dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

25.07.2016

Sartorius etwas optimistischer

GÖTTINGEN (dpa-AFX) - Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hat seine Jahresprognose erhöht. Gründe seien die sehr gute Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr, der starke Auftragseingang der Sparte Bioprocess Solutions sowie die jüngsten Zukäufe, teilte das Unternehmen am Montag bei der Vorlage der Zahlen zu den ersten sechs Monaten mit. Die Erlöse sollen nun im Gesamtjahr bei konstanten Wechselkursen um etwa 15 bis 18 Prozent ansteigen. Zuvor wurden 10 bis 14 Prozent erwartet. Die operative Marge (Ebitda) solle im Vergleich zum Vorjahreswert von 23,6 Prozent auf etwa 25,0 Prozent zulegen (bisherige Prognose etwa plus 1 Prozentpunkt).

Der Umsatz stieg im Zeitraum Januar bis Juni um 16,8 Prozent auf 625,4 Millionen Euro. Vor allem in der Region Amerika stiegen die Erlöse sehr deutlich.

Die Sparte Bioprocess Solutions, die Einwegprodukte für die Herstellung von Biopharmazeutika produziert und für rund drei Viertel des Umsatzes steht, wuchs um 22 Prozent.

Operativ legte Sartorius sogar um etwas mehr als ein Viertel zu. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 62,4 Millionen Euro, ein Plus von fast 30,4 Prozent. Aktien von Sartorius reagierten vorbörslich deutlich: Im Handel von Lang & Schwarz legten die Papiere um 7,5 Prozent zu./stk/fbr

25.07.2016

Devisen: Euro wenig verändert unter 1,10 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Montag vor der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimas wenig verändert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0977 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. In der Nacht war der Euro bis auf 1,0952 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit etwa einem Monat. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag noch auf 1,1014 Dollar festgesetzt.

Händler sprachen von einem impulsarmen Handel. Ein Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Volkswirtschaften (G20) hatte am Wochenende keine marktbewegenden Ergebnisse geliefert. Das Brexit-Votum der Briten habe zwar für Unsicherheit gesorgt, allerdings besteht innerhalb der G20 Einigkeit darüber, dass die Weltwirtschaft ihren Erholungskurs fortsetzen dürfte.

Neue Impulse werden am Devisenmarkt erst am Vormittag mit der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimas erwartet. Das Brexit-Votum dürfte das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer belastet haben. Experten geben aber davon aus, dass sich der Dämpfer in Grenzen halten wird./jkr/das

25.07.2016

WDH: Philips schlägt sich erneut besser als gedacht - Risiken nehmen aber zu

(Wiederholung aus technischen Gründen)

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Elektrokonzern Philips hat im zweiten Quartal erneut von einem guten Geschäft in der Medizintechniksparte profitiert. Das nach der geplanten Trennung von der Lichtsparte künftige Kerngeschäft konnte zwischen April und Ende Juni erneut wachsen. In der im Mai an die Börse gebrachten Sparte ging der Umsatz dagegen zurück. Konzernweit sank der Erlös um zwei Prozent auf 5,86 Milliarden Euro, teilte der in der Medizintechnik mit Siemens konkurrierende Konzern am Montag in Amsterdam mit.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Unternehmenswerte (Ebita) legte dagegen um knapp neun Prozent auf 544 Millionen Euro zu. Der Anstieg beim operativen Ergebnis ist unter anderem auf den Sparkurs des Unternehmens zurückzuführen. Damit schnitt Philips bei diesem von Analysten viel beachteten Wert wie schon zum Jahresauftakt erneut besser ab als die Experten erwartet hatten.

Konzernchef Frans van Houten bestätigte die Prognosen für das laufende Jahr, sorgt sich aber auch wegen der höheren Risiken infolge der gestiegenen Unsicherheit in vielen Märkten./zb/stb

25.07.2016

Philips schlägt sich erneut besser als gedacht - Risiken nehmen aber zu

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Elektrokonzern Philips hat im zweiten Quartal erneut von einem guten Geschäft in der Medizintechniksparte profitiert. Das nach der geplanten Trennung von der Lichtsparte künftige Kerngeschäft konnte zwischen April und Ende Juni erneut wachsen. In der im Mai an die Börse gebrachten Sparte ging der Umsatz dagegen zurück. Konzernweit sank der Erlös um zwei Prozent auf 5,86 Milliarden Euro, teilte der in der Medizintechnik mit Siemens konkurrierende Konzern am Montag in Amsterdam mit.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Unternehmenswerte (Ebita) legte dagegen um knapp neun Prozent auf 544 Millionen Euro zu. Der Anstieg beim operativen Ergebnis ist unter anderem auf den Sparkurs des Unternehmens zurückzuführen. Damit schnitt Philips bei diesem von Analysten viel beachteten Wert wie schon zum Jahresauftakt erneut besser ab als die Experten erwartet hatten.

Konzernchef Frans van Houten bestätigte die Prognosen für das laufende Jahr, sorgt sich aber auch wegen der höheren Risiken infolge der gestiegenen Unsicherheit in vielen Märkten./zb/stb

25.07.2016

Brexit und Terrorangst: Ryanair sieht Gewinnziel in Gefahr

DUBLIN (dpa-AFX) - Die Terrorangst und der Brexit bedrohen die Gewinnpläne des irischen Billigfliegers Ryanair . Der bevorstehende Ausstieg der Briten aus der EU könnte das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr zu einer Senkung seiner Gewinnprognose zwingen, kündigte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Montag in Dublin an. Bisher peilt Ryanair für das Geschäftsjahr bis Ende März 2017 einen Überschuss von 1,375 bis 1,425 Milliarden Euro an.

Zuletzt hielten die Terroranschläge in Europa, das schwache britische Pfund und die Streiks der Fluglotsen laut Ryanair viele Menschen vom Buchen ab. In der Hauptreisezeit von Juli bis September dürften die Ticketpreise im Schnitt mindestens sechs Prozent niedriger ausfallen als ein Jahr zuvor, schätzt das Management.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni musste Ryanair die Flugtickets im Schnitt bereits 10 Prozent billiger abgeben als im Vorjahreszeitraum. Dank eines ausgeweiteten Flugangebots wuchs der Umsatz dennoch um zwei Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Der billigere Treibstoff und weitere Einsparungen ließen den Gewinn um vier Prozent auf 256 Millionen Euro steigen./stw/stb

25.07.2016

Ölpreise kaum verändert

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Montag nach deutlichen Verlusten der Vorwoche wenig verändert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 45,70 US-Dollar. Das war ein Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verharrte bei 44,19 Dollar.

Händler sprachen von einem ruhigen Wochenauftakt am Ölmarkt. Die Aussicht auf eine höhere Fördermenge in den USA habe die Ölpreise etwas belastet und eine Erholung gebremst. Am Freitag hatte der Ölausrüster Baker Hughes gemeldet, dass die Zahl der Ölbohrlöcher in den USA weiter gestiegen ist. Sie habe um 14 auf 371 zugelegt. Mit der Zahl der Bohrlöcher steige auch die Sorge vor einem weiteren Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt, hieß es aus dem Handel./jkr/fbr

25.07.2016

ROUNDUP/Medien: Verizon macht Kauf von Yahoo fest

NEW YORK/SUNNYVALE (dpa-AFX) - Der Telekom-Konzern Verizon hat laut Medienberichten den Bieterwettstreit um das Kerngeschäft des Internet-Pioniers Yahoo für sich entschieden. Der Deal zu einem Kaufpreis von rund 4,8 Milliarden Dollar solle voraussichtlich noch am Montag bekanntgegeben werden, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg und das "Wall Street Journal". Verizon übernehme auch zumindest einen Teil der Yahoo-Immobilien, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Verizon galt in dem monatelangen Verkaufsprozess schon lange als der aussichtsreichste Bewerber. Nach bisherigen Informationen will der Telekom-Riese Yahoo mit seiner Internet-Sparte AOL zusammenlegen. Die Hoffnung dabei sei, dass man so einen schlagkräftigeren Konkurrenten für Google und Facebook bei Online-Werbung aufbauen könne.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll stattdessen das Kerngeschäft abgestoßen werden. Die beiden Beteiligungen mit einem aktuellen Wert von rund 40 Milliarden Dollar bleiben bei dem bisherigen Unternehmen.

Ein Verkauf würde das Ende der Eigenständigkeit für eine der bekanntesten Firmen in der Internet-Wirtschaft markieren. Yahoo war vor über 20 Jahren als Verzeichnis von Webseiten gegründet worden. Dienste des Konzerns wie etwa E-Mail haben hunderte Millionen Nutzer, Yahoo tat sich jedoch schon seit Jahren schwer, das in Einnahmen umzumünzen. Das Geld wird vor allem mit Online-Werbung gemacht - und in diesem Geschäft wurde Yahoo immer mehr von Google und Facebook abgehängt.

Mehrere Chefs versuchten erfolglos, das Steuer bei Yahoo herumzureißen. Zuletzt hatte die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer vier Jahre Zeit dazu. Sie setzte auf einen Ausbau des Medienangebots, Investitionen in eigene Anstrengungen bei der Web-Suche und wollte jüngere Nutzer mit dem Kauf der Blog-Plattform Tumblr für rund eine Milliarde Dollar anlocken. Doch zuletzt fielen die Netto-Werbeerlöse allein im vergangenen Quartal um rund ein Fünftel und über zwei Runden von Wertberichtigungen sind rund zwei Drittel des Tumblr-Kaufpreises raus aus den Büchern./so/DP/zb

25.07.2016

TAGESVORSCHAU: Termine 25. Juli 2016

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Montag,

den 25. Juli:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: Handelsbilanz 06/16

07:00 CH: Julius Baer Halbjahreszahlen

07:00 D: Sartorius Q2-Zahlen

07:00 NL: Philips Halbjahreszahlen

07:00 IRL: Ryanair Q1-Zahlen

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 07/16

12:00 USA: Danaher Q2-Zahlen

13:30 USA: Sprint Q1-Zahlen

22:30 USA: Texas Instruments Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: ams AG Q2-Zahlen

A: Telekom Austria Q2-Zahlen

I: Luxottica Halbjahreszahlen

SONSTIGE TERMINE:

12:00 D: OLG Hamm verkündet Urteil im Streit um Geschäftsführer Josef Tillmann

beim Fleischriesen Tönnies°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

25.07.2016

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 29. Juli 2016

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Freitag,

den 29. Juli:

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MONTAG, DEN 25. JULI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: Handelsbilanz 06/16

07:00 CH: Julius Baer Halbjahreszahlen

07:00 D: Sartorius Q2-Zahlen

07:00 NL: Philips Halbjahreszahlen

07:00 IRL: Ryanair Q1-Zahlen

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 07/16

12:00 USA: Danaher Q2-Zahlen

13:30 USA: Sprint Q1-Zahlen

22:30 USA: Texas Instruments Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: ams AG Q2-Zahlen

A: Telekom Austria Q2-Zahlen

I: Luxottica Halbjahreszahlen

SONSTIGE TERMINE:

12:00 D: OLG Hamm verkündet Urteil im Streit um Geschäftsführer Josef Tillmann

beim Fleischriesen Tönnies

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DIENSTAG, DEN 26. JULI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: Vontobel Halbjahreszahlen

