dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

04.05.2015

US-Anleihen schwächeln nach anfangs moderaten Gewinnen

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Montag nach moderaten Anfangsgewinnen geschwächelt. Während Papiere mit kürzeren Laufzeiten sich nicht von der Stelle bewegten, ging es für länger laufende Titel etwas bergab. Als einen Belastungsfaktor nannten Experten kritische Aussagen einflussreicher Finanzinvestoren über die aktuellen Bewertungen der festverzinslichen Wertpapiere.

Als erster hatte Bill Gross - einst als "Anleihekönig" titulierter Fondsmanager bei Pimco, nun beim kleineren Konkurrenten Janus Capital - zu Wetten gegen deutsche Bundesanleihen aufgerufen. In das selbe Horn stieß wenige Tage später Starinvestor Jeffrey Gundlach. Und zuletzt äußerte der bekannte Anlageguru Warren Buffett die Einschätzung, dass insbesondere lang laufende Anleihen zu teuer seien.

Zweijährige Anleihen stagnierten bei 99 25/32 Punkten und rentierten mit 0,61 Prozent. Fünfjährige Papiere verloren 1/32 Punkte auf 99 11/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,51 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen sanken um 9/32 Punkte auf 98 22/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,15 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren büßten exakt einen Punkt auf 92 12/32 Punkte ein und rentierten mit 2,88 Prozent./gl/fbr

04.05.2015

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 04.05.2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 04.05.2015

ADIDAS

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Adidas nach positiven Aussagen von Vorstandschef Herbert Hainer zur Geschäftsentwicklung auf "Buy" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Anleger könnten mit einem positiven Zahlenwerk des Sportartikelherstellers für das erste Quartal rechnen, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie vom Montag.

AIR FRANCE-KLM

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Air France-KLM von 9,50 auf 9,75 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach den Zahlen zum ersten Quartal blieben viele offene Fragen, schrieb Analyst Andrew Lobbenberg in einer Studie vom Montag. Dazu gehörten nähere Informationen unter anderem zu den Themen Tarifverhandlungen, Umstrukturierung, Kooperationen und zur Bilanz der französisch-niederländischen Fluggesellschaft.

AIR FRANCE-KLM

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Air France-KLM nach Zahlen von 10,00 auf 9,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft habe ein solides erstes Quartal hinter sich, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer Studie vom Montag. Das reduzierte Kursziel begründete er mit der gestiegenen Nettoverschuldung.

AIRBUS GROUP

HANNOVER - Die NordLB hat Airbus anlässlich des Ergebnissprungs durch den Dassault-Anteilsverkauf von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft. Das Kursziel hob Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Montag von 60 auf 69 Euro an. Weitere Verkäufe könnten im Jahresverlauf zusätzlichen Auftrieb geben. Das Orderbuch auf Allzeithoch sollte von der Luftfahrtmesse in Paris weitere Einträge bekommen.

AIRBUS GROUP

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Airbus nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 76 Euro belassen. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern habe im ersten Quartal mit einer beeindruckenden Geschäftsentwicklung die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Benjamin Fidler in einer Studie vom Montag.

AURUBIS AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Aurubis nach den als stark eingestuften Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal von 59 auf 61 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Selbst um positive Sondereffekte bereinigt wären seine Erwartungen von dem Kupferhersteller deutlich übertroffen worden, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Montag.

BANCO SANTANDER SA

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat nach Quartalszahlen das Kursziel für Banco Santander von 6,50 auf 7,00 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Ergebnisse der spanischen Bank hätten die Konsensschätzungen übertroffen, schrieb Analyst Neil Smith in einer Studie vom Montag. Die gestiegene harte Eigenkapitalquote liege aber immer noch unter dem Sektordurchschnitt. Daher hätten die Spanier nur begrenzte finanzielle Kapazitäten, um an der europäischen Branchenkonsolidierung teilzuhaben, wie etwa durch einen Kauf der Postbank.

BASF SE

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für BASF nach Zahlen zum ersten Quartal von 91,50 auf 93,60 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analyst Oliver Schwarz sprach in einer Studie vom Montag von einem starken operativen Ergebnis des Chemiekonzerns und erhöhte seine Gewinnschätzungen.

BASF SE

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für BASF nach Zahlen zum ersten Quartal von 80 auf 86 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Chemiekonzern habe die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer Studie vom Montag. Zudem überzeuge BASF mit einer attraktiven Dividendenrendite. Allerdings erscheine die Aktie bereits recht hoch bewertet.

BASF SE

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für BASF von 102 auf 99 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Geoff Haire begründete die Zielsenkung in einer am Montag vorgelegten Studie mit der niedrigeren Branchenbewertung. Angesichts des Gewinnpotenzials des Chemiekonzerns und der nicht gerade teuren Aktie hält er jedoch an seinem Kaufvotum fest.

BAYER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 155 Euro belassen. Die Zahlen des Pharma- und Chemiekonzerns für das erste Quartal hätten die niedrigen Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Tim Race in einer Studie vom Montag. Das Dax-Schwergewicht sei für eine starke Entwicklung im Gesamtjahr 2015 gut aufgestellt.

BMW

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für BMW vor Zahlen für das erste Quartal auf "Reduce" mit einem Kursziel von 108 Euro belassen. Dank des Absatzwachstums und des schwachen Euro dürfte der Autobauer Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert haben, schrieb Analyst Michael Raab in einer Studie vom Montag.

BNP PARIBAS

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für BNP Paribas nach Zahlen von 67 auf 69 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach einem starken ersten Quartal habe er seine Gewinnschätzungen je Aktie für die französische Bank erhöht, schrieb Analyst Cyril Meilland in einer Studie vom Montag.

CONTINENTAL AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Continental nach vorläufigen Zahlen für das erste Quartal auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 231 Euro belassen. Trotz einer besseren Umsatzentwicklung sei das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lediglich im Rahmen der Markterwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Montag. Positiv sei indes, dass der Autozulieferer in den kommenden Quartalen wegen der steigenden Nachfrage nach Neuwagen und -reifen insbesondere in Westeuropa weiteres Wachstum erwarte.

CONTINENTAL AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Continental vor Zahlen von 170 auf 230 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Autozulieferer dürfte seine Jahresziele anheben, schrieb Analyst Horst Schneider in einer Studie vom Montag. Allerdings bleibe der Ausblick für 2016 und die Folgejahre unklar. Das neue Kursziel rechtfertigte der Experte unter anderem mit der gestiegenen Branchenbewertung und einer Verlagerung des Bewertungshorizonts von 2015 auf 2016.

DEUTSCHE BANK AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Deutsche Bank nach einem Treffen mit Finanzvorstand Stefan Krause zur neuen Konzernstrategie auf "Hold" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Die neuen Ziele des Finanzkonzerns bis 2020 basierten auf viel realistischeren Annahmen in puncto Marktentwicklung und Regulierung, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Montag. Sollte die künftige funktionieren, hätte die Aktie angesichts der aktuell niedrigen Bewertung deutlich Luft nach oben.

DEUTSCHE BOERSE AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Deutsche Börse nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 66 Euro belassen. Das erste Quartal des Frankfurter Börsenbetreibers sei besser ausgefallen als von Analysten erwartet, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Montag. Seine Jahresziele habe der Dax-Konzern erhöht. Trotz dieser optimistischeren Prognosen ließ Goy aber seine Schätzungen praktisch unverändert.

DEUTSCHE BOERSE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Deutsche Börse nach Zahlen zum ersten Quartal von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft und das Kursziel von 70 auf 77 Euro angehoben. Der Börsenbetreiber habe seine Gewinnerwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Montag. Der Experte erhöhte deshalb seine Gewinnprognosen (EPS) für die Jahre 2015 und 2016.

DEUTSCHE BOERSE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Deutsche Börse nach Zahlen für das erste Quartal auf "Reduce" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Der Börsenbetreiber habe starke Resultate vorgelegt und den Ausblick angehoben, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Montag. Allerdings sei die Aktie ausreichend hoch bewertet.

DEUTSCHE BOERSE AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Deutsche Börse nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 80 Euro belassen. Das Geschäft des Frankfurter Börsenbetreibers sei im ersten Quartal besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Johannes Thormann in einer Studie vom Montag. Nach dem angehobenen Ausblick der Deutschen Börse habe er seine - ohnehin schon optimistischen - Ergebnisprognosen für die Jahre 2015 bis 2017 angehoben.

DEUTSCHE OFFICE

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Deutsche Office nach einer Investorenveranstaltung von 4,10 auf 5,40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Immobilienunternehmen habe einen recht optimistischen Ausblick auf das operative Geschäft gegeben, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Montag. Die Aktie dürfte weiterhin Luft nach oben haben.

DEUTSCHE POST AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Deutsche Post vor Geschäftszahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Er rechne mit einem unspektakulären ersten Quartal, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Montag.

DIALOG SEMICONDUCTOR

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Dialog Semiconductor auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Wie erwartet habe das deutsche Halbleiterunternehmen den Zuschlag für die Lieferung der Energiemanagement-Komponenten der neuen Apple-iWatch bekommen, schrieb Analyst Tim Wunderlich in einer Studie vom Montag. Wunderlich zufolge dürfte Dialog im zweiten Halbjahr starkes Wachstum verzeichnen.

DMG MORI SEIKI

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für DMG Mori Seiki nach Zahlen von 30,55 auf 29 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Der Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer habe vor allem ergebnisseitig seine Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Montag. Der Markt rechne bereits mit einem höheren Ausblick. Nachdem der japanische Großaktionär DMG Mori Seiki mittlerweile 52,54 Prozent des Grundkapitals von dem MDax-Konzern halte und damit das Ziel einer Mehrheit erreicht habe, dürften weitere Zukäufe vorerst ausbleiben.

EON AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Eon vor Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 17,00 auf 15,40 Euro gesenkt. Der größte deutsche Energiekonzern dürfte am 7. Mai über eine gemischte Geschäftsentwicklung im ersten Quartal berichten, schrieb Analyst Alberto Ponti in einer Studie vom Montag. Vor allem habe er die sogenannte Atomsteuer als Belastungsfaktor in seine Einschätzung der Aktie eingearbeitet. Die Dividende sei indes attraktiv.

FMC FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO KGAA

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für FMC nach Zahlen von 60 auf 65 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Verkaufen" belassen. Die Fresenius-Dialyse-Tochter habe die Markterwartungen beim Umsatz und operativen Gewinn (Ebit) etwas übertroffen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Montag. Allerdings hätten höhere Steueraufwendungen die Entwicklung beim Konzerngewinn deutlich gebremst. Der Ausblick sei nur bestätigt worden. Trotz der unverändert guten Geschäftsaussichten in den kommenden Jahren rate er angesichts der derzeit sehr hohen Aktienbewertung weiterhin zum Verkauf.

FMC FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO KGAA

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für FMC von 87 auf 82 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Das Nettoergebnis im ersten Quartal habe seine Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Montag. Positiv sei aber der bestätigte Ausblick des Dialysespezialisten, wobei der zum US-Dollar wiedererstarkte Euro belastend wirken dürfte.

FMC FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO KGAA

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat das Kursziel für FMC nach Zahlen von 70 auf 73 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das erste Quartal des Dialysespezialisten habe den Markterwartungen entsprochen, schrieb Analyst Konrad Lieder in einer Studie vom Montag. Er berücksichtige in seinen Schätzungen nun das stärkere Wachstum in Nordamerika sowie höhere Gewinnmargen im internationalen Geschäft.

FRESENIUS SE

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Fresenius SE nach Zahlen von 55 auf 58 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die positive Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2015 sowie der angehobene Ergebnisausblick sollten den Aktien des Medizinkonzerns moderate Aufwärtsimpulse geben, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Montag.

FRESENIUS SE

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Fresenius nach Quartalszahlen von 55,50 auf 55,95 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Medizinkonzern sei stark ins Jahr 2015 gestartet, schrieb Analyst Tom Jones in einer Studie vom Montag. Im Aktienkurs sei diese Entwicklung aber bereits eingepreist.

FUCHS PETROLUB

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Fuchs Petrolub nach Zahlen von 39 auf 40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Das erste Quartal des Schmierstoffherstellers sei etwas besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Oliver Schwarz in einer Studie vom Montag.

FUCHS PETROLUB

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Fuchs Petrolub nach Zahlen für das erste Quartal auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 43 Euro belassen. Umsatz und Ergebnis des Schmierstoffherstellers hätten dank positiver Währungseffekte die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Heinz Müller in einer Studie vom Montag. Fuchs Petrolub sei in puncto Produktpalette nach wie vor hervorragend positioniert.

HOCHTIEF AG

HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Hochtief nach Zahlen zum ersten Quartal auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 78 Euro belassen. Nach umfangreichen Aufräumaktionen habe der Baukonzern gute Kennziffern vorgelegt, schrieb Analyst Heino Hammann in einer Studie vom Montag. Auch der Ausblick sei optimistisch.

IAG PENCE

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für International Airlines Group nach Zahlen von 625 auf 630 Pence angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die gute operative Entwicklung im ersten Quartal untermauere die strategische Stärke der British-Airways-Muttergesellschaft, schrieb Analyst Andrew Lobbenberg in einer Studie vom Montag. Der Experte erhöhte seine Prognosen für das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) der Jahre 2015 bis 2017 um 1,8 bis 4,5 Prozent. Das anhaltend neutrale Votum begründete er mit fehlenden Kurstreibern.

