dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.05.2017

KfW: Rekord bei Finanzierungen in der Entwicklungszusammenarbeit

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die staatliche Förderbank KfW hat 2016 im Auftrag der Bundesregierung so viel Geld für die Finanzierung von Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern bereitgestellt wie nie zuvor. Insgesamt wurde der Rekordwert von rund 8,8 Milliarden Euro (2015: 7,7 Mrd) zugesagt, wie die KfW am Mittwoch in Frankfurt berichtete. "Angesichts der globalen Herausforderungen des Klimawandels und der in Deutschland und Europa spürbaren Flüchtlingskrise gewinnt die Entwicklungszusammenarbeit weiter an Bedeutung", sagte das Vorstandsmitglied der KfW-Bankengruppe, Norbert Kloppenburg, laut Mitteilung.

Die KfW Entwicklungsbank stellte im vergangenen Jahr insgesamt rund 7,29 Milliarden Euro bereit, 66 Prozent entfielen auf Klima- und Umweltschutz. Die KfW-Tochter DEG sagte für Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern rund 1,55 Milliarden Euro zu und damit 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Schwerpunkt war den Angaben zufolge erneut die Finanzierung kleinerer und mittlerer Unternehmen./mar/DP/stb

24.05.2017

Bauindustrie verzeichnet stärkstes Neugeschäft seit 22 Jahren

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Niedrigzinsen und der Immobilienboom bescheren der Bauindustrie weiter prall gefüllte Auftragsbücher. Im März wuchs das Ordervolumen im Bauhauptgewerbe gemessen am Vorjahresmonat um 13,4 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Dies sei der höchste Wert in einem März seit dem Jahr 1995 (7,5 Milliarden Euro).

Bereinigt um den Effekt von Arbeitstagen und Preisänderungen verzeichneten die in der Statistik erfassten Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten noch ein Plus von 5,6 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat Februar sank das Ordervolumen saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigt indes um 0,5 Prozent.

Grund für den Boom ist vor allem die ungebrochen hohe Nachfrage nach Immobilien. Wegen der niedrigen Zinsen sind Kredite für Häuser und Wohnungen billig geworden. Dazu kommen steigende Einkommen und die historisch günstige Lage am deutschen Arbeitsmarkt. Das Bauhauptgewerbe, das auch den Bau von Straßen und Leitungen umfasst, hatte schon 2016 das stärkste Neugeschäft seit zwei Jahrzehnten erreicht und erwartet für 2017 ein 20-Jahres-Hoch beim Umsatz./als/DP/stb

24.05.2017

Uber muss Millionen an Fahrer in New York nachzahlen

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Uber hat zweieinhalb Jahre lang den Anteil seiner New Yorker Fahrer am Fahrpreis falsch berechnet und muss jetzt Millionen nachzahlen. Der Fahrdienstvermittler holte sich seinen Anteil von rund 25 Prozent nicht wie vereinbart nach Abzug aller Steuern, sondern vom Bruttoerlös, wie das Unternehmen am späten Dienstag einräumte. Pro Fahrer werden im Schnitt 900 Dollar fällig, erklärte die für Nordamerika zuständige Managerin Rachel Holt dem "Wall Street Journal" und dem Finanzdienst Bloomberg.

Uber nennt zwar keinen Gesamtbetrag. Aber da eine Vereinigung unabhängiger Fahrer davon ausgeht, dass in New York rund 50 000 Menschen für Uber Fahrgäste befördern, könnte die Rechnung 45 Millionen Dollar erreichen. Einen ähnlichen Fehler räumte Uber kürzlich auch in Philadelphia ein und musste mehrere Millionen Dollar nachzahlen. Das Problem wurde dem Unternehmen zufolge beim Erstellen einer detaillierteren Abrechnung für Fahrer entdeckt.

Uber tappt gerade aus einer Negativ-Schlagzeile zur nächsten. Bereits im Januar sagte die Firma zu, an Fahrer 20 Millionen Dollar auszuschütten, nachdem die Handelsbehörde FTC Uber vorwarf, die Verdienstaussichten übertrieben zu haben. Nach Vorwürfen einer Software-Entwicklerin prüft das Unternehmen tiefgreifend Fälle von Diskriminierung und Sexismus. Mitgründer und Chef Travis Kalanick musste versprechen, erwachsener zu agieren, nachdem das Video seiner hitzigen Diskussion mit einem Uber-Fahrer veröffentlicht wurde./so/DP/stb

24.05.2017

Deutsche Anleihen: Wenig Bewegung zum Start

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Mittwoch mit wenig Kursbewegung in den Handel gegangen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen geringfügig auf 160,77 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag nahezu unverändert bei 0,40 Prozent. Auch an anderen Rentenmärkten Europas blieben starke Kursbewegungen zunächst aus.

Die Bonitätsabstufung Chinas durch die Ratingagentur Moody's hatte an den Anleihemärkten keine sichtbaren Auswirkungen. Im Tagesverlauf stehen vergleichbar wenige Konjunkturdaten an. Im Blick der Anleger steht das am Abend erwartete Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Die Mitschrift dürfte auf Hinweise durchsucht werden, ob die Fed für Mitte Juni ihre nächste Zinsanhebung plant./bgf/stb

24.05.2017

ROUNDUP: Gabriel sieht Durchbruch für entschärfte E-Auto-Quote in China

PEKING (dpa-AFX) - China ist nach Angaben von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel bereit, die bei deutschen Autobauern gefürchtete Produktionsquote für Elektroautos zu lockern. Er gehe davon aus, dass "der Deal zur Elektromobilität steht", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch zum Auftakt seiner Chinareise in Peking. Ursprünglich hatte Chinas Regierung geplant, bereits ab kommenden Jahr eine strenge Produktionsquote für Autos mit alternativen Antrieben einzuführen.

Bis zu acht Prozent der verkauften Autos hätten demnach von Elektromotoren oder Hybridantrieben aus Elektro- und Verbrennungsmotoren angetrieben werden müssen. Bei Nichterfüllung hätten Strafen im Raum gestanden.

Unklar ist nach wie vor, wie die Entschärfung des geplanten Gesetzes im Detail aussieht. Im Gespräch war sowohl eine Verschiebung um ein Jahr als auch eine zunächst geringere Quote. Damit würden insbesondere die deutschen Autobauer Daimler , BMW sowie Volkswagen und die VW -Tochter Audi mehr Zeit kriegen, um bei ihrer Elektroauto-Modellpalette nachzubessern.

Weil die deutschen Autobauer fürchteten, auf ihrem wichtigsten Absatzmarkt China ins Hintertreffen zu geraten, hatte sich die Bundesregierung eingeschaltet und mit der chinesischen Seite verhandelt. Auch chinesische Autobauer warnten jedoch, dass Pekings angestrebte Quote in der zunächst geplanten Form zu ambitioniert sei. Peking hofft, durch die Produktionsquote den Verkauf von E-Autos weiter zu beflügeln.

Dank staatlicher Subventionen beim Kauf eines E-Autos ist das Reich der Mitte zum größten Markt für Elektrofahrzeuge aufgestiegen. Mehr als eine halbe Million Autos mit alternativen Antrieben waren Ende 2016 bereits auf chinesischen Straßen unterwegs.

