dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)
ROUNDUP: 'Fortschritte' bei Verhandlungen über griechischen Schuldenschnitt
ATHEN (dpa-AFX) - Griechenlands Regierung und Bankenvertreter haben offensichtlich erhebliche Fortschritte in ihren Gesprächen für einen Schuldenschnitt erzielt. 'Wir haben heute große Fortschritte in technischen, juristischen und anderen Themen erzielt', sagte ein Sprecher des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Freitagabend. Die Verhandlungen sollen am Samstag fortgesetzt werden, hieß es. 'Fortschritte wurden erzielt. Die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt', hieß es auch in einer schriftlichen Erklärung des Internationalen Bankenverbandes (IIF).
Vorangegangen waren am dritten Tag in Folge mehrstündige Gespräche des griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos und seines Finanzministers Evangelos Venizelos mit dem Geschäftsführer des IIF Charles Dallara und anderen Bankexperten. Die Verhandlungen verliefen zäh, hieß es aus Bankenkreisen.
GÜNSTIGEREN ZINS FÜR NEUE ANLEIHEN VORGESCHLAGEN
Dallara soll als Vertreter der Banken einen etwas günstigeren Zins für die neuen Anleihen vorgeschlagen haben, die die alten griechischen Staatsanleihen ersetzen sollen. Nach Informationen aus griechischen Bankquellen sei nun ein Zinssatz von 3,8 Prozent im Gespräch. Noch vor wenigen Tagen habe Dallara 4,0 Prozent im Durchschnitt vorgeschlagen. Die Zinsen sollten aber steigen, wenn die griechische Wirtschaft wieder wachse. Der Zinssatz für die neuen Papiere ist ein zentraler Streitpunkt.
Außerdem wollen die Banken sicher sein, dass für die neuen Anleihen britisches Recht gilt. So wollen sie sich absichern, dass Griechenland eine Umschuldung künftig nicht mehr rechtlich erzwingen kann. Der angestrebte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro drücken.
Wie der griechische Rundfunk berichtete, will Papademos angesichts eines möglichen Durchbruchs an diesem Wochenende die Vorsitzenden der Parteien, die seine Regierung unterstützen - Sozialisten, Konservative und eine kleine rechtsgerichtete Partei - über die Einzelheiten des Schuldenschnitts informieren.
SKEPSIS WÄCHST OB SCHULDENERLASS REICHT
Aber selbst wenn eine Absichtserklärung über einen Schuldenschnitt zustande kommt, bedeutet das noch keinen endgültigen Erfolg für die dringend benötigte Umschuldung. Denn unklar ist nach wie vor, wie viele Investoren tatsächlich mitziehen würden - und um wie viel die Schulden tatsächlich reduziert würden. Als einer der größten Gläubiger will etwa die EZB bislang nicht bei dem Schnitt mitziehen.
Gleichzeitig wächst die Skepsis, ob ein Schuldenerlass privater Gläubiger überhaupt reicht, um das Land zu retten. Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält einen größeren Beitrag der Euro-Länder bei einer Umschuldung für notwendig. 'Wenn die griechische Schuldentragfähigkeit unter Beweis gestellt wird und es ein Gesamtverständnis mit dem privaten Sektor gibt, wird sich auch der öffentliche Sektor fragen müssen, ob er nicht die Hilfestellung leistet', sagte Luxemburgs Regierungschef der österreichischen Zeitung 'Der Standard' (Freitag). Ob sich die Europäische Zentralbank (EZB) beteilige, sei aber allein Sache der unabhängigen Notenbank.
TROIKA MONIERT VERSPÄTUNGEN BEI REFORMEN
Parallel zu den zähen Schuldenschnitt-Verhandlungen läuft auch eine neue Kontrolle der griechischen Finanzen: Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds IWF und der EZB monierten nach den ersten Inspektionen erneut Verspätungen bei den Reformen.
Geplant ist, dass die Grundbesitzsteuern um 25 Prozent erhöht werden. Rüstungsausgaben und Zusatzrenten sollen gekürzt werden. Außerdem fordern die Experten, das 13. und 14. Monatsgehalt abzuschaffen und die Arbeitszeiten zu liberalisieren. Anderenfalls werde es kein Geld mehr für Athen geben. Wenn Griechenland zum 20. März seine fälligen Anleihen nicht zurückzahlen kann, ist es pleite.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kritisierte, Athen dürfe nicht nur Versprechungen machen, 'Griechenland muss auch liefern'. Man dürfe 'hier keine falschen Anreize geben'. Auch Eurobonds sorgten für solche falschen Anreize: 'Wenn man auf Risiken anderer Geld ausgibt, ist das eine Versuchung, der keiner widerstehen kann.'/tt/DP/wiz
Belgischer Vizepremier sieht Herabstufung durch Fitch als Reformsignal
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die belgische Regierung wertet die Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes durch die US-Ratingagentur Fitch vom Freitagabend offensichtlich als Bestätigung ihrer Sparpolitik. 'Das beweist vor allem, dass noch mehr Reformen nötig sind, nicht nur in Europa, sondern auch in Belgien', sagte der Vize-Premier Vincent Van Quickenborne laut belgischer Nachrichtenagentur Belga im Fernsehen.
Es gelte, nun durch strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt und bei den Renten die Aussichten auf Wirtschaftswachstum zu beflügeln, sagte Van Quickenborne. Die belgische Regierung hat von Sparmaßnahmen angekündigt. Am Montag steht dem Land deswegen ein weiterer groß angelegter Streik bevor.
Fitch hatte die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone darunter Italien und Spanien herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone und von Slowenien wurde gleich um zwei Noten gesenkt. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt. Fitch begründet die Entscheidung mit einer gesunkenen Fähigkeit der Länder, auf Schocks zu reagieren./hrz/DP/wiz
Presse: Viele Interessenten für Solar Millennium
ERLANGEN/NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Verhandlungen des vorläufigen Insolvenzverwalters von Solar Millennium mit potenziellen Investoren sind in eine konkrete Phase getreten. Die Liste der Kaufinteressenten umfasse 70 Namen, sagte Insolvenzverwalter Volker Böhm den 'Nürnberger Nachrichten' (Samstagausgabe). Interessenten hätten die sogenannte Due-Diligence-Prüfung begonnen - das heißt, sie nehmen die Bücher im Detail unter die Lupe. Ein Sorgenkind sei die US-Tochter Solar Trust, die in Kalifornien das weltweit größte Solarthermiekraftwerk geplant hatte. Das Projekt sei eine der wesentlichen Ursachen für die Insolvenz, sagte Böhm: 'Da wurden Fehler gemacht, die ganze Sache war wohl ein Nummer zu groß.' Die 60 Mitarbeiter der Solar Millenium AG erhalten noch bis Ende Februar Insolvenzgeld./rol/DP/wiz
ROUNDUP/IPO/'WSJ': Facebook könnte Mittwoch Börsengang anstoßen
NEW YORK (dpa-AFX) - In den erwarteten Mega-Börsengang von Facebook kommt offensichtlich Bewegung. Nach Informationen des 'Wall Street Journal' könnte das weltgrößte soziale Netzwerk schon am kommenden Mittwoch die nötigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht einreichen. Das wäre der erste Schritt auf dem Weg zum Parkett. Bis zum eigentlichen Börsengang dürften dann aber noch Monate vergehen. Zuletzt war ein Termin im Sommer erwartet worden.
Laut 'Wall Street Journal' vom Freitag strebt Facebook eine Bewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar an (57 bis 76 Mrd Euro). Damit würde der Senkrechtstarter mehr auf die Waage bringen als die meisten Dax-Konzerne: Siemens
Die gewöhnlich gut unterrichtete Zeitung berief sich bei ihren Informationen auf eine eingeweihte Person. Die verriet auch, dass vermutlich die US-Investmentbank Morgan Stanley den Börsengang federführend begleiten wird. Das wäre ein Coup für das Wall-Street-Haus. Es winken millionenschwere Gebühreneinnahmen und viel Renommee bei einem der größten Börsengänge aller Zeiten. Auch der Rivale Goldman Sachs soll eine gewichtige Rolle übernehmen.
Bereits seit längerem wird über einen Börsengang von Facebook spekuliert. In der jüngeren Vergangenheit hatten Internetfirmen wie das berufliche Netzwerk LinkedIn, das Schnäppchenportal Groupon und der Spieleentwickler Zynga ('Farmville') den Sprung aufs Parkett gewagt. Das war vielfach als Testlauf für Facebook gesehen worden.
Nach früheren Informationen der Zeitung sollen im ersten Schritt Aktien für rund 10 Milliarden Dollar ausgegeben werden. Das wäre je nach Gesamtumfang des Börsengangs etwa ein Zehntel aller Anteile. Der Rest verbliebe bei den Alteignern, darunter Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Ihm gehört ein knappes Viertel an Facebook. Er ist damit schon heute mehrfacher Milliardär.
Facebook müsste nach US-Vorschriften vermutlich ohnehin ab April seine Geschäftszahlen offenlegen, da das Unternehmen im vergangenen Jahr mit ziemlicher Sicherheit die Marke von 500 Anteilseignern überschritten hat. Verzichtet Zuckerberg auf einen Börsengang, müsste er sich in die Bücher schauen lassen, ohne zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen. Deshalb wurde der Gang aufs Parkett in diesem Zeitraum erwartet.
Zuckerberg wollte die Kontrolle über sein Unternehmen lange nicht aus der Hand geben und hatte deshalb einen Börsengang so lange wie möglich hinausgezögert. Mit inzwischen rund 800 Millionen Nutzern ist Facebook die unangefochtene Nummer eins unter den Online-Netzwerken. Trotz Kritik von Datenschützern und Politikern am Umgang mit Nutzerinformationen wächst das Netzwerk rasant./das/DP/wiz
US-Anleihen: Fester - Schwaches US-BIP stützt Kurse
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Freitag nach schwächer als erwarteten Konjunkturdaten zum US-Wirtschaftswachstum deutlich zugelegt. Die Renditen 5-jähriger Titel fielen den dritten Tag in Folge auf ein Rekordtief. Die Daten zum Bruttoinlandsprodukt seien schwach ausgefallen, vor allem aber habe ein Großteil des gemessenen Zuwachses aus Lageraufbau resultiert und nicht aus Investitionen und Konsum, hieß es am Markt. Die Signale, die die Fed mit ihrer Ankündigung einer fortgesetzten Niedrigzinspolitik in Erwartung einer schwächeren Konjunktur ausgesendet habe, hätten sich durch die Daten noch verstärkt, sagte ein Anleihehändler in New York.
Zweijährige Anleihen stiegen um 2/32 Punkte auf 100 2/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,211 Prozent. Fünfjährige Anleihen legten um 4/32 Punkte auf 100 19/32 Zähler zu. Sie rentierten mit 0,751 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 10/32 Punkte auf 100 28/32 Punkte. Ihre Rendite fiel damit auf 1,897 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 21/32 Punkte auf 101 08/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,060 Prozent./men
Devisen: Euro steigt über 1,32 Dollar - Zuversicht auf Lösung in Griechenland
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro
Mit dem Sprung über 1,32 Dollar setzte die Gemeinschaftswährung ihren Aufwärtstrend fort. Seit fünf Tagen legt sie zur US-Währung zu. Aussagen von EU-Währungskommissar Olli Rehn, dass eine Einigung über einen Schuldenschnitt für Griechenland unmittelbar bevor stehe, habe den Kurs des Euro zum Wochenschluss gestützt, hieß es am Markt. Zudem hätte die sich entspannende Lage an den Anleihemärkten Europas ebenfalls positiv ausgewirkt, sagten Händler./men/wiz
Monti nimmt Herabstufung Italiens durch Fitch gelassen auf
ROM (dpa-AFX) - Der italienische Regierungschef Mario Monti hat die Herabstufung der Kreditwürdigkeit seines Landes durch die US-Ratingagentur Fitch gelassen aufgenommen. Das seien alles Dinge, die nicht neu seien, und sie urteilten nicht über die aktuelle Politik Italiens, betonte Monti, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.
Am Freitagabend hatte Fitch die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone darunter Italien und Spanien herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone und von Slowenien wurden gleich um zwei Noten gesenkt. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note herabgesetzt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt./ka/DP/wiz
Umsätze an Terminbörse Eurex gesunken
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Freitag gesunken. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 750.124 (Donnerstag: 1.128.238) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 333.394 (646.486), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 416.730 (481 .52). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,80 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nokia
'WSJ': Facebook könnte Mittwoch Börsengang anstoßen
NEW YORK (dpa-AFX) - Der erwartete Mega-Börsengang von Facebook scheint näher zu rücken. Nach Informationen des 'Wall Street Journal' könnte das weltgrößte soziale Netzwerk schon am kommenden Mittwoch die nötigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht einreichen. Demnach strebt Facebook eine Bewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar an (57 bis 76 Mrd Euro).
Die gewöhnlich gut unterrichtete Zeitung berief sich am Freitag auf eine eingeweihte Person. Die verriet auch, dass vermutlich die US-Investmentbank Morgan Stanley
ROUNDUP: EnBW-Kapitalerhöhung bei OEW endgültig durch
MERKLINGEN (dpa-AFX) - Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) hat grünes Licht für die Kapitalerhöhung beim Energieversorger EnBW
Zudem beschlossen die neun Landkreisen gehörenden OEW, für ein nötiges Darlehen zu bürgen, das die OEW Energie-Beteiligungs-GmbH aufnehmen soll. 'Mit dieser Kapitalerhöhung unterstützen wir die EnBW auf ihrem Weg in ein neues Energiezeitalter', erklärte Heinz Seiffert, Landrat des Alb-Donau-Kreises und stellvertretender Verbandsvorsitzender der OEW.
EnBW hat mit Verlusten aus seinen Atomkraftwerken zu kämpfen und will stärker in erneuerbare Energieformen investieren. Hierzu soll unter anderem die Kapitalerhöhung genutzt werden. Daneben verkauft EnBW Beteiligungen und hat ein Sparprogramm aufgelegt.
Der Ernergieversorger soll insgesamt 800 Millionen Euro von seinen Hauptanteilseignern - dem Land und den OEW (je 46,55 Prozent Anteil) - erhalten. Das Land will seinen Anteil über die Tochter Neckarpri finanzieren, die auch den Anteil an der EnBW vom französischen Konzern Electricite de France (Electricite de France (EdF)
ROUNDUP/Aktien New York: Verluste bei Standardwerten - BIP-Enttäuschung belastet
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen haben am Freitag mit Verlusten auf schwach ausgefallene Daten zum Bruttoinlandsprodukt reagiert. Der Dow Jones Industrial
Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Dabei speiste sich der Zuwachs zudem insbesondere aus dem Lageraufbau und nicht aus Investitionen und Konsum, was von Experten enttäuscht aufgenommen wurde. Ein New Yorker Fondsmanager kommentierte daraufhin, die Bereitschaft der US-Zentralbank Fed zur fortgesetzten Niedrigzinspolitik könne daher auch in der Erwartung einer schwächeren Konjunktur begründet liegen.
FORD SCHWÄCHELT IN EUROPA - FITCH-ABSTUFUNGEN VERPUFFEN
Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse etwas gedrückt. Die Abstufung der Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone durch die Ratingagentur Fitch am Freitagabend nahm der Aktienmarkt hingegen gelassen hin - nachhaltig bewegt wurden die Kurse nicht.
Der Autopionier Ford
CHEVRON VON RAFFINERIEN BELASTET - MARLBORO-KONZERN ALTRIA VERDIENT WENIGER
Der zweitgrößte US-Energiekonzern Chevron
Der Altria-Konzern
PROCTER & GAMBLE MIT GEWINNEINBRUCH
Bei Procter & Gamble
Honeywell International
EASTMAN CHEMICAL WILL ZUKAUFEN - AKTIE STEIGT
Auf Unternehmensseite bewegte neben Quartalszahlen auch ein Übernahmeangebot: Eastman Chemical
Juniper Networks
Aktien New York Schluss: Verluste im Dow - BIP-Enttäuschung belastet
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen haben am Freitag mit Verlusten auf schwach ausgefallene Daten zum Bruttoinlandsprodukt reagiert. Der Dow Jones Industrial
Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Dabei speiste sich der Zuwachs zudem insbesondere aus dem Lageraufbau und nicht aus Investitionen und Konsum, was von Experten enttäuscht aufgenommen wurde. Ein New Yorker Fondsmanager kommentierte daraufhin, die Bereitschaft der US-Zentralbank Fed zur fortgesetzten Niedrigzinspolitik könne daher auch in der Erwartung einer schwächeren Konjunktur begründet liegen.
Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse etwas gedrückt. Die Abstufung der Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone durch die Ratingagentur Fitch am Freitagabend nahm der Aktienmarkt hingegen gelassen hin - nachhaltig bewegt wurden die Kurse nicht./men/wiz
Aktien New York: Verluste bei Standardwerten - BIP-Enttäuschung belastet
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen haben am Freitag mit Verlusten auf schwach ausgefallene Daten zum Bruttoinlandsprodukt reagiert. Der Dow Jones Industrial
Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Ein New Yorker Fondsmanager kommentierte daraufhin, die Bereitschaft der US-Zentralbank Fed zur fortgesetzten Niedrigzinspolitik könne auch in der Erwartung einer schwächeren Konjunktur begründet liegen.
Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse gedrückt. Auf die Abstufung der Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone durch die Ratingagentur Fitch am Freitagabend reagierte der Aktienmarkt hingegen kaum.
Der Autopionier Ford
Der zweitgrößte US-Energiekonzern Chevron
Bei Procter & Gamble
Honeywell International
Auf Unternehmensseite bewegte neben Quartalszahlen auch ein Übernahmeangebot: Eastman Chemical
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt im Minus
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA im Minus geschlossen. Dem Dax
'Die etwas schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA sind nach einer stramm positiven Woche an den Aktienmärkten ein willkommener Grund für Gewinnmitnahmen', kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank das Minus. Indes rückt ein Durchbruch bei den Verhandlungen über Griechenlands Schuldenschnitt kurz vor dem EU-Gipfel am Montag in greifbare Nähe: Laut EU-Währungskommissar Olli Rehn steht eine Einigung am Wochenende unmittelbar bevor. Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital gab diesbezüglich aber zu bedenken, dass der Markt dies größtenteils schon eingepreist habe.
ASIEN BRINGT STAHLKONZERNE UNTER DRUCK
Die Papiere der Stahlkonzerne gehörten wegen Gewinnmitnahmen und negativen Vorgaben aus Asien zu den Verlierern. Börsianer verwiesen auf schwache Zahlen von Nippon Steel
Die Aktien der Deutschen Börse knüpften dagegen mit einem Aufschlag von 0,61 Prozent auf 45,50 Euro an ihre Serie von zuvor vier freundlichen Handelstagen an. Im Wochenverlauf haben sie damit mehr als 8 Prozent an Wert gewonnen. Spitzenreiter im Dax waren aber die RWE-Aktien,
EUROPAS BÖRSEN SCHWÄCHER ALS DER DAX
Im MDax schnellten die Anteilsscheine von Wacker Chemie
Die übrigen europäischen Börsen gingen noch etwas schwächer als der Dax in das Wochenende: Der EuroStoxx 50 verlor 0,97 Prozent auf 2436,62 Punkte und die Börsen in Paris und London gingen jeweils mehr als ein Prozent leichter aus dem Handel. In New York lag der Leitindex Dow Jones zum Handelsschluss in Europa mit fast 0,7 Prozent im Minus.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,54 (Donnerstag: 1,58) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,27 Prozent auf 131,25 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,15 Prozent auf 138,90 Punkte. Der Kurs des Euro stagnierte: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs wie am Vortag auf 1,3145 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7607 Euro./tih/wiz
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---
Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt im Minus - Sechste Gewinnwoche in Folge
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA im Minus geschlossen. Dem Dax ging am Nachmittag die Luft aus und so verabschiedete er sich 0,43 Prozent leichter bei 6511,98 Punkten aus dem Handel, verteidigte aber die von Börsianern als wichtig angesehene Marke von 6500 Punkten. Auf Wochensicht hat er fast 1,7 Prozent zugelegt und somit die sechste Woche in Folge im Plus beendet. Seit dem Jahreswechsel hat er mehr als 10 Prozent zugelegt. Der MDax gab am Freitag um 0,34 Prozent auf 9940,44 Punkte nach. Der TecDax ging 0,17 Prozent leichter bei 744,54 Punkten in das Wochenende.
'Die etwas schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA sind nach einer stramm positiven Woche an den Aktienmärkten ein willkommener Grund für Gewinnmitnahmen', kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank das Minus. Indes rückt ein Durchbruch bei den Verhandlungen über Griechenlands Schuldenschnitt kurz vor dem EU-Gipfel am Montag in greifbare Nähe: Laut EU-Währungskommissar Olli Rehn steht eine Einigung am Wochenende unmittelbar bevor. Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital gab diesbezüglich aber zu bedenken, dass der Markt dies größtenteils schon eingepreist habe./tih/wiz
ROUNDUP/Aktien New York Eröffnung: Verluste - BIP-Enttäuschung belastet
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen sind am Freitag wegen schwach ausgefallener Daten zum Bruttoinlandsprodukt mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial
Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Ein New Yorker Fondsmanager kommentierte daraufhin, die Bereitschaft der US-Zentralbank Fed zur fortgesetzten Niedrigzinspolitik könne auch in der Erwartung einer schwächeren Konjunktur begründet liegen. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für Januar war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse gedrückt.
Der Autopionier Ford
Der zweitgrößte US-Energiekonzern Chevron
Bei Procter & Gamble
Honeywell International
Auf Unternehmensseite bewegte neben Quartalszahlen auch ein Übernahmeangebot: Eastman Chemical
Aktien New York: Verluste - BIP-Enttäuschung belastet
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen sind am Freitag wegen schwach ausgefallener Daten zum Bruttoinlandsprodukt mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial
Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für Januar war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse gedrückt./men/wiz
Aktien Frankfurt: Enttäuschende US-Daten drücken Dax wieder ins Minus
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten wieder ins Minus gerutscht. Auch seitens durchwachsener amerikanischer Unternehmenszahlen gab es keine positiven Impulse. Der zwischenzeitlich festere Dax
Derweil nimmt der Dax aktuell immer noch Kurs auf die sechste Gewinnwoche in Folge.'Die etwas schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA sind nach einer stramm positiven Woche an den Aktienmärkten ein willkommener Grund für Gewinnmitnahmen', kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank die jüngste Kursschwäche. 'Es muss sich aber niemand über das US-Wirtschaftswachstum grämen.'
Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) lobte, bisher sei die Berichtssaison 'ohne größere Tiefschläge' über die Bühne gegangen. Somit spreche erst einmal wenig für einen größeren Rückschlag oder gar eine erneute Trendwende. Derweil gab Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital zu bedenken, der Markt preise den erhofften Durchbruch bei den Verhandlungen mit Griechenland über einen Schuldenschnitt schon großteils ein. Entsprechend sei das weitere Kurspotenzial bei einer Einigung begrenzt.
STAHLWERTE SCHWÄCHER: GEWINNMITNAHMEN, NIPPON STEEL
Die Papiere der Stahlkonzerne gehörten wegen Gewinnmitnahmen und schwachen Vorgaben aus Asien zu den Verlierern am deutschen Aktienmarkt. Börsianer verwiesen auf schwache Zahlen von Nippon Steel
Die Aktien der Energiekonzerne Eon
EADS IM PLUS - ZUKAUFSPLÄNE, FÜHRUNGSWECHSEL, STUDIE
Die Aktien von K+S
Für die Anteilsscheine von EADS
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
Aktien New York Ausblick: Verluste - BIP-Daten enttäuschen
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street dürfte am Freitag belastet von negativ aufgenommenen Konjunkturdaten leichter in den Handel starten. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial
Die US-Wirtschaft war im vierten Quartal nicht so stark gewachsen wie von Volkswirten erwartet worden war. Eine knappe halbe Stunde nach Handelsbeginn dürfte das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für Januar für weitere Aufmerksamkeit sorgen.
