dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

28.08.2015

ROUNDUP 2: Kleinaktionäre adé - Postbank bereitet Neustart an der Börse vor

(neu: Abstimmungsergebnis)

BONN/BOCHUM (dpa-AFX) - "Fit für die Börse 2.0": Unter diesem Motto bereitet sich die Postbank derzeit auf eine neue Ära ohne ihre langjährige Konzernmutter Deutsche Bank vor. Die Startglocke zu einem neuen Kapital in der 106-jährigen Geschichte der Bank sei eingeläutet, sagte Vorstandschef Frank Strauß am Freitag auf der Hauptversammlung in Bochum. Aufgabe sei es nun, das Unternehmen fit zu machen für den angestrebten Börsengang im kommenden Jahr.

Im April hatte die Deutsche Bank als Hauptaktionärin die Abspaltung ihrer Tochterfirma aus Bonn angekündigt. Dazu wurden nun im ersten Schritt auf dem Aktionärstreffen die verbliebenen Minderheitsaktionäre, die noch einen Anteil von 3,2 Prozent an der Postbank hielten, gegen eine Barabfindung zwangsweise aus der Gesellschaft gedrängt. Die Hauptversammlung stimmte am Abend wie erwartet mit großer Mehrheit dem "Squeeze out" zu.

Die Kleinanleger nahmen ihren Rauswurf zumeist ohne größeren Widerstand hin. Die Geschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Daniela Bergdolt, bedauerte die Abspaltung. Sie

schlug der Unternehmensführung vor, Kleinanlegern für neue Postbank-Aktien einen Bonus zu gewähren. Andere bezeichneten die Barabfindung von 35,05 Euro je Aktie als zu gering und "grob unanständig".

Für die Zeit nach der Trennung von der Deutschen Bank will sich die Postbank mit digitalen Diensten und Privatkrediten stärker positionieren. Bereits 90 Prozent aller Überweisungen würden virtuell getätigt, wobei Strauß dort noch "Ausbaupotenzial" sieht. Ferner wollen die Bonner das Geschäft mit Mittelstandskunden ins Visier nehmen. Mit 14 Millionen Kunden insgesamt ist die Postbank einer der größten Finanzdienstleister für Privatkunden und mit über 5 Millionen digital erreichbaren Kunden nach eigener Darstellung die größte Onlinebank in Deutschland./daf/ls/DP/he

28.08.2015

Postbank-Hauptversammlung stimmt für Aus für Kleinaktionäre

BOCHUM (dpa-AFX) - Die Aktionäre der Postbank haben den Weg für den Neustart des Bonner Kreditinstituts freigemacht. Die Hauptversammlung stimmte am Freitagabend mit großer Mehrheit dafür, die verbliebenen Minderheitsaktionäre, die noch einen Anteil von 3,2 Prozent an der Postbank halten, gegen eine Barabfindung von 35,05 Euro zwangsweise aus der Gesellschaft zu drängen. Die Deutsche Bank will ihre Tochterfirma abspalten und im kommenden Jahr erneut an die Börse bringen. Die Postbank ist mit 14 Millionen Kunden und über 5 Millionen Girokonten einer der größten deutschen Finanzdienstleister für Privatkunden und Kleinunternehmen./daf/hff/DP/he

28.08.2015

dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen der Woche vom 24.08. bis 28.08.2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 24.08 bis 28.08.2015:

MONTAG

BHP BILLITON PLC

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für BHP Billiton vor Zahlen von 1150 auf 1050 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er bleibe mit Blick auf die wichtigsten Geschäftsfelder Öl, Kupfer, Eisenerz und Kohle pessimistisch, schrieb Analyst Eugene King in einer Studie vom Montag. Bei den Jahresresultaten des Bergbaukonzerns dürften der Ausblick, Kostensenkungen und die Investitionen im Fokus stehen.

DEUTSCHE EUROSHOP AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Deutsche Euroshop nach einer Investorenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 48 Euro belassen. Die laufende Erweiterung der drei Einkaufszentren der Immobiliengesellschaft in Hamburg, Kassel und Danzig zahle sich aus, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Montag.

EON AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Eon von 15 auf 12 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analystin Tanja Markloff nennt in einer Studie vom Montag ihre um durchschnittlich sieben Prozent gesunkenen Gewinnerwartungen als Grund für das niedrigere Kursziel. Schwächere Strom- und Ölpreise sowie die Abwertung des Rubel seien der Auslöser für mehr Zurückhaltung.

NESTLE

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Nestle von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 74 auf 80 Franken angehoben. Nach einem Treffen mit Finanzchef Francois-Xavier Roger rechne er für die beiden kommenden Jahre mit einem 15 Milliarden Franken schweren Aktienrückkaufprogramm, schrieb Analyst Jon Cox in einer Studie vom Montag. Offensichtlich sehe der Lebensmittelhersteller keine Notwendigkeit, seine "AAA"-Kreditbonität zurückzugewinnen, und die im Verhältnis zum Umsatz gesunkenen Investitionen unterstützten die Bilanz.

ZURICH INSURANCE GROUP

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Zurich Insurance Group von 340 auf 335 Franken gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Alle Augen seien bei dem Versicherer darauf gerichtet, wie er sein Überschusskapital verwende, schrieb Analyst Niccolo Dalla Palma in einer Branchenstudie vom Montag. Sollte keine Einigung bezüglich der geplanten Übernahme des britischen Konkurrenten RSA gelingen, dann sei eine Sonderdividende an die Anleger für dieses Jahr wahrscheinlich.

DIENSTAG

BASF SE

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für BASF von 75 auf 72 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Die Fundamentaldaten für den europäischen Chemiesektor dürften sich im zweiten Halbjahr verschlechtern, schrieb Analyst Chris Counihan in einer Branchenstudie vom Dienstag. Zum einen dürften die positiven Effekte durch den Ölpreisverfall an die Kunden weitergereicht werden, zum andern schwäche sich die Nachfrage in China ab. Zudem werde das globale Überangebot für europäische Chemikalien die Preise weiter unter Druck setzen. Der Experte favorisiert daher Konzerne, die sich durch eine robuste Preisbildung auszeichneten und nachhaltig von einem tieferen Ölpreis profitierten. BASF und Evonik seien dagegen zu sehr auf das Rohstoffgeschäft und überversorgte Märkten ausgerichtet.

BEIERSDORF AG

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Beiersdorf auf "Underperform" mit einem Kursziel von 71 Euro belassen. Beiersdorf sei unter den von ihm beobachteten Konsumgüterwerten nach wie vor am höchsten bewertet, schrieb Analyst Andrew Wood in einer Branchenstudie vom Dienstag. Dabei sollte das Papier mit Blick auf die operative Entwicklung und die Perspektiven eher am günstigsten sein.

HENKEL VORZUEGE

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Henkel von 99 auf 94 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe wegen der jüngsten Wechselkurseffekte seine 2016er-Gewinnschätzungen für europäische Konsumgüterkonzerne um durchschnittlich 2 bis 5 Prozent reduziert, schrieb Analyst Charles Mills in einer Branchenstudie vom Dienstag. Dies werde von seinem Kursziel reflektiert.

LINDE AG

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Linde von 190 auf 185 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Fundamentaldaten für den europäischen Chemiesektor dürften sich im zweiten Halbjahr verschlechtern, schrieb Analyst Chris Counihan in einer Branchenstudie vom Dienstag. Zum einen dürften die positiven Effekte durch den Ölpreisverfall an die Kunden weitergereicht werden, zum andern schwäche sich die Nachfrage in China ab. Zudem werde das globale Überangebot für europäische Chemikalien die Preise weiter unter Druck setzen. Der Experte favorisiert Konzerne mit einer robusten Preisbildung.

MORPHOSYS

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Morphosys nach der Bekanntgabe einer strategischen Zusammenarbeit auf "Buy" mit einem Kursziel von 88 Euro belassen. Das Biotech-Unternehmen wolle mit Immatic Biotechnologies gemeinsam Antikörper gegen Krebs entdecken, die ähnlich wirkten wie T-Zellen, schrieb Analyst Olav Zilian in einer Studie vom Dienstag. Sollte diese Therapieform erfolgreich sein, könnten diese Antikörper Tumorzellen direkt abtöten. Es bleibe abzuwarten, ob diese therapeutischen Antikörper gefunden würden.

MITTWOCH

HUGO BOSS

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat Hugo Boss mit "Outperform" und einem Kursziel von 125 Euro in die Bewertung wieder aufgenommen. Die Aktien des Modekonzerns seien etwas für die Anlegern, die auf eine Erholung der europäischen Nachfrage setzen wollten, schrieb Analyst Luca Solca in einer Studie vom Mittwoch. Das gelte insbesondere angesichts einer zögerlichen Entwicklung der Nachfrage in China. Hugo Boss Geschäftsanteile außerhalb Europas und Amerikas seien niedrig.

LVMH

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat LVMH von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber auf 182 Euro belassen. Bei der LVMH-Aktie seien die Verkäufe zuletzt noch etwas stärker gewesen als im Luxusgütersektor allgemein, schrieb Analyst Thierry Cota in einer Studie vom Mittwoch. Dabei hätten die Halbjahreszahlen zahlreiche positive Trends erkennen lassen. Deswegen und mit Blick auf das Aufwärtspotenzial zum Kursziel rate er nun zum Kauf.

PATRIZIA IMMOBILIEN

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Patrizia Immobilien von 22,73 auf 23,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Sein Bewertungsmodell für den Immobilienkonzern berücksichtige nun unter anderem den Aktiensplit und den höher als erwartet ausgefallenen Verkaufserlös für das Immobilienportfolio der Süddeutsche Wohnen (Südewo), schrieb Analyst Georg Kanders in einer Studie vom Mittwoch. Dadurch seien seine Gewinnschätzungen gestiegen.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Volkswagen von 230 auf 220 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Nach 2015 könnte auch 2016 mit Blick auf das China-Geschäft des Autobauers schwierig werden, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Mittwoch. Ab 2017 dürfte der Absatz in dem Land aber wieder zulegen. Der Kursrückgang der vergangenen Wochen eröffne mit Blick auf die Aktien eine Einstiegsgelegenheit.

DONNERSTAG

ARCELORMITTAL

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat ArcelorMittal mit "Neutral" und einem Kursziel von 7,50 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Mittelfristig sehe er die Stahlpreisentwicklung vorsichtig optimistisch, schrieb Analyst Roger Bell in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Aus fundamentaler Sicht stehe der europäische Stahlsektor aber langfristig vor Herausforderungen. Bei ArcelorMittal gleiche das langfristige Wertepotenzial die kurzfristigen Gefahren für die Konsensschätzungen aus.

FIELMANN AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Fielmann nach endgültigen Zahlen für das zweite Quartal auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 66 Euro belassen. Die Kennziffern wie der Ausblick der Optikerkette hätten keine größeren Überraschungen mehr enthalten, schrieb Analyst Thomas Maul in einer Studie vom Donnerstag. Das Geschäftsmodell von Fielmann sei robust, die Dividendenrendite attraktiv.

FRESENIUS SE

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Fresenius nach einer angekündigten Dividendenerhöhung dank sprudelnder Gewinne auf "Buy" mit einem Kursziel von 67 Euro belassen. Die guten Nachrichten dürften die Aktie zumindest kurzfristig stützen, schrieb Analyst Igor Kim in einer Studie vom Donnerstag. Die defensiven Qualitäten des Medizinkonzerns in Verbindung mit dem attraktiven Wachstumspotenzial sollten Anleger im gegenwärtig unsicheren Marktumfeld honorieren.

RTL GROUP

FRANKFURT - Die DZ Bank hat RTL nach Zahlen auf "Verkaufen" mit einem fairen Wert von 79 Euro belassen. Der Medienkonzern habe im zweiten Quartal umsatz- und ergebnisseitig die Erwartungen übertroffen und operativ insgesamt solide abgeschnitten, schrieb Analyst Harald Heider in einer Studie vom Donnerstag. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen im klassischen Fernsehgeschäft sehe er mittelfristig aber nur ein begrenztes Gewinnpotenzial.

SYNGENTA

ZÜRICH - Die schweizerische Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Syngenta von 445 auf 340 Franken gesenkt und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Analyst Chris Counihan begründete die Zielsenkung in einer Studie vom Mittwoch mit der gescheiterten Übernahme des schweizerischen Agrochemie-Herstellers durch den US-Konkurrenten Monsanto.

FREITAG

BEIERSDORF AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Beiersdorf von 71 auf 70 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

HENKEL VORZUEGE

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Henkel von 102 auf 100 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

KLÖCKNER & CO

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat Klöckner & Co von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 11 Euro belassen. Angetrieben durch eine Normalisierung der Wachstumserwartungen dürfte es in der zweiten Jahreshälfte eine gewisse Chance geben, dass sich die Stahlpreise stabilisieren, schrieb Analyst Christian Obst in einer Studie vom Freitag. Zusammen mit unternehmensinternen Maßnahmen, die der Stahlhändler ergriffen habe, dürfte dies KlöCo helfen, mit seinen Margen 2016 und 2017 die Marktprognosen zu übertreffen. Das beibehaltene Kursziel setze sich aus 10 Euro zusammen, die auf seiner Kalkulation für das Ergebnis je Aktie 2017 basiert, und einem Kursgewinnverhältnis von 13. Ein Euro komme noch hinzu wegen des neuen Großaktionärs, der beispielsweise womöglich seinen Anteil weiter aufstocken könnte.

RTL GROUP

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat RTL auf "Neutral" mit einem Kursziel von 86 Euro belassen. Der Medienkonzern gehöre zu den Branchenunternehmen, deren Aktien bereits vergleichsweise hohe Erwartungen einpreisten, schrieb Analyst Thomas Singlehurst in einer Branchenstudie vom Freitag.

SAP SE

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für SAP auf "Underperform" mit einem Kursziel von 53 Euro belassen. Der Softwarekonzern habe noch zu große Lücken in seinem Produktangebot, schrieb Analyst Brice Prunas in einer Studie vom Freitag. Langfristig hält er zudem das Cloud-Geschäft für weniger attraktiv als das klassische Geschäftsmodell mit Software-Lizenzen und Installationen beim Kunden Ort.

/he

28.08.2015

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 28.08.2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 28.08.2015

ADIDAS

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Adidas nach einem Zeitungsinterview mit dem Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer von 91 auf 85 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Er habe bei seinem neuen Ziel konservative Mittelfristannahmen zugrunde gelegt, schrieb Analyst Markus Rießelmann in einer Studie vom Freitag. Gleichwohl seien die Wachstumsperspektiven für den Sportartikelhersteller intakt und basierten unter anderem auf einer guten Positionierung in den Wachstumsmärkten.

AIR LIQUIDE(L)

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Air Liquide von 130 auf 117 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Die Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung Chinas hätten auf den Kurs des Gasekonzerns gedrückt, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Freitag. Dem gegenüber stünden aber die geringeren Energie- und Transportkosten infolge des gesunkenen Ölpreises. Im historischen Vergleich seien die Aktien nahezu fair bewertet.

ALSTRIA OFFICE

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Alstria Office nach einer Unternehmenspräsentation auf "Buy" mit einem Kursziel von 14 Euro belassen. Sein Eindruck sei positiv gewesen, schrieb Analyst Kai Klose in einer Studie vom Freitag. Mit der Übernahme von Deutsche Office werde das Unternehmen seine führende Rolle im Bereich Gewerbeimmobilien ausbauen.

ASML

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Aktien des Chipindustrie-Zulieferers ASML von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 100 Euro belassen. Nach den Investitionskürzungen und der jüngsten Preisschwäche in einigen Bereichen der Halbleiter-Industrie seien die Markterwartungen mit Blick auf den Investitionszyklus nun realistischer, schrieb Analystin Tammy Qiu in einer Studie vom Freitag. Die ASML-Papiere böten Qualität zu einem vernünftigen Preis. Qiu hob die einzigartige Ausrichtung des Unternehmens auf den wichtigen Markt für EUV-Lithografie hervor.

AURUBIS AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für den Kupferproduzenten Aurubis auf "Hold" mit einem Kursziel von 54 Euro belassen. Auslöser der jüngsten Korrektur innerhalb der europäischen Stahlbranche sei die Abwertung der chinesischen Währung im August gewesen, schrieb Analyst Christian Obst in einer Sektorstudie vom Freitag. Die Entwicklung der von ihm beobachteten Stahlkonzerne zeige eine gewisse Widerstandsfähigkeit liquiditätsstarker Unternehmen wie Aurubis.

BAYER AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Bayer vor neuen Daten zum Herzmittel Finerenone auf "Neutral" mit einem Kursziel von 129 Euro belassen. Die Präsentation sei eines der Hauptereignisse der Jahreskonferenz der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie, schrieb Analystin Kerry Holford in einer Studie vom Freitag. Sollten die Tests bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz erfolgreich verlaufen sein, dürfte Bayer noch in diesem Jahr in die dritte Phase einsteigen.

BBVA

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für BBVA von 10 auf 9 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Angesichts des Bewertungsniveaus sehe er derzeit lediglich ein begrenztes Aufwärtspotenzial für die Aktien der spanischen Bank, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Freitag.

BEIERSDORF AG

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Beiersdorf auf "Underperform" mit einem Kursziel von 71 Euro belassen. Das globale Wachstum im Bereich Schönheits- und Körperpflege habe sich zweiten Quartal erholt und dürfte im zweiten Halbjahr weiter anziehen, schrieb Analyst Andrew Wood in einer Branchenstudie vom Freitag. Bei Beiersdorf gebe es hier aber Potenzial für Enttäuschungen.

BEIERSDORF AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Beiersdorf von 71 auf 70 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

BHP BILLITON PLC

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für BHP Billiton auf "Neutral" mit einem Kursziel von 1450 Pence belassen. Die jüngsten Ergebnisse stärkten das Vertrauen in die Nachhaltigkeit der mittelfristigen Ausschüttungen des Bergbaukonzerns, schrieb Analyst Fraser Jamieson in einer Studie vom Freitag.

BRITISH AMERICAN TOBACCO

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für British American Tobacco (BAT) von 4000 auf 3950 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Simon Hales in einer Branchenstudie vom Freitag.

CTS EVENTIM

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für CTS Eventim auf "Halten" mit einem Kursziel von 31 Euro belassen. Der Tickethändler habe sehr starke Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt, schrieb Analystin Alexandra Schlegel in einer Studie vom Freitag. Insbesondere das beträchtliche Wachstum im Segment Live Entertainment habe sie positiv überrascht.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Daimler auf "Buy" mit einem Kursziel von 108 Euro belassen. Analyst Holger Schmidt sieht den spekulierten Einstieg des chinesischen Autobauers BAIC in einer Studie vom Freitag positiv. Dies dürfte die Marktposition sowie den Zugang der Stuttgarter in China verbessern. Angesichts hoher Handelsvolumina der Aktie wäre ein Einstieg über den Markt möglich. Eine Kapitalerhöhung benötige Daimler jedenfalls nicht.

DANONE

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Danone von 65 auf 63 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

DIAGEO

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Diageo von 2000 auf 1950 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Simon Hales in einer Branchenstudie vom Freitag.

DIALOG SEMICONDUCTOR

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Dialog Semiconductor vor der Präsentation des neuen iPhones auf "Buy" mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Zwar dürfte der Umsatz des neuen iPhones von Apple die Zahlen des Vorläufermodells aus dem vergangenen Jahr nur schwer überbieten, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Freitag. Der Apple-Zulieferer würde aber dank steigender Verkaufspreise sogar dann noch profitieren, wenn die Amerikaner ihre Umsatzzahlen lediglich konstant lassen sollten.

ENGIE (GDF SUEZ)

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Engie von 20 auf 18 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Die Realität habe sich in den letzten Wochen von den Bedingungen weiter entfernt, die der Versorger für das Erreichen der Ziele für das laufende Geschäftsjahr aufgestellt habe, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Freitag. Diermeier verwies unter anderem auf die Entwicklung der Großhandelsstrompreise in den Benelux-Staaten und in Deutschland. Der Experte senkte daher seine Prognosen.

GEA GROUP

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Gea Group auf "Buy" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen. Der europäische Kapitalgüter-Sektor habe trotz einer erfreulichen Berichtssaison im laufenden dritten Quartal erhebliche Gewinnmitnahmen verkraften müssen, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Branchenstudie vom Freitag. Risiken hinsichtlich der Milchverarbeitungsanlagen von Gea wirkten im jüngsten Kursverfall der Aktie übertrieben hoch. Zugleich seien mittelfristige Margenverbesserungen ausgeblendet worden.

GFK AG

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für GfK von 43,40 auf 40,40 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Seine neuen Schätzungen für 2015 spiegelten nun die vom Marktforscher angekündigte, moderatere Wachstums- und Margenentwicklung wider, schrieb Analyst Thomas Singlehurst am Freitag in einer Studie zur europäischen Medienbranche. Nach dem unerfreulichen ersten Halbjahr sollte es in der zweiten Jahreshälfte und 2016 aber wieder bergauf gehen.

HENKEL VORZUEGE

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für die im Dax notierten Vorzugsaktien von Henkel auf "Outperform" mit einem Kursziel von 111 Euro belassen. Das globale Wachstum im Bereich Schönheits- und Körperpflege habe sich zweiten Quartal erholt und dürfte im zweiten Halbjahr weiter anziehen, schrieb Analyst Andrew Wood in einer Branchenstudie vom Freitag. Henkel profitiere zudem von anderen Wachstumstreibern.

HENKEL VORZUEGE

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Henkel von 102 auf 100 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

HORNBACH BAUMARKT

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Hornbach Baumarkt auf "Buy" mit einem Kursziel von 38,50 Euro belassen. Der Baumarkt weite seine Geschäft in Österreich aus, dürfte aber stärkeren Konkurrenzdruck spüren, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Freitag.

HSBC HLDGS

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für HSBC von 650 auf 625 Pence gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aussichten für die Bank seien angesichts der Wachstumsschwäche in China, wo sie einen Großteil ihrer Gewinne erwirtschafte, schwieriger geworden, schrieb Analyst Ronit Ghose in einer Studie vom Freitag. Er senkte seine Gewinnschätzungen. Allerdings sei die Aktie nun deutlich niedriger bewertet als während der Asienkrise 1998, womit sie überverkauft erscheine.

JCDECAUX

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat JCDecaux auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Der Außenwerbespezialist und Ströer-Konkurrent erscheine gut positioniert für steigende Gewinnerwartungen, schrieb Analyst Thomas Singlehurst am Freitag in einer Studie zur europäischen Medienbranche.

JUNGHEINRICH AG

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Jungheinrich von 60 auf 63 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Er habe seine Schätzungen für den Gabelstapler-Hersteller angehoben, schrieb Analyst Gordon Schönell in einer Studie vom Freitag. Auftragseingang und Umsatz hätten sich wegen des starken westeuropäischen Marktes für Flurförderzeuge deutlicher besser entwickelt als zu Jahresbeginn gedacht. Mit Blick auf das operative Ergebnis hingegen hinke die Ebit-Marge seiner Erwartung hinterher.

K+S

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für K+S von 39,00 auf 36,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Er rechne nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent mit einer Übernahme durch den Wettbewerber Potash, schrieb Analyst John Klein in einer Studie vom Freitag. Potash müsse eine andere Strategie verfolgen, um erfolgreich zu sein. So dürften die Aktionäre des Konzerns gegen eine reine Barzahlung für K+S sein. Zudem brauche es vermutlich eine Offerte von 45 Euro je K+S-Aktie, um den Weg für Gespräche zu ebnen.

KION

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Kion von 43 auf 45 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Er habe seine Schätzungen für die Jahre von 2016 an erhöht, da sich der europäische Staplermarkt besser entwickele als von ihm gedacht, schrieb Analyst Gordon Schönell in einer Studie vom Freitag. Als Nummer eins im europäischen Markt dürfte das Unternehmen davon weiterhin profitieren. Zudem habe Kion in einem zuletzt rückläufigen chinesischen Markt die Absatzzahlen kräftig gesteigert.

KLÖCKNER & CO

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Klöckner & Co von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft, das Kursziel aber auf 10 Euro belassen. Analyst Michael Shillaker sieht in einer Studie vom Freitag noch Korrekturrisiken für die Marktschätzungen für 2016, falls die chinesischen Exporte die globalen Stahlpreise weiterhin belasten. Momentan preise die KlöCo-Aktie noch ein besseres Jahr ein, während in der restlichen Branche bereits Rückschläge bei den Gewinnerwartungen einkalkuliert seien.

KLÖCKNER & CO

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat Klöckner & Co von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 11 Euro belassen. Angetrieben durch eine Normalisierung der Wachstumserwartungen dürfte es in der zweiten Jahreshälfte eine gewisse Chance geben, dass sich die Stahlpreise stabilisieren, schrieb Analyst Christian Obst in einer Studie vom Freitag. Zusammen mit unternehmensinternen Maßnahmen, die der Stahlhändler ergriffen habe, dürfte dies KlöCo helfen, mit seinen Margen 2016 und 2017 die Marktprognosen zu übertreffen. Das beibehaltene Kursziel setze sich aus 10 Euro zusammen, die auf seiner Kalkulation für das Ergebnis je Aktie 2017 basiert, und einem Kursgewinnverhältnis von 13. Ein Euro komme noch hinzu wegen des neuen Großaktionärs, der beispielsweise womöglich seinen Anteil weiter aufstocken könnte.

LOREAL

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für L'Oreal von 175 auf 170 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

METRO AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Metro AG von 35 auf 31 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Add" belassen. Er habe das Bewertungsmodell angepasst, um eine Dekonsolidierung der Warenhauskette Kaufhof zu reflektieren, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Freitag. Mitte Juni hatte der Konzern den Verkauf der Tochter für rund 2,8 Milliarden Euro an den kanadischen Konzern Hudson's Bay verkündet. Der Deal soll im September abgeschlossen sein.

NESTLE

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Nestle von 74 auf 72 Franken gesenkt und die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

OSRAM

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Osram auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Die Aktien aus dem europäischen Investitionsgütersektor hätten trotz einer erfreulichen Quartalsberichtssaison zuletzt erhebliche Gewinnmitnahmen verkraften müssen, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Branchenstudie vom Freitag. Mit den traditionell im vierten Quartal stärker zufließenden Fondsgeldern dürften die Kurse aber bald wieder steigen. Die Abspaltung des klassischen Lampengeschäfts bei Osram und die Fokussierung auf die gewinnträchtigen Geschäftsbereiche Opto Semiconductors und Spezialbeleuchtung dürfte sich wertsteigernd auswirken.

PFEIFFER VACUUM

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Pfeiffer Vacuum von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 85 auf 98 Euro angehoben. Angesichts einer steigenden Profitabilität sowie des soliden mittelfristigen Wachstumspotenzials des Vakuumpumpen-Herstellers hätten die Aktien weiter Luft nach oben, schrieb Analyst Craig Abbott in einer Studie vom Freitag. Er sieht einige Effizienzmaßnahmen, die zu höheren Margen und Gewinnen führen dürften. Zudem scheine die Nachfrage in den kommenden Quartalen trotz der Sorgen um das Wachstum Chinas und der Schwellenländer robust zu bleiben.

PHILIPS ELECTRONICS NV

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Philips von 21 auf 20 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die Aktien aus dem europäischen Investitionsgütersektor hätten trotz insgesamt erfreulicher Unternehmenszahlen zuletzt erhebliche Gewinnmitnahmen verkraften müssen, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Branchenstudie vom Freitag. Mit den traditionell im vierten Quartal stärker zufließenden Fondsgeldern dürften die Kurse aber bald wieder steigen. Der Elektrotechnik-Konzern Philips befinde sich in einer Phase struktureller Veränderungen. Das zweite Quartal sei wegen Kosteneinsparungen und der Umsatzdynamik in der Sparte Healthcare stark ausgefallen. Allerdings bestünden noch einige Herausforderungen.

PROSIEBENSAT.1

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat ProSiebenSat.1 von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft, aber das Kursziel auf 44 Euro belassen. Nach dem fast siebenprozentigen Kursrückgang seit Januar könne man die Aktie des Medienkonzerns schwerlich als teuer bezeichnen, schrieb Analyst Thomas Singlehurst in einer Branchenstudie vom Freitag. Risiken und Chancen erschienen nun ausgewogen.

