dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

20.01.2020

ROUNDUP: Chinesischer Batteriehersteller verhandelt mit VW über Kooperation

PEKING/WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der chinesische Batteriehersteller Guoxuan verhandelt mit Volkswagen über eine mögliche Zusammenarbeit. Bisher sind aber noch keine konkreten Schritte geplant. Es solle generell um Technologie, Produkte und Kapital gehen, hieß es am Montag in einer Mitteilung des Unternehmens. Beide Seiten hätten bislang keine Einigung auf eine spezifische Kooperation, deren Methoden und Inhalte sowie Preise und andere Aspekte erzielt.

VW hatte die Gespräche mit Guoxuan bereits am vergangenen Freitag nicht kommentieren wollen. Der Konzern will seine Elektroauto-Flotte in den kommenden Jahren stark ausbauen, dafür - zumindest auf mittlere Sicht - aber vor allem eigene Komponenten statt externer Zulieferungen einsetzen. Guoxuan erklärte, es sei keine Verpflichtung oder andere Regelung für eine Zusammenarbeit mit den Wolfsburgern unterschrieben worden. "Es herrscht bedeutende Unsicherheit über die genannten Angelegenheiten", hieß es einem Bericht, wonach Volkswagen einen 20-prozentigen Anteil an der Firma erwerben und damit nach Gründer Li Zhen zweitgrößter Eigner werden wolle.

China hat als wichtigster Automarkt der Welt eine enorme Bedeutung für VW. Allein in diesem Jahr will der Konzern mit seinen Joint-Venture-Partnern im Land mehr als 4 Milliarden Euro ausgeben - 40 Prozent davon sollen in die E-Mobilität fließen. Ziel ist es, im Jahr 2025 in China 1,5 Millionen Elektroautos ausliefern zu können.

Das Autogeschäft hatte sich in der Volksrepublik zuletzt deutlich abgekühlt - auch aufgrund des insgesamt nicht mehr ganz so hohen Wirtschaftswachstums. Der VW-Konzern kam dabei im Vergleich zu manch anderem Hersteller noch relativ gut weg: Im vergangenen Jahr konnten die Auslieferungen der Konzernmarken im Reich der Mitte noch einmal leicht um 0,6 Prozent auf insgesamt 4,234 Millionen Autos zulegen. Das entspricht mittlerweile fast 40 Prozent der weltweiten Verkäufe.

Weil deutsche Hersteller bisher stark von Batteriezell-Lieferanten aus Ostasien abhängig sind, will VW künftig vor allem auf eigene Bauteile setzen. Von diesem Frühjahr an baut das Unternehmen mit dem schwedischen Partner Northvolt eine Zellfertigung in Salzgitter auf. Eine Pilotanlage läuft dort bereits. In Braunschweig startete zudem schon die erste von zwei Produktionslinien für eigene Batteriesysteme. Und das VW-Werk Kassel verantwortet große Teile der Elektroantriebe.

Bis die eigenen Komponenten weltweit überall in großen Mengen bereitstehen, dürfte es aber noch etwas dauern. Der Ausbau weiterer Kooperationen könnte daher ein Zwischenschritt sein. Der 1998 gegründete, mittelgroße Hersteller Guoxuan sitzt in Hefei in der Provinz Anhui, wo Volkswagen in einem Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer JAC elektrische Autos bauen will./lw/DP/mis

20.01.2020

Wikipedia-Gründer hat fast 500 000 Nutzer in neuem Online-Netzwerk

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das neue Online-Netzwerk des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales hat in weniger als drei Monaten fast eine halbe Million Nutzer gewonnen. Es sei "in seiner heutigen Form eher ein direkter Konkurrent eher für Twitter als für Facebook ", sagte Wales am Montag auf der Innovationskonferenz DLD in München.

Mit dem Netzwerk namens WT.Social (WikiTribune Social) wolle er eine werbefreie Alternative zum auf Anzeigen basierenden Geschäftsmodell der heutigen Platzhirsche wie Facebook bieten, sagte Wales. Denn das fördere vor allem den Fokus, die Nutzer mit allen Mitteln auf der Plattform aktiv zu halten. Das würden auch Facebook und Co. zu spüren bekommen: "Wenn die Öffentlichkeit überzeugt ist, dass dein Geschäftsmodell die westliche Zivilisation zerstört, ist es ein langfristiges Problem für die Marke."

Die von ihm gegründete Online-Enzyklopädie Wikipedia sei gut durch die Flut von Falschnachrichten und Manipulationen in den vergangenen Jahren gekommen, sagte Wales. Dafür sorge die Skepsis der Wikipedia-Community. Aktuell beunruhige ihn aber das Sterben lokaler Zeitungen in den USA - weil es dadurch weniger Wissen gebe./so/DP/fba

20.01.2020

AKTIE IM FOKUS: Rational auf Rekordhoch - Deutsche Bank wird noch optmistischer

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine optimistische Studie der Deutschen Bank hat die Aktien des Großküchenausstatters Rational am Montag auf ein Rekordhoch von 740 Euro getrieben. Zuletzt zählten die Papiere mit einem Plus von 3,29 Prozent auf 738,00 Euro noch zu den Favoriten im MDax . Analystin Nika Zimmermann sieht vor allem in den USA und in Asien großes Wachstumspotenzial für das Unternehmen, da dort vergleichweise wenige Restaurantküchen mit Kombigarern ausgerüstet seien. Vor diesem Hintergrund hob die Expertin das Kursziel von 724 auf 789 Euro an und bekräftigte ihre Kaufempfehlung.

Abgesehen von einem Rückschlag in der zweiten Hälfte 2018 kennen die Rational-Aktien seit Jahren nur einen Weg: nach oben. Seit der Weltfinanzkrise 2008 haben sie ihren Wert verdreizehnfacht. Dabei legten sie allein 2019 um fast 45 Prozent zu./mis/fba

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dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

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20.01.2020

Merck-Chef will Schuldenabbau vorantreiben

DARMSTADT (dpa-AFX) - Merck-Chef Stefan Oschmann hat angekündigt, den Schuldenabbau im Konzern voranzutreiben, und ein Umdenken in der Debatte um Klimaschutz gefordert. "Wir reden zu viel darüber, was wir künftig nicht mehr tun dürfen", sagte der Manager dem "Handelsblatt" (Montag). "Viel wichtiger wäre es, neue Technologien zu entwickeln, um das Klima zu schützen. Nicht nur mit Blick auf die Mobilität, sondern auch in Bereichen wie IT, Landwirtschaft oder im Bausektor."

Viele Diskussionen gingen am Thema vorbei, sagte der Chef des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns. "Ich finde es überraschend, dass wir uns so wenig Gedanken machen über Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit. Man hat gelegentlich den Eindruck, es wird mehr über die Frage geschrieben, ob Greta Thunberg im Zug auf dem Boden saß oder in der ersten Klasse als über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und Europas."

Um neue Technologien voranzubringen, seien eine klare Innovationspolitik und eine enge Zusammenarbeit zwischen Start-ups, Industrie und staatlichen Akteuren nötig, sagte Oschmann. "Es geht in erster Linie darum, das technologische Potenzial Deutschlands und Europas besser zu nutzen. Europa hat so viele Stärken, hervorragende Universitäten, Forscher, so viele Leute mit einer Start-up-Idee, die dann aber häufig in die USA gehen." Die Bedingungen für die private Finanzierung neuer Technologien seien hierzulande ungünstig.

Bei Merck selbst will Oschmann nach den jüngsten Übernahmen zunächst auf große Zukäufe verzichten. Der Dax -Konzern werde "in den kommenden zwei Jahren nichts Großes kaufen", sagte Oschmann, nachdem Merck zuletzt den US-Halbleiterzulieferers Versum für 5,8 Milliarden Euro übernommen hatte. Man werde nun den Schuldenabbau vorantreiben. "Wir gehen derzeit davon aus, dass wir zwei Jahre brauchen werden, bis wir wieder größere finanzielle Flexibilität haben."/als/DP/fba

20.01.2020

ROUNDUP: Gewerbeimmobilien-Spezialist Dic Asset mit Gewinnsprung - Aktie steigt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Dic Asset kann für 2019 einen Gewinnsprung verzeichnen. Der Überschuss kletterte unter dem Strich um fast 70 Prozent auf 81 Millionen Euro, wie das SDax -Unternehmen am Montag bei der ausführlichen Vorlage vorläufiger Zahlen in Frankfurt bekanntgab.

Um seine Anteilseigner am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen, schlägt Dic Asset für 2019 zudem eine Dividende von 0,66 Euro je Aktie vor, wie es weiter hieß. Damit liegt der Gewerbeimmobilien-Spezialist im Rahmen der Erwartungen der bei Bloomberg gelisteten Analysten, die im Schnitt mit einer Dividende von 0,65 Euro je Anteilsschein gerechnet hatten.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Kurz nach Handelsbeginn gewann die Dic-Asset-Aktie rund 3,7 Prozent an Wert und kostete zuletzt 16,26 Euro. Die Entwicklung am Kapitalmarkt ist für die Frankfurter ohnehin positiv: Alleine im zurückliegenden Jahr 2019 haben die Papiere drei Viertel hinzugewonnen, in den letzten fünf Jahren beziffert sich das Plus sogar auf über 90 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei rund 1,2 Milliarden Euro.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Dic Asset bekanntgegeben, dass das operative Ergebnis FFO (Funds from Operations) im vergangenen Jahr um rund 40 Prozent auf 95 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Für das laufende neue Geschäftsjahr 2020 hatte sich der Konzern daher noch ehrgeizigere Ziele gesetzt. Demnach soll das FFO auf 104 bis 106 Millionen Euro zulegen.

Geschafft werden soll dies unter anderem durch gezielte Zukäufe, die zu steigenden Bruttomieteinnahmen führen sollen, hieß es. Daneben will das Unternehmen auch die Erträge aus dem Immobilienmanagement ankurbeln. Außerdem werden 2020 erstmals über das ganze Jahr hinweg die Ergebnisse des übernommenen Konkurrenten GEG German Estate Group mit in die Bilanz einfließen.

Dic Asset ist nach eigenen Angaben seit über 20 Jahren auf dem deutschen Immobilienmarkt vertreten, verfügt über sechs Standorte und betreut 180 Objekte. Den vollständigen Geschäftsbericht für 2019 und einen ausführlichen Ausblick für 2020 will Dic Asset am 5. Februar vorlegen./eas/mis/fba

20.01.2020

Devisen: Euro startet mit wenig Bewegung in die Woche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Montag wenig bewegt und bei 1,11 US-Dollar gehalten. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung etwas tiefer bei 1,1091 US-Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1108 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Wochenauftakt am Devisenmarkt. Daten zur Preisentwicklung in Deutschland konnten dem Handel keine neue Richtung geben. Im Dezember waren die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 0,2 Prozent gefallen und damit etwas schwächer als erwartet.

Im weiteren Tagesverlauf werden keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht, an denen sich die Anleger orientieren könnten. In den USA bleibt die Börse wegen eines Feiertag geschlossen und fällt als Impulsgeber ebenfalls aus.

Nach Einschätzung des Devisenexperten Ulrich Leuchtberg von der Commerzbank fallen auch die führenden Notenbanken als Impulsgeber aus. "Die großen Zentralbanken dürften auf absehbare Zeit kaum aktiv werden", sagte Leuchtmann. Die Zentralbanken seien bei der lockeren Geldpolitik nahe am Ende ihrer Handlungsmöglichkeiten. Bei der am kommenden Donnerstag anstehenden Zinsentscheidung der EZB wird allgemein nicht mit einer Änderung der Geldpolitik gerechnet./jkr/fba

20.01.2020

ROUNDUP/Snapchat-Gründer: 'Ich liebe TikTok'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Snapchat-Gründer Evan Spiegel zeigt Herz für die Konkurrenz: Er verbringt gern Zeit bei TikTok und ist nicht sauer, dass Facebook seine Ideen kopiert hat. "Ich liebe TikTok. Ich bin ein großer Fan", bekannte Spiegel bei einem Auftritt auf der Innovationskonferenz DLD in München am Sonntag. Zudem schloss er auf Nachfrage nicht aus, dass die zum chinesischen Bytedance gehörende Videoplattform mit der Zeit größer werden könnte als Facebooks Instagram.

Snapchat war ursprünglich für seine von allein verschwindenden Fotos bekanntgeworden. Später führte der Dienst die sogenannte "Stories"-Funktion ein, in der Nutzer Bilder und Videos für einen Tag mit ihren Freunden teilen können. Instagram und andere Facebook-Dienste kopierten die Funktion und hängten Snapchat bei der Nutzerzahl noch weiter ab. Auf die Frage, ob ihm das zusetze, antwortete Spiegel: "Viel mehr Ärgern würden wir uns, wenn wir nicht noch mehr Ideen hätten." Vielmehr helfe das, die Idee in der Gesellschaft zu verbreiten. "Wir betrachten Kopieren nicht als Einschränkung für das Wachstum unseres eigenen Geschäfts."

Instagram hat inzwischen mehr als eine Milliarde Nutzer, Snapchat kam zuletzt im Herbst auf rund 210 Millionen täglich aktive Mitglieder. TikTok hat nach jüngsten Informationen von Herbst mehr als 500 Millionen aktive Nutzer und wächst schnell. Die App hat einen extrem hohen Anteil junger Nutzer - viele sind jünger als 13, das Alter, ab dem man sich bei der App eigentlich anmelden dürfte. TikTok-Kritiker warnen deshalb vor Risiken beim Jugendschutz - sowie bei der Datensicherheit, unter Hinweis darauf, dass die Betreiberfirma aus China kommt. So wurde vor kurzem US-Soldaten verboten, auf Dienst-Telefonen TikTok zu nutzen.

Ein Markenzeichen von TikTok sind selbstgemachte Videos, in denen die Nutzer sich beim Tanzen filmen oder die Lippen zu populären Songs bewegen. Bytedance hatte 2018 die App Musical.ly übernommen, die auf Lipsync-Videos spezialisiert war. Gerade in diesem Bereich sieht Spiegel die langfristige Stärke von TikTok. Man könne sich die Nutzungs-Szenarien von Plattformen für soziale Medien wie eine Pyramide vorstellen - am breitesten sei die Nutzung von Werkzeugen zur Kommunikation, darauf folge die schmalere Schicht von Anwendungen, bei denen es um Status etwa mit "Likes" geht. TikTok sei an der Spitze dieser Pyramide - es erfordere zum Beispiel viel Aufwand, neue Tanzschritte einzuüben. Aber Inhalte, für die man Talent brauche, sind oft interessanter als solche, bei denen Status im Vordergrund stehe. "Das kann Leute von Diensten, bei denen es um Influencer geht, zu Inhalten rüberlocken, die auf Talenten basieren."/so/DP/fba

20.01.2020

Rüstungskonzern BAE Systems stärkt Militärgeschäft mit zwei Zukäufen

LONDON (dpa-AFX) - Der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern BAE Systems stärkt sich mit zwei Zukäufen. Für rund 1,93 Milliarden Dollar (rund 1,74 Milliarden Euro) erwerben die Briten das weltweite Geschäft mit militärischen GPS-Systemen vom Unternehmen Collins Aerospace. Zudem legen sie 275 Millionen Dollar für das Geschäft mit Militär-Funksystemen von Raytheon auf den Tisch, wie BAE Systems am Montag in London mitteilte. Laut Unternehmensangaben würden beide Akquisitionen das Geschäft mit elektronischen Systemen ideal ergänzen und sollen darin integriert werden, hieß es. Die Behörden müssten den Zukäufen noch zustimmen./eas/fba

20.01.2020

Deutsche Anleihen im frühen Handel kaum verändert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Montag mit wenig Bewegung in die Handelswoche gestartet. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future fiel am Morgen geringfügig um 0,01 Prozent auf 171,68 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug minus 0,21 Prozent. Auch an den übrigen europäischen Anleihemärkten zeigten sich am Morgen kaum Kursveränderungen.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Wochenauftakt am Rentenmarkt. Daten zur Preisentwicklung in Deutschland konnten dem Handel keine neue Richtung geben. Im Dezember waren die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 0,2 Prozent gefallen und damit etwas schwächer als erwartet.

Im Tagesverlauf werden kaum wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, an denen sich die Anleger orientieren könnten. In den USA bleibt die Börse wegen eines Feiertags geschlossen und fällt damit als Impulsgeber ebenfalls aus./jkr/fba

20.01.2020

Gewerbeimmobilien-Spezialist Dic Asset ist optimistisch für 2020 - Aktie springt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Erreichen seiner Ziele für 2019 schlägt der Gewerbeimmobilien-Spezialist Dic Asset auch für das laufende Geschäftsjahr 2020 optimistische Töne an. Das operative Ergebnis FFO (Funds from Operations) soll demnach auf 104 bis 106 Millionen Euro zulegen, wie das SDax -Unternehmen am Montag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen in Frankfurt mitteilte. Nachdem das FFO 2019 um rund 40 Prozent auf 95 Millionen Euro geklettert war, möchte Dic Asset damit noch eine Schippe drauflegen. Erreicht werden soll dies unter anderem durch gezielte Zukäufe, hieß es. Die Aktie machte auf der Handelsplattform Tradegate einen Sprung um rund 6 Prozent.

Dass im Jahr 2019 laut Unternehmensangaben alle Prognoseziele erreicht oder sogar übertroffen worden seien, habe auch mit dem starken Wachstum des Drittgeschäfts und der Übernahme des Konkurrenten GEG German Estate Group sowie der Optimierung des Eigenbestands zu tun, teilte Dic Asset weiter mit. Die Bruttomieteinnahmen sollen den Berechnungen zufolge 102 Millionen Euro erreicht haben, nach rund 100 Millionen ein Jahr zuvor. Das Konzernergebnis konnte um fast 70 Prozent auf 81 Millionen Euro gesteigert werden.

Um seine Anteilseigner am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen, schlägt Dic Asset für 2019 eine Dividende von 0,66 Euro je Aktie vor./eas/fba

20.01.2020

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: MDax-Rekord; Dax schwächelt auf hohem Niveau

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ungeachtet positiver Vorgaben aus Übersee ist der Dax am Montag minimal schwächer in den Handel gestartet. Sein zwei Jahre zurückliegendes Rekordhoch bleibt aber in greifbarer Nähe. Der MDax indes markierte zum Auftakt eine weitere Bestmarke und kletterte zuletzt um 0,33 Prozent auf 28 764,89 Zähler.

Der Leitindex Dax gab zuletzt um 0,12 Prozent auf 13 509,74 Punkte nach. Seinen bisherigen Höchstwert hatte er im Januar 2018 bei knapp unter 13 600 Punkten erreicht. Der EuroStoxx 50 büßte 0,32 Prozent auf 3799,45 Punkte ein.

"Momentan sieht es danach aus, als würden die letzten Meter hin zum Rekord am schwersten", sagte Analyst Milan Cutkovic von AxiTrader mit Blick auf die mühsame Klettertour des Dax seit Jahresbeginn. Während die US-Börsen dank besser als erwarteter Unternehmenszahlen und der Annäherung zu China im Handelsstreit immer neue Rekorde aufstellten, sei hierzulande weiter Geduld gefragt. Zumal es zum Wochenstart an Impulsen mangeln dürfte, da in den USA wegen des "Martin Luther King Day" Feiertag ist und die Handelssäle geschlossen bleiben.

Unter den Einzelwerten im Dax zählten die Aktien der Lufthansa zu den schwächsten mit minus 1,4 Prozent. Zahlreiche Fluggäste der Fluggesellschaft müssen schon wieder um ihre gebuchten Verbindungen bangen. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat am Wochenende einen weiteren Streik der Flugbegleiter angekündigt - dabei hatte es erst zum Jahreswechsel einen Ausstand gegeben.

Im Index der mittelgroßen Werte war das Papier des Biotechunternehmens Qiagen nach dem jüngsten Rückschlag wieder Favorit mit plus 4,2 Prozent auf 32,30 Euro. Das auf Fusionen und Übernahmen spezialisierte Internetportal CTFN berichtete, eine "interessierte Partei" diskutiere nach wie vor einen möglichen Kauf von Qiagen. Ende Dezember hatte Qiagen den eigenen Verkauf abgesagt und entschieden, doch eigenständig bleiben zu wollen. Der Aktienkurs war daraufhin von mehr als 37 Euro auf unter 30 Euro eingebrochen.

Im SDax gewann die Borussia-Aktie nach dem Sieg des Bundesligisten im Rückrundenauftakt gegen Augsburg 3,9 Prozent. Für die Anteile des Gewerbeimmobilien-Spezialisten Dic Asset ging es etwas dahinter um 3,2 Prozent hoch. Das Unternehmen gab am Morgen seinen Dividendenvorschlag bekannt, der etwas über den Erwartungen liegt, und informierte zudem erneut über seine Ziele für 2020.

Sonst bewegten vor allem Umstufungen. So gewannen Rheinmetall als Spitzenwert im MDax 4,2 Prozent und profitierten von einer Kaufempfehlung der Commerzbank . Aussagen des Managements in New York implizierten, dass Rheinmetall eine aktive Rolle in der Konsolidierung der Rüstungsbranche spielen wolle, schrieb Analyst Sebastian Growe.

Im SDax sprangen die Aktien von Ströer um 5,2 Prozent hoch. Ströer sei einzigartig aufgestellt, um weiter Marktanteile in Deutschland zu gewinnen, da das Unternehmen die Digitalisierung in der Außenwerbe-Industrie vorantreibe, hieß es./ck/fba

20.01.2020

Aktien Frankfurt Eröffnung: MDax-Rekord - Dax hält sich mühsam auf hohem Niveau

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ungeachtet positiver Vorgaben aus Übersee ist der Dax am Montag minimal schwächer in den Handel gestartet. Sein zwei Jahre zurückliegendes Rekordhoch bleibt aber in greifbarer Nähe. Der MDax indes markierte zum Auftakt eine weitere Bestmarke und kletterte zuletzt um 0,38 Prozent auf 28 777,42 Zähler.

Der Leitindex Dax gab zuletzt um 0,13 Prozent auf 13 508,60 Punkte nach. Seinen bisherigen Höchstwert hatte er im Januar 2018 bei 13 596 Punkten erreicht.

"Momentan sieht es danach aus, als würden die letzten Meter hin zum Rekord am schwersten", sagte Analyst Milan Cutkovic von AxiTrader mit Blick auf die mühsame Klettertour seit Jahresbeginn. Während die US-Börsen dank besser als erwarteter Unternehmenszahlen und der Annäherung zu China im Handelsstreit immer neue Rekorde aufstellten, sei hierzulande weiter Geduld gefragt. Zumal es zum Wochenstart an Impulsen mangeln dürfte, da in den USA wegen des "Martin Luther King Day" Feiertag ist und die Handelssäle geschlossen bleiben./ck/mis

20.01.2020

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nahe am Rekordhoch stabil erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts positiver Vorgaben aus Übersee könnte der Dax am Montag weiter in Richtung seines vor zwei Jahren erreichten Rekordhochs laufen. Ob der Leitindex aber bereits eine neue Bestmarke erreichen wird, bleibt abzuwarten, denn wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" werden die Impulse der US-Börsen am Nachmittag ausbleiben.

Der X-Dax signalisierte für das deutsche Börsenbarometer knapp eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsbeginn ein Plus von 0,02 Prozent auf 13 528 Punkte. Anders als etwa den wichtigsten Indizes an den US-Börsen, die seit Wochen von einem Hoch zum nächsten jagen, ist dem Dax der Sprung über seine bisherige Bestmarke von 13 596 Punkten bislang versagt geblieben.

Der EuroStoxx 50 wird am Montagmorgen ebenfalls minimal im Plus erwartet. Sein Rekordhoch ist noch sehr weit entfernt: Es lag im Jahr 2000 bei 5522 Punkten.

Rückenwind hatte den Aktienmärkten zuletzt die Aussicht auf eine Belebung der Weltwirtschaft verliehen, nachdem die USA und China das lang ersehne Teilabkommen im Handelsstreit der beiden weltgrößten Volkswirtschaften unterschrieben hatten. Zahlreiche Konjunkturindikatoren zeichnen inzwischen wieder ein freundlicheres Bild für die globale Wirtschaft. Gespannt warten die Anleger hierzulande nun auf die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag und auf die Stimmungsdaten zur Industrie am Freitag.

Unter den Einzelwerten könnten einmal mehr die Aktien der Lufthansa im Blick stehen. Zahlreiche Fluggäste der Fluggesellschaft müssen schon wieder um ihre gebuchten Verbindungen bangen. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat am Wochenende einen weiteren Streik der Flugbegleiter angekündigt - dabei hatte es erst zum Jahreswechsel einen Ausstand gegeben. Besonders problematisch für die Kunden: Wann, wie lange und welcher Bereich genau bestreikt werden soll, ist noch völlig unklar. Details sollen erst kommenden Mittwoch bekannt gegeben werden. Auf der Handelsplattform Tradegate indes zeigte sich die Aktie vorbörslich unauffällig.

Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Dic Asset erreichte seine Ziele für 2019 und will auch im laufenden Geschäftsjahr weiter wachsen. Der Aktienkurs schnellte am Morgen auf der Handelsplattform Tradegate um rund 7 Prozent nach oben im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Freitag.

Der Technologiekonzern Jenoptik hält entgegen bisheriger Pläne an seinem Militärgeschäft fest. Der Verkaufsprozess für die Sparte Vincorion wurde gestoppt, da die vorliegenden Angebote als zu niedrig bewertet wurden. Sie entsprächen im Ergebnis nicht dem im Geschäftsjahr 2019 bestätigten Potenzial von Vincorion und damit nicht den Erwartungen von Jenoptik, hieß es vom Management. Die Sparte soll nun als eigenständige Beteiligung weitergeführt werden. Die Aktie reagierte auf Tradegate positiv und legte zu.

Ansonsten dürften Umstufungen bewegen. So änderte die Baader Bank ihrer Bewertungen für Aktien aus dem deutschen Chemiesektor. Die Citigroup empfiehlt die ProSieben.Sat1-Aktie nun zum Kauf, während Goldman Sachs sich zu Ströer nun positiv äußert. Ströer sei einzigartig aufgestellt, um weiter Marktanteile in Deutschland zu gewinnen, da das Unternehmen die Digitalisierung in der Außenwerbe-Industrie vorantreibe. Die beiden letztgenannten Papiere legten vor dem Handelsstart zwischen ein und zwei Prozent zu./ck/mis

20.01.2020

DAX-FLASH: Dax müht sich Richtung Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positive Vorgaben aus Übersee im Hinterkopf schielen die Anleger am deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche wieder Richtung Dax-Rekord . Der Broker IG taxierte das Börsenbarometer am Montag knapp zwei Stunden vor dem Xetra-Handelsstart auf 13 528 Punkte und damit minimal über dem Schlussstand vom Freitag. Anders als etwa dem US-Leitindex Dow Jones Industrial Average , der seit Wochen von Hoch zu Hoch jagt, blieb dem Dax der Sprung über seine bisherige Bestmarke von 13 596 Punkten bislang versagt.

Rückenwind hatte den Aktienmärkten zuletzt die Aussicht auf eine Belebung der Weltwirtschaft verliehen. So hatten sich die USA und China auf einen Waffenstillstand im Handelsstreit geeinigt. Zahlreiche Konjunkturindikatoren zeichnen ein wieder freundlicheres Bild für die globale Wirtschaft. Gespannt warten die Anleger hierzulande daher auf die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag.

Sollten die Daten positiv ausfallen, könnten sie dem Dax frischen Schwung für den Sprung auf eine Bestmarke verleihen - sollte es am Montag noch nicht dazu reichen. So könnte dem deutschen Aktienmarkt zum Wochenstart durchaus ein wenig die Orientierung fehlen, da in den USA wegen des "Martin Luther King Day" nicht gehandelt wird./mis/zb

20.01.2020

WOCHENAUSBLICK: Rekordhoch im Dax zunehmend wahrscheinlich

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nur noch wenige Punkte fehlen dem Dax zum Rekordhoch. Und die Zeichen stehen gut, dass dem deutschen Leitindex der Sprung über die Hürde von 13 596,89 Punkten in der neuen Woche gelingt. Spätestens wenn Stimmungsindikatoren für Deutschland und die Eurozone veröffentlicht werden, könnte es soweit sein.

Zugleich dürfte mit Spannung auf die Notenbanksitzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan geschaut werden. Zuvor noch stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im Fokus. Die Berichtssaison schreitet derweil in den USA voran, während sie hierzulande erst mit den Ende des Monats erwarteten Quartalszahlen von SAP anlaufen wird.

"Die Serie von Stimmungsdaten auf Unternehmens- wie auch Verbraucherseite wird ein wichtiger Taktgeber für den kurzfristigen Börsentrend sein", prognostiziert Chefstratege Robert Greil von der Privatbank Merck Finck. Und auch Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank erwartet, dass in der neuen Woche den Stimmungsindikatoren das Hauptaugenmerk gilt. Gerechnet wird allgemein mit einer Aufhellung, was laut Analystin Claudia Windt von der Helaba für noch etwas mehr Risikofreude sorgen sollte und daher "eher für Aktien als für Renten spricht".

Konkret erwartet wird zum einen ein weiterer Anstieg der Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten. Nachdem der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Dezember auf 10,7 Zähler und damit den höchsten Stand seit Februar 2018 gestiegen war, rechnen Analysten im Januar im Mittel mit einem Anstieg auf 15,0 Zähler. Ob die Prognose stimmt, werden die Anleger am Dienstag erfahren.

