dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

22.11.2019

BVB wendet Blamage gegen Paderborn ab - Reus rettet Punkt

DORTMUND (dpa-AFX) - Peinliche Ouvertüre, furioser Schlussakkord - Borussia Dortmund hat eine weitere Blamage nur mit Mühe und Not abgewendet. Nach 0:3-Rückstand kam das Team von Trainer Lucien Favre gegen das Bundesliga-Schlusslicht SC Paderborn am Freitag noch zu einem 3:3. Als Wiedergutmachung für den viel kritisierten Auftritt zwei Wochen zuvor im Liga-Gipfel beim FC Bayern (0:4) taugte die Aufholjagd jedoch nicht. Schließlich büßte der BVB weiteren Boden im Kampf um einen Spitzenplatz ein.

Nach Treffern der Paderborner Streli Mamba (5./37.) und Gerrit Holtmann (43.) schien der in der ersten Halbzeit völlig indisponierte BVB geschlagen. Doch Jadon Sancho (47.), Axel Witsel (84.) und Marco Reus (90.+2) sorgten für die Wende. Ob der magere Punktgewinn dem kritisierten Trainer Lucien Favre aber auf die Dauer hilft, dürfte fraglich sein.

Über die Pleite von München wollte Favre nicht mehr sprechen, "nach vorne schauen" und "Gas geben" hatte der Schweizer angeordnet. Doch das Dortmunder Spiel war eher ein Spiegelbild des Auftritts bei den Bayern - zumindest im ersten Durchgang. Ängstlich und verunsichert traten die Schwarz-Gelben da auf. Ideenlos und ohne Tempo in der Offensive, desolat im Abwehrverhalten. Auch fünf Änderungen im Vergleich zum Bayern-Spiel verpufften ohne Wirkung.

Die Rückkehr von Kapitän Marco Reus oder Torjäger Paco Alcacer, der noch vor der Pause wieder verletzt raus musste, brachten dem BVB keine Sicherheit. Jungstar Jadon Sancho verblasste erneut auf der Außenbahn. So setzte es bereits zur Halbzeit ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke diskutierte aufgeregt mit Präsident Reinhard Rauball und schüttelte den Kopf.

So desolat hatten die Verantwortlichen den BVB schon lange nicht mehr im eigenen Stadion gesehen. Der Matchplan der mutigen Paderborner war so einfach wie erfolgreich. Kompakt in der Defensive, dazu überfallartige Konter. Schon in der vierten Minute wurde der BVB überrumpelt. Kai Präger gewann den Zweikampf gegen Nationalspieler Nico Schulz und bediente mustergültig den frei stehenden Mamba.

Ein Wirkungstreffer, der den BVB völlig aus dem Konzept brachte. Mehr als zwei unplatzierte Torschüsse von Raphael Guerreiro (16. und 25.) sprangen nicht heraus. Auf der Gegenseite bekam dagegen Julian Weigl den Paderborner Mamba überhaupt nicht in den Griff, nach einem langen Ball entwischte der Deutsch-Kongolese seinem Gegenspiel und markierte sein zweites Tor.

Nur eine Minute später prüfte Holtmann den Schweizer Keeper Roman Bürki. War der BVB-Schlussmann da noch zur Stelle, hatte er beim gleichen Duell fünf Minuten später das Nachsehen, als er getunnelt wurde.

Favre reagierte mit totaler Offensive. Julian Brandt, Thorgan Hazard und Achraf Hakimi kamen ins Spiel - und brachten neuen Schwung. Mit Erfolg. Keine zwei Minuten nach Wiederbeginn legte Hakimi für Sancho auf, der mit seinem Tor für neue Hoffnung sorgte. Reus (48.) und Mats Hummels (56.) vergaben weitere Großchancen.

In der Defensive blieb der BVB aber anfällig. Mamba vergab eine weitere Riesenchance (64.). Auf der Gegenseite blieb der ganz große Druck aber aus. Brandt setzte einen Ball neben das Tor (75.), Hazard vergab eine weitere Chance (83.), ehe Witsel per Kopfball-Tor doch noch einmal für Spannung sorgte. Und Reus gelang in der Nachspielzeit gar der Ausgleich./tas/bue/DP/he

22.11.2019

US-Anleihen im Verlauf uneinheitlich

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Freitag im Verlauf uneinheitlich tendiert. Für die Kursgewinne zu Beginn hatten Händler durchwachsene Konjunkturdaten aus Europa und zweischneidige Nachrichten zum amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt verantwortlich gemacht. Der Aktienmarkt zeigte sich dennoch überwiegend freundlich und verringerte so das Sicherheitsbedürfnis der Anleger.

Zweijährige Staatsanleihen verloren 1/32 Punkt auf 99 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,63 Prozent. Fünfjährige Anleihen rutschten ebenfalls um 1/32 Punkt auf 99 13/32 Punkte ab. Sie rentierten mit 1,63 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen notierten unverändert bei 99 25/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,77 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen hingegen um 6/32 Punkte auf 103 10/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,22 Prozent./he

22.11.2019

Devisen: Euro schwächelt weiter - Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag im US-Handel weiter geschwächelt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1020 US-Dollar und damit etwas weniger als im europäischen Nachmittagshandel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1058 (Donnerstag: 1,1091) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,9043 (0,9016) Euro gekostet.

Vor allem Konjunkturdaten setzten dem Euro zu. So hatte sich die Unternehmensstimmung im Euroraum, gemessen am Markit-Einkaufsmanagerindex, weiter eingetrübt. In der Industrie hellte sich die Stimmung zwar auf, im Dienstleistungssektor verschlechterte sich aber.

Im Gegensatz zur Eurozone hatte sich die Unternehmensstimmung in den USA aufgehellt. Auch das Konsumklima der Uni Michigan hatte sich verbessert./he

22.11.2019

Gut zwei Drittel der Berliner finden Mietendeckel gut

BERLIN (dpa-AFX) - Der von der rot-rot-grünen Landesregierung geplante Mietendeckel kommt bei der Mehrheit der Berliner gut an. Nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag von RBB und "Berliner Morgenpost" begrüßen mehr als 70 Prozent der Befragten das Vorhaben, die Mieten fünf Jahre lang einzufrieren und Miet-Obergrenzen einzuführen. Allerdings rechnen 61 Prozent der Befragten damit, dass mit Einführung des Mietendeckels weniger in die Instandhaltung von Wohnungen investiert wird. Lediglich 29 Prozent gehen davon aus, dass durch das Gesetz die Mieten langfristig sinken.

Klar abgelehnt wurde dagegen der Vorstoß, große private Wohnungsbaugesellschaften zu enteignen. 61 Prozent der Befragten sind gegen diese Forderung einer Bürgerinitiative. Einzig unter den Anhängern der Linkspartei war eine Mehrheit (54 Prozent) für Enteignungen.

Für den Berlin Trend wurden von infratest dimap gut 1000 Personen vom 11. bis 16. November befragt./iy/DP/he

22.11.2019

Frankreichs Hoteliers setzen Mitarbeit bei Olympia-Vorbereitung aus

PARIS (dpa-AFX) - Im Streit um den Olympia-Sponsor Airbnb nimmt der französische Verband der Hotelindustrie (UMIH) vorerst nicht mehr an Vorbereitungstreffen für die Olympischen Spiele 2024 in Paris teil. Dies bedeute jedoch keinen Boykott, schon in der nächsten Woche seien neue Kontakte für eine Klärung geplant, hieß es am Freitag aus dem Verband.

Der französische Verband hatte die Zusammenarbeit des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit dem Sponsor Airbnb scharf kritisiert. Die Partnerschaft zwischen dem Apartment-Vermittler und dem IOC sei respektlos gegenüber allen in der Hotelbranche, die seit der Kandidaturphase der Stadt Paris für die Spiele 2024 mitgearbeitet hätten, hatte UMIH-Präsident Roland Héguy gesagt.

Das IOC hatte am Montag die weltweite Partnerschaft mit Airbnb bis 2028 bekanntgegeben. Bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro war das Unternehmen schon Partner des lokalen Organisationskomitees.

Eine Airbnb-Sprecherin teilte in Berlin mit, die Partnerschaft werde die Kosten für die Ausrichtung der Spiele in Paris senken. "Paris ist die weltweit am meisten auf Airbnb vertretene Stadt, und jeder vierte Pariser nutzt Airbnb, um sein Zuhause zu teilen oder die Welt zu erkunden", erklärte sie.

Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der französischen Regierung zusammen - dazu gehöre auch die Kooperation beim Erheben der Tourismussteuer über die Plattform. Airbnb habe im vergangenen Jahr 24 Millionen Euro Tourismussteuern in Frankreich weitergereicht./cb/DP/he

22.11.2019

CDU stimmt für Reform des Planungsrechts bei Bauprojekten

LEIPZIG (dpa-AFX) - Die CDU strebt eine Reform des Planungsrechts bei Bauprojekten in Deutschland an. Die Delegierten des Bundesparteitags in Leipzig stimmten am Freitagabend mit großer Mehrheit für einen Antrag, der schnellere und einfachere Planungen ermöglichen soll. Für dringend nötige Infrastrukturvorhaben fehle es nicht an Geld, sondern es gebe "Blockaden durch planungs- und umweltrechtliche Vorgaben, die nicht mehr tragbar sind", hieß es in dem Antrag des Bundesvorstandes. "Das Planungsrecht ist für heutige Verhältnisse nicht mehr zeitgemäß."

Die CDU will für national bedeutsame Bauprojekte ein Parlamentsgenehmigungsrecht einführen. Zudem plant die Partei, das Klagerecht von Verbänden auf jene zu beschränken, die thematisch direkt betroffen sind. Außerdem soll der Instanzenweg bei den Gerichten verkürzt werden./bz/DP/he

22.11.2019

BVB mit Kapitän Reus und Torjäger Alcácer gegen Paderborn

DORTMUND (dpa-AFX) - Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund kann im Spiel gegen den SC Paderborn am heutigen Freitag (20.30 Uhr/DAZN) auf Marco Reus zurückgreifen. Der von einer Sprunggelenkverletzung genesene BVB-Kapitän steht in der Startformation des Tabellensechsten. Erstmals seit dem fünften Spieltag ist auch Torjäger Paco Alcácer wieder von Beginn an dabei. Mario Götze, Manuel Akanji, Julian Brandt und Thorgan Hazard müssen dagegen mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen./bue/DP/he

22.11.2019

EU-Staaten billigen neue Europäische Kommission

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Staaten haben die neue Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen gebilligt. Die Botschafter stimmten der Liste der 27 künftigen Kommissionsmitglieder am Freitag in Brüssel zu. Das ist ein nötiger Schritt vor der geplanten Wahl der neuen Kommission am Mittwoch im Europaparlament und ihrem Start zum 1. Dezember.

Offen ist nach wie vor die Position des britischen Kommissars. Das Land müsste eigentlich ein Mitglied stellen, weil es nach der Verschiebung des Brexit-Termins auf Ende Januar bei Amtsantritt der Kommission weiter zur EU gehört. London hat aber mit Hinweis auf die Parlamentswahl am 12. Dezember niemanden benannt.

Die amtierende EU-Kommission hatte deshalb vorige Woche ein Strafverfahren gegen Großbritannien gestartet und eine Stellungnahme bis zum (heutigen) Freitag verlangt. Bis zum Nachmittag war diese aber noch nicht eingetroffen. Die neue Kommission kann aus Sicht von EU-Juristen trotzdem schon ihr Amt antreten. Sollte der Brexit wie geplant am 31. Januar kommen, hätte sich der Streit erledigt. Andernfalls könnte ein Kommissar nachnominiert werden./vsr/DP/men

22.11.2019

Assad-Familie soll in Spanien wegen Geldwäsche auf die Anklagebank

MADRID (dpa-AFX) - Zahlreiche Angehörige des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sollen in Spanien wegen Geldwäsche in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro auf die Anklagebank. Ein Richter am Nationalen Staatsgerichtshof in Madrid schlug am Freitag zum Abschluss seiner Ermittlungen vor, ein Strafverfahren einzuleiten - gegen den früheren Verteidigungsminister und Vizepräsidenten von Syrien, Rifaat al-Assad, der ein Onkel von Baschar al-Assad ist, sowie gegen 13 weitere Personen. Die Staatsanwaltschaft hat nun zehn Tage Zeit, um die Eröffnung des Prozesses zu beantragen.

Neben dem 82-jährigen Rifaat al-Assad, der nach Medienangaben in Frankreich und Großbritannien wohnt, werden auch acht seiner Kinder und zwei seiner Ehefrauen der Geldwäsche und der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung beschuldigt. Vorwiegend mit in Syrien unterschlagenen öffentlichen Geldern soll die von Rifaat al-Assad angeführte Gruppe demnach in Spanien unter anderem 507 Immobilien im Gesamtwert von 695 Millionen Euro besitzen. Die Organisation sei seit den 1980er Jahren vor allem in der Provinz Málaga im Süden Spaniens tätig gewesen, heißt es in der Justiz-Mitteilung.

Ähnliche Geschäfte soll die Gruppe mit Hilfe von Scheinfirmen jahrelang auch in anderen europäischen Ländern getätigt haben. So besitze Rifaat al-Assad in Großbritannien zum Beispiel unter anderem die nach dem Buckingham Palace größte private Wohnimmobilie. Er oder die von ihm angeführte Familien-Organisation habe unter anderem auch ein Flugzeug vom Typ Boeing 727, mehrere gepanzerte Luxusfahrzeuge sowie drei Schiffe.

Die Rechtfertigung der Familie al-Assad, das Geld stamme aus Geschenken und Spenden aus Saudi-Arabien, ließ Ermittlungsrichter José de la Mata den amtlichen Angaben zufolge nicht gelten. Man habe ermittelt, dass das nicht der Wahrheit entspreche, hieß es.

Gegen Rifaat al-Assad laufe bereits ein Prozess in Frankreich - und in der Schweiz werde gegen ihn wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermittelt, so die spanische Justiz. Man arbeite mit den Behörden dieser und anderer Länder eng zusammen.

Rifaat al-Assad musste Syrien 1984 nach einem Putschversuch gegen seinen Bruder Hafis verlassen, den langjährigen Machthaber Syriens und Vater des heutigen Präsidenten. Rifaat gehörte lange selbst zur Führung des Landes, wo er als Kommandeur von Elitetruppen für mehrere Gräueltaten verantwortlich gemacht wird. Er wies dafür später jede Verantwortung zurück./er/DP/men

22.11.2019

Deutsche Anleihen: Kursgewinne - Schwache Konjunkturdaten stützen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Freitag nach schwachen Konjunkturdaten merklich gestiegen. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg bis zum späten Nachmittag um 0,33 Prozent auf 171,26 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf minus 0,36 Prozent. In den meisten Ländern der Eurozone legten die Renditen zu. Eine Ausnahme war Italien.

Die überraschend eingetrübte Unternehmensstimmung in der Eurozone im November stützte die Festverzinslichen. Ein Stimmungsrückgang im Dienstleistungssektor belastete den von Markit erhobenen Einkaufsmanagerindex. In der Industrie hatte sich die Lage hingegen verbessert. Während sich Deutschland und Frankreich vor allem in der Industrie freundlicher präsentierten, hatte sich die Rest der Eurozone laut Markit insgesamt schwach entwickelt.

Die Rede der neuen Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christin Lagarde bewegte wenig. Sie enthielt wenig überraschendes. Die Geldpolitik der EZB, die ein Schlüsselelement der wirtschaftlichen Erholung gewesen sei, bleibe locker, so Lagarde. Die Geldpolitik werde die Wirtschaft weiter unterstützen und auf künftige Entwicklungen reagieren./jsl/he

22.11.2019

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne - Handelsstreit bleibt im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten hat sich am Freitag wieder etwas Hoffnung auf ein baldiges Ende im US-chinesischen Handelsstreit breit gemacht. Nicht nur Peking hob hervor, sich um eine Vereinbarung ernsthaft zu bemühen. Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich wieder zum Thema. Zudem hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im November laut dem von der Universität Michigan erhobenen Konsumklima überraschend deutlich aufgehellt.

Der Dow Jones Industrial ging mit einem Plus von 0,39 Prozent auf 27 855,97 Punkte aus dem Handel. Auf Wochensicht bedeutet dies dennoch einen Verlust von 0,46 Prozent. Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag um 0,22 Prozent auf 3110,29 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,08 Prozent auf 8272,05 Punkte.

Im Hin und Her zwischen den USA und China im Zollstreit hatte Staats- und Parteichef Xi Jinping unter anderem gesagt, Peking arbeite aktiv daran, "keinen Handelskrieg zu haben". Vielmehr bemühe man sich engagiert um eine erste Vereinbarung in dem Konflikt mit den USA. Trump sagte unterdessen, dass es möglicherweise bald einen Deal gebe, man "sehr nahe" dran sei.

Unter den Einzelwerten zog vor allem der Sportbekleidungshändler Foot Locker mit Zahlen und Aussagen zur Jahresprognose Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien büßten knapp drei Prozent ein und sackten auf den tiefsten Stand seit Anfang September. Zwar hatte Foot Locker mit seinen Zahlen zum dritten Quartal positiv überrascht, doch dampfte das Unternehmen zugleich seine Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr ein und will künftig auch keine vierteljährlichen Aussagen zum Ausblick mehr geben.

Auch Intuit enttäuschte mit seinem Quartalsbericht, was der Aktie im Nasdaq-Auswahlindex einen Verlust von mehr als vier Prozent einbrockte. Der Software-Anbieter erwartet für sein zweites Geschäftsquartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie, das selbst die niedrigste Analystenschätzung verfehlte.

Tesla büßten mehr als sechs Prozent ein. Der Elektroauto-Hersteller stellte einen neuen Elektro-SUV vor, mit dem er in das Kerngeschäft amerikanischer Autoriesen vorpreschen will. Analyst Toni Sacconaghi vom US-Analysehaus Bernstein Research schrieb unterdessen, dass der "Cybertruck" nur ein Nischenmodell sein werde. Der aggressive Preis könnte aber Fragen nach der Profitabilität aufwerfen./he

22.11.2019

Aktien New York Schluss: Gewinne - Handelsstreit bleibt im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten hat sich am Freitag wieder etwas Hoffnung auf ein baldiges Ende im US-chinesischen Handelsstreit breit gemacht. Nicht nur Peking hob hervor, sich um eine Vereinbarung ernsthaft zu bemühen. Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich wieder zum Thema. Zudem hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im November laut dem von der Universität Michigan erhobenen Konsumklima überraschend deutlich aufgehellt.

Der Dow Jones Industrial ging mit einem Plus von 0,39 Prozent auf 27 855,97 Punkte aus dem Handel. Auf Wochensicht bedeutet dies dennoch einen Verlust von 0,46 Prozent. Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag um 0,22 Prozent auf 3110,29 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,08 Prozent auf 8272,05 Punkte.

Im Hin und Her zwischen den USA und China im Zollstreit hatte Staats- und Parteichef Xi Jinping unter anderem gesagt, Peking arbeite aktiv daran, "keinen Handelskrieg zu haben". Vielmehr bemühe man sich engagiert um eine erste Vereinbarung in dem Konflikt mit den USA. Trump sagte unterdessen, dass es möglicherweise bald einen Deal gebe, man "sehr nahe" dran sei./he

22.11.2019

Aktien New York: Gewinne - Handelsstreit bleibt im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten hat sich zum Wochenausklang wieder etwas Hoffnung auf ein baldiges Ende im US-chinesischen Handelsstreit breit gemacht. Nicht nur Peking hob hervor, sich um eine Vereinbarung ernsthaft zu bemühen. Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich wieder zum Thema. Zudem hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im November laut dem von der Universität Michigan erhobenen Konsumklima überraschend deutlich aufgehellt.

Rund zwei Stunden vor dem US-Handelsschluss am Freitag gewann der Leitindex Dow Jones Industrial 0,32 Prozent auf 27 855,97 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies dennoch einen Verlust von 0,5 Prozent. Der marktbreite S&P 500 legte zuletzt um 0,16 Prozent auf 3108,50 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 pendelte zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten. Zuletzt gab er um 0,07 Prozent auf 8259,89 Punkte nach.

Im Hin und Her zwischen den USA und China im Zollstreit hatte Staats- und Parteichef Xi Jinping unter anderem gesagt, Peking arbeite aktiv daran, "keinen Handelskrieg zu haben". Vielmehr bemühe man sich engagiert um eine erste Vereinbarung in dem Konflikt mit den USA. Trump sagte unterdessen, dass es möglicherweise bald einen Deal gebe, man "sehr nahe" dran sei.

Unter den Einzelwerten zog vor allem der Sportbekleidungshändler Foot Locker mit Zahlen und Aussagen zur Jahresprognose Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien büßten viereinhalb Prozent ein und sackten auf den tiefsten Stand seit Anfang September. Zwar hatte Foot Locker mit seinen Zahlen zum dritten Quartal positiv überrascht, doch dampfte das Unternehmen zugleich seine Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr ein und will künftig auch keine vierteljährlichen Aussagen zum Ausblick mehr geben.

Auch Intuit enttäuschte mit seinem Quartalsbericht, was der Aktie im Nasdaq-Auswahlindex einen Verlust von mehr als fünfeinhalb Prozent einbrockte. Der Software-Anbieter erwartet für sein zweites Geschäftsquartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie, das selbst die niedrigste Analystenschätzung verfehlte.

Tesla büßten fast sechs Prozent ein. Der Elektroauto-Hersteller stellte einen neuen Elektro-SUV vor, mit dem er in das Kerngeschäft amerikanischer Autoriesen vorpreschen will. Analyst Toni Sacconaghi vom US-Analysehaus Bernstein Research schrieb unterdessen, dass der "Cybertruck" nur ein Nischenmodell sein werde. Der aggressive Preis könnte aber Fragen nach der Profitabilität aufwerfen./ck/he

22.11.2019

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Gewinne angesichts des Zollstreits

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An den wichtigsten Aktienmärkten in Europa ist am Freitag wieder vorsichtiger Optimismus eingekehrt. Nach wie vor liegt das Hauptaugenmerk der Anleger auf dem Handelsstreit zwischen den USA und China. Hier gab es auch am letzten Handelstag der Woche weitere Aussagen von beiden Seiten. Nicht nur China betonte, sich ernsthaft um eine Vereinbarung im Zollstreit zu bemühen. Auch US-Präsident Donald Trump sprach erneut davon, dass man einem möglichen Abkommen bereits "sehr nahe" sei.

Auch wenn diese Aussagen weiter schwammig blieben, traten die enttäuschenden Stimmungsdaten von Unternehmen aus Großbritannien und der Eurozone dennoch etwas in den Hintergrund. Der EuroStoxx 50 beendete den Tag mit plus 0,21 Prozent auf 3687,32 Punkte. Im Wochenverlauf steht für den Eurozonen-Leitindex damit nach zwei freundlichen Wochen wieder ein Verlust von 0,7 Prozent zu Buche.

In London und Paris legten die Börsen am Freitag ebenfalls zu: Der französische Cac 40 rückte um 0,20 Prozent auf 5893,13 Punkte vor. In London stieg der FTSE 100 um deutlichere 1,22 Prozent auf 7326,81 Punkte. Die Pfund-Schwäche stützte, wie auch die Stärke der Rohstoffbranche an diesem Tag.

In Großbritannien enttäuschte sowohl die Stimmung in der Industrie als auch im Dienstleistungsgewerbe. In der Eurozone hatte sich die Laune nur im Bereich Dienstleistungen spürbar eingetrübt. "Die Rezession im Verarbeitenden Gewerbe scheint auf den Dienstleistungssektor überzuspringen. Das sind keine guten Neuigkeiten", urteilte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Erfreulich sei nur, dass die bereits in der Rezession steckende Industrie zugleich einen Boden gefunden zu haben scheine.

Unternehmensnachrichten waren an diesem Freitag dünn gesät. Unter den 19 Branchen schwächelte nur die Immobilienbranche leicht und gab um 0,1 Prozent nach. Alle anderen Sektoren legten zu, allen voran die Rohstoffbranche mit plus 1,8 Prozent. In London etwa stiegen die Aktien von Glencore als einer der Favoriten im FTSE 100 um 3,1 Prozent, gefolgt von BHP Group , Anglo American und Rio Tinto , die um jeweils etwas mehr als 2 Prozent zulegten.

In Paris machten die Aktien des Stahlherstellers ArcelorMittal einen Sprung um 6,6 Prozent nach oben. Sie profitierten davon, dass die EU die Welthandelsorganisation WTO eingeschaltet hat, weil Indonesien die Ausfuhr von Rohstoffen zur Edelstahlproduktion beschränkt hat. Die Exportrestriktionen schränkten den Zugang europäischer Produzenten zu Stoffen wie Nickel oder Chrom unrechtmäßig ein, hieß es.

In den Fokus rückten darüber hinaus auch die Anteile von Medienunternehmen. Mediaset gewannen in Mailand 1,6 Prozent, Mediaset Espana in Madrid stiegen um knapp 4 Prozent, während die von Vivendi in Paris um marktkonforme 0,4 Prozent zulegten. Eine gerichtliche Anhörung über einen Streit zwischen dem Großaktionär Vivendi und Mediaset, die an diesem Freitag stattfinden sollte, wurde verschoben. Damit wurde den Parteien mehr Zeit für eine mögliche Einigung gegeben.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg zuvor unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet hatte, ist Vivendi wohl bereit, einen 20-prozentigen Anteil am italienischen Rundfunksender für 3,25 Euro je Anteilschein zu verkaufen, um die Fehde beizulegen. Grund des Streits ist eine geplante Umstrukturierung von Mediaset, im Zuge derer sich Vivendi als benachteiligt ansieht./ck/he

22.11.2019

Aktien Europa Schluss: Moderate Gewinne - Verhaltener Optimismus im Zollstreit

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An den wichtigsten Aktienmärkten in Europa ist am Freitag wieder vorsichtiger Optimismus eingekehrt. Nach wie vor liegt das Hauptaugenmerk der Anleger auf dem Handelsstreit zwischen den USA und China. Hier gab es auch am letzten Handelstag der Woche weitere Aussagen von beiden Seiten. Nicht nur China betonte, sich ernsthaft um eine Vereinbarung im Zollstreit zu bemühen. Auch US-Präsident Donald Trump sprach erneut davon, dass man einem möglichen Abkommen bereits "sehr nahe" sei.

Auch wenn diese Aussagen weiter schwammig blieben, traten die enttäuschenden Stimmungsdaten von Unternehmen aus Großbritannien und der Eurozone dennoch etwas in den Hintergrund. Der EuroStoxx 50 beendete den Tag mit plus 0,21 Prozent auf 3687,32 Punkte. Im Wochenverlauf steht für den Eurozonen-Leitindex damit nach zwei freundlichen Wochen wieder ein Verlust von 0,7 Prozent zu Buche.

In London und Paris legten die Börsen am Freitag ebenfalls zu: Der französische Cac 40 rückte um 0,20 Prozent auf 5893,13 Punkte vor. In London stieg der FTSE 100 um deutlichere 1,22 Prozent auf 7326,81 Punkte. Die Pfund-Schwäche stützte, wie auch die Stärke der Rohstoffbranche an diesem Tag.

In Großbritannien enttäuschte sowohl die Stimmung in der Industrie als auch im Dienstleistungsgewerbe. In der Eurozone trübte sich die Stimmung nur im Bereich Dienstleistungen spürbar ein. "Die Rezession im Verarbeitenden Gewerbe scheint auf den Dienstleistungssektor überzuspringen. Das sind keine guten Neuigkeiten", urteilte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Erfreulich sei nur, dass die bereits in der Rezession steckende Industrie zugleich einen Boden gefunden zu haben scheine./ck/men

22.11.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Gewinne - Dax auf Wochensicht im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der US-chinesische Handelskonflikt hat dem deutschen Aktienmarkt am Freitag erneut die Richtung vorgegeben. Trotz unerwartet schwacher Stimmungsdaten aus der Eurozone hielten sich die wichtigsten Indizes im Plus. Nicht nur China betonte, sich ernsthaft um eine Vereinbarung im Zollstreit zu bemühen. Auch US-Präsident Donald Trump sprach erneut davon, dass man einem möglichen Abkommen bereits "sehr nahe" sei.

Der Dax beendete den Tag mit einem Plus von 0,20 Prozent auf 13 163,88 Zähler und machte damit seine Vortagesverluste wieder wett. Auf Wochensicht bedeutet das für den Leitindex allerdings nach sechs Gewinnwochen in Folge einen Verlust von 0,6 Prozent. Am Dienstag hatte er sich noch mit in der Spitze 13 374 Punkten seinem bisherigen Rekord bei knapp unter 13 600 Zählern aus dem Januar 2018 weiter angenähert. Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect beschrieb die Stimmung hierzulande als "verhalten optimistisch", auch wenn keiner die aktuelle Verhandlungspolitik der USA und China wohl richtig einschätzen könne.

Der MDax stieg am Freitag um 0,24 Prozent auf 27 091,47 Zähler. Auch europaweit wurden überwiegend moderate Gewinne verbucht: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,21 Prozent auf 3687,32 Punkte zu und auch in Paris und London ging es weiter nach oben. In den USA rückte der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um 0,25 Prozent vor, während die technologielastigen Nasdaq-Börsen leicht nachgaben.

Konjunkturseitig sorgten vor allem die Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor in Deutschland aber auch der gesamten Eurozone für einen kleinen Dämpfer. So hatte sich die Unternehmensstimmung im November insgesamt überraschend eingetrübt, wobei dafür allerdings in erster Linie das Dienstleistungsgewerbe verantwortlich gewesen war. "Die Rezession im Verarbeitenden Gewerbe scheint auf den Dienstleistungssektor überzuspringen. Das sind keine guten Neuigkeiten", urteilte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Erfreulich sei nur, dass die bereits in der Rezession steckende Industrie zugleich einen Boden gefunden zu haben scheine.

Im Dax legten die Aktien von Daimler an der Indexspitze um 2,0 Prozent zu, während die Beiersdorf -Aktien als Schlusslicht 0,9 Prozent verloren. Neuigkeiten zu den beiden Unternehmen gab es keine.

Im MDax stiegen die Qiagen-Aktien um 1,8 Prozent und näherten sich damit wieder ihrem Hoch vom Wochenanfang. Das Biotech- und Gendiagnostik-Unternehmen befindet sich in Gesprächen über eine Übernahme. Neue Spekulationen darüber hatten die Papiere am Montag auf den höchsten Stand seit 18 Jahren getrieben.

Für die Anteile von Rheinmetall ging es im MDax um 2,0 Prozent nach oben. Die Investmentbank Oddo BHF hatte die Aktie des Autozulieferers und Rüstungsunternehmens angesichts begrenzter Rückschlagrisiken auf "Neutral" hochgestuft. Index-Spitzenwert waren die Aktien von Hugo Boss mit einem Plus von 2,5 Prozent. Mehrere Analysten äußerten sich nach einer Investorenreise positiv zum Modekonzern und ihren Eindrücken über dessen Geschäftsentwicklung.

Im SDax gewannen die Papiere der Jost Werke 7,5 Prozent. Nach Vorlage der Geschäftsergebnisse aus dem dritten Quartal lobten Analysten die Kostendisziplin und Margenstabilität des Lkw-Zulieferers. Der Hersteller von Waschanlagen Washtec legte nach einem positiven Analystenkommentar sogar um 8,7 Prozent zu.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,34 Prozent am Vortag auf minus 0,35 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 144,56 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,29 Prozent auf 171,19 Punkte. Der Euro wurde am frühen Abend mit 1,1029 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1058 (Donnerstag: 1,1091) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9043 (0,9016) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

22.11.2019

Aktien Frankfurt Schluss: Moderate Gewinne - Dax auf Wochensicht im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der US-chinesische Handelskonflikt hat dem deutschen Aktienmarkt am Freitag erneut die Richtung vorgegeben. Trotz unerwartet schwacher Stimmungsdaten aus der Eurozone hielten sich die wichtigsten Indizes im Plus. Nicht nur China betonte, sich ernsthaft um eine Vereinbarung im Zollstreit zu bemühen. Auch US-Präsident Donald Trump sprach erneut davon, dass man einem möglichen Abkommen bereits "sehr nahe" sei.

Der Dax beendete den Tag mit einem Plus von 0,20 Prozent auf 13 163,88 Zähler und machte damit seine Vortagesverluste wieder wett. Auf Wochensicht bedeutet das für den Leitindex allerdings nach sechs Gewinnwochen in Folge einen moderaten Verlust von 0,6 Prozent. Am Dienstag noch hatte er sich mit in der Spitze 13 374 Punkten seinem bisherigen Rekord bei knapp unter 13 600 Zählern aus dem Januar 2018 weiter angenähert.

Der MDax stieg am Freitag um 0,24 Prozent auf 27 091,47 Zähler. Auch europaweit war die Stimmung freundlich./ck/he

22.11.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Dow leicht im Plus nach Aussagen zum Handelsstreit

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten hat sich zum Wochenausklang wieder etwas Hoffnung auf ein baldiges Ende im US-chinesischen Handelsstreit breit gemacht. Nicht nur Peking hob hervor, sich um eine Vereinbarung ernsthaft zu bemühen. Auch US-Präsident Donald Trump sprach erneut davon, dass man einem möglichen Abkommen bereits "sehr nahe" sei. Zudem hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im November laut dem von der Universität Michigan erhobenen Konsumklima überraschend deutlich aufgehellt.

Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann am Freitag im frühen Handel 0,18 Prozent auf 27 815,41 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies dennoch einen kleinen Verlust. Der marktbreite S&P 500 legte zuletzt um 0,05 Prozent auf 3105,12 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 drehte indes ins Minus und verlor zuletzt 0,26 Prozent auf 8244,03 Punkte.

Im Hin und Her zwischen den USA und China im Handelsstreit gab es auch an diesem Tag wieder Äußerungen der beteiligten Parteien. So bemüht sich China nach Darstellung von Staats- und Parteichef Xi Jinping engagiert um eine erste Vereinbarung in dem Konflikt mit den USA. Die zweitgrößte Volkswirtschaft habe aber keine Angst vor einer anhaltenden Auseinandersetzung. Trump sagte unterdessen, dass es möglicherweise bald einen Deal gebe und man "sehr nahe" dran sei.

Unter den Einzelwerten zog vor allem der Sportbekleidungshändler Foot Locker mit Zahlen und Aussagen zur Jahresprognose Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien büßten fast sieben Prozent ein und sackten auf den tiefsten Stand seit Anfang September. Zwar hatte Foot Locker mit seinen Zahlen zum dritten Quartal positiv überrascht, doch dampfte das Unternehmen zugleich seine Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr ein und will künftig auch keine vierteljährlichen Aussagen zum Ausblick mehr geben.

Auch Intuit enttäuschte mit seinem Quartalsbericht, was der Aktie im Nasdaq-Auswahlindex einen Verlust von 4,4 Prozent einbrockte. Der Software-Anbieter erwartet für sein zweites Geschäftsquartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie, das selbst die niedrigste Analystenschätzung verfehlte.

Tesla büßten fast sieben Prozent ein. Der Elektroauto-Hersteller stellte einen neuen Elektro-SUV vor, mit dem er in das Kerngeschäft amerikanischer Autoriesen vorpreschen will. Analyst Toni Sacconaghi vom US-Analysehaus Bernstein Research schrieb unterdessen, dass der "Cybertruck" nur ein Nischenmodell sein werde. Der aggressive Preis könnte aber Fragen nach der Profitabilität aufwerfen./ck/he

22.11.2019

WOCHENAUSBLICK: Anleger dürften Dax in Richtung Rekordhoch schicken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt dürften die Anleger in der neuen Woche eher optimistisch bleiben und den Dax in Richtung seines Rekordhochs treiben. Widersprüchliche Aussagen im Handelsstreit zwischen den USA und China hatten zuletzt nicht ernsthaft verschreckt. Marktexperten erwarten daher auch weiterhin eher ruhige Gelassenheit statt Sorge und größere Risikoscheu.

Trotz all dem Hin und Her wird damit gerechnet, dass es über kurz oder lang zu einer Einigung zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften kommen wird. So bleiben die meisten Anleger weiter investiert und warten auf den Durchbruch in den Zollgesprächen. Derweil ist die Berichtssaison am Ende angelangt. Nur noch wenige Nachzügler werden Quartalszahlen bekanntgeben. Auch konjunkturseitig geht es in der neuen Woche eher ruhig zu, zumal in den USA der Feiertag "Thanksgiving" ansteht.

In dieser Woche hatte der deutsche Leitindex mit 13 374 Punkten den höchsten Stand seit Januar 2018 erreicht. Bis zu seinem Rekordhoch aus demselben Monat bei knapp unter 13 600 Punkten ist der Weg damit nicht mehr weit. Im bisherigen Jahresablauf können sich die Anleger bereits über ein sattes Plus von 25 Prozent im Dax freuen, wobei es vor allem seit Oktober wieder spürbar aufwärts gegangen ist.

"Die Grundtendenz am Aktienmarkt ist seit geraumer Zeit eher aufwärts gerichtet" und die Jahresendrally sei bereits angelaufen, sagte Analyst Carsten Klude von Warburg Research. Dieser Trend dürfte sich seines Erachtens in der nächsten Woche fortsetzen, "zumal die Berichtsaison durch ist, und es nun wenig Neues von den Unternehmen gibt."

Ähnlich sieht es auch Chartanalyst Andreas Büchler vom Statistik-Newsletter Index Radar: Die jüngste kurzfristige Konsolidierung sei in einem sehr moderaten Rahmen erfolgt, und der Dax habe sich rasch wieder stabilisiert. "Etwas ausgebremst wird der Index durch die nur unwesentlich entfernten Vorjahresrekordstände im Bereich der 13 500er-Marke".

Konjunkturseitig rückt hierzulande vor allem der am Montag erwartete Ifo-Geschäftsklimaindex für November in den Blick, der die Stimmung in der deutschen Wirtschaft widerspiegelt. Nachdem er sich zuletzt etwas stabilisiert hatte, wird erwartet, "dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt", sagte Klude. Darüber hinaus dürften noch die Verbraucherpreise für Deutschland am Donnerstag von Interesse sein. Impulse aus den USA sind indes rar. Am Donnerstag bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen und am Freitag wird nur verkürzt gehandelt. Datenseitig könnten allenfalls zur Wochenmitte die US-Auftragseingänge für langlebige Güter in den Blick rücken.

Unter den Dax-Konzernen legt am Freitag nur noch der Versorger Eon seinen Quartalsbericht vor. Analyst James Brand von der Deutschen Bank wartet insbesondere auf aktuelle Aussagen über die Jahresziele 2019. Zudem verwies er darauf, dass die Übernahme des Stromanbieters Innogy das Zahlenwerk verkompliziert. Die einstige RWE -Tochter wird ihre eigene Quartalsbilanz am Donnerstag bekannt geben.

Am Montag berichtet außerdem noch der Ökostromerzeuger Encavis , der nach Abschluss des ersten Geschäftshalbjahrs seine Jahresziele bereits zum zweiten Mal aufgestockt hatte. Am Dienstag legen der Start-up-Investor Rocket Internet sowie Home24 , an dem Rocket mit knapp 11 Prozent beteiligt ist, Zahlen vor. Auch der Saatguthersteller KWS Saat rückt mit seinem Quartalsbericht in den Blick.

Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse und der Immobilienkonzern Aroundtown stellen ihre Geschäftsberichte am Mittwoch vor. Aroundtown hatte zuletzt im Zuge der geplanten Fusion mit TLG Nägel mit Köpfen gemacht und ein Übernahmeangebot vorgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat von TLG unterstützten die Offerte, durch die im Erfolgsfall einer der größten Anbieter von Bürohäusern Europas entstünde./ck/kro/jsl/he

--- Von Karolin Rothbart und Claudia Müller, dpa-AFX ---

22.11.2019

Aktien New York: Moderat im Plus nach neuen Aussagen im Handelsstreit

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten hat sich zum Wochenausklang wieder etwas Hoffnung auf ein baldiges Ende im US-chinesischen Handelsstreit breit gemacht. Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann am Freitag kurz nach Börsenstart 0,20 Prozent auf 27 820,67 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies dennoch aktuell einen kleinen Verlust.

Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag um 0,22 Prozent auf 3110,46 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq 100 kletterte um 0,22 Prozent auf 8283,50 Punkte nach oben.

Nach Darstellung des chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping bemüht sich China engagiert um eine erste Vereinbarung in dem Konflikt mit den USA. Die zweitgrößte Volkswirtschaft habe aber keine Angst vor einer anhaltenden Auseinandersetzung. "Wenn notwendig, werden wir zurückkämpfen, aber wir arbeiten aktiv daran, keinen Handelskrieg zu haben", sagte der Präsident am Freitag bei seiner ersten öffentlichen Äußerung, seit beide Seiten an einer Teilvereinbarung über eine "Phase eins" verhandeln./kro/ck/he

22.11.2019

CDU hält an Grundrenten-Kompromiss mit SPD fest

LEIPZIG (dpa-AFX) - Nach den Diskussionen der vergangenen Tage hat die CDU unterstrichen, am Grundrenten-Kompromiss mit der SPD festzuhalten. Der Parteitag in Leipzig stimmte am Freitag mehreren Anträgen mit entsprechender Aussage zu. Im Grundsatz heißt es: "Bei der Umsetzung der Grundrente ist darauf zu achten, dass die vereinbarten Bedingungen mit Inkrafttreten der Grundrente eingehalten werden."

In einem angenommenen Antrag des Arbeitnehmerflügels CDA wird argumentiert: "Wer in die gesetzliche Rente eingezahlt hat, muss am Ende mehr haben als jemand, der nicht oder weniger eingezahlt hat. Leistung, Vorsorge und Fleiß müssen sich lohnen. Das ist seit über 70 Jahren die Kernbotschaft der Sozialen Marktwirtschaft und damit untrennbarer Bestandteil des Markenkerns der CDU."

Bei Vollzeitbeschäftigung brauche es derzeit einen Stundenlohn von mindestens 12,63 Euro, um im Alter eine Rente über Grundsicherungsniveau zu bekommen, so der Antrag weiter. "Mehr als jeder vierte Beschäftigte verdient derzeit weniger und ist deshalb langfristig von Altersarmut bedroht."

Die Junge Union (JU) und die Mittelstandsvereinigung (MIT) hatten gefordert, dass der Kompromiss mit der SPD ohne Abstriche eingehalten werden müsse. JU-Chef Tilman Kuban hatte zuletzt argumentiert, man wolle nicht die Grundrente verhindern, sondern sicherstellen, dass die SPD nicht in ein paar Monaten erkläre, einzelne Punkte der Einigung seien nicht umsetzbar - und dann auf diese Weise doch noch eine bedingungslose Grundrente für alle einführe./rm/hot/bk/bz/DP/he

22.11.2019

CDU will Minijobgrenze auf 550 Euro anheben

LEIPZIG (dpa-AFX) - Die CDU setzt sich für eine Anhebung der Minijobgrenze auf 550 Euro ein. Zudem soll künftig in einem Fünf-Jahres-Rhythmus überprüft werden, ob die Einkommensgrenze erneut angepasst werden muss. Entsprechenden Anträgen stimmte eine große Mehrheit der Delegierten am Freitagabend auf dem Bundesparteitag in Leipzig zu. Derzeit liegt die Minijobgrenze bei 450 Euro. Rund 8 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten als geringfügig Beschäftigte./bz/DP/he

22.11.2019

CDU will private Altersvorsorge stärkern - Notfalls Pflicht

LEIPZIG (dpa-AFX) - Die CDU will die private Altersvorsorge stärken und notfalls langfristig zur Pflicht machen. Ihr Parteitag in Leipzig beschloss am Freitag einen entsprechenden Antrag, wonach die private Vorsorge effizienter gemacht und verbindlicher gestaltet werden soll. "Dazu soll in einem ersten Schritt die bestehende private Altersvorsorge an zentralen Stellen verbessert werden, indem der Staat Kriterien für ein Standardvorsorgeprodukt festlegt."

Mit der Vereinfachung sei die Erwartung verbunden, dass sich der Verbreitungsgrad der privaten Altersvorsorge deutlich erhöht. "Wir erwarten eine Erhöhung der Gesamtzahl der abgeschlossenen Verträge um 30 Prozent innerhalb der nächsten drei Jahre nach Inkrafttreten der Reform."

Sollte sich diese Erwartung nicht erfüllen, solle das Produktportfolio um ein "staatlich organisiertes Standardvorsorgeprodukt" erweitert werden. Dieses zusätzliche Standardvorsorgeprodukt würde den gleichen wettbewerblichen Regeln unterliegen. Gleichzeitig solle geprüft werden, ob dieses Produkt dann verpflichtend für alle werden solle./rm/hot/bk/bz/DP/he

22.11.2019

Labour-Chef Corbyn will bei zweitem Brexit-Referendum neutral bleiben

LONDON (dpa-AFX) - Der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, will sich bei einem zweiten Brexit-Referendum weder für noch gegen den EU-Austritt seines Landes einsetzen. Er werde eine "neutrale Haltung" einnehmen, damit er das Ergebnis "glaubwürdig umsetzen" könne, sagte der Oppositionsführer bei einer TV-Fragestunde in der BBC am Freitagabend.

Labour will im Falle eines Siegs bei der Parlamentswahl am 12. Dezember ein neues Austrittsabkommen mit Brüssel aushandeln. Anschließend sollen die Briten in einer zweiten Volksabstimmung die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Anbindung an die EU und einem Verbleib in der Staatengemeinschaft haben. Bislang hatte sich Corbyn aber nicht festlegen wollen, wofür er werben will.

Die Briten stimmten 2016 in einem ersten Referendum mit knapper Mehrheit für den EU-Austritt. Der Austritt musste mehrmals verschoben werden, weil es keine Mehrheit im Parlament für ein Austrittsabkommen gab. Premierminister Boris Johnson will das Land mit seinem eigenen Deal zum 31. Januar aus der EU führen. In Umfrage liegen seine Konservativen derzeit weit vor den Sozialdemokraten von Labour./cmy/DP/he

22.11.2019

Presse: VDA-Chef rechnet mit 70 000 Jobs weniger wegen E-Autos

BERLIN (dpa-AFX) - Der Autolobbyist Bernhard Mattes rechnet damit, dass die Umstellung auf Elektroantriebe die Autobranche in Deutschland Zehntausende Jobs kostet. "Wir gehen davon aus, dass etwa 70 000 Stellen wegfallen", sagte der scheidende Präsident des Verbands der Automobilhersteller (VDA) dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag). Im September hatte Mattes seinen Rückzug zum Jahresende 2019 angekündigt. Bereits jetzt müssten die Mitarbeiter der Branche für den Bau der neuen E-Autos qualifiziert werden, "nicht erst, wenn die E-Mobilität einen hohen Anteil erreicht".

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass der US-Elektroauto-Hersteller Tesla nahe Berlin eine Großfabrik bauen will. Bis zu vier Milliarden Euro wolle der Konzern investieren. In verschiedenen Schritten sollen dort mehrere Tausend Arbeitsplätze entstehen. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hatte die Job-Euphorie aber bereits früh gedämpft: Die Zahl der Stellen in der künftigen Fabrik solle man nicht überschätzen. "Zellfabrikation ist hochautomatisiert. Da zählen Energiekosten deutlich mehr als Arbeitskosten", hatte der Autofachmann Mitte November nach Bekanntwerden des Standorts gesagt./juc/DP/he

22.11.2019

CDU-Politiker Ziemiak: Werden über keinen neuen Koalitionsvertrag verhandeln

LEIPZIG (dpa-AFX) - CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat an die Adresse der SPD gerichtet Verhandlungen über einen neuen Koalitionsvertrag ausgeschlossen. "Es gibt mit der CDU keine Verhandlungen über einen neuen Koalitionsvertrag", sagte Ziemiak am Freitag auf dem CDU-Parteitag in Leipzig. Das würden die Menschen sonst nicht mehr verstehen.

Beim Koalitionspartner SPD gibt es etliche Stimmen, die nach der Zwischenbilanz neue Verhandlungen über den Koalitionsvertrag fordern. Das lehnt die Union strikt ab. Aber auch CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte noch vor einiger Zeit gesagt, die Union werde zur Halbzeit der Legislaturperiode ihrerseits die Schwerpunkte des Vertrages nochmals überprüfen und gegebenenfalls handeln. Allerdings hatte sie dann vor dem Parteitag ihrerseits auch Nachverhandlungen ausgeschlossen./rm/hot/bk/bz/DP/men

22.11.2019

ROUNDUP: Taskforce für geplante Tesla-Fabrik nimmt Arbeit auf

POTSDAM (dpa-AFX) - Die Taskforce der Brandenburger Landesregierung für den geplanten Bau einer Großfabrik des amerikanischen E-Autobauers Tesla in Grünheide bei Berlin hat am Freitag ihre Arbeit aufgenommen. "Lassen Sie uns an die Arbeit gehen", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zu Beginn in Potsdam.

Er freue sich, dass die Taskforce so kurzfristig eingerichtet wurde. "Die heutigen Gespräche haben gezeigt: Alle ziehen an einem Strang", betonte er nach dem ersten Treffen. Es sei klarer gemeinsamer Wille, dass das Projekt nicht nur gelinge, sondern auch schnell an den Start gehen könne. Neben Vertretern von Tesla und dem Ministerpräsidenten arbeiten in dem Gremium Ressortchefs von Ministerien, Beteiligte aus der Kommune und dem Landkreis mit.

Vertreter von Tesla stellten in der Beratung ihre Planung vor. Die Antragsunterlagen würden derzeit vorbereitet, anschließend solle der Zeitplan abgestimmt werden, hieß es. Den Angaben der Staatskanzlei zufolge soll im ersten Halbjahr 2020 der Bau beginnen, bislang war das erste Quartal im Gespräch gewesen. Ab 2021 soll dann das Tesla-Modell "Y" in Grünheide gefertigt werden. Erst jüngst war überraschend bekannt geworden, dass eine Fabrik des Unternehmens nach Brandenburg kommen soll - Unternehmenschef Elon Musk spricht von einer sogenannten Gigafactory.

Tesla will nach Angaben der Staatskanzlei eine einstellige Milliardensumme investieren. Das Unternehmen könne - wie andere auch

- Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen, wird betont.

Für die Fabrik ist ein etwa 300 Hektar großes Areal vorgesehen, für das ein rechtsgültiger Bebauungsplan vorliege. Dies könne weitere Verfahren inhaltlich und zeitlich vereinfachen, hieß es. Für das immissionsschutzrechtliche Verfahren müsse Tesla prüffähige Unterlagen beim zuständigen Landesamt für Umwelt einreichen.

Mindestens einmal im Monat wollen die Teilnehmer der neu gebildeten Taskforce tagen. Zudem sollen Arbeitsgruppen zu speziellen Themen eingerichtet werden - etwa zu den Bereichen Genehmigungen, Infrastruktur oder Fachkräfte. Mit kommunalen und regionalen Behörden solle es engen Austausch geben.

In den USA stellte Musk unterdessen eine weitere Neuerung vor: Mit einem futuristisch aussehenden Elektro-Pick-up will Tesla ins Kerngeschäft amerikanischer Autoriesen vorpreschen. Das große Fahrzeug mit dem Namen "Cybertruck" hat eine ungewöhnliche dreieckige Form, die eher an einen kantigen Tarnkappen-Kampfjet als einen klassischen Pick-up erinnert. Für Aufsehen sorgte neben dem Design auch eine Panne: Das "Tesla-Panzerglas" zeigte ein Netz aus Rissen als Designchef Franz von Holzhausen eine Metallkugel dagegen warf./gj/DP/men

22.11.2019

Trump will sicher mit Pence als Vize bei Wahl 2020 antreten

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat bekräftigt, dass er bei der Wahl im kommenden Jahr erneut im Duo mit Vizepräsident Mike Pence antreten will. "Er ist unser Mann", sagte Trump am Freitag in einem fast einstündigen Telefonat mit dem US-Fernsehsender Fox News. "Mike Pence ist ein großartiger Vizepräsident." Trump wies damit Gerüchte zurück, er könne Pence womöglich gegen die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, austauschen, die Ambitionen auf das Stellvertreter-Amt habe. Trump lobte Haley allerdings ausdrücklich und versicherte, sie werde eng eingebunden. Nikki Haley werde in irgendeiner Form zurückkehren.

Haley hatte ihren einflussreichen Posten als UN-Botschafterin in New York zum Jahresende 2018 freiwillig aufgegeben. Der Republikanerin werden große politische Ambitionen nachgesagt, womöglich auch mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2024./jac/DP/men

22.11.2019

ROUNDUP 3: Kramp-Karrenbauer entscheidet Machtprobe bei CDU-Parteitag für sich

(neu: Mehr Details und Reaktionen.)

LEIPZIG (dpa-AFX) - Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat auf dem Parteitag überraschend die Machtfrage gestellt und ihre Kritiker damit in die Schranken gewiesen. Der Parteitag stärkte ihr am Freitag deutlich den Rücken, daraufhin versicherte ihr größter Rivale Friedrich Merz ihr seine Loyalität. Die Frage der Kanzlerkandidatur hält er aber weiter offen. Führende CDU-Politiker hoffen nun trotzdem auf einen Neustart im Team.

Kramp-Karrenbauer sagte zum Abschluss ihrer Rede in Leipzig, wenn die Partei ihren Kurs nicht mitgehen wolle, solle sie dies beim Parteitag entscheiden. "Dann lasst es uns heute aussprechen. Dann lasst es uns heute auch beenden. Hier und jetzt und heute." Die etwa 1000 Delegierten erhoben sich von ihren Plätzen und feierten ihre Chefin rund sieben Minuten lang.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der den Parteitag leitete, sagte: "Der Applaus zeigt: Heute wird nicht Schluss gemacht, Annegret. Heute geht es erst richtig los." Hessens Regierungschef Volker Bouffier meinte: "Das war ein klares und deutliches Signal." Die CDU dürfe sich nicht weiter zerstritten zeigen. "Ohne Zusammenhalt verzwergen wir", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. "Lasst uns streiten, dass es kracht." Aber über Sachfragen.

Merz beteuerte: "Wir sind loyal zu unserer Vorsitzenden, zu unserer Parteiführung und zur Bundesregierung." Entscheidungen über Personal stünden aber erst beim nächsten Parteitag an. Kramp-Karrenbauer, die auch Verteidigungsministerin ist, stand zuvor seit längerem wegen Wahlschlappen und schwachen Umfragewerten heftig in der Kritik. Merz hatte nach der Wahlschlappe in Thüringen das Erscheinungsbild der Regierung als "grottenschlecht" bezeichnet und dafür in erster Linie Kanzlerin Angela Merkel, indirekt aber auch Kramp-Karrenbauer verantwortlich gemacht. Auch die Junge Union und der CDU-Wirtschaftsflügel hatten die Vorsitzende attackiert.

Merz sagte in Leipzig, er habe für seine Worte viel Zustimmung aber auch manche Kritik erfahren. Es habe ihn betroffen gemacht, dass manche gesagt hätten: "Jetzt werdet ihr wie die SPD." Merz betonte aber: "Wir werden nicht wie die SPD werden." Die CDU sei am Anfang eines Prozesses, sich neu zu profilieren. Dieser Prozess müsse mit glaubwürdigen Personen verbunden werden. Er bot an, sich weiter für die CDU zu engagieren. Merz erhielt etwa eine Minute lang großen Applaus - deutlich weniger als Kramp-Karrenbauer.

Zuvor hatte die CDU-Chefin ihren Kritikern vorgehalten, die CDU und die Bundesregierung schlechtzureden. "Das ist keine erfolgreiche Wahlkampfstrategie", sagte Kramp-Karrenbauer unter großem Beifall. Über die bisherige Regierungszeit von Merkel sagte sie: "Es waren 14 gute Jahre für Deutschland, und darauf können wir alle miteinander stolz sein." Offensichtlich in Richtung von Merz versprach sie aber auch, Kritiker und Querdenker einzubinden. "Ich will kein schwaches Team um mich herum haben."

Kramp-Karrenbauer räumte ein, dass ihr erstes Jahr als Vorsitzende für die CDU nicht einfach und nicht so erfolgreich wie geplant verlaufen sei. Die CDU müsse gleichzeitig konservativ, sozial und liberal sein. Sie wies die ultrakonservative Werte-Union, die eine personelle Erneuerung der CDU fordert, in die Schranken: "Es gibt nur eine Werte-Union und das ist die CDU Deutschlands." Hier widersprach Merz: Solange sie auf dem Boden des Grundsatzprogramms stehe, habe die Werte-Union ihren Platz in der Union.

Inhaltlich skizzierte Kramp-Karrenbauer ihre Pläne in der Digital-, Umwelt und Sozialpolitik. "Wir kommen um ein Digitalministerium nicht herum", sagte sie. Beim Ausbau des schnellen 5G-Mobilfunks warb sie dafür, keinen Bewerber von vornherein auszuschließen. Sie spielte damit offensichtlich auf einen Antrag an, der eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Technologiekonzern Huawei von vornherein ausschließen will. Diesem Konzern wird immer wieder unterstellt, für China zu spionieren.

In der Sozialpolitik sprach sie sich dagegen aus, Geld mit der Gießkanne auszuschütten. "Das ist der größte Unterschied zur Sozialdemokratie: Wir wollen Wohlstand für alle, aber nicht Wohlfahrt für alle." Zugleich verteidigte sie den Kompromiss der großen Koalition zur Grundrente. Kompromisse seien notwendig. "Das hat nichts mit Weicheiern zu tun."

Kramp-Karrenbauer will die Union zudem stärker als Umwelt- und Klimaschutzpartei profilieren. "Wir haben eine Verantwortung für die Schöpfung. Das ist keine Erfindung von Greenpeace, das ist keine Erfindung der Grünen." Die Politik der Nachhaltigkeit sei tief im Programm der CDU verankert. Das gebiete schon das C für "Christlich" im Parteinamen. "Das C ist verdammt ernst", sagte sie.

Kramp-Karrenbauer grenzte sich deutlich von Linkspartei und AfD ab. Sie kritisierte, dass in den Reihen der Linkspartei die DDR immer noch nicht als Unrechtsstaat gesehen werde. Die CDU-Chefin attackierte auch den AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, der die NS-Zeit als "Vogelschiss in der deutschen Geschichte" bezeichnet hatte. "Das sind die von rechts, das sind die, mit denen wir nichts zu tun haben wollen."

Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, will nun einen Neustart sehen. Er verlangte mehr CDU pur und weniger Entgegenkommen gegenüber der SPD: "Ich bin nicht in die CDU eingetreten, um mich am Nasenring herumführen zu lassen, um irgendwelche Koalitionen zu erhalten."

Die niedersächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher (46) wurde zur neuen Parteivize gewählt. Die bisher eher unbekannte Politikerin erhielt 82 Prozent. Sie wird Nachfolgerin von Ursula von der Leyen, die als EU-Kommissionspräsidentin nach Brüssel wechselt. Breher war die einzige Kandidatin./hot/DP/men

22.11.2019

ROUNDUP: Trump will bei möglichem Impeachment-Votum einen Prozess im US-Senat

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat einen Impeachment-Prozess im Senat gefordert, falls das Repräsentantenhaus tatsächlich für ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn stimmen sollte. "Ich will einen Prozess", sagte Trump am Freitag in einem fast einstündigen Telefon-Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News. Trump sagte zwar, er habe nichts Unrechtes getan und rechne daher nicht damit, dass es überhaupt zu einem Amtsenthebungsverfahren kommen werde. Falls doch, wolle er im Senat einen richtigen Prozess, bei dem dann auch seine Republikaner Zeugen benennen könnten.

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus treiben Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen Trump voran. Sie werfen dem Präsidenten vor, sein Amt missbraucht zu haben, um die ukrainische Regierung zu drängen, sich zu seinen Gunsten in den US-Wahlkampf einzumischen. Es besteht der Verdacht, dass Trump Militärhilfe an die Ukraine in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar als Druckmittel einsetzte.

Das Repräsentantenhaus könnte am Ende dieser Ermittlungen ein Impeachment-Verfahren mit einem Votum offiziell beschließen. Die entscheidende Instanz wäre dann aber der US-Senat, der in einem solchen Verfahren die Rolle eines Gerichts einnehmen würde. In der Kongresskammer haben Trumps Republikaner die Mehrheit. Dass Trump am Ende eines potenziellen Verfahrens im Senat tatsächlich des Amtes enthoben würde, gilt deshalb als sehr unwahrscheinlich.

Die "Washington Post" hatte berichtet, am Donnerstag hätten sich mehrere republikanische Senatoren mit Mitarbeitern aus dem Weißen Haus zusammengesetzt, um über eine Strategie für einen möglichen Impeachment-Prozess im Senat zu reden. Demnach gebe es Überlegungen, ein solches Verfahren in der Kammer auf zwei Wochen zu begrenzen.

Trump äußerte sich nicht im Detail zum möglichen Prozedere im Senat. Er sagte jedoch, er würde sich dort den anonymen Hinweisgeber als Zeugen wünschen, der die Ukraine-Affäre mit der Beschwerde an ein internes Kontrollgremium erst ins Rollen gebracht hatte. Auch sollten nach seinem Willen der Sohn des früheren Vizepräsidenten Joe Biden und der Vorsitzende des zuständigen Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, der Demokrat Adam Schiff, aussagen.

Biden bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2020 und könnte womöglich als Trumps Herausforderer antreten. Bidens Sohn Hunter war bis April dieses Jahres bei dem Gaskonzern Burisma in der Ukraine beschäftigt. Trump wirft Biden vor, als Vizepräsident versucht zu haben, seinen Sohn vor der ukrainischen Justiz zu schützen. Dazu wollte Trump Ermittlungen in der Ukraine.

In den vergangenen beiden Wochen hatten im Repräsentantenhaus diverse hochrangige Regierungsmitarbeiter öffentlich zu der Ukraine-Affäre ausgesagt. Sie hatten zum Teil schwere Vorwürfe gegen Trump und dessen Umfeld erhoben. Der US-Botschafter bei den USA, Gordon Sondland, etwa hatte erklärt, er habe im Umgang mit der Ukraine auf ausdrückliche Anordnung Trumps mit dessen persönlichem Anwalt Rudy Giuliani zusammengearbeitet. Giuliani habe ein "Quid pro quo" - also eine Gegenleistung - für ein Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Trump im Weißen Haus verlangt: nämlich eine öffentliche Ankündigung jener von Trump verlangten Ermittlungen.

Trump bezeichnete das als "kompletten Unsinn". Er kenne Sondland kaum. Der Präsident zweifelte auch die Glaubwürdigkeit anderer Zeugen an und attackierte erneut die frühere US-Botschafterin in der Ukraine, Marie Yovanovitch. Diese habe sich geweigert, sein Foto in der US-Botschaft in Kiew aufzuhängen. "Sie hat schlechte Sachen über mich gesagt", beklagte er weiter. "Sie war kein Engel, diese Frau."

Die US-Regierung hatte Yovanovitch im Mai vorzeitig von ihrem Posten in Kiew abberufen. Sie beklagt, sie sei wegen einer Rufmordkampagne abgesetzt worden, die unter anderem Giuliani betrieben habe. Trump hatte Yovanovitch vor einer Woche während ihrer laufenden Aussage im Kongress auf Twitter attackiert. Die Demokraten warfen ihm daraufhin Einschüchterung von Zeugen vor.

Trump ging am Freitag erneut auch Schiff und die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, scharf an. Schiff beschimpfte er als "korrupt" und "krank", Pelosi als "verrückt".

Seinen Anwalt Giuliani verteidigte der Präsident wiederum vehement und bezeichnete diesen als "Freund" und "ikonische Figur". Er betonte: "Rudy ist ein großartiger Verbrechensbekämpfer."/jac/DP/men

22.11.2019

AKTIE IM FOKUS: Fresenius versuchen Ausbruch aus Seitwärtsphase

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Papiere von Fresenius SE sind am Freitagvormittag mit einem Aufschlag von zuletzt 1,57 Prozent auf den ersten Platz im Dax geklettert. Mit in der Spitze 49,27 Euro kletterten sie auch über ihr bisheriges Novemberhoch und kosteten damit so viel wie zuletzt Anfang Juli. In den vergangenen Tagen hatten sie überwiegend seitwärts tendiert und sich konsolidiert.

Seit ihrem Jahrestief bei 40,455 Euro aus der ersten Oktoberhälfte haben die Anteile des Medizinkonzerns nun schon wieder um fast 22 Prozent zugelegt. Auch die Aktien der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) waren am Freitag mit plus 0,88 Prozent unter den besten Werten im deutschen Leitindex./ajx/zb

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22.11.2019

AKTIE IM FOKUS: CTS Eventim mit neuem Rekord - Platzierungsdelle ausgebügelt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die CTS-Eventim-Aktien haben am Freitag an die jüngste Gewinnserie angeknüpft und markierten einmal mehr ein Rekordhoch. Die Anteile des Tickethändlers und Konzertveranstalters stiegen zum Wochenausklang um bis zu 2,99 Prozent auf 56,90 Euro und waren damit so teuer wie noch nie. Zuletzt lag das im MDax notierte Papier mit 1,36 Prozent im Plus und kostete 56 Euro.

Damit hat die Aktie die Delle nach der Platzierung eines kleineren Anteilpakets durch ihren Konzernchef und Großaktionär Klaus Schulenberg am Donnerstag vergangener Woche wieder ausgebügelt. Kurz danach war die Aktie bis auf 50,35 Euro gefallen - seitdem ging es aber fünf Tage in Folge nach oben und mit dem heutigen Freitag zeichnet sich der sechste Gewinntag in Serie ab.

Das Papier befindet sich seit einiger Zeit auf einem Höhenflug. Im bisherigen Jahresverlauf legte der Börsenwert um etwas mehr als 70 Prozent auf zuletzt rund 5,4 Milliarden Euro zu. Größter Profiteur davon ist Schulenberg, der auch nach der Platzierung in der vergangenen Woche noch fast 39 Prozent der Aktien hält - das Paket ist rund 2,1 Milliarden Euro wert.

Vergangene Woche nahm er mit dem Verkauf von 4,2 Millionen Aktien etwas mehr als 200 Millionen Euro ein. Vor der Platzierung hatte die über die KPS Stiftung gehaltene Beteiligung bei etwas mehr als 43 Prozent gelegen. Das Unternehmen wächst unter anderem dank der zunehmenden Ticketnachfrage über das Internet - zudem wurde das Veranstaltungsgeschäft in den vergangenen Jahren peu a peu durch Übernahmen ausgebaut./zb/fba

22.11.2019

AKTIEN-FLASH: Fresenius versuchen Ausbruch aus Seitwärtsphase

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Papiere von Fresenius SE sind am Freitagvormittag mit einem Aufschlag von zuletzt 1,57 Prozent auf den ersten Platz im Dax geklettert. Mit in der Spitze 49,27 Euro kletterten sie auch über ihr bisheriges Novemberhoch und kosteten damit so viel wie zuletzt Anfang Juli. In den vergangenen Tagen hatten sie überwiegend seitwärts tendiert und sich konsolidiert.

Seit ihrem Jahrestief bei 40,455 Euro aus der ersten Oktoberhälfte haben die Anteile des Medizinkonzerns nun schon wieder um fast 22 Prozent zugelegt. Auch die Aktien der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) waren am Freitag mit plus 0,88 Prozent unter den besten Werten im deutschen Leitindex./ajx/zb

22.11.2019

AKTIE IM FOKUS: Qiagen wieder nah am Hoch vom Wochenanfang

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Qiagen-Aktien haben sich am Freitag mit einem kräftigen Plus von 2,37 Prozent auf fast 38 Euro wieder ihrem Hoch vom Wochenanfang bei 38,60 Euro genähert. Das Biotech- und Gendiagnostik-Unternehmen befindet sich in Gesprächen um eine Übernahme. Neue Spekulationen darüber hatten am Montag den Wert nach oben schnellen lassen auf den höchsten Stand seit 18 Jahren.

Analyst Sven Kürten von der DZ Bank hält eine Übernahme des MDax -Konzerns für sehr wahrscheinlich und rechnet in diesem Fall mit weiterem Kurspotenzial. Den fairen Wert für Qiagen sieht er derzeit bei 45 Euro.

In der Vorwoche hatten Kreisemeldungen die Runde gemacht, der US-Technologiekonzern Thermo Fisher könnte Qiagen kaufen. Analyst Kürten zählt zum Kreis weiterer potenzieller Interessenten auch die Unternehmen Illumina, Roche , Danaher sowie Siemens Healthineers . Bei einem sich verschärfenden Bieterkampf könnte der Übernahmepreis seines Erachtens sogar bei über 50 Euro je Aktie liegen./ajx/fba

22.11.2019

AKTIE IM FOKUS: Anleger im Risikomodus - Zykliker gefragt, Defensive weniger

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Anleger haben am Freitag wieder auf Risiko umgeschaltet und konjunktursensible Werte auf ihre Kauflisten gesetzt. "Offenbar gingen die Investoren davon ausgehen, dass es im Handelsstreit auf jeden Fall eine Einigung in Form des Phase-1 Deal geben wird, aber der Zeitpunkt ist vollkommen unklar", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

Im Dax waren die Papiere des Autobauers Daimler und des Chemiekonzerns Covestro weit vorne mit Gewinnen zwischen 1,5 und 2 Prozent. An der Spitze gewannen Deutsche Bank mit plus 2,5 Prozent.

Die als defensiv geltenden Versorger wie RWE und Eon waren weit hinten, RWE dabei noch leicht im Plus und Eon mit minus 0,5 Prozent./ajx/zb

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22.11.2019

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser hebt USU Software auf 'Buy' - Ziel 18,50 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat USU Software von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 16,50 auf 18,50 Euro angehoben. Die schlechten Nachrichten beim Softwarespezialisten für Digitalisierung und Automatisierung seien mit der Prognosesenkung nun aus dem Sack, schrieb Analyst Simon Bentlage in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er sieht durch den Kursrutsch eine gute Einstiegschance./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 22.11.2019 / 08:25 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.11.2019 / 08:25 / MEZ

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22.11.2019

LANXESS IM FOKUS: Spezialchemie stabilisiert in schwierigen Zeiten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kölner MDax -Konzern Lanxess treibt den Umbau zur Spezialchemie voran. Der Fokus auf profitablere Produkte abseits der Standardware soll auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für vergleichsweise stabile Geschäfte sorgen. Die wichtigsten Punkte für das Unternehmen, was die Aktie macht und was die Experten sagen:

DAS IST LOS BEI LANXESS:

Der Hersteller von chemischen Zwischenprodukten, Spezialchemikalien wie Flammschutzmitteln und Bioziden sowie von Kunststoffen wurde 2004 vom Bayer -Konzern abgespalten. Mit Beginn der Selbstständigkeit wurde ein umfassender Umbau eingeleitet. Schwächelnde Bereiche wurden abgestoßen, in neue Geschäftsfelder investiert und die Aktivitäten insbesondere in Asien ausgebaut.

Von Anfang an dabei war der jetzige Lanxess-Chef Matthias Zachert, damals noch als Finanzvorstand unter Konzernlenker Axel Heitmann. 2011 war Zachert dann zum Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA gewechselt, wo er ebenfalls die Finanzen verantwortete. Nach drei Jahren zog es den Manager zurück nach Köln: Er übernahm im April 2014 die Führung von Lanxess von Heitmann, dem damals Industriekreisen zufolge vorgehalten wurde, den Chemiekonzern nicht breit genug aufgestellt und zu einseitig auf das Auto- und Reifengeschäft gesetzt zu haben.

Zachert richtet Lanxess seither konsequent auf die Spezialchemie aus, die als weniger schwankungsanfällig gilt und höhere Gewinnmargen verspricht als das Geschäft mit Standardprodukten. Er brachte das stark von der Autoindustrie abhängige und daher sehr konjunkturanfällige Geschäft mit künstlichem Kautschuk 2016 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem weltgrößten Öl- und Energiekonzern Saudi Aramco ein. 2018 stieg Lanxess komplett aus dem Gemeinschaftsunternehmen Arlanxeo aus und verkaufte die verbliebenen 50 Prozent für rund 1,4 Milliarden Euro an den saudischen Partner.

Andere Bereiche wurden im Zuge der Neuausrichtung gestärkt. 2016 kauften die Kölner vom US-Chemiekonzern Chemours das Geschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen. Seither kamen noch der Hersteller von Flammschutz- und Schmierstoffzusätzen Chemtura sowie das Geschäft mit Phosphor-Zusatzstoffen des Konkurrenten Solvay hinzu.

Aktuell baut Lanxess die Sparte Performance Chemicals um, die einmal Consumer Protection Chemicals heißen soll. Hierbei will das Unternehmen von weltweit immer strengeren Vorschriften profitieren und das lukrative Geschäft mit Desinfektionsmitteln ausbauen. Das schwächelnde Geschäft mit Chemikalien zur Lederverarbeitung wird im Gegenzug deutlich schrumpfen. So wurde im August ein Käufer für die Aktivitäten rund um Chromchemikalien gefunden, im November wurde dann auch eine Chromerzmine in Südafrika losgeschlagen.

In der Sparte Advanced Intermediates rund um chemische Zwischenprodukte für die Industrie will Lanxess nun das Geschäft mit sogenannten Organo-Metallen umbauen. Am Standort Bergkamen wird die Produktion von Organo-Metallen auf Aluminium-Basis ausgebaut. Das Geschäft mit den Stoffen, die als Katalysatoren bei der Herstellung von Kunststoffen eingesetzt werden, gilt als sehr profitabel und wachstumsstark. Im gleichen Zug wurden die wenig rentablen Aktivitäten rund um Organo-Metalle auf Zinn-Basis verkauft.

Operativ trägt der Konzernumbau der vergangenen Jahre Früchte. So bestätigte Lanxess trotz des tristen Konjunkturumfeldes bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal auch dank der Nachfrage nach Wasseraufbereitungstechnik, Flammschutzmitteln und Pharmawirkstoffen seine Jahresziele. Manager Zachert stellte für 2019 weiterhin ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,0 bis 1,05 Milliarden Euro in Aussicht nach 1,02 Milliarden im Jahr 2018.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Nachdem die Papiere in der zweiten Hälfte 2018 wegen Konjunktursorgen eingebrochen waren und im Gesamtjahr - ausgehend vom Rekordhoch im Januar bei 74,78 Euro - fast die Hälfte ihres Wertes verloren hatten, lief es 2019 deutlich besser. Im laufenden Jahr summiert sich der Gewinn der Aktien bereits auf mehr als 50 Prozent. Bis zum Rekordhoch fehlen inzwischen noch rund 23 Prozent.

Mit dem guten Lauf 2019 hängt Lanxess die Branche ab. So bringt es der Stoxx Europe 600 Chemicals bisher auf ein Kursplus von etwa 25 Prozent. Im MDax, dem die Aktie hierzulande angehört, zählt sie zu den Top 12 der insgesamt 60 dort gelisteten mittelgroßen Unternehmen. Beim Börsenwert liegen die Kölner mit einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 5,4 Milliarden Euro im Mittelfeld des Index.

Auf den bisher tiefsten Kurs waren die Papiere während der Weltfinanzkrise gesackt. 2008 ging es bis auf fast 10 Euro nach unten, nachdem die Bayer-Abspaltung Anfang 2005 mit 15,75 Prozent an der Börse gestartet war. Im Vergleich dazu hat sich der Wert der Papiere mittlerweile fast vervierfacht.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Die meisten der 13 seit Mitte November von dpa-AFX erfassten Experten blicken mehr oder weniger neutral auf die Aktien. Drei raten indes zum Kauf und zwei zum Verkauf der Papiere. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 62 Euro.

Größter Optimist ist Oliver Schwarz von Warburg Research. Ihm zufolge sorgt die durch den Konzernumbau verbesserte Aufstellung in wirtschaftlich unruhigen Zeiten für Stabilität. Zudem dürfte Lanxess vom starken Wachstum des Batteriemarktes profitieren, da es als einer der wichtigsten europäischen Anbieter von Ausgangsmaterialien für die Batterieherstellung gut positioniert sei. "Der aktuelle Aktienkurs scheint das Potenzial, profitables Wachstum aus dem bestehenden Portfolio zu generieren, nicht ausreichend widerzuspiegeln," argumentiert der Experte mit Blick auf sein Kursziel von 80 Euro und seine Kaufempfehlung.

Thorsten Strauß von der NordLB betont, dass Lanxess die schwächere Nachfrage der Automobilindustrie dank seiner breiten Aufstellung abfedern könne. Allerdings sei ein schneller Aufschwung nicht in Sicht, weshalb das Jahr 2020 schwierig werden dürfte. Vor diesem Hintergrund hält der Experte Kursrückschläge für wahrscheinlich: Bei einem Kursziel von 55 Euro stufte er die Aktien mit "Neutral" ein.

Für aktuell angemessen bewertet hält auch Georgina Iwamoto von Goldman Sachs die Aktien. Gerade durch den aktiven Konzernumbau hebe sich Lanxess von der breiten Masse ab. Sie traut dem Management zu, die hierfür gesteckten Ziele zu erreichen. Allerdings werde die Transformationsstory von Investoren schon angemessen beurteilt, während aktuell zusätzliche Kurstreiber fehlten./mis/ck/kro/he

22.11.2019

ANALYSE-FLASH: Oddo BHF hebt Rheinmetall auf 'Neutral' - Ziel 87 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo BHF hat Rheinmetall angesichts begrenzter Rückschlagsrisiken zu seinem unveränderten Kursziel von 87 Euro von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft. Der Kapitalmarkttag habe die erwartete Wachstumsabschwächung im Rüstungsgeschäft signalisiert, schrieb Analyst Harald Eggeling in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem bleibe das Automobilumfeld schwierig./ag/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.11.2019 / 16:37 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.11.2019 / 07:25 / MEZ

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22.11.2019

ANALYSE-FLASH: JPMorgan erhöht Ziel für Dialog Semiconductor - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Dialog Semiconductor von 45 auf 51 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Die Apple-Fantasie sei zurück, schrieb Analyst Sandeep Deshpande in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Umsatz mit anderen Kunden steige zwar auch, aber nicht so atemberaubend wie mit dem US-Konzern./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.11.2019 / 20:40 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.11.2019 / 00:15 / GMT

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22.11.2019

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Va-Q-Tec auf 'Buy' - Ziel 14,50 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat Va-Q-Tec von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 9 auf 14,50 Euro angehoben. Der Hersteller von Dämmlösungen und thermischen Verpackungssystemen sei wieder in der Spur, schrieb Analyst Benjamin Pfannes-Varrow in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Experte ist sehr optimistisch für das Schlussquartal und 2020. Er rechnet mittelfristig mit einer Wachstumsrate von im Schnitt 13 Prozent pro Jahr./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.11.2019 / 17:46 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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