dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

31.03.2015

ROUNDUP: Nachspielzeit für Atomgespräche mit dem Iran?

LAUSANNE (dpa-AFX) - Kurz vor Ablauf der selbst gesetzten Verhandlungsfrist haben sich die USA eine Verlängerung der Atomgespräche mit dem Iran weiter offen gehalten. Die Gespräche im schweizerischen Lausanne könnten auch am Mittwoch fortgesetzt werden, sagte US-Regierungssprecher Josh Earnest am Dienstag. "Wenn wir nahe der Ziellinie vorankommen, sollten wir weitermachen."

Zuvor hatte es von deutscher Seite heißen, die Gespräche am Genfer See befänden sich in einer kritischen und schwierigen Phase. Bis Mitternacht wollten die UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschland und der Iran eine Grundsatzeinigung in dem zwölf Jahre währenden Streit erzielen. Ein umfassendes Abkommen ist bis Anfang Juli angepeilt.

Im Kern des Konflikts geht es um die Frage, wie sicher gestellt werden kann, dass der Iran nicht unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Atombomben entwickelt. Der Westen fordert verlässliche Garantien und Kontrollen. Teheran will die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. Eine Einigung würde den Iran aus der internationalen Isolation befreien und könnte unter anderem das Verhältnis zwischen den USA und der Islamischen Republik entspannen. Auch die deutsche Wirtschaft erhofft sich Vorteile.

Strittig war zuletzt vor allem, wie der Iran nach einer mehrjährigen Phase, in der höherwertige Atomforschung untersagt sei, weiter verfahren dürfe. Teheran will nach Ablauf einer solchen Frist sein Atomprogramm wieder uneingeschränkt betreiben dürfen. Der Westen fordert auch danach Restriktionen. Zudem ging es um den Zeitrahmen für die Aufhebung von UN-Sanktionen, die den Transfer von Atomtechnologie in den Iran verbieten und die Frage, wie Sanktionen schnell wieder greifen könnten, falls der Iran gegen Vereinbarungen verstößt.

Wegen der laufenden Verhandlungen fanden die deutsch-französischen Regierungskonsultationen am Dienstag in Berlin ohne die Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Laurent Fabius statt. Ihre Anwesenheit in Lausanne sei notwendig, hieß es zur Begründung.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow traf am Dienstag ebenfalls wieder in Lausanne ein. Er war am Vortag zurück nach Moskau gereist. Die Chancen auf eine Einigung bezeichnete Lawrow als "groß". "Entscheidend ist, dass keiner der Teilnehmer überhöhte Forderungen stellt - das Gleichgewicht muss gewahrt sein", sagte der Außenminister der Agentur Interfax zufolge. Aus Delegationskreisen hieß es zudem, die selbst gesetzte Frist solle vor allem den Entscheidungsdruck auf die Beteiligten erhöhen./asa/DP/he

31.03.2015

Viele ethische Fragen: Daimler sieht langen Zeitplan für autonomes Fahren

BERLIN (dpa-AFX) - Technisch möglich - rechtlich unklar: Daimler rechnet mit einem weiten Weg, um einen ethischen und gesetzlichen Rahmen für komplett automatisierte Autos zu schaffen. "Wir werden in drei bis fünf Jahren kein Regelwerk haben, das autonomes Fahren in Gänze erlaubt", sagte die für Recht und Integrität zuständige Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt am Dienstag in Berlin. Denn obwohl Daimler mit den neuen Technologien vor allem Unfälle aufgrund von menschlichem Versagen verhindern will, muss die Software in einem Fahrzeug ständig Entscheidungen treffen - im Extremfall womöglich sogar solche über Leben und Tod.

Während ein Fahrer in Gefahrensituationen spontan entscheidet, werden die Grundlagen für eine Auto-Entscheidung schon lange vorher durch die Programmierer gelegt. Und die müssten Klarheit darüber haben, nach welchen Maßstäben die Software in einem theoretischen Fall vorgehen soll, so Hohmann-Dennhardt. Ein mögliches Konzept ist die Schadensminderung - also ein Vorgehen, nach dem sich das Fahrzeug für den geringsten insgesamt auftretenden Schaden entscheidet. Doch schon solche vermeintlich logischen Grundlagen werfen sofort tiefgreifende ethische Fragen auf. Zum Beispiel, ob und wie ein Programm abwägen kann, welche Verkehrsteilnehmer stärker zu schützen sind. Da gebe es Fälle, "an denen man lange diskutieren sollte", sagte die frühere Richterin am Bundesverfassungsgericht./mmb/ang/he

31.03.2015

Jenoptik-Großaktionär ECE trennt sich von Großteil seines Aktienpaketes

HINTERBRÜHL (dpa-AFX) - Der größte Einzelaktionär von Jenoptik trennt sich von einem Großteil seines Aktienpaktes. Die österreichische ECE Industriebeteiligungen GmbH habe beschlossen, insgesamt 6 Millionen Inhaberstammaktien des TecDax-Konzerns zu verkaufen, teilte ECE am Dienstag in Hinterbrühl mit. Dies entspreche einer Beteiligung von circa 10,48 Prozent am Grundkapital des Technologieunternehmens. Zuletzt hielt ECE gut 14 Prozent an Jenoptik.

Der Verkauf werde zu einem marktnahen Preis im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens in Form einer Privatplatzierung durchgeführt und solle voraussichtlich am morgigen Mittwoch abgeschlossen sein, hieß es. Jenoptik-Aktien reagierten im Frankfurter Spezialistenhandel kaum auf die Meldung. Sie schwankten um ihren Schlusskurs von 12,595 Euro auf der elektronischen Handelsplattform Xetra und standen zuletzt mehr als ein Prozent tiefer.

Der Grund für den Verkauf der Papiere liege darin, dass sich die ECE Industriebeteiligungen entschieden habe, wieder intensiver in das angestammte Immobilien-Kerngeschäft in Zentral- und Osteuropa zu investieren. Außerdem werde die hohe Gewichtung der Beteiligung nach dem jüngsten Kursanstieg mit diesem Schritt wieder abgebaut.

Die ECE Industriebeteiligungen GmbH gehört zur ECE Gruppe und ist damit Teil der Vermögensverwaltung der österreichischen Humer Privatstiftung. Jene 935 000 Jenoptik-Aktien, die von Privatpersonen der Familie Humer gehalten würden, seien nicht Bestandteil der Platzierung und sollten weiterhin im Rahmen der privaten Veranlagung gehalten werden./la/men/he

31.03.2015

ROUNDUP/Lufthansa: Schule wusste während Piloten-Ausbildung von Depression

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Verkehrsfliegerschule der Lufthansa wusste während der Ausbildung des Copiloten der Germanwings-Unglücksmaschine von einer vorausgegangenen Depression. In einer E-Mail habe der damalige Flugschüler 2009 im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme seiner Ausbildung die Verkehrsfliegerschule über eine "abgeklungene schwere depressive Episode" informiert, teilte die Lufthansa am Dienstagabend mit.

Bereits bekannt war, dass der Copilot des Germanwings-Flugs 4U9525, Andreas Lubitz, in seiner Ausbildung in der Verkehrsfliegerschule eine Unterbrechung von mehreren Monaten gehabt hatte. "Im Anschluss wurde dem Co-Piloten die erforderliche ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt", heißt es in der Lufthansa-Mitteilung.

Der Airbus war am Dienstag vor einer Woche auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einer Felswand in Frankreich zerschellt. Der 27 Jahre alte Copilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit voller Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler war er vor Jahren suizidgefährdet und für den Unglückstag eigentlich krankgeschrieben./mda/DP/he

31.03.2015

USA: Atomgespräche mit Iran könnten Mittwoch fortgesetzt werden

WASHINGTON (dpa-AFX) - Kurz vor Ablauf der selbst gesetzten Verhandlungsfrist halten sich die USA eine Verlängerung der Atomgespräche mit dem Iran weiter offen. Die Gespräche im schweizerischen Lausanne könnten auch am Mittwoch fortgesetzt werden, sagte US-Regierungssprecher Josh Earnest am Dienstag. "Wenn wir nahe der Ziellinie vorankommen, sollten wir weitermachen", sagte Earnest. Zuvor hatte bereits Außenamtssprecherin Marie Harf die Tür für eine Verlängerung der Gespräche ohne Rahmenabkommen in Aussicht gestellt.

Die Frist läuft am Dienstag um Mitternacht ab. Bis dahin wollen die UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschland mit dem Iran eine Grundsatzeinigung im Streit um das umstrittene iranische Atomprogramm erzielen. Ein umfassendes Abkommen ist bis Anfang Juli angepeilt./jot/DP/men

31.03.2015

Lufthansa: Schule wusste während Piloten-Ausbildung von Depression

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Verkehrsfliegerschule der Lufthansa wusste während der Ausbildung von Copilot Andreas Lubitz von einer vorausgegangenen Depression. In einer E-Mail habe der damalige Flugschüler 2009 im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme seiner Ausbildung die Verkehrsfliegerschule über eine "abgeklungene schwere depressive Episode" informiert, teilte die Lufthansa am Dienstagabend mit./mda/DP/men

31.03.2015

WDH/ROUNDUP 2: Verdi verlängert Amazon-Streiks an vier Standorten

(Berichtigt werden die Angaben zum Standort in Elmshorn im letzten Absatz - dort handelt es sich um den DVD-Verleihservice Lovefilm.)

WERNE/RHEINBERG (dpa-AFX) - Neue Streikwelle bei Amazon kurz vor Ostern: Noch bis Gründonnerstag will Verdi die Arbeitsniederlegung beim Online-Versandhändler ausweiten. Das teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Dies betreffe die Standorte Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen) und Leipzig (Sachsen) und solle bis zum Ende der Spätschicht dauern. Angesichts der parallel angekündigten Warnstreiks bei der Deutschen Post müssten sich Amazon-Kunden auf deutliche Beeinträchtigungen einstellen, erklärte die Gewerkschaft. Nach Verdi-Angaben beteiligten sich an den Streiks am Dienstag in Deutschland von den 10 000 Amazon-Mitarbeitern rund 1700 Beschäftigte. Amazon zufolge waren es 1400 Mitarbeiter.

"Wir halten unser Lieferversprechen", sagte Amazon-Sprecherin Anette Nachbar der Deutschen Presse-Agentur. Ähnlich wie im Weihnachtsgeschäft werde Amazon mit seinem europaweiten Logistiknetz auch diese Situation gut meistern. Sie verwies auf das Netz des Online-Händlers in Europa mit 28 Standorten in sieben Ländern.

Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske sagte auf einer Streikversammlung in Werne: "Wir geben keine Ruhe, solange es keine Tarifverträge gibt." Verdi will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen. Dabei strebt die Gewerkschaft einen Tarifvertrag zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels an. Das lehnt das Unternehmen strikt ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiere.

