dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

01.03.2015

dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

ROUNDUP 2: RWE will Dea-Verkauf trotz Bedenken Londons am Montag abschließen

ESSEN - Der Energiekonzern RWE will trotz Bedenken der britischen Regierung an diesem Montag den Verkauf seiner Öl- und Gasfördertochter Dea an den russischen Oligarchen Michail Fridman abschließen. Dies teilte das Unternehmen am Sonntag in Essen mit.

Vivendi schüttet nach Unternehmensverkäufen das Füllhorn aus

PARIS - Geldregen bei Vivendi : Der französische Mischkonzern will in den kommenden zwei Jahren insgesamt 5,7 Milliarden Euro an seine Aktionäre ausschütten. Das Geld solle bis Mitte 2017 teils in Dividenden gezahlt werden, teils auch über Aktienrückkäufe ausgegeben werden, teilte der Konzern am Freitag bei der Vorlage seiner Jahreszahlen mit.

Credit Suisse stockt Rückstellungen für US-Hypotheken-Rechtsstreit auf

ZÜRICH - Die schweizerische Bank Credit Suisse hat ihre Rückstellungen für Hypotheken-Rechtsstreitigkeiten in den USA um 277 Millionen Franken (259 Mio Euro) erhöht. Entwicklungen bei branchenweiten Rechtsstreitigkeiten und Untersuchungen in den USA bezüglich Hypotheken hätten zu dieser Erhöhung der Rückstellungen nach Bekanntgabe des Ergebnisses 2014 (am 12. Februar 2015) geführt, teilte die Bank am späten Freitagabend mit.

Spanische Großbank Bankia schraubt Gewinn kräftig in die Höhe

MADRID - Die 2012 mit Milliardenhilfen vor der Pleite gerettete spanische Großbank Bankia hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Das Nettoergebnis sei im Vergleich zu 2013 um 83,3 Prozent auf 747 Millionen Euro verbessert worden, teilte das Geldhaus am Samstag mit.

Porsche SE verdient mehr als erwartet

STUTTGART - Die Porsche-Holding profitiert vom Autobauer Volkswagen stärker als erwartet. Die Porsche SE (PSE) rechnet nach vorläufigen Zahlen für 2014 mit einem Ergebnis von drei Milliarden Euro nach Steuern, wie die Holding am Freitag mitteilte. Bisher kalkulierte sie mit einem Ergebnis von 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro. Die endgültigen Zahlen sollen am 17. März vorgelegt werden.

US-Starinvestor Buffett muss im Schlussquartal Abstriche machen

OMAHA - Investorenlegende Warren Buffett hat zum Jahresende einen Durchhänger gehabt: Der Gewinn seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway fiel im vierten Geschäftsquartal um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 4,16 Milliarden Dollar (3,72 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Samstag mitteilte.

Österreich: Lage bei Ex-Hypo dramatisch schlechter - Bund: Heta nicht insolvent

WIEN/KLAGENFURT - Um die Vermögenswerte der Hypo-Bad-Bank Heta ist es weitaus schlechter bestellt als angenommen. Der Steuerzahler soll beim Abbau der nächsten Jahre aber nicht mehr belastet werden: "Der Bund wird keine weiteren Verpflichtungen zu Nachschüssen an die Heta eingehen", betonte das Finanzministerium am Sonntagabend. Insolvent sei die Heta nicht.

Autozulieferer Hella sucht nach Übernahmezielen

BERLIN/LIPPSTADT - Der Autozulieferer Hella will durch Übernahmen wachsen. "Wir setzen auf Wachstum durch kleinere und mittlere Akquisitionen", sagte Rolf Breidenbach, der Vorstandsvorsitzende des Herstellers von Lichtsystemen und Fahrzeugelektronik, der "Welt am Sonntag". Man wolle sich vor allem auf die Bereiche Elektronik, Ersatzteilhandel und Spezialanwendungen konzentrieren, "um das technologische Spektrum zu erweitern und die internationale Präsenz zu stärken".

ROUNDUP: Verdi ruft für Montag zu weiteren Warnstreiks bei der Postbank auf

BONN/BERLIN - In der Tarifauseinandersetzung bei der Postbank hat die Gewerkshaft Verdi für Montag zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Hintergrund seien zwei Tarifrunden für die rund 9500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG und für die rund 2700 Beschäftigten der Postbank AG, der Firmenkunden AG und der BHW-Gruppe, teilte Verdi am Sonntag in Berlin mit. Die Warnstreiks seien an "ausgewählten Stellen" quer durch das ganze Bundesgebiet geplant, hieß es. Durch die Aktionen würden zahlreiche Filialen am Montag geschlossen bleiben, kündigte die Gewerkschaft an. Für die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG fordert die Gewerkschaft ein Angebot zum Kündigungsschutz und ein verbessertes Gehaltsangebot. Bisher hatten die Arbeitgeber jeweils 1,6 Prozent zum 1. März 2015 und 2016 angeboten. Verdi fordert dagegen fünf Prozent mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

MOBIL-MESSE/GESAMT-ROUNDUP 2: Computeruhren im Mittelpunkt

BARCELONA - Der Wettbewerb der Smartphone-Hersteller verlagert sich ins Geschäft mit Computer-Uhren. Wenige Wochen vor dem Marktstart der mit Spannung erwarteten Apple Watch präsentierten die Konkurrenten LG und Huawei ihre neuen High-Tech-Uhren bei der weltgrößten Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona. Samsung zeigte wie erwartet seine Antwort auf das iPhone 6 von Apple: zwei Geräte des neuen Oberklasse-Modells Galaxy S6. Bei einem davon reicht der Bildschirm bis in die Seitenkanten. Dort können zum Beispiel Kurznachrichten schnell gesehen werden.

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Weitere Meldungen:

- Airbus-Chef Enders bekennt sich zu Riesenflieger A380

- BMW stellt in diesem Jahr 8000 neue Mitarbeiter ein

- ROUNDUP: Verdi ruft für Montag zu weiteren Warnstreiks bei der Postbank auf

- Novartis: Positive Phase-II-Studie bei Augenheilmittel RTH258

- Früherer Vorstandschef Prock-Schauer verlässt Air Berlin

- Bankia-Affäre: Ex-Aufsichtsräte müssen 4,3 Millionen vorstrecken

- Niederländischer Chipmaschinen-Hersteller meldet Hackerangriff

- ROUNDUP: Edeka und Kaiser's Tengelmann gehen auf Kartellamt zu

- Russland-Krise drückt Jeanshersteller Mustang zurück in rote Zahlen

- Amazon startet nach Kritik an Arbeitsbedingungen Besucherprogramm

- Google plant gigantisches neues Hauptquartier unter Glas

- Wer tritt Buffetts Erbe an? Starinvestor gibt Hinweise auf Nachfolger

- Weltstahlverband rechnet mit dem Aus mehrerer Hochöfen in Europa

- Zahl der Ölförderanlagen in USA kräftig gesunken

- Kraftwerk Moorburg ist kommerziell am Netz

- Expansion von Uber in Deutschland stößt an Grenzen

- ROUNDUP: Unbekannte greifen auf Daten von 50 000 Uber-Fahrern zu

- Maßnahmen gegen Terror: EU verschärft Handgepäck-Kontrollen

- Bundesnetzagentur verzeichnet fast 60 Prozent mehr Postbeschwerden

- ROUNDUP: Früherer Mehdorn-Kontrahent Amann soll aussagen

- Umweltbundesamt bringt Einweg-Zwangsabgabe ins Gespräch

- Studie: Immer mehr Haushaltsgroßgeräte gehen wegen Mängeln kaputt

- Dobrindt will laute Güterwagen ab 2020 nicht mehr erlauben

- Apple-Chef Cook: Schnüffelei im Netz fängt keine Terroristen

- Schwesig will Gesetz zur Entgeltgleichheit von Männern und Frauen

- 'Focus': Nahles will überbetriebliche Pensionskassen

- Mehrheit der Länder dringt auf bundesweites Genpflanzen-Verbot

- Ab in den Norden - dänische Immobilien bei Deutschen gefragt°

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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01.03.2015

MOBIL-MESSE/GESAMT-ROUNDUP 2: Computeruhren im Mittelpunkt

(neu: Samsungs Galaxy S6)

BARCELONA (dpa-AFX) - Der Wettbewerb der Smartphone-Hersteller verlagert sich ins Geschäft mit Computer-Uhren. Wenige Wochen vor dem Marktstart der mit Spannung erwarteten Apple Watch präsentierten die Konkurrenten LG und Huawei ihre neuen High-Tech-Uhren bei der weltgrößten Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona. Samsung zeigte wie erwartet seine Antwort auf das iPhone 6 von Apple: zwei Geräte des neuen Oberklasse-Modells Galaxy S6. Bei einem davon reicht der Bildschirm bis in die Seitenkanten. Dort können zum Beispiel Kurznachrichten schnell gesehen werden.

Samsung hofft, mit seinen neuen Smartphones die Marktführung gegen die wachsende Konkurrenz zu verteidigen. Apple war mit dem erfolgreichen Start des iPhone 6 im Weihnachtsgeschäft bei den Verkaufszahlen direkt zum südkoreanischen Rivalen aufgerückt. Auch Newcomer aus China wie ZTE, Huawei und Xiaomi drängen ins Geschäft mit Oberklasse-Modellen.

Bei dem Edge-Modell des Galaxy S6 ist das Display an beiden Seitenkanten nach unten gebogen. An einer Seite lässt sich eine Zeile Text anzeigen. Streicht der Nutzer mit dem Finger von der Kante zur Bildschirmmitte, zeigt das Display verpasste Anrufe an. Die Displays beider Modelle sind 5,1 Zoll groß.

LG versah seine Computeruhren mit einem Mobilfunk-Anschluss, damit sie ganz ohne Verbindung mit einem Smartphone funktionieren können. Mit dem Modell Urbane LTE betrete LG Neuland, betonte LG-Manager Andrew Coughlin. Die Uhr sei die erste Smartwatch, die den schnellen Mobilfunkstandard unterstütze.

Mit der Smartwatch kann der Nutzer Telefonate annehmen, per Video chatten und SMS empfangen und schreiben. Fitness-Daten können ebenfalls aufgezeichnet werden. Als Betriebssystem dient eine Eigenentwicklung von LG.

Auch die Huawei Watch soll mit ihrem runden Display wie eine hochwertige klassische Uhr wirken. Das Gerät im Edelstahl-Gehäuse läuft mit dem Google -Betriebssystem Android Wear. Die Uhr soll Mitte des Jahres auf den Markt kommen. Damit geben die Chinesen Apple einen Vorsprung: Die Apple Watch kommt voraussichtlich im April in den Handel, Details dürfte es am 9. März geben.

Huawei präsentierte in Barcelona aber auch ein weiteres Gerät für das Handgelenk: Die zweite Version seines Talkband - eines Headsets, das man auch als Fitness-Armband tragen kann.

Zugleich zieht es nicht alle in den Smartwatch-Markt: Der taiwanische Rivale HTC stieg nach Absatz-Problemen im Smartphone-Geschäft stattdessen ins Geschäft mit 3D-Brillen für die Darstellung virtueller Realität ein. Die Brille mit dem Namen Vive soll bis Jahresende in den Handel kommen. Mit diesem Zeitplan könnte HTC auch Facebook unter Druck setzen. Das weltgrößte Online-Netzwerk hatte im vergangenen Jahr den Branchenpionier Oculus VR für rund zwei Milliarden Dollar gekauft. Die 3D-Brillen von Oculus werden zwar von Experten gelobt - aber sie sind immer noch nicht im Handel, es gibt nur Entwickler-Versionen.

Im Smartphone-Markt will HTC mit einem neuen Spitzengerät aus seiner Flaute kommen. Das Modell One M9 mit einem 5-Zoll-Display hat ein Aluminium-Gehäuse und soll unter anderem mit besseren Kameras punkten. LG präsentierte für den Wettbewerb im Smartphone-Markt eine neue Mittelklasse-Modellreihe. Die Smartphones LG Magna, Spirit, Leon und Joy gibt es in verschiedenen Display-Größen von 4 bis 5 Zoll.

Der Firefox-Entwickler Mozilla will unterdessen das Smartphone-Geschäft trotz bisher minimaler Marktanteile nicht aufgeben. "Wir müssen den mobilen Markt knacken", sagte Technologie-Chef Andreas Gal der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist eine existenzielle Aufgabe."

Mozilla ist für seinen Internetbrowser Firefox bekannt. Sein mobiles Betriebssystem Firefox OS hat aber so niedrige Marktanteile, dass es in weltweiten Berechnungen von Marktforschern nicht einmal einzeln aufgeführt wird. In Westeuropa lag der Anteil zuletzt bei 0,07 Prozent. "Wir machen uns keine Sorgen um unseren Marktanteil", sagte Gal. "Für uns ist es ein langfristiges Projekt."

