dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

22.06.2018

RATING: Moody's senkt Monsanto nach Übernahme durch Bayer auf 'BAA1'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsnote für den US-Saatgutkonzern Monsanto nach der Übernahme durch Bayer auf 'BAA1' gesenkt. Das ist eine Stufe unter dem alten Rating "A3" und zählt weiterhin zum sogenannten "Investment Grade", also eher sicheren Anlagen. Die Abstufung schließe die im September 2016 nach der Ankündigung der Akquisition durch den deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzern begonnnen Überprüfung ab, wie Moody's am Freitagabend in New York mitteilte. Sobald das Tauschangebot Bayers für Monsanto-Anleihen erfolgreich ist, dürfte das Rating für Monsanto gestrichen werden.

Bayer hatte den rund 63 Milliarden Dollar schweren Kauf des US-Konzerns Anfang Juni abgeschlossen. Es ist die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland. Der Konzern aus Leverkusen steigt damit zum weltgrößten Hersteller von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln auf. Die Integration des US-Riesen in die eigenen Konzernstrukturen muss allerdings noch warten. Diese kann erst erfolgen, wenn der Verkauf wichtiger Geschäftsteile an den Rivalen BASF abgeschlossen ist - eine Auflage der Kartellbehörden./mis/edh

22.06.2018

Weitere Rohmilchkäse in Frankreich zurückgerufen

PARIS (dpa-AFX) - Nach der Erkrankung von Kindern hat ein französischer Hersteller weitere Rohmilchkäse zurückgerufen. Es handelt sich um Reblochon der Käserei Chabert, der unter mehreren Handelsmarken vertrieben wurde, teilte das französische Agrarministerium am Freitagabend in Paris mit. Es sei eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem Escherichia-coli-O26-Bakterien in zwei landwirtschaftlichen Zuliefer-Betrieben festgestellt worden seien. Kunden sollten den Käse nicht essen.

Der aus der Alpenregion Savoyen stammende Reblochon-Käse von Chabert war nach früheren Angaben auch in Deutschland zurückgezogen worden.

Bei dem neuen Rückruf in Frankreich geht es um den Käse "Fromage entier AOP Reblochon laitier au lait cru" mit der Identitätsnummer FR 74. 303.050 CE. Betroffen ist auch der "Demi-fromage AOP Reblochon laitier au lait cru" mit der Nummer FR 74.289.050 CE.

E.-coli-Bakterien können Übelkeit, Durchfall und Fieber auslösen. Nach ergänzenden Angaben der Nachrichtenagentur AFP sind in Frankreich zwölf Kinder nach dem Genuss von Reblochonkäse erkrankt./cb/DP/mis

22.06.2018

Neue Halberg-Guss warnt streikende Beschäftigte vor Jobverlust

SAARBRÜCKEN/LEIPZIG (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Neue Halberg-Guss (NHG) hat seine Beschäftigten in einem Offenen Brief vor den Folgen des anhaltenden Streiks gewarnt. Es komme aktuell bei den ersten Kunden zu Ausfällen in der Produktion, hieß es in dem am Freitagabend veröffentlichten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Teilweise würden deren Mitarbeiter wegen des Streiks in Kurzarbeit geschickt. "Die Folge ist absehbar: Mit jedem Tag, den der Streik andauert, riskieren wir den Verlust dieser Kunden und damit auch den Verlust aller Jobs in Saarbrücken."

Bei dem Konflikt geht es um die geplante Schließung des NHG-Standorts Leipzig mit rund 700 Beschäftigten Ende 2019 sowie um den von der Geschäftsleitung erwogenen Abbau von 300 der insgesamt 1500 Arbeitsplätze in Saarbrücken. Die Neue Halberg-Guss gehört seit Januar zum Unternehmen Prevent. Die Prevent-Gruppe befindet sich seit mehr als zwei Jahren in einem Streit mit dem Hauptkunden Volkswagen um die Preise für die Lieferung von Motorblöcken.

Wenn die Beschäftigten für das Unternehmen und für die Arbeitsplätze kämpfen wollten, sollten sie den Streik beenden, der "am Ende nur verbrannte Erde" hinterlasse. "Wir fahren die Produktion wieder an und laden Sie ein, Teil davon zu sein", hieß es in dem Brief. Bis zum Beginn des Streiks sei ein Arbeitsplatzabbau in Saarbrücken für die kommenden zwei Jahre gar nicht erforderlich gewesen. "Ob das so aufrechterhalten werden kann, bestimmen Sie nun mit", hieß es in dem Brief.

Erst am Mittwoch waren Sozialtarifverhandlungen zwischen dem Autozulieferer und der IG Metall vorerst gescheitert. Die Schuld dafür hatten sich beide Seiten gegenseitig zugeschoben. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, es habe noch kein belastbares Konzept für die Zukunft vorgelegt. Auf dieser Basis mache ein von NHG ins Spiel gebrachter Schlichter keinen Sinn, daher werde weiter gestreikt.

Die IG Metall fordert eine Qualifizierungsgesellschaft und einen Treuhandfonds, den die NHG finanzieren soll. Aus dem Fonds sollen Leistungen für Beschäftigte bezahlt werden, wenn Arbeitsplätze verloren gehen sollten. Die NHG wiederum hatte der Gewerkschaft "absurd hohe Forderungen" vorgeworfen./csc/DP/mis

22.06.2018

WDH/dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN der Woche vom 18. bis 22.06.2018

(In der Überschrift wurde das Datum angepasst.)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 18. bis 22.06.2018:

MONTAG

BAYER AG

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Bayer mit "Buy" bewertet und ein Kursziel von 132 Euro genannt. Seine Prognosen für den Pharma- und Agrarchemiekonzern berücksichtigten nun die neuesten Finanzinformationen zur Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto und die damit einhergehende Kapitalerhöhung, schrieb Analyst Peter Verdult in einer am Montag vorliegenden Studie. Das Abwärtspotenzial für die Aktien sei derzeit begrenzt, allerdings bleibe die Frage, wie schnell die Neubewertung der Papiere nun vonstatten gehe. Dabei seien die aktuellen Handelskonflikte zwischen China und den USA nicht hilfreich.

FREENET NAMENSAKTIEN

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Freenet auf "Buy" mit einem Kursziel von 32,50 Euro belassen. Das TV-Geschäft sei der entscheidende Faktor für künftiges Wachstum, schrieb Analyst Simon Bentlage in einer am Montag vorliegenden Studie. Ein unabhängiger Test des c't-Magazins habe nun für die TV-Plattform Waipu TV von Freenet eine deutlich geringere Verzögerung als bei Kabel- und Antennenfernsehen ermittelt. Dies sollte bei den Nutzern die Aufmerksamkeit für Internetfernsehen als Alternative steigern, so der Experte.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Infineon nach einem Kapitalmarkttag von 26 auf 28 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Investitionsausgaben des Chipherstellers dürften zwar kurzfristig den Liquiditätszufluss (Free Cashflow) dämpfen, schrieb Analyst David Mulholland in einer am Montag vorliegenden Studie. Auf lange Sicht aber ergäben sich eine Reihe von wichtigen Vorteilen. Mulholland verwies auf das steigende Angebot an 300 Millimeter großen Siliziumscheiben (Wafer), die Infineon nun in der Produktion verstärkt weiterverarbeiten könne.

MORPHOSYS

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo BHF hat das Kursziel für Morphosys von 93 auf 106 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Aus einem Patentstreit mit den Unternehmen Genmab und Janssen dürften Kompensationszahlungen für Morphosys resultieren, schrieb Analyst Igor Kim in einer am Montag vorliegenden Studie. Der starke Kursanstieg spiegele unterdessen Fortschritte in der Wirtstoffentwicklung des Biotech-Unternehmens wider, das Aufwärtspotenzial sei aber noch nicht ausgereizt.

DIENSTAG

AXEL SPRINGER AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Axel Springer nach einem Treffen mit dem Konzernlenker und dem Finanzchef von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 70 auf 77 Euro angehoben. Die Internetzeitung Business Insider dürfte die nächste wichtige Triebfeder für den Medienkonzern werden, schrieb Analyst Jochen Reichert in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Ihre US-Aktiväten seien eine starke Basis für internationales Wachstum. Die deutsche Jobplattform Stepstone dürfte derweil hohe Wachstumsraten halten können.

BEIERSDORF AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat Beiersdorf von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 83 auf 101 Euro angehoben. Dies schrieb Analystin Celine Pannuti in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie vor den Halbjahresberichten der europäischen Nahrungsmittel- und Konsumgüterhersteller. Bei den Hamburgern sieht sie noch Spielraum für die Umsatzerwartungen. Die Profitabilität dürfte sich aber wegen der Investitionen in Wachstum kaum verbessern.

GERRESHEIMER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Gerresheimer von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 66 auf 77 Euro angehoben. Analyst Falko Friedrichs erwartet sich vom Verpackungsspezialisten laut einer am Dienstag vorliegenden Studie solide Ergebnisse für das zweite Quartal. Insgesamt sollten sich nach einem eher schwachen Jahresstart die Aussichten verbessern.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für die Volkswagen-Vorzugsaktie von 140 auf 128 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Die aktuell negativen Nachrichten um den Autokonzern bestätigten seine vorsichtige Haltung bezüglich des Dieselskandals, schrieb Analyst Michael Punzet in einer am Dienstag vorliegenden Studie.

MITTWOCH

DAIMLER AG

FRANKFURT - Das Bankhaus Metzler hat Daimler von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 78 auf 65 Euro gesenkt. Die Glaubwürdigkeit der Stuttgarter leide massiv unter ihrer eigenen Dieselgate-Affäre, schrieb Analyst Jürgen Pieper in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Zumindest bei einer Motorversion hätten sie wohl zumindest ebenfalls eine manipulierte Steuerungssoftware benutzt. Mögliche Strafen in Deutschland aber vor allem den USA könnten in die Milliarden Euro gehen, so der Experte.

CECONOMY

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Ceconomy anlässlich der Kapitalerhöhungserwägungen auf "Buy" mit einem Kursziel von 12,50 Euro belassen. Dies wäre sicherlich kurzfristig eine massive Belastung, schrieb Analyst Andrew Porteous in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Letztlich würde der Elektronikhändler damit aber die finanzielle Flexibilität gewinnen, um in der europäischen Marktkonsolidierung weiter eine aktive Rolle zu spielen.

DIALOG SEMICONDUCTOR

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Dialog Semiconductor anlässlich des Interesses an Synaptics auf "Reduce" mit einem Kursziel von 18 Euro belassen. Der Touchscreen-Hersteller sei zwar nicht das attraktivste Ziel, schrieb Analyst Sebastien Sztabowicz in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Eine Übernahme könnte dem Chiphersteller aber helfen, seine Abhängigkeit von Apple etwas zu verringern.

WACKER CHEMIE AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Wacker Chemie von 169 auf 157 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Christian Sandherr passte seine Schätzungen in einer am Mittwoch vorliegenden Studie an geringere Polysilizium-Preise an. Er bleibt aber nach einem Treffen mit dem Management grundsätzlich sehr optimistisch für den Spezialchemiekonzern und Solarausrüster.

DONNERSTAG

BEIERSDORF AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Beiersdorf auf "Hold" mit einem Kursziel von 96,50 Euro belassen. Durch den Abschied des Konzernchefs Stefan Heidenreich spätestens zum Ende der Vertragslaufzeit nehme die Unsicherheit beim Hamburger Konsumgüterhersteller zu, schrieb Analyst Andreas von Arx in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Er erinnerte daran, dass auch die Finanzchefin erst im Juli ihren Posten übernehme.

