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27.05.2015

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 27.05.2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 27.05.2015

AB INBEV

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für AB Inbev von 118 auf 117 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Market-Perform" belassen. Er habe die Kursziele für die Aktien europäischer Bierbrauer und Spirituosenproduzenten an die jüngsten Wechselkursentwicklungen angepasst, schrieb Analyst Trevor Stirling in einer Branchenstudie vom Mittwoch.

AHOLD NV

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Ahold nach Quartalszahlen von 19 auf 20 Euro angehoben. Die Einstufung bleibe auf "Hold", schrieb Analyst Carl Short am Mittwoch in einer Studie. Die Resultate seien schlechter als erwartet, jedoch mache die Expansion in Belgien mit der Eröffnung des 30. Albert Heijn Markts Hoffnung. Zudem sei ein Teil des Gewinnrückgangs auf Investitionen in den stark wachsenden Onlinehandel zurückzuführen. Diese könne sich mittelfristig positiv auswirken. Alles in allem habe es nach den Zahlen keinen Grund gegeben, etwas an der grundsätzlichen Einstellung zu der Aktie zu ändern. Zudem bleibe abzuwarten, ob es zu einer Fusion mit der belgischen Lebensmittelkette Delhaize komme und wie sich diese dann darstelle.

AHOLD NV

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Ahold nach Quartalszahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 19 Euro belassen. Das Ergebnis im ersten Quartal habe gezeigt, dass der Einzelhändler weiter unter Druck steht, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts hervor. Das Management habe jedoch Mut gemacht, dass sich die Lage bald wieder bessert. Wichtigster Faktor sei aber die mögliche Fusion mit der belgischen Lebensmittelkette Delhaize. Dazu habe es jedoch bei der Analystenkonferenz wie zu erwarten war nichts Neues gegeben. Trotz des sich bietenden Einsparpotenzials aus einem Zusammenschlusses mit Delhaize bleibt SocGen-Analyst Arnaud Joly vorsichtig und stuft die Aktie nicht auf "Buy" hoch. Die beiden jüngsten Fusionen in der Branche enttäuscht und zudem droht die Gefahr, dass Ahold zu viel für Delhaize zahlen muss, begründete er diesen Schritt.

ASTRAZENECA

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat AstraZeneca auf "Buy" mit einem Kursziel von 5500 Pence belassen. Der britische Pharmakonzern habe bei der Erprobung von Wirkstoffkombinationen zur Behandlung von Lungenkrebs offenbar die Nase vor den Konkurrenten Bristol-Myers Squibb und Merck, schrieb Analystin Alexandra Hauber in einer Studie vom Mittwoch.

BAYWA

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat die Einstufung für Baywa auf "Buy" mit einem Kursziel von 39 Euro belassen. Trotz des schwachen Jahresauftakts dürfte der Agrarhändler im laufenden Jahr ein geschätztes operatives Ergebnis (Ebit) von 200 Millionen Euro erreichen, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Mittwoch. Dabei dürfte das saisonal bedingt starke zweite Quartal den schwachen Jahresauftakt wieder ausgleichen. Weiteren Schub könnte das Wetterphänomen El Nino bringen, sollte es 2015 erscheinen. Baywa könnte in diesem Fall von steigenden Preisen für Agrar-Rohstoffe profitieren. Für die Aktie spreche aktuell auch ihre wenig anspruchsvolle Bewertung.

BEIERSDORF AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Beiersdorf auf "Neutral" belassen. Analystin Eva Quiroga stellte in einer Studie vom Mittwoch die Frage nach den möglichen Interessenten für das Kosmetikmarken-Portfolio von US-Konzern Procter & Gamble. Nach seiner Umpositionierung in den vergangenen Jahren dürfte nun auch der Hamburger Konsumgüterkonzern wieder Ausschau nach Übernahmezielen halten. Unter den P&G-Kosmetikmarken dürfte sich Beiersdorf am ehesten für die Haut-Pflegeserie SK-II interessieren, sollte diese zum Verkauf gestellt werden. Beiersdorf habe die Hautpflege zum Kerngeschäft gemacht und würde sich mit der Marke im höherpreisigen Segment verstärken, wo der Konzern bislang nur mit der Marke La Prairie vertreten sei.

BHP BILLITON PLC

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für BHP Billiton auf "Neutral" mit einem Kursziel von 1500 Pence belassen. Die Bank senkte in erster Linie wegen des gebremsten Wachstums in China ihre langfristigen Preisprognosen für Eisenerz und Kohle, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie von Analyst Heath Jansen hervorgeht. Der Substanzwert von BHP Billiton sinke nun von 1680 auf 1430 Pence je Aktie. BHP biete zwar eine attraktive Dividendenrendite. Die Cashflow-Entwicklung lasse aber zu wünschen übrig. Ohne weitere Investitionskürzungen steige daher die Verschuldung.

BILFINGER

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Bilfinger von 44 auf 37 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die kurzfristigen Risiken beim Bau- und Industriedienstleister seien noch nicht alle klar, schrieb Analyst Tobias Loskamp in einer Studie vom Mittwoch. Daher sei es zu früh, auf die langfristigen Perspektiven zu schauen. Nach der letzten Gewinnwarnung sorge er sich insbesondere um die weitere Entwicklung der Kraftwerksparte. Für den Bereich geht er nun von einer langsameren Margenerholung aus als bisher. Die Kurszielsenkung begründete der Analyst zudem mit neuen Annahmen zum Barmittelfluss und den Zinsaufwendungen.

CTS EVENTIM

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für CTS Eventim nach Zahlen von 28 auf 38 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Tickethändler habe zum Jahresauftakt solide Resultate vorgelegt, die zudem leicht über ihren Schätzungen gelegen hätten, schrieb Analystin Sonia Rabussier in einer Studie vom Mittwoch. Sie hob als besonders positiv den deutlichen Anstieg der operativen Marge (Ebitda-Marge) hervor. Dies unterstreiche ihre Einschätzung, dass CTS seine Profitabilität weiter verbessern werde. Die Expertin hob ihre Ebitda-Schätzungen für 2015 und 2016 um 4 beziehungsweise 7 Prozent an.

CTS EVENTIM

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für CTS Eventim nach der Vorlage von Geschäftszahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 33 Euro belassen. Das erste Quartal beim Tickethändler sei solide und weitestgehend im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Harald Heider in einer Studie vom Mittwoch. Gründe für eine deutliche Anpassung seiner Schätzungen gebe es nicht. Zwar sei nach dem jüngsten Kursanstieg der Aktie das weitere Aufwärtspotenzial verringert, es bleibe aber weiter beim "Kaufen"-Votum.

DEUTSCHE EUROSHOP AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Deutsche Euroshop nach Zahlen auf "Halten" mit einem Kursziel von 48 Euro belassen. Das erste Quartal des Einkaufszentren-Investors sei ohne Überraschungen verlaufen, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Mittwoch. Der Ausblick auf 2015 unterstreiche die intakten Perspektiven für das MDax-Unternehmen.

DEUTSCHE TELEKOM AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Deutsche Telekom auf "Overweight" mit einem Kursziel von 19,50 Euro belassen. Das erste Quartal der europäischen Telekomunternehmen habe seine Einschätzung gestützt, wonach die Branche vor einer Wende zum Positiven stehe, schrieb Analyst Mathieu Robilliard in einer Studie vom Mittwoch. Sein "Top Pick" ist die BT Group. Aber auch die Deutsche Telekom, Orange sowie Telefonica Deutschland dürften sich gut entwickeln.

DIAGEO

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Diageo von 2180 auf 2120 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Market-Perform" belassen. Er habe die Kursziele für die Aktien europäischer Bierbrauer und Spirituosenproduzenten an die jüngsten Wechselkursentwicklungen angepasst, schrieb Analyst Trevor Stirling in einer Branchenstudie vom Mittwoch.

DIALOG SEMICONDUCTOR

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Dialog Semiconductor von 42 auf 56 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Geschäftsentwicklung des Halbleiterunternehmens laufe dynamischer als bislang angenommen, schrieb Analyst Harald Schnitzer in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie sei trotz der zuletzt rasanten Kursgewinne auch im Branchenvergleich immer noch unterbewertet.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Gea Group von 43,50 auf 50,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Nach dem operativ besser als erwartet ausgefallenen ersten Quartal habe er seine Schätzungen für den Maschinenbauer angehoben, schrieb Analyst Jasko Terzic in einer Studie vom Mittwoch. Er trage damit zudem positiven Wechselkurseffekten Rechnung. Die Restrukturierung belaste nur temporär und der Jahresausblick erscheine erreichbar.

HANNOVER RUECKVERSICHERUNG AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Hannover Rück von 75 auf 80 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Sell" belassen. Es gebe Anzeichen für eine Verlangsamung des Preisverfalls im Rückversicherungsgeschäft, schrieb Analyst William Elderkin in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Er rechne mit einer Stabilisierung bis Ende 2016, allerdings auf einem strukturell niedrigeren Niveau. Bei der Hannover Rück werde die Stärke der Reserven überbewertet. Der Bewertungsaufschlag der Aktie sei unverdient.

HENKEL VORZUEGE

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Henkel auf "Neutral" belassen. Der deutsche Konsumgüterkonzern und der US-Konkurrent Unilever dürften die beiden größten Bewerber für die zum Verkauf stehende Haarpflege-Marke Wella von Procter & Gamble werden, schrieb Analystin Eva Quiroga in einer Studie vom Mittwoch. Durch eine Wella-Übernahme würde der Konzernumsatz bei Henkel um 13 Prozent klettern und das Unternehmen im Geschäft mit Profi-Haarpflege zur Nummer zwei hinter L'Oreal aufrücken. Die Synergiepotenziale seien zudem erheblich.

HOCHTIEF AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat die Einstufung für Hochtief auf "Buy" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Anleger hätten sich in den letzten zwei Monaten offenbar zu sehr auf die Aktie der australischen Tochter Cimic, ehemals Leighton, konzentriert, und so habe sich das Hochtief-Papier im Vergleich dazu schwächer entwickelt, schrieb Analyst Marcin Wojtal in einer Studie vom Mittwoch. Ein allmählicher Ausstieg aus dem Immobiliengeschäft sowie Aktienrückkäufe sollten den Anteilsschein des Essener Baukonzerns stützen, so der Experte.

INDITEX

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Inditex von 21 auf 24 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Equal-weight" belassen. Er habe den Bewertungszeitraum für die Aktie des spanischen Textilkonzerns verlängert, schrieb Analyst Geoff Ruddell in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Gegenwärtig erscheine ihm das Papier aber sehr hoch bewertet. Anleger sollten bessere Kaufgelegenheiten abwarten.

KUKA AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Kuka auf "Overweight" mit einem Kursziel von 78 Euro belassen. Analyst James Stettler untersuchte in einer Branchenstudie vom Mittwoch den Wettbewerb für europäische Investitonsgüterunternehmen durch japanische Firmen. Weil sich der japanische Markt strukturell abschwäche, hätten sich Japans Industriekonzerne Umsatzwachstum in den Überseemärkten vorgenommen. In der Robotertechnik seien Japaner weltweit sehr stark. Gleichwohl sei der Preisdruck für europäische Hersteller wie Kuka nicht so hoch wie gedacht, denn japanische Firmen fokussierten sich mehr auf Margensteigerung und weniger auf den Ausbau von Marktanteilen.

MANZ

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Manz von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel auf 76 Euro belassen. Die derzeitigen Konsensschätzungen für den Maschinenbauer seien nur schwer erreichbar, schrieb Analyst Martin Decot in einer Studie vom Mittwoch.

MICHELIN

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Michelin von 108 auf 116 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Er berücksichtige in seinen Schätzungen für den französischen Reifenhersteller nun die erwarteten Margenverbesserungen in den kommenden Jahren, schrieb Analyst Philippe Barrier in einer Studie vom Mittwoch.

MUNICH RE

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Munich Re von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 165 auf 160 Euro gesenkt. Es gebe Anzeichen für eine Verlangsamung des Preisverfalls im Rückversicherungsgeschäft, schrieb Analyst William Elderkin in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Er rechne mit einer Stabilisierung bis Ende 2016, allerdings auf einem strukturell niedrigeren Niveau. Der Kursaufschlag der Munich-Re-Aktie sei angesichts der rückläufigen Ertragskraft und des hohen Engagements im schwierigen deutschen Lebensversicherungsgeschäft unverdient.

NOKIA

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Nokia auf "Buy" mit einem Kursziel von 8,70 Euro belassen. Die Aktie des Netzwerkausrüsters hinke der europäischen Technologiebranche seit Jahresbeginn um 16 Prozent hinterher und habe 33 Prozent Aufwärtspotenzial zum Kursziel, schrieb Analyst Alexander Duval in einer Studie vom Mittwoch. Der Markt unterschätze das Synergie- und Gewinnpotenzial durch die geplante Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent. Als kurzfristiger Kurstreiber könnte sich ein Verkauf des Kartendienstes Here erweisen.