07:00 D: Covestro Q2-Zahlen

07:00 F: Michelin Halbjahreszahlen

07:30 D: Comdirect Q2-Zahlen

07:30 F: Orange Halbjahreszahlen

07:45 D: Schaltbau Halbjahreszahlen

08:00 GB: BP Q2-Zahlen

08:00 D: MTU Halbjahreszahlen

(Call 9.30 h)

08:00 GB: Man Group Halbjahreszahlen

08:30 F: Faurecia Q2-Zahlen

12:00 USA: DuPont Q2-Zahlen

13:00 USA: United Technologies Q2-Zahlen

13:30 USA: 3M Q2-Zahlen

13:30 USA: Caterpillar Q2-Zahlen

13:30 USA: Verizon Communications Q2-Zahlen

14:00 USA: McDonald's Q2-Zahlen

14:00 USA: Eli Lilly Q2-Zahlen

15:00 B: Geschäftsklima 06/16

15:00 USA: Case-Shiller-Index 05/16

15:45 USA: Markit PMI Dienste 07/16 (1. Veröffentlichung)

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 07/16

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 06/16

17:45 F: LVMH Halbjahreszahlen

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 06/16

22:00 USA: Apple Q3-Zahlen

22:15 USA: Twitter Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: Valeo Q2-Zahlen

FIN: UPM Kymmene Halbjahreszahlen

FIN: Outokumpu Q2-Zahlen

I: Banca Generali Q2-Zahlen

I: Telecom Italia Halbjahreszahlen

NL: Randstad Halbjahreszahlen

ROK: SK Hynix Q2-Zahlen

ROK: Hyundai Q2-Zahlen

USA: Eli Lilly Q2-Zahlen

USA: Baxter Q2-Zahlen

USA: JetBlue Q2-Zahlen

USA: Paccar Q2-Zahlen

USA: Under Armour Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Deutsche Börse veröffentlicht Ergebnis ihres

Aktien-Tauschangebots im Zuge der geplanten Fusion mit LSE

09:00 D: Diskussion mit Miles Geldard, Fondsmanager und Head of Strategy für

Fixed Income & Multi-Asset bei Jupiter Asset Management

u.a. zu "Welchen Einfluss hat das Brexit-Referendum speziell auf

Fixed Income- und Aktienanlagen", Frankfurt

17:00 USA: Volkswagen - US-Gericht will über Milliarden-Vergleich

betreffend der rund 500 000 Fahrzeuge mit 2,0-Liter-Motor

entscheiden, San Francisco

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MITTWOCH, DEN 27. JULI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

06:30 CH: Bucher Halbjahreszahlen

07:00 D: BASF Q2-Zahlen (Call 11.00 h)

07:00 D: Osram Q3-Zahlen (Call 9.00 h)

07:00 NL: Airbus Group Halbjahreszahlen

07:00 E: Santander Q2-Zahlen

07:00 D: Kion Halbjahreszahlen

07:15 F: Air France-KLM Halbjahreszahlen

07:30 F: Capgemini Halbjahreszahlen

07:30 D: Telefonica Deutschland Q2-Zahlen

07:30 D: Vossloh Halbjahreszahlen

07:30 D: Bayer Q2-Zahlen

08:00 D: Puma Q2-Zahlen

08:00 GB: ARM Holding Q2-Zahlen

08:00 D: Außenhandelspreise 06/16

08:00 D: GfK - Konsumklima 08/16

08:00 N: Statoil Q2-Zahlen

08:45 F: Verbrauchervertrauen 07/16

09:00 D: Volkswagen Marke Absatz 06/16 (weltweit mittags)

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 06/16

09:00 J: Nintendo Q1-Zahlen

09:00 J: Sumitomo Mitsui Financial Q1-Zahlen

10:00 EU: EZB Geldmenge M3 06/16

10:00 I: Verbrauchervertrauen 07/16

10:00 I: Geschäftsklima 07/16

10:00 D: Deutsche Bahn Halbjahres-Pk, Berlin

10:30 GB: BIP Q2/16 (vorab)

11:30 D: Anleihe

Laufzeit: 30 Jahre

Volumen: 1 Mrd EUR

12:00 USA: T-Mobile US Q2-Zahlen

13:00 GB: GlaxoSmithKline Q2-Zahlen

13:00 USA: State Street Q2-Zahlen

13:00 USA: Altria Group Q2-Zahlen

13:00 USA: Coca-Cola Q2-Zahlen

13:30 USA: Boeing Q2-Zahlen

13:30 USA: General Dynamics Q2-Zahlen

13:45 USA: Goodyear Tire & Rubber Q2-Zahlen

14:00 USA: Mondelez International Q2-Zahlen

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 06/16

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 06/16

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

17:45 I: Saipem Halbjahreszahlen

20:00 USA: FOMC Zinsentscheid

22:00 USA: Facebook Q2-Zahlen

22:00 USA: Amgen Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: Palfinger Halbjahreszahlen

A: Immofinanz Jahreszahlen (Pk am 28.7.)

D: DIW Konjunkturbarometer

D: Deutsche Bank Q2-Zahlen

D: Hochtief Halbjahreszahlen

D: Deutsche Börse Q2-Zahlen

E: Gas Natural Q2-Zahlen

F: PSA Group Halbjahreszahlen

GB: Fiat Chrysler Automobiles Q2-Zahlen

J: Nissan Q2-Zahlen

MEX: Cemex Q2-Zahlen

NL: KPN Q2-Zahlen

USA: Corning Q2-Zahlen

USA: Xilinx Q1-Zahlen

USA: GoPro Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:30 D: Pk Barmer-GEK-Report Krankenhaus 2016: Finanzlage der Kliniken und

Strukturreformen u.a. mit Christoph Straub, Vorsitzender des

Vorstands der Barmer GEK, Berlin

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DONNERSTAG, DEN 28. JULI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 ROK: Samsung Q2-Zahlen

03:00 CH: Logitech Q1-Zahlen

06:00 CH: Sulzer Halbjahreszahlen

06:30 CH: Credit Suisse Q2-Zahlen (Call 9.00 h)

07:00 CH: Clariant Halbjahreszahlen

07:00 D: Siltronic Q2-Zahlen

07:00 B: Delhaize Q2-Zahlen

07:00 F: BNP Paribas Q2-Zahlen

07:15 D: Wacker Chemie Q2-Zahlen

07:30 E: Telefonica Q2-Zahlen

07:30 D: Linde Halbjahreszahlen

07:30 D: Wincor Nixdorf Q3-Zahlen

07:30 D: Gea Group Q2-Zahlen

07:30 D: DMG Mori AG Q2-Zahlen

07:30 D: Drägerwerk Q2-Zahlen

07:30 D: Takkt Q2-Zahlen

07:30 D: Grenke Q2-Zahlen (Call 11.30 h)

07:30 F: Danone Halbjahreszahlen

07:30 F: Schneider Electric Halbjahreszahlen

07:30 F: Suez Halbjahreszahlen

07:30 GB: Dialog Semiconductor Q2-Zahlen

08:00 EU: Acea Nfz-Neuzulassungen 06/16

08:00 A: Verbund Halbjahreszahlen

08:00 F: Total Q2-Zahlen

08:00 GB: British American Tobacco Halbjahreszahlen

08:00 GB: BT Group Q1-Zahlen

08:00 GB: BAE Systems Halbjahreszahlen

08:00 GB: Shell Q2-Zahlen

08:00 GB: AstraZeneca Q2-Zahlen

08:00 GB: Anglo American Halbjahreszahlen

08:00 GB: Lloyds Banking Group Halbjahreszahlen

08:00 GB: Rolls-Royce Halbjahreszahlen

08:00 GB: Thomas Cook Q3-Zahlen

08:00 GB: Rentokil Initial Halbjahreszahlen

08:00 GB: Sky Q4-Zahlen

08:00 GB: Diageo Jahreszahlen

08:30 F: Accor Halbjahreszahlen

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 07/16

09:00 D: EnBW Halbjahreszahlen

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 07/16

10:00 D: Verbraucherpreise Bayern, Baden-Württemberg,

Hessen 07/16

10:00 D: VDMA Auftragseingang 06/16

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 07/16

11:00 EU: Geschäftsklima 07/16

12:00 CDN: PotashCorp Q2-Zahlen

12:45 USA: Dow Chemical Q2-Zahlen

12:55 USA: Colgate-Palmolive Q2-Zahlen

13:00 USA: Ford Motor Q2-Zahlen

13:00 USA: Hershey Q2-Zahlen

14:00 USA: Mastercard Q2-Zahlen

14:00 D: Verbraucherpreise 07/16 (vorläufig)

14:00 D: Deutsche Börse Analystencall Q2-Zahlen

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

17:35 F: Lagardere Halbjahreszahlen

17:40 F: Kering Halbjahreszahlen

17:45 F: Vallourec Halbjahreszahlen

18:00 F: Saint-Gobain Halbjahreszahlen

18:00 I: Enel Halbjahreszahlen

18:00 F: L'Oreal Halbjahreszahlen

22:00 NL: Qiagen Q2-Zahlen

22:00 USA: Alphabet Q2-Zahlen

22:00 USA: Amazon.com Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: AT&S Q1-Zahlen

D: Nordex Q2-Zahlen

D: Volkswagen Halbjahreszahlen (endgültig)

E: Ferrovial Halbjahreszahlen

E: Repsol Q2-Zahlen

F: Renault Halbjahreszahlen

F: Engie Halbjahreszahlen

F: Carrefour Halbjahresumsatz- und zahlen

GB: Smith & Nephew Q2-Zahlen

I: Mediaset Halbjahreszahlen

I: Leonardo Finmeccanica Halbjahreszahlen

NL: Euronext Q2-Zahlen

USA: Bristol Myers Squibb Q2-Zahlen

USA: Harley-Davidson Q2-Zahlen

USA: International Paper Q2-Zahlen

USA: ConocoPhillips Q2-Zahlen

USA: Raytheon Q2-Zahlen

USA: Expedia Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Bosch-Pressekonferenz zur Sparte Elektrogeräte (Power Tools) - vor

allem Gartengeräte. Spartenchef Henning von Boxberg stellt die neuen

Entwicklungen und Zahlen vor, Stuttgart

09:30 LU: EuGH urteilt zu bestimmten Klauseln in Online-Kaufverträgen

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FREITAG, DEN 29. JULI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:05 GB: GfK Verbrauchervertrauen 07/16

01:30 J: Arbeitslosenquote 06/16

01:30 J: Verbraucherpreise 06/16, Tokio 07/16

01:50 J: Industrieproduktion 06/18 (vorläufig)

01:50 J: Einzelhandel 06/16

06:45 CH: UBS Q2-Zahlen (Call 9.00 h)

07:00 CH: Swiss Re Q2-Zahlen

07:00 B: Anheusr-Busch Inbev Q2-Zahlen

07:00 B: Solvay Q2-Zahlen

07:00 D: Nemetschek Q2-Zahlen

07:00 D: HeidelbergCement Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 F: Safran Halbjahreszahlen

07:00 L: ArcelorMittal Q2-Zahlen

07:20 F: EdF Halbjahreszahlen

07:30 F: BIP Q2/16 (1. Veröffentlichung)

07:30 I: Assicurazioni Generali Q2-Zahlen

07:30 D: RIB Software Halbjahreszahlen

07:30 B: Umicore Halbjahreszahlen

07:30 E: BBVA Q2-Zahlen

07:30 F: Sanofi Q2-Zahlen

07:30 F: Casino Halbjahreszahlen

08:00 D: Einzelhandelsumsatz 06/16

08:00 D: SHW Halbjahreszahlen

08:00 D: MAN Halbjahreszahlen

08:00 GB: International Airlines Group (IAG) Q2-Zahlen

08:00 GB: Reckitt Benckiser Halbjahreszahlen

08:00 J: Sony Q1-Zahlen

08:00 GB: Barclays Halbjahreszahlen

08:45 F: Verbraucherpreise 07/16 (vorläufig)

08:45 F: Konsumausgaben 06/16

09:00 E: Verbraucherpreise 07/16 (vorläufig)

09:00 E: BIP Q2/16 (1. Veröffentlichung)

09:00 A: BIP Q2/16 (1. Veröffentlichung)

09:00 CH: KOF-Konjunkturbarometer 07/16

11:00 I: Verbraucherpreise 07/16 (vorläufig)

11:00 EU: BIP Q2/16 (1. Veröffentlichung)

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 06/16

11:00 EU: Verbraucherpreise 07/16 (vorab)

12:00 P: Industrieproduktion 06/16

12:45 USA: Merck & Co Q2-Zahlen

13:00 USA: AbbVie Q2-Zahlen

13:45 USA: UPS Q2-Zahlen

14:00 USA: Exxon Q2-Zahlen

14:30 USA: Chevron Corporation Q2-Zahlen

14:30 USA: BIP Q2/16 (1. Veröffentlichung)

14:30 USA: Arbeitskosten Q2/16

15:00 B: BIP Q2/16 (1. Veröffentlichung)

15:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 07/16

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 07/16

17:45 F: Vinci Halbjahreszahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

J: BoJ Zinsentscheid

D: Audi Q2-Zahlen

D: Deutsche Postbank Halbjahreszahlen

E: ACS Halbjahreszahlen

E: CaixaBank Halbjahreszahlen

F: Essilor International Halbjahreszahlen

GB: Vodafone Hauptversammlung

GB: Pearson Group Halbjahreszahlen

I: Banca Montei dei Paschi di Siena Halbjahreszahlen

I: Eni Q2-Zahlen

IRL: Bank of Ireland Halbjahreszahlen

NL: Wolters Kluwer Halbjahreszahlen

USA: Xerox Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

22:00 GB: Bankenaufsicht EBA und EZB veröffentlichen Ergebnisse des jüngsten

Krisentests für Europas größte Geldhäuser. 51 Banken aus 16 Ländern

mussten in dem Stresstest beweisen, dass sie für einen

Wirtschaftseinbruch gerüstet sind. 9 deutsche Banken wurden

untersucht., London

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

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25.07.2016

ROUNDUP 3: Bombenanschlag in Ansbach - Wohl islamistischer Hintergrund

ANSBACH (dpa-AFX) - Bei einem mutmaßlich islamistisch motivierten Bombenanschlag im fränkischen Ansbach sind am Sonntagabend zwölf Menschen verletzt worden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält es für wahrscheinlich, dass der Anschlag das Werk eines islamistischen Selbstmordattentäters war. "Meine persönliche Einschätzung ist, dass ich es leider für sehr naheliegend halte, dass hier ein echter islamistischer Selbstmordanschlag stattgefunden hat", sagte Herrmann am frühen Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Der mutmaßliche Täter sei ein 27-jähriger Flüchtling aus Syrien gewesen, sagte Herrmann bei einer Pressekonferenz in Ansbach. Der junge Mann, der öfter in psychiatrischer Behandlung gewesen sei, wollte offensichtlich die Bombe mit scharfkantigen Metallteilen in seinem Rucksack bei einem Musikfestival mit etwa 2500 Besuchern zünden. Ihm wurde aber der Einlass verwehrt. Bei der Explosion gegen 22.00 Uhr vor dem Eingang zu dem Open-Air-Konzert wurden 12 Menschen verletzt, drei davon schwer.

Auf die Frage, ob der Täter im Zusammenhang mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stehe, sagte der Minister: "Es ist dies auf jeden Fall nicht auszuschließen." Konkrete Hinweise auf den IS gebe es allerdings noch nicht. "Die offensichtliche Absicht, mehr Menschen zu töten, weist zumindest auf einen islamistischen Hintergrund hin." Der Nürnberger Polizeivizepräsident Roman Fertinger erklärte: "Wenn er mit dem Rucksack in die Veranstaltung gelangt wäre, hätte es bestimmt mehr Opfer gegeben", sagte Fertinger.

Es ist die dritte Bluttat in Bayern innerhalb einer Woche. Am Montagabend hatte ein Flüchtling in einer Regionalbahn in Würzburg Menschen mit einer Axt angegriffen, am Freitagabend war ein junger Mann in München Amok gelaufen. Mehrere Menschen starben, viele wurden verletzt. Herrmann sagte, es sei leider ein weiterer schlimmer Anschlag, der gerade die Besorgnis der Menschen weiter verstärken dürfte. Daher sei eine restlose Aufklärung der Tat wichtig, um das Vertrauen in den Rechtsstaat wieder herstellen zu können.

In Ansbach sorgte die Explosion erneut für einen Großeinsatz der Polizei, die mit 200 Kräften anrückte. Feuerwehr und Rettungsdienste waren mit 350 im Einsatz.

Herrmann sagte über den Täter: "Nachdem er einen Rucksack mit Sprengstoff hatte, in dem gleichzeitig auch viele scharfkantige Metallteile gepackt waren, die ja geeignet sind im Zusammenhang mit einer solchen Bombe dann möglichst viele Menschen im Umkreis zu verletzen, müssen wir davon ausgehen dass es keine reine Selbstmordtat war, sondern dass er möglichst viele Menschen mit ins Verderben stürzen wollte." Man müsse nun herauszufinden, mit wem der Täter kommuniziert habe, erläuterte Staatsanwalt Michael Schrotberger.

Der mutmaßliche Täter sei vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen und habe einen Asylantrag gestellt, sagte Herrmann. Der Antrag wurde vor einem Jahr abgelehnt, der Flüchtling sei seitdem geduldet gewesen. Er sei entsetzt, dass der Asylschutz menschenverachtend missbraucht werde, sagte der CSU-Politiker. "Das ist ungeheuerlich." Es müsse alles unternommen werden, dass derartiges Verhalten nicht weiter um sich greife.

Unklar ist laut Herrmann, ob der Mann in suizidaler Absicht handelte oder andere Menschen mit in den Tod reißen wollte. Das müsse in den nächsten Tagen geklärt werden. Der Täter sei wohl bei der Tat gestorben, sagte Polizei-Vizepräsident Fertinger. Der Notarzt habe keine Lebenszeichen mehr bei dem 27-Jährigen feststellen können.

Der Mann wohnte in einer Unterkunft in Ansbach, wie der Minister sagte. Der Syrer habe schon zwei Mal versucht, sich das Leben zu nehmen. Er sei deshalb auch schon in einer psychiatrischen Klinik untergebracht gewesen.

Die komplette Altstadt von Ansbach, das rund 40 000 Einwohner hat, war am späten Abend abgeriegelt, Anwohner konnten zunächst nicht zurück in ihre Häuser. Das Open-Air-Konzert wurde abgebrochen, die Besucher verließen den Veranstaltungsort. Bei den "Ansbach Open 2016" sollten am Sonntag die deutschen Popsänger Joris, Philipp Dittberner und Gregor Meyle auftreten.

Noch in der Nacht sollte die Personenabklärung weiterlaufen. Unklar war zunächst, in welchem Umfeld sich der 27-Jährige bewegte und woher er den Sprengstoff hatte. In der Nacht wurden noch Spuren gesichert. Es gebe bei einer Explosion eine große Streuung. Jedes Partikel könne zur Aufklärung beitragen. Jetzt müsse man klären, woher genau die Metallteile stammen. Die Teile glichen solchen, die in der Holzindustrie verwendet werden.

Der Grund für Ablehnung des Asylantrags von dem 27-jährigen Syrer ist laut Herrmann noch unbekannt. Dies soll im Laufe des Tages mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geklärt werden.

Herrmann kündigte an, an diesem Montag bei der Klausur der CSU-Regierung am Tegernsee über Konsequenzen auch aus dem Anschlag von Ansbach zu beraten. Dabei müsse es darum gehen, wie der Schutz der Bevölkerung verbessert und ein solcher Missbrauch des Asylrechts verhindert werden könne./kre/DP/zb

25.07.2016

WOCHENAUSBLICK: Dax könnte weiter zulegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Von den Sorgen über den beschlossenen EU-Austritt Großbritanniens ist weder am deutschen noch an anderen Aktienmärkten mehr etwas zu spüren. Vielmehr hat die ungebrochene Hoffnung auf die Notenbanken weltweit die Börsenindizes wie etwa Dax und EuroStoxx 50 wieder auf die alten Niveaus vor dem Brexit-Referendum getrieben. Hinzu kamen erste erfreuliche Geschäftsberichte großer deutscher Konzerne, die Hoffnungen auf ein allgemein gut gelaufenes zweites Quartal schüren.

Mit Blick auf die anstehende Zahlenflut in der neuen Woche könnte der deutsche Leitindex, der sich wieder im Bereich von 10 000 Punkten stabilisiert hat, davon profitieren. Wegen wichtiger Konjunkturdaten sowie spannender Notenbankentscheidungen in den USA und Japan rechnet Analyst Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank zwar mit einer schwankungsreichen Börsenwoche, "die Chancen stehen aber gut, dass es mit positiven Unternehmenszahlen noch ein bisschen höher gehen wird", glaubt er.

Nach starken Berichten der Autobauer VW und Daimler oder des Softwarekonzerns SAP seien Hoffnungen geschürt worden, dass auf das schwache erste Quartal nun ein besseres zweites und ein insgesamt solider Jahresverlauf folge, so Sonnenschein. Daher richten sich die Blicke in der neuen Woche in erster Linie auf die Dax-Konzerne BASF , Bayer , Deutsche Bank , Deutsche Börse und auf den Industriegase-Hersteller Linde .

Beim Chemieriesen BASF etwa sollte sich laut der Commerzbank der positive Absatztrend fortgesetzt haben, während bei der Deutschen Bank die starken Quartalsberichten der US-Konkurrenz auf positive Geschäftstrends hoffen lassen. Allerdings sorgen sich Analysten um die Gewinnentwicklung des größten deutschen Finanzinstituts und schließen auch die Ankündigung einer Kapitalerhöhung nicht länger aus.

Beim Pharma- und Chemiekonzern Bayer und bei der Deutschen Börse dürften dagegen weniger die Quartalsbilanzen beachtet werden als Neuigkeiten rund um deren Übernahmevorhaben. Bayer hatte erst kürzlich eine weitere Abfuhr vom umworbenen US-Wettbewerber Monsanto erhalten, während die Deutsche Börse aktuell um das Ok ihrer Aktionäre zum Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE ringt. Dafür hatte sie sogar die erforderliche Zustimmungsquote auf 60 Prozent des Grundkapitals gesenkt und will das Ergebnis des Aktien-Tauschangebots nun am Dienstag bekannt geben. Die Quartalszahlen werden dann wie auch bei BASF, Bayer und Deutscher Bank am Mittwoch veröffentlicht.

In die VW-Aktie könnte am Dienstag zudem wegen einer anstehenden Entscheidung eines US-Gerichts über einen milliardenschweren Vergleich Bewegung kommen. Ende Juni war im Rechtsstreit um manipulierte Abgaswerte bei Fahrzeugen mit 2,0-Liter-Motoren ein Kompromiss gefunden worden, dem zufolge VW bis zu 14,7 Milliarden Dollar (13,3 Mrd Euro) an Entschädigungen, Rückkauf- und Reparaturkosten, Strafen sowie Umweltinvestitionen zahlen will.

Neben Unternehmensberichten stehen am Mittwoch auch die US-Notenbank (Fed) und am Freitag die Bank of Japan mit Leitzinsentscheidungen auf der Agenda. Zwar glaubt nach dem Brexit-Votum kaum einer mehr daran, dass im Juli die Zinsen in den USA angehoben werden, aber mit Spannung dürfte auf Signale der Fed geachtet werden, ob es dazu wenigstens am Jahresende etwa kommen könnte. "Angesichts des aus Sicht der Mehrheit der Notenbanker geringen Handlungsdrucks, ist kein Anlass erkennbar, auf dieser Sitzung an der Zinsschraube zu drehen", schrieb Analyst Patrick Franke von der Helaba. Er rechnet mit einem Zinsschritt im Dezember.

In Japan gehen die Experten mehrheitlich davon aus, dass die dortige Notenbank weitere geldpolitische Lockerungen ankündigen wird, um den zuletzt stärkeren Yen zu drücken und die heimische Wirtschaft endlich in Schwung zu bringen.

Für die Kursentwicklungen am deutschen Aktienmarkt wird gleich zu Wochenbeginn außerdem auch das Ifo-Geschäftsklima eine zentrale Rolle spielen. Es dürfte Hinweise darauf geben, inwieweit sich das Brexit-Votum, aber auch der gescheiterte Putsch in der Türkei, auf die Stimmung der Unternehmen und die Geschäftserwartungen ausgewirkt hat. Zudem stehen am Donnerstag noch Daten zum Wirtschafts- , Industrie- und Verbrauchervertrauen in der Eurozone an sowie am Freitag zu den Verbraucherpreisen. Für Deutschland dürften vor dem Wochenende außerdem noch die Einzelhandelsumsätze Beachtung finden./ck/jkr/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

25.07.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Alle Meldungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX werden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Bei der Erstellung der Meldungen wird regelmäßig das Sechs-Augen-Prinzip (Erstellung, Prüfung, zusätzliche Freigabe) angewendet. Jede/r Redakteur/in der dpa-AFX unterzeichnet einen internen Code of Conduct, der spezifische dpa-AFX Regelungen zur Wahrung der publizistischen Unabhängigkeit vorgibt und deren Einhaltung dpa-AFX individuell mit einem externen Audit überprüfen lassen kann.

Meldungen zu Anlageempfehlungen/Finanzanalysen von Dritten fassen diese lediglich zusammen bzw. geben sie in Auszügen wieder. Die Meldungen stellen aber weder eine Anlageberatung oder Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss bestimmter Finanzgeschäfte dar.

Darüber hinaus ersetzen sie nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Daher ist jegliche Haftung für Schäden aller Art (insbesondere Vermögensschäden), die bei Verwendung der Meldungen für die eigene Anlageentscheidung unter Umständen auftreten, ausgeschlossen. Auf den Inhalt der Finanzanalyse/Anlageempfehlungen selbst hat dpa-AFX keinen Einfluss, verantwortlich dafür ist ausschließlich das jeweils für die Erstellung verantwortliche Unternehmen.

Hinweise zu etwaig bestehenden Interessen bzw. Interessenkonflikten hinsichtlich der Finanzinstrumente, auf die sich die Meldungen der dpa-AFX beziehen, werden auf der folgenden Internetseite offengelegt: http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html

24.07.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Alle Meldungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX werden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Bei der Erstellung der Meldungen wird regelmäßig das Sechs-Augen-Prinzip (Erstellung, Prüfung, zusätzliche Freigabe) angewendet. Jede/r Redakteur/in der dpa-AFX unterzeichnet einen internen Code of Conduct, der spezifische dpa-AFX Regelungen zur Wahrung der publizistischen Unabhängigkeit vorgibt und deren Einhaltung dpa-AFX individuell mit einem externen Audit überprüfen lassen kann.

Meldungen zu Anlageempfehlungen/Finanzanalysen von Dritten fassen diese lediglich zusammen bzw. geben sie in Auszügen wieder. Die Meldungen stellen aber weder eine Anlageberatung oder Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss bestimmter Finanzgeschäfte dar.

Darüber hinaus ersetzen sie nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Daher ist jegliche Haftung für Schäden aller Art (insbesondere Vermögensschäden), die bei Verwendung der Meldungen für die eigene Anlageentscheidung unter Umständen auftreten, ausgeschlossen. Auf den Inhalt der Finanzanalyse/Anlageempfehlungen selbst hat dpa-AFX keinen Einfluss, verantwortlich dafür ist ausschließlich das jeweils für die Erstellung verantwortliche Unternehmen.

Hinweise zu etwaig bestehenden Interessen bzw. Interessenkonflikten hinsichtlich der Finanzinstrumente, auf die sich die Meldungen der dpa-AFX beziehen, werden auf der folgenden Internetseite offengelegt: http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html

22.07.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: S&P 500 beendet Handel auf Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause ihre Anfangsverluste am Freitag mühsam abgeschüttelt. Der marktbreite S&P-500-Index erreichte auf Schlusskursbasis dennoch ein Rekordhoch: Er ging 0,46 Prozent fester bei 2175,03 Punkten aus dem Handel. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK sprach vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch von einem unspektakulären Wochenausklang.

Der Leitindex Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,29 Prozent im Plus bei 18 570,85 Zählern ins Wochenende. Am Donnerstag hatte er einer neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent tiefer geschlossen. Auf Wochensicht schaffte der Dow nur ein knappes Plus von 0,29 Prozent, da er sich zuletzt lediglich in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es am Freitag um 0,41 Prozent auf 4666,07 Punkte bergauf, womit er sich weiter auf dem höchsten Niveau seit Ende 2015 hielt.

'BERICHTSSAISON BISHER DURCHWACHSEN'

Bisher ist die Berichtssaison der US-Unternehmen laut Hewson durchwachsen ausgefallen: Den überraschend guten Zahlen der Banken stehe eine insgesamt enttäuschende Entwicklung bei den Fluggesellschaften gegenüber, die unter Sorgen wegen Überkapazitäten und sinkenden Ticketpreisen sowie Terrorängsten litten.

Derweil rechnen Experten nicht damit, dass die Fed kommende Woche die Zinsen anheben wird. Die jüngsten amerikanischen Konjunkturdaten seien nicht gut genug ausgefallen, um eine Mehrheit der Mitglieder des geldpolitischen Rates von einem Zinsschritt zu überzeugen, hieß es etwa bei der BayernLB.

KURSSPRUNG BEI AMD NACH STARKEN ZAHLEN

Unter den Einzelwerten ragten am Freitag die Aktien von AMD mit einem Sprung von 11,88 Prozent heraus. Beim Chiphersteller läuft das Geschäft nach einer Durststrecke wieder deutlich besser: Im vergangenen Quartal hatte der Umsatz zugelegt und es gab wieder einen Gewinn. Den Ausschlag dafür hatte allerdings ein positiver Effekt aus der Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens in China gegeben.

Die Yahoo-Titel stiegen um 1,36 Prozent auf 39,38 US-Dollar und kosteten damit so viel wie zuletzt vor einem Jahr. Analyst Hewson verwies auf Berichte, wonach Verizon Communications kurz vor der Übernahme des Yahoo-Internetgeschäfts steht. Der Telekommunikationskonzern erwäge dafür einen Kaufpreis von knapp 5 Milliarden US-Dollar, womit er konkurrierende Bieter ausstechen könnte, hieß es.

Bei American Airlines konnten sich die Anleger über ein Kursplus von 4,00 Prozent freuen. Die Fluggesellschaft übertraf trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal die Analystenerwartungen. Angesichts der zunehmend schwierigen Lage verschiebt sie aber die Abnahme von 22 neuen Airbus-Langstreckenjets um gut zwei Jahre.

ABSTUFUNG BELASTET PAYPAL - GE AM DOW-ENDE

Dagegen gerieten die zuletzt stark gelaufenen Titel des Online-Bezahldienstes Paypal mit minus 6,75 Prozent unter die Räder. Sie litten offensichtlich darunter, dass die Analysten des Finanzdienstleisters Wells Fargo ihre Kaufempfehlung gestrichen hatten. Die Quartalsresultate des Unternehmens und die Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem Finanzkonzern Visa halfen dem Aktienkurs nicht. Dessen Aktien <3V64.FSE> legten nach der eigenen Zahlenvorlage um 1,42 Prozent zu.

Am Dow-Ende büßten die Anteilsscheine des Industriekonzerns General Electric (GE) 1,63 Prozent ein, womit sie ihrer zuletzt guten Entwicklung Tribut zollten. Der Siemens-Konkurrent hatte dank guter Geschäfte in Energieerzeugung und Luftfahrt zuletzt der unruhigen Konjunktur getrotzt.

MILLIARDEN-ABSCHREIBUNG BEI BOEING

Boeing-Aktien machten ihreVerluste überwiegend wett und verlroen am Ende noch 0,04 Prozent. Der Flugzeughersteller hatte mitgeteilt, wegen Problemen bei drei Flugzeug-Modellen 2,1 Milliarden US-Dollar abzuschreiben. Die Wertberichtigung kommt allerdings nicht überraschend und soll sich auch nicht auf den Zahlungsmittelfluss auswirken. An der Umsatzprognose für 2016 hält der Konzern vor den am kommenden Mittwoch anstehenden Quartalszahlen fest.

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks war im vergangenen Quartal langsamer gewachsen als in den Vorquartalen und vor einem Jahr. Das Umsatzwachstum blieb hinter den Erwartungen zurück - die Aktien stiegen dennoch um 0,52 Prozent.

Der Eurokurs rutschte im New Yorker Handel auf 1,0973 Dollar ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1014 (Donnerstag: 1,1015) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9079 (0,9078) Euro. Am US-Rentenmarkt verloren richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 3/32 Punkte auf 100 17/32 Punkte und rentierten mit 1,57 Prozent./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

22.07.2016

Aktien New York Schluss: S&P 500 beendet Handel auf Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause ihre Anfangsverluste am Freitag mühsam abgeschüttelt. Der marktbreite S&P-500-Index erreichte auf Schlusskursbasis dennoch ein Rekordhoch: Er ging 0,46 Prozent fester bei 2175,03 Punkten aus dem Handel. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK sprach vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch von einem unspektakulären Wochenausklang.

Der Leitindex Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,29 Prozent im Plus bei 18 570,85 Zählern ins Wochenende. Am Donnerstag hatte er einer neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent tiefer geschlossen. Auf Wochensicht schaffte der Dow nur ein knappes Plus von 0,29 Prozent, da er sich zuletzt lediglich in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es am Freitag um 0,41 Prozent auf 4666,07 Punkte bergauf, womit er sich weiter auf dem höchsten Niveau seit Ende 2015 hielt./gl/he

22.07.2016

Aktien New York: Dow Jones kämpft sich nach Rally und Atempause ins Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street tut sich nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause schwer mit weiteren Kursgewinnen. Durchwachsene Unternehmenszahlen gaben dem amerikanischen Aktienmarkt keine Richtung vor. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK rechnet vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch mit einem unspektakulären Wochenausklang.

Nach einem verhaltenen Start kämpfte sich der Dow Jones Industrial am Freitag ins Plus und gewann zuletzt 0,14 Prozent auf 18 543,19 Punkte. Am Donnerstag hatte der US-Leitindex seiner neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent tiefer geschlossen. Auf Wochensicht dürfte der Dow weitgehend auf der Stelle treten, da er sich zuletzt nur in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Freitag 0,35 Prozent auf 2172,71 Zähler. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,38 Prozent auf 4664,47 Punkte hoch, womit er sich weiter auf dem höchsten Niveau seit Jahresbeginn hielt.

Bisher ist die Berichtssaison der US-Unternehmen laut Hewson durchwachsen ausgefallen: Den überraschend guten Zahlen der Banken stehe eine insgesamt enttäuschende Entwicklung bei den Fluggesellschaften gegenüber, die unter Sorgen wegen Überkapazitäten und sinkenden Ticketpreisen sowie Terrorängsten litten.

Derweil rechnen Experten nicht damit, dass die Fed kommende Woche die Zinsen anheben wird. Die jüngsten amerikanischen Konjunkturdaten seien nicht gut genug ausgefallen, um eine Mehrheit der Mitglieder des geldpolitischen Rates von einem Zinsschritt zu überzeugen, hieß es etwa bei der BayernLB.

Unter den Einzelwerten ragten am Freitag die Aktien von AMD mit einem Sprung von 12,45 Prozent heraus. Beim Chiphersteller läuft das Geschäft nach einer Durststrecke wieder deutlich besser: Im vergangenen Quartal hatte der Umsatz zugelegt und es gab wieder einen Gewinn. Den Ausschlag dafür hatte allerdings ein positiver Effekt aus der Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens in China gegeben.

Die Yahoo-Titel stiegen um 1,18 Prozent auf 39,31 US-Dollar und kosteten damit so viel wie zuletzt vor einem Jahr. Analyst Hewson verwies auf Berichte, wonach Verizon Communications kurz vor der Übernahme des Yahoo-Internetgeschäfts steht. Der Telekommunikationskonzern erwäge dafür einen Kaufpreis von knapp 5 Milliarden US-Dollar, womit er konkurrierende Bieter ausstechen könnte, hieß es.

Bei American Airlines konnten sich die Anleger über ein Kursplus von 3,49 Prozent freuen. Die Fluggesellschaft übertraf trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal die Analystenerwartungen. Angesichts der zunehmend schwierigen Lage verschiebt sie aber die Abnahme von 22 neuen Airbus-Langstreckenjets um gut zwei Jahre.

Dagegen gerieten die zuletzt stark gelaufenen Titel des Online-Bezahldienstes Paypal mit minus 7,24 Prozent unter die Räder. Sie litten offensichtlich darunter, dass die Analysten des Finanzdienstleisters Wells Fargo ihre Kaufempfehlung gestrichen hatten. Die Quartalsresultate des Unternehmens und die Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem Finanzkonzern Visa halfen dem Aktienkurs nicht. Dessen Aktien <3V64.FSE> entwickelten sich nach der eigenen Zahlenvorlage mit einem knappen Minus unspektakulär.

Am Dow-Ende büßten die Anteilsscheine des Industriekonzerns General Electric (GE) 1,96 Prozent ein, womit sie ihrer zuletzt guten Entwicklung Tribut zollten. Der Siemens-Konkurrent hatte dank guter Geschäfte in Energieerzeugung und Luftfahrt zuletzt der unruhigen Konjunktur getrotzt.

Boeing-Aktien verloren 0,92 Prozent, nachdem der Flugzeughersteller mitgeteilt hatte, wegen Problemen bei drei Flugzeug-Modellen 2,1 Milliarden US-Dollar abzuschreiben. Die Wertberichtigung kommt allerdings nicht überraschend und soll sich auch nicht auf den Zahlungsmittelfluss auswirken. An der Umsatzprognose für 2016 hält der Konzern vor den am kommenden Mittwoch anstehenden Quartalszahlen fest.

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks war im vergangenen Quartal langsamer gewachsen als in den Vorquartalen und vor einem Jahr. Das Umsatzwachstum blieb hinter den Erwartungen zurück - die Aktien stiegen dennoch um 0,49 Prozent./gl/he

22.07.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax kommt kaum vom Fleck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem jüngsten Aufschwung hat der Dax zum Wochenschluss seinen Elan eingebüßt. Auf ein minimales Plus am Vortag folgte am Freitag ein minimales Minus von 0,09 Prozent auf 10 147,46 Punkte. Damit hat der deutsche Leitindex im Wochenverlauf aber immer noch um 0,8 Prozent zugelegt.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann zum Wochenschluss 0,13 Prozent auf 20 809,93 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,44 Prozent auf 1674,98 Punkte nach oben.

Etwas mehr Schwung hatte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der mit einem Plus von 0,13 Prozent auf 2972,23 Zählern aus dem Handel ging. Ähnlich legte der Pariser Cac 40 zu, während der Londoner FTSE 100 etwas deutlicher zulegte. In den USA hielt sich der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende dicht an seinem Vortagesschluss, während die Nasdaq-Börsen leicht stiegen.

WARTEN AUF FRISCHE IMPULSE

Marktbeobachter Christian Henke vom Broker IG Markets sprach von einem "eher lustlosen Handel nach einer recht erfolgreichen Börsenwoche". Potenzielle Käufer warteten nach der Erholungsrally vom Brexit-Schock auf kleinere Rückschlage, vermutete Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Da sich zugleich auch die Gewinnmitnahmen in Grenzen gehalten hätten, habe es kaum Bewegung im Dax gegeben.

Positive Nachrichten kamen zum Wochenschluss von der Konjunkturseite. Die Unternehmensstimmung im Euroraum hatte sich im Juli ungeachtet der britischen Entscheidung zum EU-Austritt weniger eingetrübt als befürchtet. Zudem signalisiert der Indikator trotz des Rückgangs weiterhin Wirtschaftswachstum.

TELEKOM PROFITIERT VON VODAFONE-ZAHLEN

Die Aktien der Deutschen Telekom zählten mit einem Plus von 0,82 Prozent zu den Dax-Favoriten und profitierten von einer guten Branchenstimmung. Auslöser war, dass der britische Konkurrent Vodafone dank einer leichten Erholung in Europa zu Beginn seines Geschäftsjahres besser abgeschnitten hatte als gedacht.

Im MDax knüpften die Anteilsscheine von Leoni mit plus 2,73 Prozent an ihre Vortagesgewinne an. Der Autozulieferer hatte am Donnerstag mit seinen Eckzahlen zum zweiten Quartal überzeugt. Nun äußerten sich Analysten positiv.

ELRINGKLINGER MIT GEWINNWARNUNG

Derweil schockte der im März in den SDax abgestiegene Autozulieferer ElringKlinger die Anleger mit einer weiteren Gewinnwarnung. Die Auftragsflut macht dem Unternehmen immer noch zu schaffen und sorgt für hohe Extra-Kosten. Die Aktien rauschten zeitweise auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren und beendeten den Handel mit minus 13,23 Prozent. Mit der abermaligen Warnung, der dritten seit 2015, habe das Unternehmen weiteres Vertrauen verspielt, sagte ein Händler.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,15 Prozent am Vortag auf minus 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 143,83 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,05 Prozent auf 166,51 Punkte. Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1014 (Donnerstag: 1,1015) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9079 (0,9078) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

22.07.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Dax kommt kaum vom Fleck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem jüngsten Aufschwung hat der Dax zum Wochenschluss seinen Elan eingebüßt. Auf ein minimales Plus am Vortag folgte am Freitag ein minimales Minus von 0,09 Prozent auf 10 147,46 Punkte. Damit hat der deutsche Leitindex im Wochenverlauf aber immer noch um 0,8 Prozent zugelegt.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann zum Wochenschluss 0,13 Prozent auf 20 809,93 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,44 Prozent auf 1674,98 Punkte nach oben./ck/he

22.07.2016

WOCHENAUSBLICK: Dax könnte weiter zulegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Von den Sorgen über den beschlossenen EU-Austritt Großbritanniens ist weder am deutschen noch an anderen Aktienmärkten mehr etwas zu spüren. Vielmehr hat die ungebrochene Hoffnung auf die Notenbanken weltweit die Börsenindizes wie etwa Dax und EuroStoxx 50 wieder auf die alten Niveaus vor dem Brexit-Referendum getrieben. Hinzu kamen erste erfreuliche Geschäftsberichte großer deutscher Konzerne, die Hoffnungen auf ein allgemein gut gelaufenes zweites Quartal schüren.

Mit Blick auf die anstehende Zahlenflut in der neuen Woche könnte der deutsche Leitindex, der sich wieder im Bereich von 10 000 Punkten stabilisiert hat, davon profitieren. Wegen wichtiger Konjunkturdaten sowie spannender Notenbankentscheidungen in den USA und Japan rechnet Analyst Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank zwar mit einer schwankungsreichen Börsenwoche, "die Chancen stehen aber gut, dass es mit positiven Unternehmenszahlen noch ein bisschen höher gehen wird", glaubt er.

HOFFNUNG AUF EIN ERFREULICHES ZWEITES QUARTAL

Nach starken Berichten der Autobauer VW und Daimler oder des Softwarekonzerns SAP seien Hoffnungen geschürt worden, dass auf das schwache erste Quartal nun ein besseres zweites und ein insgesamt solider Jahresverlauf folge, so Sonnenschein. Daher richten sich die Blicke in der neuen Woche in erster Linie auf die Dax-Konzerne BASF , Bayer , Deutsche Bank , Deutsche Börse und auf den Industriegase-Hersteller Linde .

Beim Chemieriesen BASF etwa sollte sich laut der Commerzbank der positive Absatztrend fortgesetzt haben, während bei der Deutschen Bank die starken Quartalsberichten der US-Konkurrenz auf positive Geschäftstrends hoffen lassen. Allerdings sorgen sich Analysten um die Gewinnentwicklung des größten deutschen Finanzinstituts und schließen auch die Ankündigung einer Kapitalerhöhung nicht länger aus.

ÜBERNAHMETHEMEN STATT ZAHLEN BEI BAYER UND BÖRSE

Beim Pharma- und Chemiekonzern Bayer und bei der Deutschen Börse dürften dagegen weniger die Quartalsbilanzen beachtet werden als Neuigkeiten rund um deren Übernahmevorhaben. Bayer hatte erst kürzlich eine weitere Abfuhr vom umworbenen US-Wettbewerber Monsanto erhalten, während die Deutsche Börse aktuell um das Ok ihrer Aktionäre zum Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE ringt. Dafür hatte sie sogar die erforderliche Zustimmungsquote auf 60 Prozent des Grundkapitals gesenkt und will das Ergebnis des Aktien-Tauschangebots nun am Dienstag bekannt geben. Die Quartalszahlen werden dann wie auch bei BASF, Bayer und Deutscher Bank am Mittwoch veröffentlicht.

In die VW-Aktie könnte am Dienstag zudem wegen einer anstehenden Entscheidung eines US-Gerichts über einen milliardenschweren Vergleich Bewegung kommen. Ende Juni war im Rechtsstreit um manipulierte Abgaswerte bei Fahrzeugen mit 2,0-Liter-Motoren ein Kompromiss gefunden worden, dem zufolge VW bis zu 14,7 Milliarden Dollar (13,3 Mrd Euro) an Entschädigungen, Rückkauf- und Reparaturkosten, Strafen sowie Umweltinvestitionen zahlen will.

ZINSENTSCHEIDUNGEN IN DEN USA UND JAPAN

Neben Unternehmensberichten stehen am Mittwoch auch die US-Notenbank (Fed) und am Freitag die Bank of Japan mit Leitzinsentscheidungen auf der Agenda. Zwar glaubt nach dem Brexit-Votum kaum einer mehr daran, dass im Juli die Zinsen in den USA angehoben werden, aber mit Spannung dürfte auf Signale der Fed geachtet werden, ob es dazu wenigstens am Jahresende etwa kommen könnte. "Angesichts des aus Sicht der Mehrheit der Notenbanker geringen Handlungsdrucks, ist kein Anlass erkennbar, auf dieser Sitzung an der Zinsschraube zu drehen", schrieb Analyst Patrick Franke von der Helaba. Er rechnet mit einem Zinsschritt im Dezember.

In Japan gehen die Experten mehrheitlich davon aus, dass die dortige Notenbank weitere geldpolitische Lockerungen ankündigen wird, um den zuletzt stärkeren Yen zu drücken und die heimische Wirtschaft endlich in Schwung zu bringen.

IFO DÜRFTE SORGEN UM BREXIT UND TÜRKEI ZEIGEN

Für die Kursentwicklungen am deutschen Aktienmarkt wird gleich zu Wochenbeginn außerdem auch das Ifo-Geschäftsklima eine zentrale Rolle spielen. Es dürfte Hinweise darauf geben, inwieweit sich das Brexit-Votum, aber auch der gescheiterte Putsch in der Türkei, auf die Stimmung der Unternehmen und die Geschäftserwartungen ausgewirkt hat. Zudem stehen am Donnerstag noch Daten zum Wirtschafts- , Industrie- und Verbrauchervertrauen in der Eurozone an sowie am Freitag zu den Verbraucherpreisen. Für Deutschland dürften vor dem Wochenende außerdem noch die Einzelhandelsumsätze Beachtung finden./ck/jkr/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

22.07.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Kaum Bewegung nach Rally und Atempause

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street ist nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause am Freitag zunächst kaum von der Stelle gekommen. Durchwachsene Unternehmenszahlen gaben dem amerikanischen Aktienmarkt vor dem Wochenende keine Richtung vor.

Gut eine Stunde nach Handelsbeginn notierte der Dow Jones Industrial 0,04 Prozent tiefer bei 18 509,84 Punkten. Am Donnerstag hatte der US-Leitindex seiner neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent im Minus geschlossen. Auf Wochensicht dürfte der Dow auf der Stelle treten, da er sich zuletzt nur in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Donnerstag um 0,07 Prozent auf 2166,68 Zähler. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,22 Prozent auf 4657,35 Punkte hoch.

Unter den Einzelwerten ragten die Aktien von AMD mit einem Sprung von 5,36 Prozent heraus. Beim Chiphersteller läuft das Geschäft nach einer Durststrecke wieder deutlich besser: Im vergangenen Quartal hatte der Umsatz zugelegt und es gab wieder einen Gewinn. Den Ausschlag dafür hatte allerdings ein positiver Effekt aus der Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens in China gegeben.

Bei American Airlines konnten sich die Anleger über ein Kursplus von 3,43 Prozent freuen. Die Fluggesellschaft übertraf trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal die Analystenerwartungen. Angesichts der zunehmend schwierigen Lage verschiebt sie aber die Abnahme von 22 neuen Airbus-Langstreckenjets um gut zwei Jahre.

Dagegen gerieten die zuletzt stark gelaufenen Titel des Online-Bezahldienstes Paypal mit minus 7,70 Prozent unter die Räder. Sie litten offensichtlich darunter, dass die Analysten des Finanzdienstleisters Wells Fargo ihre Kaufempfehlung gestrichen hatten. Die Quartalsresultate des Unternehmens und die Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem Finanzkonzern Visa halfen dem Aktienkurs nicht. Dessen Aktien <3V64.FSE> entwickelten sich nach der eigenen Zahlenvorlage mit einem knappen Minus unspektakulär.

Am Dow-Ende büßten die Anteilsscheine des Industriekonzerns General Electric (GE) 2,26 Prozent ein, womit sie ihrer zuletzt guten Entwicklung Tribut zollten. Der Siemens-Konkurrent hatte dank guter Geschäfte in Energieerzeugung und Luftfahrt zuletzt der unruhigen Konjunktur getrotzt.

Boeing-Aktien verloren 1,51 Prozent, nachdem der Flugzeughersteller mitgeteilt hatte, wegen Problemen bei drei Flugzeug-Modellen 2,1 Milliarden US-Dollar abzuschreiben. Die Wertberichtigung kommt allerdings nicht überraschend und soll sich auch nicht auf den Zahlungsmittelfluss auswirken. An der Umsatzprognose für 2016 hält der Konzern vor den am kommenden Mittwoch anstehenden Quartalszahlen fest.

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks war im vergangenen Quartal langsamer gewachsen als in den Vorquartalen und vor einem Jahr. Das Umsatzwachstum blieb entsprechend hinter den Erwartungen zurück - die Aktien sanken um 0,20 Prozent./gl/he

25.07.2016

Fast jeder zweite Erwerbstätige schaut nach Feierabend in Mails

KÖLN (dpa-AFX) - Fast jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland schaut einer Umfrage zufolge nach Feierabend in seine dienstlichen E-Mails. In einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur gaben insgesamt 45 Prozent an, in der Regel mindestens einmal oder öfter nach Dienstschluss in ihr geschäftliches Mailpostfach zu gucken. Etwa 20 Prozent der Befragten gaben an, in der Regel außerdem mindestens einmal pro Woche nach Feierabend angerufen zu werden. Bei 28 Prozent kommt das weniger als einmal pro Woche, bei 42 Prozent überhaupt nicht vor.

Dabei wird die ständige Erreichbarkeit von etwa jedem Dritten als "eher" oder "sehr belastend" empfunden. Ebenfalls ein Drittel finden die Störungen im Feierabend "ein wenig belastend" und noch einmal ein Drittel sehen darin überhaupt kein Problem. Etwa jeder Dritte hat in seinem letzten Urlaub mindestens einmal in seine E-Mails geschaut. Gleichzeitig stört es etwa 40 Prozent aller Deutschen, wenn ihre Begleitung im Urlaub berufliche E-Mails liest./kil/ang/DP/he

25.07.2016

Japans Exporte weiter im Sinkflug - aber nicht so schlimm wie befürchtet

TOKIO (dpa-AFX) - Die japanische Wirtschaft leidet weiter unter einer schwachen Nachfrage der wichtigsten Handelspartner und dem jüngst wieder erstarkten Yen. Die Exporte gingen im Juni zum neunten Mal nacheinander zurück - allerdings hatten Experten noch schlimmeres befürchtet. Die Ausfuhren seien um 7,4 Prozent gesunken, teilte das Finanzministerium am Montag in Tokio mit. Volkswirte hatten sogar ein Minus von 11,3 Prozent erwartet.

Die Importe sanken um 18,8 Prozent. Hier profitiert Japan von der jüngsten Stärke der heimischen Währung und den niedrigen Rohstoffpreise. Insgesamt errechnete sich ein Handelsbilanzüberschuss von 692,8 Milliarden Japanische Yen (5,95 Milliarden Euro)./he

25.07.2016

Bausparkassen setzen weiter auf Kündigung von Altverträgen

STUTTGART (dpa-AFX) - Im Streit um relativ hoch verzinste Bausparverträge setzen die Bausparkassen ihren harten Kurs fort. Wie bereits 2015 werde man auch in diesem Jahr Altverträge kündigen, die seit zehn Jahren zuteilungsreif sind und nur als Guthaben genutzt werden, teilten zahlreiche Bausparkassen auf dpa-Anfrage mit. Die hohen Guthabenzinsen aus den 1990er Jahren sind für die Branche in den heutigen Niedrigzins-Zeiten eine Belastung. Die große Kündigungswelle begann 2015, als 200 000 Altverträge aufgelöst wurden. Die Bausparkassen gehen bei dem Thema geschlossen vor. Branchenschätzungen zufolge dürfte es 2016 etwa 60 000 Kündigungen von Altverträgen geben./wdw/DP/he

25.07.2016

IW plädiert für Anhebung des Renteneintrittsalters auf 73 Jahre

BERLIN (dpa-AFX) - Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) plädierte für eine Heraufsetzung des Rentenalters. IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt sagte der "BILD"-Zeitung, nur so könne verhindert werden, dass die Rentenbeiträge steigen würden und das Rentenniveau weiter als geplant sinken werde. "Wenn nicht stärker privat und betrieblich vorgesorgt wird, müsste das Eintrittsalter weiter erhöht werden: bis 2030 auf 69 Jahre und bis 2041 auf 73 Jahre. Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass mit den letzten Rentenreformen alle Probleme gelöst wurden", erklärte Bardt

Unter Berufung auf neue Daten der Rentenversicherung Bund berichtet das Blatt, dass Ruheständler so lange Rente bezögen wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr sei die durchschnittliche Bezugsdauer bei Frauen auf 22,8 Jahre (reguläre Altersrente), bei Männern auf 18,78 Jahre gestiegen. 2010 erhielten Frauen im Durchschnitt noch 22,09 Jahre Rente, Männer 17,51 Jahre./gp/DP/he

24.07.2016

ROUNDUP: BDI beklagt bei TTIP 'Foulspiel aus Berlin' - CDU zeigt auf Gabriel

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Industrie fürchtet wegen mangelnder Unterstützung aus der Politik um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Er beobachte "Foulspiel aus Berlin", schrieb der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Montag). Es würden "Verhandlungen infrage gestellt" und "vorschnelle Pauschalbeurteilungen getroffen". Er sei "tief enttäuscht", wie wenig Werbung die Mehrheit der Politiker für die Ziele des Freihandels zwischen der EU und den USA machten. Die Regierung und die Politiker anderer Parteien müssten auch ein Jahr vor der Bundestagswahl die Nerven behalten.

Die CDU verwies auf Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). "Ich bin einigermaßen überrascht, dass der Wirtschaftsminister nicht erkennt, wie wichtig das Freihandelsabkommen mit den USA ist", sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder der "Welt am Sonntag". Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich halte gar nichts davon, dass jetzt auch der Wirtschaftsminister offenbar gar nicht mehr dafür kämpfen will."

Auch der Verband "Die Familienunternehmer" sieht vor allem Gabriel in der Pflicht: "Sigmar Gabriel droht am Spagat seiner Ämter zu scheitern: Parteivorsitzender einer identitätssuchenden SPD und Wirtschaftsminister der größten Volkswirtschaft Europas zu sein", sagte Verbandschef Lutz Goebel dem "Handelsblatt". Die "Mutlosen" in der SPD trieben Gabriel vor sich her.

Gabriel hatte vor Zeitdruck gewarnt, nachdem sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Frühjahr für einen schnellen Abschluss der Verhandlungen ausgesprochen hatte. Er lehnt insbesondere die vorgesehenen privaten Schiedsgerichte für Konzerne ab und droht damit, dem Abkommen nicht zuzustimmen, wenn es dabei bleiben sollte.

"Ich glaube nicht, dass das im deutschen Interesse ist", sagte Schäuble zu Gabriels Haltung. Kauder warnte: "Wenn die Gespräche mit Washington scheitern, wird die deutsche Wirtschaft mittelfristig große Schwierigkeiten bekommen." Das könne zum Verlust Tausender Arbeitsplätze führen. "TTIP ist für unser Land ein überragend wichtiges Zukunftsthema von fast existenzieller Bedeutung."

Über die neue "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP) sollen Zölle und als Handelsbarrieren wahrgenommene Normen abgebaut werden. Die Verhandlungen kamen zuletzt wegen stark unterschiedlicher Positionen aber kaum voran. Verbraucher- und Umweltschützer befürchten, dass durch das Abkommen europäische Sicherheits- und Umweltstandards gesenkt werden könnten.

Die erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD im Bundestag, Christine Lambrecht, stellte klar: "Wir wollen kein TTIP um jeden Preis." Wenn sich Kauder und die Union ein Freihandelsabkommen um jeden Preis inklusive privater Schiedsgerichte und Absenkungen beim Verbraucherschutz wünschten, "dann sollen sie es den Wählerinnen und Wählern klipp und klar sagen"./sk/DP/he

24.07.2016

WDH: Industrie kritisiert bei TTIP 'Foulspiel aus Berlin'

(sieht statt sehen im 2. Absatz)

BERLIN (dpa-AFX) - Industriepräsident Ulrich Grillo hat sich über mangelnde Unterstützung der Bundesregierung beim geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP beklagt. Er beobachte "Foulspiel aus Berlin", schrieb Grillo in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Montag). Es würden "Verhandlungen infrage gestellt" und "vorschnelle Pauschalbeurteilungen getroffen". Er sei "tief enttäuscht", wie wenig Werbung die Mehrheit der Politiker für die Ziele des Freihandels zwischen der EU und den USA machten.

Der Verband "Die Familienunternehmer" sieht vor allem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in der Pflicht: "Sigmar Gabriel droht am Spagat seiner Ämter zu scheitern: Parteivorsitzender einer identitätssuchenden SPD und Wirtschaftsminister der größten Volkswirtschaft Europas zu sein", sagte Verbandschef Lutz Goebel dem "Handelsblatt". Die "Mutlosen" in der SPD trieben Gabriel vor sich her.

Über die neue "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP) sollen Zölle und als Handelsbarrieren wahrgenommene Normen abgebaut werden. Die Verhandlungen kamen zuletzt wegen stark unterschiedlicher Positionen aber kaum voran. Verbraucher- und Umweltschützer befürchten, dass durch das Abkommen europäische Sicherheits- und Umweltstandards gesenkt werden könnten./hot/DP/he

24.07.2016

Industrie kritisiert bei TTIP 'Foulspiel aus Berlin'

BERLIN (dpa-AFX) - Industriepräsident Ulrich Grillo hat sich über mangelnde Unterstützung der Bundesregierung beim geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP beklagt. Er beobachte "Foulspiel aus Berlin", schrieb Grillo in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Montag). Es würden "Verhandlungen infrage gestellt" und "vorschnelle Pauschalbeurteilungen getroffen". Er sei "tief enttäuscht", wie wenig Werbung die Mehrheit der Politiker für die Ziele des Freihandels zwischen der EU und den USA machten.

Der Verband "Die Familienunternehmer" sehen vor allem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in der Pflicht: "Sigmar Gabriel droht am Spagat seiner Ämter zu scheitern: Parteivorsitzender einer identitätssuchenden SPD und Wirtschaftsminister der größten Volkswirtschaft Europas zu sein", sagte Verbandschef Lutz Goebel dem "Handelsblatt". Die "Mutlosen" in der SPD trieben Gabriel vor sich her.

Über die neue "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP) sollen Zölle und als Handelsbarrieren wahrgenommene Normen abgebaut werden. Die Verhandlungen kamen zuletzt wegen stark unterschiedlicher Positionen aber kaum voran. Verbraucher- und Umweltschützer befürchten, dass durch das Abkommen europäische Sicherheits- und Umweltstandards gesenkt werden könnten./hot/DP/he

24.07.2016

WDH/GESAMT-ROUNDUP: G20-Staaten geben Signal der Stabilität

(Erholungspfad (nicht: Erfolgsfahrt) im 4. Absatz. Zudem wurde für

Deutschland die Jahreszahl 2017 eingefügt.)

CHENGDU (dpa-AFX) - Die Top-Volkswirtschaften (G20) sehen sich für negative Folgen eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union gut gewappnet. Nach zweitägigen Beratungen gaben sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G20 am Sonntag demonstrativ zuversichtlich, auch wenn das Brexit-Votum zusätzliche Unsicherheiten für die Weltwirtschaft schaffe. "Die Länder der G20 sind gut aufgestellt, um proaktiv potenzielle wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen anzugehen, die sich aus dem Votum im Vereinigten Königreich ergeben", hieß es in der Abschlusserklärung im chinesischen Chengdu.

"Für die Zukunft hoffen wir, dass das Vereinigte Königreich ein enger Partner der EU ist", heißt es in dem Papier weiter. Mit ihren Beratungen bereiteten die Finanzminister und Notenbankchefs den G20-Gipfel am 4. und 5. September in der chinesischen Stadt Hangzhou vor. China hält in diesem Jahr erstmals die G20-Präsidentschaft, bevor sie im nächsten Jahr von Deutschland übernommen wird.

WEIDMANN

Noch zeichne sich aber keine rasche Linie für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ab, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Er zeigte sich gleichwohl zuversichtlich, dass es eine "gute Zusammenarbeit in schwierigen Verhandlungen" geben werde. "Aber das Problem ist noch nicht gelöst." Er hatte in Chengdu erstmals den neuen britischen Finanzminister Philip Hammond getroffen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sieht zwar Unsicherheiten durch das Brexit-Votum, doch bestehe Einigkeit in der G20, dass die Weltwirtschaft "ihren Erholungspfad fortsetzen dürfte" - mit insgesamt verhaltenem Tempo und einer leichten Verstärkung im Jahr 2017. Auch in Deutschland sei die Konjunktur weiter kräftig. Für 2017 und 2018 sei aber "eine begrenzte Bremswirkung" durch das Brexit-Votum zu erwarten.

TÜRKEI

Zwar wurde in Chengdu die Lage nach dem Putschversuch in der Türkei diskutiert, aber anders als zunächst angedacht gab es keinen Passus dazu in der Abschlusserklärung. Die Türkei hatte auf Unterstützung gehofft, doch pochten andere G20-Staaten auf rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien. Am Ende gab es keine Einigung auf eine Formulierung. Schäuble teilte dem türkischen Vize-Premier Mehmet Simsek die Sorge in Deutschland und Europa über die Entwicklung mit.

Wie Wachstum geschaffen werden kann, stand im Mittelpunkt des Treffens. Die G20 setzen nach den Worten von Schäuble verstärkt auf grundlegende Reformen zur Ankurbelung von Wirtschaft und Beschäftigung. "Wir brauchen nachhaltige Investitionen, wir brauchen Strukturreformen", sagte Schäuble. Die Debatte verlagere sich zunehmend in diese Richtung. Die Finanz- und Geldpolitik spiele natürlich eine Rolle. Sie sei aber kein Ersatz.

SCHÄUBLE WILL EINFÜHRUNG EINER STEUER AUF FINANZGESCHÄFTE AUF GLOBALER EBENE

Die Diskussionen über sozial gerechtere Steuersysteme nutzte Schäuble für eine überraschende deutsche Initiative zur Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte auf globaler Ebene. Eine europäische Lösung allein bringe wenig. Alle seien sich einig, dass es richtig wäre, eine Besteuerung von Finanztransaktionen weltweit einzuführen. Sein Aufschlag sei gelungen, sagte Schäuble. Wenn die größten Ökonomien und Finanzplätze mitzögen, erhöhe dies den Druck auf andere Finanzzentren und Steueroasen.

Die G20-Minister betonen in ihrer Abschlusserklärung, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft zwar fortsetze, aber "schwächer als angestrebt" ausfalle. Risiken für die globale Konjunktur bestünden weiter durch schwankende Rohstoffpreise und niedrige Preissteigerung. Die Schwankungen an den Finanzmärkten blieben hoch. Hinzu kämen geopolitische Konflikte, Terrorismus sowie die Flüchtlingsströme.

Die G20 sprechen sich erneut dafür aus, sowohl Strukturreformen als auch geld- und finanzpolitische Maßnahmen zu ergreifen - individuell und gemeinsam, um das "Ziel eines starken, nachhaltigen, ausgewogenen und inklusiven Wachstums" zu erreichen. Geldpolitik allein könne aber nicht zu ausgewogenem Wachstum führen./sl/lw/DP/he

24.07.2016

WDH/ROUNDUP/Schäuble: Brexit-Probleme nicht gelöst - Aussichten aber unverändert

(Erholungspfad (nicht: Erfolgsfahrt) im 2. Absatz. Zudem wurde für Deutschland die Jahreszahl 2017 eingefügt.)

CHENGDU (dpa-AFX) - Nach dem Brexit-Votum zeichnet sich nach Darstellung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble keine rasche Linie für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ab. "Wir werden eine gute Zusammenarbeit in schwierigen Verhandlungen haben", sagte Schäuble am Sonntag im chinesischen Chengdu nach zweitägigen Beratungen der Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20). Da sei er ganz zuversichtlich. Man sei auch etwas schlauer. "Aber das Problem ist noch nicht gelöst."

Am Rande des G20-Treffens hatte sich Schäuble erstmals mit dem neuen britischen Finanzminister Philip Hammond getroffen. Nach Darstellung von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gibt es zwar Unsicherheiten durch das Brexit-Votum. Es bestehe gleichwohl Einigkeit in der G20, dass die Weltwirtschaft "ihren Erholungspfad fortsetzen dürfte" - mit insgesamt verhaltenem Tempo und einer leichten Verstärkung im Jahr 2017. Auch in Deutschland sei die konjunkturelle Grundtendenz weiter kräftig. Für 2017 und 2018 sei aber "eine begrenzte Bremswirkung" durch das Brexit-Votum zu erwarten.

"Bisher gibt es keine Anzeichen, dass sich das Konjunkturbild durch das Brexit-Votum grundlegend geändert hat", sagte Weidmann. Die Reaktionen der Finanzmärkte insgesamt seien moderat und besonnen. Lediglich beim britischen Pfund und japanischen Yen sowie Bankaktien habe es ausgeprägte Bewegungen gegeben. Es sei sicher falsch, den Brexit als Vorwand zu nutzen, um eine aktive Wechselkurspolitik zu betreiben, warnte Weidmann. "Abwertungswettläufe werden nicht funktionieren."

Die G20 setzen nach Einschätzung Schäubles verstärkt auf grundlegende Reformen zur Ankurbelung von Wirtschaft und Beschäftigung. "Wir brauchen nachhaltige Investitionen, wir brauchen Strukturreformen", sagte er. Die Debatte verlagere sich zunehmend in diese Richtung. Die Finanz- und Geldpolitik spiele natürlich eine Rolle. Sie sei aber kein Ersatz, meinte der Finanzminister.

Europa habe - mit Ausnahme Großbritanniens nach dem Brexit-Votum - nicht im Fokus der G20-Beratungen gestanden. Das Gerede über finanziellen Spielraum in Deutschland für mehr Investitionen gehe "völlig an der Realität vorbei", sagte Schäuble. Die deutsche Finanzpolitik sei angemessen und leicht expansiv. Engpässe bei Investitionen ergäben sich vielmehr aus der schleppenden Umsetzung von Projekten. 2017 übernimmt Deutschland die G20-Präsidentschaft.

Dem türkischen Vize-Premier Mehmet Simsek habe er seine Besorgnis in Deutschland und Europa über die Entwicklung in der Türkei mitgeteilt. Dieser habe versichert, dass die rechtsstaatliche Demokratie in seinem Land erhalten bleibe. Der Ausnahmezustand sei nur übergangsweise. Es sei aber vernünftig, bei solchen Treffen intensiv und offen zu reden, betonte Schäuble.

Nach der Debatte in den G20 über eine faire Steuerpolitik, die breiten Teilen der Gesellschaft zugute kommen soll, sieht Schäuble wachsende Chancen für die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer. Sein Aufschlag sei gelungen. Dies werde zwar noch lange dauern. Aber es wäre ein Versäumnis gewesen, die Chance für eine Initiative zur globalen Besteuerung von Finanzgeschäften nicht jetzt zu unternehmen, sagte Schäuble.

Eine globale Einführung sei natürlich relativ schwierig. Wenn aber die größten Ökonomien und Finanzplätze mitziehen, erhöhe dies den Druck auf andere Finanzzentren und Steueroasen, sagte Schäuble weiter. Eine globale Initiative werde die europäischen Bemühungen nicht behindern. Man werde weiter versuchen, in Europa eine "Minimallösung" zu erreichen, sagte Schäuble. Bisher wollen Deutschland und neun weitere EU-Staaten eine Finanzsteuer auf dem Wege der verstärkten Zusammenarbeit einführen. Die Verhandlungen verlaufen aber seit Jahren sehr schleppend./sl/lw/DP/he

24.07.2016

Institut: Fast 42 000 'Blaue Karten' für Auslandsfachkräfte

BERLIN (dpa-AFX) - Nach Anlaufschwierigkeiten wollen inzwischen mehr hoch qualifizierte ausländische Fachkräfte in Deutschland arbeiten. Fast 42 000 Aufenthaltsgenehmigungen (Blue Cards) seien inzwischen dafür erteilt worden, berichtete der "Tagesspiegel" (Montag) unter Berufung auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Die so genannten "Blauen Karten" können von einem EU-Mitglied für hoch qualifizierte Ausländer aus Drittstaaten vergeben werden, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

2015 wurden der Studie zufolge 14 468 "Blaue Karten" vergeben, 2012 waren es noch 4018. Allerdings galt die Regelung erst ab August 2012. Mit rund 5600 Personen oder gut 13 Prozent sind die meisten dieser hoch qualifizierten Zuwanderer demnach aus Indien. Chinesen machten 8,4 Prozent aus, Russen 8,2 Prozent. Die meisten Blauen Karten würden in Bayern (21 Prozent) vergeben, gefolgt von Baden-Württemberg (15,5 Prozent) und Niedersachsen (10,2 Prozent).

Der Aufenthaltstitel gilt für befristete und unbefristete Stellen mit einem jährlichen Bruttogehalt von mindestens 49 600 Euro. Für Fachkräfte in sehr gefragten Bereichen wie Mathematik, Informatik und Medizin liegt die Gehaltsgrenze mit jährlich rund 38 700 Euro. Vor allem diese Gehaltsgrenzen sollen dafür sorgen, dass auf dem Wege der Blauen Karte tatsächlich nur Fachkräfte ins Land kommen. Für Vertreter der Wirtschaft sind diese Grenzen noch zu hoch./rm/DP/he

22.07.2016

AKTIE IM FOKUS 2: ElringKlinger laufen Aktionäre nach neuer Gewinnwarnung weg

(neu: Schlusskurse, DZ Bank )

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Serie an Gewinnwarnungen bei ElringKlinger reißt nicht ab und hat vor dem Wochenende die Anleger des Autozulieferers in Scharen aus der Aktie getrieben. Dem inzwischen in den SDax abgestiegenen Unternehmen gelang es wieder einmal nicht, das Ruder herumzureißen und seiner übervollen Auftragsbücher Herr zu werden. So entstanden auch im zweiten Quartal wieder zu hohe Kosten für Sonderfrachten und externe Qualitätskontrollen.

Die Aktien brachen am Freitag um 13,23 Prozent auf 15,965 Euro ein. Zeitweise waren sie im kaum veränderten Gesamtmarkt sogar bis auf 15,155 Euro abgestürzt und damit so günstig zu haben gewesen wie zuletzt vor fünf Jahren.

SERIE AN GEWINNWARNUNGEN FORTGESETZT

"Mit dieser Prognosesenkung hat der ElringKlinger-Konzern seinen Gewinnwarnungsrekordlauf fortgesetzt", sagte Analyst Christoph Laskawi von der Deutschen Bank.

Seit 2015 hat ElringKlinger nun zum dritten Mal die Ergebnisziele gekappt. Statt eines Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 160 bis 170 Millionen Euro rechnet der Zulieferer aus Dettingen/Erms - ohne zukaufsbedingte Anpassungen - nun nur noch mit 140 bis 150 Millionen Euro für 2016.

Laskawi nahm - wie mehrere weitere Analysten - diese Ankündigung daher zum Anlass, seine Kaufempfehlung für die Aktie zu streichen. Neben den Experten der DZ Bank entschied sich etwa auch Paul Kratz von der Berenberg Bank zu diesem Schritt und schrieb: "Die grundlegenden Probleme scheinen sich nicht geändert zu haben." Dabei verwies er auf "die Flaschenhals-Problematik, die es bereits 2015 gegeben hat".

PARADOX: DIE AUFTRAGSBÜCHER SIND ZU VOLL

Das mit Zylinderkopfdichtungen groß gewordene Unternehmen leidet immer noch unter seinen vollen Auftragsbüchern. Weil der Zulieferer die Aufträge nicht aus eigener Kraft erfüllen kann, entstanden einmal mehr hohe Kosten.

"Der Markt hatte auf eine strengere Finanzkontrolle gehofft und ist enttäuscht worden", sagte auch ein Händler. Die Erwartungen seien hoch gewesen, nachdem Ende des vergangenen Jahres eigens ein Finanzressort geschaffen und der Posten, den zuvor Vorstandschef Stefan Wolf inne hatte, Thomas Jessulat anvertraut worden war. "Das Vertrauen der Aktionäre ist nun einmal mehr verspielt worden."/ck/das/ck/he

22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Ziel für Hapag-Lloyd auf 30 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Hapag-Lloyd nach einer Gewinnwarnung von 31,50 auf 30,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die reduzierten Geschäftsziele und die niedrigen Frachtraten der Container-Reederei im zweiten Quartal hätten ihn negativ überrascht, schrieb Analyst Christian Cohrs in einer Studie vom Freitag. Positiv wertete er hingegen die langerwartete Unterzeichnung des Fusionsvertrags mit der United Arab Shipping Company (UASC)./edh/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Ziel für Lufthansa auf 7,25 Euro - 'Reduce'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Lufthansa nach einer Gewinnwarnung von 7,50 auf 7,25 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. In Reaktion auf das gesenkte Ergebnisziel der Fluggesellschaft reduzierte Analyst Andrew Lobbenberg seine Gewinnprognosen (EPS) für die Jahre 2016 bis 2018. Die kolportierte Übernahme von Air-Berlin-Teilen wäre strategisch logisch, berge aber auch Risiken, schrieb er in einer Studie vom Freitag./edh/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Barclays hebt Ziel für Inditex auf 26 Euro - 'Underweight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Inditex von 25 auf 26 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underweight" belassen. Nach dem britischen Brexit-Votum hätten es die europäischen Modehändler mit einem rückläufigen Markt in Großbritannien und einem schwachen Wachstumsumfeld auf dem Kontinent zu tun, schrieb Analyst Christodoulos Chaviaras in einer Studie vom Freitag. Dem spanischen Bekleidungskonzern dürften auch negative Währungseffekte zu schaffen machen. Das höhere Kursziel begründete er mit der Verlagerung des Bewertungshorizonts in die Zukunft./edh/la

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Leoni auf 'Neutral' und Ziel auf 28 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Leoni nach vorläufigen Zahlen von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 22,50 auf 28,00 Euro angehoben. Das operative Ergebnis des zweiten Quartals übertreffe seine und die Markterwartungen deutlich, schrieb Analyst Nikhil Bhat in einer Studie vom Freitag. Dies zeige, dass der Autozulieferer seine Kosten nun unter Kontrolle habe./ag/la

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Bernstein hebt Ziel für HeidelbergCement auf 92 Euro - Outperform

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für HeidelbergCement vor Zahlen von 89 auf 92 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Baustoffbranche bleibe im Aufwind mit erwartetem weiteren Gewinn- und Dividendenwachstum, schrieb Analyst Phil Roseberg in einer Branchenstudie vom Freitag. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal dürfte diese These untermauern./mis/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Bernstein senkt Ziel für Roche auf 281 Franken - 'Outperform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Roche nach Halbjahreszahlen von 285 auf 281 Franken gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Der Pharmakonzern habe die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Tim Anderson in einer Studie vom Freitag. Dabei habe das Unternehmen aber von einem Einmaleffekt profitiert, ohne den der operative Kerngewinn knapp unter der durchschnittlichen Schätzung geblieben wäre./mis/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt ElringKlinger auf 'Hold' - Ziel 19 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat ElringKlinger nach einer Prognosesenkung von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 24 auf 19 Euro gesenkt. Der Autozulieferer setze seine Serie von Gewinnwarnungen zu ungünstigen Zeitpunkten fort, schrieb Analyst Christoph Laskawi in einer Studie vom Freitag. Denn drei Vorabberichte aus der Branche sprächen eigentlich für eine positive Gewinndynamik im zweiten Quartal in Europa. Für den neuen Finanzvorstand werde eine Trendwende nun noch schwieriger. Laskawi reduzierte seine Schätzungen deutlich./ag/edh

22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Independent senkt ElringKlinger auf 'Verkaufen' - Ziel 15 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Independent Research hat ElringKlinger nach einer weiteren Gewinnwarnung von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und das Kursziel von 23 auf 15 Euro gesenkt. Die anhaltenden Probleme deuteten nicht darauf hin, dass der Autozulieferer eine schnelle Trendwende schaffen könne, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Freitag. Der Experte reduzierte seine Gewinnschätzungen (EPS) für 2016 und 2017 deutlich und rechnet angesichts des Vertrauensverlustes der Anleger mit weiteren Belastungen für die Aktie./edh/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Daimler auf 69 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Daimler nach Zahlen für das zweite Quartal von 70 auf 69 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Autobauer habe starke Resultate vorgelegten und die Dividende erscheine sicher, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Studie vom Freitag. Daimler sei seine bevorzugte Wahl unter den Aktien deutscher Autobauer. Die Zielsenkung resultierte aus kleineren Anpassungen des Bewertungsmodells./mis/zb

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