dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

28.09.2021

EY: Stärkstes Jahr für Börsengänge deutscher Firmen seit 20 Jahren

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Corona-Flaute trauen sich auch in Deutschland wieder mehr Unternehmen an die Börse. "Im bisherigen Jahresverlauf verzeichneten wir in Deutschland das höchste Emissionsvolumen seit 20 Jahren - und weitere Börsenkandidaten sind in der Pipeline", bilanzierte EY-Partner Martin Steinbach am Dienstag die ersten drei Quartale. 2021 sei schon jetzt ein sehr erfolgreiches Jahr für Börsengänge (Initial Public Offering/IPO), "und nach wie vor ist sehr viel Liquidität im Markt, die im Niedrigzinsumfeld nach attraktiver Anlage sucht".

22 Börsengänge deutscher Unternehmen zählte die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY im bisherigen Jahresverlauf. Darunter 17 auf deutschem Parkett, die den Angaben zufolge zusammen 8,2 Milliarden Euro erlösten. Weitere 5 deutsche Unternehmen zog es an ausländische Börsen, wo sie EY zufolge zum Zeitpunkt der Erstnotiz auf ein Emissionsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden Dollar kamen.

"Für das vierte Quartal stehen einige Börsenaspiranten in den Startlöchern, so dass wir insgesamt auf bis zu 25 Börsenneulinge kommen könnten", prognostizierte Steinbach für Deutschland. "Und das Interesse potenzieller Kandidaten ist nach wie vor groß, so dass auch 2022 spannend werden dürfte."

Weltweit wagten den Angaben zufolge im Zeitraum Juli bis einschließlich September des laufenden Jahres 547 Unternehmen den Sprung an die Börse und damit knapp ein Viertel (23 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Emissionsvolumen stieg um elf Prozent auf 106 Milliarden Dollar (aktuell gut 90 Mrd Euro)./ben/DP/stk

28.09.2021

ROUNDUP: UEFA stoppt juristische Schritte gegen Super-League-Clubs

NYON (dpa-AFX) - Die UEFA hat auf eine richterliche Androhung aus Spanien reagiert und wird die Verfahren gegen die drei abtrünnigen Super-League-Clubs Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin nicht weiter verfolgen. Das bestätigte die UEFA am Dienstag. Auch werde der europäische Verband von den übrigen neun Super-League-Teams keine Strafzahlung einfordern.

Man sei nach genauer Prüfung zu der Erkenntnis gekommen, dass die Fortsetzung einer juristischen Auseinandersetzung nicht im eigenen Interesse und des der Mitgliedsverbände sei, hieß es in einer UEFA-Mitteilung. Die Berufungskammer der UEFA hatte daher entschieden, dass die Verfahren nicht weiter verfolgt würden. Im Raum stand ein Champions-League-Ausschluss der drei Top-Vereine.

Dennoch bleibe man bei der klaren Haltung gegen die Gründung einer Superliga und der Missbilligung des Verhaltens der beteiligten Vereine. Man werde weiterhin alles Notwendige tun, um die Super League und jede Form einer abtrünnigen Liga zu stoppen. Ebenso behalte man sich bei einer möglichen Wiederaufnahme etwaiger Abspaltungspläne neue juristische Schritte vor. Man habe immer in Übereinstimmung mit ihren Statuten und Reglements aber auch mit EU-Recht, der Europäischen Menschenrechtskonvention und schweizerischem Recht gehandelt, hieß es von der UEFA.

Dr Verband sei zuversichtlich, dass die Fans in ganz Europa, die sich gegen die Superliga-Pläne gewehrt haben, die Entscheidung nicht als Sieg für die Abspaltungspläne sehen würden, hieß es.

Der spanische Richter Manuel Ruiz de Lara hatte der UEFA in der Vorwoche ein Ultimatum gestellt, um die Sanktionsdrohungen gegen die Gründungsmitglieder der umstrittenen Superliga zurückzunehmen. Anderenfalls müsse UEFA-Chef Aleksander Ceferin mit einer Anklage wegen Nichtbeachtung eines richterlichen Urteils rechnen.

Zwölf europäische Topclubs, darunter zunächst auch sechs englische Premier-League-Vereine, hatten im April mit der Veröffentlichung ihrer Super-League-Pläne Fußball-Europa geschockt. Die Superliga wäre in direkte Konkurrenz zur Champions League der UEFA getreten, die diese Pläne wie auch etliche nationale Ligen und Verbände scharf kritisierte. Fans demonstrierten gegen die Pläne.

Deutsche Clubs waren nicht unter den Super-League-Gründern. Seit dem schnellen Rückzug der englischen Clubs ist die Superliga vorerst vom Tisch. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin halten aber weiter an den Plänen fest. Ihnen hatte die UEFA deshalb zunächst Sanktionen angedroht./aer/DP/men

28.09.2021

Ölpreise setzen Höhenflug fort - Brent über 80 US-Dollar

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag ihren Höhenflug der vergangenen Wochen fortgesetzt. Nordseeöl der Marke Brent kostete erstmals seit etwa drei Jahren mehr als 80 US-Dollar, während US-Rohöl über der Marke von 76 Dollar notierte. Getrieben werden die Erdölpreise durch eine starke Nachfrage und ein knappes Angebot.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 80,12 US-Dollar. Das waren 59 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 62 Cent auf 76,07 Dollar.

Unterstützung erhalten die Rohölpreise durch die in vielen Ländern solide Konjunkturerholung vom Corona-Einbruch und der vielerorts entspannteren Corona-Lage. Hinzu kommt eine von den USA ausgehende Angebotsknappheit. Darüber hinaus haben die stark gestiegenen Preise für Erdgas Befürchtungen ausgelöst, dass die Preisrally am Gasmarkt auf den Ölmarkt übergreifen könnte./bgf/men

28.09.2021

Devisen: Euro hält sich bei 1,17 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag weiter um die Marke von 1,17 US-Dollar herum gependelt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1702 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Bewegungen am Devisenmarkt fielen im frühen Handel gering aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1698 Dollar festgesetzt.

Am Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die an den Finanzmärkten für größere Kursbewegung sorgen könnten. Am ehesten dürften Anleger Zahlen vom US-Immobilienmarkt beachten. Allerdings äußert sich eine ganze Reihe hochrangiger Zentralbanker. Unter anderem wird US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des Senats auftreten. Erste Äußerungen wurden bereits vorab veröffentlicht und enthalten überwiegend bekannte Positionen./bgf/stk

28.09.2021

About You hebt Umsatzprognose an

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Online-Modehändler About You wird optimistischer für das laufende Geschäftsjahr. Anlässlich der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen zum zweiten Geschäftsquartal (bis Ende August) hob das SDax-Unternehmen seine Umsatzprognose an. Das Management erwarte für das Gesamtjahr nun einen Umsatz von 1,725 bis 1,775 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Dienstagmorgen in Hamburg mit. Zuvor war die oberere Hälfte der Spanne von 1,63 bis 1,75 Milliarden Euro angestrebt worden. Die Prognose für das bereinigte Ebitda wurde bestätigt.

Die finalen Geschäftszahlen für das vergangene Geschäftsquartal will About You am 9. November vorlegen./lew/stk

28.09.2021

WDH/WOCHENVORSCHAU: Termine bis 11. Oktober 2021

(Bei dem Hella-Termin wurde ein Tippfehler beseitigt)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag, den 11. Oktober

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DIENSTAG, DEN 28. SEPTEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Hella Q1-Zahlen (detailliert)

14:00 DEU: Covestro Kapitalmarkttag

14:00 FRA: Totalenergies Investor Day mit Strategie und Ausblick

DEU: About You Trading Update

DEU: Borussia Dortmund, Jahreszahlen (detailliert)

DNK: Novozymes Capital Markets Day

NLD: ASM International Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: GfK Konsumklimaindex 10/21

08:45 FRA: Verbrauchvertrauen 09/21

11:30 EUR: Zuteilung Haupt-Refi-Tender

14:30 AUS: Opec World Oil Outlook 2021

14:30 EUR: EZB-Präsidentin Lagarde spricht zur Eröffnung des Geldpolitischen Forums der EZB

14:30 USA: Handelsbilanz 08/21

14:30 USA: Lagerbestände 08/21

15:00 EUR: EZB Wöchentliche Veränderung der Bestände der Eurosystem-Zentralbanken an Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ABS

15:00 USA: FHFA Hauspreisindex 07/21

16:00 USA: Conference Board Verbrauchervertrauen 09/21

16:00 USA: Fed-Chairman Powell spricht vor dem Senatsausschuss für Bank- und Wohnungswesen sowie städtische Angelegenheiten zum Cares-Gesetz

16:00 USA: Richmond Fed Herstellerindex 09/21

SONSTIGE TERMINE

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MITTWOCH, DEN 29. SEPTEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 DEU: Gea Group Mitteilung zum Kapitalmarkttag mit Aussagen zur Unternehmensstrategie, 10.00 h Pk; 10.30 h Kapitalmarkttag

08:00 GBR: Next, Halbjahreszahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

09:30 DEU: Vorstellung des neuen Hauptgebäudes des Softwareanbieters Teamviewer

GBR: Vodafone Group Investor Briefing

NLD: ASML Holding Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Export-/Importpreise 08/21

08:00 DEU: Schulden öffentliche Hauhalte H1/21

09:00 ESP: Verbraucherpreise 09/21

09:30 DEU: IMK (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung), Konjunkturprognose

10:30 GBR: Geldmenge M4

10:00 ITA: Erzeugerpreise 08/21

10:50 EUR: EZB, Zuteilung eines 7-tägigen Dollar-Tenders

11:00 EUR: Geschäftsklimaindex 09/21

11:00 EUR: Industrievertrauen 09/21

11:00 EUR: Verbrauchvertrauen (endgültig) 09/21

11:30 DEU: Auktionsergebnis Aufstockung 10-jährige Bundesanleihe 4 Mrd Euro

12:30 EUR: EZB Ergebnis Zuteilung eines 12-monatigen PELTRO

13:00 USA: MBA Hypothekenanträge

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 08/21

16:30 USA: EIA-Rohöllagerdaten

17:45 EUR: EZB-Präsidentin Lagarde, Fed-Chairman Powell, BoE-Gouverneur Bailey und BoJ-Gouverneur Kuroda, nehmen an Panels bei Geldpolitischem Forum der EZB teil

DEU: Stellenindex BA-X 09/21

SONSTIGE TERMINE

EUR/USA: Erstes Treffen des europäisch-amerikanischen Handels- und Technologierats

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DONNERSTAG, DEN 30. SEPTEMBER

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 SWE: Hennes & Mauritz Q3-Zahlen

10:00 DEU: Hella Hauptversammlung

10:00 DEU: Oberlandesgericht Stuttgart verhandelt erneut über Klage eines Spediteurs gegen Daimler wegen der Beteiligung am sogenannten Lkw-Kartell

12:00 DEU: Hornbach Q2-Zahlen

14:00 CHE: Novartis ESG Investor Day

NLD: Fairphone präsentiert neue Produkte

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Industrieproduktion 08/21

03:00 CHI: Einkaufsmanagerindex (CFLP) Dienste und Industrie 09/21

03:45 CHI: Caixin Einkaufsmanagerindex Industrie 09/21

06:30 DEU: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 08/21

08:00 GBR: BIP Q2/21 (2. Veröffentlichung)

08:00 GBR: Leistungsbilanz Q2/21

08:45 FRA: Erzeuger- und Verbraucherpreise 08/21

08:45 FRA: Konsumausgaben 08/21

09:55 DEU: Arbeitsmarktdaten 09/21

10:00 DEU: Verbraucherpreise Bayern, Brandenburg, Hessen 09/21

11:00 EUR: Arbeitsmarktdaten 08/21

11:00 ITA: Verbraucherpreise 09/21

14:00 DEU: Verbraucherpreise 09/21

14:30 USA: BIP Q2/21 (3. Veröffentlichung)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)

14:30 USA: Konsumausgaben Q2/21 ( Veröffentlichung)

15:45 USA: Chicago PMI 09/21

16:00 USA: Der Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, und Finanzministerin Janet Yellen stehen dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses mit Blick auf die konjunkturstützenden Maßnahmen gegen die Corona-Krise Rede und Antwort.

DEU: Verbraucherpreise Baden-Württemberg 09/21

SONSTIGE TERMINE

DEU: Fachveranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV) (bis 01.10.)

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FREITAG, DEN 01. OKTOBER

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 DEU: Außerordentliche Hauptversammlung beim Fahrzeugbauer Daimler zur Abspaltung der Truck-Sparte vom Gesamtkonzern

10:30 DEU: Im Lkw-Kartell-Prozess verkündet das Landgericht München eine Entscheidung

10:30 CHE: Credit Suisse, Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Arbeitsmarktbericht 08/21

01:50 JPN: Tankan-Bericht Q3/21

08:00 DEU: Einzelhandelsumsatz 08/21

09:15 SPA: Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 09/21

09:45 ITA: Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 09/21

09:55 DEU: Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 09/21 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 09/21 (2. Veröffentlichung)

10:30 DBR: Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 09/21 (2. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Verbraucherpreise 09/21

14:30 USA: Persönliche Einnahmen und Konsumentenausgaben 08/21

15:45 USA: Markit Einkaufsmanagerindex Industrie (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Bauinvestitionen 08/21

16:00 USA: Universität Michigan Verbraucherstimmung 09/21 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: ISM-Index Industrie 09/21

SONSTIGE TERMINE

EUR: Ratingüberprüfungen S&P zu Frankreich und Polen

HINWEIS:

Börsenfeiertag in China und Hongkong

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MONTAG, DEN 04. OKTOBER

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 ESP: Repsol Q3-Umsatz

CHE/USA: Zweiter Tag 77. Jahrestagung des Welt-Airline-Verbandes IATA

mit Chef Willie Walsh

TERMINE KONJUNKTUR

08:30 CHE: Verbraucherpreise 09/21

10:30 EUR: Sentix-Investorenvertrauen 10/21

16:00 USA: Auftragseingang 08/21

AUS: Opec/Opec+ Ministertreffen

SONSTIGE TERMINE

DEU: Fortsetzung der Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

HINWEIS:

Börsenfeiertag in China

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DIENSTAG, DEN 05. OKTOBER

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Grenke Neugeschäft Q3/21

09:00 DEU: Audi gewährt Einblicke hinter den Kulissen der Audi Q4 e-tron-Fertigung in Zwickau

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

10:00 DEU: VDMA Auftragseingang 08/21

12:00 USA: Pepsico Q3/21

15:00 DEU: Infineon Capital Markets Day

DEU: Kfz-Neuzulassungen 09/21

FRA: Thales ESG Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

01:30 JPN: Verbrauchpreise Region Tokio 09/21

05:30 AST: Notenbank-Entscheidung

08:45 FRA: Industrieproduktion 08/21

09:15 SPA: Markit PMI Dienstleistungen 09/21

09:45 ITA: Markit PMI Dienstleistungen 09/21

09:45 FRA: Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)

09:55 DEU: Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)

10:00 EUR: Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)

10:00 ITA: BIDienstleistungen P-Defizit Q2/21

10:30 GBR: CIPS/Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)

11:00 EUR: Erzeugerpreise 08/21

11:30 EUR: EZB Zuteilung Haupt-Refi-Tender

14:30 USA: Handelsbilanz 08/21

15:00 EUR: EZB Wöchentliche Veränderung der Bestände der Eurosystem-Zentralbanken an Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ABS

15:45 USA: Markit PMI Dienstleistungen 09/21 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: ISM Services Index 09/21

EUR: Tagung der EU-Wirtschafts- und Finanzminister

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Jahreskonferenz der re!source Stiftung e.V. zum Thema «Ressourcenwende in der Bau- und Immobilienwirtschaft»

HINWEIS:

Börsenfeiertag in China

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MITTWOCH, DEN 06. OKTOBER

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 GBR: Imperial Brands Trading Updae

08:00 GBR: Tesco Halbjahreszahlen

09:15 DEU: Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

CHE: Ferrexpo Q3-Zahlen

FRA: Saint-Gobain Investor Day

USA: Dow Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Auftragseingang 08/21

09:00 ESP: Industrieproduktion 08/21

09:30 DEU: Markit PMI Baubranche 09/21

10:30 GBR: Markit PMI Baubranche 09/21

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 08/21

13:00 USA: MBA Hypothekenanträge

14:15 USA: ADP Beschäftigungsänderung 09/21

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: Bundesgerichtshof verhandelt zu Zinsänderungsklauseln in Prämiensparverträgen

11:00 DEU: Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) Digitale Pk zur Kapitalmarktprognose

HINWEIS:

Börsenfeiertag in China

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DONNERSTAG, DEN 07. OKTOBER

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 DEU: Wohnmobilbauers Erwin Hymer Group Online-Pk zu Zahlen und Strategie

CHE: Sika Capital Markets Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Industrieproduktion 08/21

08:45 FRA: Handels- und Leistungsbilanz 08/21

09:00 CHE: Währungsreserven 08/21

10:00 ITA: Einzelhandelsumsatz 08/21

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe

21:00 USA: Konsumentenkredite 08/21

FRA: Zweiter Teil des OECD-Ministerrats (bis 08.10.)

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: BGH klärt: Darf ein privater Krankenversicherer mit einem «digitalen Arztbesuch» per App in der Schweiz werben?

HINWEIS:

Börsenfeiertag in China

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FREITAG, DEN 8. OKTOBER

TERMINE UNTERNEHMEN

AUS: OMV Q3 Trading Update

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Leistungsbilanz 08/21

03:45 CHN: Caixin PMI Dienstleistungen 09/21

08:00 DEU: Handels- und Leistungsbilanz 08/21

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 09/21

16:00 USA: Lagerbestände Großhandel 08/21 (2. Veröffentlichung)

SONSTIGE TERMINE

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MONTAG, DEN 11. OKTOBER

TERMINE UNTERNEHMEN

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TERMINE KONJUNKTUR

08:00 GBR: Bruttoinlandsprodukt 08/21

08:00 GBR: Dienstleistungsindex 08/21

08:00 GBR: Handelsbilanz 08/21

08:00 GBR: Industrieproduktion 08/21

10:00 ITA: Industrieproduktion 08/21

USA: Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (bis 17.10.)

SONSTIGE TERMINE

DEU: Eröffnung ITS-Weltkongress für Mobilität und Logistik (bis 15.10.)

DEU: Eröffnung Immobilienmesse Expo Real (bis 13.10.)

SWE: Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften werden bekanntgegeben

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

28.09.2021

WDH/TAGESVORSCHAU: Termine am 28. September 2021

(Tippfehler beseitigt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Dienstag, den 28. September

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TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Hella Q1-Zahlen (detailliert)

14:00 DEU: Covestro Kapitalmarkttag

14:00 FRA: Totalenergies Investor Day mit Strategie und Ausblick

DEU: About You Trading Update

DEU: Borussia Dortmund, Jahreszahlen (detailliert)

DNK: Novozymes Capital Markets Day

NLD: ASM International Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: GfK Konsumklimaindex 10/21

08:45 FRA: Verbrauchvertrauen 09/21

11:30 EUR: Zuteilung Haupt-Refi-Tender

14:30 AUS: Opec World Oil Outlook 2021

14:30 EUR: EZB-Präsidentin Lagarde spricht zur Eröffnung des Geldpolitischen Forums der EZB

14:30 USA: Handelsbilanz 08/21

14:30 USA: Lagerbestände 08/21

15:00 EUR: EZB Wöchentliche Veränderung der Bestände der Eurosystem-Zentralbanken an Staatsanleihen, Covered Bonds, Unternehmensanleihen und ABS

15:00 USA: FHFA Hauspreisindex 07/21

16:00 USA: Conference Board Verbrauchervertrauen 09/21

16:00 USA: Fed-Chairman Powell spricht vor dem Senatsausschuss für Bank- und Wohnungswesen sowie städtische Angelegenheiten zum Cares-Gesetz

16:00 USA: Richmond Fed Herstellerindex 09/21

SONSTIGE TERMINE

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

28.09.2021

WDH/ROUNDUP/Dammbruch von Brumadinho: Opfer fordern Entschädigung vom TÜV Süd

("in Brasilien" im ersten Satz ergänzt.)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nach dem Dammbruch von Brumadinho in Brasilien wird die Katastrophe mit 260 Toten jetzt vor dem Landgericht München neu aufgerollt. Die betroffene Gemeinde und die Familie eines der Todesopfer haben den TÜV Süd auf Schadenersatz verklagt. Denn dessen brasilianische Tochterfirma hatte dem Bergbaukonzern Vale die Sicherheit des Damms ein halbes Jahr vor dem Unglück vom 25. Januar 2019 bescheinigt.

Als das Rückhaltebecken der Eisenerzmine brach, ergossen sich 13 Millionen Kubikmeter durch das Tal. Unter den Toten war auch die 30-jährige Ingenieurin Izabela Barroso, die gerade in der Kantine von Vale Mittagspause machte. Ihr Mann und zwei ihrer Brüder wollen am Dienstag an dem Prozess teilnehmen.

Die Gemeinde und die Familie beschränkten den Streitwert in dem Musterprozess auf rund 400 000 Euro, um Prozesskosten zu sparen. Zunächst soll das Gericht feststellen, ob überhaupt ein Anspruch besteht. Die Höhe solle dann gegebenenfalls in einem zweiten Schritt geklärt werden, so Kläger-Anwalt Jan Erik Spangenberg. Zusammen mit der brasilianisch-britisch-US-amerikanischen Kanzlei PGMBM vertrete er aber 1200 Geschädigte und erhoffe letztendlich Entschädigungen im dreistelligen Millionenbereich.

Der TÜV Süd wehrt sich gegen die Forderungen und hat für Anwalts- und Beratungskosten bereits 20 Millionen Euro zurückgestellt. Die Stabilitätserklärung habe den brasilianischen Standards entsprochen. "Der Betreiber ist für die Mine und zugehörige Dämme verantwortlich und haftet für sämtliche Schäden aus dem Betrieb des Damms", teilte der TÜV Süd vor Prozessbeginn mit.

Vale hat im Februar in einem gerichtlichen Vergleich mit dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais fast sechs Milliarden Euro Entschädigung zugesagt. Etwa ein Drittel der Summe soll nach Angaben der brasilianischen Behörden der Gemeinde Brumadinho und der Bevölkerung dort zugutekommen. "Auch die Kläger des vorliegenden Verfahrens werden bereits umfassend von Vale entschädigt", teilte der TÜV Süd mit.