OSRAM

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Osram auf "Overweight" mit einem Kursziel von 64 Euro belassen. Analyst James Stettler untersuchte in einer Branchenstudie vom Mittwoch den Wettbewerb für europäische Investitonsgüterunternehmen durch japanische Firmen. Weil sich der japanische Markt strukturell abschwäche, hätten sich Japans Industriekonzerne Umsatzwachstum in den Überseemärkten vorgenommen. Panasonic erwirtschafte in seiner Lichttechniksparte ähnlich hohe Umsätze wie General Electric (GE) und Osram, wenngleich mit deutlichem Fokus auf Japan. Panasonic ziele zudem auf neue Geschäftsfelder ab wie beispielsweise LEDs für Auto-Frontscheinwerfer - ein Bereich, in dem Osram derzeit eine weltweit führende Stellung habe.

PEUGEOT

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Peugeot nach einem Analystentreffen in China von 20 auf 24 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Horst Schneider rechnet nun mit einer deutlich schnelleren Ergebniserholung als bisher, wie er in einer Studie vom Mittwoch schrieb. So dürfte sich ab dem zweiten Quartal die wieder anziehende Zahl der unabhängigen Händler positiv auswirken. Zudem sollten 2015 günstige Währungseffekte weiter anschieben. Der Experte hob seine Prognose für den verwässerten Gewinn je Aktie um 60 Prozent an, damit liege er nun um 70 Prozent über den Markterwartungen.

PFEIFFER VACUUM

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Pfeiffer Vacuum von 83 auf 93 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Der Vakuumpumpenhersteller habe auf seiner Hauptversammlung einen erwartungsgemäßen Jahresausblick gegeben, schrieb Analyst Gerhard Orgonas in einer Studie vom Mittwoch. Das erste Quartal sei in allen regionalen Segmenten profitabel gewesen. Dank der überraschend guten Umsätze habe er seine Umsatz- und Gewinnschätzungen angehoben. Er rechne mit einem starken zweiten Quartal. Zudem biete Pfeiffer eine attraktive Dividendenrendite von 3 Prozent.

RHEINMETALL AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Rheinmetall angesichts eines geplanten Gemeinschaftsunternehmens mit dem staatlichen polnischen Rüstungskonzern Polska Grupa Zbrojeniowa auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Analyst Sebastian Growe wertet es in einer Studie vom Mittwoch als leicht positiv, dass Rheinmetall nach Osteuropa expandiere. Dies könnte sich als Türöffner erweisen, um von den ehrgeizigen Rüstungsprogrammen in Ländern wie Polen zu profitieren.

RWE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für RWE von 25 auf 24 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Versorger bewege sich nach wie vor in einem herausfordernden regulatorischen und wirtschaftlichen Umfeld, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Mittwoch. Wegen der attraktiven Dividendenrendite bleibe es aber beim "Halten"-Votum.

SAINT GOBAIN

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Saint-Gobain nach Zahlen von 43 auf 45 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Umsatz des französischen Baustoffkonzerns für das erste Quartal bewege sich im Rahmen seiner Erwartungen, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Mittwoch. Das Unternehmen habe seinen Ausblick und somit den anvisierten Anstieg des operativen Ergebnisses bestätigt. Aus Bewertungsgründen habe der Analyst das Kursziel für die Aktie angehoben. Das Aufwärtspotenzial von vier Prozent sei moderat.

SCHNEIDER ELECTRIC

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Schneider Electric auf "Sell" mit einem Kursziel von 65 Euro belassen. Die Erholung im europäischen Investitionsgütersektor lasse weiter auf sich warten, schrieb Analyst Martin Wilkie in einer Branchenstudie vom Mittwoch.

SIEMENS AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Siemens auf "Underweight" belassen. Analyst James Stettler untersuchte in einer Branchenstudie vom Mittwoch den Wettbewerb für europäische Investitonsgüterunternehmen durch japanische Firmen. Weil sich der japanische Markt strukturell abschwäche, hätten sich Japans Industriekonzerne Umsatzwachstum in den Überseemärkten vorgenommen. In einigen Bereichen sieht er Siemens unter Druck.

SWISS REINSURANCE COMPANY

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Swiss Re von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 80 auf 95 Franken angehoben. Es gebe Anzeichen für eine Verlangsamung des Preisverfalls im Rückversicherungsgeschäft, schrieb Analyst William Elderkin in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Er rechne mit einer Stabilisierung bis Ende 2016, allerdings auf einem strukturell niedrigeren Niveau. Für Swiss Re spreche indes der hohe Kapitalüberschuss, der mittels Aktienrückkäufen den Aktionären zugute kommen sollte.

TELEFONICA DEUTSCHLAND

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Telefonica Deutschland auf "Overweight" mit einem Kursziel von 6,20 Euro belassen. Das erste Quartal der europäischen Telekomunternehmen habe seine Einschätzung gestützt, wonach die Branche vor einer Wende zum Positiven stehe, schrieb Analyst Mathieu Robilliard in einer Studie vom Mittwoch. Sein "Top Pick" ist die BT Group. Aber auch die Deutsche Telekom, Orange sowie Telefonica Deutschland dürften sich gut entwickeln.

THYSSENKRUPP AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf "Underweight" mit einem Kursziel von 19,50 Euro belassen. Ungeachtet bereits erzielter Fortschritte bleibe ThyssenKrupp strukturell anfällig, schrieb Analyst Vladimir Sergievskiy in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Essener seien weit davon entfernt, einen nachhaltig positiven Free Cashflow zu erwirtschaften.

THYSSENKRUPP AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für ThyssenKrupp auf "Buy" mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Analyst Ingo-Martin Schachel verwies in einer Studie vom Mittwoch auf jüngste Presseberichte über ein Interesse Indiens sowie Polens an deutschen U-Booten. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte in Indien für den Kauf deutscher Rüstungsgüter geworben. U-Boote werden beispielsweise auch vom Essener Industriekonzern ThyssenKrupp gebaut.

VESTAS WIND SYSTEMS

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat Vestas mit Blick auf die Geschäftszahlen zum ersten Quartal von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 265 auf 370 dänische Kronen angehoben. Der dänische Windkraftanlagenbauer habe einen starken Jahresauftakt hinter sich, schrieb Analyst William King in einer Studie vom Mittwoch. Zudem habe sich der Ausblick auf 2015 verbessert. Der Experte rechnet mit einem weiteren Anstieg bei Umsatz und Aufträgen sowie Margenverbesserungen. Zudem sollten sich günstige Währungseffekte positiv auswirken. King hob seine Gewinnschätzungen je Aktie für die Jahre 2015 und 2016 um jeweils rund ein Fünftel an.

ZURICH INSURANCE GROUP

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Zurich Insurance Group von 340 auf 350 Franken angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Investorentag des Versicherers habe ihn noch positiver gestimmt, schrieb Analyst Hadley Cohen in einer Studie vom Mittwoch. Weil aber mögliche Kapitalausschüttungen vor der ersten Hälfte 2016 unwahrscheinlich und die Vorteile durch Kostensenkungen frühestens ab 2017 ein Thema seien, dürfte sich die Kursentwicklung in nächster Zeit in Grenzen halten.

/he

27.05.2015

US-Anleihen uneinheitlich

WASHINGTON (dpa-AFX) - Ohne klaren Trend haben sich die Kurse von US-Staatsanleihen am Mittwoch im Verlauf präsentiert. Während Papiere in den kürzeren Laufzeiten leicht nachgaben, stiegen jene am langen Ende. Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung nach kräftigen Kursgewinnen vom Vortag. Mangels wichtiger Konjunkturdaten und sonstiger Impulse lief der Handel vergleichsweise ruhig.

Zweijährige Anleihen sanken um 1/32 auf 99 29/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,66 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren ebenfalls 1/32 Punkte auf 99 8/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,54 Prozent. Zehnjährige Anleihen stiegen hingegen um 1/32 Punkte auf 99 28/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,14 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren rückten um 11/32 Punkte auf 102 12/32 Punkte vor. Sie rentierten mit 2,88 Prozent./edh/jkr/he

27.05.2015

Devisen: Eurokurs kaum verändert

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Mittwoch im US-Handel im Vergleich zum späten europäischen Geschäft behauptet. Zuletzt lag er kaum verändert zum Vortag bei 1,0884 Dollar. In Europa war er am Nachmittag aufgrund von Hoffnungen auf Fortschritte im griechischen Schuldenstreit kurz über 1,09 US-Dollar gestiegen. Zuvor war die Gemeinschaftswährung allerdings bis auf 1,0819 Dollar gefallen. Sie kostete damit so wenig wie zuletzt Ende April. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0863 (Dienstag: 1,0926) US-Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9206 (0,9153) Euro.

Mit Blick auf Gerüchte, wonach die Verhandlungen um ein Reformpaket abgeschlossen würden, hieß es in Kreisen der Europäischen Zentralbank (EZB), es gebe keinen Durchbruch. Laut Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras stehen die Gespräche indes kurz vor einem Abschluss. "Wir befinden uns auf der Zielgeraden", sagte der Premier vor Journalisten in Athen. Er sei sehr optimistisch, dass in Kürze ein Übereinkommen verkündet werden könne.

Die Reaktion des Euro zeigt, dass der Schuldenstreit zwischen Athen und seinen Geldgebern die Finanzmärkte nicht mehr kalt lässt. Das hat seinen Grund: Athen läuft die Zeit davon. Die Staatskasse leert sich zusehends, Ende des Monats stehen Zahlungen an Rentner und Beamte an, und in der kommenden Woche muss das Land gut 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Fließen nicht bald frische Hilfsgelder, droht dem Euroland die Staatspleite./edh/bgf/he

27.05.2015

Umsätze an Terminbörse Eurex gestiegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Mittwoch gestiegen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 840 644 (Dienstag: 590 196) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 452 053 (267 225), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 388 591 (322 971). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 1,16 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Deutsche Post (118 407/10 621), Nokia (46 520/12 359) und Deutsche Telekom (30 628/26 243)./DP/he

27.05.2015

ROUNDUP/Kreise: Top-Wirtschaftsmächte loten Verhaltensregeln für Banker aus

DRESDEN (dpa-AFX) - Die führenden westlichen Industrieländer (G7) wollen sieben Jahre nach der Finanzkrise die Banken noch stärker an die Kandare nehmen. Bei ihrem Treffen in Dresden loten sie erstmals neue Verhaltensregeln aus, einen "Banker's Code of Conduct". Das verlautete am Mittwochabend aus Verhandlungskreisen - vor den Beratungen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs an diesem Donnerstag (28.5.). Es gehe darum zu klären, in welchen Marktsegmenten ein solches Instrument welchen Nutzen brächte.

Befürworter zusätzlicher Regeln hoffen, nach den Verwerfungen im Zuge der Lehman-Pleite im Herbst 2008 mit zusätzlichen Verhaltensregeln den Kulturwandel in der Finanzbranche voranzutreiben: "Grundlage eines funktionierenden Finanzmarktes ist das Vertrauen der Marktteilnehmer untereinander", hieß es. Dies setze voraus, "dass sich alle Teilnehmer integer verhalten".

Im Kampf gegen Steuertricks international agierender Konzerne wollen die G7 ebenfalls einen Gang höher schalten. Es reiche nicht aus, dass sich die Top-Wirtschaftsmächte bis Jahresende auf 15 Maßnahmen gegen Steuergestaltung und Gewinnverlagerungen ("BEPS") verständigen, verlautete aus den Kreisen. "Es geht um die Frage der glaubwürdigen Umsetzung."

Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen bis Jahresende ein Paket schnüren, um legale Steuertricks globaler Konzerne einzudämmen. Diese Frist werde von den G7-Ländern USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Italien nicht in Frage gestellt.

Man dürfte sich auf der Agenda nicht ausruhen: "Wir wollen und müssen Impulse geben, über BEPS hinauszugehen." Geklärt werden müsse etwa ein Schlichtungsverfahren, wenn Länder sich über die Besteuerung von Firmengewinnen streiten. Auch sollten gemeinsame Steuerprüfungen mehrerer Länder ausgelotet werden.

Das Thema Griechenland war bereits am Mittwoch allgegenwärtig - obwohl die Lage in dem hoch verschuldeten Euroland in Dresden gar nicht ausdrücklich auf der Tagesordnung steht. Nach Einschätzung deutscher Regierungsvertreter zeichnet sich in den Verhandlungen Athens mit den internationalen Geldgebern weiter keine rasche Lösung ab. "In der Sache sind wir noch nicht sehr viel weiter gekommen", hieß es aus deutschen Delegationskreisen. Man sei überrascht über Hinweise aus Athen, kurz vor einer Einigung zu stehen.

Griechenland ist stark unter Druck: Bis zum 5. Juni muss das Land beim Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Schuldentranche von gut 300 Millionen Euro begleichen - doch die Kassen des Landes sind praktisch leer./ben/sl/DP/he

27.05.2015

Kreise: G7 loten Verhaltensregeln für Banker aus

DRESDEN (dpa-AFX) - Die führenden westlichen Industrieländer (G7) loten Kreisen zufolge neue Verhaltensregeln für Banker aus. In Dresden werde erstmals über einen "Banker's Code of Conduct" diskutiert, verlautete am Mittwochabend aus Verhandlungskreisen - vor den Beratungen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs an diesem Donnerstag. Es gehe darum zu klären, in welchen Marktsegmenten ein solches Instrument welchen Nutzen brächte.

Befürworter zusätzlicher Regeln hoffen, nach den Verwerfungen der Finanzkrise mit zusätzlichen Verhaltensregeln den Kulturwandel in der Finanzbranche voranzutreiben. "Das Vertrauen der Marktteilnehmer untereinander setzt voraus, dass sich alle Teilnehmer integer verhalten", hieß es./ben/sl/DP/he

27.05.2015

ROUNDUP 2: Post bekräftigt Sparkurs - Mitarbeiter-Proteste bei Hauptversammlung

(neu: Dividende beschlossen)

FRANKFURT/BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Post will trotz des harten Tarifkonfliktes um Konzernstruktur und Gehälter an ihrem Sparkurs festhalten. "Unsere Personalkosten sind auf Dauer nicht wettbewerbsfähig", sagte Post-Chef Frank Appel bei der Hauptversammlung am Mittwoch in der Frankfurter Jahrhunderthalle laut Redemanuskript. "Unsere langjährige Tarifstruktur geht noch auf Behördenzeiten zurück. Sie sind heute nicht mehr markt- und zeitgemäß." Appel bestätigte die Gewinnziele der Post für 2015 von gut drei Milliarden Euro. Die Aktionäre beschlossen wie von Appel vorgeschlagen, die Dividende um 0,05 Euro auf 0,85 Euro zu erhöhen, wie die Post mitteilte. Vorstand und Aufsichtsrat seien mit großer Mehrheit entlastet worden.

Vor der Halle demonstrierten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mehrere Tausend Postmitarbeiter gegen die Geschäftspolitik. Von den schon seit Anfang April laufenden Streiks waren nach Unternehmensangaben am Mittwoch 38 von 49 Briefniederlassungen und rund 5500 Mitarbeiter betroffen. Etwa sechs Prozent der Briefe und Pakete würden einen Tag später zugestellt, erklärte das Unternehmen.

Die Konzernführung versucht, die hohen Kosten bei der Zustellung im Inland zu senken, indem Zusteller für weniger Gehalt in eigens gegründeten regionalen Paketzustellungsgesellschaften eingestellt werden. Dieses Vorgehen sorgt bei der Gewerkschaft Verdi seit Monaten für Empörung. Sie wirft der Post Vertragsbruch und Flucht aus dem Haustarifvertrag vor.

Für zusätzliche Aufregung sorgte ein vom Unternehmen bestätigter Bericht des "Tagesspiegel" (Mittwoch) über polnische Aushilfszusteller bei der Post. Ein Verdi-Sprecher nannte das "beispiellos skandalös". Die Post versuche, den Arbeitskampf im eigenen Land durch ausländische Kräfte zu unterwandern.

Ein Post-Sprecher bestätigte, dass das Unternehmen neben Mitarbeitern mit Wohnsitz in Deutschland in einzelnen Bereichen von Berlin aktuell auch Kollegen der Post-Tochter DHL Paket aus dem benachbarten Polen einsetze. Dies seien erfahrene Zusteller und keine externen, sondern Post-Mitarbeiter. Sie erhielten für die Zeit des Einsatzes denselben Tariflohn wie ihre deutschen Kollegen, betonte der Sprecher. Grund für den Einsatz seien das hohe Paketaufkommen in den vergangenen Tagen speziell für die Region Berlin und die letzten Nachwirkungen der vergangenen Streiks.

In dem langwierigen Tarifkonflikt verlangt die Gewerkschaft für die rund 140 000 Beschäftigten eine Verkürzung der Wochenarbeitszeiten auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich sowie 5,5 Prozent mehr Geld. Die entsprechenden Regelungen aus dem Entgelttarifvertrag sind zum 31. Mai 2015 gekündigt. Die fünfte Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt war ohne sichtbare Fortschritte zu Ende gegangen. Die Gespräche sollen nun am 1. und 2. Juni in Berlin fortgesetzt werden.

In dem neuen Paketzustellernetz mit 49 regionalen Gesellschaften arbeiten bereits mehr als 6000 Menschen, darunter viele ehemals befristet Beschäftigte der Post. Bezahlt werden sie zu niedrigeren Löhnen./rs/fri/he

27.05.2015

Deutsche Wohnen hofft bei Kapitalerhöhung auf gut 900 Millionen Euro

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen peilt bei seiner vor einer Woche angekündigten Kapitalerhöhung einen Bruttoerlös von rund 907 Millionen Euro an. Der Bezugspreis für die knapp 42,2 Millionen neuen Aktien sei auf 21,50 Euro festgesetzt worden, teilte die Gesellschaft am Mittwochabend mit. Zunächst hatte sich Deutsche Wohnen beim Erlös ein Ziel von 875 bis 950 Millionen Euro gesteckt. Im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz sackte der Aktienkurs des Immobilienkonzerns um gut ein Prozent ab.

Die neuen Aktien werden den Aktionären mit einem Bezugsverhältnis von 7:1 angeboten. Die Bezugsfrist läuft noch bis zum 3. Juni 2015. Der genaue Bruttoemissionserlös wird voraussichtlich im Laufe des 4. Juni 2015 feststehen.

Mit dem frischen Geld soll vor allem die Übernahme von 6500 mehrheitlich in Berlin befindlichen Wohneinheiten finanziert werden, die das Unternehmen vor einer Woche angekündigt hatte. Dafür muss Deutsche Wohnen rund 500 Millionen Euro auf den Tisch blättern. Durch den Zukauf, der im Wesentlichen bis Ende Juni abgeschlossen sein soll, steigt die Zahl der Immobilien auf etwas mehr als 155 000.

Einen großen Sprung hatte das Unternehmen mit dem 1,7 Milliarden Euro teuren Kauf des Konkurrenten GSW gemacht. Dadurch stieg die Zahl der Wohnungen um rund 60 000. Gescheitert ist das Unternehmen allerdings beim Versuch, den österreichischen Konkurrenten Conwert für 1,2 Milliarden Euro zu kaufen. Den Aktionären war der gebotene Preis zu niedrig, so dass nicht genügend Anteile angeboten wurden.

Trotz der Übernahme will Deutsche Wohnen den Verschuldungsgrad auf unter 45 Prozent senken. Dafür sollen Finanzverbindlichkeiten durch neue Bankkredite und möglicherweise durch die Ausgabe von Anleihen abgelöst werden. Insgesamt will das Unternehmen 1,5 Milliarden Euro refinanzieren, der durchschnittliche Zinssatz soll auf unter 2 Prozent sinken.

In den ersten drei Monaten des Jahres hatte der Immobilienkonzern von steigenden Mieteinnahmen und einem geringeren Leerstand in den wichtigsten Märkten sowie den Übernahmen und dem Verkauf von nicht so gewinnbringenden Wohnungen profitiert. Der operative Gewinn - gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations (FFO) - war um gut ein Fünftel auf 71,3 Millionen Euro gestiegen. Der FFO setzt sich im Wesentlichen aus dem Gewinn vor Steuern und Abschreibungen sowie den Erlösen aus Verkäufen zusammen. Er zeigt an, wie viel Geld im operativen Geschäft erwirtschaftet wird und für Investitionen zur Verfügung steht./he/stb

27.05.2015

Entwicklerkonferenz Google I/O startet in San Francisco

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Google wird am Donnerstag (ab 19.00 Uhr MESZ) Neuigkeiten zu seinem Mobil-Betriebssystem Android und anderen Produkten vorstellen. Der Internet-Konzern startet in San Francisco die jährliche Entwickler-Konferenz Google I/O.

Mit Spannung erwartet wird vor allem ein erster Ausblick auf die nächste Android-Version. Sie dürfte nach der bei Google üblichen alphabetischen Reihenfolge den Namen einer Süßigkeit tragen, die mit einem "M" beginnt. Die vor einem Jahr vorgestellte aktuelle Version heißt "Lollipop". Bei Android "M" könnten laut Medienberichten unter anderem neue Schnittstellen für Fingerabdruck-Sensoren hinzugefügt werden. Außerdem wolle Google die Batterielaufzeiten verbessern.

Weitere Ankündigungen könnten die Software-Plattform Android Auto für die Integration von Smartphones in Fahrzeuge betreffen, die Vernetzung von Technik im Haushalt sowie 3D-Brillen zum Eintauchen in virtuelle Welten./so/DP/stb

27.05.2015

Plädoyers im Sal. Oppenheim-Prozess beginnen

KÖLN (dpa-AFX) - Im Prozess gegen die ehemaligen Chefbanker von Sal. Oppenheim hat die Staatsanwaltschaft für diesen Donnerstag (9.30 Uhr) ihr Plädoyer angekündigt. In dem Untreue-Verfahren sind die vier einst persönlich haftenden Gesellschafter Matthias Graf von Krockow, Christopher Freiherr von Oppenheim, Friedrich Carl Janssen und Dieter Pfundt angeklagt. Ihr früherer Geschäftspartner Josef Esch muss sich vor dem Kölner Landgericht nur noch wegen Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz verantworten.

Sal. Oppenheim war vor einigen Jahren in eine Existenzkrise geraten. Die einst größte europäische Privatbank war als Großaktionär des inzwischen pleitegegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor mit in den Abwärtsstrudel gelangt. Heute ist das Geldhaus eine Tochter der Deutschen Bank - in stark verkleinerter Form./wa/cd/DP/stb

27.05.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow erholt sich weitgehend von Vortagesverlust

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch zugelegt und damit ihre deutlichen Verluste vom Vortag mehr oder weniger wettgemacht. Positive Quartalszahlen vom Juwelier Tiffany sowie neuer Optimismus in der Athener Schuldenkrise ließen Anleger wieder zugreifen. Dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras zufolge steht das Land kurz vor einer Einigung mit seinen Gläubigern.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,67 Prozent bei 18 162,99 Punkten. Der S&P-500-Index gewann 0,92 Prozent auf 2123,48 Punkte. Der Nasdaq-100-Index rückte um 1,63 Prozent auf 4546,06 Punkte vor. Der breiter gefasste Nasdaq Composite schloss sogar auf dem höchsten bisher erreichten Stand. Am Dienstag hatten die wichtigsten US-Indizes mit Verlusten von jeweils mehr als einem Prozent geschlossen. Der S&P-500 Index hatte sogar das größte Minus seit rund drei Wochen verbucht. Hauptgrund dafür waren überwiegend gute US-Konjunkturdaten, die den Befürchtungen einer baldigen Zinserhöhung neue Nahrung gegeben hatten.

TIFFANY GLÄNZT MIT UNERWARTET HOHEM GEWINN

Neben fehlenden Konjunkturdaten war am Mittwoch auch die Nachrichtenlage auf Unternehmensseite übersichtlich. Die wenigen Neuigkeiten hatten es aber in sich: Der Luxus-Juwelier Tiffany hatte einen Quartalsgewinn ausgewiesen, der die Analystenprognosen übertraf. Deshalb sprangen die Aktien um 10,53 Prozent nach oben. Dagegen war beim Modehersteller Michael Kors der Quartalsumsatz rückläufig gewesen und der Ergebnisausblick enttäuschend. Die Papiere verloren mehr als 24 Prozent.

Ansonsten sorgten vor allem Zusammenschlüsse oder Spekulationen darüber für Fantasien. Die US-Kartellbehörde hat den Weg für die Fusion der Tabakhersteller Reynolds American und Lorillard frei gemacht. Bedingung für die 27-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Reynolds American ist unter anderem, dass die Tabakhersteller vier Zigarettenmarken verkaufen und sich aus einem Markt zurückziehen. Die Papiere von Reynolds American verteuerten sich um 2,25 Prozent, jene von Lorrillard rückten um knapp 1 Prozent vor.

BROADCOM IM ÜBERNAHMEFIEBER

Kreisen zufolge ist der Halbleiterhersteller Avago Technologies am Konkurrenten Broadcom interessiert. Beide Seiten seien darüber in fortgeschrittenen Verhandlungen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise. Broadcom war zuletzt an der Börse rund 33 Milliarden Dollar, Avago rund 36 Milliarden Dollar wert. Die Broadcom-Aktien stiegen um fast 22 Prozent, jene von Avago um knapp 8 Prozent.

Ölwerte litten hingegen unter dem gesunkenen Ölpreis. Entsprechend gehörten die Titel von Exxon Mobil und Chevron mit Verlusten von 0,28 beziehungsweise 0,17 Prozent zu den schwächsten Aktien im Dow Jones./edh/he

27.05.2015

Aktien New York Schluss: Dow erholt sich weitgehend von Vortagesverlusten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch zugelegt und damit ihre deutlichen Verluste vom Vortag mehr oder weniger wettgemacht. Positive Quartalszahlen vom Juwelier Tiffany sowie neuer Optimismus in der Athener Schuldenkrise ließen Anleger wieder zugreifen. Dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras zufolge steht das Land kurz vor einer Einigung mit seinen Gläubigern.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,67 Prozent bei 18 162,99 Punkten. Der S&P-500-Index gewann 0,92 Prozent auf 2123,48 Punkte. Der Nasdaq-100-Index rückte um 1,63 Prozent auf 4546,06 Punkte vor. Der breiter gefasste Nasdaq Composite schloss sogar auf dem höchsten bisher erreichten Stand. Am Dienstag hatten die wichtigsten US-Indizes mit Verlusten von jeweils mehr als einem Prozent geschlossen. Der S&P-500 Index hatte sogar das größte Minus seit rund drei Wochen verbucht. Hauptgrund dafür waren überwiegend gute US-Konjunkturdaten, die den Befürchtungen einer baldigen Zinserhöhung neue Nahrung gegeben hatten./edh/he

27.05.2015

Aktien New York: Dow erholt sich etwas von Vortagesverlusten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch zugelegt und damit ihre klaren Verluste vom Vortag mehr oder weniger wettgemacht. Positive Quartalszahlen vom Juwelier Tiffany sowie neuer Optimismus in der Athener Schuldenkrise ließen Anleger wieder zugreifen. Dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras zufolge steht das Land kurz vor einer Einigung mit seinen Gläubigern.

Der Dow Jones Industrial lag zuletzt 0,69 Prozent höher bei 18 166,73 Punkten und damit fast auf seinem Tageshoch. Der S&P-500-Index gewann 0,85 Prozent auf 2122,10 Punkte. Der Nasdaq-100-Index rückte um 1,50 Prozent auf 4540,08 Punkte vor. Am Dienstag hatten die wichtigsten US-Indizes mit Verlusten von jeweils mehr als einem Prozent geschlossen. Der S&P-500 Index hatte sogar das größte Minus seit rund drei Wochen verbucht. Hauptgrund dafür waren überwiegend gute US-Konjunkturdaten, die den Befürchtungen einer baldigen Zinserhöhung neue Nahrung gegeben hatten.

Neben fehlenden Konjunkturdaten war am Mittwoch auch die Nachrichtenlage auf Unternehmensseite übersichtlich. Die wenigen Neuigkeiten hatten es aber in sich: Der Luxus-Juwelier Tiffany hatte einen Quartalsgewinn ausgewiesen, der die Analystenprognosen übertraf. Deshalb sprangen die Aktien um 11,65 Prozent nach oben. Dagegen war beim Modehersteller Michael Kors der Quartalsumsatz rückläufig gewesen und der Ergebnisausblick enttäuschend. Die Papiere verloren mehr als 24 Prozent.

Ansonsten sorgten vor allem Zusammenschlüsse oder Spekulationen darüber für Fantasien. Die US-Kartellbehörde hat den Weg für die Fusion der Tabakhersteller Reynolds American und Lorillard frei gemacht. Bedingung für die 27-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Reynolds American ist unter anderem, dass die Tabakhersteller vier Zigarettenmarken verkaufen und sich aus einem Markt zurückziehen. Die Papiere von Reynolds American verteuerten sich um 2,45 Prozent, jene von Lorrillard rückten um 1,14 Prozent vor.

Dem "Wall Street Journal" zufolge ist der Halbleiterhersteller Avago Technologies am Konkrrenten Broadcom interessiert. Beide Seiten seien darüber in fortgeschrittenen Verhandlungen, heißt es. Broadcom war zuletzt an der Börse rund 28 Milliarden Dollar, Avago rund 34 Milliarden Dollar wert. Die Broadcom-Aktien stiegen zuletzt um fast 17 Prozent, jene von Avago um knapp 7 Prozent./edh/he

27.05.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Griechenland-Hoffnung treibt Dax an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine Einigung im griechischen Schuldendrama hat dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch frischen Schwung verliehen. Der Dax zog am Nachmittag nach einem zuvor eher trägen Handel an und kletterte letztendlich um 1,26 Prozent auf 11 771,13 Punkte nach oben. Tags zuvor hatten Sorgen um den griechischen Schuldenpoker noch belastet. Den Mittwochvormittag über war wegen einer technischen Panne der Frankfurter Parketthandel gestört, das weit wichtigere elektronische Handelssystem Xetra lief aber reibungslos.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax stieg zur Wochenmitte um 1,26 Prozent auf 20 973,32 Punkte und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,48 Prozent auf 1718,36 Punkte nach oben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 1,76 Prozent auf 3682,87 Zähler zu. Auch an den Börsen Paris und London ging es nach oben. An der Wall Street stieg der US-Leitindex Dow Jones Industrial bis zum Handelsschluss in Europa um rund ein halbes Prozent.

TSIPRAS WEITERHIN OPTIMISTISCH - LÖSUNG IM SCHULDENSTREIT ABER OFFEN

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras zeigte sich erneut optimistisch hinsichtlich einer schnellen Einigung im Schuldenstreit. Das von der Pleite bedrohte Euroland stehe "kurz vor einer Einigung mit den Gläubigern", sagte Tsipras vor Journalisten in Athen.

Einige Börsianer warnten aber vor übertriebenem Optimismus. So hatte es in den vergangenen Tagen von Seiten der griechischen Regierung mehrfach geheißen, dass bei den Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern eine Einigung bevorstehe. Vertreter der Europäischen Institutionen sprachen hingegen wiederholt von einem noch weiten Weg. Zunächst bleibt also unklar, ob die Regierung in Athen im Juni fällige Kreditraten fristgerecht zurückzahlen kann.

ALLE DAX-WERTE STEIGEN - K+S AN DAX-SPITZE

Mit Blick auf den Dax schafften alle 30 Werte den Sprung in die Gewinnzone. An der Spitze des Börsenbarometers gewannen die Aktien des Dünger- und Salzherstellers K+S 3,63 Prozent. Händler verwiesen auf eine weitere optimistische Einschätzung eines Wettbewerbers zu den Aussichten auf dem indischen Markt. Diese hätten einen positiven Impuls für die Branche gebracht.

Unter den schwächsten Werten im deutschen Leitindex waren die Papiere des Rückversicherers Munich Re mit plus 0,14 Prozent nach einer Verkaufsempfehlung der US-Investmentbank Goldman Sachs. Auch die Papiere des Baukonzerns Hochtief wurden von einem Analystenkommentar bewegt. Sie rückten im MDax nach einer bekräftigten Kaufempfehlung durch Merrill Lynch um mehr als 3 Prozent vor.

RHEINMETALL WILL MIT POLNISCHEM PARTNER PANZER BAUEN

Die Aktien von Rheinmetall profitierten von der Aussicht auf einen Auftrag aus Polen und stiegen um 2,75 Prozent. Der Konzern tut sich mit einem Partner aus dem Land zusammen. Gemeinsam soll ein amphibischer Radpanzer gebaut werden, der Aufklärungsfahrzeuge der polnischen Armee aus der Sowjetzeit ersetzen soll.

Die Aktien des Gabelstapler-Herstellers Kion verteuerten sich nach der angekündigten Aufnahme in den breit gefassten Index Stoxx Europe 600 um 1,56 Prozent. Relevant ist das vor allem für Fonds, die Indizes nachbilden, da sie Änderungen umsetzen müssen. Das kommt den Anteilsscheinen der Index-Aufsteiger zugute.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,45 Prozent am Vortag auf 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,39 Prozent auf 139,41 Punkte. Der Bund-Future zog um 0,01 Prozent auf 154,73 Punkte an. Ein Euro kostete 1,0891 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0863 (Dienstag: 1,0926) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9206 (0,9153) Euro./mis/he

--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

27.05.2015

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Deutlich fester dank Griechenland-Hoffnungen

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch von den deutlichen Vortagesverlusten erholt und mit klaren Gewinnen geschlossen. Für gute Laune unter den Anlegern sorgten Hoffnungen auf Fortschritte bei den Schuldenverhandlungen mit Griechenland. Unterstützung kam auch von der Wall Street, wo der Leitindex Dow Jones Industrial um mehr als ein halbes Prozent zulegte.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 1,76 Prozent bei 3682,87 Punkten. Am Dienstag hatte der Leitindex der Eurozone wegen der Lage in Griechenland sowie des Erfolgs der linkspopulistischen Partei Podemos bei den spanischen Kommunalwahlen um knapp 1 Prozent nachgegeben. Für den CAC 40 in Paris ging es zur Wochenmitte um 1,95 Prozent auf 5182,53 Punkte nach oben. Der Londoner FTSE 100 gewann 1,21 Prozent auf 7033,33 Punkte. Auch die Börsen in Madrid, Mailand und Athen verbuchten deutliche Kursaufschläge.

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte sich erneut optimistisch für eine schnelle Einigung im Schuldenstreit gezeigt. Das von der Pleite bedrohte Euroland stehe "kurz vor einer Einigung mit den Gläubigern", sagte Tsipras am Mittwoch vor Journalisten in Athen. Der Regierungschef versicherte außerdem, dass die Regierung am Donnerstag fällige Löhne und Pensionen auszahlen wird. Griechenland steht finanziell am Rande des Abgrunds. Es ist unklar, ob das Land in den kommenden Tagen fällige Kredite zurückzahlen kann.

Im europäischen Branchenvergleich schnitten die Aktien von Energieversorgern am besten ab: Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 gewann 1,86 Prozent. Schwächster Sektor waren Bergbau-Papiere, deren Index um 0,24 Prozent stieg.

Für den Index der Reise- und Transportunternehmen ging es um 1,42 Prozent hoch. Ihm half das Kursplus von 3,21 Prozent bei IAG . Die British-Airways-Mutter könnte nach monatelangem Gezerre bei der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus endlich am Ziel sein: Am Dienstagabend hatte die irische Regierung mitgeteilt, den Staatsanteil an Aer Lingus von 25 Prozent an die Briten zu verkaufen. Für Aer Lingus ging es um 2,63 Prozent hoch.

Nun muss noch der irische Wettbewerber von Aer Lingus, Ryanair , seinen Anteil von knapp 30 Prozent ebenfalls veräußern. IAG hatte betont, nur zu übernehmen, wenn beide großen Anteilseigner mitziehen. Die Ryanair-Titel, die am Dienstag nach starken Zahlen deutlich zugelegt hatten, gewannen weitere 2,35 Prozent.

Die Aktien der Versicherungskonzerns Generali stiegen um 2,76 Prozent. Die Italiener wollen die Kosten weiter drücken und das eingesparte Geld größtenteils in weiteres Wachstum stecken. Gleichzeitig sollen die Aktionäre deutlich höhere Dividenden bekommen als zuletzt. Analyst Nick Holmes von der französischen Großbank Societe Generale lobte die angekündigte neue Ausschüttungspolitik.

Bei Ahold reichten mäßige Geschäftszahlen für einen Kursgewinn von mehr als 2 Prozent. Beim niederländischen Einzelhändler hatten im ersten Quartal erneut teure Werbekampagnen in den USA auf das Ergebnis gedrückt. Dagegen hatte der Umsatz zugelegt - vor allem dank des schwachen Euro./edh/he

27.05.2015

Aktien Europa Schluss: Deutlich fester dank Griechenland-Hoffnungen

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch von den deutlichen Vortagesverlusten erholt und mit klaren Gewinnen geschlossen. Für gute Laune unter den Anlegern sorgten Hoffnungen auf Fortschritte bei den Schuldenverhandlungen mit Griechenland. Unterstützung kam auch von der Wall Street, wo der Leitindex Dow Jones Industrial um mehr als ein halbes Prozent zulegte.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 1,76 Prozent bei 3682,87 Punkten. Am Dienstag hatte der Leitindex der Eurozone wegen der Lage in Griechenland sowie des Erfolgs der linkspopulistischen Partei Podemos bei den spanischen Kommunalwahlen um knapp 1 Prozent nachgegeben. Für den CAC 40 in Paris ging es zur Wochenmitte um 1,95 Prozent auf 5182,53 Punkte nach oben. Der Londoner FTSE 100 gewann 1,21 Prozent auf 7033,33 Punkte. Auch die Börsen in Madrid, Mailand und Athen verbuchten deutliche Kursaufschläge./edh/he

27.05.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Griechenland-Hoffnung treibt deutschen Aktienmarkt an

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf eine Einigung im griechischen Schuldendrama hat dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch frischen Schwung verliehen. Der Dax zog am Nachmittag nach einem zuvor eher trägen Handel an und kletterte letztendlich um 1,26 Prozent auf 11 771,13 Punkte nach oben. Tags zuvor hatten Sorgen um den griechischen Schuldenpoker noch belastet. Den Mittwochvormittag über war wegen einer technischen Panne der Frankfurter Parketthandel gestört, das weit wichtigere elektronische Handelssystem Xetra lief aber reibungslos.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax stieg zur Wochenmitte um 1,26 Prozent auf 20 973,32 Punkte und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,48 Prozent auf 1718,36 Punkte nach oben./mis/he

27.05.2015

WDH/ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Erholung von Vortagesverlusten

(Im 1. Satz wurde die Schreibweise eines Wortes berichtigt.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Positive Quartalszahlen vom Juwelier Tiffany sowie neuer Optimismus in der Athener Schuldenkrise haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch unterstützt. Dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras zufolge steht das Land kurz vor einer Einigung mit seinen Gläubigern.

Der Dow Jones Industrial stieg im New Yorker Vormittagshandel um 0,51 Prozent auf 18 133,43 Punkte. Der S&P-500-Index gewann 0,51 Prozent auf 2115,00 Punkte. Der Nasdaq-100-Index rückte um 0,92 Prozent auf 4514,30 Punkte vor. Am Dienstag hatten die wichtigsten US-Indizes mit Verlusten von jeweils mehr als einem Prozent geschlossen. Der S&P-500 Index hatte sogar das größte Minus seit rund drei Wochen verbucht. Hauptgrund dafür waren überwiegend gute US-Konjunkturdaten gewesen, die den Befürchtungen einer baldigen Zinserhöhung neue Nahrung gaben.

Neben fehlenden Konjunkturdaten war am Mittwoch auch die Nachrichtenlage auf Unternehmensseite übersichtlich. Die wenigen Neuigkeiten hatten es aber in sich: Der Luxus-Juwelier Tiffany hatte einen Quartalsgewinn ausgewiesen, der die Analystenprognosen übertraf. Deshalb sprangen die Aktien um mehr als 11 Prozent nach oben. Dagegen war beim Modehersteller Michael Kors der Quartalsumsatz rückläufig gewesen und der Ergebnisausblick enttäuschend. Die Papiere verloren mehr als 21 Prozent.

Ansonsten sorgten vor allem Zusammenschlüsse für Fantasien. Die US-Kartellbehörde hat den Weg für die Fusion der Tabakhersteller Reynolds American und Lorillard frei gemacht. Bedingung für die 27-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Reynolds American ist unter anderem, dass die Tabakhersteller vier Zigarettenmarken verkaufen und sich aus einem Markt zurückziehen. Die Papiere von Reynolds American verteuerten sich um 2,48 Prozent, jene von Lorrillard rückten um 1,11 Prozent vor.

Am Dienstag hatte die Rating-Agentur Fitch mitgeteilt, eine Bonitätsabstufung der Medienkonzerne Charter Communications und Time Warner Cable (TWC) zu prüfen. Der US-Medienkonzern Charter Communications hatte zuvor sein Angebot für den Rivalen TWC in Höhe von 55 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt. Charter ist der viertgrößte Kabelanbieter in den USA, TWC die Nummer zwei. TWC-Aktien verloren zuletzt 0,64 Prozent, Charter-Titel sanken um 1,57 Prozent./edh/he

27.05.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Erholung von Vortagesverlusten

NEW YORK (dpa-AFX) - Positive Quartalszahlen vom Juwelier Tiffany sowie neuer Optimismus in der Arhener Schuldenkrise haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch unterstützt. Dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras zufolge steht das Land kurz vor einer Einigung mit seinen Gläubigern.

Der Dow Jones Industrial stieg im New Yorker Vormittagshandel um 0,51 Prozent auf 18 133,43 Punkte. Der S&P-500-Index gewann 0,51 Prozent auf 2115,00 Punkte. Der Nasdaq-100-Index rückte um 0,92 Prozent auf 4514,30 Punkte vor. Am Dienstag hatten die wichtigsten US-Indizes mit Verlusten von jeweils mehr als einem Prozent geschlossen. Der S&P-500 Index hatte sogar das größte Minus seit rund drei Wochen verbucht. Hauptgrund dafür waren überwiegend gute US-Konjunkturdaten gewesen, die den Befürchtungen einer baldigen Zinserhöhung neue Nahrung gaben.

Neben fehlenden Konjunkturdaten war am Mittwoch auch die Nachrichtenlage auf Unternehmensseite übersichtlich. Die wenigen Neuigkeiten hatten es aber in sich: Der Luxus-Juwelier Tiffany hatte einen Quartalsgewinn ausgewiesen, der die Analystenprognosen übertraf. Deshalb sprangen die Aktien um mehr als 11 Prozent nach oben. Dagegen war beim Modehersteller Michael Kors der Quartalsumsatz rückläufig gewesen und der Ergebnisausblick enttäuschend. Die Papiere verloren mehr als 21 Prozent.

Ansonsten sorgten vor allem Zusammenschlüsse für Fantasien. Die US-Kartellbehörde hat den Weg für die Fusion der Tabakhersteller Reynolds American und Lorillard frei gemacht. Bedingung für die 27-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Reynolds American ist unter anderem, dass die Tabakhersteller vier Zigarettenmarken verkaufen und sich aus einem Markt zurückziehen. Die Papiere von Reynolds American verteuerten sich um 2,48 Prozent, jene von Lorrillard rückten um 1,11 Prozent vor.

Am Dienstag hatte die Rating-Agentur Fitch mitgeteilt, eine Bonitätsabstufung der Medienkonzerne Charter Communications und Time Warner Cable (TWC) zu prüfen. Der US-Medienkonzern Charter Communications hatte zuvor sein Angebot für den Rivalen TWC in Höhe von 55 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt. Charter ist der viertgrößte Kabelanbieter in den USA, TWC die Nummer zwei. TWC-Aktien verloren zuletzt 0,64 Prozent, Charter-Titel sanken um 1,57 Prozent./edh/he

27.05.2015

Aktien New York: Moderate Erholung von Vortagesverlusten

NEW YORK (dpa-AFX) - Positive Quartalszahlen vom Juwelier Tiffany sowie neuer Optimismus in der griechischen Schuldenkrise haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch unterstützt. Laut einem Medienbericht scheint es leichte Fortschritte bei den Schuldenverhandlungen zwischen Griechenland und den internationalen Gläubigern zu geben.

Der Dow Jones Industrial stieg im frühen Handel um 0,52 Prozent auf 18 135,63 Punkte. Der S&P-500-Index gewann 0,50 Prozent auf 2114,65 Punkte. Der Nasdaq-100-Index rückte um 0,87 Prozent auf 4511,76 Punkte vor. Am Dienstag hatten die wichtigsten US-Indizes mit Verlusten von jeweils mehr als einem Prozent geschlossen. Der S&P-500 Index hatte sogar das größte Minus seit rund drei Wochen verbucht. Hauptgrund dafür waren überwiegend gute US-Konjunkturdaten gewesen, die den Befürchtungen einer baldigen Zinserhöhung neue Nahrung gaben./edh/he

27.05.2015

ROUNDUP: Gipfeltreffen der G7-Finanzchefs in Dresden eröffnet

DRESDEN (dpa-AFX) - Mit einer Begegnung in der Dresdner Frauenkirche ist am Mittwochabend der Finanzgipfel der führenden westlichen Industrieländer (G7) eröffnet worden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) begrüßte seine Amtskollegen und Notenbankchefs mit einer kurzen Ansprache. Er habe nach Dresden eingeladen, um die Schönheit der Stadt zu zeigen. Schäuble erwähnte auch, dass in Dresden derzeit Menschen auf der Straße gegen Ausländer, Flüchtlinge und eine angebliche Islamisierung der westlichen Welt demonstrieren. Das sei aber kein spezielles deutsches Phänomen, sondern in vielen Industriestaaten zu finden.

Mit dem Treffen in der Frauenkirche hatte der Finanzgipfel einen symbolträchtigen Ort gewählt. Die im Krieg zerstörte Kirche war von 1994 bis 2005 mit Spenden aus aller Welt wiedererrichtet worden. Besonders viel Geld kam aus den USA und Großbritannien.

Aus Sicht des britischen Finanzministers George Osborne ist die Frauenkirche nicht nur ein Symbol für Zerstörung: "Sie ist auch ein Symbol für das, wofür die G7 kämpfen: Demokratie und Freiheit." Osborne erinnerte in der Kirche an die leidvolle Geschichte Dresdens im Zweiten Weltkrieg, als britische und amerikanische Bomber die Stadt in Schutt und Asche legten. Dresden teile das Schicksal von Städten wie Coventry, das zuvor von den Deutschen angegriffen worden war.

Osborne erzählte auch eine Geschichte von Versöhnung: Das Turmkreuz der wiederaufgebauten Frauenkirche stamme von einem Kunstschmied, dessen Vater bei der Bombardierung Dresdens Pilot war.

Die inhaltliche Arbeit des G7-Gipfels beginnt am Donnerstagvormittag. Bis Freitag soll es unter anderem um Schritte für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und die Regulierung der Finanzmärkte gehen. Auch die Kooperation im Kampf gegen Steuerflucht steht auf der Tagesordnung. So wollen die führenden westlichen Industrieländer im Kampf gegen Steuertricks international agierender Konzerne einen Gang höher schalten, wie es in Dresden vor Beratungsbeginn aus Verhandlungskreisen hieß.

Vor dem Auftakt des Treffens hatte es in Dresden mehrere Kundgebungen gegeben, auf denen die Teilnehmer vom Westen mehr Einsatz im Kampf gegen Armut verlangten. Die Entwicklungsorganisation One forderte die G7-Staaten auf, ihre Finanzhilfen auf die ärmsten Länder der Erde zu fokussieren. Auf anderen Veranstaltungen wurden auch ein Schuldenerlass für finanziell angeschlagene Länder und Maßnahmen zur Verhinderung neuer Schuldenkrisen gefordert./jos/sl/ben/DP/he

27.05.2015

ROUNDUP 2: Berlin und Brüssel drängen Athen zur Eile - Tsipras: Vor Einigung

(neu: Schäuble)

ATHEN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Weiter Verwirrung um den Stand im griechischen Reformpoker: Deutschland und die EU-Kommission haben die Regierung in Athen in den Gesprächen mit den Geldgebern zur Eile ermahnt, Premier Alexis Tsipras spricht bereits von einer Einigung in greifbarer Nähe.

Jeder Tag sei entscheidend, betonte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Mittwoch bei einem Besuch in Lissabon. "Wir verhandeln mit hohem Zeitdruck, weil wir ein Ergebnis zustande bringen müssen, bevor in Griechenland die Liquidität ausläuft." Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte sich in den ARD-"Tagesthemen" "überrascht", dass in Athen von einer bevorstehenden Einigung gesprochen werde. Einen Schuldenerlass oder Finanzspritzen wies Schäuble erneut zurück.

AUCH EU-KOMMISSION ERHÖHT DRUCK

Auch die EU-Kommission erhöhte den Druck auf die Athener Regierung. In den Verhandlungen über ein griechisches Reformpaket müsse so schnell wie möglich ein Übereinkommen erreicht werden, forderte der Vizechef der Behörde, Valdis Dombrovskis, in Brüssel. Bei den Gesprächen gehe es schrittweise voran.

Mit Blick auf Gerüchte, wonach die Verhandlungen um ein Reformpaket abgeschlossen würden, hieß es in Kreisen der Europäischen Zentralbank (EZB), es gebe keinen Durchbruch. "In der Sache sind wir noch nicht sehr viel weiter gekommen", hieß es auch aus deutschen Delegationskreisen vor dem G7-Finanzminister-Treffen in Dresden.

TSIPRAS: 'WIR BEFINDEN UNS AUF DER ZIELGERADEN'

Nach Tsipras' Lesart stehen die Gespräche indes kurz vor einem Abschluss. "Wir befinden uns auf der Zielgeraden", sagte der linke Premier vor Journalisten in Athen. Er sei sehr optimistisch, dass in Kürze ein Übereinkommen verkündet werden könne.

Ohne verbindliche Reformzusagen Griechenlands können blockierte Hilfskredite in Höhe von 7,2 Milliarden Euro nicht fließen. Die Kassen in Athen sind leer, allein im Juni stehen Rückzahlungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) von etwa 1,55 Milliarden Euro an.

IWF SIEHT WÄHRUNGSUNION FÜR GREXIT GERÜSTET

Für den Fall eines Euro-Austritts Griechenlands - seit dem Wahlsieg des Syriza-Bündnisses immer wieder diskutiert - sieht der IWF die Währungsunion gerüstet. "Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt. Falls doch, bin ich überzeugt, dass der Euro das überleben wird", sagte IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard dem "Handelsblatt" (Donnerstag).

Athen wies energisch Spekulationen zurück, wonach die Regierung Kapitalverkehrskontrollen einführen wolle. "So etwas ist absolut ausgeschlossen", betonte Finanzminister Gianis Varoufakis. Tsipras versicherte den Griechen: "Es besteht absolut keine Gefahr für die Renten und die Gehälter (der Beschäftigten im öffentlichen Dienst) und auch nicht für die Banken und die Geldanlagen."

KREISE: EZB ERHÖHT ELA-VOLUMEN NICHT

In Griechenland hatten seit mehreren Tagen Gerüchte die Runde gemacht, die Regierung könnte das kommende Wochenende nutzen, um Einschränkungen für das Abheben von Geldern von Bankkonten einzuführen. In den vergangenen sechs Monaten hatten die Griechen insgesamt etwa 35 Milliarden Euro abgehoben. Griechenland steht wegen des orthodoxen Pfingstfests vor einem langen Wochenende.

Die EZB griff den Banken in Griechenland nach Angaben aus Branchenkreisen in dieser Woche nicht weiter unter die Arme. Der EZB-Rat habe das Volumen der Ela-Notkredite ("Emergency Liquidity Assistance") unverändert gelassen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Ela-Volumen für Griechenland bleibe damit unverändert bei 80,2 Milliarden Euro, hieß es.

G7-TREFFEN

Die Griechenland-Krise dürfte auch beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der führenden westlichen Industrieländer (G7) am Donnerstag und Freitag in Dresden angesprochen werden. Offiziell steht das Thema dort allerdings nicht auf der Tagungsordnung.

Der neue griechische Verhandlungsführer in den Gläubiger-Gesprächen, Euclid Tsakalotos, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag), es liefen sogar schon Verhandlungen über die Zeit nach dem Auslaufen des zweiten Pakets an Hilfskrediten. "Nahezu von selbst sind nun die beiden Verhandlungsprozesse vereint worden", sagte er dem Blatt. In den kommenden zwei Wochen werde eine endgültige Entscheidung über mögliche Anschlusskredite fallen./hk/cb/jkr/cs/jap/sl/ben/DP/he

27.05.2015

G7-Finanzchefs beraten über Wachstumsstrategien und Bankenregulierung

DRESDEN (dpa-AFX) - Die Finanzminister und Notenbankchefs der führenden westlichen Industrieländer (G7) beraten von Donnerstag (9.00 Uhr) an in Dresden über neue Schritte für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Auch weltweit führende Ökonomen nehmen teil.

Bei dem zweitägigen Treffen in der sächsischen Landeshauptstadt erörtern die Top-Wirtschaftsmächte zudem ihr weiteres Vorgehen gegen Steuertricks und Gewinnverlagerungen internationaler Konzerne. Vorangetrieben werden soll auch die Regulierung der Finanzmärkte.

Die G7 loten ferner zusätzliche Maßnahmen aus, um die Finanzierung von Terrorgruppen einzudämmen. Thema sind außerdem die geplanten Finanzhilfen für die Ukraine - einschließlich der angestrebten Schuldenerleichterungen. Die Griechenland-Krise steht nicht offiziell auf der Tagesordnung, dürfte aber ebenfalls angesprochen werden.

Konkrete Beschlüsse werden in Dresden nicht erwartet. Mit dem Ministertreffen wird der G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau in Bayern vorbereitet./sl/ben/DP/stb

27.05.2015

ROUNDUP/Berlin und Brüssel drängen Athen zur Eile - Tsipras: Vor Einigung

ATHEN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Weiter Verwirrung um den Stand im griechischen Reformpoker: Deutschland und die EU-Kommission haben die Regierung in Athen in den Gesprächen mit den Geldgebern zur Eile ermahnt, Premier Alexis Tsipras spricht bereits von einer Einigung in greifbarer Nähe.

Jeder Tag sei entscheidend, betonte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Mittwoch bei einem Besuch in Lissabon. "Wir verhandeln mit hohem Zeitdruck, weil wir ein Ergebnis zustande bringen müssen, bevor in Griechenland die Liquidität ausläuft."

EU-KOMMISSION ERHÖHT DRUCK

Auch die EU-Kommission erhöhte den Druck auf die Athener Regierung. In den Verhandlungen über ein griechisches Reformpaket müsse so schnell wie möglich ein Übereinkommen erreicht werden, forderte der Vizechef der Behörde, Valdis Dombrovskis, in Brüssel. Bei den Gesprächen gehe es schrittweise voran.

Mit Blick auf Gerüchte, wonach die Verhandlungen um ein Reformpaket abgeschlossen würden, hieß es in Kreisen der Europäischen Zentralbank (EZB), es gebe keinen Durchbruch. "In der Sache sind wir noch nicht sehr viel weiter gekommen", hieß es auch aus deutschen Delegationskreisen vor dem G7-Finanzminister-Treffen in Dresden.

TSIPRAS: GESPRÄCHE KURZ VOR ABSCHLUSS

Nach Tsipras' Lesart stehen die Gespräche indes kurz vor einem Abschluss. "Wir befinden uns auf der Zielgeraden", sagte der linke Premier vor Journalisten in Athen. Er sei sehr optimistisch, dass in Kürze ein Übereinkommen verkündet werden könne.

Ohne verbindliche Reformzusagen Griechenlands können blockierte Hilfskredite in Höhe von 7,2 Milliarden Euro nicht fließen. Die Kassen in Athen sind leer, allein im Juni stehen Rückzahlungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) von etwa 1,55 Milliarden Euro an.

IWF SIEHT WÄHRUNGSUNION GERÜSTET

Für den Fall eines Euro-Austritts Griechenlands - seit dem Wahlsieg des Syriza-Bündnisses immer wieder diskutiert - sieht der IWF die Währungsunion gerüstet. "Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt. Falls doch, bin ich überzeugt, dass der Euro das überleben wird", sagte IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard dem "Handelsblatt" (Donnerstag).

Athen wies energisch Spekulationen zurück, wonach die Regierung Kapitalverkehrskontrollen einführen wolle. "So etwas ist absolut ausgeschlossen", betonte Finanzminister Gianis Varoufakis. Tsipras versicherte den Griechen: "Es besteht absolut keine Gefahr für die Renten und die Gehälter (der Beschäftigten im öffentlichen Dienst) und auch nicht für die Banken und die Geldanlagen."

EZB GREIFT GRIECHISCHEN BANKEN WEITER UNTER DIE ARME

In Griechenland hatten seit mehreren Tagen Gerüchte die Runde gemacht, die Regierung könnte das kommende Wochenende nutzen, um Einschränkungen für das Abheben von Geldern von Bankkonten einzuführen. In den vergangenen sechs Monaten hatten die Griechen insgesamt etwa 35 Milliarden Euro abgehoben. Griechenland steht wegen des orthodoxen Pfingstfests vor einem langen Wochenende.

Die EZB griff den Banken in Griechenland nach Angaben aus Branchenkreisen in dieser Woche nicht weiter unter die Arme. Der EZB-Rat habe das Volumen der Ela-Notkredite ("Emergency Liquidity Assistance") unverändert gelassen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Ela-Volumen für Griechenland bleibe damit unverändert bei 80,2 Milliarden Euro, hieß es.

Die Griechenland-Krise dürfte auch beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der führenden westlichen Industrieländer (G7) am Donnerstag und Freitag in Dresden angesprochen werden. Offiziell steht das Thema dort allerdings nicht auf der Tagungsordnung.

Der neue griechische Verhandlungsführer in den Gläubiger-Gesprächen, Euclid Tsakalotos, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag), es liefen sogar schon Verhandlungen über die Zeit nach dem Auslaufen des zweiten Pakets an Hilfskrediten. "Nahezu von selbst sind nun die beiden Verhandlungsprozesse vereint worden", sagte er dem Blatt. In den kommenden zwei Wochen werde eine endgültige Entscheidung über mögliche Anschlusskredite fallen./hk/cb/jkr/cs/jap/sl/ben/DP/stb

27.05.2015

G7-Kreise: In Griechenland-Verhandlungen nicht sehr viel weiter

DRESDEN (dpa-AFX) - In den Verhandlungen Griechenlands mit den internationalen Geldgebern zeichnet sich nach Einschätzung deutscher Regierungsvertreter weiter keine rasche Lösung ab. "In der Sache sind wir noch nicht sehr viel weiter gekommen", hieß es am Mittwoch aus deutschen Delegationskreisen am Rande des G7-Finanzminister-Treffens in Dresden. Man sei überrascht über Hinweise aus Athen, man stünde kurz vor einer Einigung./sl/ben/DP/stb

27.05.2015

Athener Verhandlungsführer: Wir sprechen schon über das nächste Hilfspaket

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein ranghoher Offizieller aus Athen hat angedeutet, dass er mit den Geldgebern schon über eine weitere Finanzierung nach Auslaufen des aktuellen Hilfspakets verhandele. Inzwischen gehe es nicht mehr allein um den Abschluss des laufenden, zweiten Sanierungsprogramms und dessen noch ausstehende Kredittranchen von 7,2 Milliarden Euro, sagte der neue Verhandlungsführer der griechischen Regierung, Euclid Tsakalotos, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ/Donnerstagausgabe). Vielmehr gehe es auch um die künftige Finanzierung Griechenlands, "Nahezu von selbst sind nun die beiden Verhandlungsprozesse vereint worden."

Benötigt werde eine verbindliche Liste von Bedingungen und möglichen Zugeständnissen sowohl für den Abschluss des alten Sanierungsprogramms als auch für ein neues Hilfspaket, sagte Tsakalotos. Auch nach einem Abschluss müsse in Athen bewertet werden, "ob die Einigung wirtschaftlich und politisch tragbar ist."

Die endgültige Entscheidung über weitere Kredite und über die wirtschaftliche Zukunft Griechenlands werde innerhalb der kommenden zwei Wochen fallen, ergänzte Tsakalotos. Bisher habe die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras schon viele Zugeständnisse gemacht. Deswegen sei zuletzt in der Regierungspartei Syriza die Gruppe der Gegner einer Einigung und der Befürworter eines Austritts aus dem Euro stärker geworden./bgf/stb

27.05.2015

IWF: Eurozone für Gefahr eines Austritts Griechenlands gerüstet

DRESDEN (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht den Euroraum für den Fall eines möglichen Austritts Griechenlands gerüstet. "Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt. Falls doch, bin ich überzeugt, dass der Euro das überleben wird", sagte IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard dem "Handelsblatt" (Donnerstag).

Die Europäische Zentralbank (EZB) könne anderen Ländern helfen, sollten diese durch einen sogenannten Grexit in Schwierigkeiten geraten. "Wir haben untersucht, was passieren könnte, wenn die Krise auf andere Länder übergreift. Die EZB hat die Mittel, um das in den Griff zu kriegen."

Noch hält Blanchard eine Lösung für Griechenland für möglich. Allerdings seien dafür "mehr Kredite von außen nötig". Zudem müsse die griechische Seite einen plausiblen Plan vorlegen, wie sie ihren Haushalt sanieren wolle. Blanchard stellte klar: "Der IWF wird sich nicht an einem Programm beteiligen, das keinen Sinn ergibt."

Athen steht unter Druck: Griechenland muss bis zum 5. Juni beim IWF eine Schuldentranche von etwa 300 Millionen Euro begleichen. Niemand weiß, woher der Staat das Geld nehmen soll - denn die Kassen sind praktisch leer./ben/sl/DP/stb

27.05.2015

Steinmeier sieht 'hohen Zeitdruck' in Griechenland-Krise

LISSABON (dpa-AFX) - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier dringt auf eine baldige Lösung im Schuldendrama um den Europartner Griechenland. Bei einem Besuch in Portugal sagte Steinmeier am Mittwoch: "Wir verhandeln mit hohem Zeitdruck, weil wir ein Ergebnis zustande bringen müssen, bevor in Griechenland die Liquidität ausläuft." Mittlerweile sei "jeder Tag entscheidend". Deutschland sei dafür, dass Griechenland in der Eurozone bleibe. Dazu müsse Athen aber einen "entsprechenden Beitrag" leisten.

Steinmeier mahnte nach einem Treffen mit dem portugiesischen Außenminister Rui Machete in Lissabon, am Ende hänge es davon ab, ob Griechenland zu einer "Lösung in der Sache" bereit sei. "Wir haben ein Interesse an einer Lösung des Konflikts. Aber wir können ihn nicht lösen ohne Griechenland." Machete sagte ebenfalls: "Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren."

Zugleich lobte Steinmeier den Euro-Partner Portugal für seine Reformanstrengungen. "Das ist etwas, was uns in ganz Europa Respekt abnötigt." Portugal hat eine ganze Reihe von Reformen auf den Weg gebracht, um die Staatsfinanzen wieder einigermaßen ins Lot zu bringen. Dafür gab es international viel Anerkennung. Für Ende 2015 wird ein Wachstum von zwei Prozent erwartet. Allerdings ist die Arbeitslosigkeit immer noch sehr hoch. Als Stimmungstest gelten die Parlamentswahlen im Herbst.

Steinmeier hält sich seit Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch in der portugiesischen Hauptstadt auf. An diesem Donnerstag stehen Treffen mit Staatspräsident Anibal Cavaco Silva und Ministerpräsident Pedro Passos Coelho auf dem Programm./cs/DP/stb

27.05.2015

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 27.05.2015 - 17.00 Uhr

Deutsches Konsumklima im Höhenflug - Achter Anstieg in Folge

NÜRNBERG - Die Kauflaune in Deutschland bleibt trotz einer spürbar schwächeren Konjunktur weiter im Höhenflug. Der vom Marktforschungsinstitut GfK für Juni ermittelte Indikator für das Konsumklima stieg allerdings nur minimal. Es habe einen Zuwachs von 10,1 auf 10,2 Punkten gegeben, teilte das Institut am Mittwoch mit. Damit legte das Konsumklima den achten Monat in Folge zu und erreichte den höchste Wert seit Oktober 2001. Volkswirte hatten hingegen einen leichten Rückgang auf 10,0 Punkte erwartet.

EU will Ende im Griechenland-Poker - keine Kapitalverkehrskontrollen

ATHEN/BRÜSSEL - In den Verhandlungen über ein griechisches Reformpaket erhöht die EU-Kommission den Druck für einen baldigen Abschluss. "Eine solche Abmachung muss so schnell wie möglich erreicht werden, auch mit Blick auf die komplizierte Liquiditätslage in Griechenland", sagte EU-Vizekommissionschef Valdis Dombrovskis am Mittwoch in Brüssel. Bei den Expertengesprächen zwischen den Geldgebern und Athen gehe es schrittweise voran. Dombrovskis nannte in diesem Zusammenhang etwa das Mehrwertsteuer-System.

Kreise: EZB stockt Ela-Notkredite in dieser Woche nicht weiter auf

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den notleidenden Banken in Griechenland laut Kreisen in dieser Woche nicht weiter unter die Arme gegriffen. Der EZB-Rat habe das Volumen der Ela-Notkredite ("Emergency Liquidity Assistance") für die Griechen-Banken unverändert belassen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch. Die Agentur berief sich auf zwei Personen, die mit der Entscheidung vertraut seien. Bereits in der Woche zuvor waren die Notkredite mit 200 Millionen Euro vergleichsweise gering aufgestockt worden.

Frankreich: Verbrauchervertrauen trübt sich überraschend ein

PARIS - Das französische Verbrauchervertrauen hat sich im Mai überraschend eingetrübt. Der Indikator sei um einen Punkte auf 93 Punkte gefallen, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch mit. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 95 Punkte erwartet. Die 94 Punkte aus dem April waren der höchste Wert seit November 2010. Der Indikator bleibt weiter unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 100 Punkten.

Belgien: Geschäftsklima hellt sich überraschend stark auf

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im Mai stärker als erwartet aufgehellt. Der Indikator sei zum Vormonat um 1,3 Punkte auf minus 4,9 Punkte gestiegen, teilte die belgische Notenbank (BNB) am Mittwoch in Brüssel mit. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf minus 5,7 Punkte erwartet.

Milliarden für Wachstum und Krisen: EU schlägt Haushalt für 2016 vor

BRÜSSEL - Weniger Geld für Landwirte, aber deutlich mehr für Wettbewerbsfähigkeit und Krisenpolitik: In ihrem ersten Entwurf für den europäischen Gemeinschaftshaushalt 2016 hat die EU-Kommission Ausgaben in Höhe von 143,5 Milliarden Euro vorgeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahresplan entspreche dies einem Anstieg um 1,6 Prozent, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Mit einem Teil des Geldes müssten allerdings auch noch offene alte Rechnungen beglichen werden.

Ukraine platziert Staatsanleihen für 915 Millionen Euro

KIEW - Mit fünfjährigen Staatsanleihen im Gesamtwert von einer Milliarde US-Dollar (rund 915 Mio Euro) hofft die finanziell schwer angeschlagene Ukraine auf dringend benötigte Einnahmen. Die Papiere seien am Mittwoch platziert worden, teilte die Regierung in Kiew örtlichen Medien zufolge mit. Die Auszahlung der Hauptschuld und Zinsen werde von der US-Regierung garantiert, hieß es. Die Rendite übersteigt demnach diejenige von US-Staatsanleihen um 32 Basispunkte, was 0,32 Prozentpunkten entspricht.

Notenbank-Konferenz in Jackson Hole ohne Fed-Chefin Yellen

WASHINGTON/FRANKFURT - Das an den Finanzmärkten stark beachtete Notenbanktreffen im US-amerikanischen Jackson Hole wird in diesem Jahr ohne die Vorsitzende der US-Notenbank (Fed) stattfinden. Fed-Chefin Janet Yellen werde an dem traditionsreichen Treffen nicht teilnehmen, sagte eine Notenbank-Sprecherin am Mittwoch der Nachrichtenagentur Bloomberg. In den vergangenen Jahren hatte das Treffen immer wieder Spitzenvertreter führender Notenbanken der Welt angezogen.

Ifo: Unternehmen kommen immer leichter an Kredite

MÜNCHEN - Deutsche Unternehmen kommen laut einer Umfrage des Ifo-Instituts immer leichter an Bankkredite. Im Mai hätten nur noch 15,7 Prozent der etwa 4000 befragten Unternehmen in der gewerblichen Wirtschaft über Probleme bei der Kreditvergabe geklagt, teilte das Forschungsinstitut am Mittwoch mit. Damit ist die sogenannte "Kredithürde" so niedrig wie noch nie seit Beginn der monatlichen Ifo-Umfrage im November 2008. Im Vormonat hatte noch 16,0 Prozent der Unternehmen von Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe berichtet.

/rob/jkr

27.05.2015

Technikpanne bei Flugsicherung verzögert Griechenland-Gespräche

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Eine schwere Panne bei der belgischen Flugsicherung hat die Griechenland-Verhandlungen in Brüssel aufgehalten. Die Gespräche zwischen Experten der Geldgeber und Griechenlands könnten erst am Abend fortgesetzt werden, hieß es aus Kreisen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch. Wegen der Panne war fast der komplette Flugverkehr in Belgien lahmgelegt.

Mit Blick auf Gerüchte, wonach die Verhandlungen um ein Reformpaket abgeschlossen würden, hieß es in den EZB-Kreisen, es gebe keinen Durchbruch. Alle arbeiteten an einer Einigung, aber sie sei noch nicht da. Auch EU-Vizekommissionschef Valdis Dombrovskis hatte sich zuvor nicht einen Zeitplan festgelegt, wann die Gespräche abgeschlossen werden könnten./cb/DP/stb

27.05.2015

DAX-FLASH: Gewinne ausgebaut - Händler: Hoffnung im griechischen Schuldendrama

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine zunächst moderaten Gewinne am Mittwochnachmittag auf mehr als 1 Prozent ausgebaut. Einem Händler zufolge sorgte ein Medienbericht über mögliche Fortschritte bei den Schuldenverhandlungen mit Griechenland für Optimismus unter den Anlegern. Ob es wirklich zu einem Durchbruch komme, bleibe aber abzuwarten, gab der Börsianer zu bedenken. Unterstützung kam zudem von der Wall Street. Dort erholte sich der US-Leitindex Dow Jones Industrial nach seinem Vortagesrutsch um rund ein halbes Prozent./mis/he

27.05.2015

ROUNDUP: Technische Panne legt Frankfurter Parketthandel über Stunden lahm

FRANKFURT (dpa-AFX) - Technische Probleme haben den Frankfurter Parketthandel am Mittwoch den ganzen Vormittag über außer Gefecht gesetzt. Erst gegen 13 Uhr lief das Geschäft wieder reibungslos. Das vollelektronische System Xetra, über das weit mehr als 90 Prozent des Handels abgewickelt wird, war von der Panne nicht betroffen.

"Es gab über Nacht Probleme in der Datenverarbeitung", begründete ein Sprecher der Deutschen Börse den morgendlichen Ausfall an der Frankfurter Wertpapierbörse. Eine solch lange Störung sei die absolute Ausnahme.

Computerpannen hatten in der Vergangenheit auch andere Handelsplätze wie die Wall Street heimgesucht. Die Aktie des Frankfurter Börsenbetreibers reagierte kaum auf die Probleme und entwickelte sich am Nachmittag sogar etwas besser als der Leitindex Dax .

In den letzten Monaten sei es des Öfteren zu Handelsausfällen und verspätetem Handelsstarts gekommen, monierte Aktienhändler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner mit Blick auf das wichtigere Xetra-Handelssystem. "Vielleicht sollte die Deutsche Börse erst die naheliegenden Probleme lösen, bevor sie in die Ferne schweift", so Lipkow.

Am Morgen hatte die Deutsche Börse den Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens in China verkündet, um auf dem dortigen Markt mehr Gewicht zu bekommen. Zusammen mit der Shanghai Stock Exchange und der China Financial Futures Exchange sollen chinesische Finanzinstrumente entwickelt und an internationale Anleger außerhalb Chinas vertrieben werden, teilte die Deutsche Börse in Frankfurt mit./das/fat/fbr

27.05.2015

ANALYSE: Merrill Lynch sieht Aufholpotenzial bei Hochtief - Kaufvotum bekräftigt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger unterschätzen laut der US-Investmentbank Merrill Lynch den Wert des "Rumpfgeschäfts" des Baukonzerns Hochtief . Mit dem Wert des "Rumpfgeschäfts" meint Analyst Marcin Wojtal die Marktkapitalisierung abzüglich des Marktwertes der australischen Tochter Cimic, besser bekannt unter ihrem vorherigen Namen Leighton. Daher bekräftigte der Experte in einer Studie vom Mittwoch seine Kaufempfehlung für die Hochtief-Papiere. Bis zu seinem unveränderten Kursziel von 75 Euro sind mehr als 4 Prozent Luft nach oben.

In den letzten beiden Monaten hätten sich die Anteilsscheine des MDax-Konzerns schlechter entwickelt als die Cimic-Aktien, schrieb Wojtal. Absolut gesehen sei der Wert von Hochtief abzüglich von Cimic seit den April-Hochs sogar um 30 Prozent gefallen. Das lasse sich nur teilweise durch die Dividendenzahlung erklären.

Unterstützung für den Kurs sieht der Experte durch Aktienrückkäufe sowie durch einen erwarteten allmählichen Ausstieg aus dem Immobiliengeschäft. Nachdem sich die Essener bereits vom Immobilienentwickler Formart sowie von ihrem Anteil im Immobilienunternehmen Aurelis getrennt haben, dürften sie bestrebt sein, das verbliebene Immobiliengeschäft HTP in den kommenden sechs bis zwölf Monaten komplett abzustoßen oder es schrittweise abzubauen.

Gemäß der Einstufung "Buy" geht Merrill Lynch davon aus, dass die Aktie innerhalb der nächsten 12 Monate nach einer Bewertungsänderung einen Gesamtertrag aus Kursgewinn und Dividende von mindestens 10 Prozent abwerfen wird./mis/das

Analysierendes Institut Merrill Lynch & Co..

27.05.2015

ANALYSE/Goldman Sachs hält Munich Re und Hannover Rück für zu hoch bewertet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs blickt skeptisch auf die deutschen Rückversicherer. Der Druck auf die Prämien lasse zwar nach. Argumente für einen Kauf der Aktien von Munich Re und Hannover Rück sieht Analyst William Elderkin dennoch nicht. Im Gegenteil: Er hält die Papiere der Munich Re für zu hoch bewertet und stufte sie auf "Verkaufen" ab. Bei den Anteilsscheinen des Konkurrenten Hannover Rück rät er weiterhin zum Verkauf.

Der Prämienrückgang scheine sich zu verlangsamen und die Preise könnten sich bis Ende 2016 stabilisieren, schrieb Elderkin in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie. Allerdings vollziehe sich ein nachhaltiger Wandel in der Branche. Der Experte rechnet vor diesem Hintergrund nicht mit mittelfristigen Preiserhöhungen.

MEHR ALTERNATIVEN FÜR KUNDEN

In der Vergangenheit seien Rückversicherer insbesondere nach großen Naturkatastrophen in der Lage gewesen, höhere Prämien durchzusetzen. Das scheine aber angesichts reichlich vorhandener alternativer Kapazitäten im zuvor hochprofitablen Naturkatastrophen-Rückversicherungsgeschäft wie etwa Katastrophenanleihen nicht mehr der Fall zu sein.

Insgesamt seien die Geschäftsmodelle der europäischen Rückversicherer im aktuell schwierigen Marktumfeld aber robust, schrieb Elderkin. Der Großteil ihrer Portfolios bestehe aus komplexen Produkten mit hohen Eintrittsbarrieren. Der Marktrückgang der vergangenen beiden Jahre betreffe hingegen nur einen kleinen - wenngleich sehr profitablen - Teil des Geschäfts der Assekuranzen. Daher seien die Geschäftsmodelle insgesamt nicht bedroht.

FAVORITEN AUS DER SCHWEIZ

Zu den Favoriten des Analysten zählt im Umfeld nachhaltig niedrigerer Renditen im Rückversicherungsgeschäft die Swiss Re

Diese Einschätzung verdeutlicht, für wie wichtig der Experte im aktuellen Marktumfeld die Kapitalausstattung der Konzerne erachtet. Eine Stärke in diesem Bereich sei mit Blick auf die Ausschüttungen an die Aktionäre wichtig, was wiederum ein wichtiger Kurstreiber sei. Zudem könne eine starke Kapitalausstattung genutzt werden, um in attraktive Geschäfte zu investieren, falls der Markt doch drehen sollte.

STARKE RESERVEN KEIN KAUFARGUMENT

Bei der Munich Re und der Hannover Rück seien zwar die Reserven stark, doch sei dieser Fakt überbewertet worden. Es sei nicht so ein deutliches Unterscheidungsmerkmal wie die Kapitalstärke. Die Reserven aller europäischen Rückversicherer seien solide, da sie die Risikomanagementsysteme nach den Krisen der Vergangenheit deutlich verbessert hätten.

Elderkin stufte die Papiere vor diesem Hintergrund von "Neutral" auf "Verkaufen" ab. Das Kursziel reduzierte er von 165 auf 160 (aktueller Kurs 171,00) Euro. Der Kursaufschlag sei angesichts der rückläufigen Ertragskraft und des Engagements im schwierigen deutschen Lebensversicherungsgeschäft unverdient, schrieb der Analyst. Für die Papiere der Hannover Rück schraubte Elderkin zwar das Kursziel von 75 auf 80 (Kurs 89,45) Euro nach oben, beließ es jedoch beim Verkaufsvotum./mis/das

27.05.2015

DAX-FLASH: Handel an Frankfurter Börse startet nicht vor 11 Uhr - Xetra läuft

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Parketthandel an der Frankfurter Wertpapierbörse wird am Mittwoch nicht vor 11 Uhr beginnen. Bereits am Morgen hatte der Börsenbetreiber Deutsche Börse mitgeteilt, dass sich der Handelsstart in allen Produkten verzögere. Einen Grund nannte der Börsenbetreiber nicht. Das Xetra-System sei nicht betroffen, hieß es./fat/das

26.05.2015

WDH/AKTIE IM FOKUS 2: Ryanair springt nach starken Zahlen auf Rekordhoch

(Schlusskurs von Ryanair aktualisiert)

DUBLIN (dpa-AFX Broker) - Der Erfolgskurs des Billigfliegers Ryanair zahlt sich an der Börse weiter aus. Die Aktien des Lufthansa-Konkurrenten waren am Dienstag im frühen Handel um bis zu 7,54 Prozent auf 11,70 Euro in die Höhe geschnellt und hatten damit einen Rekordwert erreicht. Zum Handelsschluss stand in einem schwachen Gesamtmarkt noch ein Plus von 5,39 Prozent auf 11,47 Euro. Ende 2008 hatten die Papiere zeitweise noch weniger als 2 Euro gekostet.

Nach dem Kurssprung vom Dienstag ist das Unternehmen an der Börse mehr als 15 Milliarden Euro wert - das entspricht dem Zweieinhalbfachen der Lufthansa , die in letzter Zeit vor allem mit einem Flugzeugabsturz und Pilotenstreiks Negativ-Schlagzeilen gemacht hatte. Ryanair dagegen hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnsprung um fast zwei Drittel verzeichnet.

Die Gesellschaft übertraf damit die eigenen, mehrfach angehobenen Prognosen. Analysten hatten schon mit dieser starken Geschäftsentwicklung gerechnet, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Auch die Warnung von Unternehmenschef Michael O'Leary vor einem sich verschärfenden Preiskampf konnte den Aktien nichts anhaben.

ANALYSTIN ERWARTET STEIGENDE MARKTANTEILE UND PASSAGIERZAHLEN

Commerzbank-Analyst Johannes Braun bestätigte seine Kaufempfehlung für die Ryanair-Aktie und begründete dies mit der überlegenen Gewinn- und Barmittelentwicklung. Das anhaltende Wachstum der Iren bedrohe weiterhin die Margen der anderen Fluggesellschaften, auch wenn es bisher vor allem auf Kosten von Easyjet in Großbritannien und Aer Lingus in Irland gehe.

Ruxandra Haradau-Doser vom Analysehaus Kepler Cheuvreux rechnet mit deutlich steigenden Passagierzahlen. Denn die Buchungen für den Sommer seien höher als im vergangenen Jahr. Sie lobte zudem die Kostendisziplin und traut Ryanair weitere Marktanteilsgewinne zu. Die Expertin stufte die Aktie hoch und spricht nun eine Kaufempfehlung aus. Analyst Stephen Furlong vom Analysehaus Davy sprach von einer robusten Prognose für das laufende Jahr.

GEWINN SOLL TROTZ PREISKAMPF WEITER STEIGEN

In den zwölf Monaten bis Ende März hatte Ryanair unter dem Strich einen Gewinn von 867 Millionen Euro erzielt. Ursprünglich hatte O'Leary maximal 620 Millionen Euro in Aussicht gestellt, das Ziel aber zuletzt auf 840 bis 850 Millionen Euro angehoben.

Bis März kommenden Jahres wollen die Iren den Überschuss weiter steigern: auf 940 bis 970 Millionen Euro. Allerdings sieht sich das Unternehmen durch den niedrigen Ölpreis herausgefordert. Die geringeren Spritkosten erlaubten anderen Fluggesellschaften, ihre Ticketpreise zu senken und damit Ryanair Kunden abzujagen, hieß es./gl/stw/zb/la/he

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26.05.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Ryanair springt nach starken Zahlen auf Rekordhoch

(neu: Schlusskurse)

DUBLIN (dpa-AFX) - Der Erfolgskurs des Billigfliegers Ryanair zahlt sich an der Börse weiter aus. Die Aktien des Lufthansa-Konkurrenten waren am Dienstag im frühen Handel um bis zu 7,54 Prozent auf 11,70 Euro in die Höhe geschnellt und hatten damit einen Rekordwert erreicht. Zum Handelsschluss stand in einem schwachen Gesamtmarkt noch ein Plus von 4,78 Prozent auf 11,40 Euro. Ende 2008 hatten die Papiere zeitweise noch weniger als 2 Euro gekostet.

Nach dem Kurssprung vom Dienstag ist das Unternehmen an der Börse mehr als 15 Milliarden Euro wert - das entspricht dem Zweieinhalbfachen der Lufthansa , die in letzter Zeit vor allem mit einem Flugzeugabsturz und Pilotenstreiks Negativ-Schlagzeilen gemacht hatte. Ryanair dagegen hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnsprung um fast zwei Drittel verzeichnet.

Die Gesellschaft übertraf damit die eigenen, mehrfach angehobenen Prognosen. Analysten hatten schon mit dieser starken Geschäftsentwicklung gerechnet, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Auch die Warnung von Unternehmenschef Michael O'Leary vor einem sich verschärfenden Preiskampf konnte den Aktien nichts anhaben.

ANALYSTIN ERWARTET STEIGENDE MARKTANTEILE UND PASSAGIERZAHLEN

Commerzbank-Analyst Johannes Braun bestätigte seine Kaufempfehlung für die Ryanair-Aktie und begründete dies mit der überlegenen Gewinn- und Barmittelentwicklung. Das anhaltende Wachstum der Iren bedrohe weiterhin die Margen der anderen Fluggesellschaften, auch wenn es bisher vor allem auf Kosten von Easyjet in Großbritannien und Aer Lingus in Irland gehe.

Ruxandra Haradau-Doser vom Analysehaus Kepler Cheuvreux rechnet mit deutlich steigenden Passagierzahlen. Denn die Buchungen für den Sommer seien höher als im vergangenen Jahr. Sie lobte zudem die Kostendisziplin und traut Ryanair weitere Marktanteilsgewinne zu. Die Expertin stufte die Aktie hoch und spricht nun eine Kaufempfehlung aus. Analyst Stephen Furlong vom Analysehaus Davy sprach von einer robusten Prognose für das laufende Jahr.

GEWINN SOLL TROTZ PREISKAMPF WEITER STEIGEN

In den zwölf Monaten bis Ende März hatte Ryanair unter dem Strich einen Gewinn von 867 Millionen Euro erzielt. Ursprünglich hatte O'Leary maximal 620 Millionen Euro in Aussicht gestellt, das Ziel aber zuletzt auf 840 bis 850 Millionen Euro angehoben.

Bis März kommenden Jahres wollen die Iren den Überschuss weiter steigern: auf 940 bis 970 Millionen Euro. Allerdings sieht sich das Unternehmen durch den niedrigen Ölpreis herausgefordert. Die geringeren Spritkosten erlaubten anderen Fluggesellschaften, ihre Ticketpreise zu senken und damit Ryanair Kunden abzujagen, hieß es./gl/stw/zb/la/he

26.05.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Hoffnung auf Wella-Kauf treibt Henkel an

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf einen schwergewichtigen Zukauf hat die Aktionäre von Henkel am Dienstag in ihren Bann gezogen: Nachdem Spekulationen über den Kauf von Wella aufgekommen waren, stieg die Vorzugsaktie des Düsseldorfer Konsumgüterherstellers an die Dax-Spitze. Henkel ist Kreisen zufolge Favorit im Rennen um die namhafte Haarpflege-Marke, die noch zum US-Rivalen Procter & Gamble gehört.

Die Henkel-Vorzugsaktie zog zum Handelsschluss um 1,16 Prozent auf 108,95 Euro an und war damit der einzige Gewinner im 30 Werte umfassenden deutschen Leitindex. Der Dax büßte 1,61 Prozent ein.

L'OREAL WINKT AB

Wella werde mit 5,5 bis 7,0 Milliarden Dollar bewertet, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit dem Verkaufsprozess vertraute Personen berichtet. Der französische Kosmetikkonzern L'Oreal hatte bereits abgewunken: "Als Weltmarktführer sind wir bei Friseuren mit eigenen Marken sehr gut aufgestellt", sagte Vorstandsmitglied Nicolas Hieronimus dem "Handelsblatt".

Ein Börsianer wertete den Rückzug des französischen Branchenkollegen L'Oreal zusammen mit dem Bericht über die nun erreichte Pole Position von Henkel in dem Bieterprozess "sehr positiv". Endgültige Gebote werden in zwei Wochen erwartet.

FRAGE NACH HENKEL-STRATEGIE

"Eine zentrale Frage mit Blick auf ein solches Übernahmeszenario wäre vor allem, welche Markenstrategie Henkel bei Wella fahren würde", sagte Analyst Christian Weiz von der Baader Bank. Dabei verwies er auf Henkels hauseigene Marke Schwarzkopf, die neben L'Oreal und Wella zu den drei dominierenden im Friseurgeschäft zählt.

Zudem hält Weiz auch ein Interesse des britisch-niederländischen Konsumgüterherstellers Unilever an Wella für möglich, hat aber zugleich wenig Bedenken, dass Henkel zu viel für die P&G-Sparte zahlen könnte. "Wir haben Henkel als extrem diszipliniert kennengelernt", sagte er und hob außerdem positiv hervor, dass Henkel sehr erfolgreich sei in der Integration übernommener Unternehmen.

Analyst Andreas Riemann von der Commerzbank sagte: "Da die Refinanzierung zurzeit günstig ist, verbessert sich der Gewinn je Aktie durch die Übernahme selbst im Fall eines hohen Kaufpreises." Zudem könne Henkel mit der Übernahme die eigene Position im Friseurgeschäft stärken/ck/das/stb/la/he

26.05.2015

DAX-FLASH: Dax weitet Verluste aus - Schwache Wall Street belastet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine Verluste am Dienstagnachmittag im Sog einer schwächeren Wall Street ausgeweitet. Zuletzt ging es für den deutschen Leitindex um 1,56 Prozent nach unten. In den USA fiel der weltweit bekannteste Aktienindex Dow Jones Industrial nach gemischten Konjunkturdaten um 0,81 Prozent. In den USA waren die Auftragseingänge für langlebige Güter leicht gefallen, während sich die Stimmung der Verbraucher etwas stärker aufgehellt hatte als erwartet und die Verkäufe neuer Häuser deutlicher gestiegen waren als gedacht.

Bereits zuvor hatten hierzulande die Griechenland-Krise sowie der Erfolg der Linken bei den spanischen Regionalwahlen die Laune der Anleger getrübt. So wachsen die Befürchtungen, dass die Ende des Jahres anstehenden Parlamentswahl in Spanien zu einem Risiko für die Erholung der Wirtschaft des Landes werden könnte./mis/he

26.05.2015

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Linde auf 'Kaufen' - Fairer Wert 205 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat Linde von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft, aber den fairen Wert auf 205 Euro belassen. Analyst Peter Spengler begründete das neue Anlagevotum für den Gasekonzern am Dienstag mit dem jüngst gesunkenen Aktienkurs. Linde profitiere aktuell von positiven Währungseffekten, was besonders bei medizinischen Gasen in den USA gelte. Im Branchenvergleich und gegenüber Konkurrent Air Liquide sei Linde unterbewertet./gl/mis

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