dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

20.01.2017

Apple verklagt Chip-Zulieferer Qualcomm

SAN DIEGO (dpa-AFX) - Die Vorwürfe unfairen Wettbewerbs gegen den Chipkonzern Qualcomm gewinnen mit einer Klage des wichtigen Kunden Apple an Gewicht. Der iPhone-Konzern wirft Qualcomm vor, zuviel Geld für Lizenzen auf Patente zu verlangen und finanziellen Druck auszuüben, wie aus US-Medienberichten am Freitag hervorgeht. Anfang der Woche hatte bereits die US-Handelskommission FTC mit dem Vorwurf geklagt, Qualcomm habe Hersteller dazu genötigt, höhere Lizenzen für seine Patente zu zahlen. Chips von Qualcomm sorgen in vielen Smartphones für die Funkverbindung.

Apple erkläre in der Klage, Qualcomm halte vereinbarte Zahlungen von rund einer Milliarde Dollar zurück, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Bloomberg und das "Wall Street Journal" berichteten. Das sei die Strafe dafür, dass der iPhone-Konzern mit südkoreanischen Behörden zusammengearbeitet habe. Diese hatte Qualcomm im Dezember eine Strafe von 854 Millionen Dollar auferlegt.

In der FTC-Klage wurde auch bekannt, dass Apple in den Jahren 2011 bis 2016 günstigere Konditionen von Qualcomm bekommen habe, für die Zusage, im iPhone keine Funkchips anderer Anbieter zu verwenden. Laut Apple-Klage geht es bei der Milliarde um Zahlungen aus dieser Vereinbarung./so/DP/he

20.01.2017

Merck & Co gegen Bristol-Myers Squibb: Erst Zulassungsglück, dann Patentpech

NEW YORK (dpa-AFX) - Wechselbad der Gefühle bei den US-Pharmakonzernen Merck & Co und Bristol-Myers Squibb: Erst profitierte Merck von einem Rückzieher des Konkurrenten bei einer Medikamentenzulassung, dann verpflichtete sich der Konzern zu einer Zahlung von mehr als einer halben Milliarde Dollar in einem Patentrechtsstreit - das meiste davon geht an den Branchenkollegen.

Zunächst hatte Bristol mitgeteilt, die Hoffnung auf eine beschleunigte Zulassung für eine kombinierte Krebsbehandlung mit dem Mittel Opdivo aufgegeben zu haben. Davon zeigten sich die Anleger schwer erschüttert, der Aktienkurs von Bristol brach zum Handelsschluss an der New Yorker Börse um mehr als 11 Prozent ein. Merck hingegen legten um 3,65 Prozent zu.

Ein leicht umgekehrtes Bild ergab sich nach der Einigung in dem Patentrechtsstreit, die nach Ertönen der Schlussglocke an der Wall Street verkündet wurde. Während Bristol etwas zulegten, rutschten Merck geringfügig ab. Bei der Auseinandersetzung geht es um das Krebsmedikament Keytruda. Merck wird einmalig 625 Millionen US-Dollar an Bristol und Ono Pharmaceuticals zahlen. Zudem werden bis 2026 weitere umsatzabhängige Beträge fällig./he

20.01.2017

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN der Woche vom 16. bis 20.01.2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 16. bis 20.01.2017

MONTAG

Kepler Cheuvreux nimmt Metro mit 'Hold' wieder auf

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Metro AG mit "Hold" und einem Kursziel von 33,20 Euro in die Bewertung wieder aufgenommen. Sie bleibe angesichts der Aussicht auf steigende Preise optimistisch für den Lebensmittelsektor gestimmt, schrieb Analystin Fabienne Caron in einer Branchenstudie vom Montag. Bei der deutschen Handelskette Metro sehe sie jedoch nur begrenztes Kurspotenzial. Nach der anstehenden Aufspaltung müssten beide hervorgehenden Unternehmen liefern, um weiteres Kurspotenzial zu schaffen.

Deutsche Bank hebt Ziel für Allianz auf 175 Euro - 'Buy'

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Allianz von 170 auf 175 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der deutsche Versicherungskonzern berge größere Chancen für positive Überraschungen im operativen Geschäft als der italienische Wettbewerber Generali, schrieb Analyst Hadley Cohen in einer Vergleichsstudie vom Montag. Das neue Kursziel reflektiere die geringere Anzahl umlaufender Papiere nach dem jüngsten Aktienrückkauf der Münchener.

Commerzbank hebt Ziel für SAP auf 100 Euro - 'Buy'

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für SAP vor Zahlen zum vierten Quartal von 95 auf 100 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Softwarekonzern dürfte einen starken Jahresabschluss ausweisen und einen soliden Ausblick auf 2017 geben, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Montag. Der Experte erhöhte sein Ergebnisziel (bereinigtes Ebit) für 2020 um 4 Prozent.

DIENSTAG

Deutsche Bank senkt Wacker Chemie auf 'Hold' - Ziel 118 Euro

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Wacker Chemie vor Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 100 auf 118 Euro angehoben. Der Spezialchemiehersteller dürfte ein starkes Schlussquartal verzeichnet haben, schrieb Analystin Nizla Naizer in einer Studie vom Dienstag. Nach der jüngsten Kursrally seien die guten Wachstumsaussichten des Unternehmens aber bereits angemessen eingepreist, begründete sie ihr neues Votum.

Commerzbank hebt K+S auf 'Buy' und Ziel auf 30 Euro

FRANKFURT - Die Commerzbank hat K+S von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 20 auf 30 Euro angehoben. Durch die Erlaubnis zur Versenkung von Salzabwässern aus der Kaliproduktion des Werra-Werkes sowie die bevorstehende Inbetriebnahme des Legacy-Werks in Kanada lasse sich die Entwicklung von K+S deutlich besser vorhersagen, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Dienstag. Er hob seine Schätzungen an und strich den bislang enthaltenen Abschlag aus seinem Bewertungsmodell.

DZ Bank senkt Drägerwerk auf 'Halten' - Fairer Wert 84 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie von Drägerwerk nach vorläufigen Zahlen für 2016 von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft. Sein unveränderter fairer Wert von 84 Euro sei nun erreicht worden, schrieb Analyst Sven Kürten in einer Studie vom Dienstag. Nach den vom Medizin- und Sicherheitstechnikanbieter veröffentlichten positiven Eckdaten habe er nun seine Schätzungen für 2016 angehoben. Für 2017 und danach ließ er sie aber unverändert.

MITTWOCH

Barclays hebt Eon auf 'Overweight' und Ziel auf 8,50 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat Eon von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 7,40 auf 8,50 Euro angehoben. Analyst Mark Lewis erhöhte für den Energiekonzern seine Gewinnprognosen der Jahre 2017 bis 2020 um durchschnittlich 16 Prozent. Zudem habe er seine Schätzung der Dividendenquote für diesen Zeitraum von 40 auf 50 Prozent angehoben, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch.

Deutsche Bank hebt Gerresheimer auf 'Buy' und Ziel auf 82 Euro

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Gerresheimer von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 73 auf 82 Euro angehoben. Analyst Falko Friedrichs begründete seine Kaufempfehlung für die Aktie mit deren aktuell günstiger Bewertung und verbesserten Margenperspektiven des Verpackungsspezialisten. Zudem habe er seine Gewinnprognose (EPS) für die kommenden Jahre um jeweils 10 Prozent erhöht, schrieb der Experte in einer Studie vom Mittwoch.

Barclays senkt Uniper auf 'Equal Weight' - Ziel 14,30 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat Uniper von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft, das Kursziel aber von 12,80 auf 14,30 Euro angehoben. Analyst Mark Lewis begründete das neue Kursziel unter anderem mit einer höheren Bewertung der russischen Stromerzeugungsaktivitäten. Mittlerweile sei die Aktie der Eon-Kraftwerkssparte aber fair bewertet, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch.

DONNERSTAG

Morgan Stanley senkt Thyssenkrupp auf 'Equal-weight'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Thyssenkrupp von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft und das Kursziel auf 24 Euro belassen. Das zuvor positive Chance-/Risiko-Verhältnis sei mittlerweile ausgewogen, schrieb Analyst Alain Gabriel in einer Studie vom Donnerstag. Die Aktie sei nun nicht mehr günstig bewertet und der Geldumschlag des Stahl- und Industriekonzerns nach wie vor schwach.

JPMorgan hebt BASF auf 'Overweight' und Ziel auf 105 Euro

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat BASF von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 60 auf 105 Euro angehoben. Die Perspektiven für den europäischen Chemiesektor hätten sich merklich aufgehellt, schrieb Analyst Martin Evans in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Stabilisierende Produktionskapazitäten bei anziehender Nachfrage sollten den Chemikalienpreisen auf die Sprünge helfen. Hinzu kämen noch vorteilhafte Währungseffekte. Besonders positiv seien die Aussichten für den deutschen Chemieriesen und dessen unterbewertete Aktie.

DZ Bank senkt Deutsche Börse auf 'Halten' - Fairer Wert 80 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Deutsche Börse Neu von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert auf 80 Euro belassen. Dank der recht guten Handelsaktivität im vierten Quartal sollte der Börsenbetreiber seine Geschäftsziele im Gesamtjahr 2016 erreicht haben, schrieb Analyst Thorsten Wenzel in einer Studie vom Donnerstag. Ob aber der geplante Zusammenschluss mit der LSE gelinge, sei wegen hoher regulatorischer Hürden weiterhin unklar.

FREITAG

Commerzbank senkt Nemetschek auf 'Hold' und Ziel auf 60 Euro

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Nemetschek nach dem Besuch der Fachmesse Bau von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 68 auf 60 Euro gesenkt. Der Bausoftware-Hersteller dürfte von 2017 bis 2019 eher auf Wachstum statt auf Margensteigerungen setzen, weshalb er mit Blick auf die Profitabilität vorsichtiger werde, schrieb Analyst Malte Räther in einer Studie vom Freitag. Der Experte reduzierte seine mittel- und langfristigen Annahmen, weil die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für Vertrieb und Marketing höher ausfallen dürften als ursprünglich erwartet. Kurzfristig mangele es der TecDax-Aktie an positiven Kurstreibern.

HSBC senkt Hapag-Lloyd auf 'Reduce' - Ziel hoch auf 19 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Hapag-Lloyd von "Hold" auf "Reduce" abgestuft, das Kursziel aber von 16,50 auf 19,00 Euro angehoben. Analyst Parash Jain begründete sein negatives Anlagevotum mit dem Hinweis, dass die Aktie seit November um rasante 60 Prozent gestiegen sei. Das Ergebnis zum vierten Quartal dürfte jedoch weit besser als vom Markt erwartet ausfallen, schrieb er in einer Studie vom Freitag. In Erwartung weiter steigender Frachtraten erhöhte der Experte seine Gewinnprognosen für die Container-Reederei der Jahre 2017 und 2018.

Oddo Seydler hebt Capital Stage auf 'Buy' und Ziel auf 7,15 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Capital Stage von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 6,90 auf 7,15 Euro angehoben. Durch die Übernahme von Chorus Clean Energy ergäben sich für den Solar- und Windparkbetreiber erhebliche strategische Vorteile, schrieb Analyst Stephan Wulf in einer Studie vom Freitag. So könne Capital Stage sein Produktportfolio breiter aufstellen und besser neue Märkte adressieren. Wulf erhöhte seine Gewinnprognosen (Ebit) für 2017 und 2018.

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20.01.2017

WDH/dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 20.01.2017

(Im 2. Absatz wurden ausgefallene Sätze ergänzt.)

Commerzbank senkt Nemetschek auf 'Hold' und Ziel auf 60 Euro

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Nemetschek nach dem Besuch der Fachmesse Bau von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 68 auf 60 Euro gesenkt. Der Bausoftware-Hersteller dürfte von 2017 bis 2019 eher auf Wachstum statt auf Margensteigerungen setzen, weshalb er mit Blick auf die Profitabilität vorsichtiger werde, schrieb Analyst Malte Räther in einer Studie vom Freitag. Der Experte reduzierte seine mittel- und langfristigen Annahmen, weil die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für Vertrieb und Marketing höher ausfallen dürften als ursprünglich erwartet. Kurzfristig mangele es der TecDax-Aktie an positiven Kurstreibern.

HSBC senkt Hapag-Lloyd auf 'Reduce' - Ziel hoch auf 19 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Hapag-Lloyd von "Hold" auf "Reduce" abgestuft, das Kursziel aber von 16,50 auf 19,00 Euro angehoben. Analyst Parash Jain begründete sein negatives Anlagevotum mit dem Hinweis, dass die Aktie seit November um rasante 60 Prozent gestiegen sei. Das Ergebnis zum vierten Quartal dürfte jedoch weit besser als vom Markt erwartet ausfallen, schrieb er in einer Studie vom Freitag. In Erwartung weiter steigender Frachtraten erhöhte der Experte seine Gewinnprognosen für die Container-Reederei der Jahre 2017 und 2018.

Oddo Seydler hebt Capital Stage auf 'Buy' und Ziel auf 7,15 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Capital Stage von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 6,90 auf 7,15 Euro angehoben. Durch die Übernahme von Chorus Clean Energy ergäben sich für den Solar- und Windparkbetreiber erhebliche strategische Vorteile, schrieb Analyst Stephan Wulf in einer Studie vom Freitag. So könne Capital Stage sein Produktportfolio breiter aufstellen und besser neue Märkte adressieren. Wulf erhöhte seine Gewinnprognosen (Ebit) für 2017 und 2018.

Deutsche Bank hebt Ziel für Commerzbank auf 6,50 Euro - 'Hold'

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Commerzbank-Aktie vor Zahlen zum vierten Quartal von 6,00 auf 6,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Das Geldhaus dürfte große Fortschritte bei der Steigerung der Eigenkapitalquote gemacht haben, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Freitag. Der Experte erhöhte seine Gewinnprognosen (bereinigtes EPS) für die Jahre 2019 und 2020.

Jefferies hebt Ziel für Deutsche Post auf 30 Euro - 'Hold'

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für die Aktie der Deutschen Post von 25 auf 30 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Umsatz im europäischen Paketgeschäft sollte sich dank der Übernahme von Konkurrent UK Mail 2017 fast verdoppeln und auch der Gewinn deutlich steigen, schrieb Analyst David Kerstens in einer Studie vom Freitag. Allerdings werde die Aktie schon mit einem Aufschlag zur Branche gehandelt.

Jefferies hebt Ziel für Bayer auf 125 Euro - 'Buy'

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Bayer von 115 auf 125 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Unmittelbar nach Donald Trumps Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl seien die Anleger wieder optimistischer für die großen Pharmaunternehmen geworden, schrieb Analyst Jeffrey Holford in einer Branchenstudie vom Freitag. Allerdings hätten Trumps jüngste Aussagen zu niedrigeren Medikamentenpreisen zuletzt etwas belastet. Bayer gehört zu Holfords bevorzugten Pharmatiteln.

Bernstein hebt Ziel für Evonik auf 33 Euro - 'Outperform'

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Evonik von 32 auf 33 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. In Reaktion auf die gestiegenen Butadien-Preise habe er seine Gewinnprognose (Ebitda) für 2017 um 5 Prozent erhöht, schrieb Analyst Gunther Zechmann in einer Studie vom Freitag. Die Aktie des Spezialchemiekonzerns sei im Vergleich zu den Wettbewerberpapieren ungerechtfertigterweise unterbewertet.

DZ Bank erhöht fairen Wert für HeidelbergCement - 'Kaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für HeidelbergCement von 95 auf 98 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Mittelfristplanung des Baustoffherstellers trotze geopolitischen Unsicherheiten und sorge für Kursfantasie, schrieb Analyst Matthias Volkert in einer Studie vom Freitag. Selbst wenn es nicht zu einem Mauerbau an der mexikanischen Grenze kommen sollte, sei der Konzern ein klarer Profiteur des "Trump-Programms" zum Infrastrukturausbau.

Hauck & Aufhäuser hebt Ziel für Wacker Chemie - 'Sell'

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Wacker Chemie von 71 auf 97 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Sell" belassen. Analyst Nils-Peter Gehrmann erhöhte in einer Studie vom Freitag seine Gewinn- und Umsatzprognosen für die Jahre 2016 bis 2018, da die Geschäfte des Spezialchemiekonzerns besser als gedacht liefen. Nach der jüngsten Rally sei dies jedoch wohl schon im Aktienkurs berücksichtigt. Die Anteilsscheine seien weiterhin recht hoch bewertet.

Morgan Stanley hebt Ziel für Kion auf 58 Euro - 'Equal-weight'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Kion von 54 auf 58 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Equal-weight" belassen. Die Unsicherheit um die Margenschwäche bei Dematic werde sich noch einige Zeit halten, schrieb Analyst Ben Uglow in einer Studie vom Freitag. Er rechnet für 2018 mit einer Marke von 10 Prozent. Die Aktie des Gabelstaplerherstellers hält er für fair bewertet.

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20.01.2017

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 20.01.2017

Commerzbank senkt Nemetschek auf 'Hold' und Ziel auf 60 Euro

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Nemetschek nach dem Besuch der Fachmesse Bau von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 68 auf 60 Euro gesenkt. Der Bausoftware-Hersteller dürfte von 2017 bis 2019 eher auf Wachstum statt auf Margensteigerungen setzen, weshalb er mit Blick auf die Profitabilität vorsichtiger werde, schrieb Analyst Malte Räther in einer Studie vom Freitag. Der Experte reduzierte seine mittel- und langfristigen Annahmen, weil die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für Vertrieb und Marketing höher ausfallen dürften als ursprünglich erwartet. Kurzfristig mangele es der TecDax-Aktie an positiven Kurstreibern.

HSBC senkt Hapag-Lloyd auf 'Reduce' - Ziel hoch auf 19 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Hapag-Lloyd von "Hold" auf "Reduce" abgestuft, das Kursziel aber von 16,50 auf 19,00 Euro angehoben. Analyst Parash Jain begründete sein negatives

Oddo Seydler hebt Capital Stage auf 'Buy' und Ziel auf 7,15 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Capital Stage von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 6,90 auf 7,15 Euro angehoben. Durch die Übernahme von Chorus Clean Energy ergäben sich für den Solar- und Windparkbetreiber erhebliche strategische Vorteile, schrieb Analyst Stephan Wulf in einer Studie vom Freitag. So könne Capital Stage sein Produktportfolio breiter aufstellen und besser neue Märkte adressieren. Wulf erhöhte seine Gewinnprognosen (Ebit) für 2017 und 2018.

Deutsche Bank hebt Ziel für Commerzbank auf 6,50 Euro - 'Hold'

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Commerzbank-Aktie vor Zahlen zum vierten Quartal von 6,00 auf 6,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Das Geldhaus dürfte große Fortschritte bei der Steigerung der Eigenkapitalquote gemacht haben, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Freitag. Der Experte erhöhte seine Gewinnprognosen (bereinigtes EPS) für die Jahre 2019 und 2020.

Jefferies hebt Ziel für Deutsche Post auf 30 Euro - 'Hold'

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für die Aktie der Deutschen Post von 25 auf 30 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Umsatz im europäischen Paketgeschäft sollte sich dank der Übernahme von Konkurrent UK Mail 2017 fast verdoppeln und auch der Gewinn deutlich steigen, schrieb Analyst David Kerstens in einer Studie vom Freitag. Allerdings werde die Aktie schon mit einem Aufschlag zur Branche gehandelt.

Jefferies hebt Ziel für Bayer auf 125 Euro - 'Buy'

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Bayer von 115 auf 125 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Unmittelbar nach Donald Trumps Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl seien die Anleger wieder optimistischer für die großen Pharmaunternehmen geworden, schrieb Analyst Jeffrey Holford in einer Branchenstudie vom Freitag. Allerdings hätten Trumps jüngste Aussagen zu niedrigeren Medikamentenpreisen zuletzt etwas belastet. Bayer gehört zu Holfords bevorzugten Pharmatiteln.

Bernstein hebt Ziel für Evonik auf 33 Euro - 'Outperform'

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Evonik von 32 auf 33 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. In Reaktion auf die gestiegenen Butadien-Preise habe er seine Gewinnprognose (Ebitda) für 2017 um 5 Prozent erhöht, schrieb Analyst Gunther Zechmann in einer Studie vom Freitag. Die Aktie des Spezialchemiekonzerns sei im Vergleich zu den Wettbewerberpapieren ungerechtfertigterweise unterbewertet.

DZ Bank erhöht fairen Wert für HeidelbergCement - 'Kaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für HeidelbergCement von 95 auf 98 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Mittelfristplanung des Baustoffherstellers trotze geopolitischen Unsicherheiten und sorge für Kursfantasie, schrieb Analyst Matthias Volkert in einer Studie vom Freitag. Selbst wenn es nicht zu einem Mauerbau an der mexikanischen Grenze kommen sollte, sei der Konzern ein klarer Profiteur des "Trump-Programms" zum Infrastrukturausbau.

Hauck & Aufhäuser hebt Ziel für Wacker Chemie - 'Sell'

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Wacker Chemie von 71 auf 97 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Sell" belassen. Analyst Nils-Peter Gehrmann erhöhte in einer Studie vom Freitag seine Gewinn- und Umsatzprognosen für die Jahre 2016 bis 2018, da die Geschäfte des Spezialchemiekonzerns besser als gedacht liefen. Nach der jüngsten Rally sei dies jedoch wohl schon im Aktienkurs berücksichtigt. Die Anteilsscheine seien weiterhin recht hoch bewertet.

Morgan Stanley hebt Ziel für Kion auf 58 Euro - 'Equal-weight'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Kion von 54 auf 58 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Equal-weight" belassen. Die Unsicherheit um die Margenschwäche bei Dematic werde sich noch einige Zeit halten, schrieb Analyst Ben Uglow in einer Studie vom Freitag. Er rechnet für 2018 mit einer Marke von 10 Prozent. Die Aktie des Gabelstaplerherstellers hält er für fair bewertet.

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20.01.2017

US-Anleihen nach Trump-Amtseinführung wenig verändert

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben sich am Freitag nach dem Machtwechsel in den USA vergleichsweise wenig bewegt. Anleger mieden es, sich nach dem Antritt von Donald Trump am Anleihemarkt neu zu positionieren. Börsianern zufolge warteten sie zuvor noch auf neue Details zu den wirtschaftspolitischen Plänen des 45. Präsidenten der USA, die auch in seiner ersten Rede nach dem Amtseid nicht enthalten waren. Trump kündigte darin einen neuen politischen Kurs des Handelns an und wiederholte seine Absicht, amerikanische Interessen in den Vordergrund zu rücken.

Zweijährige Anleihen legten um 1/32 auf 100 3/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 1,20 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 3/32 auf 100 8/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,94 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere verharrten bei 95 28/32 Punkten. Sie rentierten mit 2,47 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren verloren dagegen 4/32 Punkte auf 96 16/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,05 Prozent./tih/he

20.01.2017

Devisen: Euro profitiert nach Trump-Antritt vom schwachen Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag nach dem Amtsantritt von Donald Trump vom schwächelnden Dollar profitiert. Die US-Währung geriet nach dem Amtseid und der mit Spannung erwarteten ersten Rede des 45. Präsidenten der USA etwas unter Druck, während der seit der Trump-Wahl als Stimmungsbarometer geltende mexikanische Peso gefragt war.

In New York erreichte der Euro im Nachgang der Zeremonie die Marke von 1,07 US-Dollar und kostete so annähernd einen Cent mehr als wenige Stunden davor. Zuletzt wurden 1,0701 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0632 (Donnerstag: 1,0668) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9406 (0,9374) Euro.

Trump kündigte in seiner Antrittsrede einen neuen politischen Kurs des Handelns an und wiederholte seine Absicht, amerikanische Interessen in den Vordergrund zu rücken. Nähere Details zu seinen wirtschaftspolitischen Plänen blieb er allerdings weiter schuldig. Börsianer zeigten sich daher von der Stärke des Peso überrascht und führten diese darauf zurück, dass extrem viele Spekulanten am Markt auf fallende Notierungen gesetzt hätten - zu viele, um diesen Kurs beizubehalten.

Zuvor war der Dollar im Laufe des Tages auch von Äußerungen von Janet Yellen etwas unter Druck gesetzt worden. Die Vorsitzende der US-Notenbank hatte sich in der Nacht auf Freitag etwas verhaltener mit Blick auf künftige Zinsanhebungen gezeigt./tih/he

20.01.2017

Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum mit neuer Führung

BAD NEUSTADT AN DER SAALE (dpa-AFX) - Der Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum erhält eine neue Führungsspitze. Wie das unterfränkische Unternehmen am Freitagabend mitteilte, übernimmt vom 1. Februar an das bisherige Aufsichtsratsmitglied Stephan Holzinger den Vorstandsvorsitz. Martin Siebert (56), der derzeitige Vorstandsvorsitzende, werde den 49 Jahre alten Holzinger künftig als sein Stellvertreter unterstützen, hieß es. Rhön-Klinikum mit Sitz in Bad Neustadt an der Saale betreibt deutschlandweit elf Kliniken mit zuletzt knapp 5400 Betten./ukm/DP/he

20.01.2017

Credit Agricole schreibt fast halbe Milliarde ab - Kreditverträge neu verhandelt

PARIS (dpa-AFX) - Die französische Großbank Credit Agricole schreibt fast eine halbe Milliarde Euro auf ihre Privatkundensparte LCL ab. Hintergrund sei die wegen niedrigerer Zinssätze massive Neuverhandlung von Krediten über insgesamt 4,4 Milliarden Euro, teilte das Institut am Freitagabend mit. Die 2016 zu buchende Belastung beeinträchtige aber weder die Solvenz noch die Liquidität oder die Dividendenpolitik. Das Nettoergebnis werde ohne Berücksichtigung der Abschreibung in etwa so hoch ausfallen wie von Analysten erwartet./he/stw

20.01.2017

'FAZ': Merck rechnet 2017 mit Stillstand bei Erbitux

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Chemie- und Pharmakonzern Merck KGaA rechnet einem Pressebericht zufolge bei seinem zweitlukrativsten Medikament in diesem Jahr mit Stagnation. Die Krebsarznei Erbitux solle 2017 etwa so viel Geld einspielen wie im abgelaufenen Jahr, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagausgabe) unter Berufung auf das Protokoll einer Investorenkonferenz. Beim drittlukrativsten Medikament, dem Fruchtbarkeitsmittel Gonal-F, werde der Umsatz um einen mittleren einstelligen Prozentsatz wachsen - aber weniger stark als im Vorjahr. Merck habe auf Anfrage die Angaben in dem Protokoll bestätigt./he/stw

20.01.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow erholt sich nach Trump-Amtsantritt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Freitag nach dem Machtwechsel im Weißen Haus zugelegt. Inmitten der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison kletterte der Dow Jones Industrial um 0,48 Prozent auf 19 827,25 Punkte. Nach zuletzt fünf schwächeren Handelstagen erholte er sich damit etwas, obwohl der neue US-Präsident Donald Trump bei seiner ersten Rede die erhofften Details zu seiner Wirtschaftspolitik schuldig blieb. Im Wochenvergleich hat der Leitindex knapp 0,3 Prozent an Wert verloren.

Auch für die übrigen Indizes ging es zu Wochenschluss nach oben. Der marktbreite S&P 500 rückte am Ende um 0,34 Prozent auf 2271,31 Punkte vor. Der Nasdaq 100 setzte seine jüngste Rekordjagd zunächst mit einem anfänglichen Sprung über 5080 Punkte fort, verlor dann aber an Dynamik. Am Ende gewann der Auswahlindex der Technologiewerte dann noch 0,24 Prozent auf 5063,20 Zähler.

Donald Trump kündigte in seiner Antrittsrede einen neuen politischen Kurs des Handelns an und wiederholte seine Absicht, amerikanische Interessen in den Vordergrund zu rücken. Weitere Ausführungen des 45. US-Präsidenten auf der Internetseite des Weißen Hauses spiegelten weitgehend die Haltung des Republikaners im Wahlkampf wider. Details zu Themen wie der Steuer- und Fiskalpolitik suchten Investoren aber vergeblich.

BERICHTSSAISON BEI EINZELWERTEN IM FOKUS

Abseits von der Trump-Zeremonie nahm auf Unternehmensseite die Berichtssaison am Freitag richtig Fahrt auf. Gleich vier Dow-Werte warteten mit Quartalszahlen auf, die auf unterschiedliche Reaktionen stießen. Bei Procter & Gamble sorgte ein überraschend starker Gewinnsprung für ein Kursplus von 3,25 Prozent.

Neben den Papieren des Konsumgüterkonzerns gehörten auch IBM nach Zahlen mit mehr als 2 Prozent zu den Gewinnern. Der IT-Riese hatte im vierten Quartal weiterhin mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen gehabt. Er schnitt bei den vorgelegten Resultaten jedoch besser ab als von Experten erwartet.

GENERAL ELECTRIC ENTTÄUSCHT IM SCHLUSSQUARTAL

Deutlich auf der Verliererseite standen dagegen die Aktien von General Electric , die mit einem Abschlag von etwas mehr als 2 Prozent das Schlusslicht im Dow waren. Belastet wurden sie vom rückläufigen Umsatz des Mischkonzerns im vierten Quartal, der die Markterwartungen verfehlt hatte.

Um 0,64 Prozent nach unten ging es außerdem für die im Dow gelisteten Papiere von American Express . Sie litten unter einem im Schlussquartal gesunkenen Überschuss. Belastet vom starken Dollar waren auch die Erträge des Kreditkartenanbieters rückläufig gewesen.

RÜCKSCHLAG BEI BRISTOL-MYERS SQUIBB

Ohne Zahlen waren die Aktien von Merck & Co mit einem Aufschlag von 3,65 Prozent der größte Dow-Gewinner. Sie profitierten von einem Rückschlag für den Konkurrenten Bristol-Myers Squibb , dessen Papiere um mehr als 11 Prozent absackten. Das Unternehmen hatte die Absicht einer beschleunigten Zulassung für eine kombinierte Behandlung von Lungenkrebs mit dem Mittel Opdivo aufgegeben. Laut Händlern stärkt der Rückschlag die Führungsposition von Merck auf diesem Gebiet.

Der US-Dollar neigte nach der Trump-Zeremonie gegenüber dem mexikanischen Peso, der seit der Wahl als Stimmungsbarometer gilt, und dem Euro zur Schwäche. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,0696 Dollar gehandelt. US-Anleihen bewegten sich dagegen nur wenig von der Stelle. Richtungweisende zehnjährige Papiere stiegen moderat um 2/32 auf 95 31/32 Punkten. Ihre Rendite betrug 2,465 Prozent./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

20.01.2017

Aktien New York Schluss: Dow erholt sich nach Trump-Amtsantritt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Freitag nach dem Machtwechsel im Weißen Haus zugelegt. Inmitten der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison kletterte der Dow Jones Industrial um 0,48 Prozent auf 19 827,25 Punkte. Nach zuletzt fünf schwächeren Handelstagen erholte er sich damit etwas, obwohl der neue US-Präsident Donald Trump bei seiner ersten Rede die erhofften Details zu seiner Wirtschaftspolitik schuldig blieb. Im Wochenvergleich hat der Leitindex knapp 0,3 Prozent an Wert verloren.

Auch für die übrigen Indizes ging es zu Wochenschluss nach oben. Der marktbreite S&P 500 rückte am Ende um 0,34 Prozent auf 2271,31 Punkte vor. Der Nasdaq 100 setzte seine jüngste Rekordjagd zunächst mit einem anfänglichen Sprung über 5080 Punkte fort, verlor dann aber an Dynamik. Am Ende gewann der Auswahlindex der Technologiewerte dann noch 0,24 Prozent auf 5063,20 Zähler./tih

20.01.2017

Aktien New York: Dow behauptet sich nach Trump-Antritt leicht im Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem vollzogenen Machtwechsel im Weißen Haus haben sich die US-Börsen am Freitag moderat im Plus behauptet. Inmitten der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison kletterte der Dow Jones Industrial zwei Stunden vor Schluss um 0,33 Prozent auf 19 797,72 Punkte. Er kam damit zwar geringfügig von seinen vor der Trump-Zeremonie erzielten Gewinnen zurück, blieb aber nach zuletzt fünf schwachen Handelstagen auf Stabilisierungskurs. Im Wochenvergleich liegt der Leitindex noch mit knapp einem halben Prozent im Minus.

Auch für die übrigen Indizes ging es zu Wochenschluss etwas nach oben, gleichwohl die Dynamik im Tagesverlauf etwas nachließ. Der marktbreite S&P 500 rückte zuletzt um 0,25 Prozent auf 2269,25 Punkte vor. Der Nasdaq 100 setzte seine jüngste Rekordjagd zunächst mit einem anfänglichen Sprung über 5080 Punkte fort. Zuletzt gewann der Auswahlindex der Technologiewerte dann noch 0,17 Prozent auf 5059,89 Zähler.

Der 45. US-Präsident kündigte in seiner Antrittsrede einen neuen politischen Kurs des Handelns an und wiederholte seine Absicht, amerikanische Interessen in den Vordergrund zu rücken. Weitere Ausführungen auf der Seite des Weißen Hauses zu Themen wie der Energie-, Sicherheits- und Außenpolitik spiegelten dies und die Haltung des Republikaners im Wahlkampf wider. Zweifel der Anleger, ob der Obama-Nachfolger die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen kann, hatten die US-Märkte zuletzt belastet.

Auf Unternehmensseite nahm die Berichtssaison am Freitag richtig Fahrt auf. Gleich vier Dow-Werte warteten mit Quartalszahlen auf, die jeweils auf unterschiedliche Reaktionen stießen. Bei Procter & Gamble sorgte ein überraschend starker Gewinnsprung für ein Kursplus von rund 2,6 Prozent.

Neben den Papieren des Konsumgüterkonzerns gehörten auch IBM nach Zahlen mit 1,81 Prozent zu den Gewinnern. Der IT-Riese hatte im vierten Quartal weiterhin mit rückläufigen Umsätzen gekämpft. Er schnitt bei den vorgelegten Resultaten jedoch besser ab als von Experten erwartet.

Deutlich auf der Verliererseite standen dagegen die Aktien von General Electric , die mit einem Abschlag von etwas mehr als 2 Prozent das Schlusslicht im Dow waren. Belastet wurden sie vom rückläufigen Umsatz des Mischkonzerns im vierten Quartal, der die Markterwartungen verfehlt hatte.

Um 0,82 Prozent nach unten ging es außerdem für die im Dow gelisteten Papiere von American Express . Sie litten unter einem im Schlussquartal gesunkenen Überschuss. Belastet vom starken Dollar waren auch die Erträge des Kreditkartenanbieters rückläufig gewesen.

Ohne Zahlen waren die Aktien von Merck & Co mit einem Aufschlag von 3,74 Prozent der größte Dow-Gewinner. Sie profitierten von einem Rückschlag für den Konkurrenten Bristol-Myers Squibb , dessen Papiere um mehr als 10 Prozent absackten. Das Unternehmen hatte die Hoffnung auf eine beschleunigte Zulassung für eine kombinierte Krebsbehandlung mit dem Mittel Opdivo aufgegeben. Laut Händlern stärkt der Rückschlag die Führungsposition von Merck auf diesem Gebiet./tih/he

20.01.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt vor Trumps Amtseinführung im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Unmittelbar vor der Amtseinführung von Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten hat der Dax den Freitagshandel mit Kursaufschlägen beendet. Der deutsche Leitindex legte um 0,29 Prozent auf 11 630,13 Punkte zu, womit sich auf Wochensicht praktisch keine Veränderung ergibt.

Ein Händler sagte, der Dax stabilisiere sich auf hohem Niveau und warte nun auf neue Impulse. Trump habe hinsichtlich Steuersenkungen und Investitionen in die Infrastruktur sehr hohe Erwartungen geschürt - jetzt gehe es um die Frage, ob er diese erfüllen könne, kommentierte Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen rückte zum Wochenschluss um 0,05 Prozent auf 22 645,26 Zähler vor. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,04 Prozent auf 1835,82 Punkte.

SPEKULATIONEN BEFLÜGELN LUFTHANSA

Bei der Lufthansa waren Spekulationen über den Einstieg eines Investors für ein Kursplus von 2,71 Prozent verantwortlich. Auslöser war laut Börsianern ein Bericht der "Wirtschaftswoche". Darin hatte es unter Berufung auf Insider geheißen, dass "der Staatsfonds von Abu Dhabi gern rund zehn Prozent der Lufthansa-Anteile kaufen" würde. Erst am Mittwoch hatte allerdings der Chef von Abu Dhabis Staats-Airline Etihad, James Hogan, Gerüchte über einen geplanten Einstieg seines Unternehmens bei der Lufthansa zurückgewiesen.

Die Aktien der Deutschen Börse reduzierten am Freitag ihren Verlust zum Handelsende fast vollständig auf nur noch 0,04 Prozent, nachdem sie zeitweise um mehr als 2 Prozent abgerutscht waren. Kreisen zufolge hat die EU Bedenken wegen der geplanten Fusion des Börsenbetreibers mit dem britischen Konkurrenten London Stock Exchange (LSE).

Im TecDax erholten sich die Papiere von Dialog Semiconductor mit plus 1,05 Prozent weitgehend von ihrem Vortagesverlust. Börsianer sahen im starken Ausblick des US-Halbleiterzulieferers Skyworks Solutions für das erste Geschäftsquartal auch positive Impulse für Dialog.

DÜRR PROFITIERT VON HOCHSTUFUNG

Ansonsten sorgten einmal mehr Analystenkommentare für Impulse. Die Titel des Anlagenbauers Dürr gewannen als zweitbester MDax-Wert 2,74 Prozent, nachdem das Analysehaus Kepler Cheuvreux sie zum Kauf empfohlen hatte. Die Sorgen am Markt wegen der großen Abhängigkeit Dürrs vom Autosektor seien übertrieben, hatte es geheißen.

Der EuroStoxx 50 gewann 0,28 Prozent auf 3299,44 Punkte. Auch der Cac 40 in Paris schloss etwas höher, während der Londoner FTSE 100 moderat nachgab. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial verbuchte zum europäischen Handelsschluss einen Zuwachs von einem knappen halben Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,13 Prozent am Vortag auf 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 141,88 Punkte. Der richtungweisende Euro-Bund-Future verlor 0,41 Prozent auf 162,37 Punkte. Der Euro wurde zuletzt mit 1,0680 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0632 (Donnerstag: 1,0668) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9406 (0,9374) Euro./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

20.01.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt vor Trumps Amtseinführung im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Unmittelbar vor der Amtseinführung von Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten hat der Dax den Freitagshandel mit Kursaufschlägen beendet. Der deutsche Leitindex legte um 0,29 Prozent auf 11 630,13 Punkte zu, womit sich auf Wochensicht praktisch keine Veränderung ergibt.

Ein Händler sagte, der Dax stabilisiere sich auf hohem Niveau und warte nun auf neue Impulse. Trump habe hinsichtlich Steuersenkungen und Investitionen in die Infrastruktur sehr hohe Erwartungen geschürt - jetzt gehe es um die Frage, ob er diese erfüllen könne, kommentierte Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen rückte zum Wochenschluss um 0,05 Prozent auf 22 645,26 Zähler vor. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,04 Prozent auf 1835,82 Punkte./ajx/he

20.01.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Dow erholt sich vor dem Amtseid von Trump

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach ihrer jüngsten Durststrecke sind die US-Börsen am Tag des Machtwechsels im Weißen Haus freundlich in den Handel gestartet. Inmitten der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison kletterte der Dow Jones Industrial im frühen Freitagshandel um 0,43 Prozent auf 19 817,26 Punkte. Zweifel der Anleger, ob der neue US-Präsident Donald Trump die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen kann, hatten ihn an den vergangenen fünf Handelstagen belastet. Auf Wochensicht liegt der US-Leitindex noch ungefähr mit 0,3 Prozent im Minus.

Nachdem Trump bis dato noch keine konkreten Aussagen zur Wirtschaftspolitik zu entlocken waren, hoffen Anleger Börsianern zufolge nun darauf, dass der Obama-Nachfolger in seiner ersten Ansprache als 45. Präsident der USA endlich klare Aussagen zu seinen Versprechen machen wird. Der breiter gefasste S&P 500 rückte vor diesem Hintergrund um 0,42 Prozent auf 2273,10 Punkte vor, während der Nasdaq 100 seine jüngste Rekordjagd mit einem kurzen Sprung über 5080 Punkte fortsetzte. Zuletzt gewann der Auswahlindex der Technologiewerte 0,39 Prozent auf 5070,67 Zähler.

Auf Unternehmensseite hat die Berichtssaison am Freitag richtig Fahrt aufgenommen. Gleich vier Dow-Werte konnten mit Quartalszahlen aufwarten, die jeweils auf unterschiedliche Reaktionen stießen. Bei Procter & Gamble sorgte ein überraschend starker Gewinnsprung für ein Kursplus von 3,5 Prozent.

Neben den Papieren des Konsumgüterkonzerns gehörten auch IBM nach Zahlen mit 1,60 Prozent zu den Gewinnern. Der IT-Riese hatte im vierten Quartal weiterhin mit rückläufigen Umsätzen gekämpft. Er schnitt bei den vorgelegten Resultaten jedoch besser ab als von Experten erwartet.

Deutlich auf der Verliererseite standen dagegen die Aktien von General Electric , die mit einem Abschlag von etwa 2 Prozent das Schlusslicht im Dow waren. Belastet wurden sie vom rückläufigen Umsatz des Mischkonzerns im vierten Quartal, der die Markterwartungen verfehlt hatte.

Um knapp ein halbes Prozent nach unten ging es außerdem für die im Dow gelisteten Papiere von American Express . Sie litten unter einem im Schlussquartal gesunkenen Überschuss. Belastet vom starken Dollar waren auch die Erträge des Kreditkartenanbieters rückläufig gewesen.

Ohne Zahlen gehörten die Aktien von Merck & Co mit einem Aufschlag von 3,5 Prozent zu den größten Dow-Gewinnern. Sie profitierten von einem Rückschlag für den Konkurrenten Bristol-Myers Squibb . Dessen Papiere sackten um fast 10 Prozent in den Keller, weil er die Hoffnung auf eine beschleunigte Zulassung für eine kombinierte Krebsbehandlung mit dem Mittel Opdivo aufgab. Laut Händlern stärkt der Rückschlag die Führungsposition von Merck auf diesem Gebiet./tih/he

20.01.2017

Aktien New York: Dow erholt sich vor dem Amtseid von Trump

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach ihrer jüngsten Durststrecke sind die US-Börsen am Tag des Machtwechsels im Weißen Haus freundlich in den Handel gestartet. Inmitten der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison kletterte der Dow Jones Industrial am Freitag im frühen Handel um 0,46 Prozent auf 19 822,70 Punkte. Zweifel der Anleger, ob der neue US-Präsident Donald Trump die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen kann, hatten ihn an den vergangenen fünf Handelstagen im Minus schließen lassen. Auf Wochensicht liegt der US-Leitindex noch rund 0,3 Prozent im Minus.

Nachdem Trump bis dato noch keine konkreten Aussagen zur Wirtschaftspolitik zu entlocken waren, hoffen Anleger Börsianern zufolge nun darauf, dass der Obama-Nachfolger in seiner ersten Ansprache als 45. Präsident der USA endlich klare Aussagen zu seinen Wahlkampfversprechen machen wird. Der S&P 500 rückte vor diesem Hintergrund um 0,47 Prozent auf 2274,42 Punkte vor, während der Auswahlindex Nasdaq 100 seine jüngste Rekordjagd mit einem kurzen Sprung über 5080 Punkte fortsetzte. Zuletzt gewann der Auswahlindex der Technologiewerte 0,53 Prozent auf 5077,79 Zähler./tih/he

20.01.2017

WOCHENAUSBLICK: Berichtssaison, Makrodaten und Trump bestimmen die Richtung

FRANKFURT (dpa-AFX) - In der ersten Handelswoche nach dem Amtsantritt von Donald Trump als 45. US-Präsident haben die Anleger eine Fülle an Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten zu verarbeiten. Experten sind überwiegend optimistisch gestimmt. Laut Robert Greil, dem Chefstrategen von Merck Finck Privatbankiers, könnten die Daten zusammen mit den Unternehmensausblicken dem Dax Rückenwind verleihen. Achten werden die Anleger zudem auf mögliche wirtschaftspolitische Aussagen und Weichenstellungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump.

Der Republikaner hatte zuletzt Details zu seiner künftigen Wirtschaftspolitik vermissen lassen und deshalb an den Märkten für zunehmende Unsicherheit gesorgt. Trump habe sehr hohe Erwartungen hinsichtlich Steuersenkungen und Investitionen in die Infrastruktur geschürt, kommentierte Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK. Jetzt sei die Frage, ob er diese erfüllen könne. Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research dämmte diese Hoffnung gleich ein wenig ein: "Trump kann gar nicht alles erfüllen, was die Märkte sich wünschen. Infrastrukturmaßnahmen brauchen Zeit, Deregulierung braucht Zeit und neue Jobs sind mehr als fraglich in einer Wirtschaft, die sich eher am Ende eines langen Aufwärtszyklus befindet", so seine Einschätzung.

'DAX HAT NOCH LUFT'

Für den Dax sieht Saurenz zunächst noch etwas Luft nach oben, doch die Entwicklung in den USA müsse dabei genau beobachtet werden. "Sobald die Risiken zurück aufs Tablett kommen, heißt es anschnallen." Die Aktienampel leuchte noch grün, aber daraus könne schnell gelb oder rot werden.

Mittel- und langfristig dürfte der Aktienaufschwung jedoch weitergehen, auch wenn nach der beeindruckenden Trump-Rally der Schwung an den Börsen etwas nachgelassen habe und die dynamischen Zuwächse wohl der Vergangenheit angehörten, glauben die Fachleute der DZ Bank. Sie verweisen auf das weiterhin günstige monetäre Umfeld und die global insgesamt stabilen Wirtschaftsaussichten. Zusätzlich zeichneten sich stärkere fiskalpolitische Anreize ab, und die niedrigen Zinsen böten Unternehmen wie Staaten ein attraktives Finanzierungsumfeld.

Während der Dax von seinem 2015 erreichten Rekordhoch bei knapp 12 400 Zählern aktuell noch mehrere hundert Punkte entfernt ist, hat der MDax bereits wieder Oberwasser, wie die jüngsten Rekorde deutlich über 22 600 Punkte belegen. Die Saisonalität spreche derzeit mehr für den Index der mittelgroßen Werte als für den deutschen Leitindex, analysierten die Experten der LBBW. Untersuchungen zeigten, dass MDax-Titel gegenüber Dax-Werten in den ersten neun Monaten des Jahres relative Stärke aufwiesen.

SAP MIT JAHRESZAHLEN

Unternehmenszahlen rücken in der neuen Woche mit der nun auch in Deutschland beginnenden Berichtssaison stärker in den Fokus. Am Dienstag legt der Softwarekonzern SAP seine Jahreszahlen vor. In Erwartung guter Kennziffern hatten die Analysten von Goldman Sachs kürzlich ihre Umsatz- und Gewinnprognosen für 2016 angehoben und die Aktie auf ihre Empfehlungsliste aufgenommen. SAP dürfte mit seiner Datenbanktechnik S4 Hana in diesem Jahr durchstarten und die SAP-Papiere überdurchschnittlich zulegen, so die US-Investmentbank.

Mit der Software AG folgt am Donnerstag ein weiterer Konzern aus der Softwarebranche mit Geschäftszahlen. Die Analysten von Oddo Seydler gehen davon aus, dass die Darmstädter ihre Jahresziele erreicht haben. Ebenfalls am Donnerstag kommen Umsatzzahlen von dem auf Tierbedarf spezialisierten Online-Händler Zooplus .

BERICHTSSAISON IN DEN USA AUF HOCHTOUREN

Noch mehr Quartalsberichte kommen aus den USA, wo die Bilanzsaison bereits auf vollen Touren läuft. Aus dem Leitindex Dow Jones Industrial berichtet am Montag die Fastfood-Kette McDonald's . Am Dienstag sind der Chemiekonzern Dupont , der Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson , der Telekomkonzern Verizon sowie der Mischkonzern 3M an der Reihe.

Zur Wochenmitte verarbeiten die Investoren die Bilanzen des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble sowie des Flugzeugbauers Boeing . Es folgen am Donnerstag der Baumaschinen-Produzent Caterpillar , der Chiphersteller Intel und der Softwarekonzern Microsoft . Aus dem Ölsektor interessieren am Freitag die jüngsten Zahlen von Chevron .

Bei den Konjunkturdaten steht gleich zu Wochenbeginn das Verbrauchervertrauen der Eurozone im Fokus, bevor die Anleger am Dienstag und Donnerstag die Einkaufsmanagerdaten aus der Eurozone und den USA verarbeiten. "Die zahlreichen Einkaufsmanagerumfragen sollten im Januar den zuletzt sehr guten Stimmungstrend weitgehend bestätigen", meint Robert Greil von Merck Finck. Für Deutschland werden ferner am Mittwoch der ifo-Geschäftsklimaindex und am Donnerstag der Konsumklimaindikator der Marktforschungsgesellschaft GfK erwartet. Der Ifo-Index sollte nach Einschätzung der Postbank per saldo im Januar um 0,2 auf 111,2 Punkte zulegen und damit für einen dynamischen Auftakt der deutschen Wirtschaft ins Jahr 2017 sprechen.

Wichtig am Freitag ist die erste Veröffentlichung zum US-Wirtschaftswachstum (BIP) im Schlussquartal 2016. Auf der Agenda zum Wochenausklang stehen zudem die US-Auftragseingänge. Laut der Commerzbank sollten die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten erneut ein solides, wenn auch unspektakuläres Wachstum von etwa zwei Prozent zeigen./ajx/tih/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

20.01.2017

Aktien Frankfurt: Dax lahmt vor Trumps Antrittsrede

FRANKFURT (dpa-AFX) - Donald Trumps anstehende Amtseinführung als US-Präsident hat dem Dax keinen Schwung gegeben. Am Freitagnachmittag stand er 0,09 Prozent im Plus bei 11 606,90 Punkten. Damit geht die jüngste Hängepartie beim deutschen Leitindex weiter: Seit Jahresbeginn pendelt er um die Marke von 11 600 Punkte. Auf Wochensicht steht damit ein knappes Minus von 0,19 Prozent zu Buche.

Eine lange Wartezeit gehe zu Ende, schrieb Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK. Nach der Rally seit Trumps Wahlsieg im November schienen die Finanzmärkte nun nervös zu werden. Der neue Präsident habe sehr hohe Erwartungen für deutliche Steuersenkungen und Investitionen in die Infrastruktur geschürt - jetzt sei die Frage, ob er diese erfüllen könne. Im Fokus stehe die am frühen Abend erwartete Amtseinführungsrede, nachdem die Pressekonferenz in der vergangenen Woche Details zur künftigen Politik weitgehend schuldig geblieben sei.

Die anhaltende Unsicherheit bremste auch die anderen deutschen Aktienindizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,10 Prozent auf 22 611,44 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,21 Prozent auf 1832,70 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es hingegen um 0,32 Prozent auf 3300,71 Punkte nach oben.

SPEKULATIONEN BEFLÜGELN LUFTHANSA

Bei der Lufthansa waren Spekulationen über den Einstieg eines Investors für ein Kursplus von zuletzt 2,33 Prozent verantwortlich. Auslöser war laut Börsianern ein Bericht der "Wirtschaftswoche". Darin heißt es unter Berufung auf Insider, dass "der Staatsfonds von Abu Dhabi gern rund zehn Prozent der Lufthansa-Anteile kaufen" würde. Erst am Mittwoch hatte der Chef von Abu Dhabis Staats-Airline Etihad, James Hogan, allerdings Gerüchte über einen geplanten Einstieg seines Unternehmens bei der Lufthansa zurückgewiesen. Es gebe keine entsprechenden Pläne.

Derweil verloren Aktien der Deutschen Börse 0,92 Prozent. Kreisen zufolge hat die EU Bedenken wegen der geplanten Fusion des Börsenbetreibers mit dem britischen Konkurrenten London Stock Exchange (LSE).

DIALOG ERHOLT DANK POSITIVER SIGNALE VON US-KONKURRENT

Im TecDax konnte Dialog Semiconductor mit plus 0,46 Prozent den gestrigen Kursverlust zumindest teilweise wieder aufholen. Börsianer sahen im starken Ausblick des US-Halbleiterzulieferers Skyworks Solutions für das erste Geschäftsquartal auch positive Impulse für Dialog. Dies widerspreche jüngsten Befürchtungen, dass es für Apple-Lieferanten im ersten Quartal nicht gut laufen werde. Skyworks erziele 40 Prozent seiner Umsätze mit dem iPhone-Hersteller, Dialog rund 75 Prozent.

Ansonsten sorgten einmal mehr Analystenkommentare für Impulse. Die Titel des Anlagenbauers Dürr eroberten mit plus 2,74 Prozent die MDax-Spitze, nachdem das Analysehaus Kepler Cheuvreux sie hochgestuft hatte und nun zum Kauf empfiehlt. Er halte die Sorgen des Marktes wegen der großen Abhängigkeit vom Autosektor für übertrieben, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger.

Die Evonik-Aktien gewannen 0,70 Prozent. Gunther Zechmann vom US-Analysehaus Bernstein Research hob in einer Reaktion auf die gestiegenen Butadien-Preise seine diesjährige Gewinnprognose (Ebitda) für den Spezialchemiekonzern an. Zudem sei die Unterbewertung der Aktie im Vergleich zu den Wettbewerberpapieren nicht gerechtfertigt./gl/fbr

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

20.01.2017

Aktien New York Ausblick: Dow vor Trump-Rede freundlich erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial dürfte nach fünf verlustarmen Handelstagen in Folge am Tag des Amtsantritts des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit einem moderaten Gewinn eröffnen. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex rund eine Stunde vor Börsenstart 0,26 Prozent höher bei 19 784 Punkten. Am Vortag hatte der Dow-Index ein Minus von knapp 04 Prozent verbucht und sein bisheriges Wochenminus auf rund 0,8 Prozent ausgeweitet.

"Viele Investoren zweifeln offenbar zunehmend daran, ob Donald Trump die großen Vorschusslorbeeren, die beispielsweise in ihn in Form steigender Aktienkurse gesetzt wurden, auch erfüllen kann", kommentierten die Börsenexperten der Postbank. Die Märkte setzten darauf, dass Trump in seiner ersten Ansprache als 45. Präsident der USA klare Aussagen zu seinem im Wahlkampf angekündigten Konjunkturprogramm macht.

Unter den Einzelwerten dürften Quartalszahlen die Nachrichtenlage und die Kursverläufe dominieren. So schnellte der Gewinn von Procter & Gamble auf 7,9 Milliarden Dollar in die Höhe. Dies war mehr als doppelt soviel wie im Vorjahr und übertraf die durchschnittliche Analystenerwartung. Die Aktie des Konsumgüterkonzerns gewann im vorbörslichen Handel knapp 3 Prozent.

Dagegen verloren die Papiere von General Electric (GE) vorbörslich knapp 2 Prozent. Der Umsatz des Mischkonzerns sank im vierten Quartal um 2 Prozent auf 33 Milliarden Dollar. Im Oktober hatte GE seine Wachstumsaussichten für das Jahr 2016 zusammengestutzt. Für 2017 bestätigte GE aber seine Ziele.

Auch die Titel von American Express fielen vorbörslich um rund 2 Prozent. Der Überschuss des Kreditkartenanbieters ging im Schlussquartal um acht Prozent auf 825 Millionen Dollar zurück. Die Erträge sanken um vier Prozent. Die Geschäfte litten unter dem starkem Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung schmälert.

Um rund 1,5 Prozent verbilligten sich die Anteilsscheine von IBM vorbörslich. Der starke Dollar und schwächelnde Verkäufe im traditionellen Computer-Geschäft haben dem IT-Riesen zum Jahresende einen weiteren Umsatzrückgang eingebrockt. Die Erlöse sanken im vierten Quartal um gut ein Prozent auf 21,8 Milliarden Dollar.

Tesla-Aktien legten hingegen um ein halbes Prozent zu. Die US-Verkehrsaufsicht hatte ihre Untersuchung eines tödlichen Unfalls mit einem Tesla-Fahrzeug eingestellt, bei dem der "Autopilot" genannte Fahrassistent aktiviert war. Es seien keine Hinweise auf sicherheitsrelevante Defekte gefunden worden, so dass weitere Ermittlungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht nötig seien, sagte ein Sprecher der National Highway Traffic Safety Administration am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz./edh/fbr

20.01.2017

Gabriel zu Trump-Antritt: China wirtschaftlich in den Fokus nehmen

BERLIN (dpa-AFX) - Vizekanzler Sigmar Gabriel hat nach der Vereidigung von US-Präsident Donald Trump für eine neue Wirtschaftsstrategie mit Asien geworben. "Wenn die USA mit China und übrigens ganz Asien einen Handelskrieg beginnen, dann sind wir ein fairer Partner", sagte der SPD-Chef am Freitagabend im ZDF. "Wir brauchen eine Strategie - Europa und Deutschland - in Richtung Asien und China. Und da haben wir auch neue Chancen."

Die Lehre aus Trumps Erfolg für Europa laute, mehr zusammenzuhalten. "Es muss Schluss sein, dass der eine dem anderen den Weg weisen will. Und es muss Schluss sein mit eigener nationaler Politik. Wir müssen als Europäer zusammenstehen", sagte der Bundeswirtschaftsminister. "Und wir müssen übrigens auch beinhart unsere Interessen definieren und vertreten."

Gabriel warnte davor, Trump zu unterschätzen. "Das waren heute hoch nationalistische Töne. Es fehlen eigentlich nur noch so Begriffe wie das Parlament als "Quasselbude" zu bezeichnen, oder von "Systemparteien" zu reden. Dann sind sie in der politischen Rhetorik der Konservativen und Reaktionäre der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Der meint das wirklich ernst, und ich glaube, wir müssen uns warm anziehen."/and/DP/he

20.01.2017

Trudeau lobt 'solide Handelsbeziehungen' zu USA

OTTAWA (dpa-AFX) - Kurz nach der Vereidigung Donald Trumps als US-Präsident hat Kanadas Premierminister Justin Trudeau die starken Wirtschaftsbeziehungen der beiden Nachbarländer betont. Die USA und Kanada hätten "solide Handels- und Investitionsbeziehungen und integrierte Wirtschaften, die Millionen kanadischer und amerikanischer Jobs unterstützen", teilte Trudeau am Freitag mit.

Der linksliberale Trudeau, der sich für globalen Handel stark macht, spielt damit offenbar auf eine mögliche Auseinandersetzung um das Nafta-Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko an. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, Nafta neu verhandeln oder sogar aufkündigen zu wollen. Er verfolgt eine protektionistische Handelspolitik und erklärte auch in seiner Antrittsrede, der Schutz amerikanischer Wirtschaftsinteressen habe für ihn höchste Priorität.

Trudeau hatte sein Kabinett gut eine Woche vor Trumps Vereidigung umgebaut und die Handelsbefürworterin Chrystia Freeland zur neuen Außenministerin gemacht. Freeland hatte als Handelsministerin für das Freihandelsabkommen Ceta zwischen Kanada und der EU gekämpft und soll die Gestaltung der Handelsbeziehungen zu den USA weiterhin leiten./jot/DP/he

20.01.2017

Hollande kritisiert Trumps Protektionismus

GÉRARDMER (dpa-AFX) - Frankreichs Präsident François Hollande hat am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump dessen Ankündigung neuer Handelsschranken kritisiert. Hollande erklärte es beim Besuch eines Unternehmens in den Vogesen am Freitag für falsch, "die Grenzen zu schließen, wie einige es uns empfehlen, wie derjenige, der heute seinen Amtseid ablegt". "Wir sind in einer globalen und offenen Wirtschaft", sagte der Staatschef. "Und es ist nicht möglich, und es ist auch nicht wünschenswert, sich von der Weltwirtschaft isolieren zu wollen."/sku/DP/he

20.01.2017

GESAMT-ROUNDUP/Trump läutet Zeitenwende ein: 'Amerika zuerst'

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der neue US-Präsident Donald Trump hat einen radikalen politischen Kurswechsel angekündigt. In seiner Antrittsrede am Freitag kündigte der 70-Jährige einschneidende Veränderungen an und sagte dem politischen "Establishment" in Washington den Kampf an. Trump grenzte sich in seiner Rede massiv von der Politik seines Vorgängers Barack Obama ab. Die "Vergessenen" in den USA würden nicht länger vergessen werden. Er kündigte eine Politik des Schutzes eigener Wirtschaftsinteressen an. "Von jetzt an wird eine neue Vision dieses Land regieren. Von diesem Tag an heißt es: Amerika zuerst, Amerika zuerst." Trump sagte, er werde jede seiner Entscheidungen ganz und gar an amerikanischen Interessen ausrichten.

Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Oberste Verfassungsrichter der USA, John Roberts, hatte dem umstrittenen Republikaner auf den Stufen des Kapitols in der US-Hauptstadt Washington den Amtseid abgenommen. Trump schwor auf zwei Bibeln: auf seine eigene und auf die des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln. Trump löst den Demokraten Obama ab, den ersten schwarzen Präsidenten der USA. Er war acht Jahre lang im Amt.

STARKES PATHOS

In seiner von starkem Pathos geprägten Antrittsrede kündigte der neue US-Präsident ein hartes Vorgehen gegen Extremisten an. Man werde den radikal-islamischen Terrorismus vom Antlitz der Erde verschwinden lassen. Trump hatte sich im Wahlkampf dafür ausgesprochen, die Zuwanderung aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern einzuschränken. Zeitweise sprach er sogar von einem kompletten Einreisebann für Muslime. Sein künftiger nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn sieht die USA in einem Krieg mit dem radikal-islamischen Terrorismus.

Trump kündigte außerdem einschneidende Veränderungen in Washington an. Zu lange hätten Politiker profitiert und das Establishment, aber nicht die einfachen Leute, die ihre Arbeit verloren hätten. "Wir übergeben die Macht von Washington DC zurück an Euch, das Volk." Er fuhr fort: "Das ändert sich alles, jetzt beginnt es, genau hier", sagte Trump. "Das ist Euer Moment, das ist Euer Tag. Die USA sind Euer Land." Dieser 20. Januar werde in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem das Volk die Macht zurückerhalte. Die Zeit leeren Geredes sei vorbei. "Nun ist die Stunde des Handelns gekommen."

POLITIK DES PROTEKTIONISMUS

Der neue US-Präsident kündigte wie im Wahlkampf eine Politik des Protektionismus an. Dies werde zu mehr Wohlstand und neuer Stärke der USA führen. "Wir haben andere Länder reich gemacht", während eine Fabrik nach der anderen in den USA geschlossen habe. "Aber das ist Vergangenheit. Und jetzt schauen wir nur nach vorne." In jedem Teil des Landes solle nun eine neue Vision das Land regieren: "Amerika zuerst". Jede Entscheidung werde dieser Maxime gehorchen, ob in der Wirtschaft oder der Außenpolitik.

Bereits seit dem Wahlsieg Trumps ist in der Wirtschaft die Sorge groß vor einer wirtschaftlichen Abschottung der USA. Vertreter der deutschen Wirtschaft warnte am Freitag erneut vor neuen Handelsbarrieren. Trump hatte bereits eine Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) mit Kanada und Mexiko sowie eine Abkehr vom transpazifischen Abkommen angekündigt.

GABRIEL WARNT VOR ABSCHOTTUNG DER US-WIRTSCHAFT

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) warnte Trump vor einer Abschottung der US-Wirtschaft. Dies würde am Ende des Tages vor allem den USA selbst schaden. Er könne die Nervosität deutscher Autobauer wegen von Trump angedrohten Strafzöllen verstehen. Davon wären aber auch Teile von Zulieferern betroffen, was US-Autos vermutlich teurer machen würde.

Möglich ist, dass Trump schon am Montag mit der Unterschrift unter einige inhaltliche präsidentielle Dekrete in seine Amtszeit startet. Sie werden aller Voraussicht nach in einem Zusammenhang stehen mit dem angekündigtem und umstrittenen Bau einer Mauer zu Mexiko und dem Thema Grenzsicherheit generell.

WASHINGTON HOCHSICHERHEITSZONE

Vor Trump wurde bereits sein Vize Mike Pence vereidigt. Eine Parade sollte Trump am Nachmittag vom Kapitol zum Weißen Haus führen. Der offizielle Teil des Tages endet für den neuen Präsidenten mit dem Besuch dreier Bälle.

Die Hauptstadt Washington glich einer Hochsicherheitszone. Polizisten und Soldaten der Nationalgarde sicherten die Straßen ab; Kreuzungen wurden zum Teil mit Bussen blockiert.

DEMONSTRATIONEN

Im Zentrum Washingtons versammelten sich Demonstranten. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie "Feminismus gegen Faschismus" oder "Rassismus existiert noch immer in Amerika". Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Fensterscheiben wurden eingeworfen. Es kam zu vielen Festnahmen. Den Höhepunkt der Proteste sollte es am Samstag geben. Dann werden zu einer Demonstration mehr als 200 000 Menschen erwartet.

Der Immobilienunternehmer Trump war im Sommer 2015 in den Wahlkampf eingestiegen. Als Außenseiter gestartet, dominierte er trotz Dauerkritik Debatten und Vorwahlen und wurde schließlich im Sommer 2016 Kandidat der Republikaner. Gegen alle Erwartungen setzte Trump sich bei der Wahl am 8. November gegen die Demokratin Hillary Clinton durch. Die 69-Jährige saß bei der Amtseinführung ihres einstigen Konkurrenten im Publikum.

Trump hat noch nie ein politisches Amt bekleidet. Seine Anhänger versprechen sich von ihm neue Jobs, eine Rückbesinnung auf Amerika und eine radikale Abkehr von der Agenda Barack Obamas. Gegner und Kritiker fürchten Trumps Naturell, Haltung und Einstellungen./ki/dm/hma/mfi/DP/he

20.01.2017

Trumps Stab umreißt Prioritäten

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Stab des neuen US-Präsidenten Donald Trump hat die Pläne für die Amtszeit des Republikaners umrissen. Auf der Seite des Weißen Hauses wurden am Freitag mehrere Zusammenfassungen zur Politik der neuen Regierung veröffentlicht. Darin spricht Trump sich etwa dafür aus, die Energie- und die Außenpolitik ausschließlich an amerikanischen Interessen auszurichten, das Handelsabkommen Nafta neu zu verhandeln oder die Polizei und das Militär zu stärken. Neu ist das nicht. Die Ausführungen gaben im Kern die Haltungen wieder, für die Trump schon im Wahlkampf und während der vergangenen Wochen eingetraten war./hma/DP/stw

20.01.2017

Trump ist US-Präsident

WASHINGTON (dpa-AFX) - Donald Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Oberste Verfassungsrichter der USA, John Roberts, nahm dem 70-jährigen Republikaner am Freitag auf den Stufen des Kapitols den Amtseid ab. Trump schwor auf zwei Bibeln: auf seine eigene und auf die des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln. Trump löst den Demokraten Barack Obama ab, den ersten schwarzen Präsidenten der USA.

Vor Trump wurde bereits sein Vize Mike Pence vereidigt. Eine Parade sollte Trump am Nachmittag vom Kapitol zum Weißen Haus führen. Der offizielle Teil des Tages endet für den neuen Präsidenten mit dem Besuch dreier Bälle.

Am Morgen hatte Trump gemeinsam mit seiner Frau Melania an einem Gottesdienst in der Kirche St. John teilgenommen. Anschließend wurden beide von dem scheidenden Präsidenten Obama und seiner Frau Michelle im Weißen Haus empfangen.

Die Hauptstadt glich einer Hochsicherheitszone. Polizisten und Soldaten der Nationalgarde sicherten die Straßen ab; Kreuzungen wurden zum Teil mit Bussen blockiert.

Im Zentrum Washingtons versammelten sich Demonstranten. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie "Feminismus gegen Faschismus" oder "Rassismus existiert noch immer in Amerika". Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Fensterscheiben wurden eingeschmissen. Den Höhepunkt der Proteste sollte es am Samstag geben. Dann werden zu einer Demonstration mehr als 200 000 Menschen erwartet.

Der Immobilienunternehmer Trump war im Sommer 2015 in den Wahlkampf eingestiegen. Als Außenseiter gestartet, dominierte er trotz Dauerkritik Debatten und Vorwahlen und wurde schließlich im Sommer 2016 Kandidat der Republikaner. Gegen alle Erwartungen setzte Trump sich bei der Wahl am 8. November gegen die Demokratin Hillary Clinton durch. Die 69-Jährige saß bei der Amtseinführung ihres einstigen Konkurrenten im Publikum.

Trump hat noch nie ein politisches Amt bekleidet. Seine Anhänger versprechen sich von ihm neue Jobs, eine Rückbesinnung auf Amerika und eine radikale Abkehr von der Agenda Barack Obamas. Gegner und Kritiker fürchten Trumps Naturell, Haltung und Einstellungen.

Trump hatte angekündigt, mit Volldampf ins Amt starten zu wollen. Das erste Wochenende hat er sich erstmal frei gehalten. Möglich ist, dass er am Montag mit der Unterschrift unter einige inhaltliche präsidentielle Dekrete startet. Sie werden aller Voraussicht nach in einem Zusammenhang stehen mit dem angekündigtem und umstrittenen Bau einer Mauer zu Mexiko und dem Thema Grenzsicherheit generell.

Auch zum Thema Handel könnte es rasch Neuigkeiten geben, Trump hat eine Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) mit Kanada und Mexiko sowie eine Abkehr vom transpazifischen Abkommen TPP angekündigt./ki/hma/DP/stw

20.01.2017

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 20.01.2017

ROUNDUP: Chinas Wachstum fällt auf niedrigsten Stand seit 1990

PEKING - Chinas Wirtschaft ist im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres um 6,8 Prozent gewachsen. Das berichtete das Pekinger Statistikamt am Freitag. Im Gesamtjahr 2016 lag das Wachstum demnach bei 6,7 Prozent. Obwohl die Wirtschaft damit so langsam wuchs wie seit 1990 nicht mehr, werteten Ökonomen die jüngsten Daten als Zeichen der Stabilisierung für die zweitgrößte Volkswirtschaft. Das Wachstum im vierten Quartal fiel zudem etwas höher aus als Volkswirte erwartet hatten.

Deutschland: Produzentenpreise steigen wie erwartet

WIESBADEN - In Deutschland gibt es neue Hinweise auf eine Rückkehr der Inflation: Ende 2016 sind die Erzeugerpreise spürbar gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, lagen die Erzeugerpreise im Dezember um 1,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Dies ist die stärkste Teuerung seit Januar 2013. Volkswirte hatten mit dem Anstieg gerechnet.

EZB: Experten erwarten höhere Inflation

FRANKFURT - Die Inflation im Euroraum dürfte sich etwas stärker entwickeln als bisher erwartet. Darauf deutet eine am Freitag von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichte Umfrage hin. Demnach rechnen die befragten Experten im laufenden Jahr mit einer Inflationsrate von 1,4 Prozent. Bisher waren sie von 1,2 Prozent ausgegangen. Für 2018 wurde die Prognose von 1,4 auf 1,5 Prozent angehoben. 2019 wird die Inflationsrate demnach bei 1,6 Prozent gesehen.

Großbritannien: Umsatz im Einzelhandel überraschend schwach

LONDON - Enttäuschende Zahlen zum Konsum in Großbritannien haben an den Finanzmärkten Sorgen um wirtschaftliche Folgen des Brexits bestärkt und das britische Pfund etwas unter Druck gesetzt. Die Geschäfte des britischen Einzelhandels sind im Dezember überraschend deutlich zurückgegangen. Wie das Statistikamt ONS am Freitag mitteilte, verringerten sich die Erlöse im Monatsvergleich um 1,9 Prozent. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet.

ROUNDUP: Yellen dämpft Erwartungen an schnelle US-Zinserhöhung

STANFORD - Ganz so schnell wie gedacht könnte es mit den Zinsen in den USA nun doch nicht bergauf gehen. Zumindest hat Janet Yellen die Erwartungen vieler Marktbeobachter an eine schnelle Zinserhöhung gedämpft - nachdem die US-Notenbank-Chefin sie mit einer früheren Rede selbst angeheizt hatte. Zwar sieht sich Yellen durch jüngste Wirtschaftsdaten in ihrer Politik einer schrittweisen Anhebung der Zinsen bestätigt. Die Zentralbank sei noch nicht zu spät dran, um die Inflation im Zaum zu halten, sagte sie bei einer Rede an der Universität Stanford am Donnerstagabend (Ortszeit). Allerdings seien die Löhne "nur moderat" gestiegen und der amerikanische Industriesektor arbeite nach wie vor unterhalb der Kapazitätsgrenze.

Künftiger US-Finanzminister unter Beschuss - Anteile im Steuerparadies

WASHINGTON - Der künftige US-Finanzminister Steven Mnuchin hat nach Informationen der "Washington Post" Anteile an Firmen auf der als Steuerparadies bekannten Inselgruppe Cayman Islands. Dies habe er dem Senat, der über seine Nominierung als Finanzminister entscheiden muss, zunächst verschwiegen. Ferner habe er Vermögenswerte in Höhe von 100 Millionen Dollar zunächst nicht angegeben, später aber den beim Senat einzureichenden Unterlagen beigelegt. Der frühere Goldman-Sachs-Investmentbanker hatte am Donnerstag dem Finanzausschuss des Senats Rede und Antwort gestanden.

DAVOS/ROUNDUP 2: Schäuble sieht Risiken für deutsche Wirtschaft

DAVOS - Nach Einschätzung von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) könnten sich die Unsicherheiten in der Welt negativ auf die deutsche Wirtschaft auswirken. "Ich bin etwas unsicher, was in diesem Jahr 2017 in der Eurozone passieren wird", sagte Schäuble am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. "Die geopolitischen Risiken sind gestiegen und nicht gesunken."

ROUNDUP: Sparen oder Geldausgeben? Frankreichs Linke streitet über Finanzen

PARIS - Die Präsidentschaftskandidaten der französischen Linken sind uneins über den Kurs zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen. Drei Tage vor der ersten Vorwahlrunde der Sozialisten und ihrer Verbündeten pochte vor allem der frühere Erziehungsminister Vincent Peillon auf einen rigorosen Sparkurs.

Haushaltsstreit: EU-Kommission erwartet bald Antwort aus Italien

DAVOS - Im Haushaltsstreit mit Italien macht die EU-Kommission Druck. Die Regierung in Rom müsse bald ihre Pläne an Brüssel übermitteln, sagte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis am Freitag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos der Deutschen Presse-Agentur. Er rechne mit einer Antwort bis Ende des Monats.

Designierter US-Finanzminister: 'Der Dollar ist sehr, sehr stark'

WASHINGTON - Der designierte neue US-Finanzminister Steven Mnuchin hat jüngste Äußerungen des baldigen US-Präsidenten Donald Trump zum amerikanischen Dollar zurecht gerückt. Während einer Anhörung vor einem Senatsausschuss sagte Mnuchin am Donnerstag, der US-Dollar sei zwar derzeit "sehr, sehr stark". Längerfristig jedoch sei ein starker Dollar wichtig.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/tos

20.01.2017

Haushaltsstreit: EU-Kommission erwartet bald Antwort aus Italien

DAVOS (dpa-AFX) - Im Haushaltsstreit mit Italien macht die EU-Kommission Druck. Die Regierung in Rom müsse bald ihre Pläne an Brüssel übermitteln, sagte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis am Freitag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos der Deutschen Presse-Agentur. Er rechne mit einer Antwort bis Ende des Monats.

Die Brüsseler Behörde hatte sich zuletzt wiederholt besorgt gezeigt, dass das hoch verschuldete Land verbindliche Grenzen zur Neuverschuldung 2017 überschreiten könnte. Nach den Maastricht-Kriterien darf die jährliche Neuverschuldung höchstens 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen. Zudem ist eine Gesamtverschuldung von maximal 60 Prozent des BIP erlaubt.

Italien steht unter besonderem Druck, da es zuletzt nach dem krisengeplagten Griechenland mit einer Gesamtverschuldung von mehr als 130 Prozent der Wirtschaftsleistung die zweithöchste Schuldenquote in der EU aufwies.

Zuletzt hatte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte Italien und auch Frankreich scharf kritisiert. Die beiden Länder müssten dringend Reformen umsetzen, um die Verpflichtungen aus dem EU-Stabilitäts- und Wachstumspakt erfüllen zu können.

Dombrovskis lobte hingegen die Entwicklung im Bankensektor. "Wir sehen, dass der Bankensektor in der EU und auch in Italien viel besser kapitalisiert ist, dass die Liquiditätsquote besser ist." Italien habe schon einige Maßnahmen ergriffen, um die Branche rund um die schwer beschädigte Krisenbank Monte dei Paschi zu stabilisieren. Es gebe aber noch Schwächen./bvi/DP/stw

20.01.2017

DAVOS/ROUNDUP: Wirtschaft warnt Trump vor neuen Handelsbarrieren

FRANKFURT/DAVOS (dpa-AFX) - Die Sorge vor einer wirtschaftlichen Abschottung der USA unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump ist groß. Am Tag seiner Amtseinführung am Freitag warnten Vertreter der deutschen Wirtschaft vor neuen Handelsbarrieren. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mahnte die neue US-Regierung zur Vertragstreue. "Ich glaube nicht, dass morgen der große Handelskrieg ausbricht. Aber natürlich werden wir darauf pochen, dass Vereinbarungen eingehalten werden", betonte Schäuble in einem beim Weltwirtschaftsforum in Davos geführten Interview mit dem "Spiegel".

Deutschlands Maschinenbauer mahnten, Protektionismus und neue Handelsschranken würden weder den USA noch deren Handelspartnern neue Arbeitsplätze oder zusätzliches Wachstum bringen. "Insofern spielt Präsident Trump mit dem Feuer", sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA. Zwar stünden konkrete Maßnahmen noch nicht fest, aber allein die Äußerungen Trumps hätten zu Investitionszurückhaltung geführt. Die USA sind der größte Einzelmarkt für den Export von Maschinen "Made in Germany".

Auch die Amerikanische Handelskammer in Deutschland warnte: "Protektionistische Maßnahmen wie Strafzölle oder die Aufkündigung internationaler Handelsverträge haben in einer globalisierten Welt keinen Platz." Amerikas Wohlstand beruhe ganz wesentlich auf der Offenheit seiner Wirtschaft. "Wir setzen deshalb darauf, dass der neue Präsident seine Wahlversprechen an die politische Realität anpasst", sagte Bernhard Mattes, Präsident der AmCham Germany.

Trump hatte unter anderem Autobauern wie BMW mit hohen Strafzöllen gedroht, wenn sie in Mexiko gebaute Autos weiter in die USA einführen wollten. Zudem hatte er angekündigt, das transpazifische Handelsabkommen TPP kippen zu wollen.

Stanford-Ökonom Nicholas Bloom hält die Wahl Trumps und den Aufstieg populistischer Bewegungen für die derzeit größten Risiken für die Weltwirtschaft. Die politisch bedingte Unsicherheit sei seit der Wahl Trumps weltweit gestiegen. An den dürren Twitter-Nachrichten des neuen US-Präsidenten könne man erkennen, dass er seine Meinung ständig ändere. "Politik ist schwer berechenbar geworden, das macht es für einzelne, aber auch für Unternehmen so schwierig", sagte Bloom dem "Spiegel"./mar/DP/stw

20.01.2017

'Bild': Versorgungsniveau der Beamten 20 Prozentpunkte höher als bei Rentnern

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesbeamte haben laut einem Pressebericht zuletzt im Schnitt 68,1 Prozent des letzten Gehaltes als Pension erhalten. Damit hätten sie ein um 20 Prozentpunkte höheres Versorgungsniveau als Rentner, berichtete die "Bild"-Zeitung (Freitag) unter Berufung auf den neuen Versorgungsbericht der Bundesregierung. Das Bundesinnenministerium hatten den Bericht am Mittwoch veröffentlicht. Danach lag der durchschnittliche Ruhegehaltssatz aller pensionierten Bundesbeamten 2015 bei 68,1 Prozent. Bei den 2015 neu pensionierten Beamten betrug er 66,1 Prozent. Anders als bei der gesetzlichen Rente deckt die Beamtenversorgung auch die betriebliche Zusatzsicherung mit ab./bw/DP/stw

20.01.2017

ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für Bayer auf 125 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Bayer von 115 auf 125 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Unmittelbar nach Donald Trumps Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl seien die Anleger wieder optimistischer für die großen Pharmaunternehmen geworden, schrieb Analyst Jeffrey Holford in einer Branchenstudie vom Freitag. Allerdings hätten Trumps jüngste Aussagen zu niedrigeren Medikamentenpreisen zuletzt etwas belastet. Bayer gehört zu Holfords bevorzugten Pharmatiteln./gl/la

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20.01.2017

ANALYSE-FLASH: Warburg Research belässt Linde auf 'Buy' - Ziel 162 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Linde nach einer Anpassung des Bewertungsmodells auf "Buy" mit einem Kursziel von 162 Euro belassen. Nach einem erfolgreichen Merger mit Praxair würde der Wert inklusive Synergien auf 195 Euro je Aktie steigen, schrieb Analyst Eggert Kuls in einer Studie vom Freitag. In seinen Gewinnschätzungen berücksichtigt der Experte nun auch das Kostensenkungsprogramm des Industriegasekonzerns und Anlagenbauers. Operativ sei das vierte Quartal gut gelaufen./ag/la

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20.01.2017

ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für Deutsche Post auf 30 Euro - 'Hold'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für die Aktie der Deutschen Post von 25 auf 30 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Umsatz im europäischen Paketgeschäft sollte sich dank der Übernahme von Konkurrent UK Mail 2017 fast verdoppeln und auch der Gewinn deutlich steigen, schrieb Analyst David Kerstens in einer Studie vom Freitag. Allerdings werde die Aktie schon mit einem Aufschlag zur Branche gehandelt./gl/la

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20.01.2017

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Commerzbank auf 6,50 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Commerzbank-Aktie vor Zahlen zum vierten Quartal von 6,00 auf 6,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Das Geldhaus dürfte große Fortschritte bei der Steigerung der Eigenkapitalquote gemacht haben, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Freitag. Der Experte erhöhte seine Gewinnprognosen (bereinigtes EPS) für die Jahre 2019 und 2020./edh/la

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20.01.2017

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank belässt Aurubis auf 'Hold' - Ziel 48 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Aurubis vor Zahlen zum ersten Geschäftsquartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 48 Euro belassen. Der Kupferhersteller dürfte einen schwachen Start ins Geschäftsjahr 2016/17 verzeichnet haben, schrieb Analystin Katja Filzek in einer Studie vom Freitag. Der operative Vorsteuergewinn sollte um 60 Prozent gesunken sein./edh/la

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20.01.2017

ANALYSE: Kepler Cheuvreux empfiehlt Dürr zum Kauf - 'Sorgen übertrieben'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hält Sorgen wegen der Abhängigkeit des Anlagenbauers Dürr von der Autobranche für übertrieben. Zudem sollte die auf Holzverarbeitung spezialisierte Tochter Homag mittelfristig zum größten Gewinntreiber werden, betonte Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer Studie vom Donnerstag. Deshalb empfiehlt er die Aktie nun zum Kauf. Das von 77 auf 86 Euro angehobene Kursziel liegt gut zehn Prozent über der aktuellen Bewertung.

Jüngst habe Dürrs Abhängigkeit von den Autobauern die Anleger erschreckt, erklärte Heimbürger. Er verwies auf die Bedeutung des Wolfsburger Herstellers Volkswagen (VW), die Stornierung eines Auftrags von Ford in Mexiko und das wichtige China-Geschäft, das sich seit 2014 halbiert haben dürfte. Doch neben dem Produktionsvolumen gebe es weitere wichtige Faktoren für die Investitionen der Hersteller wie Modellzyklen, Einsparmöglichkeiten und die Altersstruktur der Fertigungsstätten. So seien etwa mehr als die Hälfte der Lackieranlagen weltweit über 20 Jahre alt.

Ohnehin sei das Unternehmen in oligopolistischen Nischenmärkten mit hohen Markteintrittsbarrieren tätig und jage kleineren Konkurrenten weiter Marktanteile ab, so Heimbürger weiter. Weitere Chancen lägen im Trend zu Elektroantrieben. Dazu sollte die 2015 übernommene Homag mit ihren Holzbearbeitungsmaschinen und Anlagen für die Möbelindustrie bis 2019 zum wichtigsten Gewinntreiber des Konzerns werden und einen Beitrag von 31 Prozent zum operativen Ergebnis (Ebit) leisten.

Gemäß der Einstufung "Buy" rechnet Kepler Cheuvreux auf Sicht der nächsten zwölf Monate mit einem absoluten Aufwärtspotenzial der Aktie von mindestens 10 Prozent./gl/ag/stb

Analysierendes Institut Kepler Cheuvreux.

20.01.2017

ANALYSE-FLASH: HSBC hebt Ziel für Compugroup Medical auf 45 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Compugroup vor Zahlen von 42 auf 45 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierte Softwareanbieter dürfte im vierten Quartal solide abgeschnitten und seine Jahresziele erreicht haben, schrieb Analyst Jan Keppeler in einer Studie vom Freitag. Zwar gebe es mit Blick auf die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte noch zeitliche Unsicherheiten, allerdings erscheine das Risiko/Rendite-Profil der Aktien überaus attraktiv./la/zb

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20.01.2017

ANALYSE-FLASH: Baader Bank senkt Ziel für Rhön-Klinikum auf 24 Euro - 'Hold'

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat das Kursziel für Rhön-Klinikum von 28,50 auf 24,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Die von dem Klinikkonzern für 2017 in Aussicht gestellten, deutlichen strukturellen Ergebnisbelastungen hätten den Markt auf den falschen Fuß erwischt, schrieb Analyst Christian Weiz in einer Studie vom Freitag. Die Gewinnwarnung zeige, dass das politische Umfeld, in dem sich das Unternehmen bewege, einen großen Einfluss auf die Geschäfte haben kann. Weiz reduzierte seine Prognose für das operative Ergebnis (Ebitda) in diesem Jahr deutlich und liege damit klar unter den aktuellen Markterwartungen./la/zb

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20.01.2017

AKTIE IM FOKUS: Grammer auf Hoch seit November - Hastors sorgen für Fantasie

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Aktien von Grammer sind am Freitag über die Hürde von 50 Euro gesprungen und haben fast 2 Prozent zugelegt. Die Papiere des Autozulieferers befinden sich auf dem höchsten Niveau seit November. Damit nähert sich das Papier wieder dem im September erreichten Rekordhoch.

Für anhaltende Fantasie sorgt die Mitteilung vom Vortag, dass Cascade nach dem Einstieg im Dezember Einfluss nehmen will und auf eine außerordentliche Hauptversammlung drängt. Hinter Cascade steht die in der Autozulieferbranche bereits bekannte bosnische Familie Hastor. Unterschiedliche Mitglieder kontrollieren über Cascade und die Halog GmbH & Co. KG Anteile von jeweils knapp über 10 Prozent an Grammer.

Aus Sicht der Experten des Bankhauses Lampe scheint dies der erste Schritt in Richtung einer feindlichen Übernahme zu sein. Spekulationen auf eine Akquisition hatten den Börsenwert des Unternehmens im vergangenen Jahr befeuert. In den zwölf Monaten bis September 2016 zog der Kurs um fast 200 Prozent auf das Rekordhoch von 57,46 Euro an, bevor die Fantasie etwas entwich und das Papier wieder unter die Marke von 50 Euro gefallen war./ag/zb/fbr

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19.01.2017

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux hebt Dürr auf 'Buy' - Ziel 86 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Dürr von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 77 auf 86 Euro angehoben. Er halte die Sorgen des Marktes wegen der großen Abhängigkeit vom Autosektor für übertrieben, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer Studie vom Donnerstag. Unter anderem dürfte die Tochter Homag mittelfristig zum größten Gewinntreiber des Anlagenbauers werden. Außerdem bringe der Trend zu Elektroantrieben im Autosektor neue Chancen mit sich./tih/he

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser