dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.04.2014

ROUNDUP: Starbucks schwimmt weiter auf Erfolgswelle

SEATTLE (dpa-AFX) - Die US-Kaffeehaus-Kette Starbucks wächst ungebrochen. Dank Spezialitäten wie Caffè Latte oder Caramel Macchiato stieg der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März um 9 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar (2,8 Mrd Euro). Der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum im gleichen Maße auf unter dem Strich 427 Millionen Dollar.

Firmenchef Howard Schulz sprach am Donnerstag am Firmensitz in Seattle von einem Rekordgeschäft. Zu dem Sprung trugen sowohl ein größerer Kundenansturm auf bestehende Filialen bei als auch zahlreiche Neueröffnungen. Nachbörslich stieg die Aktie um annähernd 2 Prozent.

Besonders stark wuchs Starbucks in Asien. Doch auch die Region Europa legte kräftig zu, nachdem es hier vor einem guten Jahr große Probleme gab. Danach folgte der Heimatmarkt Amerika. Hier ist Starbucks bereits vielerorts vertreten und erwirtschaftet etwa drei Viertel seines Umsatzes.

Insgesamt kam Starbucks zum Jahreswechsel auf mehr als 20 500 Läden weltweit. Das waren fast 1700 mehr als im Jahr zuvor. Im gesamten laufenden Geschäftsjahr will Starbucks weiterhin 1500 Läden hinzufügen und den Umsatz um mindestens 10 Prozent steigern. Das Management bestätigte diese Pläne.

Zu Starbucks' Erfolgsrezept gehört es, in neue Kategorien jenseits von Kaffee und Kuchen vorzustoßen. Die Kette kaufte einen Teehändler, eine Saftfirma und eine Großbäckerei und bietet viele ihrer Produkte inzwischen auch in Supermärkten an. Unter dem Namen Verismo verkaufen die Amerikaner außerdem Kaffeemaschinen für Kapseln./das/DP/he

24.04.2014

ROUNDUP: Microsoft verdient unter neuem Chef weniger

REDMOND (dpa-AFX) - In seinem ersten Quartal an der Spitze von Microsoft muss sich der neue Konzernchef Satya Nadella mit einem geschrumpften Gewinn zufriedengeben. Im dritten Geschäftsquartal (Januar bis März) verdiente der Windows-Hersteller unter dem Strich knapp 5,7 Milliarden Dollar und damit 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 20,4 Milliarden Dollar.

Nadella selbst zeigte sich am Donnerstag zufrieden mit dem Abschneiden. "Wir machen gute Fortschritte bei unseren Angeboten für Verbraucher wie Bing und Office 365 Home. Und unsere Firmenkunden nehmen unsere Cloud-Lösungen an", sagte er am Firmensitz in Redmond. Microsoft werde davon auch langfristig profitieren.

ANALYSTENERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN - AKTIE LEGT NACHBÖRSLICH UM 3 PROZENT ZU

Mit den Geschäftszahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie stieg nachbörslich um annähernd 3 Prozent. Dass die Zahlen auf den ersten Blick schwächer ausgefallen waren, lag auch an ungünstigen Buchungseffekten.

Nadella hat die Devise "mobile-first, cloud-first" ausgegeben. Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein - auch von solchen, die von der Konkurrenz stammen. Ihm ist vielmehr wichtig, dass die im Hintergrund ablaufenden Internetdienste über die riesigen Rechenzentren von Microsoft laufen.

CLOUD-GESCHÄFT WÄCHST KRÄFTIG

Die Strategie scheint aufzugehen: Das sogenannte Cloud-Geschäft mit der Plattform Azure wuchs um 150 Prozent. Auch die Cloud-Bürosoftware Office 365 verkaufte sich blendend. 2Wir gewinnen Marktanteile hinzu", sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Turner. Nadella hatte als symbolträchtigen Schritt jüngst das Office-Paket auch für Apples iPad verfügbar gemacht.

Nadella will Microsoft mit dem Cloud-Geschäft unabhängiger vom geschrumpften PC-Geschäft und dem Betriebssystem Windows machen. Zuletzt mehrten sich allerdings die Anzeichen, dass die Talsohle hier erreicht sein könnte. Microsoft selbst berichtete von gestiegen Verkäufen besonders im Firmenkunden-Geschäft. Viele Unternehmen müssen ihre alten XP-Computer austauschen, da der reguläre Service für das alte Betriebssystem abgelaufen ist. Überraschenderweise stieg jedoch ebenfalls der Windows-Absatz im Privatkunden-Geschäft.

ABSCHLUSS VON HANDY-GESCHÄFT MIT NOKIA

An diesem Freitag soll der Zukauf von Nokias Handygeschäft abgeschlossen werden, mit dem Microsoft seinen Vorstoß auf Smartphones voranbringen will. Die alte Microsoft-Führung hatte es nicht geschafft, die Vorherrschaft von Apples iPhone und von Smartphones mit Googles Betriebssystem Android zu brechen. Noch immer fristet das eigene System Windows Phone ein Nischendasein, wenngleich die Marktanteile steigen.

Es ist das erste Mal, dass der Nadella die Quartalszahlen präsentierte. Der Firmenveteran steht seit Anfang Februar an der Spitze des Software-Konzerns. Er löste Steve Ballmer ab. Ihm steht beratend der Mitgründer und langjährige Chef Bill Gates zur Seite./das/DP/he

24.04.2014

Tech-Schwergewichte legen Streit mit Mitarbeitern bei

SAN JOSE (dpa-AFX) - Die Technologie-Schwergewichte Apple , Google , Intel und Adobe haben einen Rechtsstreit mit tausenden Mitarbeitern beigelegt. Dabei ging es um Abmachungen, Beschäftigte nicht gegenseitig abzuwerben. Die Mitarbeiter argumentierten in einer Sammelklage, dies seien wettbewerbsfeindliche Absprachen gewesen, durch die ihnen die Aussicht auf höhere Einkommen verwehrt worden sei. In Gerichtsunterlagen von Donnerstag hieß es jetzt, der Streit sei beigelegt worden. Details gab es zunächst nicht./so/DP/he

24.04.2014

ROUNDUP: Amazon trotz kräftigen Wachstums weiter zurückhaltend beim Gewinn

SEATTLE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat seinen Umsatz zuletzt kräftig gesteigert, schreibt aber weiter schmale Gewinne. Der Umsatz sprang im ersten Quartal im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 19,74 Milliarden Dollar hoch. Der Gewinn verbesserte sich um knapp 32 Prozent auf 108 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich zeitweise um gut zwei Prozent zu.

Dass der Gewinn bei Amazon im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen eher mager ausfällt liegt an den hohen Investitionen, die Konzernchef Jeff Bezos in Produkte wie den Tablet-Computer Kindle Fire oder in Versandzentren macht. Zuletzt verdichteten sich die Hinweise auf ein eigenes Smartphone.

Bezos will zunächst Marktanteile gewinnen und später mit dem Dienste-Angebot Geld verdienen, etwa an Filmen oder Musik. Zuletzt stellte der Konzern das Empfangsgerät Fire TV vor, das Inhalte aus dem Internet auf den Fernseher bringen kann. Im ersten Quartal stiegen die Ausgaben für Technologie und Inhalte um 44 Prozent auf 1,99 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal rechnet Amazon mit einem operativen Verlust zwischen 55 und 455 Millionen Dollar bei einem Umsatzwachstum zwischen 15 und 26 Prozent.

Amazon ist die Nummer eins im Online-Handel und versucht diese Stellung zu festigen. Nur Stunden vor der Bilanzvorlage berichtete das "Wall Street Journal" von Amazons Ambitionen, vermehrt auch die Lieferung der Pakete an die Kunden selbst zu übernehmen. In kleinerem Umfang geschieht dies schon.

Zudem ist Amazon einer der weltgrößten Anbieter von Computerdiensten aus der Internet-Cloud. Der Konzern steht dabei in scharfem Wettbewerb mit Google und Microsoft . Zuletzt lieferten sich die Rivalen einen Preiskampf./so/DP/he

24.04.2014

Amazon trotz Zuwächsen weiter zurückhaltend beim Gewinn

SEATTLE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat seinen Umsatz zuletzt kräftig gesteigert, schreibt aber weiter schmale Gewinne. Der Umsatz schoss im ersten Quartal im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 19,74 Milliarden Dollar hoch. Der Gewinn verbesserte sich um knapp 32 Prozent auf 108 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich leicht zu.

Die Strategie von Amazon ist, das verdiente Geld größtenteils schnell wieder in den Ausbau des Geschäfts zu investieren, zum Beispiel in neue Logistik-Standorte und Rechenzentren. Zudem bietet der Konzern seine Geräte wie die Kindle-Fire-Tablets praktisch zum Herstellungspreis an und hofft, das Geld später über das Dienste-Angebot wie zum Beispiel Video auf Abruf zurückzuverdienen. Im ersten Quartal stiegen die Ausgaben für Technologie und Inhalte um 44 Prozent auf 1,99 Milliarden Dollar./so/DP/he

24.04.2014

Starbucks schwimmt weiter auf Erfolgswelle

SEATTLE (dpa-AFX) - Die US-Kaffeehaus-Kette Starbucks wächst ungebrochen. Dank beliebter Spezialitäten wie Caffè Latte oder Caramel Macchiato stieg der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal von Januar bis März um 9 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar (2,8 Mrd Euro). Der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum im gleichen Maße auf unter dem Strich 427 Millionen Dollar.

