dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

23.01.2019

WDH/Nitrat im Wasser: Gutachten hält neues Düngerecht für zu lax

(Im 2. Satz wurde ein fehlendes Komma ergänzt ("festgestellt, dass"). Zudem wurde im 1. Satz zur besseren Verständlichkeit das Adjektiv "deutschen" eingefügt - Auftraggeber ist der Verband Kommunaler Unternehmen.)

BERLIN (dpa-AFX) - Auch nach der Reform des Düngerechts entsprechen die Vorgaben für Landwirte einem Rechtsgutachten im Auftrag der deutschen Stadtwerke zufolge nicht dem EU-Recht. Im vergangenen Juni hatte der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass Deutschland jahrelang zu wenig gegen überhöhte Nitratwerte im Grundwasser unternommen hatte. Im Lichte dieses Urteils müssten auch die 2017 reformierten Düngeregeln überarbeitet werden, schreibt die Rechtsexpertin Ines Härtel von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Das Gutachten liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Das Urteil bezog sich auf ältere Regeln, habe aber Relevanz für die aktuelle Düngeverordnung, da es Aussagen zu den Anforderungen an die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie mache. Um ein weiteres Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden, müsse die Verordnung verschärft werden. Sie sei "nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geeignet", die EU-Ziele einzuhalten.

Die Nitratbelastung im Grundwasser liegt in Deutschland an vielen Stellen über dem EU-Grenzwert. Nitrat stammt oft aus der Düngung mit Gülle. Nach dem Urteil hatte die Bundesregierung angekündigt, mit Brüssel über Konsequenzen zu sprechen. Daten darüber, wie das neue Düngerecht sich in der Praxis auswirkt, sind noch nicht bekannt.

Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), dem auch viele Trinkwasserversorger angehören, sieht sich durch das Gutachten in seiner Kritik am neuen Düngerecht bestätigt. "Dort sind damals auf der Zielgeraden noch einige Schlupflöcher eingebaut worden, so dass zum Teil sogar mehr als vorher gedüngt werden kann", sagte VKU-Vizepräsident Karsten Specht am Mittwoch der dpa. Insbesondere die Maßnahmen in den nitratbelasteten Gebieten seien nicht ausreichend. Die Bundesländer müssten ermächtigt werden, in diesen Gebieten verstärkt gegenzusteuern - und dann auch handeln./ted/DP/jha

23.01.2019

Nitrat im Wasser: Gutachten hält neues Düngerecht für zu lax

BERLIN (dpa-AFX) - Auch nach der Reform des Düngerechts entsprechen die Vorgaben für Landwirte einem Rechtsgutachten im Auftrag der Stadtwerke zufolge nicht dem EU-Recht. Im vergangenen Juni hatte der Europäische Gerichtshof festgestellt dass Deutschland jahrelang zu wenig gegen überhöhte Nitratwerte im Grundwasser unternommen hatte. Im Lichte dieses Urteils müssten auch die 2017 reformierten Düngeregeln überarbeitet werden, schreibt die Rechtsexpertin Ines Härtel von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Das Gutachten liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Das Urteil bezog sich auf ältere Regeln, habe aber Relevanz für die aktuelle Düngeverordnung, da es Aussagen zu den Anforderungen an die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie mache. Um ein weiteres Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden, müsse die Verordnung verschärft werden. Sie sei "nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geeignet", die EU-Ziele einzuhalten.

Die Nitratbelastung im Grundwasser liegt in Deutschland an vielen Stellen über dem EU-Grenzwert. Nitrat stammt oft aus der Düngung mit Gülle. Nach dem Urteil hatte die Bundesregierung angekündigt, mit Brüssel über Konsequenzen zu sprechen. Daten darüber, wie das neue Düngerecht sich in der Praxis auswirkt, sind noch nicht bekannt.

Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), dem auch viele Trinkwasserversorger angehören, sieht sich durch das Gutachten in seiner Kritik am neuen Düngerecht bestätigt. "Dort sind damals auf der Zielgeraden noch einige Schlupflöcher eingebaut worden, so dass zum Teil sogar mehr als vorher gedüngt werden kann", sagte VKU-Vizepräsident Karsten Specht am Mittwoch der dpa. Insbesondere die Maßnahmen in den nitratbelasteten Gebieten seien nicht ausreichend. Die Bundesländer müssten ermächtigt werden, in diesen Gebieten verstärkt gegenzusteuern - und dann auch handeln./ted/DP/jha

23.01.2019

Merck schließt Allianz mit Tech-Riese Tencent in China

DARMSTADT/CHENGDU (dpa-AFX) - Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA will mit dem Internetunternehmen Tencent digitale Gesundheitsdienste in China entwickeln. Dazu unterzeichneten die beiden Firmen am Mittwoch eine Absichtserklärung, wie Merck mitteilte. Ziel sei es, das Wissen der Bevölkerung über Erkrankungen auf dem wichtigen Markt in Fernost zu verbessern und Behandlungen über Portale im Internet zu erleichtern.

"Wir wollen zukunftsweisende Internetplattformen und künstliche Intelligenz, Big Data sowie Cloud-Computing-Fähigkeiten nutzen, um gemeinsam mit Partnern die Gesundheitsversorgung in China für alle Patienten einfacher und effizienter zu gestalten", erklärte der Tencent-Manager Zhang Meng.

Im Fokus der Zusammenarbeit stünden neben Fruchtbarkeitsstörungen, Allergien, Diabetes, Schilddrüsenfunktionen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Patienten sollen online bessere Kenntnisse erhalten, welche Symptome Krankheiten haben und wie sie sich wirksam behandeln lassen. Auch sollen die digitalen Dienste dafür sorgen, dass Patienten Therapien nicht vorzeitig abbrechen.

Die Kooperation mit dem Tencent-Konzern, der unter anderem mit sozialen Netzwerken, Online-Werbung und Chat-Diensten Geld verdient, ist nicht die erste Allianz von Merck in China. Schon im vergangenen Sommer schlossen die Darmstädter eine Zusammenarbeit mit dem Internetriesen Alibaba ebenfalls für digitale Gesundheitsdienste./als/DP/jha

23.01.2019

ADAC will Überprüfung der EU-Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nach der Kritik von Lungenfachärzten an den Feinstaub- und Stickoxid-Grenzwerten der EU hat der ADAC eine Überprüfung gefordert. "Wenn Bürger von Fahrverboten betroffen sind, müssen sie sich darauf verlassen können, dass die geltenden Grenzwerte wissenschaftlich begründet sind", sagte der Vizepräsident des Autoclubs, Ulrich Klaus Becker, am Mittwoch in München.

Die EU-Kommission müsse die wissenschaftliche Grundlage ihrer Grenzwerte rasch unter die Lupe nehmen. "Dies muss Gegenstand des Prüfauftrags für die Luftqualitätsrichtlinie sein, der im Arbeitsprogramm 2019 der EU-Kommission enthalten ist", sagte Becker.

Da aber die Grenzwerte bis auf Weiteres rechtlich bindend blieben, dürften Bund und Kommunen auf keinen Fall in ihren Bemühungen nachlassen, Fahrverbote zu vermeiden. "Die begonnenen Maßnahmen zur Erneuerung der Fahrzeugflotte, zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs und zur intelligenten Verkehrssteuerung müssen fortgesetzt werden", forderte der ADAC-Vizepräsident.

Mehr als hundert Lungenspezialisten bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte und sehen aufgrund methodischer Mängel keine wissenschaftliche Begründung für sie./rol/DP/jha

23.01.2019

Scheuer: Zweifel von Lungenärzten an Gefahren durch Feinstaub wichtig

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hält die Zweifel etlicher Lungenärzte an Belegen für größere Gesundheitsgefahren durch Feinstaub und Stickoxide für gerechtfertigt. "Der wissenschaftliche Ansatz hat das Gewicht, den Ansatz des Verbietens, Einschränkens und Verärgerns zu überwinden", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Initiative der 107 Fachmediziner sei ein wichtiger und überfälliger Schritt. Er helfe mit, "Sachlichkeit und Fakten in die Diesel-Debatte zu bringen".

In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme zweifeln die Lungenfachärzte den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide (NOx) an. Sie sehen derzeit keine wissenschaftliche Begründung, die die Grenzwerte rechtfertigen würden, und fordern eine Überprüfung.

So hätten viele Studien, die Gefahren durch Luftverschmutzung zeigen sollen, erhebliche Schwächen. Zudem seien Daten in der Vergangenheit einseitig interpretiert worden. Der Ausstoß von Stickoxiden und Feinstaub aus Dieselmotoren spielt eine große Rolle in der Debatte um Fahrverbote in schadstoffbelasteten Städten./hme/DP/jha

23.01.2019

BaFin News: IK Partners Ltd., Morris Processing Ltd. und Finmaü keine nach § 32 KWG zugelassenen Institute

FRANKFURT (BaFin) -

Die BaFin weist darauf hin, dass sie weder der IK Partners Ltd., St. Vincent und die Grenadinen, noch der Morris Processing Ltd., London, Vereinigtes Königreich, und Sofia, Bulgarien, oder einem Unternehmen namens Finmaü eine Erlaubnis gemäß § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG) zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen erteilt hat. Die Unternehmen unterstehen nicht der Aufsicht der BaFin.

Copyright: Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht / www.bafin.de - (23.01.2019)

23.01.2019

BaFin News: Airberê Helmut Braun: BaFin ordnet Einstellung und Abwicklung des Finanzkommissions- und Depotgeschäfts an

FRANKFURT (BaFin) -

Die BaFin hat Herrn Airberê Helmut Braun, Bad Kreuznach, mit Bescheid vom 16. Januar 2019 die unverzügliche Einstellung und Abwicklung des Finanzkommissions- und des Depotgeschäfts aufgegeben.

Copyright: Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht / www.bafin.de - (23.01.2019)

23.01.2019

ROUNDUP: Chinesen steigen bei Heidelberger Druck ein

HEIDELBERG (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer Heidelberger Druck bekommt einen neuen Großaktionär aus China. Der langjährige Vertriebspartner Masterwork will sich über eine Kapitalerhöhung an der Heidelberger Druckmanschinen AG beteiligen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Heidelberg mitteilte. Zusammen mit den Chinesen will Heidelberger Druck seine Marktposition im Markt für Verpackungsdruck ausbauen.

Die Kapitalerhöhung, bei der Aktionäre kein Bezugsrecht haben, soll bei einem Preis von 2,68 Euro je Aktie ein Volumen von insgesamt rund 70 Millionen Euro haben. Danach wäre Masterwork mit rund 8,5 Prozent beteiligt. Die Aktie schnellte nach der Nachricht nach oben und baute die Gewinne im Handelsverlauf aus. In der Spitze lag das Kursplus bei fast 24 Prozent. Ein Händler verwies darauf, dass der chinesische Investor eine Prämie von rund 50 Prozent auf den durchschnittlichen Börsenkurs der vergangenen drei Monate zahle.

Den Erlös aus der Kapitalerhöhung will Heidelberger Druck unter anderem in die Digitalisierung stecken. Zudem wollen die beiden Unternehmen ihre Zusammenarbeit vertiefen. China etwa ist größter Einzelmarkt im Verpackungsdruck. Heidelberger Druck will sich hier mit Hilfe des neuen Großaktionärs weiteres Geschäftsmöglichkeiten im wachsenden Markt mit Verpackungsdruck erschließen.

Masterwork selbst setzt auf eine langfristige Zusammenarbeit. Noch offen ist, ob sich Heidelberger Druck im Gegenzug an Masterwork beteiligt. Dies sei derzeit Gegenstand laufender Überlegungen und Gespräche, hieß es.

Masterwork ist in Heidelberg kein Unbekannter. Die Unternehmen arbeiten bereits bei der Weiterverarbeitung im Verpackungsmarkt zusammen, es gibt dabei eine Vertriebskooperation. 2014 hatten die Chinesen bereits das Geschäft mit Maschinen für die Weiterverarbeitung von Heidelberger Druck übernommen. Im Verpackungsdruck erwarten die Unternehmen den Angaben zufolge in den kommenden Jahren ein überproportionales Wachstum./nas/tav/jha/

23.01.2019

Tarifparteien suchen Kompromiss für Flughafen-Sicherheitsleute

BERLIN (dpa-AFX) - Nach einem Monat Pause sind die Tarifverhandlungen für das Sicherheitspersonal an den deutschen Flughäfen am Mittwoch in Berlin fortgesetzt worden. Die Gewerkschaft Verdi verlangt deutlich mehr Geld für die bundesweit 23 000 Beschäftigten. So soll der Stundenlohn für die Mitarbeiter an der Passagierkontrolle von etwa 17 Euro auf 20 Euro steigen. An die Stelle regionaler Tarifverträge soll ein bundesweiter Abschluss treten.

Mit Warnstreiks am 7. Januar in Berlin und am 15. Januar an acht weiteren deutschen Flughäfen hatte Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöht, ein höheres Tarifangebot vorzulegen. Nach Angaben der Gewerkschaft hatte der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen im Dezember zwei Erhöhungen um je 2,0 Prozent bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit angeboten.

Dies sei "nicht unser finales Angebot", sagte eine Verbandssprecherin vor der Verhandlungsrunde. Doch auch die Gewerkschaft müsse sich bewegen und abrücken von ihrer Forderung nach 20 Euro Stundenlohn für alle. Das Treffen in Berlin ist die fünfte Runde seit Oktober./brd/DP/fba

23.01.2019

Lungenexperten stellen Feinstaub- und Stickoxid-Grenzwerte infrage

BERLIN (dpa-AFX) - Mehr als hundert Lungenspezialisten bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide (NOx). Sie sehen derzeit keine wissenschaftliche Begründung, die die Grenzwerte rechtfertigen würden, wie es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme heißt.

So hätten viele Studien, die Gefahren durch Luftverschmutzung zeigen sollen, erhebliche Schwächen. Zudem seien Daten in der Vergangenheit einseitig interpretiert worden. Die Lungenexperten fordern deshalb, dass relevante Untersuchungen neu bewertet werden. Zunächst hatten der Norddeutsche Rundfunk und die "Welt" über das Thema berichtet.

Die Fachleute stellen sich damit auch gegen ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), das Ende 2018 veröffentlicht worden war. Darin hieß es: "Studien zeigen, dass die Feinstaub-Belastung durch Landwirtschaft, Industrie und Verkehr gesundheitsschädlich ist." Außerdem werden Regularien und Anreize zur Schadstoffvermeidung gefordert. Nun heißt es vonseiten der DGP, die aktuelle Stellungnahme werde "als Anstoß für notwendige Forschungsaktivitäten und eine kritische Überprüfung der Auswirkungen von Stickoxiden und Feinstaub" betrachtet./vf/DP/fba

23.01.2019

Aktien Frankfurt: Dax holt auf - Mögliche Entschädigungen treiben RWE an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch anfängliche Verluste weitgehend aufgeholt. Allerdings verhinderte die Unsicherheit über den Fortgang des Handelskriegs zwischen den USA und China bislang eine stärkere Erholung. Nachdem der Dax im Tagestief um bis zu 0,75 Prozent gefallen war, gab er zuletzt nur noch um 0,16 Prozent auf 11 072,47 Zähler nach. Die Marke von 11 000 Punkten konnte der Leitindex verteidigen.

Der führende Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hat sich verhalten optimistisch zu den anstehenden Gesprächen zwischen den USA und China gezeigt. Allerdings machte er auch deutlich, dass es der amerikanischen Seite vor allem auf die Umsetzung von Zugeständnisse der chinesischen Regierung ankomme.

Die Lage im Handelskonflikt lasse gegenwärtig viel Raum für Spekulationen, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Es werde immer schwieriger, sich ein Urteil zu bilden. Anleger neigten eher dazu, Kursgewinne nach der jüngsten Erholung mitzunehmen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Mittwoch um 0,19 Prozent auf 23 368,11 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 lag leicht im Plus.

Größter Kursgewinner im Dax waren die Papiere von RWE. Die Aussicht auf Entschädigungen für den Kraftwerksbetreiber im Fall des Ausstiegs aus der Kohleverstromung ließ den Kurs um fast 5 Prozent steigen auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober. Staatlichen Zwang - mit möglichen negativen Folgen für die Kraftwerksbetreiber - soll es erst dann geben, wenn es bis Mitte 2020 zu keiner Einigung auf Entschädigungen kommt. Eon legten um 0,6 Prozent zu.

Eine enttäuschende Prognose des niederländischen Halbleiter-Ausrüsters ASML für das laufende Quartal belastete auch den Kurs des Chip-Produzenten Infineon . Dieser gab um 1 Prozent nach.

Die Deutsche Börse blickt beim Gewinn optimistischer auf das abgelaufene Jahr als bisher. Mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent hielten sich die Kursgewinne in Grenzen, allerdings war die Aktie in den vergangenen Wochen bereits stark gestiegen.

Der geplante Einstieg eines Investoren aus China bei der Heidelberger Druck AG ließ den Kurs um 20 Prozent nach oben schnellen. Für die Beteiligung der Masterwork Group will Heidelberger Druck das Grundkapital um 8,5 Prozent erhöhen. Die hohe Prämie, die der Investor bereit sei zu zahlen, deute darauf hin, dass dieser sich "High-End-Technologie ins Portfolio holen will", sagte Analyst Gordon Schönell von der Metzler Bank.

Nach einer Verkaufsempfehlung von Warburg Research verloren Südzucker -Aktien 2,2 Prozent. Eine Hochstufung der Anteile des Duisburger Stahlhändlers Klöckner & Co auf "Kaufen" durch die Investmentbank UBS ließ den Kurs um 3,4 Prozent steigen./bek/mis

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

23.01.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Unklare Lage im Handelskonflikt belastet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Unsicherheit über den Fortgang des Handelskriegs zwischen den USA und China hat dem deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte weitere Verluste eingebrockt. Der Dax verlor am Mittwoch im frühen Handel 0,4 Prozent auf 11 046,29 Punkte. Damit hat der Leitindex nun mehr als die Hälfte der hohen Gewinne aus der Erholungsrally vom vergangenen Freitag wieder eingebüßt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab am Mittwoch um 0,03 Prozent auf 23 316,43 Punkte nur moderat nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor ein Drittelprozent.

Der führende Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hat sich verhalten optimistisch zu den anstehenden Gesprächen zwischen den USA und China gezeigt. Allerdings machte er auch deutlich, dass es der amerikanischen Seite vor allem auf die Umsetzung von Zugeständnisse der chinesischen Regierung ankomme.

Die Lage im Handelskonflikt lasse gegenwärtig viel Raum für Spekulationen, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Es werde immer schwieriger, sich ein Urteil zu bilden. Anleger neigten eher dazu, Kursgewinne nach der jüngsten Erholung mitzunehmen.

