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29.07.2015

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 29.07.2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 29.07.2015

AIXTRON

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat das Kursziel für Aixtron nach Zahlen für das zweite Quartal von 10 auf 8 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Trotz des anziehenden Auftragseingangs herrsche beim Maschinenbauer immer noch Flaute, schrieb Analyst Veysel Taze in einer Studie vom Mittwoch. Er bemängelte besonders die schwachen Margen. Auch wegen der verzögerten Lieferung an den LED-Hersteller Sanan kürzte der Experte seine Prognosen für 2015. Zudem geht er für 2016 und 2017 von weniger Auslieferungen sogenannter MOCVD-Anlagen aus.

AIXTRON

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Aixtron nach Quartalszahlen auf "Overweight" belassen. Die langsame Erholung des Spezialmaschinenbauers setze sich fort, schrieb Analyst Andrew Humphrey in einer Studie vom Mittwoch. Das weitere Rückschlagspotenzial für den Aktienkurs sollte sich in Grenzen halten, auch wenn die Unternehmensziele etwas unsicher seien.

AIXTRON

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Aixtron nach Quartalszahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 6 Euro belassen. Die gute Nachricht sei, dass der Auftrag des chinesischen Kunden Sanan nicht storniert und nun ein Meilenstein-Programm auf den Weg gebracht worden sei, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Mittwoch. Die schlechte Nachricht sei aber, dass die meisten der 50 bestellten Anlagen wohl nicht vor 2016 geliefert würden. Der Ausblick des TecDax-Unternehmens sei insgesamt gedämpft. Schupp blieb bei seinen unter den Unternehmenszielen liegenden Prognosen.

AIXTRON

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Aixtron von 10,00 auf 7,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Spezialmaschinenbauer habe zwar mit seinen Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal insgesamt enttäuscht, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Dienstag. Ohne Berücksichtigung des LED-Geschäfts aber habe das Unternehmen positiv überrascht. Dies reduziere die Gefahr, dass Aixtron seine bestätigten Ziele für 2015 verfehle.

ASML

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für ASML von 116 auf 111 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Er habe seine Schätzung für das Ergebnis je Aktie (EPS) des Chipzulieferers im kommenden Jahr um 2,2 Prozent auf 4,89 Euro gekappt, schrieb Analyst Alexander Duval in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Das erwartete EPS für 2015 in Höhe von 3,31 Euro ließ er zugleich aber unverändert.

AURUBIS AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Aurubis vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 54 Euro belassen. Der Kupferkonzern steuere auf ein weiteres gutes Quartal zu, schrieb Analyst Christian Obst in einer Studie vom Mittwoch. Der Gewinn könnte jedoch seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht haben. Das Kursziel hatte der Analyst einen Tag zuvor von 50 auf 54 Euro angehoben.

AXEL SPRINGER AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Axel Springer vor Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Nach Hinweisen des Managements rechne der Markt bereits mit schwachen Ergebnissen, schrieb Analyst Christoph Bast in einer Studie vom Mittwoch. Kurzfristig fehle es an Kurstreibern für die Aktie des Medienkonzerns.

BARCLAYS

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Barclays nach Zahlen zum zweiten Quartal von 260 auf 290 Pence angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Angesichts stabiler Erträge im Investmentbanking habe der bereinigte Vorsteuergewinn die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst William Howlett in einer Studie vom Mittwoch. Die neue Führungsspitze der britischen Großbank dürfte die Kosten weiter senken. Howlett erhöhte seine Prognosen für den Gewinn je Aktie in diesem und dem kommenden Jahr um 2 beziehungsweise 3 Prozent.

BASF SE

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für BASF nach Quartalszahlen von 99 auf 95 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Das neue Ziel reflektiere die gesunkene Bewertung des Chemiesektors, schrieb Analyst Geoff Haire in einer Studie vom Mittwoch. BASF traut er im kommenden Jahr eine 16-prozentige Steigerung beim Gewinn je Aktie zu. Darauf sollten sich die Anleger konzentrieren.

BAYER AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 137,50 Euro belassen. Das zweite Quartal habe mit Blick auf das Pharmageschäft für etwas Erleichterung gesorgt, schrieb Analyst Ulrich Huwald in einer Studie vom Mittwoch. Negativ hob er dagegen hervor, dass Bayer seine Jahresziele gesenkt habe. Vor allem den gesenkten Ausblick der Sparte CropScience hob er negativ hervor.

BAYER AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Bayer nach Zahlen auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 158 Euro belassen. Während der Umsatz des Pharma- und Chemiekonzerns im zweiten Quartal seine Schätzungen getroffen habe, sei das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) deutlich besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Mittwoch. Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung sowie der fortschreitenden Portfolio-Optimierung sehe er weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial für die Bayer-Aktie.

BAYER AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 148 Euro belassen. Sowohl umsatzseitig als auch ergebnisseitig habe der Pharma- und Chemiekonzern im zweiten Quartal die Konsensschätzungen übertroffen, schrieb Analyst Fabian Wenner in einer Studie vom Mittwoch. Vor allem hob er das Ergebnis je Aktie im fortzuführenden Geschäft hervor, das 7 Prozent über der durchschnittlichen Analystenprognose gelegen habe. Die Bayer-Aktie gehöre weiter zu seinen drei Favoriten im europäischen Pharmasektor.

BAYER AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 134 Euro belassen. Der Pharma- und Chemiekonzern habe im zweiten Quartal in allen Bereichen mit unerwartet guten Resultaten überzeugt, schrieb Analystin Marietta Miemietz in einer Studie vom Mittwoch. Trotz schwindenden Rückenwinds von der Währungsseite bleibe auch das Jahresziel unverändert.

BAYER AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 155 Euro belassen. Das zweite Quartal beim Pharmakonzern sei stark ausgefallen, schrieb Analyst Alistair Campbell in einer Studie vom Mittwoch. Insbesondere die gute Entwicklung bei Material Science habe die Ergebnisse angeschoben, und das Pharmageschäft habe die Erwartungen übertroffen. Angesichts der getrübten Aussichten für CropScience sei die für den Gesamtkonzern beibehaltene Prognose eine gute Nachricht.

BAYER AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 132 Euro belassen. Der Pharma- und Chemiekonzern habe vor allem dank der Sparte MaterialScience ein starkes zweites Quartal hinter sich gebracht, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Mittwoch und hob vor allem das operative Ergebnis hervor. Den Ausblick habe Bayer bestätigt, auch wenn das Unternehmen nun etwas geringere positive Währungseffekte als bisher erwartet. Das aber bedeute letztlich, dass Bayer auf Jahressicht noch etwas optimistischer geworden sei.

BAYER AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 142 Euro belassen. Der Pharma- und Chemiekonzern setze mit seiner Bilanz für das zweite Quartal das Jahr erfolgreich fort, schrieb Analystin Odile Rundquist in einer Studie vom Mittwoch. Das Gesundheitsgeschäft sei sehr gut gelaufen und auch in den Bereichen Kunststoff und Pflanzenschutz sei das Gewinnwachstum robust.

BAYER AG

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 147 Euro belassen. Das Gesundheitsgeschäft erfülle selbst die hohen Erwartungen, schrieb Analyst Julien Jarmoszko in einer Studie vom Mittwoch. Seine Prognose für den Jahresumsatz 2015 und 2016 passte er mit Blick auf die Währungsentwicklung und Verkäufe etwas nach unten an.

BAYER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Bayer nach Quartalszahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 152 Euro belassen. Der Pharma- und Chemiekonzern habe im zweiten Quartal seine Berechnungen und die Erwartungen des Marktes übertroffen und die Jahresprognose bestätigt, schrieb Analyst Peter Spengler in einer ersten Einschätzung vom Mittwoch.

BAYER AG

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Bayer nach Zahlen auf "Underweight" mit einem Kursziel von 111 Euro belassen. Das zweite Quartal sei sehr stark gewesen, schrieb Analyst Mark Purcell in einer ersten Einschätzung vom Mittwoch. Der erwartungsgemäß ausgefallene Umsatz im Pflanzenschutz-Bereich sei angesichts vorheriger Befürchtungen positiv.

BERTRANDT

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Bertrandt vor Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 150 Euro belassen. Das dritte Geschäftsquartal des Engineering-Dienstleisters dürfte keine positiven Impulse für den Aktienkurs bringen, schrieb Analyst Björn Voss in einer Studie vom Mittwoch. Dabei verwies er vor allem auf die im Vergleich zu den Vorjahren geringere Anzahl an Arbeitstagen in dem abgelaufenen Geschäftsjahresviertel. Die Aussagen zum vierten Geschäftsquartal hingegen könnten für Auftrieb sorgen.

BMW

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für BMW vor Zahlen auf "Halten" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Analyst Zafer Rüzgar rechnet in einer Studie vom Mittwoch für das zweite Quartal mit einem Umsatzanstieg um 14,5 Prozent. Das Nettoergebnis der Münchner sieht er bei 1,68 Milliarden Euro. Beim Jahresausblick geht er von einer Bestätigung aus.

BP

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für BP nach Zahlen von 416 auf 388 Pence gesenkt, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Nach Abschreibungen seien die Ergebnisse des britschen Ölkonzerns für das zweite Quartal erwartungsgemäß ausgefallen, schrieb Analyst Aneek Haq in einer Studie vom Mittwoch. Seine gesenkte Schätzung für den Gewinn pro Aktie in diesem Jahr reflektiere die niedriger als prognostiziert ausgefallenen Erträge im zweiten Quartal. Die Papiere seien derzeit fair bewertet.

BP

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für BP nach Zahlen von 370 auf 380 Pence angehoben, aber die Einstufung auf "Sell" belassen. Der Bericht des Ölkonzerns zum zweiten Quartal sei schwach ausgefallen, schrieb Analyst Henry Tarr in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Zugleich habe er aber seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie für 2016 und 2017 wegen höherer Margenerwartungen im Downstream-Geschäft (Raffinerie und Vertrieb) angehoben.

BP

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für BP nach Zahlen von 420 auf 410 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Der Quartalsbericht der Ölgesellschaft und auch der Ausblick seien schwächer als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Thomas Adolff in einer Studie vom Mittwoch. Weiterhin gebe es Unsicherheit im Hinblick auf künftige Möglichkeiten und Optionen. Insgesamt sehe er noch Spielraum bei BP, die Zukunftsziele für die 20er Jahre des laufenden Jahrhunderts anzuheben.

BRENNTAG

NEW YORK - Goldman Sachs hat Brenntag auf "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 72 Euro belassen. Der Chemikalienhändler, der zyklischen Schwankungen unter den Distributoren am stärksten ausgesetzt sei, dürfte von einer gesamtwirtschaftlichen Erholung profitieren, schrieb Analystin Milou Beunk in einer Branchenstudie vom Mittwoch.

COMMERZBANK AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Commerzbank vor Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 13 Euro belassen. Analyst Philipp Häßler rechnet laut einer Studie vom Mittwoch mit soliden Ergebnissen für das zweite Quartal. Das Vorsteuerergebnis der Bank sollte auf 380 Millionen Euro geklettert sein. Die Kernkapitalquote erwartet er mit 10,2 Prozent ebenfalls verbessert.

COMPUGROUP MEDICAL

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Compugroup von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 31 auf 33 Euro angehoben. Die von der Betreibergesellschaft der Gesundheitskarte (Gematik) bekanntgegebenen Verzögerungen dürften inzwischen verdaut sein, schrieb Analyst Andreas Wolf in einer Studie vom Mittwoch. Er rechnet damit, dass der Hersteller von Software für Ärzte und Apotheker selbst planmäßig liefern wird. Jedes Problem anderer Anbieter werde Compugroup Vorteile bringe.

CTS EVENTIM

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für CTS Eventim von 35 auf 46 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die umfangreiche Nutzung der in den vergangenen Jahren gesammelten Kundendaten für den Ausbau des Online-Vertriebs dürfte das Geschäft des Ticketvermarkters mittelfristig anschieben, schrieb Analyst Gunnar Cohrs in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte hob seine Schätzungen für die langfristige operative Marge (Ebitda-Marge) an und rechnet dabei mit einem zunehmenden Anteil des hochmargigen Ticketgeschäfts.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Daimler nach Auftragszahlen aus der Lkw-Branche für das zweite Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 110 Euro belassen. Weltweit seien die Aufträge für die europäischen Lastwagenhersteller zurückgegangen, schrieb Analyst Tim Rokossa in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Daimler habe jedoch am besten abgeschnitten, während MAN den höchsten Orderrückgang verzeichnet habe. Auf kurze Sicht ist Daimler der "Top Pick" des Experten.

DEUTSCHE BANK AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Deutsche Bank vor Zahlen von 32,30 auf 30,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Er rechne zwar mit einem soliden zweiten Quartal, aber die Kosten für Restrukturierungen und Rechtsstreitigkeiten dürften im Gesamtjahr zulegen, schrieb Analyst Andreas Pläsier in einer Studie vom Mittwoch. Er habe daher seine Schätzungen für die Kosten angehoben und dies ins neue Kursziel eingepreist.

DEUTSCHE BOERSE AG

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Deutsche Börse nach Zahlen von 70 auf 77 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Umsatz und Ergebnis seien im zweiten Quartal dynamisch gewachsen, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Mittwoch. Vor dem Hintergrund der aktueller Übernahmen sowie des angekündigten Effizienzprogramms sei zudem die Mittelfristplanung angehoben worden.

DEUTSCHE BOERSE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Deutsche Börse nach Zahlen und neuen Finanzzielen von 60 auf 65 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Reduce" belassen. Der Quartalsbericht des Marktbetreibers habe enttäuscht und die vom neuen Vorstandschef Carsten Kengeter ausgegebenen Ziele für 2018 seien bereits weitgehend im Aktienkurs eingepreist, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Mittwoch. Sein Kursziel setzte er dennoch wegen angehobener Ergebniserwartungen bis 2018, weiterer Kosteninitiativen und wegen der erwarteten Beiträge aus den zwei neuen Zukäufen um 5 Euro hoch.

DEUTSCHE BOERSE AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat das Kursziel für Deutsche Börse nach Anpassung des Bewertungsmodells auf jüngste Zukäufe und den neuen Gewinnausblick für 2018 von 70 auf 82 Euro angehoben. Die Einstufung der Papiere des Börsenbetreibers ließ Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch aber auf "Neutral". Er rechnet im zweiten Halbjahr mit ruhigerem Handel, was das Kurspotenzial begrenze.

DEUTSCHE BOERSE AG

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Deutsche Börse nach Zukäufen von 69 auf 75 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underperform" belassen. Wegen der angekündigten Akquisition der Devisenhandelsplattform 360T sowie der Komplettübernahme des Index-Anbieters Stoxx habe er seine Gewinnschätzungen bis 2017 angehoben, schrieb Analyst Martin Price in einer Studie vom Mittwoch. Zwar mache der Marktbetreiber unter der Führung des neuen Vorstandschefs Carsten Kengeter strategisch gute Fortschritte, doch gebe es innerhalb der Branche immer noch bessere Chancen für ein Aktienengagement.

DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Deutsche Pfandbriefbank (PBB) mit "Buy" und einem Kursziel von 15 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die frisch an die Börse gegangene Bank sei das existenzfähige Geschäft der im Zuge der Finanzkrise zusammengebrochenen Hypo Real Estate, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Mittwoch. Nach der Übernahme durch den Staat sei die HRE weitgehend von ihren Risiken befreit und restrukturiert worden. Die neue PBB sei nun "clean" und die Qualität der Vermögenswerte sei hoch. Der Fokus liege strikt auf Geschäften mit geringem Risiko.

DEUTZ AG

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Deutz nach einem Analystenwechsel von "Verkaufen" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 4,50 auf 6,40 Euro angehoben. Analyst Gordon Schönell geht in einer Studie vom Mittwoch davon aus, dass die Geschäfte des Motorenbauers im vierten Quartal wieder anziehen werden. Er sieht zudem Überraschungspotenzial beim Jahresziel für die operative Marge (Ebit-Marge) und rechnet für die kommenden Jahre mit einem starken Free Cashflow.

FIAT CHRYSLER

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Fiat Chrysler aus Bewertungsgründen von 11,80 auf 14,00 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Er habe einzelne Unternehmensteile in seinem Modell neu gewichtet, erläuterte Analyst Stephen Reitman in einer Studie vom Mittwoch. Zwar sei die Aktie bereits hoch bewertet, der verschobene Ferrari-Börsengang sollte den Kurs jedoch stützen. Die Suche des italienischen Autobauers nach einem Fusionspartner deute aber auf strukturelle Schwäche hin.

FRAPORT AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Fraport vor Quartalszahlen von 60 auf 63 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Er erwarte ein gutes Zahlenwerk von dem Flughafenbetreiber, das wohl in erster Linie von einem sehr starken Zuwachs der Passagierzahlen angetrieben worden sei, schrieb Analyst Mario Becherer in einer Studie vom Mittwoch. Die bislang von Fraport ausgegebenen Jahresziele hält der Experte für etwas zu vorsichtig.

FUCHS PETROLUB

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Fuchs Petrolub vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 41 Euro belassen. Der Schmierstoffhersteller sollte dank positiver Währungseffekte ordentliche Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegen, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Mittwoch. Das solide Geschäftsmodell sei aber wie auch das Wachstumspotenzial bereits angemessen eingepreist.

