dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

21.10.2014

ROUNDUP: Nach Lokführerstreik noch kein neuer Verhandlungstermin

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem zweitägigen Lokführerstreik am Wochenende lässt die Wiederaufnahme der Tarifgespräche noch auf sich warten. Aus Sicht der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist der Bahn-Konzern am Zug. "Wir haben noch keine Antwort der Deutschen Bahn. Noch ist Funkstille", sagte GDL-Sprecherin Gerda Seibert am Dienstag in Frankfurt.

Die GDL pocht in dieser Tarifrunde darauf, nicht nur die Lokführer federführend zu vertreten, sondern auch Zugbegleiter, Bistro-Mitarbeiter und einige andere Berufsgruppen. Die Bahn lehnt das ab. Sie möchte zwei verschiedene Tarifverträge für dieselbe Berufsgruppe vermeiden. Bei dem Unternehmen hieß es am Dienstag, es sei höchste Zeit, dass die GDL in Verhandlungen Kompromisse aufzeige. Man sei nach wie vor gesprächsbereit, sagte eine Bahnsprecherin in Berlin.

Die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die mit der GDL konkurriert, setzt an diesem Mittwoch in Frankfurt ihre Tarifverhandlungen mit der Bahn fort. Die EVG hat vorgeschlagen, für die bei ihr organisierten Lokführer zunächst die Tarifregeln zu übernehmen, die die GDL ausgehandelt hat.

Für alle Bahnmitarbeiter fordert die EVG sechs Prozent mehr Geld, mindestens jedoch ein Plus von 150 Euro im Monat. Die EVG sieht derzeit keinen Anlass für Streiks. "Solange sich abzeichnet, dass ein Ergebnis am Verhandlungstisch zu erzielen ist, sehen wir keine Notwendigkeit, zu Arbeitskämpfen aufzurufen", sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba./brd/DP/jha

21.10.2014

Reisebüros klagen über Mehrarbeit durch Streiks in Deutschland

BERLIN (dpa-AFX) - Die Streiks bei Bahn und Lufthansa kosten Reisebüros nach Angaben des Branchenverbandes viel Geld und bereiten ihnen einen Haufen Arbeit. Vor allem auf Geschäftsreisen spezialisierte Anbieter müssten sich um zahlreiche Umbuchungen und Stornierungen kümmern, teilte der Deutsche Reiseverband am Dienstag mit. Das führe "zu enormen Mehrkosten für die Agenturen, die ihnen keiner erstattet". Das Wochenende über hatten Lokführer mit einem Streik weite Teile des Bahnverkehrs in Deutschland lahmgelegt. Am Montag und Dienstag waren Lufthansa-Piloten bundesweit im Ausstand. Zu den Profiteuren der Streiks gehören unter anderem Fernbus-Anbieter und Mietwagenfirmen./fri/DP/jha

21.10.2014

dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN vom 21.10.2014 - 15.15 Uhr

Coca-Cola enttäuscht Markterwartungen - Sparprogramm angekündigt

ATLANTA - Bei Coca-Cola laufen die Geschäfte schleppend - nun soll mit Einsparungen gegengesteuert werden. Im dritten Quartal fiel der Netto-Gewinn im Vergleich zum Vorjahr von 2,4 auf 2,1 Milliarden Dollar (1,6 Mrd. Euro), wie der Getränkeriese am Dienstag mitteilte. Der Umsatz des Konzerns lag kaum verändert bei etwa zwölf Milliarden Dollar. Analysten hatten etwas mehr erwartet. Die Aktie fiel vorbörslich um mehr als drei Prozent. Coca-Cola will mit einem großen Sparprogramm das Ruder rumreißen - bis 2019 sollen die Kosten pro Jahr um drei Milliarden Dollar sinken. Der Getränkemulti kämpft vor allem mit sinkender Beliebtheit von zuckerlastigen Softdrinks.

McDonald's schmeckt Kunden nicht mehr - Skandal in China belastet

OAK BROOK - Burgerfans kehren der weltgrößten Imbisskette McDonald's den Rücken. Auf dem Heimatmarkt USA knickten die Erlöse im dritten Quartal erneut ein, weil die Verbraucher eher bei der billigeren Konkurrenz speisten. In China blieben die Kunden aufgrund eines Gammelfleisch-Skandals bei einem Zulieferbetrieb den Filialen des Konzerns mit dem symbolträchtigen "Golden Arches" fern. Umsatzausfälle hatte das Unternehmen auch in Russland und der Ukraine zu beklagen, wo wegen des andauernden Konflikts Restaurants geschlossen werden mussten.

US-Mobilfunker Verizon gewinnt viele Neukunden - Bei Gewinnspanne vorsichtiger

NEW YORK - Der größte US-Mobilfunker Verizon legt weiter ein hohes Tempo vor. Bei der Profitabilität muss das Management aber wegen Wettbewerbsdrucks auf dem US-Markt Abstriche machen. Im dritten Quartal konnte Verizon 1,5 Millionen neue Vertragskunden im Mobilfunk für sich gewinnen und den Konzernumsatz im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 31,59 Milliarden US-Dollar (24,73 Mrd Euro) steigern, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte.

ROUNDUP 2: iPhone 6 treibt Apple zum nächsten Milliardengewinn

CUPERTINO - Das iPhone 6 ist für Apple vom Start weg zur Geldmaschine geworden. Der kalifornische Konzern verdiente im vergangenen Vierteljahr knapp 8,47 Milliarden Dollar. Das waren 12,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal - das stärkste Wachstum seit fast zwei Jahren. Den Ausschlag gab vor allem der Rekordstart des iPhone 6 knapp zwei Wochen vor dem Ende des vierten Geschäftsquartals im September. Zudem verkaufte Apple so viele Mac-Computer wie noch nie in einem Vierteljahr. Auch für das Weihnachtsquartal rechnet der Konzern mit einem starken Geschäft. Apple verkaufte rund 39,3 Millionen iPhones. Allein am ersten Verkaufswochenende der zwei Modelle des iPhone 6 waren mehr als zehn Millionen Geräte abgesetzt worden. Im Vorjahresquartal mit dem Start des iPhone 5s hatte Apple 33,8 Millionen Telefone verkauft. Der Umsatz stieg noch deutlich stärker um ein Fünftel - das heißt, es wurden mehr teurere Modelle abgesetzt.

United Technologies überrascht mit gutem Triebwerksgeschäft

HARTFORD - Beim Industriekonzern United Technologies läuft das Geschäft mit Flugzeug-Triebwerken rund. Die Tochter Pratt & Whitney, die unter anderem Turbinen für den Airbus -Hoffnungsträger A320Neo liefern wird, legte im dritten Quartal einen satten Gewinnsprung hin. Das operative Ergebnis lag hier mit 633 Millionen US-Dollar (496 Mio Euro) rund 44 Prozent höher als vor einem Jahr, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Ein solches Wachstum hatten selbst optimistische Analysten nicht erwartet - ein Teil kam allerdings aus einem positiven Sondereffekt, der auf dem Papier 83 Millionen Dollar zusätzlichen Gewinn brachte.

ROUNDUP 4: Total-Chef bei Flugzeugunfall in Moskau getötet

MOSKAU/PARIS - Bei einem tragischen Flugzeugunfall ist der Chef des französischen Ölkonzerns Total , Christophe de Margerie, ums Leben gekommen. Die Maschine sei am späten Montagabend beim Start auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo bei Nebel mit einem fahrenden Schneepflug zusammengeprallt, teilten die russischen Behörden am Dienstag mit. Der Fahrer des Räumfahrzeug war offenbar betrunken. "Ärzten zufolge befand sich der Mann im Alkoholrausch", sagte Wladimir Markin von der Ermittlungsbehörde am Dienstag der Agentur Interfax.

Gewinn von BASF-Konkurrent Akzo Nobel steigt um ein Drittel - Sparkurs wirkt

AMSTERDAM - Der niederländische Farben- und Chemiekonzern Akzo Nobel macht weiter Fortschritte bei der Profitabilität. Trotz des um zwei Prozent auf 3,69 Milliarden Euro gesunkenen Umsatzes steigerte Akzo im dritten Quartal dank seines Sparprogramms die Gewinnkennzahlen, wie der BASF-Rivale am Dienstag mitteilte. Zudem fielen weniger Umbaukosten an. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um 7 Prozent auf 487 Millionen Euro, beim Nettoeinkommen stand wegen geringerer Finanzierungskosten gar ein Plus von fast einem Drittel auf 205 Millionen Euro zu Buche. Die Zwischendividende soll 33 Eurocent betragen.

ROUNDUP 2: Pilotengewerkschaft schließt Streiks in dieser Woche nicht aus

MÜNCHEN - Reisenden könnten noch in dieser Woche weitere Streiks bei der Lufthansa drohen. "Sollte sich im Tarifkonflikt weiterhin nichts tun, sollte bei der Lufthansa weiter gemauert werden, dann schließen wir weitere Streiks in dieser Woche nicht aus", sagte der Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), Markus Wahl, am Dienstag. Noch bis Mitternacht wollten die Piloten der Lufthansa bundesweit Flüge auf Kurz-, Mittel- und Langstrecken bestreiken. Die Lufthansa hatte daraufhin 1511 Flüge gestrichen, unter anderem Verbindungen nach Asien und in die USA. Betroffen sind etwa 166 000 Passagiere.

GDL: Nach Lokführerstreik noch Funkstille im Tarifkonflikt

FRANKFURT/BERLIN - Nach dem Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Wochenende ist eine Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen nicht in Sicht. "Wir haben noch keine Antwort der Deutschen Bahn. Noch ist Funkstille", sagte GDL-Sprecherin Gerda Seibert am Dienstag in Frankfurt. Bei der Bahn hieß es, das Unternehmen sei nach wie vor gesprächsbereit. Es sei höchste Zeit, dass die GDL in Verhandlungen Kompromisse aufzeige, sagte eine Bahn-Sprecherin in Berlin.

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Weitere Meldungen:

- Karstadt kündigt tiefe Einschnitte an - Tarifverhandlungen gestartet

- Opel hofft auf Schub durch neuen Corsa

- Globale Stahlproduktion im September gesunken

- EU-Kommission verhängt im Libor-Skandal Strafen gegen weitere Banken

- EU-Bankenabgabe: Kleine Institute werden entlastet

- Sparkurs in Energiesparte: Siemens streicht Stellen in Mülheim

- Euroblech informiert über Trends der Blechbearbeitung

- Handelskammer: 'Hamburg ist Deutschlands E-Commerce-Hauptstadt'

- STICHWORT/Streiks in Deutschland: Die Kleinen tun manchmal besonders weh

- Finanzgeschäfte und geringe Katastrophenschäden beflügeln Versicherer Travelers

- ROUNDUP: Bund und Länder wollen De-Mail nach schwachem Start vorantreiben

- Verteidiger stellen neue Beweisanträge im Middelhoff-Prozess

- ROUNDUP: Maschinenbau trotz Konjunkturflaute zuversichtlich für 2015

- ROUNDUP/IT-Gipfel: Gabriel kündigt Millionen für Internet-Dienstleistungen an

- ROUNDUP: Hurrikan-Ausläufer fegen über Großbritannien - Flüge fallen aus

- Gazprom stockt Investitionsprogramm um über vier Milliarden Euro auf

- ROUNDUP/'SZ': Daimler will bei italienischem Motorradbauer einsteigen

- Deutlich mehr Passagiere pro Flugzeug bei Starts in Deutschland

- ROUNDUP: Jubiläum bei 'Spiegel Online' - 20 Jahre im Internet

- Villeroy & Boch legt bei Umsatz und Ergebnis zu - Plus 2014 erwartet

- Flughafen-Insolvenzverwalter bittet Airport-Unternehmen um Geld

- Kreise: Deutsche Börse beginnt mit Suche für neuen Chef

- Streik legt U-Bahn in Lissabon lahm

- 'Spiegel Online' feiert Jubiläum

- ThyssenKrupp baut Zementanlage in Saudi-Arabien

- Ausschüttung statt Shire-Übernahme: Abbvie beschenkt seine Aktionäre

- Hollande schockiert über Tod von Total-Chef de Margerie

- ROUNDUP: Defekte Motoren würgen Deutz-Gewinn ab - Aktie auf Talfahrt

- Nordex baut Windpark in Nordfrankreich

- Bausparkassen ärgern sich über KfW-Konkurrenz

- Reckitt Benckiser wird für 2014 vorsichtiger

- Chipdesigner ARM macht wieder mehr Geld mit Patentgebühren

- Autobranche: Bis 2016 haben 80 Prozent der Neuwagen Internetzugang

- Experten: Wirbelsturm Hudhud kostet Versicherer bis zu 400 Millionen Dollar

- Zulieferer Sartorius wächst zweistellig

- Chips in Maschinen bringen Texas Instruments Gewinnsprung

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

21.10.2014

US-Anleihen: Leichte Verluste

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen sind am Dienstag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Laut Händlern sorgten Hoffnungen auf neue Konjunkturhilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) für einen erhöhten Risikoappetit der Anleger, was die Aktienmärkte stützte und im Gegenzug die sichereren Anleihen belastete. Außerdem hätten überraschend gut laufende Geschäfte von Apple, Texas Instruments oder United Technologies die Risikofreude der Investoren gestützt. Hinzu kommt, dass die Konjunkturdaten aus China nicht ganz so schlecht ausgefallen waren, wie befürchtet wurde.

Zweijährige Anleihen verharrten unverändert bei 100 8/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,37 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren 3/32 Punkte auf 101 17/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,43 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen büßten 6/32 Punkte ein und notierten bei 101 13/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,22 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gaben um 8/32 Punkte nach auf 102 27/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,98 Prozent./fr/jkr

21.10.2014

Karstadt kündigt tiefe Einschnitte an - Tarifverhandlungen gestartet

ESSEN/GÖTTINGEN (dpa-AFX) - Kurz vor der dem mit Spannung erwarteten Treffen des Karstadt-Aufsichtsrats hat Interimschef Miguel Müllenbach die Belegschaft nach einem Medienbericht auf tiefe Einschnitte eingestimmt. Die Sanierung der Warenhauskette werde "einschneidende Veränderungen" nach sich ziehen, nicht zuletzt auch durch "entschiedene Einsparungen von Personal- und Sachkosten", zitierte das Fachmagazin "Der Handel" am Dienstag aus dem Schreiben Müllenbachs.

Ein Karstadt-Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich die Existenz des Mitarbeiterbriefs, wollte aber zu den Inhalten keine Stellung nehmen. Zeitgleich sind am Dienstag die Tarifverhandlungen für die rund 17 000 Beschäftigten in Göttingen in die zweite Runde gegangen. Am Donnerstag berät in Essen der Aufsichtsrat über den weiteren Sanierungskurs nach dem Einstieg des neuen Karstadt-Investors René Benko./uta/DP/jha

21.10.2014

EU-Kommission verhängt im Libor-Skandal Strafen gegen weitere Banken

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im Skandal um die jahrelange Manipulation von Zinssätzen hat die EU-Kommission Geldbußen gegen drei weitere Großbanken verhängt. Die größte Summe entfällt dabei auf die US-Bank JPMorgan , die insgesamt 72,2 Millionen Euro zahlen muss. Das entschieden die obersten Wettbewerbshüter Europas am Dienstag in Brüssel. JPMorgan wird vorgeworfen, den Libor-Referenzzinssatz für Schweizer Franken von 2008 bis 2009 manipuliert zu haben. Die Royal Bank of Scotland (RBS ), die die Manipulationen gemeldet hatte, entgeht einer Strafe. Zudem werden JPMorgan und die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse dafür bestraft, dass sie die Referenz-Preise für Zinsderivate in Schweizer Franken manipulierten./mt/DP/jha

21.10.2014

Globale Stahlproduktion im September gesunken

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Sorgen um die Weltwirtschaft drücken auf die Stimmung in der Stahlindustrie. Im September ging die globale Stahlproduktion verglichen mit dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent auf gut 134 Millionen Tonnen zurück, wie der Weltstahlverband am Dienstag in Brüssel mitteilte. In den ersten neun Monaten zusammen steht noch ein Zuwachs von 2,1 Prozent auf 1,23 Milliarden Tonnen in der Bilanz.

Rückgänge gab es vor allem in Europa. Allein in Deutschland ging es um drei Prozent nach unten, in der Ukraine brach die Produktion angesichts des Konflikts im Osten des Landes um 37 Prozent ein. Dagegen meldete Russland einen Zuwachs von 6 Prozent. In China - dem mit Abstand größten Stahlproduzenten der Welt - stagnierte die Herstellung im September. In Nordamerika gab es leichte Zuwächse./enl/mmb/jha/

21.10.2014

ROUNDUP: Maschinenbau trotz Konjunkturflaute zuversichtlich für 2015

BERLIN (dpa-AFX) - Der deutsche Maschinenbau blickt trotz allgemein trüberer Konjunkturaussichten zuversichtlich ins kommende Jahr. "Wir gehen nicht zurück, sondern wir wachsen", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Reinhold Festge, am Dienstag in Berlin. Er bekräftigte, dass die Produktion 2015 um Inflationseffekte bereinigt um zwei Prozent zulegen dürfte. Für dieses Jahr erwartet der Verband nur noch ein Plus von einem Prozent, vor allem wegen globaler Krisen. Der Umsatz 2014 dürfte auf das Rekordniveau von 210 Milliarden Euro (2013: 206 Milliarden Euro) steigen. Gebraucht würden mehr Investitionen in Deutschland.

Um dem Wachstum stärker auf die Sprünge zu helfen, solle mehr in Forschung, Datennetze, Stromtrassen und Verkehrswege investiert werden. Finanziert werden dürfe dies aber nicht durch neue Steuern, sagte Festge. Er kritisierte, dass die Bundesregierung mit der Rente mit 63 und der Mütterrente "leichtsinnig sehr viel Geld ausgegeben" habe. Der Verband warnte vor Eingriffen in Werkverträge und Zeitarbeit, die als flexible Instrumente unverzichtbar seien. Die Beschäftigung hat 2014 zugenommen, was auch die Zuversicht der Branche zeige. Im August arbeiteten mehr als eine Million Menschen im Maschinenbau und damit 18 000 mehr als ein Jahr zuvor.

Bei den Exporten droht indes ein Dämpfer. Bis Ende Juli lag das Volumen mit 87,7 Milliarden Euro um rund 500 Millionen Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Es sei zu befürchten, dass dieses Minus bis Jahresende nicht ganz aufzuholen sei, sagte Festge. Ins Kontor schlägt der Einbruch im Russlandgeschäft angesichts der EU-Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts. Der Verband monierte eine "überzogene Handhabung" der Sanktionen in Deutschland. Bitter sei, dass Anbieter etwa aus China sofort in die Lücke springen.

Positive Effekte erwartet die Branche von der Abwertung des Euro im Vergleich zum Dollar, was deutsche Produkte preisgünstiger macht. Bedeutsamer dürfte der US-Markt werden, Ausrüstungsbedarf gebe es etwa in der Autoindustrie. Das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) verspreche klare Kostenentlastungen. Mittel- und langfristig biete auch Afrika große Chancen, erklärte der Verband./sam/DP/jha

21.10.2014

Opel hofft auf Schub durch neuen Corsa

RÜSSELSHEIM (dpa-AFX) - Auf dem Weg zurück in die schwarzen Zahlen setzt der Autobauer Opel auf den Erfolg der neuen Corsa-Generation. Die Neuauflage kommt zum Jahresende zu den Händlern und kann seit August bestellt werden. Seither hätten sich 30 000 Käufer für den Kleinwagen entschieden, teilte die Adam Opel AG am Dienstag in Rüsselsheim mit. "Von der europaweiten Verfügbarkeit des Corsa versprechen wir uns einen weiteren Schub", sagte Vertriebschef Peter Christian Küspert. Das Auto sei ein wichtiger Baustein der Modelloffensive, mit der Opel in den kommenden Jahren deutlich höhere Marktanteile erreichen will. Denn der Corsa ist eines der wichtigsten Modelle von Opel: Er steht für etwa ein Viertel der Gesamtverkäufe der Marke. Der Corsa läuft in Eisenach und Saragossa vom Band./hqs/DP/jha

21.10.2014

Sparkurs in Energiesparte: Siemens streicht Stellen in Mülheim

MÜNCHEN/MÜLHEIM (dpa-AFX) - Der Siemens -Konzern streicht zur Sanierung der lahmenden Energiesparte auch in Mülheim/Ruhr Stellen. Dazu habe es bereits zu Wochenbeginn eine Mitarbeiterversammlung gegeben, bestätigte ein Münchener Firmensprecher am Dienstag. Details zum geplanten Personalabbau und zum Zeitplan wollte er nicht nennen. Zunächst sollten die Beschäftigten informiert werden. Am Mülheimer Energietechnik-Standort arbeiten rund 4800 Menschen. Nach Informationen der Funke-Mediengruppe sind dort knapp 300 Stellen betroffen.

Ein weiterer wichtiger Standort der Sparte ist Görlitz (Sachsen). Auch dort gab es bereits eine Mitarbeiterversammlung. Weitere Standorte sollen folgen. In Görlitz will Siemens nach Informationen der "Sächsischen Zeitung" (Dienstag) etwa 190 der rund 900 Stellen streichen. Insgesamt soll es um rund 1200 Arbeitsplätze gehen.

In der vergangenen Woche hatte Siemens bestätigt, dass in der Energiesparte Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, die Zahl der betroffenen Stellen und Standorte aber offengelassen. Wegen des starken Börsenstrompreisverfalls rechnen sich vor allem Gaskraftwerke kaum noch. Die starke Investitionszurückhaltung in der Branche drückt massiv die Nachfrage bei den Herstellern von Gasturbinen./rs/dwi/DP/jha

21.10.2014

Aktien New York Ausblick: Gewinne erwartet - Apple und United Tech überzeugen

NEW YORK (dpa-AFX) - Überraschend gut laufende Geschäfte von Apple, Texas Instruments oder United Technologies dürften am Dienstag den US-Börsen positive Impulse liefern. Hinzu kommt, dass die Konjunkturdaten aus China nicht ganz so schlecht ausgefallen waren, wie erwartet wurde.

Der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial stand rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn mit 0,25 Prozent im Plus. Tags zuvor hatte der Dow nach schwachen Zahlen von IBM nur knapp im Plus geschlossen, während der S&P-500-Index und der Nasdaq fest aus dem Handel gegangen waren. Der Terminkontrakt auf den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 rückte zuletzt um 0,72 Prozent vor.

Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari UK zeigte sich zuversichtlich, dass es nach dem jüngsten Kursverfall an den US-Börsen wieder aufwärts gehen könnte. Die Panik, die die Märkte in der vergangenen Woche befallen habe, könnte endgültig nun zu Ende sein und von einer Jagd auf "Schnäppchen" abgelöst worden sein.

Bevor kurz nach dem Handelsstart September-Zahlen zum Verkauf bestehender Häuser bekannt gegeben werden, richten sich die Blicke auf zahlreiche Unternehmensbilanzen. Vor dem Börsenstart gewannen die Apple-Aktien knapp drei Prozent. Das iPhone 6 ist für den Konzern vom Start weg zur Geldmaschine geworden. Es trug wesentlich zum Anstieg des Quartalsgewinns bei. Zudem verkaufte Apple so viele Mac-Computer wie noch nie in einem Vierteljahr. Auch für das Weihnachtsquartal rechnet der Konzern mit einem starken Geschäft.

Eine überraschend gute Geschäftsentwicklung meldete zudem Texas Instruments . Zudem sieht der Chiphersteller keine Nachfrageschwäche - auch nicht in China. Das gab bereits der Chipbranche in Europa Auftrieb. Der im Dow notierte Technologiekonzern United Technologies kündigte nach einem überraschend starken Gewinnsprung im dritten Quartal die Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms für 2014 an. Die Aktien kletterten vorbörslich um knapp zwei Prozent.

Coca-Cola hingegen enttäuschte. Die Aktie verlor vor dem Börsenstart mehr als drei Prozent. Bei dem Getränkehersteller laufen die Geschäfte schleppend. Das Unternehmen will nun mit Einsparungen gegensteuern. Ebenfalls nicht rund liefen die Geschäfte der weltgrößten Imbisskette McDonald's . Auf dem Heimatmarkt USA knickten die Erlöse im dritten Quartal erneut ein, weil die Verbraucher eher bei der billigeren Konkurrenz speisten.

Zu den weiteren Dow-Unternehmen, die mit ihren Quartalsbilanzen im Mittelpunkt stehen werden, gehört auch Verizon . Der größte Mobilfunker der USA legt zwar weiter ein hohes Tempo beim Gewinnen von Kunden vor, muss bei der Profitabilität aber wegen Wettbewerbsdrucks auf dem Heimatmarkt Abstriche machen./tav/ck/mis

21.10.2014

Aktien Frankfurt: Hoffnung auf neue EZB-Milliarden beflügelt die Kurse

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gute Geschäftszahlen von Unternehmen und Hoffnungen auf weitere EZB-Konjunkturhilfen haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag angetrieben. Nicht einmal durchwachsende Konjunkturdaten aus China konnten den Börsianern letztlich die Laune verderben.

Der Dax drehte nach einem schwachen Start schnell ins Plus und baute seine Gewinne aus - am Nachmittag zeigte er sich 1,06 Prozent im Plus bei 8809,92 Punkten. Die Vortagsverluste machte er damit großteils wett. Der deutsche Leitindex fuhr bereits in der Vorwoche einen unberechenbaren Zickzack-Kurs.

BERICHTE: EZB PRÜFT KAUF VON UNTERNEHMENSANLEIHEN

Die anderen deutschen Aktienindizes zeigten am Dienstag ebenfalls eine starke Entwicklung: Für den MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen ging es um 1,50 Prozent auf 15 291,56 Punkte bergauf, während der TecDax der Technologiefirmen um 1,60 Prozent auf 1178,51 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,26 Prozent.

Nach Medienberichten denkt die Europäische Zentralbank (EZB) nun auch über den Erwerb von Unternehmensanleihen nach. Es liefen hierfür in der Notenbank erste Vorbereitungen, hieß es. Erst am Montag hatte die EZB den Beginn der Käufe von Pfandbriefen (Covered Bonds) bestätigt. Mit dem geplanten Kauf von gebündelten Krediten (ABS) soll nach Angaben von EZB-Chef Mario Draghi im Verlauf des vierten Quartals begonnen werden.

TEXAS INSTRUMENTS UND APPLE BEFLÜGELN INFINEON UND DIALOG

Bei Einzelwerten sorgten die Resultate amerikanischer Branchenkollegen für Bewegung: Die Infineon-Aktien gewannen 2,29 Prozent. Sie profitierten laut einem Händler von guten Quartalszahlen des US-Chipherstellers Texas Instruments . Bislang hatte die Sorge geherrscht, dass die Nachfrage nach Chips zurückgeht.

Den Kurssprung von 5,26 Prozent bei Dialog Semiconductor erklärten Experten mit starken Ergebnissen von Apple . Der deutsche Halbleiterspezialist gilt als Zulieferer des iPhone-Herstellers.

Für die ebenfalls im TecDax notierten Titel des Laborausrüster Sartorius ging es nach der Bekanntgabe der eigenen Geschäftszahlen um 6,45 Prozent hoch. Ein Marktteilnehmer sprach von einem "exzellenten dritten Quartal".

BMW ERHOLT

Zooplus aus dem SDax präsentierte Quartalszahlen, die für Kursgewinne von 2,63 Prozent sorgten. Beobachter sprachen von guten Resultaten. Der Ausblick des Tierbedarf-Internethändlers erscheine nun konservativ.

Die Aktien des Modekonzerns Tom Tailor gewannen nach der Bekanntgabe vorläufiger Geschäftszahlen 1,71 Prozent. Dagegen sackten die Deutz-Papiere um 10,61 Prozent ab. Der Motorenhersteller warnte, er werde aufgrund einer außerplanmäßigen Ergebnisbelastung sein Jahresziel nicht mehr erreichen können.

Die BMW-Stammaktien schüttelten im Laufe des Tages ihre Verluste ab und stiegen zuletzt um 0,88 Prozent. Bis zum Mittag hatten sie laut Aussagen aus dem Markt noch unter dem Verkauf eines Pakets an Vorzugsaktien durch einen Vermögensverwalter gelitten.

Am Morgen hatten noch die Konjunktursorgen der Vorwochen den Markt nach unten gerissen. So ist der chinesische Konjunkturmotor ins Stottern geraten. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde wuchs im dritten Quartal mit plus 7,3 Prozent zwar etwas stärker als von Analysten erwartet, aber so langsam wie seit fünf Jahren nicht mehr./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

21.10.2014

EUROSTOXX-FLASH: Gewinne weiter ausgebaut - Spekulationen über EZB-Maßnahmen

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der Eurostoxx 50 50 hat am Dienstag seine Gewinne beflügelt von Medienspekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgebaut. Gegen Mittag stand der Eurozone-Leitindex mit 1,47 Prozent im Plus bei 2970,38 Punkten und damit nur knapp unter dem zuvor erreichten Tageshoch von 2970,87 Zählern. Börsianer verwiesen auf Medienberichte, wonach die EZB zur Ankurbelung der Konjunktur nun den Aufkauf von Unternehmensanleihen erwäge. Dies habe die Kurse an den Handelsplätzen weiter gestützt. Gleichzeitig gab der Euro deutlich nach.

Die offenen Geldschleusen der Notenbanken hatten sich monatelang als Kurstreiber an den Börsen erwiesen, zuletzt waren jedoch Zweifel an der Wirksamkeit der Geldpolitik aufgekommen. Den Berichten zufolge könnte eine Entscheidung der EZB im Dezember erfolgen./tav/das

21.10.2014

Aktien Frankfurt: Unternehmensnachrichten sorgen für bessere Stimmung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hat sich nach guten Nachrichten aus der Unternehmenswelt aufgehellt. Der Dax schaffte es am Dienstag nach einem schwachen Start schnell ins Plus. Gegen Mittag gewann der Leitindex 0,81 Prozent auf 8788,63 Punkte. Nicht einmal durchwachsende Konjunkturdaten aus China konnten den Börsianern letztlich die Laune verderben.

Die anderen deutschen Aktienindizes schafften es am Dienstag noch etwas weiter ins Plus: Für den MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen ging es um 1,02 Prozent auf 15 218,92 Punkte bergauf, während der TecDax der Technologiefirmen um 1,51 Prozent auf 1177,52 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,68 Prozent vor.

Bei den Blue Chips sorgten insbesondere die Resultate amerikanischer Branchenkollegen für Bewegung: Die Infineon-Aktien gewannen 2,24 Prozent. Sie profitierten laut einem Händler von guten Quartalsresultaten von Texas Instruments . Das Geschäft mit Chips für Technik von Autos bis Industriemaschinen bescherte dem US-Hersteller ein Umsatz- und Gewinnplus.

Einen Kurssprung von 3,89 Prozent legten die Anteilsscheine von Dialog Semiconductor im TecDax hin. Als Kurstreiber sahen Börsianer die über den Markterwartungen liegenden Quartalsergebnisse von Apple . Dialog gilt als Zulieferer des iPhone-Herstellers. Für die Titel des Laborausrüster Sartorius ging es sogar um 5,37 Prozent hoch. Ein Marktteilnehmer sprach von einem "exzellenten dritten Quartal".

SARTORIUS UND ZOOPLUS STARK

Zooplus aus dem SDax präsentierte Quartalszahlen, die für Kursgewinne von 2,84 Prozent sorgten. Beobachter sprachen von guten Resultaten. Der Ausblick des Tierbedarf-Internethändlers erscheine nun konservativ. Die Aktien des Modekonzerns Tom Tailor gewannen nach vorläufigen Resultaten 0,88 Prozent. Dagegen sackten die Deutz-Papiere um 10,53 Prozent ab. Der Motorenhersteller warnte, er werde aufgrund einer außerplanmäßigen Ergebnisbelastung sein Jahresziel nicht mehr erreichen können.

Bei den Einzelwerten im Dax blieben die BMW-Stammaktien mit minus 0,24 Prozent hinter der Marktentwicklung zurück. Ein Börsianer begründete dies mit einer Platzierung von BMW-Vorzugsaktien , die die UBS im Auftrag des Vermögensverwalters Bestinver Gestion durchführe. Es würden 3,33 Millionen Vorzugsaktien zwischen 60 Euro und dem Marktpreis angeboten. Die Papiere büßten 3,42 Prozent auf 60,78 Euro ein.

Die Konjunktursorgen sind allerdings nicht verschwunden. "Man bekommt den Eindruck, dass die Marktteilnehmer froh sind, wenn der mit Schrecken behaftete Oktober zu Ende ist", fasste Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) seine Eindrücke zusammen.

Am Freitag hatte der Dax eine regelrechte Rally hingelegt. Am Montag hatte er einen guten Teil seiner Gewinne dann wieder abgegeben.

Der Kurssprung vor dem Wochenende gehe wohl vor allem auf Anleger zurück, die mit Wetten auf weiter sinkende Kurse auf dem falschen Fuß erwischt worden seien und sich mit Aktien hätten eindecken müssen, erklärte Schmidt. Durchwachsene Vorgaben der Übersee-Börsen und ein nur bescheidenes chinesisches Wirtschaftswachstum setzten der Euphorie der Anleger auch jetzt Grenzen.

NUR BESCHEIDENES WACHSTUM IN CHINA

Die Wachstumsdaten aus China seien zwar ganz in Ordnung gewesen, hätten das Bild jedoch nicht geändert, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG. Der Konjunkturmotor in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft gerät ins Stottern. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde wuchs im dritten Quartal mit plus 7,3 Prozent zwar etwas stärker als von Analysten erwartet, aber so langsam wie seit fünf Jahren nicht mehr./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

21.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax dreht ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt brauchen weiterhin starke Nerven. Der Dax schaffte es am Dienstag nach einem schwachen Start schnell ins Plus und gewann zuletzt 0,58 Prozent auf 8768,01 Punkte. Damit setzte der Leitindex seinen Zickzack-Kurs der vergangenen Tage fort: Am Freitag hatte er sich mit plus 3 Prozent etwas von der vorangegangenen Talfahrt erholt, zu Beginn dieser Woche aber gut die Hälfte der Gewinne wieder eingebüßt.

"Man bekommt den Eindruck, dass die Marktteilnehmer froh sind, wenn der mit Schrecken behaftete Oktober zu Ende ist", fasste Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) seine Eindrücke zusammen. Der Kurssprung vor dem Wochenende gehe wohl vor allem auf Anleger zurück, die mit Wetten auf weiter sinkende Kurse auf dem falschen Fuß erwischt worden seien und sich mit Aktien hätten eindecken müssen. Lustlose Vorgaben der Übersee-Börsen und ein nur bescheidenes chinesisches Wirtschaftswachstum trugen am Dienstagmorgen ebenfalls zur verhaltenen Stimmung bei.

