelnde S&P-500-Index legte zuletzt um 0,21 Prozent auf 2117,32 Punkte zu. An der Nasdaq gewann der Auswahlindex 100 1,19 Prozent auf 4530,29 Punkte, was im Wochenverlauf ein Plus von 4 Prozent bedeuten würde.

Die Aufträge für langlebige Güter waren zwar im März deutlich stärker als erwartet gestiegen, allerdings waren die Order für Investitionsgüter zurückgegangen. Dass die Bestellungen für langlebige Güte zugelegt hätten, sei nur dem starken Auftragsanstieg bei den Transportgütern zu verdanken gewesen, kommentierte Adam Collins vom Analysehaus Capital Econimics und nannte die Daten daher insgesamt schwach.

Beeindruckende Kursgewinne verbuchten an diesem Tag zahlreiche Technologieaktien nach der Vorlage ihrer Quartalsbilanzen. So waren die Microsoft-Papiere zweitstärkster Wert im Nasdaq-Auswahlindex und setzte sich mit einem Plus von knapp 8 Prozent an die Spitze im Dow. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn waren besser als am Markt erwartet ausgefallen. Positiv kam vor allem die gute Entwicklung im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft bei den Anlegern an.

Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon hatte erstmals Zahlen für seine Cloud-Dienste veröffentlicht. Diese enthüllten ein profitables Milliarden-Geschäft und katapultierten die Amazon-Titel mit einem Plus von etwas mehr als 14 Prozent an die Nasdaq-Spitze.

Das Werbegeschäft von Google hatte dem Internet-Konzern ein kräftiges Umsatzplus eingebarcht und trieb dessen Aktien um rund 3 Prozent nach oben. Besser als erwartet fielen zudem die Umsätze des Netzwerkspezialisten Juniper Networks aus. Die Aktien stiegen bei 26,27 US-Dollar zeitweise auf den höchsten Stand seit einem Jahr und legten zuletzt immerhin noch um 8,5 Prozent auf 26,03 Dollar zu.

Nach all diesen starken Bilanzen aus dem Techbereich wird nun mit Spannung auf den Quartalsbericht von Apple gewartet. Der iPhone-Hersteller wird seine Zahlen am Montag nach Börsenschluss vorlegen. Die Anteilsscheine gaben derweil um knapp ein halbes Prozent nach.

Die Aktien von Biogen waren nach Zahlen das Schlusslicht im Nasdaq und verloren knapp 6 Prozent. Zwar waren die Einnahmen im ersten Quartal um ein Fünftel nach oben geklettert, Analysten hatten sich aber mehr erhofft. Der Kassenschlager des Unternehmens, das Multiple-Sklerose-Mittel Tecfidera, hatte zu Jahresbeginn nicht mehr ganz so viel eingebracht wie zuletzt: Im Vergleich zum Vorquartal waren die Erlöse um zehn Prozent gesunken, unter anderem weil Biogen höhere Rabatte einräumen musste./mzs/ck/he

24.04.2015

Aktien New York: Tech-Firmen treiben Nasdaq auf 15-Jahreshoch - Dow unbewegt

NEW YORK (dpa-AFX) - In den USA haben Microsoft, Amazon und auch Juniper Networks am Freitag für ausgezeichnete Stimmung an der Technologie-Börse gesorgt. Nasdaq 100 und der Nasdaq Composite erreichten den höchsten Stand seit 15 Jahren. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial bewegte sich hingegen kaum vom Fleck und litt unter durchwachsenen Konjunkturdaten.

Im frühen Handel verlor das Börsenbarometer der Wall Street 0,01 Prozent auf 18 057,59 Punkte. Der den breiten Markt widerspiegelnde S&P-500-Index legte um 0,13 Prozent auf 2115,65 Punkte zu. An der Nasdaq gewann der Auswahlindex 100 1,06 Prozent auf 4524,92 Punkte.

Die Aufträge für langlebige Güter waren zwar im März deutlich stärker als erwartet gestiegen, allerdings waren die Aufträge für Investitionsgüter zurückgegangen. Dass die Bestellungen für langlebige Güte zugelegt hätten, sei nur dem starken Auftragsanstieg bei den Transportgütern zu verdanken gewesen, kommentierte Adam Collins vom Analysehaus Capital Econimics und nannte die Daten daher insgesamt schwach./ck/he

24.04.2015

WDH/WOCHENAUSBLICK: Berichtssaison könnte dem Dax unter die Arme greifen

(Technische Wiederholung)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem jüngst holprigen Ritt am deutschen Aktienmarkt dürfte in der neuen Woche die Quartalsberichtssaison deutscher Konzerne den Ton angeben. Ob sich der Dax auf dem aktuellen Niveau halten könne oder ein weiterer Rücksetzer vom Rekordhoch drohe, dürften auch die Unternehmensgewinne und -aussichten bestimmen, sagte Marktstrategin Sarah Brylewski vom Handelshaus Ayondo. Zudem erhoffen sich Anleger von Konjunkturdaten aus den USA Hinweise auf die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed.

Die Aussicht auf eine erste Zinserhöhung durch die Fed nach der globalen Finanzkrise sowie die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten den Kurs des Euro in den vergangenen Monaten auf Talfahrt geschickt. Das lieferte zusätzlichen Treibstoff für die Rekordjagd des Dax, der vor zwei Wochen - nach einem Plus von 26 Prozent allein im bisherigen Jahresverlauf - bei 12 390 Punkten seine jüngste Bestmarke erklommen hatte. Seither ging es um rund 5 Prozent nach unten - auch wegen Sorgen um eine drohende Staatspleite Griechenlands. Zudem fällt laut Brylewski angesichts der jüngsten Stabilisierung des Euro ein wichtiger Kurstreiber weg.