Besonders spannend wird es vor allem am Freitag, wenn die Einkaufsmanager-Indizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor für Deutschland und die Euroregion anstehen. Dabei wird mit Steigerungen gerechnet. Zum anhaltenden Niedrigzinsumfeld komme zunehmend ein solides wirtschaftliches Fundament, was für weiter gute Aktienmarkt-Aussichten spreche, resümiert Dekabank-Chefvolkswirt Kater.

Denn wenn sich die EZB zuvor am Donnerstag über den weiteren geldpolitischen Kurs und den Zeitzins äußert, werden Überraschungen wohl ausbleiben. "In der ersten Sitzung des EZB-Rats in diesem Jahr sind keine großen marktbeeinflussenden Entscheidungen zu erwarten", sagt Ulf Krauss von der Helaba. Der ultraexpansive Kurs der EZB und der Bank of Japan, die ebenfalls am Donnerstag über den heimischen Leitzins entscheidet, dürfte beibehalten werden. Umso klarer die Bestätigung dieser Politik von beiden Seiten in der neuen Woche ausfalle, "umso besser für den weiteren Börsentrend zum Jahresauftakt", kommentiert Merck-Finck-Stratege Greil.

Charttechnisch betrachtet steht einem neuen Rekordhoch im Dax seit Januar 2018 ebenfalls nichts im Weg, wie Analyst Martin Utschneider von Donner & Reuschel konstatiert. "Es liegen weiterhin Argumente für eine Fortsetzung des Aufwärtsmodus vor", schreibt er. Erst wenn der Dax wieder unter 13 150 Punkte fallen sollte, wäre dieser ernsthaft gefährdet. Kurzfristige Gewinnmitnahmen und Konsolidierungen seien indes aber immer möglich.

Unternehmensseitig bleibt es deutschlandweit noch ruhig. Erwartet werden lediglich vorläufige Quartalszahlen vom Modekonzern und MDax -Mitglied Hugo Boss am Dienstag. Analysten rechnen mit einem unspektakulären Schlussviertel./ck/jkr/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

17.01.2020

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Indizes schrauben Rekorde weiter hoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt hat es am Freitag wieder Rekorde gegeben. Sowohl der Leitindex Dow Jones Industrial als auch der marktbreite S&P 500 und die wichtigsten Technologiebarometer erreichten Höchststände. Angesichts des bevorstehenden langen Wochenendes aber nahm die Dynamik zum Handelsende hin ab, so dass die bekanntesten Aktienindizes lediglich moderat höher schlossen. Am Montag bleibt die Wall Street wegen eines Feiertages geschlossen.

Der Dow lag am Ende 0,17 Prozent im Plus bei 29 348,10 Punkten. Seine Bestmarke liegt nun bei knapp 29 374 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von 1,82 Prozent.

Der S&P 500 stieg am Freitag um 0,39 Prozent auf 3329,62 Punkte. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 gewann 0,53 Prozent auf 9173,73 Zähler.

Getrieben wird die aktuelle Rally unter anderem von der immer noch recht lockeren Geldpolitik der US-Bank und der zuletzt erreichten, ersten Teilvereinbarung im seit gut zwei Jahren geführten US-chinesischen Handelsstreit. In jüngster Zeit hätten sich zudem wichtige Stimmungsindikatoren stabilisiert, schrieb Anlagestratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Zudem habe der Beginn der Saison der Quartalsberichte in den USA bisher überwiegend positiv überrascht.

Das setzte sich am Freitag fort: Nach starken Quartalszahlen und einem optimistischen Ausblick auf den Jahresbeginn schnellte der Kurs des Software-Entwicklers Progress Software um mehr als 3 Prozent nach oben. Die guten Nachrichten von dem Unternehmen hatten am deutschen Markt bereits den Kurs des Branchenkollegen SAP auf ein Rekordhoch steigen lassen.

Die Papiere von State Street kletterten um 1,75 Prozent. Die Erträge des Vermögensverwalters auf das verwaltete Portfolio hatten die durchschnittliche Erwartung von Analysten übertroffen.

Daneben sorgten Expertenkommentare für Bewegung. Nach einer Kaufempfehlung der Bank UBS stieg der Kurs des App-Entwicklers Snap um fast 5 Prozent. Der Markt werde bei dem Betreiber der Snapchat-App letztlich erkennen, dass die zuletzt besser gewordene Geschäftsentwicklung bleiben werde, schrieb Analyst Eric Sheridan. Es bestehe Aussicht auf Umsatzwachstum und das Margenpotenzial werde unterschätzt.

Am Dow-Ende fielen die Aktien von Boeing um mehr als 2 Prozent. Der Luftfahrtkonzern hatte ein neues Software-Problem bei dem mit Flugverboten belegten Krisenjet 737 Max gefunden, das eine Wiederzulassung erschweren könnte.

Der Eurokurs blieb unter Druck und notierte zuletzt bei 1,1093 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1108 (Donnerstag: 1,1169) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9003 (0,8953) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen sanken angesichts der Gewinne an der Wall Street um 5/32 Punkte auf 99 10/32 Punkte und rentierten mit 1,825 Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

17.01.2020

Aktien New York Schluss: Indizes schrauben Rekorde weiter hoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt hat es am Freitag wieder Rekorde gegeben. Sowohl der Leitindex Dow Jones Industrial als auch der marktbreite S&P 500 und die wichtigsten Technologiebarometer erreichten Höchststände. Angesichts des bevorstehenden langen Wochenendes aber nahm die Dynamik zum Handelsende hin ab, so dass die bekanntesten Aktienindizes lediglich moderat höher schlossen. Am Montag bleibt die Wall Street wegen eines Feiertages geschlossen.

Der Dow lag am Ende 0,17 Prozent im Plus bei 29 348,10 Punkten. Seine Bestmarke liegt nun bei knapp 29 374 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von 1,82 Prozent.

Der S&P 500 stieg am Freitag um 0,39 Prozent auf 3329,62 Punkte. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 gewann 0,53 Prozent auf 9173,73 Zähler.

Getrieben wird die aktuelle Rally unter anderem von der immer noch recht lockeren Geldpolitik der US-Bank und der zuletzt erreichten, ersten Teilvereinbarung im seit gut zwei Jahren geführten US-chinesischen Handelsstreit. In jüngster Zeit hätten sich zudem wichtige Stimmungsindikatoren stabilisiert, schrieb Anlagestratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Zudem habe der Beginn der Saison der Quartalsberichte in den USA bisher überwiegend positiv überrascht./la/he

17.01.2020

Aktien New York: Rekordrally geht in eine neue Runde

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street purzeln weiter die Rekorde. Auch am Freitag erreichten die wichtigsten Aktienindizes Höchststände. Angesichts des bevorstehenden langen Wochenendes aber nahm die Dynamik zuletzt etwas ab. Am Montag wird in den USA wegen eines Feiertages nicht gehandelt.

Der Leitindex Dow Jones Industrial lag zuletzt 0,06 Prozent im Plus bei 29 316,49 Punkten. Seine Bestmarke liegt nun bei knapp 29 374 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Plus von rund 1 Prozent an.

Der marktbreite S&P 500 stieg am Freitag um 0,22 Prozent auf 3324,26 Punkte. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 gewann 0,21 Prozent auf 9143,83 Zähler.

Getrieben wird die aktuelle Rally unter anderem von der immer noch recht lockeren Geldpolitik der US-Bank und der zuletzt erreichten, ersten Teilvereinbarung im seit gut zwei Jahren geführten US-chinesischen Handelsstreit. In jüngster Zeit hätten sich zudem wichtige Stimmungsindikatoren stabilisiert, schrieb Anlagestratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Zudem habe der Beginn der Saison der Quartalsberichte in den USA bisher überwiegend positiv überrascht.

Das setzte sich am Freitag fort: So ging es für die Papiere von Schlumberger , einem der großen Ausrüster der weltweiten Ölindustrie, um 0,5 Prozent nach oben. Der Gewinn je Aktie im vierten Quartal lag über der durchschnittlichen Analystenschätzung.

Noch deutlich höher waren die Kursgewinne des Software-Entwicklers Progress Software . Nach starken Quartalszahlen und einem optimistischen Ausblick auf den Jahresbeginn am Vorabend schnellte der Kurs um rund 4 Prozent nach oben. Die guten Nachrichten von Progress Software hatten am deutschen Markt bereits den Kurs von SAP auf ein Rekordhoch steigen lassen.

Die Papiere von State Street kletterten um 3,6 Prozent. Die Erträge des Vermögensverwalters auf das verwaltete Portfolio übertrafen die durchschnittliche Erwartung von Analysten.

Daneben sorgten Expertenkommentare für Bewegung. Nach einer Kaufempfehlung der Bank UBS stieg der Kurs des App-Entwicklers Snap um mehr als 4 Prozent. Für Twitter dagegen ging es leicht abwärts, nachdem die Bank UBS die Papiere des Kurznachrichtendienstes von der Kaufliste gestrichen hatte. Das tat auch die Investmentbank Morgan Stanley mit den Aktien des Computer-Urgesteins IBM , die daraufhin im Dow etwas Prozent nachgaben./la/he

17.01.2020

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax über 13 500 Punkte - Rekordhoch im MDax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag erstmals wieder seit rund einem Jahr über der Marke von 13 500 Punkten geschlossen. Zum Rekordhoch fehlen dem deutschen Leitindex damit keine 100 Punkte mehr. Der MDax indes knackte im Handelsverlauf die Marke von 28 700 Punkten und kletterte in bis dahin noch nie erreichte Höhen.

Mit einem Plus von 0,72 Prozent auf 13 526,13 Zählern beendete der Dax den Tag und legte im Wochenverlauf um 0,3 Prozent zu. An seine Bestmarke von 13 596,89 Punkten vom 23. Januar 2018 war er im Handelsverlauf bis auf knapp weniger als 40 Punkte herangerückt. Der Index der mittelgroßen Werte schloss 0,70 Prozent höher auf 28 669,65 Punkte.

Langsam sei der Dax auf dem Weg, sein bisheriges Rekordhoch zu erreichen und zu überschreiten, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. "Die Gemengelage ist weiterhin vielversprechend und richtungweisend", so dass in der neuen Handelswoche eine Bestmarke gut möglich sei.

Auch europaweit war die Börsenstimmung sehr freundlich: Der EuroStoxx 50 , der zeitweise auf den höchsten Stand seit April 2015 geklettert war, stieg letztlich um 0,90 Prozent auf 3808,26 Punkte. In Paris und London legten die wichtigsten Indizes ebenfalls weiter zu. An den US-Börsen wurden trotz kleiner Schritte abermals Rekordmarken erreicht.

Favorit im Dax waren wieder die Aktien von RWE dank der Einigung zum Kohleausstieg und der damit verbundenen Kompensationszahlung. Mit plus 3,1 Prozent führten sie den Index an. Mehrere Analysten hatten ihre Kursziele für den Versorger angehoben. Auch bei Wirecard ging die jüngste Rally zunächst weiter, dann aber drehten die Aktien des Zahlungsdienstleisters in die Verlustzone und gaben letztlich um 0,7 Prozent nach. Allein in dieser Woche jedoch sind sie um gut 13 Prozent gestiegen. Anleger setzten weiter auf mehr Transparenz und eine verbesserte Kommunikation, sagten Händler.

Die im Dax schwer gewichteten SAP -Anteile rückten um 2,9 Prozent vor und im MDax legten die Anteile der Software AG um 1,7 Prozent zu. Händler verwiesen auf ein besser als erwartet ausgefallenes Quartal des US-Konzerns Progress Software. Dies hebe auch die Stimmung für die deutschen Branchenkollegen. Bayer rückten um 0,7 Prozent vor. Hoffnungen auf einen womöglich kurz bevorstehenden Vergleich im Glyphosat-Streit in den USA gaben Auftrieb.

An der MDax-Spitze setzte sich die Erholung der Varta-Aktien mit plus 4,7 Prozent fort. Bereits am Vortag waren die Anteile des Batteriehersteller angesichts eines rascher als gedacht verlaufenden Produktionsausbaus stärkster Wert im Index der mittelgroßen Unternehmen gewesen.

Die Vorzugsaktien des Medizintechnik-Unternehmens Drägerwerk brachen nach überraschend vorgelegten Quartalszahlen und enttäuschend vorsichtigen Aussagen zum neuen Jahr im SDax um etwas mehr als 10 Prozent ein.

Die Kurse deutscher Bundesanleihen bewegten sich nur wenig. Die Umlaufrendite verharrte bei minus 0,26 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 143,90 Punkte. Der Bund Future sank am frühen Abend um 0,05 Prozent auf 171,63 Zähler. Der Euro geriet unter Druck und kostete zuletzt 1,1094 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1108 (Donnerstag: 1,1169) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9003 (0,8953) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

17.01.2020

Aktien Frankfurt Schluss: Dax über 13 500 Punkte - Rekordhoch im MDax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag erstmals wieder seit rund einem Jahr über der Marke von 13 500 Punkten geschlossen. Zum Rekordhoch fehlen dem deutschen Leitindex damit keine 100 Punkte mehr. Der MDax indes knackte im Handelsverlauf die Marke von 28 700 Punkten und kletterte in bis dahin noch nie erreichte Höhen.

Mit einem Plus von 0,72 Prozent auf 13 526,13 Zählern beendete der Dax den Tag und legte im Wochenverlauf damit um 0,3 Prozent zu. An seine Bestmarke von 13 596,89 Punkten vom 23. Januar 2018 war er im Handelsverlauf bis auf knapp weniger als 40 Punkte herangerückt. Der Index der mittelgroßen Werte schloss 0,70 Prozent höher auf 28 669,65 Punkte./ck/he

20.01.2020

Werft geht gegen Vergabeverfahren von Kriegsschiff juristisch vor

BERLIN (dpa-AFX) - Die Kieler Werft German Naval Yards (GNYK) wird gegen die Entscheidung zur Vergabe des Auftrags für das Kampfschiff "MKS 180" an ein niederländisch geführtes Konsortium rechtlich vorgehen. "Nach gründlicher Prüfung haben wir uns entschieden, die Vergabeentscheidung zu rügen", sagte ein Sprecher der Werft am Montag. "Wir haben erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Entscheidung und werden deshalb alle juristischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, ausschöpfen." Damit macht GNYK nach eigenen Angaben von seinem im Vergaberecht bestehenden Recht Gebrauch, die Entscheidung überprüfen zu lassen. Zuerst hatte das "Handelsblatt" berichtet.

Mit dem "MKS 180" will das Bundesverteidigungsministerium ein neuartiges Mehrzweckkampfschiff anschaffen. Für den Bau von vier Schiffen sind insgesamt 5,27 Milliarden Euro veranschlagt. Es ist der größte Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr.

Am 13. Januar war bekannt geworden, dass das neue Marine-Kampfschiff unter niederländischer Federführung bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut werden soll. Aus der Ausschreibung ging die Werft Damen Shipyards Group als Sieger hervor. Um den Auftrag für das Milliarden-Projekt hatte sich auch GNYK mit Thyssenkrupp Marine Systems (TkMS) als Subunternehmer beworben.

Die Entscheidung für das niederländisch geführte Konsortium war in Politik und Wirtschaft auf massive Kritik gestoßen. Dabei wurde darauf verwiesen, dass der Bau solcher Schiffe im Vertrag der Großen Koalition in Berlin als Schlüsseltechnologie für Deutschland bezeichnet werde, die erhalten bleiben müsse. Nach Ansicht von Kritikern ist dies durch die Auftragsvergabe in die Niederlande gefährdet. Es sei auch nicht nachzuvollziehen, dass dieses nationale Rüstungsprojekt überhaupt europaweit ausgeschrieben worden sei./mho/cn/sk/DP/mis

20.01.2020

Borrell: Sollten EU-Marineeinsatz Sophia wiederbeleben

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mit Blick auf die Friedensbemühungen für Libyen hat sich der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell für einen Neustart der EU-Marineoperation Sophia ausgesprochen. "Ich denke, wir sollten sie wiederaufleben lassen", sagte der Spanier vor einem Treffen der EU-Außenminister am Montag in Brüssel. Schon am Sonntag nach dem Libyen-Gipfel in Berlin hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) gefordert, erneut über den 2019 eingestellten Marineeinsatz nachzudenken.

Die EU hatte den Marineeinsatz 2019 eingestellt, weil die EU-Staaten sich nicht auf ein System zur Verteilung der bei dem Einsatz aus Seenot geretteten Migranten einigen konnten. Die damalige populistische Regierung Italiens hatte dies gefordert, weil Gerettete nach den damaligen Einsatzregeln ausschließlich nach Italien gebracht wurden. Eigentlich sollte Sophia gegen Schleuser vorgehen. Am Rande wurden aber immer wieder Migranten aus Seenot gerettet. Derzeit bildet die EU noch die libysche Küstenwache aus.

Auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn unterstütze Maas' Vorstoß: "Da hat Heiko Maas total Recht." Die Marinemission sei unter dem ehemaligen rechtspopulistischen Außenminister Italiens, Matteo Salvini, zusammengebrochen. "Salvini ist weg. Wir müssen Sophia wieder aufbauen." Man könne nicht sagen, die Migrantenlager in Libyen seien schrecklich, und dennoch Menschen dorthin zurückschicken./wim/DP/fba

20.01.2020

US-Wahlkampf: 'New York Times' unterstützt gleich zwei Demokratinnen

NEW YORK (dpa-AFX) - Im Rennen um die Nominierung der Demokraten für die US-Präsidentenwahl 2020 hat sich die "New York Times" hinter zwei Kandidatinnen gestellt. In einem Leitartikel für die Montagsausgabe unterstützt die Zeitung Elizabeth Warren (70) als radikale und Amy Klobuchar (59) als moderate Stimme der Opposition. Damit bricht das linksliberale Blatt nach eigenen Worten mit der Tradition, nur einen Kandidaten zu favorisieren.

Anders als in Deutschland sind Wahlempfehlungen von Zeitungen für einen bestimmten Kandidaten in den USA üblich. Die "New York Times" gehört neben der "Washington Post" zu den einflussreichsten überregionalen Tageszeitungen in den USA.

Bei der Präsidentenwahl 2016 hatte die "New York Times" in der Nominierungsphase und bei der Präsidentschaftskandidatur die Demokratin und ehemalige Außenministerin Hillary Clinton unterstützt. "Viele Wähler der Demokraten sorgen sich vor allem darum, wer Herrn Trump besiegen kann", heißt es mit Bezug auf den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump. Aber: "Die Frage ist gerechtfertigt, ob unser demokratisches System im Grunde kaputt ist", schreiben die Autoren weiter.

Den 78-jährigen linksgerichteten Senator Bernie Sanders hält die "New York Times" demnach aber für ebenso "spaltend" wie Trump. Daher sei die ehemalige Jura-Professorin und linksgerichtete Senatorin Warren, die mehr staatliche Hilfen für sozial Benachteiligte fordert, die Vorkämpferin der Linken. Klobuchar, die gegen Drogenabhängigkeit vorgeht, steht nach Sicht der Zeitung für die demokratische Mitte. Mit "Charisma, Entschlossenheit und Beharrlichkeit" könne die Senatorin aus Minnesota die Flügel der Partei und vielleicht gar die Nation einen. Anfang Februar finden in den US-Bundesstaaten Iowa und New Hampshire die ersten Vorwahlen statt. Für die Demokraten sind derzeit zwölf Kandidaten im Rennen um die Nominierung./gma/DP/mis

20.01.2020

DAVOS: Iranischer Außenminister sagt Teilnahme am Weltwirtschaftsforum ab

TEHERAN (dpa-AFX) - Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat seine geplante Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt. "Diese Reise wird leider nicht stattfinden", sagte Irans Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Montag in Teheran vor Journalisten. Gründe nannte das Außenministerium laut iranischer Nachrichtenagentur Isna nicht - nur dass sich Sarifs Pläne geändert hätten.

Das Wirtschaftsforum findet vom 21. bis 24. Januar statt. Seit 1971 treffen sich in Davos jährlich Staatschefs, Manager, Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten zum Weltwirtschaftsforum. Diskutiert wird über Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik. Zur 50. Ausgabe wollen mehr als 3000 Teilnehmer kommen, darunter EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, US-Präsident Donald Trump, Merkel und die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg./arb/DP/mis

20.01.2020

Deutschland: Erzeugerpreise fallen etwas schwächer als erwartet

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Preisentwicklung zeigt in Deutschland weiter nach unten. Im Dezember fielen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Allerdings schwächte sich der Preisrückgang deutlich ab. Im November waren die Erzeugerpreise noch um 0,7 Prozent gesunken und damit so stark wie seit etwa drei Jahren nicht mehr.

Analysten hatten für Dezember mit einem Preisrückgang im Jahresvergleich gerechnet, waren aber von einem etwas stärkeren Dämpfer um 0,3 Prozent ausgegangen. Im Monatsvergleich stiegen die Erzeugerpreise im Dezember um 0,1 Prozent und damit so stark wie von Analysten erwartet.

Im Gesamtjahr 2019 erhöhten sich die Erzeugerpreise im Vergleich zum Jahr zuvor um 1,1 Prozent.

Die Erzeugerpreise schlagen teilweise und zeitverzögert auf die allgemeinen Lebenshaltungskosten durch. An diesen Verbraucherpreisen richtet die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik aus. Wegen des schwachen Preisauftriebs im Euroraum und zur Stärkung der Konjunktur hat die EZB ihre Geldpolitik massiv gelockert./jkr/fba

20.01.2020

ROUNDUP 2: Venezuelas Oppositionsführer Guaidó reist zu Treffen mit Pompeo

(Neu: Weitere Details)

BOGOTÁ (dpa-AFX) - Trotz eines Reiseverbots ist der selbst ernannte Interimspräsident und Oppositionsführer Juan Guaidó aus seiner Heimat Venezuela ins Nachbarland Kolumbien gereist. Der kolumbianische Staatschef Iván Duque empfing ihn am Sonntag im Präsidentenpalast Casa de Nariño in Bogotá mit militärischen Ehren. "Wir werden die Unterstützung der Welt festigen, um die Freiheit für Venezuela zu erringen", schrieb Guaidó nach dem Arbeitstreffen mit Duque und Kolumbiens Vizepräsidentin Marta Lucía Ramírez sowie Außenministerin Claudia Blum auf Twitter.

Am Montag wollte Guaidó am Rande eines regionalen Ministertreffens zum Thema Terrorismus in Bogotá mit US-Außenminister Mike Pompeo zusammenkommen. "Ich freue mich, ein Treffen mit ihm zu haben", sagte Pompeo nach Angaben mitreisender Journalisten vor seinem Abflug aus Berlin. Die USA gehören zu den wichtigsten Unterstützern Guaidós, der seit einem Jahr versucht, den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro aus dem Amt zu drängen. Allerdings entstand zuletzt der Eindruck, dass US-Präsident Donald Trump angesichts mangelnder Fortschritte das Interesse an Venezuela verloren hat.

Parlamentschef Guaidó hatte sich vor einem Jahr zum Interimspräsidenten erklärt und den sozialistischen Staatschef Maduro damit offen herausgefordert. Zwar ist Maduro mittlerweile weltweit weitgehend isoliert, allerdings hält er sich mit Hilfe des Militärs weiter an der Macht. Guaidó wird auf dem internationalen Parkett zwar hofiert, kann sich in Venezuela aber nicht durchsetzen. Die humanitäre Lage in dem einst reichen Land mit den weltgrößten Erdölreserven ist katastrophal. 4,5 Millionen der gut 30 Millionen Venezolaner haben das Land bereits verlassen.

Zuletzt hatte Maduro versucht, Guaidó in seiner eigenen Machtbastion

- dem von der Opposition dominierten Parlament - anzugreifen.

Sicherheitskräfte versperrten den regierungskritischen Abgeordneten Angang Januar den Weg zur Nationalversammlung, während sozialistische Parlamentarier und abtrünnige Oppositionelle einen Gegenkandidaten zum Parlamentschef wählten. Allerdings ließ sich Guaidó wenig später von seinen Anhängern an anderer Stelle im Amt bestätigen. Das Parlament ist nun in zwei konkurrierende Häuser gespalten.

Wegen laufender Strafverfahren darf Guaidó das Land eigentlich nicht verlassen. Im vergangenen Jahr war er ebenfalls nach Kolumbien und in andere südamerikanische Länder gereist. Bei seiner Rückkehr wurde er am Flughafen von Caracas von einer Reihe ausländischer Diplomaten erwartet, die mit ihrer Anwesenheit seine Festnahme verhindern wollten. Wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten wurde der deutsche Botschafter daraufhin zur unerwünschten Person erklärt und des Landes verwiesen./dde/DP/zb

20.01.2020

ROUNDUP/Mysteriöse Lungenkrankheit in China: Sprunghafter Anstieg der Fälle

PEKING (dpa-AFX) - Nach dem Ausbruch der rätselhaften Lungenkrankheit in China ist die Zahl der bestätigten Fälle sprunghaft auf rund 200 gestiegen. Ein weiterer Patient starb. Damit gibt es jetzt drei Todesfälle, wie die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Stadt Wuhan am Montag berichtete. Erstmals wurden auch Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus an anderen Orten in China entdeckt.

Im Bezirk Daxing in Peking testeten zwei Patienten positiv auf das neue Coronavirus, in Shenzhen in Südchina einer. Alle drei waren vorher in Wuhan gewesen. Der Großteil der Infektionen konzentrierte sich mit 198 Fällen weiter auf die 11-Millionen-Metropole. Von den Patienten dort sind 35 schwer erkrankt, neun in einem kritischen Zustand, wie die Gesundheitsbehörde berichtete.

Bis Sonntag waren erst rund 60 Fälle offiziell bestätigte worden. Doch gehen Forscher am britischen Zentrum für die Analyse globaler Infektionskrankheiten am Imperial College London davon aus, dass die Ausbreitung der Krankheit sehr viel größer ist als bisher bekannt. Nach ihrer Wahrscheinlichkeitsrechnung schätzen die Experten die Zahl der Patienten auf mehr als 1700.

Auch warnen die Experten vor einer möglichen Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. Chinas Gesundheitskommission mahnte in Peking zur Vorsicht, weil der Ursprung des neuen Typs von Coronavirus noch nicht gefunden sei. Auch sei nicht sicher, wie sich Menschen ansteckten: "Die Übertragung wird noch nicht völlig verstanden." Trotzdem hielten Experten den Ausbruch für "kontrollierbar".

Es wird vermutet, dass das neuartige Virus aus der Tierwelt kommt. Die anfänglichen Infektionen wurden mit einem inzwischen geschlossenen Fischmarkt in Wuhan in Verbindung gebracht, auf dem auch wilde Tiere verkauft wurden. Coronaviren verursachen oft harmlose Erkrankungen wie Erkältungen - allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu.

Auch das Sars-Virus, dem der neue Erreger ähnlich ist, stammte vermutlich aus der Tierwelt. Sars steht für "Severe Acute Respiratory Syndrome", also Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Bei der Sars-Pandemie waren 2002/2003 von China ausgehend weltweit rund 8000 Menschen an der Lungenseuche erkrankt. Knapp 800 starben. Damals war der Ausbruch anfangs vertuscht worden, was eine schnelle Reaktion verhindert und die Verbreitung zunächst begünstigt hatte.

Vor gut einer Woche hatten Experten die Gensequenz des neuen Virus entschlüsselt, was die Tests bei Patienten mit Lungenentzündungen unbekannter Ursache erleichtert. Auch im Ausland gibt es bereits Fälle. In Thailand sind zwei Infektionen und in Japan ein Fall bei Reisenden aus Wuhan bestätigt worden. Die drei Patienten hatten aber nicht den Tiermarkt besucht, wo der Ursprung vermutet wird. Das ließ Experten vor einer Übertragung von Mensch zu Mensch warnen.

Die Weltgesundheitsorganisation hat bisher keine Reisewarnung für Touristen ausgesprochen. Die US-Gesundheitsbehörde (CDC) riet aber Reisenden nach Wuhan, Tiermärkte und den Kontakt mit Tieren oder mit kranken Personen zu meiden. "Eine begrenzte Übertragung von Mensch zu Mensch könnte vorkommen", hieß es in der Mitteilung.

Asiatische Nachbarn haben vorsorglich Fieberkontrollen bei Einreisenden aus China eingeführt. Auch die US-Flughäfen in New York, San Francisco und Los Angeles machen Gesundheitskontrollen bei Reisenden aus Wuhan. Die Gefahr der Übertragung infektiöser Krankheiten wächst noch mit der laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag. In der größten jährlichen Völkerwanderung sind einige Hundert Millionen Chinesen unterwegs./lw/DP/zb

20.01.2020

DAVOS/Unternehmensberater vor WEF-Treffen: Kapitalismus nachhaltig machen

DAVOS (dpa-AFX) - Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage fordert ein Unternehmensexperte "eine Art neue industrielle Revolution". Dazu zählten die Umstellung auf eine nachhaltige Rohstoffbasis, das CO2-Thema und die Digitalisierung, sagte der Geschäftsführer der Unternehmensberatung Roland Berger Global, Stefan Schaible, der Deutschen Presse-Agentur vor dem Treffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. "Das muss man nun anpacken. Es geht darum, den Kapitalismus auf eine nachhaltige Basis zu stellen", sagte Schaible.

Wichtig sei, Zusammenarbeit zu stärken. "Da muss jedes Unternehmen in mehr internationale Beziehungen mit seinen Wettbewerbern, seinen Zulieferern und mit der Politik investieren", sagte er. Bei der WEF-Tagung, die an diesem Dienstag beginnt, könne Vertrauen aufgebaut werden. "Es ist falsch zu glauben, dass man, ohne zu reisen, wenn man nur zu Hause sitzt, die Probleme der Welt lösen kann", sagte der Experte. "Das geht nur multilateral, das geht nur global."

Vor allem die Wirtschaft müsse vorangehen und eine viel stärkere Rolle übernehmen. "Angesichts der Herausforderungen geht es darum, unser Wirtschaftssystem auf eine nachhaltige Basis zu stellen - die Klimathemen zu bewältigen und die Digitalisierung so auszugestalten, dass nicht "normale Leute" mehrheitlich als Verlierer da stehen und die politischen Systeme nicht kippen", sagte Schaible. "Das wird man auf nationalstaatlicher Ebene allein und auch ohne massive Beteiligung und Investitionen der Wirtschaft nicht hinbekommen."

Vor allem das Schlüsselthema Klima müsse auf die Industrie herunter gebrochen werden. Dafür sei nicht nur notwendig, in Deutschland viel CO2 einzusparen, die Bundesregierung müsse weltweit aktiv werden. Wenn in Australien Wald auf einer Fläche von der Größe Bayerns und Baden-Württembergs verbrenne, "dann muss man auch eine Klima-Außenpolitik machen", forderte Schaible./bvi/DP/mis

20.01.2020

WDH: Erster Fall mit neuartigem Coronavirus in Südkorea

(Am Ende des 3. Absatzes wurde ein Redigierrest entfernt.)

SEOUL (dpa-AFX) - Die Gesundheitsbehörden in Südkorea haben erstmals eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus aus China gemeldet. Betroffen sei eine 35-jährige Chinesin, teilten die Koreanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Montag mit. Die Frau kam demnach am Sonntag aus der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan, wo der Großteil der Infektionsfälle auftraten, in Südkorea an.

Sie habe unter Fieber, Atemproblemen und anderen Krankheitssymptomen gelitten. Schließlich sei bei ihr das Coronavirus nachgewiesen worden.

Die rätselhafte Lungenkrankheit war im Dezember in Wuhan ausgebrochen. Auch in Thailand sind zwei Infektionen und in Japan ein Fall bei Reisenden aus Wuhan bestätigt worden. Die drei Patienten hatten aber nicht den Tiermarkt besucht, wo der Ursprung vermutet wird. Das ließ Experten vor einer Übertragung von Mensch zu Mensch warnen.

Bisher gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine klaren Beweise für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. Coronaviren verursachen oft harmlose Erkrankungen wie Erkältungen. Allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu./dg/DP/zb

20.01.2020

Erster Fall mit neuartigem Coronavirus in Südkorea

SEOUL (dpa-AFX) - Die Gesundheitsbehörden in Südkorea haben erstmals eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus aus China gemeldet. Betroffen sei eine 35-jährige Chinesin, teilten die Koreanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Montag mit. Die Frau kam demnach am Sonntag aus der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan, wo der Großteil der Infektionsfälle auftraten, in Südkorea an.

Sie habe unter Fieber, Atemproblemen und anderen Krankheitssymptomen gelitten. Schließlich sei bei ihr das Coronavirus nachgewiesen worden.

Die rätselhafte Lungenkrankheit war im Dezember in Wuhan ausgebrochen. Auch in Thailand sind zwei Infektionen und in Japan ein Fall bei Reisenden aus Wuhan bestätigt worden. Die drei Patienten hatten aber nicht den Tiermarkt besucht, wo der Ursprung vermutet wird. Das ließ Experten vor einer Übertragung von Mensch zu Mensch warnen. Ein Verdachtsfall in hatte

Bisher gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine klaren Beweise für eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. Coronaviren verursachen oft harmlose Erkrankungen wie Erkältungen. Allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu./dg/DP/zb

20.01.2020

WDH/MTU IM FOKUS: Dax-Neuling in luftigen Höhen

(Redigierrest entfernt)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Auf dem Höhenflug des Triebwerksbauers MTU scheint der Aufstieg in den Dax nur eine Zwischenstation gewesen zu sein. Gestützt auf eine breite Produktpalette sollen Umsatz und Gewinn auch 2020 deutlich steigen. Der Aktienkurs jagt derweil schon einmal voraus. Was bei MTU los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht:

DAS IST LOS BEI MTU:

Die Führung des Münchner Unternehmens in den vergangenen Jahren den richtigen Riecher bewiesen. Das zahlt sich aus. 2005 vom Finanzinvestor KKR an die Börse gebracht, trieb die Gesellschaft ihre Ergebnisse seither immer weiter in die Höhe. Und will so weitermachen.

"Bis 2025 dürften die Gewinne stetig zunehmen", hatte das Management um MTU-Chef Reiner Winkler schon Ende 2018 versprochen. Nach der Prognoseanhebung für 2019 im Sommer kündigte der Vorstand im Herbst an, dass der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) auch 2020 um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigen soll. Da war MTU gerade in den Dax aufgestiegen. Der vergleichsweise junge Börsenstar, dessen Wurzeln bis zur Gründung von BMW zurückreichen, ersetzte im Leitindex im September das Börsenurgestein Thyssenkrupp , das seit Jahren von einer Krise in die andere taumelt.

MTU entwickelt und baut an den Antrieben für Mittelstrecken- und Großraumjets von Boeing und Airbus mit. Auch der brasilianische Regionaljet-Hersteller Embraer setzt auf Triebwerke mit MTU-Beteiligung. Im Kampfjet Eurofighter sorgt ebenfalls MTU-Technik mit für den Vortrieb. Hinzu kommt das Wartungsgeschäft, das zuletzt immer weiter wuchs.

Ein eigenes MTU-Triebwerk gibt es nicht. Die Entwicklung wäre so teuer, dass ein Flop eines Modells das Unternehmen leicht die Existenz kosten könnte. So hatte MTU in den 1990er Jahren zeitweise tatsächlich ums Überleben fürchten müssen. Doch in Bündnissen mit Partnern wie General Electric , der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney und dem britischen Hersteller Rolls-Royce hat sich das Unternehmen wichtige Anteile gesichert - und auf diese Weise immer mehrere Eisen im Feuer.

Beim jüngsten Verkaufsschlager, dem Getriebefan-Antrieb für den Airbus-Verkaufsschlager A320neo und andere Typen, liefert MTU vor allem die Niederdruck-Turbine und den Hochdruckverdichter. Wichtigster Partner ist Pratt & Whitney, weshalb die Triebwerks-Bezeichnung mit dem Kürzel PW beginnt. Allerdings hat MTU für das Modell auch eine eigene Endmontage aufgebaut. Die Nachfrage scheint trotz anfänglicher Kinderkrankheiten ungebremst.

Auch beim herkömmlichen Airbus A320 sowie den Langstreckenjets A350, Boeing 787 "Dreamliner", Boeing 777 sowie dem Jumbo-Jet 747 ist vielfach MTU-Technik an Bord. Verschätzt hatten sich die Münchner und ihre Partner jedoch beim weltgrößten Passagierjet A380. Airbus stellt die Produktion des Flugzeugs mangels Nachfrage im Jahr 2021 ein - nur 14 Jahre nach der ersten Auslieferung.

Doch MTU hatte bei der A380 für sich längst nicht mehr mit neuen Aufträgen gerechnet. Stattdessen liefert der Hersteller mit General Electric den Antrieb für die modernisierte Boeing 777-X. Und sollte Boeing tatsächlich einen neuen mittelgroßen Jet entwickeln, stehen die Münchner zusammen mit Pratt & Whitney schon in den Startlöchern.

Allerdings dürfte sich das Projekt weiter verzögern, da Boeing wegen des anhaltenden Flugverbots für seinen Mittelstreckenjet 737 Max in eine schwere Krise geraten ist. Immerhin: Mit der "Max", dem Konkurrenzmodell des Airbus A320neo, hat MTU nichts am Hut.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die MTU-Aktien bereiten ihren Eigentümern seit Jahren Freude. Seit dem Börsengang ist der Kurs auf mehr als das Dreizehnfache gestiegen. Im Jahr 2019 war das MTU-Papier mit einem Kursanstieg von fast 61 Prozent sogar der größte Gewinner im Dax, dicht gefolgt von Adidas . Der Leitindex selbst legte um gut ein Viertel zu. Im neuen Jahr setzte sich der Höhenflug von MTU bislang fort. Nach den ersten Handelstagen stand für die Aktie zuletzt ein Plus von mehr als zwölf Prozent zu Buche - und Mitte Januar ein Rekordhoch von 286,30 Euro.

Mit einer Marktkapitalisierung von jetzt rund 15 Milliarden Euro gehört MTU im Leitindex zwar zu den kleinsten Werten. Allerdings ist das Unternehmen damit doppelt so viel wert wie die Lufthansa , die zuletzt gerade noch auf gut sieben Milliarden Euro kam.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Nach dem Höhenflug der MTU-Aktie im vergangenen Jahr sehen Experten nicht mehr viel Luft nach oben. Von den 26 von Bloomberg erfassten Analysten raten nur noch sieben zum Kauf der Aktie. 13 empfehlen, die Papiere zu halten, sechs würden sie abstoßen. Kein Wunder: Kaum noch ein Analyst schreibt der Aktie auf dem aktuellen Niveau überhaupt noch weiteres Kurspotenzial zu. Im Schnitt sehen sie das Kursziel bei rund 243 Euro. Die Spanne ihrer Einschätzungen fällt allerdings ziemlich groß aus.

So traut Analyst David Perry von der US-Bank JPMorgan der MTU-Aktie absehbar einen Kurs von 300 Euro zu. Das Geschäft des Unternehmens dürfte bis 2024 jährlich um einen hohen einstelligen Prozentsatz wachsen. Seine Kollegin Celine Fornaro von der UBS ist mit einem Kursziel von 295 Euro ähnlich optimistisch. MTU profitiere von der Erfolgsgeschichte des Airbus A320neo. Zudem dürfte die Wartungssparte indirekt vom Flugverbot für die Boeing 737 Max profitieren. Viele Airlines ließen ihre anderen Flugzeuge nun zum Ausgleich mehr Flugstunden absolvieren und setzten zudem mehr ältere Maschinen ein. Dies führe zu einem erhöhten Wartungsbedarf - und damit zu Aufträgen für MTU.

Andere Experten halten die Aktie indes beim jüngsten Kursniveau für angemessen bewertet - auch wenn sie die Geschäftsentwicklung positiv sehen. So hob Analyst Christian Cohrs vom Analysehaus Warburg Research seine Erwartungen für die mittelfristige Entwicklung der Margen zwar an und setzte sein Kursziel nach oben. Mit 218 Euro liegt er dennoch deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs. Er rät dazu, die Aktie zu halten. So wie Cohrs sehen es viele Experten: Das Geschäft von MTU laufe bestens, aber die Aktie sei inzwischen auch teuer genug./stw/tav/mis/stw

20.01.2020

AKTIE IM FOKUS: Drägerwerk erholt - Analyst: Ausblick eher zu vorsichtig

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der Schrecken der Aktionäre von Drägerwerk über den Jahresausblick des Medizin- und Sicherheitstechnikherstellers hat sich am Montag ein wenig gelegt. Nach einem Kursverlust von mehr als 10 Prozent am Freitag schoben sich die Aktien zum Wochenstart mit plus 5,90 Prozent auf 52,95 Euro unter die Favoriten im Nebenwerte-Index MDax .

Kurz vor dem Wochenende hatte Drägerwerk überraschend Eckdaten für 2019 sowie einen Ausblick für 2020 vorgelegt. Ein Händler hatte dabei vor allem von enttäuschenden Umsatz- und Margenprognosen für 2020 gesprochen. "Da müsste sich das Unternehmen nun noch sehr strecken, um die Markterwartungen zu erfüllen", hatte der Börsianer gesagt.

Dem pflichtete zum Wochenstart Analyst Eggert Kuls von Warburg Research ein Stück weit bei. Auch er sprach von einer Enttäuschung beim ersten Blick auf die Prognosen für 2020. Allerdings schienen in dem Ausblick diverse Risiken berücksichtigt zu werden, weshalb dieser eher vorsichtig erscheine. Das ändere nichts daran, dass 2020 ein weiteres Übergangsjahr für das Unternehmen sei. Ein deutliche Erholung der Gewinnmargen sei nicht in Sicht./mis/fba

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20.01.2020

AKTIE IM FOKUS: Medienbericht zum Lateinamerika-Geschäft beflügelt Telefonica

MADRID (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Telefonica haben am Montag in einem zögerlichen Marktumfeld die Spitze im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx erobert. Zuletzt kletterten sie um 1,35 Prozent auf 6,23 Euro. Verwiesen wurde dabei am Markt auch einen Bericht der Zeitung "El Mundo", wonach ein Konsortium aus lokalen Unternehmen ein 10 Milliarden Euro schweres Gebot für eine 51-Prozent-Mehrheit an den lateinamerikanischen Aktivitäten außerhalb Brasiliens abgegeben haben soll.

Laut Analyst Jerry Dellis von Jefferies würde solch ein Schritt, der alle Vermögenswerte außerhalb Brasiliens zusammenfasse, das Engagement von Telefonica in Südamerika auf einen Schlag verringern und einen willkommenen Geldsegen für die Spanier mit sich bringen. Der Plan einer Abspaltung der Aktivitäten ist seit Ende November bekannt. Telefonica will sich auf die Kernmärkte Spanien, Brasilien, Großbritannien und Deutschland konzentrieren, die für rund 80 Prozent des Umsatzes und des operativen Gewinns stehen./tih/mis

20.01.2020

AKTIE IM FOKUS: Lufthansa sehr schwach nach weiterer Streikandrohung

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der Lufthansa haben am Montag mit Kursverlusten auf die weitere Streikandrohung der Kabinengewerkschaft Ufo reagiert. Sie büßten im Dax als zweitschwächster Wert nach der Deutschen Bank 1,64 Prozent auf 15,00 Euro ein.

Nach einem Ausstand erst zum Jahreswechsel kündigten die Flugbegleiter am Wochenende einen neuen Streik an. Details zum Arbeitskampf sind zugleich noch unklar und sollen erst am Mittwoch bekannt gegeben werden. Am vergangenen Donnerstag war der insgesamt dritte Versuch gescheitert, in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen dem Konzern und den Flugbegleitern in die Schlichtung mit zusätzlicher Mediation zu tariffremden Fragen einzusteigen./ck/mis

20.01.2020

AKTIE IM FOKUS: Kaufempfehlung von Goldman treibt Ströer auf Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien des Außenwerbespezialisten und Medienkonzerns Ströer sind am Montagvormittag nach einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs auf ein Rekordhoch von 75,90 Euro gestiegen. Damit versuchten die Papiere den Ausbruch nach oben, nachdem sie sich seit dem Erreichen ihres alten Hochs von 75,75 Anfang November er träge entwickelt hatten. Zuletzt führten sie den Nebenwerteindex SDax noch mit einem Plus von 5,45 Prozent auf 75,50 Euro an.

Goldman Analystin Katherine Tait sieht mittelfristig weiteres Potenzial bis zu ihrem auf 86,40 Euro angehobenen Kursziel. Daher stufte sie die Papiere nun von "Neutral" auf "Buy" hoch. Trotz der bereits starken Kurssteigerung sehe sie eine Reihe weiterer Treiber, die das in der Branche überdurchschnittliche Wachstum des Unternehmens 2020 weiter stützen dürften, erklärte die Expertin ihre positiv Einschätzung. So sei Ströer einzigartig aufgestellt, um weiter Marktanteile in Deutschland zu gewinnen, da das Unternehmen die Digitalisierung in der Außenwerbe-Industrie vorantreibe.

Trotz des kleinere Rücksetzers zum Jahresende hin hatten die Ströer-Papiere 2019 um fast 71 Prozent zugelegt./mis/fba

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20.01.2020

AKTIE IM FOKUS: Gea Group fallen - Deutsche Bank senkt nach Rally auf Verkaufen

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der Gea Group sind am Montag nach einer Verkaufsempfehlung der Deutschen Bank um 1,24 Prozent auf 28,64 Euro gefallen. Analystin Felicitas von Bismarck hält das Potenzial für eine Trendwende des auf die Lebensmittelindustrie ausgerichteten Anlagenbauers mittlerweile für mehr als ausreichend in den Aktienkurs eingepreist. So hob sie zwar ihr Kursziel von 22 auf 24 Euro an, sieht damit aber Risiken und stufte die Aktien von "Hold" auf "Sell" ab. Die Erholung aus eigener Kraft hin zu früheren Höhen sei eine Mammutaufgabe für den Konzern, erklärte die Expertin.

Anzeichen und Hoffnung auf wieder besser laufende Geschäfte hatten den Gea-Kurs 2019 deutlich nach oben getrieben - vom Mehrjahrestief von 19,09 Euro im Februar auf 29,48 Euro zum Jahresende. Das war ein Kursplus von rund 54 Prozent. Seit Anfang 2020 stehen die Papiere aber wieder etwas unter Druck./mis/fba

20.01.2020

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Gea Group auf 'Sell' - Ziel hoch auf 24 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat Gea Group von "Hold" auf "Sell" abgestuft, das Kursziel aber von 22 auf 24 Euro angehoben. Das Potenzial der Kehrtwende des Anlagenbauers sei in der Bewertung mittlerweile allzu deutlich berücksichtigt, schrieb die von nun an für die Aktie zuständige Analystin Felicitas von Bismarck in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Erholung aus eigener Kraft hin zu früheren Höhen sei eine Mammutaufgabe./ajx/ck

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.01.2020 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 20.01.2020 / 05:30 / GMT

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20.01.2020

ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Jungheinrich auf 'Sell' - Ziel 17,50 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat Jungheinrich von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 22,00 auf 17,50 Euro gesenkt. Der Bewertungsaufschlag der Aktie des Herstellers von Flurförderzeugen sei nicht haltbar angesichts der aktuellen unternehmensbezogenen Unsicherheit, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Hoffnung auf Rückenwind für die kurzfristigen Margen aufgrund der neuen Strategie sei übertrieben. Zudem verwies er auf die Fixkosten vor dem Hintergrund einer schwächeren Nachfrage./ck/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.01.2020 / 17:23 / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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20.01.2020

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Jungheinrich auf 'Buy' - Ziel 26 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat Jungheinrich von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 20 auf 26 Euro angehoben. Sie glaube, dass der Staplerhersteller die Branchenaussichten zu konservativ beurteile, schrieb die von nun an für die Aktie zuständige Analystin Felicitas von Bismarck in einer am Montag vorliegenden Studie. Dies lasse Spielraum für höhere Gewinnschätzungen, insbesondere in einem freundlicheren Konjunkturumfeld./ajx/ck

Veröffentlichung der Original-Studie: 20.01.2020 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 20.01.2020 / 05:30 / GMT

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20.01.2020

AKTIE IM FOKUS: Rheinmetall steigen auf Tradegate - Commerzbank rät zum Kauf

(Kurs aktualisiert)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine Kaufempfehlung der Commerzbank hat den Aktien von Rheinmetall am Montag frischen Schwung verliehen. Sie stiegen kurz nach dem Handelsstart um 3,34 Prozent auf 108,25 Euro. Damit setzten sich die Papiere deutlicher von ihrer 200-Tage-Linie ab, nachdem sie zuletzt um diesen längerfristigen Trendindikator herum geschwankt waren. Die Analysten der Commerzbank sehen weiteren Spielraum: Sie hoben das Kursziel von 120 auf 130 Euro an und stuften die Papiere entsprechend von "Halten" auf "Kaufen" hoch.

Die Aussagen des Managements von einer Investorenkonferenz in New York implizierten, dass Rheinmetall eine aktive Rolle bei er Konsolidierung der Rüstungsbranche spielen wolle, schrieben die Analysten in ihrer Studie. Zugleich sei eine Verschlankung der Autosparte etwa durch einen Verkauf eines Teilbereichs nicht ausgeschlossen worden./mis/fba

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