BMW

FRANKFURT - Die DZ Bank hat BMW von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert von 108 auf 82 Euro gesenkt. Der zu erwartende anhaltende Nachrichtenfluss zu den Themen Zölle und Abgasaffäre dürfte die Branchenstimmung belasten, schrieb Analyst Michael Punzet in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Punzet passte seine Schätzungen für den Autobauer leicht nach unten an und berücksichtigt nun eine erhöhte Risikoprämie.

COVESTRO

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Covestro auf "Buy" mit einem Kursziel von 126 Euro belassen. Werthaltige Aktien seien Wachstumstiteln in den vergangenen zehn Jahren hinterher gelaufen, schrieben die Experten in einer am Donnerstag vorliegenden Strategiestudie. Die Papiere des Kunststoffkonzerns zählen sie zu den neun Valuewerten mit deutlichem Potenzial. Analyst Laurence Alexander rechnet mit einer weiter stabilen Nachfrage und massiven

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktien von Daimler nach der Gewinnwarnung von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert von 63 auf 49 Euro gesenkt. Analyst Michael Punzet rechnet in einer am Donnerstag vorliegenden Studie mit anhaltenden Belastungen durch die Nachrichten zu den Themen Zölle und Diesel - für die Branche und gerade auch für Daimler.

FREITAG

ALLIANZ SE

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Allianz SE von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 175 auf 205 Euro angehoben. Nachdem die Papiere des Versicherers seit ihrem 2017er-Hoch klar nachgegeben und sich verglichen mit anderen Werten aus der Branche seit Jahresbeginn deutlich schwächer entwickelt hätten, sei es nun angesichts der attraktiven Bewertung wieder Zeit für Käufe, schrieb Analyst Trevor Moss in einer am Freitag vorliegenden Studie.

BEIERSDORF AG

PARIS - Die französische Bank Natixis hat Beiersdorf von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 107 auf 97 Euro gesenkt. Der Abschied des Konzernchefs Stefan Heidenreich sorge bis zur Benennung eines Nachfolgers für Unsicherheit, auch wenn dahinter keine operativen Schwierigkeiten stecken dürften, schrieb Analyst Pierre Tegner in einer am Freitag vorliegenden Studie. Möglicherweise habe Heidenreich strategisch mehr Einfluss gewollt als gehabt.

COVESTRO

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Aktien von Covestro auf eine Empfehlungsliste für europäische Schwergewichte gesetzt. Die Einstufung laute weiterhin "Buy" mit einem Kursziel von 120 Euro, schrieb Analyst Christian Faitz in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Stimmung für die Papiere des Spezialchemiekonzerns sei zu negativ und gleichzeitig sei die Bewertung zu attraktiv, um sie nicht im Portfolio zu haben. Die Sorgen um die Preise für Polyurethan-Produkte seien übertrieben.

SALZGITTER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktien der Salzgitter AG von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert von 45 auf 35 Euro gesenkt. "Die Konjunkturperspektiven für Europa haben sich eingetrübt und die mittelfristigen Risiken für Salzgitter, die schwerpunktmäßig im Euroraum aktiv sind, sind gestiegen", schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er reduzierte seine Gewinnschätzungen.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

/mis

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22.06.2018

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 22.06.2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 22.06.2018

AIRBUS

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Airbus von 122 auf 133 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analyst David Perry setzte die Aktien zudem in einer am Donnerstag vorliegenden Branchenstudie auf die "Analyst Focus Liste". Airbus dürfte zwar schwache Halbjahreszahlen vorlegen, doch liege das an vorübergehenden Lieferverzögerungen wegen Triebwerksproblemen. Zudem könnte Airbus als europäischer Anbieter sogar von einem Handelskrieg zwischen China und den USA profitieren und mehr Aufträge aus China erhalten.

ALLIANZ SE

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Allianz SE von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 175 auf 205 Euro angehoben. Nachdem die Papiere des Versicherers seit ihrem 2017er-Hoch klar nachgegeben und sich verglichen mit anderen Werten aus der Branche seit Jahresbeginn deutlich schwächer entwickelt hätten, sei es nun angesichts der attraktiven Bewertung wieder Zeit für Käufe, schrieb Analyst Trevor Moss in einer am Freitag vorliegenden Studie.

BAYER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Bayer von 120 auf 137 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Tim Race berücksichtigt in seinem Bewertungsmodell künftig die Schätzungen für den Konzern nach der Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto. Angesichts des guten Gewinnsteigerungspotenzials seien die Papiere niedrig bewertet, schrieb er in einer am Freitag vorliegenden Studie.

BEIERSDORF AG

PARIS - Die französische Bank Natixis hat Beiersdorf von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 107 auf 97 Euro gesenkt. Der Abschied des Konzernchefs Stefan Heidenreich sorge bis zur Benennung eines Nachfolgers für Unsicherheit, auch wenn dahinter keine operativen Schwierigkeiten stecken dürften, schrieb Analyst Pierre Tegner in einer am Freitag vorliegenden Studie. Möglicherweise habe Heidenreich strategisch mehr Einfluss gewollt als gehabt.

BMW

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für BMW von 95 auf 86 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Münchner hätten ihren Ausblick nach der Gewinnwarnung von Daimler "noch" bestätigt, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er sieht das Risiko einer eigenen Zielrevision aber zuletzt gestiegen und kürzte seine Prognosen.

COVESTRO

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Aktien von Covestro auf eine Empfehlungsliste für europäische Schwergewichte gesetzt. Die Einstufung laute weiterhin "Buy" mit einem Kursziel von 120 Euro, schrieb Analyst Christian Faitz in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Stimmung für die Papiere des Spezialchemiekonzerns sei zu negativ und gleichzeitig sei die Bewertung zu attraktiv, um sie nicht im Portfolio zu haben. Die Sorgen um die Preise für Polyurethan-Produkte seien übertrieben.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Daimler von "Accumulate" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 80 auf 71 Euro gesenkt. Der Rückschlag in Folge der Gewinnwarnung biete eine Einstiegschance, schrieb Analyst Tim Schuldt in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die meisten angeführten Gründe dürften nicht von langer Dauer sein.

EVONIK

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Evonik mit "Buy" und einem Kursziel von 39 Euro in die Bewertung aufgenommen. Selbst kleine Schritte hin zu einer aktionärsfreundlicheren Unternehmenskultur dürften zu einer deutlich besseren Kursentwicklung der Papiere des Spezialchemiekonzerns führen, hieß es in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem sei der lange Zeit belastende Methioninmarkt kein größeres Risiko mehr.

SALZGITTER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktien der Salzgitter AG von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert von 45 auf 35 Euro gesenkt. "Die Konjunkturperspektiven für Europa haben sich eingetrübt und die mittelfristigen Risiken für Salzgitter, die schwerpunktmäßig im Euroraum aktiv sind, sind gestiegen", schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er reduzierte seine Gewinnschätzungen.

ZURICH INSURANCE GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Zurich Insurance Group von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 288 auf 315 Franken angehoben. Die Papiere des Versicherers hätten sich zuletzt überdurchschnittlich geschlagen, was gerechtfertigt sei, schrieb Analyst Trevor Moss in einer am Freitag vorliegenden Studie. Nun werde die Luft aber etwas dünner, auch wenn die Aussichten ordentlich seien.

/mis

22.06.2018

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN der Woche vom 11. bis 15.06.2018

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 11. bis 15.06.2018:

MONTAG

BAYER AG

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Bayer mit "Buy" bewertet und ein Kursziel von 132 Euro genannt. Seine Prognosen für den Pharma- und Agrarchemiekonzern berücksichtigten nun die neuesten Finanzinformationen zur Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto und die damit einhergehende Kapitalerhöhung, schrieb Analyst Peter Verdult in einer am Montag vorliegenden Studie. Das Abwärtspotenzial für die Aktien sei derzeit begrenzt, allerdings bleibe die Frage, wie schnell die Neubewertung der Papiere nun vonstatten gehe. Dabei seien die aktuellen Handelskonflikte zwischen China und den USA nicht hilfreich.

FREENET NAMENSAKTIEN

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Freenet auf "Buy" mit einem Kursziel von 32,50 Euro belassen. Das TV-Geschäft sei der entscheidende Faktor für künftiges Wachstum, schrieb Analyst Simon Bentlage in einer am Montag vorliegenden Studie. Ein unabhängiger Test des c't-Magazins habe nun für die TV-Plattform Waipu TV von Freenet eine deutlich geringere Verzögerung als bei Kabel- und Antennenfernsehen ermittelt. Dies sollte bei den Nutzern die Aufmerksamkeit für Internetfernsehen als Alternative steigern, so der Experte.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Infineon nach einem Kapitalmarkttag von 26 auf 28 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Investitionsausgaben des Chipherstellers dürften zwar kurzfristig den Liquiditätszufluss (Free Cashflow) dämpfen, schrieb Analyst David Mulholland in einer am Montag vorliegenden Studie. Auf lange Sicht aber ergäben sich eine Reihe von wichtigen Vorteilen. Mulholland verwies auf das steigende Angebot an 300 Millimeter großen Siliziumscheiben (Wafer), die Infineon nun in der Produktion verstärkt weiterverarbeiten könne.

MORPHOSYS

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo BHF hat das Kursziel für Morphosys von 93 auf 106 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Aus einem Patentstreit mit den Unternehmen Genmab und Janssen dürften Kompensationszahlungen für Morphosys resultieren, schrieb Analyst Igor Kim in einer am Montag vorliegenden Studie. Der starke Kursanstieg spiegele unterdessen Fortschritte in der Wirtstoffentwicklung des Biotech-Unternehmens wider, das Aufwärtspotenzial sei aber noch nicht ausgereizt.

DIENSTAG

AXEL SPRINGER AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Axel Springer nach einem Treffen mit dem Konzernlenker und dem Finanzchef von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 70 auf 77 Euro angehoben. Die Internetzeitung Business Insider dürfte die nächste wichtige Triebfeder für den Medienkonzern werden, schrieb Analyst Jochen Reichert in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Ihre US-Aktiväten seien eine starke Basis für internationales Wachstum. Die deutsche Jobplattform Stepstone dürfte derweil hohe Wachstumsraten halten können.

BEIERSDORF AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat Beiersdorf von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 83 auf 101 Euro angehoben. Dies schrieb Analystin Celine Pannuti in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie vor den Halbjahresberichten der europäischen Nahrungsmittel- und Konsumgüterhersteller. Bei den Hamburgern sieht sie noch Spielraum für die Umsatzerwartungen. Die Profitabilität dürfte sich aber wegen der Investitionen in Wachstum kaum verbessern.

GERRESHEIMER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Gerresheimer von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 66 auf 77 Euro angehoben. Analyst Falko Friedrichs erwartet sich vom Verpackungsspezialisten laut einer am Dienstag vorliegenden Studie solide Ergebnisse für das zweite Quartal. Insgesamt sollten sich nach einem eher schwachen Jahresstart die Aussichten verbessern.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für die Volkswagen-Vorzugsaktie von 140 auf 128 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Die aktuell negativen Nachrichten um den Autokonzern bestätigten seine vorsichtige Haltung bezüglich des Dieselskandals, schrieb Analyst Michael Punzet in einer am Dienstag vorliegenden Studie.

MITTWOCH

DAIMLER AG

FRANKFURT - Das Bankhaus Metzler hat Daimler von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 78 auf 65 Euro gesenkt. Die Glaubwürdigkeit der Stuttgarter leide massiv unter ihrer eigenen Dieselgate-Affäre, schrieb Analyst Jürgen Pieper in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Zumindest bei einer Motorversion hätten sie wohl zumindest ebenfalls eine manipulierte Steuerungssoftware benutzt. Mögliche Strafen in Deutschland aber vor allem den USA könnten in die Milliarden Euro gehen, so der Experte.

CECONOMY

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Ceconomy anlässlich der Kapitalerhöhungserwägungen auf "Buy" mit einem Kursziel von 12,50 Euro belassen. Dies wäre sicherlich kurzfristig eine massive Belastung, schrieb Analyst Andrew Porteous in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Letztlich würde der Elektronikhändler damit aber die finanzielle Flexibilität gewinnen, um in der europäischen Marktkonsolidierung weiter eine aktive Rolle zu spielen.

DIALOG SEMICONDUCTOR

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Dialog Semiconductor anlässlich des Interesses an Synaptics auf "Reduce" mit einem Kursziel von 18 Euro belassen. Der Touchscreen-Hersteller sei zwar nicht das attraktivste Ziel, schrieb Analyst Sebastien Sztabowicz in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Eine Übernahme könnte dem Chiphersteller aber helfen, seine Abhängigkeit von Apple etwas zu verringern.

WACKER CHEMIE AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Wacker Chemie von 169 auf 157 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Christian Sandherr passte seine Schätzungen in einer am Mittwoch vorliegenden Studie an geringere Polysilizium-Preise an. Er bleibt aber nach einem Treffen mit dem Management grundsätzlich sehr optimistisch für den Spezialchemiekonzern und Solarausrüster.

DONNERSTAG

BEIERSDORF AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Beiersdorf auf "Hold" mit einem Kursziel von 96,50 Euro belassen. Durch den Abschied des Konzernchefs Stefan Heidenreich spätestens zum Ende der Vertragslaufzeit nehme die Unsicherheit beim Hamburger Konsumgüterhersteller zu, schrieb Analyst Andreas von Arx in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Er erinnerte daran, dass auch die Finanzchefin erst im Juli ihren Posten übernehme.

BMW

FRANKFURT - Die DZ Bank hat BMW von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert von 108 auf 82 Euro gesenkt. Der zu erwartende anhaltende Nachrichtenfluss zu den Themen Zölle und Abgasaffäre dürfte die Branchenstimmung belasten, schrieb Analyst Michael Punzet in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Punzet passte seine Schätzungen für den Autobauer leicht nach unten an und berücksichtigt nun eine erhöhte Risikoprämie.

COVESTRO

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Covestro auf "Buy" mit einem Kursziel von 126 Euro belassen. Werthaltige Aktien seien Wachstumstiteln in den vergangenen zehn Jahren hinterher gelaufen, schrieben die Experten in einer am Donnerstag vorliegenden Strategiestudie. Die Papiere des Kunststoffkonzerns zählen sie zu den neun Valuewerten mit deutlichem Potenzial. Analyst Laurence Alexander rechnet mit einer weiter stabilen Nachfrage und massiven

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktien von Daimler nach der Gewinnwarnung von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert von 63 auf 49 Euro gesenkt. Analyst Michael Punzet rechnet in einer am Donnerstag vorliegenden Studie mit anhaltenden Belastungen durch die Nachrichten zu den Themen Zölle und Diesel - für die Branche und gerade auch für Daimler.

FREITAG

ALLIANZ SE

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Allianz SE von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 175 auf 205 Euro angehoben. Nachdem die Papiere des Versicherers seit ihrem 2017er-Hoch klar nachgegeben und sich verglichen mit anderen Werten aus der Branche seit Jahresbeginn deutlich schwächer entwickelt hätten, sei es nun angesichts der attraktiven Bewertung wieder Zeit für Käufe, schrieb Analyst Trevor Moss in einer am Freitag vorliegenden Studie.

BEIERSDORF AG

PARIS - Die französische Bank Natixis hat Beiersdorf von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 107 auf 97 Euro gesenkt. Der Abschied des Konzernchefs Stefan Heidenreich sorge bis zur Benennung eines Nachfolgers für Unsicherheit, auch wenn dahinter keine operativen Schwierigkeiten stecken dürften, schrieb Analyst Pierre Tegner in einer am Freitag vorliegenden Studie. Möglicherweise habe Heidenreich strategisch mehr Einfluss gewollt als gehabt.

COVESTRO

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Aktien von Covestro auf eine Empfehlungsliste für europäische Schwergewichte gesetzt. Die Einstufung laute weiterhin "Buy" mit einem Kursziel von 120 Euro, schrieb Analyst Christian Faitz in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Stimmung für die Papiere des Spezialchemiekonzerns sei zu negativ und gleichzeitig sei die Bewertung zu attraktiv, um sie nicht im Portfolio zu haben. Die Sorgen um die Preise für Polyurethan-Produkte seien übertrieben.

SALZGITTER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktien der Salzgitter AG von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert von 45 auf 35 Euro gesenkt. "Die Konjunkturperspektiven für Europa haben sich eingetrübt und die mittelfristigen Risiken für Salzgitter, die schwerpunktmäßig im Euroraum aktiv sind, sind gestiegen", schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er reduzierte seine Gewinnschätzungen.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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22.06.2018

US-Anleihen: Kaum verändert

NEW YORK (dpa-AFX) - Ohne klare Richtung und nur wenig verändert haben sich die Kurse von US-Staatsanleihen am Freitag im Verlauf gezeigt. Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 29/32 Punkten und rentierten mit 2,55 Prozent. Fünfjährige Anleihen stagnierten bei 99 29/32 Punkten. Sie rentierten mit 2,77 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Staatspapiere gaben um 1/32 Punkte auf 99 25/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,90 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren blieben stabil bei 101 18/32 Punkten. Ihre Rendite betrug 3,04 Prozent./edh/mis

22.06.2018

Devisen: Euro zieht wieder etwas an

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Freitag im US-Handel wieder zugelegt. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1660 US-Dollar und damit etwas höher als im späten europäischen Geschäft gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1648 (Donnerstag: 1,1538) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8585 (0,8667) Euro gekostet.

Unterstützung erhielt der Euro vor dem Wochenende vom US-Dollar. Die amerikanische Währung tendierte zu vielen anderen Devisen schwächer, was sich auch an zahlreichen Währungen von Schwellenländern zeigte. Sie verbuchten zum Dollar überwiegend Gewinne.

Zusätzlich beflügelt wurde der Euro durch die Einigung auf ein letztes Hilfspaket für Griechenland in der Nacht zum Freitag. Marktteilnehmer nannten zudem solide Konjunkturdaten aus der Eurozone. Das Institut Markit meldete für Juni eine bessere Unternehmensstimmung. Dies dämpfte Befürchtungen, der konjunkturelle Aufschwung im Euroraum neige sich dem Ende zu./edh/bgf/mis

22.06.2018

YouTube-Wissenschaftskanal 'maiLab' gewinnt Grimme Online Award

KÖLN (dpa-AFX) - Der YouTube-Wissenschaftskanal "maiLab" ist mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. Das Projekt der Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim, das zum jungen ARD/ZDF-Angebot Funk gehört, gewann den Preis am Freitagabend in Köln in der Kategorie "Wissen und Bildung". Wissenschaft passiere nicht nur im Labor, sondern sei Teil des Gesellschaft, sagte die YouTuberin in ihrer Dankesrede. "Ein überlebenswichtiger Teil. Und deswegen müssen wir mehr darüber reden und wir müssen es besser verstehen."

Insgesamt waren 28 herausragende Netz-Angebote für den undotierten Preis nominiert worden. Er gilt als wichtigste deutsche Auszeichnung für hochwertige Online-Publizistik und wird seit 2001 verliehen. Die Jury konnte bis zu acht Preisträger in vier Kategorien auswählen.

Ein weiterer Award ging an "RiffReporter". Die Plattform fokussiert sich ebenfalls auf Wissenschaft, Umwelt und Technologie. Das Besondere ist aber das Geschäftsmodell - "RiffReporter" ist als Genossenschaft organisiert./idt/DP/mis

22.06.2018

Popcorn zurückgerufen - Gefahr von Gesundheitsschäden

(Tippfehler im ersten Absatz korrigiert)

HAMELN (dpa-AFX) - Wegen möglicher Gesundheitsrisiken hat die Firma XOX Gebäck mehrere Popcorn-Artikel zurückgerufen. Ein Verzehr kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Sehstörungen, erweiterten Pupillen, Mundtrockenheit und Müdigkeit führen, wie das Unternehmen aus dem niedersächsischen Hameln hat am Freitag mitteilte. Nach Angaben des Verbraucherschutz-Portals "lebensmittelwarnung.de" des Bundes und der Länder werden die sieben zurückgerufenen Produkte bundesweit verkauft - außer in Mecklenburg-Vorpommern.

In dem Produkten ist dem Unternehmen zufolge eine erhöhte Menge an Tropanalkaloiden festgestellt worden. Das sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die vor allem in Nachtschattengewächsen vorkommen, zum Beispiel im Bilsenkraut, dem Stechapfel und der Tollkirsche./woe/DP/mis

22.06.2018

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow mit zarter Erholung - Tech-Werte schwächeln

NEW YORK (dpa-AFX) - Ohne klare Richtung haben sich die US-Aktienmärkte ins Wochenende verabschiedet. Während die Standardwerte an der Wall Street mehrheitlich zu einer moderaten Erholung ansetzten, endeten die Technologieaktien an der Nasdaq überwiegend im Minus.

Nach einem festeren Auftakt dümpelte der Dow Jones Industrial über weite Strecken des Handels vor sich hin und schloss mit einem Plus von 0,49 Prozent bei 24 580,89 Punkten. Dennoch fiel die Wochenbilanz des US-Leitindex mit einem Verlust von rund 2 Prozent klar negativ aus. Denn der schwelende weltweite Handelskonflikt hatte dem Dow zuletzt acht Verlusttage in Folge eingebrockt. Neue Nahrung erhielten diese Befürchtungen am Freitag, nachdem US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit 20-prozentigen Zöllen auf EU-Autoimporte gedroht hatte.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,19 Prozent auf 2754,88 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor hingegen 0,28 Prozent auf 7197,51 Zähler.

Der Ölsektor profitierte von deutlich gestiegenen Ölpreisen. Die Opec-Staaten haben sich auf eine nur leicht erhöhte Ölförderung geeinigt. Die Aktien von Chevron und Exxon Mobil gehörten mit Gewinnen von jeweils über 2 Prozent zu den attraktivsten Dow-Werten. Die Papiere des Ölförderers ConocoPhillips sowie der Ölfeldausrüster Schlumberger und Halliburton waren mit Kursaufschlägen zwischen 2,8 und 4,1 Prozent ebenfalls gefragt.

Dagegen sackten die Papiere des Softwareherstellers Red Hat um mehr als 14 Prozent ab. Der Linux-Distributor hatte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt. Auch der einstige Smartphone-Pionier Blackberry enttäuschte die Anleger mit seinen Quartalszahlen: Die Aktien fielen um 8,7 Prozent.

Schlusslicht im Nasdaq 100 waren die Tesla-Aktien mit einem Abschlag von rund 4 Prozent. Die negativen Nachrichten rund um den Elektroautobauer reißen nicht ab. Nach dem holprigen Produktionsstart des Hoffnungsträgers Model 3 und der Nachricht über Sabotage durch einen Mitarbeiter macht dem Unternehmen auch noch ein Brand im Tesla-Werk in Fremont zu schaffen. Zudem litten die Papiere unter kritischen Analystenkommentaren.

Der Chiphersteller Qualcomm verlängerte einmal mehr die Angebotsfrist für den Kauf des niederländischen Branchenkollegen NXP . Dessen Anleger haben nun bis zum 29. Juni Zeit, die Offerte anzunehmen. Die Qualcomm-Anteilsscheine gaben um rund 0,4 Prozent nach.

Der Eurokurs wurde im US-Handel zuletzt bei 1,1663 US-Dollar und damit etwas höher als im späten europäischen Geschäft gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1648 (Donnerstag: 1,1538) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8585 (0,8667) Euro gekostet. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen stagnierten bei 99 26/32 Punkten und rentierten mit 2,90 Prozent./edh/mis

22.06.2018

Aktien New York Schluss: Dow mit zarter Erholung - Tech-Werte schwächeln

NEW YORK (dpa-AFX) - Ohne klare Richtung haben sich die US-Aktienmärkte ins Wochenende verabschiedet. Während die Standardwerte an der Wall Street mehrheitlich zu einer moderaten Erholung ansetzten, endeten die Technologieaktien an der Nasdaq überwiegend im Minus.

Nach einem festeren Auftakt dümpelte der Dow Jones Industrial über weite Strecken des Handels vor sich hin und schloss mit einem Plus von 0,49 Prozent bei 24 580,89 Punkten. Dennoch fiel die Wochenbilanz des US-Leitindex mit einem Verlust von rund 2 Prozent klar negativ aus. Denn der schwelende weltweite Handelskonflikt hatte dem Dow zuletzt acht Verlusttage in Folge eingebrockt. Neue Nahrung erhielten diese Befürchtungen am Freitag, nachdem US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit 20-prozentigen Zöllen auf EU-Autoimporte gedroht hatte.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,19 Prozent auf 2754,88 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor hingegen 0,28 Prozent auf 7197,51 Zähler./edh/mis

22.06.2018

Aktien New York: Erholungsversuch dank starker Ölwerte

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag vor allem dank starker Ölwerte zu einer Erholung angesetzt. Auch die anfangs negativ tendierenden Technologieaktien an der Nasdaq schafften es im Verlauf mehrheitlich ins Plus.

Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,75 Prozent höher bei 24 644,51 Punkten. Dennoch dürfte die Wochenbilanz des US-Leitindex klar negativ ausfallen. Denn der schwelende weltweite Handelskonflikt hatte dem Dow zuletzt acht Verlusttage in Folge eingebrockt. Neue Nahrung erhielten diese Befürchtungen am Freitag, nachdem US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit 20-prozentigen Zöllen auf EU-Autoimporte gedroht hatte.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,49 Prozent auf 2763,12 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,10 Prozent auf 7224,77 Zähler.

Der Ölsektor profitierte von deutlich gestiegenen Ölpreisen. Die Opec-Staaten haben sich auf eine nur leicht erhöhte Ölförderung geeinigt. Die Aktien von Chevron und Exxon Mobil gehörten mit Gewinnen von 2,4 beziehungsweise 2,3 Prozent zu den attraktivsten Dow-Werten.

Im Nasdaq-100-Index waren die Papiere des Ölförderers ConocoPhillips sowie der Ölfeldausrüster Schlumberger und Halliburton mit Kursaufschlägen von jeweils mehr als 4 Prozent ganz oben zu finden.

Dagegen sackten die Papiere des Softwareherstellers Red Hat um 12,8 Prozent ab. Der Linux-Distributor hatte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt. Auch der einstige Smartphone-Pionier Blackberry enttäuschte die Anleger mit seinen Quartalszahlen: Die Aktien fielen um 8,2 Prozent.

Der Chiphersteller Qualcomm verlängerte einmal mehr die Angebotsfrist für den Kauf des niederländischen Branchenkollegen NXP . Dessen Anleger haben nun bis zum 29. Juni Zeit, die Offerte anzunehmen. Die Qualcomm-Anteilsscheine zeigten sich davon aber unbeeindruckt und stagnierten./edh/mis

22.06.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Drohende US-Autoimportzölle lassen Dax kalt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag die Drohung von US-Strafzölle auf Autoimporte aus der EU vergleichsweise gut verkraftet. Unterstützung lieferte eine deutlich verbesserte Unternehmensstimmmung im Euroraum, die den Anlegern nach den jüngsten Kursverlusten wegen des internationalen Handelskonflikts, etwas Zuversicht verlieh. Der Dax schloss letztendlich mit einem Plus von 0,54 Prozent auf 12 579,72 Punkte. Das war auch sein Tageshoch.

Die Aktien der hiesigen Autoindustrie gerieten hingegen teils deutlich unter Druck. Gleiches galt für die Papire des Chipherstellers Infineon , der einen großen Teil seines Geschäfts mit der Branche macht.

Auf Wochensicht büßte der Dax angesichts der Verluste der vergangenen Tage 3,31 Prozent ein. Noch schwächer hatte er sich zuletzt vor drei Monaten entwickelt. Schuld war schon damals der sich abzeichnende Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten auf der einen und China sowie der EU auf der anderen Seite.

Dieser scheint nun zu eskalieren. Zunächst hatte die EU Vergeltungszölle auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter in Kraft gesetzt und damit auf amerikanische Strafzölle für Stahl und Aluminium reagiert. Daraufhin erneuerte US-Präsident Donald Trump auf Twitter frühere Drohungen gegen die europäische Autobranche und kündigte mögliche Importzölle von 20 Prozent an.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax , zu dem auch etliche Autozulieferer zählen, beendete den Tag 0,55 Prozent fester bei 26 401,33 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDax kam mit einem Plus von 0,01 Prozent auf 2799,05 Zähler kaum von der Stelle

Auch an Europas Börsen legten zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich mit einem satten Plus von 1,12 Prozent bei 3441,60 Punkte aus dem Handel. Noch deutlicher ging es für die nationalen Indizes in Paris und London bergauf. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann zum europäischen Börsenschluss gut ein halbes Prozent.

Als Kursstütze für den Dax erwiesen sich die deutlichen Kursaufschläge des Index-Schwergewichts Bayer sowie des Neulings Covestro : Während die Aktien des Pharma- und Agrarchemiekonzerns mit plus 2,54 Prozent die Gewinnerliste anführten, ging es für die Anteilsscheine des ehemals zu Bayer gehörenden Spezialchemiekonzerns Covestro um 1,68 Prozent hoch. In beiden Fällen sorgten positive Analystenkommentare für Auftrieb.

Die Anteilsscheine der Deutschen Bank mischten mit einem Gewinn von 1,24 Prozent ebenfalls weit vorn im Leitindex mit. Sie profitierten wie die gesamte Branche vom bestandenen Stresstest der großen europäischen Geldhäuser in den USA.

Dagegen büßten die Papiere von Dax-Schlusslicht Infineon 2,45 Prozent ein. Beim Autobauer BMW mussten die Aktionäre Kursverluste von 1,12 Prozent verkraften. Moderater fielen die Verluste bei den Konkurrenten Daimler und Volkswagen sowie beim Zulieferer und Reifenhersteller Continental aus.

Die Aktienkurse der im MDax gelisteten Zulieferer Dürr , Leoni und Hella sackten hingegen zwischen 2 und 5 Prozent ab. Beim Lichtspezialisten Osram , der auch die Autobranche beliefert, stand ein Minus von über 3 Prozent zu Buche.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,20 Prozent am Vortag auf 0,19 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 141,35 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,11 Prozent auf 162,04 Punkte.

Der Euro legte zu und kostete zuletzt 1,1638 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1648 (Donnerstag: 1,1538) US-Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8585 (0,8667) Euro./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

22.06.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Drohende US-Autoimportzölle lassen Dax kalt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag die drohenden US-Strafzölle auf Autoimporte aus der EU vergleichsweise gut verkraftet. Nach einem kurzen Rutsch in die Verlustzone berappelte sich der deutsche Leitindex wieder - zum Handelsende schaffte er es mit einem Plus von 0,54 Prozent auf 12 579,72 Punkte sogar auf sein Tageshoch. Dagegen gerieten die Aktien der hiesigen Autoindustrie teils deutlich unter Druck. Gleiches galt für den Chiphersteller Infineon , der einen großen Teil seines Geschäfts mit der Branche macht.

Auf Wochensicht büßte der Dax angesichts der Verluste der vergangenen Tage allerdings 3,31 Prozent ein. Noch schwächer hatte er sich zuletzt vor drei Monaten entwickelt. Schuld war schon damals der sich abzeichnende Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten auf der einen und China sowie der EU auf der anderen Seite.

Dieser scheint nun zu eskalieren. Zunächst hatte die EU Vergeltungszölle auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter in Kraft gesetzt und damit auf amerikanische Strafzölle für Stahl und Aluminium reagiert. Daraufhin erneuerte US-Präsident Donald Trump auf Twitter frühere Drohungen gegen die europäische Autobranche und kündigte mögliche Importzölle von 20 Prozent an.

Davon zeigten sich aber auch die deutschen Nebenwerte-Indizes wenig beeindruckt: Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax , zu dem auch etliche Autozulieferer zählen, beendete den Tag 0,55 Prozent fester bei 26 401,33 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDax kam mit einem Plus von 0,01 Prozent auf 2799,05 Zähler kaum von der Stelle./gl/mis

22.06.2018

WDH/ROUNDUP/Aktien New York: Dow mit moderater Erholung - Tech-Werte schwächer

(Tippfehler im fünften Absatz behoben)

NEW YORK (dpa-AFX) - Uneinheitlich haben sich die US-Aktienmärkte am Freitag im Verlauf präsentiert. Während für die Standardwerte an der Wall Street die Zeichen auf Erholung stehen, bewegten sich Technologieaktien an der Nasdaq überwiegend im Minus.

Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,45 Prozent höher bei 24 572,64 Punkten. Dennoch dürfte die Wochenbilanz des US-Leitindex klar negativ ausfallen. Denn die schwelenden Sorgen wegen des weltweiten Handelskonflikts hatten dem Dow zuletzt acht Verlusttage in Folge eingebrockt. Neue Nahrung erhielten diese Befürchtungen am Freitag im frühen Handel, nachdem US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit 20-prozentigen Zöllen auf EU-Autoimporte gedroht hatte.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,25 Prozent auf 2756,65 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 sank hingegen um 0,49 Prozent auf 7182,35 Zähler. Er hatte zur Wochenmitte allerdings ein Rekordhoch erklommen.

Aus Branchensicht zählten Ölwerte zu den größten Gewinnern. So hatten sich die Opec-Staaten auf eine nur leichte Erhöhung der Ölfördering geeinigt.

Die Aktien von Chevron und Exxon Mobil standen mit Gewinnen von jeweils rund 2,5 Prozent an der Dow-Spitze. Im Nasdaq-100-Index waren die Papiere des Ölförderers ConocoPhillips sowie der Ölfeldausrüster Schlumberger und Halliburton mit Kursaufschlägen zwischen 3,9 und 4,6 Prozent ganz oben zu finden.

Unter den Einzelwerten standen Technologieaktien im Fokus. So sackten die Papiere des Softwareherstellers Red Hat um 12,3 Prozent ab. Der Linux-Distributor hatte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt.

Der einstige Smartphone-Pionier Blackberry enttäuschte die Anleger mit seinen Quartalszahlen: Die Aktien fielen um 9,5 Prozent. Das Unternehmen hat sich inzwischen als Software-Spezialist mit dem Fokus auf Sicherheit neu ausgerichtet.

Der Chiphersteller Qualcomm verlängerte einmal mehr die Angebotsfrist für den Kauf des niederländischen Branchenkollegen NXP . Dessen Anleger haben nun bis zum 29. Juni Zeit, die Offerte anzunehmen. Die Qualcomm-Anteilsscheine sanken um 0,1 Prozent./edh/mis

22.06.2018

ROUNDUP/Aktien New York: Dow mit moderater Erholung - Tech-Werte schwächer

NEW YORK (dpa-AFX) - Uneinheitlich haben sich die US-Aktienmärkte am Freitag im Verlauf präsentiert. Während für die Standardwerte an der Wall Street die Zeichen auf Erholung stehen, bewegten sich Technologieaktien an der Nasdaq überwiegend im Minus.

Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,45 Prozent höher bei 24 572,64 Punkten. Dennoch dürfte die Wochenbilanz des US-Leitindex klar negativ ausfallen. Denn die schwelenden Sorgen wegen des weltweiten Handelskonflikts hatten dem Dow zuletzt acht Verlusttage in Folge eingebrockt. Neue Nahrung erhielten diese Befürchtungen am Freitag im frühen Handel, nachdem US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit 20-prozentigen Zöllen auf EU-Autoimporte gedroht hatte.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,25 Prozent auf 2756,65 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 sank hingegen um 0,49 Prozent auf 7182,35 Zähler. Er hatte zur Wochenmitte allerdings ein Rekordhoch erklommen.

Aus Branchensicht zählten Ölwerte zu den größten Gewinnern. So hatten sich die Opec-Staaten auf eine nur leichte Erhöhung der Ölfördering geeinigt.

Die Aktien von Chevron und Exxon Mobil stajdej mit Gewinnen von jeweils rund 2,5 Prozent an der Dow-Spitze. Im Nasdaq-100-Index waren die Papiere des Ölförderers ConocoPhillips sowie der Ölfeldausrüster Schlumberger und Halliburton mit Kursaufschlägen zwischen 3,9 und 4,6 Prozent ganz oben zu finden.

Unter den Einzelwerten standen Technologieaktien im Fokus. So sackten die Papiere des Softwareherstellers Red Hat um 12,3 Prozent ab. Der Linux-Distributor hatte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt.

Der einstige Smartphone-Pionier Blackberry enttäuschte die Anleger mit seinen Quartalszahlen: Die Aktien fielen um 9,5 Prozent. Das Unternehmen hat sich inzwischen als Software-Spezialist mit dem Fokus auf Sicherheit neu ausgerichtet.

Der Chiphersteller Qualcomm verlängerte einmal mehr die Angebotsfrist für den Kauf des niederländischen Branchenkollegen NXP . Dessen Anleger haben nun bis zum 29. Juni Zeit, die Offerte anzunehmen. Die Qualcomm-Anteilsscheine sanken um 0,1 Prozent./edh/mis

22.06.2018

DAX-FLASH: Index rutscht ins Minus - Trump droht mit 20%-Zoll auf EU-Autoimporte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag angesichts des von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzolls von 20 Prozent auf Autoimporte aus der EU seine Gewinne abgegeben. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,12 Prozent im Minus bei 12 497,51 Punkten. Deutlich besser hielt sich sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 , der ein Kursplus von 0,61 Prozent behauptete.

Zu den größten Dax-Verlierern gehörten die Aktien des deutschen Autobauers BMW , die 2,43 Prozent einbüßten. Die Titel der Konkurrenten Daimler und Volkswagen sanken um jeweils rund anderthalb Prozent. Für die Papiere des Autozulieferers und Reifenherstellers Continental ging es um knapp 2 Prozent bergab. Im marktbreiten Stoxx Europe war der Subindex der Autowerte mit minus 1,40 Prozent Schlusslicht./gl/mis

22.06.2018

Aktien New York: Dow auf Erholungskurs - Tech-Werte durchwachsen

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street stehen die Zeichen zum Wochenschluss auf Erholung. Der Dow Jones Industrial notierte im frühen Handel 0,69 Prozent höher bei 24 631,42 Punkten. Dennoch dürfte die Wochenbilanz des US-Leitindex klar negativ ausfallen. Denn die schwelenden Sorgen wegen des weltweiten Handelskonflikts hatten dem Dow zuletzt acht Verlusttage in Folge eingebrockt.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,42 Prozent auf 2761,18 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 sank hingegen um 0,21 Prozent auf 7202,58 Zähler. Er hatte zur Wochenmitte allerdings ein Rekordhoch erklommen./edh/mis

22.06.2018

WOCHENAUSBLICK: Handelskonflikt und Flüchtlingspolitik verunsichern Anleger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktienbesitzer brauchen wohl auch in der neuen Woche gute Nerven. "Die vielen offenen politischen Fragen sorgen an den Börsen, allen voran in Europa, weiter für Verunsicherung", schreibt Chefstratege Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers in seinem Ausblick. So droht der Handelskonflikt zwischen den USA, China und der Europäischen Union (EU), der schon zuletzt weltweit auf den Kursen gelastet hatte, zu eskalieren. Zudem spaltet der Streit um die Verteilung von Flüchtlingen nicht nur Europa, sondern könnte zu einem Bruch innerhalb der Bundesregierung und zu Neuwahlen führen.

US-Präsident Donald Trump werde kaum zögern, die nun gültigen Vergeltungszölle der EU auf US-Importe mit weiter reichenden Gegenzöllen etwa auf europäische Autos zu kontern, befürchtet Greil. "Genauso wie mit China ist trotz aller Gespräche mit den USA noch kein Ende der 'Wie Du mir, so ich Dir-Politik' absehbar - mit immer negativeren Folgen für den Welthandel und die Finanzmärkte. Das dürfte gerade exportlastige Indizes wie den Dax erst einmal weiter belasten."

Auch Karsten Junius, Chefökonom der Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin, sieht derzeit bei keinem der Akteure politische Initiativen für eine Entschärfung des Konflikts. Daher dürften die Anleger - trotz der immer noch starken Konjunkturentwicklung und guter Unternehmensgewinne - ihr Engagement in riskanten Wertpapieren auf mittlere Sicht schrittweise reduzieren. Hierzu zählt Junius die Aktien von Unternehmen aus Europa, Japan und den Schwellenländern. Dagegen könnten insbesondere die Anteilsscheine kleiner und mittelgroßer US-Firmen mit einem starken Fokus auf den heimischen Markt auf Kaufinteresse stoßen.

"Da die Interessenlage innerhalb der EU-Länder stark differiert, wäre eine Einigung (in der Flüchtlingsfrage) eine große Überraschung", schreibt derweil Claudia Windt von der Landesbank Helaba mit Blick auf den am Donnerstag beginnenden, zweitägigen EU-Gipfel. Für die Wertentwicklung unterschiedlicher Anlageklassen prognostiziert sie "Sicherheit bleibt wohl weiter Trumpf", setzt also auch in der neuen Woche auf Kurssteigerungen bei Anleihen sowie den Krisenwährungen japanischer Yen und Schweizer Franken.

Die Vorzeichen für das schon an diesem Wochenende anstehende Asyltreffen mehrerer Staats- und Regierungschefs untermauern Windts pessimistische Einschätzung für eine Einigung. Der neue italienische Regierungschef Giuseppe Conte teilte mit, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm zugesichert, dass es hier keine gemeinsame Abschlusserklärung geben werde. Und die vier osteuropäischen EU-Mitglieder Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei bleiben dem Vortreffen für den EU-Gipfel gleich ganz fern.

Zudem steht Merkel auch innenpolitisch stark unter Druck. Innenminister Horst Seehofer von der CSU warnte die Regierungs- und CDU-Chefin davor, ihn wegen des Streits zwischen den Schwesterparteien über den richtigen Kurs in der Flüchtlingsfrage zu entlassen, und deutete für diesen Fall ein Ende der Koalition an. Während Merkel europäische Lösungen anstrebt, will Seehofer für Flüchtlinge, die bereits in einem anderen EU-Land Asyl beantragt haben, die deutsche Grenze dicht machen.

Seitens der Konjunktur zeichnet sich in der neuen Woche eine übersichtliche Nachrichtenlage ab. Bereits am Montag steht das deutsche Ifo-Geschäftsklima für den Juni auf der Agenda. Dieses dürfte unter dem Strich moderat gestiegen sein und nach dem Rückgang der vergangenen Monate eine Stabilisierung auf einem immer noch hohen Niveau belegen, schätzen die Experten der Postbank. Für die Inflationsentwicklung in Deutschland (Donnerstag) und der EU (Freitag) gehen sie nach dem deutlichen Anstieg im Mai von einer Beruhigung aus.

Auch unternehmensseitig dürften kursbewegende Neuigkeiten Mangelware bleiben. Am Donnerstag findet eine Investorenrveranstaltung des Spezialchemiekonzerns Covestro statt. Tags darauf wagt voraussichtlich der Darmstädter Batteriesystem-Anbieter Akasol den Sprung aufs deutsche Börsenparkett./gl/la/she

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

22.06.2018

KORREKTUR/ROUNDUP: Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Verlagerung

(Berichtigt wird der Zitatgeber im ersten Absatz. Es ist der Leiter der Airbus-Verkehrsflugzeug-Produktion Tom Williams.)

TOULOUSE/LONDON (dpa-AFX) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus droht im Falle eines harten Brexits ohne Abkommen mit dem Teil-Rückzug aus Großbritannien. "Einfach ausgedrückt gefährdet ein Szenario ohne Deal direkt die Zukunft von Airbus im Vereinigten Königreich", erklärte der Leiter der Airbus-Verkehrsflugzeug-Produktion, Tom Williams.

Falls das Land im März 2019 ohne Abkommen aus der Europäischen Union aussteige und damit im kommenden Jahr Binnenmarkt und Zollunion sofort und ohne Übergangsphase verlasse, würde dies laut Airbus zu einer "schweren Störung und Unterbrechung" der Produktion führen. "Dieses Szenario würde Airbus dazu zwingen, seine Investitionen im Vereinigten Königreich und seinen langfristigen Fußabdruck im Land zu überdenken", teilte das Unternehmen mit.

Die Erklärung wurde in Großbritannien von Gewerkschaften, der Opposition und EU-Befürwortern mit Bestürzung aufgenommen. Premierministerin Theresa May sollte ihre roten Linien bei den Verhandlungen aufgeben, hieß es etwa aus der Labour-Partei.

Airbus hat seinen Hauptsitz im französischen Toulouse und beschäftigt in Großbritannien 14 000 Mitarbeiter an 25 Standorten, an seiner britischen Zuliefererkette hängen 110 000 Jobs. In den britischen Werken Filton und Broughton werden alle Flügel der Airbus-Verkehrsflugzeuge entworfen und hergestellt.

Der Brexit hat laut Williams "bei jedem Szenario ernsthafte negative Folgen" für das Unternehmen in Großbritannien. Airbus arbeite dort an der Entwicklung der nächsten Generation von Flugzeugflügeln, sagte Williams dem Sender BBC. Nun werde überlegt, ob dafür alternative Standorte infrage kommen. Die "Times" wies auf Ausweichmöglichkeiten in China hin. "Die Uhr tickt", sagte Williams der Zeitung.

In einer Risikobewertung hält Airbus einen geordneten Rückzug mit einem Abkommen für besser als einen Brexit ohne Deal. Die derzeit angedachte Übergangsphase bis Dezember 2020 reiche aber nicht aus, um die offenen Fragen zwischen der EU und Großbritannien zu regeln. Für Airbus sei sie zu kurz, um die notwendigen Änderungen in seiner umfangreichen Zuliefererkette umzusetzen.

Eine Regierungssprecherin sagte, dass man sehr wohl die Bedenken des Konzerns bei einem Treffen in der Downing Street im April angehört habe. London gehe nicht von einem EU-Austritt ohne Abkommen aus.

Die Scheidungsverhandlungen zwischen London und Brüssel verlaufen sehr schleppend. May regiert seit der vorgezogenen Parlamentswahl im vergangenen Jahr nur noch mit hauchdünner Mehrheit. Sie steht von mehreren Seiten unter Druck. Auch die Brexit-Hardliner ihrer Partei drohen immer wieder damit, sie zu stürzen./sku/si/DP/mis

22.06.2018

KORREKTUR: Airbus droht bei Brexit ohne Abkommen mit Verlagerungen

(Berichtigt wird der Zitatgeber im ersten Absatz. Es ist der Leiter der Airbus-Verkehrsflugzeug-Produktion Tom Williams.)

TOULOUSE (dpa-AFX) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus will im Fall eines harten Brexits ohne Abkommen zwischen London und Brüssel seine Investitionen in Großbritannien überdenken. "Einfach ausgedrückt gefährdet ein Szenario ohne Deal direkt die Zukunft von Airbus im Vereinigten Königreich", erklärte der Leiter der Airbus-Verkehrsflugzeug-Produktion, Tom Williams, in der Nacht zum Freitag.

Falls das Land im März 2019 ohne Deal aus der EU aussteige und damit im kommenden Jahr Binnenmarkt und Zollunion sofort und ohne Übergangsphase verlasse, würde dies zu einer "schweren Störung und Unterbrechung" der Produktion führen. "Dieses Szenario würde Airbus dazu zwingen, seine Investitionen im Vereinigten Königreich und seinen langfristigen Fußabdruck im Land zu überdenken", teilte das Unternehmen mit.

Airbus beschäftigt nach eigenen Angaben 14 000 Mitarbeiter an 25 Standorten in Großbritannien, in seiner britischen Zulieferkette unterstütze es 110 000 Jobs. In den britischen Werken Filton und Broughton werden alle Flügel der Airbus-Verkehrsflugzeuge entworfen und hergestellt.

In einer Risikobewertung schreibt Airbus, dass ein geordneter Rückzug mit einem Brexit-Abkommen vorzuziehen sei. Die derzeit angedachte Übergangsphase bis Dezember 2020 reiche aber nicht aus, damit EU und Großbritannien die offenen Fragen regeln können - und sei auch für Airbus zu kurz, um die notwendigen Änderungen in seiner umfangreichen Zulieferkette umzusetzen./sku/DP/mis

22.06.2018

'Opec+' verhandelt nach Opec-Einigung über höhere Ölförderung

WIEN (dpa-AFX) - Nach der beschlossenen Ausweitung der Öl-Förderung durch die Opec verhandelt das Kartell nun auch mit den kooperierenden Nicht-Opec-Staaten. Bei der Sitzung der sogenannten Opec+ am Samstag in Wien soll beschlossen werden, dass die Staaten-Gruppe zusammen künftig rund 900 000 Barrel (je 159 Liter) Öl am Tag mehr fördert, um ihr selbst auferlegtes Förderlimit voll auszuschöpfen. Russland als führender Ölproduzent in der Runde der Nicht-Opec-Staaten hatte sich zuletzt offen für ein Förderplus gezeigt. Die Opec, zu der nun auch der Kongo als 15. Staat gehört, hatte am Freitag bereits die Ausweitung ihres Anteils um rund 600 000 Barrel täglich beschlossen.

Ende 2016 hatten sich die Opec- und Nicht-Opec-Länder gemeinsam auf ein Förderlimit verständigt, die Opec produziert seither nicht mehr als 32,5 Millionen Barrel Öl am Tag. Die tatsächliche Produktion unterschritt dieses Limit in den vergangenen Monaten deutlich, weil vor allem das von einer schweren Wirtschaftskrise getroffene Venezuela seine Quoten nicht erfüllen konnte. Weltweit wurden im Mai 97,86 Millionen Barrel Öl täglich angeboten, ein Drittel davon von den nun 15 Opec-Staaten./nif/DP/mis

22.06.2018

ROUNDUP: Die USA kämpfen mit Trumps Migrationschaos

WASHINGTON (dpa-AFX) - Im Chaos der US-Migrationspolitik haben die Behörden mit der komplizierten Zusammenführung von kurz zuvor getrennten Migrantenfamilien aus Mittel-und Südamerika begonnen. Gleichzeitig gab Präsident Donald Trump das Ziel auf, bald eine neue Migrationsgesetzgebung verabschieden zu können. Er bezeichnete die Bemühungen der Republikaner im Parlament als "Zeitverschwendung", solange die oppositionellen Demokraten nicht zur Kooperation bereit seien.

Das Bemühen, teils Tausende Kilometer entfernt befindliche Kinder wieder mit ihren Eltern zusammenzuführen, gestaltete sich schwierig. Um die Welt gingen Bilder einer Mutter aus Guatemala, die auf dem Flughafen Baltimore-Washington in der Nähe der US-Hauptstadt ihren sieben Jahre alten Sohn in Empfang nahm. Der Junge war in einem Aufnahmezentrum in Arizona untergebracht gewesen, die Asylsuchende hatte sich das Recht vor Gericht erstritten, mit ihm zusammen zu sein.

Der Siebenjährige war wie rund 2500 andere Kinder in den vergangenen Wochen von seiner Mutter getrennt worden. Der Prozess, die Eltern wieder mit ihren Kindern zusammenzubringen, gestaltet sich schwierig. Viele der Betroffenen sprechen nicht englisch. Die US-Behörden müssen unterscheiden zwischen Kindern, die ohne Eltern eingereist sind, und jenen, deren Eltern in einem anderen Teil der USA auf sie warten.

Präsident Donald Trump pochte am Freitag nochmals auf die Sicherung der US-Südgrenze vor illegalen Einwanderern als übergeordnetes Ziel seiner Politik. Den oppositionellen Demokraten warf er vor, eine vernünftige Migrationspolitik aus parteipolitischen Überlegungen zu verhindern. "Wir können es nicht hinnehmen, dass unser Land von illegalen Flüchtlingen überrannt wird, während die Demokraten ihre schmalzigen Geschichten von Trauer und Traurigkeit erzählen, in der Hoffnung, dass ihnen das bei der Wahl hilft", schrieb Trump auf Twitter.

In den USA stehen im November wichtige Zwischenwahlen an. Erst wenn im Herbst eine größere parlamentarische Mehrheit der Republikaner erzielt sei, mache es Sinn, die Migrationsgesetzgebung auf neue Beine zu stellen, glaubt der Präsident. "Die Republikaner sollten aufhören, ihre Zeit zu verschwenden, bis wir im November mehr republikanische Senatoren und Kongressabgeordnete gewählt haben", schrieb Trump.

Im Repräsentantenhaus war ein Gesetzentwurf am Donnerstag durchgefallen, noch ehe er die Chance hatte, überhaupt in den dann entscheidenden Senat vorzudringen - allerdings nicht wegen der Demokraten, sondern wegen fehlender Einigkeit innerhalb der republikanischen Mehrheitsfraktion. Die für Freitag geplante Abstimmung über einen Kompromissvorschlag wurde auf nächste Woche vertagt. Auch diesem Vorschlag werden jedoch im Senat nur wenige Chancen eingeräumt. Dort wird eine qualifizierte Mehrheit von 60 Stimmen benötigt, die Republikaner verfügen nur über eine hauchdünne einfache Mehrheit von 51 der 100 Senatoren.

Trump hatte am Mittwoch per Präsidentenerlass vorläufig ermöglicht, dass Kinder und Eltern gemeinsam inhaftiert werden können und somit die Praxis der Familientrennung zunächst beendet. Dies ist jedoch eine zeitlich limitierte Regelung, sie muss gesetzlich untermauert werden. Die Vereinten Nationen verurteilten auch diese Regelung. "Kinder sollten nie aufgrund von Migrationsangelegenheiten in Haft kommen", sagte Ravina Shamdasani, die Sprecherin des Hochkommissars für Menschenrechte, am Freitag in Genf.

Unterdessen wurde in Sozialen Medien weiterhin gerätselt, welche Botschaft First Lady Melania Trump am Donnerstag vor einem Besuch eines Kinder-Aufnahmezentrums in Texas mit einer Aufschrift auf dem Rücken ihrer Jacke senden wollte. "Mir doch egal - und euch?" ("I really don't care - Do u?") war dort zu lesen. Ihr Ehemann erklärte, dies sei eine Botschaft an die US-Medien gewesen. Das Büro der First Lady betonte, es sei überhaupt keine Botschaft beabsichtigt gewesen./dm/DP/tos

22.06.2018

Macron begrüßt europäische Einigung zu Griechenland

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat die europäische Einigung zu Griechenlands Staatsschulden begrüßt. Dies sei ein neuer Start für das befreundete Land, das von Frankreich unterstützt werde, teilte der Staatschef am Freitag via Twitter mit. Trotz Schwierigkeiten komme Europa voran. Macron erwähnte in diesem Zusammenhang auch die "historische deutsch-französische Vereinbarung" zur Eurozone.

Die Euro-Partner hatten beschlossen, zum Abschluss des dritten Rettungsprogramms Athen noch einmal 15 Milliarden Euro an Krediten und Schuldenerleichterungen einzuräumen. Der Beginn von Zins- und Rückzahlungen älterer Kredite wird um weitere zehn Jahre hinausgeschoben. Am vergangenen Dienstag hatten sich Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der "Meseberger Erklärung" auf einen Reformplan für die Eurozone geeinigt - dazu gehört ein neuer Haushalt für das gemeinsame Währungsgebiet mit 19 Ländern./cb/DP/tos

22.06.2018

KORREKTUR: Opec will Ölmarkt stabilisieren - Förderplus wahrscheinlich

(Im zweiten Absatz wurde klargestellt, dass sich das Produktionslimit nicht auf die "Opec+", sondern auf die "Opec" bezieht. Zum Thema lief inzwischen ein aktualisiertes Roundup um 16.05 Uhr.)

WIEN (dpa-AFX) - Das Ölkartell Opec erwägt eine leichte Ausweitung der Öl-Förderung, ohne das selbst auferlegte Limit entscheidend zu überschreiten. Das wurde zu Beginn der Tagung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Freitag in Wien deutlich. Es gehe darum, den Markt, der aktuell von einer hohen Nachfrage geprägt ist, zu stabilisieren, sagte der Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Al-Mazrouei.

Der Pakt mit den Nicht-Opec-Ländern wie Russland stehe nicht zur Debatte. "Wir zerstören nicht, was wir in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut haben." Die Opec, zu der 14 wichtige Ölförderländer zählen, hat sich ein Produktionslimit von insgesamt 32,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag auferlegt.

Unter anderem durch Produktionsausfälle im krisengebeutelten Venezuela bleibt die Opec laut Experten sogar deutlich unter dieser Marke. Eine offizielle Erhöhung um eine Million Barrel, wie von einem gemeinsamen Komitee empfohlen, würde daher in der Praxis kein Überschreiten des Limits bedeuten.

Die Sitzung wird geprägt von Differenzen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Teheran kann aus technischen und politischen Gründen seine Produktion nicht ausweiten und ist daher an einer Preispflege durch ein möglichst geringes Aufstocken der Opec-Förderung interessiert. Beide Länder trafen sich vor Beginn der offiziellen Sitzung, um die Vorgehensweise zu erörtern.

Die 14 Opec-Staaten werden sich am Samstag noch mit den zehn Nicht-Opec-Staaten beraten, um die gemeinsame Linie offiziell zu beschließen./mrd/nif/DP/tos/mis

22.06.2018

ROUNDUP: Fronten im Unionsstreit verhärten sich vor Brüsseler Asyltreffen

BERLIN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Vor dem Migrationsgipfel in Brüssel verschärfen CDU und CSU den Ton im Asylstreit. Schleswig-Holsteins CDU-Ministerpräsident Daniel Günther warf der CSU vor, sie wolle die gesamte Union auf einen antieuropäischen Rechtskurs zwingen. Das könne die CDU nicht dulden, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt schloss ein Scheitern des Bündnisses der Schwesterparteien nicht aus: "Ob wir bei Haltung und Handlung jetzt eine gemeinsame Linie finden können, ist im Moment noch offen", sagte er dem "Spiegel". Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel rief zu Sacharbeit auf.

Die CSU will Asylbewerber an der deutschen Grenze abweisen, wenn diese bereits in einem anderen EU-Land registriert sind. Die CSU-Spitze hat Merkel bis Ende dieses Monats Zeit gegeben, die von ihr favorisierte europäische Lösung mit bilateralen Rücknahme-Vereinbarungen zu erreichen. Andernfalls will CSU-Chef Horst Seehofer als Innenminister gegen Merkels Willen im nationalen Alleingang eine Abweisung an den Grenzen anordnen - ein Schritt, der zum Bruch des Unionsbündnisses und damit der Koalition führen könnte.

