dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

20.10.2019

Warnstreik der Flugbegleiter - Flüge im Südwesten gestrichen

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Warnstreik der Kabinengewerkschaft Ufo wirkt sich auch auf den Flugbetrieb im Südwesten aus. Es seien sieben Abflüge und sieben Ankünfte der Airline Eurowings gestrichen worden, sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Flughafens am Sonntagmorgen. Über den Tag hinweg sind in Stuttgart demnach rund 50 Flüge von Eurowings geplant. Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden waren laut Webseite eine Ankunft und ein Abflug betroffen. Die Kabinengewerkschaft Ufo hatte am frühen Morgen den Warnstreik der Flugbegleiter der Lufthansa -Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5.00 bis 11.00 Uhr bis um Mitternacht verlängert./jwe/DP/zb

20.10.2019

Warnstreik der Flugbegleiter auch in Frankfurt zu spüren

FRANKFURT (dpa-AFX) - An Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt/Main sind am Sonntagmorgen wegen des Warnstreiks der Kabinengewerkschaft Ufo Flüge ausgefallen. Lufthansa -Sprecher Jörg Waber sagte, vor allem bei der Konzerntochter Lufthansa Cityline seien hier "vereinzelt Flüge annulliert worden". Genaue Zahlen nannte er nicht. Auch Ufo-Vize Daniel Flohr sprach von "ersten Flugausfällen". Auf den gesamten Sonntag bezogen lasse sich noch nichts Genaues sagen. "Lufthansa kann auch kurzzeitig andere Airlines einsetzen", erklärte Flohr.

Ufo hatte erst am frühen Sonntagmorgen den Warnstreik der Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5.00 bis 11.00 Uhr bis um Mitternacht verlängert.

Hinter dem Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Der langjährige Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies wurde sogar aus dem Lufthansa-Dienst entlassen. Die Ufo-Streiks bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht./jaa/DP/zb

20.10.2019

ROUNDUP: Flugbegleiter streiken bis Mitternacht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kabinengewerkschaft Ufo hat den Warnstreik der Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5.00 bis 11.00 Uhr bis um Mitternacht verlängert. Das sagte Daniel Flohr, Vize-Vorsitzender der Gewerkschaft, am frühen Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Bestreikt werden die vier Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress. Es geht um Hunderte Verbindungen an Flughäfen wie Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin oder Hamburg.

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main gab es am frühen Morgen noch keine Beeinträchtigungen. "Bisher spüren wir von dem Warnstreik noch nichts", sagte eine Sprecherin. Am Flughafen in München wurden hingegen einige Verbindungen gestrichen. "Mal sehen, ob es im Lauf des Tages noch mehr werden", erklärte ein Sprecher.

Die Warnstreiks bei den Lufthansa-Töchtern waren erst am Freitagnachmittag angekündigt worden. Wenig später hatte die Gewerkschaft Ufo die schon seit Montag angekündigten Ausstände bei der Konzernmutter Lufthansa wieder abgeblasen. Der Konzern hatte sich kurzfristig bereiterklärt, 2,0 mehr Gehalt zu zahlen - gefordert hatte Ufo nur 1,8 Prozent. Unmittelbar danach schob Ufo weitere Tarifforderungen nach, die Lufthansa in einem Brief umgehend ablehnte.

Ufo hat seine Mitglieder in sämtlichen Lufthansa-Fluggesellschaften zu Urabstimmungen über unbefristete Streiks aufgerufen, die bis zum 1. November laufen sollen. Für sämtliche Betriebe gibt es unterschiedliche Forderungen.

Hinter dem Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Der langjährige Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies wurde sogar aus dem Lufthansa-Dienst entlassen. Die Ufo-Streiks bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht./hdm/DP/zb

20.10.2019

ROUNDUP: Keine Briefe mehr an Montagen? Diskussion nimmt Fahrt auf

BONN/BERLIN (dpa-AFX) - In der Reform des Postgesetzes gibt es Forderungen, dass die Briefzustellung an Montagen künftig wegfallen könnte. In einem Antrag schreibt die Bundestagsfraktion der FDP, dass diese Zustellung keine Pflicht mehr sein soll. Die Liberalen knüpfen dies an die Bedingung, dass die Deutsche Post samstags deutlich mehr Briefe ausliefern müssen. Bisher muss die Post an einem Werktag mindestens 80 Prozent der Briefe zustellen, die am Vortag eingeworfen worden sind. Diesen Wert will die FDP für Samstage auf 95 Prozent steigern. Das soll verhindern, dass große Briefmengen tagelang liegen bleiben. Der parlamentarische Antrag liegt der dpa vor.

Bisher müssen die Briefträger der Deutschen Post an jedem Werktag unterwegs sein, mit der Gesetzesnovelle könnte sich das ändern. Der Einfluss der Liberalen auf das Gesetzgebungsverfahren ist angesichts ihrer Oppositionsrolle im Bundestag zwar begrenzt. Dennoch verdeutlicht die Wortmeldung, dass ein Ende der Montagszustellung längst kein Tabu mehr ist. Postthemen sind unter Politikern eigentlich ein heißes Eisen, weil viele Verbraucher und damit Wähler ihre Gewohnheiten am Briefkasten nicht ändern wollen.

Anfang August hatte das vom CDU-Politiker Peter Altmaier geführte Bundeswirtschaftsministerium ein Eckpunktepapier zu der anstehenden Postgesetz-Reform vorgelegt. Teile des Gesetzes sind schon mehr als zwei Jahrzehnte alt, sie gelten angesichts fortschreitender Digitalisierung und sinkender Briefmengen als überholt. In seinem Eckpunktepapier schreibt das Ministerium unter anderem, man wolle untersuchen, "ob die Zustellung an sechs Tagen weiterhin erforderlich ist". Dabei verweist es auf EU-Regeln, denen zufolge an nur fünf Tagen pro Woche zugestellt werden muss.

Bis Jahresende will das Wirtschaftsministerium einen Gesetzentwurf vorlegen - daran arbeite man "mit Hochdruck", sagt eine Sprecherin.

Sollen die Briefkästen an Montagen leer bleiben dürfen? Das Eckpunktepapier stellt die Frage, beantwortet sie aber nicht. Ja, sagt die FDP. Nein, heißt es hingegen von der SPD. "Eine Verkürzung der Zustellung von sechs auf fünf Tage die Woche ist ohne Frage eine Verschlechterung für die Bürgerinnen und Bürger", sagt der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol. "Wir lehnen diese ab."

Ein Nein kommt auch von der AfD, von den Grünen und von der Linken. Der Linkspolitiker Pascal Meiser verweist darauf, dass gerade erst eine saftige Portoerhöhung genehmigt worden sei und dass die Post-Beschwerden ansteigen - aus seiner Sicht wäre es daher völlig unangemessen, nun den Montag zu streichen und der Post das Geschäft somit zu erleichtern. Ähnlich argumentiert die Grüne Katharina Dröge.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion von CDU und CSU im Bundestag, Joachim Pfeiffer, gibt zu bedenken, dass man in Deutschland schärfere Zustellpflichten habe als in anderen EU-Staaten. "Angesichts der umfassenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft werden wir genau prüfen müssen, ob das noch zeitgemäß ist." Der Politiker stellt zwar keine Abschaffung der Montagszustellung in Aussicht, aber immerhin Änderungen. Er könne sich durchaus vorstellen, dass Kunden zum Beispiel für eine Montagszustellung "einen kleinen Betrag mehr" bezahlen. Die fraktionsinterne Diskussion zu dem Thema sei aber noch nicht so weit, es gebe hierzu noch keine Einigung, sagt Pfeiffer.

Ein Knackpunkt ist die Frage, ob ein Montags-Aus zu nicht hinnehmbaren Verzögerungen im Briefverkehr mit Gerichten führen würde

- dass also dadurch Fristen nicht eingehalten werden. Solche

Gerichtsschreiben müssen laut Gesetz in Papierform zugestellt werden. "Solange der Staat, etwa bei Behörden- oder Gerichtskommunikation, den klassischen Briefverkehr zwingend voraussetzt, darf es keine Einschränkung der Briefzustellung geben", sagt der Vize-Chef der AfD-Fraktion im Bundestag, Leif-Erik Holm. "Erst muss der Staat die Kommunikation mit Ämtern und Gerichten digitalisieren, dann können wir über eine Abschaffung der Sechs-Tage-Zustellpflicht reden."

Für die Post ist die Montagszustellung wirtschaftlich gesehen Ballast. Denn ihre Zusteller decken zwar auch an diesem Tag alle Haushalte ab, haben aber nur wenige Briefe dabei. 2018 warfen die Briefträger des Bonner Konzerns 7,7 Milliarden Briefe und Karten in Postfächer, davon 87 Prozent von Firmen. Unternehmen verschicken ihre Sendungen üblicherweise von Montag bis Freitag - am Wochenende geben sie so gut wie keine Sendungen auf. Somit kommt montags fast nur Privatpost an, die aber nur 13 Prozent der Gesamtmenge ausmacht.

Wer die Wortmeldung der FDP als Schützenhilfe für die Deutsche Post wertet, liegt daneben. Denn die geforderte Vorgabe, die Briefmengen am Samstag in die Höhe zu schrauben, dürfte für den Bonner Konzern ein Kraftakt sein. Der federführende Verfasser des Antrags, der FDP-Abgeordnete Reinhard Houben, sagt, der Wegfall der Montagspflicht wäre für die Firma finanziell gesehen ein großer Vorteil, weil sie dann weniger Personal bräuchte. "Das darf aber kein Geschenk ohne Gegenleistung werden." Im Gegenzug müsse sich die Samstagszustellung verbessern. "Wir wollen keine Verschlechterung für den Briefkunden - insgesamt muss die Leistung gleich oder besser werden als bisher."

Der Liberale sieht die Rolle der Post in der Branche kritisch - aus seiner Sicht ist sie ein "Quasi-Monopolist", der fairen Wettbewerb und damit ein sehr gutes Angebot für Kunden behindert. Laut Bundesnetzagentur kommt die Deutsche Post DHL auf einen Umsatz-Marktanteil von 85 Prozent im Briefgeschäft. Houben plädiert beispielsweise dafür, dass das "Umsatzsteuerprivileg" wegfällt - diese Regelung begünstigt nach seiner Darstellung die Post, da die Deutsche Post DHL bei bestimmten Großkunden keine Umsatzsteuer abführen muss, etwa bei Banken, Versicherungen und Behörden. Dadurch könne sie ihre Dienstleistungen billiger anbieten als die Konkurrenz, was den Wettbewerb behindere./wdw/DP/zb

20.10.2019

Längster Nonstop-Flug: In 19 Stunden von New York nach Sydney

CANBERRA (dpa-AFX) - Australiens Fluggesellschaft Qantas hat mit einer Boeing 787-9 mit insgesamt 19 Stunden und 16 Minuten den bisher längsten Passagierflug absolviert. Diese Zeit benötigte der Dreamliner für die 16 200 Kilometer zwischen New York und Sydney, wie Qantas am Sonntag twitterte. Die Maschine sei am Freitagabend (Ortszeit) an der Ostküste der USA gestartet und am Sonntagmorgen (Ortszeit) in Sydney gelandet.

Bei dem Testflug seien 40 Passagiere und zehn Crewmitglieder an Bord gewesen. Die Maschine sei vor dem Rekordflug voll betankt worden, die Zahl von Passagieren und Gepäckstücken sei für diesen Flug begrenzt gewesen. Unter anderem seien wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen dieser langen Flugzeiten auf Passagiere und Besatzung gesucht worden. Bis Jahresende plane Qantas zwei weitere Testflüge dieser Art./sub/DP/zb

20.10.2019

Klopp-Schwärmereien von Watzke: Zorc hält Diskussion für 'Kinderkram'

DORTMUND (dpa-AFX) - Manager Michael Zorc von Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund hält die Diskussionen um Trainer Lucien Favre in Folge der Buch-Veröffentlichung von Club-Chef Hans-Joachim Watzke für "Kinderkram." Watzke hatte in dem Buch gestanden, dass er Ex-Trainer Jürgen Klopp wegen einer möglichen Rückkehr angefragt habe.

Das sei aber 2017 gewesen und nicht direkt vor Favres Verpflichtung im Sommer 2018, betonte Zorc im ZDF-"Sportstudio" und erklärte: "Jeder weiß, dass Jürgen Klopp hier verehrt wird. Aber das hat doch nichts mit der Autorität des aktuellen Trainers zu tun." Für den unglücklichen Zeitpunkt der Buch-Veröffentlichung könne Watzke nichts, "das ist eine Frage der Verlage".

Zuvor hatte unter anderem der frühere Welt- und Europameister Jürgen Kohler Kritik geübt. Er halte zumindest den Zeitpunkt der Buchveröffentlichung für schwierig, hatte der langjährige Dortmunder Abwehrchef der "Sport Bild" gesagt: "Die Borussia hat bislang nicht souverän gespielt. Aki Watzke hat es sicher nicht mit Vorsatz gemacht, aber unbewusst schadet er dem eigenen Trainer."/sho/DP/zb

20.10.2019

Postgesetz-Reform: FDP für Abschaffung der Montagszustellung

BONN/BERLIN (dpa-AFX) - Bei der Reform des Postgesetzes plädiert die FDP für einen Wegfall der Briefzustellung an Montagen. Das geht aus einem parlamentarischen Antrag hervor, welcher der dpa vorliegt. Die Liberalen knüpfen dies an die Bedingung, dass die Deutsche Post samstags deutlich mehr Briefe austragen muss als bisher. Das soll verhindern, dass große Sendungsmengen tagelang liegenbleiben. Bisher muss der Bonner Konzern an jedem Werktag Briefe ausliefern, mit der Gesetzesänderung könnte diese Pflicht abgeschwächt werden.

Der Antrag ist die Antwort der Freien Demokraten auf ein Diskussionspapier zur Postgesetz-Reform, welches das CDU-geführte Bundeswirtschaftsministerium im August vorgelegt hatte. In dem Papier heißt es, man wolle untersuchen, "ob die Zustellung an sechs Tagen weiterhin erforderlich ist". Es wird auf EU-Regeln verwiesen, denen zufolge an nur fünf Tagen pro Woche zugestellt werden muss. Bis Jahresende will das Ministerium einen Gesetzesentwurf vorlegen. Führende Politiker von der SPD, der AfD, den Grünen und der Linken sind gegen eine Streichung der Montagszustellung, die Unionsfraktion hält sich noch bedeckt.

Die Liberalen sind im Bundestag zwar nur in der Opposition. Dennoch verdeutlicht die Wortmeldung, dass ein Ende der Montagszustellung längst kein Tabu mehr ist. Postthemen sind unter Politikern traditionell ein heißes Eisen, weil viele Verbraucher und damit Wähler ihre Gewohnheiten am Briefkasten nicht ändern wollen - und das, obwohl Briefe im Internetzeitalter an Bedeutung verlieren./wdw/DP/zb

20.10.2019

Warnstreik wirkt sich auf Flugbetrieb in Düsseldorf und Köln aus

KÖLN (dpa-AFX) - An nordrhein-westfälischen Flughäfen hat am Sonntagmorgen der angekündigte Warnstreik der Kabinengewerkschaft Ufo begonnen. Am Flughafen Düsseldorf seien bislang vier Verbindungen der Airline Eurowings gestrichen worden, sagte ein Sprecher des Flughafens am frühen Sonntagmorgen. "Da wird sicherlich noch einiges dazukommen." 240 Eurowings-Flüge sind über den Tag in Düsseldorf geplant. Auch am Flughafen Köln-Bonn fielen bereits einige Verbindungen aus, wie ein Sprecher mitteilte. Es sei aber ruhig, weil sich die Passagiere rechtzeitig informiert hätten. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat den Warnstreik der Flugbegleiter der Lufthansa -Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5.00 bis 11.00 Uhr bis um Mitternacht verlängert./szam/DP/zb

20.10.2019

Warnstreik der Flugbegleiter: Wenige Flüge in München fallen aus

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Am Flughafen München sind am Sonntag wegen des Warnstreiks der Kabinengewerkschaft Ufo bislang nur wenige Flüge ausgefallen. "Ungefähr zehn Verbindungen sind annulliert", sagte ein Sprecher des Airports am Morgen. "Das trifft zum Beispiel einen Eurowings-Flug nach Berlin." Größere Auswirkungen auf den Betrieb habe der Warnstreik bisher nicht. Das könnte sich im Laufe des Sonntages aber noch ändern. "Bisher fangen die bestreikten Airlines das alles mit nicht organisiertem Personal auf - man wird sehen, was der Tag bringt." Ufo hat den Warnstreik der Flugbegleiter der Lufthansa -Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5.00 bis 11.00 Uhr bis um Mitternacht verlängert./fme/DP/zb

20.10.2019

Ufo verlängert Warnstreik der Flugbegleiter bis Mitternacht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kabinengewerkschaft Ufo hat den Warnstreik der Flugbegleiter an mehreren deutschen Flughäfen bis 24.00 Uhr verlängert. Das sagte Daniel Flohr, Vize-Vorsitzender der Gewerkschaft, am frühen Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur./hdm/DP/zb

18.10.2019

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow unter Druck - J&J und Boeing sacken ab

NEW YORK (dpa-AFX) - Kurseinbrüche bei Boeing und bei Johnson & Johnson sowie schwache Konjunkturdaten aus China haben den US-Anlegern zum Wochenende die Stimmung vermiest. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen am Freitag teils recht deutlich im Minus. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt bekommt zunehmend die Folgen des Handelsstreits mit den USA zu spüren: Das Wirtschaftswachstum Chinas war im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Ferner ist weiterhin unklar, ob der britische Premierminister Boris Johnson an diesem Samstag den mit der Europäischen Union geschlossenen Brexit-Deal durch das Parlament bringt.

Der Dow Jones Industrial fiel um 0,95 Prozent auf 26 770,20 Punkte. Auf Wochensicht ist dies ein Minus von 0,17 Prozent. Seit dem Zwischentief Anfang Oktober hat der US-Leitindex im Kielwasser gestiegener Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelskonflikt aber immer noch um rund 4 Prozent zugelegt. Der marktbreite S&P 500 gab am Freitag um 0,39 Prozent auf 2986,20 Punkte nach und der technologielastige Nasdaq 100 schloss 0,93 Prozent tiefer bei 7868,49 Zählern.

Am Dow-Ende knickten die Aktien von Boeing um 6,79 Prozent ein. Es war der größte prozentuale Tagesverlust seit Februar 2016. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte wegen angeblicher Versäumnisse im Zusammenhang mit Ermittlungen zur Zulassung des Krisenjets 737 Max Vorwürfe gegen den Flugzeugbauer erhoben. FAA-Chef Steve Dickson forderte in einem Brief an Unternehmenschef Dennis Muilenburg eine "sofortige Erklärung", warum ein "beunruhigendes Dokument" Aufsehern erst mit Monaten Verspätung vorgelegt wurde.

Anteilscheine von Johnson & Johnson (J&J) sackten ebenfalls um mehr als 6 Prozent ab. Der Pharmakonzern ruft einen geringen Teil seines Pflegemittels "Baby Powder" wegen Asbestrisiken zurück. Das Unternehmen begründete den Schritt mit einem "Übermaß an Vorsicht" und betonte, dass es sich lediglich um eine einzelne Produktions-Charge handele, bei der die Gefahr einer minimalen Asbest-Kontamination bestehe. Allerdings ist Johnson & Johnson mit seinem "Baby Powder" wegen angeblicher Krebsrisiken ohnehin schon mit Sammelklagen konfrontiert, deshalb birgt der Rückruf hohe Brisanz.

Ansonsten richteten sich die Blicke weiter auf die Quartalsberichtssaison. Beim Getränkeriesen Coca-Cola war es besser gelaufen als von Analysten erwartet, auch dank des Verkaufsschlagers "Zero Sugar". Die Papiere stiegen an der Dow-Spitze um knapp 2 Prozent.

Der Kreditkartenanbieter American Express hatte den Gewinn im dritten Jahresviertel deutlich gesteigert und ebenfalls überraschend gut abgeschnitten. Allerdings waren die Papiere zuletzt gut gelaufen, so dass die Anleger Gewinne mitnahmen und die Anteilscheine damit rund 2 Prozent einbüßten.

Zu den Favoriten im S&P 500 zählten die Aktien von Schlumberger , die um gut 1 Prozent anzogen. Auch der Ölindustrie-Dienstleister hatte mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal überzeugt.

Derweil ging die jüngste Talfahrt der Aktien von Beyond Meat weiter. Die Papiere der Fleischersatzfirma fielen um mehr als 6 Prozent und fanden sich damit auf dem Niveau von Anfang Juni wider. Börsianer fürchten, dass der Wettbewerb zunehmen wird. Zudem äußerten sich Analysten negativ zu den Papieren. Seit dem Börsengang Anfang Mai aber hat sich der Aktienkurs immer noch vervierfacht.

Der Euro behauptete sich auf hohem Niveau und notierte zuletzt bei 1,1164 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1144 (Donnerstag: 1,1113) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8973 (0,8999) Euro gekostet. Richtungweisende US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren legten um 1/32 Punkt auf 98 29/32 Punkte zu, was im Gegenzug die Rendite auf 1,747 Prozent fallen ließ./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX

18.10.2019

Aktien New York Schluss: Verluste - J&J und Boeing sacken ab - China-Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - Kurseinbrüche bei Boeing und bei Johnson & Johnson sowie schwache Konjunkturdaten aus China haben den US-Anlegern zum Wochenende die Stimmung vermiest. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen am Freitag teils recht deutlich im Minus. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt bekommt zunehmend die Folgen des Handelsstreits mit den USA zu spüren: Das Wirtschaftswachstum Chinas war im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Ferner ist weiterhin unklar, ob der britische Premierminister Boris Johnson an diesem Samstag den mit der Europäischen Union geschlossenen Brexit-Deal durch das Parlament bringt.

Der Dow Jones Industrial fiel um 0,95 Prozent auf 26 770,20 Punkte. Auf Wochensicht ist dies ein Minus von 0,17 Prozent. Seit dem Zwischentief Anfang Oktober hat der US-Leitindex im Kielwasser gestiegener Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelskonflikt aber immer noch um rund 4 Prozent zugelegt. Der marktbreite S&P 500 gab am Freitag um 0,39 Prozent auf 2986,20 Punkte nach und der technologielastige Nasdaq 100 schloss 0,93 Prozent tiefer bei 7868,49 Zählern./la/he

18.10.2019

Aktien New York: Verluste - Schwache China-Daten - J&J und Boeing sacken ab

NEW YORK (dpa-AFX) - Einige schlechte Unternehmensnachrichten und schwache Konjunkturdaten aus China haben die Wall Street am Freitag belastet. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt bekommt zunehmend die Folgen des Handelsstreits mit den USA zu spüren: Das Wirtschaftswachstum Chinas war im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Ferner ist weiterhin unklar, ob der britische Premierminister Boris Johnson an diesem Samstag den mit der Europäischen Union geschlossenen Brexit-Deal durch das Parlament bringt.

Der Dow Jones Industrial fiel um 0,66 Prozent auf 26 846,35 Punkte. Seit dem Zwischentief Anfang Oktober hat der US-Leitindex im Sog gestiegener Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelskonflikt aber immer noch um gut 4 Prozent zugelegt. Der marktbreite S&P 500 gab am Freitag um 0,32 Prozent auf 2988,24 Punkte nach und der technologielastige Nasdaq 100 stand 0,88 Prozent tiefer bei 7871,98 Zählern.

Am Dow-Ende knickten die Anteilscheine von Johnson & Johnson (J&J) um mehr als 5 Prozent ein. Der Pharmakonzern ruft einen geringen Teil seines Pflegemittels "Baby Powder" wegen Asbestrisiken zurück. Das Unternehmen begründete den Schritt mit einem "Übermaß an Vorsicht" und betonte, dass es sich lediglich um eine einzelne Produktions-Charge handele, bei der die Gefahr einer minimalen Asbest-Kontamination bestehe. Allerdings ist Johnson & Johnson mit seinem "Baby Powder" wegen angeblicher Krebsrisiken ohnehin schon mit Sammelklagen konfrontiert, deshalb birgt der Rückruf hohe Brisanz.

Ähnlich deutlich nach unten ging es für die Anteilscheine von Boeing . Die US-Luftfahrtbehörde FAA erhob wegen angeblicher Versäumnisse im Zusammenhang mit Ermittlungen zur Zulassung des Krisenjets 737 Max Vorwürfe gegen den Flugzeugbauer. FAA-Chef Steve Dickson forderte in einem Brief an Unternehmenschef Dennis Muilenburg eine "sofortige Erklärung", warum ein "beunruhigendes Dokument" Aufsehern erst mit Monaten Verspätung vorgelegt wurde.

Ansonsten richteten sich die Blicke weiter auf die Quartalsberichtssaison. Beim Getränkeriesen Coca-Cola war es besser gelaufen als von Analysten erwartet, auch dank des Verkaufsschlagers "Zero Sugar". Die Papiere stiegen an der Dow-Spitze um gut 2 Prozent.

Der Kreditkartenanbieter American Express hatte den Gewinn im dritten Jahresviertel deutlich gesteigert und hatte ebenfalls überraschend gut abgeschnitten. Allerdings waren die Papiere zuletzt gut gelaufen, so dass die Anleger Gewinne mitnahmen und die Anteilscheine damit mehr als 1 Prozent einbüßten.

Zu den Favoriten im S&P 500 zählten die Aktien von Schlumberger , die um gut 1 Prozent anzogen. Auch der Ölindustrie-Dienstleister hatte mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal überzeugt./la/he

18.10.2019

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Anleger zögern vor der Brexit-Abstimmung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem mit Spannung erwarteten Brexit-Showdown haben sich die Anleger am Freitag im Frankfurter Handel nicht mehr weiter aus dem Fenster gelehnt. Nach einer knapp zweiwöchigen Erholungsrally, die den Dax am Vortag in der Spitze über die Marke von 12 800 Punkten getrieben hatte, hielten sie zu Wochenschluss ihr Pulver trocken wegen der Zweifel, dass das Abkommen mit der EU am Samstag den Weg durch das britische Parlament findet.

Letztlich ging der Dax etwas schwächer aus dem Handel. 12 633,60 Punkte bedeuteten am Freitag ein Minus von 0,17 Prozent, auf Wochensicht aber ein Plus von knapp 1 Prozent. Die Hoffnung auf einen geregelten Brexit gilt damit ebenso als eingepreist wie die zuletzt gestiegene Zuversicht im US-Zollstreit mit China. Als Stimmungsbremse galt am Freitag aber ein überraschend langsames Wachstum der chinesischen Wirtschaft im dritten Quartal.

Beim MDax war der Abschlag letztlich noch etwas größer. Der Index für mittelgroße Werte sank zu Wochenschluss um 0,40 Prozent auf 25 999,86 Punkte.

Nachdem sich Großbritannien am Vortag mit der EU auf einen Scheidungsvertrag geeinigt hatte, bleibt nun das britische Parlament am Samstag eine große Hürde. "Bei aller Freude darüber: Die Kuh ist noch längst nicht vom Eis", warnen die Experten der LBBW. Wegen des Widerstands der nordirischen Partei DUP gehen viele Fachleute von einem vollkommen offenen Ergebnis aus, was die Brisanz bei der Abstimmung deutlich erhöht.

Auf Unternehmensseite zogen die Autowerte die Aufmerksamkeit negativ auf sich. Eine Gewinnwarnung von Renault schickte den ganzen europäischen Sektor auf Talfahrt. Während die Papiere der Franzosen in Paris um 11,5 Prozent absackten, ging es im Dax für die Aktien von VW , Daimler und BMW um zwischen 0,5 und 1,4 Prozent bergab.

Auf der positiven Dax-Seite tauchten vor allem Versicherungswerte auf, der Leitindex wurde angeführt von Allianz und Munich Re mit Kursgewinnen von über jeweils 1 Prozent. Hilfreich bei dem Rückversicherer war, dass dieser sich nach dem dritten Quartal auf einem guten Weg sieht, um sein Gewinnziel in diesem Jahr zu toppen.

Bei Osram kam zu Handelsende Bewegung auf. Erst wurde bekannt, dass von den Finanzinvestoren Advent und Bain kein neues Gebot zu erwarten ist, dann kam der jüngst gescheiterte Interessent AMS mit einer neuen Offerte um die Ecke. Wie zuvor bietet der Sensorhersteller 41 Euro je Aktie, nun aber mit einer niedrigeren Annahmeschwelle. Die Osram-Aktien beendeten den Handel 3 Prozent höher.

Kaufempfehlungen von Analysten trieben zudem die Aktien der Deutschen Post und der Software AG nach oben. Die Aussichten für den Logistikkonzern hätten sich deutlich verbessert und der Blick in die Zukunft sei klarer geworden, argumentierte Berenberg-Analyst William Fitzalan Howard. Dies verhalf den Papieren im Dax mit 0,8 Prozent ins Plus.

Bei der Darmstädter Software AG dagegen sieht Analyst Gautam Pillai von der US-Investmentbank Goldman Sachs positive Anzeichen für eine Kehrtwende - unter anderem wegen der Umstellung auf Abonnement-Modelle für seine Software. Die Anteile gewannen an der Spitze im MDax 3,2 Prozent.

Im SDax sorgte die Ceconomy -Aktie mit einem Kursrutsch um 11 Prozent für Aufsehen, nachdem der Aufsichtsrat die Trennung von Vorstandschef Jörn Werner bekannt gegeben hatte. Analyst Jürgen Elfers von der Commerzbank befürchtet nun, dass bei der Neuausrichtung der Media-Markt- und Saturn-Holding wertvolle Zeit verloren geht.

Auf europäischer Bühne war das Bild ähnlich wie beim Dax. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,26 Prozent auf 3579,41 Punkte. Geprägt von den Kursrutschen bei Renault und dem Lebensmittelkonzern Danone sank der Pariser Cac 40 sogar um 0,65 Prozent. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,4 Prozent nach. Auch der New Yorker Dow Jones Industrial lag zum hiesigen Handelsschluss etwas im Minus.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,38 Prozent am Vortag auf minus 0,39 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 144,88 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,14 Prozent auf 171,51 Punkte.

Der Euro legte zu und kostete zuletzt 1,1154 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1144 (Donnerstag: 1,1113) US-Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8973 (0,8999) Euro gekostet./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

18.10.2019

Aktien Frankfurt Schluss: Anleger zögern vor der Brexit-Abstimmung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem mit Spannung erwarteten Brexit-Showdown haben sich die Anleger am Freitag im Frankfurter Handel nicht mehr weiter aus dem Fenster gelehnt. Nach einer knapp zweiwöchigen Erholungsrally, die den Dax am Vortag in der Spitze über die Marke von 12 800 Punkten getrieben hatte, hielten sie zu Wochenschluss ihr Pulver trocken wegen der Zweifel, dass das Abkommen mit der EU am Samstag den Weg durch das britische Parlament findet.

