dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

30.01.2015

Facebook: Neue Datenschutz-Regeln in Kraft getreten

BERLIN (dpa-AFX) - Facebook hat seine umstrittenen neuen Datenschutz-Regeln am Freitag in Kraft gesetzt. Alle Nutzer des weltgrößten Netzwerks, die sich nun bei Facebook einloggen, akzeptieren damit formal die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Die neuen Regeln waren bei Datenschützern auf heftige Kritik gestoßen. Vor allem mangelnde Transparenz wurde dem Netzwerk vorgeworfen.

Nutzer von Facebook haben kein Widerspruchsrecht gegen die neuen AGB. Wollten sie die Datennutzung von Facebook verhindern, müssen sie sich komplett abmelden. Sie können allerdings Schritte unternehmen, damit ihre Aktivitäten im Web von Facebook nicht für eine "nutzungsbasierte Online-Werbung" ausgewertet werden. Unter der Adresse http://www.youronlinechoices.com/de/praferenzmanagement/ kann dem "Online Behavioural Advertising" widersprechen.

Mit der Neuregelung seiner AGB will Facebook unter anderem die Werbung stärker auf einzelne Nutzer zuschneiden. Dafür sollen zum Beispiel auch Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps außerhalb des Netzwerks ausgewertet werden. Wer dies nicht möchte, kann die personalisierte Werbung deaktivieren, erklärt Facebook.

Facebook verspricht zugleich, mit den Änderungen seine Daten- und Nutzungsbestimmungen übersichtlicher und verständlicher für die Nutzer zu gestalten. Mitglieder können künftig genauer festlegen, wer ihre Einträge ansehen kann. Außerdem können sie herausfinden, warum ihnen bestimmte Werbung angezeigt wird.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte zuletzt bemängelt, dass nicht klar sei, ob Facebook bei der Datenauswertung auch genaue Nutzerprofile erstelle. Caspar fordert, dass Facebook sich beim Datenschutz an deutsches Recht hält. Facebook sei dagegen weiter der Meinung, dass das deutsche Datenschutzrecht nicht für das Unternehmen gelte, da seine Europazentrale in Dublin angesiedelt ist.

Datenschützer bemängeln außerdem, dass nicht ausdrücklich festgeschrieben ist, dass keine Daten des Kurzmitteilungsdienstes WhatsApp mit Facebook geteilt werden. Facebook und WhatsApp versichern stets, dass die Daten getrennt bleiben sollen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte befürchtet dennoch, dass Daten künftig "in großem Maßstab" zwischen den Unternehmen ausgetauscht werden. "Durch kleinere textliche Veränderungen (...) könnte Facebook dem entgegentreten"./so/DP/stk

30.01.2015

Deutsche Anleihen starten kaum verändert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Freitag nahezu unverändert in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Die Anleger hielten sich vor wichtigen Konjunkturdaten zunächst zurück, hieß es aus dem Handel. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,01 Prozent auf 158,71 Punkte. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen lag bei 0,36 Prozent.

Der Markt warte auf wichtige Konjunkturdaten aus den USA, erklärten Händler den ruhigen Auftakt am deutschen Rentenmarkt. Am Nachmittag wird die US-Regierung in einer ersten Schätzung bekannt geben, wie stark die größte Volkswirtschaft der Welt im vierten Quartal 2014 gewachsen ist. Außerdem dürften die Investoren weiter die politische Lage in Griechenland im Blick haben. Im Verlauf des Tages wird sich Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in Athen über die Pläne der neuen Regierung zur Überwindung der Schuldenkrise informieren./jkr/fbr

30.01.2015

WDH/ROUNDUP: Amazon schlägt sich besser als erwartet - Börse jubelt

(Berichtigt wurde ein Rechtschreibfehler im zweiten Satz des ersten Absatzes.)

SEATTLE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon hat im vergangenen Weihnachtsgeschäft zwar weniger verdient. Doch obwohl der Gewinn im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf 214 Millionen Dollar lag, übertraf das Ergebnis damit dennoch deutlich die Erwartungen der Analysten - die mit weniger als halb so viel gerechnet hatten. Das sorgte an der Börse für Begeisterung: Die Aktie sprang am Donnerstag nachbörslich um über zwölf Prozent in die Höhe.

Die Anleger störte auch nicht, dass der Umsatz mit einem Plus von 15 Prozent auf 29,33 Milliarden Dollar die Marktprognosen verfehlte. Im Quartal davor hatte unter anderem eine Abschreibung auf das gefloppte erste Amazon-Smartphone Fire Phone die Bilanz verhagelt. Das Ergebnis war ein Verlust von 437 Millionen Dollar, der die Investoren schockierte.

Amazon investiert traditionell massiv in den Ausbau des Geschäfts und fährt deshalb bestenfalls schmale Gewinne ein. So wurden allein im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Dollar in den hauseigenen Video-Streamingdienst gesteckt, wie Amazons Chef und Gründer Jeff Bezos erklärte.

Für die Versandkosten im Abo-Service Prime habe Amazon Milliarden ausgegeben. Prime-Kunden zahlen keine Versandgebühren und bekommen Zugang zu ausgewählten Musik- und Video-Inhalten. Analysten diskutieren darüber, ob Amazons Kosten für das Prime-Programm zu hoch sind. Amazon verweist darauf, dass Prime-Kunden mehr Umsatz bringen. Einigen Schätzungen zufolge kaufen sie zwei bis drei Mal so viel wie Amazon-Nutzer ohne Prime-Mitgliedschaft.

Der Konzern nennt keine genauere Zahl der Prime-Mitglieder. Bezos gab nun lediglich bekannt, das sie im vergangenen Jahr um 53 Prozent gestiegen sei - auf einer Basis von Dutzenden Millionen. Analysten gehen von rund 40 Millionen Prime-Kunden weltweit aus.

Im gesamten Jahr gab es nach dem miesen dritten Quartal trotz der schwarzen Zahlen zum Jahresausklang einen Verlust von 241 Millionen Dollar. Das Jahr 2013 hatte Amazon noch mit einem Gewinn von 274 Millionen Dollar abgeschlossen.

Die Prognose für das laufende Quartal fiel verhalten aus. Amazon rechnet mit einem operativen Ergebnis zwischen einem Verlust von 450 Millionen Dollar und einem Gewinn von 50 Millionen Dollar.

Amazon ist neben dem Einzelhandels-Geschäft einer der weltgrößten Anbieter von Cloud-Infrastruktur. Auch dieses Geschäft braucht hohe Investitionen etwa in Rechenzentren. Die Investoren bekamen bisher kaum Einblick in die Entwicklung dieses Amazon-Bereichs. Nun soll künftig der Umsatz des Cloud-Geschäfts einzeln ausgewiesen werden. Zudem hieß es, die Sparte habe eine Million Kunden./so/DP/fbr

30.01.2015

Rückrufe wegen Airbag-Desasters belasten Hondas Bilanz

TOKIO (dpa-AFX) - Der japanische Autobauer Honda hat seine Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten geschraubt. Wie der Konzern am Freitag nach Börsenschluss in Tokio bekanntgab, dürfte sich der Gewinn zum Bilanzstichtag 31. März auf 545 Milliarden Yen (3,4 Mrd Euro) belaufen. Zuvor hatte Honda mit 565 Milliarden Yen gerechnet. Als Grund nannte der drittgrößte japanische Autohersteller die Folgen eines weltweiten Rückrufs wegen defekter Airbags des Zulieferers Takata. Hinzu kommt ein schwacher Absatz auf dem Heimatmarkt. Im dritten Geschäftsquartal sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,1 Prozent auf 136,5 Milliarden Yen. Der Umsatz stieg unter anderem dank des schwachen Yen um 8,9 Prozent auf 3,3 Billionen Yen./ln/DP/stk

30.01.2015

Devisen: Euro steigt weiter über 1,13 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Freitag weiter stabilisiert und leicht zugelegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1342 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher im Kurs als am Vorabend. Am Donnerstagmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1315 (Mittwoch: 1,1344) Dollar festgesetzt.

Eine Reihe von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus der Eurozone vom Vortag hätten den Euro weiter gestützt, hieß es aus dem Handel. Am Devisenmarkt haben die Investoren vor allem die politische Lage in Griechenland im Blick. Im Verlauf des Tages wird sich Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in Athen über die Pläne der neuen Regierung zur Überwindung der Schuldenkrise informieren. Außerdem dürfte am Nachmittag eine erste Schätzung zum Wirtschaftswachstum in den USA im vierten Quartal 2014 für neue Impulse im Handel am Devisenmarkt sorgen./jkr/fbr

30.01.2015

ROUNDUP: Amazon schlägt sich besser als erwartet - Börse jubelt

SEATTLE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon hat im vergangenen Weihnachtsgeschäft zwar weniger verdient. Doch obwohl der Gewinn im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf 214 Millionen Dollar sag, übertraf das Ergebnis damit dennoch deutlich die Erwartungen der Analysten - die mit weniger als halb so viel gerechnet hatten. Das sorgte an der Börse für Begeisterung: Die Aktie sprang am Donnerstag nachbörslich um über zwölf Prozent in die Höhe.

Die Anleger störte auch nicht, dass der Umsatz mit einem Plus von 15 Prozent auf 29,33 Milliarden Dollar die Marktprognosen verfehlte. Im Quartal davor hatte unter anderem eine Abschreibung auf das gefloppte erste Amazon-Smartphone Fire Phone die Bilanz verhagelt. Das Ergebnis war ein Verlust von 437 Millionen Dollar, der die Investoren schockierte.

Amazon investiert traditionell massiv in den Ausbau des Geschäfts und fährt deshalb bestenfalls schmale Gewinne ein. So wurden allein im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Dollar in den hauseigenen Video-Streamingdienst gesteckt, wie Amazons Chef und Gründer Jeff Bezos erklärte.

Für die Versandkosten im Abo-Service Prime habe Amazon Milliarden ausgegeben. Prime-Kunden zahlen keine Versandgebühren und bekommen Zugang zu ausgewählten Musik- und Video-Inhalten. Analysten diskutieren darüber, ob Amazons Kosten für das Prime-Programm zu hoch sind. Amazon verweist darauf, dass Prime-Kunden mehr Umsatz bringen. Einigen Schätzungen zufolge kaufen sie zwei bis drei Mal so viel wie Amazon-Nutzer ohne Prime-Mitgliedschaft.

Der Konzern nennt keine genauere Zahl der Prime-Mitglieder. Bezos gab nun lediglich bekannt, das sie im vergangenen Jahr um 53 Prozent gestiegen sei - auf einer Basis von Dutzenden Millionen. Analysten gehen von rund 40 Millionen Prime-Kunden weltweit aus.

Im gesamten Jahr gab es nach dem miesen dritten Quartal trotz der schwarzen Zahlen zum Jahresausklang einen Verlust von 241 Millionen Dollar. Das Jahr 2013 hatte Amazon noch mit einem Gewinn von 274 Millionen Dollar abgeschlossen.

Die Prognose für das laufende Quartal fiel verhalten aus. Amazon rechnet mit einem operativen Ergebnis zwischen einem Verlust von 450 Millionen Dollar und einem Gewinn von 50 Millionen Dollar.

Amazon ist neben dem Einzelhandels-Geschäft einer der weltgrößten Anbieter von Cloud-Infrastruktur. Auch dieses Geschäft braucht hohe Investitionen etwa in Rechenzentren. Die Investoren bekamen bisher kaum Einblick in die Entwicklung dieses Amazon-Bereichs. Nun soll künftig der Umsatz des Cloud-Geschäfts einzeln ausgewiesen werden. Zudem hieß es, die Sparte habe eine Million Kunden./so/DP/fbr

30.01.2015

Ölpreise wenig verändert

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag weiter stabil gezeigt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 49,10 US-Dollar und damit drei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um zwölf Cent auf 44,65 Dollar.

Am Ölmarkt zeigten sich bereits den zweiten Tag in Folge vergleichsweise stabile Preise. Zuletzt hatte ein überraschend starker Anstieg der US-Ölreserven am Mittwoch eine Talfahrt ausgelöst. Mittlerweile sprechen immer mehr Experten von einer Beruhigung der Lage. Generell leiden die Ölpreise aber nach wie vor unter einem zu hohen Angebot auf dem Weltmarkt. Am Nachmittag könnten Daten zum Wirtschaftswachstum in den USA für neue Impulse im Handel mit Rohöl sorgen./jkr/fbr

30.01.2015

ROUNDUP: Google verdient Milliarden - und bleibt unter den Erwartungen

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - Bei Google sprudeln die Gewinne: 4,8 Milliarden Dollar (4,2 Mrd. Euro) verdiente der Internetkonzern im vierten Quartal. Das war ein Plus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch hatten Analysten mehr erwartet. Auch der Umsatz blieb mit einem Anstieg um 15 Prozent auf 18,1 Milliarden Dollar unter den Prognosen.

Googles wichtigste Einnahmequelle, die Online-Werbung, verliert an Dynamik. Im vierten Quartal verzeichnete der Konzern 14 Prozent mehr bezahlte Klicks als im Vorjahr, wie Google nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Im Vorquartal hatte das Plus noch bei 17 Prozent gelegen. Zudem ging der durchschnittliche Preis pro Anzeige um drei Prozent zurück.

Der Suchmaschinen-Riese macht einen großen Teil seiner Gewinne mit bezahlten Textanzeigen, die bei Suchergebnissen prominent platziert werden, sowie grafischen Anzeigen, sogenannten Bannern. Zudem spielt der zum Konzern gehörende Videodienst YouTube Geld durch Werbeclips ein.

Dieses Geschäft verlagert sich zunehmend von klassischen PC-Desktops auf Mobilgeräte wie Smartphones. Deshalb verfolgen Analysten mit Argusaugen, wie sich die großen Internetfirmen - neben Google vor allem Facebook und Yahoo - auf diese Trendverschiebung einstellen.

Vor allem das Online-Netzwerk Facebook, das seine Quartalsbilanz am Vortag vorgelegt hatte, macht auf dem Weg ins mobile Zeitalter gute Fortschritte. Doch auch Yahoo hatte zuletzt deutliches Wachstum in diesem Bereich ausgewiesen. Für Google wird der Konkurrenzkampf dadurch härter.

Das Geschäft vom Desktop ins mobile Suchmaschinengeschäft zu bringen, belaste die Ergebnisse bei Google, kommentierte Experte Mark Vickery von Zacks Investment Research. Wegen der kleinen Bildschirme und oft langsameren Verbindungen lässt sich mit Smartphone-Werbung weniger verdienen als auf einem PC. "Facebook zeigt aber ganz klar, dass das der Weg ist, den es zu gehen gilt." Das Online-Netzwerk bringt die Anzeigen direkt zwischen den Neuigkeiten aus dem Freundeskreis der Nutzer unter.

Anleger reagierten auf Googles Quartalsbilanz zunächst enttäuscht, die Aktie geriet nach Vorlage der Zahlen ins Minus. Allerdings konnte das Management die Analysten in einer Telefonkonferenz rasch besänftigen. Nachdem Finanzchef Patrick Pichette versicherte, die jüngsten Ergebnisse seien nur Sonderfaktoren wie dem starken Dollar geschuldet, ging es mit dem Aktienkurs im nachbörslichen Handel nach oben bis zu einem Plus von 1,4 Prozent.

Auch dass Google seine Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts immer stärker ausweitet, wird von manchen Analysten moniert. Ohne diese Ausflüge könne mehr Geld verdient werden, so die Kritik. Zuletzt machte der Konzern mit seiner Computerbrille Google Glass Schlagzeilen. Die erste Version des 2012 gestarteten Projekts wurde jüngst statt des erwarteten Marktstarts eingestellt. In Zukunft soll der ehemalige Apple -Manager Tony Fadell die Aufsicht bekommen, ein neues Modell wird entwickelt. Finanzchef Pichette sprach von einer Pause und einem Neustart der Strategie.

Außerdem entwickelt Google unter anderem das mobile Betriebssystem Android oder die Online-Bürosoftware Google Apps und bringt unter der Marke Nexus auch eigene Smarthones und Tablets raus. Darüber hinaus investiert der Konzern in die Entwicklung selbstfahrender Autos und Drohnen, die Internet in entlegene Regionen der Welt bringen sollen./hbr/DP/fbr

30.01.2015

Bei Air Berlin übernimmt der neue Chef Pichler

BERLIN (dpa-AFX) - Wechsel im Cockpit der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft: Zum 1. Februar übernimmt der frühere Lufthansa -Manager Stefan Pichler die Führung bei Air Berlin . Der 57-Jährige soll die angeschlagene Airline umbauen und wieder rentabel machen. Der Verwaltungsrat hatte den Wechsel im November angekündigt.

Air Berlin steckt seit Jahren in der Krise, es ist der dritte Führungswechsel in vier Jahren. Pichler folgt auf Wolfgang Prock-Schauer, der sich auf seinen früheren Posten als Chefstratege zurückzieht. Der Österreicher hatte vor zwei Jahren Hartmut Mehdorn abgelöst.

Pichler kommt aus der Südsee nach Berlin: Zuletzt führte er Fiji Airways. Seine letzte Station in Deutschland war der Touristikkonzern Thomas Cook , wo er 2003 wegen schlechter Zahlen seinen Hut nehmen musste.

Air Berlin, die vor Jahren durch Zukäufe kräftig gewachsen war, versucht mit immer neuen Sparprogrammen, sich gesund zu schrumpfen. Die Flotte und das Flugangebot wurden verkleinert, Hunderte Stellen abgebaut. Millionenschwere Finanzspritzen des arabischen Großaktionärs Etihad halten die Airline dabei über Wasser./bf/DP/fbr

30.01.2015

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 5. Februar 2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag,

den 5. Februar:

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FREITAG, DEN 30. JANUAR 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

00:30 J: Arbeitslosenzahlen 12/14

00:30 J: Verbraucherpreise 12/14, Tokio 01/15

00:50 J: Industrieproduktion 12/14 (vorläufig)

06:00 J: Wohnungsbaubeginne 12/14

01:05 GB: GfK Verbrauchervertrauen 01/15

07:00 D: GfK Trading Statement

08:00 D: Statistisches Bundesamt Einzelhandelsumsatz 12/14

08:00 S: Svenska Cellulosa Jahreszahlen

08:00 GB: BT Group Q3-Zahlen

09:00 CH: KOF Konjunkturbarometer 01/15

09:00 E: BIP Q4/14 (vorläufig)

09:00 A: BIP Q4/14 (vorläufig)

09:00 A: Erzeugerpreise 12/14

09:00 E: Verbraucherpreise 01/15 (vorläufig)

10:00 D: ThyssenKrupp Hauptversammlung, Bochum

10:30 D: Handelsverband Deutschland (HDE) Jahres-Pk, Berlin

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 12/14

11:00 EU: Verbraucherpreise 01/15

11:00 GR: Arbeitslosenzahlen 12/14

11:00 I: Erzeugerpreise 12/14

14:30 USA: BIP Q4/14 (vorab)

14:30 USA: Privater Konsum Q4/14 (vorab)

15:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 01/15

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 01/15

15:00 B: BIP Q4/14 (vorläufig)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 01/15

D: SMA Solar Capital Markets Day

E: Banco Popular Jahreszahlen

J: Honda Q3-Zahlen

USA: Altria Group Q4-Zahlen

USA: Chevron Q4-Zahlen

USA: MasterCard Q4-Zahlen

USA: Eli Lilly Q4-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Ultimatum der Gewerkschaft EVG im Tarifkonflikt mit der Deutschen

Bahn läuft aus

11:00 D: Pk zur Vorstellung einer Studie zur Aktienkultur in Deutschland

Die "Aktion pro Aktie" der vier Direktbanken Comdirect,

Consorsbank, DAB Bank und ING-Diba macht sich stark für eine

bessere Aktienkultur in Deutschland, Frankfurt

12:00 D: Neujahrsempfang Gesamtverband Deutsche Versicherungswirtschaft

(GDV), mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Berlin

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MONTAG, DEN 2. FEBRUAR 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:35 J: PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/15 (endgültig)

02:45 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/15 (endgültig)

07:00 CH: Julius Bär Jahreszahlen

08:00 IRL: Ryanair Q3-Zahlen

09:00 E: Arbeitslosenzahlen 01/15

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/15 (endgültig)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/15 (endgültig)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/15 (endgültig)

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 01/15

11:30 NL: Geldmarktpapiere

Laufzeit: 3 und 6 Monate

Volumen: gesamt 4 Mrd EUR

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 12/14

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 01/15

16:00 USA: Bauausgaben 12/14

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: Klepierre Jahreszahlen

USA: ExxonMobil Q4-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:15 B: Beginn 8. Verhandlungsrunde EU-US-Freihandelsabkommen TTIP, Brüssel

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DIENSTAG, DEN 3. FEBRUAR 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

06:30 CH: Bucher Umsatz 2014

08:00 E: Banco Santander Q4-Zahlen

08:00 GB: BP Jahreszahlen

08:00 GB: BG Group Jahreszahlen

10:00 D: VDMA Auftragseingang 12/14

11:00 EU: Erzeugerpreise 12/14

11:00 I: Verbraucherpreise 01/15 (vorläufig)

13:45 USA: UPS Q4-Zahlen

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 12/14

17:45 F: LVMH Jahreszahlen

22:15 USA: Walt Disney Q1-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: VDA / VdiK / KBA Kfz-Neuzulassungen 01/15

DK: Danske Bank Q4-Zahlen

DK: Novo Nordisk Jahreszahlen

J: Panasonic Q4-Zahlen

S: Alfa Laval Q4-Zahlen

USA: Kfz-Absatz 01/15

USA: Eaton Q4-Zahlen

USA: New York Times Q4-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: "Standard & Poor?s" Ausblick auf die Finanzkraft deutscher

Versicherer, Frankfurt

10:30 D: ADAC Pk zur Bilanz der Pannenhilfe des Autoclubs, München

11:00 D: Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen: Preisentwicklung bei Wohn-

und Büroimmobilien sowie Auswirkungen der Niedrigzinspolitik, Berlin

13:00 D: Entscheidung des Landgericht Köln im Klageverfahren Thomas

Middelhoff gegen Sal. Oppenheim, Köln

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MITTWOCH, DEN 4. FEBRUAR 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:45 CHN: HSBC PMI Dienste 01/16

07:00 B: Mobistar Jahreszahlen

07:00 D: Heidelberger Druck Q3-Zahlen (Call 10.00 h)

07:00 D: Osram Licht Q1-Zahlen

07:00 J: Sony Q3-Zahlen+Sanierungsplan

07:00 J: Toyota Motor Q3-Zahlen

07:30 D: Hannover Rück Details zur

Vertragserneuerung

07:30 D: Sky Deutschland Q2-Zahlen

07:30 D: Gea Group Jahreszahlen (Pk 10.00 h)

07:30 E: BBVA Q4-Zahlen

07:30 NL: KPN Jahreszahlen

08:00 D: Kabel Deutschland Q3-Zahlen

08:00 GB: Sky plc Halbjahreszahlen

08:00 GB: Daily Mail & GT Trading Statement und HV

09:45 I: PMI Dienste 01/15

09:50 F: PMI Dienste 01/15 (2. Veröffentlichung)

09:55 D: PMI Dienste 01/15 (2. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Dienste 01/15 (2. Veröffentlichung)

10:00 D: KfW Jahresauftakt-Pk, Ffm.

10:30 GB: PMI Dienste 01/15

11:00 EU: Einzelhandelsumsatz 12/14

12:00 USA: Whirlpool Q4-Zahlen

13:00 UsA: Motorola Solutions Q4-Zahlen

13:00 USA: Merck & Co Q4-Zahlen

13:00 USA: GlaxoSmithKline Q4-Zahlen

13:30 USA: General Motors Q4-Zahlen

14:15 USA: ADP-Arbeitsmarktbericht 01/15

16:00 USA: ISM-Index Dienste 01/15

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

17:40 F: Vinci Jahreszahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Software Capital Markets Day

F: Thales Hauptversammlung

FIN: Fortum Jahreszahlen

GB: International Airlines Group Verkehrszahlen 01/15

S: Sv. Handelsbanken Jahreszahlen

USA: Boston Scientific Q4-Zahlen

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DONNERSTAG, DEN 5. FEBRUAR 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: ABB Jahreszahlen (Pk 9.30 h)

07:00 CH: Emmi Umsatz 2014

07:00 F: BNP Paribas Jahreszahlen

07:15 CH: Swisscom Jahreszahlen

07:20 S: Volvo Jahreszahlen

07:30 N: DNB Jahreszahlen

07:30 D: Munich Re Jahreszahlen (Call 11.00 h)

07:30 F: Sanofi Jahreszahlen

08:00 D: Statistisches Bundesamt Auftragseingang 12/14

08:00 D: Daimler Jahreszahlen (Pk 9.00 h)

08:00 GB: Vodafone Interim Statement Q3

08:00 GB: AstraZeneca Q4-Zahlen

11:00 D: ifo Wirtschaftsklima Q1/15

13:00 GB: BoE Zinsentscheid

13:00 USA: Philip Morris Q4-Zahlen

13:30 USA: Sprint Q3-Zahlen

14:30 USA: Handelsbilanz 12/14

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Produktivität Q4/14 (vorläufig)

22:00 USA: Twitter Q4-Zahlen

22:00 USA: News Corp Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Compugroup Jahreszahlen

GB: Easyjet Verkehrszahlen 01/15

I: Enel Jahreszahlen

ISL: Teva Pharmaceutical Jahreszahlen

J: Suzuki Q3-Zahlen

J: Tata Motors Q3-Zahlen

MX: Cemex Q4-Zahlen

S: Vattenfall Jahreszahlen

USA: Intercontinental Exchange Q4-Zahlen

USA: Delphi Automotive Q4-Zahlen

USA: LinkedIn Q4-Zahlen

USA: Activision Blizzard Q4-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:30 LU: Urteil des EU-Gerichts zu einer von Irland erhobenen Flugreisesteuer

11:00 F: Pk Frankreichs Präsident François Hollande mit Ausblick auf 2015,

Paris

11:00 B: Winter-Konjunkturgutachten der EU-Kommission mit Zahlen für

28 Staaten zu Bruttoinlandsprodukt, Inflation und Defiziten bis 2016°

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ.

/bwi

30.01.2015

Aktien Frankfurt Ausblick: Wall Street treibt Dax Richtung Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Freitag wieder sein Rekordhoch bei 10 810 Punkten ins Visier nehmen. Vor allem die gute Vorgabe der Wall Street sollte den deutschen Aktienmarkt antreiben, sagten Händler. Nach schwächerem Start hatten die New Yorker Börsen am Vorabend im Kielwasser wieder steigender Ölpreise und positiv aufgenommener Quartalszahlen kräftig ins Plus gedreht: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gewann 1,36 Prozent seit dem Xetra-Schluss.

Der X-Dax stand knapp eine Stunde vor Handelsstart bei 10 782 Punkten und damit 0,41 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag. Das Barometer gibt den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex an. Der Future auf den Eurostoxx-50-Index steht 0,33 Prozent höher als zum Handelsschluss an den europäischen Börsen.

GRUNDSTIMMUNG BLEIBT POSITIV - DEUTSCHE BANK IM AUFWIND

Marktstratege Chris Weston vom Broker IG zufolge sorgten zuletzt positivere Signale aus Europa mit einer wieder anspringenden Konjunktur für eine anhaltend optimistische Grundstimmung an den Märkten. Die Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB) hält die Börsen ebenfalls in Schwung. Hinzu kamen zuletzt gute Unternehmenszahlen etwa von der Deutschen Bank und Infineon vom Vortag. Die Unsicherheit wegen der politischen Entwicklung in Griechenland rückte derweil in den Hintergrund. Die neue Regierung sollte einem Händler zufolge auch zu Gesprächen mit Europas Partnern bereit sein.

Die Nachrichtenlage hat sich vor dem Wochenende beruhigt: Bei Lang & Schwarz werden im Dax die Aktien der Deutschen Bank weiter favorisiert. Sie gewannen vorbörslich als bester Wert in dem Leitindex 1 Prozent zu.

Im Fokus stehen auch die Papiere der Aareal Bank . Berichte über eine Anteilsplatzierung durch Großaktionäre haben sie vorbörslich um 3 Prozent auf 32,05 Euro nach unten gedrückt. Händlern zufolge wird die Platzierung am Markt aber gut aufgenommen. Die Bücher seien bereits geschlossen worden und die Papiere dürften am oberen Ende der anvisierten Spanne bei 31,50 Euro verkauft werden./fat/das

29.01.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Steigende Ölpreise führen Dow Jones wieder nach oben

NEW YORK (dpa-AFX) - Wieder steigende Ölpreise in der zweiten Tageshälfte haben dem Dow Jones Industrial am Donnerstag zu einem positiven Abschluss verholfen. Unterstützend wirkten auch einige positiv aufgenommene Quartalsbilanzen von Unternehmen. An den beiden vorangegangenen Tagen hatte der Dow noch den größten Zweitagesverlust in fast einem Jahr verkraften müssen.

Der Index ging nun mit einem Aufschlag von 1,31 Prozent auf 17 416,85 Punkte aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 0,95 Prozent auf 2021,25 Punkte zu. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schüttelte seine anfänglich schlechte Laune ebenfalls ab und gewann 0,99 Prozent auf 4181,35 Punkte.

BOEING ERNEUT AN DOW-SPITZE

Ein Marktteilnehmer bezeichnete den Handelsverlauf als Erholungsrally. Einige der vorgelegten Quartalsberichte von Unternehmen hätten gezeigt, dass die Ängste der vergangenen beiden Tage vor einem deutlichen Abbremsen der US-Wirtschaft wohl übertrieben gewesen seien. Die am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten waren indes gemischt ausgefallen. Während die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gefallen war, waren die Hausverkäufe im Dezember entgegen den Erwartungen gesunken.

An der Spitze des Dow Jones legten Boeing um knapp 6 Prozent zu. Bereits am Vortag hatten die Titel des Flugzeugbauers an der gleichen Stelle fast genauso deutlich zugelegt. Boeing hatte am Mittwoch vor Handelsbeginn angekündigtt, auch 2015 bei Produktion, Umsatz und Gewinn mit Rekorden glänzen zu wollen.

ALIBABA TAUCHEN UNTER

Hinter den Boeing-Aktien legten McDonald's um gut 5 Prozent zu. Die Schnellrestaurant-Kette bekommt einen neuen Chef, wie am Mittwoch nach Börsenschluss bekant wurde. Anleger setzen nun darauf, dass der der bisherige Markenvorstand Steve Easterbrook den kriselnden Fastfood-Riesen wieder aufwärts führt. Unter dem glücklosen Konzernlenker Don Thompson war der Konzern vor allem im Heimatmarkt USA, wo er mit Abstand die meisten Filialen hat, immer stärker unter Druck geraten.

Unter den Technologiewerten gab es hingegen einige, die ihre Aktionäre zur Verzweiflung trieben. So rauschten Alibaba um mehr als 8 Prozent in die Tiefe. Der chinesische Online-Riese hatte im dritten Geschäftsquartal trotz eines 40-prozentigen Umsatzwachstums die Erwartungen verfehlt. Auch der unerwartete Gewinneinbruch, den Alibaba mit Sonderausgaben und Investitionen in das mobile Wachstum begründete, und ein Konflikt mit den chinesischen Aufsichtsbehörden verdarben den Aktionären die Stimmung.

FACEBOOK NACH SCHWANKUNGEN SEHR FEST

Die Aktien von Yahoo gerieten mit einem Abschlag von knapp 6 Prozent ebenfalls unter die Räder. Der Internetkonzern ist mit knapp 40 Milliarden Dollar an den Chinesen beteiligt und hatte am Vortag noch angekündigt, seinen Anteil auszugliedern und steuerfrei an seine Aktionäre weiterzugeben. Jetzt sind die Anteile weniger wert.

Besser hielten sich die Facebook-Titel , nach der Vorlage von Quartalszahlen schwankten, am Ende aber um gut 2 Prozent zulegten. Das Online-Netzwerk hatte seinen Nettogewinn im Schlussquartal 2014 dank steigender Werbeeinnahmen um über ein Drittel gesteigert. Allerdings hatten auch die Kosten deutlich zugenommen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bereits angekündigt, weiter zu investieren, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten./he

29.01.2015

Aktien New York: Steigende Ölpreise führen Dow Jones wieder nach oben

NEW YORK (dpa-AFX) - Wieder steigende Ölpreise in der zweiten Tageshälfte haben dem Dow Jones Industrial am Donnerstag zu einem positiven Abschluss verholfen. Unterstützend wirkten auch einige positiv aufgenommene Quartalsbilanzen von Unternehmen. An den beiden vorangegangenen Tagen hatte der Dow noch den größten Zweitagesverlust in fast einem Jahr verkraften müssen.

Der Index ging nun mit einem Aufschlag von 1,31 Prozent auf 17 416,85 Punkte aus dem Handel. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 0,95 Prozent auf 2021,25 Punkte zu. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schüttelte seine anfänglich schlechte Laune ebenfalls ab und gewann 0,99 Prozent auf 4181,35 Punkte.

Ein Marktteilnehmer bezeichnete den Handelsverlauf als Erholungsrally. Einige der vorgelegten Quartalsberichte von Unternehmen hätten gezeigt, dass die Ängste der vergangenen beiden Tage vor einem deutlichen Abbremsen der US-Wirtschaft wohl übertrieben gewesen seien. Die am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten waren indes gemischt ausgefallen. Während die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gefallen war, waren die Hausverkäufe im Dezember entgegen den Erwartungen gesunken./he

29.01.2015

Aktien New York: Durchwachsene Zahlen und Daten bremsen Erholungsversuch ab

NEW YORK (dpa-AFX) - Durchwachsene Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen haben am Donnerstag den Erholungsversuch an der Wall Street etwas gebremst. Nach einem verhaltenen Start setzte sich der Leitindex Dow Jones Industrial etwas ab und gewann zuletzt 0,55 Prozent auf 17 285,71 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,23 Prozent auf 2006,71 Punkte hoch, wogegen der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 mit einem Plus von 0,02 Prozent auf 4141,22 Punkte kaum vom Fleck kam.

Am Mittwoch hatten die US-Börsen sichtbar unter der anhaltenden Talfahrt der Ölpreise und skeptischen Aussagen der Notenbank Fed zur heimischen Wirtschaft gelitten. Erstmals waren laut Experten internationale Risiken und deren Einfluss auf die künftige Zinspolitik betont worden.

Die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche überraschend stark auf ein 15-Jahres-Tief gefallen. Negative Signale kamen hingegen vom Immobilienmarkt: Entgegen dem erwarteten Anstieg waren die Hausverkäufe im Dezember deutlich gefallen. Zudem wurde der Vormonatswert nach unten revidiert.

Bei den Einzelwerten hatten insbesondere die Besitzer von Technologieaktien wenig zu lachen. Alibaba stachen mit einem Kursrutsch von 9,08 Prozent heraus. Der chinesische Online-Riese hatte im dritten Geschäftsquartal trotz eines 40-prozentigen Umsatzwachstums die Erwartungen verfehlt. Auch der unerwartete Gewinneinbruch, den Alibaba mit Sonderausgaben und Investitionen in das mobile Wachstum begründete, und ein Konflikt mit den chinesischen Aufsichtsbehörden verdarben den Aktionären die Stimmung.

Die Aktien von Yahoo gerieten mit minus 6,73 Prozent ebenfalls unter die Räder. Der Internetkonzern ist mit knapp 40 Milliarden Dollar an den Chinesen beteiligt und hatte am Vortag noch angekündigt, seinen Anteil auszugliedern und steuerfrei an seine Aktionäre weiterzugeben. Jetzt sind die Anteile weniger wert.

Besser hielten sich die Facebook-Titel , die nach Zahlen schwankten, zuletzt aber um 0,89 Prozent zulegten. Das Online-Netzwerk hatte seinen Nettogewinn im Schlussquartal 2014 dank steigender Werbeeinnahmen um über ein Drittel gesteigert. Allerdings hatten auch die Kosten deutlich zugenommen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bereits angekündigt, weiter zu investieren, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten.

Außerhalb der Technologiebranche fiel die Nachrichtenlage uneinheitlich aus. Einer der besten Werte im Dow-Jones-Index waren die Anteilsscheine von McDonald's mit einem Anstieg von 4,90 Prozent. Mit dem neuen Chef soll alles besser werden: Darauf setzen die Anleger beim kriselnden Fastfood-Riesen, bei dem der bisherige Markenvorstand Steve Easterbrook den glücklosen Konzernlenker Don Thompson beerbt. Der Abwärtstrend der Aktien in der jüngeren Vergangenheit ist erst einmal gestoppt. Der Konzern gerät vor allem im Heimatmarkt USA, wo er mit Abstand die meisten Filialen hat, immer stärker unter Druck.

Der Chemiekonzern Dow Chemical hatte im Schlussquartal vom niedrigen Ölpreis profitiert, was die Aktien um 3,95 Prozent steigen ließ. Der Gewinn war zwar im Jahresvergleich kräftig zurückgegangen. Der Konzern hatte aber immer noch deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet worden war. Auch beim Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive sorgte eine positive Ergebnisentwicklung für Freude: Die Papiere sprangen um 5,65 Prozent hoch. Dagegen drückte die Ölpreisentwicklung die Titel von ExxonMobil und Chevron mit 0,80 beziehungsweise 0,65 Prozent in die Verlustzone.

Die anfangs schwächelnden Ford-Titel belohnten den geringer als erwarteten Gewinnrückgang in den vergangenen drei Monaten mit Kursaufschlägen von 2,28 Prozent. Für die Aktien des K+S-Konkurrenten Potash ging es hingegen trotz guter Resultate um 0,52 Prozent nach unten. Der weltgrößte Düngemittelproduzent hatte zum Jahresende dank einer starken Nachfrage Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert./gl/he

29.01.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax bleibt auf Rekordniveau - Quartalszahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag auf seinem Rekordniveau behauptet. Gute Unternehmenszahlen der Deutschen Bank und von Infineon hielten die Anleger auch nach dem jüngsten massiven Kursanstieg davon ab, Kasse zu machen. Die verhaltene Tendenz an den US-Börsen und die Unsicherheit wegen der politischen Entwicklung in Griechenland konnten dem deutschen Leitindex wenig anhaben.

Der Dax pendelte im Tagesverlauf um seinen Vortagsschluss und verabschiedete sich 0,25 Prozent fester bei 10 737,87 Punkte aus dem Handel. Zum Rekordhoch vom Dienstag fehlen ihm damit lediglich rund 70 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es hingegen um 0,35 Prozent auf 18 653,55 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,74 Prozent auf 1488,00 Punkte.

Der EuroStoxx 50 , Leitindex der Eurozone, legte um 0,38 Prozent auf 3371,83 Punkte zu. Die nationalen Indizes in Paris und London entwickelten sich uneinheitlich, und der US-Leitindex Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Handelsende kaum bewegt.

DAX HAT KORREKTURBEDARF NACH 1000-PUNKTE-SPRINT

Gute Geschäftsergebnisse dies- und jenseits des Atlantiks hätten den deutschen Aktienmarkt gestützt und ihn vor größeren Verlusten bewahrt, sagte Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. Denn eigentlich bestehe nach dem 1000-Punkte-Sprint des Dax in nur zwei Wochen Korrekturbedarf.

Diesen lebten die Märkte aber wieder in einer nervösen Seitwärtsbewegung aus. Denn Anleger nutzten weiter jeden Rückschlag zum Aktienkauf. Es gebe eben kaum attraktive Anlagealternativen für das reichlich vorhandene "billige Geld". Zudem seien die Aussagen der US-Notenbank Fed vom Vorabend, die auf die Stimmung an der Wall Street gedrückt hatten, für die exportorientierte deutsche Wirtschaft eher positiv, sagte de Schutter. Am Mittwochabend hatte die Fed erstmals auf internationale Risiken für die US-Wirtschaft durch die Stärke des US-Dollar zum Euro verwiesen, was wiederum den exportstarken deutschen Unternehmen hilft.

DEUTSCHE BANK ÜBERRASCHT MIT GEWINN

Für eine positive Überraschung sorgte die Deutsche Bank , die einen Gewinn im Schlussquartal anstatt eines erwarteten Verlusts ausgewiesen hatte: Die Titel gewannen an der Dax-Spitze 2,56 Prozent. Nomura-Analyst Jon Peace machte neben geringeren Rechtskosten auch das gute Geschäft im Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen (FICC) für das Ergebnis verantwortlich. Zudem habe sich die Kapitalausstattung verbessert. Börsianer witterten zudem Nachholpotenzial bei dem Papier.

Die Aktien von Infineon profitierten mit einem Plus von 1,51 Prozent auf 9,999 Euro ebenfalls von Geschäftszahlen. Bei 10,050 Euro hatten sie zwischenzeitlich den höchsten Stand seit November 2007 erreicht. Der Halbleiter-Hersteller hatte seine Prognose erhöht. Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank sprach von einem starken Start ins neue Geschäftsjahr.

SCHLECHTE BRANCHENNACHRICHTEN BELASTEN STAHLWERTE

Zu den Verlierern zählten hingegen Stahlwerte, die unter negativen Nachrichten aus der Branche litten. Nippon Steel in Japan und auch die französische Vallourec hatten die Stimmung getrübt. Die Papiere des Industrie- und Stahlkonzerns ThyssenKrupp -Papiere verloren 1,63 Prozent, die Salzgitter-Titel sackten im MDax um 1,19 Prozent ab.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,29 (Vortag: 0,32) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 140,03 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,25 Prozent auf 158,68 Punkte. Der Euro notierte bei 1,1308 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1315 (1,1344) US-Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8838 (0,8815) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

29.01.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Dax bleibt auf Rekordniveau - Unternehmenszahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag auf seinem Rekordniveau behauptet. Gute Unternehmenszahlen der Deutschen Bank und von Infineon hielten die Anleger auch nach dem jüngsten massiven Kursanstieg davon ab, Kasse zu machen. Die verhaltene Tendenz an den US-Börsen und die Unsicherheit wegen der politischen Entwicklung in Griechenland konnten dem deutschen Leitindex wenig anhaben.