ZINSPOLITIK DER FED BLEIBT EIN TOP-THEMA

Durchwachsene Konjunkturdaten aus den USA hatten zuletzt die Hoffnungen vieler Investoren genährt, dass sich die Fed beim Abschied von ihrer Nullzinspolitik noch Zeit lassen könnte. Große Bedeutung kommt daher am Mittwoch Daten zum Wirtschaftswachstum der USA im ersten Quartal zu. Die Experten der Landesbank Helaba erwarten ein nur geringes Wachstum. Das dürfte aber auch am kalten Winter und dem Streik in den Westküsten-Häfen gelegen haben, schrieben sie in einer Studie. Deshalb rechnen sie im weiteren Jahresverlauf mit einer Gegenbewegung. Entsprechend viel Interpretationsspielraum werden die Daten den Anlegern wohl eröffnen.

Als im Grunde ausgeschlossen gilt, dass die Fed den Zins auf ihrer geldpolitischen Sitzung in der neuen Woche anrühren wird. Die Leitzinsen sollten unverändert bleiben und die Aussagen zur Entscheidung dürften keine konkreten Hinweise auf den möglichen Zeitpunkt einer Zinserhöhung liefern, schrieben die Analysten der Postbank. Am Freitag, dem 1. Mai, steht dann in den USA mit dem ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe noch ein wichtiger Konjunkturindikator auf der Agenda. Wegen der feiertagsbedingten Pause können die Anleger hierzulande aber erst in der folgenden Woche darauf reagieren.

NEUE STRATEGIE DER DEUTSCHEN BANK

Auf Unternehmensseite ist der Kalender ab Dienstag prall gefüllt. Dann berichtet der Autobauer Daimler über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal. Analyst Tim Rokossa von der Deutschen Bank rechnet mit starken Resultaten und einem weiterhin optimistischen Jahresausblick des Managements. Zur Wochenmitte öffnen Daimler-Konkurrent Volkswagen (VW) , die Deutsche Börse und die Deutsche Bank ihre Bücher.

Die Aktionäre der Deutschen Bank interessieren sich allerdings viel mehr für die mit Spannung erwartete neue Strategie des Finanzkonzerns. Bereits am Freitag, dem 24. April, dürfte aller Voraussicht nach in einer Sondersitzung des Aufsichtsrates die Entscheidung fallen. Die Bank will schrumpfen, um den immer strengeren Kapitalanforderungen der Aufseher weltweit gerecht zu werden. So sollen die Gewinne wieder dauerhaft gesteigert werden. Im Gespräch soll dabei die Aufspaltung in eine Unternehmer- und eine Privatkundenbank oder die Abtrennung der Postbank sein.

UNTERNEHMEN MÜSSEN LIEFERN

Am Donnerstag geht der Zahlenreigen der Dax-Konzerne dann mit dem Dialysespezialisten FMC , dem Medizinkonzern Fresenius und dem Chemiekonzern BASF weiter. Anleger erwarten von diesen Unternehmen ebenso wie vom Gase-Produzenten Linde sowie dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer einiges.

Fallen die Geschäftszahlen gut aus, dürfte aus dem jüngsten Rückschlag des Dax kaum etwas Größeres werden, sagt Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Angesichts des Niedrigzinsumfeldes fehlten schlicht attraktive Anlagealternativen. Zwar bleibe die Entwicklung im Schuldendrama um Griechenland ein Risiko, doch sei das Drohpotenzial vorerst begrenzt. Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, geht davon aus, dass sich der griechische Staat bis Juni finanziell über Wasser halten

kann./mis/gl/he

--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

24.04.2015

WOCHENAUSBLICK: Berichtssaison könnte dem Dax unter die Arme greifen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem jüngst holprigen Ritt am deutschen Aktienmarkt dürfte in der neuen Woche die Quartalsberichtssaison deutscher Konzerne den Ton angeben. Ob sich der Dax auf dem aktuellen Niveau halten könne oder ein weiterer Rücksetzer vom Rekordhoch drohe, dürften auch die Unternehmensgewinne und -aussichten bestimmen, sagte Marktstrategin Sarah Brylewski vom Handelshaus Ayondo. Zudem erhoffen sich Anleger von Konjunkturdaten aus den USA Hinweise auf die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed.

Die Aussicht auf eine erste Zinserhöhung durch die Fed nach der globalen Finanzkrise sowie die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten den Kurs des Euro in den vergangenen Monaten auf Talfahrt geschickt. Das lieferte zusätzlichen Treibstoff für die Rekordjagd des Dax, der vor zwei Wochen - nach einem Plus von 26 Prozent allein im bisherigen Jahresverlauf - bei 12 390 Punkten seine jüngste Bestmarke erklommen hatte. Seither ging es um rund 5 Prozent nach unten - auch wegen Sorgen um eine drohende Staatspleite Griechenlands. Zudem fällt laut Brylewski angesichts der jüngsten Stabilisierung des Euro ein wichtiger Kurstreiber weg.

ZINSPOLITIK DER FED BLEIBT EIN TOP-THEMA

Durchwachsene Konjunkturdaten aus den USA hatten zuletzt die Hoffnungen vieler Investoren genährt, dass sich die Fed beim Abschied von ihrer Nullzinspolitik noch Zeit lassen könnte. Große Bedeutung kommt daher am Mittwoch Daten zum Wirtschaftswachstum der USA im ersten Quartal zu. Die Experten der Landesbank Helaba erwarten ein nur geringes Wachstum. Das dürfte aber auch am kalten Winter und dem Streik in den Westküsten-Häfen gelegen haben, schrieben sie in einer Studie. Deshalb rechnen sie im weiteren Jahresverlauf mit einer Gegenbewegung. Entsprechend viel Interpretationsspielraum werden die Daten den Anlegern wohl eröffnen.

Als im Grunde ausgeschlossen gilt, dass die Fed den Zins auf ihrer geldpolitischen Sitzung in der neuen Woche anrühren wird. Die Leitzinsen sollten unverändert bleiben und die Aussagen zur Entscheidung dürften keine konkreten Hinweise auf den möglichen Zeitpunkt einer Zinserhöhung liefern, schrieben die Analysten der Postbank. Am Freitag, dem 1. Mai, steht dann in den USA mit dem ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe noch ein wichtiger Konjunkturindikator auf der Agenda. Wegen der feiertagsbedingten Pause können die Anleger hierzulande aber erst in der folgenden Woche darauf reagieren.

NEUE STRATEGIE DER DEUTSCHEN BANK

Auf Unternehmensseite ist der Kalender ab Dienstag prall gefüllt. Dann berichtet der Autobauer Daimler über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal. Analyst Tim Rokossa von der Deutschen Bank rechnet mit starken Resultaten und einem weiterhin optimistischen Jahresausblick des Managements. Zur Wochenmitte öffnen Daimler-Konkurrent Volkswagen (VW) , die Deutsche Börse und die Deutsche Bank ihre Bücher.

Die Aktionäre der Deutschen Bank interessieren sich allerdings viel mehr für die mit Spannung erwartete neue Strategie des Finanzkonzerns. Bereits am Freitag, dem 24. April, dürfte aller Voraussicht nach in einer Sondersitzung des Aufsichtsrates die Entscheidung fallen. Die Bank will schrumpfen, um den immer strengeren Kapitalanforderungen der Aufseher weltweit gerecht zu werden. So sollen die Gewinne wieder dauerhaft gesteigert werden. Im Gespräch soll dabei die Aufspaltung in eine Unternehmer- und eine Privatkundenbank oder die Abtrennung der Postbank sein.

UNTERNEHMEN MÜSSEN LIEFERN

Am Donnerstag geht der Zahlenreigen der Dax-Konzerne dann mit dem Dialysespezialisten FMC , dem Medizinkonzern Fresenius und dem Chemiekonzern BASF weiter. Anleger erwarten von diesen Unternehmen ebenso wie vom Gase-Produzenten Linde sowie dem Pharma- und Chemiekonzern Bayer einiges.

Fallen die Geschäftszahlen gut aus, dürfte aus dem jüngsten Rückschlag des Dax kaum etwas Größeres werden, sagt Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Angesichts des Niedrigzinsumfeldes fehlten schlicht attraktive Anlagealternativen. Zwar bleibe die Entwicklung im Schuldendrama um Griechenland ein Risiko, doch sei das Drohpotenzial vorerst begrenzt. Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, geht davon aus, dass sich der griechische Staat bis Juni finanziell über Wasser halten

kann./mis/gl/he

--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

26.04.2015

Tsipras und Merkel telefonieren wegen Schuldenkrise

ATHEN (dpa-AFX) - Im Ringen um eine Lösung für das pleitebedrohte Griechenland haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der linke Regierungschef Alexis Tsipras am Sonntag miteinander telefoniert. Wie aus Kreisen von Tsipras' Büro verlautete, sei das Klima "positiv" gewesen. Tsipras habe auch mit Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem gesprochen. Die Gespräche Athens mit den Geldgebern sollen an diesem Montag fortgesetzt werden. Griechenland kann nur nach einer Einigung auf ein umfangreiches Reformpaket auf bislang blockierte Hilfen von 7,2 Milliarden Euro hoffen. Die Eurogruppe will bei ihrem nächsten Treffen am 11. Mai darüber beraten.

Angesichts der dramatisch zugespitzten Finanzlage in Griechenland sind aber Gedankenspiele über einen "Plan B", der auch einen Euro-Austritt ("Grexit") umfassen könnte, nicht mehr tabu. Die europäischen Minister diskutierten jedoch nicht bei ihrem am Samstag in der lettischen Hauptstadt beendeten Treffen über Alternativszenarien./tt/DP/fbr

26.04.2015

Arbeitgeber: Schwarz-rote Arbeitsschutz-Pläne gefährden Werkhallen

BERLIN (dpa-AFX) - Viele Werkhallen in Deutschland sind laut Industrie in ihrem Bestand gefährdet, weil die Regierungskoalition Fenster oder Oberlichter als Pflicht vorschreiben will. Um solche Regelungen geht es in einer geplanten "Verordnung zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen", die an diesem Sonntagabend bei einem Koalitionsgipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) thematisiert werden soll.

In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag, warnt der Arbeitgeberverband Gesamtmetall, eine vorgesehene Übergangsfrist für bauliche Anpassungen sei mit fünf Jahren sehr kurz bemessen. "Nach Ablauf dieser Frist dürften Betriebe, die den neuen Anforderungen nicht entsprechen, nicht mehr betrieben werden."

Die umstrittene Verordnung soll den Schutz von Arbeitnehmern an ihren Arbeitsplätzen in verschiedener Hinsicht erhöhen. Nach Protesten des Arbeitgeberverbands BDA hatte das Bundeskanzleramt einen Entwurf aus dem Bundesarbeitsministerium vorerst auf Eis gelegt, obwohl der Bundesrat bereits grundsätzlich grünes Licht gegeben hatte. Nun soll bei Merkel voraussichtlich entschieden werden, wie es damit weitergeht. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ist ohnehin bei dem Spitzentreffen anwesend, weil sie einen Sachstandsbericht über den Mindestlohn geben soll.

Gesamtmetall weist darauf hin, dass nach dem Willen des Nahles-Ressorts künftig alle Arbeitsräume und Werkshallen eine Sichtverbindung nach außen haben müssten. "Faktisch ist jede Produktions-, Lager- oder Werkshalle durch den weiten Anwendungsbereich der Neuregelung erfasst." Das solle auch für bereits errichtete Betriebe gelten. Allerdings heißt es in anderen Branchenkreisen auch, dass die strengen Regelungen in dieser Form voraussichtlich gar nicht kommen würden.

Als Beispiel nennt Gesamtmetall einige Werkhallen, die bedroht wären. Das betrifft etwa einen Hersteller von Gussprodukten mit 117 Mitarbeitern, eine Firma für Verzinkungen mit 79 Mitarbeitern, einen Sondermaschinen-Hersteller mit 220 Mitarbeitern, einen Maschinenbauer mit 750 Mitarbeitern, aber auch Betriebe der Großindustrie.

Der Hauptgeschäftsführer Gesamtmetall, Oliver Zander, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Arbeitsstättenverordnung darf den Koalitionsausschuss nicht unverändert verlassen." Nötig sei zumindest ein Bestandsschutz für bestehende und bereits geplante Anlagen. "Andernfalls gefährdet die Verordnung sehenden Auges die wirtschaftliche Existenz von klein- und mittelständischen Unternehmen."/bw/DP/fbr

26.04.2015

Europa nimmt Steuerschlupflöcher für Konzerne ins Visier

RIGA (dpa-AFX) - Die Europäer wollen Konzernen das Ausnutzen von Steuerschlupflöchern erschweren. Die 28 Finanzminister der Europäischen Union gaben am Samstag in Riga grundsätzlich grünes Licht für mehr Transparenz bei Steuerabsprachen einzelner Mitgliedstaaten mit Konzernen - den umstrittenen Tax Rulings. Damit können Großkonzerne ihre Steuerlast drücken - zulasten anderer Staaten. Die neuen Regeln sollen vom kommenden Jahr an gelten und unfaire Praktiken einschränken.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sprach sich dafür aus, möglichst rasch für mehr Transparenz zu sorgen. "Das muss jetzt gemacht werden." Dies sei auch kurzfristig möglich, notfalls zunächst über bilaterale Vereinbarungen. "Die Dinge, die jetzt dringend gemacht werden müssen und gemacht werden können, sollen jetzt gemacht werden." Darüber herrsche Einigkeit.

Um den Missbrauch von Patent- und Lizenzgebühren für Unternehmen einzudämmen, reichen aus Sicht Schäubles allgemeine Erklärungen nicht aus. "Wir müssen es konkret machen. Das wird noch ein paar Debatten brauchen", sagte er. "Wir sind dafür, dass man das nicht auf eine Missbrauchsklausel beschränken sollte."

Der automatische Informationsaustausch unter den EU-Ländern soll verhindern, dass internationale Konzerne ihre Gewinne über Grenzen hinweg verlagern und damit Steuern sparen. Dadurch entgehen den Staatskassen in der EU laut EU-Kommission jedes Jahr Milliarden. Die EU-Steuerpolitik ist ein Minenfeld, da einzelne Staaten Beschlüsse blockieren können.

Schäubles österreichischer Amtskollege Hans Jörg Schelling sagte: "Die Kommission interessiert vor allem, ob es sich bei diesen Vereinbarungen um ungerechtfertigte (Staats-)Beihilfen handelt." Sollte das der Fall sein, müsst diese Subventionen zurückbezahlt werden. "Das kann dann für die einzelnen Länder dann ganz schön teuer werden."

Die Kommission war aktiv geworden, nachdem im vergangenen Jahr bekanntgeworden war, dass Luxemburg Konzerne mit verbindlichen Steuerzusagen ins Land gelockt und ihnen Steuern erspart hatte. Die sogenannte "Luxleaks"-Affäre setzte auch den aus Luxemburg stammenden EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker unter Druck. Auch die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) loten einen globalen umfangreichen Aktionsplan aus.

Nach dem Willen von EU-Steuerkommissar Pierre Moscovici sollen die EU-Staaten noch weiter gehen. Er werde einen veränderten Vorschlag für eine gemeinsame EU-Bemessungsgrundlage für Unternehmensteuern machen - darüber wird schon seit Jahren gestritten. Im Kern geht darum, dass Gewinne dort besteuert werden sollen, wo sie anfallen.

EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill drückt bei der geplanten Kapitalmarktunion aufs Tempo. "Es ist extrem wichtig und sehr dringend, damit zu starten", sagte der Brite. Die EU will Unternehmen so neue Geldquellen erschließen und Investitionen sowie Wachstum ankurbeln. Er werde im Sommer einen detaillierten Aktionsplan vorlegen, sagte Hill.

Die Finanzierung für Unternehmen und der Zugang auch kleiner Firmen zu Börsen sollen erleichtert sowie ein einheitlicher Markt für den Kapitalverkehr geschaffen werden. Hintergrund ist die schwache Kreditvergabe vor allem in Südeuropa.

Aus Sicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sollte vor allem die Aufnahme von Eigenkapital gestärkt werden. Die Krisenanfälligkeit einzelner Staaten werde so gemindert. Die Kapitalmarktunion habe großes Potenzial, das sich aber erst langfristig entfalte. Sie sei keine kurzfristige Antwort auf die aktuellen Probleme, sagte Weidmann./sl/awe/cb/DP/fbr

26.04.2015

GESAMT-ROUNDUP: Mehr Tempo bei Griechenland-Verhandlungen - Kompromiss im Mai?

RIGA (dpa-AFX) - Nach Streit, Blockaden und Drohungen werden die Verhandlungen über ein griechisches Reformpaket beschleunigt. "Es wird eine Abmachung in den nächsten Wochen geben", sagte der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling nach Beratungen in Riga. Angesichts der dramatisch zugespitzten Finanzlage in Griechenland sind aber Gedankenspiele über einen "Plan B", der auch einen Euro-Austritt ("Grexit") umfassen könnte, nicht mehr tabu. Die europäischen Minister diskutierten jedoch nicht bei ihrem am Samstag in der lettischen Hauptstadt beendeten Treffen über Alternativszenarien.

Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollte ein umfassendes Reformpaket Griechenlands bereits Ende April vereinbart sein. Die Europartner lassen diese Frist verstreichen und setzten darauf, nun spätestens bis Ende Juni einen Kompromiss zu finden.

Am 30. Juni läuft das schon zwei Mal verlängerte Hilfsprogramm aus - 7,2 Milliarden Euro blockierte Hilfen stehen für Athen noch bereit. Am 11. Mai werden die Euro-Finanzminister wieder über die griechische Schuldenkrise beraten. Ein Sondertreffen ist bisher nicht geplant.

Mehrere Ressortchefs wiesen Spekulationen über einen möglichen "Plan B" für einen Zahlungsausfall und eine Aufgabe des Euro in Griechenland zurück. Der Österreicher Schelling sagte: "Da ist überhaupt nichts dran. Der Plan B wurde nicht diskutiert."

Ein Austrittszenario wurde laut Verhandlungskreisen von einem kleineren Land am Freitag in der Euro-Runde ins Spiel gebracht. Das habe der griechische Ressortchef Gianis Varoufakis empört zurückgewiesen. Der Grieche war in der turbulenten Sitzung erheblich unter Druck geraten.

Die Griechen selbst wünschen sich einen Verbleib im Euroland. Nach einer repräsentativen Umfrage der Athener Zeitung "To Vima" sprechen sich 72,9 Prozent der Griechen dafür aus.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte sich in der Plan-B-Debatte zurückhaltend: "Die Frage einem verantwortlichen Politiker zu stellen, bringt ein unlösbares Dilemma mit sich." Natürlich werde alles getan, um eine Zahlungsunfähigkeit Athens zu vermeiden. "Aber die Frage, ob alles, was wir tun können, die Wirkung hat, die wir alle wünschen, ist damit nicht beantwortet." Dies liege in der Verantwortung Griechenlands.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in der zurückliegenden Woche am Rande des Brüsseler Sondergipfels mit Blick auf einen möglichen Zahlungsausfall gesagt: "Es muss alles unternommen werden, um das zu verhindern."

Kapitalverkehrskontrollen etwa könnten nur durch die jeweilige Regierung eingeführt werden, sagte Schäuble auch mit Blick auf den anhaltenden Geldabfluss aus Griechenland. Zypern habe sie in der Krise eingeführt und inzwischen wieder komplett abgeschafft.

"Natürlich reicht die Phantasie aus, sich vorzustellen, was alles Mögliche passiert", sagte Schäuble weiter. Bisher gebe es nicht genug Fortschritte in den Verhandlungen Athens mit der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB), kritisierte der Berliner Minister.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagte: "Es ist klar: die Zeit wird knapp". Die Lösung könne nicht von den Notenbanken kommen. Diese hätten limitierte Aufgaben und ein klar begrenztes Mandat.

Laut Sloweniens Ressortchef Mramor Dusan muss man sich auch mit dem Fall beschäftigen, dass keine rechtzeitige Einigung auf ein Reformpaket oder ein neues Hilfsprogramm gelingen. Er brachte dabei ein Ausscheiden aus der Eurozone aber nicht direkt ins Gespräch. "Plan B kann alles sein." Die "Financial Times" hatte zuvor berichtet, Dusan habe in der Eurogruppe vorschlagen, sich mit einem "Plan B" auf einen Zahlungsausfall Griechenlands vorzubereiten, sollten die Verhandlungen nicht schneller vorankommen.

Das Parlament in Athen billigte am späten Freitagabend einen bereits vergangenen Montag ausgegebenen Erlass, wonach alle staatlichen Institutionen und öffentlich-rechtlichen Betriebe gezwungen sind, ihre Geldeinlagen an die griechische Zentralbank (Bank of Greece) zu überweisen. Die Notenbank werde dafür sogenannte "Repos-Papiere" (Rückkaufvereinbarungen) mit einer kurzen Laufzeit mit einem Zinssatz von 2,5 Prozent ausgeben./awe/sl/cb/DP/fbr

26.04.2015

Griechische Presse: Kapitalverkehrskontrollen möglich

ATHEN (dpa-AFX) - Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) den Geldhahn für Griechenlands Banken zudrehen, könnten auf die Griechen nach Informationen der heimischen Presse Kapitalverkehrskontrollen zukommen. Dies berichteten am Sonntag mehrere griechische Zeitungen. Die Geldeinlagen der Griechen seien um die 130 Milliarden Euro gefallen. Wöchentlich flössen rund 700 Millionen Euro aus dem Bankensystem ab, berichtete die Traditionszeitung "Kathimerini" unter Berufung auf Bankenkreise.

Auch in der "Avgi", dem Parteiblatt der linken Regierung in Athen, schloss der stellvertretende Regierungschef Giannis Dragasakis "Maßnahmen" (Kapitalverkehrskontrollen - ohne das Wort zu nennen) nicht aus, wegen des Problems mit der Liquidität.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte am Freitag nach einem Treffen der Euro-Finanzminister in der lettischen Hauptstadt Riga die Lage der griechischen Banken als labil bezeichnet.

Bislang hat nur ein Euro-Land, Zypern, im März 2013 Kapitalverkehrskontrollen verhängt, um seine Bankenkrise zu überwinden. Damals waren für mehrere Tage alle Internet-Transaktionen gestoppt worden und die Banken blieben für mehrere Tage geschlossen. Die Bürger konnten höchstens 190 Euro pro Tag aus ihren Konten an den Geldautomaten nehmen. Vor rund zwei Wochen konnte Zypern alle Einschränkungen aufheben. Das Rettungsprogramm ist auf der Mittelmeerinsel auf Kurs./tt/DP/fbr

26.04.2015

ROUNDUP/Presse: Gerüchte über baldigen Rauswurf von Varoufakis

ATHEN (dpa-AFX) - In Athen verdichten sich nach Informationen der heimischen Presse Gerüchte, dass der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis bald ersetzt werden könnte. Varoufakis habe "jede Glaubwürdigkeit verloren", berichtete am Sonntag die Athener Wochenzeitung "To Vima". Während der Tagung der Eurogruppe am Freitag in Riga sei festgestellt worden, dass Varoufakis einmal mehr "unvorbereitet" vor seinen Kollegen erschienen und damit völlig isoliert sei. "Wir wissen nicht, ob der Ministerpräsident (Alexis Tsipras) ihn "opfern" wird", in der Hoffung das Land zu retten, hieß es in einem Kommentar der "To Vima". Die Frage laute eigentlich, ob Tsipras selbst begreife, wie ernst die Situation im Land ist.

Varoufakis reagierte am Sonntag mit einem Statement im Kurznachrichtendienst Twitter . Darin benutzte er einen Ausdruck des ehemaligen US-amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt vom Jahr 1936, "sie sind alle (seine Gegner) einstimmig in ihrem Haß gegen mich und ich heisse ihren Haß willkommen", meinte Varoufakis. Zuvor waren in der Presse Informationen an die Presse durchgesickert, wonach Varoufakis Kollegen in der Eurogruppe ihn als "Amateur" und "Zocker" beschimpft hätten./tt/DP/fbr

26.04.2015

Grüne: Mindestlohn nicht 'zerschießen'

BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen haben die große Koalition davor gewarnt, den Mindestlohn aufzuweichen. "Es ist doch absurd, dass kaum ein halbes Jahr nach Einführung des Mindestlohns ein relevanter Teil der Union das Rad wieder zurückdrehen will", sagte Fraktionschef Anton Hofreiter am Sonntag in Berlin mit Blick auf den Koalitionsgipfel am Abend. "Die große Koalition darf den Mindestlohn nicht durch weitere Ausnahmen zerschießen." Die Union will die Schwelle für Arbeitgeber bei der Dokumentation von Beginn, Dauer und Ende der Arbeitszeit senken. Die SPD ist dagegen.

Scharf kritisierte Hofreiter den Widerstand von Union, Gewerkschaften und Unternehmen gegen eine Abgabe für über 20 Jahre alte Kohlekraftwerke. "Kaum will Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel endlich damit beginnen, die schlimmsten Kohle-Schmutzschleudern aus dem Verkehr zu ziehen, macht die Union dagegen mobil", kritisierte er. Bei einem Scheitern der Pläne und Verfehlen der Klimaschutzziele würde sich Deutschland in diesem entscheidenden Jahr mit G7-Gipfel und der Pariser Klimakonferenz blamieren. Es sei unverantwortlich, dass Kanzlerin Angela Merkel sich "mit einer abwartenden Haltung im Seitenaus begnügt", so Hofreiter./ir/DP/fbr

26.04.2015

ROUNDUP/Athens Presse: 'In die Ecke gedrängt'

ATHEN (dpa-AFX) - Fast die gesamte griechische Presse hat sich am Wochenende mit dem abermals gescheiterten Versuch, Fortschritte im Schuldenstreit mit der Eurogruppe zu finden.

"Stunde Null für Herrn Tsipras", titelt die Traditionszeitung der politischen Mitte "To Vima" am Sonntag. Sollte es keine Einigung geben, würde die Folgen "katastrophal" sein. Premier Tsipras müsse jetzt handeln.

Das konservative Traditionsblatt "Kathimerini" berichtet, die US-amerikanische Notenbank halte in einem Bericht - der der Zeitung vorliegt - einen Austritt Griechenlands aus dem Euroland für möglich.

Auch in der "Avgi", dem Parteiblatt der linken Regierung, schließt der stellvertretende Regierungschef Giannis Dragasakis "Maßnahmen" (Kapitalverkehrskontrollen - ohne das Wort zu nennen) nicht aus, wegen des Problems mit der Liquidität. Nach Berichten der griechischen Wirtschaftspresse waren die Geldeinlagen nach ihrer regelrechten Plünderung durch die Bürger und Unternehmen vergangene Woche auf knapp unter 130 Milliarden gefallen.

Das Boulevardblatt "Ethnos" meint: Griechenland bewege sich nunmehr "auf einem Minenfeld - Die Zeit läuft ab".

Die Boulevard-Sonntagszeitung "Real News" berichtet, Griechenland habe noch eine letzte Chance. Käme es nicht bald zu einer Einigung mit den Geldgebern soll Griechenland die Tür (zum Ausgang aus dem Euroland) gezeigt werden.

"Kathimerini" hatte am Samstag getitelt: "Alleine gegen alle in der Eurogruppe". Das Blatt hebt hervor, dass Finanzminister Gianis Varoufakis von allen Kollegen in der Eurogruppe scharf und in einigen Fälle auch beschimpfend kritisiert worden sei.

Das linke Blatt "Efimerida ton Syntakton" schrieb, das Land werde sich weiterhin bis zum 11. Mai weiter so in der Dunkelheit bewegen. "In die Ecke gedrängt", titelte die Zeitung.

Die Zeitung "Agora" berichtete, die EU-Kommission bereite bereits Pläne über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone vor. Die Wirtschaftszeitung "Imerisia" berichtet von Gedanken und Ideen unter den Geldgebern über einen "Sudden Death" (Plötzlicher Tod) nach dem Muster der inzwischen wieder abgeschafften Fußballregel, nach der ein Tor in der Verlängerung das Spiel sofort beendet./tt/DP/fbr

26.04.2015

Athens Presse: 'In die Ecke gedrängt'

ATHEN (dpa-AFX) - Fast die gesamte griechische Presse beschäftigt sich am Samstag mit dem abermals gescheiterten Versuch, Fortschritte im Schuldenstreit mit der Eurogruppe zu finden.