Auf Unternehmensseite bewegten bereits vorbörslich neben Quartalszahlen auch eine Übernahme: Eastman Chemical
Juniper Networks
Ford
Aktien Frankfurt: Dax setzt sich in Gewinnzone fest -Zahlen, Chart, Griechenland
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der anfangs richtungslose deutsche Aktienmarkt hat am Freitag seine Aufwärtstendenz fortgesetzt. Börsianer verwiesen auf die weiter gute Stimmung am Aktienmarkt, die Hoffnung auf eine Lösung in Griechenland und die positive Charttechnik. Bis zum Mittag stieg der Dax
'Da auch die laufende Quartalssaison bislang ohne größere Tiefschläge über die Bühne geht, spricht kurzfristig wenig für einen größeren Rückschlag oder gar eine erneute Trendwende', schrieb Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Sein Kollege Manfred Jaisfeld von der National-Bank ist mit Blick auf die Charttechnik ebenfalls optimistisch: 'Der Dax hat mit dem gestrigen Schlusskurs eine wichtige Widerstandszone durchschritten und so das Fundament für zunächst weiter steigende Kurse gelegt.' Ein anderer Marktteilnehmer verwies zudem auf die starken Kursgewinne griechischer Banken, die die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit Griechenland über einen Schuldenschnitt zeigten. Am Nachmittag könnten weitere Impulse aus den USA beispielsweise von Chevron-Zahlen
STAHLWERTE SCHWÄCHER: GEWINNMITNAHMEN, NIPPON STEEL
Die Papiere der Stahlkonzerne gehörten wegen Gewinnmitnahmen und schwachen Vorgaben aus Asien zu den Verlierern am deutschen Aktienmarkt. Börsianer verwiesen auf schwache Zahlen von Nippon Steel
Die Aktien der Energiekonzerne Eon
EADS FEST - ZUKAUFSPLÄNE, FÜHRUNGSWECHSEL, STUDIE
Die Aktien von K+S
Für die Anteilsscheine von EADS
ADVA LEIDEN UNTER JUNIPER-AUSBLICK
Im TecDax sanken die Aktien von Adva Optical Networking
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
ROUNDUP: Fitch senkt Bonität von 5 Euro-Ländern - darunter Spanien und Italien
LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone darunter Italien und Spanien herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone und von Slowenien sei gleich um zwei Noten gesenkt worden, teilte Fitch am Freitag in London mit. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt.
Fitch begründet die Entscheidung mit einer gesunkenen Fähigkeit der Länder, auf Schocks zu reagieren. Die Ratingagentur verweist auch auf den kurzfristig trüben wirtschaftlichen Ausblick. Fitch hatte am 16. Dezember allen sechs Ländern kurzfristig eine Herabstufung angedroht (Rating Watch Negative/RWN).
BETROFFENE LÄNDER ALLE MIT NEGATIVEM AUSBLICK
Die Bonität Italiens wurde von Fitch von bisher 'A+' auf 'A-' gesenkt. Durch die gestiegenen Zinsen für italienische Anleihen sei eine neue Schuldendynamik entstanden, begründete Fitch die Entscheidung. In Spanien habe sich der wirtschaftliche und fiskalische Ausblick verschlechtert. Die Bonitätsnote sinke daher von 'AA-' auf 'A'. Zypern ('BBB-') und Slowenien ('A') wurden vor allem wegen Problemen im Bankensektor herabgestuft. Bei Irland (BBB+) verzichtete Fitch trotz der Drohung auf eine Herabstufung. Belgien hat jetzt nach der Herabstufung mit 'AA' (bisher 'AA+') die drittbeste Note im System von Fitch.
Die Kreditwürdigkeit aller betroffenen sechs Länder wurde mit einem negativen Ausblick versehen. Es droht laut Fitch mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent eine Herabstufung in den nächsten beiden Jahren.
FINANZMÄRKTE REAGIEREN GELASSEN - EURO STEIGT
Ausgenommen von der Ratingentscheidung waren Länder mit der Bestnote 'AAA' und Portugal und Griechenland, deren Bewertung auf Ramschniveau ist. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte zuletzt bei ihrem Rundumschlag am 13. Januar auch 'AAA'-Länder wie Frankreich und Österreich herabgestuft.
Die Finanzmärkte reagierten sehr gelassen auf die Nachricht. Der Eurokurs stieg sogar auf ein neues Tageshoch von 1,3220 US-Dollar. Der US-Aktienmarkt reagierte kaum. Die Entscheidung sei am Markt bereits erwartet worden, sagten Händler. Zudem bewerte Fitch die meisten Länder besser als Standard & Poor's. /jsl/wiz
RATING: Fitch senkt Bonität von 5 Euro-Ländern - darunter Spanien und Italien
LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone darunter Italien und Spanien herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone und von Slowenien sei gleich um zwei Noten gesenkt worden, teilte Fitch am Freitag in London mit. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt. Die Kreditwürdigkeit aller betroffenen sechs Länder wurde mit einem negativen Ausblick versehen./jsl/wiz
ROUNDUP: Arbeitgeber: Beschäftigung Älterer besser als bekannt
BERLIN (dpa-AFX) - Die Beschäftigung älterer Menschen ist nach einer Analyse der Arbeitgeber überdurchschnittlich hoch - und damit weitaus besser als bislang dargestellt. Nach deren Berechnung liegt die Quote der am Arbeitsmarkt verfügbaren 60- bis 64-Jährigen mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei 68,3 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kommt aufgrund einer anderen Berechnungsgrundlage auf einen Wert von aktuell 27,5 Prozent - mit zuletzt stark steigender Tendenz.
'Die Behauptung, in dieser Altersgruppe habe nur jeder Vierte eine sozialversicherungspflichtige Arbeit, ist höchst irreführend', heißt es dazu in dem Papier der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), aus dem das 'Handelsblatt' (Freitag) zitierte und das auch der dpa vorliegt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warf den Arbeitgebern Schönfärberei vor.
Die Beschäftigungsquote dieser sogenannten rentennahen Jahrgänge spielt eine wichtige Rolle in der Debatte über die Anhebung des Renteneintrittsalters. Die SPD will die Rente mit 67 so lange aussetzen, bis die Quote der 60- bis 64-Jährigen in Beschäftigung auf mindestens 50 Prozent gestiegen ist. Nach Angaben des Arbeitsministeriums liegt die Beschäftigungsquote für alle Erwerbsfähigen zwischen 15 und 65 Jahren bei 51,7 Prozent.
Nach BDA-Darstellung steht von insgesamt 4,6 Millionen Menschen in der Gruppe der 60- bis 64-Jährigen faktisch weniger als die Hälfte tatsächlich für eine sozialversicherungspflichtige Arbeit zur Verfügung. 'Insgesamt können und wollen höchstens rund 1,8 Millionen 60- bis 64-Jährige sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein.' Und von diesen seien bereits mehr als 1,2 Millionen und damit mehr als zwei Drittel in regulärer Beschäftigung.
DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach warf der BDA vor, die Erwerbsquote der Älteren 'künstlich zu schönen'. Damit wollten die Arbeitgeber 'nur davon ablenken, dass sie in Wirklichkeit nach wie vor Ältere nicht mehr einstellen wollen. Ein höheres Alter ist eines der Haupteinstellungshindernisse am Arbeitsmarkt', sagte sie der dpa. '100 000 Ältere beziehen inzwischen Hartz IV und werden in der Statistik noch nicht einmal als Arbeitslose erfasst, weil man davon ausgeht, dass sie ohnehin nicht eingestellt werden.'
Die Bewertung der Arbeitsmarktsituation wird aus BDA-Sicht dadurch verzerrt, dass die Berechnungsbasis für die Quote zu groß gewählt ist: So gehen in die offizielle Statistik auch rund 500 000 ältere Selbstständige und Beamte ein, die für einen Angestelltenjob gar nicht in Frage kommen. Weitere 1,6 Millionen 60- bis 64-Jährige stünden für eine Beschäftigung deshalb nicht zur Verfügung, weil sie entweder freiwillig im Vorruhestand seien oder Erwerbsminderungsrente bezögen. Zudem gebe es schätzungsweise 700 000 Ältere, die nicht in einer sozial abgesicherten Beschäftigung arbeiten wollten.
Buntenbach wies diese Darstellung mit den Worten zurück, es gebe bei der Berechnung der Erwerbsquote 'klare Kriterien, während die Analyse der Arbeitgeber von Vermutungen und Unterstellungen ausgeht'. Die Statistik spreche eine eindeutige Sprache: 'Derzeit sind nur 12,5 Prozent der 63-jährigen noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt und sogar nur 5,7 Prozent der 64-Jährigen.'/vs/DP/jsl
Neues Treffen für Schuldenschnitt in Athen hat begonnen
ATHEN (dpa-AFX) - Die Verhandlungen des Schuldensünders Griechenland mit den Banken über den dringend benötigten Schuldenschnitt sind am Freitagabend wieder aufgenommen worden. Der Geschäftsführer des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, kam in Athen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos und Finanzminister Evangelos Venizelos zusammen. Zuvor hatte es Aussagen gegeben, eine Einigung stehe möglicherweise unmittelbar bevor.
