dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.05.2016

ROUNDUP/Kreise: VW erwägt milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Zum Ausbau der Elektromobilität erwägt der Autokonzern Volkswagen den milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik. Ein solches Werk könnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Konzernkreisen. Ein möglicher Standort sei Salzgitter. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, im VW -Management neige sich die Stimmung in Richtung eigener Fertigung, um von asiatischen Herstellern unabhängig zu sein.

Ein VW-Sprecher sprach von "Spekulationen", die das Unternehmen nicht kommentiere. "Grundsätzlich gilt: Wir haben die Elektromobilität in die Mitte des Konzerns geholt und umfangreiche Kompetenzen aufgebaut." Volkswagen habe sich das Ziel gesetzt, bis 2018 Marktführer in der E-Mobilität zu werden.

Die Betriebsratsvorsitzenden von Daimler , Volkswagen und BMW hatten sich wiederholt für eine Batteriefertigung in Deutschland stark gemacht. Dabei geht es vor allem um die Produktion von Batteriezellen. Die Zellen gelten als Schlüssel für den Durchbruch von Elektroautos, weil sie bislang die Reichweite begrenzen und die Fahrzeuge teuer machen. Deutschland droht aber hier abhängig vor allem von asiatischen Herstellern zu werden. Außerdem baut der E-Auto-Pionier Tesla in den USA zusammen mit Panasonic die bislang größte Zellfertigung der Welt auf, die 2017 starten soll.

Arbeitnehmervertreter befürchten außerdem Arbeitsplatzverluste in Fabriken, in denen Komponenten gebaut werden, die im E-Auto-Zeitalter nicht mehr gebraucht werden.

Bei Volkswagen geht es etwa um die Zukunft des Motorenwerks in Salzgitter, in dem herkömmliche Antriebe gebaut werden. Betriebsratschef Bernd Osterloh warnte im März laut Teilnehmerkreisen auf einer Betriebsversammlung, das Werk werde in den kommenden 10 bis 15 Jahren durch die Veränderung der Antriebstechnologie "vor ein massives Beschäftigungsproblem" gestellt.

Die Autobranche zweifelte bislang an der Wirtschaftlichkeit einer solchen Batteriezellenproduktion. Daimler hatte Ende 2015 seine Zellfertigung im sächsischen Kamenz eingestellt. Nur die Batteriesysteme selbst bauen die deutschen Autobauer zusammen.

VW-Markenchef Herbert Diess hatte bereits im vergangenen November ein Umdenken gefordert. "Ich bin der Meinung, wir brauchen eine Batteriefertigung in Deutschland. Das ist die Kerntechnologie der Elektromobilität", hatte Diess der dpa gesagt. "Ein großer Teil der Wertschöpfung wird in Zukunft die Batterie sein. Insofern fände ich eine konzertierte Aktion richtig."

Volkswagen will auch als Folge des Abgas-Skandals die Elektromobilität massiv ausbauen. Im Jahr 2025 will der Konzern mit seinen Marken VW, Audi , Porsche & Co. eine Million reine Elektroautos und Hybridfahrzeuge verkaufen. Jedes zehnte verkaufte Auto hätte damit nach heutigem Stand einen Batterieantrieb an Bord. Die Bundesregierung hatte vor kurzem Kaufprämien für Elektroautos und Hybridfahrzeuge in Deutschland beschlossen./hoe/DP/he

26.05.2016

Kreise: VW erwägt milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Zum Ausbau der Elektromobilität erwägt der Autokonzern Volkswagen den milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik. Ein solches Werk könnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Konzernkreisen. Ein möglicher Standort sei Salzgitter. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, im VW -Management neige sich die Stimmung in Richtung eigener Fertigung, um von asiatischen Herstellern unabhängig zu sein.

Die Betriebsratsvorsitzenden von Daimler , Volkswagen und BMW hatten sich wiederholt für eine eigene Batteriefertigung in Deutschland stark gemacht. Dabei geht es vor allem um die Produktion von Batteriezellen. Sie gelten als Schlüssel für den Durchbruch von Elektroautos, weil sie bislang die Reichweite begrenzen und die Fahrzeuge teuer machen. Arbeitnehmervertreter befürchten außerdem Arbeitsplatzverluste in Fabriken, in denen Komponenten gebaut werden, die im E-Auto-Zeitalter nicht mehr gebraucht werden./hoe/DP/he

26.05.2016

Netflix plant Serie über 'El Chapo' - Anwalt droht mit Klage

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Der US-Streaming-Anbieter Netflix plant nach eigenen Angaben eine Serie über den berüchtigten mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán. Der inhaftierte Drogenhändler scheint dies allerdings kritisch zu sehen: Einer seiner Anwälte drohte bereits mit einer Klage. "Sie werden das Leben von Joaquín zeigen und das ist ein Eingriff in die Intimsphäre", erklärte Andrés Granados am Donnerstag in einem Radiointerview. Sein Mandant sei nicht tot. Die Macher müssten zuerst eine Vollmacht bekommen, damit sie Guzmáns Namen benutzen können, argumentierte er.

Netflix veröffentlichte in dieser Woche einen Trailer über die Serie "El Chapo", auf dem das Konterfei des mächtigen Chefs des Sinaloa-Kartells zu sehen ist. ""El Chapo" ist auf dem Weg", heißt es in der Reklame.

Guzmán wird in Wirklichkeit tatsächlich in den USA erwartet - dem Drogenboss soll dort der Prozess unter anderem wegen Mordes, Drogenhandels und Geldwäsche gemacht werden. Mexikos Außenministerium genehmigte in der vergangenen Woche Guzmáns Auslieferung. Das Verfahren kann allerdings wegen möglicher Einsprüche gegen die Entscheidung noch Monate dauern. In Mexiko ist "El Chapo" bereits zweimal die Flucht aus Hochsicherheitsgefängnissen gelungen.

Wann "El Chapo" also in die USA kommt, ist noch ungewiss. Der Start der Fernsehserie auf jeden Fall ist für 2017 angekündigt. Es ist eine Netflix-Produktion in Zusammenarbeit mit dem spanischsprachigen US-Fernsehsender Univisión./aso/DP/men

26.05.2016

Auch Porsche will Digitalgeschäft ausbauen

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Sportwagenbauer Porsche baut angesichts des digitalen Wandels in der Autobranche sein Geschäft aus. Das Unternehmen gründet dazu eine neue Tochtergesellschaft für digitale Innovationen - "um bei der Digitalisierung in den kommenden Jahrzehnten ganz vorne mitzuspielen", wie Porsche-Chef Oliver Blume im Interview der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Freitag) sagte. Die Tochtergesellschaft solle das neue Kompetenzzentrum in diesem Zukunftsfeld sein. Geschäftsführer werde Thilo Koslowski, den Porsche sich erst kürzlich vom amerikanischen IT-Beratungsunternehmen Gartner aus dem Silicon Valley ins Unternehmen geholt hat.

Angesichts des Umbruchs in der Branche mit immer mehr Internet im Auto wollen die Hersteller sich zu Mobilitätsdienstleistern wandeln. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der japanische Branchenriese Toyota beim führenden Fahrdienst-Vermittler Uber einsteigt. VW steckt 300 Millionen Dollar (267 Mio Euro) in den Uber-Rivalen Gett. Volkswagen , der Mutterkonzern der Porsche AG, hatte auch im Gefolge des Abgas-Skandals eine neue Strategie angekündigt, in der Mobilitätsdienstleistungen eine zentrale Rolle spielen sollen./hoe/DP/men

26.05.2016

ROUNDUP/EU-Kommission: HeidelbergCement darf Italcementi übernehmen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der deutsche Baustoffkonzern HeidelbergCement darf den italienischen Konkurrenten Italcementi übernehmen, muss dafür aber Zugeständnisse machen. Damit der neue Verbund in Belgien nicht zu mächtig werde, müsse die dortige Sparte von Italcementi verkauft werden, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel nach einer Wettbewerbsuntersuchung mit. Nach Angaben von HeidelbergCement steht nun noch die Entscheidung der amerikanischen Wettbewerbsbehörde FTC aus.

Das Geschäft hat nach früheren Angaben einen Umfang von 3,7 Milliarden Euro. HeidelbergCement hatte Kauf Anfang April formell bei der EU-Kommission angemeldet, um die notwendigen Genehmigungen zu erhalten. Die Übernahme soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Mit der Transaktion wollen die Deutschen den Abstand zum Marktführer LafargeHolcim verkürzen. Bei Zuschlagstoffen wie Sand, Kies und Schotter würden sie sogar wieder die Nummer eins./cb/kst/DP/men

26.05.2016

TAGESVORSCHAU: Termine am 27. Mai 2016

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Freitag, den 27. Mai:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 J: Verbraucherpreise 04/16, Tokio 05/16

08:45 F: Verbrauchervertrauen 05/16

10:00 I: Verbrauchervertrauen 05/16

10:00 I: Geschäftsklima 05/16

10:00 D: Kuka Hauptversammlung, Augsburg

14:30 USA: BIP Q1/16 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 05/16 (endgültig)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: WCM Q1-Zahlen

EU: Moody's Ratingergebnis Großbritannien, Schweden

USA: US-Anleihenmarkt 20.00 Uhr Handelsschluss

SONSTIGE TERMINE

J: Abschluss G7-Gipfel, Ise-Shima

16:30 USA: Rede von Fed-Chefin Yellen an der Harvard University, Cambridge

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

26.05.2016

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 2. Juni 2016

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag, den 2. Juni:

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FREITAG, DEN 27. MAI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 J: Verbraucherpreise 04/16, Tokio 05/16

08:45 F: Verbrauchervertrauen 05/16

10:00 I: Verbrauchervertrauen 05/16

10:00 I: Geschäftsklima 05/16

10:00 D: Kuka Hauptversammlung, Augsburg

14:30 USA: BIP Q1/16 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 05/16 (endgültig)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: WCM Q1-Zahlen

EU: Moody's Ratingergebnis Großbritannien, Schweden

USA: US-Anleihenmarkt 20.00 Uhr Handelsschluss

SONSTIGE TERMINE

J: Abschluss G7-Gipfel, Ise-Shima

16:30 USA: Rede von Fed-Chefin Yellen an der Harvard University, Cambridge

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MONTAG, DEN 30. MAI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: Einzelhandel 04/16