NUR BESCHEIDENES WACHSTUM IN CHINA

Die anderen deutschen Aktienindizes schafften es am Dienstag noch etwas weiter ins Plus: Für den MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen ging es um 0,72 Prozent auf 15 173,65 Punkte bergauf, während der TecDax der Technologiefirmen um 0,96 Prozent auf 1171,06 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,42 Prozent vor.

Die Wachstumsdaten aus China seien zwar ganz in Ordnung gewesen, hätten das Bild jedoch nicht geändert, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG. Der Konjunkturmotor in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft gerät ins Stottern. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde wuchs im dritten Quartal mit plus 7,3 Prozent zwar etwas stärker als von Analysten erwartet, aber so langsam wie seit fünf Jahren nicht mehr.

VORZÜGE-PLATZIERUNG BELASTET BMW-STÄMME

Bei den Einzelwerten ragten die BMW-Stammaktien negativ heraus, die am Dax-Ende 0,77 Prozent verloren. Ein Börsianer begründete dies mit einer Platzierung von BMW-Vorzugsaktien , die die UBS im Auftrag des Vermögensverwalters Bestinver Gestion durchführe. Es würden 3,33 Millionen Vorzugsaktien zwischen 60 Euro und dem Marktpreis angeboten; die Papiere büßten 4,53 Prozent auf 60,08 Euro ein.

Ansonsten standen Unternehmenszahlen im Fokus. Bei den Blue Chips sorgten mangels heimischer Nachrichten insbesondere die Resultate amerikanischer Branchenkollegen für Bewegung.

Die Infineon-Titel gewannen an der Dax-Spitze 2,85 Prozent. Sie profitierten laut einem Händler von guten Quartalsresultaten von Texas Instruments . Das Geschäft mit Chips für Technik von Autos bis Industriemaschinen bescherte dem US-Hersteller ein Umsatz- und Gewinnplus. Im nachbörslichen Handel hatten die Texas-Papiere um fast anderthalb Prozent zugelegt.

APPLE-ZAHLEN HELFEN DIALOG - SARTORIUS UND ZOOPLUS STARK

Einen Kurssprung von 3,50 Prozent legten die Anteilsscheine von Dialog Semiconductor im TecDax hin. Als Kurstreiber sahen Börsianer die über den Markterwartungen liegenden Quartalsergebnisse des US-Konzerns Apple . Dialog gilt als Zulieferer des iPhone-Herstellers.

Für die Titel des Laborausrüster Sartorius ging es um 2,82 Prozent hoch. Ein Marktteilnehmer sprach von einem "exzellenten dritten Quartal".

Ansonsten präsentierte noch Zooplus aus dem SDax Quartalszahlen, die für Kursgewinne von 2,50 Prozent sorgten. Beobachter sprachen von guten Resultaten. Der Ausblick des Tierbedarf-Internethändlers erscheine nun konservativ./gl/das

21.10.2014

WDH/Aktien Frankfurt Eröffnung: Weitere Verluste zum Handelsstart

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt brauchen weiterhin starke Nerven: Am Dienstagmorgen verlor der Dax 0,40 Prozent auf 8682,64 Punkte. Damit knüpfte der Leitindex an seinen schwachen Wochenauftakt an, als er anderthalb Prozent verlor. Am Freitag hatte sich der Dax noch merklich erholt.

"Man bekommt den Eindruck, dass die Marktteilnehmer froh sind, wenn der mit Schrecken behaftete Oktober zu Ende ist", fasste Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) seine Eindrücke zusammen. Der Kurssprung vor dem Wochenende gehe wohl vor allem auf Anleger zurück, die mit Wetten auf weiter sinkende Kurse auf dem falschen Fuß erwischt worden seien und sich mit Aktien hätten eindecken müssen. Lustlose Vorgaben der Übersee-Börsen und ein nur bescheidenes chinesisches Wirtschaftswachstum trugen am Dienstagmorgen ebenfalls zur Moll-Stimmung bei.

Die anderen deutschen Aktienindizes blieben ebenfalls in der Verlustzone hängen: Für den MDax ging es um 0,17 Prozent auf 15 039,79 Punkte bergab, während der TecDax um 0,23 Prozent auf 1157,35 Punkte sank. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,329 Prozent zurück./gl/das

21.10.2014

Aktien Frankfurt Eröffnung: Weitere Verluste zum Handelsstart

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt brauchen weiterhin starke Nerven: Am Dienstagmorgen verlor der Dax 0,40 Prozent auf 8682,64 Punkte. Damit knüpfte der Leitindex an seinen schwachen Wochenauftakt an, als anderthalb Prozent verlor. Am Freitag hatte sich der Dax noch merklich erholt.

"Man bekommt den Eindruck, dass die Marktteilnehmer froh sind, wenn der mit Schrecken behaftete Oktober zu Ende ist", fasste Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) seine Eindrücke zusammen. Der Kurssprung vor dem Wochenende gehe wohl vor allem auf Anleger zurück, die mit Wetten auf weiter sinkende Kurse auf dem falschen Fuß erwischt worden seien und sich mit Aktien hätten eindecken müssen. Lustlose Vorgaben der Übersee-Börsen und ein nur bescheidenes chinesisches Wirtschaftswachstum trugen am Dienstagmorgen ebenfalls zur Moll-Stimmung bei.

Die anderen deutschen Aktienindizes blieben ebenfalls in der Verlustzone hängen: Für den MDax ging es um 0,17 Prozent auf 15 039,79 Punkte bergab, während der TecDax um 0,23 Prozent auf 1157,35 Punkte sank. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,329 Prozent zurück./gl/das

21.10.2014

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax kaum bewegt - Stabilisierung nach erneutem Rutsch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem neuerlichen Kursrutsch des Dax zu Wochenbeginn dürften am Dienstag zunächst keine weiteren Verluste folgen. Eine dreiviertel Stunde vor dem Börsenstart stand der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex bei 8719 Punkten. Das ist minimal mehr als der Schlusskurs des Dax in der Kernhandelszeit am Montag, die der Index anderthalb Prozent im Minus beendet hatte.

Die Wachstumsdaten aus China seien zwar ganz in Ordnung gewesen, hätten das Bild jedoch nicht geändert, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG. Zunächst gelte es in Europa daher vor allem, das recht starke Handelsende an der Wall Street einzupreisen. Der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vortag legte um 0,12 Prozent zu. In Asien ging es nach dem starken Wochenbeginn am Morgen indes wieder abwärts.

PLATZIERUNG VON VORZÜGEN BELASTET BMW-STÄMME

Die BMW-Stammaktien waren beim Broker Lang & Schwarz (L&S) mit vorbörslich minus anderthalb Prozent schwächster Dax-Wert. Ein Börsianer begründete dies mit einer Platzierung in BMW-Vorzugsaktien , die die UBS im Auftrag des Vermögensverwalters Bestinver Gestion durchführe. In einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren würden 3,33 Millionen Vorzugsaktien zwischen 60 Euro und dem Marktpreis angeboten. Die Papiere hatten auf Xetra bei 62,93 Euro geschlossen und waren nach Bekanntwerden der Platzierung im späten Frankfurter Handel bis auf 61,48 Euro zurückgefallen.

Ansonsten standen erneut Unternehmenszahlen im Fokus. Mangels heimischer Nachrichten sorgten insbesondere die Resultate amerikanischer Branchenkollegen für Bewegung: Infineon könnten laut einem Händler etwas von guten Quartalsresultaten von Texas Instruments profitieren. Das Geschäft mit Chips für Technik von Autos bis Industriemaschinen bescherte dem US-Hersteller ein Umsatz- und Gewinnplus. Im nachbörslichen Handel hatten die Texas-Papiere um 1,35 Prozent zugelegt. Infineon lagen vorbörslich knapp im Plus.

STARKE APPLE-ZAHLEN HELFEN DIALOG

Klarere Gewinne von rund 2 Prozent schafften die Anteilsscheine von Dialog Semiconductor . Als Kurstreiber sahen Börsianer die über den Markterwartungen liegenden Quartalsergebnisse des US-Konzerns Apple . Dialog gilt als Zulieferer des iPhone-Herstellers.

Die Papiere deutscher Stahlkonzerne könnten derweil von besser als erwarteten Resultaten von Steel Dynamics profitieren. Aus Deutschland präsentierten lediglich Unternehmen aus der dritten Reihe wie der Laborausrüster Sartorius und der Internethändler für Tierbedarf Zooplus ihre Zahlen./gl/das

20.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne - Dow Jones trotzt schwachen IBM-Zahlen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Montag weiter von den zuletzt deutlichen Kursverlusten erholt. Der Dow Jones Industrial schüttelte überraschend schwache Zahlen des Index-Schwergewichts IBM zumindest teilweise ab und schloss 0,12 Prozent höher bei 16 399,67 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 zog um 0,91 Prozent auf 1904,01 Punkte an und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,43 Prozent auf 3870,08 Zähler.

Experten sehen die angelaufene Berichtssaison in den USA als Lackmustest für die Bewertungen am Aktienmarkt. Zwar habe IBM die Erwartungen verfehlt, andere Unternehmen hätten allerdings besser abgeschnitten als gedacht, sagte ein Börsianer. Sollte die Berichtssaison insgesamt solide verlaufen, könnten die Konjunktursorgen der Investoren nachlassen. Bedenken in puncto Wirtschaftswachstum hatten den Aktienmarkt in den vergangenen Wochen stark belastet.

Zudem behalten die Investoren die US-Notenbank im Blick. Die Fed dürfte Ende Oktober das Ende ihrer milliardenschweren, zur Unterstützung der Konjunktur initiierten Anleihekäufe beschließen. "Es gibt keinen Grund, die Käufe Ende Oktober nicht zu beenden", hatte der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas, Richard Fisher, am Montag dem Fernsehsender CNBC gesagt. "Die Lage der US-Wirtschaft bessert sich". Die jüngsten Marktturbulenzen hätten an dem Ausblick nichts geändert.

IBM BRECHEN NACH QUARTALSZAHLEN EIN

IBM schockte die Anleger mit den Zahlen für das abgelaufene Quartal. Zudem hält die Konzernführung das operative Gewinnziel für 2015 für nicht mehr realistisch. Die Aktien knickten als abgeschlagenes Schlusslicht im Dow Jones um mehr als sieben Prozent ein. An der Spitze standen die Aktien des Unterhaltungskonzerns Walt Disney . Sie kletterten um rund zwei Prozent nach oben.

Für die Papiere des Dienstleisters für die Ölindustrie Halliburton ging es nach überraschend guten Quartalszahlen um 0,61 Prozent nach oben. Gute Stimmung gab es auch bei den Aktionären von Apple . Die Titel des iPhone-Konzerns stiegen vor Geschäftszahlen um mehr als zwei Prozent.

SEARS HOLDINGS MIT KURSEXPLOSION - EXPERTE: VERSCHAFFT SICH LUFT

Der Paketdienstleister United Parcel Service (UPS) will angesichts des boomenden Onlinehandels sein Europa-Geschäft ausbauen. Die Aktionäre freute es: die Papiere legten um 0,84 Prozent zu. Die seit Monaten unter Druck stehenden Papiere des Einzelhändlers Sears Holdings schossen um 23 Prozent nach oben. Der Konzern will bei den Aktionären frisches Geld einsammeln. Damit könnten Liquiditätsprobleme gemindert und Zeit für eine Rückkehr zur Profitabilität gewonnen werden, sagte ein Experte.

Der Kurs des Euro legte im US-Handel leicht zu. Die Gemeinschaftswährung stieg auf 1,2805 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2773 (Freitag: 1,2823) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,7829 (0,7799) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gewannen 2/32 Punkte auf 101 20/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,19 Prozent./mis/he

20.10.2014

Aktien New York Schluss: Weitere Erholung trotz schwacher IBM-Zahlen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Montag weiter von den zuletzt deutlichen Kursverlusten erholt. Der Dow Jones Industrial schüttelte überraschend schwache Zahlen des Index-Schwergewichts IBM zumindest teilweise ab und schloss 0,12 Prozent höher bei 16 399,67 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 zog um 0,91 Prozent auf 1904,02 Punkte an und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,43 Prozent auf 3870,08 Zähler.

Experten sehen die angelaufene Berichtssaison in den USA als Lackmustest für die Bewertungen am Aktienmarkt. Zwar habe IBM die Erwartungen verfehlt, andere Unternehmen hätten allerdings besser abgeschnitten als gedacht, sagte ein Börsianer. Sollte die Berichtssaison insgesamt solide verlaufen, könnten die Konjunktursorgen der Investoren nachlassen. Bedenken in puncto Wirtschaftswachstum hatten den Aktienmarkt in den vergangenen Wochen stark belastet.

Zudem behalten die Investoren die US-Notenbank im Blick. Die Fed dürfte Ende Oktober das Ende ihrer milliardenschweren, zur Unterstützung der Konjunktur initiierten Anleihekäufe beschließen. "Es gibt keinen Grund, die Käufe Ende Oktober nicht zu beenden", hatte der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas, Richard Fisher, am Montag dem Fernsehsender CNBC gesagt. "Die Lage der US-Wirtschaft bessert sich". Die jüngsten Marktturbulenzen hätten an dem Ausblick nichts geändert./mis/he

21.10.2014

ROUNDUP/KfW: Konjunkturschwäche bremst Mittelstand - aber Jobmotor intakt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die schwache Konjunktur bremst nach Einschätzung der Förderbank KfW den deutschen Mittelstand. Zwar konnten die Betriebe im vergangenen Jahr ihre Umsätze ausbauen, die Profitabilität steigern und auch Beschäftigung aufbauen, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner bei der Vorlage einer repräsentativen Umfrage unter Mittelständlern am Dienstag in Frankfurt. Die frühere Wachstumsstärke sei aber nicht in Sicht - auch weil der Auslandsabsatz wegen der schwachen Nachfrage aus Europa zuletzt sank.

Zudem stellten die verunsicherten Unternehmer Investitionen zurück. Von den ursprünglich geplanten Investitionen von 221 Milliarden Euro habe der Mittelstand im vergangenen Jahr 31 Milliarden Euro nicht getätigt, berichtete die KfW. Daran werde sich auch wegen des Ukraine-Konflikts in diesem Jahr nichts ändern.

Im Gegenteil: Aus Sorge um die Konjunkturentwicklung würden 2014 rund 41 Milliarden Euro weniger investiert als ursprünglich beabsichtigt, sagte Zeuner: "Nur bei einer nachhaltigen Verbesserung der Aussichten für Deutschland und Europa werden die Investitionen im Mittelstand deutlich anziehen." Darauf deute aktuell nichts hin.

Zwar konnten die mittelständischen Unternehmen ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent erhöhen. Allerdings habe das Wachstum gegenüber dem Vorjahr um ein Fünftel abgenommen. Damit fiel die Umsatzentwicklung erstmals seit dem Krisenjahr 2009 - und damit zum zweiten Mal in den letzten zehn Jahren - hinter das nominale Wachstum der gesamten Wirtschaftsleistung (plus 2,2 Prozent) zurück.

Ein stärkeres Wachstum in diesem Jahr sei unwahrscheinlich, hieß es. Und auch mittelfristig rechnet die KfW nur mit wenig Belebung.

In Anbetracht des steigenden Wettbewerbsdrucks aus dem Ausland, der konjunkturellen Schwäche in vielen zentralen Absatzmärkten und der noch immer hohen Unsicherheit habe der Mittelstand 2013 insgesamt aber ein gutes Ergebnis erzielt - zumal die kleinen und mittelgroßen Betriebe 2013 mit einer Umsatzrendite von 6,7 Prozent so profitabel gewesen seien wie noch nie.

Allerdings würden die Gewinne nicht investiert, sondern blieben meist im Unternehmen. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote im Mittelstand legte deshalb 2013 erneut zu und liegt nun bei satten 28,6 Prozent.

Trotz der nachlasssenden Dynamik bleibt der Mittelstand Deutschlands Jobmotor. Während in Großunternehmen und im öffentlichen Sektor rund 226 000 Arbeitskräfte weniger beschäftigt waren als 2012, stieg die Zahl der Beschäftigten in kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) um rund 522 000 auf 28,6 Millionen Menschen, heißt es in der Studie: "Nach einer leichten Schwächephase im Vorjahr haben die KMU folglich den gesamtwirtschaftlichen Zuwachs im Jahr 2013 von 296 000 Arbeitskräften vollständig getragen."/hqs/DP/jkr

21.10.2014

ROUNDUP: Mehrurlaub für ältere Beschäftigte bleibt möglich

ERFURT (dpa-AFX) - Zusätzliche Urlaubstage für ältere Mitarbeiter bleiben unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Zwar würden jüngere Menschen durch solche Regelungen benachteiligt, entschied am Dienstag das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Doch zum Schutz älterer Beschäftigter dürfe der Arbeitgeber Mehrurlaub gewähren, wenn dies in einem angemessenen Rahmen bleibe.

Geklagt hatten sieben 45- bis 56-Jährige, die bei einem Schuhhersteller in Rheinland-Pfalz arbeiten. Regulär haben die Mitarbeiter dort 34 Tage Urlaub im Jahr. Das Unternehmen gibt Beschäftigten ab ihrem 58. Geburtstag jedoch zwei zusätzliche Urlaubstage und begründet dies mit der Fürsorgepflicht für die Älteren. Doch die Kläger hatten sich dadurch wegen ihres Alters diskriminiert gefühlt und ebenfalls 36 Tage Urlaub gefordert.

Der neunte Senat des Bundesarbeitsgericht wies ihre Anträge zurück und folgte damit der Linie der Vorinstanzen. Das Unternehmen habe mit seiner Einschätzung, dass Mitarbeiter ab 58 angesichts der schweren und körperlich ermüdenden Arbeit in der Schuhproduktion längere Erholungszeiten bräuchten, seinen Ermessensspielraum nicht überschritten. Die Richter verwiesen dabei auch auf den Manteltarifvertrag der Schuhindustrie, der ebenfalls zwei Tage zusätzlichen Urlaub für diese Altersgruppe vorsehe. Das beklagte Unternehmen ist jedoch nicht tarifgebunden.

In der Frage von Mehrurlaub für ältere Arbeitnehmer gebe es keine goldene Regel, erläuterte Gerichtssprecher Waldemar Reinfelder. Vielmehr müsse jeweils von Fall zu Fall entschieden werden. Bei einem Bürojob könne die Abwägung einer solchen Altersstaffel ganz anders ausfallen als in einem Produktionsbetrieb. So hatten die obersten deutschen Arbeitsrichter vor zweieinhalb Jahren eine solche altersabhängige Urlaubsstaffel im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen gekippt. Sie hatte aber schon ab dem 30. Lebensjahr angesetzt und damit deutlich früher als im aktuellen Fall aus Rheinland-Pfalz./hum/DP/jkr

21.10.2014

Studie: Arbeitsplatzsicherheit für Deutsche besonders wichtig

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitsplatz spielt für deutsche Arbeitnehmer die Sicherheit die größte Rolle. Noch wichtiger als das Grundgehalt seien ein sicherer Job und eine sichere Vergütung, teilte die Unternehmensberatung Towers Watson bei der Vorlage einer Studie am Dienstag in Frankfurt mit. Wollen Unternehmen ihre Mitarbeiter aber langfristig binden, seien die Höhe des Gehalts sowie Karrierechancen die wichtigsten Kriterien.

Die Untersuchung zeige, dass deutsche Arbeitgeber die Bedeutung von eigenständigem Arbeiten und der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes für potenzielle Mitarbeiter unterschätzten. Dagegen werde bei der langfristigen Bindung von Angestellten insbesondere der Stellenwert von herausfordernder Arbeit von vielen Unternehmen verkannt. "Die Verantwortlichen müssen heute genau wissen, auf welche Merkmale talentierte Mitarbeiter bei ihrer Entscheidung für einen Arbeitgeber achten, damit sie sich konsequent als attraktiver Arbeitgeber präsentieren können", sagte Towers-Watson-Expertin Heike Ballhausen. Hier gebe es in vielen Unternehmen Nachholbedarf.

Das Sicherheitsbedürfnis deutscher Arbeitnehmer zeige sich auch daran, dass gerade einmal 17 Prozent ihren Arbeitgeber innerhalb der nächsten zwei Jahre wechseln wollten. Ballhausen begründete dies mit den hiesigen Strukturen: "Hierzulande steigt die Vergütung oftmals proportional zur Erfahrung und Betriebszugehörigkeit. Dadurch sinkt mit den Jahren die Bereitschaft, das Unternehmen zu verlassen."/hqs/DP/jkr

21.10.2014

Mehrurlaub für ältere Beschäftigte bleibt möglich

ERFURT (dpa-AFX) - Zusätzliche Urlaubstage für ältere Mitarbeiter bleiben unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Das hat am Dienstag das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden. Geklagt hatten sieben 45 bis 56 Jahre alte Beschäftigte eines Schuhherstellers in Rheinland-Pfalz. Deren Arbeitgeber gibt Mitarbeitern ab ihrem 58. Lebensjahr zwei Tage Mehrurlaub im Jahr. Dadurch hatten sich die Kläger wegen ihres Alters diskriminiert gefühlt. Doch die obersten deutschen Arbeitsrichter wiesen die Klagen ab. Zum Schutz älterer Mitarbeiter habe der Arbeitgeber einen Ermessensspielraum auch bei der Urlaubsgestaltung, der in diesem Fall nicht überschritten sei, urteilten die Richter./hum/DP/jkr

21.10.2014

Österreich/OeNB: Konjunktur kommt nicht in Schwung

WIEN (dpa-AFX) - Österreichs Wirtschaft kommt auch in der zweiten Jahreshälfte nicht in Schwung. Die Wirtschaftsleistung dürfte im Gesamtjahr nur um 0,8 Prozent wachsen. Das geht aus dem Konjunkturindikator der Österreichischen Nationalbank (OeNB) hervor, der auf Lkw-Fahrleistungsdaten basiert. Ende August hatte die OeNB ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr bereits um 0,7 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent kräftig gesenkt.

Die Güterexporte dürften gemäß OeNB-Exportindikator im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr stagniert haben und im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 sogar zurückgegangen sein. Der OeNB-Konjunkturindikator vom Oktober signalisiert daher ein Wachstum der österreichischen Wirtschaft im dritten und vierten Quartal 2014 um nur 0,1 Prozent bzw. 0,2 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorquartal. Als Ursachen für die Konjunkturflaute nennt die Nationalbank die anhaltende Konjunkturschwäche im Euroraum und den Russland-Ukraine-Konflikt./ivn/itz/APA/jkr

21.10.2014

ROUNDUP 4: Drache ohne Puste - Chinas Wachstum fällt auf Fünf-Jahres-Tief

PEKING (dpa-AFX) - Der Konjunkturmotor China gerät ins Stottern. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde ist im dritten Quartal 2014 so langsam gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Zwischen Juli und September 2014 legte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent zu.

Analysten zeigten sich dennoch erleichtert - sie hatten mit 7,2 Prozent ein noch schwächeres Wachstum erwartet. "Die Befürchtungen eines abrupten Abschwungs haben sich angesichts der heutigen Zahlen nicht bewahrheitet", schreibt Ashley Davies von der Commerzbank . Allerdings dürfte sich Chinas Konjunktur weiter abkühlen. Davon geht auch Ulrike Rondorf vom Bankhaus Lampe aus: "Der Bausektor und die hohe Verschuldung belasten die Konjunktur zusehends."

STAATSFÜHRUNG PEILT 7,5 PROZENT WACHSTUM AN

Der Zuwachs liegt unter dem von der Staatsführung gesteckten Ziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr. Seit dem ersten Quartal im Jahr 2009 hat Chinas Wirtschaft nicht mehr so langsam zugelegt. Damals hatte die Wachstumsrate bei 6,6 Prozent gelegen. Im zweiten Quartal dieses Jahres war Chinas Wirtschaft auf 7,5 Prozent Wachstum gekommen.

Ohne Hilfen von der Zentralregierung stünde Chinas Konjunktur wesentlich schlechter da, meint Wirtschaftsprofessor Yan Chengzhong von der Donghua Universität in Shanghai. Allerdings könnten einige Maßnahmen erst in den kommenden Monaten Wirkung zeigen. Frederik Kunze von der Nord-LB schreibt: "Insbesondere der Immobilienmarkt wurde durch Lockerungsmaßnahmen gestützt. Darüber hinaus hat die chinesische Zentralbank die Geldschleusen dezent geöffnet und durch gezielte Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen dem Bankensektor unter die Arme gegriffen."

ARBEITSMARKT RÜCKT IN DEN VORDERGRUND

Mit 7,5 Prozent liegt das Regierungsziel weit unter dem zweistelligen Turbo-Wachstum der vergangenen Jahrzehnte. Sollte es in diesem Jahr bei dem Tempo bleiben, wäre es das langsamste Wachstum seit 24 Jahren.

Chinas Staatsführung misst ihre Wirtschaftspolitik zu einem großen Teil an der Zahl der geschaffenen neuen Stellen auf dem Arbeitsmarkt. Regierungschef Li Keqiang hatte auf dem Weltwirtschaftsforum in Tianjin vergangenen Monat betont, dass in China in den ersten acht Monaten dieses Jahres fast zehn Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

WACHSTUM SCHWÄCHT SICH WEITER AB

Der Internationale Währungsfonds prognostizierte für China in diesem Jahr ein Wachstum von 7,4 Prozent. Im kommenden Jahr soll China Wirtschaft nur noch mit 7,1 Prozent zulegen.

Langfristig könnte sich Chinas Wachstum auf einem noch niedrigeren Niveau einpendeln. Das Analyseunternehmen "The Conference Board" prognostizierte einen Einbruch von Chinas Konjunkturdaten in den kommenden zehn Jahren. Zwischen 2015 und 2019 werde der Zuwachs im Schnitt bei 5,5 Prozent liegen. Zwischen 2020 und 2025 werde sich die Wirtschaftsentwicklung weiter verlangsamen auf durchschnittlich 3,9 Prozent, heißt es in einer Analyse.

Im Vergleich zum geringen Wachstum in Europa und den USA erscheinen Wachstumszahlen wie in China bemerkenswert, doch sind sie für ein Schwellenland mit seinem Nachholbedarf nicht hoch. Experten sehen sechs oder sieben Prozent Wachstum als Untergrenze, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen und Entwicklungsprobleme zu lösen./seu/DP/jkr

21.10.2014

KfW: Konjunkturschwäche bremst deutschen Mittelstand

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die schwache Konjunktur bremst nach Einschätzung der Förderbank KfW den deutschen Mittelstand. Zwar konnten die Betriebe im vergangenen Jahr ihre Umsätze ausbauen, die Profitabilität steigern und auch Beschäftigung aufbauen, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner bei der Vorlage einer repräsentativen Umfrage unter Mittelständlern am Dienstag in Frankfurt. Die frühere Wachstumsstärke sei aber nicht in Sicht - auch weil der Auslandsabsatz wegen der schwachen Nachfrage aus Europa zuletzt sank.

Zudem stellten die auch wegen des Ukraine-Konflikts verunsicherten Unternehmer Investitionen zurück. Daran werde sich auch 2014 nichts ändern, sagte Zeuner: "Nur bei einer nachhaltigen Verbesserung der Aussichten für Deutschland und Europa werden die Investitionen im Mittelstand deutlich anziehen."/hqs/DP/jkr

21.10.2014

Ersatzkassen verlangen umfassende Krankenhausreform

BERLIN (dpa-AFX) - Die Ersatzkassen haben eine umfassende Reform der Krankenhausstruktur gefordert. Qualität und Erreichbarkeit müssten im Mittelpunkt einer Krankenhausplanung der Zukunft stehen, erklärte die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Ulrike Elsner, am Dienstag in Berlin. Sie stellte ein Gutachten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) zur "Krankenhausplanung 2.0" vor.

Elsner plädierte für bundesweit einheitliche Qualitäts- und Erreichbarkeitsstandards. Diese sollten verbindlich für die Krankenhausplanung und Budgetverhandlungen der Krankenkassen mit den Kliniken in den Ländern gelten.

Länder, Krankenhäuser und Kassen sollten Über-, Unter- und Fehlversorgung entgegenwirken. Krankenhäuser, die längerfristig schlechte Qualität oder besonders unnötige Operationen durchführen, sollten von der Versorgung ausgeschlossen werden, forderte Elsner.

Boris Augurzky vom RWI erklärte: "Die Probleme, die wir heute in den Krankenhäusern haben, sind die Folge der historisch gewachsenen länderbezogenen Krankenhauslandschaft und deren Fortschreibung: Zu viele kleine Einheiten, eine zu hohe Krankenhausdichte, zu wenig Spezialisierungen, eine zu geringe Qualitätsorientierung."

Bis Ende des Jahres soll eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern Eckpunkte für eine Reform der Krankenhausstruktur erarbeiten./rm/DP/jkr

21.10.2014

Elektroindustrie steigert Ausfuhren dank starker Nachfrage aus Asien

FRANKFURT (dpa-AFX) - Getrieben von der kräftigen Nachfrage aus Asien hat die deutsche Elektroindustrie ihre Ausfuhren auch im August gesteigert. Die Exporte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Während die Nachfrage aus dem Euroraum mit einem Mini-Plus von 0,3 Prozent (auf 3,6 Mrd. Euro) nahezu stagnierte, kletterten die Asien-Exporte um 11,8 Prozent (auf 3,0 Mrd. Euro), betonte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Dabei zogen die Ausfuhren nach China mit einem Wachstum von 18,3 Prozent (auf 1,3 Mrd. Euro) besonders kräftig an. In den ersten acht Monaten dieses Jahres stiegen die Branchenausfuhren im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent auf 106,9 Milliarden Euro./hqs/DP/she

21.10.2014

Dobrindt zu Streiks: 'Dauerblockade würde sehr schaden'

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat angesichts der Streiks bei der Bahn und der Lufthansa vor schwerwiegenden Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur gewarnt. "Wenn Menschen nicht zur Arbeit kommen und Güter nicht transportiert werden, dann leidet auch die Wirtschaft", sagte Dobrindt der "Bild" (Dienstag). "Unsere Verkehrswege sind das zentrale Nervensystem unseres Landes. Daran hängen Wohlstand, Wachstum und Arbeitsplätze. Dieses Nervensystem darf nicht lange lahmgelegt werden, eine Dauerblockade würde der Konjunktur sehr schaden."

Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa haben Piloten am Dienstag ihren Streik auf Langstreckenflüge ausgeweitet. Am vergangenen Wochenende hatten Lokführer mit einem bundesweiten Streik große Teile des Bahnverkehrs lahmgelegt. Beide Tarifauseinandersetzungen schwelen seit Monaten./fri/DP/jkr

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Zooplus auf 'Buy' - Ziel 60 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für Zooplus nach vorläufigen Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Die Eckdaten zum dritten Quartal seien besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Dennis Schmitt in einer Studie vom Dienstag. Angesichts des exzellenten Quartals erschienen seine Jahresprognosen für den Anbieter von Haustierbedarf konservativ./edh/tav

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser belässt Krones auf 'Buy' - Ziel 84 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Krones vor Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 84 Euro belassen. Analyst Torben Teichler rechnet in einer Studie vom Dienstag mit einem soliden dritten Quartal des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen./ajx/edh

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser belässt Brenntag auf 'Buy' - Ziel 41,30 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für die Aktie des Chemikalienhändlers Brenntag auf "Buy" mit einem Kursziel von 41,30 Euro belassen. Die jüngste Kursschwäche biete eine attraktive Einstiegsgelegenheit, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Dienstag./ajx/edh

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für KWS Saat auf 260 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für KWS Saat nach Zahlen von 250 auf 260 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Saatguthersteller habe wie erwartet solide Kennziffern für das Geschäftsjahr 2013/14 abgeliefert, schrieb Analystin Katja Filzek in einer Studie vom Dienstag. KWS Saat gewinne weiterhin Marktanteile in seinem profitabelsten Segment Zuckerrüben, lobte die Expertin. Auch der Unternehmensausblick erscheine konservativ./edh/tav

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt MAN auf 'Hold' - Ziel 85 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für MAN auf "Hold" mit einem Kursziel von 85 Euro belassen. Nach der Gewinnwarnung vor rund einem Monat hätten sich die Absatzmärkte des Lkw-Herstellers noch schlechter als befürchtet entwickelt, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Dienstag. Und auf im derzeit schnell wachsenden US-Markt sei MAN nicht engagiert. Deshalb reduzierte der Experte seine Prognosen für das operative Ergebnis der Jahre 2014 und 2015 deutlich./edh/tav

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Dürr auf 'Buy' - Ziel 70 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für Dürr vor Zahlen zum dritten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 70 Euro belassen. Der Umsatz dürfte um drei Prozent gesunken sein, die Margen und der Free Cashflow sollten sich aber stark entwickelt haben, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Dienstag. Der Experte passte seine diesjährige Umsatzprognose für den Hersteller von Fahrzeug-Lackieranlagen an die Homag-Übernahme an./edh/tav

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: Equinet senkt Ziel für Bauer AG auf 14 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat das Kursziel für den Bau- und Maschinenbau-Konzern Bauer im Vorfeld der Bilanzzahlen für das dritte Quartal von 18 auf 14 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Analyst Holger Schmidt sprach in einer Studie vom Dienstag von geopolitischen Risiken sowie technischen Problemen beziehungsweise Budgetüberschreitungen in manchen Bereichen. So hätte es zuletzt wieder Hinweise auf einen schwachen Baumaschinen-Markt in China gegeben. Das Risko steige deshalb, dass Bauer erneut die eigenen Ziele verfehle./kkx/das

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für BHP Billiton auf 2180 Pence - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für BHP Billiton von 2250 auf 2180 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Analyst Fraser Jamieson verwies in einer Branchenstudie vom Dienstag auf die von JPMorgan reduzierten Preisprognosen für Basis- und Edelmetalle./ajx/la

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Ziel für Jenoptik auf 10,50 Euro - 'Overweight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Jenoptik nach einer erneuten Gewinnwarnung von 12,00 auf 10,50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analyst Richard Schramm sprach in einer Studie am Dienstag von einem "enttäuschenden dritten Quartal". Er passte das Kursziel nach einem kräftigen Rückgang der Aktie an. Mittelfristig seien die Wachstumsperspektiven des Unternehmens jedoch intakt./kkx/das

21.10.2014

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Ziel für SAP auf 65 Euro - 'Overweight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für SAP nach Zahlen von 70 auf 65 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Investoren dürften sich zuletzt vor allem auf das enttäuschende Linzenzgeschäft konzentriert und die jüngste Kurskorrektur ausgelöst haben, schrieb Analyst Gerardus Vos in einer Studie vom Dienstag. Die Aktie komme nun aber in "werthaltiges Territorium" und der Kurs könnte die Talsohle erreicht haben, sofern der Softwarekonzern von seiner Kapitaldisziplin überzeugen könne. Auch müsse SAP sich bei der Bilanzierung mehr auf Kerngeschäft und Cloud fokussieren und klar machen, dass keine größere Übernahme im Cloudgeschäft nötig sei./tav/das