dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

04.08.2020

Finanzausschuss will zweitägige Sondersitzung zu Wirecard-Skandal

BERLIN (dpa-AFX) - Im Betrugsskandal um den Dax -Konzern Wirecard ist eine zweitägige Sondersitzung des Finanzausschusses im Bundestag geplant. Am 31. August und am 1. September sollen unter anderem Vertreter des Kanzleramts, der Finanzaufsicht Bafin und der Bundesbank befragt werden, wie die Deutschen Presse-Agentur am Dienstag aus dem Ausschuss erfuhr. In der vergangenen Woche hatte es bereits eine Sondersitzung gegeben, in der unter anderem Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier ausgesagt hatten. Nun sollen auch die Deutsche Börse und die bayerische Staatsregierung befragt werden.

"Schon die lange Liste der Gäste und der Themen zeigt, warum wir einen Untersuchungsausschuss brauchen", sagte der FDP-Obmann im Finanzausschuss, Florian Toncar. "Der Wirecard-Skandal kennt viele Akteure und der Aufklärungsbedarf ist hoch." Im Kern gehe es um die Frage, ob Wirecard als vermeintliches Vorzeigeunternehmen bevorzugt behandelt worden sei.

Der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Der Skandal hatte auch die Bundesregierung in Erklärungsnot gebracht. Zentrale Fragen sind, wann genau die Regierung von Unregelmäßigkeiten wusste und ob sie zu wenig dagegen unternommen hat. Scholz hat als Konsequenz aus dem Skandal einen Aktionsplan vorgelegt, der unter anderem eine stärkere Rolle der Finanzaufsicht Bafin vorsieht. Der Plan ist in der Bundesregierung aber noch nicht abgestimmt./tam/DP/stk

04.08.2020

Deutsche Anleihen: Kursgewinne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse von deutschen Staatsanleihen haben am Dienstag ihre Kursgewinne im Tagesverlauf ausgeweitet. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg bis zum Nachmittag um 0,24 Prozent auf 177,78 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf minus 0,55 Prozent. In fast allen Ländern der Eurozone gaben die Renditen nach.

Die Stimmung an den Finanzmärkten trübte sich insgesamt ein. Die Furcht vor steigenden Infektionszahlen in der Corona-Krise sorgt wieder verstärkt für Verunsicherung. So war zuletzt die Zahl der Neuinfektionen in Europa gestiegen.

Robuste US-Industriedaten belasteten die Anleihen nicht. Die Aufträge an US-Industrieunternehmen haben im Juni stärker als erwartet zugelegt. Bereits im Mai hatten die Aufträge sich von den Rückschlägen im März und April teilweise erholt.

Besonders deutlich gingen die Renditen in südeuropäischen Länder wie Spanien und Italien zurück. Jüngste Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigen nach Einschätzung der Commerzbank, dass die Notenbank bei ihren Anleihekäufen weiterhin die Anleihen südeuropäischer Länder übergewichtet./jsl/he

04.08.2020

WDH: Amazon kommt nach Schweden

(Zeitplan präzisiert)

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Nach Jahren der Spekulationen und Debatten will Amazon nun auch mit einer eigenen Webseite in Schweden an den Start gehen. Nachdem man für die schwedischen Verbraucher und Unternehmen bislang über andere europäische Amazon-Webseiten verfügbar gewesen sei, sei der nächste Schritt, "ein komplettes Einzelhandelsangebot in Schweden" einzuführen, teilte der weltgrößte Online-Händler am Dienstag mit. In dem Zuge sei der Prozess eingeleitet worden, die Webseite Amazon.se in Gang zu bringen.

Der Fokus von Amazon liege dabei auf den Dingen, die den Kunden am wichtigsten seien, hieß es: niedrige Preise, ein großes Angebot und schnelle Lieferungen. Wann genau die Webseite online geht, ist noch unklar./trs/DP/fba

04.08.2020

Ölpreise drehen in die Gewinnzone

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag nach anfänglichen Verlusten in die Gewinnzone gedreht. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 44,44 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent auf 41,58 Dollar.

Robuste US-Industriedaten stützten die Preise. Die Aufträge an US-Industrieunternehmen haben im Juni stärker als erwartet zugelegt. Bereits im Mai hatten die Aufträge sich von den Rückschlägen im März und April teilweise erholt. Eine rasche Erholung der US-Industrie würde auch die Nachfrage nach Rohöl stützen.

Vorübergehend war nach Einschätzung von Marktbeobachtern am Dienstag wieder die Sorge vor einem zu hohen Angebot stärker in den Fokus gerückt. Bereits in den vergangenen Tagen hatte eine leichte Erhöhung der Fördermenge durch Ölstaaten, die in der Opec+ organisiert sind, die Ölpreise mehrfach belastet. Die Opec+ hatte beschlossen, die Fördermenge ab August etwas zu erhöhen. Die Ölstaaten, darunter auch Saudi-Arabien und Russland, werden demnach etwa 1,5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag mehr ausliefern als im Juli./jsl/he

04.08.2020

ROUNDUP: Ford-Chef Hackett tritt überraschend zurück

DEARBORN/KÖLN (dpa-AFX) - Der kriselnde US-Autoriese Ford stellt seine Konzernspitze bereits zum zweiten Mal in gut drei Jahren neu auf. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass der erst seit Mai 2017 amtierende Vorstandschef Jim Hackett (65) zurücktritt. Zum Nachfolger wurde mit Wirkung zum 1. Oktober Top-Manager Jim Farley (58) befördert, der sich derzeit im Vorstand um das Tagesgeschäft kümmert.

Der Personalwechsel zeigt, wie schwer Ford sich weiter mit dem Wandel der Autoindustrie vom klassischen Blechbiegen zu Zukunftstechnologien wie autonomem Fahren und Elektromobilität tut. Der Konzern steckt in einem tiefgreifenden Umbau, Hackett war eigentlich als großer Modernisierer angetreten. Auch sein Vorgänger Mark Fields hatte den Spitzenposten nach nur rund drei Jahren schon wieder geräumt.

Für die deutschen Ford-Standorte in Köln und Saarlouis könnte der überraschende Wechsel an der Konzernspitze nach Ansicht des Automobil-Experten Stefan Bratzel von Vorteil sein. "Der neue Ford-Chef Jim Farley war jahrelang für Europa zuständig und hat daher mehr Verständnis für den deutschen Automarkt", sagte der Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwochausgabe). Allerdings dürfte sich nach seiner Einschätzung am Sparkurs für das Ford-Werk in Köln wenig ändern. Farley werde die Sparbemühungen vermutlich noch einmal verstärken.

Für Deutschland hatte Ford zuletzt "klare Anzeichen für eine Erholung des Marktes" gemeldet. Bei den verbindlichen Bestellungen liege man inzwischen wieder bei mehr als 80 Prozent der vor Corona angepeilten Ziele. Im ersten Halbjahr 2020 hatte Ford in Deutschland allerdings nur etwas mehr als 84 000 Neuzulassungen registriert. Das waren 41,4 Prozent weniger, als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Zwischen Mitte März und Anfang Mai musste Ford aufgrund der Pandemie die Produktion an seinen europäischen Standorten für mehr als sechs Wochen pausieren lassen./hbr/DP/fba

04.08.2020

ROUNDUP: Sixt kappt Ausblick wegen mauem Geschäft an Flughäfen

PULLACH (dpa-AFX) - Der Autovermieter Sixt kassiert den Ausblick auf 2020 und 2021 ein. Zwar sei die Nachfrage deutlich gestiegen, teilte der SDax -Konzern am Dienstag mit. Wegen der "weiterhin erheblichen Reisebeschränkungen" im Flugverkehr könne das Unternehmen aber die Prognosen nicht aufrechterhalten, erklärte Sixt weiter.

Am Aktienmarkt sorgten die Nachrichten für Stirnrunzeln. Sixt-Stämme reduzierten ihren vorherigen Gewinn, schlossen aber immer noch 2,77 Prozent im Plus.

Sixt hatte im Juni mitgeteilt, der Vorstand erwarte für 2020 beim operativen Umsatz einen starken Rückgang. Das Vorsteuerergebnis sollte nach damaliger Planung ebenfalls stark rückläufig sein, aber immerhin "deutlich positiv", und zwar ohne Berücksichtigung des positiven Ergebniseffekts aus dem Verkauf der Beteiligung an Sixt Leasing . Dieses Versprechen eines Vorsteuergewinns ist jetzt hinfällig.

Für 2021 hatte Sixt eine "Rückkehr zur Normalität" angenommen. Auch dies gilt nun nicht mehr. Zwar laufe das Geschäft in Stadtbüros wieder Richtung Vorjahresniveau an. Aber die Umsätze im Juli an den Flughäfen und die Reservierungen fürs laufende Quartal deuten an, "dass die für das maßgebliche dritte Quartal 2020 unterstellte Nachfrageerholung an Flughäfen schwächer ausfallen wird, als es die Sixt SE bisher erwartet hatte."

Im ersten Halbjahr lag der operative Konzernumsatz bei 711 Millionen Euro, teilte Sixt weiter mit - ein Einbruch zum Vorjahreswert von 1,13 Milliarden. Das Vorsteuerergebnis lag mit minus 123 Millionen Euro tief in den Miesen, im Vorjahreszeitraum waren es plus 113 Millionen Euro gewesen./fba/he

04.08.2020

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 18. August 2020

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Dienstag, den 18. August:

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MITTWOCH, DEN 05. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Commerzbank, Q2-Zahlen (Call 10.30 h)

07:00 DEU: Deutsche Post, Q2-Zahlen (detailliert) (Call 8.15 h)

07:00 DEU: Vonovia, Q2-Zahlen (Call 8.00 h)

07:00 DEU: Allianz, Q2-Zahlen (Presse-Call 8.30 h)

07:00 DEU: Carl Zeiss Meditec, 9Monatszahlen (detailliert)

07:00 DEU: Wacker Neuson, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Norma Group, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Kuka, Q2-Zahlen

07:30 DEU: BMW, Q2-Zahlen (Presse-Call 10.00 h)

07:30 DEU: Hannover Rück, Q2-Zahlen (Call 8.00 h)

07:30 GBR: Dialog Semiconductor, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Elmos Semiconductor, Q2-Zahlen

07:30 AUT: Voestalpine, Q1-Zahlen (Call 10.00 h)

07:45 NLD: Ahold Delhaize, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: LPKF, Halbjahreszahlen (detailliert)

08:00 NLD: Wolters Kluwer, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Legal & General, Halbjahreszahlen

08:30 DEU: Continental, Halbjahreszahlen (detailliert)

10:00 DEU: Westwing Group, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: MTU, Hauptversammlung (online)

11:00 DEU: Video-Pk zum Standpunkt der Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe zu Überlegungen für einen sogenannten Klimazoll

18:30 DEU: Metro, 9Monatszahlen (detailliert)

18:45 DEU: Patrizia , Q2-Zahlen (detailliert)

22:00 DEU: Morphosys, Q2-Zahlen

22:05 USA: Zynga, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

Deu: Online-Pk Mercedes-Benz zum neuen Software-System "MO360" für die Produktion

DEU: VDA / VdIK / KBA - Pkw-Neuzulassungen 07/20

CHE: Ferrexpo, Halbjahresumsatz

CHE: Coca-Cola HBC AG, Halbjahreszahlen

GBR: Legal + General Group, Halbjahreszahlen

ITA: Pirelli, Halbjahreszahlen

USA: BorgWarner, Q2-Zahlen

USA: Tyson Foods, Q3-Zahlen

USA: Sonos, Q3-Zahlen

USA: The New York Times, Q2-Zahlen

USA: Etsy, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

03:45 CHN: Caixin PMI Dienste 07/20

09:15 ESP: PMI Dienste 07/20

09:45 ITA: PMI Dienste 07/20

09:50 FRA: PMI Dienste 07/20 (endgültig)

09:55 DEU: PMI Dienste 07/20 (endgültig)

10:00 DEU: VDMA Auftragseingang im Maschinenbau Juni und Q2/20

10:00 EUR: PMI Dienste 07/20 (endgültig)

10:30 GBR: PMI Dienste 07/20 (endgültig)

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 06/20

11:30 DEU: Anleihe / Laufzeit: 5 Jahre / Volumen: 5 Mrd EUR

14:15 USA: ADP Beschäftigung 07/20

14:30 USA: Handelsbilanz 06/20

15:45 USA: Markit PMI Dienste 07/20 (endgültig)

16:00 USA: ISM Index Dienste 07/20

16:30 USA: EIA Energieministerium Ölbericht (Woche)

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DONNERSTAG, DEN 06. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 AUT: S&T, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Siemens, Q3-Zahlen (Presse-Call 7.30 h)

07:00 DEU: Merck KGaA, Q2-Zahlen (Presse-Call 9.30 h)

07:00 DEU: Rhön-Klinikum, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Lufthansa, Halbjahreszahlen (Call 10.00 h)

07:00 DEU: Brenntag, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Cewe Stiftung, Halbjahreszahlen

07:00 BEL: KBC Group, Q2-Zahlen

07:00 CHE: Adecco, Halbjahreszahlen

07:00 FRA: Axa, Halbjahreszahlen

07:00 FRA: Credit Agricole, Halbjahreszahlen

07:00 NLD: ING Groep, Q2-Zahlen

07:00 NLD: Shop Apotheke, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 ITA: UniCredit, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Henkel, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:30 DEU: Dürr AG, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: Indus Holding, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: Rheinmetall, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:30 DEU: Jenoptik, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Munich Re, Halbjahreszahlen (detailliert) (Presse-Call 9.30 h)

07:30 DEU: Adidas, Halbjahreszahlen (Call 10.00 h)

07:30 DEU: Symrise, Halbjahreszahlen (Call 9.00 h)

07:30 DNK: Novo Nordisk, Q2-Zahlen

07:45 DEU: BayWa, Q2-Zahlen (Call 10.30 h)

07:50 DEU: Compugroup Medical, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Beiersdorf, Q2-Zahlen (detailliert) (Call 11.30 h)

08:00 DEU: New Work, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Deutsche Beteiligung, Q3-Zahlen (detailliert)

08:00 CHE: Glencore, Halbjahreszahlen

08:45 DEU: Metro Analysten-Call zu Q3-Zahlen

10:00 DEU: Carl Zeiss Meditec, Hauptversammlung (online)

11:00 DEU: Grenke, Hauptversammlung (online)

22:05 USA: T-Mobile US, Q2-Zahlen

22:05 USA: Uber Technologies, Q2-Zahlen

22:45 USA: News Corp, Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

GBR: Aviva, Halbjahreszahlen

ITA: Banca Monte dei Paschi di Siena, Q2-Zahlen

JPN: Nintendo, Q1-Zahlen

USA: Dropbox, Q2-Zahlen

USA: GoPro, Q2-Zahlen

USA: Bristol Myers Squibb, Q2-Zahlen

USA: Mylan, Q2-Zahlen

USA: Motorola Solutions, Q2-Zahlen

USA: First Solar, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

06:30 NLD: Verbraucherpreise 07/20

08:00 DEU: Auftragseingang Industrie 06/20

08:00 GBR: BoE Zinsentscheid und Protokoll

10:00 ITA: Industrieproduktion 06/20

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

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FREITAG, DEN 07. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: LEG Immobilien, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Medigene, Halbjahreszahlen

07:30 AUT: Österreichische Post, Q2-Zahlen

07:30 DEU: ElringKlinger, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: SNP Schneider-Neureither, Q2-Zahlen (detailliert)

08:00 DEU: Dr. Hönle, Q3-Zahlen

08:00 GBR: Standard Life Aberdeen, Halbjahreszahlen

10:00 DEU: ZF Friedrichshafen, Halbjahreszahlen

11:00 DEU: Jenoptik, Hauptversammlung (online)

TERMINE KONJUNKTUR

CHN: Handelsbilanz 07/20

08:00 DEU: Handelsbilanz 06/20

08:00 DEU: Leistungsbilanz 06/20

08:00 DEU: Industrieproduktion 06/20

08:45 FRA: Industrieproduktion 06/20

08:45 FRA: Handels- und Leistungsbilanz 06/20

09:00 ESP: Industrieproduktion 06/20

10:00 ITA: Handelsbilanz 06/20

11:00 GRC: Verbraucherpreise 07/20

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 07/20

16:00 USA: Lagerbestände Großhandel 06/20

21:00 USA: Konsumentenkredite 06/20

EUR: Moody's Ratingergebnis Malta, Tschechien

EUR: Fitch Ratingergebnis Russland

SONSTIGE TERMINE

09:00 DEU: Verkündigungstermin zu Zulässigkeit einer Klage Financialright gegen Audi im Dieselskandal vor dem Landgericht

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MONTAG, DEN 10. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 DEU: QSC, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Atoss Software, Halbjahreszahlen (detailliert)

10:00 DEU: Porsche SE, Q2-Zahlen

13:00 USA: Duke Energy, Q2-Zahlen

13:00 USA: Marriott International, Q2-Zahlen

22:00 USA: International Flavors & Fragrance, Q2-Zahlen

DEU: Bertrandt, Q3-Zahlen

CAN: Nutrien, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

03:30 CHN: Erzeugerpreise 07/20

03:30 CHN: Verbraucherpreise 07/20

07:45 CHE: Seco: Arbeitsmarktdaten 07/20

10:30 EUR: Sentix Investorenvertrauen 08/20

HINWEIS

JPN: Feiertag, Börse geschlossen

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DIENSTAG, DEN 11. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

06:30 DEU: HelloFresh, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Aurubis, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Corestate Capital, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Zalando, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 32. Kalenderwoche

07:30 DEU: Deutz, Q2-Zahlen (Call 9.00 h)

07:30 DEU: Uniper, Q2-Zahlen (Call 10.30 h)

07:30 DEU: Jungheinrich, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:30 AUT: Raiffeisen Bank International, Q2-Zahlen

08:00 DEU: OHB, Halbjahreszahlen

10:00 DEU: Adidas, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Baader-Bank, Hauptversammlung (online)

17:45 DEU: alstria office REIT, Q2-Zahlen

DEU: Berentzen, Halbjahreszahlen

GBR: Prudential, Halbjahreszahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: BoJ Leistungsbilanz 06/20

08:00 GBR: Arbeitslosenzahlen 06/20

11:00 DEU: ZEW-Konjunkturerwartungen 08//20

14:30 USA: Erzeugerpreise 07/20

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

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MITTWOCH, DEN 12. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 CHE: Schmolz+Bickenbach, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 CHE: Tecan, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Leoni, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Evotec, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Ado Properties, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Eon, Q2-Zahlen (Call 9.30 h)

07:00 NLD: ABN Amro, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Salzgitter, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: HHLA, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Bechtle, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Talanx, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Gea Group, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Sixt Leasing, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:30 DEU: Deutsche Pfandbriefbank, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Secunet Security Networks, Halbjahreszahlen

10:00 DEU: KfW, Q2-Zahlen

18:00 DEU: Freenet, Q2-Zahlen

22:00 USA: Cisco Systems, Q4-Zahlen

DEU: Singulus, Halbjahreszahlen

DEU: Curasan, Jahreszahlen 2019

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 JPN: Kernrate Maschinenaufträge 07/20 (vorläufig)

08:00 GBR: Industrieproduktion 06/20

08:00 GBR: Handelsbilanz non-EU 06/20

08:00 GBR: BIP Q2/20 (vorläufig)

10:00 ITA: Verbraucherpreise 07/20

11:00 EUR: Industrieproduktion 06/20

11:30 DEU: Anleihe / Laufzeit: 10 Jahre / Volumen: 4 Mrd

14:30 USA: Verbraucherpreise 07/20

14:30 USA: Realeinkommen 07/20

16:30 USA: EIA Ölbericht (Woche)

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DONNERSTAG, DEN 13. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

06:45 CHE: Zurich Insurance Group, Halbjahreszahlen

06:45 DEU: Stratec, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Telekom, Q2-Zahlen

07:00 DEU: RWE, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Fraport, Verkehrszahlen 07/20

07:00 DEU: Aareal Bank, Q2-Zahlen

07:00 DEU: K+S, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Lanxess, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Ceconomy, Q3-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: SMA Solar, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Thyssenkrupp, Q3-Zahlen

07:00 DEU: Deutsche Wohnen, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Ströer, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Bauer, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Procredit Holding, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: SGL Group, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Tui, Q3-Zahlen

07:30 DEU: Bilfinger, Q2-Zahlen

07:30 DEU: 1&1 Drillisch, Q2-Zahlen

07:30 DEU: United Internet, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Sixt SE, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Nordex, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Scout24, Q2-Zahlen

07:30 DEU: SAF-Holland, Halbjahreszahlen

07:30 DEU: MLP, Q2-Zahlen (detailliert)

07:30 DEU: GFT-Technologie, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Telefonica Deutschland, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Heidelberger Druckmaschinen, Q1-Zahlen

07:30 DEU: Drägerwerk, Halbjahreszahlen (detailliert)

07:30 DEU: Axel Springer, Halbjahreszahlen

07:30 NLD: Aegon, Halbjahreszahlen

07:45 DEU: Eckert & Ziegler, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Cancom, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Douglas, Q3-Zahlen

08:00 DEU: Jost Werke, Q2-Zahlen

08:00 DEU: Helaba, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: Westwing Group, Q2-Zahlen

08:00 LUX: RTL, Q2-Zahlen

10:30 DEU: Indus Holding, Hauptversammlung (online)

18:00 DEU: Deutsche Euroshop, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

DEU: Zeal Network, Q2-Zahlen

DEU: Va-Q-Tec, Halbjahreszahlen

DEU: Biotest, Halbjahreszahlen

DEU: Leifheit, Halbjahreszahlen (detailliert)

USA: Macy's, Q2-Zahlen

USA: Applied Materials, Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: Erzeugerpreise 07/20

07:30 FRA: Arbeitslosenquote Q2/20

08:00 DEU: Verbraucherpreise 07/20 (endgültig)

09:00 ESP: Verbraucherpreise 07/20 (endgültig)

14:30 USA: Im- und Exportpreise 07/20

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

SONSTIGE TERMINE

11:00 DEU: Online-Pk des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH) zu Heizölpreisen und Modernisierungsbedarf bei Heizungen

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FREITAG, DEN 14. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Varta, Q2-Zahlen

07:00 DEU: Adler Real Estate, Halbjahreszahlen

07:00 DEU: Klöckner & Co, Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 DEU: Hella, Jahreszahlen (detailliert)

07:30 DEU: Hapag-Lloyd, Q2-Zahlen

07:30 DEU: MVV Energie, Q3-Zahlen

10:00 DEU: BayernLB, Q2-Zahlen

10:30 DEU: Wüstenrot & Württembergische, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

DEU: Bundeswirtschaftsministerium Monatsbericht 08/20

04:00 CHN: Industrieproduktion 07/20

04:00 CHN: Einzelhandelsumsatz 07/20

06:30 JPN: Dienstleistungsindex 06/20

08:45 FRA: Verbraucherpreise 07/20 (endgültig)

09:30 NLD: BIP Q2/20 (vorläufig)

10:30 PRT: BIP Q2/20 (vorläufig)

11:00 EUR: Handelsbilanz 06/20

11:00 EUR: Beschäftigung Q2/20 (vorläufig)

11:00 EUR: BIP Q2/20 (vorläufig)

14:30 USA: Einzelhandelsumsatz 07/20 (vorläufig)

14:30 USA: Produktivität Q2/20 (vorläufig)

15:15 USA: Industrieproduktion 07/20

15:15 USA: Kapazitätsauslastung 07/20

16:00 USA: Lagerbestände 06/20

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 08/20 (vorläufig)

EUR: S&P Ratingergebnis Schweden, Litauen, Ungarn

EUR: Fitch Ratingergebnis Ungarn

EUR: Moody's Ratingergebnis Irland

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MONTAG, DEN 17. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

DEU: Grand City Properties, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

01:50 JPN: BIP Q2/20 (vorläufig)

06:30 JPN: Industrieproduktion 06/20 (endgültig)

06:30 JPN: Kapazitätsauslastung 06/20

11:00 EUR: Bauproduktion 06/20

14:30 USA: Empire State Index 08/20

16:00 USA: NAHB-Index 08/20

SONSTIGE TERMINE

EUR: Neue Verhandlungsrunde über ein EU-Handelsabkommen mit Großbritannien nach dem Brexit

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DIENSTAG, DEN 18. AUGUST 2020

TERMINE UNTERNEHMEN

DEU: Tele Columbus, Q2-Zahlen

DEU: Zooplus, Q2-Zahlen

USA: Walmart, Q2-Zahlen

USA: Home Depot, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

14:30 USA: Wohungsbaubeginne- und genehmigungen 07/20

SONSTIGE TERMINE

EUR: Fortsetzung der Verhandlungsrunde über ein Anschlussabkommen nach der Brexit-Übergangsphase

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

04.08.2020

TAGESVORSCHAU: Termine am 05. August 2020

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Mittwoch, den 05. August:

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TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 DEU: Commerzbank, Q2-Zahlen (Call 10.30 h)

07:00 DEU: Deutsche Post, Q2-Zahlen (detailliert) (Call 8.15 h)

07:00 DEU: Vonovia, Q2-Zahlen (Call 8.00 h)

07:00 DEU: Allianz, Q2-Zahlen (Presse-Call 8.30 h)

07:00 DEU: Carl Zeiss Meditec, 9Monatszahlen (detailliert)

07:00 DEU: Wacker Neuson, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Norma Group, Q2-Zahlen (detailliert)

07:00 DEU: Kuka, Q2-Zahlen

07:30 DEU: BMW, Q2-Zahlen (Presse-Call 10.00 h)

07:30 DEU: Hannover Rück, Q2-Zahlen (Call 8.00 h)

07:30 GBR: Dialog Semiconductor, Q2-Zahlen

07:30 DEU: Elmos Semiconductor, Q2-Zahlen

07:30 AUT: Voestalpine, Q1-Zahlen (Call 10.00 h)

07:45 NLD: Ahold Delhaize, Halbjahreszahlen

08:00 DEU: LPKF, Halbjahreszahlen (detailliert)

08:00 NLD: Wolters Kluwer, Halbjahreszahlen

08:00 GBR: Legal & General, Halbjahreszahlen

08:30 DEU: Continental, Halbjahreszahlen (detailliert)

10:00 DEU: Westwing Group, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: MTU, Hauptversammlung (online)

11:00 DEU: Video-Pk zum Standpunkt der Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe zu Überlegungen für einen sogenannten Klimazoll

18:30 DEU: Metro, 9Monatszahlen (detailliert)

18:45 DEU: Patrizia , Q2-Zahlen (detailliert)

22:00 DEU: Morphosys, Q2-Zahlen

22:05 USA: Zynga, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

Deu: Online-Pk Mercedes-Benz zum neuen Software-System "MO360" für die Produktion

DEU: VDA / VdIK / KBA - Pkw-Neuzulassungen 07/20

CHE: Ferrexpo, Halbjahresumsatz

CHE: Coca-Cola HBC AG, Halbjahreszahlen

GBR: Legal + General Group, Halbjahreszahlen

ITA: Pirelli, Halbjahreszahlen

USA: BorgWarner, Q2-Zahlen

USA: Tyson Foods, Q3-Zahlen

USA: Sonos, Q3-Zahlen

USA: The New York Times, Q2-Zahlen

USA: Etsy, Q2-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

03:45 CHN: Caixin PMI Dienste 07/20

09:15 ESP: PMI Dienste 07/20

09:45 ITA: PMI Dienste 07/20

09:50 FRA: PMI Dienste 07/20 (endgültig)

09:55 DEU: PMI Dienste 07/20 (endgültig)

10:00 DEU: VDMA Auftragseingang im Maschinenbau Juni und Q2/20

10:00 EUR: PMI Dienste 07/20 (endgültig)

10:30 GBR: PMI Dienste 07/20 (endgültig)

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 06/20

11:30 DEU: Anleihe / Laufzeit: 5 Jahre / Volumen: 5 Mrd EUR

14:15 USA: ADP Beschäftigung 07/20

14:30 USA: Handelsbilanz 06/20

15:45 USA: Markit PMI Dienste 07/20 (endgültig)

16:00 USA: ISM Index Dienste 07/20

16:30 USA: EIA Energieministerium Ölbericht (Woche)

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

04.08.2020

Sixt kappt Ausblick für 2020 und 2021

PULLACH (dpa-AFX) - Der Autovermieter Sixt kassiert den Ausblick auf 2020 und 2021 ein. Zwar sei die Nachfrage deutlich gestiegen, teilte der SDax -Konzern am Dienstag mit. Wegen der "weiterhin erheblichen Reisebeschränkungen" im Flugverkehr könne das Unternehmen aber die Prognosen nicht aufrechterhalten, erklärte Sixt weiter.

Am Aktienmarkt kamen die Neuigkeiten nicht gut an. Sixt-Stämme reduzierten in einer ersten Reaktion ihre vorherigen Gewinn deutlich./fba/he

04.08.2020

Booking.com streicht Tausende Jobs wegen Corona-Krise

NORWALK (dpa-AFX) - Die Tourismus-Branche leidet wie wenige andere unter der Corona-Pandemie - der Online-Reisevermittler Booking.com reagiert nun mit einem großen Stellenabbau. Der Mutterkonzern Booking Holdings kündigte am Dienstag eine Reduzierung der Booking.com-Mitarbeiterzahl um rund 25 Prozent an. Derzeit werde mit Arbeitnehmervertretern verhandelt. Details sollen ab September verkündet werden.

Weltweit hatte Booking.com zuletzt über 17 000 Angestellte. Die Coronakrise hat die Branche mit voller Wucht getroffen, Personaleinschnitte gab es auch schon bei Rivalen wie Expedia, Tripadvisor oder Airbnb. Booking Holdings hatte im Mai einen Einbruch der Hotelbuchungen und tiefrote Zahlen gemeldet. Zu dem Konzern gehören auch noch einige andere Websites wie Priceline oder Kayak./hbr/DP/stk

04.08.2020

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Konsolidierung nach Vortagesrally

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den deutlichen Kursgewinnen zum Monatsauftakt hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag moderate Gewinnmitnahmen verzeichnet. Der Dax verlor letztlich 0,36 Prozent auf 12 600,87 Zähler, nachdem er am Vortag noch um rund 2,7 Prozent zugelegt hatte. Der MDax schloss am Dienstag mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 26 559,84 Punkten.

Andere wichtige europäische Börsen präsentierten sich etwas besser. Der EuroStoxx endete mit einem Gewinn von 0,19 Prozent bei 3254,29 Punkten. In Paris stieg der Cac 40 um rund 0,3 Prozent. Der FTSE 100 in London rückte um rund 0,1 Prozent vor. Der New Yorker Dow stand zuletzt rund 0,5 Prozent im Plus.

Der Dax scheine nach der fulminanten Aufwärtsbewegung vom Vortag Luft holen zu wollen, kommentierte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Weder Optimisten noch Pessimisten könnten derzeit das Ruder für sich herumreißen. Zuletzt hätten die Diskussionen um eine zweite Corona-Welle in Europa Auftrieb erhalten. "Gesprächsthema bleibt zudem die Debatte in den USA zwischen Republikanern und Demokraten über ein neues Hilfspaket. Die Börsen lechzen nach einem erneuten Paket, um der Coronavirus-Krise weiter entgegenwirken zu können", sagte Emden.

Mit Bayer und Infineon standen am Dienstag zwei Dax-Werte mit Zahlen auf der Agenda. Bei Infineon kamen besser als erwartete Zahlen und der Ausblick auf das vierte Geschäftsquartal gut an, die Papiere des Chipkonzerns rückten um 2,5 Prozent vor. Laut Mark Li von Bernstein Research hat der Konzern "an allen Fronten" überzeugt.

Bayer blickt hingegen vorsichtiger auf das Gesamtjahr, die Aktie fand sich mit einem 2,4-prozentigen Abschlag am Dax-Ende wieder. Laut Analyst Markus Mayer von der Baader Bank wiegen der eingetrübte Ausblick und die anhaltenden Unsicherheit um die Klagewelle in den USA in den Köpfen der Anleger schwerer als ein besser als erwartetes Ergebnis im zweiten Quartal.

Die Papiere von MTU stiegen nach ihrem Vortagsrutsch und positiveren Analystenstimmen als Dax-Spitzenreiter um 5,7 Prozent. Auch im weiter festen Autosektor profitierten die Daimler-Aktien von einem Analystenkommentar und gewannen 2,8 Prozent. Das Bankhaus Metzler stufte sie gleich um zwei Stufen auf "Buy" hoch.

Im MDax gab es am Dienstag auch diverse Resultate zu verarbeiten. Bei Evonik haben robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche die Folgen der Autokrise gemildert. Das operative Ergebnis fiel besser aus als von Analysten erwartet, die Aktien rückten um rund 2 Prozent vor.

Metro wurden ebenfalls nach Zahlen 3,8 Prozent höher gehandelt. Laut Analyst James Grzinic von Jefferies Research ist der Umsatz am Heimatmarkt weniger deutlich zurückgegangen als befürchtet. Außerdem blickt der Handelskonzern wieder positiver in die Zukunft. Der Umsatz im Juli sei nach schlechten Monaten in der Corona-Krise wieder auf Vorjahresniveau gewesen.

Die Aktien von Teamviewer dagegen sackten als MDax-Schlusslicht um 8 Prozent ab, obwohl der Hersteller von Softwarelösungen für Fernwartungen im zweiten Quartal weiter von der Pandemie profitiert hatte. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen. Seit Mitte März hatten sich die Anteilscheine mehr als verdoppelt.

Im SDax gehörten Sixt mit einem Plus von 2,8 Prozent zu den attraktivsten Werten, obwohl der Autovermieter seine Ausblicke auf 2020 und 2021 einkassiert hatte. Wegen der "weiterhin erheblichen Reisebeschränkungen" im Flugverkehr könne das Unternehmen die Ziele nicht aufrechterhalten, hieß es.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Dienstag gestiegen. Der Rentenindex Rex legte um 0,08 Prozent auf 145,82 Punkte zu. Die Umlaufrendite fiel im Gegenzug von minus 0,53 Prozent am Vortag auf minus 0,55 Prozent. Der Bund Future stieg um 0,25 Prozent auf 177,80 Zähler.

Der Kurs des Euro schaffte es am Dienstag kurzzeitig zurück über 1,18 US-Dollar, wurde aber zuletzt wieder niedriger zu 1,1767 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1765 Dollar festgesetzt./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

04.08.2020

Aktien Frankfurt Schluss: Konsolidierung nach Vortagesrally

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den deutlichen Kursgewinnen zum Monatsauftakt hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag moderate Gewinnmitnahmen verzeichnet. Der Dax verlor letztlich 0,36 Prozent auf 12 600,87 Zähler, nachdem er am Vortag noch um rund 2,7 Prozent zugelegt hatte. Der MDax schloss am Dienstag mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 26 559,84 Punkten.

Der Dax scheine nach der fulminanten Aufwärtsbewegung vom Vortag Luft holen zu wollen, kommentierte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Weder Optimisten noch Pessimisten könnten derzeit das Ruder für sich herumreißen. Zuletzt hätten die Diskussionen um eine zweite Corona-Welle in Europa Auftrieb erhalten. "Gesprächsthema bleibt zudem die Debatte in den USA zwischen Republikanern und Demokraten über ein neues Hilfspaket. Die Börsen lechzen nach einem erneuten Paket, um der Coronavirus-Krise weiter entgegenwirken zu können", sagte Emden./edh/he

04.08.2020

ROUNDUP/Aktien New York: Tech-Indizes schleppen sich auf Rekordhochs

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben die technologielastigen Aktienindizes in dem weiter freundlichen Umfeld am Dienstag Rekordhochs erreicht. Nach dem starken Wochenauftakt aber hielten sich die Gewinne in engen Grenzen. Für etwas Auftrieb sorgten gute US-Konjunkturdaten: Die Aufträge an Industrieunternehmen hatten im Juni stärker als erwartet zugelegt.

An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Nasdaq 100 um 0,19 Prozent auf 11 076,10 Punkte vor. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,29 Prozent auf 26 743,02 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,19 Prozent auf 3300,95 Punkte.

Fast zwei Drittel der US-Unternehmen haben bereits ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt und die Mehrheit hat positiv überrascht. Dass allerdings insbesondere Einzelwerte - allen voran Apple und Microsoft - derzeit für Auftrieb an der Börse sorgen, sollte vorsichtig stimmen und sei kein gutes Zeichen, schrieb die Finanzzeitung "Barron's". Märkte, die von einigen gut laufenden Aktien angetrieben werden, seien historisch betrachtet "keine gesunden Märkte".

Erst am Vortag wieder hatten die Papiere des iPhone-Herstellers und des Software-Giganten neue Höhen erklommen. Nun rückten die Anteilscheine von Apple um knapp 1 Prozent vor, während die Aktien von Microsoft fast zwei Prozent verloren.

Im S&P stiegen die Papiere von Ford nach einer Personalie um knapp zwei Prozent. Der kriselnde Autoriese stellt seine Konzernspitze bereits zum zweiten Mal in gut drei Jahren neu auf. Der erst seit Mai 2017 amtierende Vorstandschef Jim Hackett (65) tritt zurück. Zum Nachfolger wurde mit Wirkung zum 1. Oktober Top-Manager Jim Farley (58) befördert, der sich derzeit im Vorstand um das Tagesgeschäft kümmert./la/he

04.08.2020

Aktien New York: Tech-Indizes schleppen sich auf Rekordhochs - Daten helfen

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben die technologielastigen Aktienindizes in dem weiter freundlichen Umfeld am Dienstag Rekordhochs erreicht. Nach dem starken Wochenauftakt aber hielten sich die Gewinne in engen Grenzen. Für etwas Auftrieb sorgten gute US-Konjunkturdaten: Die Aufträge an Industrieunternehmen hatten im Juni stärker als erwartet zugelegt.

An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Nasdaq 100 um 0,21 Prozent auf 11 078,13 Punkte vor. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hingegen trat bei 26 669,42 Punkten quasi auf der Stelle. Der marktbreite S&P 500 verharrte nahezu bei 3296,65 Punkten./la/he

04.08.2020

Aktien New York Ausblick: Moderate Verluste nach Nasdaq-Rekord am Vortag

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach neuen Rekordhochs an der technologielastigen Nasdaq-Börse zum Wochenstart dürfte es am Dienstag zum Handelsstart an den US-Aktienmärkten ruhiger zugehen. Impulse könnten die Auftragseingänge für die US-Industrie im Juni geben, die im frühen Handel bekannt gegeben werden. Unternehmensseitig stehen ein paar Quartalsberichte an, allerdings überwiegend nicht von namhaften Großkonzernen. Rund eine Dreiviertelstunde vor Börsenstart taxierte der Broker IG den US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,25 Prozent tiefer auf 26 598 Punkte. Der Nasdaq 100 indes wird kaum verändert erwartet.

Fast zwei Drittel der US-Unternehmen haben bereits ihre Zahlen vorgelegt und die Mehrheit positiv überrascht. Die Nasdaq-Indizes eilen zudem bereits seit Juli inmitten und auch trotz der Corona-Krise wieder von Rekord zu Rekord, doch insbesondere Einzelwerte - allen voran Apple und Microsoft - treiben an. Das jedoch sollte vorsichtig stimmen und sei kein gutes Zeichen, schreibt die US-Finanzzeitung "Barron's". Märkte, die von einigen gut laufenden Aktien angetrieben werden, seien historisch betrachtet "keine gesunden Märkte".

Erst am Vortag wieder hatten die Papiere des iPhone-Herstellers und des Software-Giganten neue Höhen erklommen. Microsoft dürften weiter wegen Tiktok im Blick stehen, nachdem US-Präsident Donald Trump gefordert hatte, dass die US-Regierung bei einer möglichen Übernahme des Nordamerika-Geschäfts der chinesischen Video-App Tiktok durch Microsoft mitverdienen müsse.

Quartalszahlen legte das Biotechnologie-Unternehmen Incyte vor. Bei Umsatz und vor allem dem Gewinn im zweiten Quartal wurden die Analystenerwartungen teils deutlich übertroffen. Die Jahresziele wurden bestätigt. Vorbörslich ging es für die Aktie um knapp 1 Prozent hoch. Auch die erst kürzlich an die Börse gegangene Warner Music Group (WMG) legt ihren Quartalsbericht vor. Nach Börsenschluss wird der im Dow notierte Medienkonzern Walt Disney über sein abgelaufenes Jahresviertel berichten.

Analysten äußerten sich darüber hinaus unter anderem zu McKesson , Freeport und Seagate. Die Deutsche Bank empfiehlt die Aktien des Gesundheitsdienstleisters McKesson nun zum Kauf, der vor etwa sechs Jahren die deutsche Celesio übernommen hatte.

Morgan Stanley dagegen strich die Kaufempfehlung für die Bergbau-Aktie Freeport-McMoran und stuft sie nur noch mit "Equal-Weight" ein, was der Aktie vor dem Handelsstart ein Minus von 1,5 Prozent einbrockte. Die UBS wiederum äußerte sich zum irischen Festplattenhersteller Seagate Technology , der an der Nasdaq notiert ist und strich die Verkaufsempfehlung./ck/jha/

04.08.2020

Aktien Frankfurt: Anleger werden wieder vorsichtiger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Kursrally zum Wochenstart lassen die Anleger am Dienstag am deutschen Aktienmarkt wieder mehr Vorsicht walten. Ein auf robuste Quartalsberichte gestützter freundlicher Start erwies sich beim Dax nicht als nachhaltig. Am Nachmittag verlor der Leitindex 0,59 Prozent auf 12 572,92 Zähler. Der MDax verlor 0,64 Prozent auf 26 500,48 Punkte. Der EuroStoxx lag mit 0,25 Prozent im Minus.

Steigende Kurse bei Unternehmen wie Infineon, Metro oder Evonik prägten den positiven Start. Dann aber verloren die Anleger angesichts der weiter um sich greifenden Corona-Pandemie schnell wieder ihren Mut, wie Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank feststellte. "Trotz der gestrigen Kurssteigerung steht die Erholung an den Börsen auf tönernen Füßen", warnte auch sein Kollege Christian Henke von IG Markets.

Anleger blicken derzeit auch skeptisch nach Washington, wo Republikaner und Demokraten weiter über neue Maßnahmen in der Viruskrise streiten. Experten sehen es hier als eingepreist an, dass es am Ende einen Kompromiss geben wird. Auch in New York zeichnete sich derweil am Dienstag ein geringfügig schwächerer Start ab. Kritisch beäugt werden dürften dort am Nachmittag frische Auftragsdaten aus der US-Industrie.

Mit Bayer und Infineon standen am Dienstag zwei Dax-Werte mit Zahlen auf der Agenda. Bei Infineon kamen besser als erwartete Zahlen und der Ausblick auf das vierte Geschäftsquartal gut an, die Papiere des Chipkonzerns rückten um 3,3 Prozent vor. Laut Mark Li von Bernstein Research hat der Konzern "an allen Fronten" überzeugt.

Noch höhere Kursgewinne verbuchten nur MTU , die nach ihrem Vortagsrutsch und positiveren Analystenstimmen um 5,4 Prozent anzogen. Auch im weiter festen Autosektor profitierte mit Daimler ein Wert von einem Analystenkommentar, die Aktien der Stuttgarter gewannen 1,7 Prozent. Das Bankhaus Metzler stufte sie gleich doppelt auf "Buy" hoch und setzt dabei auf das neue Management.

Bayer blickt jedoch vorsichtiger auf das Gesamtjahr, die Aktie fand sich mit einem 2,4-prozentigen Abschlag am Dax-Ende wieder. Laut Analyst Markus Mayer von der Baader Bank wiegen der Ausblick und die anhaltenden Unsicherheit um die Klagewelle in den USA in der Köpfen der Anleger schwerer als ein besser als erwartetes Ergebnis im zweiten Quartal.

Im MDax gab es am Dienstag auch diverse Resultate zu verarbeiten. Bei Evonik haben robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche die Folgen der Autokrise gemildert. Das operative Ergebnis fiel besser aus als von Analysten erwartet, die Aktien rückten um 4,3 Prozent vor.

Metro wurden ebenfalls nach Zahlen 3,7 Prozent höher gehandelt. Laut Analyst James Grzinic von Jefferies Research ist der Umsatz am Heimatmarkt weniger deutlich zurückgegangen als befürchtet. Außerdem blickt der Handelskonzern wieder positiver in die Zukunft. Der Umsatz im Juli sei nach schlechten Monaten in der Corona-Krise wieder auf Vorjahresniveau gewesen.

Die Aktien von Teamviewer dagegen sackten um 4,4 Prozent ab, obwohl der Hersteller von Softwarelösungen für Fernwartungen im zweiten Quartal weiter von der Pandemie profitiert hat. Börsianer sprachen hier von Gewinnmitnahmen. Laut dem Barclays-Experten James Goodman hat es am Markt einige gegeben, die auf eine Anhebung der Prognosen gehofft hatten.

Im SDax machte Schaeffler von sich reden mit einem Kurssprung um 8,9 Prozent. Das erste Halbjahr des Autozulieferers sei solide gewesen, kommentierte JPMorgan-Analyst Jose Asumendi. Zum Anstieg dürfte auch das am Dienstag allgemein robuste Umfeld in der Autobranche beigetragen haben.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Dienstag gestiegen. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 145,82 Punkte. Die Umlaufrendite fiel im Gegenzug von minus 0,53 Prozent am Vortag auf minus 0,55 Prozent. Der Bund Future stieg um 0,17 Prozent auf 177,67 Zähler.

Der Kurs des Euro schaffte es am Dienstag kurzzeitig zurück über 1,18 US-Dollar, wurde aber zuletzt wieder etwas niedriger zu 1,1761 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1726 Dollar festgesetzt./tih/jha/

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

04.08.2020

Aktien Frankfurt: Anleger werden wieder pessimistischer

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Kursrally zum Wochenstart lassen die Anleger am Dienstag am deutschen Aktienmarkt wieder mehr Vorsicht walten. Ein gestützt auf gute Quartalsberichte freundlicher Start erwies sich beim Dax nicht als nachhaltig. Gegen Mittag verlor der Leitindex 0,37 Prozent auf 12 600,78 Zähler. Der MDax rutschte mit 0,54 Prozent ins Minus ab auf 26 525,64 Punkte. Der EuroStoxx dagegen schaffte es, nahe der Gewinnschwelle zu bleiben.

Steigende Kurse bei Unternehmen wie Infineon, Metro oder Evonik prägten den positiven Start. Dann aber verloren die Anleger angesichts der weiter um sich greifenden Coronavirus-Pandemie schnell wieder ihren Mut, wie Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank betonte. "Trotz der gestrigen Kurssteigerung steht die Erholung an den Börsen auf tönernen Füßen", warnte auch sein Kollege Christian Henke von IG Markets.

Außerdem blicken Anleger derzeit etwas skeptisch nach Washington, wo Republikaner und Demokraten weiter über neue Maßnahmen in der Viruskrise streiten. Experten sehen es hier als eingepreist an, dass es am Ende einen Kompromiss geben wird. Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners sieht aber genau darin auch ein Gefahrenpotenzial: "Ein Scheitern der Verhandlungen könnte einen kleinen Kursschock auslösen."

Mit Bayer und Infineon standen am Dienstag zwei Dax-Werte mit Zahlen auf der Agenda. Bei Infineon kamen besser als erwartete Zahlen und der Ausblick auf das vierte Geschäftsquartal gut an, die Papiere des Chipkonzerns rückten um drei Prozent vor. Laut Mark Li von Bernstein Research hat der Konzern "an allen Fronten" überzeugt. Die Papiere befinden sich praktisch wieder auf dem Niveau vor der Corona-Krise.

Noch höhere Kursgewinne verbuchten nur MTU , die nach ihrem Vortagsrutsch und positiveren Analystenstimmen um 5,2 Prozent anzogen. Auch im weiter festen Autosektor profitierte mit Daimler ein Wert von einem Analystenkommentar, die Aktien der Stuttgarter gewannen zwei Prozent. Das Bankhaus Metzler stufte die Papiere des Autobauers gleich doppelt auf "Buy" hoch und setzt dabei auf das neue Management.

Bayer blickt vorsichtiger auf das Gesamtjahr, die Aktie fand sich mit einem Abschlag von fast drei Prozent am Dax-Ende wieder. Laut Analyst Markus Mayer von der Baader Bank wiegt der Ausblick gemeinsam mit der anhaltenden Unsicherheit um die Klagewelle in den USA schwerer auf der Aktie als ein besser als erwartetes Ergebnis im zweiten Quartal sie zu treiben vermag.

Im MDax gab es am Dienstag auch diverse Resultate zu verarbeiten. Anders als vorbörslich erwartet, sackten die Aktien von Teamviewer um vier Prozent ab, obwohl der Hersteller von Softwarelösungen für Fernwartungen im zweiten Quartal weiter von der Pandemie profitiert hat. Börsianer sprachen hier von Gewinnmitnahmen.

Bei Evonik dagegen haben robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche die Folgen der Autokrise ein Stück weit gemildert. Das operative Ergebnis fiel besser aus als von Analysten erwartet. Die Aktien rückten um 3,3 Prozent vor.

Metro wurden 3,7 Prozent höher gehandelt. Laut Analyst James Grzinic von Jefferies Research ist der Umsatz am Heimatmarkt weniger deutlich zurückgegangen als befürchtet. Außerdem blickt der Handelskonzern wieder positiver in die Zukunft. Der Umsatz im Juli sei nach schlechten Monaten in der Corona-Krise wieder auf Vorjahresniveau gewesen.

Bei Fraport waren anfängliche Gewinne wegen eines besser als erwarteten Quartalsergebnisses nicht nachhaltig, die Anteile rutschten mit gut einem Prozent ins Minus ab. K+S dagegen mischten sich mit 2,2 Prozent unter die Gewinner, was Händler mit einem positiven Quartalsbericht des US-Konkurrenten Mosaic begründeten.

Im SDax fiel Schaeffler auf mit einem Kurssprung um 7,5 Prozent, in der Spitze erreichten sie über der 7-Euro-Marke ein Hoch seit fast zwei Monaten. Das erste Halbjahr des Autozulieferers sei solide gewesen, kommentierte JPMorgan-Analyst Jose Asumendi. Zum Anstieg dürfte auch das am Dienstag allgemein robuste Umfeld in der Autobranche beigetragen haben./tih/fba

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

04.08.2020

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Früher Dax-Anstieg versiegt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Kursrally zum Wochenstart lassen es die Anleger am Dienstag am deutschen Aktienmarkt erst einmal ruhiger angehen. Gestützt auf Quartalsberichte, die allgemein bessere Stimmung verbreiteten, musste der Dax nach festerem Start um die Gewinnzone kämpfen. Zuletzt lag er knapp mit 0,19 Prozent auf 12 622,47 Punkte darunter. Auch der MDax rutschte mit 0,15 Prozent ins Minus ab auf 26 630,18 Punkte.

Steigende Kurse bei Infineon , Metro , Evonik , Fraport oder Schaeffler prägten zunächst das weiterhin positive Bild, nachdem sich der Dax am Montag auf eine Rally zurück in Richtung der 13 000er Marke begab. Die Anleger hatten dabei am Vortag neuen Mut geschöpft durch Frühindikatoren, die sowohl in China als auch in Europa und den USA ermutigend ausfielen.

Als zentrales Argument für Aktien herhalten muss derzeit einmal mehr das viele Geld, für das bei der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten eigentlich nur der Aktienmarkt bleibt. "Trotz der gestrigen Kurssteigerung steht die Erholung an den Börsen auf tönernen Füßen", warnte jedoch Marktbeobachter Christian Henke von IG Markets mit Blick auf die derzeitigen Corona-Infektionszahlen.

Außerdem blicken Anleger gespannt nach Washington, wo Republikaner und Demokraten weiter über neue Maßnahmen in der Viruskrise streiten. Experten sehen es hier als eingepreist an, dass es am Ende einen Kompromiss geben wird. Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners sieht genau darin Gefahrenpotenzial: "Ein Scheitern der Verhandlungen könnte einen kleinen Kursschock auslösen."

Mit Bayer und Infineon standen am Dienstag zwei Dax-Werte mit Zahlen auf der Agenda. Bei Infineon kamen besser als erwartete Zahlen und der Ausblick auf das vierte Geschäftsquartal gut an, die Papiere des Chipkonzerns rückten um 4,2 Prozent vor. Laut Mark Li hat der Konzern "an allen Fronten" überzeugt.

Noch höhere Kursgewinne verbuchten nur MTU , die nach ihrem Vortagsrutsch und einer Kaufempfehlung der HSBC-Experten um sechs Prozent anzogen. Auch Daimler profitierten mit einem Plus von 2,6 Prozent von einer Analystenstimme. Das Bankhaus Metzler stufte die Papiere des Autobauers gleich doppelt auf "Buy" hoch und setzt dabei unter anderem auf das neue Management.

Bayer jedoch blickt vorsichtiger auf das Gesamtjahr, die Aktie fand sich mit einem Abschlag von 3,5 Prozent am Dax-Ende wieder. Laut Analyst Markus Mayer von der Baader Bank wiegt der Ausblick gemeinsam mit der anhaltenden Unsicherheit um die Klagewelle in den USA schwerer auf der Aktie als ein besser als erwartetes Ergebnis im zweiten Quartal.

Im MDax gab es am Morgen auch diverse Resultate. Anders als vorbörslich erwartet sackten die Aktien von Teamviewer um 3,3 Prozent ab, obwohl der Hersteller von Softwarelösungen für Fernwartungen im zweiten Quartal weiter von der Pandemie profitiert hat. Börsianer sprachen hier von Gewinnmitnahmen.

Bei Evonik dagegen haben robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche die Folgen der Autokrise ein Stück weit gemildert. Das operative Ergebnis fiel noch besser aus als die zuletzt schon gestiegenen Analystenschätzungen. Die Aktie rückte um 2,5 Prozent vor.

Metro wurden außerdem 4,3 Prozent höher gehandelt. Laut Analyst James Grzinic von Jefferies Research ist der Umsatz am Heimatmarkt weniger deutlich zurückgegangen als befürchtet. Außerdem blickt der Handelskonzern wieder positiv in die Zukunft. Der Umsatz im Juli sei nach schlechten Monaten in der Corona-Krise wieder auf Vorjahresniveau gewesen.

Auch von Fraport kamen die Zahlen recht gut an. Die Papiere rückten hier um gut ein Prozent vor, nachdem sich der Flughafenbetreiber im zweiten Quartal besser schlug als von Experten befürchtet. K+S mischten sich mit 2,9 Prozent außerdem unter die MDax-Gewinner, was Händler mit einem positiven Quartalsbericht des US-Konkurrenten Mosaic begründeten.

Im SDax fiel Schaeffler auf mit einem Kurssprung um vier Prozent auf, in der Spitze erreichten sie über der 7-Euro-Marke sogar ein Hoch seit fast zwei Monaten. Das erste Halbjahr des Autozulieferers sei solide gewesen, schrieb JPMorgan-Analyst Jose Asumendi in einem ersten Kommentar./tih/zb

04.08.2020

Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt zu - Überwiegend robuste Zahlenvorlagen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Kursrally zum Wochenstart geht es am Dienstag für den Dax nochmals ein Stück weit bergauf. Gestützt auf zahlreiche Quartalsberichte, die an der Frankfurter Börse gut aufgenommen wurden, stieg der Dax in den Anfangsminuten um 0,44 Prozent auf 12 703,12 Punkte. Der Index der mittelgroßen Werte MDax legte um 0,21 Prozent auf 26 727,23 Punkte zu.

Steigende Kurse bei Infineon , Metro , Evonik , Fraport oder Schaeffler prägten das positive Bild in der Dax-Familie. Am Montag war der Leitindex bereits um 2,7 Prozent gestiegen. Er hatte sich damit wieder zurück in Richtung der 13 000er Marke bewegt. Die Anleger hatten dabei neuen Mut geschöpft durch Frühindikatoren, die sowohl in China als auch in Europa und den USA "die Hoffnung auf eine Rückkehr in die wirtschaftliche Normalität" zurückbrachten, erklärte Marktbeobachter Jochen Stanzl von CMC Markets.

Als zentrales Argument für Aktien herhalten muss derzeit einmal mehr das viele Geld, für das bei der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten eigentlich nur der Aktienmarkt bleibt. "Trotz der gestrigen Kurssteigerung steht die Erholung an den Börsen auf tönernen Füßen", warnte jedoch Marktbeobachter Christian Henke von IG Markets mit Blick auf die derzeitigen Corona-Infektionszahlen./tih/jha/

04.08.2020

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax vor robustem Auftakt dank guter Zahlenvorlagen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Kursrally zum Wochenstart dürfte es am Dienstag an der Frankfurter Börse nochmals ein Stück weit bergauf gehen. Gestützt auf einige gut ankommende Quartalsberichte signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex Dax eine Stunde vor der Eröffnung ein Plus von 0,36 Prozent auf 12 692 Punkte. Am Montag war der Leitindex bereits um 2,7 Prozent gestiegen. Er hatte sich damit wieder zurück in Richtung der 13 000er Marke bewegt.

Die Anleger hatten tags zuvor neuen Mut geschöpft durch Frühindikatoren, die sowohl in China als auch in Europa und den USA "die Hoffnung auf eine Rückkehr in die wirtschaftliche Normalität" zurückbrachten, wie es Marktbeobachter Jochen Stanzl von CMC Markets formulierte. Dabei herhalten als zentrales Argument muss einmal mehr das viele Geld, für das bei der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten eigentlich nur der Aktienmarkt bleibt.

"Trotz der gestrigen Kurssteigerung steht die Erholung an den Börsen auf tönernen Füßen", warnte jedoch Marktbeobachter Christian Henke von IG Markets mit Blick auf die derzeitigen Infektionszahlen mit dem Coronavirus. Außerdem blicken Anleger gespannt nach Washington, wo Republikaner und Demokraten weiter über neue Maßnahmen in der Viruskrise streiten. Experten sehen es hier als eingepreist an, dass es am Ende einen Kompromiss geben wird.

Am Dienstag ist es nun ein neuer Tag, an dem vor allem Quartalsberichte die Anleger beschäftigen. Auf Unternehmensseite überwogen am Morgen zunächst die positiven Reaktionen auf die jüngsten Quartalsberichte. Konjunkturell dürften die US-Auftragseingänge am Nachmittag ins Blickfeld rücken.

Mit Bayer und Infineon standen am Morgen zwei Dax-Werte mit Zahlen auf der Agenda. Bei Infineon kamen besser als erwartete Zahlen und der Ausblick auf das vierte Geschäftsquartal zunächst gut an, die Papiere des Chipkonzerns rückten auf der Handelsplattform Tradegate um etwa drei Prozent vor.

Bayer jedoch blickt vorsichtiger auf das Gesamtjahr. Der Dax-Konzern verwies auf ein geringer als bislang angenommenes Wachstum sowie in der Agrarsparte auf einen wettbewerbsintensiven Sojabohnenmarkt. Die Aktien waren vorbörslich mit minus ein Prozent eine negative Ausnahme in der Dax-Familie.

Im MDax gab es am Morgen Resultate von Fraport , Evonik und Teamviewer , die vorbörslich allesamt bei den Anlegern gut ankamen. Teamviewer stiegen um 2,9 Prozent, nachdem der Hersteller von Softwarelösungen für Fernwartungen im zweiten Quartal weiter von der Pandemie profitiert hat.

Fraport rückten vorbörslich um 3,7 Prozent vor, der Flughafenbetreiber schlug sich mit einem Verlust von rund 182 Millionen Euro besser als von Experten befürchtet. Er will auf die Corona-Krise nun mit Stellenstreichungen reagieren. Wie angekündigt sollen in Frankfurt bis zu 4000 Jobs wegfallen.

Bei Evonik haben robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche die Folgen der Autokrise ein Stück weit gemildert. Das operative Ergebnis fiel besser aus als die zuletzt gestiegenen Analystenschätzungen. Die Aktie rückte auf Tradegate um 3,3 Prozent vor.

Metro wurden außerbörslich außerdem etwa vier Prozent höher gehandelt. Laut Analyst James Grzinic von Jefferies Research ist der Umsatz am Heimatmarkt weniger deutlich zurückgegangen als befürchtet. Außerdem blickt der Handelskonzern wieder positiv in die Zukunft. Der Umsatz im Juli sei nach schlechten Monaten in der Corona-Krise wieder auf Vorjahresniveau gewesen./tih/jha/

04.08.2020

Goldpreis steigt erstmals über 2000 US-Dollar

LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Goldpreis ist am Dienstag erstmals über 2000 US-Dollar gestiegen. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) erreichte mit 2000,58 Dollar einen neuen Rekordwert. Der Preis konnte sich aber zunächst nicht ganz auf diesem Niveau halten und lag am frühen Abend bei 1994 Dollar gehandelt. Im Mittagshandel hatte die Feinunze noch rund 25 Dollar weniger gekostet.

Händler verwiesen auf wachsenden Spekulationen, dass sich die US-Regierung und der Kongress auf ein neues Konjunkturpaket einigen könnten. Dies würde für noch mehr Liquidität an den Märkten sorgen und so auch die Nachfrage nach Gold antreiben.

"Nach dem Erreichen eines neuen Rekordhochs hat Gold wie von uns erwartet nun auch die Marke von 2000 Dollar überschritten", kommentierte Hans-Günter Ritter, Leiter Edelmetallhandel bei Heraeus. "Die Motivation, Liquidität in Gold zu schieben, bleibt für Anleger hoch. Unterstützung hierfür kommt weiter aus dem Umfeld mit niedrigen oder negativen Zinsen." Er verwies zudem auf die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise./jsl/he

04.08.2020

ROUNDUP 2: Reisewarnung für wichtigste türkische Urlaubsgebiete aufgehoben

(Mehr Details)

BERLIN/ISTANBUL (dpa-AFX) - Nach wochenlangem Zögern hat die Bundesregierung die Reisewarnung für die wichtigsten türkischen Urlaubsgebiete aufgehoben. Sie gilt seit Dienstag nicht mehr für die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer begründete den Schritt mit der relativ niedrigen Zahl von Neuinfektionen in diesen Gebieten und dem "speziellen Tourismus- und Hygienekonzept", das die türkische Regierung entwickelt hat. "Bei einer Verschlechterung der pandemischen Lage kann die Reisewarnung auch für die genannten vier Provinzen wieder eingeführt werden", betonte sie aber.

Die Türkei ist neben Großbritannien damit erst das zweite Land außerhalb der Europäischen Union und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums, für das die Reisewarnung teilweise aufgehoben wird - abgesehen von europäischen Kleinstaaten wie Andorra, Monaco, San Marino und dem Vatikanstaat. Der Schritt könnte also Forderungen anderer Urlaubsländer wie Tunesien oder Ägypten nach sich ziehen.

Der türkische Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung. "Wir sind bereit, unsere deutschen Gäste im Rahmen des "Zertifikationsprogramms für gesunden Tourismus" zu empfangen", schrieb Ersoy auf Twitter.

Insgesamt gilt die Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie noch für etwa 160 Länder - zunächst bis zum 31. August. Sie ist kein Verbot, hat aber eine erhebliche abschreckende Wirkung. Allerdings hat sie auch eine positive Seite: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Die türkische Regierung hatte wochenlang auf die Aufhebung der Reisewarnung gedrungen. Die Deutschen sind nach den Russen die zweitwichtigste Urlaubergruppe an den Stränden am Mittelmeer. Im vergangenen Jahr kamen etwa fünf Millionen Touristen aus Deutschland in Türkei. Umgekehrt ist die Türkei für deutsche Urlauber das drittbeliebteste Reiseland nach Spanien und Italien.

Besonders der südtürkische Urlaubsort Antalya ist beliebt bei deutschen Urlaubern. Nahe der westtürkischen Metropole Izmir liegt der Badeort Cesme, in Mugla zieht es Touristen vor allem nach Bodrum, das bekannt ist für sein türkisblaues Wasser und Wassersport. Auch in Aydin liegen beliebte Urlaubsorte wie Kusadasi und Didim. Für die bei Touristen ebenfalls sehr beliebte Metropole Istanbul bleibt die Reisewarnung allerdings bestehen.

Die tägliche Zahl der Neuinfektionen liegt in der Türkei zurzeit zwischen 900 und 1000 Fällen pro Tag und damit etwa so hoch wie in Deutschland - bei etwa gleicher Bevölkerungszahl. Die türkische Regierung hatte immer wieder betont, das die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten an den Urlaubsorten gering seien. Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte Urlauber aber am Sonntag zur Vorsicht gemahnt. Wegen des Opferfestes und der damit verbundenen Feiertage waren auch zahlreiche Türken an die Küstenorte geströmt.

Demmer sagte, mit der jetzt getroffenen Vereinbarung sei es gelungen, "Tourismus in die Türkei dort zu ermöglichen, wo er in Einklang mit den erforderlichen Vorgaben des Infektionsschutzes gebracht werden kann". Zugleich sei es gelungen, insgesamt den Rückreiseverkehr aus der Türkei nach Deutschland so zu gestalten, dass sich die Gefahr des Eintrags neuer Infektionen in unser Land verringert.

Die Türkei werde von sämtlichen Personen, die aus der Türkei nach Deutschland zurückreisen, bei der Ausreise die Vorlage eines negativen Corona-Testnachweises verlangen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Tests sind von den Rückreisenden auf eigene Kosten zu veranlassen (zwischen 15 und 30 Euro).

Für die türkische Tourismusbranche ist der Schritt von erheblicher Bedeutung. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für die Türkei. Durch die Corona-Pandemie ist der jedoch stark eingebrochen. Alleine im Juni kamen nach Angaben des Tourismusministeriums fast 96 Prozent weniger Besucher ins Land als im Vorjahr. In den ersten sechs Monaten des Jahres waren es demnach rund 75 Prozent weniger Touristen als noch 2019.

Die Aufhebung der Reisewarnung ist aber auch ein Politikum. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu war Anfang Juli eigens nach Berlin gereist, um dafür zu werben - zunächst vergeblich. Er warf der Europäischen Union vor, Reisebeschränkungen für die Türkei aus "politischen Motiven" aufrechtzuerhalten. "In Sachen Gesundheit sind Deutschland und die Türkei zwei der besten Länder auf der Welt", sagte er./mfi/DP/stk

04.08.2020

WDH/ROUNDUP: Trotz Genehmigung noch kein Weiterbau von Nord Stream 2

KOPENHAGEN/BERLIN (dpa-AFX) - Mehr als sieben Monate nach dem Baustopp für die Ostseepipeline Nord Stream 2 wegen der US-Sanktionen bleibt unklar, ob und wann die letzten Rohre des Milliardenprojekts verlegt werden. Zwar trat eine dänische Genehmigung für den Einsatz russischer Verlegeschiffe nach Auslaufen einer Einspruchsfrist am Montag in Kraft. Nord Stream 2 hat die Wiederaufnahme der Bauarbeiten bei der dänischen Energieverwaltung aber bis Dienstagnachmittag noch nicht angemeldet.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier setzt unterdessen trotz der Drohungen mit weiteren Sanktionen aus den USA weiter auf Deeskalation. "Wir hoffen immer noch, dass es nicht zu diesen Sanktionen kommt. Wir sind uns in der Bundesregierung einig, dass wir jederzeit für Gespräche zur Verfügung stehen, um eine Eskalation zu verhindern", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Die Pipeline zwischen Russland und Deutschland durch die Ostsee ist zu 94 Prozent fertig. Von den insgesamt 2460 Kilometern - die sich ergeben, weil die 1230 Kilometer lange Pipeline aus zwei parallelen Strängen besteht - fehlen nur noch gut 150: etwa 120 in dänischen und mehr als 30 in deutschen Gewässern. Im Dezember 2019 waren die Bauarbeiten vor der dänischen Insel Bornholm abrupt gestoppt worden, weil die beiden Schweizer Verlegeschiffe wegen der ersten Sanktionswelle der USA ihre Arbeit einstellten.

Jetzt sollen zwei russische Schiffe die Pipeline vollenden, die bereits in der Ostsee auf ihren Einsatz warten. Die Internetseite MarineTraffic, die Schiffe weltweit verortet, zeigt Mukran auf Rügen und Rostock als Standorte der "Akademik Tscherski" und der "Fortuna" an.

Für den Einsatz solcher Rohrverlegungsschiffe mit Anker musste sich Nord Stream 2 eine Genehmigung bei der dänischen Energieverwaltung (Energistyrelsen) einholen, die am 6. Juli grünes Licht gab. Innerhalb einer vierwöchigen Einspruchsfrist konnte schriftlich dagegen Beschwerde eingelegt werden. Am Montag lief diese Frist aus, ohne dass bei der in Viborg ansässigen Energieberufungsstelle (Energiklagenævnet) Einsprüche eingingen.

Nord Stream 2 äußert sich bisher nicht zu der Frage, wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden. Ein Sprecher erklärte lediglich, wegen der bestehenden Sanktionen sei man "gezwungen, nach neuen Lösungen für die Verlegung der verbleibenden sechs Prozent unserer Pipeline" zu suchen. "Wir werden über diese Lösung zu gegebener Zeit informieren."

US-Präsident Donald Trump kritisiert Nord Stream 2 seit Jahren und wirft Deutschland vor, es lasse sich militärisch vor Russland schützen, verschaffe Moskau aber gleichzeitig hohe Einnahmen aus Gasexporten. Kritiker werfen ihm vor, die Pipeline nur verhindern zu wollen, um mehr amerikanisches Flüssiggas in Europa verkaufen zu können.

Trump hatte Ende 2019 erste Strafmaßnahmen gegen bestimmte Unternehmen ermöglicht, die am Bau von Nord Stream 2 beteiligt sind. Die betrafen vor allem die Verlegeschiffe. Mitte Juli drohte US-Außenminister Mike Pompeo mit einer Ausweitung der Sanktionen unter dem CAATSA-Gesetz ("Countering America's Adversaries through Sanctions"), die auch deutsche Unternehmen treffen könnten. Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft fordert nun harte Gegenmaßnahmen.

Die Bundesregierung hofft aber weiter auf andere Lösungen. Altmaier wies im dpa-Interview noch einmal darauf hin, dass ohne deutschen Einsatz der Gastransit von Russland durch die Ukraine nicht auf Jahre hätte gesichert werden können. "Wir haben hier in diesem Ministerium die entscheidenden Verhandlungen geführt", sagte er. Kritiker von Nord Stream 2 hatten befürchtet, dass die neue Pipeline der Ukraine wirtschaftlich erheblich schaden könne.

Altmaier trat auch den amerikanischen Befürchtungen hinsichtlich ihres Flüssiggas-Geschäfts entgegen. "In Norddeutschland sind wir dabei, Terminals zu bauen, wo dann auch Flüssiggas aus den USA angelandet und in Deutschland verkauft werden kann", sagte der CDU-Politiker. Vor diesem Hintergrund gebe es keinen Grund für Sanktionen. "Im Übrigen hoffe ich und erwarte ich, dass sich alle Beteiligten auch an die Vorgaben des Völkerrechts halten."/mfi/DP/fba

04.08.2020

Türkei begrüßt Aufhebung der Reisewarnung für wichtige Urlaubsorte

ISTANBUL (dpa-AFX) - Der türkische Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy hat die teilweise Aufhebung der Reisewarnung für sein Land begrüßt. "Wir sind bereit, unsere deutschen Gäste im Rahmen des "Zertifikationsprogramms für gesunden Tourismus" zu empfangen", schrieb Ersoy am Dienstag auf Twitter.

Das Auswärtige Amt hatte zuvor in seinen Reisehinweisen im Internet mitgeteilt, dass die formelle Warnung von touristischen Reisen für die Küstenprovinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt. Die Türkei hat ein Zertifikationsprogramm für Hotels- und Restaurants entwickelt. Unter anderem müssen sich die Einrichtungen an bestimmte Hygiene- und Abstandsregeln halten.

Ankara hatte lange auf eine Aufhebung der Reisewarnung gedrungen. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in der Türkei. Durch die Corona-Pandemie war der jedoch stark eingebrochen./jam/DP/fba

04.08.2020

Am BER läuft der Sicherheitscheck

SCHÖNEFELD (dpa-AFX) - Mit Dekektoren, Spürhunden und Hubschraubern: Am künftigen Hauptstadtflughafen BER hat am Dienstag eine groß angelegte Suche nach gefährlichen und verbotenen Gegenständen begonnen. Das sogenannte Cleaning dauert zehn Tage und ist die Voraussetzung dafür, dass der endgültige Sicherheitsbereich am Flughafen abgegrenzt werden kann. Wer ihn künftig betritt, muss vorher durch die Sicherheitskontrolle.

"Das Cleaning ist ein wichtiger Meilenstein, um aus dem abgenommenen Gebäude des BER einen funktionierenden Flughafen zu machen", erklärte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Mitarbeiter des Flugahfens, der Polizei und der Luftfahrtbehörde durchsuchen demnach alle Räume, Fahrzeuge und Flächen auf dem rund 1000 Hektar großen Areal. Dabei kämen auch Sprengstoffdetektoren, Spürhunde und Hubschrauber zum Einsatz. Der Probebetrieb pausiert in dieser Zeit.

Der neue Hauptstadtflughafen soll nach mehreren geplatzten Terminen am 31. Oktober in Betrieb gehen. Zahlreiche Probleme wie Planungsfehler, Baumängel und Projekterweiterungen haben den Start um neun Jahre verzögert./bf/DP/fba

04.08.2020

Tschechischer Regierungschef will Einkommenssteuer senken

PRAG (dpa-AFX) - Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat zur Ankurbelung der Konjunktur eine Senkung der Einkommenssteuer auf effektiv 15 Prozent vorgeschlagen. Die Leute würden dann sehen, dass sie "keinen Grund haben, sich vor der Zukunft zu fürchten", sagte der Gründer der populistischen Partei ANO in einem Social-Media-Video. Das sei unrealistisch, entgegnete am Dienstag der Vorsitzende des sozialdemokratischen Koalitionspartners CSSD, Jan Hamacek. Der Einnahmeausfall wäre größer als das gesamte Budget des Innenministeriums, dem er vorsteht, kritisierte er.

Tschechien geht bei der Berechnung der Einkommenssteuer für Arbeitnehmer vom sogenannten "Superbrutto" aus. Dabei wird zum Bruttoverdienst noch der Sozialversicherungsanteil des Arbeitgebers hinzugerechnet. Der effektive Steuersatz liegt damit derzeit bei rund 20 Prozent.

Die oppositionellen Bürgerdemokraten (ODS) zeigten sich verwundert über den Vorstoß des Regierungschefs. Ein entsprechender Entwurf seiner Partei liege seit zwei Jahren unbearbeitet im Parlament, erklärte ihr Vorsitzender Petr Fiala.

Die tschechische Wirtschaft war im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,7 Prozent eingestürzt. Ein entscheidender negativer Faktor war dabei nach Angaben der Statistikbehörde CSU der vorübergehende Corona-Lockdown./hei/DP/stk

04.08.2020

ROUNDUP: Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in seinen Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.

Bei allen vier Provinzen handelt es sich um Urlaubsregionen an der Westküste. Bisher zählte die Türkei zu den etwa 160 Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums, für die die Reisewarnung eigentlich bis zum 31. August galt. Mit dem jetzigen Schritt macht die Bundesregierung erstmals eine Ausnahme.

Das Auswärtige Amt betonte, dass sie die Reisewarnung "unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts" aufgehoben habe. "Dieses beinhaltet u.a. eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland."

Die Kosten von umgerechnet 15 Euro in einem zertifizierten Labor beziehungsweise 30 Euro am Flughafen müssten die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne beziehungsweise in ärztliche Behandlung begeben.

Die Türkei hatte viele Wochen auf diesen Schritt gedrungen. Die deutschen Urlauber gehören zu den größten Touristengruppen in der Türkei./mfi/DP/stk

04.08.2020

Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in ihren Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt./mfi/DP/stk

04.08.2020

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 04.08.2020 - 17.15 Uhr

ROUNDUP/Umfrage: US-Truppenabzug trifft überwiegend auf Zustimmung

BERLIN - Während die Politik in Deutschland den geplanten Abzug von US-Truppen mehrheitlich ablehnt, trifft er in der Bevölkerung überwiegend auf Zustimmung. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befürworten 47 Prozent eine Reduzierung der derzeit 36 000 Soldaten. Jeder Vierte meint sogar, die US-Streitkräfte sollten Deutschland ganz verlassen. Dagegen ist noch nicht einmal jeder Dritte (32 Prozent) dafür, dass die amerikanischen Truppen in der bisherigen Stärke bleiben (28 Prozent) oder sogar aufgestockt werden (4 Prozent) sollten. 21 Prozent machten keine Angaben.

ROUNDUP: Argentinien einigt sich mit Gläubigern auf Umschuldung

BUENOS AIRES - Argentinien hat sich mit seinen Gläubigern auf eine Umschuldung geeinigt. Man habe mit den Gläubigergruppen eine Vereinbarung getroffen, die es ihnen ermögliche, den argentinischen Umschuldungsvorschlag zu unterstützen und dem Land einen erheblichen Schuldenerlass zu gewähren, teilte das argentinische Wirtschaftsministerium am Dienstag in Buenos Aires mit. Man habe die Konditionen des vorigen Angebots für die Gläubiger verbessert, indem man die Zahlungstermine für die Anleihen angepasst habe, hieß es. Die Details sollen bis zum 24. August unter Dach und Fach gebracht werden.

USA: Industrieaufträge steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Aufträge an US-Industrieunternehmen haben im Juni stärker als erwartet zugelegt. Die Industrieunternehmen erhielten im Juni 6,2 Prozent mehr Aufträge als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 5,0 Prozent gerechnet. Bereits im Mai waren die Aufträge um revidierte 7,7 Prozent (zunächst +8,0 Prozent) gestiegen.

EZB-Chefvolkswirt warnt vor Risiken für Konjunkturerholung

FRANKFURT - Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip Lane, hat vor einer zu optimistischen Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Erholung nach dem Corona-Einbruch gewarnt. Der jüngste weltweite Anstieg der Neuinfektionen werde die Konsumlaune und die Stimmung in den Unternehmen noch für einige Zeit belasten, sagte Lane in einem am Dienstag veröffentlichten Blog-Beitrag auf der Internetseite der EZB.

Eurozone: Rückgang der Erzeugerpreise schwächt sich deutlich ab

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich der Rückgang der Erzeugerpreise deutlich abgeschwächt. Im Juni sei das Preisniveau im Jahresvergleich um 3,7 Prozent gesunken, teilte das Statistikamts Eurostat am Dienstag mit. Im Mai waren die Preise noch um 5,0 Prozent zum Vorjahr gefallen. Analysten hatten die Entwicklung in etwa erwartet. Sie waren im Schnitt von einem Rückgang um 3,8 Prozent ausgegangen.

Frankreich sorgt sich vor 'zweiter Welle'

TOULON - In Frankreich wächst die Sorge vor einer zweiten Welle der Corona-Pandemie. Der wissenschaftliche Rat von Experten, der die Regierung berät, bezeichnet es nun als "sehr wahrscheinlich", dass es im Herbst oder Winter eine zweite Epidemie-Welle geben könnte. Staatschef Emmanuel Macron appellierte am Dienstag im südfranzösischen Toulon an seine Landsleute, die geltenden Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Spanien: Zahl der Arbeitslosen sinkt überraschend - zumindest im Monatsvergleich

MADRID - Der spanische Arbeitsmarkt hat sich im Juli trotz neuer Maßnahmen in Teilen des Landes zur Eindämmung der Corona-Pandemie unerwartet robust gezeigt. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Vergleich zum Juni um knapp 90 000 oder 2,3 Prozent auf 3,773 Millionen zurück, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Madrid mitteilte. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahl um 20 000 gerechnet.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

04.08.2020

ROUNDUP: Maskenpflicht auch im Unterricht? NRW-Vorstoß sorgt für Debatten

BERLIN (dpa-AFX) - Die von Nordrhein-Westfalen beschlossene Maskenpflicht an Schulen auch während des Unterrichts sorgt für Diskussionen. Andere Länder wie Niedersachsen und Berlin wollen dem Beispiel mit Beginn des neuen Schuljahres nicht folgen. Auch Kinder- und Jugendärzte sprachen sich gegen einen Mund-Nasen-Schutz im Unterricht aus. "Ein längeres Maskentragen beeinträchtigt bei Schülern die Leistungsfähigkeit", sagte der Präsident ihres Berufsverbands BVKJ, Thomas Fischbach, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Niedersachsens Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius sagte am Dienstag in Hannover, angesichts niedriger Corona-Infektionszahlen wäre das Tragen während der gesamten Unterrichtszeit nicht verhältnismäßig. Nach den Sommerferien starte ein eingeschränkter Regelbetrieb mit möglichst festen Lerngruppen. Auch Berlin will auf Masken im Unterricht verzichten. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte: "Im Moment ist das nicht vorstellbar, weil ich das aus einer pädagogischen Sicht für sehr schwierig finde."

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des "Handelsblatts" halten 43 Prozent der Deutschen eine Maskenpflicht im Unterricht dagegen für angemessen. 84 Prozent sind dafür, dies auf dem Schulhof und in der Pause zur Pflicht zu machen.

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) verteidigte die Regelung. "Wenn sich Schülerinnen und Schüler konstant nicht - weder im Unterricht noch auf den anderen Flächen - daran halten, kann das auch mit einem Verweis von der Schule beziehungsweise einem vorübergehenden einhergehen", sagte sie im WDR. Am Montag hatte NRW angekündigt, dass Schüler an weiterführenden und berufsbildenden Schulen bis zum 31. August Masken tragen müssen.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland beginnt die Schule kommende Woche wieder - ebenso wie in Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein. In Mecklenburg-Vorpommern, wo das neue Schuljahr bereits seit Montag läuft, müssen Schüler von der fünften Klasse an und auch Lehrer auf dem Schulgelände eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Ausgenommen sind die eigentlichen Klassenräume.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hält die Rückkehr zum Präsenzunterricht für richtig. Bei den Einschränkungen habe man Eltern, Schüler und Kindergartenkinder viel zu wenig beachtet, sagte er dem Sender "Welt". Man könne nicht alles durch digitalen Unterricht ersetzen. Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Marlis Tepe, warnte in der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag): "Die Schulöffnungen stellen ein hohes Risiko dar." Die Schulen seien bislang nicht ausreichend vorbereitet, wie der Gesundheitsschutz geleistet werden soll./csd/DP/fba

04.08.2020

ANALYSE-FLASH: RBC belässt Teamviewer auf 'Outperform' - Ziel 58 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus RBC hat die Einstufung für Teamviewer nach Halbjahreszahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 58 Euro belassen. Der Softwarehersteller weise ein gut schätzbares Wachstum und attraktive Gewinne auf, schrieb Analystin Sherri Malek in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die Aktie sei nach wie vor ein attraktives Investment./edh/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 04.08.2020 / 11:00 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.08.2020 / 11:00 / ET

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04.08.2020

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Infineon auf 'Kaufen' und fairen Wert auf 26,70 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat Infineon nach Quartalszahlen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert von 20,00 auf 26,70 Euro angehoben. Der Halbleiterkonzern scheine die Trendwende eingeleitet zu haben, schrieb Analyst Harald Schnitzer in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die Kennziffern zum dritten Geschäftsquartal und der Ausblick seien besser als erwartet ausgefallen. Der Experte erhöhte deshalb seine Schätzungen./edh/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 04.08.2020 / 16:45 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.08.2020 / 16:55 / MESZ

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04.08.2020

ALLIANZ IM FOKUS: Corona-Krise zehrt am Gewinn

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Europas größter Versicherer Allianz legt am Mittwoch (5. August) seine Zahlen zum zweiten Quartal vor.

DAS IST LOS BEI DER ALLIANZ:

Die Corona-Krise kommt auch Europas größten Versicherer teuer zu stehen. Im ersten Quartal schlugen die Schäden und die Marktturbulenzen bereits mit rund 700 Millionen Euro zu Buche. Und Finanzchef Guilio Terzariol erwartete schon im Mai, dass vor allem durch den Ausfall von Großveranstaltungen noch einige Belastungen hinzukommen. Neben den Olympischen Spielen in Japan wurden auch andere Veranstaltungen in die Zukunft verschoben. Das Münchner Oktoberfest wurde für 2020 gleich ganz abgesagt.

Im ersten Quartal belastete der versicherte Ausfall von Großveranstaltungen den Dax-Konzern bereits mit rund 200 Millionen Euro, und laut Terzariol könnte die Summe im Rest des Jahres auf bis zu 400 Millionen Euro steigen. Auch in der Betriebsausfall- und Betriebsschließungsversicherung könnte zu den bereits verbuchten etwa 200 Millionen Euro noch etwas hinzukommen.

Der konzerneigene Kreditversicherer Euler Hermes rechnete schon für den Rest des Jahres mit praktisch keinem Gewinn mehr. So stiegen nicht nur die versicherten Zahlungsausfälle, sondern wegen des Wirtschaftseinbruchs gingen auch die Einnahmen in dem Geschäft zurück, sagte Terzariol.

Und die Allianz-Führung um Vorstandschef Oliver Bäte ging davon aus, dass der Konzern auch in der Lebens- und Krankenversicherung sowie im Fondsgeschäft seine ursprünglichen Gewinnpläne verfehlt. Zwar konnten die Fondstöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) ihren operativen Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern. Allerdings zogen Anleger im Zuge der Börsenturbulenzen unter dem Strich mehr als 46 Milliarden Euro aus den Fonds des Konzerns ab. Dies dürfte auch Folgen für die künftigen Erträge von Pimco und AGI haben.

Die Corona-Krise erwischt zudem die angeschlagene Industrieversicherungstochter AGCS mitten in der Sanierung. Der neue Spartenchef Joachim Müller soll AGCS bis zum Jahr 2024 wieder auf Kurs bringen. Der Bereich schreibt schon länger rote Zahlen.

DAMIT RECHNET DAS UNTERNEHMEN:

Sein ursprüngliches Ziel, in diesem Jahr einen operativen Gewinn von 11,5 bis 12,5 Milliarden Euro zu erreichen, hat Allianz-Chef Bäte wegen der Corona-Krise Ende April kassiert. Eine neue Prognose hat er wegen der Unsicherheit um die weitere Entwicklung der Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen bisher nicht ausgegeben. Das ursprüngliche Ziel sei aber wohl nicht zu erreichen, hatte er bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal Mitte Mai gesagt.

DAMIT RECHNEN DIE ANALYSTEN:

Von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Dienstag befragte Experten erwarten, dass der Versicherer die Krise im laufenden Jahr mit vergleichsweise leichten Blessuren übersteht. Im Schnitt rechnen sie mit einem operativen Jahresgewinn von 10,2 Milliarden Euro. Das wäre rund 14 Prozent weniger als 2019. Beim Nettogewinn rechnen sie mit einem stärkeren Rückgang um 21 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.

Experten zufolge dürften die Rückgänge vor allem die Ergebnisse der ersten Jahreshälfte betreffen. Für das zweite Quartal erwarten von dem Versicherer selbst befragte Analysten beim operativen Gewinn einen Rückgang von 23 Prozent auf gut 2,4 Milliarden Euro. Der Überschuss dürfte um 31 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro eingebrochen sein.

Während der operative Gewinn im Fondsgeschäft etwa so hoch liegen dürfte wie ein Jahr zuvor, rechnen Experten im Schaden- und Unfallgeschäft mit einem Rückgang um rund 30 Prozent. In der Lebens- und Krankenversicherung haben sie im Schnitt einen Rückgang um rund 21 Prozent auf dem Zettel.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die Corona-Krise hat auch die Allianz-Aktie zwischenzeitlich hart erwischt. Von ihrem im Februar erreichten Mehrjahreshoch von 232,55 Euro ging es binnen weniger Wochen bis Mitte März um rund die Hälfte auf 117,10 Euro nach unten. Seitdem hat sich der Kurs einigermaßen erholt. Zuletzt wurde die Allianz-Aktie wieder zu rund 181 Euro gehandelt.

Wer im Februar bei der Allianz eingestiegen war, bevor die Corona-Krise die Finanzmärkte voll erfasste, hat damit immer noch einen Kursverlust von mehr als 20 Prozent in den Büchern stehen. Seit dem Jahreswechsel steht ein Minus von rund 17 Prozent zu Buche. Wer mutig am Tiefpunkt im März zugegriffen hat, konnte bis Anfang August hingegen ein Kursplus von rund 50 Prozent einfahren.

Auf etwas längere Sicht sieht es etwas durchwachsen aus. So ist die Allianz-Aktie auch nach der jüngsten Kurserholung noch immer weniger wert als noch vor einem oder drei Jahren. Wer vor fünf Jahren Allianz-Aktien gekauft und sie vor der Corona-Krise nicht abgestoßen hat, dürfte sich daher zwar über entgangene Kursgewinne ärgern. Allerdings hat er oder sie aus heutiger Sicht immer noch ein Plus von rund 18 Prozent erzielt - und jedes Jahr eine üppige Dividende./stw/men/stk

04.08.2020

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Intesa Sanpaolo auf 'Buy' - Ziel 2 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Intesa Sanpaolo nach Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 2 Euro belassen. Diese seien zwar nicht so großartig, wie es der deutlich über dem Maktkonsens liegende Nettoqewinn zunächst nahelege, schrieb Analyst Benjie Creelan-Sandford in einer ersten Reaktion am Dienstag. Die Kapitalausstattung und die Qualität der Anlagen der italienischen Großbank hinterließen aber einen weiterhin soliden Eindruck./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 04.08.2020 / 07:47 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.08.2020 / 07:47 / ET

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04.08.2020

BMW IM FOKUS: Wie stark schwächt Corona die Weißblauen?

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Auto- und Motorradbauer BMW dürfte wie die Konkurrenz aus Wolfsburg und Stuttgart im zweiten Quartal in die rote Zahlen gerutscht sein. Das hatten die Münchener schon angekündigt. Spannender wird zur Zahlenvorlage an diesem Mittwoch (5. August) für die Anleger, wie es nun weitergeht. Wie die Lage im Unternehmen ist, was Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt gelaufen ist.

DAS IST LOS BEI BMW:

Schon das erste Quartal war schwierig. Die unter dem Corona-Eindruck ohnehin vorsichtig gewählte Prognose musste BMW noch einmal kappen. Genau wie Daimler und VW kündigte auch BMW inmitten der Krise einen Verlust für die Monate April bis Juni an.

Die Marke BMW verkaufte im zweiten Quartal mit 430 397 Autos 23 Prozent weniger, inklusive der Kleinwagenmarke Mini stand ein Minus von einem Viertel zu Buche. In China allein, dem wichtigsten Einzelmarkt, hat BMW dagegen 17 Prozent mehr Autos verkauft als vor einem Jahr. Analysten rechnen im Mittel mit einem Umsatzschwund von mehr als einem Fünftel, vor Zinsen und Steuern dürften über 410 Millionen Euro Verlust stehen. Die Ergebnisse in China rechnet der Konzern erst danach in den Gewinn ein - mit dem Aufschwung in der Volksrepublik könnte es unter dem Strich letztlich deutlich besser aussehen.

Konzernchef Oliver Zipse und Finanzchef Nicolas Peter wollen in diesem Jahr nun kräftig sparen, auch weil sich schon das erste Quartal tief in die finanziellen Reserven fraß. Im Autogeschäft verbrannte BMW in den ersten drei Jahresmonaten 2,2 Milliarden Euro. Ob sich das im zweiten Quartal schon gebessert hat, wird spannend. Rivale Daimler hatte überraschend einen Mittelzufluss vorweisen können.

Bei BMW sollen die Investitionen von 5,7 Milliarden Euro letztes Jahr auf unter 4 Milliarden Euro fallen, einige Projekte sollten geprüft und verschoben werden. Es dürfte zudem zu einem bedeutenden Stellenabbau kommen.

Interessant wird sein, wie Zipse die Erholungschancen auf den europäischen und amerikanischen Märkten einschätzt. China kann mit einer weitgehenden Normalisierung schon wieder Wachstum vor allem bei Premiummarken vorweisen. Doch China dürfte wohl nur bedingt als Blaupause für den Rest der Welt gelten, sagte Zipse im Mai und wollte damit zu rosige Hoffnungen dämpfen.

Mit dem ersten vollelektrischen SUV iX3 präsentierten die Bayern vor kurzem, was sie mittelfristig wieder aus dem Sumpf ziehen soll. Sind die entsprechenden Batterie-Konkurrenten von Audi (e-Tron) und Mercedes (EQC) bereits etwas länger am Markt, wollen die Münchener nun angreifen. Derzeit sorgt die ausgeweitete Förderung von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Autos in Deutschland und weiteren europäischen Ländern für einen Nachfrageboom nach elektrifizierten Antrieben. Problem: Der iX3 wird in China hergestellt und dürfte voraussichtlich erst Anfang kommenden Jahres die ersten Kunden in hiesigen Gefilden erreichen.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Die im dpa-AFX-Analyser erfassten Expertinnen und Experten sind dem Autobauer auch in der Krise weiter gewogen. Unter den Stimmen, die sich seit April zur Aktie geäußert haben, findet sich keine Verkaufsempfehlung. Sechsmal lautet der Rat "Kaufen", achtmal "Halten". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwas mehr als 61 Euro - die Luft nach oben ist vom aktuellen Kurs bei rund 56 Euro also recht dünn.

Womöglich reiche eine positive Entwicklung beim Betriebskapital durch Lagerabbau im zweiten Quartal nicht aus, um einen Zufluss freier Mittel zu schaffen, schrieb George Galliers von Goldman Sachs in seiner Studie zu seinen Erwartungen für die Zahlen. Allerdings sieht er die Chance, dass BMW im Gesamtjahr doch noch einen positiven Free Cashflow im Autogeschäft auf die Beine stellen kann.

Die Erholung schreite fort, titelte Experte Stephen Reitman von Societe Generale. Im zweiten Quartal seien zwar vermutlich rund 200 000 Autos nicht wie geplant produziert worden, zudem dürfte die Kredit- und Restwertvorsorge in der Finanzsparte gestiegen sein. Der Free Cashflow sollte aber weit besser als befürchtet ausgefallen sein.

Das Schlimmste sollte nun hinter dem Konzern liegen, schrieb Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe. Er traut BMW dank der widerstandsfähigen Finanzsparte und einigen Verrechnungseffekten sogar einen Gewinn unter dem Strich zu.

DAS MACHT DER KURS:

Die im Dax notierte BMW-Stammaktie hatte zwar den Corona-Crash zwischenzeitlich fast wettgemacht. Das Corona-Tief von 36,60 Euro lässt der Titel beim aktuellen Kurs von rund 56 Euro komfortabel hinter sich. Aber bis zum Kurs zu Jahresbeginn von rund 73 Euro fehlt noch ein ganzes Stück.

So liegt das Minus im bisherigen Jahresverlauf immer noch bei fast einem Viertel. Das ist ähnlich viel wie beim Rivalen Daimler und etwas weniger Minus als bei der Vorzugsaktie von Volkswagen . Auf Sicht von fünf Jahren haben BMW-Aktionäre rund 40 Prozent verloren, Daimler-Anteilseigner gar mehr als die Hälfte. Volkswagen hingegen liegt mit einem Minus von einem Drittel trotz des Dieselskandals noch am besten.

Im Umbruch der Autoindustrie zieht es Anleger mit Zukunftsausrichtung eher zu anderen Werten hin - unter anderem zum Börsenstar Tesla . Der US-Elektroautopionier ist mit 276,7 Milliarden US-Dollar (235,4 Mrd Euro) deutlich mehr wert als die drei deutschen Autokonzerne zusammen: Volkswagen (69,1 Mrd Euro), Daimler (42,6 Mrd Euro) und BMW (36,3 Mrd Euro) kommen in Summe nur auf 148 Milliarden Euro./men/

04.08.2020

CONTINENTAL IM FOKUS: Umbau in Zeiten der Pandemie

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hatte bereits eine lange Durststrecke hinter sich, bevor die Corona-Krise der Branche einen weiteren schweren Schlag versetzte. Conti steckt ohnehin im Umbruch, der mit den Corona-Folgen nicht leichter wird. Was das Unternehmen vor den detaillierten Zahlen zum zweiten Quartal an diesem Mittwoch (5. August) umtreibt, was die Analysten sagen und wie die Aktie abschneidet.

DIE LAGE BEI CONTINENTAL:

Weil die meisten Autofabriken rund um die Welt wochenlang stillstanden und die Autobauer ihre Abrufe bei den Zulieferern stoppten, sackte auch bei Conti laut vorläufigen Zahlen der Umsatz kräftig ab - ohne Übernahmeeffekte und Wechselkurseinflüsse um 40 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Im operativen Geschäft fuhr der Dax -Konzern einen hohen Verlust ein, die Marge des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern lag bei minus 9,6 Prozent. Das war allerdings spürbar besser als von Analysten erwartet.

Insgesamt dürfte Conti damit rechnerisch einen operativen Verlust im oberen dreistelligen Millionenbereich eingefahren haben. Ein Jahr zuvor hatte Conti noch 868 Millionen Euro verdient. Conti-Chef Elmar Degenhart hatte bereits rote Zahlen für das zweite Quartal angekündigt und dabei vom wohl schwersten Vierteljahr der Autoindustrie seit Jahrzehnten gesprochen. Die Aussichten für das restliche Jahr kann das Management nach wie vor nur schwer einschätzen.

Autobauer hatten ihre Fabriken rund um die Welt wochenlang gestoppt, weil auch die Autohäuser im Lockdown schließen mussten und die Händler keine Autos verkaufen konnten. Die Abrufe bei den Zulieferern wurden ebenfalls auf Eis gelegt. Conti hängt nicht nur mit Autozulieferteilen direkt von der Autoproduktion ab, sondern auch im Reifengeschäft mit der Erstausstattung von neuen Autos.

Bei den Hannoveranern machte sich der Produktionsstopp vor allem in Europa und Nordamerika in allen Sparten deutlich bemerkbar. Am stärksten waren die Umsatzeinbrüche im Geschäft mit unter anderem Elektronik, Sensorik und Bremssystemen, aber auch in der Antriebssparte. Das Geschäft mit Reifen und Kunststofftechnik kam etwas glimpflicher davon, verzeichnete aber ebenfalls einen starken Dämpfer mit minus einem Drittel.

Während die Autozulieferung durchweg Verluste verzeichnete, konnte Conti mit Reifen und Kunststofftechnik immerhin noch einen kleinen operativen Gewinn einfahren. Die Reifensparte ist ohnehin die Ertragsperle des Konzerns und liefert in normalen Zeiten den Großteil des Gewinns.

Im zweiten Quartal flossen im Konzern vor Akquisitionen und den Kosten für die Verselbstständigung der Antriebstechnik zudem knapp 1,8 Milliarden Euro an freien Mitteln ab. Zur Mitte des Jahres lag das Liquiditätspolster inklusive nicht genutzter Kredite bei 10,1 Milliarden Euro, davon waren 2,5 Milliarden Euro frei verfügbare flüssige Mittel. Im Mai und Juni hatte Conti drei Anleihen über mehr als 2,1 Milliarden Euro ausgegeben und bestehende Kreditlinien um 3 Milliarden Euro erhöht.

Degenhart hatte auf der Hauptversammlung in Aussicht gestellt, dass das dritte Quartal zwar besser als das zweite werden dürfte. An das Vorjahr wird Conti aber auch im laufenden Dreimonatszeitraum nicht anknüpfen können.

Das Unternehmen versucht schon seit einiger Zeit, die Auswirkungen des Umbruchs in der Branche abzufedern. Das Management will im laufenden Jahrzehnt das Geschäft so stark umbauen, dass bis zu 20 000 Arbeitsplätze davon betroffen sein könnten, zuletzt beschäftigte Conti knapp 240 000 Mitarbeiter. So geht etwa in Westeuropa die Produktion von Pumpen und Einspritztechnik für Verbrenner schrittweise zu Ende. Rund um die Welt wollen die Niedersachsen die Produktion straffen und auch Standorte zusammenlegen. Gleichzeitig werden Stellen besonders im Softwarebereich geschaffen.

Beim angepeilten Sparziel hat Degenhart wegen der Corona-Krise draufgesattelt. Ursprünglich sollten die Bruttokosten bis 2023 um 500 Millionen Euro gedrückt werden, nun sollen mehrere Hundert Millionen Euro noch dazukommen. Mögliche Details zu den Sparzielen dürften Anleger interessieren. Die schon länger geplante Abspaltung der Antriebstechnik, die zuletzt in einem reinen Spin-off erfolgen sollte, liegt wegen der Krise derzeit auf Eis.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Die sieben im dpa-AFX-Analyser erfassten Analysten, die sich seit der Vorlage vorläufiger Zahlen geäußert haben, sind mehrheitlich fürs Abwarten bei der Aktie. Zwei Stimmen empfehlen den Kauf, ein Experte rät zum Verkauf, vier zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 87 Euro - und damit in etwa so viel wie für die Aktie aktuell an der Börse gezahlt wird.

Der Margenrückgang im Automotive-Geschäft sei deutlich geringer als von ihm erwartet ausgefallen, schrieb JPMorgan -Analyst Jose Asumendi. Positiv hob er auch die Entwicklung der Antriebssparte hervor. Der Free Cashflow sei auf den ersten Blick deutlich schwächer als von ihm erwartet gewesen, dürfte aber kein längerfristiges Problem sein.

Das operative Ergebnis (Ebit) sei besser als erwartet ausgefallen, schrieb Tim Rokossa von der Deutschen Bank. Der schwache Free Cashflow habe jedoch enttäuscht.

Alles in allem hätten sich die Geschäfte des Autozulieferers im zweiten Quartal besser entwickelt als befürchtet, hieß es von Marc-Rene Tonn von Warburg Research.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Conti ist vom Vorkrisenniveau beim Aktienkurs noch weit entfernt. Lag das Papier vor dem Crash, der die Aktienmärkte im Februar erwischte, noch bei gut 110 Euro, kostet es aktuell rund 87 Euro. Im Tief Mitte März waren es nur noch wenig mehr als 50 Euro. Wer länger dabei ist, hat noch deutlich mehr Kursverluste einzustecken: Im Januar 2018 markierte die Aktie ihr Rekordhoch bei 257,40 Euro.

Seit damals geht es für die Aktie kontinuierlich nach unten. Zuerst machte der US-chinesische Zollstreit der Branche und damit auch Conti zu schaffen, die seit Jahren hohen Ausgaben für Elektroantriebe, Vernetzung und Elektronik kamen noch hinzu.

Ähnlich schwach wie das Conti-Papier haben in den vergangenen zwei Jahren die französischen Konkurrenten Valeo und Faurecia abgeschnitten, wenn auch nicht mit ganz so viel Kursverlust wie Conti. Michelin als reiner Reifenhersteller kam deutlich besser weg.

46 Prozent der Conti-Aktien gehören seit dem missglückten Übernahmeversuch in der Finanzkrise 2008/09 der Industriellenfamilie Schaeffler , die den gleichnamigen fränkischen Auto- und Industriezulieferer kontrolliert. Der Börsenwert von Conti lag zuletzt bei rund 17,4 Milliarden Euro./men/mne/fba

04.08.2020

ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für Euronext auf 113 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Euronext nach Zahlen von 95 auf 113 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach den Zahlen des Börsenbetreibers habe er seine Schätzungen angehoben, schrieb Analyst Martin Price in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Es gebe noch eine ganze Reihe von Übernahmemöglichkeiten./mf/bek

Veröffentlichung der Original-Studie: 03.08.2020 / 19:43 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.08.2020 / 00:00 / ET

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04.08.2020

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Evonik auf 'Buy' - Ziel 26,50 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat die Einstufung für Evonik nach Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 26,50 Euro belassen. Der Nettogewinn des Spezialchemiekonzerns sei 28 Prozent besser als erwartet ausgefallen und der freie Mittelzufluss sei stark gewesen, schrieb Analyst Markus Mayer in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Letzteres scheine sich in der zweiten Jahreshälfte fortzusetzen./edh/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 04.08.2020 / 08:48 / CEST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / / CEST

04.08.2020

AKTIE IM FOKUS 2: Schwächerer Jahresausblick zieht Bayer nach unten

(Neu: Weitere Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ein überraschend vorsichtiger Jahresausblick von Bayer hat am Dienstag auf den Aktien des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer gelastet. Sie sackten am Vormittag als Schlusslicht im Dax um 2,87 Prozent auf 56,79 Euro ab. Dank guter Kostenkontrolle hätten die Leverkusener zwar beim operativen Ergebnis im zweiten Quartal besser abgeschnitten als gedacht, angesichts der gesenkten Prognose dürften die durchschnittlichen Analystenschätzungen für 2020 aber sinken, erklärte Analyst Richard Vosser von der Bank JPMorgan.

Im zweiten Jahresviertel bekam Bayer die Corona-Krise unter anderem in der Pharmasparte zu spüren, da Ärzte viele nicht dringend notwendige Behandlungen verschoben oder Patienten aus Angst vor Corona zu Hause blieben.

Angesichts der teils holprigen Entwicklung im Tagesgeschäft peilt das Management 2020 nun vor Wechselkurseffekten sowie dem Zu- und Verkauf von Unternehmensteilen ein Umsatzwachstum von 0 bis 1 Prozent an auf 43 bis 44 Milliarden Euro. Bisher waren 44 bis 45 Milliarden Euro geplant gewesen. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sollen davon weiter etwa 28 Prozent hängen bleiben, womit sich ein operatives Ergebnis von etwa 12,1 Milliarden Euro ergäbe. Bislang waren hier 12,3 bis 12,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden.

Analysten hatten im Durchschnitt zwar bereits Einschnitte bei den Jahreszielen für möglich gehalten, allerdings in geringerem Umfang. Neben dem reduzierte Ausblick dürften aber auch die andauernden Glyphosat-Rechtsrisiken weiter auf dem Aktienkurs lasten, sagte Analyst Markus Mayer von der Baader Bank.

So hatte Bayer Ende Juni zwar eine Einigung mit der Mehrzahl der Kläger im US-Streit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter vorgestellt. Die wackelt mittlerweile aber. So störte sich der zuständige Bundesrichter Vince Chhabria an dem Teil, der mögliche künftige Fälle abdeckt. Dabei geht es um die Bildung eines unabhängigen Wissenschaftsgremiums, das entscheiden soll, ob der Glyphosat-Unkrautvernichter Roundup Lymphdrüsenkrebs verursacht, und falls ja, ab welcher Dosis er gefährlich werden kann.

Angesichts der Skepsis des Richters hatte Bayer den Antrag auf Zustimmung zum Umgang mit den möglichen künftigen Fällen dann zurückgezogen, für deren Beilegung 1,25 Milliarden US-Dollar geplant waren. Damit ändert sich zwar eigentlich zwar nichts an der Einigung mit dem Großteil der insgesamt etwa 125 000 eingereichten und nicht eingereichten Klagen, für die bis zu 9,6 Milliarden US-Dollar (8,1 Mrd) vorgesehen sind. Allerdings hatte Bayer-Chef Werner Baumann in der Vergangenheit immer wieder betont, dass mit einer groß angelegten Einigung auch künftige Rechtsstreitigkeiten beigelegt werden müssten.

Die Ankündigung des Glyphosat-Vergleichs Ende Juni war denn letztendlich angesichts der verbleibenden Fragezeichen auch nicht zum erhofften Befreiungsschlag für die Aktien geworden. So war der Aktienkurs anfangs noch deutlich über die Marke von 73 Euro geklettert, die Euphorie ließ aber schnell nach. Inklusive des Kursrückschlags an diesem Dienstag summieren sich die Verluste seit dem Juni-Hoch nun schon auf fast ein Viertel. Der deutsche Leitindex Dax hielt sich im gleichen Zeitraum unter dem Strich stabil.

Seit dem ersten Glyphosat-Urteil gegen Bayer im August 2018 beläuft sich das Kursminus auf knapp 40 Prozent; Dividenden eingerechnet sind es minus 34 Prozent. Immerhin schafft es Bayer mit einem Marktwert von rund 57 Milliarden Euro noch unter die Top 10 im Dax, in der Prä-Glyphosat-Ära waren es noch rund 87 Milliarden Euro./mis/edh/zb

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04.08.2020

AKTIE IM FOKUS: MTU gleichen Vortagsrutsch mit neuem Schub in etwa wieder aus

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktionäre von MTU haben am Dienstag neuen Mut auch wegen optimistischer werdender Analystenstimmen geschöpft. Mit einem Kursanstieg um 5,4 Prozent auf 146,35 Euro wetzten sie die Scharte vom Vortag in etwa wieder aus, als ein enttäuschendes Quartalsergebnis einen erneuten Rückschlag brachte. In den Augen von Experte Frederik Bitter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser sollten die schlechten Nachrichten nun mehr oder weniger in den Kurs eingepreist sein. Im zweiten Halbjahr scheine sich vieles zu verbessern.

So gab es am Dienstag neben der Hochstufung auf "Hold" durch den Hauck-Experten Bitter auch eine Kaufempfehlung der HSBC-Experten. Hinzu kommen diverse Kurszielerhöhungen von den Analystenhäusern JPMorgan, Berenberg und Barclays. Kaufempfehlungen gibt es von letzteren Häusern zwar weiter nicht, teilweise ist aber ein positiverer Unterton erkennbar. Berenberg-Analyst Andrew Gollan etwa geht in seinem Modell nun von gesunkenen Risiken aus./tih/jha/

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