K+S

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für K+S von 29,00 auf 31,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analyst Yonah Weisz begründete die Zielerhöhung in einer am Montag vorgelegten Studie mit deutlich positiven Wechselkurseffekten und höher erwarteten Kostensenkungen.

KLÖCKNER & CO

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat die Einstufung für Klöckner & Co vor Zahlen zum ersten Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Der Stahlhändler sollte den Umsatz um 2 Prozent gesteigert haben, schrieb Analyst Carsten Kunold in einer Studie vom Montag. Die zuletzt deutlich gefallenen Stahlpreise dürften dabei fast vollständig vom stärkeren US-Dollar kompensiert worden sein.

KRONES AG

HANNOVER - Die NordLB hat Krones nach Zahlen zum ersten Quartal von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 99 auf 103 Euro angehoben. Der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller habe gute Kennziffern vorgelegt, schrieb Analyst Heino Hammann in einer Studie vom Montag. Auch der Ausblick sei optimistisch. Die Abstufung begründete er mit der ambitionierten Bewertung nach dem zuletzt steilen Kursanstieg.

KRONES AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Krones nach Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 101,80 auf 102,50 Euro angehoben. Sein Kursziel für die Aktie des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers sei nun fast erreicht, begründete Analyst Eggert Kuls das neue Votum in einer Studie vom Montag.

KRONES AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Krones nach Zahlen für das erste Quartal auf "Verkaufen" mit einem fairen Wert von 74 Euro belassen. Der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller habe die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Jasko Terzic in einer Studie vom Montag. Zudem erscheine der Ausblick nach dem guten Jahresauftakt wenig ambitioniert. Angesichts des höheren Auftragseingangs kündigte Terzic eine Überprüfung seines Anlageurteils an.

KRONES AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Krones nach Zahlen von 88 auf 92 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen sei stark ins Jahr gestartet, schrieb Analyst Torben Teichler in einer Studie vom Montag. Teichler erhöhte seine Schätzungen für den operativen Gewinn (Ebit) leicht. Die Aktie sieht er derzeit fair bewertet.

KRONES AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Krones nach Quartalszahlen von 92 auf 99 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen sei gut ins Jahr 2015 gestartet, schrieb Analyst Stefan Augustin in einer Studie vom Montag. Die Jahresziele bezeichnete der Experte als konservativ. Seine Umsatz- und Gewinnprognosen hob er etwas an.

LINDE AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Linde nach Zahlen zum ersten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 220 Euro belassen. Die Gewinnkennziffern seien höher als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Peter Clark in einer Studie vom Montag. Dank positiver Währungseffekte dürfte der Industriegase-Konzern eine noch bessere Geschäftsentwicklung hinlegen.

LINDE AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Linde von 205 auf 198 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Sebastian Satz reduzierte seine kurzfristigen Erwartungen für den Industriegasekonzern. Eine erneute Beschleunigung des Wachstums im Jahr 2016 könnte jedoch zum Kurstreiber werden, schrieb er in einer am Montag vorgelegten Studie. Die Aktie nach wie vor zu niedrig bewertet.

LLOYDS BANKING GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Lloyds nach Zahlen zum ersten Quartal von 82 auf 85 Pence angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Bank habe beim bereinigten Vorsteuerergebnis seine Erwartungen erreicht, schrieb Analyst Markus Rießelmann in einer Studie vom Montag. Die Zielerhöhung begründete der Experte mit niedriger angesetzten Eigenkapitalkosten in seinem Bewertungsmodell.

MAN SE

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für MAN nach Zahlen zum ersten Quartal auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 80,89 Euro belassen. Aufgrund eines unerwartet schwachen lateinamerika-Geschäfts hätten die Kennziffern des Lkw-Herstellers seine Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Montag. Positiv überrascht habe hingegen die Entwicklung in Europa.

NOKIA

HANNOVER - Die NordLB hat nach Zahlen das Kursziel für Nokia von 8,50 auf 8,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Netzwerkausrüster habe "ein zweischneidiges Zahlenwerk" zum ersten Quartal vorgelegt, das "auf Konzernebene zunächst recht ordentlich ausschaut", schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Montag. Die kleinen Sparten - der Kartendienst Here und die Patentesparte (Technologies) - hätten sich äußerst erfreulich entwickelt, doch in der entscheidenden Netzwerksparte "rasselten die Margen in den Keller", so der Experte. Die negative Aktienkursreaktion sei allerdings übertrieben gewesen.

NOKIA

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Nokia nach den jüngsten Kursverlusten von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft. Wegen der niedrigeren Branchenbewertung senkte Analyst Markus Friebel allerdings das Kursziel von 6,80 auf 6,50 Euro. Mit Blick auf das erste Quartal habe der Netzwerkausrüster den Umsatz erneut überraschend deutlich gesteigert, schrieb der Experte in einer Studie vom Montag.

NOKIA

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Nokia von "Reduce" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 6 auf 9 Euro angehoben. Das neue Votum reflektiere seine positive Einschätzung der geplanten Fusion mit Alcatel-Lucent, schrieb Analyst Sebastien Sztabowicz in einer Studie vom Montag. Nach dem kräftigen Kursrutsch der Nokia-Aktie seit der Ankündigung des Zusammenschlusses mit dem französischen Netzwerkbetreiber sei das Chance/Risiko-Profil allmählich wieder ziemlich attraktiv.

NOKIA

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Nokia nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Der Netzwerkausrüster habe im ersten Quartal enttäuschend abgeschnitten, schrieb Analyst Andy Perkins in einer Studie vom Montag. Der Umsatz sei zwar begünstigt durch den schwachen Euro kräftig gestiegen, die Margen im Kerngeschäft Netzwerke seien jedoch deutlich unter den Erwartungen geblieben. Insgesamt hätten die höheren Umsätze die schwachen Margen aber ausgeglichen.

PFEIFFER VACUUM

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Pfeiffer Vacuum vor Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 88 Euro belassen. Das erste Quartal dürfte bei dem Vakuumpumpenhersteller eine positive Kehrtwende eingeleitet haben, schrieb Analyst Henning Breiter in einer Studie vom Montag.

POTASH CORP

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Potash nach Zahlen von 37 auf 36 US-Dollar gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der verdüsterte Ausblick des weltgrößten Düngemittelproduzenten resultiere aus Einmalbelastungen, schrieb Analyst Rajesh Singla in einer Studie vom Montag. Die Geschäftskennziffern zum ersten Quartal hätten seine Erwartungen aufgrund verschiedener Negativfaktoren verfehlt. Die Aktie bleibe aber ein qualitativ hochwertiges Investment und ein attraktiver Dividendenwert.

PUMA SE

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Puma auf "Hold" mit einem Kursziel von 170 Euro belassen. Die Entwicklung der Wechselkurse dürfte den Sportartikelkonzern im laufenden Jahr stärker belasten als bisher angenommen, schrieb Analyst Jürgen Kolb in einer Studie vom Montag. Daher habe er seine Gewinnschätzungen bis 2017 reduziert.

RATIONAL AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für die Aktie des Großküchenausstatters Rational nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 339 Euro belassen. Trotz eines solide ausgefallenen ersten Quartals bleibe er aufgrund der hohen Bewertung und der in nächster Zeit fehlenden Kurstreiber bei seinem neutralen Votum, schrieb Analyst Arash Roshan Zamir in einer Studie vom Montag.

RHEINMETALL AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Rheinmetall vor Zahlen zum ersten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 52 Euro belassen. Dank seiner Autosparte dürfte der Konzern den Umsatz etwas gesteigert haben, schrieb Analyst Michael Raab in einer Studie vom Montag. Mit Blick auf den bereinigten operativen Gewinn (Ebit) dürfte hingegen vor allem das Rüstungsgeschäft für Rückenwind gesorgt haben.

RIB SOFTWARE AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für RIB Software nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 15 Euro belassen. Der Bausoftware-Hersteller habe für das erste Quartal ein starkes organisches Wachstum ausgewiesen, schrieb Analyst Andreas Wolf hob in einer Studie vom Montag. Die Aktie habe aber nicht mehr allzuviel Luft nach oben.

RIB SOFTWARE AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für RIB Software nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 17 Euro belassen. Der Bausoftware-Hersteller habe über ein starkes erstes Quartal berichtet, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Montag.

SALZGITTER AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Salzgitter nach Zahlen von 26 auf 28 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Verkaufen" belassen. Positiv sei vor allem, dass die Ergebnisverbesserung im ersten Quartal nicht aus der Beteiligung am Kupferhersteller Aurubis resultiert habe, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Montag. Der Experte erhöhte seine Gewinnprognosen für Deutschlands zweitgrößtem Stahlhersteller der Jahre 2015 und 2016 deutlich.

STRATEC BIOMEDICAL SYSTEMS AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Stratec nach Zahlen auf "Verkaufen" mit einem fairen Wert von 37 Euro belassen. Der positive Ergebnistrend bei dem Laborzulieferer habe sich im Gesamtjahr 2014 sowie im ersten Quartal 2015 fortgesetzt und damit die Erwartungen im Wesentlichen erfüllt, schrieb Analyst Sven Kürten in einer Studie vom Montag. Auf Basis seiner nur leicht modifizierten Schätzungen sieht Kürten die Aktie allerdings weiterhin als anspruchsvoll bewertet an.

SUEDZUCKER

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Südzucker auf "Buy" mit einem Kursziel von 15 Euro belassen. Angesichts der erholten Ethanolpreise könnten die Gewinne in dieser Sparte in den kommenden Quartalen positiv überraschen, schrieb Analyst Richard Withagen in einer Studie vom Montag. Entscheidend für den positiven Anlagehintergrund sei aber die erwartete Erholung des Zuckergeschäfts.

SYNGENTA

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Syngenta nach einem Medienbericht über Fusionsgespräche mit Monsanto auf "Hold" mit einem Kursziel von 330 Franken belassen. Ein Zusammenschluss der beiden Agrochemiekonzerne hätte durchaus Vorzüge, schrieb Analyst Christian Faitz in einer Studie vom Montag. Er hält eine Übernahmeprämie von 30 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vom 30. April für durchaus angemessen. Syngenta-Aktionäre sollten jedoch ihre Papiere nur auf Basis dieses Gerüchts nicht verkaufen, empfahl der Experte.

TAG IMMOBILIEN AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für TAG Immobilien von 12 auf 13 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Operativ komme das Immobilienunternehmen gut voran, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Montag. Nun müsse aber der Schwerpunkt auf die Verbesserung des Finanzprofils gelegt werden.

TAKKT

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Takkt nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Der Büroausstatter sei solide ins Jahr 2015 gestartet, schrieb Analyst Mario Becherer in einer Studie vom Donnerstag. Das Amerika-Geschäft des SDax-Konzerns habe das Wachstum angetrieben, die einzelnen Segmente hätten sich aber unterschiedlich entwickelt.

TALANX AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat die Einstufung für Talanx vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Wintersturm Niklas und ein Flugzeug-Absturz hätten die Ergebnisse des Versicherers im ersten Quartal belastet, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Montag. Das Rückversicherungsgeschäft dürfte dagegen stark gelaufen sein und das Investmentgeschäft habe höchstwahrscheinlich von Währungseffekten profitiert. Er gehe konzernweit von einem Rückgang des operativen Gewinns (Ebit) um 9 Prozent aus.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 305 Euro belassen. Das erste Quartal bei dem Autobauer sei besser als gedacht gelaufen und die Ziele seien bestätigt worden, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Montag. Der Machtkampf bei VW erscheine beendet.

VOSSLOH AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Vossloh auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 69 Euro belassen. Die Ergebniskennziffern zum ersten Quartal hätten seine Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Montag. Auftrieb dürfte die Neuausrichtung des Verkehrstechnik-Konzerns geben. Er rechnet deshalb mit weiteren Kursanstiegen.

VOSSLOH AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat die Einstufung für Vossloh auf "Hold" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Das Umsatzwachstum im ersten Quartal sei stark gewesen, schrieb Analyst Carsten Kunold in einer Studie vom Montag. In den Auftragsschwund von 39 Prozent wolle er nicht zu viel hinein interpretieren, dies seien vermutlich normale Schwankungen. Der leichte Rückgang beim operativen Gewinn (Ebit) sei erwartet worden; die Margen dürften sich in den kommenden Quartalen erholen.

WACKER CHEMIE AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Wacker Chemie auf "Buy" mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. Der Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferer habe über ein starkes erstes Quartal berichtet, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer Studie vom Donnerstag. Die klar besser als erwartete Entwicklung bestätige seine positive Beurteilung des MDax-Konzerns.

/fbr

04.05.2015

Devisen: Euro fällt etwas zurück - Weiter Zweifel über Konjunkturerholung

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist nach seiner jüngsten Erholungsrally am Montag wieder etwas zurückgefallen. Im New Yorker Handel notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1141 US-Dollar und damit noch etwas niedriger als im europäischen Nachmittagsgeschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1152 (Donnerstag: 1,1215) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8967 (0,8917) Euro.

