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04.02.2019 17:08

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 04.02.2019 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: Merkel und Abe beschwören freien Welthandel und Multilateralismus

TOKIO - Deutschland und Japan wollen sich in Zeiten eines zunehmenden Protektionismus in der Welt gemeinsam stärker für Freihandel und Multilateralismus einsetzen. Japan trete mit Deutschland für eine regelbasierte Weltordnung ein, man arbeite hier eng zusammen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Tokio. Die lange Freundschaft zwischen beiden Ländern sei "Ansporn in einer Welt, in der ja manches in Unordnung ist, doch enger zusammen zu arbeiten", sagte Merkel.

USA: Industrieaufträge fallen überraschend

WASHINGTON - Die Industrieaufträge in den USA sind im November überraschend gefallen. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,6 Prozent zurückgegangen, teilte das Handelsministerium am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Aufträge um 2,1 Prozent gefallen. Ohne Transportgüter sanken die Aufträge im November um 1,3 Prozent.

ROUNDUP: Scheuer sieht Zukunft für Diesel und synthetische Kraftstoffe

MÜNCHEN - Die bayerische Staatsregierung und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) setzen bei der Zukunft des Automobils nicht allein aufs Batterieauto. Vor allem im ländlichen Raum "muss der Diesel Zukunft haben und wird der Diesel Zukunft haben", sagte Scheuer am Montag nach einem Treffen mit Ministerpräsident Markus Söder, den Chefs von Audi , BMW und MAN und der bayerischen IG Metall in München. Auch synthetische Kraftstoffe und Wasserstoff könnten künftig eine größere Rolle spielen.

Altmaier trotz Finanzlochs im Etat: Aufschwung nicht schlecht reden

BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat trotz eines erwarteten Milliarden-Finanzlochs im Bundesetat vor voreiligen Konsequenzen gewarnt. Altmaier sagte am Montag am Rande eines Ägypten-Besuchs in Kairo, zwar lasse das Wachstum nach, Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) habe seine Kabinettskollegen zu Beginn der Haushaltsberatungen "gewarnt und nachdenklich" gemacht.

Kramp-Karrenbauer will Revisionsklausel im Koalitionsvertrag nutzen

BERLIN - Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will die Koalition mit der SPD einer eigenen Halbzeitbilanz unterziehen. Das kündigte sie am Montag nach einem Treffen mit dem Wirtschaftsflügel der Unionsparteien an. Mit der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) habe sie darüber gesprochen, wie man Deutschland zukunftsfähig halten könne, schrieb Kramp-Karrenbauer bei Twitter. "Dazu nutzen wir die Revisionsklausel im Koalitionsvertrag und werden eigene Vorschläge vorlegen."

Kampf gegen Plastik - Umweltministerin will sich mit Handel beraten

BERLIN - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will Ende Februar mit Vertretern der wichtigsten Supermarktketten und Lebensmittelkonzernen über Vermeidung von Plastikmüll sprechen. "Ich würde mich über Ideen und Konzepte von Ihnen freuen, an welchen Stellen überflüssige Verpackungen bei der Herstellung und im Handel eingespart werden können", hieß es am Montag in einer Einladung zum runden Tisch für den 27. Februar. Zudem sind Umwelt- und Verbraucherverbände eingeladen. Zuerst hatte die "Rheinische Post" berichtet.

Irland offen für Alternativen zum Brexit-'Backstop'

BRÜSSEL/LONDON - Im Brexit-Streit zeigt sich Irland offen für Alternativen zu der umstrittenen "Backstop"-Garantie zur Vermeidung einer festen Grenze zu Nordirland. Bislang gebe es jedoch keine praktikablen Vorschläge, sagte Außenminister Simon Coveney am Montag in Brüssel.

CDU-Sozialflügel befürwortet Heils Vorschlag zur Grundrente

STUTTGART - Der CDU-Sozialflügel findet Gefallen an der von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgeschlagenen Grundrente. "75 Prozent derer, die davon profitieren würden, sind Frauen", sagte der baden-württembergische Landesvorsitzende Christian Bäumler der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag).

ROUNDUP 2: Mehr als 1,2 Milliarden Euro für Regierungsberater seit 2006

BERLIN - Die Bundesregierung hat seit 2006 mindestens 1,2 Milliarden Euro für mehr als 6000 Verträge mit externen Beratern ausgegeben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Finanzministeriums beim Kanzleramt und den 14 Bundesministerien, die auf Anfrage des Linken-Abgeordneten Matthias Höhn durchgeführt wurde und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die höchsten Ausgaben für Expertise von außen meldeten das Finanzministerium selbst mit 258 Millionen und das Innenministerium mit 208 Millionen Euro. Ganz unten auf der Rangliste stehen das Kanzleramt mit 4,0 Millionen und das Gesundheitsministerium mit 6,1 Millionen Euro.

Eurozone: Anstieg der Erzeugerpreise schwächt sich weiter ab

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise im Dezember weiter abgeschwächt. Sie seien im Jahresvergleich um 3,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten mit einer Rate von 3,1 Prozent gerechnet. Im November hatte der Anstieg noch 4,0 Prozent und im Oktober 4,9 Prozent betragen.

ROUNDUP: Türkische Inflation vor Kommunalwahlen weiter über 20 Prozent

FRANKFURT/ANKARA - Rund zwei Monate vor wichtigen Kommunalwahlen kämpft die Türkei weiter mit einer hohen Inflation. Die Jahresteuerung lag im Januar bei 20,35 Prozent, wie das Statistikamt in Ankara am Montag mitteilte. Vor allem Lebensmittel und nicht alkoholische Getränke werden immer teurer. Die Inflationsrate lag in dieser Kategorie bei 30,97 Prozent im Januar. Im Vergleich zum Dezember stieg die Teuerungsrate bei Lebensmitteln damit um 6,43 Prozent. Die allgemeine Inflationsrate lag im Dezember bei 20,30 Prozent.

Eurozone: Sentix-Konjunkturstimmung verschlechtert sich erneut

FRANKFURT - Die Anlegerstimmung in der Eurozone hat sich im Februar weiter verschlechtert. Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator fiel um 2,2 Punkte auf minus 3,7 Zähler, wie Sentix am Montag in Frankfurt mitteilte. Nach dem sechsten Rückgang in Folge liegt der Indikator auf dem tiefsten Stand seit November 2014. Die Einschätzung der aktuellen Lage trübte sich erneut ein, die Wirtschaftsaussichten stiegen dagegen etwas an.

Ifo: Wirtschaftsstimmung im Euroraum bricht ein

MÜNCHEN - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn deutlich verschlechtert. Der Indikator vom Münchner Ifo-Institut fiel im ersten Quartal von 6,6 auf minus 11,1 Punkte, wie die Wirtschaftsforscher am Montag mitteilten. Er liegt damit erstmalig seit dem Jahr 2014 wieder unter der Nullmarke. Die befragten Experten bewerten sowohl die aktuelle Lage als auch die Konjunkturaussichten pessimistischer. "Das Tempo des Wirtschaftswachstums im Euroraum dürfte sich verlangsamen", kommentierte das Info-Institut.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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