dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

02.07.2015

Seehofer: Sämtliche 'Monstertrassen' in Bayern vom Tisch

BERLIN (dpa-AFX) - CSU-Chef Horst Seehofer hat nach eigener Einschätzung beim Energie-Gipfel im Kanzleramt alle Kernanliegen Bayerns durchgesetzt. Er sei mit den Ergebnissen "rundum zufrieden". Zur Einigung beim umstrittenen Bau neuer Nord-Süd-Stromleitungen sagte Seehofer am Donnerstag in Berlin mit Blick auf sein Bundesland: "Da kann ich sagen, dass sämtliche Monstertrassen vom Tisch sind. Das ist ein Riesenerfolg."

Durch den Vorrang von Erdkabeln und die Nutzung bestehender Trassen bei den neuen Stromleitungen würden Mensch und Natur geschont. "Das ist ein Riesenfortschritt, auch was die Akzeptanz in der Bevölkerung angeht", meinte Seehofer. Die politischen Ziele der Parteichefs bei den Netzen seien "keine weiße Salbe", sondern würden der Bundesnetzagentur klare juristische Vorgaben machen. Der Südost-Link ende nicht mehr in Gundremmingen, sondern im Raum Landshut.

Sehr erfreulich sei, dass das modernste Gaskraftwerk der Welt in Irsching auch nach dem Frühjahr 2016 in Betrieb bleiben werde. Zusätzlich würden ab 2021 zwei neue Reservekraftwerke in Bayern betrieben. Dabei ist je eine Gasturbine mit einer Leistung von 600 Megawatt in Leipheim und in Heimingen geplant.

Im Streit um die Zwischenlagerung von 26 Atommüll-Castoren pocht Seehofer auf neue Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Ihm gehe es nicht um Blockade oder ein Schwarze-Peter-Spiel. Die Bayern wollen Atommüll aus dem Forschungsreaktor Garching im nordrhein-westfälischen Ahaus zwischenlagern. Das löste bei anderen Ländern Proteste aus. Die Bundesregierung will aufbereiteten deutschen Atommüll aus Frankreich und England zurückbringen und auf vier Bundesländer verteilen./tb/DP/stb

02.07.2015

ROUNDUP: Hamburger Werft Blohm+Voss setzt auf Megajachten

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss will unter ihrem neuen Chef Fred van Beers den Bau von Megajachten neu beleben. "Wir werden in diesen Bereich in den kommenden fünf Jahren 15 Millionen Euro investieren und unseren Vertrieb verstärken", sagte van Beers am Mittwochabend vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. In den vergangenen Jahren hatte Blohm+Voss keine neue Megajacht ausgeliefert und aktuell steht auch keine in den Auftragsbüchern. Dennoch liegen oft monatelang Megajachten in den Docks von Blohm+Voss, weil sie überholt und neu ausgestattet werden. Die Hamburger Werft hat aus der Vergangenheit einen guten Ruf beim Jachtbau und hat einige der größten und teuersten Schiffe für Milliardäre gebaut.

Die Superjachten von Blohm+Voss beginnen bei einer Länge von 80 Metern und einer vorgegebenen Rumpfform, wobei der Auftraggeber die weiteren Details der Jacht weitgehend bestimmen kann. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt; die Hamburger Werft kann Schiffe bis zu einer Länge von 350 Metern bauen und auch die ausgefallensten Wünsche der reichen Auftraggeber erfüllen. Die Preise beginnen bei 125 Millionen Euro. Größere Jachten kosten nach einer Faustregel rund zwei Millionen Euro je Meter Länge, je nach Ausstattung aber auch mehr.

Weltweit werden jährlich rund 25 Megajachten in Auftrag gegeben, wobei deutsche Werften wie Lürssen und Abeking+Rasmussen eine starke Position auf dem Weltmarkt einnehmen. "Wir streben einen Anteil von sieben bis zehn Prozent am Weltmarkt an, und der Markt wächst", sagte van Beers. Das wären ein bis zwei Aufträge pro Jahr. Nachfrage komme zunehmend von jungen Internet-Milliardären aus den USA, auch wegen des günstigen Euro-Kurses, sowie nach wie vor von den traditionellen Märkten aus Russland und dem Mittleren Osten sowie zunehmend auch aus Asien.

"Wir müssen nicht befürchten, dass Korea oder China beim Bau von Luxusjachten zu einer Konkurrenz werden", sagte der Niederländer, der seit vier Monaten an der Spitze von Blohm+Voss steht. Westeuropa sei durch Qualität und Wertarbeit absolut wettbewerbsfähig. Wirtschaftlich wichtig für die Werft sei nicht nur der Neubau, sondern auch die regelmäßige Wartung und Erneuerung der Schiffe, bei der oft große Teile der Inneneinrichtung oder der Technik ersetzt werden.

Neben den Luxusjachten baut Blohm+Voss auch Militärschiffe, dann aber eingebunden in Konsortien unter der Führung von ThyssenKrupp . Mit dem Bau von vier Fregatten seien die Kapazitäten bis 2019 ausgelastet. Ein weiterer wichtiger Teil des Unternehmens ist die Reparaturwerft, die sich auf Kreuzfahrtschiffe spezialisiert hat. Das Unternehmen gehört der britischen Investmentgesellschaft Star Capital und erreicht mit rund 1100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro. Diesen Umsatz will van Beers in den kommenden fünf Jahren verdoppeln./egi/DP/stb

02.07.2015

ROUNDUP: Null-Inflation lässt Reallöhne kräftig steigen - Mindestlohn wirkt

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Reallöhne der Arbeitnehmer in Deutschland sind zu Beginn dieses Jahres mit 2,5 Prozent plus so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebungen 2008. Das lag vor allem an den Verbraucherpreisen, die sich im Schnitt im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überhaupt nicht verändert hatten (0,0 Prozent). Die nominale Lohnsteigerung von 2,5 Prozent kam so in vollem Umfang bei den Beschäftigten an, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Welchen Einfluss der zu Jahresbeginn 2015 eingeführte Mindestlohn von 8,50 Euro auf die Lohnentwicklung habe, sei auf der vorhandenen Datengrundlage nicht exakt festzustellen, erläuterte das Bundesamt.

Allerdings seien in einigen Branchen mit vergleichsweise hohem Niedriglohnanteil überdurchschnittliche Verdienstzuwächse beobachtet worden: So gab es bei privaten Wach- und Sicherheitsdiensten ein Plus von 4,4 Prozent, bei Caterern eines von 4,1 Prozent. Taxifahrer fuhren im Schnitt 3,0 Prozent höhere Löhne ein.

Für eine Wirkung des Mindestlohns sprechen auch überdurchschnittliche Verdienstzuwächse bei ungelernten (+4,0 Prozent) und angelernten (+2,8) Arbeitskräften. Geringfügig Beschäftigte legten mit einem Plus von 5,0 Prozent ebenfalls deutlich über dem Schnitt zu.

Das Bundesamt erhebt vierteljährlich die Verdienste in 40 500 Betrieben in der Industrie und im Dienstleistungsbereich./ceb/ben/DP/stb

02.07.2015

Zulieferer ZF rechnet bis 2025 mit Umsatz von 70 Milliarden Euro

FRIEDRICHSHAFEN (dpa-AFX) - Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen peilt nach der Übernahme von TRW bis 2025 einen Umsatz von mehr als 70 Milliarden Euro an. "Genau das ist die Dimension, mit der wir rechnen", sagte ZF-Chef Stefan Sommer nach Berichten des "Handelsblatts" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Donnerstag. Den Erwartungen seien vorsichtige Branchenprognosen zugrunde gelegt. "Wir werden aber stärker wachsen als die Branche." Bereits früher hatte das Unternehmen angekündigt, mit ZF alleine bis 2025 auf 40 Milliarden Euro Umsatz kommen zu wollen.