"Der schwebende Schritt Griechenlands", titelt das Boulevardblatt Ethnos. Man schwanke zwischen einem Bruch und einem Abkommen in letzter Minute.

Das konservative Traditionsblatt "Kathimerini" titelt: "Alleine gegen alle in der Eurogruppe". Das Blatt hebt hervor, dass Finanzminister Gianis Varoufakis von allen Kollegen in der Eurogruppe scharf und in einigen Fälle auch beschimpfend kritisiert worden sei.

Das linke Blatt "Efimerida ton Syntakton" schreibt, das Land werde sich weiterhin bis zum 11. Mai weiter so in der Dunkelheit bewegen. "In die Ecke gedrängt", titelt die Zeitung.

Die Zeitung "Agora" berichtet, die EU-Kommission bereite bereits Pläne über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone vor. Die Wirtschaftszeitung "Imerisia" berichtet von Gedanken und Ideen unter den Geldgebern über einen "Sudden Death" (Plötzlicher Tod) nach dem Muster der inzwischen wieder abgeschafften Fußballregel, nach der ein Tor in der Verlängerung das Spiel sofort beendet./tt/DP/fbr

26.04.2015

Presse: Gerüchte über baldigen Rauswurf von Varoufakis

ATHEN (dpa-AFX) - In Athen verdichten sich nach Informationen der heimischen Presse Gerüchte, dass Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis bald ersetzt werden könnte. Varoufakis habe "jede Glaubwürdigkeit verloren", Dies berichtete am Sonntag die Athener Wochenzeitung "To Vima". Während der Tagung der Eurogruppe am Freitag in Riga sei festgestellt worden, dass Varoufakis einmal mehr "unvorbereitet" vor seinen Kollegen erschienen und völlig isoliert sei. "Wir wissen nicht, ob der Ministerpräsident (Alexis Tsipras) ihn "opfern" wird", in der Hoffung das Land zu retten, hieß es in einem Kommentar der "To Vima". Die Frage laute eigentlich, ob Tsipras selbst begreife, wie ernst die Situation im Land ist./tt/DP/fbr

24.04.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Cloud-Geschäft bei Microsoft sorgt bei Anlegern für Euphorie

(neu: Schlusskurse)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die herben Enttäuschungen der Microsoft-Anleger im zweiten Geschäftsquartal sind vergessen: Mit seinem starken Cloud-Geschäft im dritten Quartal sorgte der weltgrößte Software-Konzern am Freitag regelrecht für Euphorie. Die Aktien legten so kräftig zu wie seit Jahren nicht mehr und erreichten zeitweise bei 48,14 US-Dollar den höchsten Stand seit Dezember 2014.

Mit einem satten Plus von 10,45 Prozent auf 47,87 Dollar beendeten sie mit weitem Abstand als Spitzenreiter im Leitindex Dow den Handel. Dieser legte zugleich um moderate 0,12 Prozent zu. Im Nasdaq-100-Index nahmen sie den zweiten Platz hinter Amazon ein.

ANALYST: ZAHLEN 'WEIT ÜBER DEN ERWARTUNGEN'

"Weit über den Erwartungen" seien die Zahlen ausgefallen, lobte Analyst Brent Thill von der UBS. "Das bestätigt unsere Sicht, dass Microsoft im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung nicht zu 100 Prozent am PC-Markt hängt." Die Margen hätten sich verbessert und Potenzial für weitere Steigerungen. Zudem habe der sich im Umbau befindende Konzern mit Blick auf seine großen Wettbewerber die Nase vorn beim Übergang zum Cloud-Geschäft, schrieb er und hob das Kursziel der Aktie von 49 auf 50 Dollar an. Sein Anlageurteil bekräftigte er mit "Buy".

Auch Analyst Mark Moerdler von Bernstein Research hob sein Kursziel für die Microsoft-Aktie an. Statt bei 55 Dollar liegt es nun bei 56 Dollar. "Wir glauben, der Wert von Microsoft wird inzwischen vom kontinuierlichen rapiden Wachstum der kommerziellen Cloud und Abonnenten-Einnahmen getrieben, und nichts davon zeigt irgendwelche Anzeichen einer Verlangsamung."/ck/he

24.04.2015

AKTIE IM FOKUS: Cloud-Geschäft bei Microsoft sorgt bei Anlegern für Euophorie

NEW YORK (dpa-AFX) - Die herben Enttäuschungen der Microsoft-Anleger im zweiten Geschäftsquartal sind vergessen: Mit seinem starken Cloud-Geschäft im dritten Quartal sorgte der weltgrößte Software-Konzern am Freitag regelrecht für Euphorie. Die Aktien legten so kräftig zu wie seit langem nicht mehr und erreichten bei 47,78 US-Dollar den höchsten Stand seit Januar 2015.

Rund zwei Stunden vor Handelsschluss waren die Microsoft-Aktien mit plus 9,48 Prozent auf 47,45 Dollar mit weitem Abstand Spitzenreiter im moderat freundlichen Leitindex Dow . Im über ein Prozent steigenden Nasdaq-100-Index nahmen sie den zweiten Platz hinter Amazon ein.

ANALYST: ZAHLEN 'WEIT ÜBER DEN ERWARTUNGEN'

"Weit über den Erwartungen" seien die Zahlen ausgefallen, lobte Analyst Brent Thill von der UBS. "Das bestätigt unsere Sicht, dass Microsoft im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung nicht zu 100 Prozent am PC-Markt hängt." Die Margen hätten sich verbessert und Potenzial für weitere Steigerungen. Zudem habe der sich im Umbau befindende Konzern mit Blick auf seine großen Wettbewerber die Nase vorn beim Übergang zum Cloud-Geschäft, schrieb er und hob das Kursziel der Aktie von 49 auf 50 Dollar an. Sein Anlageurteil bekräftigte er mit "Buy".

