dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

16.01.2018

Ford enttäuscht Anleger mit Jahresgewinnausblick - Dividendenerhöhung verpufft

DEARBORN (dpa-AFX) - Der US-Autobauer Ford rechnet im gerade angelaufenen Jahr wegen höherer Rohstoffkosten mit einem sinkenden Ergebnis. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) werde bei 1,45 bis 1,70 Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten bisher mit 1,62 Dollar gerechnet. 2017 habe das EPS bei 1,78 US-Dollar gelegen. Hier hatten die Erwartungen bei 1,84 Dollar gelegen.

Angesichts der enttäuschenden Aussagen zum Geschäftsverlauf reagierten Anleger trotz einer gleichzeitig angekündigten kräftigen Dividendenerhöhung für das erste Quartal vergrätzt. Neben der Standardausschüttung von 15 Cent je Anteilschein sollen zusätzlich 13 Cent den Aktionären zufließen. Der Kurs des Ford-Papiers sackte dennoch in einer ersten Reaktion im nachbörslichen Handel um fast 2 Prozent ab./he

16.01.2018

GE-Chef erwägt Aufspaltung - Bericht: Entscheidung im Frühjahr

BOSTON (dpa-AFX) - Der angeschlagene US-Industriekonzern General Electric (GE) erwägt offenbar eine Aufspaltung. "Wir suchen aggressiv nach der besten Struktur oder den besten Strukturen [...], um das Potenzial unserer Geschäfte zu maximieren", sagte Vorstandschef John Flannery am Dienstag bei einer Telefonkonferenz mit Investoren. GE sei bereits dabei, eine Zerschlagung in einzelne Geschäftsteile in die Wege zu leiten, berichtete der US-Sender CNBC später unter Berufung auf Insider. Eine Aufspaltung könnte schon im Frühjahr verkündet werden.

Der rund 300 000 Mitarbeiter zählende Siemens -Rivale aus Boston steckt in der Krise und ist an der Börse schon länger unter Druck. Flannery hatte den Spitzenjob im August vom langjährigen Konzernchef Jeff Immelt übernommen, der stark in die Kritik geraten war. Flannery will die 125 Jahre alte US-Industrie-Ikone mit drastischen Maßnahmen wieder auf Kurs bringen. Im Frühjahr will er Investoren über seine konkreten Pläne informieren. "Wir müssen weiter mit der Absicht voranschreiten, GE neu aufzustellen", so Flannery.

Zuvor hatte GE Anleger bereits mit der Ankündigung geschockt, im vierten Quartal eine Sonderbelastung in Höhe von 6,2 Milliarden Dollar verbuchen zu müssen. Eine Überprüfung des Portfolios an nordamerikanischen Lebens- und Krankenversicherungen habe ergeben, dass massive Deckungsreserven für das Altgeschäft gebildet werden müssten, erkärte der Konzern. An der Börse kam das nicht gut an - die Aktie fiel im US-Handel um fast vier Prozent.

GE steckt schon seit Jahren in einem tiefgreifenden Umbau. Nach schlechten Erfahrungen in der Finanzkrise wurde das Geschäft mit Finanzdienstleistungen, das einst über die Hälfte des Umsatzes beisteuerte, weitgehend aufgegeben. Die Rückbesinnung auf das industrielle Kerngeschäft wurde jedoch durch die Übernahme der Energiesparte des Rivalen Alstom erschwert. Der Kauf fiel 2015 ungünstigerweise mit dem Preisverfall am Ölmarkt zusammen, was die Nachfrage von Kunden aus der Ölindustrie einbrechen ließ./hbr/DP/he

16.01.2018

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 16.01.2018

DZ Bank senkt Südzucker auf 'Halten' - Fairer Wert 16,50 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Südzucker von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert von 20,00 auf 16,50 Euro gesenkt. Wegen der zu erwartenden höheren Volatilität des Zuckerpreises und den damit verbundenen höheren Risiken habe er bei der Aktienbewertung die Risikokomponente erhöht, schrieb Analyst Heinz Müller in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 gehe er aber von einem Ergebnisanstieg im Segment Zucker aus.

Merrill Lynch startet Innogy mit 'Underperform' - Ziel 32,30 Euro

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat die Bewertung der Innogy-Aktien mit "Underperform" und einem Kursziel von 32,30 Euro wieder aufgenommen. Nach der jüngsten Gewinnwarnung des Ökostromerzeugers werde der Wiederaufbau des Anlegervertrauens einige Zeit dauern, schrieb Analyst Peter Bisztyga in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Darüber hinaus begründet der Experte seine negative Einschätzung mit dem mauen Gewinnwachstum, Dividendenstagnation bis 2020, schwacher Berechenbarkeit der Erträge sowie der hohen Bewertung im Vergleich zu Anleihen.

Jefferies senkt Ziel für Bayer auf 125 Euro - 'Buy'

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Bayer von 135 auf 125 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Jeffrey Holford erhöhte in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie für Bayer seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2017 und reduzierte sie für 2018. Die Aktie sei im Pharmasektor einer seiner "Top Picks" für 2018. Der Monsanto-Deal dürfte in der ersten Jahreshälfte zu einem bedeutenden Treiber werden. Die Analysen zu Bayer würden aber deutlich verzerrt, sobald die Monsanto-Übernahme abgeschlossen ist.

