dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

01.08.2021

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten

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01.08.2021

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum

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31.07.2021

ROUNDUP/VW-Chef: Daten treiben autonomes Fahren - neue US-Strategie in Arbeit

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Umgang mit sicherheitsrelevanten Daten wird nach Einschätzung von VW -Konzernchef Herbert Diess beim autonomen Fahren ein Schlüsselthema - die Entwicklung fertiger Dienste zur breiteren Nutzung dürfte allerdings noch einige Zeit dauern. Auf dem wichtigen US-Markt will Volkswagen den Hochlauf der E-Mobilität und Digitalisierung nutzen, um der Konkurrenz Marktanteile abzujagen.

Die Bundesregierung hatte angekündigt, sich selbst steuernde Autos in Projekten ab 2022 "im Regelbetrieb" zu testen. Eine mittelfristige Durchsetzung der Technik gehört zu den Zielen der neuen VW-Strategie.

"Wir rechnen bis 2030 damit, dass wir Flottenbetriebe sehen werden und auch Privat-Pkw, die streckenweise autonom fahren", sagte Diess im Interview der Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. "Da wird es Rückschläge geben, aber das sind immer noch acht, neun Jahre. Es kann auch ein bisschen früher sein, es kann auch ein bisschen später sein. Es fließen sehr große Entwicklungsressourcen da hinein, weltweit."

Im Kern gehe es um die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Wahrnehmung verschiedener Fahrsituationen. Der technische Fortschritt sei "momentan sehr schnell", so Diess. "Aber die Sicherheitshürden sind auch groß - und die Sonderfälle, die einem auf der Straße passieren können, sind viele. Das ist schwer abzuschätzen."

Welche Regeln einmal genau für das autonome Fahren als mögliche Alltagstechnologie gelten sollen, ist in vielen Ländern zurzeit noch Gegenstand kontroverser Diskussionen. Die Frage beschäftigt Politiker und Juristen - aber auch Ethiker, die sich mit dem Dilemma befassen, welchen anderen Verkehrsteilnehmern ein computergelenktes Auto bei einem Unfall zuerst ausweichen soll. Die Industrie stellt sich auf eine Vielzahl national unterschiedlicher Richtlinien ein.

Die Fahrzeugdaten-Nutzung selbst wird ebenfalls stärker zum Thema. Diess stellte klar: "Daten gehören in Europa zunächst unseren Kunden

- diese entscheiden, was damit passiert." Bei Informationen, die etwa

zur Erkennung von Stauenden oder Fahrbahnglätte wichtig sind, werde "jede Gesellschaft auch dafür sorgen, dass diese öffentlich sind - die werden wir sicherlich teilen". Darüber hinaus müsse man die Frage beim Training der Systeme für das autonome Fahren berücksichtigen.

Vernetzung von Autofahrern, Autobauern und Serviceanbietern erfordere die Auseinandersetzung mit verschiedenen Wertvorstellungen. "In China gelten Daten als Gemeingut, die dem Volkswohl zur Verfügung stehen. In Amerika werden Daten überwiegend als Wirtschaftsgut gesehen, sind nicht öffentlich, sondern bleiben bei den Unternehmen, bei Google , bei Apple , um dort dem Geschäftsmodell zu dienen. Und in Europa haben wir sehr stark den Fokus auf der Datenhoheit des Nutzers."

Neue Dienstleistungen seien eine wichtige Ergänzung bei VW - das Kerngeschäft solle jedoch unabhängig davon weiterlaufen. "Mobilität als Dienstleistung nimmt zu, und beim großen Wachstum wollen wir dabei sein. Aber es wird vielleicht 15 Prozent des Mobilitätsumsatzes der Welt 2030 ausmachen." Der eigene Wagen werde dominant bleiben. "Geleast, geshared, vermietet - aber eben der private Pkw, den man für eine bestimmte Zeit nutzt oder kauft. Und auch der wird große Strecken selbst fahren können. Das bleibt unser Hauptgeschäftsfeld."

Die einzelnen Konzernmarken würden ihre Bedeutung behalten, ist Diess überzeugt. Sie blieben ein Kaufkriterium. "Marken müssen sich aber auch erneuern, müssen frisch bleiben", meinte er mit Blick auch auf die Abgabe des Mehrheitsanteils von Bugatti an das kroatische Unternehmen Rimac, an dem wiederum die VW-Tochter Porsche beteiligt ist. "Volkswagen hat sich in der elektrischen Welt neu positioniert, Audi ist im Premiumsegment der Vorreiter bei Elektrofahrzeugen, Porsche hat das ambitionierteste Elektrifizierungsprogramm."

Der Ausbau des Angebots an E-Modellen in den Vereinigten Staaten sei sechs Jahre nach "Dieselgate" eine große Chance. "Mit der beginnenden Elektrifizierung sind wir in einer Situation, in der jeder mit einem weißen Blatt Papier beginnt", erklärte Diess. Angepeilt würden zehn Prozent Marktanteil. Mit dem Standort Chattanooga sei man der erste Hersteller, der ein Werk auf E-Fertigung umstelle. "Von daher sollte es uns schon gelingen, uns in diesem Umfeld neu zu positionieren. Wir werden die US-Strategie in den nächsten Monaten überarbeiten."

Auf strengere Regeln zum CO2-Ausstoß sei man "optimal vorbereitet". Der nach Präsident Joe Biden benannte Infrastruktur-Plan werde auch jenseits des Atlantiks noch eine Verschärfung bringen. "Wir sind mit unserer Plattformstrategie für die Elektrofahrzeuge global sehr gut aufgestellt - sowohl für China und die USA als auch für Europa."/jap/DP/zb

31.07.2021

OLYMPIA: Biles verzichtet auch auf Finals am Sprung und Stufenbarren

TOKIO (dpa-AFX) - Turn-Superstar Simone Biles verzichtet nach dem Rückzug für das Mehrkampf-Finale bei den Olympischen Spielen auch auf die Entscheidungen am Sprung und am Stufenbarren. Dies habe die 24 Jahre alte US-Turnerin nach Beratungen mit dem Medizinerteam entschieden, teilte der US-Turnverband am Samstag mit. Es solle nun weiter täglich bewertet werden, ob Biles in den Finals am Boden und Schwebebalken an den Start gehen werde. Biles hatte zuvor am Mittwoch wegen mentaler Probleme ihren Start im Einzel-Mehrkampf in Tokio abgesagt.

Einen Tag zuvor war die viermalige Olympiasiegerin aus dem Mehrkampf-Finale nach nur einem Gerät ausgestiegen. Biles hatte anschließend von mentalen Problemen berichtet. "Ich sage, die mentale Gesundheit steht an erster Stelle. Daher ist es manchmal in Ordnung, die großen Wettbewerbe sogar auszusitzen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Es zeigt, wie stark du als Wettkämpfer und Person wirklich bist anstatt sich einfach durchzukämpfen", hatte Biles gesagt und sprach vom "Kampf gegen Dämonen" vor dem Wettkampf.

Der US-Turnverband drückte Biles in der Mitteilung vom Samstag seine Bewunderung aus. Sie gehe sehr mutig mit der Situation um. Im Finale am Sprung soll nun am Sonntag MyKayla Skinner für die USA gemeinsam mit Jade Carey an den Start gehen./mms/DP/zb

31.07.2021

OLYMPIA/Finale mit 'Teufelskerl' Zverev: Ein Rückblick auf Drama und Triumphe

TOKIO (dpa-AFX) - Ein Sieg fehlt zu Gold und zu deutscher Tennis-Geschichte: Alexander Zverev kann sich am Sonntag im Endspiel gegen den russischen Überraschungsfinalisten Karen Chatschanow zum ersten deutschen Olympiasieger im Herren-Einzel küren. "Du bist ja wahnsinnig geworden", rühmte Sportikone Boris Becker in einer via Eurosport verbreiteten Grußbotschaft und ermunterte "Teufelskerl" Zverev nach dem Sieg gegen den Serben Novak Djokovic: "Nur da gibt's ein Problem: Du musst noch ein Spiel spielen. Silber hast du sicher, jetzt hol Gold für Deutschland nach Hause!"

Mit einer irren Wende und einem Weltklasse-Auftritt hatte der 24-jährige Hamburger gegen den dominanten Tennisstar dieser Saison ein Olympia-Halbfinale der Extraklasse abgeliefert. Und die Tränen nicht zurückhalten können. "Ich bin bereit, alles zu geben, um am Sonntag die Goldmedaille für Deutschland zu holen", kündigte Zverev an. Wie emotional wird nun sein finaler Tokio-Auftritt?

Becker und Michael Stich, Steffi Graf und Angelique Kerber haben in der Vergangenheit unvergessene Olympia-Endspiele mit deutscher Beteiligung geboten. Ein Rückblick auf Emotionen, Drama und Triumphe

- angefangen mit Grafs Erfolgen von 1988.

1988 in Seoul: Als für Graf ein neuer Begriff eingeführt wurde

Eine 19-Jährige überstrahlte alle. Steffi Graf schaffte einen Erfolg, der bis heute bei den Damen und bei den Herren unerreicht ist. Erst gewann sie alle vier Grand-Slam-Turniere, dann feierte sie Olympia-Gold: 6:3, 6:3 im Finale gegen die Argentinierin Gabriela Sabatini. Der "Golden Slam" war perfekt. 33 Jahre später sorgte nun Zverev in Tokio dafür, dass Grafs Erfolg ein Novum bleibt: Er vermasselte Djokovic die Chance auf den Golden Slam.

1992 in Barcelona - Als sich Becker und Stich in den Armen lagen

Der Weg eines Zweckbündnisses endete als Erfolgsduo mit Olympia-Gold im Doppel. Becker und Stich rissen die Arme in die Höhe, suchten einander zuerst mit Blicken, rannten dann aufeinander zu und fielen sich um den Hals. Das 7:6 (7:5), 4:6, 7:6 (7:5), 6:3 im Finale gegen die Südafrikaner Wayne Ferreira und Piet Norval hatte die Umarmung möglich gemacht. Eigentlich herrschte Distanz zwischen den beiden deutschen Wimbledonsiegern, die so unterschiedlich sind. Bei den Damen musste sich Graf im Endspiel Jennifer Capriati aus den USA geschlagen geben.