Aktien der Deutschen Bank waren mit einem Abschlag von 1,4 Prozent zweitgrößter Verlierer im Dax hinter Infineon. Die US-Notenbank Fed untersucht nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die Rolle der Deutschen Bank wegen ihrer Rolle im Geldwäsche-Skandal der Danske Bank .

Eine enttäuschende Prognose des niederländischen Halbleiter-Ausrüsters ASML für das laufende Quartal belastete auch den Kurs des Chip-Produzenten Infineon . Dieser gab um 1,5 Prozent nach.

Die Deutsche Börse blickt beim Gewinn optimistischer auf das abgelaufene Jahr als bisher. Mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent war die Aktie des Börsenbetreibers einer der wenigen Gewinner im Dax.

Der Einstieg eines Investoren aus China bei Heidelberger Druck ließ den Kurs um fast 20 Prozent nach oben schnellen. Für die Beteiligung der Masterwork Group, die ebenfalls Druckmaschinen fertigt, erhöht Heidelberger Druck das Grundkapital um 8,5 Prozent.

Eine Verkaufsempfehlung des französischen Investmenthauses Oddo drückte den Salzgitter-Kurs um 1,4 Prozent nach unten. Die Papiere des Stahl- und Röhrenherstellers seien nicht sonderlich attraktiv bewertet, so die Begründung. Nach einer Verkaufsempfehlung von Warburg Research verloren Südzucker -Aktien 1,8 Prozent.

Eine Hochstufung der Aktien von Klöckner & Co auf "Kaufen" durch die Investmentbank UBS ließ den Kurs um knapp 5 Prozent steigen./bek/fba

23.01.2019

Aktien Frankfurt Eröffnung: Unklare Lage im Handelskonflikt belastet erneut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Unsicherheit über den Fortgang des Handelskriegs zwischen den USA und China hat dem deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte weitere Verluste eingebrockt. Der Dax verlor am Mittwoch im frühen Handel 0,41 Prozent auf 11 044,71 Punkte. Damit hat der Leitindex nun mehr als die Hälfte der hohen Gewinne aus der Erholungsrally vom vergangenen Freitag wieder eingebüßt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab am Mittwoch um 0,36 Prozent auf 23238,56 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor rund ein halbes Prozent.

Der führende Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hat sich verhalten optimistisch zu den anstehenden Gesprächen zwischen den USA und China gezeigt. Allerdings machte er auch deutlich, dass es der amerikanischen Seite vor allem auf die Umsetzung von Zugeständnisse der chinesischen Regierung ankomme.

Die Lage im Handelskonflikt lasse gegenwärtig viel Raum für Spekulationen, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Es werde immer schwieriger, sich ein Urteil zu bilden. Anleger neigten eher dazu, Kursgewinne nach der jüngsten Erholung mitzunehmen./bek/mis

23.01.2019

Aktien Frankfurt Ausblick: Unsicherheit in Sachen Handelskrieg bremst

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum Börsenstart am deutschen Aktienmarkt dürfte es am Mittwoch den dritten Tag in Folge leicht abwärts gehen. Allerdings halten sich die Abgaben aller Voraussicht nach in engen Grenzen: Der XDax als Indikator für den Dax signalisierte knapp eine Stunde vor der Eröffnung einen 0,36 Prozent niedrigeren Leitindex auf 11 050 Punkte. Der EuroStoxx 50 dürfte ähnlich stark nachgeben.

Medienberichten zufolge haben die USA ein Angebot Chinas für vorbereitende Handelsgespräche abgelehnt. Das bremste auch in Fernost die Kurse, die Börsen dort gaben überwiegend leicht nach.

Diese Nachricht habe den verhaltenen Optimismus hinsichtlich des Handelskriegs wieder ausgehebelt und an der Wall Street für Aktienverkäufe gesorgt, sagte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Am Freitag habe eben dieser Optimismus die Kurse noch befeuert, doch damit sei es nun angesichts der unklaren Nachrichtenlage vorbei.

Aktien der Deutschen Bank gaben auf Tradegate um 1,5 Prozent nach im Vergleich zum Xetra-Schluss am Dienstag. Die US-Notenbank Fed untersucht nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die Rolle der Deutschen Bank wegen ihrer Rolle beim Geldwäsche-Skandal der Danske Bank .

Die Deutsche Börse blickt beim Gewinn optimistischer auf das abgelaufene Jahr als bisher. Das trieb den Aktienkurs vorbörslich um knapp 3 Prozent nach oben.

Eine Hochstufung der Aktien von Klöckner & Co auf "Kaufen" durch die Investmentbank UBS ließ den Kurs um rund 5 Prozent steigen./bek/fba

23.01.2019

DAX-TECHNIK: Für nachhaltige Trendwende fehlen die Umsätze - Commerzbank

FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz der zuletzt kräftigen Erholung des Dax ist das Anlegervertrauen nach Einschätzung der Commerzbank noch nicht wieder hergestellt. Der Anstieg des deutschen Leitindex seit Jahresbeginn sei zwar erfreulich und mit rund 800 Punkten auch beachtlich, die Umsätze ließen aber zu Wünschen übrig, erklärte Marktstratege Christoph Geyer in seinem Tageskommentar am Mittwoch. "Ein Ausreißer nach oben zum Ende der vergangenen Woche, noch dazu an einem Optionsverfallstag, ist nicht genug, um von einer nachhaltigen Trendwende oder eben Stimmungsverbesserung zu sprechen."

Er wies zudem darauf hin, dass gemäß der Dow-Theorie zunächst das Zwischenhoch vom Anfang Dezember bei knapp 11 567 Punkten überwunden werden müsse, um den übergeordneten Abwärtstrend abhaken zu können./ag/mis

23.01.2019

DAX-FLASH: Unsicherheit über Handelskrieg hält den Dax zurück

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum Börsenstart am deutschen Aktienmarkt dürfte es am Mittwoch den dritten Tag in Folge leicht abwärts gehen. Der Broker IG taxierte den Dax knapp zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,22 Prozent niedriger auf 11 066 Punkte. Medienberichten zufolge haben die USA ein Angebot Chinas für vorbereitende Handelsgespräche abgelehnt. Das bremste auch in Fernost die Kurse, die Börsen dort gaben überwiegend leicht nach.

Diese Nachricht habe den verhaltenen Optimismus hinsichtlich des Handelskriegs wieder ausgehebelt und an der Wall Street für Aktienverkäufe gesorgt, sagte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Am Freitag habe eben dieser Optimismus die Kurse noch befeuert, doch damit sei es nun angesichts der unklaren Nachrichtenlage vorbei./bek/mis

22.01.2019

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste nach Erholungsrally

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Dienstag nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende deutlich unter Druck geraten. "Der Risikoappetit ist momentan sehr gering", konstatierte Marktexperte Dean Popplewell vom Währungsbroker Oanda. Zudem zollte die Wall Street ihrer mehrwöchigen Erholungsrally nach dem schwachen Vorjahr Tribut.

Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete nach einem schwachen Start seine Verluste aus. Zum Handelsende stand ein Minus von 1,22 Prozent auf 24 404,48 Punkte zu Buche, womit er immerhin etwas über seinem Tagestief blieb. Am Freitag hatte der Dow noch um fast anderthalb Prozent zugelegt und damit die vierte Woche in Folge unter dem Strich positiv beendet. Der marktbreite S&P 500 verlor am Dienstag 1,42 Prozent auf 2632,90 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 2,03 Prozent auf 6646,81 Zähler.

Popplewell verwies auf die wegen Zollstreitigkeiten hohe Unsicherheit über den weltweiten Handel, welche wieder auf die Stimmung drücke. Auslöser seien die am Montag veröffentlichten schwachen Wachstumsdaten für 2018 aus China sowie die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erneut gekappte Wachstumsprognose für die weltweite Wirtschaftsleistung. Dazu passten die jüngsten Konjunkturnachrichten aus den USA, wo die Verkäufe bestehender Häuser im Dezember überraschend deutlich zurückgegangen waren

Auch seitens der Unternehmen überwogen negativ aufgenommene Meldungen. Am schlimmsten erwischte es das Metallverarbeitungsunternehmen Arconic und den Elektrowerkzeuge-Hersteller Stanley Black & Decker mit Kurseinbrüchen von knapp 16 beziehungsweise 15,5 Prozent. Deren Aktien hatten sich zuletzt allerdings deutlich erholt gezeigt.

Arconic schockte die Anleger mit der Entscheidung der Führung, den geplanten Verkauf des Unternehmens angesichts enttäuschender Kaufofferten abzublasen. Zuletzt waren in Medienberichten die US-Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management als Übernahmeinteressent und ein Preis von über zehn Milliarden Dollar gehandelt worden. Stanley Black & Decker sorgte hingegen mit einem enttäuschenden Gewinnausblick auf das laufende Jahr für Enttäuschung.

Wenig Grund zur Freude hatten auch die Anteilseigner des Ölfeld-Dienstleisters Halliburton : Trotz überraschend guter Resultate für das Schlussquartal 2018 büßten die Titel gut drei Prozent ein. Offenbar versilberten auch hier einige Anleger die Kursgewinne der vergangenen Wochen, welche den Aktien zuletzt auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember verholfen hatten.

Im Dow reihten sich die Papiere von Johnson & Johnson nach Zahlen mit einem Minus von knapp anderthalb Prozent im Mittelfeld ein. Der Pharmakonzern habe im vergangenen Quartal zwar positiv überrascht, doch der Ausblick auf 2019 sei nicht so rosig ausgefallen wie von Händlern erwartet, schrieb Analyst David Madden von CMC Markets UK.

Mastercard-Titel verloren nur in etwa marktkonforme 1,26 Prozent, obwohl die EU-Kommission den Kreditkartenanbieter wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften zu einer Strafzahlung von 570 Millionen Euro verdonnert hatte. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

Travelers verloren 1,33 Prozent. Der US-Schadenversicherer hatte das vergangene Jahr auch dank geringerer Katastrophenschäden mit einem dicken Gewinnplus beendet. Im vierten Quartal warf das Kerngeschäft zudem mehr ab als von Analysten erwartet.

Eine der wenig positiv aufgenommenen Unternehmensnachrichten war die, dass der US-Hedgefonds Elliott die Online-Handelsplattform Ebay zur Überprüfung ihres Portfolios drängt. Ebay habe sich schlechter als seine Mitbewerber und der Markt entwickelt, hieß es in einem Schreiben von Elliott an Ebay.

Um seinen Wert zu steigern, müsse Ebay einen Fünf-Punkte-Plan annehmen, der unter anderem dazu rät, sich von den profitablen Unternehmen StubHub und Ebay Classifieds Group zu trennen. Der aktivistische Hedgefonds des Investors Paul Singer hält nach eigenen Angaben mehr als vier Prozent an dem Unternehmen, dessen Aktien an der Spitze des Nasdaq 100 um über sechs Prozent nach oben sprangen.

Under Armour schlugen sich mit einem Minimalen Kursrückgang wacker, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktien des Sportartikelherstellers hochgestuft hatte und nun zum Kauf rät. Dank der Reform der Einkommenssteuer, des Rückenwinds durch die Energiepreise und des gesunden Arbeitsmarktes sehe sie 2019 ein positives Umfeld für die Verbraucherausgaben, schrieb Analystin Alexandra Walvis. Beim Adidas-Konkurrenten sollten die Margen dank greifender Unternehmensinitiativen zur Umsatzsteigerung einen Wendepunkt erreichen.

Der Eurokurs sank moderat auf 1,1361 US-Dollar und blieb damit auf dem Niveau des späten europäischen Nachmittagsgeschäfts. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1354 (Montag: 1,1362) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8807 (0,8801) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen stiegen um 12/32 Punkte auf 103 9/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,74 Prozent./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

22.01.2019

Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste nach Erholungsrally

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Dienstag nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende deutlich unter Druck geraten. "Der Risikoappetit ist momentan sehr gering", konstatierte Marktexperte Dean Popplewell vom Währungsbroker Oanda. Zudem zollte die Wall Street ihrer mehrwöchigen Erholungsrally nach dem schwachen Vorjahr Tribut.

Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete nach einem schwachen Start seine Verluste aus. Zum Handelsende stand ein Minus von 1,22 Prozent auf 24 404,48 Punkte zu Buche, womit er immerhin etwas über seinem Tagestief blieb. Am Freitag hatte der Dow noch um fast anderthalb Prozent zugelegt und damit die vierte Woche in Folge unter dem Strich positiv beendet. Der marktbreite S&P 500 verlor am Dienstag 1,42 Prozent auf 2632,90 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 2,03 Prozent auf 6646,81 Zähler.

Popplewell verwies auf die wegen Zollstreitigkeiten hohe Unsicherheit über den weltweiten Handel, welche wieder auf die Stimmung drücke. Auslöser seien die am Montag veröffentlichten schwachen Wachstumsdaten für 2018 aus China sowie die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erneut gekappte Wachstumsprognose für die weltweite Wirtschaftsleistung. Dazu passten die jüngsten Konjunkturnachrichten aus den USA, wo die Verkäufe bestehender Häuser im Dezember überraschend deutlich zurückgegangen waren./gl/he

22.01.2019

Aktien New York: Anfangsverluste ausgeweitet - Handelssorgen sind zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Dienstag nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende deutlich unter Druck geraten. "Der Risikoappetit ist momentan sehr gering", konstatierte Marktexperte Dean Popplewell vom Währungsbroker Oanda. Zudem zollte die Wall Street ihrer mehrwöchigen Erholungsrally nach dem schwachen Vorjahr Tribut.

Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete nach einem schwachen Start seine Verluste aus und notierte zuletzt 1,44 Prozent tiefer bei 24 350,66 Punkten. Am Freitag hatte er noch um fast anderthalb Prozent zugelegt und damit die vierte Woche in Folge unter dem Strich positiv beendet. Der marktbreite S&P 500 verlor am Dienstag 1,49 Prozent auf 2630,96 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 1,92 Prozent auf 6654,37 Zähler.

Popplewell verwies auf die wegen Zollstreitigkeiten hohe Unsicherheit über den weltweiten Handel, welche wieder auf die Stimmung drücke. Auslöser seien die am Montag veröffentlichten schwachen Wachstumsdaten für 2018 aus China sowie die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) erneut gekappte Wachstumsprognose für die weltweite Wirtschaftsleistung. Dazu passten die jüngsten Konjunkturnachrichten aus den USA, wo die Verkäufe bestehender Häuser im Dezember überraschend deutlich zurückgegangen waren.

Auch seitens der Unternehmen überwogen negativ aufgenommene Meldungen. Am schlimmsten erwischte es das Metallverarbeitungsunternehmen Arconic und den Elektrowerkzeuge-Hersteller Stanley Black & Decker mit Kurseinbrüchen von 17 beziehungsweise 13 Prozent. Deren Aktien hatten sich zuletzt allerdings deutlich erholt gezeigt.

Arconic schockte die Anleger mit der Entscheidung der Führung, den geplanten Verkauf des Unternehmens angesichts enttäuschender Kaufofferten abzublasen. Zuletzt waren in Medienberichten die US-Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management als Übernahmeinteressent und ein Preis von über zehn Milliarden Dollar gehandelt worden. Stanley Black & Decker sorgte hingegen mit einem enttäuschenden Gewinnausblick auf das laufende Jahr für Enttäuschung.

Wenig Grund zur Freude hatten auch die Anteilseigner des Ölfeld-Dienstleisters Halliburton : Trotz überraschend guter Resultate für das Schlussquartal 2018 büßten die Titel knapp vier Prozent ein. Offenbar versilberten auch hier einige Anleger die Kursgewinne der vergangenen Wochen, welche den Aktien zuletzt auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember verholfen hatten.

Im Dow zählten die Papiere von Johnson & Johnson nach Zahlen mit zwei Prozent Minus zu den größten Verlierern. Der Pharmakonzern habe im vergangenen Quartal zwar positiv überrascht, doch der Ausblick auf 2019 sei nicht so rosig ausgefallen wie von Händlern erwartet, schrieb Analyst David Madden von CMC Markets UK.

Derweil verloren Mastercard-Titel nur unterdurchschnittliche 1,24 Prozent, obwohl die EU-Kommission den Kreditkartenanbieter wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften zu einer Strafzahlung von 570 Millionen Euro verdonnert hatte. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

Mit minus 1,22 Prozent ein wenig besser als der Markt hielten sich auch die Aktien von Travelers . Der US-Schadenversicherer hatte das vergangene Jahr auch dank geringerer Katastrophenschäden mit einem dicken Gewinnplus beendet. Im vierten Quartal warf das Kerngeschäft zudem mehr ab als von Analysten erwartet.

Eine der wenig positiv aufgenommenen Unternehmensnachrichten war die, dass der US-Hedgefonds Elliott die Online-Handelsplattform Ebay zur Überprüfung ihres Portfolios drängt. Ebay habe sich schlechter als seine Mitbewerber und der Markt entwickelt, hieß es in einem Schreiben von Elliott an Ebay.

Um seinen Wert zu steigern, müsse Ebay einen Fünf-Punkte-Plan annehmen, der unter anderem dazu rät, sich von den profitablen Unternehmen StubHub und Ebay Classifieds Group zu trennen. Der aktivistische Hedgefonds des Investors Paul Singer hält nach eigenen Angaben mehr als vier Prozent an dem Unternehmen, dessen Aktien an der Spitze des Nasdaq 100 um fast sechs Prozent nach oben sprangen.

Für Under Armour ging es um knapp ein halbes Prozent hoch, nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktien des Sportartikelherstellers hochgestuft hatte und nun zum Kauf rät. Dank der Reform der Einkommenssteuer, des Rückenwinds durch die Energiepreise und des gesunden Arbeitsmarktes sehe sie 2019 ein positives Umfeld für die Verbraucherausgaben, schrieb Analystin Alexandra Walvis. Beim Adidas -Konkurrenten sollten die Margen dank greifender Unternehmensinitiativen zur Umsatzsteigerung einen Wendepunkt erreichen./gl/he

22.01.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax erneut im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Dienstag seine Verluste vom Wochenbeginn etwas ausgeweitet. Zum Handelsschluss stand der deutsche Leitindex 0,41 Prozent tiefer auf 11 090,11 Punkten. Händler fürchteten eine weltweite Wirtschaftsabkühlung, sagte Analyst David Madden vom Broker CMC Markets UK. Nach der Kursrally vom Freitag scheint also die Skepsis wieder zu überwiegen.

Schwächere US-Börsen, wo am Vortag wegen eines Feiertags nicht gehandelt worden war, sorgten am Nachmittag zeitweise für zusätzlichen Abgabedruck im Dax bis auf das Tagestief bei 11 035 Punkten. Immerhin gelang es dem Index danach, die Verluste etwas zu begrenzen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen schlug sich erneut besser als sein großer Bruder, sank aber dennoch, und zwar um 0,13 Prozent auf 23 322,64 Punkte. Auch europaweit waren die Vorzeichen rot: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,39 Prozent auf 3112,80 Zähler. Die Leitindizes in Paris und London gaben um 0,42 beziehungsweise 0,99 Prozent nach.

Hierzulande fielen die Aktien des Spezialchemiekonzerns Covestro am Dax-Ende um 3,15 Prozent, belastet von einer Abstufung von "Kaufen" auf "Halten" durch die Commerzbank. Für die Papiere des Konsumgüterkonzerns Henkel ging es um 1,53 Prozent abwärts nach einem Einbruch von fast 10 Prozent am Vortag. Hier belasteten negative Einschätzungen mehrerer Banken und Handelshäuser. Der Konzern hatte am Montag mit Prognosen für 2019 enttäuscht.

An der Spitze im Dax gewannen am Dienstag die Anteile des Zahlungsabwicklers Wirecard 1,88 Prozent. Lufthansa rückten gleich dahinter um 1,43 Prozent vor. Die Bank Morgan Stanley hatte die Titel zum Kauf empfohlen. Der Gaskonzern Linde will für bis zu sechs Milliarden US-Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Das brachte den Kurs des Herstellers von Industriegasen um 1,32 Prozent nach vorne.

Als bester Wert im MDax legten die Anteile von Hugo Boss nach einem robusten Umsatz im vierten Quartal um 5,64 Prozent zu. Für den Modekonzern war es besser als im entsprechenden Vorjahreszeitraum gelaufen, sowohl in den eigenen Läden als auch im Großhandelsgeschäft. Zunehmend bestellen die Kunden Boss-Kleidung nun auch über das Internet. Bei Analysten kam das Zahlenwerk insgesamt gut an.

Eine Verkaufsempfehlung des Investmenthauses Mainfirst setzte die Papiere des Dünger- und Salzkonzerns K+S unter Druck. Sie büßten 3 Prozent ein.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,10 Prozent am Montag auf 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 141,83 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,21 Prozent auf 164,51 Punkte zu.

Der Euro bewegte sich nur wenig und kostete zuletzt 1,1359 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1354 (Montag: 1,1362) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8807 (0,8801) Euro gekostet./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

23.01.2019

GESAMT-ROUNDUP: Japans Inflationsziel gerät außer Reichweite

TOKIO (dpa-AFX) - Die Glaubwürdigkeit der japanischen Notenbank hat einen weiteren Kratzer erlitten. Nach ihrer Zinssitzung am Mittwoch senkte die Bank of Japan zum wiederholten Mal und teils deutlich ihre Inflationsprognosen bis ins Haushaltsjahr 2020. Ihr Preisziel von zwei Prozent, Hauptantrieb der seit sechs Jahren extrem lockeren Geldpolitik, gerät damit immer mehr außer Reichweite. Zumal der japanischen Wirtschaft Ungemach droht angesichts erheblicher Wachstumsrisiken.

Wie die Bank of Japan in Tokio mitteilte, bleibt sowohl ihre Zinspolitik als auch ihr Anleihekaufprogramm unverändert. Nach wie vor beträgt der kurzfristige Leitzins minus 0,1 Prozent, während die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen um die Null-Prozent-Marke gehalten werden soll. Im vergangenen Jahr hatte die Notenbank eine Flexibilisierung dieser Zinskurvensteuerung vorgenommen. Seither darf der Zehnjahreszins etwas um die Nulllinie herum pendeln.

Deutlich nach unten ging es dagegen mit den Inflationsprognosen. Für das Anfang April beginnende Haushaltsjahr 2019 erwarten die Währungshüter jetzt eine Teuerung von lediglich 0,9 Prozent. Bisher hatte die Prognose 1,4 Prozent betragen. Für das Fiskaljahr 2020 lautet die Vorausschätzung 1,4 Prozent, anstatt der bisher veranschlagten 1,5 Prozent.

Fachleute sprachen von den stärksten Prognosesenkungen, seit Notenbankchef Haruhiko Kuroda im Jahr 2013 seinen Posten angetreten und eine extrem lockere Geldpolitik eingeleitet hatte. Seither hat die Notenbank ihre Bilanz durch Wertpapierkäufe massiv ausgeweitet. Doch die dadurch geschaffene Liquidität hat die chronisch schwache Teuerung nicht signifikant anheben können. "Gibt es noch irgendjemanden, der an die Inflationsprognosen der Bank of Japan glaubt", fragt deshalb Commerzbank-Expertin Thu Lan Nguyen. Wahrscheinlich glaube selbst die Notenbank nicht mehr daran.

Im Gegensatz zu den Inflationsprognosen hob die Bank of Japan ihre Wachstumserwartungen überwiegend etwas an. Die deutliche Reduzierung des Wachstums für das bald endende Fiskaljahr 2018 von 1,4 auf 0,9 Prozent kann dabei mit den schweren Naturkatastrophen erklärt werden, die Japan im vergangenen Jahr heimgesucht haben. Für 2019 werden jetzt 0,9 Prozent und 1,0 Prozent Wachstum für 2020 erwartet, etwas mehr als die bisherigen Erwartungen von je 0,8 Prozent. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte Anfang der Woche seine Wachstumsprognosen für Japan angehoben.

Ob sich die günstigeren Prognosen aber bewahrheiten, ist angesichts hoher Wachstumsrisiken fraglich. So sieht sich die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sowohl Risiken von Außen als auch von Innen ausgesetzt. Ein großes Binnenrisiko sehen Volkswirte in der für Oktober geplanten Anhebung der Mehrwertsteuer, die wegen konjunktureller Sorgen schon einmal verschoben wurde. Traditionell reagieren die japanischen Verbraucher mit deutlicher Kaufzurückhaltung auf höhere Verbrauchsteuern. Nach der jüngsten Anhebung vor gut vier Jahren war die Wirtschaft in eine Rezession gestürzt.

Außerhalb Japans türmen sich die Risiken. Das größte Wachstumsrisiko sehen Ökonomen in dem Handelsstreit zwischen den USA und China. Schon jetzt belastet der Streit die Weltwirtschaft und hat insbesondere dem asiatischen Wirtschaftsraum zugesetzt. Eine Eskalation des Disputs würde das stark exportorientierte Japan mit voller Wucht treffen.

Bereits jetzt sind in Japan die Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China spürbar. Nach Regierungszahlen vom Mittwoch gingen die Ausfuhren Japans im Dezember um 3,8 Prozent zurück und damit so stark wie seit rund zwei Jahren nicht mehr. Im Gesamtjahr 2018 verzeichnete Japan erstmals seit drei Jahren ein Handelsdefizit. Das war jedoch vor allem auf deutlich höhere Energiekosten zurückzuführen. Japan importiert einen Großteil seiner Energie, etwa in Form von Erdöl und Erdgas. Steigen deren Preise, belastet das die Außenhandelsbilanz./bgf/jsl/jha/

23.01.2019

DAVOS/IWF: Private Investitionen für UN-Entwicklungsziele nötig

DAVOS (dpa-AFX) - Die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind nach Ansicht der Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, nur über zusätzliche private Investitionen in ärmeren Ländern zu erreichen. Die Privatwirtschaft müsse Teil der Lösung sein, sagte Lagarde am Mittwoch auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Die Steigerung von Steuereinnahmen in den Ländern allein wird das niemals schaffen", sagte die IWF-Chefin.

Um auch nur die grundlegendsten fünf von 17 Zielen der Vereinten Nationen bis 2030 zu erreichen, müssten in Schwellenländern rund 4 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung zusätzlich dafür ausgegeben werden, in noch ärmeren Entwicklungsländern sogar 15 Prozent. Derzeit lägen die Steuereinnahmen gemessen am Bruttoinlandspodukt in Schwellen- und Entwicklungsländern bei im Schnitt 13 Prozent, sagte Lagarde.

"Wirtschaftswachstum ist die Grundlage", sagte Lagarde. Zudem müssten die niedrigen Steuereinnahmen in den Ländern erhöht werden. Das nütze aber alles nichts, wenn das Geld für Prestigeprojekte ausgegeben werde oder die Korruption hoch sei.

Die UN hatten 2015 Entwicklungsziele für das Jahr 2030 formuliert, unter anderem die Reduzierung von Armut, Hunger und Ungleichheit sowie die Förderung von Bildung und Umwelt. Laut der UN-Handels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) fehlen allein in ärmeren Entwicklungsländern nach derzeitigem Stand jährlich 2,5 Billionen US-Dollar (2,2 Billionen Euro) zum Erreichen der Ziele./men/DP/mis

23.01.2019

Agrarministerin Klöckner fordert schnelles Internet 'für jeden Acker'

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner fordert eine flächendeckende Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet. "Es geht nicht nur darum, dass jeder Haushalt an das schnelle Internet angebunden ist. Diesen Anspruch müssen wir für jeden Acker und Wald, für die gesamte Fläche haben", sagte die CDU-Politikerin der "Westfalenpost" (Mittwoch).

Es dürfe kein Deutschland der zwei Geschwindigkeiten geben. Dies sei eine zentrale Voraussetzung für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Zu häufig würden gesellschaftliche Probleme aus der Perspektive der Städte betrachtet, die Sichtweise des Landes würde vernachlässigt, kritisierte Klöckner.

Die stärkere Digitalisierung ist auch Thema der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. Im Frühjahr sollen Frequenzen für den deutlich schnelleren neuen Standard 5G versteigert werden. Die Vergaberegeln sehen vor, dass 98 Prozent aller Haushalte bis Ende 2022 damit versorgt werden sollen.

Kritiker warnen aber, dass dies für eine vollständige Flächendeckung vor allem im ländlichen Raum nicht ausreiche. Insbesondere die Frequenzen aus den Bereichen 2 GHz und 3,4 GHz bis 3,7 GHz, die in der Auktion versteigert werden, haben physikalisch keine besonders große Reichweite. Für eine flächendeckende Versorgung müssten nach Experteneinschätzungen Zehntausende neue Mobilfunkstationen errichtet werden./sl/DP/mis

23.01.2019

Frankreich: Geschäftsklima stabil

PARIS (dpa-AFX) - Die Stimmung in den französischen Unternehmen hat sich im Januar nicht verändert. Das Geschäftsklima habe stabil 102 Punkte betragen, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mit. Analysten hatten dagegen mit einem leichten Anstieg auf 103 Zähler gerechnet. Im längeren Vergleich bewegt sich die Unternehmensstimmung auf erhöhtem Niveau, sie hat sich in den vergangenen Monaten aber tendenziell eingetrübt./bgf/jkr/fba

23.01.2019

WDH/Kudlow: Handelsabkommen hängt von Umsetzung chinesischer Zugeständnisse ab

(Redigierrest entfernt)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Mit Larry Kudlow hat sich der führende Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump verhalten optimistisch zu den anstehenden Gesprächen zur Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China gezeigt. Gleichzeitig dementierte Kudlow einen Pressebericht, wonach ein Vorbereitungstreffen mit chinesischen Regierungsvertretern für eine neue Verhandlungsrunde abgesagt worden seien. Die Handelsgespräche mit Peking seien so tiefgehend wie niemals zuvor, sagte der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates der Vereinigten Staaten am Dienstagabend in einen Interview mit dem Fernsehsender CNBC.

Kudlow machte in dem Interview aber auch deutlich, dass es der amerikanischen Seite vor allem auf die Umsetzung von Zugeständnisse der chinesischen Regierung ankomme. "Die Umsetzung ist absolut entscheidend für den Erfolg der Gespräche". Nähere Details nannte Kudlow nicht. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass die Führung in Peking einen Ausgleich in der Handelsbilanz beider Länder über einen Zeitraum bis 2024 angeboten habe.

Unterdessen dementierte der Wirtschaftsberater einen Bericht der "Financial Times", wonach vorbereitende Gespräche für eine weitere Verhandlungsrunde abgesagt worden seien. Als Begründung hieß es in dem Zeitungsbericht, dass es in wesentlichen Punkten keine Fortschritte gebe. In dieser Woche ist eine Reise von zwei Vize-Ministern der Regierung in Peking in die USA geplant, um ein Treffen des stellvertretenden Premierministers Liu He mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer am 30. und 31. Januar in Washington vorzubereiten.

Kudlow sprach weiter von "großartigen Versprechungen" von Seiten der Regierung in Peking. Die US-Regierung wolle aber auch Sicherheiten für die Umsetzung, wobei der Berater unter anderem klare zeitliche Rahmen als Notwendigkeit nannte. Kudlow konnte allerdings nicht sagen, ob diese Dinge bis zum Ende des Monats geklärt werden können.

Er wies außerdem darauf hin, dass die zu Klärung anstehenden Fragen schwierig seien. Außerdem habe letztendlich Präsident Trump zu entscheiden, was die US-Seite akzeptieren könne und was nicht./jkr/fba

23.01.2019

ROUNDUP: Japan 2018 mit erstem Handelsdefizit seit drei Jahren

TOKIO (dpa-AFX) - Der Handelskonflikt zwischen den USA und China wirkt sich auch auf Japans Exportwirtschaft aus. Schwache Geschäfte in China, Japans größtem Handelspartner, belasteten die Ausfuhren in das benachbarte Riesenreich im Dezember stärker als erwartet. Der Wert der Exporte sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent, teilte das Finanzministerium am Mittwoch auf Basis vorläufiger Daten mit. Es war der stärkste Rückgang der Exporte der nach den USA und China drittgrößten Volkswirtschaft der Welt seit Oktober 2016.

Auf das Gesamtjahr 2018 bezogen stieg der Wert der japanischen Exporte zwar um 4,1 Prozent. Doch legten die Importe angesichts gestiegener Energiekosten noch stärker um 9,7 Prozent zu. Damit verzeichnete Japan erstmals seit drei Jahren ein Handelsdefizit. Die Exporte des Landes sind weiterhin tragender Pfeiler für den wirtschaftlichen Aufschwung. Doch bekamen Japans Exporteure in den vergangenen Monaten angesichts der andauernden Handelsspannungen zwischen den USA und China einen Rückgang der Nachfrage zu spüren./ln/DP/mis

23.01.2019

Shutdown in USA: FBI-Berufsverband warnt vor Konsequenzen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Arbeit der US-Bundespolizei FBI leidet nach Angaben eines Berufsverbandes zunehmend unter der seit mehr als einem Monat andauernden Haushaltssperre. Die Agenten arbeiteten ohne Bezahlung unter immer schwierigeren Bedingungen, sagte der Präsident des FBI-Berufsverbandes FBIAA, Tom O'Connor, am Dienstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz. Das habe auch Auswirkungen auf die nationale Sicherheit.

Mehrere Informanten des FBI aus der Terror- und Drogenszene hätten nicht gehalten werden können, berichtet der US-Sender CNN unter Berufung auf den FBIAA-Bericht "Voices from the Field". Darin schildern FBI-Agenten die Folgen der fehlenden Gelder auf ihre praktische Arbeit vor Ort.

Das FBI distanzierte sich in einer Erklärung von dem Bericht, wie CNN weiter schreibt. Der Report sei ein Produkt der FBIAA und nicht von der Ermittlungsbehörde.

Im Zentrum des Haushaltsstreits steht die Forderung von Präsident Donald Trump nach 5,7 Milliarden Dollar (etwa 5 Milliarden Euro) zur Finanzierung einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Diese zählt zu den wichtigsten Wahlkampfversprechen von Trump.

Die oppositionellen Demokraten, die eine Mehrheit im Repräsentantenhaus haben, halten die Mauer für eine unmoralische und ineffektive Lösung der illegalen Einwanderung. Rund 800 000 Bundesbedienstete sind wegen des Haushaltsstreits seit gut einem Monat im Zwangsurlaub oder müssen ohne Bezahlung arbeiten.

Republikaner und Demokraten im US-Senat wollen am Donnerstag einen neuen Versuch starten, um den teilweisen Stillstand der US-Verwaltung zu beenden. Allerdings dürfte wohl kaum einer der beiden konkurrierenden Entwürfe die notwendigen 60 von 100 Stimmen bekommen. Die Republikaner von Präsident Donald Trump haben im Senat eine Mehrheit von 53 Sitzen./aae/DP/fba

23.01.2019

DAVOS/ROUNDUP: Merkel spricht beim WEF - Greenpeace fordert Klima-Schwerpunkt

DAVOS (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hält am Mittwoch (14.15 Uhr) die zentrale Rede am zweiten Tag des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums in Davos. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte, die CDU-Politikerin müsse einen starken Fokus auf den Klimawandel richten. "Ich erwarte, dass sie die Klimakrise als riesige Bedrohung für die Welt anspricht", sagte Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan der Deutschen Presse-Agentur.

Merkel habe noch zwei Jahre Zeit bis zu ihrem angekündigten Abschied aus der Politik. Morgan verwies auf die Arbeit der Kohlekommission. "Wie die Kanzlerin sich da positioniert, wird ihr politisches Erbe mitdefinieren." Ein Kohleausstieg bis 2030 sei notwendig, nur so könne das Paris-Ziel erreicht und die Bedrohung der Erwärmung auf weniger als 1,5 Grad gehalten werden.

Merkel plant in Davos am Mittwoch zudem Gespräche mit internationalen Unternehmern über Künstliche Intelligenz und soll bei einem Abendessen eine kurze Ansprache zum Thema Europa halten.

Aus Deutschland werden auch mehrere Bundesminister sowie CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erwartet. So nimmt Wirtschaftsminister Peter Altmaier am Mittwoch an einer Diskussion zur wirtschaftlichen Zukunft Europas teil. Der CDU-Politiker erinnerte daran, dass die deutsche Wirtschaft angesichts von Handelskonflikten und geopolitischen Spannungen zuletzt langsamer gewachsen sei. "Ich möchte daher das diesjährige WEF dazu nutzen, mit den Vertretern verschiedener Staaten, aber auch der Unternehmen an Lösungen zu arbeiten", kündigte Altmaier an.

Bereits am Vormittag (11.15 Uhr) steht eine Rede des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe auf dem Programm. Er will die Pläne seiner Regierung für die japanische G20-Präsidentschaft vorstellen. Geplant ist außerdem eine Ansprache des äthiopischen Regierungschefs Abiy Ahmed.

Die Tagung mit mehr als 3000 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dauert bis Freitag. Im Mittelpunkt steht die Suche nach Lösungen für die "Globalisierung 4.0", einer neuen Phase der Globalisierung./bvi/DP/zb

23.01.2019

ROUNDUP/Berichtsentwurf: Kommission will Prüfmechanismus bei Kohleausstieg

BERLIN (dpa-AFX) - Die Kohlekommission strebt einem Berichtsentwurf zufolge den schrittweisen Kohleausstieg in Deutschland im Einvernehmen mit den Kraftwerksbetreibern an. Sollte es bis Mitte 2020 keine Einigung auf Entschädigungen geben, empfiehlt sie demnach aber staatlichen Zwang. Der 123-seitige Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Für die 2020er Jahre dürfte das Gremium drei umfassende, unabhängige Überprüfungen vorschlagen. Ein Ausstiegsdatum enthält der Entwurf, über den die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" am Freitag beraten soll, noch nicht.

In den Jahren 2023, 2026 und 2029 sollen die Maßnahmen demnach "einer umfassenden Überprüfung durch ein unabhängiges Expertengremium" unterzogen werden, um gegebenenfalls nachzusteuern. Kontrolliert werden soll, wie der schrittweise Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Braun- und Steinkohle sich auf das Erreichen der Klimaziele, die Strompreise, die Sicherheit der Stromversorgung, Arbeitsplätze, Strukturwandel und regionale Wertschöpfung auswirkt. Mehr als ein Drittel des Stroms in Deutschland kommt aus Kohlekraftwerken.

Für das Expertengremium empfiehlt der Entwurf Fachleute aus den Bereichen Strukturentwicklung und Regionalpolitik, Beschäftigung, Energiewirtschaft, Industrie und Klimaschutz - und regt an, "das Expertenwissen der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" weiterhin zu nutzen".

In der 28-köpfigen Kommission sitzen Wirtschaft, Arbeitnehmer, Klimaschützer und Wissenschaftler an einem Tisch. Sie sind von der Bundesregierung beauftragt, ein Konzept für den Kohleausstieg vorzulegen. Es soll sicherstellen, dass Deutschland sein Klimaziel 2020 mit möglichst wenig Verspätung erreicht und die Energiewirtschaft ihr Klimaziel für 2030 sicher schafft. Auch ein Enddatum für den Ausstieg aus der Kohle und Vorschläge für den Strukturwandel in den Kohleregionen sind Teil der Aufgabe. Vor allem in der Lausitz, im Rheinischen und im Mitteldeutschen Revier hängen noch Zehntausende Jobs direkt oder indirekt an der Kohle.

Tempo und Endzeitpunkt des Kohleausstiegs sind in dem Entwurf noch offen. Darüber könnte sich die 28-köpfige Kommission bereits an diesem Freitag einig werden - auch das Enddatum steht bisher aber unter dem Vorbehalt von Überprüfungen 2026 und 2029. Umstritten ist auch noch, ob im Bericht stehen soll, dass der umkämpfte Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen und die noch bewohnten Dörfer um die Braunkohle-Tagebaue stehenbleiben können.

Um Verbraucher nicht zu sehr mit steigenden Strompreisen zu belasten, empfiehlt die Kommission laut Entwurf, "eine Reduzierung der Übertragungsnetzentgelte in angemessener Höhe zu prüfen" und dafür "gegebenenfalls die erforderlichen Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen". Netzentgelte sind ein wichtiger Bestandteil der Stromkosten. Subventionen für energieintensive Unternehmen sollen Fortbestand haben und erweitert werden.

In einem 194-seitigen Anhang werden zahlreiche Projektlisten der Bundesländer für die Strukturentwicklung aufgeführt, auch im Berichtsentwurf selbst spielt der Strukturwandel eine wesentliche Rolle. "Die Kommission hält es für sinnvoll und notwendig, für die Braunkohlereviere klare Zielgrößen für die Zahl der anzusiedelnden Arbeitsplätze in Behörden des Bundes und der Länder zu definieren. So wäre die Schaffung von insgesamt bis zu 5000 neuen Arbeitsplätze durch den Bund in den nächsten 10 Jahren angemessen", heißt es dort.

Es geht zum Beispiel um schnelles Internet, neue Verkehrswege wie Bahnstrecken oder die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen etwa der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft sowie Bundesbehörden. In einem Gesetz soll das Engagement des Bunds beim Strukturwandel verbindlich festgeschrieben werden.

In dem Entwurf wird außerdem an die Verantwortung der Bundesregierung appelliert, die die Strukturentwicklung in den Kohleregionen "kurz-, mittel- und langfristig" unterstützen solle. Dies sei "unerlässlich, um die Akzeptanz der Menschen in den Revieren für den Strukturwandelprozess zu stärken". Auf Druck vor allem der ostdeutschen Kohleländer Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatte die Kommission in die Verlängerung gehen müssen. Den Ministerpräsidenten war das Thema Strukturwandel nicht konkret genug angegangen worden.

Die Bundesländer sollen sich laut Berichtsentwurf mit dem Bund zeitnah einigen, welche konkreten Maßnahmen bis Ende 2021 umgesetzt werden können. Die Kommission könnte empfehlen, für den Zeitraum 2019 bis 2021 ein Sofortprogramm als ersten Investitionsanreiz für die Kohlereviere aufzulegen. Bestandteil könnte eine Investitionszulage sein, um private Investoren anzulocken./ted/hoe/DP/zb

23.01.2019

ROUNDUP: Dyson verlagert Firmenzentrale von Großbritannien nach Singapur

LONDON (dpa-AFX) - Die vor allem für ihre beutellosen Staubsauger bekannte Firma Dyson verlagert ihr Hauptquartier von Großbritannien nach Singapur. Der Grund sei die zunehmende Bedeutung Asiens für das Dyson-Geschäft, erklärte das Unternehmen am Dienstag wenige Wochen vor Ablauf der Brexit-Frist. In Asien befänden sich inzwischen eine wachsende Mehrheit der Dyson-Kunden und alle Produktionsstandorte, hieß es. Firmengründer James Dyson, der das Unternehmen nach wie vor kontrolliert, gehörte zu den prominenten Befürwortern des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Dyson arbeitet gerade an einem Elektroauto, das ebenfalls in Singapur gebaut werden soll. An der Investition von 200 Millionen Pfund in einen Technologiecampus am britischen Flugplatz Hullavington und anderen geplanten Ausgaben in Großbritannien werde zugleich festgehalten. Die britischen Standorte würden "auch in Zukunft das Kernzentrum der kreativen und ingenieurwissenschaftlichen Leistungen von Dyson sein". Die Produktion in Großbritannien habe Dyson bereits 2003 eingestellt, schrieb die "Financial Times". Zugleich hieß es, mit der Verlagerung der Firmenzentrale würden nur zwei Topmanager nach Singapur umziehen: Der Finanzchef und der Chefjurist.

Für das Autoprojekt kommt der Nissan-Manager Roland Krüger an Bord, der dort für die Oberklasse-Marke Infiniti zuständig war. Auch er wird in Singapur arbeiten. Von britischen Oppositionspolitikern kam heftige Kritik an dem Umzug der Firmenzentrale. So warf der Labour-Abgeordnete Wes Streeting James Dyson "Heuchelei" vor: Er habe kein Gefühl der Verantwortung gegenüber seinen Arbeitern oder seinem Land. Sir James selbst äußerte sich nicht zu den Plänen.

Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte Dyson den Umsatz um 28 Prozent auf 4,4 Milliarden Pfund (gut 5 Mrd Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um rund ein Drittel auf 1,1 Milliarden Pfund, wie Dyson ebenfalls am Dienstag mitteilte./so/DP/zb

23.01.2019

AKTIE IM FOKUS: S&T ziehen nach Ausblick für 2019 an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien von S&T sind am Mittwoch nach dem Ausblick für das neue Geschäftsjahr auf den höchsten Stand seit sieben Wochen geklettert. Zudem kauft das Unternehmen eigene Aktien zurück und will die Dividende kräftig erhöhen. Dabei gewannen die Papiere des IT-Dienstleisters in der Spitze über 4 Prozent.

Analyst Tim Wunderlich von der Privatbank Hauck & Aufhäuser sieht angesichts der Ziele für 2019 Spielraum für die operativen Ergebnisschätzungen am Markt. Immerhin plane S&T stets sehr konservativ und liege dennoch auf Augenhöhe mit dem Konsens, so der Experte. Insgesamt sieht Wunderlich im Moment ein günstiges Umfeld mit hoher Planungssicherheit für die kommenden Quartale.

Mit seinem Kursziel von 28,50 Euro signalisiert er noch rund 47 Prozent Spielraum./ag/mis

23.01.2019

ANALYSE-FLASH: Oddo BHF startet Salzgitter mit 'Reduce' - Ziel 26 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo BHF hat die Salzgitter-Aktie mit "Reduce" und einem Kursziel von 26 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Marktbefürchtungen, die im Vorjahr für eine unterdurchschnittliche Entwicklung der Stahl- und Minenwerte gesorgt hätten, dürften 2019 anhalten, schrieb Analyst Alain William in einer am Mittwoch vorliegenden Branchenstudie./edh/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 22.01.2019 / 17:44 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.01.2019 / 17:44 / MEZ

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23.01.2019

ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Südzucker auf 'Sell' und Ziel auf 11 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat Südzucker von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 11,20 auf 11 Euro gesenkt. Die jüngste Erholung beim Aktienkurs komme bei dem Zuckerhersteller zu früh, schrieb Analyst Oliver Schwarz in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Er warnte in seiner Studie davor, dass der Gewinnschwung bei dem Zuckerhersteller vorerst negativ bleiben könnte. Einen positiven Einfluss steigender Zuckerpreise sieht er frühestens im dritten Geschäftsquartal./tih/bek

Veröffentlichung der Original-Studie: 23.01.2019 / 08:15 / MEZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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23.01.2019

AKTIE IM FOKUS 2: 'Shorties' bei Heidelberger Druck in der Klemme

(neu: Leerverkaufsquote und gezahlte Prämie)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine vergleichsweise hohe Leerverkaufsquote bei Aktien der Heidelberger Druckmaschinen dürfte die Kursrally am Mittwoch noch zusätzlich befeuert haben. Laut Bundesanzeiger beträgt die sogenannte Short-Quote in der Aktie insgesamt 9,2 Prozent. Fast die Hälfte davon hielt den Angaben zufolge der britische Investor Immersion Capital.