Auch Analyst Mark Moerdler von Bernstein Research hob sein Kursziel für die Microsoft-Aktie an. Statt bei 55 Dollar liegt es nun bei 56 Dollar. "Wir glauben, der Wert von Microsoft wird inzwischen vom kontinuierlichen rapiden Wachstum der kommerziellen Cloud und Abonnenten-Einnahmen getrieben, und nichts davon zeigt irgendwelche Anzeichen einer Verlangsamung."/ck/he

24.04.2015

EUROSTOXX-FLASH: Gewinne größtenteils abgegeben - US-Start und Griechenland

PARIS (dpa-AFX) - Die wichtigsten Börsen Europas haben am Freitag im Handelsverlauf ihre Gewinne weitgehend abgegeben. Klar positive Impulse von den US-Börsen blieben am Nachmittag aus und zudem nahmen die Sorgen um Griechenland wieder etwas zu. Der EuroStoxx-50-Index fiel zeitweise ins Minus und legte zuletzt um 0,29 Prozent auf 3708,63 Punkte zu. Am späten Vormittag war der Leitindex der Eurozone noch um etwas mehr als ein Prozent gestiegen. Auch die Leitindizes in Paris und London verringerten ihre Gewinne.

In den USA kam der Leitindex Dow Jones Industrial im frühen Handel nicht vom Fleck. Er verharrte nach enttäuschenden Daten zum Auftragseingang von Investitionsgütern im März auf Vortagesniveau. Im griechischen Schuldendrama ziehen sich die Verhandlungen über die Finanzhilfen weiter in die Länge. Zwar sicherte EZB-Präsident Mario Draghi den griechischen Banken Notkredite zu, solange die Geldhäuser solvent seien und über ausreichend Sicherheiten verfügten, allerdings werde sorgfältig darauf geachtet, wie mit den Sicherheiten künftig verfahren werden solle./ck/he

24.04.2015

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Renault auf 92 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Renault nach Umsatzzahlen zum ersten Quartal von 75 auf 92 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Autobauer habe eine starke Erlösentwicklung präsentiert, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer Studie vom Freitag. Renault verfüge über Margensteigerungspotenzial, was im derzeitigen Kursniveau aber eingepreist sei./edh/ag

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24.04.2015

ANALYSE-FLASH: Equinet hebt Daimler auf 'Buy' - Ziel auf 108 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat Daimler vor Zahlen von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel deutlich von 61 auf 108 Euro angehoben. Der Autobauer dürfte für das erste Quartal erneut über eine dynamische Umsatz- und Ergebnisentwicklung berichten, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Freitag. Die Aktie verdiene einen Bewertungsaufschlag./gl/ag

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24.04.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für MTU auf 92 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für MTU vor Zahlen zum ersten Quartal von 80 auf 92 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Triebwerkhersteller dürfte den bereinigten Gewinn (EPS) um 15 Prozent gesteigert haben, schrieb Analyst Devang Doshi in einer Studie vom Freitag. Wegen deutlich positiver Währungseffekte erhöhte er seine Prognosen für das bereinigte EPS der Jahre 2015 bis 2018 um 4 bis 13 Prozent. Die MTU-Aktie hält der Experte im Branchenvergleich für fair bewertet./edh/ag

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24.04.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für Aurubis auf 63 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Aurubis vor der im Mai anstehenden Quartalsbilanz von 55 auf 63 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Kupferhersteller dürfte dank weiter anziehender Gewinntreiber über ein starkes zweites Geschäftsquartal berichten, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Freitag. Auftrieb gäben unter anderem günstige Währungseffekte und anziehende Durchschnittspreise. Positiv wirke sich zudem die neue Anlage zur Verarbeitung von Anodenschlamm aus. Schachel rechnet mit einem Vorsteuergewinn von 73 Millionen im Quartal und hob seine Jahresprognose an./tav/ag

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24.04.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für United Internet auf 55 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für United Internet von 50 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analystin Heike Pauls hob in einer Studie vom Freitag hauptsächlich wegen höherer Annahmen für das Mobilfunkgeschäft ihre Gewinnprognosen je Aktie bis 2017 um bis zu 7 Prozent an. Trotz überdurchschnittlicher Wachstumsdynamik werde die Aktie des Internetdienstleisters mit einem deutlichen Abschlag zu den heimischen Wettbewerbern gehandelt. Laut Pauls wird etwa die mittelfristig nachhaltige Entwicklung im Mobilfunkgeschäft vom Markt unterschätzt./tav/ag

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24.04.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für Deutsche Bank auf 32 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Deutsche Bank vor Zahlen von 30 auf 32 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Analyst Michael Dunst hob in einer Studie vom Freitag mit Blick auf die jüngsten Aussagen der Bank zum ersten Quartal seine Gewinnprognose je Aktie für 2015 und 2016 an. Zum Jahresauftakt erwartet Dunst einen Konzernüberschuss von 184 Millionen Euro. Die Deutsche Bank werde vermutlich einen Umstrukturierungsplan ankündigen, der in seinen Schätzungen noch nicht berücksichtigt sei./tav/ag

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24.04.2015

ANALYSE-FLASH: Lampe senkt BMW auf 'Halten' - Ziel 110 Euro

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat BMW vor Zahlen von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel auf 110 Euro belassen. Der Autobauer habe im chinesischen Absatzmarkt im ersten Quartal geschwächelt, schrieb Analyst Christian Ludwig in einer Studie vom Freitag. Der Konzernumsatz dürfte in der Periode Januar bis März um 7,6 Prozent und der Gewinn (EPS) um 13,6 Prozent gestiegen sein. Seine EPS-Prognosen für die Jahre 2015 und 2016 reduzierte der Experte leicht./edh/ag

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser