dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

25.03.2019

US-Anleihen bauen Gewinne vom Freitag weiter aus

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Montag ihre deutlichen Kursgewinne vom vergangenen Freitag moderat ausgebaut. Zugleich schwächelte der Aktienmarkt weiter. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handelsauftakt, zumal keine wichtigen US-Konjunkturdaten auf dem Programm standen. Die Anleger blieben weiterhin eher risikoscheu.

Vor allem am Freitag hatten Konjunktursorgen den Festverzinslichen Auftrieb verliehen. Jüngste Daten hatten gezeigt, dass Industriebetriebe unter einem schwachen China-Geschäft und einer allgemein abflauenden Weltwirtschaft leiden.

Die Kurse zweijähriger Staatsanleihen stiegen um 3/32 Punkte auf 100 14/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,26 Prozent. Fünfjährige Papiere legten um 5/32 Punkte auf 100 25/32 Punkte zu. Ihre Rendite sank damit auf 2,21 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen gewannen ebenfalls 5/32 Punkte und stiegen damit auf 101 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,42 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren drehten ins Plus und rückten um 1/32 Punkt auf 102 17/32 Punkte vor. Sie rentierten mit 2,87 Prozent./ck/he

25.03.2019

Devisen: Euro im US-Handel wenig bewegt - weiter über 1,13 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Montag im US-Handel nur wenig bewegt. Rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1313 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1325 (Freitag: 1,1302) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8830 (0,8848) Euro gekostet./ck/he

25.03.2019

ROUNDUP: Verkehrs-Arbeitsgruppe will Preis für CO2-Ausstoß prüfen lassen

BERLIN (dpa-AFX) - Es könnte ein wirksamer Hebel für mehr Klimaschutz sein: Eine von der Regierung eingesetzt Arbeitsgruppe will der Koalition empfehlen zu prüfen, dem Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehr einen Preis zu geben. Damit würde das Fahren von Autos mit hohem Spritverbrauch teurer, allerdings legt die Arbeitsgruppe nach dpa-Informationen auch Wert auf einen Ausgleich für besonders Betroffene. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern.

Die Gruppe plante am Montag in Berlin, eine Prüfung der CO2-Bepreisung für die Sektoren außerhalb des EU-Emissionshandels zu empfehlen - das sind vor allem der Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Teile der Industrie. Die Verhandlungen der Arbeitsgruppe über ein Gesamtpaket an Vorschlägen für mehr Klimaschutz im Verkehr dauerten am Montagabend aber noch an.

Auch die Regierungskommission für den Kohleausstieg hatte schon empfohlen, die "Einführung einer CO2-Bepreisung mit Lenkungswirkung" zur prüfen und dabei Wert auf eine sozialverträgliche Ausgestaltung gelegt. Ziel eines CO2-Preises ist, den Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu verteuern und Wirtschaft und Verbraucher in Richtung klimafreundlicher Technologien zu lenken.

Das Instrument kann verschieden ausgestaltet sein - als Steuer, Abgabe oder innerhalb eines Emissionshandels, in dem auch ein Mindestpreis pro Tonne ausgestoßener Treibhausgase festgelegt werden kann. Für Energiewirtschaft und Teile der Industrie gibt es in der EU einen Handel mit Emissionszertifikaten.

Der Verkehr ist einer der größten Verursacher von klimaschädlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland - die Emissionen sind seit 1990 nicht zurückgegangen. Das liegt daran, dass der motorisierte Verkehr zugenommen hat, auch weil spritschluckende schwere Geländewagen (SUV) boomen. Bis 2030 sollen die Emissionen im Verkehr aber um 40 bis 42 Prozent sinken - so steht es im Klimaschutzplan, zu dem Union und SPD sich im Koalitionsvertrag bekennen.

Die Ergebnisse der Klima-Arbeitsgruppe sollen einfließen in einen Zwischenbericht der Kommission "Nationale Plattform Zukunft der Mobilität". Dieses Gremium hat insgesamt sechs Arbeitsgruppen. Der Zwischenbericht soll dann eine "Diskussionsgrundlage" für erste Handlungsoptionen der Plattform an die Bundesregierung sein.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) hatte Gedankenspiele etwa zu möglichen höheren Steuern bereits zurückgewiesen. Die Mobilität von morgen müsse effizient, digital, bezahlbar und klimafreundlich sein. Die Bundesregierung plant in diesem Jahr ein Klimaschutzgesetz. Für den Energiesektor hatte eine Kommission einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 vorgeschlagen.

Über ein "Instrumentenbündel" im Verkehr besteht in der Arbeitsgruppe weitgehend Konsens. Dazu gehört laut einem Berichtsentwurf, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Radverkehr stark auszubauen und auch den Schienenverkehr zu stärken. Dazu schlagen die Experten zum Beispiel vor, durch einen Zuschuss von zwei Milliarden Euro pro Jahr Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr zu senken. Damit Elektroautos in Deutschland den Durchbruch schaffen, sind verschiedene Anreize vorgesehen - etwa ein Bonus für E-Autos, eine Förderung bei der Dienstwagenbesteuerung oder der Ausbau von Ladestationen.

Allerdings bleibt eine große Lücke übrig, damit die Einsparziele beim Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) bis 2030 erreicht werden können. Wie die geschlossen werden soll, ist umstritten. Im Gespräch war unter anderem eine Quote für Elektrofahrzeuge, ein Tempolimit auf Autobahnen und die Besteuerung von Benzin und Diesel anzugleichen - damit würde das bisherige Steuerprivileg wegfallen, das Diesel beim Tanken günstiger macht. Streit gibt es auch darüber, in welchem Umfang Kraftstoffe, die aus Pflanzen und aus Strom gewonnen werden, ausgebaut werden können./ted/DP/he

25.03.2019

ROUNDUP: Apple kündigt Video-Streamingdienst und mehr Abo-Dienste an

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple will mit einem eigenen Video-Streamingdienst und weiteren Abo-Angeboten seine aktuelle Abhängigkeit vom iPhone-Geschäft verringern. In dem Angebot mit dem Namen "Apple TV Plus" sollen ab Herbst im Auftrag des Konzerns gedrehte Serien und Filme exklusiv verfügbar sein. Im Herbst will Apple auch ein Spiele-Abo starten, mit dem für eine fixe monatliche Gebühr mehr als 100 kostenpflichtige Games nutzbar sein werden. Zunächst in den USA und Kanada gibt es zudem in der App "Apple News Plus" für 9,99 Dollar im Monat Zugang zu 300 Magazinen und einigen Zeitungen.

Mit den Ankündigungen verstärkt Apple seine Bemühungen, mehr Geschäft mit Diensten zu machen. Aktuell ist das iPhone das wichtigste Produkt des Konzerns - im vergangenen Geschäftsjahr brachte es mehr als 60 Prozent der Erlöse ein. Doch zuletzt waren die Verkäufe zurückgegangen - und auf jeden Fall sind die Zeiten des rasanten Wachstum in dem Geschäft vorbei. Deshalb will Apple die rund 1,4 Milliarden Geräte in den Händen seiner Kunden als Basis nutzen.

Ein Preis für "Apple TV Plus" wurde zunächst nicht genannt. Die App soll aber zum Start gleich in mehr als 100 Ländern verfügbar sein. Damit konkurriert Apple - wenn auch zunächst in kleinerem Format - mit Diensten wie Netflix oder Amazon Prime Video. Apple gewann für einzelne Projekte bekannte Filmemacher wie Steven Spielberg und J. J. Abrams sowie Hollywood- und TV-Stars wie Oprah Winfrey, Jennifer Aniston und Reese Witherspoon. Winfrey, Spielberg, Abrams, Aniston, Witherspoon und andere kamen selbst nach Cupertino, um kurz ihre Projekte vorzustellen.

Die auf Apple-Geräten bereits vorhandene TV-App wird über den neuen Dienst hinaus ausgebaut. So bekommen Nutzer die Möglichkeit, einzelne Bezahlsender direkt dort zu abonnieren und zu nutzen. In den USA sind zum Beispiel HBO, Showtime und Hulu mit dabei. International sollen Kanäle aus den jeweiligen Ländern verfügbar sein, hieß es ohne weitere Details. Die App soll zudem personalisierte Vorschläge auf Basis der bisher angesehenen Sendungen machen. Die App wird erstmals nicht nur auf Apple-Geräten, sondern auch auf Fernsehern von Samsung , LG und Sony verfügbar sein, sowie auf Streaming-Boxen von Roku und Amazons Fire TV. Zudem soll die App, die es bisher in zehn Ländern gibt, demnächst weltweit nutzbar werden.

Das Spiele-Abo mit dem Namen "Apple Arcade" soll ebenfalls im Herbst kommen. Dabei soll es keine Werbung oder zusätzliche Gebühren geben. Zunächst gab es keine Angaben zum Abo-Preis oder den verfügbaren Spiele-Titeln. Zuvor wurde viel über die Möglichkeit spekuliert, dass Apple Bündel-Angebote für mehrere Dienste verkaufen könnte.

Bei "Apple News Plus" würden alle einzelnen Abos zusammengerechnet rund 8000 Dollar im Jahr kosten, erklärte Apple. Familienmitglieder können für die 9,99 Dollar pro Monat mitlesen. Eine wichtige Funktion der App könnten personalisierte Vorschläge für neue Magazin-Ausgaben und einzelne Artikel sein. Das Layout der Artikel wird speziell an die Bildschirmgröße von iPhone und iPad angepasst. Wie bereits durchsickerte die "New York Times" und die "Washington Post" nicht dabei - dafür aber das "Wall Street Journal" und die "Los Angeles Times".

Apple hatte bereits vor einiger Zeit die App "Texture" gekauft, die Deals mit verschiedenen Magazin-Verlagen in den USA hatte. Im Herbst soll die App nach Australien und Großbritannien starten. Ob und wann der Dienst nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz kommen wird, wurde nicht gesagt.

In den USA wird es zudem eine Apple-Kreditkarte geben, die der Konzern gemeinsam mit der Bank Goldman Sachs herausgibt. Der Konzern verspricht unter anderem strikten Datenschutz: "Apple weiß nicht, was und wo sie gekauft haben, und was sie dafür bezahlten." Zusätzlich zur virtuellen Version der Karte in Apple-Geräten soll es auch eine physische Karte aus Titan geben, auf der neben dem Chip nur der Name des Nutzers draufsteht - keine Nummern oder Unterschrift, damit diese Daten nicht gestohlen werden können. Diese Daten sind aber über die App auf dem iPhone abrufbar./so/DP/he

25.03.2019

ROUNDUP: Kreis erwägt Klage gegen Banken wegen Zinswetten - kein Beschluss

TRIER (dpa-AFX) - Nach millionenschweren Verlusten bei Zinswetten erwägt der Landkreis Trier-Saarburg eine Klage gegen die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die Sparkasse Trier. Am Montagabend fasste der Kreistag aber nach eigenen Angaben noch keinen entsprechenden Beschluss. Man werde zunächst das Angebot weiterer Gespräche mit dem Ziel einer gütlichen Einigung annehmen, teilte die Kreisverwaltung am Abend mit. Ein Zeitdruck bestehe insofern nicht, weil Verhandlungen eine drohende Verjährung hemmten.

Zuvor hatte es von Seiten der Kreisverwaltung geheißen, Ende April ende eine Verjährungsfrist. Der Kreis Trier-Saarburg führt schon seit Monaten Gespräche zur gütlichen Einigung mit der LBBW und der Sparkasse Trier.

Die Verluste durch die Zinswetten in Form von Tausch-Geschäften (Swaps) mit der LBBW bezifferte die Kreisverwaltung auf rund acht Millionen Euro. Von der Sparkasse Trier fühle man sich mit Blick auf mögliche Risiken "falsch und ungenügend beraten", hieß es. Der Kreis hatte versucht, sich mit den Finanzgeschäften dauerhaft niedrige Zinsen zu sichern und sich damit gegen schlechtere Konditionen für Kredite abzusichern. Da anschließend die Zinsen sogar in den negativen Bereich sanken, ging die Wette nach hinten los. Bundesweit hatte es ähnliche Fälle auch bei anderen Banken gegeben.

"Ziel ist es jetzt, dass wir aus diesen Swaps rauskommen und die umwandeln in normale Kreditverträge", sagte der Kreissprecher. Die Kreisverwaltung hält mehr als 50 Prozent der Anteile an der Sparkasse Trier./rtt/chs/DP/he

25.03.2019

ROUNDUP/Neuer Dämpfer für Boeing: Rivale Airbus ergattert Großauftrag

TOULOUSE/PARIS (dpa-AFX) - Mitten in der Krise seines US-Konkurrenten Boeing hat der europäische Flugzeugbauer Airbus einen Großauftrag aus China ergattert. Man habe mit dem staatlichen Luftfahrtdienstleister China Aviation Supplies Holding (CAS) ein Abkommen über den Verkauf von 300 Flugzeugen abgeschlossen, teilte Airbus am Montagabend mit. Die Großbestellung wurde am Rande eines Staatsbesuchs von Chinas Staatschef Xi Jinping in Paris unterzeichnet. Konkret geht es um 290 Mittelstreckenjets aus der A320-Familie und zehn Langstreckenjets der A350-Reihe.

Airbus kann damit für seinen Verkaufsschlager A320 einen weiteren Erfolg verbuchen. US-Rivale Boeing dagegen kämpft bei seinem eigenen Mittelstrecken-Modell 737 Max nach zwei Flugzeugabstürzen mit einem enormen Imageschaden und dem möglichen Verlust von Aufträgen.

Angesichts des Megadeals sprach Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor Journalisten von einem "exzellenten Signal". Über den Wert der Bestellung wurde zunächst offiziell nichts bekannt. Laut Airbus-Preisliste läge die Summe vermutlich bei über 30 Milliarden US-Dollar (mehr als 27 Milliarden Euro). Wegen branchenüblicher Rabatte dürfte der tatsächlich vereinbarte Kaufpreis aber deutlich niedriger ausfallen.

Schon länger war über ein größeres Airbus-Geschäft mit China spekuliert worden. Bei einem Staatsbesuch in China im Januar 2018 hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, das Land beabsichtige den Kauf von 184 Jets aus der A320-Familie. Seitdem war über den Stand der weiteren Verhandlungen aber kaum etwas an die Öffentlichkeit gedrungen.

Für Airbus war China schon zuvor ein bedeutsamer Absatzmarkt: Knapp ein Viertel seiner Verkehrsflugzeuge liefert das Unternehmen in das Land aus. Aber auch in der Produktion ist China ein wichtiger Partner. Unter anderem lässt Airbus in Tianjin A319- und A320-Flugzeuge montieren.

Die A320-Familie umfasst auch den A320neo, die sparsamere Neuauflage des Airbus A320. Nach Unternehmensangaben sind bereits mehr als 700 A320neo-Flugzeuge weltweit bei Fluggesellschaften im Einsatz. Wegen der hohen Nachfrage baut der Hersteller die Produktion immer weiter aus. Ob in dem nun geschlossenen China-Deal A320neo enthalten sind, war zunächst unklar.

Für Airbus kommt der Großauftrag in jedem Fall zu einem günstigen Zeitpunkt. Zuletzt machte der Flugzeugbauer eher negativ von sich reden: Im Februar kündigte das Unternehmen an, die Auslieferung des weltgrößten Passagierjets A380 ab dem Jahr 2021 einzustellen - wegen mangelnder Nachfrage.

Trotz hoher Belastungen durch die Einstellung des einstigen Hoffnungsträgers konnte Airbus aber im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnsprung erzielen. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 3,05 Milliarden Euro und damit 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Mit weitaus größeren Problemen hat derzeit der US-Konkurrent Boeing zu kämpfen: Nach zwei Abstürzen von Boeing-Jets 737 Max 8 mit insgesamt 346 Toten steckt das Unternehmen in der Krise. Zahlreiche Länder erließen Flugverbote für Maschinen des Unglücksmodells. Derzeit laufen internationale Untersuchungen, ob möglicherweise eine fehlerhafte Technik Grund für die Unglücke ist. Auch die Frage, ob bei der Zulassung der Flieger durch die US-Luftfahrtbehörde FAA alles mit rechten Dingen zuging, ist Gegenstand von Ermittlungen.

Zudem will Indonesiens staatliche Fluggesellschaft Garuda eine milliardenschwere Bestellung über 49 Maschinen des Typs Boeing 737 Max rückgängig machen./vio/DP/he

25.03.2019

Verkehrs-Arbeitsgruppe will Preis für CO2-Ausstoß prüfen lassen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Arbeitsgruppe für Klimaschutz im Verkehr will der Bundesregierung empfehlen zu prüfen, dem Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehr einen Preis zu geben. Damit würde das Fahren von Autos mit hohem Spritverbrauch teurer, allerdings legt die Arbeitsgruppe nach dpa-Informationen auch Wert auf einen Ausgleich für besonders Betroffene. Die Mitglieder planten am Montag in Berlin, eine Prüfung der CO2-Bepreisung für die Sektoren außerhalb des EU-Emissionshandels zu empfehlen - das sind insbesondere der Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Teile der Industrie. Die Verhandlungen über ein Gesamtpaket dauerten am Abend aber an./ted/hoe/DP/he

25.03.2019

Apple kündigt Video-Streamingdienst an

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple hat am Montag einen eigenen Video-Streamingdienst vorgestellt. In dem Angebot mit dem Namen "Apple TV Plus" sollen im Auftrag des Konzerns gedrehte Serien und Filme exklusiv verfügbar sein. Damit konkurriert Apple - wenn auch zunächst in kleinerem Format - mit Diensten wie Netflix oder Amazon Prime Video. Apple gewann für einzelne Projekte bekannte Filmemacher wie Steven Spielberg und J. J. Abrams sowie Hollywood-Stars wie Jennifer Aniston und Resse Witherspoon. Spielberg kam selbst nach Cupertino, um den Service vorzustellen.

Die TV-App auf den Apple-Geräten wird zudem ausgebaut. So bekommen Nutzer die Möglichkeit, einzelne Bezahlsender direkt dort zu abonnieren und zu nutzen. In den USA sind zum Beispiel HBO, Showtime und Hulu mit dabei. International sollen Kanäle aus den jeweiligen Ländern verfügbar sein, hieß es ohne weitere Details. Die App soll zudem personalisierte Vorschläge auf Basis der bisher angesehenen Sendungen machen. Die App wird erstmals nicht nur auf Apple-Geräten, sondern auch auf Fernsehern von Samsung , LG und Sony verfügbar sein, sowie auf Streaming-Boxen von Roku und Amazons Fire TV. Zudem soll die App, die es bisher in zehn Ländern gibt, demnächst weltweit nutzbar werden.

In einem weiteren Abo-Dienst mit dem Namen "Apple Arcade" soll es ab Herbst für eine monatliche Gebühr die Möglichkeit geben, mehr als 100 kostenpflichtige Games aus dem App Store zu nutzen. Dabei soll es keine Werbung oder zusätzliche Gebühren geben. Zunächst gab es keine Angaben zum Abo-Preis oder den verfügbaren Spiele-Titeln.

In den USA wird es zudem eine Apple-Kreditkarte geben, die der Konzern gemeinsam mit der Bank Goldman Sachs herausgibt. Der Konzern verspricht unter anderem strikten Datenschutz: "Apple weiß nicht, was und wo sie gekauft haben, und was sie dafür bezahlten." Zusätzlich zur virtuellen Version der Karte in Apple-Geräten soll es auch eine physische Karte aus Titan geben, auf der neben dem Chip nur der Name des Nutzers draufsteht - keine Nummern oder Unterschrift, damit diese Daten nicht gestohlen werden können. Diese Daten sind aber über die App auf dem iPhone abrufbar./so/DP/he

25.03.2019

ROUNDUP 2: Große Kassen begrüßen Spahns Pläne für mehr Wettbewerb

BERLIN (dpa-AFX) - Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stößt mit seinen Plänen für mehr und gerechteren Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung besonders bei großen Kassen auf Zustimmung. Wie Spahn am Montag in Berlin mitteilte, will er den sogenannten Risikostrukturausgleich (RSA) unter den Kassen systematisch weiterentwickeln.

Der Strukturausgleich läuft über den Gesundheitsfonds und soll die unterschiedlichen Versicherungsrisiken der Krankenkassen ausgleichen. Denn einige Kassen haben besonders gut verdienende und gesunde Versicherte und damit weniger Kosten, als jene Kassen mit vielen erkrankten Versicherten. Das verleitet die Kassen dazu, sich insbesondere um junge, gesunde Versicherte zu bemühen.

Über die gesetzlichen Kassen sind rund 72 Millionen Menschen hierzulande versichert. Das entspricht 90 Prozent der Bevölkerung.

Spahn plant auch, die Durchlässigkeit zwischen den Kassen zu vereinfachen. In einem am Sonntag veröffentlichten Gastbeitrag für das "Handelsblatt" hatte er bemängelt, dass unter den zehn größten Krankenkassen lediglich vier bundesweit zum Beitritt offen stehen.

Andererseits sind die Kosten für Patienten in manchen strukturstarken Gegenden wie um München höher als etwa in strukturschwachen. Daher verlangen die Kassen seit längerem eine Regionalkomponente im Strukturausgleich. Neben einer Regionalkomponente will Spahn zudem einen Risikopool einführen. Daraus können dann Kassen, die etwa durch besonders viele chronisch Erkrankte belastet werden, die kostspielige Medikamente brauchen.

Spahn will also mit der Weiterentwicklung des RSA immer wieder kritisierte Wettbewerbsverzerrungen beseitigen. Insbesondere die Ersatzkassen sehen in dem jetzigen System eine Bevorzugung der AOKen. Angesichts der Debatte vor zweieinhalb Jahren über Manipulationen bei der Angabe von Diagnosen und der Schwere von Krankheiten soll auch die Manipulationsanfälligkeit des RSA vermindert werden.

Durch die bundesweite Öffnung bislang regional begrenzter Krankenkassen werde die vollständige Wahlfreiheit für alle Mitglieder der GKV geschaffen, so das Gesundheitsministerium. Dadurch würden zugleich Wettbewerbsverzerrungen verringert, die durch bundesweit einheitliche Zuweisungen bei regional unterschiedlichen Ausgabenstrukturen entstehen.

Die Öffnung dürfte insbesondere den Ersatzkassen entgegenkommen, die bereits bundesweit tätig sind, im Gegensatz zu den AOKen. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK) erklärte: "Die Eckpunkte zeigen, dass der Gesundheitsminister die wesentlichen Probleme des ... RSA aufgreift und entschlossen ist, für Fairness im Wettbewerb der Kassen zu sorgen. Das Eckpunktepapier skizziert ein sinnvolles Gesamtkonzept."

Christoph Straub, Vorstandschef der Barmer argumentierte: "Spahn setzt die richtigen Impulse für einen fairen Wettbewerb der Krankenkassen um die beste Versorgung der Versicherten. Vor allem mit der geplanten Einführung einer Regionalkomponente wird gewährleistet, dass die Beitragsgelder dort hinfließen, wo sie für die Versorgung der Patientinnen und Patienten tatsächlich benötigt werden."

Der Vorstandsvorsitzende der KKH Kaufmännische Krankenkasse, Wolfgang Matz, erläuterte, der Minister verfolge das Ziel, endlich eine gerechtere Verteilung der Finanzmittel an die einzelnen Kassen zu gewährleisten. Ersatz-, Betriebs- und Innungskrankenkassen beklagen seit langem, dass der 2009 eingeführte Ausgleich einseitig die AOKen bevorteile.

Und der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, erklärte: "Nur durch eine umfassende Reform der Wettbewerbsordnung kann der solidarische Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenkassen auf eine neue und faire Grundlage gestellt werden. Die DAK, eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland, begrüße eine bundesweite Öffnung und die damit verbundene bundesweite Aufsicht.

Die Betriebskrankenkassen äußerten sich ebenfalls lobend über Spahns Pläne. Damit würden Mängel im GKV-Finanzsystem angegangen und das "antiquierte Organisationsrecht der Krankenkassen" modernisiert, erklärte Franz Knieps, Vorstand des BKK-Dachverbandes. "Damit kommen wir einem fairen und auf die Verbesserung der Versorgung ausgerichteten Wettbewerb der Krankenkassen ein gutes Stück näher", betonte Knieps./rm/DP/stw

25.03.2019

Apple stellt Abo-Dienst für Nachrichten vor

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple baut sein Produkt-Angebot mit einem Abo-Dienst für Nachrichten aus, der für eine monatliche Gebühr Zugang zu Inhalten diverser Medien bietet. Mit dem Dienst "Apple News Plus" werden in den USA und Kanada unter anderem Inhalte von rund 300 Magazinen verfügbar sein. Von den großen Tageszeitungen sind das "Wall Street Journal", die "Los Angeles Times" sowie der kanadische "The Star" dabei. Schon zuvor war durchgesickert, dass die "New York Times" und die "Washington Post" bei dem Dienst nicht mitmachen wollten und sich lieber darauf verlassen, ihre Abos selbst zu verkaufen.

Das Angebot kostet 9,99 Dollar pro Monat - Familienmitglieder können für diesen Preis mitlesen. Alle einzelnen Abos zusammengerechnet würden 8000 Dollar im Jahr kosten, erklärte Apple.

Eine wichtige Funktion der App könnten personalisierte Vorschläge für neue Magazin-Ausgaben und einzelne Artikel sein. Das Layout der Artikel wird speziell an die Bildschirmgröße von iPhone und iPad angepasst.

Apple hatte bereits vor einiger Zeit die App "Texture" gekauft, die Deals mit verschiedenen Magazin-Verlagen in den USA hatte. Zur Verfügbarkeit in Deutschland wurden zunächst keine Angaben gemacht. Im Herbst soll die App nach Australien und Großbritannien kommen. Ob und wann der Dienst nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz kommen wird, wurde nicht gesagt./so/DP/stw

25.03.2019

Aktien New York: Schwelende Konjunkturängste belasten weiterhin

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Montag ihren herben Verluste vom Freitag leicht ausgeweitet. Die vor dem Wochenende neu aufgeflammten Konjunktursorgen drückten weiter auf die Stimmung. Der Dow Jones Industrial lag am Montag rund zwei Stunden vor Handelsschluss mit 0,26 Prozent im Minus bei 25 435,35 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,34 Prozent auf 2791,26 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,58 Prozent auf 7283,38 Zähler ein.

Der im März überraschend gestiegene deutsche Ifo-Geschäftsklima-Index hatte auf die wichtigsten Börsen der Vereinigten Staaten keinen sichtbaren Einfluss. Aus den USA selbst gab es keine wichtigen Wirtschaftsdaten.

Im Dow standen die Aktien von Boeing und Apple im Blick. Die Boeing-Papiere erholten sich an der Index-Spitze mit plus 1,4 Prozent von ihren jüngsten Verlusten. Der Flugzeugbauer, der wegen des Unglücksfliegers 737 Max unter Druck geraten war, hat allerdings nach wie vor mit negativen Nachrichten zu kämpfen. So streicht die größte US-Fluggesellschaft American Airlines weitere Flüge mit der Boeing 737 Max. Zudem musste ein Dreamliner-Jet wegen Rauchentwicklung außerplanmäßig auf einer Pazifik-Insel notlanden.

Anleger des iPhone-Herstellers Apple warten aktuell auf mögliche Aussagen des Unternehmens zu einem eigenen Video-Streamingdienst und neue Abo-Angeboten. Noch wurde allerdings darüber nichts publik. Die Anteile des iPhone-Herstellers sanken zuletzt um 1,3 Prozent, womit sie weiterhin zu den schwächsten Werten im Dow zählten. Seit ihrer Talfahrt im vierten Quartal 2018 haben sie sich jedoch schon um mehr als ein Fünftel erholt.

Nach dem jüngsten Kursrutsch wegen einer gefloppten Studie mit einem Alzheimer-Mittel versucht der Pharmakonzern Biogen seine Anleger nun mit Aktienrückkäufen versöhnlich zu stimmen. Die Papiere, die während der vergangenen zwei Handelstage um fast ein Drittel eingebrochen waren, legten nun um 2,0 Prozent zu.

Um etwas mehr als ein Drittel wurden nach Übernahmespekulationen die Aktien von Avaya nach oben katapultiert. Wie es in einem Medienbericht unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen hieß, prüft der Anbieter von Kommunikationssoftware-Lösungen derzeit die Offerte eines nicht näher genannten Finanzinvestors, die bei mehr als 20 Dollar je Aktie liegen soll. Am Freitag allerdings waren die Papiere des Anfang 2018 an die Börse gegangenen Unternehmens noch unter 13 Dollar auf ein Rekordtief gerutscht.

Unter den Bergbau-Aktien standen zudem die Anteile von Newmont Mining und Goldcorp im Fokus, die um 1,0 und 2,8 Prozent zulegten. Newmont Mining erhielt für die geplante Milliardenübernahme des kanadischen Goldschürfers Rückendeckung von einflussreicher Seite. Der Aktionärsberater ISS riet den Anteilseignern von Goldcorp, der Offerte von Newmont zuzustimmen. Newmont und Goldcorp hatten sich im Januar im Grundsatz auf den Deal geeinigt, der inklusive Schulden 12,5 Milliarden US-Dollar schwer ist./ck/stw

25.03.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Konjunktur und Brexit halten Kurse zurück

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anleger am deutschen Aktienmarkt haben die Handbremse zum Wochenauftakt noch ein wenig angezogen. Enttäuschende Konjunkturdaten vom Freitag wirkten nach und die Ungewissheit über den Fortgang des Brexit sprach Beobachtern zufolge ebenfalls gegen Aktien. Der Dax schloss am Montag 0,15 Prozent niedriger auf 11 346,65 Punkten. Das war der niedrigste Schlusskurs seit Mitte Februar.

Auch der unerwartet solide ifo-Geschäftsklimaindex im März konnte die Stimmung am Vormittag nur kurzzeitig etwas aufhellen. Stattdessen verwies Analyst James Hughes vom Broker Axitrader auf den US-Anleihemarkt. Dort war die Rendite langlaufender Papiere jüngst unter die Verzinsung von Papieren mit kurzen Laufzeiten gefallen. Dieses Phänomen gilt als Hinweis auf eine bevorstehende Rezession.

Im Sog dessen gab zu Wochenbeginn auch der MDax nach. Der Index der mittelgroßen deutschen Werte verlor 0,38 Prozent auf 24 618,07 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,16 Prozent niedriger auf 3300,48 Zähler. London und Paris endeten ebenfalls im Minus. An der Wall Street lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss ebenfalls leicht im Minus.

Im Dax waren Bayer-Aktien das Schlusslicht mit einem Kursverlust von fast drei Prozent. Sie fielen auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2012. Die US-Investmentbank Merrill Lynch strich nach einer Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup ihre Kaufempfehlung für die Titel des Pharma- und Agrarchemiekonzerns.

Wacker Chemie fielen um 3,32 Prozent und zählten zu den größten Verlierern im MDax. Die britische Investmentbank HSBC rät nicht mehr zum Kauf der Aktie. Die chinesische Billigkonkurrenz bei Polysilizium für die Solarindustrie mache dem Spezialchemiekonzern weiter zu schaffen, hieß es zur Begründung.

RWE lagen an der Dax-Spitze mit einem Gewinn von 2,44 Prozent. Händlern zufolge profitiert der Versorger von immer niedrigeren Zinsen. Zudem würden die Papiere mit Blick auf die sinkenden Anleiherenditen als Anlagealternative immer attraktiver.

Aktien von FMC gehörten mit einem Kursplus von 1,81 Prozent zu den Favoriten der Anleger im Dax. Die Anteilscheine des Dialysespezialisten profitierten von einer Kaufempfehlung der Commerzbank.

Zu den Verlierern zählten hingegen die Papiere von Medienunternehmen. Die Einbußen reichten von 1,49 Prozent bei Axel Springer über 2,17 Prozent bei RTL bis zu 4,36 Prozent bei ProSiebenSat.1 . Börsianer begründeten die Kursschwäche mit den sich immer mehr eintrübenden konjunkturellen Aussichten: "Der Mediensektor bekommt die schlechteren Wachstumsaussichten als einer der ersten Sektoren zu spüren".

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,07 Prozent am Freitag auf minus 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 142,82 Punkte. Der Bund-Future stieg am Abend um 0,07 Prozent auf 165,76 Punkte.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,1313 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1325 (Freitag: 1,1302) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8830 (0,8848) Euro gekostet./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

25.03.2019

Aktien Frankfurt Schluss: Konjunktur und Brexit halten Kurse zurück

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anleger am deutschen Aktienmarkt haben die Handbremse zum Wochenauftakt noch ein wenig angezogen. Enttäuschende Konjunkturdaten vom Freitag wirkten nach und die Ungewissheit über den Fortgang des Brexit sprach Beobachtern zufolge ebenfalls gegen Aktien. Der Dax schloss am Montag 0,15 Prozent niedriger auf 11 346,65 Punkten. Das war der niedrigste Schlusskurs seit Mitte Februar.

Auch der unerwartet solide ifo-Geschäftsklimaindex im März konnte die Stimmung am Vormittag nur kurzzeitig etwas aufhellen. Stattdessen verwies Analyst James Hughes vom Broker Axitrader auf den US-Anleihemarkt. Dort war die Rendite langlaufender Papiere jüngst unter die Verzinsung von Papieren mit kurzen Laufzeiten gefallen. Dieses Phänomen gilt als Hinweis auf eine bevorstehende Rezession.

Im Sog dessen gab zu Wochenbeginn auch der MDax nach. Der Index der mittelgroßen deutschen Werte verlor 0,38 Prozent auf 24 618,07 Punkte./bek/he

25.03.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Schwelende Konjunkturängste sorgen für weitere Verluste

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben zu Wochenbeginn ihre herben Verluste vom Freitag leicht ausgeweitet. Die vor den Wochenende neu aufgeflammten Konjunktursorgen drückten weiter auf die Stimmung. Der Dow Jones Industrial fiel am Montag im frühen Handel um 0,36 Prozent auf 25 412,16 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,43 Prozent auf 2788,66 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,67 Prozent auf 7278,13 Zähler ein.

Der im März überraschend gestiegene deutsche Ifo-Geschäftsklima-Index hatte auf die wichtigsten Börsen der Vereinigten Staaten keinen sichtbaren Einfluss. Aus den USA selbst gab es keine wichtigen Wirtschaftsdaten.

Im Dow standen die Aktien von Boeing und Apple im Blick. Die Boeing-Papiere erholten sich an der Index-Spitze mit plus 1,1 Prozent von ihren jüngsten Verlusten. Der Flugzeugbauer, der wegen des Unglücksfliegers 737 Max unter Druck geraten war, hat allerdings nach wie vor mit negativen Nachrichten zu kämpfen. So streicht die größte US-Fluggesellschaft American Airlines weitere Boeing-Flüge und zudem musste ein Dreamliner-Jet wegen Rauchentwicklung außerplanmäßig auf einer Pazifik-Insel notlanden.

Anleger des iPhone-Herstellers Apple warten aktuell gespannt auf Aussagen von einem Pressetermin in Cupertino. Vermutet wird, dass der Technologiegigant in Zeiten stockender iPhone-Absätze als neue Erlösquellen einen eigenen Video-Streamingdienst und neue Abo-Angebote vorstellen wird. Derweil ging es allerdings für die Anteile von Apple um 1,5 Prozent abwärts, womit sie zu den schwächsten Werten im Dow zählten. Seit ihrer Talfahrt im vierten Quartal 2018 haben sie sich jedoch schon um mehr als ein Fünftel erholt.

Nach dem jüngsten Kursrutsch wegen einer gefloppten Studie mit einem Alzheimer-Mittel versucht der Pharmakonzern Biogen seine Anleger nun mit Aktienrückkäufen versöhnlich zu stimmen. Das half aktuell aber nur mäßig. Die Titel, die an den vergangenen zwei Handelstagen um fast ein Drittel eingebrochen waren, stiegen nun um gerade einmal 0,3 Prozent.

Um ein sattes Drittel nach oben ging es nach Übernahmespekulationen indes für die Aktien von Avaya . Wie es in einem Medienbericht unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen hieß, prüft der Anbieter von Kommunikationssoftware-Lösungen derzeit die Offerte eines nicht näher genannten Finanzinvestors, die bei mehr als 20 Dollar je Aktie liegen soll. Am Freitag allerdings waren die Papiere des Anfang 2018 an die Börse gegangenen Unternehmens noch unter 13 Dollar auf ein Rekordtief gerutscht./ck/he

25.03.2019

Aktien New York: Schwelende Konjunkturängste sorgen für weitere Verluste im Dow

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben zu Wochenbeginn ihre herben Verluste vom Freitag leicht ausgeweitet. Die vor den Wochenende neu aufgeflammten Konjunktursorgen drückten weiter auf die Stimmung. Der Dow Jones Industrial fiel zum Wochenstart im frühen Handel um 0,34 Prozent auf 25 416,27 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,35 Prozent auf 2790,98 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,55 Prozent auf 7285,77 Zähler ein.

Der im März überraschend gestiegene deutsche Ifo-Geschäftsklima-Index hatte auf die wichtigsten Börsen der Vereinigten Staaten keinen sichtbaren Einfluss. Aus den USA selbst gab es keine wichtigen Wirtschaftsdaten./ck/mis

25.03.2019

Aktien Frankfurt: Konjunktursorgen bremsen weiter - Ifo-Index hilft Dax nicht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die weltweiten Konjunktursorgen haben den Dax weiter im Griff. Dagegen konnten am Montag auch überraschend gute deutsche Konjunkturdaten wenig ausrichten.

Nach einem verhaltenen Start gab auch das Ifo-Geschäftsklima dem heimischen Leitindex keinen dauerhaft positiven Impuls. Zuletzt notierte er 0,04 Prozent höher bei 11 368,21 Punkten. Zuvor hatte der Dax drei Tage in Folge nachgegeben. Für den Index der mittelgroßen Konzerne MDax ging es zu Wochenbeginn um 0,17 Prozent auf 24 669,40 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,07 Prozent auf 3308,01 Zähler.

Seitdem die US-Notenbank Fed am Mittwoch angekündigt habe, die Zinsen im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr zu erhöhen, mache die Angst vor einer Rezession die Runde, schrieb Analyst Christian Henke vom Broker IG. Die Experten der Schweizer Bank Credit Suisse betonten die schwachen Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA vom Freitag - vor allem erstere hätten den Anlegern auf den Magen geschlagen.

Dagegen sei das im März überraschend gestiegene Ifo-Geschäftsklima "ein Hoffnungsschimmer, dass die deutsche Konjunktur nach einem schwachen zweiten Halbjahr 2018 nun langsam wieder Fuß fasst", schrieb Analyst Bernd Krampen von der NordLB. Zuvor war der Stimmungsindex sechs Monate in Folge gesunken. "Dennoch schweben über dem Land das Damoklesschwert eines Zollstreits mit den USA und der Brexit", schob der Experte zu viel Euphorie einen Riegel vor.

Derweil senkten die Anlagestrategen der UBS nach der starken Kurserholung seit den Tiefs im Dezember den Aktienanteil in ihrem Modellportfolio und raten zu Gewinnmitnahmen. Globale Aktien hätten in US-Dollar gerechnet bereits fast wieder ihren Höchststand erreicht, schrieben die Experten um Jon Gordon in einer aktuellen Studie.

Damit seien mögliche Triebfedern wie ein weltweiter Wirtschaftsaufschwung und eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA bereits größtenteils vorweg genommen worden. Obendrein habe die US-Notenbank zwar mit einer moderateren Zinspolitik überrascht, der Markt preise aber sogar eine Leitzinssenkung ein, heißt es weiter.

Unternehmensnachrichten waren dünn gesät. Im MDax entwickelten sich die Aktien von Scout24 mit einem knappen Plus etwas überdurchschnittlich. Der Betreiber von Online-Portalen, der vor einer möglichen Übernahme durch die Finanzinvestoren Blackstone und Hellman & Friedman steht, legte detaillierte Jahreszahlen vor und will nach einem Gewinnplus eine höhere Dividende ausschütten. Dass der Unternehmenschef Interesse am Kleinanzeigengeschäft von Ebay äußerte, gab dem Kurs kaum Impulse. Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin "Capital" bereits über ein Kaufinteresse des Medienkonzerns Axel Springer berichtet.

Bei Vossloh konnten sich die Anleger über ein Kursplus von fast zwei Prozent und einen der vorderen Plätze im Nebenwerte-Index-SDax freuen. Laut Händlern profitierten die Titel des Bahninfrastrukturkonzerns von einem Bericht in der "Bild am Sonntag". Diesem zufolge will die Bundesregierung in der kommenden Dekade rund 50 Milliarden Euro in die Modernisierung des Schienennetzes investieren.

Für deutlichere Kursausschläge sorgten indes einige Analystenkommentare. Bayer-Aktien sackten am Dax-Ende um weitere gut zweieinhalb Prozent auf 57,75 Euro ab und erreichten damit den tiefsten Stand seit dem Jahr 2012. Die US-Investmentbank Merrill Lynch strich nach einer Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup ihre Kaufempfehlung für die Titel des Pharma- und Agrarchemiekonzerns. Zuletzt hatten sich schon etliche Analysten wegen des jüngsten Roundup-Urteils negativ zu Bayer geäußert.

Wacker Chemie war mit fast dreieinhalb Prozent Minus einer der größten Verlierer im MDax. Die britische Investmentbank HSBC rät nicht mehr zum Kauf der Aktie. Die chinesische Billigkonkurrenz beim Solarindustrierohstoff Polysilizium mache dem Spezialchemiekonzern weiter zu schaffen, hieß es zur Begründung.

Derweil zählte FMC mit einem Kursanstieg um über anderthalb Prozent zu den Favoriten der Anleger im Dax. Die Anteilsscheine des Dialysespezialisten profitierten von einer Kaufempfehlung der Commerzbank. Analyst Oliver Metzger begründete die Hochstufung damit, dass die verbesserte Geschäftsdynamik und die guten Aussichten noch nicht ausreichend eingepreist seien.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,07 Prozent am Freitag auf minus 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 142,82 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,07Prozent auf 165,54 Punkte.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,1316 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1302 (Donnerstag: 1,1387) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8848 (0,8782) Euro gekostet./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

25.03.2019

Aktien New York Ausblick: Stabilisierung nach verlustreichem Freitag

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street dürfte sich der Dow Jones Industrial am Montag nach den herben Freitagsverlusten zunächst stabilisieren. Ungefähr eine Dreiviertelstunde vor Handelseröffnung taxierte der Broker IG den New Yorker Leitindex knappe 0,03 Prozent höher bei 25 510 Punkten. Am Freitag war er wegen neu aufgeflammter Konjunktursorgen um 1,8 Prozent auf ein Tief seit zwei Wochen gefallen.

Zuvor hatten sich auch schon die Börsen in Europa auf einen vorsichtigen Stabilisierungskurs begeben. Mit einem im März überraschend gestiegenen Ifo-Geschäftsklima hatten positive Konjunkturdaten aus Deutschland dort etwas den Druck vom Markt genommen, den schwache Wirtschaftssignale noch vor dem Wochenende erzeugt hatten. Da hatten sich Rezessionsängste unter den Anlegern breit gemacht.

Nach dem jüngsten Kursrutsch wegen einer gefloppten Studie mit einem Alzheimer-Mittel versucht der Pharmakonzern Biogen seine Anleger nun mit Aktienrückkäufen versöhnlich zu stimmen. Die Titel waren an den vergangenen beiden Handelstagen um fast ein Drittel eingebrochen, nun ging es vorbörslich um 1,7 Prozent nach oben. Bis zu 5 Milliarden Dollar sollen an die Aktionäre fließen.

Für die Aktien von Boeing ging es vorbörslich um 0,8 Prozent nach oben, obwohl der Druck bei dem Flugzeugbauer wegen der Krise mit dem Unglücksflieger 737 Max nicht abreißt. Die größte US-Fluggesellschaft American Airlines streicht wegen der Boeing-Krise weitere Flüge. Derweil musste ein Dreamliner-Jet wegen Rauchentwicklung außerplanmäßig auf einer Pazifik-Insel notlanden.

Apple -Anleger blicken am Montag gespannt nach Cupertino, wo zu einem Pressetermin geladen wurde. Vermutet wird, dass der Technologiegigant in Zeiten stockender iPhone-Absätze als neue Erlösquellen einen eigenen Video-Streamingdienst und neue Abo-Angebote vorstellen wird. Die Aktien legten vorbörslich 0,6 Prozent zu. In diesem Jahr haben sie sich schon um mehr als ein Fünftel von ihrer Talfahrt im vierten Quartal.

Die Aktie des Anbieters von Kommunikations-Softwarelösungen Avaya wird derweil vorbörslich von Übernahmespekulationen um 30 Prozent nach oben getrieben. Wie es in einem Medienbericht unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen hieß, prüfe das Unternehmen derzeit die Offerte eines nicht näher genannten Finanzinvestors, die bei mehr als 20 Dollar je Aktie liegen soll. Am Freitag hatten die Papiere bei 13,21 Dollar geschlossen./tih/mis

25.03.2019

Aktien Frankfurt: Konjunktursorgen belasten weiter - Ifo-Index hilft Dax kaum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die weltweiten Konjunktursorgen haben den Dax weiter im Griff. Dagegen konnten am Montag auch überraschend gute deutsche Konjunkturdaten wenig ausrichten. Der Dax hielt sich aber immerhin deutlich besser als die wichtigen Aktienindizes in den USA und insbesondere in Asien.

Nach einem verhaltenen Start verhalf das vom Ifo-Institut veröffentlichte Geschäftsklima dem heimischen Leitindex knapp in positives Terrain. Gegen Mittag notierte er wieder 0,03 Prozent tiefer bei 11 360,20 Punkten. Zuvor hatte der Dax drei Tage in Folge nachgegeben. Für den Index der mittelgroßen Konzerne MDax ging es zu Wochenbeginn um 0,20 Prozent auf 24 662,45 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit einem Plus von 0,01 Prozent bei 3306,03 Zählern auf der Stelle.

Seitdem die US-Notenbank Fed am Mittwoch angekündigt habe, die Zinsen im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr zu erhöhen, mache die Angst vor einer Rezession die Runde, schrieb Analyst Christian Henke vom Broker IG. Die Experten der Schweizer Bank Credit Suisse betonten die schwachen Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA vom Freitag - vor allem erstere hätten den Anlegern auf den Magen geschlagen.

Dagegen sei das im März überraschend gestiegene Ifo-Geschäftsklima "ein Hoffnungsschimmer, dass die deutsche Konjunktur nach einem schwachen zweiten Halbjahr 2018 nun langsam wieder Fuß fasst", schrieb Analyst Bernd Krampen von der NordLB. Zuvor war der Stimmungsindex sechs Monate in Folge gesunken. "Dennoch schweben über dem Land das Damoklesschwert eines Zollstreits mit der USA und der Brexit", schob der Experte zu viel Euphorie einen Riegel vor.

Derweil senkten die Anlagestrategen der UBS nach der starken Kurserholung seit den Tiefs im Dezember den Aktienanteil in ihrem Modellportfolio und raten zu Gewinnmitnahmen. Globale Aktien hätten in US-Dollar gerechnet bereits fast wieder ihren Höchststand erreicht, schrieben die Experten um Jon Gordon in einer aktuellen Studie.

Damit seien mögliche Triebfedern wie ein weltweiter Wirtschaftsaufschwung und eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA bereits größtenteils vorweg genommen worden. Obendrein habe die US-Notenbank zwar mit einer moderateren Zinspolitik überrascht, der Markt preise aber sogar eine Leitzinssenkung ein, heißt es weiter.

Unternehmensnachrichten waren dünn gesät. Im MDax entwickelten sich die Aktien von Scout24 mit einem minimalen Plus etwas überdurchschnittlich. Der Betreiber von Online-Portalen, der vor einer möglichen Übernahme durch die Finanzinvestoren Blackstone und Hellman & Friedman steht, legte detaillierte Jahreszahlen vor und will nach einem Gewinnplus eine höhere Dividende ausschütten. Dass der Unternehmenschef Interesse am Kleinanzeigengeschäft von Ebay äußerte, gab dem Kurs kaum Impulse. Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin "Capital" bereits über ein Kaufinteresse des Medienkonzerns Axel Springer berichtet.

Bei Vossloh konnten sich die Anleger über ein Kursplus von knapp einem Prozent und einen der vorderen Plätze im Nebenwerte-Index-SDax freuen. Laut Händlern profitierten die Titel des Bahninfrastrukturkonzerns von einem Bericht in der "Bild am Sonntag". Diesem zufolge will die Bundesregierung in der kommenden Dekade rund 50 Milliarden Euro in die Modernisierung des Schienennetzes investieren.

Für deutlichere Kursausschläge sorgten indes einige Analystenkommentare. Bayer-Aktien sackten am Dax-Ende um weitere fast zwei Prozent auf 58,20 Euro ab und erreichten damit den tiefsten Stand seit dem Jahr 2012. Die US-Investmentbank Merrill Lynch strich nach einer Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup ihre Kaufempfehlung für die Titel des Pharma- und Agrarchemiekonzerns. Zuletzt hatten sich schon etliche Analysten wegen des jüngsten Roundup-Urteils negativ zu Bayer geäußert.

Wacker Chemie war mit über zwei Prozent Minus einer der größten Verlierer im MDax. Die britische Investmentbank HSBC rät nicht mehr zum Kauf der Aktie. Die chinesische Billigkonkurrenz beim Solarindustrierohstoff Polysilizium mache dem Spezialchemiekonzern weiter zu schaffen, hieß es zur Begründung.

Derweil führte FMC mit einem Kursanstieg um über zwei Prozent die Gewinnerliste im Dax an. Die Anteilsscheine des Dialysespezialisten profitierten von einer Kaufempfehlung der Commerzbank. Analyst Oliver Metzger begründete die Hochstufung damit, dass die verbesserte Geschäftsdynamik und die guten Aussichten noch nicht ausreichend eingepreist seien./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

25.03.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Konjunktursorgen belasten weiter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die weltweiten Konjunktursorgen lasten weiter auf dem Dax . Allerdings hielten sich die Verluste noch in Grenzen - am Montag gab der deutsche Leitindex in der ersten Handelsstunde um 0,17 Prozent auf 11 344,98 Punkte nach.

Damit folgte er gleichwohl dem schwachen Trend in den USA und vor allem in Asien - es droht der vierte Verlusttag in Folge. Für den Index der mittelgroßen Konzerne MDax ging es am Morgen um 0,68 Prozent auf 24 544,27 Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,37 Prozent auf 3293,38 Punkte.

Seitdem die US-Notenbank Fed am Mittwoch angekündigt habe, die Zinsen im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr zu erhöhen, mache die Angst vor einer Rezession die Runde, schrieb Analyst Christian Henke vom Broker IG. Entsprechend interessant sei der in Kürze anstehende Ifo-Geschäftsklimaindex. Die Experten der Schweizer Bank Credit Suisse betonten die schwachen Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA vom Freitag - vor allem erstere hätten den Anlegern auf den Magen geschlagen.

Derweil senkten die Anlagestrategen der UBS nach der starken Kurserholung seit den Tiefs im Dezember den Aktienanteil in ihrem Modellportfolio und raten zu Gewinnmitnahmen. Globale Aktien hätten in US-Dollar gerechnet bereits fast wieder ihren Höchststand erreicht, schrieben die Experten um Jon Gordon in einer aktuellen Studie.

Damit seien mögliche Triebfedern wie ein weltweiter Wirtschaftsaufschwung und eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA bereits größtenteils vorweg genommen worden. Obendrein habe die US-Notenbank zwar mit einer moderateren Zinspolitik überrascht, der Markt preise aber sogar eine Leitzinssenkung ein, heißt es weiter.

Unternehmensnachrichten waren zunächst dünn gesät. Im MDax entwickelten sich die Aktien von Scout24 mit einem knappen Plus etwas überdurchschnittlich. Der Betreiber von Online-Portalen, der vor einer möglichen Übernahme durch die Finanzinvestoren Blackstone und Hellman & Friedman steht, legte detaillierte Jahreszahlen vor und will nach einem Gewinnplus eine höhere Dividende an seine Anteilseigner ausschütten.

Bei Vossloh konnten sich die Anleger bei einem geringen Handelsvolumen über ein Kursplus von knapp einem Prozent und einen der vorderen Plätze im Nebenwerte-Index-SDax freuen. Händlern zufolge profitierten die Titel des Bahninfrastrukturkonzerns von einem Bericht in der "Bild am Sonntag". Diesem zufolge will die Bundesregierung in der kommenden Dekade rund 50 Milliarden Euro in die Modernisierung des Schienennetzes der Bahn investieren.

Für deutlichere Kursausschläge sorgten indes einige Analystenkommentare. Bayer-Aktien sackten am Dax-Ende um weitere fast drei Prozent auf 57,69 Euro ab und erreichten damit den tiefsten Stand seit dem Jahr 2012. Die US-Investmentbank Merrill Lynch strich nach einer Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup ihre Kaufempfehlung für die Titel des Pharma- und Agrarchemiekonzerns. Zuletzt hatten sich schon etliche Analysten wegen des jüngsten Roundup-Urteils negativ zu Bayer geäußert.

Wacker Chemie war mit gut zweieinhalb Prozent Minus Schlusslicht im MDax. Die britische Investmentbank HSBC rät nicht mehr zum Kauf der Aktie. Die chinesische Billigkonkurrenz beim Solarindustrierohstoff Polysilizium mache dem Spezialchemiekonzern weiter zu schaffen, hieß es zur Begründung.

Derweil führte FMC mit einem Kursanstieg um mehr als zweieinhalb Prozent die Gewinnerliste im Dax an. Die Anteilsscheine des Dialysespezialisten profitierten von einer Kaufempfehlung der Commerzbank./gl/mis

25.03.2019

ANALYSE: UBS-Strategen raten am Aktienmarkt zu Gewinnmitnahmen

LONDON (dpa-AFX) - Nach der starken Kurserholung seit den Tiefs im Dezember haben die Anlagestrategen der UBS den Aktienanteil in ihrem Modellportfolio gesenkt und zu Gewinnmitnahmen geraten. Globale Aktien hätten in US-Dollar gerechnet bereits fast wieder ihren Höchststand erreicht, schrieben die Experten um Jon Gordon in einer am Montag vorliegenden Studie.

Damit seien mögliche Triebfedern wie ein weltweiter Wirtschaftsaufschwung und eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den den USA bereits größtenteils vorweg genommen worden.

Obendrein habe die US-Notenbank zwar mit einer moderateren Zinspolitik überrascht, der Markt preise aber sogar eine Leitzinssenkung ein./ag/mis

25.03.2019

ROUNDUP 2/Theresa May: Vorerst keine erneute Abstimmung über Brexit-Deal

(neu: Reaktion der EU-Kommission)

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Premierministerin Theresa May will das Parlament vorerst nicht erneut über das Vertragspaket zum EU-Austritt ihres Landes abstimmen lassen. Das sagte May am Montag im Unterhaus in London. Zwei Mal ist May dort mit dem Deal schon gescheitert. Eine weitere Niederlage zeichnete sich ab. "Nach jetzigem Stand gibt es noch immer keine ausreichende Unterstützung im Unterhaus, um das Abkommen für eine dritte Abstimmung vorzulegen", sagte May.

Zuvor war spekuliert worden, das Parlament könnte bereits an diesem Dienstag erneut über den Deal abstimmen. Sie arbeite aber daran, eine Abstimmung noch in dieser Woche zu ermöglichen, fuhr May fort.

Ursprünglich sollte Großbritannien die EU am 29. März verlassen. Die EU bot London in der vergangenen Woche eine Verschiebung des Brexits bis zum 22. Mai an. Bedingung dafür ist allerdings, dass das Unterhaus in dieser Woche dem Austrittsvertrag zustimmt. Andernfalls gilt die Verlängerung nur bis zum 12. April. In dem Fall soll London vor diesem Termin sagen, wie es weitergehen soll.

Die EU-Kommission wollte sich am Abend nicht zu Mays Ankündigungen äußern. Eine Sprecherin verwies lediglich darauf, dass nur noch bis Freitag Zeit sei, die Abstimmung zu organisieren. Wenn dies nicht geschehe, müsse Großbritannien bis zum 12. April eine überzeugende Alternative präsentieren - oder dann ohne Abkommen aus der EU austreten.

In London schien es möglich, dass das Parlament die Kontrolle zumindest zeitweise an sich reißt und bereits am Mittwoch eine Abstimmung über Alternativen zum Brexit-Deal anberaumt. Als Optionen wurden eine engere Anbindung an die EU oder auch ein zweites Referendum gehandelt. Über einen entsprechenden Antrag einer überparteilichen Gruppe von Abgeordneten sollte am späten Montagabend abgestimmt werden.

May kündigte an, die Initiative vorerst nicht zu unterstützen. Sie stellte aber in Aussicht, Zeit im Parlamentskalender dafür einzuräumen, sollte ihr Deal später in dieser Woche scheitern. Die Regierung sei aber nicht gebunden, sollten sich die Abgeordneten auf eine Alternative zum Brexit-Abkommen festlegen, stellte May klar. Die automatische Folge einer Ablehnung ihres Deals sei immer noch ein Austreten ohne Abkommen. Zugleich beschwichtigte sie aber: "Ein No Deal wird nicht passieren, solange das Unterhaus dem nicht zustimmt."

Die Regierung in London will sich noch diese Woche vom Parlament den Segen für eine Rechtsverordnung geben lassen, mit der das bisherige Austrittsdatum 29. März auch im nationalen Recht verschoben werden soll. Sollte die Verordnung nicht gebilligt werden, entstehe zwar Verwirrung und schädigende Unsicherheit, an der Verschiebung des Brexit-Datums ändere sich aber nichts, sagte May.

Britische Medien hatten am Wochenende berichtet, May könnte von ihrem Kabinett zu einem baldigen Rücktritt gezwungen werden. Am Montagmorgen traf sich die Premierministerin mit ihrem Kabinett zu einer Sondersitzung.

Unterstützung erhielt May vor der Sondersitzung von Handelsminister Liam Fox. Die Premierministerin genieße den Respekt der Bevölkerung, die es überrasche, wie May mit all dem Druck umgehe, sagte Fox am Morgen dem Radiosender BBC Radio 4. Er höre häufig von Wählern, dass die Regierungschefin eine großartige Staatsdienerin mit einer beeindruckenden Widerstandsfähigkeit sei. Er vermutete, dass die Aussicht auf eine womöglich nötige Beteiligung an der Europawahl Ende Mai im Fall eines längeren Brexit-Aufschubs viele Abgeordnete davon überzeugen könnte, das Brexit-Abkommen doch noch zu unterstützen.

Die EU treibt unterdessen die Vorbereitungen auf einen chaotischen Brexit weiter voran. Die EU-Kommission veröffentlichte am Montag dazu neues Informationsmaterial für Bürger. Darin ist beispielsweise beschrieben, was im Fall der Fälle bei Reisen ins Vereinigte Königreich beachtet werden muss. Es werde immer wahrscheinlicher, dass es zu einem Brexit ohne Austrittsabkommen komme, sagte eine hohe EU-Beamtin am Montag zu den Vorbereitungen.

Für Großbritannien-Reisen wird in dem Informationsmaterial darauf hingewiesen, dass die Europäische Krankenversicherungskarte nicht mehr gelten würde und dass wieder Zusatzkosten für die Handynutzung anfallen könnten. Zudem müssten EU-Bürger bei der Rückreise mit Zollkontrollen rechnen. Ein Visum soll jedoch nach derzeitigem Stand nur für Aufenthalte nötig werden, die länger als drei Monate dauern.

Sollte Großbritannien tatsächlich ohne Austrittsvertrag aus der EU ausscheiden, wird mit dramatischen Folgen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche gerechnet. Millionen EU-Bürger in Großbritannien und Briten in der EU würden in große Unsicherheit gestürzt./cmy/DP/he

25.03.2019

Unterhaus debattiert über weitere Schritte im Brexit-Prozess

LONDON (dpa-AFX) - Das britische Parlament hat mit der Debatte über die weiteren Schritte beim geplanten EU-Austritt des Landes begonnen. Mit den Abstimmungen wird am späten Montagabend gegen 23 Uhr (MEZ) gerechnet. Parlamentspräsident John Bercow wählte drei Änderungsanträge zur Beschlussvorlage der Regierung aus.

Die besten Chancen werden einem überparteilichen Antrag (a) zugerechnet, der bereits an diesem Mittwoch Abstimmungen über Alternativen zum Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May erzwingen soll. Sollte dieser Antrag angenommen werden, würde das Parlament teilweise die Kontrolle über den Brexit-Prozess übernehmen.

May hatte zuvor eingestanden, dass sich noch immer keine Mehrheit für ihren Deal abzeichnet. Sie hofft trotzdem, das Vertragspaket noch in dieser Woche erneut zur Abstimmung stellen zu können. Sollte sich das Parlament für eine Alternative zu ihrem Deal aussprechen, fühle sich die Regierung aber nicht dadurch gebunden, machte May deutlich.

Auch über einen Antrag von Labour-Chef Jeremy Corbyn (d) sollen die Parlamentarier am Abend entscheiden. Auch Corbyns Antrag sieht Abstimmungen über Alternativen zum Brexit-Deal vor.

Dem Antrag (f) der Labour-Abgeordneten Margaret Beckett zufolge soll das Parlament in einer Sondersitzung befragt werden, ob es einen Brexit ohne Abkommen oder eine erneute Verlängerung der Austrittsfrist bevorzugt, sollte das Land auf einen No-Deal-Brexit zusteuern./cmy/DP/stw

25.03.2019

Macron für Partnerschaft zwischen Europa und China

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich für eine Partnerschaft zwischen Europa und China ausgesprochen, die auf klaren Prinzipien beruht. Es gehe dabei unter anderem um einen "starken Multilateralismus", sagte Macron am Montag in Paris nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping.

Macron verfolgt in den Beziehungen zu der riesigen Wirtschaftsmacht einen europäischen Ansatz. Er setzt sich damit ab von der italienischen Regierung, die sich trotz Bedenken von EU-Partnern dem chinesischen Milliardenprojekt einer "Neuen Seidenstraße" angeschlossen hat.

Macron sagte, er habe mit Xi auch die Frage der Grundrechte in China angesprochen. Es gebe dazu Besorgnisse, sagte Macron, ohne dabei ins Detail zu gehen. Xi macht bei seiner Europareise in Frankreich Station, nachdem er vorher Italien und Monaco besucht hatte./cb/DP/stw

25.03.2019

ROUNDUP: Demokraten stellen 'Entlastung' Trumps durch Mueller-Bericht in Frage

WASHINGTON (dpa-AFX) - Führende Demokraten im US-Kongress sind nicht davon überzeugt, dass die Untersuchungen des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller Präsident Donald Trump entlastet haben. Die Vorsitzenden von drei Ausschüssen im Abgeordnetenhaus forderten US-Justizminister William Barr am Montag dazu auf, unverzüglich dem Justizausschuss Rede und Antwort zu stehen.

Trump hatte sich selber als vollständig entlastet bezeichnet, nachdem Barr am Sonntag eine vierseitige Zusammenfassung des vertraulichen Berichts Muellers an den Kongress übermittelt hatte. Die Demokraten forderten Barr auf, den vollständigen Bericht zu veröffentlichen.

Mueller sollte klären, ob es im Wahlkampf 2016 Absprachen von Trumps Wahlkampfteam mit Russland gegeben hatte. Dazu kamen Ermittlungen wie die Frage, ob die Arbeit der Justiz behindert wurde.

Barrs Zusammenfassung zufolge kam Mueller in seinem Bericht zu dem Ergebnis, dass es keine Beweise für geheime Absprachen des Wahlkampflagers von Trump und Vertretern Russlands gab. Im zweiten Teil seiner fast zweijährigen Untersuchung kam Mueller dagegen zu keinem abschließenden Urteil. In der Frage, ob Trump mit der Entlassung des FBI-Chefs James Comey die Justiz behindert habe, traf der Sonderermittler demnach keine Festlegung, sondern legte Indizien für beide Ansichten vor.

Im Unterschied zu Mueller legte Barr sich in diesem Punkt fest. Er teilte mit, er habe auf der Grundlage der Ergebnisse von Muellers Ermittlungen zu einer möglichen Behinderung der Justiz mit seinem Stellvertreter Rod Rosenstein beraten. Gemeinsam seien sie zu dem Schluss gekommen, dass die Beweise nicht ausreichend seien, um Trump in diesem Punkt eine Straftat nachzuweisen.

Trump sprach am Sonntag von einer "vollständigen und totalen Entlastung". Vor seinem Rückflug aus Palm Beach in Florida nach Washington bezeichnete er zudem die nun abgeschlossenen Ermittlungen als "illegal" und forderte eine Überprüfung seiner Kritiker. Am Montag sagte er im Weißen Haus mit Blick auf die Initiatoren der Untersuchungen: "Wir haben etwas durchgemacht, es sind schlimme Dinge passiert und diese Leute wird man sich sicher ansehen."

Trump sagte, es obliege Barr, ob er den Mueller-Bericht veröffentlichen werde. "Es würde mich überhaupt nicht stören." Trump fügte mit Blick auf die Untersuchungen zu: "Sie haben lange gedauert, wir sind froh, dass sie vorbei sind." Der Ausgang sei "zu 100 Prozent" so, wie er sein sollte.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte dem Sender NBC: "Die Demokraten und die liberalen Medien schulden dem Präsidenten und dem amerikanischen Volk eine Entschuldigung." Dem Sender Fox News sagte Sanders, durch die Ermittlungen seien "25 Millionen Dollar Steuergelder" verschwendet worden - obwohl sie am Ende nur das bestätigt hätten, was Trump immer gesagt habe. Trumps Beraterin Kellyanne Conway sieht Trumps Chancen auf eine Wiederwahl im kommenden Jahr durch die Ermittlungsergebnisse bestätigt. Sie sprach auf Twitter von einem "Geschenk für die Wahl 2020".

Mueller hatte seinen Bericht am Freitag an den Justizminister übergeben und seine Untersuchungen zur Russland-Affäre um Trump damit nach fast zwei Jahren abgeschlossen. Die Demokraten kritisieren Barr vor allem dafür, dass er sich in der Frage der Justizbehinderung festgelegt hat, obwohl Mueller das ausdrücklich nicht tat. Barr zitiert in seiner Zusammenfassung folgenden Satz von Mueller: "Obwohl dieser Bericht nicht zu dem Schluss kommt, dass der Präsident ein Verbrechen begangen hat, entlastet er ihn auch nicht."

In der gemeinsamen Mitteilung der drei demokratischen Ausschussvorsitzenden hieß es, es sei inakzeptabel, dass Mueller 22 Monate ermittelt habe, um Beweise aufzudecken, und Barr seinen Beschluss in weniger als 48 Stunden gefällt habe. Die Demokraten stellten erneut Barrs Neutralität in Frage.

Trump sagte am Sonntag, die Vorwürfe zu geheimen Absprachen mit Vertretern Russlands seien "das Lächerlichste, was ich je gehört habe". Er fügte hinzu: "Es ist eine Schande, dass unser Land das durchmachen musste. Um ehrlich zu sein, es ist eine Schande, dass Ihr Präsident das durchmachen musste." Er bezeichnete die Untersuchungen als einen erfolglosen Versuch, ihn illegal aus dem Amt zu drängen.

Trump war Muellers Untersuchung stets ein gewaltiger Dorn im Auge. Immer wieder hatte er sie als "Hexenjagd" bezeichnet.

Mueller ist laut Barrs Zusammenfassung zu der Einschätzung gelangt, dass es mehrere Angebote von Personen mit Verbindungen nach Russland gegeben habe, Trumps Wahlkampflager zu helfen. Der Sonderermittler habe aber keine Hinweise darauf gefunden, dass es im Zusammenhang mit den mutmaßlich russischen Hackerangriffen auf Computer der Demokraten und der anschließenden Veröffentlichung von E-Mails geheime Absprachen des Trump-Lagers mit der russischen Regierung gegeben habe. Zu demselben Schluss kommt Mueller demnach auch mit Blick auf mutmaßliche Versuche einer russischen Organisation, im Wahlkampf gezielt falsche Informationen zu verbreiten.

Russland sieht sich durch die Untersuchung dennoch entlastet. Die Zusammenfassung des Mueller-Berichts bringe nichts Neues - außer dem Eingeständnis, dass es keine Absprachen gegeben habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Zwar kenne auch Russland keine Details des Berichts. Doch fehle weiter jede Grundlage dafür, Russland der Einmischung im US-Wahlkampf zu beschuldigen, betonte Peskow. Grundlegende Position Moskaus sei es, sich nicht in innere Angelegenheiten anderer Länder einzumischen.

Mueller übte sein Amt seit Mai 2017 aus. Seine Arbeit hat zu mehr als 30 Anklagen geführt, darunter wegen verschiedener Vorwürfe gegen sechs Personen aus Trumps Umfeld. Muellers Team erwirkte nach Barrs Angaben fast 500 Durchsuchungsbeschlüsse, stellte 13 Anfragen an ausländische Regierungen und befragte rund 500 Zeugen, darunter Trumps ehemalige Kommunikationschefin Hope Hicks. Den Präsidenten befragte Mueller allerdings nicht persönlich. Trump beantwortete die Fragen des Sonderermittlers schriftlich./hma/cy/DP/stw

25.03.2019

Trump will nach Mueller-Untersuchung Gegenschlag

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident hat nach dem für ihn vorteilhaften Ende der Russland-Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller einen Gegenschlag angekündigt. "Wir haben etwas durchgemacht, es sind schlimme Dinge passiert und diese Leute wird man sich sicher ansehen", sagte Trump am Montag in Washington mit Blick auf die Initiatoren der Untersuchungen. "Sie haben den Kongress angelogen", betonte er.

Trump sprach von bösartigen und sogar "verräterischen" Dingen, ohne jedoch konkreter zu werden. Die Untersuchung habe auf einer "lügenhaften Darstellung" basiert. "Wir können das niemals einem weiteren Präsidenten noch einmal antun lassen", sagte Trump.

Der von Trump eingesetzte Justizminister William Barr hatte am Sonntag eine vierseitige Zusammenfassung der fast zwei Jahre dauernden Ermittlungen veröffentlicht. Darin kommt Barr zu dem Schluss, dass Sonderermittler Robert Mueller keine Beweise gefunden habe, die eine Zusammenarbeit des Trump-Lagers mit Russland während des Wahlkampfes 2016 belegen.

Bei der Beurteilung, ob Trump sich der Justiz-Beeinflussung schuldig gemacht habe, legte sich Mueller ausdrücklich nicht fest. Trump selbst sprach dennoch von einer "totalen Entlastung", nachdem sein Justizminister eine Weiterverfolgung für nicht notwendig erachtet hatte. Eine Veröffentlichung weiterer Teile des Mueller-Reports über die vierseitige Zusammenfassung hinaus stehe er offen gegenüber. "Es ist die Entscheidung des Justizministers, aber es würden mich überhaupt nicht stören."/dm/DP/stw

25.03.2019

ROUNDUP/Theresa May: Vorerst keine erneute Abstimmung über Brexit-Deal

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Premierministerin Theresa May will das Unterhaus vorerst nicht erneut über das Vertragspaket zum EU-Austritt ihres Landes abstimmen lassen. Das sagte May am Montag im Parlament in London. Zwei Mal war May mit dem Deal im Parlament bereits gescheitert. Eine weitere Niederlage zeichnete sich ab. "Nach jetzigem Stand gibt es noch immer keine ausreichende Unterstützung im Unterhaus, um das Abkommen für eine dritte Abstimmung vorzulegen", sagte May.

Zuvor war spekuliert worden, das Parlament könnte bereits an diesem Dienstag erneut über den Deal abstimmen. Sie arbeite aber daran, eine Abstimmung noch in dieser Woche zu ermöglichen, fuhr May fort.

Es schien möglich, dass das Parlament die Kontrolle zumindest zeitweise an sich reißt und bereits am Mittwoch eine Abstimmung über Alternativen zum Brexit-Deal anberaumt. Als Optionen wurden eine engere Anbindung an die EU oder auch ein zweites Referendum gehandelt. Über einen entsprechenden Antrag einer überparteilichen Gruppe von Abgeordneten sollte noch am Montagabend abgestimmt werden.

May kündigte an, die Initiative vorerst nicht zu unterstützen. Sie stellte aber in Aussicht, Zeit im Parlamentskalender dafür einzuräumen, sollte ihr Deal später in dieser Woche scheitern. Die Regierung sei aber nicht gebunden, sollten sich die Abgeordneten auf eine Alternative zum Brexit-Abkommen festlegen, stellte May klar. Die automatische Folge einer Ablehnung ihres Deals sei immer noch ein Austreten ohne Abkommen. Zugleich beschwichtigte sie aber: "Ein No Deal wird nicht passieren, solange das Unterhaus dem nicht zustimmt."

Ursprünglich sollte Großbritannien die EU am 29. März verlassen. Die EU bot London in der vergangenen Woche eine Verschiebung des Brexits bis zum 22. Mai an. Bedingung dafür ist allerdings, dass das Unterhaus in dieser Woche dem Austrittsvertrag zustimmt. Andernfalls gilt die Verlängerung nur bis zum 12. April. In dem Fall soll London vor diesem Termin sagen, wie es weitergehen soll.

Die Regierung in London will sich noch diese Woche vom Parlament den Segen für eine Rechtsverordnung geben lassen, mit der das bisherige Austrittsdatum 29. März auch im nationalen Recht verschoben werden soll. Sollte die Verordnung nicht gebilligt werden, entstehe zwar Verwirrung und schädigende Unsicherheit, an der Verschiebung des Brexit-Datums ändere sich aber nichts, sagte May.

Britische Medien hatten am Wochenende berichtet, May könnte von ihrem Kabinett zu einem baldigen Rücktritt gezwungen werden. Am Montagmorgen traf sich die Premierministerin mit ihrem Kabinett zu einer Sondersitzung.

Unterstützung erhielt May vor der Sondersitzung von Handelsminister Liam Fox. Die Premierministerin genieße den Respekt der Bevölkerung, die es überrasche, wie May mit all dem Druck umgehe, sagte Fox am Morgen dem Radiosender BBC Radio 4. Er höre häufig von Wählern, dass die Regierungschefin eine großartige Staatsdienerin mit einer beeindruckenden Widerstandsfähigkeit sei. Er vermutete, dass die Aussicht auf eine womöglich nötige Beteiligung an der Europawahl Ende Mai im Fall eines längeren Brexit-Aufschubs viele Abgeordnete davon überzeugen könnte, das Brexit-Abkommen doch noch zu unterstützen.

Die EU treibt unterdessen die Vorbereitungen auf einen chaotischen Brexit weiter voran. Die EU-Kommission veröffentlichte am Montag dazu neues Informationsmaterial für Bürger. Darin ist beispielsweise beschrieben, was im Fall der Fälle bei Reisen ins Vereinigte Königreich beachtet werden muss. Es werde immer wahrscheinlicher, dass es zu einem Brexit ohne Austrittsabkommen komme, sagte eine hohe EU-Beamtin am Montag zu den Vorbereitungen.

Für Großbritannien-Reisen wird in dem Informationsmaterial darauf hingewiesen, dass die Europäische Krankenversicherungskarte nicht mehr gelten würde und dass wieder Zusatzkosten für die Handynutzung anfallen könnten. Zudem müssten EU-Bürger bei der Rückreise mit Zollkontrollen rechnen. Ein Visum soll jedoch nach derzeitigem Stand nur für Aufenthalte nötig werden, die länger als drei Monate dauern.

Sollte Großbritannien tatsächlich ohne Austrittsvertrag aus der EU ausscheiden, wird mit dramatischen Folgen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche gerechnet. Millionen EU-Bürger in Großbritannien und Briten in der EU würden in große Unsicherheit gestürzt./cmy/DP/stw

25.03.2019

May: Weiter keine ausreichende Unterstützung für Brexit-Abkommen

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Premierministerin Theresa May sieht noch immer keine ausreichende Unterstützung für das Vertragspaket zum EU-Austritt ihres Landes. Das sagte May am Montag im Parlament./cmy/DP/stw

25.03.2019

ROUNDUP: Zoll deckt mehr Verstöße gegen Mindestlohngesetz auf

BERLIN (dpa-AFX) - Der Zoll hat 2018 deutlich mehr Verstöße gegen das Mindestlohngesetz sowie mehr Fälle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung aufgedeckt. Beim Mindestlohn sei die Zahl von 1316 im Jahr 2015 auf 6220 im Jahr 2018 gestiegen, teilte am Montag das Bundesfinanzministerium in Berlin mit. In 2744 Fällen (2017: 2522) sei der Mindestlohn unterschritten worden. Weitere Verstöße betrafen zum Beispiel die Missachtung der Aufzeichnungspflicht von Arbeitszeiten. Bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung wurden rund 111 000 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten eingeleitet. 2017 waren es rund 108 000 gewesen.

Eine drastische Zunahme gab es nach der Jahresbilanz 2018 des Zolls auch bei der Beschlagnahmung gefälschter Waren - der Wert habe fast 200 Millionen Euro betragen. An den Grenzen wurden rund 37 700 Beschlagnahmungen (2017: 21 500) vorgenommen. Rund 75 Prozent der sichergestellten Waren kamen aus China und Hongkong. Es handelte sich vor allem um Bekleidung, Schuhe, Handtaschen, Sonnenbrillen und Schmuck. Außerdem stellte der Zoll mehr als 71 000 geschützte Tiere und Pflanzen sowie daraus hergestellte Produkte sicher. Er zog auch drei Tonnen Kokain und neun Tonnen anderes Rauschgift aus dem Verkehr.

"In den allermeisten Fällen wirkt er", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zum Mindestlohn, der seit Jahresanfang bei 9,19 Euro in der Stunde liegt. Das von ihm auf den Weg gebrachte und im Februar vom Kabinett abgesegnete Gesetz gegen illegale Beschäftigung sehe zusätzliche Kontrollrechte für den Zoll und eine deutliche personelle Aufstockung der zuständigen Sondereinheit vor. "Wir werden viele, viele zusätzliche Fälle aufdecken, und das wird dann auch zu entsprechenden Verfahren führen." Er gehe allerdings davon aus, dass die Zahlen infolge der Kontrollen später wieder zurückgehen werden.

Von den 111 000 Ermittlungsverfahren, die die Finanzkontrolle Schwarzarbeit im vergangenen Jahr eingeleitet hat, wurden den Angaben zufolge mehr als 108 000 erfolgreich abgeschlossen. Gegen die Verurteilten seien Freiheitsstrafen von zusammen rund 1700 Jahren ausgesprochen worden. Außerdem seien Geldstrafen von 33,4 Millionen sowie bei Ordnungswidrigkeiten Geldbußen und Verwarngelder von 49,3 Millionen Euro verhängt worden.

Scholz bescheinigte dem deutschen Zoll im vergangenen Jahr eine "erfolgreiche Arbeit". Die Behörde sei jetzt bei 40 000 Stellen angelangt, aus bereits getroffenen Entscheidungen kämen weitere 6000 Stellen hinzu. "Das ist schon eine ordentliche Menge." Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit werde auf mehr als 10 000 Stellen aufgestockt. Für die durch den Brexit erwartete Mehrarbeit seien 900 Stellen bewilligt worden, 450 davon für die Grenzübergänge.

Die Gewerkschaft IG Bau verlangte, mit einem "Sündenregister" für Schwarzarbeit gegen Betriebe vorzugehen, die sich nicht an die Regeln halten. "Es muss eine öffentliche Kartei geben, in der die Betriebe aufgelistet werden, deren Geschäftsmodell auf illegaler Beschäftigung und Lohn-Prellerei beruht." Nur so ließen sich schwarze Schafe von der öffentlichen Auftragsvergabe ausschließen. "Da sehen Sie mich ganz aufgeschlossen", sagte Scholz dazu. Außerdem müsse es Schwerpunktstaatsanwaltschaften geben, sagte Gewerkschaftschef Robert Feiger der Deutschen Presse-Agentur.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wertete die Zahlen zur Produkt- und Markenpiraterie als "Warnsignal". Deutschland sei das davon am stärksten betroffene Land in der EU. Vorsicht sei insbesondere beim Kauf von Medikamenten im Internet geboten./sk/DP/he

25.03.2019

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 25.03.2019

ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima steigt nach sechs Rückgängen wieder

MÜNCHEN - Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich im März überraschend etwas aufgehellt. Wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte, stieg das von ihm erhobene Geschäftsklima um 0,9 Punkte auf 99,6 Zähler. Es ist der erste Anstieg nach sechs Rückgängen in Folge. Analysten hatten eine stabile Unternehmensstimmung erwartet.

ROUNDUP: Brexit-Debatte im britischen Parlament - Mays Schicksalswoche

LONDON/BRÜSSEL - Schicksalswoche für den Brexit und Theresa May: Die britischen Abgeordneten wollen am Montagabend über das weitere Vorgehen im festgefahrenen Brexit-Streit debattieren. Bereits zweimal ist das von Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelte Abkommen zum EU-Austritt im Unterhaus durchgefallen.

EU informiert Bürger über mögliche Folgen eines chaotischen Brexits

BRÜSSEL - Die EU treibt die Vorbereitungen für einen chaotischen Brexit weiter voran. Die EU-Kommission veröffentlichte am Montag in dieser Sache neues Informationsmaterial für Bürger. In diesem ist beispielsweise beschrieben, was im Fall der Fälle bei Reisen ins Vereinigte Königreich beachtet werden muss. Es werde derzeit immer wahrscheinlicher, dass es zu einem Brexit ohne Austrittsabkommen komme, sagte eine hohe EU-Beamtin am Montag zu den Vorbereitungen.

Belgien: Geschäftsklima hellt sich überraschend auf

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im März überraschend verbessert. Der Indikator stieg um 1,0 Punkte auf minus 0,7 Zähler, wie die belgische Notenbank (BNB) am Montag in Brüssel mitteilte. Es ist der erste Anstieg nach drei Rückgängen in Folge und der beste Wert seit November. Volkswirte wurden überrascht. Sie hatten für März im Schnitt einen erneuten Rückgang auf minus 2,0 Punkte erwartet.

US-Notenbanker Evans bringt Lockerung der Geldpolitik ins Spiel

HONGKONG - Die amerikanische Notenbank Fed könnte ihre Geldpolitik im Fall einer konjunkturellen Schwächephase nach Worten eines hochrangigen US-Notenbankers lockern. "Im Moment erscheinen die Abwärtsrisiken größer als die der Aufwärtsrisiken", sagte Charles Evans am Montag laut Redetext in Hongkong. Sollte sich die Wirtschaft infolgedessen stärker abschwächen als erwartet oder die Inflation schwach ausfallen, könnte die Geldpolitik stabil gehalten oder sogar gelockert werden, fuhr der Präsident der regionalen Fed von Chicago fort.

Chinas Präsident Xi will mit Macron Wirtschaftsverträge besiegeln

PARIS - Chinas Staatschef Xi Jinping will am Montag (16.00 Uhr) seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron in Paris treffen, um Wirtschaftsverträge zu besiegeln. Es wird in Frankreich darüber spekuliert, dass der europäische Flugzeugbauer Airbus möglicherweise einen Großauftrag erhalten könnte.

ROUNDUP/Details aus Muellers Bericht: Trump sieht sich vollständig entlastet

WASHINGTON - Zwischen dem Team von US-Präsident Donald Trump und Russland hat es nach Einschätzung von FBI-Sonderermittler Robert Mueller keine geheimen Absprachen zu mutmaßlich russischer Wahlkampfbeeinflussung gegeben. Das geht aus einer Zusammenfassung von Muellers Bericht an den US-Kongress hervor. Trump sah sich dadurch vollständig entlastet. Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Details am Sonntag entbrannte eine heftige Diskussion zwischen Republikanern und den Demokraten über die Deutungshoheit der Informationen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

25.03.2019

Zoll deckt mehr Verstöße gegen Mindestlohngesetz auf

BERLIN (dpa-AFX) - Der Zoll hat im vergangenen Jahr mehr Verstöße gegen das Mindestlohngesetz sowie mehr Fälle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung aufgedeckt. Beim Mindestlohn sei die Zahl von 1316 Fällen im Jahr 2015 auf 6220 im Jahr 2018 gestiegen, teilte das Bundesfinanzministerium am Montag in Berlin mit. In 2744 Fällen sei der Mindestlohn unterschritten worden. Im Rahmen der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung wurden demnach rund 111 000 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten eingeleitet. 2017 waren es noch rund 108 000 gewesen.

"In den allermeisten Fällen wirkt er", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zum Mindestlohn. Das von ihm auf den Weg gebrachte und vom Kabinett bereits verabschiedete Gesetz gegen illegale Beschäftigung werde viele neue Fälle aufdecken. Es sehe zusätzliche Kontrollrechte und eine personelle Aufstockung der zuständigen Sondereinheit beim Zoll vor./sk/DP/jha

25.03.2019

AKTIE IM FOKUS 3: Weitere Abstufungen drücken Bayer auf Tief seit 2012

(neu: Vergleich mit Klägern im Xarelto-Streit und Schlusskurs)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Weitere zurückhaltende Analystenkommentare haben die Bayer-Aktien am Montag mit 57,30 Euro auf das niedrigste Niveau seit Juli 2012 gedrückt. Nach einer weiteren Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup standen die Papiere der Leverkusener erneut unter Verkaufsdruck. Zum Handelsschluss am Montag stand ein Minus von 2,88 Prozent zu Buche. Seit der jüngsten Hiobsbotschaft in der Vorwoche sind sie damit um gut 17 Prozent eingebrochen.

In einer aktuellen Studie warnen die Experten der Investmentbank Bank of America (BofA) die Anleger vor möglichen Schadenersatz- oder Vergleichszahlungen zwischen einer und fünf Milliarden US-Dollar. Sie strichen daher ihre Kaufempfehlung, auch wenn ihr Kursziel von 70 Euro bereits deutliches Erholungspotenzial signalisiert. So seien bereits höhere als von ihnen erwartete Belastungen in den Kurs eingepreist.

Auch Experte David Evans vom Investmenthaus Kepler Chevreux meldete sich am Montag mit der Einstufung "Halten" zurück, nachdem er vor einer vorübergehenden Aussetzung seiner Bewertung noch ein Kaufvotum vergeben hatte. Für die Bayer-Aktien könne es erst noch schlimmer kommen, bevor wieder eine Erholung greifen könnte, argumentierte Evans. Gegenwärtig rechne der Markt mit Risiken für Bayer in Höhe von rund 30 Milliarden Euro aus den Rechtsstreitigkeiten um Roundup. So schlimm werde es letztlich aber wohl nicht werden.

Bereits in der Vorwoche hatten gleich mehrere Analysten ihren Daumen gesenkt. Bayer-Chef Werner Baumann verteidigte derweil am Wochenende die umstrittene Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto: "Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee", sagte der Chef des Agrarchemie- und Pharmaunternehmens der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

Im Juni 2017 hatte der Bayer-Kurs bei knapp 124 Euro noch ein Zwischenhoch erreicht. Seitdem war es fast kontinuierlich abwärts gegangen. Im August vergangenen Jahres waren die Papiere in nur vier Börsentagen um fast 20 Prozent abgesackt, nachdem ein US-Gericht im ersten Prozess Monsanto wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup zu einem hohen Schadenersatz verurteilt hatte. In den folgenden Herbstmonaten rutschte der Bayer-Kurs immer weiter ab.

Keinen größeren Kurseinfluss hatte am Montag ein Vergleich mit Klägern wegen möglicher Gesundheitsschäden durch den Blutgerinnungshemmer Xarelto. Bayer und das Partnerunternehmen Janssen Pharmaceuticals haben sich mit den Klägern grundsätzlich auf die Summe von umgerechnet 686 Millionen Euro geeinigt. Der Vergleich werde nahezu alle in den USA anhängigen Klagen erfassen, betonte Bayer./ag/bek/tih/he

25.03.2019

WDH/ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Ziel für K+S auf 19 Euro - 'Hold'

(Im zweiten Satz wird präzisiert, dass die Kali-Volumina voraussichtlich niedriger ausfallen als ursprünglich von K+S erwartet.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für K+S von 20 auf 19 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analystin Virginie Boucher-Ferte verwies in einer am Montag vorliegenden Studie auf die in diesem Jahr geringeren Kali-Volumina als ursprünglich vom Unternehmen erwartet sowie auf schwächere Margen im Salzgeschäft./bek/he

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.03.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.03.2019 / 05:36 / GMT

25.03.2019

AKTIEN IM FOKUS: Medienwerte fallen auf mehrjährige Tiefstände

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Medientitel ProSiebenSat.1 und Axel Springer sind zum Wochenbeginn auf mehrjährige Tiefstände gefallen. ProSiebenSat.1 büßten am Montag am MDax -Ende 4,5 Prozent ein und fielen auf den niedrigsten Stand seit Ende 2011. Papiere von Axel Springer verloren 2 Prozent und rutschten auf den tiefsten Stand seit Ende 2016. RTL Group verloren 1,8 Prozent.

Ein Börsianer begründete die Kursschwäche zum Einen mit den sich immer mehr eintrübenden konjunkturellen Aussichten: "Der Mediensektor bekommt die schlechteren Wachstumsaussichten als einer der ersten Sektoren zu spüren". Erschwerend hinzu komme der Wettbewerb durch große US-Konzerne wie Google , Netflix und Apple . Die "alteingesessenen" Medienkonzerne müssten daher die Investitionen ankurbeln, was auf die Margen drücke./bek/he

25.03.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Weitere Abstufungen drücken Bayer auf Tief seit 2012

(neu: Details von Kepler Cheuvreux und jüngste Kursentwicklung)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Weitere zurückhaltende Analystenkommentare haben die Bayer-Aktien am Montag mit 57,30 Euro auf das niedrigste Niveau seit Juli 2012 gedrückt. Nach einer weiteren Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup stehen die Papiere der Leverkusener neuerdings wieder schwer unter Verkaufsdruck. An diesem Montag verloren sie bis zu 3,4 Prozent. Seit der jüngsten Hiobsbotschaft in der Vorwoche sind sie damit um 18 Prozent eingebrochen.

In einer aktuellen Studie warnen die Experten der Investmentbank Bank of America (BofA) die Anleger vor möglichen Schadenersatz- oder Vergleichszahlungen zwischen einer und fünf Milliarden US-Dollar. Sie strichen daher ihre Kaufempfehlung, auch wenn ihr Kursziel von 70 Euro bereits deutliches Erholungspotenzial signalisiert. So seien bereits höhere als von ihnen erwartete Belastungen in den Kurs eingepreist.

Auch Experte David Evans vom Investmenthaus Kepler Chevreux meldete sich am Montag mit der Einstufung "Halten" zurück, nachdem er vor einer vorübergehenden Aussetzung seiner Bewertung noch ein Kaufvotum vergeben hatte. Für die Bayer-Aktien könne es erst noch schlimmer kommen, bevor wieder eine Erholung greifen könnte, argumentierte Evans. Gegenwärtig rechne der Markt mit Risiken für Bayer in Höhe von rund 30 Milliarden Euro aus den Rechtsstreitigkeiten um Roundup. So schlimm werde es letztlich aber wohl nicht werden.

Bereits in der Vorwoche hatten fünf Analysten ihren Daumen gesenkt. Bayer-Chef Werner Baumann verteidigte derweil am Wochenende die umstrittene Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto: "Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee", sagte der Chef des Agrarchemie- und Pharmaunternehmens der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

Im Juni 2017 hatte der Bayer-Kurs bei knapp 124 Euro noch ein Zwischenhoch erreicht. Seitdem war es fast kontinuierlich abwärts gegangen. Im August vergangenen Jahres waren die Papiere in nur vier Börsentagen um fast 20 Prozent abgesackt, nachdem ein US-Gericht im ersten Prozess Monsanto wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup zu einem hohen Schadenersatz verurteilt hatte. In den folgenden Herbstmonaten rutschte der Bayer-Kurs immer weiter ab./ag/bek/tih/he

25.03.2019

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Deutsche Börse auf 'Buy' - Ziel 135 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Börse auf "Buy" mit einem Kursziel von 135 Euro belassen. Beim Handelsvolumen mit Aktien am Kassamarkt müsse man für einen ähnlich schwachen Jahresstart schon sechs Jahre zurückgehen, schrieb Analyst Michael Werner in einer am Montag vorliegenden Studie zu europäischen Börsenbetreibern. Er kürzte daraufhin geringfügig seine Schätzungen. Gegenüber der London Stock Exchange bevorzugt er aus Bewertungsgründen weiter die Aktien der Deutschen Börse./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.03.2019 / 12:50 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.03.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

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25.03.2019

AKTIE IM FOKUS: RWE steigen auf Hoch seit fast vier Jahren

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Aktien von RWE sind am Montag den dritten Tag in Folge kräftig gestiegen. Mit einem Plus von 1,8 Prozent erreichten sie den höchsten Stand seit April 2015. Als hilfreich erachtete ein Händler aus technischer Sicht den jüngsten Ausbruch über die Höchstkurse vom Februar sowie vom September und Juli 2018. Auch das Hoch vom November 2017 hatten die Aktien hinter sich gelassen.

Fundamental dürften die Versorger nicht zuletzt von den sinkenden Renditen am Anleihemarkt profitieren, sagte der Händler. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen war am Freitag negativ geworden. Mit der Aussicht auf eine rückläufige Verschuldung von RWE und eine gleichzeitig steigende Dividendenrendite 2019 und 2020 böten RWE-Aktien eine immer attraktivere Alternative zu Bundesanleihen./bek/ag/jha/

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25.03.2019

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Schaeffler auf 7,50 Euro - 'Halten'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für Schaeffler von 8,50 auf 7,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Auf ein schwieriges Jahr 2018 reagiere der Autozulieferer mit einem Programm zu Effizienzsteigerung, schrieb Analyst Frank Schwope in einer am Montag vorliegenden Studie. Das Unternehmen stehe noch relativ stark für Mechanik und weniger für moderne Technologien, was sich in den nächsten Jahren deutlich ändern müsse./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 25.03.2019 / 14:05 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.03.2019 / 14:08 / MEZ

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25.03.2019

ANALYSE-FLASH: Barclays belässt Deutsche Bank auf 'Underweight' - Ziel 6,50 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Deutsche Bank auf "Underweight" mit einem Kursziel von 6,50 Euro belassen. Der Verweis des Managements auf strategische Optionen inklusive eines Zusammengehens mit der Commerzbank belegt laut Analyst Amit Goel, dass die aktuellen Maßnahmen bei der Deutschen Bank nicht greifen. Nun müsse alles getan werden, um die Fusion mit der Commerzbank in trockene Tücher zu bringen. Andernfalls drohe die Deutsche Bank die gute Kreditbonität (Investment Grade) zu verlieren, hieß es in einer am Montag vorliegenden Studie./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 22.03.2019 / 17:12 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 25.03.2019 / 05:00 / GMT

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25.03.2019

AKTIE IM FOKUS 2: FMC dank Commerzbank wieder im Erholungsmodus

(Neu: Mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine Kaufempfehlung der Commerzbank hat FMC am Montag ein deutliches Kursplus beschert. Damit starteten die Aktien des Dialysespezialisten abermals einen Versuch, den charttechnischen Widerstand um 70 Euro hinter sich zu lassen, nachdem die Erholung zuletzt ins Stocken geraten war. Analyst Oliver Metzger begründete die Hochstufung damit, dass die verbesserte Geschäftsdynamik und die guten Aussichten noch nicht ausreichend eingepreist seien.

Am späten Vormittag gewannen FMC-Titel knapp zwei Prozent auf 69,70 Euro, was für den ersten Platz im wenig bewegten Dax reichte. Seit dem mehrjährigen Tief bei 55,44 Euro zu Jahresbeginn haben sie gut ein Viertel aufgeholt.

Damit gehören sie zu den größten Gewinnern im deutschen Leitindex, der im selben Zeitraum um fast acht Prozent zulegte. Den vorangegangenen Kurssturz konnte FMC so aber nur teilweise aufholen - vor einer Gewinnwarnung Mitte Oktober hatte das Papier noch rund 85 Euro gekostet.

Commerzbank-Experte Metzger hob die Gewinnerwartungen für den Dialysespezialisten nun deutlich an und schraubte das Kursziel von 68 auf 90 Euro nach oben. Angesichts des Kurspotenzials von über 28 Prozent stufte der Experte die Papiere von "Halten" auf "Kaufen" hoch.

Metzger lobte unter anderem die Übernahme von NxStage. Die Heim-Dialyse - also die Behandlung von Patienten bei diesen daheim - sei nicht nur ein attraktives Wachstumsfeld, sondern mildere auch den regulatorischen Druck auf den Dienstleister. Die im Schlussquartal 2018 starke Geschäftsdynamik dürfte sich im laufenden Jahr fortsetzen./gl/bek/mis

25.03.2019

AKTIE IM FOKUS: Weitere Abstufungen drücken Bayer auf Tief seit 2012

FRANKFURT (dpa-AFX) - Weitere zurückhaltende Analystenkommentare haben die Bayer-Aktien am Montag mit 57,30 Euro auf das niedrigste Niveau seit Juli 2012 gedrückt. Dabei verloren die nach der Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup wieder schwer unter Verkaufsdruck stehenden Papiere der Leverkusener bis zu 3,4 Prozent. Seit der Hiobsbotschaft in der Vorwoche brachen sie damit um 18 Prozent ein.

In einer aktuellen Studie warnen die Experten der Investmentbank Bank of America (BofA) die Anleger vor möglichen Schadenersatz- oder Vergleichszahlungen zwischen einer und fünf Milliarden US-Dollar. Sie strichen daher ihre Kaufempfehlung, auch wenn ihr Kursziel von 70 Euro bereits deutliches Erholungspotenzial signalisiert. So seien bereits höhere als von ihnen erwartete Belastungen in den Kurs eingepreist.

Auch Experte David Evans vom Investmenthaus Kepler Chevreux meldete sich mit der Einstufung "Halten" zurück, nachdem er vor der kurzen Aussetzung seiner Bewertung noch ein Kaufvotum vergeben hatte.

Bereits in der Vorwoche hatten fünf Analysten ihren Daumen gesenkt. Bayer-Chef Werner Baumann verteidigt derweil am Wochenende die Übernahme des umstrittenen US-Saatgutkonzerns Monsanto: "Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee", sagte der Chef des Agrarchemie- und Pharmaunternehmens der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS)./ag/mis

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