An einem informellen Arbeitstreffen an diesem Sonntag in Brüssel, zu dem EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker geladen hat, wollen 16 EU-Staaten teilnehmen. Eine Abschlusserklärung ist der Bundesregierung zufolge nicht geplant. Ein EU-Gipfel ist für den 28. und 29. Juni anberaumt. Die CSU werde unmittelbar danach über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Dobrindt dem "Spiegel". Nach dpa-Informationen aus Parteikreisen hat Seehofer für den 1. Juli (15.00 Uhr) zu einer Vorstandssitzung geladen.

Im Oktober ist in Bayern Landtagswahl. Der CSU droht der Verlust der absoluten Mehrheit. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schrieb in einem Gastbeitrag für die "Welt", es habe sich rechts neben der Union eine neue Kraft legimitiert. Um die AfD bekämpfen zu können, müssten CDU und CSU die Kraft finden, "ein dauerhaftes Angebot an diejenigen zu machen, die verunsichert sind, sich einen starken Staat wünschen, Schutz für Europa wollen und denen der Erhalt der eigenen kulturellen Identität am Herzen liegt".

Bei der SPD sorgt das Zerwürfnis des Koalitionspartners für Unmut. Sie sei "nicht bereit, diese Mätzchen noch weiter mitzumachen", hatte Parteichefin Andrea Nahles in der ARD gesagt. Die Jusos forderten, rote Linien zu formulieren. Der SPD-Nachwuchs legte einen Katalog mit elf Punkten vor, die "unverhandelbar" sein müssten. Darin heißt es etwa, es dürfe keine pauschalen Zurückweisungen geben. Internierungslager und Sach- statt Geldleistungen seien abzulehnen.

Angesichts der Koalitionskrise sprachen sich in einer YouGov-Umfrage 43 Prozent der Befragten dafür aus, dass Merkel zurücktritt und ihr Amt an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin übergibt. Mit 42 Prozent wünschen sich etwa genauso viele Befragte, dass die CDU-Vorsitzende Kanzlerin bleibt, 15 Prozent machten keine Angaben.

Merkel besuchte am Freitag den Libanon und sagte Regierungschef Saad Hariri weitere Unterstützung zu. Der Libanon hat 4,5 Millionen Einwohner und nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR fast eine Million Flüchtlinge aus dem Nachbarland Syrien aufgenommen. Zuvor hatte Merkel Jordanien besucht. Mit einer Verbesserung der Lage der syrischen Migranten in der Region will sie erreichen, dass sie sich nicht in Richtung Europa aufmachen. Auf die Frage, ob sie an den Fortbestand der großen Koalition glaube, sagte Merkel, sie "arbeite dafür, dass die Koalition ihre Aufgaben, die sie sich im Koalitionsvertrag gestellt hat, auch erfüllen kann".

Merkel hatte der CSU im Asylstreit mit ihrer Richtlinienkompetenz gedroht. Das Grundgesetz gibt der Kanzlerin das Recht, Richtlinien der Politik verbindlich festzulegen. Seehofer warnte Merkel in der "Passauer Neuen Presse": "Wenn man mit dieser Begründung einen Minister entließe, der sich um die Sicherheit und Ordnung seines Landes sorgt und kümmert, wäre das eine weltweite Uraufführung." Er sei Parteichef und habe deren volle Rückendeckung. "Wenn man im Kanzleramt mit der Arbeit des Bundesinnenministers unzufrieden wäre, dann sollte man die Koalition beenden."

Die von Seehofer geplante Zurückweisung von Flüchtlingen ist einer von 63 Punkten aus seinem noch unveröffentlichten sogenannten Masterplan zur Asylpolitik. "Die Bundeskanzlerin hat mit 62 1/2 von 63 Punkten kein Problem. Bei dem ausstehenden halben Punkt wird aus einer Mickey Maus ein Monster gemacht", klagte Seehofer.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet mit europaweiten Folgen, wenn Deutschland Flüchtlinge zurückweisen sollte. "Ein kurzfristiges Intensivieren der Kontrollen an den EU-Grenzen kann einen Domino-Effekt auslösen, der illegale Migration abschreckt, weil man dann eben nicht einfach so weiter bis Deutschland, Österreich oder Schweden reisen kann", sagte er der "Bild".

Italiens Innenminister Matteo Salvini warnte, die Zukunft der EU stehe auf dem Spiel. "Innerhalb eines Jahres wird sich entscheiden, ob es das vereinte Europa noch gibt oder nicht mehr", sagte er dem "Spiegel". Merkels Ziel bilateraler Vereinbarungen erteilte er eine Absage: "Wir können keinen Einzigen mehr aufnehmen." Über Italien kommen besonders viele Flüchtlinge nach Europa./ted/rm/had/jac/jku/wim/mfi/mrd/DP/tos

22.06.2018

CSU-Vorstand trifft sich am 1. Juli zur Sondersitzung zum Asylstreit

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Zwei Tage nach dem Ende des schicksalsträchtigen EU-Gipfels in Brüssel zur Asylfrage trifft sich der CSU-Vorstand in München zu einer Sondersitzung. Für Sonntag, 1. Juli, 15.00 Uhr, hat Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer das Führungsgremium der Partei in die Landesleitung zu einer Vorstandssitzung geladen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Parteikreisen. Wichtigster und vermutlich einziger Punkt bei den Beratungen ist die Bewertung der Gipfelergebnisse in Brüssel zur Neuregelung der europäischen Zuwanderungspolitik. Am 28. und 29. Juni treffen sich in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union.

Zwischen CDU und CSU gibt es in der Asylfrage seit Wochen einen erbitterten Streit. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in der vergangenen Woche eine Neuregelung in Abstimmung mit den anderen europäischen Staaten bis Ende Juni in Aussicht gestellt. Sie reagierte damit auf die Drohung Seehofers, ansonsten in einem nationalen Alleingang bereits in anderen europäischen Ländern registrierte Flüchtlinge an der deutschen Grenze zurückweisen zu lassen. Merkel lehnt das Vorgehen kategorisch ab.

Sollten sich CDU und CSU nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können, droht ein Bruch der Fraktionsgemeinschaft im Bundestag und damit auch das Ende der großen Koalition./had/DP/tos

22.06.2018

ROUNDUP: Griechenland verlässt Rettungsprogramm mit Milliardenpolster

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Nach acht Krisenjahren verlässt Griechenland mit einem letzten milliardenschweren Hilfspaket das Euro-Rettungsprogramm und steht ab August finanziell wieder auf eigenen Beinen. Dies besiegelten die Euro-Finanzminister in der Nacht zum Freitag und bekamen dafür überwiegend Lob. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte das "gute Signal", der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras sprach von einer "historischen Einigung". Doch muss sein Land auch künftig strikte Auflagen einhalten.

Griechenland geriet 2010 wegen Überschuldung an den Rand der Staatspleite und hing seitdem am Tropf der europäischen Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Über die Jahre erhielt das Land 273,7 Milliarden Euro an vergünstigten Krediten aus drei Hilfsprogrammen im Gegenzug für harte Spar- und Reformprogramme, darunter Einschnitte bei Renten und Einkommen und Steuererhöhungen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz erinnerte daran, dass dies zwar eine beispiellose Hilfsaktion für einen Einzelstaat gewesen sei. Der deutsche Steuerzahler habe aber nichts verloren. Es gehe um Kredite, die die Rettungsschirme mit dem Kapital der Europartner im Rücken viel günstiger aufnehmen konnten als Griechenland. "Deshalb ist das, was wir hier zur Verfügung stellen, unsere Kraft und unseren guten Namen, aber noch lange nicht unser Geld", meinte der SPD-Politiker.

Er hatte in der Nacht zum Freitag den übrigen Europartnern in Luxemburg das letzte Hilfspaket geschnürt. Um Details wurde noch einmal stundenlang gestritten. Dann stand fest: Zum Abschluss des 2015 aufgelegten dritten Rettungsprogramms erhält Athen noch einmal 15 Milliarden Euro an Krediten und Schuldenerleichterungen. Dafür verpflichtet es sich zur Fortsetzung des Spar- und Reformkurses und akzeptiert weiter regelmäßige Kontrollen.

Der Beginn von Zins- und Rückzahlungen älterer Kredite wird um weitere zehn Jahre hinausgeschoben. Außerdem soll Griechenland wieder Zinsgewinne der Europartner gutgeschrieben bekommen, sofern es politische Zusagen einhält. Die letzte Auszahlung soll weitgehend in Reserven fließen. So startet Griechenland mit einem Finanzpolster von 24,1 Milliarden Euro an den Kapitalmarkt, womit der Schuldendienst in jedem Fall für 22 Monate gesichert ist.

Hauptziel des Manövers ist es, das Vertrauen von Anlegern zu stärken und dem Land ab August die Aufnahme bezahlbarer Kredite zu erleichtern. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici nannte das Gesamtpaket glaubwürdig und würdigte den Deal feierlich. "Das ist ein historischer Moment", sagte er. "Die griechische Krise ist heute Abend vorbei."

Mahner bezweifeln das. "Griechenland ist noch nicht über den Berg", warnte der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold. "Die Krise kann jederzeit wiederkommen." Aus seiner Sicht gehen die Schuldenerleichterungen nicht weit genug. "Die Krise ist nicht vorbei, sondern wird in ein Dauerkuratel überführt", kritisierte er.

Inzwischen hat Griechenland zwar wieder Wirtschaftswachstum und Haushaltsüberschüsse, wenn man den Schuldendienst ausklammert. Doch ist immer noch jeder Fünfte arbeitslos, und die staatliche Verschuldung liegt bei etwa 180 Prozent der Wirtschaftsleistung. In dem jetzt vereinbarten Paket wird bis 2022 ein Primärüberschuss von jährlich 3,5 Prozent angenommen und danach bis 2060 jährlich 2,2 Prozent. Gemeint ist ein Haushaltsüberschuss ohne Berücksichtigung des Schuldendiensts. Auf die Frage, ob das denn realistisch sei, sagte Scholz: "Ich glaube, dass das Anstrengungen zur Folge hat."

Anders als ursprünglich geplant und dem Bundestag zugesichert, beteiligt sich der IWF nicht finanziell am letzten Programm. Der IWF hatte jahrelang offen gezweifelt, ob griechische Schuldenlast auf Dauer tragbar ist, und will die neue Vereinbarung nun zunächst prüfen. Scholz meinte indes, die Summe von nur 1,6 Milliarden Euro vom IWF werde nicht gebraucht. An früheren Krediten und an der Programmaufsicht bleibe der Fonds ja beteiligt.

Als Lehre aus den dramatischen Folgen der Finanzkrise will die Eurozone ihre Institutionen wetterfester machen. Dazu zählt eine stärkere Bankenunion mit einer gemeinsamen Absicherung des bereits eingerichteten Abwicklungsfonds sowie letztlich auch eine gemeinsame Einlagensicherung. Der Rettungsschirm ESM soll zu einem Europäischen Währungsfonds ähnlich dem IWF ausgebaut werden. Die Vorschläge liegen seit längerem auf dem Tisch und wurden auch in Luxemburg wieder debattiert, aber ohne wirkliche Fortschritte.

Zusätzlich hatten sich Deutschland und Frankreich zuletzt darauf verständigt, auch einen gemeinsamen Haushalt für die Eurozone einzurichten und über Investitionen die wirtschaftliche Angleichung der Währungsunion voranzubringen. Mehrere Finanzminister sagten jedoch in Luxemburg, dabei sei kein Konsens in Sicht. Die Debatte sollte aber auch nur den EU-Gipfel nächste Woche vorbereiten./vsr/DP/tos

22.06.2018

Trump droht erneut Zusatzzölle auf europäische Autos an

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat europäischen Autoherstellern erneut mit einem Sonderzoll gedroht. Die Europäische Union belange die USA, ihre Firmen und Arbeiter seit langem mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen. "Wenn diese Zölle und Barrieren nicht bald eingerissen und beseitigt werden, werden wir 20 Prozent Zoll auf alle ihre Autos erheben, die in die USA kommen", schrieb Trump am Freitag auf Twitter. "Baut sie hier!", fügte er hinzu.