GEA GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für die Gea Group nach Zahlen von 52 auf 48 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Wegen überraschend hoher Sonderaufwendungen habe die Ergebnisentwicklung des Anlagen- und Maschinenbauers im zweiten Quartal seine Erwartung verfehlt, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Mittwoch. Mit Blick auf die einzelnen Sparten entwickelte sich laut dem Experten der Bereich Molkerei sehr robust, während die Bereiche Getränke sowie Pharma/Chemie teils deutlich nachgaben.

GEA GROUP

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Gea Group nach Zahlen von 48 auf 40 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Der Auftragseingang des Maschinen- und Anlagenbaukonzerns sei im zweiten Quartal schwach gewesen, schrieb Analyst Julien Jarmoszko in einer Studie vom Mittwoch. Erst eine Belebung im zweiten Halbjahr würde ihn optimistischer stimmen.

GEA GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Gea Group nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 51 Euro belassen. Ergebnisseitig habe der Maschinen- und Anlagenbauer einen starken Quartalsbericht vorgelegt, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer Studie vom Mittwoch. Auch der Auftragseingang habe seine Erwartungen übertroffen. Das Effizienzprogramm "Fit for 2020" sei voll auf Kurs.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Gea Group nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 57 Euro belassen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals seien sehr gemischt ausgefallen, schrieb Analyst Thomas Rau in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte bestätigte aber mit Blick auf das aus seiner Sicht unterschätzte mittelfristige Ergebnis- und Margenpotenzial seine Kaufempfehlung für die Papiere des Maschinen- und Anlagenbauers.

GEA GROUP

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Gea Group nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 46 Euro belassen. Der Auftragseingang des Maschinen- und Anlagenbauers sei im zweiten Quartal schwach gewesen, schrieb Analyst Peter Rothenaicher in einer Studie vom Mittwoch. Die Profitabilität jedoch habe sich weiter verbessert.

GEA GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Gea Group nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals seien gemischt ausgefallen, schrieb Analyst Henning Breiter in einer Studie vom Mittwoch. Die Schwäche in der Molkereiindustrie habe sich deutlicher in der Auftragslage bemerkbar gemacht als gedacht. Die Belastung dürfte allerdings kurzfristiger Natur sein und sei entsprechend nicht allzu besorgniserregend. Die Zunahme der Rentabilität des Maschinen- und Anlagenbauers sei sehr positiv.

GEA GROUP

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Gea Group nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 40,10 Euro belassen. Der Maschinen- und Anlagenbauer habe im zweiten Quartal mehr verdient als gedacht, schrieb Analyst Glen Liddy in einer ersten Einschätzung vom Mittwoch. Angesichts des etwas schwächeren Auftragseingangs ließ der Experte seine Jahresprognosen aber unverändert.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Gea Group nach Quartalszahlen auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 50 Euro belassen. Der Maschinenbauer habe im zweiten Jahresviertel leicht unter den Erwartungen abgeschnitten, schrieb Analyst Jasko Terzic in einer ersten Einschätzung vom Mittwoch. Da jedoch für das zweite Halbjahr einige größere Aufträge zu erwarten seien, dürfte dann das Ergebniswachstum wieder anziehen. Auch die Margen sollten sich spürbar verbessern.

GERRESHEIMER AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Gerresheimer nach der Ankündigung der Übernahme des US-Kunststoffspezialisten Centor von 52 auf 65 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Zukauf sei positiv, weil der Verpackungsspezialist dadurch seine Präsenz in den USA stärke, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Mittwoch. Er habe seine Bewertung für den Gewinn pro Aktie für 2015 und 2016 um rund 30 Prozent angehoben. Trotz seines neu errechneten Kursziels sehe er allerdings kein weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktie.

GERRESHEIMER AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Gerresheimer nach der Ankündigung der Übernahme des US-Kunststoffspezialisten Centor von 51 auf 62 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Dies sei ein strategisch sehr vernünftiger Schritt zu einem überraschend niedrigen Preis, schrieb Analyst Jan Keppeler in einer Studie vom Mittwoch. Keppeler hob für den MDax-Konzern seine bereinigten Gewinnschätzungen je Aktie der Jahre 2016 bis 2017 um 16 Prozent an. Das Papier erscheine aber bereits hoch bewertet, schränkte er ein.

GERRESHEIMER AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Gerresheimer von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 51 auf 70 Euro angehoben. Aus dem US-Zukauf Centor dürfte sich ein zusätzlicher Beitrag für das Ergebnis je Aktie des Verpackungsspezialisten von 27 Prozent ergeben, schrieb Analyst Oliver Reinberg in einer Studie vom Mittwoch. Die Übernahme zeige, dass Gerresheimer sich der Schaffung von Mehrwert für seine Aktionäre verpflichtet fühle.

GFT TECHNOLOGIES AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für GFT Technologies nach dem Verkauf von Emagine und dem Zukauf von Adesis von 20,50 auf 25,50 Euro angehoben. Die Einstufung auf "Buy" wurde belassen. Diese beiden Unternehmensschritte schärften den Fokus des Anbieters von IT-Lösungen auf sein Kerngeschäft, schrieb Analyst Andreas Wolf in einer Studie vom Mittwoch. Wegen des Verkaufs des Geschäfts mit der Vermittlung von freiberuflichen IT-Experten habe GFT seine Jahresziele reduziert. Die TecDax-Firma könnte sie aber zum nächsten Quartalsbericht wieder anheben, um dem Zukauf des IT-Dienstleisters Adesis Rechnung zu tragen.

GFT TECHNOLOGIES AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat das Kursziel für GFT Technologies von 21 auf 27 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Übernahme von Adesis und der Verkauf des Personaldienstleisters Emagine schärften das strategische Profil des IT-Dienstleisters, schrieb Analyst Benedikt Orzelek in einer Studie vom Mittwoch. Er geht von einer Überarbeitung des Jahresausblicks anlässlich der Quartalszahlen am 13. August aus.

GLAXOSMITHKLINE

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für GlaxoSmithKline nach Zahlen zum zweiten Quartal von 1400 auf 1300 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Der Pharmakonzern mache nur langsam Fortschritte, schrieb Analyst Julien Jarmoszko in einer Studie vom Mittwoch. Die Briten schütteten immer noch mehr Bargeld aus als sie einnähmen. Dies sei eine wesentliche Sorge, insbesondere deshalb, weil die Nachrichten von Seiten der Produktpipeline weiterhin nicht aufregend seien.

GRAMMER

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat das Kursziel für Grammer nach Zahlen von 42 auf 34 Euro gesenkt. Die Einstufung für die Papiere des Auto- und Lkw-Zulieferers beließ Analyst Klaus Breitenbach in einer Studie vom Mittwoch aber angesichts des hohen Kurspotenzials auf "Buy". Nach den schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen im Unternehmensbereich Seating Systems und einem weiteren Einbruch im brasilianischen Lkw-Markt im zweiten Quartal hatte Breitenbach seine Ergebnis-Schätzungen gesenkt.

GRENKELEASING

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Grenkeleasing nach Zahlen von 106 auf 123 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Johannes Thormann begründete in einer Studie vom Mittwoch das erhöhte Ziel mit dem besser als erwartet ausgefallenen zweiten Quartal und den vom Leasingspezialisten angehobenen Unternehmensprognosen.

GRENKELEASING

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Grenkeleasing nach der starken Kursentwicklung von "Accumulate" auf "Neutral" abgestuft. Das Kursziel stockte Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch aber von 130 auf 140 Euro auf. Der Leasingspezialist biete weiter eine attraktive Wachstumsstory. Die Zahlen zum zweiten Quartal seien etwas besser als erwartet ausgefallen. Der Experte hob daher seine Gewinnschätzungen leicht an.

GRENKELEASING

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Grenkeleasing nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 129 Euro belassen. Der Leasingspezialist habe beim Vorsteuergewinn aus dem zweiten Quartal die Markterwartungen leicht übertroffen, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Mittwoch. Die Anhebung der Jahresziele sei hingegen keine Überraschung gewesen.

HEIDELBERGCEMENT AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für HeidelbergCement nach Übernahmeplänen für Italcementi auf "Neutral" mit einem Kursziel von 88 Euro belassen. Dies sei ein gutes Vorhaben und für beide Seiten sinnvoll, schrieb Analyst Paul Roger in einer Studie vom Mittwoch. Der Zukauf verbessere zudem die Position des Baustoffe-Unternehmens in Ägypten.

HEIDELBERGCEMENT AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für HeidelbergCement nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 98 Euro belassen. Abgesehen von dem solide ausgefallenen Quartalsbericht habe der Zementhersteller mit dem Griff nach Italcementi einen bedeutenden strategischen Schritt angekündigt, schrieb Analyst Frank Laser in einer Studie vom Mittwoch. Abgesehen von erwarteten Kosteneinsparungen dürfte eine Übernahme die Lücke zu LafargeHolcim in Bezug auf Zementkapazitäten schließen und HeidelCement zur Nummer eins unter den Anbietern für Zuschlagsstoffe wie Sand, Kies oder Schotter machen.

HEIDELBERGCEMENT AG

NEW YORK - Goldman Sachs hat Heidelbergcement nach Bekanntgabe der Übernahmepläne für Italcementi auf "Neutral" belassen. Mit Blick auf geographische Überlappungen dürfte die Auswirkungen eines Zusammenschlusses der beiden Zementhersteller auf die Industriestruktur begrenzt sein, schrieb Analyst Eshan Toorabally in einer Studie vom Mittwoch. Laut dem Analysten ließen sich durch den 61-prozentigen Premiumaufschlag auf den Aktienkurs von Italcementi auch Rückschlüsse ziehen auf den Wert ähnlicher Unternehmen in der Branche.

HEIDELBERGCEMENT AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat HeidelbergCement nach Übernahmeplänen für ItalCementi auf "Reduce" mit einem Kursziel von 62 Euro belassen. Der deutsche Zementhersteller habe eine Kehrtwende in seiner Akquisitionspolitik gemacht, schrieb Analyst Josep Pujal in einer Studie vom Mittwoch. Trotz eines Aufschlags von über 60 Prozent auf den Aktienkurs des italienischen Branchenkollegen sei die Transaktion immer noch wertsteigernd. Der Verschuldungsgrad steige deutlich, bleibe aber noch erträglich. Pujal sieht aber attraktivere Investments, etwa in LafargeHolcim oder vor allem Saint-Gobain.

HEIDELBERGCEMENT AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für HeidelbergCement angesichts der Übernahme-Pläne für den Branchenkollegen Italcementi auf "Neutral" mit einem Kursziel von 76 Euro belassen. Diese Transaktion dürfte das attraktive Portfolio der Heidelberger verwässern und den Schuldenabbau sowie mögliche Aktionärsausschüttungen weiter in die Ferne rücken, schrieb Analyst Rajesh Patki in einer Studie vom Mittwoch. Auch dürfte sich der Zukauf erst 2017/18 gewinnsteigernd auswirken.

HEIDELBERGCEMENT AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für HeidelbergCement angesichts der Übernahme-Pläne für Wettbewerber Italcementi von 80 auf 82 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Mit dem Zukauf würde der deutsche Zementhersteller zur weltweiten Nummer zwei der Branche aufsteigen und könnte seine globale Präsenz spürbar verbessern, schrieb Analyst Ingo Wermann in einer Studie vom Mittwoch. Da der Konzern zudem operativ auf Kurs sei und künftig die Ausschüttungsquote erhöhen wolle, bleibe es bei seiner Kaufen-Empfehlung.

HEIDELBERGCEMENT AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für HeidelbergCement nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 88 Euro belassen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals seien solide gewesen, schrieb Analyst Patrick Appenzeller in einer Studie vom Mittwoch. Abermals habe der Baustoffkonzern deutlich besser sbgeschnitten als die jüngst fusionierten Wettbewerber Lafarge und Holcim. HeidelbergCements Übernahme von Italcementi dürfte ein kluger Schachzug sein.

HEIDELBERGCEMENT AG

ZÜRICH - Die Credit Suisse hat HeidelbergCement nach Übernahmeplänen auf "Underperform" mit einem Kursziel von 59 Euro belassen. Die Aussagen zum Anteilskauf am italienischen Zementhersteller Italcementi lösten gemischte Gefühle in ihm aus, schrieb Analyst Harry Goad in einer Studie vom Mittwoch. Einerseits habe er noch die durch die Hanson-Übernahme 2007 verursachten finanziellen Probleme im Hinterkopf und hätte gedacht, dass das Management sich daher lieber auf kleinere Übernahmen fokussieren würde. Anderseits passten die beiden Unternehmen geographisch gesehen sehr gut zusammen und eine Fusion biete Potenzial für Synergien.

HEIDELBERGCEMENT AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für HeidelbergCement angesichts der Übernahme-Pläne für den Wettbewerber Italcementi auf "Buy" mit einem Kursziel von 68 Euro belassen. Der Kauf der 45-Prozentbeteiligung dürfte sich zunächst einmal wertverwässernd auswirken und erst ab 2018 den Gewinn steigern, schrieb Analyst Norbert Kretlow in einer Studie vom Mittwoch. Daher dürfte der Deal am Markt zunächst einmal auf gewisse Skepsis treffen. Die Zahlen zum zweiten Quartal beim Baustoffekonzern seien wie erwartet ausgefallen.

HEIDELBERGCEMENT AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für HeidelbergCement angesichts der bevorstehenden Übernahme von Italcementi auf "Buy" mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. Mit Blick auf die kurzfristige Rendite auf das eingesetzte Kapital und die Kapitalkosten überzeuge ihn diese Transaktion zunächst nicht, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Mittwoch. Der Zukauf berge nichtsdestotrotz angesichts der zu erwartenden operativen Ergebnisse (Ebitda) der Italiener erhebliches Potenzial.

HEIDELBERGCEMENT AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für HeidelbergCement angesichts der geplanten Übernahme des Wettbewerbers Italcementi auf "Buy" mit einem Kursziel von 82 Euro belassen. Das schon seit längerem schwelende Geschäft sei wohl eine der größten Sorgen der HeidelCement-Anleger gewesen, schrieb Analyst Robert Muir in einer ersten Reaktion am Mittwoch. Der Deal dürfte nicht sonderlich wertsteigernd sein. Muir rechnet mit einer negativen Reaktion der Anleger.

JUNGHEINRICH AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Jungheinrich nach einem Analystenwechsel von 72,10 auf 74,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aktien von Gabelstapler-Herstellern böten angesichts relativ günstiger Bewertungen eine Kaufgelegenheit, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Experte schätzt das Wachstum des weltweiten Staplermarktes zwischen 2014 und 2017 auf im Schnitt 4,5 Prozent jährlich. Sein "Top Pick" der Branche ist aber Wettbewerber Kion.

KION

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Kion nach einem Analystenwechsel von 49 auf 50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aktien von Gabelstapler-Herstellern böten angesichts relativ günstiger Bewertungen eine Kaufgelegenheit, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Experte schätzt das Wachstum des weltweiten Staplermarktes zwischen 2014 und 2017 auf im Schnitt 4,5 Prozent jährlich. Die Kion-Aktie sei innerhalb der Branche sein "Top Pick".

KLÖCKNER & CO

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Klöckner & Co vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Wegen der schwachen Stahlpreise in den USA habe er seine Schätzung für das operative Jahresergebnis (Ebitda) gesenkt, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Mittwoch. Die unternehmenseigene Zielspanne für das Ebitda des zweiten Quartals dürfte der Stahlkonzern zwar erreichen, doch eine stärkere Erholung im zweiten Halbjahr sei nicht in Sicht. Schachel rechnet mit einem Dividendenausfall. Die Aktienbewertung werde allerdings zunehmend attraktiver. KlöCo will am 6. August seine Quartalsbilanz vorlegen.

KLÖCKNER & CO

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Klöckner & Co auf "Reduce" mit einem Kursziel von 7 Euro belassen. Auch wenn der Unternehmer Friedhelm Loh seinen Aktienanteil an dem Stahlhändler von 5,37 Prozent auf 10,38 Prozent aufgestockt habe, sehe er darin noch kein Übernahmevorhaben oder ein aggressives Aktionärsgebahren, schrieb Analyst Rochus Brauneiser in einer Studie vom Mittwoch. KlöCo leide trotz einiger Selbsthilfe-Maßnahmen unverändert unter einer geringen Rentabilität.

KLÖCKNER & CO

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Klöckner & Co angesichts der aufgestockten Beteiligung von Großaktionär Loh auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 10 Euro belassen. Lohs Investmentarm Swoctem sei nun der größte Einzelaktionär beim Stahlhändler, schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer ersten Einschätzung vom Mittwoch. Swoctem habe sich noch nicht zu seinen strategischen Plänen geäußert, eine feindliche Übernahme erscheint dem Experten aber nicht wahrscheinlich. Alles in allem sollten die Nachrichten den Aktienkurs zunächst stützen.

KRONES AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Krones nach Zahlen von 102 auf 110 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Dank positiver Währungseffekte und operativer Verbesserungen habe der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen ergebnisseitig im zweiten Quartal überzeugt, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Mittwoch. Die angehobenen Margenziele überraschten aber auch wegen des erfolgreichen Strategieprogramms "Value" nicht.

LAFARGEHOLCIM

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für LafargeHolcim nach Zahlen von 83 auf 74 Franken gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Halbjahresbericht habe erste Erkenntnisse über die Kostensenkungsziele aus dem Zusammenschluss der Baustoffkonzerne erbracht, schrieb Analyst William King in einer Studie vom Mittwoch.

LINDE AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Linde nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 215 Euro belassen. Die negative Marktreaktion auf die Ergebnisse für das zweite Quartal sei ungerechtfertigt, schrieb Analyst John Klein in einer Studie vom Mittwoch. Die Zahlen hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen. Die Aktie des Gasekonzerns sei zudem nicht teuer. Anders als bei den europäischen Konkurrenten habe ein schwieriger US-Markt und ein Abschwung bei Elektronik-Spezialgasen auf Linde kaum Einfluss. Zudem dürfte der Konzern am wenigsten von einem Abschwung Chinas betroffen sein.

LINDE AG

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Linde nach Zahlen von 160 auf 150 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Im ersten Halbjahr habe der Gasekonzern von Währungseinflüssen profitiert, schrieb Analyst William King in einer Studie vom Mittwoch. Der Jahresausblick sei allerdings gesenkt worden.

LINDE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Linde nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 190 Euro belassen. Der Gase-Spezialist und Anlagenbauer habe eine solide Quartalsbilanz vorgelegt, dabei zugleich allerdings die Jahresumsatzprognose gesenkt, schrieb Analyst Martin Rödiger in einer Studie vom Mittwoch. Grund dafür seien um 31 Prozent geringere Auftragseingänge im Bereich Anlagenbau.

LINDE AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Linde nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 224 Euro belassen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals seien ordentlich gewesen, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Mittwoch. Der Gasehersteller und Anlagenbauer habe vor allem von der Währungsentwicklung profitiert.

LINDE AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Linde nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 185 Euro belassen. Das operative Ergebnis (Ebitda) habe die Markterwartungen knapp übertroffen, schrieb Analyst Markus Mayer in einer Studie vom Mittwoch. Der Cashflow des Gasekonzerns und Anlagenbauers sei im zweiten Quartal stark gewesen.

LINDE AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Linde nach Zahlen für das zweite Quartal auf "Add" mit einem Kursziel von 215 Euro belassen. Die bereinigten Resultate des Gasekonzerns seien etwas besser als gedacht ausgefallen, schrieb Analyst Lutz Grüten in einer Studie vom Mittwoch.

LINDE AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Linde nach der Vorlage der Quartalsbilanz auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 205 Euro belassen. Der Industriegasehersteller habe ein gutes organisches Wachstum verzeichnet, schrieb Analyst Peter Spengler in einer ersten Einschätzung vom Mittwoch und hob dabei besonders die Entwicklung bei den medizinischen Gasen hervor. Das operative Ergebnis (Ebitda) habe um knapp 3 Prozent über dem von Linde zusammengestellten Konsens gelegen. Der vorsichtige Ausblick liege im Rahmen seiner Erwartungen.

LONDON STOCK EXCHANGE

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für London Stock Exchange vor einem Zwischenbericht von 2700 auf 2500 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Zwar rechne er mit einem starken Umsatz- und Gewinnwachstum des Londoner Börsenbetreibers, schrieb Analyst Johannes Thormann in einer Studie vom Mittwoch. Doch im Fokus dürfte der anstehende Verkauf von Russell Investment Management stehen, den er bereits in seinen gekürzten Gewinnprognosen je Aktie für 2016 bis 2017 berücksichtige.

LVMH

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat das Kursziel für LVMH nach Zahlen von 172 auf 175 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das organische Wachstum habe sich im zweiten Quartal beschleunigt, schrieb Analyst Christopher Walker in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktien des Luxuskonzerns seien bei Anlegern wegen ihres defensiven Charakters, aber auch wegen der Fähigkeit des Managements, Kosten zu kontrollieren und auf verändernde Trends zu reagieren, wohlgelitten. Doch das Aufwärtspotenzial der Aktie sei derzeit begrenzt.

LVMH

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für LVMH nach Zahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 180 Euro belassen. Der Umsatz des Luxusgüterherstellers aus dem ersten Halbjahr habe ihre Erwartungen übertroffen, schrieb Analystin Melanie Flouquet in einer Studie vom Mittwoch. Dies sollte den Sektor stützen, nachdem zuletzt auch Branchenkollege Kering besser als gedacht abgeschnitten habe.

LVMH

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für LVMH von 195 auf 185 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Die Zahlen des Luxusgüterkonzerns für das erste Halbjahr hätten gezeigt, dass sich das Wachstum in einigen margenschwächeren Geschäftsfeldern wie etwa Uhren und Juwelen beschleunigt habe, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Dienstag. Dies drücke auch insgesamt auf die Gewinnspanne, so dass er seine Prognose für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr um 1 Prozent senkte.

MAN SE

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat MAN nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 80,89 Euro belassen. Das Europageschäft des Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmens habe sich im zweiten Quartal verbessert, aber das Lateinamerika-Geschäft sei schwach geblieben, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn in einer Studie vom Mittwoch. Wegen des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages mit der Konzernmutter VW blieben Kursziel und Anlageurteil unverändert.

MAN SE

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für MAN nach Zahlen auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 80,89 Euro belassen. Umsatzseitig habe der Lkw-Hersteller im zweiten Quartal seine Erwartungen erfüllt und das gesenkte Jahresziel für den Umsatz habe er erwartet, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Mittwoch. Die Entwicklung in Lateinamerika dagegen habe ihn negativ überrascht. Sein Kursziel entspreche weiterhin der Höhe der Barabfindung durch den Mutterkonzern VW.

MAN SE

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für MAN nach Quartalszahlen und einer leicht gesenkten Umsatzprognose auf "Hold" mit einem Kursziel von 85 Euro belassen. Der Lkw-Bauer kämpfe zwar immer noch mit Schwierigkeiten, mache aber erste Fortschritte, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Mittwoch. Das zweite Quartal der VW-Tochter sei im Rahmen der Erwartungen ausgefallen und die bereinigten Resultate seien sogar besser als erwartet. Für die Aktie spreche die Dividendenrendite.

MAN SE

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat MAN nach Auftragszahlen aus der Lkw-Branche für das zweite Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 82 Euro belassen. Weltweit seien die Aufträge für die europäischen Lastwagenhersteller zurückgegangen, schrieb Analyst Tim Rokossa in einer Branchenstudie vom Mittwoch. MAN habe den höchsten Orderrückgang verzeichnet. Der Experte verwies aber auch auf die jüngsten Ankündigungen von MAN etwa zu Produktionszusammenschlüssen und Anpassungen der Belegschaft, die im Jahr 2016 erste positive Effekte zeigen sollten und zudem Eckpfeiler seiner positiven Einschätzung für die Aktie des Mutterkonzerns VW seien.

MICHELIN

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Michelin nach Zahlen von 122 auf 117 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Outperform" belassen. Das erste Halbjahr habe ein wenig entttäuscht, schrieb Analyst Edoardo Spina in einer Studie vom Mittwoch. Obwohl der Reifenhersteller seinen Absatzausblick angehoben habe, sei vor allem der überraschenden Warnung wegen der sich eintrübenden Nettopreisgestaltung Aufmerksamkeit geschenkt worden. Kurzfristig dürfte es zwar keine Impulse für den Aktienkurs geben, die Michelin-Papiere seien derzeit aber attraktiv bewertet.

MICHELIN

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Michelin nach Zahlen von 85 auf 83 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Die Margen des französischen Reifenherstellers seien im ersten Halbjahr schwächer ausgefallen als von ihm erwartet, schrieb Analyst Jose Asumendi in einer Studie vom Mittwoch.

MICHELIN

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Michelin nach Zahlen von 85 auf 83 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Die positiven Aussichten für den Reifenhersteller wirkten nach den vorgelegten Halbjahreszahlen angeschlagen, schrieb Analyst Alexander Haissl in einer Studie vom Mittwoch. Er sehe inzwischen mehr Abwärtsrisiken und habe seine Gewinnschätzungen für die Jahre bis 2018 im Schnitt um 6 Prozent gekappt.

MTU AERO ENGINES AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für MTU nach Zahlen und angehobenem Jahresziel von 79 auf 84 Euro angehoben. Die Einstufung "Hold" wurde bekräftigt. Im Grunde sei die vom Triebwerksbauer hochgesetzte Umsatzprognose für 2015 eine kleine Gewinnwarnung gewesen, schrieb Analyst Christophe Menard in einer Studie vom Mittwoch. Dabei verwies er vor allem auf Währungseffekte. Aus eigener Kraft laufe das Geschäft aktuell schlechter als zunächst angenommen. Das Kursziel hob Menard dagegen wegen der langfristigen Qualität des MTU-Geschäfts an.

ORANGE

HANNOVER - Die NordLB hat Orange nach Halbjahreszahlen von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 16,00 auf 17,50 Euro angehoben. Der französische Telekommunikationskonzern habe positiv überrascht und trotz etwas weniger Umsatz sein Ergebnis gesteigert, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Mittwoch. Auch dank der beginnenden Erholung auf dem wichtigen Heimatmarkt stehe die Rückkehr zum Wachstumskurs endlich bevor, wenngleich es noch viele Herausforderungen gebe. Die Kauf-Empfehlung begründete er mit dem verbesserten Chance-Risiko-Profil der Aktie.

ORANGE

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Orange nach Zahlen von 19,50 auf 20,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Conviction Buy List" belassen. Die Rückkehr des französischen Telekomkonzerns zum Wachstum laufe wie geplant, schrieb Analyst Andrew Lee in einer Studie vom Mittwoch. Nach dem im zweiten Jahresviertel verringerten rückläufigen Umsatz am heimischen Mobilfunkmarkt erwarte er wieder steigende Umsätze in Frankreich und von der gesamten Unternehmensgruppe in der zweiten Jahreshälfte 2015.

OSRAM

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Osram nach Zahlen auf "Reduce" mit einem Kursziel von 41 Euro belassen. Während das Umsatzwachstum des Lichtspezialisten im dritten Geschäftsquartal auf vergleichbarer Basis enttäuscht habe, habe das operative Ergebnis (Ebitda) die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Peter Olofsen in einer Studie vom Mittwoch. Zur positiven Ergebnisentwicklung beigetragen hätten der Zeitpunkt der Kosteneinsparungen sowie positive Währungseffekte.

OSRAM

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Osram nach vorläufigen Zahlen für das dritte Geschäftsquartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebita) habe die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Sebastian Growe in einer Studie vom Mittwoch. Auch der Zufluss von Barmitteln sei außergewöhnlich stark gewesen. Einziger Wermutstropfen sei die Entwicklung im Bereich Luminaires & Solutions (LS) gewesen, der noch immer weit von der für das nächste Quartal angepeilten schwarzen Null entfernt sei.

OSRAM

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Osram nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 47 Euro belassen. Die Profitabilität des Lichtspezialisten habe die Erwartungen im dritten Geschäftsquartal übertroffen, schrieb Analyst Günther Hollfelder in einer Studie vom Mittwoch.

OSRAM

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Osram nach Zahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 38 Euro belassen. Die Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals hätten die Erwartungen leicht übertroffen, schrieb Analyst Tim Wunderlich in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie des Lichtspezialisten bleibe aber zu teuer.

OSRAM

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Osram nach Zahlen für das dritte Geschäftsquartal auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 52 Euro belassen. Die Resultate des Lichtspezialisten seien solide ausgefallen, schrieb Analyst Harald Schnitzer in einer ersten Einschätzung vom Mittwoch. Dank umfangreicher Sparmaßnahmen sei das Unternehmen auf einem guten Weg, um nachhaltig profitabel zu arbeiten. Die Abtrennung des traditionellen Lampengeschäfts dürfte weiter der wichtigste Treiber der Aktie sein.

OSRAM

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Einstufung für Osram nach Quartalszahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen. Margen und Free Cashflow des Lichttechnikkonzerns seien besser gewesen als von ihm erwartet, doch das Wachstum in den Bereichen Opto Semiconductors und Specialty Lighting sei enttäuschend, schrieb Analyst Alok Katre in einer Studie vom Mittwoch.

PEUGEOT

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Peugeot nach Zahlen zum ersten Halbjahr von 21 auf 24 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Autobauer habe erneut deutlich positiv überrascht, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Mittwoch. Die Franzosen profitierten weiterhin von kräftigen Effizienzsteigerungen und dem besseren Marktumfeld in Europa. Gommel schraubte seine Gewinnprognosen einmal mehr nach oben.

PEUGEOT

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Peugeot nach Zahlen von 18 auf 20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der französische Autobauer habe starke Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Mittwoch. Die Profitabilität habe sich verbessert.

PFEIFFER VACUUM

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Pfeiffer Vacuum vor Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber bei 90 Euro belassen. Zwar rechne er mit einem soliden zweiten Quartal des Vakuumpumpenherstellers, doch sei das Kurspotenzial begrenzt, schrieb Analyst Christian Rath in einer Studie vom Mittwoch. Rath senkte zudem seine Prognose für den diesjährigen operativen Gewinn (Ebit) leicht, weil positive Wechselkurseffekte nun nachlassen dürften.

PFEIFFER VACUUM

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Pfeiffer Vacuum vor Zahlen für das zweite Quartal auf "Sell" mit einem Kursziel von 68 Euro belassen. Der Vakuumpumpenhersteller dürfte ein passables Zahlenwerk vorlegen, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Mittwoch. Weil aber das TecDax-Unternehmen an den Jahreszielen wohl nichts verändern und die Gewinnerholung in den Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie bereits hinlänglich reflektiert werde, bleibe er bei seinem Verkaufsvotum, so Schupp.

PFIZER INC

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Pfizer nach Zahlen von 37 auf 38 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der US-Pharmakonzern habe im zweiten Quartal beim Umsatz sowie dem Gewinn vor Steuern (EBT) seine Erwartungen erfüllt, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Mittwoch. Wegen der besser als erwarteten operativen Entwicklung habe Pfizer den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben und die verbesserten Perspektiven dürften für moderate Aufwärtsimpulse sorgen.

PSI

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat PSI nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 13,10 Euro belassen. Das Softwareunternehmen habe die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal etwas verfehlt, schrieb Analyst Lars Dannenberg in einer Studie vom Mittwoch. Das Wachstumspotenzial sei im Aktienkurs bereits angemessen eingepreist.

PUMA SE

HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Puma SE auf "Halten" mit einem Kursziel von 180 Euro belassen. Der eingeleitete Strategiewechsel mit der Rückbesinnung auf Sport und insbesondere das Schuhsegment mache sich bemerkbar, aber noch nicht bezahlt, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Mittwoch. Der starke US-Dollar sei eine zu starke Belastung. Auch das zweite Halbjahr dürfte nicht frei von negativen Währungseinflüssen sein.

RECKITT BENCKISER GROUP PLC

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Reckitt Benckiser <3RB.FSE> nach Zahlen von 5900 auf 6230 Pence angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Der Konsumgüterkonzern könnte seine Finanzkraft nutzen, um das schwächere Ergebniswachstum wieder zu beflügeln, schrieb Analyst James Targett in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte sieht ein Steigerungspotenzial von bis zu 15 Prozent für 2016.

SALZGITTER AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Salzgitter AG nach Eckzahlen zum zweiten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Die operative Gewinnentwicklung im zweiten Quartal des Stahlkonzerns sei stark gewesen, schrieb Analyst Björn Voss in einer Studie vom Mittwoch. Er gehe nach wie vor davon aus, dass Salzgitter im Jahresverlauf seine Jahresziele anheben werde oder zum Schlussbericht im Februar 2016 eine positive Überraschung bereit halte.

SALZGITTER AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Salzgitter AG nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 45 Euro belassen. Der Stahlkonzern habe mit seiner Bilanz zum zweiten Quartal erneut die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Rochus Brauneiser in einer Studie vom Mittwoch. Seines Erachtens sei der Abschlag zum fairen Wert der Salzgitter-Aktie am größten innerhalb der Branche. Salzgitter sei das reinste Stahlunternehmen im EU-Sektor und könnte daher am meisten von einer aktiveren EU-Handelspolitik profitieren.

SALZGITTER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Salzgitter nach vorläufigen Kennzahlen für das erste Halbjahr auf "Verkaufen" mit einem fairen Wert von 23 Euro belassen. Unter Ausklammerung von Sonderaufwendungen sei das Vorsteuerergebnis des Stahlkonzerns im Rahmen seiner Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer Studie vom Mittwoch. Umstrukturierungsmaßnahmen hätten die Halbjahres-Resultate begünstigt. Der Experte kündigte eine Überarbeitung seiner Schätzungen an.

SALZGITTER AG

HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Salzgitter AG auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Mit den vorab veröffentlichten Zahlen für das erste Halbjahr 2015 habe der Stahlkonzern die Trendwende bestätigt, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Mittwoch.

SALZGITTER AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Salzgitter AG nach Eckdaten zum zweiten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 38 Euro belassen. Der bereinigte Vorsteuergewinn habe die Markterwartungen zwar deutlich übertroffen, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Studie vom Mittwoch. Dennoch glaube er nicht, dass die Konsensschätzungen deutlich nach oben revidiert werden. Denn der Grund für das besser als erwartete Abschneiden im abgeschlossenen Quartal sei nicht ganz klar. Zudem habe der Stahlkonzern die Ziele für das Gesamtjahr unverändert gelassen.

SALZGITTER AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Salzgitter AG nach vorläufigen Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Die Eckdaten zeigten ein solides zweites Quartal, schrieb Analyst Christian Obst in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie des Stahlkonzerns erscheine mit Blick auf den unverändert vorsichtigen Ausblick und die stark schwankenden Gewinne allerdings etwas teuer.

SALZGITTER AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Salzgitter AG nach vorläufigen Zahlen auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 32 Euro belassen. Die Eckdaten des zweiten Quartals hätten seinen Erwartungen entsprochen, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Mittwoch. Sowohl das regulatorische als auch das wirtschaftliche Umfeld blieben für den Stahlkonzern eine Herausforderung.

SANOFI

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Sanofi auf "Equal-weight" belassen. Endlich investiere der Pharmahersteller in den Bereich Immunonkologie über eine verlängerte Zusammenarbeit mit dem Partner Regeneron, schrieb Analyst Vincent Meunier in einer Studie vom Mittwoch.

SHW

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für SHW nach Zahlen von 60 auf 57 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Autozulieferer habe weiter unter Kapazitätsengpässen gelitten, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Mittwoch. Das zweite Quartal sei derweil im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, der Ergebnismix habe sich aber verschlechtert.

SIEMENS AG

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für Siemens vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Die Profitabilität dürfte im dritten Geschäftsquartal weiter mau geblieben sein, schrieb Analyst Günther Hollfelder in einer Studie vom Mittwoch unter Verweis auf das bereits von den Wettbewerbern ABB und Philips hervorgehobene schwierige Marktumfeld. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen spiegelten die fortgesetzte Margenschwäche aber bereits wider.

SKY DEUTSCHLAND

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Sky Deutschland nach vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 6,75 auf 6,68 Euro gesenkt. Die Entwicklung beim Bezahlsender sei solide gewesen , schrieb Analyst Marcus Silbe in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte rät Anlegern jedoch, das vor kurzem beschlossene Abfindungsangebot der Mehrheitseigentümerin Sky für die Minderheitsaktionäre anzunehmen. Daher habe er seine Empfehlung auf "Verkaufen" gesenkt.

SKY PLC

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Sky PLC von 1140 auf 1160 Pence angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres hätten die Erwartungen etwas übertroffen, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Mittwoch. Das verbleibende Kurspotenzial des Medien-Papiers sei allerdings sehr begrenzt.

TAKKT

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Takkt vor Quartalszahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Im Gegensatz zur Konkurrenz dürften die Geschäfte des Büroausstatters in den USA weiterhin sehr dynamisch verlaufen sein, schrieb Analyst Mario Becherer in einer Studie vom Mittwoch. Für das Europa-Geschäft ist der Experte dagegen weniger optimistisch.

TALANX AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Talanx nach der geplanten Neuausrichtung des deutschen Lebensversicherungsgeschäfts auf "Buy" mit einem Kursziel von 29,90 Euro belassen. Es sei ein positiver Schritt des Versicherers, die Transparenz im Lebensversicherungsgeschäft zu erhöhen und sich auf profitablere Geschäftsbereiche zu fokussieren, schrieb Analyst Andreas Pläsier in einer Studie vom Mittwoch. Das verbleibende Risiko aus dem klassischen Lebensversicherungsgeschäft dürfte handhabbar sein.

TALANX AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Aktienwert von Talanx nach der Neuausrichtung des deutschen Lebensversicherungsgeschäfts vo

29.07.2015

US-Anleihen: Weiter im Minus nach Zinsentscheid der Fed

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Staatsanleihen sind nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch unter Druck geblieben. Die Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen hätten keine konkreten Anhaltspunkte dafür gegeben, wann genau die Leitzinsen wieder stiegen, sagten Börsianer. Damit bleibe es lediglich bei der Einschätzung, dass sich die Notenbank weiter auf die erste Leitzinsanhebung nach der schweren Finanzkrise zubewege. Diese Aussicht habe die Renditen der Anleihen gestützt und im Gegenzug die Anleihekurse belastet.

Die Commerzbank geht weiterhin von einer Leitzinserhöhung in den USA im September aus. Voraussetzung dafür sei, dass die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal und der Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli die Erwartungen träfen oder überböten. Im Gegensatz zum Zinserhöhungszyklus in den Jahren 2004 bis 2006 entscheidet die Fed laut dem USA-Experten Bernd Weidensteiner von Sitzung zu Sitzung.

Zweijährigen Anleihen verloren 1/32 Punkte auf 99 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,712 Prozent. Fünfjährige Anleihen fielen um 2/32 Punkte auf 100 2/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,613 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen rutschten um 7/32 Punkte auf 98 19/32 Punkte ab. Ihre Rendite betrug 2,285 Prozent. Dreißigjährige Anleihen gaben um 18/32 Punkte auf 100 4/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,994 Prozent./la/he

29.07.2015

Devisen: Eurokurs fällt nach US-Zinsentscheid Verluste unter 1,10 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Mittwoch nach der mit Spannung erwarteten Entscheidungen der US-Notenbank (Fed) unter 1,10 US-Dollar gefallen. Die Fed bewegt sich weiter auf die erste Leitzinsanhebung nach der schweren Finanzkrise zu. Die Aussicht auf eventuell schon im September steigende Zinsen in den USA habe die Gemeinschaftswährung belastet, sagten Händler. Zuletzt kostete der Euro 1,0988 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1030 (Dienstag: 1,1025) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,9066 (0,9070) Euro.

Die Notenbank machte gleichwohl eine Zinserhöhung von "einigen weiteren" Verbesserungen am Arbeitsmarkt abhängig. Viele Volkswirte erwarten eine erste Zinserhöhung frühestens auf der nächsten Sitzung im September. Die Unsicherheit bleibt jedoch weiter hoch.

Die Commerzbank geht weiterhin von einer Leitzinserhöhung in den USA im September aus. Voraussetzung dafür sei, dass die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal und der Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli die Erwartungen treffen oder überbieten. Im Gegensatz zum Zinserhöhungszyklus in den Jahren 2004 bis 2006 entscheidet die Fed laut Weidensteiner von Sitzung zu Sitzung.

Ansonsten zählte der russische Rubel zu den Tagesgewinnern. Der Grund: Die Notenbank Russlands hatte die seit einigen Wochen vorgenommenen Devisenkäufe zur Aufstockung ihrer Fremdwährungsreserven ausgesetzt. Experten sahen darin eine Reaktion auf den zuletzt wieder schwächeren Rubelkurs, der von dem Kaufstopp profitieren konnte./la/he

29.07.2015

Umsätze an Terminbörse Eurex gestiegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Mittwoch gestiegen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 580 117 (Dienstag: 521 520) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 264 430 (268 686), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 315 687 (252 834). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,83 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nokia (12 943/43 400), Eon (5 285/29 227) und Deutsche Telekom (24 110/8 433)./be/DP/he

29.07.2015

Saint-Gobain verfehlt Erwartungen - Deutschland und Frankreich weiter schwach

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain ist im ersten Halbjahr nicht so vorangekommen wie von Analysten erhofft. Zwar hellte sich die Lage in fast allen Märkten in zweiten Quartal auf. Die wichtigen Märkte Frankreich und Deutschland seien aber weiter rückläufig, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Saint-Gobain bemüht sich derweil weiter um die Übernahme des schweizerischen Konkurrenten Sika.

In den ersten sechs Monaten erhöhte sich der Umsatz unterstützt vom schwachen Euro um 4,8 Prozent auf 19,86 Milliarden Euro. Währungsbereinigt sowie ohne Zu-und Verkäufe belief sich das Umsatzplus auf 0,5 Prozent. Der Zuwachs ging dabei in erster Linie auf das Konto von Preiserhöhungen. Der operative Gewinn legte um 7,8 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro zu, was aber ebenso wie der Umsatz weniger war, als Experten im Schnitt vorhergesagt hatten./she/he

29.07.2015

ROUNDUP 2: KMW und Nexter sind nun deutsch-französischer Rüstungsriese 'Kant'

(neu: mehr Details)

PARIS (dpa-AFX) - Mit einer spektakulären Fusion haben der deutsche Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und sein französischer Konkurrent Nexter Systems einen neuen Rüstungsriesen in Europa geschaffen. KMW-Chef Frank Haun sprach nach der Unterzeichnung in Paris von einer "Allianz, die ein überfälliger Beitrag zur Konsolidierung des europäischen Rüstungssektors" sei. Nexter-Chef Philippe Burtin dankte allen staatlichen und privaten Beteiligten nach den mehr als einjährigen Verhandlungen "für dieses strategische Projekt in Europa".

Die Verträge des ehemaligen Familienunternehmens und des bisherigen Staatsbetriebs wurden am Mittwoch in Paris in Anwesenheit von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian und des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverteidigungsministerium, Markus Grübel (CDU), unterzeichnet.

KMW ist vor allem bekannt durch den Kampfpanzer "Leopard". Nexter Systems hat den "Leclerc" gebaut. Ihre grundsätzlichen Pläne hatten die beiden Firmen bereits 2014 angekündigt.

Le Drian sprach von einem sehr wichtigen Schritt, aus dem "ein führender europäischer Rüstungsanbieter" hervorgehen solle. Das neue Unternehmen werde mit gut 6000 Beschäftigten etwa zwei Milliarden Euro umsetzen. Aufträge für neun Milliarden Euro stünden in den Büchern. Bei der Entwicklung des Projektes sei strikte Parität zwischen beiden Beteiligten vereinbart worden, sagte Le Drian. Europa müsse eine eigenständige und leistungsfähige Rüstungsindustrie haben, betonte Grübel. Besonders Frankreich und Deutschland wollten dies auch umsetzen.

Das Projekt läuft zunächst unter dem Namen "Kant" (für: KMW and Nexter together). Die Holding wird vorläufig als "Newco" firmieren.

Durch ihr Zusammengehen wollen die Unternehmen ihre Position mit Blick auf den globalen Wettbewerb bei schrumpfenden nationalen Wehrbudgets verbessern. Die Zustimmung der Kartellbehörden müssen sie noch einholen.

Die Fusion hatte Frankreichs Präsident François Hollande Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahe gebracht. Der Zusammenschluss soll Doppelarbeit bei Forschung und Entwicklung vermeiden, Einkauf und Vermarktung bündeln und so letztlich die Kosten senken.

Sorgen, mit dem Zusammenschluss könnten die strengen deutschen Exportrichtlinien für Rüstungsgüter umgangen werden, trat die Bundesregierung entgegen. "Die strengen deutschen Exportvorschriften gelten unvermindert weiter", sagte der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Tobias Dünow, in Berlin. Es sei nicht davon auszugehen, dass eine Debatte über eine Harmonisierung der Vorschriften in Europa dazu führen werde, die restriktiven deutschen Vorgaben für Rüstungsexporte zu lockern.

Dennoch gibt es auch kritische Stimmen. Der verteidigungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, warnte vor einer französischen Übermacht in dem neuen Unternehmen. "Die Erfahrungen der Vergangenheit - wie mit Airbus - zeigen, dass die französische Politik ihre nationalen Interessen auch bei internationalen Gemeinschaftsunternehmen massiv durchsetzt", sagte Arnold./gro/DP/he

29.07.2015

Engie: Fallende Rohstoffpreise drücken Umsatz und Gewinn - Jahresziele bestätigt

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Strom- und Gaskonzern Engie hat im ersten Halbjahr wegen niedrigerer Rohstoffpreise weniger umgesetzt und verdient. Die Erlöse seien um 2 Prozent auf 38,5 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel um 5 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Experten hatten allerdings mit einer noch schlechteren Entwicklung gerechnet.

An seinen Jahreszielen hält der Konzern, der bisher unter GDF Suez firmierte, fest. So soll das Ebitda zwischen 11,55 und 12,15 Milliarden Euro liegen./he/she

29.07.2015

KUKA erhöht Prognose für das Geschäftsjahr 2015

AUGSBURG (dpa-AFX) - Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat angesichts einer guten Auftragslage und den zu erwartenden Buchgewinnen aus den Verkäufen von Tochterunternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Für 2015 sei nun mit einem Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro (zuvor: rund 2,8 Mrd) zu rechnen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwochabend mit. Die operative Gewinnmarge (Ebit) werde zudem zwischen 6,5 und 7,0 Prozent erwartet (zuvor: rund 5,5%). Börsianer zeigten sich erfreut, im späten Frankfurter Handel legten Kuka-Aktien um gut 4 Prozent zu.

Kuka hatte zuvor seine Werkzeugbausparte sowie die Ingenieursfirma HLS verkauft. Die Buchgewinne fließen in die neue Prognose mit ein. Hingegen wurde der Kauf des schweizerischen Logistik-Spezialisten Swisslog ausgeklammert.

Im ersten Halbjahr erzielte Kuka nach ersten Berechnungen einen Umsatz von 1,48 Milliarden Euro und einen Ebit-Marge von 7 Prozent. Im Vorjahr hatte das Unternehmen bei den Kennziffern noch 968,6 Millionen Euro beziehungsweise 6,3 Prozent erzielt. Der Auftragseingang lag 2015 mit 1,44 Milliarden Euro ebenfalls über dem Vorjahreswert von 1,19 Milliarden Euro. Die endgültigen Zahlen sollen am 5. August vorgelegt werden. /she/he

29.07.2015

Ölpreise deutlich gestiegen - US-Rohöllagerbestände überraschend gesunken

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch nach überraschend gefallenen Rohöllagerbeständen deutlich zugelegt. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 53,90 US-Dollar. Das waren 60 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 1,20 Dollar auf 49,18 Dollar.

Die überraschend gefallenen US-Rohöllagerbestände haben laut Händlern für den Kurssprung gesorgt. Die Bestände sind laut Regierungsangaben in der vergangenen Woche um 4,2 Millionen auf 459,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) gesunken. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg um 850 000 Barrel gerechnet. Zuletzt hatte das weltweit hohe Angebot an Rohöl die Preise belastet.

Der Preis für Opec-Rohöl ist weiter gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Dienstag bei 50,54 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) gelegen habe. Das waren 75 Cent weniger als am Vortag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jsl/tos

29.07.2015

ROUNDUP: BGH stärkt Rechte von Lebensversicherungs-Kunden

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Kunden gestärkt, die gegen den Abschluss ihrer Policen-Lebensversicherung wirksam Widerspruch eingelegt haben. Danach muss sich der Versicherte zwar den während der Zeit genossenen Versicherungsschutz anrechnen lassen, nicht jedoch die Abschluss -und Versicherungskosten. Das Gericht hat damit erstmals geklärt, was Assekuranzen nach einem Widerspruch an Prämien und Zinsen an den Kunden zurück zahlen müssen. (Az.: IV ZR 384/14 u.a.).

Das Urteil vom Mittwoch ist für Lebensversicherungen relevant, die zwischen 1994 und 2007 nach dem Policenmodell zustande gekommen sind. Dabei erhielt der Kunde sämtliche Unterlagen erst mit dem Versicherungsschein. War er nicht richtig über seine Rechte aufgeklärt worden, kann ein Versicherter gegen einen solchen Vertrag auch noch nach Jahren Widerspruch einlegen. Seit 2008 gibt es dieses Modell nicht mehr.

Den Richter prüften die Klagen von Kunden gegen die AachenMünchener Lebensversicherung. Diese hatten nach jahrelangen Zahlungen Widerspruch gegen ihre fondsgebundenen Lebensversicherungen eingelegt und waren mit der dann vom Versicherer zurückgezahlten Summe nicht zufrieden. So hatte einer der Kläger etwa 10 800 Euro an Prämien eingezahlt und nur rund 8600 Euro zurück erhalten.

Der BGH hat weiter entschieden, dass der Kunde auch Anspruch auf Zinsen hat - allerdings nur der Höhe, die das jeweilige Unternehmen auch tatsächlich erwirtschaftet hat.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft und die AachenMünchener begrüßten das Urteil: Der BGH habe mehr Rechtssicherheit für Kunden und Unternehmen geschaffen, hieß es am Mittwoch.

Auch Verbraucherschützer äußerten sich positiv: Das Urteil sei eine nachträgliche Stärkung des Verbraucherschutzes im Bereich der Lebensversicherungen, sagte Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Beim Oberlandesgericht Köln hatten die Kläger teils recht bekommen. Dagegen war die AachenMünchener in Revision gegangen./din/DP/he

29.07.2015

Aktien New York: US-Börsen bleiben im Plus - Fed hält Leitzins an der Nulllinie

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen sind nach dem Leitzinsentscheid der Notenbank (Fed) am Mittwoch weiter im Plus geblieben. Die Fed behält ihre lockere Geldpolitik vorerst bei. Der Leitzins liegt weiterhin in einer Spanne von null und 0,25 Prozent. Bankvolkswirte hatten damit gerechnet. Laut der Notenbank sind die Risiken für Wirtschaft und Arbeitsmarkt weiter ausgewogen.

Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial baute seine Gewinne kurz deutlich aus, kam aber genauso schnell wieder zurück. Zuletzt stieg er um 0,46 Prozent auf 17 712,01 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 0,42 Prozent auf 2101,99 Punkte zu. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,05 Prozent auf 4562,71 Punkte nach oben.

Die Nachrichtenlage von der Unternehmensseite war überschaubar: Nach Börsenschluss am Dienstag hatte der Kurznachrichtendienst Twitter seine Quartalszahlen präsentiert, die zwar besser als erwartet gewesen waren. Allerdings steigen die Nutzerzahlen kaum noch. Die Papiere büßten 14,26 Prozent auf 31,33 US-Dollar ein und fielen damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2014 zurück. Mit dem Kursrutsch hat das Unternehmen am Mittwoch zwischenzeitlich mehr als drei Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüßt.

Aktien von Kreditkartenanbietern legten zuletzt unisono zu. So machten die Papiere von Mastercard in dem freundlichen Umfeld anfängliche Verluste wett und stiegen um deutlich mehr als 1 Prozent. Die Geschäftszahlen des Unternehmens zum zweiten Quartal hatten im Rahmen der Erwartungen gelegen. Visa-Anteilsscheine <3V64.FSE> zogen im Dow um 1,73 Prozent an. Der Konzern investiert US-Medien zufolge in das auf Online-Zahlungen spezialisierte Start-up Stripe aus San Francisco, an dem sich auch der Rivale American Express beteiligen will. Dessen Papiere gewannen 0,76 Prozent.

Die Microsoft-Aktien kletterten zum Start des neuen Betriebssystems Windows 10 um rund zweieinhalb Prozent nach oben und waren damit der beste Wert im Dow. Der Softwarekonzern will mit dem neuen System seinen Misserfolg mit der Vorgängerversion Windows 8 vergessen machen und ein neues Kapitel für das bald 30 Jahre alte Betriebssystem aufschlagen./la/he

29.07.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax weiter erholt im vorsichtigen Handel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch weiter erholt. Der Leitindex schloss 0,34 Prozent höher bei 11 211,85 Punkten. Anleger hätten ihre Angst vor negativen Nachrichten aus der Zinsentscheidung in den USA abgelegt und seien vorsichtig in den Markt eingestiegen, sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Angesichts der schleppenden Entwicklung Chinas und der Deflationstendenzen durch fallende Rohstoffpreise müsse man vor der Zinswende noch keine Angst haben.

Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,81 Prozent auf 20 545,58 Zähler zu. Der Technologiewerte-Index TecDax trat bei 1769,48 Punkten allerdings prozentual unverändert nur auf der Stelle.

Aus Sicht von Analyst Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets war der Handel dennoch geprägt von einer vorsichtigen Positionierung der Anleger vor den Aussagen der Federal Reserve. Die US-Notenbanker könnten Hinweise zum weiteren geldpolitischen Fahrplan der USA geben. Die Geschäftsergebnisse seien gemischt ausgefallen, sie gäben keinen Grund für eine vorsichtigere Haltung.

BAYER PROFITIEREN KRÄFTIG VON ZAHLENVORLAGE

Insbesondere das Dax-Schwergewicht Bayer begeisterte die Anleger mit einem überraschend hohen Umsatz und dem guten Ergebnis im zweiten Quartal. Die Aktie des Pharma- und Chemiekonzerns sprang an der Indexspitze um 3,93 Prozent auf 135 Euro nach oben. Bayer-Chef Marijn Dekkers bekräftigte nach den deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal die Konzernprognosen. Auch von Analystenseite gab es viel Lob.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) rutschten dagegen nach der Vorlage der Quartalszahlen des Autobauers um 2,33 Prozent ab. Die Wolfsburger mussten bei ihrer Absatzprognose etwas zurückrudern. Die Verkaufsschwäche dem chinesischen Markt beunruhigt die Anleger. Linde-Aktien verloren knapp 2 Prozent. Wegen eines schwächeren Geschäfts im Anlagenbau wurde die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr reduziert.

HEIDELBERGCEMENT VON ITALCEMENTI-KAUF BELASTET

Die Papiere von Heidelbergcement brachen um 6,32 Prozent auf 66,40 Euro ein - sie waren die Aktien Schlusslicht im Dax. Der Baustoffkonzern will seinen italienischen Konkurrenten Italcementi übernehmen. Als Kursbelastung sah ein Händler die teilweise Finanzierung der Transaktion über eine Kapitalerhöhung.

Die europäischen Börsen erholten sich ebenfalls weiter. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,60 Prozent auf 3575,53 Punkte. Auch der Pariser Cac-40-Index und der FTSE-100 in London schlossen im Plus. In New York stand der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa mehr als ein halbes Prozent höher.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,53 (Vortag: 0,55) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 139,01 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,13 Prozent auf 153,55 Zähler. Der Kurs des Euro veränderte sich kaum: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1030 (1,1025) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9066 (0,9070) Euro./fat/he

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

29.07.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Dax weiter erholt im lustlosen Handel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch weiter erholt. Der Leitindex schloss 0,34 Prozent höher bei 11 211,85 Punkten. Anleger hätten ihre Angst vor negativen Nachrichten aus der Zinsentscheidung in den USA abgelegt und seien vorsichtig in den Markt eingestiegen, sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Angesichts der schleppenden Entwicklung Chinas und der Deflationstendenzen durch fallende Rohstoffpreise müsse man derzeit vor der Zinswende so wenig Angst haben wie vor Glatteis im Sommer.

Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,81 Prozent auf 20 545,58 Zähler zu. Der Technologiewerte-Index TecDax trat bei 1769,48 Punkten auf der Stelle./fat/he

29.07.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Dow legt vor Zinsentscheid der US-Notenbank moderat zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Wenige Stunden vor dem Leitzinsentscheid der Notenbank (Fed) haben die US-Börsen ihre Vortagesgewinne etwas ausgebaut. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial stieg am Mittwoch um 0,47 Prozent auf 17 713,64 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 0,41 Prozent auf 2101,82 Punkte zu. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,26 Prozent auf 4572,16 Punkte nach oben.

Nach Einschätzung der meisten Analysten wird die Fed auf ihrer Sitzung ihren Leitzins höchstwahrscheinlich noch nicht anheben. Zwar sind die Konjunkturerwartungen der Notenbanker positiv, mit einem zeitnahen starken Preisauftrieb rechnen sie aber nicht.

Die Aufmerksamkeit der Märkte wird auf möglichen Hinweisen liegen, wann genau es zu einer Zinswende kommen könnte. "Heute ist die Frage, wie stark China und die Abschwächung der Rohstoffpreise ins Gewicht fallen", sagte Baader-Bank-Chefanalyst Robert Halver. Vieles spreche eher für eine Zinsanhebung im Dezember als im September: Die Konjunktur in den USA laufe nicht rund und der harte Dollar bremse die stark exportorientierten Unternehmen.

Die Nachrichtenlage von der Unternehmensseite war überschaubar: Nach Börsenschluss am Dienstag hatte der Kurznachrichtendienst Twitter seine Quartalszahlen präsentiert, die zwar besser als erwartet waren. Allerdings steigen die Nutzerzahlen kaum noch. Die Papiere büßten 12,94 Prozent auf 31,81 US-Dollar ein und fielen damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2014 zurück. Mit dem Kursrutsch hat das Unternehmen am Mittwoch zwischenzeitlich mehr als drei Milliarden US-Dollar an Börsenwert eingebüßt.

Aktien von Kreditkartenanbietern bewegten sich in unterschiedliche Richtungen. So gaben die Papiere von Mastercard um 0,70 Prozent nach. Der starke US-Dollar und gestiegene Kosten hatten den Gewinn des Unternehmens im zweiten Quartal leicht schrumpfen lassen. Visa-Anteilsscheine <3V64.FSE> aber stiegen im Dow um 0,88 Prozent. Der Konzern investiert US-Medien zufolge in das auf Online-Zahlungen spezialisierte Start-up Stripe aus San Francisco, an dem sich auch der Rivale American Express beteiligen will. Dessen Papiere gewannen 0,81 Prozent.

Die Microsoft-Aktien kletterten zum Start des neuen Betriebssystems Windows 10 um rund 1 Prozent nach oben. Der Softwarekonzern will mit dem neuen System seinen Misserfolg mit der Vorgängerversion Windows 8 vergessen machen und ein neues Kapitel für das bald 30 Jahre alte Betriebssystem aufschlagen./la/he

29.07.2015

Aktien New York: Dow legt vor Zinsentscheid der Notenbank moderat zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Einige Stunden vor dem Leitzinsentscheid der Notenbank (Fed) haben die Standardwerte an den US-Börsen leicht zugelegt. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial baute am Mittwoch seine Vortagesgewinne etwas aus und stieg um 0,25 Prozent auf 17 675,13 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 0,20 Prozent auf 2097,50 Punkte zu. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es lediglich um 0,04 Prozent auf 4562,07 Punkte nach oben.

Nach Einschätzung der meisten Analysten wird die Fed auf ihrer Sitzung ihren Leitzins höchstwahrscheinlich noch nicht anheben. Zwar sind die Konjunkturerwartungen der Notenbanker positiv, mit einem zeitnahen starken Preisauftrieb rechnen sie aber nicht.

Die Aufmerksamkeit der Märkte wird auf möglichen Hinweisen liegen, wann genau es zu einer Zinswende kommen könnte. "Heute ist die Frage, wie stark China und die Abschwächung der Rohstoffpreise ins Gewicht fallen", sagte Baader-Bank-Chefanalyst Robert Halver. Vieles spreche eher für eine Zinsanhebung im Dezember als im September: Die Konjunktur in den USA laufe nicht rund und der harte Dollar bremse die Unternehmen./la/she

29.07.2015

Aktien Frankfurt: Anleger halten sich zurück vor US-Zinsentscheid

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch richtungslos präsentiert. Einzelne Werte schlugen dabei kräftig aus, bewegt von Geschäftszahlen wie bei Volkswagen oder wie im Falle von HeidelbergCement von Übernahmeplänen. Nach einer Berg- und Talfahrt stand der Leitindex am Nachmittag 0,06 Prozent tiefer bei 11 167,14 Punkten.

Das Börsenbarometer bleibe angeschlagen, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Enttäuschenden Unternehmenszahlen standen dabei positive Signale von der freundlich erwarteten Wall Street und den deutlich erholten Börsen in China gegenüber. Insgesamt lähmte aber der mit Spannung erwartete, abendliche Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed die Entschlussfreude der Anleger.

NOCH KEINE ZINSANHEBUNG ERWARTET

Bei der Fed-Sitzung rechnen Experten noch nicht mit der ersten Leitzinserhöhung nach der Finanzkrise. Doch erhoffen sich Investoren weitere Hinweise auf den Zeitpunkt. Die jüngsten US-Konjunkturdaten könnten die Währungshüter allerdings erneut "als Vorwand nutzen, um die Entscheidung aufzuschieben", schrieb Volkswirt Dirk Gojny von der National-Bank.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann zuletzt 0,18 Prozent auf 20 417,37 Punkte; der Technologiewerte-Index TecDax sank hingegen um 0,35 Prozent auf 1763,15 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,17 Prozent auf 3547,91 Punkte nach unten.

KAUFPLÄNE BELASTEN HEIDELBERGCEMENT

Bei Heidelbergcement sorgten Übernahmepläne und Geschäftszahlen für einen Kursrutsch von 7,35 Prozent - damit waren die Aktien Schlusslicht im deutschen Leitindex. Der Baustoffkonzern will seinen italienischen Konkurrenten Italcementi übernehmen. Als Kursbelastung sah ein Händler die teilweise Finanzierung der Transaktion über eine Kapitalerhöhung. Zudem seien die Quartalszahlen knapp unter den Erwartungen geblieben.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) verloren nach der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen 3,96 Prozent. Die Verkaufsflaute in China und Einbrüche auf weiteren Absatzmärkten ließen den Gewinn des Autobauers im zweiten Quartal stärker als erwartet sinken. Zudem gehen die Wolfsburger nun nicht mehr von einem Absatzplus im laufenden Jahr aus.

LINDE SENKT PROGNOSEN - BAYER NACH ZAHLEN AN DAX-SPITZE

Die Linde-Papiere verbilligten sich um 2,37 Prozent, nachdem der Gasespezialist wegen eines schwächeren Geschäfts im Anlagenbau seine Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr leicht reduziert hatte.

Dagegen ging es für die Aktien des Index-Schwergewichts Bayer an der Dax-Spitze um 4,43 Prozent hoch. Der Pharma- und Chemiekonzern bekräftigte nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal im Kern seine Jahresprognosen.

ROTE ZAHLEN BELASTEN GEA - TALANX KAPPT GEWINNPROGNOSE

Im MDax ließen verfehlte Erwartungen die Titel des Maschinenbaukonzerns Gea um 2,58 Prozent absacken. Das Unternehmen rutschte im zweiten Quartal wegen der Kosten des im April angekündigten Sparprogramms in die roten Zahlen.

Die Aktien des Versicherers Talanx büßten 1,78 Prozent ein. Als Belastung sah ein Händler den angekündigten Ausstieg aus dem klassischen Lebensversicherungsgeschäft und die gekappte Gewinnprognose. Allerdings könne die Neuausrichtung in diesem schwierigen Bereich auch positiv gesehen werden, so der Händler weiter.

TELEFONICA DEUTSCHLAND ÜBERRASCHT POSITIV

Kursgewinne von 1,07 Prozent beförderten hingegen die Titel von Telefonica Deutschland im TecDax nach vorn. Das Mobilfunkunternehmen überraschte im zweiten Quartal mit seinem operativen Geschäft. Der Umsatz legte dank des mobilen Internet zu. Dass wegen der Abschreibungen infolge der Fusion mit Konkurrent E-Plus erneut ein Verlust anfiel, störte die Anleger wenig./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

29.07.2015

Aktien New York Ausblick: Warten auf die Fed - Anleger halten sich zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street sollte am Mittwoch ruhig in den Handel starten. Vor dem Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed dürften die Anleger sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Nachdem die chinesischen Börsen zuvor fester geschlossen hatten, dürfte die Talfahrt aus Fernost vom Wochenbeginn zudem erst einmal ihren Schrecken verloren haben.

Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart legte der Terminkontrakt auf den US-Leitindex um 0,19 Prozent zu. Der Future auf den Nasdaq 100 stieg um 0,15 Prozent.

Im Verlauf des Handelstages veröffentlicht die Fed ihr Sitzungsprotokoll und könnte sich dann über eine bevorstehende Zinswende in den USA äußern. Nach Einschätzung der meisten Analysten wird die US-Notenbank auf ihrer Sitzung ihren Leitzins höchstwahrscheinlich noch nicht anheben. "Heute ist die Frage, wie stark China und die Abschwächung der Rohstoffpreise ins Gewicht fallen", sagte Baader-Bank-Chefanalyst Robert Halver. Vieles spreche eher für eine Zinsanhebung im Dezember als September: Die Konjunktur in den USA laufe nicht rund. Der hohe Ölpreis belaste die Energieindustrie und der harte Dollar bremse die Unternehmen.

Die Nachrichtenlage von der Unternehmensseite ist überschaubar: Nach Börsenschluss am Dienstag hatte der Kurznachrichtendienst Twitter seine Quartalszahlen präsentiert, die zwar besser als erwartet waren. Allerdings steigen die Nutzerzahlen kaum noch. Im vorbörslichen Handel gaben die Aktien um mehr als 11 Prozent nach.

Vor Wall-Street-Eröffnung präsentierte der Kredikarten-Anbieter Mastercard gemischte Zahlen. Die Aktien gaben vor Handelsstart um 2,27 Prozent nach. Die Aktien des Konkurrenten Visa <3V64.FSE> verloren 0,66 Prozent. Visa investiert US-Medien zufolge in das auf Online-Zahlungen spezialisierte Start-up Stripe aus San Francisco, an dem sich auch der Rivale American Express beteiligen will.

Die Microsoft-Aktie kletterte zum Start des neuen Betriebssystems Windows 10 im vorbörslichen Handel um 0,31 Prozent. Der Softwarekonzern will mit dem neuen System seinen Misserfolg mit der Vorgängerversion Windows 8 vergessen machen und ein neues Kapitel für das bald 30 Jahre alte Betriebssystem aufschlagen.

Nach Börsenschluss präsentiert das soziale Netzwerk Facebook seine Zahlen. Dies könnte für Impulse bei Technologiewerten sorgen./mzs/das

29.07.2015

Aktien Frankfurt: Dax leidet unter schwachen Geschäften der Konzerne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende Geschäftszahlen einiger Konzerne haben am Mittwoch die Stimmung am deutschen Aktienmarkt etwas getrübt. Als Kursstütze erwies sich die deutliche Erholung an Chinas Börsen. Der Dax stand zuletzt 0,01 Prozent im Minus bei 11 172,97 Punkten.

Trotz der Kurserholung am Vortag bleibe das Börsenbarometer angeschlagen, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Davor hatten Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung Chinas sowie eine eher durchwachsen verlaufende Berichtssaison dem Dax eine fünftägige Verlustserie eingebrockt. Die Börsianer warteten nun gespannt auf den am Abend anstehende Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed.

GUTE VORGABE AUS CHINA STÜTZT

Gerade die Entwicklung in China hatte zum Handelsauftakt für Auftrieb am deutschen Aktienmarkt gesorgt: Die zu Wochenbeginn eingebrochenen Festland-Börsen drehten deutlich ins Plus. Zudem war die Wall Street freundlich aus dem Handel gegangen, und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg seit dem gestrigen Xetra-Schluss um 0,71 Prozent.

Der MDax der mittelgroßen Werte schaffte zuletzt ein Plus von 0,19 Prozent auf 20 417,69 Punkte; der Technologiewerte-Index TecDax verlor derweil 0,16 Prozent auf 1766,64 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,12 Prozent auf 3558,28 Punkte hoch.

Bei der anstehenden Fed-Sitzung rechnen Experten noch nicht mit einer ersten Leitzinserhöhung nach der Finanzkrise. Doch erhoffen sich Investoren weitere Hinweise auf den Zeitpunkt. Die jüngsten US-Konjunkturdaten könnten die Währungshüter allerdings erneut "als Vorwand nutzen, um die Entscheidung aufzuschieben", schrieb Volkswirt Dirk Gojny von der National-Bank.

HEIDELBERGCEMENT UND VW SACKEN AB

Bei Heidelbergcement sorgten Übernahmepläne und Geschäftszahlen für einen Kursrutsch von 5,56 Prozent - damit waren die Aktien Schlusslicht im deutschen Leitindex. Der Baustoffkonzern will seinen italienischen Konkurrenten Italcementi übernehmen. Als Kursbelastung sah ein Händler die teilweise Finanzierung über eine Kapitalerhöhung. Zudem seien die Quartalszahlen knapp unter den Erwartungen geblieben.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) verloren nach der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen 2,23 Prozent. Die Verkaufsflaute in China und Einbrüche auf weiteren Absatzmärkten ließen den Gewinn des Autobauers im zweiten Quartal stärker als erwartet sinken. Zudem gehen die Wolfsburger nun nicht mehr von einem Absatzplus im laufenden Jahr aus.

LINDE UND TALANX LEIDEN UNTER GESENKTEN PROGNOSEN

Die Linde-Papiere verbilligten sich um 2,93 Prozent, nachdem der Gasespezialist wegen eines schwächeren Geschäfts im Anlagenbau seine Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr leicht reduziert hatte.

Dagegen ging es für die Aktien des Index-Schwergewichts Bayer an der Dax-Spitze um 4,97 Prozent hoch. Der Pharma- und Chemiekonzern bekräftigte nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal im Kern seine Jahresprognosen.

Im MDax gehörten die Aktien des Versicherers Talanx mit minus 0,85 Prozent zu den schwächsten Werten. Als Kursbelastung sah ein Händler den angekündigten Ausstieg aus dem klassischen Lebensversicherungsgeschäft und die gekappte Gewinnprognose. Allerdings könne die Neuausrichtung in diesem schwierigen Bereich auch positiv gesehen werden, so der Händler weiter.

GEA VERFEHLT ERWARTUNGEN

Verfehlte Erwartungen ließen die Titel des Maschinenbaukonzerns Gea Group um 2,46 Prozent absacken.

Kursgewinne von 1,67 Prozent beförderten die Titel von Telefonica Deutschland im TecDax nach vorn. Das Mobilfunkunternehmen überraschte im zweiten Quartal mit seinem operativen Geschäft. Der Umsatz legte dank des mobilen Internet zu. Dass wegen der Abschreibungen infolge der Fusion mit Konkurrent E-Plus erneut ein Verlust anfiel, störte die Anleger wenig./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

29.07.2015

Aktien Europa: Gute Geschäftszahlen und China-Kursplus heben Kauflaune

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen sind am Mittwoch dank guter Vorgaben aus Übersee und positiv aufgenommener Geschäftsberichte heimischer Unternehmen freundlich in den Handel gestartet. Der EuroStoxx 50 legte bis zum späten Vormittag um 0,24 Prozent auf 3562,49 zu. Zuvor hatten die chinesischen Börsen nach ihrer Talfahrt vom Wochenbeginn wieder deutlich im Plus geschlossen.

Der Pariser Leitindex CAC 40 gewann 0,33 Prozent auf 4993,91 Punkte. Auch in London bewegte sich der FTSE-100-Index mit plus 0,47 Prozent bei 6585,91 Punkten. In Athen blieb die Börse weiterhin geschlossen. Der Handel an Griechenlands Aktienmarkt ruht bereits seit einem Monat.

Nach Börsenschluss steht der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an. Fed-Chefin Janet Yellen könnte sich dann über eine bevorstehende Leitzinswende in den USA äußern. "Erst vor zwei Wochen sprach Janet Yellen davon, dass sie mit einer Leitzinserhöhung in diesem Jahr rechnet, sollte sich die Wirtschaft weiter so entwickeln wie zuletzt", sagt Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. Das lasse auf eine baldige Zinswende schließen, es spreche aber nicht dafür, dass eine Erhöhung unmittelbar bevorstehe.

Anstatt auf Signale aus den USA zu warten, konzentrierten sich die Anleger zunächst auf aktuelle Nachrichten diesseits des Atlantiks. Im "Footsie"-Index legten gleich drei Unternehmen Zahlen, die zum Teil die Anleger erfreuten.

Die vor neuen Einschnitten stehende britische Großbank Barclays konnte dank eines stärkeren Investmentbankings ihren operativen Gewinn im zweiten Quartal steigern und die Erwartungen von Analysten übertreffen. Die Aktien verteuerten sich um mehr als 2 Prozent.

Höhere Zigarettenpreise konnten beim Lucky-Strike-Hersteller British American Tobacco (BAT) den Gewinnrückgang im laufenden Geschäft zwar nicht stoppen. Jedoch schnitt das Unternehmen immer noch besser ab als von Analysten erwartet. Die Aktien kletterten um 2,76 Prozent.

Weniger bewegend waren die Geschäftszahlen des britischen Bezahlfernseh-Konzerns Sky . Diese verteuerten sich trotz steigender Abonnentenzahlen und einem damit einhergehenden Umsatzplus um lediglich 0,36 Prozent.

Im CAC 40 setzte sich der Autobauer Peugeot Citroen PSA mit einem Plus von 4,02 Prozent an die Indexspitze - entgegen dem europäischen Branchentrend. Im Branchentableau entwickelten sich die Autobauer- und zulieferer mit 0,87 Prozent am schlechtesten. Im EuroStoxx 50 war der Konkurrent Volkswagen mit einem Minus von mehr als 2 Prozent der verlustreichste Wert. Hier belastete das schwächelnde China-Geschäft. Peugeot konnte hingegen im ersten Halbjahr dank einer strikten Kostenkontrolle und einer höheren Nachfrage nach teureren Autos weiter zulegen. Den operativen Gewinn konnten die Franzosen mehr als verdreifachen und somit die Analysten positiv überraschen.

Auch die Papiere des Luxuskonzerns LVMH versetzten mit ihren Zahlen die Anleger in Kauflaune. Mit einem Plus von 2,59 Prozent waren die Papiere zweitbester Werte im EuroStoxx 50 und im CAC 40. Die Nachfrage nach Champagner und exklusiven Spirituosen sowie gute Verkäufe mit Lederwaren hatten dem französischen Luxusgüterkonzern ein kräftiges Umsatzplus beschert.

Die Aktien von Total stiegen um mehr als 1 Prozent. Der französische Ölkonzern berichtete überraschend über ein Gewinnplus im zweiten Quartal. Ihm gelang es, sich mit einer höheren Produktion gegen die Auswirkungen des schwachen Ölpreises zu wehren.

Es gab aber auch negative Überraschungen: Ein unerwartet starker Nachfrageeinbruch machte dem französischen Elektronikkonzern Schneider Electric zu schaffen. Weil Öl- und Gasunternehmen sowie chinesische Baufirmen weniger bestellen, strich der Hersteller von Automatisierungs- und Steuerungstechnik seine Prognosen für Umsatz und Gewinn zusammen. Die Aktien belegten im EuroStoxx50 mit einem Minus von mehr als einem Prozent den vorletzten Platz.

Im Swiss-Market-Index (SMI) verschreckte der frisch fusionierte Zementkonzern LafargeHolcim mit seinen Geschäftszahlen die Anleger. Für das zweite Quartal legten Lafarge aus Frankreich und die Schweizer Holcim noch separate Zahlen vor. Während die Franzosen vor allem dank der Euro-Schwäche Zuwächse bei Umsatz und operativen Gewinn verzeichneten, liefen die Geschäfte bei Holcim schwächer. Zudem schraubten die Schweizer ihre Erwartungen für das Betriebsergebnis herunter. Die Papiere verbilligten sich um mehr als 5 Prozent in dem ansonsten freundlichen Schweizer Leitindex.

Im Laufe des Tages präsentieren unter anderem noch GlaxoSmithKline , Enel und Saint-Gobain ihre Zahlen./mzs/das

29.07.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Schwache Bilanzen belasten Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das schwache geschäftliche Abschneiden einiger Konzerne hat den Anlegern am Mittwoch die Laune verhagelt. Der zunächst sehr freundliche Dax rutschte am Morgen zwischenzeitlich ins Minus. Zuletzt konnte sich der Leitindex wieder etwas berappeln und und stand 0,10 Prozent im Plus bei 11 185,24 Punkten.

Trotz der Kurserholung am Vortag bleibe das Börsenbarometer angeschlagen, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Davor hatten Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung Chinas sowie eine eher durchwachsen verlaufende Berichtssaison dem Dax eine fünftägige Verlustserie eingebrockt. Die Börsianer warteten nun gespannt auf den am Abend anstehende Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed.

GUTE VORGABEN AUS ÜBERSEE HELFEN NUR KURZ

Gerade die Entwicklung in China hatte zum Handelsauftakt noch für merklich Auftrieb am deutschen Aktienmarkt gesorgt: Die zu Wochenbeginn eingebrochenen Festland-Börsen schüttelten ihre anfängliche Schwäche ab und drehten deutlich ins Plus. Zudem war die Wall Street freundlich aus dem Handel gegangen, und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg seit dem gestrigen Xetra-Schluss um gut ein halbes Prozent.

Der MDax der mittelgroßen Werte behauptete zuletzt ein Plus von 0,38 Prozent auf 20 456,43Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,14 Prozent auf 1771,81 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,26 Prozent auf 3563,33 Punkte hoch.

Bei der anstehenden Fed-Sitzung rechnen Experten noch nicht mit einer ersten Leitzinserhöhung nach der Finanzkrise. Doch erhoffen sich Investoren weitere Hinweise auf den Zeitpunkt. Die jüngsten US-Konjunkturdaten könnten die Währungshüter allerdings erneut "als Vorwand nutzen, um die Entscheidung aufzuschieben", schrieb Volkswirt Dirk Gojny von der National-Bank.

HEIDELBERGCEMENT UND VW SACKEN AB

Bei Heidelbergcement sorgten Übernahmepläne und Geschäftszahlen für einen Kursrutsch von 4,75 Prozent - damit waren die Aktien Schlusslicht im deutschen Leitindex. Der Baustoffkonzern will seinen italienischen Konkurrenten Italcementi übernehmen und vereinbarte in einem ersten Schritt mit der Finanzholding Italmobiliare den Kauf von deren 45-Prozent-Paket. Als Kursbelastung sah ein Händler die teilweise Finanzierung über eine Kapitalerhöhung. Zudem seien die Quartalszahlen knapp unter den Erwartungen geblieben.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) verloren nach der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen 2,57 Prozent. Die Verkaufsflaute in China und Einbrüche auf weiteren Absatzmärkten ließen den Gewinn des Autobauers im zweiten Quartal stärker als erwartet sinken. Zudem gehen die Wolfsburger nun nicht mehr von einem Absatzplus im laufenden Jahr aus. Der Quartalsumsatz stieg indes dank der Euroschwäche deutlicher als von Analysten prognostiziert.

LINDE UND TALANX LEIDEN UNTER GESENKTEN PROGNOSEN

Die Linde-Papiere verbilligten sich um 4,13 Prozent, nachdem der Gasespezialist wegen eines schwächeren Geschäfts im Anlagenbau seine Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr leicht reduziert hatte. Für die Aktien von Bayer ging es hingegen an der Dax-Spitze um 3,58 Prozent hoch. Der Pharma- und Chemiekonzern bekräftigte nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal im Kern seine Jahresprognosen.

Im MDax gehörten die Aktien des Versicherers Talanx mit minus 0,82 Prozent zu den schwächsten Werten. Als Kursbelastung sah ein Händler den angekündigten Ausstieg aus dem klassischen Lebensversicherungsgeschäft und die gekappte Gewinnprognose. Allerdings könne die Neuausrichtung in diesem schwierigen Bereich auch positiv gesehen werden, so der Händler weiter.

Kursgewinne von 3,24 Prozent beförderten hingegen die Titel von Telefonica Deutschland auf den ersten Platz im TecDax. Das Mobilfunkunternehmen überraschte im zweiten Quartal mit seinem operativen Geschäft. Der Umsatz legte dank des mobilen Internet zu. Dass wegen der Abschreibungen infolge der Fusion mit Konkurrent E-Plus erneut ein Verlust anfiel, störte die Anleger wenig./gl/das

29.07.2015

ROUNDUP 2: US-Notenbank lässt Märkte weiter im Unklaren

(neu: Kommentare von Volkswirten)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Notenbank lässt die Finanzmärkte weiter im Unklaren. Einen eindeutigen Hinweis auf eine Zinserhöhung im September gab die Federal Reserve (Fed) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar zur Zinsentscheidung nicht. Die erste Erhöhung nach der Finanzkrise wird vielmehr von "einigen weiteren" Verbesserungen am Arbeitsmarkt abhängig gemacht. Volkswirte sind sich auch nach der Sitzung weiter uneins, ob die Fed im September oder erst im Dezember ihren Leitzins anheben wird.

Die US-Notenbank steuert jedoch unbestritten auf ein Ende ihrer Nullzinspolitik zu. Fed-Präsidentin Janet Yellen hatte erst kürzlich gesagt, mit einer Erhöhung sei noch in diesem Jahr zu rechnen. Dafür spricht auch die verbesserte Bewertung der Lage am Arbeitsmarkt. Zuletzt habe sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter aufgehellt und die Arbeitslosigkeit sei weiter gesunken, schrieb die Fed. Die Unterauslastung habe sich weiter vermindert. Im Juni hatte die Fed noch von einer "etwas" verminderten Unterauslastung gesprochen.

ZINS BLEIBT UNVERÄNDERT

Die US-Notenbank hatte zuvor ihre lockere Geldpolitik unverändert gelassen. Der Leitzins liegt weiterhin in einer Spanne von null und 0,25 Prozent. Bankvolkswirte hatten damit gerechnet. Auf diesem Rekordtief liegt die "Fed Funds Rate" bereits seit Ende 2008, also seit etwa sechseinhalb Jahren.Die Entscheidung fiel einstimmig.

Entscheidend für die weitere Politik werden jetzt wohl die Arbeitsmarktbericht für Juli und August sein, die noch vor der nächsten Sitzung am 17. September veröffentlicht werden. Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeitsmarkt sind laut Fed fast ausgewogen. Insgesamt bezeichnete sie die wirtschaftliche Erholung als moderat.

KONJUNKTURDATEN ENTSCHEIDEND

Die Commerzbank-Experte Bernd Weidensteiner geht weiterhin von einer Leitzinserhöhung in den USA im September aus. Ob es aber tatsächlich dazu komme, hänge von den bis dahin veröffentlichten Konjunkturdaten ab, schrieb er. Im Gegensatz zum Zinserhöhungszyklus in den Jahren 2004 bis 2006 entscheidet die Fed laut Weidensteiner jetzt offenbar von Sitzung zu Sitzung. Analyst Jens Klatt von DailyFX erwartet jedoch erst im Dezember eine Anhebung, da die Fed zunächst eine weitere Verbesserung am Arbeitsmarkt sehen wolle. Allerdings wäre die Notenbank bei überzeugenden Arbeitsmarktberichten quasi gezwungen an der Zinsschraube zu drehen.

An den Finanzmärkten reagierte der Euro mit Kursverlusten. Der Eurokurs fiel auf ein Tagestief von 1,0976 US-Dollar, nachdem er kurz nach der Entscheidung bis auf 1,1080 Dollar gestiegen war. Die US-Aktienmärkte legten zu. Der US-Anleihemarkt geriet unter Druck./jsl/he

29.07.2015

ROUNDUP: US-Notenbank macht Zinserhöhung vom Arbeitsmarkt abhängig

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die US-Notenbank bewegt sich weiter auf die erste Leitzinsanhebung nach der schweren Finanzkrise zu. Einen klaren Hinweis auf einen ersten Zinsschritt schon im September gab die Federal Reserve (Fed) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar zu Zinsentscheidung jedoch nicht. Eine Zinserhöhung wird vielmehr von "einigen weiteren" Verbesserungen am Arbeitsmarkt abhängig gemacht. Viele Volkswirte erwarten eine erste Zinserhöhung frühestens auf der nächsten Sitzung im September. Die Unsicherheit bleibt jedoch weiter hoch.

Zuletzt habe sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter aufgehellt und die Arbeitslosigkeit sei weiter gesunken, schrieb die Fed. Die Unterauslastung habe sich weiter vermindert. Im Juni hatte die Fed noch von einer "etwas" verminderten Unterauslastung gesprochen. Entscheidend wird jetzt wohl der Arbeitsmarktbericht im Juli und August sein, die noch vor der nächsten Sitzung am 17. September veröffentlicht werden. Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeitsmarkt sind laut Fed fast ausgewogen.

ZINS BLEIBT UNVERÄNDERT

Die US-Notenbank hat ihre lockere Geldpolitik unverändert gelassen. Der Leitzins liegt weiterhin in einer Spanne von null und 0,25 Prozent. Bankvolkswirte hatten damit gerechnet. Auf diesem Rekordtief liegt die "Fed Funds Rate" bereits seit Ende 2008, also seit etwa sechseinhalb Jahren.

Die Finanzmärkte reagierten nur wenig auf die Aussagen der Fed. Der Eurokurs lag zuletzt wenig verändert bei 1,1030 Dollar, nachdem er kurz nach der Entscheidung bis auf 1,1080 Dollar gestiegen war. Die US-Aktienmärkte legten leicht zu. Der US-Anleihemarkt geriet leicht unter Druck./jsl/he

29.07.2015

US-Notenbank hält Leitzins an der Nulllinie

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Notenbank (Fed) behält ihre lockere Geldpolitik vorerst bei. Der Leitzins liege weiterhin in einer Spanne von null und 0,25 Prozent, teilte die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mit. Bankvolkswirte hatten damit gerechnet.

Auf diesem Rekordtief liegt die "Fed Funds Rate" bereits seit Ende 2008, also seit etwa sechseinhalb Jahren. Allerdings steuert die Notenbank auf eine erste Zinsanhebung nach der Finanzkrise zu. Viele Volkswirte rechnen mit einem ersten Schritt frühestens auf der nächsten Sitzung im September. Spekuliert wird aber auch über eine Anhebung erst im Dezember./jsl/he

29.07.2015

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.07.2015 - 17.00 Uhr

Tsipras schließt vorgezogene Wahlen nicht aus - Geldgeber prüfen

ATHEN - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras und seine Regierung kämpfen an zwei Fronten. Athen verhandelt auf Hochtouren mit den Experten der Gläubiger, um ein drittes Hilfsprogramm für das von der Pleite bedrohte Land sicherzustellen. Zugleich schlägt der Richtungsstreit in Tsipras' Syriza-Partei immer höhere Wellen. Inzwischen schließt der Ministerpräsident angesichts des Widerstandes des linken Parteiflügels gegen das von den Geldgebern verordnete Reform- und Sparprogramm vorgezogene Neuwahlen nicht mehr aus.

USA: Schwebende Hausverkäufe überraschend gesunken

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im Juni überraschend gesunken. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe seien zum Vormonat um 1,8 Prozent gefallen, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,9 Prozent gerechnet. Der Zuwachs im Vormonat wurde von 0,9 auf 0,6 Prozent nach unten korrigiert.

Hessens Finanzminister zerrupft Schäubles Erbschaftsteuerpläne

WIESBADEN - Mit deutlichen Worten hat Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) den Regierungsentwurf seines Berliner Parteifreunds Wolfgang Schäuble für ein neues Erbschaftsteuergesetz kritisiert. "Mir fehlt die Fantasie, wie ein Regierungsentwurf mit so grundlegenden Schwachstellen in einem für die Zukunft stabilen Gesetz münden kann", schrieb Schäfer in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Üblicherweise werde nach einem Regierungsentwurf nur noch an Details gefeilt, beim Entwurf aus dem Hause des Bundesfinanzministers reiche das aber nicht aus.

Geschäftsführer Growitsch verlässt das HWWI

HAMBURG - Christian Growitsch (39), einer der beiden Geschäftsführer des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), verlässt das Institut. Darauf hätten sich Universität und Handelskammer als Gesellschafter mit Growitsch wegen unterschiedlicher strategischer Auffassungen geeinigt, teilte das HWWI am Mittwoch in Hamburg mit. Damit verbleibe Prof. Henning Vöpel als alleiniger Geschäftsführer. Die beiden Wissenschaftler hatten gemeinsam die Nachfolge des langjährigen HWWI-Chefs Thomas Straubhaar angetreten. Growitsch hatte seine Aufgabe im September 2014 übernommen.

Kreise: EZB lässt Ela-Notkredite für Griechenlands Banken unverändert

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Nothilfen für die angeschlagenen Banken in Griechenland laut Kreisen vorerst nicht weiter aufgestockt. Das Gesamtvolumen der Hilfen bleibe unverändert bei etwa 90 Milliarden Euro, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich auf namentlich nicht genannte Personen, die mit der Sache vertraut seien. Die Entscheidung sei während einer Telefonkonferenz der Ratsmitglieder gefallen. Ein Sprecher der EZB wollte die Meldung nicht kommentieren.

Lockruf der Wirtschaft: Ausbildung oft besserer Weg als Uni-Studium

BERLIN - Die Wirtschaft appelliert an Schulen, Hochschulen und Eltern, mehr Abiturienten den direkten Weg in die Arbeitswelt ohne vorheriges Studium zu empfehlen. "Leider betrachtausen viele Jugendliche und deren Eltern nach wie vor eine akademische Qualifizierung als den einzig erfolgversprechenden Werdegang", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dabei zeigten hohe Abbruchquoten, dass viele mit einer dualen Ausbildung ohne den "Umweg" eines Scheiterns im Studium besser beraten gewesen wären.

Immer mehr Menschen über 65 Jahren arbeiten

BERLIN - Die Zahl der älteren Erwerbstätigen ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Im vergangenen Jahr gingen in Deutschland 14 Prozent der Menschen im Alter von 65 bis 69 Jahren einer bezahlten Arbeit nach, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin mitteilte. 2005 waren es noch sechs Prozent gewesen. "Die Erwerbstätigenquote älterer Menschen hat sich in kurzer Zeit mehr als verdoppelt", sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes.

Nachfrage nach Arbeitskräften erreicht neuen Höchststand

NÜRNBERG - Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland wächst weiter. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom Mittwoch hat die Arbeitskräftenachfrage im Juli saisonbereinigt ein neues Allzeithoch erreicht und damit den jüngsten Rekordwert aus dem Vormonat nochmals übertroffen. Die BA misst dies anhand des monatlich ermittelten Stellenindexes BA-X. Dieser stieg im Juli um zwei Zähler auf 192 Punkte. Den BA-X gibt es seit dem Jahr 2004. Die absolute Zahl der freien Stellen will die Bundesagentur an diesem Donnerstag zusammen mit den Juli-Arbeitslosenzahlen veröffentlichen.

Entspannung in Griechenland-Krise beflügelt deutschen Konsum nicht

NÜRNBERG - Die Pleite Griechenlands scheint vorerst abgewendet - doch die Stimmung der Verbraucher in Deutschland beflügelt das nicht. Der Konsumklimaindex für den Monat August blieb trotz der Aussicht auf ein drittes Hilfspaket für das hoch verschuldete Land unverändert bei 10,1 Punkten, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch in Nürnberg mitteilte.

Junge Flüchtlinge bekommen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt

BERLIN - Die Bundesregierung will jungen Flüchtlingen den Zugang zu berufsorientierten Praktika erleichtern. Das Kabinett stimmte am Mittwoch einer entsprechenden Neuregelung von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zu. Die Verordnung geht auf eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zurück und steht im Zusammenhang mit einer Reihe von Regeln, die Flüchtlingen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern sollen.

Russlands Notenbank setzt Devisenkäufe aus

MOSKAU - Der zunehmend schwache Rubel ruft die russische Notenbank auf den Plan. Der Ankauf von Fremdwährungen für die Devisenreserven sei mit Wirkung vom Dienstag vorerst eingestellt worden, teilte die Bank of Russia am Mittwoch mit. Als Grund wurden erhöhte Schwankungen an den Währungsmärkten genannt. Der russische Rubel gewann nach Bekanntwerden des Kaufstopps an Wert.

Frankreich: Verbrauchervertrauen trübt sich überraschend ein

PARIS - Das französische Verbrauchervertrauen hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der Indikator sei um einen Punkt auf 93 Punkte gefallen, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch mit. Volkswirte hatten hingegen einen unveränderten Wert erwartet.

Deutschland: Verbrauchervertrauen stabil

NÜRNBERG - Die deutschen Verbraucher bleiben trotz zahlreicher Risiken aus dem Ausland zuversichtlich. Der Indikator des Forschungsunternehmens GfK prognostiziert für August einen Wert von unverändert 10,1 Punkten, wie das Unternehmen am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. "Die stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind der wichtigste Grund für die gute Stimmung", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Dagegen lauerten außerhalb Deutschlands zahlreiche Risiken, die das Konsumklima unter dem Strich aber nicht belasteten.

Wirtschaft: Ausbildung statt Uni oft der bessere Weg

BERLIN - Die Wirtschaft appelliert an Schulen, Hochschulen und Eltern, mehr Abiturienten den direkten Weg in die Arbeitswelt ohne vorheriges Studium zu empfehlen. "Leider betrachten viele Jugendliche und deren Eltern nach wie vor eine akademische Qualifizierung als den einzig Erfolg versprechenden Werdegang", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Zweifel an Chinas Reformwillen - Aktienmärkte wieder im Minus

SHANGHAI - Die massive staatliche Intervention an Chinas Börsen weckt Zweifel an der Entschlossenheit der Regierung, dringend nötige marktwirtschaftliche Reformen umzusetzen. Nach einem Handelsauftakt am Mittwoch im Plus lagen die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen gegen Mittag wieder leicht im Minus. Die neue Talfahrt hatte am Montag mit dem größten Tagesverlust seit acht Jahren angefangen. Hintergrund waren Sorgen über einen Rückzug der staatlichen Unterstützung und schlechte Nachrichten aus der Realwirtschaft./rob/jsl

29.07.2015

ROUNDUP: Hessens Finanzminister zerrupft Schäubles Erbschaftsteuerpläne

WIESBADEN (dpa-AFX) - Mit deutlichen Worten hat Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) den Regierungsentwurf seines Berliner Parteifreunds Wolfgang Schäuble für ein neues Erbschaftsteuergesetz kritisiert. "Mir fehlt die Fantasie, wie ein Regierungsentwurf mit so grundlegenden Schwachstellen in einem für die Zukunft stabilen Gesetz münden kann", schrieb Schäfer in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Üblicherweise werde nach einem Regierungsentwurf nur noch an Details gefeilt, beim Entwurf aus dem Hause des Bundesfinanzministers reiche das aber nicht aus.

Der zwischen SPD und Union ausgehandelte Regierungsentwurf sei gleich in zwei Punkten ungenügend, kritisierte Schäfer. Nachdem die bisherige Regelung zur Erbschaftsteuer vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde, garantiere auch die neue Version kein grünes Licht aus Karlsruhe. Zweitens bestehe immer noch die Gefahr, dass sich einige Firmenbesitzer wegen der Erbschaftsteuerzahlung dazu genötigt sähen, ihr Unternehmen oder Anteile daran zu veräußern.

Bisher müssen Unternehmensnachfolger generell kaum Steuer zahlen, wenn sie den Betrieb lange genug weiterführen und die Zahl der Beschäftigten halten. Das Bundesverfassungsgericht hatte Ende 2014 aber schärfere Regeln für die Begünstigung von Firmenerben gefordert. Die Richter fordern unter anderem, dass bei größeren Unternehmen Firmenerben nur dann verschont werden dürfen, wenn sie in einer "Bedürfnisprüfung" nachweisen, dass sie die Steuer nicht verkraften.

Schäuble hatte seinen Gesetzentwurf Anfang Juli durchs Kabinett gebracht. Die Zugeständnisse an die Wirtschaft gehen der SPD schon zu weit, der CSU und auch einigen CDU-Politikern nicht weit genug.

Hessens Verband der Familienunternehmer forderte Schäfer am Mittwoch auf, er müsse auf entscheidende Veränderungen in Schäubles Entwurf pochen. Andernfalls dürfe das Land der "verfassungswidrigen" Vorlage nicht zustimmen.

Die Linke im Landtag sagte dagegen, es gebe keinen Beleg dafür, dass eine höhere Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen Arbeitsplätze gefährde. Der Verweis auf kleine Familienbetriebe in der Debatte sei irreführend, erklärte Fraktionschef Willi van Ooyen. Gerade Erben großer Unternehmen profitierten zum Teil massiv davon, dass ihr Erbe weitgehend von der Gemeinwohlverpflichtung des Grundgesetzes ausgenommen werde./tom/mk/DP/she

29.07.2015

ROUNDUP 2: Tsipras schließt vorgezogene Wahlen nicht aus - Geldgeber prüfen

ATHEN (dpa-AFX) - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras und seine Regierung kämpfen an zwei Fronten. Athen verhandelt auf Hochtouren mit den Experten der Gläubiger, um ein drittes Hilfsprogramm für das von der Pleite bedrohte Land sicherzustellen. Zugleich schlägt der Richtungsstreit in Tsipras' Syriza-Partei immer höhere Wellen. Inzwischen schließt der Ministerpräsident angesichts des Widerstandes des linken Parteiflügels gegen das von den Geldgebern verordnete Reform- und Sparprogramm vorgezogene Neuwahlen nicht mehr aus.

Der linke Syriza-Flügel hatte im Parlament in Athen zweimal gegen Reform- und Sparmaßnahmen gestimmt. Das könne so nicht weitergehen, sagte Tsipras am Mittwoch in einem Interview des parteieigenen Radiosenders "Sto Kokkino". Es sei surreal, wenn einige Abgeordnete des linken Parteiflügels im Parlament gegen die Regierungspolitik stimmten, zugleich aber erklärten, sie würden die Regierung unterstützen. Sollte das nicht aufhören, sehe er keine andere Möglichkeit als Neuwahlen, sagte Tsipras weiter.

Die Reform- und Sparmaßnahmen waren Voraussetzung für weitere Verhandlungen mit den Gläubigern über ein drittes Hilfspaket. Die Gesetzespakete konnten im Parlament nur mit Stimmen aus dem Oppositionslager gebilligt werden. Tsipras verfehlte bei beiden Abstimmungen die Regierungsmehrheit deutlich, weil es jeweils mehr als 30 Abweichler im eigenen Lager gab. Der linke Flügel fordert mittlerweile offen den Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

Zur Lösung dieses Streits, der die Partei zu zersetzen droht, schlug Tsipras einen Parteitag im September vor. Darüber soll an diesem Donnerstag das Syriza-Zentralkomitee entscheiden, wie es hieß.

Die internationalen Kreditgeber setzten am Mittwoch nach Angaben des griechischen Fernsehens ihre Kontrollen den zweiten Tag in Folge in Athen fort. Die EU-Kommission hofft auf eine Einigung mit Athen über ein neues Hilfspaket in der zweiten Augusthälfte.

An den Verhandlungen nehmen neben der EU-Kommission auch Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB), des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie des Euro-Rettungsfonds ESM teil. Es geht um ein Hilfsprogramm im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre. Griechenland muss bis zum 20. August 3,2 Milliarden Euro an die EZB zurückzahlen. Und die Kassen sind leer.

Die EZB stockt die Notkredite für Griechenlands angeschlagene Banken Kreisen zufolge vorerst nicht weiter auf. Das Gesamtvolumen der Hilfen bleibe unverändert bei gut 90 Milliarden Euro, bestätigten mit der Sache vertraute Personen am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Von griechischer Seite seien auch keine weiteren Mittel beantragt worden. Zuletzt hatte der EZB-Rat die Nothilfen zweimal in Folge um jeweils 900 Millionen Euro erhöht. Daraufhin konnten die Banken in Griechenland wieder geöffnet werden./tt/DP/she

29.07.2015

USA: Schwebende Hausverkäufe überraschend gesunken

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im Juni überraschend gesunken. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe seien zum Vormonat um 1,8 Prozent gefallen, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,9 Prozent gerechnet. Der Zuwachs im Vormonat wurde von 0,9 auf 0,6 Prozent nach unten korrigiert.

Im Jahresvergleich stiegen die Hausverkäufe im Juni um 11,1 Prozent. Bei schwebenden Hausverkäufen wurden zwar schon Vorverträge unterzeichnet, es liegt aber noch kein endgültiger Kaufvertrag vor. Die Zahlen gelten als guter Indikator für den Immobilienmarkt./tos/jsl

29.07.2015

Geschäftsführer Growitsch verlässt das HWWI

HAMBURG (dpa-AFX) - Christian Growitsch (39), einer der beiden Geschäftsführer des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), verlässt das Institut. Darauf hätten sich Universität und Handelskammer als Gesellschafter mit Growitsch wegen unterschiedlicher strategischer Auffassungen geeinigt, teilte das HWWI am Mittwoch in Hamburg mit. Damit verbleibe Prof. Henning Vöpel als alleiniger Geschäftsführer. Die beiden Wissenschaftler hatten gemeinsam die Nachfolge des langjährigen HWWI-Chefs Thomas Straubhaar angetreten. Growitsch hatte seine Aufgabe im September 2014 übernommen./egi/DP/stb

29.07.2015

ROUNDUP: Tsipras schließt vorgezogene Parlamentswahlen nicht aus

ATHEN (dpa-AFX) - Wegen des Richtungsstreits in seiner Syriza-Partei schließt der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras vorgezogene Neuwahlen nicht aus. Der linke Flügel der Partei hatte im Parlament in Athen zwei Mal gegen Reform- und Sparmaßnahmen gestimmt. Das könne so nicht weitergehen, sagte Tsipras am Mittwoch in einem Interview des parteieigenen Radiosenders "Sto Kokkino". Es sei surreal, wenn einige Abgeordnete des linken Flügels einerseits im Parlament nicht für die Regierungspolitik stimmten und andererseits erklärten, sie würden die Regierung unterstützen, sagte Tsipras. Sollte dies nicht aufhören, sehe er keine andere Möglichkeit als Neuwahlen.

Zur Lösung des Streits schlug Tsipras einen Parteitag im September vor. Darüber soll am Donnerstag das Zentralkomitee der Syriza entscheiden, wie es hieß.

Die Reform- und Sparmaßnahmen waren Voraussetzung für weitere Verhandlungen mit den Gläubigern über ein drittes Hilfspaket. Die Gesetzespakete konnten nur mit den Stimmen der Opposition gebilligt werden. Tsipras verlor die Regierungsmehrheit in beiden Fällen deutlich, weil es jeweils mehr als 30 Abweichler gab. Der linke Flügel fordert mittlerweile offen den Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Das Land ist hoch verschuldet. Im Raum steht ein Hilfsprogramm im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro./tt/DP/stb

29.07.2015

Kreise: EZB lässt Ela-Notkredite für Griechenlands Banken unverändert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Nothilfen für die angeschlagenen Banken in Griechenland laut Kreisen vorerst nicht weiter aufgestockt. Das Gesamtvolumen der Hilfen bleibe unverändert bei etwa 90 Milliarden Euro, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich auf namentlich nicht genannte Personen, die mit der Sache vertraut seien. Die Entscheidung sei während einer Telefonkonferenz der Ratsmitglieder gefallen. Ein Sprecher der EZB wollte die Meldung nicht kommentieren.

Zuvor hatte der EZB-Rat laut Medienberichten die Nothilfen zweimal um jeweils 900 Millionen Euro erhöht. Daraufhin konnten die Banken in Griechenland wieder geöffnet werden, nachdem sie wegen einer längeren Deckelung der Ela-Kreditlinie ("Emergency Liquidity Assistance") mehrere Wochen lang geschlossen gewesen waren. Offenbar verfügen die Geldhäuser aktuell wieder über genug Mittel, so dass eine Aufstockung der Nothilfen diesmal nicht notwendig war.

In Athen wird derzeit wieder verhandelt. Die griechische Regierung muss mit den internationalen Geldgebern von der EZB, der EU, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und dem Euro-Rettungsschirm ESM die Bedingungen für ein neues Hilfspaket festschreiben. Die Finanzhilfe soll bis zu 86 Milliarden Euro umfassen und sich über eine Laufzeit von drei Jahren erstrecken./jkr/tos

29.07.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Schwaches China-Geschäft zieht Volkswagen (VW) herunter

(neu: Schlusskurse, S&P Capital IQ)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Absatzschwäche von Volkswagen (VW) auf dem chinesischen Markt beunruhigt die Anleger. Die Vorzugsaktien rutschten am Mittwoch bis auf 182,40 Euro ab - das war der tiefste Stand seit Mitte Januar. Zum Handelsschluss standen Kursverluste von 2,33 Prozent auf 186,35 Euro zu Buche, womit die Papiere zu den größten Verlierern im moderat höheren Dax gehörten.

China ist der wichtigste Markt für den VW-Konzern, der im Reich der Mitte ein gutes Drittel des Gesamtabsatzes macht. Die dortige Verkaufsschwäche scheine sich zu verfestigen, schrieb Analyst Frank Schwope von der NordLB. Auch auf weiteren Märkten hatte der Autobauer im zweiten Quartal unter rückläufigen Fahrzeugverkäufen gelitten.

Auch Schwopes Kollege Holger Schmidt von der Investmentbank Equinet sprach von verdüsterten Absatzaussichten, die VW wegen des starken Engagements in China stärker leiden lassen dürften als Konkurrenten. Die Wolfsburger selbst rechnen mit einem Konzernabsatz auf Vorjahresniveau - zuvor hatten sie allerdings noch auf ein moderates Plus gesetzt.

ANALYST: PROFITABILITÄT HAT SICH VERBESSERT

Zu den Quartalszahlen insgesamt fiel das Analystenecho uneinheitlich aus. Philippe Houchois von der schweizerischen Großbank UBS bezeichnete sie als durchwachsen mit einem robusten Gewinn vor Zinsen und Steuern. DZ-Bank-Analyst Michael Punzet sah die Zahlen im Rahmen seiner eigenen Prognosen, aber unter den Markterwartungen.

Dagegen lobte Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan, VW habe in unsicheren Zeiten starke Ergebnisse erzielt. Er hob die Profitabilität hervor, die sich über alle Marken hinweg positiv entwickelt habe.

ANALYST: MARKTUMFELD DÜRFTE SICH VERSCHLECHTERN

Analyst Carl Short von S&P Capital IQ hingegen äußerte sich skeptisch und strich seine Kaufempfehlung für die VW-Papiere. Das Marktumfeld für den Autobauer dürfte sich im zweiten Halbjahr verschlechtern. Er habe die Gewinnerwartungen reduziert./gl/das/la/he

29.07.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Heidelbergcement-Aktionäre fürchten Kapitalbedarf für Zukauf

(neu: Schlusskurse, JPMorgan)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein milliardenschwerer Zukauf von Heidelbergcement in Italien hat die Aktie am Mittwoch ans Dax-Ende gedrückt. Übernahmeziel ist Branchenkollege Italcementi . Zur Finanzierung werde unter anderem eine Kapitalerhöhung nötig und die Verschuldung steige wieder, begründeten Händler das Minus. Langfristig sehen Analysten aber durchaus Sinn hinter dem Zukauf. "Italcementi passt gut, zu einem fairen Preis", lobte Analyst Mike Betts vom Investmenthaus Jefferies die Übernahme.

Die Aktien des Baustoffherstellers verloren zum Handelsschluss 6,32 Prozent auf 66,40 Euro. Die vorgelegten Quartalszahlen von Heidelbergcement rückten dabei in den Hintergrund. Der deutsche Leitindex Dax stand moderat im Plus.

In einem ersten Schritt hat Heidelbergcement mit der Finanzholding Italmobiliare den Kauf von deren 45-Prozent-Paket vereinbart. Der Preis liegt bei 10,60 Euro je Italcementi-Aktie oder insgesamt 1,67 Milliarden Euro. Einen Teil davon will Heidelbergcement in eigenen, noch auszugebenden Aktien bezahlen, den Rest in bar. Anschließend wird Heidelbergcement den verbliebenen Aktionären ein Pflichtangebot über voraussichtlich ebenfalls 10,60 Euro je Aktie machen. Bei diesem Angebotspreis würde Italcementi insgesamt mit 3,7 Milliarden Euro bewertet. Italcementi-Papiere gewannen rund die Hälfte an Wert.

ANALYST RECHNET WERTVERWÄSSERUNG VOR

Experten beurteilten den Deal auf kurze Sicht skeptisch. Mögliche Ausschüttungen an die Aktionäre rückten nun weiter in die Ferne, schrieb etwa Analyst Rajesh Patki von der US-Bank JPMorgan.

Analyst Norbert Kretlow von der Commerzbank sagte, Italcementi werde in der Transaktion höher bewertet als der deutsche Käufer und der Zukauf verwässere kurzfristig das Vermögen der Altaktionäre. Kretlow bezifferte diesen Effekt auf etwa 4 Euro je Aktie. Dem stünden Einsparungen gegenüber, so dass sich der Zukauf bis zum Jahr 2017 amortisiere und wertneutral werde.

Die vorgelegten Zahlen von Heidelbergcement für das zweite Quartal ordnete Kretlow "im Rahmen der Erwartungen" ein. Der Ausblick sei bestätigt.

LANGFRISTIG WIRD ZUKAUF POSITIV GESEHEN

Langfristig wurde der Deal ohnehin meist positiv gesehen: Nach der Elefantenhochzeit der Rivalen Lafarge und Holcim habe Heidelberg nachziehen müssen, um nicht komplett den Anschluss zu verlieren, sagte ein Börsianer. Der Kauf der Italiener sei auch deutlich besser zu verdauen als die Übernahme von Hanson vor ein paar Jahren, die den deutschen Konzern damals fast an den Rand des Ruins geführt habe. Der weltweite Bauboom sollte noch einige Jahre anhalten und auch mit dem Rückenwind von der Konjunktur ergebe sich ein positives Bild.

Die angepeilten Synergieeffekte dürften aus Sicht von Jefferies-Analyst Betts übertroffen werden. Die Geschäfte und die regionale Abdeckung der beiden Unternehmen ergänzten sich sehr gut. Er rechnet damit, dass nur rund 15 Prozent der Aktivitäten der Italiener verkauft werden müssten, vor allem im Zementgeschäft in Belgien und den USA sowie aus dem Nicht-Kerngeschäft.

ANALYST LOBT NORDAMERIKA-GESCHÄFT

Für die Experten des Investmenthauses Davy sieht die Transaktion zwar erst einmal kostspielig aus. Wenn jedoch die Verschuldung in der neuen Konstellation reduziert werde und die Einsparziele erreicht oder übertroffen würden, könnte sich das Geschäft noch als überzeugend erweisen. Aus ihrer Sicht zeigten die etwas untergegangenen Quartalszahlen eine solide Geschäftsentwicklung bei Heidelbergcement. Die Stärke in Nordamerika hoben sie positiv hervor./fat/das/la/he

29.07.2015

AKTIE IM FOKUS: Schwaches Nutzerwachstum lässt Twitter-Aktien einbrechen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die entwaffnende Ehrlichkeit des Twitter-Mitbegründers und Interimschefs hat die Aktien des Kurznachrichtendienstes am Mittwoch in die Tiefe gestürzt. Jack Dorsey schwor zusammen mit Finanzvorstand Anthony Noto Investoren in einer Analystenkonferenz auf schwere Zeiten ein. Vor allem das Nutzerwachstum entpuppe sich als großes Problem.

Die Papiere sackten um 13,68 Prozent auf 31,54 US-Dollar ab. Sie fielen auf den Stand von Mai 2014 zurück. Mit dem Kursrutsch hat das Unternehmen am Mittwoch zwischenzeitlich mehr als drei Milliarden Dollar an Börsenwert eingebüßt.

Dorsey, der den Spitzenjob zu Monatsbeginn vom nach Dauerkritik zurückgetretenen Dick Costolo übernahm, ging mit dem bisherigen Kurs hart ins Gericht. Das Bemühen, neue Nutzer zu gewinnen, habe bislang keine nennenswerte Wirkung gezeigt: "Das ist inakzeptabel." Twitter sei zu kompliziert, so die Kernbotschaft des über Twitters Livestream-App Periscope übertragenen Konferenzschalte, in der sich Dorsey mit Kapuzenpulli und Hipster-Vollbart zeigte.

Analysten taten sich schwer, den Aurftritt Dorsey zu bewerten. Ein Experte schätzte die direkte Sprache des Twitter-Mitbegründers. Ein anderer merkte kritisch an, dass Dorsey an der Wall Street ein unbeschriebenes Blatt sei. Dieser Analyst meinte, er können nicht viel in seine Aussagen hineinlesen.

Analyst Doug Anmuth von JPMorgan konstatierte, dass Twitter weiterhin die Anleger von seiner Investmentstory überzeugen müsse. Zwar bleibe er zuversichtlich, dass das Unternehmen seine Inhalte besser organisieren könne. Doch die neue Funktion namens Project Lightning, die Trendthemen mit Tweets und Videos verknüpfen soll, dürfte nicht vor Herbst an den Start gehen. Auch die breitere Anbindung weiterer Informationskanäle bleibe unklar.

Die Aussagen des Managements sorgten damit bei den Anlegern unter dem Strich für Ernüchterung. Zunächst hatten sie noch besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen euphorisch aufgenommen und den Kurs der Twitter-Papiere im nachbörslichen Handel um mehr als 10 Prozent in die Höhe getrieben.

Von ihrem Hoch aus dem Dezember 2013 bei 74,73 Dollar sind die Twitter-Aktien meilenweit entfernt, im Gegenteil: Der bisherige Tiefstand von 29,51 Dollar vom Mai 2014 rückt gefährlich nahe. Twitter hatte seine Aktien im November 2013 zu 26 Dollar das Stück verkauft. Am ersten Handelstag waren die Papiere auf über 50 Dollar nach oben geschnellt. Experten hatten damals vor einer Blase gewarnt./la/fat/he

29.07.2015

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux hebt Gerresheimer auf 'Buy' und Ziel auf 70 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Gerresheimer von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 51 auf 70 Euro angehoben. Aus dem US-Zukauf Centor dürfte sich ein zusätzlicher Beitrag für das Ergebnis je Aktie des Verpackungsspezialisten von 27 Prozent ergeben, schrieb Analyst Oliver Reinberg in einer Studie vom Mittwoch. Die Übernahme zeige, dass Gerresheimer sich der Schaffung von Mehrwert für seine Aktionäre verpflichtet fühle./ck/ag

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29.07.2015

ANALYSE-FLASH: Equinet hebt Ziel für Deutsche Börse auf 82 Euro - 'Neutral'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat das Kursziel für Deutsche Börse nach Anpassung des Bewertungsmodells auf jüngste Zukäufe und den neuen Gewinnausblick für 2018 von 70 auf 82 Euro angehoben. Die Einstufung der Papiere des Börsenbetreibers ließ Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch aber auf "Neutral". Er rechnet im zweiten Halbjahr mit ruhigerem Handel, was das Kurspotenzial begrenze./ag/tav

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29.07.2015

ANALYSE-FLASH: Equinet hebt Ziel für GFT Technologies auf 27 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat das Kursziel für GFT Technologies von 21 auf 27 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Übernahme von Adesis und der Verkauf des Personaldienstleisters Emagine schärften das strategische Profil des IT-Dienstleisters, schrieb Analyst Benedikt Orzelek in einer Studie vom Mittwoch. Er geht von einer Überarbeitung des Jahresausblicks anlässlich der Quartalszahlen am 13. August aus./ag/tav

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29.07.2015

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Volkswagen auf 230 Euro - 'Kaufen'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für Volkswagen nach Zahlen von 275 auf 230 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Das erste Halbjahr sei für den Autobauer wie erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Mittwoch. Die Absatzschwäche auf dem wichtigen chinesischen Markt scheine sich zu verfestigen und im Gesamtjahr könnten sowohl der weltweite Konzern-Absatz als auch die Verkäufe in China leicht rückläufig sein. Gleichwohl berge China noch riesiges Potenzial, was in den nächsten Jahren wieder Wachstum verspreche./tav/ck

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29.07.2015

AKTIE IM FOKUS: Schwaches China-Geschäft zieht VW herunter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Absatzschwäche von Volkswagen auf dem chinesischen Markt beunruhigt die Anleger. Die Vorzugsaktien rutschten am Mittwoch bis auf 184,10 Euro ab - das war der tiefste Stand seit Mitte Januar. Zuletzt standen Kursverluste von 2,94 Prozent auf 185,20 Euro zu Buche, womit die Papiere zu den größten Verlierern im kaum bewegten Dax gehörten.

China ist der wichtigste Markt für den VW-Konzern, der im Reich der Mitte ein gutes Drittel des Gesamtabsatzes macht. Die dortige Verkaufsschwäche scheine sich zu verfestigen, schrieb Analyst Frank Schwope von der NordLB. Auch auf weiteren Märkten litt der Autobauer im zweiten Quartal unter rückläufigen Fahrzeugverkäufen.

Auch Schwopes Kollege Holger Schmidt von der Investmentbank Equinet sprach von verdüsterten Absatzaussichten, die VW wegen des starken Engagements in China stärker leiden lassen dürften als Konkurrenten. Die Wolfsburger selbst rechnen mit einem Konzernabsatz auf Vorjahresniveau - zuvor hatten sie allerdings noch auf ein moderates Plus gesetzt.

ANALYST: PROFITABILITÄT HAT SICH VERBESSERT

Zu den Quartalszahlen insgesamt fiel das Analystenecho uneinheitlich aus. Philippe Houchois von der Schweizer Großbank UBS bezeichnete sie als durchwachsen mit einem robusten Gewinn vor Zinsen und Steuern. Angesichts der jüngsten Kursentwicklungen im Autosektor dürften Anleger die Resultate mit Vorsicht aufnehmen. DZ-Bank-Analyst Michael Punzet sah die Zahlen im Rahmen seiner eigenen Prognosen, aber unter den Markterwartungen.

Dagegen lobte Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan, VW habe in unsicheren Zeiten starke Ergebnisse erzielt. Er strich die Profitabilität heraus, die sich über alle Marken hinweg positiv entwickelt habe./gl/das

29.07.2015

ANALYSE-FLASH: Lampe hebt Deutz auf 'Kaufen' - Ziel 6,40 Euro

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Deutz nach einem Analystenwechsel von "Verkaufen" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 4,50 auf 6,40 Euro angehoben. Analyst Gordon Schönell geht in einer Studie vom Mittwoch davon aus, dass die Geschäfte des Motorenbauers im vierten Quartal wieder anziehen werden. Er sieht zudem Überraschungspotenzial beim Jahresziel für die operative Marge (Ebit-Marge) und rechnet für die kommenden Jahre mit einem starken Free Cashflow./ag/mis

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29.07.2015

AKTIE IM FOKUS: Auftragsentwicklung der Gea Group trübt Laune der Aktionäre

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um die Auftragsentwicklung haben die Aktien der Gea Group am Mittwoch nach unten gezogen. Die Schwäche in der Molkereiindustrie habe sich bei der Auftragslage deutlicher bemerkbar gemacht als gedacht, schrieb Analyst Henning Breiter von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Die Papiere des Anlagenbauers büßten dann auch als Schlusslicht im Index der mittelgroßen Konzerne, MDax , 2,71 Prozent auf 37,515 Euro ein. Zuvor war es bis auf 37,005 Euro nach unten gegangen. Weniger hatten die Aktien zuletzt im Januar gekostet.

Der MDax-Konzern rutschte im zweiten Quartal wegen der Kosten des im April angekündigten Sparprogramms in die roten Zahlen. Der Auftragseingang fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,80 Prozent auf rund 1,15 Milliarden Euro. Positiv entwickelte sich dagegen das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Im Gesamtjahr sollen die operativen Unternehmensziele dann auch trotz der weniger dynamischen Geschäftsentwicklung erreicht werden.

Analyst Breiter bezeichnete die Geschäftszahlen als durchwachsen. Der Umsatz habe sich etwas schlechter entwickelt als gedacht, während der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) die Erwartungen erreicht habe. Die Schwäche bei der Auftragsentwicklung dürfte nur vorübergehend sein. Ein größerer Grund zur Sorge sei sie nicht.

Ähnlich äußerte sich Analyst Thomas Rau vom Investmenthaus Equinet. Die Verbesserung der operativen Profitabilität sei positiv und sollte dabei helfen, die Gesamtjahresziele zu erreichen. Allerdings hätten sich Umsatz und Aufträge weniger dynamisch entwickelt als gedacht, was den Kurs belasten dürfte. Der Experte bestätigte aber mit Blick auf das aus seiner Sicht unterschätzte mittelfristige Ergebnis- und Margenpotenzial seine Kaufempfehlung./mis/das