dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

31.08.2016

ROUNDUP/Entschieden: NordLB übernimmt Bremer Landesbank komplett

BREMEN (dpa-AFX) - Die norddeutsche Landesbank (NordLB) wird die angeschlagene Bremer Landesbank (BLB) komplett übernehmen. Das teilten die BLB-Träger am Mittwochabend mit. Der Kaufpreis für den Bremer Anteil von 41 Prozent wurde auf 262 Millionen Euro festgelegt.

Darin enthalten sind Geldleistungen und Beteiligungsübergaben. Die Bremer Landesbank war wegen einer höher angesetzten Risikovorsorge für marode Schiffskredite in Schieflage geraten. Zum Jahresende wird ein Fehlbetrag von 350 bis 400 Millionen Euro erwartet./hr/DP/he

31.08.2016

NordLB übernimmt Bremer Landesbank komplett

BREMEN (dpa-AFX) - Die norddeutsche Landesbank (NordLB) wird die angeschlagene Bremer Landesbank (BLB) komplett übernehmen. Das teilten die BLB-Träger am Mittwochabend mit. Der Kaufpreis für den Bremer Anteil von 41 Prozent wurde auf 262 Millionen Euro festgelegt./hr/DP/he

31.08.2016

SAP-Rivale Salesforce schockiert mit Prognosen

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der SAP -Konkurrent Salesforce hat Anleger mit seinen Erwartungen an das laufende Geschäftsquartal schockiert. Der Aktienkurs des US-Unternehmens rauschte im nachbörslichen Handel um mehr als acht Prozent in die Tiefe, nachdem der Cloud-Experte Gewinn- und Umsatzschätzungen veröffentlicht hatte, die unter den Erwartungen von Experten lagen.

Der Umsatz soll im dritten Jahresviertel zwischen 2,11 und 2,12 Milliarden US-Dollar liegen, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie bei 20 bis 21 Cent. Analysten waren bisher von 2,13 Milliarden Dollar beziehungsweise 24 Cent ausgegangen. Das Unternehmen sieht sich zunehmender Konkurrenz durch Konzerne wie SAP, Oracle und Microsoft im Geschäft mit Software und Dienstleistungen in der sogenannten Datenwolke (Cloud) ausgesetzt.

Gleichwohl versprühte Salesforce.com-Chef Marc Benioff in einer Mitteilung Optimismus und hob die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf 8,23 bis 8,33 Milliarden Dollar an. Analysten rechnen hier bisher mit 8,1 Milliarden. Im zweiten Quartal steigerte das Unternehmen die Erlöse um 25 Prozent auf 2,04 Milliarden Dollar. Der Gewinn lag unter dem Strich bei 229,6 Millionen Dollar nach einem Verlust von 852.000 Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Beide Größen überstiegen die Vorhersagen von Experten./he

31.08.2016

US-Anleihen geben überwiegend etwas nach

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Mittwoch überwiegend leicht nachgegeben. Im Gegenzug stiegen die Renditen etwas. Der Handel lief trotz durchwachsener Konjunkturdaten in ruhigen Bahnen. Zahlen vom Arbeitsmarkt deuteten auf eine anhaltend solide Entwicklung hin, während Stimmungsdaten aus der Industrie enttäuschten. Investoren warten weiter gespannt auf den am Freitag anstehenden Jobbericht der Regierung, der wichtig für den kurzfristigen Kurs der US-Notenbank Fed ist.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 28/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,80 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren 2/32 Punkte auf 99 21/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,19 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere sanken um 3/32 Punkte auf 99 8/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,58 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gaben um 2/32 Punkte auf 100 12/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,23 Prozent./mis/bgf/he

31.08.2016

Devisen: Eurokurs kommt kaum vom Fleck

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch unter dem Strich nur wenig bewegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1157 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1132 (Dienstag: 1,1168) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8983 (0,8954) Euro.

Am Markt wurde das Handelsgeschehen als ruhig beschrieben. Selbst durchwachsene amerikanische Konjunkturdaten sorgten nur für moderate Bewegung. Zahlen vom Arbeitsmarkt deuteten auf eine anhaltend solide Entwicklung hin, während Stimmungsdaten aus der Industrie enttäuschten. Devisenhändler warten gespannt auf den am Freitag anstehenden Jobbericht der Regierung, der wichtig für den kurzfristigen Kurs der US-Notenbank Fed ist.

Unterdessen dürften Preisdaten aus dem Euroraum in den Reihen der EZB für Ernüchterung sorgen. Trotz ihrer extrem lockeren Geldpolitik schafft es die Notenbank nicht, die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation anzuschieben. Im August hatte die Teuerung nur bei 0,2 Prozent gelegen. Die den grundlegenden Preistrend abbildende Kerninflation ging von niedrigem Niveau aus zurück. "Die EZB dürfte langsam verzweifeln", kommentierte Christoph Weil von der Commerzbank. Der Analyst hält es für möglich, dass die Notenbank ihre Wertpapierkäufe auf der Zinssitzung in der kommenden Woche verlängert und die Geldschwemme damit faktisch ausweitet./mis/bgf/he

31.08.2016

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 31.08.2016

JPMorgan senkt Beiersdorf auf 'Underweight' und Ziel auf 75 Euro

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat Beiersdorf von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 80 auf 75 Euro gesenkt. Es gebe wenig Anzeichen, dass der Kosmetikkonzern die langfristigen Herausforderungen der Branche angehe, schrieb Analystin Celine Pannuti in einer Studie vom Mittwoch. Der Konzern hätte die Möglichkeit, in neue Produktkategorien und Regionen zu expandieren, sei bisher bei Investitionen aber eher vorsichtig gewesen. Der Konkurrent L'Oreal habe die besseren Mittel, um die Herausforderungen des digitalen Zeitalters anzugehen. Zudem erschienen die Beiersdorf-Papiere bereits sehr hoch bewertet.

Lampe hebt Infineon auf 'Kaufen' und Ziel auf 18 Euro

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Infineon von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 13 auf 18 Euro angehoben. Der Halbleiterkonzern sei innerhalb der Autobranche im Segment Elektroantriebe besonders stark positioniert, schrieb Analyst Karsten Iltgen in einer Studie vom Mittwoch. Trotz der zuletzt deutlichen Kursgewinne sei es für Anleger noch nicht zu spät, von diesem langfristig positiven Trend zu profitieren. Er schraubte seine mittelfristigen Wachstumserwartungen nach oben.

Citigroup senkt ProSiebenSat.1 auf 'Sell' und Ziel auf 36 Euro

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat ProSiebenSat.1 von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 41,50 auf 36,00 Euro gesenkt. Analystin Catherine O'Neill sieht das bisherige Umsatz- und Gewinnwachstum des Medienkonzerns in Gefahr. ProSiebenSat.1 müsse entscheiden, wo künftig die Prioritäten lägen, schrieb sie in einer Studie vom Mittwoch. Im Reisegeschäft müsse der Konzern deutlich mehr investieren, um seine europaweiten Ambitionen zu erreichen.

Citigroup startet Henkel mit 'Neutral' - Ziel 122 Euro

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Henkel mit "Neutral" und einem Kursziel von 122 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Gewinnmargen des Konsumgüterkonzerns erschienen bereits optimiert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Studie vom Mittwoch. Der Spielraum für aggressivere Margenziele erscheine daher begrenzt.

Goldman nimmt Metro mit 'Neutral' wieder auf - Ziel 27,80 Euro

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Metro mit "Neutral" und einem Kursziel von 27,80 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Die Bewertungen europäischer Lebensmittelhändler erschienen ausgereizt, schrieb Analyst Rob Joyce in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der deutsche Handelskonzern habe aber zahlreiche Möglichkeiten für profitables Wachstum. Die geplante Abspaltung des Lebensmittelhandels vom Elektronikgeschäft könnte weitere Werte freisetzen. Dem stünden aber steigende Investitionen und niedrigere Margen bei Cash & Carry sowie negative Wechselkurseffekte entgegen.

Bernstein hebt Ziel für HeidelbergCement auf 95 Euro - Outperform

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für HeidelbergCement von 92 auf 95 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Im europäischen Baustoffsektor bestehe für HeidelbergCement und Buzzi Unicem mittelfristig das größte Aufwärtspotenzial, schrieb Analyst Phil Roseberg in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Beide Unternehmen glänzten mit starkem Cashflow-Wachstum und einer attraktiven Bewertung.

UBS hebt Ziel für Munich Re auf 163,01 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Munich Re von 155,00 auf 163,01 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Unter den europäischen Rückversicherern weise Munich Re das stabilste Chance-/Risiko-Profil auf, schrieb Analyst Jonny Urwin in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Experte rechnet für 2016 mit einer Gesamtrendite der Münchener von 9,3 Prozent.

Berenberg hebt Ziel für Südzucker auf 23 Euro - 'Hold'

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Südzucker von 15,80 auf 23,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Fintan Ryan begründete das neue Ziel in einer Studie vom Mittwoch mit positiveren Gewinnaussichten im Zuckergeschäft.

Goldman hebt Ziel für Steinhoff auf 7 Euro - 'Buy'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Steinhoff von 6,50 auf 7,00 Euro angehoben und die Einstufung für die Aktie des Möbelkonzerns auf "Buy" belassen. Das neue Kursziel reflektiere mögliche Zuwächse aus den beiden jüngsten Zukäufen, schrieb Analyst Abhilash Mohapatra in einer Studie vom Mittwoch.

HSBC hebt Ziel für Wirecard auf 55 Euro - 'Buy'

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Wirecard von 48 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Im Kerngeschäft sei die Dynamik anhaltend hoch, das starke Umsatzwachstum dürfte sich fortsetzen, schrieb Analyst Antonin Baudry in einer Studie vom Mittwoch. Zudem sei der Zahlungsabwickler nicht gerade anspruchsvoll bewertet.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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31.08.2016

ROUNDUP: Aufsichtsratssitzung bei Thyssenkrupp-Stahlsparte beendet

DUISBURG (dpa-AFX) - Die Sitzung des Aufsichtsrats der Stahlsparte von Thyssenkrupp ist am Mittwoch in Duisburg zu Ende gegangen. Am Donnerstagvormittag soll es nach Angaben eines Sprechers eine Mitteilung des Unternehmens geben.

Rund 7000 Stahlkocher hatten zuvor vor der Hauptverwaltung der Thyssenkrupp-Stahlsparte für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert und dabei die Produktion teilweise lahm gelegt. Erst am frühen Abend konnten die Anlagen nach Angaben des Betriebsrats wieder voll anlaufen. Hintergrund ist ein Sparprogramm des Unternehmens mit drohenden Standortschließungen. Konkrete Einzelheiten sind aber bislang nicht bekannt./uta/DP/he

31.08.2016

Aufsichtsratssitzung bei Thyssenkrupp-Stahlsparte beendet

DUISBURG (dpa-AFX) - Die Sitzung des Aufsichtsrats der Stahlsparte von Thyssenkrupp ist am Mittwoch in Duisburg zu Ende gegangen. Im Laufe des Abends soll es eine Mitteilung des Unternehmens geben, wie es hieß. Rund 7000 Stahlkocher hatten zuvor vor der Hauptverwaltung der Thyssenkrupp-Stahlsparte für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert und dabei die Produktion teilweise lahm gelegt. Erst am frühen Abend konnten die Anlagen nach Angaben des Betriebsrats wieder voll anlaufen. Hintergrund ist ein Sparprogramm des Unternehmens mit drohenden Standortschließungen. Konkrete Einzelheiten sind aber bislang nicht bekannt./uta/DP/stb

31.08.2016

IFA/ROUNDUP: Samsung zeigt neue Smartwatch-Modelle

BERLIN (dpa-AFX) - Samsung will sich mit zwei neuen Smartwatch-Modellen im Markt der Wearables und Computeruhren behaupten. Zum Auftakt der IFA in Berlin stellte der Konzern die Gear S3 Frontier und die Gear S3 Classic vor. "Durch die im vergangenen Jahr vorgestellte Gear S2 und ihr personalisierbares Ziffernblatt sowie die drehbare Lünette hat die ganze Smartwatch-Produktkategorie einen Sprung nach vorn gemacht", sagte Samsung-Manager Younghee Lee. Mit den Gear S3 wolle Samsung nun seine Gear-Familie erweitern und perfektionieren.

Der Markt der Computeruhren ist noch relativ jung und wurde zuletzt von der Apple Watch befeuert. Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband Bitkom mit einem kräftigen Wachstum in Deutschland. Voraussichtlich würden rund 1,6 Millionen Geräte verkauft - das wäre ein Plus von 147 Prozent. Der Bitkom erwartet für alle Anbieter einen Umsatz von 297 Millionen Euro, das wären 76 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Die neuen Gear-S3-Modelle sollen verschiedene Nutzergruppen ansprechen. Während die Frontier als leistungsfähiger und robuster Begleiter für Abenteurer und Entdecker gedacht sei, setze Samsung bei der etwas kleineren Classic auf Eleganz und klassische Uhren-Optik. Generell habe Samsung Wert darauf gelegt, dass die Gear S3 in erster Linie eine Uhr sei. "Aus der Entfernung erkennt man keinen Unterschied", sagte Younghee Lee.

Beide Geräte lassen sich dem individuellen Geschmack entsprechend einrichten. Samsung bietet Armbänder in drei Varianten, zudem soll die Uhr auch mit allen herkömmlichen 22-Millimeter-Armbändern genutzt werden können. Insgesamt stehen 18 Oberflächen-Designs zur Auswahl. Durch die Menüs gelangt der Nutzer wie gewohnt über das Touch-Display sowie über die drehbare Lünette am Rand.

Als Betriebssystem dient Samsungs Eigenentwicklung Tizen. Über Samsung Pay lässt sich mit Hilfe des NFC-Funkstandards auch mobil bezahlen.

Über das Ökosystem können die Uhren auf 10 000 Apps zugreifen. Als Beispiel verwies Samsung auf die integrierte BMW Connected App, über die der Nutzer benachrichtigt wird, wann er zu einem Termin aufbrechen sollte. Die App zeigt auch den Füllstand des Tanks an. Über das Display kann der Nutzer auch den Wagen sperren.

Die neuen Modelle verbinden sich mit Samsungs aktuellen Smartphone-Modellen. Über eine Kompatibilität mit Apples iPhones sei noch nicht entschieden, hieß es.

Zum Auftakt der IFA in Berlin präsentierte Samsung die neuen Geräte in einer pompösen Show im Tempodrom. Auf der Messe zeigt das Unternehmen Geräte wie die Smartwatch oder die VR-Brille Gear VR als weitere Bausteine im mobilen Ökosystem rund um das Smartphone./gri/DP/stb

31.08.2016

K+S findet neuen Finanzchef im eigenen Haus

KASSEL (dpa-AFX) - Der Dünger- und Salzproduzent K+S steht im nächsten Frühjahr vor einem umfangreichen Personalwechsel im Vorstand. Der bisher für die Beziehungen zu den Investoren zuständige Manager Thorsten Boeckers werde zum 12. Mai 2017 als Finanzvorstand berufen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Boeckers folgt damit auf Burkhard Lohr, der zu diesem Zeitpunkt seinerseits den Vorstandsvorsitz von Norbert Steiner übernimmt.

Der 41 Jahre alte Boeckers ist Bankkaufmann und hat bisher unter anderem bei der Deutschen Bank und Deutsche Post DHL gearbeitet. Dort war er für den Kontakt zu den institutionellen Investoren zuständig. Seit 2012 ist er bei K+S Leiter der Abteilung Investor Relations.

"Wir freuen uns, mit Thorsten Boeckers einer Führungspersönlichkeit aus den eigenen Reihen und ausgewiesenen Kapitalmarktexperten mit vielseitiger Erfahrung diese Aufgabe übertragen zu können", sagte Aufsichtsratschef Ralf Bethke laut Mitteilung.

Das Unternehmen ist der größte Salzhersteller der Welt, den Großteil des Gewinns machen die Kasseler aber mit der Produktion von Kali-Dünger für die Landwirtschaft. Zuletzt hatten die Kasseler mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen. Das Management musste auf der Hauptversammlung Kritik von Anlegern einstecken. Unter anderem hatte das Scheitern der Übernahmepläne des kanadischen Konkurrenten Potash den Aktienkurs gedrückt, zudem war das Unternehmen aus dem Dax in den MDax abgestiegen./stb/he

31.08.2016

INDEX-MONITOR: Adidas, Ahold Delhaize und CRH steigen in Eurostoxx 50 auf

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Anteilscheine des von Rekord zu Rekord eilenden Sportartikelherstellers Adidas steigen wie erwartet in den europäischen Aktienindex EuroStoxx 50 auf. Dazu gesellen sich die Papiere der im Juli fusionierten niederländisch-belgischen Supermarktkette Ahold Delhaize und des irischen Baustoffe-Konzerns CRH , wie aus einer am Mittwochabend veröffentlichten Mitteilung des Indexanbieters Stoxx hervorgeht.

Ihren Platz im EuroStoxx 50 räumen müssen zum 19. September dafür die Titel der krisengeschüttelten italienischen Bank Unicredit , des französischen Handelskonzerns Carrefour und des italienischen Versicherers Generali . Im Stoxx Europe 50 ersetzten überraschend die Anteilscheine des schweizerischen Agrochemieunternehmens Syngenta die des ebenfalls aus diesem Land stammenden Luxusgüterkonzerns Richemont.

Wichtig sind die Umstellungen in den Indizes vor allem für Fonds, die Indizes nachbilden, da diese die Änderungen entsprechend berücksichtigen müssen. Das hat in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse./he

31.08.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Leichte Verluste - Anleger bleiben in Deckung

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street scheuen vor wichtigen US-Arbeitsmarktdaten weiterhin das Risiko. Der Dow Jones Industrial fiel am Mittwoch bis Handelsende um 0,29 Prozent auf 18 400,88 Punkte. Für den August bedeutet das ein moderates Minus von 0,17 Prozent. Zur Monatsmitte war der US-Leitindex noch auf ein Rekordhoch geklettert, anschließend ging ihm angesichts durchwachsener Signale zum Zustand der US-Wirtschaft sowie Spekulationen über Zinserhöhungen durch die Fed die Luft aus.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es zur Wochenmitte um 0,24 Prozent auf 2170,95 Zähler nach unten. Der technologielastige Index Nasdaq 100 büßte 0,10 Prozent auf 4771,05 Punkte ein.

RÄTSELRATEN ÜBER ZEITPUNKT EINER LEITZINSERHÖHUNG

Die Währungshüter der US-Notenbank Fed hatten mit ihren Aussagen jüngst die Spekulationen über eine Fortsetzung der Zinswende und damit ein weiteres, sanftes Zudrehen des Billiggeldhahns befeuert, dies aber an eine gute Konjunkturentwicklung geknüpft.

Große Bedeutung kommt daher dem am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht zu. Die als Richtschnur dafür geltenden Beschäftigungsdaten des privaten Dienstleister ADP waren einen Tick besser ausgefallen als gedacht. Das Geschäftsklima in der Region Chicago hatte sich im August derweil überraschend deutlich eingetrübt.

SCHWÄCHELNDE ÖLPREISE ZIEHEN ÖLAKTIEN MIT NACH UNTEN

Die weiter unter Druck stehenden Ölpreise lasteten auf den Aktien von Ölkonzernen. Die Papiere von ExxonMobil fielen um knapp ein halbes Prozent und die Anteilscheine von Chevron sanken um mehr als 1 Prozent.

Apple-Aktien stemmten sich mit einem Plus von 0,09 Prozent gegen das schwächere Marktumfeld. Der iPhone-Hersteller will nach der Forderung der EU-Kommission, in Irland Steuern von potenziell mehr als 13 Milliarden Euro nachzuzahlen, zunächst keine Korrekturen in der Bilanz vornehmen. Apple zeigte sich in einem Brief an Investoren zuversichtlich, dass die Nachforderung vor Gericht gekippt wird.

Der Kurs des Euro bewegte sich unter dem Strich nur wenig. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1154 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1132 (Dienstag: 1,1168) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8983 (0,8954) Euro gekostet. Am US-Rentenmarkt sank der Kurs richtungweisender zehnjähriger Staatsanleihen um 3/32 Punkte auf 99 9/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,58 Prozent./mis/he

31.08.2016

Aktien New York Schluss: Leichte Verluste - Anleger bleiben in Deckung

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street scheuen vor wichtigen US-Arbeitsmarktdaten weiterhin das Risiko. Der Dow Jones Industrial fiel am Mittwoch bis Handelsende um 0,29 Prozent auf 18 400,88 Punkte. Für den August bedeutet das ein moderates Minus von 0,17 Prozent. Zur Monatsmitte war der US-Leitindex noch auf ein Rekordhoch geklettert, anschließend ging ihm angesichts durchwachsener Signale zum Zustand der US-Wirtschaft sowie Spekulationen über Zinserhöhungen durch die Fed die Luft aus.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es zur Wochenmitte um 0,24 Prozent auf 2170,95 Zähler nach unten. Der technologielastige Index Nasdaq 100 büßte 0,10 Prozent auf 4771,05 Punkte ein.

Die Währungshüter der US-Notenbank Fed hatten mit ihren Aussagen jüngst die Spekulationen über eine Fortsetzung der Zinswende und damit ein weiteres, sanftes Zudrehen des Billiggeldhahns befeuert, dies aber an eine gute Konjunkturentwicklung geknüpft.

Große Bedeutung kommt daher dem am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht zu. Die als Richtschnur dafür geltenden Beschäftigungsdaten des privaten Dienstleister ADP waren einen Tick besser ausgefallen als gedacht. Das Geschäftsklima in der Region Chicago hatte sich im August derweil überraschend deutlich eingetrübt./mis/he

31.08.2016

Aktien New York: Verluste vor US-Arbeitsmarktbericht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Unsicherheit über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed stimmt die Investoren an der Wall Street weiter vorsichtig. Der Dow Jones Industrial fiel am Mittwoch rund zwei Stunden vor Handelsende um 0,48 Prozent auf 18 365,95 Punkte. Für den August zeichnet sich damit ein moderates Minus ab. Zur Monatsmitte war der US-Leitindex noch auf ein Rekordhoch geklettert, anschließend ging ihm angesichts durchwachsener Signale aus der US-Wirtschaft sowie Spekulationen über Zinserhöhungen durch die Fed aber die Luft aus.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es zur Wochenmitte um 0,50 Prozent auf 2165,30 Zähler nach unten. Der technologielastige Index Nasdaq 100 büßte 0,29 Prozent auf 4762,145 Punkte ein.

Die Währungshüter der US-Notenbank Fed hatten mit ihren Aussagen jüngst die Spekulationen über eine Fortsetzung der Zinswende und damit ein weiteres, sanftes Zudrehen des Billiggeldhahns befeuert, dies aber an eine gute Konjunkturentwicklung geknüpft.

Große Bedeutung kommt daher dem am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht zu. Die als Richtschnur dafür geltenden Beschäftigungsdaten des privaten Dienstleister ADP waren einen Tick besser ausgefallen als gedacht. Das Geschäftsklima in der Region Chicago hatte sich im August derweil überraschend deutlich eingetrübt.

Die weiter unter Druck stehenden Ölpreise lasteten auf den Aktien von Ölkonzernen. Die Papiere von ExxonMobil fielen um 1,13 Prozent und die Anteilscheine von Chevron sanken um 1,60 Prozent.

Apple-Aktien zählten mit einem Plus von 0,27 Prozent zu den wenigen Gewinnern im Dow Jones. Der iPhone-Hersteller will nach der Forderung der EU-Kommission, in Irland Steuern von potenziell mehr als 13 Milliarden Euro nachzuzahlen, zunächst keine Korrekturen in der Bilanz vornehmen. Apple zeigte sich in einem Brief an Investoren zuversichtlich, dass die Nachforderung vor Gericht gekippt wird./he

31.08.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Verluste vor US-Arbeitsmarktbericht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat zur Wochenmitte die Vorsicht überwogen. Zwei Tage vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht hielten sich die Anleger zurück - die Beschäftigungsentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft ist entscheidend für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Der Dax folgte am Mittwochnachmittag der schwächelnden Wall Street und rutschte wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 10 600 Punkten. Zum Schluss stand der deutsche Leitindex 0,61 Prozent im Minus bei 10 592,69 Punkten. Für den Monat August verbuchte er trotzdem einen Kursgewinn von knapp zweieinhalb Prozent - im Juli war das Plus allerdings noch deutlich höher ausgefallen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Mittwoch 0,94 Prozent auf 21 396,96 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,66 Prozent auf 1727,43 Punkte nachgab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,25 Prozent auf 3023,13 Punkte. Die nationalen Indizes in Paris und London verbuchten etwas deutlichere Verluste. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsende moderat im Minus.

AKTUELLE US-DATEN DURCHWACHSEN

Auf dem Handel lastet weiterhin die Frage, ob die Fed bereits in gut drei Wochen ihren Leitzins weiter anhebt oder sich mit der Fortführung der im Dezember 2015 eingeleiteten Zinswende noch etwas Zeit lässt. Denn höhere Zinsen begünstigen festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen gegenüber Aktien. Die US-Währungshüter orientieren sich dabei an der Wirtschafts- und insbesondere der Beschäftigungsentwicklung. Von den aktuellen, durchwachsenen Konjunkturdaten gingen allerdings keine klaren Signale aus.

Die Zahl der Beschäftigten in der US-Privatwirtschaft war im August etwas stärker gestiegen als erwartet, wie der Jobdienstleister ADP mitteilte. Zudem war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Juli stärker als erwartet nach oben geklettert. Dagegen hatte sich das Geschäftsklima in der Region Chicago im August überraschend deutlich eingetrübt.

FUSIONSFANTASIE GIBT BANKEN AUFTRIEB

Am deutschen Markt schoben Fusionsfantasien die Aktienkurse der beiden größten deutschen Banken an. Börsianer verwiesen auf einen Bericht des "manager magazin" als Auslöser. Die Überschrift "Deutsche Bank denkt vorsichtig über die Commerzbank nach" lese sich allerdings dramatischer als der Inhalt, gab ein Marktteilnehmer zu bedenken. Zudem dementierte Deutsche-Bank-Chef John Cryan ein Interesse an einem Partner auf dem deutschen Markt.

Mit plus 3,38 Prozent knüpften Commerzbank-Titel dennoch an ihre Vortagsentwicklung an und waren unangefochtener Dax-Spitzenreiter. Dahinter legten die Anteilscheine der Deutschen Bank um 2,52 Prozent zu.

AIRBUS GEFRAGT - STEINHOFF LEIDET UNTER ECKDATEN

Im MDax gehörten die Papiere des Flugzeugbauers Airbus mit einem Kursanstieg von 1,55 Prozent zu den Favoriten. Börsianer verwiesen auf Berichte über einen bevorstehenden Auslieferungsrekord für August. Aktien des Möbel- und Einzelhändlers Steinhoff büßten indes als Schlusslicht 7,53 Prozent ein. Hier belasteten vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Ein Experte bemängelte die trotz des starken Wachstums enttäuschende Marge.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,21 Prozent am Vortag auf minus 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 144,30 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,21 Prozent auf 167,36 Zähler. Der Eurokurs lag bei 1,1146 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1132 (Dienstag: 1,1168) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8983 (0,8954) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

31.08.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Leichtes Minus - Zurückhaltung vor US-Daten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat zur Wochenmitte die Vorsicht überwogen. Zwei Tage vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht hielten sich die Anleger zurück - die Beschäftigungsentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft ist entscheidend für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Der Dax folgte am Mittwochnachmittag der schwächelnden Wall Street und rutschte wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 10 600 Punkten. Zum Schluss stand der deutsche Leitindex 0,61 Prozent im Minus bei 10 592,69 Punkten. Für den Monat August verbuchte er trotzdem einen Kursgewinn von knapp zweieinhalb Prozent - im Juli war das Plus allerdings noch deutlich höher ausgefallen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Mittwoch 0,94 Prozent auf 21 396,96 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,66 Prozent auf 1727,43 Punkte nachgab./gl/he

31.08.2016

EUROSTOXX-FLASH: Schwächere Wall Street zieht Eurostoxx mit nach unten

PARIS (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 ist am Mittwochnachmittag im Sog einer schwächeren Wall Street wieder ins Minus gedreht. Er fiel um 0,14 Prozent auf 3026,51 Punkte, nachdem er gegen Mittag noch um mehr als ein halbes Prozent zugelegt hatte. Insgesamt verlief der Handel aber in ruhigen Bahnen. Die Anleger wollen sich Börsianern zufolge vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag wohl nicht aus dem Fenster lehnen. Die Daten gelten als wichtig für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Aussagen einzelner Mitglieder hatten jüngst Spekulationen angeheizt, die Währungshüter könnten bereits im September ihre Ende 2015 begonnene Zinswende mit einer weiteren Erhöhung fortsetzen./mis/he

31.08.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Verluste - Zurückhaltung vor Arbeitsmarktbericht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Investoren an der Wall Street bleiben vor dem Ende der Woche anstehenden US-Arbeitsmarktbericht vorsichtig. Der Dow Jones Industrial fiel am Mittwoch im frühen Handel um 0,30 Prozent auf 18 398,69 Punkte. Für den August zeichnet sich damit ein kleines Minus ab. Zur Monatsmitte war der US-Leitindex noch auf ein Rekordhoch geklettert, anschließend ging ihm angesichts durchwachsener Signale aus der US-Wirtschaft sowie Spekulationen über Zinserhöhungen durch die Fed aber die Luft aus.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es zur Wochenmitte um 0,34 Prozent auf 2168,81 Zähler nach unten. Der technologielastige Index Nasdaq 100 büßte 0,19 Prozent auf 4766,697 Punkte ein.

Die Währungshüter der US-Notenbank Fed hatten mit ihren Aussagen jüngst die Spekulationen über eine Fortsetzung der Zinswende befeuert, diese aber an eine gute Konjunkturentwicklung geknüpft. Große Bedeutung kommt dabei dem am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht zu. Die als Richtschnur dafür geltenden Beschäftigungsdaten des privaten Dienstleister ADP waren einen Tick besser ausgefallen als gedacht. Das Geschäftsklima in der Region Chicago hatte sich im August derweil überraschend deutlich eingetrübt.

Die weiter unter Druck stehenden Ölpreise lasteten auf den Aktien von Ölkonzernen. Die Papiere von ExxonMobil fielen um 0,78 Prozent und die Anteilscheine von Chevron sanken um 1,01 Prozent.

Apple-Aktien zählten mit einem Plus von 0,30 Prozent zu den wenigen Gewinnern im Dow Jones. Der iPhone-Hersteller will nach der Forderung der EU-Kommission, in Irland Steuern von potenziell mehr als 13 Milliarden Euro nachzuzahlen, zunächst keine Korrekturen in der Bilanz vornehmen. Apple zeigte sich in einem Brief an Investoren zuversichtlich, dass die Nachforderung vor Gericht gekippt wird./mis/he

31.08.2016

Aktien New York: Moderate Verluste - Zurückhaltung vor Arbeitsmarktbericht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Investoren an der Wall Street bleiben vor dem Ende der Woche anstehenden US-Arbeitsmarktbericht vorsichtig. Der Dow Jones Industrial fiel am Mittwoch im frühen Handel um 0,27 Prozent auf 18 403,82 Punkte. Für den August zeichnet sich damit ein kleines Minus ab. Zur Monatsmitte war der US-Leitindex noch auf ein Rekordhoch geklettert, anschließend ging ihm angesichts durchwachsener Signale aus der US-Wirtschaft sowie Spekulationen über die Geldpolitik der Fed aber die Luft aus.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es zur Wochenmitte um 0,29 Prozent auf 2169,76 Zähler nach unten. Der technologielastige Index Nasdaq 100 büßte 0,18 Prozent auf 4767,427 Punkte ein.

Die Währungshüter der US-Notenbank Fed hatten mit ihren Aussagen jüngst die Spekulationen über eine Fortsetzung der Zinswende befeuert, dies aber an eine gute Konjunkturentwicklung geknüpft. Große Bedeutung kommt dabei dem am Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht zu. Die als Richtschnur dafür geltenden Beschäftigungsdaten des privaten Dienstleister ADP fielen zur Wochenmitte etwas besser aus als gedacht, lieferten aber keine frischen Impulse./mis/he

31.08.2016

Aktien Frankfurt: Dax bleibt nach US-Daten auf Tauchstation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Mittwoch in Deckung geblieben. Nach guten Daten zur Beschäftigungsentwicklung in den USA weitete der Dax sein moderates Minus etwas aus - zuletzt verlor er 0,26 Prozent auf 10 630,09 Zähler.

Am Vortag war der deutsche Leitindex zurück über die psychologisch wichtige Marke von 10 600 Punkte gesprungen. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Handelswochen deutet sich derzeit für den Monat August ein Kursgewinn von knapp drei Prozent an - im Juli war das Plus mehr als doppelt so hoch ausgefallen.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank am Mittwochnachmittag um 0,38 Prozent auf 21 517,23 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,08 Prozent auf 1737,49 Punkte verlor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg hingegen um 0,32 Prozent auf 3040,58 Punkte.

US-GELDPOLITIK BLEIBT IM FOKUS

Auf dem Handel lastet weiterhin die Frage, ob die US-Notenbank Fed bereits im September ihren Leitzins weiter anhebt oder sich mit der Fortführung der im Dezember 2015 eingeleiteten Zinswende noch etwas Zeit lässt. Großes Interesse gilt daher den amerikanischen Wirtschaftsdaten und insbesondere dem Arbeitsmarkt, da die Fed vor allem davon ihre Geldpolitik abhängig macht.

Die Zahl der Beschäftigten in der US-Privatwirtschaft ist im August etwas stärker gestiegen als erwartet, teilte der private Jobdienstleister ADP mit. Die Daten gelten - neben den am Donnerstag anstehenden wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe - als Richtschnur für den monatlichen Arbeitsmarktbericht, den die US-Regierung am Freitag veröffentlicht.

ROBUSTE DATEN VOM US-ARBEITSMARKT

"Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust", kommentierte Expertin Viola Julien von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die ADP-Daten. Auch für den Freitag zeichne sich ein solides Stellenplus ab. Zinserwartungen dürften "tendenziell unterstützt werden". Höhere Zinsen begünstigen festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen gegenüber Aktien.

Die am Vormittag veröffentlichten Arbeitsmarkt- und Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone hatten den Markt kaum bewegt. Im Währungsraum stagnierte die Inflation, und auch die Arbeitslosenquote blieb stabil.

FUSIONSFANTASIE GIBT BANKEN AUFTRIEB

Vage Fusionsfantasien schoben die Aktienkurse der beiden größten deutschen Banken an. Börsianer verwiesen auf einen Bericht des "Manager Magazins" als Auslöser. Zwar lese sich die Überschrift "Deutsche Bank denkt vorsichtig über die Commerzbank nach" dramatischer als der Inhalt, gab ein Marktteilnehmer zu bedenken. Zudem dementierte Deutsceh-Bank-Chef John Cryan ein Interesse an einem Partner auf dem deutschen Markt.

Der guten Branchenstimmung konnte das allerdings nichts anhaben: Mit plus 3,79 Prozent knüpften Commerzbank-Titel an ihre positive Vortagsentwicklung an und waren unangefochtener Spitzenreiter im Dax. Dahinter verteuerten sich die jüngst ebenfalls freundlichen Anteilsscheine der Deutschen Bank um 3,41 Prozent. Im marktbreiten europäischen Index Stoxx Europe 600 hatte der Bankenindex mit einem Anstieg von mehr als zwei Prozent die Nase vorn.

Dagegen rutschten die Aktien von ProSiebenSat.1 nach einer negativen Studie mit minus 2,15 Prozent ans Dax-Ende. Die US-Bank Citigroup sieht das bisherige Umsatz- und Gewinnwachstum in Gefahr. Sie stufte die Aktie ab und empfiehlt sie nun zum Verkauf.

AIRBUS GEFRAGT - STEINHOFF LEIDET UNTER ECKDATEN

Auf dem ersten MDax-Platz lagen mit plus 2,62 Prozent Kursplus die Papiere des Flugzeugbauers Airbus . Börsianer machten Berichte über einen bevorstehenden Auslieferungsrekord für August verantwortlich. Aktien des Möbel- und Einzelhändlers Steinhoff büßten indes am Indexende 6,26 Prozent ein. Hier belasteten vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Ein Experte bemängelte die trotz des starken Wachstums enttäuschende Marge.

An der TecDax-Spitze legten Wirecard-Titel um 1,48 Prozent auf 44,935 Euro zu. Sie profitierten wie schon am Vortag von einem positiven Analystenkommentar. Im Kerngeschäft sei die Dynamik des Zahlungsabwicklers anhaltend hoch und das starke Umsatzwachstum dürfte sich fortsetzen, lobte HSBC-Analyst Antonin Baudry. Zudem sei die Aktie nicht gerade anspruchsvoll bewertet. Baudry hob sein Kursziel auf 55 Euro an und bestätigte sein Kaufvotum./gl/fbr

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

31.08.2016

ROUNDUP/Handel und die Mauer: Donald Trump zu Besuch in Mexiko

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump und der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto haben bei ihrem Treffen in Mexiko-Stadt über Wirtschaft, Sicherheit und Migration gesprochen. "Es waren offene und konstruktive Gespräche", sagte Mexikos Staatschef am Mittwoch. "Auch wenn wir nicht in allem übereinstimmen, können wir gemeinsam mehr Wohlstand und Sicherheit erreichen."

Trump bekräftigte, dass das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta seiner Einschätzung nach Mexiko mehr nutze als den USA. Der Vertrag müsse überarbeitet werden. Er habe aber großen Respekt vor mexikanisch-stämmigen Amerikanern. "Das sind großartige Leute", sagte Trump.

Zuletzt hatte der Immobilienunternehmer immer wieder mexikanische Einwanderer als Verbrecher verunglimpft. "Die Mexikaner haben Respekt verdient", sagte Peña Nieto nach dem Treffen in der Präsidentenresidenz Los Pinos. "Der kommende US-Präsident wird in Mexiko und seiner Regierung einen Nachbarn finden, der konstruktiv zusammenarbeiten möchte."

Für den Fall seines Wahlsiegs hatte Trump angekündigt, eine Mauer an der Südgrenze der USA zu errichten und Mexiko dafür zahlen zu lassen. "Wir haben über die Mauer gesprochen", sagte Trump. "Aber nicht darüber, wer sie bezahlt." Die Mauer sei notwendig, um die illegalen Bewegungen von Personen, Waffen und Drogen zu unterbinden.

Präsident Peña Nieto betonte die gemeinsamen Interessen der beiden Nachbarstaaten. "Unsere Länder sind füreinander wichtig", sagte er. "Handel ist kein Nullsummenspiel, er nutzt beiden Partnern." Trump hatte zuletzt immer wieder erklärt, wegen des Freihandelsabkommens Nafta seien viele Industriearbeitsplätze von den USA nach Mexiko abgewandert.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat nannte fünf gemeinsame Herausforderungen für die USA und Mexiko: Kampf gegen illegale Einwanderung, Sicherung der Grenzen, Kampf gegen Drogenkartelle, Überarbeitung von Nafta und Schutz des Industriesektors.

Am Abend wollte Trump im US-Bundesstaat Arizona eine Rede zur Einwanderungspolitik halten. Mit Interesse wurde erwartet, ob er nach seinem Überraschungsbesuch in Mexiko einen moderateren Ton bei dem Thema anschlägt./dde/DP/he

31.08.2016

Trump und Mexikos Präsident Peña Nieto sprechen über Wirtschaft

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump und der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto haben bei ihrem Treffen in Mexiko-Stadt über Wirtschaft und Migration gesprochen. "Es waren offene und konstruktive Gespräche", sagte Mexikos Staatschef am Mittwoch. "Auch wenn wir nicht in allem übereinstimmen, können wir gemeinsam mehr Wohlstand und Sicherheit erreichen."

Trump bekräftigte, dass das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta seiner Einschätzung nach Mexiko mehr nutze als den USA. Der Vertrag müsse überarbeitet werden. Er habe aber großen Respekt vor mexikanisch-stämmigen Amerikanern. "Das sind großartige Leute", sagte Trump.

Zuletzt hatte der Immobilienunternehmer immer wieder mexikanische Einwanderer als Verbrecher verunglimpft und für den Fall seines Wahlsiegs den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angekündigt. Am Abend wollte Trump im US-Bundesstaat Arizona eine Rede zur Einwanderungspolitik halten./dde/DP/he

31.08.2016

Venezuela friert diplomatische Beziehungen zu Brasilien ein

CARACAS (dpa-AFX) - Nach der Absetzung der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff hat Venezuela die diplomatischen Beziehungen zu dem Nachbarland vorerst auf Eis gelegt. "Die Regierung hat entschieden, den Botschafter aus Brasilien abzuberufen und die politischen und diplomatischen Beziehungen zu der Regierung einzufrieren, die aus einem parlamentarischen Staatsstreich hervorgegangen ist", teilte das venezolanische Außenministerium am Mittwoch mit. Die Amtsenthebung Rousseffs verletze die Verfassung und schade der Demokratie.

Zuvor hatte der Senat in Brasília die 68-Jährige mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit des Amtes enthoben. Ihr Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Michel Temer, der das Land mit einer liberal-konservativen Regierung nun bis zur nächsten Wahl Ende 2018 führen wird. Rousseff wurde vorgeworfen, das wahre Ausmaß des Staatsdefizits verschleiert und vom Kongress nicht genehmigte Kredite gewährt zu haben./dde/DP/he

31.08.2016

ROUNDUP 2: Brasiliens Präsidentin abgesetzt - Nachfolger will Politikwechsel

(neu: Rousseff-Reaktion)

BRASÍLIA (dpa-AFX) - Nach einem monatelangen Machtkampf ist Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff des Amtes enthoben worden. Der Senat in Brasília votierte am Mittwoch mit der notwendigen Zwei-Drittel- Mehrheit für die Absetzung der ersten Frau an der Spitze des fünftgrößten Landes der Welt. Insgesamt stimmten 61 Senatoren dafür und 20 dagegen. Nachfolger wird der bisherige Vizepräsident Michel Temer von der Partei der demokratischen Bewegung (PMDB), der das Land mit einer liberal-konservativen Regierung nun bis zur nächsten Wahl Ende 2018 führen wird.

Rousseff (68) wurden Trickserien zur Schönung des Staatsdefizits und vom Kongress nicht genehmigte Kreditvergaben vorgeworfen - vor allem wurde ihr aber angelastet, kein Rezept gegen die tiefe Rezession zu haben. In einer ersten Reaktion betonte sie, 61 Senatoren würden sie aus dem Amt drängen, obwohl sie 2014 von 54,5 Millionen Menschen wiedergewählt worden sei. "Das ist ein parlamentarischer Putsch, mit Hilfe einer juristischen Farce".

"Das ist der zweite Staatsstreich, den ich in meinem Leben erleben muss", sagte sie in Anspielung auf den Militärputsch in Brasilien 1964 - Rousseff agierte damals als Guerillakämpferin im Untergrund, kam in Haft und wurde gefoltert. Der rechts-konservative Abgeordnete Jair Bolsonaro twitterte hingegen in Anspielung auf Rousseff und die Linken: "Sie haben 1964 verloren und sie haben 2016 aufs Neue verloren".

Temers PMDB hatte die Koalition platzen lassen, ein Bündnis der PMDB mit Oppositionsparteien brachte die notwendigen Mehrheiten für das umstrittene Impeachment-Verfahren zustande. Im Mai wurde Rousseff zur Prüfung der Vorwürfe zunächst suspendiert, in den letzten Tagen fand der juristische Prozess im Senat statt. Vor der Abstimmung hatten die Senatoren in einer rund 15-stündigen Marathonsitzung ihre Beweggründe für das Votum erläutert.

Damit steht das Land nach 13 Jahren linker Regierung vor einem Politikwechsel. Aber Temer ist nicht viel beliebter: Bei Wahlen hätte er keine Chance und wegen illegaler Spenden darf er nach einer Gerichtsentscheidung ohnehin acht Jahre lang nicht bei Wahlen als Kandidat antreten. Nach der formalen Amtsübergabe im Kongress wollte nach Chinna reisen, zum G20-Gipfel. Im Senat war es wegen neuer Anträge von Seiten der linken Arbeiterpartei immer wieder zu Verzögerungen gekommen - nach dem Votum gab es Jubel, in Brasília waren Böllerschüsse zu hören, Autos hupten.

Das Land ist in Rousseffs 2011 begonnener Präsidentschaft in eine tiefe Rezession gerutscht, 11,8 Millionen Menschen sind aktuell arbeitslos. Ein Grund für die Krise ist auch der Verfall der Rohstoffpreise. Zudem lähmten Korruptionsskandale das Land und brachten das im Jahr 2003 von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gestartete linke Projekt der Arbeiterpartei in Misskredit.

Temer will mit Privatisierungen und Kürzungen im Staatsapparat die neuntgrößte Volkswirtschaft aus der Krise führen - und einen Politikwechsel einleiten. Die Arbeiterpartei warnt vor einem Comeback des Neoliberalismus. Das Renteneintrittsalter könnte heraufgesetzt und Sozialprogramme gekürzt werden. Um das Defizit in den Griff zu bekommen, ist eine Schuldenbremse geplant.

In Brasiliens Geschichte hatte es so ein Verfahren erst einmal gegeben. Wie Rousseff wurde 1992 Fernando Collor de Mello suspendiert. Ihm wurde Korruption zur Last gelegt. Collor de Mello trat aber vor dem Senatsvotum zurück. Er ist heute Senator und gehörte damit auch zum Kreis der "Richter". Temer, der an den Finanzmärkten mehr Vertrauen genießt, wird von vielen als das kleinere Übel angesehen. Für die von einer Mehrheit als Ausweg gewünschten Neuwahlen sind die Hürden in der Verfassung hoch./ir/DP/he

31.08.2016

ROUNDUP: Rajoy verliert Parlamentsabstimmung - Spanien weiter ohne Regierung

MADRID (dpa-AFX) - Spaniens geschäftsführender Ministerpräsident Mariano Rajoy hat am Mittwochabend eine Parlamentsabstimmung über seine Wiederwahl verloren. Die meisten Oppositionsparteien versagten dem 61-Jährigen wie bereits im Vorfeld angekündigt ihre Unterstützung und votierten gegen ihn. Der konservative Rajoy kam nur auf 170 Ja-Stimmen und verfehlte die im ersten Wahlgang nötige absolute Mehrheit von 176 Stimmen. Das Land muss damit auch nach mehr als acht Monaten weiter auf eine neue Regierung warten.

Sollte Rajoy bei einer zweiten Abstimmung am Freitag erneut keine Mehrheit hinter sich bringen, droht eine dritte Parlamentswahl - dem gesetzlichen Zeitplan zufolge ausgerechnet am ersten Weihnachstag. Spanien befindet sich seit der Parlamentswahl im vergangenen Dezember in einer politischen Pattsituation. Auch eine zweite Abstimmung im Juni konnte die Blockade nicht lösen. Bei der Neuwahl hatte sich Rajoys konservative Volkspartei (PP) zwar wieder als stärkste Kraft behauptet, die im Dezember verlorene absolute Mehrheit allerdings erneut deutlich verpasst.

Vor der Parlamentsabstimmung hatte sich Rajoy eine hitzige Debatte mit den Führern der Oppositionsparteien geliefert. Er warf Sozialisten-Chef Pedro Sánchez im Madrider "Congreso de los Diputados" vor, mit seiner Ablehnung der Wiederwahl den Wunsch der Mehrheit der Spanier zu missachten. Sánchez entgegnete, die Regierung Rajoy habe seit 2011 im EU-Land die Armut und die Ungleichheit gefördert. "Sie sind nicht fähig, das Land zu führen", sagte Sánchez. Der Chef der linken Protestpartei Podemos (Wir können), Pablo Iglesias (37), warf Rajoy vor: "Sie verkörpern die Korruption".

Unterstützung bekam Rajoy lediglich von der liberalen Partei Ciudadanos (Bürger), mit der er vor wenigen Tagen einen Regierungsbildungspakt unterzeichnet hatte, und von der Regionalpartei Coalición Canaria (Kanarische Koalition). Alle anderen votierten gegen ihn.

Die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Eurozone liegt seit Monaten brach: In diesem Jahr wurde kein einziges neues Gesetz verabschiedet, Initiativen zum Abbau des wachsenden Schuldenberges gibt es nicht. Die EU-Kommission hatte dem Defizitland aber erst Ende Juli aufgetragen, bis zum 15. Oktober neue Pläne vorzulegen, wie es seinen Haushalt regeln will. Sollte für 2017 nicht bald ein Haushalt aufgestellt werden, drohen finanzielle Konsequenzen. Etatentwürfe darf eine geschäftsführende Regierung aber nicht präsentieren.

In der zweiten Abstimmungsrunde am Freitag reicht Rajoy nun eine einfache Mehrheit. Aber auch diese würde er verfehlen, wenn sich nicht einige Oppositionspolitiker dazu durchringen, sich zumindest der Stimme zu enthalten. Scheitert Rajoy, bleibt den Parteien für die Wahl eines Regierungschefs eine Frist von genau zwei Monaten. Wenn diese ergebnislos verstreicht, müsste König Felipe VI. gemäß Verfassung das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen./er/cfn/DP/he

31.08.2016

ROUNDUP: Britische Regierung will keine Brexit-Lösung 'von der Stange'

LONDON (dpa-AFX) - Die Briten wollen eine maßgeschneiderte Brexit-Lösung haben. Das geht aus einer Pressemitteilung der britischen Regierung nach einer Kabinettssitzung auf dem Landsitz Chequers am Mittwoch hervor. Premierministerin Theresa May hatte zuvor ihre Minister auf Großbritanniens neue Rolle nach einem Brexit eingeschworen. "Wir werden unseren Blick auf die neu eröffneten Möglichkeiten richten", sagte May.

In einer Pressemitteilung am Abend hieß es dann, man wolle eine Brexit-Lösung haben, die sowohl Kontrolle über die Einwanderung erlaube, als auch "einen positiven Effekt für diejenigen bringe, die mit Waren und Dienstleistungen handeln wollen". Man wolle keine Lösung "von der Stange", hieß es. Gemeint ist damit ein Abkommen mit der EU nach dem Vorbild Kanadas, Norwegens oder der Schweiz, die entweder nur sehr eingeschränkten Zugang zum Binnenmarkt gewähren oder volle Arbeitnehmerfreizügigkeit beinhalten.

Ein zweites Referendum schloss May erneut aus. "Brexit bedeutet Brexit", sagte sie. Man werde den Austritt aus der EU zu einem Erfolg machen. Es werde keine EU-Mitgliedschaft durch die Hintertür geben, sagte sie.

Die Kabinettssitzung sollte als erster Schritt zu einem Brexit-Fahrplan dienen. May hatte den Ministern über die Sommerpause aufgetragen, Ideen zu entwickeln. Das Treffen kommt kurz vor Mays erstem Auftritt auf dem internationalen Parkett. Am 4. und 5. September nimmt sie am G20-Gipfel im chinesischen Hanghzou teil.

Auch wenn der Regierung daran gelegen sein dürfte, nach außen Geschlossenheit zu demonstrieren, hinter verschlossenen Türen dürfte es heftig zur Sache gegangen sein. Medienberichten zufolge hatten mehrere Kabinettsmitglieder gefordert, den Zugang zum EU-Binnenmarkt aufzugeben, um die Arbeitnehmerfreizügigkeit einschränken zu können.

Uneins soll das Kabinett auch über die Frage gewesen sein, ob die Premierministerin das Parlament um Zustimmung bitten soll, bevor sie die Brexit-Verhandlungen mit Brüssel einleitet. Ob es eine rechtliche Verpflichtung dazu gibt, soll ein Gericht ab Oktober klären.

Bei einem Parlamentsvotum wäre eine Ablehnung des Brexits nicht ausgeschlossen. Nach der Kabinettssitzung am Mittwoch hieß es, man wolle die Austrittsverhandlungen möglichst bald beginnen, eine Zustimmung des Parlaments sei dafür nicht notwendig./cmy/DP/he

31.08.2016

Spanien: Rajoy verliert Parlamentsabstimmung über seine Wiederwahl

MADRID (dpa-AFX) - In Spanien hat der geschäftsführende Ministerpräsident Mariano Rajoy am Mittwochabend wie erwartet eine Parlamentsabstimmung über seine Wiederwahl verloren. Weil die meisten Oppositionsparteien ihm ihre Unterstützung versagten, kam der 61-Jährige nur auf 170 Ja-Stimmen und verfehlte die im ersten Wahlgang nötige absolute Mehrheit von 176 Stimmen. Das Land wartet damit nach mehr als acht Monaten und zwei Parlamentswahlen weiter auf eine neue Regierung. Sollte Rajoy bei einer zweiten Abstimmung am Freitag erneut keine Mehrheit hinter sich bringen, droht eine dritte Parlamentswahl./cfn/DP/he

31.08.2016

Briten wollen maßgeschneiderte Brexit-Lösung

LONDON (dpa-AFX) - Das britische Kabinett hat sich darauf geeinigt, eine maßgeschneiderte Brexit-Lösung anzustreben. Bei einer Sondersitzung auf dem Landsitz Chequers am Mittwoch beriet sich Premierministerin Theresa May erstmals nach Sommerpause mit ihren Ministern zum Thema EU-Austritt.

In einer Pressemitteilung am Abend hieß es, ein Abkommen mit der EU solle sowohl Kontrolle über die Einwanderung als auch "einen positiven Effekt für diejenigen bringen, die Waren und Dienstleistungen handeln wollen". Man wolle keine Lösung "von der Stange", hieß es. Gemeint ist damit ein Abkommen mit der EU nach dem Vorbild Kanadas, Norwegens oder der Schweiz, die entweder nur sehr eingeschränkten Zugang zum Binnenmarkt gewähren oder volle Arbeitnehmerfreizügigkeit beinhalten.

Gleichzeitig hieß es, man wolle so bald wie möglich in die offiziellen Austrittsverhandlungen eintreten. Das Parlament müsse dafür nicht um Zustimmung gebeten werden./cmy/DP/he

31.08.2016

Keine Ämter-Sperre für Rousseff

BRASÍLIA (dpa-AFX) - Die des Amtes enthobene Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, ist zumindest einer ebenfalls zur Debatte stehenden achtjährigen Sperre für öffentliche Ämter entgangen. Das entschied der brasilianische Senat am Mittwoch in einer weiteren Abstimmung im umstrittenen Impeachment-Verfahren, hier kam nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit zustande. Ihr wurden Bilanztricks zur Schönung des Defizits und nicht vom Kongress genehmigte milliardenschwere Kreditvergaben vorgeworfen.

Sie betont, kein Verbrechen gegen ihre Verantwortung begangen zu haben und spricht von einem politischen Putsch. Ihr folgt ihr einstiger Verbündeter und Vizepräsident Michel Temer nach, der durch den Bruch der Koalition mit der linken Arbeiterpartei und ein Bündnis mit Oppositionsparteien die notwendigen Mehrheiten zustande gebracht hatte. Zuletzt ging es kaum noch um die Vorwürfe. Rousseff wird vor allem angelastet, dass sie kein Rezept gegen die tiefe Rezession fand, 11,8 Millionen Menschen sind aktuell arbeitslos./ir/DP/stb

31.08.2016

Ölreiches Nigeria rutscht in Rezession

ABUJA (dpa-AFX) - Wegen des anhaltend niedrigen Ölpreises und einer geschrumpften Fördermenge ist Nigeria in eine Rezession geschlittert. Nach einem leichten Rückgang des Wachstums im ersten Quartal ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal nochmals um 2,06 Prozent geschrumpft, wie das Statistikbüro des westafrikanischen Landes am Mittwoch bekanntgab. Unter anderem wegen Angriffen von Rebellen auf Öleinrichtungen im Niger-Delta im Süden des Landes fiel die Ölförderung im zweiten Quartal mit 1,69 Millionen Fässern pro Tag um 20 Prozent geringer aus als im ersten Quartal. Der Ölsektor machte demnach nur noch rund 8,3 Prozent der gesamtem Wirtschaftsleistung von Afrikas bevölkerungsreichstem Staat aus./lnw/DP/he

31.08.2016

ANALYSE-FLASH: Citigroup startet Henkel mit 'Neutral' - Ziel 122 Euro

LONDON (dpa-AFX) - Die US-Bank Citigroup hat Henkel mit "Neutral" und einem Kursziel von 122 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Gewinnmargen des Konsumgüterkonzerns erschienen bereits optimiert, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Studie vom Mittwoch. Der Spielraum für aggressivere Margenziele erscheine daher begrenzt./mis/he

31.08.2016

ANALYSE-FLASH: Citigroup startet Beiersdorf mit 'Sell' - Ziel 80 Euro

LONDON (dpa-AFX) - Die US-Bank Citigroup hat Beiersdorf mit "Sell" und einem Kursziel von 80 Euro in die Bewertung aufgenommen. Internationale Kosmetikkonzerne müssten mit einem Wandel ihres Geschäftsumfeldes zurecht kommen, der von einer wachsenden Anzahl an Marken sowie einer zunehmenden Fragmentierung auf der Kundenseite geprägt sei, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Das setze insbesondere die Massenmarke Nivea von Beiersdorf unter Druck. Es zwinge den Konzern zu anhaltenden und kostspieligen Innovationen, um seine wichtigste Marke zu schützen und weiter wachsen zu lassen./mis/he

31.08.2016

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Beiersdorf auf 'Underweight' und Ziel auf 75 Euro

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat Beiersdorf von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 80 auf 75 Euro gesenkt. Es gebe wenig Anzeichen, dass der Kosmetikkonzern die langfristigen Herausforderungen der Branche angehe, schrieb Analystin Celine Pannuti in einer Studie vom Mittwoch. Der Konzern hätte die Möglichkeit, in neue Produktkategorien und Regionen zu expandieren, sei bisher bei Investitionen aber eher vorsichtig gewesen. Der Konkurrent L'Oreal habe die besseren Mittel, um die Herausforderungen des digitalen Zeitalters anzugehen. Zudem erschienen die Beiersdorf-Papiere bereits sehr hoch bewertet./mis/he

31.08.2016

AKTIEN IM FOKUS 2: Berichte schüren Fusionsfantasie bei deutschen Banken

(Neu: weitere Details zu Berichten über Gespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vage Fusionsfantasien haben am Mittwoch die Aktienkurse der beiden größten deutschen Banken angeschoben. Börsianer verwiesen auf Aussagen von Deutscher Bank und Commerzbank auf einer Bankentagung in Frankfurt, wonach es gerade im hart umkämpften deutschen Markt zu viele Institute gebe. Die beiden Banken wollen sich jedoch nicht zusammentun.

Medienberichten zufolge hatten sie dies jüngst zumindest geprüft. So schrieben sowohl das "manager magazin" als auch "Bilanz", dass es in den vergangenen Wochen Gespräche zwischen den Chefs beider Häuser über die Optionen eines möglichen Zusammenschlusses gegeben habe.

Die Überschrift "Deutsche Bank denkt vorsichtig über die Commerzbank nach" im "manager magazin" lese sich dramatischer als der Inhalt, gab ein Marktteilnehmer zu bedenken. So schrieb das Blatt, die Überlegungen seien theoretisch und in einem sehr frühen Stadium gewesen und es sei unklar, ob sie wieder aufgenommen worden seien. Zu dieser Skepsis passten auch etwas widersprüchliche Aussagen von Deutsche Bank-Chef John Cryan selbst.

DEUTSCHE-BANK-CHEF HÄLT FUSIONEN FÜR NOTWENDIG

Der guten Branchenstimmung konnte das allerdings nichts anhaben. Vor allem die Commerzbank-Titel gaben Gas: Mit letztlich plus 3,38 Prozent knüpften sie an ihre positive Vortagsentwicklung an und waren unangefochtener Spitzenreiter im schwächelnden Dax . Dahinter legten die Anteilscheine der Deutschen Bank um 2,52 Prozent zu. Im marktbreiten europäischen Index Stoxx Europe 600 hatte der Bankenindex mit einem Anstieg von 1,71 Prozent die Nase vorn.

Bei der "Handelsblatt"-Tagung "Banken im Umbruch" in Frankfurt hatte Cryan zwar von der Notwendigkeit weiterer nationaler und grenzüberschreitender Fusionen in der Finanzbranche gesprochen. Er dementierte aber ein Interesse an einem Partner auf dem deutschen Markt.

CREDIT-SUISSE-CHEF SIEHT ZUSAMMENSCHLÜSSE KRITISCH

Mit dem Verwaltungsratschef der Credit Suisse meldete sich zudem ein anderer bedeutender Banker kritisch zu Wort. Trotz Niedrigzinsen und Spardruck rechnet Urs Rohner nicht mit einem Zusammenschluss zweier großer internationaler Banken. "Solche Fusionen werden in absehbarer Zeit nicht stattfinden", sagte Rohner dem "Handelsblatt". Nach Auffassung der Politik und der Wettbewerbsbehörden sollen Banken tendenziell kleiner werden, damit sie nicht mehr zu groß zum Scheitern seien.

Ähnlich zurückhaltend äußerte sich Analyst Jasper Lawler vom Broker CMC Markets zu solchen Gedankenspielen. Vor allem Fusionspläne von Banken, die auf dem gleichen heimischen Markt tätig seien, dürften nach den desaströsen Folgen mehrerer misslungener Zusammenschlüsse vor dem Ausbruch der Finanzkrise auf erhebliche Widerstände der zuständigen europäischen Behörden stoßen.