Firmenchef Howard Schulz sprach am Donnerstag am Firmensitz in Seattle von einem Rekordgeschäft. Zu dem Sprung trugen sowohl ein größerer Kundenansturm auf bestehende Filialen bei als auch Neueröffnungen bei. Besonders stark wuchs Starbucks in Asien. Nachbörslich stieg die Aktie um ein knappes Prozent./das/DP/he

24.04.2014

Visa profitiert von Kauffreude der Kunden

FOSTER CITY (dpa-AFX) - Die anhaltende Kauflust der Kundschaft beflügelt den Kreditkarten-Anbieter Visa <3V64.FSE>. Der Rivale von Mastercard und American Express konnte in seinem zweiten Geschäftsquartal seinen Gewinn um 26 Prozent auf unter dem Strich 1,6 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) steigern, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zu dem Sprung trug auch eine geringere Steuerquote bei.

Visa wickelte von Januar bis März Zahlungen über 1,1 Billionen Dollar ab, was ein Zuwachs von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war. Visa verdient vor allem an den Gebühren, die Händler für die Nutzung des Dienstes berappen müssen. Visa vergibt im Gegensatz zu American Express dabei nicht den eigentlichen Kredit. Das machen zumeist Banken, die die Karten ausgeben.

Nicht einmal die Diebstähle von Kreditkarten-Daten etwa bei der US-Warenhauskette Target konnte den Durchmarsch des elektronischen Zahlens stoppen. Vor allem Amerikaner greifen ungerne zum Bargeld. American Express hatte bereits über ein gutes Geschäft berichtet. Mastercard will seine Zahlen in der kommenden Woche vorlegen./das/DP/he

24.04.2014

Facebook kauft Fitness-App

MENLO PARK (dpa-AFX) - Facebook hat sich eine Fitness-App zugelegt. Die finnische Entwicklerfirma hinter der Anwendung "Moves" gab am Donnerstag bekannt, dass sie vom weltgrößten Online-Netzwerk gekauft worden sei. Ein Preis wurde nicht genannt. "Moves" ist eine von vielen Apps, die für ihre Nutzer die zurückgelegte Strecken aufzeichnen und unter anderem verbrauchte Kalorien berechnen.

Die Entwicklerfirma ProtoGeo aus Helsinki betonte, dass "Moves" weiterhin als unabhängige Anwendung funktionieren werde und keine Nutzer-Daten mit denen von Facebook zusammengeführt würden. Das hatten zuletzt auch Facebook und der Kurznachrichtendienst WhatsApp versprochen, der vom Online-Netzwerk für bis zu 19 Milliarden Dollar gekauft wird./so/DP/he

24.04.2014

Microsoft verdient unter neuem Chef weniger

REDMOND (dpa-AFX) - In seinem ersten Quartal an der Spitze von Microsoft muss sich der neue Konzernchef Satya Nadella mit einem gesunkenen Gewinn zufrieden geben. Im dritten Geschäftsquartal (Januar bis März) verdiente der Windows-Hersteller unter dem Strich knapp 5,7 Milliarden Dollar und damit 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 20,4 Milliarden Dollar.

Nadella zeigte sich am Donnerstag aber zufrieden mit dem Abschneiden. "Wir machen gute Forschritte bei unseren Angeboten für Verbraucher wie Bing und Office 365 Home. Und unsere Firmenkunden nehmen unsere Cloud-Lösungen an", sagte er am Firmensitz in Redmond. Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen auch die Erwartungen der Analysten. Die Aktie stieg nachbörslich um 2 Prozent./das/DP/he

24.04.2014

Chef von Googles Online-Netzwerk geht

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - Einer der führenden Google -Manager verlässt den Internet-Konzern. Vic Gundotra, der zuletzt für das Online-Netzwerk Google Plus zuständig war, gab an Donnerstag seinen Abgang nach acht Jahren bekannt. Er schrieb nichts über Gründe oder künftige Pläne. Vor Google Plus verantwortete er unter anderem die mobilen Produkte des Internet-Riesen und verbrachte zuvor 15 Jahre bei Microsoft .

Google Plus ist als Plattform konzipiert, die verschiedene Dienste des Internet-Konzerns miteinander verbindet. Google baute unter anderem die Funktionen zum Speichern und Bearbeiten von Fotos stark aus. Sollte Google Plus allerdings auch als direkter Rivale zu Facebook gedacht gewesen sein, kann es mit dem weltgrößten Online-Netzwerk nicht bei der Bedeutung mithalten./so/DP/he

24.04.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow unverändert, Nasdaq fest - Gemischte Zahlen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Leitindex Dow Jones Industrial ist am Donnerstag erneut auf der Stelle getreten. Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten und Quartalsberichte lieferten widersprüchliche Impulse. Mit 16 501,65 Punkten ging der Dow exakt auf Vortagesschluss aus dem Handel. Der S&P 500 legte um 0,17 Prozent auf 1878,61 Punkte zu und war damit wieder weniger als 20 Zähler von seinem Rekordhoch entfernt. Der Technologieindex Nasqaq 100 stieg vor allem angetrieben von der Apple-Aktie um 0,96 Prozent auf 3591,03 Punkte.

Unter den 30 Dow-Konzernen enttäuschten 3M und Verizon mit ihren Geschäftsberichten. An der Nasdaq hingegen begeisterten starke Zahlen vom Schwergewicht Apple oder auch von Texas Instruments. Die US-Konjunkturdaten zeigten, dass die Aufträge für langlebige Güter im März zugelegt hatten, was für eine anziehende Investitionstätigkeit spricht. Die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit hingegen waren in der vergangenen Woche stärker als erwartet gestiegen. Ebenfalls im Blick stand außerdem wieder die Krise in der Ukraine, nachdem Russland als Reaktion auf die Gewalt im Osten der Ukraine ein großangelegtes Militärmanöver an der gemeinsamen Grenze begonnen hat.

APPLE MIT GRÖSSTEM TAGESGEWINN SEIT JAHREN

Das Papier, dass an diesem Tag die wohl größte Aufmerksamkeit auf sich zog, war das von Apple mit plus 8,20 Prozent auf 567,77 US-Dollar. Das nach Marktkapitalisierung größte US-Unternehmen hatte in seinem Ende März abgelaufenen Geschäftsquartal deutlich mehr iPhones als erwartet verkauft, kündigte eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms und eine steigende Dividende an sowie einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1.

Texas Instruments überzeugte die Anleger ebenfalls mit seinen Quartalszahlen. Beim Chip-Spezialisten zieht das Geschäft mit dem Trend zur Vernetzung von Alltagsgeräten weiter an. Der Anteilsschein gewann etwas mehr als vier Prozent. Facebook hingegen gaben die frühen Gewinne wieder ab und sanken um 0,80 Prozent. Das Online-Netzwerk hatte von deutlich gestiegenen Werbe-Einnahmen auf Smartphones profitiert, teilte im Handelsverlauf aber eine weitere Übernahme mit. Das Unternehmen kauft die Fitness-App Moves. Sie verfolgt per Telefon-Sensoren das tägliche Training der Nutzer.

CATERPILLAR ÜBERRASCHT MIT MEHR GEWINN - 3M UND VERIZON ENTTÄUSCHEN

Im Dow überzeugte der Baumaschinenhersteller Caterpillar die Anleger. Er überraschte zum Jahresauftakt mit mehr Gewinn und peilt auch für die nächsten Monate höhere Erträge an. Die Aktie stieg als Spitzenwert im Index um 1,84 Prozent. Kursabschläge dagegen gab es für die Titel des Mischkonzerns 3M und Verizon Communications . Der Telekomkonzern Verizon enttäuschte laut Händlern mit seinem Ergebnis je Aktie, was das Papier mit einem Abschlag von 2,42 an das Dow-Ende drückte. 3M blieb beim Umsatz hinter den Erwartungen zurück. Das Papier fiel um knapp ein Prozent.

Eine mögliche Großübernahme rückte zudem die Papiere von General Electric (GE) in den Blick. Die Aktie zeigte sich im Dow allerdings mit plus 0,15 Prozent kaum verändert. GE buhlt Kreisen zufolge um Alstom . Die Titel des französischen Transport- und Energietechnikkonzerns waren in Paris um knapp elf Prozent nach oben geschnellt. In der Medizintechnikbranche ist zugleich ein Deal über eine gut 13 Milliarden Dollar schwere Übernahme bereits abgesprochen: Der Implantathersteller Zimmer will den Rivalen Biomet für Bares und eigene Aktien kaufen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen sind sich handelseinig. Die Zimmer-Aktie sprang um 11,50 Prozent hoch.

Nach Börsenschluss geht die Quartalsberichterstattung unter anderem mit Microsoft und Visa <3V64.FSE> weiter, die beide mit kleinen Gewinnen schlossen. Der Onlinehändler Amazon wird ebenfalls Zahlen vorlegen. Die Aktie stieg im Voraus um knapp vier Prozent./ck/he

24.04.2014

Aktien New York Schluss: Dow unverändert - Nasdaq fest - Gemischte Zahlen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Leitindex Dow Jones Industrial ist am Donnerstag erneut auf der Stelle getreten. Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten und Quartalsberichte lieferten widersprüchliche Impulse. Mit 16 501,65 Punkten ging der Dow exakt auf Vortagesschluss aus dem Handel. Der S&P 500 legte um 0,17 Prozent auf 1878,61 Punkte zu und war damit wieder weniger als 20 Zähler von seinem Rekordhoch entfernt. Der Technologieindex Nasqaq 100 stieg vor allem angetrieben von der Apple-Aktie um 0,96 Prozent auf 3591,03 Punkte.

Unter den 30 Dow-Konzernen enttäuschten 3M und Verizon mit ihren Geschäftsberichten. An der Nasdaq hingegen begeisterten starke Zahlen vom Schwergewicht Apple oder auch von Texas Instruments. Die US-Konjunkturdaten zeigten, dass die Aufträge für langlebige Güter im März zugelegt hatten, was für eine anziehende Investitionstätigkeit spricht. Die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit hingegen waren in der vergangenen Woche stärker als erwartet gestiegen. Ebenfalls im Blick stand außerdem wieder die Krise in der Ukraine, nachdem Russland als Reaktion auf die Gewalt im Osten der Ukraine ein großangelegtes Militärmanöver an der gemeinsamen Grenze begonnen hat./ck/he

24.04.2014

Aktien New York: Dow fast unverändert - Gemischte Zahlen und Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat sich am Donnerstag von seinen Auftaktverlusten weitgehend erholt. Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten und Quartalsberichte lieferten widersprüchliche Impulse. Zuletzt gab der Dow um 0,05 Prozent auf 16 494,10 Punkte nach. Der S&P 500 stieg um 0,14 Prozent auf 1877,96 Punkte und war damit nur noch etwas weniger als 20 Punkte von seinem Rekordhoch entfernt. Der Technologieindex Nasqaq 100 legte zugleich um 0,88 Prozent auf 3588,21 Punkte zu.

Unter den 30 Dow-Konzernen enttäuschten 3M und Verizon mit ihren Geschäftsberichten. An der Nasdaq hingegen gab es etwa starke Zahlen vom Schwergewicht Apple, aber auch von Facebook oder Texas Instruments. Die US-Konjunkturdaten zeigten, dass die Aufträge für langlebige Güter im März zulegten, was für eine anziehende Investitionstätigkeit spricht. Die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit hingegen waren in der vergangenen Woche stärker als erwartet gestiegen. Ebenfalls im Blick stand außerdem wieder die Krise in der Ukraine, nachdem Russland als Reaktion auf die Gewalt im Osten der Ukraine ein großangelegtes Militärmanöver an der gemeinsamen Grenze begonnen hat.

Das Papier, dass an diesem Tag die wohl größte Aufmerksamkeit auf sich zog, war das von Apple mit plus 8,24 Prozent auf 567,98 US-Dollar. Das nach Marktkapitalisierung größte US-Unternehmen hatte in seinem Ende März abgelaufenen Geschäftsquartal deutlich mehr iPhones als erwartet verkauft, kündigte eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms und eine steigende Dividende an sowie einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1.

Texas Instruments überzeugte die Anleger ebenfalls mit seinen Quartalszahlen. Beim Chip-Spezialisten zieht das Geschäft mit dem Trend zur Vernetzung von Alltagsgeräten weiter an. Der Anteilsschein gewann etwas mehr als vier Prozent. Facebook hingegen gaben die frühen Gewinne wieder ab und sanken um 0,36 Prozent. Das Online-Netzwerk hatte von deutlich gestiegenen Werbe-Einnahmen auf Smartphones profitiert, teilte im Handelsverlauf aber eine weitere Übernahme mit. Das Unternehmen kauft die Fitness-App Moves. Sie verfolgt per Telefon-Sensoren das tägliche Training der Nutzer.

Im Dow überzeugte der Baumaschinenhersteller Caterpillar die Anleger. Er überraschte zum Jahresauftakt mit mehr Gewinn und peilt auch für die nächsten Monate höhere Erträge an. Die Aktie stieg als einer der Spitzenwerte im Index um 1,73 Prozent. Kursabschläge dagegen gab es für die Titel des Mischkonzerns 3M und Verizon Communications . Der Telekomkonzern Verizon enttäuschte laut Händlern mit seinem Ergebnis je Aktie, was das Papier mit einem Abschlag von 2,64 an das Dow-Ende drückte. 3M enttäuschte mit seinem Umsatz. Das Papier fiel um 0,99 Prozent.

Eine mögliche Großübernahme rückte zudem die Papiere von General Electric (GE) in den Blick. Die Aktie gewann im Dow 0,26 Prozent. GE buhlt Kreisen zufolge um Alstom . Die Titel des französischen Transport- und Energietechnikkonzerns schnellten in Paris um knapp 13 Prozent nach oben. In der Medizintechnikbranche ist ein Deal über eine gut 13 Milliarden Dollar schwere Übernahme bereits abgesprochen: Der Implantathersteller Zimmer will den Rivalen Biomet für Bares und eigene Aktien kaufen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen sind sich handelseinig. Die Zimmer-Aktie sprang um knapp zwölf Prozent hoch.

Nach Börsenschluss geht die Quartalsberichterstattung mit Microsoft , Visa <3V64.FSE>, Amazon und Starbucks weiter./ck/he

24.04.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach turbulenter Sitzung kaum verändert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hin- und hergerissen zwischen guten Konjunkturdaten und wieder verstärkten Sorgen über die Ukraine-Krise hat der Dax am Donnerstag kaum verändert geschlossen. Meldungen über ein Militärmanöver Russlands an der Grenze zur Ukraine hatten die am Vormittag noch deutlichen Gewinne am deutschen Aktienmarkt aufgezehrt und den deutschen Leitindex zwischenzeitlich um bis zu knapp anderthalb Prozent ins Minus geschickt. Zum Handelsschluss aber bewegte sich das Börsenbarometer mit plus 0,05 Prozent auf 9548,68 Punkte kaum von Fleck. Die bisherige Wochenbilanz ist damit weiter positiv. Der MDax verlor am Donnerstag 0,13 Prozent auf 16 275,20 Punkte, der TecDax gab um 0,05 Prozent auf 1223,38 Zähler nach.

Die Situation auf der ukrainischen Seite sei besorgniserregend, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Bei der "Anti-Terror-Operation" der ukrainischen Regierung gegen bewaffnete Milizen gab es allein am Donnerstag in der Stadt Slawjansk mindestens fünf Tote.

MARKTANALYST: GENFER FRIEDENSPLAN HÄNGT AM SEIDENEN FADEN

Der in Genf vereinbarte Friedensfahrplan für die Ukraine hänge am seidenen Faden, schrieb Marktanalyst Jasper Lawler vom Broker CMC Markets. Die Situation könne sich jederzeit verschärfen. Positive Konjunkturnachrichten sowie gute Unternehmensdaten aus Europa und den USA hingegen stützen den Aktienmarkt. So war der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland überraschend gestiegen.

Am Dax-Ende büßten die Aktien des Versorgers RWE und die Anteilsscheine der Commerzbank mehr als zwei Prozent ein. Siemens -Aktien hingegen gingen prozentual kaum verändert aus dem Handel. Einem Bericht zufolge will der US-Konkurrent General Electric den französischen Hersteller von Zügen und Energietechnik Alstom für mehr als 13 Milliarden Dollar (9,4 Milliarden Euro) kaufen. Die davon entfachte Übernahmefantasie im Sektor sei zwar positiv für die ebenfalls in diesem Bereich tätigen Münchener, befand ein Börsianer. Mit einer solchen Transaktion würde der US-Konzern Siemens allerdings auf die Pelle rücken.

DEUTSCHE BANK NACH PRESSEBERICHT IM MINUS

Die Aktien der Deutschen Bank verloren 0,31 Prozent. Hier bremste laut Händlern ein Bericht, demzufolge einige Investoren den Druck auf das Institut erhöhen, die Kapitallage zu verbessern und neue Aktien auszugeben.

Im TecDax verteuerten sich die Aktien von Dialog Semiconductor nach guten Apple -Zahlen um rund zwei Prozent - der Halbleiterhersteller gilt als wichtiger Zulieferer des iPhone-Herstellers.

GEWINNE IN EUROPA UND DEN USA

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,44 Prozent auf 3189,81 Punkte. Auch die nationalen Indizes in Paris und London legten zu. In den USA verzeichneten die wichtigsten Indizes zum europäischen Handelsende ebenfalls Gewinne.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,29 Prozent am Vortag auf 1,30 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,03 Prozent auf 134,68 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,01 Prozent auf 143,84 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3820 (Mittwoch: 1,3834) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7236 (0,7229) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

24.04.2014

Aktien Europa Schluss: Moderate Gewinne - Ukraine-Krise bremst

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die meisten europäischen Börsen haben am Donnerstag kleine Gewinne eingestrichen. Zeitweise drückten Sorgen um eine Eskalation der Krise in der Ukraine die Aktienmärkte in die Verlustzone, nachdem Russland als Reaktion auf die Gewalt im Osten der Ukraine ein großangelegtes Militärmanöver an der gemeinsamen Grenze begonnen hatte. Gute Quartalszahlen und weitere Übernahmespekulationen verblassten vor diesem Hintergrund etwas. Letztlich beendete der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 den Tag noch mit einem Aufschlag von 0,44 Prozent bei 3189,81 Punkten. In Paris gewann der Cac-40-Index 0,64 Prozent auf 4479,54 Punkte, und der Londoner FTSE 100 rückte um 0,42 Prozent auf 6703,00 Punkte vor./ck/he

24.04.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach turbulenter Sitzung kaum verändert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hin- und hergerissen zwischen guten Konjunkturdaten und wieder verstärkten Sorgen über die Ukraine-Krise hat der Dax am Donnerstag kaum verändert geschlossen. Meldungen über ein Militärmanöver Russlands an der Grenze zur Ukraine hatten die am Vormittag deutlichen Gewinne am deutschen Aktienmarkt aufgezehrt und den Leitindex zwischenzeitlich bis zu knapp anderthalb Prozent ins Minus geschickt. Zum Handelsschluss aber bewegte sich der deutsche Leitindex mit plus 0,05 Prozent auf 9548,68 Punkte kaum von Fleck. Die bisherige Wochenbilanz ist damit weiter positiv. Der MDax verlor am Donnerstag 0,13 Prozent auf 16 275,20 Punkte, der TecDax gab um 0,05 Prozent auf 1223,38 Punkte nach./la/he

24.04.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Dow fast unverändert - Gemischte Zahlen und Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat sich am Donnerstag im frühen Handel von seinen Auftaktverlusten weitgehend erholt. Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten und Quartalsberichte sorgen für keine klaren Impulse. Zuletzt gab der Dow um 0,05 Prozent auf 16 493,88 Punkte nach. Der S&P 500 drehte ins Plus und stieg um 0,12 Prozent auf 1877,62 Punkte. Der Technologieindex Nasqaq 100 legte zugleich um 0,61 Prozent auf 3578,67 Punkte zu.

Unter den 30 Dow-Konzernen enttäuschten 3M und Verizon mit ihren Geschäftsberichten. An der Nasdaq hingegen gab es etwa starke Zahlen vom Schwergewicht Apple, aber auch von Facebook oder Texas Instruments. Die US-Konjunkturdaten zeigten, dass die Aufträge für langlebige Güter im März zulegten, was für eine anziehende Investitionstätigkeit spricht. Die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit hingegen stiegen in der vergangenen Woche stärker als erwartet. Ebenfalls im Blick stand außerdem wieder die Krise in der Ukraine, nachdem Russland als Reaktion auf die Gewalt im Osten der Ukraine ein großangelegtes Militärmanöver an der gemeinsamen Grenze begonnen hat.

Das Papier, dass an diesem Tag die wohl größte Aufmerksamkeit auf sich zog, war das von Apple mit plus 7,85 Prozent auf 565,93 US-Dollar. Das nach Marktkapitalisierung größte US-Unternehmen hatte in seinem Ende März abgelaufenen Geschäftsquartal deutlich mehr iPhones als erwartet verkauft, kündigte eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms und eine steigende Dividende an sowie einen Aktiensplit im Verhältnis 7 zu 1.

Facebook und Texas Instruments überzeugten die Anleger ebenfalls mit ihren Quartalszahlen. Das Online-Netzwerk Facebook profitierte von deutlich gestiegenen Werbe-Einnahmen auf Smartphones, was der Aktie ein Plus von knapp einem Prozent bescherte. Beim Chip-Spezialisten Texas Instruments zieht das Geschäft mit dem Trend zur Vernetzung von Alltagsgeräten weiter an. Der Anteilsschein gewann knapp fünf Prozent.

Im Dow überzeugte der Baumaschinenhersteller Caterpillar die Anleger. Er überraschte zum Jahresauftakt mit mehr Gewinn und peilt auch für die nächsten Monate höhere Erträge an. Die Aktie stieg um 2,65 Prozent. Kursabschläge dagegen gab es für die Titel des Mischkonzerns 3M und Verizon Communications . Der Telekomkonzern Verizon enttäuschte laut Händlern mit seinem Aktienergebnis, 3M mit seinem Umsatz.

Eine mögliche Großübernahme rückte zudem die Papiere von General Electric (GE) in den Blick. Die Aktie gewann im Dow 0,38 Prozent. GE buhlt Kreisen zufolge um Alstom . Die Titel des französischen Transport- und Energietechnikkonzerns schnellten in Paris um knapp 13 Prozent nach oben. In der Medizintechnikbranche ist ein Deal über eine gut 13 Milliarden Dollar schwere Übernahme bereits abgesprochen: Der Implantathersteller Zimmer will den Rivalen Biomet für Bares und eigene Aktien kaufen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen sind sich handelseinig. Die Zimmer-Aktie jedenfalls sprang um knapp 14 Prozent hoch.

Nach Börsenschluss geht die Quartalsberichterstattung mit Microsoft , Visa <3V64.FSE>, Amazon und Starbucks weiter./ck/he

24.04.2014

Aktien New York: Dow im Minus - Nasdaq im Plus - Gemischte Zahlen und Daten

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street sind am Donnerstag Verluste verbucht worden. Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten und Quartalsberichte konnten insgesamt aber nicht für eine klare Richtung an den US-Börsen sorgen. So gab der Leitindex Dow Jones Industrial im frühen Handel um 0,18 Prozent auf 16 471,63 Punkte nach. Der S&P 500 sank um 0,09 Prozent auf 1873,75 Punkte, während der Technologieindex Nasqaq 100 um 0,21 Prozent auf 3564,46 Punkte zulegte.

Unter den 30 Dow-Konzernen enttäuschten 3M und Verizon mit ihren Geschäftsberichten. An der Nasdaq hingegen gab es etwa starke Zahlen vom Schwergewicht Apple , aber auch von Facebook oder Texas Instruments . Die US-Konjunkturdaten zeigten, dass die Aufträge für langlebige Güter im März zulegten, was für eine anziehende Investitionstätigkeit spricht. Die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit hingegen stiegen in der vergangenen Woche stärker als erwartet./ck/jha/

24.04.2014

Aktien Frankfurt: Gewinne im Dax schmelzen ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag seine Gewinne im Handelsverlauf eingedämmt. Bis zum Mittag stützten positive europäische Konjunkturnachrichten den deutschen Leitindex, der nach dem kleinen Rücksetzer vom Vortag an seinen vorangegangenen Aufwärtstrend angeknüpft hatte. Doch dann sorgten nachlassende Erwartungen für die US-Börseneröffnung für etwas Druck. Zuletzt stand beim Dax noch ein Plus von 0,39 Prozent auf 9581,11 Punkte zu Buche. Der MDax gewann 0,24 Prozent auf 16 334,36 Punkte und der TecDax stieg um 0,81 Prozent auf 1233,94 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,65 Prozent auf 3196,75 Punkte vor.

Die Krise in der Ukraine hat die Stimmung in deutschen Unternehmen nicht beeinträchtigt: Entgegen dem erwarteten Rückgang stieg das Ifo-Geschäftsklima im April wieder. Die aktuelle Lage wurde leicht besser bewertet als im Vormonat, die Erwartungen für das nächste halbe Jahr hellten sich sogar deutlich auf. Dazu berichtete Spanien für das erste Quartal eine weitere Wirtschaftserholung und beschaffte sich über Staatsanleihen zu rekordniedrigen Zinsen frisches Geld.

Außerdem bekräftigte EZB-Chef Mario Draghi seine Bereitschaft, im Kampf gegen die niedrige Inflation schwere geldpolitische Geschütze aufzufahren. Derweil fielen die jüngsten US-Konjunkturdaten durchwachsen aus: Sowohl die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als auch die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter im März stiegen stärker als erwartet. Zudem bleiben die Blicke auf die laufende Berichtssaison gerichtet.

SIEMENS SCHWÄCHELN: KONKURRENT GE BUHLT UM ALSTOM

Die Siemens-Aktien blieben mit plus 0,11 Prozent etwas hinter dem Dax zurück. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge will der US-Konkurrent General Electric (GE) den französischen Hersteller von Zügen und Energietechnik Alstom für mehr als 13 Milliarden Dollar (9,4 Milliarden Euro) kaufen. Die davon entfachte Übernahmefantasie im Sektor sei zwar positiv für die ebenfalls in diesem Bereich tätigen Münchener, befand ein Börsianer. Mit einer solchen Transaktion würde der US-Konzern Siemens allerdings auf die Pelle rücken.

Für die Linde-Titel ging es um 0,65 Prozent hoch, nachdem der französische Konkurrent Air Liquide ein Umsatzplus für das erste Quartal berichtet hatte. Die Aktien der Deutschen Bank verloren gegen die freundliche Branchentendenz 0,17 Prozent. Hier bremste ein Bericht der "Financial Times", dem zufolge einige Investoren den Druck auf das Institut erhöhen, die Kapitallage zu verbessern und neue Aktien auszugeben. "Das sind keine sehr guten Nachrichten", gab ein Börsianer zu bedenken. Denn vor einigen Wochen habe die Deutsche Bank noch betont, sie plane keine Kapitalerhöhung.

APPLE-ZAHLEN TREIBEN DIALOG SEMICONDUCTOR AN

Im TecDax verteuerten sich die Aktien von Dialog Semiconductor nach guten Apple-Zahlen um 3,78 Prozent - der Halbleiterhersteller gilt als wichtiger Zulieferer des iPhone-Herstellers. Die Anteilsscheine von Evotec legten um 2,57 Prozent zu, nachdem das Biotech-Unternehmen von Roche eine erste Meilenstein-Zahlung aus einer Biomarker-Kooperation erhalten hatte./gl/la

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

24.04.2014

Aktien New York Ausblick: Gewinne - Gute Quartalszahlen, Übernahmespekulationen

NEW YORK (dpa-AFX) - Mehrheitlich gute Quartalszahlen großer US-Konzerne dürften den New Yorker Aktienmarkt zum Handelsstart am Donnerstag antreiben. Der Future auf den Dow Jones Industrial legte rund eine dreiviertel Stunde vor Börsenstart um 0,22 Prozent zu. Der Terminkontrakt auf den Technologiewerteindex Nasdaq 100 gewann sogar 1,65 Prozent. Händler verwiesen zudem auf erneute Übernahmespekulationen, die am Markt für gute Laune sorgten.

Aktien aus dem Technologiesektor waren im vorbörslichen Handel besonders gefragt. Apple , Facebook , Texas Instruments und Zynga überzeugten die Anleger mit ihren Quartalszahlen. Apple verkaufte mehr Smartphones als erwartet, was die Aktie bereits vor Börsenstart um fast neun Prozent steigen ließ. Das Online-Netzwerk Facebook wiederum profitierte von den deutlich gestiegenen Werbe-Einnahmen auf den Smartphones. Die Aktie gewann vorbörslich fünf Prozent. Beim Chip-Spezialisten Texas Instruments zieht das Geschäft mit dem Trend zur Vernetzung von Alltagsgeräten weiter an. Der Spiele-Entwickler Zynga schrieb im vergangenen Quartal zwar tiefrote Zahlen und musste einen weiteren Umsatzrückgang verkraften, Investoren hatten aber offenbar mit noch schlechteren Zahlen gerechnet.

Der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar überraschte zum Jahresauftakt mit mehr Gewinn und peilt auch für die nächsten Monate höhere Erträge an. Anleger griffen daher zu, vorbörslich gewann die Aktie vier Prozent. Der kanadische Kalikonzern Potash übertraf mit dem bereinigten Ergebnis je Aktie (EPS) im ersten Quartal die Konsensschätzungen und erhöhte das untere Ende der EPS-Zielspanne für das Gesamtjahr. Die Potash-Titel gewannen vorbörslich rund eineinhalb Prozent.

Kursabschläge vor Börsenstart gab es indes für die Titel des Mischkonzerns 3M und beim Paketdienstleister UPS . Beide Unternehmen verfehlten mit ihren Vierteljahreszahlen die Markterwartungen. Die Titel von Eli Lilly gaben ebenfalls nach. Die Konkurrenz durch Generika ließ Umsatz und Gewinn des Pharmakonzerns einbrechen.

Die wenigen Enttäuschungen dürften der generell positiven Stimmung am Markt aber keinen Abbruch tun, zumal auch das Übernahmefieber diesseits wie jenseits des Atlantiks wieder steigt. Nur wenige Tage nach Berichten über eine geplatzte 100-Milliarden-Dollar-Übernahme von AstraZeneca durch den US-Pharmakonzern Pfizer gibt es Spekulationen um eine weitere mögliche Großübernahme: Diesmal buhlt General Electric (GE) laut Kreisen um Alstom . Die Titel des französischen Transport- und Energietechnikkonzerns schnellten in Paris bereits um mehr als 10 Prozent nach oben, die des US-Mischkonzerns GE legten vorbörslich moderat zu.

Zudem kommt es in der US-Medizintechnikbranche zu einer gut 13 Milliarden Dollar schweren Übernahme. Der Implantathersteller Zimmer kauft den Rivalen Biomet für Bares und eigene Aktien. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen seien sich handelseinig, erklärte Zimmer am Donnerstag am Sitz im Bundesstaat Indiana. Wenn Anteilseigner und Wettbewerbshüter ebenfalls mitziehen, soll die Übernahme im ersten Quartal 2015 abgeschlossen werden.

Nach Börsenschluss geht die Quartalsberichterstattung mit Microsoft , Visa <3V64.FSE>, Amazon und Starbucks weiter./ajx/ck

24.04.2014

UKRAINE-KRISE/GESAMT-ROUNDUP 2: Russland reagiert mit Großmanöver auf Gewalt

(neu: Freilassung US-Journalist, Ban, möglicher EU-Sondergipfel)

SLAWJANSK/MOSKAU (dpa-AFX) - In der Ostukraine droht eine Eskalation militärischer Gewalt. Spezialeinheiten der Regierung haben nach Angaben des Innenministeriums in Kiew nahe der Stadt Slawjansk in einem Gefecht fünf prorussische Separatisten erschossen. Moskau reagierte am Donnerstag mit einem großen Manöver direkt an der Grenze. Präsident Wladimir Putin verurteilte den ukrainischen Armee-Einsatz als "sehr ernstes Verbrechen" und kündigte Konsequenzen an.

Die USA setzen offiziell auf Diplomatie, bereiten aber neue Sanktionen gegen Moskau vor. Die ersten der 600 für das Baltikum und Polen vorgesehenen US-Soldaten trafen an ihrem Einsatzort ein.

In der Ostukraine halten moskautreue Separatisten in mehreren Orten Verwaltungsgebäude besetzt. Sie fordern eine weitgehende Autonomie für das russisch geprägte Gebiet. Die vom Westen unterstützte Regierung in Kiew geht militärisch gegen die zum Großteil bewaffneten Milizen vor und spricht von einer "Anti-Terror-Operation".

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu nannte die Lage laut Agentur Interfax besorgniserregend. Es seien 11 000 ukrainische Soldaten im Einsatz gegen eine "friedliche" Bevölkerung. "Wenn diese Kriegsmaschine heute nicht gestoppt wird, dann wird dies zu einer großen Zahl Toter und Verletzter führen", warnte er.

Schoigu kritisierte zudem, dass die Verstärkung der Nato-Militärpräsenz in Polen und im Baltikum die Lage weiter angeheizt habe. Die USA hatten angekündigt, diese Woche rund 600 Soldaten zu Manövern in die drei baltischen Staaten und nach Polen zu entsenden. Erste Einheiten sind seit Mittwoch in Polen.

Putin verurteilte den Einsatz der ukrainischen Armee im Inland als "sehr ernstes Verbrechen", das "Folgen" für die Regierung in Kiew haben werde. Der Kremlchef bezeichnete die dort im Februar durch den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch an die Macht gekommene Führung als "Junta" und "Bande". Putin hatte sich im März eine parlamentarische Vollmacht für einen Militäreinsatz zum Schutz russischer Bürger in der gesamten Ukraine geben lassen - vor dem Hintergrund des Anschlusses der Schwarzmeerhalbinsel Krim an Russland.

Laut Innenministerium in Kiew eroberten Spezialeinheiten der ukrainischen Regierung nahe Slawjansk drei Kontrollpunkte. Dabei sei auch ein Mitglied der Sicherheitskräfte verletzt worden. Zuvor hatten auch Vertreter der moskautreuen "Volksmiliz" von Gefechten berichtet.

Im knapp 50 Kilometer südöstlich gelegenen Artjomowsk wehrten ukrainische Soldaten eine Offensive von etwa 100 Angreifern auf eines der größten Waffenlager ab. Die Unbekannten hätten die Kaserne unter anderem mit Granaten attackiert, sagte Interimspräsident Alexander Turtschinow. Ein Soldat sei leicht verletzt worden, während die Angreifer "große Verluste" erlitten hätten. Unabhängige Berichte gab es nicht.

Der in Slawjansk von prorussischen Aktivisten festgehaltene US-Reporter Simon Ostrovsky kam nach drei Tagen wieder frei. Dies sagte der Reporter für das US-Magazin "Vice" am Donnerstag telefonisch aus Donezk der Nachrichtenagentur dpa. Er war am Montag in Gewahrsam genommen worden. Der "Volksbürgermeister" Wjatscheslaw Ponomarjow hatte ihn als Faustpfand bezeichnet.

US-Präsident Barack Obama sagte in Tokio, die USA bemühten sich weiter um eine diplomatische Lösung. Er schloss aber neue Sanktionen gegen Russland nicht aus, wenn der Genfer Friedensplan vom 17. April nicht die versprochenen Ergebnisse bringe. Nach dem Abkommen zwischen Russland, den USA sowie der EU und der Ukraine müssen alle paramilitärischen Gruppen ihre Waffen abgeben und besetzte Gebäude räumen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mahnte alle Konfliktparteien, von der Gewalt abzurücken, Provokationen zu vermeiden und einen Weg zur Deeskalation zu finden.

Wie die "Welt" unter Berufung auf hohe EU-Diplomaten berichtete, könnte es möglicherweise kommende Woche ein weiteres Sondertreffen der EU-Außenminister zur Ukraine geben, auf dem weitere Sanktionen beschlossen werden sollen. Zudem gebe es Überlegungen, eine EU-Mission in die Ukraine zu entsenden. Sie könne bei der Sicherung der Grenze helfen, aber auch die Ausbildung eines funktionierenden Rechtsstaats beratend unterstützen. Seit dieser Woche sei deswegen ein Vorauskommando schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen vor Ort unterwegs.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht an diesem Freitag (14.30) mit Polens Ministerpräsidenten Donald Tusk im Kanzleramt über die bedrohliche Lage. Europa muss sich nach Meinung Tusks für ein "schwarzes Szenario" wappnen, wie er polnischen Medienberichten zufolge sagte. Polnische Grenzschützer und Behörden träfen schon Vorbereitungen für eine mögliche Flüchtlingswelle. "Aber ist die Welt politisch vorbereitet auf einen Akt der Aggression oder einen Zerfall des ukrainischen Staates?", fragte er.

Der russische Gazprom-Konzern stellte der Ukraine für unerfüllte Verträge 11,388 Milliarden US-Dollar in Rechnung. Es sei eine Konventionalstrafe für 2013 nicht abgenommenes Gas, hieß es. Die Ukraine will künftig Gas aus der Slowakei beziehen, um weniger abhängig von Russland zu sein. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung werde am Montag unterzeichnet, kündigte der slowakische Wirtschaftsminister Tomas Malatinsky nach einem Treffen mit dem ukrainischen Energieminister Juri Prodan und EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Bratislava an./toz/DP/he

24.04.2014

ROUNDUP/Draghi: EZB im Kampf gegen Niedrig-Inflation zu allen Mitteln bereit

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) ist bereit, im Kampf gegen die Niedrig-Inflation schwere geldpolitische Geschütze aufzufahren. "Der EZB-Rat hat sich - einstimmig - verpflichtet, sowohl konventionelle als auch unkonventionelle Instrumente einzusetzen, um den Risiken einer zu lang anhaltenden Phase niedriger Inflation wirksam entgegenzutreten", bekräftigte Notenbankchef Mario Draghi am Donnerstag bei einer Rede in Amsterdam.

Draghi machte klar, dass der EZB-Rat hinsichtlich des Schutzes vor Inflation und Deflation gleichermaßen aktiv sei. Eine Verschlechterung der Inflationsaussichten würde ein breit angelegtes Programm zum Ankauf von Vermögenswerten erfordern. Deflation bezeichnet einen umfassenden Preisverfall, der die Konjunktur ausbremst, weil Verbraucher und Unternehmen in Erwartung weiter sinkender Preise Ausgaben scheuen. Derzeit kämpfen fünf der 18 Euroländer mit Deflation. Doch auch im restlichen Währungsraum ist der Preisauftrieb für die Staaten sehr niedrig.

Dem EZB-Präsidenten ist nicht nur die geringe Inflation ein Dorn im Auge. Auch die nach wie vor schleppende Kreditvergabe in der Eurozone macht dem Währungshüter zu schaffen. Außerdem könne die EZB durch eine weitere Aufwertung des Eurokurses unter Handlungsdruck gesetzt werden, so Draghi. Der starke Euro sei eine potenzielle Gefahr für die wirtschaftliche Erholung im Währungsgebiet. Steigt die Währung im Wert, verteuern sich Exporte aus dem Euroraum auf den Weltmärkten. Außerdem wirkt der starke Euro inflationsdämpfend, weil er Importe verbilligt. "Darum haben wir den Wechselkurs zu einem zunehmend wichtigen Faktor für die Preisstabilität erklärt", sagte Draghi.

EZB-Ratsmitglied Luc Coene, zugleich Chef der belgischen Nationalbank, stellte in Amsterdam eine schnelle Zinssenkung im Fall einer weiter fallenden Inflation in Aussicht. Sollten die April-Daten zu den Verbraucherpreisen in der Eurozone "erneut eine negative Überraschung" liefern, würde dies für eine schnelle Reaktion der EZB sprechen, sagte er. Demnach könnte die EZB schon auf der nächsten Zinssitzung im Mai an der Zinsschraube drehen, so Coene. "Wenn die Zinsen gesenkt werden sollten, sollte der Zinskorridor gesenkt werden." Einzig eine Leitzinssenkung würde nichts bewirken.

Damit sprach sich Coene für einen negativen Einlagenzins in der Eurozone aus. Noch liegt der Einlagenzinssatz bei null Prozent. Sollte der Zinssatz in den negativen Bereich gesenkt werden, müssten Banken eine Art Gebühr für ihre Einlagen bei der EZB zahlen./hbr/bgf/DP/jkr

24.04.2014

EZB/Coene: Enttäuschende April-Inflation hätte schnelle Zinssenkung zur Folge

AMSTERDAM (dpa-AFX) - EZB-Ratsmitglied Luc Coene hat eine schnelle Zinssenkung im Fall einer weiter fallenden Inflation in Aussicht gestellt. Sollten die April-Daten zu den Verbraucherpreisen in der Eurozone "erneut eine negative Überraschung" liefern, würde dies für eine schnelle Reaktion der Europäischen Zentralbank (EZB) sprechen, sagte Coene am Donnerstag am Rande einer Veranstaltung der niederländischen Zentralbank in Amsterdam. Demnach könnte die EZB schon auf der nächsten Zinssitzung im Mai an der Zinsschraube drehen, so der Chef der belgischen Notenbank.

Coene sprach sich dafür aus, dass eine Zinssenkung nicht nur auf den Leitzins beschränkt sein sollte. Einzig eine Leitzinssenkung würde nichts bewirken, so der Währungshüter. "Wenn die Zinsen gesenkt werden sollten, sollte der Zinskorridor gesenkt werden." Damit sprach sich Coene für einen negativen Einlagenzins in der Eurozone aus. Noch liegt der Einlagenzinssatz bei null Prozent. Sollte der Zinssatz in den negativen Bereich gesenkt werden, müssten Banken eine Art Gebühr für ihre Einlagen bei der EZB zahlen. Nach Aussage von Coene gibt es für diese Einschätzung einen Konsens innerhalb des geldpolitischen Rates der EZB.

Die ungewöhnlich niedrige Inflation in der Eurozone hatte zuletzt eine Diskussion über weitere Maßnahmen der EZB losgetreten. Es besteht die Sorge, dass der Währungsraum in eine Deflation abgleiten könnte. Dauerhaft sinkende Preise würden im schlimmsten Fall zu einer konjunkturellen Abwärtsspirale führen, weil Unternehmen und Verbraucher auf weiter sinkende Preise setzen und deshalb Konsum und Investitionen aufschieben. Im gesamten Währungsraum lag die Inflation im März bei 0,5 Prozent und damit deutlich unter der von der EZB anvisierten Zielmarke von knapp zwei Prozent./jkr/jsl

24.04.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 24.04.2014 - 17.00 Uhr

Deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krise in Hochstimmung

MÜNCHEN - Die große Zuversicht deutscher Firmen untermauert die Hoffnung auf ein deutliches Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Der Krise in der Ukraine zum Trotz verbesserte sich die Laune in den Chefetagen der Unternehmen im April. Die Stimmungsaufhellung überraschte viele Volkswirte, die angesichts der sich verschärfenden Lage mit einem Dämpfer beim Ifo-Geschäftsklimaindex gerechnet hatten. Stattdessen stieg das wichtige Stimmungsbarometer nach einem Rückgang im März nun wieder von 110,7 auf 111,2 Punkte.

USA: Aufträge für langlebige Güter legen deutlich zu

WASHINGTON - Die Investitionstätigkeit in den USA scheint spürbar anzuziehen. Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Donnerstag erhielten die Unternehmen im März deutlich mehr Aufträge für langlebige Güter wie Maschinen als im Vormonat. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Bestellungen um 2,6 Prozent. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 2,0 Prozent gerechnet. Der Anstieg vom Februar wurde leicht um 0,1 Punkte auf 2,1 Prozent nach unten gesetzt.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche legten sie um 24 000 auf 329 000 zu, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten nur mit 315 000 Anträgen gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt gab es einen Anstieg um 4750 auf 316 750 Anträge.

IWF-Exekutivrat erörtert Hilfsprogramm für Ukraine kommende Woche

WASHINGTON/KIEW - Der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich am 30. April mit den Milliarden-Hilfen für die Ukraine beschäftigen. Bei der Sitzung gehe es um die Freigabe der veranschlagten Kreditzahlungen in Höhe von 14 bis 18 Milliarden Dollar (10 bis 13 Mrd Euro) über die kommenden zwei Jahre, kündigte IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag in Washington an.

Seit Jahresanfang verstärkte Zuwanderung von Bulgaren und Rumänen

NÜRNBERG - Mit dem Fall der letzten Hürden für Jobsucher aus Südosteuropa hat der Zustrom von Bulgaren und Rumänen zum Jahresbeginn spürbar angezogen. Allein im Januar, dem Start der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bürger beider EU-Staaten, sei ihre Zahl in Deutschland um 9850 gestiegen; dies seien 80 Prozent mehr als vor einem Jahr, geht aus einer internen Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Bis Ende 2013 brauchten Bulgaren und Rumänen eine Arbeitserlaubnis.

Umfrage: Deutsche spüren höhere Arbeitsbelastung

STUTTGART - Die Deutschen spüren laut einer Umfrage eine steigende Arbeitsbelastung im Job. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Magazins "Reader's Digest". Wie das Magazin am Donnerstag in Stuttgart mitteilte, geben zwei von drei Bürgern (67 Prozent) an, dass eine Verkürzung der Arbeitszeit nicht mehr Lebensqualität bedeute, weil dieselbe oder mehr Arbeit in kürzerer Zeit geleistet werden müsse. Bei den berufstätigen Frauen empfanden mit 80 Prozent noch deutlich mehr diesen zunehmenden Stress als bei den berufstätigen Männern (61 Prozent). Für die repräsentative Umfrage wurden 1006 Bürger befragt.

Koalitions-Haushälter wollen Überschüsse in Infrastruktur stecken

BERLIN - Die Haushaltspolitiker von Union und SPD wollen mögliche Steuermehreinnahmen auch in die Reparatur von Straßen und Schienen investieren. Bei zusätzlichen Spielräumen solle zunächst möglichst die geplante Neuverschuldung des Bundes gesenkt werden, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Norbert Barthle (CDU), am Donnerstag in Berlin. "Sollten sich dann weitere Spielräume ergeben, soll mehr Geld in in die Verkehrsinfrastruktur fließen, vor allem ins Straßennetz."

Spanien beschafft sich frisches Geld zu rekordtiefen Zinsen

MADRID - Spanien hat sich mit zehnjährigen Anleihen zu historisch niedrigen Zinsen refinanziert. Bei einer Auktion fiel die Rendite auf den Rekordtiefstand von 3,059 Prozent, wie die spanische Notenbank am Donnerstag in Madrid mitteilte. Bei der letzten vergleichbaren Auktion am 3. April hatte sie noch bei 3,291 Prozent gelegen.

Draghi: EZB im Kampf gegen Niedrig-Inflation zu allen Mitteln bereit

AMSTERDAM - Die Europäische Zentralbank (EZB) ist bereit, im Kampf gegen den mickrigen Preisauftrieb schwere geldpolitische Geschütze aufzufahren. "Der EZB-Rat hat sich - einstimmig - verpflichtet, sowohl konventionelle als auch unkonventionelle Instrumente einzusetzen, um den Risiken einer zu lang anhaltenden Phase niedriger Inflation wirksam entgegenzutreten", bekräftigte Notenbankchef Mario Draghi am Donnerstag bei einer Rede in Amsterdam.

Sozialverband: Am wachsenden Wohlstand haben immer weniger teil

BERLIN - Auf dem deutschen Arbeitsmarkt gibt es nach Einschätzung des Paritätischen Gesamtverbandes immer weniger klassische sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Jobs. "Gute Arbeit" werde immer seltener, das sogenannte Normalarbeitsverhältnis sei immer weniger normal. Zu diesem Schluss kommt das am Donnerstag veröffentlichte Jahresgutachten des Sozialverbandes zur sozialen Lage in Deutschland. Es habe noch nie so viele Erwerbstätige wie heute gegeben, aber auch noch nie mehr Minijobs.

Wachstum im ersten Quartal: Spaniens Wirtschaft setzt Erholung fort

MADRID - Spaniens Wirtschaft erholt sich weiter. Im ersten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu, wie die spanische Notenbank am Donnerstag nach einer ersten Schätzung in ihrem Monatsbericht mitteilte. Ökonomen hatten bislang mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent gerechnet. Im Jahresvergleich ermittelte die Bank von Spanien ein Wachstum von 0,5 Prozent. Das spanische Statistikamt INE wird die offiziellen Zahlen am 30. April vorlegen. Die Daten der Zentralbank gelten aber als sehr zuverlässig. Im Schlussquartal 2013 war das BIP im Quartalsvergleich um 0,2 Prozent gestiegen.

Frankreich: Geschäftsklima trübt sich überraschend ein

PARIS - Die Stimmung in französischen Unternehmen hat sich im April überraschend verschlechtert. Das Geschäftsklima fiel auf 94 Punkte von 95 Punkten im Vormonat, wie die Statistikbehörde Insee am Donnerstag in Paris mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 96 Punkte gerechnet./rob/jsl

24.04.2014

IWF-Exekutivrat erörtert Hilfsprogramm für Ukraine kommende Woche

WASHINGTON/KIEW (dpa-AFX) - Der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich am 30. April mit den Milliarden-Hilfen für die Ukraine beschäftigen. Bei der Sitzung gehe es um die Freigabe der veranschlagten Kreditzahlungen in Höhe von 14 bis 18 Milliarden Dollar (10 bis 13 Mrd Euro) über die kommenden zwei Jahre, kündigte IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag in Washington an.

Der Fonds habe alle benötigten Dokumente mit Zusagen für die vereinbarten Reformen und Sparmaßnahmen von der ukrainischen Übergangsregierung erhalten und prüfe nun die Details. Der IWF erwarte, mit einer Freigabe des Programms dafür zu sorgen, dass weitere Hilfsgelder von rund 15 Milliarden Dollar aus anderen internationalen Quellen fließen könnten./mcm/DP/jkr

24.04.2014

ROUNDUP 2: Deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krise in Hochstimmung

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die große Zuversicht deutscher Firmen untermauert die Hoffnung auf ein deutliches Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Der Krise in der Ukraine zum Trotz verbesserte sich die Laune in den Chefetagen der Unternehmen im April. Die Stimmungsaufhellung überraschte viele Volkswirte, die angesichts der sich verschärfenden Lage mit einem Dämpfer beim Ifo-Geschäftsklimaindex gerechnet hatten. Stattdessen stieg das wichtige Stimmungsbarometer nach einem Rückgang im März nun wieder von 110,7 auf 111,2 Punkte.

"Die Unternehmen schauen zudem wieder zuversichtlicher auf die weitere Geschäftsentwicklung. Trotz der Krise in der Ukraine setzt sich die positive Grundstimmung durch", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Donnerstag in München. "Die bisher schon gute Geschäftslage hat sich weiter leicht verbessert." Wichtiger noch: die Unternehmen blicken deutlich zuversichtlicher als noch im März auf die Entwicklung in den kommenden Monaten. Allzu große Sorgen machen sich die befragten Unternehmen derzeit nicht.

UNTERNEHMEN VERTRAUEN AUF FORTSETZUNG DES AUFSCHWUNGS

"Stattdessen vertrauen die Unternehmenslenker auf eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs in Deutschland", schrieb der Chefvolkswirt der DZ Bank, Michael Holstein. Der Ifo-Index zeige, dass sich die Konjunkturerholung auch nach dem sehr starken ersten Quartal fortsetzen und nicht einknicken werde. "Die gut gefüllten Auftragsbücher sorgen für Optimismus, besonders auch im Exportgeschäft." Eine weitere Eskalation des Konflikts oder scharfe Sanktionen gegen Russland könnten das Bild aber rasch wieder ändern.

Bisher ist davon nichts zu spüren. "Die deutschen Unternehmen stecken die Krise in der Ukraine gut weg. Selbst die für deutsche Verhältnisse relativ hohen Tariflohnabschlüsse scheinen kein Unbehagen hervorzurufen", schreibt VP-Bank-Chefökonom, Thomas Gitzel. "Die deutschen Unternehmen strotzen derzeit also vor Kraft." Ralph Solveen von der Commerzbank ergänzt: "Dies spricht dafür, dass die deutsche Wirtschaft auch im zweiten Quartal spürbar zulegen wird."

SCHWUNGVOLLER START IN DAS ZWEITE QUARTAL

Auch der Chefvolkswirt der KfW-Bank, Jörg Zeuner, sieht einen schwungvollen Start für die Wirtschaft ins zweite Quartal: "Der gestiegene Ifo-Index ist eine freudige Überraschung - insbesondere das deutliche Plus bei den Erwartungen." Er rechne nun damit, dass beim Wirtschaftswachstum in Deutschland in diesem Jahr eine Zwei vor dem Komma möglich sei. "Außenwirtschaftlich erweisen sich die USA ein weiteres Mal als Zugpferd", sagte Zeuner.

Volkswirte hatten auch im April mit einem Rückgang beim Ifo-Index gerechnet. So waren zuletzt die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) leicht gefallen. Wirtschaftsforscher hatten vor allem die Unsicherheiten wegen der Krise in der Ukraine als Ursache genannt.

'CHINA VERDIENT VERTRAUEN'

Dazu kommen Sorgen um die Wirtschaft in China. Das Reich der Mitte ist für viele deutsche Firmen inzwischen ein wichtiger, für manche sogar der wichtigste Exportmarkt. Zeuner beruhigt: "China geht sehr bedacht an den Umbau seiner Volkswirtschaft. Das verdient Vertrauen."

Der Ifo-Index hält sich bereits seit März 2010 über der Marke von 100 Punkten, in den schwersten Zeiten der Finanzkrise war er weit darunter gefallen. Vor dem Minus im vergangenen Monat hatte es den letzten kleinen Rückgang im Oktober 2013 gegeben. Allerdings sprechen Volkswirte erst nach drei Änderungen in Folge von einer möglichen Trendwende. Der Ifo-Index wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen ermittelt./sbr/DP/jsl

24.04.2014

USA: Aufträge für langlebige Güter legen deutlich zu

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Investitionstätigkeit in den USA scheint spürbar anzuziehen. Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Donnerstag erhielten die Unternehmen im März deutlich mehr Aufträge für langlebige Güter wie Maschinen als im Vormonat. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Bestellungen um 2,6 Prozent. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 2,0 Prozent gerechnet. Der Anstieg vom Februar wurde leicht um 0,1 Punkte auf 2,1 Prozent nach unten gesetzt.

Auch ohne Aufträge für Transportgüter, die im Zeitverlauf stark schwanken, legten die Bestellungen deutlich zu. In dieser Abgrenzung lag der Anstieg bei 2,0 Prozent. Kapitalgüter wurden 2,2 Prozent mehr als im Vormonat geordert. Diese Gruppe erfasst zivile Güter ohne Flugzeugbestellungen und gilt als Richtschnur für die Investitionsneigung der Unternehmen.

^Die Entwicklung im Überblick

März Prognose Vormonat

Auftragseingang +2,6 +2,0 +2,1r

Ex Transport +2,0 +0,6 +0,1r°

/bgf/jkr

24.04.2014

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen stärker als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche legten sie um 24 000 auf 329 000 zu, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten nur mit 315 000 Anträgen gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt gab es einen Anstieg um 4750 auf 316 750 Anträge.

^

Woche zum Erstanträge Veränderung 4-Wochenschnitt Veränderung

19. April 14 329 24 316,75 4,75

12. April 14 305 4 312,00 -4,50

05. April 14 301 -31 316,50 -4,50

29. März 14 332 22 321,00 1,75°

(Angaben in Tsd)

/jkr/hbr

24.04.2014

WDH/Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,3820 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3820 (Mittwoch: 1,3834) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7236 (0,7229) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82300 (0,82390) britische Pfund , 141,63 (141,46) japanische Yen und 1,2203 (1,2198) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

24.04.2014

Devisen Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,3820 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3820 (Mittwoch: 1,3834) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7236 (0,7229) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82300 (0,82390) britische Pfund , 141,63 (141,46) japanische Yen und 1,2203 (1,2198) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

24.04.2014

AKTIEN IM FOKUS 2: Alstom springen an - Fantasie um GE-Offerte beflügelt Branche

(neu: Schlusskurse)

PARIS/FRANKFURT/ZÜRICH (dpa-AFX) - Nur wenige Tage nach Berichten über einen geplatzten 100-Milliarden-Dollar-Deal in der Pharmabranche hat das Übernahmefieber die Börsianer wieder angesteckt: Diesmal buhlt General Electric (GE) laut Kreisen um Alstom. Die Aktien der Franzosen sprangen am Donnerstag um 10,93 Prozent auf 27 Euro nach oben. In der Spitze wurde sogar 28,685 Euro bezahlt. Das war der höchste Kurs seit Anfang November vergangenen Jahres. Der Cac-40-Index legte um 0,64 Prozent zu.

Der US-Mischkonzern GE wolle den französischen Hersteller von Zügen und Energietechnik für mehr als 13 Milliarden Dollar (9,4 Milliarden Euro) kaufen, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am späten Mittwochabend berichtet. Alstom selbst wusste am Donnerstagmorgen von nichts.

INDUSTRIEWERTE EUROPAWEIT GEFRAGT

Die Fantasie der Anleger hinterließ europaweit ihre Spuren: Der Branchenindex für Industriewerte zog um 0,55 Prozent an und hängte damit den Gesamtmarkt ab. Die Aktien von GE zeigten sich im US-Handel mit einem Plus von zuletzt 0,68 Prozent fester. Die Papiere von Siemens bewegten sich mit plus 0,03 Prozent allerdings kaum Die neu entfachte Übernahmefantasie im Sektor sei zwar positiv, doch mit einer solchen Transaktion würde der US-Konzern den Deutschen auf die Pelle rücken, befand ein Börsianer.

Börsianern zufolge könnte ein Zusammenschluss von GE und Alstom sinnvoll sein. Der Konsolidierungsdruck mache auch vor den großen internationalen Mischkonzernen nicht halt, sagte Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. "In vielen Sparten ist der Margendruck zu groß geworden, und einzelne Teilbereiche sind für Unternehmen wie GE, Alstom und Siemens nicht mehr profitabel." Synergien und Kosteneffizienzen müssten geschaffen werden - eben auch durch Übernahmen auf internationaler Ebene. Die Pharmabranche habe dies bereits vorgemacht.

SIEMENS UND AREVA KÖNNTEN AUCH INTERESSANT SEIN

Allerdings ist noch nicht ausgemacht, dass GE am Ende bei Alstom das Rennen machen wird. Denn auch Siemens oder der Atomriese Areva könnten an der Übernahme des Konzerns interessiert sein, schrieb Analyst Olivier Esnou von der französischen Investmentbank Exane BNP. Wegen der starken Präsenz von Alstom in Frankreich komme es jetzt im Kern darauf an, dass die französische Politik den Deal unterstützt. Jedes mögliche Szenario aber stelle die dauerhafte Eigenständigkeit des Konzerns in Frage. /la/ag/stb/fat/he

24.04.2014

ANALYSE-FLASH: Equinet belässt Lufthansa auf 'Hold' - Ziel 19 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Lufthansa vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 19 Euro belassen. Die Fluggesellschaft dürfte im ersten Quartal ihren Betriebsverlust dank des Effizienzprogramms Score und niedrigerer Ölpreise auf 179 Millionen Euro reduziert haben, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Donnerstag. Der Marktkonsens gehe aber nur von einer stabilen Ergebnisentwicklung aus. Dies wäre für den Experten eine Enttäuschung./fri/fn

24.04.2014

DAX-FLASH: Dax dreht ins Plus - Folgt der Erholung an der Wall Street

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am späten Donnerstagnachmittag seine Verluste wettgemacht und ist ins Plus gedreht. Zuletzt stand er kaum verändert bei 9547,78 Punkten. Die US-Standardindizes hatten wieder verstärkte Sorgen über eine Eskalation der Ukraine-Krise abgeschüttelt und ins Plus gedreht. Dies habe auch den deutschen Leitindex gestützt, sagten Börsianer. Zuvor hatte das Börsenbarometer noch in der Spitze knapp anderthalb Prozent eingebüßt./la/he

24.04.2014

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser belässt Wacker Chemie auf 'Sell' - Ziel 55 Euro

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Wacker Chemie vor Zahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Das Chemieunternehmen habe seinen Umsatz im ersten Quartal auch dank Absatzsteigerungen und Preiserhöhungen im Polysiliziumgeschäft wohl um neun Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gesteigert, schrieb Analyst Nils-Peter Fitzl in einer Studie vom Donnerstag. Das operative Ergebnis (Ebitda) dürfte wegen Sondereffekten um 78 Prozent gestiegen sein. Die aktuelle Bewertung sei aber nur unter der Annahme einer nachhaltigen Erholung der Polysiliziumpreise zu rechtfertigen. Der Experte hält eine solche Annahme für zu optimistisch./fri/fn

24.04.2014

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt fairen Wert für Schaltbau auf 54 Euro - 'Kaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat den fairen Wert der Aktien von Schaltbau Holding von 53 auf 54 Euro erhöht und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Das neue Geschäftsjahr 2014 habe wie erwartet verhalten begonnen für das Verkehrstechnikunternehmen, schrieb Analyst Karsten Oblinger in einer Studie vom Donnerstag. Indes würden die bereits avisierten Zukäufe in Spanien nun umgesetzt./fat/la

24.04.2014

AKTIE IM FOKUS: Lust auf das iPhone treibt Apple-Papier um 8 Prozent nach oben

NEW YORK (dpa-AFX) - Die ungebrochene Lust von Konsumenten auf iPhones hat der Aktie von Apple am Donnerstag einen fulminaten Handelsstart beschert. Das Papier des Technologiekonzerns, der sich neben dem iPhone einen Namen mit Produkten wie dem Mac oder dem iPad gemacht hat, sprang um 7,70 Prozent auf 565,14 US-Dollar nach oben und damit auch an die Spitze des Nasdaq-100-Index . Seit Jahren gab es nicht mehr einen solchen Tagesgewinn bei der Apple-Aktie. Der Auswahl-Technologieindex legte am Donnerstag zugleich um 0,63 Prozent zu.

Der Apple-Konzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss seinen Bericht für das zweite Geschäftsquartal 2013/14 vorgelegt. Dabei vertrieb das Management so manchen Investoren, die nach dem Tod von Steve Jobs hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Konzerns skeptisch geworden waren, die Sorgenfalten. Selbst im traditionell ruhigen Quartal nach Weihnachten hatte Apple ein Gewinn von 10,2 Milliarden Dollar (rund 7,4 Mrd Euro) erzielt. Die Basis dafür war der Absatz von 43,7 Millionen iPhones. Zur Freude der Aktionäre trug auch bei, dass Konzernchef Tim Cook das Aktienrückkaufprogramm massiv ausbaut, die Dividende anhebt und die Aktie im Verhältnis 7 zu 1 splittet.

ANALYSTEN LOBEN ZAHLEN UND AKTIENRÜCKKAUF

Analystin Katy Huberty von Morgan Stanley bekräftigte ihr positives Anlageurteil für das Papier samt ihrem Kursziel von 630 Dollar. Die Quartalsergebnisse seien angetrieben von einer stärkeren Nachfrage nach iPhones der Serie 5s/5c besser als erwartet ausgefallen, urteilte sie. Die Konsensschätzung für den iPhone-Absatz habe bei 38 Millionen gelegen. Zudem lägen die Ziele von Apple für das bis Ende Juni laufende neue Quartal über den Markterwartungen, auch wenn sie ihren Schätzungen entsprächen. "Wenn die Geschichte ein Lehrmeister ist, ist es nun, vor dem Start neuer Produktzyklen Zeit zu kaufen", so Huberty.

Analyst Markus Friebel von Independent Research hob sein Kursziel nach den vorgelegten Zahlen von 640 auf 700 Dollar an und rät Investoren ebenfalls dazu, das Papier zu kaufen. Auch er lobte den unerwartet starken Anstieg der iPhone-Verkäufe und hob zudem hervor, dass Apple sein 2012 gestartetes Aktienrückkaufprogramm von 60 auf nun 90 Milliarden Dollar ausweiten will. Dass Apple außerdem einen Aktiensplit durchführen will, werde das Papier optisch verbilligen und so einer breiteren Investorenbasis zugänglich machen./ck/he

24.04.2014

DAX-FLASH: Index weitet nach US-Eröffnung Minus aus - Sorgen um Ukraine-Krise

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstagnachmittag seine Verluste ausgeweitet und ist zuletzt um 1,09 Prozent auf 9440,61 Punkte gefallen. Der deutsche Leitindex war tiefer ins Minus gerutscht, nachdem die US-Standardindizes nach einem freundlichen Start in die Verlustzone gedreht hatten. Börsianern zufolge litten die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks unter zunehmenden Sorgen um eine Eskalation der Ukraine-Krise. Russland hatte als Reaktion auf die Gewalt im Osten der Ukraine ein großangelegtes Militärmanöver an der gemeinsamen Grenze begonnen. Die Situation auf der ukrainischen Seite sei besorgniserregend, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Bei der "Anti-Terror-Operation" der ukrainischen Regierung gegen moskautreue Separatisten gab es allein am Donnerstag in der Stadt Slawjansk mindestens fünf Tote./la/jha/

24.04.2014

EUROSTOXX-FLASH: Index dreht ins Minus - Händler: Sorgen wegen Ukraine nehmen zu

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 ist am Donnerstagnachmittag ins Minus gedreht und hat zuletzt 0,45 Prozent auf 3161,58 Punkte verloren. In der Spitze hatte der europäische Leitindex gegen Mittag rund ein Prozent gewonnen. Offenbar hätten Meldungen über ein großangelegtes Militärmanöver Russlands an der Grenze zur Ukraine die Befürchtungen der Anleger über eine Verschärfung der Krise verstärkt, sagte ein Händler./la

24.04.2014

DAX-FLASH: Dreht ins Minus - Händler: Sorgen wegen Ukraine-Krise nehmen zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wieder verstärkte Sorgen über die Ukraine-Krise haben den Dax am Donnerstagnachmittag ins Minus gedrückt. Zuletzt stand der deutsche Leitindex 0,11 Prozent tiefer bei 9533,34 Punkten. In der Spitze hatte der Dax gegen Mittag rund ein Prozent gewonnen. Offenbar hätten Meldungen über ein großangelegtes Militärmanöver Russlands an der Grenze zur Ukraine die Befürchtungen der Anleger über eine Verschärfung der Krise verstärkt, sagte ein Händler./mis/ag

24.04.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Zooplus auf 'Add' - Ziel 60 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für Zooplus nach Umsatzzahlen auf "Add" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Der Umsatz des Onlineversandhändlers für Tierbedarf sei im ersten Quartal besser als von ihm und dem Markt erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Dennis Schmitt in einer Studie vom Donnerstag. Das Unternehmen habe sein Wachstum sowohl im Vergleich mit dem Vorquartal als auch mit dem Vorjahresquartal beschleunigt./fri/fn/ag