Mozilla hofft darauf, dass in den schnell wachsenden Märkten von Schwellen- und Entwicklungsländern viele Nutzer sehr günstige Smartphones haben wollen. Geräte mit dem Betriebssystem Android seien für Kunden in Indien oder Bangladesh zu teuer, argumentierte Gal. Eines der neuen Firefox-Geräte soll nur 35 Euro kosten./gri/so/jbn/DP/he

01.03.2015

Österreich: Lage bei Ex-Hypo dramatisch schlechter - Bund: Heta nicht insolvent

WIEN/KLAGENFURT (dpa-AFX) - Um die Vermögenswerte der Hypo-Bad-Bank Heta ist es weitaus schlechter bestellt als angenommen. Der Steuerzahler soll beim Abbau der nächsten Jahre aber nicht mehr belastet werden: "Der Bund wird keine weiteren Verpflichtungen zu Nachschüssen an die Heta eingehen", betonte das Finanzministerium am Sonntagabend. Insolvent sei die Heta nicht.

Die nun vorliegende Entscheidung (Schuldenmoratorium, Abwicklung durch FMA) bedeute keine Insolvenz der Heta und "kein sofortiges Schlagendwerden der Kärntner Landeshaftung", so das Finanzressort. Der Bund werde keine weiteren Verpflichtungen zu Nachschüssen an die Heta eingehen, wurde bekräftigt.

Im November 2014 wurde die seit 2009 notverstaatlichte Krisenbank Hypo Alpa Adria zerschlagen. Die Heta Asset Resolution ging als Abbaugesellschaft ("Bad Bank) für faule Kredite, Immobilien und aktuell unverkäufliche Assets aus der alten Hypo Alpe Adria hervor. Zur Gründung im November saß die Heta auf einem "Abbauteil" von 18 Milliarden Euro.

Nachdem Wirtschaftsprüfer die Heta durchgecheckt haben, tat sich ein neuer milliardenschwerer Wertberichtigungsbedarf auf. Assets haben im Wert weiter verloren. Der Heta-Vorstand leitete daraus einen weiteren Finanzierungsbedarf von 4 bis 7,6 Milliarden Euro ab.

"Aufgrund dieser dramatisch geänderten Einschätzung der Vermögenslage hat das Bundesministerium für Finanzen im Einvernehmen mit der Bundesregierung entschieden, der Heta kein weiteres Steuergeld mehr zukommen zu lassen", schrieb das Finanzministerium am Sonntagabend in einer Medienmitteilung.

Die "Heta" - die ja keine Bank ist - wird nun unter die Aufsicht der Finanzmarktaufsicht (FMA) als Abwicklungsbehörde gestellt. Die Ex-Hypo Alpe Adria ist damit die erste Finanzgesellschaft in Österreich, für die das seit 1. Januar 2015 geltende neue Bankenabwicklungs- und Sanierungsgesetz angewendet wird.

Dass die FMA heute verfügt hat, dass die Hypo bestimmte Schulden bis 31. Mai 2016 nicht bedienen muss, wird auch vom Finanzministerium als "erster Schritt" bewertet. Nach dem neuen europäischen Bankenabwicklungsregime können auch die Gläubiger der Heta herangezogen werden, die Abbaulasten zu teilen.

Nicht von dem Rückzahlungsmoratorium betroffen ist die eine Milliarde Euro schwere Nachranganleihe aus dem Jahr 2012, für die der Bund wegen eines damaligen Bilanzlochs schon garantieren musste. Die werde die Heta "pünktlich und in vollem Umfang erfüllen", schrieb das Ministerium am Abend./rf/bei/APA/he

01.03.2015

MOBIL-MESSE/ROUNDUP: Samsung präsentiert neue Top-Smartphones

BARCELONA (dpa-AFX) - Samsung schickt im heiß umkämpften Smartphone-Markt zwei neue Flaggschiff-Modelle ins Rennen gegen Apples iPhones. Sowohl beim Galaxy S6 als auch beim S6 Edge habe Samsung Design, Kamera-Ausstattung und Power-Management in den Mittelpunkt gestellt, erklärte der Smartphone-Marktführer aus Südkorea am Sonntag in Barcelona zum Start der Mobilfunkmesse Mobile World Congress.

So sind die Zeiten der Plastik-Gehäuse vorbei: Beide Geräte sind aus hochwertigen Materialien wie Aluminium gefertigt. Beim Modell Edge reicht der Bildschirm zudem bis in die Seitenkanten hinein.

Samsung hofft, mit seinen neuen Spitzenmodellen die Marktführung bei Smartphones gegen die wachsende Konkurrenz zu verteidigen. Apple war mit dem erfolgreichen Verkaufsstart des neuen iPhone 6 im Weihnachtsgeschäft bei den Verkaufszahlen direkt zum südkoreanischen Rivalen aufgerückt. Auch Newcomer vor allem aus China wie ZTE, Huawei und Xiaomi beschränken sich längst nicht mehr auf die Produktion von Billig-Smartphones, sondern drängen verstärkt ins Geschäft mit Oberklasse-Modellen.

Bei dem neuen Edge-Modell des Galaxy S6 ist das Display an beiden Seitenkanten nach unten gebogen, was dem Gerät eine neue Design-Komponente verleiht. Zugleich bleibt noch Platz für den Einschaltknopf. An einer Seite lässt sich nach mit einem Fingerstrich eine Zeile Text, zum Beispiel die Wettervorhersage oder Nachrichten anzeigen. Streicht der Nutzer mit dem Finger von der Kante zur Bildschirmmitte, zeigt das Display verpasste Anrufe an. Die Displays beider Modelle sind 5,1 Zoll groß und mit der organischen Super-Amoled-Technologie gefertigt, bei der jedes Pixel alle drei Grundfarben darstellen kann.

Doch mit Hardware-Innovationen allein dürfte es Samsung schwer fallen, die wachsende Konkurrenz in Schach zu halten. Ohne überzeugende Inhalte, Software und Services für die Nutzung unterwegs werde Samsung in diesem Jahr Probleme haben, sagte jüngst Thomas Husson von der Marktforschung Forrester. Mit den am Sonntag vorgestellten Modellen könnte das Unternehmen gut aufgestellt sein. So integrierte der Konzern viele neue Software-Funktionen, die die Nutzung der Geräte vereinfachen sollen.

So gibt es einen Schnellzugriff auf die meistgenutzten Kontakte. Am Edge-Modell erkennt der Nutzer nach entsprechender Einstellung einen Anrufer oder E-Mail-Adressaten bereits am jeweiligen Farbstreifen am Rand. Der "SmartManager" gibt eine Übersicht über aktuell genutzten Speicher, Stromverbrauch und Sicherheitseinstellungen. Die Datennutzung lässt sich auch manuell regulieren, wenn der Nutzer zum Beispiel beim Roaming nur ein begrenztes Kontingent zur Verfügung hat.

Um stärker ins Blickfeld von Unternehmenskunden zu rücken, stattete Samsung seine Flaggschiffe mit umfangreicher Sicherheitssoftware aus. Das S6 und das S6 Edge seien die aktuell sichersten Geräte, verspricht Samsung. Für das mobile Einkaufen bietet Samsung eine App, die Funktionen wie NFC oder das Einscannen von Strichcodes unterstützt.

Die Kamera lasse sich innerhalb von 0,7 Sekunden mit einem Doppelklick starten und erledigt auch Serienaufnahmen. Neben der 16-Megapixel-Kamera auf der Rückseite gibt es für Selfies auch eine Frontkamera mit einer Auflösung von 5 Megapixel. Sollte einmal der Strom ausgehen, lassen sich die Modelle innerhalb von 10 Minuten nachladen und für zwei weitere Stunden HD-Video-Aufzeichnung nutzen. Die Galaxy-S6-Geräte seien die ersten weltweit, die eine solche Schnelllade-Lösung hätten, betont Samsung.

Wann und zu welchem Preis die Geräte mit dem neuesten Android-Betriebssystem (Version 5.0) auf den Markt kommen sollen, gab Samsung zunächst nicht an./gri/DP/he

01.03.2015

MOBIL-MESSE: Samsung stellt zwei neue Oberklasse-Smartphones vor

BARCELONA (dpa-AFX) - Samsung schickt im heiß umkämpften Smartphone-Markt zwei neue Flaggschiff-Modelle ins Rennen gegen Apples iPhones. Sowohl beim Galaxy S6 als auch beim S6 Edge habe Samsung Design, Kamera-Ausstattung und Power-Management in den Mittelpunkt gestellt, erklärte der Smartphone-Marktführer aus Südkorea am Sonntag zur Präsentation in Barcelona zum Start der Mobilfunkmesse Mobile World Congress.

So sind die Zeiten der Plastik-Gehäuse vorbei: Beide Geräte sind aus hochwertigen Materialien wie Aluminium gefertigt. Beim Modell Edge reicht der Bildschirm zudem bis in die Seitenkanten hinein.

Samsung hofft, mit seinen neuen Spitzenmodellen die Marktführung bei Smartphones gegen die wachsende Konkurrenz zu verteidigen. Apple war mit dem erfolgreichen Verkaufsstart des neuen iPhone 6 im Weihnachtsgeschäft bei den Verkaufszahlen direkt zum südkoreanischen Rivalen aufgerückt. Auch Newcomer vor allem aus China wie ZTE, Huawei und Xiaomi beschränken sich längst nicht mehr auf die Produktion von Billig-Smartphones, sondern drängen verstärkt ins Geschäft mit Oberklasse-Modellen./gri/DP/he

01.03.2015

WDH: Umweltbundesamt bringt Einweg-Zwangsabgabe ins Gespräch

(25 Cent statt 0,25 Cent im fünften Absatz)

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Teilausstieg von Coca-Cola aus dem deutschen Mehrweg-System und der Zunahme von Wegwerfflaschen bringt das Umweltbundesamt (UBA) Zwangsmaßnahmen ins Spiel. "Eine Zusatzabgabe für Einweg zur Stützung des Mehrwegs schließen wir nicht aus", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der Deutschen Presse-Agentur. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) forderte eine Sonderabgabe von 20 Cent auf Einweg-Getränkeverpackungen.

Das UBA berät das Bundesumweltministerin mit Handlungsempfehlungen und Expertisen - daher hat die Meinung Gewicht und könnte als Drohung aufgefasst werden. Ein Ministeriumssprecher betonte aber, dass Ministerin Barbara Hendricks (SPD) für eine Lenkungsabgabe auf Einwegflaschen "derzeit keinen Bedarf" sehe.

Hendricks und Krautzberger forderten die Bundsländer als ersten Schritt aber dazu auf, eine seit zwei Jahren zur Abstimmung vorliegende Verordnung zur klaren Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg in Supermärkten umzusetzen. Das UBA hält andernfalls aber eben weitere Schritte für geboten.

"Aus unser Sicht gibt es keinen Grund, die Kennzeichnungsverpflichtung für den Einzelhandel weiter zu verzögern. Viele Verbraucher wollen Mehrweg kaufen, landen aber bei Einweggetränken", sagte Krautzberger. Die Umwelthilfe wies darauf hin, dass rund 50 Prozent der Deutschen davon ausgehen würden, dass bepfandete Flaschen immer Mehrweg-Flaschen seien.

Eine Lenkungsabgabe von 20 Cent auf Einweg solle zusätzlich zum Pfand erhoben werden, sagte der Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH, Thomas Fischer, der deutschen Presse-Agentur. Die Einnahmen sollten für Abfallvermeidungsmaßnahmen und die Unterstützung des deutschen Mehrweg-Systems eingesetzt werden. Das Einweg-Pfand von 25 Cent müsse parallel weiter erhoben werden, weil sonst Dosen oder Einweg-Plastikflaschen achtlos in die Umwelt geworfen würden.

Der Coca-Cola-Konzern will für 0,5- und 1,5-Liter-Flaschen verstärkt auf Einwegverpackungen setzen, die aber in der Regel auch recycelt und so wiedergenutzt werden. Gerade die 0,5-Liter-Flasche werde viel unterwegs getrunken, daher würden viele Flasche nicht zurückgegeben und auch nicht wiederbefüllt, argumentiert der Konzern, der betont, sein Mehrweganteil liege mit über 56 Prozent derzeit weit über dem Branchendurchschnitt.

Der Mehrweg-Anteil bei den pfandpflichtigen Getränken lag zuletzt laut UBA nur noch bei 45,7 Prozent. Vor allem Discounter bieten in der Regel nur Einwegverpackungen mit Pfand an. Der Vorteil von Mehrweg ist, dass sich Glasflaschen 40 bis 50 Mal wiederbefüllen lassen, PET-Flaschen bis 25 Mal, was Umwelt und Ressourcen schont. "Ein zunehmender Rückgang der Mehrwegquoten macht Unternehmen Investitionsentscheidungen in den Neubau oder die Modernisierung von Mehrwegabfüllanlagen schwer", sagte Fischer.