Nach den deutlichen Euro-Gewinnen seit Mitte April überdenken die Anleger Experten zufolge nun den wirtschaftlichen Zustand des Währungsraums. Es gebe Anzeichen für eine Verbesserung, räumte ein Beobachter ein. Doch die Konjunkturentwicklung sei insbesondere im Vergleich zu den Erwartungen für die USA immer noch verhalten. Dies stütze weiter die Kursdivergenz beider Währungen.

Die Stimmung in der Industrie der Eurozone hat sich im April zwar etwas weniger stark eingetrübt als erwartet, und die sogenannten Einkaufsmanagerindizes signalisieren für Länder wie Italien und Spanien ein robustes Wachstum. Für Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, signalisiert der Indikator hingegen einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität./gl/fbr

04.05.2015

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Montag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 577 569 (Donnerstag: 1 023 449) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 310 104 (500 007), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 267 465 (523 442). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 1,15 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren ABB (ABBN) (41 214/8 446), Axa (41 983/1 777) und Syngenta (SYNN) (21 758/6 641) ./al/DP/fbr

04.05.2015

GESAMT-ROUNDUP 2/Streik: Lokführer zwingen Fahrgäste erneut zum Umsteigen

(neu: Jüngste Aussagen von Weselsky zur Ablehnung der Schlichtung im vierten und fünften Absatz.)

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Millionen Pendler und Reisende trifft am Dienstag der längste Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) rief ihre Mitglieder auf, bis zum Sonntagmorgen um 9.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Sie hält trotz großer Kritik am achten Arbeitskampf der laufenden Tarifrunde fest.

Bei der Bahn gelten Ersatzfahrpläne. Jeder dritte Fernzug soll trotz des erneuten Streiks fahren. Im Regionalverkehr rechnet das Unternehmen mit 15 bis 60 Prozent des regulären Angebots, die meisten Ausfälle werden in Ostdeutschland erwartet.

"Wir wissen, dass die Bahnkunden nicht vor Begeisterung am Bahnsteig stehen und klatschen", sagte GDL-Chef Claus Weselsky - und wies der Bahn die Schuld zu. Schon am Montagnachmittag hatte der Streik im Güterverkehr begonnen.

Letzte Hoffnungen auf ein schnelles Ende schwanden: Weselsky lehnte am Montagabend im Interview der ZDF-Sendung "Wiso" erneut die von der Bahn vorgeschlagene Schlichtung ab. Es gehe um grundgesetzlich geschützte Rechte der GDL-Mitglieder. "Wir lassen nicht über Grundrechte schlichten."

Weselsky verwies auf zwei Urteile der hessischen Arbeitsgerichte aus dem November 2014. "Unser Verhalten ist rechtmäßig, zulässig und verhältnismäßig." Die Bahn verhandele mit dem Ziel, keinen Abschluss mit der GDL zu erreichen, weil sie auf das neue Gesetz zur Tarifeinheit warte. Die Bahn weigere sich daher auch, Zwischenergebnisse schriftlich zu fixieren.

Deutschlands Konzerne fürchten durch den einwöchigen Ausstand einen Schaden von bis zu einer halben Milliarde Euro. Besonders betroffen sind nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) die Stahl-, Chemie- und Autobranche, die auf die pünktliche Lieferung von Einzelteilen und Rohstoffen angewiesen seien.

Die Bahn will zwischen der Hälfte und zwei Drittel der Güterzüge mit beamteten Lokführern und Nicht-GDL-Mitgliedern fahren lassen. Sie fürchtet dennoch, sie werde "massiv Geschäft verlieren". "Vor allen Dingen ist unser Image als verlässlicher Verkehrsträger in Gefahr", sagte Logistik-Vorstand Karl-Friedrich Rausch am Montag.

Der bundeseigene Konzern schlug abermals eine Schlichtung vor und erneuerte sein Angebot aus der vergangenen Woche. Weselsky machte die Bahn verantwortlich: "Die Eskalation verursacht die Deutsche Bahn AG." Der Arbeitgeber verhandele seit zehn Monaten, ohne ein Ergebnis zu wollen. "Einen Schritt vor, zwei zurück", sei die Strategie. Der Konzern wies sämtliche Gewerkschaftsvorwürfe zurück und kritisierte den Streikaufruf.

Aus der Bundesregierung kamen Forderungen nach einer Schlichtung. Kanzlerin Angela Merkel sprach zurückhaltend nur von einem gangbaren Weg: "Wir alle fiebern mit, dass es eine Lösung gibt." Auch der Deutsche Beamtenbund als Dachverband der Lokführergewerkschaft brachte eine Schlichtung ins Gespräch, betonte aber, die Entscheidung darüber liege bei der Bahn und bei der GDL.

Da hatte Weselsky eine Schlichtung schon abgelehnt: "Wir lassen nicht über Grundrechte schlichten", sagte er zur Begründung. Der Einsatz eines externen Vermittlers sei nur bei Fragen wie Entgelt und Arbeitszeiten möglich.

In den Gesprächen ging es bisher aber vor allem um Strukturfragen. Die GDL dringt darauf, auch für andere Berufsgruppen als Lokführer Tarifabschlüsse mit der Bahn aushandeln zu dürfen. Der Verbraucherschützer Klaus Müller kritisierte: "Wenn Herr Weselsky und die GDL einen Schlichter ablehnen, geht es ihnen nicht um eine Lösung, sondern um Eskalation."

Die Bahn hatte zuletzt angeboten, die Löhne vom 1. Juli an in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent zu heben. Dazu sollte eine Einmalzahlung von insgesamt 1000 Euro bis zum 30. Juni kommen. Die GDL fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche.

Ein Knackpunkt für die Gewerkschaft ist die Einstufung der Lokrangierführer im Tarifgefüge der Bahn. Sie kritisiert, die Bahn wolle diese Kollegen, die etwa für das Koppeln und Entkoppeln von Zügen zuständig sind, niedriger einstufen als Mitarbeiter auf der Strecke.

Der Konflikt ist auch deshalb so schwierig, weil die GDL mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) um Einfluss im Bahn-Konzern ringt. Außerdem will die GDL einen Erfolg erzielen, bevor das kommende Tarifeinheitsgesetz der schwarz-roten Bundesregierung die Macht kleiner Gewerkschaften beschränkt. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber wies den Vorwurf zurück, deshalb den Konflikt in die Länge zu ziehen: "Wir spielen nicht auf Zeit, wir warten nicht auf ein Gesetz."/bf/brd/ceb/DP/men

04.05.2015

Bahnstreik: GDL-Chef Weselsky bleibt bei Ablehnung der Schlichtung

MAINZ/FRANKFURT (dpa-AFX) - Kurz vor Beginn der nächsten Lokführer- Streikwelle im Personenverkehr der Bahn sind letzte Hoffnungen auf ein schnelles Ende geschwunden. GDL-Chef Claus Weselsky lehnte am Montagabend im Interview der ZDF-Sendung "Wiso" erneut die von der Bahn vorgeschlagene Schlichtung ab.

Das Unternehmen trage der Gewerkschaft "eigentlich schon seit Beginn der Verhandlungen" die Schlichtung hinterher, sagte der Gewerkschafter. Es gehe aber um grundgesetzlich geschützte Rechte der GDL-Mitglieder. "Wir lassen nicht über Grundrechte schlichten."

Weselsky verwies auf zwei Urteile der hessischen Arbeitsgerichte aus dem November 2014. "Unser Verhalten ist rechtmäßig, zulässig und verhältnismäßig." Die Bahn verhandele mit dem Ziel, keinen Abschluss mit der GDL zu erreichen, weil sie auf das neue Gesetz zur Tarifeinheit warte. Die Bahn weigere sich daher auch, Zwischenergebnisse schriftlich zu fixieren./ceb/DP/men

04.05.2015

ROUNDUP 2: Netzwerk-Ausrüster Cisco wechselt nach 20 Jahren Chef aus

(neu: Mehr Details und Hintergrund.)

SAN JOSE (dpa-AFX) - Der Netzwerk-Ausrüster Cisco bekommt nach 20 Jahren ohne Chefwechsel einen neuen Konzernlenker aus den eigenen Reihen. Der bisher für das weltweite Geschäft zuständige Top-Manager Chuck Robbins werde zum 26. Juli die Konzernführung übernehmen, teilte Cisco am Montag mit. Er ist seit 1997 bei dem Unternehmen. Der bisherige Chef John Chambers bleibt als Vorsitzender des Verwaltungsrates an Bord.

Der 65-jährige Chambers stand seit Januar 1995 an der Cisco-Spitze. Damals hatte der Konzern einen Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Dollar und ist jetzt auf Kurs zu Erlösen von 48 Milliarden Dollar. Cisco ist stark im Geschäft mit Technik, die das Internet zum Laufen bringt, daher auch das drastische Wachstum. Chambers ging in neue Geschäftsbereiche wie Video-Streaming, Cloud-Dienste und die Vernetzung von Technik im "Internet der Dinge". Cisco übernahm in seiner Amtszeit 168 Firmen. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 4000 auf zuletzt über 70 000 - allerdings griff Chambers jüngst auch zum Stellenabbau.

Zuletzt bekam der US-Konzern aber auch immer stärkere Konkurrenz unter anderem von aggressiv auftretenden chinesischen Anbietern wie Huawei. Zudem wurde Cisco auch in den Strudel des NSA-Skandals hineingezogen: Aus Unterlagen des Informanten Edward Snowden ging hervor, dass der US-Geheimdienst Netzwerk-Technik des Konzerns beim Versand an Kunden im Visier gehabt habe. Cisco kritisierte ein solches Vorgehen scharf und betonte, man arbeite nicht mit Regierungen zusammen. Die Enthüllungen belasteten aber zeitweise das Geschäft unter anderem in China.

Die Cisco-Aktie reagierte im frühen US-Handel mit einem kleinen Plus von 0,5 Prozent auf die Ankündigung. Das Unternehmen war zuletzt gut 149 Milliarden Dollar wert. Auf dem Höhepunkt der Internet-Blase zur Jahrhundertwende war Cisco einst über 500 Milliarden Dollar wert gewesen.

Die Suche nach einem neuen Chef habe mehr als ein Jahr gedauert, sagte Chambers. Robbins habe sich gegen interne und externe Kandidanten durchgesetzt.

Robbins sagte, er wolle zunächst die Bereiche festlegen, in denen sich Cisco schneller bewegen müsse. Er machte zugleich deutlich, dass das "Internet der Dinge" für ihn im Fokus stehen werde: "Das wird vielfach größer sein, als alles was wir bisher sahen." Cisco wolle für Kunden unter anderem Daten aus dem Netzwerk auswerten. Das würde den Konzern stärker zum Wettbewerber des IT-Giganten IBM machen./so/DP/men

04.05.2015

KORREKTUR/ROUNDUP: Netzwerk-Ausrüster Cisco wechselt nach 20 Jahren Chef aus

(Die Angabe zum Börsenwert zu Zeiten der Internet-Blase im letzten Satz wurde korrigiert. Der Wert betrug über "500 Milliarden Dollar" rpt "500 Milliarden Dollar", statt "Millionen".)

SAN JOSE (dpa-AFX) - Der Netzwerk-Ausrüster Cisco bekommt nach 20 Jahren ohne Chefwechsel einen neuen Konzernlenker aus den eigenen Reihen. Der bisher für das weltweite Geschäft zuständige Top-Manager Chuck Robbins werde zum 26. Juli die Konzernführung übernehmen, teilte Cisco am Montag mit. Er ist seit 1997 bei dem Unternehmen. Der bisherige Chef John Chambers bleibt als Vorsitzender des Verwaltungsrates an Bord.

Der 65-jährige Chambers stand seit Januar 1995 an der Cisco-Spitze. Damals hatte der Konzern einen Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Dollar und ist jetzt auf Kurs zu Erlösen von 48 Milliarden Dollar. Cisco ist stark im Geschäft mit Technik, die das Internet zum Laufen bringt, daher auch das drastische Wachstum. Chambers ging in neue Geschäftsbereiche wie Video-Streaming, Cloud-Dienste und die Vernetzung von Technik im "Internet der Dinge". Cisco übernahm in seiner Amtszeit 168 Firmen. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 4000 auf zuletzt über 70 000 - allerdings griff Chambers jüngst auch zum Stellenabbau.

Zuletzt bekam der US-Konzern aber auch immer stärkere Konkurrenz unter anderem von aggressiv auftretenden chinesischen Anbietern wie Huawei. Zudem wurde Cisco auch in den Strudel des NSA-Skandals hineingezogen: Aus Unterlagen des Informanten Edward Snowden ging hervor, dass der US-Geheimdienst Netzwerk-Technik des Konzerns beim Versand an Kunden im Visier gehabt habe. Cisco kritisierte ein solches Vorgehen scharf und betonte, man arbeite nicht mit Regierungen zusammen. Die Enthüllungen belasteten aber zeitweise das Geschäft unter anderem in China.

Die Cisco-Aktie reagierte im frühen US-Handel mit einem kleinen Plus von 0,5 Prozent auf die Ankündigung. Das Unternehmen war zuletzt gut 149 Milliarden Dollar wert. Auf dem Höhepunkt der Internet-Blase zur Jahrhundertwende war Cisco einst über 500 Milliarden Dollar wert gewesen./so/DP/men

04.05.2015

Italienisches Parlament beschließt neues Wahlrecht

ROM (dpa-AFX) - Das italienische Parlament hat endgültig eine wichtige Wahlrechtsreform beschlossen, von der Ministerpräsident Matteo Renzi sein politisches Schicksal abhängig gemacht hatte. Es soll dem Wahlsieger eine stabile Mehrheit im Parlament sicherstellen.

Das Abgeordnetenhaus stimmte am Montag mit 334 Ja- gegen 61 Nein-Stimmen für das "Italicum", das das Wahlrecht vereinfachen und die politische Instabilität in Italien beenden soll. Die Abstimmung ist ein großer Erfolg für Renzi, der in der Sache zuvor drei Vertrauensfragen gewonnen hatte.

Die Opposition, aber auch der linke Flügel seines sozialdemokratischen Partito Democratico (PD) hatten sich gegen die Reform und die harte Hand gewehrt, mit der der Regierungschef seine Pläne durchsetzte.

Das Wahlgesetz sieht vor, dass die Partei, die mindestens 40 Prozent der Stimmen erlangt, eine 55-Prozent-Mehrheit im Parlament bekommt. Falls keine Partei mehr als 40 Prozent erreicht, kommt es zu einer Stichwahl zwischen den beiden stärksten Parteien.

Italien hatte allein in den letzten vier Jahren vier Regierungen, was auch zu der schweren Krise des Landes beitrug. Renzi versprach am Montag, dass das neue Gesetz die Politik stabilisieren werde./alv/DP/men

04.05.2015

ROUNDUP: Verschlankungskur soll McDonald's aus der Krise bringen

OAK BROOK (dpa-AFX) - Der schwächelnde Burger-Riese McDonald's will seine Konzernstruktur deutlich abspecken, um sich aus der Krise zu befreien. "Die Realität ist, dass unsere Performance zuletzt schlecht gewesen ist - die Zahlen lügen nicht", sagte der seit März amtierende Konzernchef Steve Easterbrook in einer am Montag auf der Firmen-Website veröffentlichten Video-Botschaft.

McDonald's kämpft schon seit Monaten mit Kundenschwund. Besonders schmerzhaft sind die schleppenden Geschäfte im US-Heimatmarkt, wo Wettbewerber wie Chipotle Mexican Grill, Burger King oder Wendy's Druck machen.

In dem 23-minütigen Clip geht Easterbrook mit deutlichen Worten auf die Schwächen der weltgrößten Fast-Food-Kette ein - die Konzernstruktur sei schwerfällig und das Angebot zu wenig an den Kunden orientiert. "Ich werde nicht vor der dringenden Notwendigkeit zurückschrecken, dieses Geschäft neu auszurichten."

Sein Plan sieht eine Neuaufteilung der Geschäftseinheiten vor. Künftig soll es vier Sparten geben: Den für etwa 40 Prozent der Erlöse stehenden US-Markt, etablierte Auslandsmärkte wie Deutschland oder Großbritannien, Märkte mit hohem Wachstumspotenzial wie China oder Russland und den Rest der Welt, wo der Konzern noch nicht so stark vertreten ist.

Außerdem will Easterbrook noch deutlich mehr der insgesamt 36 200 Filialen an Franchise-Nehmer verkaufen. Der Anteil der von Partnern geführten Restaurants soll in den nächsten vier Jahren um 3500 von derzeit 81 auf 90 Prozent steigen.

Damit zieht sich der Konzern weiter aus dem operativen Alltagsgeschäft zurück und setzt dafür mehr auf Lizenzgebühren. Die stärkere Einbindung von externen Filialmanagern solle die Bürokratie abbauen und effizientere Entscheidungsprozesse zulassen, sagte Easterbrook.

Die Umbaumaßnahmen sollen die Kosten um etwa 300 Millionen Dollar (269 Mio Euro) pro Jahr senken. Wie sich der Plan konkret auf Arbeitsplätze auswirken werde, sagte Easterbrook nicht.

Anleger reagierten wenig beeindruckt. Die McDonald's-Aktie drehte zwischenzeitlich kurz ins Plus, notierte zuletzt aber schon wieder im roten Bereich. Die meisten Schritte seien so erwartet worden, sagte Experte Mark Kalinowski vom Analysehaus Janney Montgomery Scott. "Es wurde einiges konkretisiert - aber nicht so viel, wie erhofft."/hbr/DP/men

04.05.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Erholung geht mit gebremstem Tempo weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt an seine deutliche Erholung vom Freitag angeknüpft. Allerdings rettete er nur einen kleinen Teil seiner anfänglich höheren Gewinne ins Ziel. Mangels negativer Nachrichten aus Übersee halte die freundliche Stimmung an, kommentierte ein Experte am Montag die Kursentwicklung. Letztlich mehrheitlich negativ aufgenommene Unternehmensnachrichten schoben zu viel Euphorie allerdings einen Riegel vor.

Zum Schluss stand der Leitindex Dow Jones Industrial noch 0,26 Prozent höher bei 18 070,40 Punkten. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,29 Prozent auf 2114,49 Punkte hoch, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,08 Prozent auf 4482,61 Punkte zu.

DATEN HELFEN KURSEN NICHT

Moderat freundliche Konjunkturdaten hatten keinen erkennbaren Einfluss auf die Kurse. Nach sieben Rückgängen in Folge waren die Industrieaufträge im März erstmals wieder gestiegen - und das etwas mehr als von Volkswirten erwartet. Sie erklärten die vorangegangene Schwächephase auch mit dem kalten Winter und mit Hafenstreiks.

Jüngst waren die amerikanischen Konjunkturdaten größtenteils enttäuschend ausgefallen. Bleiben Hinweise auf eine Konjunkturerholung aus, könnte die Notenbank Fed ihre eigentlich für dieses Jahr erwartete, erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise verschieben - und das weiter billige Notenbankgeld die Aktienkurse stützen.

BUFFETTS INVESTMENTFIRMA ÜBERZEUGT ZUM JUBILÄUM

Starke Zahlen zum 50. Jubiläum bescherten den Aktien von Berkshire Hathaway Gewinne von 1,95 Prozent. Die Investmentfirma von Starinvestor Warren Buffett steigerte im ersten Quartal ihren Gewinn stärker als von Analysten prognostiziert. Ebenfalls besser als erwartete Resultate bescherten dem Kabelnetzbetreiber Comcast ein Kursplus von 0,63 Prozent. Vor allem der Zuwachs bei der Zahl der Internetkunden überzeugte.

Die zuletzt gebeutelten Aktien von Twitter schlossen 0,08 Prozent fester. Zunächst hatten Zukaufsgerüchte noch stärker gestützt. Die News-App "Circa", die mit dem Anspruch antrat, Nachrichten für die Smartphone-Ära anzupassen, steht zum Verkauf. Nach Informationen des Online-Dienstes "Business Insider" gibt es konkrete Gespräche mit dem Kurznachrichtendienst Twitter. Circa-Gründer Matt Galligan bestätigte "Business Insider" bereits am Freitag Verhandlungen mit Kaufinteressenten, nannte aber keine Namen.

SALESFORCE UND MONSANTO SEHR SCHWACH

Die Salesforce-Titel mussten nach ihrer jüngsten Rally hingegen Verluste von 2,40 Prozent hinnehmen. Der Chef des deutschen Softwareherstellers SAP , Bill McDermott, soll sich nach Angaben aus Kreisen im vergangenen Jahr mit seinem Salesforce-Kollegen Marc Benioff über strategische Fragen unterhalten haben. Allerdings widersprach SAP der Behauptung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach sich die Walldorfer für eine Übernahme des kalifornischen Spezialisten für Vertriebssoftware interessiert haben. Salesforce wollte den Bericht nicht kommentieren.

Bei Monsanto ging es um 2,13 Prozent bergab. Am Freitag hatten die Aktien des Argrarchemieunternehmens wegen wieder aufgekommener Spekulationen auf eine Übernahme des Schweizer Konkurrenten Syngenta noch fast 4 Prozent gewonnen. Zum Wochenauftakt nannten die Experten vom US-Analysehaus Bernstein eine Fusion indes "sehr unwahrscheinlich". Andere Experten sahen ebenfalls Probleme. So habe sich in den USA politischer Widerstand gegen steueroptimierte transatlantische Firmenübernahmen wie bei dem vorliegenden Beispiel formiert, hieß es.

UMBAUPLÄNE VON MCDONALD'S ÜBERZEUGEN NICHT

Bei McDonald's mussten die Aktionäre Kursabschläge von 1,71 Prozent verkraften, womit die Aktien am Dow-Ende lagen. Der kriselnde Fastfood-Riese konnte die Anleger mit seinen Plänen für einen Konzernumbau nicht begeistern. Laut einem Analysten hatten sie auf mehr als die angekündigten Änderungen in der Führungsstruktur, Kostensenkungen und Barmittelausschüttungen für die Anteilseigner gehofft./gl/fbr

04.05.2015

Aktien New York Schluss: Erholung geht mit gebremstem Tempo weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt an seine deutliche Erholung vom Freitag angeknüpft. Allerdings rettete er nur einen kleinen Teil seiner anfänglich höheren Gewinne ins Ziel. Mangels negativer Nachrichten aus Übersee halte die freundliche Stimmung an, kommentierte ein Experte am Montag die Kursentwicklung.

Zum Schluss stand der Leitindex Dow Jones Industrial noch 0,26 Prozent höher bei 18 070,40 Punkten. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,29 Prozent auf 2114,49 Punkte hoch, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,08 Prozent auf 4482,61 Punkte zu./gl/fbr

04.05.2015

Aktien New York: Freundlicher Wochenstart - Gewinne bröckeln aber ab

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt an seine deutliche Erholung vom Freitag angeknüpft. Mangels negativer Nachrichten aus Übersee halte die freundliche Stimmung an, kommentierte ein Experte am Montag die Kursentwicklung. Die anfänglich höheren Gewinne bröckelten allerdings etwas ab.

Zuletzt stieg der Leitindex Dow Jones Industrial noch um 0,24 Prozent auf 18 067,30 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,25 Prozent auf 2113,57 Punkte hoch, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,09 Prozent auf 4483,22 Punkte zu.

Moderat freundliche Konjunkturdaten hatten keinen erkennbaren Einfluss auf die Kurse. Nach sieben Rückgängen in Folge waren die Industrieaufträge im März erstmals wieder gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Aufträge um 2,1 Prozent nach oben geklettert, teilte das Handelsministerium mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 2,0 Prozent gerechnet. Ökonomen erklärten die vorangegangene Schwächephase auch mit dem kalten Winter und mit Hafenstreiks.

Jüngst waren die amerikanischen US-Konjunkturdaten größtenteils enttäuschend ausgefallen. Die weltgrößte Volkswirtschaft war schwach ins Jahr 2015 gestartet. Bleiben Hinweise auf eine Konjunkturerholung aus, könnte die Notenbank Fed ihre eigentlich für dieses Jahr erwartete, erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise verschieben - und das weiter billige Notenbankgeld die Aktienkurse stützen.

Unternehmensnachrichten fielen zum Wochenstart durchwachsen aus. Starke Zahlen zum 50. Jubiläum bescherten den Aktien von Berkshire Hathaway Gewinne von 1,74 Prozent. Die Investmentfirma von Starinvestor Warren Buffett steigerte im ersten Quartal ihren Gewinn um 10 Prozent, was mehr war als von Analysten erwartet. Der Umsatz fiel um 7 Prozent höher aus als vor einem Jahr.

Besser als von Experten erwartete Quartalszahlen von Comcast bescherten dem Kabelnetzbetreiber nach anfangs deutlicheren Gewinnen noch ein Kursplus von 0,65 Prozent. Comcast überzeugte vor allem mit dem Zuwachs bei der Zahl der Internetkunden.

Für die zuletzt gebeutelten Aktien von Twitter ging es nach anfänglichen Gewinnen um weitere 0,58 Prozent bergab. Zunächst hatten noch Zukaufsgerüchte gestützt. Die News-App "Circa", die mit dem Anspruch antrat, Nachrichten für die Smartphone-Ära anzupassen, steht zum Verkauf. Nach Informationen des Online-Dienstes "Business Insider" gibt es konkrete Gespräche mit dem Kurznachrichtendienst Twitter. Circa-Gründer Matt Galligan bestätigte "Business Insider" bereits am Freitag Verhandlungen mit Kaufinteressenten, nannte aber keine Namen.

Die Salesforce-Titel mussten nach ihrer jüngsten Rally Verluste von 2,22 Prozent hinnehmen. Der Chef des deutschen Softwareherstellers SAP , Bill McDermott, soll sich nach Angaben aus Kreisen im vergangenen Jahr mit seinem Salesforce-Kollegen Marc Benioff über strategische Fragen unterhalten haben. Allerdings widersprach SAP der Behauptung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach sich die Walldorfer für eine Übernahme des kalifornischen Spezialisten für Vertriebssoftware interessiert haben. Salesforce wollte den Bericht nicht kommentieren.

Bei Monsanto ging es um 1,69 Prozent bergab. Am Freitag hatten die Aktien des Argrarchemieunternehmens wegen wieder aufgekommener Spekulationen auf eine Übernahme des Schweizer Konkurrenten Syngenta noch fast 4 Prozent gewonnen. Zum Wochenauftakt nannten die Experten vom US-Analysehaus Bernstein eine Fusion indes "sehr unwahrscheinlich".

Andere Experten sahen ebenfalls Probleme. So habe sich in den USA politischer Widerstand gegen steueroptimierte transatlantische Firmenübernahmen wie bei dem vorliegenden Beispiel formiert, hieß es. Die Syngenta-Titel, die am Freitag wegen der geschlossenen Schweizer Börsen nicht auf die Gerüchte hatten reagieren können, gingen dort dennoch mehr als 8 Prozent fester aus dem Handel.

Bei McDonald's mussten die Aktionäre Kursabschläge von 0,89 Prozent verkraften, womit die Aktien am Dow-Ende lagen. Der kriselnde Fastfood-Riese konnte die Anleger mit seinen Plänen für einen Konzernumbau nicht begeistern. Laut einem Analysten hatten sie auf mehr als die angekündigten Änderungen in der Führungsstruktur, Kostensenkungen und Barmittelausschüttungen für die Anteilseigner gehofft./gl/fbr

04.05.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax macht Verluste wieder etwas gut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat die schwache Vorwoche mit einem kräftigen Anstieg fast wieder wettgemacht. Kaufargumente erhielten die Anleger am Montag vom wieder schwächelnden Euro, etwas besseren Wirtschaftsdaten und guten Vorlagen von den Überseebörsen. Der deutsche Leitindex gewann 1,44 Prozent auf 11 619,85 Punkte. Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es zu Wochenbeginn um 1,10 Prozent auf 20 540,95 Punkte nach oben und der TecDax kletterte um 1,95 Prozent auf 1637,17 Punkte.

In der feiertagsbedingt verkürzten Vorwoche war der Dax noch 3 Prozent abgerutscht. Vor allem der zwischenzeitlich wieder gefestigte Euro hatte eine Schneise in den bis dato herrschenden Aufwärtstrend des Leitindex geschlagen. Die Gemeinschaftswährung war gegenüber dem US-Dollar in einem Schwung um 6 Cent auf den höchsten Stand seit Februar gestiegen. Das Argument für die Gewinnentwicklung europäischer Exportkonzerne verlor damit an Durchschlagskraft. Ein schwacher Euro macht Waren für ausländische Kunden billiger. Nun stagnierte der Euro aber unterhalb der Marke von 1,12 US-Dollar.

POSITIVE KONJUNKTURNACHRICHTEN

Analyst Andreas Paciorek vom Handelshaus CMC Markets sah den deutschen Aktienmarkt nun sowohl von dem freundlichen Wochenstart an der Wall Street als auch von positiven Konjunkturnachrichten angetrieben. So hatte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone im April etwas weniger als befürchtet eingetrübt. Zudem habe der Dax von der Hoffnung auf weitere staatliche Konjunkturhilfen in China profitiert.

Angeführt wurde der Dax von Infineon : Die Titel des Halbleiterherstellers erholten sich nach einem Abschlag von rund 7,5 Prozent in der Vorwoche nun um 4,16 Prozent auf 11,02 Euro. Mit etwas Abstand folgten die Papiere des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S nach positiven Signalen rund um den Kalipreis.

ADIDAS ZIEHEN AN

Auch Adidas-Aktien gehörten mit einem Zuwachs von rund 3 Prozent zu den Favoriten. Herbert Hainer, Chef des Sportartikelkonzerns, hatte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" einen positiven Jahresauftakt signalisiert. "Adidas und Reebok sind 2015 hervorragend gestartet", sagte er.

Gestützt durch einen positiven Analystenkommentar lagen auch Conti-Papiere leicht im Plus, obwohl der Autozulieferer und Reifenhersteller am Morgen seine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgeschüttet hatte. Die Experten der Investmentbank HSBC bleiben kurzfristig zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung und sehen nun wieder Potenzial für die Aktie.

GEWINNE AUCH IN EUROPA

Der EuroStoxx 50 gewann 0,48 Prozent auf 3632,94 Punkte. Für den Pariser CAC-40-Index und den Londoner FTSE-100-Index ging es ebenfalls bergauf. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte zum europäischen Börsenschluss um knapp ein halbes Prozent zu.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,28 auf 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,14 Prozent auf 139,66 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,82 Prozent auf 155,67 Punkte nach unten. Der Euro fiel zurück: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1152 (Donnerstag: 1,1215) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8967 (0,8917) Euro./la

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

04.05.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Dax macht Verluste wieder etwas gut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat die schwache Vorwoche mit einem kräftigen Anstieg fast wieder wettgemacht. Kaufargumente erhielten die Anleger am Montag vom wieder schwächelnden Euro, etwas besseren Wirtschaftsdaten und guten Vorlagen von den Überseebörsen. Der deutsche Leitindex gewann 1,44 Prozent auf 11 619,85 Punkte. Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es zu Wochenbeginn um 1,10 Prozent auf 20 540,95 Punkte nach oben und der TecDax kletterte um 1,95 Prozent auf 1637,17 Punkte./la/fbr

04.05.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Freundlicher Wochenstart - Erholung geht weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt an seine Erholung vom Freitag angeknüpft. Mangels negativer Nachrichten aus Übersee halte die freundliche Stimmung an, kommentierte ein Experte am Montag die Kursentwicklung.

Zuletzt stieg der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,42 Prozent auf 18 100,06 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,43 Prozent auf 2117,35 Punkte hoch, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,42 Prozent auf 4497,66 Punkte zu.

Moderat freundliche Konjunkturdaten hatten keinen erkennbaren Einfluss auf die Kurse. Nach sieben Rückgängen in Folge waren die Industrieaufträge im März erstmals wieder gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Aufträge um 2,1 Prozent nach oben geklettert, teilte das Handelsministerium mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 2,0 Prozent gerechnet. Ökonomen erklärten die vorangegangene Schwächephase auch mit dem kalten Winter und mit Hafenstreiks.

Zuletzt waren die amerikanischen US-Konjunkturdaten größtenteils enttäuschend ausgefallen. Die weltgrößte Volkswirtschaft war schwach ins Jahr 2015 gestartet. Bleiben Hinweise auf eine Konjunkturerholung aus, könnte die Notenbank Fed ihre eigentlich für dieses Jahr erwartete Zinswende verschieben - und das weiter billige Notenbankgeld die Aktienkurse stützen.

Unternehmensnachrichten fielen zum Wochenstart durchwachsen aus. Starke Zahlen zum 50. Jubiläum bescherten den Aktien von Berkshire Hathaway Gewinne von 1,79 Prozent. Die Investmentfirma von Starinvestor Warren Buffett steigerte im ersten Quartal ihren Gewinn um 10 Prozent, was mehr war als von Analysten erwartet. Der Umsatz fiel um 7 Prozent höher aus als vor einem Jahr.

Besser als von Experten erwartete Quartalszahlen von Comcast bescherten dem Kabelnetzbetreiber ein Kursplus von 1,18 Prozent. Comcast überzeugte vor allem mit dem Zuwachs bei der Zahl der Internetkunden.

Für die zuletzt gebeutelten Aktien von Twitter ging es nach Zukaufsgerüchten um 1,00 Prozent hoch. Die News-App "Circa", die mit dem Anspruch antrat, Nachrichten für die Smartphone-Ära anzupassen, steht zum Verkauf. Nach Informationen des Online-Dienstes "Business Insider" gibt es konkrete Gespräche mit dem Kurznachrichtendienst Twitter. Circa-Gründer Matt Galligan bestätigte "Business Insider" bereits am Freitag Verhandlungen mit Kaufinteressenten, nannte aber keine Namen.

Dagegen mussten die Salesforce-Titel nach ihrer jüngsten Rally Verluste von 2,62 Prozent hinnehmen. Der Chef des deutschen Softwareherstellers SAP , Bill McDermott, soll sich nach Angaben aus Kreisen im vergangenen Jahr mit seinem Salesforce-Kollegen Marc Benioff über strategische Fragen unterhalten haben. Allerdings widersprach SAP der Behauptung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach sich die Walldorfer für eine Übernahme des kalifornischen Spezialisten für Vertriebssoftware interessiert haben. Salesforce wollte den Bericht nicht kommentieren.

Bei Monsanto ging es um 1,53 Prozent bergab. Am Freitag hatten die Aktien des Argrarchemieunternehmens wegen wieder aufgekommener Spekulationen auf eine Übernahme des Schweizer Konkurrenten Syngenta noch fast 4 Prozent gewonnen. Zum Wochenauftakt nannten die Experten vom US-Analysehaus Bernstein eine Fusion indes "sehr unwahrscheinlich".

Andere Analysten sahen ebenfalls Probleme. So habe sich in den USA politischer Widerstand gegen steueroptimierte transatlantische Firmenübernahmen wie bei dem vorliegenden Beispiel formiert, hieß es. Die Syngenta-Titel, die am Freitag wegen der geschlossenen Schweizer Börsen nicht auf die Gerüchte hatten reagieren können, notierten zuletzt dennoch 7,95 Prozent im Plus.

Bei McDonald's mussten die Aktionäre Kursabschläge von 0,54 Prozent verkraften, womit die Aktien am Dow-Ende lagen. Der kriselnde Fast-Food-Riese konnte die Anleger mit seinen Plänen für einen Konzernumbau nicht begeistern. Laut einem Analysten hatten sie auf mehr als die angekündigten Änderungen in der Führungsebene, Kostensenkungen und Barmittelausschüttungen für die Anteilseigner gehofft./gl/fbr

04.05.2015

Aktien New York: Freundlicher Wochenstart - Erholung geht weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt an seine Erholung vom Freitag angeknüpft. Mangels negativer Nachrichten aus Übersee halte die freundliche Stimmung an, kommentierte ein Experte die Kursentwicklung.

In der ersten Handelsstunde stieg der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,51 Prozent auf 18 116,18 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,51 Prozent auf 2119,11 Punkte hoch, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,63 Prozent auf 4507,09 Punkte zu./gl/fbr

04.05.2015

Aktien Frankfurt: Dax legt wieder deutlich zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat die schwache Vorwoche mit einem kräftigen Anstieg pariert. Kaufargumente erhielten die Anleger vom wieder schwächelnden Euro, etwas besseren Wirtschaftsdaten und guten Vorlagen von den Überseebörsen. Der deutsche Leitindex gewann bis Montagnachmittag 1,39 Prozent auf 11 613,50 Punkte.

In der feiertagsbedingt verkürzten Vorwoche war der Dax noch 3 Prozent abgerutscht. Vor allem der zwischenzeitlich wieder gefestigte Euro hatte eine Schneise in den bis dato herrschenden Aufwärtstrend des Dax geschlagen. Die Gemeinschaftswährung war gegenüber dem US-Dollar in einem Schwung um 6 Cent auf den höchsten Stand seit Februar gestiegen. Das Argument für die Gewinnentwicklung europäischer Exportkonzerne verlor damit an Durchschlagskraft. Ein schwacher Euro macht Waren für ausländische Kunden billiger. Nun stagnierte der Euro aber unterhalb der Marke von 1,12 US-Dollar.

Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es zu Wochenbeginn um 0,85 Prozent auf 20 489,449 Punkte nach oben und der TecDax kletterte um 1,45 Prozent auf 1629,16 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stieg nach anfänglichen Verlusten um 1 Prozent. Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone trübte sich im April etwas weniger ein als befürchtet.

K+S PROFITIEREN VON STARKEM KALI-UMFELD

Angeführt wurde der Dax von Infineon : Die Halbleiter-Titel erholten sich nach einem Abschlag von rund 7,5 Prozent in der Vorwoche nun um 4,44 Prozent. Mit etwas Abstand folgten K+S nach positiven Signale rund um den Kalipreis. Ein Händler wertete es für den Düngemittel-Hersteller positiv, dass der russische Konkurrent Uralkali den Preis in Indien im Vergleich zu 2014 um 10 US-Dollar je Tonne steigern konnte - selbst wenn das bessere Preisumfeld nicht ganz überraschend komme.

Auch Adidas-Aktien gehörten mit einem Zuwachs von 2,40 Prozent zu den Favoriten. Herbert Hainer, Chef des Sportartikelkonzerns, signalisierte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" einen positiven Jahresauftakt. "Adidas und Reebok sind 2015 hervorragend gestartet", sagte er. Ein Händler wertete diese Äußerungen vor den am Dienstag erwarteten Geschäftszahlen als "bullish" und entsprechend positiv für die Aktien.

CONTI LEGEN TROTZ DIVIDENDENZAHLUNG LEICHT ZU - STUDIE STÜTZT

Gestützt durch einen positiven Analystenkommentar lagen auch Conti-Papiere leicht im Plus, obwohl der Autozulieferer und Reifenhersteller am Morgen seine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgeschüttet hatte. Die Experten der Investmentbank HSBC bleiben kurzfristig zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung und sehen nun wieder Potenzial für die Aktie, die zwischenzeitlich das Kursziel deutlich überschritten hatte. BASF lagen nach der Ausschüttung der Dividende ebenfalls nur optisch im Minus und am Dax-Ende.

XING VON LINKEDIN-PROGNOSE BELASTET

Xing-Papiere litten im TecDax mit minus 1,32 Prozent unter schwachen Signalen des Wettbewerbers LinkedIn . Das US-amerikanische Karriere-Netzwerk hatte Anleger mit einem trüben Geschäftsausblick vor den Kopf gestoßen, nachdem sich der Verlust im ersten Quartal im Jahresvergleich stark ausgeweitet hatte.

Die Aktien von Dialog Semiconductor schnellten als Favorit im TecDax um 5,17 Prozent nach oben. Allerdings hatten sie in der vergangenen Woche mehr als 7 Prozent eingebüßt. Analyst Tim Wunderlich von der Privatbank Hauck & Aufhäuser rechnet damit, dass das starke Wachstum des als Apple-Zulieferer geltenden Unternehmens im zweiten Halbjahr zurückkehrt./ag/das

04.05.2015

Aktien New York Ausblick: Freundlicher Wochenbeginn

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften am Montag an ihre Gewinne vom 1. Mai anknüpfen. Gut eine Stunde vor der Eröffnung stand der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial 0,33 Prozent höher. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,25 Prozent zu. Am vergangenen Freitag wurde an der Wall Street gehandelt, der Dow-Jones-Index war wieder über 18 000 Punkte geklettert.

Am Montag stehen eine halbe Stunde nach der Eröffnung die Auftragseingänge der Industrie für den Monat März auf dem Programm. Durchschnittlichen Schätzungen von Volkswirten zufolge dürften sie um 2 Prozent angezogen haben.

US-Konjunkturdaten waren zuletzt größtenteils enttäuschend ausgefallen. Die amerikanische Wirtschaft war mit wenig mehr als Stagnation schwach ins Jahr 2015 gestartet. Bleiben Hinweise auf eine Konjunkturerholung aus, könnte die Notenbank Fed ihre eigentlich für dieses Jahr erwartete Zinswende verschieben.

Besser als von Analysten erwartete Quartalszahlen von Comcast bescherten dem Kabelnetzbetreiber ein vorbörsliches Kursplus von rund eineinhalb Prozent. Comcast überzeugte vor allem mit dem Zuwachs bei der Zahl der Internetkunden.

Monsanto-Aktien stehen angesichts der Spekulationen um eine Fusion mit dem Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta weiter im Blick. Die Experten vom US-Analysehaus Bernstein halten eine Fusion für "sehr unwahrscheinlich". Andere Analysten sehen aber Probleme. So habe sich in den USA politischer Widerstand gegen steueroptimierte transatlantische Firmenübernahmen wie bei dem vorliegenden Beispiel formiert, hieß es. Monsanto-Papiere gaben vorbörslich ein halbes Prozent nach, während die Syngenta-Aktien in Zürich um rund 8 Prozent nach oben schossen./ajx/das

04.05.2015

Aktien Frankfurt: Dax erholt sich von Kursrutsch - Schwächelnder Euro hilft

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Montag erholt. Nach einem Kursrutsch um 3 Prozent in der Vorwoche haben der wieder schwächelnde Euro, etwas bessere Wirtschaftsdaten und gute Vorlagen von den Überseebörsen die Anleger zurück in den Markt gelockt.

Der deutsche Leitindex gewann bis zum Mittag 0,92 Prozent auf 11 559,68 Punkte. Zuletzt hatte vor allem der gefestigte Euro eine Schneise in den Aufwärtstrend des Dax geschlagen. Die Gemeinschaftswährung war gegenüber dem US-Dollar in einem Schwung um 6 Cent auf den höchsten Stand seit Februar gestiegen. Das Argument für die Gewinnentwicklung europäischer Exportkonzerne verlor damit an Durchschlagskraft. Ein schwacher Euro macht Waren für ausländische Kunden billiger. Nun stagnierte der Euro aber unterhalb der Marke von 1,12 US-Dollar.

Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es zu Wochenbeginn um 0,60 Prozent auf 20 437,59 Punkte nach oben und der TecDax kletterte um 1,25 Prozent auf 1626,01 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone drehte inzwischen ebenfalls klar ins Plus. Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone trübte sich im April etwas weniger ein als befürchtet.

K+S PROFITIEREN VON STARKEM KALI-UMFELD

Bester Dax-Wert waren K+S : Positive Signale in puncto Kalipreis-Umfeld trieben die Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers um 3,46 Prozent nach oben. Dass der russische Konkurrent Uralkali den Kalipreis in Indien im Vergleich zu 2014 um 10 US-Dollar je Tonne gesteigert habe, sei positiv, sagte ein Händler. Die Stimmung der Anleger in der Branche sollte davon profitieren, wenngleich das bessere Preisumfeld nicht ganz überraschend komme.

Auch Adidas-Aktien gehörten mit einem Zuwachs von gut 2 Prozent zu den Favoriten. Herbert Hainer, Chef des Sportartikelkonzerns, signalisierte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" einen positiven Jahresauftakt. "Adidas und Reebok sind 2015 hervorragend gestartet", sagte er. Ein Händler wertete diese Äußerungen vor den am Dienstag erwarteten Geschäftszahlen als "bullish" und entsprechend positiv für die Aktien.

CONTI LEGEN TROTZ DIVIDENDENZAHLUNG LEICHT ZU - STUDIE STÜTZT

Gestützt durch einen positiven Analystenkommentar lagen auch Conti-Papiere leicht im Plus, obwohl der Autozulieferer und Reifenhersteller am Morgen seine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgeschüttet hatte. Die Experten der Investmentbank HSBC bleiben kurzfristig zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung und sehen nun wieder Potenzial für die Aktie, die zwischenzeitlich das Kursziel deutlich überschritten hatte. BASF lagen indes nach der Ausschüttung der Dividende am Dax-Ende.

XING VON LINKEDIN-PROGNOSE BELASTET

Xing-Papiere litten im TecDax mit minus 2 Prozent unter schwachen Signalen des Wettbewerbers LinkedIn . Das US-amerikanische Karriere-Netzwerk hatte Anleger mit einem trüben Geschäftsausblick vor den Kopf gestoßen, nachdem sich der Verlust im ersten Quartal im Jahresvergleich stark ausgeweitet hatte.

Die Aktien von Dialog Semiconductor schnellten als Favorit im TecDax um 5,66 Prozent nach oben. Allerdings hatten sie in der vergangenen Woche mehr als 7 Prozent eingebüßt. Analyst Tim Wunderlich von der Privatbank Hauck & Aufhäuser rechnet damit, dass das starke Wachstum des als Apple-Zulieferer geltenden Unternehmens im zweiten Halbjahr zurückkehrt./ag/das

04.05.2015

Seehofer warnt vor Stimmungsmache gegen Freihandelsabkommen TTIP

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat vor einer Stimmungsmache gegen das Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA (TTIP) gewarnt. "Vom Grundsatz her brauchen wir ein Freihandelsabkommen", sagte Seehofer am Montagabend bei der "Wirtschaftsnacht" der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in München vor mehreren hundert Unternehmern. Den exportstarken Unternehmen im Freistaat biete TTIP große Chancen - die öffentliche Diskussion laufe aber oft in die falsche Richtung und schüre Ängste. "Ja zu TTIP mit den richtigen Inhalten", warb Seehofer.

Die bayerische Wirtschaft stehe zwar derzeit sehr gut da, müsse sich aber mächtig anstrengen, um auch in Zukunft vorn mitzuspielen. "Aus meiner Sicht ist der Erfolg der größte Feind des Erfolges."

Auch vbw-Präsident Alfred Gaffal warnte vor einer lähmenden Selbstgefälligkeit im Land. "Uns geht's gut", sagte er. Die Frage sei nur, wie lange das noch so bleibe. "Wir stehen am Scheideweg - konjunkturell wie strukturell." Investitionen in die Infrastruktur seien überfällig - auch wenn sie unbequem seien. Bei wichtigen Bauprojekten gäben aber mehr und mehr die "Bequemen und Bedenkenträger" den Ton an. "Deutschland und Bayern im Frühjahr 2015 - das ist leider auch "Wellness-Demokratie"."/dwi/DP/men

04.05.2015

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 04.05.2015 - 17.00 Uhr

USA: Industrieaufträge steigen im März etwas stärker als erwartet

WASHINGTON - Nach sieben Rückgängen in Folge sind die US-Industrieaufträge im März erstmals wieder gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Aufträge um 2,1 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Montag im Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 2,0 Prozent gerechnet.

Vorsichtiger Optimismus zu Griechenland-Poker in Brüssel

BRÜSSEL - Nach tagelangen Verhandlungen der Geldgeber mit Griechenland zeigt sich die EU-Kommission vorsichtig optimistisch. Die am Montag fortgesetzten Gespräche verliefen konstruktiv, sagte der Chefsprecher der Behörde. "Es muss (aber) noch mehr Arbeit erledigt werden", schränkte er ein. Zu Details nahm er keine Stellung.

Vorsichtiger Optimismus zu Griechenland-Poker in Brüssel

BRÜSSEL/ATHEN - Nach tagelangen Verhandlungen der Geldgeber mit Griechenland gibt es in Brüssel vorsichtigen Optimismus. Die am Montag fortgesetzten Gespräche verliefen konstruktiv, sagte der Chefsprecher der EU-Kommission. "Es muss (aber) noch mehr Arbeit erledigt werden", schränkte er ein. "Es wollen alle Seiten eine Einigung noch im Mai", hieß es ergänzend aus Kreisen der Regierung in Athen.

UNDP-Chefin lobt von China geplante asiatische Entwicklungsbank

PEKING - Das UN-Entwicklungsprogramm UNDP hat den Aufbau der von China initiierten asiatischen Entwicklungsbank begrüßt. "Jegliche neue Gelder für die Region sind gute Signale", sagte UNDP-Leiterin Helen Clark am Montag in Peking. Die USA hatten den Aufbau der Asiatischen Infrastrukturinvestment-Bank (AIIB) mehrfach öffentlich kritisiert. Aber mittlerweile haben sich Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien als Gründungsmitglieder für die Entwicklungsbank beworben. "Die Bank wird ins Leben gerufen werden", gab sich die frühere neuseeländische Regierungschefin Clark zuversichtlich.

Wirtschaft: Bahnstreik-Schäden bis zu einer halben Milliarde Euro

BERLIN - Deutschlands Konzerne fürchten durch den einwöchigen Bahnstreik einen Schaden von bis zu einer halben Milliarde Euro. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer forderte die Lokführergewerkschaft GDL am Montag auf, noch die Notbremse zu ziehen und den Streik abzusagen: "Der gesamten deutschen Wirtschaft drohen Schäden von täglich 100 Millionen Euro. Das Vorgehen der GDL ist verantwortungslos und vollkommen unverhältnismäßig."

VDMA: Tagelanger Bahnstreik belastet Maschinenbauer kaum

FRANKFURT/STUTTGART - Deutschlands Maschinenbauer blicken dem mehrtägigen Streik bei der Bahn gelassen entgegen. "Die deutschen Maschinenbauer sind durch den Lokführerstreik nur in Maßen betroffen, da die Lieferung von Vorprodukten und Komponenten sowie der Transport der fertigen Maschinen an die Kunden in erster Linie durch Lastkraftwagen erfolgt", sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VDMA, am Montag in Frankfurt.

Steuerberater fordern Ergänzungen beim Mindestlohngesetz

HAMBURG - Deutschlands Steuerberater haben Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) aufgefordert, ihr Mindestlohngesetz in wesentlichen Teilen nachzuarbeiten. Bislang seien dort entscheidende Punkte für die Lohn- und Gehaltsabrechnung nicht geregelt, kritisierte der Präsident der Bundessteuerberaterkammer (BStBK), Horst Vinken, am Montag in Hamburg am Rande des Deutschen Steuerberaterkongresses. "Diese fehlende Regelung muss vom Gesetzgeber umgehend nachgeholt werden." Das Thema einfach den Gerichten zu überlassen - wie aus dem Bundesarbeitsministerium zu hören sei - lehne der Verband strikt ab. "Das ist der völlig falsche Weg", sagte Vinken.

Eurozone: Sentix-Konjunkturindex gibt leicht nach

FRANKFURT - Die konjunkturelle Situation im Euroraum wird von Investoren stabil bewertet. Der vom Forschungsinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator fiel im Mai zwar leicht um 0,4 Punkte auf 19,6 Zähler zurück. Das sei aber als Signal für einen stabilen Aufschwung im Währungsraum zu werten, kommentierte Sentix-Analyst Sebastian Wanke am Montag in Frankfurt.

Eurozone: Industriestimmung fällt etwas weniger als erwartet

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im April etwas weniger stark eintrübt als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex, eine Unternehmensumfrage, fiel um 0,2 Punkte auf 52,0 Zähler zurück, wie das Forschungsinstitut Markit am Montag in London mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Rückgang auf 51,9 Punkte ermittelt worden. Bankvolkswirte hatten eine Bestätigung erwartet.

Deutsche Arbeitskosten bleiben im europäischen Rahmen

WIESBADEN - Die Arbeitskosten in der deutschen Privatwirtschaft sind im vergangenen Jahr etwas stärker gestiegen als im EU-Schnitt. Die Summe aus Bruttoverdienst und Lohnnebenkosten für die Arbeitsstunde legte um 1,6 Prozent auf 31,80 Euro zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im EU-Schnitt gab es 2014 im Vergleich zum Jahr zuvor ein Plus von 1,4 Prozent auf 24,40 Euro, im Raum der Gemeinschaftswährung Euro betrug die Steigerung nur 1,2 Prozent.

Ausfuhren nach Griechenland leicht erholt

WIESBADEN - Nach dem Einbruch 2013 haben sich die deutschen Exporte nach Griechenland im vergangenen Jahr etwas erholt. Die Ausfuhren nach Hellas stiegen auf 5,0 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Jahr zuvor hatten sie den Tiefstand von 4,7 Milliarden Euro erreicht. Auf der Liste deutschen Haupthandelspartner belegte Griechenland als Exportziel im vergangenen Jahr Platz 38 (2010: 34) - hinter Luxemburg und Irland.

China: HSBC-Stimmungsindikator der Industriemanager fällt stärker als erwartet

PEKING - Die von der britischen Großbank HSBC ermittelte Stimmung in den Chefetagen chinesischer Industrieunternehmen hat sich im April noch stärker eingetrübt als ursprünglich angenommen. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie fiel den endgültigen Daten zufolge auf 48,9 (März: 49,6) Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit einem Jahr, wie die britische Bank am Montag in Peking mitteilte. Der Indikator ging somit noch weiter zurück als Mitte April auf Basis vorläufiger Zahlen bekanntgegegen wurde. Von Bloomberg befragte Experten hatten dagegen damit gerechnet, dass der vorläufige Wert von 49,2 Punkte leicht nach oben revidiert wird. /rob/jsl

04.05.2015

Trend zu größeren Schiffen setzt sich auch im Hamburger Hafen fort

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Hamburger Hafen hat beim Güterumschlag einen Rekord erreicht. Die Nummer eins unter den Frachthäfen in Deutschland zählte im vergangenen Jahr ein Plus von 4,6 Prozent auf den neuen Höchststand von 146 Millionen Tonnen. Es kamen mehr große Schiffe, die mehr Fracht brachten. Die Zahl der Großschiffe mit mehr als 100 000 BRZ (Bruttoraumzahl) stieg von 505 auf 640, wie das Statistische Amt Nord am Montag mitteilte. Insgesamt liefen knapp 9140 Seeschiffe den Hafen als Handels- oder Passagierschiffe an, 5,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Kreuzfahrtschiffe erhöhte sich um vier auf 176. Auf den Kreuzfahrern wurden 607 000 ein- und aussteigende Passagiere gezählt. Das bedeute ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr./egi/DP/men

04.05.2015

USA: Industrieaufträge steigen im März etwas stärker als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach sieben Rückgängen in Folge sind die US-Industrieaufträge im März erstmals wieder gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Aufträge um 2,1 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Montag im Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 2,0 Prozent gerechnet.

Ökonomen erklärten die vorangegangene Schwächephase auch mit dem kalten Winter und mit Hafenstreiks. Im Februar waren die Auftragseingänge noch um revidierte 0,1 Prozent gefallen, nachdem zunächst ein Anstieg von 0,2 Prozent ermittelt worden war.

Ohne die besonders schwankungsanfälligen Bestellungen von Transportgütern stagnierten die Aufträge im März. Im Vormonat waren sie noch um revidierte 0,1 Prozent (zunächst +0,8%) gestiegen./jsl/fbr

04.05.2015

KORREKTUR/ROUNDUP: Deutsche Arbeitskosten bleiben im europäischen Rahmen

(Korrigiert wird im letzten Absatz die Höhe der Lohnnebenkosten, sie beträgt in Deutschland 28 Cent pro Euro Bruttolohn (nicht: 30 Cent).)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Arbeitskosten in der deutschen Privatwirtschaft sind im vergangenen Jahr etwas stärker gestiegen als im EU-Schnitt. Die Summe aus Bruttoverdienst und Lohnnebenkosten für die Arbeitsstunde legte um 1,6 Prozent auf 31,80 Euro zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im EU-Schnitt gab es 2014 im Vergleich zum Jahr zuvor ein Plus von 1,4 Prozent auf 24,40 Euro, im Raum der Gemeinschaftswährung Euro betrug die Steigerung nur 1,2 Prozent.

Die deutschen Lohnkosten lagen damit erneut rund 30 Prozent über dem EU-Schnitt, noch teurer war Arbeit nur in sieben anderen Staaten mit Dänemark (42,00 Euro), Belgien und Schweden an der Spitze. Auch im Nachbarland Frankreich (36,40) kostete die Stunde Arbeit mehr als hierzulande. Am billigsten war Arbeit in Bulgarien (3,80) und Rumänien (4,20).

Besonders hohe Löhne werden in der deutschen Industrie gezahlt. Allein für diesen Ausschnitt betrachtet liegt Deutschland mit Stundenkosten von 37,00 Euro europaweit auf Rang vier hinter Belgien (43,20 Euro), Dänemark und Schweden. Dennoch ist die deutsche Industrie wegen ihrer sehr hohen Produktivität international konkurrenzfähig.

Die deutschen Firmen profitieren auch vom relativ niedrigen Niveau der Lohnnebenkosten. Hier sind Beiträge zu den Sozialkassen, Betriebsrenten sowie Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall enthalten. Auf einen Euro Bruttolohn betragen diese Kosten in Deutschland noch einmal 28 Cent. Das war Rang 15 von 28 EU-Staaten und lag knapp unter dem EU-Schnitt von 31 Cent. Die höchsten Lohnnebenkosten entstanden in Frankreich mit 47 Cent pro Euro Bruttolohn./ceb/DP/stk

04.05.2015

ROUNDUP: Vorsichtiger Optimismus zu Griechenland-Poker in Brüssel

BRÜSSEL/ATHEN (dpa-AFX) - Nach tagelangen Verhandlungen der Geldgeber mit Griechenland gibt es in Brüssel vorsichtigen Optimismus. Die am Montag fortgesetzten Gespräche verliefen konstruktiv, sagte der Chefsprecher der EU-Kommission. "Es muss (aber) noch mehr Arbeit erledigt werden", schränkte er ein. "Es wollen alle Seiten eine Einigung noch im Mai", hieß es ergänzend aus Kreisen der Regierung in Athen.

Die Gespräche waren über das ganze Wochenende gelaufen und werden dem Vernehmen nach bis diesen Mittwoch dauern. Es geht um ein Reformpaket Griechenlands; ohne eine Abmachung dazu können blockierte Hilfen der Geldgeber von 7,2 Milliarden Euro nicht fließen. Die Zeit wird knapp, denn die Kassen in Athen sind leer.

"Der nächste Termin für eine Bestandsaufnahme ist das Treffen der Eurogruppe am 11. Mai", sagte der Sprecher. Diplomaten ergänzten, für eine Vereinbarung bei diesem regulären Treffen der Euro-Finanzminister sei es nötig, dass sich die sogenannte Brüssel-Gruppe mit Vertretern der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Griechenlands schon Mitte dieser Woche einigen. Ob das gelinge, sei offen.

In Griechenland gibt es Zuversicht, dass es bald zu einer Einigung mit den Geldgebern kommen könnte. Regierungschef Alexis Tsipras traf am späten Sonntagabend mit seinen für Finanzen zuständigen Ministern und Beratern zusammen.

Die Geldknappheit Athens wird inzwischen immer dramatischer. Tsipras hofft nach einer positiven Bewertung der Geldgeber auf eine - wenn auch leichte - Öffnung des Geldhahns durch die Euro-Partner und die EZB. Regierungssprecher Gavriil Sakellaridis sagte, es wäre gut, wenn das Geld "auch heute kommen würde". Athen zahle seit mehreren Monaten seine Verpflichtungen ohne die bereits zugesagte Hilfe der Geldgeber, hieß es. Die Eurogruppe hatte einer ratenweise Auszahlung eine Absage erteilt - es gehe um ein Gesamtpaket, so Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker traf am Montag in Brüssel den früheren konservativen griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras. Er hatte zu Jahresbeginn die Macht an den Linkspolitiker Tsipras abgegeben./tt/cb/DP/men

04.05.2015

Vorsichtiger Optimismus zu Griechenland-Poker in Brüssel

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach tagelangen Verhandlungen der Geldgeber mit Griechenland zeigt sich die EU-Kommission vorsichtig optimistisch. Die am Montag fortgesetzten Gespräche verliefen konstruktiv, sagte der Chefsprecher der Behörde. "Es muss (aber) noch mehr Arbeit erledigt werden", schränkte er ein. Zu Details nahm er keine Stellung.

Die Gespräche waren über das ganze Wochenende gelaufen. Es geht um ein Reformpaket Griechenlands; ohne eine Abmachung dazu können blockierte Hilfen der Geldgeber von 7,2 Milliarden Euro nicht fließen. Die Zeit wird knapp, denn die Kassen in Athen sind leer.

"Der nächste Termin für eine Bestandsaufnahme ist das Treffen der Eurogruppe am 11. Mai", sagte der Sprecher. Diplomaten ergänzten, für eine Vereinbarung bei diesem regulären Treffen der Euro-Finanzminister sei es nötig, dass sich die sogenannte Brüssel-Gruppe mit Vertretern der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Griechenlands schon Mitte dieser Woche einigen. Ob das gelinge, sei offen.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker traf am Montag in Brüssel den früheren konservativen griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras. Er hatte zu Jahresbeginn die Macht an den Linkspolitiker Alexis Tsipras abgegeben./cb/DP/zb

04.05.2015

ROUNDUP/Wirtschaft: Bahnstreik-Schäden bis zu einer halben Milliarde Euro

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschlands Konzerne fürchten durch den einwöchigen Bahnstreik einen Schaden von bis zu einer halben Milliarde Euro. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer forderte die Lokführergewerkschaft GDL am Montag auf, noch die Notbremse zu ziehen und den Streik abzusagen: "Der gesamten deutschen Wirtschaft drohen Schäden von täglich 100 Millionen Euro. Das Vorgehen der GDL ist verantwortungslos und vollkommen unverhältnismäßig."

Auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, kritisierte: "Der Bahnstreik kostet die Wirtschaft nicht nur Nerven, sondern richtig Geld." Bei sechs Tagen Streik komme die Lieferkette ins Stocken. "Alles in allem drohen Streikkosten von einer halben Milliarde Euro", warnte Schweitzer.

Besonders betroffen von Verzögerungen im Güterverkehr werden nach Angaben des Industrieverbandes BDI die Stahl-, Chemie- und Autoindustrie sein, die auf die pünktliche Anlieferung von Einzelteilen und Rohstoffen angewiesen seien. "Eine solche Streikwelle ist Gift für ein hochentwickeltes Industrieland wie Deutschland", kritisierte Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Geschäftsführung.

Die Maschinenbauer blicken dem mehrtägigen Streik bei der Bahn hingegen weitgehend gelassen entgegen. "Die deutschen Maschinenbauer sind durch den Lokführerstreik nur in Maßen betroffen, da die Lieferung von Vorprodukten und Komponenten sowie der Transport der fertigen Maschinen an die Kunden in erster Linie durch Lastkraftwagen erfolgt", sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VDMA, in Frankfurt. Einzelne Unternehmen würden den Streik im Güterverkehr allerdings in ihrer Lieferkette zu spüren bekommen. "Ebenso wird es für viele Mitarbeiter schwierig, rechtzeitig zu ihrer Arbeitsstätte zu kommen."/tb/DP/zb

04.05.2015

WDH/ROUNDUP 2: Lokführer beginnen längsten Streik - Schlichtung nicht in Sicht

(Im ersten Absatz wurde ein Tippfehler entfernt.)

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bahn bereitet sich auf den längsten Streik ihrer Unternehmensgeschichte vor. Die Lokführer wollten ab Montagnachmittag um 15.00 Uhr im Güterverkehr die Arbeit niederlegen. Die Personenzüge sollen ab Dienstag um 2.00 Uhr fünf Tage lang bis Sonntagmorgen deutschlandweit bestreikt werden. Die Bahn will Ersatzfahrpläne aufstellen. Reisende müssen sich dennoch auf Tage voller Zugausfälle und ungewisser Verbindungen einstellen. Eine Schlichtung des Tarifkonflikts ist weiter nicht in Sicht.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, machte die Bahn für den achten Ausstand in der laufenden Auseinandersetzung verantwortlich: "Die Eskalation verursacht die Deutsche Bahn AG", sagte er am Montag in Berlin. Der Arbeitgeber verhandele seit zehn Monaten, ohne ein Ergebnis zu wollen. "Einen Schritt vor, zwei zurück", sei die Strategie der Bahn.

Die Ersatzfahrpläne für die kommenden Tage sollten am Montagnachmittag gegen 14.00 Uhr fertig sein und unter www.bahn.de ins Internet gestellt werden. Die Bahn werde alles unternehmen, um die Auswirkungen für ihre Kunden so gering wie möglich zu halten, hieß es. Dennoch müsse mit starken Beeinträchtigungen gerechnet werden. Beim jüngsten Streik im April waren im Fernverkehr zwei von drei Zügen und im Regionalverkehr etwa jeder zweite Zug ausgefallen.

Forderungen nach einer Schlichtung wies Weselsky erneut zurück: "Wir lassen nicht über Grundrechte schlichten." Der Einsatz eines externen Vermittlers sei nur bei Fragen wie Entgelt und Arbeitszeiten möglich. In den Gesprächen ging es bisher aber vor allem um Strukturfragen: Die GDL dringt darauf, auch für andere Berufsgruppen als Lokführer Tarifabschlüsse mit der Bahn aushandeln zu dürfen.

Scharfe Kritik an dem neuerlichen Streikaufruf kam aus der Wirtschaft. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer forderte die GDL auf, den angekündigten Ausstand sofort wieder abzusagen. "Der gesamten deutschen Wirtschaft drohen Schäden von täglich 100 Millionen Euro. Das Vorgehen der GDL ist verantwortungslos und vollkommen unverhältnismäßig", sagte Kramer.

Die GDL hatte am vergangenen Donnerstag das neue Tarifangebot der Bahn zurückgewiesen und einen weiteren, langen Arbeitskampf angekündigt. Die Bahn hatte angeboten, die Löhne sollten vom 1. Juli an in zwei Stufen um insgesamt 4,7 Prozent steigen. Dazu komme eine Einmalzahlung von insgesamt 1000 Euro bis zum 30. Juni.

Die GDL fordert für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche. Ein Knackpunkt für die Gewerkschaft ist die Einstufung der Lokrangierführer im Tarifgefüge der Bahn. Sie kritisiert, die Bahn wolle diese Kollegen, die etwa für das Koppeln und Entkoppeln von Zügen zuständig sind, niedriger einstufen als Mitarbeiter auf der Strecke.

Der Konflikt ist auch deshalb so schwierig, weil die GDL mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) um Einfluss im Konzern ringt. Zudem will die GDL einen Erfolg erzielen, bevor das kommende Tarifeinheitsgesetz der schwarz-roten Bundesregierung die Macht kleiner Gewerkschaften beschränkt.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) kritisierte den Streik. "Ich habe Verständnis dafür, dass viele Bürger über das Ausmaß verärgert sind", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung (Montag).

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte in dem Blatt: "Der Tarifstreit bei der Bahn ist für Außenstehende kaum noch nachzuvollziehen. Alle Beteiligten müssen sich fragen, ob der Schaden, den dieser Ausstand anrichten könnte, noch in einem vernünftigen Verhältnis zur eigentlichen Auseinandersetzung steht. Statt Deutschland lahmzulegen, brauchen wir ernsthafte Verhandlungen."/bf/brd/DP/zb

04.05.2015

WDH/VDMA: Tagelanger Bahnstreik belastet Maschinenbauer kaum

(Im zweiten Absatz wurde ein Tippfehler beseitigt.)

FRANKFURT/STUTTGART (dpa-AFX) - Deutschlands Maschinenbauer blicken dem mehrtägigen Streik bei der Bahn gelassen entgegen. "Die deutschen Maschinenbauer sind durch den Lokführerstreik nur in Maßen betroffen, da die Lieferung von Vorprodukten und Komponenten sowie der Transport der fertigen Maschinen an die Kunden in erster Linie durch Lastkraftwagen erfolgt", sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands VDMA, am Montag in Frankfurt.

Einzelne Unternehmen würden den Streik im Güterverkehr in ihrer Lieferkette allerdings durchaus zu spüren bekommen: "Ebenso wird es für viele Mitarbeiter schwierig, rechtzeitig zu ihrer Arbeitsstätte zu kommen." Beziffern ließen sich die entstehenden Mehrkosten derzeit nicht. Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit mehr als einer Million Beschäftigten Deutschlands größter industrieller Arbeitgeber.

Deutlich härter ging der VDMA-Landesverband Baden-Württemberg mit der Gewerkschaft GDL ins Gericht. "Sechs Tage Streik ist wirklich eine Zumutung", sagte VDMA-Geschäftsführer Dietrich Birk der Deutschen Presse-Agentur. "Diese Woche wird unter schwierigen Bedingungen vor allem in den Ballungsräumen ablaufen. Die Situation ist für die Unternehmen schon belastend."

Die Gewerkschaft GDL hat angekündigt, dass die Lokführer im Personenverkehr knapp sechs und im Güterverkehr fast sieben Tage lang streiken werden./hqs/mow/DP/zb

04.05.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Anleger erwarten Großes von Adidas - Chef schürt Optimismus

(Neu: Schlusskurse.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Adidas-Aktien laufen den meisten anderen Dax-Werten aktuell weiter davon. Einen Tag vor der Präsentation der Quartalszahlen festigte ein Presseinterview die Hoffnungen auf gute Geschäftsergebnisse, so dass die Papiere unter den Favoriten im 1,44 Prozent festeren Leitindex um 2,94 Prozent auf 75,58 Euro anzogen. Zusammen mit den Papieren des Salz- und Düngemittelherstellers K+S zählen die Adidas-Aktien auch seit Jahresbeginn zu den Lieblingen der Anleger: Beide Anteilsscheine haben seit Ende Dezember um mehr als 31 Prozent zugelegt.

Adidas-Chef Herbert Hainer signalisierte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" einen positiven Jahresauftakt. "Adidas und Reebok sind 2015 hervorragend gestartet", sagte er. Analysten rechneten bereits für die ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres mit kräftigen Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Insofern müssen die Herzogenauracher am Dienstag mit ihren Zahlen auch tatsächlich überzeugen, wenn die hohen Erwartungen nicht enttäuscht werden sollen.

OPTIMISMUS ÜBERWIEGT

Aktuell überwiegt der Optimismus. Ein Händler sah die Äußerungen des Vorstandschefs positiv. Hainer setzt auch weiter auf die Fitness-Marke Reebok, von der er sich trotz der immer wieder aufkommenden Forderungen von Investoren nicht trennen will. "Wenn die Marke das Tal der Tränen durchschritten hat, warum sollte man sie nicht halten?", sagte der Händler.

Analyst Ingbert Faust von der Investmentbank Equinet zielte zudem auf die Golfmarke TaylorMade ab, die Hainer weiterhin zum Kerngeschäft zähle. Sie war in Turbulenzen geraten, weil weniger Menschen Golf spielen und Adidas zu spät auf diese Entwicklung reagiert hatte. Falls diese Sparte nun wieder an Dynamik gewinne und ihre Ertragskraft steigern sollte, könnten die Adidas-Papiere weiter zulegen, erklärte Faust.

AUCH SKEPTISCHE TÖNE

Doch es gab auch skeptische Töne. So sagte ein Händler, dass es Adidas leicht fallen dürfte, die sehr niedrigen Vergleichszahlen aus dem ersten Quartal 2014 zu übertreffen. Zudem könnte die Verlängerung des Vertrages mit dem FC Bayern München die Sponsoring-Kosten erhöhen. Die "Sport-Bild" hatte berichtet, dass die Bayern von 2020 bis 2030 pro Saison 60 Millionen Euro erhalten.

Ein anderer Händler warnte vor der Konkurrenz durch den vor allem in den USA starken Sportartikelhersteller Under Armour. Hainer hatte im Interview die Gefahr relativiert: "Wir sind fünfmal größer als Under Armour. Die Firma ist nur in Amerika relevant." Er nehme den Konzern aber wie jeden Konkurrenten ernst. "Wir haben aber schon viele Marken erlebt, die kurz hip sind, und dann schnell wieder verschwinden."/la/das/stb/fat/men

04.05.2015

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ziel für Deutsche Office auf 5,40 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Deutsche Office nach einer Investorenveranstaltung von 4,10 auf 5,40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Immobilienunternehmen habe einen recht optimistischen Ausblick auf das operative Geschäft gegeben, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Montag. Die Aktie dürfte weiterhin Luft nach oben haben./ajx/edh

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04.05.2015

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ziel für TAG Immobilien auf 13 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für TAG Immobilien von 12 auf 13 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Operativ komme das Immobilienunternehmen gut voran, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Montag. Nun müsse aber der Schwerpunkt auf die Verbesserung des Finanzprofils gelegt werden./ajx/edh

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04.05.2015

ANALYSE-FLASH: SocGen senkt Ziel für Air France-KLM auf 9,50 Euro - 'Buy'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Air France-KLM nach Zahlen von 10,00 auf 9,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft habe ein solides erstes Quartal hinter sich, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer Studie vom Montag. Das reduzierte Kursziel begründete er mit der gestiegenen Nettoverschuldung./ajx/edh

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04.05.2015

ANALYSE-FLASH: HSBC hebt Ziel für Continental auf 230 Euro - 'Hold'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Continental vor Zahlen von 170 auf 230 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Autozulieferer dürfte seine Jahresziele anheben, schrieb Analyst Horst Schneider in einer Studie vom Montag. Allerdings bleibe der Ausblick für 2016 und die Folgejahre unklar. Das neue Kursziel rechtfertigte der Experte unter anderem mit der gestiegenen Branchenbewertung und einer Verlagerung des Bewertungshorizonts von 2015 auf 2016./fat/edh

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04.05.2015

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux hebt Ziel für Krones auf 99 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Krones nach Quartalszahlen von 92 auf 99 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen sei gut ins Jahr 2015 gestartet, schrieb Analyst Stefan Augustin in einer Studie vom Montag. Die Jahresziele bezeichnete der Experte als konservativ. Seine Umsatz- und Gewinnprognosen hob er etwas an./ajx/edh

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04.05.2015

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux hebt Nokia auf 'Buy' und Ziel auf 9 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Nokia von "Reduce" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 6 auf 9 Euro angehoben. Das neue Votum reflektiere seine positive Einschätzung der geplanten Fusion mit Alcatel-Lucent, schrieb Analyst Sebastien Sztabowicz in einer Studie vom Montag. Nach dem kräftigen Kursrutsch der Nokia-Aktie seit der Ankündigung des Zusammenschlusses mit dem französischen Netzwerkbetreiber sei das Chance/Risiko-Profil allmählich wieder ziemlich attraktiv./ajx/edh

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04.05.2015

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Ziel für BASF auf 99 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für BASF von 102 auf 99 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Geoff Haire begründete die Zielsenkung in einer am Montag vorgelegten Studie mit der niedrigeren Branchenbewertung. Angesichts des Gewinnpotenzials des Chemiekonzerns und der nicht gerade teuren Aktie hält er jedoch an seinem Kaufvotum fest./mis/edh

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04.05.2015

WDH/ANALYSE: Kepler Cheuvreux sieht Nokia/Alcatel-Lucent positiv

(Überflüssiges Wort im zweiten Absatz, zweiter Satz gelöscht.)

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die Experten der Analysehauses Kepler Cheuvreux sehen die angekündigte Fusion der Netzwerk-Ausrüster Nokia und Alcatel-Lucent positiv. Sie sprachen nach dem jüngsten Kursrutsch nun eine Kaufempfehlung für die Papiere der Finnen aus.

Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken erscheine bei Nokia nun recht attraktiv, schrieb Analyst Sebastien Sztabowicz in einer Studie vom Montag. Hintergrund ist das hohe Kurspotenzial nach der Aufstockung seines Ziels von 6 auf 9 Euro. Gehandelt werden die Papiere in Helsinki aktuell bei rund 6 Euro.

Das Gemeinschaftsunternehmen werde in Schlüsselmärkten eine wichtige Rolle spielen, so Sztabowicz. Produkte und geografische Positionierung passten exzellent zueinander und es winkten Größenvorteile. Das Synergieziel hält der Experte für glaubwürdig. Er sieht zudem nur recht begrenzte Ausführungsrisiken. Er strich Nokia nun folglich von der Liste der besonders negativ eingeschätzten Werte des Sektors.

Sztabowicz kürzte zwar seine Margenerwartungen für das Netzwerkgeschäft der Finnen für das laufende Jahr. Den Technologie-Bereich sieht er nun aber optimistischer, weshalb seine Gewinnerwartungen insgesamt bis 2017 um bis zu 8 Prozent steigen./ag/das

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04.05.2015

ANALYSE: Kepler Cheuvreux sieht Nokia/Alcatel-Lucent positiv - Kaufempfehlung

PARIS (dpa-AFX) - Die Experten der Analysehauses Kepler Cheuvreux sehen die angekündigte Fusion der Netzwerk-Ausrüster Nokia und Alcatel-Lucent positiv. Sie sprachen nach dem jüngsten Kursrutsch nun eine Kaufempfehlung für die Papiere der Finnen aus.

Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken erscheine bei Nokia nun recht attraktiv, schrieb Analyst Sebastien Sztabowicz in einer Studie vom Montag. Hintergrund ist das hohe Kurspotenzial nach der Aufstockung seines Ziels um von 6 auf 9 Euro. Gehandelt werden die Papiere in Helsinki aktuell bei rund 6 Euro.

Das Gemeinschaftsunternehmen werde in Schlüsselmärkten eine wichtige Rolle spielen, so Sztabowicz. Produkte und geografische Positionierung passten exzellent zueinander und es winkten Größenvorteile. Das Synergieziel hält der Experte für glaubwürdig. Er sieht zudem nur recht begrenzte Ausführungsrisiken. Er strich Nokia nun folglich von der Liste der besonders negativ eingeschätzten Werte des Sektors.

Sztabowicz kürzte zwar seine Margenerwartungen für das Netzwerkgeschäft der Finnen für das laufende Jahr. Den Technologie-Bereich sieht er nun aber optimistischer, weshalb seine Gewinnerwartungen insgesamt bis 2017 um bis zu 8 Prozent steigen./ag/das