RENAULT SA

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat das Kursziel für Renault von 117 auf 102 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Nachdem die Aktien des Autobauers um 20 Prozent gefallen seien, ergebe sich nun eine attraktive Einstiegsgelegenheit, schrieb Analyst Raghav Gupta-Chaudhary in einer Studie vom Freitag. Renault sei relativ wenig auf dem chinesischen Markt engagiert. Im europäischen Branchenvergleich seien die Papiere der Franzosen damit die am wenigsten riskanten.

RTL GROUP

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für RTL nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 84 Euro belassen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals seien solide ausgefallen, schrieb Analyst Charles Bedouelle in einer Studie vom Freitag. Der Ausblick des Medienkonzerns für das zweite Halbjahr dürfte die Markterwartungen nicht bewegen.

RTL GROUP

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für RTL nach Zahlen auf "Neutral" belassen. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres hätten die Erwartungen übertroffen, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Studie.

RTL GROUP

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für RTL nach Zahlen auf "Add" mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. Der Medienkonzern habe über besser als erwartete Ergebnisse für das zweite Quartal berichtet, schrieb Analystin Sonia Rabussier in einer Studie vom Freitag. RTL habe seine Jahresziele leicht angehoben und gehe von moderaten Umsatzanstiegen sowie einem unveränderten Betriebsergebnis (Ebita) aus. Das entspreche ihren Schätzungen.

RTL GROUP

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat die Einstufung für RTL nach der Vorlagen von Geschäftszahlen für das zweite Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 78,50 Euro belassen. Das deutsche Fernsehgeschäft bleibe stark, schrieb Analyst William Mairs in einer Studie vom Freitag. Allerdings habe ihn die von dem Medienkonzern vorgeschlagene Sonder-Zwischendividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie enttäuscht. Er habe mit einer Ausschüttung von 2,00 Euro je Aktie gerechnet. Mairs senkte insofern seine Prognose für die Dividendenausschüttung für 2015.

RTL GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für RTL nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. Der Medienkonzern habe starke Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt, schrieb Analyst Christian Glowa in einer Studie vom Freitag. Er passte seine Schätzungen an den erhöhten Ausblick an.

RTL GROUP

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat RTL auf "Neutral" mit einem Kursziel von 86 Euro belassen. Der Medienkonzern gehöre zu den Branchenunternehmen, deren Aktien bereits vergleichsweise hohe Erwartungen einpreisten, schrieb Analyst Thomas Singlehurst in einer Branchenstudie vom Freitag.

SALZGITTER AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat Salzgitter auf "Hold" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Auslöser der jüngsten Korrektur innerhalb der europäischen Stahlbranche sei die Abwertung der chinesischen Währung im August gewesen, schrieb Analyst Christian Obst in einer Sektorstudie vom Freitag. Salzgitter müsse nun den Markterwartungen gerecht werden und für 2016 ein operatives Ergebnis (Ebit) von etwa 260 Millionen Euro erwirtschaften.

SAP SE

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für die Aktien des Softwarekonzerns SAP von 72 auf 68 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die derzeitige Gesamtlage sei sehr unsicher und das Bewertungsniveau gebe noch kein deutliches Aufwärtspotenzial her, schrieb Analyst Markus Friebel in einer Studie vom Freitag. Konjunkturelle Probleme in den asiatischen Ländern sollten sich derweil in Grenzen halten, da der Unternehmenssoftware-Markt im Vergleich zu anderen Branchen hierfür weniger empfindlich sei.

SAP SE

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für SAP auf "Underperform" mit einem Kursziel von 53 Euro belassen. Der Softwarekonzern habe noch zu große Lücken in seinem Produktangebot, schrieb Analyst Brice Prunas in einer Studie vom Freitag. Langfristig hält er zudem das Cloud-Geschäft für weniger attraktiv als das klassische Geschäftsmodell mit Software-Lizenzen und Installationen beim Kunden Ort.

SGL GROUP

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für SGL Group auf "Hold" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Auslöser der jüngsten Korrektur innerhalb der europäischen Stahlbranche sei die Abwertung der chinesischen Währung im August gewesen, schrieb Analyst Christian Obst in einer Sektorstudie vom Freitag. Beim Kohlenstoff-Spezialisten sollte sich das operative Geschäft stabilisiert und SGL den Tiefpunkt nun erreicht haben.

SIEMENS AG

LONDON - HSBC hat Siemens von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 108 auf 102 Euro gesenkt. Die Aktien aus dem europäischen Investitionsgütersektor hätten trotz einer erfreulichen Quartalsberichtssaison zuletzt erhebliche Gewinnmitnahmen verkraften müssen, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Branchenstudie vom Freitag. Mit den typischerweise im vierten Quartal wieder stärker zufließenden Fondsgeldern dürften die Kurse aber bald wieder steigen. Ein Teil des schwachen Geschäfts von Siemens habe einen Erholungskurs eingeschlagen, seit Konzernchef Joe Kaeser 2014 das Strategiekonzept "Agenda 2020" gestartet habe.

SKY PLC

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Sky PLC auf "Buy" mit einem Kursziel von 1350 Pence belassen. Der Markt unterschätze die Geschäftsmöglichkeiten des Bezahlsenders in Großbritannien, schrieb Analyst Thomas Singlehurst am Freitag in einer Studie zur europäischen Medienbranche. Zudem erscheine das Konzept von Sky Europe sinnvoll und biete Chancen in neuen Märkten. Die traditionell teure Sky-Aktie werde aktuell auch mit einem Abschlag zu historischen Bewertungen und Wettbewerbern gehandelt und gehöre zu seinen "Top Picks".

STRATEC BIOMEDICAL SYSTEMS AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Stratec von 48 auf 49 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Er habe seine Prognosen für den Spezialisten für Bioanalytik und Diagnostik um etwa 2 Prozent angehoben, schrieb Analyst Scott Bardo in einer Studie vom Freitag. Dies reflektiere den guten Fortschritt bei der Margenentwicklung, wenngleich der Umsatz in diesem Jahr bislang etwas weniger stark gestiegen sei als 2014. Auf mittlere Sicht erschienen die Aktien attraktiv.

STRÖER

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Ströer auf "Buy" mit einem Kursziel von 63,50 Euro belassen. Die Aktie des Außenwerbespezialisten erscheine im Vergleich zu Wettbewerberpapieren zwar relativ teurer, schrieb Analyst Thomas Singlehurst am Freitag in einer Studie zur europäischen Medienbranche. Doch Ströer sei gut positioniert, um aus den Wachstumschancen in seinen Geschäftsbereichen Nutzen zu ziehen.

SUEDZUCKER

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Südzucker auf "Sell" mit einem Kursziel von 9 Euro belassen. Die Markterwartung steigender Zuckerpreise hält Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Freitag für ambitioniert. Das jüngste Tief seit sieben Jahren sei für die anstehenden Verhandlungen über neue Lieferverträge für Südzucker alles andere als ideal.

THYSSENKRUPP AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat das Kursziel für ThyssenKrupp von 26 auf 24 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Steigerung des Free Cashflow bleibe eine Herausforderung für den Industriekonzern und Stahlhersteller, schrieb Analyst Christian Obst in einer Branchenstudie zu europäischen Stahlwerten vom Freitag. Das dritte Geschäftsquartal habe allerdings bereits eine bessere Entwicklung beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebit) gezeigt.

UNILEVER NV

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Unilever NV von 42 auf 40 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

UNILEVER PLC

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Unilever PLC von 3050 auf 2900 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern habe er die Gewinnerwartungen für europäische Konsumgüterunternehmen etwas reduziert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Freitag.

VIVENDI SA

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Vivendi von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 22 auf 20 Euro gesenkt. Trotz der zu erwartenden Dividende von 2 Euro in den kommenden zwölf Monaten dürfte die Aktie ihren Besitzern für diesen Zeitraum einen negativen Ertrag einbringen, schrieb Analyst Thomas Singlehurst am Freitag in einer Studie zur europäischen Medienbranche. Das Papier gehöre zu seinen wichtigsten Verkaufsempfehlungen. Die Anpassungen seines Bewertungsmodells an diverse Zukäufe und Veräußerungen des Mischkonzerns hätten derweil kaum Auswirkungen auf seine Schätzungen.

VOLVO B

LONDON - HSBC hat das Kursziel für Volvo von 130 auf 120 schwedische Kronen gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aktien aus dem europäischen Investitionsgütersektor hätten trotz insgesamt erfreulicher Unternehmenszahlen zuletzt erhebliche Gewinnmitnahmen verkraften müssen, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Branchenstudie vom Freitag. Mit den traditionell im vierten Quartal stärker zufließenden Fondsgeldern dürften die Kurse aber bald wieder steigen. Für den schwedischen Lkw-Bauer habe er die Schätzungen für das Ergebnis je Aktie bis 2017 leicht angehoben, wegen überarbeiteter Kapitalkostenschätzungen das Kursziel aber gesenkt.

WACKER CHEMIE AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Wacker Chemie nach einem Analystenwechsel von 125 auf 86 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Sie habe ihre Schätzungen für das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) und den Gewinn je Aktie für den Spezialchemie-Konzern bis 2017 gesenkt, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Freitag. Gründe dafür seien der schwächere Polysilizium-Markt sowie möglicherweise steigende finanzielle Belastungen.

/he

28.08.2015

US-Anleihen: Überwiegend leichte Verluste nach festem Beginn

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen sind am Freitag nach einem deutlich festeren Handelsauftakt abgebröckelt und haben im Verlauf mehrheitlich moderat im Minus gelegen. Lediglich die Langläufer konnten noch ein leichtes Plus retten. Im Blick der Märkte steht das Treffen der internationalen Notenbanker in Jackson Hole. Aussagen einiger Vertreter der US-Notenbank Fed bestätigten die Einschätzung vieler Marktakteure, dass die Währungshüter doch noch wie ursprünglich erwartet den Leitzins im September anheben könnten.

Der stellvertretende Vorsitzende Stanley Fischer betonte, dass die Fed noch nicht über eine Zinswende im September entschieden habe. "Es ist noch zu früh um jetzt Aussagen über eine Leitzinsanhebung im September zu treffen. Die Fed hat noch Zeit, um in den nächsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten", sagte er. Sein Kollege James Bullard, Chef der regionalen US-Notenbank von St.Louis, sagte, die Volatilität an den Finanzmärkten der vergangenen zehn Tage habe den Ausblick "nicht sehr" verändert. Die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft seien gut. Es gebe also keinen Grund für die Fed ihre Strategie zu ändern.

Zweijährige Anleihen sanken um 3/32 Punkte auf 99 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,74 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren 4/32 Punkte auf 99 8/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,53 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen büßten 1/32 Punkte auf 98 10/32 Punkte ein und rentierten mit 2,19 Prozent. Langlaufende dreißigjährige Anleihen stiegen um 7/32 Punkte auf 99 11/32 Punkte. Ihre Rendite lag bei 2,91 Prozent./edh/jsl/he

28.08.2015

Devisen: Eurokurs fällt unter 1,12 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Freitag im US-Handel weiter an Wert verloren. Spekulationen, dass es doch eine baldige Leitzinsanhebung in den USA geben könnte, stützten den Dollar laut Händlern. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1181 US-Dollar gehandelt, nachdem sie im europäischen Vormittagsgeschäft zwischenzeitlich über die Marke von 1,13 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1284) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8862) Euro.

Nach der Beruhigung der Finanzmärkte in China steigt am Markt offenbar die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed doch noch wie ursprünglich erwartet den Leitzins im September anheben könnte. Aussagen einiger Vertreter der Fed bestätigten diese Einschätzung. Der stellvertretende Vorsitzende Stanley Fischer betonte, dass die Währungshüter noch nicht über eine Zinswende im September entschieden hätten. "Es ist noch zu früh um jetzt Aussagen über eine Leitzinsanhebung im September zu treffen. Die Fed hat noch Zeit, um in den nächsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten", sagte er.

Die Volatilität an den Finanzmärkten der vergangenen zehn Tage habe den Ausblick "nicht sehr" verändert, sagte James Bullard, Chef der regionalen US-Notenbank von St.Louis, in Jackson Hole. Die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft seien gut. Es gebe also keinen Grund für die Fed ihre Strategie zu ändern. Eine Leitzinserhöhung in den USA würde den US-Dollar für Anleger attraktiver machen und den Dollar stützen./edh/jsl/he

28.08.2015

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Freitag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 672 586 (Donnerstag: 797 514) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 316 559 (402 380), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 356 027 (395 134). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,88 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nokia (56 772/37 410), Daimler (15 348/34 119) und Deutsche Telekom (19 471/16 317)./DP/he

28.08.2015

ROUNDUP 2: Bauern verschärfen Proteste wegen Preisverfall bei der Milch

(neu: Reaktion Aldi Süd)

FREIBURG (dpa-AFX) - Mit einem Protestzug aus Dutzenden Traktoren haben Bauern ihre Forderung nach einem Ende der Dumpingpreise für Milch untermauert. In Freiburg im Breisgau starteten am Freitag mehr als 100 Landwirte aus Baden-Württemberg und Frankreich zu der mehrtägigen Tour. Zwei andere Fahrten hatten sich bereits Anfang der Woche in Norddeutschland in Bewegung gesetzt. Ziel der vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) organisierten Traktorenfahrten soll an diesem Sonntag München sein. Deutschland müsse sich auf EU-Ebene für umfassende Hilfen starkmachen, fordert der Verband. Eine gute Nachricht für die Bauern kam vom Discounter Lidl: Die Supermarktkette will den Einkaufspreis für Milch zumindest nicht weiter senken.

Wegen der weltweiten Überproduktion sind die Erzeugerpreise für Milch eingebrochen, nach BDM-Angaben sank der deutsche Milchpreis im Schnitt seit Ende 2013 von 41 auf 28 Cent. Zu diesem Preisverfall kam es auch vor dem Hintergrund der im April ausgelaufenen Milchquote und der damit verbundenen Mengenregulierung in der EU. Mit dem aktuellen Preis können die Bauern nach eigener Darstellung ihre Kosten nicht decken - mindestens 40 Cent seien nötig. Die deutschen Milchviehhalter verlören jährlich mehr als vier Milliarden Euro.

München haben die Milchbauer als Zielort ihrer Protestzüge gewählt, um den Druck auf die CSU zu erhöhen. Nach Ansicht des BDM tut Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer zu wenig für die Milchbauern. Seehofer müsse seinen CSU-Parteifreund, Bundesagrarminister Christian Schmidt, in die Pflicht nehmen, "endlich im Sinne der Milchviehhalter aktiv zu werden". Schmidt wiederum berät an diesem Montag in Berlin mit Amtskollegen aus Frankreich und Polen über die Situation, am 7. September soll das Thema Milchpreisverfall zudem im Rahmen des EU-Agrarministertreffens in Brüssel zur Sprache kommen.

Der Milchbauern-Verband plädiert für zeitlich befristete Stützungsmaßnahmen. So müssten Anreize geschaffen werden, um die Überproduktion zu beenden. Bauern sollten beispielsweise dafür entschädigt werden, wenn sie weniger produzieren als bisher.

Eine Lidl-Sprecherin bestätigte unterdessen Gespräche mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), um den Einkaufspreis für Milch nicht weiter zu senken. "Dies ist ein wichtiges Signal für die Erzeuger", sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied. "Damit stellt sich Lidl Deutschland seiner Verantwortung für die Lebensmittelkette und unterstützt die Landwirte in einer für sie äußerst schwierigen Weltmarktlage." Zudem habe der Disounter die Bereitschaft signalisiert, über höhere Einkaufspreise zu verhandeln. Die Supermarktkette ist dafür bekannt, unter anderem mit sehr niedrigen Milchpreisen um Kunden zu werben.

Ob Lidl-Konkurrenten ebenfalls darauf verzichten, den Einkaufspreis weiter zu drücken, war zunächst unklar. Bei Aldi Süd hieß es, man sei in Gesprächen mit dem Deutschen Bauernverband. Zum Inhalt wollte sich der Discounter aber nicht äußern. Eine Metro-Sprecherin betonte, man äußere sich grundsätzlich nicht zur Preisgestaltung./sas/wdw/DP/he

28.08.2015

Gefahr von Splittern im Glas: Hersteller zieht Kapern zurück

DISSEN (dpa-AFX) - Wegen der Gefahr von Glassplittern ruft der Lebensmittelhersteller Kattus das Produkt "Kapern Surfines" zurück. Wie eine Sprecherin der Theodor Kattus GmbH aus Dissen bei Osnabrück am Freitag mitteilte, sind Gläser mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 02/2017 und den Losnummern LB50481 und LC50481 betroffen. Wegen der Verletzungsgefahr sollte man das Produkt keinesfalls verwenden. Kunden können gekaufte Gläser an den Hersteller zurückgeben. Der Kaufpreis werde erstattet, auch ohne einen Kassenbon./eks/DP/he

28.08.2015

ROUNDUP 2: HSH Nordbank kann Altlasten nicht tragen - Suche nach Lösungen

HAMBURG (dpa-AFX) - Die HSH Nordbank benötigt eine nachhaltige Entlastung ihrer Bilanz, um langfristig am Markt bestehen zu können. Darauf haben Vorstandschef Constantin von Oesterreich und Finanzvorstand Stefan Ermisch am Freitag in Hamburg bei der Vorlage der Halbjahres-Zahlen der Bank hingewiesen. Sie erwarten, dass im Herbst die seit zwei Jahren laufenden Gespräche zwischen den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein, der EU-Kommission und der EZB zu einem Ergebnis führen. "Wir können die Altlasten nicht tragen und müssen uns davon trennen", sagte von Oesterreich. Ziel sei es, vor allem faule Schiffskredite von der Bank auf die Eigentümer zu übertragen. "Damit wir eine solide, gut aufgestellte Bank sind."

Die HSH Nordbank war 2008 in den Strudel der Finanzkrise geraten und von den Ländern vor der Insolvenz gerettet worden. In der Folge hat sich die Bank halbiert, Personal entlassen und sich ein neues Geschäftsmodell gegeben. Die Länder flankierten den Umbau mit einer sogenannten Verlustgarantie, die für die Bank jedoch recht teuer war. Bislang hat sie dafür 2,5 Milliarden Euro bezahlt. "Das ist wie eine Dividendenzahlung ohne Zusammenhang mit der Ertragslage", sagte Ermisch. Zudem bremst die Garantie den Abbau von Altlasten, weil jeder Schiffsverkauf von den Garantiegebern gebilligt werden muss. Die Bank wünscht sich deshalb eine neue Struktur ihrer Finanzierung. Sie führt aber keine Verhandlungen mit der EU, sondern das ist Sache der Eigentümer.

Bei einem Neustart ohne Altlasten könnte die Bank sich am Kapitalmarkt mit einem besseren Rating günstiger refinanzieren. Als offizielles Halbjahres-Ergebnis weist die Bank 222 Millionen vor und 147 Millionen Euro nach Steuern aus, das ist jeweils ungefähr gut halb so viel wie im Vorjahreszeitraum. Das ist allerdings verzerrt durch zahlreiche Sonder- und Spezialeinflüsse. Die Kernbank, wo die gesunden Teile der Bank gebündelt sind, verdiente in den ersten sechs Monaten 268 Millionen Euro. Diese Zahl ist bereinigt um sämtliche Garantie- und Sondereffekte und liegt um 14 Prozent über dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das zeige, dass der Aufbau des Geschäftsmodells auf dem richtigen Weg sei, ohne die Altlasten. "Das ist in dem Marktumfeld, in dem wir uns befinden, eine Zahl, mit der wir zufrieden sind", sagte von Oesterreich.

Bei einem Übertrag der faulen Kredite auf die Länder kämen vermutlich erhebliche Belastungen auf die Haushalte in Hamburg und Schleswig-Holstein zu. Für einigen Wirbel sorgte vor der Pressekonferenz ein Papier der Unternehmensberatung Bain&Company, über das mehrere NDR-Sender berichteten. Darin ist von möglichen Belastungen zwischen 3 und 14 Milliarden Euro die Rede. Bei dem Papier handelt es sich um einen Sachstandsbericht für das Kieler Kabinett aus dem April dieses Jahres. Er sei mittlerweile veraltet, hieß es aus Regierungskreisen in Hamburg und Kiel.

"Es gibt eine ganze Reihe hochvertraulicher Unterlagen. Wir sind nach wie vor mit Hamburg und der EU-Kommission in Beratung darüber, welche weiteren Schritte wir gehen", sagte die Kieler Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). Es sei verantwortungslos, "vertrauliche Unterlagen durchzustechen". Die Bank sei das größte Haushaltsrisiko für das Land. "Deshalb suchen wir mit Hilfe von unabhängigen Gutachtern nach einer tragfähigen Lösung, die die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler so gering wie möglich belastet und die gleichzeitig von der EU-Kommission akzeptiert wird."

Schleswig-Holstein stehe unverändert zu seiner Verantwortung für die HSH Nordbank, versicherte die Ministerin. "Mich persönlich wird jeder Euro schmerzen, den wir für die Abarbeitung der Altlasten brauchen."

Auch die Bank kann keine Auskunft darüber geben, wie viele Milliarden letztlich auf die Länder zukommen könnten. Zunächst einmal muss festgelegt werden, welche Kredite überhaupt als faul anzusehen sind. Und dann hängt viel von Bewertungsfragen ab. Es gibt zum Beispiel keinen feststehenden Preis für gebrauchte Schiffe; deren Wert muss zwischen den Ländern, der EU und der EZB ausgehandelt werden. Die HSH Nordbank hat noch 2000 Schiffe in den Büchern, von einstmals 3100./egi/mho/DP/she

28.08.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schafft trotz Turbulenzen Wochenplus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben nach einer schwankungsintensiven Woche am Freitag seitwärts tendiert und kaum verändert geschlossen. Der Anlegerfokus war auf die demnächst wohl nicht mehr ganz so lockere US-Geldpolitik gerichtet. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 0,07 Prozent bei 16 643,01 Punkten, nachdem er am Vortag steil nach oben gegangen war. Auf Wochensicht erreichte der Leitindex ein Plus von gut einem Prozent. Das hatten viele Experten nach dem insgesamt fünfprozentigen Rückgang am Montag und Dienstag nicht mehr erwartet.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Freitag um 0,06 Prozent auf 1988,87 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 0,10 Prozent auf 4329,12 Punkte vor.

FED LÄSST SICH NICHT IN KARTEN BLICKEN

Nach der Beruhigung der Finanzmärkte in China könnte die US-Notenbank Fed vielleicht doch noch wie ursprünglich erwartet den Leitzins im September anheben. Aussagen einiger Vertreter der Fed gaben allerdings keine klaren Hinweise. Der stellvertretende Vorsitzende Stanley Fischer betonte, dass die Währungshüter noch nicht über eine Zinswende im September entschieden hätten. "Es ist noch zu früh um jetzt Aussagen über eine Leitzinsanhebung im September zu treffen. Die Fed hat noch Zeit, um in den nächsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten", sagte er.

Sein Kollege James Bullard, Chef der regionalen US-Notenbank von St.Louis, sagte, die Volatilität an den Finanzmärkten der vergangenen zehn Tage habe den Ausblick "nicht sehr" verändert. Die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft seien gut. Es gebe also keinen Grund für die Fed ihre Strategie zu ändern. Eine Leitzinserhöhung in den USA würde den US-Dollar für Anleger attraktiver machen und den Dollar stützen.

Dagegen hielt Narayana Kocherlakota, Präsident der regionalen Notenbank von Minneapolis: "Ich halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen", sagte er. Die weltweite Abschwächung der Konjunktur sei auch ein Risiko für den US-Ausblick. Dies müsse bei der Geldpolitik der Fed berücksichtigt werden.

US-WIRTSCHAFTDATEN UNEINHEITLICH

Frische US-Konjunkturdaten fielen uneinheitlich aus. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA war überraschend deutlich zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt war zudem im zweiten Quartal stärker als erwartet gewachsen. Dagegen hatte sich das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen im August unerwartet stark eingetrübt.

Auf Unternehmensseite gab es vor allem Nachrichten aus der Gesundheitsbranche. Die Aktien von Amgen schlossen nach wechselhaftem Verlauf 0,11 Prozent höher. Der Pharmakonzern hatte von der Gesundheitsbehörde FDA die US-Marktzulassung für den Cholesterinsenker Repatha erhalten. Mylan-Papiere verloren 2,18 Prozent. Die Aktionäre des Pharmakonzerns stimmten für ein 33 Milliarden Dollar hohes Übernahmeangebot für den Konkurrenten Perrigo. Dessen Anteilsscheine sanken um 1,38 Prozent. Das Perrigo-Management lehnt das Ansinnen ab.

UNITED CONTINENTAL STEIGEN IN S&P 500 AUF

Für die Aktien von Apple ging es um 0,33 Prozent aufwärts. Nach Berechnungen des IT-Marktforschers IDC konnte Apple im vergangenen Quartal 3,6 Millionen seiner Computeruhren verkaufen. Damit habe die Apple Watch aus dem Stand den zweiten Platz im Markt für am Körper tragbare Technik, die sogenannten "Wearables", erklommen.

Die im S&P 500 enthaltenen Papiere des Bergbaukonzerns Freeport- McMoran gewannen mehr als 3 Prozent. Der Großinvestor und Multimilliardär Carl Icahn hatte 8,5 Prozent an dem Unternehmen übernommen. Die Titel waren bereits am Donnerstag um fast 30 Prozent gestiegen, nachdem Freeport-McMoran substanzielle Einsparungen angekündigt hatte.

Die Papiere der Fluggesellschaft United Continental und des Computerspieleherstellers Activision Blizzard gewannen 7,05 beziehungsweise 4,62 Prozent. Beide Werte steigen in den S&P-500-Index auf und werden dadurch attraktiver für Anleger.

EUROKURS BRÖCKELT WEITER AB

Der Kurs des Euro hat am Freitag im US-Handel weiter an Wert verloren. Spekulationen, dass es doch eine baldige Leitzinsanhebung in den USA geben könnte, stützten den Dollar laut Händlern. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1187 US-Dollar gehandelt, nachdem sie im europäischen Vormittagsgeschäft zwischenzeitlich über die Marke von 1,13 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1284) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8862) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen sanken um 1/32 Punkte auf 98 10/32 Punkte und rentierten mit 2,19 Prozent./edh/he

28.08.2015

Aktien New York Schluss: Dow schafft trotz Turbulenzen Wochenplus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben nach einer schwankungsintensiven Woche am Freitag seitwärts tendiert und kaum verändert geschlossen. Der Anlegerfokus war auf die demnächst wohl nicht mehr ganz so lockere US-Geldpolitik gerichtet. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 0,07 Prozent bei 16 643,01 Punkten, nachdem er am Vortag steil nach oben gegangen war. Auf Wochensicht erreichte der Leitindex ein Plus von gut einem Prozent. Das hatten viele Experten nach dem insgesamt fünfprozentigen Rückgang am Montag und Dienstag nicht mehr erwartet.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Freitag um 0,06 Prozent auf 1988,87 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 0,10 Prozent auf 4329,12 Punkte vor./edh/he

28.08.2015

Aktien New York: Dow winkt positive Wochenbilanz

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat sich am Freitag im Verlauf auf etwas tieferem Niveau seitwärts bewegt. Der Dow Jones Industrial verlor zuletzt 0,24 Prozent auf 16 615,21 Punkte, nachdem er am Vortag seine steile Aufwärtsbewegung fortgesetzt hatte. Auf Wochensicht deutet sich für den Leitindex damit ein Plus von rund 0,8 Prozent an. Der marktbreite S&P-500-Index sank am Freitag um 0,14 Prozent auf 1984,93 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,14 Prozent auf 4318,86 Punkte ein.

Händler erwarten anlässlich des derzeitigen Treffens von Vertretern der weltweit wichtigsten Zentralbanken in Jackson Hole keine großen Engagements der Anleger. Vertreter der US-Notenbank (Fed) gaben am Freitag widersprüchliche geldpolitische Signale. Der stellvertretende Vorsitzende Stanley Fischer betonte, dass die Bank noch nicht über eine Zinswende im September entschieden habe. "Es ist noch zu früh um jetzt Aussagen über eine Leitzinsanhebung im September zu treffen", sagte er dem Fernsehsender CNBC. "Die Fed hat noch Zeit, um in den nächsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten."

"Ich halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen", sagte Narayana Kocherlakota, Präsident der regionalen Notenbank von Minneapolis. Die weltweite Abschwächung der Konjunktur sei auch ein Risiko für den US-Ausblick. Dies müsse bei der Geldpolitik der Fed berücksichtigt werden.

Grundsätzlich positiver beurteilt dagegen der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, die Lage der US-Wirtschaft. Die Volatilität an den Finanzmärkten der vergangenen zehn Tagen habe den Ausblick "nicht sehr" verändert, sagte Bullard. Die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft seien gut. Es gebe also keinen Grund für die Fed ihre Strategie zu ändern. An den Finanzmärkten wurde zuletzt angesichts der von China ausgehenden Turbulenzen immer weniger mit einer schnellen US-Leitzinserhöhung im September gerechnet.

Frische US-Konjunkturdaten fielen uneinheitlich aus. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA war überraschend deutlich zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt war zudem im zweiten Quartal stärker als erwartet gewachsen. Dagegen hatte sich das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen im August unerwartet stark eingetrübt.

Auf Unternehmensseite gab es vor allem Nachrichten aus der Gesundheitsbranche. Die anfangs festeren Aktien von Amgen verloren zuletzt 0,87 Prozent. Der Pharmakonzern hatte von der Gesundheitsbehörde FDA die US-Marktzulassung für den Cholesterinsenker Repatha erhalten. Mylan-Papiere verloren 2,58 Prozent. Die Aktionäre des Pharmakonzerns stimmten für ein 33 Milliarden Dollar hohes Übernahmeangebot für den Konkurrenten Perrigo. Dessen Anteilsscheine sanken um 1,39 Prozent. Das Perrigo-Management lehnt das Ansinnen ab.

Für die Aktien von Apple ging es um 0,19 Prozent abwärts. Erste Absatzzahlen zur Apple-Watch zeigten offenbar nur wenig Wirkung. Nach Berechnungen des IT-Marktforschers IDC konnte Apple im vergangenen Quartal 3,6 Millionen seiner Computeruhren verkaufen. Damit habe die Apple Watch aus dem Stand den zweiten Platz im Markt für am Körper tragbare Technik, die sogenannten "Wearables", erklommen.

Die im S&P 500 enthaltenen Papiere des Bergbaukonzerns Freeport- McMoran gewannen 2,16 Prozent. Der Großinvestor und Multimilliardär Carl Icahn hat 8,5 Prozent an dem Unternehmen übernommen. Die Titel waren bereits am Donnerstag um fast 30 Prozent gestiegen, nachdem Freeport-McMoran substanzielle Einsparungen angekündigt hatte.

Die Papiere von United Continental und Activision Blizzard gewannen jeweils mehr als sechseinhalb Prozent. Beide Werte steigen in den S&P-500-Index auf und werden dadurch attraktiver für Anleger./edh/he

28.08.2015

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Ruhiger Ausklang einer turbulenten Woche

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben nach der zuletzt rasanten Achterbahnfahrt einen ruhigen Wochenausklang mit freundlicher Tendenz verzeichnet. Zahlreiche Konjunkturdaten zeichneten kein klares Bild, in welche Richtung die europäische Wirtschaft und die US-Konjunktur läuft. Die Anleger hätten sich am Freitag aufgrund der Unklarheit um die US-Geldpolitik sowie wegen des schleppenden Wirtschaftswachstums in China und der fragilen Lage der dortigen Börsen nicht sehr weit aus dem Fenster gelehnt, hieß es.

Der EuroStoxx 50 , der den gesamten Handelstag mehr oder weniger deutlich im Minus lag, schaffte in den letzten Sitzungsminuten die Wende und schloss mit einem Plus von 0,18 Prozent bei 3286,59 Punkten. Am Montag war der Leitindex der Eurozone zeitweise um bis zu 8 Prozent eingebrochen und hatte auf dem tiefsten Stand seit Mitte Januar geschlossen. An den folgenden Tagen konnte er diesen Verlust ausgleichen und schaffte auf Wochensicht immerhin noch einen Gewinn von 1,2 Prozent. Der CAC 40 in Paris gewann am Freitag 0,36 Prozent auf 4675,13 Punkte und der Londoner FTSE 100 0,90 Prozent auf 6247,94 Punkte.

Die Ungewissheit um den Zeitpunkt der US-Zinswende sei wegen der zuletzt guten US-Wirtschaftszahlen noch nicht vom Tisch und die chinesischen Festlandbörsen würden letztlich nur durch die Eingriffe der Regierung gestützt, warnte Robert Halver, Chef-Analyst der Baader Bank. Die Stimmung sei noch nervös. "Man will nicht riskieren, dass die Gewinne, die mühsam über die vergangenen Tage wieder aufgebaut wurden, am Montag durch starke Schwankungen zunichte gemacht werden", sagte Halver.

Aus Branchensicht standen Ölwerte ganz oben in der Anlegergunst. Die Ölpreise erholten sich erneut deutlich, nachdem sie am Montag noch den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren erreicht hatten. Der entsprechende Stoxx-Subindex stieg um über 2 Prozent. Mit einem Plus von 3,41 Prozent setzten sich die Papiere der BG Group an die Spitze des Stoxx-50-Index. Die Titel von BP , Royal Dutch Shell und Total verteuerten sich jeweils um rund zweieinhalb Prozent. Am schwächsten entwickelten sich Automobil- und Immobilien-Aktien mit Verlusten von 0,92 beziehungsweise 0,71 Prozent.

Unter den Einzelwerten sorgten ansonsten Analystenkommentare für Bewegung. Die Privatbank Berenberg hob die Aktien des Chipindustrie-Zulieferers ASML auf "Buy". Die ASML-Papiere böten Qualität zu einem vernünftigen Preis , schrieb Analystin Tammy Qiu in einer Studie vom Freitag. Qiu hob die einzigartige Ausrichtung des Unternehmens auf den wichtigen Markt für EUV-Lithografie hervor. Die Papiere stiegen um 2 Prozent./edh/she

28.08.2015

Aktien Europa Schluss: Ruhiger Ausklang einer turbulenten Woche

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben nach der zuletzt rasanten Achterbahnfahrt einen ruhigen Wochenausklang mit freundlicher Tendenz verzeichnet. Zahlreiche Konjunkturdaten zeichneten kein klares Bild, in welche Richtung die europäische Wirtschaft und die US-Konjunktur läuft. Die Anleger hätten sich am Freitag aufgrund der Unklarheit um die US-Geldpolitik sowie wegen des schleppenden Wirtschaftswachstums in China und der fragilen Lage der dortigen Börsen nicht sehr weit aus dem Fenster gelehnt, hieß es.

Der EuroStoxx 50 , der den gesamten Handelstag mehr oder weniger deutlich im Minus lag, schaffte in den letzten Sitzungsminuten die Wende und schloss mit einem Plus von 0,18 Prozent bei 3286,59 Punkten. Am Montag war der Leitindex der Eurozone zeitweise um bis zu 8 Prozent eingebrochen und hatte auf dem tiefsten Stand seit Mitte Januar geschlossen. An den folgenden Tagen konnte er diesen Verlust ausgleichen und schaffte auf Wochensicht immerhin noch einen Gewinn von 1,2 Prozent. Der CAC 40 in Paris gewann am Freitag 0,36 Prozent auf 4675,13 Punkte und der Londoner FTSE 100 0,90 Prozent auf 6247,94 Punkte./edh/he

28.08.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt: Dax behauptet trotz Verlusten solides Wochenplus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum Ende einer turbulenten Börsenwoche haben sich die Investoren am deutschen Aktienmarkt zurückgehalten. Nach der Berg- und Talfahrt der vergangenen Tage schloss der Dax am Freitag 0,17 Prozent schwächer bei 10 298,53 Punkten. Damit dämmte der Leitindex seine Anfangsverluste deutlich ein - auf Wochensicht schaffte er sogar ein ordentliches Plus von 1,72 Prozent. Den Kurssturz vom Montag hat der Dax damit verdaut.

Angesichts der angespannten Stimmung hätten zahlreiche Anleger über das Wochenende keine Risiken eingehen wollen, begründete Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar die aktuelle Vorsicht. Grund für den zeitweise achtprozentigen Absturz am Montag waren die anhaltenden Sorgen um Chinas schwächelndes Wirtschaftswachstum und die dortigen Marktturbulenzen gewesen. Mittlerweile haben sich die Börsen Chinas aber gefangen und ein Stück weit erholt.

NEBENWERTE UND EUROSTOXX IM PLUS

Der MDax der mittelgroßen Werte verabschiedete sich am Freitag mit einem minimalen Plus von 0,02 Prozent bei 19 657,69 Punkten aus dem Handel. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,14 Prozent auf 1695,59 Punkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,18 Prozent höher bei 3286,59 Punkten, womit er es auf Wochensicht ebenso wie der Dax klar in die Gewinnzone schaffte. In Paris und London legten die nationalen Indizes ebenfalls moderat zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende nur minimal im Minus.

US-GELDPOLITIK UND CHINA BLEIBEN IM FOKUS

Von Vertretern der US-Notenbank Fed kamen zuletzt widersprüchliche Signale zu einer möglichen Wende in der Geldpolitik bereits im September. "Ich halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen", sagte Narayana Kocherlakota, Chef der regionalen Notenbank von Minneapolis, beim informellen weltweiten Notenbanker-Treffen in Jackson Hole dem Fernsehsender CNBC.

Grundsätzlich positiver beurteilte dagegen der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, die Lage der US-Wirtschaft. Beide Fed-Mitglieder sind derzeit allerdings im geldpolitischen Ausschuss nicht stimmberechtigt. Von schwachen US-Konjunkturdaten kam am Freitag keine Unterstützung für die erste Zinsanhebung seit über neun Jahren. Sie würde die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern. Andererseits wäre sie ein positives Signal, dass die Fed der amerikanischen Wirtschaft eine weitere Erholung zutraut.

"China bleibt das Zünglein an der Waage", warnte indes Marktexperte Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets. Wenn neue enttäuschende Daten die Ängste vor einer "harten Landung" der chinesischen Wirtschaft und damit die Sorgen um eine Beeinträchtigung der Weltwirtschaft verfestigten, blieben insbesondere langfristig und strategisch orientierte Anleger dem Markt fern. Die jüngste Stabilisierung an Chinas Börsen gehe zudem nur auf Maßnahmen von Regierung und Notenbank zurück.

ANALYSTENKOMMENTARE STÜTZEN K+S UND SIEMENS

Bei Einzelwerten bewegten vor allem Analystenkommentare. Die Aktien von K+S eroberten mit einem Plus von 0,87 Prozent die Dax-Spitze. Analyst John Philipp Klein von der Privatbank Berenberg sieht in einer aktuellen Studie zwar eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine Übernahme des Dünger- und Salzproduzenten durch den Wettbewerber Potash, hält eine Transaktion aber weiterhin für möglich.

Die Papiere des Industriekonzerns Siemens wurden von einer Kaufempfehlung der britischen Investmentbank HSBC gestützt. Sie gehörten mit einem Kursanstieg von 0,40 Prozent ebenfalls zu den Favoriten der Anleger. Dagegen bremste der stärkste wöchentliche Ölpreisanstieg seit April die Titel der Lufthansa aus: Sie verloren am Dax-Ende 1,16 Prozent.

KAUFEMPFEHLUNG BEFLÜGELT PFEIFFER VECUUM

Im TecDax ging es für die Papiere des Vakuumpumpen-Spezialisten Pfeiffer Vacuum um satte 4,44 Prozent hoch. Hier half eine Kaufempfehlung durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,53 Prozent am Vortag auf 0,54 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 138,71 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,03 Prozent auf 153,62 Punkte. Der Kurs des Euro sank auf 1,1157 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1284) US-Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8862) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

28.08.2015

Aktien Frankfurt: Dax behauptet trotz Verlusten solides Wochenplus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zum Ende einer turbulenten Börsenwoche haben sich die Investoren am deutschen Aktienmarkt zurückgehalten. Nach der Berg- und Talfahrt der vergangenen Tage schloss der Dax am Freitag 0,17 Prozent schwächer bei 10 298,53 Punkten. Damit dämmte der Leitindex seine Anfangsverluste deutlich ein - auf Wochensicht schaffte er sogar ein ordentliches Plus von 1,72 Prozent. Den Kurssturz vom Montag hat der Dax damit verdaut.

Angesichts der angespannten Stimmung hätten zahlreiche Anleger über das Wochenende keine Risiken eingehen wollen, begründete Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar die aktuelle Vorsicht. Grund für den zeitweise achtprozentigen Absturz am Montag waren die anhaltenden Sorgen um Chinas schwächelndes Wirtschaftswachstum und die dortigen Marktturbulenzen gewesen. Mittlerweile haben sich die Börsen Chinas aber gefangen und ein Stück weit erholt.

Der MDax der mittelgroßen Werte verabschiedete sich am Freitag mit einem minimalen Plus von 0,02 Prozent bei 19 657,69 Punkten aus dem Handel. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,14 Prozent auf 1695,59 Punkte./gl/he

28.08.2015

WOCHENAUSBLICK: Aktienanleger brauchen weiter gute Nerven

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktienanlegern dürfte es nach den jüngsten Turbulenzen auch in der neuen Woche nicht langweilig werden. Zwar hielt sich der deutsche Leitindex Dax zuletzt über dem Niveau des Kurseinbruchs am vergangenen Montag. "Dennoch wäre es verfrüht, nun auf eine anhaltende Schönwetterphase zu setzen", warnte Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba - zumal der September traditionell einer der schwierigsten Aktienmonate sei.

Unter besonderer Beobachtung stehen Konjunktur und Börsenkurse in China. Sorgen über einen Wachstumsrückgang der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hatten auch Ängste über die Entwicklung der globalen Konjunktur geschürt. Die überraschende Abwertung der Landeswährung und der zwischenzeitliche Kurseinbruch an Chinas Handelsplätzen wirbelten dann die Finanzmärkte weltweit durcheinander.