UBA-Präsidentin Krautzberger betonte: "Auch wenn sich die Ökobilanz von Einweggetränkeverpackungen wegen des Pfandes verbessert hat: Mehrweg ist gelebte Abfallvermeidung."/ir/DP/he

01.03.2015

MOBIL-MESSE/GESAMT-ROUNDUP: Computeruhren im Mittelpunkt

BARCELONA (dpa-AFX) - Der Wettbewerb der Smartphone-Hersteller verlagert sich ins Geschäft mit Computer-Uhren. Wenige Wochen vor dem Marktstart der mit Spannung erwarteten Apple Watch präsentierten die Konkurrenten LG und Huawei ihre neuen High-Tech-Uhren bei der weltgrößten Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona. LG versah seine Modelle mit einem Mobilfunk-Anschluss, damit sie ganz ohne Verbindung mit einem Smartphone funktionieren können. Huawei will zusätzlich zu Fitness-Funktionen mit einem Fokus auf "zeitloses Design" punkten. Aber nicht alle zieht es in den Smartwatch-Markt: Der taiwanische Rivale HTC stieg am Sonntag stattdessen ins Geschäft mit 3D-Brillen für die Darstellung virtueller Realität ein.

Die Computer-Uhren von LG lassen sich bei Bedarf auch mit jedem Android-Telefon (Android 4.0 oder höher) verbinden. In Barcelona stellte das südkoreanische Unternehmen die Modelle Urbane und Urbane LTE vor. Mit der Urbane LTE betrete LG Neuland, betonte LG-Manager Andrew Coughlin. Die Uhr sei die erste Smartwatch, die den schnellen Mobilfunkstandard unterstütze.

Die "Wearables" von LG sind in klassischem Uhren-Design gestaltet. Mit der Smartwatch kann der Nutzer eingehende Telefonate annehmen, per Video chatten und SMS empfangen und schreiben. Für die Fitness stehen Apps bereit, die als Personal Trainer den Nutzer per Sensor überwachen und etwa Erfolge beim Golfen, Fahrradfahren, Wandern und Joggen aufzeichnen. Als Betriebssystem dient eine Eigenentwicklung von LG speziell für am Körper tragbare Geräte mit Computerfunktionen.

Auch die Huawei Watch soll mit ihrem runden Display wie eine hochwertige klassische Uhr wirken. Das Gerät im Edelstahl-Gehäuse läuft mit dem Google -Betriebssystem Android Wear. Ein Preis wurde zunächst nicht genannt. Die Uhr soll Mitte des Jahres auf den Markt kommen. Damit geben die Chinesen Apple einen Vorsprung: Die Apple Watch kommt voraussichtlich im April in den Handel, Details dürfte es am 9. März geben.

Huawei präsentierte in Barcelona aber auch ein weiteres Gerät für das Handgelenk: Die zweite Version seines Talkband - eines Headsets, das man auch als Fitness-Armband tragen kann. Dazu gibt es das Talkband N1, einen Ohrhörer für sportliche Aktivitäten. Das Gerät soll Schritte und verbrauchte Kalorien zählen.

HTC nimmt nach Absatz-Problemen im Smartphone-Geschäft einen neuen Markt ins Visier: 3D-Brillen für die virtuelle Realität. Die Brille mit dem Namen Vive soll bis Jahresende in den Handel kommen. Mit diesem Zeitplan könnte HTC auch Facebook unter Druck setzen. Das weltgrößte Online-Netzwerk hatte im vergangenen Jahr den Branchenpionier Oculus VR für rund zwei Milliarden Dollar gekauft. Die 3D-Brillen von Oculus werden zwar von Experten in höchsten Tönen gelobt - aber sie sind immer noch nicht im Handel, es gibt nur Entwickler-Versionen.

Im Smartphone-Markt will HTC mit einem neuen Spitzengerät aus seiner Flaute kommen. Das Modell One M9 mit einem 5-Zoll-Display hat ein Aluminium-Gehäuse und soll unter anderem mit besseren Kameras punkten.

LG präsentierte für den Wettbewerb im Smartphone-Markt seine neue Mittelklasse-Modellreihe. Die Smartphones LG Magna, Spirit, Leon und Joy gibt es in verschiedenen Display-Größen von 4 bis 5 Zoll.

Der Firefox-Entwickler Mozilla will unterdessen das Smartphone-Geschäft trotz bisher minimaler Marktanteile nicht aufgeben. "Wir müssen den mobilen Markt knacken", sagte Technologie-Chef Andreas Gal der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist eine existenzielle Aufgabe."

Mozilla ist für seinen Internetbrowser Firefox bekannt. Das Unternehmen konnte aber im Smartphone-Markt bisher nicht Fuß fassen. Sein eigenes Betriebssystem, Firefox OS, hat so niedrige Marktanteile, dass es in weltweiten Berechnungen von Marktforschern nicht einmal einzeln aufgeführt wird. In Westeuropa lag der Anteil zuletzt bei 0,07 Prozent. Gal betonte dennoch, wie wichtig Firefox OS für Mozilla sei. "Wir machen uns keine Sorgen um unseren Marktanteil", sagte er. "Für uns ist es ein langfristiges Projekt."

Mozilla hofft darauf, dass in den schnell wachsenden Märkten von Schwellen- und Entwicklungsländern viele Nutzer sehr günstige Smartphones haben wollen. Geräte mit dem Betriebssystem Android seien für Kunden in Indien oder Bangladesh zu teuer, argumentierte Gal. Eines der neuen Firefox-Geräte soll nur 35 Euro kosten./gri/so/jbn/DP/he

01.03.2015

WDH: Dobrindt will laute Güterwagen ab 2020 nicht mehr erlauben

(In der Überschrift wurde ein überflüssiges Wort entfernt.)

BERLIN (dpa-AFX) - Besonders laute Güterwaggons sollen ab 2020 nicht mehr durch Deutschland rollen dürfen. Das sieht nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" ein Gesetzentwurf aus dem Bundesverkehrsministerium vor. "Wir werden den Bahnlärm im Interesse der Anwohner hörbar verringern", sagte Minister Alexander Dobrindt (CSU) dem Blatt. "Wir fördern die Umrüstung von Güterwagen auf Flüstertechnik, die das Fahrgeräusch der Züge stark reduziert. Güterwagen, die nicht auf lärmmindernde Technik umgerüstet sind, werden ab 2020 das deutsche Netz nicht mehr befahren dürfen."

Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, den Bahnlärm zu verringern. Der Bund fördert die Umrüstung alter Güterwagen auf Flüstertechnik bis 2020 mit rund 150 Millionen Euro./kr/DP/he

01.03.2015

POLITIK: Dobrindt will laute Güterwagen ab 2020 nicht mehr erlauben

BERLIN (dpa-AFX) - Besonders laute Güterwaggons sollen ab 2020 nicht mehr durch Deutschland rollen dürfen. Das sieht nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" ein Gesetzentwurf aus dem Bundesverkehrsministerium vor. "Wir werden den Bahnlärm im Interesse der Anwohner hörbar verringern", sagte Minister Alexander Dobrindt (CSU) dem Blatt. "Wir fördern die Umrüstung von Güterwagen auf Flüstertechnik, die das Fahrgeräusch der Züge stark reduziert. Güterwagen, die nicht auf lärmmindernde Technik umgerüstet sind, werden ab 2020 das deutsche Netz nicht mehr befahren dürfen."

Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, den Bahnlärm zu verringern. Der Bund fördert die Umrüstung alter Güterwagen auf Flüstertechnik bis 2020 mit rund 150 Millionen Euro./kr/DP/he

01.03.2015

Apple-Chef Cook: Schnüffelei im Netz fängt keine Terroristen

LONDON (dpa-AFX) - Apple -Chef Tim Cook hat sich sehr deutlich für den Schutz der Privatsphäre und gegen weitreichende Internet-Überwachung ausgesprochen. "Keiner von uns sollte akzeptieren, dass die Regierung oder ein Unternehmen Zugang zu allen unseren privaten Informationen hätten", sagte der 54-Jährige dem britischen "Daily Telegraph". Privatsphäre sei ein grundlegendes Menschenrecht. "Wir sollten es nicht aufgeben", etwa wegen Angstmacherei im Anti-Terror-Kampf.

Apple war in den USA für die Datenverschlüsselung in Diensten wie der SMS-Alternative iMessage kritisiert worden: Der iPhone-Konzern erklärt, dass er keine Inhalte an Behörde weitergeben könne, da auch er selbst nicht an sie herankomme. Eingriffe in die Privatsphäre von Internetnutzern seien nutzlos im Kampf gegen den Terror, argumentierte Cook. Längst beherrschten Terroristen selbst Methoden zur Verschlüsselung. "Wenn wir nicht verschlüsseln, treffen wir damit die guten Leute. Es sind die 99,999 Prozent der Menschen, die gut sind." Wenn Firmen wie Apple Informationen nicht schützen dürften, seien auch private Gesundheits- und Finanzdaten gefährdet.

Die Enthüllungen des Informanten Edward Snowden über die ausufernde Internet-Überwachung durch den Geheimdienst NSA hatten das Verhältnis zwischen dem Silicon Valley und der US-Regierung nachhaltig gestört. Auch andere Firmen wie Google bauten die Verschlüsselung stark aus. Cook versucht auf dieser Welle, sich mit Apple von der Online-Konkurrenz zu distanzieren, bei der die Verarbeitung von Nutzerinformationen zum Geschäftsmodell gehört, weil sie sich mit Online-Werbung finanzieren. Apple macht sein Geld vor allem mit dem Geräteverkauf.

Auch in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" wiederholte Cook seine Botschaft: "Wir lesen Ihre E-Mails nicht, wir lesen Ihre Textnachrichten nicht - und wir finden es inakzeptabel, wenn jemand das tut." Er fühle sich den Deutschen sehr nah, weil sie seine Ansichten zum Schutz der Privatsphäre teilten.

Die Interviews brachten auch einige interessante Informationen hervor: So soll die kommende Computer-Uhr von Apple auch Autoschlüssel ersetzen können. Und Cook steht nach eigenen Angaben jeden Morgen um 3.45 auf und beantwortet erst E-Mails, die sich über Nacht angesammelt hätten. Gegen 5.00 Uhr gehe er danach für eine Stunde ins Fitness-Studio./ted/DP/he

27.02.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Wall Street erscheint zunehmend kraftlos

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat sich am Freitag zum Abschluss eines insgesamt starken Monats erneut kraftlos gezeigt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel mit minus 0,45 Prozent auf 18 132,70 Punkte weiter von seinem zur Wochenmitte erreichten Rekordhoch bei 18 244 Punkten zurück. Auf Wochensicht bedeutet das zwar ein kleines Minus von 0,04 Prozent, im Februar ging es allerdings um 5,64 Prozent nach oben.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte am Freitag 0,30 Prozent auf 2104,50 Punkte ein. An der Nasdaq verlor der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,48 Prozent auf 4440,67 Punkte.

Im Wochenverlauf hatten noch Äußerungen von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen der Wall Street frische Impulse verliehen und für Bestmarken gesorgt. Yellen hatte gesagt, dass die Fed nach wie vor keine Eile habe, sich von ihrer jahrelangen Nullzinspolitik zu verabschieden. Allerdings hatte sie auch angedeutet, dass die Fed eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise bald signalisieren könnte.

DURCHWACHSENE KONJUNKTURDATEN LIEFERN KAUM IMPULSE

Die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten fielen durchwachsen aus. Die US-Wirtschaft war im vierten Quartal zwar schwächer gewachsen als zunächst errechnet, Bankvolkswirte hatten allerdings eine deutlichere Absenkung der ersten Schätzung erwartet. Paul Ashworth, Chef-Volkswirt für die USA beim Analysehaus Capital Economics, sieht in den Daten dann auch keinen Grund zur Sorge und rechnet mit einem ersten Zinsschritt der Fed im Juni.

Zudem war das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen im Februar nicht so stark gefallen wie befürchtet. Dagegen hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Februar stark verschlechtert. Der Frühindikator war unter die sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten gesunken und signalisiert damit eine wirtschaftliche Eintrübung.

BERICHTSSAISON GEHT ZU ENDE

Nachdem mittlerweile fast alle börsennotierten US-Unternehmen ihre Geschäftszahlen vorgelegt haben, neigt sich die Quartalsberichtssaison dem Ende entgegen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hat dabei die Mehrzahl der Unternehmen mit ihren Gewinnkennziffern die durchschnittlichen Erwartungen übertroffen.

Zu den Konzernen, die positiv überraschten, zählt auch der Modehändler Gap . Dessen Anteilsscheine profitierten zum Wochenschluss mit einem Plus von etwas mehr als 3 Prozent von einem unerwartet hohen Quartalsgewinn. Zudem richteten sich die Blicke auf die Aktien von J.C. Penney . Die Papiere sackten um 6,80 Prozent ab, nachdem das Einzelhandelsunternehmen mit dem Geschäftsausblick enttäuscht hatte.

COCA-COLA AN DER DOW-SPITZE

Im Dow Jones Industrial gewannen die Aktien des Brausekonzerns Coca-Cola als Favorit fast 2 Prozent. Schlusslicht waren die Papiere von American Express mit einem Minus von rund 2 Prozent./mis/he

27.02.2015

Aktien New York: Wall Street erscheint nach Rekordlauf zunehmend kraftlos

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat sich am Freitag zum Abschluss eines insgesamt starken Monats erneut kraftlos gezeigt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel mit minus 0,45 Prozent auf 18 132,70 Punkte weiter von seinem zur Wochenmitte erreichten Rekordhoch bei 18 244 Punkten zurück. Auf Wochensicht bedeutet das zwar ein kleines Minus von 0,04 Prozent, im Februar ging es allerdings um 5,64 Prozent nach oben.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte am Freitag 0,30 Prozent auf 2104,50 Punkte ein. An der Nasdaq verlor der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,48 Prozent auf 4440,67 Punkte.

Im Wochenverlauf hatten noch Äußerungen von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen der Wall Street frische Impulse verliehen und für Bestmarken gesorgt. Yellen hatte gesagt, dass die Fed nach wie vor keine Eile habe, sich von ihrer jahrelangen Nullzinspolitik zu verabschieden. Allerdings hatte sie auch angedeutet, dass die Fed eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise bald signalisieren könnte./mis/he

27.02.2015

Aktien New York: Dow Jones präsentiert sich nach starkem Lauf weiter kraftlos

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat sich am Freitag nach einem bisher starken Februar weiter kraftlos gezeigt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel mit minus 0,16 Prozent auf 18 184,91 Punkte weiter von seinem zur Wochenmitte erreichten Rekordhoch bei 18 244 Punkten zurück. Für den Februar bedeutet das aber immer noch einen Gewinn von fast 6 Prozent.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte am Freitag 0,06 Prozent auf 2109,56 Punkte ein. An der Nasdaq verlor der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,31 Prozent auf 4448,57 Punkte.

Die zum Wochenschluss veröffentlichten Konjunkturdaten fielen durchwachsen aus. Die US-Wirtschaft war im vierten Quartal zwar schwächer gewachsen als zunächst errechnet, Bankvolkswirte hatten allerdings eine deutlichere Absenkung der ersten Schätzung erwartet. "Das starke Konsumwachstum und die über den Erwartungen liegende BIP-Wachstumsrate überzeugen", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba die Daten. Es bestehe kein Zweifel an der Fortsetzung des Wachstumstrends.

Zudem war das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen im Februar nicht so stark gefallen wie befürchtet. Dagegen hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Februar stark verschlechtert. Der Frühindikator war unter die sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten gesunken und signalisiert damit eine wirtschaftliche Eintrübung.

Nachdem mittlerweile fast alle börsennotierten US-Unternehmen ihre Geschäftszahlen vorgelegt haben, neigt sich die Quartalsberichtssaison dem Ende entgegen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hat dabei die Mehrzahl der Unternehmen mit ihren Gewinnkennziffern die durchschnittlichen Markterwartungen übertroffen.

Zu den Konzernen, die positiv überraschten, zählt auch der Modehändler Gap . Dessen Anteilsscheine profitierten zum Wochenschluss mit einem Plus von 3,20 Prozent von einem unerwartet hohen Quartalsgewinn. Zudem richteten sich die Blicke auf die Aktien von J.C. Penney . Die Papiere sackten um 5,59 Prozent ab, nachdem das Einzelhandelsunternehmen mit dem Geschäftsausblick enttäuscht hatte./mis/He

27.02.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Rekord - MDax erstmals über 20 000 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag neue Maßstäbe gesetzt: Nach einem lange lustlosen Verlauf zog der Leitindex Dax am Nachmittag an und legte zum Handelsende um 0,66 Prozent auf rekordhohe 11 401,66 Punkte zu. Viele Anleger setzten trotz des Höhenflugs auf weitere Gewinne, kommentierte Händler Markus Huber vom Londoner Broker Peregrine & Black. Er verwies auf die jüngste Entspannung in der Ostukraine sowie im griechischen Schuldendrama.

Auf Wochensicht schaffte das Börsenbarometer einen Zuwachs von über 3 Prozent und zudem die siebte Gewinnwoche in Folge. Noch besser sehen die Monatsbilanz mit knapp plus 7 Prozent sowie das Jahressaldo mit einem Anstieg von mehr als 16 Prozent aus.

SCHWERGEWICHT AIRBUS TREIBT MDAX AN

Zudem schaffte es der MDax erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 20 000 Punkten. Der Index der mittelgroßen Werte verabschiedete sich mit Tagesgewinnen von 0,86 Prozent bei 20 092,01. Punkten. Er profitierte von positiv aufgenommenen Nachrichten eines Index-Schwergewichts: Die Airbus-Titel gewannen nach der Bilanzvorlage über 7 Prozent. Seit Jahresbeginn weist der MDax eine noch bessere Entwicklung als der Dax auf. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es vor dem Wochenende um 0,18 Prozent auf 1581,80 Punkte hoch.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,67 Prozent höher bei 3599,00 Zählern. In Paris und London zeigten sich die nationalen Indizes uneinheitlich, während der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende moderat nachgab.

'DAX-RALLY KÖNNTE WEITERGEHEN' - GEWINNMITNAHMEN BEI BASF

Die Suche nach Alternativen angesichts der aktuellen Niedrigzinsen dürfte die Anleger auch in den kommenden Monaten immer wieder zu den dividendenstarken Aktien treiben, glaubt Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. "Die Dax-Party könnte trotz allen Korrekturbedarfs noch längst nicht am Ende sein."

Bei den Einzelwerten stachen die Titel von Dax-Schlusslicht BASF mit einem Minus von 1,57 Prozent heraus. Börsianer sprachen von einem verhaltenen Geschäftsausblick des Chemiekonzerns. Nach der starken Kursentwicklung im bisherigen Wochenverlauf machten die Anleger nun Kasse.

VW ENTTÄUSCHT MIT AUSBLICK - KURSSPRUNG BEI AIRBUS

Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) litten ebenfalls unter vorsichtigen Zukunftserwartungen, drehten zum Schluss aber mit modraten 0,27 Prozent ins Plus. Der Autobauer erreiche mit der avisierten operativen Umsatzrendite zwischen 5,5 und 6,5 Prozent bei einer leichten Erlössteigerung gerade so das obere Ende der Markterwartungen, sagte ein Händler.

An der MDax-Spitze thronten die Papiere von Airbus mit einem Kurssprung von 7,17 Prozent. Bei den leidgeplagten Aktionären sorgten ein Rekordgewinn und die höchste Dividende in der Unternehmensgeschichte für Euphorie. Auch der Ausblick des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns erntete bei Analysten überwiegend Zustimmung. In den Monaten zuvor hatte Airbus eher wegen Entwicklungs- und Produktionsproblemen Schlagzeilen gemacht.

SALZGITTER AM INDEXENDE - NORDEX PROFITIERT VON ZAHLEN

Dagegen litten die Salzgitter-Aktien unter einem enttäuschenden Ausblick des Stahlherstellers: Sie büßten am MDax-Ende 6,71 Prozent ein. Bei den Technologiewerten schafften die Nordex-Aktien Kursgewinne von 1,93 Prozent, nachdem der Windturbinen-Hersteller seinen Gewinn 2014 vervierfacht hatte.

Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stieg auf 0,26 (Vortag: 0,24) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel hingegen um 0,14 Prozent auf 140,17 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,14 Prozent auf 159,46 Punkte. Der Euro notierte bei 1,1194 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1240 (Donnerstag: 1,1317) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8897 (0,8836) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

27.02.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Rekorde - MDax erstmals über 20 000 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag neue Maßstäbe gesetzt: Nach einem lange lustlosen Verlauf zog der Leitindex Dax am Nachmittag an und legte zum Handelsende um 0,66 Prozent auf rekordhohe 11 401,66 Punkte zu. Viele Anleger setzten trotz des Höhenflugs auf weitere Gewinne, kommentierte Händler Markus Huber vom Londoner Broker Peregrine & Black. Er verwies auf die jüngste Entspannung in der Ostukraine sowie im griechischen Schuldendrama.

Auf Wochensicht schaffte das Börsenbarometer einen Zuwachs von über 3 Prozent und zudem die siebte Gewinnwoche in Folge. Noch besser sehen die Monatsbilanz mit knapp plus 7 Prozent sowie das Jahressaldo mit einem Anstieg von mehr als 16 Prozent aus.

Zudem schaffte es der MDax erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 20 000 Punkten. Der Index der mittelgroßen Werte verabschiedete sich mit Tagesgewinnen von 0,86 Prozent bei 20 092,01. Punkten. Er profitierte von positiv aufgenommenen Nachrichten eines Index-Schwergewichts: Die Airbus -Titel gewannen nach der Bilanzvorlage über 7 Prozent. Seit Jahresbeginn weist der MDax eine noch bessere Entwicklung als der Dax auf. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es vor dem Wochenende um 0,18 Prozent auf 1581,80 Punkte hoch./gl/he

27.02.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Wenig Bewegung nach gemischten Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street hat der Dow Jones Industrial am Freitag nach durchwachsenen Konjunkturdaten moderat nachgegeben. Der US-Leitindex fiel mit einem Minus von 0,10 Prozent auf 18 196,87 Punkte weiter von seinem zur Wochenmitte erreichten Rekordhoch bei 18 244 Punkten zurück. Für den Februar bedeutet das aber immer noch einen Gewinn von rund 6 Prozent.

Der marktbreite S&P-500-Index trat am Freitag bei 2110,73 Punkten auf der Stelle. An der Nasdaq verlor der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,09 Prozent auf 4458,26 Punkte.

Die US-Wirtschaft war im vierten Quartal zwar schwächer gewachsen als zunächst errechnet, Bankvolkswirte hatten allerdings eine deutlichere Absenkung der ersten Schätzung erwartet. "Das starke Konsumwachstum und die über den Erwartungen liegende BIP-Wachstumsrate überzeugen", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba die Daten. Es bestehe kein Zweifel an der Fortsetzung des Wachstumstrends.

Zudem war das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen im Februar nicht so stark gefallen wie befürchtet. Dagegen hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Februar stark verschlechtert. Der Frühindikator war unter die sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten gesunken und signalisiert damit eine wirtschaftliche Eintrübung.

Nachdem mittlerweile fast alle börsennotierten US-Unternehmen ihre Geschäftszahlen vorgelegt haben, neigt sich die Quartalsberichtssaison dem Ende entgegen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg haben 74 Prozent der Unternehmen mit ihren Gewinnkennziffern die durchschnittlichen Markterwartungen übertroffen.

Zu den Konzernen, die positiv überraschten, zählt auch der Modehändler Gap . Dessen Anteilsscheine profitierten zum Wochenschluss mit einem Plus von rund 4 Prozent von einem unerwartet hohen Quartalsergebnis. Zudem richteten sich die Blicke auf die Aktien von J.C. Penney . Die Papiere sackten um 7,46 Prozent ab, nachdem das Einzelhandelsunternehmen mit dem Geschäftsausblick enttäuscht hatte./mis/he

27.02.2015

WOCHENAUSBLICK: Geht der Dax-Sturmlauf weiter? Experten sind uneins

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat mit seinem wochenlangen Sturmlauf eine Rekordmarke nach der anderen aufgestellt. Vor allem Minizinsen, welche Aktieninvestments gegenüber festverzinslichen Anlagen begünstigen, treiben den deutschen Leitindex an. "Er läuft und läuft und läuft - was einst für den Käfer galt, gilt nun für den Dax", konstatiert Marktbeobachter Daniel Saurenz von Feingold Research. Ob das so weitergeht, daran scheiden sich allerdings die Meinungen der Experten.

"Im Vergleich zu Staatsanleihen sind Aktien noch immer günstig", so Saurenz weiter. Die mangelnde Rendite bei zinsabhängigen Anlagen treibe die Anleger in dividendenstarke Aktien - selbst Versorgertitel wie RWE und Eon seien ohne fundamentalen Grund wieder angesprungen.

DAX IM VERGLEICH ZU APPLE-BÖRSENWERT 'FAST EIN SCHNÄPPCHEN'

Wenn man zudem bedenke, dass der Börsenwert des US-Konzerns Apple fast 80 Prozent der Marktkapitalisierung aller Unternehmen im Dax entspreche, sei dieser bei 11 000 Punkten "fast ein Schnäppchen", meint Saurenz. Daher könnte "die Dax-Party trotz allen Korrekturbedarfs noch längst nicht am Ende sein".

In die gleiche Kerbe schlägt Marktstrategin Sarah Brylewski vom Handelshaus Ayondo, die sogar eine mögliche Zeitenwende ausruft. "Man muss mittlerweile die Frage stellen, was überhaupt fair bewertet bedeutet", gibt die Expertin zu bedenken. "In Zeiten von Nullzinsen und der Vorliebe für Dividenden rückt die Betrachtung von Kurs-Gewinn-Verhältnissen oder Kurs-Buchwerten in den Hintergrund."

UNTERSTÜTZUNG DURCH UNTERNEHMENSGEWINNE FEHLT

Titel wie Continental oder Bayer notierten bei vielen Kennzahlen "schon jenseits von Gut und Böse, weit über dem Zehnjahres-Durchschnitt", begründete Brylewski ihre Einschätzung. Sollte man Aktien in Zukunft viel höhere Bewertungen zubilligen, "dann könnte der Sprung über 11 000 Punkte im Dax in einigen Jahren als kleine Etappe auf dem Weg zu höheren Gefilden gesehen werden".

Anderen Experten machen die Schwindel erregenden Höhen, die das Börsenbarometer mittlerweile erreicht hat, allerdings Sorgen. Die Kursrally werde nicht von entsprechend steigenden Unternehmensgewinnen flankiert, warnt etwa Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba. "Damit fehlt dem Auftrieb am Aktienmarkt die fundamentale Unterstützung, was für eine Korrektur spricht." Zudem werde die Schubkraft der nun beginnenden Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) überschätzt.

CHARTTECHNIKER SIND VORSICHTIG

Für die Wertpapierspezialisten der DZ Bank ist der Kursaufschwung "eine Vorauszahlung auf Unternehmensgewinne". Diese dürften aber trotz des Rückenwinds durch den schwachen Euro und die gesunkenen Ölpreise Mühe haben, Schritt zu halten. Denn die laufende Berichtssaison der Dax-Firmen zeige für das Schlussquartal 2014 eine erwartungsgemäße Umsatz-, aber eine enttäuschende Gewinnentwicklung. "Der Dax ist nun auf Basis aller von uns betrachteten Bewertungsindikatoren überbewertet", heißt es weiter.

Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin "Index-Radar" warnt derweil, dass nach einer Rally "die Kurse schnell auch mal nach unten übertreiben, wenn die Stimmung kippt". Die im historischen Vergleich hohen Bewertungen etlicher Dax-Titel deuteten auf ein baldiges Ende der Aufwärtsbewegung. Einen genauen Zeitpunkt dafür könne allerdings niemand voraussagen.

4 DAX-KONZERNE MIT ZAHLEN, EZB UND US-ARBEITSMARKTBERICHT

In der neuen Woche stehen abermals etliche Unternehmensbilanzen auf der Agenda. Aus dem deutschen Leitindex berichten am Dienstag der Pharmakonzern Merck KGaA und am Mittwoch der Konsumgüterhersteller Henkel über ihre Geschäftsentwicklung. Tags darauf folgen der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental sowie der Sportartikelhersteller Adidas .

Konjunkturseitig dürfte vor allem die EZB-Sitzung am Donnerstag sowie am Freitag der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Postbank-Experten rechnen mit einem weiteren Aufschwung am Arbeitsmarkt. Der zu erwartende, nur moderate Lohnanstieg spreche indes gegen eine zeitige Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed. Von der EZB würden nach der im Januar angekündigten Ausweitung des Anleiheankaufprogramms auf Staatsanleihen "keine grundlegenden Neuigkeiten erwartet"./gl/she/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

27.02.2015

Aktien New York: Moderate Verluste nach gemischten Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Freitag nach durchwachsenen Konjunkturdaten moderat nachgegeben. Der Dow Jones Industrial fiel mit einem Minus von 0,14 Prozent auf 18 188,64 Punkte weiter von seinem zur Wochenmitte erreichten Rekordhoch bei 18 244 Punkten zurück. Für den Februar bedeutet das aber immer noch einen Gewinn von rund 6 Prozent.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es am Freitag um 0,09 Prozent auf 2108,85 Punkte nach unten. An der Nasdaq verlor der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 0,10 Prozent auf 4457,71 Punkte.

Die US-Wirtschaft war im vierten Quartal zwar schwächer gewachsen als zunächst errechnet, Bankvolkswirte hatten allerdings eine stärkere Absenkung der ersten Schätzung erwartet. "Das starke Konsumwachstum und die über den Erwartungen liegende BIP-Wachstumsrate überzeugen", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba die Daten. Es bestehe kein Zweifel an der Fortsetzung des Wachstumstrends.

Zudem war das von der Universität Michigan erhobene US-Verbrauchervertrauen im Februar nicht so stark gefallen wie befürchtet. Dagegen verschlechterte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Februar stark. Der Frühindikator war unter die sogenannte Expansionsschwelle von 50 Punkten gesunken und signalisiert damit eine wirtschaftliche Eintrübung./mis/he

27.02.2015

Aktien Frankfurt: Dax steuert auf siebte Gewinnwoche zu - MDax über 20 000

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag neue Maßstäbe gesetzt: Der Leitindex Dax erklomm zum Start bei 11 353,25 Punkten den nächsten Rekord und der MDax schaffte es erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 20 000 Punkten. Viele Anleger setzten trotz des Höhenflugs auf weitere Gewinne, kommentierte Händler Markus Huber vom Londoner Broker Peregrine & Black. Er verwies auf die jüngste Entspannung in der Ostukraine sowie im griechischen Schuldendrama.

Am Nachmittag stand der Dax noch 0,08 Prozent höher bei 11 336,55 Punkten. Als Kursbremse erwiesen sich die Abschläge beim Index-Schwergewicht BASF , dessen Aktien nach einem verhaltenen Ausblick unter Gewinnmitnahmen litten.

Auf Wochensicht winkt dem Börsenbarometer ein Zuwachs von über zweieinhalb Prozent und zudem die siebte Gewinnwoche in Folge. Noch besser sehen die Monatsbilanz mit aktuell plus 6 Prozent sowie das Jahressaldo mit einem Anstieg von fast 16 Prozent aus.

'DAX-PARTY KÖNNTE NOCH WEITERGEHEN'

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann zuletzt 0,61 Prozent auf 20 042,57 Punkte. Er profitierte von positiv aufgenommenen Nachrichten eines Index-Schwergewichts: Die Airbus-Titel gewannen nach der Bilanzvorlage fast 8 Prozent. Seit Jahresbeginn weist der MDax eine noch bessere Entwicklung als der Dax auf.

Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es indes um 0,11 Prozent auf 1577,20 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit minus 0,02 Prozent auf 3574,16 Zähler auf der Stelle.

Die Suche nach Alternativen angesichts der aktuellen Niedrigzinsen dürfte die Anleger auch in den kommenden Monaten immer wieder zu den dividendenstarken Aktien treiben, glaubt Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. "Die Dax-Party könnte trotz allen Korrekturbedarfs noch längst nicht am Ende sein".

GEWINNMITNAHMEN BELASTEN BASF - AIRBUS ÜBERZEUGT

Bei den Einzelwerten stachen die Titel von Dax-Schlusslicht BASF mit einem Minus von 2,68 Prozent heraus. Börsianer sprachen von einem verhaltenen Geschäftsausblick des Chemiekonzerns, der ein wechselhaftes Jahr hinter sich hat. Nach der starken Kursentwicklung im bisherigen Wochenverlauf machten die Anleger nun Kasse.

An der MDax-Spitze thronten die Papiere von Airbus mit einem Kurssprung von 7,67 Prozent. Bei den leidgeplagten Aktionären sorgten ein Rekordgewinn und die höchste Dividende in der Unternehmensgeschichte für Euphorie. Auch der Ausblick des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns erntete bei Analysten überwiegend Zustimmung. In den Monaten zuvor hatte Airbus eher wegen Entwicklungs- und Produktionsproblemen Schlagzeilen gemacht.

BESTÄTIGTE ZIELE HELFEN RHÖN-KLINIKUM - SALZGITTER ENTTÄUSCHT

Bei Rhön-Klinikum stand ein Plus von 2,32 Prozent zu Buche. Die Anleger begrüßten den bestätigten Ausblick für 2015. Für das Vorjahr berichtete der Klinikbetreibers einen Milliardengewinn, der allerdings durch den Verkauf von 43 Kliniken - zum Großteil an den Medizinkonzern Fresenius - maßgeblich beeinflusst war.

Dagegen litten die Salzgitter-Aktien unter einem enttäuschenden Ausblick des Stahlherstellers: Sie büßten am MDax-Ende 5,37 Prozent ein. Bei den Technologiewerten schafften Nordex-Aktien Kursgewinne von 0,60 Prozent, nachdem der Windturbinen-Hersteller seinen Gewinn 2014 vervierfacht hatte./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

27.02.2015

Aktien Frankfurt: Dax legt Verschnaufpause nach Rekord ein - MDax über 20 000

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag neue Maßstäbe gesetzt: Der Dax erklomm den nächsten Rekord und der MDax der mittelgroßen Werte schaffte es erstmals in seiner Geschichte über der Marke von 20 000 Punkte. Bis zum Mittag ging der Börse dann allerdings etwas die Puste aus. Analyst Markus Huber von Peregrine & Black sprach von leichten Gewinnmitnahmen.

Der Dax stand zuletzt 0,11 Prozent tiefer bei 11 314,26 Zählern. Dabei zog ihn vor allem der Kursknick bei der Aktie des Chemiekonzerns BASF runter, der seine Geschäftszahlen vorgelegt hatte. Der deutsche Leitindex hatte zuvor einen neuen Bestwert bei 11 353,25 Punkten erreicht, während der MDax gezogen durch kräftige Kursgewinne bei der Airbus-Aktie bis 20 109,41 Zähler vorstieß. Airbus hatte im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erwirtschaftet.

Der TeDax verlor zuletzt 0,25 Prozent auf 1575,08 Punkte. In Europa fiel der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,26 Prozent auf 3565,71 Zähler zurück.

WOCHENLANGER REKORDLAUF

Im Dax zeichnet sich damit inzwischen die siebte Gewinnwoche in Folge ab. Der MDax eilt seit acht Wochen von Rekord zu Rekord. Mit einem Zuwachs von gut 18 Prozent im laufenden Jahr führt er die Dax-Familie an.

Die Suche nach Alternativen angesichts der aktuellen Niedrigzinsen dürfte die Anleger auch in den kommenden Monaten immer wieder zu den dividendenstarken Aktien treiben, glaubt Marktexpertee Daniel Saurenz von Feingold Research. "Die Dax-Party könnte trotz allen Korrekturbedarfs noch längst nicht am Ende sein", schrieb er in einem Ausblick am Freitag.

Die Verbraucherpreise aus Europa spielten an der Börse eher eine Nebenrolle. In den USA stehen im Laufe des Nachmittags unter anderem der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und der Indikator der Uni Michigan auf der Konjunkturagenda.

GEWINNMITNAHMEN BEI BASF

Unter den Einzelwerten belasteten Gewinnmitnahmen nach einem verhaltenen Ausblick die BASF-Aktie . Die Titel sackten gleich am Morgen an das Dax-Ende und verbuchten dort zuletzt einen Kursverlust von rund 3 Prozent. Im bisherigen Wochenverlauf gehörten die Papiere allerdings auch mit über 5 Prozent Plus zu den Dax-Favoriten. Nun machten die Anleger Kasse.

Der Chemieriese rechnet im laufenden Jahr mit einem stagnierenden Ergebnis. Zudem werde die Entwicklung auch vom Ölpreis abhängen, hieß es. Analyst Peter Spengler von der DZ Bank bezeichnete den Ausblick als anspruchslos.

FRESENIUS-AKTIEN IM AUFWIND

Den ersten Platz im Dax verteidigten bis zum Mittag Fresenius-Aktien mit einem Aufschlag von knapp 3 Prozent. Die Titel profitierten von weiteren positiven Analystenstudien und Kurszielanhebungen, nachdem der Konzern zur Wochenmitte über ein Rekordjahr berichtet hatte.

Anteilsscheine von Volkswagen (VW) kosteten etwas mehr als am Vortag. Im Laufe des Tages werden Eckdaten des Autobauers für das vergangene Jahr erwartet.

AIRBUS ÜBERZEUGT MIT REKORD BEI DIVIDENDE UND ERGEBNIS

Besonders gut kamen im MDax das Rekordergebnis und die Rekorddividende von Airbus an: Die Aktien des Flugzeugbauers und Rüstungskonzerns setzten sich mit einem Aufschlag von mehr als 6 Prozent an die Index-Spitze. Mit 55,29 Euro erreichten die Papiere einen Bestwert seit Ende Januar 2014.

Der enttäuschende Ausblick belastete dagegen den MDax-Kollegen Salzgitter , die Titel verloren am Index-Ende mehr als 4 Prozent. Ein Milliardengewinn im vergangenen Jahr ließ dagegen die Papiere von Rhön-Klinikum um knapp 3 Prozent steigen, die damit ihre jüngste Kurserholung fortsetzten./tav/das

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

01.03.2015

ROUNDUP 2/Bundestags-Gutachten: Tarifeinheitsgesetz verstößt gegen Grundgesetz

(neu: Mehr Details aus dem Gutachten)

BERLIN (dpa-AFX) - Das geplante Gesetz zur Tarifeinheit wird nach Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages gegen das Grundgesetz verstoßen. Das Gesetz, über das am Donnerstag erstmals im Plenum beraten wird, stelle einen Eingriff in die kollektive Koalitionsfreiheit dar, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der Expertise. Der Berliner "Tagesspiegel" (Montag) hatte zuvor darüber berichtet. Alles in allem seien verfassungsrechtliche Bedenken nicht von der Hand zu weisen.

Der Beamtenbund (dbb) und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatten bereits angekündigt, das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht zu Fall bringen zu wollen.

Eingriffe in Grundrechte sind dem Gutachten zufolge zwar möglich, aber nur wenn sie gerechtfertigt seien. Das Ziel des Gesetzes - also die Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie zu sichern - reiche dafür nicht aus. Auch andere Begründungen seien nicht ausreichend für einen Eingriff in die Koalitionsfreiheit - etwa eine Zunahme von Arbeitskämpfen in jüngster Zeit oder das Ziel der Stärkung des Betriebsfriedens.

Die Regierung will künftig in Betrieben mit mehreren Tarifverträgen für dieselbe Beschäftigtengruppe dem Vertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern Vorrang geben. Das soll mehr Ruhe in die Betriebe und die Wirtschaft insgesamt bringen. Die Macht kleinerer Gewerkschaften wie jener der Lokführer, GDL, würde eingeschränkt. Deshalb sieht der Wissenschaftliche Dienst die Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 Grundgesetz betroffen.

Reinhard Göhner, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands BDA, entgegnete in der Zeitung: "Der Gesetzentwurf stellt nur eine Regel auf für den Kollisionsfall." Wenn also zwei Gewerkschaften und Tarifverträge auf dieselben Arbeitnehmer zielten, müsse es Klarheit darüber geben, welcher Tarifvertrag gelte. Das Gesetz sei kein Eingriff in ein Grundrecht, sondern dessen Ausgestaltung.

BDA-Präsident Ingo Kramer ergänzte am Sonntag in Berlin: "Die aktuellen Tarifabschlüsse wie in der Metall- und Elektroindustrie wie auch die laufenden Tarifverhandlungen etwa in der Chemieindustrie belegen nachdrücklich, dass die Tarifpartner ihrer Verantwortung gerecht werden." Das Ergebnis eines Abschlusses dürfe nicht in Gefahr sein, jederzeit durch neue Forderungen und Arbeitskämpfe infrage gestellt zu werden.

Der dbb und seine betroffenen Mitgliedsgewerkschaften protestieren von diesem Montag an gegen den Gesetzentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium von Andrea Nahles. Vor den Parteizentralen von CDU und SPD wollen Mitglieder bis Donnerstag Mahnwachen abhalten. Zum Auftakt will dbb-Chef Klaus Dauderstädt vor der CDU-Zentrale sein. Vor die SPD kommen unter anderem dbb-Tarifexperte Willi Russ und der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky. Vor allem die massiven Bahnstreiks im Oktober und November hatten den Ruf nach dem lange geplanten Tarifeinheitsgesetz lauter werden lassen./bw/DP/he

01.03.2015

ROUNDUP 3: Schäuble will für Griechenland 'strenge Maßstäbe' - und Vertrauen

( neu: Schäuble in der ARD)

BERLIN/ATHEN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will Griechenland harte Auflagen machen, falls im Sommer ein drittes Hilfspaket nötig wird. "Ob Griechenland weitere Hilfen braucht, wird man sehen, wenn das zweite Programm beendet ist. Egal was kommt, wir werden sehr strenge Maßstäbe anlegen", sagte er der "Bild am Sonntag". Klar sei, dass Athen die Auflagen der Eurogruppe ohne Abstriche erfüllen müsse: "Herr Tsipras ist im Wort", betonte der CDU-Politiker mit Blick auf Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras. "Wenn Griechenland sich daran nicht hält, wird es keine weiteren Hilfen geben."

Kurz nach der Zustimmung des Bundestages zu einer Verlängerung der Griechenlandhilfe am Freitag hatte Tsipras erneut für Irritationen gesorgt. Noch am Abend brachte er abermals einen Schuldenschnitt ins Gespräch. Das griechische Finanzministerium bekräftigte derweil die Aussage von Ressortchef Gianis Varoufakis, wonach die Athener Reformpläne in Abstimmung mit den Euro-Partnern absichtlich vage formuliert seien. Dies hatte in Berlin für erheblichen Unmut gesorgt.

In einem Interview des griechischen Fernsehsenders Skai sagte Varoufakis am Wochenende, er wolle mit der Europäischen Zentralbank (EZB) noch einmal verhandeln, wie man mit der Rückzahlung demnächst auslaufender Anleihen umgehen werde. Dem "Handelsblatt" (Montag) sagte er: "Wir wollen nicht mehr Geld." Griechenland brauche vielmehr einen Wachstumspakt, der sich auf Investitionen des Privatsektors gründet. "Dann kann unsere Wirtschaft wieder wachsen, und wir müssen nicht um immer neue Kredite der europäischen Steuerzahler bitten."

Varoufakis will während der viermonatigen Verlängerung des Hilfsprogramms eine neue Vereinbarung mit den Partnern des Landes aushandeln, die Schuldenerleichterungen vorsieht. Er spricht nicht mehr von einem Schuldenschnitt. "Das ist ein schmutziges Wort, das habe ich gelernt." Schäuble bekräftigte, man wolle keinen "Grexit", also keinen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. "Wir sind solidarisch, aber nicht erpressbar. Niemand hat den Griechen das Hilfsprogramm aufgezwungen."

Er plädierte dafür, der Führung in Athen einen Vertrauensvorschuss zu geben. "Die neue griechische Regierung hat eine große Legitimation in der Bevölkerung. Ich traue ihr zu, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen, eine effizientere Steuerverwaltung aufzubauen und am Ende die Auflagen zu erfüllen", sagte er. "Man muss einer neu gewählten Regierung auch erst mal etwas Zeit geben. Regieren ist ein Rendezvous mit der Realität." Lobend äußerte sich Schäuble über Varoufakis: "Er hat sich mir gegenüber völlig korrekt verhalten."

In der ZDF-Sendung "Berlin direkt" sagte Schäuble am Sonntag: "Es interessiert mich nur begrenzt, was die Griechen in Interviews sagen. Mich interessiert, worauf sie sich verpflichtet haben (...). Und wenn sie es nicht einhalten, tragen sie selber die Konsequenzen." Sollte ihn die griechische Regierung um Rat fragen, würde er sagen: "Verhaltet Euch so, dass Ihr möglichst viel Vertrauen findet, denn Ihr braucht ja das Vertrauen von Investoren, von Banken und und und." In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" bekräftigte Schäuble, Griechenland müsse seine Zusagen einhalten. "Da würde ich wirklich Neugierige warnen."/ll/DP/he

01.03.2015

ROUNDUP/Presse: Tarifeinheitsgesetz laut Bundestags-Gutachten grundgesetzwidrig

BERLIN (dpa-AFX) - Das geplante Gesetz zur Tarifeinheit dürfte einem Pressebericht zufolge nach Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags gegen das Grundgesetz verstoßen. Das Gesetz, über das am Donnerstag erstmals im Plenum beraten wird, stelle einen Eingriff in die kollektive Koalitionsfreiheit dar, heißt es laut Berliner "Tagesspiegel" (Montag) in der Expertise. Alles in allem seien verfassungsrechtliche Bedenken nicht von der Hand zu weisen: "Der Grundrechtseingriff dürfte nicht gerechtfertigt sein."

Der Beamtenbund (dbb) und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatten bereits angekündigt, das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht zu Fall bringen zu wollen. Die Regierung will künftig in Betrieben mit mehreren Tarifverträgen für dieselbe Beschäftigtengruppe dem Vertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern Vorrang geben. Das soll mehr Ruhe in die Betriebe und die Wirtschaft insgesamt bringen. Die Macht kleinerer Gewerkschaften wie jener der Lokführer, GDL, würde eingeschränkt. Deshalb sieht der Wissenschaftliche Dienst die Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 Grundgesetz betroffen.

Reinhard Göhner, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands BDA, entgegnete in der Zeitung: "Der Gesetzentwurf stellt nur eine Regel auf für den Kollisionsfall." Wenn also zwei Gewerkschaften und Tarifverträge auf dieselben Arbeitnehmer zielten, müsse es Klarheit darüber geben, welcher Tarifvertrag gelte. Das Gesetz sei kein Eingriff in ein Grundrecht, sondern dessen Ausgestaltung.

BDA-Präsident Ingo Kramer ergänzte am Sonntag in Berlin: "Die aktuellen Tarifabschlüsse wie in der Metall- und Elektroindustrie wie auch die laufenden Tarifverhandlungen etwa in der Chemieindustrie belegen nachdrücklich, dass die Tarifpartner ihrer Verantwortung gerecht werden." Das Ergebnis eines Abschlusses dürfe nicht in Gefahr sein, jederzeit durch neue Forderungen und Arbeitskämpfe infrage gestellt zu werden.

Der dbb und seine betroffenen Mitgliedsgewerkschaften protestieren von diesem Montag an gegen den Gesetzentwurf aus dem Bundesarbeitsministerium von Andrea Nahles. Vor den Parteizentralen von CDU und SPD wollen Mitglieder bis Donnerstag Mahnwachen abhalten. Zum Auftakt will dbb-Chef Klaus Dauderstädt vor der CDU-Zentrale sein. Vor die SPD kommen unter anderem dbb-Tarifexperte Willi Russ und der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky.

Vor allem die massiven Bahnstreiks im Oktober und November hatten den Ruf nach dem lange geplanten Tarifeinheitsgesetz lauter werden lassen. Das Bundeskabinett ließ den Entwurf im Dezember passieren. Derzeit geht der Tarifstreit zwischen der Bahn und GDL ohne neue Streiks weiter. Es geht bei den Gesprächen konkret auch darum, wie zusätzlich unter anderem Zugbegleiter und Bordgastronomen ins GDL-Tarifgefüge eingebunden werden. Für sie soll es künftig auch GDL-Tarifverträge geben. Bisher wurden sie allein von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vertreten. Die GDL schloss Verträge nur für die rund 18 000 Lokführer ab./bw/DP/he

01.03.2015

ROUNDUP 2: Schäuble will für Griechenland 'strenge Maßstäbe' - und Vertrauen

(neu: Schäuble im ZDF)

BERLIN/ATHEN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will Griechenland harte Auflagen machen, falls im Sommer ein drittes Hilfspaket nötig wird. "Ob Griechenland weitere Hilfen braucht, wird man sehen, wenn das zweite Programm beendet ist. Egal was kommt, wir werden sehr strenge Maßstäbe anlegen", sagte er der "Bild am Sonntag". Klar sei, dass Athen die Auflagen der Eurogruppe ohne Abstriche erfüllen müsse: "Herr Tsipras ist im Wort", betonte der CDU-Politiker mit Blick auf Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras. "Wenn Griechenland sich daran nicht hält, wird es keine weiteren Hilfen geben."

Kurz nach der Zustimmung des Bundestages zu einer Verlängerung der Griechenlandhilfe am Freitag hatte Tsipras erneut für Irritationen gesorgt. Noch am Abend brachte er abermals einen Schuldenschnitt ins Gespräch. Das griechische Finanzministerium bekräftigte derweil die Aussage von Ressortchef Gianis Varoufakis, wonach die Athener Reformpläne in Abstimmung mit den Euro-Partnern absichtlich vage formuliert seien. Dies hatte in Berlin für erheblichen Unmut gesorgt.

In einem Interview des griechischen Fernsehsenders Skai sagte Varoufakis am Wochenende, er wolle mit der Europäischen Zentralbank (EZB) noch einmal verhandeln, wie man mit der Rückzahlung demnächst auslaufender Anleihen umgehen werde. Dem "Handelsblatt" (Montag) sagte er: "Wir wollen nicht mehr Geld." Griechenland brauche vielmehr einen Wachstumspakt, der sich auf Investitionen des Privatsektors gründet. "Dann kann unsere Wirtschaft wieder wachsen, und wir müssen nicht um immer neue Kredite der europäischen Steuerzahler bitten."

Varoufakis will während der viermonatigen Verlängerung des Hilfsprogramms eine neue Vereinbarung mit den Partnern des Landes aushandeln, die Schuldenerleichterungen vorsieht. Er spricht nicht mehr von einem Schuldenschnitt. "Das ist ein schmutziges Wort, das habe ich gelernt." Schäuble bekräftigte, man wolle keinen "Grexit", also keinen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. "Wir sind solidarisch, aber nicht erpressbar. Niemand hat den Griechen das Hilfsprogramm aufgezwungen."

Er plädierte dafür, der Führung in Athen einen Vertrauensvorschuss zu geben. "Die neue griechische Regierung hat eine große Legitimation in der Bevölkerung. Ich traue ihr zu, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen, eine effizientere Steuerverwaltung aufzubauen und am Ende die Auflagen zu erfüllen", sagte er. "Man muss einer neu gewählten Regierung auch erst mal etwas Zeit geben. Regieren ist ein Rendezvous mit der Realität." Lobend äußerte sich Schäuble über Varoufakis: "Er hat sich mir gegenüber völlig korrekt verhalten."

In der ZDF-Sendung "Berlin direkt" sagte Schäuble am Sonntag: "Es interessiert mich nur begrenzt, was die Griechen in Interviews sagen. Mich interessiert, worauf sie sich verpflichtet haben (...). Und wenn sie es nicht einhalten, tragen sie selber die Konsequenzen." Sollte ihn die griechische Regierung um Rat fragen, würde er sagen: "Verhaltet Euch so, dass Ihr möglichst viel Vertrauen findet, denn Ihr braucht ja das Vertrauen von Investoren, von Banken und und und." Dass Athen teilweise anders auftrete, mache ihn "fassungslos, weil nach meinem Verständnis das nicht im griechischen Interesse ist"./ll/DP/he

01.03.2015

Vorerst weiter Geld für US-Heimatschutz - Chaos im Kongress

WASHINGTON (dpa-AFX) - Chaos im US-Kongress: Wegen eines Streits um die Ausländerpolitik wäre dem wichtigen Heimatschutzministerium in Washington um ein Haar der Geldhahn zugedreht worden. Erst rund zwei Stunden vor Ablauf der entscheidenden Frist für eine Weiterfinanzierung in der Nacht zum Samstag einigten sich die Parteien auf eine Verlängerung des Budgets um vorerst sieben Tage.

Dass es so weit gekommen ist, gilt vor allem als Blamage für den republikanischen Präsidenten des Abgeordnetenhauses, John Boehner. Er hatte versucht, seine Parteikollegen in der Kammer zu einer dreiwöchigen Weiterfinanzierung zu bewegen, scheiterte aber am Widerstand radikalkonservativer Parlamentarier.

Das Ministerium ist unter anderem für Grenz- und Flughafenkontrollen zuständig und spielt eine wesentliche Rolle beim Schutz vor Terrorattacken daheim. Zwar hätte eine Finanzblockade zumindest vorerst nur geringfügige Auswirkungen gehabt. 85 Prozent der Beschäftigten gelten als unverzichtbar und wären trotzdem zur Arbeit verpflichtet gewesen - vorerst ohne Bezahlung. Aber Kritiker halten es angesichts der wachsenden Bedrohung durch die Terrormiliz IS auch außerhalb des Iraks und Syriens für unverantwortlich, ausgerechnet dieses Ministerium zum Ziel politischen Gezänks zu machen.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist eine Anordnung von Präsident Barack Obama zum Schutz von Millionen illegaler Immigranten vor einer Abschiebung. Die Republikaner, die beide Kammern des Kongresses beherrschen, sind dagegen. Große Teile von ihnen wollen daher die längerfristige Weiterfinanzierung des Ministeriums mit einem Zusatz versehen, der die Umsetzung der Direktive blockiert. Die Demokraten lehnen das kategorisch ab.

Während sich die Parteien im traditionell gemäßigteren Senat am Freitag auf eine bedingungslose Verlängerung des Budgets bis Ende September verständigt hatten, mauerten die Republikaner im Abgeordnetenhaus weiter. Am Ende erklärten sich die Demokraten bereit, einer einwöchigen Verlängerung zuzustimmen - ein Schritt, der schließlich auch im Abgeordnetenhaus eine Mehrheit fand. Wie es nun weitergeht, blieb zunächst unklar./ch/DP/he

01.03.2015

Presse: Tarifeinheitsgesetz verstößt laut Bundestags-Gutachten gegen Grundgesetz

BERLIN (dpa-AFX) - Das geplante Gesetz zur Tarifeinheit dürfte einem Pressebericht zufolge nach Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags gegen das Grundgesetz verstoßen. Das Gesetz, über das am Donnerstag erstmals im Plenum beraten wird, stelle einen Eingriff in die kollektive Koalitionsfreiheit dar, heißt es laut Berliner "Tagesspiegel" (Montag) in der Expertise. Alles in allem seien verfassungsrechtliche Bedenken nicht von der Hand zu weisen. "Der Grundrechtseingriff dürfte nicht gerechtfertigt sein."

Die Regierung will künftig in Betrieben, in denen mehrere Tarifverträge für dieselbe Beschäftigtengruppe gelten, dem Vertrag der Gewerkschaft mit den meiste Mitgliedern Vorrang geben. Das soll mehr Ruhe in Betriebe und Wirtschaft bringen. Die Macht kleinerer Gewerkschaften wie jener der Lokführer, GDL, würde eingeschränkt./bw/DP/he

01.03.2015

ROUNDUP: Schäuble will für Griechenland 'strenge Maßstäbe' - und Vertrauen

BERLIN/ATHEN (dpa-AFX) - Finanzminister Wolfgang Schäuble will Griechenland harte Auflagen machen, falls im Sommer ein drittes Hilfspaket nötig wird. "Ob Griechenland weitere Hilfen braucht, wird man sehen, wenn das zweite Programm beendet ist. Egal was kommt, wir werden sehr strenge Maßstäbe anlegen", sagte er der "Bild am Sonntag". Klar sei, dass Athen die Auflagen der Eurogruppe ohne Abstriche erfüllen müsse: "Herr Tsipras ist im Wort", betonte der CDU-Politiker mit Blick auf Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras. "Wenn Griechenland sich daran nicht hält, wird es keine weiteren Hilfen geben."

Kurz nach der Zustimmung des Bundestages zu einer Verlängerung der Griechenlandhilfe am Freitag hatte Tsipras erneut für Irritationen gesorgt. Am Abend brachte er abermals einen Schuldenschnitt ins Gespräch. Das griechische Finanzministerium bekräftigte derweil die Aussage von Ressortchef Gianis Varoufakis, wonach die Athener Reformpläne in Abstimmung mit den Euro-Partnern absichtlich vage formuliert seien. Dies hatte in Berlin für erheblichen Unmut gesorgt.

In einem Interview des griechischen Fernsehsenders Skai sagte Varoufakis am Wochenende, er wolle mit der Europäischen Zentralbank (EZB) noch einmal verhandeln, wie man mit der Rückzahlung demnächst auslaufender Anleihen umgehen werde. Dem "Handelsblatt" (Montag) sagte er: "Wir wollen nicht mehr Geld." Griechenland brauche vielmehr einen Wachstumspakt, der sich auf Investitionen des Privatsektors gründet. "Dann kann unsere Wirtschaft wieder wachsen, und wir müssen nicht um immer neue Kredite der europäischen Steuerzahler bitten."

Varoufakis will während der viermonatigen Verlängerung des Hilfsprogramms eine neue Vereinbarung mit den Partnern des Landes aushandeln, die Schuldenerleichterungen vorsieht. Er spricht nicht mehr von einem Schuldenschnitt. "Das ist ein schmutziges Wort, das habe ich gelernt." Schäuble bekräftigte, man wolle keinen "Grexit", also keinen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. "Wir sind solidarisch, aber nicht erpressbar. Niemand hat den Griechen das Hilfsprogramm aufgezwungen."

Er plädierte dafür, der Führung in Athen einen Vertrauensvorschuss zu geben. "Die neue griechische Regierung hat eine große Legitimation in der Bevölkerung. Ich traue ihr zu, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen, eine effizientere Steuerverwaltung aufzubauen und am Ende die Auflagen zu erfüllen", sagte er. "Man muss einer neu gewählten Regierung auch erst mal etwas Zeit geben. Regieren ist ein Rendezvous mit der Realität." Lobend äußerte sich Schäuble über Varoufakis: "Er hat sich mir gegenüber völlig korrekt verhalten."

Die CSU kritisierte die Entscheidung der EU-Kommission, Frankreich zwei Jahre länger Zeit zu geben, um die Neuverschuldung unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken und damit die Regeln des EU-Stabilitätspakts einzuhalten. "Gerade jetzt, wo wir in unserer Verantwortung für die Europäische Union und für die Eurozone vor großen Herausforderungen stehen, ist es wichtig, keine Ausnahmen zuzulassen", zitierte die "Welt am Sonntag" aus einem Brief von CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Vor dem Hintergrund der Vehemenz, mit der Griechenland gedrängt werde, die von der Eurogruppe gesetzten Regeln einzuhalten, habe die Entscheidung "einen faden Beigeschmack"./ll/DP/he

01.03.2015

Tsipras-Vorwürfe verärgern Spanien und Portugal

MADRID/ATHEN (dpa-AFX) - Mit Vorwürfen gegen die konservativen Regierungen Spaniens und Portugals hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras Verärgerung in Madrid und Lissabon ausgelöst. Er hielt Spanien und Portugal vor, es in der EU auf ein Scheitern seiner Linksregierung abgesehen zu haben.

"Wir trafen auf eine Achse von Mächten, die von Spaniern und Portugiesen angeführt wurde und es darauf anlegte, die Verhandlungen (über eine Verlängerung der Griechenland-Hilfe) an den Rand des Abgrunds zu bringen", sagte Tsipras vor dem Zentralkomitee seines Linksbündnisses Syriza. Madrid und Lissabon wollten aus innenpolitischem Kalkül verhindern, dass seine Politik Früchte trage.

Spanien und Portugal wiesen die Vorwürfe zurück. "Spanien ist nicht für den Frust in Griechenland verantwortlich", betonte Regierungschef Mariano Rajoy am Sonntag. Tsipras suche sich Feinde im Ausland. "Das ist ein alter Trick, der die Probleme nicht löst", meinte Rajoy.

Spanien und Portugal wollten sich in einem Protestschreiben an den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und den EU-Ratspräsidenten Donald Tusk über die Tsipras-Äußerungen beschweren, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Efe unter Berufung auf Madrider Regierungskreise./hk/DP/he

01.03.2015

Indiens Regierung enttäuscht bei Reformen

NEU DELHI (dpa-AFX) - Die neue indische Regierung ist bei der Vorstellung ihres ersten Haushaltes hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Finanzminister Arun Jaitley kündigte am Samstag keine großen Reformen in der Steuerpolitik und bei Investitionen in die Infrastruktur an. Der indische Leitindex Sensex rutschte an der Börse in Mumbai klar ins Minus. Jaitley betonte das Wachstumsprimat der Regierung von Premierminister Narendra Modi, die seit Mai 2014 im Amt ist. Im laufenden Finanzjahr (31. März) werde die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt um 7,4 Prozent wachsen, im kommenden Jahr um mehr als acht Prozent. "Indien steht besser da als der Rest der Welt", sagte er.

In dem aufstrebenden Schwellenland sollen zukünftig lediglich Unternehmensgewinne mit 25 statt wie bisher mit 30 Prozent besteuert werden. Allerdings werde diese Reduzierung über die kommenden vier Jahre gestreckt, sagte Jaitley im Parlament in Neu Delhi. Vage blieb er zur Einführung einer einheitlichen Mehrwertsteuer. Unternehmer leiden unter einem komplizierten Steuersystem in den verschiedenen Bundesstaaten.

Außerdem will die indische Regierung das Haushaltsdefizit langsamer absenken als zunächst geplant. Über die kommenden drei Jahre soll der Fehlbetrag auf drei Prozent sinken. Auch bekomme Indien nun die Inflation in den Griff, sagte Jaitley. Sie wurde halbiert und lag zuletzt bei 5,1 Prozent./fdo/DP/he

01.03.2015

IG BAU: CSU will Mindestlohn aufweichen

STRAUBING (dpa-AFX) - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat der CSU vorgeworfen, den gesetzlichen Mindestlohn durch die Hintertür aufweichen zu wollen. Die Dokumentation von Arbeitszeiten sei zur Kontrolle der Arbeitgeber notwendig und habe nichts mit einem "Bürokratiemonster" zu tun, sagte der IG-BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger am Samstag auf dem Niederbayerischen Gewerkschaftstag in Straubing. "Ohne Aufzeichnung stehen die 8,50 Euro am Ende nur auf dem Papier. Das würde die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Bundesregierung schwer erschüttern", sagte Feiger.

Unionspolitiker fordern, die Dokumentationspflicht für Arbeitgeber zu lockern. Für geringfügig Beschäftigte sollte sie entfallen, wenn ein schriftlicher und aussagekräftiger Arbeitsvertrag vorliege. Feiger entgegnete, der Mindestlohn reiche gerade aus, um das Existenzminimum zu sichern. "Einer Partei, die das Wort 'Sozial' im Namen führt, sollte es ein Anliegen sein, Menschen vor Not und Armut zu bewahren."/rib/DP/he

27.02.2015

ANALYSE-FLASH: S&P Capital IQ senkt Airbus auf 'Hold' - Ziel steigt auf 56 Euro

LONDON (dpa-AFX) - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat Airbus aus Bewertungsgründen von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Das Kursziel hob Analyst Clive Roberts nach Geschäftszahlen für 2014 aber von 50 auf 56 Euro an. Die Rekordresultate des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns erschienen bereits in den Aktienkurs eingepreist, schrieb Roberts in einer Studie vom Freitag. Der Experte hob seine Gewinnprognosen für 2016 etwas an./mis/he

27.02.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Anleger machen bei BASF Kasse wegen vorsichtigem Ausblick

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein verhaltener Geschäftsausblick hat am Freitag die BASF-Aktionäre enttäuscht. Nach ihrem zuletzt guten Lauf nahmen die Investoren beim Chemieriesen daher nun Gewinne mit. Im bisherigen Wochenverlauf hatten die Papiere um rund 5 Prozent zugelegt, am Freitag verloren BASF-Aktien dann am Dax

Der weltgrößte Chemiekonzern hatte am Morgen seine Geschäftszahlen für das Jahr 2014 vorgelegt. Nach einem Gewinnzuwachs rechnet das Unternehmen nun mit einem verhaltenen Jubiläumsjahr. Das Management stellt lediglich ein stagnierendes Ergebnis in Aussicht. 2015 feiern die Ludwigshafenern ihr 150-jähriges Bestehen.

VORSICHTIGER AUSBLICK

Trotz eines erwarteten Zuwachses von Weltwirtschaft und Chemieproduktion sei der Ausblick "mit besonders hohen Unsicherheiten behaftet" und hänge stark vom Ölpreis ab, sagte das Management. Konzernchef Kurt Bock zufolge wird auch der Ölpreis darüber entscheiden, ob BASF sein Gesamtergebnis steigern kann.

Die Ziele für 2015 seien anspruchslos, schrieb DZ-Bank-Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Freitag. Commerzbank-Analyst Lutz Grüten zeigte sich etwas weniger enttäuscht: Er hielt BASF zugute, dass das Management einen realistischen Ausblick gegeben habe, der schließlich auf vorsichtigen gesamtwirtschaftlichen Annahmen beruhe.

LOB FÜR AGRARCHEMIE

Im vergangenen Jahr hatte BASF trotz Preisverfalls und Währungseffekten noch mehr Überschuss erwirtschaftet, wobei unter anderem ein Anteilsverkauf für einen Gewinnsprung im vierten Quartal gesorgt hatte. Den Aktionären winkt nun eine von 2,70 Euro auf 2,80 Euro je Anteilschein angehobene Dividende.

Der Gewinn kam bei den meisten Experten sehr gut an. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten sei deutlich über seinen Erwartungen ausgefallen, schrieb Jeremy Redenius von Bernstein. Vor allem die Agrarchemie habe sich weitaus besser geschlagen als gedacht./tav/das/she/he

27.02.2015

AKTIE IM FOKUS 2: VW-Aktien von vorsichtigem Ausblick zurückgehalten

(neu: Schlusskurs, Händler- und Analystenkommentare)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein vorsichtiger Gewinnausblick für 2015 hat die Rekordfahrt der Vorzüge von Volkswagen (VW) vor dem Wochenende ausgebremst. Die Papiere des Wolfsburger Autobauers retteten am Freitag nur ein kleines Plus von 0,27 Prozent auf 225,50 Euro über die Ziellinie und blieben unter ihrem Rekord aus der Vorwoche bei 229,10 Euro. Der Dax schloss dagegen mit plus 0,66 Prozent bei 11 401,66 Punkten auf dem höchsten Stand seiner Geschichte.

Allerdings konnten sich die Vorzüge von Volkswagen nach einem ersten Schreck wegen des Gewinnausblicks im späten Handel wieder bemerkenswert erholen. In einer ersten Reaktion waren sie um rund 6 Prozent von ihrem Rekordniveau abgesackt. Sie waren damit auch zeitweise ans Dax-Ende gerutscht.

ZAHLEN WIE ERWARTET - AUSBLICK VORSICHTIG

Die Bilanz des Autobauers für das vierte Quartal sei besser als erwartet ausgefallen, kommentierte Analyst Daniel Schwarz von der Commerzbank. Bei der Dividende habe er aber mehr erwartet. Der Geschäftsausblick erscheine vorsichtig. NordLB-Analyst Frank Schwope hob sein Kursziel nach den Zahlen von 235 auf 250 Euro an und blieb bei seiner Kaufempfehlung für die Vorzugsaktien.

Börsianer machten einen enttäuschenden Gewinnausblick für die verhaltene Kursreaktion verantwortlich. "Die sehr vorsichtige Prognose mit einem expliziten Hinweis auf die schwierige Situation in Asien und Russland hat den Markt ein wenig verstimmt", sagte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Die eigentlich guten Zahlen seien daher zunächst für Gewinnmitnahmen genutzt worden. VW hatte mit der avisierten operativen Umsatzrendite zwischen 5,5 und 6,5 Prozent bei leichter Erlössteigerung das obere Ende der Markterwartungen erreicht.

MANCHE HATTEN MEHR DIVIDENDE ERHOFFT

Auch bei der Dividende habe sich mancher etwas mehr erhofft, sagte ein weiterer Marktteilnehmer, auch wenn die Marktprognose getroffen worden sei. Der Konzern will mit 4,86 Euro je Vorzugsaktie 80 Cent mehr ausschütten als im Vorjahr. Die Bilanz sei aber sehr solide, so dass der erste Rückschlag übertrieben erscheine./ag/das/fat/he

27.02.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Airbus versöhnt Aktionäre mit Rekorddividende

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den leidgeplagten Airbus-Aktionären herrschte zum Wochenschluss regelrechte Euphorie: Ein Rekordgewinn und eine Rekorddividende katapultierten die Papiere des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns am Freitag bei 55,74 Euro auf den höchsten Stand seit über einem Jahr. "2014 überzeugt auf ganzer Linie", lobte Analyst Stefan Maichl von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Sein Commerzbank-Kollege Daniel Gleim betonte, sowohl die 2014 erreichte Profitabilität als auch der Ausblick auf das laufende Jahr seien "deutlich besser als erwartet".

Zum Börsenschluss führten die Aktien mit einem Kursanstieg von 7,17 Prozent auf 55,33 Euro die Gewinnerliste im MDax souverän an. Auch der Index der mittelgroßen Werte profitierte vom deutlichen Aufschlag beim Schwergewicht Airbus. Der Extra-Schub trieb den MDax erstmals über die 20 000-Punkte-Marke - er ging 0,86 Prozent fester bei 20 092 Punkten aus dem Handel.

Im Dezember war die Airbus-Aktie noch massiv eingebrochen, nachdem sich eine Lieferverzögerung beim neu entwickelten Langstreckenflugzeug A350 angedeutet hatte und Verwirrung um den Fortbestand des Riesenfliegers A380 bestand. Darüber hinaus gab es schon länger teuren Ärger beim Militärtransporter A400M.

VERKEHRSFLUGZEUGE TREIBEN GEWINNE HOCH

Airbus hat trotz aller Probleme im vergangenen Jahr letztlich so viel verdient wie nie zuvor. Analyst Markus Turnwald von der DZ Bank sprach von einer guten operativen Entwicklung und hob insbesondere die Verkehrsflugzeug-Sparte hervor. Diese hatte einen großen Anteil daran, dass das operative Ergebnis (Ebit) um mehr als die Hälfte und der Überschuss um 59 Prozent zulegte. Der um 5 Prozent gestiegene Umsatz übertraf ebenfalls die Prognose des Experten. Zudem könne Airbus einen starken Barmittelzufluss (Cashflow) vorweisen, hieß es.

Vorstandschef Thomas Enders stellte für das laufende Jahr ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht. Auch die Dividende soll weiter steigen, nachdem bereits die Ausschüttung für 2014 mit rekordhohen 1,20 Euro je Aktie um satte 60 Prozent höher ausfällt als im Vorjahr.

MITTELSTRECKENJETS SORGEN FÜR GLÄNZENDE AUSSICHTEN

Die Aussichten für 2017 und danach seien angesichts der Produktionssteigerung bei der Modellfamilie A320 ebenfalls glänzend, sagte DZ-Experte Turnwald. In den kommenden Jahren will Airbus noch mehr auf das Geschäft mit seinen stark gefragten Mittelstreckenjets setzen.

LBBW-Analyst Maichl monierte allerdings, dass der vom Unternehmen gegebene Ausblick "sehr unkonkret" sei. So werde die bisher avisierte operative Marge von 6,3 bis 7,3 Prozent nicht mehr erwähnt./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

27.02.2015

ANALYSE-FLASH: Oddo Seydler hebt Ziel für Drillisch auf 40 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo Seydler hat das Kursziel für Drillisch nach vorläufigen Zahlen für 2014 von 35 auf 40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Eckdaten des Mobilfunkanbieters hätten weitgehend den Erwartungen entsprochen, schrieb Analyst Carsten Kunold in einer Studie vom Freitag. Das neue Kursziel basiere auf einem gesenkten Kapitalkostensatz (WACC)./edh/ajx

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27.02.2015

ANALYSE-FLASH: HSBC startet Beiersdorf mit 'Underweight' - Ziel 71 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Beiersdorf mit "Underweight" und einem Kursziel von 71 Euro aufgenommen. Die Aktie des Nivea-Herstellers sei zu hoch bewertet, schrieb Analyst Damian McNeela in einer Studie zu europäischen Anbietern von Haushalts- und Körperpflegeprodukten vom Freitag. Insgesamt sollten das starke und beständige Wachstum der Branche sowie hohe Kapitalzuflüsse den Anlegern aber gute Renditen bescheren. Eine Herausforderung sieht der Experte aber in der Verwendung der Barmittel, die für Zukäufe, aber auch für erhöhte Ausschüttungen verwendet werden könnten. Bei Beiersdorf sei das Wachstum aus eigener Kraft über die vergangenen fünf Jahre das geringste im Sektor gewesen, der Cashflow erscheine überbewertet./fat/ajx

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27.02.2015

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für Bayer auf 135 Euro - 'Outperform'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Bayer nach Zahlen für 2014 von 125 auf 135 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Kennziffern hätten die Erwartungen getroffen, schrieben die Analysten in einer Studie vom Freitag. Die Leverkusener seien sowohl im Pharmasegment als auch in der Agrarchemiesparte sehr gut positioniert, weshalb die Aktie das positive Votum verdiene./edh/ajx

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27.02.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für Vestas auf 285 Kronen - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Vestas nach Zahlen von 170 auf 285 dänische Kronen angehoben, die Einstufung aus Bewertungsgründen aber auf "Neutral" belassen. Der Windkraftanlagenbauer sei nun wieder profitabel - dies dürfte nachhaltig sein, schrieb Analyst Phuc Nguyen in einer am Freitag veröffentlichten Studie./ck/ajx

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27.02.2015

AKTIE IM FOKUS: Vorsichtiger Ausblick drückt VW-Aktien ins Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein vorsichtiger Gewinnausblick für 2015 hat am Freitagnachmittag die VW-Aktien von ihrem Rekordniveau heruntergestoßen. Die Papiere des Wolfsburger Autobauers sackten in der Spitze um rund 6 Prozent auf 211,65 Euro ab. Zuletzt erholten sie sich aber moderat und verloren am Dax-Ende noch 2,25 Prozent auf 219,85 Euro. Auch den Index kostete der Kursrutsch seines Schwergewichts seinen mageren Gewinn. Der Dax trat zuletzt auf der Stelle.

Börsianer machten einen enttäuschenden Gewinnausblick für den Kursrückschlag verantwortlich. VW erreiche mit der avisierten operativen Umsatzrendite zwischen 5,5 und 6,5 Prozent bei leichter Erlössteigerung gerade so eben das obere Ende der Markterwartungen, sagte ein Händler.

Ein weiterer Marktteilnehmer nannte den Ausblick überraschend zurückhaltend. Auch bei der Dividende habe sich mancher etwas mehr erhofft, auch wenn die Marktprognose getroffen worden sei. Der Konzern will mit 4,86 Euro je Vorzugsaktie 80 Cent mehr ausschütten als im Vorjahr. Insgesamt hielt er aber den ersten Rückschlag für übertrieben, denn die Bilanz sei doch sehr solide./ag/das/he

27.02.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für Merck KGaA auf 105 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Merck KGaA vor Zahlen von 87 auf 105 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Pharma- und Chemiekonzern dürfte über einen starken Jahresabschluss 2014 berichten, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Freitag. Die Jahresziele dürften problemlos erreicht worden sein. Sein Kursziel habe er wegen der gestiegenen Branchenbewertung angehoben und eines höheren Beitrags des zugekauften US-Laborausstatters Sigma Aldrich./ck/ajx

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