Der Konzern hatte den US-Zulieferer TRW Automotive für umgerechnet rund 12,4 Milliarden US-Dollar gekauft. Das Unternehmen rückt damit unter die größten Zulieferer weltweit auf, steigt ins Geschäft mit Elektronik und Sicherheitstechnik im Auto ein und baut sich neue Kompetenz beim automatisierten Fahren auf. Zusammen kommen ZF und TRW derzeit auf rund 30 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigen etwa 138 000 Beschäftigte weltweit./kst/DP/stb

02.07.2015

Greenpeace kritisiert Energiebeschlüsse der Koalition

BERLIN (dpa-AFX) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat das von der Koalition beschlossene Energie-Paket kritisiert und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Unglaubwürdigkeit beim Klimaschutz vorgeworfen. "Merkel hat ihr Klimaversprechen von Elmau gebrochen. Statt wie beim G7-Gipfel angekündigt den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten, lässt die Kanzlerin alle Träume der Kraftwerksbetreiber wahr werden", sagte Energieexperte Tobias Münchmeyer am Donnerstag. Die Betreiber müssten weniger Kohlendioxid sparen und bekämen dafür "auch noch Milliarden zugesteckt", beklagte er in einer Mitteilung.

Von dem ursprünglichen Plan, 10 Gigawatt Kohlekapazitäten stillzulegen, seien nur noch 2,7 Gigawatt geblieben. Da eine Reihe alter Kohlekraftwerke in den kommenden Jahren ohnehin vom Netz gegangen wäre, bleibe von der zugesagten Reduktion unter dem Strich kaum noch etwas übrig, heißt es in der Greenpeace-Mitteilung weiter./jv/DP/stb

02.07.2015

Umwelthilfe: Rücknahmepflicht für Elektromüll unter EU-Standard

BERLIN (dpa-AFX) - Mit den geplanten Regeln zur Elektromüll-Rückgabe hinkt Deutschland aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe anderen EU-Ländern deutlich hinterher. Dort könnten die Verbraucher ihre ausrangierten Geräte problemlos beim Händler entsorgen. Was die Bundesregierung plane, sei hingegen "nicht praktikabel", sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Der Bundestag stimmt darüber am Abend ab.

Der Gesetzentwurf verpflichtet die Händler, kleinere Geräte kostenlos und größere beim Kauf eines gleichwertigen neuen Geräts zurückzunehmen - allerdings nur, wenn sich deren Elektro-Sortiment über mehr als 400 Quadratmeter erstreckt. Resch nannte es absurd, "dass der Verbraucher mit einem Maßband ins Geschäft gehen muss, erstmal messen muss, ob dort die Elektrogeräte zusammen eine Verkaufsfläche von über 400 Quadratmeter haben - und dann kann er sich überlegen, dort sein altes Elektrogerät zurückzubringen"./sem/DP/stb

02.07.2015

VW-Nutzfahrzeugchef Renschler bekräftigt Kampfansage gegen Daimler

WOLFSBURG/STUTTGART (dpa-AFX) - Volkswagens neuer Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler sieht Nachholbedarf bei den Lkw- und Busmarken im VW-Konzern, MAN und Scania . "Wir haben klar gesagt, dass wir uns eine Führungsrolle in der Branche aufbauen wollen. Dafür haben wir erfolgreiche Marken, die aber noch sehr auf Europa und Latein-Amerika konzentriert sind", erklärte der frühere Daimler -Vorstand im aktuellen Magazin für das VW-Management. "In zehn Jahren sehen wir uns als einen echten Global Champion - das ist nicht nur eine Absichtserklärung." Derzeit ist Daimler, Renschlers Ex-Arbeitgeber, der Weltmarktführer bei den schweren Nutzfahrzeugen. Experten rechnen damit, dass der VW-Konzern über kurz oder lang Konkurrenten von MAN und Scania zukaufen muss, um Daimler einholen zu können./loh/DP/stb

02.07.2015

Koalition einig: Bayerisches Eon-Gaskraftwerk Irsching soll weiterlaufen

BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Koalitionsspitzen haben sich auch auf den Weiterbetrieb des hochmodernen, aber bisher unrentablen bayerischen Gaskraftwerks Irsching verständigt. Dafür sollten nun die Voraussetzungen geschaffen werden, heißt es in dem Energie-Papier, auf das sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und CSU-Chef Horst Seehofer in der Nacht auf Donnerstag in Berlin einigten. "Damit wird auch der Fortbetrieb eines modernen Gaskraftwerkes wie Irsching erreicht."

Zudem sollen bestimmte Gaskraftwerke auch längerfristig als Reservekraftwerke herhalten: Ab 2021 würden "als Teil einer Reservelösung für Süddeutschland" neue Kraftwerke mit bis zu zwei Gigawatt Leistung vorgesehen, die schnell hochfahrbar und flexibel regelbar seien. Gabriel sagte dazu am Donnerstagmorgen in Berlin, dabei gehe es um den möglichen Bau von Gasturbinen, die aus dem Nichts heraus Strom für Notfälle produzieren könnten./ctt/tb/DP/stb

02.07.2015

Werft Blohm+Voss will mit Luxusjachten zulegen

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Hamburger Werft Blohm+Voss will unter ihrem neuen Chef Fred van Beers den Bau von Luxusjachten neu beleben. Das Unternehmen werde in diesen Bereich in den kommenden fünf Jahren 15 Millionen Euro investieren und den Vertrieb verstärken, sagte van Beers am Mittwochabend. Neben den Luxusjachten baut Blohm+Voss auch Militärschiffe, dies aber eingebunden in Konsortien unter der Führung von ThyssenKrupp . Das Unternehmen gehört der britischen Investmentgesellschaft Star Capital und erreicht mit rund 1100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro. Diesen will van Beers in den kommenden fünf Jahren verdoppeln./egi/DP/stb

02.07.2015

Hohe Löhne vertreiben Produzenten aus China

PEKING (dpa-AFX) - China droht seinen Vorteil als Niedriglohnland zu verlieren. Da die Gehälter in der als Werkbank der Welt bekannten Südregion rund um das Perlflussdelta in der Provinz Guangdong zunehmend steigen, könnten bis zu einem Drittel der Produzenten dort in andere Niedriglohnländer Südostasiens abwandern. "Der Druck, wettbewerbsfähig zu bleiben, ist höher als jemals zuvor", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Positionspapier der Europäischen Handelskammer in China.

Die Provinz Guangdong, die mit ihren rund 106 Millionen Einwohnern etwa ein Zehntel der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes ausmacht, stehe nun vor der Herausforderung, ihre arbeitsintensive Produktion in eine Hightechindustrie zu wandeln. Das entspreche auch den Reformplänen der Zentralregierung in Peking, die die Wirtschaft bis 2020 umkrempeln und innovativer machen will. Einreiseregeln für Ausländer sowie Zollbestimmungen müssten vereinfacht und die Geschwindigkeit des Internets verbessert werden, fordert die Kammer./jpe/lw/DP/stb

02.07.2015

Aktien Europa: Unentschlossenheit vor US-Jobdaten und Griechenland-Referendum

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Donnerstag auf der Stelle getreten. Vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht aus den USA am Nachmittag und dem Referendum in Griechenland am Sonntag bleibt die Nervosität hoch. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , stand am Vormittag 0,09 Prozent tiefer auf 3493,25 Punkten. Er schwankte im Verlauf zwischen leichten Gewinnen und Verlusten hin und her.

"Aktuelle Umfragen zufolge liegt das 'Ja' in Griechenland vorne", hob Markus Huber vom Investmenthaus Peregrine & Black positiv hervor. Nach der in den vergangenen Tagen verworrenen Nachrichtenlage ist das Thema aber etwas in den Hintergrund getreten. Weitere Initiativen zu einer möglichen Einigung der Gläubiger mit Griechenland werden vor der Volksabstimmung am Sonntag nicht mehr erwartet.

In den Blick rückten die Arbeitsmarktdaten aus den USA, sagte Huber. Sie werden wegen des Feiertags vor dem Wochenende vorgezogen. Starke Zahlen würden eine Zinserhöhung womöglich schon im September wahrscheinlicher machen. Volkswirte rechnen mit einem Plus von 233 000 Beschäftigten im Juni und einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent.

Der CAC-40-Index trat in Paris mit plus 0,01 Prozent bei 4883,66 Punkten auf der Stelle. Der Londoner FTSE 100 blieb prozentual unverändert bei 6608,85 Punkten. Die Börse in Athen bleibt weiterhin geschlossen, voraussichtlich für die gesamte Woche.

Versorgerpapiere wurden favorisiert: Der zuletzt gebeutelte Branchenindex Stoxx 600 Utilities führte mit einem Plus von rund 1 Prozent das Tableau der europäischen Hauptsektoren an. Vor allem RWE-Aktionäre feierten gute Nachrichten: Die umstrittene Strafabgabe für alte Kohle-Kraftwerke ist in Deutschland vom Tisch. RWE-Aktien gewannen an der Eurostoxx-50-Spitze 3,75 Prozent. Auch die Papiere von National Grid zählte mit einem Kursgewinn von 1,16 Prozent auf 827,20 Pence zu den Favoriten. Sie standen auch an der Stoxx-50-Spitze. Die Aktien von United Utilities verteuerten sich um 1,12 Prozent auf 902 Pence.

Electrolux-Aktien rutschten in Stockholm um 10,30 Prozent auf 236,10 Kronen ab. Die Kartellbehörden haben Bedenken gegen den Kauf der Haushaltsgerätesparte von General Electric . Der schwedische Konzern gibt sich aber noch nicht geschlagen und will es vor Gericht mit den Wettbewerbshütern aufnehmen. Electrolux erwartet einen Abschluss des Geschäfts bis Jahresende./fat/das

02.07.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax setzt Erholung fort - RWE stark

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt erweisen sich am Donnerstag einmal mehr als krisenerprobt: Trotz der anhaltenden Hängepartie im griechischen Schuldendrama hat sich die Erholung im Dax fortgesetzt. Dabei müssen die Marktteilnehmer allerdings weiter mit starken Schwankungen leben. Für Ablenkung vom Dauerthema Griechenland sorgt am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht.

Der deutsche Leitindex gewann im frühen Handel 0,30 Prozent auf 11 2144 Punkte. Tags zuvor hatte sich der Dax bereits um gut 2 Prozent von seinem Kurseinbruch zu Wochenbeginn erholt. Der MDax der mittelgroßen Werte verbesserte sich am Morgen um 0,17 Prozent auf 20 067,61 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 0,48 Prozent auf 1680,42 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte moderat zu.

WOHL KEINE BEWEGUNG BIS ZUM REFERENDUM

Bis zum Wochenende mit dem griechischen Referendum über Reformpläne und Euro-Mitgliedschaft droht ein politischer Stillstand. Zuletzt zeichnete sich bei Umfragen eine Mehrheit für die Befürworter ab. Die Euro-Finanzminister vertagten weitere Beratungen am Mittwoch auf die Zeit nach der Volksabstimmung am kommenden Sonntag.

Die Nothilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) für die griechischen Banken bleiben nach Informationen aus Notenbankkreisen derweil weiter auf dem aktuellen Stand von rund 90 Milliarden Euro. Griechenlands Banken sind seit Monaten auf diese Hilfen angewiesen.

ROBUSTER US-ARBEITSMARKTBERICHT ERWARTET

Am Donnerstagnachmittag steht bereits der US-Arbeitsmarktbericht für Juni auf der Agenda, weil Freitag Feiertag in den Vereinigten Staaten ist. Die Experten der Commerzbank und der Helaba sind optimistisch. Helaba-Analyst Ralf Umlauf schaut vor allem auf die Lohnentwicklung. "Sollte es hier zu weiteren Bewegungen nach oben kommen, wovon wir mittelfristig ausgehen, dürfte das Thema Zinswende bei der Fed wieder konkreter werden", erklärte Umlauf.

Die Kennzahlen vom Arbeitsmarkt sind von großer Bedeutung, weil die amerikanische Notenbank Fed ihre Geldpolitik stark am Jobmarkt ausrichtet. Die Mehrheit der Experten rechnet inzwischen mit einer Anhebung der Leitzinsen im September.

RWE STARK - KOHLE-ABGABE VOM TISCH

Klar im Fokus standen die Aktien von RWE mit einem Sprung um über 4 Prozent. Die umstrittene Strafabgabe für alte Kohle-Kraftwerke von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist endgültig vom Tisch. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer legten sich in der Nacht zu Donnerstag stattdessen darauf fest, zur Erreichung ihrer Klimaschutzziele Braunkohle-Kraftwerke vom Netz zu nehmen und in eine Reserve zu schicken. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

Die drohende Kohle-Abgabe hing laut Börsianern wie ein Damoklesschwert über den Aktien von Versorgern - gerade denen von RWE. Entsprechend groß sei die Erleichterung über ihr Aus, auch wenn die Höhe der Ausgleichszahlungen für Kraftwerke in der Reserve noch gar nicht klar sei. Auch Eon-Aktien verbesserten sich um gut 1,5 Prozent./ag/das

02.07.2015

Aktien Frankfurt Eröffnung: Anleger warten ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts der Hängepartie im griechischen Schuldendrama zeigen sich die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt am Donnerstag unentschlossen. Der Dax pendelte zur Eröffnung vom leichten Plus ins leichte Minus. Für Ablenkung vom Dauerthema Griechenland dürfte am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht sorgen.

Der Dax stand zuletzt 0,01 Prozent im Minus bei 11 179,45 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte fiel ebenfalls um 0,01 Prozent auf 20 030,40 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,33 Prozent auf 1677,89 Punkte stieg. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel leicht.

Bis zum Wochenende mit dem griechischen Referendum über Reformpläne und Euro-Mitgliedschaft droht ein politischer Stillstand. Zuletzt zeichnete sich bei Umfragen eine Mehrheit für die Befürworter ab. Die Euro-Finanzminister vertagten weitere Beratungen am Mittwoch auf die Zeit nach der Volksabstimmung./ag/das

02.07.2015

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax dürfte zunächst kaum vom Fleck kommen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hängepartie im griechischen Schuldendrama hält wohl zumindest bis zum Wochenende an. Entsprechend dürften die Anleger nach zuletzt starken Schwankungen am Donnerstag etwas gelassener agieren. Für Zerstreuung sorgt der US-Arbeitsmarktbericht.

Für den Dax zeichnete sich gut eine dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn ein kaum veränderter Start bei 11 179 Punkte ab. Tags zuvor hatte sich der Dax angesichts wieder aufgekeimter Hoffnungen auf Fortschritte im Schuldenstreit um gut 2 Prozent von seinem Kurseinbruch zu Wochenbeginn erholt. Der EuroStoxx 50 wird am Morgen ähnlich unbewegt erwartet.

WOHL KEINE BEWEGUNG BIS ZUM REFERENDUM

Nun droht aber bis zum griechischen Referendum über Reformpläne und Euro-Mitgliedschaft doch ein Stillstand. Die Euro-Finanzminister vertagten weitere Beratungen am Mittwoch auf die Zeit nach der Volksabstimmung am kommenden Sonntag.

