dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

27.01.2012

ROUNDUP: 'Fortschritte' bei Verhandlungen über griechischen Schuldenschnitt

ATHEN (dpa-AFX) - Griechenlands Regierung und Bankenvertreter haben offensichtlich erhebliche Fortschritte in ihren Gesprächen für einen Schuldenschnitt erzielt. 'Wir haben heute große Fortschritte in technischen, juristischen und anderen Themen erzielt', sagte ein Sprecher des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Freitagabend. Die Verhandlungen sollen am Samstag fortgesetzt werden, hieß es. 'Fortschritte wurden erzielt. Die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt', hieß es auch in einer schriftlichen Erklärung des Internationalen Bankenverbandes (IIF).

Vorangegangen waren am dritten Tag in Folge mehrstündige Gespräche des griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos und seines Finanzministers Evangelos Venizelos mit dem Geschäftsführer des IIF Charles Dallara und anderen Bankexperten. Die Verhandlungen verliefen zäh, hieß es aus Bankenkreisen.

GÜNSTIGEREN ZINS FÜR NEUE ANLEIHEN VORGESCHLAGEN

Dallara soll als Vertreter der Banken einen etwas günstigeren Zins für die neuen Anleihen vorgeschlagen haben, die die alten griechischen Staatsanleihen ersetzen sollen. Nach Informationen aus griechischen Bankquellen sei nun ein Zinssatz von 3,8 Prozent im Gespräch. Noch vor wenigen Tagen habe Dallara 4,0 Prozent im Durchschnitt vorgeschlagen. Die Zinsen sollten aber steigen, wenn die griechische Wirtschaft wieder wachse. Der Zinssatz für die neuen Papiere ist ein zentraler Streitpunkt.

Außerdem wollen die Banken sicher sein, dass für die neuen Anleihen britisches Recht gilt. So wollen sie sich absichern, dass Griechenland eine Umschuldung künftig nicht mehr rechtlich erzwingen kann. Der angestrebte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro drücken.

Wie der griechische Rundfunk berichtete, will Papademos angesichts eines möglichen Durchbruchs an diesem Wochenende die Vorsitzenden der Parteien, die seine Regierung unterstützen - Sozialisten, Konservative und eine kleine rechtsgerichtete Partei - über die Einzelheiten des Schuldenschnitts informieren.

SKEPSIS WÄCHST OB SCHULDENERLASS REICHT

Aber selbst wenn eine Absichtserklärung über einen Schuldenschnitt zustande kommt, bedeutet das noch keinen endgültigen Erfolg für die dringend benötigte Umschuldung. Denn unklar ist nach wie vor, wie viele Investoren tatsächlich mitziehen würden - und um wie viel die Schulden tatsächlich reduziert würden. Als einer der größten Gläubiger will etwa die EZB bislang nicht bei dem Schnitt mitziehen.

Gleichzeitig wächst die Skepsis, ob ein Schuldenerlass privater Gläubiger überhaupt reicht, um das Land zu retten. Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält einen größeren Beitrag der Euro-Länder bei einer Umschuldung für notwendig. 'Wenn die griechische Schuldentragfähigkeit unter Beweis gestellt wird und es ein Gesamtverständnis mit dem privaten Sektor gibt, wird sich auch der öffentliche Sektor fragen müssen, ob er nicht die Hilfestellung leistet', sagte Luxemburgs Regierungschef der österreichischen Zeitung 'Der Standard' (Freitag). Ob sich die Europäische Zentralbank (EZB) beteilige, sei aber allein Sache der unabhängigen Notenbank.

TROIKA MONIERT VERSPÄTUNGEN BEI REFORMEN

Parallel zu den zähen Schuldenschnitt-Verhandlungen läuft auch eine neue Kontrolle der griechischen Finanzen: Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds IWF und der EZB monierten nach den ersten Inspektionen erneut Verspätungen bei den Reformen.

Geplant ist, dass die Grundbesitzsteuern um 25 Prozent erhöht werden. Rüstungsausgaben und Zusatzrenten sollen gekürzt werden. Außerdem fordern die Experten, das 13. und 14. Monatsgehalt abzuschaffen und die Arbeitszeiten zu liberalisieren. Anderenfalls werde es kein Geld mehr für Athen geben. Wenn Griechenland zum 20. März seine fälligen Anleihen nicht zurückzahlen kann, ist es pleite.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kritisierte, Athen dürfe nicht nur Versprechungen machen, 'Griechenland muss auch liefern'. Man dürfe 'hier keine falschen Anreize geben'. Auch Eurobonds sorgten für solche falschen Anreize: 'Wenn man auf Risiken anderer Geld ausgibt, ist das eine Versuchung, der keiner widerstehen kann.'/tt/DP/wiz

27.01.2012

Belgischer Vizepremier sieht Herabstufung durch Fitch als Reformsignal

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die belgische Regierung wertet die Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes durch die US-Ratingagentur Fitch vom Freitagabend offensichtlich als Bestätigung ihrer Sparpolitik. 'Das beweist vor allem, dass noch mehr Reformen nötig sind, nicht nur in Europa, sondern auch in Belgien', sagte der Vize-Premier Vincent Van Quickenborne laut belgischer Nachrichtenagentur Belga im Fernsehen.

Es gelte, nun durch strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt und bei den Renten die Aussichten auf Wirtschaftswachstum zu beflügeln, sagte Van Quickenborne. Die belgische Regierung hat von Sparmaßnahmen angekündigt. Am Montag steht dem Land deswegen ein weiterer groß angelegter Streik bevor.

Fitch hatte die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone darunter Italien und Spanien herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone und von Slowenien wurde gleich um zwei Noten gesenkt. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt. Fitch begründet die Entscheidung mit einer gesunkenen Fähigkeit der Länder, auf Schocks zu reagieren./hrz/DP/wiz

27.01.2012

Presse: Viele Interessenten für Solar Millennium

ERLANGEN/NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Verhandlungen des vorläufigen Insolvenzverwalters von Solar Millennium mit potenziellen Investoren sind in eine konkrete Phase getreten. Die Liste der Kaufinteressenten umfasse 70 Namen, sagte Insolvenzverwalter Volker Böhm den 'Nürnberger Nachrichten' (Samstagausgabe). Interessenten hätten die sogenannte Due-Diligence-Prüfung begonnen - das heißt, sie nehmen die Bücher im Detail unter die Lupe. Ein Sorgenkind sei die US-Tochter Solar Trust, die in Kalifornien das weltweit größte Solarthermiekraftwerk geplant hatte. Das Projekt sei eine der wesentlichen Ursachen für die Insolvenz, sagte Böhm: 'Da wurden Fehler gemacht, die ganze Sache war wohl ein Nummer zu groß.' Die 60 Mitarbeiter der Solar Millenium AG erhalten noch bis Ende Februar Insolvenzgeld./rol/DP/wiz

27.01.2012

ROUNDUP/IPO/'WSJ': Facebook könnte Mittwoch Börsengang anstoßen

NEW YORK (dpa-AFX) - In den erwarteten Mega-Börsengang von Facebook kommt offensichtlich Bewegung. Nach Informationen des 'Wall Street Journal' könnte das weltgrößte soziale Netzwerk schon am kommenden Mittwoch die nötigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht einreichen. Das wäre der erste Schritt auf dem Weg zum Parkett. Bis zum eigentlichen Börsengang dürften dann aber noch Monate vergehen. Zuletzt war ein Termin im Sommer erwartet worden.

Laut 'Wall Street Journal' vom Freitag strebt Facebook eine Bewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar an (57 bis 76 Mrd Euro). Damit würde der Senkrechtstarter mehr auf die Waage bringen als die meisten Dax-Konzerne: Siemens ist rund 67 Milliarden Euro schwer, Volkswagen kommt auf etwa 60 Milliarden Euro, der Chemieriese BASF sowie der Software-Entwickler SAP auf jeweils 56 Milliarden Euro.

Die gewöhnlich gut unterrichtete Zeitung berief sich bei ihren Informationen auf eine eingeweihte Person. Die verriet auch, dass vermutlich die US-Investmentbank Morgan Stanley den Börsengang federführend begleiten wird. Das wäre ein Coup für das Wall-Street-Haus. Es winken millionenschwere Gebühreneinnahmen und viel Renommee bei einem der größten Börsengänge aller Zeiten. Auch der Rivale Goldman Sachs soll eine gewichtige Rolle übernehmen.

Bereits seit längerem wird über einen Börsengang von Facebook spekuliert. In der jüngeren Vergangenheit hatten Internetfirmen wie das berufliche Netzwerk LinkedIn, das Schnäppchenportal Groupon und der Spieleentwickler Zynga ('Farmville') den Sprung aufs Parkett gewagt. Das war vielfach als Testlauf für Facebook gesehen worden.

Nach früheren Informationen der Zeitung sollen im ersten Schritt Aktien für rund 10 Milliarden Dollar ausgegeben werden. Das wäre je nach Gesamtumfang des Börsengangs etwa ein Zehntel aller Anteile. Der Rest verbliebe bei den Alteignern, darunter Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Ihm gehört ein knappes Viertel an Facebook. Er ist damit schon heute mehrfacher Milliardär.

Facebook müsste nach US-Vorschriften vermutlich ohnehin ab April seine Geschäftszahlen offenlegen, da das Unternehmen im vergangenen Jahr mit ziemlicher Sicherheit die Marke von 500 Anteilseignern überschritten hat. Verzichtet Zuckerberg auf einen Börsengang, müsste er sich in die Bücher schauen lassen, ohne zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen. Deshalb wurde der Gang aufs Parkett in diesem Zeitraum erwartet.

Zuckerberg wollte die Kontrolle über sein Unternehmen lange nicht aus der Hand geben und hatte deshalb einen Börsengang so lange wie möglich hinausgezögert. Mit inzwischen rund 800 Millionen Nutzern ist Facebook die unangefochtene Nummer eins unter den Online-Netzwerken. Trotz Kritik von Datenschützern und Politikern am Umgang mit Nutzerinformationen wächst das Netzwerk rasant./das/DP/wiz

27.01.2012

US-Anleihen: Fester - Schwaches US-BIP stützt Kurse

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Freitag nach schwächer als erwarteten Konjunkturdaten zum US-Wirtschaftswachstum deutlich zugelegt. Die Renditen 5-jähriger Titel fielen den dritten Tag in Folge auf ein Rekordtief. Die Daten zum Bruttoinlandsprodukt seien schwach ausgefallen, vor allem aber habe ein Großteil des gemessenen Zuwachses aus Lageraufbau resultiert und nicht aus Investitionen und Konsum, hieß es am Markt. Die Signale, die die Fed mit ihrer Ankündigung einer fortgesetzten Niedrigzinspolitik in Erwartung einer schwächeren Konjunktur ausgesendet habe, hätten sich durch die Daten noch verstärkt, sagte ein Anleihehändler in New York.

Zweijährige Anleihen stiegen um 2/32 Punkte auf 100 2/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,211 Prozent. Fünfjährige Anleihen legten um 4/32 Punkte auf 100 19/32 Zähler zu. Sie rentierten mit 0,751 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 10/32 Punkte auf 100 28/32 Punkte. Ihre Rendite fiel damit auf 1,897 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 21/32 Punkte auf 101 08/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,060 Prozent./men

27.01.2012

Devisen: Euro steigt über 1,32 Dollar - Zuversicht auf Lösung in Griechenland

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Freitag im New Yorker Handel über die Marke von 1,32 US-Dollar gestiegen. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3201 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3145 (Donnerstag: 1,3145) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7607 (0,7607) Euro.

Mit dem Sprung über 1,32 Dollar setzte die Gemeinschaftswährung ihren Aufwärtstrend fort. Seit fünf Tagen legt sie zur US-Währung zu. Aussagen von EU-Währungskommissar Olli Rehn, dass eine Einigung über einen Schuldenschnitt für Griechenland unmittelbar bevor stehe, habe den Kurs des Euro zum Wochenschluss gestützt, hieß es am Markt. Zudem hätte die sich entspannende Lage an den Anleihemärkten Europas ebenfalls positiv ausgewirkt, sagten Händler./men/wiz

27.01.2012

Monti nimmt Herabstufung Italiens durch Fitch gelassen auf

ROM (dpa-AFX) - Der italienische Regierungschef Mario Monti hat die Herabstufung der Kreditwürdigkeit seines Landes durch die US-Ratingagentur Fitch gelassen aufgenommen. Das seien alles Dinge, die nicht neu seien, und sie urteilten nicht über die aktuelle Politik Italiens, betonte Monti, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Am Freitagabend hatte Fitch die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone darunter Italien und Spanien herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone und von Slowenien wurden gleich um zwei Noten gesenkt. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note herabgesetzt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt./ka/DP/wiz

27.01.2012

Umsätze an Terminbörse Eurex gesunken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Freitag gesunken. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 750.124 (Donnerstag: 1.128.238) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 333.394 (646.486), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 416.730 (481 .52). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,80 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nokia (45.847/53.321), Commerzbank (22.106/28.601) und Daimler (21.182/28.592). /DP/wiz

27.01.2012

'WSJ': Facebook könnte Mittwoch Börsengang anstoßen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der erwartete Mega-Börsengang von Facebook scheint näher zu rücken. Nach Informationen des 'Wall Street Journal' könnte das weltgrößte soziale Netzwerk schon am kommenden Mittwoch die nötigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht einreichen. Demnach strebt Facebook eine Bewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar an (57 bis 76 Mrd Euro).

Die gewöhnlich gut unterrichtete Zeitung berief sich am Freitag auf eine eingeweihte Person. Die verriet auch, dass vermutlich die US-Investmentbank Morgan Stanley den Börsengang federführend begleiten wird. Das wäre ein Coup für das Wall-Street-Haus. Es winken millionenschwere Gebühreneinnahmen und viel Renommee bei einem der größten Börsengänge aller Zeiten./das/DP/wiz

27.01.2012

ROUNDUP: EnBW-Kapitalerhöhung bei OEW endgültig durch

MERKLINGEN (dpa-AFX) - Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) hat grünes Licht für die Kapitalerhöhung beim Energieversorger EnBW gegeben. Die Verbandsversammlung sprach sich am Freitag in Merklingen (Alb-Donau-Kreis) einstimmig dafür aus, EnBW mit 400 Millionen Euro zu unterstützen. Im Oktober hatte es bereits eine entsprechende Grundsatzentscheidung gegeben.

Zudem beschlossen die neun Landkreisen gehörenden OEW, für ein nötiges Darlehen zu bürgen, das die OEW Energie-Beteiligungs-GmbH aufnehmen soll. 'Mit dieser Kapitalerhöhung unterstützen wir die EnBW auf ihrem Weg in ein neues Energiezeitalter', erklärte Heinz Seiffert, Landrat des Alb-Donau-Kreises und stellvertretender Verbandsvorsitzender der OEW.

EnBW hat mit Verlusten aus seinen Atomkraftwerken zu kämpfen und will stärker in erneuerbare Energieformen investieren. Hierzu soll unter anderem die Kapitalerhöhung genutzt werden. Daneben verkauft EnBW Beteiligungen und hat ein Sparprogramm aufgelegt.

Der Ernergieversorger soll insgesamt 800 Millionen Euro von seinen Hauptanteilseignern - dem Land und den OEW (je 46,55 Prozent Anteil) - erhalten. Das Land will seinen Anteil über die Tochter Neckarpri finanzieren, die auch den Anteil an der EnBW vom französischen Konzern Electricite de France (Electricite de France (EdF) ) gekauft hatte. Die Verbandsversammlung stimmte ebenfalls dafür, eine Aktionärsvereinbarung mit der Neckarpri und dem Land Baden-Württemberg zu verlängern, die unter anderem einseitige Schritte eines Aktionärs verhindern soll./wag/DP/wiz

27.01.2012

ROUNDUP/Aktien New York: Verluste bei Standardwerten - BIP-Enttäuschung belastet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen haben am Freitag mit Verlusten auf schwach ausgefallene Daten zum Bruttoinlandsprodukt reagiert. Der Dow Jones Industrial verlor 0,58 Prozent auf 12.660,46 Punkte. Damit steckte der Leitindex der US-Börsen nach einem Plus von 2,40 Prozent in der Vorwoche mit nun minus 0,47 Prozent den ersten Wochenverlust im neuen Jahr ein. Der S&P 500 gab 0,16 Prozent auf 1.316,32 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq hingegen legten die Indizes zu: Der Composite-Index lag im Plus mit 0,40 Prozent bei 2.816,55 Punkten und der Nasdaq 100 stieg um 0,29 Prozent auf 2.461,77 Punkte.

Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Dabei speiste sich der Zuwachs zudem insbesondere aus dem Lageraufbau und nicht aus Investitionen und Konsum, was von Experten enttäuscht aufgenommen wurde. Ein New Yorker Fondsmanager kommentierte daraufhin, die Bereitschaft der US-Zentralbank Fed zur fortgesetzten Niedrigzinspolitik könne daher auch in der Erwartung einer schwächeren Konjunktur begründet liegen.

FORD SCHWÄCHELT IN EUROPA - FITCH-ABSTUFUNGEN VERPUFFEN

Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse etwas gedrückt. Die Abstufung der Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone durch die Ratingagentur Fitch am Freitagabend nahm der Aktienmarkt hingegen gelassen hin - nachhaltig bewegt wurden die Kurse nicht.

Der Autopionier Ford hat Probleme auf seinen Auslandsmärkten, insbesondere in Europa. Scharfe Konkurrenz und Überkapazitäten machten dem US-Autobauer auf dem alten Kontinent zu schaffen. Zwar verdiente der Konzern insgesamt deutlich mehr als noch vor einem Jahr, doch verfehlte er mit unter dem Strich 13,6 Milliarden Dollar (10,4 Mrd Euro) im vierten Quartal die Erwartungen von Analysten. Die Papiere gaben 4,16 Prozent nach, im bisherigen Jahresverlauf hatten sie bisher jedoch auch rund 19 Prozent zulegen können.

CHEVRON VON RAFFINERIEN BELASTET - MARLBORO-KONZERN ALTRIA VERDIENT WENIGER

Der zweitgrößte US-Energiekonzern Chevron musste im Schlussquartal trotz gestiegener Ölpreise einen Dämpfer einstecken: Der Gewinn ging um rund vier Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar zurück. Der Raffineriebetrieb hatte das Ergebnis mit Verlusten belastet. Die Aktie des Unternehmens verlor 2,47 Prozent. Im Gesamtjahr allerdings wartete das Unternehmen mit Rekordzahlen auf: 27 Milliarden Dollar blieben 2011 unter dem Strich übrig.

Der Altria-Konzern, der in den USA die Zigarettenmarke Marlboro vertreibt, hat wegen höherer Steuern, Umbaukosten und Rechtsstreitigkeiten weniger verdient. Unterm Strich erzielte der Tabakkonzern im Gesamtjahr noch einen Gewinn von 3,4 Milliarden Dollar, das waren jedoch 13 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Aktien verloren 1,81 Prozent.

PROCTER & GAMBLE MIT GEWINNEINBRUCH

Bei Procter & Gamble ist der Gewinn wegen der Schwäche seines Geschäfts mit Friseurprodukten sowie hoher Rohstoffpreise eingebrochen. Außerdem lasteten Abschreibungen auf dem Ergebnis. Die Aktien des US-Konsumgüterkonzerns verloren 0,77 Prozent.

Honeywell International hatte die Umsatzerwartungen von Analysten verfehlt, überzeugte aber mit dem vorgelegten Ergebnis. Die Anteile des Mischkonzerns stiegen um 0,76 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen unter anderem wegen der Nachfrage von Flugzeugbauern seinen Umsatz um 13 Prozent auf 36,5 Milliarden Dollar gesteigert, im Schlussquartal allerdings hatten Pensionskosten zu einem Verlust geführt.

EASTMAN CHEMICAL WILL ZUKAUFEN - AKTIE STEIGT

Auf Unternehmensseite bewegte neben Quartalszahlen auch ein Übernahmeangebot: Eastman Chemical will den Konkurrenten Solutia für 4,7 Milliarden US-Dollar kaufen. Während Eastman-Papiere um 6,98 Prozent zulegten, schossen Solutia-Titel um 41,08 Prozent nach oben.

Juniper Networks brachen hingegen anfangs um mehr als acht Prozent ein. Der Netzwerkausrüster hatte mit seinem Ausblick auf das erste Geschäftsquartal enttäuscht. Nach Handelsschluss stand für die Aktionäre noch ein etwas versöhnlicheres Minus von 3,04 Prozent auf dem Papier./men/wiz

27.01.2012

Aktien New York Schluss: Verluste im Dow - BIP-Enttäuschung belastet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen haben am Freitag mit Verlusten auf schwach ausgefallene Daten zum Bruttoinlandsprodukt reagiert. Der Dow Jones Industrial verlor 0,58 Prozent auf 12.660,46 Punkte. Damit steckte der Leitindex der US-Börsen nach einem Plus von 2,40 Prozent in der Vorwoche mit nun minus 0,47 Prozent den ersten Wochenverlust im neuen Jahr ein. Der S&P 500 gab 0,16 Prozent auf 1.316,32 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq hingegen legten die Indizes zu: Der Composite-Index lag im Plus mit 0,40 Prozent bei 2.816,55 Punkten und der Nasdaq 100 stieg um 0,29 Prozent auf 2.461,77 Punkte.

Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Dabei speiste sich der Zuwachs zudem insbesondere aus dem Lageraufbau und nicht aus Investitionen und Konsum, was von Experten enttäuscht aufgenommen wurde. Ein New Yorker Fondsmanager kommentierte daraufhin, die Bereitschaft der US-Zentralbank Fed zur fortgesetzten Niedrigzinspolitik könne daher auch in der Erwartung einer schwächeren Konjunktur begründet liegen.

Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse etwas gedrückt. Die Abstufung der Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone durch die Ratingagentur Fitch am Freitagabend nahm der Aktienmarkt hingegen gelassen hin - nachhaltig bewegt wurden die Kurse nicht./men/wiz

27.01.2012

Aktien New York: Verluste bei Standardwerten - BIP-Enttäuschung belastet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen haben am Freitag mit Verlusten auf schwach ausgefallene Daten zum Bruttoinlandsprodukt reagiert. Der Dow Jones Industrial verlor 0,65 Prozent auf 12.651,45 Punkte. Damit scheint der Leitindex der US-Börsen nach einem Plus von 2,40 Prozent in der Vorwoche auf den ersten Wochenverlust im neuen Jahr zuzusteuern. Der S&P 500 gab 0,33 Prozent auf 1.314,14 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq hingegen legten die Indizes gering zu: Der Composite-Index lag im Plus mit 0,18 Prozent bei 2.810,23 Punkten und der Nasdaq 100 stieg um 0,12 Prozent auf 2.457,62 Punkte.

Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Ein New Yorker Fondsmanager kommentierte daraufhin, die Bereitschaft der US-Zentralbank Fed zur fortgesetzten Niedrigzinspolitik könne auch in der Erwartung einer schwächeren Konjunktur begründet liegen.

Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse gedrückt. Auf die Abstufung der Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone durch die Ratingagentur Fitch am Freitagabend reagierte der Aktienmarkt hingegen kaum.

Der Autopionier Ford hat Probleme auf seinen Auslandsmärkten, insbesondere in Europa. Scharfe Konkurrenz und Überkapazitäten machen dem US-Autobauer in Übersee zu schaffen. Zwar verdiente der Konzern insgesamt deutlich mehr als noch vor einem Jahr, doch verfehlte er mit unter dem Strich 13,6 Milliarden Dollar (10,4 Mrd Euro) im vierten Quartal die Erwartungen von Analysten. Die Papiere gaben 3,69 Prozent nach, nachdem sie in diesem Jahr bereits rund 19 Prozent gewonnen hatten.

Der zweitgrößte US-Energiekonzern Chevron musste im Schlussquartal trotz gestiegener Ölpreise einen Dämpfer einstecken: Der Gewinn ging um rund vier Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar zurück. Der Raffineriebetrieb hatte das Ergebnis mit Verlusten belastet. Die Aktie des Unternehmens verlor zuletzt 2,17 Prozent.

Bei Procter & Gamble ist der Gewinn wegen der Schwäche seines Geschäfts mit Friseurprodukten sowie hoher Rohstoffpreise eingebrochen. Außerdem lasteten Abschreibungen auf dem Ergebnis. Die Aktien des US-Konsumgüterkonzerns verloren 1,17 Prozent.

Honeywell International hatte die Umsatzerwartungen von Analysten verfehlt, überzeugte aber mit dem vorgelegten Ergebnis. Die Anteile des Mischkonzerns stiegen um 0,29 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen unter anderem wegen der Nachfrage von Flugzeugbauern seinen Umsatz um 13 Prozent auf 36,5 Milliarden Dollar gesteigert, im Schlussquartal allerdings hatten Pensionskosten zu einem Verlust geführt.

Auf Unternehmensseite bewegte neben Quartalszahlen auch ein Übernahmeangebot: Eastman Chemical will den Konkurrenten Solutia für 4,7 Milliarden US-Dollar kaufen. Während Eastman-Papiere um zuletzt 4,52 Prozent zulegten, schossen Solutia-Titel um rund 40 Prozent nach oben./men/wiz

27.01.2012

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA im Minus geschlossen. Dem Dax ging am Nachmittag die Luft aus und so verabschiedete er sich 0,43 Prozent leichter bei 6511,98 Punkten aus dem Handel, verteidigte aber die von Börsianern als wichtig angesehene Marke von 6500 Punkten. Auf Wochensicht hat er fast 1,7 Prozent zugelegt und somit die sechste Woche in Folge im Plus beendet. Seit dem Jahreswechsel hat er mehr als 10 Prozent zugelegt. Der MDax gab am Freitag um 0,34 Prozent auf 9940,44 Punkte nach. Der TecDax ging 0,17 Prozent leichter bei 744,54 Punkten in das Wochenende.

'Die etwas schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA sind nach einer stramm positiven Woche an den Aktienmärkten ein willkommener Grund für Gewinnmitnahmen', kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank das Minus. Indes rückt ein Durchbruch bei den Verhandlungen über Griechenlands Schuldenschnitt kurz vor dem EU-Gipfel am Montag in greifbare Nähe: Laut EU-Währungskommissar Olli Rehn steht eine Einigung am Wochenende unmittelbar bevor. Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital gab diesbezüglich aber zu bedenken, dass der Markt dies größtenteils schon eingepreist habe.

ASIEN BRINGT STAHLKONZERNE UNTER DRUCK

Die Papiere der Stahlkonzerne gehörten wegen Gewinnmitnahmen und negativen Vorgaben aus Asien zu den Verlierern. Börsianer verwiesen auf schwache Zahlen von Nippon Steel aus Japan. ThyssenKrupp verloren 1,06 Prozent auf 21,90 Euro und konnten damit nicht von Presseberichten über einen unmittelbar bevorstehenden Verkauf der Edelstahltochter Inoxum profitieren. Im MDax gaben Salzgitter 1,55 Prozent ab und Klöckner & Co verloren 1,47 Prozent. Auch Autowerte standen nicht hoch im Kurs der Anleger: VW-Titel etwa gaben um 2,36 Prozent nach.

Die Aktien der Deutschen Börse knüpften dagegen mit einem Aufschlag von 0,61 Prozent auf 45,50 Euro an ihre Serie von zuvor vier freundlichen Handelstagen an. Im Wochenverlauf haben sie damit mehr als 8 Prozent an Wert gewonnen. Spitzenreiter im Dax waren aber die RWE-Aktien, die 1,16 Prozent höher bei 28,81 Euro aus dem Handel gingen. «Es ist gerade eine Rotation aus den zuletzt sehr starken Finanzwerten heraus und rein in die vernachlässigten Versorger zu beobachten», sagte ein Händler. Entsprechend gehörten die Titel der Commerzbank mit 0,48 Prozent zu den Verlierern.

EUROPAS BÖRSEN SCHWÄCHER ALS DER DAX

Im MDax schnellten die Anteilsscheine von Wacker Chemie an der Spitze um 5,63 Prozent hoch. Händler sprachen hier von einer Erholung nach der jüngsten Durststrecke der Aktien. Im TecDax wurden die Aktien von Adva Optical Networking mit einem Minus von 2,79 Prozent von einem enttäuschenden Ausblick des US-Netzwerkausrüsters Juniper Networks belastet. Gigaset dagegen zogen als Favorit unter den Technologiewerten um rund 8 Prozent an - Händler begründeten dies mit der Aufnahme in das Musterdepot eines Börsenmagazins.

Die übrigen europäischen Börsen gingen noch etwas schwächer als der Dax in das Wochenende: Der EuroStoxx 50 verlor 0,97 Prozent auf 2436,62 Punkte und die Börsen in Paris und London gingen jeweils mehr als ein Prozent leichter aus dem Handel. In New York lag der Leitindex Dow Jones zum Handelsschluss in Europa mit fast 0,7 Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,54 (Donnerstag: 1,58) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,27 Prozent auf 131,25 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,15 Prozent auf 138,90 Punkte. Der Kurs des Euro stagnierte: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs wie am Vortag auf 1,3145 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7607 Euro./tih/wiz

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

27.01.2012

Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt im Minus - Sechste Gewinnwoche in Folge

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA im Minus geschlossen. Dem Dax ging am Nachmittag die Luft aus und so verabschiedete er sich 0,43 Prozent leichter bei 6511,98 Punkten aus dem Handel, verteidigte aber die von Börsianern als wichtig angesehene Marke von 6500 Punkten. Auf Wochensicht hat er fast 1,7 Prozent zugelegt und somit die sechste Woche in Folge im Plus beendet. Seit dem Jahreswechsel hat er mehr als 10 Prozent zugelegt. Der MDax gab am Freitag um 0,34 Prozent auf 9940,44 Punkte nach. Der TecDax ging 0,17 Prozent leichter bei 744,54 Punkten in das Wochenende.

'Die etwas schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA sind nach einer stramm positiven Woche an den Aktienmärkten ein willkommener Grund für Gewinnmitnahmen', kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank das Minus. Indes rückt ein Durchbruch bei den Verhandlungen über Griechenlands Schuldenschnitt kurz vor dem EU-Gipfel am Montag in greifbare Nähe: Laut EU-Währungskommissar Olli Rehn steht eine Einigung am Wochenende unmittelbar bevor. Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital gab diesbezüglich aber zu bedenken, dass der Markt dies größtenteils schon eingepreist habe./tih/wiz

27.01.2012

ROUNDUP/Aktien New York Eröffnung: Verluste - BIP-Enttäuschung belastet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen sind am Freitag wegen schwach ausgefallener Daten zum Bruttoinlandsprodukt mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial verlor 0,56 Prozent auf 12.662,92 Punkte. Damit scheint der Leitindex der US-Börsen nach einem Plus von 2,40 Prozent in der Vorwoche auf den ersten Wochenverlust im neuen Jahr zuzusteuern. Der S&P 500 gab 0,33 Prozent auf 1.314,07 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq hingegen legten die Indizes gering zu: Der Composite-Index lag im Plus mit 0,07 Prozent bei 2.807,13 Punkten und der Nasdaq 100 stieg um ebenfalls 0,07 Prozent auf 2.456,46 Punkte.

Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Ein New Yorker Fondsmanager kommentierte daraufhin, die Bereitschaft der US-Zentralbank Fed zur fortgesetzten Niedrigzinspolitik könne auch in der Erwartung einer schwächeren Konjunktur begründet liegen. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für Januar war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse gedrückt.

Der Autopionier Ford hat Probleme auf seinen Auslandsmärkten, insbesondere in Europa. Die starke Konkurrenz und Überkapazitäten machen dem US-Autobauer in Übersee zu schaffen. Zwar verdiente der Konzern insgesamt deutlich mehr als noch vor einem Jahr, doch verfehlte er mit unter dem Strich 13,6 Milliarden Dollar (10,4 Mrd Euro) im vierten Quartal die Erwartungen von Analysten. Die Papiere gaben 3,06 Prozent nach, nachdem sie in diesem Jahr bereits rund 19 Prozent gewonnen hatten.

Der zweitgrößte US-Energiekonzern Chevron musste im Schlussquartal trotz gestiegener Ölpreise einen Dämpfer einstecken: Der Gewinn ging um rund vier Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar zurück. Der Raffineriebetrieb hatte das Ergebnis mit Verlusten belastet. Die Aktie des Unternehmens verlor zuletzt 2,81 Prozent.

Bei Procter & Gamble ist der Gewinn wegen der Schwäche seines Geschäfts mit Friseurprodukten sowie hoher Rohstoffpreise eingebrochen. Außerdem lasteten Abschreibungen auf dem Ergebnis. Die Aktien des US-Konsumgüterkonzerns verloren 0,49 Prozent.

Honeywell International hatte die Umsatzerwartungen von Analysten verfehlt, überzeugte aber mit dem vorgelegten Ergebnis. Die Anteile des Mischkonzerns stiegen um 0,31 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen unter anderem wegen der Nachfrage von Flugzeugbauern seinen Umsatz um 13 Prozent auf 36,5 Milliarden Dollar gesteigert, im Schlussquartal allerdings hatten Pensionskosten zu einem Verlust geführt.

Auf Unternehmensseite bewegte neben Quartalszahlen auch ein Übernahmeangebot: Eastman Chemical will den Konkurrenten Solutia für 4,7 Milliarden US-Dollar kaufen. Während Eastman-Papiere um 6,13 Prozent zulegten, schossen Solutia-Titel um 40 Prozent nach oben./men/wiz

27.01.2012

Aktien New York: Verluste - BIP-Enttäuschung belastet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienbörsen sind am Freitag wegen schwach ausgefallener Daten zum Bruttoinlandsprodukt mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,44 Prozent auf 12.678,40 Punkte. Der S&P 500 gab um 0,25 Prozent auf 1.315,13 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq hingegen legten die Indizes gering zu: Der Composite-Index lag im Plus mit noch 0,02 Prozent bei 2.805,88 Punkten und der Nasdaq 100 stieg um 0,03 Prozent auf 2.455,30 Punkte.

Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal 2011 etwas schwächer gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent, während Volkswirte mit einer Rate von 3,0 Prozent gerechnet hatten. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für Januar war hingegen etwas besser ausgefallen als die Erstschätzung, konnte die Kurse aber nicht nachhaltig stützen. Den zweiten Tag in Folge bekamen die Märkte damit Gegenwind von der sich zuletzt bessernden US-Wirtschaft. Am Vortag hatten der Immobilienmarkt und Daten vom Arbeitsmarkt die Kurse gedrückt./men/wiz

27.01.2012

Aktien Frankfurt: Enttäuschende US-Daten drücken Dax wieder ins Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten wieder ins Minus gerutscht. Auch seitens durchwachsener amerikanischer Unternehmenszahlen gab es keine positiven Impulse. Der zwischenzeitlich festere Dax zeigte sich am Nachmittag 0,58 Prozent schwächer bei 6.501,76 Punkten. Noch am Vortag hatte der Leitindex erstmals seit Anfang August über der Marke von 6.500 Punkten geschlossen. Auch die anderen Indizes rutschten am Freitag in die Verlustzone: Der MDax mittelgroßer Werte büßte 0,61 Prozent auf 9.913,49 Punkte ein und der TecDax verlor 0,19 Prozent auf 744,38 Punkte. Nach dem Handelsstart an der Wall Street könnte noch das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen Impulse geben.

Derweil nimmt der Dax aktuell immer noch Kurs auf die sechste Gewinnwoche in Folge.'Die etwas schlechter als erwartet ausgefallenen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA sind nach einer stramm positiven Woche an den Aktienmärkten ein willkommener Grund für Gewinnmitnahmen', kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank die jüngste Kursschwäche. 'Es muss sich aber niemand über das US-Wirtschaftswachstum grämen.'

Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) lobte, bisher sei die Berichtssaison 'ohne größere Tiefschläge' über die Bühne gegangen. Somit spreche erst einmal wenig für einen größeren Rückschlag oder gar eine erneute Trendwende. Derweil gab Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital zu bedenken, der Markt preise den erhofften Durchbruch bei den Verhandlungen mit Griechenland über einen Schuldenschnitt schon großteils ein. Entsprechend sei das weitere Kurspotenzial bei einer Einigung begrenzt.

STAHLWERTE SCHWÄCHER: GEWINNMITNAHMEN, NIPPON STEEL

Die Papiere der Stahlkonzerne gehörten wegen Gewinnmitnahmen und schwachen Vorgaben aus Asien zu den Verlierern am deutschen Aktienmarkt. Börsianer verwiesen auf schwache Zahlen von Nippon Steel . ThyssenKrupp verloren 1,47 Prozent auf 21,810 Euro und profitierten damit nicht von Presseberichten über die Zukunft des Edelstahlgeschäfts, das an den finnischen Konkurrenten Outokumpu verkauft werden soll. Im MDax gaben Salzgitter 0,48 Prozent ab und Klöckner & Co (KlöCo) verloren 2,23 Prozent.

Die Aktien der Energiekonzerne Eon und RWE gehörten indes mit Kursgewinnen von 0,37 und 0,47 Prozent zu den Favoriten der Anleger. 'Der Sektor war bereits am Vorabend in Amerika und Europa sehr stark', sagte ein Händler. 'Es ist gerade eine Rotation aus den zuletzt sehr starken Finanzwerten heraus und rein in die vernachlässigten Versorger zu beobachten.' Ein weiterer Börsianer verwies auf Nachwirkungen einer positiven RWE-Studie von Cheuvreux vom Vortag.

EADS IM PLUS - ZUKAUFSPLÄNE, FÜHRUNGSWECHSEL, STUDIE

Die Aktien von K+S hielten sich nach positiven Nachrichten mit minus 0,16 Prozent vergleichsweise gut. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, dem zufolge eine Tochtergesellschaft des Salz- und Düngemittelherstellers in Chile erstmals Salz nach China verschifft hat. K+S könnte zu einem Lieferanten für die chinesische Chemieindustrie werden, heißt es weiter. Dies sei positiv für die Wahrnehmung der Aktie, sagte ein Börsianer. Am Vortag hatten die Papiere etwas unter schwachen Zahlen des Konkurrenten Potash gelitten. Commerzbank-Analyst Lutz Grüten nahm diese zum Anlass, sein Votum sowie das Kursziel für die K+S-Aktie nach unten zu revidieren.

Für die Anteilsscheine von EADS ging es um 0,22 Prozent auf 25,530 Euro hoch. Der Luft- und Raumfahrtkonzern kann eigenen Aussagen zufolge dank eines üppigen Finanzpolsters über Zukäufe nachdenken. Im TecDax sanken die Aktien von Adva Optical Networking um mehr als zwei Prozent. Als Belastungsfaktor für die Titel des Glasfaserkabel-Spezialisten sahen Händler den enttäuschenden Ausblick für das erste Geschäftsquartal, den der Netzwerkausrüster Juniper Networks am Vortag nach Börsenschluss vorgelegt hatte. Dessen Aktien sackten in New York vorbörslich um fast zehn Prozent ab./gl/tih

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

27.01.2012

Aktien New York Ausblick: Verluste - BIP-Daten enttäuschen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street dürfte am Freitag belastet von negativ aufgenommenen Konjunkturdaten leichter in den Handel starten. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial sank eine knappe Stunde vor Handelsstart um 0,25 Prozent. Der Future auf den Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,05 Prozent.

Die US-Wirtschaft war im vierten Quartal nicht so stark gewachsen wie von Volkswirten erwartet worden war. Eine knappe halbe Stunde nach Handelsbeginn dürfte das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für Januar für weitere Aufmerksamkeit sorgen.

Auf Unternehmensseite bewegten bereits vorbörslich neben Quartalszahlen auch eine Übernahme: Eastman Chemical will den Konkurrenten Solutia für 4,7 Milliarden US-Dollar kaufen. Während Eastman-Papiere um gut neun Prozent zulegten, schossen Solutia-Titel um knapp 42 Prozent nach oben.

Juniper Networks brachen hingegen um mehr als neun Prozent ein. Der Netzwerkausrüster hatte mit seinem Ausblick auf das erste Geschäftsquartal enttäuscht. Procter & Gamble hatte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt, was der Markt mit einem Abschlag von einem knappen Prozent quittierte.

Ford sanken um mehr als fünf Prozent, der Autobauer hatte die Gewinnerwartungen enttäuscht. Honeywell International hatte die Umsatzerwartungen verfehlt, die Papiere gaben um anderthalb Prozent nach./he/men

27.01.2012

Aktien Frankfurt: Dax setzt sich in Gewinnzone fest -Zahlen, Chart, Griechenland

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der anfangs richtungslose deutsche Aktienmarkt hat am Freitag seine Aufwärtstendenz fortgesetzt. Börsianer verwiesen auf die weiter gute Stimmung am Aktienmarkt, die Hoffnung auf eine Lösung in Griechenland und die positive Charttechnik. Bis zum Mittag stieg der Dax , der zum Auftakt unter Gewinnmitnahmen gelitten hatte, um 0,33 Prozent auf 6.561,18 Euro. Der Leitindex erreichte so erneut einen Höchststand seit Anfang August. Auch auf Wochensicht dürfte er damit einmal mehr deutlich zulegen, es wäre die sechste Gewinnwoche in Folge. Der MDax mittelgroßer Werte stieg am Freitag um 0,40 Prozent auf 10.014,82 Punkte und der TecDax rückte um 0,19 Prozent auf 747,20 Punkte vor.

'Da auch die laufende Quartalssaison bislang ohne größere Tiefschläge über die Bühne geht, spricht kurzfristig wenig für einen größeren Rückschlag oder gar eine erneute Trendwende', schrieb Analyst Werner Bader von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Sein Kollege Manfred Jaisfeld von der National-Bank ist mit Blick auf die Charttechnik ebenfalls optimistisch: 'Der Dax hat mit dem gestrigen Schlusskurs eine wichtige Widerstandszone durchschritten und so das Fundament für zunächst weiter steigende Kurse gelegt.' Ein anderer Marktteilnehmer verwies zudem auf die starken Kursgewinne griechischer Banken, die die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit Griechenland über einen Schuldenschnitt zeigten. Am Nachmittag könnten weitere Impulse aus den USA beispielsweise von Chevron-Zahlen und dem Verbrauchervertrauen der Uni Michigan kommen.

STAHLWERTE SCHWÄCHER: GEWINNMITNAHMEN, NIPPON STEEL

Die Papiere der Stahlkonzerne gehörten wegen Gewinnmitnahmen und schwachen Vorgaben aus Asien zu den Verlierern am deutschen Aktienmarkt. Börsianer verwiesen auf schwache Zahlen von Nippon Steel . Am besten hielten sich noch ThyssenKrupp mit Verlusten von 0,36 Prozent auf 22,055 Euro - hier stützten Presseberichte über die Zukunft des Edelstahlgeschäfts, das an den finnischen Konkurrenten Outokumpu verkauft werden soll. Im MDax gaben Salzgitter 0,54 Prozent ab und Klöckner & Co (KlöCo) verloren 1,43 Prozent.

Die Aktien der Energiekonzerne Eon und RWE gehörten indes mit Kursgewinnen von 1,86 und 2,09 Prozent zu den Favoriten der Anleger. 'Der Sektor war bereits am Vorabend in Amerika und Europa sehr stark', sagte ein Händler. 'Es ist gerade eine Rotation aus den zuletzt sehr starken Finanzwerten heraus und rein in die vernachlässigten Versorger zu beobachten.' Ein weiterer Börsianer verwies auf eine positive RWE-Studie von Cheuvreux vom Vortag.

EADS FEST - ZUKAUFSPLÄNE, FÜHRUNGSWECHSEL, STUDIE

Die Aktien von K+S stiegen nach positiven Nachrichten um 0,28 Prozent. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, dem zufolge eine Tochtergesellschaft des Salz- und Düngemittelherstellers in Chile erstmals Salz nach China verschifft hat. Das Kasseler Unternehmen könnte zu einem Lieferanten für die chinesische Chemieindustrie werden, heißt es weiter. Dies sei positiv für die Wahrnehmung der Aktie, sagte ein Börsianer. Am Vortag hatten die Papiere etwas unter schwachen Zahlen des Konkurrenten Potash gelitten. Commerzbank-Analyst Lutz Grüten nahm diese zum Anlass, sein Votum sowie das Kursziel für die K+S-Aktie nach unten zu revidieren.

Für die Anteilsscheine von EADS ging es um 1,86 Prozent auf 25,950 Euro hoch. Der Luft- und Raumfahrtkonzern kann eigenen Aussagen zufolge dank eines üppigen Finanzpolsters über Zukäufe nachdenken. Der Führungswechsel ist laut Analyst Stephan Böhm von der Commerzbank keine Überraschung. Derweil stufte Exane BNP Paribas die Titel gleich um zwei Stufen hoch und erwartet nun eine überdurchschnittliche Kursentwicklung.

ADVA LEIDEN UNTER JUNIPER-AUSBLICK

Im TecDax sanken die Aktien von Adva Optical Networking um 1,31 Prozent. Als Belastungsfaktor für die Titel des Glasfaserkabel-Spezialisten sahen Händler den enttäuschenden Ausblick für das erste Geschäftsquartal, den der Netzwerkausrüster Juniper Networks am Vortag nach Börsenschluss vorgelegt hatte. Dessen Aktien hatten daraufhin nachbörslich acht Prozent an Wert eingebüßt./gl/ag

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

27.01.2012

ROUNDUP: Fitch senkt Bonität von 5 Euro-Ländern - darunter Spanien und Italien

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone darunter Italien und Spanien herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone und von Slowenien sei gleich um zwei Noten gesenkt worden, teilte Fitch am Freitag in London mit. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt.

Fitch begründet die Entscheidung mit einer gesunkenen Fähigkeit der Länder, auf Schocks zu reagieren. Die Ratingagentur verweist auch auf den kurzfristig trüben wirtschaftlichen Ausblick. Fitch hatte am 16. Dezember allen sechs Ländern kurzfristig eine Herabstufung angedroht (Rating Watch Negative/RWN).

BETROFFENE LÄNDER ALLE MIT NEGATIVEM AUSBLICK

Die Bonität Italiens wurde von Fitch von bisher 'A+' auf 'A-' gesenkt. Durch die gestiegenen Zinsen für italienische Anleihen sei eine neue Schuldendynamik entstanden, begründete Fitch die Entscheidung. In Spanien habe sich der wirtschaftliche und fiskalische Ausblick verschlechtert. Die Bonitätsnote sinke daher von 'AA-' auf 'A'. Zypern ('BBB-') und Slowenien ('A') wurden vor allem wegen Problemen im Bankensektor herabgestuft. Bei Irland (BBB+) verzichtete Fitch trotz der Drohung auf eine Herabstufung. Belgien hat jetzt nach der Herabstufung mit 'AA' (bisher 'AA+') die drittbeste Note im System von Fitch.

Die Kreditwürdigkeit aller betroffenen sechs Länder wurde mit einem negativen Ausblick versehen. Es droht laut Fitch mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent eine Herabstufung in den nächsten beiden Jahren.

FINANZMÄRKTE REAGIEREN GELASSEN - EURO STEIGT

Ausgenommen von der Ratingentscheidung waren Länder mit der Bestnote 'AAA' und Portugal und Griechenland, deren Bewertung auf Ramschniveau ist. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte zuletzt bei ihrem Rundumschlag am 13. Januar auch 'AAA'-Länder wie Frankreich und Österreich herabgestuft.

Die Finanzmärkte reagierten sehr gelassen auf die Nachricht. Der Eurokurs stieg sogar auf ein neues Tageshoch von 1,3220 US-Dollar. Der US-Aktienmarkt reagierte kaum. Die Entscheidung sei am Markt bereits erwartet worden, sagten Händler. Zudem bewerte Fitch die meisten Länder besser als Standard & Poor's. /jsl/wiz

27.01.2012

RATING: Fitch senkt Bonität von 5 Euro-Ländern - darunter Spanien und Italien

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone darunter Italien und Spanien herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone und von Slowenien sei gleich um zwei Noten gesenkt worden, teilte Fitch am Freitag in London mit. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt. Die Kreditwürdigkeit aller betroffenen sechs Länder wurde mit einem negativen Ausblick versehen./jsl/wiz

27.01.2012

ROUNDUP: Arbeitgeber: Beschäftigung Älterer besser als bekannt

BERLIN (dpa-AFX) - Die Beschäftigung älterer Menschen ist nach einer Analyse der Arbeitgeber überdurchschnittlich hoch - und damit weitaus besser als bislang dargestellt. Nach deren Berechnung liegt die Quote der am Arbeitsmarkt verfügbaren 60- bis 64-Jährigen mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei 68,3 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kommt aufgrund einer anderen Berechnungsgrundlage auf einen Wert von aktuell 27,5 Prozent - mit zuletzt stark steigender Tendenz.

'Die Behauptung, in dieser Altersgruppe habe nur jeder Vierte eine sozialversicherungspflichtige Arbeit, ist höchst irreführend', heißt es dazu in dem Papier der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), aus dem das 'Handelsblatt' (Freitag) zitierte und das auch der dpa vorliegt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warf den Arbeitgebern Schönfärberei vor.

Die Beschäftigungsquote dieser sogenannten rentennahen Jahrgänge spielt eine wichtige Rolle in der Debatte über die Anhebung des Renteneintrittsalters. Die SPD will die Rente mit 67 so lange aussetzen, bis die Quote der 60- bis 64-Jährigen in Beschäftigung auf mindestens 50 Prozent gestiegen ist. Nach Angaben des Arbeitsministeriums liegt die Beschäftigungsquote für alle Erwerbsfähigen zwischen 15 und 65 Jahren bei 51,7 Prozent.

Nach BDA-Darstellung steht von insgesamt 4,6 Millionen Menschen in der Gruppe der 60- bis 64-Jährigen faktisch weniger als die Hälfte tatsächlich für eine sozialversicherungspflichtige Arbeit zur Verfügung. 'Insgesamt können und wollen höchstens rund 1,8 Millionen 60- bis 64-Jährige sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein.' Und von diesen seien bereits mehr als 1,2 Millionen und damit mehr als zwei Drittel in regulärer Beschäftigung.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach warf der BDA vor, die Erwerbsquote der Älteren 'künstlich zu schönen'. Damit wollten die Arbeitgeber 'nur davon ablenken, dass sie in Wirklichkeit nach wie vor Ältere nicht mehr einstellen wollen. Ein höheres Alter ist eines der Haupteinstellungshindernisse am Arbeitsmarkt', sagte sie der dpa. '100 000 Ältere beziehen inzwischen Hartz IV und werden in der Statistik noch nicht einmal als Arbeitslose erfasst, weil man davon ausgeht, dass sie ohnehin nicht eingestellt werden.'

Die Bewertung der Arbeitsmarktsituation wird aus BDA-Sicht dadurch verzerrt, dass die Berechnungsbasis für die Quote zu groß gewählt ist: So gehen in die offizielle Statistik auch rund 500 000 ältere Selbstständige und Beamte ein, die für einen Angestelltenjob gar nicht in Frage kommen. Weitere 1,6 Millionen 60- bis 64-Jährige stünden für eine Beschäftigung deshalb nicht zur Verfügung, weil sie entweder freiwillig im Vorruhestand seien oder Erwerbsminderungsrente bezögen. Zudem gebe es schätzungsweise 700 000 Ältere, die nicht in einer sozial abgesicherten Beschäftigung arbeiten wollten.

Buntenbach wies diese Darstellung mit den Worten zurück, es gebe bei der Berechnung der Erwerbsquote 'klare Kriterien, während die Analyse der Arbeitgeber von Vermutungen und Unterstellungen ausgeht'. Die Statistik spreche eine eindeutige Sprache: 'Derzeit sind nur 12,5 Prozent der 63-jährigen noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt und sogar nur 5,7 Prozent der 64-Jährigen.'/vs/DP/jsl

27.01.2012

Neues Treffen für Schuldenschnitt in Athen hat begonnen

ATHEN (dpa-AFX) - Die Verhandlungen des Schuldensünders Griechenland mit den Banken über den dringend benötigten Schuldenschnitt sind am Freitagabend wieder aufgenommen worden. Der Geschäftsführer des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, kam in Athen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos und Finanzminister Evangelos Venizelos zusammen. Zuvor hatte es Aussagen gegeben, eine Einigung stehe möglicherweise unmittelbar bevor.

Wie der griechische Rundfunk berichtete, wolle Papademos möglicherweise schon am Samstagnachmittag die Vorsitzenden der Parteien, die seine Regierung unterstützen - Sozialisten, Konservative und eine kleine rechtsgerichtete Partei - über die Einzelheiten des Schuldenschnitts informieren.

Dallara soll als Vertreter der Banken einen etwas günstigeren Zins für die neuen Anleihen vorgeschlagen haben, die die alten griechischen Staatsanleihen ersetzen sollen. Nach Informationen aus griechischen Bankquellen sei nun ein Zinssatz von 3,8 Prozent im Gespräch. Noch vor wenigen Tagen habe Dallara 4,0 Prozent im Durchschnitt vorgeschlagen. Die Zinsen sollten aber steigen, wenn die griechische Wirtschaft wieder wachse. Der Zinssatz für die neuen Papiere ist ein zentraler Streitpunkt.

Außerdem wollen die Banken sicher sein, dass für die neuen Anleihen britisches Recht gilt. So wollen sie sich absichern, dass Griechenland eine Umschuldung künftig nicht mehr rechtlich erzwingen kann. Der angestrebte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro drücken./tt/DP/jsl

27.01.2012

GESAMT-ROUNDUP: Gereizte Stimmung vor EU-Gipfel

DAVOS/BRÜSSEL/BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem EU-Gipfel nehmen die Spannungen unter den Partnern zu. Die Kritik am Euro-Krisenmanagement von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wächst. Der von Deutschland angestoßene 'Fiskalpakt' ist noch nicht fertig, der Streit über die Aufstockung des dauerhaften Rettungsschirms ESM tobt weiter. In Griechenland bleibt die Lage alarmierend.

EZB-Präsident Mario Draghi schlug am Freitag düstere Töne an. Die Schuldenkrise werde andauern, die harten Sparprogramme bedrohten das Wachstum: 'Viele der betroffenen Länder wachsen nicht.' Bei Griechenlands Schuldenschnitt rückt ein Ergebnis laut EU-Kommission in greifbare Nähe, viele Experten sind dennoch skeptisch.

DEUTSCHLAND GEGEN FRANKREICH

Forderungen nach einer Aufstockung des 500-Milliarden-Schirms ESM, der im Juli startet, wies Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zurück. 'Keine 'Brandmauer' wird funktionieren, wenn die zugrundeliegenden Probleme nicht gelöst werden', sagte er am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) betonte in Brüssel, wo am Montag der Gipfel beginnt: 'Ich halte nichts davon, dass wir bei jeder politischen Veranstaltung jedes Mal neue große Milliardenbeträge ins Schaufenster legen.' An Deutschlands Seite stellte sich Finnland, das ebenfalls noch Top-Kreditwürdigkeit hat.

Widerspruch kam von der EU-Kommission und vom französischen Finanzminister François Baroin: 'Je höher die 'Brandmauer', desto geringer ist die Gefahr, dass der ESM in Anspruch genommen werden muss.'

DEUTSCHLAND GEGEN EU-KOMMISSION

Dramatisch bleibt die Lage in Athen, wo Regierung und Privatgläubiger seit Monaten um einen Schuldenerlass feilschen. EU-Währungskommissar Olli Rehn zeigte sich zuversichtlich: 'Wir sind dabei, den Vertrag abzuschließen - vielleicht nicht heute, aber am Wochenende.' Schäuble betonte, Europas Geduld sei begrenzt: 'Griechenland muss auch liefern'.

Der angestrebte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro drücken. Kritik musste Rehn von der Bundesregierung für seine Äußerung einstecken, dass Athen noch mehr Hilfen brauchen werde. Spekulationen dieser Art machten derzeit keinen Sinn, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

Allerdings wächst die Skepsis, ob der Schuldenerlass privater Gläubiger überhaupt reicht, um das marode Land zu retten. Wie Rehn hält auch Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker einen größeren Beitrag der öffentlichen Hand bei der Rettung Griechenlands für notwendig.

EUROPA GEGEN GROSSBRITANNIEN

Beim Fiskalpakt gibt es nach Angaben von Diplomaten heftigen Streit, wie die Teilnehmerländer ohne Euro an Entscheidungen der 17 Euro-Staaten beteiligt werden. Polen verlangt, dass auch die Nicht-Euro-Staaten an den Beratungen der Euro-Gruppe teilnehmen dürfen. Dies wird vor allem von Frankreich strikt abgelehnt.

Der Fiskalpakt mit Schuldenbremsen und automatischen Sanktionen für Defizitsünder soll die 26 beteiligten EU-Ländern zu mehr Haushaltsdisziplin zwingen. Großbritannien macht nicht mit.

IWF GEGEN ZU VIEL SPAREN

Nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF) warnte auch die Europäische Zentralbank (EZB) die Euro-Länder davor, nur zu sparen. Haushaltskonsolidierung führe zu Schrumpfungsprozessen, sagte EZB-Chef Draghi in Davos. Die Unruhe an den Märkten werde anhalten: 'Die Risikoaufschläge der europäischen Krisenstaaten könnten noch für längere Zeit auf erhöhtem Niveau verharren.'

Die USA erteilten Europa erneut Ratschläge: 'Wer glaubt, mit Sparmaßnahmen alleine erfolgreich sein zu können, liegt in der Regel falsch', sagte US-Finanzminister Timothy Geithner in Davos.

Beim Brüsseler Gipfel will die EU trotz knapper Kassen Maßnahmen für mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze beschließen. Jugendliche sollen besser ausgebildet, der EU-Binnenmarkt weiter geöffnet und der Mittelstand stärker gefördert werden./DP/zb

27.01.2012

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 27.01.2012 - 17.00 Uhr

US-Wirtschaft enttäuscht trotz Wachstumsbeschleunigung

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft kommt nach wie vor nicht so recht aus den Startlöchern. Obwohl das Wachstum im Schlussquartal 2011 so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr ausfiel, zeigten sich Bankvolkswirte enttäuscht. Sie verwiesen insbesondere auf die unausgewogene Wachstumsstruktur. Dies könnte eine neue Diskussion über Sinn und Zweck der hoch-expansiven Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed auslösen. Dennoch erscheint es möglich, dass die Notenbank schon bald mit einer dritten Runde der quantitativen Lockerung reagiert.

Deutschland mit seiner Euro-Position isoliert

DAVOS - Deutschland gerät beim Euro-Krisenmanagement immer stärker unter Druck. Auf dem Weltwirtschaftsforum stand Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag allein mit seiner Aussage, höhere Brandmauern gegen Finanzmarkt-Attacken seien nicht nötig. Dem widersprachen die EU-Kommission, der engste Partner Frankreich und einmal mehr die USA.

US-Finanzminister Geithner kritisiert Euro-Krisenmanagement

DAVOS - US-Finanzminister Timothy Geithner hat das europäische Krisenmanagement als zu einseitig kritisiert . 'Wer glaubt, mit Sparmaßnahmen alleine erfolgreich sein zu können, liegt in der Regel falsch', sagte Geithner am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Solange nicht stärker darauf gesetzt werde, das Wachstum zu stimulieren, seien die Probleme nicht zu lösen.

Rehn und Baroin plädieren für höhere Brandmauer um Eurozone

DAVOS - EU-Währungskommissar Olli Rehn hat für einen stärkeren europäischen Rettungsschirm plädiert. 'Wir brauchen höhere Brandmauern in Europa', sagte er am Freitag in einer Diskussionsrunde auf dem Weltwirtschaftsforum Davos. Für den künftigen dauerhaften Rettungsmechanismus ESM sei eine Ausleihkapazität von 500 Milliarden Euro geplant, etwa 250 Milliarden Euro seien derzeit noch im temporären Fonds EFSF. 'Die Frage ist: Können wir beides zusammenführen?'

Deutschland: Einfuhrpreise steigen 2011 kräftig - Abschwächung im Dezember

WIESBADEN - In Deutschland sind die Preise für importierte Güter im vergangenen Jahr so stark wie seit elf Jahren nicht mehr gestiegen. Im Jahresdurchschnitt seien die Einfuhrpreise um 8,0 Prozent geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Dies ist der höchste Anstieg seit dem Jahr 2000. Ausschlaggebend für den starken Zuwachs waren vor allem höhere Rohstoffpreise. Ohne diese Komponente stiegen die Importpreise um 5,1 Prozent. Die Ausfuhrpreise legten 2011 um durchschnittlich 3,7 Prozent zu. Das ist die höchste Rate seit 1982.

Steuerboom lässt langsam nach - Dezemberplus bei 4,1 Prozent

BERLIN - Mit der abkühlenden Konjunktur in Deutschland lässt auch der Boom bei den Steuereinnahmen langsam nach. Im Dezember stieg das Aufkommen von Bund und Ländern gegenüber dem Vorjahresmonat zwar nochmals um 4,1 Prozent, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Im November hatten Bund und Länder allerdings noch ein Plus von 7,6 Prozent verbucht.

Athen und Banken suchen weiter nach Schuldenschnitt-Kompromiss

ATHEN - In Athen gehen am Freitag die Verhandlungen der Regierung mit dem Internationalen Bankenverband (IIF) mit Hochdruck weiter. Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos und sein Finanzminister Evangelos Venizelos sollen am Nachmittag erneut mit dem Chef des Internationalen Bankenverbandes (IIF), Charles Dallara, zusammenkommen. Papademos steht unter Zeitdruck: Er brauche dringend eine Einigung mit den Banken damit er nicht mit leeren Händen zum Gipfeltreffen der EU am Montag nach Brüssel reist. 'Er muss mindestens etwas Konkretes (nach Brüssel) mitbringen', hieß es aus Kreisen der mitregierenden konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) am Freitag.

Schäuble will Steuerabkommen mit Schweiz umsetzen

BERLIN - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält am umstrittenen Steuerabkommen mit der Schweiz trotz des Widerstands der Länder fest. 'Ich will dieses Abkommen umsetzen', sagte er der 'Stuttgarter Zeitung' (Freitag). Mit der EU-Kommission habe er die offenen Fragen in dieser Woche abschließend klären können, wie das Steuerabkommen in die EU-Zinssteuerrichtlinie eingebettet wird. Von dort gebe es keine Einwände mehr. 'Nun werden die Gespräche mit den Ländern intensiv fortgesetzt', sagte er.

Juncker: Euro-Länder müssen mehr für Griechenland tun

WIEN/BERLIN - Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält einen größeren Beitrag der Euro-Länder beim Schuldenerlass für Griechenland für notwendig. 'Wenn die griechische Schuldentragfähigkeit unter Beweis gestellt wird und es ein Gesamtverständnis mit dem privaten Sektor gibt, wird sich auch der öffentliche Sektor fragen müssen, ob er nicht die Hilfestellung leistet', sagte der luxemburgische Regierungschef der österreichischen Zeitung 'Der Standard' (Freitag). Ob die Europäische Zentralbank (EZB) sich beteilige, sei aber allein Sache der unabhängigen Notenbank.

Arbeitgeber: Beschäftigung Älterer besser als bislang bekannt

BERLIN - Die Beschäftigung der rentennahen Jahrgänge ist nach einer Analyse der Arbeitgeber deutlich besser als bislang bekannt. Nach deren Berechnung liegt die Quote der am Arbeitsmarkt verfügbaren 60- bis 64-Jährigen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung bei 68,3 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kommt aufgrund einer anderen Berechnungsgrundlage auf einen Wert von aktuell 27,5 Prozent.

EU-Staaten wollen Betrug an Börsen bestrafen

KOPENHAGEN - Wer an der Börse betrügt oder Aktienkurse manipuliert, soll künftig in allen EU-Ländern bestraft werden. Über gemeinsame strafrechtliche Standards haben die EU-Justizminister am Freitag in Kopenhagen beraten. Das Strafmaß soll aber den Ländern selbst überlassen bleiben. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission müssen Händler eine Höchststrafe von mindestens fünf Millionen Euro fürchten, Firmen zehn Prozent ihres Jahresumsatzes.

DAVOS: US-Finanzminister Geithner kritisiert europäisches Krisenmanagement

DAVOS - US-Finanzminister Timothy Geithner hat das europäische Krisenmanagement als zu einseitig kritisiert . 'Wer glaubt, mit Sparmaßnahmen alleine erfolgreich sein zu können, liegt in der Regel falsch', sagte Geithner am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Solange nicht stärker darauf gesetzt werde, das Wachstum zu stimulieren, seien die Probleme nicht zu lösen.

Athen-Aussagen: Bundesregierung rüffelt EU-Kommissar Rehn

BERLIN - Die Bundesregierung hat EU-Währungskommissar Olli Rehn vorgeworfen, mit Aussagen über einen höheren Finanzbedarf in Griechenland unnötig Verwirrung zu stiften. Spekulationen dieser Art machten derzeit keinen Sinn. 'Sie sind eigentlich eher geeignet, Verunsicherung zu schüren', kritisierte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.

ROUNDUP: Lage am Euro-Anleihemarkt mit Ausnahme Portugals entspannter

FRANKFURT - Die Lage am europäischen Anleihemarkt hat sich auch zum Wochenausklang deutlich entspannt. Bei den Euro-Schwergewichten Italien und Spanien setzte sich die seit Tagen zu beobachtende Erholung am Freitag fort. Auch in wichtigen Kernländern wie Frankreich, die vor allem im Herbst von der Schuldenkrise erfasst worden waren, ist die Situation mittlerweile sichtlich besser geworden. Sorgen bereitet hingegen das hochverschuldete Portugal, wo die Risikoaufschläge für Staatsanleihen in den letzten Wochen deutlich angezogen haben.

ROUNDUP/DAVOS: Konfliktlinien bleiben vor EU-Gipfel verhärtet

DAVOS - Vor dem wichtigen EU-Krisengipfel am kommenden Montag bleiben die Konfliktlinien in Sachen Rettungsfonds-Aufstockung verhärtet. 'Keine Brandschutzmauer kann funktionieren, wenn die wirklichen Probleme nicht angegangen werden', sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. EU-Währungskommissar Olli Rehn und der französische Finanzminister Francois Baroin plädierten dagegen für einen stärkeren europäischen Rettungsschirm.

Deutschland und Finnland lehnen größeren Rettungsfonds ab

BRÜSSEL - Deutschland und Finnland lehnen eine Verstärkung des künftigen dauerhaften Euro-Rettungsmechnaismus ESM derzeit ab. Vor dem Euro-Krisengipfel am kommenden Montag machten die beiden Länder deutlich, dass es zunächst um schärfere Regeln für mehr Haushaltsdisziplin gehen müsse. Berlin und Helsinki gehören zu den Nettozahlern des EU-Haushalts und verfügen bei den Ratingagenturen noch über Top-Bonität.

DAVOS/ROUNDUP: EZB-Chef Draghi dämpft Hoffnung auf schnelles Ende der Krise

DAVOS - Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), erwartet kein schnelles Ende in der Schuldenkrise. 'Die Risikoaufschläge der europäischen Krisenstaaten könnten noch für längere Zeit auf erhöhtem Niveau verharren', sagte Draghi am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Zudem warnte Draghi vor den Auswirkungen des strikten Sparkurses im Euroraum: Haushaltskonsilidierung führe zu Schrumpfungsprozessen. 'Viele der betroffenen Länder wachsen nicht'.

Kreditvergabe im Euroraum schwächelt - Geldmengenwachstum rückläufig

FRANKFURT - Im Euroraum ist der Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen zum Jahresende hin die Puste ausgegangen. Wie die EZB am Freitag mitteilte, stieg die Kreditvergabe an den privaten Sektor im Dezember nur noch um 1,0 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate noch deutlich höher bei 1,7 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich ergibt sich laut der US-Bank J.P. Morgan der stärkste je gemessene Rückgang - noch stärker als in der starken Rezession 2008/2009. Experten tun sich mit einer Interpretation der Zahlen dennoch schwer.

USA: Konsumklima Universität Michigan steigt stärker als erwartet

MICHIGAN - In den USA hat sich das Konsumklima der Universität Michigan im Januar stärker als zunächst ermittelt aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 69,9 Punkten im Vormonat auf 75,0 Zähler geklettert, teilte die Universität am Freitag nach endgültigen Zahlen mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Wert von 74,0 Punkten ermittelt worden.

DAVOS/WEF-Gegner Jean Ziegler: 'Es geht nur um Macht'

ZÜRICH - Der Schweizer Soziologieprofessor Jean Ziegler hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos scharf kritisiert. Beim alljährlichen 'WEF-Zirkus' in den Alpen gehe es 'nicht um Dialoge, sondern um Machtbeziehungen', sagte der bekannte 77-jährige Globalisierungskritiker in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Schweizer Online-Zeitung '20 Minuten'.

/rob/jsl

27.01.2012

DAVOS/WEF-Gegner Jean Ziegler: 'Es geht nur um Macht'

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Schweizer Soziologieprofessor Jean Ziegler hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos scharf kritisiert. Beim alljährlichen 'WEF-Zirkus' in den Alpen gehe es 'nicht um Dialoge, sondern um Machtbeziehungen', sagte der bekannte 77-jährige Globalisierungskritiker in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Schweizer Online-Zeitung '20 Minuten'.

Davos biete den Mächtigen eine Art 'korrektive Psychotherapie': 'Die Herren der Welt, die Kosmokraten, die am Forum teilnehmen, haben einen schlechten Ruf und leiden darunter.' WEF-Impresario Klaus Schwab richte sie wieder auf, sagte Ziegler. Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler und Gründer des Forums sei ein kluger und brillanter Mann. 'Ihm gelingt es, mit seinem WEF-Zirkus, der nichts anderes ist als heiße Luft, ein Millionenvermögen zu machen.'

Ziegler warf dem WEF vor, als 'Ideologiefabrik der Kosmokraten' immer wieder Ziele zu setzen, auf die man dann nicht mehr zurückkomme. So sei 2011 als ein Ziel die Kontrolle der weltweiten Nahrungsmittelspekulation genannt worden, die einer der Hauptgründe für den Hunger sei. Doch es sei nichts getan worden. Stattdessen sei die Nahrungsmittelspekulation 2011 explodiert und die Preise für Reis und Weizen seien dramatisch gestiegen.

'Das WEF fabriziert die Legitimationstheorie für die kannibalische Weltordnung', erklärte Ziegler. Der Genfer Professor war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Er engagiert sich im Organisationskomitee des Weltsozialforums, das 2001 als Gegenbewegung zum WEF geschaffen wurde./bur/DP/zb

27.01.2012

ROUNDUP: US-Wirtschaft enttäuscht trotz Wachstumsbeschleunigung

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft kommt nach wie vor nicht so recht aus den Startlöchern. Obwohl das Wachstum im Schlussquartal 2011 so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr ausfiel, zeigten sich Bankvolkswirte enttäuscht. Sie verwiesen insbesondere auf die unausgewogene Wachstumsstruktur. Dies könnte eine neue Diskussion über Sinn und Zweck der hoch-expansiven Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed auslösen. Dennoch erscheint es möglich, dass die Notenbank schon bald mit einer dritten Runde der quantitativen Lockerung reagiert.

Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Freitag ist die US-Wirtschaft im Schlussquartal um annualisiert 2,8 Prozent gewachsen. Nach europäischen Standards entspricht dies einem Wachstum von rund 0,6 Prozent zum Vorquartal. Damit wurden die Markterwartungen in etwa getroffen. Analysten zeigten sich dennoch enttäuscht, obwohl die US-Wirtschaft seit Jahresbeginn spürbar an Fahrt gewonnen hat: Nach einem mageren Plus von gerade mal 0,4 Prozent im ersten Quartal hatte sich das Wachstum mit 1,3 Prozent im zweiten und 1,8 Prozent im dritten Quartal zusehends erholt.

WIE REAGIERT DIE FED?

'Das US-Wachstum enttäuscht mal wieder', schreibt Commerzbank-Experte Bernd Weidensteiner in einer Kurzstudie. Grund: Zwei Drittel oder 1,9 Punkte des Gesamtwachstums entfällt auf den Lageraufbau der Unternehmen. Stützend wirkte zudem der private Konsum, während das Wachstum der wichtigen Ausrüstungsinvestitionen deutlich schwächer ausfiel. 'Der Staatssektor schrumpfte wegen des Drucks zur Konsolidierung so stark, dass er das Wachstum um einen vollen Prozentpunkt drückte', so Weidensteiner.

Die schleppende Konjunkturerholung könnte unterdessen die US-Notenbank auf den Plan rufen: Nach der letzten Zinssitzung am Mittwoch hatte Fed-Chef Bernanke die Tür für eine weitere Stützung weit offen gelassen. Falls nötig sei die Fed zu weiteren Schritten bereit, so Bernanke zur Wochenmitte. Seit der ersten Finanzkrise hat die Notenbank den Leitzins auf ein Rekordtief gedrückt sowie Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere von mehr als zwei Billionen Dollar gekauft. Zur Wochenmitte hatte sie sogar ihr Niedrigzinsversprechen von Mitte 2013 bis Ende 2014 ausgeweitet. Die US-Notenbank dürfte sich laut Weidensteiner in ihrer expansiven Politik bestätigt sehen. 'Sollte der Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag nicht sehr gut ausfallen, erwarte ich schon im März ein weiteres Anleihenkaufprogramm (QE3).'/bgf/jsl

27.01.2012

DAVOS/GESAMT-ROUNDUP: Deutschland mit seiner Euro-Position isoliert

DAVOS (dpa-AFX) - Deutschland gerät beim Euro-Krisenmanagement immer stärker unter Druck. Auf dem Weltwirtschaftsforum stand Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag allein mit seiner Aussage, höhere Brandmauern gegen Finanzmarkt-Attacken seien nicht nötig. Dem widersprachen die EU-Kommission, der engste Partner Frankreich und einmal mehr die USA.

'Keine Brandmauer wird funktionieren, wenn die zugrundeliegenden Probleme nicht gelöst werden', sagte Schäuble und unterstrich damit, dass sich die Bundesregierung auch kurz vor dem Euro-Krisengipfel in Brüssel gegen höhere Zahlungen aus Deutschland für die Euro-Rettung stemmt. Der französische Finanzminister François Baroin entgegnete Schäuble: 'Je höher die Brandmauer, desto geringer ist die Gefahr, dass sie in Anspruch genommen werden muss.'

HÖHERE 'BRANDSCHUTZMAUERN' GEFORDERT

Ebenfalls für eine Aufstockung des geplanten dauerhaften Rettungsfonds ESM plädierte EU-Währungskommissar Olli Rehn. 'Wir brauchen höhere Brandmauern in Europa.' Für den künftigen dauerhaften Rettungsmechanismus sei eine Ausleihkapazität von 500 Milliarden Euro geplant, etwa 250 Milliarden Euro seien noch im temporären Fonds EFSF. 'Die Frage ist: Können wir beides zusammenführen?', sagte Rehn.

Auch EZB-Chef Mario Draghi warnte vor Schwächen des bisherigen Krisenmanagements. Die Strategie der Haushaltskonsolidierung führe zu Schrumpfungsprozessen: 'Viele der betroffenen Länder wachsen nicht.'

GEITHNER KRITISIERT KRISENMANAGEMENT

Als zu einseitig kritisierte US-Finanzminister Timothy Geithner das europäische Krisenmanagement. 'Wer glaubt, mit Sparmaßnahmen alleine erfolgreich sein zu können, liegt in der Regel falsch', sagte er in Davos. Solange nicht stärker darauf gesetzt werde, das Wachstum zu stimulieren, seien die Probleme nicht zu lösen.

Zur von IWF-Chefin Christine Lagarde geforderten massiven Aufstockung der Mittel des Währungsfonds sagte Geithner, zunächst seien die Länder Europas in der Pflicht. Erst wenn diese sich entschlössen, eine 'stärkere Brandschutzmauer' zu errichten, komme für die USA infrage, sich an einer Aufstockung der Mittel zu beteiligen. Bislang sei das europäische Engagement in dieser Hinsicht 'unvollendetes Stückwerk'. Die USA sind größter Geldgeber des Währungsfonds und deshalb maßgeblich für das Zustandekommen des Lagarde-Plans.

DAVOS-KRITIKER VERGEBEN SCHMÄHPREIS AN BARCLAYS

Am Rande des Elite-Treffens meldeten sich am Freitag die Davos-Kritiker zu Wort. Der Schmähpreis 'Public Eye Award' für soziale und ökologische Vergehen von Konzernen geht in diesem Jahr an den britischen Bankkonzern Barclays und den brasilianische Minenkonzern Vale. Auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos erklärten die Initiatoren, darunter Greenpeace, die Praktiken beider Konzerne zeigten die Kehrseite einer rein profitorientierten Globalisierung.

Barclays erhält den Schmähpreis nach Angaben der Jury für Spekulationen mit Nahrungsmitteln. Vale sei als weltweit zweitgrößter Minenkonzern seit Jahrzehnten für Menschenrechtsverletzungen und rücksichtslose Naturausbeutung verantwortlich.

MASSIVE KRITIK AM WELTWIRTSCHAFTSFORUM

Auch der Schweizer Soziologieprofessor Jean Ziegler griff das Weltwirtschaftsforum (WEF) scharf an. Beim alljährlichen 'WEF-Zirkus' in den Alpen gehe es 'nicht um Dialoge, sondern um Machtbeziehungen', sagte der bekannte 77-jährige Globalisierungskritiker der Schweizer Online-Zeitung '20 Minuten'.

Ziegler warf dem WEF vor, als 'Ideologiefabrik der Kosmokraten' immer wieder Ziele zu setzen, auf die man dann nicht mehr zurückkomme. So sei 2011 als ein Ziel die Kontrolle der weltweiten Nahrungsmittelspekulation genannt worden. Tatsächlich sei die Nahrungsmittelspekulation 2011 explodiert, und die Preise für Reis und Weizen seien dramatisch gestiegen. 'Das WEF fabriziert die Legitimationstheorie für die kannibalische Weltordnung', erklärte Ziegler. Der Genfer Professor war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung./mda/hbr/jkr

27.01.2012

USA: Konsumklima Universität Michigan steigt stärker als erwartet

MICHIGAN (dpa-AFX) - In den USA hat sich das Konsumklima der Universität Michigan im Januar stärker als zunächst ermittelt aufgehellt. Der entsprechende Index sei von 69,9 Punkten im Vormonat auf 75,0 Zähler geklettert, teilte die Universität am Freitag nach endgültigen Zahlen mit. In einer ersten Schätzung war noch ein Wert von 74,0 Punkten ermittelt worden.

Der Index der Universität Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der Indikator basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

^Die Daten im Überblick:

Januar Erstschätzung Dezember November Oktober

Konsumklima 75,0 74,0 69,9 64,1 60,9°

(in Punkten)

/jsl/jkr

27.01.2012

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Wacker Chemie auf 80 Euro - 'Kaufen'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel von Wacker Chemie nach vorläufigen Zahlen von 85,00 auf 80,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf 'Kaufen' belassen. Die Eckdaten für das Jahr 2011 des Spezialchemiekonzerns hätten unter den Markterwartungen und unter der Unternehmungsplanung gelegen, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer Studie vom Donnerstag. Neben Sondereffekten sei dafür vor allem die schwache Nachfrage aus der Halbleiter- und der Solarindustrie im vierten Quartal verantwortlich. Zwar scheine sich das Geschäft inzwischen wieder zu beleben, in wichtigen Geschäftsbereichen herrsche aber weiterhin Preis- und Margendruck./kwx/rum/ag

27.01.2012

ANALYSE-FLASH: Merrill Lynch belässt RWE auf 'Underperform' - Ziel 27 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Merrill Lynch hat RWE auf 'Underperform' mit einem Kursziel von 27,00 Euro belassen. Im Vorfeld der Berichtssaison der europäischen Versorger sei Vorsicht angebracht, schrieb Analyst Christopher Kuplent in einer Branchenstudie vom Freitag. Nach einem enttäuschenden dritten Quartal und mehrfach gesenkten Schätzungen sollten die Resultate für 2011 zwar kaum für Überraschungen sorgen. Die Unternehmensausblicke für 2012 sowie 2013 dürften aber bestätigen, dass der Sektor insgesamt nicht mehr wächst. Das Umfeld für die beiden deutschen Versorger Eon und RWE sei 2012 herausfordernd. Insofern könnten ihre Ausblicke wegen der Unsicherheiten über mögliche Beteiligungsverkäufe sowie der Verluste im Gasgeschäft vage ausfallen./msx/edh/ag

27.01.2012

ANALYSE: Kepler belässt ThyssenKrupp auf 'Hold' - Ziel 23 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler hat die Einstufung für ThyssenKrupp nach Presseberichten über den kurz vor dem Anschluss stehenden Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum auf 'Hold' mit einem Kursziel von 23,00 (Kurs: 21,845) Euro belassen. Er halte an seiner Auffassung fest, dass die Realisierung mit dem finnischen Wettbewerber Outokumpu weniger wertschaffend sein wird als eine mögliche Zusammenlegung mit der früheren ArcelorMittal-Tochter Aperam, schrieb Analyst Rochus Brauneiser in einer Studie vom Freitag.

Nach den jüngsten Berichten habe er den Eindruck, als ob beide Parteien bei den Verhandlungen mit Hochdruck voran gingen. Dies deute darauf hin, dass eine alternative Lösung für die zum Verkauf stehende Sparte nicht mehr zu den Optionen des Stahlkonzerns gehöre.

ANALYST SIEHT RISIKO ENTTÄUSCHENDER BEDINGUNGEN

Der Experte geht weiterhin davon aus, dass der ThyssenKrupp an dem fusionierten Unternehmen einen Anteil von 30 Prozent halten wird. In seinen Augen sollte der Verkauf von Inoxum zwar schon in den Marktschätzungen eingearbeitet worden sein. Er sieht aber das Risiko, dass die Bedingungen einer Vereinbarung mit Outokumpu enttäuschend ausfallen könnten.

Gemäß der Einstufung 'Hold' rechnet Kepler Capital Markets auf Sicht der nächsten zwölf Monate mit einem absoluten Aufwärtspotenzial der Aktie von weniger als 10 Prozent./tih/ag

Analysierendes Institut Kepler Capital Markets.

27.01.2012

ANALYSE-FLASH: Bankhaus Lampe hebt Ziel für Wirecard auf 14,50 Euro - 'Halten'

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Wirecard vor vorläufigen Zahlen für 2011 von 13,00 auf 14,50 Euro angehoben, die Einstufung aber auf 'Halten' belassen. Er habe die Bewertungsbasis für die Aktien von 2011/12 auf 2012/13 übertragen, begründete Analyst Christoph Schlienkamp die Zielanpassung in einer Studie vom Freitag. Im abgelaufenen Geschäftsjahr dürfte der Spezialist für den elektronischen Zahlungsverkehr Erlöse von 320,6 Millionen Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 85 Millionen Euro erzielt haben. Auch 2012 sollte Wirecard rund 50 Prozent schneller wachsen als der relevante E-Commerce-Markt./msx/edh/ag

27.01.2012

ANALYSE: Exane BNP hebt Ziel für Texas Instruments auf 27 Dollar

PARIS (dpa-AFX) - Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Texas Instruments von 23,00 auf 27,00 (Kurs: 32,19 US-Dollar) US-Dollar angehoben, die Einstufung aber auf 'Underperform' belassen. Vom Mobilfunkgeschäft abgesehen sei der Ausblick des US-Halbleiterkonzerns für das erste Quartal besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Jerome Ramel in einer Studie vom Freitag. Texas Instruments sei eine Qualitätsaktie, die derzeit jedoch unattraktiv bewertet sei.

Wegen der unerwartet guten Umsätze habe er die Gewinnschätzungen je Aktie für 2012 und 2013 um 3 und 14 Prozent angehoben, bleibe damit aber noch unter den Durchschnittsschätzungen des Marktes. Die operative Marge (EBIT-Marge) erwarte er im ersten Quartal 2012 bereinigt um Einmaleffekte bei 17 Prozent. Bis ins vierte Quartal 2013 sollte sie sich nach und nach bis auf 25 Prozent erholen. Daher erwarte er die Gewinnspanne der Unternehmensgruppe in den nächsten zwei Jahren weiter unter ihrem eigenen Langzeitziel von 30 Prozent.

Mit der Einstufung 'Underperform' rechnet Exane BNP Paribas damit, dass sich die Aktie in den kommenden zwölf Monaten schlechter als der Sektor entwickeln wird./ajx/men/ag

Analysierendes Institut Exane BNP Paribas.

27.01.2012

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Ziel für Nokia auf 3,80 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Nokia nach Zahlen von 4,00 auf 3,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf 'Hold' belassen. Trotz eines soliden vierten Quartals habe er seine Schätzungen für den Handyproduzenten gekürzt, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer Studie vom Freitag. In einem hart umkämpften Markt die Umsätze mit dem Smartphone-Betriebssystem Symbian durch Windows-Umsätze zu ersetzen, sei die größte Herausforderung für die Finnen. Solange es hier keine deutlichen Verbesserungen gebe, dürfte die Aktie weiterhin in einer engen Spanne gehandelt werden./ajx/rum/ag

27.01.2012

ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Ziel für Deutsche Telekom auf 10 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Berenberg Bank hat das Kursziel für Deutsche Telekom vor Zahlen von 10,50 auf 10,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf 'Hold' belassen. Das vierte Quartal dürfte 'okay' gewesen sein, schrieb Analyst Paul Marsch in einer Studie vom Freitag. Allerdings rechne er mit einer Enttäuschung bei den Unternehmenszielen für 2012. Derzeit gebe es keine Kursimpulse für die T-Aktie./ajx/rum/ag

27.01.2012

ANALYSE: Citigroup hebt Ziel für VW-Vorzüge auf 140 Euro - Daimler der Favorit

LONDON (dpa-AFX) - Die Citigroup hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW ) von 111,00 auf 140,00 (Kurs: 137,70) Euro angehoben, die Einstufung aber auf 'Hold' belassen. Der gestiegene Gewinn der Tochter Audi , die Konsolidierung von Scania und MAN sowie die zum Teil abgeschlossene Porsche-Transaktion hätten die Verbindung zur historischen Bewertung der Papiere gelockert, schrieb Analyst John Lawson in einer Branchenstudie vom Freitag.

Wegen dieses rasanten Wandels habe er das Bewertungsmodell auf die Wertsumme der einzelnen Konzernteile umgestellt. Allerdings sei angesichts der vorhandenen Risiken kein Kaufvotum gerechtfertigt. So habe Volkswagen als Volumenproduzent einen Nachteil gegenüber der deutschen Konkurrenz. Auch sei der Fortgang der Porsche-Transaktion ungewiss.

Für deutsche Autowerte allgemein habe er zwar noch im Dezember eine baldige Kürzung der Schätzungen für wahrscheinlich gehalten. Nun seien die Aussichten aber etwas klarer, ohne dass es bedeutende Korrekturen gebe. Als besonders überzeugend schätzt der Experte die von ihm mit 'Buy' eingestuften Daimler-Papiere ein, da das unterdurchschnittliche Abschneiden der Stuttgarter am Markt falsch interpretiert worden sei. Daimler profitiere genauso vom positiven Trend wie jeder andere deutsche Hersteller, betonte Lawson.

Mit der Einstufung 'Neutral' bzw. 'Hold' sagt Citigroup der Aktie für die kommenden zwölf Monate einen Gesamtertrag zwischen 0 und 35 Prozent, je nach Volatilität, voraus./msx/tih/ag

Analysierendes Institut Citigroup.

27.01.2012

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für VW-Vorzüge auf 140 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die Citigroup hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW ) von 111,00 auf 140,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf 'Neutral' belassen. Der gestiegene Gewinn der Tochter Audi , die Konsolidierung von Scania und MAN sowie die zum Teil abgeschlossene Porsche-Transaktion hätten die Verbindung zur historischen Bewertung gelockert, schrieb Analyst John Lawson in einer Branchenstudie vom Freitag. Wegen dieses rasanten Wandels habe er das Bewertungsmodell auf die Wertsumme der einzelnen Konzernteile umgestellt. Allerdings sei angesichts der vorhandenen Risiken kein Kaufvotum gerechtfertigt. So habe Volkswagen als Volumenproduzent einen Nachteil gegenüber der deutschen Konkurrenz. Auch sei der Fortgang der Porsche-Transaktion ungewiss./msx/rum/ag

27.01.2012

ANALYSE: Deutsche Bank senkt Ziel für Siemens auf 80 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Siemens nach Zahlen zum ersten Quartal von 85,00 auf 80,00 (Kurs: 72,90) Euro gesenkt, die Einstufung aber auf 'Hold' belassen. Der Industriekonzern sei nicht gut ins neue Geschäftsjahr gestartet, schrieb Analyst Peter Reilly in einer Studie vom Freitag. Das zeige sich an den Sektorenergebnissen und auch den verlorenen Aufträgen.

Das Quartal sei enttäuschend verlaufen und die Ergebnisse hätten um 10 bis 15 Prozent unter den Erwartungen gelegen, fasste Reilly zusammen. Das liege zwar zum Teil an Sondereffekten, aber auch ohne diese habe das Ergebnis enttäuscht. Drei der vier Sektoren hätten bereinigt die Erwartungen verfehlt. Ferner hätten ihn Auftragsverluste in Art und Umfang unangenehmer Weise an frühere Zeiten erinnert, als Siemens mit besonders wichtigen Aufträgen sehr riskant umgegangen sei. Reilly kürzte seine Schätzungen vor allem wegen der verringerten Erwartungen für die Sektoren in 2012-13 um 6 bis 7 Prozent.

Mit der Einstufung 'Hold' sagt die Deutsche Bank der Aktie für die kommenden zwölf Monate einen Gesamtertrag von bis zu 10 Prozent oder einen Gesamtverlust von bis zu 10 Prozent voraus./fat/ag

Analysierendes Institut Deutsche Bank.

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

dpa-AFX Analyser

TOP-THEMA VIDEO

Deutschland: Rekord bei Steuereinnahmen

Rekord bei den Steuereinnahmen: Mit 70,8 Milliarden Euro hat der deutsche Fiskus im Dezember 2011 so viel Steuern wie noch nie in einem einzelnen Monat.

(Börsentäglich zur Mittagszeit neu)