dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

16.04.2014

WDH/Presse: Bitcoin-Börse Mt.Gox gibt auf

(Tippfehler im 2. Satz korrigiert)

TOKIO (dpa-AFX) - Die insolvente Bitcoin-Börse Mt.Gox hat laut einem Zeitungsbericht ihre Sanierungspläne aufgegeben. Die Betreiber hätten stattdessen vor Gericht die Auflösung beantragt, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen.

Der in Tokio ansässige Marktplatz war die größte Handelsplattform für die digitale Krypto-Währung. Ende Februar meldete Mt.Gox Insolvenz an und gestand den Verlust von 850 000 Bitcoins ein. Ihren Wert bezifferten die Betreiber auf 473 Millionen Dollar. Später fand Mt.Gox rund 200 000 Bitcoins in einer vergessenen digitalen Geldbörse wieder./so/DP/stw

16.04.2014

ROUNDUP: Niedersachsen trotz Klage gegen Unterweser-Abschaltung gelassen

HANNOVER (dpa-AFX) - Niedersachsen sieht einer drohenden Klage auf Schadenersatz des Energiekonzerns Eon gegen die Zwangsabschaltung des Atomkraftwerks Unterweser gelassen entgegen. Weder Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) noch Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) zeigten sich am Mittwoch wegen der angedrohten Millionenstrafe beunruhigt. Die Klage richtet sich gegen die Entscheidung des Bundes, die ältesten Kernkraftwerke in Deutschland nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima binnen weniger Tage stillzulegen.

"Eon tut sich mit einer Klage keinen Gefallen", sagte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Mittwoch in Hannover. Das Land sei zudem der falsche Adressat: Die Klage müsse sich gegen die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentenkonferenz richten, die 2011 den Beschluss gefasst hätten. Die Bundesregierung habe auch die juristische Begründung für die Maßnahme geliefert.

Laut Weil wäre eine Schadenersatzzahlung für die betroffenen Länder zwar "sehr ärgerlich", dennoch könne er "niemanden dafür kritisieren, dass er versucht, seine Rechtsposition geltend zu machen". In Niedersachsen sehe er jedoch einer etwaigen Klage gelassen entgegen, da der Energiebetreiber hierzulande anders als in anderen Fällen damals nicht gegen die Entscheidung vorgegangen sei. Der "sehr schnelle Atomausstieg von 2011" werfe einige juristische Fragen auf. "Wenn das Vorgehen damals nicht rechtmäßig gewesen sein sollte, war es ein Fehler der damals handelnden Politiker."

Eon hat die Klage gegenüber dem niedersächsischen Umweltministerium bislang nur angekündigt. Der Konzern will laut Medienberichten auch gegen die Zwangsabschaltung des Reaktors Isar 1 in Bayern klagen. Die Größenordnung der Forderungen liegt laut einem Unternehmenssprecher bei etwa 250 Millionen Euro.

Die Aktionäre des Konzerns müssten daran erinnert werden, dass Altlasten und Risiken in den Bilanzen des Konzerns versteckt seien, betonte Wenzel. Die Rücklagen der Konzerne für die Dauerlagerung von hoch radioaktivem Müll reichten ebenso wenig aus wie die Deckungsvorsorge für nukleare Katastrophen. Die Schadenssummen von Fukushima überstiegen bereits jetzt die in Deutschland festgelegte Deckungsvorsorge um ein Vielfaches. Deshalb sei eine Anpassung unausweichlich, so Wenzel.

Eon-Konkurrent RWE hatte sich mit einer Klage gegen die Stilllegung seines Atomkraftwerkes in Biblis (Hessen) im März 2011 durchgesetzt: Das Bundesverwaltungsgericht entschied im Januar 2014, dass die Abschaltung rechtswidrig gewesen sei. RWE steht damit der Weg einer Zivilklage gegen Hessen offen. Der mögliche Schadenersatz wird auf rund 200 Millionen Euro geschätzt./had/DP/stw

16.04.2014

EU-Kommission fordert Neuorganisation der Luftraumüberwachung

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Brüssel macht Druck auf Berlin, europäische Regeln zur Neuorganisation der Luftraumüberwachung umzusetzen. Die EU-Kommission hat am Mittwoch ein Verfahren wegen Verletzung der EU-Verträge gegen Deutschland, Belgien, Frankreich, die Niederlande und Luxemburg eingeleitet. Die Länder sind nach Auskunft der Brüsseler Behörde mehrere Monate in Verzug. Sie haben nun zwei Monate Zeit für eine Stellungnahme. Am Ende eines mehrstufigen Verfahrens könnte die EU-Kommission auch vor den Europäischen Gerichtshof gehen.

Die EU-Staaten haben sich verpflichtet, in sogenannten "Luftraumblöcken" zusammenzuarbeiten. Dabei sollen sich mehrere Länder einen gemeinsamen Luftraum teilen. Dies soll für mehr Effizienz sorgen und die Kosten des Luftverkehrsmanagements senken./hrz/DP/stw

16.04.2014

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 23. April 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Mittwoch,

den 23. April:

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DONNERSTAG, DEN 17. APRIL 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: Actelion Q1-Zahlen

07:00 CH: BB Biotech Q1-Zahlen

07:00 NL: AkzoNobel Q1-Zahlen

07:00 D: SAP Q1-Zahlen (Call 14.00 h)

08:00 EU: Acea Kfz-Neuzulassungen 03/14

08:00 D: Statistisches Bundesamt Erzeugerpreise 03/14

08:00 GB: Diageo Q3 Interim Statement

08:00 GB: Ferrexpo plc Q1 Interim Statement

09:30 NL: Arbeitslosenzahlen 03/14

10:00 EU: EZB Leistungsbilanz 02/14

10:00 D: Mahle Bilanz-Pk, Stuttgart

10:30 D: Beiersdorf Hauptversammlung, Hamburg

10:50 F: Anleihen

Laufzeit: 2016 und 2019

Volumen: gesamt 8 Mrd EUR

11:50 F: Anleihen

Laufzeit: 2018, 2023, 2024

Volumen: gesmat 1,5 Mrd EUR

12:00 USA: Mattel Q1-Zahlen

12:00 USA: DuPont Q1-Zahlen

12:30 USA: General Electric Q1-Zahlen

12:45 USA: Morgan Stanley Q1-Zahlen

13:00 USA: PepsiCo Q1-Zahlen

13:30 USA: Goldman Sachs Q1-Zahlen

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Philly Fed Index 04/14

18:00 F: Accor Q1 Umsatz

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: Sodexo Halbjahreszahlen

F: Remy Cointreau Q4 Umsatz

USA: AMD Q1-Zahlen

USA: Baxter Q1-Zahlen

USA: Honeywell Q1-Zahlen

USA: Philip Morris Q1-Zahlen

USA: Schlumberger Q1-Zahlen

USA: UnitedHealth Q1-Zahlen

USA: Union Pacific Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

11:00 D: Offshore-Windkraft-Joint-Venture DONG Energy, Eon und Strabag OW EVS

stellt geplante Umweltanalyse vor, Hamburg

12:00 F: EU-Parlament stimmt über Entschließung zur Entwicklung der

Ukraine-Krise ab, Straßburg

USA: New York International Auto Show (bis 27.04.2014)

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FREITAG, DEN 18. APRIL 2014

HINWEIS

Feiertag "Karfreitag"

A, CH, D, F, E, GB, HK, I, NL, PL, USA Börsen geschlossen

Japan und Russland Börsen geöffnet

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MONTAG, DEN 21. APRIL 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: Handelsbilanz 03/14

01:50 J: Im- und Exporte 03/14

14:30 USA: CFNAI-Index 03/14

16:00 USA: Frühindikator 03/14

HINWEIS

Feiertag "Ostermontag"

A, CH, D, F, E, GB, HK, I, NL, PL, Börsen geschlossen

USA, Japan und Russland Börsen geöffnet

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DIENSTAG, DEN 22. APRIL 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 J: Frühindikatoren 02/14 (endgültig)

07:00 NL: Philips Q1-Zahlen (Call 10.00 h)

11:00 EU: Bauproduktion 02/14

14:00 USA: McDonald's Q1-Zahlen

16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 03/14

16:00 EU: Verbrauchervertrauen 04/14 (vorab)

22:00 USA: AT&T Q1-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 04/14

D: Villeroy & Boch Q1-Zahlen

USA: Amgen Q1-Zahlen

USA: Comcast Q1-Zahlen

USA: Cree Q1-Zahlen

USA: Harley-Davidson Q1-Zahlen

USA: Lockheed Martin Q1-Zahlen

USA: United Technologies Q1-Zahlen

USA: AK Steel Holding Q1-Zahlen

USA: Juniper Networks Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

USA: New York International Auto Show (bis 27.04.2014)

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MITTWOCH, DEN 23. APRIL 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

03:45 CHN: HSBC PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/14

(1. Veröffentlichung)

07:30 A: C.A.T. oil Jahreszahlen

07:30 S: Ericsson Q1-Zahlen

08:00 A: OMV Q1 Trading Statement

08:00 GB: Spirent Q1 Trading Update

08:00 GB: ARM Holdings Q1-Zahlen

09:00 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 04/14 (1. Veröffentlichung)

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 04/14 (1. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 04/14 (1. Veröffentlichung)

10:30 GB: BoE Sitzungsprotokoll 9./10.4.14

11:00 EU: Öffentliches Defizit und Verschuldung

der EU-Staaten im Jahr 2013

13:00 USA: Dow Chemical Q1-Zahlen

13:00 USA: Procter & Gamble Q1-Zahlen

13:00 USA: EMC Q1-Zahlen

13:30 USA: Boeing Q1-Zahlen

13:30 CH: Swiss Life Hauptversammlung, Zürich

14:30 F: Axa Hauptversammlung

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 03/!4

17:40 F: Valeo Q1 Umsatz

17:45 F: Michelin Q1 Umsatz

18:00 F: Unibail Rodamco Q1 Umsatz

22:00 USA: Facebook Q1-Zahlen

22:00 USA: Qualcomm Q2-Zahlen

22:00 USA: Zynga Q1-Zahlen

22:30 USA: Apple Q2-Zahlen

22:30 USA: Texas Instruments Q1-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: Zodiac Halbjahreszahlen

FIN: Kemira Q1-Zahlen

FIN: Stora Enso Q1-Zahlen

NL: Reed Elsevier Q1 Trading Update

S: TeliaSonera Q1-Zahlen

USA: General Electric Hauptversammlung

USA: Biogen Q1-Zahlen

USA: Delta Air Lines Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Dreimillionster Opel aus Eisenach rollt vom Montage-Band

u.a. mit der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) und Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG,

Eisenach

USA: New York International Auto Show (bis 27.04.2014)°

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

16.04.2014

TAGESVORSCHAU: Termine am 17. April 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Donnerstag,

den 17. April:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: Actelion Q1-Zahlen

07:00 CH: BB Biotech Q1-Zahlen

07:00 NL: AkzoNobel Q1-Zahlen

07:00 D: SAP Q1-Zahlen (Call 14.00 h)

08:00 EU: Acea Kfz-Neuzulassungen 03/14

08:00 D: Statistisches Bundesamt Erzeugerpreise 03/14

08:00 GB: Diageo Q3 Interim Statement

08:00 GB: Ferrexpo plc Q1 Interim Statement

09:30 NL: Arbeitslosenzahlen 03/14

10:00 EU: EZB Leistungsbilanz 02/14

10:00 D: Mahle Bilanz-Pk, Stuttgart

10:30 D: Beiersdorf Hauptversammlung, Hamburg

10:50 F: Anleihen

Laufzeit: 2016 und 2019

Volumen: gesamt 8 Mrd EUR

11:50 F: Anleihen

Laufzeit: 2018, 2023, 2024

Volumen: gesmat 1,5 Mrd EUR

12:00 USA: Mattel Q1-Zahlen

12:00 USA: DuPont Q1-Zahlen

12:30 USA: General Electric Q1-Zahlen

12:45 USA: Morgan Stanley Q1-Zahlen

13:00 USA: PepsiCo Q1-Zahlen

13:30 USA: Goldman Sachs Q1-Zahlen

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Philly Fed Index 04/14

18:00 F: Accor Q1 Umsatz

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: Sodexo Halbjahreszahlen

F: Remy Cointreau Q4 Umsatz

USA: AMD Q1-Zahlen

USA: Baxter Q1-Zahlen

USA: Honeywell Q1-Zahlen

USA: Philip Morris Q1-Zahlen

USA: Schlumberger Q1-Zahlen

USA: UnitedHealth Q1-Zahlen

USA: Union Pacific Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

11:00 D: Offshore-Windkraft-Joint-Venture DONG Energy, Eon und Strabag OW EVS

stellt geplante Umweltanalyse vor, Hamburg

12:00 F: EU-Parlament stimmt über Entschließung zur Entwicklung der

Ukraine-Krise ab, Straßburg

USA: New York International Auto Show (bis 27.04.2014)°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

16.04.2014

ROUNDUP: Abzocke unter Neuland-Siegel - Staatsanwaltschaft ermittelt

OLDENBURG (dpa-AFX) - Nach Vorwürfen einer unberechtigten Verwendung des Neuland-Gütesiegels ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg. "Wir haben ein Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer einer Geflügel GmbH in Wietzen (Niedersachsen) eingeleitet", sagte Staatsanwältin Carolin Castagna am Mittwoch. Aufgrund der Berichterstattung in den Medien werde von Amtswegen ermittelt.

Die Behörde ist bundesweit für Fälle von Lebensmittelkriminalität zuständig. Der Betrieb soll Geflügel aus konventioneller Tierhaltung unter dem Gütesiegel des Vereins Neuland verkauft haben. Neuland verspricht eine besonders artgerechte Tierhaltung.

"Zeit online" hatte am Dienstag über Unregelmäßigkeiten. Ein Landwirt soll gegenüber der Wochenzeitung eingeräumt haben, jahrelang konventionell gehaltene Mastvögel eingekauft, geschlachtet und als Neuland-Geflügel verkauft zu haben. Der Lieferant habe damit Hunderttausende von Euro verdient, hieß es in dem Bericht.

Neuland hatte in einer ersten Stellungnahme mitgeteilt, es handele sich um einen Einzelfall, bei dem möglicherweise "kriminelle Energie und Raffgier" eine Rolle gespielt hätten. "Wir haben seit vielen Jahren mit dem Landwirt vertrauensvoll zusammen gearbeitet und erst 2013 Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bekommen."

Es sei zu einem Zerwürfnis mit dem Lieferanten gekommen, weil er die Umstellung auf "nur noch langsam wachsende Rassen" nicht habe mitgehen wollen, so das Unternehmen weiter. Im Dezember vergangenen Jahres habe der Landwirt den Vertrag mit Neuland gekündigt. Eine geplante Kontrolle im Betrieb habe deshalb nicht mehr erfolgen können. Nach Angaben der "Zeit" soll es der wichtigste Neuland-Geflügellieferant gewesen sein.

Ein Sprecher von Neuland war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu den jüngsten Entwicklungen zu erreichen./ja/DP/stw

16.04.2014

ADAC: Sprit vor Ostern teurer - keine übertriebenen Sprünge

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Kurz vor Ostern haben die Spritpreise an den Tankstellen nach Erhebungen des ADAC etwas angezogen. Ein übertriebener Preissprung vor den Feiertagen sei aber nicht festzustellen, teilte der Automobilclub am Mittwoch in München mit. Als Grund sieht der ADAC den gestiegenen Ölpreis. Für einen Liter Super E10 müssten Autofahrer derzeit im bundesweiten Durchschnitt 1,529 Euro zahlen und damit 1,6 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich den Angaben zufolge binnen Wochenfrist um 0,7 Cent auf durchschnittlich 1,374 Euro je Liter. Damit sei die Differenz zwischen Benzin und Diesel weiter gewachsen.

Um Spritkosten zu sparen, rät der ADAC den Autofahrern, die Kraftstoffpreise auch bei Urlaubsfahrten ins Ausland regelmäßig zu vergleichen. Nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch zwischen den Nachbarländern gebe es oft gravierende Preisunterschiede. Preissprünge an den Zapfsäulen vor Feiertagen und Ferienzeiten gelten regelmäßig als Ärgernis bei den Autofahrern./csc/DP/he

16.04.2014

ROUNDUP 2: Strenesse stellt nach jahrelangen Verlusten Insolvenzantrag

(neu: Details zu Geschäftszahlen, weitere Zitate)

NÖRDLINGEN (dpa-AFX) - Der angeschlagene Modehersteller Strenesse hat nach jahrelangen hohen Verlusten einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Grund für diesen Schritt seien drückende Altlasten, die die Sanierung des Unternehmens behinderten, teilte Strenesse am Mittwoch in Nördlingen mit. Der Sanierungsexperte Michael Pluta wurde in den Vorstand des Unternehmens berufen, um die Restrukturierung zu begleiten. Der Geschäftsbetrieb gehe uneingeschränkt weiter, erklärte Vorstandschef Luca Strehle. Das Nördlinger Amtsgericht bestätigte, dass das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet wurde.

Der renommierte Modehersteller befindet sich bereits seit langem in finanziellen Schwierigkeiten, schreibt seit Jahren tiefrote Zahlen bei schwindendem Umsatz und stand erst im Februar vor der Zahlungsunfähigkeit. Damals hatten die Inhaber einer Zwölf-Millionen-Euro-Schuldverschreibung nach einer neunstündigen Marathonsitzung entschieden, dass Strenesse drei Jahre Luft bekommt und das Geld erst 2017 zurückzahlen muss.

In der Zwischenzeit sollte ein Sanierungsplan inklusive Personalabbau umgesetzt werden. Das Unternehmen zeigte sich daraufhin optimistisch, wieder die Gewinnzone erreichen zu können. Im Geschäftsjahr 2015/16 (31. Mai) werde wieder ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet, kündigte die Strenesse AG kurz nach der Gläubigerversammlung an.

Von der Insolvenz sind nun mehr als 350 Beschäftigte betroffen. Der Glanz früherer Zeiten, als Strenesse mit Kreationen auf Weltniveau "Made in Schwaben" auf sich aufmerksam machte, ist bei Strenesse schon lange verblasst. Zuletzt kämpften die Nördlinger fast nur noch mit Schlagzeilen zu ihrer Finanz-Schieflage.

Die Zahlen, die Unternehmenschef Strehle im Februar den Gläubigern präsentierte, waren dramatisch. Damals rechnete er im laufenden Geschäftsjahr mit einem Fehlbetrag von 8,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von nur noch 44,2 Millionen Euro. Gegenüber der Bilanz 2011/12 wäre der Erlös damit um ein Drittel eingebrochen, der Verlust hätte sich vervielfacht. Denn damals standen ein Umsatz von knapp 66 Millionen Euro und ein Jahresfehlbetrag von fast 1,1 Millionen Euro in den Büchern.

Dennoch billigten die Gläubiger die Pläne des Vorstands mit einer Mehrheit von rund 96 Prozent der Anwesenden. "Damit ist für das Unternehmen ein wichtiger Baustein der Finanzierung gesichert", sagte Strehle direkt anschließend. Zudem kündigte er an, dass sich der Modehersteller, der sich noch vollständig im Besitz der Gründerfamilie Strehle befindet, nach einem Investor umschauen werde.

Der Sanierungsplan werde trotz des Insolvenzantrags in den nächsten Monaten konsequent umgesetzt, betonte Luca Strehle am Mittwoch. "Wir wollen den begonnenen Weg der Restrukturierung weiter fortsetzen und das Unternehmen künftig so aufstellen, dass wir Wachstumschancen nutzen und dabei sehr kostendiszipliniert arbeiten."/uvo/DP/he

16.04.2014

KORREKTUR: VW-Chef Winterkorn will im Herbst neue Stufe für Konzernziele zünden

(Korrigiert wird im 3. Absatz, 2. Satz der Name des derzeit weltweit größten Autobauers. Dies ist Toyota rpt Toyota.)

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Volkswagen -Chef Martin Winterkorn will seine Mannschaft im Herbst auf neue strategische Ziele einschwören. Dabei soll es über Absatz und Rendite hinaus auch besonders um qualitative Pläne gehen, die weniger in Zahlen messbar sind. "Jetzt geht es um die nächste Stufe", sagte Winterkorn dem am Donnerstag erscheinenden "Manager-Magazin", wie das Blatt vorab online berichtete.

Als Beispiel nannte der Lenker des weltweit zweitgrößten Autobauers die Wünsche älterer Menschen, die Entwicklung des chinesischen Marktes und die Digitalisierung der Branche. Bisher hat der Konzern vier Ziele für das Jahr 2018 festgeschrieben. Zwei davon drehen sich um Rendite und Absatz, die übrigen zwei um die Attraktivität des Konzerns als Arbeitgeber sowie um Kundenzufriedenheit und Qualität.

Ein Großteil dieser 2018-Ziele sei bereits erreicht oder zumindest "haben wir alle Weichen gestellt", sagte Winterkorn. Spätestens 2018 will VW weltgrößter Autobauer sein, bisher führt Toyota . Winterkorn will seine Agenda auf der nächsten großen Führungskräftekonferenz Ende des Jahres in Dresden vorstellen.

Winterkorn nannte in dem Interview auch den weiteren Wettlauf um spritsparende Antriebe als wichtiges Vorhaben. Er kündigte an, dass VW in Bratislava eine neue Fabrik bauen werde, in der Karosserien komplett aus dem Leichtmetall Aluminium gefertigt werden könnten. Dabei ist die VW-Premiummarke Audi ein Vorreiter. Zudem hält VW zehn Prozent an SGL, einem Karbonspezialisten aus Wiesbaden./loh/DP/he

16.04.2014

ROUNDUP/Debatte um Agrarspekulationen: Deutsche Bank hört Kritiker an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei ihren umstrittenen Lebensmittelgeschäften ist die Deutsche Bank einen ersten Schritt auf ihre Kritiker zugegangen. Hinter verschlossen Türen traf sich Co-Chef Jürgen Fitschen am Mittwoch in Frankfurt mit rund drei Dutzend Experten, darunter Kritiker von Foodwatch und der Welthungerhilfe sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr, appellierten mehrere Anwesende eindringlich an Fitschen, sich aus dem Geschäftsfeld zurückzuziehen. Sie hätten dem Co-Chef in "deutlichen Worten" ihre Positionen vorgetragen, hieß es. Weil Vertraulichkeit vereinbart worden war, wurden zunächst keine genauen Inhalte bekannt.

Mit Lebensmittel-Spekulationen sind in erster Linie Finanzprodukte von Banken gemeint, mit denen Anleger Wetten auf die Preisentwicklung bei Getreide wie Mais oder Weizen abschließen können. Ursprünglich dienten solche Warentermingeschäfte der Absicherung von Bauern gegen wetterbedingt schlechte Ernten. Kritiker halten den Finanzinstituten aber vor, dass es sich inzwischen vor allem um spekulative Geschäfte handele, die den Preis für Nahrungsmittel auf Kosten von armen und hungernden Menschen in Entwicklungsländern in die Höhe trieben. Befürworter betonen die Bedeutung der Geschäfte zur Preissicherung.

Im Gegensatz zu Instituten wie der Commerzbank , der Dekabank und der DZ Bank lehnte es die Deutsche Bank bislang ab, auf die umstrittenen Geschäfte zu verzichten. Fitschen hatte argumentiert, der Hunger könne nur abgestellt werden, wenn es gelinge, Kapital auf intelligente Weise in diese Bereiche zu lenken./ben/DP/he

16.04.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax erholt sich wieder dank guter Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank überwiegend guter Konjunkturdaten hat der Dax am Mittwoch wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Der deutsche Leitindex schüttelte die Sorgen um die Ukraine erst einmal ab und schloss 1,57 Prozent höher bei 9317,82 Punkten. Am Vortag hatte er wegen der Zuspitzung der Krise in dem osteuropäischen Land noch 1,77 Prozent eingebüßt. Für den MDax ging es am Mittwoch um 1,97 Prozent auf 15 970,99 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 2,65 Prozent auf 1187,51 Punkte./gl/he

16.04.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Fester - Gute Wirtschafts- und Unternehmenszahlen

NEW YORK (dpa-AFX) - Positive US-Konjunkturdaten sowie starke Quartalszahlen von Yahoo haben die US-Börsen am Mittwoch gestützt. Die Wirtschafts- und die Unternehmensdaten signalisierten, dass die USA im zweiten Quartal einen Wachstumssprung zum ersten Jahresviertel verzeichnen dürften, sagte ein Fondsmanager. Der Dow Jones Industrial gewann zuletzt 0,43 Prozent auf 16 333,21 Punkte. Der S&P 500 kletterte um 0,36 Prozent auf 1849,56 Punkte. Der Technologieindex Nasdaq 100 stieg um 0,24 Prozent auf 3496,36.

Die US-Industrieproduktion hatte im März stärker als erwartet zugelegt. Im Vergleich zum Vormonat war sie um 0,7 Prozent nach oben geklettert, während Experten lediglich ein Plus von 0,5 Prozent erwartet hatten. Etwas enttäuscht hatte allerdings der US-Wohnungsbau im März. Die Zahl der Baubeginne war zwar zum Vormonat um 2,8 Prozent auf annualisiert 946 000 gestiegen, Volkswirte hatten allerdings mit 970 000 Baubeginnen gerechnet. Am Abend wird noch die US-Notenbank ihren Konjunkturbericht vorlegen.

Indes schwelt die Ukraine-Krise weiter. Vor dem für Donnerstag geplanten Treffen von Vertretern der EU, der USA, der Ukraine und Russlands in Genf läuft der Einsatz ukrainischer Truppen gegen moskautreue Separatisten im Osten des Landes weiter. Trotz der Ukraine-Krise und der Entwicklung in China sei er zuversichtlich, sagte ein Geldmanager. Die Berichtssaison werde besser ausfallen als von vielen Anleger erwartet. Zudem erhole sich die Wirtschaft in der Eurozone.

Unter den Einzelwerten standen Yahoo-Aktien mit einem Plus von knapp sechs Prozent im Mittelpunkt des Interesses. Chinas größte Onlinehandelsplattform Alibaba, an der die Amerikaner mit 24 Prozent beteiligt sind, hatte den fünften Quartalsgewinn in Folge ausgewiesen und dem INternetpionier damit den Jahresstart versüßt. Zudem hatten die Analysten von Bernstein und UBS das Kursziel für Yahoo-Aktien angehoben. Nach Börsenschluss wird der Konkurrent Google ebenfalls Quartalszahlen veröffentlichen. Die Erwartungen an Google seien hoch, schrieb Jasper Lawler von CMC Markets. Sollten sie enttäuscht werden, würde dies den bereits geschwächten Techniksektor weiter unter Druck setzen.

Bank of America sackten hingegen um 2,78 Prozent ab. Das zweitgrößte US-Geldhaus hatte im ersten Quartal Verluste gemacht. Hypotheken-Streitigkeiten hatten dabei mit 6 Milliarden Dollar zu Buche geschlagen. Johnson Controls legten um 0,83 Prozent, nachdem der größte US-Autozulieferer die Übernahme der kanadischen Air Distribution Technologies für 1,6 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte./edh/he

16.04.2014

Aktien New York: Fester - Gute Wirtschaftsdaten und Zahlen von Intel und Yahoo

NEW YORK (dpa-AFX) - Positive US-Konjunkturdaten sowie starke Quartalszahlen von Intel und Yahoo haben die US-Börsen am Mittwoch gestützt. Die Wirtschafts- und die Unternehmensdaten signalisierten, dass die USA im zweiten Quartal einen Wachstumssprung zum ersten Jahresviertel verzeichnen dürften, sagte ein Fondsmanager. Der Dow Jones Industrial gewann im frühen Handel 0,43 Prozent auf 16 331,79 Punkte. Der S&P 500 kletterte um 0,33 Prozent auf 1849,03 Punkte. Der Technologieindex Nasdaq 100 stieg um 0,18 Prozent auf 3494,13.

Die US-Industrieproduktion hatte im März stärker als erwartet zugelegt. Im Vergleich zum Vormonat war sie um 0,7 Prozent nach oben geklettert, während Experten lediglich ein Plus von 0,5 Prozent erwartet hatten. Etwas enttäuscht hatte allerdings der US-Wohnungsbau im März. Die Zahl der Baubeginne war zwar zum Vormonat um 2,8 Prozent auf annualisiert 946 000 gestiegen, Volkswirte hatten allerdings mit 970 000 Baubeginnen gerechnet. Am Abend wird noch die US-Notenbank ihren Konjunkturbericht vorlegen./edh/he

16.04.2014

Aktien New York Ausblick: Freundlich erwartet - Zahlen von Intel/Yahoo stützen

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach starken Quartalszahlen der Technikwerte Intel und Yahoo dürfte sich die Erholung der US-Börsen am Mittwoch fortsetzen. Der Future auf den Dow Jones Industrial deutete rund eine halbe Stunde vor Börsenstart für den Leitindex ein Plus von 0,39 Prozent an. Der Kontrakt auf den Nasdaq 100 lässt für den Technologiewerteindex einen Anstieg um 0,40 Prozent erwarten. Nun steht der Internetkonzern Google im Fokus, der nach Börsenschluss ebenfalls Quartalszahlen bekannt geben wird. Die Erwartungen seien hoch, schreibt Jasper Lawler von CMC Markets. Sollten sie enttäuscht werden, würde dies den bereits geschwächten Techniksektor weiter unter Druck setzen.

Ein wichtiges Konjunktursignal kam in der Nacht aus China. Dort fiel das Wirtschaftswachstum nicht so gering aus wie befürchtet. Anleger seien nach diesen Daten zuversichtlicher eingestellt, sagte ein Marktanalyst. Die gute Nachricht sei, dass es keine wirklich schlechten Nachrichten gebe. Für den Nachmittag werden US-Daten zur Industrieproduktion erwartet. Zudem wird die US-Notenbank am Abend ihren Konjunkturbericht vorlegen.

Indes schwelt die Ukraine-Krise weiter. Vor dem für Donnerstag geplanten Treffen von Vertretern der EU, der USA, der Ukraine und Russlands in Genf läuft der Einsatz ukrainischer Truppen gegen moskautreue Separatisten im Osten des Landes weiter. Trotz der Ukraine-Krise und der Entwicklung in China sei er zuversichtlich, sagte ein Geldmanager. Die Berichtssaison werde besser ausfallen als von vielen Anleger erwartet. Zudem erhole sich die Wirtschaft in der Eurozone.

Im Nachhall der starken Quartalszahlen waren vorbörslich Aktien des Chipherstellers Intel und der Internetfirma Yahoo gefragt. Intel gewannen 0,11 Prozent, Yahoo 7,83 Prozent. Yahoo kam außerdem zugute, dass Chinas größte Onlinehandelsplattform Alibaba, an der die Amerikaner beteiligt sind, den fünften Quartalsgewinn in Folge ausgewiesen hatte. Zudem hatten die Analysten von Bernstein und UBS das Kursziel für die Yahoo-Aktie auf 47 Dollar angehoben.

Abgestoßen wurden im vorbörslichen Handel hingegen Papiere der zweitgrößten US-Bank BoA. Sie hatte im ersten Quartal Verluste gemacht. Hypotheken-Streitigkeiten schlugen mit 6,0 Milliarden Dollar im Quartal zu Buche. Deshalb verlor die Aktie zunächst 0,98 Prozent./fn/edh

16.04.2014

Aktien Frankfurt: Dax erholt sich wieder - Chinas Wachstum und Intel überzeugen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch die Sorgen um die Ukraine erst einmal abgeschüttelt und sich etwas erholt. Die jüngsten Wachstumsdaten aus China hätten überzeugt, schrieb Investmentanalyst Ralph Herre von der Landesbank Baden-Württemberg. Zudem stützten Börsianern zufolge positive Quartalszahlen des US-Chipherstellers Intel. Am frühen Nachmittag stieg der Dax um 1,13 Prozent auf 9277,58 Punkte. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer wegen der Zuspitzung der Ukraine-Krise noch 1,77 Prozent eingebüßt.

Für den MDax ging es am Mittwoch um 1,60 Prozent auf 15 911,90 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 2,21 Prozent auf 1182,41 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zog um 1,18 Prozent auf 3127,90 Punkte an.

CHINAS WACHSTUM ÜBERTRIFFT DIE ERWARTUNGEN

Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal dieses Jahres zwar nur um 7,4 Prozent gewachsen. Dies ist das langsamste Wachstum seit 18 Monaten und liegt unter dem selbst gesteckten Ziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr. Die Erwartungen von Analysten waren mit 7,3 Prozent allerdings noch schlechter, so dass die Reaktionen der Anleger positiv ausfielen.

Allerdings bleibe die Krise in der Ukraine weiterhin das alles beherrschende Thema, meinte Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Broker GKFX. Der "Anti-Terror-Einsatz" der ukrainischen Regierung gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes ist massiv ins Stocken geraten. In den Städten Kramatorsk und Slawjansk liefen Regierungseinheiten mit bis zu zehn gepanzerten Fahrzeugen zu den Aktivisten über. Darüber hinaus warteten die Anleger auf den Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed). Dieser wird nach Börsenschluss in Deutschland veröffentlicht und könnte weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed liefern.

GEA SCHNELLEN IN DIE HÖHE

Unter den Favoriten im MDax sorgten die Aktien der Gea Group mit plus 5,64 Prozent für Aufsehen. Der Maschinenbau-Konzern tritt beim Geschäft mit Wärmetauschern den Rückzug an. Der Geschäftsbereich wird an von der Private-Equity-Firma Triton beratene Fonds abgegeben. Die Sparte wird mit rund 1,3 Milliarden Euro bewertet, was von Händlern positiv gesehen wurde.

Erfreuliche Nachrichten kamen auch aus dem Automobilsektor , der europaweit die größten Gewinne verzeichnete. So hatte Daimlers US-Vertriebschef Steve Cannon laut der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass sich in den USA die starke Nachfrage nach Autos der Marke Mercedes aus dem März im April fortgesetzt habe. Die Aktien zogen im Dax um mehr als ein Prozent an. Die Titel des Zulieferers Continental verteuerten sich an der Indexspitze um 2,70 Prozent auf 165,45 Euro.

INFINEON PROFITIEREN VON INTEL

Intel hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss mit seinem Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen. Dies trieb auch Technologiewerte hierzulande an. So stiegen die Titel des Halbleiterherstellers Infineon um knapp zwei Prozent.

Nach einem positiven Analystenkommentar schnellten die Aktien von Morphosys um rund zwölf Prozent in die Höhe: Damit waren sie Spitzenreiter im TecDax. Der jüngste Kursrückgang erscheine ungerechtfertigt und gehe vor allem auf die eingetrübte Stimmung im Sektor zurück, schrieb Analyst Gunnar Romer von der Deutschen Bank. Angesichts etlicher hoffnungsvoller Produkte sieht er jetzt bei dem Biotechnologie-Unternehmen einen ausgesprochen attraktiven Einstiegszeitpunkt. Romer erhöhte sein Kursziel von 64 auf 81 Euro./la/gl

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

16.04.2014

Aktien Frankfurt: Dax erholt sich wieder - Chinas Wachstum und Intel überzeugen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch die Sorgen um die Ukraine erst einmal abgeschüttelt und sich etwas erholt. Die jüngsten Wachstumsdaten aus China hätten überzeugt, schrieb Investmentanalyst Ralph Herre von der Landesbank Baden-Württemberg. Zudem stützen Börsianern zufolge positive Quartalszahlen des US-Chipherstellers Intel. Am Mittag stieg der Dax um 0,80 Prozent auf 9246,93 Punkte. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer noch wegen der Zuspitzung der Ukraine-Krise 1,77 Prozent eingebüßt.

Für den MDax ging es am Mittwoch um 1,20 Prozent auf 15 849,64 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 2,05 Prozent auf 1180,53 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zog um 0,97 Prozent auf 3121,39 Punkte an.

CHINAS WACHSTUM ÜBERTRIFFT DIE ERWARTUNGEN

Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal dieses Jahres zwar nur um 7,4 Prozent gewachsen. Dies ist das langsamste Wachstum seit 18 Monaten und liegt unter dem selbst gesteckten Ziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr. Die Erwartungen von Analysten waren mit 7,3 Prozent allerdings noch schlechter, so dass die Reaktionen der Anleger positiv ausfielen.

Allerdings bleibe die Krise in der Ukraine weiterhin das alles beherrschende Thema, meinte Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Broker GKFX. Im Osten des Landes sind Regierungseinheiten Medien zufolge mit mindestens zehn gepanzerten Fahrzeugen zu den prorussischen Separatisten übergelaufen. Russland warnt davor, dass die Ukraine im Bürgerkrieg versinken könnte. Darüber hinaus warteten die Anleger auf den Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed). Dieser wird nach Börsenschluss in Deutschland veröffentlicht und könnte weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed liefern.

GEA SCHNELLEN AN DIE MDAX-SPITZE

An der MDx-Spitze sorgten die Aktien der Gea Group mit plus 5,59 Prozent für Aufsehen. Der Maschinenbau-Konzern tritt beim Geschäft mit Wärmetauschern den Rückzug an. Der Geschäftsbereich "Heat Exchangers" wird an von der Private-Equity-Firma Triton beratene Fonds abgegeben. Die Sparte wird mit rund 1,3 Milliarden Euro bewertet, was von Händlern positiv gesehen wurde.

Erfreuliche Nachrichten kamen auch aus dem Automobilsektor , der europaweit die größten Gewinne verzeichnete. So hatte Daimlers US-Vertriebschef Steve Cannon laut der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass sich in den USA die starke Nachfrage nach Autos der Marke Mercedes aus dem März im April fortgesetzt habe. Die Aktien zogen als einer der Favoriten im Dax um mehr als ein Prozent an. Die Titel des Zulieferers Continental verteuerten sich um 2,58 Prozent auf 165,25 Euro.

INFINEON PROFITIEREN VON INTEL

Intel hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss mit seinem Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen. Dies trieb auch Technologiewerte hierzulande an. So stiegen die Titel des Halbleiterherstellers Infineon und die Papiere des Wettbewerbers Dialog Semiconductor um jeweils rund zwei Prozent.

Nach einem positiven Analystenkommentar schnellten die Aktien von Morphosys um mehr als elf Prozent in die Höhe. Damit waren sie Spitzenreiter im TecDax. Der jüngste Kursrückgang erscheine ungerechtfertigt und gehe vor allem auf die eingetrübte Stimmung im Sektor zurück, schrieb Analyst Gunnar Romer von der Deutschen Bank. Angesichts etlicher hoffnungsvoller Produkte sieht er jetzt bei dem Biotechnologie-Unternehmen einen ausgesprochen attraktiven Einstiegszeitpunkt. Romer erhöhte sein Kursziel von 64 auf 81 Euro./la/rum

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

16.04.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Erholung - Chinas Wachstum überzeugt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich zur Wochenmitte etwas von seinem erneuten Rücksetzer am Dienstag erholt. Die jüngsten Wachstumsdaten aus China hätten überzeugt, schrieb Investmentanalyst Ralph Herre von der Landesbank Baden-Württemberg. Zudem stützen Börsianern zufolge positive Quartalszahlen des US-Chipherstellers Intel. Im frühen Handel stieg der Dax um 0,67 Prozent auf 9235,25 Punkte. Am Vortag hatte das Börsenbarometer noch wegen der Zuspitzung der Ukraine-Krise 1,77 Prozent eingebüßt.

Für den MDax ging es am Mittwoch um 1,01 Prozent auf 15 819,60 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 1,20 Prozent auf 1170,76 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zog um 0,82 Prozent auf 3116,77 Punkte an.

CHINAS WACHSTUM ÜBERTRIFFT DIE ERWARTUNGEN

Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal dieses Jahres zwar nur noch um 7,4 Prozent gewachsen. Dies ist das langsamste Wachstum seit 18 Monaten und liegt unter dem selbst gesteckten Ziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr. Die Erwartungen von Analysten waren mit 7,3 Prozent allerdings noch schlechter, so dass die Reaktionen an den Aktienmärkten in Asien und hierzulande positiv ausfielen.

Die Anleger behielten gleichwohl die Krise in der Ukraine genau im Auge und das könne immer wieder zu größeren Kursschwankungen führen, sagte ein Börsianer. Die scharfe Eskalation des Konflikts habe die Ukraine an den Rand eines Bürgerkrieges gebracht, sagte Präsident Wladimir Putin nach Angaben der Regierung in Moskau in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Moskau warnte vor einem Scheitern der für Donnerstag geplanten Krisengespräche in Genf. Darüber hinaus warteten die Anleger auf den Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed). Dieser wird nach Börsenschluss in Deutschland veröffentlicht und könnte weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed liefern.

GEA SCHNELLEN AN DIE MDAX-SPITZE

Auf Unternehmensseite stachen die Aktien der Gea Group mit plus 6,21 Prozent positiv hervor. Damit waren sie der klare Favorit im MDax. Der Maschinenbau-Konzern tritt beim Geschäft mit Wärmetauschern den Rückzug an. Der Geschäftsbereich "Heat Exchangers" wird an von der Private-Equity-Firma Triton beratene Fonds abgegeben. Die Sparte wird mit rund 1,3 Milliarden Euro bewertet, was von Händlern positiv gesehen wurde.

Erfreuliche Nachrichten kamen auch aus dem Automobilsektor , der europaweit die größten Gewinne verzeichnete. So hatte Daimlers US-Vertriebschef Steve Cannon laut der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass sich in den USA die starke Nachfrage nach Autos der Marke Mercedes aus dem März im April fortgesetzt habe. Die Aktien zogen als einer der Favoriten im Dax um rund ein Prozent an. Die Aktien des Zulieferers Continental verteuerten sich um rund zwei Prozent.

INFINEON PROFITIEREN VON INTEL

Intel hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss mit seinem Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen. Dies trieb auch Technologiewerte hierzulande an. So stiegen die Titel des Halbleiterherstellers Infineon und die Papiere des Wettbewerbers Dialog Semiconductor um jeweils mehr als ein Prozent./la/rum

16.04.2014

Aktien Frankfurt Eröffnung: Erholung - Chinas Wachstum und Intel überzeugen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich zur Wochenmitte etwas von seinem erneuten Rücksetzer am Dienstag erholt. Die jüngsten Wachstumsdaten aus China hätten überzeugt, schrieb Investmentanalyst Ralph Herre von der Landesbank Baden-Württemberg. Zudem stützen Börsianern zufolge positive Quartalszahlen des US-Chipherstellers Intel. In den ersten Handelsminuten stieg der Dax um 0,97 Prozent auf 9262,91 Punkte. Am Vortag hatte das Börsenbarometer noch wegen der Zuspitzung der Ukraine-Krise 1,77 Prozent eingebüßt.

Für den MDax ging es im frühen Handel um 1,22 Prozent auf 15 853,08 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 1,23 Prozent auf 1171,13 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zog um 1,04 Prozent auf 3123,77 Punkte an./la/rum

16.04.2014

Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung - Positive Vorgaben aus Übersee

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte sich nach seinem erneuten Rücksetzer am Dienstag zur Wochenmitte zunächst etwas erholen. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn eine um 1,07 Prozent höhere Eröffnung bei 9272 Punkten. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer noch 1,77 Prozent eingebüßt. Der Terminkontrakt auf den EuroStoxx 50 deutete am Morgen für den Leitindex der Eurozone ein Plus von 1,25 Prozent an.

Die Vorgaben sind positiv: Der Future auf den Dow Jones Industrial stieg seit dem Xetra-Schluss am Dienstag um rund ein Prozent und an den asiatischen Börsen ging es teils deutlich nach oben. In China hatte sich das Wachstum im ersten Quartal zwar abgeschwächt. Gleichzeitig war es das schwächste Wachstum seit sechs Quartalen. Dennoch habe sich Chinas Konjunktur trotz allen Unkenrufen erwartungsgemäß entwickelt, sagte Experte Dirk Gojny von der National-Bank.

INTEL ÜBERRASCHT POSITIV

Marktstratege Michael McCarthy vom Broker CMC begründeten die wieder bessere Stimmung an der Börse zudem mit einer Erholung der zuletzt stark unter Druck geratenen Technologiewerte. Hinzu kamen erfreuliche Quartalszahlen von Intel . Der Chiphersteller hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss mit seinem Gewinn je Aktie positiv überrascht.

Die Anleger behielten die Berichtssaison sowie die Krise in der Ukraine genau im Auge und das könne immer wieder zu größeren Kursschwankungen führen, sagte ein Börsianer. Im Ukraine-Konflikt warnte Russland nach dem Beginn der Offensive gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine vor einer gefährlichen Zuspitzung der Krise. Die scharfe Eskalation des Konflikts habe das Land an den Rand eines Bürgerkrieges gebracht, sagte Präsident Wladimir Putin nach Angaben der Regierung in Moskau in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Moskau warnte vor einem Scheitern der für Donnerstag geplanten Krisengespräche in Genf.

GEA SEHR FEST BEI L&S

Auf Unternehmensseite richtet sich der Fokus unter anderem auf die Gea Group . Der Maschinenbau-Konzern tritt beim Geschäft mit Wärmetauschern den Rückzug an. Der Geschäftsbereich "Heat Exchangers" wird an von der Private-Equity-Firma Triton beratene Fonds abgegeben. Der Bereich wird mit rund 1,3 Milliarden Euro bewertet, was von Händlern positiv gesehen wurde. Für die Gea-Titel ging es vorbörslich bei Lang & Schwarz (L&S) um mehr als drei Prozent nach oben.

Erfreuliche Nachrichten kamen auch aus dem Automobilsektor. So hatte Daimlers US-Vertriebschef Steve Cannon laut der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass sich in den USA die starke Nachfrage nach Autos der Marke Mercedes aus dem März im April fortgesetzt habe. Die Aktien legten bei L&S um rund ein Prozent zu./la/rum

15.04.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow auf Achterbahnfahrt wegen Ukraine

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Krise in der Ukraine hält auch die US-Börsen weiterhin im Würgegriff. Dies dokumentierte der turbulente Verlauf und festere Schluss des Dow Jones Industrial am Dienstag. Der Leitindex war nach einem freundlichen Auftakt ins Minus gerutscht und erholte sich im späten Handel. Am Ende gewann der Dow 0,55 Prozent auf 16 262,56 Punkte. Der S&P 500 stieg um 0,68 Prozent auf 1842,98 Punkte. Der Technologieindex Nasdaq 100 kletterte um 0,38 Prozent auf 3487,85 Punkte nach oben.

Händlern zufolge sorgten negative Konjunkturdaten sowie Berichte über Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Sondereinsatztruppen in der Ostukraine für Belastung. Zur Eröffnung hatte sich der Leitindex wegen Hoffnungen auf eine gute Berichtssaison der US-Unternehmen um rund ein halbes Prozent nach oben bewegt. Auslöser dafür waren positiv interpretierte Geschäftszahlen von Coca-Cola und Johnson & Johnson gewesen.

GROSSE UNSICHERHEIT IM MARKT

Anleger wägten derzeit permanent unternehmenstechnische, konjunkturelle und geopolitische Nachrichten gegeneinander ab. Die daraus resultierende große Unsicherheit im Markt sorge für eine hohe Volatilität und einen sich minütlich ändernden Wind am Markt, kommentierte ein Fondsmanager. Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX, sagte: "Kurzfristige Erholungen werden von den Investoren genutzt, um Aktien abzustoßen. Die weiterhin undurchsichtige Lage in der Ukraine wird als Anlass genommen, die Gewinne der vergangenen Monate und auch Jahre zu sichern."

Die am Dienstag veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten enttäuschten insgesamt. So hatte sich die Stimmung der Industrie im US-Bundesstaat New York im April überraschend eingetrübt. Der Empire-State-Index war von 5,61 Punkten im Vormonat auf 1,29 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit vergangenen November gefallen. Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg auf 8,00 Zähler gerechnet. Zudem hatte sich der US-Häusermarkt im April nicht von dem starken Einbruch im Winter erholt. Der NAHB-Hausmarktindex war weniger als erwartet gestiegen.

COCA-COLA NACH ZAHLEN AN DOW-SPITZE

Aus Unternehmenssicht konnten Coca-Cola und Johnson & Johnson mit ihren Quartalszahlen überzeugen. Trotz eines Umsatz- und Gewinnrückgangs erfüllte der Brausekonzern die Erwartungen der Analysten. Die Aktien legten letztlich um 3,74 Prozent zu und waren damit Spitzenreiter im Dow.

Nach einem überraschend starken Jahresstart schraubte der Konsumgüter- und Medizintechnikproduzent Johnson & Johnson seine Jahresziele hoch. Bei Umsatz und Gewinn in den ersten drei Monaten hatte der Konzern besser abgeschnitten als von Experten erwartet. Die Aktien gewannen auf dem zweiten Indexplatz 2,12 Prozent. Nach Börsenschluss veröffentlichte der Chiphersteller Intel seine Quartalszahlen, die leicht über den durchschnittlichen Analystenprognosen lagen. Die Papiere kletterten im nachbörslichen Geschäft um 2,12 Prozent./edh/he

16.04.2014

Frankreich friert Renten und Sozialleistungen ein

PARIS (dpa-AFX) - Frankreich will bis Ende kommenden Jahres Renten und Sozialleistungen einfrieren. Premierminister Manuel Valls nannte am Mittwoch in Paris erstmals Einzelheiten zu den bereits angekündigten Einsparungen in Höhe von 50 Milliarden Euro. Neben Renten sollen Zahlungen wie Wohngeld oder Familienleistungen vorerst nicht erhöht werden. Valls will dabei nur die Mindeststufen von Sozialleistungen ausnehmen. Bis Oktober 2015 sollen die Zahlungen von der Steigerung um die Inflationsrate abgekoppelt werden.

Von den geplanten Einsparungen in Höhe von 50 Milliarden bis 2017 soll die Zentralregierung etwa 18 Milliarden Euro stemmen, weitere elf Milliarden sollen nach den Plänen die Kommunen beisteuern. Etwa zehn Milliarden will Valls bei der Krankenversicherung einsparen und zusätzlich elf Milliarden bei anderen Sozialleistungen./gro/DP/jsl

16.04.2014

UKRAINE-KRISE/GESAMT-ROUNDUP: Lage in Ostukraine immer verworrener - Diplomatie

DONEZK/BERLIN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Vor dem Krisengipfel zum Ukraine-Konflikt in Genf wird die Lage in der Ostukraine immer unübersichtlicher. Der Militäreinsatz der Regierung in Kiew gegen prorussische Separatisten geriet am Mittwoch massiv ins Stocken. In den Städten Kramatorsk und Slawjansk liefen Regierungseinheiten mit gepanzerten Fahrzeugen zu moskautreuen Aktivisten über. Eigentlich waren die Einheiten zur Bekämpfung der Separatisten in den Osten des Landes beordert worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin nachdrücklich zur Mäßigung in der Krise auf. Russland sei "in der Hauptverantwortung (...), zu einer Deeskalation beizutragen", berichtete Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Mittwoch aus einem Telefonat Merkels mit Putin. Von dem Vierergipfel am Donnerstag in Genf (USA, Russland, Ukraine, EU) erwarte die Kanzlerin Impulse für eine Verhandlungslösung.

Die ukrainischen Überläufer in Kramatorsk und Slawjansk seien mit ihren gepanzerten Fahrzeugen in Kolonne durch die beiden Städte rund 80 Kilometer nördlich der Gebietshauptstadt Donezk gefahren, berichteten örtliche Medien. Das Verteidigungsministerium in Kiew wies die Berichte zurück. Es handele sich um Fälschungen. In anderen Städten der Region bildeten sich Bürgerwehren. Sie wollten die Sicherheitskräfte der prowestlichen Führung in Kiew unterstützen und sich gegen die Separatisten verteidigen.

Regierungschef Arseni Jazenjuk erhob erneut schwere Vorwürfe gegen Russland: "Außer Öl und Gas exportiert Russland auch Terror in die Ukraine." Er forderte die Führung in Moskau auf, das Vorgehen der Separatisten als "Terrorakte" abzulehnen. Russland müsse dies bei den Verhandlungen in Genf öffentlich einräumen und dann seine "Spionage- und Sabotagegruppen" zurückziehen.

Die Nato demonstriert derweil militärische Stärke gegenüber Russland. "Wir werden mehr Flugzeuge in der Luft haben, mehr Schiffe im Wasser und wir werden auf dem Land eine erhöhte Bereitschaft haben", sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach einem Treffen des Nato-Rats in Brüssel. Die beschlossenen Maßnahmen im östlichen Teil des Bündnisgebietes würden "unverzüglich" umgesetzt.

Der Nato-Oberkommandeur, US-General Philip Breedlove, ergänzte die Maßnahmen seien "rein defensiv" und "keine Bedrohung Russlands." Der Nato-Rat reagierte mit der stärkeren Präsenz auf Bitten der drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie Polens und Rumäniens.

Deutschland wird sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums zunächst mit einem Schiff und sechs Kampffliegern beteiligen. Der Tender "Elbe" mit rund 45 Soldaten Besatzung soll von Ende Mai bis Anfang August ein Minenräum-Manöver in der Ostsee leiten. Bis zu sechs Kampfflieger vom Typ "Eurofighter" sollen sich ab September für vier Monate an der Luftraumüberwachung über dem Baltikum beteiligen.

Moskau hat bisher alle Anschuldigungen einer Einmischung in die Unruhen im Nachbarland strikt zurückgewiesen. Kremlchef Putin beklagte, die Eskalation des Konflikts habe die Ukraine an den Rand eines Bürgerkrieges gebracht. Wichtig sei jetzt eine umfassende Verfassungsreform, sagte Außenminister Sergej Lawrow bei einem Besuch in Vietnam. Anders sei die schwere Staatskrise nicht zu lösen.

Ein Sprecher der prorussischen Separatisten in Slawjansk sagte der Agentur Interfax, etwa 300 ukrainische Soldaten hätten eingewilligt, ohne ihre Waffen von der Stadt abzuziehen. Bewohner berichteten der Nachrichtenagentur dpa, dass in der Bevölkerung Angst herrsche und sich kaum noch jemand auf die Straße traue.

Das örtliche Internetportal slavgorod.com.ua berichtete, die Besatzungen von sechs gepanzerten Fahrzeugen hätten in Slawjansk die Seiten gewechselt. Bewohner hätten die ukrainischen Soldaten in Sprechchören als "Prachtkerle" gefeiert. Lokale Aktivisten würden ihnen Essen kochen.

Der Fraktionschef der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Hannes Swoboda, äußerte Verständnis für das militärische Vorgehen der ukrainischen Übergangsregierung. Die Führung in Kiew müsse Rücksicht nehmen auf die Bevölkerung der russisch geprägten Ostukraine, sagte Swoboda dem rbb-Inforadio. "Aber man kann doch nicht zulassen, dass einige Heißsporne oder Separatisten - durch wen immer auch unterstützt - freie Hand haben bei der Besetzung von offiziellen Gebäuden und Umsturzversuchen. Das ist nicht tolerierbar."

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, warf der Nato Versagen in der Ukraine-Krise vor. Das Bündnis habe vor der Krim-Krise "überhaupt keinen Beitrag zur Deeskalation" geleistet, sagte der ehemalige Vorsitzende des Nato-Militärausschusses im Sender Bayern2 (radioWelt am Morgen). "Die Nato hätte von Anfang an mit Russland verhandeln müssen, denn sie hat eine strategische Partnerschaft mit Russland", sagte Kujat./bi/DP/stw

16.04.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 16.04.2014 - 17.00 Uhr

US-Wirtschaft nimmt nach hartem Winter Fahrt auf

WASHINGTON/FRANKFURT - Die US-Wirtschaft hat nach dem ungewöhnlich harten Winter wieder verstärkt Fahrt aufgenommen. Im März legte die Industrieproduktion überraschend kräftig zu. Die Unternehmen hätten ihre Produktion im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent gesteigert, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

Weniger Dampf: Chinas Wirtschaft wächst nur noch mit 7,4 Prozent

PEKING - Chinas Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres nur noch um 7,4 Prozent gewachsen. Dies ist das langsamste Wachstum seit 18 Monaten und liegt unter dem selbst gesteckten Ziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr. Die Erwartungen von Analysten waren mit 7,3 Prozent allerdings noch schlechter, so dass die Reaktionen eher positiv ausfielen. Das Statistikamt sprach am Mittwoch in Peking davon, dass sich die Wirtschaft "insgesamt stabil" entwickle. Auch Analysten sahen zumindest im März leichte Verbesserungen.

USA: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet

WASHINGTON - Die US-Industrieproduktion hat im März stärker als erwartet zugelegt. Im Vergleich zum Vormonat stieg sie um 0,7 Prozent, wie die US-Notenbank am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

USA: Wohnungsbau enttäuscht im März

WASHINGTON - Die Entwicklung des US-Wohnungsbaus hat im März enttäuscht. Die Zahl der Baubeginne sei zwar zum Vormonat um 2,8 Prozent auf annualisiert 946 000 gestiegen, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten allerdings mit einem Anstieg auf 970 000 Baubeginne gerechnet. Im Vormonat hatte die Baubeginne bei revidiert 920 000 (zunächst 907 000) gelegen.

Zahl der Steuer-Selbstanzeigen schnellt in die Höhe

BERLIN - Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerbetrügern ist im ersten Quartal 2014 in die Höhe geschnellt. Von Januar bis März zählten die Behörden bundesweit rund 13 500 Anzeigen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei den Finanzministerien der Länder ergab. Das waren etwa dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum, wobei nicht aus allen Bundesländern Vergleichszahlen vorlagen.

EU nimmt Auftraggeber im Baugewerbe in die Pflicht

STRASSBURG - Auftraggeber im Baugewerbe müssen bald europaweit mit Konsequenzen rechnen, falls windige Subunternehmer Arbeitnehmer um ihren Lohn prellen. Dies hat das Europaparlament am Mittwoch in Straßburg beschlossen. "Unsere bewährten deutschen Regeln können ohne Abstriche weitergeführt werden", erklärte der CDU-Europaabgeordnete Thomas Mann.

Juncker fordert Umbau der Brüsseler EU-Kommission

STRASSBURG - Der luxemburgische Europapolitiker Jean-Claude Juncker fordert einen Umbau der Brüsseler EU-Kommission. "Die Kommission muss politischer und effizienter werden", sagte Juncker der Nachrichtenagentur dpa in Straßburg. Nötig sei eine "effizientere interne Organisation" der Behörde. Der Spitzenkandidat der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) für das Amt des Kommissionspräsidenten fügte hinzu, er sehe in den kommenden fünf Jahren aber keine Chance, die Zahl der bisher 28 Kommissare zu verringern.

Zuspitzung des Ukraine-Konflikts alarmiert deutsche Wirtschaft

BERLIN - Die deutsche Wirtschaft sieht den Konflikt in der Ukraine mit wachsender Sorge. Manager und Ökonomen warnten am Mittwoch vor schärferen Sanktionen gegen Russland. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, mäßigend auf die angespannte Lage im Osten der Ukraine einzuwirken.

Juncker: Für Russland-Sanktionen muss auch Europa Preis zahlen

STRASSBURG - Früher dienstältester EU-Regierungschef und Euroretter, heute Spitzenkandidat der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) bei der Europawahl: Jean-Claude Juncker (59) strebt wieder auf das Brüsseler Parkett. In einem Interview der Nachrichtenagentur dpa spricht der frühere luxemburgische Premier über Russland, die neue EU-Kommission und Reformbedarf in der Union.

Ökonom Fratzscher warnt vor Folgen für Konjunktur wegen Ukraine-Krise

BERLIN - DIW-Chef Marcel Fratzscher hält Konjunkturrückschläge in Europa für möglich, sollten gegen Russland Wirtschaftssanktionen verhängt werden. "Ein größeres Risiko sind mögliche Verwerfungen in Finanzmärkten - vor allem durch Turbulenzen und Verluste für die noch immer angeschlagenen Banken in Europa", sagte Fratzscher am Mittwoch "Handelsblatt Online". Dies würde die schwache Konjunkturerholung in der Euro-Zone gefährden. Die Folgen von Wirtschaftssanktionen hingen unter anderem von deren Dauer und der Reaktion Russlands ab. Zeitlich beschränkte Maßnahmen würden "nur geringe Auswirkungen haben, da sie lediglich zu Verzögerungen von Handelsströmen und Transaktionen führen werden", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Eurozone: Überschuss in der Leistungsbilanz geht zurück

FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz des Euroraums ist im Februar nach dem Rekordwert vom Vormonat wieder gesunken. Der Saldo fiel saisonbereinigt von 25,4 Milliarden Euro im Januar auf 21,9 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Vor allem bei der Einkommensbilanz habe sich der Überschuss verringert.

Eurozone: Inflation sinkt auf 0,5 Prozent

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich die Teuerung im März wie erwartet abgeschwächt. Die Jahresinflationsrate sei von 0,7 Prozent im Vormonat auf 0,5 Prozent gesunken, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch nach einer zweiten Veröffentlichung mit. Eurostat bestätigte damit wie von Volkswirten erwartet eine erste Schätzung. Im Vergleich zum Vormonat seien die Preise im März um 0,9 Prozent gestiegen, hieß es weiter.

Großbritannien: Arbeitslosenquote fällt auf tiefsten Stand seit Anfang 2009

LONDON - In Großbritannien ist die Arbeitslosenquote stärker als erwartet gesunken. In den drei Monaten bis inklusive Februar sei die Quote im Vergleich zum Zeitraum November bis Januar von 7,2 Prozent auf 6,9 Prozent gefallen, teilte das nationale Statistikbüro ONS am Mittwoch mit. Dies ist die niedrigste Quote seit Februar 2009. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 7,1 Prozent erwartet./jsl

16.04.2014

ROUNDUP: US-Wirtschaft nimmt nach hartem Winter Fahrt auf

WASHINGTON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft hat nach dem ungewöhnlich harten Winter wieder verstärkt Fahrt aufgenommen. Im März legte die Industrieproduktion überraschend kräftig zu. Die Unternehmen hätten ihre Produktion im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent gesteigert, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

Im Februar war die Produktion laut Fed sogar um revidierte 1,2 Prozent (zunächst 0,6 Prozent) gestiegen. Volkswirte sprachen von einer kräftigen Erholung der US-Produktion, nachdem zum Jahresauftakt ein ungewöhnlich harter Winter für einen Rückschlag bei der Fertigung gesorgt hatte.

Einen deutlichen Schritt nach vorne gab es auch bei der Kapazitätsauslastung der Unternehmen. Hier meldete die Notenbank für März eine unerwartet hohe Auslastung von 79,2 Prozent nach 78,8 Prozent im Februar. Volkswirte hatten lediglich mit 78,7 Prozent gerechnet.

EXPERTE: PRODUKTIONSZAHLEN ÜBERZEUGEN

"Die Produktionszahlen überzeugen auf ganzer Linie und untermauern das Szenario einer wirtschaftlichen Belebung", kommentierte Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Gemeinsam mit der überraschend hohen März-Inflation von 1,5 Prozent in den USA ergebe sich "ein Bild, wonach die Erwartungen von Zinserhöhungen eher wieder vorgezogen werden könnten".

Zu den Baugenehmigungen und der Zahl der Baubeginne in den USA gab Experte Johannes Jander von der Helaba ebenfalls eine positive Einschätzung ab. Die Zahlen hätten die Markterwartungen zwar nicht ganz erfüllen können, schrieb Jander in einer Analyse. Allerdings hätten die Daten gezeigt, dass sich die Erholung des Immobiliensektors nach der wetterbedingten Verschnaufpause fortsetze.

DOLLAR LEGT NACH DATEN ZU

Die Zahl der Baubeginne stieg im März laut US-Handelsministerium im Vergleich zum Vormonat um 2,8 Prozent, daraus ergibt sich auf das Jahr hochgerechnet die Zahl von 946 000. Volkswirte hatten allerdings mit einem Anstieg auf 970 000 gerechnet. Im Vormonat lagen die Baubeginne bei revidiert 920 000 (zunächst 907 000). Schwächer entwickelte sich die Lage bei den Baugenehmigungen. Sie fielen im März um 2,4 Prozent auf 990 000.

Am Devisenmarkt reagierte der US-Dollar mit Kursgewinnen auf die Konjunkturdaten. Am Nachmittag rutschte der Kurs des Euro auf 1,3818 Dollar, nachdem er zuvor bei 1,3840 Dollar gestanden hatte. Am Frankfurter Aktienmarkt stieg der Deutsche Aktienindex Dax auf ein Tageshoch bei 9298,23 Punkten./jkr/jsl/stw

16.04.2014

UKRAINE-KRISE/ROUNDUP: Deutsches Schiff und Kampfflieger für Nato-Verstärkung

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland wird sich zunächst mit einem Schiff und sechs Kampffliegern an der Verstärkung der Nato-Präsenz in den östlichen Bündnisstaaten beteiligen. Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. Der Tender "Elbe" mit rund 45 Soldaten Besatzung soll von Ende Mai bis Anfang ein Minenräum-Manöver in der Ostsee leiten. Bis zu sechs Kampfflieger vom Typ "Eurofighter" sollen sich ab September für vier Monate an der Luftraumüberwachung über dem Baltikum beteiligen.

Ob Deutschland darüber hinaus zur stärkeren Nato-Präsenz im Osten als Reaktion auf die Ukraine-Krise beitragen wird, blieb zunächst unklar.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte am Mittwoch nach einer Sitzung des Nato-Rates in Brüssel eine Verstärkung der militärischen Präsenz angekündigt, ohne Details zu nennen. Die beiden deutschen Angebote hatte die Nato bereits in den vergangenen Tagen angenommen.

Die Luftraumüberwachung über dem Baltikum ist von bisher vier auf zehn Flieger aufgestockt worden. Im September soll die deutsche Luftwaffe die Aufgabe zusammen mit Portugal übernehmen. Das Manöver in der Ostsee war bereits seit längerem geplant, bekommt aber durch die Ukraine-Krise eine besondere Bedeutung. An der Übung unter deutscher Führung sollen insgesamt fünf bis sechs Schiffe teilnehmen.

Zur Frage nach möglichen weiteren deutschen Beiträgen zur Verstärkung der Bündnis-Präsenz im Osten sagte der Ministeriumssprecher, es sei nun zunächst Aufgabe der Nato, die Planungen durchzuführen. Anschließend werde es bei Bedarf Anfragen an die Mitgliedstaaten geben./mfi/DP/stw

16.04.2014

ROUNDUP: Finanzrichter prüfen 'Cum-Ex'-Aktiendeals hinter verschlossenen Türen

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Waren dubiose "Cum-Ex"-Aktiengeschäfte eine illegale Steuergestaltung oder nicht? Der Bundesfinanzhof wird seine Entscheidung darüber wie erwartet hinter verschlossenen Türen fällen. Nachdem der Anwalt einer Verfahrensbeteiligten, nämlich der Hamburger DWH Beteiligungsgesellschaft, am Mittwoch einen entsprechenden Antrag bekräftigte, schloss der Vorsitzende Richter die Öffentlichkeit wegen des Steuergeheimnisses von der mündlichen Verhandlung aus. Angesichts des großen öffentlichen Interesses äußerte er sein Bedauern und ließ dabei auch Zweifel am Automatismus dieser Regelung durchblicken, über die man "mal nachdenken" könne.

In dem Verfahren geht es um dubiose Aktiengeschäfte, die viele Banken, aber auch Fonds und Händler betrieben haben sollen. Weil dabei einmal gezahlte Kapitalertragssteuer mehrfach erstattet wurde, soll der deutsche Fiskus mit diesen schnellen Aktienkäufen und -verkäufen rund um den Dividendenstichtag um Milliarden gebracht worden sein. Möglich waren solche Geschäfte wegen bestimmter Börseneigenheiten, aber auch steuerrechtlicher Besonderheiten. Geschlossen wurde das Schlupfloch erst 2012 durch eine Neuregelung der Nachweispflichten.

Die BFH-Richter haben wie immer einen konkreten Einzelfall auf dem Tisch, der jedoch Signalwirkung für die gesamte komplexe Thematik haben könnte. Deshalb hatte sich auch das Bundesfinanzministerium in das Verfahren eingeschaltet. Gegner der DWH Beteiligungsgesellschaft ist das Finanzamt Hamburg Altona. Vor Verhandlungsbeginn hatten sich die Beteiligten zu dem Verfahren nicht äußern wollen.

Bis eine Entscheidung öffentlich wird, dürfte es nun noch etwas dauern. Üblicherweise fällen die Richter ihr Urteil nach einer mündlichen Verhandlung mit Rechtsgespräch, über die die streitenden Parteien dann innerhalb von 14 Tagen zu unterrichten sind. Anschließend darf der BFH auch die Öffentlichkeit informieren. Schriftlich liegt das Urteil nach etwa zwei bis drei Monaten vor.

Bundesweit soll es mehr als 50 solcher Verfahren geben, wie die "Süddeutsche Zeitung" kürzlich unter Berufung auf die Länder berichtete. Bekannt ist, dass unter anderem auch die Hypovereinsbank (HVB)betroffen ist.

Die HVB hatte bereits im Geschäftsjahr 2012 Rückstellungen für Risiken aus möglichen "Cum-Ex"-Geschäften gebildet. "Um ein weiteres Auflaufen von möglichen Zinsen und/oder Säumniszuschlägen zu vermeiden, haben die HVB und der Kunde 2012 unter Aufrechterhaltung ihrer jeweiligen Rechtspositionen vorläufige Zahlungen an die zuständigen Steuerbehörden geleistet", erklärte die Bank am Mittwoch auf Anfrage. Dem Vernehmen nach soll die Größenordnung bei rund 200 Millionen Euro liegen.

Die Ermittlungsverfahren dauerten an, hieß es von der Bank. "Die umfassende Aufarbeitung wird von der HVB uneingeschränkt unterstützt." Es sei offen, in welchem Umfang der vor dem BFH verhandelte Fall zur Klärung "bisher nicht entschiedener steuerrechtlicher Fragen" beitragen werde./csc/DP/jkr

16.04.2014

USA: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Industrieproduktion hat im März stärker als erwartet zugelegt. Im Vergleich zum Vormonat stieg sie um 0,7 Prozent, wie die US-Notenbank am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

Im Februar war die Produktion um revidierte 1,2 Prozent (zunächst 0,6 Prozent) gestiegen. Volkswirte sprachen von einer kräftigen Erholung der US-Produktion, nachdem zum Jahresauftakt ein ungewöhnlich harter Winter für einen Rückschlag bei der Fertigung gesorgt hatte.

Die Kapazitätsauslastung der Unternehmen legte im März von 78,8 Prozent auf 79,2 Prozent zu. Volkswirte hatten lediglich mit 78,7 Prozent gerechnet.

Die Daten im Überblick:

^ März Prognose Vormonat

Industrieproduktion +0,7 +0,5 +0,6r

Kapazitätsauslastung 79,2 78,7 78,8°

(r=revidiert; Angaben in Prozent)

/jkr/he

16.04.2014

USA: Wohnungsbau enttäuscht im März

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Entwicklung des US-Wohnungsbaus hat im März enttäuscht. Die Zahl der Baubeginne sei zwar zum Vormonat um 2,8 Prozent auf annualisiert 946 000 gestiegen, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten allerdings mit einem Anstieg auf 970 000 Baubeginne gerechnet. Im Vormonat hatte die Baubeginne bei revidiert 920 000 (zunächst 907 000) gelegen.

Zum Jahresbeginn war der Wohnungsbau wegen des harten Winterwetters in weiten Teilen der USA stark unter Druck geraten. So hatte im November die Zahl der Wohnungsbaubeginne noch bei 1,1 Millionen gelegen und war dann im Januar bis auf 903 000 gefallen.

Schwächer entwickelte sich im März die Lage bei den Baugenehmigungen. Sie fielen um 2,4 Prozent auf 990 000. Bankvolkswirte hatten mit 1,010 Millionen gerechnet. Im Vormonat hatte die Zahl noch bei revidiert 1,014 (zunächst: 1018 Mio) gelegen. Die Genehmigungen sind ein Frühindikator für die Baubeginne. Experten sehen mittelfristig jedoch eine anhaltende Erholungstendenz am Immobilienmarkt. In der schweren Finanzkrise war der Wohnungsmarkt in den USA stark unter Druck geraten./jsl/jkr

16.04.2014

ROUNDUP/Studie: Nur wenige Hartz-IV-Aufstocker profitieren vom Mindestlohn

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Vom geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro werden nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern nur wenige Hartz-IV- Aufstocker profitieren. Von den derzeit 1,3 Millionen Aufstockern fallen voraussichtlich nur rund 60 000 aus der Jobcenter-Förderung, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Denn die meisten Aufstocker hätten nur einen Teilzeitjob von weniger als 22 Stunden in der Woche; entsprechend gering sei trotz Mindestlohns ihr Monatseineinkommen.

"Die meisten werden daher auch nach der Einführung des Mindestlohns weiter Hartz IV benötigen", sind die Arbeitsmarktforscher überzeugt. Hinzukomme, dass der überwiegende Teil des Lohnzuwachses auf die Hartz-IV-Bezüge angerechnet werde. "Das verfügbare Nettoeinkommen der Aufstocker steigt im Durchschnitt nur um zehn bis zwölf Euro."

Aufstockende Hartz-IV-Leistungen werden gezahlt, wenn das Arbeitseinkommen eines Beschäftigten nicht zum Leben ausreicht.

Gewinner des Mindestlohns sind nach IAB-Berechnungen der Bund und die Sozialversicherungen. Sollte die Zahl der Hartz-IV-Bezieher wegen Jobverlusten nicht steigen, würde der Mindestlohn die jährlichen Hartz-IV-Ausgaben um 700 bis 900 Millionen Euro verringern. Da dann aber die Ausgaben für Wohngeld und Kinderzuschläge steigen dürften, bleibe es bei Einsparungen von lediglich 500 bis 650 Millionen Euro. Zusammen mit Mehreinnahmen bei Sozialversicherungsbeiträgen und der Einkommenssteuer ergäbe sich eine Entlastung für die öffentlichen Haushalte zwischen 2,2 und 3,0 Milliarden Euro./kts/DP/jkr

16.04.2014

ROUNDUP: Zahl der Steuer-Selbstanzeigen schnellt in die Höhe

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerbetrügern ist im ersten Quartal 2014 in die Höhe geschnellt. Von Januar bis März zählten die Behörden bundesweit rund 13 500 Anzeigen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei den Finanzministerien der Länder ergab. Das waren etwa dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum, wobei nicht aus allen Bundesländern Vergleichszahlen vorlagen.

Als ein Grund für die Entwicklung wurde das Verfahren wegen Steuerhinterziehung gegen den langjährigen FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß genannt, das im März mit einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren endete. Auch die geplante Verschärfung der Regeln für eine strafbefreiende Selbstanzeige, der Ankauf von Steuer-CDs aus der Schweiz und der zunehmende internationale Datenaustausch zeigten Wirkung, hieß es.

Die meisten Steuerhinterzieher machten Kapitalerträge von Vermögen im Ausland geltend, etwa in der Schweiz oder Liechtenstein. Dem Staat bringt das zusätzliche Einnahmen, die je nach Bundesland pro Jahr dreistellige Millionenbeträge erreichen können.

In Bayern registrierten die Behörden im ersten Quartal 2030 Selbstanzeigen und damit viermal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Summe der geschätzten zusätzlichen Steuereinnahmen liegt bei 80 Millionen Euro. In Nordrhein-Westfalen (2656) und Hessen (1327) verfünffachte sich die Zahl der Selbstanzeigen sogar. Hier werden Steuernachzahlungen von 130 Millionen Euro beziehungsweise 58 Millionen Euro fällig.

Die meisten Selbstanzeigen gingen in den ersten drei Monaten in Baden-Württemberg ein, wo 3078 Steuerbetrüger reinen Tisch machen wollen. Geschätzte Mehreinnahmen für das Land: 47,8 Millionen Euro. In Rheinland-Pfalz meldeten sich 1684 Steuerhinterzieher, das Land rechnet dadurch mit zusätzlich rund 37,1 Millionen Euro. In Berlin verdreifachten sich die Selbstanzeigen auf 402, in Schleswig-Holstein auf 196, auch in Thüringen bedeutet die Zahl 46 knapp eine Verdreifachung. In Sachsen-Anhalt zählten die Behörden von Januar bis März 22 Selbstanzeigen, vor Jahresfrist gab es gar keine.

Die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch) war in einer eigenen Umfrage zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte dem Blatt, er rechne mit einem weiteren Anstieg der Zahlen im Jahresverlauf. "Denn zum Anfang des kommenden Jahres wird die Selbstanzeige deutlich verschärft." Die Finanzminister der Länder hatten sich jüngst darauf verständigt. Demnach soll der Zuschlag bei schwerer Steuerhinterziehung erhöht und der Zeitraum zur Offenlegung von bisher fünf auf zehn Jahre verlängert werden.

Neben diesem Schritt und dem Hoeneß-Effekt sieht der rheinland- pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) noch einen anderen Grund: "Ich glaube, es liegt auch an einem Effekt, der hierzulande ein wenig untergeht. Viele Banken in der Schweiz haben ihren Kunden ein Ultimatum bis Jahresende gesetzt, sich steuerehrlich zu machen. Diese Weißgeldstrategie zwingt viele zum Handeln und damit zur Selbstanzeige." Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) meinte: "Für Steuerstraftäter wird es immer enger." Mehr denn je müsse heute jedem klar sein, dass Steuerhinterziehung auf Dauer nicht folgenlos bleibe./kr/DP/jkr

16.04.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Verkauf von Geschäftssparte treibt Gea-Aktie kräftig an

(neu: Schlusskurse, weitere Analystenkommentare von Warburg, Kepler, Equinet sowie Hauck & Aufhäuser)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Anlagenbauer Gea Group hat am Mittwoch mit dem Verkauf seiner Wärmetauscher-Sparte an der Börse gepunktet. Die Titel verteuerten sich zum Handelsschluss um 6,18 Prozent auf 32,305 Euro. Sie waren damit zweitstärkster Wert im MDax . Der Index für die Konzerne mittelgroßer Marktkapitalisierung legte um 1,97 Prozent zu.

Der Anlagen- und Maschinenbau-Konzern gibt seine Sparte an Fonds ab, die von der Beteiligungsgesellschaft Triton beraten werden. Das Segment wird dabei mit rund 1,3 Milliarden Euro bewertet. Am Vortag hatten noch Befürchtungen vor einem niedrigeren Kaufpreis die Aktie um mehr als vier Prozent ins Minus gedrückt. Am Markt war spekuliert worden, Gea könne nur etwas mehr als eine Milliarde Euro für das Wärmetauscher-Geschäft erzielen. Der nun genannte Wert liegt dagegen laut Händlern sogar noch über der mittleren Marktprognose.

ANALYSTEN UNEINS ÜBER ZAHLEN

Die ebenfalls vorgelegten Zahlen für das erste Quartal wurden von Analysten vor allem mit Blick auf den Auftragseingang unterschiedlich beurteilt. Zwar hatte Gea trotz negativer Währungseffekte den Umsatz gesteigert. Der Auftragseingang war dagegen leicht auf 1,024 Milliarden Euro gesunken. Die Erwartungen von Commerzbank-Analyst Sebastian Growe wurden dennoch leicht übertroffen. Zudem sollten die Eckdaten nicht überinterpretiert werden, da Großaufträge fehlten und der Gegenwind durch Währungseinflüsse stark gewesen sei, so der Experte.

Analyst Markus Turnwald von der DZ Bank sieht in der Auftragsentwicklung hingegen eine negative Überraschung. Der Umsatz habe seine Schätzung leicht verfehlt. Insgesamt beurteilt er die Nachrichten des heutigen Tages aber in etwa als ausgewogen. Der sehr gute Preis für das Wärmetauscher-Geschäft dürfte die enttäuschenden Eckdaten für das Auftaktquartal zumindest teilweise ausgleichen. Das gelte insbesondere nach den jüngsten Kursrückschlägen. Von Warburg-Analyst Roland Rapelius hieß es, durch die Sparten-Veräußerung schwinde die Unsicherheit um den Maschinenbau-Konzern, was die jüngst unterdurchschnittlich gelaufene Aktie stützen sollte.

ZUKÄUFE ODER AKTIENRÜCKKAUF

Experte Hans-Joachim Heimbürger von Kepler Cheuvreux geht nun davon aus, dass Gea dank seiner gesunden Bilanz Aktienrückkäufe tätigen werde, obwohl der Konzern derartige Pläne bislang bestritten und sich eher für kleinere Zukäufe ausgesprochen habe. Falls es tatsächlich zu solchen Akquisitionen komme, dürften dadurch die Margen des MDax-Konzerns zunächst belastet werden, kommentierte Analyst Holger Schmidt von Equinet. Basierend auf seinen neuen Prognosen entspreche die Bewertung der "neuen" Gea der des Sektors, oder liege leicht darüber. Damit sei das Aufwärtspotential begrenzt. Schmidt ist deshalb skeptischer und rät Anlegern, Gea-Aktien umzuschichten in Papiere von Krones .

Auf die strategische Logik hinter der Veräußerung des Wärmetauscher-Geschäfts stellte Henning Breiter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser ab. Der Umsatzanteil von Gea mit der Nahrungs- und Getränkebranche werde nun auf mehr als 70 Prozent steigen. Der Anlagenbauer werde dadurch weniger zyklisch, bei höherem strukturellen Wachstum./mis/rum/fbr/ajx/he

16.04.2014

ANALYSE-FLASH: Exane BNP belässt Siemens auf 'Outperform' - Ziel 109 Euro

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Siemens vor Quartalszahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 109 Euro belassen. Wegen des schlechten Wetters - besonders in den USA - sei das erste Quartal schwer abzuschätzen, schrieb Analyst Olivier Esnou in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die ersten drei Monate des Jahres dürften Verbesserungen insbesondere in Nordeuropa aufzeigen. Mit Ausnahme Chinas seien indes sämtliche Schwellenländer unter Druck. Siemens gehöre zu seinen bevorzugten Werten./fn/gl

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16.04.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Deutsche Börse auf 60,70 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Deutsche Börse von 63,20 auf 60,70 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Schwächer als erwartet ausgefallene Volumina im Geschäft mit Anleihederivaten im ersten Quartal seien der Hauptgrund für seine reduzierten Gewinnschätzungen je Aktie, schrieb Analyst Chris Turner in einer Branchenstudie vom Mittwoch./ajx/ck/gl

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16.04.2014

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt HeidelbergCement auf 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für HeidelbergCement auf "Overweight" belassen. Die Zementnachfrage in Indonesien habe sich im März und damit früher als erwartet verbessert, schrieb Analyst Rajesh Patki in einer Studie vom Mittwoch. Dies sollte der Preissetzungsmacht der Baustoffbranche helfen und die Sorgen wegen schwächerer Margen in diesem Land lindern. Der nächste Kurstreiber für die Aktie sei die Zahlenvorlage zum ersten Quartal. Das Management dürfte sich dabei auf die jüngste Absatzentwicklung, den Nutzen der anhaltenden Branchenkonsolidierung und Fortschritte beim Verkauf von Geschäftsaktivitäten fokussieren./gl/ck

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16.04.2014

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux startet Südzucker mit 'Reduce' - Ziel 14 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Südzucker mit "Reduce" und einem Kursziel von 14 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die niedrigen Zuckerpreise höhlten bei dem Zuckerproduzenten die Gewinnentwicklung aus, schrieb Analyst Richard Withagen in einer Studie vom Mittwoch. Das vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2014/15 erwartete operative Ergebnis von 200 Millionen Euro scheine zwar schon vom schlimmstmöglichen Szenario auszugehen. Der endgültige Ausgang erscheine allerdings höchst ungewiss. Withagen geht für das laufende und das kommende Geschäftsjahr von einem negativen Free Cashflow aus./gl/mis

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16.04.2014

ANALYSE-FLASH: Warburg Research hebt Nordex auf 'Buy' - Ziel 12 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat Nordex von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, aber das Kursziel auf 12 Euro belassen. Nach Gesprächen mit dem Hamburger Windkraftanlagenbauer erwarte er einen starken Auftragseingang im ersten und zweiten Quartal, schrieb Analyst Christopher Rodler in einer Studie vom Mittwoch. Die Geschäftsentwicklung für 2014 sei angesichts des hohen Auftragsbestands gut vorhersagbar. Der Ausblick erscheine konservativ. Zudem sollten die regulatorischen Unsicherheiten mit dem novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geringer werden./gl/ck/gl

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16.04.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für Jungheinrich auf 62 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Jungheinrich von 60 auf 62 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Gabelstaplerhersteller dürfte 2015 wieder das Margenniveau von 7,8 Prozent aus dem Jahr 2012 erreichen, schrieb Analyst Daniel Gleim in einer Studie vom Mittwoch. Beim Free Cashflow geht Gleim bis 2017 von einer Verdreifachung aus, was sich im Aktienkurs und den Konsensschätzungen noch nicht widerzuspiegeln scheine./ajx/ck

16.04.2014

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser hebt Ziel für Baywa auf 45,40 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Baywa nach dem Kauf eines neuseeländischen Apfelproduzenten von 45,00 auf 45,40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Baywa stärke mit Apollo Apples das Obsthandelsgeschäft, schrieb Analyst Nils-Peter Fitzl in einer Studie vom Mittwoch. Der Zukauf passe strategisch hervorragend zu dem SDax-Konzern./ajx/ck

16.04.2014

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Deutsche Börse auf 'Buy' - Ziel 67 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Börse nach Handelszahlen für den bisherigen April auf "Buy" mit einem Kursziel von 67 Euro belassen. Die Kassamarkt-Volumina europäischer Börsenbetreiber nähmen weiterhin zu, angetrieben von den Börsen in den Peripherie-Ländern, schrieb Analyst Arnaud Giblat in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Entwicklung bei den Derivate-Volumina verlaufe zwar noch immer etwas gedämpft, im Jahresvergleich aber zumindest stabil. Im Bereich Clearing setze sich das starke Wachstum nach einem ruhigeren März wieder fort./ajx/ck

16.04.2014

ANALYSE-FLASH: Nomura hebt Ziel für Symrise auf 38 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX) - Das japanische Analysehaus Nomura hat das Kursziel für Symrise nach der angekündigten Übernahme des Konkurrenten Diana von 36 auf 38 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Dem Duft- und Aromastoffehersteller bringe dieser Zukauf hohes Wachstum, wenn auch begrenztes Einsparungspotenzial, schrieb Analyst Patrick Lambert in einer Studie vom Mittwoch. Mit der Übernahme verstärke sich Symrise im Geschäft mit Tiernahrung./fn/ck