Short-Anleger leihen sich Aktien am Markt aus und verkaufen diese in der Hoffnung auf einen fallenden Kurs, um sie später günstiger wieder zurückzukaufen und so einen Gewinn zu erzielen.

Die Aktie baute die Gewinne im Handelsverlauf immer weiter aus. In der Spitze schnellte er um fast 24 Prozent nach oben. Ein Händler verwies ferner darauf, dass der chinesische Investor Masterwork Group eine Prämie von rund 50 Prozent auf den durchschnittlichen Börsenkurs der vergangenen drei Monate zahle./bek/fba

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23.01.2019

AKTIEN IM FOKUS: Rückschlag für Chipwerte nach enttäuschendem ASML-Ausblick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Kursgewinnen seit Jahresbeginn droht der Rally bei Chipwerten vorerst ein Ende. Am Mittwoch erleiden die am Vortag schon nach unten abgedrehten Branchenwerte einen weiteren Rückschlag, nachdem der Ausrüster ASML mit seinem Umsatzausblick enttäuschte. Dessen Aktien waren in Amsterdam um etwa 3 Prozent abgesackt.

In der Chipbranche reagierten die Anleger erschrocken, wie Kursverluste von 1,8 Prozent bei den am Dax-Ende liegenden Infineon-Aktien zeigten. An Europas Börsen verloren STMicroelectronics 1,5 und AMS 1,3 Prozent. Die Papiere des Branchenzulieferers und Waferproduzenten Siltronic fielen um 1,1 Prozent.

Als Industrieausrüster gilt ASML wegen seiner vorgelagerten Rolle bei der Produktion von Chips als guter Indikator - und enttäuschte den Markt mit dem avisierten deutlichen Umsatzrückgangs im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres. Ein Börsianer sah nun ein Abwärtspotenzial bei den Marktschätzungen für ASML von etwa 10 Prozent.

Während der Markt Ausschau nach dem Tiefpunkt bei den Investitionen der Chipindustrie halte, müsse in der Branche nun nochmals von einem schwachen ersten Halbjahr ausgegangen werden, hieß es von Händlerseite. Analyst Janardan Menon von Liberum vermutet dabei nicht nur die von ASML erwähnten Auftragsverschiebungen als Grund. Er befürchtet, dass die Preise für DRAM-Speicherchips weiter schwächeln und erneute Investitionskürzungen im Jahresverlauf die Folge sein werden.

Die Leidenszeit für die Branchenanleger dauert schon länger: Seit einem halben Jahr greift die Angst vor einem Abwärtszyklus um sich - unter anderem wegen einer schwachen Smartphone-Nachfrage. Die Infineon-Aktien hatten sich zwar seit Jahresbeginn, als sie mit 16,35 Euro auf ein Zwischentief gefallen waren, zuletzt Schritt für Schritt bis auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember berappelt. Schon am Vortag ging es dann aber im schwachen Umfeld an den Finanzmärkten wieder auf Talfahrt, die sich nun fortsetzte./tih/ag/mis

23.01.2019

AKTIE IM FOKUS: Südzucker fallen - Warburg warnt vor weiterer Gewinnflaute

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Südzucker-Aktien sind am Mittwoch nach einer Verkaufsempfehlung von Warburg Research weiter von ihrem Zwischenhoch zurückgefallen. Die Aktien rutschten im frühen Handel zunächst um fast 6 Prozent auf gut 13 Euro ab, bevor sie sich an der unter Charttechnikern vielbeachtete 200-Tage-Linie fingen. Zuletzt berappelten sie sich mit einem Abschlag von 1,8 Prozent auf 1,359 Euro wieder etwas, blieben damit aber unter den schwächsten Werten im SDax.

Am Vortag hatten sie zunächst noch mit 14,20 Euro ihren höchsten Stand seit Oktober erreicht, bevor der Kurs abbröckelte. Die Gewinnmitnahmen beschleunigten sich nun zur Wochenmitta nach dem Analystenkommentar von Warburg Research.

Laut dem Warburg-Experten Oliver Schwarz kam die jüngste Rally zu früh. Er warnte in seiner Studie davor, dass die Gewinndynamik bei dem Zuckerhersteller in den kommenden Quartalen negativ bleiben könnte - und empfahl, die ehemals mit "Hold" eingestuften Aktien zu verkaufen. Mit einem positiven Einfluss steigender Zuckerpreise rechnet er frühestens im dritten Geschäftsquartal, das zum Jahreswechsel endet./tih/mis

23.01.2019

ANALYSE-FLASH/UBS: 2018 für Ingenico schmerzlich ausgeklungen

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Ingenico auf "Buy" mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. Das Jahr 2018 sei für den Ausrüster und Anbieter elektronischer Bezahllösungen schmerzhaft zu Ende gegangen, schrieb Analyst Francois-Xavier Bouvignies in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Der operative Gewinn (Ebitda) habe den bisherigen Ausblick um 5 Prozent verfehlt. Er glaubt, dass die Konsensschätzungen für Gewinn je Aktie 2019 nun um bis zu 10 Prozent sinken könnten./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 22.01.2019 / 07:26 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.01.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

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23.01.2019

AKTIE IM FOKUS: Aussicht auf Entschädigungen bei Kohleausstieg treibt RWE an

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aussicht auf einen einvernehmlichen Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland hat Anleger am Mittwoch bei RWE -Aktien zugreifen lassen. Staatlichen Zwang - mit möglichen negativen Folgen für die Kraftwerksbetreiber - soll es erst dann geben, wenn es bis Mitte 2020 zu keiner Einigung auf Entschädigungen kommen sollte.

RWE-Aktien legten daraufhin um 4,3 Prozent auf 20,50 Euro zu auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober. Ein Händler sagte, dass Analysten und Investoren bei der Berücksichtigung von Entschädigungen beim Kohleausstieg in ihren Erwartungen bislang eher zurückhaltend gewesen seien. "Das könnte sich nun zunehmend ändern und wird am Markt entsprechend im Kurs eingepreist", sagte der Händler./bek/fba

23.01.2019

AKTIEN IM FOKUS: Handelskonzerne überraschen positiv

PARIS (dpa-AFX Broker) - Positive Überraschungen der Handelskonzerne Ahold Delhaize , Carrefour und auch WH Smith haben am Mittwoch die gesamte europäische Handelsbranche beflügelt. Der Sektor Stoxx Europe 600 Retail war im insgesamt schwächeren Gesamtmarkt mit plus 0,7 Prozent der stärkste unter den insgesamt 19 Branchen.

Angeführt wurde er von der Carrefour-Aktie, die um 5,30 Prozent zulegte. Das Papier von Ahold Delhaize folgte mit einem Aufschlag von 2,72 Prozent. WH Smith gewannen 2,29 Prozent. Am deutschen Markt profitierten die Anteile der Metro AG mit plus 0,70 Prozent von den Aussagen der drei Wettbewerber zum Geschäftsverlauf.

Goldman-Analyst Rob Joyce lobte mit Blick auf den niederländisch-belgischen Handelskonzern die Umsätze im vierten Quartal 2018 und das Unternehmensziel für das Ergebnis je Aktie im Gesamtjahr. Beide Kenngrößen liegen etwas über seinen Prognosen und den Konsensschätzungen, wie er schrieb. Ebenso wie Ahold Delhaize überraschte zudem auch der französische Wettbewerber Carrefour laut Joyce mit seinen Aussagen zum operativen Ergebnis (Ebit) des Gesamtjahres 2018. Bei WH Smith lobte Citigroup-Analyst Dan Homan indes den etwas stärker als erwartet ausgefallenen Umsatz auf vergleichbarer Fläche./ck/fba

23.01.2019

AKTIE IM FOKUS: Brenntag profitieren von Deutsche-Bank-Studie

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach einem positiven Kommentar der Deutsche-Bank-Experten haben sich Brenntag-Aktien am Mittwoch an die MDax-Spitze gesetzt. Zuletzt lagen die Papiere des Chemikalienhändlers mit 1,4 Prozent im Plus bei 42,45 Euro. Über 42,69 Euro winkt das höchste Niveau seit Mitte November.

Der neu für die Branche verantwortliche Analyst Steve Goulden hatte in einer aktuellen Studie auf die attraktive Bewertung der Papiere aufmerksam gemacht. Er rechnet zwar im schwierigeren Konjunkturumfeld mit geringerem Wachstum und höheren Ergebnisschwankungen. Die Papiere seien jedoch ihrem Bewertungstief seit sieben Jahren sehr nahe gerückt und damit bereits überverkauft, so Goulden. Zudem wies er auf die hohe Free-Cashflow-Rendite hin.

Der Experte stockte sein Kursziel leicht auf 49 Euro auf und signalisiert damit noch ein Potenzial von 15 Prozent./ag/fba

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