dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

18.09.2014

SAP übernimmt US-Softwareanbieter Concur für Milliardensumme

WALLDORF (dpa-AFX) - Der Softwarekonzern SAP übernimmt den US-Anbieter Concur für rund 6,5 Milliarden Euro. Die Übernahme werde mit Hilfe von Kreditlinien über sieben Milliarden Euro finanziert, die nicht nur den Kaufpreis sondern auch die Rückzahlung von bestehenden Schulden abdecke, teilte SAP am Donnerstagabend mit. Concur selbst werde dabei mit rund 8,3 Milliarden US-Dollar bewertet. Damit wäre das Unternehmen, das unter anderem Software zur Reisekostenabwicklung anbietet, der teuerste Zukauf in der Firmengeschichte der deutschen Softwareschmiede. Die Concur-Aktionäre und die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen. Die Übernahme soll spätestens Ende März 2015 abgeschlossen werden./ang/DP/stw

18.09.2014

Hackerattacke macht Home Depot zu schaffen - Millionen Karten waren in Gefahr

ATLANTA (dpa-AFX) - Eine Hackerattacke bei der US-Baumarktkette Home Depot hat etwa 56 Millionen Bezahlkarten von Kunden in Gefahr gebracht. Inzwischen sei die bei dem Angriff verwendete Software beseitigt, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Atlanta mit. Home Depot hatte seit Bekanntwerden des Datenlochs Anfang des Monats nach der Ursache geforscht. Die Kosten für die Behebung der Probleme bezifferte das Unternehmen auf 62 Millionen US-Dollar im laufenden Geschäftsjahr. Davon soll 27 Millionen eine Versicherung tragen. Unklar sei jedoch, welche Forderungen etwa von Kreditkartenfirmen auf das Unternehmen zukämen, hieß es.

Zwar hob das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Jahr am Donnerstag leicht an, nachdem es durch einen Anteilsverkauf einen Sondergewinn von 100 Millionen Dollar eingefahren hatte. So soll der Gewinn je Aktie in diesem Jahr statt 4,52 nun 4,54 Dollar erreichen. Die noch unklaren Kosten infolge der Hackerattacke sind in der Prognose jedoch nicht berücksichtigt./stw

18.09.2014

ROUNDUP: Oracle-Chef Ellison gibt Konzernführung ab - Aktienrückkauf

REDWOOD SHORES (dpa-AFX) - Der Chef des US-Software-Konzerns Oracle , Larry Ellison, gibt sein Amt ab. Der Gründer des SAP-Wettbewerbers wird künftig dem Verwaltungsrat vorstehen und sich als CTO um die technische Entwicklung kümmern, wie das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Die bisherigen Stellvertreter Mark Hurd und Safra Catz sollen Ellison ersetzen.

Hurd soll sich um Verkauf, Marketing und Strategie kümmern. Catz bleibt zuständig für Finanzen und übernimmt die Bereiche Recht und Produktion. Der 69-jährige Ellison wolle sich trotz des Rückzugs weiter in Vollzeitarbeit dem Unternehmen widmen, heißt es in der Mitteilung.

GEWINN STAGNIERT

Oracle veröffentlichte zudem den Finanzbericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2015 (bis Ende August): Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um drei Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar (6,7 Mrd Euro) und blieb damit unter den Erwartungen der Analysten. Der Netto-Gewinn trat mit 2,2 Milliarden Dollar auf der Stelle.

Das Unternehmen kündigte Aktienrückkäufe über 13 Milliarden Dollar an. An der Börse fielen die Reaktionen negativ aus. Nachdem die Nachricht von Ellisons Rücktritt die Runde machte, rutschte die Oracle-Aktie deutlich ab. Zuletzt notierte das Papier mit rund zwei Prozent im Minus./hbr/DP/stw

18.09.2014

Oracle-Chef Ellison gibt Konzernführung ab

REDWOOD SHORES (dpa-AFX) - Der Chef des US-Software-Konzerns Oracle , Larry Ellison, gibt sein Amt ab. Der Gründer des SAP-Wettbewerbers wird künftig dem Verwaltungsrat vorstehen, wie das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mitteilte. Die bisherigen Stellvertreter Mark Hurd und Safra Catz sollen Ellison ersetzen.

Oracle veröffentlichte zudem den Finanzbericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2015 (bis Ende August): Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um drei Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar (6,7 Mrd Euro) und blieb damit unter den Erwartungen der Analysten. Der Netto-Gewinn trat mit 2,2 Milliarden Dollar auf der Stelle. Das Unternehmen kündigte zudem Aktienrückkäufe über 13 Milliarden Dollar an. Die Oracle-Aktie verlor im nachbörslichen Handel rund 1,6 Prozent an Wert./hbr/DP/stw

18.09.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 18.09.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 18.09.2014

AIRBUS GROUP

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Airbus nach Erreichen des bisherigen Ziels von 49 Euro nun auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Mit Blick auf die gesunkenen Verteidigungsbudgets in Europa und den nun angekündigten Umbau der Rüstungssparte sei es ein Glücksfall, dass die 2012 beabsichtigte Fusion mit BAE Systems nicht zustande gekommen sei, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Donnerstag. Er bleibt bei gesunkenen Risiken und angesichts der getroffenen strategischen Entscheidungen bei seiner Kaufempfehlung.

BAYER AG

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Bayer nach dem angekündigten Börsengang der Kunststoff-Sparte MaterialScience von 108 auf 116 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Die geplante Transaktion sei positiv, da MaterialScience es nicht geschafft habe, die Kapitalkosten zu verdienen, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte geht davon aus, dass die Abspaltung dem Pharmakonzern rund 10 Milliarden Euro einbringen wird.

BILFINGER

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Bilfinger von 55 auf 51 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Auch nach dem deutlichen Kurseinbruch sei es angesichts vieler ungeklärter Fragen zu früh, sich nur auf die Bewertung zu konzentrieren, schrieb Analyst Craig Abbott in einer Studie vom Donnerstag. Sie sei zwar nicht hoch, aber auch nicht außerordentlich günstig.

CONTINENTAL AG

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Continental auf die "European and Global Focus List gesetzt. Analyst Alexander Haissl hob in einer Branchenstudie vom Donnerstag zudem das Kursziel von 201 auf 208 Euro an und beließ die Einstufung auf "Outperform". Ein sich beschleunigendes strukturelles Wachstum kombiniert mit einer ausgewogeneren Kostenbasis sollte die Ergebnisse anschieben, schrieb der Experte. Insbesondere das Wachstumspotenzial in den Bereichen Antriebe und aktive Fahrzeugsicherheit sei in den aktuellen Bewertungen nicht ausreichend berücksichtigt. Continental und Faurecia seien am besten hierfür positioniert, hier sei das Aufwärtspotenzial daher am größten.

ELRINGKLINGER AG

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat ElringKlinger mit "Underperform" und einem Kursziel von 25,10 Euro in die Bewertung aufgenommen. Analyst Alexander Haissl hält den Autozulieferer in einer Studie vom Donnerstag zwar für gut geführt und mit einem starken Produktportfolio gut positioniert. Er rechnet allerdings nur mit einer moderaten Margenverbesserung, die mit den Wettbewerbern in den kommenden Jahren wohl nicht Schritt halten werde. Zudem erwartet der Experte nur einen recht mauen Free Cashflow.

HEIDELBERGCEMENT AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat HeidelbergCement von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 63 auf 53 Euro gesenkt. Der Baustoffhersteller sei im Gewinnzyklus näher am Hoch als am Boden, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Donnerstag. Die jüngsten Daten vom europäischen Zementmarkt hätten einen deutlichen Abschwung angedeutet. In den kommenden Quartalen drohe in der Region eine maue Entwicklung. Die Bewertung der HeidelbergCement-Aktie sei angesichts der zyklischen Risiken in Europa nicht attraktiv.

K+S

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat die Einstufung für K+S angesichts der aktuellen Dollar-Stärke auf "Reduce" belassen. Die Währungssituation habe sich für die europäischen Chemiekonzerne schneller als erwartet gebessert, schrieb Analyst Patrick Lambert in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Dieser Effekt sollte dem unter Preisdruck leidenden Sektor in der zweiten Jahreshälfte Rückenwind geben. Agrochemie-Unternehmen wie K+S und Yara sollten davon besonders profitieren.

KRONES AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Krones nach einem Kapitalmarkttag von 81,00 auf 81,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Restrukturierungskosten für die italienische Tochter Kosme seien geringer als er zuvor kalkuliert habe, schrieb Analyst Eggert Kuls in einer Studie vom Donnerstag. Der Jahresausblick des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen erscheine ihm recht konservativ, da die Auftragsbücher bereits die Kapazitäten bis Jahresende abdeckten. Das Kursziel steige wegen angehobener Schätzungen für 2014.

LUFTHANSA AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Lufthansa von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 19 auf 14 Euro gesenkt. Das Management bemühe sich zwar um Verbesserungen, schrieb Analyst Andrew Lobbenberg in einer Studie vom Donnerstag. Er rechnet jedoch momentan nicht mit Gewinndynamik.

MUNICH RE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Munich Re nach einer Branchenkonferenz auf "Overweight" mit einem Kursziel von 185 Euro belassen. Das Rückversicherer-Treffen in Monte Carlo habe anhaltende Kapitalzuflüsse aus Quellen wie Pensionsfonds signalisiert, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie vom Donnerstag. Alleine diese Gruppe habe bei ihren Kapitalanlagen in Rückversicherungsprodukte für Naturkatastrophen mit derzeit anderthalb Prozent ihrer Portfolios noch Spielraum bis auf vier Prozent. Huttner geht davon aus, dass die von ihm betreuten Sektorunternehmen ihre Kapitalrendite-Ziele für 2015 erreichen werden.

PROSIEBENSAT.1

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat die Einstufung für ProSiebenSat.1 nach dem Deutschland-Start des amerikanischen Online-Videoanbieters Netflix auf "Buy" mit einem Kursziel von 36,50 Euro belassen. Mit dem Netflix-Einstieg habe der ProSieben-Videodienst Maxdome als Marktführer in Deutschland (Marktanteil 36 Prozent) am meisten zu verlieren, schrieb Analyst William Mairs in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings verfüge Maxdome über einige wichtige Wettbewerbsvorteile. Insofern sei das Risiko von Maxdome-Verlusten für den Medienkonzern ProSiebenSat.1 begrenzt.

RICHEMONT

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Richemont nach einem Zwischenbericht von 93 auf 88 Franken gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Luxusgüterkonzern sei schwach ins neue Geschäftsjahr gestartet, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Donnerstag. Er senkte seine Gewinnschätzungen für die Geschäftsjahre 2014/15 und 2015/16 um jeweils fünf Prozent.

SAINT GOBAIN

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Saint Gobain von 41 auf 40 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der im dritten Quartal rückläufige Zementabsatz in wichtigen europäischen Märkten sei besorgniserregend, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Ein weiterer Grund zur Sorge sei die in diesem Jahr wohl ausfallende, traditionelle Jahresendrally im Baustoffsektor, da dessen Geschäftsentwicklung im vierten Quartal 2013 und im ersten Jahresviertel 2014 besonders gut gewesen sei. Deshalb reduzierte der Experte seine Ergebnisprognosen für die Branche um durchschnittlich zwei Prozent.

SIEMENS AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat Siemens von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 107 auf 103 Euro gesenkt (Kurs: 97,35 Euro). Im Aktienkurs des Industriekonzerns seien bereits viele gute Nachrichten berücksichtigt, schrieb Analyst Olivier Esnou in einer Studie vom Mittwoch. Die jüngsten, eher vorsichtig klingenden Meldungen etwa aus der deutschen Automobilindustrie hingegen seien kaum beachtet worden, obwohl sie den Gewinn von Siemens belasten könnten.

STADA ARZNEIMITTEL AG

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat Stada nach dem Kapitalmarkttag von "Underperform" auf "Hold" hochgestuft. Sein Kursziel hob Analyst James Vane-Tempest in einer Studie vom Donnerstag von 26,00 auf 29,50 Euro an. Die Erwartungen hätten mittlerweile einen Tiefpunkt erreicht. Eine anhaltend unterdurchschnittliche Entwicklung der Papiere des Medikamentenherstellers sei unwahrscheinlich. Vane-Tempest verwies in diesem Zusammenhang auf Erwartungen des Unternehmens, dass sich das Russland-Geschäft im vierten Quartal wieder erholen sollte.

TUI TRAVEL PLC

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Tui Travel anlässlich des Zusammenschlusses mit Tui von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 470 auf 500 Pence angehoben. Analyst Jamie Rollo sieht die "zukünftige Tui" in einer Studie vom Donnerstag positiv. Er rechnet mit solidem organischen Wachstum des Reisekonzerns und hohem Potenzial für Ausschüttungen. Auch die Bewertung stimme.

18.09.2014

US-Anleihen: Keine klare Richtung - Widersprüchliche Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Donnerstag keine klare Richtung gefunden. Während mittlere Laufzeiten überwiegend leicht nachgaben, legten Papiere mit sehr langer Laufzeit zu. Die Anleger sahen sich mit widersprüchlichen Konjunkturdaten konfrontiert. Während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zuletzt überraschend stark gesunken war, fielen Daten zu den Baubeginnen und -genehmigungen unerwartet schwach aus. Am Vortag hatten noch Äußerungen seitens der US-Notenbank Fed zu Verlusten bei amerikanischen Anleihen geführt.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 28/32 Punkten und rentierten mit 0,569 Prozent. Fünfjährige Anleihen aber fielen um 1/32 Punkte auf 99 Punkte. Sie rentierten mit 1,839 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Papiere verloren ebenfalls 1/32 Punkte, und zwar auf 97 26/32 Punkte. Die Rendite lag bei 2,626 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren hingegen stiegen um 7/32 Punkte auf 95 20/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,358 Prozent./la/stw

18.09.2014

Devisen: Euro legt zu - Pfund steigt vor Schottland-Votum

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag trotz einer schwachen Nachfrage nach neuen Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) über der Marke von 1,29 US-Dollar gehalten. Börsianer begründeten dies mit einer Gegenbewegung nach den deutlichen Verlusten zur Wochenmitte, als die US-Notenbank die Erwartungen über die künftige Leitzinsentwicklung abermals angehoben und damit den Dollar wieder attraktiver gemacht hatte. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2914 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2872 (Mittwoch: 1,2956) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7769 (0,7718) Euro.

Die EZB musste am Donnerstag einen Rückschlag im Kampf gegen Wachstumsflaute und Niedriginflation hinnehmen. Die Nachfrage nach neuen Langfristkrediten blieb unter Banken überraschend gering. Statt der erwarteten 150 Milliarden Euro fragten die Geldhäuser nur knapp 83 Milliarden Euro nach. "Mit dem geringen Interesse nimmt der Druck auf die EZB zu, weitergehende Maßnahmen zu beschließen", kommentierte Experte Jan Holthusen von der DZ Bank. Laut Analysten könnte die Notenbank sogar ihre schärfste Waffe gegen Deflationsrisiken zücken: breitangelegte Wertpapierkäufe.

Das britische Pfund legte am Tag des Schottland-Referendums unterdessen zu. Händler begründeten dies mit jüngsten Umfragen, die auf eine knappe Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien hindeuten. Das Rennen bleibt aber denkbar knapp. Erhebungen zufolge waren viele Schotten bis zuletzt unentschlossen. Ob sich Schottland nach mehr als 300 Jahren vom Vereinigten Königreich lossagt, wird am frühen Freitagmorgen feststehen. Im Falle einer Abspaltung sind Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht auszuschließen./la/stw

18.09.2014

'FAZ': Schäuble will Trennbankengesetz entschärfen

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will das Trennbankengesetz entschärfen und Banken damit mehr Freiraum für Spekulationsgeschäfte im eigenen Haus geben. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Freitag) unter Berufung auf einen internen Vermerk des Finanzministeriums. Deutsche Banken sollen demnach das besicherte Kreditgeschäft mit riskanten Hedgefonds nicht mehr abtrennen müssen. Das komme der Deutschen Bank entgegen, die als einziges Institut hierzulande in dem Geschäft mit den als riskant geltenden Hedgefonds eine international führende Rolle einnimmt, schreibt das Blatt.

Grund für die Lockerung seien Regelungen im Ausland, insbesondere in Frankreich, die eine Trennung in diesem Bereich ebenfalls nicht vorsehen. Zudem sei absehbar, dass die europäische Verordnung ebenfalls weniger streng ausfallen werde als die bislang im deutschen Trennbankengesetz vorgesehene Regelung. "Das führt zu Problemen, weil deutsche Banken bereits jetzt damit beginnen müssen, das Unternehmen nach den Maßgaben des deutschen Trennbankengesetzes umzustrukturieren", zitiert die "FAZ" aus dem Papier. Das deutsche Gesetz müssen Kreditinstitute weitgehend bis Juli 2015 umsetzen./fri/DP/stw

18.09.2014

Umsätze an Terminbörse Eurex gestiegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Donnerstag gestiegen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 794 810 (Mittwoch: 590 118) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 385 045 (302 780), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 409 765 (287 338). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,03 zu eins. Die meistgehandelten Werte waren Bayer (32 067/26 505), Deutsche Bank (30 663/16 357) und Commerzbank (23 123/12 387)./yyzz/DP/stw

18.09.2014

Erneut Klagen von Anwohnern des Flughafens Tegel abgelehnt

BERLIN (dpa-AFX) - Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat erneut Klagen von Anwohnern des Flughafens Tegel abgewiesen. Die Kläger hatten Schallschutz oder Entschädigung verlangt, weil sie sich durch den zunehmenden Verkehr nach der verschobenen Eröffnung des Hauptstadtflughafens beeinträchtigt fühlen. Einer Mitteilung vom Donnerstag zufolge wies das Gericht die Forderung zurück. Der Flughafen werde nicht auf Dauer weiterbetrieben, unzumutbare Lärmbelastungen seien nicht feststellbar, hieß es. Schon im Juni hatte die Kammer mehrere ähnliche Klagen abgewiesen./wei/DP/stw

18.09.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Rekordhochs - Lockere US-Geldpolitik und Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die weiterhin lockere US-Geldpolitik hat den wichtigsten Standardindizes am Donnerstag Rekordhochs beschert. Die Notenbank (Fed) hatte am Vorabend erklärt, der Leitzins dürfte für einen "beträchtlichen Zeitraum" nach dem Ende des konjunkturstützenden Anleihekaufprogramms sehr niedrig bleiben. Börsianer erklärten die gute Stimmung an der Wall Street zudem mit positiven Konjunkturdaten: Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war stärker zurückgegangen als gedacht.

Der Dow Jones Industrial erreichte im Handelsverlauf bei 17 275,37 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte. Am Ende stieg der bekannteste Aktienindex der Welt um 0,64 Prozent auf 17 265,99 Punkte und schloss damit so hoch wie noch nie zuvor. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,49 Prozent auf 2011,36 Punkte. Sein Rekordhoch liegt nun bei 2012,34 Punkten. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,72 Prozent auf 4103,08 Punkte nach oben.

GELDPOLITIK WEITER DAS BEHERRSCHENDES THEMA

Die Geldpolitik bleibe das beherrschende Thema an den Märkten, sagte ein Analyst. Die Anleger erwarteten mehrheitlich, dass die Notenbank erst im Juli nächsten Jahres den Leitzins wieder anheben könnte.

Während der Markt weiter die Fed-Aussagen feierte, wirft ein anderes Großereignis immer längere Schatten voraus: Schottland stimmt an diesem Donnerstag über seine Unabhängigkeit ab, und die aktuellen Meinungsumfragen sagen ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen der Befürworter und Gegner voraus. Ein konkretes Ergebnis wird nicht vor Freitagmorgen mitteleuropäischer Zeit erwartet. Im Falle einer Abspaltung sind Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht auszuschließen.

ALIBABA-BÖRSENGANG STEHT KURZ BEVOR

Unternehmensseitig blieb der Mega-Börsengang des chinesischen Internetriesen Alibaba im Fokus, für den der Countdown jetzt läuft. Alibaba feiert voraussichtlich am Freitag sein Debüt in New York. Es dürfte der bisher größte Börsengang werden. Das Volumen könnte nach bisherigen Planungen 25 Milliarden US-Dollar erreichen, am Donnerstagabend sollten die Details feststehen.

Titel des bisherigen Alibaba-Anteilseigners Yahoo schwankten um ihren Schlusskurs vom Mittwoch und gaben zum Handelsschluss als einer der schwächsten Werte im Nasdaq 100 um mehr als ein Prozent nach. Die Papiere hatten allerdings schon in den vergangenen Wochen von der Aussicht auf ein erfolgreiches Börsendebüt von Alibaba profitiert. An der Indexspitze zogen die Aktien des bereits in den USA notierten Alibaba-Rivalen Baidu um mehr als vier Prozent an.

DUPONT ZIEHEN WEITER AN

An der Dow-Spitze knüpften die Titel von DuPont an ihren Kurssprung vom Vortag an und kletterten um 2,82 Prozent auf 71,20 US-Dollar. Am Mittwoch hatten sie bereits von einem Medienbericht profitiert, wonach der Investor Trian Fund Management eine Aufspaltung des Chemieriesens erzwingen wolle. Auch konjunktursensible Finanzwerte waren gefragt. So legten American Express , Goldman Sachs und JPMorgan um jeweils mehr als 1 Prozent zu.

Abseits der großen Indizes sackten die Papiere von Rite Aid um mehr als 18 Prozent ab. Die Apothekenkette hatte ihren Gewinnausblick gesenkt. Höhere Kosten für Medikamente drückten auf die Erträge, hieß es./la/stw

18.09.2014

Aktien New York Schluss: Rekordhochs dank lockerer US-Geldpolitik und Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die weiterhin lockere US-Geldpolitik hat den wichtigsten Standardindizes am Donnerstag Rekordhochs beschert. Die Notenbank (Fed) hatte am Vorabend erklärt, der Leitzins dürfte für einen "beträchtlichen Zeitraum" nach dem Ende des konjunkturstützenden Anleihekaufprogramms sehr niedrig bleiben. Börsianer erklärten die gute Stimmung an der Wall Street zudem mit positiven Konjunkturdaten: Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war stärker zurückgegangen als gedacht.

Der Dow Jones Industrial erreichte im Handelsverlauf bei 17 275,37 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte. Am Ende stieg der bekannteste Aktienindex der Welt um 0,64 Prozent auf 17 265,99 Punkte und schloss damit so hoch wie noch nie zuvor. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,49 Prozent auf 2011,36 Punkte. Sein Rekordhoch liegt nun bei 2012,34 Punkten. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,72 Prozent auf 4103,08 Punkte nach oben./la7STW

18.09.2014

Aktien New York: Rekordhochs dank lockerer US-Geldpolitik und Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die anhaltend lockere US-Geldpolitik hat die wichtigsten Standardindizes am Donnerstag auf Rekordhochs getrieben. So erreichte der Dow Jones Industrial bei 17 255,01 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte. Zuletzt stieg der bekannteste Aktienindex der Welt um 0,53 Prozent auf 17 248,37 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,40 Prozent auf 2009,50 Punkte. Sein Rekordhoch liegt nun bei 2011,79 Punkten. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,54 Prozent auf 4095,63 Punkte nach oben.

Die Fed hatte am Vorabend erklärt, der Leitzins dürfte für einen "beträchtlichen Zeitraum" nach dem Ende des Anleihekaufprogramms sehr niedrig bleiben. Insofern bleibe die Geldpolitik das beherrschende Thema an den Märkten, sagte ein Analyst. Die Anleger erwarteten mehrheitlich, dass die Notenbank erst im Juli nächsten Jahres den Leitzins wieder anheben könnte.

Börsianer erklärten die gute Stimmung an der Wall Street auch mit positiven Konjunkturdaten: Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war stärker zurückgegangen als gedacht.

Während der Markt weiter an den Fed-Aussagen knabbert, wirft ein anderes Großereignis immer längere Schatten voraus: Schottland stimmt an diesem Donnerstag über seine Unabhängigkeit ab, und die aktuellen Meinungsumfragen sagen ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen der Befürworter und Gegner voraus. Ein konkretes Ergebnis wird zwar nicht vor Freitagmorgen mitteleuropäischer Zeit erwartet. Craig Erlam vom Broker Alpari schließt in den USA jedoch im späteren Handelsverlauf einige Gewinnmitnahmen vorsichtiger Anleger nicht aus.

Beherrschendes Thema bleibt unternehmensseitig der Mega-Börsengang des chinesischen Internetriesen Alibaba , für den der Countdown jetzt läuft. Alibaba feiert voraussichtlich am Freitag sein Debüt in New York. Es dürfte der bisher größte Börsengang werden. Das Volumen könnte nach bisherigen Planungen 25 Milliarden US-Dollar erreichen, am Donnerstagabend sollten die Details feststehen. Titel des bisherigen Anteilseigners Yahoo schwankten um ihren Schlusskurs vom Mittwoch und gaben zuletzt um 1,67 Prozent nach.

Im Dow zählten die konjunktursensiblen Finanzwerte zu den Favoriten: So stiegen die Titel von Goldman Sachs um 1,69 Prozent auf 187,95 US-Dollar. Papiere von JPMorgan und American Express legten um ebenfalls mehr als 1 Prozent zu./la/stw

18.09.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax gewinnt deutlich nach US-Zinsentscheid

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der aktienfreundlichen US-Geldpolitik hat den Dax am Donnerstag weiter angetrieben. Dazu kam laut Händlern der verhaltene Optimismus, dass die Schotten in ihrem Referendum für einen Verbleib bei Großbritannien stimmen. Am Nachmittag stützten ferner positive Konjunkturdaten sowie die festere Eröffnung an der New Yorker Wall Street. Der Dax schloss mit einem Plus von 1,41 Prozent bei 9798,13 Punkten und damit auf dem höchsten Stand des Tages. Für den MDax ging es um 0,60 Prozent auf 16 249,51 Punkte hoch. Der TecDax gewann 0,70 Prozent auf 1249,68 Punkte.

Die US-Notenbank Fed war am Vorabend bei ihrer Rhetorik geblieben, wonach der Leitzins auch nach dem Ende des Anleihekaufprogramms für einen "beträchtlichen Zeitraum" sehr niedrig bleiben soll. Daraufhin hatte der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial ein weiteres Rekordhoch markiert und ein bescheidenes Plus ins Ziel gerettet.

US-ERSTANTRÄGE STÜTZEN

Am Donnerstagnachmittag erhielt der Dax Händlern zufolge einen leichten Schub von der Bekanntgabe der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe, die deutlich stärker zurückgegangen waren als gedacht. Dagegen hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im September merklich eingetrübt. Der Index der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) fiel im Vergleich zum Vormonat um 5,5 Punkte auf 22,5 Zähler. Der Rückgang überraschte die Märkte jedoch nicht. Volkswirte hatten mit 23,0 Punkten gerechnet. Der August-Wert von 28,0 Punkten war der höchste Wert seit März 2011 gewesen.

Außer dem Referendum in Schottland stand auch die Vergabe langfristiger Kredite der Europäischen Zentralbank (EZB) an die europäischen Banken im Fokus. Die neuen Geldspritzen stießen auf ein deutlich geringeres Interesse als von Volkswirten erwartet. Wolle die EZB den Euro wie gewünscht niedrig halten, bedürfe es weiterer geldpolitischer Maßnahmen, schrieb Thomas Gitzel von der VP Bank aus Liechtenstein.

RALLY BEI BAYER

Der angekündigte Börsengang der Kunststoffsparte trieb die Bayer-Aktien zwischenzeitlich bis auf ein Rekordhoch von 112,95 Euro. Letztlich gewannen sie 6,17 Prozent auf 112,70 Euro, was locker für den Spitzenplatz im Dax reichte. Dagegen ging es bei Siemens um 0,43 Prozent bergab. Händlern zufolge drückten die Fusionsgespräche zweier Konkurrenten sowie die von dem Elektrotechnikkonzern erwarteten konjunkturellen Unsicherheiten etwas auf die Stimmung. Im MDax waren Wacker Chemie und Tui mit Gewinnen von 5,64 beziehungsweise 4,76 Prozent die attraktivsten Aktien.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone kletterte um 1,05 Prozent auf 3271,37 Punkte nach oben. Die Leitindizes an den Aktienmärkten in Paris und London endeten ebenfalls solide im Plus. An der Wall Street legte der Dow Jones Industrial zuletzt um 0,49 Prozent zu.

EURO LEGT ZU

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,83 Prozent am Vortag auf 0,84 Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,23 Prozent auf 137,47 Punkte zu. Der Bund-Future verlor 0,07 Prozent auf 148,00 Punkte. Der Kurs des Euro stieg im späten europäischen Handel. Gegen Mittag hatte die EZB den Referenzkurs noch auf 1,2872 (Mittwoch: 1,2956) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7769 (0,7718) Euro./edh/stw

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

18.09.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax gewinnt deutlich nach US-Zinsentscheid

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der aktienfreundlichen US-Geldpolitik hat den Dax am Donnerstag weiter angetrieben. Dazu kam laut Händlern der verhaltene Optimismus, dass die Schotten in ihrem Referendum für einen Verbleib bei Großbritannien stimmen. Am Nachmittag stützten ferner positive Konjunkturdaten sowie die festere Eröffnung an der New Yorker Wall Street. Der Dax schloss mit einem Plus von 1,41 Prozent bei 9798,13 Punkten und damit auf dem höchsten Stand des Tages. Für den MDax ging es um 0,60 Prozent auf 16 249,51 Punkte hoch. Der TecDax gewann 0,70 Prozent auf 1249,68 Punkte./edh/stw

18.09.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Rekordhochs dank lockerer US-Geldpolitik und Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die anhaltend lockere US-Geldpolitik hat die wichtigsten Standardindizes am Donnerstag auf Rekordhochs getrieben. So erreichte der Dow Jones Industrial bei 17 252,06 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte. Zuletzt stieg der bekannteste Aktienindex der Welt um 0,55 Prozent auf 17 251,71 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,50 Prozent auf 2011,56 Punkte. Sein Rekordhoch liegt nun bei 2011,79 Punkten. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,56 Prozent auf 4096,34 Punkte nach oben.

