dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.11.2014

US-Anleihen treten auf der Stelle

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen sind am Montag auf der Stelle getreten. Die leicht positive Grundtendenz begründeten die Rentenhändler mit einer überdurchschnittlich gut verlaufenen Auktion zweijähriger Papiere. An Konjunkturdaten stand lediglich der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister auf der Agenda.

Zweijährige Anleihen stagnierten bei 99 24/32 Punkten und rentierten mit 0,50 Prozent. Fünfjährige Anleihen traten mit plus 1/32 auf 99 16/32 Punkte ebenfalls auf der Stelle. Ihre Rendite betrug 1,60 Prozent. Die richtungweisende zehnjährige Anleihe der USA gewann 1/32 auf 99 16/32 Punkten. Sie rentierte entsprechend mit 2,31 Prozent. Longbonds mit einer Restlaufzeit von dreißig Jahren rückten um 3/32 auf 99 22/32 Punkte vor. Sie rentierten mit 3,01 Prozent./fat/he

24.11.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 24.11.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 24.11.2014

ALLIANZ SE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Allianz SE auf "Overweight" mit einem Kursziel von 150 Euro belassen. Das Papier des Versicherers sei im Vergleich zur Konkurrenz immer noch unterbewertet, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie vom Montag. Er rechnet aber in der nächsten Zeit mit positiven Nachrichten vom deutschen Nichtlebengeschäft und der Vermögensverwaltung.

ALLIANZ SE

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Allianz SE auf "Buy" mit einem Kursziel von 152 Euro belassen. Ohne ihr Vermögensmanagement würden Allianz und Axa mit Blick auf den für 2015 erwarteten Gewinn mit dem größten Abschlag zu den Titeln der Konkurrenz gehandelt, schrieb Analystin Elizabeth Rogers in einer am Montag veröffentlichten Branchenstudie. Eine Abspaltung des Vermögensmanagements hält sie für unwahrscheinlich.

ALLIANZ SE

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Allianz SE nach einem Zukauf in Australien auf "Buy" mit einem Kursziel von 156 Euro belassen. Mit der Akquisition von Territory Insurance Office (TIO) stärke der Münchener Versicherungskonzern seine Position auf dem fünften Kontinent, schrieb Analyst Frank Kopfinger in einer Studie vom Montag. Die finanziellen Auswirkungen seien aber gering.

ARCELORMITTAL

HANNOVER - Die NordLB hat ArcelorMittal nach Quartalszahlen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 11,00 auf 11,50 Euro angehoben. Der weltweit führende Stahlkonzern habe sich in einem schwierigen Umfeld gut behauptet und die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Montag. Das Unternehmen bleibe auf einem guten Weg und sollte überproportional von einer Konjunkturaufhellung profitieren.

BASF SE

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für BASF auf "Hold" mit einem Kursziel von 70 Euro belassen. Analyst Peter Clark untersuchte in einer Studie vom Montag die Auswirkungen der gesunkenen Ölpreise auf den Chemiesektor. Insgesamt sollte diese Entwicklung für den Sektor von Vorteil sein, doch die Folgen variierten zwischen den einzelnen Teilsektoren mitunter deutlich. Auch wenn steigende Öl- und Gaslieferungen das Wirtschaftswachstum begünstigten, rechnet er insbesondere für die europäische Chemie-Industrie vorerst nicht mit einem starken Nachfrageumfeld. Den Sektor stuft er weiterhin mit "Underweight" ein. BASF zählt er zu seinen am wenigsten bevorzugten Werten, auch weil beim Ludwigshafener Konzern der niedrige Ölpreis negativ wirke.

BERTRANDT

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Bertrandt auf "Hold" mit einem Kursziel von 103 Euro belassen. Das angekündigte Investitionsprogramm von Volkswagen über 86 Milliarden Euro in fünf Jahren sei ein klar positives Signal für den Ingenieurdienstleister und Autozulieferer, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Studie vom Montag.

BILFINGER

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Bilfinger von 52 auf 50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die herausfordernden Endmärkte belasteten den Ausblick des Baudienstleisters für 2015, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Montag. Unter strukturellen Aspekten gebe es weiterhin Fragezeichen. Der Experte senkte seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie für 2015 um 8 Prozent und um 7 Prozent für 2016.

BRENNTAG

PARIS - Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Brenntag nach der jüngsten Neubewertung des Sektors von 48 auf 51 Euro angehoben. Die Einstufung wurde auf "Outperform" belassen. Zwar sei die Aktie des Chemikalienhändlers nach besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zum dritten Quartal bereits um 13 Prozent gestiegen, dennoch sehe er weiteres Aufwärtspotenzial, schrieb Analyst Gerhard Orgonas in einer Studie vom Montag. Das anziehende organische Bruttogewinnwachstum je Arbeitstag im Oktober verheiße Gutes für das laufende Quartal. Er rechne zudem mit einer positiven Gewinndynamik auch in den kommenden Quartalen.

CARL ZEISS MEDITEC AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Carl Zeiss Meditec nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2013/14 auf "Add" mit einem Kursziel von 25 Euro belassen. Der Medizintechnikanbieter habe alles andere als inspirierende Eckzahlen vorgelegt, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Montag. Aber zumindest sollte Carl Zeiss dynamisch ins neue Geschäftsjahr starten, da die vergleichbaren Ergebnisse aus dem Vorjahreszeitraum keine besondere Herausforderung darstellten.

DEUTSCHE BETEILIGUNGS AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Deutsche Beteiligungs AG auf "Hold" mit einem Kursziel von 22,20 Euro belassen. Die Private-Equity-Gesellschaft ergänze mit der Investition in Huhtamaki Films ihr Portfolio um ein führendes mittelständisches Unternehmen, schrieb Analyst Harald Hof in einer Studie vom Montag. Mit 12,5 Millionen Euro handele es sich um ein recht großes Geschäft. Seine neutrale Einschätzung der Aktie begründet der Experte mit einem kleinen Bewertungsaufschlag gegenüber dem Nettoinventarwert (NAV).

DEUTSCHE BOERSE AG

LONDON - Die Citigroup hat Deutsche Börse von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 58 auf 65 Euro angehoben. Der Aktienkurs des Marktbetreibers habe sich in den vergangenen fünf Jahren im Vergleich zu nahen Wettbewerbern in Europa und den USA schlechter entwickelt, schrieb Analystin Nese Guner in einer Studie vom Montag. Da die US-Notenbank Fed nun ihre Anleihenkäufe eingestellt habe, dürften die Märkte in eine reifere Bullen-Phase eintreten. Aktien sollten sich dann zwar noch ordentlich entwickeln, aber Schwankungen dürften zugleich zunehmen. Dies dürfte das hochmargige Handelsgeschäft der Deutschen Börse auf Aktienindex-Derviate stützen.

DEUTSCHE POST AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Deutsche Post nach der Quartalsberichtssaison der europäischen Transportbranche auf "Equal Weight" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. Trotz aller Befürchtungen eines sinkenden Weltwirtschaftswachstums seien die Geschäftszahlen der Frachtunternehmen im dritten Quartal robust ausgefallen, schrieb Analyst Rishika Savjani in einer Sektorstudie vom Montag. Signifikante Änderungen seiner Prognosen resultierten daraus aber nicht. Sein bevorzugter Branchenwert ist die Panalpina-Aktie.

DEUTSCHE TELEKOM AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat Deutsche Telekom von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 13 auf 15 Euro angehoben. Dank der Stabilisierung des Deutschland-Geschäfts und des Wachstums in den USA dürfte die Telekom in den kommenden Jahren den Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) steigern, schrieb Analyst Mathieu Robilliard in einer Studie vom Montag. Damit sollten die Bonner auch ihre Ausschüttungspolitik einer jährlich um 5 Prozent steigenden Dividende wieder aufnehmen können.

DRILLISCH AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Drillisch von 31 auf 37 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Drillisch sei mit Blick auf das Mobilfunkdaten-Geschäft in Europa für Anleger eine der besten Aktien, schrieb Analyst Usman Ghazi in einer Studie vom Montag. Das Chance/Risiko-Verhältnis überzeuge.

DÜRR

HANNOVER - Die NordLB hat Dürr nach Zahlen von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft, das Kursziel aber von 54 auf 56 Euro angehoben. Beim Neunmonatsumsatz habe der Autozulieferer und Maschinenbauer die Markterwartung verfehlt, bei den Ergebnisgrößen aber übertroffen, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Montag. Da die Aktie aktuell auf Rekordniveau notiere, die gegenwärtige Marktsituation schwankungsanfällig und die Wirtschaftslage unsicher sei, empfehle er, Gewinne mitzunehmen. Die Mehrheitsübernahme der Homag Group könnte für Dürr eine interessante Ergänzung sein. Allerdings sei allgemein gesehen die Mehrzahl der Zukäufe im Nachhinein nicht erfolgreich.

DÜRR

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Dürr auf "Buy" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Das angekündigte Investitionsprogramm von Volkswagen über 86 Milliarden Euro in fünf Jahren sei ein klar positives Signal für den Lackieranlagenbauer und Autozulieferer, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Studie vom Montag.

EVONIK

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie des Chemiekonzerns Evonik von 31,20 auf 29,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. In einer am Montag veröffentlichten Studie reduzierten die Analysten ihre Gewinnschätzungen je Aktie für dieses und das kommende Jahr um 1,9 beziehungsweise 3,2 Prozent.

GDF SUEZ

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie des Versorgers GDF Suez von 24,10 auf 23,90 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. In einer am Montag veröffentlichten Studie reduzierten die Analysten ihre Gewinnschätzungen je Aktie für dieses und das kommende Jahr um 3,0 beziehungsweise 2,2 Prozent.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat das Kursziel für Gea Group von 40 auf 44 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Durch die neue Konzernstruktur sollte die Produktion des Anlagenbauers effizienter werden, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Montag. Zudem sollte Gea dadurch seine Preismacht steigern und die Kundenbeziehungen verbessern können. Das höhere Kursziel begründete Schmidt ferner mit der gestiegenen Konkurrenzbewertung.

HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Hannover Rück mit "Sell" und einem Kursziel von 64,70 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Abhängigkeit von der Großschäden-Entwicklung und auslaufende Vermögenswerte in 2015 stimmten ihn negativ für den weltweit drittgrößten Rückversicherer, schrieb Analyst Vikram Gandhi am Montag in einer Studie zu europäischen Rückversicherern. Insgesamt erscheine ihm das Papier hoch bewertet. Weltweit hätten die Rückversicherer als Branche einen noch nie dagewesenen Preisverfall hinnehmen müssen und aus seiner Sicht ist es zu früh, um auf einen Boden und die Trendwende in dem Sektor zu setzen.

HENKEL VORZUEGE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für die Aktie des Konsumgüterherstellers Henkel von 70 auf 75 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Underweight" belassen. Der Zeithorizont für ihr neues Kursziel erstrecke sich nun bis Ende 2015 statt bisher Ende 2014, schrieb Analystin Celine Pannuti in einer Studie vom Montag.

INDUS HOLDING AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Indus Holding nach Zahlen zum dritten Quartal von 36 auf 39 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Kennziffern der Industrieholding seien solide, aber ohne größere Überraschungen ausgefallen, schrieb Analyst Adrian Rott in einer Studie vom Montag. Das neue Kursziel rechtfertigte er mit der Erwartung wertsteigernder Zukäufe im kommenden Jahr.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Infineon vor Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Der Chiphersteller sollte für das vierte Geschäftsquartal erneut einen Anstieg bei Umsatz und Gewinn vermelden können, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Montag. Damit dürfte Infineon seine im Juli angehobenen Ziele für das Geschäftsjahr 2013/14 und die Quartalsprognosen erreicht haben. Viel wichtiger aber der zu erwartende Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2014/15 sein.

INTEL CORP

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Intel nach einem Investorentag von 35 auf 36 (Kurs: 36) US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Den Ausblick des Chipherstellers auf das kommende Geschäftsjahr und die Anhebung der Dividende für 2015 werte er positiv, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Montag.

JUNGHEINRICH AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Jungheinrich nach einem Unternehmensbesuch auf "Buy" mit einem Kursziel von 58 Euro belassen. Der Auftragseingang im Oktober sei beruhigend gewesen, schrieb Analyst Björn Voss in einer Studie vom Montag. Der Experte lobt das defensive Geschäftsmodell des Gabelstaplerherstellers sowie die attraktive Bewertung der Aktie.

KUKA AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Kuka auf "Hold" mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Das angekündigte Investitionsprogramm von Volkswagen über 86 Milliarden Euro in fünf Jahren sei ein klar positives Signal für den Industrieroboter-Hersteller und Autozulieferer, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Studie vom Montag.

KWS SAAT

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für KWS Saat vor Zahlen zum ersten Geschäftsquartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 255 Euro belassen. Gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie höhere Forschungs- und Entwicklungsausgaben dürften den Saatguthersteller belastet haben, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Montag. Die Wachstumsperspektiven seien aber solide und das Geschäftsmodell robust. Die Bewertung reflektiere dies jedoch hinlänglich.

LINDE AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Linde auf "Buy" mit einem Kursziel von 170 Euro belassen. Analyst Peter Clark untersuchte in einer Studie vom Montag die Auswirkungen der gesunkenen Ölpreise auf den Chemiesektor. Insgesamt sollte diese Entwicklung für den Sektor von Vorteil sein, doch die Folgen variierten zwischen den einzelnen Teilsektoren mitunter deutlich. Auch wenn steigende Öl- und Gaslieferungen das Wirtschaftswachstum begünstigten, rechnet er insbesondere für die europäische Chemie-Industrie vorerst nicht mit einem starken Nachfrageumfeld. Den Sektor stuft er weiterhin mit "Underweight" ein. Bei Linde lobte der Experte die Arbeit des neuen Vorstandschefs, der die richtigen Schwerpunkte setze.

LONDON STOCK EXCHANGE

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat London Stock Exchange von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 1750 auf 2400 Pence angehoben. Aufgrund seiner wachstumsstarken Geschäftsbereiche dürfte der Börsenbetreiber seine positive Gewinndynamik in einem negativen Marktumfeld fortsetzen können, schrieb Analystin Nese Guner in einer Studie vom Montag. Im Zuge des Verkaufs von Russells Investment-Management-Sparte dürfte die LSE ihre Verschuldung abbauen und noch 500 bis 750 Millionen britische Pfund an die Aktionäre ausschütten.

LUFTHANSA AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Lufthansa nach der Quartalsberichtssaison der europäischen Transportbranche auf "Equal Weight" mit einem Kursziel von 12,80 Euro belassen. Trotz aller Befürchtungen eines sinkenden Weltwirtschaftswachstums seien die Geschäftszahlen der Frachtunternehmen im dritten Quartal robust ausgefallen, schrieb Analyst Rishika Savjani in einer Sektorstudie vom Montag. Signifikante Änderungen seiner Prognosen resultierten daraus aber nicht. Sein bevorzugter Branchenwert ist die Panalpina-Aktie.

METRO AG

LONDON - Die australische Investmentbank Macquarie hat Metro AG von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 27 auf 31 Euro angehoben. Analyst Sreedhar Mahamkali hält laut einer Studie vom Donnerstag die Probleme des Einzelhandelskonzerns in Russland für in der Aktie eingepreist. Der Sparte Media Markt Saturn traut er bei robusten Umsätzen im vierten Quartal zudem die erste operative Gewinnsteigerung seit dem Geschäftsjahr 2010 zu. Dies sei aber noch nicht im Kurs abgebildet. Mit dem Schuldenabbau komme Metro sehr schnell voran.

MOSAIC

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für den Düngemittelhersteller Mosaic nach einer Fachkonferenz von 49 auf 51 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie im vierten Quartal wegen des schwierigeren Phosphat-Geschäfts etwas reduziert, sie für 2015 und 2016 aber aufgrund der etwas höheren Kalipreise angehoben, schrieb Analyst Prashant Juvekar in einer Branchenstudie vom Montag.

MUNICH RE

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Munich Re mit "Sell" und einem Kursziel von 145,50 Euro in die Bewertung aufgenommen. Bei dem weltgrößten Rückversicherer sei der Schritt in neue Geschäftsfelder ein kurzfristiges Ergebnisrisiko, schrieb Analyst Vikram Gandhi am Montag in einer Studie zu europäischen Rückversicherern. Zudem dürfte das Finanzergebnis wegen der umfangreichen Anlagen in niedrig rentierlichen deutschen Anleihen unter Druck stehen. Weltweit hätten die Rückversicherer einen noch nie dagewesenen Preisverfall hinnehmen müssen und aus seiner Sicht ist es zu früh, um auf einen Boden und die Trendwende in dem Sektor zu setzen.

NESTLE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für die Aktie des Lebensmittelherstellers Nestle von 71 auf 74 Franken angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Zeithorizont für ihr neues Kursziel erstrecke sich nun bis Ende 2015 statt bisher Ende 2014, schrieb Analystin Celine Pannuti in einer Studie vom Montag.

PETROFAC

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat Petrofac nach einer Prognosesenkung von "Strong Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 1400 auf 920 Pence gesenkt. Der Gewinnausblick des Dienstleisters für die Öl- und Gasbranche für 2015 liege mit rund 500 Millionen US-Dollar um 28 Prozent unter dem Marktkonsens, schrieb Analyst Clive Roberts in einer Studie vom Montag. Er senkte seine Gewinnprognose je Aktie (EPS) für 2014 um 2 Prozent und für 2015 um 33 Prozent.

SAP SE

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für SAP auf "Overweight" mit einem Kursziel von 65 Euro belassen. Nach einem harten Jahr 2014 dürfte der Softwarekonzern ohne Altlasten ins neue Jahr starten wollen, schrieb Analyst Gerardus Vos in einer Studie vom Montag. Die Herausforderung für die Walldorfer werde darin bestehen, klare langfristige Ziele zu formulieren, um das Vertrauen des Marktes zurückzugewinnen.

SCHALTBAU HOLDING

FRANKFURT - Die Investmentbank Close Brothers Seydler hat Schaltbau nach einer zweiten Prognosesenkung von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 56 auf 45 Euro gesenkt. Das Jahr 2014 sei für das Verkehrstechnikunternehmen eine Enttäuschung, schrieb Analyst Felix Parmantier in einer Studie vom Montag. Er kürzte seine Schätzungen für 2014 und die Folgejahre.

SCHALTBAU HOLDING

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Schaltbau nach einer Gewinnwarnung für 2014 und dem Ausblick für 2015 auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 53 Euro belassen. Dass der Verkehrstechnikanbieter die Prognose für den diesjährigen operativen Gewinn (Ebit) gesenkt habe, komme für ihn überraschend, schrieb Analyst Markus Turnwald in einer Studie vom Montag. Allerdings lägen die Umsatz- und Ebit-Ziele für das kommende Jahr über seinen Schätzungen.

SIEMENS AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Siemens auf "Buy" mit einem Kursziel von 110 Euro belassen. Höhere Forschungsausgaben und Vertriebskosten dürften kurzfristig auf die Margen drücken, könnten aber das langfristige Wachstum durchaus antreiben, schrieb Analyst Gael de-Bray in einer Branchenstudie vom Montag. Siemens sei im Kapitalgütersektor seine bevorzugte Wahl.

SIXT-STÄMME

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Sixt-Stammaktien nach Zahlen zum dritten Quartal von 31,70 auf 34,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Umsatz und Vorsteuerergebnis des Autovermieters hätten seine bereits optimistischen Prognosen noch übertroffen, schrieb Analyst Harald Heider in einer Studie vom Montag. Deshalb erhöhte der Experte seine Erlös- und Ertragsprognosen für 2014 und die Folgejahre.

SKY PLC

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Sky PLC mit "Neutral" und einem Kursziel von 990 Pence wieder in die Bewertung wieder aufgenommen. Die Zukäufe von Sky Italia und Sky Deutschland seien sinnvoll und unternehmerisch absolut nachvollziehbar, schrieb Analyst Vighnesh Padiachy in einer Studie vom Montag. Für das neue Unternehmen prognostiziert der Experte in den Jahren von 2014 bis 2018 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von vier Prozent und eine Steigerung des operativen Gewinns (Ebit) von zwölf Prozent pro Jahr.

STRATEC BIOMEDICAL SYSTEMS AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Stratec von 40 auf 45 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Scott Bardo betonte in einer Studie vom Montag die soliden Wachstumsaussichten des Laborzulieferers und hob seine Prognosen für die nahe Zukunft an. Grund seien das lukrativere Ersatzteilgeschäft und die niedrigeren kurzfristigen Steuerquoten.

SWISS REINSURANCE COMPANY

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Swiss Re mit "Hold" und einem Kursziel von 85,40 Franken in die Bewertung aufgenommen. Die Schweizer zählten zu den Versicherern, die am stärksten auf die Entwicklung von Naturkatastrophen reagierten, schrieb Analyst Vikram Gandhi am Montag in einer Studie zu europäischen Rückversicherern. Die Aktie erscheine ihm insgesamt angemessen bewertet. Weltweit hätten die Rückversicherer als Branche einen noch nie dagewesenen Preisverfall hinnehmen müssen und aus seiner Sicht ist es zu früh, um auf einen Boden und die Trendwende in dem Sektor zu setzen.

TALANX AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Talanx mit "Hold" und einem Kursziel von 26,40 Euro in die Bewertung aufgenommen. Teilweise stehe das Geschäft des Versicherungskonzerns unter Druck, schrieb Analyst Vikram Gandhi am Montag in einer Studie zu europäischen Rückversicherern. Die Aktie erscheine ihm insgesamt angemessen bewertet. Weltweit hätten die Rückversicherer als Branche einen noch nie dagewesenen Preisverfall hinnehmen müssen und aus seiner Sicht ist es zu früh, um auf einen Boden und die Trendwende in dem Sektor zu setzen.

THYSSENKRUPP AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für ThyssenKrupp nach Zahlen von 23 auf 24 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Gewinne des Industrie- und Stahlkonzerns hätten die Erwartungen im vierten Quartal klar übertroffen, schrieb Analyst Björn Voss in einer Studie vom Montag. Der Ausblick sei beruhigend.

THYSSENKRUPP AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für ThyssenKrupp nach einem Zeitungsinterview mit Vorstandschef Heinrich Hiesinger auf "Buy" mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Hiesinger stehe einem Verkauf der Schiffssparte wohl offen gegenüber, sollte ein Interessent ein angemessenes Angebot dafür unterbreiten, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Montag. Unter Druck stehe der Industriekonzern bei diesem Thema aber offenbar nicht.

UNITED INTERNET AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für United Internet nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Mit seinem operativen Ergebnis (Ebitda) aus dem dritten Quartal habe der Internetkonzern die Erwartungen übertroffen, schrieben die Analysten in einer am Montag veröffentlichten Studie. Die Bewertung sei immer noch attraktiv.

VODAFONE

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Vodafone von 210 auf 220 Pence angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Trend bei den organischen Service-Umsätzen auf bereinigter Basis zeige nach oben, schrieb Analyst Antoine Pradayrol in einer Studie vom Montag. Im nächsten Jahr sollte der Mobilfunkkonzern zum Wachstum zurückkehren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzüge auf "Outperform" mit einem Kursziel von 260 Euro belassen. Die Investoren seien von der Ankündigung einer weiteren Anhebung der Investitionen erneut enttäuscht worden, schrieb Analyst Max Warburton in einer Studie vom Montag. Denn die Anleger hätten gehofft, dass der Autobauer seine Investitionen drosseln und die Kosten senken würde. Attraktiv sei die Aktie gleichwohl wegen ihrer niedrigen Bewertung. Volkswagen habe zudem gleich in mehreren Bereichen Verbesserungspotenzial. Und sollte der Autobauer Gewinn oder Cashflow bald wieder steigern können, dürfte die Aktie rasch wieder aufwerten.

ZOOPLUS AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Zooplus nach einer Kapitalerhöhung von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber auf 71 Euro belassen. Der auf Tierbedarf ausgerichtete Onlinehändler werde mit den Einnahmen wohl vorrangig die weitere Expansion finanzieren, schrieb Analyst Christian Schwenkenbecher in einer Studie vom Montag. Die mittelfristigen Ziele dürften gut zu erreichen sein. Für ein E-Commerce-Geschäft mit hohen Wachstumsraten sei Zooplus attraktiv bewertet, so der Experte. Die Aufstockung des Aktienkapitals sei nun in seinen Schätzungen vollständig berücksichtigt. Schwenkenbecher stufte die Aktie hoch, nachdem sie im Zuge der Kapitalmaßnahme unter Druck geraten sei.

/he

24.11.2014

Devisen: Eurokurs stabilisiert sich

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Montag stabilisiert. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,2437 US-Dollar. Das sind rund 0,5 Cent mehr als am Freitag. Die bessere Stimmung in deutschen Unternehmen, die sich in einem überraschend aufgehellten Ifo-Geschäftsklima gezeigt hat, stützte den Euro.

Zudem verwiesen Händler am Abend darauf, dass Bundesbankchef Jens Weidmann erneut die Käufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank EZB kritisiert habe. Er sehe zudem rechtliche Hürden auf die Kaufprogramme zukommen.

Vor dem Wochenende hatte die Aussicht auf eine noch weitere Lockerung der Geldpolitik den Eurokurs deutlich belastet. Die Marke von 1,24 US-Dollar hatte nicht standhalten können. Zu Wochenbeginn hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs dann wieder etwas höher auf 1,2410 (Freitag: 1,2422) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8058 (0,8050) Euro./fat/he

24.11.2014

EU-Umweltausschuss stimmt für Begrenzung von Plastiktüten

STRASSBURG (dpa-AFX) - Die Pläne zur Reduzierung des Plastiktüten-Verbrauchs haben nun auch ausdrücklich Unterstützung aus dem Europaparlament. Der Umweltausschuss stimmte am Montagabend in Straßburg mit großer Mehrheit dafür - bei drei Enthaltungen votierten 60 Abgeordnete für die Pläne. Gegenstimmen gab es keine. Um den Verbrauch leichter Einwegtüten zu reduzieren, sollen die Staaten der Europäischen Union künftig Steuern oder Gebühren erheben oder Ziele zur Verminderung beschließen. Auch nationale Verbote wären möglich.

Jeder Bürger in Europa soll bis Ende 2025 im Durchschnitt noch 40 Beutel verbrauchen. Das entspricht einer Minderung um knapp 80 Prozent gegenüber 2010. Robuste Mehrfachtüten wären ebenso wie extrem dünne Obst- und Gemüsetüten nicht betroffen.

Der deutlich niedrigere Verbrauch soll vor allem der Umwelt helfen. Plastik ist extrem langlebig. Es kann Hunderte Jahren dauern, bis Beutel sich zersetzen. Darunter leiden insbesondere Meerestiere. Über die Nahrungskette können winzige Teile auch in den Menschen gelangen.

Endgültig beschlossen ist das Gesetzesvorhaben indes noch nicht. Sowohl das Plenum des Parlaments als auch Minister der EU-Staaten müssen noch zustimmen - mit Schwierigkeiten wird aber nicht gerechnet. Bis zum Frühjahr dürfte dies geschehen sein./hrz/DP/he

24.11.2014

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Montag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 986 193 (Freitag: 1 155 468) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 591 152 (694 180), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 395 041 (461 288). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 1,49 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Deutsche Bank (58 924/22 932), Daimler (39 947/21 054) und Deutsche Telekom (42 885/17 266)./rem/DP/he

24.11.2014

Drillisch platziert rund 5,2 Millionen Aktien - Kurs fällt nachbörslich

MAINTAL (dpa-AFX) - Der Mobilfunkanbieter Drillisch will mit einem Aktienverkauf Geld für seinen Wachstumskurs einnehmen. In einem beschleunigten Platzierungsverfahren bietet das Unternehmen institutionellen Investoren rund 5,2 Millionen eigene Aktien an, die knapp 10 Prozent des Grundkapitals entsprechen, wie das TecDax-Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Der Erlös diene einem höheren Finanzierungsspielraum und Unternehmenskäufen. Der Aktienverkauf soll spätestens am morgigen Dienstag abgeschlossen sein. Im nachbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz gaben Drillisch-Aktien mehr als zweieinhalb Prozent ab.

Drillisch befindet sich aktuell auf Einkaufstour. Vor kurzem gaben die Hessen den Kauf der E-Plus-Tochter Yourfone von Telefonica Deutschland (O2) bekannt. Dafür legte Drillisch den Angaben zufolge einen mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag auf den Tisch. Damit baute Drillisch die Kooperation mit dem O2-Netzbetreiber weiter aus.

Beide Unternehmen hatten im Sommer eine Netzvereinbarung miteinander geschlossen. In den kommenden fünf Jahren will Drillisch demzufolge schrittweise zusätzlich 20 Prozent des gemeinsamen Netzes von Telefonica Deutschland und E-Plus exklusiv nutzen. Damit wollte Telefonica den Brüsseler Wettbewerbshütern die mittlerweise vollzogene Fusion mit E-Plus schmackhaft machen./men/he

24.11.2014

Deutsche Anleihen: Verluste nach Ifo-Index - Auftrieb in Spanien und Italien

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Montag von einer überraschenden Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft belastet worden. Während die Börsen zulegten, gerieten sichere Anlagen unter Druck. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum späten Nachmittag um 0,04 Prozent auf 151,91 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg leicht auf 0,78 Prozent.

Zur Überraschung von Bankvolkswirten war das Ifo-Geschäftsklima im November erstmals seit April wieder gestiegen. Beobachter begründeten dies vor allem mit dem schwächeren Euro, der die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen erhöhe. Zudem wurde auf die robuste Verfassung der US-Konjunktur, die Niedrigzinspolitik der Europäische Zentralbank (EZB) und die gefallenen Ölpreise verwiesen.

Gegenläufig war die Entwicklung an den Anleihemärkten angeschlagener Euroländern. In Spanien fiel die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen erstmals unter zwei Prozent. Am späten Nachmittag lag sie bei 1,96 Prozent. In Italien lag die Rendite mit 2,18 Prozent nur etwas höher. Ausschlaggebend ist die Aussicht auf zusätzliche Konjunkturhilfen der EZB. Notenbankchef Mario Draghi hatte am Freitag klargestellt, dass die EZB ihre bereits sehr expansive Geldpolitik weiter lockern könnte. Er deutete zusätzliche Käufe privater oder öffentlicher Wertpapiere an./jsl/he

24.11.2014

ROUNDUP: Kohle-Gesetz kommt - Stromkonzerne wenig begeistert

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will gegen den Widerstand der Stromkonzerne CO2-Einsparungen bei schmutzigen Kohlekraftwerken durchsetzen. "Wir müssen bis 2020 zusätzlich 22 Millionen Tonnen CO2 im Kraftwerkspark einsparen", sagte Gabriel am Montagnachmittag nach einem Treffen mit den Chefs führender Stromkonzerne in Berlin. "Die Unternehmen haben zurückhaltend freundlich reagiert", meinte Gabriel. Er stellte klar, dass er keine Kraftwerksstillegungen verfügen werde.

Bis zum Sommer 2015 könnte das Gesetz stehen, hieß es. Es soll so gestaltet werden, dass die Unternehmen nicht auf Entschädigungen klagen können. Dafür sollen die Unternehmen flexibel entscheiden dürfen, wie sie von 2016 bis 2020 jährlich 4,4 Millionen Tonnen CO2 einsparen, um dazu beizutragen, dass das Klimaziel von 40 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu 1990 noch geschafft wird. An dem Treffen nahmen Spitzenvertreter von RWE , Eon , EnBW und Vattenfall teil.

EMISSIONSBUDGET FÜR RUND 500 FOSSILE KRAFTWERKE

Gemessen an den rund 500 fossilen Kraftwerken in Deutschland soll ein Emissionsbudget festgelegt werden, zuletzt stießen die Kraftwerke (Strom und Wärme) pro Jahr 341 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus. Das Budget müsste nach Gabriels Plänen bis 2020 auf 319 Millionen Tonnen sinken. Er lehnte die Forderung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft ab, die Regelung mit Extraprämien für unrentable Kraftwerke zu verknüpfen. Die Grünen kritisierten die Pläne als völlig unzureichend.

Oberstes Ziel sei es, die Strompreise zu stabilisieren, die Klimaziele zu schaffen und Versorgungssicherheit zu garantieren, betonte Gabriel. Insgesamt gibt es nach bisherigen Berechnungen eine Lücke von 62 bis 100 Millionen Tonnen CO2-Einsparungen bis 2020.

BETREIBER KÖNNEN LASTEN FREI AUF KRAFTWERKE VERTEILEN

Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat ein Maßnahmenpaket vorgelegt, darunter auch Anreize für energetische Gebäudesanierungen, um durch einen geringeren Energieverbrauch den CO2-Ausstoß zu drosseln. Aber die Vorschläge würden bisher nur Einsparungen von maximal rund 50 Millionen Tonnen CO2 bringen - die Einsparung im Kraftwerkssektor ist im Entwurf offengelassen worden.

"Die Kraftwerksbetreiber können frei entscheiden, wie sie die ihnen auferlegten Minderungsbeiträge dauerhaft erbringen: sie können sie gleichmäßig auf ihre Kraftwerke verteilen, auf einzelne Anlagen konzentrieren und zwischen Anlagen übertragen", heißt es in einem Vorschlagspapier Gabriels, der als Energieminister für den Kraftwerkssektor zuständig ist. Braun- und Steinkohlestrom hat derzeit noch einen Anteil von 45 Prozent, Ökoenergie von rund 27 Prozent.

Am 3. Dezember soll das Klimapaket vom Kabinett verabschiedet werden. Trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien stiegen zuletzt die CO2-Emissionen, auch weil 2011 acht Atommeiler stillgelegt worden waren./ir/DP/men

24.11.2014

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 1. Dezember 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag,

den 1. Dezember:

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DIENSTAG, DEN 25. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

00:50 J: BoJ Sitzungsprotokoll 31.10.2014

08:00 D: BIP Q3/14 (2. Veröffentlichung)

08:00 D: Im- und Exporte Q3/14

08:45 F: Geschäftsklima 11/14

09:00 E: Erzeugerpreise 10/14

10:00 F: LVMH Hauptversammlung

10:00 NL: Anleihen

Laufzeit: 10 Jahre

10:30 E: Geldmarktpapiere

Laufzeit: 3, 9 Monate

11:00 F: OECD-Wirtschaftsausblick

14:30 USA: BIP Q3/14 (2. Veröffentlichung)

15:00 USA: Case-Shiller-Index 09/14

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 11/14

22:00 USA: Hewlett-Packard Q4-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: RWE Investor Day, London

D: MTU Analysten- und Investoren-

konferenz 2014

USA: Tiffany & Co Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Prozess um Forderungen der BayernLB auf Kreditrückzahlungen in

Milliardenhöhe von der einstigen Tochter Hypo Alpe Adria, München

11:00 D: Bundesbank Pk zur Veröffentlichung des Finanzstabilitätsberichts 2014

Frankfurt

11:00 D: Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) Pk zur

wirtschaftlichen Entwicklung 2014 und Prognose 2015, Frankfurt

14:00 D: Landgericht Hannover verkündet eine Entscheidung in dem

milliardenschweren Schadenersatzverfahren gegen die Porsche SE

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MITTWOCH, DEN 26. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:30 D: KWS Saat Q1-Zahlen

08:00 GB: Thomas Cook Jahreszahlen

08:00 D: Statistisches Bundesamt Außenhandelspreise 10/14

08:45 F: Verbrauchervertrauen 11/14

10:00 I: Verbrauchervertrauen 11/14

10:30 GB: BIP Q3/14

11:00 I: Geldmarktpapiere

Laufzeit: 6 Monate

11:30 D: Anleihe

Laufzeit: 10 Jahre

Volumen: 4 Mrd EUR

14:30 USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 10/14

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 10/14

15:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 11/14

15:55 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 11/14

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 10/14

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 10/14

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Zalando Q3-Zahlen

D: CTS Eventim Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Bank Julius Bär Pk zu "Ausblick auf die globalen Finanzmärkte 2015",

zur Konjunktur und Investmentempfehlungen, Frankfurt

10:00 D: Deutsche Bank Pk zu Kapitalmarktausblick 2015, Frankfurt

11:00 D: Pressegespräch "Märkte und Trends 2015" mit der Chefvolkswirtin der

Landesbank Hessen-Thüringen, Getrud Traud, Frankfurt

15:00 D: Versicherungstag 2014 unter dem Motto "Werte. Verantwortung.

Vertrauen" u.a. mit DGB-Vorsitzendem Reiner Hoffmann, Berlin

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DONNERSTAG, DEN 27. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:30 D: Infineon Jahreszahlen (Pk 11:00 h)

08:00 EU: Acea Nfz-Neuzulassungen 10/14

09:00 E: BIP Q3/14 (endgültig)

09:00 E: Verbraucherpreise 11/14 (vorläufig)

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 11/14

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 11/14

10:00 D: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen,

Bayern 11/14

10:00 I: Geschäftsklima 11/14

10:00 EU: Geldmenge M3 10/14

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 11/14

11:00 I: Anleihen

Laufzeit: 5, 10 Jahre

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 11/14 (endgültig)

11:00 EU: Geschäftsklima 11/14

13:00 D: GfK Pk zu Konsumklima 12/14 und

Weihnachtsgeschäft 2014, Ffm.

14:00 D: Verbraucherpreise 11/14 (vorläufig)

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 10/14

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: C.A.T. oil Q3-Zahlen

D: NordLB Q3-Zahlen

D: Munich Re Analyst briefing, London

SONSTIGE TERMINE

10:15 D: Start für ersten neuen Opel Corsa von der Montagelinie des

Eisenacher Werkes, u.a. mit Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, Eisenach

11:00 D: Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung (bis 29.11.2014), Berlin

11:10 h Vortrag von Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission

12:00 h Podiumsdiskussion "Innovativer, schneller, digitaler -

hängen die USA Europa ab?" u.a. mit Ullrich Grillo,

Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V.

11:00 D: BGH verhandelt über eine Klage von Nintendo wegen Adapter-Nachbau

für die Spielekonsole Nintendo DS, Karlsruhe

D: Vorstand IG Metall beschließt endgültig Tarifforderung für die

Metall- und Elektroindustrie, Frankfurt

11:00 D: Pk der Spielwarenbranche, Nürnberg

11:30 D: ING Investment Management Konjunkturausblick, Frankfurt

HINWEIS:

USA: Feiertag, Börse geschlossen

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FREITAG, DEN 28. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

00:50 J: Industrieproduktion 10/14

08:00 D: Statistisches Bundesamt Einzelhandelsumsatz 10/14

08:45 F: Konsumausgaben 10/14

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 10/14

10:00 PL: BIP Q3/14 (endgültig)

11:00 GR: Einzelhandelsumsatz 09/14

11:00 GR: BIP Q3/14 (endgültig)

11:00 EU: Verbraucherpreise 11/14 (vorab)

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 10/14

11:00 I: Verbraucherpreise 11/14 (vorläufig)

12:00 P: Industrieproduktion 10/14

12:00 P: BIP Q3/14 (endgültig)

15:00 B: BIP Q3/14 (endgültig)

SONSTIGE TERMINE

D: ifo-Kredithürde

D: Presse- und Fachbesuchertag bei der Automesse "Essen Motor Show"

(29.11.-7.12.), Essen

HINEIS:

USA: Börse verkürzter Handel bis 19.00 h, Anleihenmarkt bis 20.00 h

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MONTAG, DEN 1. DEZEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/14

02:45 CHN: HSBC PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/14

(2. Veröffentlichung)

09:45 I: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/14

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/14

(2. Veröffentlichung)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/14

(2. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/14

(2. Veröffentlichung)

10:00 I: BIP Q3/14 (endgültig)

10:00 D: VDMA Auftragseingang 10/14

16:00 USA: ISM-Index Vearbeitendes Gewerbe 11/14°

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

24.11.2014

TAGESVORSCHAU: Termine am 25. November 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Dienstag,

den 25. November:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

00:50 J: BoJ Sitzungsprotokoll 31.10.2014

08:00 D: BIP Q3/14 (2. Veröffentlichung)

08:00 D: Im- und Exporte Q3/14

08:45 F: Geschäftsklima 11/14

09:00 E: Erzeugerpreise 10/14

10:00 F: LVMH Hauptversammlung

10:00 NL: Anleihen

Laufzeit: 10 Jahre

10:30 E: Geldmarktpapiere

Laufzeit: 3, 9 Monate

11:00 F: OECD-Wirtschaftsausblick

14:30 USA: BIP Q3/14 (2. Veröffentlichung)

15:00 USA: Case-Shiller-Index 09/14

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 11/14

22:00 USA: Hewlett-Packard Q4-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: RWE Investor Day, London

D: MTU Analysten- und Investoren-

konferenz 2014

USA: Tiffany & Co Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Prozess um Forderungen der BayernLB auf Kreditrückzahlungen in

Milliardenhöhe von der einstigen Tochter Hypo Alpe Adria, München

11:00 D: Bundesbank Pk zur Veröffentlichung des Finanzstabilitätsberichts 2014

Frankfurt

11:00 D: Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) Pk zur

wirtschaftlichen Entwicklung 2014 und Prognose 2015, Frankfurt

14:00 D: Landgericht Hannover verkündet eine Entscheidung in dem

milliardenschweren Schadenersatzverfahren gegen die Porsche SE°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

24.11.2014

Aktien New York: Kursgewinne zumeist etwas ausgebaut - Dow unverändert

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben ihre jüngsten Kursgewinne am Montag zumeist etwas ausgebaut. Händlern zufolge stützt das Vertrauen in die globale Wirtschaft und die Notenbanken den Markt. Die Indizes der Wall Street bewegten sich knapp unter ihren Rekordhochs, die sie vor dem Wochenende erreicht hatten. Der Dow Jones Industrial gab allerdings im Verlauf seinen Startgewinn ab. Der weltweit wichtigste Aktienindex notierte zuletzt 0,01 Prozent tiefer bei 17 807,78 Punkten.

Der umfassendere S&P-500-Index gewann hingegen 0,19 Prozent auf 2067,34 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,69 Prozent auf 4280,64 Punkte. Er stand knapp unter dem am Freitag erreichten höchsten Stand seit April 2000.

Der Stimulus der internationalen Notenbanken stütze die Märkte weiter, sagte Marktanalyst Craig Erlam von Alpari UK. Zudem sorgten gute Daten aus Deutschland in Form des Ifo-Geschäftsklimaindex für Optimismus. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich im November überraschend aufgehellt. In Erwartung einer globalen Wirtschaftserholung in der ersten Jahreshälfte 2015 positionierten sich die Anleger zunehmend bereits jetzt, ergänzte ein anderer Experte.

Technologietitel zählten zu den größten Gewinnern. Intel-Aktien verteuerten sich als bester Wert im Dow um 1,77 Prozent auf 36,22 Dollar, die Papiere von IBM gewannen 1,49 Prozent auf 163,32 Dollar. Telekomwerte standen hingegen weit hinten auf der Indexliste und bremsten den Dow aus: die Aktie von AT&T belegte mit einem Minus von 1,76 Prozent auf 34,66 US-Dollar das Tabellenende, Verizon Communications verbilligten sich um 1,57 Prozent.

United Technologies büßten unterdessen 1,20 Prozent ein. Der Industriekonzern bekommt einen neuen Chef. Der Verwaltungsrat berief nach dem sofortigen Rückzug von Louis Chenevert den 54-jährigen Finanzchef Gregory Hayes als Nachfolger. Die Aktien der weltgrößten Elektronik-Handelskette Best Buy legten um 2,55 Prozent zu. Händler brachten die Gewinne mit dem am kommenden Freitag beginnenden Weihnachtsgeschäft in Verbindung.

Der US-Elektroautobauer Tesla plant eine Kooperation mit BMW in den Segmenten Batterie-Technologien und Fahrzeug-Ladestationen. Zudem will Tesla in den kommenden Jahren auch in Deutschland Batteriezellen herstellen, wie Tesla-Chef Elon Musk dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sagte. Die Aktie gewann 1,97 Prozent./fat/he

24.11.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax dank Daten zeitweise über 9800 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Starke heimische Konjunkturdaten haben den Dax am Montag zeitweise wieder über 9800 Punkte gehievt. "Die Kombination aus lockerer Geldpolitik der Notenbanken einerseits und guter Konjunkturdaten andererseits treibt die Kurse an den weltweiten Börsen weiter nach oben", sagte Analyst Jens Klatt von DailyFX.

Der deutsche Leitindex knüpfte an seine Gewinne der vergangenen sieben Handelstage an und schloss 0,54 Prozent höher bei 9785,54 Punkten. Am Freitag hatte er nach der überraschenden Zinssenkung in China und Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits das größte Wochenplus seit gut einem Jahr verbucht. Für den MDax ging es am Montag um 0,91 Prozent auf 16 994,42 Punkte hoch und der TecDax gewann 0,91 Prozent auf 1341,17 Punkte.

IFO-GESCHÄFTSKLIMA ÜBERRASCHEND AUFGEHELLT

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging 0,55 Prozent höher bei 3211,70 Punkten aus dem Handel. Die nationalen Indizes in Paris und London schlossen uneinheitlich. In New York zeigte sich der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelssende fast unbewegt.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich im November überraschend aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima war um 1,5 Punkte auf 104,7 Zähler gestiegen, wie das Ifo-Institut mitteilte. Es ist der erste Anstieg des wichtigsten Stimmungsbarometers für die deutsche Wirtschaft seit April. Seither hatte es sechs Rückschläge in Folge gegeben. Volkswirte hatten nun mit einem abermaligen Minus auf 103,0 Punkte gerechnet. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank in Vaduz sprach von einer "vorweihnachtlichen Bescherung". Vor allem die deutlich verbesserten Geschäftsaussichten gäben Hoffnung, dass es sich nicht nur um einen positiven Ausreißer handele.

AUTOWERTE UND DEUTSCHE BÖRSE LEGEN ZU

Im Dax gehörten die Autobauer und -zulieferer zu den größten Gewinnern. Ereignisse wie der überraschend gestiegene Ifo-Index unterstützten die Nachfrage nach konjunktursensitiven und zyklischen Branchentiteln, schrieb Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Für BMW ging es um 1,41 Prozent hoch - hier gab es zudem Berichte über eine Kooperation mit dem Elektroauto-Pionier Tesla . Die Anteilsscheine von Daimler und Volkswagen (VW) gewannen 1,29 beziehungsweise 1,12 Prozent, während Continental um 1,61 Prozent vorrückten.

Ansonsten gaben Analystenkommentare Impulse. Dax-Spitzenreiter waren die Aktien der Deutschen Börse , denen eine positive Äußerung der US-Bank Citigroup mit plus 2,33 Prozent auf 57,55 Euro verhalf. Das war so hoch wie seit Anfang April nicht mehr. Die Titel der Deutschen Telekom markierten bei 13,380 Euro gar den höchsten Stand seit Februar 2008 und retteten bei 13,310 Euro ein Plus von 1,14 Prozent ins Ziel - ihnen half ein Kommentar der britischen Bank Barclays .

K+S SCHWACH: DÄMPFER DURCH BERICHT

Dagegen endete der jüngste Kursaufschwung bei K+S : Die Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers büßten am Dax-Ende 1,53 Prozent ein. Börsianer sahen die Hoffnungen auf steigende Kali-Preise durch einen aktuellen Medienbericht wieder deutlich gedämpft. Demnach soll die Produktion in der jüngst überfluteten russischen Mine des Kali-Giganten Uralkali zeitnah zumindest teilweise wieder aufgenommen werden.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,65 Prozent am Freitag auf 0,66 Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,01 Prozent auf 138,13 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,07 Prozent auf 151,90 Punkte. Der Euro notierte bei 1,2429 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,2410 (Freitag: 1,2422) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8058 (0,8050) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

24.11.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax dank Daten zeitweise über 9800 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Starke heimische Konjunkturdaten haben den Dax am Montag zeitweise wieder über 9800 Punkte gehievt. "Die Kombination aus lockerer Geldpolitik der Notenbanken einerseits und guter Konjunkturdaten andererseits treibt die Kurse an den weltweiten Börsen weiter nach oben", sagte Analyst Jens Klatt von DailyFX.

Der deutsche Leitindex knüpfte an seine Gewinne der vergangenen sieben Handelstage an und schloss 0,54 Prozent höher bei 9785,54 Punkten. Am Freitag hatte er nach der überraschenden Zinssenkung in China und Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits das größte Wochenplus seit gut einem Jahr verbucht. Für den MDax ging es am Montag um 0,91 Prozent auf 16 994,42 Punkte hoch und der TecDax gewann 0,91 Prozent auf 1341,17 Punkte./gl/he

24.11.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Plus dank Zentralbanken und Konjunkturoptimismus

NEW YORK (dpa-AFX) - Vertrauen in die globale Wirtschaft hat am Montag die US-Börsen weiter unterstützt. Die wichtigsten Indizes der Wall Street bewegten sich im Plus und damit knapp unter ihren Rekordhochs, die sie vor dem Wochenende erreicht hatten. Der weltweit wichtigste Aktienindex Dow Jones Industrial kletterte im frühen Verlauf um 0,14 Prozent auf 17 835,35 Punkte nach oben.

Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,25 Prozent auf 2068,76 Punkte. Auch an der Nasdaq dominierten die Plus-Zeichen. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,48 Prozent auf 4271,57 Punkte. Er stand damit knapp unter dem am Freitag erreichten höchsten Stand seit April 2000.

Der Stimulus der internationalen Notenbanken stütze die Märkte weiter, sagte Marktanalyst Craig Erlam von Alpari UK. Zudem sorgten gute Daten aus Deutschland in Form des Ifo-Geschäftsklimaindex für Optimismus. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich im November überraschend aufgehellt. In Erwartung einer globalen Wirtschaftserholung in der ersten Jahreshälfte 2015 positionierten sich die Anleger zunehmend bereits jetzt, ergänzte ein anderer Experte.

Technologietitel zählten zu den größten Gewinnern: IBM verteuerten sich an der Dow-Spitze um 1,76 Prozent auf 163,75 US-Dollar, gefolgt von Intel-Aktien mit einem Plus von 1,39 Prozent. Am Ende des Leitindex zeigte sich ebenfalls ein klarer Sektortrend. Telekomwerte standen auf den Verkaufslisten ganz oben, so dass AT&T mit einem Minus von 2,10 Prozent auf 34,54 Dollar ans Ende rutschten, Verizon Communications verbilligten sich um 2,07 Prozent.

United Technologies büßten unterdessen 0,87 Prozent ein. Der Industriekonzern bekommt einen neuen Chef. Der Verwaltungsrat berief nach dem sofortigen Rückzug von Louis Chenevert den 54-jährigen Finanzchef Gregory Hayes als Nachfolger. Die Aktien der weltgrößten Elektronik-Handelskette Best Buy legten um 1,71 Prozent zu. Händler brachten die Gewinne mit dem am kommenden Freitag beginnenden Weihnachtsgeschäft in Verbindung./fat/he

24.11.2014

Aktien New York: Moderates Plus dank Zentralbanken und Konjunkturoptimismus

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Vertrauen in die globale Wirtschaft hat am Montag die US-Börsen weiter unterstützt. Die wichtigsten Indizes der Wall Street bewegten sich im frühen Handel moderat im Plus und damit knapp unter ihren Rekordhochs, die sie vor dem Wochenende erreicht hatten. Der weltweit wichtigste Aktienindex Dow Jones Industrial kletterte nach dem Start um 0,12 Prozent auf 17 831,67 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,24 Prozent auf 2068,43 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,51 Prozent auf 4273,03 Punkte. Er stand damit knapp unter dem am Freitag erreichten höchsten Stand seit April 2000.

