dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

31.10.2014

Japans Zentralbank lockert überraschend Geldpolitik

TOKIO (dpa-AFX) - Japans Zentralbank hat überraschend die geldpolitischen Zügel weiter gelockert. Das gab die Zentralbank am Freitag bekannt. An der Börse in Tokio schoss der Nikkei-Index für 225 führende Werte in einer ersten Reaktion um mehr als vier Prozent nach oben. Zugleich zog der Dollar zum Yen auf den höchsten Stand seit sechs Jahren an./ln/DP/fbr

31.10.2014

ROUNDUP 2: Russland und die Ukraine einig über Gasversorgung für den Winter

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Gasversorgung Europas im kommenden Winter ist ein gutes Stück sicherer: Die Ukraine und ihr Lieferant Russland haben sich nach monatelangem Gezerre auf die Versorgung bis zum März geeinigt. Beide Seiten unterzeichneten gemeinsam mit der EU-Kommission als Vermittlerin am Donnerstagabend in Brüssel entsprechende Vereinbarungen. Darin geht es um die Begleichung alter Schulden und die Bezahlung künftiger Lieferungen - wobei auch europäisches Geld helfen soll. Seit Juni erhält das Land kein russisches Gas mehr.

"Dies ist ein wichtiger Schritt für unsere gemeinsame Energiesicherheit auf dem europäischen Kontinent", sagte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso zu der Vereinbarung. "Es gibt jetzt keinen Grund dafür, dass die Menschen in Europa es in diesem Winter kalt haben." Ein Großteil des Gases, das Europa aus Russland bezieht, fließt durch die Ukraine. Es gab Befürchtungen, das Land könnte diese Gasflüsse im Ernstfall anzapfen.

Bis März soll die Ukraine einen Preis von weniger als 385 US-Dollar (etwa 305 Euro) je tausend Kubikmeter russisches Gas zahlen. Sowohl der russische Energieminister Alexander Nowak als auch sein ukrainisches Gegenüber Juri Prodan nannten einen Preis von 378 US-Dollar (knapp 300 Euro). Nowak erklärte, damit gewähre die russische Seite "eine Minderung um 100 Dollar". Russland will nur Gas liefern, das bereits per Vorkasse bezahlt worden ist.

BEGLEICHUNG ALTER SCHULDEN

Die Ukraine plant laut EU-Kommission bis Ende des Jahres Gaskäufe von ungefähr vier Milliarden Kubikmeter, im Wert von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Milliarden Euro). Zur Begleichung alter Schulden soll das Land bis Ende des Jahres 3,1 Milliarden US-Dollar (rund 2,5 Milliarden Euro) an den russischen Energieversorger Gazprom zahlen. "Dieses Geld liegt auf einem Sonderkonto bei der ukrainischen Staatsbank und ist damit eine sichere Erwartung für Gazprom", sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Eine erste Tranche von 1,45 Milliarden US-Dollar solle bereits "in den nächsten Tagen" bezahlt werden.

Offen war bis zuletzt gewesen, wie das quasi insolvente Land seine Rechnungen begleichen kann. Dazu sagte Oettinger, die Ukraine habe "im Haushalt Mittel für den Gaseinkauf bereitgestellt". Zudem verwies er auf Hilfsprogramme, die die EU und der Internationale Währungsfonds in diesem Jahr bereits beschlossen haben. Weitere Programme könnten vielleicht im nächsten Jahr folgen./hrz/amh/DP/stk

31.10.2014

TAGESVORSCHAU: Termine am 31. Oktober 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Freitag,

den 31. Oktober:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

01:05 GB: GfK Verbrauchervertrauen 10/14

07:00 D: Fuchs Petrolub 9Monatszahlen (Call 10.00 h)

07:00 B: InBev Q3-Zahlen

07:00 F: BNP Paribas Q3-Zahlen

07:00 J: Sony Q2-Zahlen

08:00 D: Einzelhandelsumsatz 09/14

08:00 GB: Royal Bank of Scotland Q3 Trading Update

08:00 GB: International Airlines Group (IAG) Q3-Zahlen

08:45 F: Konsumausgaben 09/14

08:45 F: Erzeugerpreise 09/14

11:00 I: Verbraucherpreise 10/14 (vorab)

11:00 EU: Verbraucherpreise 10/14 (vorab)

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 09/14

13:00 USA: Exxon Mobil Q3-Zahlen

13:30 USA: Chevron Q3-Zahlen

13:30 USA: Arbeitskosten Q3/14

13:30 USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 09/14

14:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 10/14

14:55 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 10/14

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: RIB Software 9Monatszahlen

D: Washtec Q3-Zahlen

DK: TDC Q3-Zahlen

E: Endesa Q3-Zahlen

J: BoJ Zinsentscheid

J: Panasonic Q3-Zahlen

J: Sharp Q3-Zahlen

J: Tokyo Electric Power (Tepco) Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Handelsblatt-Tagung zur Autoindustrie: "Automotive Summit 2014"

(bis 31.10.2014) U.a. mit VW-Chef Martin Winterkorn, Daimler-Chef

Dieter Zetsche und Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, München

13:00 D: Veranstaltung zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP "Spagat

zwischen Freihandel, Verbraucherschutz und Transparenz"

EU-Ausschussvorsitzender für Internationalen Handel, Bernd Lange,

stellt Zeitplan für die Verhandlungen vor, Berlin°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

31.10.2014

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 6. November 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag,

den 6. November:

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FREITAG, DEN 31. OKTOBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:05 GB: GfK Verbrauchervertrauen 10/14

07:00 D: Fuchs Petrolub 9Monatszahlen (Call 10.00 h)

07:00 B: InBev Q3-Zahlen

07:00 F: BNP Paribas Q3-Zahlen

07:00 J: Sony Q2-Zahlen

08:00 D: Einzelhandelsumsatz 09/14

08:00 GB: Royal Bank of Scotland Q3 Trading Update

08:00 GB: International Airlines Group (IAG) Q3-Zahlen

08:45 F: Konsumausgaben 09/14

08:45 F: Erzeugerpreise 09/14

11:00 I: Verbraucherpreise 10/14 (vorab)

11:00 EU: Verbraucherpreise 10/14 (vorab)

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 09/14

13:00 USA: Exxon Mobil Q3-Zahlen

13:30 USA: Chevron Q3-Zahlen

13:30 USA: Arbeitskosten Q3/14

13:30 USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 09/14

14:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 10/14

14:55 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 10/14

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: RIB Software 9Monatszahlen

D: Washtec Q3-Zahlen

DK: TDC Q3-Zahlen

E: Endesa Q3-Zahlen

J: BoJ Zinsentscheid

J: Panasonic Q3-Zahlen

J: Sharp Q3-Zahlen

J: Tokyo Electric Power (Tepco) Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Handelsblatt-Tagung zur Autoindustrie: "Automotive Summit 2014"

(bis 31.10.2014) U.a. mit VW-Chef Martin Winterkorn, Daimler-Chef

Dieter Zetsche und Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, München

13:00 D: Veranstaltung zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP "Spagat

zwischen Freihandel, Verbraucherschutz und Transparenz"

EU-Ausschussvorsitzender für Internationalen Handel, Bernd Lange,

stellt Zeitplan für die Verhandlungen vor, Berlin

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SAMSTAG, DEN 1. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/14

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MONTAG, DEN 3. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:00 CHN: PMI Dienste 10/14

02:45 CHN: HSBC PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/14

(2. Veröffentlichung)

07:00 CH: Holcim Q3-Zahlen

07:00 IRL: Ryanair Q2-Zahlen

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/14

(2. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/14

(2. Veröffentlichung)

10:00 D: VDMA Auftragseingang 09714

16:00 USA: ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe 10/14

16:00 USA: Bauinvestitionen 09/14

18:00 F: L'Oreal Q3 Umsatz

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Audi Q3-Zahlen

GB: HSBC Holdings Q3 Interim Statement

USA: American International Group (AIG) Q3-Zahlen

USA: Sprint Q2-Zahlen

USA: Pkw-Absatz 10/14

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Fortsetzung Schadenersatzprozess von Quelle-Erbin Madeleine

Schickedanz gegen Sal.Oppenheim - Zeuge: Ex-Arcandor-Chef Thomas

Middelhoff, Köln

11:00 D: Wirtschaftsvereinigung Stahl Pk zur Entwicklung der Stahlbranche,

Düsseldorf

HINWEIS

J: Feiertag, Börse geschlossen

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DIENSTAG, DEN 4. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:35 J: JMMA PMI Verarbeitendes Gewerbe 10/14 (endgültig)

07:00 D: Fresenius Q3-Zahlen

07:00 D: FMC Q3-Zahlen

07:15 NL: DSM Q3-Zahlen

07:30 D: BMW Q3-Zahlen (Call 10.00 h)

07:30 D: Pfeiffer Vacuum Q3-Zahlen

07:30 D: Sky Deutschland Q1-Zahlen

07:30 D: Hugo Boss Q3-Zahlen

07:30 D: Alstria Office Q3-Zahlen

07:50 D: Deutsche Office Q3-Zahlen

08:00 D: Continental Q3-Zahlen

08:00 E: Banco Santander Q3-Zahlen

08:00 GB: Imperial Tobacco Jahreszahlen

08:00 GB: Glencore Q3 Interim Statement

09:00 E: Arbeitslosenzahlen 10/14

10:00 D: VCI Konjunkturbericht Q3/14

11:00 EU: Erzeugerpreise 09/14

14:30 USA: Handelsbilanz 09/14

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 09/14

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

CHN: Alibaba Group Q2-Zahlen

D: Höft & Wessel Q3-Zahlen

D: KBA / VdIk / VDA Kfz-Neuzulassungen 10714

E: Gas Natural Q3-Zahlen

J: Nissan Motor Q3-Zahlen

S: Securitas Q3-Zahlen

USA: Alcoa Investor Day

USA: Intercontinental Exchange Q3-Zahlen

USA: International Paper Q3-Zahlen

USA: AK Steel Holding Q3-Zahlen

USA: Burger King Q3-Zahlen

USA: 21st Century Fox Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Goldman Sachs Asset Management Pk zur repräsentativen Studie zum