2000 in Sydney: Als Haas erst gar nicht antreten wollte

Als erster deutscher Tennisprofi nach Graf sicherte sich Haas eine olympische Medaille im Einzel. Erst hatte er wegen Rückenproblemen gar nicht teilnehmen wollen, dann marschierte er ins Endspiel und besiegte auf dem Weg dorthin auch den aufstrebenden Schweizer Roger Federer. Das Finale entwickelte sich zu einem Tennis-Drama mit fünf Akten: Trotz einer starken kämpferischen Leistung verlor Haas gegen den Russen Jewgeni Kafelnikow 6:7 (4:7), 6:3, 2:6, 6:4, 3:6.

2004 in Athen: Als Kiefer und Schüttler nachts Matchbälle vergaben

Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler gewannen Silber im Doppel, aber verschenkten Gold. Vier Matchbälle bei 6:2 im Tiebreak des vierten Satzes reichten nicht, um den Olympiasieg von Becker und Stich zwölf Jahre zuvor zu wiederholen. Um 2.39 Uhr Athener Zeit verwandelten die Chilenen Fernando Gonzalez/Nicolas Massu ihren dritten Matchball. Das Fünf-Satz-Drama endete mit 2:6, 6:4, 6:3, 6:7 (7:9), 4:6 - und mit bitteren Tränen bei Kiefer. "Das ist so brutal. So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben", schluchzte er.

2016 in Rio de Janeiro: Als Kerber eine herausragende Saison spielte

Auch Kerber brauchte ein wenig, um sich mit Silber anzufreunden. Als Favoritin war sie in das Finale eingezogen, verlor aber 4:6, 6:4, 1:6 gegen Sensationssiegerin Monica Puig aus Puerto Rico. Wenige Stunden später erkannte sie, dass die Medaille "das i-Tüpfelchen" war. In einem Wahnsinnsjahr hatte Kerber zuvor die Australian Open gewonnen und das Wimbledon-Endspiel erreicht. Nach dem Silber-Erlebnis gewann sie die US Open und stieg zur Nummer eins der Welt auf./puk/DP/zb

31.07.2021

OLYMPIA/'Kurve gekriegt': Triathlon-Mixed feiert guten Tokio-Abschluss

TOKIO (dpa-AFX) - Ausgelaugt, aber sichtlich zufrieden stand das deutsche Triathlon-Team nach der olympischen Mixed-Premiere im Odaiba Marine Park von Tokio. Der sechste Platz beim überlegenen Olympiasieg Großbritanniens vor den USA und Frankreich war für die Athleten der Deutschen Tiathlon Union nach einem schwachen Start doch noch ein versöhnlicher Abschluss der Sommerspiele. Schließlich fehlten im Super-Sprint der Teams nur 36 Sekunden zu Bronze - und der Verband blickt längst auf Paris.

"Wir planen eher für 2024 und 2028. Ich sehe das längerfristig. Wir sind auf einem guten Weg", sagte Sportdirektor Jörg Bügner der Deutschen Presse-Agentur. Dem Funktionär imponierte, was seine Athletinnen und Athleten in der Hitze der Tokio Bucht zum Abschluss noch einmal ablieferten. "Wir haben am Ende die Kurve gekriegt. Mit den Männern hatten wir keinen Traumstart, da wollten wir in die Top 15 und nicht Platz 38. Die Frauen haben ihre Leistung zu 100 Prozent abgerufen, bei Laura Lindemann waren eben sieben besser. Der sechste Platz im Mixed ist das, was wir erreichen wollten. Wir haben uns sehr gut verkauft."

Bei der olympischen Mixed-Premiere schickte die DTU Laura Lindemann (Potsdam), Anabel Knoll (Nürnberg), Jonas Schomburg (Hannover) und Justus Nieschlag (Lehrte) ins Rennen über jeweils 300 Meter Schwimmen, 6,8 Kilometer Rad fahren und zwei Kilometer Laufen. Erst Lindemann und dann Schomburg legten einen starken Start hin, ehe Knoll als Vierte ins Rennen geschickt wurde. Die Tochter des früheren Bundestrainers Roland Knoll hielt bei Temperaturen von etwa 30 Grad die Position, Nieschlag musste sich letztlich erst im Sprint-Duell um Rang vier Belgien und den Niederlanden geschlagen geben.

"Wir können mit der Leistung zufrieden sein, waren immer vorn vertreten. Ich habe hinten raus alles rausgequetscht, was drin war, konnte im Zielsprint leider nichts mehr gegensetzen", sagte Nieschlag. Den Wettbewerb an sich sah das Quartett als Bereicherung für das olympische Programm. "Ich finde das sehr gut. Die Rennen sind spannend, man weiß fast bis zum Ende nicht, wer gewinnt", sagte Lindemann. Es mache zudem Spaß, im Team zu kämpfen.

Bügner lobte zudem die japanischen Organisatoren für die Anlage an der berühmten Regenbogen-Brücke. "Ich bin fünf Jahre dabei, aber was hier an einer Wettkampfstätte aufgeboten wurde, sucht seinesgleichen. Das war von vorne bis hinten perfekt. Ich ziehe den Hut", sagte der Sportdirektor. Es tue einem in der Seele weh, dass niemand auf den Zuschauerrängen gesessen habe. Die Anlage habe absolute Olympia-Reife./bat/DP/zb

31.07.2021

OLYMPIA: 21 neue Corona-Fälle bei den Olympischen Spielen

TOKIO (dpa-AFX) - Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio sind 21 weitere Corona-Fälle registriert worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele am Samstag bekannt. Der Höchstwert war am Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Athleten sind dieses Mal nicht betroffen. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 241. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 23 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben. Einen weiteren prominenten Fall gab es mit dem positiv getesteten Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks aus den USA./tas/DP/zb

31.07.2021

Nach Mondlander-Aus: Beschwerde von Amazon-Gründer Bezos abgelehnt

WASHINGTON (dpa-AFX) - Niederlage für Amazon-Gründer Jeff Bezos im Rennen um das erste kommerzielle Mondlandegerät: Nachdem sich seine Firma Blue Origin bei einer entsprechenden Ausschreibung der US-Raumfahrtbehörde Nasa gegen die Konkurrenzfirma SpaceX von Milliardär Elon Musk nicht durchsetzen konnte, ist auch eine Beschwerde gegen diese Entscheidung abgelehnt worden. Die Nasa habe bei der Entscheidung keinerlei Regularien verletzt, teilte die Government Accountability Office, ein dem US-Kongress unterstellte Untersuchungsorgan, am Freitag mit. Die Beschwerden von Blue Origin und der Firma Dynetics, die bei der Ausschreibung ebenfalls unterlegen war, würden abgelehnt.

Zuvor hatte Amazon-Gründer Bezos bereits mit einem Geld-Angebot noch einmal versucht, die Nasa umzustimmen. Blue Origin würde unter anderem in diesem und den kommenden beiden Jahren Kosten von bis zu zwei Milliarden Dollar für Entwicklung und Herstellung des Mondlandegeräts übernehmen, wenn die Firma noch einmal gegen Konkurrent SpaceX von Elon Musk antreten dürfe, schrieb Bezos in einem offenen Brief an Nasa-Chef Bill Nelson. Die Nasa hatte darauf zunächst zumindest öffentlich nicht reagiert.

Die Behörde hatte sich bei der Ausschreibung im April gegen Blue Origin und Dynetics entschieden und stattdessen SpaceX mit der Entwicklung des ersten kommerziellen Landegeräts beauftragt, das Astronauten zum Mond bringen soll. Der Auftrag mit einem Wert von fast drei Milliarden Dollar ist Teil des sogenannten Artemis-Programms. Ursprünglich hatte die Nasa vorgehabt, zwei Firmen weiter zu beauftragen.

Bei der frühestens für 2024 geplanten Mission sollen vier Astronauten mit dem Raumfahrzeug "Orion" in die Mondumlaufbahn gebracht werden, wo zwei von ihnen für den Endanflug zum Mond auf das Landegefährt von SpaceX umsteigen werden. Ziel ist es demnach, ein vollständig wiederverwendbares Start- und Landesystem zu entwickeln, das für Flüge zu Zielen wie dem Mond und dem Mars eingesetzt werden kann./cah/DP/zb

31.07.2021

Israel kritisiert Iran nach tödlicher Attacke auf Schiff

TEL AVIV (dpa-AFX) - Nach einem tödlichen Angriff auf ein Schiff im Norden des Indischen Ozeans hat Israel den Erzfeind Iran scharf attackiert. Das Schiff wird von der britischen Firma Zodiac Maritime verwaltet. Vorsitzender der Zodiac-Gruppe ist der israelische Geschäftsmann Ejal Ofer. "Der Iran ist nicht nur ein israelisches Problem, sondern ein Exporteur von Terror, Zerstörung und Instabilität, die uns allen schaden", schrieb Außenminister Jair Lapid in der Nacht auf Samstag auf Twitter. Bei dem Angriff am Donnerstag waren laut Zodiac Maritime zwei Mitglieder der Crew getötet worden, eine Person aus Großbritannien und eine aus Rumänien.

Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf israelische Quellen, es sehe danach aus, dass der Angriff von mehreren unbemannten iranischen Drohnen ausgeführt worden sei. Lapid schrieb, er habe gegenüber Großbritanniens Außenminister Dominic Raab auf die Notwendigkeit hingewiesen, scharf auf den Angriff zu reagieren. Zudem habe er die Botschaften in Washington, London und bei den Vereinten Nationen (UN) angewiesen, sich an die entsprechenden Kontakte bei den UN zu wenden.

Zodiac Maritime hatte am Freitag mitgeteilt, es gebe den Verdacht eines Vorfalls mit Piraten an Bord des Tankers "M/T Mercer Street". Das Schiff sei in japanischem Besitz und werde von der Firma mit Sitz in Großbritannien verwaltet. Es habe sich auf dem Weg von Tansania in das Emirat Fudschaira befunden und keine Fracht an Bord gehabt.

Im Indischen Ozean und dem Golf von Oman sind in den vergangenen Monaten immer wieder Schiffe mit Verbindungen zu Israelis angegriffen worden. Anfang Juli war ein Frachtschiff attackiert worden, das laut Medienberichten zuvor im Besitz von Zodiac Maritime gewesen sein soll. Laut der israelischen Tageszeitung "Haaretz" vermutete Israel zu der Zeit, dass der Iran hinter dem Angriff stecke. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich im Februar und April, auch dazu beschuldigte Israel den Iran.

Im April war auch ein iranischer Frachter bei einer Explosion im Roten Meer leicht beschädigt worden. Berichten der "New York Times" zufolge ging dieser Angriff von Israel aus. Der Iran ist mit Israel verfeindet. Israel wiederum hat mittlerweile diplomatische Beziehungen mit den beiden Golfanrainern Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain aufgenommen./jak/DP/zb

31.07.2021

Weil zu SPD: Stärker auf relevante Themen konzentrieren

HANNOVER (dpa-AFX) - Die SPD muss sich im Bundestagswahlkampf nach Ansicht von Ministerpräsident Stephan Weil stärker auf die für Wählerinnen und Wähler wichtigen Themen konzentrieren. "Wir müssen uns auf Bundesebene noch stärker als es uns bis jetzt gelungen ist, konzentrieren auf Themen, die für die Mehrheit unserer potenziellen Wählerinnen und Wähler wirklich relevant sind", sagte der SPD-Politiker im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Die SPD habe sich "viele Jahre lang intern kontroverse Diskussionen geleistet", sagte Weil. "Wenn die Wählerinnen und Wähler den Eindruck haben, dass sich eine Partei mehr mit sich als mit der Gesellschaft befasst, dann finden sie das nicht so attraktiv." Diese internen Diskussionen hingen der Partei noch immer nach.

Stattdessen sei es wichtig, die Wählerinnen und Wähler und deren Anliegen in den Blick zu nehmen - etwa das Bedürfnis nach einem gut bezahlten Arbeitsplatz oder nach einer guten Perspektive für die Familie. Wenn man das eine Weile durchhalte, dann werde man auch wieder zu besseren Ergebnissen kommen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, aber auch das Land Niedersachsen seien dafür ein gutes Beispiel. Dreyer gehört nach acht Jahren als rheinland-pfälzische Regierungschefin bundesweit zu den bekanntesten Sozialdemokraten.

Junge Menschen wolle die SPD mit ihrem Engagement für einen sozialverträglichen Klimaschutz gewinnen, sagte der SPD-Landeschef. "Wir wollen, dass die Betroffenen mitgenommen werden, dass insbesondere auch Arbeitsplätze entweder erhalten oder so verändert werden, dass auch künftig Menschen Arbeit und Perspektive finden." Die Grünen verwiesen zwar auf die weitreichendsten Pläne, hätten den Lackmustest aber noch nicht bestanden.

Zu SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sagte Weil, er sei jemand, der sich schon in vielen schwierigen Situationen als Krisenmanager hervorgetan habe und seit sehr langer Zeit zeige, was er könne. "Bei den anderen (Kandidaten) weiß man es nicht. Man muss sogar Zweifel haben."/trö/DP/zb

30.07.2021

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Anleger machen Kasse vor dem Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben einen holprigen Wochenschluss hingelegt. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Rekordhochs. Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 34 935,47 Zählern. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,4 Prozent. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,54 Prozent auf 4395,26 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,59 Prozent auf 14 959,90 Punkte abwärts.

Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. So entwickelten sich die Konsumausgaben nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet. Auch das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im Juli überraschend auf. Das US-Konsumklima trübte sich im Juli hingegen ein, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Amazon ganz klar im Mittelpunkt des Anlegerinteresses und sackten als Schlusslicht im Nasdaq 100 um 7,6 Prozent ab. Zwar profitierte der Konzern im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten, doch lässt der Schwung allmählich nach. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth und kappte sein Kursziel.

Um gut 18 Prozent brachen die Titel von Pinterest ein. Die Foto-App hatte die Markterwartungen bei der Nutzerzahl im vergangenen Quartal verfehlt.

Procter & Gamble gewannen 2,0 Prozent. Der Konsumgüterkonzern legte zum Ende seines Geschäftsjahres 2020/21 noch einmal einen Schlussspurt hin, doch höhere Rohstoffkosten knabberten an der Rohertragsmarge, die im Schlussquartal zurückging.

Quartalsberichte kamen auch von den beiden Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil , deren Papiere um 0,7 beziehungsweise 2,3 Prozent fielen. Exxon überraschte positiv mit seinem höher als erwartet ausgefallenen Ergebnis je Aktie und Chevron schrieb im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US gewann im abgelaufenen Jahresviertel viele neue Kunden hinzu und steigerte den Gewinn kräftig. Zudem hob das Management um Mike Sievert die Jahresprognosen leicht an. Die Aktie profitierte davon allerdings nicht und sank um 0,4 Prozent. Allerdings hatte sie erst Mitte Juli ein Rekordhoch erreicht.

Der Euro verlor an Wert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1861 US-Dollar. Im europäischen Vormittagshandel war sie noch über 1,19 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1891 (Donnerstag: 1,1873) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8410 (0,8423) Euro gekostet.

Die Kurse von US-Staatsanleihen legten zu. Eine allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten habe den Festverzinslichen vor dem Wochenende Auftrieb verliehen, hieß es von Marktbeobachtern. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg um 0,21 Prozent auf 134,50 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen fiel im Gegenzug auf 1,24 Prozent./edh/he

30.07.2021

Aktien New York Schluss: Anleger machen Kasse vor dem Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben einen holprigen Wochenschluss hingelegt. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Rekordhochs. Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 34 935,47 Zählern. Daraus resultierte für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,4 Prozent. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,54 Prozent auf 4395,26 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,59 Prozent auf 14 959,90 Punkte abwärts.

Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. So entwickelten sich die Konsumausgaben nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet. Auch das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im Juli überraschend auf. Das US-Konsumklima trübte sich im Juli hingegen ein, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht./edh/he

30.07.2021

Aktien New York: Anleger machen Kasse vor dem Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Rekordhochs haben die US-Aktienmärkte am Freitag etwas an Boden abgegeben. Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,33 Prozent tiefer bei 34 967,28 Zählern. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,3 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,39 Prozent auf 4401,79 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,48 Prozent auf 14 975,59 Punkte abwärts.

Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. So entwickelten sich die Konsumausgaben nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet. Auch das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im Juli überraschend auf. Das US-Konsumklima trübte sich im Juli hingegen ein, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Amazon ganz klar im Mittelpunkt des Anlegerinteresses und sackten um 6,9 Prozent ab. Zwar profitierte der Konzern im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten, doch lässt der Schwung allmählich nach. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth und kappte sein Kursziel.

Um fast 19 Prozent brachen die Titel von Pinterest ein. Die Foto-App hatte die Markterwartungen bei der Nutzerzahl im vergangenen Quartal verfehlt.

Procter & Gamble gewannen 2,4 Prozent. Der Konsumgüterkonzern legte zum Ende seines Geschäftsjahres 2020/21 noch einmal einen Schlussspurt hin, doch höhere Rohstoffkosten knabberten an der Rohertragsmarge, die im Schlussquartal zurückging.

Quartalsberichte kamen auch von den beiden Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil , deren Papiere um 1,1 beziehungsweise 2,5 Prozent fielen. Exxon überraschte positiv mit seinem höher als erwartet ausgefallenen Ergebnis je Aktie und Chevron schrieb im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US gewann im abgelaufenen Jahresviertel viele neue Kunden hinzu und steigerte den Gewinn kräftig. Zudem hob das Management um Mike Sievert die Jahresprognosen leicht an. Die Aktie profitierte davon allerdings nicht und stagnierte zuletzt. Allerdings hatte sie erst Mitte Juli ein Rekordhoch erreicht./edh/he

30.07.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht mit Verlust ins Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hängepartie auf hohem Niveau am deutschen Aktienmarkt hat sich auch am Freitag fortgesetzt. Schwächere Wachstumssignale des Online-Riesen Amazon , Kursverluste an den fernöstlichen Börsen und steigende Corona-Zahlen brachten die Anleger ins Grübeln. Gute Quartalszahlen von Unternehmen wurden dagegen teils genutzt, um vor dem Wochenende Kursgewinne einzustreichen.

Der Dax legte den Rückwärtsgang ein und verlor 0,61 Prozent auf 15 544,39 Punkte. Auf Wochensicht steht somit ein Minus von 0,8 Prozent zu Buche. Im Monat Juli kam der Leitindex kaum noch voran. Der MDax der mittelgroßen Titel gab am Freitag um 0,36 Prozent auf 35 146,91 Zähler nach.

Höhere Jahresziele des Krankenhaus- und Medizinkonzerns Fresenius halfen der Aktie nicht weiter. Denn bei der Fresenius-Tochter FMC ist der Gewinn im zweiten Quartal um mehr als ein Drittel eingebrochen. Die Aktien des Dialyseanbieters büßten 4,5 Prozent ein und zogen die von Fresenius um 3,9 Prozent mit nach unten. Damit waren die beiden Titel die Schlusslichter im Dax .

Der weltweit größte Hersteller von Industriegasen Linde wird dank gut laufender Geschäfte immer zuversichtlicher für das laufende Jahr. Die Aktien gewannen an der Dax-Spitze 2,5 Prozent und erreichten ein Rekordhoch. Der Energiekonzern RWE rechnet in diesem Jahr dank eines starken Stromhandels im ersten Halbjahr mit einem besseren Ergebnis als bisher. Die Papiere legten um 0,2 Prozent zu. Aktien von MTU verloren indes nach Zahlen des Triebwerkherstellers 0,4 Prozent.

Im MDax rückten der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub und der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers mit erhöhten Prognosen in den Blick. Anfangs schwach, drehten Fuchs Petrolub am Nachmittag ins Plus und schlossen 1,6 Prozent höher. Siemens Healthineers gewannen 0,8 Prozent.

Für die Papiere des Gendiagnostik-Unternehmens Qiagen ging es nach Quartalszahlen um 2,5 Prozent hoch. Die enttäuschenden Signale von Amazon belasteten hingegen Aktien von Online-Händlern: Zalando rutschten um 3,6 Prozent ab.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,67 Prozent auf 4089,30 Zähler. Ähnlich hoch war der Verlust des Londoner FTSE 100 , während der Abschlag beim Cac 40 in Paris moderater ausfiel. An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss etwas leichter.