Der Stimulus der internationalen Notenbanken stütze die Märkte weiter, sagte Marktanalyst Craig Erlam von Alpari UK. Zudem sorgten gute Daten aus Deutschland in Form des Ifo-Geschäftsklimaindex für Optimismus. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich im November überraschend aufgehellt. In Erwartung einer globalen Wirtschaftserholung in der ersten Jahreshälfte 2015 positionierten sich die Anleger zunehmend bereits jetzt, ergänzte ein anderer Experte./fat/men

24.11.2014

Aktien New York Ausblick: Weitere Rekorde erwartet - Konjunkturhoffnungen

NEW YORK (dpa-AFX) - Immer zuversichtlichere Einschätzungen der Weltwirtschaft dürften der Wall Street am Montag weitere Rekordhochs bei Dow Jones Industrial und S&P 500 bescheren. Der Future auf den Leitindex Dow stieg eine dreiviertel Stunde vor Börseneröffnung um 0,21 Prozent. Die Vorwoche, die fünfte in Folge mit Gewinnen, hatte er mit einem Plus von knapp 1 Prozent beendet. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex NASDAQ 100 rückte am Montag zuletzt um 0,32 Prozent vor. Er hatte in der abgelaufenen Woche den höchsten Stand seit April 2000 erklommen.

Die US-Konjunktur zeige sich in einem sehr soliden Zustand, während in Europa das Schlimmste vorbei zu sein scheine, sagte ein Marktanalyst. In Erwartung einer globalen Wirtschaftserholung in der ersten Jahreshälfte 2015 positionierten sich die Anleger bereits jetzt in zunehmendem Maße. Dazu trügen vor allem auch die Konjunkturpakete in Japan, China und Europa bei, ergänzte der Experte.

Unter den Einzelwerten könnten die Papiere von United Technologies mit einem vorbörslichen Minus von mehr als 1 Prozent im Fokus stehen. Der Industriekonzern bekommt einen neuen Chef. Der Verwaltungsrat berief nach dem sofortigen Rückzug von Louis Chenevert den 54-jährigen Finanzchef Gregory Hayes als Nachfolger. Aktien der weltgrößten Elektronik-Handelskette Best Buy stiegen im vorbörslichen Handel um 0,58 Prozent. Händler brachten die Gewinne mit dem am kommenden Freitag beginnenden Weihnachtsgeschäft in Verbindung.

Das EU-Parlament will einem Zeitungsbericht zufolge die Aufspaltung des mächtigen Internet-Suchmaschinenbetreibers Google vorschlagen. Die neue EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat angekündigt, hart gegen das US-Unternehmen vorzugehen. Google wird vorgeworfen, Konkurrenten wie Medienunternehmen und Onlinedienste in seiner Suchmaschine zu benachteiligen. Google-Aktien zeigten sich vor dem regulären Handel davon jedoch ziemlich wenig beeindruckt und stiegen zuletzt um 0,36 Prozent.

Der US-Elektroautobauer Tesla plant eine Kooperation mit BMW in den Segmenten Batterie-Technologien und Fahrzeug-Ladestationen. Zudem will Tesla in den kommenden Jahren auch in Deutschland Batteriezellen herstellen. "Ich gehe davon aus, dass Tesla auf lange Sicht eine Batteriefabrik in Deutschland errichten wird", sagte Tesla-Chef Elon Musk dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Vorbörslich verteuerten sich Tesla-Papiere um 1,24 Prozent./edh/ag

24.11.2014

Aktien Frankfurt: Starke Ifo-Daten treiben Dax wieder über 9800 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein überraschender Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas hat den Dax am Montag zeitweise wieder über die Marke von 9800 Punkten geschoben. Das deutsche Börsenbarometer knüpfte an seine Gewinne der vergangenen sieben Handelstage an und gewann bis zum Nachmittag 0,68 Prozent auf 9799,16 Punkte. Seit Freitag, als der Dax an nur einem Tag um fast drei Prozent zugelegt hatte, befindet er sich wieder im positiven Terrain für dieses Jahr.

Der MDax rückte am Montag um 0,81 Prozent auf 16 977,66 Punkte vor. Der TecDax gewann 0,83 Prozent auf 1339,90 Punkte. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, stieg um 0,83 Prozent.

VP BANK: IFO-ANSTIEG EINE 'VORWEIHNACHTLICHE BESCHERUNG'

Den Ifo-Daten zufolge hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im November überraschend auf. Erstmals seit sechs Monaten stieg das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft wieder, und zwar um 1,5 Punkte auf 104,7 Zähler. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 103,0 Punkte gerechnet. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank in Vaduz sprach von einer "vorweihnachtlichen Bescherung". Nun sei tiefes Durchatmen angesagt. "Vor allem die deutlich verbesserten Geschäftsaussichten geben Hoffnung, dass es sich nicht nur um einen positiven Ausreißer handelt."

Unter den Einzelwerten zählten die Aktien von RWE mit minus 0,59 Prozent zu den größten Verlierern. Die Papiere des Konkurrenten Eon gaben um 0,22 Prozent nach. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Stromkonzerne verpflichten, den Kohlendioxidausstoß ihrer fossilen Kraftwerke um mindestens 22 Millionen Tonnen zu verringern. Praktisch läuft diese Vorgabe darauf hinaus, Kohlemeiler abzuschalten.

AKTIEN VON DEUTSCHER BÖRSE UND TELEKOM STEIGEN NACH STUDIEN

Eine Studie der US-Bank Citigroup verhalf den Aktien der Deutschen Börse bis auf 57,74 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Anfang April. Zuletzt legten sie noch um 1,71 Prozent auf 57,20 Euro zu. Nachdem sich das Papier des Börsenbetreibers in den vergangenen Jahren schlechter als die Konkurrenten und zuletzt auch schwächer als der Dax entwickelt hatte, sollte es jetzt wieder aufwärts gehen, schrieb Analystin Nese Guner. Hoffnung macht vor allem die Aussicht auf ein lebhafteres Geschäft im gewinnträchtigen Derivatebereich.

Ein positiver Kommentar der britischen Bank Barclays ließ die Telekom-Aktie bis auf 13,38 Euro steigen. Auch bei einem Plus von zuletzt 0,99 Prozent auf 13,285 Euro erreichte sie noch den höchsten Stand seit Anfang 2008.

AUTOWERTE UNTER DEN DAX-FAVORITEN

Vorn im Dax mischten auch die Anteilsscheine der Autobauer mit und halfen dem europäischen Sektorindex an die Spitze im branchenübergreifenden Stoxx Europe 600: Er legte um 1,45 Prozent zu. Ereignisse wie der überraschend gestiegene Ifo-Index unterstützten die Nachfrage nach konjunktursensitiven und zyklischen Branchentiteln, kommentierte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner.

Für die Titel von BMW ging es nach Berichten über eine Kooperation mit dem Elektroauto-Pionier Tesla um 1,55 Prozent hoch. Die Daimler-Papiere gewannen 1,52 Prozent und die von VW 0,87 Prozent. Für die Aktien des Zulieferers Continental ging es um 1,85 Prozent nach oben.

Im SDax brachen hingegen die Anteilsscheine von Schaltbau um etwas mehr als 8 Prozent ein. Das Verkehrstechnikunternehmen musste seine Ergebnisziele für das laufende Jahr deutlich reduzieren./ck/gl

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

24.11.2014

Aktien Frankfurt: Starke Ifo-Daten heben Dax wieder über 9800 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein überraschender Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas hat den Dax hat am Montag wieder über die Marke von 9800 Punkten katapultiert. Das deutsche Börsenbarometer knüpfte an seine Gewinne der vergangenen sieben Handelstage an und gewann bis zur Mittagszeit 0,74 Prozent auf 9804,27 Punkte. Seit Freitag, als der Dax an nur einem Tag um fast drei Prozent zulegte, befindet er sich wieder im positiven Terrain für dieses Jahr.

Der MDax rückte am Montag um 0,86 Prozent auf 16 985,60 Punkte vor. Der TecDax gewann 1,17 Prozent auf 1344,61 Punkte. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, stieg um 1,00 Prozent.

VP BANK: IFO-ANSTIEG EINE 'VORWEIHNACHTLICHE BESCHERUNG'

Den Ifo-Daten zufolge hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im November überraschend auf. Das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft stieg erstmals wieder seit sechs Monaten, und zwar um 1,5 Punkte auf 104,7 Zähler. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 103,0 Punkte gerechnet. Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank in Vaduz sprach von einer "vorweihnachtlichen Bescherung". Nun sei tiefes Durchatmen angesagt. "Vor allem die deutlich verbesserten Geschäftsaussichten geben Hoffnung, dass es sich nicht nur um einen positiven Ausreißer handelt."

Unter den Einzelwerten waren die Aktien von RWE größter Verlierer mit minus 0,65 Prozent. Die Papiere des Konkurrenten Eon zeigten sich mit minus 0,04 Prozent zugleich fast unverändert. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Stromkonzerne verpflichten, den Kohlendioxidausstoß ihrer fossilen Kraftwerke um mindestens 22 Millionen Tonnen zu verringern. Praktisch läuft diese Vorgabe darauf hinaus, Kohlemeiler abzuschalten.

AKTIEN VON DEUTSCHER BÖRSE UND TELEKOM STEIGEN NACH STUDIEN

Eine Studie der US-Bank Citigroup verhalf den Aktien der Deutschen Börse auf den höchsten Stand seit Anfang April. Zuletzt legten sie um 1,55 Prozent auf 57,11 Euro zu. Analystin Nese Guner empfiehlt das Papier des Marktbetreibers nach einer jahrelangen, vergleichsweise schlechteren Kursentwicklung nun zum Kauf. Da die US-Notenbank nun ihre Anleihekäufe eingestellt habe, dürften sich Aktien zwar noch ordentlich entwickeln, aber Schwankungen zugleich zunehmen. Dies sollte das hochmargige Geschäft der Deutschen Börse auf Aktienindex-Derviate stützen, erwartet sie. Eine positive Studie von Barclays ließ die Telekom-Aktie um 1,06 Prozent auf 13,30 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2008 steigen.

Dax-Spitzenwert waren die Deutsche-Bank-Titel mit plus 2,89 Prozent. Das Finanzinstitut wolle seine Präsenz in China ausbauen, bestätigte ein Unternehmenssprecher einen Bericht in der Zeitung "Die Welt". Gezielt sollen reiche Chinesen als Kunden gewonnen und in Asien neben dem bestehenden Firmenkundengeschäft vor allem die Vermögensverwaltung ausgebaut werden.

SCHALTBAU-AKTIE BRICHT NACH GESENKTEM JAHRESZIEL EIN

Im SDax zogen mit einem Kurseinbruch von knapp neun Prozent zudem die Anteilsscheine von Schaltbau Aufmerksamkeit auf sich. Das Verkehrstechnikunternehmen musste seine Ergebnisziele für das laufende Jahr deutlich reduzieren. Operativ rechnet das Unternehmen nun nur noch mit 26,8 Millionen statt den bislang angepeilten 31 Millionen Euro. Einem Börsianer zufolge enttäuschte zusätzlich auch der Ausblick auf das kommende Jahr. Der positive Effekt des am Freitag angekündigten Aktienrückkaufprogramms sei nun wieder deutlich überschattet worden./ck/zb

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

24.11.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Gute Ifo-Daten heben Dax über 9800 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein überraschender Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas hat den Dax hat am Montag wieder über die Marke von 9800 Punkten katapultiert. Das deutsche Börsenbarometer knüpfte an seine Gewinne der vergangenen sieben Handelstage an und gewann im Vormittagsgeschäft 0,75 Prozent auf 9805,74 Punkte. Seit Freitag, als der Dax an nur einem Tag um fast drei Prozent zulegte, befindet er sich nun wieder im positiven Terrain für dieses Jahr.

Der MDax rückte am Montagvormittag um 0,70 Prozent auf 16 958,29 Punkte vor. Der TecDax gewann 1,10 Prozent auf 1343,59 Punkte. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, stieg um 1,11 Prozent.

HELABA: 'IFO-INDEX LÄSST AUF STABILISIERUNG SCHLIESSEN'

"Der erste Ifo-Anstieg seit sechs Monaten ist erfreulich", sagte Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba. Positiv hob er die Erholung der Geschäftserwartungen und der Lagebeurteilungen hervor. "Dies lässt auf eine Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung schließen." Den aktuellen Daten zufolge hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im November überraschend auf. Der Ifo-Index rückte um 1,5 Punkte auf 104,7 Zähler hoch. Das ist der erste Anstieg des wichtigsten Stimmungsbarometers für die deutsche Wirtschaft seit April.

Unter den Einzelwerten waren die Aktien von RWE zeitweise größter Verlierer. Zuletzt gaben sie noch um 0,45 Prozent nach. Die Papiere des Konkurrenten Eon zeigten sich zugleich mit 0,42 Prozent im Plus. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Stromkonzerne verpflichten, den Kohlendioxidausstoß ihrer fossilen Kraftwerke um mindestens 22 Millionen Tonnen zu verringern. Praktisch läuft diese Vorgabe darauf hinaus, Kohlemeiler abzuschalten.

DEUTSCHE-BÖRSE-AKTIE STEIGT NACH STUDIE KRÄFTIG

Eine Studie der US-Bank Citigroup verhalf den Aktien der Deutschen Börse auf den höchsten Stand seit Anfang April. Zuletzt legten sie um 2,63 Prozent auf 57,72 Euro zu. Analystin Nese Guner empfiehlt das Papier des Marktbetreibers nach einer jahrelangen, vergleichsweise schlechteren Kursentwicklung nun zum Kauf. Da die US-Notenbank nun ihre Anleihekäufe eingestellt habe, dürften sich Aktien zwar noch ordentlich entwickeln, aber Schwankungen zugleich zunehmen. Dies sollte das hochmargige Geschäft der Deutschen Börse auf Aktienindex-Derviate stützen, erwartet sie. Eine positive Studie von Barclays ließ die Telekom-Aktie um 1,33 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang 2008 steigen.

Dax-Spitzenwert waren die Deutsche-Bank-Titel mit plus 2,89 Prozent. Das Finanzinstitut wolle seine Präsenz in China ausbauen, bestätigte ein Unternehmenssprecher einen Bericht in der Zeitung "Die Welt". Gezielt sollen reiche Chinesen als Kunden gewonnen und in Asien neben dem bestehenden Firmenkundengeschäft vor allem die Vermögensverwaltung ausgebaut werden.

SCHALTBAU-AKTIE BRICHT NACH GESENKTEM JAHRESZIEL EIN

Im SDax zogen mit einem Kurseinbruch von knapp neun Prozent zudem die Anteilsscheine von Schaltbau Aufmerksamkeit auf sich. Das Verkehrstechnikunternehmen musste seine Ergebnisziele für das laufende Jahr deutlich reduzieren. Operativ rechnet das Unternehmen nun nur noch mit 26,8 Millionen statt den bislang angepeilten 31 Millionen Euro. Einem Börsianer zufolge enttäuschte zusätzlich auch der Ausblick auf das kommende Jahr. Der positive Effekt des am Freitag angekündigten Aktienrückkaufprogramms sei nun wieder deutlich überschattet worden./ck/zb

24.11.2014

DAX-FLASH: Index baut Gewinne nach überraschenden ifo-Anstieg etwas aus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine Gewinne am Montag nach den ifo-Daten noch etwas ausgebaut. Zuletzt lag der deutsche Leitindex mit 0,54 Prozent im Plus bei 9784,78 Punkten. "Der erste ifo-Anstieg seit sechs Monaten ist erfreulich", sagte Helaba-Experte Ulrich Wortberg. "Positiv hervorzuheben sind die Erholungen der Geschäftserwartungen und der Lagebeurteilungen. Dies lässt auf eine Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung schließen." Hoffnungen auf weitere Lockerungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) würden durch die Zahlen nicht forciert./ag/zb

24.11.2014

Keine schnellen Entscheidungen in Brüsseler Defizitverfahren

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im Rahmen der europäischen Wirtschafts- und Finanzkontrolle wird die EU-Kommission an diesem Freitag die Budgets von Euro-Staaten für das kommende Jahr bewerten. Das teilte eine Sprecherin der Behörde am Montag in Brüssel mit. Um den Termin hatte es längere Zeit Unklarheit gegeben. Zu Details nahm die Sprecherin keine Stellung.

Die Debatte um die Budgets ist hochpolitisch. In der Behörde hatte es dem Vernehmen nach Meinungsverschiedenheiten über den Umgang mit Schuldensündern wie Frankreich gegeben. Kommissionsvizechef Valdis Dombrovskis und EU-Währungskommissar Pierre Moscovici wollten nun Ende der Woche auf Risiken bei den Budgets 2015 hinweisen und die Staaten zum Handeln auffordern, hieß es. Im Fokus stehen auch Italien, Spanien, Belgien oder Portugal.

Bei Frankreich geht es darum, ob es zum dritten Mal mehr Zeit beim Defizitabbau bekommt. Über weitere Schritte im Defizitstrafverfahren

- dazu gehört auch die Gewährung von Extra-Zeit - solle nun erst im

neuen Jahr entschieden werden, hieß es in Brüssel. Dann lägen auch endgültige Defizitzahlen für 2014 vor. Die französische Tageszeitung "Le Monde" schrieb unlängst, es werde auch eine verstärkte Überwachung Frankreichs debattiert, um die Einlösung von Spar- und Reformversprechen besser zu kontrollieren als bisher.

Die Regierung in Paris hatte bereits angekündigt, dass sie wegen der Wirtschaftsflaute wohl erst 2017 - und damit zwei Jahre später als verbindlich zugesagt - wieder die vorgegebene Defizitmarke von 3 Prozent der Wirtschaftsleistung einhalten wird. Paris dürfte laut EU-Kommission im laufenden Jahr auf eine Neuverschuldung von 4,4 Prozent kommen./cb/DP/men

24.11.2014

Spanische Justiz hält Vorwürfe gegen Ex-IWF-Chef Rato aufrecht

MADRID (dpa-AFX) - Die spanische Justiz hält in der Finanzaffäre um "schwarze Kreditkarten" ihre Vorwürfe gegen den früheren Chef des Weltwährungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, aufrecht. Der Nationale Gerichtshof bestätigte am Montag die Entscheidung des zuständigen Ermittlungsrichters, der von Spaniens ehemaligem Wirtschafts- und Finanzminister die Hinterlegung einer Sicherheit von drei Millionen Euro verlangt hatte.

Rato hatte den Antrag gestellt, in der Affäre nicht als Beschuldigter eingestuft zu werden. Die Richter lehnten das Gesuch jedoch ab. Es gebe klare Indizien dafür, dass beim Gebrauch der Kreditkarten gegen das Gesetz verstoßen worden sei, betonte das Gericht. Rato war Präsident der Sparkassenkette Caja de Madrid und der Großbank Bankia gewesen, die solche Kreditkarten ausgestellt hatten. Außerdem habe Rato selbst eine Karte besessen. Topmanager und Aufsichtsratsmitglieder der Geldinstitute sollen jahrelang mit "schwarzen Firmenkarten" unter anderem private Restaurantbesuche, Kleidung und Reisen bezahlt sowie Bargeld abgehoben haben./hk/DP/jsl

24.11.2014

Umfrage: Drei Viertel der Kanaren gegen umstrittene Erdölsuche von Repsol

SANTA CRUZ DE TENERIFE (dpa-AFX) - Auf den Kanarischen Inseln sind drei Viertel der Bewohner gegen die umstrittene Erdölsuche vor den Küsten von Lanzarote und Fuerteventura. Dies ergab eine Studie, die die Regierung der Inselgruppe bei den Universitäten in La Laguna auf Teneriffa und in Las Palmas de Gran Canaria in Auftrag gegeben hatte.

Wie die kanarische Regierung am Montag mitteilte, sprachen sich nach der Umfrage 75,4 Prozent der Befragten gegen die Probebohrungen im Atlantik aus, die der Mineralölkonzern Repsol in der vorigen Woche begonnen hatte. 15,4 Prozent begrüßten die Suche nach Erdöl.

Die Regionalregierung, die das Vorhaben strikt ablehnt, hatte am vorigen Sonntag eine Volksbefragung abhalten wollen. Das Verfassungsgericht hatte die Abstimmung jedoch einstweilen untersagt. Daraufhin gab die Regierung der Inselgruppe die Umfrage in Auftrag.

Die spanische Zentralregierung hatte die Probebohrungen genehmigt. Industrieminister José Manuel Soria kündigte an, dass man in etwa zwei oder drei Monaten wissen werde, ob es in dem Seegebiet östlich von Lanzarote und Fuerteventura Erdöl gebe. Die Gegner begründeten ihren Widerstand gegen das Vorhaben damit, dass ein Unglück verheerende Auswirkungen für den Tourismus hätte./hk/DP/men

24.11.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 24.11.2014 - 17.00 Uhr

Stimmung in der deutschen Wirtschaft überraschend aufgehellt

MÜNCHEN - Vorweihnachtliches Hoffnungszeichen für die deutsche Wirtschaft: Die Stimmung in den Unternehmen hat sich erstmals seit sechs Monaten überraschend aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im November deutlich von 103,2 Punkte im Vormonat auf 104,7 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Montag in München mitteilte. Volkswirte hatten mit einer weiteren Eintrübung gerechnet. "Der Abschwung ist zumindest unterbrochen", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Länder ringen um Zukunft des 'Soli' - Skepsis in der Union

DÜSSELDORF - Die Länder ringen um Weichenstellungen für den neuen Länderfinanzausgleich. Nordrhein-Westfalen werde einer Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen nur zustimmen, wenn die Interessen Nordrhein-Westfalens angemessen berücksichtigt werden, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) der "Neue Rhein Zeitung" (Montagsausgabe). Derzeit müsse die hohe Steuerkraft des Landes umverteilt werden, während die eigenen Infrastruktur "auf Verschleiß gefahren wird".

CDU ringt vor Parteitag um Lösung für Abbau der kalten Progression

BERLIN - Bis zur letzten Minute ringt die CDU vor ihrem Bundesparteitag in Köln um eine einheitliche Linie beim Streitthema kalte Progression. Die Entscheidung, ob - und wenn wie - die Forderung nach einem Abbau der kalten Progression in den Leitantrag aufgenommen wird, fällt erst in der Bundesvorstandssitzung am 8. Dezember, wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Montag in Berlin deutlich machte. Der Parteitag beginnt am Tag darauf.

Juncker-Kommission verstärkt Kampf gegen Wirtschaftsflaute

STRASSBURG - Die neue EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker startet mit einem 300-Milliarden-Euro-Wachstumspaket ihr erstes großes Vorhaben zur Überwindung der Wirtschaftskrise. Die Kommissare werden an diesem Dienstag in Straßburg darüber beraten. Juncker wolle das Paket dann am Mittwoch offiziell im Europaparlament vorstellen, sagte eine Sprecherin der Behörde in Brüssel. Zu Details nahm sie keine Stellung.

Nach Bankschließung in Bulgarien: Kunden erhalten bis 100 000 Euro

SOFIA - Kunden der geschlossenen bulgarischen Korporativen Handelsbank (KTB) können aufatmen: Einen Monat nach dem Lizenzentzug sollen heimische und ausländische Kunden der KTB ihre per Gesetz garantierten Einlagen von bis zu 100 000 Euro ab 4. Dezember bei anderen Banken erhalten, teilte der bulgarische Garantiefonds für Bankeneinlagen am Montag in Sofia mit. Die KTB ist die erste Bank in Bulgarien, die nach dem EU-Beitritt des Landes die Lizenz verloren hat.

Merkel stellt sich hinter Plan für nachhaltiges Wirtschaften

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich hinter die von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vorgelegte "Zukunftscharta" gestellt. Das Dokument für eine nachhaltige Politik enthält Handlungsempfehlungen für die Regierung, aber auch für die Menschen in Deutschland, die zum Beispiel keine Kleidung kaufen sollen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert wurden.

Belgien: Unternehmensvertrauen hellt sich überraschend auf

BRÜSSEL - In Belgien hat sich die Unternehmensstimmung im November überraschend erneut aufgehellt. Der Indikator stieg um 0,7 Punkte auf minus 6,1 Punkte, wie die belgische Notenbank (BNB) am Montag in Brüssel mitteilte. Dies ist der vierte Anstieg in Folge. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang des Indikators auf minus 6,9 Punkte gerechnet. Im Juli hatte der Indikator bei minus 7,5 Zählern den tiefsten Stand im laufenden Jahr erreicht.

Rot-Grünes 'Soli'-Modell stößt bei Union auf Skepsis

BERLIN - Die Ministerpräsidenten von CDU und CSU haben zurückhaltend auf den Vorschlag ihrer Kollegen von SPD und Grünen reagiert, den Solidaritätszuschlag in die Einkommensteuer zu integrieren. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) sahen darin am Montag eine direkte oder indirekte Steuererhöhung.

EU-Kommission bestätigt Debatte über 300-Milliarden-Paket

STRASSBURG - Die EU-Kommission wird am diesem Dienstag in Straßburg über ihr Investitionspaket von 300 Milliarden Euro beraten. Präsident Jean-Claude Juncker wolle das Paket dann am Mittwoch offiziell im Europaparlament vorstellen, sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag in Brüssel. Zu Details nahm sie keine Stellung.

Sanktionen und Ölpreisverfall kosten Russland 140 Milliarden Dollar

MOSKAU - Wegen westlicher Sanktionen und eines niedrigen Ölpreises verliert Russland in diesem Jahr nach Regierungsangaben rund 140 Milliarden Dollar (knapp 113 Milliarden Euro). Allein der Schaden durch die Strafmaßnahmen infolge der Ukraine-Krise liege bei 40 Milliarden Dollar, sagte Finanzminister Anton Siluanow am Montag in Moskau. Die Auswirkungen der EU- und US-Sanktionen seien wesentlich, aber der niedrige Ölpreis sei viel kritischer für den Haushalt, meinte er.

LBBW-Chefvolkswirt: Politik muss Investitionen in Deutschland stärken

STUTTGART - Deutschlands größte Landesbank LBBW hat größere Anstrengungen der Politik angemahnt, um deutsche Unternehmen zu Investitionen im eigenen Land zu bewegen. "Hier ist Grund zum Handeln angesagt", forderte Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, am Montag in Stuttgart. Die Politik muss sich ihm zufolge auf notwendige Rahmenbedingungen verständigen, um Investitionen anzukurbeln.

Verdi will soziale Berufe mit deutlichem Gehaltsplus aufwerten

BERLIN - Die Gewerkschaft Verdi fordert ein Gehaltsplus von durchschnittlich zehn Prozent für Erzieher und Sozialarbeiter. Das soll in der anstehenden Tarifrunde für Beschäftigte in Sozial- und Erziehungsdiensten Anfang 2015 mit einer besseren tariflichen Eingruppierung der Berufe erreicht werden. "Wir wollen damit den Veränderungen im Anforderungsprofil Rechnung tragen", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Montag in Berlin. Kitas seien zu einem wichtigen Lernort geworden. 2009 wurde die Tarifrunde für die rund 220 000 Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste bundesweit von wochenlangen Streiks in Kindergärten und Kitas begleitet.

Troika-Gespräche mit Griechen sollen in Paris fortgesetzt werden

ATHEN - Die Gespräche zwischen der griechischen Regierung und Geldgebern des Landes über den Stand der griechischen Sparbemühungen sollen am Dienstag in Paris fortgesetzt werden. Dies teilte das griechische Finanzministerium am Montag mit. Die Unterredungen sollen nach EU-Angaben auch am Mittwoch weitergehen. Dieses Treffen ist wichtig für den Werdegang des griechischen Stabilisierungsprogramms.

Spanischer Zehnjahreszins sinkt erstmals unter zwei Prozent

MADRID/FRANKFURT - Die Aussicht auf zusätzliche Konjunkturhilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) drückt die Marktzinsen in angeschlagenen Euroländern auf immer neue Tiefstände. Am Montag fiel die Rendite für spanische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren erstmals unter die Marke von zwei Prozent. Im Vormittagshandel rentierten die Papiere mit 1,96 Prozent und damit so niedrig wie noch nie zuvor. Italienische Anleihen gleicher Laufzeit warfen 2,17 Prozent ab - ebenfalls ein Rekordtief./rob

24.11.2014

ROUNDUP 2: Länder ringen um Zukunft des 'Soli' - Skepsis in der Union

DÜSSAELDORF (dpa-AFX) - Die Länder ringen um Weichenstellungen für den neuen Länderfinanzausgleich. Nordrhein-Westfalen werde einer Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen nur zustimmen, wenn die Interessen Nordrhein-Westfalens angemessen berücksichtigt werden, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) der "Neue Rhein Zeitung" (Montagsausgabe). Derzeit müsse die hohe Steuerkraft des Landes umverteilt werden, während die eigenen Infrastruktur "auf Verschleiß gefahren wird".

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Koordinatorin der Länder mit SPD-Regierung war am Sonntag Gastgeberin eines Vorbereitungsgesprächs der zehn Ministerpräsidenten von SPD und Grünen. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) bilanzierte am Montag: "Die rot und grün geführten Länder sind sich darin einig, dass die Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Soli ab 2020 komplett für den Bundeshaushalt zu vereinnahmen, nicht als konstruktiver Beitrag zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzen gewertet wird."

Die von SPD und Grünen geführten Länder wollen den Solidaritätszuschlag 2019 nicht ersatzlos wegfallen lassen, sondern ihn in die Einkommens- und Körperschaftsteuer integrieren. Die Ministerpräsidenten von CDU und CSU reagieren zurückhaltend auf den Vorschlag.

Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) sagte am Montag vor Beginn der CDU-Gremiensitzungen in Berlin: "Wir müssen wissen, dass die Einbeziehung in die allgemeinen Steuern natürlich dazu führt, dass es zu einer indirekten Steuererhöhung kommt." Ähnlich argumentierte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU).

Immerhin äußerten die beiden stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet und Julia Klöckner Zustimmung, dass es keinen Soli nur für den Osten geben sollte. "Hilfe ist keine Frage nach Himmelsrichtungen, sondern eine Frage, wo Not am Mann ist", sagte Klöckner.

Laschet pocht aber darauf, die Mittel aus dem Solidaritätszuschlag nach 2019 zweckgebunden und nach Priorität zu verteilen. Nur so sei sichergestellt, dass das Geld für Zukunftsinvestitionen genutzt werde, sagte er der Deutschen Presse Agentur in Düsseldorf. Dazu zählten etwa die Sanierung der Infrastruktur, Straßen und Brücken, der Breitbandausbau im ländlichen Raum und die Hightech-Industrie.

"Die zusätzlichen Mittel für Schule und Hochschule aus der Bafög-Entlastung sind im löchrigen Haushalt von Frau Kraft versickert", kritisierte Laschet. "Das darf mit dem frischen Geld aus dem Solidarzuschlag nicht passieren."

Kraft lehnt hingegen eine Verteilung der Mittel durch den Bund ab. "Wir sind keine Bittsteller", betonte sie. Die SPD befürchtet, dass bei einem solchen Modell NRW wieder das Nachsehen hätte und möglicherweise unionsgeführte Länder vom Bundesfinanzminister bevorzugt würden.

Die Ministerpräsidenten von SPD und Grünen seien sich über das Ziel des neuen Finanzausgleichs einig, erklärte Walter-Borjans: Die Schuldenbremse 2020 einhalten und zugleich in Bildung und Infrastruktur investieren können. "NRW hat deutlich gemacht, dass es die aktuelle Schieflage zu seinen Ungunsten im Finanzausgleich korrigieren und künftig einen größeren Teil seiner Einnahmen im Land behalten will, ohne sich von der solidarischen Finanzierung des Ausgleichsystems zu verabschieden", betonte der Minister.

Der Solidaritätszuschlag wird seit 1995 - in Ost und West - auf Einkommen- und Körperschaftsteuer erhoben. Es ist eine unbefristete Steuer in Höhe von heute 5,5 Prozent, die allein dem Bund zusteht. Die Einnahmen lagen zuletzt bei einem Volumen von rund 13 Milliarden Euro und sollen angesichts der guten Arbeitsmarktlage in den kommenden Jahren auf bis zu 18 Milliarden Euro steigen.

Der Zuschlag wird laut Bundesfinanzministerium zur Finanzierung der deutschen Einheit erhoben, ist aber nicht zweckgebunden - etwa für den Aufbau Ost. Er ist also nicht identisch mit dem Solidarpakt II, den Aufbauleistungen des Bundes für den Osten./beg/rm/vr/DP/jsl

24.11.2014

ROUNDUP: CDU ringt vor Parteitag um Lösung für Abbau der kalten Progression

BERLIN (dpa-AFX) - Bis zur letzten Minute ringt die CDU vor ihrem Bundesparteitag in Köln um eine einheitliche Linie beim Streitthema kalte Progression. Die Entscheidung, ob - und wenn wie - die Forderung nach einem Abbau der kalten Progression in den Leitantrag aufgenommen wird, fällt erst in der Bundesvorstandssitzung am 8. Dezember, wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber am Montag in Berlin deutlich machte. Der Parteitag beginnt am Tag darauf.

Das Phänomen der kalten Progression entsteht, wenn Gehaltserhöhungen nur die Inflation ausgleichen und die Kaufkraft des Arbeitnehmers nicht steigt. Denn durch den Tarifverlauf bei der Einkommensteuer zahlt er überproportional mehr Steuern an den Fiskus.

Sollten die Differenzen zwischen Mittelstandsvereinigung und Arbeitnehmerflügel auf der einen und Vorstand auf der anderen Seite nicht überwunden werden, dürfte es zu einer Kampfabstimmung auf dem Kongress kommen.

Die CDU-Antragskommission hat einen Kompromissantrag für den Parteitag vorgelegt, der für eine Absenkung der Steuertarife in dieser Legislaturperiode keine Zeit vorgibt. Das lehnt die Mittelstandsvereinigung ab. Sie will noch für diese Wahlperiode eine Steuerbremse durchsetzen, die die Inflation automatisch ausgleicht.

Tauber will sich dennoch dafür einsetzen, dass die Formulierung der Antragskommission in den Leitantrag des Vorstands zur Wirtschaftspolitik aufgenommen wird. "Wir sind da mit allen Beteiligten im Gespräch." Wie ein späterer Gesetzentwurf aussehen, welche Spielräume es dann im Haushalt geben könnte und wann der Einstieg in den Abbau der kalten Progression möglich wäre, könne er jetzt nicht guten Gewissens beantworten, sagte Tauber. Schwerpunkt bleibe ein Haushalt ohne neue Schulden und ohne Steuererhöhungen.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) betonte in der "Bild"-Zeitung erneut: "Ich sehe keine finanziellen Spielräume für die Abschaffung der kalten Progression in dieser Legislaturperiode." Die CDU solle keine unrealistischen Projekte in Köln beschließen. Auch die SPD-regierten Länder wollten eine Steuerentlastung für Arbeitnehmer nicht mittragen. Kauder: "Das müssten doch alle in der Union wissen."/du/DP/jsl

24.11.2014

STICHWORT: Körperschaftssteuer, Einkommensteuer und 'Soli'

BERLIN (dpa-AFX) - Mit Blick auf die Neugestaltung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen bis 2020 wird immer wieder über eine Umwidmung des Solidaritätszuschlags diskutiert. Er könnte etwa in die Einkommen- oder Körperschaftssteuer integriert werden. In der Diskussion entsteht für viele der Eindruck, der "Soli" werde immer noch für den Aufbau Ost erhoben. Es ist aber eine allgemeine unbefristete Steuer des Bundes.

Der SOLIDARITÄTSZUSCHLAG wird seit 1995 auf Einkommen-, Lohn-, Kapitalertrags-, Abgeltungs- (seit 2009) und Körperschaftssteuer erhoben. Der "Soli" wurde zunächst mit 7,5 Prozent, seit 1998 mit 5,5 Prozent veranschlagt. Derzeit bringt er rund 13 Milliarden Euro im Jahr. Es ist eine unbefristete Steuer, die dem Bund zusteht. Sie wird laut Bundesfinanzministerium zwar "zur Finanzierung der deutschen Einheit" erhoben, ist aber nicht zweckgebunden - wie etwa der Solidarpakt II für den Aufbau Ost.

Der SOLIDARPAKT I und II sind Transferleistungen des Bundes zugunsten Ostdeutschlands. Die zweite Auflage dieser Vereinbarungen trat 2005 in Kraft und läuft bis 2019. Sie garantiert den Ost-Ländern insgesamt 156,6 Milliarden Euro. Der Pakt besteht aus zwei Körben. Mit 105 Milliarden aus Korb I sollen die Infrastruktur ausgebaut und die Finanzkraft der Kommunen gestärkt werden. Im Korb II werden weitere rund 51 Milliarden für Wirtschaftsförderung bereitgestellt.

Die EINKOMMENSTEUER wird auf das Einkommen von sogenannten natürlichen Personen erhoben. Sie ist eine Gemeinschaftssteuer im Rahmen eines großen Steuerverbundes, bei dem die Gemeinden einen Anteil von 15 Prozent bekommen, Bund und Länder teilen sich die übrigen 85 Prozent je zur Hälfte.

Die KÖRPERSCHAFTSTEUER ist eine Steuer auf das Einkommen sogenannter juristischer Personen wie Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, Vereine, Anstalten oder Stiftungen. Sie beträgt derzeit 15 Prozent. Sie wird von den Ländern erhoben und steht Bund und Ländern je zur Hälfte zu./rm/DP/jsl

24.11.2014

ROUNDUP: Juncker-Kommission verstärkt Kampf gegen Wirtschaftsflaute

STRASSBURG (dpa-AFX) - Die neue EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker startet mit einem 300-Milliarden-Euro-Wachstumspaket ihr erstes großes Vorhaben zur Überwindung der Wirtschaftskrise. Die Kommissare werden an diesem Dienstag in Straßburg darüber beraten. Juncker wolle das Paket dann am Mittwoch offiziell im Europaparlament vorstellen, sagte eine Sprecherin der Behörde in Brüssel. Zu Details nahm sie keine Stellung.

Der Zeitpunkt der Präsentation ist politisch delikat, denn im Europaparlament wird diese Woche über ein Misstrauensvotum gegen die Juncker-Kommission abgestimmt. Der Vorstoß von EU-Gegnern hat jedoch keine Aussicht auf Erfolg.

Bereits am Wochenende war in EU-Kreisen bekanntgeworden, dass ein neuer Garantiefonds bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) mit einem Umfang von rund 20 Milliarden Euro eingerichtet werden soll. Der Topf soll dazu dienen, risikoreiche Kredite abzusichern. Für den Fonds sollen Mittel der EIB und des EU-Haushalts fließen. Letztlich könnten mit den Garantien in den kommenden Jahren Investitionen von bis zu 300 Milliarden Euro angeschoben werden, hieß es.

Die seit Monatsbeginn amtierende Juncker-Kommission muss handeln, da Europa im internationalen Vergleich beim Wachstum hinterherhinkt. In der Eurozone wird die Wirtschaft voraussichtlich im laufenden Jahr nur um 0,8 Prozent zulegen; das ist weniger, als noch zu Jahresbeginn erwartet. Viele Europäer sind ohne Job.

Die Sozialdemokraten im Europaparlament setzen sich für ein deutlich umfangreicheres Investitionsprogramm ein als von Juncker angekündigt. Fraktionschef Gianni Pittella fordert ein 800-Milliarden-Euro-Paket aus öffentlichen und privaten Mitteln. Der Plan der Sozialdemokraten sieht vor, dass die Mitgliedstaaten über sechs Jahre 100 Milliarden Euro in einen neuen Fonds einzahlen.

Die Christdemokraten der Europäischen Volkspartei (EVP) kritisierten die Pläne der Sozialdemokraten als unrealistisch. Die EVP hatte ihre Vorstellungen nicht beziffert. Junckers Vorschlag gehe in die richtige Richtung, hieß es in Parteikreisen. Die EVP hatte gefordert, das Kapital der EU-Hausbank EIB um 20 Milliarden Euro zu erhöhen. Dagegen gibt es jedoch in mehreren der 28 Mitgliedstaaten Vorbehalte, weil sie anteilig dafür zahlen müssten./cb/DP/men

24.11.2014

Devisen: Eurokurs steigt nach starkem Ifo-Geschäftsklima

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die bessere Stimmung in deutschen Unternehmen hat den Kurs des Euro am Montag gestützt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2433 US-Dollar gehandelt. In der Nacht zum Montag war der Euro noch angesichts der erwarteten weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) bis auf 1,2360 Dollar gefallen. Die EZB hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2410 (Freitag: 1,2422) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8058 (0,8050) Euro.

Das Ifo-Geschäftsklima ist erstmals seit sechs Monaten gestiegen, und zwar um 1,5 Punkte auf 104,7 Zähler. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang auf 103,0 Punkte gerechnet. Nach Einschätzung von Chefvolkswirt Jörg Krämer wird die deutsche Wirtschaft Anfang nächsten Jahres beginnen wieder etwas stärker zu wachsen. Die jüngste Abwertung des Euro habe die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen gestärkt. Zudem werde die Konjunktur durch den gefallenen Ölpreis und den niedrigen EZB-Leitzins angeschoben.

"Positiv hervorzuheben sind die Erholungen der Geschäftserwartungen und der Lagebeurteilungen", sagte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Dies lasse auf eine Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung schließen. "Erwartungen, wonach die Europäische Zentralbank weitere Lockerungsmaßnahmen beschließen könnte, werden durch die Zahlen nicht forciert." Noch am vergangenen Freitag hatten Aussagen von EZB-Chef Mario Dragi die Erwartungen geschürt, dass die Notenbank weitere Maßnahmen im Kampf gegen die sehr niedrige Inflation ergreifen könnte. Dies hatte den Euro stark unter Druck gebracht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79160 (0,79210) britische Pfund , 146,82 (146,46) japanische Yen und 1,2027 (1,2024) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1197,50 (1203,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 510,00 (30 330,00) Euro./jsl/he

24.11.2014

ROUNDUP 3: Stimmung in der deutschen Wirtschaft überraschend aufgehellt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Vorweihnachtliches Hoffnungszeichen für die deutsche Wirtschaft: Die Stimmung in den Unternehmen hat sich erstmals seit sechs Monaten überraschend aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im November deutlich von 103,2 Punkte im Vormonat auf 104,7 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Montag in München mitteilte. Volkswirte hatten mit einer weiteren Eintrübung gerechnet. "Der Abschwung ist zumindest unterbrochen", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Die Unternehmen schätzten im November sowohl ihre derzeitige Lage als auch ihre Aussichten für die kommenden sechs Monate besser ein. Während der Lage-Index von 108,4 Punkte auf 110,0 Punkte stieg, verbesserte sich der Index für die Erwartungen in den nächsten sechs Monaten von 98,3 auf 99,7 Punkte.

HOFFNUNG AUF MEHR INVESTITIONEN

Damit wächst die Hoffnung, dass Unternehmen wieder mehr investieren und so die maue Konjunktur anschieben. Positive Signale waren zuletzt vor allem vom Privatkonsum gekommen. Die Unternehmen hielten sich - verunsichert durch internationale Krisen - mit Investitionen zurück. Rückenwind bekämen die Firmen vom schwächeren Euro und dem niedrigeren Rohölpreis, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner laut Mitteilung. "Für viel mehr als Stabilität gibt es derzeit aber noch keine eindeutigen Anzeichen."

Auch Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe sieht noch keine Trendwende. Dafür sei es noch zu früh. Der Anstieg des wichtigen Frühindikators der deutschen Wirtschaft sei aber ein "gutes Signal". Ökonomen der BayernLB erklärten, die Wirtschaftssanktionen zwischen der EU und Russland und die hohe geopolitische Unsicherheit schienen die Geschäftsaussichten mittlerweile weniger zu belasten.

Das Stimmungsbarometer wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft ermittelt. Nach drei Bewegungen des Ifo-Indexes in eine Richtung sprechen Volkswirte von einer möglichen Trendwende in der Konjunkturentwicklung.

DEUTSCHE AKTIEN LEGEN ZU

Der unerwartete Anstieg des Ifo-Index sorgte an der Börse für steigende Kurse. Er katapultierte den Dax über die Marke von 9800 Punkten.

Industrieunternehmen zeigten sich zufriedener mit ihrer Lage als noch im Oktober. Die Zukunftsaussichten beurteilten sie etwas weniger pessimistisch und hoffen, dass der schwächere Euro die Geschäfte im Ausland ankurbelt. Im Großhandel verbesserte sich die Stimmung den Angaben zufolge merklich, die Unternehmen beurteilten vor allem die aktuelle Lage deutlich besser. Einzelhändler blickten weniger pessimistisch in die Zukunft als noch zuletzt.

BUNDESREGIERUNG SENKT WACHSTUMSERWARTUNGEN

Wirtschaftsforscher, aber auch die Bundesregierung hatten jüngst ihre Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft noch gesenkt. So erwarten die fünf Wirtschaftsweisen für 2015 nur noch ein Wachstum von 1,0 Prozent. Damit sind sie pessimistischer als die Regierung. Diese hatte für das kommende Jahr immerhin noch ein Plus von 1,3 Prozent in Aussicht gestellt. Für 2014 hatten die Wirtschaftsweisen ihre Prognose deutlich von 1,9 auf 1,2 Prozent gesenkt.

Überwiegend rechnen Ökonomen damit, dass die deutsche Wirtschaft nach einer Delle im Frühjahr und nur minimalem Wachstum im dritten Quartal im kommenden Jahr wieder in Schwung kommt./csc/mar/DP/jsl

24.11.2014

AKTIE IM FOKUS: Deutsche Telekom dank Studie auf Hoch seit Februar 2008

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Seit Wochen kennt die Aktie der Deutschen Telekom nur eine Richtung: steil nach oben. Am Montag erreichte sie dank eines positiven Analystenkommentars bei 13,380 Euro sogar den höchsten Stand seit Februar 2008. Vom Jahrestief Mitte Oktober steht ein Wertzuwachs von knapp einem Drittel zu Buche, während der Dax sich seitdem um gut 17 Prozent erholte.

Die britische Investmentbank Barclays stufte die Aktien von "Equal Weight" auf "Overweight" hoch und erhöhte das Kursziel von 13 auf 15 Euro. Dank der Stabilisierung des Deutschland-Geschäfts und des Wachstums in den USA dürfte die Telekom in den kommenden Jahren den Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) aus eigener Kraft steigern, schrieb Analyst Mathieu Robilliard.

Damit heben sich die Bonner seiner Ansicht nach positiv von der Konkurrenz im europäischen Telekommunikationssektor ab. Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich etliche Banken und Analysehäuser positiv zur Telekom geäußert.

Im langfristigen Vergleich fällt die Wertentwicklung allerdings wenig schmeichelhaft aus. Während dem Dax nur noch zweieinhalb Prozent zum Rekordhoch aus dem Juni fehlen, hinkt die T-Aktie ihren historischen Höchstständen weit hinterher: Im Rausch des Internet-Booms zur Jahrtausendwende legten die Investoren mehr als 100 Euro pro Aktie auf den Tisch - und damit ein Mehrfaches dessen, was sie heute kostet./gl/men

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24.11.2014

ANALYSE: Independent Research hebt Ziel für Intel auf 36 US-Dollar - 'Halten'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Intel nach einem Investorentag von 35 auf 36 (Kurs: 36) US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Den Ausblick des Chipherstellers auf das kommende Geschäftsjahr und die Anhebung der Dividende für 2015 werte er positiv, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Montag.

Intel stelle dank einer Erholung am PC-Markt für 2015 ein weiteres Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht, was etwas mehr sei als von Friebel ursprünglich erwartet. Die rückläufige Bruttomarge und auch die erhöhte Dividende entsprächen seinen Prognosen. Er habe aber insgesamt seine Schätzungen für 2015 und in der Folge auch das Kursziel etwas angehoben.

Die Aktie wird nach Einschätzung der Analysten von Independent Research auf Sicht von sechs Monaten eine Wertentwicklung zwischen 0 und 15 Prozent aufweisen./fat/he

Analysierendes Institut Independent Research.

24.11.2014

ANALYSE/Börse Stuttgart: ETF-Anleger machen bei Dax-Fonds Kasse

STUTTGART (dpa-AFX) - Privatanleger haben einer Studie zufolge vergangene Woche vor allem bei börsengehandelten Fonds (ETF) auf den Dax Kasse gemacht. "Auch wenn einige Marktexperten den Dax noch in diesem Jahr wieder auf 10 000 Punkte steigen sehen, nutzten die ETF-Anleger in Stuttgart den starken Kursanstieg, um teilweise Gewinne mitzunehmen", sagte am Montag Michael Görgens, Leiter des ETF-Handels an der Börse in Stuttgart, mit Blick auf die jüngste Entwicklung des deutschen Leitindex. "Aber auch bei europäischen Indizes ging der Anlegertrend zurück." Bei Produkten auf US-Aktienindizes zeigten sich die Investoren hingegen "trotz Rekordjagd" weiter sehr zuversichtlich, so Görgens.

Der Dax hatte am Freitag mit einer fulminanten Rally das größte Wochenplus seit gut einem Jahr eingefahren. Auslöser waren Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi, der seine Handlungsbereitschaft bekräftigte, den Kampf gegen Niedriginflation und Wachstumsschwäche auszuweiten, und eine überraschende Zinssenkung in China./gl/he

24.11.2014

ANALYSE-FLASH: Macquarie hebt Metro auf 'Outperform' und Ziel auf 31 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die australische Investmentbank Macquarie hat Metro AG von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 27 auf 31 Euro angehoben. Analyst Sreedhar Mahamkali hält laut einer Studie vom Donnerstag die Probleme des Einzelhandelskonzerns in Russland für in der Aktie eingepreist. Der Sparte Media Markt Saturn traut er bei robusten Umsätzen im vierten Quartal zudem die erste operative Gewinnsteigerung seit dem Geschäftsjahr 2010 zu. Dies sei aber noch nicht im Kurs abgebildet. Mit dem Schuldenabbau komme Metro sehr schnell voran./ag/tav

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24.11.2014

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ziel für Stratec auf 45 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Stratec von 40 auf 45 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Scott Bardo betonte in einer Studie vom Montag die soliden Wachstumsaussichten des Laborzulieferers und hob seine Prognosen für die nahe Zukunft an. Grund seien das lukrativere Ersatzteilgeschäft und die niedrigeren kurzfristigen Steuerquoten./ajx/tav

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24.11.2014

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Ziel für Vodafone auf 220 Pence - 'Neutral'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Vodafone von 210 auf 220 Pence angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Trend bei den organischen Service-Umsätzen auf bereinigter Basis zeige nach oben, schrieb Analyst Antoine Pradayrol in einer Studie vom Montag. Im nächsten Jahr sollte der Mobilfunkkonzern zum Wachstum zurückkehren./ajx/tav

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24.11.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für GDF Suez auf 23,90 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie des Versorgers GDF Suez von 24,10 auf 23,90 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. In einer am Montag veröffentlichten Studie reduzierten die Analysten ihre Gewinnschätzungen je Aktie für dieses und das kommende Jahr um 3,0 beziehungsweise 2,2 Prozent./ajx/tav

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24.11.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Indus Holding auf 39 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Indus Holding nach Zahlen zum dritten Quartal von 36 auf 39 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Kennziffern der Industrieholding seien solide, aber ohne größere Überraschungen ausgefallen, schrieb Analyst Adrian Rott in einer Studie vom Montag. Das neue Kursziel rechtfertigte er mit der Erwartung wertsteigernder Zukäufe im kommenden Jahr./edh/tav

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24.11.2014

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Ziel für Bilfinger auf 50 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Bilfinger von 52 auf 50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die herausfordernden Endmärkte belasteten den Ausblick des Baudienstleisters für 2015, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Montag. Unter strukturellen Aspekten gebe es weiterhin Fragezeichen. Der Experte senkte seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie für 2015 um 8 Prozent und um 7 Prozent für 2016./ajx/tav

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24.11.2014

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt fairen Wert für Sixt auf 34,20 Euro - 'Kaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Sixt-Stammaktien nach Zahlen zum dritten Quartal von 31,70 auf 34,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Umsatz und Vorsteuerergebnis des Autovermieters hätten seine bereits optimistischen Prognosen noch übertroffen, schrieb Analyst Harald Heider in einer Studie vom Montag. Deshalb erhöhte der Experte seine Erlös- und Ertragsprognosen für 2014 und die Folgejahre./edh/tav

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