Investmentverhalten deutscher Anleger "Wie legen Sie 100.000 Euro

an?", Frankfurt

D: Deutscher Arbeitgebertag

10:00 Uhr Eröffnung durch BDA-Präsident Ingo Kramer

10:55 Uhr Rede Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

weitere Gäste: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD),

DGB-Chef Reiner Hoffmann, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer

(CSU) sowie FDP-Chef Christian Lindner, Berlin

USA: Kongresswahlen in den USA

Zur Abstimmung stehen alle Sitze im Repräsentantenhaus und 37 der

100 Senatssitze

HINWEIS

RU: Feiertag, Börse geschlossen

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MITTWOCH, DEN 5. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:45 CHN: HSBC PMI Dienste 10714

07:00 D: Kuka Q3-Zahlen (Call 9.30 h)

07:00 D: Kion Q3-Zahlen

07:00 D: Norma Q3-Zahlen

07:00 D: Kontron Q3-Zahlen

07:00 D: Brenntag Q3-Zahlen

07:00 F: Lafarge Q3-Zahlen

07:00 J: Toyota Q2-Zahlen

07:00 NL: ING Q3-Zahlen

07:00 F: Alstom Halbjahreszahlen

07:30 D: Hannover Rück Q3-Zahlen

07:30 D: Axel Springer Q3-Zahlen (Call 10.00 h)

08:00 GB: Marks & Spencer Halbjahreszahlen

08:00 GB: Old Mutual Q3 Interim Statement

09:55 D: PMI Dienste 10/14 (2. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Dienste 10/14 (2. Veröffentlichung)

10:30 GB: PMI Dienste 10/14

11:00 D: VÖB Pk zur Zinsprognose, Ffm.

11:00 EU: Einzelhandelsumsatz 09/14

14:00 USA: Mondelez International Q3-Zahlen

14:15 USA: ADP Arbeitsmarktbericht 10714

16:00 USA: ISM-Index Diente 10/14

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

22:00 USA: Qualcomm Q4-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: RHI Q3-Zahlen

A: Voestalpine Halbjahreszahlen

D: Sky Deutschland Q3-Zahlen

D: Elmos Q3-Zahlen

D: ElringKlinger Q3-Zahlen (Call 10.30 h)

D: Intershop Q3-Zahlen

I: Finmeccanica Q3-Zahlen

NL: Wolters Kluwer Q3 Trading Update

USA: Tesla Motors Q3-Zahlen

USA: News Corp Q1-Zahlen

USA: Time Warner Q3-Zahlen

USA: Symantec Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Deutscher Baugewerbetag 2014 des Zentralverbands des Deutschen

Baugewerbes, Berlin

09:00 Uhr Pk des Zentralverband Deutsches Baugewerbe

15:30 Reden Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann

11:15 D: ifo-Institut Pk Branchen-Dialog u.a. zur wirtschaftlichen Lage in

Deutschland und Mittelfristprojektionen, München

B: Europäischer Rechnungshof präsentiert Jahresbericht 2013

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DONNERSTAG, DEN 6. NOVEMBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

00:50 J: BoJ Sitzungsprotokoll 6./7.10.14

06:45 CH: Zurich Insurance Group Q3-Zahlen

07:00 D: Siemens Jahreszahlen

07:00 D: Fraport Q3-Zahlen

07:00 D: Commerzbank Q3-Zahlen (Call 10.45 Uhr)

07:00 D: Klöckner & Co Q3-Zahlen

07:00 D: SMA Solar 9Monatszalen (Call 9.00 h)

07:00 D: Deutsche Telekom Q3-Zahlen

07:00 D: HeidelbergCement Q3-Zahlen

07:00 F: Societe Generale Q3-Zahlen

07:00 F: Credit Agricole Q3-Zahlen

07:00 J: Suzuki Q2-Zahlen

07:30 D: adidas Q3-Zahlen (Call 10.00 h)

07:30 D: Munich Re Q3-Zahlen (Call 9.30 h)

07:30 D: Dürr Q3-Zahlen

07:30 D: Deutz Q3-Zahlen

07.30 D: TAG Immobilien Q3-Zahlen

07:30 D: Xing Q3-Zahlen

07:30 D: Lanxess Q3-Zahlen

07:30 D: Rheinmetall Q3-Zahlen

07:30 D: Fielmann Q3-Zahlen

07:30 I: Assicurazioni Generali Q3-Zahlen

07:30 F: EdF Q3 Umsatz

08:00 D: Statistisches Bundesamt Auftragseingang 09/14

08:00 D: Air Berlin Verkehrszahlen 10/14

08:00 D: ProSiebenSAT.1 Q3-Zahlen (Call 10.30 h)

08:00 D: Beiersdorf Q3-Zahlen

08:00 GB: AstraZeneca Q3-Zahlen

10:30 GB: Industrieproduktion 09/14

13:00 GB: BoE Zinsentscheid

13:45 D: EZB Zinsentscheid (Pk 14.30 h)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

22:15 USA: Walt Disney Jahreszahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: OMV Q3-Zahlen

D: BayWa Q3-Zahlen (Call 10.30h)

D: KfW Q3-Zahlen

D: Schuler Halbjahreszahlen

D: Jungheinrich Q3-Zahlen

D: Tom Tailor Q3-Zahlen

D: Hawesko 9Monatszahlen

D: GFT Q3-Zahlen

D: SGL Group Q3-Zahlen

D: R. Stahl 9Monatszahlen (Call 10.00 h)

F: Capgemini Q3 Umsatz

I: Assicurazioni Generali 9Montaszahlen

I: Telecom Italia Q3-Zahlen

I: Pirelli Q3-Zahlen

GB: Tate & Lyle Halbjahreszahlen

USA: AOL Q3-Zahlen

USA: Zynga Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Zeit Wirtschaftsforum 2014 u. a. mit Anshu Jain

(Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank), Sahra Wagenknecht

(stellvertretende Vorsitzende der Linken), Ex-Bundespräsident

Christian Wulff, Hamburg

10:00 D: Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg verhandelt über eine

Flugroute für den neuen Hauptstadtflughafen

10:00 D: Commerzbank Thüringen stellt Ergebnisse einer Studie zur

wirtschaftlichen Lage vor aus Sicht von Freiberuflern, Handwerkern

und Gewerbetreiben. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos hat im

Auftrag der Commerzbank dazu bundesweit Geschäftskunden

verschiedener Banken befragt.

10:00 D: Mittelstandstag FrankfurtRheinMain u.a. mit dem Thema "Chancen und

Möglichkeiten der Digitalisierung für den Mittelstand", Frankfurt

11:00 D: Creditreform-Pk zum "Schuldneratlas Deutschland 2014"

Die Studie informiert über die Verschuldung von Verbrauchern in

Deutschland und geht in diesem Jahr auch der Frage nach: Wird

Überschuldung von den Eltern an die Kinder weitergegeben?, Düsseldorf

13:00 D: Wirtschaftstag der Volksbanken Raiffeisenbanken "Wachstum, Werte,

Weltmarkt: Leistungsträger Mittelstand" u.a. mit

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), DGB-Chef Reiner

Hoffmann und Michael Bockelmann, Präsident des

Genossenschaftsverbands, Frankfurt/M.

D: Bekanntgabe Ergebnisse "Steuerschätzung"

D: Rhön-Klinikum - Freiwillige Bekanntmachung zum Stand der Annahme des

Öffentlichen Erwerbsangebots

B: Treffen der Eurogruppe, Brüssel

F: Treffen der G-6-Innenminister u.a. mit Bundesinnenminister

Thomas de Maizière, Paris

15:00 B: Treffen der Euro-Finanzminister

Themen geplant: Lage in den Krisenstaaten Griechenland und Zypern,

Budgets der Eurostaaten für 2015, die von der Kommission zur Zeit

geprüft werden, Wirtschaftliche Lage, Investitionen°

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ./bwi

31.10.2014

Pressestimme: 'Nürnberger Zeitung' zu Halloween und Allerheiligen

NÜRNBERG (dpa-AFX) - "Nürnberger Zeitung" zu Halloween und Allerheiligen:

"Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ärgert sich über mangelndes Geschichtsbewusstsein, Unwissen über die Werte der Heiligen sowie über "chaotische Auswüchse" mancher Halloween-Partys. Auch wenn Letzteres nicht zu den größten Sorgen der Menschheit gehört: Prinzipiell hat er natürlich recht. Doch was bringt's? Mit Ärger und Kritik ist niemandem gedient. Die Kirche wird kaum die Herzen der Jugend gewinnen, wenn sie bei einem harmlosen Spuk als Spaßbremse auftritt. Wer Halloween verteufelt, erhöht den Reiz des Gruselfestes."/cm/DP/he

31.10.2014

Pressestimme: 'Flensburger Tageblatt' zu Pkw-Maut

FLENSBURG (dpa-AFX) - "Flensburger Tageblatt" zu Pkw-Maut:

"Jetzt werden die Pläne zur umstrittenen 'Maut für Ausländer' vollends grotesk: Mit dem gestern vorgelegten neuen Konzept diskriminiert Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die ausländischen Autofahrer nun zwar nicht mehr - aber dafür die deutschen. Denn während ausländische Autofahrer, die nur Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen nutzen, die neue Infrastrukturabgabe" nicht zu entrichten brauchen, müssen inländische das schon. Selbst der Rentner, der mit seinem Auto nur noch zum Sprudelholen um die Ecke fährt, muss zahlen. Zwar sinkt im Gegenzug für alle Inländer die Kfz-Steuer - doch an der verfassungswidrigen Diskriminierung ändert das nichts. Das kommt eben dabei heraus, wenn man sich wie die CSU in eine völlig blödsinnige Idee verrennt."/cm/DP/he

31.10.2014

Pressestimme: 'Berliner Zeitung' zu russischen Bombern über Europa

BERLIN (dpa-AFX) - "Berliner Zeitung" zu russischen Bombern über Europa":

"Putin agiert nicht im Namen einer gesellschaftspolitischen Utopie, sondern folgt einer transnationalen imperialen Ideologie. Die Nato stellt das vor eine schwierige Aufgabe. Zwar kann sie die alte Rolle des Schutzes der Mitgliedstaaten noch übernehmen. Das gehört zur klassischen Eindämmungspolitik. Aber schon das Konzept der friedlichen Koexistenz wirkt im neuen Kalten Krieg fragil. Zur Koexistenz gehört die Akzeptanz von Grenzen. Was Putin davon hält, hat er zuletzt gleich mehrfach gezeigt."/cm/DP/he

31.10.2014

Tarifabschluss in Papierbranche - Beschäftigte bekommen mehr Geld

BERLIN (dpa-AFX) - Die rund 100 000 Beschäftigten der Papier- und Kunststoffverarbeitung bekommen ab Dezember 2,4 Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaft Verdi und der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) verständigten sich in der Nacht auf Freitag auf einen entsprechenden Vertrag mit 26 Monaten Laufzeit. Dieser sieht eine zweite Lohnerhöhung um 2,6 Prozent ab November 2015 vor, wie der HPV nach Ende der vierten Verhandlungsrunde mitteilte.

Verdi war mit einer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in die Verhandlungen gegangen, hatte diese dann auf 3,7 Prozent verringert unter der Bedingung, dass die Arbeitgeber mehr gegen das Unterlaufen von Tarifverträgen tun./ttr/DP/stk

31.10.2014

ROUNDUP: Ukraine und Russland legen Gasstreit bei

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Ukraine und Russland haben sich im Streit um Gaslieferungen für die Wintermonate geeinigt. Das sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Donnerstagabend nach zweitägigen Marathonverhandlungen in Brüssel. Dabei geht es um die Gaslieferungen bis zum März 2015. Bis dahin werde die Ukraine einen Preis von ungefähr 385 US-Dollar (etwa 305 Euro) je tausend Kubikmeter russisches Gas zahlen, erklärte EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Russland will nur Gas liefern, das bereits per Vorkasse bezahlt wurde.

Dieses Winterpaket soll die Gasversorgung der Ukraine - und damit letztlich auch Europas - sichern. "Dies ist ein wichtiger Schritt für unsere gemeinsame Energiesicherheit auf dem europäischen Kontinent", sagte Barroso. "Es gibt jetzt keinen Grund dafür, dass die Menschen in Europa es in diesem Winter kalt haben."

ALTE SCHULDEN

Zur Begleichung alter Schulden soll die Ukraine bis Ende des Jahres 3,1 Milliarden US-Dollar (rund 2,5 Milliarden Euro) an den russischen Energieversorger Gazprom zahlen. Offen war bis zuletzt gewesen, wie das quasi insolvente Land seine Rechnungen begleichen kann. Dazu sagte Oettinger, die Ukraine habe "im Haushalt Mittel für den Gaseinkauf bereitgestellt." Zudem verwies Oettinger auf Hilfsprogramme, die die EU und der Internationale Währungsfonds in diesem Jahr bereits beschlossen haben. Weitere Programme könnten vielleicht im nächsten Jahr beschlossen werden.

Seit Juni erhält die finanziell angeschlagene Ukraine kein russisches Gas mehr, auf das sie aber dringend angewiesen ist. Europa musste dabei um die eigene Gasversorgung bangen, weil ein Großteil der russischen Lieferungen in die EU über das Transitland Ukraine läuft. In der EU fürchtete man, die Ukraine könne in höchster Not früher oder später auch Gas für den Eigenbedarf abzweigen.

Oettinger hatte seit dem Frühjahr zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Die Einigung kam nun knapp vor seinem Abtritt als EU-Energiekommissar: Oettinger bleibt zwar Mitglied der EU-Kommission, ab Samstag ist er aber zuständig für Digitalwirtschaft. Denn am 1. November tritt eine neue Führungsriege unter dem neuen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker an die Spitze der Brüsseler Behörde./hrz/mt/DP/stk

31.10.2014

Dobrindt garantiert 'härtestmöglichen Datenschutz' bei Pkw-Maut

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat datenschutzrechtliche Bedenken gegen die von ihm geplante elektronische Pkw-Maut zurückgewiesen. "Wir haben die härtestmöglichen Datenschutzregeln in unser Gesetz aufgenommen, die wir in Deutschland kennen", sagte er der "Bild"-Zeitung. Deshalb müsse kein Bürger die Sorge haben, "dass jetzt irgendwo Profile gespeichert werden könnten". Kontrollen fänden stichprobenartig statt. Nach der automatischen Abfrage, ob ein Kfz-Halter Maut gezahlt hat, würden die Daten sofort wieder gelöscht. Dobrindt sagte: "Ich garantiere: Eine Weitergabe an andere Behörden findet nicht statt."/sem/DP/stk

30.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Wachstumsdaten und Bilanzen treiben Wall Street

NEW YORK (dpa-AFX) - Überraschend gute Wachstumsdaten haben die New Yorker Börsen am Donnerstag angetrieben. Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann 1,30 Prozent auf 17 195,42 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit Ende September. Neben der starken Wirtschaftskraft im dritten Quartal habe die Wall Street auch von guten Unternehmenszahlen insbesondere von den Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard profitiert, sagte Marktanalyst Jasper Lawler von CMC Markets UK.

Der umfassendere S&P-500-Index legte um 0,62 Prozent auf 1994,65 Punkte zu. Nach Startverlusten kletterte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schließlich mit 0,25 Prozent ins Plus auf 4100,64 Punkte. Die Nasdaq litt laut Händlern unter der Schwäche im Halbleitersektor, die auch die Intel-Aktien im Dow belastete.

VISA UND MASTERCARD VON ZAHLEN BEFLÜGELT

Die in voller Fahrt befindliche US-Berichtssaison bindet die Aufmerksamkeit der Börsianer. Tagesgewinner im Dow war die Visa-Aktie mit einem Kurssprung von 10,24 Prozent auf den Rekordwert von 236,65 US-Dollar. Mastercard-Titel gewannen 9,40 Prozent. Die beiden Kreditkarten-Anbieter verdienen weiter gut an der Kauflaune der Verbraucher und übertrafen die Erwartungen.

Angesichts der weiter fallenden Ölpreise konnten die Energiewerte nicht von der guten Börsenlaune profitieren. Die Anteile am Ölkonzernen Chevron kletterten zwar bis zum Handelsende mit 0,05 Prozent noch leicht ins Plus, die Aktie von ExxonMobil blieb dagegen mit 0,15 Prozent im Minus. Am Ende des US-Leitindex fanden sich allerdings die Technologiewerte Microsoft und Intel mit Kursverlusten von 1,22 beziehunsgweise 3,95 Prozent wieder. Händler verwiesen auf die allgemeine Schwäche der Chipwerte als Belastung.

Aktionäre des Arzneimittelhändlers Catamaran Corp konnten sich über einen Kursgewinn von 12,87 Prozent auf 47,54 Dollar freuen. Nach einem deutlich besser als erwarteten Ergebnis je Aktie ging das Papier damit als Tagessieger im Nasdaq-100-Index aus dem Handel. Positive Nachrichten zu einem Medikament bescherten Bristol-Myers Squibb ein Plus von 8,90 Prozent.

EURO NACH NOTENBANKENTSCHEIDUNG UNTER DRUCK

Der Eurokurs stabilisierte sich trotz der guten Wirtschaftsdaten aus den USA und wurde mit 1,2606 Dollar nur etwas tiefer als am Vorabend gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2598 (Mittwoch: 1,2737) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7938 (0,7851) Euro. Auch am Anleihenmarkt stabilisierten sich die Kurse nach der Schwäche in Reaktion auf die Notenbankentscheidungen am Vortag. Die richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihe gewann 2/32 Punkte auf 100 19/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,31 Prozent./fat/he

30.10.2014

Aktien New York Schluss: Gute Wachstumsdaten und Bilanzen treiben Wall Street an

NEW YORK (dpa-AFX) - Überraschend gute Wachstumsdaten haben die New Yorker Börsen am Donnerstag angetrieben. Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann 1,30 Prozent auf 17 195,42 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit Ende September. Neben der starken Wirtschaftskraft im dritten Quartal habe die Wall Street auch von guten Unternehmenszahlen insbesondere von den Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard profitiert, sagte Marktanalyst Jasper Lawler von CMC Markets UK.

Der umfassendere S&P-500-Index legte um 0,62 Prozent auf 1994,65 Punkte zu. Nach Startverlusten kletterte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schließlich mit 0,25 Prozent ins Plus auf 4100,64 Punkte. Die Nasdaq litt laut Händlern unter der Schwäche im Halbleitersektor, die auch die Intel-Aktien im Dow belastete./fat/he

30.10.2014

Aktien New York: Kursgewinne dank überraschend guter Wachstumsdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Überraschend gute Wachstumsdaten haben die New Yorker Börsen am Donnerstag angetrieben. Der Dow Jones Industrial profitierte auch von guten Zahlen des Kreditkartenunternehmens Visa und gewann 1,26 Prozent auf 17 188,84 Punkte. Der Leitindex erreichte damit den höchsten Stand seit Ende September. Der umfassendere S&P-500-Index legte 0,71 Prozent auf 1996,35 Punkte zu. Nach Startverlusten kletterte der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 mit 0,35 Prozent ins Plus auf 4105,00 Punkte.

Die US-Wirtschaft hat nach einem starken Frühjahr im Sommer überraschend wenig Schwung verloren. Das rufe zwar auch Zinsskeptiker auf den Plan, die mit einer früheren Zinswende in den USA rechneten. Viele Börsianer setzten nun aber darauf, dass die Konjunktur stark genug ist, um solche Zinserhöhungen zu verkraften.

Die in voller Fahrt befindliche US-Berichtssaison bindet die Aufmerksamkeit der Börsianer. Tagesgewinner im Dow war die Visa-Aktie mit einem Kurssprung von 10,17 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 236,50 US-Dollar. Mastercard-Titel gewannen 8,75 Prozent. Die beiden Kreditkarten-Anbieter verdienen weiter gut an der Kauflaune der Verbraucher und übertrafen die Erwartungen.

Angesichts der weiter fallenden Ölpreise zählten die Energiewerte dagegen zu den Verlierern. Die Anteile an den Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil bröckelten um jeweils 0,06 Prozent ab im Leitindex. Am Ende des US-Leitindex fanden sich allerdings die Technologiewerte Microsoft und Intel mit Kursverlusten von 1,09 und 3,51 Prozent wieder. Händler verwiesen auf die allgemeine Schwäche der Chipwerte als Belastung./fat/men

30.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Freundliche Wall Street hievt Dax ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag nach einer Berg- und Talfahrt mit einem moderaten Plus aus dem Handel verabschiedet. Nach einem freundlichen Start hatte der deutsche Leitindex zunächst unter enttäuschenden Aussagen aus den Reihen der Europäischen Bankenaufsicht gelitten und gegen Mittag rund zwei Prozent verloren. Dann jedoch trieb die Wall Street das Börsenbarometer wieder in die Gewinnzone. Am Ende stand beim Dax ein Aufschlag von 0,35 Prozent auf 9114,84 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen ging es um 0,57 Prozent auf 15 855,09 Punkte nach oben. Der TecDax der Technologiewerte stieg um 0,95 Prozent auf 1228,15 Punkte.

Europas Börsen liefen schon den ganzen Tag den US-Börsen hinterher und seien dem Dow am Nachmittag ins Plus gefolgt, sagte Marktstratege Jasper Lawler von CMC Markets UK. Die Investoren wüssten aber nicht so richtig, für welche Richtung sie sich entscheiden sollten: Positiv wirke die überraschend stark wachsende US-Wirtschaft, negativ das verkündete Ende der konjunkturstützenden Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed.

LUFTHANSA KLAR AM DAX-ENDE

Der Chef der Europäischen Bankenaufsicht, Andrea Enria, habe dem Bankensektor am Vormittag noch einen schweren Stimmungsdämpfer versetzt, sagten Händler. Enria habe gewarnt, dass sich selbst Banken, die den jüngsten Stresstest erfolgreich bestanden hätten, nicht zu sicher fühlen sollten.

Ebenfalls auf die Stimmung drückte die Senkung der Gewinnprognosen bei der Lufthansa und bei Linde . Beide verwiesen auf eingetrübte wirtschaftliche Aussichten. Die Papiere der Fluggesellschaft fielen am Dax-Ende um 6,61 Prozent, die des Industriegase-Spezialisten um 2,83 Prozent.

VW UND BAYER AN DER INDEX-SPITZE

An der Dax-Spitze versammelten sich VW und Bayer , die von guten Geschäften im dritten Quartal berichtet hatten. Die Titel zogen um 1,88 beziehungsweise 2,71 Prozent an. Unter den Nebenwerten legten die Aktien von Wacker Chemie sowie die Anteilsscheine des Medizin- und Sicherheitstechnik-Herstellers Drägerwerk nach guten Geschäftszahlen um 4,67 Prozent beziehungsweise 6,88 Prozent zu. Beide Werte übernahmen damit die Spitzenposition in ihren jeweiligen Indizes.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stieg um 0,45 Prozent auf 3035,90 Punkte. Die Börsen in Paris und London legten ebenfalls zu. Am US-Aktienmarkt stand der Dow Jones Industrial zuletzt rund 1 Prozent höher.

EURO FÄLLT

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere weiter bei 0,72 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 137,84 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,42 Prozent auf 150,91 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2598 (Mittwoch: 1,2737) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7938 (0,7851) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

30.10.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Freundliche Wall Street hievt Dax noch ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag nach einer Berg- und Talfahrt mit einem moderaten Plus aus dem Handel verabschiedet. Nach einem freundlichen Start hatte der deutsche Leitindex zunächst unter enttäuschenden Aussagen aus den Reihen der Europäischen Bankenaufsicht gelitten und gegen Mittag rund zwei Prozent verloren. Dann jedoch trieb die Wall Street das Börsenbarometer wieder in die Gewinnzone. Am Ende stand beim Dax ein Aufschlag von 0,35 Prozent auf 9114,84 Punkte zu Buche. Für den MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen ging es um 0,57 Prozent auf 15 855,09 Punkte nach oben. Der TecDax der Technologiewerte stieg um 0,95 Prozent auf 1228,15 Punkte./la/he

30.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Dow von Visa beflügelt - Zinssorgen belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben im frühen Handel am Donnerstag keine einheitliche Richtung gefunden. Der Dow Jones Industrial profitierte von guten Zahlen des Kreditkartenunternehmens Visa und gewann 0,71 Prozent auf 17 095,06 Punkte. Der Leitindex erreichte den höchsten Stand seit Ende September. Der umfassendere S&P-500-Index trat dagegen am Donnerstag mit plus 0,07 Prozent auf 1983,64 Punkte auf der Stelle.

Laut Händlern drücken neue Konjunkturdaten etwas auf die Stimmung: Die US-Wirtschaft hat nach einem starken Frühjahr im Sommer überraschend wenig Schwung verloren - das rufe die Zinsskeptiker wieder auf den Plan, die nun mit einer früheren Zinswende in den USA rechneten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,34 Prozent auf 4076,68 Punkte.

Die in voller Fahrt befindliche US-Berichtssaison bindet die Aufmerksamkeit der Börsianer. Tagesgewinner im Dow war zuletzt die Visa-Aktie mit einem Kurssprung von 9,07 Prozent auf 234,14 US-Dollar. Das Papier kratzt damit an seinem Rekordhoch von 235,50 Dollar aus dem Januar. Mastercard-Titel gewannen ebenfalls nach Zahlen 6,86 Prozent. Die beiden Kreditkarten-Anbieter verdienen weiter gut an der Kauflaune der Verbraucher und übertrafen die Erwartungen.

Angesichts der weiter fallenden Ölpreise zählten die Energiewerte wieder zu den größten Verlierern. Die Anteile an den Ölkonzernen Chevron und ExxonMobil bröckelten um jeweils 0,59 Prozent ab im Leitindex./fat/men

30.10.2014

Aktien New York: Dow profitiert von Visa - Grübeln über Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben im frühen Handel am Donnerstag keine einheitliche Richtung gefunden. Der Dow Jones Industrial profitierte von der guten Stimmung nach Zahlen des Kreditkartenunternehmens Visa . Der Leitindex gewann in der ersten Stunde 0,55 Prozent auf 17 067,76 Punkte.

Der umfassendere S&P-500-Index trat mit minus 0,07 Prozent auf 1980,92 Punkte indes auf der Stelle. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,37 Prozent auf 4075,27 Punkte.

Generell drücken laut Händlern neue Konjunkturdaten etwas auf die Stimmung: Die US-Wirtschaft hat nach einem starken Frühjahr im Sommer überraschend wenig Schwung verloren - das rufe wieder Zinsskeptiker auf den Plan, die mit einer früheren Zinswende in den USA rechneten.

Auch die in voller Fahrt befindliche US-Berichtssaison bindet die Aufmerksamkeit der Börsianer. Angesichts der weiter fallenden Ölpreise zählten die Energiewerte wieder zu den größten Verlierern./fat/das

30.10.2014

Aktien Frankfurt: Linde und Lufthansa belasten den Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei stärkeren Tagen ist es am deutschen Aktienmarkt wieder nach unten gegangen. Enttäuschungen von Linde und der Lufthansa sowie Aussagen aus den Reihen der Europäischen Bankenaufsicht setzten dem Dax am Donnerstag zu. Auch die Wall Street wird im Minus erwartet.

Der deutsche Leitindex verlor bis zum Nachmittag 0,85 Prozent auf 9005,32 Punkte, nachdem er zuvor in der Spitze noch auf 9146 Punkte gestiegen war. Anschließend ging es zwischenzeitlich gar um fast 3 Prozent abwärts auf 8899 Punkte. Auch die Wochenbilanz des Dax ist nun negativ.

Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen sank um 0,33 Prozent auf 15 713,14 Punkte. Der TecDax der Technologiewerte verlor 0,36 Prozent auf 1212,13 Punkte.

HÄNDLER: EBA-CHEF ENRIA DÄMPFT STIMMUNG IM BANKENSEKTOR

Der Chef der Europäischen Bankenaufsicht (Eba), Andrea Enria, habe dem Bankensektor am Vormittag einen schweren Stimmungsdämpfer versetzt, sagten Händler. Enria habe gewarnt, dass sich selbst Banken, die den jüngsten Stresstest erfolgreich bestanden hätten, nicht zu sicher fühlen sollten. Vor allem in den Krisenländern Italien und Spanien ging es für Bankentitel daraufhin wieder massiv bergab.

Prognosesenkungen bei der Lufthansa und Linde taten ihr übriges: Die Aktie des Industriegase-Spezialisten sackte um 3,86 Prozent nach unten und verlor in der Spitze gar über 7 Prozent. Wegen mauer Konjunkturaussichten erwartet Linde für 2014 nun ein operatives Ergebnis bereinigt um Währungseffekte auf dem Niveau des Vorjahres. Die Stimmung wurde aber vor allem durch das ebenfalls gesenkte Mittelfristziel verhagelt.

Lufthansa-Papiere fielen zusätzlich belastet von Dividendensorgen um mehr als 6 Prozent. Während Europas größte Fluggesellschaft die teuren Pilotenstreiks in diesem Jahr bislang verkraften konnte, strich Vorstandschef Carsten Spohr die Gewinnerwartungen für das kommende Jahr zusammen. Der operative Gewinn dürfte statt bei 2 Milliarden Euro nur noch deutlich über der für das laufende Jahr erwarteten Milliarde liegen. Börsianern zufolge äußerte sich der Konzern in der Telefonkonferenz zudem sehr vorsichtig zu den künftigen Ausschüttungen.

VW UND BAYER NACH ZAHLEN DAX-FAVORITEN

Besser erging es den Anlegern bei VW und Bayer - ihre Aktien waren mit plus 1,39 und 1,73 Prozent die beiden einzigen Dax-Gewinner. Der Pharma- und Chemiekonzern konnte im dritten Quartal die Markterwartungen übertreffen; zudem hob Bayer seine Jahresprognose an. VW verdiente im dritten Quartal wegen eines starken China-Geschäfts deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut einem Experten ist es nun wahrscheinlich, dass das Unternehmen das obere Ende der angepeilten Zielspanne für das Gesamtjahr erreicht.

Aktien von Wacker Chemie und Drägerwerk waren mit plus 5 und gut 7,5 Prozent nach Zahlen ebenfalls stark gefragt. Für die Papiere des Herstellers von Medizin- und Sicherheitstechnik bedeutete es gar das höchste Niveau seit Juli. Sie profitierten neben einem laut Commerzbank "atemberaubenden Quartal" auch von einer Kaufempfehlung der Investmentbank Equinet. Der Spezialchemiekonzern Wacker verzeichnete dank einer starken Nachfrage und höheren Preisen für Solarsilizium einen Umsatz- und Gewinnsprung./ag/das

30.10.2014

Aktien New York Ausblick: Etwas leichter erwartet - Wiederkehrende Zinsängste

NEW YORK (dpa-AFX) - Sorgen um eine vorgezogene Zinserhöhung in den USA dürften die Wall Street am Donnerstag zunächst belasten. Laut Börsianern ist der marktbreite S&P 500 zudem in einen Bereich vorgedrungen, der die Anleger in der Vergangenheit bereits häufiger zu Gewinnmitnahmen animiert habe. Auf der Positivseite stehen aktuelle Daten zum US-Wirtschaftswachstum.

Der Future auf den Dow-Jones-Index notierte rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart 0,14 Prozent tiefer. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex NASDAQ 100 sank um 0,25 Prozent.

Tags zuvor hatte die US-Notenbank erwartungsgemäß angekündigt, dass ihre zur Konjunkturbelebung aufgelegten Anleihekäufe eingestellt werden. Ihre Beurteilung des Arbeitsmarktes fiel indes etwas positiver aus, was auf eine möglicherweise frühere Zinswende hindeutet.

Die US-Wirtschaft hat in den Sommermonaten überraschend wenig an Schwung verloren. Nach Regierungszahlen vom Mittwoch stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um annualisiert 3,5 Prozent. Die Markterwartungen von plus 3,0 Prozent wurden laut dieser ersten Schätzung klar übertroffen. Im zweiten Quartal war die größten Volkswirtschaft der Welt nach einem schwachen Jahresauftakt um 4,6 Prozent gewachsen. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche um 3 000 auf 287 000 gestiegen. Bankvolkswirte hatten mit 285 000 Anträgen gerechnet.

Unter den Einzelwerten zogen Visa und Mastercard vorbörslich deutlich an. Die Kreditkarten-Anbieter verdienen weiter gut an der Kauflaune der Verbraucher und übertrafen die Erwartungen.

Die Aktien des Herstellers von Sicherheitskleidung, Lakeland Industries, schossen vorbörslich um mehr als 40 Prozent nach oben. Dem Unternehmen zufolge ist das weltweite Interesse an Schutzanzügen angesichts einer möglichen Verschlimmerung des Ebola-Ausbruchs hoch.

Die Anteile von Altria traten vorbörslich auf der Stelle. Der Marlboro-Hersteller hat im dritten Quartal dank Preiserhöhungen die Kurve gekriegt. Zudem brachte die Beteiligung am Brauereikonzern SABMiller mehr ein, was den Konzern am Ende vor einem Gewinnrückgang wie in den beiden vorangegangenen Quartalen bewahrte./ag/edh/das

30.10.2014

Aktien Frankfurt: Dax schwach - Linde und Lufthansa enttäuschen, Moll für Banken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem deutschen Aktienmarkt ist am Donnerstag die Puste ausgegangen. Enttäuschungen von Linde und der Lufthansa sowie vorsichtige Aussagen aus den Reihen der Europäischen Bankenaufsicht setzten dem Dax zu.

Der deutsche Leitindex verlor bis zum Mittag 1,41 Prozent auf 8955,07 Punkte, nachdem er zuvor in der Spitze noch auf 9146 Punkte gestiegen war. Auch die Wochenbilanz ist nun negativ.

Für den MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen ging es um 0,78 Prozent auf 15 642,37 Punkte nach unten. Der TecDax der Technologiewerte verlor 0,82 Prozent auf 1206,52 Punkte.

HÄNDLER: EBA-CHEF ENRIA DÄMPFT STIMMUNG IM BANKENSEKTOR

Der Chef der Europäischen Bankenaufsicht (Eba), Andrea Enria, habe dem Bankensektor am Vormittag einen schweren Stimmungsdämpfer versetzt, sagten Händler. Enria habe gewarnt, dass sich selbst Banken, die den jüngsten Stresstest erfolgreich bestanden hätten, nicht zu sicher fühlen sollten. Vor allem in den Krisenländern Italien und Spanien ging es für Bankentitel daraufhin wieder massiv bergab.

Prognosesenkungen bei der Lufthansa und Linde taten ihr übriges: Die Aktie des Industriegase-Spezialisten sackte um 4,89 Prozent nach unten und verlor in der Spitze gar über 7 Prozent. Wegen mauer Konjunkturaussichten erwartet Linde für 2014 nun ein operatives Ergebnis bereinigt um Währungseffekte auf dem Niveau des Vorjahres. Die Stimmung wurde aber vor allem durch das ebenfalls gesenkte Mittelfristziel verhagelt.

Lufthansa-Papiere fielen zusätzlich belastet von Dividendensorgen um mehr als 6 Prozent. Während Europas größte Fluggesellschaft die teuren Pilotenstreiks in diesem Jahr bislang verkraften konnte, strich Vorstandschef Carsten Spohr die Gewinnerwartungen für das kommende Jahr zusammen. Der operative Gewinn dürfte statt bei 2 Milliarden Euro nur noch deutlich über der für das laufende Jahr erwarteten Milliarde liegen. Börsianern zufolge äußerte sich der Konzern in der Telefonkonferenz zudem sehr vorsichtig zu den künftigen Ausschüttungen.

VW UND BAYER NACH ZAHLEN DAX-FAVORITEN

Besser erging es den Anlegern bei VW und Bayer - ihre Aktien waren mit plus 1,30 und 0,56 Prozent die Dax-Favoriten. Der Pharma- und Chemiekonzern konnte im dritten Quartal die Markterwartungen übertreffen; zudem hob Bayer seine Jahresprognose an. VW verdiente im dritten Quartal wegen eines starken China-Geschäfts deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut einem Experten ist es nun wahrscheinlich, dass das Unternehmen das obere Ende der angepeilten Zielspanne für das Gesamtjahr erreicht.

Aktien von Wacker Chemie und Drägerwerk waren mit plus 4,32 und 6,4 Prozent nach Zahlen ebenfalls stark gefragt. Für die Papiere des Herstellers von Medizin- und Sicherheitstechnik bedeutete es gar das höchste Niveau seit Juli. Sie profitierten neben einem laut Commerzbank "atemberaubenden Quartal" auch von einer Kaufempfehlung der Investmentbank Equinet. Der Spezialchemiekonzern Wacker verzeichnete dank einer starken Nachfrage und höheren Preisen für Solarsilizium einen Umsatz- und Gewinnsprung./ag/das

31.10.2014

Union prüft Anreizsystem für Hartz-IV-Bezieher

BERLIN (dpa-AFX) - In der Union gibt es Überlegungen, die umstrittenen Sanktionen für Hartz-IV-Bezieher um ein System von Prämien und positiven Anreizen zu ergänzen. Angedacht seien Belohnungen für Arbeitslose, die sich besonders eifrig um eine Stelle bemühten, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Freitag) unter Berufung auf ein Positionspapier aus der Unionsfraktion mit dem Titel "Arbeitsmarktpolitik 2020 - Schritt in die Zukunft". Gefördert werden solle demnach das Erreichen "von Zielen oder Teilzielen, die (...) in Richtung Eingliederung in Arbeit führen", etwa ein Bildungsabschluss.

Das Papier enthält dem Bericht zufolge insgesamt etwa ein Dutzend Reformvorschläge, darunter auch die Abschaffung der Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose. Es werde derzeit zwischen Vertretern des Sozial- und Wirtschaftsflügels der Unionsfraktion abgestimmt. Hintergrund der Vorschläge sind laut "FAZ" die Pläne der großen Koalition, die Förderung für Langzeitarbeitslose zu reformieren./sem/DP/stk

30.10.2014

ROUNDUP: US-Wirtschaft weiterhin auf Höhenflug - Fed optimistisch

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft setzt ihren Höhenflug fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Vereinigten Staaten nahm aufs Jahr hochgerechnet zwischen Juli und September um 3,5 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist ein deutlich besserer Wert als Analysten erwartet hatten.

Zusammen mit dem Vorquartal, als das Plus 4,6 Prozent betragen hatte, erlebte die weltgrößte Volkswirtschaft damit ihr stärkstes Halbjahr seit 2003. Im ersten Quartal war noch - vor allem wegen des harten Winters - ein Minus von 2,1 Prozent verzeichnet worden. Eine baldige Leitzinserhöhung durch die Notenbank Federal Reserve (Fed) ist durch den guten Wert wahrscheinlicher.

POSITIVES BILD

Zu dem Wachstum trugen zahlreiche gute Daten bei. Die privaten Konsumausgaben, die 70 Prozent des amerikanischen BIP ausmachen, legten um 1,8 Prozent zu. Zudem investierten Firmen und öffentliche Einrichtungen deutlich mehr. Unter anderem die große Ölproduktion in den USA führte dazu, dass die Summe der Importe zurückging. Dadurch hatte auch der Export einen erheblichen Anteil an dem Wachstum.