Wie der griechische Rundfunk berichtete, wolle Papademos möglicherweise schon am Samstagnachmittag die Vorsitzenden der Parteien, die seine Regierung unterstützen - Sozialisten, Konservative und eine kleine rechtsgerichtete Partei - über die Einzelheiten des Schuldenschnitts informieren.
Dallara soll als Vertreter der Banken einen etwas günstigeren Zins für die neuen Anleihen vorgeschlagen haben, die die alten griechischen Staatsanleihen ersetzen sollen. Nach Informationen aus griechischen Bankquellen sei nun ein Zinssatz von 3,8 Prozent im Gespräch. Noch vor wenigen Tagen habe Dallara 4,0 Prozent im Durchschnitt vorgeschlagen. Die Zinsen sollten aber steigen, wenn die griechische Wirtschaft wieder wachse. Der Zinssatz für die neuen Papiere ist ein zentraler Streitpunkt.
Außerdem wollen die Banken sicher sein, dass für die neuen Anleihen britisches Recht gilt. So wollen sie sich absichern, dass Griechenland eine Umschuldung künftig nicht mehr rechtlich erzwingen kann. Der angestrebte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro drücken./tt/DP/jsl
GESAMT-ROUNDUP: Gereizte Stimmung vor EU-Gipfel
DAVOS/BRÜSSEL/BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem EU-Gipfel nehmen die Spannungen unter den Partnern zu. Die Kritik am Euro-Krisenmanagement von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wächst. Der von Deutschland angestoßene 'Fiskalpakt' ist noch nicht fertig, der Streit über die Aufstockung des dauerhaften Rettungsschirms ESM tobt weiter. In Griechenland bleibt die Lage alarmierend.
EZB-Präsident Mario Draghi schlug am Freitag düstere Töne an. Die Schuldenkrise werde andauern, die harten Sparprogramme bedrohten das Wachstum: 'Viele der betroffenen Länder wachsen nicht.' Bei Griechenlands Schuldenschnitt rückt ein Ergebnis laut EU-Kommission in greifbare Nähe, viele Experten sind dennoch skeptisch.
DEUTSCHLAND GEGEN FRANKREICH
Forderungen nach einer Aufstockung des 500-Milliarden-Schirms ESM, der im Juli startet, wies Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zurück. 'Keine 'Brandmauer' wird funktionieren, wenn die zugrundeliegenden Probleme nicht gelöst werden', sagte er am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) betonte in Brüssel, wo am Montag der Gipfel beginnt: 'Ich halte nichts davon, dass wir bei jeder politischen Veranstaltung jedes Mal neue große Milliardenbeträge ins Schaufenster legen.' An Deutschlands Seite stellte sich Finnland, das ebenfalls noch Top-Kreditwürdigkeit hat.
Widerspruch kam von der EU-Kommission und vom französischen Finanzminister François Baroin: 'Je höher die 'Brandmauer', desto geringer ist die Gefahr, dass der ESM in Anspruch genommen werden muss.'
DEUTSCHLAND GEGEN EU-KOMMISSION
Dramatisch bleibt die Lage in Athen, wo Regierung und Privatgläubiger seit Monaten um einen Schuldenerlass feilschen. EU-Währungskommissar Olli Rehn zeigte sich zuversichtlich: 'Wir sind dabei, den Vertrag abzuschließen - vielleicht nicht heute, aber am Wochenende.' Schäuble betonte, Europas Geduld sei begrenzt: 'Griechenland muss auch liefern'.
Der angestrebte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro drücken. Kritik musste Rehn von der Bundesregierung für seine Äußerung einstecken, dass Athen noch mehr Hilfen brauchen werde. Spekulationen dieser Art machten derzeit keinen Sinn, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.
Allerdings wächst die Skepsis, ob der Schuldenerlass privater Gläubiger überhaupt reicht, um das marode Land zu retten. Wie Rehn hält auch Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker einen größeren Beitrag der öffentlichen Hand bei der Rettung Griechenlands für notwendig.
EUROPA GEGEN GROSSBRITANNIEN
Beim Fiskalpakt gibt es nach Angaben von Diplomaten heftigen Streit, wie die Teilnehmerländer ohne Euro an Entscheidungen der 17 Euro-Staaten beteiligt werden. Polen verlangt, dass auch die Nicht-Euro-Staaten an den Beratungen der Euro-Gruppe teilnehmen dürfen. Dies wird vor allem von Frankreich strikt abgelehnt.
Der Fiskalpakt mit Schuldenbremsen und automatischen Sanktionen für Defizitsünder soll die 26 beteiligten EU-Ländern zu mehr Haushaltsdisziplin zwingen. Großbritannien macht nicht mit.
IWF GEGEN ZU VIEL SPAREN
Nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF) warnte auch die Europäische Zentralbank (EZB) die Euro-Länder davor, nur zu sparen. Haushaltskonsolidierung führe zu Schrumpfungsprozessen, sagte EZB-Chef Draghi in Davos. Die Unruhe an den Märkten werde anhalten: 'Die Risikoaufschläge der europäischen Krisenstaaten könnten noch für längere Zeit auf erhöhtem Niveau verharren.'
Die USA erteilten Europa erneut Ratschläge: 'Wer glaubt, mit Sparmaßnahmen alleine erfolgreich sein zu können, liegt in der Regel falsch', sagte US-Finanzminister Timothy Geithner in Davos.
Beim Brüsseler Gipfel will die EU trotz knapper Kassen Maßnahmen für mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze beschließen. Jugendliche sollen besser ausgebildet, der EU-Binnenmarkt weiter geöffnet und der Mittelstand stärker gefördert werden./DP/zb
dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 27.01.2012 - 17.00 Uhr
US-Wirtschaft enttäuscht trotz Wachstumsbeschleunigung
WASHINGTON - Die US-Wirtschaft kommt nach wie vor nicht so recht aus den Startlöchern. Obwohl das Wachstum im Schlussquartal 2011 so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr ausfiel, zeigten sich Bankvolkswirte enttäuscht. Sie verwiesen insbesondere auf die unausgewogene Wachstumsstruktur. Dies könnte eine neue Diskussion über Sinn und Zweck der hoch-expansiven Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed auslösen. Dennoch erscheint es möglich, dass die Notenbank schon bald mit einer dritten Runde der quantitativen Lockerung reagiert.
Deutschland mit seiner Euro-Position isoliert
DAVOS - Deutschland gerät beim Euro-Krisenmanagement immer stärker unter Druck. Auf dem Weltwirtschaftsforum stand Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag allein mit seiner Aussage, höhere Brandmauern gegen Finanzmarkt-Attacken seien nicht nötig. Dem widersprachen die EU-Kommission, der engste Partner Frankreich und einmal mehr die USA.
US-Finanzminister Geithner kritisiert Euro-Krisenmanagement
DAVOS - US-Finanzminister Timothy Geithner hat das europäische Krisenmanagement als zu einseitig kritisiert . 'Wer glaubt, mit Sparmaßnahmen alleine erfolgreich sein zu können, liegt in der Regel falsch', sagte Geithner am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Solange nicht stärker darauf gesetzt werde, das Wachstum zu stimulieren, seien die Probleme nicht zu lösen.
Rehn und Baroin plädieren für höhere Brandmauer um Eurozone
DAVOS - EU-Währungskommissar Olli Rehn hat für einen stärkeren europäischen Rettungsschirm plädiert. 'Wir brauchen höhere Brandmauern in Europa', sagte er am Freitag in einer Diskussionsrunde auf dem Weltwirtschaftsforum Davos. Für den künftigen dauerhaften Rettungsmechanismus ESM sei eine Ausleihkapazität von 500 Milliarden Euro geplant, etwa 250 Milliarden Euro seien derzeit noch im temporären Fonds EFSF. 'Die Frage ist: Können wir beides zusammenführen?'
Deutschland: Einfuhrpreise steigen 2011 kräftig - Abschwächung im Dezember
WIESBADEN - In Deutschland sind die Preise für importierte Güter im vergangenen Jahr so stark wie seit elf Jahren nicht mehr gestiegen. Im Jahresdurchschnitt seien die Einfuhrpreise um 8,0 Prozent geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Dies ist der höchste Anstieg seit dem Jahr 2000. Ausschlaggebend für den starken Zuwachs waren vor allem höhere Rohstoffpreise. Ohne diese Komponente stiegen die Importpreise um 5,1 Prozent. Die Ausfuhrpreise legten 2011 um durchschnittlich 3,7 Prozent zu. Das ist die höchste Rate seit 1982.
Steuerboom lässt langsam nach - Dezemberplus bei 4,1 Prozent
BERLIN - Mit der abkühlenden Konjunktur in Deutschland lässt auch der Boom bei den Steuereinnahmen langsam nach. Im Dezember stieg das Aufkommen von Bund und Ländern gegenüber dem Vorjahresmonat zwar nochmals um 4,1 Prozent, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Im November hatten Bund und Länder allerdings noch ein Plus von 7,6 Prozent verbucht.
Athen und Banken suchen weiter nach Schuldenschnitt-Kompromiss
ATHEN - In Athen gehen am Freitag die Verhandlungen der Regierung mit dem Internationalen Bankenverband (IIF) mit Hochdruck weiter. Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos und sein Finanzminister Evangelos Venizelos sollen am Nachmittag erneut mit dem Chef des Internationalen Bankenverbandes (IIF), Charles Dallara, zusammenkommen. Papademos steht unter Zeitdruck: Er brauche dringend eine Einigung mit den Banken damit er nicht mit leeren Händen zum Gipfeltreffen der EU am Montag nach Brüssel reist. 'Er muss mindestens etwas Konkretes (nach Brüssel) mitbringen', hieß es aus Kreisen der mitregierenden konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) am Freitag.
Schäuble will Steuerabkommen mit Schweiz umsetzen
BERLIN - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält am umstrittenen Steuerabkommen mit der Schweiz trotz des Widerstands der Länder fest. 'Ich will dieses Abkommen umsetzen', sagte er der 'Stuttgarter Zeitung' (Freitag). Mit der EU-Kommission habe er die offenen Fragen in dieser Woche abschließend klären können, wie das Steuerabkommen in die EU-Zinssteuerrichtlinie eingebettet wird. Von dort gebe es keine Einwände mehr. 'Nun werden die Gespräche mit den Ländern intensiv fortgesetzt', sagte er.
Juncker: Euro-Länder müssen mehr für Griechenland tun
WIEN/BERLIN - Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält einen größeren Beitrag der Euro-Länder beim Schuldenerlass für Griechenland für notwendig. 'Wenn die griechische Schuldentragfähigkeit unter Beweis gestellt wird und es ein Gesamtverständnis mit dem privaten Sektor gibt, wird sich auch der öffentliche Sektor fragen müssen, ob er nicht die Hilfestellung leistet', sagte der luxemburgische Regierungschef der österreichischen Zeitung 'Der Standard' (Freitag). Ob die Europäische Zentralbank (EZB) sich beteilige, sei aber allein Sache der unabhängigen Notenbank.
Arbeitgeber: Beschäftigung Älterer besser als bislang bekannt
BERLIN - Die Beschäftigung der rentennahen Jahrgänge ist nach einer Analyse der Arbeitgeber deutlich besser als bislang bekannt. Nach deren Berechnung liegt die Quote der am Arbeitsmarkt verfügbaren 60- bis 64-Jährigen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung bei 68,3 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kommt aufgrund einer anderen Berechnungsgrundlage auf einen Wert von aktuell 27,5 Prozent.
EU-Staaten wollen Betrug an Börsen bestrafen
KOPENHAGEN - Wer an der Börse betrügt oder Aktienkurse manipuliert, soll künftig in allen EU-Ländern bestraft werden. Über gemeinsame strafrechtliche Standards haben die EU-Justizminister am Freitag in Kopenhagen beraten. Das Strafmaß soll aber den Ländern selbst überlassen bleiben. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission müssen Händler eine Höchststrafe von mindestens fünf Millionen Euro fürchten, Firmen zehn Prozent ihres Jahresumsatzes.
DAVOS: US-Finanzminister Geithner kritisiert europäisches Krisenmanagement
DAVOS - US-Finanzminister Timothy Geithner hat das europäische Krisenmanagement als zu einseitig kritisiert . 'Wer glaubt, mit Sparmaßnahmen alleine erfolgreich sein zu können, liegt in der Regel falsch', sagte Geithner am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Solange nicht stärker darauf gesetzt werde, das Wachstum zu stimulieren, seien die Probleme nicht zu lösen.
Athen-Aussagen: Bundesregierung rüffelt EU-Kommissar Rehn
BERLIN - Die Bundesregierung hat EU-Währungskommissar Olli Rehn vorgeworfen, mit Aussagen über einen höheren Finanzbedarf in Griechenland unnötig Verwirrung zu stiften. Spekulationen dieser Art machten derzeit keinen Sinn. 'Sie sind eigentlich eher geeignet, Verunsicherung zu schüren', kritisierte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.
ROUNDUP: Lage am Euro-Anleihemarkt mit Ausnahme Portugals entspannter
FRANKFURT - Die Lage am europäischen Anleihemarkt hat sich auch zum Wochenausklang deutlich entspannt. Bei den Euro-Schwergewichten Italien und Spanien setzte sich die seit Tagen zu beobachtende Erholung am Freitag fort. Auch in wichtigen Kernländern wie Frankreich, die vor allem im Herbst von der Schuldenkrise erfasst worden waren, ist die Situation mittlerweile sichtlich besser geworden. Sorgen bereitet hingegen das hochverschuldete Portugal, wo die Risikoaufschläge für Staatsanleihen in den letzten Wochen deutlich angezogen haben.
ROUNDUP/DAVOS: Konfliktlinien bleiben vor EU-Gipfel verhärtet
DAVOS - Vor dem wichtigen EU-Krisengipfel am kommenden Montag bleiben die Konfliktlinien in Sachen Rettungsfonds-Aufstockung verhärtet. 'Keine Brandschutzmauer kann funktionieren, wenn die wirklichen Probleme nicht angegangen werden', sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. EU-Währungskommissar Olli Rehn und der französische Finanzminister Francois Baroin plädierten dagegen für einen stärkeren europäischen Rettungsschirm.
Deutschland und Finnland lehnen größeren Rettungsfonds ab
BRÜSSEL - Deutschland und Finnland lehnen eine Verstärkung des künftigen dauerhaften Euro-Rettungsmechnaismus ESM derzeit ab. Vor dem Euro-Krisengipfel am kommenden Montag machten die beiden Länder deutlich, dass es zunächst um schärfere Regeln für mehr Haushaltsdisziplin gehen müsse. Berlin und Helsinki gehören zu den Nettozahlern des EU-Haushalts und verfügen bei den Ratingagenturen noch über Top-Bonität.
DAVOS/ROUNDUP: EZB-Chef Draghi dämpft Hoffnung auf schnelles Ende der Krise
DAVOS - Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), erwartet kein schnelles Ende in der Schuldenkrise. 'Die Risikoaufschläge der europäischen Krisenstaaten könnten noch für längere Zeit auf erhöhtem Niveau verharren', sagte Draghi am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Zudem warnte Draghi vor den Auswirkungen des strikten Sparkurses im Euroraum: Haushaltskonsilidierung führe zu Schrumpfungsprozessen. 'Viele der betroffenen Länder wachsen nicht'.
Kreditvergabe im Euroraum schwächelt - Geldmengenwachstum rückläufig
FRANKFURT - Im Euroraum ist der Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen zum Jahresende hin die Puste ausgegangen. Wie die EZB am Freitag mitteilte, stieg die Kreditvergabe an den privaten Sektor im Dezember nur noch um 1,0 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate noch deutlich höher bei 1,7 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich ergibt sich laut der US-Bank J.P. Morgan der stärkste je gemessene Rückgang - noch stärker als in der starken Rezession 2008/2009. Experten tun sich mit einer Interpretation der Zahlen dennoch schwer.
USA: Konsumklima Universität Michigan steigt stärker als erwartet
MICHIGAN - In den USA hat sich das Konsumklima der Universität Michigan im Januar stärker als zunächst ermittelt aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 69,9 Punkten im Vormonat auf 75,0 Zähler geklettert, teilte die Universität am Freitag nach endgültigen Zahlen mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Wert von 74,0 Punkten ermittelt worden.
DAVOS/WEF-Gegner Jean Ziegler: 'Es geht nur um Macht'
ZÜRICH - Der Schweizer Soziologieprofessor Jean Ziegler hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos scharf kritisiert. Beim alljährlichen 'WEF-Zirkus' in den Alpen gehe es 'nicht um Dialoge, sondern um Machtbeziehungen', sagte der bekannte 77-jährige Globalisierungskritiker in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Schweizer Online-Zeitung '20 Minuten'.
/rob/jsl
DAVOS/WEF-Gegner Jean Ziegler: 'Es geht nur um Macht'
ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Schweizer Soziologieprofessor Jean Ziegler hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos scharf kritisiert. Beim alljährlichen 'WEF-Zirkus' in den Alpen gehe es 'nicht um Dialoge, sondern um Machtbeziehungen', sagte der bekannte 77-jährige Globalisierungskritiker in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Schweizer Online-Zeitung '20 Minuten'.
Davos biete den Mächtigen eine Art 'korrektive Psychotherapie': 'Die Herren der Welt, die Kosmokraten, die am Forum teilnehmen, haben einen schlechten Ruf und leiden darunter.' WEF-Impresario Klaus Schwab richte sie wieder auf, sagte Ziegler. Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler und Gründer des Forums sei ein kluger und brillanter Mann. 'Ihm gelingt es, mit seinem WEF-Zirkus, der nichts anderes ist als heiße Luft, ein Millionenvermögen zu machen.'
Ziegler warf dem WEF vor, als 'Ideologiefabrik der Kosmokraten' immer wieder Ziele zu setzen, auf die man dann nicht mehr zurückkomme. So sei 2011 als ein Ziel die Kontrolle der weltweiten Nahrungsmittelspekulation genannt worden, die einer der Hauptgründe für den Hunger sei. Doch es sei nichts getan worden. Stattdessen sei die Nahrungsmittelspekulation 2011 explodiert und die Preise für Reis und Weizen seien dramatisch gestiegen.
'Das WEF fabriziert die Legitimationstheorie für die kannibalische Weltordnung', erklärte Ziegler. Der Genfer Professor war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Er engagiert sich im Organisationskomitee des Weltsozialforums, das 2001 als Gegenbewegung zum WEF geschaffen wurde./bur/DP/zb
ROUNDUP: US-Wirtschaft enttäuscht trotz Wachstumsbeschleunigung
WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft kommt nach wie vor nicht so recht aus den Startlöchern. Obwohl das Wachstum im Schlussquartal 2011 so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr ausfiel, zeigten sich Bankvolkswirte enttäuscht. Sie verwiesen insbesondere auf die unausgewogene Wachstumsstruktur. Dies könnte eine neue Diskussion über Sinn und Zweck der hoch-expansiven Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed auslösen. Dennoch erscheint es möglich, dass die Notenbank schon bald mit einer dritten Runde der quantitativen Lockerung reagiert.
Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Freitag ist die US-Wirtschaft im Schlussquartal um annualisiert 2,8 Prozent gewachsen. Nach europäischen Standards entspricht dies einem Wachstum von rund 0,6 Prozent zum Vorquartal. Damit wurden die Markterwartungen in etwa getroffen. Analysten zeigten sich dennoch enttäuscht, obwohl die US-Wirtschaft seit Jahresbeginn spürbar an Fahrt gewonnen hat: Nach einem mageren Plus von gerade mal 0,4 Prozent im ersten Quartal hatte sich das Wachstum mit 1,3 Prozent im zweiten und 1,8 Prozent im dritten Quartal zusehends erholt.
WIE REAGIERT DIE FED?
'Das US-Wachstum enttäuscht mal wieder', schreibt Commerzbank-Experte Bernd Weidensteiner in einer Kurzstudie. Grund: Zwei Drittel oder 1,9 Punkte des Gesamtwachstums entfällt auf den Lageraufbau der Unternehmen. Stützend wirkte zudem der private Konsum, während das Wachstum der wichtigen Ausrüstungsinvestitionen deutlich schwächer ausfiel. 'Der Staatssektor schrumpfte wegen des Drucks zur Konsolidierung so stark, dass er das Wachstum um einen vollen Prozentpunkt drückte', so Weidensteiner.
Die schleppende Konjunkturerholung könnte unterdessen die US-Notenbank auf den Plan rufen: Nach der letzten Zinssitzung am Mittwoch hatte Fed-Chef Bernanke die Tür für eine weitere Stützung weit offen gelassen. Falls nötig sei die Fed zu weiteren Schritten bereit, so Bernanke zur Wochenmitte. Seit der ersten Finanzkrise hat die Notenbank den Leitzins auf ein Rekordtief gedrückt sowie Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere von mehr als zwei Billionen Dollar gekauft. Zur Wochenmitte hatte sie sogar ihr Niedrigzinsversprechen von Mitte 2013 bis Ende 2014 ausgeweitet. Die US-Notenbank dürfte sich laut Weidensteiner in ihrer expansiven Politik bestätigt sehen. 'Sollte der Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag nicht sehr gut ausfallen, erwarte ich schon im März ein weiteres Anleihenkaufprogramm (QE3).'/bgf/jsl
DAVOS/GESAMT-ROUNDUP: Deutschland mit seiner Euro-Position isoliert
DAVOS (dpa-AFX) - Deutschland gerät beim Euro-Krisenmanagement immer stärker unter Druck. Auf dem Weltwirtschaftsforum stand Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag allein mit seiner Aussage, höhere Brandmauern gegen Finanzmarkt-Attacken seien nicht nötig. Dem widersprachen die EU-Kommission, der engste Partner Frankreich und einmal mehr die USA.
'Keine Brandmauer wird funktionieren, wenn die zugrundeliegenden Probleme nicht gelöst werden', sagte Schäuble und unterstrich damit, dass sich die Bundesregierung auch kurz vor dem Euro-Krisengipfel in Brüssel gegen höhere Zahlungen aus Deutschland für die Euro-Rettung stemmt. Der französische Finanzminister François Baroin entgegnete Schäuble: 'Je höher die Brandmauer, desto geringer ist die Gefahr, dass sie in Anspruch genommen werden muss.'
HÖHERE 'BRANDSCHUTZMAUERN' GEFORDERT
Ebenfalls für eine Aufstockung des geplanten dauerhaften Rettungsfonds ESM plädierte EU-Währungskommissar Olli Rehn. 'Wir brauchen höhere Brandmauern in Europa.' Für den künftigen dauerhaften Rettungsmechanismus sei eine Ausleihkapazität von 500 Milliarden Euro geplant, etwa 250 Milliarden Euro seien noch im temporären Fonds EFSF. 'Die Frage ist: Können wir beides zusammenführen?', sagte Rehn.
Auch EZB-Chef Mario Draghi warnte vor Schwächen des bisherigen Krisenmanagements. Die Strategie der Haushaltskonsolidierung führe zu Schrumpfungsprozessen: 'Viele der betroffenen Länder wachsen nicht.'
GEITHNER KRITISIERT KRISENMANAGEMENT
Als zu einseitig kritisierte US-Finanzminister Timothy Geithner das europäische Krisenmanagement. 'Wer glaubt, mit Sparmaßnahmen alleine erfolgreich sein zu können, liegt in der Regel falsch', sagte er in Davos. Solange nicht stärker darauf gesetzt werde, das Wachstum zu stimulieren, seien die Probleme nicht zu lösen.
Zur von IWF-Chefin Christine Lagarde geforderten massiven Aufstockung der Mittel des Währungsfonds sagte Geithner, zunächst seien die Länder Europas in der Pflicht. Erst wenn diese sich entschlössen, eine 'stärkere Brandschutzmauer' zu errichten, komme für die USA infrage, sich an einer Aufstockung der Mittel zu beteiligen. Bislang sei das europäische Engagement in dieser Hinsicht 'unvollendetes Stückwerk'. Die USA sind größter Geldgeber des Währungsfonds und deshalb maßgeblich für das Zustandekommen des Lagarde-Plans.
DAVOS-KRITIKER VERGEBEN SCHMÄHPREIS AN BARCLAYS
Am Rande des Elite-Treffens meldeten sich am Freitag die Davos-Kritiker zu Wort. Der Schmähpreis 'Public Eye Award' für soziale und ökologische Vergehen von Konzernen geht in diesem Jahr an den britischen Bankkonzern Barclays und den brasilianische Minenkonzern Vale. Auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos erklärten die Initiatoren, darunter Greenpeace, die Praktiken beider Konzerne zeigten die Kehrseite einer rein profitorientierten Globalisierung.
Barclays erhält den Schmähpreis nach Angaben der Jury für Spekulationen mit Nahrungsmitteln. Vale sei als weltweit zweitgrößter Minenkonzern seit Jahrzehnten für Menschenrechtsverletzungen und rücksichtslose Naturausbeutung verantwortlich.
MASSIVE KRITIK AM WELTWIRTSCHAFTSFORUM
Auch der Schweizer Soziologieprofessor Jean Ziegler griff das Weltwirtschaftsforum (WEF) scharf an. Beim alljährlichen 'WEF-Zirkus' in den Alpen gehe es 'nicht um Dialoge, sondern um Machtbeziehungen', sagte der bekannte 77-jährige Globalisierungskritiker der Schweizer Online-Zeitung '20 Minuten'.
Ziegler warf dem WEF vor, als 'Ideologiefabrik der Kosmokraten' immer wieder Ziele zu setzen, auf die man dann nicht mehr zurückkomme. So sei 2011 als ein Ziel die Kontrolle der weltweiten Nahrungsmittelspekulation genannt worden. Tatsächlich sei die Nahrungsmittelspekulation 2011 explodiert, und die Preise für Reis und Weizen seien dramatisch gestiegen. 'Das WEF fabriziert die Legitimationstheorie für die kannibalische Weltordnung', erklärte Ziegler. Der Genfer Professor war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung./mda/hbr/jkr
USA: Konsumklima Universität Michigan steigt stärker als erwartet
MICHIGAN (dpa-AFX) - In den USA hat sich das Konsumklima der Universität Michigan im Januar stärker als zunächst ermittelt aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 69,9 Punkten im Vormonat auf 75,0 Zähler geklettert, teilte die Universität am Freitag nach endgültigen Zahlen mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Wert von 74,0 Punkten ermittelt worden.
Der Index der Universität Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der Indikator basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.
^Die Daten im Überblick:
Januar Erstschätzung Dezember November Oktober
Konsumklima 75,0 74,0 69,9 64,1 60,9°
(in Punkten)
/jsl/jkr
ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Wacker Chemie auf 80 Euro - 'Kaufen'
HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel von Wacker Chemie
ANALYSE-FLASH: Merrill Lynch belässt RWE auf 'Underperform' - Ziel 27 Euro
LONDON (dpa-AFX Broker) - Merrill Lynch hat RWE
ANALYSE: Kepler belässt ThyssenKrupp auf 'Hold' - Ziel 23 Euro
ZÜRICH (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler hat die Einstufung für ThyssenKrupp
Nach den jüngsten Berichten habe er den Eindruck, als ob beide Parteien bei den Verhandlungen mit Hochdruck voran gingen. Dies deute darauf hin, dass eine alternative Lösung für die zum Verkauf stehende Sparte nicht mehr zu den Optionen des Stahlkonzerns gehöre.
ANALYST SIEHT RISIKO ENTTÄUSCHENDER BEDINGUNGEN
Der Experte geht weiterhin davon aus, dass der ThyssenKrupp an dem fusionierten Unternehmen einen Anteil von 30 Prozent halten wird. In seinen Augen sollte der Verkauf von Inoxum zwar schon in den Marktschätzungen eingearbeitet worden sein. Er sieht aber das Risiko, dass die Bedingungen einer Vereinbarung mit Outokumpu enttäuschend ausfallen könnten.
Gemäß der Einstufung 'Hold' rechnet Kepler Capital Markets auf Sicht der nächsten zwölf Monate mit einem absoluten Aufwärtspotenzial der Aktie von weniger als 10 Prozent./tih/ag
Analysierendes Institut Kepler Capital Markets.
ANALYSE-FLASH: Bankhaus Lampe hebt Ziel für Wirecard auf 14,50 Euro - 'Halten'
DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Wirecard
ANALYSE: Exane BNP hebt Ziel für Texas Instruments auf 27 Dollar
PARIS (dpa-AFX) - Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Texas Instruments
Wegen der unerwartet guten Umsätze habe er die Gewinnschätzungen je Aktie für 2012 und 2013 um 3 und 14 Prozent angehoben, bleibe damit aber noch unter den Durchschnittsschätzungen des Marktes. Die operative Marge (EBIT-Marge) erwarte er im ersten Quartal 2012 bereinigt um Einmaleffekte bei 17 Prozent. Bis ins vierte Quartal 2013 sollte sie sich nach und nach bis auf 25 Prozent erholen. Daher erwarte er die Gewinnspanne der Unternehmensgruppe in den nächsten zwei Jahren weiter unter ihrem eigenen Langzeitziel von 30 Prozent.
Mit der Einstufung 'Underperform' rechnet Exane BNP Paribas damit, dass sich die Aktie in den kommenden zwölf Monaten schlechter als der Sektor entwickeln wird./ajx/men/ag
Analysierendes Institut Exane BNP Paribas.
ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Ziel für Nokia auf 3,80 Euro - 'Hold'
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Nokia
ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Ziel für Deutsche Telekom auf 10 Euro - 'Hold'
HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Berenberg Bank hat das Kursziel für Deutsche Telekom
ANALYSE: Citigroup hebt Ziel für VW-Vorzüge auf 140 Euro - Daimler der Favorit
LONDON (dpa-AFX) - Die Citigroup hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen
Wegen dieses rasanten Wandels habe er das Bewertungsmodell auf die Wertsumme der einzelnen Konzernteile umgestellt. Allerdings sei angesichts der vorhandenen Risiken kein Kaufvotum gerechtfertigt. So habe Volkswagen als Volumenproduzent einen Nachteil gegenüber der deutschen Konkurrenz. Auch sei der Fortgang der Porsche-Transaktion ungewiss.
Für deutsche Autowerte allgemein habe er zwar noch im Dezember eine baldige Kürzung der Schätzungen für wahrscheinlich gehalten. Nun seien die Aussichten aber etwas klarer, ohne dass es bedeutende Korrekturen gebe. Als besonders überzeugend schätzt der Experte die von ihm mit 'Buy' eingestuften Daimler-Papiere ein, da das unterdurchschnittliche Abschneiden der Stuttgarter am Markt falsch interpretiert worden sei. Daimler profitiere genauso vom positiven Trend wie jeder andere deutsche Hersteller, betonte Lawson.
Mit der Einstufung 'Neutral' bzw. 'Hold' sagt Citigroup der Aktie für die kommenden zwölf Monate einen Gesamtertrag zwischen 0 und 35 Prozent, je nach Volatilität, voraus./msx/tih/ag
Analysierendes Institut Citigroup.
ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für VW-Vorzüge auf 140 Euro - 'Neutral'
LONDON (dpa-AFX Broker) - Die Citigroup hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen
ANALYSE: Deutsche Bank senkt Ziel für Siemens auf 80 Euro - 'Hold'
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Siemens
Das Quartal sei enttäuschend verlaufen und die Ergebnisse hätten um 10 bis 15 Prozent unter den Erwartungen gelegen, fasste Reilly zusammen. Das liege zwar zum Teil an Sondereffekten, aber auch ohne diese habe das Ergebnis enttäuscht. Drei der vier Sektoren hätten bereinigt die Erwartungen verfehlt. Ferner hätten ihn Auftragsverluste in Art und Umfang unangenehmer Weise an frühere Zeiten erinnert, als Siemens mit besonders wichtigen Aufträgen sehr riskant umgegangen sei. Reilly kürzte seine Schätzungen vor allem wegen der verringerten Erwartungen für die Sektoren in 2012-13 um 6 bis 7 Prozent.
Mit der Einstufung 'Hold' sagt die Deutsche Bank der Aktie für die kommenden zwölf Monate einen Gesamtertrag von bis zu 10 Prozent oder einen Gesamtverlust von bis zu 10 Prozent voraus./fat/ag
Analysierendes Institut Deutsche Bank.
dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.
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