"China bleibt das Zünglein an der Waage", betonte Marktexperte Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets. Wenn neue enttäuschende Daten die Ängste vor einer "harten Landung" der chinesischen Wirtschaft und damit die Sorgen um eine Beeinträchtigung der Weltwirtschaft verfestigten, blieben insbesondere langfristig und strategisch orientierte Anleger dem Markt fern. Die jüngste Stabilisierung an Chinas Börsen gehe zudem nur auf Maßnahmen von Regierung und Notenbank zurück.

US-ARBEITSMARKTBERICHT UND GELDPOLITIK IM FOKUS

Zudem werden die Investoren weiter mit Argusaugen auf Wirtschaftsdaten aus den USA schauen. Insbesondere vom Arbeitsmarktbericht am Freitag versprechen sie sich Hinweise darauf, ob die US-Notenbank Fed bereits bei ihrer Sitzung am 17. September die lang erwartete Wende ihrer Geldpolitik einläutet. Daran waren jüngst immer mehr Zweifel aufgekommen - trotz guter amerikanischer Wirtschaftsdaten.

Die erste Zinserhöhung in den USA seit über neun Jahren würde die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern. Andererseits wäre sie auch ein positives Signal, dass die Fed der amerikanischen Wirtschaft nach zuletzt guten Daten eine weitere Erholung zutraut. Auch die Geschäftsentwicklung und die Aktienkurse börsennotierter Unternehmen könnten von Hoffnungen profitieren, dass die Vereinigten Staaten China als Wachstumslokomotive ablösen.

Die Expertenmeinungen zum Zeitpunkt der US-Zinswende gehen auseinander. "Ein erneut starker Arbeitsmarktbericht dürfte darauf hinweisen, dass es eigentlich keinen Grund gibt, erneut abzuwarten", meint Helaba-Analystin Windt. "Die amerikanischen Wirtschaftsdaten bleiben gut, aber unverändert nicht gut genug, um die Zinspolitik entscheidend zu verändern", halten indes die Autoren des Bernecker-Börsenbriefs "AB-Daily" dagegen.

DAX KÖNNTE TIEFPUNKT SCHON ERREICHT HABEN

Der zwischenzeitlich starke Dax-Einbruch ist für sie "an sich ein erstes Zeichen für einen Schlussakkord einer schwierigen Konsolidierung gewesen". Die anschließende Erholung sei erst einmal nur eine charttechnische Gegenbewegung "aus der überverkauften Marktlage heraus", allerdings mit einem erstaunlich hohen Umsatzvolumen. Nun stünden die Chancen für eine weiter positive Kursentwicklung 50 zu 50.

Auch den Marktexperten der DZ Bank zufolge könnte der Dax seinen Tiefpunkt inzwischen erreicht haben. Mit einem mehr als 20-prozentigen Rückgang seit dem Rekordhoch bei 12 390 Punkten im April "erfüllt der aktuelle Kursrutsch die gängige Definition eines 'Crashs", heißt es in einem aktuellen Kommentar. Der Marktabsturz in China habe die Indizes der Industrieländer "schneller als bisher erwartet zur notwendigen Anpassung an das fundamental gerechtfertigte Niveau geführt, inklusive einer üblichen Übertreibung nach unten".

Wegen der aktuell fairen Bewertung mit Kursen unterhalb der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie sei es zu früh, deutschen und europäischen Aktien den Rücken zu kehren, so die DZ-Experten weiter. Auch Analyst Daniel Saurenz von Feingold Research ist optimistisch: "Wer im Ausverkauf mutig war oder in den kommenden Wochen Rückschläge am Markt nutzt, kann in Deutschland durchaus solide Aktien zu vernünftigen Preisen einsammeln und sich in den kommenden Jahren womöglich auf einen schönen Mix aus Dividendenertrag und Kursgewinn freuen."

RISIKEN DROHEN VON US-TECHNOLOGIESEKTOR

Risiken drohen laut Saurenz allerdings vom US-Technologiesektor mit immer noch "absurd hoch" bewerteten Titeln wie Facebook , Google oder Netflix - hier seien die jüngsten Kursrückschläge "nur ein Tropfen auf den heißen Stein". Helaba-Analystin Windt erinnerte zudem an die am 20. September anstehende Parlamentswahl in Griechenland als Unsicherheitsfaktor.

Neben etlichen Konjunkturdaten aus Europa, den USA und China - insbesondere dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag - sollte auch die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag einen Blick wert sein. Die Postbank-Experten gehen allerdings von keiner Abweichung der Währungshüter von ihrem Kurs des billigen Geldes aus.

Unternehmensseitig sieht die Agenda dünn aus. Am Montag nach US-Börsenschluss entscheidet sich, ob der Medizinkonzern Fresenius im EuroStoxx 50 den Platz von RWE einnimmt. Der Abstieg des Energiekonzerns aus dem Eurozonen-Leitindex gilt als recht sicher. Und am Donnerstag - ebenfalls nach der Schlussglocke an der Wall Street - gibt der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse die kommenden Veränderungen bekannt. Nach drei Jahren ohne Veränderung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mit Deutsche Annington (zukünftig Vonovia) der erste Immobilienkonzern in den Dax einzieht. Seinen Platz dafür räumen muss wohl der Chemiekonzern Lanxess ./gl/she/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

28.08.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Leichte Verluste zum Auftakt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte sind etwas leichter in den letzten Tag der Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial notierte am Freitag im frühen Handel 0,44 Prozent tiefer bei 16 582,11 Punkten, nachdem er am Vortag seine steile Aufwärtsbewegung fortgesetzt hatte. Auf Wochensicht deutet sich für den Leitindex damit ein Plus von rund 0,7 Prozent an. Der marktbreite S&P-500-Index sank am Freitag um 0,27 Prozent auf 1982,21 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,43 Prozent auf 4306,29 Punkte ein.

Händler erwarten anlässlich des derzeitigen Treffens von Vertretern der weltweit wichtigsten Zentralbanken in Jackson Hole keine großen Engagements der Anleger. Vertreter der US-Notenbank (Fed) gaben am Freitag widersprüchliche geldpolitische Signale. "Ich halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen", sagte Narayana Kocherlakota, Präsident der regionalen Notenbank von Minneapolis. Die weltweite Abschwächung der Konjunktur sei auch ein Risiko für den US-Ausblick. Dies müsse bei der Geldpolitik der Fed berücksichtigt werden.

Grundsätzlich positiver beurteilt dagegen der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, die Lage der US-Wirtschaft. Die Volatilität an den Finanzmärkten der vergangenen zehn Tagen habe den Ausblick "nicht sehr" verändert, sagte Bullard. Die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft seien gut. Es gebe also keinen Grund für die Fed ihre Strategie zu ändern. An den Finanzmärkten wurde zuletzt angesichts der von China ausgehenden Turbulenzen immer weniger mit einer schnellen US-Leitzinserhöhung im September gerechnet.

Frische US-Konjunkturdaten fielen uneinheitlich aus. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA war überraschend deutlich zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt war zudem im zweiten Quartal stärker als erwartet gewachsen. Dagegen hatte sich das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen im August unerwartet stark eingetrübt.

Auf Unternehmensseite gab es vor allem Nachrichten aus der Gesundheitsbranche. Die Aktien von Amgen verteuerten sich um 0,64 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA genehmigte den Cholesterinsenker Repatha. Der Pharmakonzern kann somit seinem französischen Wettbewerber Sanofi ab sofort auch in den USA Konkurrenz machen.

Für die Papiere des Pharmakonzerns Mylan ging es um 2,10 Prozent nach unten. Dessen Aktionäre stimmten für ein 33 Milliarden Dollar hohes Übernahmeangebot für den Konkurrenten Perrigo. Dessen Anteilsscheine sanken um 0,83 Prozent. Das Objekt der Begierde lehnt das Ansinnen allerdings ab.

Für die Aktien von Apple ging es um ein halbes Prozent abwärts. Für neue Impulse könnten erste Zahlen zur Apple-Watch sorgen: Nach Berechnungen des IT-Marktforschers IDC konnte Apple im vergangenen Quartal 3,6 Millionen seiner Computeruhren verkaufen. Damit habe die Apple Watch aus dem Stand den zweiten Platz im Markt für am Körper tragbare Technik, die sogenannten "Wearables", erklommen.

Die im S&P 500 enthaltenen Papiere des Bergbaukonzerns Freeport- McMoran gewannen 7,26 Prozent. Der Großinvestor und Multimilliardär Carl Icahn hat 8,5 Prozent an dem Unternehmen übernommen. Die Titel waren bereits am Donnerstag um fast 30 Prozent gestiegen, nachdem Freeport-McMoran substanzielle Einsparungen angekündigt hatte.

Die Papiere von United Continental und Activision Blizzard gewannen mehr als 4 beziehungsweise gut 6 Prozent. Beide Werte steigen in den S&P-500-Index auf und werden dadurch attraktiver für Anleger./edh/he

28.08.2015

Aktien New York: Leichte Verluste zum Auftakt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte sind etwas leichter in den letzten Tag der Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial notierte am Freitag im frühen Handel 0,35 Prozent tiefer bei 16 596,98 Punkten, nachdem er am Vortag seine steile Aufwärtsbewegung fortgesetzt hatte. Auf Wochensicht deutet sich für den Leitindex damit ein Plus von rund einem Prozent an. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 0,16 Prozent auf 1984,49 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,32 Prozent auf 4311,04 Punkte ein.

Händler erwarten anlässlich des derzeitigen Treffens von Vertretern der weltweit wichtigsten Zentralbanken in Jackson Hole keine großen Engagements der Anleger. Vertreter der US-Notenbank (Fed) gaben am Freitag widersprüchliche geldpolitische Signale. "Ich halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen", sagte Narayana Kocherlakota, Präsident der regionalen Notenbank von Minneapolis. Die weltweite Abschwächung der Konjunktur sei auch ein Risiko für den US-Ausblick. Dies müsse bei der Geldpolitik der Fed berücksichtigt werden.

Grundsätzlich positiver beurteilt dagegen der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, die Lage der US-Wirtschaft. Die Volatilität an den Finanzmärkten der vergangenen zehn Tagen habe den Ausblick "nicht sehr" verändert, sagte Bullard. Die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft seien gut. Es gebe also keinen Grund für die Fed ihre Strategie zu ändern. An den Finanzmärkten wurde zuletzt angesichts der von China ausgehenden Turbulenzen immer weniger mit einer schnellen US-Leitzinserhöhung im September gerechnet./edh/he

28.08.2015

ROUNDUP/Fed-Vize Fischer: Haben noch nicht über Zinserhöhung entschieden

JACKSON HOLE (dpa-AFX) - Die US-Notenbank (Fed) hat noch nicht über eine Zinswende im September entschieden. "Es ist noch zu früh um jetzt Aussagen über eine Leitzinsanhebung im September zu treffen", sagte Stanley Fischer, der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank am Freitag dem Fernsehsender CNBC in Jackson Hole. "Die Fed hat noch Zeit, um in den nächsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten."

Die zuletzt von China ausgehenden Finanzmarktturbulenzen könnten den Zeitpunkt für eine Leitzinsanhebung beeinflussen, sagte Fischer. Allerdings würden sich die Finanzmärkte auch oft rasch wieder beruhigen. Vor den Turbulenzen habe es ziemlich starke Argumente für eine Leitzinsanhebung gegeben.

TÜR FÜR ZINSERHÖHUNG IM SEPTEMBER WEITER OFFEN

Die Märkte interpretierten die Aussagen als Hinweis, dass die Tür für eine Zinserhöhung im September weiter offen ist. So gab der Eurokurs deutlich nach und fiel unter die Marke von 1,12 US-Dollar. Der Chef der regionalen Notenbank von New York William Dudley hatte hingegen am Mittwoch die Zweifel an einer Zinserhöhung verstärkt.

Vertreter der US-Notenbank aus der zweiten Reihe gaben unterdessen widersprüchliche Signale. "Ich halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen", sagte Narayana Kocherlakota, Chef der regionalen Notenbank von Minneapolis, am Freitag in Jackson Hole dem Fernsehsender CNBC. Die weltweite Abschwächung der Konjunktur sei auch ein Risiko für den US-Ausblick. Dies müsse bei der Geldpolitik der Fed berücksichtigt werden.

Kocherlakota hatte sich allerdings auch schon vor den jüngsten Finanzmarktturbulenzen gegen eine Leitzinsanhebung in diesem Jahr ausgesprochen und gilt als entschiedener Gegner einer lockeren Geldpolitik.

Grundsätzlich positiver beurteilt dagegen der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, die Lage der US-Wirtschaft. Die Volatilität an den Finanzmärkten der vergangenen zehn Tagen habe den Ausblick "nicht sehr" verändert, sagte Bullard dem Fernsehsender Bloomberg TV, ebenfalls in Jackson Hole. Die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft seien gut. Es gebe also keinen Grund für die Fed ihre Strategie zu ändern. Sowohl Bullard als auch Kocherlakota sind derzeit im geldpolitischen Ausschuss nicht stimmberechtigt./jsl/she

28.08.2015

ROUNDUP: Übergangsregierung in Athen vereidigt - viele Wähler unentschlossen

ATHEN (dpa-AFX) - Die neue griechische Übergangsregierung unter der Richterin Vasiliki Thanou ist am Freitag vereidigt worden. Die wichtigsten Posten des geschäftsführenden Kabinetts besetzen nun Experten, die das Vertrauen der Mehrheit der Parteien haben. Dieses Interims-Gremium soll das Land bis zur Bildung einer neuen Regierung nach vorgezogenen Wahlen führen. Das Übergangskabinett billigte anschließend das Dekret zur Auflösung des Parlamentes. Damit steht nun auch offiziell fest, dass die Parlamentswahl am 20. September stattfinden wird. Das Dekret wurde von Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos unterzeichnet, wie das Staatsfernsehen (ERT1) berichtete.

Damit hat auch der Wahlkampf begonnen. Eine erste Umfrage zeigt, dass die Parteien noch viel Arbeit leisten müssen, um die Gunst der Wähler zu gewinnen. Jeder vierte Bürger (25,5 Prozent) ist nämlich bislang unentschieden. Das Bündnis der radikalen Linken (Syriza) von Alexis Tsipras führt in der Gunst der Wähler mit 23 Prozent, gefolgt von den Konservativen mit 19,5 Prozent. Die Umfrage wurde am Freitag in der linken griechischen Zeitung "Efimerída ton Syntaktón" veröffentlicht.

In der Übergangsregierung setzt Athen auf Kontinuität: Das Finanzministerium wird der langjährige Unterhändler in den Verhandlungen mit den Gläubigern, Giorgos Chouliarakis, führen. Er war bislang als Fachmann bei den Kreditverhandlungen dabei und soll das Vertrauen der Geldgeber-Experten haben. Außenminister ist der altgediente Diplomat Petros Molyviatis (87).

Am Donnerstag hatte Staatspräsident Pavlopoulos die Präsidentin des höchsten Gerichtshofes (Areopag), Thanou, mit der Bildung der Interimsregierung beauftragt. Zuvor waren alle Bemühungen gescheitert, im derzeitigen Parlament eine neue Regierungsmehrheit zu finden. Damit wurde der Weg zur Neuwahl frei, die der bisherige Ministerpräsident Alexis Tsipras mit seinem Rücktritt vor einer Woche erreichen wollte. Er fordert angesichts des neuen harten Sparprogramms ein neues, frisches Mandat vom Volk.

Nach der Umfrage können die Rechtsextremisten der Goldenen Morgenröte mit 6,5 Prozent damit rechnen, drittstärkste Kraft zu werden. Es folgen die Kommunisten (KKE) mit fünf Prozent, die Sozialisten (Pasok) mit 4,5 Prozent und die Partei der politischen Mitte To Potami mit vier Prozent. 3,5 Prozent bekommt die von Syriza abgespaltene neue Partei Volkseinheit (LAE) mit 3,5 Prozent.

Bangen um den Einzug ins Parlament muss angesichts der in Griechenland geltenden Drei-Prozent-Hürde der bisherige Koalitionspartner der Syriza, die rechtspopulistische Partei der Unabhängigen Griechen (Anel). Sie kam in der Umfrage nur auf zwei Prozent. In den kommenden Tagen werden weitere Umfragen erwartet.

Populärster griechischer Politiker bleibt laut Umfrage der bisherige Regierungschef Tsipras mit 41 Prozent Zustimmung. Der Chef der konservativen Nea Dimokratia (ND), Evangelos Meimarakis, kommt auf 34 Prozent.

Der Chef des europäischen Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, hält die Mitwirkung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei künftigen Rettungsaktionen für Länder der Eurozone für verzichtbar. "Die nächste Krise, die in den nächsten Jahrzehnten kommen wird, könnten die Europäer aus eigener Kraft bewältigen", sagte Regling dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Das Zusammenspiel von ESM, EU-Kommission und (Europäischer Zentralbank) EZB ist eingeübt, gemeinsam erfüllen sie die Aufgaben eines europäischen Währungsfonds." Bei der Krise um Griechenland solle der IWF aber so lange an Bord bleiben, bis die gegenwärtigen Turbulenzen überstanden sind./tt/DP/she

28.08.2015

Fed-Vize Fischer: Haben noch nicht über Zinserhöhung entschieden

JACKSON HOLE (dpa-AFX) - Die US-Notenbank (Fed) hat noch keine Entscheidung über eine Zinswende im September getroffen. "Es ist noch zu früh um jetzt Aussagen über eine Leitzinsanhebung im September zu treffen", sagte Stanley Fischer, der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank am Freitag dem Fernsehsender CNBC in Jackson Hole. "Die Fed hat noch Zeit, um in den nächsten zwei Wochen die Konjunkturdaten zu beobachten."

Die zuletzt von China ausgehenden Finanzmarktturbulenzen könnten den Zeitpunkt für eine Leitzinsanhebung beeinflussen, sagte Fischer. Allerdings würden sich die Finanzmärkte auch oft rasch wieder beruhigen. Vor den Turbulenzen habe es ziemlich starke Argumente für eine Leitzinsanhebung gegeben./jsl/he

28.08.2015

ESM-Chef Regling will bei künftigen Krisen auf IWF verzichten

BERLIN (dpa-AFX) - Eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll bei künftigen Rettungsaktionen in der Eurozone nicht mehr notwendig sein. "Die nächste Krise, die in den nächsten Jahrzehnten kommen wird, könnten die Europäer aus eigener Kraft bewältigen", sagte der Chef des europäischen Rettungsschirms ESM, Klaus Regling dem "Spiegel". Europa sei wohlhabend genug, um seine Probleme allein zu lösen. "Das Zusammenspiel von ESM, EU-Kommission und EZB ist eingeübt, gemeinsam erfüllen sie die Aufgaben eines europäischen Währungsfonds." Bei der Krise um Griechenland solle der IWF jedoch bis zum Ende der gegenwärtigen Turbulenzen beteiligt sein./thc/DP/she

28.08.2015

ROUNDUP/ARD und ZDF: Brauchen die Milliardenreserve aus dem Rundfunkbeitrag

BERLIN (dpa-AFX) - ARD und ZDF brauchen nach eigenen Worten deutlich mehr Geld - insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro für vier Jahre. Bei der Finanzkommission KEF meldeten die öffentlich-rechtlichen Sender am Freitag für die 2017 bis 2020 ihren Mehrbedarf an. Das bedeutet aber nicht automatisch eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags von aktuell 17,50 Euro im Monat. Die KEF kann den angemeldeten Bedarf eindampfen. Die letzte Entscheidung liegt bei den Bundesländern, die den Beitrag stabil halten wollen. Zudem gibt es noch den Überschuss aus dem neuen Rundfunkbeitrag.

Diese Reserve - zwischen 2013 und 2016 werden 1,59 Milliarden Euro erwartet - liegt bislang auf Sperrkonten eingefroren. ARD, ZDF und Deutschlandradio brauchen nach eigenen Berechnungen die gesamte Rücklage. "Gute Programme kosten Geld, deswegen brauchen wir für die kommende Beitragsperiode ab 2017 einen Ausgleich für Preissteigerungen", sagte ARD-Chef Lutz Marmor.

Die ARD-Sender erwarten sogar so starke Kostenzuwächse, dass ihr Finanzbedarf auch mit der Auflösung der 1,16 Milliarden Euro ARD-Beitragsrücklage noch nicht gedeckt wäre. "Wir brauchen die komplette ARD-Reserve und nach heutigem Stand 99 Millionen Euro mehr pro Jahr", sagte Marmor der Deutschen Presse-Agentur. Die Steigerung des Aufwandes liege in den vier Jahren im Schnitt bei 2,2 Prozent.

Das ZDF legt dieselbe Größenordnung beim Kostenzuwachs zugrunde, bezifferte dies aber zunächst nicht in Euro. Der Sender teilte mit: "Insgesamt könnte der vom ZDF angemeldete Finanzbedarf ohne Beitragserhöhung mit Hilfe der gebildeten Sonderrücklage aus den Beitragsmehrerträgen vollständig gedeckt werden." Intendant Thomas Bellut sagte dpa: "Unsere Anmeldung ist von den Rücklagen komplett gedeckt. Die moderate Steigerung spiegelt im Wesentlichen die Teuerungsrate wider, wie sie jedes andere Unternehmen verkraften muss."

Das Deutschlandradio rechnet damit, dass zwischen 2017 und 2020 "trotz der gebildeten Rücklagen" insgesamt "ein ungedeckter Finanzbedarf von gut 46 Millionen Euro" anfallen wird.

Neben steigenden Gehältern müsse die ARD unter anderem wachsende Kosten für Programm und Technik schultern, sagte Marmor. Zur letzten Anmeldung 2012 habe der Verbund Kosten sehr zurückhaltend kalkuliert. "Im Nachhinein betrachtet haben wir beim letzten Mal sehr niedrig angemeldet. Wir hätten nicht unter die Inflationsrate gehen müssen."

Marmor hält Mehrausgaben für das Programm für dringend nötig: "Wenn Sie zehn, zwölf Jahre für den "Tatort" das Gleiche zahlen, dann geht das eine Zeit lang, weil es früher ordentlich dotiert war. Aber irgendwann muss man den Produktionsfirmen auch mal einen Ausgleich für deren Kostensteigerungen geben. Sie können den "Tatort" nicht nur als Kammerspiel drehen." Außerdem schlagen Ausgaben für den digitalen Radiostandard DAB+ und das Antennenfernsehen DVB-T2 zu Buche.

Marmor betonte: "Von Beginn an hatte die KEF vorgesehen: Wenn es Mehreinnahmen gibt, kann dieses Geld dazu dienen, Beitragsanpassungen der Zukunft, also ab 2017, zu vermeiden oder deutlich zu dämpfen."

Die Ministerpräsidenten der Länder dringen vor allem darauf, dass der Beitrag in den kommenden Jahren stabil bleibt. Der Rundfunkbeitrag war angesichts der Mehreinnahmen zum 1. April um 48 Cent auf 17,50 Euro gesunken./bok/vr/DP/she

28.08.2015

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 28.08.2015 - 17.00 Uhr

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich überraschend stark ein

MICHIGAN - Das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen hat sich im August unerwartet stark eingetrübt. Der Indikator sei von 93,1 Punkten im Vormonat auf 91,9 Punkte gesunken, teilte die Universität am Freitag mit. Eine erste Schätzung hatte bei 92,9 gelegen. Analysten hatten mit einer leichten Korrektur nach oben auf 93,0 Punkte gerechnet.

Wirtschaftsleistung in Brasilien bricht ein

RIO DE JANEIRO - Die tiefe Rezession in Brasilien ist nun auch offiziell bestätigt: Im zweiten Quartal brach die Wirtschaftsleistung der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt im Vergleich zum Vorquartal um 1,9 Prozent ein - nach einem Minus von 0,7 Prozent im ersten Vierteljahr. Dies teilte die Statistikbehörde am Freitag mit.

Fed-Mitglieder geben widersprüchliche Zinssignale

JACKSON HOLE - Vertreter der US-Notenbank (Fed) haben am Freitag widersprüchliche geldpolitische Signale gegeben. "Ich halte eine baldige Leitzinsanhebung für nicht angemessen", sagte Narayana Kocherlakota, Chef der regionalen Notenbank von Minneapolis, am Freitag in Jackson Hole dem Fernsehsender CNBC. Die weltweite Abschwächung der Konjunktur sei auch ein Risiko für den US-Ausblick. Dies müsse bei der Geldpolitik der Fed berücksichtigt werden.

USA: Konsumausgaben steigen etwas schwächer als erwartet

WASHINGTON - Der Konsum privater Haushalte in den USA hat im Juli etwas schwächer als erwartet zugelegt. Die Konsumausgaben stiegen um 0,3 Prozent zum Vormonat, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten einen Anstieg um 0,4 Prozent erwartet.

Firmen kommen leicht an Kredite - Kritik an Sinn: 'keine Sorglosigkeit'

MÜNCHEN - Die Kreditaufnahme ist für deutsche Unternehmen so leicht wie nie zuvor. Die Hürden bei der Finanzierung seien im August auf einem "historischen Tief" gelandet, teilte das Münchner Ifo-Institut am Freitag mit. Ifo-Chef Hans Werner Sinn spricht von einer "beispiellos sorglosen" Kreditvergabe durch die Banken - und stößt damit auf Kritik.

Deutschland: Inflation etwas stärker als erwartet

WIESBADEN - In Deutschland ist die Inflation im August etwas stärker ausgefallen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise nach einer ersten Schätzung zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent und damit genauso stark wie im Juli. Bankvolkswirte hatten eine schwächere Rate von 0,1 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich blieben die Verbraucherpreise im August unverändert.

Schweizer Wirtschaft schrammt an Rezession vorbei

ZÜRICH - Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal trotz des Frankenschocks an einer Rezession vorbeigeschrammt. In den Monaten April bis Juni legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eidgenossen um 0,2 Prozent zu, wie das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte. Die Entwicklung kam für Experten überraschend. Sie hatten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent erwartet.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung hellt sich überraschend auf

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im August überraschend aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg um 0,2 Punkte auf 104,2 Punkte, wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 103,8 Punkte erwartet.

Eurozone: Geschäftsklima trübt sich überraschend stark ein

BRÜSSEL - Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich im August überraschend stark eingetrübt. Der Business Climate Indicator (BCI) fiel gegenüber dem Vormonat um 0,20 Punkte auf 0,21 Zähler, wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten einen schwächeren Rückgang auf 0,34 Punkte erwartet.

Interims-Regierung in Griechenland ernannt

ATHEN - Die griechische Interims-Regierungschefin Vasiliki Thanou hat am Freitag ihren Übergangs-Ministerrat zusammengerufen. Die wichtigsten Posten des geschäftsführenden Kabinetts besetzen Experten, die das Vertrauen der Mehrheit der Parteien haben.

Großbritannien: Wirtschaft wächst wie erwartet

LONDON - Die britische Wirtschaft ist im Frühjahr wie erwartet gewachsen. Im zweiten Quartal habe die Wirtschaftsleistung (BIP) 0,7 Prozent höher gelegen als im Vorquartal, teilte das Statistikamt ONS am Freitag mit und bestätigte damit eine erste Schätzung. Bankvolkswirte hatten dies erwartet. Im ersten Quartal war die britische Wirtschaft um 0,4 Prozent gewachsen. Im Jahresvergleich stieg die Wirtschaftskraft im zweiten Quartal um 2,6 Prozent und damit ebenfalls wie zunächst gemeldet.

Umfrage: Griechen unentschlossen - Tsipras führt

ATHEN - Drei Wochen vor der vorgezogenen Parlamentswahl ist in Griechenland gut jeder vierte Wähler (25,5 Prozent) unentschlossen. Das Bündnis der radikalen Linken (Syriza) von Alexis Tsipras führt in der Gunst der Wähler mit 23 Prozent, gefolgt von den Konservativen mit 19,5 Prozent. Dies ergab eine Umfrage, die am Freitag in der linken griechischen Zeitung "Efimerída ton Syntaktón" veröffentlicht wurde. Die Wahlen sollen am 20. September stattfinden.

Italien: Verbraucherstimmung hellt sich überraschend stark auf

ROM - Die Stimmung der italienischen Verbraucher hat sich im August überraschend stark aufgehellt. Das Verbrauchervertrauen stieg von revidiert 106,7 (zunächst 106,5) Punkten im Vormonat auf 109,0 Punkte, wie das Statistikamt Istat am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 107,0 Punkte erwartet. Die Verbraucherstimmung liegt damit im längeren Vergleich weiter auf einem hohen Niveau.

Italien: Geschäftsklima trübt sich ein

ROM - Die Stimmung in italienischen Unternehmen hat sich im August eingetrübt. Das Geschäftsklima fiel um 1,0 Punkte auf 102,5 Zähler, wie das Statistikamt Istat am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten 103,6 Punkte erwartet. Zudem wurde der Juli-Wert leicht von 103,6 Punkte auf 103,5 Punkte nach unten revidiert.

'FAZ': Draghi unterstützt Forderung für Finanzministerium in Europa

FRANKFURT - EZB-Präsident Mario Draghi unterstützt laut einem Pressebericht die Forderung nach einem europäischen Finanzministerium. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung, FAZ" (Freitagausgabe) und beruft sich dabei auf Kreise der Europäischen Zentralbank (EZB). Zuvor hatte EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure am Donnerstag in einer Rede vor Botschaftern in Paris die Schaffung eines Finanzministeriums für die Eurozone unter Aufsicht des Europäischen Parlaments angeregt. Für diese Forderung habe Coeure die Rückendeckung von Notenbankchef Draghi, hieß es in der FAZ.

Spanien: Inflation überraschend stark im negativen Bereich

MADRID - In Spanien hat die Inflation im August überraschend stark im negativen Bereich gelegen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat fielen die für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Verbraucherpreise (HVPI) um 0,5 Prozent, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid in einer vorläufigen Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten einen Preisrückgang um 0,3 Prozent erwartet.

Japan: Fallende Ölpreise halten Inflation an der Nullmarke

TOKIO - In Japan bleibt die Inflation trotz der Geldflut der Notenbank auf einem historisch niedrigen Niveau. Im Juli habe sich die Kernrate der Verbraucherreise, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Lebensmittel, nicht verändert, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Volkswirte hatten in dieser Abgrenzung mit einem Rückgang der Preise im Jahresvergleich um 0,2 Prozent gerechnet.

/rob/tos

28.08.2015

Erneut Störfall in französischem EDF-Atomkraftwerk Fessenheim

FESSENHEIM (dpa-AFX) - Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim an der Grenze zu Deutschland ist es am Freitag zu einem Störfall gekommen. Der Reaktor eins wurde am Morgen aus noch unbekannter Ursache heruntergefahren. Das bestätigte der Kraftwerksbetreiber EDF in Paris. Das Sicherheitssystem habe eine automatische Abschaltung eingeleitet. Nach der Ursache werde gesucht. Auswirkungen auf Umwelt oder Sicherheit gebe es nicht. Der zweite Reaktor an dem Standort laufe weiter.

Bei der französische Atomaufsicht ASN hieß es in Paris ergänzend, es habe sich um einen Fehler in der Elektronik gehandelt. Der 1977 in Betrieb genommene Standort Fessenheim ist das älteste französische Atomkraftwerk. Kritiker auch in Deutschland fordern seit Jahren das Aus für den als anfällig geltenden Atommeiler.

Frankreich hat insgesamt 19 Atomkraftstandorte mit zusammen 58 Reaktoren. Präsident François Hollande will Fessenheim bis Ende 2016 vom Netz nehmen. Bis zum Jahr 2025 soll der Atomanteil am französischen Stromverbrauch von 75 auf 50 Prozent verringert werden./gro/DP/she

28.08.2015

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich überraschend stark ein

MICHIGAN (dpa-AFX) - Das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen hat sich im August unerwartet stark eingetrübt. Der Indikator sei von 93,1 Punkten im Vormonat auf 91,9 Punkte gesunken, teilte die Universität am Freitag mit. Eine erste Schätzung hatte bei 92,9 gelegen. Analysten hatten mit einer leichten Korrektur nach oben auf 93,0 Punkte gerechnet.

Der Index der Universität Michigan gilt als Indikator für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Die Daten im Überblick:

^ August Prognose August Juli Juni

(endg) (vorl)

Konsumklima 91,9 93,0 92,9 93,1 96,1°

(in Punkten)

/tos/jsl

28.08.2015

Wirtschaftsleistung in Brasilien bricht ein

RIO DE JANEIRO (dpa-AFX) - Die tiefe Rezession in Brasilien ist nun auch offiziell bestätigt: Im zweiten Quartal brach die Wirtschaftsleistung der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt im Vergleich zum Vorquartal um 1,9 Prozent ein - nach einem Minus von 0,7 Prozent im ersten Vierteljahr. Dies teilte die Statistikbehörde am Freitag mit.

Es war das schwächste zweite Quartal seit 1996 und der tiefste Einbruch seit 2009. Geht das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in zwei Quartalen nacheinander zurück, wird nach gängiger Definition von einer Rezession gesprochen. Auch zum Jahresende 2014 war die Entwicklung schon schwach: Im Schlussquartal hatte sich die Wirtschaftsleistung nicht verändert.

Allein der größte deutsche Autobauer VW verkaufte in einem seiner wichtigsten Auslandsmärkte bis Juli rund 30 Prozent weniger Autos als noch im Vorjahr. Das rohstoffreiche Land leidet unter dem niedrigen Ölpreis, einer Inflation von fast zehn Prozent, schwachem Konsum, steigender Arbeitslosigkeit, und die Unternehmen halten sich bei ihren Investitionen zurück. Hinzu kommt ein Korruptionsskandal, in den das größte Unternehmen Petrobras (Umsatz rund 123 Milliarden Euro) involviert ist. Brasilien ist mit einem BIP von 2,1 Milliarden Euro (2014) siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt./ir/DP/she

28.08.2015

GESAMT-ROUNDUP: Mehr im Geldbeutel: Tarifverdienste steigen schneller als Preise

WIESBADEN (dpa-AFX) - Millionen Tarifbeschäftigte in Deutschland können sich über höhere Löhne und Gehälter freuen: Dank der jüngsten Abschlüsse bekommen sie mehr Geld von ihren Arbeitgebern. Und weil die Preise kaum stiegen, bleibt auch unterm Strich mehr übrig.

Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, stiegen die monatlichen Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen im zweiten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 3,1 Prozent. Im selben Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise dagegen nur um 0,5 Prozent.

Damit dürften viele Beschäftigte auch nach Abzug der Inflation mehr im Geldbeutel haben. Zumal der Preisauftrieb zuletzt weiter nachgelassen hat: Im August lagen die Verbraucherpreise wie schon im Juli nur um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen mitteilte.

Die Entwicklung fiel in einzelnen Wirtschaftszweigen allerdings sehr unterschiedlich aus. Mit am stärksten erhöhten sich die Tarifverdienste im Vergleich zum Vorjahresquartal in Bereichen, in denen überwiegend nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Gemeinden (TVöD) bezahlt wird, erklärten die Statistiker. So würden beispielsweise im Gesundheits- und Sozialwesen 3,7 Prozent mehr bezahlt als im Vorjahr.

Überdurchschnittliche Erhöhungen gab es auch bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (3,4 Prozent) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (3,3 Prozent). Deutlich geringere Tarifanstiege waren in den Bereichen Handel (1,0 Prozent) sowie Grundstücks- und Wohnungswesen (0,6 Prozent) zu verzeichnen.

Real - also nach Abzug der Teuerung - steigen die Arbeitseeinkommen der meisten Tarifbeschäftigten in Deutschland aber: Die Tarifparteien haben Lohnabschlüsse deutlich über der Inflationsrate vereinbart. So erhalten die rund 3,7 Millionen Mitarbeiter in der Metall- und Elektroindustrie seit April 3,4 Prozent mehr Geld. In der chemischen Industrie gibt es 2,8 Prozent mehr, im Steinkohlenbergbau 3,6 Prozent.

Die Verbraucherpreise erhöhen sich hingegen kaum, so dass sich die Beschäftigten mehr leisten können. "Eine niedrige Inflationsrate oder gar fallende Preise sind ein Segen für die Verbraucher in Deutschland", sagte ING -DiBa-Chefökonom Carsten Brzeski.

Zumal sich der jüngste Absturz der Ölpreise bereits an den Tankstellen bemerkbar macht. Nach Zahlen des ADAC kostet ein Liter E10 derzeit 1,363 Euro, ein Monat zuvor waren es noch 1,447 Euro.

In ihrer halbjährlichen Konjunkturprognose hatte die Deutsche Bundesbank im Juni für das Gesamtjahr 2015 einen Preisanstieg von 0,5 Prozent vorausgesagt. Inzwischen halten zahlreiche Ökonomen aber selbst dieses Mini-Plus für unrealistisch./hqs/mar/DP/she

28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Lampe hebt Ziel für Jungheinrich auf 63 Euro - 'Halten'

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Jungheinrich von 60 auf 63 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Er habe seine Schätzungen für den Gabelstapler-Hersteller angehoben, schrieb Analyst Gordon Schönell in einer Studie vom Freitag. Auftragseingang und Umsatz hätten sich wegen des starken westeuropäischen Marktes für Flurförderzeuge deutlicher besser entwickelt als zu Jahresbeginn gedacht. Mit Blick auf das operative Ergebnis hingegen hinke die Ebit-Marge seiner Erwartung hinterher./la/mis

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Nomura senkt Ziel für Renault auf 102 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Das japanische Analysehaus Nomura hat das Kursziel für Renault von 117 auf 102 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Nachdem die Aktien des Autobauers um 20 Prozent gefallen seien, ergebe sich nun eine attraktive Einstiegsgelegenheit, schrieb Analyst Raghav Gupta-Chaudhary in einer Studie vom Freitag. Renault sei relativ wenig auf dem chinesischen Markt engagiert. Im europäischen Branchenvergleich seien die Papiere der Franzosen damit die am wenigsten riskanten./la/mis

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank senkt Ziel für Wacker Chemie auf 86 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Wacker Chemie nach einem Analystenwechsel von 125 auf 86 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Sie habe ihre Schätzungen für das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) und den Gewinn je Aktie für den Spezialchemie-Konzern bis 2017 gesenkt, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Freitag. Gründe dafür seien der schwächere Polysilizium-Markt sowie möglicherweise steigende finanzielle Belastungen./mzs/la

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank senkt Ziel für Metro AG auf 31 Euro - 'Add'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Metro AG von 35 auf 31 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Add" belassen. Er habe das Bewertungsmodell angepasst, um eine Dekonsolidierung der Warenhauskette Kaufhof zu reflektieren, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Freitag. Mitte Juni hatte der Konzern den Verkauf der Tochter für rund 2,8 Milliarden Euro an den kanadischen Konzern Hudson's Bay verkündet. Der Deal soll im September abgeschlossen sein./mis/la

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup senkt Ziel für HSBC auf 625 Pence - Weiter 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für HSBC von 650 auf 625 Pence gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aussichten für die Bank seien angesichts der Wachstumsschwäche in China, wo sie einen Großteil ihrer Gewinne erwirtschafte, schwieriger geworden, schrieb Analyst Ronit Ghose in einer Studie vom Freitag. Er senkte seine Gewinnschätzungen. Allerdings sei die Aktie nun deutlich niedriger bewertet als während der Asienkrise 1998, womit sie überverkauft erscheine./gl/das

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup senkt Ziel für GfK auf 40,40 Euro - Weiter 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für GfK von 43,40 auf 40,40 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Seine neuen Schätzungen für 2015 spiegelten nun die vom Marktforscher angekündigte, moderatere Wachstums- und Margenentwicklung wider, schrieb Analyst Thomas Singlehurst am Freitag in einer Studie zur europäischen Medienbranche. Nach dem unerfreulichen ersten Halbjahr sollte es in der zweiten Jahreshälfte und 2016 aber wieder bergauf gehen./gl/das

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt ProSiebenSat.1 auf 'Neutral' - Ziel 44 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat ProSiebenSat.1 von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft, aber das Kursziel auf 44 Euro belassen. Nach dem fast siebenprozentigen Kursrückgang seit Januar könne man die Aktie des Medienkonzerns schwerlich als teuer bezeichnen, schrieb Analyst Thomas Singlehurst in einer Branchenstudie vom Freitag. Risiken und Chancen erschienen nun ausgewogen./gl/das

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Baader Bank hebt Klöckner & Co auf 'Buy' - Ziel 11 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat Klöckner & Co von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 11 Euro belassen. Angetrieben durch eine Normalisierung der Wachstumserwartungen dürfte es in der zweiten Jahreshälfte eine gewisse Chance geben, dass sich die Stahlpreise stabilisieren, schrieb Analyst Christian Obst in einer Studie vom Freitag. Zusammen mit unternehmensinternen Maßnahmen, die der Stahlhändler ergriffen habe, dürfte dies KlöCo helfen, mit seinen Margen 2016 und 2017 die Marktprognosen zu übertreffen. Das beibehaltene Kursziel setze sich aus 10 Euro zusammen, die auf seiner Kalkulation für das Ergebnis je Aktie 2017 basiert, und einem Kursgewinnverhältnis von 13. Ein Euro komme noch hinzu wegen des neuen Großaktionärs, der beispielsweise womöglich seinen Anteil weiter aufstocken könnte./ck/la

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt ASML auf 'Buy' - Ziel 100 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat die Aktien des Chipindustrie-Zulieferers ASML von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 100 Euro belassen. Nach den Investitionskürzungen und der jüngsten Preisschwäche in einigen Bereichen der Halbleiter-Industrie seien die Markterwartungen mit Blick auf den Investitionszyklus nun realistischer, schrieb Analystin Tammy Qiu in einer Studie vom Freitag. Die ASML-Papiere böten Qualität zu einem vernünftigen Preis. Qiu hob die einzigartige Ausrichtung des Unternehmens auf den wichtigen Markt für EUV-Lithografie hervor./la/mis

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28.08.2015

ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Ziel für K+S auf 36,50 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für K+S von 39,00 auf 36,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Er rechne nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent mit einer Übernahme durch den Wettbewerber Potash, schrieb Analyst John Klein in einer Studie vom Freitag. Potash müsse eine andere Strategie verfolgen, um erfolgreich zu sein. So dürften die Aktionäre des Konzerns gegen eine reine Barzahlung für K+S sein. Zudem brauche es vermutlich eine Offerte von 45 Euro je K+S-Aktie, um den Weg für Gespräche zu ebnen./mis/la

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