Die Europäische Union hatte bereits bei vorherigen Drohungen Trumps grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Jedoch hatte Brüssel die Bedingung gestellt, Trump müsse für die Zeit der Gespräche auf Strafzölle auf Stahl und Aluminium verzichten. Deutsche Autobauer sind bereits mit Werken und Zehntausenden Beschäftigten in den USA vertreten./dm/DP/tos

22.06.2018

Aktien Europa Schluss: Versöhnliches Ende einer schwachen Woche

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte sind dank positiver Konjunkturdaten mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende gegangen. Die Stimmung der Unternehmen im Euroraum hatte sich im Juni nach einer Flaute wieder deutlich aufgehellt.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 1,12 Prozent bei 3441,60 Punkten. Dass US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit 20-prozentigen Zöllen auf EU-Autoimporte gedroht hatte, belastete den Leitindex der Eurozone im späten Geschäft nur kurzzeitig. Wegen des schwelenden weltweiten Handelskonflikts ergab sich für den EuroStoxx 50 auf Wochensicht aber dennoch ein Minus von rund 1,8 Prozent.

Der Pariser CAC-40 legte am Freitag um 1,34 Prozent auf 5387,38 Punkte zu. In London ging es für den FTSE 100 um 1,67 Prozent auf 7682,27 Punkte aufwärts./edh/mis

22.06.2018

AKTIEN IM FOKUS: Trumps Zolldrohung zieht europäische Autoaktien runter

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX Broker) - Die Androhung hoher US-Einfuhrzölle auf Autos aus der EU hat die Aktien europäischer Autobauer am Freitagnachmittag belastet. Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts rutschte mit minus 1,10 Prozent ans Ende des Branchentableaus. Hierzulande knickten die Aktien von BMW um 2,09 Prozent ein. Die Papiere von Volkswagen und Daimler fielen jeweils um mehr als 1 Prozent.

Der globale Handelskonflikt lastet schon länger auf der Stimmung der Anleger. Erst jüngst hatte Daimler wegen möglicher chinesischer Zölle auf aus den USA importierte Autos sowie wegen der Dieselaffäre den Gewinnausblick reduziert. Nun drohte US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit einer 20-prozentigen Einfuhrabgabe auf Autoimporte aus der EU./mis/tos

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22.06.2018

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt ASML auf 'Verkaufen' und fairen Wert auf 158 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat die Aktie des Chipindustrie-Ausrüsters ASML von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert von 168 auf 158 Euro gesenkt. Das Chance-Risiko-Profil habe sich verschlechtert, schrieb Analyst Ingo Wermann in einer am Freitag vorliegenden Studie./ajx/gl

Datum der Analyse: 22.06.2018

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22.06.2018

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Delivery Hero auf 'Buy' - Ziel 45 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Delivery Hero auf "Buy" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen. Der Verkauf des Geschäfts in der Schweiz an Takeaway.com dürfte keinen Einfluss auf die Gewinnschätzungen haben, aber gleichwohl gut ankommen, schrieb Analyst Rob Joyce in einer am Freitag vorliegenden Studie. Immerhin hofften viele Anleger auch auf eine Einigung über den deutschen Markt zwischen der dortigen Nummer Ein und Zwei./ag/la

Datum der Analyse: 22.06.2018

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22.06.2018

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux setzt Covestro auf Empfehlungsliste - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Aktien von Covestro auf eine Empfehlungsliste für europäische Schwergewichte gesetzt. Die Einstufung laute weiterhin "Buy" mit einem Kursziel von 120 Euro, schrieb Analyst Christian Faitz in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Stimmung für die Papiere des Spezialchemiekonzerns sei zu negativ und gleichzeitig sei die Bewertung zu attraktiv, um sie nicht im Portfolio zu haben. Die Sorgen um die Preise für Polyurethan-Produkte seien übertrieben./la/bek

Datum der Analyse: 22.06.2018

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22.06.2018

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt fairen Wert für Hornbach Holding - 'Halten'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat das Kursziel für Hornbach Holding nach Zahlen von 70 auf 67 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Analyst Thomas Maul senkte in einer am Freitag vorliegenden Studie seine Gewinnschätzungen. Die aus seiner Sicht konservativen Ziele für das Gesamtjahr blieben aber in Reichweite. Das hohe Immobilienvermögen der Gruppe biete aufgrund hoher stiller Reserven einen Puffer./ag/bek

Datum der Analyse: 22.06.2018

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22.06.2018

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux senkt Ziel für Südzucker - 'Reduce'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Südzucker von 12,50 auf 11,75 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die jüngsten Gewinnwarnungen der wichtigen Tochtergesellschaften Agrana und CropEnergies bestätigten, dass der Zuckerhersteller vor allem auf kurze Sicht suboptimal positioniert sei, schrieb Analyst Anton Brink in einer am Freitag vorliegenden Studie. Das Marktumfeld sei nicht nur für Zucker, sondern auch für Bioethanol und den Zuckersirup Isoglukose schwierig./la/ag

Datum der Analyse: 22.06.2018

22.06.2018

AKTIE IM FOKUS: Covestro an Dax-Spitze - Kepler: Aktie gehört ins Portfolio

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aufnahme der Covestro -Aktie auf eine Empfehlungsliste für Aktienschwergewichte durch das Investmenthaus Kepler Cheuvreux hat die Papiere am Freitag gestützt. Sie gewann 1,84 Prozent auf 74,04 Euro, nachdem sie zuvor vom Hoch im Februar um 24 Prozent eingebrochen waren.

Die Stimmung für die Aktien sei zu negativ und gleichzeitig sei die Bewertung zu attraktiv, um sie nicht im Portfolio zu haben, schrieb Chefanalyst Arnaud Girod. Die Sorgen um die Preise für Polyurethan-Produkte seien übertrieben. Auch in den kommenden Jahren dürfte das Angebot bei etlichen Produkten knapp bleiben. Er strich dafür die Aktien von ABB von der Empfehlungsliste./bek/jha

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22.06.2018

ISRA VISION IM FOKUS: Automatisierung sorgt für immer neue Kursrekorde

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sehenden Auges in die Automatisierung. Das könnte die Devise des Industrieausrüsters Isra Vision sein. Das Unternehmen aus Darmstadt stellt elektronische Roboteraugen und sogenannte "sehende Syteme" her und wächst seit Jahren zweistellig. An der Börse stellte der Aktienkurs zuletzt Rekorde in Serie auf. Die Lage bei Isra Vision, was Analysten sagen und wie die Aktie läuft.

DAS IST LOS BEI ISRA VISION

Die "sehenden Systeme" finden überall dort Einsatz, wo unter anderem Produkte mit großen Oberflächen hergestellt werden: Glas, Stahl, Papier, lackierte Bleche. Sie prüfen die Materialien auf Qualität und richtiges Maß. Bei Solarzellen können sie deren Wirkungsgrad messen. Im Automobilbau bilden sie das Arbeitsumfeld dreidimensional ab und helfen so bei der Steuerung der Roboter.

Die Kundenliste liest sich wie das Who ist who der weltweiten Industrie: BMW , Daimler und Audi . Thyssenkrupp und Posco in der Stahlfertigung. Saint Gobain und Asahi in der Glasbranche, DowDupont im Chemiegeschäft und mit Stora Enso einer der größten Papierhersteller der Welt.

"Die großen Unternehmen haben das Ziel, gleichzeitig die Kosten zu senken und die Qualität zu erhöhen", sagte Vorstandschef Enis Ersü der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Sensoren und optische Systeme sollen die Effizienz in der Fertigung erhöhen und damit die Rendite stärken. Der Trend zur Automatisierung nehme immer mehr Fahrt auf, so der Manager.

Von der bis diesen Freitag laufenden Branchenmesse Automatica in München erhofft sich Ersü 25 bis 30 Prozent mehr "qualifizierte Kontakte" als vor zwei Jahren. Die sollen später Kunden werden. Wachsen will Isra Vision aber auch mit Zukäufen. Den Umsatz will Ersü von 143 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016/2017 in den nächsten Jahren auf über 200 Millionen Euro steigern, bei einer operativen Marge (Ebt) von bis zu 20 Prozent.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN

Experten halten diese Ziele für realistisch. Andreas Wolf von Warburg Research schätzt, dass Isra Vision die Umsatzmarke von 200 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019/2020 knackt. Die Vorsteuermarge (Ebt) werde dann sogar bei knapp 23 Prozent liegen. Die Darmstädter hätten jüngst mehrere Produkte für den Einsatz in der vernetzten Produktion auf den Markt gebracht. "Die Systeme amortisieren sich für die Kunden in der Regel nach weniger als sechs Monaten", sagte Wolf.

Isra Vision könnte zudem schon bald eine Übernahme verkünden: "Ein Abschluss ist noch in diesem Geschäftsjahr möglich", sagte Felix Lutz vom Investmenthaus Oddo-BHF. Sieben Unternehmen mit einem Umsatz von jeweils bis zu 25 Millionen Euro stünden derzeit unter intensiver Beobachtung von Isra Vision. Im Fokus stünden vor allem die Absatzmärkte Japan und Südkorea.

Bei allem Optimismus raten beide Analysten jedoch nicht zum Kauf der Aktie. "Der gegenwärtige Aktienkurs spiegelt die guten Wachstumschancen schon weitgehend wider", sagte Oddo-Analyst Felix Lutz. Sprich: Die Papiere sind an der Börse bereits angemessen bewertet.

DAS MACHT DIE AKTIE

Auf immer neue Rekordstände stieg der Kurs in diesem Jahr. In der vergangenen Woche markierten die Papiere bei knapp 54 Euro den höchsten Kurs ihrer 18-jährigen Börsenhistorie. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus auf mehr als 20 Prozent. Noch viel beeindruckender ist die mittelfristige Bilanz: Seit Februar 2016 hat sich der Kurs verfünffacht. Damit steht Isra Vision nicht allein da: Der Kurs des israelischen Wettbewerbers Orbotech legte in diesem Zeitraum an der US-Technologiebösre Nasdaq um mehr als das Dreifache zu.

Nach dem steilen Kursanstieg ist Isra Vision, die einst aus der Forschung an der Technischen Universität Darmstadt hervorgegangen ist, mittlerweile mehr als eine Milliarde Euro wert. Im März wurden die Papiere in den Technologie-Index TecDax aufgenommen.

Im Mai hatte sich das Unternehmen für einen Aktiensplit entschieden. Die Aktionäre erhielten für jedes Papier vier weitere Anteile. Damit verfünffachte sich der Aktienbestand, während sich gleichzeitig der Aktienkurs fünftelte. Mit diesem Schritt sollte die Aktie optisch günstiger, liquider handelbar und somit vor allem für Privatanleger attraktiver werden./bek/ag/jha/

22.06.2018

ANALYSE-FLASH: Citigroup belässt Siemens auf 'Buy' - Ziel 133 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für Siemens nach einem Magazinbericht auf "Buy" belassen und ein Kursziel von 133 Euro genannt. Die Erwartungen, dass die lange erwartete "Vision 2020+" im August präsentiert werde, dürften nun steigen, schrieb Analyst Martin Wilkie in einer am Freitag vorliegenden Studie. Höhere Margenziele und eine Verschlankung des Portfolios dürften die Neubewertung der Papiere vorantreiben./ag/la

Datum der Analyse: 22.06.2018

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