Der Durchschnittslohn liege über 10 Euro, betonte eine Sprecherin. Schon im zweiten Jahr der Beschäftigung könnten die Mitarbeiter bei Amazon einschließlich Zusatzleistung auf einen Monatslohn von 2300 Euro kommen. In dem Tarifkonflikt kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Streiks. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Begonnen hatte die jüngste Streikwelle am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld zu Beginn der Nachtschicht von Sonntag auf Montag. Am Dienstag beteiligten sich Mitarbeiter des Onlineversenders an den Standorten Rheinberg und Werne (Nordrhein-Westfalen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Bad-Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), sowie in Elmshorn (Schleswig-Holstein, DVD-Verleihservice Lovefilm)./bbi/DP/men

31.03.2015

ROUNDUP 2: Verdi verlängert Amazon-Streiks an vier Standorten

(neu: mit Streikbeteiligungsangaben von Amazon.)

WERNE/RHEINBERG (dpa-AFX) - Neue Streikwelle bei Amazon kurz vor Ostern: Noch bis Gründonnerstag will Verdi die Arbeitsniederlegung beim Online-Versandhändler ausweiten. Das teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Dies betreffe die Standorte Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen) und Leipzig (Sachsen) und solle bis zum Ende der Spätschicht dauern. Angesichts der parallel angekündigten Warnstreiks bei der Deutschen Post müssten sich Amazon-Kunden auf deutliche Beeinträchtigungen einstellen, erklärte die Gewerkschaft. Nach Verdi-Angaben beteiligten sich an den Streiks am Dienstag in Deutschland von den 10 000 Amazon-Mitarbeitern rund 1700 Beschäftigte. Amazon zufolge waren es 1400 Mitarbeiter.

"Wir halten unser Lieferversprechen", sagte Amazon-Sprecherin Anette Nachbar der Deutschen Presse-Agentur. Ähnlich wie im Weihnachtsgeschäft werde Amazon mit seinem europaweiten Logistiknetz auch diese Situation gut meistern. Sie verwies auf das Netz des Online-Händlers in Europa mit 28 Standorten in sieben Ländern.

Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske sagte auf einer Streikversammlung in Werne: "Wir geben keine Ruhe, solange es keine Tarifverträge gibt." Verdi will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen. Dabei strebt die Gewerkschaft einen Tarifvertrag zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels an. Das lehnt das Unternehmen strikt ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiere.

Der Durchschnittslohn liege über 10 Euro, betonte eine Sprecherin. Schon im zweiten Jahr der Beschäftigung könnten die Mitarbeiter bei Amazon einschließlich Zusatzleistung auf einen Monatslohn von 2300 Euro kommen. In dem Tarifkonflikt kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Streiks. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Begonnen hatte die jüngste Streikwelle am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld zu Beginn der Nachtschicht von Sonntag auf Montag. Am Dienstag beteiligten sich Mitarbeiter des Onlineversenders an den Standorten Rheinberg und Werne (Nordrhein-Westfalen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Bad-Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), sowie in Elmshorn (Schleswig-Holstein, Amazon Prime Instant Video)./bbi/DP/men

31.03.2015

GESAMT-ROUNDUP: Millionen-Rückstellungen nach Absturz - Merkel dankt Frankreich

PARIS/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Für die Kosten der Germanwings-Katastrophe stellt ein Versicherungskonsortium nach Angaben der Lufthansa 300 Millionen US-Dollar (278 Mio Euro) zurück. Das Geld sei gedacht für Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen, den zerstörten Airbus A320 und Betreuungsteams, sagte ein Sprecher des Konzerns, zu dem Germanwings gehört, am Dienstag in Frankfurt. Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte Frankreich bei einem Besuch von Präsident François Hollande und dessen Kabinett in Berlin für die Unterstützung nach dem Unglück über Südfrankreich mit 150 Toten, darunter 75 Deutsche.

Beide Länder seien in den ersten drei Monaten des Jahres "in Bewährungsproben enger zusammengerückt", sagte Merkel auch mit Blick auf den Anschlag islamistischer Terroristen auf das Pariser Satiremagazin "Charlie Hebdo". Hollande sprach von einem Regierungstreffen "im Kontext der Tragödien".

Zu der Absturzstelle in den französischen Alpen konnten die Ermittler eine Woche nach dem Unglück erstmals über eine eigens errichtete Behelfsstraße in Geländewagen gelangen. Das soll die weitere Suche nach den Opfern und dem noch vermissten Flugdatenschreiber in dem zerklüfteten Gelände erleichtern. Aus Düsseldorf brach am Dienstag ein deutsches Ermittlerteam dorthin auf. Die Bundeswehr unterstützt die Bergung mit zwei Hubschraubern, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die endgültige Identifizierung der Toten kann laut Experten der Gendarmerie mehrere Monate dauern.

Der Airbus war am Dienstag vor einer Woche auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einer Felswand zerschellt. Der 27 Jahre alte Copilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit voller Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler war er vor Jahren suizidgefährdet und für den Unglückstag eigentlich krankgeschrieben.

"Aus Respekt vor den Opfern des Absturzes von Flug 4U9525" sagte Lufthansa die für den 15. April geplanten Feierlichkeiten zum 60. Konzernjubiläum ab. Lufthansa-Chef Carsten Spohr will am Mittwoch mit Angehörigen im Betreuungszentrum in Marseille zusammenkommen. Germanwings-Chef Thomas Winkelmann dankte den Helfern in einer Videobotschaft. Das Unternehmen werde weiterhin alles in seiner Macht Stehende tun, um den Hinterbliebenen zu helfen.

Hollande stellte die Identifizierung aller Opfer "bis spätestens Ende der Woche" in Aussicht. Bis dahin sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Marseille die Leichen geborgen sein, von denen Experten noch am Einsatzzentrum in Seyne-les-Alpes sofort DNA-Proben nehmen. Die eigentliche Identifizierung, also die Zuordnung zu den Vergleichsdaten der Angehörigen, kann dann aber zwei bis vier Monate dauern. Diese Einschätzung wurde am Dienstag im Kriminalinstitut der französischen Gendarmerie in Pontoise bekräftigt.

In dem Versicherungskonsortium, das sich auf die Übernahme der Kosten vorbereitet, spielt laut Lufthansa die Münchner Allianz eine führende Rolle. Dort wollte sich zunächst niemand äußern. Zunächst hatte das "Handelsblatt" über die Rückstellungen berichtet.

Die Erkenntnisse über die psychischen Probleme des Copiloten Andreas Lubitz haben eine Diskussion über die Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht für sensible Berufe ausgelöst. Zwar teilte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit, in jüngster Zeit sei ihm weder Selbst- noch Fremdgefährdung attestiert worden. Es habe jedoch bis zuletzt "weitere Arztbesuche mit Krankschreibungen" gegeben. Seinem Arbeitgeber legte der 27-Jährige diese nicht vor.

Der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Rainer Richter, lehnt eine Lockerung ab. "Die Schweigepflicht ist in Fällen, in denen Patienten andere Personen gefährden, nicht das Problem", sagte Richter der Deutschen Presse-Agentur. "Schon jetzt sind Ärzte und Psychotherapeuten befugt, die Schweigepflicht zu durchbrechen, wenn sie dadurch die Schädigung Dritter verhindern können."

Das Problem sei vielmehr "die grundsätzliche Schwierigkeit, bei einem Menschen die Absicht, sich und insbesondere Dritte zu schädigen, verlässlich zu erkennen und die Ernsthaftigkeit einzuschätzen".

Die Vereinigung Cockpit (VC) ist klar gegen eine Lockerung: "Wenn mein Arzt von der Schweigepflicht entbunden ist, werde ich ihm gegenüber kein Problem ansprechen, weil immer die Angst vorm Fluglizenzentzug mitschwingt", sagte der Präsident der Pilotengewerkschaft, Ilja Schulz, der "Rheinischen Post" (Dienstag)./sem/DP/men

31.03.2015

Ölpreise fallen - Iran-Verhandlungen im Blick

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag mit der Aussicht auf ein Ende der Sanktionen gegen das Förderland Iran gefallen. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 55,79 US-Dollar und damit 50 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 33 Cent auf 48,35 Dollar. Zuvor hatten die Ölpreise aber deutlich stärker unter Verkaufsdruck gestanden.

Im Fokus der Anleger steht eine mögliche Einigung im Atomstreit mit dem wichtigen Förderland Iran. Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Außenminister und Vertreter der fünf UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien) sowie Deutschlands und des Irans kamen am Dienstag zu weiteren Gesprächen zusammen. Die selbst gesetzte Frist für ein Grundsatzabkommen in dem Streit läuft um Mitternacht ab.

Die starken Bemühungen der letzten Wochen und der Umstand, dass die Außenminister der beteiligten Länder nach Lausanne angereist sind, machen laut den Analysten der Commerzbank ein Scheitern der Gespräche unwahrscheinlich. Kommt es zu einem Übereinkommen und damit einem Ende der Sanktionen gegen den Iran, dürfte das Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt zunehmen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist stark gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis der Ölsorten des Kartells am Montag bei 51,45 US-Dollar gelegen habe. Das sind 1,48 Dollar weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/he

31.03.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax mit Rekordquartal - Minus am letzten Tag

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist in den ersten drei Monaten des Jahres um satte 22 Prozent gestiegen - das ist die stärkste Quartalsentwicklung seit 2003. Auch das Monatsplus von knapp 5 Prozent für den März kann sich sehen lassen. Dank der Geldflut der Notenbanken und fehlender Anlagealternativen erklomm der deutsche Leitindex seit Jahresbeginn einen Höchststand nach dem anderen. Weder das griechische Schuldendrama noch die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten konnten die Euphorie nachhaltig bremsen.

Die Kursverluste zum Quartalsende konnte der Dax am Dienstag deshalb gut verschmerzen. Er schloss 0,99 Prozent schwächer bei 11 966,17 Punkten. Für den MDax ging es um 0,65 Prozent auf 20 684,63 Zähler nach unten und der Technologiewerteindex TecDax verlor 0,83 Prozent auf 1615,46 Punkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,82 Prozent auf 3697,38 Punkte. Auch die nationalen Indizes in Paris und London gaben nach. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende moderat in der Verlustzone.

DAX BEKOMMT ZUM QUARTALSENDE HÖHENANGST

"Der Dax bekommt erneut Höhenangst", kommentierte Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets die Tagesentwicklung. Die zunehmende Skepsis gegenüber der Kursrally lasse sich daran ablesen, dass die Anleger trotz guter deutscher Konjunkturdaten Gewinne mitgenommen hätten. Der Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt hatte sich im März dank eines robusten Wirtschaftswachstums und moderater Lohnabschlüsse fortgesetzt. Zudem waren die Verbraucherpreise im Euroraum kaum noch gesunken.

Das nimmt wiederum etwas Druck von der Europäischen Zentralbank (EZB), die mit einem groß angelegten Anleihekaufprogramm ihre Geldpolitik stark gelockert hatte. Nicht zuletzt diese Geldspritze hatte die Aktienmärkte angetrieben.

ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN IM DAX

Im Dax sorgten Analystenkommentare für Bewegung bei Einzelwerten Die Papiere von HeidelbergCement standen nach einer Empfehlung vom Investmenthaus Raymond James mit plus 0,78 Prozent an der Dax-Spitze.

Molltöne von Experten belasteten hingegen die Aktien von BMW . Die Papiere des Münchner Autobauers gaben um 1,31 Prozent nach, gehören mit einem Plus von fast 30 Prozent aber weiter zu den überdurchschnittlichen Dax-Werten für 2015. Analyst Harald Hendrikse von der Investmentbank Morgan Stanley hält nach der Kursrally bei BMW eine Pause für angebracht.

POSITIVE BRANCHENNACHRICHTEN BEFLÜGELN OSRAM

Im MDax stachen die Anteilscheine von Osram mit plus 2,89 Prozent an der Indexspitze heraus. Für Fantasie beim Beleuchtungskonzern sorgte, dass der Wettbewerber Philips seine Sparte für LED- und Autolicht-Bauteile in die Hände von Finanzinvestoren gibt. Der Preis für das Geschäft liege höher als von vielen Experten erwartet, kommentierte Commerzbank -Analyst Sebastian Growe.

Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stieg von 0,14 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 140,52 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,23 Prozent auf 158,84 Punkte hoch. Der Kurs des Euro lag bei 1,0750 US-Dollar. Zuvor hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,0759 (Montag: 1,0845) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,9295 (0,9221) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

31.03.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt Rekordquartal hin - Minus am letzten Tag

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist in den ersten drei Monaten des Jahres um satte 22 Prozent gestiegen - das ist die stärkste Quartalsentwicklung seit 2003. Auch das Monatsplus von knapp 5 Prozent für den März kann sich sehen lassen. Dank der Geldflut der Notenbanken und fehlender Anlagealternativen erklomm der deutsche Leitindex seit Jahresbeginn einen Höchststand nach dem anderen. Weder das griechische Schuldendrama noch die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten konnten die Euphorie nachhaltig bremsen.

Die Kursverluste zum Quartalsende konnte der Dax am Dienstag deshalb gut verschmerzen. Er schloss 0,99 Prozent schwächer bei 11 966,17 Punkten. Für den MDax ging es um 0,65 Prozent auf 20 684,63 Zähler nach unten und der Technologiewerteindex TecDax verlor 0,83 Prozent auf 1615,46 Punkte./gl/he

31.03.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Verluste bei Rohstoffwerten bedrohen Quartalsgewinn

NEW YORK (dpa-AFX) - Beim Dow Jones Industrial steht das bisherige Mini-Quartalsplus auf der Kippe. Aktuell beträgt der Gewinn nur noch knapp ein halbes Prozent, da der US-Leitindex am Dienstag den deutlichen Kursgewinnen zu Wochenbeginn Tribut zollen musste. Im frühen Handel gab das Börsenbarometer um 0,38 Prozent auf 17 907,85 Punkte nach. Börsianer begründeten dies auch mit dem schwachen Ölpreis, der Aktien von Rohstoffunternehmen belastet habe. Da sich indes in den USA die Konsumlaune im März überraschend stark gezeigt hatte, hielten sich die Verluste an der Wall Street in Grenzen.

Der breiter angelegte S&P-500-Index verlor 0,27 Prozent auf 2080,60 Punkte. An der technologielastigen Börse Nasdaq gab der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,30 Prozent auf 4369,68 Punkte nach. Am Montag hatte noch alle drei Indizes mehr als 1 Prozent gewonnen und dabei unter anderem von gleich drei Übernahme-Ankündigungen im Pharmasektor profitiert.

Börsianer begründeten den schwachen Ölpreis mit den Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm. Kommt es zu einem Übereinkommen, enden die Sanktionen und das weltweite Überangebot an Rohöl dürfte zunehmen. Zurzeit laufen Gespräche zwischen den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland und dem Iran. Die selbst gesetzte Frist für ein Grundsatzabkommen in dem bereits zwölf Jahre dauernden Streit läuft um Mitternacht ab.

Im Dow litten die Aktien des Ölkonzerns Chevron Corp. mit einem Minus von 1,07 Prozent unter dem sinkenden Preis für das Schwarze Gold. Die Titel des Konkurrenten ExxonMobil gaben um 0,57 Prozent nach.

Ansonsten blieben Übernehmen auch am Dienstag das Gesprächsthema an der Wall Street. So will der Kabelkonzern Charter Communications den Konkurrenten Bright House Networks schlucken. Das Geschäft hat einen Wert von insgesamt 10,4 Milliarden US-Dollar (9,7 Milliarden Euro). Damit schreitet die Konsolidierung auf dem amerikanischen Kabelmarkt weiter voran. Aktien von Charter Communications kletterten daraufhin als mit Abstand bester Wert im Nasdaq 100 um mehr als acht Prozent nach oben.

An der Spitze des S&P 500 zogen die Aktien der CBRE Group um mehr als fünf Prozent an. Der Immobiliendienstleister will dem Mischkonzern Johnson Controls sein Geschäft mit der Immobilien- und Liegenschaftsverwaltung abkaufen. Dessen Titel gewannen rund zwei Prozent.

Papiere des kanadischen Unternehmens Teck Ressources aber fielen um rund acht Prozent und büßten damit einen Großteil ihrer Vortagesgewinne wieder ein. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass es auf dem globalen Kupfermarkt zu einer Fusion kommen könnte. Teck und die britische Antofagasta prüften einen Zusammenschluss. Dies wurde jedoch von beiden Unternehmen dementiert./la/he

31.03.2015

Zwanzig Prozent Gewinn in drei Monaten - Was ist los im Dax?

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger reiben sich verwundert die Augen: In nur drei Monaten ist der Dax um weit mehr als zwanzig Prozent gestiegen und hat einen Rekord nach dem nächsten aufgestellt. Damit hat er das beste Quartal seit 2003 hinter sich. Ist das noch normal? Oder droht eine Blase?

Warum sind die Kurse so stark gestiegen?

Das liegt vor allem an der Geldpolitik der Notenbanken. Im Kampf gegen das schwache Wirtschaftswachstum und die zu niedrige Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Geldhahn weit aufgedreht. Anfang März begann sie, im großen Stil Staatsanleihen aus der Eurozone aufzukaufen. Die Währungshüter pumpen so monatlich 60 Milliarden Euro in die Märkte. Im Idealfall sollen die Banken das frische Geld in Form von Krediten an Unternehmen und Verbraucher weitergeben. So soll die Konjunktur angekurbelt werden. Ein großer Teil des Geldes landet allerdings auch an den Aktienmärkten. Zudem schwächelt der Euro, wovon die auf Export ausgerichtete deutsche Wirtschaft in besonderem Maße profitiert, denn Waren werden dadurch im Ausland billiger.

Warum investieren die Anleger ausgerechnet in Aktien?

Weil sie dort noch eine der wenigen Möglichkeiten sehen, eine ordentliche Rendite zu erzielen. Mit Sparkonto und Tagesgeld ist das angesichts der aktuellen Minizinsen kaum möglich - auch das eine Folge der Geldpolitik der Notenbank. Experten sprechen von einem Anlagenotstand.

Kann der Dax noch weiter zulegen?

Nach Meinung einiger Börsianer schon. Denn neben der EZB verfolgen die meisten anderen großen Notenbanken ebenfalls eine extrem lockere Geldpolitik, um ihre wachstumsschwachen Volkswirtschaften zu stützen. Den Anlegern bieten sich deshalb auch im Ausland kaum lohnende Alternativen zum Aktienkauf. Die Analysten der DZ Bank sehen den Dax am Jahresende bei 12 500 Punkten. Das wäre nochmals ein Plus von gut 500 Punkten.

Sind die Anleger zu euphorisch? Droht gar eine Blase?

Experten warnen schon seit längerem vor einer Übertreibung am Aktienmarkt, auch die DZ Bank. "Die Kursrally am Aktienmarkt ist nicht mehr gesund", erklärte Analyst Christian Kahler schon vor zwei Wochen, hob aber im gleichen Atemzug sein Jahresziel für den Dax an. Denn es gibt weiterhin kaum Anlagealternativen, die ordentlich Gewinn abwerfen.

Welche Aktien sind besonders gut gelaufen? Wer hat verloren?

Zu den Spitzenreitern gehören die Aktien des Pharmakonzerns Merck KGaA, des Chemiekonzerns BASF und des Autobauers Volkswagen , die jeweils ein Drittel an Wert zulegen konnten. Neben dem günstigen Eurokurs half auch der niedrige Ölpreis. Einzige Dax-Verlierer sind die Papiere der Versorger RWE und Eon , die von der deutschen Energiewende ausgebremst wurden, sowie die Aktie der streikgeplagten Lufthansa .

Welche Anleger profitieren vom Dax-Rekordlauf?

Das sind vor allem die sogenannten institutionellen Investoren, also Fonds und andere Profianleger. Dagegen sind Aktien bei Privatleuten nach den schlechten Erfahrungen der Dotcom-Blase und der Finanzkrise verpönt. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts hatten im vergangenen Jahr nur noch 8,4 Millionen Menschen in Deutschland Geld in Aktien oder Aktienfonds angelegt - annähernd 4,4 Millionen weniger als beim Höchststand im Jahr 2001.

Wie entwickeln sich ausländische Börsen?

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 liegt rund 15 Prozent im Plus. Dagegen ist der US-Leitindex Dow Jones Industrial kaum von der Stelle gekommen. Der Grund: Die amerikanische Notenbank bereitet die Finanzmärkte dank der wirtschaftlichen Erholung in den USA behutsam auf die erste Leitzinsanhebung seit der Finanzkrise vor./gl/das/men

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

31.03.2015

Aktien New York: Verluste bei Rohstoffwerten bedrohen Quartalsgewinn

NEW YORK (dpa-AFX) - Beim Dow Jones Industrial steht das bisherige Mini-Quartalsplus auf der Kippe. Aktuell beträgt der Gewinn nur noch rund ein drittel Prozent, da der US-Leitindex am Dienstag den deutlichen Kursgewinnen zu Wochenbeginn Tribut zollen musste. Im frühen Handel gab das Börsenbarometer um 0,52 Prozent auf 17 883,36 Punkte nach. Börsianer begründeten dies auch mit dem schwachen Ölpreis, der Aktien von Rohstoffunternehmen belastet habe. Da sich indes in den USA die Konsumlaune im März überraschend stark gezeigt hatte, hielten sich die Verluste an der Wall Street in Grenzen.