Die Milliarden-Entschädigung von Vale sei aber "eine Mogelpackung", denn es seien keine direkten Zahlungen an die Opfer vorgesehen, sagte Kläger-Anwalt Spangenberg. Die Gemeinde habe nur geringfügige Zahlungen erhalten. Die Mühlen der brasilianischen Justiz mahlten sehr langsam. Ein Verfahren gegen den TÜV Süd in München sei effizienter als gegen die Tochterfirma in Brasilien, ein Urteil sei hier leichter zu vollstrecken.

Gustavo Barroso, Kläger und Bruder der ums Leben gekommenen Ingenieurin, sagte: "Wir kommen gegen Vale in Brasilien nicht an." Die Hoffnungen ruhten auf dem deutschen Gericht.

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft von Minas Gerais wurde das Prüfzertifikat ausgestellt, obwohl den Prüfern der schlechte Zustand der Anlage und das Risiko bewusst gewesen sei. Ein Prüfer habe ausgesagt, er habe sich von Vale-Vertretern unter Druck gesetzt gefühlt. In Brasilien laufen gegen 16 Mitarbeiter der beiden Unternehmen strafrechtliche Ermittlungen, in München gegen einen TÜV-Mitarbeiter.

Dass die Zivilkammer in München am Dienstag bereits eine Entscheidung über die Schadenersatzforderung verkündet, ist nach Angaben einer Gerichtssprecherin unwahrscheinlich. Spangenberg rechnet aber mit einer ersten Einschätzung zu einigen wesentlichen Fragen.

Der Klägeranwalt hofft, dass das Landgericht brasilianisches Recht anwendet. Danach haften alle direkt oder indirekt an einer Umweltverschmutzung Beteiligten, "ein Verschulden ist nicht erforderlich", sagte er./mfa/DP/zb

28.09.2021

ROUNDUP/Dammbruch von Brumadinho: Opfer fordern Entschädigung vom TÜV Süd

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nach dem Dammbruch von Brumadinho wird die Katastrophe mit 260 Toten jetzt vor dem Landgericht München neu aufgerollt. Die betroffene Gemeinde und die Familie eines der Todesopfer haben den TÜV Süd auf Schadenersatz verklagt. Denn dessen brasilianische Tochterfirma hatte dem Bergbaukonzern Vale die Sicherheit des Damms ein halbes Jahr vor dem Unglück vom 25. Januar 2019 bescheinigt.

Als das Rückhaltebecken der Eisenerzmine brach, ergossen sich 13 Millionen Kubikmeter durch das Tal. Unter den Toten war auch die 30-jährige Ingenieurin Izabela Barroso, die gerade in der Kantine von Vale Mittagspause machte. Ihr Mann und zwei ihrer Brüder wollen am Dienstag an dem Prozess teilnehmen.

Die Gemeinde und die Familie beschränkten den Streitwert in dem Musterprozess auf rund 400 000 Euro, um Prozesskosten zu sparen. Zunächst soll das Gericht feststellen, ob überhaupt ein Anspruch besteht. Die Höhe solle dann gegebenenfalls in einem zweiten Schritt geklärt werden, so Kläger-Anwalt Jan Erik Spangenberg. Zusammen mit der brasilianisch-britisch-US-amerikanischen Kanzlei PGMBM vertrete er aber 1200 Geschädigte und erhoffe letztendlich Entschädigungen im dreistelligen Millionenbereich.

Der TÜV Süd wehrt sich gegen die Forderungen und hat für Anwalts- und Beratungskosten bereits 20 Millionen Euro zurückgestellt. Die Stabilitätserklärung habe den brasilianischen Standards entsprochen. "Der Betreiber ist für die Mine und zugehörige Dämme verantwortlich und haftet für sämtliche Schäden aus dem Betrieb des Damms", teilte der TÜV Süd vor Prozessbeginn mit.

Vale hat im Februar in einem gerichtlichen Vergleich mit dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais fast sechs Milliarden Euro Entschädigung zugesagt. Etwa ein Drittel der Summe soll nach Angaben der brasilianischen Behörden der Gemeinde Brumadinho und der Bevölkerung dort zugutekommen. "Auch die Kläger des vorliegenden Verfahrens werden bereits umfassend von Vale entschädigt", teilte der TÜV Süd mit.

Die Milliarden-Entschädigung von Vale sei aber "eine Mogelpackung", denn es seien keine direkten Zahlungen an die Opfer vorgesehen, sagte Kläger-Anwalt Spangenberg. Die Gemeinde habe nur geringfügige Zahlungen erhalten. Die Mühlen der brasilianischen Justiz mahlten sehr langsam. Ein Verfahren gegen den TÜV Süd in München sei effizienter als gegen die Tochterfirma in Brasilien, ein Urteil sei hier leichter zu vollstrecken.

Gustavo Barroso, Kläger und Bruder der ums Leben gekommenen Ingenieurin, sagte: "Wir kommen gegen Vale in Brasilien nicht an." Die Hoffnungen ruhten auf dem deutschen Gericht.

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft von Minas Gerais wurde das Prüfzertifikat ausgestellt, obwohl den Prüfern der schlechte Zustand der Anlage und das Risiko bewusst gewesen sei. Ein Prüfer habe ausgesagt, er habe sich von Vale-Vertretern unter Druck gesetzt gefühlt. In Brasilien laufen gegen 16 Mitarbeiter der beiden Unternehmen strafrechtliche Ermittlungen, in München gegen einen TÜV-Mitarbeiter.

Dass die Zivilkammer in München am Dienstag bereits eine Entscheidung über die Schadenersatzforderung verkündet, ist nach Angaben einer Gerichtssprecherin unwahrscheinlich. Spangenberg rechnet aber mit einer ersten Einschätzung zu einigen wesentlichen Fragen.

Der Klägeranwalt hofft, dass das Landgericht brasilianisches Recht anwendet. Danach haften alle direkt oder indirekt an einer Umweltverschmutzung Beteiligten, "ein Verschulden ist nicht erforderlich", sagte er./mfa/DP/zb

28.09.2021

ROUNDUP: BVB bangt um Haaland - Rose: 'Signal an die Gruppe senden'

DORTMUND (dpa-AFX) - Beim 0:1 in Gladbach wurde offensichtlich, wie wichtig Erling Haaland für Borussia Dortmund ist. Nun droht der norwegische Torjäger auch für das Champions-League-Spiel an diesem Dienstag (21 Uhr/Amazon Prime Video) gegen Sporting Lissabon auszufallen. An den Ambitionen des Revierclubs ändert das nichts.

Ausgangslage: Nach dem 2:1 vor zwei Wochen bei Besiktas Istanbul kann der BVB schon im zweiten Gruppenspiel gegen Sporting Lissabon einen großen Schritt Richtung Achtelfinale tun. Schließlich leistete sich der zu Beginn als Gruppen-Mitfavorit gehandelte portugiesische Meister vor zwei Wochen daheim ein deutliches 1:5 gegen Ajax Amsterdam. Deshalb könnten die Dortmunder den Vorsprung zu Lissabon auf sechs Zähler ausbauen. Unterliegt Istanbul in Amsterdam wäre auch ein weiterer Kontrahent des BVB vor den beiden Duellen mit den Niederländern erst einmal distanziert. "Es geht darum, die nächsten drei Punkte zu holen und ein klares Signal an die Gruppe zu senden", sagte Trainer Marco Rose.

Personal: Wirklich sorgenfrei geht der Revierclub nicht in die Partie. Schließlich droht ein neuerlicher Ausfall von Torjäger Haaland, der schon in Mönchengladbach schmerzlich vermisst worden war. Immerhin ist ein Comeback von Marco Reus möglich. Im Gegensatz zu Haaland, nahm der BVB-Kapitän Montagabend am Abschlusstraining teil - allerdings mit getaptem Knie. Die Rückkehr von Julian Brandt nach zweiwöchiger Zwangspause scheint ausgemachte Sache.

"Wenn Topspieler ausfallen, macht das immer etwas mit einer Mannschaft", kommentierte Rose. Doch auch der Gegner muss einen wichtigen Profi ersetzen: Pedro Goncalves, der vergangene Saison mit 23 Toren in der Liga Schützenkönig und Wegbereiter zur ersten Meisterschaft seit 2002 war, fehlt bereits seit Anfang September.

Fakten: Sechs Spiele, sechs Siege. Die Heimbilanz der Borussia in Europapokal-Spielen gegen portugiesische Clubs ist makellos. Zudem gewannen die Dortmunder die beiden bisherigen Duelle mit Sporting Lissabon in der Champions-League-Gruppenphase 2026/17 2:1 und 1:0. Auch die Königsklassen-Bilanz der vergangenen Jahre spricht für den Revierclub. Bei den letzten acht Teilnahmen stand er sieben Mal in der K.o.-Runde. Dagegen überstand Sporting bei insgesamt neun Teilnahmen nur einmal (2008/2009) die Gruppenphase, ging dann aber im Achtelfinale mit 0:5 und 1:7 gegen den FC Bayern unter. Dennoch warnte Rose davor, den Gegner zu unterschätzen: "Sie haben gute Fußballer, eine klare Struktur im Spiel gegen und mit dem Ball und ein gutes Raumgefühl."/bue/DP/zb

28.09.2021

DAX-FLASH: Etwas höher in enger Spanne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Dienstag zeichnen sich im Dax zunächst moderate Kursgewinne ab. Der Broker IG taxierte das deutsche Leitbarometer zwei Stunden vor der Eröffnung 0,17 Prozent höher auf 15 600 Punkte. Nach seinem Rutsch bis auf fast 15 000 Punkte zu Beginn der vergangenen Woche hatte der Dax die Verluste schnell wieder aufgeholt, seit einigen Tagen pendelt er nun in der Spanne zwischen 15 500 und 15 700 Punkten.

Knapp unter 15 700 Punkten verläuft derzeit die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend, die für den Dax eine größere Hürde darstellt. Während der Ausgang der Bundestagswahl kaum noch eine Rolle spielt am Markt, bleiben die Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande sowie die steigenden Energiepreise im Fokus./ajx/stk

27.09.2021

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow leicht im Plus - Tech-Werte fallen zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Richtungslos sind die US-Aktienmärkte zum Wochenstart aus dem Handel gegangen. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage gebremst fortsetzten, gingen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally auf Tauchstation. Im Fokus blieb der Höhenflug der Ölpreise. US-Konjunkturdaten zeigten kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial schloss am Montag mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 34 869,37 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank hingegen um 0,28 Prozent auf 4443,11 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,81 Prozent auf 15 204,83 Punkte.

In den USA stiegen die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im August deutlich stärker als erwartet. Die Bestellungen lagen um 1,8 Prozent höher als im Vormonat. Es ist der vierte Anstieg in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um lediglich 0,6 Prozent gerechnet.

Die Ölpreise setzten ihren Kletterkurs der vergangenen Woche fort. Begründet wurde dies mit Produktionsausfällen im Golf von Mexiko wegen des Hurrikans Ida und der unerwartet geringen Produktion der OPEC-Förderländer in den vergangenen Monaten. Die Experten von Goldman Sachs erhöhten ihre Ölpreisprognose zum Jahresende um 10 auf 90 Dollar. Das globale Angebotsdefizit sei deutlich größer als gedacht, während sich die Wirtschaft schneller als erwartet von der Covid-19 Delta-Variante erhole, hieß es.

Unter den Einzelwerten gehörten Ölaktien entsprechend zu den besten Werten. So stiegen die Papiere von Chevron im Dow um rund 2,4 Prozent. Die Anteilscheine von Exxon Mobil gewannen 3,0 Prozent und jene von ConocoPhillips 2,6 Prozent.

Die Aktien von Wells Fargo büßten rund 0,8 Prozent ein. Die Bank schloss einen Vergleich mit dem US-Justizministerium und zahlt dafür 37 Millionen Dollar. Wells Fargo wurde vorgeworfen, über mehrere Jahre überhöhte Preise von Kunden verlangt zu haben, die die Devisendienste der Bank in Anspruch genommen hatten.

Der Euro konnte die über weite Strecken verteidigte Marke von 1,17 Dollar im späten US-Handel nicht halten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1697 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1698 (Freitag: 1,1719) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8548 (0,8533) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen knüpften an ihre Kursverluste der vergangenen Handelstage an. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) sank zuletzt um 0,19 Prozent auf 131,77 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe stieg im Gegenzug auf 1,49 Prozent./edh/he

27.09.2021

Aktien New York Schluss: Dow leicht im Plus - Tech-Werte fallen zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Richtungslos sind die US-Aktienmärkte zum Wochenstart aus dem Handel gegangen. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage gebremst fortsetzten, gingen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally auf Tauchstation. Im Fokus blieb der Höhenflug der Ölpreise. US-Konjunkturdaten zeigten kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial schloss am Montag mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 34 869,37 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank hingegen um 0,28 Prozent auf 4443,11 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,81 Prozent auf 15 204,83 Punkte./edh/he

27.09.2021

Aktien New York: Dow bleibt auf Erfolgskurs - Tech-Werte schwächeln

NEW YORK (dpa-AFX) - Ohne klare Richtung haben sich die US-Aktienmärkte zu Beginn der neuen Woche entwickelt. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage fortsetzten, fielen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally zurück. Im Fokus bleibt der Höhenflug der Ölpreise. US-Konjunkturdaten zeigten am Montag kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial überwand im frühen Handel die vielbeachtete Marke von 35 000 Punkten, kam aber wieder etwas zurück. Zuletzt notierte der Leitindex 0,42 Prozent höher bei 34 943,96 Zählern. Vor Wochenfrist war der Dow wegen der Sorgen um die Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande mit 33 613 Punkten auf das tiefste Niveau seit Mitte Juni abgesackt, hatte sich dann aber davon wieder erholt.

Der breiter gefasste S&P 500 sank am Montag hingegen um 0,10 Prozent auf 4451,20 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,72 Prozent auf 15 219,46 Punkte.

In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im August deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Bestellungen lagen um 1,8 Prozent höher als im Vormonat. Es ist der vierte Anstieg in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um lediglich 0,6 Prozent gerechnet.

Die Ölpreise setzten ihren Kletterkurs der vergangenen Woche fort. Begründet wurde dies mit Produktionsausfällen im Golf von Mexiko wegen des Hurrikans Ida und der unerwartet geringen Produktion der OPEC-Förderländer in den vergangenen Monaten. Die Experten von Goldman Sachs erhöhten ihre Ölpreisprognose zum Jahresende um 10 auf 90 Dollar. Das globale Angebotsdefizit sei deutlich größer als gedacht, während sich die Wirtschaft schneller als erwartet von der Covid-19 Delta-Variante erhole, hieß es.

Unter den Einzelwerten gehörten Ölaktien entsprechend zu den besten Werten. So stiegen die Papiere von Chevron um 2,3 Prozent und gehörten damit zu den Spitzenreitern im Dow. Die Anteilscheine von Exxon Mobil gewannen 3,1 Prozent und jene von ConocoPhillips 2,5 Prozent.

Die Aktien von Wells Fargo sackten zwischenzeitlich um mehr als 3 Prozent ab, erholten sich aber teilweise wieder und notierten zuletzt noch rund 1 Prozent im Minus. Die Bank schloss einen Vergleich mit dem US-Justizministerium und zahlt dafür 37 Millionen Dollar. Der Vorwurf lautete, Wells Fargo habe überhöhte Preise von Kunden verlangt, die die Devisendienste der Bank in Anspruch nahmen./edh/he

27.09.2021

Aktien Europa Schluss: Verhaltener Wochenauftakt - Starke Ölwerte

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach dem kleineren Rückschlag vor dem Wochenende haben sich Europas wichtigste Aktienmärkte am Montag stabil gezeigt. Gefragt waren vor allem Energiewerte angesichts des anhaltenden Höhenflugs der Ölpreise. Die Unsicherheiten um den krisengeschüttelten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande, die vor einer Woche noch einen Kursrutsch ausgelöst hatten, blieben im Hintergrund.

Der EuroStoxx 50 ging mit einem Plus von 0,17 Prozent bei 4165,48 Punkten aus dem Handel. Vor einer Woche war der Leitindex der Eurozone mit 4011 Punkten noch auf das tiefste Niveau seit Juli abgetaucht, bevor eine rasante Erholung folgte. In Paris stieg der Cac 40 zu Wochenbeginn um 0,19 Prozent auf 6650,91 Zähler. Der FTSE 100 in London gewann 0,17 Prozent auf 7063,40 Punkte./edh/he

27.09.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt nach Wahl zu - Stimmung kühlt aber ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Bundestagswahl war am Montag bei Anlegern eine gewisse Erleichterung spürbar. Mit dem Wahlergebnis sei das größte Schreckgespenst der Investoren eines Linksrucks in Deutschland vertrieben worden, hieß es am Markt. Die erste große Freude mit einem Dax -Anstieg bis über 15 700 Punkte ließ allerdings nach. Aus dem Handel ging der Leitindex nur noch 0,27 Prozent höher bei 15 573,88 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte rutschte sogar noch knapp mit 0,02 Prozent ins Minus. Er schloss bei 35 274,14 Punkten.

Laut dem DZ-Bank-Anlagestrategen Christian Kahler wäre ein Linksbündnis die einzige wirkliche Belastung für den Aktienmarkt gewesen, dieses zählt aber nun nicht mehr zu den Optionen. Für deutsche Aktien mache es nun kaum einen Unterschied, ob es zu Jamaika, einer Ampel oder gar einer großen Koalition komme. "Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen bleibt Deutschland ein politisch sicherer Hafen in Europa", sagte der Experte. Dies sei wichtig vor allem für ausländische Investoren.

Während sich die Ära von Kanzlerin Angela Merkel dem Ende zuneigt, drehten Anleger Werten, die in der Pandemie als Gewinner galten, verstärkt den Rücken zu. Aktien von Online-fokussierten Händlern wie Hellofresh oder Zalando kamen mit bis zu 3,9 Prozent unter Druck. Aber auch im Gesundheitssektor wurden Corona-Profiteure wie Merck, Siemens Healthineers oder Sartorius mit bis zu 4,1 Prozent auf Talfahrt geschickt. Dies ging einher mit fallenden Kursen auch an der US-Technologiebörse Nasdaq.

Während die Ölpreisrallye aus Sorge vor einer Kraftstoffkrise am Montag weiter ging, lockte die Aussicht auf eine künftige Regierungsbeteiligung der Grünen die Anleger umgekehrt in die erneuerbaren Energien. Siemens Energy etwa legten als Dax-Spitzenreiter um 3,3 Prozent zu. Im SDax zogen Encavis mit 4,7 Prozent noch stärker an: Der Windkraft- und Solarparkbetreiber verkündete eine Übernahme von Windanlagen in Frankreich.

Da wiederum eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene vom Tisch ist, waren auch Immobilienwerte unter den Gewinnern. Die Aktien von Vonovia trotzten mit einem Anstieg um 1,8 Prozent dem Berliner Volksentscheid für eine Enteignung großer Immobilienkonzerne. Das Unternehmen meldete auch Fortschritte bei der Übernahme von Deutsche Wohnen , mittlerweile hält es die Aktienmehrheit an dem Konkurrenten.

Im MDax waren die Aktien von K+S am Ende mit einem Kurssprung um 5,8 Prozent der klare Favorit. Sie wurden mit angetrieben von einer gestrichenen Verkaufsempfehlung durch die Bank of America. Wie Analyst Alexander Jones schrieb, winke dem Kalikonzern zeitnah eine drastische Besserung, was die Entwicklung der Barmittel betreffe.

Ein neues Angebot im Bieterwettbewerb um Zooplus ließ die Aktien des Online-Tierbedarfshändlers um 4,3 Prozent steigen. Mit 470 Euro je Aktie überbietet der Finanzinvestor EQT nun die erst kürzlich angehobene Offerte des Konkurrenten Hellman & Friedman. Der Markt setzte aber auf noch etwas mehr, die Aktien schlossen bei 485,60 Euro.

Im SDax kamen die Anteile von Klöckner & Co nach einem abermals angehobenen Jahresgewinnziel mit fast acht Prozent Kursplus in Fahrt. Das Gegenteil war jedoch bei den Aktien des Laserspezialisten LPKF der Fall: Sie gaben nach einem gekappten Ausblick um 4,2 Prozent nach.

Auf europäischer Bühne behauptete sich der Auswahlindex EuroStoxx 50 mit 0,17 Prozent im Plus, indem er bei 4165,48 Punkten aus dem Handel ging. Die Leitindizes in Paris und London schlossen jeweils auch moderat in der Gewinnzone. In den USA hob sich der Dow Jones Industrial mit einem Anstieg um 0,4 Prozent positiv ab von der schwachen Nasdaq-Börse.

Der Euro wurde zuletzt zu 1,1703 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1698 (Freitag: 1,1719) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8548 (0,8533) Euro.

Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,32 Prozent am Freitag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 144,31 Punkte. Der Bund-Future stand zuletzt mit 0,01 Prozent im Plus bei 170,22 Punkten./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

27.09.2021

Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt nach Wahlausgang zu - Stimmung kühlt aber ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Bundestagswahl war am Montag bei Anlegern eine gewisse Erleichterung spürbar. Mit dem Wahlergebnis sei das größte Schreckgespenst der Investoren eines Linksrucks in Deutschland vertrieben worden, hieß es am Markt. Die erste große Freude mit einem Dax -Anstieg bis über 15 700 Punkte ließ allerdings nach. Aus dem Handel ging der Leitindex nur noch 0,27 Prozent höher bei 15 573,88 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte rutschte sogar noch knapp mit 0,02 Prozent ins Minus. Er schloss bei 35 274,14 Punkten.

Laut dem DZ-Bank-Anlagestrategen Christian Kahler wäre ein Linksbündnis die einzige wirkliche Belastung für den Aktienmarkt gewesen, dieses zählt aber nun nicht mehr zu den Optionen. Für deutsche Aktien mache es nun kaum einen Unterschied, ob es zu Jamaika, einer Ampel oder gar einer großen Koalition komme. "Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen bleibt Deutschland ein politisch sicherer Hafen in Europa", sagte der Experte. Dies sei wichtig vor allem für ausländische Investoren./tih/he

27.09.2021

ROUNDUP/Aktien New York: Dow weiter im Aufwind - Tech-Werte schwach

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit uneinheitlicher Tendenz sind die US-Aktienmärkte in die neue Woche eingestiegen. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage fortsetzten, fielen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally merklich zurück. Im Fokus bleibt der Ölpreis, der am Montag seinen Höhenflug fortsetzte. US-Konjunkturdaten zeigten kaum Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial überwand im frühen Handel die vielbeachtete Marke von 35 000 Punkten, kam aber wieder etwas zurück. Zuletzt notierte der Leitindex 0,48 Prozent höher bei 34 965,01 Zählern. Vor Wochenfrist war der Dow wegen der Sorgen um die Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande mit 33 613 Punkten auf das tiefste Niveau seit Mitte Juni abgesackt, hatte sich dann aber davon wieder erholt.

Der breiter gefasste S&P 500 sank am Montag hingegen um 0,12 Prozent auf 4450,05 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,86 Prozent auf 15 197,24 Punkte.

In den USA sind die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im August deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die Bestellungen lagen 1,8 Prozent höher als im Vormonat. Es ist der vierte Anstieg in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um lediglich 0,6 Prozent gerechnet.

Die Ölpreise setzten ihren Kletterkurs der vergangenen Woche fort. Nordseeöl der Marke Brent stieg auf fast 80 US-Dollar je Barrel auf einen dreijährigen Höchststand und US-Rohöl auf ein Zweimonatshoch. Produktionsausfälle im Golf von Mexiko wegen des Hurrikans Ida und die unerwartet geringe Produktion der OPEC+ in den vergangenen Monaten treiben den Ölpreis, hieß es bei der Commerzbank.

Die Experten von Goldman Sachs erhöhten ihre Brent-Prognose zum Jahresende um 10 auf 90 Dollar. Das globale Angebotsdefizit sei deutlich größer als gedacht, hieß es. Gleichzeitig erhole sich die Wirtschaft schneller von der Covid-19 Delta-Variante als erwartet. Goldman Sachs sprach von einem "strukturellen Bullenmarkt".

Unter den Einzelwerten gehörten Ölaktien entsprechend zu den besten Werten. So stiegen die Papiere von Chevron um 2,2 Prozent und gehörten damit zu den Spitzenreitern im Dow. Die Anteilscheine von Exxon Mobil gewannen 2,8 Prozent und jene von ConocoPhillips 1,7 Prozent./edh/he

27.09.2021

Aktien New York: Dow steigt über 35 000 Punkte - Tech-Werte schwach

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit uneinheitlicher Tendenz sind die US-Aktienmärkte in die neue Woche eingestiegen. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage fortsetzten, fielen die an der Nasdaq gehandelten Technologiewerte nach der jüngsten Erholungsrally merklich zurück. Im Fokus bleibt der Ölpreis, der am Montag seinen Höhenflug fortsetzte.

Der Dow Jones Industrial überwand die vielbeachtete Marke von 35 000 Punkten und notierte im frühen Handel 0,72 Prozent höher bei 35 048,90 Zählern. Vor Wochenfrist war der Leitindex wegen der Sorgen um die Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande mit 33 613 Punkten auf das tiefste Niveau seit Mitte Juni abgesackt, hatte sich dann aber davon wieder erholt.

Der breiter gefasste S&P 500 sank am Montag hingegen um 0,09 Prozent auf 4451,31 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 1,06 Prozent auf 15 167,84 Punkte./edh/he

27.09.2021

Aktien Frankfurt: Stimmung kühlt sich etwas ab - Dax dämmt Gewinne ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Gewinne am deutschen Aktienmarkt sind am Montag im Handelsverlauf etwas abgeschmolzen. Mit dem Ausgang der Bundestagswahl sei zwar das größte Schreckgespenst der Investoren eines Linksrucks in Deutschland vertrieben, hieß es am Markt. Doch die Anleger stellten sich nunmehr auf längere Koalitionsverhandlungen ein. In den kommenden Tagen sei mit stärkeren Kursschwankungen zu rechnen, schrieb Analyst Timo Emden von Emden Research. Er sieht auch die Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande als weiter schwelenden Belastungsfaktor für die Märkte.

Der Dax stand am Montagnachmittag noch 0,27 Prozent im Plus bei 15 573,59 Zählern, nachdem er in der Frühe noch die Mark von 15 700 Punkten zurückerobert hatte. Auch der MDax der mittelgroßen Börsenwerte dämmte seine Gewinne auf 0,23 Prozent bei 35 365,41 Punkten ein. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , verzeichnete zuletzt nur noch ein dünnes Plus.

Sowohl Wahlsieger Olaf Scholz (SPD) als auch Armin Laschet (CDU) wollen ins Kanzleramt. Beide schielen auf ein Bündnis mit FDP und Grünen. Zu welcher Parteienkonstellation es am Ende in Deutschland kommt, dürfte aber kaum noch eine Rolle für die Aktienmärkte spielen, glauben etwa die Experten der DZ Bank. Denn mit der Beteiligung zumindest eines der bisherigen Koalitionspartner in der Regierung sei für die bei Investoren besonders geschätzte Kontinuität gesorgt.

Die Aussicht auf eine künftige Regierungsbeteiligung der Grünen zog die Anleger verstärkt in die erneuerbaren Energien. Siemens Energy etwa verteuerten sich als einer der Dax-Favoriten um knapp 3 Prozent. Encavis zogen mit 4,1 Prozent noch stärker an, der Windkraft- und Solarparkbetreiber verkündete zudem den Ausbau des Portfolios in Frankreich.

Da wiederum eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene vom Tisch ist, waren auch Immobilienwerte weit vorn. Allen voran trotzten die Aktien von Vonovia an der Dax -Spitze mit plus 3,5 Prozent dabei auch dem Votum der Berliner für eine Enteignung großer Immobilienkonzerne. Im MDax stiegen LEG und Aroundtown um bis zu 3 Prozent.

Anteile von Klöckner & Co kamen nach angehobenen Zielen mit mehr als 6 Prozent Kursplus in Fahrt, der Stahlhändler wird wegen der guten Entwicklung der Stahlpreise erneut optimistischer. Aktien des Laserspezialisten LPKF gaben dagegen nach einem gekappten Ausblick um mehr als drei Prozent nach.

Ein neues Angebot im Bieterwettbewerb um Zooplus ließ die Aktien des Online-Tierbedarfshändlers um mehr als vier Prozent steigen. Mit gebotenen 470 Euro je Aktie überbietet der Finanzinvestor EQT nun die erst kürzlich angehobene Offerte des Konkurrenten Hellman & Friedman (H&F). Womöglich setzt der Markt aber weiter auf mehr, denn inzwischen notieren die Aktien bei rund 486 Euro.

Der Euro wurde am Nachmittag zu 1,1704 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1719 Dollar festgesetzt.

Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,32 Prozent am Freitag auf minus 0,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 144,31 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,12 Prozent auf 170,01 Punkte./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

28.09.2021

ROUNDUP: Entscheidungswoche im US-Kongress - 'Shutdown' droht

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA rückt die Gefahr eines teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte ab Ende der Woche näher. Die Republikaner blockierten am Montagabend (Ortszeit) bei einem formalen Votum im US-Senat eine Vorlage, mit der Finanzierung der Regierung über das Ende des Haushaltsjahres an diesem Donnerstag hinaus vorerst gesichert werden sollte. Das neue Haushaltsjahr startet zum 1. Oktober, also an diesem Freitag. Ist bis dahin kein Budgetreglung beschlossen, kommt es zu einem "Shutdown" von Teilen der Regierung. US-Präsident Joe Biden will das unbedingt vermeiden. Es droht aber noch größeres Ungemach: ein potenzieller Zahlungsausfall der Regierung im Oktober. Außerdem kämpft Biden um die Durchsetzung zweier gewaltiger Investitionspakete - auch hier dürfte diese Woche über Erfolg oder Misserfolg des Präsidenten entscheiden.

"Shutdowns" von Teilen der Regierung kommen in den USA öfter vor. Das heißt, Staatsbedienstete müssten zum Teil zwangsbeurlaubt werden oder vorübergehend ohne Bezahlung arbeiten. Je nach Länge könnten bestimmte Behördendienste eingeschränkt oder Zahlungen verzögert werden. In der Vergangenheit dauerten solche "Shutdowns" mal nur wenige Tage oder Stunden, womit sich die Folgen in Grenzen halten - oder aber Wochen, was zu größeren Verwerfungen führen kann.

Das Repräsentantenhaus hatte die Regelung zur vorübergehenden Finanzierung der Regierung in der vergangenen Woche mit den Stimmen der Demokraten beschlossen. Im Senat sperrten sich die Republikaner aber dagegen. Sie monierten, dass in der Vorlage auch vorgesehen ist, die Schuldenobergrenze vorerst auszusetzen - was sie ablehnen.

Ohne eine Anhebung der Schuldenobergrenze durch den Kongress droht der US-Regierung laut Finanzministerin Janet Yellen im Oktober der Zahlungsausfall. Es sei nicht möglich, einen genauen Tag zu nennen, aber der Regierung werde noch "im Lauf des Monats Oktober" das Geld ausgehen, warnte Yellen zuletzt. Falls die Regierung ihre Schulden im Oktober nicht mehr bedienen könnte, drohten der US-Wirtschaft und den Finanzmärkten rund um die Welt "nicht wieder gutzumachender Schaden".

Die führenden Demokraten im Senat und im Repräsentantenhaus, Chuck Schumer und Nancy Pelosi, warfen den Republikanern vor, ihre Blockade sei absolut verantwortungslos. Schumer kündigte für die Woche "weitere Schritte" an, um die Schuldenobergrenze anzuheben.

Die Demokraten könnten womöglich versuchen, dies aus eigener Kraft im Kongress durchzusetzen, obwohl dies üblicherweise überparteiliche Beschlüsse sind. Und sie könnten möglicherweise eine Vorlage zur vorübergehenden Finanzierung der Regierung ohne Änderung der Schuldenobergrenze auf den Weg bringen und die Republikaner zumindest an dieser Stelle mit ins Boot holen. In jedem Fall drängt die Zeit.

Außerdem kämpft Biden momentan darum, zwei zentrale Vorhaben seiner Amtszeit im Kongress durchzusetzen: ein groß angelegtes Paket für Investitionen in die Infrastruktur des Landes und ein zweites gewaltiges Paket mit Investitionen für Soziales. Beide Vorhaben wackeln angesichts internen Diskussionen bei den Demokraten noch. Auch dazu werden in der laufenden Woche Entscheidungen erwartet.

Laut Pelosi soll das Repräsentantenhaus am Donnerstag über das Infrastrukturpaket abstimmen. Das Paket, mit dem Straßen, Brücken sowie andere Verkehrs- und Energienetze in den USA modernisiert werden sollen, hatte im August nach langen Verhandlungen den Senat passiert - mit Unterstützung von Republikanern. Das finale Votum der anderen Kongresskammer fehlt noch. Vorgesehen sind über die nächsten Jahre verteilt rund 550 Milliarden US-Dollar neuer Investitionen in die Infrastruktur. Insgesamt, inklusive schon vorher veranschlagter Mittel, hat das Paket einen Umfang von mehr als einer Billion Dollar.

Das zweite Paket sieht einen deutlichen Ausbau der Sozialleistungen vor. Biden will etwa mehr in Bildung und Kinderbetreuung investieren, Familien stärker unterstützen und sie steuerlich entlasten sowie Geld für den Kampf gegen die Klimakrise in die Hand nehmen. Dieses Paket hat einen Umfang von 3,5 Billionen Dollar, ebenso verteilt über mehrere Jahre. Finanziert werden soll es durch Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und das konsequentere Eintreiben fälliger Abgaben.

Angesichts des Widerstandes der Republikaner wollen die Demokraten das zweite Paket mit einem parlamentarischen Sonderverfahren aus eigener Kraft durch den Kongress bringen. Sie haben in beiden Kammern aber nur knappe Mehrheiten, und auch bei ihnen sind die Pläne umstritten. Einige moderate Demokraten sehen die hohen Ausgaben kritisch, während sich einige progressive Demokraten mehr gewünscht hätten. Letztere drohten damit, das Infrastrukturpaket zu blockieren, sofern nicht zugleich das größere zweite Paket gesichert sei. So laufen intensive Verhandlungen, um Mehrheiten für beides zu organisieren./jac/DP/zb

28.09.2021

ROUNDUP: Kritik an Laschet wird lauter - 'Wir haben die Wahl verloren. Punkt.'

BERLIN (dpa-AFX) - In der Union wächst der Widerstand gegen die Strategie von Kanzlerkandidat Armin Laschet, trotz der historischen Niederlage bei der Bundestagswahl auf Sondierungen mit Grünen und FDP zu setzen. Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann verlangte: "Wir sollten jetzt demütig und respektvoll den Wählerwillen annehmen, mit Anstand und Haltung. Es war Veränderung gewollt." Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier unterstrich: "Wir haben keinen Anspruch auf Regierungsverantwortung." Junge-Union-Chef Tilman Kuban sagte: "Wir haben die Wahl verloren. Punkt." Der klare Auftrag liege bei SPD, Grünen und FDP.

In der Union brodelt es, vereinzelt wurden bereits Rufe nach Laschets Rückzug laut. Obwohl die Union auf 24,1 Prozent abstürzte und die SPD mit Olaf Scholz stärkste Partei wurde, hatte der Kanzlerkandidat der Union noch am Wahlabend bekräftigt, dass er eine Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen anstrebt - mit denen auch die SPD regieren möchte. Die Sozialdemokraten leiten aus dem Ergebnis von 25,7 Prozent einen klaren Wählerauftrag ab.

Scholz will rasch eine Regierung bilden, er sieht genügend Gemeinsamkeiten mit Grünen und FDP. "Es gibt ja Schnittmengen", betonte er am Montagabend im ZDF. Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sagte, das Land sehne sich nach den Jahren der großen Koalition nach einem neuen Aufbruch. Dreierbündnisse seien "nicht nur einfach, aber es kann eben auch das Momentum dafür geben, Dinge wirklich anders zu machen". FDP-Generalsekretär Volker Wissing betonte: "Am Ende muss man sich auf ein Konzept verständigen, das für das Land einen Mehrwert bringt."

Nach "Spiegel"-Informationen haben sich Grüne und FDP auf ein erstes Treffen am Mittwoch verständigt. FDP-Chef Christian Lindner hatte noch am Wahlabend vorgeschlagen, dass sich beide Parteien vorab zusammensetzen, um Schnittmengen auszuloten. Die SPD forderte Laschet auf, auf Sondierungen zu verzichten: "Niemand will Armin Laschet als Kanzler, und ich hoffe, dass er das in den nächsten Tagen auch realisiert", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil im Sender RTL.

Nach einer Civey-Umfrage ist tatsächlich eine große Mehrheit der Deutschen dagegen, dass Laschet versuchen will, eine Regierung zu bilden. 71 Prozent der Bürger halten das für eindeutig oder zumindest eher falsch, wie die repräsentative Befragung für die "Augsburger Allgemeine" (Dienstag) ergab. Nur 22 Prozent der 5031 online Befragten befürworteten einen solchen Schritt.

An diesem Dienstag kommen die neuen Fraktionen von SPD, Union, Grünen und Linken zu ersten Beratungen zusammen. Bei der konstituierenden Sitzung der stark geschrumpften Unionsfraktion könnten schon erste Weichen gestellt werden. Auf der Tagesordnung steht auch die Neuwahl des Fraktionschefs, die für politischen Zündstoff sorgen könnte.

Laschet hatte am Montag angekündigt, er wolle gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder vorschlagen, dass der bisherige Vorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) "in der Phase dieser Koalitionsverhandlungen" Fraktionschef sein solle. Dies sorgte für Unmut bei Brinkhaus, der sich wie üblich für ein Jahr wählen lassen wollte. In dem Fall fürchten Mitglieder der CDU-Führung Kampfkandidaturen um den Posten. Hintergrund: Sollte es Laschet nicht gelingen, eine Jamaika-Koalition zu bilden und die Union in der Opposition landen, wäre der Posten des Fraktionsvorsitzenden einer der mächtigsten in der Union.

Söder erklärte am Montagabend in der ARD, mit Brinkhaus habe die CSU "sehr gute Erfahrungen" gemacht. "Es gäbe auch Andere, aber das wäre eine Option", sagte er. Möglicherweise werde es einen gemeinsamen Vorschlag beider Parteivorsitzenden geben. CDU-Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen plädierte dafür, die Fraktionsführung erst später zu bestimmen. Über das Wahlergebnis müsse erst einmal diskutiert werden, bevor sofort personal- und machtpolitisch Pflöcke eingeschlagen würden, sagte er in der ARD.

Laschet hatte vor der Wahl erklärt, er gehe "ohne Rückfahrkarte" nach Berlin - auch wenn er nicht Kanzler werde. Es wird erwartet, dass er bis zur konstituierenden Sitzung des Bundestags am 26. Oktober Ministerpräsident in NRW bleibt. Die Landes-CDU will bis Ende der nächsten Woche die Weichen für die Nachfolge stellen.

Eine personelle Erneuerung zeichnet sich auch bei der CDU in Rheinland-Pfalz ab. Die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner will bei der Vorstandswahl am 20. November nicht mehr kandidieren, wie sie am Montagabend mitteilte. Klöckner hatte die Landes-CDU als Spitzenkandidatin in die Bundestagswahl geführt, unterlag im Kampf um das Direktmandat, kehrt aber über die Landesliste in den Bundestag zurück.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert eine Personaldebatte in der CDU für den Fall, dass die Verhandlungen mit Grünen und FDP scheitern. Nach einem solchen Wahlergebnis könne man nicht "Weiter so" sagen, sagte er der Funke Mediengruppe. "Aber die Personaldebatte darüber sollte man dann führen, wenn wir wissen, dass ein Jamaika-Bündnis keine Chance hat."

Niedersachsens CDU-Chef Althusmann sieht nun andere Parteien am Zug: "Die CDU ist immer bereit, Verantwortung zu übernehmen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bleibt aber abzuwarten, ob es nicht doch am Ende zu einer roten Ampel kommt", sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) empfahl seiner Partei in der "Rheinischen Post" eine "Portion Demut"./wn/DP/zb

28.09.2021

Brandenburger CDU-Fraktionschef kritisiert Versäumnisse im Wahlkampf

BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Brandenburg, Jan Redmann, hat Versäumnisse seiner Partei im Bundestagswahlkampf kritisiert. "Im Wahlkampf stand niemand überregional für den Osten. Und wir hatten eine Fehlstelle im Wahlprogramm bei den sozialen Themen. Das hat die SPD ausgenutzt", sagte Redmann, der auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand ist, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Union hatte bei der Bundestagswahl starke Verluste hinnehmen müssen.

"Soziale Ängste spielen im Osten eine stärkere Rolle als bundesweit. Die SPD konnte der AfD mit sozialen Themen Wähler abnehmen, wir konnten es nicht", sagte Redmann. Er forderte eine stärkere Stellung der ostdeutschen Länder in der Partei: "Die CDU darf nach Angela Merkel keine westdeutsche Partei werden. Wir müssen uns jetzt breit aufstellen, personell und inhaltlich."/mow/DP/zb

28.09.2021

Walter-Borjans: Veränderungen müssen tragbar für Normalverdiener sein

BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Chef Norbert Walter-Borjans will Sondierungsgespräche mit den Grünen und der FDP auf einer Basis führen, die "zumutbar und tragbar" für Normalverdiener ist. "Die drei Wahlsieger verbindet eine Fortschrittserzählung, wenn auch mit unterschiedlicher Akzentsetzung. SPD, Grünen und FDP ist daran gelegen, diese Bundesrepublik fit zu machen für die Zukunft", sagte Walter-Borjans den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Veränderungen müssen aber auch zumutbar und tragbar sein für die Normalverdienenden dieser Gesellschaft. Auf dieser Grundlage sollten wir Gespräche führen."

Rote Linien dürften nicht gezogen werden, so der SPD-Chef. "Das sage ich an die Adresse von (FDP-Chef) Christian Lindner genauso wie von (den Grünen-Vorsitzenden) Robert Habeck und Annalena Baerbock. Das gilt natürlich auch für die SPD."

Walter-Borjans zeigte sich offen für eine Mitgliederbefragung über einen möglichen Koalitionsvertrag. Diese wäre eine Option. "Über die Form der Beteiligung werden wir auf der Strecke entscheiden", sagte er. "Es darf der Mitgliedschaft jedenfalls nicht zugemutet werden, dass sie wichtige Entscheidungen der Spitze schlucken muss und nicht mitreden darf." 2018 hatte die SPD-Basis dem Koalitionsvertrag mit der Union in einer Abstimmung grünes Licht gegeben./sax/DP/zb

28.09.2021

Südkorea: Nordkorea feuert Kurzstreckenrakete ab

SEOUL/NEW YORK (dpa-AFX) - Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs eine Kurzstreckenrakete ins offene Meer abgefeuert. Die Rakete sei von der Provinz Chagang an der Grenze zu China abgeschossen worden und in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) geflogen, teilte der Generalstab in Südkorea am Dienstag mit. Unklar war demnach zunächst, wie weit sie flog und um welchen Raketentyp es sich handelte. Südkoreas Nationaler Sicherheitsrat äußerte sein Bedauern wegen des erneuten Raketentests durch das Nachbarland.

Die japanische Regierung, die den Raketenstart ebenfalls bestätigte, ging nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo von einer ballistischen Rakete aus. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test solcher Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen könne. Das Land ist wegen seines Atomwaffenprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen.

Nordkorea hatte bereits vor gut zwei Wochen zwei ballistische Kurzstreckenraketen getestet. Dabei wurde eigenen Angaben zufolge die Einsatzbereitschaft einer mobilen Abschussrampe auf einem Zug erprobt.

Unterdessen betonte Nordkoreas UN-Botschafter Kim Song in New York am Montag (Ortszeit), sein Land habe das unbestreitbare Recht, Waffensysteme jeglicher Art zu entwickeln und zu testen. Den USA warf Kim bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung eine feindselige Politik gegen sein Land vor - was von Washington bestritten wird. Kim rief die USA auf, ihre gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea ein für alle Male einzustellen. Die Verhandlungen der USA mit Nordkorea über dessen Atomprogramm kommen seit mehr als zweieinhalb Jahren nicht mehr voran./dg/DP/zb

28.09.2021

OSZE-Wahlbeobachter haben von Wahlpannen in Berlin Notiz genommen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben die Pannen am Wahlsonntag in Berlin registriert. "Wir haben von den Problemen in den Berliner Wahllokalen Notiz genommen", sagte die lettische Politikwissenschaftlerin Lolita Cigane dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Sie leitet das OSZE-Expertenteam, das die Bundestagswahl in Deutschland beobachtet hat.

"Wir können aber aus den einzelnen Vorfällen in den Wahllokalen keine Schlussfolgerungen für die gesamtdeutsche Wahl ziehen, weil wir nicht alle Wahllokale beobachtet haben", sagte Cigane. "Aber wir haben sie natürlich notiert und auch beobachtet, was die Presse berichtet hat." In der Hauptstadt habe es ein sehr hohes Interesse gegeben, wählen zu gehen. Gleichzeitig habe es mit dem Marathon eine zweite große Veranstaltung in der Stadt gegeben.

In Berlin warteten Wählerinnen und Wähler am Sonntag teilweise weit nach 18 Uhr noch darauf, ihre Kreuze in Wahllokalen zu machen. Mancherorts fehlten Stimmzettel. Der Bundeswahlleiter forderte einen Bericht zu den Berliner Wahlpannen von der Landeswahlleitung an.

Das Wahlbeobachter-Team der OSZE war mit vier Experten in Berlin unterwegs. Sie konzentrierten sich dabei auf Bereiche wie die Wahlkampagne, Briefwahl und die Kampagnenfinanzierung. In rund einem Monat veröffentlicht die OSZE ihren Bericht über die deutsche Bundestagswahl, wie das RND berichtet.

Cigane sagte, vor den Wahlen habe sich gezeigt, dass es in Deutschland ein hohes Vertrauen in das Wahlsystem gebe, sowohl von Seite der am Prozess beteiligten Personen wie auch der Bürger und Bürgerinnen./ah/DP/zb

28.09.2021

Röttgen: Personalentscheidungen stehen, bis andere getroffen werden

BERLIN (dpa-AFX) - Der CDU-Politiker Norbert Röttgen hat seine Partei davor gewarnt, nach der Wahlniederlage sofort eine personelle Erneuerung anzustreben. "Wir können doch nicht parallel zu Verhandlungen über eine Regierung einen eigenen internen Wettbewerb in Gang setzen", sagte der nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag). Mit Blick auf den Parteichef fügte er hinzu: "Armin Laschet ist der gewählte CDU-Vorsitzende und der gemeinsame Kanzlerkandidat. Diese Entscheidungen stehen, bis andere getroffen werden."

Röttgen warnte seine Partei auch davor, einen Anspruch auf die Führung der künftigen Bundesregierung zu erheben. "Die SPD ist knapp stärkste Kraft geworden. Das ist keine Lage, in der wir Ansprüche anmelden könnten. Wer solch eine Anmaßung an den Tag legen würde, hätte schon den ersten Schritt dahin getan, am Ende nicht zu regieren."

Laschet hatte am Sonntag gesagt: "Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte Bundesregierung. Und deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden." Am Montag sagte er, er habe keinen Anspruch auf die Regierung erhoben, sondern es seien Gespräche nötig./and/DP/zb

28.09.2021

Füracker sieht Laschet in der Verantwortung - 'Ziemliches Desaster'

DÜSSELDORF/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) sieht die Verantwortung für die Niederlage der Union bei der Bundestagswahl maßgeblich bei Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU). "Die CSU ist für diese Niederlage nicht verantwortlich. Das zeigt schon der Blick nach Nordrhein-Westfalen: Dort ist die CDU auf 26 Prozent abgerutscht und liegt jetzt 3 Prozent hinter der SPD. Und das, obwohl der Kanzlerkandidat aus dem eigenen Land kommt", sagte Füracker der "Rheinischen Post" (Dienstag).

Da sei kein Heimvorteil erkennbar, das sei schon ein "ziemliches Desaster", ergänzte der CSU-Politiker. Die CSU, die von Markus Söder geführt wird, sei bei dieser Wahl noch der "stabilisierende Faktor" gewesen. "Für Bayern bin ich mir sicher, dass wir mit einem Kanzlerkandidaten Söder klar über 40 Prozent gekommen wären", sagte er.

Kritisch äußerte sich Füracker auch darüber, dass die CDU in den ostdeutschen Bundesländern Thüringen und Sachsen hinter der dort führenden AfD gelandet sei. "Dass die AfD in beiden Bundesländern stärkste Kraft geworden ist, ist auch staatspolitisch ein riesiges Problem."/tay/DP/zb

28.09.2021

Umfrage: Große Mehrheit kritisiert Laschets Griff nach Kanzleramt

BERLIN (dpa-AFX) - Eine große Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage dagegen, dass CDU-Chef Armin Laschet versuchen will, trotz der Unionsverluste bei der Bundestagswahl eine Regierung zu bilden. 71 Prozent der Deutschen halten das für eindeutig oder zumindest eher falsch, wie die repräsentative Umfrage des Civey-Instituts für die "Augsburger Allgemeine" (Dienstag) ergab. 22 Prozent der 5031 online Befragten befürworteten Laschets Ankündigung.

Weniger drastisch ist das Verhältnis unter den Unionsanhängern. Von ihnen stellen sich im Kampf um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel 55 Prozent hinter Laschet. 32 Prozent halten es für falsch, dass der Unionskanzlerkandidat die nächste Regierung anführen möchte.

Die Frage, ob Laschet CDU-Bundesvorsitzender bleiben soll, beantworten in einer Insa-Umfrage für die "Bild" (Dienstag) 21 Prozent der Befragten mit "ja", 51 Prozent mit "nein", der Rest mit "egal" oder "weiß nicht". Immerhin ist eine knappe Mehrheit der Unionswähler (44 zu 40 Prozent) dafür, dass Laschet CDU-Chef bleibt.

Als nächsten Kanzler wünschen sich 43 Prozent der Befragten SPD-Kandidat Olaf Scholz. Linke-, Grünen- und SPD-Wähler sprechen sich jeweils noch deutlicher für den SPD-Kanzlerkandidaten aus. Lediglich 13 Prozent wünschen sich Laschet als Kanzler. Selbst unter Unions-Wählern wollen nur 38 Prozent, dass Laschet die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel antritt. Und auch bei Wählern der FDP kommt Laschet gerade mal auf 13 Prozent Zustimmung, Scholz immerhin auf 37 Prozent./and/DP/zb

28.09.2021

Altmaier: 'Empfehle uns sehr eine Portion Demut'

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) empfiehlt seiner Partei nach dem Debakel bei der Bundestagswahl eine "Portion Demut". "Wir haben eine krachende Niederlage erlitten. Wir haben viele Wechselwähler verloren. Das muss dann auch unser weiteres Verhalten und unsere Aufstellung für die kommende Zeit bestimmen", sagte Altmaier der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Wir müssen das Signal der Bürgerinnen und Bürger hören. Ich empfehle uns sehr eine Portion Demut."

Auf die Frage, ob man aus dem historisch schlechtesten Wahlergebnis der Union einen Regierungsauftrag ableiten könne, sagte Altmaier: "Wir werden uns Gesprächen nicht verweigern. Es gibt mehrere mögliche Regierungskonstellationen. Deshalb wäre es falsch, etwas auszuschließen."

Altmaier hatte sich im Ringen um die Unions-Kanzlerkandidatur zwischen CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder im Frühjahr für Söder stark gemacht. Jetzt sagte er: "Es ist nicht schön, wenn man am Ende sieht, dass die eigenen Befürchtungen von der Realität noch übertroffen wurden."/sax/DP/zb

28.09.2021

ANALYSE-FLASH: RBC senkt Ziel für Adidas auf 330 Euro - 'Sector Perform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die kanadische Bank RBC hat das Kursziel für Adidas von 340 auf 330 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Sector Perform" belassen. Die Prognosesenkung von Nike helfe, auch die Erwartungen an die Herzogenauracher zu justieren, schrieb Analyst Piral Dadhania in einem am Dienstag vorliegenden Ausblick auf den Bericht zum dritten Quartal. Die Branchentrends seien kurzfristig eher ungünstig, unter anderem wegen der Nachschubprobleme aus Vietnam./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 27.09.2021 / 17:31 / EDT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 28.09.2021 / 00:45 / EDT

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27.09.2021

AKTIEN IM FOKUS 2: Vonovia nach Wahl gefragt - Immobilien allgemein fest

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Ergebnis der Bundestagswahl hat die Anleger am Montag bei Immobilienwerten zugreifen lassen. Börsianern zufolge galt dies vor allem bei Wohnimmobilien-Aktien, weil eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene vom Tisch ist. Die Aktien von Vonovia etwa rückten am Ende um 1,8 Prozent vor, gleichwohl sie im Verlauf auch schon deutlich mehr zugelegt hatten. LEG und Aroundtown gewannen im MDax bis zu 1,7 Prozent.

Die Aktien von Vonovia reagierten also nicht negativ darauf, dass bei einem Volksentscheid in Berlin für eine Enteignung von Wohnungsunternehmen gestimmt wurde. Stark davon betroffen wäre etwa das Übernahmeziel Deutsche Wohnen , hier blieben die Aktien allerdings von der geplanten Fusion gesteuert: Der Kurs trat nahe der Vonovia-Offerte von 53 Euro praktisch auf der Stelle. Bei der Übernahme wurden zuletzt Fortschritte vermeldet, mittlerweile hält Vonovia die Aktienmehrheit an dem Konkurrenten.

Somit wurde es weder bei Vonovia noch dem Übernahmeziel Deutsche Wohnen zur Belastung, dass sich die Berliner im Rahmen eines Volksentscheids für die Enteignung großer Wohnungskonzerne ausgesprochen haben. Damit ist der Senat laut Beschlusstext nun aufgefordert, "alle Maßnahmen einzuleiten", die zur Überführung von Immobilien in Gemeineigentum erforderlich sind, und dazu ein Gesetz zu erarbeiten. Rechtlich bindend allerdings ist das Votum für die Politik nicht.

"Die Gefahr einer rot-rot-grünen Bundesregierung ist vorbei und somit rechnen nun viele Marktteilnehmer mit einem eher gemäßigten weiteren Vorgehen bei dem Thema hohe Mieten", sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect. Er empfand auch die fortgeschrittenen Übernahmebestrebungen bei dem Konkurrenten Deutsche Wohnen als hilfreich für den Vonovia-Kurs. Bis zum späten Freitag hatte sich Vonovia 50,49 Prozent gesichert.

Andere Börsianer ergänzten, die Lage in Berlin bleibe zwar verunsichernd vor allem für auf diese Stadt fokussierte Konzerne, zu denen vor allem der Vonovia-Fusionspartner Deutsche Wohnen zählt. Dass die Linke auf Bundesebene jedoch nicht für eine Koalition in Frage komme, mildere die Sorgen, dass die Berliner Initiative deutschlandweit Schule machen könnte.

Am Markt gab es auch Stimmen, die die Berliner Situation als nur mäßig beunruhigend empfanden. Für den Sektor bleibe die Zukunft in der Hauptstadt zwar ein zentrales und auch belastendes Thema. "Die Auswirkungen einer möglichen Enteignung könnten sich aber dennoch im Rahmen halten, sofern die Immobilienbesitzer zum Beispiel zu Preisen auf Marktniveau entschädigt werden müssen", so ein Börsianer.

Analyst Julian Livingston-Booth von der kanadischen Bank RBC äußerte sich ähnlich. Er sieht den Sektor zwar weiter in einer Phase der Unsicherheit. Es gebe aber gute Argumente, warum es unwahrscheinlich sei, dass die neue Berliner Regierung das Gesetz tatsächlich verabschieden werde. "Darüber hinaus dürfte es rechtliche Anfechtungen geben, insbesondere wenn der Enteignungspreis deutlich unter dem aktuellen Buchwert liegt", so der Experte.

Er führte außerdem an, dass die SPD als Berliner Wahlsieger der Enteignung nicht gerade offen gegenüber stehe und im Zuge der Abgeordnetenwahl andere Optionen bekommen habe: "Die SPD hat eine Alternative zur Koalition mit Grünen und Linken", betonte der Experte. Vor allem bei letzterer Partei, vereinzelt aber auch den Grünen, sieht er das Hauptlager der Unterstützer für Enteignungen in Berlin.

Anderswo im deutschen Immobiliensektor war die Kursreaktion ebenfalls positiv. Alstria Office und Grand City legten im MDax um bis zu 0,8 Prozent zu. Im Nebenwerteindex SDax rückten Patrizia und Adler Group um bis zu 2,8 Prozent vor. Gesamteuropäisch gehörte der Sektorindex Stoxx Europe 600 Real Estate mit einem halben Prozent zu den Gewinnern in der Branchenwertung./tih/la/jha/he

27.09.2021

AKTIE IM FOKUS: Morphosys fangen sich - Unterstützung hält

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die am Montag im frühen Handel nach einem negativen Analystenkommentar noch deutlich abgerutschten Papiere von Morphosys haben sich schnell wieder gefangen. An der Unterstützung von 40,60 Euro drehte der Kurs auch diesmal. Am Nachmittag verbuchten die inzwischen in den SDax abgestiegenen Anteile des Antikörperspezialisten einen Gewinn von 1,3 Prozent.

Die US-Bank Citigroup hatte Morphosys von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Analyst Vineet Agrawal berücksichtigt in seinem Bewertungsmodell nun den coronabedingt schleppenderen Start von Monjuvi sowie die Übernahme von Constellation Pharma. Damit die Anleger optimistischer würden, bedürfe es einer Belebung des Monjuvi-Absatzes. Wichtige Studiendaten ließen derweil noch Jahre auf sich warten.

Optimistischere Töne gab es indes von der Deutsche Bank, die nach einem Gespräch mit dem Vorstand weiter mit "Hold" votiert. Die Verantwortlichen seien zuversichtlich hinsichtlich der avisierten Spitzenumsätze für Monjuvi von bis zu 750 000 Dollar, auch wenn es nach dem schleppenden Beginn bis dahin länger dauern dürfte, schrieb Analyst Rajan Sharma in seiner Studie./ajx/jha/

27.09.2021

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt Lufthansa auf 'Market-Perform' - Ziel 8 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Lufthansa auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Operative Verbesserungen wie beispielsweise bei den Kosten stünden mittelfristig im Fokus, schrieb Analyst Daniel Roeska in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie. Die Lufthansa sei insgesamt nicht ganz so flexibel wie Wizz Air und EasyJet, deren Aktien er den Vorzug gibt./ag/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 26.09.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / UTC

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 26.09.2021 / 23:04 / UTC

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27.09.2021

AKTIE IM FOKUS 2: Klöckner & Co im Aufwind nach erneut angehobenen Jahreszielen

(neu: Kurs, Experten und mehr Details und Hintergrund)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Klöckner & Co sind am späten Montagvormittag dank erneut erhöhter Jahresziele nach oben gesprungen. Hatten sie sich zuvor nur wenig von der Stelle bewegt, lagen sie zuletzt mit 5,9 Prozent im Plus. Sie schafften damit nach einigen Tagen wieder die Rückkehr über die langfristig relevante und unter Charttechnikern viel beachtete 200-Tage-Linie.

Eine weiter positive Dynamik der Stahlpreise sorgte dafür, dass der Stahlhändler nun vor wesentlichen Sondereffekten mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 800 Millionen Euro rechnet. Bislang waren 650 bis 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Für das dritte Quartal rechnet Klöckner bei dieser Kennziffer nun mit 260 bis 280 Millionen Euro.

Laut dem Jefferies-Analysten Alan Spence setzt sich ein Rekordjahr für den Stahlhändler mit dieser erneuten Zielanhebung fort. Erst im Juli hatte das Unternehmen die Prognosen auf die alte Zielmarke von bis zu 700 Millionen Euro erhöht. Damals hieß es schon, dass es in diesem Jahr auf das beste operative Jahresergebnis seit dem Börsengang im Jahr 2006 hinauslaufen werde.

Börsianer sahen die neue Zielmarke nun deutlich über den Markterwartungen. Jefferies-Experte Spence schätzt, dass der Marktkonsens im Gesamtjahr nun um 14 bis 17 Prozent steigen dürfte. Ein Händler ergänzte, die Papiere seien zuletzt etwas zurück gekommen von ihrem höchsten Niveau seit 2011, das sie im Juni erreicht hatten. Er sah auch deshalb Aufwärtspotenzial für die Papiere wegen der anhaltend guten Nachrichten.

Andere Stahlwerte folgten mit Abstrichen der guten Kursentwicklung: Die Aktien von Salzgitter etwa legten zuletzt um 1,7 Prozent zu und jene von Thyssenkrupp verbuchten ein Plus von 3,1 Prozent. Auf europäischer Bühne lagen die Titel von ArcelorMittal in Paris mit 0,7 Prozent im Plus./tih/ajx/jha/

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27.09.2021

AKTIE IM FOKUS: Puma rutschen unter Unterstütung - Seit Dax-Aufnahme schwach

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Puma SE sind am Montag unter die Unterstützung bei etwas unter 99 Euro gerutscht. Mit im Tief 98,08 Euro fielen sie zurück auf das Niveau von Ende Juni. Seit ihrem Rekordhoch bei fast 110 Euro von Anfang August ist die Luft bei den Titeln des Sportartikelherstellers raus.

Die Aufnahme in den Dax , in dem sie seit einer Woche notiert sind, brachte keinen frischen Schub mehr. Sie haben seitdem zweieinhalb Prozent verloren. Am Freitag waren sie nach einer vom US-Rivalen Nike gesenkten Umsatzprognose unter Druck geraten.

Aussagen von Puma-Konzernchef Björn Gulden, wonach Puma den Umsatz verdoppeln könnte, hinterließen am Montag keine nachhaltig positiven Spuren im Kursbild./ajx/jha/

27.09.2021

AKTIE IM FOKUS: Klöckner & Co springt hoch wegen erneut angehobener Jahresziele

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Klöckner & Co sind am späten Montagvormittag wegen erneut erhöhter Jahresziele nach oben gesprungen. Hatten sie sich zuvor nur wenig von der Stelle bewegt, lagen sie zur Mittagszeit mit sechs Prozent im Plus. Sie schafften damit nach einigen Tagen wieder die Rückkehr über die langfristig relevante und unter Charttechnikern beliebte 200-Tage-Linie.

Eine weiter positive Dynamik der Stahlpreise sorgte dafür, dass der Stahlhändler nun vor wesentlichen Sondereffekten mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 800 Millionen Euro rechnet. Bislang waren 650 bis 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Börsianer sahen die neue Zielmarke nun deutlich über den Markterwartungen: Jefferies-Analyst Alan Spence schätzt, dass der Marktkonsens im Gesamtjahr nun um 14 bis 17 Prozent steigen dürfte./tih/jha/

27.09.2021

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Klöckner & Co auf 'Buy' - Ziel 14,90 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Jefferies hat die Einstufung für Klöckner & Co nach einer erhöhten operativen Gewinnprognose auf "Buy" mit einem Kursziel von 14,90 Euro belassen. Ein Rekordjahr für den Stahlhändler setze sich fort mit einer erneuten Zielanhebung, schrieb Analyst Alan Spence in einer ersten Reaktion am Montag. Er schätzt, dass der Marktkonsens im Gesamtjahr nun um 14 bis 17 Prozent steigen dürfte./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 27.09.2021 / 05:56 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 27.09.2021 / 05:56 / ET

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27.09.2021

Aktien Europa: Ölwerte führen Gewinnerliste bei gutem Wochenstart

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Nach dem kleineren Rückschlag vor dem Wochenende haben sich Europas Börsen am Montag mit Gewinnen zurückgemeldet. Gefragt waren vor allem Energiewerte angesichts des anhaltenden Höhenfluges der Ölpreise. Die Unsicherheiten um den krisengeschüttelten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande, die vor einer Woche noch einen Kursrutsch ausgelöst hatten, blieben im Hintergrund.

Der EuroStoxx 50 lag am späten Vormittag mit 0,6 Prozent im Plus bei 4183 Punkten. Vor einer Woche war er mit 4011 Punkten noch auf das tiefste Niveau seit Juli abgetaucht, bevor eine rasante Erholung folgte. Sie fand am Donnerstag knapp über der Marke von 4200 Punkten ihr vorläufiges Ende. In Paris stieg der Cac 40 zu Wochenbeginn ebenfalls um 0,6 Prozent auf 6678 Punkte. Der FTSE 100 legte in London um 0,26 Prozent zu auf 7070 Punkte.

Die Ölpreise setzten am Montag ihren Kletterkurs der vergangenen Woche fort. Während Nordseeöl der Marke Brent auf einen dreijährigen Höchststand stieg, notierte US-Rohöl auf einem Zweimonatshoch. Gründe für die hohen Ölpreise sind sowohl eine starke Nachfrage als auch ein knappes Angebot. Der Stoxx Europe 600 Oil & Gas kletterte auf das höchste Niveau seit März.

Aktien von TechnipFMC, Anlagenbauer in der Erdöl- und Erdgasindustrie, über Tullow Oil, Shell , Totalenergies , Repsol und BP gewannen bis zu 5 Prozent. Aktien des Londoner Gas- und Ölunternehmens Petrofac schossen gar ein Fünftel nach oben. Man habe sich mit den britischen Behörden im Verfahren um Bestechungsvorwürfe eine Verständigung erzielt, hieß es. Damit besteht die Hoffnung auf eine mildere Strafe./ag/jha/

27.09.2021

AKTIE IM FOKUS: Bieterstreit treibt Zooplus noch höher

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Übernahmepoker um Zooplus hat ein neues Angebot die Papiere des Tierbedarfshändlers am Montag mit über 486 Euro so hoch steigen lassen wie nie zuvor. Zuletzt verzeichneten die Anteile unter den Favoriten im MDax ein Plus von 4,2 Prozent auf 485,20 Euro.

Der Investor EQT bietet nun 470 Euro je Aktie und damit zehn Euro mehr als bislang der Konkurrent Hellman & Friedman (H&F). Da der aktuelle Kurs nochmals deutlich über der nun unterbreiteten Offerte liegt, spekulieren Marktteilnehmer womöglich darauf, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange sein muss und der Bieterwettkampf weitergehen könnte./ajx/men

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