dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

02.09.2014

Kreise: Softwarekonzern Concur stellt sich zum Verkauf - Kontakt auch zu SAP

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US- Softwarehersteller Concur hat sich Kreisen zufolge selbst zum Verkauf gestellt. Dabei habe das an der Börse derzeit mit 5,7 Milliarden Dollar (4,3 Mrd Euro) bewertete Unternehmen unter anderem auch den deutschen Softwarekonzern SAP und dessen Konkurrenten Oracle kontaktiert, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Oracle habe aber abgewunken. Die Amerikaner hatten erst im Juni die Übernahme des auf Restaurant-Software spezialisierten Anbieters Micros für 4,6 Milliarden Dollar angekündigt. Concurs Spezialgebiet ist die Abrechnung von Reisekosten. Ein Sprecher des Unternehmens war vorerst nicht zu erreichen. Oracle und SAP wollten die Informationen nicht kommentieren, wie es in dem Bericht weiter hieß.

Der deutsche Hersteller hatte zuletzt immer wieder Unternehmen aufgekauft, um das Geschäft auszubauen. Seit 2010 sind mehr als 15 Milliarden Dollar in Übernahmen geflossen./zb

02.09.2014

'Deepwater Horizon': Halliburton zahlt 1,1 Milliarden Dollar Entschädigung

HOUSTON (dpa-AFX) - Halliburton erhält mehr als vier Jahre nach der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" die Rechnung für die Katastrophe im Golf von Mexiko. Der US-Konzern wird eine Entschädigung von 1,1 Milliarden Dollar (838 Mio Euro) zahlen, wie er am Dienstag mitteilte. Halliburton, das an den Bohrarbeiten auf der Plattform beteiligt war, entgeht durch die Zahlung einer Sammelklage.

Das Geld soll an Fischer und andere Opfer der Katastrophe fließen. Im April 2010 war die im Auftrag des britischen Ölriesen BP betriebene Plattform im Golf von Mexiko vor der US-Küste explodiert. Es kamen elf Arbeiter ums Leben. Über Monate strömten große Mengen Öl aus und verseuchten die US-Golfküste. BP hatte sich mit Privatklägern schon 2012 auf eine Entschädigung über 7,8 Milliarden Dollar geeinigt./hbr/zb

02.09.2014

ROUNDUP/Apple: Keine Sicherheitslücke bei iCloud-Speicherdienst

CUPERTINO (dpa-AFX) - Millionen Nutzer können aufatmen: Die Nacktfotos von Stars wie Jennifer Lawrence sollen nicht durch eine Sicherheitslücke in Apple-Diensten erbeutet worden sein. Es habe sich vielmehr um sehr gezielte Attacken auf die Konten der einzelnen Prominenten gehandelt, teilte Apple am Dienstag nach ersten Untersuchungen mit. Dabei hätten die Angreifer es auf Nutzernamen, Passwörter und zusätzliche Sicherheitsfragen der Promis abgesehen, mit deren Hilfe sie schließlich Zugang zu den Inhalten ergatterten.

In anonymen Foren war mit der Veröffentlichung Dutzender Nacktfotos der Stars auch behauptet worden, die Bilder stammten aus dem iCloud-Dienst. Das hatte Spekulationen über Sicherheitslücken ausgelöst, denen der iPhone-Konzern Apple nachging. Entgegen einigen Vermutungen sei auch das System zum Auffinden verlorener iPhones nicht der Ansatzpunkt für die Attacke gewesen.

Es ist eine übliche Masche von Online-Kriminellen, die Nutzer Passwörter zum Beispiel mit Hilfe fingierter E-Mails eintippen zu lassen. Ein Problem mit typischen Sicherheitsfragen wie Lieblingsfarbe oder Geburtsort ist im Fall von Prominenten, dass solche Informationen oft allgemein bekannt sind.

Die Fotos waren am Sonntag veröffentlicht worden. Betroffen waren unter anderem auch Model Kate Upton und die Schauspielerin Kirsten Dunst. In dem Fall fahndet inzwischen auch die Bundespolizei FBI nach den Tätern. Während die Echtheit einiger Fotos bestätigt wurde, wurden andere zu Fälschungen erklärt.

Apple betonte stets, die Informationen in iCloud würden verschlüsselt gespeichert. Deshalb galt unter Sicherheitsexperten von Anfang an als wahrscheinlicher, dass die Täter irgendwie an die Passwörter für die Profile herangekommen waren. Zwischenzeitlich war auch vermutet worden, dass es mehrere Quellen für die Fotos gegeben haben könnte.

Für Apple kämen Zweifel an der Sicherheit seiner Dienste zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Das Unternehmen will kommende Woche voraussichtlich neue iPhones und einen mobilen Bezahldienst vorstellen. Da ist Vertrauen der Kunden besonders wichtig.

Lawrence' Sprecher hatte nach dem Auftauchen der Bilder am Sonntag erklärt, die Behörden seien eingeschaltet worden. Jeder, der die gestohlenen Fotos veröffentliche, werde belangt. Auch Vertreter des Models Kate Upton drohten dies an.

Es ist bei weitem nicht der erste Einbruch in Computer von Prominenten. So war vor zwei Jahren ein Mann aus Florida nach mehreren Cyberattacken auf US-Stars zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte ein knappes Jahr lang mehr als 50 Opfer ausspioniert, darunter Scarlett Johansson, Mila Kunis und Christina Aguilera. Er hackte ihre Konten, griff auf private Fotos und Informationen zu und verbreitete sie im Internet./so/DP/zb

02.09.2014

US-Anleihen: Abschläge - Gewinnmitnahmen und starke Daten belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse der US-Staatsanleihen sind am Dienstag unter Druck geraten. Analysten sprachen von einer Gegenbewegung nach den zuletzt deutlichen Aufschlägen bei den fest verzinslichen Wertpapieren. Zudem bremsten starke Konjunkturdaten.

Zweijährige Anleihen fielen um 2/32 Punkte auf 99 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,52 Prozent. Fünfjährige Papiere sanken um 5/32 Punkte auf 99 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,68 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen verloren 19/32 Punkte auf 99 21/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,41 Prozent. Dreißigjährige Anleihen gaben um 1 20/32 Punkte auf 99 7/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 3,16 Prozent.

Die Stimmung in der US-Industrie verbesserte sich im August etwas weniger als zunächst ermittelt, wie der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex zeigte. Dennoch ist der August-Wert der höchste seit April 2010, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht.

Zudem stieg der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie im August auf den höchsten Stand seit März 2011, wogegen Volkswirte einen leichten Rückgang erwartet hatten. Er gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität der weltgrößten Volkswirtschaft. Auch die Bauausgaben im Juli überraschten positiv: Sie stiegen stärker als prognostiziert./gl/zb

02.09.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 02.09.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 02.09.2014

AIRBUS GROUP

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus nach einer Auftragsänderung auf "Buy" mit einem Kursziel von 59 Euro belassen. Auch nach der Umbestellung durch die Fluglinie Qantas auf Maschinen vom Typ A320neo sei die Produktion des Flugzeugtyps A320ceo bei Airbus weiterhin überbucht, schrieb Analyst Charles Armitage in einer Studie vom Dienstag. Weitere Umwandlungen dieser Art könnten daher folgen und seien für Airbus auch die bessere Option.

ALSTRIA OFFICE

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Alstria Office nach zuletzt positiver Kursentwicklung von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber auf 11 Euro belassen. Das Potenzial zum Kursziel habe sich auf weniger als zehn Prozent verringert, daher habe er den soliden Dividendenwert abgestuft, schrieb Analyst Georg Kanders in einer Studie vom Dienstag.

BANCO SANTANDER SA

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Banco Santander von 7,01 auf 7,29 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Nettozinsüberschuss der einheimischen Banken in Spanien dürfte durch schwaches Kreditwachstum und fallende Staatsanleihen unter Druck geraten, schrieb Analyst Iason Kepaptsoglou in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte senkte daher seine Gewinnprognosen je Aktie für den Sektor in den Jahren 2015 und 2016 um sieben bzw. acht Prozent.

BANCO SANTANDER SA

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Banco Santander von 7,00 auf 7,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Der Nettozinsertrag der spanischen Banken dürfte wegen sinkender Finanzierungskosten in den kommenden drei bis vier Quartalen weiter steigen, danach verschlechterten sich die Aussichten aber wegen fallender Anleiherenditen, schrieb Analyst Alvaro Serrano in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte verschob den Bewertungshorizont für seine Kursziele ins kommende Jahr.

BASF SE

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für BASF auf "Overweight" mit einem Kursziel von 97 Euro belassen. Die US-Exporte von Ethan gewännen an Dynamik, was positive Auswirkungen auf die Preismacht der europäischen Chemiekonzerne haben könnte, schrieb Analyst Sriharsha Pappu in einer Branchenstudie vom Dienstag. Solche Exportgeschäfte könnten einigen Unternehmen, die ihre Pläne für neue US-Kapazitäten bislang nicht umgesetzt hätten, Grund für eine Pause geben.

BAYWA

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Baywa nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 44,50 Euro belassen. Das erste Halbjahr des Agrarhandels- und Baustoffunternehmens habe im Rahmen der Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Heinz Müller in einer Studie vom Dienstag. Er geht davon aus, dass sich die Handelsvolumina in der zweiten Jahreshälfte beleben werden.

BB BIOTECH

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat BB Biotech nach einem zuletzt deutlichen Kursanstieg von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber auf 155 Euro belassen. Mit dem jüngsten Kursanstieg sehe er einen Großteil der positiven Zukunftsperspektiven für den Biotech-Sektor eingepreist, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Dienstag.

BBVA

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für BBVA von 10,50 auf 11,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Nettozinsertrag der spanischen Banken dürfte wegen sinkender Finanzierungskosten in den kommenden drei bis vier Quartalen weiter steigern, danach verschlechterten sich die Aussichten aber wegen fallender Anleiherenditen, schrieb Analyst Alvaro Serrano in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte verschob den Bewertungshorizont für seine Kursziele ins kommende Jahr. BBVA ist einer seiner "Top Picks".

BBVA

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für BBVA von 10,20 auf 9,70 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Nettozinsüberschuss der einheimischen Banken in Spanien dürften durch schwaches Kreditwachstum und fallende Staatsanleihen unter Druck geraten, schrieb Analyst Iason Kepaptsoglou in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte senkte daher seine Gewinnprognosen je Aktie für den Sektor in den Jahren 2015 und 2016 um sieben bzw. acht Prozent.

BHP BILLITON PLC

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für BHP Billiton von 2200 auf 2300 Pence angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Bei der jüngsten Zahlenvorlage des Minenkonzerns habe die Auslagerung einiger Geschäftsteile im Rampenlicht gestanden, wodurch aber wichtige Langfristtrends in der Eisenerzproduktion kaum Beachtung gefunden hätten, schrieb Analyst Fraser Jamieson in einer Studie vom Dienstag. So berücksichtigt der Experte jetzt den geplanten Ausbau der jährlichen Eisenerzproduktion im Westen Australiens in seinen Annahmen und erhöhte daher das Kursziel.

BMW

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat sich in einer am Dienstag vorgelegten Branchenstudie überwiegend positiv zu Autobauern geäußert und dabei die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft. Das Kursziel für die VW-Titel wurde von 205 auf 210 (Kurs: 173,00) Euro angehoben.

BMW AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für BMW von 107 auf 102 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Gewinnschätzungen des Marktes für den europäischen Autosektor seien wegen eines schwächeren globalen Wachstums 2015 zu hoch, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte senkte seine Ergebnisprognosen um durchschnittlich zehn Prozent. Die Aussichten für das Geschäft in Europa und China seien aber weiter positiv und mit dem jüngsten Kursrückgang der Sektorwerte habe sich der Markt bereits auf Enttäuschungen eingestellt. BMW dürfte im kommenden Jahr mit mehr Wettbewerb zu kämpfen haben.

COMMERZBANK AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Commerzbank auf "Overweight" mit einem Kursziel von 15 Euro belassen. Das Kerngeschäft der Bank werde dynamischer, während die Altlasten immer kleiner würden und weniger schädlich seien, schrieb Analyst Johannes Thormann in einer Studie vom Dienstag. Es sei immer wahrscheinlicher, dass die Eigenkapitalrendite des Kerngeschäfts im Jahr 2016 fast den Eigenkapitalkosten entspreche. Dies würde eine deutliche höhere Bewertung rechtfertigen. Der Experte senkte seine Ergebnisprognosen je Aktie für die Jahre 2015 und 2016.

CONTINENTAL AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat Continental von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 195 auf 190 Euro gesenkt. Margen und Bewertungen der Zulieferer hätten im Verhältnis zu den Autoherstellern Rekordstände erreicht, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte zieht daher jetzt Auto- und Reifenhersteller vor. Zudem passte er seine Ergebnisprognosen an niedrigere Wachstumserwartungen für das kommende Jahr an. Er bevorzugt Pirelli und Michelin.

DAIMLER AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Daimler von 80 auf 76 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Gewinnschätzungen des Marktes für den europäischen Autosektor seien wegen eines schwächeren globalen Wachstums 2015 zu hoch, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte senkte seine Ergebnisprognosen um durchschnittlich zehn Prozent. Die Aussichten für das Geschäft in Europa und China seien aber weiter positiv und mit dem jüngsten Kursrückgang der Sektorwerte habe sich der Markt bereits auf Enttäuschungen eingestellt. Nur wenige andere Aktien seien so attraktiv, so Pearson mit Blick auf Daimler.

DEUTSCHE BANK AG

NEW YORK - JPMorgan hat die Deutsche Bank (Kurs: 26,19 Euro) in einer Branchenstudie zu europäischen Banken als einen der Favoriten hervorgehoben. Analyst Kian Abouhossein nahm die Papiere des deutschen Branchenprimus nach einem internen Stresstest von JPM vor dem anstehenden offiziellen Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) neben denen der Societe Generale und der ING in sein "Top Pick"-Portfolio auf.

DEUTSCHE BANK AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Deutsche Bank auf "Overweight" belassen. Die Bank verfüge für den Stresstest der Europäischen Zentralbank über eine komfortable Kapitalausstattung, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte fügte die Bank daher zu seinen "Top Picks" hinzu. Laut seiner Analyse dürften alle Banken im Euroraum den Stresstest überstehen. Die im bisherigen Jahresverlauf unterdurchschnittlich gelaufenen Sektorwerte sollten sich mit einem Aufwärtspotenzial von zehn Prozent bis Jahresende besser entwickeln als der Gesamtmarkt.

DEUTSCHE BOERSE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Deutsche Börse nach Handelsumsätzen fpr August auf "Reduce" mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Die Handelsumsätze des Börsenbetreibers hätten sich ähnlich wie im enttäuschenden Vormonat entwickelt, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Dienstag. Damit dürften die Unternehmenszahlen für das dritte Quartal verhalten ausfallen.

ESSILOR INTERNATIONAL

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für den französischen Brillenglashersteller Essilor nach Halbjahreszahlen von 79 auf 82 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Mit dem neuen Kursziel trage er unter anderem der überraschend stark verbesserten Profitabilität Rechnung, schrieb Analyst Bassel Choughari in einer Studie vom Dienstag. Die neue Unternehmensprognose biete begrenztes Aufwärtspotenzial für die Aktie. Der Konzern dürfte auch sein Wachstumstempo in Nordamerika nicht halten können, da die jüngsten Zuwächse wohl auf einen Vertrag mit dem US-Unternehmen EyeMed zurückgingen.

FIELMANN AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Fielmann nach Zahlen und einer Analystenkonferenz auf "Buy" mit einem Kursziel von 53,50 Euro belassen. Die Optikerkette biete hohe Wettbewerbsqualität und gute Wachstumsperspektiven, schrieb Analystin Anna Patrice in einer Studie vom Dienstag. In dieser Meinung sehe sie sich durch die Analystenveranstaltung noch einmal bestätigt. Mittelfristig sei Fielmanns Geschäft nicht durch die Internet-Konkurrenz bedroht.

HEIDELBERGCEMENT AG

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für HeidelbergCement auf "Buy" belassen. Die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum verschlechterten sich weiterhin, schrieb Analyst Aynsley Lammin in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die Aktien von auf Europa ausgerichteten Baufstoffherstellern hätten sich in den vergangenen drei Monaten am schlechtesten entwickelt, da die jüngsten Quartalszahlen wenig berauschend gewesen seien und die Trends sich abgeschwächt hätten. Er bleibe für HeidelbergCement wie auch für Saint Gobain und Wienerberger bei seinem Anlageurteil "Buy", da die Bewertungen dieser Aktien weniger ausgereizt seien.

HORNBACH HOLDING

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Hornbach Holding von 82 auf 77 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Baumarktbetreiber habe mit vorübergehenden Ergebnisbelastungen zu kämpfen, schrieb Analyst Thomas Maul in einer Studie vom Dienstag. Der Experte senkte seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr unter Verweis auf die Kosten für den Umbau ehemaliger Praktiker-Filialen und den Ausbau des Onlineangebots. Auch das Konsumklima in Deutschland trübe sich ein. Insgesamt sei das Unternehmen aber gut positioniert und dürfte von langfristigen Trends wie energieeffizienterem Bauen profitieren.

ILIAD

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Iliad nach Zahlen auf "Overweight" belassen. Der Chefstratege des französischen Telekomunternehmens Xavier Niel habe einer Konsolidierung des Sektors in Frankreich nur eine geringe Wahrscheinlichkeit zugeschrieben, schrieb Analyst Hannes Wittig in einer Studie vom Dienstag. Diese liege jedoch im Interesse aller Anbieter in Frankreich und dürfte daher nicht vom Tisch sein. Der Experte geht davon aus, dass das Unternehmen weiter am US-Mobilfunkgeschäft der Deutschen Telekom interessiert ist.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Infineon nach einer Übernahme auf "Outperform" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Mit dem Kauf von International Rectifier könne der Chiphersteller seine Produktion von 300-Millimeter-Wafern sehr viel schneller füllen, schrieb Analyst Pierre Ferragu in einer Studie vom Dienstag. Der Zukauf verändere die Lage des Unternehmens grundlegend. Der Abstand zum nächstkleineren Wettbewerber sei jetzt unumkehrbar. Der Konzern dürfte seine Ergebnisse über einen Konjunkturzyklus hinweg erheblich steigern können.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Infineon nach einer Investorenveranstaltung auf "Hold" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Die Roadshow habe seine Einschätzung bestätigt, dass der angekündigte Zukauf des US-Konkurrenten International Rectifier aus strategischer Sicht eine gute Entscheidung gewesen sei, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Dienstag. Zudem sei die aktuelle Geschäftsdynamik nach wie vor solide. Allerdings fehle es der Aktie auf dem gegenwärtigen Niveau an kurzfristigen Treibern.

ING GROEP N.V.

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für ING auf "Overweight" belassen. Laut seiner Untersuchung dürften alle Banken im Euroraum den Stresstest der Europäischen Zentralbank überstehen, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte fügte den Finanzkonzern wegen der Chance auf eine Ausschüttung an die Aktionäre im Anschluss an den Stresstest seinen "Top Picks" hinzu. Die Aktien der europäischen Banken dürften sich bis Jahresende nicht länger schlechter entwickeln als der Gesamtmarkt.

KUKA AG

ESSEN - Die National-Bank hat das Kursziel für Kuka von 47 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Aktie des Maschinen- und Roboterbauers habe das bisherige Kursziel nahezu erreicht, begründete Analyst Ekkehard Link in einer Studie vom Dienstag die Anhebung. Er sehe gute Chancen, dass das Unternehmen seine Expansion wie geplant realisieren könne. So müsse etwa die Automobilindustrie wegen Kostendrucks die Automatisierung ihrer Fertigungsprozesse vorantreiben, woraus sich wiederum neue Umsatzchancen für Kuka ergäben.

KUKA AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Kuka nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 43 Euro belassen. Die aktuelle Geschäftslage in der Autobranche sei unverändert gut für den Industrieroboter-Hersteller, schrieb Analyst Sebastian Growe in einer Studie vom Dienstag. Auch wenn die Aktie im bisherigen Jahresverlauf bereits um 35 Prozent gestiegen sei, bestehe noch Aufwärtspotenzial. Kurstreiber könnten steigende Analystenprognosen für das operative Ergebnis (Ebit) 2015 sowie die auf über zehn Prozent aufgestockte Beteiligung der Swoctem GmbH an Kuka sein.

LLOYDS BANKING GROUP

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Lloyds auf "Overweight" belassen. Laut seiner Analyse dürften alle Banken im Euroraum den Stresstest der Europäischen Zentralbank überstehen, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die europäischen Bank-Titel sollten sich daher bis zum Jahresende nicht länger schlechter als der Gesamtmarkt entwickeln. Lloyds ist wegen der Aussichten auf Ausschüttungen an die Aktionäre einer der "Top Picks" des Experten.

METRO AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Metro auf "Add" mit einem Kursziel von 33 Euro belassen. Der Handelskonzern dürfte dem überproportional wachsenden Online-Geschäft Rechnung tragen und sich stärker dem Thema Auslieferung widmen, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Dienstag. Damit dürften auch die Kosten für Umstrukturierungen weiter steigen. Die gute Nachricht sei, dass sich der Metro-Konzern bereits darauf konzentriere, sein Kapital effektiver einzusetzen.

METRO AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Metro AG nach der Gewinnwarnung des britischen Konkurrenten Tesco auf "Sell" mit einem Kursziel von 24 Euro belassen. Die Gewinnwarnung habe erneut die zahreichen Herausforderungen und das Tempo der Veränderungen im globalen Einzelhandel aufgezeigt, schrieb Analyst Christian Schwenkenbecher in einer Studie vom Dienstag. Auch Metro sehe sich in Deutschland Preissenkungen von Lebensmitteldiscountern ausgesetzt. Zu den strukturellen Herausforderungen zählt der Experte auch, dass große Märkte am Stadtrand nicht mehr so gefragt wie früher seien. Vor dem Hintergrund sinkender Gewinne sei die Metro-Aktie noch immer kein Schnäppchen.

NESTLE

FRANKFURT - Independent Research hat das Kursziel für Nestle angesichts des gestarteten Aktienrückkaufprogramms und Aussagen zur Nespresso-Sparte von 70 auf 73 Franken angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Ausblicksbestätigung werte er als erfreulich, schrieb Analyst Lars Lusebrink in einer Studie vom Dienstag. Wegen der bereits relativ hohen Bewertung sowie der Marktschwäche in zahlreichen Schwellenländern sieht der Experte derzeit aber kein nennenswertes Kurspotenzial für die Aktie.

NORMA GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Norma Group von 47 auf 46 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der jüngste Kursrückgang des Autozulieferers sei ohne fundamentale Gründe erfolgt und biete eine gute Einstiegsgelegenheit in die Aktie, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Studie vom Dienstag. Eine Wachstumsabschwächung in der zweiten Jahreshälfte wäre allerdings keine Überraschung.

NOVARTIS AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Novartis nach klinischen Studiendaten von 90 auf 95 Franken angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Ergebnisse einer Phase-III-Studie zum Medikament LCZ696 zur Behandlung von Herzversagen seien deutlich besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Richard Vosser in einer Studie vom Dienstag. Der Experte erhöhte daher seine Prognose für den Umsatz mit dem Mittel im Jahr 2020 von zuvor fünf auf sechs Milliarden US-Dollar.

PEUGEOT

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Peugeot nach Zahlen von 13,50 auf 14,40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Anleger blickten trotz der besser als erwartet ausgefallenen Halbjahresergebnisse wohl weiter skeptisch auf die Erholung des Autoherstellers, schrieb Analyst Horst Schneider in einer Studie vom Dienstag. Der Experte hob seine diesjährigen Gewinnprognosen an, ist in seinen Annahmen aber weiter vorsichtig. Preiserhöhungen könnten zu einer weiteren positiven Überraschung führen.

PEUGEOT

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Peugeot von 16 auf 15 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Gewinnschätzungen des Marktes für den europäischen Autosektor seien wegen eines schwächeren globalen Wachstums 2015 zu hoch, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte senkte seine Ergebnisprognosen um durchschnittlich zehn Prozent. Die Aussichten für das Geschäft in Europa und China seien aber weiter positiv und mit dem jüngsten Kursrückgang der Sektorwerte habe sich der Markt bereits auf Enttäuschungen eingestellt. Peugeot bleibt sein "Top Pick".

PORSCHE SE

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Porsche SE auf "Underperform" mit einem Kursziel von 70 Euro belassen. Die Gewinnschätzungen des Marktes für den europäischen Autosektor seien wegen eines schwächeren globalen Wachstums 2015 zu hoch, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte senkte seine Ergebnisprognosen um durchschnittlich zehn Prozent. Die Aussichten für das Geschäft in Europa und China seien aber weiter positiv und mit dem jüngsten Kursrückgang der Sektorwerte habe sich der Markt bereits auf Enttäuschungen eingestellt. Bei Porsche sei ein positiver Ausgang der Rechtsstreitigkeiten größtenteils bereits eingepreist.

ROYAL DUTCH SHELL A

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für die A-Aktie von Shell auf "Neutral" mit einem Kursziel von 2550 Pence belassen. Der Ölkonzern dürfte seinen Abstand auf die Eigenkapitalrendite des Konkurrenten Exxon Mobil in den kommenden Jahren weiter reduzieren, schrieb Analyst Alastair Syme in einer Studie vom Dienstag. Die deutlich höhere Bewertung des Konkurrenten sei daher zunehmend schwieriger zu rechtfertigen. Der Experte präferiert daher die Aktie von Shell.

SAINT GOBAIN

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Saint Gobain auf "Buy" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen. Die Baustoffhändler dürften in den kommenden Jahren dank einer Mengenerholung und einer strategischen Neuaufstellung ihre Margen und Renditen in ansehnlichem Maße steigern, schrieb Analyst Aynsley Lammin in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte zieht unter den Baustoffherstellern mit eigenem Vertrieb Saint Gobain der Aktie von CRH vor.

SAP AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für SAP von 54 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die IT-Ausgaben der Industrie könnten im nächsten Jahr steigen, schrieb Analyst Alex Tout in einer Studie vom Dienstag. SAP allerding sei schlecht auf Schwerpunkte wie den Cloud-Computing-Teilbereich "Software as a Service" (SaaS), Kundenpflege über vielfältige Kanäle (multichannel CRM), die Verarbeitung großer, komplexer Datensätze (Big Data) und Sicherheit ausgerichtet. Der Markt für das Kernlizenzgeschäft des Software-Herstellers sei in vielen Fällen saturiert.

SOCIETE GENERALE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Societe Generale auf "Overweight" belassen. Die Bank verfüge für den Stresstest der Europäischen Zentralbank über eine komfortable Kapitalausstattung, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Dienstag. Der Experte fügte die Bank daher seinen "Top Picks" hinzu. Laut seiner Analyse dürften alle Banken im Euroraum den Stresstest überstehen. Die Aktien der Branche dürften sich bis Jahresende nicht länger schlechter entwickeln als der Gesamtmarkt.

SOCIETE GENERALE

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Societe Generale von 50 auf 49 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die steigenden Risiken im Russlandgeschäft der Bank schienen eingepreist zu sein, schrieb Analystin Lorraine Quoirez in einer Studie vom Dienstag. Dies gelte auch für eine vollständige Abschreibung des dortigen Geschäfts, was unwahrscheinlich sei. Die Expertin passte ihr Kursziel an höhere Eigenkapitalkosten in Russland an.

TESCO

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Tesco nach einer Gewinnwarnung von 220 auf 190 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Der Einzelhändler befinde sich in einer kritischen Lage, schrieb Analyst Arnaud Joly in einer Studie vom Dienstag. Die Gewinnwarnung habe eine deutliche Verschlechterung der fundamentalen Entwicklung aufgedeckt. Die erhebliche Kürzung von Dividende und Investitionsausgaben erscheine notwendig, um die Bilanz zu schützen und Herabstufungen durch die Ratingagenturen zu vermeiden.

TIPP24 AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Tipp24 nach der zurückgenommenen jüngsten Gewinnwarnung von 65 auf 50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Positiv sei, dass der angebliche Jackpot-Gewinn von 44 Millionen Euro nicht zutreffe, schrieb Analyst Jochen Reichert in einer Studie vom Dienstag. Irritierend sei aber, dass eine Meldung über den höchsten jemals erzielten Jackpot revidiert werden müsse. Damit habe der Lotterieanbieter einiges an Vertrauen verspielt.

TOM TAILOR

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Tom Tailor nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 16,50 Euro belassen. Der Modehersteller sei auf einem guten Weg zu seinen Jahreszielen, die noch einmal bekräftigt worden seien, schrieb Analystin Anna Patrice in einer Studie vom Dienstag. Im kommenden Jahr dürfte das Unternehmen die operative Marge dank Verbesserungen der Profitabilität in allen Sparten weiter steigern. Der Fokus des Managements auf den Gewinn sollte die Aktie anschieben. Der Titel sei überdies attraktiv bewertet.

UBS AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für UBS auf "Overweight" belassen. Laut seiner Analyse dürften alle Banken im Euroraum den Stresstest der Europäischen Zentralbank überstehen, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Dienstag. Daher dürften sich die Aktien des Sektors bis zum Jahresende nicht länger schlechter als der Gesamtmarkt entwickeln. Auch der Bewertungsabstand der europäischen Investmentbanken auf die US-Konkurrenz sei inzwischen zu groß und dürfte sich wieder verringern. Die UBS ist wegen der Aussichten auf Ausschüttungen an die Aktionäre einer der "Top Picks" des Experten.

UNICREDIT SPA

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Unicredit auf "Overweight" belassen. Laut seiner Analyse dürften alle Banken im Euroraum den Stresstest der Europäischen Zentralbank überstehen, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die europäischen Bank-Titel sollten sich daher bis zum Jahresende nicht länger schlechter als der Gesamtmarkt entwickeln. Auch der Bewertungsabstand der europäischen Investmentbanken auf die Konkurrenten in den USA sei mittlerweile zu groß und dürfte sich wieder verringern. Unicredit ist wegen der zu erwartenden Normalisierung der Eigenkapitalrenditen einer der "Top Picks" des Experten.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Vorzugsaktien von Volkswagen von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 205 auf 210 Euro angehoben. Der Autobauer habe ein Imperium geschaffen und müsse nun unter Beweis stellen, dass er es auch beherrsche, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Studie vom Dienstag. Die Rentabilität der Kernmarke Volkswagen sei schwächer als bei den Mitbewerbern. Und der Markt halte eine erfolgreiche Kostenkontrolle offenbar für unwahrscheinlich. Wegen der vergleichsweise niedrigen Bewertung und der geringen Markterwartungen stufe er die Aktie nun hoch.

WACKER CHEMIE AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Wacker Chemie nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 100 Euro belassen. Auch das zweite Quartal des Spezialchemieunternehmens sei sehr gut gelaufen, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Dienstag. Dank der starken Polysilizium-Nachfrage sei die Wachstumsdynamik anhaltend hoch. Der Experte geht davon aus, dass die gesamte Jahresproduktion von Wacker ausverkauft sein wird.

02.09.2014

Apple: Konten von Prominenten wurden gezielt angegriffen

CUPERTINO (dpa-AFX) - Der Diebstahl privater Fotos von Stars wie Jennifer Lawrence geht nach Erkenntnissen von Apple auf sehr gezielte Attacken auf die Konten der einzelnen Prominenten zurück. Der Speicherdienst iCloud sei nicht gehackt worden, betonte der iPhone-Konzern am Dienstag. Vielmehr hätten die Angreifer sich auf Nutzernamen, Passwörter und zusätzliche Sicherheitsfragen der Promis konzentriert. In anonymen Foren war mit der Veröffentlichung Dutzender Nacktfotos der Stars auch behauptet worden, die Bilder stammten aus dem iCloud-Dienst. Das hatte Spekulationen über Sicherheitslücken ausgelöst, denen Apple nachging./so/DP/zb

02.09.2014

Devisen: Euro erholt sich etwas im New Yorker Handel

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag im New Yorker Handel ein wenig von seiner vorherigen Schwäche erholt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3127 US-Dollar und damit fast so viel wie im europäischen Vormittagsgeschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,3115 (Montag: 1,3133) Dollar festgesetzt - gegen Mittag der Euro zeitweise bis auf ein Jahrestief bei 1,3110 Dollar abgerutscht.

Devisenexperten sahen den Euro von der Hoffnung auf bald steigende Zinsen in den USA belastet, die durch deutlich besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten untermauert wurde. Derweil werde im Euroraum mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik gerechnet. Die Blicke der Anleger richten sich daher bereits auf den Zinsentscheid der EZB am Donnerstag./gl/zb

02.09.2014

Mexiko baut Hauptstadtflughafen für 120 Millionen Passagiere aus

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Der Flughafen von Mexiko-Stadt soll zu einem der größten Drehkreuze der Welt ausgebaut werden. Der Airport Benito Juárez werde bis 2018 für jährlich bis zu 120 Millionen Passagiere erweitert, kündigte Präsident Enrique Peña Nieto in seiner Regierungserklärung am Dienstag an. Das sei eine viermal so große Kapazität wie bislang. Die Zahl der Start- und Landebahnen werde von derzeit zwei auf sechs erhöht und ein neues Terminal gebaut. Der Ausbau des Flughafens ist das größte Infrastrukturprojekt der vergangenen Jahre in Mexiko. Er dürfte Medienberichten zufolge rund 120 Milliarden Pesos (etwa sieben Mrd Euro) kosten./dde/DP/zb

02.09.2014

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Dienstag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 588 611 (Montag: 648 620) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 283 219 (335 408), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 305 392 (313 212). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,92 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nokia (102 481/77 076), Novartis (12 707/14 336) und Deutsche Telekom (6 892/17 136)./rem/DP/zb

02.09.2014

Permira verkauft erneut Hugo-Boss-Aktien - Anteil sinkt auf unter 40 Prozent

METZINGEN/LONDON (dpa-AFX) - Der Finanzinvestor Permira treibt den Ausstieg beim Modekonzern Hugo Boss weiter voran. Die beiden US-Banken Bank of America und Citigroup wurden mit der Platzierung von 7,9 Millionen Aktien oder 11,2 Prozent der Hugo-Boss-Anteile beauftragt, teilte der Finanzinvestor am Dienstag in London via E-Mail mit. Damit würde der Anteil von Permira von zuletzt 50 Prozent auf etwas unter 39 Prozent sinken.

Nach Informationen aus Finanzkreisen sollen die Papiere zwischen 101,50 und dem Xetra-Schlusskurs von 107,05 Euro an Investoren gebracht werden. Die im MDax notierte Aktie gab nachbörslich 3,78 Prozent auf 103 Euro nach. Permira winkt damit bei dem abermaligen Verkauf von Hugo-Boss-Aktien ein Erlös von mehr als 800 Millionen Euro.

Der Finanzinvestor war über den Kauf des italienischen Modeunternehmens Valentino im Jahr 2007 zur Hugo-Boss-Mehrheit gekommen. 2009 hatte Permira den deutschen Hersteller aus dem italienischen Konzern herausgelöst und in die Holding Red & Black eingebracht. Valentino ging 2012 an einen Investor aus dem Golfstaat Katar.

2011 hatte sich Permira dann erstmals von Anteilen an dem deutschen Modekonzern getrennt. 2013 wurden dann erneut Papiere auf den Markt geworfen und im Mai dieses Jahres nutzte der Finanzinvestor den Höhenflug der Aktie zu weiteren Verkäufen. Anfang August hatte es Gerüchte gegeben, dass sich Permira auf einen Schlag von seinem 50-Prozent-Paket trennen will. Dies hatte ein Sprecher dementiert./zb/stb

02.09.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schwächelt - S&P-500-Hoch hält nicht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Dienstag keine klare Richtung gefunden. Während die Standardwerte nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende moderat nachgaben, ging es an der Technologiebörse Nasdaq etwas bergauf. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,18 Prozent tiefer bei 17 067,56 Punkten.

Beim S&P-500-Index konnten sich die Anleger nur kurz über den neuen Rekordstand bei 2006,12 Punkten freuen - zum Handelsende notierte der marktbreite Index 0,05 Prozent im Minus bei 2002,28 Punkten. Der Technologiewerte-Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte dagegen ein Plus von 0,32 Prozent auf 4095,81 Punkte.

STARKE DATEN SCHÜREN ZINSERHÖHUNGS-FANTASIE

Die kurz nach Handelsbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten fielen insgesamt stark aus. Sie stützten einem Beobachter zufolge die Einschätzung, dass die US-Konjunktur im zweiten Halbjahr Fahrt aufnehme. Andere Experten verwiesen allerdings darauf, dass damit eine erste Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed schon früh im kommenden Jahr wahrscheinlicher werde. Nun warteten die Anleger vor allem auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht am Freitag.

Die Stimmung in der US-Industrie verbesserte sich im August etwas weniger als zunächst ermittelt, wie der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex zeigte. Dennoch ist der August-Wert der höchste seit April 2010, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht.

Zudem stieg der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie im August auf den höchsten Stand seit März 2011, wogegen Volkswirte einen leichten Rückgang erwartet hatten. Er gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität der weltgrößten Volkswirtschaft. Auch die Bauausgaben im Juli überraschten positiv: Sie stiegen stärker als prognostiziert.

SINKENDE ÖLPREISE BELASTEN BRANCHE - COMPUWARE-ÜBERNAHME

Bei den Einzelwerten litten die Öltitel unter den rückläufigen Preisen für den wichtigen Rohstoff. Im Dow gehörten Chevron und ExxonMobil mit Kursabschlägen von 1,48 beziehungsweise 0,98 Prozent zu den größten Verlierern, und im S&P 500 büßten ConocoPhillips 1,23 Prozent ein. Bei Home Depot sorgten Aussagen, denen zufolge die Baumarktkette zusammen mit Banken und Behörden den möglichen Diebstahl von Kundendaten untersucht, für Kursverluste von 2,02 Prozent und den letzten Platz im Dow.

Die Aktien von Compuware sprangen nach einem Übernahmeangebot um 13,26 Prozent auf 10,59 US-Dollar hoch. Die Beteiligungsgesellschaft Thoma Bravo kündigte den Kauf des Analysedienstes für 2,5 Milliarden Dollar an. Die Anteile von Compuware werden bei der Transaktion nach Angaben der Unternehmen mit rund 10,92 Dollar bewertet werden. Dabei soll mit zirka 10,25 Dollar der Großteil davon bar bezahlt werden. Zudem sollen die Compuware-Aktionäre noch Anteile an der börsennotierten Tochter Covisint erhalten.

ÜBERNAHMEKAMPF BEI DOLLAR-SHOPS GEHT WEITER

Derweil ging der Übernahmekampf in der Billigdiscounter-Branche in eine neue Runde. Die Aktien von Dollar General verteuerten sich um 0,58 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Offerte für den kleineren Rivalen Family Dollar von 78,50 auf 80,00 Dollar je Aktie erhöht hatte. Dessen Papiere gewannen 0,49 Prozent auf 80,22 Dollar. Die Anteilsscheine der ebenfalls an Family Dollar interessierten Kette Dollar Tree stiegen um 1,56 Prozent.

Dagegen büßten die Aktien von Exelixis mehr als die Hälfte ihres Werts ein. Das biopharmazeutische Unternehmen muss nach einer erfolglosen Studie für ein Krebsmittel nun Stellen streichen./gl/zb

02.09.2014

Aktien New York Schluss: Standardwerte schwächeln - S&P-500-Hoch hält nicht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Dienstag keine klare Richtung gefunden. Während die Standardwerte nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende moderat nachgaben, ging es an der Technologiebörse Nasdaq etwas bergauf. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,18 Prozent tiefer bei 17 067,56 Punkten.

Beim S&P-500-Index konnten sich die Anleger nur kurz über den neuen Rekordstand bei 2006,12 Punkten freuen - zum Handelsende notierte der marktbreite Index 0,05 Prozent im Minus bei 2002,28 Punkten. Der Technologiewerte-Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte dagegen ein Plus von 0,32 Prozent auf 4095,81 Punkte./gl/zb

02.09.2014

Aktien New York: Dow gibt nach - S&P rutscht nach neuem Hoch mit ab

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Börsen haben die Standardwerte nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende am Dienstag moderat nachgegeben. Etwas besser hielten sich die Kurse an der Technologiebörse Nasdaq. Die kurz nach Handelsbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten fielen insgesamt stark aus. Sie stützten einem Beobachter zufolge die Einschätzung, dass die US-Konjunktur im zweiten Halbjahr Fahrt aufnehme. Andere Experten verwiesen allerdings darauf, dass damit eine erste Zinserhöhung durch die US-Notenbank schon früh im kommenden Jahr wahrscheinlicher werde.

Der im frühen Handel richtungslose Dow Jones Industrial verlor 0,39 Prozent auf 17 031,84 Punkte. Beim S&P-500-Index konnten sich die Anleger nur kurz über den neuen Rekordstand bei 2006,12 Punkten freuen - zuletzt sank der marktbreite Index um 0,33 Prozent auf 1996,73 Punkte. Der Technologiewerte-Auswahlindex Nasdaq 100 behauptete immerhin ein minimales Plus von 0,01 Prozent auf 4082,85 Punkte.

Die Stimmung in der US-Industrie verbesserte sich im August etwas weniger als zunächst ermittelt, wie der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex zeigte. Dennoch ist der August-Wert der höchste seit April 2010, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht. Zudem stieg der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie im August auf den höchsten Stand seit März 2011, wogegen Volkswirte einen leichten Rückgang erwartet hatten. Er gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität der weltgrößten Volkswirtschaft. Auch die Bauausgaben im Juli überraschten positiv: Sie stiegen stärker als prognostiziert.

Bei den Einzelwerten litten die Öltitel unter den rückläufigen Preisen für den wichtigen Rohstoff. Im Dow gehörten Chevron und ExxonMobil mit Kursdabschlägen von 1,71 beziehungsweise 1,49 Prozent zu den größten Verlierern, und im S&P 500 büßten ConocoPhillips 1,55 Prozent ein.

Von Unternehmen gab es kaum kursbewegende Nachrichten. Die Aktien von Compuware sprangen nach einem Übernahmeangebot um 12,35 Prozent auf 10,51 US-Dollar hoch. Die Beteiligungsgesellschaft Thoma Bravo kündigte den Kauf des Analysedienstes für 2,5 Milliarden Dollar an. Die Anteile von Compuware werden bei der Transaktion nach Angaben der Unternehmen mit rund 10,92 Dollar bewertet werden. Dabei soll mit zirka 10,25 Dollar der Großteil davon bar bezahlt werden. Zudem sollen die Compuware-Aktionäre noch Anteile an der börsennotierten Tochter Covisint erhalten.

Derweil ging der Übernahmekampf in der Billigdiscounter-Branche in eine neue Runde. Die Aktien von Dollar General verteuerten sich um 0,61 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Offerte für den kleineren Rivalen Family Dollar von 78,50 auf 80,00 Dollar je Aktie erhöht hatte. Dessen Papiere gewannen 0,53 Prozent auf 80,25 Dollar. Die Anteilsscheine der ebenfalls an Family Dollar interessierten Kette Dollar Tree stiegen um 1,24 Prozent.

Dagegen büßten die Aktien von Exelixis mehr als die Hälfte ihres Werts ein. Das biopharmazeutische Unternehmen muss nach einer erfolglosen Studie für ein Krebsmittel nun Stellen streichen./gl/zb

02.09.2014

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Wenig Bewegung - Zurückhaltung vor EZB-Sitzung

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen sind am Dienstag letztlich nur wenig von der Stelle gekommen. Der zwischenzeitlich freundlichere EuroStoxx 50 rettete ein Plus von 0,17 Prozent auf 3180,29 Punkte ins Ziel. Damit knüpfte der Eurozonen-Leitindex an seine bescheidenen Gewinne der letzten zwei Handelstage an. Der Cac-40-Index in Paris sank hingegen um 0,03 Prozent auf 4378,33 Punkte, während der Londoner FTSE 100 0,06 Prozent auf 6829,17 Punkte gewann.

Nach guten Konjunkturdaten aus den USA hätten sich die Indizes von ihren Tagestiefs gelöst, kommentierte Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK. Allerdings hätten die Anleger gezögert, zu hohe Erwartungen an die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zu stellen. Dies habe das Aufwärtspotenzial offensichtlich begrenzt. Seit einiger Zeit hoffen Börsianer angesichts schwacher hiesiger Daten auf eine weitere Lockerung der europäischen Geldpolitik. Die vormittags veröffentlichten Erzeugerpreise für die Eurozone waren im Juli wie erwartet zurückgegangen.

Aus Branchensicht favorisierten die Anleger die Technologieunternehmen: Im Stoxx Europe 600 stieg der Subindex um 0,77 Prozent. Dahinter gewann der Index für die Rohstoffwerte 0,44 Prozent. Als Grund nannte Experte Hewson eine von der australischen Regierung erreichte Übereinkunft, eine umstrittene Steuer auf Gewinne mit Kohle und Eisenerz wieder abzuschaffen. Der Index für die Öl- und Gasfirmen büßte angesichts rückläufiger Ölpreise am Ende der Übersicht 0,83 Prozent ein.

Kursbewegende Nachrichten zu Einzelwerten gab es kaum. Die Aktien der Fluggesellschaft Air France-KLM stemmten sich mit plus 1,86 Prozent gegen den verhaltenen Branchentrend. In einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Figaro" hatte Unternehmenschef Frederic Gagey einen Jahresverlust von rund 120 Millionen Euro auf den Mittelstrecken angekündigt. 2012 hatte dieser noch doppelt so hoch gelegen./gl/zb

02.09.2014

Aktien Europa Schluss: Wenig Bewegung - Zurückhaltung vor EZB-Sitzung

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen sind am Dienstag letztlich nur wenig von der Stelle gekommen. Der zwischenzeitlich freundlichere EuroStoxx 50 rettete ein Plus von 0,17 Prozent auf 3180,29 Punkte ins Ziel. Damit knüpfte der Eurozonen-Leitindex an seine bescheidenen Gewinne der letzten zwei Handelstage an. Der Cac-40-Index in Paris sank hingegen um 0,03 Prozent auf 4378,33 Punkte, während der Londoner FTSE 100 0,06 Prozent auf 6829,17 Punkte gewann.

Nach guten Konjunkturdaten aus den USA hätten sich die Indizes von ihren Tagestiefs gelöst, kommentierte Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK. Allerdings hätten die Anleger gezögert, zu hohe Erwartungen an die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zu stellen. Dies habe das Aufwärtspotenzial offensichtlich begrenzt. Seit einiger Zeit hoffen Börsianer angesichts schwacher hiesiger Daten auf eine weitere Lockerung der europäischen Geldpolitik. Die vormittags veröffentlichten Erzeugerpreise für die Eurozone waren im Juli wie erwartet zurückgegangen./gl/zb

02.09.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax im Plus - Hoffnung auf EZB-Lockerung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag in der Hoffnung auf weitere geldpolitische Impulse moderate Kursgewinne verbucht. Der Dax, der einen Teil seiner Gewinne aus dem frühen Handel am Nachmittag wieder abgegeben hatte, ging mit einem Plus von 0,30 Prozent auf 9507,02 Punkte über die Ziellinie. Für den MDax ging es um 0,28 Prozent auf 16 146,14 Punkte nach oben und der TecDax gewann 0,23 Prozent auf 1251,14 Punkte.

Beherrschendes Thema bleibt die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Dabei hoffen Marktbeobachter auf weitere Lockerungsmaßnahmen der Währungshüter. Die Nervosität der Anleger steige spürbar an, sagte Analyst Jens Klatt vom Broker DailyFX. So hätten die Optimisten am Vormittag Aktien gekauft in der Erwartung, EZB-Chef Mario Draghi würde schon übermorgen Nägel mit Köpfen machen und ein Anleihekaufprogramm in großem Stil beschließen. Am Nachmittag habe dann bei einigen aber wieder die Vorsicht überwogen. Das Augenmerk richtet sich zudem bereits auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Und die Krise in der Ukraine schwebt weiter wie ein Damoklesschwert über den Börsen.

Die Papiere von Volkswagen (VW) waren über weite Strecken an der Dax-Spitze zu finden, zum Handelsende reichte es mit plus 0,91 Prozent aber nur noch zu Platz zwei hinter den Titeln der Commerzbank mit plus 1,48 Prozent. Die französische Bank Exane BNP Paribas hatte sich überwiegend positiv zu Autobauern geäußert und dabei für die VW-Titel eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Die Aktien der Deutschen Börse verteuerten sich um 0,64 Prozent. Der Börsenbetreiber hatte am Vorabend mitgeteilt, dass die Wertpapierumsätze für August kräftig gestiegen waren.

Im MDax kletterten die Südzucker-Titel mit plus 3,07 Prozent auf den ersten Platz. Die Aktien von CTS Eventim sprangen mit einem Kursaufschlag von 3,57 Prozent unter die Top 3 im SDax. Das Unternehmen wird exklusiver Ticketservice-Anbieter der Olympischen Spiele und der Paralympics in Rio de Janeiro im Jahr 2016. Ganz überraschend komme das nicht, da CTS Eventim bereits in der Vergangenheit Ticketing-Partner Olympischer Spiele gewesen sei, sagte ein Händler. Gut für die Stimmung der Aktionäre sei die Meldung dennoch.

Die Papiere von Deutsche Annington verteuerten sich nach einem angekündigten Kauf von mehr als 5000 Wohnungen und rund 210 Gewerbeeinheiten um 0,26 Prozent. Ein Händler erinnerte daran, dass das derzeit noch im SDax gelistete Immobilienunternehmen wohl in den MDax aufrücken wird. Die Entscheidung darüber fällt die Deutsche Börse am Mittwochabend.

Der EuroStoxx 50 rückte um 0,17 Prozent auf 3180,29 Punkte vor. Der Cac 40 in Paris sowie der FTSE-100-Index in London notierten nahezu unverändert. Am US-Aktienmarkt gab der Dow Jones Industrial zuletzt etwas nach. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,74 Prozent am Vortag auf 0,78 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,14 Prozent auf 138,07 Punkte nach. Der Bund-Future verlor 0,34 Prozent auf 151,06 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3115 (Montag: 1,3133) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7625 (0,7614) Euro./ajx/zb

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

02.09.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax leicht im Plus - Hoffnung auf EZB-Lockerung stützt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag in der Hoffnung auf weitere geldpolitische Impulse moderate Kursgewinne verbucht. Der Dax, der einen Teil seiner Gewinne aus dem frühen Handel am Nachmittag wieder abgegeben hatte, ging mit einem Plus von 0,30 Prozent auf 9507,02 Punkte über die Ziellinie. Für den MDax ging es um 0,28 Prozent auf 16 146,14 Punkte nach oben und der TecDax gewann 0,23 Prozent auf 1251,14 Punkte.

Beherrschendes Thema bleibt die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Dabei erwarten Experten weitere Lockerungsmaßnahmen. Das Augenmerk richtet sich zudem bereits auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Und die Krise in der Ukraine schwebt weiter wie ein Damoklesschwert über den Börsen./ajx/zb

02.09.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Wenig Bewegung - S&P auf neuem Hoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte sind nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende nur schwer in die Gänge gekommen. Die am Dienstag kurz nach Börsenbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten fielen insgesamt stark aus. Sie stützten einem Beobachter zufolge die Einschätzung, dass die US-Konjunktur im zweiten Halbjahr Fahrt aufnehme. Dies helfe den Börsen. Andere Experten verwiesen indes darauf, dass damit eine erste Zinserhöhung durch die US-Notenbank schon früh im kommenden Jahr wahrscheinlicher werde.

Der Dow Jones Industrial trat mit einem Plus von 0,04 Prozent auf 17 105,86 Punkte auf der Stelle. Beim S&P-500-Index standen nach einem neuen Hoch bei 2006,12 Punkten zuletzt Kursgewinne von 0,08 Prozent auf 2004,96 Punkte zu Buche. Besser entwickelten sich die Kurse an der Technologiebörse Nasdaq, wo der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,27 Prozent auf 4093,45 Punkte zulegte.

Die Stimmung in der US-Industrie verbesserte sich im August etwas weniger als zunächst ermittelt, wie der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex zeigte. Dennoch ist der August-Wert der höchste seit April 2010, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht. Zudem stieg der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie im August auf den höchsten Stand seit März 2011, wogegen Volkswirte einen leichten Rückgang erwartet hatten. Er gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität der weltgrößten Volkswirtschaft. Auch die Bauausgaben im Juli überraschten positiv: Sie stiegen stärker als prognostiziert.

Auf Unternehmensseite gab es nur wenige Nachrichten. Die Aktien von Compuware sprangen nach einem Übernahmeangebot um 12,41 Prozent auf 10,51 US-Dollar hoch. Die Beteiligungsgesellschaft Thoma Bravo kündigte den Kauf des Analysedienstes für 2,5 Milliarden Dollar an. Die Anteile von Compuware werden bei der Transaktion nach Angaben der Unternehmen mit rund 10,92 Dollar bewertet werden. Dabei soll mit zirka 10,25 Dollar der Großteil davon bar bezahlt werden. Zudem sollen die Compuware-Aktionäre noch Anteile an der börsennotierten Tochter Covisint erhalten.

Derweil ging der Übernahmekampf in der Billigdiscounter-Branche in eine neue Runde. Die Aktien von Dollar General verteuerten sich um 0,73 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Offerte für den kleineren Rivalen Family Dollar von 78,50 auf 80,00 Dollar je Aktie erhöht hatte. Dessen Papiere gewannen 0,45 Prozent auf 80,19 Dollar. Die Anteilsscheine der ebenfalls an Family Dollar interessierten Kette Dollar Tree stiegen um 1,43 Prozent. Dagegen büßten die Aktien von Exelixis mehr als die Hälfte ihres Werts ein. Das biopharmazeutische Unternehmen muss nach einer erfolglosen Studie für ein Krebsmittel nun Stellen streichen./gl/zb

02.09.2014

Aktien New York: Verhaltener Start - S&P stagniert nach neuem Hoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte sind nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende verhalten in den Handel gestartet. Die am Dienstag kurz nach Börsenbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten fielen insgesamt stark aus. Sie stützten einem Beobachter zufolge die Einschätzung, dass die US-Konjunktur im zweiten Halbjahr Fahrt aufnehme. Dies helfe den Börsen. Andere Experten verwiesen indes darauf, dass damit eine erste Zinserhöhung durch die US-Notenbank schon früh im kommenden Jahr wahrscheinlicher werde.

Der Dow Jones Industrial verlor 0,09 Prozent auf 17 083,64 Punkte - am Freitag hatte der Leitindex noch ein knappes Plus geschafft. Beim S&P-500-Index währte die Freude über ein neues Hoch bei 2006,12 Punkten nur kurz: Der marktbreite Index notierte zuletzt prozentual unverändert bei 2003,38 Punkten. Etwas besser entwickelten sich die Kurse an der Technologiebörse Nasdaq, wo der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,18 Prozent auf 4089,78 Punkte zulegte./gl/zb

02.09.2014

Aktien Frankfurt: Freundlich - Hoffnungen auf EZB-Lockerung beflügeln

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat in der Hoffnung auf weitere geldpolitische Impulse am Dienstagnachmittag moderate Kursgewinne verbucht. Der Dax gab jedoch zuletzt den größten Teil seines Gewinns vom Vormittag von mehr als einem Prozent ab und notierte zuletzt nur noch 0,37 Prozent höher bei 9513,81 Punkten. Für den MDax ging es um 0,26 Prozent auf 16 142,53 Punkte nach oben und der TecDax gewann 0,21 Prozent auf 1250,83 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,26 Prozent zu.

Beherrschendes Thema bleibt die bevorstehende Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, von der weitere Lockerungsmaßnahmen erwartet werden. Das Augenmerk richtet sich zudem bereits auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Allerdings könnte die Krise in der Ukraine jederzeit für Belastung sorgen.

VW PROFITIEREN VON STUDIE

Im Dax waren die Volkswagen-Vorzüge mit einem Gewinn von 1,18 Prozent der bislang stärkste Wert. Analyst Stuart Pearson von Exane BNP Paribas hatte die Papiere hochgestuft und sich insgesamt positiv zu den Autoherstellern geäußert. Die Aktien der Deutschen Börse verteuerten sich um 0,86 Prozent. Der Börsenbetreiber hatte am Vorabend mitgeteilt, dass die Wertpapierumsätze für August kräftig gestiegen sind. Auch bei der Derivate-Tochter Eurex legten die Umsätze zu.

MDAX-ASPIRANT DEUTSCHE ANNINGTON NACH MEDIENBERICHT IM PLUS

Im MDax waren die Südzucker-Titel mit plus 3,45 Prozent attraktivster Wert, gefolgt von den Aktien des Rüstungskonzerns und Autozulieferers Rheinmetall mit einem Anstieg von 2,51 Prozent. Die Papiere des Index-Aspiranten Deutsche Annington kletterten nach einem angekündigten Kauf von mehr als 5000 Wohnungen und rund 210 Gewerbeeinheiten um 0,39 Prozent. Die Immobiliengesellschaft hatte ihr Geschäft im Februar bereits mit einem rund 2,4 Milliarden Euro schweren Zukauf gestärkt. Ein Händler erinnerte daran, dass die noch im SDax gelistete Deutsche Annington wohl in den MDax aufrücken wird. Die Entscheidung darüber fällt am Mittwochabend.

Die Aktien von CTS Eventim stiegen um 3,85 Prozent. Zuvor hatte das SDax-Unternehmen mitgeteilt, dass es exklusiver Ticketservice-Anbieter der Olympischen Spiele und der Paralympics in Rio de Janeiro im Jahr 2016 wird. Ganz überraschend komme das nicht, da CTS Eventim bereits in der Vergangenheit Ticketing-Partner Olympischer Spiele gewesen sei, sagte ein Händler. Gut für die Stimmung der Aktionäre sei die Meldung dennoch./edh/ajx

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

02.09.2014

WDH: Regierung wirbt um mehr privates Geld für die Infrastruktur

(Im dritten Absatz wurde ein Tippfehler entfernt)

MESEBERG (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will neue Konjunkturrisiken für Deutschland etwa durch den Russland-Ukraine-Konflikt mit der Mobilisierung privater Investitionen eindämmen. Zudem will sie erreichen, dass Deutschland im Wettbewerb mit den USA bei der Digitalwirtschaft aufholt. Das kündigten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nach einem Treffen mit Spitzen von Wirtschaft und Gewerkschaften am Dienstag in Meseberg bei Berlin an.

"Wir sehen, dass die geopolitischen Risiken längst in Deutschland und Europa angekommen sind", sagte Gabriel. Neben der Konjunkturschwäche in Europa hob er ausdrücklich den Russland-Ukraine-Konflikt als Risiko hervor, auch wenn Russland bei den deutschen Exporten keine dominante Rolle spiele. "Sondern das ganze Investitionsklima leidet darunter."

Merkel betonte mit Blick auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung: "Alles steht und fällt mit der Frage, ob wir genügend Investitionen haben." Öffentliche Investitionen alleine reichten nicht. "Die Kunst wird darin bestehen, dass wir privates Kapital (...) in die richtige Richtung lenken." Die im Meseberger Dialog - dem fünften seiner Art - aufgeworfenen Punkte würden nun in einer Agenda zusammengefasst.

Gabriel qualifizierte die Investitionsschwäche in Deutschland als die zentrale Herausforderung. "Wir haben seit mehr als zehn Jahren eine Investitionsschwäche nicht nur in den öffentlichen Investitionen, sondern auch bei der Nettoinvestitionsquote in den Unternehmen." So hemmten die Finanzmarkt-Risiken die Kreditaufnahme. Das Ziel sei, privates Kapital verstärkt in die Infrastruktur zu lenken. Auch der Staat erhöhe seine Infrastrukturinvestitionen, dazu dienten auch Schritte zur Entlastung der Kommunen.

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, sagte: "Es ist ja genug Geld da." Es müsse nur investiert werden. "Das ist eine Frage des Vertrauens."

Merkel betonte die Bedeutung der digitalen Agenda - gerade auch im Wettbewerb mit den USA, "die im digitalen Bereich durchaus weiter sind". Auch Gabriel hob die Bedeutung dieses Bereichs hervor.

DGB-Chef Reiner Hoffmann mahnte, dass die gewünschten Innovationen etwa auf diesem Feld auch von den Menschen gelebt und akzeptiert werden müssten. Die Konzentration auf Hightech alleine wäre ein Fehler, sagte er. Neben den Chancen weiterer Digitalisierung warnte der Gewerkschaftschef vor einer "neuen digitalen Prekarisierung von Arbeit", also vor Computerarbeit, die schädlich für die Arbeitnehmer ist. "Wir sehen auch eine Entgrenzung von Raum und Zeit von Arbeit." Neue Leitplanken seien nötig.

Beim heiklen Thema Tarifeinheit zeigte sich Merkel zuversichtlich, dass die Regierung ihren Gesetzesplan bald verwirklichen kann. "Wir sind einem Gesetzentwurf doch ein ganzes Stück nähergekommen", sagte Merkel mit Blick auf Vorarbeiten von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Mit dem Gesetz will die Koalition den Einfluss kleiner, aber durchsetzungsfähiger Gewerkschaften begrenzen. Das Problem ist, dass das Streikrecht nicht eingeschränkt werden soll./bw/DP/zb

02.09.2014

Regierung wirbt um mehr privates Geld für die Infrastruktur

MESEBERG (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will neue Konjunkturrisiken für Deutschland etwa durch den Russland-Ukraine-Konflikt mit der Mobilisierung privater Investitionen eindämmen. Zudem will sie erreichen, dass Deutschland im Wettbewerb mit den USA bei der Digitalwirtschaft aufholt. Das kündigten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nach einem Treffen mit Spitzen von Wirtschaft und Gewerkschaften am Dienstag in Meseberg bei Berlin an.

"Wir sehen, dass die geopolitischen Risiken längst in Deutschland und Europa angekommen sind", sagte Gabriel. Neben der Konjunkturschwäche in Europa hob er ausdrücklich den Russland-Ukraine-Konflikt als Risiko hervor, auch wenn Russland bei den deutschen Exporten keine dominante Rolle spiele. "Sondern das ganze Investitionsklima leidet darunter."

Merkel betonte mit Blick auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung: "Alles steht und fällt mit der Frage, ob wir genügend Investitionen haben." Öffentliche Investitionen alleine reichten nicht. "Die Kunst wird darin bestehen, dass wir privates Kapital (?) in die richtige Richtung lenken." Die im Meseberger Dialog - dem fünften seiner Art - aufgeworfenen Punkte würden nun in einer Agenda zusammengefasst.

Gabriel qualifizierte die Investitionsschwäche in Deutschland als die zentrale Herausforderung. "Wir haben seit mehr als zehn Jahren eine Investitionsschwäche nicht nur in den öffentlichen Investitionen, sondern auch bei der Nettoinvestitionsquote in den Unternehmen." So hemmten die Finanzmarkt-Risiken die Kreditaufnahme. Das Ziel sei, privates Kapital verstärkt in die Infrastruktur zu lenken. Auch der Staat erhöhe seine Infrastrukturinvestitionen, dazu dienten auch Schritte zur Entlastung der Kommunen.

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, sagte: "Es ist ja genug Geld da." Es müsse nur investiert werden. "Das ist eine Frage des Vertrauens."

Merkel betonte die Bedeutung der digitalen Agenda - gerade auch im Wettbewerb mit den USA, "die im digitalen Bereich durchaus weiter sind". Auch Gabriel hob die Bedeutung dieses Bereichs hervor.

DGB-Chef Reiner Hoffmann mahnte, dass die gewünschten Innovationen etwa auf diesem Feld auch von den Menschen gelebt und akzeptiert werden müssten. Die Konzentration auf Hightech alleine wäre ein Fehler, sagte er. Neben den Chancen weiterer Digitalisierung warnte der Gewerkschaftschef vor einer "neuen digitalen Prekarisierung von Arbeit", also vor Computerarbeit, die schädlich für die Arbeitnehmer ist. "Wir sehen auch eine Entgrenzung von Raum und Zeit von Arbeit." Neue Leitplanken seien nötig.

Beim heiklen Thema Tarifeinheit zeigte sich Merkel zuversichtlich, dass die Regierung ihren Gesetzesplan bald verwirklichen kann. "Wir sind einem Gesetzentwurf doch ein ganzes Stück nähergekommen", sagte Merkel mit Blick auf Vorarbeiten von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Mit dem Gesetz will die Koalition den Einfluss kleiner, aber durchsetzungsfähiger Gewerkschaften begrenzen. Das Problem ist, dass das Streikrecht nicht eingeschränkt werden soll./bw/DP/zb

02.09.2014

ROUNDUP/Merkel: Sind Tarifeinheits-Gesetzentwurf näher bekommen

MESEBERG (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Regierung den heiklen Plan eines Gesetzes zur Tarifeinheit bald in die Tat umsetzt. "Wir sind einem Gesetzentwurf doch ein ganzes Stück nähergekommen", sagte Merkel am Dienstag in Meseberg bei Berlin. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) habe sich in der Regierung eng abgestimmt, und in den kommenden Tagen werde es sehr detaillierte Diskussionen geben.

In Meseberg, wo sich weite Teile des Kabinetts mit den Spitzen von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften trafen, sollte das Thema noch am Abend am Rande angesprochen werden, wie Merkel sagte. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte, in der kommenden und übernächsten Woche werde es detailliertere Gespräche der Gewerkschaften mit der Regierung geben.

Nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwoch) will Nahles das geplante Gesetz zur Tarifeinheit in Betrieben abschwächen. Mit dem Gesetz will die Koalition den Einfluss kleiner, aber durchsetzungsfähiger Gewerkschaften begrenzen.

Nun solle zwar festgeschrieben werden, dass künftig der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in einem Unternehmen maßgeblich sein soll, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise. Allerdings will sich die Regierung demnach von dem ursprünglichen Plan verabschieden, dass dann Friedenspflicht auch für die Minderheitsgewerkschaft gilt. Was die Regelung für das Streikrecht von Gewerkschaften bedeute, müssten die Gerichte entscheiden, so die Zeitung.

Ein Nahles-Sprecher wollte keine Stellung dazu nehmen. In Regierungskreisen hieß es hingegen, es werde eine Regelung geben, die wirkungsvoll und verfassungsrechtlich unbedenklich sein werde. Demnach soll vermieden werden, dass die Konsequenzen des Gesetzes unmittelbar vor Gericht geklärt werden müssten. Der Druck für eine Neuregelung ist durch Ausstände bei Bahn und Lufthansa gestiegen./bw/DP/zb

02.09.2014

UKRAINE/ROUNDUP: IWF sieht große Probleme - Mehr Finanzhilfen für Ukraine nötig?

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Krise in der Ukraine birgt nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein immenses Risiko für die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Landes. "Eine weitere Verschärfung der geopolitischen Spannungen könnte erhebliche ökonomische Konsequenzen haben", heißt es in einem Bericht von IWF-Experten, der am Dienstag in Washington veröffentlicht wurde. Das Land werde möglicherweise mehr internationale Finanzhilfen benötigen als bisher erwartet.

Die Mitarbeiter der Institution gehen davon aus, dass sich die Rezession durch den Konflikt im industriellen Osten des Landes vertiefe und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um bis zu 7,25 Prozent schrumpfe. So sei vor allem in den von Kämpfen betroffenen Regionen Donezk und Luhansk die Produktion in der Industrie und Landwirtschaft sowie im Baugewerbe und Handel deutlich zurückgegangen. Beide Landesteile trügen insgesamt rund 15 Prozent zum BIP des Landes bei.

Der Bericht diente als Grundlage für den Exekutivrat des globalen Krisenhelfers, um über die Freigabe weiterer Teile der bereits grundsätzlich genehmigten Finanzhilfen an die Ukraine zu entscheiden. Trotz der negativen Aussichten hatte das Gremium in der vergangenen Woche eine zweite Tranche in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar (1,04 Milliarden Euro) freigegeben. Insgesamt sind Hilfen in Höhe von 16,7 Milliarden Dollar für die kommenden zwei Jahre geplant. Im Gegenzug muss das Land durch Reformen seine Finanzen ordnen und etwa auch Korruption bekämpfen.

Die IWF-Mitarbeiter betonen aber, dass sich die Situation in dem Land nicht weiter verschlechtern dürfe, damit die Anforderungen des Fonds erfüllt werden könnten. "Das Programm hängt entscheidend von der Annahme ab, dass der Konflikt in den kommenden Monaten nachlässt", schreiben sie. Sollten die Kämpfe hingegen weitergehen, werde "eine neue Strategie benötigt" - dazu könnten neben stärkeren Einsparungen und schärferen Reformen auch eine Ausweitung der Finanzhilfen gehören./mcm/DP/zb

02.09.2014

ROUNDUP: Insolvenzrichter entscheidet über Zukunft der Autometropole Detroit

DETROIT (dpa-AFX) - Nach der größten Städtepleite der US-Geschichte hat ein Gerichtsverfahren über Detroits Sanierungsplan begonnen. Ein Insolvenzrichter prüft seit Dienstag, ob die Verantwortlichen ein belastbares Konzept vorgelegt haben, um die Zahlungsunfähigkeit der einst schillernden Auto-Metropole zu überwinden. Konkret geht es darum, die Schulden von insgesamt gut 18 Milliarden Dollar (13,7 Mrd Euro) um 7 Milliarden Dollar zu verringern.

Das Verfahren dürfte laut Justizexperten mehr als einen Monat dauern. Der Richter will fast 80 Zeugen befragen. Während mit vielen Gläubigern, darunter den Stadtbediensteten und Pensionären, in den vergangenen Monaten bereits Übereinkommen getroffen wurden, sind vor allem zwei betroffene Anleiheversicherer gegen das Konzept. Sie sollen nur einen Bruchteil ihres Geldes zurückbekommen und klagen, dadurch Hunderte Millionen Dollar zu verlieren.

In dem Verfahren sollen zahlreiche Betroffene der städtischen Sparmaßnahmen zu Wort kommen. So beschäftigte sich der Richter Steven Rhodes zum Auftakt des Verfahrens am Dienstag mit der Frage, ob die Stadt ihren Bürgern das Wasser abdrehen darf, wenn sie ihre Rechnungen nicht zahlen. Die Behörden hatten sich dazu entschlossen, um fehlendes Geld einzutreiben. Laut der Zeitung "Detroit Free Press" waren etwa 19 000 Haushalte davon betroffen, von denen noch immer rund 5000 von der Versorgung abgeschnitten seien.

Die einstige Boomtown hatte vor gut einem Jahr die Insolvenz beantragt. Es war die bisher größte Städtepleite in der Geschichte des Landes. Der Sanierungsplan sieht etwa vor, dass Stadtbedienstete 4,5 Prozent weniger Pension bekommen. Zudem sollen in den kommenden zehn Jahren 1,4 Milliarden Dollar zur Verbesserung des maroden Stadtbilds und für die Modernisierung der Behörden ausgegeben werden.

Die Einwohnerzahl von Detroit, die Heimatstadt von Autokonzernen wie General Motors , Ford und Chrysler, ist von 1,8 Millionen in den 1950-er Jahren auf heute knapp 700 000 geschrumpft. Tausende Häuser stehen leer. Die Arbeitslosigkeit liegt weit über dem Landesdurchschnitt, die Kriminalitätsrate gehört zu den höchsten in den USA./mcm/DP/stb

02.09.2014

ROUNDUP: Bundesregierung setzt auf Hightech - Gabriel: Mehr Investitionen

MESEBERG (dpa-AFX) - Die Konjunktur soll nach dem Willen der Bundesregierung in Zeiten internationaler Krisen mit Hightech als Exportschlager und mehr Investitionen abgesichert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Dienstag vor einem Treffen mit Wirtschaft und Gewerkschaften, es gehe um der Erhalt der Innovationskraft Deutschlands. Die Spitzen von Regierung und Verbänden trafen sich auf Schloss Meseberg nördlich von Berlin.

Merkel verwies auf die Weiterentwicklung der Hightech-Strategie des Bundes, die an diesem Mittwoch das Bundeskabinett passieren soll. Diese Strategie soll sich nach Angaben aus Regierungskreisen auf Forschungsthemen mit besonderer Relevanz konzentrieren - etwa digitale Wirtschaft und Gesellschaft, nachhaltiges Wirtschaften und Energie oder innovative Arbeitswelt.

Bisher fördert die Bundesregierung seit 2006 verschiedene Forschungsprojekte etwa zu Klimaschutz und Energiesparen. Deutschland liegt beim Export von Hightech-Gütern in der Spitze, fünf der zehn forschungsstärksten Unternehmen Europas haben hier ihren Sitz.

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) trat für mehr Investitionen auch des Staates ein: "Die Nettoinvestitionsquote in den privaten Unternehmen ist nicht stark genug und auch die öffentlichen Investitionen nicht." Die politischen Rahmenbedingungen müssten der Investitionskraft und somit der Wettbewerbsfähigkeit dienen.

Keinerlei Abstriche soll es nach Worten des Wirtschaftsministers an der starken Stellung der Sozialpartner von Arbeitgebern und Arbeitnehmern geben. Die Sozialpartnerschaft habe sich in der zurückliegenden Finanzkrise als bestes Modell bewährt.

Nicht auf der offiziellen Tagesordnung des fünften Gesprächs dieser Art im Gästehaus der Bundesregierung standen die Pläne zur Tarifeinheit in den Betrieben. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" (Mittwoch) das geplante Gesetz abschwächen. Mit dem Gesetz will die Koalition den Einfluss kleiner, aber durchsetzungsfähiger Gewerkschaften begrenzen.

Nun solle zwar festgeschrieben werden, dass künftig der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in einem Unternehmen maßgeblich sein soll, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise. Allerdings will sich die Regierung demnach von dem ursprünglichen Plan verabschieden, dass dann Friedenspflicht auch für die Minderheitsgewerkschaft gilt. In Regierungskreisen hieß es dazu, es werde eine Regelung geben, die wirkungsvoll und verfassungsrechtlich unbedenklich sein werde. Demnach soll vermieden werden, dass die Konsequenzen des Gesetzes unmittelbar vor Gericht geklärt werden müssten. Der Druck für eine Neuregelung ist durch Ausstände bei Bahn und Lufthansa gestiegen.

Neben der Kanzlerin und sieben Bundesministern waren neun Präsidenten und Vorsitzende von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften sowie Spitzen von Siemens und Telekom in Meseberg.

In vielen deutschen Unternehmen bröckelt Untersuchungen zufolge angesichts von Krisen und der schwachen Konjunktur in Teilen Europas die Zuversicht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von April bis Ende Juni 2014 im Vergleich zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt bereits um 0,2 Prozent. Gabriel hatte seine Partei zuletzt auf einen auch wirtschaftsfreundlichen Kurs eingeschworen./bw/DP/jsl

02.09.2014

IWF sieht große Konjunkturrisiken in der Ukraine - Mehr Finanzhilfen?

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Krise in der Ukraine birgt nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein großes Risiko für die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Landes. "Eine weitere Verschärfung der geopolitischen Spannungen könnte erhebliche ökonomische Konsequenzen haben", heißt es in einem Bericht von IWF-Experten, der am Dienstag in Washington veröffentlicht wurde. Das Land werde möglicherweise mehr Finanzhilfen benötigen als bisher erwartet. Es sei zu befürchten, dass sich die Rezession durch den Konflikt im industriellen Osten des Landes vertiefe und die Wirtschaft in diesem Jahr um bis zu 7,25 Prozent schrumpfe./mcm/DP/jsl

02.09.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 02.09.2014 - 17.00 Uhr

USA: ISM-Einkaufsmanagerindex steigt auf den höchsten Stand seit März 2011

WASHINGTON - Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie ist im August auf den höchsten Stand seit März 2011 gestiegen. Der Frühindikator legte von 57,1 Punkten im Vormonat auf 59,0 Zähler zu, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Dienstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen einen leichten Rückgang auf 57,0 Punkte erwartet. Besonders stark legte der Auftragsindex zu.

Bundesregierung bekennt sich zur Innovationsförderung

MESEBERG - Angesichts wachsender Konjunkturrisiken setzt die Bundesregierung verstärkt auf Innovationen und Investitionen in Deutschland. So gehe es im Gespräch mit Wirtschaft und Gewerkschaften darum, die Innovationskraft Deutschlands zu erhalten, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag vor einem Regierungstreffen mit Spitzen von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften auf Schloss Meseberg bei Berlin. Beschlüsse oder konkretere Festlegungen wurden nicht erwartet.

Gabriel tritt für mehr Investitionen in Deutschland ein

MESEBERG - Angesichts von Konjunkturrisiken in Deutschland setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Neuerungen in der Wirtschaft. Dabei gehe es darum, Innovationskraft zu erhalten, sagte Merkel zum Auftakt eines Gesprächs zwischen Bundesregierung und den Spitzen der Unternehmerverbände und Gewerkschaften am Dienstag auf Schloss Meseberg bei Berlin. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) trat für mehr Investitionen auch des Staates ein: "Die Nettoinvestitionsquote in den privaten Unternehmen ist nicht stark genug und auch die öffentlichen Investitionen nicht."/bw/DP/jsl

USA: Bauausgaben steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im Juli überraschend deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Investitionen um 1,8 Prozent geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 1,0 Prozent gerechnet.

USA: Markit-Einkaufsmanagerindex steigt etwas weniger als erwartet

WASHINGTON - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im August etwas weniger verbessert als zunächst ermittelt. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg von 55,8 Punkten im Vormonat auf revidierte 57,9 Zähler, wie das Institut am Dienstag laut endgültigen Zahlen mitteilte. In einer ersten Schätzung waren noch 58,0 Punkte ermittelt worden. Der August-Wert ist der höchste seit April 2010. Der Indikator bleibt auf einem hohen Niveau, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht.

Insolvenzrichter entscheidet über Zukunft der Autometropole Detroit

DETROIT - Nach der größten Städtepleite der US-Geschichte hat in Detroit ein Gerichtsverfahren über den Sanierungsplan begonnen. Ein Insolvenzrichter prüft laut der Zeitung "Detroit Free Press" seit Dienstag, ob die Verantwortlichen ein juristisch haltbares Konzept vorgelegt haben, um die Zahlungsunfähigkeit der Metropole zu überwinden. Konkret geht es darum, die Schulden von gut 18 Milliarden Dollar (13,7 Mrd Euro) um 7 Milliarden Dollar zu verringern. Eine besonders große Last sollen zwei Anleiheversicherer tragen.

Griechenland informiert Geldgeber über Sparfortschritte

ATHEN/PARIS - Das schuldengeplagte Griechenland und die Geldgeber-Kontrolleure der Troika haben am Dienstag in Paris dreitägige Gespräche über die Finanzlage des Landes aufgenommen. Athen hat Fortschritte bei den Sparbemühungen vorzuzeigen. Es rechnet dieses Jahr - erstmals seit 2008 - mit einem marginalen Wachstum von 0,6 Prozent. Jetzt müsse alles für weiteres Wachstum getan werden, heißt es von griechischer Seite. Die Geldgeber wollen ihrerseits prüfen, ob die Griechen tatsächlich die Auflagen erfüllen. Die Gespräche gelten als eine Art Vorrunde für weitere Kontrollen, die für Ende September in Athen geplant sind. Davon hängt die Auszahlung weiterer Hilfen für das hochverschuldete Euro-Land ab.

Studie: Euro-Krise steigert Mobilität von Arbeitskräften in Europa

FRANKFURT - Auf der Suche nach einem Arbeitsplatz ziehen nach einer Studie immer mehr Europäer in ein anderes EU-Land. Die Euro-Schuldenkrise habe die Wanderungsbereitschaft in den vergangenen Jahren verstärkt, vor allem Deutschland habe davon wegen seines robusten Arbeitsmarktes profitiert, sagte Berenberg-Volkswirt Jörn Quitzau am Dienstag bei der Präsentation einer gemeinsam mit dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) durchgeführten Studie.

Zahl der Arbeitslosen in Spanien leicht gestiegen

MADRID - Die Zahl der Arbeitslosen ist in Spanien erstmals seit einem halben Jahr wieder leicht gestiegen. Wie das Madrider Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte, waren im August 4,4 Millionen Menschen als arbeitslos registriert, 8000 mehr als im Vormonat. Der Anstieg sei auf saisonale Einflüsse zurückzuführen. Zuvor war die Arbeitslosenzahl sechs Monate lang zurückgegangen. Im Vergleich zum August 2013 sei die Zahl der Arbeitslosen um 271 000 gesunken, betonte das Ministerium.

Zuwanderung aus Bulgaren und Rumänen im Sommer weiter gestiegen

NÜRNBERG - Mit dem Fall der letzten Hürden für Jobsucher aus Südosteuropa ist die Zahl der Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien im Sommer weiter gestiegen. Zugleich sei auch die Zahl der Hartz-IV-Bezieher in dieser Gruppe gestiegen, berichten Nürnberger Arbeitsmarktforscher in einer aktuellen Analyse. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg die Zahl der in Deutschland lebenden Bulgaren und Rumänen seit Jahresbeginn um 76 000 auf nun 490 200. Allein im Juli habe der Zuwachs bei 13 000 gelegen.

Eurozone: Preise auf Erzeugerebene gehen wie erwartet zurück

LUXEMBURG - Im Euroraum sind die Preise auf Produzentenebene wie erwartet gesunken. Im Juli fielen die Erzeugerpreise um 0,1 Prozent zum Vormonat, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Im Jahresvergleich gaben die Preise im Juli um 1,1 Prozent nach. Volkswirte hatten mit dieser Preisentwicklung gerechnet. Im Juni waren die Preise noch um revidiert 0,2 Prozent (zuvor 0,1 Prozent) zum Vormonat gestiegen.

Thailand will mehr Lebensmittel nach Russland liefern

BANGKOK - Thailand hofft vom Ukraine-Konflikt profitieren und mehr Lebensmittel nach Russland liefern zu können. "Russland hat großes Interesse am Import von Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Produkten aus Thailand gezeigt, nachdem es Importe aus der EU sowie den USA verboten hat", sagte die Staatssekretärin im Handelsministerium, Chutima Bunyapraphasara, am Dienstag der Zeitung "The Nation". Russland hatte am 7. August als Reaktion auf EU- und US-Sanktionen in der Ukraine-Krise eigene Strafmaßnahmen gegen westliche Staaten verhängt und einen Importstopp für Lebensmittel aus dem Westen eingeführt.

Schweiz: Wirtschaft stagniert im zweiten Quartal überraschend

ZÜRICH - Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal überraschend auf der Stelle getreten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigte sich im Vergleich zum Vorquartal (saisonbereinigt) unverändert, wie das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilt. Volkswirte hatten für das zweite Quartal hingegen ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent erwartet. Zum Jahresauftakt hatte das BIP in der Schweiz noch um 0,5 Prozent zugelegt. /rob/jsl

02.09.2014

ROUNDUP: Bundesregierung bekennt sich zur Innovationsförderung

MESEBERG (dpa-AFX) - Angesichts wachsender Konjunkturrisiken setzt die Bundesregierung verstärkt auf Innovationen und Investitionen in Deutschland. So gehe es im Gespräch mit Wirtschaft und Gewerkschaften darum, die Innovationskraft Deutschlands zu erhalten, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag vor einem Regierungstreffen mit Spitzen von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften auf Schloss Meseberg bei Berlin. Beschlüsse oder konkretere Festlegungen wurden nicht erwartet.

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) trat für mehr Investitionen auch des Staates ein: "Die Nettoinvestitionsquote in den privaten Unternehmen ist nicht stark genug und auch die öffentlichen Investitionen nicht." Die politischen Rahmenbedingungen müssten der Investitionskraft und somit der Wettbewerbsfähigkeit dienen.

Merkel verwies auf die Weiterentwicklung der Hightech-Strategie des Bundes, die an diesem Mittwoch das Bundeskabinett passieren soll. Mit dieser Strategie fördert die Bundesregierung seit dem Jahr 2006 verschiedene Forschungsprojekte, die sich mit Zukunftsfragen wie Klimaschutz und Energiesparen beschäftigen.

Keinerlei Abstriche soll es nach Worten des SPD-Wirtschaftsministers an der starken Stellung der Sozialpartner von Arbeitgebern und Arbeitnehmern geben. Die Sozialpartnerschaft habe sich in der zurückliegenden Finanzkrise als bestes Modell bewährt.

Nicht auf der offiziellen Tagesordnung des fünften Gesprächs dieser Art im Gästehaus der Bundesregierung standen die Pläne zur Tarifeinheit in den Betrieben. Das Vorhaben von Schwarz-Rot gegen die starke Stellung kleiner Spartengewerkschaften werde allenfalls am Rande angesprochen, hieß es im Vorfeld. Denn noch ist offen, wie die Regierung das geplante Gesetz so gestalten kann, dass das Streikrecht und die Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer nicht gefährdet sind.

Neben der Kanzlerin und sieben Bundesministern nahmen neun Präsidenten und Vorsitzende von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften teil sowie Spitzen von Siemens und Telekom.

In vielen deutschen Unternehmen bröckelt Untersuchungen zufolge angesichts von Krisen und der schwachen Konjunktur in Teilen Europas die Zuversicht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von April bis Ende Juni 2014 im Vergleich zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt bereits um 0,2 Prozent. Gabriel hatte seine Partei zuletzt auf einen auch wirtschaftsfreundlichen Kurs eingeschworen./bw/DP/jsl

02.09.2014

Gabriel tritt für mehr Investitionen in Deutschland ein

MESEBERG (dpa-AFX) - Angesichts von Konjunkturrisiken in Deutschland setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Neuerungen in der Wirtschaft. Dabei gehe es darum, Innovationskraft zu erhalten, sagte Merkel zum Auftakt eines Gesprächs zwischen Bundesregierung und den Spitzen der Unternehmerverbände und Gewerkschaften am Dienstag auf Schloss Meseberg bei Berlin. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) trat für mehr Investitionen auch des Staates ein: "Die Nettoinvestitionsquote in den privaten Unternehmen ist nicht stark genug und auch die öffentlichen Investitionen nicht."/bw/DP/jsl

02.09.2014

AKTIE IM FOKUS: Tesla-Aktie auf Rekordhoch - Studie und China-Expansion

PALO ALTO (dpa-AFX) - Elektroautobauer Tesla im Höhenflug - zumindest an der Börse. Die Kaufempfehlung eines Analysten ließ den Aktienkurs am Dienstag im New Yorker Handel um mehr als fünf Prozent bis auf das Rekordhoch von fast 285 Dollar klettern. Seit Jahresbeginn hat die Tesla-Aktie ein Plus von 85 Prozent verbucht, obwohl das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk Verluste macht.

Tesla ist damit an der Börse etwas mehr als 35 Milliarden Dollar (rund 27 Mrd Euro) und damit fast so viel wie die deutschen Großkonzerne Eon oder Deutsche Post .

Der bekannte Branchenanalyst James Albertine vom Investmenthaus Stifel Nicolaus setzte am Dienstag ein neues Preisziel von 400 Dollar und befeuerte die Börsenrally damit weiter. Tesla habe sich eine attraktive Nische gesucht, sagte Albertine dem TV-Sender CNBC. "Und die Konkurrenz ist meilenweit entfernt."

Zuvor hatten Expansionspläne in China schon für kräftigen Kursauftrieb gesorgt: Gemeinsam mit dem Mobilfunker China Unicom werde man 400 Ladestellen in 120 Städten an den Start bringen, sagte eine Tesla-Sprecherin am Freitag. Zusätzlich sollen 20 sogenannte Supercharger gebaut werden, die 16 mal schneller laufen als die herkömmlichen Ladestationen./hbr/zb

02.09.2014

AKTIEN IM FOKUS: Gewinne im Autosektor geschmolzen - Studie, Absatzzahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der europäische Autosektor hat am Dienstagnachmittag seine Kursgewinne aus dem frühen Handel etwas reduziert. Zuletzt verzeichnete der Sektorindex aber immer noch ein Plus von 0,58 Prozent und zählte damit zu den Besten der Stoxx-600-Branchenübersicht. Händlern zufolge dürfte das etwas geschmolzene Plus auf die jüngsten Absatzzahlen für den Automarkt in Deutschland zurückgehen sowie auf nun moderatere Zuwächse am Gesamtmarkt.

So wurden hierzulande im August etwas weniger Neuwagen verkauft als vor einem Jahr. Der Branchenverband VDA erwartet auch mit Blick auf die kommenden Monate keine großen Sprünge mehr. Zwar zeigte sich VDA-Chef Matthias Wissmann mit der Auftragslage zufrieden - er rechnet aber weiterhin nur mit einem "stabilen" Autojahr 2014.

EXANE ÄUSSERT SICH POSITIV ZU HERSTELLERN

Ansonsten profitierten die Autowerte von einer Studie der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas, deren Analyst Stuart Pearson sich überwiegend positiv zu den Herstellern geäußert und die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) hochgestuft hatte. Die VW-Titel waren mit plus 1,65 Prozent auf 172,80 Euro der beste Wert im deutschen Leitindex Dax , der bislang um 0,44 Prozent vorrückte. Insgesamt zieht der Experte die Aktien von Autobauern und Reifenherstellern den Titeln von Zulieferern vor.

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen habe ein Imperium erschaffen, müsse nun aber beweisen, dass er es auch beherrsche, schrieb der Experte. Die Rentabilität der Kernmarke VW sei schwächer als bei den Wettbewerbern, und der Markt halte eine erfolgreiche Kostenkontrolle des Managements offenbar für unwahrscheinlich. Dem auf den Weg gebrachten Gewinnsteigerungsprogramm stünden Investoren noch skeptisch gegenüber, die der Analyst allerdings für etwas übertrieben hält. Denn der Autokonzern könne die Erträge erhöhen, indem er unter anderem Investitionen kürze, den Druck auf die Zulieferer erhöhe, die Produktpalette anpasse und auf Fusionen und Übernahmen vorerst verzichte. Die VW-Vorzüge seien vergleichsweise niedrig bewertet und die Markterwartungen gering, hieß es zur Hochstufung.

ZYKLUS-ENDE NOCH NICHT ERREICHT

Die Gewinnschätzungen des Marktes für den gesamten europäischen Autosektor hält Pearson hingegen wegen eines schwächeren globalen Wachstums im nächsten Jahr für zu hoch. Er senkte seine Ergebnisprognosen um durchschnittlich zehn Prozent. Die Aussichten für das Geschäft in Europa und China seien aber weiter positiv und mit dem jüngsten Kursrückgang der Branchenwerte habe sich der Markt bereits auf Enttäuschungen eingestellt. Das Ende des Zyklus sei noch längst nicht erreicht. Anleger sollten selektiv vorgehen und dabei Kursschwächen zum Kauf nutzen.

Für Daimler reduzierte Pearson zwar wegen gesunkener Gewinnschätzungen sein Kursziel, doch verfüge die Aktie immer noch über ein Aufwärtspotenzial von mehr als 20 Prozent. Kaum ein anderer Wert biete eine so attraktive Kombination aus Volumenwachstum, operativer Stärke und verbesserter Preisbildung wie die Daimler-Aktie. Sie bleibe einer seiner Sektor-"Top Picks". Die Daimler-Papiere notierten zuletzt mit 0,24 Prozent im Plus bei 62,03 Euro.

Auch die Anteilsscheine von Konkurrent BMW gaben einen Teil ihrer Gewinne wieder ab und verbuchten zuletzt nur noch ein Plus von 0,27 Prozent auf 88,25 Euro. Der Münchener Autobauer dürfte im kommenden Jahr mit mehr Wettbewerb zu kämpfen haben, was die Begeisterung für den Titel etwas abflauen lasse, hieß es von Exane BNP. Skeptisch äußerte sich Pearson zu Porsche. Ein positiver Ausgang der Rechtsstreitigkeiten sei größtenteils bereits eingepreist, die Aktie müsse man deswegen auch nicht mehr im Depot haben. Die Porsche-Titel verteuerten sich jedoch um knapp ein Prozent. Mit 0,56 Prozent im Plus standen zuletzt auch die vom Experten abgestuften Aktien von Continental ./ajx/ag

02.09.2014

ANALYSE-FLASH: National-Bank hebt Ziel für Kuka auf 55 Euro - 'Kaufen'

ESSEN (dpa-AFX Broker) - Die National-Bank hat das Kursziel für Kuka von 47 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Die Aktie des Maschinen- und Roboterbauers habe das bisherige Kursziel nahezu erreicht, begründete Analyst Ekkehard Link in einer Studie vom Dienstag die Anhebung. Er sehe gute Chancen, dass das Unternehmen seine Expansion wie geplant realisieren könne. So müsse etwa die Automobilindustrie wegen Kostendrucks die Automatisierung ihrer Fertigungsprozesse vorantreiben, woraus sich wiederum neue Umsatzchancen für Kuka ergäben./tav/ck/ag

02.09.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für SAP auf 55 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für SAP von 54 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die IT-Ausgaben der Industrie könnten im nächsten Jahr steigen, schrieb Analyst Alex Tout in einer Studie vom Dienstag. SAP allerdings sei schlecht auf Schwerpunkte wie den Cloud-Computing-Teilbereich "Software as a Service" (SaaS), Kundenpflege über vielfältige Kanäle (multichannel CRM), die Verarbeitung großer, komplexer Datensätze (Big Data) und Sicherheit ausgerichtet. Der Markt für das Kernlizenzgeschäft des Software-Herstellers sei in vielen Fällen saturiert./fri/ck/ag

02.09.2014

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt Infineon auf 'Outperform' - Ziel 10 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Infineon nach einer Übernahme auf "Outperform" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Mit dem Kauf von International Rectifier könne der Chiphersteller seine Produktionskapazitäten von 300-Millimeter-Wafern sehr viel schneller auslasten, schrieb Analyst Pierre Ferragu in einer Studie vom Dienstag. Der Zukauf verändere die Lage des Unternehmens grundlegend. Der Abstand zum nächstkleineren Wettbewerber sei jetzt unumkehrbar. Der Konzern dürfte seine Ergebnisse über einen Konjunkturzyklus hinweg erheblich steigern können./fri/tav/ag

02.09.2014

ANALYSE-FLASH: Citigroup belässt HeidelbergCement auf 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für HeidelbergCement auf "Buy" belassen. Die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum verschlechterten sich weiterhin, schrieb Analyst Aynsley Lammin in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die Aktien von auf Europa ausgerichteten Baufstoffherstellern hätten sich in den vergangenen drei Monaten am schlechtesten entwickelt, da die jüngsten Quartalszahlen wenig berauschend gewesen seien und die Trends sich abgeschwächt hätten. Er bleibe für HeidelbergCement wie auch für Saint Gobain und Wienerberger aber bei seiner Kaufempfehlung, da die Bewertungen dieser Aktien weniger ausgereizt seien./fri/ck/ag

02.09.2014

ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Ziel für Tipp24 auf 50 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Tipp24 nach der zurückgenommenen jüngsten Gewinnwarnung von 65 auf 50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Positiv sei, dass der angebliche Jackpot-Gewinn von 44 Millionen Euro nicht zutreffe, schrieb Analyst Jochen Reichert in einer Studie vom Dienstag. Irritierend sei aber, dass eine Meldung über den höchsten jemals erzielten Jackpot revidiert werden müsse. Damit habe der Lotterieanbieter einiges an Vertrauen verspielt./edh/ck/ag

02.09.2014

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt fairen Wert für Hornbach Holding - 'Kaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Hornbach Holding von 82 auf 77 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Baumarktbetreiber habe mit vorübergehenden Ergebnisbelastungen zu kämpfen, schrieb Analyst Thomas Maul in einer Studie vom Dienstag. Der Experte senkte seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr unter Verweis auf die Kosten für den Umbau ehemaliger Praktiker-Filialen und den Ausbau des Onlineangebots. Auch das Konsumklima in Deutschland trübe sich ein. Insgesamt sei das Unternehmen aber gut positioniert und dürfte von langfristigen Trends wie energieeffizienterem Bauen profitieren./fri/ajx/ag

02.09.2014

ANALYSE: JPMorgan nimmt Deutsche Bank in 'Top Pick'-Portfolio auf

NEW YORK (dpa-AFX) - JPMorgan hat die Deutsche Bank (Kurs: 26,19 Euro) in einer Branchenstudie zu europäischen Banken als einen der Favoriten hervorgehoben. Analyst Kian Abouhossein nahm die Papiere des deutschen Branchenprimus nach einem internen Stresstest von JPM vor dem anstehenden offiziellen Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) neben denen der Societe Generale und der ING in sein "Top Pick"-Portfolio auf.

Die Kapitalausstattung der Deutschen Bank und der SocGen sei entgegen der Marktmeinung komfortabel. Insgesamt dürften ohnehin alle Banken im Euroraum den EZB-Stresstest überstehen. Bei der ING setzt der Experte auf eine Ausschüttung nach erfolgreichem Test.

Für den im bisherigen Jahresverlauf unterdurchschnittlich gelaufenen Sektor sieht er insgesamt ein Aufwärtspotenzial von zehn Prozent und glaubt, dass sich die Papiere bis Jahresende besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt.

Aktien der Deutschen Bank, SocGen und ING stuft Abouhossein weiterhin mit "Overweight" ein. JPMorgan geht demnach davon aus, dass sich die Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten besser als der vom Analystenteam beobachtete Sektor entwickeln werden./edh/ag

Analysierendes Institut JPMorgan.

02.09.2014

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux belässt Deutsche Börse auf 'Reduce'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Deutsche Börse nach Handelsumsätzen für August auf "Reduce" mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Die Handelsumsätze des Börsenbetreibers hätten sich ähnlich wie im enttäuschenden Vormonat entwickelt, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Dienstag. Damit dürften die Unternehmenszahlen für das dritte Quartal verhalten ausfallen./fri/ajx/ag