Der Euro gab nach und kostete 1,1860 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1891 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite erneut bei minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 146,34 Punkte. Der Bund-Future stieg am Abend um 0,07 Prozent auf 176,59 Punkte./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

30.07.2021

Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht mit Verlust ins Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hängepartie auf hohem Niveau am deutschen Aktienmarkt hat sich auch am Freitag fortgesetzt. Schwächere Wachstumssignale des Online-Riesen Amazon , Kursverluste an den fernöstlichen Börsen und steigende Corona-Zahlen brachten die Anleger ins Grübeln. Gute Quartalszahlen von Unternehmen wurden dagegen teils genutzt, um vor dem Wochenende Kursgewinne einzustreichen.

Der Dax legte den Rückwärtsgang ein und verlor 0,61 Prozent auf 15 544,39 Punkte. Auf Wochensicht steht somit ein Minus von 0,8 Prozent zu Buche. Im Monat Juli kam der Leitindex kaum noch voran. Der MDax der mittelgroßen Titel gab am Freitag um 0,36 Prozent auf 35 146,91 Zähler nach./bek/he

30.07.2021

ROUNDUP/Aktien New York: Dow knapp behauptet - Amazon-Verlust belastet Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach seinem Rekordhoch vom Vortag hat der Dow Jones Industrial am Freitag leicht nachgegeben. Die Technologiebörse Nasdaq litt hingegen unter hohen Verlusten der schwer gewichteten Amazon-Aktien . Der US-Online-Handelsgigant hatte die Anleger mit seinem Quartalsbericht enttäuscht. Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen.

Zuletzt notierte der Dow 0,26 Prozent tiefer bei 34 992,18 Zählern. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,2 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,45 Prozent auf 4399,36 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,67 Prozent auf 14 947,98 Punkte abwärts.

Die Daten zu den US-Konsumausgaben und Arbeitskosten sorgten vorbörslich noch für positive Stimmung, denn der US-Verbrauch entwickelte sich nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet. Auch das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im Juli überraschend auf. Das Konsumklima in den USA trübte sich im Juli hingegen ein, wenn auch nicht ganz so stark wie bisher gedacht.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Amazon ganz klar im Mittelpunkt des Anlegerinteresses und sackten um 7,3 Prozent ab. Zwar profitierte der Konzern im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten, doch lässt der Schwung allmählich nach. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth und kappte sein Kursziel.

Um 17 Prozent brachen die Titel von Pinterest ein. Die Foto-App hatte die Markterwartungen bei der Nutzerzahl im vergangenen Quartal verfehlt.

Procter & Gamble gewannen 3,5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern legte zum Ende seines Geschäftsjahres 2020/21 noch einmal einen Schlussspurt hin, doch höhere Rohstoffkosten knabberten an der Rohertragsmarge, die im Schlussquartal zurückging.

Quartalsberichte kamen auch von den beiden Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil , deren Papiere um 1,6 beziehungsweise 2,1 Prozent fielen. Exxon überraschte positiv mit seinem höher als erwartet ausgefallenen Ergebnis je Aktie und Chevron schrieb im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US gewann im abgelaufenen Jahresviertel viele neue Kunden hinzu und steigerte den Gewinn kräftig. Zudem hob das Management um Mike Sievert die Jahresprognosen leicht an. Die Aktie profitierte davon allerdings nicht, sondern sank um 0,9 Prozent. Allerdings hatte sie erst Mitte Juli ein Rekordhoch erreicht./edh/he

30.07.2021

Aktien New York: Dow relativ stabil - Amazon-Verlust belastet Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach seinem Rekordhoch vom Vortag hat sich der Dow Jones Industrial am Freitag im frühen Handel weitgehend behauptet. Die Technologiebörse Nasdaq litt hingegen unter hohen Verlusten der schwer gewichteten Amazon -Aktien. Der US-Online-Handelsgigant hatte die Anleger mit seinem Quartalsbericht enttäuscht. Frische US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen.

Zuletzt notierte der Dow 0,16 Prozent tiefer bei 35 028,36 Zählern. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein minimaler Wochenverlust von rund 0,1 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,36 Prozent auf 4403,39 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,61 Prozent auf 14 957,23 Punkte abwärts./edh/he

30.07.2021

Aktien New York Ausblick: Moderate Verluste - Amazon enttäuscht mit Zahlen

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach neuen Höchstständen für den Wall-Street-Index Dow Jones Industrial und den breitgefächerten S&P 500 dürften die US-Börsen am Freitag etwas schwächer starten. Zudem enttäuschte der US-Onlinehandelsgigant Amazon mit seinem Quartalsbericht. Die Daten zu den Konsumausgaben und Arbeitskosten allerdings sorgten für positive Stimmung, denn der US-Verbrauch entwickelt sich nach einem schwächeren Vormonat im Juni wieder robust. Zudem legten die Arbeitskosten im zweiten Quartal weniger deutlich zu als erwartet.

Kurz nach dem Handelsstart steht noch der Chicago PMI im Blick, der die Stimmung der Einkaufsmanager in der wichtigen Wirtschaftsregion Chicago widerspiegelt.

Der Broker IG taxierte den Dow rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsbeginn 0,2 Prozent tiefer auf 35 000 Punkte, womit sich im Wochenverlauf ein ebensolches Minus ergäbe. Noch am Donnerstag hatte der weltweit bekannteste Index bei 35 172 Zählern sein Rekordhoch getoppt. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 wird am Freitag um 1,2 Prozent auf 14 875 Punkte schwächer erwartet.

Das Hauptaugenmerk der Anleger wird wohl Amazon auf sich ziehen. Zwar profitierte der Konzern im zweiten Quartal weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und boomenden Cloud-Diensten, doch lässt der Schwung allmählich nach. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb etwa JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth und kappte sein Kursziel. Vorbörslich ging es für die Aktie um knapp 7 Prozent abwärts.

Um sogar 20 Prozent sackte zugleich die Aktie von Pinterest ab. Auslöser war, dass die Foto-App die Erwartungen bei der Nutzerzahl im vergangenen Quartal verfehlte.

Procter & Gamble gewannen vor dem Handelsstart etwas mehr als ein Prozent. Der Konsumgüterkonzern legte zum Ende seines Geschäftsjahres 2020/21 noch einmal einen Schlussspurt hin, doch höhere Rohstoffkosten knabberten an der Rohertragsmarge, die im Schlussquartal zurückging.

Quartalsberichte kamen auch von den beiden Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil , deren Papiere vorbörslich zulegten. Die Erholung der Weltwirtschaft spielte den beiden in die Karten. Exxon überraschte positiv mit seinem höher als erwartet ausgefallenen Ergebnis je Aktie und Chevron schrieb im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen.

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US gewann im abgelaufenen Jahresviertel zwar viele neue Kunden hinzu und steigerte den Gewinn kräftig. Zudem hob das Management um Mike Sievert die Jahresprognosen leicht an. Die Aktie profitierte vorbörslich allerdings nicht, sondern sank um etwas mehr als ein Prozent. Allerdings hatte sie auch erst Mitte Juli bei etwas über 150 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht./ck/jha/

30.07.2021

Aktien Frankfurt: Dax tiefer - Amazon trübt Stimmung, FMC und Fresenius hinten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am Nachmittag verlor der Leitindex noch 0,80 Prozent auf 15 516,04 Punkte. Auf Wochensicht liegt er aktuell mit rund einem Prozent im Minus. Er kommt seit Juni per saldo kaum noch voran.

Schwächere Wachstumssignale des US-Online-Riesen Amazon brachten vor dem Wochenende die Anleger ins Grübeln. Die meisten der großen Tech-Konzerne, die in den vergangenen Quartalen stark gewachsen seien, dürften es in nächster Zeit schwerer haben, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Die Stimmung trübten zudem die Verluste an den asiatischen Börsen sowie steigende Coronazahlen. Gute Quartalszahlen von Unternehmen wurden teils genutzt, um Gewinne einzustreichen.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank zuletzt um 0,48 Prozent auf 35 102,34 Punkte. Abwärts mit rund 0,6 Prozent ging es auch für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 . Am New Yorker Aktienmarkt zeichnen sich zum Handelsstart am Freitag ebenfalls Verluste ab.

Hinten im Dax verloren die Titel des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care (FMC) nach Zahlenvorlage 4,8 Prozent. Sie rissen die Anteile des Mutterkonzerns Fresenius mit nach unten mit einem Minus von vier Prozent, obgleich der Krankenhausbetreiber und Medizintechnikkonzern sich im zweiten Quartal unerwartet stark von den Belastungen der Corona-Pandemie erholt und deshalb seine Jahresziele angehoben hatte. FMC brockten hingegen negative Effekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch im zweiten Quartal Umsatzeinbußen und einen noch erheblicheren Ergebnisrückgang ein.

Der weltweit größte Industriegase-Konzern Linde wird dank gut laufender Geschäfte immer zuversichtlicher für das laufende Jahr. Die Aktien gewannen 0,4 Prozent. Auch der Energiekonzern RWE rechnet im Jahr 2021 wegen eines starken Handelsgeschäfts im ersten Halbjahr mit einem besseren Ergebnis als bisher. Die Papiere legten um 0,3 Prozent zu. Die Titel des Triebwerkherstellers MTU verloren indes nach Zahlen 1,8 Prozent. Sie kommen seit Dezember unter dem Strich kaum vom Fleck.

Im MDax rückten der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub und der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers mit erhöhten Prognosen in den Blick. Anfangs schwach, drehten Fuchs Petrolub am Nachmittag ins Plus mit 1,9 Prozent. Siemens Healthineers schwankten nach ihrem Vortages-Rekordhoch zwischen Plus und Minus.

Die Titel des Maschinen- und Anlagenbauers Gea bauten ihr am Vortag nach Zahlen verbuchtes Kursplus um 1,6 Prozent aus. Für die Papiere des Gendiagnostik-Unternehmens Qiagen ging es nach Zahlen um 1,9 Prozent hoch. Die enttäuschenden Signale von Amazon belasteten hingegen Aktien von Onlinehändlern: Zalando rutschten um 3,3 Prozent ab.

