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ANALYSE: JPMorgan erwartet trübe Zeiten für Europas Stahlbranche

|   Analysen

NEW YORK (dpa-AFX) - JPMorgan ist mit der Einschätzung zur europäischen Stahlbranche deutlich vorsichtiger geworden. Zwar gehen die Volkswirte der US-Bank nicht von einer bevorstehenden Rezession in den Industrienationen aus, doch gibt sich das Team um Stahl-Analyst Luke Nelson in seinen Schätzungen inzwischen konservativer. Dabei verweisen die Analysten auf eine mögliche schwächere Nachfrage sowie hohe Lagerbestände und senkten daher ihre Annahmen für die Lieferungen von Stahl und für die Preise.

In der Folge stuften sie die Aktie von Salzgitter <DE0006202005> von "Neutral" auf "Underweight" ab und kappten das Kursziel von 44,00 auf 31,60 Euro. Auch die Aktie der österreichischen Voestalpine <AT0000937503> bewerten sie nun mit "Underweight" und senkten das Kursziel von 42,50 auf 27,50 Euro. ArcelorMittal <LU1598757687> wurde von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 48,00 auf 32,50 Euro reduziert. Nur noch die schwedische A-Aktie von SSAB <SE0000171100> verdient ihnen zufolge ein "Overweight". Allerdings wurde auch hier das Kursziel gestutzt, und zwar von 77 auf 68 Kronen. Thyssenkrupp <DE0007500001> wird von den JPMorgan-Experten indes nicht bewertet.

Nelson rechnet mit Blick auf die Rohstoffmärkte und dabei insbesondere auf die Preisveränderungen für Kohlenstoff damit, dass die Analysten ihre Ergebnisschätzungen (Konsens) senken werden. Die Lagerbestände in Europa und China seien zudem eher hoch und die Wirtschaftsaussichten zugleich mau, fasste der Experte zusammen. "Dies führt zu einer Verringerung der Gewinne und der Barmittelzuflüsse im kommenden Jahr und impliziert Bewertungen, die inzwischen kaum mehr überzeugen."

Salzgitter und Voestalpine sieht er wegen ihrer starken Abhängigkeit von der Autobranche besonders kritisch. ArcelorMittal lobte er angesichts der unternommenen Anstrengungen des Konzerns, seinen Verschuldungsgrad zu senken und Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. Doch kurzfristig mahnten auch hier Volumen- und Preisrisiken sowie die unsichere gesamtwirtschaftliche Situation zur Vorsicht. Er rechnet mit einer negativen Ertragsdynamik bei ArcelorMittal und erwartet in naher Zukunft zudem auch keine größeren Aktienrückkäufe. Optimistischer gestimmt bleibt Nelson nur für SSAB, da in dieser Aktie Rezessionsrisiken am stärksten eingepreist seien.

Gemäß der Einstufung "Underweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die so eingestuften Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der jeweilige Sektor entwickeln werden. Mit "Neutral" bewertet wird von einer Entwicklung im Gleichklang mit dem Sektor ausgegangen und eingestuft mit "Overweight" rechnet die US-Bank damit, dass sich diese Aktien besser als ihre Branche schlagen werden./ck/nas/stk

Analysierendes Institut JPMorgan.

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.06.2022 / 21:13 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.06.2022 / 00:15 / BST

 

ANALYSE: JPMorgan erwartet trübe Zeiten für Europas Stahlbranche

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NEW YORK (dpa-AFX) - JPMorgan ist mit der Einschätzung zur europäischen Stahlbranche deutlich vorsichtiger geworden. Zwar gehen die Volkswirte der US-Bank nicht von einer bevorstehenden Rezession in den Industrienationen aus, doch gibt sich das Team um Stahl-Analyst Luke Nelson in seinen Schätzungen inzwischen konservativer. Dabei verweisen die Analysten auf eine mögliche schwächere Nachfrage sowie hohe Lagerbestände und senkten daher ihre Annahmen für die Lieferungen von Stahl und für die Preise.

In der Folge stuften sie die Aktie von Salzgitter <DE0006202005> von "Neutral" auf "Underweight" ab und kappten das Kursziel von 44,00 auf 31,60 Euro. Auch die Aktie der österreichischen Voestalpine <AT0000937503> bewerten sie nun mit "Underweight" und senkten das Kursziel von 42,50 auf 27,50 Euro. ArcelorMittal <LU1598757687> wurde von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 48,00 auf 32,50 Euro reduziert. Nur noch die schwedische A-Aktie von SSAB <SE0000171100> verdient ihnen zufolge ein "Overweight". Allerdings wurde auch hier das Kursziel gestutzt, und zwar von 77 auf 68 Kronen. Thyssenkrupp <DE0007500001> wird von den JPMorgan-Experten indes nicht bewertet.

Nelson rechnet mit Blick auf die Rohstoffmärkte und dabei insbesondere auf die Preisveränderungen für Kohlenstoff damit, dass die Analysten ihre Ergebnisschätzungen (Konsens) senken werden. Die Lagerbestände in Europa und China seien zudem eher hoch und die Wirtschaftsaussichten zugleich mau, fasste der Experte zusammen. "Dies führt zu einer Verringerung der Gewinne und der Barmittelzuflüsse im kommenden Jahr und impliziert Bewertungen, die inzwischen kaum mehr überzeugen."

Salzgitter und Voestalpine sieht er wegen ihrer starken Abhängigkeit von der Autobranche besonders kritisch. ArcelorMittal lobte er angesichts der unternommenen Anstrengungen des Konzerns, seinen Verschuldungsgrad zu senken und Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. Doch kurzfristig mahnten auch hier Volumen- und Preisrisiken sowie die unsichere gesamtwirtschaftliche Situation zur Vorsicht. Er rechnet mit einer negativen Ertragsdynamik bei ArcelorMittal und erwartet in naher Zukunft zudem auch keine größeren Aktienrückkäufe. Optimistischer gestimmt bleibt Nelson nur für SSAB, da in dieser Aktie Rezessionsrisiken am stärksten eingepreist seien.

Gemäß der Einstufung "Underweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die so eingestuften Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der jeweilige Sektor entwickeln werden. Mit "Neutral" bewertet wird von einer Entwicklung im Gleichklang mit dem Sektor ausgegangen und eingestuft mit "Overweight" rechnet die US-Bank damit, dass sich diese Aktien besser als ihre Branche schlagen werden./ck/nas/stk

Analysierendes Institut JPMorgan.

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.06.2022 / 21:13 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.06.2022 / 00:15 / BST

 

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NEW YORK (dpa-AFX) - JPMorgan ist mit der Einschätzung zur europäischen Stahlbranche deutlich vorsichtiger geworden. Zwar gehen die Volkswirte der US-Bank nicht von einer bevorstehenden Rezession in den Industrienationen aus, doch gibt sich das Team um Stahl-Analyst Luke Nelson in seinen Schätzungen inzwischen konservativer. Dabei verweisen die Analysten auf eine mögliche schwächere Nachfrage sowie hohe Lagerbestände und senkten daher ihre Annahmen für die Lieferungen von Stahl und für die Preise.

In der Folge stuften sie die Aktie von Salzgitter <DE0006202005> von "Neutral" auf "Underweight" ab und kappten das Kursziel von 44,00 auf 31,60 Euro. Auch die Aktie der österreichischen Voestalpine <AT0000937503> bewerten sie nun mit "Underweight" und senkten das Kursziel von 42,50 auf 27,50 Euro. ArcelorMittal <LU1598757687> wurde von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 48,00 auf 32,50 Euro reduziert. Nur noch die schwedische A-Aktie von SSAB <SE0000171100> verdient ihnen zufolge ein "Overweight". Allerdings wurde auch hier das Kursziel gestutzt, und zwar von 77 auf 68 Kronen. Thyssenkrupp <DE0007500001> wird von den JPMorgan-Experten indes nicht bewertet.

Nelson rechnet mit Blick auf die Rohstoffmärkte und dabei insbesondere auf die Preisveränderungen für Kohlenstoff damit, dass die Analysten ihre Ergebnisschätzungen (Konsens) senken werden. Die Lagerbestände in Europa und China seien zudem eher hoch und die Wirtschaftsaussichten zugleich mau, fasste der Experte zusammen. "Dies führt zu einer Verringerung der Gewinne und der Barmittelzuflüsse im kommenden Jahr und impliziert Bewertungen, die inzwischen kaum mehr überzeugen."

Salzgitter und Voestalpine sieht er wegen ihrer starken Abhängigkeit von der Autobranche besonders kritisch. ArcelorMittal lobte er angesichts der unternommenen Anstrengungen des Konzerns, seinen Verschuldungsgrad zu senken und Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. Doch kurzfristig mahnten auch hier Volumen- und Preisrisiken sowie die unsichere gesamtwirtschaftliche Situation zur Vorsicht. Er rechnet mit einer negativen Ertragsdynamik bei ArcelorMittal und erwartet in naher Zukunft zudem auch keine größeren Aktienrückkäufe. Optimistischer gestimmt bleibt Nelson nur für SSAB, da in dieser Aktie Rezessionsrisiken am stärksten eingepreist seien.

Gemäß der Einstufung "Underweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die so eingestuften Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der jeweilige Sektor entwickeln werden. Mit "Neutral" bewertet wird von einer Entwicklung im Gleichklang mit dem Sektor ausgegangen und eingestuft mit "Overweight" rechnet die US-Bank damit, dass sich diese Aktien besser als ihre Branche schlagen werden./ck/nas/stk

Analysierendes Institut JPMorgan.

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.06.2022 / 21:13 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.06.2022 / 00:15 / BST

 

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NEW YORK (dpa-AFX) - JPMorgan ist mit der Einschätzung zur europäischen Stahlbranche deutlich vorsichtiger geworden. Zwar gehen die Volkswirte der US-Bank nicht von einer bevorstehenden Rezession in den Industrienationen aus, doch gibt sich das Team um Stahl-Analyst Luke Nelson in seinen Schätzungen inzwischen konservativer. Dabei verweisen die Analysten auf eine mögliche schwächere Nachfrage sowie hohe Lagerbestände und senkten daher ihre Annahmen für die Lieferungen von Stahl und für die Preise.

In der Folge stuften sie die Aktie von Salzgitter <DE0006202005> von "Neutral" auf "Underweight" ab und kappten das Kursziel von 44,00 auf 31,60 Euro. Auch die Aktie der österreichischen Voestalpine <AT0000937503> bewerten sie nun mit "Underweight" und senkten das Kursziel von 42,50 auf 27,50 Euro. ArcelorMittal <LU1598757687> wurde von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 48,00 auf 32,50 Euro reduziert. Nur noch die schwedische A-Aktie von SSAB <SE0000171100> verdient ihnen zufolge ein "Overweight". Allerdings wurde auch hier das Kursziel gestutzt, und zwar von 77 auf 68 Kronen. Thyssenkrupp <DE0007500001> wird von den JPMorgan-Experten indes nicht bewertet.

Nelson rechnet mit Blick auf die Rohstoffmärkte und dabei insbesondere auf die Preisveränderungen für Kohlenstoff damit, dass die Analysten ihre Ergebnisschätzungen (Konsens) senken werden. Die Lagerbestände in Europa und China seien zudem eher hoch und die Wirtschaftsaussichten zugleich mau, fasste der Experte zusammen. "Dies führt zu einer Verringerung der Gewinne und der Barmittelzuflüsse im kommenden Jahr und impliziert Bewertungen, die inzwischen kaum mehr überzeugen."

Salzgitter und Voestalpine sieht er wegen ihrer starken Abhängigkeit von der Autobranche besonders kritisch. ArcelorMittal lobte er angesichts der unternommenen Anstrengungen des Konzerns, seinen Verschuldungsgrad zu senken und Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. Doch kurzfristig mahnten auch hier Volumen- und Preisrisiken sowie die unsichere gesamtwirtschaftliche Situation zur Vorsicht. Er rechnet mit einer negativen Ertragsdynamik bei ArcelorMittal und erwartet in naher Zukunft zudem auch keine größeren Aktienrückkäufe. Optimistischer gestimmt bleibt Nelson nur für SSAB, da in dieser Aktie Rezessionsrisiken am stärksten eingepreist seien.

Gemäß der Einstufung "Underweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die so eingestuften Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der jeweilige Sektor entwickeln werden. Mit "Neutral" bewertet wird von einer Entwicklung im Gleichklang mit dem Sektor ausgegangen und eingestuft mit "Overweight" rechnet die US-Bank damit, dass sich diese Aktien besser als ihre Branche schlagen werden./ck/nas/stk

Analysierendes Institut JPMorgan.

Veröffentlichung der Original-Studie: 21.06.2022 / 21:13 / BST

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 22.06.2022 / 00:15 / BST

 

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