dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

25.04.2019

Delivery Hero erhöht Umsatzprognose - Rasantes Wachstum im ersten Quartal

BERLIN (dpa-AFX) - Der Essenslieferant Delivery Hero wächst weiter rasant und hat die Umsatzprognose leicht erhöht. Beim Erlös werde im laufenden Jahr jetzt ein Wert zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro erwartet, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Bisher hatte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 1,08 bis 1,15 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Mit der angehobenen Prognose liegt der Konzern über der derzeitigen Erwartung der Experten. Die von Bloomberg befragten Analysen rechnen bisher im Schnitt mit einem Anstieg auf knapp 1,1 Milliarden Euro.

In den ersten drei Monaten des Jahres legte der Umsatz um 94 Prozent auf 267 Millionen Euro zu. Die Prognose für den Verlust blieb unverändert. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll in der Spanne von 270 bis 320 Millionen Euro liegen./zb/stk

25.04.2019

Nokia mit unerwartetem operativen Verlust im ersten Quartal

ESPOO (dpa-AFX) - Der finnische Netzwerkausrüster Nokia hat das erste Quartal unerwartet mit einem Verlust abgeschlossen. Der Zeitraum Januar bis März sei "überraschend deutlich schwach" gewesen, teilte Nokia am Donnerstag mit. Operativ wies Nokia ein bereinigtes Minus von 59 Millionen Euro aus nach einem Gewinn von 239 Millionen im Vorjahr. Analysten hatten mit einem Gewinn im in etwa auf Vorjahresniveau gerechnet. Für das Jahr 2018 hatte Nokia bereits rote Zahlen vermeldet.

Der Umsatz stieg zwar im ersten Quartal um zwei Prozent auf 5,03 Milliarden Euro, doch vor allem in der größten Sparte für Netzwerkausrüstung schlug der Margenrückgang voll durch und war hauptverantwortlich für den Verlust.

Dennoch bleibt das Unternehmen bei seinen Jahreszielen. Man sei überzeugt davon, dass die Faktoren, die für die schwachen Quartalszahlen verantwortlich sind, im Laufe des Jahres an Einfluss verlieren werden. Zudem sehe man trotz leicht gestiegener Gesamtrisiken weiterhin auch positive Entwicklungen. Beim Kostensenkungsprogramm, das ein Ziel von 700 Millionen Euro hat, sei man gut im Plan./stk/stw/zb

25.04.2019

Zahl der Glyphosat-Klagen gegen Bayer steigt weiter - aber langsamer

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Die Zahl der Klagen gegen den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter ist weiter gestiegen. Bis zum 11. April seien Klagen von rund 13 400 Klägern zugestellt worden, teilte Bayer am Donnerstag in Leverkusen mit. Das sind rund 2200 mehr als Ende Januar.

Die Klagezahl steigt vor allem seit August beständig, nachdem ein Geschworenen-Gericht einem Krebspatienten hohen Schadensersatz zugesprochen hatte. Im März musste Bayer die nächste Schlappe in einem Geschworenen-Prozess einstecken. Die Urteile - und wohl auch die im Raum stehenden Summen von jeweils rund 80 Millionen US-Dollar - sorgten für viel Aufmerksamkeit und dürften weitere Kläger angezogen haben.

Bayer bestreitet die Vorwürfe und verweist auf zahlreiche wissenschaftliche Studien. Der Konzern geht gegen die Urteile vor und hofft, dass Berufsrichter die Sache in der nächsten Instanz anders einschätzen als die Geschworenen.

Zuletzt hatte ein Richter Bayer und die Klägerseite in einem weiteren Prozess aufgefordert einen Mediator einzusetzen und damit auf eine gütliche Einigung gedrängt. Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank bezweifelte angesichts der vielen Klagen damals aber, dass Bayer sich schon jetzt auf einen Vergleich einlassen werde, da sonst ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte./mis/jha

25.04.2019

Solargeschäft und Energiepreise vermiesen Wacker Chemie den Jahresstart

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der harte Wettbewerb im Solargeschäft und hohe Energiekosten haben Wacker Chemie zum Jahresstart wie angekündigt einen herben operativen Gewinnrückgang eingebrockt. Zusätzliche belastete der zeitweise Ausfall einer Anlage zur Herstellung von Silikon-Kautschuk, wie der Spezialchemie-Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 44 Prozent auf 142 Millionen Euro. Unter dem Strich stand auch wegen höherer Abschreibungen infolge neuer Bilanzvorschriften sogar ein Minus von 5,5 Millionen Euro nach einem Gewinn von gut 79 Millionen Euro vor einem Jahr. Beide Kennziffern fielen schlechter aus als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten.

Den Umsatz steigerte Wacker hingegen leicht um 1,5 Prozent auf knapp 1,24 Milliarden Euro und damit etwas mehr als erwartet. Hier profitierte das Unternehmen von etwas höheren Absatzmengen und etwas besseren Verkaufspreisen bei Chemieprodukten. Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden bestätigt. Der Konzernumsatz soll weiter um einen mittleren einstelligen Prozentsatz wachsen (Vorjahr: 4,98 Milliarden Euro). Das Ebitda wird voraussichtlich um 10 bis 20 Prozent fallen nach 930 Millionen Euro im Vorjahr./mis/jha/

25.04.2019

Devisen: Eurokurs kaum verändert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat die Kursverluste der vergangenen Handelstage am Donnerstag vorerst nicht weiter fortgesetzt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1155 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1209 (Dienstag: 1,1245) Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte hatten enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone belastet. Seit Beginn der Woche ist der Kurs des Euro um etwa einen US-Cent gefallen. Im weiteren Tagesverlauf stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. Erst am Nachmittag könnten Daten zum Auftragseingang in den USA für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen.

Leichte Kursgewinne gab es hingegen beim japanischen Yen. Am frühen Morgen hatte die japanische Zentralbank angesichts der hartnäckig niedrigen Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festgehalten. Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen.

Außerdem senkten die Währungshüter ihre Wachstumsprognose für die japanische Wirtschaft und machten deutlich, dass die Leitzinsen noch mindestens bis etwa zum Frühjahr 2020 auf dem aktuell extrem niedrigen Niveau verharren werden./jkr/zb

25.04.2019

TAG Immobilien bestätigt Jahresprognose - Mieteinnahmen steigen

HAMBURG (dpa-AFX) - Tag Immobilien hat im ersten Quartal dank steigender Miteinnahmen mehr verdient und sieht sich auf Kurs zu den Jahreszielen. Bei der für Immobilienunternehmen wichtigen operativen Kenngröße FFO (Funds from Operations) werde weiter ein Anstieg auf 154 bis 156 Millionen Euro erwartet, teilte der im MDax notierte Immobilienkonzern. 2018 hatte der Wert 146,5 Millionen Euro betragen. Der Vorsteuergewinn soll im laufenden Jahr auf 155 bis 157 (2018: 143,4) Millionen Euro klettern. In den ersten drei Monaten des Jahres verdiente TAG Immobilien vor Steuern 39,2 Millionen Euro und damit 16 Prozent mehr als vor einem Jahr./zb/stk

25.04.2019

Lieferkettenlogistik treibt Kion-Wachstum an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Gabelstaplerhersteller Kion ist mit Zuwächsen in das neue Geschäftsjahr gestartet. Dabei profitierte der Konzern von guten Geschäften der Sparte für Lieferkettenlogistik, wie Kion am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Aber auch bei den Flurförderzeugen konnte das Unternehmen zulegen - die höchsten Wachstumsraten wurden bei Lagertechnikgeräten erzielt, gefolgt von Elektrostaplern und Dieselstaplern.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 13 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang nahm um gut 12 Prozent zu. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 15,5 Prozent auf 182 Millionen Euro. Damit fielen die Zahlen leicht besser aus, als von Analysten erwartet. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 36 Prozent auf 93,1 Millionen Euro. Den Ausblick für 2019 bestätigte Kion./nas/stk

25.04.2019

UBS verdient trotz Einbußen mehr als erwartet

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS ist mit deutlich geringeren Gewinneinbußen ins neue Jahr gestartet als gedacht. Unter dem Strich verdiente das Geldhaus im ersten Quartal 1,14 Milliarden US-Dollar (1,0 Mrd Euro) und damit 27 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie es am Donnerstag in Zürich mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlich stärkeren Einbruch gerechnet. Während die Erträge angesichts einer Schwäche an den Märkten um zwölf Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar absackten, sammelte die UBS in ihrer Vermögensverwaltung netto 22,3 Milliarden Dollar an frischen Kundengeldern ein.

Für die kommenden Monate zeigte sich UBS-Chef Sergio Ermotti vorsichtig optimistisch. "Das erste Quartal 2019 war von schwierigen Bedingungen an den Märkten beeinflusst, die sich gegen Quartalsende und in den April hinein verbesserten." Noch im laufenden Quartal will die Bank ihren zuletzt ausgesetzten Aktienrückkauf wieder aufnehmen./stw/jha/

25.04.2019

Neuer weltweiter Öko-Check soll bei Artenschutz helfen

BERLIN (dpa-AFX) - Inventur der Natur: Am Montag startet in Paris eine Konferenz zum neuen Report über die weltweite Artenvielfalt. Drei Jahre lang haben 150 Experten aus 50 Ländern das vorhandene Wissen zusammengetragen und analysiert. Nun werden sie zusammen mit rund 100 Regierungsvertretern eine Woche lang an einem Papier mit den Kernaussagen ihres Reports feilen, das dann als Handlungsgrundlage etwa für Politiker dienen soll. Am 6. Mai will der Weltbiodiversitätsrat IPBES diese Zusammenfassung veröffentlichen. Beteiligte Forscher hoffen, dem Artenschutz neuen zu Aufwind verleihen und einen Wandel Richtung nachhaltige Entwicklung anstoßen zu können.

Klimawandel, intensive Landwirtschaft, Verschmutzung, Überfischung, Wilderei und die Zerstörung natürlicher Lebensräume - die Ursachen sind bekannt. Wie schlimm es um die Artenvielfalt der Welt steht, hatte zuletzt 2005 das Millennium Ecosystem Assessment gezeigt: Die Ökosysteme seien in den davorliegenden 50 Jahren größeren Belastungen ausgesetzt gewesen als je zuvor. Und eine Umkehr sei dringend nötig. Nun legt der IPBES-Bericht nach. Noch ist über seine Ergebnisse nichts bekannt. Dass sich zwischenzeitlich etwas grundlegend gebessert hat, ist kaum zu erwarten. Die aktuelle Fachliteratur zeige, dass der Rückgang der Artenvielfalt noch nicht gestoppt sei, sagt auch Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle, einer der drei Hauptautoren des IPBES-Berichts.

Neben den Problemen sind auch mögliche Lösungen in den allermeisten Fällen bekannt. Was kann ein neuer Bericht an der dennoch ernüchternden Entwicklung ändern? "Das IPBES Globale Assessment führt erstmals seit dem Millennium Ecosystem Assessment von 2005 die gesamten wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Zustand und den Trend der Arten, Ökosysteme und Ökosystemleistungen zusammen", sagt Günter Mitlacher, Leiter Internationale Biodiversitätspolitik bei der WWF. "Seitdem sind neue Erkenntnisse hinzugekommen, so dass mit dem IPBES-Assessment die Erkenntnislage auf dem neusten Stand ist."

Und das sei, so IPBES-Vorsitzender Sir Robert Watson, die Voraussetzung für erfolgreichen Artenschutz: "Politische Maßnahmen, Anstrengungen und Handlungen werden - auf allen Ebenen - nur erfolgreich sein, wenn sie auf bestem Wissen und Beweisen beruhen. Das ist es, was das Globale Assessment des IPBES bereitstellt." Fast 15 000 Quellen haben die Experten für ihren Bericht analysiert, 250 weitere Fachleute lieferten Wissen direkt zu. Erstmals wurden auch Erkenntnisse und Interessen indigener Bevölkerungen und anderes Lokalwissen aufgenommen.

Die Forscher haben unter anderem geprüft, wie weit die Welt bei bereits vereinbarten Artenschutz-Zielen gekommen ist. Dazu zählen die 2010 von der Konferenz zur Biodiversitätskonvention (CBD) beschlossenen Aichi-Ziele. Sie sehen etwa vor, dass bis 2020 die Verlustrate an natürlichen Lebensräumen mindestens halbiert, die Überfischung der Weltmeere gestoppt sowie 17 Prozent der Landfläche und 10 Prozent der Meere unter Schutz gestellt werden. Auch die Umsetzung der UN-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (SDG) und des Pariser Klimaabkommens nahmen die Experten in den Blick.

Den besonderen Stellenwert der Meere hebt Mitautor Julian Gutt, Meeresbiologe am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven hervor. "Das Leben im Meer ist fast genauso wichtig für uns Menschen wie das Leben an Land." Was darin passiere, sei aber schlechter sichtbar. Gutt zeigt sich mit Blick auf die Ozeane dennoch vorsichtig optimistisch. "Im Meer sind nach allem was wir wissen, bisher noch weniger Arten ausgestorben als an Land." Das gebe Hoffnung, dass dezimierte Arten sich erholen könnten.

Wie unsere Welt in Zukunft aussehen könnte, stellten die IPBES-Autoren in sechs Szenarien dar, etwa unter der Annahme, dass die Menschheit weiter macht wie bisher oder lernt, global oder regional nachhaltig zu wirtschaften. Das ist einer der Bereiche, an dem auch die Sozialwissenschaft gefragt ist. Eine einzigartige Schnittstelle zwischen Politik und Wissenschaft nennt Jens Jetzkowitz von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg den IPBES-Bericht. Es gehe darin nicht nur um die unmittelbaren Ursachen, sondern auch um indirekte Treiber von Artenverlust wie etwa Macht- und Finanzierungsstrukturen.

Oft wird der Weltbiodiversitätsrat mit dem Weltklimarat IPCC verglichen, der Wissen zum Stand und den möglichen Folgen des Klimawandels bereitstellt. Der IPBES-Bericht soll unter anderem eine Grundlage für die nächste Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention (CBD) 2020 im chinesischen Kunming sein./age/DP/jha

25.04.2019

ROUNDUP/'CNN': Deutsche Bank händigt Finanzunterlagen Trumps an Behörden aus

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank übergibt einem US-Medienbericht zufolge Finanzunterlagen von US-Präsident Donald Trump an die Ermittlungsbehörden in New York. Das Geldinstitut habe auf Anfrage keine Angaben zu der Sache gemacht, berichtete der Sender CNN am Mittwoch. Die Deutsche Bank hatte aber bereits zuvor im Grundsatz erklärt: "Wir bekennen uns zur Kooperation mit autorisierten Ermittlungen." Auch die Staatsanwaltschaft in New York kommentierte den Sachverhalt auf Anfrage nicht.

Die Ermittler in New York hatten im März im Rahmen eines Zivilverfahrens um die Herausgabe der Unterlagen gebeten, nachdem Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen ausgesagt hatte, der Präsident habe seine Vermögenswerte als zu hoch angegeben. Bei den Untersuchungen in New York stehen laut CNN das neue Trump-Hotel in Washington, zwei weitere Hotels in Miami und Chicago und der Übernahmeversuch des American-Football-Teams Buffalo Bills im Zentrum.

Auch die Demokraten im US-Kongress fordern im Zuge ihrer Untersuchungen zu Trumps Finanzgeschäften Unterlagen von der Deutschen Bank und anderen Geldinstituten. Dabei geht es um die Frage, ob andere Staaten versucht haben, die Politik der USA zu beeinflussen. Untersucht werden sollen auch mögliche Verbindungen nach Russland. Das Geheimdienstkomitee und der Finanzausschuss hatten den Banken entsprechende Vorladungen zugestellt, wie der Abgeordnete Adam Schiff vergangene Woche mitgeteilt hatte. Nach Informationen der "New York Times" müssen auch JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup Unterlagen liefern.

Seit die Demokraten wieder die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus haben, versuchen die Ausschüsse, Einblicke in die Geschäfte der Deutschen Bank zu bekommen, die Trump Kredite in Milliardenhöhe gegeben haben soll. Lange Zeit war die Deutsche Bank nach Informationen der "New York Times" eines der wenigen Geldinstitute, mit dem Trump noch in Geschäftsbeziehungen stand./dm/DP/zb

25.04.2019

DAX-FLASH: Kaum verändert erwartet - Berichtssaison brummt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der inzwischen neuntägigen Gewinnserie dürften es die Anleger im Dax am Donnerstag zunächst ruhig angehen lassen: Der Broker IG taxierte den Leitindex zwei Stunden vor dem Auftakt wenige Punkte höher auf 12 320 Punkte. Seit seinem letzten Verlusttag ist der Dax um fast 4 Prozent von Jahreshoch zu Jahreshoch geklettert.

An der Wall Street kam es kurz vor neuen Rekorden zu leichten Gewinnmitnahmen. In Asien drifteten die Börsen am Morgen mit Zuwächsen in Japan und Verlusten in China etwas auseinander. Die japanische Zentralbank hält angesichts der hartnäckig niedrigen Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest.

Vor allem Quartalsberichte wie beispielsweise von Bayer dürften zunächst für Bewegung sorgen./ag/jha/

24.04.2019

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Quartalszahlen schieben Dow nicht mehr an

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Quartalsberichte etlicher großer US-Konzerne haben den Börsen am Mittwoch keinen weiteren Auftrieb mehr gegeben. Nach den neuen Hochs der Leitindizes am Vortag hielten sich die Anleger merklich zurück. "Die US-Aktien waren richtungslos, bevor wir uns immer mehr dem Höhepunkt der Berichtssaison nähern", sagte Stratege Chris Hussey von der Investmentbank Goldman Sachs .

Der Dow Jones Industrial , der am Vortag noch auf den höchsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gestiegen war, gab um 0,22 Prozent auf 26 597,05 Punkte nach. Der S&P 500 verlor 0,22 Prozent auf 2927,25 Punkte. Das marktbreite Börsenbarometer hatte am Dienstag ein erneutes Rekordhoch nur knapp verpasst. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 0,34 Prozent auf 7784,41 Zähler - nach einem Rekordhoch am Vortag.

Für Enttäuschung unter Investoren sorgten Aussagen des Caterpillar -Finanzvorstands nach der Vorlage von Quartalszahlen. Andrew Bonfield hatte gewarnt, dass der Marktanteil des Unternehmens in China im laufenden Jahr etwas sinken dürfte. Experten bemängelten zudem bei dem Hersteller von Baumaschinen nach einem zweiten Blick auf das Zahlenwerk die unter den Erwartungen liegenden Gewinnmargen. Mit einem Abschlag von gut drei Prozent zählte der Titel zu den größten Verlierern im Dow, nachdem er im vorbörslichen Handel noch im Plus notiert hatte.

Um eine der größten Übernahmen in der Ölindustrie ist ein Bieterwettkampf entbrannt: Neben dem US-Branchenriesen Chevron hat es nun auch Occidental Petrolum auf den Ölförderer Anadarko abgesehen. Der Ölkonzern aus Texas will mit seinem Gebot in Höhe von 38 Milliarden US-Dollar (34 Mrd Euro) den Konkurrenten übertrumpfen. Occidental bietet 76 Dollar pro Aktie, rund ein Fünftel mehr als Chevron. Aktien von Anadarko schnellten daraufhin um fast 12 Prozent auf 71,40 Dollar nach oben. Papiere von Chevron verloren dagegen am Dow-Ende gut 3 Prozent und Occidental 0,6 Prozent.

Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing verabschiedet sich wegen der Flugverbote für den Mittelstreckenjet 737 Max von seinen Jahreszielen. Gleichwohl legte der Kurs leicht zu. Experte Noah Poponak von Goldman Sachs verwies auf einen überraschend hohen Cashflow im ersten Quartal.

Für gute Nachrichten sorgte Ebay . Der Quartalsgewinn der Online-Handelsplattform war höher ausgefallen als erwartet, was bei Anlegern gut ankam: Die Aktien zogen um rund fünf Prozent an.

Papiere von AT&T verloren gut vier Prozent. Der Telekom- und Medienkonzern war zu Jahresbeginn nur dank des milliardenschweren Zukaufs von Time Warner gewachsen. Im Geschäft mit Unternehmenskunden und im Breitbandfestnetz war es weniger rund gelaufen.

Die Foto-App Snapchat hatte zuletzt erstmals nach drei Quartalen wieder Nutzer gewonnen. Insgesamt überzeugte der Mutterkonzern Snap mit den Geschäftszahlen. Die Aktien büßten dennoch gut sechs Prozent ein. Die Deutsche Bank verwies auf eine zurückhaltende Prognose für die Nutzerzahlen im laufenden Quartal.

Der Chip-Spezialist Texas Instruments überzeugte an der Börse mit den Ergebnissen im ersten Quartal. Die Papiere rückten um 1,8 Prozent auf den höchsten Stand seit zehn Monaten vor.

Der Eurokurs fiel nach schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone im New Yorker Handel auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1158 Dollar. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor auf 1,1209 (Dienstag: 1,1245) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8921 (0,8893) Euro gekostet. Am US-Rentenmarkt stiegen richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen um 12/32 Punkte auf 100 28/32 Punkte und rentierten mit 2,52 Prozent./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

24.04.2019

Aktien New York Schluss: Quartalszahlen schieben Dow nicht mehr an

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Quartalsberichte etlicher großer US-Konzerne haben den Börsen am Mittwoch keinen weiteren Auftrieb mehr gegeben. Nach den neuen Hochs der Leitindizes am Vortag hielten sich die Anleger merklich zurück. "Die US-Aktien waren richtungslos, bevor wir uns immer mehr dem Höhepunkt der Berichtssaison nähern", sagte Stratege Chris Hussey von der Investmentbank Goldman Sachs.

Der Dow Jones Industrial , der am Vortag noch auf den höchsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gestiegen war, gab um 0,22 Prozent auf 26 597,05 Punkte nach. Der S&P 500 verlor 0,22 Prozent auf 2927,25 Punkte. Das marktbreite Börsenbarometer hatte am Dienstag ein erneutes Rekordhoch nur knapp verpasst. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 0,34 Prozent auf 7784,41 Zähler - nach einem Rekordhoch am Vortag./bek/he

24.04.2019

Aktien New York: Innehalten auf hohem Niveau - Caterpillar enttäuscht

NEW YORK (dpa-AFX) - Anleger an den US-Börsen haben sich am Mittwoch zurückgehalten. Der Dow Jones Industrial , der am Vortag noch auf den höchsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gestiegen war, gab zuletzt um 0,17 Prozent auf 26 609,90 Punkte nach. "Aktien scheinen ein wenig von ihrem Glanz zu verlieren", sagte Analyst Dean Popplewell vom Broker Oanda.

Für Enttäuschung unter Investoren sorgten Aussagen des Caterpillar-Finanzvorstands nach der Vorlage von Quartalszahlen. Andrew Bonfield hatte davor gewarnt, dass der Marktanteil des Unternehmens in China im laufenden Jahr etwas sinken dürfte. Experten bemängelten zudem bei dem Hersteller von Baumaschinen für etliche Branchen nach einem zweiten Blick auf das Zahlenwerk die unter den Erwartungen ausgefallenen Gewinnmargen im ersten Quartal. Im vorbörslichen Handel war der Aktienkurs noch gestiegen. Mit einem Abschlag von 2,5 Prozent war der Titel zweitgrößter Verlierer im Dow, übertroffen nur von den Chevron-Aktien.

Der S&P 500 gab um 0,11 Prozent auf 2930,38 Punkte leicht nach. Das marktbreite Börsenbarometer hatte am Dienstag ein neues Rekordhoch nur knapp verpasst. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 lag 0,09 Prozent niedriger bei 7803,42 Zählern - nach einem Rekordhoch am Vortag.

Um eine der größten Übernahmen in der Ölindustrie ist ein Bieterwettkampf entbrannt: Neben dem US-Branchenriesen Chevron hat es nun auch Occidental Petrolum auf den Ölförderer Anadarko abgesehen. Der Ölkonzern aus Texas will mit seinem Gebot in Höhe von 38 Milliarden US-Dollar (34 Mrd Euro) den Konkurrenten übertrumpfen. Der Konzern bietet 76 Dollar pro Aktie, rund ein Fünftel mehr als Chevron. Aktien von Anadarko schnellten daraufhin um 12 Prozent auf 71,66 Dollar nach oben. Papiere von Chevron verloren dagegen am Dow-Ende 2,6 Prozent und Occidental 2,2 Prozent.

Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing verabschiedet sich wegen der Flugverbote für den Mittelstreckenjet 737 Max von seinen Jahreszielen. Gleichwohl legte der Kurs leicht zu. Experte Noah Poponak von Goldman Sachs verwies auf einen überraschend hohen Cashflow im ersten Quartal.

Für gute Nachrichten sorgte Ebay. Der Quartalsgewinn der Online-Handelsplattform war höher ausgefallen als erwartet, was bei Anlegern gut ankam: Die Aktien zogen um mehr als fünf Prozent an.

Papiere von AT&T verloren 4,7 Prozent. Der Telekom- und Medienkonzern war zu Jahresbeginn nur dank des milliardenschweren Zukaufs von Time Warner gewachsen. Im Geschäft mit Unternehmenskunden und im Breitbandfestnetz war es weniger rund gelaufen.

Die Foto-App Snapchat hatte zuletzt erstmals nach drei Quartalen wieder Nutzer gewonnen. Auch insgesamt überzeugte der Mutterkonzern Snap mit den Geschäftszahlen. Die Aktien büßten dennoch 4,3 Prozent ein. Die Deutsche Bank verwies auf eine zurückhaltende Prognose für die Nutzerzahlen im laufenden Quartal.

Der Chip-Spezialist Texas Instruments überzeugte an der Börse mit den Ergebnissen im ersten Quartal. Die Papiere rückten um 1,9 Prozent auf den höchsten Stand seit zehn Monaten vor./bek/he

24.04.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: SAP und Wirecard verlängern Dax-Gewinnserie

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positiv aufgenommene Unternehmensnachrichten haben dem Dax am Mittwoch den neunten Gewinntag in Folge beschert. Dank der Kurssprünge von Schwergewicht SAP sowie von Wirecard stieg der deutsche Leitindex bis auf knapp 12 350 Punkte, was den höchsten Stand seit Anfang Oktober bedeutete.

Von hier aus zollte er aber seiner jüngsten Rally etwas Tribut: Zum Schluss behauptete der Dax noch ein Plus von 0,63 Prozent auf 12 313,16 Punkte. Dass sich das Ifo-Geschäftsklima im April überraschend wieder eingetrübt hatte, ließ den Dax weitgehend kalt.

Mau sah es indes beim MDax aus: Der Index der mittelgroßen hiesigen Unternehmen verabschiedete sich 0,13 Prozent schwächer bei 26 003,33 Zählern aus dem Handel.Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit einem Minus von 0,03 Prozent bei 3502,63 Punkten auf der Stelle. Die nationalen Indizes in Paris und London gaben etwas nach. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Handelsende kaum bewegt.

Angetrieben wurde der Dax vor allen vom Softwarekonzern SAP. Die Aktie von Deutschlands wertvollstem Börsenunternehmen stieg dank angehobener Gewinnziele um rund zwölfeinhalb Prozent und erreichte bei 116,32 Euro ein Rekordhoch. Auch die jüngsten Geschäftszahlen stießen bei Analysten auf viel Lob, obwohl SAP wegen hoher Kosten für den laufenden Personalumbau erstmals seit langem einen Quartalsverlust vermeldet hatte.

Bei Wirecard trübte derweil ein neuer Bericht der "Financial Times" (FT) die Freude über den angekündigten Einstieg des japanischen Mischkonzerns Softbank merklich: Die Aktien des Zahlungsabwicklers, der am Donnerstag detaillierte Jahreszahlen vorlegen wird, dämmten ihr Kursplus von zeitweise über 15 Prozent auf zum Schluss noch achteinhalb Prozent ein.

Dem Bericht zufolge waren angeblich in den vergangenen Jahren die Hälfte der Unternehmenserlöse und fast die gesamten Gewinne auf lediglich drei Partner zurückgegangen, wie das Blatt unter Berufung auf ihm vorliegende Dokumente schrieb. Wirecard teilte dazu mit, "der FT-Artikel enthält wie alle anderen auch viele falsche und irreführende Aussagen".

Zu den größten Dax-Verlierern zählten derweil die um über zwei Prozent schwächeren Titel des Energieversorgers Eon . Sie litten unter einer Abstufung durch die Bank of America . Aktien des Konkurrenten RWE sanken im Sog dieser Entwicklung um mehr als ein halbes Prozent.

Aktien von Telekomunternehmen litten unter dem anhaltenden Bieterrennen um 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland. Inzwischen summieren sich die Höchstgebote der vier Interessenten nach Angaben der Bundesnetzagentur auf rund 5,5 Milliarden Euro. Externe Fachleute waren zuvor nur von Einnahmen von 3 bis 5 Milliarden Euro ausgegangen. Die Titel der Deutschen Telekom verloren über ein Prozent. Im MDax belegten 1&1 Drillisch und Telefonica Deutschland (O2) mit Kursverlusten von knapp drei beziehungsweise fast vier Prozent hintere Plätze.

Ebenfalls unter Druck geriet die Autobranche. Börsianer verwiesen auf den Autobauer Nissan , der mit seiner Gewinnprognose enttäuscht und damit die Branche belastet habe. Daimler , BMW und Volkswagen verloren zwischen ein und anderthalb Prozent. Continental knabberten mit fast anderthalb Prozent Minus zudem an einer Analystenabstufung: Metzler strich die Kaufempfehlung für den Zulieferer.

Bei Deutz reichte es im Nebenwerte-Index SDax letztlich nur für ein Kursplus von 0,29 Prozent. Der Motorenhersteller war gut ins Jahr 2019 gestartet. Händler sprachen von starken vorläufigen Quartalszahlen.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,03 Prozent am Vortag auf minus 0,05 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 142,73 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,42 Prozent auf 165,68 Punkte zu. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1186 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1209 (Dienstag: 1,1245) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8921 (0,8893) Euro gekostet./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-aFX ---

24.04.2019

Aktien Frankfurt Schluss: SAP und Wirecard verlängern Dax-Gewinnserie

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positiv aufgenommene Unternehmensnachrichten haben dem Dax am Mittwoch den neunten Gewinntag in Folge beschert. Dank der Kurssprünge von Schwergewicht SAP sowie von Wirecard stieg der deutsche Leitindex bis auf knapp 12 350 Punkte, was den höchsten Stand seit Anfang Oktober bedeutete. Von hier aus zollte er aber seiner jüngsten Rally etwas Tribut: Zum Schluss behauptete der Dax noch ein Plus von 0,63 Prozent auf 12 313,16 Punkte.

Mau sah es indes beim MDax aus: Der Index der mittelgroßen hiesigen Unternehmen verabschiedete sich 0,13 Prozent schwächer bei 26 003,33 Zählern aus dem Handel./gl/he

24.04.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Innehalten auf hohem Niveau - Caterpillar enttäuscht

NEW YORK (dpa-AFX) - Anleger an den US-Börsen haben sich am Mittwoch zurückgehalten. Der Dow Jones Industrial , der am Vortag auf den höchsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gestiegen war, trat im frühen Handel mit 26 653,80 Punkte auf der Stelle. "Aktien scheinen ein wenig von ihrem Glanz zu verlieren", sagte Analyst Dean Popplewell vom Broker Oanda.

Für Enttäuschung unter Investoren sorgten Aussagen des Caterpillar-Finanzvorstands nach der Vorlage von Quartalszahlen. Andrew Bonfield hatte davor gewarnt, dass der Marktanteil des Unternehmens in China im laufenden Jahr etwas sinken dürfte. Experten bemängelten zudem bei dem Hersteller von Baumaschinen für etliche Branchen nach einem zweiten Blick auf das Zahlenwerk die unter den Erwartungen ausgefallenen Gewinnmargen im ersten Quartal. Im vorbörslichen Handel war der Aktienkurs noch gestiegen. Mit einem Abschlag von knapp drei Prozent lag der Titel zuletzt am Ende des Dow.

Der S&P 500 legte um 0,03 Prozent auf 2934,51 Punkte leicht zu. Das marktbreite Börsenbarometer hatte am Dienstag ein neues Rekordhoch nur knapp verpasst. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 lag 0,06 Prozent höher bei 7814,74 Zählern - nach einem Rekordhoch am Vortag.

Um eine der größten Übernahmen in der Ölindustrie ist ein Bieterwettkampf entbrannt: Neben dem US-Branchenriesen Chevron hat es nun auch Occidental Petrolum auf den Ölförderer Anadarko abgesehen. Der Ölkonzern aus Texas will mit seinem Gebot in Höhe von 38 Milliarden US-Dollar (34 Mrd Euro) den Konkurrenten übertrumpfen. Der Konzern bietet 76 Dollar pro Aktie, rund ein Fünftel mehr als Chevron. Aktien von Anadarko schnellten daraufhin um 11,6 Prozent auf 71,42 Dollar nach oben. Papiere von Chevron verloren dagegen 1,7 Prozent und Occidental 2,6 Prozent.

Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing verabschiedet sich wegen der Flugverbote für den Mittelstreckenjet 737 Max von seinen Jahreszielen. Gleichwohl legte der Kurs um 1,4 Prozent zu. Experte Noah Poponak von Goldman Sachs verwies auf einen überraschend hohen Cashflow im ersten Quartal.

Für gute Nachrichten sorgte Ebay. Der Quartalsgewinn Online-Handelsplattform war höher ausgefallen als erwartet, was bei Anlegern gut ankam: Die Aktien zogen um fünf Prozent an.

Die Foto-App Snapchat hatte zuletzt erstmals nach drei Quartalen wieder Nutzer gewonnen. Auch insgesamt überzeugte der Mutterkonzern Snap mit den Geschäftszahlen. Die Aktien büßten dennoch fast sechs Prozent ein. Die Deutsche Bank verwies auf eine zurückhaltende Prognose für die Nutzerzahlen im laufenden Quartal.

Der Chip-Spezialist Texas Instruments überzeugte an der Börse mit den Ergebnissen im ersten Quartal. Die Papiere rückten um 1,6 Prozent auf den höchsten Stand seit zehn Monaten vor./bek/he

24.04.2019

Aktien New York: Innehalten auf hohem Niveau - Caterpillar enttäuscht

NEW YORK (dpa-AFX) - Anleger an den US-Börsen haben zur Wochenmitte zu Gewinnmitnahmen tendiert. Der Dow Jones Industrial , der am Vortag auf den höchsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gestiegen war, gab am Mittwoch im frühen Handel um 0,14 Prozent auf 26 619,58 Punkte nach. "Aktien scheinen ein wenig von ihrem Glanz zu verlieren", sagte Analyst Dean Popplewell vom Broker Oanda.

Für Enttäuschung unter Investoren sorgten die Quartalszahlen von Caterpillar . Der Hersteller von Baumaschinen für etliche Branchen gilt als Frühindikator für die weltweite Konjunktur. Mit einem Abschlag von 3,5 Prozent lag der Titel am Ende des Dow.

Der S&P 500 gab um 0,08 Prozent auf 2931,32 Punkte nach. Das marktbreite Börsenbarometer hatte am Dienstag ein neues Rekordhoch nur knapp verpasst. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 trat mit 7809,71 Zählern nach einem Rekordhoch am Vortag nun auf der Stelle./bek

24.04.2019

Aktien New York Ausblick: Berichtssaison unter dem Strich ohne frische Impulse

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street dürften die Anlege nach der jüngsten Rally erst einmal abwarten. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor der Eröffnung am Mittwoch lediglich 0,04 Prozent höher auf 26 667 Punkten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 hatte am Vortag noch ein Rekordhoch erreicht.

Im Fokus steht zur Wochenmitte die mittlerweile auf Hochtouren laufende Berichtssaison der Unternehmen. So verabschiedet sich der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing wegen der Flugverbote für seinen Mittelstreckenjet 737 Max von seinen Jahreszielen. Sonderlich überraschend kam das indes nicht, da weiterhin unklar ist, wann der absatzstärkste Flugzeugtyp des Konzerns wieder abheben darf. Die Aktien machten im vorbörslichen US-Handel anfängliche Verluste wett und lagen zuletzt knapp 2 Prozent im Plus.

Der Baumaschinenhersteller Caterpillar schlug sich im ersten Quartal zwar besser als von Analysten erwartet. Die Papiere drehten allerdings vorbörslich ins Minus, nachdem der Finanzchef sich skeptisch zum Geschäft mit Energieerzeugern geäußert hatte.

Unter den Technologiewerten sorgten Ebay und Snap für gute Nachrichten. So gewann die Foto-App Snapchat erstmals nach drei Quartalen wieder Nutzer dazu. Auch insgesamt überzeugte der Mutterkonzern Snap mit seinen Geschäftszahlen. Die Anteilsscheine gewannen vorbörslich mehr als 2 Prozent.

Ebay war mit deutlich mehr Gewinn ins Geschäftsjahr gestartet. Damit schlug sich die Online-Handelsplattform besser als erwartet, was bei Anlegern gut ankam: Die Aktien zogen vorbörslich um gut 3 Prozent an.

Der Chip-Spezialist Texas Instruments zeigte im ersten Quartal eine überraschend große Widerstandskraft. Allerdings befürchteten Anleger eine weiter anhaltende Nachfrageschwäche, was die Papiere vorbörslich mehr als 1 Prozent ins Minus drückte.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie schließlich schnitten sowohl der Börsenbetreiber Nasdsq als auch der Industriekonzern Stanley Black & Decker besser als erwartet ab. Die Anteilsscheine beider Unternehmen lagen vorbörslich jeweils rund 3 Prozent im Plus./la/mis

24.04.2019

Aktien Frankfurt: Dax peilt neunten Gewinntag in Folge an - SAP auf Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zögerlichem Start hat sich der Dax am Mittwoch deutlich ins Plus abgesetzt und mit 12 349,83 Punkten ein neues Jahreshoch erreicht. Zuletzt stieg der deutsche Leitindex um 0,75 Prozent auf 12 326,77 Punkte. Damit setzt der Dax seine jüngste Kursrally fort und steuert auf den neunten Gewinntag in Folge zu. Seit Jahresbeginn legte er schon mehr als 16 Prozent zu.

Der MDax verharrte am Mittwoch bei einem kleinen Plus von 0,08 Prozent auf 26 060,26 Punkten. Der EuroStoxx 50 drehte zuletzt ebenfalls knapp ins Plus.

Dass sich das Ifo-Geschäftsklima überraschend eintrübte, ließ die Anleger weitgehend kalt. Analysten hatten beim wichtigsten deutschen Konjunkturbarometer einen Anstieg erwartet und zeigten sich entsprechend enttäuscht. "Eigentlich war ein Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex in den Augen vieler Volkswirte schon fast in Stein gemeißelt", schrieb Thomas Gitzel von der VP Bank.