Letztlich ging der Dax etwas schwächer aus dem Handel. 12 633,60 Punkte bedeuteten am Freitag ein Minus von 0,17 Prozent, auf Wochensicht aber ein Plus von knapp 1 Prozent. Die Hoffnung auf einen geregelten Brexit gilt damit ebenso als eingepreist wie die zuletzt gestiegene Zuversicht im US-Zollstreit mit China. Als Stimmungsbremse galt am Freitag aber ein überraschend langsames Wachstum der chinesischen Wirtschaft im dritten Quartal.

Beim MDax war der Abschlag letztlich noch etwas größer. Der Index für mittelgroße Werte sank zu Wochenschluss um 0,40 Prozent auf 25 999,86 Punkte./tih/he

18.10.2019

ROUNDUP/Aktien New York: Leichtes Minus nach schwachen Konjunkturdaten aus China

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts schwacher Konjunkturdaten aus China haben sich die Anleger an der Wall Street am Freitag zurückgehalten. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt bekommt zunehmend die Folgen des Handelsstreits mit den USA zu spüren: Das Wirtschaftswachstum Chinas war im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Ferner ist weiterhin unklar, ob der britische Premierminister Boris Johnson an diesem Samstag den mit der Europäischen Union geschlossenen Brexit-Deal durch das Parlament bringt.

Der Dow Jones Industrial gab um 0,23 Prozent auf 26 964,43 Punkte nach. Seit dem Zwischentief Anfang Oktober hat der US-Leitindex im Sog gestiegener Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelskonflikt bereits um knapp 5 Prozent zugelegt. Der marktbreite S&P 500 bewegte sich am Freitag mit minus 0,13 Prozent auf 2994,11 Punkte nur wenig und der technologielastige Nasdaq 100 stand 0,28 Prozent tiefer bei 7920,19 Zählern.

Auf der Unternehmensseite richteten sich die Blicke weiter auf die Quartalsberichtssaison. Beim Getränkeriesen Coca-Cola war es besser gelaufen als von Analysten erwartet, auch dank des Verkaufsschlagers "Zero Sugar". Die Papiere stiegen an der Dow-Spitze um rund 1,5 Prozent.

Der Kreditkartenanbieter American Express hatte den Gewinn im dritten Jahresviertel deutlich gesteigert und hatte ebenfalls überraschend gut abgeschnitten. Allerdings waren die Papiere zuletzt gut gelaufen, so dass die Anleger Gewinne mitnahmen und die Anteilscheine damit mehr als 1 Prozent einbüßten.

Zu den größten Gewinnern im S&P 500 zählten die Aktien von Schlumberger , die um rund 3 Prozent anzogen. Auch der Ölindustrie-Dienstleister hatte mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal überzeugt.

Am Dow-Ende fielen die Anteilscheine von Johnson & Johnson um mehr als 3 Prozent. Der Pharmakonzern ruft einen geringen Teil seines Pflegemittels "Baby Powder" wegen Asbestrisiken zurück. Das Unternehmen begründete den Schritt mit einem "Übermaß an Vorsicht" und betonte, dass es sich lediglich um eine einzelne Produktions-Charge handele, bei der die Gefahr einer minimalen Asbest-Kontamination bestehe. Allerdings ist Johnson & Johnson mit seinem "Baby Powder" wegen angeblicher Krebsrisiken ohnehin schon mit Sammelklagen konfrontiert, deshalb birgt der Rückruf hohe Brisanz./la/he

18.10.2019

Aktien New York: Wenig Bewegung nach schwachen Konjunkturdaten aus China

NEW YORK (dpa-AFX) - Angesichts schwacher Konjunkturdaten aus China haben sich die Anleger an der Wall Street am Freitag zurückgehalten. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt bekommt zunehmend die Folgen des Handelsstreits mit den USA zu spüren: Das Wirtschaftswachstum Chinas war im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Ferner ist weiterhin unklar, ob der britische Premierminister Boris Johnson an diesem Samstag den mit der Europäischen Union geschlossenen Brexit-Deal durch das Parlament bringt.

Der US-Leitindex Dow Jones gab um 0,11 Prozent auf 26 997,29 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 bewegte sich mit plus 0,02 Prozent auf 2998,62 Punkte kaum vom Fleck und der technologielastige Nasdaq 100 stand 0,01 Prozent höher bei 7942,82 Zählern./la/he

18.10.2019

WOCHENAUSBLICK: Brexit-Abstimmung wird zum Wegweiser für den Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte in der neuen Woche am seidenen Faden der Politik hängen. Dabei könnte der Brexit vorerst die größeren Schlagzeilen machen als die globalen Handelsstreitigkeiten, die zuletzt als Kurstreiber meist bestimmend waren. Richtungweisend wird dabei der Samstag, wenn in London über den Scheidungsvertrag mit der EU abgestimmt wird. "Dieser Deal muss noch durch die 'Mühlen' des britischen Parlaments", betonte Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel.

Am Markt gibt es große Zweifel, ob Premierminister Boris Johnson den mit der EU ausgehandelten Deal durch bekommt - anders als seine Vorgängerin Theresa May. "Die Hard Brexiteers stehen offensichtlich hinter Johnson, aber sowohl die nordirische DUP als auch Labour werden wohl gegen den Deal stimmen, weshalb es aktuell nicht für eine Annahme reichen würde", sagte Finanzmarktanalyst Manuel Andersch von der BayernLB. Viele Experten sprechen von einem vollkommen offenen Ergebnis, was die Brisanz bei der Abstimmung noch erhöht.

Die Aussicht auf ein Brexit-Abkommen hatte in den vergangenen Tagen bei Anlegern bereits für gute Stimmung gesorgt und den Dax per saldo gestützt. "Bei aller Freude darüber: Die Kuh ist noch längst nicht vom Eis", warnen die Experten der LBBW. Sollte das Abkommen am Samstag im britischen Parlament durchfallen, gebe es viele Szenarien. Die Aktienmärkte dürften dann mit Enttäuschung reagieren. Bei einer Zustimmung hingegen erwarten sie eine weitere Börsenerholung. Anleger können sich dann vielleicht doch noch Hoffnung machen auf eine Jahresendrally.

Analyst Adrian Paul von Goldman Sachs glaubt jedoch an eine erfolgreiche Abstimmung und skizzierte dafür am Freitag ein Szenario, bei dem der Deal auch ohne eine Unterstützung der nordirischen DUP eine Mehrheit erreichen kann - und zwar mit Hilfe einer Gruppe von oppositionellen Labour-Abgeordneten, die eine Scheidung von der EU befürworten. Johnson fehlen etwa 30 Stimmen für eine Mehrheit.

Charttechnisch sieht die BayernLB den Dax, der es zuletzt auf den höchsetn Stand seit August 2018 geschafft hatte, aber vor einem massiven Widerstand nach oben. Analyst Hans-Peter-Reichhuber spricht beim Leitindex von einer breiten Seitwärtsbewegung unterhalb der 2018-er Kursspitzen. Mitte des vergangenen Jahres war der Dax im Bereich zwischen 12 900 und 13 200 Punkten mehrere Male nach unten abgedreht. "Ein Ausbruch nach oben zeichnet sich derzeit nicht ab", so der Experte.

Laut dem Donner & Reuschel-Experten Utschneider schweben abseits des Brexit aber auch andere Themen wie die US-Handelszölle sowie die globale Rezessionsgefahr weiter wie ein Damoklesschwert über dem Markt. Im Handelsstreit mit China stehen die Zeichen zwar eher auf Deeskalation. Eine Serie von gekürzten Unternehmensprognosen ist neuerdings aber Zeugnis der Konjunktursorgen. Sie droht sich in den kommenden Wochen fortzusetzen, wenn die Berichtssaison zum dritten Quartal richtig ins Rollen kommt.

Am Montag berichtet SAP , Eckdaten sind hier aber seit der Vorwoche schon bekannt. Am Dienstag folgen Konkurrent Software AG . Ein richtiger Hammertag wird dann der Donnerstag unter anderem mit Quartalszahlen von den Dax-Mitgliedern BASF und Daimler . In der zweiten deutschen Börsenreihe warten dann unter anderem Siltronic , Wacker Chemie , Aixtron , Puma sowie Kion mit Zahlen auf. Am Freitag folgt das neue Dax-Mitglied MTU .

Konjunkturseitig spielt die Musik eher im späteren Wochenverlauf mit einigen wichtigen Frühindikatoren. Am Donnerstag werden vorläufige europäische Einkaufsmanagerdaten für Oktober erwartet, am Freitag folgt das deutsche Ifo-Geschäftsklima. Nach dem zuletzt ersten Anstieg seit März sieht die Postbank im Oktober bei den Geschäftserwartungen ein moderates Aufwärtspotenzial, nicht aber für die Lagebeurteilung. In der Summe rechnen die Experten daher mit einem knappen Rückgang des Ifo-Index um 0,1 auf 94,5 Punkte.

Ein wichtiges Thema sollte bei den geopolitischen Themen allerdings nicht vergessen werden: Am kommenden Donnerstag kommt die Europäische Zentralbank zu ihrer letzten Zinssitzung unter dem scheidenden Präsidenten Mario Draghi zusammen. Laut Karsten Junius von der schweizerischen Privatbank J. Safra Sarasin sind dann keine neuen Maßnahmen zu erwarten. Mehr noch als über die geldpolitische Zukunft dürfte seiner Ansicht nach über das im September von Draghi geschnürte Maßnahmenpaket diskutiert werden./tih/gl/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

18.10.2019

Aktien Frankfurt: Dax kaum bewegt vor der Brexit-Abstimmung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer knapp zweiwöchigen Erholungsrally bis über die Marke von 12 800 Punkten hat sich der Dax am Freitag stabil gezeigt. Die Anleger hoffen nach wie vor auf einen geregelten Brexit und eine Einigung zwischen den USA und China im Zollstreit. Dafür haben sie aber bereits reichlich Vorschusslorbeeren gegeben und wollen sich vorerst nicht noch weiter aus dem Fenster lehnen.

Es gibt Zweifel, dass der britische Premierminister Boris Johnson den Brexit-Deal durch das britische Parlament bekommt. Dazu gesellt sich ein überraschend langsames Wachstum der chinesischen Wirtschaft im dritten Quartal. Das Wachstum war mit plus 6,0 Prozent so schwach wie zuletzt vor rund 30 Jahren ausgefallen.

Bis zum Nachmittag zeigte sich der deutsche Leitindex prozentual unverändert bei 12 654,57 Punkten, nachdem er tags zuvor zeitweise bis auf 12 814 Punkte geklettert war. Im Wochenverlauf bedeutet dies inzwischen ein Plus von 1,1 Prozent. Seit dem Start seiner Erholung vor etwas mehr als zwei Wochen ist er inzwischen wieder um 6,1 Prozent gestiegen. Der MDax für mittelgroße Werte sank am Freitag um 0,18 Prozent auf 26 056,92 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,17 Prozent.

Die Anleger befinden sich laut Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank in einer lethargischen Stimmung. "Es ist bereits viel an positiver Erwartungshaltung eingepreist worden." Vor der Abstimmung über den Brexit-Deal am Samstag im britischen Parlament herrsche relative Ruhe, hieß es seitens der Landesbank Baden-Württemberg. Laut Investmentanalyst Frank Klumpp sprechen die Zeichen zudem für einen weiterhin stabilen Aktienmarkt, denn auch der Start in die US-Berichtssaison sei positiv verlaufen.

Beim Blick auf die Branchen zogen einmal mehr die Autowerte erhöhte Aufmerksamkeit auf sich. Dass der französische Autobauer Renault seine Jahresziele kappte, belastete den ganzen europäischen Sektor. Mit einem Abschlag von etwas mehr als einem Prozent war er das Schlusslicht unter den insgesamt 19 Branchen. Die Aktien von VW und Daimler gaben moderat nach, während sich die von BMW auf ihrem Vortagesniveau hielten.

Herbe Auftragseinbrüche beim Lkw-Hersteller Volvo drückten darüber hinaus auf Aktien von Zulieferern für Nutzfahrzeug-Industrie. Während die Anteile von SAF-Holland indes um knapp 2 Prozent nachgaben, erholten sich die Papiere der Jost Werke wieder komplett und zeigten sich prozentual unverändert.

Die Aktien der Munich Re stiegen zeitweise mit 249,60 Euro auf einen neuen Höchststand seit 2002. Zuletzt belief sich ihr Plus aber nur noch auf 0,5 Prozent. Dank eines vorläufigen Konzernergebnisses von etwa 850 Millionen im dritten Quartal sieht sich der Rückversicherer auf einem guten Weg, seine Jahresziel von 2,5 Milliarden Euro zu toppen, was Analysten allerdings bereits auf ihren Zetteln haben.

Die Anteilsscheine von Osram stiegen im MDax um 2,1 Prozent. Erneut aufgeflammte Übernahmehoffnungen stützten, denn der Aufsichtsrat des österreichischen Sensorspezialisten AMS will wohl während seiner Sitzung an diesem Freitag auch über ein mögliches neues Gebot für den deutschen Lichtspezialisten sprechen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Nachdem jüngst das Übernahmeangebot von AMS über 41 Euro je Aktie an der Mindestannahmeschwelle von 62,5 Prozent gescheitert war, ist es denkbar, dass die Schwelle gesenkt wird.

Kaufempfehlungen trieben zudem die Aktie Gelb und die der Software AG nach oben. Die Aussichten für die Deutsche Post hätten sich deutlich verbessert und der Blick in die Zukunft sei klarer geworden, schrieb Berenberg-Analyst William Fitzalan Howard und hob zudem das Kursziel an. Das verhalf den Papieren zuletzt zu einem Kursplus von 0,8 Prozent.

Analyst Gautam Pillai von der US-Investmentbank Goldman Sachs sieht indes positive Anzeichen für eine Kehrtwende bei dem Darmstädter Software-Konzern. Dessen Anteile gewannen an der Spitze im MDax daraufhin 4,7 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,38 Prozent am Vortag auf minus 0,39 Prozent. Der Bund-Future verlor 0,23 Prozent auf 171,36 Punkte. Der Euro legte zu und kostete am frühen Nachmittag 1,1141 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1113 Dollar festgelegt./ck/fba

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

18.10.2019

Aktien New York Ausblick: Anleger nach schwachen China-Daten vorsichtig

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ungewissheit um den Zustand der Weltwirtschaft dürfte am Freitag zunächst größeren Kursgewinnen an der Wall Street im Wege stehen. Dem gegenüber stand eine weiterhin recht gut laufende Berichtssaison der Unternehmen mit Zahlen etwa von Coca Cola und American Express. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor dem Auftakt 0,09 Prozent höher bei 27 051 Punkten. Seit dem Zwischentief Anfang Oktober hat der Index im Sog gestiegener Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelskonflikt bereits um rund fünf Prozent zugelegt.

Ein überraschend deutlicher Rückgang des chinesischen Wirtschaftswachstums Chinas im dritten Quartal drückte am Freitag bereits an den Börsen Asiens und Europas auf die Stimmung. So bekommt China zunehmend die Folgen des Handelsstreits mit den USA zu spüren. Zudem ist weiterhin unklar, ob der britische Premierminister Boris Johnson an diesem Samstag den mit der EU geschlossenen Brexit-Deal durchs Parlament bringt.

Auf der Unternehmensseite richten sich die Blicke weiter auf die Quartalsberichtssaison. Der Kreditkartenanbieter American Express steigerte den Gewinn im dritten Jahresviertel deutlich und schnitt besser ab als gedacht. Die Aktien legten im vorbörslichen US-Handel um 1,60 Prozent zu.

Beim Getränkeriesen Coca-Cola lief es ebenfalls besser als von Analysten erwartet, auch dank des Verkaufsschlagers "Zero Sugar". Die Papiere legten vorbörslich um mehr als zwei Prozent zu.

Auch der Ölindustrie-Denstleister Schlumberger sowie das Technologieunternehmen Honeywell überzeugten die Anleger mit ihren Geschäftsentwicklungen im abgelaufenen Quartal. Beide Aktien legten vorbörslich zu./mis/fba

20.10.2019

EU-Staaten beraten Lage beim Brexit

LONDON/BRÜSSEL(dpa-AFX) - Nach dem britischen Antrag auf Verschiebung des Brexits haben die 27 bleibenden EU-Staaten am Sonntagmorgen die Lage beraten. Die EU-Botschafter kamen dazu in Brüssel zusammen. Dabei ging es nach Angaben von Diplomaten aber noch nicht um die Genehmigung des Aufschubs, sondern vor allem um eine mögliche Ratifizierung des neuen Brexit-Abkommens in den kommenden Tagen, also noch vor dem gültigen Austrittsdatum 31. Oktober.

Das EU-Parlament muss dem Vertrag zustimmen und könnte dies theoretisch bereits kommenden Donnerstag tun. Die Entscheidung über den Zeitplan liegt beim Parlament selbst. Über die mögliche Verschiebung des Brexits müsste ein EU-Sondergipfel befinden.

Die britische Regierung hatte in der Nacht zum Sonntag entsprechend den Vorgaben eines britischen Gesetzes eine Verlängerung der Brexit-Frist bis Ende Januar beantragt. Denn das Unterhaus hatte am Samstag eine Entscheidung über den Brexit-Vertrag vertagt. Premierminister Boris Johnson hatte gleichzeitig deutlich gemacht, dass er die Ratifizierung trotzdem noch vor dem 31. Oktober abschließen und dann einen geregelten Austritt vollziehen will./vsr/DP/zb

20.10.2019

ROUNDUP: London bittet um Brexit-Verschiebung - Johnson: 'Persönlich dagegen'

LONDON/BRÜSSEL(dpa-AFX) - Die britische Regierung hat im Namen ihres Premiers Boris Johnson am Samstagabend in einem Schreiben - wie vom Gesetz verlangt - eine Brexit-Verschiebung bei der EU beantragt. Das teilte EU-Ratschef Donald Tusk auf Twitter mit. Er werde nun mit den Regierungschefs der EU-Länder Beratungen aufnehmen, wie auf die Bitte aus London reagiert werden soll, schrieb Tusk weiter. Allerdings erhielt die EU neben dem Verschiebungsantrag, der nicht unterzeichnet war, nach Angaben aus EU-Quellen und britischer Medien noch zwei weitere Schreiben von britischer Seite.

Das von Tusk bestätigte Schreiben mit dem Antrag auf Verschiebung war demnach von Johnson nicht unterzeichnet worden. Kurz darauf folgte ein Schreiben des britischen EU-Botschafters Tim Barrow, der darauf hinwies, dass der Antrag auf Verschiebung von Johnson bewusst nicht unterschrieben worden war, da die britische Regierung "vom Gesetz her" zu dem Antrag verpflichtet war. Und dann erhielt Tusk ein Schreiben Johnsons, in dem sich dieser persönlich gegen die Verschiebung des Brexit-Termins aussprach. Dieser Brief war den Angaben zufolge unterschrieben.

Johnson war nach einem britischen Gesetz (Benn Act) verpflichtet, bei der EU um eine weitere Verlängerung der Austrittsfrist um drei Monate zu bitten, sofern bis zum Samstag kein Deal gebilligt war.

Wenige Stunden zuvor hatte Johnson eine heftige Niederlage im Parlament in London einstecken müssen. Der Premier plant eigentlich, Großbritannien am 31. Oktober aus der Staatengemeinschaft zu führen. Eine Mehrheit der Abgeordneten hatte aber gegen den Wunsch der Regierung gestimmt, den zwischen Johnson und Brüssel vereinbarten Austrittsvertrag schon jetzt zu billigen.

Trotzdem will Johnson versuchen, den Termin 31. Oktober zu halten. Er sei weder eingeschüchtert noch schockiert, sagte er nach dem Votum im Unterhaus. Auch in seinem persönlichen Schreiben an Tusk gab sich Johnson überzeugt, dass Großbritannien den Termin halten werde. Dennoch dürften die Chancen für einen Brexit in weniger als zwei Wochen weiter deutlich geschrumpft sein.

Die Parlamentarier vertagten die Entscheidung, bis das Gesetz zur Ratifizierung des Vertrags unter Dach und Fach ist. Hintergrund ist das Misstrauen vieler Abgeordneter gegen Johnson. Die Abgeordneten sahen die Gefahr, dass das Gesetz noch scheitern und am 31. Oktober doch ein Chaos-Brexit drohen könnte. Für den Fall werden erhebliche Schäden für die Wirtschaft und andere Lebensbereiche befürchtet.

Johnson sagte direkt nach dem Unterhaus-Votum aufgebracht, er sei nicht dazu verpflichtet, mit Brüssel über eine Verlängerung zu verhandeln. Er werde sich weiter für einen Austritt Ende Oktober einsetzen. Dafür werde er kommende Woche das Gesetz zur Ratifizierung des Abkommens einbringen. Denkbar ist, dass dieses Gesetz entscheidende parlamentarische Hürden bis Dienstag nimmt. Auch ein neuer Anlauf für den Deal am Montag scheint nicht ausgeschlossen

Johnson hatte erst diese Woche nach langem Streit mit der EU einen geänderten Austrittsvertrag vereinbart, der sofort von den EU-Staats- und Regierungschefs gebilligt wurde. Neu geklärt wurde in dem jetzt geänderten Abkommen die Frage, wie die Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland auch nach dem Brexit offen bleiben kann. Zudem vereinbarte Johnson mit Brüssel in einer politischen Erklärung, dass es auf längere Sicht nur eine lose Bindung seines Landes an die EU geben soll. Eine frühere Fassung des Pakets war im Unterhaus drei Mal durchgefallen.

Der Premierminister hat keine eigene Mehrheit im Parlament. Er ist daher auf die Unterstützung aus der Opposition angewiesen. Auch die Zustimmung für das Ratifizierungsgesetz ist also noch längst keine ausgemachte Sache. Das Parlament zeigte sich in der Vergangenheit extrem zersplittert. Konsens war bisher nur, dass es keinen ungeregelten Austritt ohne Vertrag geben soll. Während im Parlament die Debatte tobte, demonstrierten in der Nähe zahlreiche Brexit-Gegner. Die Veranstalter gingen von mehreren Hunderttausend Teilnehmern aus.

Bei einem Referendum 2016 hatte sich eine knappe Mehrheit der Teilnehmer für den EU-Austritt entschieden. Der Brexit war im Frühjahr bereits zweimal verschoben worden./si/DP/zb

20.10.2019

ROUNDUP: Koalitionsspitzen beraten über Halbzeitbilanz und Syrien

BERLIN (dpa-AFX) - Die Spitzen der großen Koalition treffen sich am Sonntagabend in Berlin, um unter anderem über die Bilanz der Regierungsarbeit zur Mitte der Wahlperiode zu beraten. Dabei werden sie vermutlich zunächst über das Verfahren beraten, nach dem diese Halbzeitbilanz gezogen werden soll. Möglicherweise werden sie auch über die politischen Prioritäten für die zweite Hälfte der Legislatur beraten. Themen dürften zudem der weitere Fahrplan für die Klimagesetzgebung und die Grundrente sein.

Auch über den militärischen Feldzug der Türkei gegen die Kurdenmiliz YPG im Norden Syriens soll gesprochen werden. Deshalb wird an den Beratungen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch Außenminister Heiko Maas (SPD) teilnehmen.

Die Grundrente gehört zu den Streitthemen zwischen Union und SPD. Sie soll Beziehern kleiner Renten einen Aufschlag gewähren. Die SPD will, dass er ohne Prüfung der tatsächlichen Bedürftigkeit gezahlt wird. Die CDU/CSU lehnt das ab und verweist auf den Koalitionsvertrag, der eine Bedürftigkeitsprüfung vorsieht. Eine Einigung wird am Sonntag nicht erwartet.

Die große Koalition war Anfang 2018 nur unter Mühen zustande gekommen, nachdem die Jamaika-Verhandlungen von CDU/CSU, FDP und Grünen gescheitert waren. Die SPD bestand darauf, zur Mitte der Wahlperiode eine Zwischenbilanz zu ziehen. Bei den Sozialdemokraten gibt es eine starke Strömung, die für einen schnellen Ausstieg aus der Regierung plädiert. Viel Gewicht wird in dieser Frage der künftigen Parteiführung zukommen.

CSU-Chef Markus Söder bemängelt in der "Bild am Sonntag": "Die GroKo ist kein Zukunftsmodell. Sie vermittelt personell und strukturell zu wenig Perspektive."

Familienministerin Franziska Giffey sprach sich für einen Verbleib ihrer Partei in der Regierung aus. "Das Heil der SPD kann nicht in einem vorzeitigen Verlassen der großen Koalition liegen", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Die Bürgerinnen und Bürger wollen eine verlässliche Regierung, die gute Arbeit leistet."

Die deutsche Wirtschaft stellte der großen Koalition zur Halbzeit ein schlechtes Zeugnis aus. "In zentralen Politikfeldern fehlen bis heute ein klarer Kurs und richtungsweisende Entscheidungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der Deutschen Presse-Agentur. "Angesichts der sich stark eintrübenden Konjunktur müssen wir feststellen, dass die jüngsten Aufschwung-Jahre verpasste Chancen für mehr Wachstum waren." Der wirtschaftspolitische Kurs nach dem Motto "Umverteilung vor Investitionen" drohe sich nun zu rächen.

Lang sagte, Deutschland verfüge nach einem wirtschaftlich starken Jahrzehnt mit einem sehr hohen Beschäftigungsstand und solide finanzierten öffentlichen Haushalten über finanzielle Spielraum, trotz der Schuldenbremse. Der Staat könne sich außerdem gegenwärtig zu negativen Zinsen verschulden. "Finanzpolitisch muss Deutschland jetzt umschalten", forderte Lang. Er forderte zudem mehr Tempo beim Ausbau des schnellen Internets sowie der Stromnetze im Zuge der Energiewende.

Hintergrund der Forderungen: Die Konjunktur in Deutschland hat sich deutlich abgekühlt. Vor allem die exportstarke deutsche Industrie wird von den Folgen internationaler Handelskonflikte belastet. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und andere Spitzenverbände der Wirtschaft fordern seit langem Entlastungen für Unternehmen. So wollen sie weniger Bürokratie und eine Reform der Unternehmensteuern, damit die Firmen wettbewerbsfähig blieben.

Der Vizevorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, zeigte Verständnis für die BDI-Kritik. Die große Koalition - voran Wirtschaftsminister Peter Altmaier - habe "bis auf große Ankündigungen kaum Substantielles für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts getan". Jetzt sei schnelles Handeln gegen eine drohende Rezession und die Strukturkrise nötig. "Die Bundesregierung muss endlich liefern", sagte Theurer der dpa.

Nach dem "Sonntagstrend", den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für "Bild am Sonntag" erhebt, gewinnt die SPD einen Punkt hinzu und kommt jetzt 15 Prozent. Auch die Union legt um einen Prozentpunkt zu und landet demnach bei 29 Prozent. Die Grünen dagegen verlieren einen Punkt und erreichen 20 Prozent. Die AfD gibt zwei Punkte ab und kommt nur noch auf 13 Prozent. Die Linke erreicht 9 Prozent (plus 1), die FDP wie in der Vorwoche 7 Prozent./sk/DP/zb

20.10.2019

ROUNDUP/US-Präsident lenkt ein: G7-Gipfel 2020 doch nicht in Trump-Hotel

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach heftiger Kritik will US-Präsident Donald Trump den G7-Gipfel im kommenden Jahr nun doch nicht in einem seiner eigenen Hotels ausrichten. Trump gab am späten Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter bekannt, dass das Trump National Doral in Miami nicht länger als Gipfelort berücksichtigt werde. Die Suche nach einem neuen Ort beginne sofort, schrieb er dort. Dabei komme auch der Landsitz der US-Regierung, Camp David, in Betracht. Wegen der Wahl des Doral-Hotels war Trump vorgeworfen worden, er nutze sein Amt, um sich persönlich zu bereichern.

Trump ist 2020 Gastgeber des G7-Gipfels und kann damit den Ort auswählen. Sein Stabschef Mick Mulvaney hatte am Donnerstag im Weißen Haus angekündigt, die USA wollten den Gipfel der sieben großen Industriestaaten (G7) vom 10. bis 12. Juni 2020 in einem Hotel Trumps ausrichten - dem Trump National Doral in Miami. Dies sei mit Abstand die beste Anlage für das Treffen und günstiger als andere Orte, erklärte Mulvaney zur Begründung. Trump werde davon nicht finanziell profitieren, betonte er.

Die Entscheidung stieß dennoch auf viel Kritik. Trump ist in den USA immer wieder dafür gerügt worden, dass er seine eigenen Liegenschaften für offizielle Zwecke nutze und damit finanziell von seiner Präsidentschaft profitiere.

Trump hatte das Doral-Hotel bereits beim jüngsten G7-Gipfel im französischen Biarritz Ende August in den höchsten Tönen gelobt und als möglichen Ausrichtungsort für den nächsten Gipfel genannt. Er sagte damals, das Trump National Doral liege nur wenige Minuten vom Flughafen in Miami entfernt, jede Delegation könne eigene Gebäude mit 50 bis 70 Zimmern haben. "Es ist ein großartiger Ort. Das Gelände ist gewaltig, viele hundert Hektar. Wir können da alles machen, was gebraucht wird." Bedenken, wonach er unzulässig von der Ausrichtung des prestigeträchtigen Gipfeltreffens in seinem Hotel profitieren könnte, wies Trump damals zurück.

Bei der Verkündung der Entscheidung am Donnerstag hatte Mulvaney gesagt, Trump sei sich bewusst, dass die Entscheidung zum G7-Gipfelort Diskussionen nach sich ziehen werde. "Der Präsident weiß das." Er sei aber bereit, sich dem zu stellen. "Wir sind fest davon überzeugt, dass es der richtige Ort ist", betonte Mulvaney. Nun hat Trump seine Entscheidung allerdings doch revidiert.

Auf Twitter schrieb Trump am Samstagabend, er habe mit seiner Wahl des Doral-Hotels "etwas sehr Gutes" für das Land tun wollen. Er wiederholte sein Lob, das Hotel sei groß, nah am Flughafen gelegen und hätte viel Platz für jede Delegationen gehabt. Er sei bereit gewesen, keinen Profit daraus zu ziehen oder - falls rechtlich möglich - den Gipfel zu "null Kosten für die USA" auszurichten. "Aber wie gewöhnlich sind die feindseligen Medien und ihre demokratischen Partner ausgerastet", beklagte er.

Die Entscheidung hatte große Irritationen ausgelöst - auch in den Reihen seiner eigenen Partei, der Republikaner. Sie fiel noch dazu ausgerechnet in eine Zeit, in der dem Präsidenten vorgeworfen wird, er habe sein Amt missbraucht, um sich selbst einen politischen Vorteil zu verschaffen.

Die US-Demokraten im Repräsentantenhaus betreiben derzeit Untersuchungen, die zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führen könnten. Sie werfen ihm vor, sein Amt missbraucht zu haben - mit dem Ziel, dass sich eine ausländische Regierung zu seinen Gunsten in den US-Wahlkampf einmischt./jac/DP/zb

20.10.2019

Merkel: Chancengerechtigkeit in Bildung muss verbessert werden

BERLIN (dpa-AFX) - Die Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem ist aus Sicht von Kanzlerin Angela Merkel weiter unzureichend und muss verbessert werden. "Leider gibt es immer noch einen sehr starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolgen", bedauerte die CDU-Politikerin am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. "Wir sehen das insbesondere bei Schülerinnen und Schülern, die aus sozial schwierigen Regionen kommen." Merkel nannte insbesondere Regionen mit sehr hoher Arbeitslosigkeit und einem hohen Migrantenanteil und betonte: "Chancengerechtigkeit für alle, das ist unser großes Ziel."

Nach Darstellung der Kanzlerin wurden auf dem Weg dorthin bereits Erfolge erzielt. So habe sich die Lesekompetenz von Schülern mit Migrationshintergrund in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Und immer mehr Kinder mit einem Migrationshintergrund besuchten ein Gymnasium. "Das sind ermunternde Befunde, auf denen wir aufbauen wollen."

Merkel wies darauf hin, dass Bildung in erster Linie Ländersache sei. Die Bundesregierung unterstütze aber systematisch bestimmte Bereiche. "So zum Beispiel die Sprachförderung, weil Sprache das A und O ist bei der Frage, wie kann ich an einem gesellschaftlichen Leben teilhaben und wie erfolgreich kann ich lernen." Daher gebe der Bund von 2016 bis 2020 für Sprachförderung an Kitas 1 Milliarde Euro aus. Weitere 5,5 Milliarden steuere er in den kommenden Jahren über das Gute-Kita-Gesetz bei, das bei der Betreuung - auch der sprachlichen - der Kinder ansetze./sk/DP/zb

20.10.2019

Koalitionsspitzen beraten über Halbzeitbilanz und Syrien

BERLIN (dpa-AFX) - Die Spitzen der großen Koalition treffen sich am Sonntagabend in Berlin, um unter anderem über die Bilanz der Regierungsarbeit zur Mitte der Wahlperiode zu beraten. Dabei werden sie vermutlich zunächst über das Verfahren beraten, nach dem diese Halbzeitbilanz gezogen werden soll. Möglicherweise werden sie auch über die politischen Prioritäten für die zweite Hälfte der Legislatur beraten. Themen dürften zudem der weitere Fahrplan für die Klimagesetzgebung und die Grundrente sein.

Auch über den militärischen Feldzug der Türkei gegen die Kurdenmiliz YPG im Norden Syriens soll gesprochen werden. Deshalb wird an den Beratungen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch Außenminister Heiko Maas (SPD) teilnehmen.

Die Grundrente gehört zu den Streitthemen zwischen Union und SPD. Sie soll Beziehern kleiner Renten einen Aufschlag gewähren. Die SPD will, dass er ohne Prüfung der tatsächlichen Bedürftigkeit gezahlt wird. Die CDU/CSU lehnt das ab und verweist auf den Koalitionsvertrag, der eine Bedürftigkeitsprüfung vorsieht. Eine Einigung wird am Sonntag nicht erwartet./sk/DP/zb

20.10.2019

Katalonien-Konflikt: Neue Proteste in Barcelona - und auch in Madrid

BARCELONA/MADRID (dpa-AFX) - Die katalanischen Separatisten haben erneut gegen langjährige Haftstrafen für neun Führer der Unabhängigkeitsbewegung protestiert. Rund 6000 Menschen versammelten sich am späten Samstagabend nach Medienschätzungen im Zentrum der Regionalhauptstadt Barcelona. Es war bereits der sechste Protesttag in Serie in der abtrünnigen Region im Nordosten Spaniens, nachdem das Oberste Gericht in Madrid die Haftstrafen von bis zu 13 Jahren am vorigen Montag bekanntgegeben hatte.

Mehrere Dutzend vermummte Demonstranten errichteten in der Nähe des Polizeipräsidiums in Barcelona wieder brennende Barrikaden. Sie setzten dafür unter anderem Müllcontainer in Brand. Sie bewarfen die zahlreichen Polizisten auch vereinzelt mit verschiedenen Gegenständen. Im Gegensatz zu den Abenden zuvor hielten sich die Unruhen am Samstag aber zunächst in Grenzen. Gemäßigtere Demonstranten hätten beschwichtigend eingegriffen, berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE.

Auch im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid gingen am Samstag nach Medienschätzung rund 4000 Menschen aus Solidarität mit den katalanischen Separatisten auf die Straße. Es kam dabei zu Zusammenstößen mit der Polizei, bei der nach amtlichen Angaben 15 Demonstranten und elf Beamte verletzt wurden. Ein Mann sei zudem festgenommen worden, teilten die Behörden mit.

Erst in der Nacht von Freitag auf Samstag hatte Barcelona die gewalttätigste Nacht seit Beginn der Proteste erlebt. In ganz Katalonien gab es 83 Festnahmen. 182 Menschen, darunter 22 Polizisten und zwei Journalisten, wurden verletzt.

Regionalpräsident Quim Torra habe Ministerpräsident Pedro Sánchez angerufen, um ein Treffen vorzuschlagen. Der Sozialist sei aber nicht ans Telefon gegangen, berichteten die Zeitung "El País" und andere Medien unter Berufung auf beide Seiten. Madrid habe am Samstag wissen lassen: Erst müsse das Gesetz respektiert werden, dann könne es auch einen Dialog geben. Torra hatte zwar ein Ende der Gewalt gefordert, diese aber nach Ansicht der Zentralregierung nicht ausdrücklich verurteilt. "Die Gewalttätigen werden den Staat nicht bezwingen", schrieb Sánchez am Samstag auf Twitter./er/DP/zb

20.10.2019

CDU-Vorstandsmitglied will Ende der Export-Bürgschaften für Türkei

MAINZ (dpa-AFX) - Angesichts des Einmarsches der Türkei in Nordsyrien werden auch in der CDU Stimmen für ein Ende der Hermes-Bürgschaften laut. Deren Streichung müsse nun schnell und vorbehaltlos geprüft werden, sagte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf, der Mitglied des Bundesvorstands der Union ist, in Mainz. "Sehr begrüße ich, dass VW den Bau eines neuen Werks in der Türkei aufgrund der aktuellen Ergebnisse auf den Prüfstand stellt."

Zuvor hatten sich schon Vertreter von Grünen, FDP und Linken dafür ausgesprochen, die Hermes-Bürgschaften zu deckeln oder zu streichen. Die Bürgschaften sollen deutsche Exportunternehmen vor Verlusten durch ausbleibende Zahlungen ihrer ausländischen Geschäftspartner schützen. 2018 war die Türkei nach Russland das Land, für das der höchste Betrag aus der deutschen Staatskasse dafür bereitgestellt wurde. Seit Anfang 2018 sicherte die Bundesregierung deutsche Exporte in die Türkei mit rund 2,6 Milliarden Euro ab.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan trete die Werte der westlichen Welt mit Füßen, befand Baldauf. Die EU müsse sich damit befassen, welche Unterstützung für die Türkei gestrichen werden könne, mit der das Land an die EU herangeführt werden solle. "Es ist unerträglich, dass ein Staat, der so agiert, aus europäischen und damit auch aus deutschen Kassen erhält." Das gelte auch für deutsche Waffenexporte in die Türkei./chs/DP/zb

20.10.2019

Energie wird immer effizienter genutzt

BERLIN (dpa-AFX) - Energie wird in Deutschland immer effizienter genutzt. Um Waren und Dienstleistungen im Wert von 1000 Euro herzustellen, werden nur noch 4,5 Gigajoule (GJ) Primärenergie eingesetzt, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen in Berlin mit. Das sei ein weltweit vorbildlicher Wert und entspreche einer Verbesserung von mehr als 40 Prozent seit 1990, als noch 7,7 GJ Primärenergie je 1000 Euro Wirtschaftsleistung benötigt wurden. Allein im vergangenen Jahr verbesserte sich die Energieeffizienz um 3,1 Prozent.

Allerdings sind nicht alle Sektoren der Wirtschaft gleichmäßig an der höheren Energieproduktivität beteiligt. Auch bleiben die Fortschritte hinter den Zielvorstellungen der Bundesregierung zurück. Die privaten Haushalte hinken der Entwicklung hinterher und verfügen somit nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft noch über weitere Potenziale zur Effizienzsteigerung.

Gemessen am bereinigten Endenergieverbrauch hat sich die Energieproduktivität von 1990 bis 2018 jedes Jahr um 1,6 Prozent verbessert. Die Bundesregierung strebt an, bis 2050 eine durchschnittliche Jahresrate von 2,1 Prozent Effizienzverbesserung zu erreichen./egi/DP/zb

20.10.2019

Auto-Professor Dudenhöffer fordert mehr Zusammenarbeit mit China

DUISBURG (dpa-AFX) - Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat eine engere Zusammenarbeit Deutschlands mit China gefordert. So sei die geplante Batterieforschungsfabrik in Nordrhein-Westfalen "kleinkariert": Statt "in Münster oder Aachen das Rad neu zu erfinden", sollten Batteriewerke mit chinesischen Herstellern zusammen gebaut werden, sagte Dudenhöffer der Deutschen Presseagentur.

China sei in Teilbereichen wie etwa beim Telekom-Konzern Huawei Technologieführer. "Wir sollten uns dem Land gegenüber öffnen, zusammenarbeiten und nicht abschotten", das gäbe wichtige Impulse, sagte Dudenhöffer. Die deutsche Autoindustrie mache 40 Prozent ihres Umsatzes in China, und der Markt dort sei längst nicht gesättigt.

Die Autoverkäufe in China seien zwar im vergangenen Jahr von 24 auf 23 Millionen Autos gesunken und dürften dieses Jahr nur noch 20,5 Millionen erreichen. Aber daran seien die von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zoll- und Wirtschaftskriege schuld, sagte Dudenhöffer. Das habe den globalen Automarkt einbrechen lassen und einen Konjunkturabschwung ausgelöst. Trump dürfte die Autobranche 700 Millionen Euro Umsatz gekostet haben. Auch der angelaufene Abbau von etwa 48 000 Stellen in der deutschen Autoindustrie gehe zum Teil auf das Konto der US-Politik.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hatten erklärt, die Handelskonflikte und die Unklarheit über den Brexit hätten Unternehmen weltweit verunsichert und Investitionen gebremst. Der Internationale Währungsfonds hatte das schwächere Wirtschaftswachstum in China nicht nur auf Zölle, sondern auch auf eine sinkende Nachfrage im Land zurückgeführt. Experten verwiesen auf die enorme Verschuldung chinesischer Unternehmen./rol/DP/zb

18.10.2019

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Munich Re auf 'Neutral' - Ziel 215 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Munich Re nach Eckdaten des Rückversicherers zum dritten Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 215 Euro belassen. Analyst Sami Taipalus passte in einer am Freitag vorliegenden Studie seine Gewinnschätzungen je Aktie für das Gesamtjahr wegen aktueller Marktentwicklungen, Schäden durch Naturkatastrophen und den Andeutungen zum dritten Quartal um 8 Prozent nach oben an. Für die Folgejahre sei jedoch alles unverändert geblieben./tih/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.10.2019 / 15:23 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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18.10.2019

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Ziel für FMC auf 78 Euro - 'Overweight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für FMC vor den am 29. Oktober erwarteten Zahlen von 81 auf 78 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er sehe weitere Abwärtsrisiken durch Änderungen am Behandlungsprogramm Esco (End Stage Renal Desease Seamless Care Organizations) in den USA, schrieb Analyst Hassan Al-Wakeel in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Unsicherheit rund um die Jahresziele der Dialysetochter von Fresenius seien aber bereits weitgehend im Aktienkurs eingepreist./ck/jsl

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.10.2019 / 17:20 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 17.10.2019 / 17:25 / GMT

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18.10.2019

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser lässt Corestate Capital auf 'Buy'; Ziel 45 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Aktie des Immobilienverwalters Corestate Capital auf "Buy" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen. Der Kursrutsch nach einer Attacke des US-Leerverkäufers Muddy Waters, auf die Corestate mit einer Bestätigung der diesjährigen Finanzziele reagiert habe, biete eine hervorragende Einstiegsgelegenheit für eine attraktive Aktie, schrieb Analyst Julius Stinauer in einer am Freitag vorliegenden Studie./gl/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.10.2019 / 08:23 / MESZ Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 18.10.2019 / 08:23 / MESZ

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18.10.2019

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Befesa auf 'Neutral' und Ziel auf 38 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Befesa vor Zahlen zum dritten Quartal von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 40 auf 38 Euro gesenkt. Unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklung bei den Zink- und Aluminiumpreisen habe er seine Ergebnisprognosen für den Recyclingspezialisten der Jahre 2019 und 2020 reduziert, schrieb Analystin Sylvia Barker in einer am Freitag vorliegenden Studie. Angesichts des aktuell schwierigen Marktumfelds in Europa sehe er kurzfristig kaum positive Kurstreiber für die Aktie./edh/jsl

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.10.2019 / 18:17 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 18.10.2019 / 00:15 / BST

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18.10.2019

ANALYSE: Goldman lobt Umstrukturierung von Software AG und stuft auf 'Buy' hoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält den laufenden Umstrukturierungsprozess von Software AG für ermutigend. Es gebe inzwischen positive Anzeichen für eine Kehrtwende beim Darmstädter Softwarekonzern, schrieb Analyst Gautam Pillai in einer am Freitag vorliegenden Studie und hob die Aktie von "Neutral" auf "Buy". Das Kursziel setzte er zugleich von 29 auf 36 Euro hoch und sieht damit aktuell noch ein Potenzial von 33 Prozent für den Aktienkurs.

Gillai verwies auf die positive Dynamik in Sachen Partnerschaften mit anderen Unternehmen, auf Anpassungen des Produktportfolios sowie den Wechsel hin zu einem Abonnement-Modell. Im Besonderen hob er die Partnerschaften mit Amazon (AWS), Adobe, Microsoft Azure und Dell hervor.

"Mehr als 80 Prozent der neuen Partner, die die Software AG seit 2018 unter Vertrag genommen hat, sind im stark wachsenden IoT-Cloud-Segment", schrieb der Experte zudem. Das sei ein weiterer positiver Aspekt, denn das Segment Internet der Dinge (IoT) gewinne zunehmend an Bedeutung und dürfte zu einem Hauptwachstumstreiber werden. Bis 2023 erwartet Gillai, dass es für 23 Prozent aller Umsätze von Software AG verantwortlich sein werde, nach einem nur 3,5-prozentigen Umsatzanteil im vergangenen Jahr.

Außerdem erwartet Pillai, dass der Mix an wiederkehrenden Umsätzen sich vergrößert und sich das Cashflow-Profil verbessert. Wegen des Wechsels hin zum Abonnement-Modell werde es zwar erst einmal mehr Gegenwind geben für Umsatz und Margen, doch zwischen 2021 und 2023 sollten die Erlöse dann im hohen einstelligen Prozentbereich und das Konzernergebnis im mittleren zehnprozentigen Bereich wachsen.

Eingestuft mit "Buy" rechnen die Experten von Goldman Sachs mit einem hohen Gesamtrenditepotenzial der Aktie im Vergleich zu den von ihnen beobachteten Werte derselben Branche./ck/tih/he

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.10.2019 / 23:01 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

18.10.2019

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Volvo B auf 'Neutral' - Ziel 175 Kronen

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Volvo B nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 175 schwedischen Kronen belassen. Der Lkw-Hersteller habe ein starkes Quartal hinter sich, stehe allerdings vor größeren Herausforderungen, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer am Freitag vorliegenden Ersteinschätzung./edh/nas

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.10.2019 / 07:14 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 18.10.2019 / 07:14 / BST

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18.10.2019

ANALYSE-FLASH: Goldman belässt Danone auf 'Sell' - Ziel 73 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Danone nach Umsatzzahlen zum dritten Quartal und gekappten Wachstumszielen für 2019 auf "Sell" mit einem Kursziel von 73 Euro belassen. Er rechne nun mit Blick auf den Konsens mit leicht sinkenden Umsatzschätzungen, schrieb Analyst John Ennis in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er erinnerte zudem daran, dass die Wachstumserwartungen am Markt für das abgelaufene Quartal bereits zuvor verringert worden seien./ck/gl

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.10.2019 / 07:31 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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18.10.2019

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für SAP auf 145 Euro - 'Conviction Buy List'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für SAP von 135 auf 145 Euro angehoben und die Aktien auf der "Conviction Buy List" belassen. Der Software-Konzern habe einen positiven Wendepunkt erreicht, schrieb Analyst Mohammed Moawalla in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zum robusten Umsatzwachstum dürfte nun noch Rückenwind durch steigende Gewinnmargen im Cloud-Geschäft und operative Effizienzgewinne hinzukommen. Zudem dürfte der freie Mittelzufluss sich besser entwickeln./mis/zb

Veröffentlichung der Original-Studie: 18.10.2019 / 01:15 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 18.10.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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18.10.2019

ANALYSE/Berenberg: Deutsche Post auf dem Weg zu ihren Gewinnzielen - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Deutsche Post befindet sich laut der Privatbank Berenberg immer offensichtlicher auf dem Weg zu ihren Gewinnzielen. Die Sicht auf die künftige Geschäftsentwicklung sei klarer geworden, schrieb der nun zuständige Analyst William Fitzalan Howard in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er empfiehlt die bisher mit "Hold" bewertete Aktie Gelb nun zum Kauf. Das Kursziel hob er von 33 auf 38 Euro an, womit er aktuell ein Kurspotenzial von rund 23 Prozent sieht.

"Es wird zunehmend wahrscheinlicher, dass die Deutsche Post ihr Ziel eines Ergebnisses vor Zinsen und Steuern in Höhe von 5 Milliarden Euro im Jahr 2020 erreicht", schrieb Howard. Das neue Ziel eines operativen Ergebnisses (Ebit) "über 5,3 Milliarden Euro" für 2022 sei inzwischen sogar relativ konservativ, denn das Management sei bei den zugrundeliegenden Annahmen für die Weltwirtschaft umsichtig. "Das ist vorsichtig, aber lässt Spielraum für Anhebungen, falls sich die Lage bessert."

Der wichtigste Wachstumstreiber für die Gewinne bis 2022 dürfte das Express-Geschäft der Post sein, das weiter vom qualitativ hochwertigen Netzwerk und dem weltweiten Wachstum des Online-Geschäfts profitieren sollte.

Außerdem verbessere sich die Erwirtschaftung von Barmitteln langsam aber stetig, ein Dauerbrenner für die Deutsche Post, schrieb er. Sie werde inzwischen besser planbar.

Mit der Empfehlung "Buy" sieht Berenberg auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Kurspotenzial von mehr als 15 Prozent für die Aktie./ck/tih/mis

Analysierendes Institut Berenberg.

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.10.2019 / 17:52 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

18.10.2019

AKTIE IM FOKUS: Danone knicken ein - Vorsichtigerer Umsatzausblick

PARIS (dpa-AFX Broker) - Ein pessimistischerer Umsatzausausblick von Danone hat die Aktionäre des Lebensmittelkonzerns am Freitag verstimmt. Die Aktie knickten auf Vormittag um 6,82 Prozent auf 73,22 Euro ein - weniger hatten sie zuletzt im Juni gekostet. Allerdings summiert sich das Plus der Aktien im bisherigen Jahresverlauf damit immer noch auf fast ein Fünftel. So hatte das Unternehmen im ersten Halbjahr von der Nachfrage nach Evian-Wasser in den USA und einem wieder besseren Absatz von Baby-Nahrung in China profitiert, was den Aktien Rückenwind verliehen hatte.

Im dritten Quartal entwickelte sich das Geschäft mit Milchfrischeprodukten nun aber nur verhalten und in Europa drückte der kältere August auf die Wasser-Nachfrage. Daher geht das Management für 2019 nun von einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 2,5 Prozent bis 3 Prozent aus. Bislang war der Konzern von rund 3 Prozent ausgegangen. Die durchschnittliche Umsatzschätzung des Marktes dürfte nun fallen, erklärte Analyst John Ennis von der Investmentbank Goldman Sachs./mis/fba

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