Die Fed hatte am Vorabend erklärt, der Leitzins dürfte für einen "beträchtlichen Zeitraum" nach dem Ende des Anleihekaufprogramms sehr niedrig bleiben. Insofern bleibe die Geldpolitik das beherrschende Thema an den Märkten, sagte ein Analyst. Die Anleger erwarteten mehrheitlich, dass die Notenbank erst im Juli nächsten Jahres den Leitzins wieder anheben könnte.

Börsianer erklärten die gute Stimmung an der Wall Street auch mit positiven Konjunkturdaten: Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war stärker zurückgegangen als gedacht.

Während der Markt noch weiter an den Fed-Aussagen knabbert, wirft ein anderes Großereignis immer längere Schatten voraus: Schottland stimmt an diesem Donnerstag über seine Unabhängigkeit ab, und die aktuellen Meinungsumfragen sagen ein spannendes Kopf-An-Kopf-Rennen der Befürworter und Gegner voraus. Ein konkretes Ergebnis wird zwar nicht vor Freitagmorgen mitteleuropäischer Zeit erwartet. Craig Erlam vom Broker Alpari schließt in den USA jedoch im späteren Handelsverlauf einige Gewinnmitnahmen vorsichtiger Anleger nicht aus.

Beherrschendes Thema bleibt unternehmensseitig der Mega-Börsengang des chinesischen Internetriesen Alibaba , für den der Countdown jetzt läuft. Die Aktien sollen an diesem Freitag erstmals an der New York Stock Exchange (Nyse) gelistet werden. Anfang dieser Woche hatte Alibaba wegen der großen Nachfrage der Investoren das obere Ende der Preisspanne von 66 auf 68 Dollar angehoben. Titel des bisherigen Anteilseigners Yahoo schwankten um ihren Schlusskurs vom Mittwoch und gaben zuletzt um 0,14 Prozent nach.

Im Dow zählten die konjunktursensiblen Finanzwerte zu den Favoriten: So stiegen die Titel von Goldman Sachs um 1,35 Prozent auf 187,31 US-Dollar. Papiere von JPMorgan und American Express legten um ebenfalls mehr als 1 Prozent zu./la/stw

18.09.2014

Aktien New York: Dow steigt auf Rekordhoch - Lockere US-Geldpolitik und Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die anhaltend lockere US-Geldpolitik hat den Dow Jones Industrial am Donnerstag auf ein Rekordhoch getrieben. Der bekannteste Aktienindex der Welt stieg zuletzt um 0,46 Prozent auf 17 234,94 Punkte. Zuvor hatte er bei 17 241,04 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht.

Der marktbreite S&P-500-Index robbte sich an sein bisheriges Rekordhoch von gut 2011 Punkten heran und gewann 0,40 Prozent auf 2009,54 Punkte. Für den Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,48 Prozent auf 4093,15 Punkte nach oben.

Die Fed hatte am Vorabend erklärt, der Leitzins dürfte für einen "beträchtlichen Zeitraum" nach dem Ende des Anleihekaufprogramms sehr niedrig bleiben. Insofern bleibe die Geldpolitik das beherrschende Thema an den Märkten, sagte ein Analyst. Die Anleger erwarteten mehrheitlich, dass die Notenbank erst im Juli nächsten Jahres den Leitzins wieder anheben könnte.

Börsianer erklärten die gute Stimmung an der Wall Street auch mit positiven Konjunkturdaten: Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war stärker als gedacht zurückgegangen./la/stw

18.09.2014

Aktien New York Ausblick: Gewinne erwartet - Alibaba-IPO wirft Schatten voraus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften am Donnerstag an ihre jüngsten Gewinne anknüpfen. Der Future auf den Leitindex Dow Jones stand am Donnerstag rund eine Dreiviertelstunde vor dem Start um 0,21 Prozent höher, nachdem am Vortag das bekräftigte Niedrigzinsversprechen der Fed den Leitindex kurzzeitig auf ein neues Rekordhoch geschoben hatte. Auch der Terminkontrakt auf den technologielastigen Nasdaq 100 rückte vor und stieg zuletzt um 0,30 Prozent.

Die Fed hatte am Vorabend erklärt, der Leitzins dürfte für einen "beträchtlichen Zeitraum" nach dem Ende des Anleihekaufprogramms sehr niedrig bleiben. Indes wollten sich die Obersten Währungshüter der USA nach wie vor nicht festlegen, wann die lange erwartete Zinswende in den USA kommt. Einige Experten werteten am Donnerstag die gleichzeitig angehobenen Zinsprojektionen bereits als Indiz dafür, dass der Leitzins schneller als erwartet nach oben gehen könnte.

"Jeder erwartet einen Zinsanstieg für nächstes Jahr und nun wird die Diskussion sich wohl weiter darum drehen, wann genau die erste Anhebung kommt", sagte ein Marktbeobachter. Die Märkte dürften aber irgendwann gut mit der Tatsache leben können, dass die Zinsen dann dank einer Erholung der US-Wirtschaft ansteigen würden.

Die vor Handelsbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten fielen derweil gemischt aus. So war die Zahl der Baubeginne und Baugenehmigungen in den USA im August deutlicher zurückgegangen als erwartet. Dem standen positive Arbeitsmarktdaten gegenüber: Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging stärker zurück als gedacht.

Während der Markt noch weiter an den Fed-Aussagen knabbert, wirft ein weiteres Großereignis immer längere Schatten voraus: Schottland stimmt an diesem Donnerstag über seine Unabhängigkeit ab, und die aktuellen Meinungsumfragen sagen ein spannendes Kopf-An-Kopf-Rennen der Befürworter und Gegner voraus. Ein konkretes Ergebnis wird zwar nicht vor dem Freitagmorgen mitteleuropäischer Zeit erwartet, Craig Erlam vom Broker Alpari schließt in den USA jedoch im späteren Handelsverlauf einige Gewinnmitnahmen vorsichtiger Anleger nicht aus.

Unternehmensseitig gab es vor Handelsauftakt nur wenig Nachrichten. Agilent notierten vorbörslich fest, nachdem das Technologieunternehmen Mike McMullen als Nachfolger von Bill Sullivan an der Unternehmensspitze benannt hatte.

Beherrschendes Thema bleibt der Mega-Börsengang (IPO) des chinesischen Internetriesen Alibaba , für den der Countdown jetzt läuft. Die Aktie soll an diesem Freitag erstmals an der New York Stock Exchange (Nyse) gelistet werden. Anfang dieser Woche hatte Alibaba wegen der großen Nachfrage der Investoren das obere Ende der Preisspanne von 66 auf 68 Dollar angehoben./tav/la

18.09.2014

Aktien Frankfurt: Dax legt zu - US-Zinsentscheid, Hoffnung auf Schotten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine weiter aktienfreundliche US-Geldpolitik hat den Dax am Donnerstag angetrieben. Dazu kam laut Händlern der verhaltene Optimismus, dass die Schotten im heutigen Referendum für einen Verbleib bei Großbritannien stimmen dürften. Der deutsche Leitindex stieg am Nachmittag um 0,94 Prozent auf 9752,33 Punkte. Für den MDax ging es um 0,47 Prozent auf 16 229,59 Punkte hoch. Der TecDax gewann 0,75 Prozent auf 1250,30 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,84 Prozent zu Buche.

Die US-Notenbank Fed war am Vorabend bei ihrer Rhethorik geblieben, wonach der Leitzins auch nach dem Ende des Anleihekaufprogramms für einen "beträchtlichen Zeitraum" sehr niedrig bleiben soll. Daraufhin hatte der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial ein weiteres Rekordhoch markiert und ein bescheidenes Plus ins Ziel gerettet. Durchwachsene US-Konjunkturdaten hatten am Donnerstag kaum Einfluss auf die deutschen Indizes.

Für etwas Vorsicht sorgte das pognostizierte Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern bei der anstehenden Abstimmung über eine schottische Abspaltung von Großbritannien, dessen Ergebnis am frühen Freitagmorgen veröffentlicht werden soll. Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG sieht die globalen Märkte nun "im Auge des Sturms". Derweil stießen die neuen langfristigen Kredite der Europäischen Zentralbank (EZB) für die europäischen Banken auf deutlich geringeres Interesse als von Volkswirten erwartet. Wolle die EZB den Euro wie gewünscht weiter niedrig halten, so bedürfe es weiterer geldpolitischer Maßnahmen, schrieb Thomas Gitzel von der VP Bank aus Liechtenstein.

BAYER-REKORDHOCH: BÖRSENGANG VON MATERIALSCIENCE

Der angekündigte Börsengang der Kunststoffsparte trieb die Bayer-Aktien bis auf ein Rekordhoch von 111,80 Euro. Zuletzt lagen die Titel des Pharma- und Chemiekonzerns noch 5,04 Prozent höher bei 111,50 Euro, was für den Spitzenplatz im Dax reichte. Die Sparte wird von Analysten mit 10 bis 11 Milliarden Euro bewertet werden. Das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen gilt als konjunkturanfällig - über einen Verkauf wird seit Jahren spekuliert. Ein Händler sah das sehr positiv: "MaterialScience gilt seit langem als Sorgenkind. Wenn sich Bayer nun auf sein margenstärkeres Geschäft fokusieren kann, könnte das eine Neubewertung auslösen."

Dagegen ging es bei Siemens um 1,03 Prozent bergab. Von Händlern hieß es, die Fusionsgespräche zweier Konkurrenten sowie vom Elektrotechnikkonzern erwartete konjunkturelle Unsicherheiten drückten etwas auf die Stimmung. Zudem stufte die französische Investmentbank Exane BNP Paribas die Aktie auf "Neutral" ab. Der Schweizer Industriekonzern Sulzer spricht mit dem amerikanischen Maschinenbaukonzern Dresser-Rand über eine mögliche Fusion, wie Sulzer bereits am Mittwochabend bestätigt hatte. Die Amerikaner hätten bisher als mögliches Übernahmeziel von Siemens gegolten, betonte ein Börsianer.

EVOTEC ERHOLT SICH: WILL GELD EINKLAGEN

Evotec-Aktien starteten einen neuen Erholungsversuch. Zuletzt legten die Biotechtitel an der TecDax-Spitze um 3,72 Prozent zu, nachdem sie im bisherigen Monatsverlauf in der Spitze um 17 Prozent eingebrochen waren. Evotec will im Skandal um gefälschte Studiendaten rechtlich gegen die mutmaßlichen Verursacher vorgehen und vom israelischen Unternehmen Andromeda offene Forderungen sowie möglichen Schadenersatz wegen der "betrügerischen Aktivitäten" eintreiben. Commerzbank-Analyst Volker Braun geht davon aus, dass sich die Situation für Evotec nur verbessern kann./gl/edh

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

18.09.2014

Aktien Frankfurt: Dax baut Gewinne aus - US-Zinsentscheid, Hoffnung auf Schotten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine weiter aktienmarktfreundliche US-Geldpolitik hat den Dax am Donnerstag gestützt. Dazu kam laut Händlern der verhaltene Optimismus, dass die Schotten im heutigen Referendum für einen Verbleib bei Großbritannien stimmen dürften.

Der deutsche Leitindex baute sein Anfangsplus zeitweise auf mehr als ein Prozent aus - gegen Mittag stand er noch 0,96 Prozent höher bei 9754,51 Punkten. Der MDax rückte um 0,49 Prozent auf 16 232,06 Punkte vor und der TecDax gewann 0,61 Prozent auf 1248,56 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Plus von 0,89 Prozent zu Buche.

WARTEN AUF SCHOTTEN - WENIG INTERESSE AN NEUEN EZB-KREDITEN

Die US-Notenbank Fed war am Vorabend bei ihrem Passus "beträchtlichen Zeitraum" geblieben, für den der Leitzins auch nach dem Ende des Anleihekaufprogramms sehr niedrig bleiben dürfte. Daraufhin hatte der US-Leitindex Dow Jones Industrial ein weiteres Rekordhoch markiert und ein bescheidenes Plus ins Ziel gerettet. Der Future auf den Dow legte seit dem Xetra-Schluss moderat zu. Die asiatischen Aktienmärkte profitierten ebenfalls überwiegend von den Fed-Aussagen.

Für etwas Vorsicht sorgte das von Meinungsforschern erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern bei der anstehenden Abstimmung über eine schottische Abspaltung von Großbritannien. Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG sieht die globalen Märkte nun "im Auge des Sturms".

Außer dem Referendum in Schottland sollte auch der Start der Vergabe langfristiger Kredite der Europäischen Zentralbank (EZB) an die europäischen Banken einen Blick wert sein. Die neuen Geldspritzen stießen indes auf ein deutlich geringeres Interesse als von Volkswirten erwartet. Wolle die EZB den Euro wie gewünscht weiter niedrig halten, so bedürfe es weiterer geldpolitischer Maßnahmen, schrieb Thomas Gitzel von der VP Bank aus Liechtenstein.

BAYER-REKORDHOCH: BÖRSENGANG VON MATERIALSCIENCE

Der angekündigte Börsengang der Kunststoffsparte trieb die Bayer-Aktien bis auf einen Rekordstand von 111,80 Euro. Zuletzt gewannen die Titel des Pharma- und Chemiekonzerns noch 4,85 Prozent auf 111,30 Euro, was für den Spitzenplatz im Dax reichte. Die Sparte soll von Analysten mit knapp acht Milliarden Euro bewertet werden. Das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen gilt als konjunkturanfällig - über einen Verkauf wird seit Jahren spekuliert. Ein Händler sah das sehr positiv: "MaterialScience gilt seit langem als Sorgenkind. Wenn sich Bayer nun auf sein margenstärkeres Geschäft fokusieren kann, könnte das eine Neubewertung auslösen."

Dagegen ging es bei Siemens um 0,76 Prozent bergab. Von Händlern hieß es, die Fusionsgespräche zweier Konkurrenten sowie die gestrigen Aussagen des Mischkonzerns über konjunkturelle Unsicherheiten drückten etwas auf die Stimmung. Zudem stufte die französische Investmentbank Exane BNP Paribas die Aktie auf "Neutral" ab. Der Schweizer Industriekonzern Sulzer spricht mit dem amerikanischen Maschinenbaukonzern Dresser-Rand über eine mögliche Fusion, wie Sulzer bereits am Mittwochabend bestätigt hatte. Die Amerikaner hätten bisher als mögliches Übernahmeziel von Siemens gegolten, betonte ein Börsianer.

EVOTEC ERHOLT SICH: WILL GELD EINKLAGEN

Die Aktien von Evotec starteten einen neuen Erholungsversuch. Zuletzt legten die Biotechtitel an der TecDax-Spitze um 3,41 Prozent zu, nachdem sie im bisherigen Monatsverlauf in der Spitze um 17 Prozent eingebrochen waren. Evotec will im Skandal um gefälschte Studiendaten rechtlich gegen die mutmaßlichen Verursacher vorgehen und vom israelischen Unternehmen Andromeda offene Forderungen sowie möglichen Schadenersatz wegen der "betrügerischen Aktivitäten" eintreiben. Commerzbank-Analyst Volker Braun geht davon aus, dass sich die Situation für Evotec nur verbessern kann./gl/fbr

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

19.09.2014

EZB-Direktor Coeuré fordert Steuersenkung in Deutschland

BERLIN (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Bundesregierung zu Steuersenkungen aufgerufen. Deutschland könne "seine vorhandenen Spielräume nutzen, um Investitionen zu fördern und die Steuerbelastung der Arbeitnehmer zu reduzieren", schreibt EZB-Direktor Benoit Coeuré in einem Gastbeitrag für die "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe). Damit solle auch die Konjunktur insgesamt belebt werden.

Den Text verfasste der Geldpolitiker gemeinsam mit Jörg Asmussen (SPD), früher ebenfalls EZB-Direktor und heute Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium. Darin werben die beiden Finanzexperten dafür, Steuersenkungen in Deutschland als einen Beitrag zur Überwindung der Euro-Krise zu begreifen. "Das würde die Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen nicht gefährden und das Land fit für die kommenden Herausforderungen machen."

Die Europäische Zentralbank könne die Probleme des Euroraumes nicht allein lösen, betonen Coeuré und Asmussen. Die beiden fordern eine umfassende Drei-Säulen-Strategie, in der Geldpolitik, Haushaltspolitik und die Wirtschaftspolitik mit Strukturreformen zusammenarbeiten.

Asmussen drückt laut "Berliner Zeitung" in dem Gastbeitrag seine persönliche Meinung und nicht die der Bundesregierung aus./jsl/stw

18.09.2014

SCHOTTLAND: Schotten haben über Unabhängigkeit abgestimmt - Ergebnis am Morgen

EDINBURGH (dpa-AFX) - Die Schotten haben über die Unabhängigkeit von Großbritannien abgestimmt: Um 22.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) haben die Wahllokale geschlossen. Ergebnisse aus den 32 Stimmbezirken soll es erst in den frühen Morgenstunden geben. Dann wird bekannt, ob Schottland ein Teil des Vereinigten Königreichs bleibt oder unabhängig wird. Von einigen abgelegenen Orten müssen die Urnen aufwendig per Schiff oder Hubschrauber zur Auszählung gebracht werden. Von den 4,4 Millionen Wahlberechtigten hatten sich 97 Prozent in die Wahlregister eintragen lassen, die Wahlbeteiligung könnte historisch hoch ausfallen. Die Abstimmung verlief weitgehend friedlich./ted/DP/stw

18.09.2014

SCHOTTLAND: Ergebnis der Abstimmung über Unabhängigkeit erwartet

EDINBURGH (dpa-AFX) - Einen Tag nach der historischen Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien soll an diesem Freitag das Ergebnis bekanntgegeben werden. Die Wahlleitung in Edinburgh erwartete eine in der Geschichte Schottlands noch nie dagewesene Wahlbeteiligung von mehr als 90 Prozent. Bis zu 4,3 Millionen Schotten trafen in 32 Wahlbezirken die Entscheidung, ob Schottland nach mehr als 300 Jahren die Union mit England auflösen soll. Befürworter und Gegner hatten sich bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Wegen der erheblichen Auswirkungen etwa auf den britischen Finanzmarkt, die Europäische Union und die Nato war die Aufmerksamkeit auch im Ausland enorm./dm/DP/stw

18.09.2014

EU-Kommission und OECD empfehlen gezielte Zuwanderungspolitik

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Angesichts alternder Bevölkerungen sollten die EU-Staaten nach Expertenmeinung auch auf Einwanderung setzen. Das empfehlen die EU-Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einem am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Bericht.

Ohne jede Zuwanderung würde die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in den 28 EU-Staaten bis zum Jahr 2020 um 11,7 Millionen Menschen oder 3,5 Prozent schrumpfen, heißt es in dem Bericht. Deutschland, Italien und Polen würden jeweils mehr als 1,5 Millionen Menschen im Erwerbsalter verlieren.

Die Autoren des Berichts empfehlen eine Verbesserung der Mobilität für Arbeitskräfte in Europa, eine bessere Integration von nicht-europäischen Einwanderern auch in den Arbeitsmarkt und eine gezielte Förderung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitnehmer./hrz/DP/jsl

18.09.2014

Österreich in Konjunkturdelle - Arbeitslosigkeit steigt

WIEN (dpa-AFX) - Die Konjunktur in Österreich lahmt. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts werde 2014 nur noch bei 0,8 Prozent liegen, teilten zwei Wirtschaftsforschungsinstitute am Donnerstag mit. Damit ist die alte Prognose praktisch halbiert worden. Gründe seien die schwache internationale Nachfrage, die geringen Investitionen und ein allgemeiner "Reform-Frust" angesichts von wenig Bewegung in der Politik. Für 2015 sagen die Institute eine leichte Besserung mit einem Wachstum von 1,2 bis 1,6 Prozent voraus. Am Arbeitsmarkt werde sich die Lage weiter verschlechtern. Die Erwerbslosenquote werde auf fast neun Prozent steigen./mrd/DP/jsl

18.09.2014

IWF: Italien muss angekündigte Reformen zügig umsetzen

WASHINGTON/ROM (dpa-AFX) - Italien muss nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) seinen Reformweg konsequent weitergehen und die angekündigten Maßnahmen zügig umsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt der IWF in einem am Donnerstag in Washington veröffentlichten Bericht nach Konsultationen, die der Weltwährungsfonds in regelmäßigen Abständen mit seinen Mitgliedsländern abhält. Ministerpräsident Matteo Renzi habe ein breites Reformprogramm vorgelegt, dessen Umsetzung nun sehr wichtig für die Schaffung neuer Jobs und eine höhere Produktivität sei.

Nach dem Rückfall in die Rezession erwartet der IWF für 2015 wieder ein Wachstum in der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft von 1,1 Prozent. Renzis Mitte-Links-Regierung will mit ihrem Programm "Tausend Tage" bis Februar 2018 unter anderem politische Reformen und einen Umbau des Justizapparats durchsetzen. Kernpunkt ist die Liberalisierung des Arbeitsmarkts. Bei seinem Amtsantritt im Februar hatte der Regierungschef schnelle Reformen angekündigt, die allerdings teilweise auf heftigen Widerstand stoßen./rad/DP/jsl

18.09.2014

EIB-Darlehen über 815 Millionen Euro für die griechische Wirtschaft

ATHEN (dpa-AFX) - Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird Griechenland mit Darlehen über 815 Millionen Euro unter die Arme greifen. Sie werden eingesetzt, um den Bau neuer Autobahnen und einer U-Bahn-Linie in der Hafenstadt Thessaloniki zu finanzieren. Auch Energie- und Elektrizitätsnetze sollen weiter ausgebaut werden. Die entsprechenden Verträge wurden am Donnerstag in Athen von Vertretern der griechischen Regierung und der EIB unterzeichnet.

Nach den Worten von EIB-Präsident Werner Hoyer können mit den Investitionen viele Menschen in Griechenland einen Arbeitsplatz finden. Hoyer betonte, dass die EIB allein 2014 bislang Verträge in Höhe von 1,4 Milliarden Euro für die Förderung derartiger Projekte in Griechenland unterzeichnet hat. Der griechische Finanzminister Gikas Hardouvelis sagte, die griechische Wirtschaft stabilisiere sich weiter und werde im dritten Quartal des Jahres erstmals nach vielen Jahren wieder wachsen./tt/DP/jsl

18.09.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 18.09.2014 - 17.00 Uhr

USA: Philly-Fed-Index fällt merklich

PHILADELPHIA - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im September merklich eingetrübt. Der Index der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) sei zum Vormonat um 5,5 Punkte auf 22,5 Zähler gefallen, teilte die Zentralbank am Donnerstag mit. Der Rückgang überraschte die Märkte jedoch nicht. Volkswirte hatten mit 23,0 Punkte gerechnet. Der August-Wert von 28,0 Punkten war der höchste Wert seit März 2011 gewesen.

Rotation im EZB-Rat: Weidmann darf im Mai erstmals nicht mitstimmen

FRANKFURT - Im Mai 2015 darf Bundesbank-Vorstand Jens Weidmann erstmals keine Stimme bei den geldpolitischen Entscheidungen im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) abgeben. Das teilte die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mit. Hintergrund ist ein Beschluss der Europäischen Union aus dem Jahr 2003, wonach das Stimmrecht im EZB-Rat rotiert, sobald die Eurogruppe mehr als 18 Mitglieder hat. Damit soll sichergestellt werden, dass der EZB-Rat Entscheidungen auch dann rasch und effizient treffen kann, wenn die Eurogruppe wächst. Das System tritt mit dem geplanten Eurobeitritt Litauens am 1. Januar 2015 in Kraft.

Banken halten sich bei erster EZB-Geldspritze zurück

FRANKFURT - Die neuen Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Ankurbelung der schwachen Kreditvergabe stoßen nicht auf sonderlich großes Interesse. Wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, wollen die Geldhäuser des Euroraums auf frisches Zentralbankgeld in Höhe von 82,6 Milliarden Euro zurückgreifen. Das ist viel weniger, als Bankvolkswirte im Vorfeld erwartet hatten. Bei deutlich voneinander abweichenden Einzelschätzungen lagen die Markterwartungen im Schnitt bei 150 Milliarden Euro. Analysten waren enttäuscht.

Portugal privatisiert Abfallunternehmen für 150 Millionen

LISSABON - Portugal setzt das Privatisierungsprogramm zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen fort. Der Staat hat sich jetzt für 149,9 Millionen Euro auch von der Subholding EGF getrennt, die rund zwei Drittel der portugiesischen Abfallwirtschaft kontrolliert. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho gab am Donnerstag auf einer Kabinettssitzung in Lissabon der Investorengruppe Suma den Zuschlag, teilte die Regierung mit. Suma, das vom portugiesischen Baukonzern Mota-Engil angeführt wird, gehört auch Urbaser, eine Tochter des spanischen Baukonzerns ACS an. Den Kürzeren zogen die spanische FCC und die portugiesische DST.

Spanien spart mit Verwaltungsreform Milliarden

MADRID - Spanien hat innerhalb eines Jahres mehr als zehn Milliarden Euro durch Reformen in der öffentlichen Verwaltung eingespart. Man habe die Ausgaben zum Beispiel durch Einkaufszentralisierung um 176 Millionen nach unten gedrückt, sagte Ministerpräsident Mariano Rajoy am Donnerstag in Madrid in einer ersten Bilanz des Projekts. Spanien bahnt sich derzeit langsam seinen Weg aus der Wirtschaftskrise und bringt seine öffentlichen Finanzen in Ordnung.

SPD streitet um Freihandelsabkommen TTIP

BERLIN - In der SPD wächst vor dem Parteikonvent am Wochenende der Widerstand gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA. So gibt es Anträge der Landesverbände Bremen, Berlin und Baden-Württemberg, die sich unter anderem dagegen wenden, dass Staaten vor Sonderschiedsgerichten auf Entschädigungen verklagt werden könnten. Bremen fordert eine Aussetzung der Verhandlungen. Zudem zeigten sich führende SPD-Politiker unzufrieden mit einem vorliegenden Antrag der Parteispitze, weil er zu schwammig sei.

USA: Baubeginne und -genehmigungen fallen nach starkem Vormonat

WASHINGTON - In den USA sind die Baubeginne und -genehmigungen im August stark gefallen - allerdings nach einem noch stärkeren Zuwachs im Vormonat. Nach Regierungszahlen vom Donnerstag lagen die Baubeginne 14,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Im Juli waren sie allerdings um korrigiert 22,9 (bisher 15,7) Prozent gestiegen. Bankvolkswirte hatten nur mit einem Rückgang um 5,2 Prozent gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken überraschend stark

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche seien sie um 36 000 auf 280 000 gefallen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit 305 000 Anträgen gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt fielen sie um 4750 auf 299 500.

Arbeitslosigkeit in Griechenland leicht gesunken

ATHEN - Die Arbeitslosigkeit in Griechenland geht langsam zurück, bleibt aber auf hohem Niveau. Die Arbeitslosenquote fiel im zweiten Quartal auf 26,6 Prozent nach 27,8 Prozent im ersten Quartal des Jahres und 27,3 im zweiten Quartal 2013, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag in Athen mitteilte. Deutlichere Verbesserungen gab es für junge Arbeitslose im Alter bis 24 Jahre: Im zweiten Quartal waren noch 52 Prozent ohne Job im Vergleich zu 59,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Hoffnungsschimmer gibt es: Die griechische Wirtschaft soll in diesem Jahr erstmals seit 2008 wieder leicht um 0,6 Prozent wachsen.

Valls wehrt sich vor Deutschlandbesuch gegen stärkeren Sparkurs

PARIS - Frankreichs Regierungschef Manuel Valls hat sich vor seinem Deutschlandbesuch kommende Woche gegen noch stärkere Sparanstrengungen gewehrt. Valls sagte am Donnerstag vor der deutschen Presse in Paris, dass er Bundeskanzlerin Angela Merkel von der Verpflichtung seiner Regierung zur Ankurbelung der schwächelnden Wirtschaft überzeugen wolle. Er sei jedoch nicht zu weiteren Kürzungen bereit, um das französische Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.

Arbeitslosigkeit sinkt trotz Beschäftigungshoch nur wenig

NÜRNBERG - Die Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt trotz Rekordbeschäftigung nur wenig. Im kommenden Jahr werden im Schnitt voraussichtlich 2,88 Millionen Menschen auf Jobsuche sein, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag mitteilte. Das wären gut 20 000 weniger als in diesem Jahr. Zugleich wird die Zahl der Erwerbstätigen wohl um knapp 270 000 auf den Höchstwert von 42,89 Millionen steigen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legt der Prognose zufolge um 430 000 auf 30,61 Millionen Menschen zu.

Presse: Frankreich droht erneute Rating-Abstufung durch Moody's

FRANKFURT - Frankreich droht laut einem Pressebericht eine erneute Abstufung seiner Kreditwürdigkeit. Die Ratingagentur Moody's wolle die Bonitätsnote um eine Stufe auf "Aa2" senken, berichtet die Tageszeitung "L'Opinon" am Donnerstag und beruft sich auf Regierungskreise. Die französische Regierung soll die Mitteilung zur geplanten Abstufung demnach am Donnerstagmorgen erhalten haben. Das Finanzministerium dementierte jedoch in einer Mitteilung: "Bisher haben wir nichts erhalten."

Japan erneut mit Handelsdefizit - Exportrückgang geringer als gedacht

TOKIO - Japan hat im August erneut ein Handelsdefizit verbucht. Der Fehlbetrag belief sich auf 948,5 Milliarden Yen (6,8 Mrd Euro), wie die Regierung in Tokio am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab. Immerhin verringerte sich das Defizit im Außenhandel jedoch im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent.

Öffentliche Aufträge: Mindestlohn gilt nicht zwingend im Ausland

LUXEMBURG - Mindestlohnvorgaben bei öffentlichen Aufträgen gelten nicht automatisch für Subunternehmer im Ausland. Falls die Arbeiten komplett im Ausland erledigt werden, kann etwa der Mindestlohn des Auftraggeber-Landes nicht vorgeschrieben werden, wie der Europäische Gerichtshof am Donnerstag in Luxemburg klarstellte. Hintergrund war der Streit um die Vergabe eines Auftrags der Stadt Dortmund. In Nordrhein-Westfalen gilt in solchen Fällen ein Mindestlohn von 8,62 Euro pro Stunde. Die Stadt hatte gefordert, diesen auch Arbeitern von Subunternehmern im Ausland zu zahlen. Die Bundesdruckerei, die den Auftrag nach Polen weitergeben wollte, wehrte sich.

Großbritannien: Einzelhandel steigert Umsatz wie erwartet

LONDON - Die britischen Einzelhändler haben ihre Umsätze im August wie erwartet steigern können. Nach Zahlen des Statistikamts ONS vom Donnerstag lagen die Erlöse 0,4 Prozent höher als einen Monat zuvor. Bankvolkswirte hatten mit diesem Zuwachs gerechnet. Im Vormonat traten die Umsätze nach revidierten Daten auf der Stelle (zuvor plus 0,1 Prozent).

EZB: Weidmann im Mai und Oktober 2015 nicht stimmberechtigt

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Rahmen des neuen Rotationsprinzips bei geldpolitischen Entscheidungen des EZB-Rats einen Zeitplan für die Abstimmungen im kommenden Jahr veröffentlicht. Ratsmitglied und Bundesbank-Chef Jens Weidmann darf demnach bei den Sitzungen im Mai und Oktober nicht abstimmen, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. Die ersten Ratsmitglieder, die bei einer EZB-Zinsentscheidung nicht votieren dürfen, sind im Januar Ardo Hansson aus Estland, Patrick Honohan aus Irland, Yannis Stournaras aus Griechenland und Luis Maria Linde aus Spanien.

Schweizer Notenbank SNB bekräftigt Mindestkurs zum Euro

ZÜRICH - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält unverändert an ihrer Geldpolitik fest und hat den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro bekräftigt. Am Donnerstag teilte die Zentralbank nach der Zinsentscheidung mit, dass sie den Mindestkurs weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen werde. Nach wie vor sei man bereit, ihn notfalls durch den Kauf von Devisen in unbeschränkter Höhe durchzusetzen. Der Franken sei immer noch hoch bewertet, hieß es.

Chinas Immobilienmarkt kühlt sich weiter ab

PEKING - In China hat sich der Immobilienmarkt im August weiter abgekühlt. Nach Angaben der nationalen Statistikbehörde vom Donnerstag gingen die Preise in 68 von 70 Städten der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft zurück. Schon im Vormonat hatte es unter anderem wegen einer eingeschränkten Kreditvergabe durch Banken den stärksten Rückschlag bei den Immobilienpreisen seit einer Umstellung der Erhebungsmethode Anfang 2011 gegeben.

Japan erneut mit Handelsdefizit - Exportrückgang geringer als gedacht

TOKIO - Japan hat im August erneut ein Handelsdefizit verbucht. Der Fehlbetrag belief sich auf 948,5 Milliarden Yen (6,8 Milliarden Euro), wie die Regierung am Donnerstag auf vorläufiger Basis bekanntgab. Immerhin verringerte sich der Fehlbetrag aber im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent. Dies lag vor allem am geringeren Stromverbrauch durch Klimaanlagen in Folge relativ niedriger Sommertemperaturen, wodurch Japan weniger Öl importieren musste. Die Exporte sanken erstmals seit zwei Monaten, und zwar um 1,3 Prozent. Ökonomen hatten allerdings mit einem deutlicheren Rückgang gerechnet. Die Importe gingen um 1,5 Prozent zurück.

IG Metall mahnt Koalition zur Erleichterung für frühere Rente

BERLIN - In der Debatte um flexiblere Übergänge in die Rente warnt die IG Metall vor einer Konzentration auf längeres Arbeiten. "Viele denken nur an Arbeit über 67 hinaus", sagte Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban am Mittwochabend in Berlin. Aus Gewerkschaftssicht müsse Arbeitnehmern aber vor allem ein Ausstieg aus dem Arbeitsleben vor der Regelaltersgrenze erleichtert werden. Die Möglichkeit, länger zu arbeiten, solle eher die Ausnahme sein, forderte Urban mit Blick auf die Koalitionsarbeitsgruppe "Flexi-Rente", die nun bis zum Jahresende tagen soll.

SCHOTTLAND/Tag der Entscheidung: Schottland stimmt über Unabhängigkeit ab

EDINBURGH - Schottland entscheidet am Donnerstag in einem historischen Votum über seine Unabhängigkeit von Großbritannien. 4,3 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe bei einem Referendum aufgerufen. Meinungsforscher sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern einer Abspaltung voraus. Vier in der Nacht veröffentlichte Umfragen sehen alle die Gegner der Unabhängigkeit vorn, allerdings nur mit zwei bis sechs Prozentpunkten - zu wenig für eine sichere Prognose. Es wurde eine Rekord-Beteiligung von mehr als 90 Prozent erwartet.

Japan erneut mit Handelsdefizit

TOKIO - Japan hat im August errneut ein Handelsdefizit verbucht. Der Fehlbetrag belief sich auf 948,5 Milliarden Yen (6,8 Milliarden Euro), wie die Regierung am Donnerstag bekanntgab. Die Exportegi ngen allerdings nur um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zuück und damit geringer als von Experten erwartet. Die Importe gingen um 1,5 Prozent zurück, wie es auf Basis vorläufiger Daten hieß. Die Handelsbilanz der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt ist damit seit 26 Monaten rot.

SPD streitet vor Parteikonvent um Freihandelsabkommen TTIP

BERLIN - In der SPD wächst vor dem am Wochenende anstehenden Parteikonvent der Widerstand gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA. Laut "Spiegel Online" lehnen Kritiker einen Antrag ab, mit dem Parteichef Sigmar Gabriel die Genossen auf einen gemeinsamen Kurs einschwören will. "Ich halte diesen Antrag nicht für mehrheitsfähig", wird der SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Sieling zitiert. "Er fällt weit hinter das zurück, was wir bislang im Bund und im Europawahlkampf vertreten haben. Das Papier braucht andere Inhalte, sonst wird es keine Verständigung geben."/rob/jsl

18.09.2014

SCHOTTLAND/ROUNDUP 3: Die Welt blickt auf Schottland - Votum zur Unabhängigkeit

EDINBURGH (dpa-AFX) - Mit einer historischen Abstimmung haben Millionen Schotten über die Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien entschieden. Von den Shetland-Inseln bis zur Hauptstadt Edinburgh beantworteten am Donnerstag bis zu 4,3 Millionen Schotten in 32 Wahlbezirken die Frage, ob Schottland nach mehr als 300 Jahren die Union mit England auflösen soll.

Wegen der erheblichen Auswirkungen einer Unabhängigkeit Schottlands etwa auf den britischen Finanzmarkt, Europäische Union und Nato war die Aufmerksamkeit auch im Ausland enorm. "Ich hoffe, dass Großbritannien vereint bleibt", schrieb US-Präsident Barack Obama auf Twitter. Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte sich zu internen britischen Angelegenheiten nicht äußern. In der Europäischen Union wird die Tendenz zur Kleinstaaterei in Europa kritisch gesehen - vor allem in Ländern wie Spanien, Italien und Belgien, wo es ebenfalls regionale Unabhängigkeitsbestrebungen gibt.

Beide Lager mobilisierten zum Ende des Wahlkampfes noch einmal alle Kräfte. "Wacht auf am Freitag und seid euch gewiss: Wir waren es, wir haben es möglich gemacht", schrieb Schottlands Ministerpräsident und Kopf der Unabhängigkeitsbewegung, Alex Salmond, in einem offenen Brief an seine Bürger. Großbritanniens Premierminister David Cameron hatte die Schotten förmlich angefleht: "Bitte, bitte, bleibt bei uns!"

Die Wahlleitung in Edinburgh erwartete eine in der Geschichte Schottlands noch nie dagewesene Wahlbeteiligung von mehr als 90 Prozent. Die Frage der Unabhängigkeit hatte das schottische Volk in den vergangenen Wochen wie kaum eine andere politische Entscheidung zuvor elektrisiert. Schon am Vormittag hatten sich lange Schlangen vor den 5579 Wahllokalen in 2608 Einrichtungen gebildet. Erstmals durften Schüler im Alter von mindestens 16 Jahren mitwählen. Die Wahllokale sollten um 23.00 Uhr (MESZ) schließen.

Mit ersten Ergebnissen aus den 32 Stimmbezirken wird am frühen Freitagmorgen gerechnet, ein Endergebnis soll gegen 8.00 Uhr (MESZ) verkündet werden. Die Meinungsforscher haben bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorhergesagt. Allerdings ergaben die letzten Erhebungen einen leichten Vorsprung für das "Nein"-Lager, das die Union mit Großbritannien fortsetzen will.

Zuletzt hatte sich der frühere britische Premierminister und gebürtige Schotte Gordon Brown mit leidenschaftlichen Reden als Wahlkämpfer für den Erhalt der britischen Union betätigt. Premierminister Cameron hatte erklärt, Großbritannien "sei die erfolgreichste Familie von Nationen auf der Welt."

Britische Kommentatoren sahen wegen des großen Interesses und der durchdringenden politischen Debatte unabhängig vom Ausgang einen "Sieg für die Demokratie." Für den Fall, dass sich die Schotten mehrheitlich für die Unabhängigkeit entscheiden sollte, befürchten Experten schwere Turbulenzen auf den Finanzmärkten und einen Absturz des britischen Pfunds. Wichtige finanzpolitische Fragen, etwa die nach der schottischen Währung und der Aufteilung der Staatsschulden sind noch nicht beantwortet. In Großbritannien wird im Fall eines "Ja-Votums" eine massive Regierungskrise befürchtet.

Abgeordnete seiner eigenen Fraktion forderten den konservativen Premier Cameron indirekt für diesen Fall zum Rücktritt auf. "Der Premierminister muss in diesem Fall entscheiden, was die Ehre gebietet", sagte der Parlamentarier Andrew Rosindell der "Financial Times." Cameron selbst deutete an, er wolle nicht zurücktreten. "Über meine Zukunft wird bei der nächsten Parlamentswahl entschieden", sagte er in der BBC.

Cameron war im Wahlkampf, aus dem er sich zunächst weitgehend herausgehalten hatte, stark unter Druck geraten. Ihm wird vorgeworfen, die Unabhängigkeitsbewegung nicht ernst genommen und die Gefahr einer Abspaltung unterschätzt zu haben. Sein Last-Minute-Versprechen, Schottland eine weitere Autonomie zu gewähren, stößt in weiten Teilen Englands auf Kritik.

Während der teils hitzig geführten Kampagne hatten sich 97 Prozent der 4,4 Millionen Wahlberechtigten für die Abstimmung registrieren lassen. Damit können maximal 4,29 Millionen Menschen ihre Stimme abgeben. Die Stimmzettel müssen von entlegenen Inseln wie den Äußeren Hebriden oder den Orkneys teils per Schiff, Flugzeug und Hubschrauber zur Auszählung gebracht werden. In der Hauptstadt Edinburgh erfolgt dann eine zweite Prüfung.

Schottland genießt bisher nur Teilautonomie innerhalb des britischen Staatsgebildes. Die Befürworter der Unabhängigkeit, die den Plänen zufolge 2016 in Kraft treten soll, erhoffen sich mehr wirtschaftlichen Wohlstand und kürzere Entscheidungswege./dm/DP/stw

18.09.2014

UKRAINE: Poroschenko bittet USA um Waffen - 'Neuer kalter Krieg'

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat bei einem USA-Besuch um Waffen und andere Militärhilfe für den Kampf gegen die pro-russischen Separatisten gebeten. Der Schutz der ukrainischen Demokratie vor der russischen Aggression erfordere eine starke Armee, sagte Poroschenko am Donnerstag vor dem US-Kongress in Washington. Die Amerikaner haben Waffenlieferungen an die Ukraine bisher abgelehnt und lediglich nicht-militärische Hilfe zugesagt. Poroschenko rief den Kongress auf, die Ukraine nicht im Stich zu lassen. Sollte Russland mit seiner "Invasion" erfolgreich sein, stehe "ein neuer Kalter Krieg" bevor. "Es ist auch Amerikas Krieg", sagte Poroschenko./mcm/DP/stw

18.09.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Bayer springen auf Rekordhoch - Abspaltung von MaterialScience

(Neu: Schlusskurse, Branche)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bayer-Aktien sind am Donnerstag nach der angekündigten Abspaltung der Kunststoffsparte MaterialScience rasant gestiegen. Die Papiere erklommen erreichten zwischenzeitlich ein Rekordhoch von 112,95 Euro und schlossen 6,17 Prozent höher bei 112,70 Euro. Damit waren sie klarer Spitzenreiter im Dax , der ein Plus von 1,41 Prozent verzeichnete. Die Mitteilung sorgte auch europaweit für Fantasie unter den Chemieaktien. So gewann der Branchenindex Stoxx 600 Chemicals an der Spitze des Sektortableaus mehr als zwei Prozent. Analysten bewerteten die Entscheidung hingegen uneinheitlich.

Der Pharma- und Chemiekonzern will sich künftig auf die lukrativeren Segmente Pharma und Agrochemie konzentrieren und MaterialScience an die Börse bringen. Dieser Bereich wird von Analysten mit 10 bis 11 Milliarden Euro bewertet. Allerdings gilt das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen als konjunkturanfällig und war seit Jahren Gegenstand von Verkaufsspekulationen. Die Musik spielt derzeit im Pharmasegment: Weltweit überschlugen sich die Pharmariesen in diesem Jahr geradezu mit Übernahmeangeboten. Die Fantasie der Anleger trieb auch die Aktienkurse deutlich in die Höhe.

ANALYSTEN UNEINS ÜBER FOLGEN FÜR AKTIENKURS

Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank sprach von einem positiven Schritt. Mit einem Verkauf des Kunststoffgeschäfts würde sich der Konglomeratsabschlag der Aktie reduzieren oder gar wegfallen. Er bestätigte deshalb seine Kaufempfehlung für die Titel der Leverkusener bei und hält am Kursziel von 114 Euro fest.

Dagegen sieht Analystin Marietta Miemietz von der Investmentbank Equinet in einer Abspaltung von MaterialScience kein signifikantes Aufwärtspotenzial für die Bayer-Papiere. Immerhin sei über diesen Schritt bereits länger spekuliert worden. Sie behielt ihre neutrale Einstufung der Aktie bei und bestätigte das Kursziel von 96 Euro./edh/stw

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Krones auf 'Buy' - Ziel 80 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für Krones nach dem Kapitalmarkttag auf "Buy" mit einem Kursziel von 80 Euro belassen. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen habe einen positiven Eindruck hinterlassen, schrieb Analystin Yasmin Moschitz in einer Studie vom Donnerstag. Mittelfristig sei ihre Einschätzung intakt. Das Management gehe Probleme an und verbessere die Kostenstruktur bei der italienischen Tochter Kosme./ag/tav

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser hebt Rational auf 'Buy' - Ziel 260 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Rational von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 260 Euro belassen. Der jüngste Rücksetzer der Papiere des Herstellers von Großküchengeräten biete eine attraktive Gelegenheit zum Einstieg, schrieb Analyst Henning Breiter in einer Studie vom Donnerstag. Das Geschäft dürfte derzeit rund laufen./ag/men

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Inditex auf 'Hold' - Ziel 24,50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat Inditex von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 25,00 auf 24,50 Euro gesenkt. Der Gewinn des Bekleidungskonzerns für das zweite Quartal habe die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Warwick Okines in einer Studie vom Mittwoch. Der Ausblick für das zweite Halbjahr sei jedoch schwächer als erhofft ausgefallen. Okines senkte seine Schätzungen für die zweite Jahreshälfte um 2,5 Prozent./ag/tav

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley belässt Tui auf 'Overweight' - Ziel 16 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Tui anlässlich des Zusammenschlusses mit Tui Travel auf "Overweight" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Analyst Jamie Rollo rechnet laut einer Studie vom Donnerstag unter anderem dank Synergien und Schub durch das Kreuzfahrt-Geschäft mit einem jährlichen Gewinnwachstum von 16 Prozent zwischen 2015 und 2017. Die Dividendenrendite dürfte auf Basis des Geschäftsjahres 2016 bei 6 Prozent liegen./ag/tav

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Lufthansa auf 'Neutral' - Ziel 14 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Lufthansa von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 19 auf 14 Euro gesenkt. Das Management bemühe sich zwar um Verbesserungen, schrieb Analyst Andrew Lobbenberg in einer Studie vom Donnerstag. Er rechnet jedoch momentan nicht mit Gewinndynamik./ag/zb

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse startet ElringKlinger mit 'Underperform'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat ElringKlinger mit "Underperform" und einem Kursziel von 25,10 Euro in die Bewertung aufgenommen. Analyst Alexander Haissl hält den Autozulieferer in einer Studie vom Donnerstag zwar für gut geführt und mit einem starken Produktportfolio gut positioniert. Er rechnet allerdings nur mit einer moderaten Margenverbesserung, die mit den Wettbewerbern in den kommenden Jahren wohl nicht Schritt halten werde. Zudem erwartet der Experte nur einen recht mauen Free Cashflow./ag/stk

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Telefonica Deutschland auf 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Telefonica Deutschland von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 5,90 auf 4,50 Euro gesenkt. Analyst Tim Boddy begründet dies in einer Studie vom Donnerstag mit deutlich gesunkenen Gewinnprognosen. Verantwortlich hierfür sei der Bilanzierungsansatz für die übernommene E-Plus. Er bleibt zwar optimistisch für die Entwicklung des Free Cashflow von Telefonica Deutschland, hält die Aussichten jedoch für weitgehend im Kurs eingepreist./ag/men

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: UBS senkt HeidelbergCement auf 'Sell' - Ziel 53 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat HeidelbergCement von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 63 auf 53 Euro gesenkt. Der Baustoffhersteller sei im Gewinnzyklus näher am Hoch als am Boden, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Donnerstag. Die jüngsten Daten vom europäischen Zementmarkt hätten einen deutlichen Abschwung angedeutet. In den kommenden Quartalen drohe in der Region eine maue Entwicklung. Die Bewertung der HeidelbergCement-Aktie sei angesichts der zyklischen Risiken in Europa nicht attraktiv./ag/tav

18.09.2014

ANALYSE-FLASH: UBS startet Allianz SE mit 'Buy' - 'Most Preferred'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat Allianz SE mit "Buy" und einem Kursziel von 153 Euro in die Bewertung aufgenommen. Zudem seien die Aktien nun auf der Empfehlungsliste "Alpha Preferences Most Preferred" für den europäischen Versicherungssektor und zählten auch insgesamt zu den vielversprechendsten Empfehlungen in Europa. Bei dem Unternehmen gebe es jetzt mehr Klarheit über die Kapitalausstattung, schrieb Analyst James Shuck in einer Studie vom Mittwoch. Zudem ergäben sich kaum Übernahmemöglichkeiten, so dass die Allianz sich auf eine Verbesserung der operativen Effizienz konzentrieren könne./la/stk/ag