Angetrieben wird der Dax vom Index-Schwergewicht SAP . Der Softwarekonzern hatte am Morgen die Berichtssaison in Deutschland ins Rollen gebracht. Zwar mussten die Walldorfer einen Quartalsverlust vermelden, hoben aber den Ausblick an. Die SAP-Aktie legte um 10 Prozent zu und war zwischenzeitlich auf einem Rekordhoch bei 113,08 Euro.

Die Papiere von Wirecard waren mit einem Plus von rund 9,9 Prozent beinahe genauso erfolgreich. Der Zahlungsdienstleister hat mit Softbank einen renommierten Technologieinvestor als Ankeraktionär gewonnen.

Dax-Schlusslichter waren zuletzt die Energieversorger Eon und RWE . Eine Analystenabstufung der Bank of America drückte Eon um rund drei Prozent auf ein Tief seit Mitte März. RWE-Aktien gaben in der Folge etwa 1,6 Prozent nach.

Aktien von Telekomunternehmen litten unter dem anhaltenden Bieterrennen um 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland. Inzwischen summieren sich die Höchstgebote der vier Interessenten nach Angaben der Bundesnetzagentur auf rund 5,5 Milliarden Euro. Externe Fachleute waren zuvor nur von Einnahmen von 3 bis 5 Milliarden Euro ausgegangen. Die Aktie der Deutschen Telekom verlor rund 0,9 Prozent. Im Index der mittelgroßen Werte MDax belegten 1&1 Drillisch mit einem Minus von 1,7 Prozent sowie Telefonica Deutschland (O2) mit einem Abschlag von über drei Prozent die hinteren Plätze.

Ebenfalls unter Druck geriet die Autobranche. Börsianer verwiesen auf den Autobauer Nissan , der mit seiner Gewinnprognose enttäuschte und damit die Branche belaste. Zudem knabbert Continental an einer Analystenabstufung. Metzler strich die Kaufempfehlung für den Zulieferer.

In der Spitzengruppe des Nebenwerte-Index SDax fand sich Deutz wieder. Der Motorenhersteller ist gut ins Jahr 2019 gestartet. Händler sprachen von starken vorläufigen Quartalszahlen, die der Konzern am Vorabend vorlegte. Die Aktie legte am Nachmittag um rund 2,4 Prozent zu und stand zwischenzeitlich so hoch wie zuletzt im Jahr 2007.

Im Verlauf der Woche stehen weitere Quartalsergebnisse von Dax-Schwergewichten auf der Agenda. "Die Berichtssaison kommt allmählich in die heiße Phase und könnte in den kommenden Tagen an den Aktienmärkten zum Taktgeber avancieren", schrieb Marktanalyst Salah Bouhmidi von DailyFX. Am Donnerstag wird Bayer seine Quartalszahlen vorlegen.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,03 Prozent am Vortag auf minus 0,05 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 142,73 Punkte. Der Bund-Future legte 0,28 Prozent auf 165,45 Punkte zu. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1205 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8925 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1245 (Donnerstag vor Ostern: 1,1250) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8893 (0,8889) Euro gekostet./niw/ajx/fba

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

25.04.2019

Deutsche Industrie: 'Neue Seidenstraße' darf keine Einbahnstraße sein

BERLIN/PEKING (dpa-AFX) - Die deutsche Industrie hat von China ein Entgegenkommen bei der umstrittenen Initiative für eine "Neue Seidenstraße" gefordert. "Soll die "Neue Seidenstraße" als Gewinn für die internationale Gemeinschaft verstanden werden, muss sie transparent gestaltet und für alle geöffnet werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, der Deutschen Presse-Agentur.

China nutze die Initiative erkennbar nicht nur aus rein wirtschaftlichem Interesse, sondern verknüpfe geostrategische und politische Ziele mit ihr. Die Volksrepublik wolle sich als globale Handels- und Wirtschaftsmacht etablieren. "Aus Sicht der deutschen Industrie darf die "Neue Seidenstraße" keine Einbahnstraße sein."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) reist am Donnerstag nach Peking und nimmt am Freitag als Vertreter der Bundesregierung an einem Forum zur "Neuen Seidenstraße" teil. China will neue Handelswege nach Europa, Afrika und Lateinamerika erschließen und investiert Milliarden in Häfen, Straßen oder Bahnstrecken in Dutzenden Ländern. Das Vorhaben ist aber in der EU umstritten.

"Deutsche Unternehmen wollen sich beteiligen, wenn internationale Regeln und Standards bei der Auftragsvergabe und -durchführung eingehalten werden, die Projektfinanzierung nachhaltig ist und nach international geltenden Regeln geschieht", sagte Lang. Auch international übliche Umwelt-, Sozial- und Sicherheitsstandards müssten beachtet werden. Dann könne die "Neue Seidenstraße" eine sehr gute Ergänzung werden, um den billionenschweren Investitionsbedarf, den es allein in Asien gebe, zu decken. Lang forderte die EU außerdem zu einer einheitlichen Linie auf. "Der jüngste EU-China Gipfel habe gezeigt, dass Europa geschlossen auftreten kann, wenn es will. Diese Geschlossenheit muss die EU gegenüber China weiter festigen."/hoe/DP/jha

25.04.2019

ROUNDUP: Aus für den 500-Euro-Schein - Ausgabe endet am Freitag

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Gnadenfrist für den 500-Euro-Schein läuft ab: Nur noch bis einschließlich diesen Freitag (26. April) ist die lilafarbene Banknote bei der Deutschen Bundesbank und der Österreichischen Nationalbank zu haben. Einen Run auf den größten Euro-Schein in den letzten Wochen vor dem Ausgabestopp kann die deutsche Notenbank nicht feststellen. "Außergewöhnliche Hortungsaktivitäten gab es nicht", sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfrage in Deutschland sei seit Jahresbeginn stabil.

Die anderen 17 nationalen Zentralbanken des Eurosystems hatten die Ausgabe bereits am 26. Januar 2019 beendet. Die deutsche und die österreichische Notenbank bringen netto die meisten 500-Euro-Banknoten in Umlauf. "Darum hat man entschieden, dass diejenigen, die am meisten 500-Euro-Scheine ausgeben, etwas länger Zeit bekommen", sagte Beermann jüngst der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Es ist ein größerer logistischer Aufwand, einen Fünfhunderter durch fünf 100-Euro-Scheine oder andere Stückelungen zu ersetzen."

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte Anfang Mai 2016 entschieden, dass Produktion und Ausgabe der 500-Euro-Banknote "gegen Ende des Jahres 2018" eingestellt werden. In der überarbeiteten zweiten Serie der gemeinsamen Banknoten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen wird es keinen 500-Euro-Schein mehr geben. Diese "Europa"-Serie wird am 28. Mai 2019 mit der Ausgabe der neuen 100- und 200-Euro-Scheine vervollständigt.

Vom Verzicht auf den 500-Euro-Schein versprechen sich Befürworter, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. Ob das klappt, ist allerdings umstritten. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein.

Die Bundesbank beurteilt Obergrenzen für Bargeldzahlungen oder das Aus für große Banknoten skeptisch. Es fehle "weiter am empirischen Nachweis, dass durch Maßnahmen wie die Abschaffung von Banknoten mit hohem Nennwert oder die Einführung von Barzahlungsobergrenzen tatsächlich Steuerhinterziehung und andere kriminelle Aktivitäten effektiv bekämpft werden können", heißt es im Monatsbericht der Notenbank für März.

Einer Bundesbank-Modellrechnung zufolge wird Bargeld generell nur zu einem geringen Teil missbräuchlich in der sogenannten Schattenwirtschaft genutzt. Den Berechnungen zufolge lassen sich im Durchschnitt etwa 14 Prozent der Bareinzahlungen in Bundesbank-Filialen "indirekt auf die Schattenwirtschaft zurückführen". Allerdings wies die Notenbank auch auf die Schwierigkeiten hin, genaue Zahlen zu ermitteln.

Schätzungen zufolge liegt der Anteil von Aktivitäten wie Schwarzarbeit, Schmuggel oder Drogenhandel am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 2 und fast 17 Prozent. Die Annahmen gehen also weit auseinander. "Schon aus diesen Zahlen wird klar, dass alle Untersuchungen der Schattenwirtschaft sehr vorsichtig interpretiert werden sollten und es kaum klare Ergebnisse geben kann", sagte Beermann der "FAS".

Nach Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) waren 2016 noch 540 Millionen lilafarbene Banknoten im Wert von 269,9 Milliarden Euro im Umlauf. Seitdem ist die Zahl gesunken, allerdings zirkulieren immer noch viele Millionen 500er. Im März 2019 waren es demnach etwa 509 Millionen Scheine im Wert von rund 254,6 Milliarden Euro./mar/DP/zb

25.04.2019

Japan hält an extrem lockerer Geldpolitik fest

TOKIO (dpa-AFX) - Die japanische Zentralbank hält angesichts der hartnäckig niedrigen Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Die Bank of Japan (BoJ) verkündete ihren Entschluss am Donnerstag nach zweitägigen Beratungen. Geschäftsbanken können sich damit weiter so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank besorgen, Kredite für Investitionen der Wirtschaft und für Verbraucher sollen billig bleiben. Es werde weiter Zeit benötigen, bis das Ziel einer Inflation von zwei Prozent erreicht werde, hieß es. Japans Wirtschaft werde wahrscheinlich den moderaten Wachstumstrend fortsetzen. Die drittgrößte Volkswirtschaft sehe sich jedoch großen Unsicherheiten gegenüber, darunter die Konjunktentwicklung in Übersee, hieß es./ln/DP/zb

25.04.2019

Neue OECD-Studie zu Arbeit im Zeichen der Digitalisierung

BERLIN (dpa-AFX) - Die Folgen von Automatisierung und Globalisierung für die Arbeitnehmer stehen im Fokus einer neuen OECD-Studie, die an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt wird (9.45 Uhr). Der Beschäftigungsausblick 2019 untersucht dabei die Arbeitsmärkte der 36 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). OECD-Generalsekretär Angel Gurría und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) stellen die Studie und Schlussfolgerungen aus der Erhebung vor./bw/DP/stk

25.04.2019

Bau-Staatssekretärin: Bundesrat soll Steueranreize freigeben

BERLIN (dpa-AFX) - Die neue Bau-Staatssekretärin Anne Katrin Bohle hat die Bundesländer aufgefordert, die geplanten Steueranreize für Wohnungsbau nicht länger zu blockieren. "Nun ist der Bundesrat am Zuge", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag).