Die Nothilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) für die griechischen Banken bleiben nach Informationen aus Notenbankkreisen derweil weiter auf dem aktuellen Stand von rund 90 Milliarden Euro. Griechenlands Banken sind seit Monaten auf diese Hilfen angewiesen.

ROBUSTER US-ARBEITSMARKTBERICHT ERWARTET

Am Donnerstagnachmittag steht bereits der US-Arbeitsmarktbericht für Juni auf der Agenda, weil Freitag Feiertag in den Vereinigten Staaten ist. Die Experten der Commerzbank und der Helaba sind optimistisch. Helaba-Analyst Ralf Umlauf schaut vor allem auf die Lohnentwicklung. "Sollte es hier zu weiteren Bewegungen nach oben kommen, wovon wir mittelfristig ausgehen, dürfte das Thema Zinswende bei der Fed wieder konkreter werden", erklärte Umlauf.

Die Kennzahlen vom Arbeitsmarkt sind von großer Bedeutung, weil die amerikanische Notenbank Fed ihre Geldpolitik stark am Jobmarkt ausrichtet. Die Mehrheit der Experten rechnet inzwischen mit einer Anhebung der Leitzinsen im September.

RWE STARK - KOHLE-ABGABE VOM TISCH

Vorbörslich zu den stärksten gehörten die Aktien von RWE . Die umstrittene Strafabgabe für alte Kohle-Kraftwerke von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist endgültig vom Tisch. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer legten sich in der Nacht zu Donnerstag stattdessen darauf fest, zur Erreichung ihrer Klimaschutzziele Braunkohle-Kraftwerke vom Netz zu nehmen und in eine Reserve zu schicken. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

Die drohende Kohle-Agbae hing laut Börsianern wie ein Damoklesschwert über den Aktien von Versorgern - gerade denen von RWE. Entsprechend groß sei die Erleichterung über ihr Aus, auch wenn die Höhe der Ausgleichszahlungen für Kraftwerke in der Reserve noch gar nicht klar sei.

ERMITTLUNGEN IN USA GEGEN AIRLINES

Aktien der Lufthansa sollten ebenfalls im Auge behalten werden. Das US-Justizministerium ermittelt laut Medienberichten wegen möglicher Preisabsprachen gegen mehrere große Fluggesellschaften. Die Lufthansa sei zwar nicht direkt betroffen, sagte ein Händler. Die Stimmung für die Branche sieht er gleichwohl belastet. Im US-Handel hätten Papiere der Airlines zu den schwächsten gehört./ag/das

01.07.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Erholung dank Griechenland-Hoffnungen

NEW YORK (dpa-AFX) - Gestützt von Hoffnungen auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit hat sich die Wall Street am Mittwoch etwas erholt. Allerdings bröckelten die frühen Gewinne ein wenig ab, nachdem die anfängliche Euphorie einen Dämpfer erhalten hatte.

Zum Schluss stand der Dow Jones Industrial noch 0,79 Prozent im Plus bei 17 757,91 Punkten. Bereits am Dienstag hatte der US-Leitindex knapp in der Gewinnzone geschlossen, nachdem ihn eine Zuspitzung der Griechenland-Krise zum Wochenauftakt auf Talfahrt geschickt hatte. Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Mittwoch 0,69 Prozent auf 2077,42 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,74 Prozent auf 4429,23 Punkte hoch.

TSIPRAS HÄLT AN REFERENDUM FEST

Zwischenzeitlich hatte ein Brief von Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras an die Geldgeber Hoffnungen auf eine baldige Übereinkunft geschürt. Darin zeigte sich Tsipras bereit, die vorrangigen Bedingungen der Gläubiger grundsätzlich zu erfüllen. Doch neben zurückhaltenden Reaktionen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und der EU-Kommission dämpfte auch Tsipras selbst schnell die Euphorie: Er hält an der für Sonntag geplanten Volksabstimmung über den Spar- und Reformkurs fest - und bleibt auch bei seiner Empfehlung an die Griechen, mit "Nein" zu stimmen.

Zudem wurde nach einer Telefonkonferenz der Eurogruppe bekannt, dass die Euro-Finanzminister vor weiteren Beratungen zu Griechenland das Referendum abwarten wollen. Es gebe zur Zeit keine weiteren Gespräche zwischen den Geldgeber-Institutionen und der griechischen Regierung, berichteten Diplomaten. Ähnlich äußerte sich EU-Ratspräsident Donald Tusk.

STARKE KONJUNKTURDATEN - WARTEN AUF ARBEITSMARKTBERICHT

Von starken amerikanischen Konjunkturdaten kam am Mittwoch ebenfalls keine Unterstützung für die dortigen Aktienkurse. Der Stellenaufbau im Privatsektor hatte sich im Juni stärker beschleunigt als erwartet, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Das lasse für den morgigen Donnerstag auf einen guten monatlichen Arbeitsmarktbericht hoffen, wenngleich die Aussagekraft der ADP-Zahlen dafür begrenzt sei, schrieb Ökonom Paul Dales von Capital Economics.

Da die US-Börsen am Freitag feiertagsbedingt geschlossen bleiben, berichtet das Arbeitsministerium bereits einen Tag früher als üblich über die Beschäftigungsentwicklung im abgelaufenen Monat. Sie ist von großer Bedeutung für die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik stark daran ausrichtet.

Experten erwarten eine erste Anhebung der Zinsen seit der Finanzkrise frühestens im September. Aktien würden bei einem solchen Schritt gegenüber festverzinslichen Anlagen an Attraktivität verlieren. Auch die anderen aktuell veröffentlichten Daten fielen gut aus: Sowohl die Bauausgaben im Mai als auch der ISM-Index für den Juni, der die Stimmung in der US-Industrie misst, waren stärker gestiegen als von Fachleuten vorhergesagt.

ÜBERNAHMEANGEBOT KATAPULTIERT VERSICHERER CHUBB HOCH

Kursbewegende Unternehmensnachrichten waren zur Wochenmitte dünn gesät. In der Versicherungsbranche sorgte eine Übernahme für Aufsehen. Die Aktien von Chubb Corp sprangen dank einer Offerte des Konkurrenten Ace Limited um gut 26 Prozent hoch. Der Versicherungskonzern aus Zürich mit einem Schwerpunkt bei Direkt- und Rückversicherungen will zum globalen Branchenschwergewicht bei Sachversicherungen werden. Die Papiere des Kaufinteressenten gewannen 0,80 Prozent.

Vorstandschef Mike Parker gibt derweil beim US-Sportartikelriesen Nike künftig nahezu allein das Tempo vor. Der 59-jährige wird Mitgründer Phil Knight als Chef im Verwaltungsrat beerben. Zur Vorbereitung überträgt der 77-jährige Knight sein Aktienpaket in Höhe von insgesamt rund 15 Prozent der Anteile an eine eigene Gesellschaft. Die Nike-Aktien stiegen um 1,31 Prozent.

FLUGGESELLSCHAFTEN UNTER DRUCK

Die Aktien von Fluggesellschaften gerieten indes nach einem Bericht unter Druck. Diesem zufolge hat das US-Justizministerium wettbewerbsrechtliche Untersuchungen eingeleitet. Es gehe um mögliche Absprachen zwischen den Gesellschaften über die Sitzplatzkapazitäten, welche wichtig für die Ticketpreise sind. Für Delta Air Lines und American Airlines ging es um 1,97 beziehungsweise 2,84 Prozent bergab./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

01.07.2015

Aktien New York Schluss: Erholung dank Griechenland-Hoffnungen

NEW YORK (dpa-AFX) - Gestützt von Hoffnungen auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit hat sich die Wall Street am Mittwoch etwas erholt. Allerdings bröckelten die frühen Gewinne ein wenig ab, nachdem die anfängliche Euphorie einen Dämpfer erhalten hatte.

Zum Schluss stand der Dow Jones Industrial noch 0,79 Prozent im Plus bei 17 757,91 Punkten. Bereits am Dienstag hatte der US-Leitindex knapp in der Gewinnzone geschlossen, nachdem ihn eine Zuspitzung der Griechenland-Krise zum Wochenauftakt auf Talfahrt geschickt hatte. Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Mittwoch 0,69 Prozent auf 2077,42 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,74 Prozent auf 4429,23 Punkte hoch./gl/he

01.07.2015

Aktien New York: Gewinne bröckeln ab - Griechenland-Euphorie schwindet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die anfangs deutliche Kurserholung an der Wall Street hat am Mittwoch zunehmend an Schwung verloren. Schuld an der Entwicklung waren die zuletzt wieder negativeren Nachrichten zum griechischen Schuldenstreit.

Zuletzt stieg der Dow Jones Industrial noch um 0,57 Prozent auf 17 720,29 Punkte. Bereits am Dienstag hatte der US-Leitindex mit einem kleinen Plus geschlossen, nachdem ihn eine Zuspitzung der Griechenland-Krise zum Wochenauftakt noch auf Talfahrt geschickt hatte. Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Mittwoch 0,52 Prozent auf 2073,74 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,57 Prozent auf 4421,67 Punkte hoch.

Zwischenzeitlich hatte ein Brief von Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras an die Geldgeber Hoffnungen auf eine baldige Einigung geschürt. Darin zeigte sich Tsipras bereit, die vorrangigen Bedingungen der Gläubiger grundsätzlich zu erfüllen. Doch neben zurückhaltenden Reaktionen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und der EU-Kommission dämpfte auch Tsipras selbst schnell die Euphorie: Er hält an der für Sonntag geplanten Volksabstimmung über den Spar- und Reformkurs fest - und bleibt auch bei seiner Empfehlung an die Griechen, mit "Nein" zu stimmen.

Zudem wurde nach einer Telefonkonferenz der Eurogruppe bekannt, dass die Euro-Finanzminister vor weiteren Beratungen zu Griechenland das Referendum abwarten wollen. Es gebe zur Zeit keine weiteren Gespräche zwischen den Geldgeber-Institutionen und der griechischen Regierung, berichteten Diplomaten. Ähnlich äußerte sich EU-Ratspräsident Donald Tusk.

Von starken amerikanischen Konjunkturdaten kam am Mittwoch ebenfalls keine Unterstützung für die dortigen Aktienkurse. Der Stellenaufbau im Privatsektor hatte sich im Juni stärker beschleunigt als erwartet, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Das lasse für den morgigen Donnerstag auf einen guten monatlichen Arbeitsmarktbericht hoffen, wenngleich die Aussagekraft der ADP-Zahlen dafür begrenzt sei, schrieb Ökonom Paul Dales von Capital Economics.

Da die US-Börsen am Freitag feiertagsbedingt geschlossen bleiben, berichtet das Arbeitsministerium bereits einen Tag früher als üblich über die Beschäftigungsentwicklung im abgelaufenen Monat. Sie ist von großer Bedeutung für die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik stark daran ausrichtet.

Experten erwarten eine erste Anhebung der Zinsen seit der Finanzkrise frühestens im September. Aktien würden bei einem solchen Schritt gegenüber festverzinslichen Anlagen an Attraktivität verlieren. Auch die anderen aktuell veröffentlichten Daten fielen gut aus: Sowohl die Bauausgaben im Mai als auch der ISM-Index für den Juni, der die Stimmung in der US-Industrie misst, waren stärker gestiegen als von Fachleuten vorhergesagt.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten waren zur Wochenmitte dünn gesät. In der Versicherungsbranche sorgte eine Übernahme für Aufsehen. Die Aktien von Chubb Corp sprangen dank einer Offerte des Konkurrenten Ace Limited um knapp 28 Prozent hoch. Der Versicherungskonzern aus Zürich mit einem Schwerpunkt bei Direkt- und Rückversicherungen will zum globalen Branchenschwergewicht bei Sachversicherungen werden. Die Papiere des Kaufinteressenten gewannen rund ein halbes Prozent.

Vorstandschef Mike Parker gibt derweil beim US-Sportartikelriesen Nike künftig nahezu allein das Tempo vor. Der 59-jährige wird Mitgründer Phil Knight als Chef im Verwaltungsrat beerben. Zur Vorbereitung überträgt der 77-jährige Knight sein Aktienpaket in Höhe von insgesamt rund 15 Prozent der Anteile an eine eigene Gesellschaft. Die Nike-Aktien stiegen um fast 1 Prozent./gl/he

01.07.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Anleger setzen auf Lösung für Athen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kompromisssignale im griechischen Schuldenstreit haben dem Dax am Mittwoch eine deutliche Erholung beschert. Allerdings hielt sich die Euphorie angesichts zuletzt widersprüchlicher Aussagen aus Athen in Grenzen. Auch die Wall Street, wo die anfänglichen Gewinne etwas abbröckelten, dämmte das Plus beim deutschen Leitindex etwas ein.

Zum Börsenschluss stand der Dax aber immer noch 2,15 Prozent höher bei 11 180,50 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte brachte ein Plus von 2,09 Prozent auf 20 033,02 Punkte ins Ziel und der Technologiewerte-Index TecDax gewann letztlich 1,84 Prozent auf 1672,39 Punkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 2,10 Prozent fester bei 3496,28 Punkten. In Paris und London ging es ebenfalls klar bergauf. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende noch über ein halbes Prozent im Plus.

WIDERSPRÜCHLICHE AUSSAGEN AUS ATHEN

In einem neuen Brief an die Geldgeber zeigte sich Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras bereit, die vorrangigen Bedingungen der Gläubiger grundsätzlich zu erfüllen. Nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist das aber noch keine Grundlage für eine Lösung der Krise. Auch die EU-Kommission reagierte zurückhaltend auf die Sparzusagen.

Tsipras rief die Griechen unterdessen erneut auf, im Referendum über die Reformforderungen der Gläubiger am Sonntag (5. Juli) mit "Nein" zu stimmen. In einer Telefonkonferenz wollen die Euro-Finanzminister nun weiter über die Lage beraten.

In der Nacht hatte Griechenland eine fällig gewordenen Kreditrate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht überwiesen - das war aber erwartet worden und tangierte die Börse damit nicht weiter. Unmittelbare Konsequenzen hat der Zahlungsausfall ohnehin nicht.

DEUTSCHE BANK UND DAIMLER UNTER DAX-FAVORITEN

An der Dax-Spitze gewannen die Aktien der Deutschen Bank 4,92 Prozent. Sie waren am Montag und Dienstag mit einem Minus von über 6 Prozent die größten Leidtragenden des Dax-Rutsches nach der Eskalation in Griechenland gewesen. Stützend wirkte Börsianern zufolge auch, dass der neue Privatkundenvorstand Christian Sewing sein Haus trotz der massiven Umbrüche im Massengeschäft in einer guten Ausgangsposition sieht. Zudem trat am Mittwoch der neue Deutsche-Bank-Chef John Cryan sein Amt an.

Die Daimler-Titel verteuerten sich dank eines positiven Analystenkommentars 3,01 Prozent. Die Experten der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas trauen den Papieren des Autobauers noch mehr Kurspotenzial zu als bisher. Dagegen gaben die Papiere von K+S als einziger Verlierer im Leitindex minimal nach. Im Handelsverlauf hatten anhaltende Übernahmefantasien die Titel des Dünger- und Salzproduzenten zeitweise weiter nach oben getrieben.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,63 Prozent auf 0,68 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 138,39 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,45 Prozent auf 151,50 Zähler. Der Euro konnte seinen zwischenzeitlichen Kurs in Richtung 1,12 US-Dollar nicht halten und notierte zuletzt bei 1,1080 Dollar. Davor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1100 (Dienstag: 1,1189) US-Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,9009 (0,8937) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

01.07.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Anleger setzen auf Lösung für Athen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kompromisssignale im griechischen Schuldenstreit haben dem Dax am Mittwoch eine deutliche Erholung beschert. Allerdings hielt sich die Euphorie angesichts zuletzt widersprüchlicher Aussagen aus Athen in Grenzen. Auch die Wall Street, wo die anfänglichen Gewinne etwas abbröckelten, dämmte das Plus beim deutschen Leitindex etwas ein.

Zum Börsenschluss stand der Dax aber immer noch 2,15 Prozent höher bei 11 180,50 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte brachte ein Plus von 2,09 Prozent auf 20 033,02 Punkte ins Ziel und der Technologiewerte-Index TecDax gewann letztlich 1,84 Prozent auf 1672,39 Punkte./gl/he

01.07.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Erholung dank Kompromisssignalen im Schuldenstreit

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat sich am Mittwoch dank Kompromisssignalen im griechischen Schuldenstreit etwas erholt. Nach einer anfänglichen Euphorie bröckelten die Aktienkurse allerdings etwas ab. Dass Griechenland eine fällige Kreditrate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) noch nicht zurückgezahlt hat, sei erwartet worden und habe niemanden am Markt schockiert, erklärte Analyst Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets.

Zuletzt stieg der Dow Jones Industrial noch um 0,60 Prozent auf 17 724,87 Punkte. Bereits am Dienstag hatte der US-Leitindex mit einem kleinen Plus geschlossen, nachdem ihn eine Zuspitzung der Griechenland-Krise zum Wochenauftakt noch auf Talfahrt geschickt hatte. Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Mittwoch 0,57 Prozent auf 2074,80 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,71 Prozent auf 4427,82 Punkte hoch.

In einem neuen Brief an die Geldgeber zeigte sich Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras bereit, die vorrangigen Bedingungen der Gläubiger grundsätzlich zu erfüllen. Nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist das aber noch keine Grundlage für eine Lösung der Krise. Auch die EU-Kommission reagierte zurückhaltend auf die Sparzusagen. Tsipras rief die Griechen unterdessen erneut auf, im Referendum über die Reformforderungen der Gläubiger am Sonntag (5. Juli) mit "Nein" zu stimmen. Im weiteren Tagesverlauf wollen die Euro-Finanzminister in einer Telefonkonferenz weiter über die Lage beraten.

Starke amerikanische Konjunkturdaten hatten wenig Einfluss auf die Aktienkurse in New York. Der Stellenaufbau im Privatsektor hatte sich im Juni stärker beschleunigt als erwartet, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Das lasse für den morgigen Donnerstag auf einen guten monatlichen Arbeitsmarktbericht hoffen, wenngleich die Aussagekraft der ADP-Zahlen dafür begrenzt sei, schrieb Ökonom Paul Dales von Capital Economics.

Da die US-Börsen am Freitag feiertagsbedingt geschlossen bleiben, berichtet das Arbeitsministerium bereits einen Tag früher als üblich über die Beschäftigungsentwicklung im abgelaufenen Monat. Sie ist von großer Bedeutung für die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik stark daran ausrichtet.

Experten erwarten eine erste Anhebung der Zinsen seit der Finanzkrise frühestens im September. Dass Aktien bei einem solchen Schritt gegenüber festverzinslichen Anlagen an Attraktivität verlieren, interessierte die Investoren am Mittwoch aber wenig. Auch die anderen aktuell veröffentlichten Daten konnten die Wall Street nur wenig bremsen. Sowohl die Bauausgaben im Mai als auch der der ISM-Index für den Juni, der die Stimmung in der US-Industrie misst, waren stärker gestiegen als von Fachleuten vorhergesagt.

Kursbewegende Unternehmensnachrichten waren zur Wochenmitte dünn gesät. In der Versicherungsbranche sorgte eine Übernahme für Aufsehen. Die Aktien von Chubb Corp sprangen dank einer Offerte des Konkurrenten Ace Limited um über 30 Prozent hoch. Der Versicherungskonzern aus Zürich mit einem Schwerpunkt bei Direkt- und Rückversicherungen will zum globalen Branchenschwergewicht bei Sachversicherungen werden. Die Papiere des Kaufinteressenten gewannen rund 5 Prozent.

Vorstandschef Mike Parker gibt derweil beim US-Sportartikelriesen Nike künftig nahezu allein das Tempo vor. Der 59-jährige wird Mitgründer Phil Knight als Chef im Verwaltungsrat beerben. Zur Vorbereitung überträgt der 77-jährige Knight sein Aktienpaket in Höhe von insgesamt rund 15 Prozent der Anteile an eine eigene Gesellschaft. Die Nike-Aktien stiegen um 0,83 Prozent./gl/he

02.07.2015

ROUNDUP: Varoufakis will bei 'Ja' nach Volksabstimmung zurücktreten

ATHEN (dpa-AFX) - Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis macht seine politische Zukunft vom Ausgang der Volksabstimmung am Sonntag abhängig. Sollten die Griechen gegen die Empfehlung der Regierung "Ja" zu den Sparforderungen der Geldgeber sagen, werde er von seinem Amt zurücktreten, sagte Varoufakis am Donnerstag in einem Interview mit dem Fernsehsender Bloomberg TV.

Er gehe jedoch davon aus, dass die Griechen die Vorschläge der Gläubiger ablehnen werden. Auf die Frage, ob er einer Vereinbarung ohne Schuldenerlass zustimmen würde, sagte er: "Ich würde mir lieber den Arm abschneiden."

Auch Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seine Zukunft als Regierungschef vom Ausgang der Volksabstimmung abhängig gemacht. Am Mittwoch plädierte er in einer Rede ans Volk erneut für eine Ablehnung der vor rund einer Woche von den Geldgebern vorgeschlagenen Maßnahmen. Das Hilfspaket, zu dem diese Bedingungen gehören, ist aber überholt./hma/DP/stb

02.07.2015

Entscheidende Prokon-Gläubigerversammlung begonnen

HAMBURG/KARLSRUHE (dpa-AFX) - Die entscheidende Gläubigerversammlung über die Zukunft der insolventen Windenergiefirma Prokon hat am Donnerstag in Hamburg begonnen. Insgesamt können rund 100 000 Gläubiger in einem mehrstufigen Verfahren darüber abstimmen, ob Prokon in eine Genossenschaft umgewandelt werden soll oder an den Energiekonzern EnBW geht. Wegen der großen Zahl der Gläubiger wird die Versammlung in einer Hamburger Messehalle abgehalten, in der 9200 Teilnehmer Platz finden. Eine halbe Stunde vor Beginn war die Halle ungefähr zur Hälfte gefüllt. Die Versammlung ist nicht öffentlich.

Neben den 75 000 Anlegern, die über Genussrechte rund 1,4 Milliarden Euro in der Firma in Itzehoe (Schleswig-Holstein) angelegt hatten, sollen auch Banken, Lieferanten und Stromkunden ihr Votum abgeben. Über Prokon war 2014 wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren eröffnet worden./akp/egi/DP/stb

02.07.2015

Eurozone: Preisdruck leicht abgeschwächt

LUXEMBURG (dpa-AFX) In der Eurozone sind die Produzentenpreise zuletzt unverändert geblieben. Im Vormonatsvergleich lag im Mai keine Veränderung vor, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Im April hatte nach den aktualisierten Zahlen im Vormonatsvergleich noch ein leichter Preisrückgang von 0,1 Prozent vorgelegen.

Im Vorjahresvergleich lag der Preisrückgang im Mai bei 2,0 Prozent. Die Veränderungsrate im Vorjahresvergleich wurde für April von minus 2,2 auf minus 2,1 korrigiert. Der Preisrückgang im Vergleich zum Mai 2014 ist vor allem auf gesunkene Energiepreise zurückzuführen./tos/bgf

02.07.2015

Varoufakis will bei 'Ja' nach Volksabstimmung zurücktreten

ATHEN (dpa-AFX) - Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis macht seine politische Zukunft vom Ausgang der Volksabstimmung am Sonntag abhängig. Sollten die Griechen gegen die Empfehlung der Regierung "Ja" zu den Sparforderungen der Geldgeber sagen, werde er von seinem Amt zurücktreten, sagte Varoufakis am Donnerstag dem Fernsehsender Bloomberg TV./kf/DP/stb

02.07.2015

Umfrage: Kopf-an-Kopf-Rennen bei Volksabstimmung in Griechenland

ATHEN (dpa-AFX) - In Griechenland zeichnet sich einer neuen Umfrage zufolge ein knappes Rennen bei der Volksabstimmung am Sonntag ab. 47,1 Prozent der Befragten würden demnach am 5. Juli für "Ja" und damit für eine Zustimmung zu den unlängst von den internationalen Gläubigern des Landes vorgeschlagenen Reformmaßnahmen stimmen. 43,2 Prozent wären dagegen, ergab die Befragung im Auftrag der konservativen Zeitung "Eleftheros Typos".

Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte am Vortag in einer Rede ans Volk erneut für eine Ablehnung der vor rund einer Woche von den Geldgebern vorgeschlagenen Maßnahmen plädiert. Eine von der linksgerichteten Zeitung "Efimerida ton Syntakton" in Auftrag gegebene und am Mittwoch veröffentlichte Umfrage hatte noch eine Mehrheit für die Reformgegner ergeben. Mittwochnacht war das Hilfsprogramm für Griechenland ausgelaufen. Seitdem sind das letzte Angebot der Geldgeber und das Hilfsprogramm laut Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hinfällig./asa/DP/stb

02.07.2015

Gabriel: Energie-Paket wird auch aus Steuergeld bezahlt

BERLIN (dpa-AFX) - Die milliardenschweren Energie-Beschlüsse der Koalitionsspitze werden laut Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zu einem erheblichen Teil auch mit Steuergeld bezahlt. Die für den Bundeshaushalt relevanten Pläne seien mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) besprochen: "Der war dabei. Sonst wäre das Papier nicht viel wert", sagte Gabriel am Donnerstag in Berlin.

Für die Förderung von mehr Energie-Effizienz bei Verbrauchern und Kommunen sollen insgesamt ab 2016 zusätzlich rund 1,16 Milliarden Euro über den Energie- und Klimafonds des Bundes bezahlt werden. "Das ist nur möglich, weil wir eine ausgesprochen gute wirtschaftliche Lage haben", so Gabriel.

Auch will die Koalition die Förderung für umweltfreundliche Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) von heute 0,5 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro aufstocken. Das müssen vor allem private Stromkunden und Mittelstand über eine höhere KWK-Umlage bezahlen. Wie stark das den Strompreis belastet, sei noch offen: "Das kann ich ihnen nicht in 0,0 Cent sagen", erklärte Gabriel. Klar sei, dass die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben sei.

Die Ergebnisse des fünfstündigen Spitzentreffens bewertete der Vizekanzler als einen "historischen Pakt für neuen Wohlstand". Die Einigung der drei Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Gabriel selbst sei die "von vielen ersehnte Blaupause zur Versöhnung von Ökologie und Ökonomie", meinte der SPD-Vorsitzende./tb/DP/stb

02.07.2015

Schwedische Notenbank lockert Geldpolitik weiter

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die Notenbank Schwedens hat ihre ohnehin sehr expansive Geldpolitik weiter gelockert. Wie die Riksbank am Donnerstag in Stockholm mitteilte, sinkt der Leitzins um 0,1 Prozentpunkte auf minus 0,35 Prozent. Beobachter waren sich im Vorfeld unsicher über das Vorgehen der Notenbank, hatten aber überwiegend nicht mit einer weiteren Lockerung gerechnet. Die Riksbank kündigte zudem an, im Rahmen ihres bestehenden Anleiheprogramms zusätzliche Wertpapiere im Wert von 45 Milliarden Kronen (etwa 4,8 Milliarden Euro) kaufen zu wollen.

Mit ihrer extrem lockeren Ausrichtung stemmt sich die Notenbank gegen Deflationsrisiken, also auf breiter Front und dauerhaft fallende Verbraucherpreise. Die Inflationsrate bewegt sich zurzeit an der Nulllinie, war in den vergangenen beiden Jahren zeitweise aber auch negativ gewesen. Die Konjunktur des EU-Landes hat sich in den vergangenen Quartalen mit Wachstumsraten zwischen 0,4 und 0,9 Prozent gut geschlagen. Die schwedische Krone fiel nach den Entscheidungen der Riksbank zum US-Dollar deutlich zurück./bgf/jsl

02.07.2015

Schulz: Referendumsfrage 'versteht kein Mensch'

BERLIN (dpa-AFX) - Der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz hat der griechischen Regierung eine manipulative Vorgehensweise vorgeworfen. Die Frage des Referendums am Sonntag verstehe "kein Mensch", sagte Schulz am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". "Im Wesentlichen geht es darum, dass die Regierung das Volk fragt, das Nein der Regierung zu allen Vorschlägen hier aus Brüssel zu unterstützen oder die Vorschläge anzunehmen. Ich stecke mittendrin, ich verstehe es, aber man kann schon sagen, dass das eine manipulative Vorgehensweise ist."/wck/DP/stb

02.07.2015

Wieder Andrang bei griechischen Banken

ATHEN (dpa-AFX) - Angesichts der verordneten Kapitalverkehrskontrollen haben sich in Griechenland auch am Donnerstag Schlangen vor Banken und Geldautomaten gebildet. Rund 1000 Filialen öffneten wie schon am Mittwoch für Rentner, die keine Bankkarten haben, und somit momentan an den Automaten nicht an Bargeld kommen können. Sie sollen bis zu 120 Euro bekommen können./asa/DP/stb

02.07.2015

Lagarde fordert 'mehr Erwachsensein' von Athen

WASHINGTON (dpa-AFX) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat der griechischen Regierung in der Schuldenkrise indirekt unreifes Verhalten unterstellt. "Angesichts des Maßes an Unsicherheit, Verwirrungen und ständiger Bewegung, denke ich, dass ein bisschen mehr Erwachsensein erforderlich ist", sagte sie am Mittwochabend in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN.

Andere IWF-Mitgliedsstaaten wünschten sich, dass das Problem gelöst werde. "Sie sind auch sehr daran interessiert, dass das auf gerechte Weise passiert", betonte sie. "Sie sehen wirklich keinen Grund für eine Sonderbehandlung, weil es solche Situationen schon in anderen Ländern auf der Welt gab."

Griechenland hatte eine am Dienstagabend fällige Rate von rund 1,5 Milliarden Euro an den IWF nicht gezahlt./hma/DP/stb

02.07.2015

AKTIE IM FOKUS: Deutsche Börse profitiert von regem Handel an der Eurex

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Börse ist Nutznießer der Nervosität an den Finanzmärkten. Die Aktien des Börsenbetreibers zählten angesichts guter Handelszahlen der dazugehörigen Terminbörse Eurex am Donnerstag zu den Favoriten im Dax . Sie verteuerten sich um 1,22 Prozent auf 77,20 Euro, während der deutsche Leitindex leicht nachgab.

Die Eurex profitiere von den jüngsten Schwankungen an den Finanzmärkten, schrieb Analyst Analyst Benjamin Goy von der Deutschen Bank in einer Studie. In den vergangenen Wochen hatten das Pokern im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern sowie Spekulationen über die Geldpolitik der US-Notenbank Fed die Investoren verunsichert und zu deutlichen Kursausschlägen an den Aktien-, Anleihe- und Währungsmärkten geführt.

Das machte sich auch in der Handelsaktivität an der Eurex bemerkbar: Dort wurden im Juni börsentäglich im Durchschnitt rund 11 Millionen Kontrakte gehandelt nach rund 8 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der starke Juni schließt damit laut Analyst Goy ein gutes zweiten Quartal ab.

Auch Analyst Philipp Häßler vom Investmenthaus Equinet bezeichnete das Handelsvolumen als stark. Es dürfte auch in den kommenden Monaten hoch bleiben. Allerdings sei das ausreichend in den Kurs der Deutschen Börse eingepreist. Er bewertet die Papiere daher weiterhin mit "Neutral" und urteilt damit ähnlich wie Goy, der mit "Halten" votiert./mis/das

02.07.2015

AKTIE IM FOKUS: Erleichterung bei RWE nach Aus für Kohle-Abgabe

FRANKFURT (dpa-AFX) - Endlich einmal gute Nachrichten für die Aktionäre von RWE : Die umstrittene Strafabgabe für alte Kohle-Kraftwerke ist vom Tisch. Die Anleger fassten angesichts dieser Nachricht wieder etwas Vertrauen in die durch die Energiewende arg gebeutelten Versorgerpapiere und griffen am Donnerstag insbesondere beim schwächsten Dax-Wert des laufenden Jahres zu.

Die RWE-Aktien verteuerten sich am Vormittag als Favorit im deutschen Leitindex um 4,53 Prozent auf 20,21 Euro. Damit schrumpfte ihr Minus im Gesamtjahr auf rund 21 Prozent. Auch die Papiere des Konkurrenten Eon legten am Donnerstag zu: Sie stiegen um 1,71 Prozent.

Die Furcht vor den Belastungen durch eine Kohle-Abgabe habe in den vergangenen Monaten wie ein Damoklesschwert über den Aktien gehangen, sagte ein Händler. Im Juni waren die RWE-Aktien auf den tiefsten Stand seit 2003 abgerutscht.

COMMERZBANK REAGIERT MIT KAUFEMPFEHLUNG FÜR RWE

Statt der Kohle-Abgabe sollen nun zur Erreichung der Klimaschutzziele Braunkohle-Kraftwerke vom Netz genommen und in eine Reserve geschickt werden. Dafür erhalten die Stromkonzerne Prämien. Bis 2020 sollen dann Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 2,7 Gigawatt stillgelegt werden.

Analystin Tanja Markloff von der Commerzbank nahm das zum Anlass, die RWE-Aktien von "Halten" auf "Kaufen" hochzustufen. Das Aus für die Kohle-Abgabe sei eine große Erleichterung, schrieb die Expertin in einer Studie. Diese wäre für den Energiekonzern viel schädlicher gewesen als die nun im Raum stehende Alternative. Da aber auch diese etwas belasten könnte, habe sie das Kursziel um 1 Euro auf 23 Euro reduziert./mis/das

01.07.2015

ANALYSE-FLASH: Independent Research senkt Ziel für Novartis auf 100 Franken

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Novartis wegen einer drohenden milliardenschweren Schadensersatzzahlung von 109 auf 100 Franken gesenkt, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Schmiergeldprozess in den USA beginne im September und dürfte sich über mehrere Wochen hinziehen, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Mittwoch. Spekulationen über den Ausgang und die Höhe einer Zahlung dürften verunsichern und das Kurspotenzial der Aktie begrenzen./mzs/das

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01.07.2015

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Ziel für VW-Vorzüge auf 267 Euro - 'Outperform'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Volkswagen-Vorzugsaktien von 266 auf 267 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Der Markt unterschätze nach wie vor das Profitabilitätspotenzial der europäischen Automobilindustrie, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die großen Produktivitätsfortschritte sowie die deutlich zunehmende Auslastung der Werke seien sehr ermutigend. Innerhalb des Sektors bevorzuge er die Aktien von Massenherstellern und Reifenanbietern./edh/das

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01.07.2015

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Ziel für Daimler auf 98 Euro - Weiter 'Neutral'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Daimler von 96 auf 98 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Markt unterschätze nach wie vor das Profitabilitätspotenzial der europäischen Automobilindustrie, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die großen Produktivitätsfortschritte sowie die deutlich zunehmende Auslastung der Werke seien sehr ermutigend. Innerhalb des Sektors bevorzuge er die Aktien von Massenherstellern und Reifenanbietern./edh/das

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01.07.2015

ANALYSE-FLASH: Exane BNP senkt Fiat Chrysler auf 'Neutral' - Ziel 15,30 Euro

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat Fiat Chrysler von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 16,30 auf 15,30 Euro gesenkt. Der Markt unterschätze nach wie vor das Profitabilitätspotenzial der europäischen Automobilindustrie, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die großen Produktivitätsfortschritte sowie die deutlich zunehmende Auslastung der Werke seien sehr ermutigend. Die negativere Einschätzung der Fiat-Aktie begründete er mit Marktrisiken in Brasilien und den bereits auf dem Höhepunkt befindlichen Margen im NAFTA-Wirtschaftsraum./edh/das

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01.07.2015

ANALYSE-FLASH: HSBC hebt Ziel für Roche auf 335 Franken - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Roche von 329 auf 335 Franken angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Pharmakonzern habe positive Phase-III-Studiendaten für das Mittel Ocrelizumab gegen Multiple Sklerose (MS) vorgelegt, schrieb Analyst Stephen McGarry in einer Studie vom Mittwoch./fat/edh

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01.07.2015

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Deutsche Annington auf 'Outperform' - Ziel 31 Euro

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat Deutsche Annington aus Bewertungsgründen von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft. Ihr Kursziel senkte Analystin Valerie Guezi aber von 32 auf 31 Euro. Die Aktie habe sich seit Jahresbeginn klar unterdurchschnittlich entwickelt, und biete damit eine Einstiegsgelegenheit, schrieb sie in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Expertin rechnet weiter mit einem starkem Wachstum des Immobilienunternehmens. Auch die zu erwartende Dax-Aufnahme dürfte Auftrieb geben./ag/edh

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01.07.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für K+S auf 44 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für K+S anlässlich des Kaufinteresses von Potash von 40,50 auf 44 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Eine Übernahme würde Potenzial bis 55 Euro eröffnen, schrieb Analyst Lutz Grüten in einer Studie vom Mittwoch. Der aktuell von Medien in den Raum gestellte Übernahmepreis von 40 Euro wäre nicht akzeptabel. Sein neues Kursziel berücksichtige das kanadische Legacy-Projekt des deutschen Düngemittelkonzerns nun vollständig./ag/edh

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01.07.2015

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Adidas auf 'Buy' und Ziel auf 82 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat Adidas von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 63 auf 82 Euro angehoben. Die Turnaround-Story des Sportartikelherstellers zeige ermutigende Signale und dürfte sich fortsetzen, schrieb Analyst Fred Speirs in einer Studie vom Mittwoch. Adidas sollte im Kernmarkt Westeuropa auch weiterhin Marktanteile gewinnen. Kurzfristig könnte die Aktie von Umsatzzuwächsen und einer resistenten Bruttomarge profitieren./fat/edh

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