08:45 F: BIP Q1/16 (vorläufig)

08:45 F: Privater Verbrauch 04/16

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 05/16

09:00 E: Verbraucherpreise 05/16 (vorläufig)

10:00 D: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen,

Bayern 05/16 (vorläufig)

10:00 I: Erzeugerpreise 04/16

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 05/16

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 05/16

11:00 EU: Geschäftsklima 05/16

11:00 GR: BIP Q1/16 (endgültig)

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 05/16 (endgültig)

14:00 D: Verbraucherpreise 05/16 (vorläufig)

HINWEIS:

GB/USA: Feiertag, Börse geschlossen

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DIENSTAG, DEN 31. MAI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 J: Arbeitslosenquote 04/16

01:50 J: Industrieproduktion 04/16

07:00 J: Wohnungsbaubeginne 04/16

07:30 A: Strabag Q1-Zahlen

08:45 F: Verbraucherpreise 05/16 (vorläufig)

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 05/16

10:00 EU: EZB Geldmenge M3 04/16

10:00 E: Leistungsbilanz 03/16

10:00 D: Software Hauptversammlung, Darmstadt

10:00 D: ElringKlinger Hauptversammlung, Stuttgart

10:00 D: TLG Immobilien Hauptversammlung, Berlin

10:00 D: Zalando Hauptversammlung, Berlin

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 04716

11:00 EU: Verbraucherpreise 05/16

11:00 I: Verbraucherpreise 05/16 (vorläufig)

12:00 P: BIP Q1/16 (endgültig)

12:00 I: BIP Q1/16 (endgültig)

14:00 PL: Verbraucherpreise 05/16 (vorläufig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 04/16

15:00 USA: Case-Shiller-Index 03/16

15:45 USA: Chicago PMI 05/16

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 05/16

15:00 B: BIP Q1/16 (endgültig)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Volkswagen Q1-Zahlen

D: Rocket Internet Q1-Zahlen (Call 10.00 h)

D: Capital Stage Q1-Zahlen

D: Steinhoff Q1-Zahlen

D: SMA Solar Hauptversammlung

D: RIB Software Hauptversammlung

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MITTWOCH, DEN 1. JUNI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

03:00 CHN: PMI Dienste 05/16

03:00 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/16

06:45 NL: Ahold Q1-Zahlen

08:00 GB: Wolseley Q3 Trading Update

09:15 E: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/16

09:45 I: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/16

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/16 (endgültig)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/16 (endgültig)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/16 (endgültig)

10:00 D: VDMA Auftragseingang 04/16

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/16

11:00 D: Salzgitter Hauptversammlung

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/16 (endgültig)

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 05/16

16:00 USA: Bauinvestitionen 04/16

20:00 USA: Fed Beige Book

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Audi Q1-Zahlen

D: Deutsche Börse Investor Day 2016

D: Deutsche Börse Handelsstatistik 05/16

F: Capgemini Capital Markets Day

USA: Pkw-Absatz 05/16

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DONNERSTAG, DEN 2. JUNI 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:30 A: Voestalpine Geschäftsbericht

09:00 E: Arbeitslosenzahlen 05/16

10:00 D: Norma Group Hauptversammlung, Frankfurt

10:00 D: LPKF Hauptversammlung, Hannover

10:00 D: Intershop Hauptversammlung, Jena

11:00 EU: Erzeugerpreise 04/16

13:45 D: EZB Zinsentscheid (14.30 h Pk)

14:15 USA: ADP-Beschäftigung 05/16

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

17:00 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Xing Hauptversammlung

D: Morphosys Hauptversammlung

D: VDA / VdIK / KBA Kfz-Neuzulassungen 05/16

USA: Salesforce.com Hauptversammlung

SONSTIGE TERMINE

16:00 EU: Rede von EZB's Draghi Österreichische Nationalbank, Wien

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi/zb

26.05.2016

Ölpreise fallen nach Anstieg über 50 US-Dollar

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Zuvor waren sie über 50 Dollar gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juli fiel auf 49,65 US-Dollar. Das waren neun Cent weniger als am Vortag. Zeitweise war der Brent-Preis bis auf 50,51 Dollar gestiegen und damit erstmals seit sechs Monaten über 50 Dollar geklettert. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um neun Cent auf 49,49 Dollar. Der WTI-Preis hatte zuvor 50,21 Dollar erreicht.

Am Dienstagnachmittag und Mittwoch hatten die Ölpreise bereits deutlich zugelegt. Händler begründeten die jüngsten Zuwächse nach wie vor mit den jüngsten Lagerdaten aus den USA. Die Rohöllagerbestände waren in der vergangenen Woche laut Zahlen vom Mittwoch stärker als erwartet gefallen. Entsprechende Spekulationen hatte es bereits am Diesntag gegeben. In den USA war zuletzt die Fördermenge immer weiter gesunken.

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) veröffentlichte am Donnerstag wegen eines Feiertages an ihrem Sitz in Österreich keinen Korbpreis./jsl/he

26.05.2016

Mediziner für Softdrink-Steuer

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Im Kampf gegen Übergewicht haben Ärzte eine Softdrink-Steuer, mehr Schulsport und Ernährungskunde als Unterrichtsfach vorgeschlagen. Mehr als die Hälfte der Deutschen sei übergewichtig, ein Viertel sogar fettleibig, sagte der Münchner Medizinprofessor Günter Stalla am Donnerstag auf einem internationalen Fachkongress in München. Der österreichische Co-Tagungspräsident Günter Höfle sagte, die Menschen bewegten sich zu wenig und äßen einfach zu viel. Am Ende stünden oft Diabetes, Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Krebs. Der medizinische Aufwand und die gesellschaftlichen Kosten seien dann enorm.

"Ob Steuern auf Softdrinks oder Werbeverbote für Süßigkeiten - die Politik hat Handlungsspielräume", sagte Tagungspräsident Stalla und forderte viel mehr Vorbeugung. Auch ein Krankenkassen-Bonus oder Bewegung am Arbeitsplatz könnten dazu beitragen, die Menschen zu einem vernünftigeren Leben zu bewegen, sagte Höfle.

Sehr gut wäre ein BMI-Index von 23 oder etwas darüber - also zum Beispiel bei 1,75 Meter Körpergröße annähernd 73 Kilogramm Körpergewicht. Die Ursache von Fettleibigkeit sollten im Einzelfall aber immer von Hormon- und Stoffwechselexperten abgeklärt werden. Fettleibigkeit sei vererbbar, und in seltenen Fällen sei auch eine gefährliche Hormonstörung die Ursache./rol/DP/men

26.05.2016

Discounter Lidl erhöht Investitionen in Filialnetz

HEILBRONN (dpa-AFX) - Das Handelsunternehmen Lidl will in den nächsten fünf Jahren mehr als drei Milliarden Euro in sein deutsches Filialnetz stecken. Dabei sollen fast alle der 3200 Verkaufsstellen des Unternehmens im Inland "angepackt" werden, sagte Lidl-Vorstandschef Sven Seidel der "Heilbronner Stimme" (Freitag). Das Investitionsprogramm werde dafür um 200 Millionen Euro aufgestockt.

Die zusätzlichen Investitionen seien eine Reaktion auf den jüngsten Vorstoß des Wettbewerbers Aldi, sagte Seidel der Zeitung. Der Discounter hatte Mitte Mai ein neues Filialdesign vorgestellt, mit dem Aldi seine Läden in den nächsten drei Jahren einen moderneren Auftritt verpassen. So will der Discounter beim Umsatzwachstum wieder zu den Supermärkten aufschließen.

Lidl verbuchte im vergangenen Geschäftsjahr, das im Februar endete, mit 64,6 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 9,5 Prozent. Das Ergebnis sei noch schneller gestiegen, sagte Seidel ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Die Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl auch Kaufland gehört, konnte ihren Umsatz ebenfalls um acht Prozent auf 85,7 Milliarden Euro steigern. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Gruppe mit einem Umsatz von 90 Millionen Euro. Auf Kaufland entfielen 21,2 Milliarden Euro des Umsatzes, ein Plus von 3,9 Prozent. Angaben zum Gewinn machte die Gruppe nicht./kst/DP/men

26.05.2016

Aktien New York: Dow gibt mit sinkendem Ölpreis leicht nach

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Rally ist es für den Dow Jones Industrial am Donnerstag an der Wall Street moderat abwärts gegangen. Nachdem sich der US-Leitindex zum Handelsstart noch stabil gehalten hatte, ging es rund zwei Stunden vor dem Börsenschluss um 0,16 Prozent auf 17 823,69 Punkte abwärts. Zugleich gaben auch die Ölpreise wieder leicht nach.

Der marktbreite S&P 500 zeigte sich prozentual unverändert bei 2090,64 Punkten, während der Nasdaq 100 um 0,21 Prozent auf 4485,75 Zähler zulegte. In den vergangenen Tagen hatten gute Konjunkturdaten sowie der fortgesetzte Ölpreisanstieg wieder für mehr Optimismus unter den Anlegern gesorgt. Dadurch habe eine vielleicht schon baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed ein wenig an Schrecken verloren, hieß es von Börsianern.

Die Ölpreise, die bis zum Börsenstart noch zugelegt hatten, so dass der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent über die psychologisch wichtige Marke von 50 US-Dollar stieg, waren zuletzt leicht rückläufig.

Die neuen US-Konjunkturdaten halfen dem Dow auch kaum, obwohl sie erneut überwiegend positiv ausgefallen waren. So waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken und die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe hatten im April im Vergleich zum Vormonat weitaus kräftiger zugelegt als erwartet worden war.

Auch die Aufträge für langlebige Güter waren im April deutlich stärker als erwartet gestiegen, doch hier gab es auch einen Wermutstropfen. Die Aufträge für Kapitalgüter seien zugleich "enttäuschend schwach" ausgefallen, kommentierte Analyst Bernd Krampen von der NordLB. Daher "bleibt das ungute Gefühl, dass der Investitionsbereich in den USA nicht richtig auf die Beine kommt". Das Bild für die US-Wirtschaft sei daher gemischt: Während Konsum und Bau im Aufwind seien, befänden sich die Investitionen in der Flaute.

Im Fokus standen neben Quartalsberichten und Zukunftsprognosen von Unternehmen auch der bislang zweitgrößte Börsengang in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr. Der Konzern US Foods , der Restaurants und Großküchen mit Lebensmitteln beliefert, sammelte an der NYSE insgesamt 1,02 Milliarden Dollar ein. Die Aktien, die für 23 US-Dollar pro Stück und damit im oberen Bereich der Spanne von 21 bis 24 Dollar ausgegeben worden waren, legten zuletzt auf 24, 64 Dollar zu. Das bedeutet ein Plus von 7,13 Prozent. Mit 23,3 Millionen Stück war auch das Handelsvolumen sehr hoch.

Ansonsten standen vor allem Aktien der Nasdaq-Börse im Blick: So gewannen Dollar Tree an der Nasdaq-100-Spitze 13,25 Prozent, nachdem der Betreiber von Billig-Gemischtwarenläden seine Gewinnerwartungen angehoben hatte. Costco Wholesale zogen um 3,90 Prozent an. Der Einzelhändler hatte im abgelaufenen Geschäftsquartal von Kostensenkungen profitiert und die Gewinnerwartungen des Marktes übertroffen. Die Warenhauskette Dollar General überzeugte ebenfalls mit den Ergebniskennziffern zum ersten Quartal. Die Aktien gewannen an der NYSE 5,18 Prozent.

Anklang bei den Investoren fanden zudem die Quartalszahlen des Computerkonzerns HP Inc. . Die Papiere legten um 6,55 Prozent zu. Das Silicon-Valley-Urgestein Hewlett-Packard hatte sich im November aufgespalten. Das Hardware-Geschäft wird bei HP Inc, weitergeführt, während die IT-Services in die neue Schwestergesellschaft Hewlett Packard Enterprise (HPE) abgetrennt wurden.

Der Aktienkurs von Abercrombie & Fitch rauschte hingegen um 17,62 Prozent in den Keller, nachdem das Modeunternehmen mit seinem Quartalsumsatz enttäuscht hatte.

Um 0,82 Prozent nach oben ging es für die Anteilsscheine des Medienkonzerns Time Warner . Ein Medienbericht hatte abermals Spekulationen über ein Interesses seitens des iPhone-Konzerns Apple aufflammen lassen. Davon angetrieben stiegen auch die Anteilsscheine des Online-Videodienstes Netflix um 2,52 Prozent. Die Apple-Papiere legten um 0,68 Prozent zu./ck/he

26.05.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax auf höchstem Stand seit April

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Der Dax ging 0,66 Prozent fester bei 10 272,71 Punkten aus dem Handel. Auf Schlusskursbasis war dies der höchste Stand seit knapp einem Monat. Bereits zur Wochenmitte hatte der deutsche Leitindex von der Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland profitiert. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg am Donnerstag um 0,51 Prozent auf 20 743,90 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,35 Prozent auf 1690,18 Punkte hoch.

Auf fruchtbaren Boden fielen hierzulande positive Daten vom US-Immobilienmarkt. In den Vereinigten Staaten war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im April deutlich stärker gestiegen als erwartet.

STAHLWERTE ZIEHEN AN

Kursbewegende deutsche Unternehmensnachrichten hingegen waren dünn gesät. Die Aktien der Stahlunternehmen profitierten von steigenden Metallpreisen und geplanten Schutzmaßnahmen der Europäischen Union gegen billige Stahlprodukte aus China: ThyssenKrupp eroberte mit einem Kursgewinn von 3,61 Prozent den Dax-Spitzenplatz. Für Konkurrent Salzgitter ging es als bester Wert im MDax um 3,76 Prozent hoch.

Die Aktien der Rückversicherers Munich Re entwickelten sich mit einem Plus von mehr als 1 Prozent besser als der Dax. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte nach der zuletzt unterdurchschnittlichen Kursentwicklung ihre Verkaufsempfehlung gestrichen und rät nun zum Kauf der Papiere.

EUROSTOXX LEGT MODERAT ZU

Optisch sehr schwach präsentierten sich dagegen am Indexende die Anteilsscheine der Deutschen Telekom . Sie wurden am Donnerstag um eine Kapitalanpassung bereinigt gehandelt: Von den Papieren wurden die Rechte zum Bezug der Dividende in Form von Aktien abgeschlagen. Der Konzern schüttet 0,55 Euro je Anteilsschein aus. Aktionäre haben ein Wahlrecht zum Bezug in bar oder in T-Aktien.

Der EuroStoxx 50 legte um 0,31 Prozent auf 3071,21 Punkte zu. Für den Pariser CAC-40-Index ging es etwas deutlicher aufwärts. In London hingegen trat der FTSE 100 nahezu auf der Stelle. Der Dow Jones Industrial in New York stand zum Handelsschluss in Europa leicht im Minus.

EUROKURS STEIGT

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,07 Prozent am Vortag auf 0,05 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 142,29 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,16 Prozent auf 164,01 Punkte vor. Der Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1168 (Mittwoch: 1,1146) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8954 (0,8972) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

26.05.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Aufwärtstrend im Dax hält an - US-Daten helfen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Allerdings ging es für den Dax nicht mehr ganz so stark bergauf wie an den beiden vergangenen Handelstagen. Ein Börsianer sprach von sehr dünnen Feiertags-Umsätzen.

Der Dax ging 0,66 Prozent fester bei 10 272,71 Punkten aus dem Handel. Auf Schlusskursbasis war dies der höchste Stand seit knapp einem Monat. Bereits zur Wochenmitte hatte der deutsche Leitindex von der Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland profitiert. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg am Donnerstag um 0,51 Prozent auf 20 743,90 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,35 Prozent auf 1690,18 Punkte hoch.

Auf fruchtbaren Boden fielen hierzulande positive Daten vom US-Immobilienmarkt. In den Vereinigten Staaten war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im April deutlich stärker gestiegen als erwartet./la/He

26.05.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Dow mit sinkendem Ölpreis leicht schwächer

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Rally ist es für den Dow Jones Industrial am Donnerstag an der Wall Street moderat abwärts gegangen. Nachdem sich der US-Leitindex zum Handelsstart noch stabil halten konnte, ging es zuletzt im Einklang mit wieder leicht schwächeren Ölpreisen moderat abwärts. Zuletzt gab er um 0,20 Prozent auf 17 816,52 Punkte nach.

Der marktbreite S&P 500 sank um 0,09 Prozent auf 2088,56 Punkte, während der Nasdaq 100 moderat um 0,11 Prozent auf 4481,42 Zähler zulegte. In den vergangenen Tagen hatten gute Konjunkturdaten sowie der fortgesetzte Ölpreisanstieg wieder für mehr Optimismus unter den Anlegern gesorgt. Dadurch habe eine vielleicht schon baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed ein wenig an Schrecken verloren, hieß es von Börsianern.

Die Ölpreise, die bis zum Börsenstart noch zugelegt hatten, so dass der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent über die psychologisch wichtige Marke von 50 US-Dollar gestiegen war, gaben nun wieder leicht nach.

Die neuen US-Konjunkturdaten halfen dem Dow auch kaum, obwohl sie erneut überwiegend positiv ausgefallen waren. So waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken und die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe hatten im April im Vergleich zum Vormonat weitaus kräftiger zugelegt als erwartet worden war.

Auch die Aufträge für langlebige Güter waren im April deutlich stärker als erwartet gestiegen, doch hier gab es auch einen Wermutstropfen. Die Aufträge für Kapitalgüter seien zugleich "enttäuschend schwach" ausgefallen, kommentierte Analyst Bernd Krampen von der NordLB. Daher "bleibt das ungute Gefühl, dass der Investitionsbereich in den USA nicht richtig auf die Beine kommt". Das Bild für die US-Wirtschaft sei daher gemischt: Während Konsum und Bau im Aufwind seien, befänden sich die Investitionen in der Flaute.

Im Fokus standen neben Quartalsberichten und Zukunftsprognosen von Unternehmen auch der bislang zweitgrößte Börsengang eines US-Unternehmens in diesem Jahr. Der Konzern US Foods , der Restaurants und Großküchen mit Lebensmitteln beliefert, war erfolgreich an die New York Stock Exchange (NYSE) gegangen und sammelte insgesamt 1,02 Milliarden Dollar ein. Die Aktien, die für 23 US-Dollar pro Stück ausgegeben wurden, legten zuletzt auf 24,85 Dollar zu. Anvisiert worden war zuvor ein Ausgabepreis zwischen 21 und 24 Dollar.

Ansonsten standen vor allem Aktien der Nasdaq-Börse im Blick: So gewannen Dollar Tree an der Nasdaq-100-Spitze 10,32 Prozent, nachdem der Betreiber von Billig-Gemischtwarenläden seine Gewinnerwartungen angeangehoben hatte. Costco Wholesale zogen um 5,44 Prozent an. Der Einzelhändler hatte im abgelaufenen Geschäftsquartal von Kostensenkungen profitiert und die Gewinnerwartungen des Marktes übertroffen. Die Warenhauskette Dollar General überzeugte ebenfalls mit den Ergebniskennziffern zum ersten Quartal. Die Aktien gewannen an der NYSE 4,46 Prozent.

Anklang bei den Investoren fanden zudem die Quartalszahlen des Computerkonzerns HP Inc. . Die Papiere legten um 5,78 Prozent zu. Das Silicon-Valley-Urgestein Hewlett-Packard hatte sich im November aufgespalten. Das Hardware-Geschäft wird bei HP Inc, weitergeführt, während die IT-Services in die neue Schwestergesellschaft Hewlett Packard Enterprise (HPE) abgetrennt wurden.

Der Aktienkurs von Abercrombie & Fitch rauschte hingegen um 16,53 Prozent in den Keller, nachdem das Modeunternehmen mit seinem Quartalsumsatz enttäuscht hatte.