Der breiter angelegte S&P-500-Index verlor 0,44 Prozent auf 2077,05 Punkte. An der technologielastigen Börse Nasdaq gab der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,49 Prozent auf 4361,54 Punkte nach. Am Montag hatte noch alle drei Indizes mehr als 1 Prozent gewonnen und dabei unter anderem von gleich drei Übernahme-Ankündigungen im Pharmasektor profitiert./la/he

31.03.2015

Aktien New York Ausblick: Negative Vorzeichen - aktueller Quartalsgewinn bedroht

NEW YORK (dpa-AFX) - Den letzten Handelstag im Quartal dürfte die Wall Street mit Verlusten einläuten. Damit steht beim Dow Jones Industrial das bisherige Mini-Quartalsplus auf der Kippe - der erneut schwache Ölpreis dürfte den Handelsstart an der Wall Street wohl vermiesen. Der Future auf den Dow Jones Industrial tendierte rund eine dreiviertel Stunde vor Börsenbeginn mit 0,43 Prozent im Minus. Das Quartalsplus des US-Leitindex beläuft sich gemessen am Vortagesschluss auf 0,9 Prozent. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq-100-Index sank um 0,32 Prozent.

"Das war ein volatiles Quartal, und wenn der S&P 500 da positiv rauskommt, hat er das vor allem den gestrigen Gewinnen zu verdanken", sagte Marktanalyst Jasper Lawler von CMC Markets. Aktuell liegt der Index der 500 größten börsennotierten Unternehmen auf Quartalssicht mit 1,3 Prozent im Plus. Zum Vergleich: Der Dax legte bis heute dagegen über 20 Prozent im Quartal zu.

Die erwarteten Kursverluste an diesem Tag begründete Lawler mit schwachen Ölpreisen im Zuge der Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm. Kommt es zu einem Übereinkommen, enden die Sanktionen und das weltweite Überangebot an Rohöl dürfte zunehmen. Zurzeit laufen Gespräche zwischen den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland und dem Iran. Die selbst gesetzte Frist für ein Grundsatzabkommen in dem bereits zwölf Jahre dauernden Streit läuft um Mitternacht ab.

Weitere Impulse für die Börsen dürften die anstehenden Konjunkturdaten liefern, die schließlich am Karfreitag in der Bekanntgabe der monatlichen US-Arbeitsmarktdaten gipfeln werden. Neben Daten vom Immobilienmarkt steht kurz nach dem Handelsstart die Stimmung der Einkaufsmanager der Region Chicago auf dem Programm und anschließend Daten zum Verbrauchervertrauen.

Unter den Einzelwerten legten die Papiere von Tesla vorbörslich um weitere 0,75 Prozent zu, nachdem sie im Nasdaq 100 bereits tags zuvor um rund 3 Prozent gestiegen waren. Elon Musk, Chef des Elektroauto-Herstellers, hatte am Montag per Twitter die Vorstellung einer "bedeutenden neuen Produktlinie" - allerdings kein Auto - am 30. April angekündigt.

IBM könnten im Dow Jones in den Blick rücken, da der IT-Konzern groß ins Geschäft mit der Vernetzung von Technik im sogenannten "Internet der Dinge" einsteigen will. Der Computerkonzern entwickelt eine offene Cloud-Plattform, auf der Unternehmen eigene Anwendungen dafür laufen lassen können. In die darauf spezialisierte neue Sparte steckt IBM drei Milliarden Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren.

Papiere des kanadischen Unternehmens Teck Ressources büßten vor dem Handelsstart in den USA fast 8 Prozent ein. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass es auf dem globalen Kupfermarkt zu einer Fusion kommen dürfte. Die Teck und die britische Antofagasta prüften einen Zusammenschluss. Dies wurde jedoch von beiden Unternehmen dementiert./ck/stk

31.03.2015

Aktien Frankfurt: Anleger machen Kasse am Ende eines Rekordquartals

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax winkt trotz aller Krisen in der Welt der höchste Quartalsgewinn seit 2003. Da verwundert es wenig, dass Anleger am Dienstag Kasse machten. Die Geldflut der Notenbanken und fehlende Anlagealternativen hatten den Dax in den ersten drei Monaten des Jahres um gut 22 Prozent nach oben getrieben. Dabei erklomm das Börsenbarometer trotz Griechenland-Drama, Ukraine-Konflikt und Jemen-Krieg einen Höchststand nach dem nächsten.

Am Dienstag, dem letzten Handelstag des Quartals, fiel der Dax nun um 1,04 Prozent auf 11 959,96 Punkte. Für den MDax ging es um 0,67 Prozent auf 20 680,65 Zähler nach unten; der Technologiewerteindex TecDax verlor 0,76 Prozent auf 1616,50 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um knapp 1 Prozent.

Auch positive Konjunkturnachrichten stützten nicht: So hatte sich der Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt im März dank eines robusten Wirtschaftswachstums und moderater Lohnabschlüsse fortgesetzt. Zudem waren die Verbraucherpreise im Euroraum kaum noch gesunken. Das nimmt wiederum etwas Druck von der Europäischen Zentralbank (EZB), die mit einem großangelegten Anleihekaufprogramm ihre Geldpolitik stark gelockert hatte. Nicht zuletzt diese Geldspritze hatte die Aktienmärkte getrieben.

ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN IM DAX

Auf Unternehmensseite bewegten Analystenkommentare. Die Papiere von HeidelbergCement standen nach einer Empfehlung vom Investmenthaus Raymond James mit plus 0,61 Prozent mit Abstand an der Dax-Spitze.

Molltöne von Experten belasteten hingegen die Aktien von BMW und der Deutschen Bank . Die Papiere des Münchner Autobauers gaben um 1,85 Prozent nach, gehören mit einem Plus von rund 29 Prozent aber weiterhin zu den überdurchschnittlichen Dax-Werten für 2015. Analyst Harald Hendrikse von der Investmentbank Morgan Stanley hält nach der Kursrally bei BMW eine Pause für angebracht.

Mit Blick auf die Deutsche Bank warnten die Analysten der Credit Suisse vor zu viel Optimismus in puncto Umbau des Finanzkonzerns. Der Deutsche-Bank-Kurs fiel um 1,17 Prozent.

MANZ-AKTIONÄRE TRÄUMEN VON AUFTRAGSBOOM

Im MDax stachen die Anteilscheine von Osram mit einem Plus von 3,41 Prozent heraus. Für Fantasie bei den Papieren des Beleuchtungskonzerns sorgte, dass der Wettbewerber Philips seine Sparte für LED- und Autolicht-Bauteile in die Hände von Finanzinvestoren gibt. Der Preis für das Geschäft liege am oberen Ende der bisher angenommenen Spanne, kommentierte Commerzbank-Analyst Sebastian Growe.

Der Hightech-Maschinenbauer Manz begeisterte die Anleger mit einem wichtigen Schritt beim Aufbau des Geschäfts mit der Elektromobilität. Manz liefert eine Pilotanlage für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Elektroautos an ein namentlich nicht genanntes "führendes Unternehmen der E-Mobility-Branche" aus den USA. Analyst Erkan Aycicek von der Landesbank Baden-Württemberg geht von Tesla aus. Die Manz-Papiere sprangen im TecDax um 7 Prozent nach oben./mis/das

--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

31.03.2015

DAX-FLASH: Dax weitet Verluste aus - Wall Street wird schwächer erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat im Laufe des Dienstags an Boden verloren. Zuletzt sank der deutsche Leitindex um 0,89 Prozent auf 11 977,86 Punkte. Mit gut 22 Prozent Kursgewinn in den ersten drei Monaten 2015 bleibt es jedoch das beste Quartal seit 2003.

Am Vortag hatten laut Börsianern vor allem Depotanpassungen vor dem Quartalsende dem Dax noch kräftig Auftrieb gegeben. Im Zuge des so genannten "Window Dressing" kaufen professionelle Anleger vor allem die Favoriten der vergangenen Monate, um sie für ihren Abschlussbericht im Portfolio zu haben. Nun kam es wieder zu Gewinnmitnahmen, zumal sich an der Wall Street eine schwächere Eröffnung abzeichnete./ag/das

31.03.2015

Aktien Frankfurt: Dax gibt etwas nach - Dennoch bestes Quartal seit 2003

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax winkt trotz aller Krisen in der Welt der höchste Quartalsgewinn seit 2003. Leichte Verluste am Dienstag änderten nichts daran. Die Geldflut der Notenbanken und fehlende Anlagealternativen haben den deutschen Leitindex in den ersten drei Monaten des Jahres um gut 23 Prozent nach oben getrieben. Dabei hat der Index trotz Griechenland-Drama, Ukraine-Konflikt und Jemen-Krieg einen Rekordstand nach dem nächsten erklommen.

Nach dem starken Wochenbeginn fehlte dem Dax nun aber ein klarer Trend. Er pendelte um seinen Vortagesschluss und lag am Mittag mit 0,21 Prozent im Minus bei 12 060,78 Punkten. Die Übersee-Börsen fielen angesichts einer uneinheitlichen Entwicklung als Impulsgeber aus.

Dafür gab es Nachrichten aus der Heimat: Der Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt hielt im März dank eines robusten Wirtschaftswachstums und moderater Lohnabschlüsse weiter an. Zudem waren die Verbraucherpreise im Euroraum im März wie erwartet kaum noch gesunken. Das nimmt wiederum etwas Druck von der Europäischen Zentralbank (EZB), die mit einem großangelegten Anleihekaufprogramm ihre Geldpolitik stark gelockert hatte. Nicht zuletzt diese Geldspritze hatte die Aktienmärkte getrieben.

Für den MDax ging es am Dienstag um weitere 0,31 Prozent hoch auf 20 886,00 Zähler. Auch der Index der mittelgroßen Konzerne hatte im Quartal einen Höchststand erreicht. Der Technologiewerteindex TecDax kletterte am Dienstag um 0,32 Prozent auf 1634,14 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank indes um 0,13 Prozent auf 3722,97 Punkte.

ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN IM DAX

Vor allem Analysten sorgten im Dax für Bewegung. So trieb eine Empfehlung von Arnaud Palliez vom Investmenthaus Raymond James die Papiere von HeidelbergCement um 2,08 Prozent nach oben an die Indexspitze. Der Baustoffkonzern überzeuge mit der besten geografischen Aufstellung in der Branche und die Absatztrends seien positiv.