DEUTSCHE BANK FÜR ANALYSTEN ZWEIFELHAFTES ÜBERNAHMEZIEL

Neil Wilson von ETX Capital hob hingegen die Attraktivität der Deutschen Bank für einen möglichen Fusionspartner hervor. Der hiesige Branchenprimus werde an der Börse nur noch mit einem Viertel seines Buchwerts gehandelt und die Aktie sei noch gut ein Zehntel so viel wert wie 2007, betonte der Experte.

Allerdings sei die Frage, welcher Konkurrent mit einer Bank zusammengehen würde, über die der Internationale Währungsfonds gesagt habe, sie sei wegen ihrer Verflechtungen mit anderen Unternehmen das weltweit größte Systemrisiko innerhalb der Branche, räumte Wilson ein. Ein möglicher Interessent wäre für ihn der britische Konkurrent Barclays . Dessen Chef John McFarlane befürworte Fusionen, um ein Bollwerk gegen die wachsende Dominanz der US-Konkurrenz zu schaffen.

EXPERTE: 'BRANCHENKONSOLIDIERUNG WIRD KOMMEN'

Nach dem britischen Votum für einen Ausstieg aus der Europäischen Union wäre ein Zusammengehen mit einem großen europäischen Rivalen ein zusätzlicher Anreiz für Barclays, so Wilson weiter. Zwar sieht auch er wettbewerbsrechtliche Hürden und zweifelt zudem an der Bereitschaft der deutschen Regierung, eine solche Transaktion zuzulassen. Zudem wäre sie mit einem erheblichen Kapitalaufwand verbunden

"Aber in irgendeiner Form wird die Branchenkonsolidierung kommen", glaubt Wilson. Denn die Banken litten unter steigenden Kosten für technologische und regulatorische Anforderungen, während die niedrigen Zinsen auf die Margen drückten./gl/fbr/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

31.08.2016

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Steinhoff auf 7 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Steinhoff von 6,50 auf 7,00 Euro angehoben und die Einstufung für die Aktie des Möbelkonzerns auf "Buy" belassen. Das neue Kursziel reflektiere mögliche Zuwächse aus den beiden jüngsten Zukäufen, schrieb Analyst Abhilash Mohapatra in einer Studie vom Mittwoch./ajx/edh

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31.08.2016

ANALYSE-FLASH: Citigroup senkt ProSiebenSat.1 auf 'Sell' und Ziel auf 36 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat ProSiebenSat.1 von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 41,50 auf 36,00 Euro gesenkt. Analystin Catherine O'Neill sieht das bisherige Umsatz- und Gewinnwachstum des Medienkonzerns in Gefahr. ProSiebenSat.1 müsse entscheiden, wo künftig die Prioritäten lägen, schrieb sie in einer Studie vom Mittwoch. Im Reisegeschäft müsse der Konzern deutlich mehr investieren, um seine europaweiten Ambitionen zu erreichen./ajx/edh

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31.08.2016

ANALYSE-FLASH: UBS belässt K+S auf 'Sell' - Ziel 15 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für K+S nach Medienberichten über Fusionsgespräche zwischen Potash und Agrium auf "Sell" mit einem Kursziel von 15 Euro belassen. Die Nachrichten machten es unwahrscheinlich, dass sich der US-Konkurrent Potash nochmals an den Verhandlungstisch mit K+S setzen wird, schrieb Analyst Sabyasachi Niyogi in einer Studie vom Mittwoch./tih/edh

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31.08.2016

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Stada auf 'Hold' - Ziel 50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat Stada nach einer Investorenveranstaltung auf "Hold" mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Mit Blick auf die Unternehmensziele für 2016 sei der Arzneihersteller offenbar auf Kurs, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Mittwoch. Insofern erscheine das Gewinnziel des Unternehmens für das laufende Jahr konservativ. Die starke Kursentwicklung der vergangenen Monate stehe jedoch einer besseren Einschätzung der Aktie entgegen./ajx/edh

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31.08.2016

ANALYSE-FLASH: HSBC hebt Ziel für Wirecard auf 55 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Wirecard von 48 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Im Kerngeschäft sei die Dynamik anhaltend hoch, das starke Umsatzwachstum dürfte sich fortsetzen, schrieb Analyst Antonin Baudry in einer Studie vom Mittwoch. Zudem sei der Zahlungsabwickler nicht gerade anspruchsvoll bewertet./ajx/edh

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31.08.2016

AKTIEN IM FOKUS: Bericht schürt Fusionsfantasie bei deutschen Banken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vage Fusionsfantasien haben am Mittwoch die Aktienkurse der beiden größten deutschen Banken angeschoben. Börsianer verwiesen auf einen Bericht des "Manager Magazins" als Auslöser, wonach die Deutsche Bank auch "bislang undenkbare Optionen" wie einen möglichen Zusammenschluss mit der Commerzbank ausgelotet haben soll.

Die Überschrift "Deutsche Bank denkt vorsichtig über die Commerzbank nach" lese sich indes dramatischer als der Inhalt, gab ein Marktteilnehmer zu bedenken. So schreibt das Blatt, die Überlegungen seien theoretisch und in einem sehr frühen Stadium gewesen und es sei unklar, ob sie wieder aufgenommen worden seien. Zu dieser Skepsis passten auch etwas widersprüchliche Aussagen von Deutsche Bank-Chef John Cryan selbst.

DEUTSCHE-BANK-CHEF HÄLT FUSIONEN FÜR NOTWENDIG

Der guten Branchenstimmung konnte das allerdings nichts anhaben. Vor allem die Commerzbank-Titel gaben Gas: Mit zuletzt plus 4,08 Prozent knüpften sie an ihre positive Vortagsentwicklung an und waren unangefochtener Spitzenreiter im wenig bewegten Dax . Dahinter verteuerten sich die jüngst ebenfalls freundlichen Anteilsscheine der Deutschen Bank um 3,65 Prozent. Im marktbreiten europäischen Index Stoxx Europe 600 hatte der Bankenindex mit einem Anstieg von 2,62 Prozent die Nase vorn.

Bei der "Handelsblatt"-Tagung "Banken im Umbruch" in Frankfurt sprach Cryan zwar von der Notwendigkeit weiterer nationaler und grenzüberschreitender Fusionen in der Finanzbranche. Er dementierte andererseits aber ein Interesse an einem Partner auf dem deutschen Markt.

CREDIT-SUISSE-CHEF KRITISCH

Mit dem Verwaltungsratschef der Credit Suisse meldete sich zudem ein anderer bedeutender Banker kritisch zu Wort. Trotz Niedrigzinsen und Spardruck rechnet Urs Rohner nicht mit einem Zusammenschluss zweier großer internationaler Banken. "Solche Fusionen werden in absehbarer Zeit nicht stattfinden", sagte Rohner dem "Handelsblatt". Nach Auffassung der Politik und der Wettbewerbsbehörden sollen Banken tendenziell kleiner werden, damit sie nicht mehr zu groß zum Scheitern seien.

Ähnlich zurückhaltend äußerte sich Analyst Jasper Lawler vom Broker CMC Markets zu solchen Gedankenspielen. Vor allem Fusionspläne von Banken, die auf dem gleichen heimischen Markt tätig seien, dürften nach den desaströsen Folgen mehrerer misslungener Zusammenschlüsse vor dem Ausbruch der Finanzkrise auf erhebliche Widerstände der zuständigen europäischen Behörden stoßen.

DEUTSCHE BANK FÜR ANALYSTEN ZWEIFELHAFTES ÜBERNAHMEZIEL

Neil Wilson von ETX Capital hob hingegen die Attraktivität der Deutschen Bank für einen möglichen Fusionspartner hervor. Der hiesige Branchenprimus werde an der Börse nur noch mit einem Viertel seines Buchwerts gehandelt, betonte der Experte. Die Aktie sei nur noch ein Zehntel so viel wert wie 2007 - allein im vergangenen Jahr habe sich der Kurs halbiert.

Allerdings sei die Frage, welcher Konkurrent mit einer Bank zusammengehen würde, über die der Internationale Währungsfonds gesagt hatte, sie sei wegen ihrer Verflechtungen mit anderen Unternehmen das weltweit größte Systemrisiko innerhalb der Branche, räumte Wilson ein. Ein möglicher Interessent wäre für ihn der britische Konkurrent Barclays . Dessen Chef John McFarlane befürworte Fusionen, um ein Bollwerk gegen die wachsende Dominanz der US-Konkurrenz zu schaffen.

'BRANCHENKONSOLIDIERUNG WIRD KOMMEN'

Nach dem britischen Votum für einen Ausstieg aus der Europäischen Union wäre ein Zusammengehen mit einem großen europäischen Rivalen ein zusätzlicher Anreiz für Barclays, so Wilson weiter. Zwar sieht auch er wettbewerbsrechtliche Hürden und zweifelt zudem an der Bereitschaft der deutschen Regierung, eine solche Transaktion zuzulassen. Zudem wäre sie mit einem erheblichen Kapitalaufwand verbunden

"Aber in irgendeiner Form wird die Branchenkonsolidierung kommen", glaubt Wilson. Denn die Banken litten unter steigenden Kosten für technologische und regulatorische Anforderungen, während die niedrigen Zinsen auf die Margen drückten./gl/fbr