dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.03.2017

'SZ': Deutsche Börse reagiert auf enttäuschenden Jahresstart mit Einsparungen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Börse setzt laut einem Zeitungsbericht nach einem enttäuschenden Start ins Jahr den Rotstift an. Die Geschäfte in den ersten beiden Monaten seien schlechter gelaufen als der Vorstand erwartet habe, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe). Erschwerend hinzu gekommen seien die hohen Aufwendungen für das mittlerweile vor dem Scheitern stehende Fusionsvorhaben mit der Londoner Börse. Die Kosten im Unternehmen sollten nun in "mindestens zweistelliger Millionenhöhe" gesenkt werden. Ein Sprecher der Deutschen Börse wollte den Bericht am Donnerstagabend nicht kommentieren.

Sowohl das klassische Börsengeschäft, als auch die Derivatebörse Eurex und die Abwicklungs- und Verwahrtochter Clearstream seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Finanzvorstand Gregor Pottmeyer habe vor diesem Hintergrund auf der Vorstandssitzung am vergangenen Dienstag alle Konzernbereiche angewiesen, die Ausgaben zu senken. So gelte bis auf Weiteres ein Einstellungsstopp, von dem nur wenige Bereiche ausgenommen seien. Der Vorstand habe zudem mehrere angedachte Projekte unter Verweis auf die Kosten abgelehnt, darunter die Stärkung der Berliner Repräsentanz und die Einrichtung eines Verbindungsbüros in Wiesbaden.

Im Schlussquartal hatte die Deutsche Börse noch vom regen Handel an den Finanzmärkten nach der US-Präsidentschaftswahl profitiert. Entsprechend war der Gewinn im Gesamtjahr kräftig gestiegen und zwar um 18 Prozent auf unterm Strich 722 Millionen Euro. Zuletzt prägten bei der Deutschen Börse aber die Probleme beim Fusionsvorhaben mit der London Stock Exchange die Schlagzeilen. Die Londoner wollen eine Auflage der EU-Kommission nicht erfüllen, womit nun das Nein der Brüsseler Wettbewerbshüter zu dem Zusammenschluss droht. Ohnehin hatte sich das Verhältnis zwischen Frankfurt und London abgekühlt angesichts der Schwierigkeiten, die der Brexit mit sich bringt./das

23.03.2017

IPO: Maschinenbauer Aumann wird Aktien teuer los - Viertelmilliarde an Einnahmen

FRANKFURT/BEELEN (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer Aumann geht mit Rückenwind aufs Börsenparkett. Das Unternehmen aus Westfalen hat seine Aktien zu 42 Euro das Stück an Investoren verkaufen können und damit am oberen Ende der Preisspanne, die bei 35 bis 43 Euro gelegen hatte. Insgesamt wurden 5,98 Millionen Aktien platziert, was Einnahmen von insgesamt bis zu 251,2 Millionen Euro bedeutet, wie Aumann am späten Donnerstagabend mitteilte. Erstmals gehandelt werden die Papiere am Freitag.

Aumann stellt Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien her, die bei der Herstellung von Elektromotoren eine Rolle spielen. Da die Autokonzerne derzeit in E-Mobilität investieren, sieht Aumann für sich große Chancen. Das Geld aus dem Börsengang - Aumann selbst bekommt 63 Millionen Euro, der Rest geht an die Alteigentümer - soll unter anderem zum Aufbau von Kapazitäten genutzt werden. Konkret ist der Ausbau der Standorte in China und den USA geplant. Auch sein Service-Netzwerk will Aumann im Ausland weiter vorantreiben.

Im Geschäftsjahr 2016 hatte Aumann den Umsatz um mehr als zwei Drittel auf 156 Millionen Euro steigern können. Hauptgesellschafter des Maschinenbauers ist das ebenfalls börsennotierte Unternehmen MBB , in dem ein Teil der früheren Messerschmitt-Bölkow-Blohm aufgegangen war. Auch nach dem Börsengang wird MBB Mehrheitseigner bleiben mit einem geplanten Anteil von 53,6 Prozent./das

23.03.2017

Merkel bricht eine Lanze für das Diesel-Auto

ST. WENDEL (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Donnerstag eine Lanze für Diesel-Autos gebrochen. Dieselfahrzeuge seien gut für die Umwelt, sagte sie bei einer CDU-Wahlveranstaltung im saarländischen St. Wendel. "Ich finde es perfide von den Grünen und zum Teil auch von den Sozialdemokraten, dass jetzt so getan wird - weil ein Unternehmen sich nicht an die Regeln gehalten hat - als wäre all das, was wir den Menschen gesagt haben, falsch." Die Regierung habe Verbrauchern geraten, den Kohlendioxid-Ausstoß durch den Kauf von Dieselautos zu verringern. "Das ist nicht falsch", sagte die Kanzlerin.

"Natürlich werden sich die Antriebstechnologien, natürlich wird sich die Automobilproduktion ändern. Aber für den Klimaschutz ist das Dieselauto heute genauso ein gutes Auto wie es das gestern und vorgestern war", betonte Merkel. Sie habe sich immer für den Klimaschutz eingesetzt, sagte Merkel, die auch Bundesumweltministerin war. Dieselautos sind vor allem wegen der Feinstaubbelastung in Großstädten ins Visier der Kritik geraten. In manchen Städten dürfen künftig nur noch Dieselautos fahren, die die sogenannte Euro-6-Norm erfüllen./rtt/DP/das

23.03.2017

ROUNDUP: US-Republikaner verschieben Abstimmung über Gesundheitsreform

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Republikaner verschieben die sehr wichtige Abstimmung im US-Kongress über ein Gesetz zur Abschaffung von "Obamacare". US-Präsident Donald Trump hatte hinter den alternativen Gesetzentwurf für eine Gesundheitsversicherung sein volles politisches Gewicht geworfen, konnte sich aber gleichwohl zunächst nicht durchsetzen. Es ist Trumps erster bedeutender Gesetzgebungsprozess nach der Amtsübernahme vor zwei Monaten.

Offensichtlich befürchtete die Parteiführung, dass der Gesetzentwurf bei einer ursprünglich geplanten Abstimmung am Donnerstag auch im eigenen Lager durchfallen würde. CNN und MSNBC zitierten eine Sprecherin des Weißen Hauses mit den Worten, die Abstimmung sei auf Freitag verschoben. Man habe vermeiden wollen, nach einer langen Debatte mitten in der Nacht abstimmen zu müssen.

ZWEI DUTZEND REPUBLIKANER SCHERTEN AUS

Das Weiße Haus hatte bis zuletzt mit Macht darum gerungen, die zersplitterten Republikaner hinter dem Entwurf zu vereinen. Ein Treffen konservativer Abgeordneter mit Trump am Mittag (Ortszeit) scheint den Ausschlag für die Verschiebung gegeben zu haben.

Mindestens 25 Abgeordnete der Partei Trumps hatten angekündigt, nicht für die vom Präsidenten unterstützte Gesetzesvorlage zu stimmen. Höchstens 22 Abtrünnige könnte sich die Partei erlauben.

Das zunächst erfolglose Ringen ist ein Beleg für die Zersplitterung der Republikaner. Es belegt auch, dass die Partei - anders als angekündigt - sieben Jahre nach der Einführung von "Obamacare" keine schlüsselfertige Alternative hat.

ZENTRALES WAHLVERSPRECHEN

Mit der Ersatzlösung für die von Präsident Obama eingeführte Gesundheitsreform will Trump eines seiner zentralen Wahlversprechen einlösen. "Obamacare ist ein Desaster", hatte er wiederholt erklärt, die Versicherung sei viel zu teuer und belaste Millionen von Amerikanern.

Die Kompromisslösung erweist sich aus verschiedenen Gründen als schwierig. Den moderaten Republikanern ist sie zu riskant, weil durch die Neuerungen unabhängigen Studien zufolge Millionen von bisher versicherten Amerikanern am Ende wieder ohne bezahlbare Krankenversicherung dastehen könnten.

Den erzkonservativen Mitgliedern des sogenannten Freedom Caucus geht die Modifizierung von "Obamacare" dagegen nicht weit genug. Sie wollen das ihnen verhasste Gesetz vollständig abschaffen und verweisen auf das zentrale Wahlkampfversprechen Trumps.

VORGESCHMACK AUF ABSTIMMUNG ÜBER STEUERREFORM

Dieses Gesetzgebungsverfahren ist auch deswegen so wichtig, weil es Rückschlüsse auf die Erfolgsaussichten einer großen Steuerreform zulässt. Diese ist nochmals ungleich komplizierter als ein Gesetz für das Gesundheitssystem.

Im Hintergrund der Abstimmung spielen auch jetzt schon die Kongresswahlen im Herbst 2018 eine große Rolle, und zwar sowohl für die Gegner des neuen Gesetzes wie für dessen Befürworter.

US-Medien berichteten, dass konservative Organisationen um die Koch-Brüder Abgeordneten hohe Summen für diesen Wahlkampf angeboten haben, sollten sie gegen das Gesetz stimmen und deswegen Repressionen Trumps befürchten müssen.

DROHUNG VON TRUMP

Trump hatte zuvor gedroht, Abgeordneten würden bei den nächsten Wahlen Mandate verlieren, wenn sie nicht zustimmten. Die Abstimmung wurde so zu einem direkten Machtkampf zwischen Trump und der konservativen Parteibasis.

Obama, Schöpfer und Namensgeber der geltenden Gesetzgebung, verteidigte sein Werk noch einmal. "Dank dieses Gesetzes sind jetzt 90 Prozent aller Amerikaner krankenversichert - die höchste Quote in unserer Geschichte", schrieb Obama am Donnerstag in einer Mitteilung.

Der neue Entwurf sieht im Gegensatz zu "Obamacare" keine Versicherungspflicht mehr für alle vor. Ein Programm zur kostenlosen Versicherung für Bedürftige wird eingeschränkt, die Subventionierung von Beiträgen nach Alter und nicht mehr primär nach Einkommen gestaffelt, und die geplanten Zuschüsse via Steuergutschriften fallen deutlich magerer aus als die Hilfen unter "Obamacare". Das unabhängige Budgetbüro des Kongresses schätzt, dass damit mindestens 14 Millionen Amerikaner ihre Versicherung verlieren würden.

Käme der vorliegende Gesetzentwurf im Abgeordnetenhaus nicht durch, würde es einen neuen Anlauf mit einem neuen Entwurf geben. Da die Republikaner Abgeordnetenhaus und Senat kontrollieren, dürfte ein Entwurf früher oder später passieren./ki/DP/das

23.03.2017

ROUNDUP: Vonovia sichert sich mehr als 90 Prozent an Conwert

WIEN (dpa-AFX) - Der deutsche Immobilienkonzern Vonovia ist bei der Übernahme seines österreichischen Wettbewerbers Conwert praktisch am Ziel. Vonovia habe mehr als 90 Prozent aller Anteile angedient bekommen, teilte Conwert am Abend in Wien auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Damit wäre eine Zwangsabfindung der restlichen Conwert-Aktionäre möglich.

Das Übernahmeangebot konnte von den Conwert-Aktionären im Rahmen einer Nachfrist angenommen werden. Das offizielle Endergebnis werde am kommenden Montag von Vonovia bekanntgegeben, hieß es.

Der deutsche Branchenprimus Vonovia hatte im vergangenen Jahr die milliardenschwere Übernahme von Conwert eingefädelt. Bis Dezember hatte Vonovia knapp 72 Prozent der Anteile eingesammelt. Am Donnerstag um 17 Uhr endete nun die Nachfrist, bei der bislang nicht überzeugte Aktionäre ihre Anteile noch anbieten konnten.

Vonovia hält sich laut Angebotsunterlagen offen, ob die restlichen Conwert-Aktionäre zwangsweise abgefunden werden sollen. Vorerst soll die Aktie weiter an der Wiener Börse gehandelt werden. Conwert ist im österreichischen Leitindex ATX enthalten, Vonovia im deutschen Leitindex Dax.

Die Investmentgesellschaft Petrus Advisers, die nach eigenen Angaben einen "signifikanten Anteil" an Conwert hält, hatte die verbliebenen Aktionäre am Montag dazu aufgerufen, das Angebot nicht anzunehmen und dies unter anderem mit der Aussicht auf steigende Ausschüttungen begründet. Petrus Advisers hatte bei der letzten Stimmrechtsmitteilung im September erklärt, noch 1,65 Prozent an Conwert zu halten./APA/das/edh

23.03.2017

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 23.03.2017

SocGen hebt Ziel für BMW auf 92 Euro - 'Buy'

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für BMW nach einer Analysten- und Investorenkonferenz von 90 auf 92 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Mit einer großen Modelloffensive rücke bei dem Autobauer die Produktpalette wieder stärker in den Vordergrund, schrieb Analyst Stephen Reitman in einer Studie vom Donnerstag. Das Management habe auf der Veranstaltung überzeugend dargestellt, warum BMW auf längere Sicht ein führender Akteur bleiben sollte.

SocGen senkt Allianz auf 'Sell' und Ziel auf 155 Euro

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Allianz von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 175 auf 155 Euro gesenkt. Mangelnde Kosteneffizienz bremse die Wachstumsaussichten des Versicherungskonzerns, begründete Analyst Nick Holmes in einer Studie vom Donnerstag seine negativere Einschätzung der Aktie. Er empfiehlt Anlegern, ihre Gelder lieber in Papiere der günstiger bewerteten Wettbewerber Axa oder Generali umzuschichten.

Independent hebt Ziel für Medigene auf 12,40 Euro - 'Halten'

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Medigene nach Aussagen zu geplanten neuen klinischen Studien sowie Geschäftszahlen von 9,40 auf 12,40 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Das Hauptaugenmerk liege auf der Entwicklungspipeline des Biotech-Unternehmens, schrieb Analyst Bernhard Weininger in einer Studie vom Donnerstag. Die diesbezüglichen Fortschritte und die strategische Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Bluebird Bio sollten der Aktie weitere Impulse verleihen.

Oddo Seydler hebt Ziel für Hannover Rück auf 102 Euro - 'Neutral'

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat das Kursziel für Hannover Rück angesichts der Übernahme von Argenta Holdings von 101 auf 102 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Trotz des hohen Preises glaube er an eine wertschaffende Wirkung des Zukaufs, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Donnerstag. Er bringe Wachstumspotenzial mit sich und wirke diversifizierend.

SocGen senkt Ziel für GlaxoSmithKline auf 1300 Pence - 'Sell'

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für GlaxoSmithKline von 1320 auf 1300 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Trotz der Bedrohung durch ein neues Gesundheitsgesetz in den USA bleibe die fundamentale Lage für die Pharmaindustrie stark, schrieb Analyst Justin Smith in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Bei Glaxo fürchte er aber, dass die aktuelle Bewertung der Aktie ein zu optimistisches Wachstumsszenario widerspiegele.

Exane BNP hebt Klöckner & Co auf 'Neutral' - Ziel 11 Euro

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat Klöckner & Co von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel auf 11 Euro belassen. Das Chance/Risiko-Profil der Aktien des Stahlhändlers habe sich verbessert, schrieb Analyst Luc Pez in einer Studie vom Donnerstag. Die US-Schieferölindustrie habe zuletzt die Stahlnachfrage angetrieben. Ölpreisschwankungen dürften hier aber die weitere Entwicklung beeinflussen. Derweil blieben die US-Industrie sowie US-Investoren mit Blick auf die Infrastrukturpläne des neuen Präsidenten Donald Trump optimistisch. Klöckner erziele einen großen Teil des operativen Ergebnisses (Ebitda) in den USA.

Kepler Cheuvreux hebt Ziel für BMW auf 79 Euro - 'Reduce'

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für BMW von 77 auf 79 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Reduce" belassen. Nach der jüngsten Analystenkonferenz glaube er nicht mehr daran, dass neben einem für 2017 angepeilten Rekord-Vorsteuergewinn auch noch die Marge im Autogeschäft zulegen werde, schrieb Analyst Michael Raab in einer Studie vom Donnerstag. Denn das Bestreben, nicht hinter die Konkurrenz zurückzufallen, koste Geld. Das neue Kursziel begründete der Analyst mit dem besseren Verhältnis von Kapitalzufluss und Nettogewinn (Cash Conversion).

Kepler Cheuvreux hebt Ziel für Norma Group auf 50 Euro - 'Buy'

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Norma Group von 47 auf 50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach einem positiven Ausblick des Autozulieferers und Verbindungstechnikherstellers auf 2017 habe er seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie bis 2019 erhöht, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer Studie vom Donnerstag.

Warburg Research hebt Ziel für Norma Group auf 45 Euro - 'Hold'

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Norma Group von 40 auf 45 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Angesichts weiterhin bestehender Unsicherheiten sei der Ausblick des Autozulieferers und Verbindungstechnikherstellers vorsichtig ausgefallen, schrieb Analyst Alexander Wahl in einer Studie vom Donnerstag. Für eine deutlich höhere Bewertung sieht der Experte daher vorerst nur wenig Auslöser. Das neue Kursziel resultiere aus einer Änderung seiner Bewertungsmethodik.

DZ Bank senkt Merck KGaA auf 'Halten' - Fairer Wert 102 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Merck KGaA von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert von 112 auf 102 Euro gesenkt. Das vierte Quartal des Pharma- und Chemiekonzerns habe gerade noch im Rahmen der Markterwartungen gelegen, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Donnerstag. Es sei nicht neu, dass das laufende Jahr von hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen geprägt sein werde. Daher geht er nur von einem operativen Ergebnis auf Vorjahreshöhe aus. Das Pharma-Segment bewertet er mit einem Abschlag, da neue Medikamente noch nicht zugelassen seien.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

/das

23.03.2017

'HB': Deutsche Bank könnte Vermögensverwaltung noch 2017 an die Börse bringen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank drückt beim Teil-Börsengang ihrer Vermögensverwaltung laut einem Zeitungsbericht aufs Tempo. Mit etwas Glück könne der Gang aufs Parkett bereits gegen Ende dieses Jahres stattfinden, berichtete das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf mehrere Insider. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, Infrastruktur wie die Buchhaltung oder die Rechtsabteilung aus dem Konzern zurück in die Tochter zu holen. Die Deutsche Bank war für eine Stellungnahme am Abend zunächst nicht zu erreichen.

Deutsche-Bank-Chef John Cryan hatte Anfang des Monats verkündet, den konzerneigenen Vermögensverwalter Deutsche Asset Management - bei Publikumsfonds bekannt unter DWS Investments - zu einem kleinen Teil an die Börse zu bringen. Die Mehrheit des zuverlässigen Ertragsbringers soll aber bei der Deutschen Bank verbleiben. Offiziell geplant ist, den Börsengang innerhalb von zwei Jahren über die Bühne zu bringen.

Die Vermögensverwaltung bekomme nicht die Beachtung, die sie verdient, hatte Cryan den Schritt vor Analysten begründet. Die Einnahmen aus dem Börsengang seien eher ein Nebeneffekt. Die Deutsche Bank beschafft sich gerade über eine Kapitalerhöhung 8 Milliarden Euro. Mit dem Geld wird die durch teure Rechtsstreitigkeiten angegriffene Kapitalbasis gestärkt. All das ist Teil von Cryans Plan, die Deutsche Bank wieder nach vorne zu bringen. Er hat auch den Verkauf der Tochter Postbank abgeblasen und stellt das Investmentbanking neu auf./das/edh

23.03.2017

Abstimmung über Obamacare im US-Kongress verschoben

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Republikaner verschieben die wichtige Abstimmung im US-Kongress über ein Gesetz zur Abschaffung von "Obamacare". Der alternative Gesetzentwurf für eine Gesundheitsversicherung, hinter den Präsident Donald Trump sein volles politisches Gewicht geworfen hatte, erzielte offensichtlich nicht genügend Stimmen im eigenen Lager. Das Weiße Haus hatte bis zuletzt darum gerungen, die zersplitterte Partei hinter dem Entwurf zu vereinen. Ein Treffen konservativer Abgeordneter mit Trump scheint den Ausschlag für die Verschiebung gegeben zu haben. Es ist Trumps erster bedeutender Gesetzgebungsprozess nach der Amtsübernahme./ki/DP/das

23.03.2017

ROUNDUP/Durchbruch für Merck KGaA: US-Zulassung für Hoffnungsträger Avelumab

DARMSTADT/WASHINGTON (dpa-AFX) - Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA hat die ersehnte US-Zulassung für seinen Hoffnungsträger Avelumab erhalten. Das Okay aus den Vereinigten Staaten kam auch noch etwas schneller als erhofft.

Für die Darmstädter ist dies ein "wichtiger und historischer Schritt", wie Konzernchef Stefan Oschmann bei der Bilanzpressekonferenz vor zwei Wochen in Erwartung der Entscheidung gesagt hatte. Die letzte Zulassung erzielte Merck vor gut neun Jahren mit seinem Krebsmedikament Erbitux. Vor allem mit neuen Medikamenten will Merck seine Wachstumsagenda der nächsten Jahre schaffen.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA gab am Donnerstag das Mittel Avelumab zur Behandlung eines aggressiven und seltenen Hautkrebstyps (Merkelzellkarzinom) zum Verkauf frei. Dies ist nach FDA-Angaben die erste Zulassung für diese Art von Krankheit. Die Darmstädter hatten das Mittel gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt. Es soll nun unter dem Namen Bavencio vermarktet werden.

AKTIE ZIEHT NACHBÖRSLICH AN

Die Jahre harter Arbeit hätten sich ausgezahlt, erklärte die Chefin von Mercks Gesundheitssparte, Belén Garijo. Im Herbst hatte Merck bei der FDA und beim europäischen Pendant EMA Zulassungsanträge eingereicht. Das Okay aus den USA kam nun ein bis zwei Monate früher als erwartet. Im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate stieg die Merck-Aktie um annähernd 3 Prozent zum Schlusskurs im regulären Xetra-Handel.

Bis 2022 will das Darmstädter Unternehmen laut Planung aus dem vergangenen Oktober mit neuen Produkten Umsätze in Höhe von 4 Milliarden Euro erzielen, davon soll die Pharmasparte mit neuen Medikamenten 2 Milliarden Euro beitragen. Für das laufende Jahr rechnet Oschmann nach jüngsten Aussagen von der Bilanzpressekonferenz mit Avelumab noch nicht mit signifikanten Umsätzen./stk/das

23.03.2017

US-Anleihen: Leichte Einbußen vor 'Obamacare'-Abstimmung

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben sich am Donnerstag vor einer mit Spannung erwarteten Abstimmung im Repräsentantenhaus überwiegend auf etwas tieferem Niveau bewegt. Im Parlament wird über die Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama abgestimmt, wobei eine republikanische Mehrheit nicht gesichert scheint. Die drohende Abstimmungsniederlage hatte in den vergangenen Tagen Zweifel an der Fähigkeit der neuen Regierung unter Donald Trump genährt, andere Vorhaben wie eine Steuerreform auf den Weg zu bringen.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 24/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,25 Prozent. Fünfjährige Papiere sanken um 1/32 auf 99 21/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,95 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen büßten 3/32 auf 98 17/32 Punkte ein und rentierten mit 2,42 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren verloren 6/32 auf 99 15/32 Punkten. Sie rentierten mit 3,03 Prozent./bgf/edh/

23.03.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Ernüchterung nach verschobener Abstimmung

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist am Donnerstag zum Handelsschluss wieder Ernüchterung eingekehrt. Als Grund wurde die von den Republikanern verschobene Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über ein Gesetz zur Abschaffung der US-Gesundheitsreform "Obamacare" genannt. Zuvor hatte im Verlauf eine freundliche Marktstimmung vorgeherrscht.

Der Dow Jones Industrial endete wie am Vortag mit einem minimalen Verlust von 0,02 Prozent bei 20 656,58 Punkten. Der S&P 500 sank um 0,11 Prozent auf 2345,96 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 verlor 0,23 Prozent auf 5355,14 Punkte.

Der alternative Gesetzentwurf für eine Gesundheitsversicherung, hinter den Präsident Donald Trump sein volles politisches Gewicht geworfen hatte, erzielte offensichtlich nicht genügend Stimmen im eigenen Lager. Das Weiße Haus hatte bis zuletzt darum gerungen, die zersplitterte Partei hinter dem Entwurf zu vereinen.

FED-MITGLIED WILLIAMS SIEHT US-NOTENBANK AUF STRAFFUNGSKURS

Der Chef der regionalen Notenbank von San Francisco, John Williams, sieht die US-Notenbank weiter auf Straffungskurs. Er könne sich für dieses Jahr drei oder sogar mehr Zinsanhebungen vorstellen, zitierte ihn das "Wall Street Journal" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. An den Finanzmärkten werden nach der jüngsten Zinsstraffung Anfang März zwei weitere Anhebungen erwartet.

Neue Daten zum US-Immobilienmarkt hatten kaum Einfluss auf die Kurse. So sind die Verkäufe neuer Häuser im Februar zum Vormonat um 6,1 Prozent gestiegen und damit stärker als erwartet.

SCHNÄPPCHENJÄGER GREIFEN BEI NIKE ZU

Unter den Einzelwerten blieben die Aktien von Apple im Blick. Der Computerkonzern kündigte die Übernahme der Automations-App Workflow an. Zuletzt notierten die Papiere 0,35 Prozent leichter und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten. Am Dienstag hatten sie noch ein Rekordhoch erreicht.

Spitzenreiter im Leitindex waren die Titel von Nike mit einem Plus von 2,69 Prozent. Händler sahen dabei einige Schnäppchenjäger am Werk, nachdem die Aktien vom Vortag um rund 7 Prozent abgesackt waren. Der weltgrößte Sportartikelkonzern hatte mit einem nicht ganz so stark wie erhofft ausgefallenen Umsatzwachstum im dritten Geschäftsquartal sowie schwächeren Auftragseingängen die Anleger verschreckt.

FORD ENTTÄUSCHT MIT AUSBLICK

Intel-Papiere verloren 0,28 Prozent an Wert. Der Halbleiterkonzern hatte eine leichte Erhöhung der Quartalsdividende angekündigt, was den Anlegern offenbar nicht genug war.

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford enttäuschte die Investoren mit einer verhaltenen Gewinnprognose. Für das laufende erste Quartal stellte der Konzern am Donnerstag ein bereinigtes Ergebnis zwischen 30 und 35 Cent je Aktie in Aussicht. Die Erwartungen der Analysten hatten bei 47 Cent gelegen. Als Gründe nannte Ford höhere Kosten, geringere Verkaufszahlen und ungünstige Wechselkurse. Die Anteilsscheine fielen um 0,85 Prozent.

FERRARI PROFITIERT VON ANALYSTENSTUDIEN

Der Nettoumsatz von Accenture hat im zweiten Geschäftsquartal die durchschnittliche Analystenschätzung etwas verfehlt. Enttäuscht habe die Unternehmensberatung aber vor allem mit dem Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016/17, hieß es. Die Accenture-Papiere sackten am Ende des S&P-100-Index um 4,52 Prozent ab.

Positive Analystenkommentare bescherten den Anteilsscheinen von Ferrari ein Plus von 3,73 Prozent auf 70,72 Dollar. Die Bank Citigroup hatte die auch in Mailand gelisteten Aktien zum Kauf empfohlen. Die Analysten der Bank Morgan Stanley halten im günstigsten Fall einen Kursanstieg auf bis zu 100 US-Dollar für möglich.

Der Eurokurs hat sich am Donnerstag auch im US-Handel etwas unterhalb der Marke von 1,08 US-Dollar bewegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0787 Dollar. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen büßten 1/32 auf 98 19/32 Punkte ein und rentierten mit 2,41 Prozent./edh/das

23.03.2017

Aktien New York Schluss: Ernüchterung nach verschobener 'Obamacare'-Abstimmung

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist am Donnerstag zum Handelsschluss wieder Ernüchterung eingekehrt. Als Grund wurde die von den Republikanern verschobene Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über ein Gesetz zur Abschaffung der US-Gesundheitsreform "Obamacare" genannt. Zuvor hatte im Verlauf eine freundliche Marktstimmung vorgeherrscht.

Der Dow Jones Industrial endete wie am Vortag mit einem minimalen Verlust von 0,02 Prozent bei 20 656,58 Punkten. Der S&P 500 sank um 0,11 Prozent auf 2345,96 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 verlor 0,23 Prozent auf 5355,14 Punkte.

Der alternative Gesetzentwurf für eine Gesundheitsversicherung, hinter den Präsident Donald Trump sein volles politisches Gewicht geworfen hatte, erzielte offensichtlich nicht genügend Stimmen im eigenen Lager. Das Weiße Haus hatte bis zuletzt darum gerungen, die zersplitterte Partei hinter dem Entwurf zu vereinen./edh/das

23.03.2017

Aktien New York: Überwiegend freundlich vor Abstimmung über Gesundheitsreform

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben sich die Anleger am Donnerstag vor wichtigen Nachrichten aus der Politik nicht so recht aus der Deckung gewagt. Immerhin herrschte nach dem verhaltenen Handelsauftakt ein freundlicher Grundton im Verlauf vor. Die Märkte warteten nun auf die Abstimmung im Repräsentantenhaus über die von US-Präsident Donald Trump angestrebte Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama, hieß es.

Der Dow Jones Industrial notierte im New Yorker Mittagsgeschäft 0,30 Prozent höher bei 20 722,82 Punkten, nachdem er am Vortag kaum verändert geschlossen hatte. Der S&P 500 gewann 0,23 Prozent auf 2353,86 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sank um 0,07 Prozent auf 5363,88 Punkte.

Der Chef der regionalen Notenbank von San Francisco, John Williams, sieht die US-Notenbank weiter auf Straffungskurs. Er könne sich für dieses Jahr drei oder sogar mehr Zinsanhebungen vorstellen, zitierte ihn das "Wall Street Journal" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. An den Finanzmärkten werden nach der jüngsten Zinsstraffung Anfang März zwei weitere Anhebungen erwartet.

Neue Daten zum US-Immobilienmarkt hatten kaum Einfluss auf die Kurse. So sind die Verkäufe neuer Häuser im Februar zum Vormonat um 6,1 Prozent gestiegen und damit stärker als erwartet.

Unter den Einzelwerten blieben die Aktien von Apple im Blick. Der Computerkonzern kündigte die Übernahme der Automations-App Workflow an. Zuletzt notierten die Papiere 0,4 Prozent leichter und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten. Am Dienstag hatten sie noch ein Rekordhoch erreicht.

Spitzenreiter im Leitindex waren die Titel von Nike mit einem Plus von 2,6 Prozent. Händler sahen dabei einige Schnäppchenjäger am Werk, nachdem die Aktien vom Vortag um rund 7 Prozent abgesackt waren. Der weltgrößte Sportartikelkonzern hatte mit einem nicht ganz so stark wie erhofft ausgefallenen Umsatzwachstum im dritten Geschäftsquartal sowie schwächeren Auftragseingängen die Anleger verschreckt.

Intel-Papiere verloren am Dow-Ende 0,6 Prozent an Wert. Der Halbleiterkonzern hatte eine leichte Erhöhung der Quartalsdividende angekündigt, was den Anlegern offenbar nicht genug war.

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford enttäuschte die Investoren mit einer verhaltenen Gewinnprognose. Für das laufende erste Quartal stellte der Konzern am Donnerstag ein bereinigtes Ergebnis zwischen 30 und 35 Cent je Aktie in Aussicht. Die Erwartungen der Analysten hatten bei 47 Cent gelegen. Als Gründe nannte Ford höhere Kosten, geringere Verkaufszahlen und ungünstige Wechselkurse. Die Anteilsscheine fielen um 0,8 Prozent.

Positive Analystenkommentare bescherten den Anteilsscheinen von Ferrari ein Plus von 4 Prozent auf 70,92 Dollar. Die Bank Citigroup hatte die auch in Mailand gelisteten Aktien zum Kauf empfohlen. Die Analysten der Bank Morgan Stanley halten im günstigsten Fall einen Kursanstieg auf bis zu 100 US-Dollar für möglich./edh/das

23.03.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schafft es wieder über 12 000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag vor der Abstimmung im US-Kongress über die "Obamacare"-Abschaffung sichtlich berappelt. Der deutsche Leitindex baute im Tagesverlauf seine Gewinne aus und schloss 1,14 Prozent höher bei 12 039,68 Punkten. Damit schaffte er es nicht nur wieder über die viel beachtete 12 000-Punkte-Marke, sondern beendete auch eine dreitägige Verlustserie.

Der MDax , in dem sich die mittelgroßen deutschen Unternehmen versammeln, legte um 1,13 Prozent auf 23 433,67 Zähler zu, und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,36 Prozent auf 1980,10 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand am Ende ein Plus von 0,92 Prozent auf 3452,18 Zähler zu Buche; die nationalen Indizes in Paris und London legten ebenfalls zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende knapp ein halbes Prozent im Plus.

WARTEN AUF 'OBAMACARE'-ABSTIMMUNG

Die Anleger warteten darauf, ob US-Präsident Donald Trump die Abschaffung der Gesundheitsreform seines Vorgängers durch das Repräsentantenhaus bekomme, schrieb Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets. Ein Erfolg sei notwendig, um das Vertrauen der Märkte in seine politische Durchsetzungsfähigkeit zu wahren. Während die Demokraten geschlossen gegen die Abschaffung sind, gibt es bei den Republikanern Kritiker, denen Trumps Pläne entweder zu weit oder nicht weit genug gehen.

Zuversichtlich äußerte sich derweil die US-Investmentbank Goldman Sachs. Selbst wenn die "Obmacare"-Abschaffung scheitere, sieht Volkswirt Alec Phillips keine größere Gefahr für die Steuerreform-Pläne von Trump. Denn beim Thema Steuerkürzungen dürfte die Unterstützung seiner republikanischen Partei größer sein als in der Gesundheitsfrage, heißt es in einer aktuellen Studie.

RWE DANK STUDIE UNTER DAX-FAVORITEN

Im Dax zählten die Aktien des Versorgers RWE mit einem Plus von 2,83 Prozent auf 14,915 Euro zu den Spitzenwerten. Die französische Großbank Societe Generale hatte das Kursziel auf 18,40 Euro angehoben und ihre Kaufempfehlung bekräftigt. Mit RWE könnten Anleger überproportional von der Kursentwicklung der Ökostromtochter Innogy profitieren, schrieb Analyst Lüder Schumacher und hob das Kursziel für deren Aktie auf 37,10 Euro an. Die Titel gewannen im MDax 1,34 Prozent auf 35,235 Euro.

Ansonsten sorgten Geschäftszahlen und Unternehmensausblicke für Kursausschläge: Optimistische Ziele für das laufende Jahr bescherten den Anteilsscheinen von Leoni ein Plus von 8,83 Prozent und den MDax-Spitzenplatz. Analyst Frank Schwope von der NordLB verwies zudem auf die relativ hohe Dividende und rechnet dank Übernahmefantasien mit einem weiter steigenden Aktienkurs.

JUNGHEINRICH AUF REKORDHOCH: POSITIVE KOMMENTARE ZU ZAHLEN

Jungheinrich-Titel stiegen dank positiver Analystenkommentare zu den vortags veröffentlichten Geschäftszahlen bis auf ein Rekordhoch von 31,14 Euro. Zum Schluss behaupteten die Aktien des Gabelstapler-Herstellers ein Plus von 5,92 Prozent auf 30,670 Euro und belegten damit den zweiten Platz im Index der mittelgroßen Unternehmen.

Dagegen büßten die Papiere von Schlusslicht Rational 1,83 Prozent ein. Laut Analyst Henning Breiter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser blieb der Ausblick des Großküchengeräteherstellers etwas hinter den Markterwartungen zurück. Die geplante Sonderdividende ließ die Anleger kalt.

MEDIGENE BEGEISTERT MIT DETAILS ZU GEPLANTEN STUDIEN

Im TecDax ragten die Anteilsscheine von Medigene mit einem Aufschlag von 10,48 Prozent heraus. Damit wurde der heftige Kursverlust der vergangenen zwei Tage allerdings noch nicht komplett wieder wettgemacht. Das auf personalisierte Immuntherapien fokussierte Biotechunternehmen erfreute die Anleger mit Details zu geplanten neuen klinischen Studien - Geschäftszahlen und Ausblick gerieten zur Nebensache.

Am Rentennmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 141,71 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,13 Prozent auf 159,98 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,0785 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0786 (Mittwoch: 1,0807) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9271 (0,9253) Euro./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

23.03.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax schafft es wieder über 12 000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag vor der Abstimmung im US-Kongress über die "Obamacare"-Abschaffung sichtlich berappelt. Der deutsche Leitindex baute im Tagesverlauf seine Gewinne aus und schloss 1,14 Prozent höher bei 12 039,68 Punkten. Damit schaffte er es nicht nur wieder über die viel beachtete 12 000-Punkte-Marke , sondern beendete auch eine dreitägige Verlustserie.

Der MDax , in dem sich die mittelgroßen deutschen Unternehmen versammeln, legte um 1,13 Prozent auf 23 433,67 Zähler zu, und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,36 Prozent auf 1980,10 Punkte./gl/das

23.03.2017

DAX-FLASH: Dax klettert vor US-Abstimmung über 'Obamacare' über 12 000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag vor der Abstimmung im US-Kongress über die "Obamacare"-Abschaffung seine Gewinne ausgebaut. Zuletzt überwand der deutsche Leitindex mit einem Plus von 1,02 Prozent auf 12 025,25 Punkte wieder die viel beachtete 12 000-Punkte-Marke. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog weiter an. Der New Yorker Dow Jones Industrial konnte seine Anfangsverluste abschütteln und notierte moderat in der Gewinnzone.

Die Anleger warteten darauf, ob US-Präsident Donald Trump die Abschaffung der Gesundheitsreform seines Vorgängers durch das Repräsentantenhaus hinbekomme, schrieb Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets. Ein Erfolg sei notwendig, um das Vertrauen der Märkte in seine politische Durchsetzungsfähigkeit zu wahren. Während die Demokraten geschlossen gegen die Abschaffung sind, gibt es bei den Republikanern Kritiker, denen Trumps Pläne entweder zu weit oder nicht weit genug gehen.

Zuversichtlich äußerte sich derweil die US-Investmentbank Goldman Sachs. Selbst wenn die "Obmacare"-Abschaffung scheitere, sieht Volkswirt Alec Phillips keine größere Gefahr für die Steuerreform-Pläne von Trump. Denn beim Thema Steuerkürzungen dürfte die Unterstützung seiner republikanischen Partei größer sein als in der Gesundheitsfrage, heißt es in einer aktuellen Studie.

23.03.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Verhaltener Start vor Abstimmung über Gesundheitsreform

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben sich die Anleger am Donnerstag vor wichtigen Nachrichten aus der Politik zurückgehalten. Der Dow Jones Industrial notierte im frühen Handel wie bereits am Vortag kaum verändert bei 20 665,64 Punkten. Der S&P 500 gewann 0,06 Prozent auf 2349,75 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sank um 0,18 Prozent auf 5357,68 Punkte.

Zuletzt hatten Zweifel an der Umsetzbarkeit der Wahlversprechen des neuen Präsidenten Donald Trump in puncto Bankenregulierung und hoher Infrastrukturausgaben für Ernüchterung an den Märkten gesorgt. Nun warteten die Anleger Händlern zufolge, ob an diesem Donnerstag wenigstens die Abstimmung im Repräsentantenhaus über die von Trump angestrebte Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Obama wie geplant verläuft. Das Ergebnis ist noch unklar, weil einige Republikaner dagegen stimmen könnten.

Eine Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen sorgte entgegen den Erwartungen kaum für Aufsehen, denn sie äußerte sich nicht zur Geldpolitik. Anleger hatten sich ursprünglich Hinweise darauf erhofft, ob die Fed mit Blick auf die anstehenden Leitzinserhöhungen ein hohes Tempo einschlägt. Auch neue Daten zum US-Immobilienmarkt hatten kaum Einfluss auf die Kurse. So sind die Verkäufe neuer Häuser im Februar zum Vormonat um 6,1 Prozent gestiegen und damit stärker als erwartet.

Unter den Einzelwerten bleiben die Aktien von Apple im Blick. Der Computerkonzern kündigte die Übernahme der Automations-App Workflow an. Zuletzt notierten die Papiere 0,4 Prozent leichter und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten. Am Dienstag hatten sie noch ein Rekordhoch erreicht.

Spitzenreiter im Leitindex waren die Titel von Nike mit einem Plus von 1,7 Prozent. Händler sahen dabei einige Schnäppchenjäger am Werk, nachdem die Aktien vom Vortag um rund 7 Prozent abgesackt waren. Der weltgrößte Sportartikelkonzern hatte mit einem nicht ganz so stark wie erhofft ausgefallenen Umsatzwachstum im dritten Geschäftsquartal sowie schwächeren Auftragseingängen die Anleger verschreckt.

Intel-Papiere verloren rund 1 Prozent an Wert. Der Halbleiterkonzern hatte eine leichte Erhöhung der Quartalsdividende angekündigt.

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford enttäuschte die Investoren mit einer verhaltenen Gewinnprognose. Für das laufende erste Quartal stellte der Konzern am Donnerstag ein bereinigtes Ergebnis zwischen 30 und 35 Cent je Aktie in Aussicht. Die Erwartungen der Analysten hatten bei 47 Cent gelegen. Als Gründe nannte Ford höhere Kosten, geringere Verkaufszahlen und ungünstige Wechselkurse. Die Anteilsscheine fielen um 1,8 Prozent.

Positive Analystenkommentare bescherten den Anteilsscheinen von Ferrari ein Plus von 2,5 Prozent auf 69,86 Dollar. Die Bank Citigroup hatte die auch in Mailand gelisteten Aktien zum Kauf empfohlen. Die Analysten der Bank Morgan Stanley halten im günstigsten Fall einen Kursanstieg auf bis zu 100 US-Dollar für möglich./edh/das

23.03.2017

Aktien New York: Verhaltener Handelsstart vor Abstimmung über Gesundheitsreform

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben sich die Anleger am Donnerstag vor wichtigen Nachrichten aus der Politik zurückgehalten. Der Dow Jones Industrial notierte im frühen Handel praktisch unverändert bei 20 660,62 Punkten, nachdem er schon am Vortag kaum verändert geschlossen hatte. Der S&P 500 stagnierte ebenfalls und stand zuletzt bei 2348,34 Zählern. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sank um 0,30 Prozent auf 5351,48 Punkte.

Zuletzt hatten Zweifel an der Umsetzbarkeit der Wahlversprechen des neuen Präsidenten Donald Trump in puncto Bankenregulierung und hoher Infrastrukturausgaben für Ernüchterung an den Märkten gesorgt. Nun warteten die Anleger Händlern zufolge, ob an diesem Donnerstag wenigstens die Abstimmung im Repräsentantenhaus über die von Trump angestrebte Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Obama wie geplant verläuft. Das Ergebnis ist noch unklar, weil einige Republikaner dagegen stimmen könnten./edh/das

23.03.2017

Aktien Frankfurt: Dax legt etwas zu - Anleger bleiben aber vorsichtig

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Kursrutsch hat sich der Dax am Donnerstag wieder gefangen. Weder der Terroranschlag in London noch das etwas maue GfK-Konsumklima für April hätten Spuren hinterlassen, hieß es am Markt. Vielmehr hielten sich die Anleger vor der im US-Repräsentantenhaus stattfindenden Abstimmung über die Abschaffung der Gesundheitsreform "Obamacare" zurück. Der Ausgang dürfte "nachhaltige Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit der Regierung und deren Fähigkeiten haben, andere Vorhaben umzusetzen", erwartet Analyst Dirk Gojny von der National-Bank.

Der deutsche Leitindex legte bis zum Nachmittag um 0,35 Prozent auf 11 945,88 Punkte zu. Tags zuvor war er noch auf den tiefsten Stand seit Ende Februar gefallen. Zweifel an der Umsetzbarkeit der Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump in puncto Bankenregulierung und hoher Infrastrukturausgaben hatten für Ernüchterung gesorgt.

Der MDax stieg am Donnerstag um 0,44 Prozent auf 23 273,51 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,43 Prozent auf 1961,98 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,28 Prozent.

RWE EROBERN DAX-SPITZE

Im Dax zählten die RWE-Aktien mit plus 1,90 Prozent auf 14,78 Euro zu den Spitzenwerten und profitierten von einer Analystenstudie. Die französische Großbank Societe Generale hatte das Kursziel für die Versorgeraktie auf 18,40 Euro angehoben und ihre Kaufempfehlung bekräftigt. Mit RWE könnten Anleger überproportional von der Kursentwicklung der Tochter Innogy profitieren, hieß es. Die Papiere der Ökostromtochter stiegen im MDax zugleich um 1,32 Prozent. Auch für sie hatte die SocGen das Kursziel angehoben.

Darüber hinaus standen Aktien aus der zweiten Reihe wegen vorgelegter Quartalszahlen im Fokus. Leoni legten an der MDax-Spitze nach optimistischeren Aussagen zum Ausblick als erwartet um 7,20 Prozent zu. Zudem wurde auf die Dividende und Übernahmefantasien verwiesen. Die Anteilsscheine von Rational hingegen gaben trotz in Aussicht gestellter Sonderdividende am Index-Ende um 3,26 Prozent nach. Händler verwiesen auf einen "schwachen Ausblick" des Großküchengeräteherstellers.

Im TecDax ragten die Anteilsscheine von Medigene mit einem Aufschlag von 10,72 Prozent heraus. Damit wurde der heftige Kursverlust der vergangenen zwei Tage allerdings noch nicht komplett wieder wettgemacht. Das auf personalisierte Immuntherapien fokussierte Biotechunternehmen will im laufenden Jahr neue klinische Studien auf den Weg bringen, was am Markt mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Am Rentennmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 141,71 Punkte. Der Bund Future gewann 0,09 Prozent auf 160,34 Punkte. Der Kurs des Euro sank zuletzt wieder unter 1,08 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,0807 (Dienstag: 1,0802) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9253 (0,9258) Euro./ck/ag

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

23.03.2017

Aktien New York Ausblick: Anleger halten vor Rede von Fed-Chefin die Füße still

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street dürften sich die Anleger vor wichtigen Nachrichten aus der Politik zunächst zurückhalten. Das Handelshaus IG taxierte den Dow Jones Industrial knapp eine Stunde vor Handelsbeginn am Donnerstag 0,03 Prozent höher bei 20 667 Punkten. Am Mittwoch hatte der US-Aktienmarkt nach dem deutlichen Kursrutsch vom Dienstag zur Erholung angesetzt.

Zuletzt hatten Zweifel an der Umsetzbarkeit der Wahlversprechen des neuen Präsidenten Donald Trump in puncto Bankenregulierung und hoher Infrastrukturausgaben für Ernüchterung an den Märkten gesorgt. Nun warteten die Anleger Händlern zufolge, ob an diesem Donnerstag wenigstens die Abstimmung im Repräsentantenhaus über die von Trump angestrebte Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Obama wie geplant verläuft. Das Ergebnis ist noch unklar, weil einige Republikaner dagegen stimmen könnten.

Für Aufmerksamkeit dürfte zuvor eine Rede der Notenbankchefin Janet Yellen sorgen. Anleger erhoffen sich Hinweise darauf, ob die Fed mit Blick auf die anstehenden Leitzinserhöhungen ein hohes Tempo einschlägt.

Unter den Einzelwerten bleiben die Aktien von Apple im Blick. Der Computerkonzern kaufte die Automations-App Workflow. Im vorbörslichen US-Handel bewegten sich die Papiere aber kaum vom Fleck. Am Dienstag noch hatten sie ein Rekordhoch erreicht.

Positive Analystenkommentare bescherten derweil den Anteilsscheinen von Ferrari ein vorbörsliches Plus von rund 2,5 Prozent. Die Bank Citigroup hatte die auch in Mailand gelisteten Aktien zum Kauf empfohlen. Der Autobauer könne sein Absatzvolumen steigern, die Preise erhöhen und zugleich die Stückkosten senken - das sei recht einmalig in der Branche. Die Analysten der Bank Morgan Stanley halten im günstigsten Fall einen Kursanstieg auf bis zu 100 US-Dollar für möglich. Die Anteilsscheine standen zur Wochenmitte in New York bei gut 68 Dollar./la/jha/

23.03.2017

US-Notenbanker Williams sieht 2017 drei oder mehr Zinsanhebungen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Chef der regionalen Notenbank von San Francisco, John Williams, sieht die US-Notenbank weiter auf Straffungskurs. Er könne sich für dieses Jahr drei oder sogar mehr Zinsanhebungen vorstellen, zitierte ihn das "Wall Street Journal" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Allerdings hänge das Straffungstempo von der konjunkturellen Entwicklung ab. Die Verringerung der billionenschweren Notenbankbilanz - Folge der jahrelangen Geldschwemme - solle ab Jahresende angegangen werden.

Die Federal Reserve signalisiert bisher drei Zinsanhebungen für das laufende Jahr. An den Finanzmärkten werden nach der jüngsten Zinsstraffung Anfang März ebenfalls zwei weitere Anhebungen erwartet. Die Reduzierung der Fed-Bilanz ist an den Märkten zurzeit noch kein großes Thema. Die Notenbank will mit diesem Prozess beginnen, wenn die Zinsnormalisierung "auf gutem Wege" ist. So weit sei man noch nicht, sagte Williams dazu./bgf/das

23.03.2017

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 23.03.2017

Trump ringt um Stimmen für umstrittenes neues Gesundheitsgesetz

WASHINGTON - Dramatisches Ringen bei den Republikanern: Weniger als 24 Stunden vor einer geplanten ersten Kongress-Abstimmung war unklar, ob US-Präsident Donald Trump in den eigenen Reihen die nötige Mehrheit für ein neues Gesundheitsgesetz zusammenbekommt. Am Mittwochabend (Ortszeit) fehlten ihm noch mehrere republikanische Stimmen, um einen Gesetzentwurf zur Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama und einen Ersatz dafür im Abgeordnetenhaus durchzubringen. Die Demokraten sind geschlossen dagegen.

ROUNDUP: Banken decken sich bei EZB reichlich ein - HVB sichert sich Milliarden

FRANKFURT - Die Banken im Euroraum haben eine vorerst letzte Gelegenheit, sich mit extrem günstigen Langfristkrediten zu versorgen, stark genutzt. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, erhielten die 474 interessierten Geldhäuser insgesamt 233,5 Milliarden Euro an EZB-Krediten. Das liegt deutlich über den Markterwartungen von im Mittel 110 Milliarden Euro. Die Spanne der von Analysten erwarteten Summen war allerdings sehr groß.

ROUNDUP/GfK: Gestiegene Benzin- und Heizöl-Preise dämpfen Konsumlaune

NÜRNBERG - Der kräftige Preisanstieg vor allem bei Benzin- und Heizöl hat die Verbraucherstimmung in Deutschland im März weiter eingetrübt. Viele Haushalte seien über die Inflationsrate von inzwischen mehr als zwei Prozent im Februar besorgt und befürchteten dadurch eine Schmälerung ihres verfügbaren Einkommens, teilte das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK in seiner am Donnerstag veröffentlichten Konsumklimastudie mit.

Eurozone: Verbrauchervertrauen hellt sich überraschend stark auf

LUXEMBURG - Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im März überraschend deutlich aufgehellt. Der entsprechende Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Punkte auf minus 5,0 Punkte gestiegen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf minus 5,9 Punkte erwartet.

USA: Neubauverkäufe stärker als erwartet gestiegen

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Februar stärker als erwartet gestiegen. Sie seien im Vergleich zum Vormonat um 6,1 Prozent nach oben geklettert, teilte das Handelsministerium am Donnerstag mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem schwächeren Anstieg um 1,6 Prozent gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gestiegen

WASHINGTON - In den USA hat die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend zugelegt. Sie sei um 15 000 auf 258 000 Anträge gestiegen, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten stattdessen mit einem leichten Rückgang gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt sind die Erstanträge um 1000 auf 240 000 gestiegen.

ROUNDUP/Studie: Millionen Minijobber ohne Urlaub und Lohn bei Krankheit

BERLIN - Millionen Minijobber in Deutschland nehmen trotz eines klaren Rechtsanspruchs keinen bezahlten Urlaub. Auch Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Entgelt an Feiertagen bekommen viele Minijobber nicht, obwohl es ihnen zusteht. Das geht aus einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten großen Minijob-Studie des RWI (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung) in Essen hervor.

ROUNDUP/Steuerzahlerbund: Bund 'verschenkt' Geld für unnötige Subventionen

BERLIN - 525 000 Euro für einen Computerspiel-Preis, 25 Millionen für Fahrrad-Autobahnen, zehn Millionen Euro für internationale Filmserien: Die Bundesregierung subventioniert nach Darstellung des Steuerzahlerbundes nach wie vor fragwürdige oder unnötige Projekte. Würde dieses Geld nicht "verschenkt", ergäbe sich zusammen mit weiteren Ausgabenkürzungen in allen Ressorts ein Einsparpotenzial von rund 22 Milliarden Euro, sagte Steuerzahlerbund-Präsident Reiner Holznagel am Donnerstag in Berlin: "Es ist Zeit für eine Politik der Prioritäten."

Britischer Einzelhandel brummt trotz Brexit

LONDON - Von Brexit-Sorgen ist im britischen Einzelhandel derzeit nichts zu spüren. Die Umsätze der Einzelhändler in Großbritannien seien im Februar um 1,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Donnerstag mit. Analysten hatten einen deutlich schwächeren Anstieg um 0,4 Prozent erwartet.

SNB greift weiter am Devisenmarkt ein

ZÜRICH - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr weiter stark am Devisenmarkt interveniert, um den Franken zu schwächen. 2016 habe sie insgesamt 67,1 Milliarden Franken für Devisenkäufe eingesetzt, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht. Allerdings ist dies knapp ein Viertel weniger als die 2015 getätigten Devisenkäufe im Volumen von 86,1 Milliarden Franken. Damals war laut den Währungshütern der "weitaus größte" Teil der Devisenkäufe auf den Januar 2015 gefallen und damit auf den Monat, in dem die Notenbank den Euro-Franken-Mindestkurses aufgegeben hatte.

Belgien: Geschäftsklima trübt sich überraschend ein

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im März überraschend eingetrübt. Der Indikator sei zum Vormonat um 0,5 Punkte auf minus 1,6 Punkte gefallen, teilte die belgische Notenbank (BNB) am Donnerstag in Brüssel mit. Dies ist der zweite Rückgang in Folge. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf minus 0,5 Punkte erwartet.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/bgf

23.03.2017

Mehr Jugendliche sollen Ausbildungsplatz finden

BERLIN (dpa-AFX) - Mehr Jugendliche sollen künftig einen Ausbildungsplatz finden. Das ist das Ziel von Bundesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Ländern und Bundesagentur für Arbeit. Sie sind in einer Allianz für Aus- und Weiterbildung versammelt, deren Spitzenvertreter sich am Donnerstag in Berlin trafen. Mehr Betriebe sollten ihre Angebote auch besetzen können, teilte die Allianz mit.

Wer sich über die berufliche Bildung und darauf aufbauende Karrierewege informieren möchte, könne dies vom 27. bis 31. März bei einer bundesweiten "Woche der Ausbildung" tun. Dazu gibt es Veranstaltungen der Agenturen für Arbeit und Jobcenter.

Die Allianz forderte die Ausländerbehörden auf, Geflüchteten den Weg in die Ausbildung in der Praxis zu ermöglichen. Neben Angeboten der Sprachförderung müssten Ausbildungsplätze und Einstiegsqualifizierungen für junge Geflüchtete zur Verfügung stehen./bw/DP/jha

23.03.2017

ROUNDUP: Gabriel stellt Griechenland neue Flüchtlingshilfe in Aussicht

ATHEN (dpa-AFX) - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich besorgt über die steigenden Flüchtlingszahlen in der Ägäis gezeigt und Griechenland weitere Hilfen in Aussicht gestellt. "Wir sind auch bereit, mehr zu tun", sagte er am Donnerstag bei seinem Antrittsbesuch in Athen.

In den vergangenen Tagen waren die Flüchtlingszahlen auf den griechischen Inseln vor der türkischen Küste wie Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos wieder leicht gestiegen. Die griechischen Behörden führen das auf das gute Wetter zurück. Es gibt aber auch Befürchtungen, dass die Türkei wegen der aktuellen Krise in den Beziehungen zur EU das Grenzregime wieder lockern könnte.

Gabriel versuchte nach seinem Treffen mit dem griechischen Außenminister Nikos Kotzias zu beschwichtigen: "Wir glauben, dass das Interesse der Türkei an der Verabredung durchaus groß ist."

Griechenland ist das EU-Land, für das der vor einem Jahr abgeschlossene Flüchtlingspakt mit der Türkei die größte Bedeutung hat. Über die Ägäis waren noch Anfang vergangenen Jahres jeden Monat Zehntausende Flüchtlinge nach Griechenland gekommen. In diesem Jahr waren es bis Mitte März insgesamt nur noch 3000.

Kotzias hatte vor seinem Gespräch mit Gabriel in einem "Welt"-Interview Alarm geschlagen. "Eine neue Flüchtlingswelle in diesem Sommer würde uns überfordern. Griechenland ist am äußersten Limit seiner Möglichkeiten", sagte er. "Die meisten europäischen Länder nehmen uns viel zu wenige Flüchtlinge ab und die Unterstützung bei der Bearbeitung der Asylverfahren ist nur ein Bruchteil dessen, was versprochen wurde."

Gabriel war am Mittwochabend zu seinem Antrittsbesuch in Athen eingetroffen und sprach auch mit Ministerpräsident Alexis Tsipras und Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos. Er zollte der griechischen Regierung Respekt für ihre Reformbemühungen zur Bewältigung der Schuldenkrise. "Verglichen mit Griechenland waren diese Reformen, die wir gemacht haben, vielleicht ein lauer Sommerwind", sagte der SPD-Politiker mit Blick auf die in seiner Partei hoch umstrittene Agenda 2010, aus der Hartz IV hervorging.

Gabriel forderte Griechenland dazu auf, die Verhandlungen mit den Gläubigern über neue Reformschritte im April abzuschließen. Die Diskussion über einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone gehöre endgültig der Vergangenheit an, sagte er. "Europa wird nicht stärker, indem man sich amputiert."

Griechenland hängt mittlerweile seit knapp sieben Jahren am Tropf der Gläubiger, die tiefgreifende Sparmaßnahmen fordern. Die Griechen haben seit Ausbruch der Finanzkrise etwa ein Viertel ihres Einkommens verloren.

Spekulationen über einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei erteilte Gabriel eine Absage. Er könne sich vorstellen, dass eine solche Debatte der Kampagne des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für seine Verfassungsreform hilft, sagte er. "Das ist so eine Form von Rigorosität, wo ich mich immer frage: Was kommt eigentlich am Tag danach." Viel sinnvoller sei es, nach neuen Gesprächsformaten mit der Türkei zu suchen. In den Beitrittsverhandlungen werden derzeit keine neuen Kapitel eröffnet. Sie laufen formal aber weiter./mfi/DP/jha

23.03.2017

USA: Neubauverkäufe stärker als erwartet gestiegen

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Februar stärker als erwartet gestiegen. Sie seien im Vergleich zum Vormonat um 6,1 Prozent nach oben geklettert, teilte das Handelsministerium am Donnerstag mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem schwächeren Anstieg um 1,6 Prozent gerechnet.

Zudem wurde der Zuwachs vom Januar von 3,7 auf 5,3 Prozent nach oben revidiert. Auf das Jahr hochgerechnet wurden im Februar 592 000 Neubauten verkauft. 564 000 waren im Schnitt erwartet worden./tos/jkr/jha/

23.03.2017

ANALYSE/GS-Experte: US-Steuerreform trotz Gesundheitsdebatte wahrscheinlich

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Investmentbank Goldman Sachs bleibt trotz des ungewissen Ausgangs im Ringen um ein neues Gesundheitsgesetz in den USA optimistisch mit Blick auf mögliche Steuererleichterungen unter dem Präsidenten Donald Trump. Zuletzt fehlten noch mehrere republikanische Stimmen, um einen Gesetzentwurf zur Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama sowie einen Ersatz an diesem Donnerstag durch das Abgeordnetenhaus zu bringen. Die Demokraten sind geschlossen dagegen. Beim Thema Steuerkürzungen dürfte die Unterstützung der Republikaner aber größer sein, argumentiert Goldman-Sachs-Volkswirt Alec Phillips in einer aktuellen Studie.

In den vergangen Tagen hatte die Unsicherheit über den Ausgang der ersten Abstimmung die Finanzmärkte belastet. Aktienkurse fielen, Investoren griffen bei Anleihen zu. Die Anleger schienen sich zu sorgen, dass ein Scheitern von Trumps Gesundheitsplänen auch für weiterreichende Vorhaben, etwa in puncto Steuerreform, einen Rückschlag bedeuten würde.

Eine größere Gefahr des Scheiterns der Steuerpläne sieht Phillips aber nicht, selbst wenn das Gesundheitsgesetz die notwendige Stimmenzahl verfehlt. Aktuell rechnet er mit der Verabschiedung einer Steuerreform im vierten Quartal 2017, mit dem Risiko einer Verschiebung auf Anfang 2018. Sollte die Gesundheitsreform ins Stocken kommen und in den kommenden Monaten noch angepasst werden, könnte sich in der Folge der Beschluss von Steuererleichterungen aber etwas weiter ins Jahr 2018 verschieben. Wenngleich dies unwahrscheinlich sei.

Phillips wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass selbst bei einer Zustimmung des Abgeordnetenhauses noch der Senat dem Gesundheitsgesetz zustimmen müsse. Das dürfte eine mindestens ebenso hohe Hürde werden./mis/tos/jha/

23.03.2017

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gestiegen

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA hat die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend zugelegt. Sie sei um 15 000 auf 258 000 Anträge gestiegen, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten stattdessen mit einem leichten Rückgang gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt sind die Erstanträge um 1000 auf 240 000 gestiegen.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten unter Ökonomen als guter Indikator für die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Allerdings können die Daten durch Entwicklungen in einzelnen Bundesstaaten verzerrt sein, was stärkere Schwankungen mit sich bringen kann.

^

Woche zum Erstanträge Veränderung 4-Wochenschnitt Veränderung

18. März 17 258 +15 240,00 +1,00

11. März 17 243 -6 239,00 -1,25

04. März 17 249 +39 240,25 +4,50

25. Februar 17 210 -44 235,75 -12,00°

(Angaben in Tsd)°

/tos/bgf/jha/

23.03.2017

ROUNDUP 2: Erster Durchbruch bei 'Ozean-Zug' - Jahrhundertprojekt soll kommen

(neu: mehr Details und Hintergrund)

LA PAZ (dpa-AFX) - Das von der deutschen Bundesregierung forcierte Jahrhundertprojekt einer Bahnlinie vom Atlantik zum Pazifik in Südamerika hat eine entscheidende Hürde genommen. Brasilien habe den Willen zur Mitarbeit, sagte der Wirtschaftskoordinator für Südamerika im brasilianischen Außenministerium, Joao Carlos Parkinson de Castro, nach einem Planungstreffen in La Paz. Dort fanden Beratungen von fünf interessierten Staaten statt. Brasilien hatte das Projekt zuvor nicht unterstützt. Geplant ist eine rund 3750 Kilometer lange Güter- und Personenverkehrstrecke vom Hafen im brasilianischen Santos am Atlantik über Bolivien bis an die Pazifikküste in Peru.

Die Strecke soll über den Grenzübergang zwischen Corumbá (Brasilien) und Puerto Suárez (Bolivien) führen, weiter durch das Tiefland Boliviens über die Großstadt Santa Cruz, die Anden hoch und auf peruanischer Seite wieder hinunter zum Hafen in Ilo. Dadurch sollen lange Schiffspassagen vermieden und der Gütertransport nach Asien und Europa beschleunigt werden. Schätzungen aus Bolivien gehen von Kosten von mindestens 13 Milliarden Euro für den "Bioceanico" aus, den Zug "zwischen den Ozeanen". Viele Schienenstränge müssten erst noch gebaut sowie mehrere Tunnel in den Anden gebohrt werden.

"Das ist ein gewaltiges Projekt", sagte der deutsche Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba in La Paz. Er wurde von einer deutsch-schweizerischen Unternehmensdelegation aus dem Eisenbahn- und Banksektor begleitet, zudem von Tunnelbohr- und Infrastrukturexperten. Deutsche und Schweizer Firmen haben großes Interesse an einer Teilnahme an dem Projekt. Bomba betonte, jetzt müsse die Finanzierung geklärt werden.

Boliviens Präsident Evo Morales betonte: "Wir sind davon überzeugt, dass der "Bioceanico"-Zug zwischen Brasilien, Bolivien und Peru der Panama-Kanal des 21. Jahrhunderts wird." Er setzt bei der Finanzierung auch auf Kapital aus Deutschland und der Schweiz. Bisher war Brasiliens Beteiligung unklar, weil es ein ähnliches Projekt mit China favorisierte. Hier würde die Strecke aber an Bolivien vorbei mitten durch das Amazonas-Gebiet führen, was umstritten ist. Bolivien hat seit dem Salpeterkrieg mit Chile (1879-1884) keinen Meerzugang und ist daher der große Treiber des Projekts.

"Wir sind auf der Schiene", begrüßte der bolivianische Minister für öffentliche Arbeiten, Milton Claros, die überraschende Bereitschaft Brasiliens zur Mitarbeit. Parkinson de Castro betonte aber, wichtig sei eine "Harmonisierung von Zollfragen", um einen reibungslosen Verkehr durch die drei Länder sicherzustellen. Auch Vertreter Uruguays und Paraguays nahmen an den Beratungen teil, weil beide Länder ebenfalls vom verbesserten Güterverkehr profitieren würden, der lange Schiffspassagen um Südamerika herum künftig ersparen soll./ir/mr/DP/jha

23.03.2017

ROUNDUP: Banken decken sich bei EZB reichlich ein - HVB sichert sich Milliarden

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Banken im Euroraum haben eine vorerst letzte Gelegenheit, sich mit extrem günstigen Langfristkrediten zu versorgen, stark genutzt. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, erhielten die 474 interessierten Geldhäuser insgesamt 233,5 Milliarden Euro an EZB-Krediten. Das liegt deutlich über den Markterwartungen von im Mittel 110 Milliarden Euro. Die Spanne der von Analysten erwarteten Summen war allerdings sehr groß.

Die jetzige Kreditrunde ist die mit Abstand größte seit Beginn des Programms im September 2014. Zeitweise war das Interesse der Banken an den Geldspritzen so gering, dass die Zuteilung sehr klein wurde. Fachleute erklärten dies seinerzeit mit der ohnehin üppigen Liquiditätsausstattung der Banken durch die EZB, nicht zuletzt infolge der Anleihekäufe der Notenbank.

Zur Verteilung der Kreditsumme auf die einzelnen Banken teilte die EZB wie üblich nichts mit. Allerdings gab die italienische Großbank Unicredit bekannt, dass sie alleine 24,4 Milliarden Euro, also mehr als zehn Prozent der insgesamt nachgefragten Kreditsumme, in Anspruch genommen habe. 15,5 Milliarden Euro erhalte die italienische Niederlassung, der Rest verteile sich auf die Niederlassungen in Deutschland, Österreich und Osteuropa.

Die jüngste Kreditrunde wurde unter Fachleuten mit Spannung erwartet. Denn nach einer weiteren geldpolitischen Lockerung durch die EZB sieht es zurzeit nicht aus. Im Gegenteil: Es mehren sich Stimmen unter den Notenbankern, die auf eine perspektivisch straffere Geldpolitik schließen lassen. Deshalb dürften viele Banken die Langfristkredite als letzte Gelegenheit angesehen haben, sich für einen langen Zeitraum billiges Zentralbankgeld zu besorgen.

Die Banken hätten sich an der EZB-Geldtankstelle nochmals günstig mit Treibstoff versorgt, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, die hohe Nachfrage. "Alleine die leicht gestiegene Wahrscheinlichkeit einer EZB-Zinserhöhung dürfte für die Banken ausgereicht haben, um sich nochmals kräftig bei den Frankfurter Währungshütern einzudecken." Zudem nannte Gitzel das Risiko eines Sieges von Marine Le Pen bei den französischen Präsidentschaftswahlen. Sollte es infolgedessen zu Marktturbulenzen kommen, sei ein Liquiditätspolster von Vorteil.

Die Langfristkredite (TLTROs) der EZB haben eine Laufzeit von bis zu vier Jahren. Die Banken erhalten die Kredite zum Nullzins, abhängig von ihrer Kreditvergabe kann der Zins sogar negativ werden. In diesem Fall müssten die Institute also nicht nur keinen Kreditzins bezahlen, sondern erhalten sogar quasi eine Prämie. Wie die EZB bereits angekündigt hat, werden die Langfristkredite vorerst nicht fortgeführt./bgf/jkr/jha/

23.03.2017

Euroraum-Banken besorgen sich bei EZB 233,5 Milliarden Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Banken im Euroraum haben eine vorerst letzte Gelegenheit, sich mit Langfristkrediten zum Nullzins zu versorgen, stark genutzt. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, erhielten die 474 interessierten Geldhäuser insgesamt 233,5 Milliarden Euro an EZB-Krediten. Das liegt deutlich über den Markterwartungen von im Mittel 110 Milliarden Euro. Die Spanne der von Analysten erwarteten Summen war allerdings sehr groß.

Die Kreditrunde wurde unter Fachleuten mit Spannung erwartet. Denn nach einer weiteren geldpolitischen Lockerung durch die EZB sieht es zurzeit nicht aus. Im Gegenteil: Es mehren sich Stimmen unter den Notenbankern, die auf eine perspektivisch straffere Geldpolitik schließen lassen. Deshalb dürften viele Banken die Langfristkredite als letzte Gelegenheit gesehen haben, sich für einen langen Zeitraum billiges Zentralbankgeld zu besorgen.

Die Langfristkredite (TLTROs) haben eine Laufzeit von bis zu vier Jahren. Die Banken erhalten die Kredite zum Nullzins, abhängig von ihrer Kreditvergabe kann der Zins sogar negativ werden. In diesem Fall müssten die Institute also nicht nur keinen Kreditzins bezahlen, sondern erhalten sogar quasi eine Prämie. Wie die EZB bereits angekündigt hat, werden die Langfristkredite vorerst nicht fortgeführt./bgf/jkr/fbr

23.03.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Details zu Studien machen Medigene-Anlegern Hoffnung

(Neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger haben am Donnerstag euphorisch auf Aussagen des Biotech-Unternehmens Medigene zu neuen klinischen Studien reagiert. Damit konnten die Aktien zumindest einen Teil der jüngsten Verluste wettmachen. Die Geschäftszahlen und der Ausblick des TecDax-Aufsteigers gerieten zur Nebensache.

Nach einem Anstieg bis auf 11,78 Euro behaupteten die Aktien am Ende ein Plus von 10,48 Prozent auf 11,49 Euro. Damit waren sie unangefochtener Spitzenreiter im freundlichen Technologiewerte-Index. Zuletzt war es allerdings deutlich bergab gegangen. Vor allem in den vergangenen zwei Tagen waren die Titel auch im Sog der schlechten Branchenstimmung um rund 15 Prozent abgestürzt - wie andere Pharmawerte hatten sie unter den aufkommenden Zweifeln an den Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump gelitten. Im Vergleich zum Zwischenhoch im Januar stand gar ein Kursrückgang um bis zu ein Drittel zu Buche.

ANALYST: MITTEL MÖGLICHERWEISE AUCH GEGEN ANDERE KREBSARTEN

Der angekündigte Start der ersten klinischen TCR-Studie im laufenden Jahr sei schon vorher bekannt gewesen, betonte Bernhard Weininger vom Analysehaus Independent Research. Neu seien allerdings die Details, wie diese konkret aussehen sollten. Das habe am Markt für Gewissheit gesorgt, dass es nun losgehe, und den Aktienkurs beflügelt. Bei ohnehin schwankungsanfälligen Biotech-Werten wie Medigene reichten solche Nachrichten für eine Kurserholung aus, ergänzte ein Händler.

Bei den für 2017 und 2018 geplanten TCR-Studien geht es um die Entwicklung T-Zell-gerichteter Krebstherapien. Die T-Lymphozyten (kurz T-Zellen) sind eine Zellgruppe der weißen Blutkörperchen. Die kombinierte Phase I/II-Studie konzentriere sich zunächst auf Blutkrebserkrankungen und solle herausfinden, welche Dosierung am wirksamsten zur Behandlung sei, erläuterte Weininger. In der zweiten Phase werde die erfolgreichste Dosierung mit Kontrollgruppen getestet. Zudem könnte die Indikation dann auf andere, "feste" Tumorarten wie etwa Leberkrebs ausgeweitet werden.

AUSBLICK UND ZAHLEN FINDEN WENIG BEACHTUNG

Der Ausblick auf das laufende Jahr sei zwar neu, spiele am Markt aber keine große Rolle, so der Experte weiter. Der von Medigene angepeilte Umsatz von 8 bis 10 Millionen Euro liege etwas unter seiner Prognose. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem operativen Verlust (Ebitda) von 16 bis 18 Millionen Euro. Diese Prognose enthalte keine künftigen Meilensteinzahlungen aus der bestehenden strategischen Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Bluebird oder Umsätze aus potenziellen neuen Transaktionen.

2016 hatte Medigene die Erlöse vor allem dank eines Verkaufs um satte 43 Prozent auf 9,75 Millionen Euro gesteigert und den Verlust unter dem Strich um 27 Prozent auf 9,5 Millionen Euro reduziert.

Die im Dezember 2016 in den TecDax zurückgekehrten Medigene-Papiere gehörten bereits 2003 zur Erstbesetzung im Technologiewerte-Index der Deutschen Börse. Seitdem waren sie mehrfach ab- und wieder aufgestiegen./gl/mis/stb/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

23.03.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Pfeiffer Vacuum steckt Anleger mit optimistischem Ausblick an

(Neu: Schlusskurs, Kepler-Kommentar)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein überzeugender Geschäftsausblick hat den Aktien von Pfeiffer Vacuum am Donnerstag frischen Schwung verliehen. Die Markterwartungen dürften angesichts des starken Ausblicks und der Strategie bis 2020 deutlich steigen, schrieb Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank in einem Kommentar. Die Anteilsscheine erreichten bei 110 Euro ihren höchsten Stand sei November 2015. Am Ende gewannen sie noch 3,80 Prozent auf 109,20 Euro und waren so einer der Favoriten in TecDax. Der Technologiewerte-Index selbst legte 1,36 Prozent zu.

Der Vakuumpumpen-Spezialist will seine Aktionäre mit weiterem Wachstum bei der Stange halten. Umsatz und Ergebnis sollen laut dem Konzern in diesem und dem nächsten Jahr "deutlich" zulegen. Im bisherigen Jahresverlauf liege der Umsatz 20 Prozent über dem Vorjahreswert, hieß es. Der solide Ausblick für das erste Quartal deute auf ein starkes Gesamtjahr hin, erklärte Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank.

Craig Abbott von Kepler Cheuvreux wertete den Ausblick sogar als "sehr positiv" - auch vor dem Hintergrund dessen, dass Pfeiffer beim Ausblick für gewöhnlich erst später konkreter werde. Bisher sei dies meist erst rund um die Hauptversammlung im Mai der Fall gewesen. "Dies legt die Vermutung nahe, dass die Entwicklung deutlich besser vorhersehbar geworden ist", so der Experte.

DIVIDENDE SOLL DEUTLICH STEIGEN

Eckdaten zum abgelaufenen Jahr, in dem das Unternehmen 474,2 Millionen Euro umgesetzt und den Nettogewinn um gut 12 Prozent auf 47 Millionen Euro gesteigert hatte, waren zuvor schon bekannt. Davon sollen nun auch die Aktionäre etwas haben: Die Dividende soll von 3,20 Euro je Aktie auf 3,60 Euro steigen. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht das einer Rendite von deutlich über 3 Prozent, die den Anteilseignern laut dem Equinet-Analysten Cengiz Sen einen gewissen Schutz bietet.

Bei der strategischen Ausrichtung bis 2020 liegt der Schwerpunkt von Pfeiffer auf der Profitabilität und dem Wachstum. So will das Unternehmen 2018 und 2019 jeweils zusätzlich zwischen 5 und 7 Millionen Euro an Kosten einsparen. Zudem soll die gute finanzielle Lage bei sich ergebenden Möglichkeiten für Übernahmen genutzt werden.

ABGEWEHRTE BUSCH-OFFERTE WECKTE FANTASIE

Erst im Januar war Pfeiffer Vacuum selbst zum Übernahmeziel geworden. Der Konkurrent Busch machte eine Offerte, die den Aktienkurs bis auf 107 Euro steigen ließ. Obwohl das Gebot nur bei 96,20 Euro lag, hatten Anleger auf mehr spekuliert. Auch wenn die Übernahme mittlerweile abgewendet wurde, schwelt das Thema weiter, da die Busch-Gruppe rund 30 Prozent der Pfeiffer-Aktien hält./mis/tih/das

23.03.2017

AKTIE IM FOKUS: Jungheinrich auf Rekordstand - Aktionäre fassen neuen Mut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gute Geschäftsperspektiven haben die Aktien von Jungheinrich am Donnerstag auf einen Rekordstand getrieben. Mit in der Spitze 31,14 Euro kosteten sie - um einen Aktiensplit im vergangenen Jahr bereinigt - noch nie so viel wie an diesem Nachmittag. Zuletzt standen sie noch mit 5,34 Prozent im Plus bei 30,50 Euro und waren so neben den Leoni-Aktien der größte Gewinner unter den mittelgroßen Werten im MDax .

Anleger fassten am Tag nach der Zahlenvorlage neuen Mut, weil sich Analysten positiv zu den Aussichten des Gabelstapler-Herstellers äußerten. Björn Voss von Warburg Research etwa lobte nicht nur das starke Abschneiden im vierten Quartal 2016, sondern auch den optimistischen Ausblick. Er traut den Papieren deshalb noch mehr zu und hob das Kursziel am Donnerstag um einen Euro an. Mit nun 34 Euro zählt er zu den optimistischsten Analysten. Das durchschnittliche Kursziel der 13 Experten in der Übersicht des dpa-AFX-Analysers liegt ein ganzes Stück darunter bei 29,35 Euro.

Jungheinrich hatte am Mittwoch seine Resultate für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Der Weltmarkt für Flurförderfahrzeuge werde 2017 weiter wachsen, wenn auch weniger dynamisch als im Vorjahr, hieß es. Nach 3,1 Milliarden im vergangenen Jahr stellte Jungheinrich für 2017 einen Umsatzanstieg auf 3,3 bis 3,4 Milliarden Euro in Aussicht. Nach einem schwachen Start hatten die Aktien ihr Kursminus daraufhin am Vortag immer weiter reduziert.

Seit dem Zwischentief von Anfang Dezember bei 24,20 Euro haben die Papiere von Jungheinrich nun schon rund ein Viertel an Wert gewonnen. Damals mehrten sich die Stimmen, dass die Aktie wieder attraktiv bewertet sei. Die DZ Bank etwa hatte seinerzeit darauf verwiesen, dass die Papiere mit einem deutlichen Abschlag zu den Anteilsscheinen des engsten Wettbewerbers Kion gehandelt würden, dem Konzern hinter Linde- und Still-Gabelstaplern. Außerdem sehen sie das Unternehmen als Profiteur des Trends zu Intralogistik und Lagerautomatisierung./tih/gl/das

23.03.2017

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für LVMH auf 215 Euro - 'Outperform'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für LVMH von 210 auf 215 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Vor den Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns für das erste Quartal habe er seine Gewinnschätzungen je Aktie bis 2019 nach oben angepasst, schrieb Analyst Guillaume Gauvillé in einer Studie vom Donnerstag. Auch in Nähe eines Rekordstandes bleibe LVMH seine bevorzugte Aktie unter den großen Luxusgüterwerten./tih/tav

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

23.03.2017

ANALYSE: Innogy sei Dank! - SocGen blickt positiver auf RWE

PARIS (dpa-AFX) - Die Erholung der Innogy-Aktie stimmt die französische Großbank Societe Generale auch für die Papiere des Mutterkonzerns RWE zuversichtlicher. Analyst Lüder Schumacher sieht mehr Kurspotenzial für die RWE-Aktie und hob in einer Studie vom Donnerstag das Ziel von 14,80 auf 18,40 Euro an. Gleichzeitig bekräftigte er seine Kaufempfehlung. Der Experte hatte bereits das Kursziel für das Papier der im MDax notierten Ökostromtochter Innogy von 32,70 auf 37,10 Euro hoch gesetzt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen.

Mit der RWE-Aktie könnten Anleger überproportional von der Kursentwicklung bei Innogy profitieren, schrieb Schumacher. Zudem habe die Skepsis am Markt über RWEs konventionelle Stromerzeugung aus Kohle, Gas und Atomkraft abgenommen.

Ausgelöst durch eine Sektorrotation sei es nach dem Innogy-Börsengang für die Ökostromtochter überwiegend abwärts gegangen. Anleger hatten sich im Spätherbst unter anderem verstärkt den Bankwerten zugewandt. Dass Innogy seit Jahresbeginn einen Teil des verlorenen Bodens wieder gut gemacht habe, komme nun RWE direkt zugute, schrieb der SocGen-Experte weiter.

Der Essener Versorger hält noch knapp 77 Prozent an Innogy. Wegen der hohen Verschuldung des Dax-Konzerns sind etwa 90 Prozent des Unternehmenswertes auf die Ökostromtochter zurückzuführen. Ein fünfprozentiger Kursanstieg des MDax-Wertes dürfte entsprechend den Berechnungen des Analysten einen zehnprozentigen Anstieg der RWE-Aktien nach sich ziehen.

Darüber hinaus hob der Experte seine Ergebnisschätzungen je RWE-Aktie kräftig um 50 bis 100 Prozent an. Als Grund nannte Schumacher vor allem die sich ab 2017 deutlich verbessernde Ausgangslage: Die Zahlen für 2016 beinhalteten noch die Effekte aus der Auslagerung der Atom-Verpflichtungen an einen staatlichen Fonds, womit eine Zunahme der Nettoverschuldung verknüpft gewesen sei. Nach dem Start des Atomfonds am 1. Juli 2017 sänken die Belastungen deutlich.

Gemäß der Einstufung "Buy" wird die Aktie nach Einschätzung der Analysten von SocGen auf Sicht von zwölf Monaten einen absoluten Gewinn (Kursentwicklung + Dividende) von mindestens 15 Prozent aufweisen. Eingestuft mit "Hold" wird eine Gesamtrendite zwischen 0 und 15 Prozent erwartet./ck/she/das

Analysierendes Institut Societe Generale S.A.

23.03.2017

AKTIE IM FOKUS: Magerer Ausblick belastet Rational

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien des Großküchenausstatters Rational haben ihre jüngsten Kursverluste am Donnerstag nach einem mit Enttäuschung aufgenommenen Geschäftsausblick ausgeweitet. Sie fielen bis zum Nachmittag um 3,29 Prozent auf 433,25 Euro.

Damit rutschen sie unter die 21-Tage-Linie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt. Sie verläuft derzeit bei 442,23 Euro und ist abwärts gerichtet. Unterstützung lieferte indes die noch immer nach oben gerichtete 200-Tage-Linie als Indikator für den längerfristigen Trend. Sie verläuft bei 432,63 Euro.

Der Ausblick des MDax -Konzerns liegt laut dem Analysten Henning Breiter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser etwas unter den Markterwartungen. Rational rechnet 2017 mit einem nur moderaten Umsatz- und Absatzwachstum. Wegen höherer Rohstoffpreise und Investitionen dürfte das operative Ergebnis (Ebit) nur leicht steigen. Breiter sprach von temporärem Gegenwind.

Zu Wochenbeginn waren die Aktien im Handelsverlauf noch auf den höchsten Stand seit Anfang November gestiegen bevor die Gewinne bröckelten. Für den bisherigen Wochenverlauf steht nun ein Minus von rund fünfeinhalb Prozent zu Buche./mis/das

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

23.03.2017

ANALYSE-FLASH: Oddo Seydler hebt Ziel für Hannover Rück auf 102 Euro - 'Neutral'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo Seydler hat das Kursziel für Hannover Rück angesichts der Übernahme von Argenta Holdings von 101 auf 102 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Trotz des hohen Preises glaube er an eine wertschaffende Wirkung des Zukaufs, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Donnerstag. Er bringe Wachstumspotenzial mit sich und wirke diversifizierend./tih/tav

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

23.03.2017

ANALYSE-FLASH: NordLB hebt Ziel für Leoni auf 45 Euro - 'Kaufen'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für Leoni nach Bekanntgabe endgültiger Jahreszahlen und der Ziele für 2017 von 41 auf 45 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Nach den massiven Problemen und organisatorischen Defiziten der vergangenen Jahre sei relativ hohe Dividende ein Zeichen des Autozulieferers, das auf eine bessere Zukunft verweisen solle, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Donnerstag. Mit Blick auf die Restrukturierungen und auch dank Übernahmefantasien sehe er weiteres Aufholpotenzial für die Aktie./gl/tav

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

23.03.2017

ANALYSE-FLASH: SocGen hebt Ziel für BMW auf 92 Euro - 'Buy'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für BMW nach einer Analysten- und Investorenkonferenz von 90 auf 92 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Mit einer großen Modelloffensive rücke bei dem Autobauer die Produktpalette wieder stärker in den Vordergrund, schrieb Analyst Stephen Reitman in einer Studie vom Donnerstag. Das Management habe auf der Veranstaltung überzeugend dargestellt, warum BMW auf längere Sicht ein führender Akteur bleiben sollte./tih/tav

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

23.03.2017

ANALYSE/Goldman: Aufwertung von Deutsche-Post-Aktie ist überfällig

NEW YORK (dpa-AFX) - Für eine Neubewertung der Deutsche-Post-Aktie ist es laut der US-Investmentbank Goldman Sachs höchste Zeit. Der Logistikkonzern wachse dank positiver Trends im Online-Handel und steigere seine Barmittelzuflüsse, schrieb Analyst Matija Gergolet in einer Studie vom Donnerstag. Auch sollten sich die steigenden Zinsen positiv auf die Finanzierung der Pensionslasten auswirken. Vom Amtsantritt des neuen Vorstands für die Frachtsparte, Tim Scharwath, verspricht sich Gergolet ab dem zweiten Halbjahr zusätzliche positive Impulse.

Dennoch sei die Post-Aktie auf Basis der Gewinnschätzungen für 2017 und 2018 günstiger bewertet als die Papiere der Konkurrenz, betonte der Experte. Er beließ die Aktie auf der "Conviction Buy List" und bestätigte das Kursziel von 38 Euro, was der Aktie beim aktuellen Kurs von 31,50 Euro ein Aufwärtspotenzial von gut 20 Prozent einräumt. Eine Kombination aus Wachstum, Aufwertung und Mittelausschüttungen an die Anteilseigner könnten binnen drei Jahren sogar einen Kursanstieg auf über 50 Euro stützen, so die optimistische Prognose von Gergolet.

Bei Aktien mit der Einstufung "Buy" rechnet Goldman Sachs auf dem aktuellen Kursniveau sowie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Unternehmen aus der gleichen Branche mit einem hohen Renditepotenzial./gl/tih/ag

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser