dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

29.07.2014

UPS kappt Gewinnprognose - Investitionen und Kosten für Pensionäre belasten

ATLANTA (dpa-AFX) - Hohe Investitionen und die Absicherung früherer Mitarbeiter zehren beim Paketdienst UPS am Gewinn. Unter dem Strich verdiente der Post-Konkurrent aus den USA im zweiten Quartal mit 454 Millionen US-Dollar rund 58 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Trotz wachsender Paketmengen sieht es auch für das Gesamtjahr schlechter aus, wie UPS am Dienstag in Atlanta mitteilte. Selbst wenn man die Kosten für die Ausgliederung der Krankenversicherung von pensionierten Mitarbeitern herausrechnet, soll der Gewinn je Aktie mit 4,90 bis 5,00 Dollar je Aktie geringer ausfallen als die bisher als Mindestwert angepeilten 5,05 Dollar. Damit enttäuschte UPS die Erwartungen der Analysten.

Im zweiten Quartal beförderte das Unternehmen täglich gut sieben Prozent mehr Sendungen als ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar. Ohne die Umstellung der Krankenversicherung für ihre Pensionäre, die netto mit 665 Millionen Dollar zu Buche schlug, wäre der Überschuss um knapp fünf Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar gestiegen. Analysten hatten allerdings noch etwas mehr erwartet./stw/fbr

29.07.2014

Indiens größter Online-Händler holt sich eine Milliarde frische Geld

BANGALORE (dpa-AFX) - Indiens größter Online-Händler Flipkart hat eine Milliarde Dollar (745 Mio Euro) bei Investoren eingesammelt. Das sei die bislang größte Finanzierungsrunde eines Onlineanbieters in Indien, erklärte Flipkart am Dienstag in Bangalore. Derzeit wird das Unternehmen laut indischen Medien mit etwa fünf Milliarden Dollar bewertet.

Erst vor kurzem hatte das Unternehmen bekanntgegeben, als erster Internetversandhändler in Indien beim Transaktionsvolumen die Marke von einer Milliarde Dollar geknackt zu haben. Das frische Geld soll vor allem in den Ausbau des Angebots auf mobilen Geräten investiert werden. Derzeit seien erst 243 Millionen der 1,25 Milliarden Inder online. Auch der weltgrößte Versandhändler Amazon expandiert derzeit massiv auf dem Subkontinent./sid/DP/stb

29.07.2014

ROUNDUP/Presse: Neuer Sparplan bei Osram kostetet mehrere tausend Jobs

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die neue Sparrunde beim Licht-Spezialisten Osram wird nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" mehrere tausend Arbeitsplätze kosten. Damit reagiere das Unternehmen auf die starken Einbrüche im Geschäft mit traditionellen Leuchtmitteln, hieß es unter Berufung auf das Konzernumfeld. Osram-Chef Wolfgang Dehen wolle einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag einsparen. Vor allem die Standorte Augsburg und Berlin dürften von den Maßnahmen betroffen sein. Das neue Sparprogramm sei für die Jahre 2015 bis 2017 angelegt. Das Unternehmen wollte den Bericht am Dienstag nicht kommentieren.

Konzernchef Wolfgang Dehen hatte aber bereits weitere Einsparungen mit Stellenabbau angekündigt, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. Dabei sprach er von Kapazitätsanpassungen im traditionellen Lichtgeschäft.

An diesem Mittwoch (30. Juli) legt Osram auch die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Zuletzt hatte der Konzern wegen des immer schneller schrumpfenden Geschäfts mit Glühbirnen und Leuchtstoffröhren seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Das seit gut einem Jahr im MDax notierte Unternehmen hält demnach bestenfalls ein geringes Erlöswachstum für möglich. Grundsätzlich gehe der Vorstand aber nur von einer Stagnation aus, hieß es. Im vorangegangenen Geschäftsjahr (30. September) lag der Umsatz bei knapp 5,3 Milliarden Euro.

Osram mit zuletzt gut 35 000 Beschäftigten konzentriert sich derzeit vor allem auf das Geschäft mit Leuchtdioden (LED) als Branchentrend. Zwar profitiert das Unternehmen vom wachsenden Bedarf der Autoindustrie an innovativer Beleuchtung, hat aber auch mit harter Konkurrenz aus Asien zu kämpfen./csc/DP/stb

29.07.2014

ROUNDUP: Napster-Musikdienst knackt Marke von zwei Millionen zahlenden Nutzern

BERLIN (dpa-AFX) - Der Musik-Streamingdienst Napster hat zusammen mit der Mutterfirma Rhapsody die Schwelle von zwei Millionen zahlenden Nutzern überschritten. Die Firma beschleunigt im schärfer werdenden Wettbewerb ihre internationale Expansion. Der eigene Internet-Radiodienst UnRadio, der zunächst in den USA eingeführt wurde, kommt mit dem Start in Frankreich nach Europa. Eine weitere Schwerpunkt-Region ist Lateinamerika, wie Europachef Thorsten Schliesche der dpa sagte.

Unter dem Namen Napster agierte Ende der 90er Jahre eine illegale Musiktauschbörse, die Plattenfirmen Angst einjagte. Nachdem es der Musikindustrie gelang, Napster zu verbieten, wechselte der Name mehrmals die Besitzer. Ende 2011 wurde die Marke schließlich von der US-Firma Rhapsody gekauft, die schon vor über zehn Jahren auf Musik-Streaming aus dem Netz gesetzt hatte. Rhapsody lässt unter dem Namen Napster das internationale Geschäft laufen.

Bei Streaming-Diensten wird die Musik direkt aus dem Internet abgespielt und der Nutzer hat für eine monatliche Gebühr Zugriff auf Millionen Songs. Mit zwei Millionen zahlenden Nutzern sind Rhapsody und Napster deutlich kleiner als der aktuelle Marktführer Spotify. Die schwedische Firma kam nach jüngsten Zahlen auf 30 Millionen Gratis-Nutzer, 10 Millionen Menschen zahlen kostenpflichtige Abos.

Außerdem stoßen die Schwergewichte der Internet-Branche in das Geschäft vor. So kaufte Apple die Kopfhörer-Firma Beats, zu der ein Streaming-Dienst gehört. Internethändler Amazon startete ein Angebot für Nutzer seines kostenpflichtigen Dienstes Prime und Google arbeitet an einem Abo-Dienst auf Basis der Videoplattform YouTube.

Schliesche zeigte sich zuversichtlich, dass Napster und Rhapsody sich einen Platz neben den großen Playern sichern können. "Unsere Überzeugung ist, dass man als Streaming-Dienst sehr fokussiert agieren muss und es kein kleines Seitenprodukt in einem großen Konzern sein darf." Von den zwei Millionen Nutzern seien 300 000 in den vergangenen drei Monaten dazugekommen. Nach jüngsten verfügbaren Zahlen schreibt Rhapsody Verluste: Im ersten Quartal gab es rote Zahlen von 1,6 Millionen Dollar bei rund 42 Millionen Dollar Umsatz./so/DP/stb

29.07.2014

ROUNDUP 2: Deutsche Bank mit durchwachsener Bilanz - Noch hohe Risiken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Licht und Schatten bei der Deutschen Bank : Im zweiten Quartal lief das Tagesgeschäft deutlich besser, allerdings bleiben die Unsicherheiten groß. Vor allem dank des harten Sparkurses und des wieder erstarkten Investmentbankings konnte Deutschlands größtes Geldhaus seinen Vorsteuergewinn auf 917 Millionen Euro steigern, immerhin 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das war besser als von den meisten Analysten erwartet. Das Führungsduo Anshu Jain/Jürgen Fitschen sprach in einer Mitteilung von einem "starken operativen Quartalsergebnis".

Zugleich musste die Bank am Dienstag aber einräumen, dass die Risiken in der Bilanz höher sind als bislang angenommen. Sie besserte ihre Berechnungen deutlich nach. Das belastete die Kapitalpuffer und sorgte an der Börse zwischenzeitlich für schlechte Stimmung. Gegen Mittag lag die Aktie nach einer Berg- und Talfahrt im Mittelfeld des Dax mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent. Die Risiken stießen auch der Ratinagentur Moody's negativ auf. Sie senkte nach dreimonatiger Überprüfung ihre Bonitätseinschätzung für die Deutsche Bank um eine Stufe auf "A3".

HÖHERE RISIKOPOSITIONEN DRÜCKEN AUF KAPITALPUFFER

Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein deutlicher Gewinnrückgang um 29 Prozent auf 238 Millionen Euro. Das lag vor allem daran, dass sich die Steuerlast um fast die Hälfte auf 679 Millionen Euro erhöhte.

Außerdem musste die Bank auf Druck der Aufsichtsbehörden ihre Modelle für die Berechnung der eigenen Risiken deutlich verschärfen. In der Folge stiegen die Risikopositionen in der Bilanz etwa für vergebene Kredite um gut 25 Milliarden auf knapp 399 Milliarden Euro. Das drückt auf die Kapitalpuffer, da die Bank höheres Risikogewicht absichern muss.

DRUCK DER AUFSEHER

So stieg die harte Kernkapitalquote der Bank im zweiten Quartal nur um zwei Prozentpunkte auf 11,5 Prozent. Nach der jüngsten Kapitalerhöhung hatte die Bank Ende Juni die Quote noch auf 12 Prozent beziffert. Aber auch mit dem niedrigeren Wert liegt die Deutsche Bank immer noch deutlich über den erst in einigen Jahren voll gültigen Regeln der Finanzaufseher. Sie hat auch Luft für mögliche neue Belastungen etwa aus den umfangreichen Rechtsrisiken.

Kräftige Gewinnzuwächse verbuchte die Deutsche Bank im Investmentbanking und vor allem in der Vermögensverwaltung. Dagegen schwächelte das Privatkundengeschäft, was auch an den historisch niedrigen Zinsen liegt. Hinzu kamen neue Belastungen aus der konzerneigenen Abbausparte.

BANK DEMENTIERT NEUES SPARPROGRAMM

Jain/Fitschen versuchen seit ihrem Amtsantritt im Juni 2012 mit einem harten Sparprogramm gegen sinkende Einnahmen zu steuern. Bis Ende 2015 sollen die Kosten um 4,5 Milliarden Euro gedrückt werden. Dabei sieht sich der Vorstand auf Kurs, geschafft seien inzwischen 2,6 Milliarden Euro. "Diese Ergebnisse machen die Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie 2015+ deutlich, die wir mit zwei Kapitalerhöhungen im Quartal untermauert haben", sagten die beiden Vorstandschefs laut Mitteilung. Zugleich wies Finanzchef Stefan Krause Gerüchte über eine Ausweitung des Sparprogramms ausdrücklich zurück.

Einer der größten Unsicherheitsfaktoren bleiben juristische Auseinandersetzungen. Im zweiten Quartal erhöhte das Institut seine Rückstellungen für Rechtsrisiken um 470 Millionen Euro auf 2,2 Milliarden Euro. Neben den gebuchten Rückstellungen könnten dem Zwischenbericht zufolge weitere Belastungen von 3,2 Milliarden Euro drohen, für die die Bank noch keine Vorsorge getroffen hat.

DIVIDENDE SOLL STABIL BLEIBEN

Die Dividende will das Institut trotz der umfangreichen Kapitalerhöhung aus dem Mai/Juni stabil halten. Das Management bereite sich auf eine Ausschüttung von 75 Cent pro Anteilsschein vor, sagte Finanzchef Krause. Eine stabile Dividende würde bedeuten, dass die Deutsche Bank 270 Millionen Euro mehr an ihre Anteilseigner zahlen müsste als zuletzt. Die Bank hatte im Mai/Juni rund 360 Millionen neue Aktien ausgeben und dafür 8,5 Milliarden Euro erlöst. Die Dividende für das vergangene Jahr kostete die Deutsche Bank 765 Millionen Euro./enl/ben/fbr

29.07.2014

RATING: Moody's senkt Kreditrating der Deutschen Bank wegen anhaltender Risiken

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank angesichts der hohen Altlasten abgestuft. Moody's wertete am Dienstag das größte deutsche Kreditinstitut eine Stufe von "A2" auf "A3" ab. Damit liegt die Note für die Bank noch drei Stufen über dem Verlust des Investmentstatus bei der Ratingagentur. Moody's begründete den Schritt damit, dass die Gewinne der Bank auf absehbare Zeit unter Druck bleiben dürften.

Hauptgrund seien die hohen Rechtsrisiken und die steigenden Belastungen durch die strengeren Regeln der Finanzaufseher. Hinzu komme die hohe Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Kapitalmarktgeschäft. Moody's lobte zwar die 8,5 Milliarden schwere Kapitalerhöhung aus dem zweiten Quartal. Allerdings gehen Experten davon aus, dass das frische Geld von den hohen Prozess- und regulatorischen Kosten aufgefressen werden dürfte. Üblicherweise bedeutet ein schlechteres Rating, dass Unternehmen mehr für die Aufnahme von Geld zahlen müssen. Angesichts der historisch niedrigen Zinsen gilt das aber nicht mehr in jedem Fall/enl/stb

29.07.2014

EU-Kommission genehmigt weitere staatliche Hilfe für Fluglinie LOT

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission hat weitere staatliche Hilfe für Polens angeschlagene Fluggesellschaft LOT genehmigt. Die obersten Wettbewerbshüter Europas gaben am Dienstag grünes Licht für eine Beihilfe zum Umbau der Fluglinie in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Auf diese Summe beläuft sich eine Kapitalerhöhung. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sagte laut Mitteilung: "LOT hat einen plausiblen Umstrukturierungsplan vorgelegt, der dem Unternehmen die Möglichkeit bieten dürfte, schon bald wieder schwarze Zahlen zu schreiben." Um Konkurrenten nicht zu benachteiligen, muss LOT einige profitable Strecken aufgeben.

LOT ist die nationale Fluggesellschaft Polens und beschäftigt nach EU-Angaben noch rund 1660 Mitarbeiter. Zur Flotte gehören 47 Flugzeuge. Die Airline war in der Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und macht seit 2008 Verlust. Bereits im Mai hatte die EU-Kommission eine staatliche Rettungsbeihilfe von 100 Millionen Euro für LOT erlaubt. Damit konnte die Airline Schulden bezahlen und ihren Betrieb aufrecht erhalten./mt/DP/jkr

29.07.2014

Pharmakonzern Merck & Co verdient mehr und wird zuversichtlicher

WHITEHOUSE STATION (dpa-AFX) - Beim US-Pharmakonzern Merck & Co zahlen sich die Kosteneinsparungen weiter aus. Trotz etwas geringerer Umsätze verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal mehr. Unter dem Strich habe sich der Gewinn mit zwei Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt, teilte der US-Konzern am Dienstag in Whitehouse Station im US-Bundesstaat New Jersey mit. Allerdings hatten vor einem Jahr Sonderlasten stark auf das Ergebnis gedrückt. Vor Sonderposten wies der Pharmariese ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,85 Dollar nach 0,84 Dollar im Vorjahreszeitraum aus und übertraf damit die Erwartungen von Analysten.

Das untere Ende der Spanne für das Gewinnziel hoben die Amerikaner an. Nun erwartet Merck für das Jahr 2014 ein um Sondereffekte bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 3,43 und 3,53 US-Dollar. Dabei würden die negativen Effekte aufgrund der Abwertung des venezolanischen Bolivar herausgerechnet. Zuvor hatte Konzernchef Kenneth Frazier einen Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten von 3,35 bis 3,53 Dollar angepeilt. 2013 hatte das Ergebnis 3,49 Dollar betragen. In den ersten drei Monaten sank der Umsatz wegen negativer Währungseffekte und den Auswirkungen der Konkurrenz durch Generika um ein Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar./mne/stb

29.07.2014

Pfizer leidet unter Viagra-Schwund

NEW YORK (dpa-AFX) - Schrumpfende Verkäufe von Viagra machen dem US-Pharmakonzern Pfizer zu schaffen. Der Umsatz mit dem Potenzmittel ging im zweiten Quartal weltweit um 12 Prozent auf 427 Millionen Dollar (353 Mio Euro) zurück. Das lag vor allem an einem Einbruch von 75 Prozent in Europa, wo der Patentschutz für das Präparat im vergangenen Sommer ausgelaufen war. In der Folge drängten andere Hersteller mit billigeren Nachahmermedikamenten - sogenannten Generika - auf den Markt.

Der gesamte Umsatz von Pfizer ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar zurück, wie das Unternehmen am Dienstag am Sitz in New York mitteilte. Dabei machten dem Konzern auch ungünstige Wechselkurse zu schaffen. Der Gewinn fiel auf unterm Strich 2,9 Milliarden Dollar nach 14,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. Damals hatte jedoch der Verkauf der Tiermedizin-Sparte das Ergebnis kräftig aufgebessert. Im fortgeführten Geschäft fiel der Gewinn um 18 Prozent.

Pfizer hatte im Frühjahr versucht, den britischen Rivalen AstraZeneca zu übernehmen, war aber im Mai endgültig damit gescheitert. Pfizer hatte zuletzt 69,4 Milliarden Pfund (87,7 Mrd Euro) geboten./das/DP/stk

29.07.2014

Deutsche Anleihen: Fester - Rendite fällt auf Rekordtief

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen ist am Dienstag auf ein Rekordtief gefallen. Mit zeitweise 1,119 Prozent wurde der Tiefstand vom Sommer 2012 von 1,127 Prozent noch unterboten. Dies war kurz bevor EZB-Chef Mario Draghi seine "Euro-Garantie" ("Whatever it takes") aussprach. Am Mittag rentierte die zehnjährige Anleihe mit 1,123 Prozent. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,24 Prozent auf 148,62 Punkte.

Experten verweisen auf die vielen politischen und militärischen Konflikte auf der Welt, angefangen von der Krise in der Ostukraine über den Gaza-Krieg bis hin zu schweren Unruhen im Irak und in Syrien. So beraten an diesem Dienstag die Botschafter der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union über Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Das treibt viele Anleger in sichere Anlagen, zu denen auch Schuldtitel des Bundes zählen. Aber auch in den wirtschaftlich schwächeren Staaten der Eurozone wie Italien und Frankreich gingen die Renditen weiter zurück.

In den USA stehen am Nachmittag Zahlen vom Immobilienmarkt und zur Verbraucherstimmung an. Unterdessen beginnt der geldpolitische Ausschuss der Federal Reserve seine zweitägige Zinssitzung. Ergebnisse sind am Mittwochabend zu erwarten./jsl/bgf

29.07.2014

Aktien Frankfurt: Standardwerte treten auf der Stelle - Quartalszahlen im Fokus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Standardwerte sind am Dienstag auf der Stelle getreten. Der Leitindex Dax stand am Mittag mit 0,04 Prozent im Plus bei 9601,69 Punkten. Der Index mittelgroßer Werte MDax verharrte mit minus 0,01 Prozent auf 16 190,52 Punkte auf seinem Vortagesschluss. Das Technologiebarometer TecDax gewann 0,51 Prozent auf 1248,64 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte 0,14 Prozent zu.

Die Berichtssaison gewinnt nun auch hierzulande an Fahrt. Viele Börsianer blieben aber zunächst vorsichtig und erwarteten Nachrichten über schärfere Sanktionen gegen Russland, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Zudem werden wichtige Wirtschaftsdaten erwartet. Einen ersten Vorgeschmack bietet am Nachmittag das US-Verbrauchervertrauen, das laut IG-Marktstratege Chris Weston eine "Woche der Hochkaräter an US-Konjunkturdaten" einläutet. Am Abend startet die zweitägige Notenbanksitzung in den USA und am Freitag folgt der US-Arbeitsmarktbericht.