Das ist im Vergleich zum Gesamtmarkt mit jährlich mehr als 20 Millionen Autos zwar noch verschwindend wenig. Doch Peking hat zuletzt noch einmal unterstrichen, dass die E-Auto-Revolution im Eiltempo voranschreiten soll: 12 000 neue Ladestationen und 4,8 Millionen Ladesäulen sollen laut einer neuen Verordnung bis 2020 landesweit aufgestellt werden. Die Zahl der E-Autos soll bis dahin auf fünf Millionen steigen. China hofft durch einen höheren Anteil von Elektroautos, auch die Smog-Probleme in den Großstädten des Landes in den Griff zu kriegen./jpt/DP/stb

24.05.2017

Autovermieter Europcar will Buchbinder schlucken

SAINT-QUENTIN EN YVELINES/REGENSBURG (dpa-AFX) - Der Autovermieter Europcar will mit der Übernahme des Konkurrenten Buchbinder aus Deutschland sein Billig-Geschäft stärken und zur Nummer eins im Transporter- und Lastwagenmarkt aufsteigen. Buchbinder verfüge insgesamt über 152 Leihstationen und eine Flotte von im Schnitt mehr als 20 000 Fahrzeugen, teilte Europcar am Mittwoch mit. Buchbinder mit einem Umsatz von rund 200 Millionen Euro im vergangenen Jahr sei auch Marktführer in Österreich sowie in Ungarn und der Slowakei vertreten. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht genannt. Ein Abschluss wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 erwartet, wenn die Behörden zustimmen./jha/stb

24.05.2017

Devisen: Euro bleibt unter 1,12 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch im frühen Handel unter der Marke von 1,12 US-Dollar notiert. Darunter war er am Dienstagabend wieder gerutscht. Der Euro zollte damit dem Höhenflug der vergangenen Tage etwas Tribut, nachdem die Gemeinschaftswährung im europäischen Handel am Dienstag noch bei 1,1268 Dollar zeitweise den höchsten Stand seit vergangenem November erreicht hatte. Zuletzt stand der Euro am Mittwochmorgen bei 1,1179 Dollar minimal im Minus.

Der Dollar hatte am Dienstag auf breiter Front gegenüber mehreren Währungen zugelegt. Vor dem Sitzungsprotokoll der US-Notenbank hätten einige Anleger wieder beim Dollar zugegriffen, sagten Händler. Die Experten der Commerzbank dämpfen aber die Erwartungen an das Protokoll. "Wer sich heute Abend von den FOMC Minutes vom 3. Mai Neuigkeiten erhofft, wird auch enttäuscht werden." Bereits in der Mitteilung zur letzten Zinssitzung hätten Hinweise zum Timing zukünftiger Zinsschritte gefehlt. Für den Euro rechnen die Commerzbank-Experten für den Rest der Woche mit weiteren Gewinnmitnahmen./stk/stb

24.05.2017

ROUNDUP: Moody's stuft China erstmals seit 1989 ab wegen Schuldenrisiko

PEKING/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die US-Ratingagentur Moody's hat den Daumen über China gesenkt. Dies ist die erste Abstufung seit 1989. Das Rating werde von 'Aa3' auf 'A1' zurückgenommen, teilte Moody's am frühen Mittwochmorgen mit. Besonders die Schuldensituation im Land ist den Analysten ein Dorn im Auge. Chinas Regierung relativierte das Rating in einer ersten Stellungnahme.

Ihren Ausblick hoben die Experten von Moody's von 'negativ' auf 'stabil' an. Moody's hatte Anfang März den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Chinas reduziert und somit eine Abstufung des Ratings in Aussicht gestellt.

REGIERUNG WEIST KRITIK VON MOODY'S ZURÜCK

Kritisch sehen die Moody's-Analysten die Schuldensituation im Land. Hier gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit von einem deutlichen Anstieg in allen Wirtschaftszweigen. Damit würden auch die Belastungen für den Staatshaushalt wachsen. Zudem sehen die Experten Zweifel an der Reformfähigkeit des Landes. Ebenso kritisch bewerten sie die sinkenden Devisenreserven.

In einer Mitteilung auf der Seite des chinesischen Finanzministerium versuchte die Regierung, die Kritik von Moody's zu relativieren. Die Rating-Agentur unterschätze die Fähigkeit Chinas, Wirtschaftsreformen auf der Angebotsseite durchzuführen und die Nachfrage anzukurbeln. Das Finanzministerium sehe keine nennenswerten Veränderungen in ihren Risikoeinschätzungen für die Schuldenlage in den Jahren 2018 bis 2020.

MÄRKTE REAGIEREN WEITGEHEND GELASSEN

Die Aktienmärkte in China haben die Abstufung gut verdaut. Zum Handelsstart ging es zunächst abwärts, im Verlauf machten die Indizes die Verluste aber fast ganz wieder wett. Die Herabstufung habe die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, sagte Sandra Chow, Analystin bei CreditSights in Singapur. Das Überraschungsmoment habe zunächst reflexartig für eine negative Reaktion gesorgt. Die chinesische Währung Yuan geriet im asiatischen Handel ebenso kurz unter Druck und fing sich dann aber weitgehend wieder.

Der Dax dürfte sich am Mittwoch zunächst unbeeindruckt von der jüngsten Abstufung Chinas durch die Ratingagentur Moody's zeigen. Im Blick der Anleger wird vor allem das Protokoll der US-Notenbank Fed stehen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen praktisch unverändert.

Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal mit 6,9 Prozent überraschend schnell gewachsen, doch rechnen Beobachter für den Rest des Jahres eher mit einer Abschwächung. Im vergangenen Jahr waren 6,7 Prozent Wachstum erreicht worden, während die Vorgabe für dieses Jahr bei rund 6,5 Prozent liegt. Nach Meinung von Wirtschaftsexperten hält Peking die Wirtschaft vor allem durch Konjunkturprogramme am Leben./stk/fbr

24.05.2017

Vonovia verdient dank Conwert-Übernahme deutlich mehr

BOCHUM (dpa-AFX) - Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia ist dank seines jüngsten Milliardenzukaufs mit einem kräftigen Gewinnplus ins neue Jahr gestartet. Das operative Ergebnis - gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) - sei um 17,1 Prozent auf 218,2 Millionen Euro gestiegen, teilte die im Dax notierte Gesellschaft am Mittwoch in Bochum mit. Neben dem Zukauf profitierte Vonovia (ehemals Deutsche Annington) auch von steigenden Mieteinnahmen, zusätzlichen Dienstleistungen rund um Gebäude sowie geringem Leerstand.

"Wir sind hervorragend in das Geschäftsjahr 2017 gestartet und haben unseren Bestand durch die Übernahme von Conwert optimal ergänzt", sagte Unternehmenschef Rolf Buch. Dabei sei die Zahl der Wohnungen fast konstant geblieben. Vonovia hatte im vergangenen Jahr unter anderem Wohnungen in Nordrhein-Westfalen an den Mitbewerber LEG Immobilien veräußert.

Für 2017 peilt Vonovia beim operativen Ergebnis ohne Conwert weiterhin 830 bis 850 Millionen Euro an, nach 760,8 Millionen Euro im Vorjahr. Inklusive dem österreichischen Immobilienkonzern soll das Ergebnis auf 900 bis 920 Millionen Euro steigen. Damit rechnet das Unternehmen mit einem etwas höheren Ergebnisbeitrag von Conwert als zuvor geplant. Vonovia hatte den Immobilienkonzern im ersten Quartal für rund 2,7 Milliarden Euro übernommen.

In den ersten drei Monaten stiegen die Mieteinnahmen um 6,4 Prozent auf 417,2 Millionen Euro. Die Leerstandsquote ging im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht zurück. Die Aufwendungen für die Instandhaltung und Modernisierung stiegen um mehr als die Hälfte auf 191,4 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss legte auf 130,7 Millionen Euro zu. Im Vorjahreszeitraum hatte das Periodenergebnis 79,2 Millionen Euro betragen.

Die Bochumer sind in den vergangenen Jahren vor allem durch Großübernahmen wie Gagfah , Süddeutsche Wohnen (Südewo) und Franconia stark gewachsen. Zuletzt kam der Wiener Immobilienkonzern Conwert hinzu. Seit vier Jahren steht der ehemalige Bertelsmann-Manager Buch an der Spitze des Vermieters mit bundesweit rund 356 000 Wohnungen und rund 8100 Mitarbeitern.