Ende 2018 hatte der Bundestag die Möglichkeit zu Sonderabschreibungen beim Bau von Mietwohnungen beschlossen. Die Länder forderten jedoch Nachbesserungen, das Vorhaben hängt deshalb im Bundesrat fest. Bohle hofft, dass die Länderkammer die Steueranreize spätestens zu ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause freigibt.

Die parteilose Bohle hatte zuletzt die Abteilung für Stadtentwicklung und Denkmalpflege im nordrhein-westfälischen Bauministerium geleitet. Bohle ist die einzige Frau unter den Staatssekretären des Bundesinnenministeriums./zeh/DP/zb

25.04.2019

Südkoreas schrumpfende Wirtschaft setzt Präsident Moon unter Druck

SEOUL (dpa-AFX) - Südkoreas Bruttoinlandsprodukt ist einer Schätzung für das erste Quartal 2019 zufolge um 0,3 Prozent geschrumpft. Dies stellt den negativsten Quartalswert seit über zehn Jahren dar, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen der koreanischen Zentralbank hervorgeht. Demnach ist der wirtschaftliche Einbruch unter anderem auf einen Rückgang von 2,6 Prozent bei den Exporten zurückzuführen. Vor allem die Elektronikbranche sei davon betroffen.

Vor einer Woche hatte die Zentralbank ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 2,6 Prozent auf 2,5 Prozent nach unten korrigiert.

Südkoreas Präsident Moon Jae In steht seit Monaten aufgrund seiner umstrittenen Wirtschaftspolitik in der Kritik. Dieses Jahr hat Moons Regierung den Mindestlohn um elf Prozent erhöht, nachdem er bereits 2018 mit 16 Prozent drastisch angehoben worden war. Gleichzeitig befindet sich die Arbeitslosenrate auf dem höchsten Stand seit neun Jahren.

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Realmeter von Anfang April sind die Beliebtheitswerte des linksgerichteten Präsidenten auf 47,5 Prozent gesunken. Vor einem Jahr erhielt hatte er noch über 77 Prozent an Unterstützung innerhalb der Bevölkerung./fk/DP/zb

25.04.2019

Ausgabe des 500-Euro-Scheins endet am Freitag

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Tage des 500-Euro-Scheins sind gezählt. Nur noch bis einschließlich diesen Freitag (26. April) sind die lilafarbenen Banknoten bei der Bundesbank und der Österreichischen Nationalbank zu haben. Einen Run auf den größten Euro-Schein in den letzten Wochen vor dem Ausgabestopp kann die deutsche Notenbank nicht feststellen. "Außergewöhnliche Hortungsaktivitäten gab es nicht", sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfrage in Deutschland sei seit Jahresbeginn stabil.

Die anderen 17 nationalen Zentralbanken des Eurosystems hatten die Ausgabe bereits am 26. Januar beendet. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben aber gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbegrenzt umtauschbar sein.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte Anfang Mai 2016 entschieden, dass Produktion und Ausgabe der 500-Euro-Banknote "gegen Ende des Jahres 2018" eingestellt werden. Befürworter versprechen sich davon, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. Ob das klappt, ist umstritten./mar/DP/zb

24.04.2019

CNN: Deutsche Bank händigt Finanzunterlagen Trumps an Behörden aus

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat einem Bericht des US-Senders CNN zufolge Finanzunterlagen von US-Präsident Donald Trump an die Strafverfolgungsbehörden in New York übergeben. Die Deutsche Bank machte auf Anfrage keine Angaben zu der Sache. Die Bank hatte aber bereits zuvor im Grundsatz erklärt: "Wir bekennen uns zur Kooperation mit autorisierten Ermittlungen." Auch die Staatsanwaltschaft in New York kommentierte den Sachverhalt auf Anfrage nicht.

Auch mehrere Ausschüsse des US-Abgeordnetenhauses verlangen Unterlagen von der Deutschen Bank, die Trump Kredite im Milliardenvolumen gegeben haben soll. Es geht unter anderem um den Verdacht zweifelhafter Geschäfte in Russland.

Lange Zeit war die Deutsche Bank nach Informationen der "New York Times" das einzige Geldinstitut, mit dem Trump noch in signifikanten Geschäftsbeziehungen stand. Zu Beginn der Amtszeit soll der Schuldenstand bei dem Bankhaus bei 300 Millionen Dollar gelegen haben./dm/DP/he

24.04.2019

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 24.04.2019 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima fällt wieder - 'Wirtschaft verliert weiter an Kraft'

MÜNCHEN - Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich im April überraschend wieder eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima fiel um 0,5 Punkte auf 99,2 Zähler, wie das Forschungsinstitut am Mittwoch in München mitteilte. Analysten hatten hingegen beim wichtigsten deutschen Konjunkturbarometer einen Anstieg erwartet und waren von 99,9 Punkte ausgegangen. "Die deutsche Wirtschaft verliert weiter an Kraft", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Daten.

Belgien: Geschäftsklima trübt sich überraschend ein

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im April überraschend verschlechtert. Der Indikator fiel um 2,5 Punkte auf minus 3,2 Zähler, wie die belgische Notenbank (BNB) am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Volkswirte wurden überrascht. Sie hatten im Schnitt einen unveränderten Wert von minus 0,7 Punkten erwartet.

Schottische Regierungschefin will Unabhängigkeitsreferendum bis 2021

EDINBURGH - Die Regierungschefin Schottlands, Nicola Sturgeon, will noch vor der nächsten Parlamentswahl in dem britischen Landesteil ein zweites Unabhängigkeitsreferendum abhalten. Es solle eine Wahl zwischen dem Brexit und "einer Zukunft für Schottland als unabhängige europäische Nation" werden, sagte Sturgeon am Mittwoch im schottischen Parlament in Edinburgh. Sie wolle dafür die notwendige Gesetzgebung in die Wege leiten. Das Regierungssystem in London diene den Interessen ihres Landes nicht.

ROUNDUP: Altmaier: China muss bei 'Neuer Seidenstraße' Standards einhalten

BERLIN/PEKING - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat von China gefordert, bei der umstrittenen Initiative für eine "neue Seidenstraße" internationale Standards zu beachten. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: "Der Infrastrukturausbau zwischen der EU und Asien ist ein wichtiges Thema. Aber er muss unter Einhaltung internationaler Sozial-, Umwelt-, Menschenrechts- und Ausschreibungsstandards erfolgen."

Frankreich: Geschäftsklima besser als erwartet

PARIS - Die Stimmung in den französischen Unternehmen hat sich im April besser als erwartet gezeigt. Der Indexwert für das Geschäftsklima habe 105 Punkte betragen, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mit. Analysten hatten nur mit 104 Punkten gerechnet.

Saudi-Arabien erstmals seit fünf Jahren mit Haushaltsplus

RIAD - Trotz des weiterhin niedrigen Ölpreises hat Saudi-Arabien nach eigenen Angaben erstmals seit fünf Jahren einen Haushaltsüberschuss erwirtschaftet. Im ersten Quartal dieses Jahres habe der Überschuss 27,8 Milliarden Rial (etwa 6,6 Milliarden Euro) betragen, verkündete Saudi-Arabiens Finanzminister Mohammed al-Dschadan am Mittwoch. "Der diesjährige Haushalt ist ein solider Beweis unserer Verpflichtung zur Vision 2030."

Altmaier: China muss bei 'Neuer Seidenstraße' Standards einhalten

BERLIN/PEKING - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat von China gefordert, bei der umstrittenen Initiative für eine "Neue Seidenstraße" internationale Standards zu beachten. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: "Der Infrastrukturausbau zwischen der EU und Asien ist ein wichtiges Thema. Aber er muss unter Einhaltung internationaler Sozial-, Umwelt-, Menschenrechts- und Ausschreibungsstandards erfolgen."

Nächste Runde von Handelsgesprächen zwischen USA und China angesetzt

WASHINGTON - In den Handelsgesprächen zwischen den USA und China haben beide Seiten eine neue Verhandlungsrunde angesetzt. US-Finanzminister Steven Mnuchin und der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer wollen ab dem 30. April in Peking mit ihren chinesischen Verhandlungspartnern über eine mögliche Handelsvereinbarung beider Länder beraten, wie das Weiße Haus am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington mitteilte. Ab dem 8. Mai gingen die Gespräche dann in der US-Hauptstadt weiter. Dazu werde eine Delegation unter Leitung von Chinas Vizeministerpräsident Liu He in Washington erwartet.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

24.04.2019

Schottische Regierungschefin will Unabhängigkeitsreferendum bis 2021

EDINBURGH (dpa-AFX) - Die Regierungschefin Schottlands, Nicola Sturgeon, will noch vor der nächsten Parlamentswahl in dem britischen Landesteil ein zweites Unabhängigkeitsreferendum abhalten. Es solle eine Wahl zwischen dem Brexit und "einer Zukunft für Schottland als unabhängige europäische Nation" werden, sagte Sturgeon am Mittwoch im schottischen Parlament in Edinburgh. Sie wolle dafür die notwendige Gesetzgebung in die Wege leiten. Das Regierungssystem in London diene den Interessen ihres Landes nicht.

Bei einem ersten Referendum über die Unabhängigkeit im Jahr 2014 hatte eine knappe Mehrheit der Schotten (55 Prozent) gegen eine Loslösung vom Vereinigten Königreich gestimmt. Noch deutlicher sprachen sich die Schotten jedoch beim Brexit-Referendum im Jahr 2016 für einen Verbleib Großbritanniens in der EU aus (62 Prozent).

Für ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland ist die Zustimmung der Regierung in London notwendig. Die britische Premierministerin Theresa May hat wiederholt deutlich gemacht, dass sie eine Volksabstimmung in Schottland nicht für angezeigt hält. An dieser Haltung habe sich nichts geändert, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch mit./cmy/DP/stk

24.04.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Wirecard dämmen Gewinne deutlich ein nach neuem 'FT'-Bericht

(neu: Überschrift, Bericht der "Financial Times", Reaktion des Aktienkurses und des Unternehmens, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei Wirecard hat ein neuer Bericht der "Financial Times" (FT) am Mittwochnachmittag die Freude über den angekündigten Einstieg des japanischen Mischkonzerns Softbank merklich getrübt. Die Aktien des Zahlungsabwicklers, der am Donnerstag detaillierte Jahreszahlen vorlegen wird, dämmten ihr Kursplus von zeitweise über 15 Prozent auf zum Schluss noch achteinhalb Prozent ein.

Dem Bericht zufolge waren angeblich in den vergangenen Jahren die Hälfte der Unternehmenserlöse und fast die gesamten Gewinne auf lediglich drei Partner zurückgegangen, wie das Blatt unter Berufung auf ihm vorliegende Dokumente berichtete. Wirecard teilte dazu mit, "der FT-Artikel enthält wie alle anderen auch viele falsche und irreführende Aussagen".

In der Vergangenheit hatte die Zeitung Wirecard mit mehreren Berichten über angebliche bilanzielle Unregelmäßigkeiten das Leben schwer gemacht. Das Unternehmen selbst sieht dank der Ergebnisse der Untersuchung der von ihm beauftragten Kanzlei Rajah & Tann LL.P. Singapore diese Vorwürfe aber als vollständig entkräftet an, die den Aktienkurs im Februar bis auf 86 Euro hatten einbrechen lassen.

Der Einstieg von Softbank wurde indes am Markt positiv aufgenommen. Mit Softbank hat der Konzern nun einen renommierten Technologie-Investor als Ankeraktionär gewonnen. Sie wollen zudem künftig auch zusammenarbeiten. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Softbank-Partner wie Alibaba und Uber bedeuteten bei ohnehin schon starken Wachstumsaussichten von Wirecard weiteres Potenzial, sagte ein Börsianer.

Am Montag hatten die Wirecard-Anteile nach anfänglich kräftigen Kursverlusten doch noch deutlich höher geschlossen. Das Ende des Leerverkaufsverbots, das die Finanzaufsicht Bafin ausgesprochen hatte, war am Markt zunächst skeptisch gesehen worden, denn Spekulanten können nun wieder auf fallende Kurse wetten.

Einige hätten Angst gehabt, dass nach dem Auslaufen des Verbots die Aktie wieder fallen könnte, aber nun bilde die Aktie technisch betrachtet einen Boden aus, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Die Nachricht über den Einstieg von Softbank dürfte eine mögliche Fortsetzung der Aufwärtsbewegung auch aus fundamentaler Sicht untermauern, erwartet er.

Auch Analyst Knut Woller von der Baader Bank wertet den Softbank-Einstieg bei Wirecard und die vereinbarte strategische Partnerschaft klar positiv. Japan und Südkorea seien im Grunde noch weiße Flecken auf der Landkarte von Wirecard gewesen. In diesen beiden Ländern könne der Dax-Konzern nun mit seinen Produkten vorankommen. Seine starke Umsatzdynamik dürfte Wirecard beibehalten, wenn nicht sogar beschleunigen./ajx/ck/jha/gl/he

24.04.2019

AKTIE IM FOKUS 2: SAP-Anleger feiern neue Gewinnziele mit Rekordhoch

(neu: Kommentar der NordLB zum Einstieg des Hedgefonds Elliott im letzten Absatz, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein starkes erstes Quartal und höhere Gewinnziele - damit hat SAP die Anleger am Mittwoch euphorisiert. Sie griffen bei den Aktien des Softwarekonzerns zu und bescherten ihnen ein Rekordhoch. Auch Analysten zeigten sich von den jüngsten Nachrichten des Dax-Konzerns aus Walldorf durch die Bank angetan.

Die SAP-Titel sprangen bis auf 116,32 Euro hoch und erreichten den höchsten Stand ihrer dreißigjährigen Börsengeschichte. Zum Handelsende stand ein Kursplus von gut zwölfeinhalb Prozent auf 114,62 Euro zu Buche. Damit entschied SAP das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Wirecard um den ersten Platz im deutschen Leitindex letztlich klar für sich - beim Zahlungsabwickler wurde die Freude über den angekündigten Einstieg des japanischen Mischkonzerns Softbank durch einen neuen Bericht der "Financial Times" (FT) merklich getrübt.

Auch die Entwicklung der SAP-Aktie seit Jahresbeginn kann sich sehen lassen: Mit einem Kursanstieg von fast 32 Prozent gehört sie zu den Favoriten im Dax, der sich im selben Zeitraum um knapp 17 Prozent erholt hat. Damit können die SAP-Anteilseigner das schwache Börsenjahr 2018 getrost ad acta legen.

SAP hatte zwar erstmals seit langem einen Quartalsverlust verzeichnet. Geschuldet war dies aber hohen Kosten für den laufenden Personalumbau - um diese bereinigt lief es zu Jahresbeginn sogar so gut, dass Vorstandschef Bill McDermott den Ausblick für den an der Börse viel beachteten um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn anhob. Zudem soll bis 2023 die bereinigte operative Marge kontinuierlich um rund einen Prozentpunkt jährlich steigern, also insgesamt um fünf Prozentpunkte. Im vergangenen Jahr hatte SAP hier einen Wert von 29 Prozent erreicht.

Börsianer sahen die Quartalsresultate über den Erwartungen. Erfreulicherweise habe sich diesmal die gute Entwicklung der Produktumsätze auch im operativen Ergebnis niedergeschlagen, hob Analyst Knut Woller von der Baader Bank hervor. Ein Händler verwies darauf, dass die meisten Anleger mit schwachen Zahlen gerechnet hätten und nun positiv überrascht worden seien.

Auch die neuen Unternehmensziele fanden viel Lob. Er begrüße den angehobenen Jahresausblick für die operative Marge, wenngleich dieser einige Sondereffekte beinhalten könnte, schrieb etwa Charles Brennan von der Schweizer Bank Credit Suisse. Am ermutigensten erschienen aber die Ziele für 2023 - sie implizierten, dass die Unternehmensgewinne in fünf Jahren rund fünf Prozent über den derzeitigen Konsensprognosen lägen.

Auf solche Nachrichten hätten die Anleger gewartet, lautete das Fazit von Stacy Pollard, Analystin bei der US-Bank JPMorgan, zu den Zahlen und Zielen der Walldorfer. Sie verwies zudem darauf, dass die SAP-Aktie mit einem Abschlag zur globalen Branche gehandelt werde.

Ebenfalls auf Beifall stieß der Einstieg eines bekannten US-Investors, des aktivistischen Hedgefonds Elliott. Das "dürfte den Fokus auf die Rentabilität weiter schärfen", hieß es bei der NordLB./gl/ajx/fba/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

24.04.2019

AKTIE IM FOKUS: Wirecard dämmen Gewinne deutlich ein nach neuem 'FT'-Bericht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei Wirecard hat ein neuer Bericht der "Financial Times" (FT) am Mittwochnachmittag die Freude über den angekündigten Einstieg des japanischen Mischkonzerns Softbank merklich getrübt. Die Aktien des Zahlungsabwicklers, der am Donnerstag detaillierte Jahreszahlen vorlegen wird, dämmten ihr Kursplus von zeitweise über 15 Prozent auf zum Schluss noch achteinhalb Prozent ein.

Dem Bericht zufolge waren angeblich in den vergangenen Jahren die Hälfte der Unternehmenserlöse und fast die gesamten Gewinne auf lediglich drei Partner zurückgegangen, wie das Blatt unter Berufung auf ihm vorliegende Dokumente berichtete. Wirecard teilte dazu mit, "der FT-Artikel enthält wie alle anderen auch viele falsche und irreführende Aussagen".

In der Vergangenheit hatte die Zeitung Wirecard mit mehreren Berichten über angebliche bilanzielle Unregelmäßigkeiten das Leben schwer gemacht. Das Unternehmen selbst sieht dank der Ergebnisse der Untersuchung der von ihm beauftragten Kanzlei Rajah & Tann LL.P. Singapore diese Vorwürfe aber als vollständig entkräftet an./gl/he/stk/he

24.04.2019

AKTIE IM FOKUS: Caterpillar nach Zahlen unter Druck

NEW YORK (dpa-AFX) - Aktien von Caterpillar sind am Mittwoch nach Quartalszahlen abgetaucht. Mit einem Abschlag von 3,4 Prozent auf 137,14 US-Dollar fielen sie im frühen US-Handel an das Ende des Dow Jones Industrial . Am Donnerstag vergangener Woche waren sie mit 144,77 Dollar noch auf den höchsten Kurs seit mehr als einem halben Jahr geklettert.

Analyst Seth Webber von der Bank RBC bemängelte in einem ersten Kommentar einen Rückgang des Auftragsbestandes im Geschäft mit Maschinen für die Bergbaubranche. Hierauf liege am Markt gegenwärtig der Fokus. Auch scheine die Umsatzprognose für das laufende Jahr unter den Erwartungen zu liegen./bek/he

24.04.2019

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt SAP auf 'Halten' - Hebt Ziel auf 115 Euro

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat SAP nach Zahlen von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 110 auf 115 Euro angehoben. Der Softwarekonzern sei schwungvoll ins Jahr gestartet und habe bereits mit den Resultaten für das erste Quartal den Ausblick angehoben, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Der Einstieg des aktivistischen Hedgefonds Elliott "dürfte den Fokus auf die Rentabilität weiter schärfen". Der Aktie winke aktuell der größte Tagesgewinn seit zehn Jahren./gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 24.04.2019 / 14:50 / MEZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 24.04.2019 / 14:52 / MEZ

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24.04.2019

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Boeing auf 'Neutral' - Ziel 393 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Boeing nach gekürzten Jahreszielen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 393 US-Dollar belassen. Die Konsensprognosen hätten sich wegen des Debakels um den Jet 737 Max zuletzt bereits stark abwärts bewegt, schrieb Analyst Noah Poponak in einer ersten Einschätzung am Mittwoch. Die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung des Luftfahrtriesen im ersten Quartal lägen weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Der Free Cashflow liege um eine Milliarde US-Dollar über der Konsensschätzung der Experten./bek/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 24.04.2019 / 08:45 / EDT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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24.04.2019

AKTIEN IM FOKUS: Telekomtitel leiden unter Auktionsmarathon für 5G-Lizenzen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Telekomunternehmen haben am Mittwoch unter dem anhaltenden Bieterrennen um 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland gelitten. Inzwischen summieren sich die Höchstgebote der vier Interessenten nach Angaben der Bundesnetzagentur auf rund 5,5 Milliarden Euro. Externe Fachleute waren zuvor nur von Einnahmen von 3 bis 5 Milliarden Euro ausgegangen. Zudem gab es noch nie so viele Bieterrunden bei einer hiesigen Mobilfunkauktion: Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2010 lag bei 224 Runden. Damals kamen aber nur knapp 4,4 Milliarden Euro in die Staatskasse.

JPMorgan-Analyst Akhil Dattani setzt zwar darauf, dass die laufende Versteigerung bald zu Ende sein könnte. Denn am Vortag seien die Gebote deutlich weniger gestiegen als an den vergangenen Tagen. Die Anleger glauben aber wohl noch nicht so recht daran: Im deutschen Leitindex Dax gehörten Deutsche Telekom mit zuletzt minus 0,72 Prozent zu den größten Verlierern, und im Index der mittelgroßen Werte MDax belegten 1&1 Drillisch sowie Telefonica Deutschland (O2) mit Abschlägen von jeweils über zwei Prozent die hinteren Plätze.

Die Papiere der Drillisch-Mutter United Internet verbilligten sich um knapp ein Prozent. Für die Papiere von Konkurrent Freenet , der wie United Internet ebenfalls nicht an der Auktion teilnimmt, ging es um 0,71 Prozent bergab. An der Londoner Börse verloren die Aktien des einzigen ausländischen Bieters Vodafone 0,8 Prozent. Auch europaweit stand die Branche unter Druck: Im marktbreiten Stoxx Europe 600 war der Subindex mit minus 0,84 Prozent weit unten zu finden./gl/jha/

24.04.2019

AKTIE IM FOKUS 2: SAP-Anleger feiern neue Gewinnziele mit Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ein starkes erstes Quartal und höhere Gewinnziele - damit hat SAP die Anleger am Mittwoch euphorisiert. Sie griffen bei den Aktien des Softwarekonzerns zu und bescherten ihnen ein Rekordhoch. Auch Analysten zeigten sich von den jüngsten Nachrichten des Dax-Konzerns aus Walldorf durch die Bank angetan.

Die SAP-Titel sprangen bis auf 110,12 Euro hoch und markierten damit einen Rekord in der über dreißigjährigen Börsenhistorie des Unternehmens. Gegen Mittag stand ein Kursplus von fast acht Prozent auf 109,90 Euro zu Buche. Damit lieferte sich SAP ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Wirecard um den ersten Platz im deutschen Leitindex - beim Zahlungsabwickler sorgte der angekündigte Einstieg des japanischen Mischkonzerns Softbank für Freude.

Auch die Entwicklung der SAP-Aktie seit Jahresbeginn kann sich sehen lassen: Mit einem Kursanstieg von rund 26 Prozent hat sie sich um einiges besser entwickelt als der Dax, der sich im selben Zeitraum nur um gut 16 Prozent erholt hat. Damit können die SAP-Anteilseigner das schwache Börsenjahr 2018 getrost ad acta legen.

SAP schrieb zwar erstmals seit langem einen Quartalsverlust. Geschuldet war dies aber hohen Kosten für den laufenden Personalumbau - um diese bereinigt lief es zu Jahresbeginn sogar so gut, dass Vorstandschef Bill McDermott den Ausblick für den an der Börse viel beachteten um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn anhob. Zudem soll bis 2023 die bereinigte operative Marge kontinuierlich um rund einen Prozentpunkt jährlich steigern, also insgesamt um fünf Prozentpunkte. Im vergangenen Jahr hatte SAP hier einen Wert von 29 Prozent erreicht.

In ersten Reaktionen sahen Börsianer die Quartalsresultate über den Erwartungen. Erfreulicherweise habe sich diesmal die gute Entwicklung der Produktumsätze auch im operativen Ergebnis niedergeschlagen, hob Analyst Knut Woller von der Baader Bank hervor. Ein Händler verwies darauf, dass die meisten Anleger mit schwachen Zahlen gerechnet hätten und nun positiv überrascht worden seien.

Auch die neuen Unternehmensziele fanden viel Lob. Er begrüße den angehobenen Jahresausblick für die operative Marge, wenngleich dieser einige Sondereffekte beinhalten könnte, schrieb etwa Charles Brennan von der Schweizer Bank Credit Suisse. Am ermutigendsten erschienen aber die Ziele für 2023 - sie implizierten, dass die Unternehmensgewinne in fünf Jahren rund fünf Prozent über den derzeitigen Konsensprognosen lägen.

Auf solche Nachrichten hätten die Anleger gewartet, lautete das Fazit von Stacy Pollard, Analystin bei der US-Bank JPMorgan, zu den Zahlen und Zielen der Walldorfer. Sie verwies zudem darauf, dass die SAP-Aktie mit einem Abschlag zur globalen Branche gehandelt werde./gl/ajx/fba

24.04.2019

AKTIE IM FOKUS 2: Wirecard kratzen nach Softbank-Einstieg am März-Zwischenhoch

(neu: Aktienkurs, Analysten und mehr Details)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der Einstieg des japanischen Technologie-Investors Softbank beim deutschen Zahlungsabwickler Wirecard hat dessen Aktien am Mittwoch kräftigen Auftrieb gegeben. Aktuell legen sie als Favorit im leicht vorrückenden Dax um etwas mehr als 9 Prozent auf 134,75 Euro zu.

Auch charttechnisch erhalten die Wirecard-Papiere wieder Unterstützung. Die viel beachtete exponentielle 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt und derzeit bei 130,60 Euro verläuft, haben sie mit dem Kurszuwachs übersprungen. Das diesjährige Zwischenhoch aus der ersten Märzhälfte bei 136,50 Euro rückt nun wieder zunehmend näher. Ein Sprung darüber könnte weitere Kräfte freisetzen.

Wirecard stand zuletzt mehrfach wegen negativer Berichten der "Financial Times" über Gesetzesverstöße und Leerverkaufsattacken enorm unter Druck. Im Tief war der Kurs im Februar bis auf 86 Euro eingebrochen.

Mit Softbank hat der Konzern nun einen renommierten Technologie-Investor als Ankeraktionär gewonnen. Sie wollen zudem künftig auch zusammenarbeiten. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Softbank-Partner wie Alibaba und Uber bedeuten bei ohnehin schon starken Wachstumsaussichten von Wirecard weiteres Potenzial, sagte ein Börsianer.

Am Vortag hatten die Wirecard-Anteile nach anfänglich kräftigen Kursverlusten doch noch deutlich höher geschlossen. Das Ende des Leerverkaufsverbots, das die Finanzaufsicht Bafin ausgesprochen hatte, war am Markt zunächst skeptisch gesehen worden, denn Spekulanten können nun wieder auf fallende Kurse wetten.

Einige hätten Angst gehabt, dass nach dem Auslaufen des Verbots die Aktie wieder fallen könnte, aber nun bilde die Aktie technisch betrachtet einen Boden aus, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Die Nachricht über den Einstieg von Softbank dürfte eine mögliche Fortsetzung der Aufwärtsbewegung auch aus fundamentaler Sicht untermauern, erwartet er.

Auch Analyst Knut Woller von der Baader Bank wertet den Softbank-Einstieg bei Wirecard und die vereinbarte strategische Partnerschaft klar positiv. Japan und Südkorea seien im Grunde noch weiße Flecken auf der Landkarte von Wirecard gewesen. In diesen beiden Ländern könne der Dax-Konzern nun mit seinen Produkten vorankommen. Seine starke Umsatzdynamik dürfte Wirecard beibehalten, wenn nicht sogar beschleunigen./ajx/ck/jha/

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24.04.2019

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Vinci auf 'Buy' - Ziel 96 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Vinci nach Umsatzzahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 96 Euro belassen. Das Erlöswachstum des französischen Bau- und Dienstleistungskonzerns im ersten Quartal sei stark gewesen, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer am Mittwoch vorliegenden ersten Reaktion. Überraschend sei vor allem das Wachstum des Geschäftsbereichs mit französischen Autobahnen gewesen. Er hob zudem das sehr starke Wachstum der Straßenbau-Tochter Eurovia hervor./ck/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 23.04.2019 / 16:26 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 24.04.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

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