Der Dax pendelte im Tagesverlauf um seinen Vortagsschluss und verabschiedete sich 0,25 Prozent fester bei 10 737,87 Punkte aus dem Handel. Zum Rekordhoch vom Dienstag fehlen ihm damit lediglich rund 70 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es hingegen um 0,35 Prozent auf 18 653,55 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,74 Prozent auf 1488,00 Punkte./gl/he

29.01.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Durchwachsene Zahlen und Daten bremsen

NEW YORK (dpa-AFX) - Durchwachsene Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen haben die Wall Street am Donnerstag ausgebremst. Zuletzt kam der Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Minus von 0,02 Prozent auf 17 187,65 Punkte kaum vom Fleck. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,40 Prozent auf 1994,11 Punkte bergab, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,50 Prozent auf 4119,62 Punkte.

Am Mittwoch hatten die US-Börsen sichtbar unter der anhaltenden Talfahrt der Ölpreise und skeptischen Aussagen der Notenbank Fed zur heimischen Wirtschaft gelitten. Erstmals waren laut Experten internationale Risiken und deren Einfluss auf die künftige Zinspolitik betont worden.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche überraschend stark auf ein 15-Jahres-Tief gefallen. Negative Signale kamen hingegen vom Immobilienmarkt: Entgegen dem erwarteten Anstieg waren die Hausverkäufe im Dezember deutlich gefallen. Zudem wurde der Vormonatswert nach unten revidiert.

Bei den Einzelwerten hatten insbesondere die Besitzer von Technologieaktien wenig zu lachen. Die Papiere von Alibaba stachen mit einem Kursrutsch von fast 10 Prozent heraus. Der chinesische Online-Riese hatte im dritten Geschäftsquartal trotz eines 40-prozentigen Umsatzwachstums die Erwartungen verfehlt. Auch der unerwartete Gewinneinbruch, den Alibaba mit Sonderausgaben und Investitionen in das mobile Wachstum erklärte, und ein Konflikt mit den chinesischen Aufsichtsbehörden verdarben den Aktionären die Stimmung.

Auch die Aktien von Yahoo gerieten mit minus 7,23 Prozent unter die Räder. Der Internetkonzern ist mit knapp 40 Milliarden Dollar an den Chinesen beteiligt und hatte vortags noch angekündigt, seinen Anteil auszugliedern und steuerfrei an seine Aktionäre weiterzugeben. Jetzt sind die Anteile weniger wert.

Besser hielten sich die Facebook-Titel , die nach Zahlen nur knapp in Minus standen. Das Online-Netzwerk hatte seinen Nettogewinn im Schlussquartal 2014 dank steigender Werbeeinnahmen um über ein Drittel gesteigert. Allerdings hatten auch die Kosten deutlich zugenommen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bereits angekündigt, weiter zu investieren, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten.

Außerhalb der Technologiebranche fiel die Nachrichtenlage uneinheitlich aus. Spitzenreiter im Dow-Jones-Index waren die Anteilsscheine von McDonald's mit einem Anstieg von 4,18 Prozent. Mit dem neuen Chef soll alles besser werden: Darauf setzen die Anleger beim kriselnden Fastfood-Riesen, bei dem der bisherige Markenvorstand Steve Easterbrook den glücklosen Konzernlenker Don Thompson beerbt. Damit ist der Abwärtstrend der Aktie in der jüngeren Vergangenheit erst einmal gestoppt. Der Konzern gerät vor allem im Heimatmarkt USA, wo er mit Abstand die meisten Filialen hat, immer stärker unter Druck.

Der US-Chemiekonzern Dow Chemical hatte im Schlussquartal vom niedrigen Ölpreis profitiert, was die Aktien um 1,91 Prozent steigen ließ. Der Gewinn war zwar im Jahresvergleich kräftig zurückgegangen. Der Konzern hatte aber immer noch deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet worden war. Auch beim Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive sorgte eine positive Ergebnisentwicklung für Freude: Die Papiere sprangen um 4,85 Prozent hoch.

Die Ford-Titel bestraften den Gewinnrückgang in den vergangenen drei Monaten indes mit Kursverlusten von 0,24 Prozent. Verantwortlich dafür waren allerdings auch hohe Sonderfaktoren gewesen. Zudem hatte der Autobauer im Vorjahr massiv von Steuereffekten profitiert. Für die Aktien des K+S-Konkurrenten Potash ging es trotz guter Resultate um 1,46 Prozent nach unten. Der weltgrößte Düngemittelproduzent hatte zum Jahresende dank einer starken Nachfrage Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert./gl/he

29.01.2015

Aktien New York: Richtungslos - Zahlen und Daten durchwachsen

NEW YORK (dpa-AFX) - Durchwachsene Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen haben am Donnerstag eine klare Tendenz an der Wall Street verhindert. Gut eine Stunde nach dem Handelsstart stand der Leitindex Dow Jones Industrial 0,06 Prozent höher bei 17 202,45 Punkten. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es hingegen um 0,22 Prozent auf 1997,82 Punkte bergab, und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,32 Prozent auf 4127,02 Punkte.

Am Mittwoch hatten die US-Börsen sichtbar unter der anhaltenden Talfahrt der Ölpreise und skeptischen Aussagen der Notenbank Fed zur heimischen Wirtschaft gelitten. Erstmals waren laut Experten internationale Risiken und deren Einfluss auf die künftige Zinspolitik betont worden.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche überraschend stark auf ein 15-Jahres-Tief gefallen. Negative Signale kamen hingegen vom Immobilienmarkt: Entgegen dem erwarteten Anstieg waren die Hausverkäufe im Dezember deutlich gefallen. Zudem wurde der Vormonatswert nach unten revidiert./gl/he

29.01.2015

Aktien Frankfurt: Gute Geschäftsergebnisse bewahren Dax vor größeren Verlusten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag an seinem Rekordniveau festgekrallt. Gute Unternehmenszahlen vor allem von der Deutschen Bank und Infineon hielten Anleger auch nach den jüngsten massiven Kursanstiegen davon ab, im großen Umfang Kasse zu machen. Dabei war die Wall Street mau gelaufen und es herrschte Unsicherheit wegen der politischen Entwicklung in Griechenland.

Der Dax stand am Nachmittag mit 0,04 Prozent im Minus bei 10 706,36 Punkten. Der Leitindex blieb damit nahe seines Allzeithochs vom Dienstag bei 10 810 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es zuletzt um 0,39 Prozent runter auf 18 647,78 Punkte. Der TecDax verlor 0,52 Prozent auf 1491,32 Punkte. Der EuroStoxx-50-Index bröckelte um ein viertel Prozent ab.

Die guten Geschäftsergebnisse dies- und jenseits des Atlantiks stützten den deutschen Aktienmarkt und bewahrten ihn vor größeren Verlusten, sagte Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. Denn eigentlich bestehe nach dem 1000-Punkte-Sprint des Dax in nur zwei Wochen Korrekturbedarf.

Diesen lebten die Märkte aber wieder in einer nervösen Seitwärtsbewegung aus. Denn Anleger nutzten weiter jeden Rückschlag zum Aktienkauf. Es gebe eben kaum attraktive Anlagealternativen für das reichlich vorhandene "billige Geld". Zudem seien die Argumente der US-Notenbank vom Vorabend, die auf die Stimmung an der Wall Street gedrückt hatten, für die exportorientierte deutsche Wirtschaft eher positiv, so de Schutter. Er zielte damit auf den im Verhältnis zum Dollar geschwächten Euro ab.

BERICHTSSAISON KOMMT IN FAHRT

Für eine positive Überraschung sorgte die Deutsche Bank , die einen Gewinn im Schlussquartal ausweisen konnte anstatt eines erwarteten Verlusts: Die Titel gewannen an der Dax-Spitze 2,54 Prozent auf 25,79 Euro. Nomura-Analyst Jon Peace machte neben geringeren Rechtskosten auch das gute Geschäft im Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen (FICC) für das Ergebnis verantwortlich. Zudem habe sich die Kapitalausstattung verbessert. Börsianer witterten zudem Nachholpotenzial bei dem zuletzt schlecht gelaufenen Papier.

Infineon-Aktien profitierten mit plus 1,35 Prozent ebenfalls von Geschäftszahlen. Sie erreichten zwischenzeitlich bei 10,05 Euro ein Hoch seit November 2007. Der Halbleiter-Hersteller hat seine Prognose erhöht. Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank sprach von einem starken Start ins neue Geschäftsjahr.

Am Indexende fanden sich Siemens-Aktien wieder, die ihre Korrektur in Reaktion auf enttäuschende Geschäftszahlen vom Dienstag fortsetzten. Zu den Verlierern zählten auch Stahlwerte, die unter negativen Nachrichten aus der Branche litten. Nippon Steel in Japan und auch die französische Vallourec hatten die Stimmung getrübt. ThyssenKrupp-Papiere verbilligten sich im Dax um 0,61 Prozent, Salzgitter-Titel verloren im MDax 0,72 Prozent.

ZOOPLUS SPRINGEN AUF REKORDHOCH

Wacker Chemie rutschten nach der Vorlage von Geschäftszahlen des Spezialchemieanbieters im MDax mit 1,85 Prozent ins Minus. Im TecDax verbilligten sich Qiagen um 3,16 Prozent. DZ-Bank-Analyst Sven Kürten ordnet den Ausblick für das Jahr 2015 etwas unter den Erwartungen ein. Die Ergebnisse dürften vom starken US-Dollar belastet werden. Jenoptik verloren ebenfalls nach Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 zuletzt 2,50 Prozent an Wert.

Im Kleinwerteindex SDax sprangen Zooplus-Aktien nach Eckdaten zum Geschäft im Jahr 2014 um 11,30 Prozent auf ein Rekordhoch bei 78,47 Euro fulminant an. Im Schlussquartal sei der Onlinehändler für Haustierbedarf stark gewachsen und habe die Erwartung übertroffen, erklärte Commerzbank-Analyst Andreas Riemann./fat/das

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

29.01.2015

Aktien New York Ausblick: Wirtschaftsdaten machen Hoffnung auf Kurserholung

NEW YORK (dpa-AFX) - Eine überraschend geringe Anzahl von Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe macht den Anlegern am Donnerstag Hoffnung auf eine Erholung der Wall Street. Der amerikanische Arbeitsmarkt kommt mit dem tiefsten Stand der Anträge seit April 2000 immer mehr in Fahrt. Dies gab auch den zuvor auf der Stelle tretenden Futures etwas Schwung.

So lag der Future auf den Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor Handelsstart mit 0,37 Prozent im Plus. Seit Montag war der US-Leitindex um 2,75 Prozent eingeknickt. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq 100 verbesserte sich am Donnerstag um 0,17 Prozent. Der technologielastigen Auswahlindex hatte zuletzt über drei Prozent verloren.

Eindeutige Richtungsentscheidungen gab es im vorbörslichen Handel nur bei Einzelwerten. So brachen die Papiere von Alibaba in der Spitze um achteinhalb Prozent ein. Der chinesische Online-Riese ist auch Ende des vergangenen Jahres kräftig gewachsen. Wegen der Investitionen in das mobile Wachstum sowie hohen Einmalzahlungen ging der Gewinn allerdings zurück und verfehlte die Erwartungen.

Für die Aktien von McDonald's , Dow Chemical und Ford ging es derweil deutlich nach oben.

Beim Burger-Riesen nahmen die Anleger positiv auf, dass die Krise nun personelle Konsequenzen hat. Konzernchef Don Thompson wird nach nicht einmal drei Jahren an der Spitze des Unternehmens abgelöst. Der Verwaltungsrat berief den bisherigen Markenvorstand Steve Easterbrook mit Wirkung zum 1. März als Nachfolger. Der Konzern gerät im Heimatmarkt USA, wo er mit Abstand die meisten Filialen hat, immer stärker unter Druck. McDonald's hat Imageprobleme und ist bei den jüngeren Generationen nicht mehr angesagt. Immer mehr Kunden wandern zur Konkurrenz ab.

Der US-Chemiekonzern Dow Chemical profitierte im Schlussquartal vom niedrigen Ölpreis. Der Gewinn ging zwar im Jahresvergleich kräftig zurück, der Konzern verdiente aber noch deutlich mehr als von Analysten gedacht. Auch der US-Autobauer Ford verdiente zwar zum Jahresende deutlich weniger, schnitt aber besser ab als befürchtet./ag/mis

30.01.2015

EU-Kommission warnt Griechenland vor Abkehr von Reformkurs

BERLIN (dpa-AFX) - Der Vize-Chef der EU-Kommission Jyrki Katainen hat die neue politische Führung in Griechenland vor einer Abkehr vom beschlossenen Reformkurs gewarnt. "Wir erwarten, dass die Regierung die versprochenen Verpflichtungen einhält", sagte Katainen am Freitag im Deutschlandfunk. Diejenigen, die Griechenland Geld geliehen hätten, müssten sich darauf verlassen können, dass das Land die versprochenen Reformen umsetze.

"Bisher haben wir keine Informationen darüber, wie das Ganze finanziert wird", sagte er mit Blick auf die Pläne von Ministerpräsident Alexis Tsipras. Dieser will trotz aller Warnungen der internationalen Geldgeber den strikten Sparkurs des Landes lockern. Zudem will er eine Neuregelung zum Abbau des 320 Milliarden Euro großen Schuldenberges Griechenlands aushandeln und Privatisierungen stoppen. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem wird am Freitag zu einem Gespräch mit Tsipras und Finanzminister Giannis Varoufakis in Athen erwartet./hma/DP/fbr

30.01.2015

Deutschland: Umsatz im Einzelhandel legt weiter zu

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der deutsche Einzelhandel hat im Dezember den dritten Monat in Folge besser abgeschnitten. In den Unternehmen seien die Umsätze im Monatsvergleich real, also preisbereinigt, um 0,2 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Analysten hatten einen etwas stärkeren Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Nominal stiegen die Erlöse im Dezember um 0,1 Prozent zum Vormonat.

Im Jahresvergleich stiegen die Umsätze im Dezember laut Bundesamt real um 4,0 Prozent und nominal um 3,5 Prozent. Allerdings hatte der Dezember 2014 mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Im gesamten Jahr 2014 hätten die Einzelhandelsunternehmen real 1,4 Prozent sowie nominal 1,7 Prozent mehr umgesetzt als im Jahr 2013, hieß es weiter./jkr/fbr

30.01.2015

ROUNDUP: Steuereinnahmen auch 2014 auf Rekordniveau

BERLIN (dpa-AFX) - Der Staat hat im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Bund und Länder verbuchten 2014 ein Aufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) von gut 593 Milliarden Euro. Das waren 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Der Fiskus profitierte von der guten Beschäftigungslage und mehr Privatkonsum. Aber auch höhere Unternehmensgewinne schlugen sich in den Staatskassen nieder.

Der Zuwachs im vergangenen Jahr fiel etwas stärker aus als von den Steuerschätzern im November für das Gesamtjahr vorhergesagt. Das Steuer-Rekordplus kommt nicht überraschend. Bis auf eine Handvoll Ausnahmen steigen seit Jahrzehnten die Steuereinnahmen von Jahr zu Jahr und damit von Rekord zu Rekord. Traditionell einnahmestärkster Monat ist der Dezember. Daher wurden im Dezember 2014 auch Rekordeinnahmen von rund 81,48 Milliarden Euro verbucht.

Einkommensabhängige Steuerarten dominieren das gute Gesamtergebnis. Das Lohnsteueraufkommen stieg um gut sechs Prozent auf fast 168 Milliarden Euro. Die veranlagte Einkommensteuer lag bei 45,6 Milliarden Euro - fast 8 Prozent mehr als 2013. Das lässt auf eine weiter gute Ertragslage von Selbständigen, Einzelunternehmern und Personengesellschaften schließen. Die Einnahmen aus der von großen Unternehmen zu zahlenden Körperschaftsteuer kletterten 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf rund 20 Milliarden Euro.

LÄNDER MIT MEHR EINNAHMEN - ERBSCHAFTSTEUER STEIGT

Die Umsatzsteuer stieg um 3,2 Prozent auf gut 203 Milliarden Euro. Die Zuwächse bei Lohn-, Einkommen- und Körperschaftsteuer führten trotz eines starken Rückgangs bei der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge (minus 9,8 Prozent) auch beim "Soli"-Zuschlag zu einem höheren Plus als erwartet: Die Einnahmen daraus stiegen um 4,6 Prozent auf gut 15 Milliarden Euro. Sie stehen allein dem Bund zu.

Die Länder haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Steuern im Zuge von Immobilienkäufen sowie Erb- und Schenkungsfällen eingenommen. Vor allem bei der Grunderwerbsteuer verbuchten die Länderkassen zum Jahresende nochmals einen kräftigen Zuwachs, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Danach kletterte das Aufkommen allein im Dezember um fast 29 Prozent, im gesamten Jahresverlauf um mehr als 11 Prozent auf insgesamt rund 9,4 Milliarden Euro.

Die Erbschaftsteuer, deren Einnahmen allein den Ländern zustehen, stieg im vergangenen Jahr um 17,7 Prozent auf gut 5,45 Milliarden Euro und damit stärker als noch im November geschätzt. Ein Grund könnten neben größeren Erbfällen auch Vorzieheffekte gewesen sein. So hatte Bundesverfassungsgericht im Dezember über Begünstigungen für Firmenerben entschieden und einige Vorgaben verschärft./sl/DP/stk

30.01.2015

Grüne fordern flexiblere Übergänge in Ruhestand auch für Beamte

BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen im Bundestag fordern mehr Möglichkeiten für flexiblere Übergänge in die Rente bei Angestellten - und auch in den Ruhestand bei Beamten. "Die Herausforderungen liegen nicht nach, sondern vor dem regulären Ruhestands- beziehungsweise Renteneintrittsalter", sagte der Rentenexperte der Grünen-Fraktion, Markus Kurth, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die Koalition will im Sommer ein Gesetz zu flexibleren Übergängen in die Rente auf den Weg bringen. Kurth forderte nun Anstrengungen, um die individuellen Erwerbsphasen zu verlängern - und zwar bis zum gesetzlichen Eintrittsalter in die Rente. Dies müsse aber auch für den Ruhestand für Beamte gelten.

Denn: "Das Durchschnittsalter bei Eintritt in den Ruhestand liegt bei Beamten und Richtern des Bundes bei nur 61,6 Jahren, für Berufssoldaten nur bei 53,9 Jahren." Die Union sollte endlich aufhören über Möglichkeiten eines längeren Arbeitens über 67 hinaus zu philosophieren, so Kurth. "Die wahren Probleme bei der Beschäftigung Älterer liegen deutlich vor dem 67. Lebensjahr."

Aus einer Antwort der Regierung auf eine entsprechende Frage Kurths geht hervor, dass Betroffene bisher bestehende Möglichkeiten des flexiblen Übergangs in den Ruhestand kaum wahrnehmen./bw/DP/stk

30.01.2015

Eurogruppenchef löst Schulz bei Schuldengesprächen in Athen ab

ATHEN (dpa-AFX) - Bei einem Besuch in Griechenland will sich Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem über die Pläne der neuen Regierung zur Überwindung der Schuldenkrise informieren. Der Niederländer trifft sich dazu am Freitag in der Hauptstadt Athen mit dem erst seit Beginn der Woche amtierenden Finanzminister Giannis Varoufakis.

Trotz aller Warnungen der internationalen Geldgeber hatte der neue Ministerpräsident Alexis Tsipras das Rezept der rigorosen Sparpolitik für gescheitert erklärt und einen Schuldenerlass gefordert. Zudem will er Privatisierungen stoppen und Tausende entlassene Beamte wieder einstellen.

Nach Angaben von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz zeigt Athen Verhandlungsbereitschaft. Die neue Regierung beabsichtige keine einseitigen Schritte bei der Überwindung der Schuldenkrise, sagte Schulz am Donnerstag nach einem ersten Treffen mit Tsipras in Athen. Der griechische Ministerpräsident erklärte, er wünsche eine Schuldenkonferenz. Dazu werde seine Regierung eine Liste mit Vorschlägen vorlegen, die mit den Partnern im Euroland besprochen werden sollten. Die Griechen müssten von der harten Sparpolitik befreit werden.

Tsipras sprach von einer "neuen Beziehung" zwischen Athen und den EU-Partnern. Gemeinsames Ziel müssten Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sein. Das Land plagen Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 300 Milliarden Euro.

Wie das griechische Finanzministerium mitteilte, sollen mit dem Besuch von Eurogruppenchef Dijsselbloem am Freitag die Verhandlungen über den Schuldenberg beginnen. Diese zielten auf ein "Abkommen, das zu einer umfassenden und tragfähigen Lösung" führen werde.

Der Vorsitzende des Bundestags-Europaauschusses, Gunther Krichbaum (CDU), rief dazu auf, in den Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm Härte zu zeigen. "Wir sind nicht auf einem Basar", sagte er der "Rheinischen Post" (Freitag). "Es gibt keinen Spielraum für ein Entgegenkommen der EU gegenüber Griechenland." Bayerns Finanzminister Markus Söder fordert ein Reformbekenntnis Athens. "Ohne Reformen kein Geld", sagte der CSU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung"./tt/DP/stk

30.01.2015

Normenkontrollrat pocht auf weniger Bürokratie beim Mindestlohn

BERLIN (dpa-AFX) - Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat den bürokratischen Aufwand beim Mindestlohn kritisiert. Dabei gehe es nicht nur um die mit der Prüfung durch die Zollverwaltung anfallenden Kosten von 80 Millionen Euro, sondern auch um den Mehraufwand für die Wirtschaft durch die zusätzlichen Dokumentationspflichten, sagte der NKR-Vorsitzende Johannes Ludewig der Zeitung "Bild" (Freitag). Er unterstütze daher Forderungen aus der Wirtschaft und die Absicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel, "die Dokumentationspflichten zeitnah zu überprüfen und diese auf das unabdingbar Notwendige zu begrenzen".

Auch der EU-Sonderberater für Bürokratieabbau, Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, sprach sich für Nachbesserungen aus. Die Dokumentationspflichten für Unternehmen gingen zu weit, sagte er der "Stuttgarter Zeitung" (Freitag).

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) lehnt eine Aufweichung des Mindestlohns ab. Drei Wochen nach Einführung sei eine angemessene Bewertung nicht möglich, sagte sie am Donnerstag in Berlin und wies dabei auch den Vorwurf zurück, die Regelungen brächten mehr Bürokratie. Die Aufzeichnungspflicht von Arbeitsstunden sei notwendig, um Missbrauch auszuschließen, sagte die Ministerin./seb/DP/stk

30.01.2015

Rechnungshof gegen finanzielle Zugeständnisse des Bundes an Länder

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesrechnungshof rät dem Bund davon ab, bei der anstehenden Reform des Länderfinanzausgleichs den Ländern mit Milliarden entgegenzukommen. "Schon heute trägt der Bund wesentlich höhere Schuldenlasten als Länder und Gemeinden. Trotzdem hat er immer wieder zugunsten der Länder Verzicht geübt", sagte Rechnungshof-Präsident Kay Scheller dem "Handelsblatt" (Freitag).

Das gelte auch für die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag. Ohne sie "dürfte es für den Bund schwer werden, auch über den aktuellen Finanzplanungszeitraum hinaus einen Bundeshaushalt ohne neue Schulden vorzulegen", warnte Scheller. Er forderte, dass die Finanzreform nicht auf die Steuereinnahmen beschränkt bleibt, sondern auch staatliche Aufgaben entflochten werden: Für Hartz IV-Leistungen oder die Finanzierung von Bildung und Forschung solle jeweils nur eine Ebene zuständig sein, ebenso für den Straßenbau./and/DP/stk

30.01.2015

Länder mit deutlichem Plus bei Erbschaft- und Grunderwerbsteuer

BERLIN (dpa-AFX) - Die Länder haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Steuern im Zuge von Immobilienkäufen sowie Erb- und Schenkungsfällen eingenommen. Vor allem bei der Grunderwerbsteuer verbuchten die Länderkassen zum Jahresende nochmals einen kräfigen Zuwachs, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Danach kletterte das Aufkommen allein im Dezember um fast 29 Prozent, im gesamten Jahresverlauf um mehr als 11 Prozent auf insgesamt rund 9,4 Milliarden Euro. Ein Grund für den Jahresend-Boom dürften Vorzieheffekte durch Anhebung des Grunderwerb-Steuersatzes in einigen Ländern zum Januar gewesen sein. Auch gilt das Plus als ein Indiz für die gute Situation im Bau- und Immobiliensektor.

Die Erbschaftsteuer, deren Einnahmen allein den Ländern zustehen, stieg im vergangenen Jahr um 17,7 Prozent auf gut 5,45 Milliarden Euro und damit stärker als noch im November geschätzt. Ein Grund könnten neben größeren Erbfällen auch Vorzieheffekte gewesen sein. So hatte Bundesverfassungsgericht im Dezember über Begünstigungen für Firmenerben entschieden und einige Vorgaben verschärft./sl/DP/stk

30.01.2015

Steuereinnahmen auch 2014 auf Rekordniveau

BERLIN (dpa-AFX) - Der Staat hat im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Bund und Länder verbuchten 2014 ein Aufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) von gut 593 Milliarden Euro. Das waren 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Der Fiskus profitierte von der guten Beschäftigungslage und mehr Privatkonsum. Aber auch höhere Unternehmensgewinne schlugen sich in den Staatskassen nieder. Der Zuwachs im vergangenen Jahr fiel etwas stärker aus als von den Steuerschätzern im November für das Gesamtjahr vorhergesagt./sl/DP/stk

30.01.2015

URKAINE/Regierungssprecher: Neue US-Sanktionen in Ukraine-Krise möglich

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA haben die geplanten neuen Sanktionen der Europäischen Union gegen Separatisten und ihre Unterstützer im Ukraine-Konflikt begrüßt. Es ließe sich mit gutem Grund davon ausgehen, dass auch die Vereinigten Staaten zu zusätzlichen Strafmaßnahmen greifen könnten, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, am Donnerstag in Washington. Die Amerikaner werfen Russland vor, die Unterstützung für die prorussischen Separatisten in der Ukraine zuletzt noch einmal ausgebaut zu haben.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jennifer Psaki, sagte, es sei eindeutig, welchen Anteil Moskau an der Eskalation der Gewalt in der Ostukraine habe. Washington forderte Russland und die Separatisten auf, ihre militärische Offensive "sofort" einzustellen./aw/DP/stk

29.01.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Infineon erobert dank guten Ausblicks 10-Euro-Marke

(Neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Chiphersteller Infineon hat die Anleger am Donnerstag mit einem optimistischeren Blick in die Zukunft angesteckt. Dank des schwachen Euro rechnet der Dax-Konzern mit mehr Umsatz und Gewinn. Analysten lobten die Geschäftszahlen, mahnten nach den jüngsten Kursgewinnen aber auch zur Vorsicht.

Die Papiere stiegen am Donnerstagvormittag erstmals seit dem Jahr 2007 wieder über die Marke von 10 Euro. Zum Börsenschluss behaupteten sie Kursgewinne von 1,51 Prozent auf 9,999 Euro. Damit zählten sie zu den Favoriten im deutschen Leitindex, der 0,25 Prozent fester aus dem Handel ging.

SCHWACHER EURO HILFT

Die Währungsentwicklung habe einen ohnehin schon guten Jahresauftakt beflügelt, schrieb Analyst Thomas Hofmann von der Landesbank Baden-Württemberg in einer Studie. Da die Halbleiter-Branche überwiegend in Dollar abrechnet, können die Geschäfte umgerechnet in Euro je nach Wechselkurs mehr oder weniger wert sein.

Im abgelaufenen Geschäftsquartal war das bei Infineon bereits zu spüren: Der Umsatz ging in dem saisonbedingt schwachen Jahresviertel nur leicht zurück. Im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr dürfte er um 10 bis 14 Prozent höher liegen als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilte.

Insgesamt sieht Analyst Hofmann Infineon dank der unverändert guten Nachfrage aus der Automobilbranche weiter auf Wachstumskurs. Der schwache Euro helfe zusätzlich. Er hob sein Kursziel von 9,50 auf 10,00 Euro an. Allerdings kassierte er gleichzeitig seine Kaufempfehlung, da sich die Papiere mittlerweile auf diesem Niveau bewegen. Hofmann rät nun, die Titel zu halten.

WARNENDE STIMMEN

Größere Kursrisiken machte Analyst Karsten Iltgen vom Bankhaus Lampe aus. Sobald der aktuelle Aufwärtstrend der Papiere ende, könnte es deutlich nach unten gehen, schrieb er in einem Kommentar zu den Resultaten. Er sieht dank der vorteilhaften Wechselkursentwicklung zwar Spielraum nach oben bei seinen und den Gewinnerwartungen des Marktes, zeigte sich mit Blick auf die Margenentwicklung aber eher enttäuscht.

Keinen Grund für übertriebenen Optimismus sieht auch Florian Treisch, Analyst bei der Commerzbank. Bei den Investoren dürfte der Unternehmensausblick gut ankommen, doch sei das erste Geschäftsquartal bei den bereinigten Resultaten nun ein wenig besser ausgefallen als gedacht. Zudem erstaune ihn die schwache Margenprognose für das zweite Geschäftsquartal./mis/gl/jha/

--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

29.01.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Investoren zeigen sich erleichtert bei der Deutschen Bank

(Neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein überraschender Gewinn im Schlussquartal hat die Aktien der Deutschen Bank am Donnerstag an die Dax-Spitze getrieben. Auch die Erträge waren besser als von Analysten erwartet. Doch Experten warnen vor verfrühtem Optimismus - es gebe weiter Probleme.

Bis zum Mittag verteuerten sich die Papiere des heimischen Branchenprimus um knapp 4 Prozent, bevor ihnen zusammen mit dem Markt etwas die Puste ausging. Zum Börsenschluss stand noch ein Plus von 2,56 Prozent auf 25,795 Euro zu Buche. Der Dax verabschiedete sich 0,25 Prozent fester aus dem Handel. Zuletzt hatten sich die Aktien allerdings deutlich schlechter als der deutsche Leitindex entwickelt

Statt erneut roter Zahlen wies die Großbank für das Schlussquartal unter dem Strich 438 Millionen Euro Überschuss aus. Im Gesamtjahr wurde der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr auf fast 1,7 Milliarden Euro mehr als verdoppelt.

KAPITALPOLSTER GESTÄRKT

Nomura-Analyst Jon Peace machte neben geringeren Rechtskosten auch das gute Geschäft im Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen (FICC) für das überraschende Ergebnis verantwortlich. Zudem habe sich die Lage beim Kapital verbessert, strich er heraus.

In die gleiche Kerbe hieb Carla Antunes da Silva von der Credit Suisse: Das größte deutsche Kreditinstitut habe gute Fortschritte beim Verschuldungsgrad und Kapitalaufbau gemacht. Der bereinigte Vorsteuergewinn habe über ihren Schätzungen und den Markterwartungen gelegen. Die Schweizer Bank bewertet das Papier mit "Outperform" bei einem Kursziel von 35 Euro.

AKTIE HAT NACHHOLPOTENZIAL

Analysten hatten befürchtet, dass weitere Rückstellungen für Rechtsrisiken den Konzern auch Ende 2014 in die Verlustzone gezogen hätten. Das wäre der vierte Quartalsverlust in der Amtszeit der Doppelspitze Jürgen Fitschen und Anshu Jain gewesen, die im Juni 2012 angetreten war.

Das Papier sei in den vergangenen Wochen und Monaten nicht mehr richtig auf die Beine gekommen, begründete ein Händler den jetzigen Kurssprung. Dabei habe sich Nachholpotenzial im Vergleich zum stark gelaufenen Markt aufgebaut.

WARNUNG VOR ZU VIEL EUPHORIE

Analyst Alevizos Alevizakos von Keefe, Bruyette & Woods (KBW) warnte nach der Bilanzvorlage aber vor übertriebenem Optimismus und verwies darauf, dass es weiter Probleme gebe. Dazu zählte er steigende regulatorische Anforderungen sowie juristische Baustellen wie den Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze, wo die Bank noch auf eine Einigung mit britischen und US-Behörden wartet. All das könne das Kapitalpolster angreifen. Er bewertet die Aktie negativ mit "Underperform" bei einem Ziel von 27 Euro.

Wie es weitergehen soll, will das Management ausführlich im zweiten Quartal erläutern. Die gesamte Strategie steht auf dem Prüfstand, nachdem zuletzt auch der Gewinn im Privatkundengeschäft zusammengeschmolzen war. Spekuliert wird etwa über die Zukunft der Postbank./fat/gl/jha/

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

29.01.2015

ANALYSE-FLASH: S&P Capital IQ senkt Shell B auf 'Sell' und Ziel auf 1868 Pence

LONDON (dpa-AFX) - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat die B-Aktie von Shell nach Zahlen von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 2293 auf 1868 Pence gesenkt. Die kräftig gesunkenen Ölpreise dürften den Cashflow im laufenden Jahr belasten, schrieb Analyst Clive Roberts in einer Studie vom Donnerstag./ck/he

29.01.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für Infineon auf 9,50 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Infineon nach Zahlen von 8,00 auf 9,50 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Nach dem besser als erwartet ausgefallenen ersten Geschäftsquartal habe er seine Schätzungen überarbeitet, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Donnerstag. Seines Erachtens heitß es für die Aktie des Halbleiterherstellers aber nun erst einmal "Durchatmen", denn der Rückenwind durch die veränderten Wechselkursverhältnisse seien nun im Kurs eingepreist./ck/he

29.01.2015

ANALYSE-FLASH: SocGen hebt Ziel für Infineon auf 10 Euro - 'Hold'

PARIS (dpa-AFX) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Infineon nach Zahlen von 9,20 auf 10,00 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Bei Umsatz und operativem Ergebnis (Ebit) habe der Chiphersteller im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Peter Knox in einer Studie vom Donnerstag. Grund dafür sei unter anderem die Aufwertung des Dollar gewesen. Wegen des nun günstigeren Währungsumfeldes habe er seine Ergebnisprognose samt der Margenschätzung angehoben./ck/he

29.01.2015

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt Munich Re auf 'Verkaufen' - fairer Wert 165 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat Munich Re vor Zahlen von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft, das Kursziel aber von 160 auf 165 Euro angehoben. Er rechne zwar mit einem guten Schlussquartal, insbesondere in der Schaden-Rückversicherung, doch Preisdruck und Niedrigzinsen trübten das Umfeld zunehmend ein, schrieb Analyst Thorsten Wenzel in einer Studie vom Donnerstag. Die Auswirkungen des Anleihekaufprogramms der EZB seien letztlich wegen des damit noch längeren Niedrigzinsumfeldes für den Rückversicherer negativ. Positiv wirke sich allenfalls die Stärke des US-Dollar aus./ck/he

29.01.2015

ANALYSE-FLASH: NordLB belässt Deutsche Bank auf 'Kaufen' - Ziel 31 Euro

HANNOVER (dpa-AFX) - Die NordLB hat die Einstufung für Deutsche Bank nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 31 Euro belassen. Der Jahresabschluss des deutschen Branchenprimus sei stärker ausgefallen als der der US-Konkurrenz und habe positiv überrascht, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Donnerstag. Das Jahr 2015 dürfte trotz allem aber unter fortgesetzten hohen Belastungen aus Rechtsrisiken leiden, nachdem es 2014 nicht zu einer Einigung mit den US-Behörden gekommen sei. Zur Vorstellung der neuen Mittelfriststrategie im zweiten Quartal rechnet Seufert zudem mit einem neuen Sparprogramm./ck/he

29.01.2015

ANALYSE: Credit Suisse hält Hugo Boss für zu niedrig bewertet

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Experten der Credit Suisse trauen den Papieren von Hugo Boss dank attraktiver Ausschüttungen noch einiges zu. Die Analysten Guillaume Gauville und Simon Irwin stuften die Titel des Modeunternehmens in einer Studie vom Donnerstag von "Neutral" auf "Outperform" hoch. Das Kursziel hoben sie von 106 auf 125 Euro an. Derzeit kosten die Titel in etwa 116 Euro und damit so viel wie nie zuvor.

Die Experten halten es für nicht gerechtfertigt, dass die Aktien niedriger bewertet seien als der Luxusgüter- und der Einzelhandelssektor im Allgemeinen. Vielmehr verdienten sie eine Bewertung zwischen den beiden Branchendurchschnitten.

Hugo Boss habe im vergangenen Jahrzehnt solide Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet, schrieben Gauville und Irwin. Mit 3,8 Prozent im Mittel habe die Dividendenrendite zu den höchsten der von ihnen bewerteten Luxusgüterunternehmen gezählt. Auch nach dem in den kommenden Jahren erwarteten Ausstieg der Beteiligungsgesellschaft Permira dürfte Hugo Boss einen Großteil des Gewinns ausschütten. Permira trennt sich seit geraumer Zeit Stück für Stück von der Hugo-Boss-Beteiligung.

Zudem halten die beiden Analysten die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr - im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Unternehmen - für besser vorhersagbar. Auch seien die Margenerwartungen des Marktes mittlerweile auf ein realistischeres Niveau gefallen. Das lasse sogar Raum für positive Überraschungen.

Vor diesem Hintergrund gehörten die Papiere des Modekonzerns zu den Favoriten im europäischen Luxusgütersektor, schrieben die Analysten.

Mit der Einstufung "Outperform" rechnet die Credit Suisse auf Sicht von zwölf Monaten mit einem im Branchendurchschnitt um mindestens zehn bis fünfzehn Prozent besseren Gesamtertrag (Kursgewinn plus Dividende) der Aktie./mis/das

Analysierendes Institut Credit Suisse.

29.01.2015

AKTIE IM FOKUS: McDonald's legt zu - Der neue Chef soll's richten

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit dem neuen Chef soll alles besser werden: Darauf setzen die Anleger beim kriselnden Fastfood-Riesen McDonald's . Die Ankündigung, dass der bisherige Markenvorstand Steve Easterbrook den glücklosen Konzernlenker Don Thompson beerbt, trieb die Aktie am Donnerstag vorbörslich um gut 3 Prozent nach oben. Damit dürfte der Abwärtstrend der jüngeren Vergangenheit erst einmal gestoppt sein. "Die Nachricht kommt gut an", kommentierte ein Börsianer die Kursreaktion.

Der Führungswechsel zum 1. März sei eine Vorbedingung für die nötigen Veränderungen bei McDonald's, schrieb Sara Senatore vom US-Analysehaus Bernstein. Der Zeitpunkt dafür sei angesichts der erst jüngst veröffentlichten Geschäftszahlen allerdings etwas überraschend, auch wenn die Kritik an der schlechten Geschäftsentwicklung unter Thompson schon im vergangenen Jahr lauter geworden sei. Thompson hatte über 25 Jahre lang für den Konzern gearbeitet, die Führungsposition aber nicht einmal drei Jahre lang inne gehabt.

Am vergangenen Freitag hatte McDonald's für das vergangene Jahr einen zweiprozentigen Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch von 15 Prozent berichtet. Aufstrebende Konkurrenten wie die Edel-Burgerkette Shake Shack hatten dem Branchenprimus Kunden abgejagt. 2015 plant McDonald's nur 2 Milliarden US-Dollar für Investitionen ein - das niedrigste Budget seit über fünf Jahren. Geplant seien weniger Neueröffnungen, zunächst sollten Umsatz und Profitabilität der weltweit über 36 000 Filialen verbessert werden.

Ungeachtet der erwarteten neuen Unternehmensstrategie erwarte sie kurzfristig noch keine bahnbrechenden Veränderungen, erklärte Bernstein-Expertin Senatore weiter. Diese brauche Zeit. Sie erinnerte daran, dass die Aktie im historischen Vergleich ungeachtet der erwarteten Erholung immer noch niedrig bewertet sei. Zum Zwischenhoch im Mai hatte das Papier noch annähernd 104 Dollar gekostet. Zuletzt war es für 89 Dollar zu haben./gl/das/fbr

29.01.2015

AKTIE IM FOKUS: Analysten werden vorsichtiger bei der Gea Group

FRANKFURT (dpa-AFX) - Den Aktien der Gea Group ist am Donnerstag nach einem rasanten Anstieg seit Mitte Januar die Luft ausgegangen. Bis zum Mittag fielen sie um 3,45 Prozent auf 39,515 Euro. Zur Wochenmitte waren die Papiere des Anlagenbauers noch auf ein Rekordhoch von 41,39 Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von mehr als 18 Prozent binnen zwei Wochen. Vor diesem Hintergrund sind Analysten nun vorsichtiger geworden.

So sieht weder Felicitas Bismarck von der Deutschen Bank noch ihr Kollege Joerg-Andre Finke von der britischen Investmentbank HSBC viel Spielraum für weitere Kursgewinne. Es fehlten schlicht kurzfristige Kurstreiber, schrieb Bismarck in einer Studie. Der Anlagehintergrund sei unverändert attraktiv, mittlerweile aber in den Kurs eingepreist. Auch von den Anfang Februar erwarteten Eckdaten zur Geschäftsentwicklung dürften keine positiven Impulse mehr ausgehen. Bei einem Kursziel von 43 Euro strich sie daher ihre Kaufempfehlung und empfiehlt nun, die Papiere zu halten.

Finke stufte die Papiere bei einem Kursziel von 45 Euro von "Overweight" auf "Neutral" ab. Langfristig bleibe er aber positiv gestimmt. Der auf die Lebensmittelindustrie ausgerichtete Anlagenbauer bewege sich in attraktiven Endmärkten. Zudem senke das Unternehmen weiterhin die Kosten. Ein großer Teil der Einsparungen dürfte auch bei Gea hängenbleiben. Das heißt, sie müssten nicht vollständig in Form niedrigerer Preise an die Kunden weitergegeben werden./mis/das/zb