Molltöne von Experten belasteten indes die Aktien von BMW und der Deutschen Bank . Die Papiere des Münchner Autobauers gaben um 1,19 Prozent nach, gehören mit einem Plus von rund 30 Prozent aber noch zu den überdurchschnittlichen Dax-Werten für 2015. Analyst Harald Hendrikse von der Investmentbank Morgan Stanley hält nach der Kursrally nun eine Pause für angebracht. Die Jahresziele von BMW erschienen dank des billigeren Euro zwar erreichbar, erklärte er. Das operative Ergebnis leide jedoch unter einer Verschlechterung des Produktmixes und einer sich abschwächenden weltweiten Nachfrage.

Für die Deutsche Bank ist Credit-Suisse-Experten Mohamed Souidi nun ebenfalls vorsichtiger. Er sieht zwar ein moderates Verbesserungspotenzial durch eine Restrukturierung, doch könnten die Erwartungen der Anleger zu optimistisch ausfallen. Die Aktie lag ein halbes Prozent im Minus.

OSRAM UND MANZ AUF REKORDKURS

Deutlich nach oben ging es im MDax für Osram . Die Papiere des Beleuchtungskonzerns schoben sich um gut 4 Prozent auf das höchste Niveau seit einem Jahr. Für Fantasie sorgte, dass der Wettbewerber Philips seine Sparte für LED- und Autolicht-Bauteile in die Hände von Finanzinvestoren gibt. Der Preis für das Geschäft liege am oberen Ende der bisher angenommenen Spanne, kommentierte Commerzbank-Analyst Sebastian Growe. Für Osram würde das auf Basis der Resultate für das Geschäftsjahr 2013/14 einen Wert von 47 bis 58 Euro je Aktie implizieren - und damit bis zu 20 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Der Hightech-Maschinenbauer Manz begeisterte die Anleger derweil mit einem wichtigen Schritt beim Aufbau des Geschäfts mit der Elektromobilität. Manz liefert eine Pilotanlage für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Elektroautos an ein namentlich nicht genanntes "führendes Unternehmen der E-Mobility-Branche" aus den USA. Analyst Erkan Aycicek von der Landesbank Baden-Württemberg geht von Tesla aus. Die Papiere sprangen um fast 8 Prozent nach oben und kämpfen nun mit ihrem Jahreshoch./ag/das

31.03.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax feiert bestes Quartal seit 2003

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax winkt der höchste Quartalsgewinn seit 2003. Die Geldflut der Notenbanken und fehlende Anlagealternativen haben den deutschen Leitindex in den ersten drei Monaten des Jahres um gut 23 Prozent nach oben getrieben. Dabei hat der Dax trotz Griechenland- und Ukraine-Krise einen Rekordstand nach dem nächsten erklommen.

Am Dienstag fehlte im frühen Handel aber zunächst ein klarer Trend. Der deutsche Leitindex pendelte um seinen Vortagesschluss und rückte zuletzt um 0,08 Prozent vor auf 12 086,03 Punkte. Die Übersee-Börsen fielen angesichts einer uneinheitlichen Entwicklung als Impulsgeber aus.

Für den MDax ging es um weitere 0,60 Prozent hoch auf 20 944,61 Zähler. Auch der Index der mittelgroßen Konzerne hatte im Quartal einen Höchststand erreicht. Der Technologiewerteindex TecDax kletterte am Dienstag um 0,65 Prozent auf 1639,58 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stieg um 0,25 Prozent auf 3737,04 Punkte.

ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN IM DAX

Vor allem Analysten sorgten im frühen Handel im Dax für Bewegung. So trieb eine Empfehlung von Arnaud Palliez vom Investmenthaus Raymond James die Papiere von HeidelbergCement um 1,58 Prozent nach oben an die Indexspitze. Der Baustoffkonzern überzeuge mit der besten geografischen Aufstellung in der Branche und die Absatztrends seien positiv.

Molltöne von Experten belasteten indes die Aktien von BMW und der Deutsche Bank . Die Papiere des Münchner Autobauers gaben um 1,44 Prozent nach, gehören mit einem Plus von rund 30 Prozent aber noch zu den Dax-Favoriten für 2015. Analyst Harald Hendrikse von der Investmentbank Morgan Stanley hält nach der Kursrally nun eine Pause für angebracht. Die Jahresziele von BMW erschienen dank des billigeren Euro zwar erreichbar, erklärte er. Das operative Ergebnis leide jedoch unter einer Verschlechterung des Produktmixes und einer sich abschwächenden weltweiten Nachfrage.

Für die Deutsche Bank ist Credit-Suisse-Experten Mohamed Souidi nun ebenfalls vorsichtiger. Er sieht zwar ein moderates Restrukturierungspotenzial, fürchtet jedoch zu hohe Erwartungen an den deutschen Branchenprimus. Die Aktie lag leicht im Minus.

OSRAM UND MANZ AUF REKORDKURS

Deutlich nach oben ging es im MDax für Osram . Die Papiere des Beleuchtungskonzerns schoben sich um mehr als 3 Prozent nach oben auf das höchste Niveau seit einem Jahr. Für Fantasie sorgte, dass der Wettbewerber Philips seine Sparte für LED- und Autolicht-Bauteile in die Hände von Finanzinvestoren gibt.

Der Hightech-Maschinenbauer Manz begeisterte die Anleger derweil mit einem wichtigen Schritt beim Aufbau des Geschäfts mit der Elektromobilität. Manz liefert eine Pilotanlage für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Elektroautos an ein namentlich nicht genanntes "führendes Unternehmen der E-Mobility-Branche" aus den USA. Analyst Erkan Aycicek von der Landesbank Baden-Württemberg geht von Tesla aus. Die Papiere sprangen um mehr als 8 Prozent nach oben und kämpfen nun mit ihrem Jahreshoch./ag/das

31.03.2015

UKRAINE: EU-Staaten stimmen neuer Milliardenhilfe für Ukraine zu

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die vom Staatsbankrott bedrohte Ukraine kann auf weitere EU-Finanzhilfen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro hoffen. Die EU-Staaten stimmten am Dienstag einem entsprechenden Vorschlag von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker endgültig zu. Die Auszahlung des Milliardenkredits soll allerdings unter anderem von Reformzusagen der Regierung in Kiew abhängig gemacht werden. Das EU-Parlament hatte das neue Hilfspaket bereits am vergangenen Mittwoch gebilligt.

Die Ukraine stand wegen des monatelangen Bürgerkriegs zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten im Osten des Landes zuletzt am Rande eines Staatsbankrottes. Die Aufständischen haben im Osten weiterhin wichtige Industriestandorte unter ihrer Kontrolle.

Das frische EU-Geld soll aus dem Gemeinschaftshaushalt der EU kommen und in Form mittelfristiger Darlehen fließen. Sie sollen eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben und in drei Tranchen ausgezahlt werden.

Die EU hatte der Ukraine bereits 2010 und 2014 sogenannte Makrofinanzhilfen in Höhe von insgesamt 1,61 Milliarden Euro bewilligt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) brachte für die krisengeschüttelte Ex-Sowjetrepublik jüngst ein mehrjähriges Kreditprogramm über 17,5 Milliarden US-Dollar auf den Weg./aha/DP/he

31.03.2015

Putin stellt Ukraine Gas-Rabatt bis 1. Juli in Aussicht

MOSKAU (dpa-AFX) - Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin der Führung in Kiew ermäßigte Gaspreise für die kommenden drei Monate in Aussicht gestellt. Da der Marktwert für Gas vom Ölpreis abhänge und dieser derzeit sehr unbeständig sei, erhalte die Ukraine bis zum 1. Juli einen Vorzugstarif, sagte Putin russischen Agenturen zufolge bei einem Treffen mit Regierungschef Dmitri Medwedew am Dienstag in Moskau. Der Rabatt könnte gewährt werden, wenn die Ukraine ihre vertraglichen Vereinbarungen einhalte.

Die Staatsagentur Tass berichtete von einer möglichen Ermäßigung von 100 Dollar je 1000 Kubikmeter Gas. Der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin kündigte an, mit dem Rabatt werde Kiew weniger als 250 Dollar (etwa 230 Euro) je 1000 Kubikmeter zahlen.

Wegen hoher Schulden durch offene Gasrechnungen liegen Russland und die Ukraine seit Monaten im Zwist. Die für den Winter ausgehandelten Lieferbedingungen laufen offiziell zum 1. April aus. Der ukrainische Staatskonzern Naftogaz habe sich an den russischen Monopolisten Gazprom mit der Bitte um Ermäßigungen gewandt, sagte Putin.

Für den 13. und 14. April sind neue Gasgespräche unter Vermittlung der EU in Berlin geplant. Angestrebt ist nach EU-Angaben eine Vereinbarung, die bis Ende 2016 gelten soll./tjk/ast/DP/men

31.03.2015

Europäische Bankenaufseherin fordert Obergrenzen für Kauf von Staatsanleihen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Chefin der europäischen Bankenaufsicht, Daniele Nouy, hat sich für strikte Obergrenzen beim Kauf von Staatsanleihen durch Banken ausgesprochen. "Banken dürfen einem einzelnen Schuldner nicht mehr Geld leihen als höchstens ein Viertel ihres Eigenkapitals. Das wäre auch eine sinnvolle Größenordnung für Staatsanleihen", sagte die Chefin der bei der Europäischen Zentralbank angesiedelten Behörde in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview mit dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). "Für Staatsanleihen sollten Großkreditgrenzen gelten, so wie für jeden anderen Kredit auch."

"Da die Euro-Zone aus 19 Mitgliedstaaten besteht, haben die Banken genug Möglichkeiten, um ihre Staatsanleihebestände breit zu streuen", sagte Nouy. Zuletzt hatten Forderungen nach einem Ende der regulatorischen Sonderbehandlung für europäische Staatsanleihen zugenommen.

Die Bundesregierung stellt sich nach "Handelsblatt"-Informationen hinter den Vorstoß. "Großkreditgrenzen wären eine gute Vorstufe zu künftigen Eigenkapitalanforderungen", hieß es in Berliner Regierungskreisen. Deutschland unterstütze eine graduelle und langfristige Anpassung der regulatorischen Vorschriften für Staatsanleihen, teilte das Bundesfinanzministerium auf Anfrage des "Handelsblatts" mit. So hatte Bundesbankpräsident Jens Weidmann zuletzt sowohl Obergrenzen als auch eine Unterlegung von Staatsanleihen mit Eigenkapital gefordert./jsl/jkr

31.03.2015

Bundesbank: Deutsche Institute mit 7,1 Mrd an Hypo-Alpe-Adria Debakel beteiligt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Finanzinstitute haben nach Angaben der Deutschen Bundesbank mehr als sieben Milliarden Euro bei der Abwicklungsanstalt der österreichischen Hypo Alpe Adria-Bank im Feuer. Ende des vergangenen Jahres habe das Forderungsvolumen aller deutschen Banken und Versicherungen 7,1 Milliarden Euro betragen, sagte am Dienstag eine Sprecherin der Bundesbank und bestätigte damit Medienberichte. Den Anteil der deutschen Versicherungen an der "Bad Bank" mit Namen Heta bezifferte sie zum Ende des vergangenen Jahres auf 1,5 Milliarden Euro.

Die Regierung Österreichs hatte Anfang März beschlossen, die "Bad Bank" der Hypo Alpe Adria abzuwickeln und dabei sämtliche Schuldenzahlungen zu stoppen. Den Gläubigern drohen damit hohe Verluste - auch deutschen Finanzinstituten./jkr/jsl/he

31.03.2015

ROUNDUP/BA-Chef: Deutschland nach gutem ersten Quartal vor Jobaufschwung

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Nach einem überraschend guten ersten Quartal rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) in diesem Jahr mit einem leichten Jobaufschwung. Das für 2015 erwartete stärkere Wirtschaftswachstum werde die Zahl der Arbeitslosen voraussichtlich um rund 100 000 auf 2,8 Millionen drücken, sagte BA-Vorstandschefs Frank-Jürgen Weise am Dienstag in Nürnberg. Bisher war die Bundesagentur lediglich von einem Rückgang um rund 25 000 im Jahresschnitt ausgegangen.

Im März hatten der milde Winterausklang und die robuste Konjunktur die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten März-Stand seit 24 Jahren sinken lassen. Zum Frühjahrsbeginn waren in Deutschland der BA zufolge 2,932 Millionen Männer und Frauen ohne Job; das sind 85 000 weniger als im Februar und 123 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,8 Prozent zurück.

Nach Weises Einschätzung profitiert der Arbeitsmarkt derzeit verstärkt von der konjunkturellen Aufwärtsentwicklung. Viele Firmen seien gut ausgelastet und schafften neue Stellen, wie die Beschäftigtenstatistik zeige. "Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen bleibt hoch", unterstrich Weise. Zufrieden zeigte sich auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD): "Der Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung und profitiert von der starken wirtschaftlichen Entwicklung."

Noch keine größeren Auswirkungen verzeichnet die Bundesagentur infolge der Mindestlohnregelung. "Wir haben bislang noch keine harten Fakten", sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Man habe lediglich einen stärkeren Rückgang bei den Minijobs beobachtet. Nach Angaben der Minijob-Zentrale lag deren Zahl im Januar um rund 255 470 niedriger als im Dezember. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum war sie um lediglich 91 000 zurückgegangen.

Alt warnte aber vor übereilten Schlussfolgerungen: "Es kann sein, dass ein Teil der weggefallen Minijobs in sozialversicherungspflichtige Stellen umgewandelt wurde", sagte er. Auffällig sei jedenfalls, dass gerade im Handel zuletzt besonders viele neue Stellen geschaffen wurden. Nach Alts Angaben wurde ein großer Teil der Minijobs bislang mit weniger als 8,50 Euro entlohnt.

Zuversichtlich stimmt die Bundesagentur-Spitze das weiter wachsende Angebot an offenen Stellen: Im März waren bei den Arbeitsagenturen 542 000 Posten ausgeschrieben. Nach den jüngsten Daten vom Februar legte auch die Zahl der Erwerbstätigen saisonbereinigt um 28 000 auf 42,49 Millionen zu. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 384 000. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Januar saisonbereinigt um 76 000 auf 30,32 Millionen - ein Zuwachs von 585 000 binnen Jahresfrist./kts/DP/jkr

31.03.2015

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 31.03.2015 - 17.00 Uhr

USA: Überraschend starke Konsumlaune

WASHINGTON - In den USA hat sich die Konsumlaune im März überraschend stark gezeigt. Der Index für das Verbrauchervertrauen sei im März auf 101,3 Punkte gestiegen, nach 98,8 Punkten im Vormonat, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit 96,4 Punkte gerechnet. Außerdem wurde der Vormonatswert von 96,4 auf 98,8 Punkte nach oben revidiert.

Aufwärtstrend bei erneuerbaren Energien - Wenig Zuwachs in Europa

FRANKFURT - Der Markt für erneuerbare Energien hat sich einer Studie zufolge von seiner Flaute erholt. Weltweit flossen 2014 insgesamt 270 Milliarden US-Dollar (251 Mrd. Euro) in Solarenergie, Windkraft und Biogasanlagen - rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr und nur 3 Prozent weniger als im Rekordjahr 2011.

USA: Chicago-Index signalisiert weiter eine wirtschaftliche Abschwächung

CHICAGO - In den USA hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im März kaum verbessert. Der entsprechende Indikator stieg um 0,5 Punkte auf 46,3 Zähler, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Dienstag in Chicago mitteilte. Volkswirte hatten mit einem deutlich stärkeren Anstieg auf 51,7 Punkte gerechnet.

Tsipras will enge Zusammenarbeit mit Moskau - Finanzpoker dauert

MOSKAU/ATHEN - Die bisher erfolglos mit den internationalen Geldgebern verhandelnde griechische Regierung setzt auf eine stärkere Kooperation mit Russland. Der linke Regierungschef Alexis Tsipras kündigte eine engere Zusammenarbeit mit Moskau an. Nach einem früher "frostigen Verhältnis" strebe er in den bilateralen Beziehungen einen "Frühling" an, sagte Tsipras in einem am Dienstag in Moskau veröffentlichten Interview der russischen Agentur Tass.

EU sagt Opfern des Syrien-Krieges 1,1 Milliarden Euro Hilfe zu

KUWAIT-STADT/BRÜSSEL - Die EU hat ihre Hilfszusagen an die Opfer des Krieges in Syrien um 1,1 Milliarden Euro aufgestockt. Mit diesem Beitrag übernehme die Europäische Union ihren Teil der Verantwortung für die Linderung der Not in dem Bürgerkriegsland, kommentierte der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides am Dienstag bei der Geberkonferenz in Kuwait. Die Syrien-Krise sei die "größte humanitäre Tragödie seit dem Zweiten Weltkrieg".

USA: Hauspreise steigen weiter - Case-Shiller-Index

NEW YORK - Der Preisanstieg am US-Immobilienmarkt hat sich weiter beschleunigt. Im Januar stiegen die Hauspreise, gemessen am S&P/Case-Shiller-Index, um 4,56 Prozent zum Vorjahr. Dies ist der stärkste Anstieg seit vergangenen September. Volkswirte hatten allerdings mit einem etwas stärkeren Zuwachs um 4,60 Prozent gerechnet.

Generalstreik in Argentinien gegen schleichende Steuerprogression

BUENOS AIRES - Ein Generalstreik gegen die schleichende Steuerprogression hat das Verkehrswesen in Argentinien weitgehend lahmgelegt. Busse, Flugzeuge und Züge standen am Dienstag still; auf den Zufahrtsstraßen der Hauptstadt Buenos Aires blockierten Demonstranten den Verkehr, wie der Nachrichtensender TN berichtete.

März-Arbeitslosigkeit auf Rekordtief - 2,932 Millionen ohne Job

NÜRNBERG - Der milde Winterausklang und die robuste Konjunktur haben die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten März-Stand seit 24 Jahren sinken lassen. Zum Frühjahrsbeginn waren in Deutschland 2,932 Millionen Männer und Frauen ohne Job; das sind 85 000 weniger als im Februar und 123 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,8 Prozent zurück.

Tsipras kündigt engere Zusammenarbeit Griechenlands mit Russland an

MOSKAU - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat eine engere Zusammenarbeit seines Landes mit Russland angekündigt. Nach einem früher "frostigen Verhältnis" strebe er in den bilateralen Beziehungen einen "Frühling" an, sagte Tsipras in einem am Dienstag in Moskau veröffentlichten Interview der russischen Agentur Tass.

Athener Regierungskreise: Gespräche mit Geldgebern vorerst beendet

ATHEN - Die Gespräche der Griechen mit den Geldgebern sind in Brüssel am Montagabend vorerst zu Ende gegangen. An diesem Mittwoch wird die Arbeitsgruppe der Eurogruppe zum Thema Griechenland tagen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Athener Regierung am Dienstag.

Arbeitslosigkeit in Euro-Ländern sinkt weiter

LUXEMBURG - In den Euro-Ländern sind so wenig Menschen arbeitslos wie zuletzt vor knapp drei Jahren. Die Arbeitslosenquote fiel im Februar auf 11,3 Prozent. Dieser Wert war zuletzt im Mai 2012 erreicht worden, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte.

Tusk: Durchbruch im Griechenland-Poker nicht vor Ostern

MADRID/BRÜSSEL/ATHEN - In den Verhandlungen um neue Milliardenkredite für das pleitebedrohte Griechenland erwartet EU-Ratspräsident Donald Tusk frühestens in der kommenden Woche eine Einigung. Die Bewertung der als Voraussetzung für neue Hilfen verlangten Reformpläne sei "sehr komplex, sagte der Pole am Dienstag am Rande eines Treffens mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy in Madrid. "Ich sehe keinen Durchbruch vor Ostern."

Russland-Krise: Billiglöhner überweisen weniger in bitterarme Heimat

MOSKAU - Die Krise in Russland zieht immer deutlicher auch andere Länder in Mitleidenschaft. Tadschikische Migranten, die vielfach als Billiglöhner in Russland arbeiten, haben 2014 rund drei Milliarden Euro und damit fast sieben Prozent weniger als 2013 nach Hause geschickt, wie die Zentralbank der Ex-Sowjetrepublik in der Hauptstadt Duschanbe mitteilte. Viele Arbeiter etwa in Moskau hätten ihren Job verloren oder Russland verlassen.

Athener Finanzministerium optimistisch über Einigung mit Geldgebern

ATHEN - Die griechische Regierung rechnet in den Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern über Finanzhilfen schon bald mit einer Einigung. Der stellvertretende griechische Finanzminister, Dimitris Mardas, sagte am Dienstag im griechischen Fernsehen: "Mein Gefühl ist, wir haben sie (die Kontrolleure) überzeugt... Ich rechne mit einer Einigung schon morgen oder übermorgen."

China führt Einlagensicherung ein

PEKING - China treibt die Liberalisierung des eigenen Bankensektors voran. Die Regierung führt zum 1. Mai eine Einlagensicherung ein, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Diese gilt für Einlagen bis zu einer halben Million Yuan (etwa 75 000 Euro). Der Schritt ermöglicht es der Bankenaufsicht, die Zinsen für Einlagen stärker zu liberalisieren. Im Falle von Bankenpleiten wären die Sparer dann geschützt. Insgesamt gab es in China im Februar Bankeneinlagen in Höhe von etwa 18,3 Billionen Euro.

Sentix-Umfrage: 'Grexit'-Wahrscheinlichkeit weiter hoch

FRANKFURT - Investoren haben die Wahrscheinlichkeit eines Auseinanderbrechens der Eurozone weiterhin als hoch eingestuft. Wie bereits im Vormonat hätten auch im März rund 37 Prozent der Anleger mit dem Austritt mindestens eines Landes aus der Eurozone gerechnet, teilte das Analysehaus Sentix am Dienstag nach einer Umfrage unter rund 1000 Investoren mit. Nahezu alle Befragten gehen davon aus: Sollte es zu einem Austritt eines Landes aus dem Währungsraum kommen, dürfte es sich dabei um Griechenland handeln.

Italien: Jahresinflationsrate rutscht in den negativen Bereich

ROM - In Italien ist die Jahresinflationsrate im März überraschend wieder in den negativen Bereich gerutscht. Die Verbraucherpreise (HVPI) seien um 0,1 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gesunken, teilte das Statistikamt Istat am Dienstag in einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet, nachdem sie im Februar in dieser Größenordnung gestiegen waren.

ROUNDUP/Eurozone: Verbraucherpreise fallen kaum noch

LUXEMBURG - Die Verbraucherpreise im Euroraum sind im März wie erwartet kaum noch gesunken. Nach einer ersten Schätzung des europäischen Statistikamts Eurostat vom Dienstag lag das Preisniveau 0,1 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Bankvolkswirte hatten diese Rate erwartet. Im Februar hatte sie noch bei minus 0,3 Prozent gelegen.

BA-Chef Weise: Im Jahr 2015 rund 100 000 Arbeitslose weniger

NÜRNBERG - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet mit deutlich weniger Arbeitslosen in diesem Jahr als ursprünglich angenommen. Im Jahresdurchschnitt dürfte sich die Zahl der Erwerbslosen um rund 100 000 auf 2,8 Millionen verringern, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise am Dienstag in Nürnberg. Noch Ende vergangenen Jahres war die Bundesagentur lediglich von einem Rückgang von rund 25 000 ausgegangen. Weise begründete die wachsende Zuversicht vor allem mit der sich spürbar erholenden deutschen Wirtschaft.

Umfrage: 60 Prozent der Deutschen für Transparenz bei Löhnen

BERLIN - Fast zwei Drittel der Deutschen sprechen sich nach einer Umfrage grundsätzlich für mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern in ihren Unternehmen aus. 27 Prozent der Bundesbürger plädieren für die Möglichkeit von Arbeitnehmern, sich über Bezüge aller Kollegen zu informieren. Weitere 33 Prozent würden es begrüßen, wenn sie sich in ihrem Betrieb über Löhne und Gehälter zumindest von Kollegen mit vergleichbarer Tätigkeit informieren könnten, wie eine am Dienstag veröffentlichte Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin "Stern" ergab. 38 Prozent meinten dagegen, dass generell die Löhne und Gehälter geheimbleiben sollten.

Deutschland: Arbeitslosenzahl geht weiter zurück

NÜRNBERG - Der Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt hält dank eines robusten Wirtschaftswachstums und moderater Lohnabschlüsse weiter an. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März um 85 000 auf 2,932 Millionen gesunken. Das sind 123 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Seit 24 Jahren war die Arbeitslosigkeit in Deutschland im März nicht mehr so niedrig. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,8 Prozent zurück.

Eurozone: Arbeitslosigkeit geht zurück

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Februar verbessert. Die Arbeitslosenquote sei zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent gesunken, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag mit. Volkswirte hatten allerdings einen niedrigeren Wert von 11,2 Prozent erwartet. Die Januar-Quote wurde von 11,2 Prozent auf 11,4 Prozent nach oben revidiert.

Eurozone: Verbraucherpreise fallen weniger stark

LUXEMBURG - Die Verbraucherpreise im Euroraum sind im März wie erwartet kaum noch gesunken. Nach einer ersten Schätzung des europäischen Statistikamts Eurostat vom Dienstag lag das Preisniveau 0,1 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Bankvolkswirte hatten diese Rate erwartet. Im Februar hatte sie noch bei minus 0,3 Prozent gelegen. Der schwächere Preisverfall nimmt etwas Druck von der Europäischen Zentralbank (EZB), die mit einem großangelegten Anleihekaufprogramm ihre Geldpolitik zuletzt stark gelockert hat.

Großbritannien: Wirtschaft wächst zum Jahresende stärker als erwartet

LONDON - Die britische Wirtschaft ist zum Jahresende 2014 stärker gewachsen als zunächst ermittelt. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres wuchs die Wirtschaft zum Vorquartal um revidierte 0,6 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London laut einer dritten Schätzung mitteilte. In einer zweiten Schätzung war noch ein Wachstum von 0,5 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der zweiten Schätzung erwartet. Auch dritten Quartal hatte das Wachstum 0,6 Prozent betragen.

Umfrage: 38 Prozent der Deutschen gegen Offenlegung von Löhnen

BERLIN - Eine Mehrheit der Deutschen lehnt nach einer Umfrage mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern in ihren Unternehmen ab. Ein Drittel aller Bundesbürger (33 Prozent) würde es zwar begrüßen, wenn sie sich in ihrem Betrieb über Löhne und Gehälter der Kollegen mit vergleichbarer Tätigkeit informieren könnten. 38 Prozent der Befragten sprechen sich aber dafür aus, dass die Höhe der Bezüge geheimbleiben soll, wie eine am Dienstag veröffentlichte Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin "Stern" ergab. Danach plädieren 27 Prozent dafür, dass offengelegt werden sollte, wer wie viel in einer Firma verdient.

Deutschland: Einzelhandelsumsätze im Februar fallen weniger als erwartet

WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel entwickelt sich weiter besser als erwartet. In den Unternehmen seien die Umsätze im Februar im Vergleich zum Vormonat real, also preisbereinigt, um 0,5 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Analysten hatten mit einem etwas stärkeren Rückgang um 0,7 Prozent gerechnet. Nominal sanken die Erlöse im Februar um 0,2 Prozent./rob/jsl

31.03.2015

USA: Überraschend starke Konsumlaune

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA hat sich die Konsumlaune im März überraschend stark gezeigt. Der Index für das Verbrauchervertrauen sei im März auf 101,3 Punkte gestiegen, nach 98,8 Punkten im Vormonat, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit 96,4 Punkte gerechnet. Außerdem wurde der Vormonatswert von 96,4 auf 98,8 Punkte nach oben revidiert./jkr/jsl

31.03.2015

ROUNDUP: Aufwärtstrend bei erneuerbaren Energien - Wenig Zuwachs in Europa

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Markt für erneuerbare Energien hat sich einer Studie zufolge von seiner Flaute erholt. Weltweit flossen 2014 insgesamt 270 Milliarden US-Dollar (251 Mrd. Euro) in Solarenergie, Windkraft und Biogasanlagen - rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr und nur 3 Prozent weniger als im Rekordjahr 2011.

"Wir haben das, was wir verloren haben, in den letzten zwei Jahren fast wieder ganz aufgeholt. Es geht mal wieder bergauf", sagte Forscherin Silvia Kreibiehl am Dienstag in Frankfurt bei der Vorstellung des Berichts des UN-Umweltprogramms UNEP und der Frankfurt School of Finance & Management.

Deutlichen Zuwachs gab es in Schwellen- und Entwicklungsländern, auf die knapp die Hälfte des gesamten Investitionsvolumens entfällt. Erneut ist China Spitzenreiter: 83,3 Milliarden US-Dollar steckte das Land im vergangenen Jahr in erneuerbare Energien, fast ein Drittel mehr als 2013. Während die Chinesen lange in Großprojekte investierten, floss den Experten zufolge nun erstmals mehr Geld in kleinere Solaranlagen. Unter den Top 10 der Investitionsländer sind außerdem Brasilien, Indien und Südafrika.

Europa ist an dem Aufwärtstrend vergleichsweise gering beteiligt: 2014 wurden dort zwar mit rund 58 Milliarden US-Dollar 10 Milliarden mehr investiert als im Vorjahr. Der Anteil Europas an den Gesamtinvestitionen sank aber von einem Viertel auf etwas mehr als ein Fünftel. Gerettet haben die europäische Bilanz nach Aussagen Kreibiehls vor allem milliardenschwere Windparkprojekte auf hoher See.

Deutschland belegt mit 11 Milliarden US-Dollar nach Großbritannien den zweiten Platz in Europa. Schwankende Preise an der Strombörse und Unklarheit über staatliche Rahmenbedingungen bremsten Investoren, begründete Kreibiehl den Investitionsrückgang in Europa./lew/DP/men

31.03.2015

USA: Chicago-Index signalisiert weiter eine wirtschaftliche Abschwächung

CHICAGO (dpa-AFX) - In den USA hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im März kaum verbessert. Der entsprechende Indikator stieg um 0,5 Punkte auf 46,3 Zähler, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Dienstag in Chicago mitteilte. Volkswirte hatten mit einem deutlich stärkeren Anstieg auf 51,7 Punkte gerechnet.

Der Frühindikator bleibt damit unter der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten und signalisiert weiterhin eine wirtschaftliche Eintrübung. Im Februar hatte der Indikator mit 45,8 Punkten den tiefsten Stand seit Juli 2009 erreicht./jsl/jkr

31.03.2015

GESAMT-ROUNDUP: Tsipras will enge Zusammenarbeit mit Moskau - Finanzpoker dauert

MOSKAU/ATHEN (dpa-AFX) - Die bisher erfolglos mit den internationalen Geldgebern verhandelnde griechische Regierung setzt auf eine stärkere Kooperation mit Russland. Der linke Regierungschef Alexis Tsipras kündigte eine engere Zusammenarbeit mit Moskau an. Nach einem früher "frostigen Verhältnis" strebe er in den bilateralen Beziehungen einen "Frühling" an, sagte Tsipras in einem am Dienstag in Moskau veröffentlichten Interview der russischen Agentur Tass.

Die westlichen Sanktionen gegen Russland wegen des Ukrainekonflikts bezeichnete Tsipras als "Sackgasse". Die frühere Athener Regierung habe sich zwar den "sinnlosen" Maßnahmen angeschlossen. Der EU-Spitze habe er aber gesagt, dass Athens Position sich ändern könne. Russen und Griechen seien enge Verbündete. "Unsere Nationen hatten brüderliche Beziehungen geschmiedet, als sie in einem kritischen historischen Augenblick einen gemeinsamen Kampf führten", sagte der Regierungschef mit Verweis auf den Widerstand gegen Nazi-Deutschland.

Russland hatte der neuen griechischen Regierung Hilfe zugesagt. Sollte Athen um Unterstützung bitten, werde Moskau dies prüfen, hatte Außenminister Sergej Lawrow gesagt. In früheren Berichten hieß es, Athen könnte am 9. April das Geld ausgehen. Einen Tag zuvor ist Tsipras in Moskau.

EU-Ratspräsident Donald Tusk erwartet in den Verhandlungen um neue Milliardenkredite für das pleitebedrohte Griechenland frühestens in der kommenden Woche eine Einigung. Die Bewertung der verlangten Reformpläne sei sehr komplex, sagte er am Rande eines Treffens mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy in Madrid. "Ich sehe keinen Durchbruch vor Ostern."

Der stellvertretende griechische Finanzminister, Dimitris Mardas, gab sich deutlich optimistischer: "Mein Gefühl ist, wir haben sie (die Kontrolleure) überzeugt", sagte er. "Ich rechne mit einer Einigung schon morgen oder übermorgen."

Die Europartner pochen auf eine umfassende Reformliste Athens, die bewertet und dann auch umgesetzt wird. Die von den Euroländern und dem Internationale Währungsfonds (IWF) auf Eis gelegten 7,2 Milliarden Euro sollen nach den bisherigen Vereinbarungen freigegeben werden, wenn das verlängerte Hilfsprogramm erfolgreich umgesetzt ist.

Tusk zufolge steht Griechenland nach Einschätzung der EU nicht unmittelbar vor einer Staatspleite. "Ich denke, wir können heute sagen, dass die Situation in Griechenland unter Kontrolle ist", sagte der Ratspräsident. Er hoffe, dass es bis Ende April eine Einigung über neue Hilfen gebe. "Das wichtigste, was wir heute brauchen, sind Klarstellungen von der griechischen Seite zu allen politischen und wirtschaftlichen Plänen", erklärte Tusk.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Athener Regierungskreisen erfuhr, blieben die Gespräche mit den Kontrolleuren der Geldgeber in Brüssel am späten Montagabend ergebnislos. Die Gespräche in Athen mit Vertretern der Geldgeber - auf der Fachleuteebene der sogenannten Fakten-Gruppe - sollten in den nächsten zwei Tagen fortgesetzt werden. Am Montagabend hatte Tsipras im Parlament angekündigt, er strebe einen "ehrenhaften Kompromiss" mit den Geldgebern an.

EU-Kommissionssprecherin Mina Andreeva geht davon aus, dass die Gespräche fortgesetzt werden. "Der Ball liegt bei den griechischen Behörden, weil es an ihnen ist, die glaubwürdige und umfassende Reformliste fertigzustellen, die sie versprochen hat." An diesem Mittwoch wollen die Staatssekretäre der Eurostaaten über die Lage per Telefonkonferenz beraten. Konkrete Ergebnisse werden nicht erwartet./tt/wo/hm/aha/sl/DP/men

31.03.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Batterieauftrag lässt Manz-Aktionäre von Auftragsboom träumen

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein womöglich wegweisender Auftrag bei Batterien hat am Dienstag die Fantasie der Aktionäre von Manz beflügelt. Die Titel des Hightech-Maschinenbauers sprangen zeitweise bis auf 81,44 Euro hoch und erreichten damit den höchsten Stand seit vergangenem Sommer. Zum Börsenschluss lagen sie immer noch 7,59 Prozent im Plus bei 79,98 Euro. Damit belegten sie unangefochten den ersten Platz im TecDax , der den Handel 0,83 Prozent schwächer beendete.

Der Reutlinger Maschinenbauer liefert eine Pilotanlage für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Elektroautos an ein namentlich nicht genanntes, "führendes Unternehmen der E-Mobility-Branche" aus den USA. Analyst Erkan Aycicek von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) glaubt, dass es sich dabei um den kalifornischen Elektroautobauer Tesla handelt. Noch vor wenigen Tagen hatte Manz mit einem rapide ausgeweiteten Jahresverlust aufgrund hoher Abschreibungen für negative Schlagzeilen gesorgt.

HOFFEN AUF FOLGEAUFTRÄGE

Manz zufolge liegt das Volumen des Auftrags aus den USA zwar lediglich im sechsstelligen Bereich. Doch das Management hofft auf Folgeaufträge. Unternehmenschef Dieter Manz sieht im Bereich Elektromobilität bedeutende Umsatzchancen: "Entsprechend bin ich davon überzeugt, dass wir in unserem am schnellsten wachsenden Geschäftsbereich Battery schon bald Umsätze im dreistelligen Millionenbereich sehen werden."

LBBW-Experte Aycicek teilt Manz' optimistische Einschätzung: Die positive Reaktion der Anleger erscheine angesichts der vielversprechenden Perspektiven dieses Geschäftsfelds verständlich, schrieb er in einem aktuellen Kommentar. Bei einer Qualifizierung der Pilotanlage für die Serienproduktion bestünden gute Chancen auf bedeutende Folgeaufträge. Aycicek geht davon aus, dass die Anlage von Manz noch im ersten Halbjahr an Tesla ausgeliefert wird.

TESLA WILL NEUE PRODUKTLINIE ENTHÜLLEN

Tesla gilt als Goldstandard unter den Elektroauto-Herstellern - und Konzernchef Elon Musk hat weitergehende Pläne: In einem kryptischen Tweet hatte er mitgeteilt, eine große neue Produktlinie werde am 30. April enthüllt. Es handele sich um "kein Auto". Analysten spekulieren ausgerechnet auf ein neues Batteriesystem, mit dem Zuhause Energie gespeichert werden kann./gl/men/das/he

31.03.2015

ANALYSE-FLASH: DZ Bank erhöht fairen Wert für United Internet - 'Kaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für United Internet nach Zahlen von 39 auf 48 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Geschäftsbericht für 2014 und der Ausblick auf 2015 seien weitgehend im Rahmen seiner und der Markterwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Karsten Oblinger in einer Studie vom Dienstag. Sein Finanzmodell habe er nun komplett überarbeitet./ajx/ck

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31.03.2015

EUROSTOXX-FLASH: Im Minus - Gewinnmitnahmen angesichts des starken Quartals

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 ist am Dienstagnachmittag nachhaltig ins Minus gedreht und hat kurz nach Börsenstart in den USA 0,71 Prozent auf 3701,45 Punkte eingebüßt. Die Anleger hatten Börsianern zufolge Kasse gemacht, da die wichtigsten Aktienmärkte Europas auf ihr stärkstes Quartal seit Jahren zusteuern. Entsprechend zählten die zuletzt sehr gut gelaufenen Autowerte zu den größten Verlierern. An der tonangebenden Wall Street gaben die Kurse zuletzt etwas nach./la/he

31.03.2015

ANALYSE-FLASH: HSBC stuft Gerresheimer mit 'Hold' ein - Ziel weiter 49 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Gerresheimer vor Zahlen mit "Hold" eingestuft und das Kursziel bei 49 Euro belassen. Er erwarte einen eher verhaltenen Start des Verpackungsherstellers ins neue Geschäftsjahr, schrieb Analyst Jan Keppeler in einer Studie vom Dienstag. Grund sei die voraussichtlich anhaltend schwache Nachfrage im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass. Das Erreichen des unteren Endes der Unternehmensprognose für Umsatz und Gewinn halte er deshalb für wahrscheinlicher. Zwar erscheine die Bewertung der Aktie nicht anspruchsvoll, allerdings gebe es auch keine kurzfristigen Kurstreiber./mab/tav

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31.03.2015

ANALYSE-FLASH: HSBC hebt Ziel für Essilor auf 125 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Essilor von 104 auf 125 Euro angehoben und als Einstufung "Buy" genannt. Sie habe ihre Umsatzschätzungen für den Brillenglashersteller aufgrund der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro angehoben, schrieb Analystin Anne-Laure Jamain in einer Studie vom Dienstag. Haupttreiber für weiteres Gewinnwachstum seien unter anderem das Sonnenbrillen- und Onlinegeschäft sowie die Produktinnovationsfähigkeit. Trotz des jüngsten Allzeithochs sehe sie weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktie./mab/tav

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31.03.2015

ANALYSE-FLASH: SocGen hebt Ziel für Philips auf 26 Euro - 'Hold'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Philips Electronics in einer Sektorstudie zu Währungsrisiken und -chancen von 24 auf 26 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Kapitalgüter-Konzerne operierten weltweit, und ihre Berichtswährung mache in der Regel weniger als die Hälfte der abgewickelten Geschäfte aus, schrieb Analyst Gael de-Bray in der Studie vom Montagabend. Daher dürften die aktuellen Währungsschwankungen einen beträchtlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben. Philips generiere rund 50 Prozent der Umsätze in US-Dollar und in auf diesen bezogenen Währungen und sollte daher stark vom schwächeren Euro profitieren./ck/tav

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31.03.2015

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Kion auf 45 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Kion von 43 auf 45 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Markt dürfte weiter wachsen und der Gabelstapler-Hersteller dürfte seine Profitabilität bis 2018 weiter steigern, schrieb Analyst Will Wyman in einer Studie vom Dienstag. Der Experte rechnet mit einem durchschnittlichen Wachstum beim Gewinn je Aktie von jährlich 18 Prozent bis 2018./ag/fat

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31.03.2015

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für ProSiebenSat.1 auf 44 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 von 35,80 auf 44,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Der erfolgreiche Umbau in Richtung Digitalgeschäft biete hohes Wachstumspotenzial, schrieb Analystin Emma Dunk in einer Studie vom Dienstag. Den Werbemarkt in Deutschland sieht sie zudem weiterhin in einer robusten Verfassung. Jedoch sei die Aktie des Fernsehsenders bereits recht anspruchsvoll bewertet, weswegen sie vorerst an der Seitenlinie bleibe und die Papiere anderer frei empfangbarer Sender bevorzuge./ajx/das

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31.03.2015

ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Vossloh auf 'Hold' - Ziel bleibt 60 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat Vossloh von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel auf 60 Euro belassen. Für die Aktie des Verkehrstechnikkonzerns gebe es inzwischen kurzfristig keine weiteren Kurstreiber mehr, begründete Analyst Sebastian Kuenne in einer Studie vom Dienstag die neue Empfehlung. Die verbesserten Aussichten seien inzwischen eingepreist. Das Papier notiere rund 20 Prozent über dem Angebot von Großaktionär Thiele, was aber fundamental gerechtfertigt erscheine. Neues Potenzial könnte ein guter Verkauf der Transport-Sparte bringen. Die aktuelle Unsicherheit sorge aber die Anleger./tav/fat

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31.03.2015

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Ziel für RWE auf 24 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für RWE von 25 auf 24 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die anstehende Energiereform mit dem Ziel der Verringerung kohleintensiver Kraftwerke dürfte den Versorger besonders stark treffen, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Dienstag. Dies gelte selbst dann, wenn die Reform in einer abgeschwächten Variante durchgesetzt würde. Auf RWE mit seinen veralteten Braunkohlekraftwerken kämen am Ende sicherlich weitere Schließungen und Restrukturierungskosten zu. Der Konzern dürfte mit einer Dividendenkürzung auf 0,75 Euro je Aktie reagieren./tav/fat

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