NERVÖSER HANDEL IN DEUTSCHE BANK NACH ZAHLEN

Die Aktie der Deutschen Bank hatte Schwierigkeiten sich nach der Quartalsbilanz des deutschen Branchenprimus auf eine Richtung festzulegen. Nach festerem Start rutschte sie ins Minus, zuletzt wechselte das Papier 0,15 Prozent tiefer bei 26,64 Euro den Besitzer. Händlern zufolge ist das Zahlenwerk im zweiten Quartal gemischt ausgefallen. Die mittlerweile niedrige Bewertung der Aktie sei aber nach der ausgebliebenen negativen Überraschung ein Kaufargument für einige Anleger. Die Markterwartungen seien andererseits durch gute Ergebnisse von Wettbewerbern gestiegen und nun enttäuscht. Zudem drückten höhere Rechtsrisiken die Stimmung.

Linde-Aktien kletterten dagegen nach leichterem Start mit 0,32 Prozent ins Plus. Händler bemängelten den Umsatz unter den Erwartungen, während das operative Ergebnis (Ebit) sowie der Gewinn je Aktie etwas höher ausgefallen sind als gedacht. Ein anderer Börsianer ordnete die Zahlen "auf niedrigem Niveau wie erwartet" ein. Der Gewinn habe von einem überraschend guten Finanzergebnis profitiert, Commerzbank-Analyst Stephan Kippe sieht das Wachstum im Geschäft mit Industriegasen hinter seiner Schätzung. Er bleibt aber bei seiner Kaufempfehlung.

WINCOR AUF POSITIVE STUDIE GESTÜTZT

An der MDax-Spitze setzten die zuletzt stark unter Druck stehenden Papiere von Wincor Nixdorf ihre Erholung mit einem Plus von 3,36 Prozent fort. Der Geldautomaten- und Kassensystemehersteller hatte am Vortag wegen schwacher Geschäfte auf wichtigen Märkten wie Russland und der Türkei seine Jahresziele gekappt und damit die eigenen Titel auf ein Tief seit anderthalb Jahren geschickt. Die meisten Analysten bleiben aber positiv, auch wenn sie ihre Kursziele reduzierten. Airbus-Aktien gaben dagegen auf Xetra 0,54 Prozent ab. Dem Flugzeugbauer geht ein milliardenschwerer Auftrag für sein Flaggschiff A380 verloren. Die Europäer stornierten die Bestellung der japanischen Skymark Airlines, die die sechs Maschinen Insidern zufolge nicht finanzieren kann.

Im TexDax zählten die Berichtsunternehmen zu den Gewinnern: Spitzenwert waren Aixtron mit plus 6,07 Prozent. Der angeschlagene Spezialanlagenbauer wartet zwar weiter auf eine nachhaltige Trendwende. Die Marktstimmung besserte sich aber. Aixtron bestätigte zudem die Prognose für 2014. Wirecard-Aktien legten 2,37 Prozent zu. Der Zahlungsabwickler hat nach einem überraschend erfolgreichen zweiten Quartal seine Jahresprognose bestätigt./fat/rum

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

29.07.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax rutscht wieder ins Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist nach einem Erholungsversuch am Dienstag im frühen Handel wieder ins Minus gerutscht. Der Leitindex gab am Morgen 0,11 Prozent auf 9587,46 Punkte ab. Am Vortag war der deutsche Leitindex bis auf ein Tief seit Anfang Mai bei 9527 Punkte gefallen, hatte aber im späten Geschäft seine Verluste wieder reduziert. Für den MDax ging es am Dienstag um 0,12 Prozent nach unten auf 16 173,40 Punkte, der TecDax gewann 0,15 Prozent auf 1244,21 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bröckelte ins Minus mit 0,12 Prozent.

Die Berichtssaison gewinnt nun auch hierzulande an Fahrt und sorgt für ausreichend Gesprächsstoff. Die Börsianer blieben vorsichtig und erwarteten Nachrichten über schärfere Sanktionen gegen Russland, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Am Nachmittag dürfte das US-Verbrauchervertrauen zudem einen ersten Vorgeschmack auf eine laut IG-Marktstratege Chris Weston "Woche der Hochkaräter an US-Konjunkturdaten" liefern. Am Abend startet die zweitägige Notenbanksitzung in den USA und am Freitag folgt der US-Arbeitsmarktbericht.

DEUTSCHE BANK ANS DAX-ENDE DURCHGEREICHT

Die Aktie der Deutschen Bank wurde nach festerem Start an der Dax-Spitze mit einem Minus von nun 1,12 Prozent auf 26,38 Euro ans Indexende durchgereicht. Händlern zufolge ist das Zahlenwerk im zweiten Quartal gemischt ausgefallen, die mittlerweile niedrige Bewertung der Aktie war aber angesichts der ausgebliebenen negativen Überraschungen als Kaufargument gesehen worden. Die Markterwartungen seien aber durch gute Ergebnisse von Wettbewerbern gestiegen und enttäuscht worden. Zudem drückten höhere Rechtsrisiken die Stimmung.

Linde-Aktien bröckelten um 0,49 Prozent ab. Mit Blick auf die Zahlen des Industriegaseherstellers bemängelte ein Händler den Umsatz, der minimal unter den Erwartungen liege. Das operative Ergebnis (Ebit) sowie der Gewinn je Aktie sind aber etwas höher ausgefallen als gedacht. Das Wachstum im Geschäft mit Industriegasen sei hinter seiner Schätzung zurückgeblieben, schrieb Commerzbank-Analyst Stephan Kippe.

WINCOR AUF POSITIVE STUDIE GESTÜTZT

An der MDax-Spitze setzten die zuletzt stark unter Druck stehenden Papiere von Wincor Nixdorf ihre Erholung mit einem Plus von1,21 Prozent fort. Der Geldautomaten- und Kassensystemehersteller hatte am Vortag wegen schwacher Geschäfte auf wichtigen Märkten wie Russland und der Türkei seine Jahresziele gekappt und damit die eigenen Titel auf ein Tief seit anderthalb Jahren geschickt. Die meisten Analysten bleiben aber positiv, auch wenn sie ihre Kursziele reduzierten.

Airbus-Aktien rutschten dagegen auf Xetra um 0,81 Prozent ab. Dem Flugzeugbauer geht ein milliardenschwerer Auftrag für sein Flaggschiff A380 verloren. Die Europäer stornierten die Bestellung der japanischen Skymark Airlines, die die sechs Maschinen Insidern zufolge nicht finanzieren kann.

Im TexDax zählten die Berichtsunternehmen zu den Gewinnern: Spitzenwert waren Wirecard mit plus 1,92 Prozent. Der Zahlungsabwickler hat nach einem überraschend erfolgreichen zweiten Quartal seine Jahresprognose bestätigt. Der vorläufige operative Gewinn (Ebitda) und auch der Umsatz sind einem Händler zufolge "etwas besser als erwartet" ausgefallen. Aixtron-Aktien legten 1,89 Prozent zu. Der angeschlagene Spezialanlagenbauer wartet zwar weiter auf eine nachhaltige Trendwende. Die Marktstimmung besserte sich aber. Aixtron bestätigte zudem die Prognose für 2014./fat/ag

29.07.2014

Aktien Frankfurt Eröffnung: Freundlich- Deutsche Bank und Asien-Vorgaben stützen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstagmorgen an seinen Erholungsversuch aus dem späten Handel am Vortag angeknüpft. Der Dax legte in den ersten Minuten 0,28 Prozent auf 9625,07 Punkte zu. Am Vortag war der deutsche Leitindex bis auf ein Tief seit Anfang Mai bei 9527 Punkte gefallen. Für den MDax ging es am Morgen um 0,35 Prozent auf 16 248,69 Punkte hoch, der TecDax gewann 0,82 Prozent auf 1252,50 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand im frühen Geschäft 0,28 Prozent höher bei 3180,42 Punkten.

Die Berichtssaison gewinnt nun auch hierzulande an Fahrt und sorgt für ausreichend Gesprächsstoff. Positive Vorgaben aus Asien und ein Gewinnsprung der Deutschen Bank im zweiten Quartal sorgen für die Auftaktgewinne, sagte Analystin Antje Laschewski von der LBBW. Am Nachmittag dürfte das US-Verbrauchervertrauen einen ersten Vorgeschmack auf eine laut IG-Marktstratege Chris Weston "Woche der Hochkaräter an US-Konjunkturdaten" liefern. Am Abend startet die zweitägige Notenbanksitzung in den USA und am Freitag folgt der US-Arbeitsmarktbericht./fat/rum

29.07.2014

Aktien Frankfurt Ausblick: Freundlich - Deutsche Bank und Linde im Blick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstagmorgen seinen Erholungsversuch aus dem späten Handel am Montag fortsetzen. Der X-Dax stand vor Börsenstart 0,27 Prozent höher bei 9624 Punkten. Er zeigt den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex. Der Future auf den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 deutete zuletzt eine um 0,32 Prozent höhere Eröffnung an.

Die Aufmerksamkeit der Börsianer gilt auch hierzulande der Berichtssaison, die deutlich an Fahrt gewinnt. Für den Gesamtmarkt wird zunächst eine Stabilisierung erwartet. Zum Wochenauftakt hatte der Dax seinen Verlust von zeitweise mehr als einem Prozent letztlich noch halbieren können und damit ein positives Signal ausgesendet. Unterstützung kommt auch von den Überseebörsen: An der Wall Street hatten sich die Indizes nach anfänglichen Verlusten noch ins Plus vorgearbeitet, die wichtigsten asiatischen Börsen legten am Morgen zu. Der Future auf den Dow Jones Industrial gewann 0,32 Prozent seit Xetra-Schluss. Am Nachmittag dürfte das US-Verbrauchervertrauen einen ersten Vorgeschmack auf eine laut IG-Marktstratege Chris Weston "Woche der Hochkaräter an US-Konjunkturdaten" liefern. Am Abend startet die zweitägige Notenbanksitzung in den USA und am Freitag folgt der US-Arbeitsmarktbericht.

BERICHTSSAISON NIMMT FAHRT AUF

Die Aktie der Deutschen Bank kletterte nach dem Bericht des Branchenprimus zum zweiten Quartal bei Lang & Schwarz mit mehr als einem Prozent ins Plus. Das Zahlenwerk sei mit einem Vorsteuerergebnis etwas über und einem Nettogewinn etwas unter den Prognosen auf den ersten Blick gemischt ausgefallen, kommentierte ein Händler. Die Eigenkapitalausstattung sei etwas schlechter als erwartet. Eine große negative Überraschung sei aber ausgeblieben und das Kerngeschäft laufe gut. Der Händler verweist zusätzlich auf die nunmehr günstige Bewertung der Aktie als Kaufargument bei einem Rückschlag. Von Mitte Januar bis Mitte Juli hatte das Papier in der Spitze mehr als 37 Prozent verloren.

Linde-Aktien traten vorbörslich auf der Stelle. Mit Blick auf die Zahlen des Industriegaseherstellers hob ein Händler den Umsatz minimal unter den Erwartungen hervor. Das operative Ergebnis (Ebit) sowie der Gewinn je Aktie seien dagegen höher als erwartet ausgefallen. Deutliche Gewinne verzeichneten Aixtron-Aktien bei Lang & Schwarz. Der angeschlagene Spezialanlagenbauer wartet zwar weiter auf eine nachhaltige Trendwende. Die Marktstimmung besserte sich aber. Aixtron bestätigte zudem die Prognose für 2014./fat/rum

28.07.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Kaum verändert vor wichtigen Wirtschaftsdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag kaum verändert aus dem Handel gegangen. Vor im Wochenverlauf anstehenden wichtigen Wirtschaftsdaten legte der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,13 Prozent auf 16 982,59 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,03 Prozent auf 1978,91 Punkte. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 rückte um 0,05 Prozent auf 3967,24 Punkte vor. Schwache Immobiliendaten hatten keine nachhaltigen Einfluss. Unternehmensseitig standen vor allem Übernahmen im Fokus.

Die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe in den USA waren im Juni um 1,1 Prozent gefallen, während Volkswirte mit einem moderaten Anstieg gerechnet hatten. Wichtiger als diese Daten sind allerdings das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal sowie die Zinsentscheidung und die Kommentare zur Geldpolitik der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Mit dem Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli steht am Freitag dann der wohl wichtigste der Konjunkturtermin auf der Agenda.

ÜBERNAHMEN UNTER DISCOUNTERN UND IMMOBILIEN-WEBSITES

Unternehmensseitig spielten Übernahmen eine zentrale Rolle: Der Discounter Dollar Tree will für 9,2 Milliarden US-Dollar den Rivalen Family Dollar schlucken. Pro Aktie legt Dollar Tree dafür 59,60 Dollar in bar und 14,90 Dollar in Aktien auf den Tisch. Entsprechend dem damit zugestandenen Aufschlag von fast 23 Prozent zum Schlusskurs der Family-Dollar-Aktie vom Freitag stiegen daraufhin die Papiere. Mit einem Aufschlag von knapp 25 Prozent gingen sie aus dem Tag. Die Dollar-Tree-Titel gewannen 1,20 Prozent. Die Anteilsscheine des Konkurrenten Dollar General schlossen nahezu unverändert mit minus 0,09 Prozent. Im Falle einer Fusion wird nicht mehr Dollar General sondern Dollar Tree der größte nordamerikanische Discounter sein.

Eine weitere Fusion bahnt sich unter den Online-Immobilienportalen an: Zillow will Trulia für 3,5 Milliarden Dollar kaufen. Während die Zillow-Papiere um ein knappes Prozent stiegen, gewannen die von Trulia fast 15 Prozent hinzu.

HOSPIRA ANGEBLICH MIT ZUKAUFPLÄNEN

Beim Pharmakonzern Hospira sorgten angebliche Zukaufpläne zeitweise für ein Plus von knapp fünf Prozent. Aus dem Handel gingen die Papiere dann aber nur mit einem kleinen Aufschlag von 0,23 Prozent. Hospira spreche mit dem französischen Lebensmittel- und Getränkekonzern Danone über dessen Sparte für medizinische Ernährung, hieß es aus Kreisen. Seit Mai wird über einen Verkauf des Geschäfts spekuliert, das Analysten zuletzt mit mehr als drei Milliarden Euro bewertet hatten. Die Franzosen verhandelten bereits mit dem Nahrungsmittelgiganten Nestle und dem deutschen Medizinkonzern Fresenius , hatte es zuvor aus Kreisen geheißen.

Die vom Milliardär Richard Branson gegründete Fluggesellschaft Virgin America macht mit ihren Börsenplänen Ernst. Eine Anmeldung für den geplanten Börsengang habe das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, teilte Virgin America mit. Derweil zeigten sich die Apple-Titel mit plus 1,36 Prozent ungerührt von möglichen Komplikationen bei der Milliarden-Übernahme der Kopfhörerfirma Beats. Der Audio-Spezialist Bose wirft Beats Patentverletzungen vor und reichte Klagen vor einem US-Gericht sowie der Handelskommission ITC ein. Unabhängig davon genehmigte inzwischen die EU-Kommission die Übernahme von Beats durch Apple./ck/he

28.07.2014

Aktien New York Schluss: Kaum verändert vor wichtigen Wirtschaftsdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind am Montag kaum verändert aus dem Handel gegangen. Vor im Wochenverlauf anstehenden wichtigen Wirtschaftsdaten legte der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,13 Prozent auf 16 982,59 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,03 Prozent auf 1978,91 Punkte. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 rückte um 0,05 Prozent auf 3967,24 Punkte vor. Schwache Immobiliendaten hatten keine nachhaltigen Einfluss. Unternehmensseitig standen vor allem Übernahmen im Fokus.

Die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe in den USA waren im Juni um 1,1 Prozent gefallen, während Volkswirte mit einem moderaten Anstieg gerechnet hatten. Wichtiger als diese Daten sind allerdings das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal sowie die Zinsentscheidung und die Kommentare zur Geldpolitik der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Mit dem Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli steht am Freitag dann der wohl wichtigste der Konjunkturtermin auf der Agenda./ck/he

28.07.2014

Aktien New York: Ins Plus gedreht - Übernahmen im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - Schwachen Immobiliendaten zum Trotz haben die US-Börsen am Montag zugelegt. Nach Verlusten im frühen Handel drehte der Leitindex Dow Jones Industrial ins Plus und legte rund zwei Stunden vor Handelsschluss um 0,17 Prozent auf 16 988,86 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 0,10 Prozent auf 1980,26 Punkte. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,20 Prozent auf 3973,20 Punkte aufwärts. Im Fokus standen zum Wochenauftakt vor allem Übernahmen.

Die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe in den USA waren im Juni um 1,1 Prozent gefallen, während Volkswirte mit einem moderaten Anstieg gerechnet hatten. Wichtiger als diese Daten sind allerdings das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal sowie die Zinsentscheidung und die Kommentare zur Geldpolitik der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Mit dem Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli steht am Freitag dann der wohl wichtigste der Konjunkturtermine auf der Agenda.

Unternehmensseitig spielten Übernahmen eine zentrale Rolle: Der Discounter Dollar Tree will für 9,2 Milliarden US-Dollar den Rivalen Family Dollar schlucken. Pro Aktie legt Dollar Tree dafür 59,60 Dollar in bar und 14,90 Dollar in Aktien auf den Tisch. Entsprechend dem damit zugestandenen Aufschlag von fast 23 Prozent zum Schlusskurs der Family-Dollar-Aktie vom Freitag stiegen nun die Papiere. Zuletzt legten sie um rund 24 Prozent zu. Die Dollar-Tree-Titel gewannen 3,61 Prozent. Die Anteilsscheine des Konkurrenten Dollar General drehten ins Plus und legten zuletzt um 0,45 Prozent zu. Im Falle einer Fusion wird nicht mehr Dollar General sondern Dollar Tree der größte nordamerikanische Discounter sein.

Eine weitere Fusion bahnt sich unter den Online-Immobilienportalen an: Zillow kauft Trulia für 3,5 Milliarden Dollar. Während die Zillow-Papiere um 2,39 Prozent stiegen, gewannen die von Trulia 18,15 Prozent.

Beim Pharmakonzern Hospira sorgten angebliche Zukaufpläne für ein Plus von 1,66 Prozent. Der Pharmakonzern spreche mit dem französischen Lebensmittel- und Getränkekonzern Danone über dessen Sparte für medizinische Ernährung, hieß es aus Kreisen. Seit Mai wird über einen Verkauf des Geschäfts spekuliert, das Analysten zuletzt mit mehr als drei Milliarden Euro bewertet haben. Die Franzosen verhandelten bereits mit dem Nahrungsmittelgiganten Nestle und dem deutschen Medizinkonzern Fresenius , hatte es zuvor aus Kreisen geheißen.

Die vom Milliardär Richard Branson gegründete Fluggesellschaft Virgin America macht mit ihren Börsenplänen Ernst. Eine Anmeldung für den geplanten Börsengang habe das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, teilte Virgin America mit. Derweil zeigten sich die Apple-Titel mit plus 1,12 Prozent ungerührt von möglichen Komplikationen bei der Milliarden-Übernahme der Kopfhörerfirma Beats. Der Audio-Spezialist Bose wirft Beats Patentverletzungen vor und reichte Klagen vor einem US-Gericht sowie der Handelskommission ITC ein. Unabhängig davon genehmigte inzwischen die EU-Kommission die Übernahme von Beats durch Apple./ck/he

28.07.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Erneut Verluste - Wall Street und Russland

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag seine Korrekturphase aus der Vorwoche fortgesetzt. Händlern zufolge lasteten Befürchtungen über verschärfte Russland-Sanktionen und Verluste an der Wall Street auf den Kursen. Der Dax verlor letztlich 0,48 Prozent auf 9598,17 Punkte. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex um 0,78 Prozent nachgegeben. Für den MDax ging es zum Wochenauftakt um 0,68 Prozent auf 16 192,10 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Auswahlindex TecDax sank um 0,91 Prozent auf 1242,29 Punkte.

"Zu schwer lasteten die Krise in der Ukraine ohne wirkliche Besserung der Lage und das Hin und Her um einen Waffenstillstand im Gazastreifen auf den Börsen", sagten Händler. "Die Sanktionsspirale gegenüber Russland kommt jetzt erst so richtig in Gang", sagte Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX. Dadurch nehme die Unsicherheit zu, welche wirtschaftlichen Spuren dieser Ost-West-Konflikt langfristig hinterlasse.

US-HAUSVERKÄUFE SINKEN UNERWARTET

Auf konjunktureller Seite standen am Montag die noch nicht vollständig abgeschlossenen US-Hausverkäufe für Juni auf der Agenda, die überraschend gesunken waren. Sie zeigten, "dass der wichtige Immobiliensektor in den USA weiterhin Schwierigkeiten hat sich zu erholen". Zudem verstärkten sie das Bild eines zurückhaltenden US-Konsumenten, sagte Andreas Paciorek, Marktanalyst von CMC Markets: Für die in dieser Woche anstehenden Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartals seien dies dämpfende Signale. Zudem rücken die US-Notenbanksitzung am Mittwoch und der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag in den Fokus. Ferner kommt in Deutschland die Berichtssaison in Schwung.

Unter den Einzelwerten präsentierten sich auch europaweit Autowerte schwach. Schlusslicht im Dax waren Daimler -Aktien mit minus 3,18 Prozent. Volkswagen -Papiere verbilligten sich um 2,17 Prozent, BMW -Titel um 2,22 Prozent. Auf dem weltgrößten Automarkt China haben Wettbewerbshüter deutschen und anderen Herstellern zu hohe Preise vorgeworfen. Ermittler fordern von ausländischen Oberklasse-Herstellern Preisnachlässe für Reparaturen und Ersatzteile.

WINCOR NIXDORF SENKT JAHRESZIELE

Besonders schlecht startete die Woche für die Aktionäre von Wincor Nixdorf : Der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen musste wegen schwacher Geschäfte in wichtigen Märkten wie Russland und der Türkei seine Jahresziele kappen. Wincor-Papiere brachen am MDax-Ende um 4,52 Prozent auf 37,96 Euro ein. Zeitweise waren sie bis auf 35,255 Euro gefallen.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um 0,11 Prozent auf 3171,55 Punkte. Der Leitindex in London verbuchte ein Minus von 0,05 Prozent, während sein Pariser Pendant um 0,33 Prozent zulegte. Am US-Aktienmarkt stand der Dow Jones Industrial zuletzt 0,16 Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,97 (Freitag: 0,98) Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,05 Prozent auf 136,66 Punkte. Der Bund Future verlor 0,06 Prozent auf 148,28 Punkte. Der Eurokurs zeigte sich kaum verändert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3433 (1,3440) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7444 (0,7441) Euro./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

28.07.2014

WDH/Aktien Frankfurt Schluss:Erneut Verluste - US-Börsen und Russland-Sanktionen

(Beim MDax-Schlussstand wurde eine überflüssige Null entfernt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag seine Korrekturphase aus der Vorwoche fortgesetzt. Händlern zufolge lasteten Befürchtungen über verschärfte Russland-Sanktionen und Verluste an der Wall Street auf den Kursen. Der Dax verlor letztlich 0,48 Prozent auf 9598,17 Punkte. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex um 0,78 Prozent nachgegeben. Für den MDax ging es zum Wochenauftakt um 0,68 Prozent auf 16192,10 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Auswahlindex TecDax sank um 0,91 Prozent auf 1242,29 Punkte./edh/he

28.07.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Erneut Verluste - US-Börsen und Russland-Sanktionen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag seine Korrekturphase aus der Vorwoche fortgesetzt. Händlern zufolge lasteten Befürchtungen über verschärfte Russland-Sanktionen und Verluste an der Wall Street auf den Kursen. Der Dax verlor letztlich 0,48 Prozent auf 9598,17 Punkte. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex um 0,78 Prozent nachgegeben. Für den MDax ging es zum Wochenauftakt um 0,68 Prozent auf 160192,10 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Auswahlindex TecDax sank um 0,91 Prozent auf 1242,29 Punkte./edh/he

29.07.2014

ROUNDUP 2: Chinas Korruptionsermittler dringen in höchste Kreise vor

PEKING (dpa-AFX) - Im Kampf gegen Korruption haben sich Chinas Ermittler erstmals ein ehemaliges Mitglied des höchsten Machtzirkels im Land vorgenommen. Gegen den Ex-Sicherheitschef Zhou Yongkang liefen Untersuchungen, teilte die oberste Anti-Korruptionsbehörde der Kommunistischen Partei am Dienstag mit.

Das Zentralkomitee der Partei habe entschieden, ein Verfahren gegen den 71-Jährigen wegen mutmaßlicher "schwerer Disziplinarverstöße" einzuleiten. Die Formulierung wird für Korruptionsverfahren verwendet. Nie zuvor ist einem früheren oder amtierenden Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros ein Korruptionsprozess gemacht worden. Ein Verfahren von dieser Tragweite liegt mehr als 30 Jahre zurück. 1980 wurde die sogenannte Viererbande um Maos Witwe Jiang Qing wegen Verbrechen in der Kulturrevolution verurteilt.

Zhou Yongkang gilt als einer der mächtigsten Männer Chinas. Bis November 2012 war er für die Sicherheit im Land zuständig. Damit hatte er nicht nur mehr Befugnisse, sondern auch mehr Einfluss als andere Spitzenfunktionäre. Unter seiner Ägide wurde der gewaltige Sicherheitsapparat in China weitreichend ausgebaut. Zhou Yongkang stützte sich auf ein großes Netz von Gefolgsleuten aus seiner Zeit als Spitzenmanager der staatlichen Ölindustrie, als Parteichef der Provinz Sichuan, als Polizeiminister und dann als mächtiges Mitglied im Politbüro.

Seit Monaten hatte es Gerüchte um ein bevorstehendes Verfahren gegen Zhou gegeben. Denn Stück für Stück waren Vertraute und enge Familienangehörige des ehemaligen Spitzenfunktionärs zum Ziel von Ermittlungen der Behörden geworden. Zu seinem turnusgemäßen Ausscheiden 2012 galt Zhou noch als exzellent vernetzt. Seitdem wurden ehemalige Geschäftsfreunde von Zhou in der Ölindustrie gestürzt, und es wurde wegen Korruption gegen einflussreiche Verbündete von Zhou aus dem Sicherheitsapparat ermittelt.

Die Ermittlungen gegen den früheren "Sicherheitszaren" Zhou Yongkang sollen mit der Affäre um den 2013 zu lebenslanger Haft verurteilten früheren Spitzenpolitiker Bo Xilai zusammenhängen. In beiden Fällen geht es um Korruption, Machtmissbrauch und dubiose Geschäfte. Gegenseitig sollen sich die beiden über Jahre geholfen haben, berichteten Hongkonger Medien.

Kurz nach seinem Amtsantritt vor mehr als einem Jahr hatte Staats- und Parteichef Xi Jinping eine großangelegte Anti-Korruptionskampagne angestoßen. Der neue Präsident will sowohl gegen "Fliegen" als auch mächtige "Tiger" vorgehen - womit er korrupte Funktionäre sowohl auf unterer als auch auf höchster Ebene meint. Seitdem sind Dutzende mächtiger Staatskonzerne ins Visier geraten. Viele hochrangige Funktionäre sind in den vergangenen Monaten über Korruptionsermittlungen gestürzt./seu/DP/jsl

29.07.2014

Spanien hebt Wachstumsprognosen erneut an

MADRID (dpa-AFX) - Die spanische Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet. Die Regierung rechnet nun für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 1,5 und für 2015 von 2,0 Prozent. Man werde die bisherigen Prognosen im September entsprechend nach oben korrigieren, kündigte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Dienstag in Madrid an. Erst im Mai hatte Madrid die Wachstumsprognose für 2014 von 0,7 auf 1,2 und für 2015 von 1,2 auf 1,8 Prozent angehoben.

Vor dem Wirtschaftsausschuss des Parlaments erklärte de Guindos, alle Indikatoren deuteten auf eine Konsolidierung der Erholung hin. Vor allem die Binnennachfrage erhole sich besonders stark. Der Minister betonte, die Regierung werde im September zudem die Prognosen für die Arbeitslosenquote von derzeit 24,9 Prozent für Ende 2014 und 23,3 Prozent für 2015 nach unten korrigieren.

De Guindos versicherte, nach mehr als fünf Jahren Rezession sei die viertgrößte Volkswirtschaft des Euroraumes in eine Phase "nachhaltigen Wachstums" getreten. Die spanische Wirtschaft sei heute deutlich flexibler, dynamischer und wettbewerbsfähiger. "Das Schlimmste der Krise ist vorbei", fügte er an./er/DP/jkr

29.07.2014

Argentinien steht erneut vor der Staatspleite

NEW YORK (dpa-AFX) - Argentinien steuert auf die zweite Staatspleite in nur 13 Jahren zu - Schulden bei aggressiven US-Hedgefonds drohen zum Verhängnis zu werden. Ohne eine Einigung in letzter Minute dürften Ratingagenturen die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas bereits am Donnerstag als Zahlungsausfall einstufen. "Die Situation scheint ausweglos", sagt Experte Drausio Giacomelli von der Deutschen Bank.

Das öffentliche Leben in Argentinien dürfte davon allerdings zunächst kaum beeinträchtigt werden, denn die argentinische Staatskasse ist nicht leer. Dass Argentinien den Zahlungsausfall in Kauf nimmt, ist eine politische Entscheidung.

Argentinien streitet mit den Hedgefonds NML Capital und Aurelius um Schulden aus der Staatspleite von 2001. Die Fonds haben die Umschuldungen aus den Jahren 2005 und 2010 verweigert und Forderungen über 1,5 Milliarden US-Dollar (derzeit 1,1 Mrd. Euro) eingeklagt. Argentinien will aber nicht zahlen. Die Regierung bezeichnet die Fonds als "Aasgeier", weil sie die Schuldtitel nach starken Kursverlusten zu Schleuderpreisen gekauft haben sollen.

Solange die Schulden bei den Hedgefonds offen sind, darf Argentinien andere Anleihen nicht bedienen. Das haben US-Gerichte so entschieden, die zuständig sind, weil die Staatspapiere unter amerikanischem Recht ausgegeben wurden. Wegen diesem Urteil konnte Argentinien Ende Juni Rechnungen bei anderen Gläubigern nicht bedienen. Eine dreißig tägige Gnadenfrist, um eine Lösung zu finden, läuft am Mittwoch aus.

Danach dürften die Ratingagenturen endgültig den Zahlungsausfall feststellen. Allerdings liegt der Fall anders als vor 13 Jahren - denn die Regierung hätte diesmal durchaus die Mittel, ihre Schulden zu begleichen. Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat es aber zum Prinzip gemacht, die "Geier-Fonds" nicht zu bezahlen. Nun droht dafür die Quittung. Argentinien leidet unter hoher Inflation, die Wirtschaft schrumpft. Eine erneute Staatspleite würde internationale Investoren weiter verschrecken./hbr/DP/jsl

29.07.2014

Russland sagt erneut Anleiheauktion ab - Risikoaufschläge steigen

MOSKAU (dpa-AFX) - Die russische Notenbank hat am Dienstag erneut eine Auktion von Staatsanleihen abgesagt. Die Zentralbank begründete die Absage der für Mittwoch geplanten Versteigerung auf ihrer Internetseite mit "ungünstigen Marktbedingungen". Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass eine reguläre Auktion abgeblasen wird.

Als Grund gelten unter Beobachtern die deutlich gestiegenen Risikoaufschläge für russische Staatsanleihen. Am Dienstag stieg der Zins für auf Rubel lautende zehnjährige Schuldtitel bis auf 9,4 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Anfang Mai.

Nicht nur russische Staatsanleihen, auch die Landeswährung Rubel stand am Dienstag weiter unter Druck. In Brüssel beraten zur Stunde ranghohe Vertreter der Europäischen Union über Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Damit soll Russland gezwungen werden, prorussische Separatisten im Ukraine-Konflikt nicht mehr zu unterstützen. Als möglich gelten Strafmaßnahmen im Finanz-, Rüstungs- und Energiesektor./bgf/jsl

29.07.2014

ROUNDUP: China führt erstmals Korruptionsverfahren in höchstem Machtzirkel

PEKING (dpa-AFX) - China hat erstmals ein Korruptionsverfahren gegen ein ehemaliges Mitglied des höchsten Machtzirkels im Land eingeleitet. Gegen den Ex-Sicherheitschefs Zhou Yongkang werde ermittelt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag. Nie zuvor ist einem früheren oder amtierenden Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros der Prozess gemacht worden.

Der bis November 2012 für Sicherheit zuständige Zhou Yongkang hatte nicht nur mehr Befugnisse, sondern auch mehr Einfluss als andere. Unter seiner Ägide wurde der gewaltige Sicherheitsapparat weitreichend ausgebaut. Zhou Yongkang stützte sich auf ein großes Netz von Gefolgsleuten aus seiner Zeit als Spitzenmanager der staatlichen Ölindustrie, als Parteichef der Provinz Sichuan, als Polizeiminister und dann als mächtiges Mitglied im Politbüro. Aber sehr viele seiner alten Vertrauten sind in den vergangenen Monaten selbst zum Ziel von Korruptionsermittlungen geworden.

Kurz nach seinem Amtsantritt vor mehr als einem Jahr hatte Staats- und Parteichef Xi Jinping eine großangelegte Anti-Korruptions-Kampagne angestoßen. Der neue Präsident will sowohl gegen "Fliegen" als auch mächtige "Tiger" vorgehen - womit er korrupte Funktionäre sowohl auf unterer als auch auf höchster Ebene meint. Seitdem sind Dutzende mächtiger Staatskonzerne ins Visier geraten. Viele mächtiger Funktionäre sind in den vergangenen Monaten über Korruptionsermittlungen gestürzt./seu/DP/jsl

29.07.2014

ROUNDUP: UBS einigt sich im Steuerstreit - 300 Millionen Euro Bußgeld

ZÜRICH (dpa-AFX) - Im Streit um den Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung hat sich die Schweizer Großbank UBS mit den deutschen Behörden auf ein Millionen-Bußgeld geeinigt. Gegen Zahlung von 300 Millionen Euro soll das Verfahren in Deutschland eingestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat beim Landgericht einen entsprechenden Antrag gestellt, wie eine Sprecherin am Dienstag bestätigte. Folgt das Gericht dem Antrag, ist das Verfahren formal abgeschlossen. Mit dem Ende des Rechtsstreits kann die UBS eine weitere juristische Baustelle schließen. Die Einigung in Deutschland ermögliche es der Bank, auf dem wichtigen Markt nach vorne zu blicken, hieß es in einer Mitteilung des Instituts.

Die Ermittlungen der Staatsanwalt Bochum waren 2012 durch Informationen auf einer vom Land Nordrhein-Westfalen gekauften Daten-CD ausgelöst worden. Allerdings sind damit noch nicht alle rechtlichen Baustellen des Konzerns erledigt.

Nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft sollen auch die Verfahren gegen die beschuldigten Mitarbeiter der Bank gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt werden. In einem Fall hätten die Ermittler bereits eine Zahlung von 250 000 Euro beantragt, sagte die Sprecherin weiter. Auch hier müsse zunächst das Gericht zustimmen. "Weitere Anträge werden zeitnah folgen."

Mittlerweile hätten 95 Prozent aller deutschen Kunden der UBS einen "Nachweis über die steuerliche Offenlegung" erbracht, erklärte die Großbank. "Die UBS ist weiterhin bestrebt, zum Ende des Jahres 2014 einen Wert von 100 Prozent zu erreichen", heißt es in der Mitteilung. Im September 2011 hatte bereits der UBS-Rivale Credit Suisse in einem ähnlichen Verfahren der Staatsanwaltschaft Düsseldorf 150 Millionen Euro gezahlt.

Verfahren wegen mutmaßlicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen die UBS laufen noch in Belgien und Frankreich. Die Pariser Ermittler streben nicht nur eine Anklage wegen illegaler Anwerbung von Kunden, sondern auch wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung an. Bis zur Klärung der Vorwürfe soll die UBS eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen.

Die Bank bezeichnete dies als "beispiellos und ungerechtfertigt". Man erachte sowohl die rechtliche Grundlage für den Betrag als auch die Berechnungsmethode für grundlegend mangelhaft und werde gegen die Forderung in Berufung gehen, hatte die UBS bereits vor einer Woche erklärt./zb/bur/fld/DP/enl

29.07.2014

ROUNDUP 2: Bund kassiert fast eine halbe Milliarde weniger aus Lkw-Maut

(Neu: Mehr Details)

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bund rechnet wegen der für Anfang 2015 geplanten Senkung der Lkw-Maut mit fast einer halben Milliarde Euro weniger in der Staatskasse. Bis 2017 seien Mindereinnahmen von 461 Millionen Euro im Vergleich zum bisherigen Plan zu erwarten, heißt es nach dpa-Informationen in einem Gesetzentwurf, den das Bundeskabinett an diesem Mittwoch beschließen soll. Damit sollen gemäß einem Gutachten geringere Mautsätze eingeführt werden, wie Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bereits im März angekündigt hatte. Hintergrund ist, dass der Bund für seine Fernstraßen inzwischen deutlich niedrigere Zinskosten hat. Dies muss an die Straßennutzer weitergegeben werden.

Beim Umbau der Lkw-Maut drängt die Zeit, da die geänderten Mautsätze zum 1. Januar 2015 in Kraft treten sollen. Technische Umstellungen dürften mindestens sechs Wochen Vorlauf benötigen, heißt es in dem Gesetzentwurf. Die nach Schadstoffausstoß gestaffelten Tarife sollen demnach überwiegend sinken. Einberechnet werden dann aber auch Kosten für Luftverschmutzung durch schwere Transporter. Zuerst hatte die "Passauer Neue Presse" (Dienstag) über den Entwurf berichtet.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte der Zeitung: "Wir müssen die Mindereinnahmen aus der abgesenkten Maut schnell kompensieren." Geplant ist, dafür die Nutzungsgebühr von Juli 2015 an auf weitere 1000 Kilometer Bundesstraße auszudehnen. Ab Oktober 2015 soll sie dann bereits für Lastwagen ab 7,5 Tonnen statt wie bisher ab 12 Tonnen gelten. Die Maut ist seit 2005 auf den Autobahnen fällig, seit 2012 wird sie auch schon auf 1100 Kilometern Bundesstraße kassiert.

Bartol betonte: "In Zukunft werden besonders starke Luftverschmutzer bei der Berechnung der Lkw-Maut mehr belastet." Schadstoffarme Lkws der Euro-6-Norm bekommen dagegen eine neue, günstige Mautklasse.

Der Autofahrerclub ACE kritisierte die Koppelung der Lkw-Maut an das Zinsniveau. Finanztechnische Formeln dürften keine entscheidende Rolle spielen. Ausschlaggebend sei vielmehr der für die Sanierung der Verkehrswege unabdingbar erforderliche Finanzbedarf. "Daran gemessen werden nicht weniger, sondern mehr Mittel benötigt." Verkehrsminister Dobrindt und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) haben betont, dass die von Union und SPD bis 2017 versprochenen zusätzlichen fünf Milliarden Euro für Verkehrs-Investitionen erhalten bleiben sollen./sam/DP/stb

29.07.2014

Bundesagentur dämpft Aufschwunghoffnungen - Arbeitsmarkt stagniert

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Hoffnung auf einen Jobaufschwung im zweiten Halbjahr weiter gedämpft. Nach Herausrechnen von jahreszeitlichen Schwankungen rechneten die 156 deutschen Arbeitsagenturen in den kommenden drei Monaten allenfalls mit einer Stagnation auf dem Arbeitsmarkt, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mit.

Das monatlich ermittelte Arbeitsmarktbarometer sank im Juli auf 99,3 Punkte, den niedrigsten Wert seit Juni 2013. Alle Werte unter 100 weisen auf eine tendenziell steigende Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten hin. Das IAB befragt dazu monatlich alle Arbeitsagenturen nach ihren jeweiligen Zukunftsprognosen.

"Die Arbeitsagenturen sehen weiterhin keine anziehende Dynamik für einen Abbau der Arbeitslosigkeit", kommentierte der Leiter des IAB-Forschungsbereichs "Prognosen und Strukturanalysen", Enzo Weber, die neuesten Umfrageergebnisse. "Die weltwirtschaftliche Lage dreht sich zum Ungünstigeren", fügt er hinzu.

Zum einen belasteten die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten die Konjunktur. Aber auch in der Eurozone habe sich eine Trendwende nach der langen Rezession noch nicht überall etablieren können. "Die Auswirkungen sind auch in der deutschen Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt spürbar", unterstrich der Arbeitsmarktforscher laut Mitteilung./kts/DP/jkr

29.07.2014

ROUNDUP: Bundesanleihen rentieren so tief wie nie

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Finanzminister kann sich freuen, Anleger werden sich ärgern: Deutsche Schuldverschreibungen werfen so niedrige Zinsen ab wie noch nie. Am Dienstag fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf ein Rekordtief von 1,119 Prozent. Der bisherige Tiefstand vom Sommer 2012 - kurz bevor EZB-Chef Mario Draghi seine "Euro-Garantie" ("Whatever it takes") aussprach - wurde leicht unterboten. Damals war der Zehnjahreszins bis auf 1,127 Prozent gefallen.

Beachtlich ist die Entwicklung, weil es in der deutschen Wirtschaft rund läuft. Das spricht für sich genommen eher für steigende Zinsen. Doch es gibt zahlreiche und entscheidende Gründe, die einem höheren Zinsniveau entgegenstehen: Experten nennen zum einen die vielen politischen und militärischen Konflikte auf der Welt, angefangen von der Krise in der Ostukraine über den Gaza-Krieg bis hin zu schweren Unruhen im Irak und in Syrien. Das treibt viele Anleger in sichere Anlagen, zu denen auch Schuldtitel des Bundes zählen.

GELDPOLITIK DRÜCKT ZINSEN

Darüber hinaus fließt seit Monaten viel Geld in die Anleihemärkte, weil wichtige Zentralbanken ihre Geldpolitik locker halten. Dazu gehört neben der Europäischen Zentralbank (EZB) in erster Linie die amerikanische Notenbank Fed. Noch immer pumpt die Federal Reserve Monat für Monat milliardenschwere Summen in die Finanzmärkte. Außerdem liegen die Zinsen nicht nur in den USA und im Euroraum, sondern auch in Großbritannien und Japan an oder knapp über der Nulllinie. Das billige Geld findet seinen Weg auch an den Anleihemarkt. Die in vielen Industrienationen schwache Inflation tut ihr übriges, dass das Zinsniveau niedrig bleibt.

Dass deutsche Bundesanleihen spürbar niedriger als Schuldtitel anderer großer Länder rentieren, liegt vor allem in der absehbaren Geldpolitik: Von den Notenbanken Großbritanniens und der USA wird erwartet, dass sie wesentlich früher als die EZB mit Zinsanhebungen beginnen. Deswegen werfen zehnjährige britische und amerikanische Staatsanleihen jeweils etwa 2,5 Prozent ab. Ihre effektive Verzinsung liegt also mehr als doppelt so hoch wie der Zins von Bundesanleihen./bgf/jkr/rum

29.07.2014

ROUNDUP: Bundesanleihen rentieren so tief wie nie

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Finanzminister kann sich freuen, Anleger werden sich ärgern: Deutsche Schuldverschreibungen werfen so wenig Zinsen ab wie noch nie. Am Dienstag fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf ein Rekordtief. Mit 1,119 Prozent lag der Zins so niedrig wie nie zuvor. Das alte Rekordtief vom Sommer 2012 - kurz bevor EZB-Chef Mario Draghi seine "Euro-Garantie" ("Whatever it takes") aussprach - wurde leicht unterboten. Damals war der Zehnjahreszins bis auf 1,127 Prozent gefallen.

Beachtlich ist die Entwicklung, weil es in der deutschen Wirtschaft rund läuft. Das spricht für sich genommen eher für steigende Zinsen. Doch es gibt zahlreiche und entscheidende Gründe, die einem höheren Zinsniveau entgegenstehen: Experten nennen zum einen die vielen politischen und militärischen Konflikte auf der Welt, angefangen von der Krise in der Ostukraine über den Gaza-Krieg bis hin zu schweren Unruhen im Irak und in Syrien. Das treibt viele Anleger in sichere Anlagen, zu denen auch Schuldtitel des Bundes zählen.

GELDPOLITIK DRÜCKT ZINSEN

Darüber hinaus fließt seit Monaten viel Geld in die Anleihemärkte, weil wichtige Zentralbanken ihre Geldpolitik locker halten. Dazu gehört neben der Europäischen Zentralbank (EZB) in erster Linie die amerikanische Notenbank Fed. Noch immer pumpt die Federal Reserve Monat für Monat milliardenschwere Summen in die Finanzmärkte. Darüber hinaus liegen die Zinsen nicht nur in den USA und im Euroraum, sondern auch in Großbritannien und Japan an oder knapp über der Nulllinie. Das billige Geld findet seinen Weg auch an den Anleihemarkt. Die in vielen Industrienationen schwache Inflation tut ihr übriges, dass das Zinsniveau niedrig bleibt.

Dass deutsche Bundesanleihen spürbar niedriger als Schuldtitel anderer großer Länder rentieren, liegt vor allem in der absehbaren Geldpolitik: Von den Notenbanken Großbritanniens und der USA wird erwartet, dass sie wesentlich früher als die EZB mit Zinsanhebungen beginnen. Deswegen werfen zehnjährige britische und amerikanische Staatsanleihen jeweils etwa 2,5 Prozent ab. Ihre effektive Verzinsung liegt also mehr als doppelt so hoch wie der Zins von Bundesanleihen./bgf/jkr/stb

29.07.2014

ANALYSE-FLASH: Lampe hebt Grenkeleasing auf 'Kaufen' - Ziel 92 Euro

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Grenkeleasing nach Zahlen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 76 auf 92 Euro angehoben. Der Spezialist für IT-Leasing habe im zweiten Quartal in allen Bereichen besser als erwartet abgeschnitten, schrieb Analyst Andreas Schäfer in einer Studie vom Dienstag. Die sehr optimistische Telefonkonferenz und die Erhöhung des Ausblicks für 2014 signalisierten, dass sich die mittelfristigen Geschäftsaussichten weiter verbessert hätten./ag/mis

29.07.2014

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Jenoptik auf 'Kaufen' - Fairer Wert 12 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat Jenoptik vor Zahlen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft, den fairen Wert aber auf 12 Euro belassen. Nach dem zuletzt deutlichen Kursrückgang habe die Aktie bereits viel Negatives vorweggenommen, schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer Studie vom Dienstag. Die Risiken im Zusammenhang mit einer möglichen Aktienplatzierung durch ECE sowie die Eintrübung der Perspektiven für das Rüstungsgeschäft seien mehr als ausreichend im Kurs abgebildet. Das zweite Quartal dürfte weitgehend planmäßig verlaufen sein./ajx/rum

29.07.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Linde nun fest - Positive Reaktionen stützen im steigenden Dax

(Neu: Weitere Analystenkommentare und Kurs wurde aktualisiert.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positive Analystenreaktionen und ein freundlicherer Gesamtmarkt haben die Aktien von Linde am Dienstag doch noch aus der Lethargie gerissen. Nach Vorlage ihrer Quartalsbilanz hatten sich die Papiere des Industriegaseherstellers und Anlagenbauers zunächst kaum bewegt, zogen aber bis zum Nachmittag auf plus 1,30 Prozent und 155,95 Euro an. Der Dax nahm derweil ebenfalls Fahrt auf und legte zuletzt ein halbes Prozent zu.

Der starke Euro hinterließ bei Linde erneut Spuren in der Bilanz. Zudem belasteten neue Ausschreibungen von Verträgen in den USA und Europa das Geschäft mit Medizingasen, weil Linde dadurch die Preise senken musste. Operativ habe sich der Konzern aber etwas besser entwickelt als gedacht, schrieb Bernstein-Analyst Jeremy Redenius in einem Kommentar. Das Umsatzwachstum müsse sich aber erst noch beschleunigen. Er rechnet aber weiter mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung.

Auch Nils-Peter Gehrmann von Hauck & Aufhäuser sowie die Experten von Kepler Cheuvreux äußerten sich positiv und bestätigten ihre Kaufempfehlungen. Negative Währungseffekte haben laut Gehrmann zwar erheblich belastet. Die Zahlen hätten aber das robuste Wachstumsprofil von Linde erneut unter Beweis gestellt, denn bereinigt um die Wechselkursbewegungen belaufe sich der Umsatzzuwachs auf vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der aktuellen Bewertung komme dies nicht angemessen zur Geltung.

Das Wachstum im Geschäft mit Industriegasen sei hinter seiner Schätzung zurückgeblieben, bemängelte dagegen Commerzbank-Analyst Stephan Kippe. Er zielte auch auf die ungünstigen Wechselkursbewegungen ab. Dieser Effekt sollte aber in der zweiten Jahreshälfte nachlassen. Auch er blieb daher bei seiner Kaufempfehlung. Das gilt auch für Ulle Wörner von der LBBW und Peter Spengler von der DZ Bank./ag/rum

29.07.2014

ANALYSE-FLASH: Barclays nimmt Dialog Semiconductor mit 'Overweight' wieder auf

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Investmentbank Barclays hat Dialog Semiconductor mit "Overweight" und einem Kursziel von 27 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Seine positive Bewertung der Aktie stütze sich auf die Produktführerschaft des Halbleiterunternehmens, schrieb Analyst Andrew Gardiner in einer Studie vom Dienstag. Zudem dürfte sich Dialog mit einer starken Umsetzung der eigenen Strategie bei Umsatz und Gewinnen an die Branchenspitze setzen. Der hohe Bewertungsabschlag der Aktie wegen der großen Abhängigkeit von Apple sei übertrieben./gl/mis

29.07.2014

ANALYSE-FLASH: Independent Research hebt Wincor Nixdorf auf 'Kaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Independent Research hat Wincor Nixdorf aus Bewertungsgründen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft, das Kursziel nach Zahlen aber von 53 auf 48 Euro gesenkt. Der Hersteller von Kassensystemen und Geldautomaten habe seine Erwartungen im dritten Geschäftsquartal verfehlt, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Dienstag. Der Analyst reduzierte seine Gewinnerwartungen. Nach den jüngsten Kursverlusten sei die schwächere Geschäftsentwicklung allerdings mehr als eingepreist./mis/tav

29.07.2014

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Linde auf 142 Euro - 'Halten'

HANNOVER (dpa-AFX) - Die NordLB hat das Kursziel für Linde nach Zahlen von 144 auf 142 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Gase-Konzern habe im zweiten Quartal die Erwartungen in etwa erfüllt, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer Studie vom Dienstag. Das Geschäft leide weiter unter fehlenden stärkeren Konjunkturimpulsen und dem starken Euro. Der jüngste Kursrückgang beim Euro zum US-Dollar könnte im Jahresverlauf aber entlasten. Dennoch erscheine die Aktie angesichts der verhaltenen Perspektiven aktuell recht hoch bewertet./mis/tav

29.07.2014

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Deutsche Bank auf 'Neutral' - Ziel 31,42 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Bank nach Zahlen für das zweite Quartal auf "Neutral" mit einem Kursziel von 31,42 Euro belassen. Der Vorsteuergewinn des größten deutschen Kreditinstituts sei dank des Bereichs Corporate Banking & Securities (CB&S) und der nicht zum Kerngeschäft zählenden Sparten höher ausgefallen als von ihm und vom Markt erwartet, schrieb Analyst Daniele Brupbacher in einer Studie vom Dienstag. Beim Überschuss habe die Bank aber seine sowie die Konsensschätzungen verfehlt. Die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten blieben das beherrschende Thema./ajx/mis

29.07.2014

AKTIE IM FOKUS: Linde reagieren unentschlossen auf Zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Quartalsbilanz des Gasespezialisten Linde hat keine wirklichen Spitzen beinhaltet und das hat sich auch im Kursverlauf widergespiegelt. Die Papiere traten am Dienstagvormittag bei 154 Euro auf der Stelle. Linde-Titel bewegen sich bereits seit mehr als einem Jahr in relativ engen Grenzen um den aktuellen Kurs. Der Dax zeigte sich am Morgen unentschlossen. Der Leitindex stand 0,13 Prozent höher bei 9611 Punkten.

Ein Händler bemängelte den Umsatz unter den Erwartungen. Das operative Ergebnis (Ebit) sowie der Gewinn je Aktie seien aber etwas höher ausgefallen als gedacht. Ein anderer Börsianer ordnete die Zahlen "auf niedrigem Niveau wie erwartet" ein. Der Gewinn habe von einem überraschend guten Finanzergebnis profitiert, bemerkte er. Der starke Euro hatte bei Linde erneut Spuren in der Bilanz hinterlassen. Zudem belasteten neue Ausschreibungen von Verträgen in den USA und Europa das Geschäft mit Medizingasen, weil Linde dadurch die Preise senken musste. Deutlich besser lief es für Linde in China. Insgesamt verharrte der Umsatz in den ersten sechs Monaten auf dem Niveau des Vorjahres, die Ergebnisse gingen im Jahresvergleich zurück.

INDUSTRIEGASE FÜR COMMERZBANK ENTTÄUSCHEND

Das Wachstum im Geschäft mit Industriegasen sei hinter seiner Schätzung zurückgeblieben, schrieb Commerzbank-Analyst Stephan Kippe. Ungünstige Wechselkursbewegungen hätten das Unternehmen zudem weiterhin erheblich belastet. Dieser Effekt sollte aber in der zweiten Jahreshälfte nachlassen. Kippe bleibt bei seiner Kaufempfehlung. Das gilt auch für Ulle Wörner von der LBBW.

Die DZ Bank sprach von einem besser als erwartet ausgefallen Quartal. Analyst Peter Spengler rechnet im zweiten Halbjahr mit einer Beschleunigung des Wachstums. Organisch sei Linde hinter dem Wettbewerb zurückgeblieben wegen eines ungeplanten Wartungstopps in Europa und einem weiterhin schwachen wirtschaftlichen Umfeld in Südafrika und Australien. Die DZ Bank lässt Linde auf "Kaufen"./fat/rum

29.07.2014

AKTIE IM FOKUS: Deutsche Bank drehen ins Minus - Unsicherheit belastet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein besser als erwartet ausgefallener Vorsteuergewinn allein reichte nicht aus: Nach einem starken Auftakt wurden Aktien der Deutschen Bank noch innerhalb der ersten Handelsstunde an das Dax-Ende durchgereicht. Dort gaben sie zuletzt um etwa ein Prozent auf 26,440 Euro ab. Der Leitindex selbst kam dagegen kaum von der Stelle. Börsianern stießen unter anderem die zahlreichen offenen Rechtsstreitigkeiten der Bank auf, die als größte Unsicherheitsfaktoren für das Kreditinstitut gelten.

Im zweiten Quartal erhöhte das Institut deswegen auch seine Rückstellungen für Rechtsrisiken um 470 Millionen auf 2,2 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte sie noch auf eine neue Vorsorge in diesem Bereich verzichtet. Neben den schon gebuchten Rückstellungen könnten dem aktuellen Quartalsbericht zufolge weitere Belastungen von 3,2 Milliarden Euro hinzukommen, für die der deutsche Branchenprimus noch keine Vorsorge in der Bilanz getroffen hat. Zudem verschärfte die Bank ihre Risikoberechnungen auf Druck der Aufsicht.

ANALYSTEN: RECHTSSTREITIGKEITEN BLEIBEN UNSICHERHEITSFAKTOR

Entsprechend äußerten sich Analysten. So sieht etwa Daniele Brupbacher von der UBS die Kosten für Rechtsstreitigkeiten weiter als das beherrschende Thema. Der Vorsteuergewinn des größten deutschen Kreditinstituts sei dank des Bereichs Corporate Banking & Securities (CB&S) und der nicht zum Kerngeschäft zählenden Sparten höher ausgefallen als von ihm und vom Markt erwartet. Beim Überschuss habe die Bank aber seine sowie die Konsensschätzungen verfehlt.

Andere Analysten wie etwa Philip Häßler zielten vor allem auf das Vorsteuerergebnis ab. Die Bank habe zudem im Geschäft mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen (FICC) gut abgeschnitten. Den Handel mit Anleihen hob auch ein weiterer Analyst positiv hervor: Hier habe das deutsche Institut mit seiner stabilen Entwicklung besser als viele US-Konkurrenten abgeschnitten./rum/enl/ag/fbr

29.07.2014

AKTIE IM FOKUS: Wirecard an der TecDax-Spitze - Bestätigt Jahresprognose

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre Wirecard haben am Dienstag erfreut auf die vorläufigen Geschäftszahlen des Zahlungsabwicklers und die bestätigte Jahresprognose reagiert. 2014 will das Unternehmen weiterhin einen operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 160 Millionen Euro und 175 Millionen Euro zu erzielen. Am Vormittag kletterten die Papiere an der TecDax-Spitze um 1,71 Prozent auf 29,985 Euro. Der Index der Technologiewerte präsentierte sich zuletzt freundlich.

Analysten schlugen optimistische Töne an. Angesichts des bisherigen Gewinnwachstums in diesem Jahr sei Wirecard auf einem guten Weg, sein Ertragsziel für 2014 zu erreichen, schrieb Knut Woller von der Baader Bank. Woller hielt an seiner Kaufempfehlung für die Titel fest und rechnet mit weiteren positiven Nachrichten rund um das mobile Bezahlen. Zudem könnten im zweiten Halbjahr Übernahmeaktivitäten wieder in den Fokus rücken. Diese hätten sich bereits in der Vergangenheit als positiver Kurstreiber erwiesen.

Analystin Heike Pauls von der Commerzbank meinte, die vorgelegten Kennziffern stimmten zuversichtlich. Umsatz und Ebitda hätten den optimistischen Erwartungen weitgehend entsprochen./la/rum