dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

23.05.2018

Deutsche Anleihen: Deutliche Kursgewinne - Schwache Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch nach schwachen Konjunkturdaten deutlich gestiegen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Abend um 0,36 Prozent auf 159,65 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um sechs Basispunkte auf 0,50 Prozent.

Die Wirtschaftsaussichten für die Eurozone haben sich deutlich eingetrübt. Die von Markit erhobenen Indikatoren signalisieren sowohl für die Industrie als auch im Dienstleistungssektor im Mai eine Abschwächung der Wachstumsdynamik. Volkswirte hatten insgesamt mit einer Stabilisierung gerechnet. Vor allem die Zahlen aus Deutschland enttäuschten.

"Die heutigen Daten deuten darauf hin, dass das schwächere Wirtschaftswachstum im ersten Quartal, wie von uns vermutet, kein Ausreißer war", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil. Die EZB werde sich wohl allmählich Sorgen um die Konjunktur machen. Das Anleihekaufprogramm dürfte zwar im Dezember auslaufen. "Aber eine erste Zinserhöhung wird noch lange auf sich warten lassen", so Weil.

Weiterhin verunsichert die unklare politische Lage in Italien und treibt die Anleger in die als sicher geltenden deutschen Bundesanleihen. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen stieg hingegen gegen den allgemeinen Markttrend deutlich an. Die Finanzmärkte sehen mit großer Skepsis auf die neue Regierung, da sie trotz der sehr hohen Staatsverschuldung Italiens Mehrausgaben etwa durch Steuersenkungen plant und auf Distanz zur EU gehen könnte. Der Kandidat der Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega, Giuseppe Conte, hat am Mittwoch nach Handelsschluss von Staatspräsident Sergio Mattarella den Regierungsauftrag erhalten.

Besonders deutlich gefallen sind die Renditen britischer Staatsanleihen. Die Inflation in Großbritannien ist im April niedriger als erwartet ausgefallen. Die Verbraucherpreise sind um 2,4 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen. Dies ist der niedrigste Wert seit März 2017. Die Daten dürften Erwartungen an eine künftige Leitzinserhöhung durch die Bank of England vermindern./jsl/tos

23.05.2018

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 6. Juni 2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Mittwoch,

den 6. Juni:

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DONNERSTAG, DEN 24. MAI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 D: Deutsche Telekom Kapitalmarkttag 2018 (bis 25.5.)

08:00 GB: Kingfisher Trading Update Q1/18

08:00 A: Uniqa Q1-Zahlen

09:00 A: Erste Group Bank Hauptversammlung

10:00 F: BNP Paribas Hauptversammlung, Paris

10:00 D: Deutsche Bank Hauptversammlung, Frankfurt

10:00 D: SMA Solar Hauptversammlung, Kassel

10:00 D: Deutsche Real Estate Hauptversammlung, Berlin

10:00 D: OHB Hauptversammlung, Bremen

10:00 D: Phoenix Jahreszahlen

10:00 CH: Swatch Hauptversammlung, Grenchen

10:30 D: Indus Holding Hauptversammlung, Köln

11:00 D: Amadeus Hauptversammlung, Frankfurt

11:00 D: United Internet Hauptversammlung, Frankfurt

11:00 D: Salzgitter Hauptversammlung, Braunschweig

11:00 D: Hornbach-Gruppe Bilanz-Pk, Frankfurt

12:00 USA: Best Buy Q1-Zahlen

12:00 GB: Lloyds Banking Group Hauptversammlung

16:00 USA: Morgan Stanley Hauptversammlung

16:00 USA: McDonald's Hauptversammlung

17:00 CH: Zur Rose Hauptversammlung, Zürich

17:00 USA: PayPal Investor Day

22:01 USA: Autodesk Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNHEHMEN OHNE ZEITANGABE

CH: Wizz Air Holdings Jahreszahlen

D: Geratherm Medical Q1-Zahlen

D: Befesa Q1-Zahlen

D: Jost Werke Q1-Zahlen

GB: Shell Investor Meeting

USA: Fitbit Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 D: Privatkonsum, Staatsausgaben, Bauinvestitionen Q1/18

08:00 D: Im- und Exporte Q1/18

08:00 D: BIP Q1/18 (endgültig)

08:00 D: GfK Verbrauchervertrauen 06/18

08:45 F: Geschäftsklima 05/18

10:00 EU: Europäische Zentralbank Pk zum Finanzstabilitätsbericht Mai 2018

mit EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio

10:30 GB: Einzelhandelsumsatz 04/18

13:30 EU: EZB Sitzungsprotokoll 26.4.18

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:00 B: Geschäftsklima 05/18

15:00 USA: FHFA-Index 03/18

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 04/18

20:00 USA: Philadelphia Fed Präsident Harker hält eine Rede in Dallas

SONSTIGE TERMINE

12:00 B: EU-Kommission stellt Gesetzesvorschläge zur Förderung grüner

Investments sowie für gebündelte Euro-Anleihen vor

D: 14. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft zum Thema

"#Gesundheit2018 - Schöne neue Welt?" (bis 25.05.) Rostock

GB: Die britische Statistikbehörde ONS veröffentlicht Zuwanderungszahlen

B: Treffen der Eurogruppe, Brüssel

RU: Internationales Wirtschaftsforum St. Petersburg "SPIEF" (bis 26.05.)

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FREITAG, DEN 25. MAI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 EU: Acea Nfz-Neuzulassungen 04/18

10:00 D: Bayer Hauptversammlung, Bonn

10:00 D: TLG Immobilien Hauptversammlung, Berlin

13:30 D: Deutsche Telekom Kapitalmarkttag 2018 (Ende)

14:00 F: Safran Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 D: Auftragseingangsindex Bauhauptgewerbe 03/18

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 05/18

10:30 GB: BIP Q1/18 (endgültig)

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 04/18

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 05/18 (endgültig)

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EU: DBRS Ratingergebnis für Europäische Union, Zypern

EU: Moody's Ratingergebnis für Österreich

EU: S&P Ratingergebnis Südafrika

SONSTIGE TERMINE

09:15 D: Pk Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) zur

Jahreshauptversammlung, Berlin

+ Fachtagung mit EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger

10:00 EU: Treffen der EU-Finanzminister

EU: Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung

Am 25. Mai ist Stichtag. Dann tritt offiziell die europaweit

geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Sie sieht eine

Reihe von Auflagen vor, die auch kleinste Unternehmen im Umgang mit

persönlichen Daten befolgen müssen.

12.30 Uhr: Pressekonferenz des Europäischen Datenschutzausschusses

in Brüssel. Der Europäische Datenschutzausschuss wird mit

Inkrafttreten der DSGVO gegründet.

D: Abschluss 14. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft

zum Thema «#Gesundheit2018 - Schöne neue Welt?", Rostock

RU: Internationales Wirtschaftsforum St. Petersburg "SPIEF" (bis 26.05.)

USA: Verkürzter Handel am US-Anleihenmarkt (bis 20.00 Uhr)

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MONTAG, DEN 28. MAI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 D: Sixt Leasing Q1-Zahlen

14:00 NL: ASM International Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

10:00 I: Erzeugerpreise 04/18

SONSTIGE TERMINE

D: Weltwirtschafts-Symposium 20118 - Global Economic Symposium (GES)

2018 (bis 29.05.) Berlin

Organisatoren sind das Institut für Weltwirtschaft an der

Universität Kiel, die Deutsche Zentralbibliothek für

Wirtschaftswissenschaften und das Ministerium für Wissenschaft,

Wirtschaft und Verkehr Schleswig-Holstein.

EU: Außenministertreffen, Brüssel

HINWEIS

USA / GB: Feiertag, Börsen geschlossen

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DIENSTAG, DEN 29. MAI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 D: Rocket Internet Q1-Zahlen (10.00 h Call)

10:00 D: SGL Hauptversammlung, Wiesbaden

10:00 D: Fraport Hauptversammlung, Frankfurt

10:30 D: Bankhaus Metzler Jahres-Pk, Frankfurt

22:00 USA: Salesforce.com Q1-Zahlen

22:05 USA: Hewlett Packard Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZHEITANGABE

D: STS Group voraussichtlich Ende der Zeichnungsfrist und

Bekanntgabe Ausgabepreis

D: Sixt Q1-Zahlen

L: Aroundtown Q1-Zahlen

USA: Deutsche Bank Global Financial Services Investor Conference u.a.

mit JPMorgan Chase (14:35 h), Morgan Stanley (16.10 h)

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 J: Arbeitslosenquote 04/18

08:45 F: Verbrauchervertrauen 05/18

10:00 EU: Geldmenge M3 04/18

10:00 I: Verbrauchervertrauen 05/18

15:00 USA: Case-Shiller-Index 03/18

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 05/18

SONSTIGE TERMINE

08:45 D: "Frankfurt Finance Summit 2018" u.a. mit Finanzstaatssekretär Jörg

Kukies, Bafin-Präsident Felix Hufeld und EZB-Direktoriumsmitglied

Yves Mersch, Frankfurt

11:00 D: Festakt 20 Jahre Bundesnetzagentur mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

F: OECD-Forum (bis 31.05.) Thema: "What Brings Us Together", Paris

17:30 D: CFS Colloquium Series 2018 "Current Challenges in European Financial

Markets" mit Sabine Lautenschläger zum Thema "Monetary policy - End

of (hi)story?", Frankfurt

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MITTWOCH, DEN 30. MAI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 FIN: Nokia Hauptversammlung, Espoo

08:00 S: SAS Q1-Zahlen

10:00 D: Deutsche Börse Investor Day 2018, London

10:00 D: Ströer Hauptversammlung, Köln

10:00 D: Wacker Neuson Hauptversammlung, München

10:00 D: Nemetschek Hauptversammlung, München

10:00 D: Adler Real Estate Hauptversammlung, Berlin

10:00 D: Software Hauptversammlung, Darmstadt

10:30 D: Leifheit Hauptversammlung, Frankfurt

11:00 D: Tom Tailor Hauptversammlung, Hamburg

13:00 D: Stratec Hauptversammlung, Pforzheim

14:00 USA: Ebay Hauptversammlung

16:30 USA: Exxon Mobil Hauptversammlung

17:00 USA: Walmart Hauptversammlung

17:00 USA: Chevron Hauptversammlung

20:00 USA: Twitter Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

D: DIW-Konjunkturbarometer

F: OECD-Wirtschaftsausblick

01:50 J: Einzelhandelsumsatz 04/18

08:45 F: Konsumausgaben 04/18

08:45 F: BIP Q1/18 (vorläufig)

09:00 D: Verbraucherpreise Sachen 05/18

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 04/18

09:00 E: Verbraucherpreise 05/18 (vorläufig)

09:00 A: BIP Q1/18 (endgültig)

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 05/18

10:00 PL: Verbraucherpreise 05/18 (vorläufig)

10:00 PL: BIP Q1/18 (endgültig)

10:00 D: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen und

Bayern 05/18

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 05/18

10:30 PL: Verbraucherpreise 05/18 (vorläufig)

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 05/18

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 05/18 (endgültig)

12:00 P: Industrieproduktion 04/18

12:00 P: BIP Q1/18 (endgültig)

14:00 D: Verbraucherpreise 05/18 (vorläufig)

14:15 USA: ADP Beschäftigung

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 04/18 (vorläufig)

14:30 USA: BIP Q1/18 (2. Veröffentlichung)

14:30 USA: Privater Konsum Q1/18 (2. Veröffentlichung)

15:00 B: BIP Q1/18 (endgültig)

20:00 USA: Fed Beige Book

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DONNERSTAG, DEN 31. MAI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 D: LPKF Hauptversammlung, Hannover

14:30 USA: Ciena Q2-Zahlen

20:00 USA: Facebook Hauptversammlung

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

L: Senvion Hauptversammlung

D: Encavis Q1-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:01 GB: GfK-Verbrauchervertrauen 05/18

01:50 J: Industrieproduktion 04/18 (vorläufig)

03:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 05/18

07:00 J: Wohnungsbaubeginne 04/18

07:45 CH: Seco: BIP Quartalsschätzungen Q1/18

08:45 F: Erzeugerpreise 04/18

08:45 F: Verbraucherpreise 05/18 (vorläufig)

09:00 E: BIP Q1/18 (endgültig)

10:00 E: Leistungsbilanz 03/18

10:00 I: Arbeitslosenquote 04/18 (vorläufig)

11:00 EU: Arbeitslosenquote 04/18

11:00 EU: Verbraucherpreise 05/18

11:00 I: Verbraucherpreise 05/18 (vorläufig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 04/18

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: Chicago PMI 05/18

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 04/18

SONSTIGE TERMINE

USA: Beginn ASCO-Konferenz 2018 (bis 5.6.2018), Chicago

HINWEIS

A: Feiertag, Börse geschlossen

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FREITAG, DEN 1. JUNI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: STS Group voraussichtlich Erstnotiz im Prime Standard

GB: Zeal Network Hauptversammlung, London

USA: Kfz-Absatz 05/18

TERMINE KONJUNKTUR

02:30 J: Nikkei PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18 (endgültig)

03:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18

09:15 E: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18

09:45 I: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18 (endgültig)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18 (endgültig)

10:00 GR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18 (endgültig)

10:00 I: BIP Q1/18 (endgültig)

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 05/18

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/18 (endgültig)

16:00 USA: Bauinvestitionen 04/18

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 05/18

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EU: S&P Ratingergebnis Bulgarien, Irland

EU: Moody's Ratingergebnis Ungarn

EU: Fitch Ratingergebnis Belgien, Bulgarien, Portugal

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MONTAG, DEN 4. JUNI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 D: S&T Hauptversammlung

17:00 USA: UnitedHealth Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

09:00 E: Arbeitslosenzahlen 05/18

10:30 EU: Sentix-Investorenvertrauen 06/18

11:00 GR: BIP Q1/18 (endgültig)

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 04/18

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 04/18 (endgültig)

SONSTIGE TERMINE

USA: Roche Analyst Event at ASCO 2018, Chicago

19:00 USA: Apple-Entwicklerkonferenz WWDC (bis 08.06.), San Jose

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DIENSTAG, DEN 5. JUNI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 D: Nordex Hauptversammlung, Rostock

10:00 D: HelloFresh Hauptversammlung, Berlin

10:00 D: Baywa Hauptversammlung, München

11:00 D: Jenoptik Hauptversammlung, Weimar

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Deutsche Börse überprüft Zusammensetzung ihrer Aktienindizes

D: Daimler Capital Markets Day (Tag 1)

D: Zalando Capital Markets Day

D: Vonovia Capital Markets Day

D: KBA / VdIK / VDA - Pkw-Neuzulassungen 05/18

TERMINE KONJUNKTUR

02:30 J: Nikkei PMI Dienste 05/18

03:45 CHN: Caixin PMI Dienste 05/18

09:15 E: PMI Dienste 05/18

09:45 I: PMI Dienste 05/18 (endgültig)

09:55 D: PMI Dienste 05/18 (endgültig)

10:00 EU: PMI Dienste 05/18 (endgültig)

10:30 GB: PMI Dienste 05/18

11:00 EU: Einzelhandelsumsatz 04/18

15:45 USA: PMI Dienste 05/18 (endgültig)

16:00 USA: ISM-Index Dienste 05/18

SONSTIGE TERMINE

09:15 D: DZ-Bank-Kapitalmarktkonferenz u.a. mit DIW-Präsident Marcel

Fratzscher, Frankfurt

10:00 D: Fortsetzung im Kapitalanleger-Musterverfahrensprozess nach der

Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und der Porsche Automobil

Holding SE, Hannover

10:30 D: RAG-Stiftung Jahres-Pk, Essen

D: Bundesgerichtshof will seine Entscheidung zu Zinscap-Prämien

verkünden. Der Kläger ist ein Verbraucherschutzverein. Er macht die

Unwirksamkeit von Klauseln geltend, die die beklagte Bank in

Vertragsformularen für Darlehen mit einem variablen Zinssatz

gegenüber ihren Kunden verwendet

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MITTWOCH, DEN 6. JUNI 2018

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 D: ARAG Holding Bilanz-Pk, Düsseldorf

10:00 D: VDMA Auftragseingang Maschinenbau 04/18

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Daimler Capital Markets Day (Tag 2)

D: Deutsche Bank German, Swiss & Austrian Conference in Berlin u.a.

mit FMC, ProSiebenSat.1, Lanxess, Deutsche Wohnung etc. (Tag 1)

GB: International Airlines Group Verkehrszahlen 05/18

USA: Alphabet Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

09:00 E: Industrieproduktion 04/18

14:30 USA: Produktivität Q1/18 (endgültig)

14:30 USA: Handelsbilanz 04/18

SONSTIGE TERMINE

10:30 D: Bundesgerichtshof verhandelt über Revision eines Angeklagten in der

Strafsache Bankhaus Sal. Oppenheim

11:00 D: Jahres-Pk Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. (Dehoga)

mit Dehoga-Präsident Guido Zöllick und Hauptgeschäftsführerin Ingrid

Hartges, Berlin

11:00 D: Altours-Pk Winter 2018/19

Das Reiseunternehmen präsentiert sein Programm für den Winter

2018/19 und informiert über die aktuellen Geschäftszahlen.

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°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

23.05.2018

TAGESVORSCHAU: Termine am 24. Mai 2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Donnerstag,

den 24. Mai:

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TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 D: Deutsche Telekom Kapitalmarkttag 2018 (bis 25.5.)

08:00 GB: Kingfisher Trading Update Q1/18

08:00 A: Uniqa Q1-Zahlen

09:00 A: Erste Group Bank Hauptversammlung

10:00 F: BNP Paribas Hauptversammlung, Paris

10:00 D: Deutsche Bank Hauptversammlung, Frankfurt

10:00 D: SMA Solar Hauptversammlung, Kassel

10:00 D: Deutsche Real Estate Hauptversammlung, Berlin

10:00 D: OHB Hauptversammlung, Bremen

10:00 D: Phoenix Jahreszahlen

10:00 CH: Swatch Hauptversammlung, Grenchen

10:30 D: Indus Holding Hauptversammlung, Köln

11:00 D: Amadeus Hauptversammlung, Frankfurt

11:00 D: United Internet Hauptversammlung, Frankfurt

11:00 D: Salzgitter Hauptversammlung, Braunschweig

11:00 D: Hornbach-Gruppe Bilanz-Pk, Frankfurt

12:00 USA: Best Buy Q1-Zahlen

12:00 GB: Lloyds Banking Group Hauptversammlung

16:00 USA: Morgan Stanley Hauptversammlung

16:00 USA: McDonald's Hauptversammlung

17:00 CH: Zur Rose Hauptversammlung, Zürich

17:00 USA: PayPal Investor Day

22:01 USA: Autodesk Q1-Zahlen

TERMINE UNTERNHEHMEN OHNE ZEITANGABE

CH: Wizz Air Holdings Jahreszahlen

D: Geratherm Medical Q1-Zahlen

D: Befesa Q1-Zahlen

D: Jost Werke Q1-Zahlen

GB: Shell Investor Meeting

USA: Fitbit Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 D: Privatkonsum, Staatsausgaben, Bauinvestitionen Q1/18

08:00 D: Im- und Exporte Q1/18

08:00 D: BIP Q1/18 (endgültig)

08:00 D: GfK Verbrauchervertrauen 06/18

08:45 F: Geschäftsklima 05/18

10:00 EU: Europäische Zentralbank Pk zum Finanzstabilitätsbericht Mai 2018

mit EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio

10:30 GB: Einzelhandelsumsatz 04/18

13:30 EU: EZB Sitzungsprotokoll 26.4.18

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:00 B: Geschäftsklima 05/18

15:00 USA: FHFA-Index 03/18

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 04/18

20:00 USA: Philadelphia Fed Präsident Harker hält eine Rede in Dallas

SONSTIGE TERMINE

12:00 B: EU-Kommission stellt Gesetzesvorschläge zur Förderung grüner

Investments sowie für gebündelte Euro-Anleihen vor

D: 14. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft zum Thema

"#Gesundheit2018 - Schöne neue Welt?" (bis 25.05.) Rostock

GB: Die britische Statistikbehörde ONS veröffentlicht Zuwanderungszahlen

B: Treffen der Eurogruppe, Brüssel

RU: Internationales Wirtschaftsforum St. Petersburg "SPIEF" (bis 26.05.)

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

23.05.2018

Ölpreise geraten nach US-Rohöllagerbeständen unter Druck

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch nach überraschend gestiegenen US-Rohöllagerbeständen unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juli kostete gegen Nachmittag 78,81 US-Dollar. Das waren 76 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 63 Cent auf 71,58 Dollar.

Die Rohölbestände in den USA waren in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Sie legten laut Energieministerium um 5,8 Millionen Barrel auf 438,1 Millionen Barrel zu. Analysten hatten im Durchschnitt hingegen einen Rückgang um 2,1 Millionen Barrel erwartet. Ein höheres Angebot an Rohöl belastet tendenziell die Ölpreise.

Schon vor der Veröffentlichung der Daten waren die Ölpreise etwas gefallen. Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung, nachdem der US-Ölpreis am Vortag noch bei 72,83 Dollar den höchsten Stand seit November 2014 erreicht hatte. Der Brent-Preis war am Dienstag bis auf 80,49 Dollar gestiegen und hatte damit den höchsten Stand seit Ende 2014 nur knapp verfehlt./jsl/he

23.05.2018

Macron richtet Appell an Zuckerberg und Konzernchefs

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat von Facebook -Gründer Mark Zuckerberg und Chefs internationaler Hightech-Unternehmen Engagement für das Allgemeinwohl eingefordert. Das betreffe den Klimaschutz, die soziale Lage oder Ungleichheiten, sagte Macron am Mittwoch beim sogenannten Tech-for-Good-Treffen im Pariser Élyséepalast.

Frankreich gehört zu den EU-Mitgliedstaaten, die sehr deutlich auf härtere Steuerregeln für Digitalkonzerne wie Facebook oder Google pochen. Große Konzerne der Branche zahlen laut EU-Kommission deutlich weniger Steuern als herkömmliche Industrie- oder Dienstleistungsbetriebe.

Macron forderte auf Englisch von den rund 60 Unternehmenschefs, "direkt und offen zu sein". In einem Video, das über Twitter verbreitet wurde, sagte er scherzhaft: "Danke, dass Sie hier sind, aber wie Sie wissen, gibt es in dieser Welt kein Gratis-Mittagessen." Auf Bildern waren unter anderen Microsoft -Chef Satya Nadella, IBM -Chefin Virginia Rometty oder Airbus -Chef Tom Enders zu sehen.

Der Fahrdienstvermittler Uber hatte bereits mitgeteilt, selbstständigen Fahrern in Deutschland und weiten Teilen Europas Versicherungen gegen Krankheit und Unfälle zu finanzieren. IBM kündigte laut Nachrichtenagentur AFP an, 1400 Menschen in Frankreich einzustellen.

Facebook-Chef Zuckerberg war am Dienstag bei einer Anhörung im Brüsseler Europaparlament aufgetreten. Danach nannten viele Kommentatoren die Vorstellung der Volksvertretung peinlich./cb/DP/tos

23.05.2018

ROUNDUP: München und Bayern gegen pauschale Fahrverbote

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Diesel-Fahrverbote wie in Hamburg wird es in München zumindest auf absehbare Zeit nicht geben. "Streckenbezogene Fahrverbote wie in Hamburg sind in München weder durchführbar noch zielführend", teilte das Umwelt- und Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt am Mittwoch mit. Auch die Staatsregierung, die der Kommune solche Fahrverbote erst einmal erlauben müsste, lehnt sie als unverhältnismäßig ab.

Fahrverbote würden die Probleme in umliegende Straßen und Wohngebiete verschieben, aber die Luft nicht sauberer machen, erklärte das Münchner Umweltreferat. Pauschale Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge auf 123 Kilometern Straße in München wären weder zeitlich noch sachlich geeignet, nicht vollziehbar und nicht verhältnismäßig umsetzbar.

Die Kommune dürfe Fahrverbote für bestimmte Strecken oder Flächen gar nicht selbst erlassen, erklärte das Münchner Umweltreferat. Ein Luftreinhalteplan sei Sache des Landes.

Das Verwaltungsgericht München hatte dem Freistaat im Januar ein weiteres Zwangsgeld angedroht, wenn er bis Ende Mai keinen Luftreinhalteplan für München vorlegt, der auch Diesel-Fahrverbote als Möglichkeit vorsieht. Nach dem inzwischen komplett vorliegenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig arbeitet der Freistaat derzeit an der Begründung seiner Beschwerde gegen diesen Beschluss des Verwaltungsgerichts München.

Vom Bund fordert die Stadt München die Einführung einer blauen Plakette für saubere Fahrzeuge. Die Bundesregierung plant aber keine solche Plakette, mit der sich die Einhaltung von Fahrverboten kontrollieren ließe.

Im laufenden Jahr wurde der zulässige Grenzwert von 200 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Stunde bisher an allen Messstationen in Bayern eingehalten. "Bereits jetzt ist die Luftqualität in Bayern überwiegend gut", sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Die Grenzwerte für Feinstaub würden seit Jahren an allen bayerischen Messstationen eingehalten. Der NO2-Jahresgrenzwert sei im vergangenen Jahr noch an fünf Messstationen überschritten worden, der Trend sei fallend./rol/DP/tos

23.05.2018

Rückzug von Werner Müller aus Evonik-Aufsichtsrat - Tönjes neuer Vorsitzender

ESSEN (dpa-AFX) - Mit dem Rückzug des schwer erkrankten ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Werner Müller aus dem Evonik -Aufsichtsrat ist am Mittwoch der "letzte große Ruhrbaron" abgetreten. Evonik-Chef Christian Kullmann würdigte in einer Rede die "strategische Weitsicht" und "soziale Verantwortung" des 71-Jährigen, der als bisheriger Vorstandschef des Evonik-Großaktionärs RAG-Stiftung das Kontrollgremium geleitet hatte.

Müller hatte im Februar vor dem Hintergrund seiner Erkrankung angekündigt, seine Ämter in der Revier-Wirtschaft niederlegen zu wollen. Als Anerkennung für seine Leistungen war er unter anderem zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats ernannt worden. "Damit geht der letzte Ruhrbaron", stellte Aktionärssprecher Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz fest. Evonik-Chef Kullmann betonte: "Ohne Sie, Herr Müller, würde es Evonik nicht geben."

Als Nachfolger für Müller im Kontrollgremium des Essener Chemiekonzerns wählten die Mitglieder am Mittwoch den bisherigen Chef des Kohlekonzerns RAG, Bernd Tönjes. Tönjes wechselt auch an die Spitze der RAG-Stiftung, die unter anderem dafür zuständig ist, dass nach der Beendigung des Bergbaus die dauerhaften Folgekosten nicht von der öffentlichen Hand bezahlt werden müssen. Tönjes würdigte, sein Vorgänger sei der "Architekt der Neuausrichtung" gewesen./uta/DP/tos

23.05.2018

Devisen: Eurokurs fällt deutlich - Türkische Lira setzt Talfahrt fort

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch nach schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone stark unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1715 US-Dollar. Zeitweise hatte der Euro mit 1,1699 Dollar den niedrigsten Stand seit November 2017 erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1708 (Dienstag: 1,1794) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8541 (0,8479) Euro.

Die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone hatten sich im Mai deutlich eingetrübt. Die von Markit erhobenen Indikatoren signalisieren sowohl für die Industrie als auch im Dienstleistungssektor eine Abschwächung der Wachstumsdynamik. Volkswirte hatten insgesamt mit einer Stabilisierung gerechnet. Vor allem die Zahlen aus Deutschland enttäuschten. Sollte es tatsächlich zu einer merklichen Abschwächung der Konjunktur kommen, könnte dies den Ausstieg der EZB aus ihrer lockeren Geldpolitik verlangsamen.

"Die heutigen Daten deuten darauf hin, dass das schwächere Wirtschaftswachstum im ersten Quartal, wie von uns vermutet, kein Ausreißer war", kommentierte Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil. Die EZB werde sich wohl allmählich Sorgen um die Konjunktur machen. Das Anleihekaufprogramm dürfte zwar im Dezember auslaufen. "Aber eine erste Zinserhöhung wird noch lange auf sich warten lassen", so Weil.

Außerdem lastet weiterhin die Regierungsbildung in Italien auf dem Euro. Die Ernennung einer Regierung aus der eurokritischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega lässt noch auf sich warten. Allerdings steht der Politik-Quereinsteiger Giuseppe Conte offenbar vor der Ernennung zum Ministerpräsidenten. Die Finanzmärkte sehen mit großer Skepsis auf die neue Regierung, da sie trotz der sehr hohen Staatsverschuldung Italiens Mehrausgaben etwa durch Steuersenkungen plant und auf Distanz zur EU gehen könnte.

Der rasante Wertverfall der türkischen Währung hat sich unterdessen fortgesetzt. Für einen Dollar mussten am Vormittag bis zu 4,92 Lira und für einen Euro bis zu 5,77 Lira gezahlt werden, und damit jeweils so viel wie noch nie. Seit Beginn des Jahres hat die türkische Währung zum Euro etwa 25 Prozent an Wert verloren. Die türkische Notenbank unternahm am Mittwoch zunächst nichts gegen den anhaltenden Kursverfall. Die Devisenexperten der Commerzbank sprechen bereits von einer "Währungskrise".

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87953 (0,87688) britische Pfund, 128,61 (130,70) japanische Yen und 1,1598 (1,1738) Schweizer Franken fest. Gefixt wurde die Feinunze Gold in London mit 1289,00 (1293,05) Dollar./jsl/tos/he

23.05.2018

ROUNDUP: Koalition schnürt Milliardenpaket gegen Personalnot in der Pflege

(neu: Reaktionen im 3. Absatz)

BERLIN (dpa-AFX) - Ein Milliardenpaket für mehr neue Stellen und bessere Arbeitsbedingungen soll den Personalnotstand in der Pflege lindern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin, es gehe um erste wichtige Maßnahmen, um die "Vertrauenskrise" wegen fehlender Fachkräfte und hoher Belastungen zu überwinden. Die große Koalition einigte sich auf Eckpunkte für ein "Sofortprogramm", das zum 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. Ein zentrales Ziel ist, in der Altenpflege insgesamt 13 000 zusätzliche Stellen zu schaffen - im Koalitionsvertrag waren noch 8000 genannt worden. Bezahlt werden soll das Paket überwiegend von der gesetzlichen Krankenversicherung.

Spahn sprach von einer "klaren Botschaft", dass die Politik die Situation verstanden habe. Das Programm sei ein wichtiger Baustein, um offene Stellen nach und nach besetzen zu können. In der Alten- und Krankenpflege sind bundesweit rund 35 000 Stellen für Fachkräfte und Helfer offen. Seit längerem wird auch dafür geworben, Teilzeitkräfte wieder in volle Stellen zu bringen und Aussteiger zurückzugewinnen. SPD-Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar sagte: "Die Botschaft, dass es weiteren dringenden Handlungsbedarf gibt, ist angekommen." Ziel sei, dass schnell spürbare Verbesserungen bei den Pflegekräften ankommen.

Der Krankenkassen-Spitzenverband bezeichnete die zusätzlichen Pflege-Stellen als guten ersten Schritt. Die geplante Querfinanzierung aus der Krankenversicherung "sehen wir jedoch skeptisch", sagte ein Sprecher. Die Grünen sehen vor Spahn noch einen "meilenweiten Weg, um den Notstand tatsächlich zu beheben". Der Paritätische Gesamtverband mahnte ein Gesamtkonzept an - mittelfristig fehlten 100 000 Pflegekräfte.

Wesentliche Punkte des Programms, das über den Sommer auf den Weg ins Gesetzgebungsverfahren gebracht werden soll:

ALTENPFLEGE: Damit in allen 13 000 Einrichtungen der Altenpflege in Deutschland etwas ankommen kann, legen Union und SPD bei der Zahl der angestrebten zusätzlichen Stellen nach. Wie viele es konkret sind, hängt von der Größe ab: Bei bis zu 40 Bewohnern soll es eine halbe Pflegestelle extra geben, bei 41 bis 80 eine Stelle, bei 81 bis 120 Bewohnern 1,5 Stellen und bei größeren Einrichtungen zwei Stellen. Aus Sicht des Sozialverbands VdK geht dies in die richtige Richtung, kann allerdings nur ein Anfang sein. "Wir brauchen gerade vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl älterer Menschen mit einem höheren Pflegebedarf mindestens 60 000 zusätzliche Pflegefachkräfte", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

KRANKENPFLEGE: Mit mehr Anreizen will die Bundesregierung auch in den Krankenhäusern ansetzen. Jede aufgestockte Pflegestelle am Bett sollen künftig komplett die Krankenkassen bezahlen. Dies soll ein auslaufendes Förderprogramm ersetzen, bei dem die Kliniken noch zehn Prozent selbst tragen müssen und Zahlungen in der Höhe begrenzt sind. Noch rückwirkend für dieses Jahr sollen auch Tarifsteigerungen voll von den Kassen übernommen werden. Hintergrund ist, dass die jetzige Teilung solcher Mehrkosten teils Einsparungen bei der Pflege zur Folge hatte. Auch die Auszubildenden-Vergütungen im ersten Jahr sollen die Krankenversicherungen voll und nicht nur anteilig zahlen.

FINANZIERUNG: Das Paket umfasst rund eine Milliarde Euro jährlich. Dabei dürften allein die 13 000 neuen Pflegestellen mit bis zu 650 Millionen Euro zu Buche schlagen, wie es in Regierungskreisen hieß. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen dafür nicht extra zur Kasse gebeten werden. Angesichts von 30 Milliarden Euro Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherung bestehe für Beitragserhöhungen kein Anlass. Der GKV-Spitzenverband reagierte skeptisch auf eine solche Querfinanzierung. "Wenn hier mit einem Finanztransfer von der Kranken- in die Pflegeversicherung begonnen wird - wo hört das dann auf?" Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßte es, die Kassen mit in die Pflicht zu nehmen, was steigende Kosten der Heimbewohner aber nicht stoppen werde. Der Bund müsse auch Steuermittel in die Pflege geben.

BESSERE ARBEITSBEDINGUNGEN: Um den oft belastenden Arbeitsalltag zu entzerren, sollen sich Pflegekräfte weniger mit Bürokratie aufhalten müssen. Deswegen soll die Anschaffung digitaler Lösungen etwa für Dokumentationen oder Abrechnungen mit bis zu 12 000 Euro bezuschusst werden. Für die betriebliche Gesundheitsförderung in Kliniken und Pflegeheimen sollen 70 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich her. Da Pfleger oft Schicht-, Wochenend- und Nachtdienste machen, soll auch eine bessere Kinderbetreuung jenseits üblicher Kita-Öffnungszeiten für zunächst vier Jahre besonders gefördert werden./sam/DP/tos

23.05.2018

BMW investiert 300 Millionen Euro in Standort Leipzig

LEIPZIG (dpa-AFX) - Der Münchner Autobauer BMW investiert in den kommenden Jahren 300 Millionen Euro in sein Leipziger Werk. Mit dem Geld soll die jährliche Produktionskapazität von derzeit etwa 250 000 Fahrzeugen auf rund 350 000 Fahrzeuge im Jahr 2020 erweitert werden, wie das Unternehmen am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Die Bauarbeiten zum Ausbau des Werkes sind bereits im Gange. Mit den eingeleiteten Schritten werde der Standort noch flexibler und effizienter gemacht, sagte Oliver Zipse, Vorstand Produktion der BMW AG. Derzeit arbeiten rund 5300 Menschen am Leipziger BMW-Standort.

"Die Werkserweiterung ist ein deutliches Zeichen, das Sachsen als Industrieland weiter stärkt und gute Arbeitsplätze für die Leipziger Region sichert", betonte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Seit Beginn der Serienproduktion im März 2005 wurden nach BMW-Angaben mehr als 2,3 Millionen Fahrzeuge in Leipzig gebaut und insgesamt rund drei Milliarden Euro investiert./jan/DP/tos

23.05.2018

Aktien New York: Dow dämmt Verluste nur wenig ein nach Fed-Sitzungsprotokoll

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Mittwoch nach Veröffentlichung des Protokolls zur letzten Sitzung der US-Notenbank Fed seine Verluste nur wenig eingedämmt. Zuletzt stand der New Yorker Leitindex noch 0,20 Prozent im Minus bei 24 784,92 Punkten. Damit knüpfte er an die Gewinnmitnahmen vom Vortag an, als er klar unter die jüngst wieder geknackte 25 000-Punkte-Marke gerutscht war.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,04 Prozent auf 2723,43 Punkte nach unten. Dagegen drehte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 nach der Protokoll-Veröffentlichung ins Plus und gewann 0,36 Prozent auf 6918,16 Punkte.

Einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Währungshüter im Juni steht offenbar nichts mehr im Wege. Die meisten Mitglieder halten eine baldige Anhebung für wahrscheinlich angemessen, wie aus dem Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 1. und 2. Mai hervorgeht.

Die Fed hatte Anfang Mai bei ihrem allmählichen geldpolitischen Straffungskurs eine Pause eingelegt und den Leitzins unverändert innerhalb einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent gelassen. Für die kommende Sitzung Mitte Juni dagegen wird an den Finanzmärkten inzwischen fest mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Unterschiedliche Meinungen habe es jedoch zu der Frage gegeben, wie viele Zinserhöhungen in Zukunft angemessen seien, hieß es weiter in dem Protokoll. Ein moderater Anstieg der Inflation über die angepeilten zwei Prozent hinaus könne unterdessen sogar hilfreich sein. Steigende Zinsen signalisieren einerseits positive Konjunkturerwartungen, schmälern andererseits aber die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie etwa Staatsanleihen.

Am Dow-Ende stach zur Wochenmitte der Industriekonzern General Electric (GE) nach düsteren Zukunftsaussagen von Unternehmenschef John Flannery mit einem Kursrutsch von siebeneinhalb Prozent heraus. Für die nun fast einjährige Amtszeit von Flannery steht eine Kurshalbierung und damit die mit Abstand schlechteste Entwicklung aller Dow-Mitglieder zu Buche.

Flannery warnte auf einer Branchenveranstaltung, dass die Herausforderungen für das Traditionsunternehmen nicht so schnell weichen dürften. So könnte die schleppende Nachfrage für Gasturbinen die Aussichten des Kraftwerksgeschäfts noch auf Jahre hinaus trüben - ein Bereich, der aktuell auch dem deutschen Rivalen Siemens schwer zu schaffen macht.

Geschäftszahlen des Juweliers Tiffany und des Einzelhändlers Target stießen auf ein unterschiedliches Echo. Bei Tiffany konnten sich die Anleger dank des guten Umsatzwachstums im ersten Quartal, des angehobenen Jahresgewinnziels und des angekündigten, milliardenschweren Aktienrückkauf-Programms bei 125,50 US-Dollar über ein Rekordhoch der Papiere freuen. Zuletzt behaupteten sie ein Plus von knapp 22 Prozent auf 124,57 Dollar. Dagegen enttäuschte Target zu Jahresbeginn die Gewinnerwartungen - die Aktien büßten fünfeinhalb Prozent ein.

Derweil geht der Bieterkampf um den Unterhaltungskonzern 21st Century Fox weiter, was dessen Papiere um knapp anderthalb Prozent steigen ließ. Der größte US-Kabelanbieter Comcast bestätigte sein Interesse an Teilen des Unternehmens. Er ist eigenen Angaben zufolge mit seinen Vorkehrungen für ein höheres Gegenangebot zur Offerte des Entertainment-Riesen Walt Disney in einem fortgeschrittenen Stadium. Eigentlich hatte sich Disney bereits mit Fox auf dessen Übernahme für 52 Milliarden Dollar geeinigt. Die Aktien von Comcast und Disney verloren 1,74 beziehungsweise rund 1 Prozent./gl/he

23.05.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Handelssorgen drücken Dax unter 13 000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Neu aufgeflammte Befürchtungen im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt in die Flucht getrieben. Der Leitindex Dax sackte am Mittwoch unter die viel beachtete Marke von 13 000 Punkten und schloss 1,47 Prozent tiefer bei 12 976,84 Punkten. Für den MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, ging es um 1,07 Prozent auf 26 699,10 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,78 Prozent auf 2796,27 Punkte.

Begründet wurden die Verluste vor allem mit Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach er mit den amerikanisch-chinesischen Handelsgesprächen unzufrieden sei. Dies hätten Anleger als Anlass genutzt, ihre Aktienpositionen nach den klaren Vortagesgewinnen zu bereinigen, sagte Börsenexperte David Madden vom Handelshaus CMC Markets.

In dem sehr trüben Umfeld verzeichneten mit Ausnahme von SAP alle im Leitindex gelisteten Aktien Verluste. Am deutlichsten nach unten ging es mit den Papieren der Deutschen Lufthansa , die um 3,74 Prozent auf 24,18 Euro absackten. Die Anteilscheine der Fluggesellschaft hatten vergangenes Jahr um gut 150 Prozent zugelegt und waren damit der unangefochtene Überflieger unter den Dax-Werten gewesen. Nun nahmen Anleger Gewinne mit.

Die Aktien von CTS Eventim setzten sich am Mittwoch mit einem Kursgewinn von gut 4 Prozent klar an der MDax-Spitze. Der Veranstalter und Ticketverkäufer war zum Jahresauftakt dank eines starken Tournee- und Festivalgeschäfts unerwartet kräftig gewachsen.

Im TecDax gehörten die Papiere von Pfeiffer Vacuum mit einem moderaten Anstieg zu den wenigen Gewinnern. Der Pumpenspezialist hatte seine Prognosen für 2018 konkretisiert.

Bei den Anteilscheinen des Automatisierungsspezialisten und TecDax-Neulings Isra Vision wurde ein Aktiensplit vollzogen. Die Aktionäre erhielten für jedes Papier vier weitere Anteile. Am Dienstag hatten die Isra-Aktien das Xetra-Hauptgeschäft mit 217,50 Euro beendet, was nach dem Split einem Kurs von 43,50 Euro entspräche. Die Papiere schlossen bei 46,00 Euro und verbuchten damit ein rechnerisches Plus von rund 6 Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,27 Prozent auf 3541,82 Punkte ein. Auch der FTSE 100 in London und der Pariser CAC 40 verloren mehr als 1 Prozent. Der Dow Jones Industrial in New York hingegen gab zum Börsenschluss am deutschen Markt nur etwas nach.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,38 Prozent am Vortag auf 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 140,36 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,37 Prozent auf 159,65 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1708 (Dienstag: 1,1794) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8541 (0,8479) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

23.05.2018

Aktien Europa Schluss: Gewinnmitnahmen nach gutem Lauf

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Mittwoch durch die Bank deutlich nachgegeben. Die Gewinnmitnahmen nach der zuletzt starken Kursentwicklung ähnelten dem Handelsgeschehen an der Wall Street, wo die Abschläge allerdings moderater ausfielen. Der weiter schwache Euro , der Produkte der hiesigen Unternehmen für Käufer außerhalb des Währungsraums verbilligt, half den Notierungen diesmal nicht.

Zum Börsenschluss notierte der EuroStoxx 50 1,27 Prozent tiefer bei 3541,82 Punkten. Zuletzt hatte sich der Leitindex der Eurozone allerdings auf dem höchsten Niveau seit Anfang Februar bewegt.

Der französische CAC-40-Index zollte zur Wochenmitte mit einem Minus von 1,32 Prozent auf 5565,85 Punkte ebenfalls seiner vorangegangenen Stärke Tribut, die ihm sogar die höchsten Kursstände seit über zehn Jahren beschert hatte. Der jüngst rekordhohe britische FTSE 100 verlor 1,13 Prozent auf 7788,44 Zähler. In Italien ging es für den FTSE MIB , der sich vortags von einer mehrtägigen Verlustserie erholt hatte, um 1,31 Prozent auf 22 911,71 Zähler bergab./gl/he

23.05.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Dax sackt ab und bleibt unter 13 000 Punkten hängen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Neu aufgeflammte Befürchtungen im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt in die Flucht getrieben. Der Leitindex Dax sackte am Mittwoch unter die viel beachtete Marke von 13 000 Punkten und schloss 1,47 Prozent tiefer bei 12 976,84 Punkten. Für den MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, ging es um 1,07 Prozent auf 26 699,10 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,78 Prozent auf 2796,27 Punkte.

Begründet wurden die markanten Verluste vor allem mit Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach er mit den amerikanisch-chinesischen Handelsgesprächen unzufrieden sei. Dies hätten Anleger als Anlass genutzt, ihre Aktienpositionen nach den klaren Vortagesgewinnen zu bereinigen, sagte Börsenexperte David Madden vom Handelshaus CMC Markets./la/he

23.05.2018

ROUNDUP/Aktien New York: Weitere Gewinnmitnahmen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street haben am Mittwoch zunächst erneut Gewinne mitgenommen. Neben dem weiter erstarkenden US-Dollar, der den Export amerikanischer Produkte ins Ausland erschweren kann, bremste die anhaltende Unsicherheit über das eigentlich Mitte Juni in Singapur geplante Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die Kaufbereitschaft der Anleger. Zudem warten sie auf das im weiteren Tagesverlauf anstehende Protokoll der jüngsten US-Notenbank-Sitzung, von dem sie sich Hinweise auf die weitere Zinsentwicklung erhoffen.

Knapp anderthalb Stunden nach Handelsbeginn verlor der Dow Jones Industrial 0,55 Prozent auf 24 697,97 Punkte. Damit knüpfte der US-Leitindex an seine schwache Vortagsentwicklung an, als er klar unter die jüngst wieder geknackte 25 000-Punkte-Marke gerutscht war. Der marktbreite S&P-500-Index sank am Mittwoch um 0,51 Prozent auf 2710,61 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 0,50 Prozent auf 6859,42 Punkte nach.

Aktuelle Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten hatten keinen erkennbaren Einfluss auf die Aktienkurse. Während die Verkäufe neuer Häuser im April weniger stark gesunken waren als erwartet, wurde die erste Schätzung für den Anstieg im Vormonat halbiert. Die vom Markit-Institut ermittelten Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor fielen weitgehend erwartungsgemäß aus.

Am Aktienmarkt stachen der Juwelier Tiffany und der Einzelhändler Target heraus. Bei Tiffany konnten sich die Anleger dank des guten Umsatzwachstums im ersten Quartal, des angehobenen Jahresgewinnziels und des angekündigten, milliardenschweren Aktienrückkauf-Programms bei 119,60 US-Dollar über ein Rekordhoch der Papiere freuen. Zuletzt behaupteten sie ein Plus von über 16 Prozent auf 118,81 Dollar. Dagegen enttäuschte Target zu Jahresbeginn die Gewinnerwartungen - die Aktien büßten knapp fünfeinhalb Prozent ein.

Derweil geht der Bieterkampf um den Unterhaltungskonzern 21st Century Fox weiter, was dessen Papiere zumindest um 0,73 Prozent steigen ließ. Der größte US-Kabelanbieter Comcast bestätigte sein Interesse an Teilen des Unternehmens. Er ist eigenen Angaben zufolge mit seinen Vorkehrungen für ein höheres Gegenangebot zur Offerte des Entertainment-Riesen Walt Disney in einem fortgeschrittenen Stadium. Eigentlich hatte sich Disney bereits mit Fox auf dessen Übernahme für 52 Milliarden Dollar geeinigt. Die Aktien von Comcast und Disney verloren jeweils rund 2 Prozent./gl/he

23.05.2018

Aktien New York: Weitere moderate Gewinnmitnahmen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street haben am Mittwoch zunächst erneut Gewinne mitgenommen. Neben dem weiter erstarkenden US-Dollar, der den Export amerikanischer Produkte ins Ausland erschweren kann, bremste die anhaltende Unsicherheit über das eigentlich Mitte Juni in Singapur geplante Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die Kaufbereitschaft der Anleger. Zudem warten sie auf das im weiteren Tagesverlauf anstehende Protokoll der jüngsten US-Notenbank-Sitzung, von dem sie sich Hinweise auf die weitere Zinsentwicklung erhoffen.

Eine Dreiviertelstunde nach Handelsbeginn verlor der Dow Jones Industrial 0,23 Prozent auf 24 778,39 Punkte. Damit knüpfte der US-Leitindex an seine schwache Vortagsentwicklung an, als er klar unter die jüngst wieder geknackte 25 000-Punkte-Marke gerutscht war. Der marktbreite S&P- 500-Index sank am Mittwoch um 0,18 Prozent auf 2719,66 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gab um 0,11 Prozent auf 6885,96 Punkte nach./gl/he

23.05.2018

Aktien Frankfurt: Dax fällt deutlich und bleibt unter 13 000 Punkten hängen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Befürchtungen im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte in die Flucht getrieben. Begründet wurden die markanten Verluste vor allem mit Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach er mit den amerikanisch-chinesischen Handelsgesprächen unzufrieden sei. Dies hätten Investoren als Anlass genutzt, ihre Aktienpositionen nach den klaren Vortagesgewinnen zu bereinigen, sagte Börsenexperte David Madden von CMC Markets.

Der Dax sackte unter die vielbeachtete Marke von 13 000 Punkten und notierte zuletzt 1,70 Prozent tiefer bei 12 945,73 Zählern. Der MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, fiel um 1,14 Prozent auf 26 680,60 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,27 Prozent auf 2782,56 Punkte. Für den Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,52 Prozent auf 3532,86 Punkte abwärts.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von CTS Eventim mit einem Kursgewinn von 3,4 Prozent an der MDax-Spitze. Der Konzertveranstalter und Ticketverkäufer ist zum Jahresauftakt dank eines starken Tournee- und Festivalgeschäfts unerwartet kräftig gewachsen. Von Januar bis März erhöhte sich der Konzernumsatz um knapp ein Drittel. Mit einem operativen Ergebnis (bereinigtes Ebitda) von 55,4 Millionen Euro übertraf das Unternehmen ebenfalls die Erwartungen.

Im TecDax gehörten die Papiere von Pfeiffer Vacuum mit einem Anstieg von 0,5 Prozent zu den attraktivsten Werten. Der Pumpenspezialist konkretisierte seine Prognosen für 2018. Der Umsatz dürfte von den 587 Millionen Euro des Vorjahres auf 640 bis 660 Millionen Euro steigen, die Profitabilität (Ebit-Marge) von 12,2 Prozent auf 14 bis 16 Prozent zulegen. Zuversicht gibt Pfeiffer Vacuum eine gute Auftragslage.

Bei den Titeln des Automatisierungsspezialisten und TecDax-Neulings Isra Vision wurde am Mittwoch ein Aktiensplit vollzogen. Die Aktionäre erhalten für jedes Papier vier weitere Anteile. Am Dienstag hatten die Isra-Aktien das Xetra-Hauptgeschäft mit 217,50 Euro beendet, was nach dem Split einem Kurs von 43,50 Euro entspräche. Zuletzt notierten die Papiere bei knapp 45 Euro und verbuchten damit ein rechnerisches Plus von 3,3 Prozent. Unternehmen führen Aktiensplits oftmals durch, wenn die Anteilsscheine optisch teuer erscheinen, um sie vor allem für Privatanleger wieder interessanter zu machen.

Die Restaurantkette Vapiano schraubt weiter an ihrer Profitabilität. Die Eröffnung neuer Restaurants, optimierte Abläufe und Standards sowie die inzwischen in der Hälfte der Filialen angebotenen Take-away- und Lieferservices führten zu Umsatz- und Ergebniszuwächsen. Die Anleger hatten aber offenbar mehr erwartet, denn die Aktien verloren am Mittwoch knapp 2 Prozent. Seit dem Börsengang vor knapp einem Jahr haben sich die Vapiano-Papiere mehr oder weniger nur seitwärts entwickelt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,38 Prozent am Vortag auf 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 140,36 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,43 Prozent auf 159,75 Punkte. Der Euro hielt sich nur knapp über der Marke von 1,17 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1794 (Montag: 1,1759) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8479 (0,8504) Euro gekostet./edh/fba

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

23.05.2018

Aktien New York Ausblick: Weitere Verluste erwartet - Fed-Protokoll im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Gewinnmitnahmen an der Wall Street dürften sich am Mittwoch fortsetzen. Unsicherheit um das Mitte Juni geplante Treffen der Spitzen von USA und Nordkorea, schwache Wirtschaftsdaten aus Europa und die Währungskrise in der Türkei boten den Anlegern Argumente, in die Defensive zu gehen. Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor Handelsstart 0,6 Prozent tiefer auf 24 686 Punkte.

Auch in den USA wird kurz nach Handelsstart das aktuelle Stimmungsbild der Einkaufsmanager aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor veröffentlicht. Ihre Kollegen aus Deutschland, Frankreich und damit der gesamten Eurozone hatten zuvor die Markterwartungen enttäuscht.

Im späteren Handel folgt dann das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung, von dem sich die Anleger Hinweise auf die weitere Zinsentwicklung erhoffen. In den letzten Wochen sind die Leitzinserwartungen laut den Experten der Helaba sukzessive gestiegen, ein dritter zusätzlicher Zinsschritt bis zum Jahresende sei aber damit noch nicht vollständig eingepreist.

Unter den Einzelwerten zeigten Target und Tiffany deutliche Ausschläge. Papiere des Juweliers schossen um über 14 Prozent nach oben. Das Unternehmen überzeugte nicht nur im ersten Quartal mit seinem Umsatzwachstum, sondern stockte auch sein Gewinnziel für das Gesamtjahr auf. Als Sahnehäubchen wurden zudem Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe angekündigt.

Deutlich abwärts ging es mit minus 6 Prozent für die Aktien des Einzelhändlers Target. Der Konzern enttäuschte die Gewinnerwartungen. Laut einem Analyst unterstrich das erste Quartal, dass der harte Konkurrenzkampf noch teurer werden könnte./ag/she

23.05.2018

INDEX-MONITOR: Dem TecDax droht ein Schattendasein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die neuen Regeln der Deutschen Börse für Technologiewerte wirbeln den MDax und den SDax kräftig auf. Einige Unternehmen aus den so genannten klassischen Branchen bangen bereits um ihren Platz, den sie womöglich für einen der 30 Werte aus dem TecDax räumen müssen. Die TecDax-Unternehmen können sich hingegen über mehr Aufmerksamkeit freuen, die ihnen im MDax oder SDax zugute kommt. Der deutsche Technologie-Index selbst dürfte aus dem Fokus vieler Investoren verschwinden.

Die Umstellung der Indizes zum 24. September gefährdet laut Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers und Index-Experte Uwe Streich von der LBBW etwa den Verbleib von Ceconomy im MDax. Der Elektronikhändler dürfte ebenso wie der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones in den SDax absteigen.

Grund ist der am Streubesitz gemessener Börsenwert. Denn: Die Aufnahme von TecDax-Schwergewichten wie etwa Wirecard , United Internet , Qiagen und bereits ab Juni Siemens Healthineers bringt die kleinsten MDax-Werte unter Druck. Da die Anzahl der MDax-Mitglieder nur von 50 auf 60 steigt, gibt es schlicht nicht genügend Plätze.

Neben sämtlichen Telekomwerten aus dem TecDax dürften laut Streich auch Sartorius , Siltronic , Morphosys , die Software AG sowie Cancom und Evotec bald im MDax vertreten sein.

Bei Carl Zeiss Meditec , Bechtle , Nemetschek oder Jenoptik dagegen mangelt es noch am Börsenumsatz. Sie dürften sich daher im SDax wiederfinden, der von 50 auf 70 Werte aufgestockt wird. Wegen eines im Vergleich zu geringen Börsenumsatzes dürfte dann auch die Büroimmobiliengesellschaft Alstria Office in den SDax absteigen. Noch ist sie im MDax gelistet.

Allerdings sind das alles laut Streich zurzeit nur grobe Annahmen. "In den kommenden Monaten kann sich noch so einiges ändern", betont der LBBW-Analyst. "Der TecDax hingegen wird mit diesen Neuerungen in der Wahrnehmung weiter verlieren und allenfalls noch bei ein paar Puristen Beachtung finden", ist sich Streich aber sicher. Denn auch wenn die Deutsche Telekom , Infineon und SAP dort aufgenommen werden, "bilden Dax , MDax und SDax bereits alle Werte ab, die die Investoren brauchen"./ck/mis/fba

23.05.2018

Aktien Frankfurt: Dax fällt wieder unter 13 000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Diverse Belastungsfaktoren haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte die Laune verdorben. Neben unerwartet schwachen Konjunkturdaten sorgten auch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die Verhandlungen mit China wegen des Handelskonflikts erst am Anfang stünden, für Verunsicherung. Ferner sandten das von Trump in Frage gestellte Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sowie die antieuropäische Haltung der neuen italienischen Regierung negative Impulse.

Der Dax sackte unter die vielbeachtete Marke von 13 000 Punkten und notierte zuletzt 1,55 Prozent tiefer bei 12 966,43 Zählern. Der MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, fiel um 1,02 Prozent auf 26 714,52 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,01 Prozent auf 2789,68 Punkte. Für den Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,34 Prozent auf 3539,33 Punkte abwärts.

Die Stimmung der Unternehmen im Euroraum hat sich im Mai überraschend den vierten Monat in Folge eingetrübt. Der vom Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex fiel um 1,0 Punkte auf 54,1 Punkte und rutschte damit auf den tiefsten Stand seit November 2016. Analysten hatten damit gerechnet, dass sich der an den Finanzmärkten stark beachtete Stimmungsindikator stabilisiert und die Sorgen vor einem Abflauen des Wachstums nachlassen. Vor allem die Daten aus Deutschland enttäuschten. In der größten Volkswirtschaft der Eurozone gab es laut Markit einen Stimmungsdämpfer in der Industrie und im Bereich Dienstleistungen.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von CTS Eventim mit einem Kursgewinn von 3,6 Prozent an der MDax-Spitze. Der Konzertveranstalter und Ticketverkäufer ist zum Jahresauftakt dank eines starken Tournee- und Festivalgeschäfts unerwartet kräftig gewachsen. Von Januar bis März erhöhte sich der Konzernumsatz um knapp ein Drittel. Mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 55,4 Millionen Euro übertraf das Unternehmen ebenfalls die Erwartungen.

Die Papiere von Pfeiffer Vacuum waren mit einem unterdurchschnittlichen Kursrückgang von 0,1 Prozent Spitzenreiter im TecDax. Der Pumpenspezialist konkretisierte seine Prognose für 2018. Der Umsatz dürfte von den 587 Millionen Euro des Vorjahres auf 640 bis 660 Millionen Euro steigen, die Profitabilität (Ebit-Marge) von 12,2 Prozent auf 14 bis 16 Prozent zulegen. Zuversicht gibt Pfeiffer Vakuum eine gute Auftragslage.

Bei den Titeln des Automatisierungsspezialisten und TecDax-Neulings Isra Vision wurde am Mittwoch ein Aktiensplit vollzogen. Die Aktionäre erhalten für jedes Papier vier weitere Anteile. Am Dienstag hatten die Isra-Aktien das Xetra-Hauptgeschäft mit 217,50 Euro beendet, was nach dem Split einem Kurs von 43,50 Euro entspräche. Zuletzt notierten die Papiere bei 46 Euro und verbuchten damit ein rechnerisches Plus von 5,7 Prozent. Unternehmen führen Aktiensplits oftmals durch, wenn die Anteilsscheine optisch teuer erscheinen, um sie - vor allem für Privatanleger - wieder interessanter zu machen.

Die Aktien des Lkw-Zulieferes SAF-Holland drehten nach einem Großauftrag ins Plus und notierten zuletzt 1,7 Prozent über dem Vortagesschlusskurs. Künftig werde Nordamerikas größter Mietflottenbetreiber XTRA Lease mit Trailer-Achssystemen mit integrierter Scheibenbremstechnologie beliefert./edh/she

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

23.05.2018

ROUNDUP: US-Notenbanker gehen von baldiger Zinsanhebung aus

WASHINGTON (dpa-AFX) - Einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im Juni steht offenbar nichts mehr im Wege. Die meisten Mitglieder halten eine baldige Anhebung für wahrscheinlich, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 1. und 2. Mai hervorgeht.

Die Fed hatte Anfang Mai bei ihrem allmählichen geldpolitischen Straffungskurs eine Pause eingelegt und den Leitzins unverändert innerhalb einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent gelassen. Für die kommende Sitzung Mitte Juni dagegen wird an den Finanzmärkten inzwischen fest mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Unterschiedliche Meinungen habe es jedoch zu der Frage gegeben, wie viele Zinserhöhungen in Zukunft angemessen seien, hieß es weiter in dem Protokoll. Zwar liegt die Inflation inzwischen mit 2,5 Prozent bereits über dem von den Währungshütern angepeilten Ziel von zwei Prozent. Ein moderater Anstieg der Inflation über das Ziel hinaus könne aber hilfreich sein, um die langfristigen Inflationserwartungen zu festigen, hieß es in dem Protokoll. Es sei noch zu früh, um von einer stabilen Inflation nahe zwei Prozent auszugehen, nachdem sich die Teuerung mehrere Jahre lang beharrlich unter dem Zielwert gehalten hatte.

Einige Währungshüter äußerten laut dem Protokoll Bedenken wegen der jüngsten Verflachung der sogenannten Zinsstrukturkurve, was bedeutet, dass der Abstand zwischen den langfristigen und den kurzfristigen Zinsen sinkt. Die betreffenden Notenbanker sprachen sich dafür aus, die Entwicklung im Blick zu behalten, weil eine inverse Zinsstrukturkurve, also ein Absinken der langfristigen unter die kurzfristigen Zinsen eine Rezession signalisieren könnte.

An den Finanzmärkten gab es verhaltene Reaktionen auf die Veröffentlichung. Der Eurokurs fiel kurzzeitig leicht auf sein Tagestief von 1,1676 US-Dollar, legte im Anschluss aber wieder zu und kletterte über 1,17 Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere gab leicht nach. Am US-Aktienmarkt wurden die vorherigen Verluste zunächst etwas eingedämmt./tos/he

23.05.2018

US-Notenbanker gehen von baldiger Zinsanhebung aus

WASHINGTON (dpa-AFX) - Einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im Juni steht offenbar nichts mehr im Wege. Die meisten Mitglieder halten eine baldige Anhebung für wahrscheinlich angemessen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 1. und 2. Mai hervorgeht.

Die Fed hatte Anfang Mai bei ihrem allmählichen geldpolitischen Straffungskurs eine Pause eingelegt und den Leitzins unverändert innerhalb einer Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent gelassen. Für die kommende Sitzung Mitte Juni dagegen wird an den Finanzmärkten inzwischen fest mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Unterschiedliche Meinungen habe es jedoch zu der Frage gegeben, wie viele Zinserhöhungen in Zukunft angemessen seien, hieß es weiter in dem Protokoll. Ein moderater Anstieg der Inflation über die angepeilten zwei Prozent hinaus könne unterdessen sogar hilfreich sein.

An den Finanzmärkten gab es verhaltene Reaktionen auf die Veröffentlichung. Der Eurokurs fiel kurzzeitig leicht auf sein Tagestief von 1,1676 US-Dollar, legte im Anschluss aber wieder zu. Die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere gab leicht nach. Am US-Aktienmarkt dämmten die Kurse ihre vorherigen Verluste zunächst etwas ein./tos/he

23.05.2018

Designierter Regierungschef: Italiens Interessen in EU vertreten

ROM (dpa-AFX) - Der designierte italienische Regierungschef Giuseppe Conte will die Interessen seines Landes in der EU verteidigen. Bei seiner ersten öffentlichen Ansprache in der Rolle des künftigen Ministerpräsidenten betonte der Jurist die "internationale und europäische Aufstellung Italiens". Er wolle jetzt als "Verteidiger des italienischen Volkes" die nationalen Interessen auf EU- und internationaler Ebene verteidigen, erklärte Conte am Mittwoch in Rom.

Zuvor hatte Staatspräsident Sergio Mattarella dem Politik-Quereinsteiger den Auftrag gegeben, eine Regierung der europakritischen Parteien Fünf-Sterne-Bewegung und Lega zu bilden. Die Regierung muss noch vom Parlament bestätigt werden, in dem Lega und Sterne eine Mehrheit haben./reu/DP/he

23.05.2018

WDH/ROUNDUP: Türkische Notenbank kämpft gegen schwache Lira und hebt Zins an

(Grammatikfehler im letzten Absatz beseitigt)

ANKARA/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die türkische Notenbank stemmt sich gegen die Talfahrt der Landeswährung Lira und die hohe Inflation. Einer ihrer Leitzinsen - der Spätausleihungssatz - werde von 13,5 Prozent auf 16,5 Prozent angehoben, teilte die Zentralbank am Mittwoch in Ankara überraschend mit. Ihre anderen beiden Leitzinssätze, den Übernachtsatz und den Satz für einwöchige Ausleihungen, beließ die Zentralbank unverändert bei 9,25 beziehungsweise 8,0 Prozent.

Es handelte sich um eine außerordentliche Sitzung, nachdem die türkische Lira am Mittwoch erneut stark unter Druck geraten war. Die Notenbank begründete die Entscheidung mit der hohen Inflation. Mit höheren Zinsen wolle man für Preisstabilität sorgen. Man sei künftig bereit, alle zur Verfügung stehenden Instrumente falls nötig zu nutzen. Vor allem die immer schwächere Lira hatte zuletzt Einfuhren verteuert und so die Inflation nach oben getrieben. Die nächste reguläre Notenbanksitzung steht am 7. Juni an.

Unterstützung erhielt die Notenbank durch den türkischen Vizepremierminister Mehmet Simsek, der sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter äußerte. "Es ist an der Zeit, die geldpolitische Glaubwürdigkeit wieder herzustellen", so Simsek. Die Türkei stehe zu Wirtschaftsreformen und haushaltspolitischer Disziplin. Die Aussagen sind bemerkenswert, weil sich Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in der Vergangenheit mehrfach für niedrigere Leitzinsen ausgesprochen hatte. Erdogan, der unlängst Neuwahlen im Juni ausgerufen hat, erhofft sich dadurch eine zusätzliche Stärkung des Wirtschaftswachstums. Er stellte sogar die Behauptung auf, dass hohe Zinsen die Inflation anfeuern würden - eine Haltung, die der gängigen ökonomischen Lehre widerspricht.

Die türkische Lira profitierte von der Entscheidung der Notenbank und machte ihre deutlichen Tagesverluste mehr als wett. Am Abend mussten für einen Dollar 4,6054 Lira bezahlt werden. Am Morgen war der Dollar noch auf einen Rekordstand von 4,9253 Lira gestiegen. Auch zum Euro erholte sich die Lira etwas. Seit Beginn des Jahres hat die türkische Währung zum Euro allerdings rund ein Viertel ihres Wertes verloren. Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann sieht in dem jüngsten Kursverfall ein "deutliches Symptom einer Währungskrise"./jsl/tos

23.05.2018

ROUNDUP: Startschuss für Populisten-Regierung in Italien

ROM (dpa-AFX) - Der Weg für die erste Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechtspopulistischer Lega in Italien ist endgültig frei. Staatspräsident Sergio Mattarella gab dem Rechtswissenschaftler Giuseppe Conte am Mittwoch den Regierungsauftrag als Ministerpräsident der europakritischen Koalition. Die künftige Regierung muss noch vom Parlament bestätigt werden, in dem beiden Parteien aber eine Mehrheit haben. Die Abstimmung wird für kommende Woche erwartet.

Für Italien bedeutet die neue Regierung einen radikalen Wandel: Erstmals geht das EU-Gründungsmitglied grundsätzlich auf Distanz zur Staatengemeinschaft. Die Finanzpläne der Koalition bereiten Brüssel und Deutschland große Sorgen, auch an den Finanzmärkten machte sich Unruhe breit. Obwohl Italien das Land mit einer der höchsten Staatsverschuldungen der Welt ist, planen die Fünf Sterne und die Lega gewaltige Mehrausgaben. Sie wollen Steuern senken, ein Grundeinkommen einführen und das Rentenalter wieder absenken.

Auch gibt es Befürchtungen, dass Conte als Quereinsteiger in die Politik zur Marionette der Parteichefs Luigi Di Maio und Matteo Salvini werden könnte. Beide hatten nach der Wahl am 4. März das Amt des Regierungschefs für sich beansprucht und sich nach wochenlangem Ringen auf den Juristen geeinigt. Zuletzt hatten Vorwürfe für Aufsehen gesorgt, Conte habe seinen Lebenslauf geschönt.

Mit Spannung wird die Zusammenstellung des Kabinetts erwartet, und auch da droht Ungemach: Für das Finanzministerium wird der Euro- und Deutschland-Kritiker Paolo Savona gehandelt. Es wird erwartet, dass Lega-Chef Salvini das Innenministerium besetzt und eine harte Hand in Migrationsfragen beweisen will. Di Maio wird im Superministerium für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung gesehen, wo er sich für das Herzensprojekt der Sterne, das bedingungslose Grundeinkommen, einsetzen könnte.

In Italien war die Sehnsucht nach einer gewählten Regierung groß - auch deshalb stößt die Allianz aus den ungleichen Parteien bei vielen auf Zustimmung. Die Alternative wäre eine vom Präsidenten eingesetzte Übergangsregierung und/oder eine Neuwahl gewesen. Die Parlamentswahl war ohne klaren Sieger ausgegangen. Die Lega bekam in einem Mitte-Rechts-Bündnis mehr als 17 Prozent der Stimmen, die Fünf-Sterne-Bewegung wurde stärkste Einzelpartei mit mehr als 32 Prozent. Zusammen haben sie die Mehrheit im Parlament./reu/DP/tos

23.05.2018

Conte bekommt Regierungsauftrag für Populisten-Koalition in Italien

ROM (dpa-AFX) - Der Kandidat der Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtspopulistischen Lega, Giuseppe Conte, hat den Regierungsauftrag in Italien bekommen. Staatspräsident Sergio Mattarella erteilte dem Rechtswissenschaftler am Mittwoch das Mandat, eine Regierung der beiden europakritischen Parteien zu bilden./reu/DP/tos

23.05.2018

ROUNDUP: Türkische Notenbank kämpft gegen schwache Lira und hebt Zins an

ANKARA/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die türkische Notenbank stemmt sich gegen die Talfahrt der Landeswährung Lira und die hohe Inflation. Einer ihrer Leitzinsen - der Spätausleihungssatz - werde von 13,5 Prozent auf 16,5 Prozent angehoben, teilte die Zentralbank am Mittwoch in Ankara überraschend mit. Ihre anderen beiden Leitzinssätze, den Übernachtsatz und den Satz für einwöchige Ausleihungen, beließ die Zentralbank unverändert bei 9,25 beziehungsweise 8,0 Prozent.

Es handelte sich um eine außerordentliche Sitzung, nachdem die türkische Lira am Mittwoch erneut stark unter Druck geraten war. Die Notenbank begründete die Entscheidung mit der hohen Inflation. Mit höheren Zinsen wolle man für Preisstabilität sorgen. Man sei künftig bereit, alle zur Verfügung stehenden Instrumente falls nötig zu nutzen. Vor allem die immer schwächere Lira hatte zuletzt Einfuhren verteuert und so die Inflation nach oben getrieben. Die nächste reguläre Notenbanksitzung steht am 7. Juni an.

Unterstützung erhielt die Notenbank durch den türkischen Vizepremierminister Mehmet Simsek, der sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter äußerte. "Es ist an der Zeit, die geldpolitische Glaubwürdigkeit wieder herzustellen", so Simsek. Die Türkei stehe zu Wirtschaftsreformen und haushaltspolitischer Disziplin. Die Aussagen sind bemerkenswert, weil sich Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in der Vergangenheit mehrfach für niedrigere Leitzinsen ausgesprochen hatte. Erdogan, der unlängst Neuwahlen im Juni ausgerufen hat, erhofft sich dadurch eine zusätzliche Stärkung des Wirtschaftswachstums. Er stellte sogar die Behauptung auf, dass hohe Zinsen die Inflation anfeuern würden - eine Haltung, die der gängigen ökonomischen Lehre widerspricht.

Die türkische Lira profitierte von der Entscheidung der Notenbank und machte ihre deutlichen Tagesverluste mehr als wett. Am Abend mussten für einen Dollar 4,6054 Lira bezahlt werden. Am Morgen war der Dollar noch auf einen Rekordstand von 4,9253 Lira gestiegen. Auch zum Euro erholte sich die Lira etwas. Seit Beginn des Jahres hat die türkische Währung zum Euro allerdings rund ein Viertel seines Wertes verloren. Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann sieht in dem jüngsten Kursverfall ein "deutliches Symptom einer Währungskrise"./jsl/tos

23.05.2018

Trump: Klarheit über Gipfel mit Kim in der nächsten Woche

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump soll es "in der nächsten Woche" Klarheit darüber geben, ob sein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wie geplant am 12. Juni in Singapur stattfindet. "Es ist gut möglich, dass es am 12. Juni passiert", sagte Trump am Mittwoch in Washington. Am Vortag hatte er noch gesagt, es gebe eine "große Chance", dass der Gipfel nicht wie geplant am 12. Juni vonstatten gehe und die Möglichkeit eröffnet, dass es später zu einem Treffen kommen könnte.

Außenminister Mike Pompeo sagte am Dienstag und Mittwoch, die Planungen für das historische Treffen liefen weiterhin auf den 12. Juni zu. Das Weiße Haus hat nach US-Medienberichten bereits eine Gedenkmünze zu dem Treffen prägen lassen, wie US-Medien berichteten./dm/DP/tos

23.05.2018

Söder: Italien kann Eurozone ernsthaft gefährden

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die EU-Kommission aufgefordert, die Ausgaben der künftigen Regierung Italiens genau zu beobachten. "Italien hat die Dimension, die Eurozone ernsthaft zu gefährden", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur" (Donnerstag). "Hier wäre eine starke EU wichtig, um sicherzustellen, dass Italien seine Verpflichtungen einhält."

Vor der möglichen Bildung einer rechtspopulistischen Regierung in Rom hatten sich EU-Politiker besorgt wegen derer Ausgabepläne gezeigt. Die angepeilten Regierungskoalition aus rechter Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung könne Schulden und Haushaltsdefizit in die Höhe treiben.

Deswegen müsse die EU-Kommission ihre "Wächterfunktion gegenüber Italien ernsthaft wahrzunehmen und der künftigen Regierung in Italien genau auf die Finger zu schauen", forderte Söder./vge/DP/tos

23.05.2018

ROUNDUP: Iran-Streit: Maas bei Treffen mit Trump-Berater unnachgiebig

WASHINGTON (dpa-AFX) - Im Streit zwischen der EU und den USA um das iranische Atomabkommen hat sich Bundesaußenminister Heiko Maas bei seinem Antrittsbesuch in Washington unnachgiebig gezeigt. Bei einem Treffen mit dem Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, untermauerte der SPD-Politiker am Mittwoch den festen Willen der Europäer, an dem Abkommen festzuhalten. "Wir wollen keine Verbreitung von Nuklearwaffen in unserer erweiterten Nachbarschaft und daran hat sich nichts geändert", sagte Maas. Mit den beiden anderen europäischen Vertragsparteien Frankreich und Großbritannien sei er sich in der Sache einig. "Das habe ich hier heute in aller Deutlichkeit hinterlassen."

Die USA sind aus der Vereinbarung zur Verhinderung einer iranischen Atombombe ausgestiegen, weil sie ihnen nicht weit genug geht. Alle anderen Vertragsparteien - darunter neben den Europäern auch China und Russland - wollen das Abkommen dagegen retten. Der Streit hat das transatlantische Verhältnis schwer belastet.

Maas zeigte sich besorgt über den Zustand der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, betonte aber auch: "Amerika ist für uns ein wichtiger Partner." Unterschiedliche Auffassungen müssten allerdings offen ausgetragen werden.

Das Gespräch mit Bolton im Weißen Haus dauerte mit 75 Minuten fast doppelt so lange wie ursprünglich geplant. Maas sagte, es sei "klar in den Positionen, aber in einer konstruktiven Atmosphäre" verlaufen. Am Abend wollte er auch den neuen US-Außenminister Mike Pompeo treffen. Der kündigte im US-Kongress an, Mitte Juni mit den Außenministern Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs für seine Iran-Strategie werben zu wollen. Einen Ort für das mögliche Treffen nannte er nicht. "Jeder akzeptiert die Problemstellung. Wir müssen einen Weg finden, damit umzugehen", sagte er.

Pompeo hatte am Montag in seiner ersten Grundsatzrede die neue Iran-Strategie der USA nach dem Ausstieg aus dem Iran-Abkommen vorgestellt. Sie besteht aus einer langen Liste von Forderungen zur Befriedung der Nahost-Region und Drohungen mit härtesten Wirtschaftssanktionen.

Maas sagte, die Europäische Union habe zwar wie die USA Bedenken gegen das iranische Raketenprogramm oder das Agieren des Irans in regionalen Konflikten. Aber die Europäer blieben dabei, dass sie darüber nur auf der Grundlage des bestehenden Atomabkommens reden wollten.

Um das Abkommen zu retten, müssen die Europäer trotz der US-Sanktionen wirtschaftliche Anreize für den Iran aufrechterhalten. Das gilt wegen des massiven US-Drucks auf Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen, als äußerst schwierig.

Pompeo zeigte sich in seiner Rede den Europäern gegenüber kompromisslos. "Ich weiß, unsere Verbündeten in Europa wollen den Atomdeal aufrechterhalten", sagte er. "Sie wissen, wo wir stehen."

Es ist bereits der dritte US-Besuch von Maas seit seinem Amtsantritt Mitte März. Die ersten beiden Male war er aber nur in New York gewesen, weil Pompeo erst Ende April ins Amt kam. Dessen Vorgänger Rex Tillerson war im März entlassen worden./mfi/DP/tos

23.05.2018

AKTIE IM FOKUS: General Electric sacken ab nach Aussagen zu Kraftwerkssparte

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Düstere Zukunftsaussagen von Unternehmenschef John Flannery haben General Electric (GE) am Mittwoch einen Kursrutsch von knapp 7 Prozent und den letzten Platz im US-Leitindex Dow Jones Industrial eingebrockt. Das bedeutete den größten Tagesverlust für die zuletzt etwas erholten Aktien des Industriekonzerns seit Mitte November 2017. Für die nun fast einjährige Amtszeit von Flannery steht eine Kurshalbierung und damit die mit Abstand schlechteste Entwicklung aller Dow-Mitglieder zu Buche.

Flannery warnte auf einer Branchenveranstaltung, dass die Herausforderungen für das Traditionsunternehmen nicht so schnell weichen dürften. So könnte die schleppende Nachfrage für Gasturbinen die Aussichten des Kraftwerksgeschäfts noch auf Jahre hinaus trüben - ein Bereich, der aktuell auch dem deutschen Rivalen Siemens schwer zu schaffen macht./gl/he

23.05.2018

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Iberdrola auf 'Hold' und Ziel auf 6,80 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Iberdrola von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 7,30 auf 6,80 Euro gesenkt. Auf dem Aktienkurs des spanischen Versorgers drückten der Konglomeratsabschlag sowie die Regulierung auf dem Heimatmarkt und in Großbritannien, schrieb Analyst Adam Dickens in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Auch der Wettbewerb auf den südamerikanischen Märkten und Wechselkurse wirkten sich negativ aus./bek/la

Datum der Analyse: 23.05.2018

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23.05.2018

ANALYSE-FLASH: NordLB hebt Ziel für CTS Eventim auf 48 Euro - 'Kaufen'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für CTS Eventim nach Zahlen zum ersten Quartal von 45 auf 48 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Konzertveranstalter und Ticketvermarkter habe abermals eine hohe Wachstumsdynamik aufgewiesen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. CTS sei trotz des traditionell sehr konservativen Ausblicks unverändert auf einem guten Weg, die bereits starke Marktposition durch Zukäufe international auszubauen./edh/ajx

Datum der Analyse: 23.05.2018

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23.05.2018

ANALYSE-FLASH: Oddo BHF hebt Ziel für Evotec auf 22 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo BHF hat das Kursziel für Evotec nach Ankündigung einer weiteren Partnerschaft mit dem US-Pharmakonzern Celgene von 20 auf 22 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Kooperation könne den Wert je Evotec-Aktie um 1,55 Euro steigern, schrieb Analyst Igor Kim in einer am Mittwoch vorliegenden Studie./ajx/bek

Datum der Analyse: 22.05.2018

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23.05.2018

ANALYSE-FLASH: Mainfirst senkt Ziel für Gea Group auf 40 Euro - 'Outperform'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Mainfirst hat das Kursziel für Gea Group von 50 auf 40 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Für den Hersteller von Getränkeabfüllanlagen dürfte der Gegenwind aufgrund von Wechselkursen, der Produktpalette und einer Unterauslastung der Produktionskapazitäten anhalten, schrieb Analyst Daniel Gleim in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Er rechne mit einer Gewinnwarnung im zweiten Quartal./bek/ck

Datum der Analyse: 23.05.2018

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23.05.2018

AKTIE IM FOKUS: Überraschend gute Quartalszahlen treiben CTS Eventim an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Ticketvermarkters und Konzertveranstalters CTS Eventim haben am Mittwoch nach überraschend guten Geschäftszahlen zum Befreiungsschlag angesetzt. Mit einem Sprung bis auf 40,68 Euro überwanden sie den Widerstand bei rund 40 Euro und lagen wieder über der 200-Tage-Linie sowie der 21-Tage-Linie. Diese Zonen gelten als Indikatoren für den langfristigen beziehungsweise den kurzfristigen Trend. Ein Sprung darüber kann dem Kurs frischen Schwung verleihen.

Am frühen Nachmittag notierten sie 3,59 Prozent höher bei 40,40 Euro. Dies war klar der erste Platz im MDax , der um mehr als 1 Prozent fiel.

Mit einem Wachstum des Umsatzes um rund ein Drittel auf 274,5 Millionen Euro sowie des operativen Gewinns (Ebitda) um mehr als ein Fünftel auf 55,4 Millionen Euro im ersten Quartal übertraf CTS die Markterwartungen deutlich. Das Unternehmen profitierte von Konzerttourneen, die viele Zuschauer anzogen, und einer schwungvollen Entwicklung des Online-Shops.

Die gute Entwicklung untermauere die Wachstumsambitionen des Konzerns, sagte Analyst Holger Fechner von der NordLB. So ist CTS in der Sparte der Live-Veranstaltungen schon länger auf internationalem Expansionskurs und mit der jüngsten Akquise des spanischen Konzert- und Festival-Veranstalters Doctor Music nunmehr in zehn Ländern vertreten. Fechner rechnet damit, dass CTS seine bereits starke Marktposition durch Zukäufe international weiter ausbauen kann.

Zudem setzt CTS auf das Online-Geschäft. Diese Migration des Ticketvertriebes zu Gunsten der hochprofitablen Online-Kanäle ist laut dem Analysten Harald Heider von der DZ Bank ein weiterer Treiber der Geschäftsentwicklung./mis/edh/fba

23.05.2018

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Ziel für Schneider Electric auf 80 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Schneider Electric von 76 auf 80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Erstquartalszahlen im europäischen Sektor der Hersteller von Industriegütern seien wie erwartet solide ausgefallen, schrieb Analyst Markus Mittermaier in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Allerdings gebe es klare Zeichen für eine Abschwächung bei den Aufträgen./bek/ajx

Datum der Analyse: 23.05.2018

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23.05.2018

ANALYSE-FLASH: UBS lobt Ausblick von Marks & Spencer - 'Neutral', Ziel 275 Pence

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Marks & Spencer nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 275 Pence belassen. Die Jahresergebnisse hätten die Erwartungen weitgehend erfüllt, schrieb Analyst Andrew Hughes in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Die neuen Ziele für die Profitabilität und die Ausgaben im laufende Geschäftsjahr seien besser als gedacht./ag/bek

Datum der Analyse: 23.05.2018

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23.05.2018

ANALYSE-FLASH: JPMorgan sieht Ergebnisse von Marks & Spencer über Erwartungen

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Marks & Spencer nach Zahlen zwar auf "Underweight" mit einem Kursziel von 250 Pence belassen. "Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2018 waren aber besser als befürchtet", schrieb Analystin Georgina Johanan in einer ersten Reaktion am Mittwoch. Dies gelte auch für den Ausblick des Einzelhändlers. Angesichts anhaltender Risiken bleibt die Expertin jedoch vorsichtig./ag/bek

Datum der Analyse: 23.05.2018

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23.05.2018

AKTIEN IM FOKUS: ThyssenKrupp fallen - Stahlwerte allgemein schwach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien von Thyssenkrupp haben am Mittwoch ihrer Kursrally vom Vortag zunächst etwas Tribut gezollt. Nachdem der mögliche Einstieg des aktivistischen Aktionärs Paul Singer die Anteilscheine des Industriekonzerns am Dienstag um fast 10 Prozent empor schnellen ließ, fielen sie nun um fast 1,8 Prozent auf 23,20 Euro. Sie waren so ein großer Verlierer in einem insgesamt schwachen Marktumfeld. Der Dax lag zeitgleich mit 1,5 Prozent im Minus.

Analyst Luke Nelson von JPMorgan wertete die Medienberichte rund um Singer nur kurzfristig positiv für die "Aktienstory" von ThyssenKrupp. Auf mittlere Sicht blieben zahlreiche Fragen offen, untermauerte er seine Skepsis. So sei unklar, ob der bereits bei dem Industriekonzern aktive Großaktionär Cevian die gleichen strategischen Prioritäten habe. Spekuliert wurde am Vortag, dass sich beide mit einer kritischen Haltung zu Konzernchef Heinrich Hiesinger verbünden könnten. Sowohl Singer als auch Cevian sind bekannt dafür, sich aktiv in die Firmenpolitik einzumischen.

ThyssenKrupp treibt derzeit eine Fusion seines europäischen Stahlgeschäfts mit der indischen Tata Steel in den letzten Zügen voran. Durch den Schritt will das Unternehmen seine eigene Abhängigkeit vom Stahlmarkt weiter reduzieren - unter anderem, weil dieser weltweit mit Überkapazitäten zu kämpfen hat. Ein Schritt, der bei Cevian nicht auf ungeteilte Gegenliebe stößt. Der Investor fordert vielmehr eine komplette Zerschlagung des komplex aufgebauten Dax-Konzerns.

Die Thyssen-Aktie fiel am Mittwoch allerdings auch mit einer branchenweit besonders schwachen Kursentwicklung bei Stahlwerten. Für die Aktien von Salzgitter ging es am Mittwoch im MDax sogar um 3,5 Prozent abwärts, während Klöckner & Co im SDax um 2,5 Prozent abrutschten. Damit löschten deren Aktien ihre Gewinne vom Vortag in etwa wieder aus, die sie auch mit Rückenwind der Fantasie bei ThyssenKrupp erzielt hatten.

Händler verwiesen bei Stahlwerten im Allgemeinen darauf, dass die Branche derzeit mit den Zollverhandlungen zwischen den USA und Europa im Blick stehe. Laut einem Artikel im "Wall Street Journal" wägt US-Präsident Donald Trump derzeit Maßnahmen ab, um die EU-Ausfuhren von Stahl und Aluminium in die USA um etwa 10 Prozent zu senken. In Berufung auf Verhandlungsteilnehmer heißt es darin, dass die Zugeständnisse der EU zur Sicherung von Zollbefreiungen nicht den Forderungen des Weißen Hauses genügen.

Die Thyssen-Aktie bleibt mit dem neuerlichen Rücksetzer in ihrem Sumpf der vergangenen Wochen stecken. Am Vortag erreichten sie zwar ihren höchsten Stand seit Februar und schafften es kurz über die 200-Tage-Linie, die nun aber schon wieder unterschritten wird. Unter Charttechnikern gilt sie als vielbeachteter Indikator für den längerfristigen Trend. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Aktie noch immer mehr als 4 Prozent verloren, während der Dax knapp in der Gewinnzone liegt./tih/mne/fba