Unter seiner Regie wurde aus einem Unternehmen im Besitz eines Finanzinvestors eine seit 2013 börsennotierte Gesellschaft mit einem breiten Streubesitz. Mit dem Zukauf des Konkurrenten Gagfah vor zwei Jahren änderte der zuvor unter dem Namen Deutsche Annington bekannte Konzern auch seinen Namen und zog anschließend als erstes Immobilienunternehmen in den Dax ein./mne/he/stb

24.05.2017

Ölpreise praktisch unverändert

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch im frühen Handel kaum bewegt und ihre Gewinne vom Vorabend gehalten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stand zuletzt am Morgen bei 54,16 Dollar und damit praktisch unverändert zum Vortag. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete 51,46 Dollar und blieb damit auf dem Vortagesniveau.

Es gebe am Markt Berichte, wonach die heute veröffentlichten US-Öllagerdaten einen Rückgang der Vorräte anzeigen werden, sagten Händler. Sonst dreht sich am Ölmarkt alles um die mögliche Verlängerung einer bereits bestehenden Förderkürzung wichtiger Opec-Staaten und Russlands. Am Markt wird mittlerweile fest damit gerechnet, dass beim Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Donnerstag ein entsprechender Beschluss gefällt wird. Mit der Maßnahme wollen die Ölnationen die Preise stabilisieren./stk/stb

24.05.2017

Aktien Frankfurt Eröffnung: Wenig Bewegung vor Fed-Protokoll

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Mittwoch mit moderaten Verlusten in den Handel gestartet. Damit knüpfte der deutsche Leitindex an seine lustlose Entwicklung der vergangenen Tage an. Die Anleger warteten auf einige Konjunkturdaten sowie das Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank Fed, von dem sie sich Hinweise auf die weitere Geldpolitik der amerikanischen Währungshüter erhoffen. Die Abstufung der Kreditwürdigkeit Chinas durch die US-Ratingagentur Moody's belastete zunächst nicht.

Kurz nach dem Börsenauftakt notierte der Dax 0,23 Prozent tiefer bei 12 630,30 Punkten. Eine nachhaltige Erholung vom Kursrutsch Mitte der vergangenen Woche, als Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump wegen der versuchten Einflussnahme auf die Justiz und ungeklärter Verbindungen zu Russland die Anleger verunsichert hatten, lässt somit weiter auf sich warten. Davor hatte das Börsenbarometer allerdings neue Rekordmarken aufgestellt.

Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es am Mittwochmorgen um 0,14 Prozent auf 24 983,50 Zähler bergab, wogegen der Technologiewerte-Index TecDax 0,15 Prozent auf 2239,82 Punkte gewann. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,21 Prozent auf 3587,33 Zähler./gl/fbr

24.05.2017

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax wenig bewegt vor Fed-Protokoll

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax winkt am Mittwoch einmal mehr ein wenig bewegter Handelsauftakt. Die Abstufung der Kreditwürdigkeit Chinas durch die US-Ratingagentur Moody's beeindruckte den deutschen Leitindex zunächst nicht. Außerdem warten die Anleger auf einige Konjunkturdaten sowie das Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank Fed.

Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax stand eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart 0,11 Prozent tiefer bei 12 646 Punkten. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeichnet sich ein kaum veränderter Auftakt ab.

Damit dürfte eine nachhaltige Dax-Erholung vom Kursrutsch Mitte der vergangenen Woche weiter auf sich warten lassen, als Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump wegen der versuchten Einflussnahme auf die Justiz und ungeklärter Verbindungen zu Russland die Anleger verunsichert hatten. Davor hatte das Börsenbarometer allerdings neue Rekordmarken aufgestellt.

GUTES GFK-KONSUMKLIMA - VONOVIA MIT KRÄFTIGEM GEWINNPLUS

Bereits vor Handelsbeginn wurde am Mittwoch der deutsche GfK-Konsumklimaindex für den Juni veröffentlicht, der entgegen der von Experten erwarteten Stagnation gestiegen war. Am Nachmittag folgen Immobilienmarktdaten aus den USA. Erst am Abend steht das Fed-Protokoll auf der Agenda, von dem sich die Anleger Hinweise auf die weitere Geldpolitik der amerikanischen Währungshüter erhoffen.

Aus dem Dax legte mit Vonovia ein Nachzügler der auslaufenden Berichtssaison Quartalszahlen vor. Deutschlands größter Immobilienkonzern ist dank seines jüngsten Milliardenzukaufs mit einem kräftigen Gewinnplus ins neue Jahr gestartet. Neben der Übernahme des österreichischen Konkurrenten Conwert sorgten steigende Mieteinnahmen, zusätzliche Dienstleistungen rund um Gebäude sowie ein geringer Leerstand für die gute Geschäftsentwicklung. Beim Broker Lang & Schwarz (L&S) stiegen die Titel um rund 1 Prozent.

HELLA VON PLATZIERUNG UND ABSTUFUNG BELASTET

Dagegen ging es für Hella um 1,09 Prozent auf 45,75 Euro bergab. Händler verwiesen auf die Platzierung von rund 2,35 Millionen Aktien des Autoleuchten-Spezialisten. Der Preis soll bei 45,50 Euro je Aktie liegen und damit im oberen Bereich der vorher genannten Preisspanne zwischen 44,00 Euro und dem letzten Xetra-Kurs von 46,255 Euro. Zudem strich die US-Investmentbank Morgan Stanley unter Verweis auf die zuletzt gute Kursentwicklung ihre Kaufempfehlung für die Aktie./gl/fbr

24.05.2017

DAX-FLASH: Dax vor Fed-Protokoll stabil erwartet - Unbeeindruckt von China

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte sich am Mittwoch zunächst unbeeindruckt von der jüngsten Abstufung Chinas durch die Ratingagentur Moody's zeigen. Im Blick der Anleger wird vor allem das Protokoll der US-Notenbank Fed stehen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Auftakt 1 Punkt höher auf 12 660 Punkte.

Während der US-Aktienmarkt seine Verluste infolge der vergangene Woche aufgekommenen Verunsicherung durch das politische Chaos im Weißen Haus mittlerweile weitgehend wettgemacht hat, fehlen dem Dax noch einige Punkte. Allerdings war der Index auch von einem Rekordhoch aus gefallen.

Auf der Konjunkturseite richten sich die Blicke am Morgen zunächst auf das Gfk-Verbrauchervertrauen. In den USA stehen dann Immobilienmarktdaten sowie später nach dem Schluss hierzulande das Protokoll der US-Notenbanksitzung auf der Agenda. Unternehmensseitig hat mit Vonovia noch ein Nachzügler seine Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Deutschlands größter Immobilienkonzern ist dank seines jüngsten Milliardenzukaufs mit einem kräftigen Gewinnplus ins neue Jahr gestartet./mis/fbr

23.05.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schleppt sich weiter nach oben - Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street hat sich die Erholung am Dienstag nur gebremst fortgesetzt. Die wichtigsten Aktienindizes legten lediglich etwas weiter zu. Die Anleger begrüßten zwar, dass US-Präsident Donald Trump die Staatsausgaben massiv zurückfahren will. Jüngste Konjunkturdaten allerdings sorgten für etwas Ernüchterung. So waren die Verkäufe neuer Häuser im April überraschend deutlich gefallen.

Der Dow Jones Industrial rückte um 0,21 Prozent auf 20 937,91 Punkte vor. An den vergangenen drei Handelstagen hatte sich der US-Leitindex bereits ein gutes Stück von seinem Kursrutsch Mitte letzter Woche erholt.

Der marktbreite S&P-500-Index legte am Dienstag um 0,18 Prozent auf 2398,42 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,07 Prozent auf 5703,35 Punkte nach oben.

BANKAKTIEN ZIEHEN AN

Bankaktien gehörten zu den Favoriten im Dow. So zogen die Papiere von Goldman Sachs an der Index-Spitze um 1,68 Prozent auf 219,64 US-Dollar an. Bei den Anteilscheinen von JPMorgan stand ein Plus von gut 1 Prozent zu Buche.

Außerhalb des US-Leitindex sprangen die Papiere von Bunge um 16,60 Prozent nach oben. Der in der Schweiz beheimatete Rohstoffkonzern Glencore greift nach dem Agrarhändler. Das nicht-konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen Glencore Agriculture Limited hatte die Amerikaner informell kontaktiert.

FIAT CHRYSLER UNTER DRUCK

Das US-Justizministerium verklagte derweil Fiat Chrysler wegen angeblichen Abgas-Betrugs. Die Zivilklage beschuldigt den italienisch-amerikanischen Autobauer, illegale Software zur Abgaskontrolle in rund 104 000 Dieselwagen installiert zu haben. Mit dem Rechtsstreit erreicht der seit Anfang des Jahres laufende Konflikt eine neue Eskalationsstufe. Die Anleger reagierten verschreckt, der Aktienkurs fiel um rund 4 Prozent.

Unter den Technologiewerten gaben die Papiere von Apple etwas nach. Positiv bewerteten die Anleger zwar, dass ein Patentstreit zwischen dem iPhone-Hersteller und Nokia beigelegt und ein mehrjähriges Lizenzabkommen unterzeichnet worden war, wodurch Nokia neben einer Vorab-Zahlung regelmäßig in diesem Zeitraum weitere Beträge erhält. Etwas auf die Stimmung drückte allerdings ein Bericht der Marktforschungsfirma Gartner. Chinesische Smartphone-Anbieter gewännen immer höhere Marktanteile hinter den beiden Branchenführern Samsung und Apple, hieß es dort.

ALEXION BRECHEN EIN

Schlusslicht im Nasdaq 100 waren die Anteilsscheine von Alexion mit einem Verlust von mehr als 9 Prozent. Der neue Vorstandschef des auf seltene lebensbedrohliche Erkrankungen konzentrierten Biotechunternehmens hatte sich gleich von vier leitenden Mitarbeitern getrennt, unter ihnen auch der erst im Dezember ernannte Finanzchef. Ein Analyst wertete dies als klaren personellen Schnitt der Firma, die zuletzt unter Zweifeln an den Erlösen mit ihrem Medikament Soliris gelitten hatte.

Der Euro zollte seinem jüngsten Höhenfug Tribut und fiel unter 1,12 US-Dollar. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1183 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1215 (Montag: 1,1243) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8917 (0,8894) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verloren angesichts der Gewinne an der Wall Street 8/32 Punkte auf 100 26/32 Punkte und rentierten mit 2,283 Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

23.05.2017

Aktien New York Schluss: Dow schleppt sich weiter nach oben - Daten bremsen

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street hat sich die Erholung am Dienstag nur gebremst fortgesetzt. Die wichtigsten Aktienindizes legten lediglich etwas weiter zu. Die Anleger begrüßten zwar, dass US-Präsident Donald Trump die Staatsausgaben massiv zurückfahren will. Jüngste Konjunkturdaten allerdings sorgten für etwas Ernüchterung. So waren die Verkäufe neuer Häuser im April überraschend deutlich gefallen.

Der Dow Jones Industrial rückte um 0,21 Prozent auf 20 937,91 Punkte vor. An den vergangenen drei Handelstagen hatte sich der US-Leitindex bereits ein gutes Stück von seinem Kursrutsch Mitte letzter Woche erholt.

Der marktbreite S&P-500-Index legte am Dienstag um 0,18 Prozent auf 2398,42 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,07 Prozent auf 5703,35 Punkte nach oben./la/he

23.05.2017

Aktien New York: Wall Street fehlt frischer Schwung - Daten enttäuschen etwas

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben die Anleger eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Die wichtigsten Aktienindizes fanden am Dienstag nach dreitägiger Erholung keine klare Richtung, nachdem jüngste US-Konjunkturdaten insgesamt für etwas Ernüchterung gesorgt hatten. So waren die Verkäufe neuer Häuser im April überraschend deutlich gefallen. Zudem trübte sich laut dem Markit-Institut die Stimmung unter den Einkaufsmanagern in der Industrie unerwartet deutlich ein, während die Manager in der Dienstleistungsbrache zuversichtlicher als gedacht waren.

Der Dow Jones Industrial rückte um 0,20 Prozent auf 20 937,05 Punkte vor. An den vergangenen drei Handelstagen hatte der US-Leitindex sich noch deutlicher von seinem Kursrutsch Mitte letzter Woche erholt.

Der marktbreite S&P-500-Index legte am Dienstag um 0,16 Prozent auf 2397,81 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,06 Prozent auf 5695,96 Punkte nach unten.

APPLE IM FOKUS

Unter den Einzelwerten gaben die Aktien von Apple etwas nach. Positiv bewerteten die Anleger zwar, dass ein Patentstreit zwischen dem iPhone-Hersteller und Nokia beigelegt und ein mehrjähriges Lizenzabkommen unterzeichnet worden war, wodurch Nokia neben einer Vorab-Zahlung regelmäßig in diesem Zeitraum weitere Beträge erhält. Apple und Nokia hatten sich im vergangenen Dezember gegenseitig mit Klagen überzogen. Nokia-Anteilscheine zogen um mehr als 6 Prozent an.

Etwas auf die Stimmung drückte allerdings ein Bericht der Marktforschungsfirma Gartner. Chinesische Smartphone-Anbieter gewännen immer höhere Marktanteile hinter den beiden Branchenführern Samsung und Apple, hieß es dort. Im ersten Quartal komplettierten die Marken Huawei, Oppo und Vivo die weltweite Top 5 und kamen zusammen auf einen Marktanteil von 24 Prozent. Das waren sieben Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

GOLDMAN SACHS AN DER DOW-SPITZE

Aufmerksamkeit zogen auch die Anteile von Microsoft auf sich, denn der Konzern legt im Markt der wandlungsfähigen Tablets nach. In Shanghai stellte er mit dem "Surface Pro" eine runderneuerte Version vor. Die Microsoft-Papiere legten marktkonform etwas zu.

Favorit im Dow waren die Papiere der Bank Goldman Sachs mit einem Plus von 1,60 Prozent. Schlusslicht waren die Aktien der Baumarktkette Home Depot mit minus 0,71 Prozent.

BUNGE ZIEHEN AN

Außerhalb des US-Leitindex sprangen die Papiere von Bunge um knapp 16 Prozent nach oben. Der Rohstoffkonzern Glencore interessiere sich für den Agrarhändler, HATTE das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet./la/he

23.05.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Gute Wirtschaftsdaten schieben den Dax an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gute Konjunktursignale aus Europa haben dem Dax am Dienstag etwas Auftrieb gegeben. Vor allem ein rekordhohes Ifo-Geschäftsklima sorgte für gute Stimmung, während zeitgleich auch Stimmungsdaten aus den Chefetagen der Eurozone einen ungewöhnlich hohen Grad an Optimismus verbreiteten.

Der deutsche Leitindex schloss 0,31 Prozent höher bei 12 659,15 Punkten. Er trotzte so dem Terroranschlag in Manchester und dem Euro, der am Dienstag bis zum Handelsschluss des Xetra-Hauptgeschäfts auf seinem hohen Niveau über 1,12 US-Dollar verblieb. Am Vortag war die Gemeinschaftswährung noch für leichte Verluste verantwortlich gemacht worden, weil ein starker Euro tendenziell die Exporte verteuern kann.

Auch in der zweiten Börsenreihe ging es am Dienstag nach oben: Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen legte im Schlepptau des Dax um 0,20 Prozent auf 25 018,09 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index TecDax überbot seine Indexkollegen mit einem Anstieg um 0,68 Prozent auf 2236,57 Punkte.

DAIMLER VON DIESEL-UNTERSUCHUNG BELASTET

Im Dax stand einmal mehr der Autosektor im Blickfeld. Während BMW mit gut einem halben Prozent davon profitierten, dass die britische Bank HSBC ihre negative Empfehlung aufgegeben hatte, kamen Daimler mit 0,8 Prozent unter Druck. Belastend wirkten sich hier staatsanwaltschaftliche Durchsuchungen im Zusammenhang mit Dieselfahrzeugen aus. Einem Händler zufolge schrillen bei dem Thema unter Investoren sofort die Alarmglocken.

Die Dax-Spitze nahmen die Eon-Aktien mit einem Satz nach oben um fast 4 Prozent ein. Dass sie bei rund 7,68 Euro ihren höchsten Stand seit September erreichten, begründeten Börsianer mit anhaltender Euphorie im Sektor, der zuletzt schon in der Gunst der weltweiten Investoren gestiegen war. Bei den Anlegern in Frankfurt änderte sich nun aber die Prioritätenfolge: Tags zuvor hatten noch RWE die Spitze im Dax inne gehabt.

ANALYSTENKOMMENTARE HELFEN DÜRR

Weil konkrete Nachrichten auf Unternehmensseite Mangelware waren, sorgten vor allem Analystenkommentare für Aufsehen. Die Aktien des Anlagenbauers Dürr waren mit plus 1,75 Prozent gefragt, weil die Baader Bank und das Bankhaus Lampe nach gutem Lauf noch Luft nach oben sehen. Ähnliches verhalf den Zalando-Aktien mit 3,37 Prozent an die MDax-Spitze: Bei dem Online-Händler sieht Barclays-Analyst Andrew Ross weiteres Kurspotenzial. Kurzzeitig standen sie sogar erstmals über der 42-Euro-Marke.

Ein weiterer Kursanstieg wird von einem Experten außerdem den Aktien von Morphosys zugetraut. Diesen verhalf ein Kommentar der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) im TecDax um fast 5 Prozent nach oben und damit auf ein Hoch seit September 2015. Analyst Timo Kürschner wertete die hohen Investitionen des Biotech-Unternehmens in die eigene Produktpipeline positiv.

Favorit im SDax waren die Titel von Koenig & Bauer mit plus 5,41 Prozent. In den Augen von Henning Breiter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser sind die jüngsten Gewinnmitnahmen bei dem Druckmaschinenhersteller zwar verständlich, aber verfrüht. Gestützt auf eine erwartete Erholung des China-Geschäfts sieht er sein neues Kursziel bei 82 Euro. Dabei traut er den Papieren ein sattes Plus von rund einem Drittel zu.

EUROSTOXX STELLT DAX IN DEN SCHATTEN

Auch auf europäischer Bühne ging es nach oben: Der EuroStoxx 50 rückte noch deutlicher als der Dax um etwa ein halbes Prozent auf 3595,03 Punkte vor. Der französische Leitindex CAC 40 schloss in Paris ebenfalls mit rund einem halben Prozent im Plus. In London jedoch schloss der FTSE 100 mit einem kleinen Abschlag. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial jedoch stand zum Handelsschluss in Europa etwas höher.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,19 Prozent am Montag auf 0,21 Prozent, während der Rentenindex Rex um 0,16 Prozent auf 141,27 Punkte fiel. Der Bund Future stand kaum verändert bei 160,89 Punkten. Der Euro hielt sich während des Xetra-Handels über der Marke von 1,12 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1215 (Montag: 1,1243) US-Dollar festgesetzt./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

23.05.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Gute Wirtschaftsdaten schieben den Dax an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gute Konjunktursignale aus Europa haben dem Dax am Dienstag etwas Auftrieb gegeben. Vor allem ein rekordhohes Ifo-Geschäftsklima sorgte für gute Stimmung, während zeitgleich auch Stimmungsdaten aus den Chefetagen der Eurozone einen ungewöhnlich hohen Grad an Optimismus verbreiteten.

Der deutsche Leitindex schloss 0,31 Prozent höher bei 12 659,15 Punkten. Er trotzte so dem Terroranschlag in Manchester und dem unverändert starken Euro, der am Dienstag mehr oder weniger auf seinem hohen Niveau verblieb. Am Vortag war die Gemeinschaftswährung noch für leichte Verluste verantwortlich gemacht worden, weil ein starker Euro tendenziell die Exporte verteuern kann.

Auch in der zweiten Börsenreihe ging es am Dienstag nach oben: Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen legte im Schlepptau des Dax um 0,20 Prozent auf 25 018,09 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index TecDax überbot seine Indexkollegen mit einem Anstieg um 0,68 Prozent auf 2236,57 Punkte./tih/he

23.05.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Wall Street fehlt frischer Schwung - Daten enttäuschen

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben die Anleger eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Die wichtigsten Aktienindizes bewegten sich am Dienstag nach dreitägiger Erholung nur wenig vom Fleck, nachdem jüngste US-Konjunkturdaten insgesamt für etwas Ernüchterung gesorgt hatten. So waren die Verkäufe neuer Häuser im April überraschend deutlich gefallen. Zudem trübte sich laut dem Markit-Institut die Stimmung unter den Einkaufsmanagern in der Industrie unerwartet deutlich ein, während die Manager in der Dienstleistungsbrache zuversichtlicher als gedacht waren.

Der Dow Jones Industrial rückte um 0,12 Prozent auf 20 920,25 Punkte vor. An den vergangenen drei Handelstagen hatte der US-Leitindex sich noch deutlicher von seinem Kursrutsch Mitte letzter Woche erholt.

Der marktbreite S&P-500-Index legte am Dienstag um 0,09 Prozent auf 2396,10 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es zuletzt um 0,06 Prozent auf 5696,06 Punkte nach unten.

APPLE IM FOKUS

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Apple im Blick, die minimal nachgaben. Positiv bewerteten die Anleger zwar, dass ein Patentstreit zwischen dem iPhone-Hersteller und Nokia beigelegt und ein mehrjähriges Lizenzabkommen unterzeichnet wurde, wodurch Nokia neben einer Vorab-Zahlung regelmäßig in diesem Zeitraum weitere Beträge erhält. Apple und Nokia hatten sich im vergangenen Dezember gegenseitig mit Klagen überzogen.

Etwas auf die Stimmung drückte allerdings ein Bericht der Marktforschungsfirma Gartner. Chinesische Smartphone-Anbieter gewännen immer höhere Marktanteile hinter den beiden Branchenführern Samsung und Apple, hieß es dort. Im ersten Quartal komplettierten die Marken Huawei, Oppo und Vivo die weltweite Top 5 und kamen zusammen auf einen Marktanteil von 24 Prozent. Das waren sieben Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

NIKE AN DER DOW-SPITZE

Aufmerksamkeit zogen auch die Anteile von Microsoft auf sich, denn der Konzern legt im Markt der wandlungsfähigen Tablets nach. In Shanghai stellte er mit dem "Surface Pro" eine runderneuerte Version vor. Die Microsoft-Papiere legten marktkonform etwas zu.

Favorit im Dow waren die Papiere des Sportartikelherstellers Nike mit einem Plus von 1,55 Prozent. Schlusslicht waren die Aktien des Unterhaltungskonzerns Walt Disney mit minus 0,37 Prozent./la/he

23.05.2017

Aktien New York: Wall Street fehlt frischer Schwung - Daten enttäuschen etwas

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben die Anleger eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Die wichtigsten Aktienindizes bewegten sich am Dienstag nach dreitägiger Erholung kaum vom Fleck, nachdem jüngste US-Konjunkturdaten für etwas Ernüchterung gesorgt hatten. So waren die Verkäufe neuer Häuser im April überraschend deutlich gefallen.

Der Dow Jones Industrial rückte um 0,07 Prozent auf 20 908,45 Punkte vor. An den vergangenen drei Handelstagen hatte der US-Leitindex sich noch vom seinem Kursrutsch Mitte letzter Woche erholt.

Der marktbreite S&P-500-Index legte am Dienstag um 0,06 Prozent auf 2395,35 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es zuletzt um 0,02 Prozent auf 5700,45 Zähler aufwärts./la/he

24.05.2017

ROUNDUP: Konjunktur und Arbeitsmarkt heben die Stimmung bei Verbrauchern

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der anhaltende Wirtschaftsboom und ein robuster Arbeitsmarkt haben im Mai die Verbraucherstimmung in Deutschland beflügelt. Die Erwartungen an Konjunktur und eigenes Einkommen seien weiter hoch, teilte das Marktforschungsinstitut GfK am Mittwoch in seiner monatlichen Konsumklimastudie mit. Die Anschaffungsneigung war dagegen leicht rückläufig, blieb aber auf hohem Niveau.

"Die Bundesbürger sehen die heimische Konjunktur auch im späten Frühjahr 2017 klar im Aufwind", berichtete GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. Der entsprechende Indikator legte mit einem Plus von 4,3 Punkten auf 34,8 Zähler ein drittes Mal in Folge zu - der höchste Stand seit zwei Jahren. Besser war die Konjunkturerwartung zuletzt im Mai 2015. Die Verbraucher rechnen auch mit einer besseren finanziellen Lage: Im Vergleich zum April stieg der Indikator für die Einkommenserwartung um einen Punkt, auf 58,5 Zähler.

Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen ging indes zurück: Der entsprechende Indikator verlor 4,5 Zähler und lag bei 55,7 Punkten. Im April waren es noch 60,2. Den Rückgang erklärte Bürkl vor allem mit Schwankungen, die bei einem hohen Konsumklima-Niveau nicht ungewöhnlich seien. Auch die im April zeitweise auf zwei Prozent gestiegene Inflationsrate (März: 1,6 Prozent) könne dabei eine Rolle gespielt haben. "Steigende Preise beeinträchtigen natürlich die Kaufkraft", sagte Bürkl. Bei höheren Ausgaben, etwa für Benzin oder Heizöl, fehle den Verbrauchern dann Geld an anderer Stelle.

Relativ unbeeindruckt habe sich die Verbraucherstimmung bisher von Terroranschlägen gezeigt, sagte Bürkl. Auch nach der jüngsten Bluttat im englischen Manchester sei zu vermuten, dass es dabei bleibe. Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs von US-Präsident Donald Trump und die Brexit-Verhandlungen schmälerten die Zuversicht der Verbraucher ebenfalls kaum.

Als Risiko für Verbraucher könnten sich allerdings verstärkte Abschottungstendenzen in den USA erweisen, zum Beispiel in Form von Einfuhrzöllen, schränkte Bürkl ein. Beschäftigte in exportorientierten Industrien - etwa in der weit verzweigten Autobranche - könnten dann um ihre Jobs bangen. "Die amerikanische Politik ist momentan sehr schwer einzuschätzen", sagte er.

Für Juni rechnen die Nürnberger Marktforscher dennoch mit einem anhaltenden Aufwärtstrend: Nach 10,2 Zählern im Mai dürfte der Konsumklimaindex im kommenden Monat auf 10,4 Punkte zulegen. Für Verbraucher sei vor allem die Situation auf dem Arbeitsmarkt bei der Frage entscheidend, ob man mehr oder weniger konsumiere, sagte Bürkl. Die Angst vor Arbeitslosigkeit sei aber derzeit sehr gering, die Planungssicherheit entsprechend groß. Die Konsumklimastudie basiert auf monatlichen Interviews mit rund 2000 Verbrauchern./bda/DP/stb

24.05.2017

Regierung will Verbesserungen bei Restschuldversicherungen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will Kreditnehmer vor teuren Restschuldversicherungen schützen. "Die wachsende Kritik am Verkauf von Restschuldversicherungen nehmen wir ernst", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Ulrich Kelber (SPD), dem "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe). "Es gibt zunehmend Fälle, in denen Banken Verbrauchern teure Restschuldversicherungen verkaufen, obwohl der Versicherungsschutz nicht in dem Umfang oder gar nicht benötigt wird." Erstaunlicherweise führe der angeblich gute Schutz durch die Restschuldversicherung trotzdem nicht dazu, dass Banken den bonitätsabhängigen Zinssatz des Versicherten reduzieren.

Wenn Banken einen Kredit vergeben, bestehen sie meist darauf, dass der Kunde eine Restschuldversicherung abschließt. Diese springt ein, wenn der Darlehensnehmer arbeitslos wird oder stirbt. Eine Restschuldversicherung ist aber meist teuer. Verbraucherschützer fordern seit längerem eine Reform. Der Bundestag ist derzeit mit einer neuen Richtlinie zum Versicherungsvertrieb befasst. Dieses Verfahren will Kelber nutzen. "Im Rahmen der parlamentarischen Beratungen werden Verbesserungen bei Restschuldversicherungen diskutiert."

Der Ombudsmann für Versicherungen, Prof. Günter Hirsch, hatte am Dienstag in seinem Jahresbericht erklärt, er sehe beim Thema Restschuldversicherung den Gesetzgeber in der Pflicht. Hauptsächlich werde über Leistungsverweigerungen sowie über behauptete Beratungsmängel bei Vertragsschluss gestritten. Oft lägen kompliziert gestaltete Vertragsbeziehungen zugrunde./hoe/DP/stb

24.05.2017

Deutschland: Robuster Aufschwung beflügelt Konsumlaune

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der robuste Aufschwung beflügelt weiter die Konsumlaune der Deutschen. Der vom Marktforschungsunternehmen GfK für Juni berechnete Indexwert für die Verbraucherstimmung stieg auf 10,4 Punkte, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Volkswirte hatten mit unveränderten 10,2 Punkten gerechnet. Das Konsumklima erreichte damit den höchste Stand seit Oktober 2001, als der Wert bei 11,0 Punkten lag.

Dank der guten Konjunktur rechnen befragten Verbraucher mit steigenden Einkommen. Ausgehend von einem bereits sehr hohen Niveau habe es bei den Einkommenserwartungen einen weiteren Anstieg gegeben, hieß es weiter. Auch die Anschaffungsneigung der Befragten lag auf einem vergleichsweise hohen Niveau und belegte laut GfK ebenfalls die gute Stimmung unter den Verbrauchern.

Allerdings sehen die GfK-Forscher auch Risiken für die Kauflaune der Deutschen. Beispielsweise könnte eine Abschottung der USA im internationalen Handel zu "wirtschaftspolitischen Schocks" führen. Sollten deutsche Ausfuhren durch Handelsschranken oder höhere Zölle gefährdet werden, könnten Beschäftigte in der Exportwirtschaft wieder stärker um ihre Jobs bangen.

Das GfK Konsumklima basiert auf einer monatlichen Umfrage von rund 2000 Verbrauchern./jkr/jsl/he

24.05.2017

Presse: Bund zahlte 2016 den Ländern 9,3 Milliarden für Flüchtlinge

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bund hat sich im vergangenen Jahr nach einem Zeitungsbericht mit rund 9,3 Milliarden Euro an den Flüchtlingsausgaben von Ländern und Kommunen beteiligt. Das gehe aus dem Bericht der Bundesregierung über die Unterstützungsmaßnahmen des Bundes für die Länder und deren Mittelverwendung hervor, den das Bundeskabinett an diesem Mittwoch billigen wolle, schreibt die "Rheinische Post" (Mittwoch). Demnach zahlte der Bund allein 5,5 Milliarden Euro für noch nicht anerkannte Asylbewerber, die auf ihren Asylbescheid warteten. Zusätzlich erhielten die Länder eine Integrationspauschale von zwei Milliarden Euro vom Bund.

400 Millionen erstattete der Bund unter anderem für Unterkünfte von Asylsuchenden, 350 Millionen Euro zahlte er als Entlastungspauschale für unbegleitete Minderjährige. Der Bund kam dem Bericht zufolge 2016 auf gut 20 Milliarden Euro an Flüchtlingsausgaben. Denn er habe "weitere Ausgaben von über elf Milliarden Euro insbesondere auch für Maßnahmen zur Bekämpfung der Fluchtursachen getragen, an denen sich die Länder nicht beteiligen", schreibt das Bundesfinanzministerium.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, sieht beim Zustrom von Flüchtlingen nach Europa inzwischen Entspannung. "Die Anlandungen aus der Türkei nach Griechenland sind seit mehr als einem Jahr drastisch gesunken. Und im Moment sieht es auch auf der Libyen-Italien-Route eher danach aus, dass sich die Dynamik des Zustroms nicht verstärkt, sondern eher nachlässt", sagte Altmaier der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Unser Einsatz zur Verbesserung der Situation in Libyen, Mali und Niger scheint erste Früchte zu tragen."/sk/DP/stk

24.05.2017

Koalition einigt sich auf Betriebsrente

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat die Reform der Betriebsrente beschlossen. CDU, CSU und SPD einigten sich auf eine Neuregelung der betrieblichen Altersvorsorge, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Der Bundestag soll dem Gesetzentwurf bereits am 1. Juni zustimmen, wie aus der Tagesordnung hervorgeht. Zuvor hatten die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch) darüber berichtet. Demnach haben sich Union und SPD darauf verständigt, dass es beim geplanten Garantieverbot bleiben wird.

Mit einem neuen Modell wolle der Gesetzgeber künftig erreichen, dass die Tarifvertragspartner die Betriebsrente ganzen Belegschaften anbieten, heißt es in dem Bericht. Dabei werde den Beschäftigten statt einer Garantie eine unverbindliche Zielrente angeboten. Damit könnten höhere Renditen erzielt werden, betont die Koalition dem Bericht zufolge./bvi/bw/DP/stk

24.05.2017

Kein Rückkehrrecht auf Vollzeit - SPD greift Merkel an

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Scheitern des geplanten Rückkehrrechts von einer Teilzeit- auf eine Vollzeitstelle greift die SPD Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an. "Frau Merkel blockiert Verbesserungen für Frauen am Arbeitsmarkt, wenn es darauf ankommt", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch). "Für viele Frauen ist die Teilzeitarbeit eine Sackgasse. Denn viele Frauen möchten zwar ihre Stundenzahl erhöhen, stecken aber fest." Das habe Auswirkungen auf das Gehalt und auf die Rente.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte am Dienstag in Berlin berichtet, dass die geplante Regelung nicht mehr ins Kabinett kommen werde. Das habe ihr das Kanzleramt mitgeteilt. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz beklagte einen Bruch der Koalitionsvereinbarung von Union und SPD. Auch er gab der Bundeskanzlerin die Schuld dafür./sk/DP/stk

24.05.2017

SPD attackiert Schäuble in Griechenland-Debatte

BERLIN (dpa-AFX) - In der Diskussion über Schuldenerleichterungen für Griechenland hat die SPD Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) scharf kritisiert. "Schäuble trickst und schummelt", sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, der "Passauer Neue Presse" (Mittwoch). Der Minister habe eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Bedingung für die Griechenland-Rettung gemacht, verweigere nun aber die von der Organisation verlangten Schuldenerleichterungen, meinte Kahrs. Er warf Schäuble "Unwahrhaftigkeit" vor.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sagte dem Blatt: "Es kommt jetzt darauf an, dass sich die Gläubiger konstruktiv zeigen und zu den gemachten Zusagen stehen." Die Griechen hätten seit Jahren große Einschnitte etwa bei den Renten ertragen. "Diese Leistung müssen wir anerkennen." Zuvor hatte bereits Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) auf konkrete Zusagen für Erleichterungen ab 2018 gedrungen.

Die Finanzminister der Euro-Staaten hatten sich zuvor nicht auf neue Hilfszusagen für das pleitebedrohte Land verständigen können. Ein Beschluss soll nun am 15. Juni fallen. Griechenland steht unter Druck, weil die Regierung im Juli Schulden von gut sechs Milliarden Euro zurückzahlen muss.

Dass der IWF sich beteiligt, ist insbesondere Deutschland wichtig. Schäuble betont, dass ein neues Hilfsprogramm eine neuerliche Genehmigung des Bundestages erfordere. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter kritisierte, der Finanzminister "mit seiner sturen Verweigerung, substanzielle Schuldenerleichterungen für Griechenland zu ermöglichen", sorge nur für neue Verunsicherung./bvi/DP/stk

23.05.2017

Mexiko und Kanada bestehen auf trilateralen Nafta-Verhandlungen

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Mexiko und Kanada bestehen auf einer Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) mit den USA auf trilateraler Ebene. "Es ist eine Frage des gesunden Menschenverstandes: Wenn der Vertrag trilateral ist, sollten auch die Neuverhandlungen trilateral sein", sagte die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland am Dienstag nach einem Treffen mit ihrem Kollegen Luis Videgaray und Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo in Mexiko-Stadt.

Auf Druck von Washington soll das über 20 Jahre alte Abkommen neu verhandelt werden. Nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump profitieren Mexiko und Kanada stärker vom Freihandel als die Vereinigten Staaten. Die Verhandlungen können frühestens am 16. August beginnen.

Seit 1994 sind die USA, Kanada und Mexiko über Nafta verbunden. Der trilaterale Handel beträgt fast eine Billion US-Dollar. Die Modernisierung des Abkommens müsse allen Beteiligten Vorteile bringen, sagten Freeland und Guajardo in Mexiko./aso/DP/he

23.05.2017

Zypries verteidigt in USA deutschen Handelsüberschuss

WASHINGTON (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat bei ihrem Besuch in Washington den deutschen Handelsüberschuss gegenüber den USA verteidigt. "Die Amerikaner brauchen im Moment die Maschinen und Anlagen aus Deutschland, um ihre Reindustrialisierung voranzubringen, um die Industrie hier zu erneuern", sagte Zypries in Washington. Die Ministerin wollte am Dienstag (Ortszeit) und Mittwoch Gespräche zur transatlantischen Handelspolitik führen. Unter anderem trifft sich die SPD-Politikerin mit US-Handelsminister Wilbur Ross.

Deutschland sei durchaus dabei, den Überschuss zu verringern, etwa mit der geplanten Anhebung des Mindestlohnes oder mit zusätzlichen Investitionen, sagte Zypries. "Das wollen wir gerne machen, aber das dauert einen Moment.". Im Moment sei der deutsche Überschuss eine Win-win-Situation.

"Ungefähr 70 Prozent der Waren, die wir aus Deutschland liefern, werden hier in den USA zu neuen Produkten verarbeitet", sagte Zypries. "Das heißt, sie schaffen in ganz hohem Maße Arbeitsplätze", betonte sie. "Es geht nicht darum, dass wir Konsumgüter liefern."

Die USA hatten 2016 mit Deutschland das zweithöchste Handelsbilanzdefizit aller Länder. Es erreichte nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin einen Umfang von 64,9 Milliarden US-Dollar. Ein höheres Defizit verzeichnete die USA lediglich mit China (347,0 Milliarden Dollar)./fmk/DP/he

23.05.2017

ROUNDUP: Trump will US-Staatsausgaben massiv kürzen

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump will die Staatsausgaben der USA massiv zurückfahren. In den nächsten zehn Jahren sollen 3,6 Billionen US-Dollar an Ausgaben gekürzt werden, wie aus seinem Haushaltsentwurf vorgeht, den die Regierung am Dienstag in Washington vorstellte. Den Verteidigungsetat will der republikanische Präsident dagegen stark ausweiten.

Allerdings ist der Entwurf nicht viel mehr als eine Diskussionsgrundlage. Er muss von beiden Kammern des Kongresses in identischer Weise beschlossen werden. In diesem parlamentarischen Prozess werden erhebliche Änderungen erwartet.

Das Weiße Haus erklärte, der Entwurf sei aus der Sicht des Steuerzahlers entstanden. Jede Ausgabe sei auf die Frage geprüft worden, ob sie aus Sicht des Steuerzahlers zu rechtfertigen sei. Der Entwurf hat ein Gesamtvolumen von 4,094 Billionen US-Dollar.

Eine Analyse der "Washington Post" kommt zu dem Schluss, dass der Vorschlag einseitig die Wohlhabenden bevorzuge. Besserverdienende erhielten großzügige Steuernachlässe, während soziale Leistungen wie die Gesundheits-Grundsicherung für Arme wegfallen sollen. Auch Lebensmittelmarken für Bedürftige solle es nicht mehr geben.

Die Demokraten im Abgeordnetenhaus und Senat wiesen den Entwurf zurück. "Es ist ein Beispiel für Donald Trumps nicht gehaltene Versprechen der arbeitenden Bevölkerung Amerikas gegenüber", sagte die Oppositionsführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi. "Milliarden in die Rüstung zu stecken, während man zeitgleich die Familien Berufstätiger vernachlässigt, höhlt unsere Stärken aus", betonte sie.

Dem Vorschlag zufolge soll erstmals in der US-Geschichte eine Regelung für bezahlte Elternzeit eingeführt werden. Im Wahlkampf hatten vor allem die Demokraten bemängelt, die USA seien das einzige hochentwickelte Land der Erde, in dem bezahlte Auszeiten für Eltern nicht gesetzlich geregelt seien. Dies soll unter anderem mit Kürzungen bei der gesundheitlichen Grundversorgung Medicaid gegenfinanziert werden./dm/DP/she

24.05.2017

AKTIE IM FOKUS: Bertrandt nach Verkaufsvotum von Lampe erneut unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Bertrandt -Aktien haben am Mittwoch nach einer Verkaufsempfehlung des Bankhauses Lampe um 1,39 Prozent auf 83,44 Euro nachgegeben. Analyst Malte Janek Schmidt nahm die Bewertung der Aktien des Ingenieurdienstleisters für die Autobranche mit "Sell" und einem Kursziel von 74 Euro wieder auf. Das würde einen weiteren Wertverfall von rund 11 Prozent bedeuten.

Er habe seine Schätzungen nach der Gewinnwarnung des im SDax gelisteten Unternehmens überarbeitet, schrieb der Experte in seiner Studie.

Im ersten Mai-Drittel war das Unternehmen bei der Vorlage der Zahlen für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016/17 beim Umsatzausblick für das Gesamtjahr zurückgerudert. Grund der Vorsichtig ist der Wandel der Autobranche. Es kommt zu fortgesetzten Verzögerungen bei der Vergabe externer Entwicklungsaufträge an Ingenieur-Dienstleister, wie das Unternehmen damals mitteilte hatte. Die Aktien haben seither rund 15 Prozent an Wert verloren./mis/das

24.05.2017

ANALYSE-FLASH: Equinet senkt KWS Saat auf 'Neutral' - Ziel 346 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat KWS Saat angesichts der in diesem Jahr bislang starken Kursentwicklung von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Die Aktie des Saatgutherstellers habe sein unverändertes Kursziel von 346 Euro erreicht, schrieb Analyst Knud Hinkel in einer Studie vom Mittwoch./ajx/mis

24.05.2017

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley senkt Hella auf 'Equal-weight' - Ziel 41 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Hella nach der zuletzt guten Kursentwicklung von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft. Das Kursziel hob Analystin Victoria Greer in einer Studie vom Mittwoch aber von 35 auf 41 Euro an. Kurzfristig gebe es lohnendere Investments, schrieb die Expertin. Das höhere Kursziel begründete sie mit der von 2017 auf 2018 verlagerten Bewertungsbasis, der gestiegenen Branchenbewertung sowie einem Aufschlag für das attraktive Produktportfolio des Autozulieferers./mis/edh

24.05.2017

AKTIE IM FOKUS: Rocket Internet steigen auf Tradegate - GFG-Partnerschaft

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Rocket Internet könnten ihren jüngsten Aufwärtstrend am Mittwoch nach der Bekanntgabe einer Kooperation der Beteiligung Global Fashion Group (GFG) fortsetzen. Die Papiere stiegen am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um 2,48 Prozent auf 20,649 Euro. Seit dem Zwischentief im März bei 15,12 Euro haben sie auf Xetra jüngst bereits rund ein Drittel an Wert gewonnen.

Die GFG ging eine strategische Partnerschaft mit dem Einkaufszentren- und Einzelhandelsunternehmen Emaar Malls ein, wie bekanntgegeben wurde. Ein Händler wertete dies ebenso positiv wie Zahlen von GFG für das erste Quartal, da der operative Verlust (Ebita) deutlich gesunken sei.

In GFG sind internationale Online-Modeshops ähnlich dem deutschen Zalando gebündelt. Neben Rocket Internet ist die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik ein Investor./mis/stb

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24.05.2017

AKTIE IM FOKUS: Hella leiden vorbörslich unter Aktienplatzierung und Abstufung

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Hella haben am Mittwoch auf der Handelsplattform Tradegate vorbörslich 2,17 Prozent auf 45,250 Euro verloren. Händler verwiesen auf die Platzierung von rund 2,35 Millionen Aktien des Autoleuchten-Spezialisten. Der Preis soll bei 45,50 Euro je Aktie liegen und damit im oberen Bereich der vorher genannten Preisspanne zwischen 44,00 Euro und dem letzten Xetra-Kurs von 46,255 Euro. Zudem strich die US-Investmentbank Morgan Stanley unter Verweis auf die gute Kursentwicklung seit März ihre Kaufempfehlung für die Aktie./gl/fbr

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24.05.2017

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt Beiersdorf auf 'Halten' - Fairer Wert 100 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat Beiersdorf von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert auf 100 Euro belassen. Er sehe derzeit keinen Spielraum für eine Anhebung seiner Gewinnschätzungen, schrieb Analyst Thomas Maul in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie des Konsumgüterherstellers notiere zudem nahe des von ihm errechneten fairen Wertes./ajx/edh

23.05.2017

ANALYSE-FLASH: NordLB hebt Ziel für RWE auf 21 Euro - 'Kaufen'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für RWE von 17 auf 21 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Energiekonzern sei gut ins Jahr 2017 gestartet, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Dienstag. Die Geschäftszahlen für das erste Quartal hätten trotz rückläufiger Entwicklung über den allgemeinen Erwartungen gelegen. RWE bleibe auf einem guten Weg, die Unternehmensziele inklusive der angestrebten Dividende für die Stammaktie zu erreichen. Zudem habe der erfolgreiche Börsengang der Ökostromtochter Innogy den finanziellen und strategischen Handlungsspielraum erhöht./mis/edh

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23.05.2017

ANALYSE-FLASH: Independent Research hebt Ziel für RWE auf 17,50 Euro - 'Halten'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für RWE anlässlich der Gerüchte um einen Innogy-Anteilsverkauf an Engie von 16,80 auf 17,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Eine solche Transaktion mit einer Überkreuzbeteiligung an Engie weise nur eine geringe industrielle Logik für den deutschen Versorger auf, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Dienstag. Das neue Kursziel begründete er unter anderem mit einer zeitlichen Anpassung seines Bewertungsmodells./ajx/edh

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23.05.2017

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Wirecard auf 'Buy' - Ziel 70 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat die Einstufung für die Aktie des Zahlungsabwicklers Wirecard auf "Buy" mit einem Kursziel von 70 Euro belassen. Analyst Knut Woller hält laut einer Studie vom Dienstag eine Anhebung der Unternehmensziele im Lauf des Jahres für wahrscheinlich./ajx/edh

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23.05.2017

AKTIE IM FOKUS: Pfeiffer Vacuum schaffen es nach HV-Aussagen ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Pfeiffer Vacuum haben am Dienstag positiv auf Unternehmensaussagen auf der Hauptversammlung reagiert. Zuvor noch mit 1,5 Prozent im Minus liegend, schafften sie es am Nachmittag aufgrund einer Jahresprognose und einer harten Haltung im Abwehrkampf gegen den Großaktionär Busch ins Plus. Zuletzt legten sie im TecDax 1,14 Prozent auf 124,70 Euro zu.

Der Hersteller von Vakuumpumpen versprach auf dem Aktionärstreffen nicht nur ein kräftiges Wachstum im laufenden Jahr, sondern untermauerte auch weiter seine Auffassung, dass die an einer Übernahme interessierte Busch-Gruppe keinen angemessenen Kaufpreis zahlen wolle. Diese lehnte eine Erhöhung der letzten Offerte von 110 Euro je Aktie daraufhin aber kategorisch ab. Ihr Gebot bleibt damit gut 15 Euro unter dem aktuellen Aktienkurs./tih/he

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser