dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

15.08.2018

Rechtsstreit um Mitarbeiter-Bespitzelung geht in nächste Runde

ERFURT (dpa-AFX) - Nach einer mehrtägigen Beschattung durch Privatdetektive im Auftrag seines Arbeitgebers hat ein Mann das Unternehmen auf Entschädigung verklagt. Er sah in der Bespitzelung einen unzulässigen Eingriff in seine Privatsphäre, wie es in einer Mitteilung des Thüringer Landesarbeitsgerichts hieß.

Vor dem Arbeitsgericht Erfurt hatte er mit der Klage Erfolg: Ihm wurden 1500 Euro Entschädigung zugesprochen. Gegen das Urteil ging das Logistik-Unternehmen aus dem Raum Erfurt in Berufung, so dass sich nun am Mittwoch (11.00 Uhr) das Landesarbeitsgericht mit dem Fall befassen wird.

Die Ermittler sollen dem Mann mehrere Tage lang von morgens bis abends auf den Fersen gewesen sein, ihn zum Teil verfolgt und Fotos von ihm in seinem Zuhause gemacht haben. Der Arbeitgeber hatte die Detektive 2016 beauftragt, weil er Zweifel an einer längeren Krankschreibung des Mitarbeiters hatte und den Verdacht hegte, dieser könne die Zeit für private Umbauarbeiten an seinem Haus nutzen, wie eine Gerichtssprecherin sagte./maf/DP/stk

15.08.2018

Pressestimme: 'Berliner Zeitung' zu Umweltpolitik

BERLIN (dpa-AFX) - 'Berliner Zeitung' zu Umweltpolitik:

Den fünf Städten, die jetzt mit Fördergeld vom Bund ihr Angebot attraktiver machen wollen, sei jede Unterstützung gegönnt. Notwendig ist aber eine Nahverkehrs-Offensive in ganz Deutschland. Die Förder-Millionen entbinden die Bundesregierung auch nicht von der Pflicht, jetzt sofort gegen die Luftverpestung in den Ballungsräumen vorzugehen. Wer Fahrverbote vermeiden will, muss die Autohersteller zwingen, bereits verkaufte Diesel-Stinker auf eigene Kosten technisch nachzurüsten./yyzz/DP/zb

15.08.2018

Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Trumps Sanktionenpolitik

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - 'Handelsblatt' zu Trumps Sanktionenpolitik:

Mittelfristig erreichen Amerikas Sanktionen oft das Gegenteil dessen, was sie bezwecken wollen. Im Iran mag die gemäßigt-konservative Regierung wackeln, aber nicht das theokratische System. Reaktionäre, nicht Reformer profitieren vom Konflikt mit den USA. Eine ähnliche Dynamik ist in Venezuela am Werk, in Russland und wohl auch in der Türkei. Bisher spricht wenig dafür, dass der Rückhalt für Erdogan schwindet. Das ist das Elend der Sanktionspolitik: Statt Regierungen dazu zu bringen, ihre Politik zu ändern, bestärken sie die bedrängten Machthaber in ihrem Kurs./yyzz/DP/stk

15.08.2018

Pressestimme: 'Emder Zeitung' zu Großstädte-Ranking

EMDEN (dpa-AFX) - 'Emder Zeitung' zu Großstädte-Ranking

Dieses Ranking der Weltstädte ist gewissermaßen der Gipfel des schönen Scheins. Die größte Lebensqualität geht insbesondere einher mit dem Faktor Sicherheit. Keine Frage: Wo kein Terroranschlag registriert ist und wo die Kriminalitätsrate vergleichsweise niedrig ist, da möchte grundsätzlich jeder leben. Die Ranking-Medaille hat allerdings eine Kehrseite. Für wen, so darf man nämlich fragen, gilt diese hohe Lebensqualität? Etwa für alle zwei Millionen Wiener, 4,7 Millionen Melbourner (Platz zwei) oder alle 2,7 Millionen Menschen in Osaka (Platz drei)? Mitnichten. Lebensqualität muss man sich leisten können. Immerhin zwei aus den Economist-Top-Ten (Sydney und Kopenhagen) gehören auch zu den zehn teuersten Metropolen der Welt. Qualität hat eben ihren Preis, und der schließt einen großen Teil der Bevölkerung aus./yyzz/DP/zb

15.08.2018

Pressestimme: 'Die Welt' zu Größenwahn Erdogans

BERLIN (dpa-AFX) - 'Die Welt' zu Größenwahn Erdogans:

Der türkische Präsident ist mittlerweile so abgehoben, dass er nicht mehr von seinen Beständen, sondern von seinen Parolen ausgeht. Sie scheint er tatsächlich selbst zu glauben. Zum Schaden seines Landes. Nicht Donald Trump und seine Sanktionen setzen die Türkei unter Druck. Es ist der türkische Staatspräsident in seinem Größenwahn. Mit der Zerstörung der Gewaltenteilung hat er ein System geschaffen, das die Kontrolle der Regierung ausschließt und so auch die Macht des Präsidenten nicht mehr zähmt. Kein Minister, kein Berater wagt noch den Widerspruch. Erdogans Umfeld besteht nur noch aus Marionetten. Nur die Rückkehr zur Vernunft würde helfen - in der Finanzpolitik genauso wie in der Außenpolitik. Doch Erdogan behagt es in seiner Wahnwelt. Möglich, dass er selbst noch die Nato-Mitgliedschaft infrage stellt. Dem Westen bleibt vorerst nichts anderes übrig, als in Ruhe abzuwarten. Zum Glück ist auch der Mechanismus der Autokratie kein Perpetuum mobile.

Den vollständigen Kommentar von Jacques Schuster lesen Sie unter: welt.de/meinung/yyzz/DP/zb

15.08.2018

Pressestimme: 'Hessische Niedersächsische Allgemeine' zu Maklergebühren-Debatte

KASSEL (dpa-AFX) - 'Hessische Niedersächsische Allgemeine' zu Maklergebühren-Debatte:

Nur den Maklern an den Geldbeutel zu gehen, dürfte aber kaum reichen, um gerade die weniger begüterten Käufer zu entlasten. Eine Senkung der Grunderwerbssteuer wäre angesichts der sprudelnden Steuerquellen eine zweite Schraube, an der die Politik drehen könnte. Wer jungen Familien angesichts der steigenden Preise auf dem Wohnungsmarkt gezielt helfen will, muss diese Gruppe auch gezielt fördern und nicht mit der Gießkanne alle entlasten. Das Baukindergeld ist da ein Tropfen auf den heißen Stein./yyzz/DP/zb

15.08.2018

Pressestimme: 'Neue Westfälische' zu Wirtschaftswachstum

BIELEFELD (dpa-AFX) - 'Neue Westfälische' zu Wirtschaftswachstum

Die Risiken sind gewachsen, aber die deutsche Wirtschaft wächst unverdrossen mit. Ein Grund zur Freude, keine Frage. Der Erfolg hat viele Väter. Die Agenda-Reformen der rot-grünen Koalition sind noch immer ein Faktor, die Vorteile der Deutschen im Umgang mit der Gemeinschaftswährung Euro werden immer deutlicher, und entscheidend sind natürlich die weltweit gefragten hochwertigen Produkte "Made in Germany". Doch je länger die Glückssträhne anhält - ja, auch Glück spielt eine Rolle - desto wichtiger wird es, sich auf drohende Probleme vorzubereiten. Die Liste der Risiken ist unabsehbar lang: Protektionistisch motivierte Handelskonflikte, Krieg im Nahen Osten, anschwellende Flüchtlingsströme, Kampf um Rohstoffe, Klimawandel .../yyzz/DP/zb

15.08.2018

Pressestimme: 'Der Tagesspiegel' zu Ausbau der Stromtrassen

BERLIN (dpa-AFX) - 'Der Tagesspiegel' zu Ausbau der Stromtrassen

Der "Aktionsplan Stromnetz", den Peter Altmaier am Dienstag vorstellte, zieht alle Register, die ihm in seinem Amt zur Verfügung stehen, um das Problem zu lösen. Auch vor politisch Brisantem - die Bundesländer sollen nicht mehr viel mitreden können - schreckt er nicht zurück. Die Bürgerinitiativen gegen den Netzausbau dürften alles andere als begeistert sein über beschleunigte Planungsverfahren. Wird Altmaier damit Erfolg haben? Sein Aktionsplan, so viel ist sicher, wird an vielen Stellen Unmut hervorrufen und könnte sich schnell in Bundestag und -rat festlaufen oder am Widerstand in den betroffenen Regionen scheitern. Das wäre bedauernswert. Denn in der Analyse hat Altmaier recht. Der Ausbau der Stromnetze ist zum entscheidenden Nadelöhr der Energiewende geworden. Jetzt muss er nur noch liefern./yyzz/DP/zb

15.08.2018

Pressestimme: 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zu deutschen Wirtschaftswachstum

FRANKFURT (dpa-AFX) - 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zu deutschen Wirtschaftswachstum

(...) Zurechtkommen müssen die Unternehmen (...) mit wachsenden politischen Risiken auf ihren Auslandsmärkten. Das größte liegt aktuell in Trumps Protektionismus, der vielfache Gegenreaktionen provoziert. (...) Nicht zu unterschätzen ist auch das ungeklärte Verhältnis zu Großbritannien, das im Frühjahr aus der EU ausscheiden will. (...) Es gibt zwar Grund zur Hoffnung, dass sich die erfahrene deutsche Wirtschaft in diesem Umfeld weiter behaupten kann. Doch es ist mit hohen Kosten verbunden, wenn Lieferketten politisch mutwillig gestört oder unterbrochen werden. Auf die Lasten, die von außen auf die Wirtschaft zukommen, hat die Bundesregierung nur wenig Einfluss. Umso mehr sollte sie prüfen, was sie jetzt zur Entlastung beitragen könnte. Es wäre nicht der schlechteste Zeitpunkt für eine Senkung der Unternehmenssteuern./yyzz/DP/zb

15.08.2018

Pressestimme: 'Darmstädter Echo' zu Maklergebühren

DARMSTADT (dpa-AFX) - 'Darmstädter Echo' zu Maklergebühren

Das zentrale Problem des Immobilienmarktes sind die Makler zumindest aktuell nicht. Der Markt ist leer gefegt, wer immer verkaufen will, schafft es sehr gut ohne Vermittler. Das von Katarina Barley jetzt ins Spiel gebrachte Bestellerprinzip geht in einer Situation, in der Anbieter jeden Preis einfach höher ansetzen könnten, ins Leere. (...) Die öffentliche Hand kassiert über die Grunderwerbssteuer selbst immer kräftiger mit. Ein Senken dieser Abgabe hätte sofort flächendeckende Wirkung. Aber stattdessen verlegt man sich lieber auf einen zwar nicht völlig unwirksamen, aber vor allem schlagzeilenträchtigen Nebenkriegsschauplatz./yyzz/DP/zb

14.08.2018

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne - Türkei-Sorgen im Hintergrund

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Sorgen um die Währungskrise in der Türkei sind an den US-Börsen am Dienstag wieder in den Hintergrund gerückt. Der Schlagabtausch zwischen Ankara und Washington geht indes weiter. Der türkische Regierungspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte einen Boykott elektronischer Produkte aus den Vereinigten Staaten an als Reaktion auf die US-Sanktionen und -Strafzölle.

Nach vier Handelstagen mit Verlusten legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial wieder um 0,45 Prozent auf 25 299,92 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,64 Prozent auf 2839,96 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,62 Prozent auf 7447,17 Zähler.

Aktuelle Konjunkturdaten bewegten nicht sonderlich. In den USA waren die Preise importierter Güter im Juli so stark gestiegen wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Der Zuwachs betrug 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und war damit so hoch wie seit Februar 2012 nicht mehr. Analysten hatten mit einem Anstieg um 4,5 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierte die Preisentwicklung.

Unter den Einzelwerten im Dow gaben die Aktien von Home Depot trotz überraschend starker Quartalszahlen der Baumarktkette sowie angehobener Jahresziele um 0,5 Prozent. Die neue Schätzung des Managements für das Jahresergebnis je Aktie liegt laut Goldman-Sachs-Analyst Matthew Fassler weiterhin unter der Konsenserwartung und auch unter seiner eigenen.

Zu den Gewinnern an der Nyse zählten indes Papiere von Rüstungsunternehmen. General Dynamics , Raytheon und Lockheed Martin legten zwischen 0,7 und 1,6 Prozent zu. US-Präsident Donald Trump bewilligte den neuen Verteidigungshaushalt seines Landes im Umfang von 716 Milliarden Dollar (rund 635 Milliarden Euro). Es ist damit eines der höchsten Budgets in der neueren US-Geschichte und soll unter anderem dazu dienen, ältere Panzer, Flugzeuge und Schiffe zu ersetzen.

Im Blick standen zudem die Anteilsscheine von Cigna und Express Scripts, denn der streitlustige Investor Carl Icahn gab seinen Widerstand gegen die milliardenschwere Übernahme des Gesundheitsdienstleisters Express Scripts durch den US-Krankenversicherer auf. Nun steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktionäre der Transaktion zustimmen. Während Cigna mit einem Aufschlag von rund 2 Prozent aus dem Handel gingen, gewannen Express Scripts 2,4 Prozent.

Am US-Rentenmarkt verloren richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen 4/32 Punkte auf 99 26/32 Punkte und rentierten mit 2,89 Prozent. Der Euro wurde zur Schlussglocke an der Wall Street mit 1,1346 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,1406 (Montag: 1,1403) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8767 (0,8770) Euro./ck/zb

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

14.08.2018

Aktien New York Schluss: Gewinne - Türkei-Sorgen im Hintergrund

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Sorgen um die Währungskrise in der Türkei sind an den US-Börsen am Dienstag wieder in den Hintergrund gerückt. Der Schlagabtausch zwischen Ankara und Washington geht indes weiter. Der türkische Regierungspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte einen Boykott elektronischer Produkte aus den Vereinigten Staaten an als Reaktion auf die US-Sanktionen und -Strafzölle.

Nach vier Handelstagen mit Verlusten legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial wieder um 0,45 Prozent auf 25 299,92 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,64 Prozent auf 2839,96 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,62 Prozent auf 7447,17 Zähler.

Aktuelle Konjunkturdaten bewegten nicht sonderlich. In den USA waren die Preise importierter Güter im Juli so stark gestiegen wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Der Zuwachs betrug 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und war damit so hoch wie seit Februar 2012 nicht mehr. Analysten hatten mit einem Anstieg um 4,5 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierte die Preisentwicklung./ck/zb

14.08.2018

Aktien New York: Gewinne - Türkei-Sorgen rücken wieder in den Hintergrund

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Sorgen um die Währungskrise in der Türkei sind an den US-Börsen am Dienstag wieder in den Hintergrund gerückt. Der Schlagabtausch zwischen Ankara und Washington geht indes weiter. Der türkische Regierungspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte einen Boykott elektronischer Produkte aus den Vereinigten Staaten an als Reaktion auf die US-Sanktionen und -Strafzölle.

Nach vier Handelstagen mit Verlusten legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial rund zwei Stunden vor Handelsschluss um 0,49 Prozent auf 25 311,27 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,65 Prozent auf 2840,14 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,60 Prozent auf 7445,43 Zähler.

Aktuelle Konjunkturdaten bewegten nicht sonderlich. In den USA waren die Preise importierter Güter im Juli so stark gestiegen wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Der Zuwachs betrug 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und war damit so hoch wie seit Februar 2012 nicht mehr. Analysten hatten mit einem Anstieg um 4,5 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierte die Preisentwicklung.

Unter den Einzelwerten gaben die Aktien von Home Depot trotz überraschend starker Quartalszahlen der Baumarktkette sowie angehobener Jahresziele leicht nach. Zuletzt verloren sie im Dow 0,1 Prozent. Die neue Schätzung des Managements für das Jahresergebnis je Aktie liegt laut Goldman-Sachs-Analyst Matthew Fassler weiterhin unter der Konsenserwartung und auch unter seiner eigenen.

Zu den Gewinnern an der Nyse zählten indes Papiere von Rüstungsunternehmen. General Dynamics , Raytheon und Lockheed Martin legten zwischen 0,6 und 1,6 Prozent zu. US-Präsident Donald Trump bewilligte den neuen Verteidigungshaushalt seines Landes im Umfang von 716 Milliarden Dollar (rund 635 Milliarden Euro). Es ist damit eines der höchsten Budgets in der neueren US-Geschichte und soll unter anderem dazu dienen, ältere Panzer, Flugzeuge und Schiffe zu ersetzen.

Im Blick standen zudem die Anteilsscheine von Cigna und Express Scripts, denn der streitlustige Investor Carl Icahn gab seinen Widerstand gegen die milliardenschwere Übernahme des Gesundheitsdienstleisters Express Scripts durch den US-Krankenversicherer auf. Nun steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktionäre der Transaktion zustimmen. Während Cigna zuletzt um 1,3 Prozent stiegen, gewannen Express Scripts 1,7 Prozent./ck/zb

14.08.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax tritt auf der Stelle

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag stabilisiert und unverändert geschlossen. Der deutsche Leitindex ging bei 12 358,87 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Nachmittag zwischenzeitlich in die Verlustzone abgeglitten war. Am Montag hatten noch die Türkei-Krise und der Kurseinbruch der Bayer-Aktien nachhaltig auf die Stimmung gedrückt, so dass der Dax auf ein Sechswochentief abgerutscht war.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen hingegen fiel am Dienstag um 0,41 Prozent auf 26 591,81 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,84 Prozent auf 2913,66 Punkte nach unten.

Der erste Schrecken der Lira-Krise, die am Montag noch die Märkte durchgeschüttelt hatte, scheine zwar erst einmal verdaut zu sein, kommentierten Devisenexperten der Commerzbank. Allerdings sei die Lage zwischen den USA und der Türkei noch weit von einer Entspannung entfernt, schrieb Marktbeobachter Jens Klatt. Der Türkei stehe das Wasser wirtschaftlich und finanziell bis zum Hals.

Am Dienstag nun schlossen die Bayer-Papiere kaum verändert. Sie waren am Montag um gut 10 Prozent abgesackt und hatten damit auch den Dax belastet. Grund für den Kursrutsch war die Furcht vor Milliarden-Lasten durch Prozesse in den USA wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat.

Derweil biegt die Berichtssaison auf die Zielgerade - mit Geschäftszahlen von RWE aus dem Dax und einigen Bilanzen von Konzernen aus der zweiten und dritten Reihe. RWE gewannen an der Dax-Spitze 3,64 Prozent. Analyst John Musk von RBC nannte die Zahlen des Versorgers stark. Musk sieht nun für den Ausblick und die Dividende noch Luft nach oben.

An der MDax-Spitze zogen die Aktien des Aromenherstellers Symrise nach einer Anhebung des Umsatzausblicks um gut 5 Prozent an. Im Handelsverlauf hatten sie sogar ein Rekordhoch erreicht.

Demgegenüber sackten Ceconomy am Index-Ende um mehr als 9 Prozent ab. Die Beteiligung am Handelskonzern Metro hatte den Elektronikhändler im dritten Geschäftsquartal erneut tief in die roten Zahlen gedrückt. Operativ habe Ceconomy zwar auf den ersten Blick Fortschritte gemacht und die Marktschätzungen übertroffen, erklärte Analystin Georgina Johanan von der Investmentbank JPMorgan. Bei genauerem Hinsehen trage allerdings die Neubewertung von Verbindlichkeiten aus Gutscheinen einen sehr großen Anteil hieran. Ohne diesen Kniff hätte Ceconomy schwächer abgeschnitten als erwartet.

Die Aktien der Aareal Bank fielen nach der Zahlenvorlage um gut 5 Prozent. Der Immobilienfinanzierer hatte zwar alles in allem in etwa wie erwartet abgeschnitten, dennoch äußerten sich einige Analysten kritisch. Die Experten der Citigroup etwa hoben hervor, dass die Profitabilität deutlich zurückgegangen sei. Für die Papiere von K+S ging es um 4,67 Prozent nach unten. Die endgültigen Zahlen des Dünger- und Salzherstellers für das zweite Quartal seien noch schlimmer als befürchtet, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank.

Am TecDax-Ende knickten die Aktien von Cancom um mehr als 9 Prozent ein, nachdem sie Tags zuvor noch deutlich im Plus geschlossen hatten. Analysten waren aber letztlich mit den jüngsten Quartalszahlen des IT-Dienstleisters nicht wirklich zufrieden gewesen.

Der EuroStoxx 50 bewegte sich mit minus 0,01 Prozent auf 3409,44 Punkte kaum vom Fleck. In Paris und London verabschiedeten sich die nationalen Indizes mit leichten Verlusten. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial hingegen legte zum europäischen Börsenschluss etwas zu.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,14 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 141,55 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,16 Prozent auf 163,21 Punkte. Der Euro gab nach und notierte zuletzt bei 1,1353 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1406 (Montag: 1,1403) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8767 (0,8770) Euro./la/stk

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

14.08.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Dax tritt nach jüngsten Verlusten auf der Stelle

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag stabilisiert und prozentual unverändert geschlossen. Der deutsche Leitindex ging bei 12 358,87 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Nachmittag zwischenzeitlich in die Verlustzone abgeglitten war. Am Montag hatten noch die Türkei-Krise und der Kurseinbruch der Bayer-Aktien nachhaltig auf die Stimmung gedrückt, so dass der Dax auf ein Sechswochentief abgerutscht war.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen hingegen fiel am Dienstag um 0,41 Prozent auf 26 591,81 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,84 Prozent auf 2913,66 Punkte nach unten.

Der erste Schrecken der Lira-Krise, die am Montag noch die Märkte durchgeschüttelt hatte, scheine zwar erst einmal verdaut zu sein, kommentierten Devisenexperten der Commerzbank. Allerdings sei die Lage zwischen den USA und der Türkei noch weit von einer Entspannung entfernt, schrieb Marktbeobachter Jens Klatt. Der Türkei stehe das Wasser wirtschaftlich und finanziell bis zum Hals./la/zb

14.08.2018

ROUNDUP/Aktien New York: Moderates Plus - Türkei-Sorgen wieder im Hintergrund

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Sorgen um die Währungskrise in der Türkei sind am Dienstag auch an den US-Börsen wieder in den Hintergrund gerückt. Der Schlagabtausch zwischen Ankara und Washington ging indes weiter. Der türkische Regierungspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte einen Boykott elektronischer Produkte aus den Vereinigten Staaten an als Reaktion auf die US-Sanktionen und -Strafzölle.

Nach vier Handelstagen mit Verlusten legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial im frühen Geschäft um 0,27 Prozent auf 25 254,55 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,38 Prozent auf 2832,53 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,20 Prozent auf 7415,88 Zähler.

Aktuelle Konjunkturdaten bewegten nicht sonderlich. In den USA waren die Preise importierter Güter im Juli so stark gestiegen wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Der Zuwachs betrug 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und war damit so hoch wie seit Februar 2012 nicht mehr. Analysten hatten mit einem Anstieg um 4,5 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierte die Preisentwicklung.

Unter den Einzelwerten zählten die Aktien von Home Depot trotz überraschend starker Quartalszahlen der Baumarktkette sowie angehobenen Jahreszielen zu den schwächsten im Dow. Sie büßten 0,4 Prozent ein. Die neue Schätzung des Managements für das Jahresergebnis je Aktie liegt laut Goldman-Sachs-Analyst Matthew Fassler weiterhin unter der Konsenserwartung und auch unter seiner eigenen.

Zu den Gewinnern an der Nyse zählten indes Papiere von Rüstungsunternehmen. General Dynamics , Raytheon, Boeing und Lockheed Martin legten zwischen 0,2 und 0,7 Prozent zu. US-Präsident Donald Trump bewilligte den neuen Verteidigungshaushalt seines Landes im Umfang von 716 Milliarden Dollar (rund 635 Milliarden Euro). Es ist damit eines der höchsten Budgets in der neueren US-Geschichte und soll unter anderem dazu dienen, ältere Panzer, Flugzeuge und Schiffe zu ersetzen.

Im Blick standen zudem die Anteilsscheine von Cigna und Express Scripts, denn der streitlustige Investor Carl Icahn gab seinen Widerstand gegen die milliardenschwere Übernahme des Gesundheitsdienstleisters Express Scripts durch den US-Krankenversicherer auf. Nun steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktionäre der Transaktion zustimmen. Während Cigna zuletzt um 0,5 Prozent stiegen, gewannen Express Scripts 1,1 Prozent./ck/zb

14.08.2018

INDEX-FLASH: Dax und EuroStoxx drehen leicht ins Minus

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Der Dax ist am Dienstagnachmittag leicht ins Minus gerutscht. Zuletzt gab der deutsche Leitindex um 0,22 Prozent auf 12 331,29 Punkte nach. Auch der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte seine anfänglichen Gewinne ein und stand zuletzt etwas tiefer.

Der erste Schrecken der Lira-Krise, die am Montag noch die Märkte durchgeschüttelt hatte, scheine zwar erst einmal verdaut zu sein, kommentierten Devisenexperten der Commerzbank. Allerdings sei die Lage zwischen den USA und der Türkei noch weit von einer Entspannung entfernt, schrieb Marktbeobachter Jens Klatt. Der Türkei stehe das Wasser wirtschaftlich und finanziell bis zum Hals./la/zb

14.08.2018

Aktien New York: Moderates Plus - Türkei-Sorgen wieder im Hintergrund

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Sorgen um die Währungskrise in der Türkei sind am Dienstag auch an den US-Börsen wieder in den Hintergrund gerückt. Der Schlagabtausch zwischen Ankara und Washington ging indes weiter. Der türkische Regierungspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte einen Boykott elektronischer Produkte aus den Vereinigten Staaten an als Reaktion auf die US-Sanktionen und -Strafzölle.

Im frühen Geschäft legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial um 0,32 Prozent auf 25 269,10 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,42 Prozent auf 2833,66 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,29 Prozent auf 7422,97 Zähler.

Aktuelle Konjunkturdaten bewegten nicht sonderlich. In den USA waren die Preise importierter Güter im Juli so stark gestiegen wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Der Zuwachs betrug 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und war damit so hoch wie seit Februar 2012 nicht mehr. Analysten hatten mit einem Anstieg um 4,5 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierte die Preisentwicklung./ck/zb

14.08.2018

Aktien Frankfurt: Dax erholt sich etwas von jüngsten Verlusten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich nach seinen jüngsten Verlusten etwas stabilisiert. Der deutsche Leitindex rückte bis zum frühen Dienstagnachmittag um 0,16 Prozent auf 12 378,11 Punkte vor. Zu Wochenbeginn hatten die Türkei-Krise und der Kurseinbruch der Bayer-Aktien auf die Stimmung gedrückt, so dass der Dax auf ein Sechswochentief abgerutscht war.

Am Dienstag nun legten die Bayer-Papiere moderat zu. Sie waren am Montag um gut 10 Prozent abgesackt und hatten damit auch den Dax belastet. Grund für den Kursrutsch war die Furcht vor Milliarden-Lasten durch Prozesse in den USA wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat.

Zudem hätten massive Verluste in der türkischen Lira am Montag Erinnerungen an die Schuldenkrise in der Eurozone mitsamt der Furcht vor Zahlungsausfällen wachgerufen, erklärte Marktanalyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets UK. Hintergrund sind die Spannungen zwischen den USA und der Türkei. Inzwischen konnte sich die Lira aber etwas stabilisieren.

Allerdings sei die Lage zwischen den USA und der Türkei weit von einer Entspannung entfernt, schrieb Marktbeobachter Jens Klatt. Der Türkei stehe das Wasser wirtschaftlich und finanziell bis zum Hals.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen fiel zuletzt um 0,40 Prozent auf 26 594,13 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,43 Prozent auf 2925,69 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum legte moderat zu.

Derweil biegt die Berichtssaison auf die Zielgerade - mit Geschäftszahlen von RWE aus dem Dax und einigen Bilanzen von Konzernen aus der zweiten und dritten Reihe. RWE gewannen an der Dax-Spitze rund 3 Prozent. Analyst John Musk von RBC nannte die Zahlen des Versorgers stark. Musk sieht nun für den Ausblick und die Dividende noch Luft nach oben.

Im MDax zogen die Anteile des Anlagenbauers Dürr um fast 2 Prozent an. Warburg Research rät nun zum Kauf. Die Aktien des Aromenherstellers Symrise zogen nach einer Anhebung des Umsatzausblicks um gut 5 Prozent an und erreichten im Handelsverlauf ein Rekordhoch. Damit waren sie der mit Abstand beste Wert im Index.

Demgegenüber sackten Ceconomy am Index-Ende um knapp 8 Prozent ab. Die Beteiligung am Handelskonzern Metro hatte den Elektronikhändler im dritten Geschäftsquartal erneut tief in die roten Zahlen gedrückt. Operativ habe Ceconomy zwar auf den ersten Blick Fortschritte gemacht und die Marktschätzungen übertroffen, erklärte Analystin Georgina Johanan von der Investmentbank JPMorgan. Bei genauerem Hinsehen trage allerdings die Neubewertung von Verbindlichkeiten aus Gutscheinen einen sehr großen Anteil hieran. Ohne diesen Kniff hätte Ceconomy schwächer abgeschnitten als erwartet.

Die Aktien der Aareal Bank fielen nach der Zahlenvorlage um rund 5,5 Prozent. Der Immobilienfinanzierer hatte zwar alles in allem in etwa wie erwartet abgeschnitten, dennoch äußerten sich einige Analysten kritisch. Die Experten der Citigroup etwa hoben hervor, dass die Profitabilität deutlich zurückgegangen sei.

Für die Papiere von K+S ging es um mehr als 4 Prozent nach unten. Die endgültigen Zahlen des Dünger- und Salzherstellers für das zweite Quartal seien noch schlimmer als befürchtet, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,14 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 141,55 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,12 Prozent auf 163,27 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1393 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8777 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1403 (Freitag: 1,1456) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8770 (0,8729) Euro gekostet./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

14.08.2018

Aktien New York Ausblick: Dow nach vier Verlusttagen in Folge im Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street dürfte am Dienstag wieder den Vorwärtsgang einlegen. An vielen Handelsplätzen der Welt haben die Anleger die Sorgen um die Währungskrise in der Türkei erst einmal verdrängt.

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor dem Handelsstart 0,41 Prozent höher auf 25 291 Punkte. Am Vortag hatte die US-Börse wegen der Sorgen um die Türkei noch nachgegeben - es war der vierte Verlusttag in Folge.

Der Schlagabtausch zwischen Ankara und Washington ging am Dienstag indes weiter: So kündigte der türkische Regierungspräsident Recep Tayyip Erdogan als Reaktion auf die Sanktionen und Strafzölle der USA gegen sein Land einen Boykott elektronischer Produkte aus den Vereinigten Staaten an.

Auf die Anleger an der Wall Street wartet indes auf Konjunktur- und Unternehmensseite ein vorerst recht nachrichtenarmer Tag. Lediglich Im- und Exportpreise standen zur Veröffentlichung an.

Die Aktien von Home Depot standen vorbörslich um gut zweieinhalb Prozent höher. Der Baumarktkonzern hatte eine überraschend gute Bilanz für das zweite Quartal vorgelegt und seine Jahresprognose angehoben./tav/ajx/fba

15.08.2018

Kabinett will Dürre-Erleichterung für Viehhalter beschließen

BERLIN (dpa-AFX) - Die schweren Dürreschäden für Landwirte in vielen Regionen Deutschlands beschäftigen am Mittwoch (9.30) erneut das Bundeskabinett. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) will eine Verordnung auf den Weg bringen, die Viehhaltern mit drohender Futterknappheit helfen soll. Dadurch soll es ausnahmsweise möglich sein, ökologische Vorrangflächen stärker zur Futtergewinnung zu nutzen. Hintergrund ist, dass gemähtes Gras wegen der Dürre vielfach nicht für den sonst üblichen zweiten und dritten Schnitt nachwuchs.

Klöckner will auch über den aktuellen Stand zu Schadensschätzungen informieren. Sie hat jedoch wiederholt deutlich gemacht, dass über mögliche Bundeshilfen erst zu entscheiden ist, wenn Ende August die amtliche Erntebilanz vorliegt. Der Bauernverband fordert Nothilfen von einer Milliarde Euro. Meldungen mehrerer teils stark betroffener Länder summieren sich inzwischen schon auf mehr als eine Milliarde Euro. Die Angaben sind aus Bundessicht aber noch nicht vergleichbar./sam/DP/stk

14.08.2018

ROUNDUP 3: Erdogan kündigt Boykott von US-Elektronik an

(Neu: Weitere Details)

ISTANBUL (dpa-AFX) - Als Reaktion auf Sanktionen und Strafzölle der USA gegen die Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan einen Boykott elektronischer Produkte aus den USA angekündigt. "Wir werden Amerikas elektronische Produkte boykottieren", sagte Erdogan bei einer Rede vor Anhängern seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in Ankara am Dienstag. "Wenn sie (die USA) iPhones haben, dann haben wir Samsung ", sagte Erdogan. Die Türkei werde in Zukunft mehr qualitativ hochwertige Waren produzieren und diese auch exportieren.

Seine Rufe nach "Solidarität" im "Wirtschaftskrieg" der USA gegen die Türkei trugen unterdessen erste Früchte. Die größte Fluggesellschaft des Landes, Turkish Airlines, und die große Telekommunikationsfirma Turk Telekom kündigten an, dass sie auf US-Medienplattformen keine Anzeigen mehr schalten wollen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, das betreffe auch Google , Facebook , YouTube und Twitter. Der Staatssender TRT meldete ohne weitere Details, dass auch aus den USA kommende Baumaterialien nicht mehr verwendet werden sollten. In sozialen Medien spielten am Dienstag Zehntausende Menschen Videos von einigen Türken ab, die in Solidarität mit dem Präsidenten ihre iPhones zertrümmerten.

Auslöser des Konflikts mit den USA ist die Festsetzung eines evangelikalen US-Pastors in der Türkei. Um seine Freilassung zu erzwingen hatte US-Präsident Donald Trump am Freitag angekündet, einige Strafzölle auf Waren aus der Türkei zu verdoppeln. Zuvor hatten die USA bereits zwei türkische Minister mit Sanktionen belegt.

Der Kurs der seit Monaten schwächelnden Lira stürzte daraufhin am Freitag und Montag ab. Er erholte sich am Dienstagmorgen leicht, was Analysten auf Notmaßnahmen der Zentralbank zur Stützung der Lira und auf die Ankündigung zurückführten, dass Finanzminister Berat Albayrak am Donnerstag per Telefonkonferenz mit Investoren unter anderem aus den USA und Europa sprechen werde.

Albayrak betonte am Dienstag in einer Rede in Ankara, dass eine Vertiefung der Beziehungen zu Europa und eine langfristige Zusammenarbeit die beste Antwort auf die Bedrohung durch die USA seien. Er fügte hinzu, dass Äußerungen der deutschen Kanzlerin und des deutschen Wirtschaftsministers gezeigt hätten, wie "unfair und böswillig" es sei, was der Türkei widerfahre. Albayrak sagte, wie wichtig die "Äußerungen des gesunden Menschenverstandes" aus Europa seien. Sie stärkten das Vertrauen der Türken in Europa.

Merkel hatte sich am Montag besorgt über die Lage in der Türkei geäußert. Die EU profitiere von einer stabilen Wirtschaftslage in ihrer Nachbarschaft. "Deutschland möchte jedenfalls eine wirtschaftlich prosperierende Türkei", hatte sie gesagt.

Altmaier hatte die Wirtschaftspolitik der USA mit ihren Sanktionen und Strafzöllen kritisiert. "Dieser Handelskrieg verlangsamt und zerstört Wirtschaftswachstum und produziert neue Unsicherheiten", sagte er der "Bild am Sonntag" und ergänzte mit Blick auf die Türkei: "Wir wollen, dass die Türkei ein stabiles und demokratisches Land ist. Gute Wirtschaftsbeziehungen tragen dazu bei."

Noch im vergangenen Jahr war das deutsch-türkische Verhältnis unter anderem wegen der Inhaftierung mehrerer Deutscher in der Türkei zerrüttet gewesen. Andere Regierungen in der EU hatten scharf Erdogans Beschneidung von Freiheiten und Grundrechten während eines zweijährigen Ausnahmezustands kritisiert.

Als ein Versuch, weitere Allianzen in Europa zu schaffen, gilt auch die Order eines Gerichts im westtürkischen Edirne vom Dienstag, zwei griechische Soldaten aus türkischer Untersuchungshaft zu entlassen. Die beiden Militärs waren im März an der gemeinsamen Grenze festgenommen worden. Die Türkei warf ihnen Spionage vor. Der Fall hatte das griechisch-türkische Verhältnis stark belastet. Die Regierung in Athen sprach von einer Geiselnahme. Denn umgekehrt halten sich acht türkische Militärs in Griechenland auf, die sich nach dem Putschversuch in der Türkei in das Nachbarland abgesetzt hatten und die die Türkei zurückhaben will.

In einer schriftlichen Erklärung des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras hieß es: "Die Freilassung ist ein Akt der Gerechtigkeit und wird die Freundschaft, die gute Nachbarschaft und die Stabilität in der Region stärken."

Der russische Außenminister kritisierte die USA für ihre Sanktionspolitik während eines Besuchs in Ankara. "Diese Politik darf nicht fortgesetzt werden", sagte Sergej Lawrow. In der vergangenen Woche hatte Washington auch Strafen gegen Moskau verhängt. Sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu forderte während der gemeinsamen Pressekonferenz, die "Ära der Schikanen" müsse enden. Die USA würden nur respektiert werden, "wenn sie anderen Ländern und ihren Bedenken zuhören und alle als gleich ansehen" würden.

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir rief die Bundesregierung dazu auf, die Währungskrise zu nutzen, um Einfluss auf die Türkei zu nehmen. Man müsse mit Erdogan "Tacheles reden und klare Bedingungen stellen, ihm klarmachen, dass es keine Leistung ohne Gegenleistung gibt", sagte er im Interview mit NDR Info. Erdogan müsse seine Politik ändern und etwa alle zu Unrecht Inhaftierten freilassen. Özdemir sagte außerdem, dass Erdogan die Krise in der Türkei verschärfe, "weil er nicht auf die Wirtschaftsexperten hört". Die Bundesregierung will Erdogan Ende September zu einem Staatsbesuch empfangen.

Erdogan war Ende Juni als Staatspräsident wiedergewählt worden. Im neu eingeführten Präsidialsystem genießt er weitreichende Vollmachten und kann per Dekret regieren./jam/DP/zb

14.08.2018

ROUNDUP 2: Rückstand bei neuen Stromnetzen - Altmaier will gegensteuern

BONN (dpa-AFX) - Damit die Energiewende gelingt, müssen Tausende Kilometer neue Stromleitungen gebaut werden - doch dabei gibt es massive Verzögerungen. Das verursacht Milliardenkosten, auch für die Verbraucher. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will nun gegensteuern. Der CDU-Politiker stellte am Dienstag einen Aktionsplan vor, um den Ausbau der Stromnetze deutlich zu beschleunigen.

"Wir haben einen Rückstand erreicht, der politisches Handeln notwendig macht", sagte Altmaier bei der Bundesnetzagentur in Bonn zum Auftakt einer dreitägigen Reise mit Stationen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Sein Ziel sei es, bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 beim Netzausbau "entscheidend" voranzukommen. Es gehe um eine "große Kraftanstrengung".

Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur sind von erforderlichen 7700 Kilometern beim Netzausbau im Zuge der Energiewende derzeit 1750 Kilometer genehmigt und nur 950 realisiert. "Der Netzausbau kommt nicht so schnell voran wie er nötig wäre", sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Altmaier sagte: "Das ist keine Zahl, mit der man sich sehen lassen kann."

Der Aktionsplan sieht zum einen vor, den Bau neuer Leitungen zu beschleunigen. Für jedes Vorhaben soll es künftig ein vorausschauendes Controlling geben mit regelmäßigen Treffen der Beteiligten. Daneben sollen Planungsverfahren kürzer und das Vorschlagsrecht der Länder für zeitraubende Alternativplanungen beschränkt werden. Zum anderen sollen die bestehenden Stromnetze optimiert und höher ausgelastet werden.

Im Zuge der Energiewende ist der Ausbau der erneuerbaren Energien enorm vorangeschritten, ihr Anteil soll weiter massiv steigen. Derzeit liegt ihr Anteil am Stromverbrauch bei 36 Prozent, bis 2030 soll er bei 65 Prozent liegen. Energiequellen wie Kohle, Gas und Atomkraft sollen von umweltfreundlichen Energieträgern wie Sonne und Wind ersetzt werden. Bis 2022 soll das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet sein.

Die Entwicklungen haben aber enorme Folgen für das Stromnetz, das an seine Kapazitätsgrenze zu kommen droht. Denn der Windstrom muss von den Küsten in die großen Industriezentren im Süden und Südwesten transportiert werden. Dafür sind Tausende Kilometer neue Stromleitungen nötig. Die zentralen Stromautobahnen Südlink und Südostlink, die Milliarden kosten, sollen bis 2025 fertig sein. Daneben sind zahlreiche andere neue Trassen geplant.

Gegen den Bau neuer Strom-Autobahnen und neuer Leitungen gibt es an vielen Orten Widerstand von Anwohnern, Landwirten und Umweltschützern. Es gibt zahlreiche Einwände von Bürgern, lange Planungs- und Genehmigungsverfahren - aber auch Streit unter Bundesländern über den Verlauf von Trassen.

Altmaier sagte, er wolle keine Schuldzuweisungen betreiben. Es komme nun darauf an, dass alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiteten. Der Wirtschaftsminister kündigte für den 20. September in Berlin einen "Netzgipfel" mit seinen Ministerkollegen aus den Ländern an. Er will außerdem im Herbst ein Gesetz zur Beschleunigung des Netzausbaus vorlegen. Er wolle den Netzausbau zur Chefsache machen und mit allen Beteiligten den Dialog suchen, auch mit Bürgerinitiativen, sagte Altmaier.

Im Norden müssen immer wieder Gas- und Kohlekraftwerke heruntergefahren oder Windparks abgeschaltet werden, weil sonst mehr Strom produziert würde, als die Netze aufnehmen können. Damit in den Verbrauchszentren vor allem im Süden nicht die Lichter ausgehen, müssen dort konventionelle Reservekraftwerke hochgefahren werden.

Das kostet viel Geld. Im vergangenen Jahr stiegen die Ausgaben für diese Noteingriffe auf einen Rekordwert von 1,4 Milliarden Euro. Bundesnetzagentur-Chef Homann sagte, in den 20er Jahren könnten diese Kosten auf mehr als vier Milliarden Euro steigen, wenn der Netzausbau nicht gelinge. Die Kosten für die Noteingriffe werden über die sogenannten Netzentgelte auf den Strompreis umgelegt und landen am Ende beim Verbraucher.

Wie sich der Strompreis entwickelt, hängt aber von vielen Faktoren ab. Homann hatte im Mai gesagt, entgegen einer verbreiteten Wahrnehmung sei der Strompreis seit 2013 recht stabil. Zu der Stabilisierung hätten Reformen bei den Netzentgelten beigetragen, mit Entlastungen für die Verbraucher.

Bei Branchenverbänden und der Bundestagsopposition fanden Altmaiers Vorschläge gemischte Reaktionen. Beim Energieberband BDEW etwa hieß es, die Pläne enthielten zwar viele richtige Punkte. Es fehle aber an konkreten und belastbare Zeitplänen für die Umsetzung. Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sprach von einem Bauchladen an bekannten Möglichkeiten. "Das ist wieder einmal ein echter Altmaier: Sein Aktionsplan liest sich so, wie nachts in der Küche zusammengeschrieben." Wichtig wäre es, überschüssige alte Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen. Der Linke-Energiepolitiker Lorenz Gösta Beutin sprach von einer "PR-Offensive"./hoe/DP/stk

14.08.2018

ROUNDUP 2: Erdogan kündigt Boykott von US-Elektronik an

(Neu: Weitere Details)

ISTANBUL (dpa-AFX) - Als Reaktion auf Sanktionen und Strafzölle der USA gegen die Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan einen Boykott elektronischer Produkte aus den USA angekündigt. "Wir werden Amerikas elektronische Produkte boykottieren", sagte Erdogan bei einer Rede vor Anhängern seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in Ankara am Dienstag. "Wenn sie (die USA) iPhones haben, dann haben wir Samsung ." Die Türkei werde in Zukunft mehr qualitativ hochwertige Waren produzieren und diese auch exportieren.

Seine Rufe nach "Solidarität" im "Wirtschaftskrieg" der USA gegen die Türkei trugen unterdessen erste Früchte. Die größte Fluggesellschaft des Landes, Turkish Airlines, und die große Telekommunikationsfirma Turk Telekom kündigten an, dass sie auf US-Medienplattformen keine Anzeigen mehr schalten wollen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, das betreffe auch Google , Facebook , YouTube und Twitter.

Der Staatssender TRT meldete ohne weitere Details, dass auch aus den USA kommende Baumaterialien nicht mehr verwendet werden sollten. In sozialen Medien spielten am Dienstag Zehntausende Menschen Videos von einigen Türken ab, die in Solidarität mit dem Präsidenten ihre iPhones zertrümmerten.

Auslöser des Konflikts mit den USA ist die Festsetzung eines evangelikalen US-Pastors in der Türkei. Um seine Freilassung zu erzwingen hatte US-Präsident Donald Trump am Freitag angekündet, einige Strafzölle auf Waren aus der Türkei zu verdoppeln. Zuvor hatten die USA bereits zwei türkische Minister mit Sanktionen belegt.

Der Kurs der seit Monaten schwächelnden Lira stürzte daraufhin am Freitag und Montag ab. Er erholte sich am Dienstagmorgen leicht, was Analysten auf Notmaßnahmen der Zentralbank zur Stützung der Lira und auf die Ankündigung zurückführten, dass Finanzminister Berat Albayrak am Donnerstag per Telefonkonferenz mit Investoren unter anderem aus den USA und Europa sprechen werde.

Albayrak betonte am Dienstag in einer Rede in Ankara, dass eine Vertiefung der Beziehungen zu Europa und eine langfristige Zusammenarbeit die beste Antwort auf die Bedrohung durch die USA seien. Er fügte hinzu, dass Äußerungen der deutschen Kanzlerin und des deutschen Wirtschaftsministers gezeigt hätten, wie "unfair und böswillig" es sei, was der Türkei widerfahre. Albayrak betonte, wie wichtig die "Äußerungen des gesunden Menschenverstandes" aus Europa seien. Sie stärkten das Vertrauen der Türken in Europa.

Merkel hatte sich am Montag besorgt über die Lage in der Türkei geäußert. Die EU profitiere von einer stabilen Wirtschaftslage in ihrer Nachbarschaft. "Deutschland möchte jedenfalls eine wirtschaftlich prosperierende Türkei", hatte sie gesagt.

Altmaier hatte die Wirtschaftspolitik der USA mit ihren Sanktionen und Strafzöllen kritisiert. "Dieser Handelskrieg verlangsamt und zerstört Wirtschaftswachstum und produziert neue Unsicherheiten", sagte er der "Bild am Sonntag" und ergänzte mit Blick auf die Türkei: "Wir wollen, dass die Türkei ein stabiles und demokratisches Land ist. Gute Wirtschaftsbeziehungen tragen dazu bei."

Noch im vergangenen Jahr war das deutsch-türkische Verhältnis unter anderem wegen der Inhaftierung mehrerer Deutscher in der Türkei zerrüttet gewesen. Andere Regierungen in der EU hatten scharf Erdogans Beschneidung von Freiheiten und Grundrechten während eines zweijährigen Ausnahmezustands kritisiert.

Auch der russische Außenminister kritisierte die USA während eines Besuchs in Ankara am Dienstag. "Diese Politik darf nicht fortgesetzt werden", sagte Sergej Lawrow. "Wir sehen die Verschärfung von Sanktionen als nicht legitime Politik." In der vergangenen Woche hatte Washington auch Strafen gegen Moskau verhängt.

Sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu forderte während der gemeinsamen Pressekonferenz, dass die "Ära der Schikanen" enden müsse. Die USA würden nur respektiert werden, "wenn sie anderen Ländern und ihren Bedenken zuhören und alle als gleich ansehen" würden.

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir rief die Bundesregierung dazu auf, die Währungskrise in der Türkei zu nutzen, um Einfluss auf das Land zu nehmen. Man müsse mit Erdogan "Tacheles reden und klare Bedingungen stellen, ihm klarmachen, dass es keine Leistung ohne Gegenleistung gibt", sagte er im Interview von NDR Info. Erdogan müsse seine Politik ändern und etwa alle zu Unrecht Inhaftierten freilassen. Özdemir sagte zudem, dass Erdogan die Krise in der Türkei verschärfe, "weil er nicht auf die Wirtschaftsexperten hört". Die Bundesregierung will Erdogan Ende September zu einem Staatsbesuch empfangen.

Erdogan war Ende Juni als Staatspräsident wiedergewählt worden. Im neu eingeführten Präsidialsystem genießt er weitreichende Vollmachten und kann per Dekret regieren./jam/DP/zb

14.08.2018

Bundesgericht: Prämie für Streikbrecher grundsätzlich zulässig

ERFURT (dpa-AFX) - Arbeitgeber dürfen grundsätzlich Mitarbeiter mit der Zusage von Prämien vom Streiken abhalten - obwohl das zu einer Ungleichbehandlung zwischen den Arbeitswilligen und Streikenden führe. Das geht aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt hervor (Az.: 1 AZR 287/17). Innerhalb eines Arbeitskampf sei es gerechtfertigt, Streikbrechern eine freiwillige Sonderleistung zu zahlen, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts zu dem Urteil vom Dienstag. Das führe zwar zu einer Ungleichbehandlung zu den streikenden Mitarbeitern. Diese sei jedoch noch verhältnismäßig.

Konkret ging es bei der Verhandlung um die Klage eines Verkäufers bei einem Einzelhändler im Raum Braunschweig. Die Gewerkschaft Verdi hatte dort 2015 und 2016 im Zuge eines Tarifvertragsstreits zu Streiks aufgerufen. An diesen hatte sich der Kläger beteiligt.

Im Nachgang wollte dieser mit Verweis auf den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz gerichtlich erreichen, dass ihm der Einzelhändler ebenfalls Prämien auszahlen sollte. Den Streikbrechern hatte der Arbeitgeber bis zu 200 Euro pro Tag in Aussicht gestellt. Diese Summe sei nicht unangemessen gewesen, urteilten die Erfurter Bundesrichter. Es sei gerechtfertigt gewesen, dass der Arbeitgeber mit den Sonderleistungen dem Streik entgegenwirken wollte. Mit der Klage war der Verkäufer bereits in der Vorinstanz gescheitert.

Sogenannte Streikbruchprämien werden nach Ende eines Arbeitsausstandes laut einer Gerichtssprecherin mitunter tatsächlich auch an Mitarbeiter ausgezahlt, die zuvor die Arbeit niedergelegt haben - denn häufig wird eine solche Regelung danach in dem ausgehandelten Tarifvertrag festgelegt. Im konkreten Fall war allerdings kein Tarifvertrag zustande gekommen./maf/DP/zb

14.08.2018

ROUNDUP: Merkel plädiert für Vielfalt und Kompromisse in Europa

JENA (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einer Bürgerdiskussion zur Europapolitik für Kompromissfähigkeit und Vielfalt geworben. Angesichts nationalistischer und separatistischer Strömungen sagte sie in einer Fragerunde am Dienstag in Jena: "Lasst uns den Kompromiss nicht schlecht machen." Vor allem die politische Mitte auf europäischer Ebene habe die Verantwortung, "nicht einfach nur zu kritisieren, sondern etwas zu gestalten". Das heiße aber auch: "Europa kann nicht nur tun, was Deutschland richtig findet."

Demokratie bedeute nicht nur Mehrheitsentscheidungen, sondern auch den Schutz von Minderheiten, sagte Merkel weiter. "Europa wird nur gelingen, wenn ich auch sage: Wir sind stolz darauf, verschieden zu sein. Wir wollen nicht alle gleich werden." Diese Vielfalt dürfe nicht durch zu viele Regeln zerstört werden. Einen von Teilnehmern der Diskussion immer wieder geforderten Bürokratieabbau in Europa begrüßte sie grundsätzlich, sagte aber zugleich: "Wir haben auch den Eindruck, dass wir in Deutschland oft auch besonders genau sind."

In der Diskussion mit ausgewählten Bürgern bekräftigte Merkel ihren europäischen Ansatz in der Migrationspolitik. Beispielsweise arbeite die Bundesregierung in dem afrikanischen Durchgangsland Niger bei der Bekämpfung des Schlepperwesens mittlerweile mit Italien, Frankreich und der Europäischen Kommission zusammen, sagte sie. Die Kanzlerin empfängt an diesem Mittwoch den Präsidenten der Republik Niger, Issoufou Mahamadou, im Gästehaus der Bundesregierung in Meseberg nördlich von Berlin.

Merkel verteidigte erneut das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei. "Das ist ein Geben und Nehmen", sagte sie auf die Bemerkung einer Teilnehmerin, dass man die Türkei dafür bezahle, dass weniger Flüchtlinge nach Europa kämen. Es sei in beiderseitigem Interesse, der Türkei bei der Versorgung der Migranten und Flüchtlinge zu helfen, damit diese in der Nähe ihrer Heimat blieben und nicht nach Europa weiter wanderten.

Es war der erste Auftritt Merkels vor Bürgern nach dem Asylstreit mit der CSU und ihrem Sommerurlaub. In der 90-minütigen Debatte unterstrich sie ihre Skepsis gegenüber Forderungen nach einem gemeinsamen Euro-Finanzminister. Dafür müssten neue parlamentarische Strukturen zur Kontrolle in der EU geschaffen werden - das EU-Parlament ist für die Kontrolle des gesamten EU-Haushalts zuständig.

Offen zeigte sich Merkel aber erneut für die Einrichtung eines gesonderten Euro-Haushalts. "Unter bestimmten Bedingungen kann ich mir das vorstellen", sagte sie. Ein Euro-Haushalt könne dazu beitragen, dass sich die Wirtschaftskraft in den Ländern der gemeinsamen Währung weiter annähere.

Weitere Themen der Diskussion waren auch aktuelle sozialpolitische Debatten, wie das Kindergeld für Ausländer. Merkel sprach sich dabei klar für Änderungen der EU-Regeln aus. Die Bundesregierung werde hier weiter mit der EU-Kommission verhandeln. In der Debatte über den Fachkräftemangel in der Pflege sagte Merkel, sie könne sich auch vorstellen, ähnlich wie bei Ärzten in Nordrhein-Westfalen eine Verpflichtung einzuführen, dass Pflegekräfte einen bestimmten Zeitraum im ländlichen Raum arbeiten müssten. Darüber werde sie mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprechen./tl/bk/htz/DP/stk

14.08.2018

KORREKTUR: Türkischer Finanzminister: Kooperation mit Europa wichtig

(Im 2. Absatz, 1. Satz, wurde Bundesfinanzminister Scholz durch Bundeswirtschaftsminister Altmaier ersetzt, zudem wurde der Name des italienischen Außenministers gestrichen. Im letzten Absatz wurden Aussagen von Altmaier ergänzt.)

ISTANBUL (dpa-AFX) - Die Lira-Krise und die Verschärfung der Beziehungen zu den USA könnte die Türkei nach Worten von Finanzminister Berat Albayrak wieder näher an Europa rücken. Albayrak sagte am Dienstag in Ankara, eine Vertiefung der Beziehungen zu Europa und eine langfristige Kooperation sei die beste Antwort auf die Bedrohung durch die USA.

Er fügte hinzu, dass Äußerungen beispielsweise von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gezeigt hätten, wie "unfair und böswillig" es sei, was der Türkei widerfahre. Albayrak betonte, die "Äußerungen des gesunden Menschenverstandes" aus Europa seien wichtig. Sie stärkten das Vertrauen der Türken in Europa.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag angekündigt, einige Strafzölle gegen die Türkei zu verdoppeln. Die Lira, die seit Monaten schwächelt, ging daraufhin in den freien Fall. Hintergrund ist die Auseinandersetzung um das Schicksal des in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson.

Albayrak ist der Schwiegersohn von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der im September zu einem Staatsbesuch nach Deutschland kommen soll. Noch im vergangenen Jahr war das deutsch-türkische Verhältnis unter anderem wegen der Inhaftierung mehrerer Deutscher in der Türkei zerrüttet gewesen.

Merkel hatte sich am Montag besorgt über die Lage in der Türkei geäußert. Die EU profitiere von einer stabilen Wirtschaftslage in ihrer Nachbarschaft. "Deutschland möchte jedenfalls eine wirtschaftlich prosperierende Türkei", hatte sie gesagt.

Altmaier hatte zuletzt die Wirtschaftspolitik der USA mit Sanktionen und Strafzöllen kritisiert. "Dieser Handelskrieg verlangsamt und zerstört Wirtschaftswachstum und produziert neue Unsicherheiten", sagte er der "Bild am Sonntag" und ergänzte mit Blick auf die Türkei: "Wir wollen, dass die Türkei ein stabiles und demokratisches Land ist. Gute Wirtschaftsbeziehungen tragen dazu bei."/rcf/DP/stk

14.08.2018

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 14.08.2018

ROUNDUP: Erdogan kündigt Boykott von US-Elektronik an

ISTANBUL - Als Reaktion auf Sanktionen und Strafzölle der USA gegen die Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan einen Boykott elektronischer Produkte aus den USA angekündigt. Die Türkei werde in Zukunft qualitativ hochwertige Waren produzieren und diese auch exportieren. "Wir werden Amerikas elektronische Produkte boykottieren", sagte Erdogan bei einer Rede vor Anhängern seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in Ankara am Dienstag. "Wenn sie (die USA) iPhones haben, dann haben wir Samsung ."

ROUNDUP 2: Deutsche Wirtschaft erhöht trotz Handelskonflikten die Drehzahl

WIESBADEN - Die Exportnation Deutschland hilft sich selbst: Angetrieben von der Konsumlust der Verbraucher im Inland hat der Konjunkturaufschwung im zweiten Quartal trotz internationaler Handelskonflikte an Tempo gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte gegenüber den ersten drei Monaten 2018 um 0,5 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden anhand erster Daten mitteilte. Das war etwas mehr als von Ökonomen erwartet. "Der Konjunkturboom in Deutschland ist ein Phänomen: Die Konflikte um uns herum nehmen zu, aber das Geschäft trotzdem nicht ab", analysierte Holger Bingmann, Präsident des Außenhandelsverbandes BGA.

ROUNDUP: Preisauftrieb in Deutschland schwächt sich etwas ab

WIESBADEN - Gestiegene Preise für Energie, Nahrungsmittel und Pauschalreisen haben im Juli die Inflation in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr angetrieben. Zwar schwächte sich der Preisauftrieb etwas ab, mit 2,0 Prozent stand aber den dritten Monat in Folge eine 2 vor dem Komma. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit am Dienstag vorläufige Daten. Im Juni hatte die Jahresteuerungsrate 2,1 Prozent betragen und im Mai 2,2 Prozent.

ROUNDUP: Wirtschaft der Eurozone bleibt auf Wachstumskurs

LUXEMBURG - Die Wirtschaft der Eurozone hat im Frühjahr trotz eines Dämpfers bei der Industrieproduktion im Juni ihr Wachstumstempo überraschend halten können. Wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in einer zweiten Schätzung mitteilte, lag die Wirtschaftsleistung (BIP) im zweiten Quartal 0,4 Prozent höher als im Auftaktquartal. Damit wurde eine erste Schätzung nach oben revidiert. Ende Juli hatte Eurostat für die Monate April bis Juni nur ein Wachstum von 0,3 Prozent gemeldet.

Eurozone: Industrieproduktion fällt stärker als erwartet

LUXEMBURG - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juni überraschend stark gesunken. Die Gesamtproduktion sei um 0,7 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet. Im Mai war die Produktion noch um revidierte 1,4 Prozent (zunächst 1,3 Prozent) gestiegen.

ROUNDUP: ZEW-Konjunkturindikator erstmals seit Januar wieder gestiegen

MANNHEIM - Die Einschätzung deutscher Finanzexperten zur weiteren Entwicklung der Konjunktur hat sich im August erstmals seit einem halben Jahr wieder verbessert. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) seien im August um elf Punkte auf minus 13,7 Zähler gestiegen, wie das Forschungsinstitut am Dienstag in Mannheim mitteilte. Zuvor war das Konjunkturbarometer sechs Monate in Folge nicht mehr gestiegen.

USA: Einfuhrpreise mit stärkstem Anstieg seit 2012

WASHINGTON - Die Preise von in die USA importierten Gütern sind im Juli so stark wie seit über sechs Jahren nicht mehr gestiegen. Nach Angaben des US-Handelsministeriums vom Dienstag betrug der Zuwachs 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das ist die höchste Rate seit Februar 2012. Analysten hatten mit einem Anstieg um 4,5 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierte die Preisentwicklung.

Frankreich: Höchste Inflation seit 2012

PARIS - In Frankreich ist die Teuerung so stark wie seit mehr als sechs Jahren nicht mehr. Die nach europäischen Standards berechnete Inflationsrate betrug im Juli 2,6 Prozent, wie das nationale Statistikamt Insee am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Die Behörde hat damit wie von Analysten erwartet eine erste Schätzung bestätigt.

Spanien: Inflationsrate stabil bei 2,3 Prozent

MADRID - In Spanien hat sich die Inflation im Juli auf erhöhtem Niveau gehalten. Wie das Statistikamt INE am Dienstag in Madrid mitteilte, lagen die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise (HVPI) 2,3 Prozent über dem Stand im Vorjahresmonat. Dies entspricht einer ersten Schätzung und dem Wert im Vormonat. Höher war die Teuerung zuletzt im April 2017. Im Monatsvergleich fielen die Preise im Juli um 1,2 Prozent.

China: Einzelhandelsumsatz, Industrieproduktion und Investitionen enttäuschen

PEKING - Der Handelsstreit mit den USA belastet Chinas Wirtschaft zunehmend. Im Juli blieben der Einzelhandelsumsatz, die Industrieproduktion und die Investitionen hinter den Erwartungen zurück. Der Anstieg bei den Sachinvestitionen fiel zudem so schwach aus wie seit mindestens Ende der Neunziger Jahre nicht mehr. In den ersten sieben Monaten zogen sie um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an, nachdem sie bis Ende Juni noch um 6 Prozent gestiegen waren, wie das nationale Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Experten hatten damit gerechnet, dass die Wachstumsraten gehalten werden können.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit fällt auf tiefsten Stand seit 43 Jahren

LONDON - Die Lage am britischen Arbeitsmarkt ist weiterhin außergewöhnlich gut. Die Arbeitslosenquote fiel in den drei Monaten bis Juni von 4,2 auf 4,0 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit dem Jahr 1975. Analysten hatten mit einer unveränderten Quote von 4,2 Prozent gerechnet.

Türkische Krise treibt Zinsen für Athen in die Höhe

ATHEN - Die Turbulenzen um den Absturz der türkischen Währung kommen für Griechenland ungelegen: Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen kletterten am Dienstag auf 4,3 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Ende Juni. Der Wert, der sich aus dem schwankenden Kurs der Anleihe und dem fixen Zinssatz ergibt, signalisiert, welche Zinsen für eine neue Schuldenaufnahme fällig würden.

Russland unterstützt Türkei im Streit mit USA

ANKARA/MOSKAU - Nach neuen Sanktionen und Strafzöllen haben Russland und die Türkei gemeinsam die Politik der USA scharf kritisiert und ihnen "Schikane" vorgeworfen. "Diese Politik darf nicht fortgesetzt werden", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Besuch in Ankara am Dienstag. "Wir sehen die Verschärfung von Sanktionen als nicht legitime Politik", sagte Lawrow. Die USA wollten den Ton in internationalen Angelegenheiten ohne Abstimmung mit anderen Staaten vorgeben.

ROUNDUP: Trump bewilligt einen der höchsten Verteidigungsetats

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat den neuen Verteidigungshaushalt seines Landes im Umfang von 716 Milliarden Dollar (rund 635 Milliarden Euro) bewilligt. Es handelt sich um eines der höchsten Budgets in der neueren Geschichte des Landes, das nur zu Zeiten des Irakkriegs übertroffen wurde. Mit dem Geld sollen unter anderem ältere Panzer, Flugzeuge und Schiffe ersetzt werden. Das nach dem republikanischen Politiker John McCain, dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Senats, benannte Gesetz war im Juni vom US-Oberhaus verabschiedet worden.

Merkel betont Skepsis gegenüber EU-Finanzminister

JENA - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Skepsis gegenüber Forderungen nach einem gemeinsamen Euro-Finanzminister unterstrichen. Dafür müssten neue parlamentarische Strukturen zur Kontrolle in der EU geschaffen werden, sagte sie am Dienstag in einer Fragerunde mit Bürgern zur Europapolitik in Jena - das EU-Parlament ist für die Kontrolle des gesamten EU-Haushalts zuständig.

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/tos

14.08.2018

Türkischer Finanzminister: Kooperation mit Europa wichtig

ISTANBUL (dpa-AFX) - Die Lira-Krise und die Verschärfung der Beziehungen zu den USA könnte die Türkei nach Worten von Finanzminister Berat Albayrak wieder näher an Europa rücken. Albayrak sagte am Dienstag in Ankara, eine Vertiefung der Beziehungen zu Europa und eine langfristige Kooperation sei die beste Antwort auf die Bedrohung durch die USA.

Er fügte hinzu, dass Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesfinanzminister Olaf Scholz und des italienischen Außenministers Enzo Moavero Milanesi gezeigt hätten, wie "unfair und böswillig" es sei, was der Türkei widerfahre. Albayrak betonte, die "Äußerungen des gesunden Menschenverstandes" aus Europa seien wichtig. Sie stärkten das Vertrauen der Türken in Europa.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag angekündigt, einige Strafzölle gegen die Türkei zu verdoppeln. Die Lira, die seit Monaten schwächelt, ging daraufhin in den freien Fall. Hintergrund ist die Auseinandersetzung um das Schicksal des in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson.

Albayrak ist der Schwiegersohn von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der im September zu einem Staatsbesuch nach Deutschland kommen soll. Noch im vergangenen Jahr war das deutsch-türkische Verhältnis unter anderem wegen der Inhaftierung mehrerer Deutscher in der Türkei zerrüttet gewesen.

Merkel hatte sich am Montag besorgt über die Lage in der Türkei geäußert. Die EU profitiere von einer stabilen Wirtschaftslage in ihrer Nachbarschaft. "Deutschland möchte jedenfalls eine wirtschaftlich prosperierende Türkei", hatte sie gesagt./rcf/DP/stk

14.08.2018

Kritik und Lob für Nahles-Vorstoß beim 'Daten-für-Alle'-Gesetz

BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorstoß von SPD-Chefin Andrea Nahles, Internetgiganten unter bestimmten Voraussetzungen zur Preisgabe ihrer Daten zu verpflichten, ist bei der Opposition im Bundestag auf ein gemischtes Echo gestoßen. Während bei der FDP die kritischen Töne im Vordergrund standen, begrüßten die Grünen die Initiative. "Wenigstens ein Teil der Regierung scheint nun endlich zu begreifen, dass wir der gigantischen Macht- und Marktkonzentration großer Internetgiganten Einhalt gebieten müssen", sagte der Obmann der Grünen-Fraktion im Bundestags-Digitalausschuss, Dieter Janecek, dem "Handelsblatt". "Die Konzentration von höchstpersönlichen Daten und Informationen von Milliarden Menschen weltweit in der Hand von wenigen Werbeunternehmen wie Facebook , Google & Co. birgt ein enormes Missbrauchspotenzial."

Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer erklärte, er halte gar nichts von einer "Datenenteignung". "Wir können uns doch nicht auf der einen Seite über mangelnden Datenschutz bei Facebook und co beschweren und sie auf der anderen Seite auch noch zur Weitergabe von Teilen der Daten verpflichten." Die Entflechtung von Konzernen könne auch "immer nur die ultima ratio sein". Sinnvoller wäre es, die Netzwerke durch offene Schnittstellen zu öffnen, so dass ein Wettbewerb entstehe. "So wie man heute ganz normal zwischen Handynetzen SMS schreiben und telefonieren kann, könnte man das technisch auch mit anderen Messengern wie Whatsapp - wenn es die Konzerne nicht verhindern würden."

Außerdem könnte Europa auch seine industriepolitischen Bemühungen verstärken. Theurer verglich die Lage der Digitalbranche mit der Flugzeugindustrie: "Als wir in den 1960ern im Flugzeugmarkt ins Hintertreffen gerieten, gab es die erfolgreiche öffentlich-private Partnerschaft Airbus ." Dieses Vorbild könne man auch unter anderem auf die Einrichtung einer "Government-Cloud" übertragen.

Nahles hatte sich dafür ausgesprochen, um die Macht großer Digitalkonzerne einzuschränken. "Wenn wir künftig verhindern wollen, dass Google und Co. ihre Monopolstellung zulasten von Unternehmen und Verbrauchern ausnutzen, brauchen wir dafür innovative Instrumente", schrieb sie am Montag in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt"./chd/DP/stk

14.08.2018

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Nordex auf 7,30 Euro - 'Sell'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Goldman Sachs hat das Kursziel für Nordex nach den Halbjahreszahlen des Herstellers von Windkraftanlagen von 7,00 auf 7,30 Euro angehoben. Die Einstufung wurde auf zugleich "Sell" belassen. Kurzfristig rechne er zwar noch mit weiterem Druck auf die Margen, doch längerfristig betrachtet helle sich das Umfeld auf, schrieb Analyst Manuel Losa in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Ab 2020 dürfte es für den Umsatz und die Margen allmählich aber wieder aufwärts gehen. Er hob daher seine Schätzungen für das operative Ergebnis entsprechend an und damit auch das Kursziel./ck/zb

Datum der Analyse: 14.08.2018

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14.08.2018

AKTIE IM FOKUS 2: Dax-Kandidat Wirecard überholt Deutsche Bank beim Börsenwert

(Neu: Kursentwicklung im regulären Handel)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien des Zahlungsdienstleisters Wirecard haben am Dienstag ihren Höhenflug fortgesetzt. Die Aktie des Dax-Kandidaten kletterte mal wieder auf einen Rekordstand - damit ist das Unternehmen aus einem Münchener Vorort an der Börse jetzt mehr wert als die Deutsche Bank .

In der Spitze stieg der Kurs um bis zu 1,38 Prozent auf 172,15 Euro. Das Rekordniveau konnte die Aktie zwar nicht ganz halten, stand aber eine halbe Stunde vor Handelsende noch rund ein halbes Prozent im Plus bei 170,60 Euro. Damit ist Wirecard an der Börse etwas mehr als 21 Milliarden Euro wert.

Die Deutsche Bank kommt nach dem Kursrutsch vom Montag, der sich am Dienstag fortsetzte, nur noch auf rund 20,7 Milliarden Euro. Wirecard ist damit nach Europas größten Versicherungskonzern Allianz (79 Mrd Euro), dem weltgrößten Rückversicherer Munich Re (27 Mrd) und der Deutschen Börse (21,8 Mrd) das viertwertvollste deutsche Unternehmen aus der Finanzbranche.

Abgehängt ist vorerst die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank , die nur noch auf etwas mehr als zehn Milliarden Euro kommt und der deshalb im September der Rauswurf aus dem Dax droht. Aufrücker für das Dax-Gründungsmitglied ist nach Stand der Dinge ausgerechnet Wirecard.

Die Wirecard-Aktie hat einen rasanten Höhenflug hinter sich. Alleine in diesem Jahr beträgt das Kursplus bisher 84 Prozent, in den vergangenen zwölf Monaten ergibt sich ein Anstieg von 150 Prozent und auf fünf Jahre gesehen verteuerte sich die Aktie mehr als 600 Prozent.

Einer der Hauptnutznießer dieser Rally ist Unternehmenschef Markus Braun, der in den vergangenen Jahren immer wieder Schwächephasen der Aktie nutze, um seine Position aufzubauen. Aktuell hält er sieben Prozent der Aktien - das Paket ist knapp 1,5 Milliarden Euro wert und damit nur noch etwas weniger als die vom Staat gehaltenen 15 Prozent der Commerzbank-Aktien./zb/la

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14.08.2018

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Aareal Bank auf 'Kaufen' - Fairer Wert 43 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat Aareal Bank nach Zahlen zum zweiten Quartal von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft, aber den fairen Wert auf 43 Euro belassen. Der Immobilienfinanzierer habe insgesamt solide abgeschnitten, auch wenn die Marge im Neugeschäft etwas enttäuscht habe, schrieb Analyst Christian Koch in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Nach dem Kursrutsch infolge der Zahlenvorlage seien die Aktien nun attraktiv bewertet. Koch hob zudem unter anderem die exzellenten Kapitalquoten, die hohe Dividendenrendite, die Kosteneinsparungen und den Abbau der notleidenden Kredite positiv hervor./la/ck

Datum der Analyse: 14.08.2018

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14.08.2018

AKTIE IM FOKUS: Tele Columbus auf Rekordtief - Vermögensverwalter senkt Anteil

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus haben am Dienstag ihre jüngste Talfahrt fortgesetzt. Zuletzt sackten die Anteilscheine um fast 9 Prozent auf 4,08 Euro ab. Bei 3,935 Euro hatten sie kurz zuvor den niedrigsten Stand der mehr als dreieinhalbjährigen Börsenhistorie erreicht.

Die Papiere waren bereits am Montagnachmittag verstärkt unter Druck geraten, nachdem der von James Dinan gegründete Vermögensverwalter York Capital Management seine Beteiligung an dem Unternehmen von gut 4 auf unter 3 Prozent gesenkt hatte.

Erst Ende Juli hatte Analyst Andrew Lee von der US-Bank Goldman Sachs kritisch angemerkt, dass die Abonnentenzahlen zurückgingen und das Unternehmen, an dem United Internet knapp 29 Prozent hält, hoch verschuldet sei./la/zb

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14.08.2018

AKTIE IM FOKUS: Symrise auf Rekordhoch - Anleger honorieren starkes Wachstum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Symrise hat die Anleger am Dienstag mit einem weiterhin starken Wachstum überzeugt. Die Papiere des Herstellers von Duftstoffen und Aromen kletterten auf ein Rekordhoch von 81,40 Euro. Ausgelöst worden war dies durch Aussagen des Managements um Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram über einen nun erwarteten Umsatzanstieg für 2018 um mehr als 7 Prozent. Bisher war lediglich ein Wachstum über dem des Marktes angepeilt worden, das auf 3 bis 4 Prozent geschätzt wird.

Am frühen Nachmittag führten die Symrise-Aktien den Index der mittelgroßen Werte mit einem Plus von 6,44 Prozent auf 81,28 Euro an.

Mit dem Wachstum aus eigener Kraft habe Symrise im zweiten Quartal ein neues Level erreicht und die Markterwartungen sowie die Konkurrenz in den Schatten gestellt, lobte Analyst Andreas von Arx von der Baader Bank die Halbjahreszahlen. Belastungen durch den stärkeren Euro sowie Zu- und Verkäufe ausgeklammert, wuchs Symrise in den ersten sechs Monaten um 9 Prozent. Inklusive dieser Effekte ergab sich ein Umsatzplus von 4 Prozent.

Expertin Liz Coen vom Analysehaus Davy Research hob vor allem die starke Entwicklung des Geschäfts mit der Kosmetikindustrie sowie mit Aromen für die Lebensmittelindustrie positiv hervor.

Dass die Profitabilität - also das, was vom Umsatz beim Gewinn prozentual hängen bleibt - laut Analyst von Arx nur in etwa den Erwartungen entsprach, störte die Investoren kaum. So lag die operative Gewinnmarge von 20,1 Prozent im ersten Halbjahr im unteren Bereich der mittelfristigen Zielspanne von 19 bis 22 Prozent.

Wesentliche Gründe für die eher träge Gewinnentwicklung waren hohe Rohstoffkosten, die nur teilweise oder mit Verzögerung an die Kunden weitergereicht werden konnten. "Die signifikanten Steigerungen bei Vanille konnten wir in guten Teilen weitergeben", sagte ein Unternehmenssprecher. Natürlich müsse dabei auch immer ein gewisser zeitlicher Versatz gemanagt werden. Symrise sei aber vor allem bei Vanille noch die eigene starke Wettbewerbsposition zugute gekommen.

Zudem steckt das Unternehmen Geld in den Ausbau der Produktion. Und gerade diese Investitionen sollten von 2019 an das Umsatz- und Gewinnpotenzial noch weiter steigern, erwartet Analyst Thomas Swoboda von der französischen Großbank Societe Generale.

Anders hatte es für Symrise noch im Frühjahr ausgesehen. Da hatten Belastungen durch hohe Rohstoffkosten - teils auch bedingt durch Lieferausfälle wegen Störungen bei Chemieunternehmen - die Anleger beunruhigt. Der Kurs war im März daher in Richtung 60 Euro gefallen. Doch diese Kursdelle ist längst vergessen. Seither summiert sich das Plus auf mehr als 30 Prozent.

Angesichts der Lieferengpässe, die auch die Konkurrenz betreffen, kommen Symrise nun auch die Übernahmen der vergangenen Jahre zugute. Denn dadurch kann der Konzern einen Teil seiner benötigten Rohstoffe selbst herstellen./mis/ck/jha/

14.08.2018

AKTIE IM FOKUS: Kursplus von United Internet seit Drillisch-Kauf fast verpufft

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den Anlegern von United Internet verfliegt die Freude über den Kauf des Mobilfunkunternehmens Drillisch im Vorjahr zusehends: Die Aktien des Telekommunikations- und Internetanbieters knüpften am Dienstag an ihre jüngste Talfahrt an und fielen zuletzt unter den schwächsten Werten im leicht nachgebenden TecDax um mehr als 5 Prozent auf 43,73 Euro.

Zwischenzeitlich waren die Anteilsscheine von United Internet bis auf 43,55 Euro abgesackt. Damit lagen sie nur noch knapp 1 Euro über dem Schlusskurs von 42,74 Euro am 11. Mai 2017. Einen Tag später hatte Unternehmenschef Ralph Dommermuth seinen Milliardendeal verkündet, mit dem er zur starken vierten Kraft im deutschen Mobilfunkmarkt neben den Netzbetreibern Deutsche Telekom , Vodafone und Telefonica Deutschland aufsteigen wollte.

Die Freude der Anleger über die Transaktion hatte die Aktien von United Internet zunächst angetrieben und bis Anfang Januar auf ein Rekordhoch von knapp 60 Euro geschickt. Dann jedoch mehrten sich die Zweifel und die Anteilscheine hatten einen kleinen Durchhänger zu verkraften.

Ende März dann folgte ein deutlicher Einbruch, als Dommermuth ankündigte, mit massiven Investitionen neue Kundenverträge im Mobilfunk sowie für DSL-Internet gewinnen zu wollen. Nach einer mehrmonatigen Erholung gingen die Anteilscheine dann ab Mitte Juni wieder auf eine Talfahrt, die am Montag nur kurz unterbrochen wurde.

Zu Wochenbeginn hatten sich die Anleger zunächst gefreut, dass United Internet an seinen Jahresziele festgehalten hatte, obwohl das Unternehmen wegen des härteren Preiskampfs im Billigsegment beim Mobilfunk mit einem geringeren Wachstum bei der Anzahl von Vertragskunden rechnet. Die Papiere zogen zwischenzeitlich um fast 7 Prozent an.

Dann aber überwogen im Handelsverlauf doch die Sorgen um das Vertragskunden-Wachstum der inzwischen in 1&1 Drillisch umbenannten Mobilfunktochter, so dass die United-Internet-Papiere letztlich nur moderat im Plus schlossen. Am Dienstag nun behielten die Pessimisten die Oberhand und drückten die Aktien wieder ins Minus.

Bereits zu Wochenbeginn hatte Analyst Jochen Reichert von Warburg Research die Frage gestellt, ob die aktuelle Lage bei 1&1 Drillisch ein Anzeichen eines strukturell geringeren Kundenwachstums sei. Die Erwartungen mit Blick auf das Vertragskunden-Wachstum in den Jahren 2019 und 2020 seien immer noch hoch, so dass auch die Gefahr von Enttäuschungen recht groß sei./la/ag/jha/

14.08.2018

AKTIE IM FOKUS: HHLA rutschen ab - LBBW: 'Risiko einer Gewinnwarnung'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach dem Halbjahresbericht sind die Aktien von HHLA am Dienstag als schwächster SDax-Wert um 6,8 Prozent auf 17,05 Euro abgesackt. Die Papiere des Hafenlogistikers fanden sich damit auf dem tiefsten Niveau seit April des Vorjahres wieder.

Analyst Per-Ola Hellgren von der LBBW konstatierte eine "glanzlose Ertragsentwicklung im zweiten Quartal" und sieht ein "bedeutendes Risiko einer Gewinnwarnung in der zweiten Jahreshälfte". Die Aktie reagiere sehr empfindlich auf Bewertungen in der Branche, die zuletzt weiter zurückgegangen seien.

Auf dieser Grundlage strich Hellgren seine Kaufempfehlung und senkte sein Kursziel auf 18 Euro./ag/jha/

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14.08.2018

AKTIEN IM FOKUS: Bechtle klettern auf Rekordhoch - Cancom rutschen ab

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der IT-Dienstleister Bechtle und Cancom sind am Dienstag deutlich auseinander gedriftet: Während die Papiere von Bechtle mit 2,51 Prozent Kursplus eine neue Rekordmarke von 85,65 Euro erreichten, rutschten Cancom um 4,87 Prozent auf 41,00 Euro ab und rissen damit auch die 200-Tage-Linie. Sie ist noch knapp aufwärts gerichtet und gilt als Indikator für den längerfristigen Trend.

Die jüngsten Ergebnisse von Bechtle seien ein Zeichen der Stärke, konstatierte Analyst Knut Woller von der Baader Bank in einer aktuellen Studie. Die Neckarsulmer gewännen kontinuierlich Marktanteile - auch von Cancom. Der Experte untermauert dies mit dem Blick auf das organische Umsatzwachstum im abgelaufenen Quartal: Auf der einen Seite steht ein Plus von 17 Prozent, auf der anderen nur knapp 1 Prozent.

Woller erhöhte sein Kursziel für Bechtle-Papiere auf 92 Euro und blieb bei seiner Kaufempfehlung. Cancom-Aktien hatte er tags zuvor dagegen mit "Verkaufen" bestätigt. Auch andere Analysten waren mit den Ergebnissen des Unternehmens aus München nicht wirklich zufrieden. Tim Wunderlich von Hauck & Aufhäuser bezeichnete sie als durchwachsen mit Umsatz und operativem Ergebnis unter den Erwartungen. Zudem sei mehr investiert worden als gedacht, wodurch allerdings ab 2019 ein Wachstums- und Profitabilitätsschub winke. Er hält es aber für maßgeblich, dass der Umbau ins Cloud-Geschäft auf vollen Touren laufe./ag/mis/fba

14.08.2018

AKTIE IM FOKUS 2: Ceconomy setzt Enttäuschungsserie fort - Kursrutsch

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach dem Bericht zum dritten Geschäftsquartal müssen die Anleger von Ceconomy am Dienstag bereits den vierten Kurseinbruch des laufenden Jahres verkraften. Mit einem Minus von 9,24 Prozent auf 6,324 Euro sind die Papiere des Elektronikhändlers das Schlusslicht im MDax.

Für tiefe Schneisen im Chart hatten zuvor schon enttäuschende Ergebnisse zum Jahresauftakt, der drohende Abstieg aus dem Index mittelgroßer Werte sowie die Aussicht auf die inzwischen erfolgte Kapitalerhöhung gesorgt. Inzwischen kosten die Papiere damit nur noch die Hälfte vom Kurs von Ende 2017.

Nun sorgte Ceconomy mit erneut tief roten Zahlen für weitere Mollstimmung. Durch den Wertverfall der Metro-Aktien an der Börse musste man nämlich weitere Abschreibungen in Millionenhöhe vornehmen. Commerzbank-Experte Jürgen Elfers hält auch für das Gesamtjahr einen Verlust für wahrscheinlich.

Operativ habe der Konzern zwar auf den ersten Blick Fortschritte gemacht und die Marktschätzungen übertroffen, erklärte Analystin Georgina Johanan von der Investmentbank JPMorgan. Bei genauerem Hinsehen trage allerdings die Neubewertung von Verbindlichkeiten aus Gutscheinen einen sehr großen Anteil hieran. Ohne diesen Kniff hätte Ceconomy schwächer abgeschnitten als erwartet, so Johanan./ag/she/fba

14.08.2018

AKTIE IM FOKUS: Aareal Bank unter Druck - Margenentwicklung enttäuscht

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der Aareal Bank haben am Dienstag bis Mittag negativ auf die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal reagiert. Nachdem die Papiere des Immobilienfinanzierers im frühen Handel noch um bis zu 0,31 Prozent zugelegt hatten, rutschten sie schnell ins Minus und fielen zuletzt um rund 6 Prozent auf 36,35 Euro.

Ihre seit Jahresbeginn eingefahrenen Kursgewinne büßten die Anteilsscheine dabei komplett wieder ein. Zwischenzeitlich waren sie sogar um rund 8 Prozent abgerutscht und hatten damit den größten prozentualen Tagesverlust seit mehr als zwei Jahren erlitten.

Die Aareal Bank hatte zwar alles in allem in etwa wie erwartet abgeschnitten, dennoch äußerten sich einige Analysten kritisch. Die Experten der Citigroup etwa hoben hervor, dass die Profitabilität deutlich zurückgegangen sei. Analyst Christian Koch von der DZ Bank schrieb, dass der Ausblick für 2018 zwar erreichbar scheine, die deutlich niedrigere Marge im Neugeschäft aber enttäuschend sei./la/fba

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