dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.08.2016

Computerkonzern HP enttäuscht Anleger mit trübem Geschäftsausblick

PALO ALTO (dpa-AFX) - Der Computerkonzern HP Inc. leidet weiter unter schwachen Druckerverkäufen. Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juli sank der Überschuss um acht Prozent auf 783 Millionen Dollar (etwa 695 Mio Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse fielen um vier Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal stellte HP einen bereinigten Gewinn zwischen 34 und 37 Cent je Aktie in Aussicht und lag damit deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Anleger reagierten enttäuscht, die Aktie gab nachbörslich zunächst um etwa vier Prozent nach.

Während die Drucker-Verkäufe im vergangenen Quartal um 14 Prozent zum Vorjahr schrumpften, konnte immerhin das zuletzt ebenfalls schwierige Computer-Geschäft dank kräftig gestiegener Nachfrage nach Notebooks ein vierprozentiges Absatzplus verbuchen. HP Inc. war im November 2015 aus der Zerschlagung von Hewlett-Packard entstanden und führt das klassische Hardware-Geschäft des Silicon-Valley-Urgesteins weiter. Die IT-Services wurden in die Schwestergesellschaft Hewlett Packard Enterprise (HPE) abgetrennt./hbr/DP/he

24.08.2016

Katars Staatsfonds kauft sich ins Empire State Building ein

NEW YORK (dpa-AFX) - Katar wird Miteigentümer des New Yorker Empire State Buildings. Der Golfstaat steigt über seinen Fonds Qatar Investment Authority (QIA) für 622 Millionen Dollar (etwa 552 Mio Euro) mit 9,9 Prozent bei der Immobiliengesellschaft Empire State Realty Trust ein, zu deren Portfolio Manhattans weltberühmter Wolkenkratzer gehört. Das teilten die Unternehmen in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) mit.

Das Empire State Building ist mit seinen beliebten Aussichtsplattformen eine der größten Touristen-Attraktionen New Yorks und prägt mit seiner markanten Spitze traditionell die Skyline der US-Ostküstenmetropole. Von seiner Fertigstellung 1931 bis Anfang der 1970er Jahre war das inklusive seiner Antenne 433 Meter hohe Meisterwerk aus der Art-Déco-Ära das höchste Gebäude der Welt.

Das Empire State Building ist eines von neun Objekten in Manhattan im Besitz der Immobiliengesellschaft, an der die Kataris sich nun beteiligen. Den Staatsfonds hatte der Golfstaat 2005 gegründet, vor allem um Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu verwalten. 2015 hatte der Fonds, der schon in diverse Premium-Immobilien weltweit investiert hat, bereits eine Niederlassung in New York eröffnet./hbr/DP/he

24.08.2016

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 24.08.2016

Credit Suisse hebt Brenntag auf 'Neutral' und Ziel auf 47,50 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Brenntag von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 42,00 auf 47,50 Euro angehoben. Nachdem sich die Aktien des Chemikalienhändlers jüngst schwächer als die Branche und der breite Markt entwickelt hätten, sei das Abwärtsrisiko aktuell begrenzt, schrieb Analyst Karl Green in einer Studie vom Mittwoch. In Zukunft könnten unter anderen die recht defensive Free-Cashflow-Rendite von rund 5 Prozent und der steigende Gewinn je Aktie die Papiere stützen. Dem Experten zufolge könnten unter anderem Übernahmen den Ertrag ankurbeln.

NordLB senkt Deutsche Wohnen auf 'Halten' - Ziel leicht angehoben

HANNOVER - Die NordLB hat Deutsche Wohnen nach Zahlen von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 32,50 auf 33,50 Euro angehoben. Das Immobilienunternehmen habe im ersten Halbjahr beim operativen Ergebnis das obere Ende der Konsensschätzungen erreicht, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Mittwoch. Die Abstufung der Papiere begründete er damit, dass diese sein bisheriges Kursziel mittlerweile deutlich überschritten hätten.

DZ Bank setzt Linde auf 'Equity Short Ideas Liste' - 'Verkaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie von Linde auf die "Equity Short Ideas Liste" gesetzt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Durch den Kurssprung angesichts der Gespräche über einen Zusammenschluss mit dem Industriegase-Unternehmen Praxair notiere die Linde-Aktie nun deutlich über dem fairen Wert, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Mittwoch. Den ungewissen Ausgang der Gespräche sowie die Unsicherheiten über die Implikationen einer möglichen Fusion sieht Spengler auf dem aktuellen Kursniveau nicht ausreichend reflektiert und hält daher einen Kursrückschlag für möglich.

DZ Bank streicht United Internet von 'Equity Ideas Liste'

FRANKFURT - Die DZ Bank die Aktie von United Internet von der "Equity Ideas Liste" gestrichen, die Einstufung aber auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 52 Euro belassen. Mit der Herausnahme aus der Liste reagiere er im Sinne eines "Stop Loss" auf die unterdurchschnittliche Kursentwicklung der vergangenen Tage, schrieb Analyst Karsten Oblinger in einer Studie vom Mittwoch. Diese könne er aber nicht nachvollziehen, zumal das Internetunternehmen moderat bewertet sei.

DZ Bank streicht Drillisch von 'Equity Ideas Liste' - 'Kaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie von Drillisch von der 'Equity Ideas Liste' gestrichen, die Einstufung aber auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 47 Euro belassen. Das Papier habe sich seit der Listenaufnahme besser entwickelt als der HDax, begründete Analyst Karsten Oblinger in einer Studie vom Mittwoch die Herausnahme. Das zweite Quartal habe seinen optimistischen Blick auf den Mobilfunkanbieter vollständig bestätigt, da Drillisch das stärkste Kundenwachstum seiner Geschichte ausgewiesen habe. Kurzfristig sieht der Experte aber keine weiteren Kurstreiber.

NordLB senkt Ziel für Eon auf 10 Euro - 'Kaufen'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Eon von 11 auf 10 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Die jüngsten Geschäftszahlen des Versorgers seien angesichts des schwierigen Branchenumfelds erneut gut und besser als vom Markt erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Mittwoch. Hohe Wertberichtigungen auf die Tochter Uniper hätten sich aber negativ ausgewirkt. Unsicherheit bestehe zudem über den genauen Wert der Tochter.

Credit Suisse hebt Steinhoff-Ziel auf 6,92 Euro - 'Outperform'

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Steinhoff NV von 6,00 auf 6,92 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Der Möbel- und Handelskonzern dürfte die Zukäufe von Mattress Firm und Poundland im September abgeschlossen haben, schrieb Analyst Pieter Vorster in einer am Dienstag vorgelegten Studie. In seinen neuen Schätzungen spiegele sich der Wertzuwachs durch diese beiden Akquisitionen nun wider.

NordLB hebt Ziel für Gea Group auf 48 Euro - 'Halten'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Gea Group nach Zahlen für das zweite Quartal von 39 auf 48 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Analyst Wolfgang Donie hob in einer Studie vom Mittwoch den stabilisierten Umsatz des Anlagenbauers hervor, dessen positiver Trend auch im weiteren Jahresverlauf anhalten sollte. Auch das Ergebnis sei weiter verbessert worden, was der Experte unter anderem mit den Restrukturierungen im Konzern begründete. Er hob daraufhin seine Schätzungen an, betonte aber zugleich das aktuell nur begrenzte Kurspotenzial bei den Papieren.

Baader Bank hebt Ziel für Deutsche Euroshop auf 45 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat das Kursziel für Deutsche Euroshop angesichts von Gesprächen über den Kauf neuer Einkaufszentren von 44,50 auf 45,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Über Jahre hinweg sei das Portfolio mit insgesamt 19 Einkaufszentren stabil geblieben, sodass es sich um den ersten Neuzugang seit dem Jahresende 2012 handeln würde, schrieb Analyst Andre Remke in einer Studie vom Mittwoch. Sollte es soweit kommen, wäre dies ein neuer Wachstumsbringer für den Immobilieninvestor.

Baader Bank hebt Ziel für Wirecard auf 57 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat das Kursziel für Wirecard von 53 auf 57 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die endgültigen Resultate des Zahlungsabwicklers seien etwas besser ausgefallen als zuvor angekündigt, schrieb Analyst Knut Woller in einer Studie vom Mittwoch. An seinen Schätzungen auf operativer Ebene für 2016 habe sich zwar nur wenig geändert, unter dem Strich passte er seine Prognosen für die Folgejahre aber wegen des Zukaufs des Prepaid-Kreditkartengeschäfts der Citigroup nach oben an.

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24.08.2016

US-Anleihen überwiegend mit leichten Abschlägen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Mittwoch überwiegend etwas nachgegeben. Händler sprachen von einem impulsarmen Handel. Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt verliehen kaum Impulse. Die Verkäufe bestehender Häuser im Juli waren um 3,2 Prozent gefallen. Bankvolkswirte hatten im Mittel nur einen Rückgang um 1,1 Prozent erwartet. Der Anstieg der Hauspreise hatte sich im Juni mit 0,2 Prozent zudem weniger stark fortgesetzt als erwartet.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 31/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,76 Prozent. Fünfjährige Anleihen fielen um 1/32 auf 99 29/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,14 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen büßten 3/32 auf 99 15/32 Punkte ein. Sie rentierten mit 1,56 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren verloren 8/32 Punkte auf 100 7/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,24 Prozent./edh/he

24.08.2016

Devisen: Eurokurs weiter klar unter 1,13 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Mittwoch auch im US-Handel unter der Marke von 1,13 Dollar geblieben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1261 US-Dollar. Im europäischen Geschäft war der Eurokurs bis auf 1,1245 Dollar gefallen und notierte damit so niedrig wie zuletzt vor gut einer Woche. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1268 (Dienstag: 1,1339) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8875 (0,8819) Euro gekostet.

Die Anleger am Devisenmarkt warten auf eine Rede der US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen am Freitag auf der renommierten Notenbankbankkonferenz von Jackson Hole. Sie erhoffen sich Aufschluss über den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed./edh/tos/he

24.08.2016

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 24.08.2016

Credit Suisse hebt Brenntag auf 'Neutral' und Ziel auf 47,50 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Brenntag von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 42,00 auf 47,50 Euro angehoben. Nachdem sich die Aktien des Chemikalienhändlers jüngst schwächer als die Branche und der breite Markt entwickelt hätten, sei das Abwärtsrisiko aktuell begrenzt, schrieb Analyst Karl Green in einer Studie vom Mittwoch. In Zukunft könnten unter anderen die recht defensive Free-Cashflow-Rendite von rund 5 Prozent und der steigende Gewinn je Aktie die Papiere stützen. Dem Experten zufolge könnten unter anderem Übernahmen den Ertrag ankurbeln.

NordLB senkt Deutsche Wohnen auf 'Halten' - Ziel leicht angehoben

HANNOVER - Die NordLB hat Deutsche Wohnen nach Zahlen von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 32,50 auf 33,50 Euro angehoben. Das Immobilienunternehmen habe im ersten Halbjahr beim operativen Ergebnis das obere Ende der Konsensschätzungen erreicht, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Mittwoch. Die Abstufung der Papiere begründete er damit, dass diese sein bisheriges Kursziel mittlerweile deutlich überschritten hätten.

DZ Bank setzt Linde auf 'Equity Short Ideas Liste' - 'Verkaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie von Linde auf die "Equity Short Ideas Liste" gesetzt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Durch den Kurssprung angesichts der Gespräche über einen Zusammenschluss mit dem Industriegase-Unternehmen Praxair notiere die Linde-Aktie nun deutlich über dem fairen Wert, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Mittwoch. Den ungewissen Ausgang der Gespräche sowie die Unsicherheiten über die Implikationen einer möglichen Fusion sieht Spengler auf dem aktuellen Kursniveau nicht ausreichend reflektiert und hält daher einen Kursrückschlag für möglich.

DZ Bank streicht United Internet von 'Equity Ideas Liste'

FRANKFURT - Die DZ Bank die Aktie von United Internet von der "Equity Ideas Liste" gestrichen, die Einstufung aber auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 52 Euro belassen. Mit der Herausnahme aus der Liste reagiere er im Sinne eines "Stop Loss" auf die unterdurchschnittliche Kursentwicklung der vergangenen Tage, schrieb Analyst Karsten Oblinger in einer Studie vom Mittwoch. Diese könne er aber nicht nachvollziehen, zumal das Internetunternehmen moderat bewertet sei.

DZ Bank streicht Drillisch von 'Equity Ideas Liste' - 'Kaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie von Drillisch von der 'Equity Ideas Liste' gestrichen, die Einstufung aber auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 47 Euro belassen. Das Papier habe sich seit der Listenaufnahme besser entwickelt als der HDax, begründete Analyst Karsten Oblinger in einer Studie vom Mittwoch die Herausnahme. Das zweite Quartal habe seinen optimistischen Blick auf den Mobilfunkanbieter vollständig bestätigt, da Drillisch das stärkste Kundenwachstum seiner Geschichte ausgewiesen habe. Kurzfristig sieht der Experte aber keine weiteren Kurstreiber.

NordLB senkt Ziel für Eon auf 10 Euro - 'Kaufen'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Eon von 11 auf 10 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Die jüngsten Geschäftszahlen des Versorgers seien angesichts des schwierigen Branchenumfelds erneut gut und besser als vom Markt erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Mittwoch. Hohe Wertberichtigungen auf die Tochter Uniper hätten sich aber negativ ausgewirkt. Unsicherheit bestehe zudem über den genauen Wert der Tochter.

Credit Suisse hebt Steinhoff-Ziel auf 6,92 Euro - 'Outperform'

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Steinhoff NV von 6,00 auf 6,92 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Der Möbel- und Handelskonzern dürfte die Zukäufe von Mattress Firm und Poundland im September abgeschlossen haben, schrieb Analyst Pieter Vorster in einer am Dienstag vorgelegten Studie. In seinen neuen Schätzungen spiegele sich der Wertzuwachs durch diese beiden Akquisitionen nun wider.

NordLB hebt Ziel für Gea Group auf 48 Euro - 'Halten'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Gea Group nach Zahlen für das zweite Quartal von 39 auf 48 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Analyst Wolfgang Donie hob in einer Studie vom Mittwoch den stabilisierten Umsatz des Anlagenbauers hervor, dessen positiver Trend auch im weiteren Jahresverlauf anhalten sollte. Auch das Ergebnis sei weiter verbessert worden, was der Experte unter anderem mit den Restrukturierungen im Konzern begründete. Er hob daraufhin seine Schätzungen an, betonte aber zugleich das aktuell nur begrenzte Kurspotenzial bei den Papieren.

Baader Bank hebt Ziel für Deutsche Euroshop auf 45 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat das Kursziel für Deutsche Euroshop angesichts von Gesprächen über den Kauf neuer Einkaufszentren von 44,50 auf 45,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Über Jahre hinweg sei das Portfolio mit insgesamt 19 Einkaufszentren stabil geblieben, sodass es sich um den ersten Neuzugang seit dem Jahresende 2012 handeln würde, schrieb Analyst Andre Remke in einer Studie vom Mittwoch. Sollte es soweit kommen, wäre dies ein neuer Wachstumsbringer für den Immobilieninvestor.

Baader Bank hebt Ziel für Wirecard auf 57 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat das Kursziel für Wirecard von 53 auf 57 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die endgültigen Resultate des Zahlungsabwicklers seien etwas besser ausgefallen als zuvor angekündigt, schrieb Analyst Knut Woller in einer Studie vom Mittwoch. An seinen Schätzungen auf operativer Ebene für 2016 habe sich zwar nur wenig geändert, unter dem Strich passte er seine Prognosen für die Folgejahre aber wegen des Zukaufs des Prepaid-Kreditkartengeschäfts der Citigroup nach oben an.

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24.08.2016

Tierschutzbund kritisiert Initiative Tierwohl

OSNABRÜCK (dpa-AFX) - Der Deutsche Tierschutzbund droht damit, aus der Initiative Tierwohl von Handel, Produzenten und Landwirtschaft auszusteigen. "Wir sind mit der Entwicklung der Initiative unzufrieden", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Die Anforderungen an die Tierhalter für die kommende Vertragsperiode ab 2018 seien "viel zu schwach". Würden diese umgesetzt, könne man nicht von mehr Tierwohl reden.

"Dann stehen wir vermutlich vor dem größten Verbraucher- und Tierschutzbetrug, den es in Deutschland je gegeben hat", sagte Schröder der Zeitung. "Wenn sich Handel und Bauernverband jetzt nicht bewegen, dann werden wir aus der Initiative Tierwohl austreten", sagte er auch der Deutschen Presse-Agentur. Die Initiative Tierwohl betonte in einer Stellungnahme, sie wolle "pragmatisch und realistisch das tun, was wirklich machbar ist". Die "geäußerten Ansichten" des Tierschutzbundes teile sie nicht.

Bei der Initiative bekommen teilnehmende Landwirte Extrageld für bessere Haltungsbedingungen. Dazu gehören etwa mehr Platz und mehr Tageslicht. Der Tierschutzbund gehört dem Beraterausschuss an. Bei den derzeitigen Planungen orientiere sich die Initiative zu sehr an gesetzlichen Mindeststandards und gehe kaum darüber hinaus, monierte Schröder in der "NOZ". "Die Beteiligten wollen möglichst viele Schweine im System haben, da zählt nur Quantität, nicht Qualität."

Die Initiative Tierwohl hatte im Juni berichtet, der Handel plane, für die Zeit ab 2018 insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, sollten die Beteiligten zustimmen. Eine Entscheidung stand damals noch aus und wurde Ende des Jahres erwartet. Das Geld solle 4800 Schweinehaltern die Teilnahme ermöglichen, mehr als doppelt so vielen Betrieben wie bislang. Die Aktion wurde 2015 gestartet./pkr/DP/he

24.08.2016

Lufthansa-Flugbegleiter nehmen Tarif-Schlichtungsergebnis an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Gefahr neuer Flugbegleiter-Streiks bei der Lufthansa ist endgültig abgewendet. Bei der am Mittwochabend abgelaufenen Urabstimmung stimmten 87,36 Prozent für die Annahme des Schlichtungsergebnisses, das unter Leitung von Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck erreicht worden war. Das teilte die Gewerkschaft Ufo mit. Nunmehr könnten die erzielten Kompromisse in umfangreichen Redaktionsverhandlungen in konkrete Tarifverträge umgesetzt werden.

Einzelne der 29 angestrebten Tarifverträge sollen bis ins Jahr 2023 gelten. Sie regeln die Arbeitsbedingungen, Ruhestandszahlungen und Verdienstmöglichkeiten von rund 19 000 Flugbegleitern der Kernmarke Lufthansa. Enthalten sind Einkommenssteigerungen um gut fünf Prozent zwischen Januar 2016 und Juni 2019, eine Beschäftigungsgarantie bis 2021 und ein neues System der Alters- und Übergangsversorgung.

"Dass die längste und schwierigste Auseinandersetzung zwischen Ufo und Lufthansa nun mit einem solch überragenden Ergebnis angenommen worden ist, zeigt, dass es sich gelohnt hat, so lange zu kämpfen", betonte Ufo-Verhandlungsführer Nicoley Baublies. Nun müssten noch bis Ende September die Tarifvereinbarungen für die deutschen Gesellschaften der Billigtochter Eurowings unterschriftsreif gemacht werden. Auch dies sei Teil der Schlichtungsverhandlungen gewesen.

Das Unternehmen begrüßte die Zustimmung der Ufo-Mitglieder. Es sei ein langfristiger Tariffrieden geschlossen worden. Die verschiedenen Veränderungen in der Alters- und Übergangsversorgung und der Vergütungsstruktur bedeuteten für die Lufthansa Group jährliche Einsparungen im mittleren zweistelligen Millionen Euro Bereich, teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. Die neuen Vereinbarungen sollen die Pensionsverbindlichkeiten der Lufthansa Group zusätzlich um einen oberen dreistelligen Millionenbetrag entlasten.

Ufo hatte im vergangenen November 2015 den härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Noch offen ist der Tarifkonflikt der Lufthansa mit den Piloten, die bereits 13-mal gestreikt haben. Hier sind die Gespräche derzeit unterbrochen und es gibt nach Auskunft beider Seiten derzeit keine neuen Termine./ceb/DP/mis

24.08.2016

ROUNDUP: Neuer Chef bei K+S im Frühjahr 2017 - Pläne für Kanada-Mine stehen

KASSEL/BERLIN (dpa-AFX) - Der Dünger- und Salzproduzent K+S bekommt im Mai 2017 einen neuen Chef. Der derzeitige Finanzvorstand Burkhard Lohr (53) soll dann Norbert Steiner ablösen. Diese Entscheidung habe der Aufsichtsrat des Kasseler Konzerns getroffen, teilte K+S am Mittwoch mit. Steiner (61) gehe in den Ruhestand. Am Aktienmarkt wurde die Nachricht in einer ersten Reaktion leicht positiv aufgenommen. Das Unternehmen bekräftigte zudem, trotz einer schweren Panne an den Ausbauplänen für seine neue Kali-Mine in Kanada festzuhalten.

"Wir sind überzeugt, dass mit Burkhard Lohr an der Spitze der erfolgreiche Kurs und der Generationenwechsel weiter vorangetrieben wird", hieß es bei K+S. Zuletzt hatten die Kasseler mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen gehabt. So waren Manager angeklagt worden, weil der Kali-Produzent Trinkwasser mit Salzabwasser verunreinigt haben soll. Im Juni stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Verantwortliche der Tochter K+S Kali GmbH wegen versuchter Gewässerverunreinigung mangels Tatverdacht aber ein. Steiner kündigte zudem an, dass sich K+S gegen Festlegungen der Bundesländer zur Verringerung der Salzkonzentration in Werra und Weser wehren wolle.

Im Mai hatte das Management bei der Hauptversammlung Kritik von Anlegern einstecken müssen. Diese zeigten sich enttäuscht über den Aktienkurs seit dem Scheitern der Übernahmepläne des kanadischen Konkurrenten Potash 2015. Steiner verteidigte sich: Das Angebot der Kanadier habe "nicht den fundamentalen Wert" von K+S reflektiert. K+S war aus dem deutschen Leitindex Dax in den MDax abgestiegen.

In Kanada will der Konzern nun selbst das Abbauprojekt "Legacy" vorantreiben. Bis Ende 2017 soll die Mine eine Jahreskapazität von zwei Millionen Tonnen Kali erreichen, wie K+S am Mittwoch zur offiziellen Inbetriebnahme mitteilte. "Mit "Legacy" werden wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich stärken, was im Ergebnis der gesamten K+S-Gruppe zugutekommt", sagte Steiner.

"Legacy" ist mit einem Volumen von rund 3 Milliarden Euro die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte. Angesichts der zur Neige gehenden Kali-Vorkommen in Deutschland will sich K+S den Zugang zu den nordamerikanischen Ressourcen sichern. Bei einem Testlauf im Juli war ein schwerer Prozessbehälter abgestürzt und hatte andere Anlagen und Rohrleitungen zerstört. Daraus ergab sich eine Verzögerung beim Produktionsanlauf. Laut K+S arbeiten 4000 Menschen an der Baustelle.

Das Unternehmen ist der größte Salzhersteller der Welt, den Großteil des Gewinns machen die Kasseler aber mit der Produktion von Kali-Dünger für die Landwirtschaft./jap/mis/ceb/DP/mis

24.08.2016

Verkehrsministerium will Carsharing durch Sonderparkplätze fördern

BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundesverkehrsministerium will die Nutzung von Carsharing-Fahrzeugen mit reservierten Parkplätzen und der Befreiung von Parkgebühren ankurbeln. "Wir unterstützen diese neue Form der Mobilität mit einem eigenen Gesetz", sagte Minister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch anlässlich des Starts der Länder- und Verbändeanhörung zu dem Gesetzesvorhaben. Mit diesem soll demnach die Grundlage für die Kennzeichnung von Carsharing-Fahrzeugen geschaffen werden. Über eine Verordnung soll es den Ländern zudem ermöglicht werden, separate Parkflächen für diese Fahrzeuge auszuweisen und sie von Parkgebühren zu befreien. Beim Carsharing nutzen mehrere Personen gemeinsam ein Auto, entweder privat oder über einen Anbieter./seb/DP/mis

24.08.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwächer - Politische Unsicherheit dominiert

NEW YORK (dpa-AFX) - Zunehmende politische Spannungen, die unklare Richtung der US-Geldpolitik sowie schwache Ölpreise haben die US-Aktien am Mittwoch unter Druck gesetzt. Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,35 Prozent bei 18 481,48 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,52 Prozent auf 2175,44 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,73 Prozent auf 4783,48 Zähler ein.

Als politische Risikofaktoren nannten Händler die Militäroffensive der Türkei auf syrischem Territorium sowie die angespannte Lage in Ostasien nach einem erneuten Raketentest Nordkoreas. Zudem hätten sich Anleger vor dem am Wochenende anstehenden Notenbanker-Treffen in Jackson Hole fürs Abwarten entschieden, hieß es. Die Märkte erhofften sich klarere Signale, ob die US-Leitzinsen bereits im September angehoben werden könnten.

Frische Daten vom US-Immobilienmarkt hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Notierungen. So waren die Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat waren sie um 3,2 Prozent gesunken, während Volkswirte im Mittel ein Minus von 1,1 Prozent erwartet hatten. Der Anstieg der Hauspreise hatte sich im Juni mit 0,2 Prozent weniger stark fortgesetzt als erwartet.

PFIZER NACH ZUKAUF VON ASTRAZENECA-SPARTE SCHWÄCHER

Unter den Einzelwerten verloren die Aktien von Pfizer als einer der schwächsten Werte im Dow Jones 0,77 Prozent. Der Pharmakonzern will für 725 Millionen US-Dollar plus weiterer erfolgsabhängiger Zahlungen und Umsatzbeteiligungen große Teile des Antibiotika-Geschäfts des britischen Konkurrenten AstraZeneca kaufen.

Die Titel von Teva sackten zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent ab und verloren letztlich knapp drei Prozent. Zuvor hatte der Pharmakonzern eine Niederlage im Kampf um zwei Patente auf das Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone einstecken müssen. Mit dem Medikament erwirtschaftet Teva rund 20 Prozent seines gesamten Umsatzes.

ABERCROMBIE UND ZALANDO ARBEITEN ZUSAMMEN

Der US-Modefilialist Abercrombie & Fitch ist eine Partnerschaft mit dem deutschen Online-Modehändler Zalando eingegangen. Ab sofort sollen die Abercrombie-Produkte für die rund 18 Millionen registrierten Zalando-Kunden in 15 europäischen Ländern bestellbar sein. Die Anleger beeindruckten die Nachrichten jedoch offenbar wenig, die Papiere verloren knapp zwei Prozent.

Für die Anteilsscheine von Intuit ging es um 3,50 Prozent nach unten. Der Anbieter von Finanzsoftware hatte mit seinen Umsatz- und Gewinnprognosen die Markterwartungen verfehlt.

EUROKURS WIEDER UNTER 1,13 US-DOLLAR

Der Eurokurs blieb auch im US-Handel unter der Marke von 1,13 Dollar. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1266 Dollar. Im europäischen Geschäft war der Eurokurs bis auf 1,1245 Dollar gefallen und notierte damit so niedrig wie zuletzt vor gut einer Woche. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1268 (Dienstag: 1,1339) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8875 (0,8819) Euro gekostet. Am US-Rentenmarkt sanken richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen um 4/32 auf 99 14/32 Punkte und rentierten mit 1,56 Prozent./edh/he

24.08.2016

Aktien New York Schluss: Schwächer - Politische und geldpolitische Unsicherheit

NEW YORK (dpa-AFX) - Steigende politische Risiken, die unklare Richtung der US-Geldpolitik sowie schwache Ölpreise haben die US-Aktien am Mittwoch unter Druck gesetzt. Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,35 Prozent bei 18 481,48 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,52 Prozent auf 2175,44 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,73 Prozent auf 4783,48 Zähler ein./edh/he

24.08.2016

Aktien New York: Unsicherheit vor Notenbanktreffen in Jackson Hole

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben zur Wochenmitte moderat nachgegeben. Anleger hätten sich vor dem am Wochenende anstehenden Notenbanker-Treffen in Jackson Hole wohl fürs Abwarten entschieden, hieß es. Die Märkte erhoffen sich klarere Signale, ob die US-Leitzinsen bereits im September angehoben werden könnten. Frische Daten vom US-Immobilienmarkt hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Notierungen.

Der Dow Jones Industrial sank um 0,26 Prozent auf 18 499,70 Punkte, nachdem er am Dienstag um 0,10 Prozent gestiegen war. Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Mittwoch zuletzt 0,34 Prozent auf 2179,44 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,47 Prozent auf 4795,63 Zähler ein.

In den USA waren die Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat sank sie um 3,2 Prozent auf auf das Jahr hochgerechnete 5,39 Millionen Häuser. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Rückgang um 1,1 Prozent erwartet. Zuvor war die Zahl der Verkäufe vier Monate in Folge gestiegen und hatte im Juni mit 5,57 Millionen den höchsten Stand seit über neun Jahren erreicht. Der Anstieg der Hauspreise hatte sich im Juni mit 0,2 Prozent weniger stark fortgesetzt als erwartet.

Unter den Einzelwerten notierten die Aktien von Pfizer praktisch unverändert. Der Pharmakonzern will für 725 Millionen US-Dollar plus weiterer erfolgsabhängiger Zahlungen und Umsatzbeteiligungen große Teile des Antibiotika-Geschäfts des britischen Konkurrenten AstraZeneca kaufen.

Der US-Modefilialist Abercrombie & Fitch ist eine Partnerschaft mit dem deutschen Online-Modehändler Zalando eingegangen. Ab sofort sollen die Abercrombie-Produkte für die gut 18 Millionen registrierten Zalando-Kunden in 15 europäischen Ländern bestellbar sein. Die Anleger beeindruckten die Nachrichten jedoch offenbar wenig, die Papiere verloren mehr als 2 Prozent.

Für die Anteilsscheine von Intuit ging es um 3,40 Prozent nach unten. Der Anbieter von Finanzsoftware hatte mit seinen Umsatz- und Gewinnprognosen die Markterwartungen verfehlt./edh/he

24.08.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax beendet den Tag über 10 600 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die gute Laune am deutschen Aktienmarkt hat auch am Mittwoch angehalten und den Dax über 10 600 Punkten schließen lassen. Der Leitindex knüpfte an seine am Vortag begonnene Erholung an und beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,28 Prozent auf 10 622,97 Punkte. Positive Impulse kamen dabei auch von den deutlichen Kursgewinnen der Commerzbank und der Deutschen Bank.

Der Technologie-Index TecDax stieg um 0,24 Prozent auf 1730,54 Punkte, während der MDax vor allem von Gewinnmitnahmen beim Möbelhändler Steinhoff belastet wurde. Der Index der mittelgroßen Unternehmen beendete den Handel mit minus 0,20 Prozent auf 21 653,29 Zähler.

Die Anleger warteten mit wachsender Spannung auf die Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole, hieß es. Dort treffen sich ab Donnerstag die führenden Notenbanker der Welt. Vor allem am Freitag wird auf Hinweise gehofft, ob der Leitzins in den USA eventuell schon im September erneut angehoben werden könnte. Die Analysten der Commerzbank warnen indes vor zu hohen Erwartungen. Jackson Hole sei kein Treffen, auf dem die Fed regelmäßig ihre geldpolitische Linie erläutere. Der Einfluss auf die Finanzmärkte werde daher "in der Regel überschätzt".

BANKEN-WERTE AN DER DAX-SPITZE

Die Commerzbank-Aktien setzten sich mit 3,20 Prozent Plus an die Dax-Spitze, gefolgt von den Papieren der Deutschen Bank , die um 2,26 Prozent stiegen. In ganz Europa übernahm der Bankensektor zur Wochenmitte die Führung. Die Anteilsscheine der deutschen Branchenvertreter hatten Anfang des Monats allerdings noch neue Tiefststände erreicht.

Den Siemens-Papieren half eine Kurszielanhebung der LBBW von 105 auf 115 Euro zu einem Plus von 1,03 Prozent auf 108,10 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2008. Vor allem die Segmente Digital Factory und Process Industries dürften mittelfristig von höheren Margen und einem dynamischeren Wachstum profitieren und so den Erfolgstrend des Elektrokonzerns fortschreiben, hieß es in der Studie.

Zu den wenigen Verlierern gehörten dagegen die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon , die 0,62 Prozent einbüßten. Am Vortag hatten sie aber noch den höchsten Stand seit Sommer 2002 markiert.

STEINHOFF UND SÜDZUCKER AM MDAX-ENDE

Die Steinhoff-Aktien verloren am MDax-Ende 3,66 Prozent, nachdem sie vor wenigen Tagen noch den höchsten Stand seit ihrer im Dezember 2015 erfolgten Notierungsaufnahme in Deutschland erreicht hatten.

Die Südzucker-Titel büßten 2,57 Prozent ein und litten unter neuen Schadenersatzklagen. Immer mehr Kunden leiten wegen verbotener Wettbewerbsabsprachen rechtliche Schritte gegen die großen deutschen Zuckerhersteller ein.

Abseits der großen Indizes zogen die Anteilsscheine von Windeln.de nach der Bekanntgabe endgültiger Halbjahreszahlen um 4,00 Prozent auf 4,261 Euro an. Der Versandhändler für Baby- und Kinderartikel hatte vor allem im Ausland kräftige Zuwächse erzielt. Allerdings haben Anleger der ersten Stunde kaum Grund zur Freude, denn die vor dem Börsengang im Mai 2015 zu 18,50 Euro ausgegebenen Aktien sind seither fast nur auf Talfahrt gegangen.

EUROSTOXX 50 LEGT ZU - EUROKURS GIBT NACH

Die Stimmung an den Börsen war auch über Deutschland hinaus weitgehend positiv: Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,50 Prozent auf 3008,59 Punkte hoch und auch die Börse in Paris legte zu. Der Londoner Markt gab allerdings nach und der US-Leitindex Dow Jones Industrial sank zum europäischen Handelsschluss um 0,25 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,22 Prozent am Vortag auf minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 144,27 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,05 Prozent auf 167,61 Zähler. Der Eurokurs sank auf 1,1246 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1268 (Dienstag: 1,1339) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8875 (0,8819) Euro gekostet./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

24.08.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Dax beendet den Tag über 10 600 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die gute Laune am deutschen Aktienmarkt hat auch am Mittwoch angehalten und den Dax über 10 600 Punkten schließen lassen. Der Leitindex knüpfte an seine am Vortag begonnene Erholung an und beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,28 Prozent auf 10 622,97 Punkte. Positive Impulse kamen dabei auch von den deutlichen Kursgewinnen der Commerzbank und der Deutschen Bank.

Der Technologie-Index TecDax stieg um 0,24 Prozent auf 1730,54 Punkte, während der MDax vor allem von Gewinnmitnahmen beim Möbelhändler Steinhoff belastet wurde. Der Index der mittelgroßen Unternehmen beendete den Handel mit minus 0,20 Prozent auf 21 653,29 Zähler.

Die Anleger warteten mit wachsender Spannung auf die Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole, hieß es. Dort treffen sich ab Donnerstag die führenden Notenbanker der Welt. Vor allem am Freitag wird auf Hinweise gehofft, ob der Leitzins in den USA eventuell schon im September erneut angehoben werden könnte. Die Analysten der Commerzbank warnen indes vor zu hohen Erwartungen. Jackson Hole sei kein Treffen, auf dem die Fed regelmäßig ihre geldpolitische Linie erläutere. Der Einfluss auf die Finanzmärkte werde daher "in der Regel überschätzt"./ck/he

24.08.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Leichte Verluste vor Notenbanktreffen in Jackson Hole

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit leichten Verlusten und in träger Verfassung haben sich die US-Aktienmärkte zur Wochenmitte präsentiert. Anleger hätten sich vor dem am Wochenende anstehenden Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Mittwoch wohl fürs Abwarten entschieden, hieß es. Frische Daten vom US-Immobilienmarkt hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Notierungen.

Der Dow Jones Industrial sank um 0,18 Prozent auf 18 514,22 Punkte, nachdem er am Dienstag um 0,10 Prozent gestiegen war. Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Mittwoch zuletzt 0,18 Prozent auf 2182,87 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,15 Prozent auf 4811,49 Zähler ein.

Die Marktteilnehmer warten derzeit auf die Rede der Notenbank-Vorsitzenden Janet Yellen am Freitag auf der Notenbankkonferenz in dem kleinen Ort im Bundesstaat Wyoming. Sie erhoffen sich Aufschluss über das weitere Vorgehen der Notenbank. Insbesondere steht die Frage im Raum, ob der Leitzins eventuell schon im September erneut angehoben werden könnte.

In den USA waren die Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat sank sie um 3,2 Prozent auf auf das Jahr hochgerechnete 5,39 Millionen Häuser. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Rückgang um 1,1 Prozent erwartet. Zuvor war die Zahl der Verkäufe vier Monate in Folge gestiegen und hatte im Juni mit 5,57 Millionen den höchsten Stand seit über neun Jahren erreicht. Der Anstieg der Hauspreise hatte sich im Juni mit 0,2 Prozent weniger stark fortgesetzt als erwartet.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Pfizer mit einem Gewinn von 0,70 Prozent an der Spitze des Dow-Jones-Index. Der Pharmakonzern will für 725 Millionen US-Dollar plus weiterer erfolgsabhängiger Zahlungen und Umsatzbeteiligungen große Teile des Antibiotika-Geschäfts des britischen Konkurrenten AstraZeneca kaufen.

Der US-Modefilialist Abercrombie & Fitch ist eine Partnerschaft mit dem deutschen Online-Modehändler Zalando eingegangen. Ab sofort sollen die Abercrombie-Produkte für die gut 18 Millionen registrierten Zalando-Kunden in 15 europäischen Ländern bestellbar sein. Die Anleger beeindruckten die Nachrichten jedoch offenbar wenig, die Papiere verloren mehr als 3 Prozent.

Für die Anteilsscheine von Intuit ging es um rund 4 Prozent nach unten. Der Anbieter von Finanzsoftware hatte mit seinen Umsatz- und Gewinnprognosen die Markterwartungen verfehlt./edh/he

24.08.2016

Aktien New York: Leichte Abgaben vor Notenbanktreffen in Jackson Hole

NEW YORK (dpa-AFX) - Minimal leichter und in träger Verfassung haben sich die US-Aktienmärkte zur Wochenmitte präsentiert. Anleger hätten sich vor dem am Wochenende anstehenden Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Mittwoch wohl fürs Abwarten entschieden, hieß es. Frische Daten vom US-Immobilienmarkt hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Notierungen.

Der Dow Jones Industrial sank um 0,19 Prozent auf 18 511,31 Punkte, nachdem er am Dienstag um 0,10 Prozent gestiegen war. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,17 Prozent auf 2183,25 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,15 Prozent auf 4811,48 Zähler ein./edh/he

24.08.2016

Aktien Frankfurt: Dax setzt Erholung fort

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind wieder in Kauflaune: Am Mittwoch drehte der Dax nach anfänglichen Verlusten ins Plus und gewann bis zum Nachmittag 0,49 Prozent auf 10 644,28 Punkte. Damit knüpfte der Leitindex an seine vortags begonnene Erholung an. Als Kurstreiber erwiesen sich auch deutliche Kursgewinne bei Commerzbank und Deutscher Bank.

Etwas verhaltener entwickelten sich die anderen deutschen Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,08 Prozent auf 21 681,00 Zähler, während der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,23 Prozent auf 1730,34 Punkte schaffte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,76 Prozent auf 3016,60 Punkte hoch.

Nun warten die Anleger auf das internationale Notenbanker-Treffen im US-amerikanischen Jackson Hole. Dort treffen sich ab Donnerstag die führenden Notenbanker der Welt. Anleger erhoffen sich Hinweise darauf, ob die US-Notenbank Fed bald mit ihrer Zinswende weitermacht. Die Analysten der Commerzbank warnen aber vor zu hohen Erwartungen. Jackson Hole sei kein Treffen, auf dem die Fed regelmäßig ihre geldpolitische Linie erläutere. Der Einfluss auf die Finanzmärkte werde daher "in der Regel überschätzt".

BANKEN GANZ VORNE

Commerzbank-Aktien setzten sich mit 3,44 Prozent Plus an die Dax-Spitze, gefolgt von den Papieren der Deutschen Bank mit einem Aufschlag von 3,23 Prozent. In ganz Europa habe zur Wochenmitte die Bankenbranche die Führungsrolle übernommen, sagte ein Börsianer. Die Anteilsscheine der deutschen Branchenvertreter hatten Anfang des Monats allerdings auch neue Tiefststände erreicht.

Siemens half eine Kurszielanhebung der LBBW auf 115 Euro. Zudem bestätigte Analyst Volker Stoll seine Kaufempfehlung. Die Aktien des Elektrokonzerns stiegen um 1,45 Prozent auf 108,25 Euro und zählten damit zu den besten Werten im Leitindex.

Zu den wenigen Verlierern gehörten die Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon , die 0,65 Prozent einbüßten. Am Vortag hatten sie noch den höchsten Stand seit Sommer 2002 markiert.

Am MDax-Ende verloren die Südzucker-Titel 2,96 Prozent. Sie litten unter neuen Schadensersatzklagen gegen den Zuckerproduzenten sowie dessen Konkurrenten Nordzucker und Pfeifer & Langen.

WINDELN.DE NACH ZAHLEN STARK

Abseits der wichtigen Indizes zogen die Anteilsscheine von Windeln.de nach der Bekanntgabe endgültiger Halbjahreszahlen um 5,30 Prozent auf 4,314 Euro an. Der Versandhändler für Baby- und Kinderartikel feierte vor allem im Ausland kräftige Zuwächse. Von früheren Kursen ist die Aktie aber weit entfernt: Zum Börsengang im Mai 2015 hatte sie noch 18 Euro gekostet - seitdem ging es stetig bergab./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX

24.08.2016

Aktien New York Ausblick: Kaum Bewegung vor Notenbanker-Treffen

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street dürften sich die Anleger am Mittwoch wohl erst einmal fürs Abwarten entscheiden. Mit Blick auf das anstehende Notenbanker-Treffen in Jackson Hole wollten sich die Investoren nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sagten Börsianer.

Rund eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial 0,06 Prozent im Plus bei 18 559 Punkten. Am Dienstag hatte der US-Leitindex noch eine leichte Erholung verzeichnet und war um 0,10 Prozent gestiegen.

Die Marktteilnehmer warten derzeit auf die Rede der Notenbank-Vorsitzenden Janet Yellen am Freitag auf der Notenbankkonferenz in dem kleinen Ort im Bundesstaat Wyoming. Sie erhoffen sich Aufschluss über das weitere Vorgehen der Notenbank. Insbesondere steht die Frage im Raum, ob der Leitzins eventuell schon im September erneut angehoben werden könnte.

Unter den Einzelwerten stehen die Aktien von Pfizer im Blick. Der Pharmakonzern verstärkt sein Antibiotika-Geschäft mit einem Zukauf. Für 725 Millionen US-Dollar plus weiterer erfolgsabhängiger Zahlungen und Umsatzbeteiligungen kauft das Unternehmen große Teile des Antibiotika-Geschäft des schwedisch-britischen Konkurrenten AstraZeneca . Pfizer-Aktien legten im vorbörslichen US-Handel um knapp 1 Prozent zu.

Die Papiere von AstraZeneca verloren zuletzt in London rund 0,5 Prozent. Seit Jahresbeginn jedoch haben sie bereits ein Plus von 9 Prozent angehäuft.

Für die Anteilsscheine von Intuit ging es vorbörslich um mehr als 5 Prozent nach unten. Der Anbieter von Finanzsoftware hatte mit seinen Umsatz- und Gewinnprognosen die Markterwartung verfehlt./la/das

24.08.2016

Aktien Frankfurt: Dax dreht ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch nach anfänglichen Verlusten ins Plus gedreht. Gegen Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,30 Prozent höher bei 10 624,60 Punkten und knüpfte damit an seine vortags begonnene Erholung an. Mit angetrieben wurde er von deutlichen Kursgewinnen bei Commerzbank und Deutscher Bank .

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor derweil 0,06 Prozent auf 21 684,09 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,10 Prozent auf 1724,73 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,53 Prozent auf 3009,71 Punkte hoch.

COMMERZBANK: NICHT ZU VIEL VON JACKSON HOLE ERWARTEN

Nun warten die Anleger auf das internationale Notenbanker-Treffen im US-amerikanischen Jackson Hole. Dort treffen sich ab Donnerstag die führenden Notenbanker der Welt. Anleger erhoffen sich Hinweise darauf, ob die US-Notenbank Fed bald mit ihrer Zinswende weitermacht. Die Analysten der Commerzbank warnen aber vor zu hohen Erwartungen. Jackson Hole sei kein Treffen, auf dem die Fed regelmäßig ihre geldpolitische Linie erläutere. Der Einfluss auf die Finanzmärkte werde daher "in der Regel überschätzt".

Commerzbank-Aktien haben sich bis zum Mittwochmittag mit fast 3 Prozent Plus an die Dax-Spitze gesetzt. Papiere der Deutschen Bank folgten dahinter mit einem Aufschlag von rund 2 Prozent. In ganz Europa habe zur Wochenmitte die Bankenbranche die Führungsrolle übernommen, sagte ein Börsianer. Sowohl die Coba-Papiere als auch die Anteilsscheine der Deutschen Bank hatten Anfang des Monats allerdings auch neue Tiefststände erreicht.

Schlusslicht im Dax waren die Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon , die 0,84 Prozent verloren. Am Vortag hatten sie noch den höchsten Stand seit Sommer 2002 markiert.

SIEMENS PROFITIERT VON ANALYSTENLOB

Siemens-Titeln half eine Kurszielanhebung der LBBW auf 115 Euro. Zudem bestätigte Analyst Volker Stoll seine Kaufempfehlung. Die Aktien des Elektrokonzerns stiegen um 1,17 Prozent auf 108,25 Euro und gehörten damit zu den besten Werten im Leitindex.

Versichereraktien zeigten sich wenig beeindruckt von einem Erdbeben in Mittelitalien mit Toten und Verletzten: Allianz verloren 0,19 Prozent, während Munich Re um 0,06 Prozent vorrückten. Im MDax verteuerten sich die Papier der Hannover Rück um 0,40 Prozent. Aktuell lasse der Vergleich mit dem schweren Erdbeben in L'Aquila 2009 vergleichsweise geringe versicherte Schäden erwarten, schrieb JPMorgan-Analyst Michael Huttner. Damals waren über 300 Menschen ums Leben gekommen.

HOCHSTUFUNG HILFT BRENNTAG

Abseits der wichtigen Indizes zogen die Anteilsscheine von Windeln.de nach der Bekanntgabe endgültiger Halbjahreszahlen um 5,59 Prozent auf 4,326 Euro an. Der Versandhändler für Baby- und Kinderartikel feierte vor allem im Ausland kräftige Zuwächse. Von früheren Kursen ist die Aktie aber weit entfernt: Zum Börsengang im Mai 2015 hatte sie noch 18 Euro gekostet - seitdem ging es stetig bergab./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

24.08.2016

Mindestens 120 Tote bei Erdbeben in Italien

ROM (dpa-AFX) - Eines der schwersten Erdbeben in Italien der vergangenen Jahrzehnte hat mehreren Orten Tod und Verwüstung gebracht. Nach den Worten von Regierungschef Matteo Renzi starben mindestens 120 Menschen. "Und diese Bilanz ist nicht endgültig", sagte er am Mittwochabend bei einem Besuch in der Katastrophen-Region.

Das Erdbeben ereignete sich in der Nacht zu Mittwoch in der Provinz Rieti und war in ganz Mittelitalien bis nach Rom zu spüren. Sieben Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in dem 30 Kilometer Luftlinie entfernten L'Aquila machten die Erdstöße in der Apennin-Gebirgsregion ganze Dörfer teils dem Erdboden gleich. Viele Kinder waren unter den Opfern.

Das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam gab das Hauptbeben mit der Stärke 6,2 an. Die Erdstöße rissen die Menschen in der Nacht auf Mittwoch aus dem Schlaf. Um 3.35 Uhr schwankten im Dreieck der Regionen Umbrien, Latium und den Marken die Wände, Häuser stürzten in sich zusammen. Auch im etwa 100 Kilometer Luftlinie entfernten Rom wackelte der Boden. Experten wollten dort das Kolosseum - Italiens meistbesuchtes Monument - auf Schäden untersuchen.

Auch tagsüber kam die Erde nicht zur Ruhe, rund 200 Nachbeben versetzten die Menschen in der Region nordöstlich der Hauptstadt Rom immer wieder in Angst und Schrecken. Viele haben alles verloren.

Betroffen sind mehrere kleine Orte in der Nähe des Nationalparks Gran Sasso und Monti della Laga. "Hier gibt es nichts mehr. Nur Trümmer. Es gleicht einer Bombardierung", sagte die italienische Parlamentspräsidentin Laura Boldrini bei einem Besuch in dem vom Erdbeben zerstörten Ort Pescara del Tronto in den Marken. Straßen waren blockiert, vielerorts fiel der Strom aus.

Besonders stark sind die Verwüstungen auch in der 2600-Einwohner-Gemeinde Amatrice in der Region Latium. "Die Hälfte des Ortes gibt es nicht mehr", sagte Bürgermeister Sergio Pirozzi dem Sender RaiNews24. Auch die Grundschule stürzte zur Hälfte ein. Ein Einwohner des Ortes sagte dem Sender: "Alles ist kaputt." Der Ort hatte den Ruf als eines der schönsten Dörfer in Italien.

368 Verletzte und Kranke seien seit dem Morgen aus der Gegend von Amatrice und Accumoli weggebracht worden, sagte Renzi. Italien stehe nun solidarisch zusammen, um die großen Herausforderungen nach dem Erdbeben zu meistern.

Dutzende Menschen werden noch vermisst. Die Chancen, sie lebend zu finden, sinken. Helfer suchten teils mit bloßen Händen nach Verschütteten in den völlig zerstörten Häusern. Immer wieder fanden sie Überlebende - und immer wieder auch Tote. Einige Kinder konnten aus den Trümmern gezogen werden, erlagen dann aber später ihren Verletzungen.

Für Hunderte Menschen ohne Dach über dem Kopf wurden Zelte aufgebaut, am frühen Abend stand eine erste Zeltstadt für gut 200 Obdachlose in Accumoli. Hunderte Menschen sollen zudem in Sporthallen unterkommen. Im Sportzentrum von Amatrice wurden Liegen aufgestellt. Unter den Menschen, die keine Unterkunft haben, sind auch Feriengäste.

Italien wird auf Grund seiner geografischen Lage immer wieder von Erdbeben erschüttert. 2009 hatte ein Beben die mittelitalienische Stadt L'Aquila unweit der jetzigen Erdbebenregion verwüstet, mehr als 300 Menschen starben. Die Häuser in der Region sind teils jahrhundertealt; bei einem solchen Beben fallen sie rasch in sich zusammen.

Die deutsche Bundesregierung bot Italien die Hilfe von Experten des Technischen Hilfswerks (THW) an. Nun müsse die italienische Regierung entscheiden, ob sie das Angebot annehme, teilte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) mit. Beim bayerischen Innenministerium hieß es, Italien habe keine internationale Hilfe angefordert. Helfer wären in diesem Fall vorzugsweise von Bayern geschickt worden, da von hier der Weg am kürzesten ist.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) drückte in einem Kondolenztelegramm ihr Mitgefühl aus, auch aus anderen Ländern kamen Hilfsangebote und Beileidsbekundungen. Papst Franziskus zeigte sich ebenfalls tief betroffen. Er finde kaum Worte, seinen großen Schmerz auszudrücken, sagte er zu Beginn der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom. "Den Bürgermeister von Amatrice sagen zu hören, dass der ganze Ort nicht mehr existiert, und zu wissen, dass unter den Opfern Kinder sind, hat mich sehr berührt."/sd/DP/he

24.08.2016

Frankreich: Arbeitslosenzahl fällt auf tiefsten Stand seit Februar 2015

PARIS (dpa-AFX) - Die Arbeitslosenzahl in Frankreich ist im Juli auf den niedrigsten Stand seit Februar 2015 gefallen. Die Zahl der Jobsuchenden sei um 19 100 auf rund 3,507 Millionen gesunken, teilte das Arbeitsministerium am Mittwoch in Paris mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang um 20 500 gerechnet. In den beiden Vormonaten war die Zahl noch gestiegen. Im Februar hatte die Arbeitslosenzahl mit 3,591 Millionen einen Rekordwert erreicht.

Zuletzt hatte es einige Lichtblicke am Arbeitsmarkt gegeben. Laut Zahlen vom vergangenen Donnerstag war im Frühjahr die Arbeitslosenquote erstmals seit knapp vier Jahren wieder unter die Marke von zehn Prozent gesunken. Die Quote von 9,9 Prozent im zweiten Quartal war die niedrigste seit dem dritten Jahresviertel 2012.

Die jüngste Entspannung auf dem Arbeitsmarkt dürfte Staatspräsident Francois Hollande in die Karten spielen. Er hat eine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt von einer Verbesserung am Arbeitsmarkt abhängig gemacht. Die französischen Präsidentschaftswahlen finden im kommenden Jahr statt./jsl/tos/he

24.08.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 24.08.2016

Deutsche Wirtschaft wächst dank Außenhandel

WIESBADEN - Ein starker Außenhandel hat die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal gestützt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wuchs die gesamte Wirtschaftsleistung von April bis Juni zum Vorquartal um 0,4 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Ergebnisse. Zum gleichen Quartal des Vorjahres erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,1 Prozent. Das war der stärkste Zuwachs seit knapp fünf Jahren, der jedoch durch eine im Vergleich zum Vorjahresquartal höhere Anzahl von Arbeitstagen begünstigt wurde.

GESAMT-ROUNDUP: Solide Konjunktur bringt Staatskasse Rekordüberschuss

WIESBADEN - Die robuste Konjunktur und die historisch günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt haben dem deutschen Staat im ersten Halbjahr einen Rekordüberschuss eingebracht. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich nach vorläufigen Berechnungen 18,5 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Plus bei 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Belgien: Stärkster Rückgang des Unternehmensvertrauens seit fünf Jahren

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im August so stark eingetrübt wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der Indikator sei zum Vormonat um 4,1 Punkte auf minus 3,1 Punkte gefallen, teilte die belgische Notenbank (BNB) am Mittwoch in Brüssel mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 0,8 Punkte gerechnet. Im Vormonat hatte der Wert noch mit 1,0 Punkten den höchsten Stand seit April 2011 erreicht.

USA: Verkäufe bestehender Häuser fallen im Juli stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat fiel die Zahl um 3,2 Prozent auf annualisierte 5,39 Millionen Häuser, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Mittwoch in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Rückgang um 1,1 Prozent erwartet. Zuvor war die Zahl der Verkäufe vier Monate in Folge gestiegen und hatte im Juni mit 5,57 Millionen den höchsten Stand seit über neun Jahren erreicht.

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt weniger als erwartet

NEW YORK - In den USA hat sich der Anstieg der Hauspreise im Juni weniger stark fortgesetzt als erwartet. Zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,2 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Mittwoch in New York mit. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Hauspreise ebenfalls um 0,2 Prozent gestiegen.

Volumen des Welthandels geschrumpft

DEN HAAG - Die Globalisierung der Wirtschaft gerät zunehmend ins Stocken. Das Volumen des Welthandels sei im zweiten Quartal 2016 um 0,8 Prozent geschrumpft, teilte das niederländische Planungsbüro CPB, eine dem Wirtschaftsministerium untergeordnete Behörde, am Mittwoch mit. Der Welthandel zeigt schon seit geraumer Zeit Schwäche. Im ersten Quartal hatte das Volumen aber immerhin noch stagniert.

Islands Notenbank wehrt sich gegen Währungsaufwertung

REYKJAVIK - Die Notenbank Islands hat zur Überraschung von Experten und erstmals seit längerer Zeit ihren Leitzins gesenkt. Wie die Notenbank am Mittwoch mitteilte, fällt der Zins für einwöchiges Zentralbankgeld um 0,5 Prozentpunkte auf 5,25 Prozent. Es ist die erste Zinssenkung seit fast zwei Jahren. Seit Mitte 2015 hatte die Notenbank ihren Leitzins sogar angehoben.

Brüssel fordert Klarstellung aus Athen zu Defizit-Statistiken

BRÜSSEL - Die EU-Kommission hat die griechische Regierung dazu aufgerufen, sich von Berichten über mutmaßliche Manipulationen im griechischen Statistikamt Elstat zu distanzieren. "Wir erwarten, dass die Regierung aktiv und öffentlich dem falschen Eindruck entgegentritt, dass Daten zwischen 2010 und 2015 manipuliert wurden", sagte EU-Statistikkommissarin Marianne Thyssen am Mittwoch in Brüssel. Zudem müssten Elstat und dessen Mitarbeiter vor solchen Anschuldigungen geschützt werden. In Medien hatten Politiker - auch des regierenden Linksbündnisses von Alexis Tsipras - zuletzt Zweifel an Zahlen zum griechischen Defizit zwischen 2010 und 2015 geäußert.

Deutsche Bank-Chef Cryan übt scharfe Kritik an EZB-Geldpolitik

DÜSSELDORF - Der Chor der Kritiker an der extrem lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird in der deutschen Bankenbranche lauter. Deutsche Bank-Chef John Cryan warnte in einem Gastbeitrag (Mittwoch) für die "Handelsblatt"-Tagung "Banken im Umbruch" vor "fatalen Folgen" der EZB-Geldpolitik für die Sparer und die Altersvorsorge. Cryan steht als Kritiker nicht alleine. Zuletzt hatten sich zahlreiche Vertreter aus der deutschen Finanzwirtschaft, unter anderem Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon, kritisch zur Geldpolitik unter EZB-Chef Mario Draghi geäußert.

Ifo-Studie: Osten bleibt bei Wirtschaftswachstum bis 2030 zurück

DRESDEN - Das Wirtschaftswachstum in Ostdeutschland wird nach Prognosen des Dresdner Ifo-Instituts auch in den kommenden Jahren nicht an die gesamtdeutsche Entwicklung herankommen. Lediglich Sachsen und Brandenburg könnten bis 2030 beim durchschnittlichen Wachstum in etwa mithalten, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern müssten hingegen mit äußerst niedrigen Wachstumsraten rechnen. Zuletzt lag die Wirtschaftskraft nach Berechnungen der Experten im Osten nur bei knapp 77 Prozent des Westniveaus. Die Studie empfiehlt, für Aufholchancen stärker auf eine Wirtschaftsförderung einzelner Branchen und Zentren zu setzen.

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/tos

24.08.2016

USA: Verkäufe bestehender Häuser fallen im Juli stärker als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Juli überraschend deutlich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat fiel die Zahl um 3,2 Prozent auf annualisierte 5,39 Millionen Häuser, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Mittwoch in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Rückgang um 1,1 Prozent erwartet. Zuvor war die Zahl der Verkäufe vier Monate in Folge gestiegen und hatte im Juni mit 5,57 Millionen den höchsten Stand seit über neun Jahren erreicht./jsl/tos/mis

24.08.2016

EU will bessere Statistik zur sozialen Lage

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Auf dem Weg zu einer enger abgestimmten Sozialpolitik in Europa will die EU-Kommission die Erhebung von Daten etwa zu Beschäftigung, Einkommen oder Bildung verbessern. Sie schlug am Mittwoch neue Vorgaben für die Sozialstatistik vor, die ab 2019 schrittweise kommen sollen. "Gute Politik setzt gute Daten voraus", sagte die zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen. Die Statistiken sollen künftig vergleichbarer und schneller veröffentlicht werden. Die vereinfachte Erhebung soll unter dem Strich binnen sieben Jahren 10,4 Millionen Euro sparen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte voriges Jahr eine "Säule sozialer Rechte" ins Gespräch gebracht, mit dem Ziel einer "faireren Wirtschafts- und Währungsunion". Was darin stehen soll, diskutiert die Kommission derzeit mit Verbänden./vsr/DP/mis

24.08.2016

Wirtschaftsministerium hält trotz Kritik an Ceta-Abkommen fest

BERLIN (dpa-AFX) - Trotz der jüngsten Kritik hält das Bundeswirtschaftsministerium am geplanten Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kanada fest. Eine Sprecherin nannte das Ceta-Abkommen am Mittwoch in Berlin ein "sehr fortschrittliches, gutes und wichtiges Abkommen". Zu Forderungen nach Nachverhandlungen sagte sie, der Text gelte in der jetzt vorliegenden Fassung - und in den Mitgliedstaaten und Parlamenten laufe nun die Meinungsbildung. Auch auf dem informellen EU-Handelsministertreffen im September gebe es sicherlich Gelegenheit dazu. "Und abgeschlossen und ratifiziert ist ein Abkommen dann, wenn es der Rat und das Europäische Parlament sowie die Mitgliedsländer und die Parlamente beschlossen haben."

Ein Bündnis von Ceta-Gegnern hatte am Dienstag zu Großdemonstrationen gegen das Abkommen aufgerufen. Sie bemängeln unter anderem zu große Zugeständnisse an ausländische Investoren. Am 19. September will sich die SPD von Wirtschaftsminister und Parteichef Sigmar Gabriel mit Ceta befassen. Vom linken SPD-Flügel kommt ebenfalls Kritik an Ceta./seb/DP/mis

24.08.2016

Brüssel fordert Klarstellung aus Athen zu Defizit-Statistiken

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission hat die griechische Regierung dazu aufgerufen, sich von Berichten über mutmaßliche Manipulationen im griechischen Statistikamt Elstat zu distanzieren. "Wir erwarten, dass die Regierung aktiv und öffentlich dem falschen Eindruck entgegentritt, dass Daten zwischen 2010 und 2015 manipuliert wurden", sagte EU-Statistikkommissarin Marianne Thyssen am Mittwoch in Brüssel. Zudem müssten Elstat und dessen Mitarbeiter vor solchen Anschuldigungen geschützt werden. In Medien hatten Politiker - auch des regierenden Linksbündnisses von Alexis Tsipras - zuletzt Zweifel an Zahlen zum griechischen Defizit zwischen 2010 und 2015 geäußert.

Der frühere Elstat-Chefs Andreas Georgiou hatte nach seinem Amtsantritt die Defizitzahlen Griechenlands für 2009 stark nach oben korrigiert. Der frühere sozialistische Regierungschef Giorgos Papandreou sah sich daraufhin genötigt, um internationale Unterstützung im Schuldendilemma zu bitten. In den folgenden Jahren wurden Griechenland strikte Sparprogramme im Gegenzug für internationale Kredite auferlegt. Das jüngste Rettungspaket hatte einen Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro.

In den Jahren nach 2009 habe er dieselben Kriterien für die Defizitberechnung angewandt, sagte Georgiou zuletzt in einem Interview mit der Zeitung "To Vima". Die griechische Justiz untersucht derzeit, ob Georgiou dabei rechtswidrig vorgegangen ist.

Für die EU-Kommission sei klar, dass Daten zur griechischen Schuldenkrise 2010 bis 2015 verlässlich waren und gewissenhaft an Eurostat gemeldet wurden, sagte Thyssen weiter./asa/DP/mis

24.08.2016

Elektroindustrie steigert Exporte auf Rekordniveau

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Elektroindustrie hat ihre Ausfuhren im ersten Halbjahr 2016 auf ein Rekordniveau gesteigert. Im Juni wurden Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro exportiert - so viel wie noch nie zuvor in einem einzelnen Monat, wie der Branchenverband ZVEI am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Nach sechs Monaten lag der Gesamtwert der Exporte mit 88,1 Milliarden Euro um 4,0 Prozent über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr.

Auch die Importe zogen in der Jahresfrist deutlich an, und zwar um 4,1 Prozent auf 80,3 Milliarden Euro. Größte Abnehmer waren erneut die USA (+2,4 Prozent) und China (+4,5 Prozent). Die größten Zuwächse wurden mit Abnehmern innerhalb der EU (+5,7 Prozent) erreicht./ceb/DP/mis

24.08.2016

Belgien: Stärkster Rückgang des Unternehmensvertrauens seit fünf Jahren

BRÜSSEL (dpa-AFX) - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im August so stark eingetrübt wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der Indikator sei zum Vormonat um 4,1 Punkte auf minus 3,1 Punkte gefallen, teilte die belgische Notenbank (BNB) am Mittwoch in Brüssel mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 0,8 Punkte gerechnet. Im Vormonat hatte der Wert noch mit 1,0 Punkten den höchsten Stand seit April 2011 erreicht.

Wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtung Belgiens mit den beiden größten Euro-Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich gilt das Unternehmensvertrauen als Frühindikator für die gesamte Eurozone./jsl/tos/stb

24.08.2016

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt weniger als erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - In den USA hat sich der Anstieg der Hauspreise im Juni weniger stark fortgesetzt als erwartet. Zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,2 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Mittwoch in New York mit. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Hauspreise ebenfalls um 0,2 Prozent gestiegen.

Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von den Agenturen gekauft oder garantiert worden sind./tos/jkr/stb

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt K+S auf 'Market-Perform' - Ziel 18 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für K+S mit "Market-Perform" beibehalten und das kürzlich auf 18 Euro gesenkte Kursziel bestätigt. Nachdem er das Kursziel wegen der Verzögerungen bei der Erlaubnis zur Abwasser-Versenkung und beim kanadischen Legacy-Projekt reduziert hatte, untersuchte Analyst Jeremy Redenius nun in einer Branchenstudie vom Mittwoch die allgemeinen Preisaussichten am Kalimarkt. Er rechnet damit, dass die Mengendisziplin der Produzenten und Kapazitätserweiterungen weiterhin entscheidend bleibt./tih/tav

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Vestas-Ziel auf 370 Kronen - 'Underperform'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Vestas von 310 auf 370 dänische Kronen angehoben, die Einstufung aber auf "Underperform" belassen. Der Markt für Windkraftinstallationen entwickele sich stärker als von ihm gedacht, schrieb Analyst Mark Freshney in einer Studie vom Mittwoch. Er erhöhte seine Schätzungen für Umsatz und Gewinn je Aktie der Jahre 2016 und 2017. Weil der Auftragseingang der Dänen aber allmählich nicht mehr über dem Umsatz liegen werde, bleibe es beim "Underperform"-Votum./ajx/tav

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: Lampe belässt Deutsche Börse auf 'Kaufen' - Ziel 84 Euro

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für die Deutsche Börse nach Handelszahlen für Juli auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 84 Euro belassen. Auch wenn die Zahlen schwach ausgefallen seien, ändere sich an den mittelfristigen Wachstumsperspektiven des Börsenbetreibers nichts, schrieb Analyst Neil Smith in einer Studie vom Mittwoch./ajx/tav

24.08.2016

ANALYSE: Baader Bank sieht noch höheres Kurspotenzial für Wirecard - 'Buy'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Starke Quartalszahlen und ein Zukauf bei Wirecard haben die Baader Bank zur Anhebung ihres Kursziels für die Aktie des Zahlungsabwicklers bewogen. Zudem verschob Analyst Knut Woller sein Bewertungsmodell um ein Jahr in die Zukunft, so dass das neue Ziel nun 57 Euro lautet statt bisher 53 Euro, wie aus einer Studie vom Mittwoch hervorgeht. Damit sieht Woller aktuell noch ein Kurspotenzial von 33 Prozent und bekräftige sein Anlageurteil "Buy".

Das zweite Quartal des TecDax-Unternehmens sei etwas besser ausgefallen, als die am 27. Juli veröffentlichten Eckdaten suggeriert hätten, schrieb Woller. An seinen Schätzungen auf operativer Ebene für 2016 änderte er zwar wenig, passte aber unter dem Strich seine Prognosen für die Folgejahre wegen des dazugekauften Prepaid-Kreditkartengeschäfts der Citigroup nach oben hin an.

Positiv hob der Experte zudem die Entwicklung im Geschäft mit Neukunden hervor, was auch Gutes für das zweite Halbjahr und das Jahr 2017 verheiße.

Mit der Einstufung "Buy" traut die Baader Bank der Aktie je nach Risikokategorie eine Gesamtrendite (berechnet aus Kursanstieg und Dividende) von mehr als 10 Prozent beziehungsweise mehr als 15 Prozent für die kommenden 12 Monate zu./ck/das

Analysierendes Institut Baader Bank.

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: DZ Bank setzt Linde auf 'Equity Short Ideas Liste' - 'Verkaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat die Aktie von Linde auf die "Equity Short Ideas Liste" gesetzt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Durch den Kurssprung angesichts der Gespräche über einen Zusammenschluss mit dem Industriegase-Unternehmen Praxair notiere die Linde-Aktie nun deutlich über dem fairen Wert, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Mittwoch. Den ungewissen Ausgang der Gespräche sowie die Unsicherheiten über die Implikationen einer möglichen Fusion sieht Spengler auf dem aktuellen Kursniveau nicht ausreichend reflektiert und hält daher einen Kursrückschlag für möglich./ajx/tav

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: DZ Bank streicht United Internet von 'Equity Ideas Liste'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank die Aktie von United Internet von der "Equity Ideas Liste" gestrichen, die Einstufung aber auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 52 Euro belassen. Mit der Herausnahme aus der Liste reagiere er im Sinne eines "Stop Loss" auf die unterdurchschnittliche Kursentwicklung der vergangenen Tage, schrieb Analyst Karsten Oblinger in einer Studie vom Mittwoch. Diese könne er aber nicht nachvollziehen, zumal das Internetunternehmen moderat bewertet sei./ajx/tav

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Südzucker auf 'Buy' - Ziel 26,50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat Südzucker nach einem Medienbericht über Schadensersatzforderungen seitens der Kunden auf "Buy" mit einem Kursziel von 26,50 Euro belassen. Der Zuckerhersteller habe ein Fehlverhalten bereits zugegeben und eine 150 Millionen Euro schwere Rückstellung gebildet, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Mittwoch. Sofern überhaupt vorhanden, hält er das zusätzliche Risiko für begrenzt. Im streng regulierten und vom Weltmarkt abgekapselten EU-Zuckermarkt sei es zudem schwer, eine "Maßlosigkeit" der Preise zu quantifizieren./tih/gl

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Volkswagen-Vorzüge auf 'Hold' - Ziel 137 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für die Vorzugsaktien von Volkswagen nach dem Ende des Streits mit zwei Zulieferfirmen auf "Hold" mit einem Kursziel von 137 Euro belassen. Laut einer Studie vom Mittwoch hält Analyst Sascha Gommel den Gesamtschaden durch den Produktionsstillstand mit nicht viel mehr als 100 Millionen Euro für überschaubar. Ein Fragezeichen stehe lediglich hinter den Margenzielen bei der Kernmarke, nicht aber hinter den Zielen auf Konzernebene./tih/tav

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: Citigroup belässt Unicredit auf 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für Unicredit angesichts eines möglichen Verkaufs der Beteiligung an der polnischen Bank Pekao auf "Buy" belassen. Es sei positiv, dass der neue Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier das verlorengegangene Vertrauen der Investoren über eine verbesserte Kapitalausstattung und steigende Profitabilität wieder zurückgewinnen wolle, schrieb Analystin Azzurra Guelfi in einer Studie vom Mittwoch. Mit einem Verkauf weiterer Anteile an Pekao könnte die italienische Bank ihre prekäre Kapitalausstattung deutlich stärken, andererseits aber zukünftiges Gewinnpotenzial schmälern./ajx/tav

24.08.2016

ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für Nestle auf 78 Franken - 'Hold'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Nestle von 75 auf 78 Franken angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analyst Martin Deboo passte seine Gewinnschätzungen für den Nahrungsmittelkonzern nach den Zahlen zum ersten Halbjahr leicht nach oben an, wie aus einer Studie vom Mittwoch hervorgeht. Er sieht vor allem bei den Margen noch Luft nach oben. In der zweiten Jahreshälfte richten sich dem Experten zufolge die Blicke vor allem auf den neuen Konzernchef Ulf Schneider./ajx/tav

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser