NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Montag etwas erholt. am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im März 71,96 US-Dollar und damit 77 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent erhöhte sich um 67 Cent auf 70,26 Dollar.
Grund für die leichte Erholung nach den kräftigen Verlusten in der Vorwoche waren festere Aktienmärkte und damit ein etwas festerer Euro. Die Korrektur bei den Energiepreisen in der vergangenen Woche ging laut Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) einher mit der Schwäche der Aktienmärkte, der Diskussion um die mögliche Schuldenkrise einiger Mitgliedsstaaten der Währungsunion und dem wiederum schwächeren Euro.
Die Rohölpreise verzeichnen aus Sicht der Commerzbank insgesamt einen freundlichen Wochenstart. Meldungen über kaltes Winterwetter an der US-Ostküste stützten die Ölpreise zusätzlich psychologisch. Derzeit gebe es aber keine Anzeichen dafür, dass die zugrunde liegende Ölnachfrage anziehe. Schon der erste Kälteeinbruch zu Jahresbeginn habe zu keinem nennenswerten Rückgang der US-Rohöllagerbestände geführt.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen erneut kräftig gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 69,71 Dollar. Das waren 3,02 Dollar weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/he