Bereits am Vortag hatte die Fed ein positiveres Bild von der US-Wirtschaft gezeichnet als bisher und ihr milliardenschweres Konjunkturprogramm nach zwei Jahren eingestellt. "Eine ausreichende grundlegende Stärke" etwa auf dem Arbeitsmarkt erlaube, die Ankäufe von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren zu beenden. Die Maßnahme, mit der rund 1,6 Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt wurden, sollte helfen, die Konjunktur anzukurbeln.

ZINSWENDE

Den Leitzins ließ der Offenmarktausschuss der Zentralbank aber vorerst unverändert zwischen null und 0,25 Prozent. Auf diesem Rekordtief liegt er seit Ende 2008. Die Fed blieb in ihrer Mitteilung auch bei dem Versprechen, den Zins noch für "beträchtliche Zeit" in dieser Spanne zu halten. Ursache dafür sei vor allem die weiterhin zu geringe Inflation.

Sollten sich die Teuerungsrate und die Arbeitslosenquote rascher in Richtung der Fed-Ziele bewegen, werde sich eine Anhebung des Leitzinses "wahrscheinlich schneller ereignen als derzeit erwartet", schrieb die Fed in ihrem jüngsten Kommuniqué. Analysten schätzen, dass eine solche Zinswende Mitte 2015 zu erwarten ist. Allerdings ist unklar, wie sich die wirtschaftliche Abschwächung in Teilen der Welt, darunter in China und Europa, auf die US-Wirtschaft auswirken wird.

KRITIK VON GREENSPAN

Der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan hält ein reibungsloses Ende der ultralockeren Geldpolitik für unwahrscheinlich. "Ich glaube nicht, dass dies möglich ist", sagte Greenspan am Mittwoch in New York. "Wir haben noch nie Erfahrungen mit einer vergleichbaren Situation gemacht, also werde ich nicht exakt vorhersagen können, wie es ausgeht."

Greenspan, der die Notenbank von 1987 bis 2006 leitete, äußerte sich kritisch zu den nun beendeten Anleihekäufen. Es habe zwar den Finanzmärkten geholfen und die Kreditzinsen gesenkt, aber der Realwirtschaft - Unternehmen und Verbrauchern - nicht viel gebracht. Auch viele andere Experten meinen, dass die teure Maßnahme nicht viel gebracht habe. Verfechter zeigen auf die guten Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten als Beweise für den Erfolg der Fed-Aktionen.

Die Zentralbank hatte im Herbst 2012 begonnen, Papiere im Wert von 85 Milliarden Dollar monatlich zu kaufen. Es war das dritte Programm der sogenannten quantitativen Lockerung (Quantitative Easing/QE) in der US-Geldpolitik seit der Finanzkrise 2007. Bereits im Rahmen der ersten beiden Programme hatte die Fed mehr als zwei Billionen Dollar an frischem Geld "gedruckt"./mcm/DP/fri/fr

30.10.2014

CDU-Wirtschaftsrat gegen höhere Steuern für Kapitalerträge

BERLIN (dpa-AFX) - Der Wirtschaftsflügel der Union stemmt sich gegen neue Forderungen der SPD für eine höhere Besteuerung von Kapitalerträgen. Der Wirtschaftsrat der CDU warnte am Donnerstag in Berlin vor einer Abschaffung der Abgeltungsteuer und warf dem Koalitionspartner vor, "immer neue Steuererhöhungs-Debatten" loszutreten. Generalsekretär Wolfgang Steiger nannte die Abgeltungsteuer unter anderem "eines der besten Beispiele für eine gelungene Vereinfachung für alle Steuerzahler".

Hintergrund für den erneuten Vorstoß der SPD sind Pläne von bisher fast 100 Staaten, vom Herbst 2017 an untereinander umfassend Daten über Konten, Zinsen, Dividenden und andere Kapitaleinkünfte oder Veräußerungserlöse auszutauschen. Steuerflucht soll so eingedämmt werden, das Bankgeheimnis hat damit praktisch ausgedient.

Aus Sicht der SPD ist die Abgeltungsteuer nicht mehr nötig - sobald dieses automatische Meldesystem von Auslandskonten an die Heimatländer eingeführt ist. Die SPD fordert, Kapitalerträge wieder mit dem persönlichen Steuersatz zu belasten. Kapitalerträge würden dann statt mit 25 Prozent wieder mit dem individuellen Einkommensteuersatz von bis zu 45 Prozent belastet.

Der Fiskus kassiert seit 2009 von Kapitalerträgen über die Abgeltungsteuer pauschal 25 Prozent. Ziel war es, Geldtransfers und Steuerflucht ins Ausland einzudämmen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist offen, über einen Wegfall der Abgeltungsteuer nach 2017 zu diskutieren. Er steht seit längerem der Idee grundsätzlich offen gegenüber, um die steuerliche Bevorzugung von Kapitalerträgen im Vergleich zu Arbeitseinkommen wieder zu beenden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Mai erklärt, für die im Herbst 2017 endende Legislaturperiode stelle sich die Frage der Abschaffung der Abgeltungsteuer nicht.

Die CSU hatte zuletzt eine Abschaffung der Abgeltungsteuer ganz abgelehnt, da dies für einzelne Bürger Steuererhöhungen bedeuten würde. CDU, CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag Steuererhöhungen ausgeschlossen. Im Herbst 2017 endet aber die aktuelle Legislaturperiode des Bundestages.

Auch die Grünen machen Front gegen die Abgeltungsteuer: Die öffentliche Hand sei unterfinanziert, auch die Einnahmeseite des Staates müsse verbessert werden, sagt Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler: "Beispielsweise müssen Kapitaleinkommen wieder progressiv wie Löhne und Gehälter besteuert werden, und dafür muss die ungerechte Abgeltungsteuer abgeschafft werden."

Mit der Abgeltungsteuer werden Sparer mit hohem Einkommensteuersatz bei Zinserträgen bessergestellt. Davor wurden für Kapitalerträge bis zu 42 Prozent (bei Top-Verdienern 45 Prozent) Einkommensteuer fällig

- je nach persönlichem Steuersatz. Die Steuer führt dazu, dass

Kapitalerträge gegenüber Arbeitseinkommen steuerlich besser dastehen. Die Steuer wird von den Banken automatisch einbehalten und direkt ans Finanzamt abgeführt. Sie fällt nur an, wenn Kapitalerträge über dem Sparerpauschbetrag liegen./sl/DP/jkr

30.10.2014

ROUNDUP: Herbstaufschwung drückt Arbeitslosigkeit auf Drei-Jahres-Tief

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der überraschend starke Herbstaufschwung hat die Zahl der Arbeitslosen im Oktober auf ein Drei-Jahres-Tief gedrückt. Mit 2,733 Millionen gab es in Deutschland so wenig Erwerbslose wie zuletzt im November 2011, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg. Im Vergleich zum September sank die Zahl der Menschen ohne Job um 75 000, gegenüber dem Vorjahr um 68 000. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent zurück.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise führt den starken Rückgang der Arbeitslosigkeit vor allem auf die späten Sommerferien in mehreren Bundesländern zurück. Dadurch hätten Firmen ihre nach dem Ferienende üblichen Einstellungen in diesem Jahr auf den Frühherbst verschoben, erläuterte er. Entsprechend schwach war die Herbstbelebung im September ausgefallen.

ARBEITSMARKT WEITER STABIL

Dennoch machten die jüngsten Zahlen auch deutlich, dass der Arbeitsmarkt weiter stabil sei. "Im ersten Halbjahr war die deutsche Konjunktur nur wenig vorangekommen. Auch im zweiten Halbjahr erwarten wir nur ein geringes Wachstum. Auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich diese Entwicklung nicht", sagte Weise.

Auch nach der gesenkten Wachstumsprognose der Bundesregierung sieht Weise keinen Anlass, seine optimistische Einschätzung für 2014 zu korrigieren. Er gehe weiterhin von 2,9 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt aus. Das wären 46 000 weniger als 2013. "Es gibt nicht immer eine direkte Korrelation zwischen der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts und der Arbeitslosigkeit", sagte Weise.

NEUE JOBS IM DIENSTLEISTUNGSBEREICH

So seien in einigen Dienstleistungsbereichen viele neue Arbeitsplätze entstanden, die aber nicht stark zum Wirtschaftswachstum beitrügen. Die Bundesregierung hatte Mitte Oktober ihre Wachstumsprognose vom Frühjahr von 1,8 auf 1,2 Prozent für dieses Jahr gesenkt.

Zuversichtlich stimmt Weise vor allem die weiter steigende Zahl von Jobs in Deutschland. So habe es zuletzt im September 42,99 Millionen Erwerbstätige gegeben - und damit 381 000 mehr als im Vorjahr, berichtete der Behördenchef. Allerdings profitiere davon nur ein Teil der Arbeitslosen. Viele neuen Stellen würden vielmehr mit gut ausgebildeten Zuwanderern oder Frauen besetzt, die nach der Elternpause in den Beruf zurückkehrten.

Auch bei den Arbeitsplätzen mit voller Sozialversicherungspflicht habe sich der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fortgesetzt: Nach BA-Hochrechnungen gab es zuletzt im Juli 30,32 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte; das waren 479 000 mehr als im Vorjahr. Neue Stellen entstünden vor allem in Dienstleistungsunternehmen, der Industrie und im Gesundheits- und Sozialwesen.

TROTZ KONJUNKTURFLAUTE KEIN ABSCHWUNG AM ARBEITSMARKT ERWARTET

Trotz Ebola, den Krisenherden in der Ukraine und dem Nahen Osten und der immer noch nicht überwundenen EU-Finanzkrise rechnet Weise auch für 2015 nicht mit einem Abschwung auf dem Arbeitsmarkt. "2015 sollte das Wachstum größer sein als in diesem Jahr. Für den deutschen Arbeitsmarkt bedeutet dies eine stabile Entwicklung", sagte er. Daher gehe die Bundesagentur bislang von 2,881 Millionen Arbeitslosen im Jahr 2015 aus; das wären knapp 20 000 weniger als in diesem Jahr.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zeigte sich optimistisch: "Die uns vorliegenden Indikatoren geben uns dabei allen Grund zur Zuversicht", sagte sie. Die Zahl der frühzeitigen Arbeitslosmeldungen sei rückläufig, die Zahl der offenen Stellen steige. Überdurchschnittlich sei die Entwicklung bei technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen sowie im verarbeitenden Gewerbe./kts/DP/jkr

30.10.2014

ROUNDUP: Inflation weiter auf tiefstem Stand seit über vier Jahren

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Preisauftrieb in Deutschland bleibt nach wie vor schwach. Im Oktober stiegen die Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat um 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Damit verharrt die Inflation in Deutschland bereits den vierten Monat in Folge auf dem tiefsten Stand seit Februar 2010, während Volkswirte ein Anziehen der Teuerung auf 0,9 Prozent erwartet hatten. Im Monatsvergleich seien die Verbraucherpreise im Oktober um 0,3 Prozent gesunken, hieß es weiter.

Nach europäischer Methode (HVPI) lag die jährliche Inflationsrate im Oktober etwas tiefer bei 0,7 Prozent, nach 0,8 Prozent im Vormonat. Hier hatten Volkswirte ebenfalls einen Anstieg auf 0,9 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich fielen die Preise hier um 0,3 Prozent. Erneut wurde der Preisauftrieb in der größten europäischen Volkswirtschaft durch sinkende Energiepreise gebremst.

Der HVPI ist für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ausschlaggebend. Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel verfehlt sie seit Anfang 2013, weshalb sie ihre Geldpolitik zuletzt noch weiter gelockert hatte.

"Die Diskussionen über weitere Lockerungsmaßnahmen seitens der EZB dürften damit erhalten bleiben", kommentierte Experte Johannes Jander von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Daten. Nach Einschätzung des Chefvolkswirten der Ing-Diba Bank, Carsten Brzeski , dürfte die Notenbank aber zunächst abwarten. Er begründete dies mit zuletzt besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus der Eurozone und einer leichten Verbesserung der Kreditvergabe im Euroraum./jkr/fr

30.10.2014

Nahles blickt zuversichtlich auf Beschäftigungslage

BONN (dpa-AFX) - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat sich optimistisch gezeigt, dass die Beschäftigung in Deutschland hoch gehalten werden kann. "Die uns vorliegenden Indikatoren geben uns dabei allen Grund zur Zuversicht", sagte sie am Donnerstag in Bonn. Die Zahl der frühzeitigen Arbeitslosmeldungen sei rückläufig und die Zahl der offenen Stellen steige.

Überdurchschnittlich sei die Entwicklung bei technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen sowie im verarbeitenden Gewerbe, so Nahles. Die Zahl der Arbeitslosen sank durch den jährlichen Herbstaufschwung laut Bundesagentur für Arbeit (BA) um 75 000 auf 2,733 Millionen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich im Oktober um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent./bw/DP/jkr

30.10.2014

Deutschland: Inflation weiter auf tiefstem Stand seit über vier Jahren

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Preisauftrieb in Deutschland bleibt nach wie vor schwach. Im Oktober stiegen die Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat um 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Damit verharrt die Inflation in Deutschland bereits den vierten Monat in Folge auf dem tiefsten Stand seit Februar 2010. Im Monatsvergleich seien die Verbraucherpreise im Oktober um 0,3 Prozent gesunken, hieß es weiter.

Nach europäischer Methode (HVPI) lag die jährliche Inflationsrate im Oktober etwas tiefer bei 0,7 Prozent, nach 0,8 Prozent im Vormonat. Hier hatten Volkswirte einen Anstieg auf 0,9 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich fielen die Preise um 0,3 Prozent.

Der HVPI ist für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ausschlaggebend. Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel verfehlt sie seit Anfang 2013, weshalb sie ihre Geldpolitik zuletzt noch weiter gelockert hatte./jkr/fr

30.10.2014

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legen etwas zu

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche ganz leicht gestiegen. Im Vergleich zur Vorwoche erhöhten sie sich um 3 000 auf 287 000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit 285 000 Anträgen gerechnet. Der Vorwert wurde leicht um 1000 nach oben revidiert.

Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt fielen die Erstanträge um 250 auf 281 000 zurück. Das ist der tiefste Stand seit Mai 2000.

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Woche zum Erstanträge Veränderung 4-Wochenschnitt Veränderung

25. Okt 287 3 281,00 -0,25

18. Okt 284 18 281,25 -2,75

11. Okt 266 -21 284,00 -3,75

4. Okt 287 -1 287,75 -7,25°

(Angaben in Tsd)

/fr/jkr

30.10.2014

USA: Wirtschaft bleibt überraschend stark in Fahrt

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft hat nach einem starken Frühjahr in den Sommermonaten überraschend wenig Schwung verloren. Nach Regierungszahlen vom Mittwoch stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um annualisiert 3,5 Prozent. Die Markterwartungen von plus 3,0 Prozent wurden laut dieser ersten Schätzung klar übertroffen. Im zweiten Quartal war die größten Volkswirtschaft der Welt nach einem schwachen Jahresauftakt noch um 4,6 Prozent gewachsen.

Die Wachstumsraten sind auf das Jahr hochgerechnet und damit nicht unmittelbar mit Daten aus dem Euroraum vergleichbar. An den Finanzmärkten hielten sich die Reaktionen in Grenzen: Der Dollar konnte nur für kurze Zeit etwas zulegen./jkr/fr

30.10.2014

Bundesagentur: Noch 20 900 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Trotz des leicht gestiegenen Lehrstellenangebots waren nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zum Beginn des Ausbildungsjahres 20 900 Jugendliche noch ohne berufliche Perspektive. Sie hätten nach dem Ende der Schulzeit weder eine Lehrstelle gefunden noch seien sie in berufsvorbereitenden Ausbildungsgängen untergekommen, geht aus der am Donnerstag vorgelegten BA-Ausbildungsbilanz hervor. Allerdings seien noch 37 100 Ausbildungsstellen unbesetzt gewesen. Insgesamt hätten sich bis Ende September 559 400 Bewerber bei den Arbeitsagenturen gemeldet; ihnen hätten 511 600 gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber gestanden./kts/DP/jkr

30.10.2014

AKTIEN IM FOKUS 2: VW und Renault profitieren von guten Quartalszahlen

(neu: Schlusskurse, Analystenkommentare von Commerzbank, Morgan Stanley, JPMorgan und UBS)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Volkswagen (VW) und Renault haben am Donnerstag von guten Quartalszahlen profitiert. Bei dem deutschen und dem französischen Autobauer liefen die Geschäfte besser als gedacht.

Im Dax kletterten die Vorzugsaktien von VW zum Handelsschluss um 1,88 Prozent auf 165,15 Euro nach oben und waren damit der zweitbeste Wert in dem Leitindex. An der Börse in Paris zogen Renault-Anteilsscheine um 2,91 Prozent auf 57,21 Euro an. Der entsprechende Branchenindex lag mit 0,85 Prozent im Plus. Zum Vergleich: Der EuroStoxx 50 als Börsenbarometer der Eurozone legte nur um 0,45 Prozent zu. Der deutsche Leitindex Dax schloss mit einem Aufschlag von 0,35 Prozent und der französische CAC 40 mit plus 0,74 Prozent.

STARKES CHINAGESCHÄFT HILFT VW

Bei Europas größtem Autobauer Volkswagen habe das starke Chinageschäft der Marken Porsche und Audi geholfen, sagte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Da seien zuvor eher verhaltenere Töne erwartet worden. Ansonsten höre natürlich auch das avisierte Kostensparprogramm jeder Börsianer gern. Im Sommer bereits hatte Konzernchef Martin Winterkorn einen strammen Sparkurs für die renditeschwache Kernmarke VW Pkw angekündigt.

Auch andere Börsianer schlugen optimistische Töne an: Der Autobauer habe im dritten Quartal mit dem operativen Gewinn (Ebit) die Erwartungen deutlich übertroffen, kommentierte Commerzbank-Analyst Daniel Schwarz. Dies gehe auf die starke Entwicklung der Marke VW zurück, was es lange nicht gegeben habe. Das dritte Quartal dürfte sich als entscheidender Wendepunkt erweisen und die über drei Jahre gesunkenen Konsensschätzungen könnten erstmals wieder steigen, so Schwarz.

Laut Analyst Michael Punzet von der DZ Bank erscheint nun beim operativen Gewinn 2014 das obere Ende der vom Unternehmen angepeilten Spanne realistischer. Trotz der enttäuschenden Entwicklung der Lkw-Tochter MAN hielt Punzet an seiner positiven Einschätzung der VW-Aktien fest.

'VW GUT FÜR DIE ZUKUNFT POSITIONIERT'

Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black sieht VW auch für die Zukunft gut positioniert. Sollte sich jedoch die Wirtschaft der Eurozone in den kommenden Monaten weiter abschwächen, würden sich wahrscheinlich auch die Wolfsburger nicht ganz dem negativen Trend entziehen können. Im Vergleich zu den meisten Konkurrenten dürfte Volkswagen jedoch weiter die Nase vorn haben. Ein gegenüber dem US-Dollar schwacher Euro sollte sicherlich im nächsten Jahr etwas Hilfestellung leisten.

Der französische Autobauer Renault indes hatte nach zwei rückläufigen Quartalen seinen Umsatz im dritten Jahresviertel gesteigert. Damit habe Renault seine Prognose und die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Sascha Gommel von der Commerzbank. Allerdings sieht Gommel wegen der Schwäche des Autobauers in den Schwellenländern immer noch Risiken für seine Gewinnschätzungen, die er daher senke. Der Analyst bevorzugt die Aktie des Konkurrenten PSA Peugeot Citroen , der er mehr Aufwärtspotenzial einräumt. Die Analysten von Morgan Stanley, JPMorgan und der UBS zeigten sich ebenfalls erfreut von der jüngsten Umsatzentwicklung bei Renault./la/das/ajx/he

30.10.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Linde geht nach gekappten Prognosen auf Talfahrt

(neu: Aussagen der DZ Bank und von Hauck & Aufhäuser, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein trüberer Blick auf die künftige Geschäftsentwicklung hat den Aktionären von Linde am Donnerstag die Stimmung gewaltig verhagelt. Die zuletzt gut gelaufenen Papiere des Industriegase-Spezialisten brachen zum Start um über 7 Prozent ein. Zum Schluss standen zwar nur noch Kursverluste von 2,83 Prozent auf 150,90 Euro zu Buche. Damit gehörten die Aktien aber immer noch zu den schwächsten Werten im Dax . Der deutsche Leitindex schüttelte seine zwischenzeitlichen Verluste ab und ging 0,35 Prozent fester aus dem Handel.

Im dritten Quartal hatte Linde aufgrund schlechterer Rahmenbedingungen in einzelnen Regionen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 229 Millionen Euro vorgenommen. Für 2014 wird nun ein operatives Ergebnis bereinigt um Währungseffekte auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Auch das Mittelfristziel senkten die Münchener. 2017 wird nun ein operatives Konzernergebnis von 4,5 bis 4,7 Milliarden Euro angestrebt. Ursprünglich hatte Linde für das Jahr 2016 ein operatives Konzernergebnis von mindestens 5 Milliarden Euro angepeilt.

NEUE ZIELE FÜR 2017 - ABSCHREIBUNGEN NICHT ÜBERBEWERTEN

Bei Analysten fiel das Urteil über das Unternehmen weniger hart aus als bei den Aktionären. Sie blieben fast durchgängig bei ihren positiven Anlageempfehlungen, wenngleich auch ihnen nicht alles schmeckte. So monierte etwa Stephan Kippe von der Commerzbank, dass die neuen Ziele für 2017 die Investoren enttäuschen dürften. Seine sowie die Erwartungen des Marktes lägen darüber. Dagegen verortete Peter Spengler von der DZ Bank seine Schätzung für das operative Konzernergebnis 2017 innerhalb der von Linde bekannt gegebenen Spanne.

Das zugrundeliegende Geschäft sei im dritten Quartal gut verlaufen, schrieb Markus Mayer von der Baader Bank. Der neue Konzernchef Wolfgang Büchele habe die Chance genutzt, klar Schiff zu machen, ergänzte er mit Blick auf die Abschreibungen. Das habe den Überschuss belastet. Vor diesem Hintergrund sollten die Abschreibungen nicht überbewertet werden. Von ihnen lasse sich nicht auf die Qualität des Geschäfts von Linde schließen. So habe der etwas besser als gedachte Umsatz im dritten Jahresviertel stark von einer gestiegenen Industriegase-Nachfrage in einigen Bereichen profitiert.

TECHNOLOGIEFÜHRERSCHAFT UND WEITER STARKER CASHFLOW

Nils-Peter Gehrmann von der Privatbank Hauck & Aufhäuser monierte, das operative Quartalsergebnis habe aufgrund der Abschreibungen seine und die Konsensschätzung verfehlt. Dazu kämen die gesenkten Unternehmensziele. Die Technologieführerschaft von Linde stehe aber außer Frage und er rechne mit einem weiter starken Free Cashflow, betonte der Analyst./mis/das/gl/he

30.10.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Bayer dank Zahlen und höherer Ziele an Dax-Spitze

(neu: Aussagen der DZ Bank, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gute Geschäftszahlen und angehobene Ziele haben Bayer am Donnerstag den Spitzenplatz im Dax beschert. Zum Handelsschluss standen die Titel des Pharma- und Chemiekonzerns 2,71 Prozent höher bei 109,95 Euro - zwischenzeitlich waren sie mit dem vorübergehend schwachen Markt noch in die Verlustzone gerutscht. Der deutsche Leitindex konnte sich ebenfalls wieder erholen und schloss 0,35 Prozent fester.

Bayer hatte nach einem robusten Quartal die Prognosen für 2014 erhöht. Analysten fanden überwiegend lobende Worte: Bayer habe im exzellent ausgefallenen dritten Quartal seine Erwartungen übertroffen, schrieb etwa Daniel Wendorff von der Commerzbank. Er sieht 2 bis 3 Prozent Aufwärtspotenzial für seine und die Marktschätzungen zum bereinigten Ergebnis je Aktie.

GUTES GESCHÄFT MIT AGRARCHEMIE UND KUNSTSTOFFEN

Analyst Jeremy Redenius von Bernstein Research zielte auf den überraschend hohen Kerngewinn je Aktie ab. Dieser sei vom Agrarchemie- und Kunststoffgeschäft angetrieben worden. Auch Peter Spengler von der DZ Bank lobte die Entwicklung beider Segmente. Das Kunststoffgeschäft wollen die Leverkusener bis spätestens Mitte 2016 an die Börse bringen. Darüber hinaus habe der Umsatz auf Konzernebene die Erwartungen übertroffen, meinte Analyst Alistair Campbell von der Privatbank Berenberg.

Analystin Odile Rundquist von der Baader Bank indes konzentrierte sich in ihrem Kommentar unter anderem auf die Entwicklung der Pharmasparte. Dort habe der Blutverdünner Xarelto besser abgeschnitten als gedacht, wohingegen die anderen neuen Produkte nicht die erhofften Umsätze erzielt hätten. Wichtig sei dabei jedoch, dass Bayer an dem Umsatzziel für die jüngst auf den Markt gebrachten Medikamente festgehalten habe. Dies dürfte die Anleger beruhigen./la/das/gl/he

30.10.2014

EUROSTOXX-FLASH: Ins Plus gearbeitet dank Kursgewinnen an Wall Street

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Kursgewinne an Wall Street haben den Anlegern am Donnerstag in Europa Mut gemacht. Die Börsen liefen schon den ganzen Tag den US-Börsen hinterher und folgten dem Dow am Abend ins Plus, sagte Marktstratege Jasper Lawler von CMC Markets UK. Die Investoren wüssten aber nicht so richtig für welche Richtung sie sich entscheiden sollten: positiv wirke die überraschend stark wachsende US-Wirtschaft, negativ das verkündete Ende der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed. Der Eurozonen-Leitindex Eurostoxx 50 legte zuletzt um 0,49 Prozent auf 3037,36 Punkte zu./fat/he

30.10.2014

DAX-FLASH: Ins Plus gedreht - Kursgewinne an der Wall Street stützen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Donnerstagnachmittag ins Plus gedreht und hat zuletzt 0,25 Prozent auf 9105,83 Punkte gewonnen. Börsianern zufolge stützten Kursgewinne an der Wall Street den deutschen Aktienmarkt. Die Anleger zeigten sich jenseits des Atlantiks erfreut, dass die US-Wirtschaft nach einem starken Frühjahr in den Sommermonaten überraschend wenig Schwung verloren hatte. Zudem sorgte ein Kurssprung bei den Aktien von Visa <3V64.FSE> für gute Stimmung und dies hat sich Händlern zufolge auch auf den deutschen Leitindex übertragen. Gegen Mittag hatte der Dax noch unter Gewinnmitnahmen gelitten und rund zwei Prozent verloren./la/he

30.10.2014

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Deutsche Bank auf 'Neutral' - Ziel 26 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat Deutsche Bank nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Das dritte Quartal habe ein gemischtes Bild gezeigt, schrieb Analyst Daniele Brupbacher in einer Studie vom Donnerstag. Es dürfte noch etwas dauern, bis Marktanteilsgewinne und Margensteigerungen sich auswirkten. Mit seinen Gewinnprognosen für 2014 bis 2016 liegt der Experte nach eigener Aussage weiterhin unter den Konsenserwartungen./ajx/gl

30.10.2014

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Ziel für Software AG auf 22,50 Euro - 'Buy'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Software AG nach Zahlen von 24,00 auf 22,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Teuer sei die Aktie nicht, schrieb Analyst Michael Briest in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings lasse sich die Geschäftsentwicklung weiterhin nicht gut vorhersehen, was einer steigenden Bewertung entgegenstehen dürfte. Der Umsatzmix im dritten Quartal sei enttäuschend, die Kostenkontrolle dafür aber gut gewesen./ajx/gl

30.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Linde auf 'Buy' - Ziel 173 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat Linde nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 173 Euro belassen. Der Gasespezialist habe im dritten Quartal die Markterwartungen knapp verfehlt, schrieb Analyst Stephan Kippe in einer Studie vom Donnerstag. Mit der Senkung der Unternehmensziele für 2014 und die Folgejahre habe der neue Linde-Chef Wolfgang Büchele für etwas mehr Klarheit gesorgt. Der Markt dürfte das mit Enttäuschung aufnehmen, da seine Erwartung für 2017 über der neuen Zielspanne gelegen habe./gl/ck

30.10.2014

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt Bayer auf 'Outperform' - Ziel 123 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen für das dritte Quartal auf "Outperform" mit einem Kursziel von 123 Euro belassen. Der Kerngewinn je Aktie habe sowohl seine als auch die Markterwartungen klar übertroffen, angetrieben von den Segmenten CropScience und MaterialScience, schrieb Analyst Jeremy Redenius in einer Studie vom Donnerstag. Zudem habe Bayer die Unternehmensziele erhöht./ajx/ck

30.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Bayer auf 'Buy' - Ziel 122 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat Bayer nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 122 Euro belassen. Der Pharma- und Chemiekonzern habe im exzellent ausgefallenen dritten Quartal seine Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Donnerstag. Dazu komme der angehobene Jahresausblick. Wendorff sieht 2 bis 3 Prozent Aufwärtspotenzial für seine und die Konsensschätzungen zum bereinigten Ergebnis je Aktie (EPS)./gl/das