dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

15.05.2021

ROUNDUP: Christian Reinicke zum ADAC-Präsidenten gewählt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der neue ADAC-Präsident heißt Christian Reinicke. Der 56-jährige Rechtsanwalt und Notar aus Hannover wurde am Samstag auf einer Online- Hauptversammlung zum Nachfolger von August Markl gewählt. Reinicke war der einzige Kandidat und erhielt 77,8 Prozent der Delegiertenstimmen - 22,2 Prozent stimmten gegen ihn. Als oberster ADAC-Jurist hatte er seit 2016 zusammen mit Markl die Reformen bei Deutschlands größtem Verein vorangetrieben. Seine Amtszeit als ADAC-Präsident beträgt zunächst vier Jahre.

Der 72-jährige Markl hatte sieben Jahren an der Spitze des ADAC gestanden. Er war nach Aufdeckung der Manipulationen um den Autopreis "Gelber Engel" 2014 zum ADAC-Präsidenten gewählt worden und hatte dem Traditionsclub mit einem radikalen Umbau den rechtlichen Status als Verein gerettet.

Reinicke sagte, dass "die Pannenhilfe und Leistungen rund um die persönliche Mobilität für mich weiterhin an erster Stelle stehen". Der ADAC sei stolz auf seine automobilen Wurzeln. Aber "wir engagieren uns auch für die Lösung von Verkehrsproblemen aus der Sicht von Fußgängern und Radfahrern". Gleich mit welchem Verkehrsmittel ADAC-Mitglieder gerade unterwegs seien, müssten sie sich auf die Leistungen und Hilfen des Clubs verlassen können. Der ADAC müsse "auch Trends und den technischen Fortschritt aufgreifen" und jederzeit für jeden digital erreichbar und präsent sein.

Markl erinnerte in seiner Abschiedsrede an die "teilweise erbitterten" Kämpfe um die Neuausrichtung des ADAC in den Jahren nach seinem Amtsantritt 2014. Er wolle dem ADAC zum Abschied "noch einmal ans Herz legen", dass in der Zentrale und in den Regionalclubs die Gemeinsamkeit im Interesse der Mitglieder entscheidend sei und Respekt und Aufrichtigkeit die Streitkultur prägen sollten. Reinicke mahnte, man ringe aus verschiedenen Perspektiven um Antworten, aber am Schluss müsse es gemeinsame Lösungen geben.

Unter Markl wurde der ADAC in drei Säulen aufgeteilt: Den inzwischen auf gut 21 Millionen Mitglieder gewachsenen Verein mit der Pannenhilfe, die Aktiengesellschaft ADAC SE mit dem Versicherungsgeschäft und die ADAC-Stiftung, die sich um Luftrettung und Unfallverhütung kümmert. Die Aufgaben der ehrenamtlichen Funktionäre und angestellten Geschäftsführer wurden klarer aufgeteilt, Ämterhäufung wurde beschnitten. Statt als Autofahrerlobby sieht die ADAC-Führung den Club heute als Mobilitätsdienstleister für alle. Einem Tempolimit steht sie neutral gegenüber.

Zum Abschied legte Markl einen Geschäftsbericht mit schwarzen Zahlen vor: Zum ersten Mal seit 2014 überstiegen die Mitgliedsbeiträge im vergangenen Jahr die Ausgaben des Vereins. Das Jahresergebnis von 78 Millionen Euro sei vor allem dem Rückgang der Pannenhilfe-Einsätze während der Corona-Pandemie zu verdanken, sagte Finanzpräsident Jens Kuhfuß. Nach der kräftigen Beitragserhöhung im vergangenen Jahr werde nun eine Gewinnrücklage zur Stabilisierung der Beiträge gebildet.

Zum neuen Sportpräsidenten wählten die Delegierten der 18 ADAC-Regionalclubs den Richter und Formel-1-Rennkommissar Gerd Ennser aus dem niederbayerischen Freyung, zum Tourismuspräsidenten den Unternehmer Karlheinz Jungbeck aus dem oberbayerischen Ort Schliersee. Technikpräsident Karsten Schulze aus Berlin wurde im Amt bestätigt./rol/DP/zb

15.05.2021

POLITIK: Deutsche dürfen wieder in Portugal Urlaub machen

LISSABON (dpa-AFX) - Besucher aus Deutschland und aus anderen EU-Ländern mit einer relativ guten Corona-Lage dürfen ab Montag wieder auch zu touristischen Zwecken in Portugal einreisen. Die bisher geltenden Einreisebeschränkungen werden für Bürger aus EU-Staaten mit einer 14-Tage-Inzidenz von weniger als 500 nicht mehr verlängert, teilte das Innenministerium am Samstag in Lissabon mit. Die Lockerungen gelten auch für die assoziierten Mitglieder des Schengenraums Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Island sowie für Großbritannien. Alle Einreisenden über zwei Jahren müssen aber weiterhin einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Von dieser Lockerung für Einreisen auf dem Luft- oder Seeweg sind den Angaben zufolge Länder mit 500 oder mehr Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen ausgenommen. Dazu gehören Kroatien, Zypern, Litauen, die Niederlande und Schweden. Aus diesen EU-Ländern darf man noch mindestens bis Ende Mai nur mit triftigem Grund einreisen.

Der ehemalige Corona-Hotspot hat derzeit nach Island die niedrigsten Infektionswerte Europas. Der Ausnahmezustand zur Eindämmung der Pandemie ging am 1. Mai nach rund fünfeinhalb Monaten zu Ende./er/DP/zb

15.05.2021

Dortmund und Wolfsburg kämpfen um Champions-League-Teilnahme

BERLIN (dpa-AFX) - DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg können in den beiden Sonntagsspielen der Fußball-Bundesliga die Teilnahme an der Champions League perfekt machen. Drei Tage nach dem Pokal-Triumph würden sich die Dortmunder mit einem Sieg beim 1. FSV Mainz 05 (18.00 Uhr/Sky) erneut für die Königsklasse qualifizieren. Wolfsburg würde danach bei RB Leipzig bereits ein Unentschieden reichen, um den Tabellen-Fünften Eintracht Frankfurt auf jeden Fall zu distanzieren. Die Leipziger können nach der Niederlage im Pokalfinale mit einem Unentschieden im letzten Spiel des 33. Spieltages (20.30 Uhr/Sky) wenigstens die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach bringen. Die Champions-League-Teilnahme haben die Sachsen genau wie Rekordmeister FC Bayern bereits sicher./vg/DP/zb

15.05.2021

Terzic lässt Zukunft offen: Davor und danach 'coole Zeit' für BVB

DORTMUND (dpa-AFX) - Trainer Edin Terzic von DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund macht weiter keine konkreten Aussagen zu seiner Zukunft. "Ich bin seit 2010 Angestellter in diesem Verein und stolz darauf. In den 101 Jahren davor hatte der BVB eine coole Zeit, und der BVB wird auch in den 500 Jahren nach mir eine coole Zeit habe", sagte der 38-Jährige vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim FSV Mainz 05 (15.30 Uhr/Sky). Terzic war nach der Trennung von Lucien Favre zum Chefcoach befördert worden und krönte seine Arbeit am Donnerstag mit dem Sieg des BVB im Pokalfinale in Berlin gegen RB Leipzig (4:1). Nach der Saison soll Terzic Assistent des neuen Trainer Marco Rose werden.

Vereinsboss Hans-Joachim Watzke hatte zuletzt bekräftigt, dass er einen Verbleib von Terzic glaubt. "Er hat vor ein paar Wochen seinen Vertrag langfristig verlängert, mit der klaren Erkenntnis, wie es weitergeht. Er ist ein Dortmunder Junge, er spürt den Verein, er atmet den Verein." Dennoch sei man gesprächsbereit, sollte es Terzic zu einem anderen Club ziehen. "Edin hat den Schlüssel in der Hand."

Nach dem fünften Pokalsieg der Clubgeschichte soll nun die Qualifikation für die Champions League gesichert werden. "Wir sind einen herausragenden Weg gegangen und haben viele Arten entwickelt, Spiele anzugehen. Damit wollen wir weitermachen, sechs Punkte holen und dieses elementar wichtige Ziel für den Verein erreichen", sagte Terzic. Nach zuletzt fünf Siegen in Serie lag der BVB vor dem 33. Spieltag auf dem vierten Tabellenplatz und hat die Teilnahme an der Königsklasse wieder in eigenen Händen. Dem Spiel in Mainz folgt zum Abschluss das Westduell gegen Bayer Leverkusen./uzi/DP/zb

15.05.2021

Christian Reinicke zum ADAC-Präsidenten gewählt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der neue ADAC-Präsident heißt Christian Reinicke. Der 56-jährige Rechtsanwalt und Notar aus Hannover wurde am Samstag auf einer Online- Hauptversammlung zum Nachfolger von August Markl gewählt. Reinicke war der einzige Kandidat und erhielt 77,8 Prozent der Delegiertenstimmen. Als oberster ADAC-Jurist hatte er seit 2016 zusammen mit Markl die Reformen bei Deutschlands größtem Verein vorangetrieben. Seine Amtszeit als ADAC-Präsident beträgt zunächst vier Jahre.

Der 72-jährige Markl hatte sieben Jahren an der Spitze des ADAC gestanden. Er war nach Aufdeckung der Manipulationen um den Autopreis "Gelber Engel" 2014 zum ADAC-Präsidenten gewählt worden und hatte dem Traditionsclub mit einem radikalen Umbau den rechtlichen Status als Verein gerettet./rol/DP/zb

15.05.2021

ROUNDUP 2: China landet Rover 'Zhurong' erfolgreich auf dem Mars

(Neu: Weitere Details)

PEKING (dpa-AFX) - China ist erstmals eine Landung auf dem Mars gelungen. Das Landemodul des Raumschiffes "Tianwen-1" setzte mit dem Rover "Zhurong" an Bord am Samstag auf der Oberfläche des Roten Planeten auf, wie die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA mitteilte. Die Mission sei "ein voller Erfolg" und ein weiterer "wichtiger Meilenstein" des chinesischen Weltraumprogramms, sagte CNSA-Chef Zhang Kejian laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

"Tianwen-1" war im vergangenen Juli von der Erde aufgebrochen und hatte im Februar die Mars-Umlaufbahn erreicht. Die chinesische Mission ist eine von drei Flügen zum Mars, die im vergangenen Sommer von der Erde gestartet waren. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA hatten damals Raketen Richtung Mars geschickt. Der US-Rover "Perseverance" war bereits im Februar gelandet.

Bislang haben es nur die USA geschafft, Erkundungs-Fahrzeuge auf dem Roten Planeten zum Einsatz zu bringen. Der Sowjetunion gelang in den 70er-Jahren zwar eine Landung, es wurde aber sofort der Kontakt zu der Sonde verloren. Der Flug zum Roten Planeten und die Landung gelten als äußerst schwierig. Von vorausgegangenen Landeversuchen waren nur etwa die Hälfte erfolgreich.

Ein Fallschirm und Bremstriebwerke halfen dabei, die chinesische Sonde abzubremsen. Etwa 100 Meter über der Marsoberfläche schwebte das Fahrzeug zunächst, um Hindernisse zu identifizieren und autonom einen Landeplatz zu finden. Schließlich setze der Lander mit seinen vier Beinen sicher auf der Oberfläche auf.

Das Manöver sei "äußerst kompliziert" gewesen, zitierten Staatsmedien Geng Yan, einen Mitarbeiter des chinesischen Raumfahrtprogramms: "Jeder Schritt hatte nur eine Chance. Die Aktionen waren eng miteinander verbunden. Wenn es nur einen Fehler gegeben hätte, wäre die Landung fehlgeschlagen", sagte Geng.

Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua sprach nach der erfolgreichen Landung vom Beginn eines "neuen Kapitels" in der Erforschung des Weltraums. Chinas Präsident Xi Jinping gratulierte den beteiligten Wissenschaftlern.

Läuft nun alles nach Plan, soll der nach dem chinesischen Feuergott benannte Rover "Zhurong", der in der Region Utopia Planitia aufsetzte, mindestens drei Monate lang arbeiten und Untersuchungen durchführen.

Der Rover wiegt etwa 240 Kilogramm. Er hat sechs Räder und vier Sonnenkollektoren und kann sich auf der Marsoberfläche mit 200 Metern pro Stunde bewegen. Der Rover trägt wissenschaftliche Instrumente mit sich, mit denen etwa Informationen über die Zusammensetzung der Planetenoberfläche, die geologische Struktur und das Klima gesammelt werden sollen.

China treibt sein ambitioniertes Weltraumprogramm immer weiter voran. Nach mehreren erfolgreichen Flügen zum Mond hatte die Volksrepublik Ende April mit dem Bau seiner eigenen Weltraumstation begonnen. Eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 5B" brachte das 22 Tonnen schwere Modul "Tianhe" ins All. Es soll das Kernmodul der Raumstation bilden, die "um 2022" fertig gestellt werden soll.

In den kommenden Wochen sollen zwei weitere Raumflüge dicht nacheinander folgen. Im Mai könnte schon das Cargo-Raumschiff "Tianzhou 2" mit Treibstoff und Versorgungsgütern andocken. Auch bereiten sich drei Astronauten vor, an Bord von "Shenzhou 12" möglicherweise im Juni zu "Tianhe" zu fliegen./jpt/DP/zb

15.05.2021

Quoten: 'Der Alte' siegt wieder

BERLIN (dpa-AFX) - Die ZDF-Krimiserie "Der Alte" stand am Freitagabend einmal mehr am höchsten in der Zuschauergunst. 5,93 Millionen sahen Folge 442 mit dem Titel "Toxische Verbindung", was einer Quote von 19,5 Prozent entsprach. Etwa 4,65 Millionen Menschen (15,3 Prozent) entschieden sich zur besten Sendezeit für die ARD-Komödie "Die Drei von der Müllabfuhr: Operation Miethai" mit Uwe Ochsenknecht.

Das abendfüllende Viertelfinale der RTL-Show "Let's Dance" zog 4,29 Millionen vor die Fernseher (15,6 Prozent). Sie verfolgten das Ausscheiden der 61 Jahre alten Journalistin und Soziologin Auma Obama. Die Sat.1-Show "111 knattergeile Kollegen!" hatte 1,44 Millionen Zuschauer (4,8 Prozent).

Auf ProSieben lief der US-Action-Film "Batman v Superman: Dawn of Justice" mit 1,02 Millionen Zuschauern (3,7 Prozent). Kabel eins setzte auf die US-Krimiserie "Criminal Minds", die 660 000 Menschen (2,2 Prozent) einschalteten. Im Schnitt 960 000 Menschen (3,3 Prozent) sahen auf RTLzwei den US-Thriller "72 Stunden - The Next Three Days".

Für die US-Detektivserie "Magnum P.I." auf Vox interessierten sich 910 000 Zuschauer, was einem Marktanteil von 3,0 Prozent entsprach./tn/DP/zb

15.05.2021

DFL-Chef Seifert: Ein Viertel weniger Umsatz durch Corona-Pandemie

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Profi-Clubs müssen nach Einschätzung von DFL-Chef Christian Seifert durch die Corona-Pandemie deutliche Umsatz-Einbußen hinnehmen. "Die Bundesliga wird in Relation zur letzten Saison vor der Pandemie voraussichtlich etwa ein Viertel weniger Umsatz machen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Der Hauptgrund seien die fehlenden Ticket-Einnahmen, die zuvor "im Schnitt etwa zwischen 13 und 15 Prozent der Einnahmen ausgemacht" hätten, sagte der Chef der Deutschen Fußball Liga. "Dazu ist der Transfermarkt größtenteils zum Erliegen gekommen."

Obwohl die DFL für ihr Hygienekonzept für die Rückkehr zum Spielbetrieb in der Krise viel Lob erhalten hatte, fühle er sich nicht als Gewinner, sagte der 52-Jährige. "Einige Effekte werden uns wirtschaftlich und viele Menschen auch psychisch noch lange beschäftigen." Er sei dennoch stolz, dass das Konzept einigen als Vorbild gedient habe. "Dass die US Open, die Formel 1, die NBA, die NFL sagen, sie hätten sich an den Deutschen orientiert. Aber natürlich haben wir trotzdem auch Fehler gemacht. Jeden Tag."

Das Corona-Krisenmanagement der Politik sieht Seifert kritisch, vor allem bei der Impfstoffbeschaffung. "Wenn ich insbesondere daran denke, dass man der EU-Kommission, die weder das Personal noch die Infrastruktur dazu hat, in dieser lebensgefährdenden Situation die Impfstoffbestellung für knapp 450 Millionen Europäer an die Hand gegeben hat, sollte das schon irgendwann erklärt werden", sagte Seifert. Er hoffe, "dass die Politik kritikfähig genug ist, zu erkennen, wo Fehler gemacht wurden und wo Deutschland Aufholbedarf hat"./mms/DP/zb

15.05.2021

Nach 243 Jahren: Britisches Warenhaus Debenhams schließt Filialen

LONDON (dpa-AFX) - Die insolvente britische Kaufhauskette Debenhams hat am Samstag nach 243 Jahren ihre letzten Filialen geschlossen. Dem Traditionsunternehmen, das vor dem Beginn der Pandemie noch 20 000 Mitarbeiter beschäftigte, waren in den vergangenen Jahren durch veränderte Kaufgewohnheiten der Briten nach und nach die Umsätze weggebrochen. Die coronabedingte vorübergehende Schließung der Läden im vergangenen Jahr gab dem Warenhaus dann den Rest.

Den Markennamen Debenhams und den Online-Shop wird es weiterhin geben. Sie gingen zu Beginn dieses Jahres für 55 Millionen Pfund (63,8 Mio. Euro) an den Internet-Modehändler Boohoo .

Gegründet wurde das Unternehmen von William Clark im Jahr 1778. Er begann mit einem kleinen Textilgeschäft in London, in dem hochwertige Stoffe, Hauben, Handschuhe und Sonnenschirme verkauft wurden. Der Aufstieg zur Kaufhauskette wurde im Jahr 1813 von dem Investor William Debenham eingeleitet, nach dem das Unternehmen später benannt war./cmy/DP/zb

15.05.2021

ROUNDUP: China landet Rover 'Zhurong' erfolgreich auf dem Mars

PEKING (dpa-AFX) - China ist erstmals eine Landung auf dem Mars gelungen. Das Landemodul des Raumschiffes "Tianwen-1" setzte mit dem Rover "Zhurong" an Bord am Samstag auf der Oberfläche des Roten Planeten auf, wie die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA mitteilte. Die Mission sei "ein voller Erfolg" und ein weiterer "wichtiger Meilenstein" des chinesischen Weltraumprogramms, sagte CNSA-Chef Zhang Kejian laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

"Tianwen-1" war im vergangenen Juli von der Erde aufgebrochen und hatte im Februar die Mars-Umlaufbahn erreicht. Die chinesische Mission ist eine von drei Flügen zum Mars, die im vergangenen Sommer von der Erde gestartet waren. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA hatten damals Raketen Richtung Mars geschickt. Der US-Rover "Perseverance" war bereits im Februar gelandet.

Bislang haben es nur die USA geschafft, Erkundungs-Fahrzeuge auf dem Roten Planeten zum Einsatz zu bringen. Der Sowjetunion gelang in den 70er-Jahren zwar eine Landung, es wurde aber sofort der Kontakt zu der Sonde verloren. Der Flug zum Roten Planeten und die Landung gelten als äußerst schwierig. Von vorausgegangenen Landeversuchen waren nur etwa die Hälfte erfolgreich.

Ein Fallschirm und Bremstriebwerke halfen dabei, die chinesische Sonde abzubremsen. Etwa 100 Meter über der Marsoberfläche schwebte das Fahrzeug zunächst, um Hindernisse zu identifizieren und autonom einen Landeplatz zu finden. Schließlich setze der Lander mit seinen vier Beinen sicher auf der Oberfläche auf.

Das Manöver sei "äußerst kompliziert" gewesen, zitierten Staatsmedien Geng Yan, einen Mitarbeiter des chinesischen Raumfahrtprogramms: "Jeder Schritt hatte nur eine Chance. Die Aktionen waren eng miteinander verbunden. Wenn es nur einen Fehler gegeben hätte, wäre die Landung fehlgeschlagen", sagte Geng.

Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua sprach nach der erfolgreichen Landung vom Beginn eines "neuen Kapitels" in der Erforschung des Weltraums. Chinas Präsident Xi Jinping gratulierte den beteiligten Wissenschaftlern.

Läuft nun alles nach Plan, soll der nach dem chinesischen Feuergott benannte Rover "Zhurong", der in der Region Utopia Planitia aufsetzte, mindestens drei Monate lang arbeiten und Untersuchungen durchführen.

Der Rover wiegt etwa 240 Kilogramm. Er hat sechs Räder und vier Sonnenkollektoren und kann sich auf der Marsoberfläche mit 200 Metern pro Stunde bewegen. Der Rover trägt wissenschaftliche Instrumente mit sich, mit denen etwa Informationen über die Zusammensetzung der Planetenoberfläche, die geologische Struktur und das Klima gesammelt werden sollen.

China treibt sein ambitioniertes Weltraumprogramm immer weiter voran. Nach mehreren erfolgreichen Flügen zum Mond hatte die Volksrepublik Ende April mit dem Bau seiner eigenen Weltraumstation begonnen. Eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 5B" brachte das 22 Tonnen schwere Modul "Tianhe" ins All. Es soll das Kernmodul der Raumstation bilden, die "um 2022" fertig gestellt werden soll.

In den kommenden Wochen sollen zwei weitere Raumflüge dicht nacheinander folgen. Im Mai könnte schon das Cargo-Raumschiff "Tianzhou 2" mit Treibstoff und Versorgungsgütern andocken. Auch bereiten sich drei Astronauten vor, an Bord von "Shenzhou 12" möglicherweise im Juni zu "Tianhe" zu fliegen./jpt/DP/zb

14.05.2021

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Versöhnlicher Wochenabschluss

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Aktienindizes haben eine turbulente Woche mit einem deutlichen Tagesgewinn beendet. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag um 1,06 Prozent auf 34 382,13 Punkte. Zu Beginn der Woche war das wichtigste Wall-Street-Barometer erstmals über die Marke von 35 000 Punkten geklettert, um zur Wochenmitte dann unter dem Eindruck einer hohen Inflation deutlich unter 34 000 Punkte zu sacken. Am Donnerstag setzte dann eine Gegenbewegung an. Auf Wochensicht gab der Dow rund ein Prozent nach.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 1,49 Prozent auf 4173,85 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 zog um 2,17 Prozent auf 13 393,12 Punkte an. Abermals beruhigten Mitglieder der US-Notenbank (Fed) die Anleger mit Aussagen, die vom Wirtschaftsaufschwung ausgelösten Preissteigerungen seien nur vorübergehend. Bei einigen der jüngst im Preis stark gestiegenen Rohstoffe ging es nun bergab - auch das ließ nun die Furcht vor einer schärferen Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation etwas abebben.

Die aktuellen Konjunkturdaten aus den USA lieferten derweil den Anlegern keinen Anreiz, die Inflationsdebatte erneut zu entfachen. So blieb der Preisauftrieb von in die USA importierten Gütern zwar hoch, aber andere Wirtschaftsnachrichten deuteten eher nicht auf eine Überhitzung der Wirtschaft hin: Die Einzelhandelsumsätze stagnierten im April überraschend und die Gesamtproduktion der Industrie stieg zuletzt nicht so stark wie von Analysten erwartet. Zudem hat sich das Konsumklima im Mai unerwartet eingetrübt.

Marktteilnehmer äußerten jüngst immer wieder die Sorge, die im Zuge einer florierenden Konjunktur steigende Inflation könnte die Fed dazu bewegen, von ihrer sehr expansiven Gangart zur Stützung der Wirtschaft etwas abzurücken. Die Analysten von Credit Suisse können aber auch steigenden Inflationserwartungen etwas abgewinnen: Dies sei normalerweise positiv für zyklische Branchen, die besonders von der Konjunktur abhängen. Sie erwähnten vor allem die Bankenbranche, werthaltige Aktien und Nebenwerte.

Der Entertainment-Riese Walt Disney ächzt derweil weiter unter der Corona-Krise, auch der Erfolg im Streaming-Geschäft ließ zu Jahresbeginn deutlich nach. Da die Pandemie den Rest von Disneys Unterhaltungs-Imperium weitgehend lahmlegt, ist der Konzern auf die Streaming-Services angewiesen. Anleger reagierten enttäuscht auf die Zahlen, die Aktien waren mit einem Minus von gut zweieinhalb Prozent größter Verlierer im Dow, wo von den 30 Werten 25 im Plus notierten.

Der Börsenneuling und Online-Essenslieferant Doordash übertraf mit dem Umsatz aus dem ersten Quartal die Erwartungen der Analysten und verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach Essensauslieferungen - ungeachtet allmählich wieder öffnender Restaurants und zunehmender Impfungen in der Bevölkerung. Die Anteilscheine schnellten um gut 22 Prozent in die Höhe.

Das Online-Portal für Unterkünfte, Airbnb , wusste mit den Buchungen für das erste Jahresviertel die Analysten ebenfalls zu überzeugen. Wegen Rückzahlungen von während der Pandemie aufgenommener Schulden weitete sich zwar der Verlust enorm aus, dennoch gewannen die Anteilscheine vier Prozent.

Der Euro bewegte sich im späten US-Handel kaum noch und notierte bei 1,2142 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2123 (Donnerstag: 1,2081) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8249 (0,8278) Euro gekostet. Am Markt für US-Staatsanleihen stieg der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,15 Prozent auf 132,43 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Anleihen fiel auf 1,634 Prozent./he/zb

14.05.2021

Aktien New York Schluss: Versöhnlicher Wochenabschluss

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Aktienindizes haben eine turbulente Woche mit einem deutlichen Tagesgewinn beendet. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag um 1,06 Prozent auf 34 382,13 Punkte. Zu Beginn der Woche war das wichtigste Wall-Street-Barometer erstmals über die Marke von 35 000 Punkten geklettert, um zur Wochenmitte dann unter dem Eindruck einer hohen Inflation deutlich unter 34 000 Punkte zu sacken. Am Donnerstag setzte dann eine Gegenbewegung an. Auf Wochensicht gab der Dow rund ein Prozent nach.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 1,49 Prozent auf 4173,85 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 zog um 2,17 Prozent auf 13 393,12 Punkte an. Abermals beruhigten Mitglieder der US-Notenbank (Fed) die Anleger mit Aussagen, die vom Wirtschaftsaufschwung ausgelösten Preissteigerungen seien nur vorübergehend. Bei einigen der jüngst im Preis stark gestiegenen Rohstoffe ging es nun bergab - auch das ließ nun die Furcht vor einer schärferen Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation etwas abebben./he/zb

14.05.2021

Aktien New York: Versöhnlicher Wochenabschluss winkt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Aktienindizes dürften eine turbulente Woche mit einem deutlichen Tagesgewinn beenden. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag zuletzt um 1,05 Prozent auf 34 378,59 Punkte. Zu Beginn der Woche war das wichtigste Wall-Street-Barometer erstmals über die Marke von 35 000 Punkten geklettert, um zur Wochenmitte dann unter dem Eindruck einer hohen Inflation deutlich unter 34 000 Punkte zu sacken. Am Donnerstag setzte dann eine Gegenbewegung an. Auf Wochensicht deutet sich dennoch ein Minus von gut 1 Prozent an.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 1,45 Prozent auf 4172,19 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 zog um 2,00 Prozent auf 13 370,85 Punkte an.

Abermals beruhigten Mitglieder der US-Notenbank (Fed) die Anleger mit Aussagen, die vom Wirtschaftsaufschwung ausgelösten Preissteigerungen seien nur vorübergehend. Bei einigen der jüngst im Preis stark gestiegenen Rohstoffe ging es nun bergab - auch das ließ nun die Furcht vor einer schärferen Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation etwas abebben.

Die aktuellen Konjunkturdaten aus den USA lieferten derweil den Anlegern keinen Anreiz, die Inflationsdebatte erneut zu entfachen. So blieb der Preisauftrieb von in die USA importierten Gütern zwar hoch, aber andere Wirtschaftsnachrichten deuteten eher nicht auf eine Überhitzung der Wirtschaft hin: Die Einzelhandelsumsätze stagnierten im April überraschend und die Gesamtproduktion der Industrie stieg zuletzt nicht so stark wie von Analysten erwartet. Zudem hat sich das Konsumklima im Mai unerwartet eingetrübt.

Marktteilnehmer äußerten jüngst immer wieder die Sorge, die im Zuge einer florierenden Konjunktur steigende Inflation könnte die Fed dazu bewegen, von ihrer sehr expansiven Gangart zur Stützung der Wirtschaft etwas abzurücken. Die Analysten von Credit Suisse können aber auch steigenden Inflationserwartungen etwas abgewinnen: Dies sei normalerweise positiv für zyklische Branchen, die besonders von der Konjunktur abhängen. Sie erwähnten vor allem die Bankenbranche, werthaltige Aktien und Nebenwerte.

Der Entertainment-Riese Walt Disney ächzt derweil weiter unter der Corona-Krise, auch der Erfolg im Streaming-Geschäft ließ zu Jahresbeginn deutlich nach. Da die Pandemie den Rest von Disneys Unterhaltungs-Imperium weitgehend lahmlegt, ist der Konzern auf die Streaming-Services angewiesen. Anleger reagierten enttäuscht auf die Zahlen, die Aktien waren mit einem Minus von gut zwei Prozent größter Verliererer im Dow, wo von den 30 Werten 26 im Plus notierten.

Der Börsenneuling und Online-Essenslieferant Doordash übertraf mit dem Umsatz aus dem ersten Quartal die Erwartungen der Analysten und verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach Essensauslieferungen - ungeachtet allmählich wieder öffnender Restaurants und zunehmender Impfungen in der Bevölkerung. Die Anteilscheine schnellten um fast 21 Prozent in die Höhe.

Das Online-Portal für Unterkünfte, Airbnb , wusste mit den Buchungen für das erste Jahresviertel die Analysten ebenfalls zu überzeugen. Wegen Rückzahlungen von während der Pandemie aufgenommener Schulden weitete sich zwar der Verlust enorm aus, dennoch gewannen die Anteilscheine fast drei Prozent./he

14.05.2021

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Gewinne am Ende einer turbulenten Woche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seinen jüngsten Rücksetzer weiter hinter sich gelassen. Dank der abermals erholten Wall Street schloss der deutsche Leitindex am Freitag 1,43 Prozent höher bei 15 416,64 Zählern. Auf Wochensicht ergibt dies ein Plus von 0,11 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg an diesem Freitag um 1,41 Prozent auf 32 141,17 Punkte.

Der Dax hat eine schwankungsreiche Woche hinter sich. In den USA hatten zunehmende Inflationssorgen verbunden mit der Angst vor schneller steigenden Zinsen für Kurskapriolen gesorgt, die auch auf die hiesigen Märkte übergriffen. Anleger hatten befürchtet, dass die US-Notenbank wegen des überraschend starken Anstiegs der Teuerung schneller als gedacht von ihrer ultralockeren Geldpolitik abweichen könnte, die als Treiber der Aktienmärkte gilt. Am Vortag war der deutsche Leitindex unter die Marke von 15 000 Punkten und zeitweise bis auf den tiefsten Stand seit Ende März gefallen.

Die US-Notenbank hatte zuletzt jedoch erfolgreich die Sorgen der Anleger beschwichtigen können. Die Währungshüter betonten, die vom Hochfahren der Wirtschaft ausgelöste Inflation sei nur vorübergehender Natur. Mit der Erholung an der tonangebenden Wall Street seit Donnerstag geht es auch hierzulande wieder aufwärts. Dennoch bleibe die Nervosität unter den Anlegern hoch, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners.

Christian Henke vom Handelshaus IG sagte, die Preissteigerungen dürften in den nächsten Wochen und Monaten von den Anlegern weiter ganz genau beobachtet werden. Für die Börsen bestehe letztlich aber nur dann eine Gefahr, wenn die Preise nachhaltig stiegen. Denn anziehende Zinsen erhöhen die Attraktivität festverzinslicher Anlageformen, wodurch Aktien im Gegenzug belastet werden können.

Im Dax waren die konjunktursensiblen Autobauer wieder gefragt, um die die Anleger am Vortag noch einen großen Bogen gemacht hatten. BMW , Daimler und Volkswagen (VW) gewannen unter den Favoriten im Leitindex zwischen 2,2 und 2,5 Prozent.

Auch einige Quartalsbilanzen beschäftigen die Anleger, der Höhepunkt des Zahlenreigens aber ist überschritten. Im MDax schnellten die Aktien von Encavis um mehr als vier Prozent nach oben. Der Jahresauftakt des Wind- und Solaranlagenbetreibers war zwar mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen schwach ausgefallen, am Markt stützte aber der bestätigte Jahresausblick des Unternehmens. Ein Händler lobte zudem den operativen Barmittelfluss.

Die Anleger von Borussia Dortmund hatten ebenfalls gute Laune: Nach dem 4:1-Pokalsieg am Vorabend gegen RB Leipzig gewannen die Papiere des Fußballvereins gut sechs Prozent und kletterten damit an die Spitze des Nebenwerteindex SDax . Nicht nur wegen des Pokalsiegs ist die Freude bei den Anlegern derzeit groß. Die Borussen belegen aktuell in der Bundesliga Platz vier. Damit würden sie sich für die lukrative Champions League in der kommenden Saison qualifizieren.

Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 zog um 1,64 Prozent auf 4017,44 Punkte an. Der Pariser Cac 40 schloss ähnlich deutlich im Plus, während der Londoner FTSE 100 um 1,2 Prozent zulegte. Der Dow Jones Industrial gewann zum europäischen Handelsschluss knapp 1 Prozent.

Am deutschen Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,18 Prozent am Vortag auf minus 0,20 Prozent Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 143,86 Punkte. Der Bund-Future stagnierte bei 169,01 Zählern. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2123 (Donnerstag: 1,2081) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8249 (0,8278) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

14.05.2021

Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Gewinne am Ende einer turbulenten Woche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seinen jüngsten Rücksetzer weiter hinter sich gelassen. Dank der abermals erholten Wall Street schloss der deutsche Leitindex am Freitag 1,43 Prozent höher bei 15 416,64 Zählern. Auf Wochensicht ergibt dies ein Plus von 0,11 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg an diesem Freitag um 1,41 Prozent auf 32 141,17 Punkte.

Der Dax hat eine schwankungsreiche Woche hinter sich. In den USA hatten zunehmende Inflationssorgen verbunden mit der Angst vor schneller steigenden Zinsen für Kurskapriolen gesorgt, die auch auf die hiesigen Märkte übergriffen. Anleger hatten befürchtet, dass die US-Notenbank wegen des überraschend starken Anstiegs der Teuerung schneller als gedacht von ihrer ultralockeren Geldpolitik abweichen könnte, die als Treiber der Aktienmärkte gilt. Am Vortag war der deutsche Leitindex unter die Marke von 15 000 Punkten und zeitweise bis auf den tiefsten Stand seit Ende März gefallen.

Die US-Notenbank hatte zuletzt jedoch erfolgreich die Sorgen der Anleger beschwichtigen können. Die Währungshüter betonten, die vom Hochfahren der Wirtschaft ausgelöste Inflation sei nur vorübergehender Natur. Mit der Erholung an der tonangebenden Wall Street seit Donnerstag geht es auch hierzulande wieder aufwärts. Dennoch bleibe die Nervosität unter den Anlegern hoch, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners./la

14.05.2021

ROUNDUP/Aktien New York: Erholung setzt sich zum Wochenschluss fort

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Freitag ihren Erholungskurs fortgesetzt. Abermals beruhigten Mitglieder der US-Notenbank (Fed) die Anleger mit Aussagen, die vom Wirtschaftsaufschwung ausgelösten Preissteigerungen seien nur vorübergehend. Bei einigen der jüngst im Preis stark gestiegenen Rohstoffe ging es nun bergab - auch das ließ nun die Furcht vor einer schärferen Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation etwas abebben.

Der Dow Jones Industrial stieg um 0,68 Prozent auf 34 253,67 Punkte. Bislang verlief die Woche sehr schwankungsreich für den US-Leitindex. Zu Beginn war das wichtigste Wall-Street-Barometer erstmals über die Marke von 35 000 Punkten geklettert, zur Wochenmitte dann unter dem Eindruck einer hohen Inflation deutlich unter 34 000 Punkte gesackt. Seit Donnerstag stehen die Zeichen wieder auf Erholung. Auf Wochensicht deutet sich aber immer noch ein Verlust von rund 1,5 Prozent an.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 1,04 Prozent auf 4155,32 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 zog um 1,52 Prozent auf 13 308,95 Punkte an.

Die aktuellen Konjunkturdaten aus den USA lieferten derweil den Anlegern keinen Anreiz, die Inflationsdebatte erneut zu entfachen. So blieb der Preisauftrieb von in die USA importierten Gütern zwar hoch, aber andere Wirtschaftsnachrichten deuteten eher nicht auf eine Überhitzung der Wirtschaft hin: Die Einzelhandelsumsätze stagnierten im April überraschend und die Gesamtproduktion der Industrie stieg zuletzt nicht so stark wie von Analysten erwartet. Zudem hat sich das Konsumklima im Mai unerwartet eingetrübt.

Marktteilnehmer äußerten jüngst immer wieder die Sorge, die im Zuge einer florierenden Konjunktur steigende Inflation könnte die Fed dazu bewegen, von ihrer sehr expansiven Gangart zur Stützung der Wirtschaft etwas abzurücken. Die Analysten von Credit Suisse können aber auch steigenden Inflationserwartungen etwas abgewinnen: Dies sei normalerweise positiv für zyklische Branchen, die besonders von der Konjunktur abhängen. Sie erwähnten vor allem die Bankenbranche, werthaltige Aktien und Nebenwerte.

Der Entertainment-Riese Walt Disney ächzt derweil weiter unter der Corona-Krise, auch der Erfolg im Streaming-Geschäft ließ zu Jahresbeginn deutlich nach. Da die Pandemie den Rest von Disneys Unterhaltungs-Imperium weitgehend lahmlegt, ist der Konzern auf die Streaming-Services angewiesen. Anleger reagierten enttäuscht auf die Zahlen, die Aktien waren mit einem Minus von rund vier Prozent der klare Verlierer im Dow.

Der Börsenneuling und Online-Essenslieferant Doordash aber übertraf mit dem Umsatz aus dem ersten Quartal die Erwartungen der Analysten und verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach Essensauslieferungen - ungeachtet allmählich wieder öffnender Restaurants und zunehmender Impfungen in der Bevölkerung. Die Anteilscheine schnellten um knapp 19 Prozent in die Höhe.

Das Online-Portal für Unterkünfte, Airbnb , wusste mit den Buchungen für das erste Jahresviertel die Analysten ebenfalls zu überzeugen. Wegen Rückzahlungen von während der Pandemie aufgenommener Schulden weitete sich zwar der Verlust enorm aus, dennoch gewannen die Anteilscheine fast drei Prozent./la/he

14.05.2021

Aktien New York: Erholung setzt sich zum Wochenschluss fort

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Freitag ihren Erholungskurs fortgesetzt. Abermals beruhigten Mitglieder der US-Notenbank die Anleger mit Aussagen, die vom Wirtschaftsaufschwung ausgelösten Preissteigerungen seien nur vorübergehend. Bei einigen der jüngst im Preis stark gestiegenen Rohstoffe ging es nun bergab - auch das ließ nun die Furcht vor einer schärferen Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation etwas abebben.

Der Dow Jones Industrial stieg um 0,72 Prozent auf 34 265,12 Punkte. Bislang verlief die Woche sehr schwankungsreich für den US-Leitindex. Zu Beginn war das wichtigste Wall-Street-Barometer erstmals über die Marke von 35 000 Punkten geklettert, zur Wochenmitte dann unter dem Eindruck einer hohen Inflation deutlich unter 34 000 Punkte gesackt. Seit Donnerstag stehen die Zeichen wieder auf Erholung. Auf Wochensicht deutet sich aber immer noch ein Verlust von rund 1,5 Prozent an.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 1,05 Prozent auf 4155,84 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 zog um 1,46 Prozent auf 13 300,74 Punkte an./la/he

14.05.2021

Aktien Frankfurt: Entspannung vor dem Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seinen jüngsten Rücksetzer am Freitag weiter hinter sich gelassen. Mit Aussicht auf eine abermals freundliche Wall Street notierte der deutsche Leitindex am Nachmittag mit 0,63 Prozent im Plus bei 15 295,33 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg zuletzt um 0,62 Prozent auf 31 891,31 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,84 Prozent auf 3985,74 Punkte aufwärts.

Der Dax hat eine schwankungsreiche Woche hinter sich. In den USA hatten zunehmende Inflationssorgen verbunden mit der Angst vor schneller steigenden Zinsen für Kurskapriolen gesorgt, die auch auf die hiesigen Märkte übergriffen. Anleger hatten befürchtet, dass die US-Notenbank wegen des überraschend starken Anstiegs der Teuerung schneller als gedacht von ihrer ultralockeren Geldpolitik abweichen könnte, die als Treiber der Aktienmärkte gilt. Am Vortag war der deutsche Leitindex unter die Marke von 15 000 Punkten und zeitweise bis auf den tiefsten Stand seit Ende März gefallen.

Die US-Notenbank Fed hatte zuletzt jedoch erfolgreich die Sorgen der Anleger beschwichtigen können. Die Währungshüter betonten, die vom Hochfahren der Wirtschaft ausgelöste Inflation sei nur vorübergehender Natur. Mit der Erholung an der tonangebenden Wall Street seit Donnerstag geht es auch hierzulande wieder aufwärts. Dennoch bleibe die Nervosität unter den Anlegern hoch, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners. Auch die bisherige Wochenbilanz für den Dax ist negativ.

Christian Henke vom Broker IG erklärte, die Preissteigerungen dürften in den nächsten Wochen und Monaten von den Anlegern weiter ganz genau beobachtet werden. Für die Börsen bestehe letztlich aber nur dann eine Gefahr, wenn die Preise nachhaltig stiegen. Denn anziehende Zinsen erhöhen die Attraktivität festverzinslicher Anlageformen, wodurch Aktien im Gegenzug belastet werden können. Die vor dem Auftakt an der Wall Street veröffentlichten neuen US-Konjunkturdaten sorgten indes zunächst nicht für weitere größere Kursverwerfungen.

Im Dax waren zuletzt die konjunktursensiblen Autobauer wieder gefragt, um die die Anleger am Vortag noch einen großen Bogen gemacht hatten. Volkswagen , Daimler und BMW und die Papiere des Reifenherstellers Continental legten als Dax-Favoriten um bis zu 2,2 Prozent zu.

Aktien von Sportartikelherstellers Adidas waren im frühen Handel auf ein Hoch seit März geklettert, zuletzt lagen sie noch mit rund einem halben Prozent im Plus. Ein Händler verwies auf einen Pressebericht, wonach die Unternehmen von Authentic Brands und Wolverine World Wide offenbar eine gemeinsame Offerte für die US-Marke Reebok planen in Höhe von etwas mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Auch einige Quartalsbilanzen beschäftigen die Anleger. Der Höhepunkt des Zahlenreigens ist aber überschritten. Im MDax führten Encavis mit einem Aufschlag von mehr als 4 Prozent. Der Jahresauftakt des Wind- und Solaranlagenbetreibers war zwar mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen schwach ausgefallen, am Markt stützte aber der bestätigte Jahresausblick des Unternehmens. Ein Händler lobte zudem den operativen Barmittelfluss.

Gewinnmitnahmen drückten Aktien von Knorr-Bremse bis zum Nachmittag mit 0,8 Prozent ins Minus, nachdem sie am Morgen noch um mehr als 6 Prozent in Richtung ihres Zwischenhochs aus dem April gestiegen waren. Analysten lobten den starken Jahresstart beim Lkw- und Zugbremsenhersteller. JPMorgan-Experte Akash Gupta führte die anfänglich starke Kursreaktion auch auf die bisher schwache Entwicklung der Aktie in diesem Jahr zurück.

Am deutschen Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,18 Prozent am Vortag auf minus 0,20 Prozent Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 143,86 Punkte. Punkte, während der Bund-Future zuletzt um 0,02 Prozent auf 169,05 Zähler zulegte

Der Euro stieg und wurde zuletzt zu 1,2128 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,2081 Dollar festgesetzt./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

14.05.2021

Aktien New York Ausblick: Weiter auf Erholungskurs vor wichtigen Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften vor dem Wochenende ihren Erholungskurs vom Vortag fortsetzen. Eineinhalb Stunden vor der Startglocke taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,48 Prozent höher auf 34 186 Punkten. Auch die Technologie-Indizes werden erneut freundlich erwartet.

Abermals beruhigten Fed-Mitglieder die Anleger mit Aussagen, die vom Wirtschaftaufschwung ausgelöste Inflation sei nur vorübergehend. Bei einigen der jüngst im Preis stark gestiegenen Rohstoffe ging es nun bergab - auch das ließ am Freitag die Furcht vor Inflation etwas abebben.

Bislang verlief die Woche sehr schwankungsreich für den Dow. Zu Beginn war das wichtigste Wall-Street-Barometer erstmals über die Marke von 35 000 Punkten geklettert, zur Wochenmitte dann unter dem Eindruck einer hohen Inflation und der damit einhergehenden Furcht vor höheren Zinsen deutlich unter 34 000 Punkte gesackt. Seit Donnerstag stehen die Zeichen wieder auf Erholung.

Mit den Einzelhandelsumsätzen, der Industrieproduktion und dem von der Uni Michigan ermittelten Konsumklima stehen am Freitag wichtige Konjunkturdaten an. Die Vorgaben für die einzelnen Veröffentlichungen seien positiv und das freundliche konjunkturelle Szenario sollte untermauert werden, kommentierten die Ökonomen der Landesbank Helaba. "Alles in allem wird sich die Fed durch die Zahlen aber wohl nicht unter akutem Handlungsdruck sehen, vom bisherigen Kurs abzuweichen."

Marktteilnehmer äußerten jüngst immer wieder die Sorge, die im Zuge einer florierenden Konjunktur steigende Inflation könnte die Fed dazu bewegen, von ihrer sehr expansiven Gangart etwas abzurücken. Die Analysten der Credit Suisse können aber auch steigenden Inflationserwartungen etwas abgewinnen: Dies sei zwar negativ für den Dollar, aber normalerweise positiv für zyklische Branchen, die besonders von der Konjunktur abhängen. Sie erwähnten vor allem die Bankenbranche, Value-Titel und Nebenwerte.

Mit Quartalszahlen im Blick stehen am Freitag der Medienkonzern Walt Disney ebenso wie das Online-Portal für Unterkünfte, Airbnb und der Börsenneuling und Online-Essenslieferant Doordash .

Der Entertainment-Riese Disney ächzt weiter unter der Corona-Krise, auch der Erfolg im Streaming-Geschäft ließ zu Jahresbeginn deutlich nach. Da die Pandemie den Rest von Disneys Unterhaltungs-Imperium weitgehend lahmlegt, ist der Konzern auf die Streaming-Services angewiesen. Anleger reagierten enttäuscht auf die Zahlen, die Aktien fielen im vorbörslichen Geschäft um mehr als vier Prozent.

Doordash übertraf mit dem Umsatz aus dem ersten Quartal die Erwartungen der Analysten und verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach Essensauslieferungen - ungeachtet allmählich wieder öffnender Restaurants und zunehmender Impfungen in der Bevölkerung. Vorbörslich sprangen die Titel um gut neun Prozent hoch.

Airbnb wusste mit den Buchungen für das erste Jahresviertel die Analysten ebenfalls zu überzeugen. Wegen Rückzahlungen von während der Pandemie aufgenommener Schulden weitete sich allerdings der Verlust enorm aus. Vorbörslich notierten die Anteile 0,7 Prozent schwächer./ajx/jha/

14.05.2021

KORREKTUR/Aktien Frankfurt: Dax erholt sich weiter vom Rücksetzer

(Im 5. Absatz, 4. Satz, wurde die Beschreibung des Hochs berichtigt: Zwischenhoch rpt Zwischenhoch.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag von seinem jüngsten Rücksetzer weiter erholt. Nach dem Kurseinbruch am Vortag bleibe aber die Nervosität der Anleger hoch, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners. Der Dax baute gegen Mittag seine Gewinne moderat aus und stand zuletzt mit 0,60 Prozent im Plus auf 15 291,37 Punkten. Der MDax stieg um 0,66 Prozent auf 31 904,71 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,71 Prozent auf 3980,68 Punkte aufwärts.

Tags zuvor war der Dax unter die Marke von 15 000 Punkten gefallen und hatte zeitweise den tiefsten Stand seit Ende März markiert. Inflationssorgen und die Angst vor schneller steigenden Zinsen hatten auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Die anschließende Erholung an der tonangebenden Wall Street verhalf dem deutschen Leitindex dann doch noch zu einem kleinen Plus. Die Wochenbilanz im Dax ist bislang jedoch negativ.

Mitglieder der US-Notenbank Fed betonten zuletzt, die vom Hochfahren der Wirtschaft ausgelöste Inflation sei nur vorübergehender Natur. Damit hätten die Währungshüter die Anleger aufs Erste beruhigen können, schrieb Markbeobachter Altmann. Christian Henke vom Broker IG betonte, für die Börsen bestehe letztlich nur dann eine Gefahr, wenn die Preise nachhaltig stiegen. Denn steigende Zinsen erhöhen die Attraktivität festverzinslicher Anlageformen, wodurch Aktien im Gegenzug belastet werden können. Laut Henke dürften daher die Preissteigerungen in den nächsten Wochen und Monaten von den Anlegern weiter ganz genau beobachtet werden.

Im Dax profitierten im Mittagshandel Siemens von einer positiven Studie der DZ Bank und legten um rund 1,3 Prozent zu. Papiere des Sportartikelherstellers Adidas kletterten auf ein neues Hoch seit März, zuletzt lagen sie noch mit rund 1,2 Prozent im Plus. Ein Händler verwies auf einen Pressebericht, wonach die Unternehmen von Authentic Brands und Wolverine World Wide offenbar eine gemeinsame Offerte für die US-Marke Reebok planen in Höhe von etwas mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Auch einige Quartalsbilanzen beschäftigen die Anleger noch. Der Höhepunkt des Zahlenreigens ist aber überschritten. Als Nachzügler im MDax der mittleren Werte legten Knorr Bremse unerwartet gute Zahlen vor. Die Aktien des Lkw- und Zugbremsenherstellers waren zeitweise um mehr als 6 Prozent in Richtung ihres Zwischenhochs aus dem April gezogen und standen zuletzt noch mit 1,3 Prozent im Plus. JPMorgan-Analyst Akash Gupta sprach in einer ersten Einschätzung von einem starken Jahresstart. Die anfänglich starke Kursreaktion führte er auch auf die bisher schwache Entwicklung der Aktie in diesem Jahr zurück.

Aktien des Windkraft- und Solaranlagenbetreibers Encavis schwankten derweil nach der Zahlenvorlage stark zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt fingen sie sich jedoch wieder und führten den MDax mit einem Plus von mehr als 3 Prozent an. Analysten zeigten sich indes wenig begeistert. Die Zahlen seien enttäuschend ausgefallen, doch sei der Ausblick bestätigt worden, schrieb Jefferies-Experte Martin Comtesse.

In den hinteren Börsenreihen eroberten Papiere von Borussia Dortmund nach dem Pokalsieg des Vereins mit rund zweieinhalb Prozent Kursplus einen der Spitzenplätze im SDax ./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

15.05.2021

ROUNDUP 3: Mehr als 30 Millionen Menschen haben erste Corona-Impfung erhalten

(Neu: Lauterbach im 2. Absatz; Schulöffnungen im 3. Absatz)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Corona-Infektionslage in Deutschland entspannt sich weiter, parallel hat die Zahl der gegen das Virus Geimpften eine neue Wegmarke erreicht. Mehr als 30 Millionen Menschen haben mittlerweile mindestens eine Impfung erhalten. Mit Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg befinden sich nur noch drei Bundesländer über der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vertrat die Ansicht, dass "die große Zeit der Pandemie vorbei ist". Zwar werde das Problem die Gesellschaft noch eine ganze Zeit begleiten. Aber es jetzt gehe es darum, die Gesellschaft zu heilen, sagte Lauterbach dem Nachrichtenportal t-online.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, ist optimistisch, dass die Schulen nach den Sommerferien zum normalen Unterricht zurückkehren können. "Ich rechne damit, dass der dritten Welle keine vierte mehr folgen wird und das nächste Schuljahr bei anhaltend sinkenden Inzidenzen und weiteren Impffortschritten im Regelbetrieb starten kann", sagte Meidinger der "Welt" (Samstag).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7894 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Samstag (Stand 04.58 Uhr) hervor. Am Samstag der Vorwoche hatte der Wert etwa doppelt so hoch gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Samstag bundesweit bei 87,3 (Vortag: 96,5; Vorwoche: 121,5). Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei aber zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchten, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im RKI-Lagebericht vom Freitagabend.

Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 177 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 238 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 584 934 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 275 500 an. 86 025 Menschen starben an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der mindestens einmal gegen das Virus Geimpften stieg auf knapp 30,4 Millionen. Damit sind laut RKI 36,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Mehr als neun Millionen Menschen (10,9 Prozent) haben bereits den vollen Impfschutz.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) forderte mehr Freiheiten auch für Bürger, die bisher nur eine erste Dosis des Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben. Damit würde man sich an Österreich orientieren, sagte Kretschmer der "Berliner Morgenpost" (Samstag). "Der Schutz ist schon nach der ersten Astrazeneca-Impfung sehr gut."

Die Mehrheit der Deutschen hält die Aufhebung coronabedingter Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene für falsch. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 32 Prozent, die Personengruppen sollten keine Vorteile erhalten, solange nicht jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte. Weitere 21 Prozent meinten, Geimpfte und Genesene sollten generell nicht anders behandelt werden als Menschen, die nicht geimpft sind. Dagegen hielten nur 39 Prozent die Aufhebung der Einschränkungen für richtig. 8 Prozent machten keine Angaben.

Seit vergangenem Sonntag gilt eine Verordnung, die eine Reihe von Einschränkungen für Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene aufhebt. Sie können sich wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nicht mehr beachten. Auch das Reisen ist für diese Personengruppen inzwischen leichter.

Mehrere Bundesländer haben für die kommende Woche eine Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen angekündigt. Auch lockern immer mehr Bundesländer ihre Corona-Regeln für die Gastronomie, den Tourismus und den Freizeitbereich für Regionen, die stabil die Sieben-Tages-Inzidenz von 100 unterschreiten. So sind in mehreren Regionen von Baden-Württemberg seit Samstag wieder Gastronomie und Beherbungsbetriebe offen. Anders als in anderen Bundesländern dürfen Wirte ihre Gäste dort auch in Innenräumen zwischen 6.00 und 21.00 Uhr empfangen./shy/DP/zb

15.05.2021

ROUNDUP 2: FDP berät Wahlprogramm - Absage an Steuererhöhungen und Schulden

(Neu: Weitere Details)

BERLIN (dpa-AFX) - Die FDP hält sich vor der Bundestagswahl Optionen für mögliche Regierungsbeteiligungen offen. Der im Amt bestätigte FDP-Generalsekretär Volker Wissing stellte am Samstag aber schon Leitplanken für eine politische Zusammenarbeit auf. Er lehnte neben Steuererhöhungen auch eine weitere Verschuldung zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie ab. Deutschland brauche neben staatlichen auch private Investitionen etwa in Forschung und Entwicklung oder in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, sagte Wissing in seiner Rede beim digitalen FDP-Bundesparteitag. "Wer unsere Wirtschaft in dieser Situation mit höheren Steuern belasten will, muss die Frage beantworten, wie dann private Investitionen finanziert werden sollen."

Mit Wissings Rede auf dem digitalen Bundesparteitag begann die stundenlange Beratung des Wahlprogramms zur Bundestagswahl am 26. September. Zu dem Entwurf lagen 540 Änderungsanträge vor.

Höhere Steuern bedeuteten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer auch Freiheitseinschränkungen, sagte Wissing. "Leistung darf nicht wegbesteuert werden, das gilt gerade auch in schwierigen Zeiten, weil es die Leistung der Menschen ist, die unseren Staat trägt und auf die wir angewiesen sind, wenn wir die großen Herausforderungen unserer Zeit stemmen wollen."

Die FDP übersehe nicht den Finanzbedarf des Staates, sagte der am Vortag mit 86 Prozent im Amt bestätigte Generalsekretär der Liberalen. "Wir sehen aber, dass der Staat in eine Schieflage gerät, wenn er durch immer höhere Ausgaben private Investitionen erschwert oder verzögert und dadurch an dem Ast sägt, auf dem seine Einnahmen beruhen."

Nötig seien solide Staatsfinanzen, keine Generation dürfe von Schuldenbergen erdrückt werden. "Deshalb ist neben der Frage der Steuerbelastung auch die Frage solider öffentlicher Haushalte für die Freien Demokraten nicht verhandelbar", betonte Wissing. "Weil wir auch in Zukunft einen handlungsfähigen Staat wollen, lehnen wir eine Aufweichung der Schuldenbremse ab."

Wissing betonte, dass der Klimaschutz für seine Partei als Wahrnehmung der Verantwortung für künftige Generationen bedeutsam sei. "Und dabei sind wir besonders ambitioniert, weil wir die maximal zulässige CO2-Emissionsmenge gesetzlich festlegen wollen. Nur so werden die Klimaschutzziele garantiert und nicht nur vielleicht erreicht", sagte er. "Weshalb ausgerechnet die Grünen hinter diesen Ambitionen zurückbleiben, bleibt ihr Geheimnis." Die FDP setze auf technische Lösungen. Er nannte als Beispiel Verbrennungsmotoren, deren Verbot kein Sinn ergebe, wenn sie doch mit synthetischen Kraftstoffen klimaneutral betrieben werden könnten.

Wissing rief dazu auf, als starkes Team mit Christian Lindner an der Spitze in den Bundestagswahlkampf zu ziehen. "Wir treten nicht an, um anderen ins Bundeskanzleramt zu verhelfen, wir wollen dafür sorgen, dass unser Land nicht in die blinde Staatsgläubigkeit abdriftet, die eine Gesellschaft in Wahrheit lähmt anstatt sie zu stärken", sagte er. Bürger seien keine Untertanen, denen Regierungen Rechte als Privilegien gewähren könnten. "Und wir wollen nicht, dass die Menschen zum Verzicht gezwungen werden, weil ihnen pessimistische Politik die Chancen verweigert, im Wettbewerb der Ideen Klimaschutzziele und Freiheit miteinander zu vereinen."

In der von den Delegierten zuerst beschlossenen Präambel des Wahlprogramms heißt es, die Welt verändere sich rasant. "Trotzdem wurde in Deutschland zu lange das trügerische Bild vermittelt, dass alles bleiben könne wie es ist." Heute wisse man, dass dies falsch gewesen sei. "Das Ergebnis war eine Politik, die unseren Staat satt und träge gemacht hat statt schlank und stark." Dies habe die Corona-Pandemie gezeigt./cn/DP/zb

15.05.2021

ROUNDUP/Umfrage: Mehrheit gegen Erleichterungen für Geimpfte

BERLIN (dpa-AFX) - Die Mehrheit der Deutschen hält die Aufhebung coronabedingter Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene für falsch. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 32 Prozent, die Personengruppen sollten keine Vorteile erhalten, solange nicht jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte. Weitere 21 Prozent meinen, Geimpfte und Genesene sollten generell nicht anders behandelt werden als Menschen, die nicht geimpft sind. Dagegen halten nur 39 Prozent die Aufhebung der Einschränkungen für richtig. 8 Prozent machten keine Angaben.

Seit vergangenen Sonntag gilt eine Verordnung, die eine Reihe von Einschränkungen für Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene aufhebt. Sie können sich wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nicht mehr beachten. Auch das Reisen ist für diese Personengruppen inzwischen leichter. Die Quarantänepflicht bei Rückkehr nach Deutschland gilt für sie nur, wenn sie aus einem Gebiet mit neuen Virusvarianten kommen. Das sind derzeit nur elf Länder außerhalb Europas. Auch von der Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland sind sie weitgehend befreit.

Am Freitag wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag (Stand 10.40 Uhr) 721 279 Impfdosen verabreicht. Damit haben in Deutschland nun mehr als 30 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Somit sind 36,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag via Twitter mitteilte. Mehr als neun Millionen Menschen, und damit 10,9 Prozent der Bevölkerung, haben bereits den vollen Impfschutz./mfi/DP/zb

15.05.2021

ROUNDUP: FDP berät Wahlprogramm - Absage an Steuererhöhungen und Schulden

BERLIN (dpa-AFX) - Die FDP hält sich vor der Bundestagswahl Optionen für mögliche Regierungsbeteiligungen offen. Der im Amt bestätigte FDP-Generalsekretär Volker Wissing stellte am Samstag aber schon Leitplanken für eine politische Zusammenarbeit auf. Er lehnte neben Steuererhöhungen auch eine weitere Verschuldung zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie ab. Deutschland brauche neben staatlichen auch private Investitionen etwa in Forschung und Entwicklung oder in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, sagte Wissing in seiner Rede beim FDP-Bundesparteitag. "Wer unsere Wirtschaft in dieser Situation mit höheren Steuern belasten will, muss die Frage beantworten, wie dann private Investitionen finanziert werden sollen."

Mit Wissings Rede auf dem digitalen Bundesparteitag begann die Beratung des Wahlprogramms zur Bundestagswahl am 26. September. Zu dem Entwurf lagen 540 Änderungsanträge vor. Es zeichneten sich stundenlange Debatten ab.

Höhere Steuern bedeuteten auch für Arbeitnehmer immer Freiheitseinschränkungen, sagte Wissing. "Leistung darf nicht wegbesteuert werden, das gilt gerade auch in schwierigen Zeiten, weil es die Leistung der Menschen ist, die unseren Staat trägt und auf die wir angewiesen sind, wenn wir die großen Herausforderungen unserer Zeit stemmen wollen."

Die FDP übersehe nicht den Finanzbedarf des Staates, sagte der am Vortag mit 86 Prozent im Amt bestätigte Generalsekretär der Liberalen. Nötig seien aber solide Staatsfinanzen. Diese Frage sei für die Freien Demokraten "nicht verhandelbar", betonte Wissing. "Weil wir auch in Zukunft einen handlungsfähigen Staat wollen, lehnen wir eine Aufweichung der Schuldenbremse ab."

Wissing betonte, dass der Klimaschutz für seine Partei als Wahrnehmung der Verantwortung für künftige Generationen bedeutsam sei. "Und dabei sind wir besonders ambitioniert, weil wir die maximal zulässige CO2-Emissionsmenge gesetzlich festlegen wollen. Nur so werden die Klimaschutzziele garantiert und nicht nur vielleicht erreicht", sagte er. "Weshalb ausgerechnet die Grünen hinter diesen Ambitionen zurückbleiben, bleibt ihr Geheimnis." Die FDP setze auf technische Lösungen. Er nannte als Beispiel Verbrennungsmotoren, deren Verbot kein Sinn ergebe, wenn sie doch mit synthetischen Kraftstoffen klimaneutral betrieben werden könnten.

Wissing rief dazu auf, als starkes Team unterschiedlicher Männer und Frauen mit Christian Lindner an der Spitze in den Bundestagswahlkampf zu ziehen. "Wir treten nicht an, um anderen ins Bundeskanzleramt zu verhelfen, wir wollen dafür sorgen, dass unser Land nicht in die blinde Staatsgläubigkeit abdriftet, die eine Gesellschaft in Wahrheit lähmt anstatt sie zu stärken", sagte er. Bürger seien keine Untertanen, denen Regierungen Rechte als Privilegien gewähren könnten. Wissing: "Und wir wollen nicht, dass die Menschen zum Verzicht gezwungen werden, weil ihnen pessimistische Politik die Chancen verweigert, im Wettbewerb der Ideen Klimaschutzziele und Freiheit miteinander zu vereinen."/cn/DP/zb

15.05.2021

FDP-Generalsekretär lehnt Steuererhöhungen und weitere Verschuldung ab

BERLIN (dpa-AFX) - FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat neben Steuererhöhungen auch eine weitere Verschuldung zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie abgelehnt. Deutschland brauche neben staatlichen auch private Investitionen etwa in Forschung und Entwicklung oder in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, sagte Wissing am Samstag in seiner Rede beim FDP-Bundesparteitag. "Wer unsere Wirtschaft in dieser Situation mit höheren Steuern belasten will, muss die Frage beantworten, wie dann private Investitionen finanziert werden sollen."

Die FDP übersehe nicht den Finanzbedarf des Staates, sagte der am Vortag mit 86 Prozent im Amt bestätigte Generalsekretär der Liberalen. Nötig seien aber solide Staatsfinanzen. Diese Frage sei für die Freien Demokraten "nicht verhandelbar", betonte Wissing. "Weil wir auch in Zukunft einen handlungsfähigen Staat wollen, lehnen wir eine Aufweichung der Schuldenbremse ab."

Mit Wissings Rede begann der digitale Bundesparteitag mit der Beratung des Wahlprogramms zur Bundestagswahl am 26. September. Zu dem Entwurf lagen 540 Änderungsanträge vor. Es zeichneten sich stundenlange Debatten ab./cn/DP/zb

15.05.2021

Brexit: EU und UK ringen weiter um Konfliktlösung für Nordirland

BRÜSSEL/LONDON (dpa-AFX) - Die EU-Kommission und das Vereinigte Königreich versuchen weiter, eine Lösung im Konflikt über Sonderregeln für Nordirland zu finden. Nachdem am Freitag eine Reaktion aus London bei der EU-Kommission auf ein Vertragsverletzungsverfahren eingegangen war, wird nun über die weiteren Schritte beraten, wie die Brüsseler Behörde am Samstag mitteilte. Hintergrund ist ein Streit über Warenkontrollen bei der Einfuhr britischer Güter und Lebensmittel in die britische Provinz Nordirland. Der Inhalt der Reaktion aus London blieb zunächst unbekannt.

Die Warenkontrollen zwischen Nordirland und Großbritannien waren im EU-Austrittsvertrag vereinbart worden, um Kontrollen an der Grenze zum EU-Staat Irland zu vermeiden. Diese Sonderregeln im sogenannten Nordirland-Protokoll sorgen nun aber für Reibungsverluste im Warenverkehr, Unmut der Wirtschaft und politische Spannungen in Nordirland. Die EU-Kommission betonte am Samstag zudem, EU-Unterhändler Maros Sefcovic sei in engem Kontakt mit seinem britischen Kollegen David Frost.

Der irische Premierminister Micheal Martin hatte sich am Freitag nach einem Treffen mit seinem britischen Amtskollegen Boris Johnson zuversichtlich gezeigt, dass die Schwierigkeiten überwunden werden können. "Es ist unsere Überzeugung, dass die Mechanismen des Austrittsabkommens eine Lösung dieser Probleme herbeiführen können, und dass sie weiterverfolgt werden sollten", sagte der irische Regierungschef der Nachrichtenagentur PA zufolge./mjm/DP/zb

15.05.2021

London ändert Richtlinien zu Abschiebehaft für EU-Bürger

LONDON (dpa-AFX) - Nach Berichten über Dutzende in Abschiebezentren teils tagelang festgesetzte EU-Bürger hat die Regierung in London ihre Richtlinien für den Umgang mit Einreisenden ohne gültige Visa geändert. Wie das britische Innenministerium am Samstag mitteilte, sollen Reisende ohne ausreichende Dokumente wenn möglich bis zu ihrer Ausreise zunächst unter Auflagen auf freien Fuß kommen.

Hintergrund für die Änderung sei die Coronavirus-Pandemie, hieß es. Durch die Einschränkung des Flugverkehrs und die Pflicht zur Vorlage eines negativen Corona-Tests in einigen Ländern sei eine unmittelbare Ausreise nicht immer möglich.

Verschiedenen Medienberichten zufolge waren seit dem endgültigen EU-Austritt Großbritanniens Dutzende Bürger aus EU-Staaten nach ihrer Ankunft an Flughäfen des Landes abgewiesen worden. Vor ihrer Ausreise mussten sie jedoch teils mehrere Tage in Abschiebezentren verbringen. Den Berichten zufolge hatten die betroffenen EU-Bürger beispielsweise angegeben, für Au-pair-Tätigkeiten, Praktika oder Vorstellungsgespräche einreisen zu wollen. Nach Angaben der Deutschen Botschaft in London wurden auch einige deutsche Staatsbürger zurückgewiesen, konnten jedoch nach mehreren Stunden den Flughafen verlassen mit der Auflage binnen weniger Tage auszureisen.

"Nachdem die Personenfreizügigkeit nun beendet ist, können Menschen aus der EU Großbritannien zwar weiterhin besuchen, aber diejenigen, die zum Arbeiten oder Studieren kommen, müssen unsere Einreisebestimmungen befolgen", sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Eine Sprecherin der EU-Kommission betonte am Samstag, man sei mit den britischen Behörden in Kontakt und stehe bereit, EU-Länder bei diplomatischen Angelegenheiten zu unterstützen.

Seit dem endgültigen Vollzug des Brexits zum Jahresbeginn haben EU-Bürger nicht mehr automatisch das Recht, in Großbritannien zu leben und zu arbeiten. Diejenigen, die bereits vor dem Jahreswechsel in das Land eingereist sind, können sich aber noch bis Ende Juni für ein Bleiberecht bewerben./cmy/DP/zb

15.05.2021

ROUNDUP 2: Mehr als 30 Millionen Menschen haben erste Corona-Impfung erhalten

(Neu: Weitere Details)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Corona-Infektionslage in Deutschland entspannt sich weiter, parallel hat die Zahl der gegen das Virus Geimpften eine neue Wegmarke erreicht. Mehr als 30 Millionen Menschen haben mittlerweile mindestens eine Impfung erhalten. Mit Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg befinden sich nur noch drei Bundesländer über der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7894 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Samstag (Stand 04.58 Uhr) hervor. Am Samstag der Vorwoche hatte der Wert etwa doppelt so hoch gelegen. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag laut RKI am Samstag bundesweit bei 87,3 (Vortag: 96,5; Vorwoche: 121,5). Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchten, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im RKI-Lagebericht vom Freitagabend.

Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 177 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 238 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 584 934 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 275 500 an. 86 025 Menschen starben an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der mindestens einmal gegen das Virus Geimpften stieg auf knapp 30,4 Millionen. Damit sind laut RKI 36,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Mehr als neun Millionen Menschen (10,9 Prozent) haben bereits den vollen Impfschutz. Wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte, wird bis Anfang Juni der relative Anteil der Zweitimpfungen an den täglichen Impfungen hoch sein. Danach steige der Anteil der Erstimpfungen wieder. Am Freitag wurden nach RKI-Angaben vom Samstag 721 279 Impfdosen verabreicht. Am Mittwoch war mit 1,35 Millionen Impfungen an einem Tag ein Rekord erreicht worden.

Die Mehrheit der Deutschen hält unterdessen die Aufhebung coronabedingter Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene für falsch. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 32 Prozent, die Personengruppen sollten keine Vorteile erhalten, solange nicht jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte. Weitere 21 Prozent meinten, Geimpfte und Genesene sollten generell nicht anders behandelt werden als Menschen, die nicht geimpft sind. Dagegen hielten nur 39 Prozent die Aufhebung der Einschränkungen für richtig. 8 Prozent machten keine Angaben.

Seit vergangenem Sonntag gilt eine Verordnung, die eine Reihe von Einschränkungen für Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene aufhebt. Sie können sich wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nicht mehr beachten. Auch das Reisen ist für diese Personengruppen inzwischen leichter.

Mehrere Bundesländer haben für die kommende Woche eine Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen angekündigt. Auch lockern immer mehr Bundesländer ihre Corona-Regeln für die Gastronomie, den Tourismus und den Freizeitbereich für Regionen, die stabil die Sieben-Tages-Inzidenz von 100 unterschreiten. So sind in mehreren Regionen von Baden-Württemberg seit Samstag wieder Gastronomie und Beherbungsbetriebe offen. Anders als in anderen Bundesländern dürfen Wirte ihre Gäste dort auch in Innenräumen zwischen 6.00 und 21.00 Uhr empfangen.

Gesundheitsminister Spahn mahnte in einem Schreiben an seine Länderkollegen allerdings zu einem Mix aus "Zuversicht und Umsicht". "Wenn zu viel zu schnell gelockert wird und die gegenseitige Vorsicht nachlässt, bestehen enorme Risiken für erneut stark steigende Infektionszahlen", schrieb der CDU-Politiker. "Was es unbedingt zu vermeiden gilt, ist ein politischer Wettlauf der Lockerungen, zumal im Wahljahr", fügte Spahn in dem Schreiben hinzu, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das die "Süddeutsche Zeitung" zuvor berichtete.

Jetzt gehe es darum, "eine Brücke über das zweite Quartal in den Sommer hinein zu bauen und abzusichern". Notwendig sei "ein intensives Testen in allen Lebenswelten" als Grundlage für schrittweise Öffnungen. "Das Ende der Brücke ist erreicht, wenn wir die Impfraten derart haben steigern können, dass durch Ungeimpfte keine das Gesundheitssystem gefährdende Infektionsdynamik mehr ausgehen kann", betonte Spahn. Der Minister empfahl in dem Papier einen Rahmen für Lockerungen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz die Marken von 100 beziehungsweise 50 unterschreitet./shy/DP/zb

15.05.2021

Polen öffnet Außengastronomie und lockert Maskenpflicht

WARSCHAU (dpa-AFX) - In Polen hat nach mehr als sechs Monaten die Außengastronomie wieder geöffnet. Die Kunden dürfen nur jeden zweiten Tisch besetzen, wie die Agentur PAP am Samstag berichtete. In vielen großen Städten feierten die Menschen die Wiedereröffnung der Bars und Restaurants bereits in der Nacht zum Samstag im Freien. "Wir wollten nach dem Vorbild anderer europäischer Länder um Mitternacht unser Glas erheben, um die Öffnung nach vielen Monaten zu feiern", sagte ein Barbesitzer in Krakau (Krakow). Bei sonnigem Wetter füllten sich die Café-Terrassen auch im Laufe des Tages wieder.

Im Freien müssen die Menschen nun keine Masken mehr tragen, wenn sie im öffentlichen Raum einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten können. Die Maskenpflicht gilt indes weiter in Bus und Bahn, in Geschäften und den meisten öffentlichen Gebäuden. "Wir sollten immer eine Maske dabeihaben, für den Fall, dass wir in Innenräume gehen", betonte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Die Behörden meldeten am Samstag 2896 Corona-Neuinfektionen und 298 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie starben in Polen mehr als 71 600 Menschen. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 38 Millionen Einwohner. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach aktuellen Zahlen bei rund 65./hei/DP/zb

15.05.2021

Kretschmer für mehr Freiheiten schon nach erster Astrazeneca-Dosis

BERLIN (dpa-AFX) - Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fordert mehr Freiheiten beim Reisen auch für Bürger, die bisher nur eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs Astrazeneca erhalten haben. "Wir alle wollen in den Sommerurlaub fahren. Eine Erleichterung kann ich mir sehr gut vorstellen: Wer mit Astrazeneca geimpft wird, sollte schon drei Wochen nach der ersten Dosis mehr Freiheiten bekommen", sagte Kretschmer der Berliner "Morgenpost" (Samstag). Damit würde man sich an Österreich orientieren. "Der Schutz ist schon nach der ersten Astrazeneca-Impfung sehr gut."

Für den Impfstoff von Astrazeneca ist nach einem Beschluss von Bund und Ländern die Priorisierung mit einer festen Reihenfolge inzwischen aufgehoben worden. In Absprache mit dem Arzt kann man auch frei entscheiden, wann in der zugelassenen Spanne von vier bis zwölf Wochen die Astrazeneca-Zweitimpfung erfolgen soll. Der volle Impfschutz wird erst nach der zweiten Impfung erreicht.

Die Impfkommission empfiehlt für das Präparat einen Abstand von 12 Wochen zwischen erster und zweiter Dosis. Hintergrund sind Beobachtungen, dass der längere Abstand zu einer besseren Wirksamkeit führt. Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liege laut einem Bericht der europäischen Zulassungsbehörde EMA bei 50,4 Prozent. Bei zwölf und mehr Wochen steige sie auf 72,1 Prozent bis 82,4 Prozent an./wn/DP/zb

14.05.2021

AMAZON IM FOKUS: Corona sorgt weiter für Rekorde - Aktien-Höhenflug stockt

SEATTLE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Onlinehändler Amazon wächst, wächst und wächst. Dank der Folgen der Corona-Pandemie hält der Boom bei Internetbestellungen ungebrochen an. Und auch die anderen Geschäfte wie das Bereitstellen von Speicherplatz für Unternehme oder die Videoangebote des wegen seiner Marktmacht umstrittenen Konzerns legen weiter kräftig zu. Was bei Amazon los ist, was die Analysten denken und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI AMAZON:

Zum Jahresbeginn zog der Umsatz dank des Internet-Shoppingbooms und florierender Cloud-Dienste um 44 Prozent auf knapp 109 Milliarden Dollar an. Den Gewinn erhöhte Amazon in den ersten drei Monaten um mehr als das Dreifache auf den Rekordwert von 8,1 Milliarden Dollar. Der Konzern schnitt damit einmal mehr besser ab, als Experten es erwartet hatten.

Im Heimatmarkt Nordamerika, wo die US-Regierung den Konsum in der Corona-Krise mit billionenschweren Finanzhilfen für Verbraucher und Unternehmen ankurbelte, steigerte Amazon den Umsatz besonders stark. Doch auch international gab es kräftige Zuwächse. Das lukrative Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet brummte ebenfalls weiter.

Amazon gab zudem einen optimistischen Geschäftsausblick ab und stellte für das laufende Vierteljahr - trotz pandemiebedingter Sonderkosten in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar - einen Betriebsgewinn von bis zu acht Milliarden Dollar in Aussicht. Auch bei den Erlösen schraubte das Unternehmen die Ziele weiter nach oben. Amazon rechnet mit einem Umsatzwachstum zwischen 24 und 30 Prozent auf bis zu 116 Milliarden Dollar.

Dank der starken Zahlen und breiten Aufstellung ist es eine gute Zeit für Gründer Jeff Bezos, um wie Anfang des Jahres angekündigt im Herbst seinen Chefposten abzutreten. Nach rund 27 Jahren endet damit eine Ära bei Amazon, aber mit Andy Jassy dürfte für Kontinuität gesorgt sein.

Immerhin ist er derzeit schon der Chef von Amazon Web Services (AWS), dem wichtigsten Gewinnbringer des Konzerns - zumal Bezos den Konzern ja nicht ganz verlässt, sondern als geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrats und wichtiger Aktionär der starke Mann im Hintergrund bleibt.

SO LIEF DIE AKTIE ZULETZT:

Der Höhenflug der Amazon-Aktie ist in den vergangenen Monaten ins Stocken geraten. Nach der Bekanntgabe der erneut imposanten Quartalszahlen Ende April sprang der Kurs zwar ganz kurz auf das Rekordhoch von 3554 Dollar - doch danach ging es zum Teil auch wegen der allgemeinen Schwäche von US-Techwerten deutlich nach unten.

Aktuell kostet das Papier 3161 Dollar und befindet sich damit wieder in der Spanne zwischen rund 3000 Dollar und rund 3400 Dollar, in der sich der Kurs seit Sommer vergangenen Jahres bewegt. Damit ist das Papier immer noch fast doppelt so teuer wie im März 2020, als der Kurs im Zuge des zwischenzeitlichen Corona-Crashs in wenigen Wochen um ein Viertel bis auf fast 1600 Dollar eingebrochen war.

Doch schnell schalteten die Investoren bei Amazon wieder um und stuften das Unternehmen als einen großen wirtschaftlichen Gewinner der Corona-Krise ein. Die Aktie kehrte am Kapitalmarkt schnell wieder in die Erfolgsspur zurück. Das Papier hat auf lange Sicht eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt.

Anleger, die sich vor fünf Jahren zum Kauf einer Amazon-Aktie entschieden und diese seither gehalten haben, können sich über ein Kursplus von mehr als 300 Prozent freuen. Noch imposanter lesen sich die Zahlen, wenn man auf die Zeit seit dem Börsengang 1997 blickt.

Seitdem verteuerte sich die Amazon-Aktie im Vergleich zu dem um Aktiensplits bereinigten Ausgabepreis von 1,5 Dollar um etwas mehr als 200 000 Prozent. Damit reicht Amazon bei dieser Wertung fast an den Softwarekonzern Microsoft heran. Der Kurs der Microsoft-Aktie legte seit dem Börsengang 1986 im Vergleich zum splitbereinigten Ausgabepreis von etwas mehr als 7 Cent um fast 350 000 Prozent zu.

Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit knapp 1,6 Billionen Dollar lässt Amazon seine Einzelhandels-Konkurrenz mit großem Abstand hinter sich. Der chinesische Onlineriese Alibaba bringt es auf 560 Milliarden Dollar. Verglichen mit den anderen großen US-Techwerte belegt Amazon Platz drei: Zwar vor der Google-Mutter Alphabet (1,5 Billionen), aber hinter Microsoft (1,8 Billionen) sowie Spitzenreiter Apple (2,1 Billionen).

Der Kursanstieg der Amazon-Aktie hat Gründer und Noch-Vorstandschef Bezos zum reichsten Menschen der Welt gemacht und das, obwohl er Teile seiner Amazon-Aktien bei der Scheidung abgeben musste. Die Nachrichtenagentur Bloomberg beziffert sein Vermögen derzeit auf 184 Milliarden Dollar - seine Ex-Frau MacKenzie Scott kommt demnach auf 56 Milliarden Dollar. Sie liegt damit immerhin noch auf Rang 23 der Liste der weltweiten Milliardäre.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Die Meinung unter den Analysten ist weiter eindeutig: Alle 53 von Bloomberg erfassten Experten befürworten trotz des inzwischen erreichten Kursniveaus und des bevorstehenden Chef-Wechsels den Kauf. Damit ist das Stimmungsbild noch etwas optimistischer geworden. Mitte April gab es immerhin noch einen Analysten, der das Papier mit "Halten" eingestuft hatte.

Doch seit Anfang Mai empfiehlt auch Scott Mushkin von RS Capital das Amazon-Papier zum Kauf und erhöht das Kursziel auf 4245 Dollar. Nach den Zahlen zu den ersten drei Monaten des Jahres korrigierten die meisten Analysten ihre Erwartungen nach oben, so dass das durchschnittliche Kursziel inzwischen auf 4260 Dollar gestiegen ist - vor der Bekanntgabe hatte es noch bei rund 4000 Dollar gelegen.

Unter den Experten der großen Häuser zählt JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth zu den größten Optimisten. Nach den Zahlen hob er sein Kursziel um 200 auf 4600 Dollar an. Amazon habe einmal mehr beim Umsatz positiv überrascht. Sowohl das Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet als auch das Geschäft mit Online-Werbung hätten angezogen.

Kursziele unter 4000 Dollar lassen sich kaum mehr finden - und falls doch, dann nur von kleineren Analysehäusern. Bei den bekannteren Namen zählen Arnaud Joly von der französischen Bank Societe Generale oder Stephen Ju von der Credit Suisse mit einem Ziel von 4000 Dollar zu den Vorsichtigsten. So erhöhte Ju nach den Zahlen auch sein Kursziel, aber nur um vergleichsweise geringe 50 Dollar.

DZ-Bank-Experte Ingo Wermann passte seinen fairen Wert für die Aktie ebenfalls um 50 Dollar auf 4200 Dollar an. "Bei Amazon läuft es rund. Ein hohes Umsatzwachstum geht mit einer Verbesserung der Ertragskraft einher", schrieb er in einer Studie zu den Quartalszahlen. "Zwar dürfte sich die Erlösdynamik im margenschwachen Onlinehandel mit dem Erfolg der Impfkampagnen etwas abmildern, jedoch dürfte dies auf der Gewinnseite durch die hervorragenden Perspektiven der lukrativen Geschäftsfelder Cloud Computing (AWS) und Online-Werbung mehr als ausgeglichen werden."/zb/ngu/fba

14.05.2021

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Walt Disney auf 'Overweight' - Ziel 220 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Walt Disney nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 220 US-Dollar belassen. Der Entertainment-Gigant habe für das vergangene Quartal starke Resultate ausgewiesen, schrieb Analystin Alexia Quadrani in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Erholungssignale seien ermutigend, obwohl der Konzern für den Online-Videodienst Disney+ etwas weniger Abonnenten gewonnen habe als von ihr gedacht./tav/la

Veröffentlichung der Original-Studie: 13.05.2021 / 22:40 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 13.05.2021 / 22:40 / BST

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14.05.2021

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt Deutsche Euroshop auf 'Halten'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat Deutsche Euroshop nach Zahlen von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert der Aktien auf 20 Euro belassen. Das erste Quartal des auf Einkaufszentren fokussierten Immobilienkonzerns sei stark vom fortgesetzten Corona-Lockdown belastet worden, schrieb Analyst Karsten Oblinger in einer am Freitag vorliegenden Studie. Ein konkreter Ausblick für das Gesamtjahr 2021 sei daher weiterhin nicht möglich, weshalb er nach dem Kursanstieg das Anlageurteil geändert habe./ck/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 14.05.2021 / 09:57 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 14.05.2021 / 10:06 / MESZ

14.05.2021

ANALYSE-FLASH: NordLB hebt Merck KGaA auf 'Kaufen' - Ziel 154 Euro

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat Merck KGaA von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 144 auf 154 Euro angehoben. Analyst Thorsten Strauß passte seine Schätzungen in einer am Freitag vorliegenden Studie an den optimistischeren Ausblick des Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzerns an./ag/tav

Veröffentlichung der Original-Studie: 14.05.2021 / 12:32 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 14.05.2021 / 12:57 / MESZ

14.05.2021

ANALYSE-FLASH: Bernstein hebt Ziel für Bayer auf 73 Euro - 'Outperform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Bayer von 70 auf 73 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Dank des Agrargeschäfts hätten die Leverkusener die Erwartungen im ersten Quartal übertroffen, schrieb Analyst Gunther Zechmann in einer am Freitag vorliegenden Studie. Er hob seine Schätzungen an und hält die Ziele für diesen Geschäftsbereich für konservativ. Die Anhörung im Glyphosat-Rechtsstreit Mitte Mai werde der nächste Kurstreiber./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 13.05.2021 / 23:00 / UTC

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 14.05.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

14.05.2021

ANALYSE-FLASH: DZ Bank belässt Tui auf 'Verkaufen' - Fairer Wert 2,60 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat die Einstufung für Tui auf "Verkaufen" mit einem fairen Aktienwert von 2,60 Euro belassen. Mit einer nachhaltigen Rückkehr in die Gewinnzone rechnet Analyst Herbert Sturm laut einer am Freitag vorliegenden Studie erst 2022/23./ag/ajx

Veröffentlichung der Original-Studie: 14.05.2021 / 12:12 / MESZ

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 14.05.2021 / 12:49 / MESZ

14.05.2021

AKTIE IM FOKUS: Delivery Hero sinken weiter - Auch Doordash-Zahlen kein Treiber

FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Bei den Aktien von Delivery Hero geht die Ende April begonnene Talfahrt weiter. Am Freitagvormittag waren sie das Schlusslicht im Dax mit minus 2,7 Prozent. In nur gut zwei Wochen haben sie nun schon mehr als ein Viertel ihres Börsenwertes verloren und inzwischen auch alle wichtigen charttechnischen Durchschnittslinien für den kurz-, mittel- und langfristigen Trend nach unten durchbrochen. Es droht der Rutsch auf ein Tief seit Anfang Dezember.

Auch starke Zahlen vom US-Börsenneuling und Rivalen Doordash färbten nicht positiv auf die Delivery-Anteile ab. Doordash hatte mit seinem Umsatz aus dem ersten Quarral die Erwartungen der Analysten übertroffen und verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach Essensauslieferungen - ungeachtet der allmählich wieder öffnenden Restaurants und zunehmender Impfungen in der Bevölkerung./ajx/fba

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14.05.2021

AKTIE IM FOKUS: Knorr-Bremse erfreut seine zuletzt enttäuschten Anleger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngsten Geschäftszahlen von Knorr-Bremse haben am Freitag die Anleger des Lkw- und Zugbremsen-Herstellers etwas versöhnt. Die Aktien waren in einer ersten Reaktion um gut sieben Prozent nach oben geschnellt und hatten damit den höchsten Stand seit Anfang April dieses Jahres erreicht, bevor die Gewinne schnell wieder deutlich zusammenschmolzen.

Am späten Vormittag notierten die Anteilsscheine noch 1,64 Prozent im Plus bei gut 105 Euro und zählten damit zu den Favoriten im MDax . Der Index der mittelgroßen Werte legte zuletzt nur moderat zu.

Knorr-Bremse startete dank der Erholung auf den Nutzfahrzeugmärkten gut ins Jahr. Mit einem deutlichen Auftragsplus und einem unerwartet kräftigen Ergebnisanstieg sieht sich das Management für den Rest des Jahres gut gewappnet.

Börsianer fanden dazu überwiegend lobende Worte. Das erste Quartal habe einmal mehr von einer guten Geschäftsentwicklung gezeugt, schrieb etwa Analyst Mustafa Hidir von der Investmentbank Warburg Research. Die Auftragsschwäche im Zuggeschäft dürfte zeitlich begrenzt bleiben, der Lkw-Bereich mache sie aktuell ohnehin wett.

Ein Händler betonte die gute Profitabilität, auch der Auftragseingang sei etwas besser als gedacht. Investoren sollten aber darauf achten, warum der Konzern die Margenprognose nicht erhöht habe.

Vorstandschef Jan Mrosik sagte: "Wir beobachten aufmerksam die anhaltenden weltweiten Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie, zunehmende Engpässe bei der Versorgung mit Halbleitern und anderen kritischen Zulieferkomponenten sowie bei den weltweiten Logistiksystemen." Die bestätigte Prognose setze voraus, dass es keine weiteren Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie gebe. Zudem sollten Umsatzeinbußen in der Nutzfahrzeugsparte wegen der aktuellen Lieferengpässe von Elektronikkomponenten der Chipindustrie im Jahresverlauf weitgehend kompensiert werden können, hieß es.

An der Börse allerdings haben sich die Aktien von Knorr-Bremse seit Jahresbeginn nicht gut entwickelt. In diesem Zeitraum steht ein Minus von rund sechs Prozent zu Buche, während der MDax um gut drei Prozent gestiegen ist.

Aus charttechnischer Sicht hat sich derweil das Bild durch die Kursgewinne an diesem Freitag aufgehellt. Inzwischen notieren die Papiere wieder über den 21- und den 50-Tage-Durchschnittslinien, die den kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trend abbilden. Zwischenzeitlich hatten die Anteilsscheine sogar die 200-Tage-Linie überwunden, die als Maß für die langfristige Entwicklung gilt./la/ajx/stk

14.05.2021

AKTIE IM FOKUS: Adidas sehr fest - Berichte über Reebok-Offerte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Adidas-Aktien haben am Freitag mit plus 1,4 Prozent die Dax-Werte angeführt. Mit in der Spitze 290 Euro erreichten sie zuvor ein Hoch seit Mitte März. Den Dividendenabschlag vom Vortag von drei Euro je Papier haben sie längst wieder aufgeholt.

Ein Händler verwies am Morgen auf einen Pressebericht, wonach die Unternehmen von Authentic Brands und Wolverine World Wide offenbar eine gemeinsame Offerte für die US-Marke Reebok planen in Höhe von etwas mehr als einer Milliarde US-Dollar. Eine Milliarde sei der Preis, den der deutsche Sportartikelhersteller für Reebok sich erhoffe, ergänzte der Händler./ajx/jha/

14.05.2021

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Danone auf 'Sell' - Ziel runter auf 53 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Danone von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 60 auf 53 Euro gesenkt. Analyst John Ennis begründete die Verkaufsempfehlung in einer am Donnerstag vorliegenden Studie mit einem starken Geburtenrückgang im wichtigen Absatzland China. Auch hinsichtlich der Marktanteile legte der Experte mehr Vorsicht an den Tag. Beide Faktoren dürften die Profitabilität im Segment Spezialernährung belasten./bek/he

Veröffentlichung der Original-Studie: 13.05.2021 / 21:08 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 13.05.2021 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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