Der Euro kostete 1,1894 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1873 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite erneut bei minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 146,34 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,02 Prozent auf 176,51 Punkte./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

30.07.2021

WDH/WOCHENAUSBLICK: Quartalsberichte schieben den Dax womöglich nicht mehr an

(Wiederholung aus technischen Gründen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch wenn es allmählich langweilig wird: Die Hängepartie des Dax auf hohem Niveau hat gute Chancen auf eine Fortsetzung in der neuen Woche. Nach oben wie nach unten geht unverändert wenig. "Auf der Oberseite fehlt insgesamt die Schwungkraft, auf der Unterseite ist der Abgabedruck noch zu gering, um eine größere Korrektur einzuleiten", fasste Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba das Bild zusammen.

Seit zwei Monaten hängt der deutsche Aktienindex nun schon unterhalb von 15 800 Punkten fest. Nach unten lotete der Dax jüngst mit rund 15 050 Zählern das Tief dieser Konsolidierung auf hohem Niveau aus.

Die Saison der Quartalsberichte von Unternehmen vermag die Kurse nicht mehr anzuschieben. Nach den Zahlen der Dax-Konzerne Deutsche Börse , Deutsche Bank , Heidelbergcement , Fresenius SE und Fresenius Medical Care (FMC) sowie Linde überwogen die Verluste.

"Die Messlatte für die Unternehmen in der laufenden Berichtssaison hängt einfach zu hoch", schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Die tatsächlichen Markterwartungen lägen oft über den Konsensprognosen von Analysten. Übertreffen die Unternehmen mit ihren Bilanzen dann die Konsensschätzungen, löse das keine Euphorie mehr aus.

Etwas anders ist die Lage in den USA, wo die Leitindizes Dow Jones Industrial und S&P 500 am Donnerstag neue Rekordmarken erreichten. Dort haben nach Angaben der Landesbank LBBW inzwischen mehr als die Hälfte der 500 Unternehmen im S&P ihre Quartalsbilanzen veröffentlicht. Etwa neun von zehn der Unternehmen schlugen demnach die Erwartungen. "Selbst wenn man bedenkt, dass die Übererfüllung der Zahlen schon fast Normalität ist, so ist dies dennoch ein beachtlicher Wert", schrieb Aktienstratege Frank Klumpp.

Hierzulande muss sich erst noch zeigen, ob die Zahlenflut in der neuen Woche dem Dax noch einen wesentlichen Impuls geben kann. Mit einem Dutzend Dax-Konzernen wird es noch einmal turbulent, darunter sind Namen wie Adidas , Allianz , Bayer , BMW und Siemens .

Für den konjunkturellen Höhepunkt der neuen Woche müssen sich die Investoren gedulden, der US-Arbeitsmarktbericht für Juli steht erst am Freitag auf der Agenda. Im Fokus stehen wie immer das Ausmaß der Zunahme der Beschäftigung und die Löhne und Gehälter. "Die beiden entscheidenden Zielgrößen für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed", wie LBBW-Stratege Klumpp schrieb./bek/ajx/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

31.07.2021

STICHWORT: Die neuen Corona-Regeln für Einreisen nach Deutschland

BERLIN (dpa-AFX) - Strengere Testpflichten bei der Einreise nach Deutschland sollen eine Corona-Ausbreitung zum Ende der Sommerferien verhindern. Kernpunkte der Neuregelung, die ab Sonntag greift:

NACHWEISPFLICHT: Alle ab zwölf Jahren müssen künftig bei der Einreise belegen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Diese Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere, nun gilt sie auch für Einreisen per Auto, Bahn oder Schiff.

VIRUSVARIANTENGEBIETE: Bei einem Aufenthalt in Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten ist ein Testnachweis Pflicht. Nachweise als Genesener oder Geimpfter reichen in diesem Fall nicht.

KONTROLLEN: Den jeweiligen Nachweis muss man bei der Einreise dabei haben und bei "stichprobenhaften" Überprüfungen durch die Behörden vorlegen. Flugreisende müssen der Airline den Nachweis schon vor dem Start zeigen, in grenzüberschreitenden Zügen soll es auch während der Fahrt möglich sein. Grenzkontrollen aller Autos sind nicht geplant.

TESTS: Im Ausland sind Schnelltests oder PCR-Tests möglich - auf eigene Kosten. Schnelltests dürfen bei der Einreise in Deutschland höchstens 48 Stunden alt sein, PCR-Tests 72 Stunden. Für Schnelltests verkürzt sich die Frist bei Virusvariantengebieten auf 24 Stunden.

RISIKOGEBIETE: Künftig gibt es statt drei nur noch zwei Kategorien für weltweite Regionen mit höherem Infektionsrisiko. Neben den Virusvariantengebieten sind dies "Hochrisikogebiete" mit besonders hohen Fallzahlen. Ein Indiz: eine Sieben-Tage-Inzidenz von "deutlich mehr als 100". Betrachtet werden sollen aber auch andere Faktoren.

QUARANTÄNE: Rückkehrer aus Hochrisikogebieten müssen zehn Tage in Quarantäne, die frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Test beendet werden kann. Für Kinder unter zwölf endet die Quarantäne generell nach dem fünften Tag nach Einreise. Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne. Bei Virusvariantengebieten gilt weiterhin eine in der Regel nicht verkürzbare Quarantäne von 14 Tagen.

ANMELDUNG: Urlauber aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten müssen sich weiter beim amtlichen digitalen Einreiseportal anmelden. Auch Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dort hochzuladen, sobald man sie hat.

SANKTIONEN: Bei Verstößen drohen Bußgelder - etwa gegen die Pflicht sich anzumelden, Nachweise vorzulegen oder in Quarantäne zu gehen. Auch Verkehrsunternehmen drohen Bußgelder bei Verstößen. Generell können Bußgelder bei krassen Verstößen bis zu 25 000 Euro betragen./sam/DP/zb

31.07.2021

ROUNDUP/Altmaier: Notwendige Maßnahmen bei Energiewende besser erklären

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält es angesichts von Protesten gegen neue Windräder und Stromleitungen für nötig, deren Notwendigkeit besser zu erklären und die Akzeptanz zu erhöhen. Der CDU-Politiker forderte außerdem, den Konflikt beim Ausbau der Windenergie zwischen Klimaschutz und Naturschutz so schnell wie möglich zu lösen und entscheiden. "Dies ist das größte noch verbliebene Hindernis, um den Ausbau von Windenergie an Land wieder zu beschleunigen", sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der Umweltverband Nabu warnte vor einem Aufweichen des Naturschutzrechts.

Neue Windräder an Land sind vor Ort oft umstritten. So kritisieren Bürgerinitiativen, der Ausbau der Windenergie gehe zulasten der Natur, der Landschaft und der Menschen. Auch gegen neue Stromleitungen gibt es Proteste.

Altmaier sagte: "Ich setze darauf, dass mit dem gestiegenen Bewusstsein für Klimaschutz auch die Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen steigen wird. Das setzt aber voraus, dass wir den Dialog mit den betroffenen Bürgern noch einmal deutlich ausbauen und intensivieren. Ganz generell gilt: Wir müssen nicht nur die Ziele, sondern auch die notwendigen Maßnahmen weitaus besser erklären als bisher."

Zum Thema Artenschutz sagte der Minister: "Die Umweltministerien haben es bislang nicht geschafft, hier eine bundeseinheitliche Anwendung zu ermöglichen. Der Artenschutz ist für mich von herausragender Bedeutung, aber er darf nicht mit dem unbedingten Schutz einzelner Tiere oder Pflanzen, deren Bestand durch die geplante Maßnahme gerade nicht gefährdet ist, vermischt werden."

Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger sagte der dpa: "Windenergie ist eine entscheidende Säule der Energiewende und damit im Kampf gegen die Klimakrise. Gleichzeitig können Windenergieanlagen für bestimmte Arten, vor allem Fledermäuse und Vögel, ein sehr konkretes Risiko darstellen. Im schlechtesten Fall führt das dazu, dass wir eine gesamte Population windenergiesensibler Arten langfristig schädigen oder verlieren." Deshalb sei es gut, dass diese Arten durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt seien, denn Klimaschutz und Artenschutz seien gleichrangige Ziele.

"Sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden", so Krüger. "Ein Aufweichen des Naturschutzrechts für einen erfolgreichen Ausbau der Windenergie ist auch nicht notwendig: Was wir brauchen ist ein Dreiklang aus guter Planung, gut ausgestatteten Genehmigungsbehörden und Artenhilfsprogrammen." Trotz guter Planung und Genehmigungen würden sich Artenschutzkonflikte aber nie ganz vermeiden lassen. "Deshalb müssen darüber hinaus Artenhilfsprogramme etabliert werden, die gezielt windenergiesensible Arten in den Dichtezentren stärken, so dass deren Populationen gesichert werden. Dann wirken sich Schlagopfer an Windenergieanlagen von Fledermäusen und Vögeln nicht mehr so massiv aus."

Energieverbände und Politiker halten wegen verschärfter Klimaziele höhere Ausbauziele bei der Windkraft für nötig. Außerdem wird etwa wegen der Entwicklung der Elektromobilität mittel- und langfristig mit einem deutlich höheren Stromverbrauch gerechnet. Der Strom soll vor allem aus erneuerbaren Energien kommen.

"Es werden auch zusätzliche Stromleitungen nötig sein, und zwar auf allen Ebenen: Bei den großen Stromautobahnen von Nord nach Süd ebenso wie bei den Verteil- und Niederspannungsnetzen vor Ort", sagte Altmaier. "Derzeit dauert der Bau einer Stromautobahn, einer sogenannten HGÜ, rund 16 Jahre. Diese enorme Zeitspanne muss auf 8 Jahre halbiert werden. Das wird nur gelingen, wenn wir für die zentralen Leitungsvorhaben das Planungs- und Genehmigungsrecht deutlich straffen."

Bisher sind drei neuen Stromautobahnen geplant, die den vor allem im Norden produzierten Windstrom in den Süden bringen sollen - auch gegen diese Stromleitungen gibt es Proteste. Altmaier sagte: "Wir werden neue Leitungen überall dort, wo es möglich ist, unterirdisch als Erdkabel verlegen, weil sich herausgestellt hat, dass die Akzeptanz bei der Bevölkerung hier weitaus größer ist, als bei Überlandleitungen."/hoe/DP/zb

31.07.2021

ROUNDUP/Mobile Teams und große Kampagne: Massives Werben fürs Impfen

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der gesunkenen Impfbereitschaft und des näher rückenden Schuljahresbeginns werben Politik und Verbände massiv für die Corona-Impfungen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz forderte ein offensiveres Auftreten auch der Geimpften selbst. "Wir müssen unsere Freundinnen und Freunde davon überzeugen, dass sie sich impfen lassen. Das ist eine Sache, die berührt jeden von uns", sagte der Bundesfinanzminister den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). "Wir alle sollten bei der Arbeit oder im Sportverein sagen: Ich habe mich impfen lassen, das war gut."

SPD-Chefin Saskia Esken und der Deutsche Städtetag sprachen sich für Impfaktionen an Schulen aus, wenn das neue Schuljahr begonnen hat. In der kommenden Woche enden in den ersten Bundesländern die Sommerferien, in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg beginnt der Unterricht dann wieder in Präsenz. "Ich werbe dafür, Impfmobile an die Schulen zu schicken, um - in Absprache mit den Eltern - den Jugendlichen die Impfung so einfach wie möglich zugänglich zu machen", sagte Esken dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Um den Unterricht in Präsenz abzusichern, appellieren wir an die Länder, mehr Impfungen in Schulen möglich zu machen." Dies könne ein Beitrag sein zum Schutz junger Menschen und für weniger Infektionen mit dem Coronavirus an Schulen.

Im Norden ist das teils bereits geplant. In Schleswig-Holstein können sich an den Gemeinschaftsschulen und Gymnasien Schülerinnen und Schülern ab zwölf sowie alle Beschäftigten von mobilen Teams impfen lassen. Mecklenburg-Vorpommern will den Bedarf ermitteln und dann in der zweiten Woche mobile Impfteams für 16- und 17-Jährige in die Schulen schicken. Hamburg plant mobile Angebote für Berufsschüler.

Dedy sagte: "Das kann über mobile Impfteams in den Schulen laufen, wie in Schleswig-Holstein. Oder das kann über mehr Angebote für Jugendliche etwa in Fußballstadien oder Einkaufszentren laufen, wo sich viele von ihnen treffen", so der Kommunalvertreter. "Wir müssen mit den Impfungen zu den jungen Leuten gehen und nicht warten, bis sie ins Impfzentrum oder in die Arztpraxis kommen." Allerdings bedarf es dazu erst des Einverständnisses der Eltern.

Bisher sind gut 51 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft - nach Ansicht von Experten viel zu wenig, um angesichts der grassierenden hochansteckenden Delta-Virusvariante die anrollende vierte Welle flach zuhalten. Und das Impftempo lässt nach: Derzeit werden an vielen Tagen noch gut eine halbe Million Impfdosen verabreicht, im Mai/Juni waren es teils an die 1,5 Millionen. Derweil steigen die Infektionszahlen - noch auf niedrigem Niveau von etwas mehr als 15 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche, aber stetig werden es mehr.

Die Linksfraktion im Bundestag fordert eine breitere Aufklärungskampagne. In einem dem RND vorliegenden Papier ruft ihr Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte dazu auf, Akteure wie Gewerkschaften, Sportverbände, Glaubensgemeinschaften, aber auch Clubs und Kultureinrichtungen einzubeziehen. "Wir werden fanatische ImpfgegnerInnen nicht überzeugen können. Es muss darum gehen, die Leute für eine Impfung zu gewinnen, die sich nicht ausreichend informiert fühlen und Ängste haben, die man ihnen nehmen kann."

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland appellierte an alle islamischen Gläubigen, sich impfen zu lassen. "Es gibt für Muslime keine religiösen Gründe, das Impfen gegen Corona abzulehnen. Im Gegenteil: Der Schutz anderer vor Krankheiten und die eigene gesundheitliche Unversehrtheit sind im Islam ein hohes Gut", sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman A. Mazyek, dem RND./and/DP/zb

31.07.2021

ROUNDUP/Forschung: Private Vorbilder und Normen wichtig gegen Impfmüdigkeit

MANNHEIM (dpa-AFX) - Im Ringen um steigende Impfzahlen und sinkende Neuinfektionen könnte nach Ansicht von Wissenschaftlern aus Landau und Mannheim bereits der Blick in die Nachbarschaft, ins Fußballteam oder den Freundeskreis ein Ansporn sein. Denn nach einer neuen Studie entscheidet in der Pandemie weniger die eigene Persönlichkeit oder die gefühlte Angst als vielmehr das Verhalten anderer, ob eine Maske getragen oder ein Impftermin wahrgenommen wird.

Forscher der Universitäten Koblenz-Landau und Mannheim haben nach eigenen Angaben herausgefunden, dass soziale Normen den stärksten Einfluss darauf haben, ob sich Menschen an Regeln halten oder nicht. "Ausschlaggebend ist, wie ich das Verhalten nahestehender Personen wahrnehme, weniger die eigene Persönlichkeit oder die subjektive Bedrohung", bilanzieren Selma Rudert (Koblenz-Landau) und ihr Kollege Stefan Janke (Mannheim) in einer Studie. Die Untersuchung wurde in der psychologischen Fachzeitschrift "Group Processes and Intergroup Relations" des US-Wissenschaftsverlags Sage Publications veröffentlicht.

"Soziale Normen sind relativ mächtig", sagte Janke zudem der dpa. "Ich ziehe sie aus meinem direkten Umfeld, ich schaue sie mir im Verein ab, bei Freunden und Verwandten. Das sind die Champions meiner lokalen Community, die als Vorbilder taugen."

Untersucht wurden Verhaltensweisen kurz nach dem ersten Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres. Geprüft worden sei unter anderem, ob sich Menschen an die Abstandsregeln und das Vermeiden von direktem physischen Kontakt hielten und andere Menschen während der Krise unterstützen, berichteten die Forscherin und der Forscher. Dazu gehörten beispielsweise Nachbarschaftshilfen oder das Nähen von Masken, andererseits sogenannte Hamsterkäufe oder das Missachten geltender Regeln.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass insbesondere soziale Normen vorhersagen, ob Menschen sich an die geltenden Vorschriften und Empfehlungen halten", fasst Sozialpsychologin Rudert die Ergebnisse der Studie zusammen. Soziale Normen entstehen dabei vor allem durch Verhaltensweisen, die Menschen bei Nahestehenden wahrnehmen, etwa in der Familie oder im Freundeskreis, wie sie erklärt. "Geht eine Person davon aus, dass ihre Familienmitglieder oder Freunde sich an die Abstandsregeln halten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Person sich künftig ebenso verhält."

Insbesondere in Zeiten von Unsicherheit und Krise fühlten sich Menschen durch soziale Normen sicherer und erfüllten ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit. "Die meisten Menschen sind bestrebt, sich korrekt und angebracht zu verhalten. Das Verhalten anderer ist typischerweise informativ dafür, was als "korrekt" gilt", sagt Janke.

Die Daten geben nach Angaben des Mannheimer Wissenschaftlers zwar keinen direkten Aufschluss über die aktuelle Corona-Kampagne und die Impfmüdigkeit, weil sie während des ersten Lockdowns erhoben wurden. "Wir glauben dennoch, dass die Ergebnisse übertragbar sind", sagte er.

Die Debatte über Impfen oder Lockerungen zum Beispiel? Sollte weniger an die Vernunft appellieren oder auch nicht die Bedrohung durch das Virus hervorheben, empfehlen Janke und Rudert. Vielmehr sollten nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber" Vorbilder herausgestellt werden. Impfpflaster-Selfies auf Instagram seien ein sehr gutes Beispiel. Prominente dagegen könnten zwar helfen, die Akzeptanz zu steigern. "Aber sie haben den Nachteil, dass sie in einer völlig anderen Welt leben und man sich selten ausreichend mit ihnen identifizieren kann", sagte Janke.

Auch in Baden-Württemberg lässt das Interesse an einer Impfung vielerorts nach. Nach Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) sinkt die Anzahl der täglich verabreichten Impfdosen. Besonders die Impfzentren verzeichnen laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung einen Rückgang. Auch die Arztpraxen sind demnach weit vom Rekord entfernt. Gleichzeitig steigt die Inzidenz wieder.

Bislang haben fast 60 Prozent der Bevölkerung im Südwesten laut RKI mindestens eine erste Impfung bekommen. Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge im Südwesten rund 51 Prozent./mov/DP/zb

31.07.2021

Bundeswahlleiter: Sind auch für vierte Corona-Welle gewappnet

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundestagswahl am 26. September ist nach den Worten von Bundeswahlleiter Georg Thiel auch bei einer heftigen vierten Corona-Welle gesichert. Darauf sei man vorbereitet, "das war auch ein Szenario", sagte Thiel der "Rheinischen Post" (Samstag). "Wir haben alle Schlüsselpositionen dreifach besetzt und sorgen dafür, dass ab Anfang September diese drei Personen nicht mehr zusammen in einem Raum sind. Damit haben wir zwei Nachbesetzungen, wenn eine Person ausfällt", erläuterte Thiel.

Auf den Corona-bedingt steigenden Anteil an Briefwählern seien die Landes- und Kreiswahlleiter gut vorbereitet, sagte der Bundeswahlleiter weiter. So gebe es QR-Codes auf den Wahlbenachrichtigungen, um die Beantragung der Briefwahlunterlagen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Auch sei das Personal für die Bearbeitung dieser Anträge stark aufgestockt worden. Es werde vielerorts weniger Wahlhelfer in den Urnenwahllokalen und dafür mehr in den Briefwahlbezirken geben. Und es solle nach Möglichkeit größere Wahllokale geben, um Abstände besser einhalten zu können.

Unter dem Strich werde man mehr Wahlhelfer brauchen, sagte Thiel. Er appellierte an die Menschen, sich dafür zur Verfügung zu stellen. Bisher hätten die Kommunen immer ausreichend Helfer mobilisieren können. "Wenn es gar nicht anders geht, können zum Beispiel Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auch zur Wahlhilfe verpflichtet werden", betonte Thiel.

Warnungen, die Briefwahl sei unsicher, trat Thiel entgegen. "Es gibt keine Anhaltspunkte für eine unsichere Briefwahl. Diese Stimmzettel werden genauso öffentlich ausgezählt wie alle anderen", machte der Bundeswahlleiter deutlich. Die Verdoppelung des Briefwähler-Anteils bei den zurückliegenden Landtagswahlen zeige das Vertrauen der Bürger darauf, "dass die Briefwahl sicher ist"./shy/DP/zb

31.07.2021

Laschet in der Flut-Krise: Nur wenige sehen Pluspunkte für Wahlkampf

BERLIN (dpa-AFX) - Als Krisenmanager im Überschwemmungsgebiet hat Unionskanzlerkandidat Armin Laschet nach Einschätzung vieler Wähler keine besonders gute Figur gemacht. Auf die Frage, ob das Verhalten des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten ihm im Wahlkampf wenn überhaupt wohl eher nützen oder schaden werde, antworteten knapp 46 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur, sein Agieren in der Krise werde ihm mit Blick auf die Wahl schaden.

Lediglich 7 Prozent der Deutschen vermuten demnach, dass Laschet hier Pluspunkte für den Wahlkampf sammeln konnte. 29 Prozent der Wahlberechtigten glauben, dass sein Verhalten in den Tagen nach der Katastrophe keine Auswirkungen auf die Bundestagswahl am 26. September haben wird. 18 Prozent der Befragten haben dazu keine Meinung.

Anders sieht es für Vizekanzler Olaf Scholz aus. Etwa 47 Prozent der Deutschen glauben, dass dem SPD-Kanzlerkandidaten sein Verhalten nach der Flutkatastrophe im Wahlkampf weder schaden noch nützen wird. Anders als bei Laschet vermuten bei ihm aber immerhin 18 Prozent der Befragten einen positiven und nur elf Prozent einen negativen Effekt.

Dass der Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, ihr Verhalten nach dem verheerenden Unwetter im Wahlkampf schaden wird, vermuten laut Umfrage rund 21 Prozent der Wahlberechtigten. Knapp 10 Prozent sind der Meinung, dass sich ihr Handeln positiv auf ihre Chancen bei der Wahl auswirken wird. Rund 45 Prozent der Befragten erwarten hier gar keinen Effekt auf den Wahlkampf.

Als NRW-Ministerpräsident stand Laschet im Gegensatz zu Baerbock und Scholz nach der Flutkatastrophe vor Ort direkt mit in der Verantwortung. Für Aufregung sorgte eine Szene während des Besuches von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Katastrophengebiet. Laschet lachte und scherzte mit Umstehenden, während Steinmeier angesichts der vielen Todesopfer sein Mitgefühl ausdrückte. Laschet sagte später, er bedauere sein unpassendes Verhalten.

Scholz hatte das Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz zusammen mit Parteikollegin Malu Dreyer, der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin, besucht. Baerbock hatte sich für einen Besuch ohne Pressebegleitung entschieden./abc/DP/zb

31.07.2021

Krankenhausgesellschaft entwirft Mix von Corona-Indikatoren

BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) plädiert für einen neuen Mix aus verschiedenen Indikatoren, um angesichts des Impffortschritts die Corona-Pandemie besser einschätzen zu können. Die bisher maßgebliche Sieben-Tage-Inzidenz ist dabei nur noch einer von insgesamt zwölf Indikatoren, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag) unter Berufung auf das ihr vorliegende Konzept berichtet. Weitere Kennzahlen sind unter anderem die Quote der positiven Tests, die Impfrate und die Klinikbelegung durch Covid-19-Erkrankte, zudem Faktoren, die die Dynamik des Geschehens erfassen.

"Mit dieser Matrix lässt sich auf einen Blick leicht erkennen, wie die aktuelle Pandemielage tatsächlich ist und welche Trends beziehungsweise Zusammenhänge es gibt", sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem RND. "Die Politik muss endlich handeln und einen Indikatorenmix festlegen, auch um durch diese Transparenz die Akzeptanz in der Bevölkerung für Maßnahmen gegen Corona zu erhalten."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dringt schon seit längerem auf die Berücksichtigung auch anderer Kennzahlen als der Inzidenz zur Einschätzung der Lage. Aus Sicht des Robert Koch-Instituts bleibt diese Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche aber der wichtigste Frühwarnwert./and/DP/zb

31.07.2021

Umfrage im Mittelstand: Knappe Mehrheit für Impfpflicht

BERLIN (dpa-AFX) - Eine knappe Mehrheit von Mittelständlern in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für eine allgemeine Impfpflicht - wenn dadurch ein erneuter Lockdown verhindert werden könnte. Das geht aus einer Blitzumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) hervor.

Gestellt wurde folgende Frage: "Würden Sie einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen, wenn dadurch ein erneuter Lockdown und Schulschließungen verhindert und die Einschränkungen der Freiheitsrechte wieder aufgehoben werden könnten?" Mit Ja antworteten knapp 54 Prozent der Firmen, mit nein 45 Prozent, keine Meinung hatte knapp ein Prozent. An der Umfrage beteiligten sich rund 2950 Firmen.

BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das Ergebnis der Umfrage spiegelt die Rat- und Planlosigkeit der Corona-Politik der Bundesregierung wider. Im Mittelstand herrscht die große Sorge vor einem drohenden erneuten Lockdown, der dramatische Folgen für unsere Wirtschaft hätte und für sehr viele Klein- und Mittelbetriebe das endgültige wirtschaftliche Aus bedeuten würde. Zudem besteht bei den Mittelständlern offensichtlich erhebliche Unsicherheit über die Impfstrategie der Bundesregierung."

Der Mittelstand brauche endlich Planungssicherheit und eine Perspektive für die Zukunft, so Jerger. "Hier muss die Bundesregierung umgehend liefern, ganz unabhängig von der Bundestagswahl. Jeder weitere Tag schürt die Verunsicherung und die Zweifel an der Handlungsfähigkeit der Bundesregierung." Für die Mehrheit der Mittelständler sei es wichtig, dass es eine klare und verbindliche Absage an einen erneuten Lockdown gebe.

Die Bundesregierung ist gegen eine Impfpflicht in Deutschland. In den USA hatten die beiden Internetriesen Google und Facebook angekündigt, ihre Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten müssten sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen./hoe/DP/zb

31.07.2021

Städtetag fordert mehr Impfungen an Schulen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Städtetag hat zum Beginn des neuen Schuljahrs in einigen Bundesländern mehr Impfungen für ältere Schüler an Schulen gefordert. "Um den Unterricht in Präsenz abzusichern, appellieren wir an die Länder, mehr Impfungen in Schulen möglich zu machen", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das Impfangebot für die über Zwölfjährigen sollte ausgeweitet werden." Dies könne ein Beitrag sein zum Schutz junger Menschen und für weniger Infektionen an Schulen.

"Das kann über mobile Impfteams in den Schulen laufen, wie in Schleswig-Holstein. Oder das kann über mehr Angebote für Jugendliche etwa in Fußballstadien oder Einkaufszentren laufen, wo sich viele von ihnen treffen", so Dedy. "Wir müssen mit den Impfungen zu den jungen Leuten gehen und nicht warten, bis sie ins Impfzentrum oder in die Arztpraxis kommen."

Allerdings bedürfte es dazu dann erst des Einverständnisses der Eltern. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein starten an diesem Montag mit dem neuen Schuljahr, Hamburg folgt am Donnerstag. Alle drei Länder starten mit Präsenzunterricht.

Die Impfangebote für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen würden für einen sicheren Schulbetrieb aber nicht reichen, so Dedy. "Wichtig ist eine Strategie, um Unterrichtsausfall auch für die große Gruppe der unter Zwölfjährigen zu vermeiden, für die es keinen Impfstoff gibt. Denn die Jüngeren brauchen ihren Schulalltag mindestens genauso stark wie die älteren Schülerinnen und Schüler. Wir kommen deshalb nicht darum herum, regelmäßige Tests an den Schulen beizubehalten. Vor allem aber müssen die Länder Klarheit schaffen, wie Unterrichtsausfall trotz neuer Corona-Infektionen vermieden werden kann."

Es werde nach Schulbeginn mit Sicherheit zu neuen Infektionen kommen. "Das heißt in der Praxis: In PCR-Pooltests für eine ganze Klasse werden einzelne positive Ergebnisse dabei sein, ohne dass man sofort weiß, wer infiziert ist", sagte Dedy. "Das darf nicht dazu führen, dass gleich alle Schülerinnen und Schüler in Quarantäne geschickt werden. Der Unterricht muss dann weitergehen. Einen Tag später weiß man, wer infiziert ist und deshalb in Quarantäne muss. Aber eben nicht die ganze Klasse."

Die Quarantäne-Regeln für Schulen dürften dafür nicht zu streng sein. Die Länder sollten sie bundesweit einheitlich fassen, damit für alle Schulen das Gleiche gelte. Wir müssen in Kauf nehmen, dass einzelne Kinder in der Schule infiziert sind, wir aber für kurze Zeit nicht wissen welche. "Sonst wird der regelmäßige Schulbetrieb durch Quarantäne von ganzen Klassen zu stark beeinträchtigt."/hoe/DP/zb

31.07.2021

Forschung: Private Vorbilder und Normen wichtig gegen Impfmüdigkeit

MANNHEIM/KOBLENZ/LANDAU (dpa-AFX) - Im Ringen um steigende Impfzahlen und sinkende Neuinfektionen könnte nach Ansicht von Wissenschaftlern aus Landau und Mannheim bereits der Blick in die Nachbarschaft, ins Fußballteam oder den Freundeskreis ein Ansporn sein. Denn nach einer neuen Studie entscheidet in der Pandemie weniger die eigene Persönlichkeit oder die gefühlte Angst als vielmehr das Verhalten anderer, ob eine Maske getragen oder ein Impftermin wahrgenommen wird.

Forscher der Universitäten Koblenz-Landau und Mannheim haben nach eigenen Angaben herausgefunden, dass soziale Normen den stärksten Einfluss darauf haben, ob sich Menschen an Regeln halten oder nicht. "Ausschlaggebend ist, wie ich das Verhalten nahestehender Personen wahrnehme, weniger die eigene Persönlichkeit oder die subjektive Bedrohung", bilanzieren Selma Rudert (Koblenz-Landau) und ihr Kollege Stefan Janke (Mannheim) in einer Studie. Die Untersuchung wurde in der psychologischen Fachzeitschrift "Group Processes and Intergroup Relations" des US-Wissenschaftsverlags Sage Publications veröffentlicht.

"Soziale Normen sind relativ mächtig", sagte Janke zudem der dpa. "Ich ziehe sie aus meinem direkten Umfeld, ich schaue sie mir im Verein ab, bei Freunden und Verwandten. Das sind die Champions meiner lokalen Community, die als Vorbilder taugen."

Untersucht wurden Verhaltensweisen kurz nach dem ersten Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres. Geprüft worden sei unter anderem, ob sich Menschen an die Abstandsregeln und das Vermeiden von direktem physischen Kontakt hielten und andere Menschen während der Krise unterstützen, berichteten die Forscherin und der Forscher. Dazu gehörten beispielsweise Nachbarschaftshilfen oder das Nähen von Masken, andererseits sogenannte Hamsterkäufe oder das Missachten geltender Regeln.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass insbesondere soziale Normen vorhersagen, ob Menschen sich an die geltenden Vorschriften und Empfehlungen halten", fasst Sozialpsychologin Rudert die Ergebnisse der Studie zusammen. Soziale Normen entstehen dabei vor allem durch Verhaltensweisen, die Menschen bei Nahestehenden wahrnehmen, etwa in der Familie oder im Freundeskreis, wie sie erklärt. "Geht eine Person davon aus, dass ihre Familienmitglieder oder Freunde sich an die Abstandsregeln halten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Person sich künftig ebenso verhält."

Insbesondere in Zeiten von Unsicherheit und Krise fühlten sich Menschen durch soziale Normen sicherer und erfüllten ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit. "Die meisten Menschen sind bestrebt, sich korrekt und angebracht zu verhalten. Das Verhalten anderer ist typischerweise informativ dafür, was als "korrekt" gilt", sagt Janke.

Die Daten geben nach Angaben des Mannheimer Wissenschaftlers zwar keinen direkten Aufschluss über die aktuelle Corona-Kampagne und die Impfmüdigkeit, weil sie während des ersten Lockdowns erhoben wurden. "Wir glauben dennoch, dass die Ergebnisse übertragbar sind", sagte er.

Die Debatte über Impfen oder Lockerungen zum Beispiel? Sollte weniger an die Vernunft appellieren oder auch nicht die Bedrohung durch das Virus hervorheben, empfehlen Janke und Rudert. Vielmehr sollten nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber" Vorbilder herausgestellt werden. Impfpflaster-Selfies auf Instagram seien ein sehr gutes Beispiel. Prominente dagegen könnten zwar helfen, die Akzeptanz zu steigern. "Aber sie haben den Nachteil, dass sie in einer völlig anderen Welt leben und man sich selten ausreichend mit ihnen identifizieren kann", sagte Janke.

Bislang haben über 62 Prozent der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz laut RKI mindestens eine erste Impfung bekommen. Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge über 51 Prozent./mov/DP/zb

30.07.2021

AKTIE IM FOKUS: Amazon enttäuscht Anleger mit Ausblick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein enttäuschender Ausblick von Amazon auf das laufende Quartal sowie einige Kurszielsenkungen von Analysten haben die Aktien des weltgrößten Online-Händlers am Freitag massiv belastet. Im frühen US-Handel fielen die Papiere auf den tiefsten Stand seit sieben Wochen. Zuletzt notierten sie rund sieben Prozent tiefer bei 3348,40 US-Dollar und waren damit zweitschwächster Wert im Nasdaq-100-Index .

Amazon rechnet nach Rekorderlösen in der Corona-Krise mit einem Abflauen des boomenden Online-Shoppings und gab eine überraschend verhaltene Prognose für das laufende Vierteljahr ab. Im zweiten Quartal profitierte der Handelsriese zwar weiter vom Trend zum Einkauf im Internet und florierenden Cloud-Diensten, verfehlte aber die Markterwartungen. Der Konzern steigerte den Nettogewinn im Jahresvergleich um 50 Prozent, die Erlöse wuchsen um 27 Prozent.

Die unter den Erwartungen liegenden Prognosen für das dritte Quartal zeigten wie massiv der Internetgigant investiere, sagte der UBS-Experte Michael Lasser. Kapazitätsausweitungen und Neueinstellungen seien nötig, weil man bereits jetzt voll ausgelastet sei und das saisonal starke vierte Quartal noch vor der Türe stehe. Der UBS-Analyst erinnerte aber daran, dass es in der Vergangenheit immer schlau gewesen sei, einen Investitionszyklus von Amazon zum Kauf der Aktien zu nutzen.

Ein langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, befürchtet Analyst Douglas Anmuth von der US-Bank JPMorgan. Amazon habe sich aber das Recht verdient, in künftiges Wachstum zu investieren. Er senkte sein Kursziel von 4600 auf 4100 US-Dollar. Die Aktien stehen aber weiter auf der Empfehlungsliste von JPMorgan.

Die Geschäftsbereiche von Amazon mit den höchsten Margen hätten im zweiten Quartal erneut zugelegt, betonte Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies. Auch wenn der Ausblick für das dritte Quartal die Konsensschätzungen verfehlt habe, werde das Wachstum im Kerngeschäft wohl über dem Vor-Corona-Niveau bleiben./edh/bek/he

30.07.2021

AKTIE IM FOKUS: Linde auf Rekordhoch - Goldman Sachs lobt Umsatzanstieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs der Linde -Aktie hat am Freitagnachmittag kräftig angezogen und ein Rekordhoch erreicht. Zuletzt legten die Papiere um 2,3 Prozent auf 257,65 Euro zu.

Analyst Robert Koort von Goldman Sachs hob lobend hervor, dass der Hersteller von Industriegasen den Umsatz in allen Regionen gesteigert habe. Das habe im wesentlichen für den überraschend hohen Gewinn gesorgt. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) habe sich die Profitabilität am besten entwickelt./bek/he

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Holcim auf 'Hold' - Ziel 59,90 Franken

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Jefferies hat die Einstufung für Holcim nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 59,90 Franken belassen. Das zweite Quartal des Baustoffherstellers sei besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analystin Glynis Johnson in einer am Freitag vorliegenden Schnelleinschätzung. Dazu hätten besonders die Geschäfte in Europa sowie Mittel- und Südamerika beigetragen./mf/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 01:44 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 01:44 / ET

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Unicredit auf 'Buy' - Ziel 12,25 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Jefferies hat die Einstufung für Unicredit nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 12,25 Euro belassen. Die Nettozinseinnahmen hätten den Abwärtstrend im zweiten Quartal gebrochen, schrieb Analyst Benjie Creelan-Sandford in einer am Freitag vorliegenden Studie. Der Nettogewinn sei deutlich besser als erwartet ausgefallen./mf/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 02:20 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 02:20 / ET

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Schneider Electric auf 'Hold' - Ziel 130 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Jefferies hat die Einstufung für Schneider Electric nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 130 Euro belassen. Das erste Halbjahr des Elektrokonzerns sei etwas besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Simon Toennessen in einer am Freitag vorliegenden Schnelleinschätzung. Günstig sei auch die Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms./mf/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 02:23 / ET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 02:23 / ET

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: RBC hebt T-Mobile US auf 'Outperform' und Ziel auf 180 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kanadische Bank RBC hat T-Mobile US nach Zahlen von "Sector Perform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 133 auf 180 US-Dollar angehoben. Er habe jetzt mehr Vertrauen, dass die US-Tochter der Deutschen Telekom den jüngsten Schwung im operativen Geschäft und bei den Finanzzahlen langfristig aufrechterhalten könne, schrieb Analyst Kutgun Maral in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Aktie des Mobilfunkers habe schon einen starken Lauf gehabt, doch der glaubwürdige Wachstumsausblick und der Pfad hin zu den bedeutenden Aktienrückkäufen seien zu überzeugend, um weiterhin nur zuzuschauen, begründete er seine Kaufempfehlung./men/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 05:59 / EDT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 05:59 / ET

30.07.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für T-Mobile US auf 175 Dollar - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für T-Mobile US von 155 auf 175 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Telekom-Tochter habe mit übertroffenen Erwartungen und höheren Prognosen das typische Bild geboten, schrieb Analyst Philip Cusick in einer am Freitag vorliegenden Studie nach dem Quartalsbericht. Er wertet es aber eindeutig positiv, dass die mittel- und langfristigen Ziele Bestand hätten, obwohl Dish Network zum Konkurrenten AT&T als Carrier wechsle. Die TMUS-Aktien bleiben auf der Favoritenliste der Bank./ag/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 29.07.2021 / 22:18 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 29.07.2021 / 23:10 / BST

30.07.2021

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser senkt Nemetschek auf 'Hold' und hebt Ziel an

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Nemetschek nach Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 67 auf 73 Euro angehoben. Der Hersteller von Bausoftware habe nun seine starken vorläufigen Quartalszahlen, die von höher gesteckten Jahreszielen begleitet worden seien, bestätigt, schrieb Analyst Christian Sandherr in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Bewertung der Aktie lasse aber nicht mehr viel Spielraum, weshalb er sein Anlageurteil gesenkt habe./ck/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 08:16 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 08:22 / MESZ

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Amazon auf 4100 Dollar - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Amazon von 4600 auf 4100 US-Dollar gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Langsameres Wachstum und höhere Investitionen kämen im zweiten Halbjahr auf den Internethändler zu, schrieb Analyst Douglas Anmuth in einer am Freitag vorliegenden Studie. Amazon habe sich aber das Recht verdient, in künftiges Wachstum zu investieren. Die Aktien stehen weiter auf der Empfehlungsliste der Investmentbank./ag/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 03:07 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 04:00 / BST

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30.07.2021

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt Hella auf 'Halten' - Fairer Wert 62 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat Hella nach Eckdaten zum abgelaufenen Quartal von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert auf 62 Euro belassen. Der Scheinwerferspezialist sollte zwar weiter von einer steigenden Nachfrage nach Fahrerassistenzsystemen, der zunehmenden Elektrifizierung sowie innovativen Licht-Lösungen profitieren, schrieb Analyst Michael Punzet in einer am Freitag vorliegenden Studie. Nachdem jedoch die Aktien zuletzt von Spekulationen u?ber Änderungen der Aktionärsstruktur und einer möglichen Übernahme durch einen Konkurrenten oder Investor profitiert hätten, erscheine das Kurspotenzial auf dem aktuellen Niveau begrenzt./la/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.07.2021 / 11:28 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.07.2021 / 11:53 / MESZ

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