Um 1,06 Prozent nach oben ging es für die Anteilsscheine des Medienkonzerns Time Warner . Ein Medienbericht hatte abermals Spekulationen über ein Interesses seitens des iPhone-Konzerns Apple aufflammen lassen. Davon angetrieben stiegen auch die Anteilsscheine des Online-Videodienstes Netflix um 2,60 Prozent. Die Apple-Papiere gaben zugleich um 0,50 Prozent nach./ck/he

26.05.2016

EUROSTOXX-FLASH: EuroStoxx 50 dreht wieder moderat ins Plus

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 ist am Donnerstagnachmittag moderat ins Plus gedreht und bis auf 3073,52 Punkte gestiegen. Börsianer begründeten dies mit positiven Impulsen aus den USA, wo die tonangebenden Wall Street zu Handelsbeginn zunächst minimal zugelegt hatte. Zuletzt stand beim Leitindex der Eurozone nur noch ein Plus von 0,16 Prozent auf 3066,53 Punkte zu Buche, nachdem die wieder fallenden Ölpreise ein wenig auf die Stimmung gedrückt hatten./la/he

26.05.2016

Aktien New York: Wall Street geht nach Rally die Luft aus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street haben sich am Donnerstag nach dem guten Lauf der vergangenen Tage zurückgehalten. Der Dow Jones Industrial kam im frühen Handel kaum vom Fleck. Er stieg um 0,04 Prozent auf 17 858,22 Punkte. Der marktbreite S&P 500 trat bei 2090,64 Punkten ebenso auf der Stelle wie der Nasdaq 100 , der zuletzt bei 4476,239 Punkten notierte.

Gute Konjunkturdaten sowie der fortgesetzte Ölpreisanstieg hatten in den vergangenen Tagen wieder für größeren Optimismus unter den Anlegern gesorgt. Zudem habe eine vielleicht schon baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed ein wenig an Schrecken verloren, hieß es von Börsianern. Die Ölpreise setzten ihren Höhenflug am Donnerstag fort. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg über die psychologisch wichtige Marke von 50 US-Dollar.

US-Konjunkturdaten zum Auftragseingang langlebiger Güter lieferten indes kaum frische Impulse. Die Aufträge waren im April zwar deutlich stärker als erwartet gestiegen. "Angesichts der enttäuschend schwachen Entwicklung bei den Aufträgen für Kapitalgüter bleibt aber das ungute Gefühl, dass der Investitionsbereich in den USA nicht richtig auf die Beine kommt", schrieb Analyst Bernd Krampen von der NordLB in seiner Einschätzung. Für die US-Wirtschaft ergebe sich weiterhin ein gemischtes Bild: Konsum und Bau im Aufwind, Investitionen in der Flaute./mis/he

26.05.2016

Aktien Frankfurt: Aufwärtstrend hält an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK stellte auf die anziehenden Rohölpreise als positiven Faktor ab. Allerdings ging es für den Dax nicht mehr ganz so stark bergauf wie an den beiden vergangenen Handelstagen. Ein Börsianer sprach von sehr dünnen Feiertags-Umsätzen. Gute US-Daten aus der Industrie und vom Arbeitsmarkt hatten keinen erkennbaren Einfluss auf die Aktienkurse.

Am Nachmittag notierte der Leitindex 0,68 Prozent fester bei 10 274,94 Punkten. Bereits zur Wochenmitte hatte er dank der Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland auf dem höchsten Stand seit knapp einem Monat geschlossen. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg um 0,60 Prozent auf 20 762,07 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,52 Prozent auf 1692,96 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,25 Prozent auf 3069,33 Punkte.

BRENT-ÖL STEIGT ÜBER 50 US-DOLLAR

Der Preis der Nordsee-Ölsorte Brent kletterte auf ein Sechs-Monats-Hoch und konnte die Marke von 50 US-Dollar wieder knacken. Öl wird als Konjunkturindikator von Börsianern zuletzt stark beachtet: Steigende Preise wirken positiv, weil sie als Zeichen für eine höhere Nachfrage und damit eine anziehende Wirtschaft gelten.

Dazu passten die jüngsten amerikanischen Daten: Der Auftragseingang der Industrie war im April überraschend stark gestiegen, während die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlicher als erwartet zurückgingen.

EU-PLÄNE GEGEN BILLIGE STAHLIMPORTE HELFEN STAHLFIRMEN

Kursbewegende deutsche Unternehmensnachrichten waren dünn gesät. Die Aktien der Stahlunternehmen profitierten von steigenden Metallpreisen und geplanten Schutzmaßnahmen der Europäischen Union gegen billige Stahlprodukte aus China: Thyssenkrupp eroberte mit einem Kursgewinn von 3,69 Prozent den Dax-Spitzenplatz. Für Konkurrent Salzgitter ging es im MDax um 4,14 Prozent hoch. Im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen verteuerten sich die Titel des Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) um 2,24 Prozent.

Die Aktien von Munich Re entwickelten sich mit plus 0,84 Prozent leicht besser als der Dax. Die US-Investmentbank Goldman Sachs strich nach der zuletzt unterdurchschnittlichen Kursentwicklung ihre Verkaufsempfehlung und rät nun zum Kauf. Auch das Kursziel hob Analyst In-Yong Hwang deutlich an, um die gute Kapitalausstattung des Rückversicherers und seine angehobenen Gewinnerwartungen zu berücksichtigen. Für die Aktien spreche die attraktive und stabile Rendite, die der Konzern in einem Niedrigzins-Umfeld liefern dürfte.

DEUTSCHE TELEKOM EXKLUSIVE KAPITALANPASSUNG GEHANDELT

Optisch sehr schwach präsentierten sich dagegen am Indexende die Anteilsscheine der Deutschen Telekom . Sie werden am Donnerstag um eine Kapitalanpassung bereinigt gehandelt: Von den Papieren werden die Rechte zum Bezug der Dividende in Form von Aktien abgeschlagen. Der Telekomkonzern schüttet 0,55 Euro je Anteilsschein aus. Aktionäre haben ein Wahlrecht zum Bezug in bar oder in T-Aktien.

Beim im SDax gelisteten Kohlenstoff-Spezialisten SGL Group sorgte ein italienischer Pressebericht für einen Kursgewinn von 6,46 Prozent. Diesem zufolge könnte ein neuer Investor an der Fabrik in Narni interessiert sein. SGL hatte im Februar 2014 bekannt gegeben das Graphitelektrodenwerk im italienischen Umbrien zu schließen. Die Produktion ruht mittlerweile./gl/stb

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

26.05.2016

Aktien New York Ausblick: Stimmung an der Wall Street bleibt gut

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street dürfte am Donnerstag mit gebremsten Schaum an den guten Lauf der vergangenen Tage anknüpfen. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial gut eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart 0,09 Prozent höher auf 17 867 Punkte.

Gute Konjunkturdaten sowie der fortgesetzte Ölpreisanstieg hatten in den vergangenen Tagen wieder für größeren Optimismus unter den Anlegern gesorgt. Zudem habe eine vielleicht schon baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed ein wenig an Schrecken verloren, hieß es von Börsianern.

Die Ölpreise setzten ihren Höhenflug am Donnerstag fort. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg erstmals seit sechs Monaten über die psychologisch wichtige Marke von 50 US-Dollar. US-Konjunkturdaten zum Auftragseingang langlebiger Güter lieferten am Donnerstag zunächst kaum frische Impulse. Die Aufträge waren im April stärker als erwartet gestiegen.

Für die Anteilsscheine des Medienkonzerns Time Warner ging es im vorbörslichen US-Handel um 1,70 Prozent nach oben. Ein Medienbericht hatte abermals Spekulationen über ein Interesses seitens des iPhone-Konzerns Apple aufflammen lassen. Im Sog stiegen die Anteilsscheine des Online-Videodienstes Netflix um mehr als 3 Prozent. Die Apple-Papiere traten vorbörslich auf der Stelle.

Anklang bei den Investoren fanden zudem die Quartalszahlen des Computerkonzerns HP Inc. . Die Papiere verteuerten sich vorbörslich um ein halbes Prozent. Das Silicon-Valley-Urgestein Hewlett-Packard hatte sich im November aufgespalten. Das Hardware-Geschäft wird bei HP Inc, weitergeführt, während die IT-Services in die neue Schwestergesellschaft Hewlett Packard Enterprise (HPE) abgetrennt wurden.

Costco-Aktien zogen um um mehr als 1 Prozent an. Der Einzelhändler profitierte im abgelaufenen Geschäftsquartal von Kostensenkungen und übertraf die Gewinnerwartungen des Marktes.

Der Aktienkurs von Abercrombie & Fitch rauschte vorbörslich um 11 Prozent nach unten, nachdem das Modeunternehmen mit seinen Quartalszahlen enttäuscht hatte./mis/stb

26.05.2016

Aktien Frankfurt: Dax verliert nach jüngster Rally an Schwung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag weiter zugelegt. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK stellte wieder auf die anziehenden Rohölpreise als positiven Faktor ab. Allerdings ließ der Schwung beim deutschen Leitindex nach den deutlichen Gewinnen der beiden vergangenen Handelssitzungen sichtbar nach. Ein Börsianer sprach von sehr dünnen Feiertags-Umsätzen. Daher bleibe abzuwarten, ob die anhaltende Aufwärtsbewegung von Dauer sei.

Gegen Mittag notierte der zwischenzeitlich stärkere Dax noch 0,30 Prozent fester bei 10 235,87 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er dank der Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland auf dem höchsten Stand seit knapp einem Monat geschlossen. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg um 0,45 Prozent auf 20 731,61 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,46 Prozent auf 1691,96 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank dagegen um 0,15 Prozent.

Der Preis der Nordsee-Ölsorte Brent kletterte auf ein Sechs-Monats-Hoch und konnte die Marke von 50 US-Dollar wieder knacken. Öl wird als Konjunkturindikator von Börsianern zuletzt stark beachtet: Steigende Preise wirken positiv, weil sie als Zeichen für eine höhere Nachfrage und damit eine anziehende Wirtschaft gelten. Am Nachmittag könnten US-Wirtschaftsdaten für neue Impulse an den Märkten sorgen.

EU-PLÄNE GEGEN BILLIGE STAHLIMPORTE HELFEN STAHLFIRMEN

Kursbewegende deutsche Unternehmensnachrichten waren dünn gesät. Die Aktien der Stahlunternehmen profitierten von steigenden Metallpreisen und geplanten Schutzmaßnahmen der Europäischenn Union gegen billige Stahlprodukte aus China: Thyssenkrupp eroberte mit einem Kursgewinn von 3,40 Prozent den Dax-Spitzenplatz. Für Konkurrent Salzgitter ging es im MDax um 3,27 Prozent hoch. Im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen verteuerten sich die Titel des Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) um 1,76 Prozent.

Die Aktien von Munich Re entwickelten sich mit plus 0,57 Prozent etwas besser als der Dax. Die US-Investmentbank Goldman Sachs strich nach der zuletzt unterdurchschnittlichen Kursentwicklung ihre Verkaufsempfehlung und rät nun zum Kauf. Auch das Kursziel hob Analyst In-Yong Hwang deutlich an, um die gute Kapitalausstattung des Rückversicherers und seine angehobenen Gewinnerwartungen zu berücksichtigen. Für die Aktien spreche die attraktive und stabile Rendite, die der Konzern in einem Niedrigzins-Umfeld liefern dürfte.

DEUTSCHE TELEKOM EXKLUSIVE KAPITALANPASSUNG GEHANDELT

Optisch sehr schwach präsentierten sich dagegen am Indexende die Anteilsscheine der Deutschen Telekom . Sie werden am Donnerstag um eine Kapitalanpassung bereinigt gehandelt: Von den Papieren werden die Rechte zum Bezug der Dividende in Form von Aktien abgeschlagen. Der Telekomkonzern schüttet 0,55 Euro je Anteilsschein aus. Aktionäre haben ein Wahlrecht zum Bezug in bar oder in T-Aktien.

Beim im SDax gelisteten Kohlenstoff-Spezialisten SGL Group sorgte ein italienischer Pressebericht für einen Kursgewinn von 4,95 Prozent. Diesem zufolge könnte ein neuer Investor an der Fabrik in Narni interessiert sein könnte. SGL hatte im Februar 2014 bekannt gegeben das Graphitelektrodenwerk im italienischen Umbrien zu schließen. Die Produktion ruht mittlerweile./gl/stb

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

26.05.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax verliert nach jüngster Rally an Schwung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Donnerstag mit einem moderaten Plus in den Handel gestartet. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK stellte wieder auf die anziehenden Rohölpreise als positiven Faktor ab. Allerdings ließ der Schwung beim deutschen Leitindex nach den deutlichen Gewinnen der beiden vergangenen Handelssitzungen sichtbar nach.

Eine Dreiviertelstunde nach dem Börsenstart notierte der Dax 0,30 Prozent höher bei 10 235,89 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er dank der Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland auf dem höchsten Stand seit knapp einem Monat geschlossen. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg um 0,25 Prozent auf 20 689,86 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,36 Prozent auf 1690,23 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat dagegen auf der Stelle.

Die Nordsee-Ölsorte Brent stieg auf ein Sechs-Monats-Hoch und konnte die Marke von 50 US-Dollar wieder knacken. Öl wird als Konjunkturindikator von Börsianern zuletzt stark beachtet: Steigende Preise wirken positiv, weil sie als Zeichen für eine höhere Nachfrage und damit eine anziehende Wirtschaft gelten. Am Nachmittag könnten US-Wirtschaftsdaten für neue Impulse an den Märkten sorgen.

EU-PLÄNE GEGEN BILLIGE STAHLIMPORTE HELFEN THYSSENKRUPP & Co

Kursbewegende deutsche Unternehmensnachrichten waren zunächst dünn gesät. Thyssenkrupp eroberte mit einem Kursgewinn von 2,82 Prozent den Dax-Spitzenplatz. Die Aktien des Industrie- und Stahlkonzerns profitierten davon, dass sich die Europäische Union stärker gegen billige Stahlprodukte aus China schützen will, die unter Preis auf den Markt geworfen werden.

Im MDax verteuerten sich die Titel des Stahlkonzerns Salzgitter um 1,64 Prozent, und im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen ging es für den Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) um 1,89 Prozent hoch.

GOLDMAN-HOCHSTUFUNG TREIBT MUNICH RE AN

Die Aktien von Munich Re gehörten dank einer Hochstufung mit plus 1,38 Prozent zu den Favoriten der Anleger im Leitindex. Die US-Investmentbank Goldman Sachs strich nach der zuletzt unterdurchschnittlichen Kursentwicklung ihre Verkaufsempfehlung und rät nun zum Kauf.

Auch das Kursziel hob Analyst In-Yong Hwang deutlich an, um die gute Kapitalausstattung des Rückversicherers und seine angehobenen Gewinnerwartungen zu berücksichtigen. Für die Aktien spreche die attraktive und stabile Rendite, die der Konzern in einem Niedrigzins-Umfeld liefern dürfte.

DEUTSCHE TELEKOM EXKLUSIVE KAPITALANPASSUNG GEHANDELT

Optisch sehr schwach präsentierten sich dagegen am Dax-Ende die Anteilsscheine der Deutschen Telekom . Sie werden am Donnerstag um eine Kapitalanpassung bereinigt gehandelt: Von den Papieren werden die Rechte zum Bezug der Dividende in Form von Aktien abgeschlagen. Der Telekomkonzern schüttet 0,55 Euro je Anteilsschein aus. Aktionäre haben ein Wahlrecht zum Bezug in bar oder in T-Aktien./gl/stb

26.05.2016

ROUNDUP 2: Weniger Atomstrom wegen Protesten in Frankreich

(neu: Mehr Details.)

PARIS (dpa-AFX) - Die wütenden Proteste gegen eine in Frankreich geplante Arbeitsmarktreform machen auch vor den Atomkraftwerken des Landes nicht Halt. An allen 19 AKW-Standorten wurde am Donnerstag gestreikt, wie Marie-Claire Cailletaud von der Gewerkschaft CGT angab. Zwölf Meiler hätten in der Nacht ihre Stromproduktion zurückgefahren, sagte Cailletaud im Sender RMC.

Der Energieversorger EDF sprach von einer Streikbeteiligung von knapp unter zehn Prozent in der Nacht und am Morgen. "Die Produktion für unsere Kunden ist gesichert", versicherte eine EDF-Sprecherin. Zu Spannungsabfällen wollte sie sich nicht äußern. EDF betreibt sämtliche Atomkraftwerke in Frankreich, die bisher 75 Prozent des Strombedarfs im Land liefern.

Gewerkschafter setzten ihre Proteste auch mit Straßenblockaden an Treibstoffdepots fort. In vielen Städten und weiten Teilen des Landes gab es Demonstrationen und Aktionen. Nach tagelangen Streiks und Blockaden, die Versorgungsengpässe an vielen Tankstellen ausgelöst haben, wollten die Gegner des Gesetzes mit einem nationalen Aktionstag den Druck auf die Regierung weiter erhöhen.

In Paris und anderen Städten gab es Kundgebungen. Dabei kam es wie etwa in der Hauptstadt vereinzelt zu Zusammenstößen zwischen militanten Demonstranten und der Polizei. Mehrere Militante wurde festgenommen. Auch im Bahnverkehr und am Flughafen Paris-Orly kam es wegen Streiks und Protesten zu Störungen.

Premierminister Manuel Valls kritisierte die Blockaden von Treibstoffdepots als unverantwortlich. "Diese Situation kann unserer Wirtschaft schaden", sagte er im Sender BFMTV. Die Regierung werde weiterhin Blockaden räumen lassen. Laut Valls sitzen 20 bis 30 Prozent der Tankstellen auf dem Trockenen oder haben Schwierigkeiten.

Im besonders betroffenen Nordwesten hatte sich die Versorgungslage zuletzt etwas entspannt. Die zuständige Präfektur kündigte an, die Treibstoff-Rationierungen dort sollten aufgehoben werden. Autofahrer durften in der Region zuletzt nur begrenzte Mengen Sprit tanken.

Angesichts der Proteste deutete Regierungschef Valls mögliche Nachbesserungen am Gesetzestext an. "Es kann immer Veränderungen, Verbesserungen geben", sagte der Premierminister. Es stehe aber außer Frage, die Zielrichtung des Textes zu ändern.

Der Streit um die Reform hat sich zu einem der härtesten politischen Konflikte der vergangenen Jahre in Frankreich entwickelt. Seit Monaten protestieren Gewerkschaften gegen die Regierungspläne, die das Arbeitsrecht flexibler machen sollen, um Unternehmen die Schaffung von Jobs zu erleichtern.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bescheinigte Frankreich trotz der Proteste Reformfähigkeit. Die Vorschläge der Regierung seien richtig und notwendig, und dies meinten auch viele Andere wie der IWF und die EU-Kommission, sagte Schäuble in Berlin. Frankreich sei ein großes Land sowie eine starke Demokratie und könne mit solchen Auseinandersetzungen leben. "Deswegen ist Frankreich nicht reformunfähig."/sku/DP/men

26.05.2016

Finanzermittler durchsuchen McDonald's in Frankreich

PARIS (dpa-AFX) - Ermittler der französischen Finanzfahndung haben wegen des Verdachts auf Steuerbetrug Büros des US-Konzerns McDonald's in Paris durchsucht. Das Verfahren geht nach einem Bericht von "Les Echos" vom Donnerstag auf Anschuldigungen über einen angeblichen Betrug von jährlich 75 Millionen Euro zurück, weil Gewinne in Frankreich zugunsten der europäischen Konzernzentrale in Luxemburg reduziert worden sein sollen. Die Ermittler sollen deswegen die Büros in Paris bereits in der vergangenen Woche durchsucht haben. Von Staatsanwaltschaft und Unternehmen gab es keine Stellungnahmen.

Am Dienstag hatten Ermittler Büros des US-Internetkonzerns Google durchsucht. Damit sollte geklärt werden, ob Google Ireland Ltd. eine feste Niederlassung in Frankreich und das Unternehmen gegen Steuervorschriften verstoßen hat, indem es einen Teil seiner Aktivitäten nicht in Frankreich angibt. Google betonte, sich an Steuergesetze zu halten und mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Steuerzahlungen großer Unternehmen sind schon länger im Blick europäischer Behörden. Dabei geht es im Kern darum, dass Umsätze in Ländern verbucht werden, die günstigere Steuerkonditionen bieten. Entsprechende betriebsinterne Geldströme werden in Europa zunehmend hinterfragt./gro/DP/men

26.05.2016

ROUNDUP 2: Finanzministerium und Wirtschaftsressort streiten über Stromsteuer

(neu: Reaktion Bundeswirtschaftsministerium.)

BERLIN (dpa-AFX) - Die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgelegten Pläne zur Stromsteuer für Öko-Stromanlagen sorgen im Wirtschaftsressort für Unmut. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sollte nicht benachteiligt werden, sagte eine Sprecherin von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag auf Anfrage in Berlin. Die im Entwurf vorgeschlagene Begrenzung der Stromsteuerbefreiung für Eigenstrom auf Photovoltaik sei "in dieser Form unangemessen". Auch andere Steuererleichterungen sollten beibehalten oder verlängert werde, um Kleinanlagen oder innovative Kraftstoffe nicht zu belasten. Aus Sicht des Wirtschaftsressorts ist eine Befreiung von der Stromsteuer mit EU-Recht durchaus vereinbar.

Das Finanzministerium argumentiert dagegen, dass mit der geplanten Änderung des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes Begünstigungen rechtssicher und mit EU-Vorgaben vereinbar gestaltet werden. Es gehe nicht nur um den Abbau einer Überförderung. Betreiber etwa großer Solaranlagen sollen zudem vor den Risiken einer hohen Rückzahlung geschützt werden. Denn die EU-Kommission könne unzulässig gewährte staatliche Beihilfen bis zu zehn Jahre rückwirkend zurückfordern. Über die Kritik aus dem Hause Gabriel wundert man sich im Finanzressort. Das Wirtschaftsministerium habe selbst seit Jahren auf beihilferechtliche Probleme verwiesen und vom "Kumulationsverbot" gesprochen.

Nach Darstellung des Finanzministeriums greift das 2014 verschärfte EU-Beihilferecht vor allem dann, wenn aus verschiedenen Fördertöpfen Subventionen gezahlt werden. Für Kleinanlagen und Anlagen der erneuerbaren Energien sind aber Ausnahmen geplant. Die Solarwirtschaft warnt, mehr als 100 000 Anlagen von mittelständischen Betrieben, Landwirten und genossenschaftlichen Betreibern würden durch die Steuer gefährdet.

Nach Schäubles Plänen wird für Betreiber größerer Ökostrom-Anlagen, die sich selbst mit mehr als 20 Megawattstunden Strom pro Jahr versorgen, eine Stromsteuer von 2,05 Cent je Kilowattstunde fällig. Ist der Eigenverbrauch höher als 20 Megawatt, wird die gesamte Strommenge besteuert. Kleinere Solaranlagen auf Dächern etwa sind wegen der "Bagatellgrenze" nicht betroffen. Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht zwischen drei und vier Megawattstunden.

Bei klimafreundlichen Kleinkraftwerken über Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sowie erneuerbaren Energien zum Eigenverbrauch und bis zu einer Nennleistung von weniger als 1 Megawatt (MW) wiederum gelte eine Steuerfreiheit als unbedenklich, so das Finanzministerium. Aufgrund der Beschränkung auf Eigenverbrauch komme die Steuerfreiheit nur in Betracht, wenn der Strom in unmittelbarer Nähe zur Anlage und ohne Nutzung des Netzes entnommen werde.

Räumlich begrenzte "Mieterstrommodelle", der Eigenverbrauch kleiner bis mittelgroßer Unternehmen beziehungsweise die Versorgung eines Unternehmens auf dem Gelände des Stromerzeugers seien daher weiter möglich. Mit einer 1-MW-Anlage könnten den Angaben zufolge etwa 1500 Haushalte mit Strom versorgt werden. Beim "Mieterstrom" versorgen kleine KWK-Kraftwerke im Keller oder Solarzellen auf dem Dach Mieter mit Strom. Überschüsse fließen ins Netz und werden vergütet.

Für Öko-Stromanlagen lasse das EU-Recht neben dem EEG keine weitere Förderung zu, argumentiert das Finanzministerium. Das EEG enthalte bereits eine Vollkostenförderung. Die Steuerbegünstigung für Erdgas und Flüssiggas soll nach den Gesetzesplänen über 2018 hinaus verlängert werden. Das Gesetzgebungsverfahren soll nach Darstellung des Finanzministeriums im ersten Quartal 2017 abgeschlossen sein./sl/tb/DP/men

26.05.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 26.05.2016

USA: Zahl der schwebenden Hausverkäufe steigt so stark wie seit 2010 nicht mehr

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im April deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe seien zum Vormonat um 5,1 Prozent nach oben geklettert, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mit. Dies ist der stärkste Zuwachs seit Oktober 2010. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken. In der vergangenen Woche gingen sie um 10 000 auf 268 000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit einem etwas schwächeren Rückgang auf 275 000 Anträge gerechnet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt stieg um 2750 auf 278 500.

USA: Aufträge für langlebige Güter steigen deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im April deutlich stärker als erwartet gestiegen. Verantwortlich waren vor allem höhere Transportaufträge. Die Bestellungen für langlebige Güter seien um 3,4 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Erwartet wurde lediglich ein Zuwachs von 0,5 Prozent.

ROUNDUP 3: G7 wollen Konjunktur ankurbeln - Keine Zusagen in Flüchtlingskrise

ISE-SHIMA - Die sieben großen Industrienationen (G7) haben sich auf gemeinsame Anstrengungen zur Ankurbelung der Weltkonjunktur geeinigt. Ungeachtet der Differenzen über Japans Forderung nach größeren staatlichen Ausgabenprogrammen wollen die Staats- und Regierungschefs zum Ende ihres Gipfels am Freitag im japanischen Ise-Shima eine "ökonomische Initiative" verabschieden. Hoffnungen Deutschlands und der EU-Spitze auf konkrete Finanzzusagen für die Flüchtlingshilfe wurden enttäuscht. Ärger gibt es mit Peking wegen des Streits um Inseln im Süd- und Ostchinesischen Meer.

Schäuble: Niemand will Bargeld abschaffen

BERLIN - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Befürchtungen vor einer Bargeldabschaffung in Deutschland als grundlos zurückgewiesen. Entsprechende Interpretationen seien "alles ziemlicher Unsinn", sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin vor dem Verein der Auslandspresse. "Ich finde, wir sollten uns in diese Aufregungsspirale nicht hineinbegeben."

ROUNDUP: Proteste in Frankreich beeinträchtigen AKW-Produktion

PARIS - Die wütenden Proteste gegen eine in Frankreich geplante Arbeitsmarktreform machen auch vor den Atomkraftwerken des Landes nicht Halt. An allen 19 AKW-Standorten wurde am Donnerstag gestreikt, wie Marie-Claire Cailletaud von der Gewerkschaft CGT angab. Zwölf Meiler hätten in der Nacht ihre Stromproduktion zurückgefahren, sagte Cailletaud im Sender RMC.

Schäuble bescheinigt Frankreich Reformfähigkeit

BERLIN - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Frankreich trotz der Proteste gegen die geplanten Einschnitte auf dem Arbeitsmarkt Reformfähigkeit bescheinigt. Die Vorschläge der französischen Regierung für Arbeitsmarktreformen seien richtig und notwendig, und dies meinten auch viele Andere wie der IWF und die EU-Kommission, sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin vor dem Verein der Auslandspresse.

Schäuble: Niemand will Bargeld abschaffen

BERLIN - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Befürchtungen vor einer angeblichen Bargeldabschaffung in Deutschland als grundlos zurückgewiesen. Entsprechende Interpretationen seien "alles ziemlicher Unsinn", sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin vor dem Verein der Auslandspresse. "Ich finde, wir sollten uns in diese Aufregungsspirale nicht hineinbegeben."

Pariser Regierung: 'Verbesserungen' an Arbeitsmarktreform möglich

PARIS - Angesichts der Proteste gegen ihre Arbeitsmarktreform hat Frankreichs Regierung mögliche Nachbesserungen am Gesetzestext angedeutet. "Es kann immer Veränderungen, Verbesserungen geben", sagte Premierminister Manuel Valls am Donnerstag im Sender BFMTV. Es sei aber außer Frage, die Philosophie des Textes zu ändern. Der Streit um die Reform hat sich zu einem der härtesten politischen Konflikte der vergangenen Jahre in Frankreich entwickelt. Seit Monaten protestieren Gewerkschaften gegen die Regierungspläne, die das Arbeitsrecht flexibler machen sollen, um Unternehmen die Schaffung von Jobs zu erleichtern.

ROUNDUP: Deutschland macht Sanktionen von Minsk-Fortschritten abhängig

VILNIUS - Deutschland will die Zukunft der EU-Sanktionen gegen Russland von Fortschritten bei den Friedensbemühungen im Osten der Ukraine abhängig machen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte am Donnerstag bei einem Besuch in Litauen: "Vorrangig muss für uns alle sein, dass wir bei der Lösung des Konflikts vorankommen. Ob das der Fall ist, werden die nächsten Wochen zeigen." Die Balten-Republiken gelten - zusammen mit Polen - als härteste Gegner einer Lockerung der Strafmaßnahmen.

Britische Wirtschaft verliert wie erwartet an Schwung

LONDON - Das Wirtschaftswachstum in Großbritannien hat im ersten Quartal wie erwartet an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe in den Monaten Januar bis März um 0,4 Prozent zum Vorquartal zugelegt, teilte das Statistikamt ONS am Donnerstag laut einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Im vierten Quartal 2015 war die britische Wirtschaft um 0,6 Prozent gewachsen.

Spaniens Wirtschaft wächst weiter kräftig

MADRID - Die spanische Wirtschaft setzt ihren kräftigen Aufschwung fort. Im ersten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,8 Prozent, wie das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Volkswirten erwartet bestätigt.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

26.05.2016

USA: Zahl der schwebenden Hausverkäufe steigt so stark wie seit 2010 nicht mehr

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im April deutlich stärker gestiegen als erwartet. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe seien zum Vormonat um 5,1 Prozent nach oben geklettert, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mit. Dies ist der stärkste Zuwachs seit Oktober 2010. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet.

Im März waren die schwebenden Hausverkäufe noch um revidierte 1,6 Prozent geklettert. Zunächst war ein Zuwachs von 1,4 Prozent ermittelt worden.

Im Jahresvergleich legten die Verkäufe im April um 2,9 Prozent zu. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg von 0,2 Prozent prognostiziert.

Bei schwebenden Hausverkäufen wurden zwar schon Vorverträge unterzeichnet, es liegt aber noch kein endgültiger Kaufvertrag vor. Die Zahlen gelten als guter Indikator für die künftige Entwicklung am Immobilienmarkt./jsl/he

26.05.2016

ROUNDUP 3: G7 wollen Konjunktur ankurbeln - Keine Zusagen in Flüchtlingskrise

(neu: Aktualisiert, mehr Details.)

ISE-SHIMA (dpa-AFX) - Die sieben großen Industrienationen (G7) haben sich auf gemeinsame Anstrengungen zur Ankurbelung der Weltkonjunktur geeinigt. Ungeachtet der Differenzen über Japans Forderung nach größeren staatlichen Ausgabenprogrammen wollen die Staats- und Regierungschefs zum Ende ihres Gipfels am Freitag im japanischen Ise-Shima eine "ökonomische Initiative" verabschieden. Hoffnungen Deutschlands und der EU-Spitze auf konkrete Finanzzusagen für die Flüchtlingshilfe wurden enttäuscht. Ärger gibt es mit Peking wegen des Streits um Inseln im Süd- und Ostchinesischen Meer.

Auf dem zweitägigen Gipfel in dem japanischen Ferienort berät die G7 auch über die Konflikte in Syrien und der Ukraine, das Atomprogramm Nordkoreas sowie den Kampf gegen den Terrorismus. Zum Auftakt besuchten die Politiker den berühmten Ise-Schrein. In dem wichtigsten Heiligtum der japanischen Ur-Religion Shinto wird die Sonnengöttin Amaterasu verehrt. Zu der G7 gehören Deutschland, die USA, Japan, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und zusätzlich die Europäische Union.

Die G7-Politiker zeigten demonstrativ Einigkeit, alles zur Ankurbelung der Weltwirtschaft tun zu wollen, doch blieben die konkreten Vorhaben ihrer "Initiative von Ise-Shima" unklar. Sie soll Konjunkturmaßnahmen, Strukturreformen, geldpolitische Schritte und anderen Bemühungen zur Belebung der Wirtschaft beinhalten. "Die Welt hat ein gewisses stabiles Wachstum, aber es gibt Schwächen, insbesondere bei den Schwellenländern und es gibt eine ganze Reihe von Risiken", sagte Kanzlerin Angela Merkel.

In den Diskussionen zeigten sich deutliche Gegensätze: Japans Premier Shinzo Abe setzt auf staatliche Ausgabenprogramme, doch will die Kanzlerin sparsam bleiben und lehnt schuldenfinanzierte Stimulusprogramme ab. Merkel betone "immer den Dreiklang aus Strukturreformen, Fiskal- und Geldpolitik mit der Betonung auf Reformen und Innovationsfähigkeit", verlautete aus informierten Kreisen. Jedes Land müsse seine eigenen Lösungen für mehr Wachstum finden, sagte auch US-Präsident Barack Obama.

Trotz des Aufrufs der Europäischen Union zu mehr internationaler Solidarität bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise rechnet die Kanzlerin nicht damit, dass die anderen G7-Länder sich auf weitere Finanzhilfen und die Aufnahme von zusätzlichen Migranten festlegen. "Ich erwarte jetzt nicht ganz konkrete Zahlen." Sie habe aber den Eindruck, dass international das Ausmaß der Krise mittlerweile besser wahrgenommen werde. "Ich glaube, es ist etwas in Gang gekommen."

Spannungen gibt es mit China. Ungeachtet von Drohungen aus Peking an die G7, sich aus den Territorialstreitigkeiten im Ost- und Südchinesischen Meer herauszuhalten, mischt sich die Gruppe in den Streit ein. "Wir haben eine gemeinsame Haltung, dass wir den Konflikt friedlich lösen wollen", sagte Merkel. Auch sei man sich einig, dass internationale Institutionen "hier auch legitimiert sind", sagte Merkel über das Schiedsgericht in Den Haag, das voraussichtlich im Juni über Chinas Ansprüche entscheiden wird. Peking will das Urteil nicht akzeptieren.

"Die G7 sollte sich mit seinen eigenen Problemen beschäftigen anstatt sich in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen", sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Peking. China erhebt fast auf das gesamte Südchinesische Meer Anspruch und streitet mit den Philippinen, Brunei, Malaysia, Vietnam und Taiwan um die fisch- und rohstoffreichen Gewässer. Peking schüttete unter anderem künstliche Inseln auf und legte Landebahnen sowie Militäranlagen an, um seine Ansprüche zu untermauern.

Als erster amtierender US-Präsident wird Obama am Freitag die japanische Stadt Hiroshima besuchen - den Ort des ersten Abwurfs einer Atombombe durch die USA im August 1945. 70 000 Bewohner starben sofort, rund 70 000 bis 80 000 später. Mit seinem historischen Besuch will Obama die weiter bestehende Gefahr durch Atomwaffen hervorheben. "Ich will einmal mehr die sehr realen Bedrohungen unterstreichen und eine erhöhte Aufmerksamkeit bei uns allen dafür schaffen."/lw/DP/men

26.05.2016

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken stärker als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken. In der vergangenen Woche gingen sie um 10 000 auf 268 000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit einem etwas schwächeren Rückgang auf 275 000 Anträge gerechnet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt stieg um 2750 auf 278 500.

Im April hatte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeitweise bei 248 000 den tiefsten Stand seit 1973 erreicht.

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Woche zum Erstanträge Veränderung 4-Wochenschnitt Veränderung

21. Mai 16 268 -10 278,50 +2,75

14. Mai 16 278 -16 275,75 +7,50

07. Mai 16 294 +20 268,25 +10,25

30. Apr 16 274 +17 258,00 +2,00°

(Angaben in Tsd)

/jsl/stb

26.05.2016

ROUNDUP/Mindestlohn-Urteil: Arbeitgeber können Urlaubsgeld anrechnen

ERFURT (dpa-AFX) - Geringverdiener können nach einem Urteil des Bundesarbeitsgericht nicht immer mit Einkommensverbesserungen durch die Mindestlohneinführung vor eineinhalb Jahren rechnen. Bisher gewährte Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld könnten in bestimmten Fällen verrechnet werden, um die gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde zu erreichen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Mittwoch in Erfurt in seinem ersten Mindestlohn-Urteil.

Die Anrechnung gelte jedoch nur in den Fällen, in denen die Sonderzahlungen als Entgelt für tatsächliche Arbeitsleistungen vorbehaltlos und unwiderruflich gezahlt würden - quasi wie ein 13. Gehalt. Der Fünfte Senat bestätigte damit die Rechtsprechung der Vorinstanzen. Er wies die Klage einer Cafeteria-Angestellten aus Brandenburg an der Havel ab.

Thüringens Arbeitsministerin Heike Werner (Linke) forderte die Bundesregierung zu Korrekturen im Mindestlohngesetz auf. Es müsste klargestellt werden, dass Urlaubs- oder Weihnachtsgeld nicht auf den Mindeststundenlohn angerechnet werden dürfen. Werner: "Das Urteil macht deutlich, dass die Bundesregierung beim Mindestlohngesetz nicht sorgfältig genug gearbeitet hat."

Das Bundesarbeitsministerium will das Urteil des Gerichts nach Angaben eines Sprechers sorgfältig prüfen, sobald die Begründung schriftlich vorliegt. Die von der Bundesregierung eingesetzte Mindestlohnkommission muss turnusmäßig bis zum 30. Juni entscheiden, ob die seit 2015 geltende Lohnuntergrenze angehoben werden muss.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) forderte eine spürbare Aufstockung des Mindestlohns auf über neun Euro. NGG-Chefin Michaela Rosenberger sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag): "Dieses Urteil wird Zehntausende Geringverdiener teuer zu stehen kommen." Mit der Entscheidung sei eine Umgehungsstrategie der Lohnuntergrenze höchstrichterlich gebilligt worden.

Der Präzedenzfall aus Brandenburg betreffe "eine grundlegende Frage des Gesetzes", sagte der Vorsitzende Richter, Rudi Müller-Glöge. Nach Einschätzung von Fachleuten sorgt die Anrechnung von Sonderzahlungen im Alltag immer wieder für Konfliktpotenzial. Mehrere Millionen Menschen in Deutschland beziehen Mindestlohn.

Die Klägerin war der Meinung, ihr stünden die in ihrem Arbeitsvertrag vereinbarten Sonderzahlungen in Höhe von jeweils einem halben Monatsentgelt zusätzlich zum Mindestlohn zu. Nach einer Betriebsvereinbarung erfolgen sie seit Anfang 2015 nicht mehr in zwei Raten, sondern über zwölf Monate verteilt. Die 53-Jährige ist Angestellte einer Klinik-Servicegesellschaft mit rund 350 Beschäftigten in Brandenburg.

"Die Verrechnungen bewirken, dass meine Mandantin nichts vom Mindestlohn hat", sagte ihr Anwalt Simon Daniel Schmedes in der Verhandlung. Für ihn liege der Zweck des Mindestlohngesetzes aber gerade in der Bekämpfung von Armut, auch künftiger Altersarmut. Seine Mandantin würde nach wie vor für eine Vollzeitstelle monatlich 1391,36 brutto als Grundvergütung erhalten. Nach Anrechnung der monatlichen Sonderzahlungen käme sie brutto auf 1507,30 Euro.

Der Anwalt der Klinik-Servicegesellschaft, Alexander Schreiber, argumentierte, das Unternehmen würde alle Ansprüche aus dem Arbeitsvertrag erfüllen und damit gleichzeitig die Lohnuntergrenze von 8,50 einhalten. "Der Klägerin wird nichts weggenommen." Es gehe um das Gesamteinkommen. Das Gesetz sage nicht, dass zum Mindestlohn noch etwas drauf zu legen sei.

Nach Angaben von BAG-Präsidentin Ingrid Schmidt liegen bisher nur einzelne Mindestlohn-Streitigkeiten vor. Voraussichtlich Ende Juni will sich das Bundesarbeitsgericht am Fall eines Rettungsassistenten auch mit dem Mindestlohnanspruch bei der Vergütung von Bereitschaftszeiten beschäftigen. Nach Meinung des Bonner Arbeitsrechtlers Gregor Thüsing ist das Mindestlohngesetz unnötig kompliziert, voller Widersprüche, Lücken und Unklarheiten./ro/DP/stk

26.05.2016

G7 trotzt Chinas Drohung und mischt sich in Inselstreit ein

ISE-SHIMA (dpa-AFX) - Trotz der Drohungen aus China sprechen sich die sieben großen Industrienationen für eine gewaltfreie Beilegung der Territorialkonflikte im Süd- und Ostchinesischen Meer aus. "Wir haben eine gemeinsame Haltung, dass wir den Konflikt friedlich lösen wollen", sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag auf dem G7-Gipfel im japanischen Ise-Shima.

Auch sei sich die G7-Gruppe einig, dass internationale Institutionen "hier auch legitimiert sind", sagte Merkel mit Blick auf das Schiedsgericht in Den Haag, das voraussichtlich im Juni über Chinas Ansprüche entscheiden wird. Peking hat bereits erklärt, dass es die Zuständigkeit des Schiedshofes nicht anerkennt und dessen Entscheidung nicht akzeptieren wird.

Zuvor hatte Chinas Staatsagentur in einem Kommentar die Forderung der chinesischen Führung in Peking bekräftigt, dass die G7 sich aus dem Konflikt heraushalten soll. Am Ende des Gipfels wollen die Staats- und Regierungschefs dennoch eine volle Erklärung veröffentlichen./lw/DP/stk

26.05.2016

Merkel rechnet nicht mit mehr Geld für Flüchtlingshilfe bei G7-Gipfel

ISE-SHIMA (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet nicht damit, dass die anderen G7-Länder sich auf mehr Finanzhilfen in der Flüchtlingskrise und die Aufnahme von mehr Migranten festlegen. "Ich erwarte jetzt nicht ganz konkrete Zahlen", sagte die CDU-Chefin am Donnerstag am Rande des Gipfels im japanischen Ise-Shima. Sie habe aber den Eindruck, dass international das Ausmaß der Krise mittlerweile besser wahrgenommen werde. "Ich glaube, es ist etwas in Gang gekommen." Die EU hatte zuvor von den G7 mehr Geld für die Bewältigung der Flüchtlingskrise gefordert.

Merkel hob hervor, wieviele syrische Flüchtlinge Kanada aufnehme. "Man muss ja sehen, Kanada liegt ja nicht gleich neben Syrien und fühlt sich trotzdem für die Probleme dort verantwortlich." Kanada hat bisher mehr als 25 000 Syrer aufgenommen und angekündigt, bis Anfang 2017 nochmal 10 000 Menschen aus dem Bürgerkriegsland hereinzulassen. Regierungschef Justin Trudeau habe ihr bei einem Gespräch am Rande des Gipfels versichert, Kanada tue dies aus Überzeugung./hot/du/DP/stk

26.05.2016

AKTIE IM FOKUS: Zweitgrößtes US-IPO erfolgreich - US Foods sehr fest

NEW YORK (dpa-AFX) - Das im laufenden Jahr bislang zweitgrößte IPO in den USA hat am Donnerstag einen erfolgreichen Abschluss gefunden. Die Aktien von US Foods , deren Angebotsspanne zwischen 21 bis 24 Dollar gelegen hatte und die schließlich zu 23 US-Dollar das Stück ausgegeben worden waren, sprangen zeitweise bis auf 25 Dollar hoch.

Zuletzt wurden sie bei 24,64 Dollar gehandelt. Das bedeutet ein Plus von 7,13 Prozent für all jene, die die Papiere gezeichnet hatten. Das Handelsvolumen war zugleich beträchtlich mit 23,3 Millionen Stück. Der erste Kurs für die Anteilsscheine des Lebensmittellieferaten für Restaurants und Großküchen hatte 24,25 Dollar betragen.

PLAN B UMGESETZT UND 1,02 MILLIARDEN DOLLAR EINGENOMMEN

"Mit dem heutigen IPO hat die US Foods Corp. ihren Plan B umgesetzt", kommentierte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner den Schritt aufs Parkett, bei dem das Unternehmen 1,02 Milliarden Dollar eingesammelt hat. "Nach dem fehlgeschlagenen Zusammenschluss mit dem US-Nahrungsmittelproduzenten Sysco haben die Anteilseigner nun einen kleinen Teil frei handelbarer Aktien an die NYSE gegeben."

Mit Blick auf die künftige Entwicklung der Papiere ist er jedoch trotz der aktuellen Euphorie vorsichtig. Das Unternehmen werde derzeit von einer enormen Schuldenlast gedrückt, was ein gewisses Risiko bedeute. "Aus meiner Sicht ist das weitere Kurspotenzial eher begrenzt", so Lipkow und verwies dabei auch auf den seines Erachtens bereits hohen Ausgabepreis.

GRÖSSTES IPO BISHER: MGM GROWTH PROPERTIES

Der 2016 bisher größte Börsengang in den Vereinigten Staaten ging im April auf das Konto des Investmentfonds MGM Growth Properties . Er hatte 1,2 Milliarden Dollar eingesammelt./ck/he

26.05.2016

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Ziel für Credit Suisse - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Credit Suisse von 14,50 auf 14,00 Franken gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analyst Kinner Lakhani reduzierte in einer Studie vom Donnerstag seine Prognosen für den Reingewinn in den Jahren 2016 bis 2018 und begründete dies vor allem mit einem höheren Vorsorgeaufwand für Kreditrisiken. Zudem gehe die Umstrukturierung im Investmentbanking mit erheblichen Risiken für die Profitabilität einher./la/fat

26.05.2016

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Vonovia auf 'Overweight' - Ziel 35 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Vonovia auf "Overweight" mit einem Kursziel von 35 Euro belassen. Der Wohnmarktreport 2016, den das Immobilienunternehmen zusammen mit dem internationalen Immobiliendienstleister CBRE erstellt habe, belege einen anhaltenden Nachfrageüberhang durch Mieter, schrieb Analyst Neil Green in einer am Donnerstag vorgelegten Branchenstudie. Vonovia ist sein bevorzugter deutscher Titel./gl/mis

26.05.2016

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Barclays auf 'Outperform' und Ziel auf 220 Pence

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat Barclays von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 185 auf 220 Pence angehoben. Mit der Senkung der Dividende und dem geplanten Verkauf des Afrika-Geschäftes habe die britische Bank einen Großteil der Probleme rund um die Kapitalausstattung angepackt, schrieb Analyst Jonathan Pierce in einer Studie vom Donnerstag. Zudem werde die attraktive Bewertung der Aktien für ihn immer wichtiger./la/fat

26.05.2016

ANALYSE: Goldman sieht bei ArcelorMittal viel Potenzial - ThyssenKrupp 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat sich am Donnerstag insgesamt optimistisch zu Stahlwerten geäußert. Analyst Stephen Benson hob die Papiere des weltgrößten Stahlherstellers ArcelorMittal positiv hervor: Er erhöhte sein Kursziel für die Aktien von 5,40 auf 5,60 Euro und bekräftigte die entschlossene Kaufempfehlung "Conviction Buy". Thyssenkrupp-Papiere ließ er auf "Neutral" mit einem Kursziel 18,50 Euro auf Sicht von zwölf Monaten. Andere Papiere hätten ein besseres Chance/Risiko-Verhältnis, schrieb der Experte.

Die Stahlpreise sollten von anhaltend niedrigen Lagerbeständen in den USA gestützt werden, erwartet Benson. Chinesische Anbieter dürften zudem ihre Kapazitäten nicht wieder aggressiv ausbauen. Er hob seine Gewinnerwartung für ArcelorMittal an. Der jüngste Kursrückgang nach der Zahlenveröffentlichung eröffnet aus seiner Sicht eine attraktive Einstiegsgelegenheit bei den Aktien. Zum neuen Kursziel habe der Wert rund 40 Prozent Potenzial.

Bei Thyssenkrupp machten sich höhere Stahlpreise derweil langsamer im Ergebnis positiv bemerkbar, als er das ursprünglich erwartet habe. Daher habe er seine Erwartung für das operative Ergebnis (Ebit) für den Stahl- und Industriekonzern im Geschäftsjahr 2016 etwas gesenkt. Für das Geschäftsjahr 2017 habe er sie aber angehoben. Die im Durchschnitt erhöhten Prognosen würden aber durch höhere Pensionsverpflichtungen sowie eine höhere Nettoverschuldung ausgeglichen. Das Kursziel von 18,50 Euro sei daher unverändert./fat/mis/he

26.05.2016

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse belässt Evonik auf 'Underperform' - Ziel 26,50 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für Evonik auf "Underperform" mit einem Kursziel von 26,50 Euro belassen. Die Entwicklung der Methioninpreise bleibe das größte Risiko für den Spezialchemiekonzern, schrieb Analyst Chris Counihan in einer Studie vom Donnerstag. Er liegt mit seinen Prognosen hier klar unter der Markterwartung. Auf Basis seiner Schätzungen seien die Aktien im Branchenvergleich höher bewertet./la/fat

26.05.2016

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für ArcelorMittal auf 5,60 Euro, Conviction Buy

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien von ArcelorMittal von 5,40 auf 5,60 Euro angehoben und die Papiere auf der "Conviction Buy List" belassen. Er habe seine Gewinnerwartung wegen der jüngsten Entwicklung der Stahlpreise etwas angehoben, schrieb Analyst Stephen Benson in einer Studie vom Donnerstag. Der Kursrückgang nach der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal eröffnet aus seiner Sicht eine attraktive Einstiegsgelegenheit./mis/fat

26.05.2016

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser hebt Ziel für Nemetschek auf 50 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Nemetschek von 44 auf 50 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Gespräche mit dem Bausoftware-Spezialisten hätten ihn in seiner Einschätzung bestärkt, dass das Unternehmen 2016 auf einem guten Weg sei, schrieb Analyst Lars Dannenberg in einer Studie vom Donnerstag. Nemetschek sollte eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung der Baubranche spielen, wodurch sich das Unternehmenswachstum aus eigener Kraft beschleunigen dürfte. Allerdings sei die Aktie schon vergleichsweise hoch bewertet./gl/mis

26.05.2016

ANALYSE-FLASH: NordLB belässt Axel Springer auf 'Kaufen' - Ziel 60 Euro

HANNOVER (dpa-AFX) - Die NordLB hat Axel Springer nach Zahlen zum ersten Quartal auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) des Medienkonzerns seien auf den ersten Blick verhalten ausgefallen, aber durch Sondereffekte überschattet worden, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Donnerstag. Insgesamt seien die Markterwartungen etwas übertroffen worden. Die Wachstumsfantasie liege weiter im Ausbau der digitalen Aktivitäten./gl/fat

26.05.2016

ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Axel Springer auf 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Axel Springer nach der Ankündigung einer Übernahme auf "Overweight" belassen. Der Preis von umgerechnet knapp 62 Millionen Euro, den der Medienkonzern für den dänischen Ferienhaus-Vermittler Land & Leisure zahlen wolle, klinge vernünftig, schrieb Analyst Marcus Diebel in einer am Donnerstag vorgelegten Studie./gl/mis