UBS hebt Ziel für Allianz SE auf 230 Euro - 'Buy'

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Allianz SE in einem Ausblick auf die europäische Branche für 2018 von 215 auf 230 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das höhere Kursziel sei in erster Linie einer Fortschreibung der Bewertung und den jüngsten Marktentwicklungen geschuldet, schrieb Analyst Arjan van Veen in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Hierzu zählten steigende Zinsen und steigende Preise in der Schaden- und Unfallversicherung. Er bevorzuge die Allianz auch wegen der robusten Bilanz.

DZ Bank hebt fairen Wert für Continental auf 280 Euro - 'Kaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Continental nach vorläufigen Eckdaten von 249 auf 280 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Autozulieferer habe die Markterwartungen erfüllt, schrieb Analyst Michael Punzet in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Er favorisiere weiterhin Zulieferer mit einer guten Positionierung beim Thema Elektronik wie Continental. Höhere Schätzungen und eine angepasste Bewertung der Aktie führten zu einem höheren fairen Wert.

SocGen senkt Ziel für SAP auf 110 Euro - 'Buy'

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für SAP von 111 auf 110 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Bis die Gewinnmargen stiegen, dürfte es noch etwas dauern, schrieben die Analysten in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Sie halten den Softwarekonzern aber für gut positioniert, um die Ziele für 2020 zu erreichen.

Citigroup hebt Ziel für Henkel auf 125 Euro - 'Neutral'

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Henkel von 122 auf 125 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Nach den Kostensenkungen europäischer Konsumgüterkonzerne im Vorjahr, dürfte es 2018 für sie darauf ankommen zu liefern, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie. Der Fokus sollte sich 2018 auf das Wachstum aus eigener Kraft richten, da höhere Margenziele unwahrscheinlich erschienen.

Citigroup hebt Ziel für Beiersdorf auf 88 Euro - 'Sell'

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Beiersdorf von 82 auf 88 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Sell" belassen. Nach den Kostensenkungen europäischer Konsumgüterkonzerne im Vorjahr, dürfte es 2018 für sie darauf ankommen zu liefern, schrieb Analyst Cedric Besnard in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie. Der Fokus sollte sich 2018 auf das Wachstum aus eigener Kraft richten, da höhere Margenziele unwahrscheinlich erschienen.

RBC Capital hebt Ziel für Munich Re auf 220 Euro - 'Outperform'

NEW YORK - Das Analysehaus RBC Capital hat das Kursziel für Munich Re von 206 auf 220 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Preisanhebungen im Rahmen der Januar-Erneuerungsrunde hätten die fast schon übertriebenen Markterwartungen zwar nicht erreicht, doch sollten sich die Aussichten für höhere Preise im Jahresverlauf verbessern, schrieb Analyst Kamran Hossain in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie. Unter den europäischen Rückversicherern ist Munich Re sein Favorit. Die Wachstumsperspektiven des Dax-Konzerns würden nicht richtig gewürdigt.

Bernstein hebt Ziel für Volkswagen Vz auf 220 Euro - 'Outperform'

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Volkswagen-Vorzugsaktien von 180 auf 220 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Papiere seien auch angesichts der guten Geschäftsentwicklung des Autobauers attraktiv, schrieb Analyst Max Warburton in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die Käufer schienen den Diesel-Skandal verziehen zu haben. VW gewinne Marktanteile in China und Europa, während Kosten und Investitionen fielen. Allerdings seien schon sehr viele Investoren optimistisch gestimmt, was gewisse Risiken berge.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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16.01.2018

US-Anleihen geben mehrheitlich minimal nach

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Dienstag nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende mehrheitlich minimal nachgegeben - lediglich Langläufer legten etwas zu. Zu Handelsbeginn hatten noch schwache Konjunkturdaten die festverzinslichen Wertpapiere durchgängig etwas gestützt. Dem Empire-State-Index zufolge war die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York im Januar schwächer als erwartet ausgefallen. Allerdings wurde der Stimmungsindikator für den Vormonat deutlich nach oben revidiert.

Zweijährige Anleihen verloren zuletzt 1/32 Punkt auf 99 23/32 Punkte und rentierten mit 2,02 Prozent. Fünfjährige Anleihen sanken ebenfalls um 1/32 Punkt auf 98 29 Punkte. Sie rentierten mit 2,36 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere stagnierten bei 97 14/32 Punkten und rentierten mit 2,54 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gewannen hingegen 9/32 Punkte auf 98 10/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,83 Prozent./gl/he

16.01.2018

Devisen: Höhenflug des Euro gestoppt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro-Höhenflug ist erst einmal gestoppt: Am Dienstag rutschte die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich unter 1,22 US-Dollar, nachdem sie zum Wochenauftakt noch fast auf 1,23 Dollar geklettert war. Im New Yorker Handel zeigte sich der Euro bei zuletzt 1,2271 Dollar wieder etwas erholt von seinem Tagestief. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2230 (Montag: 1,2277) Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8177 (0,8145) Euro.

Devisenexperten zufolge haben Zweifel am Zustandekommen einer neuen Bundesregierung den Euro etwas ausgebremst. Dazu kam ein Medienbericht, wonach die EZB mit konkreten Signalen für eine künftig weniger lockere Geldpolitik noch abwarten könnte. Auch starke Inflationszahlen aus Deutschland belasteten die Gemeinschaftswährung./gl/he

16.01.2018

OFFIZIELLE KORREKTUR/ROUNDUP: Nestlé verkauft US-Süßwarengeschäft an Ferrero

(Korrigiert wurde der Verkaufspreis im 1. Absatz, 1. Satz. Es handelt sich um umgerechnet 2,29 Milliarden Euro rpt 2,29 Milliarden Euro. Zudem wurde die Währungsangabe beim Umsatz im 3. Absatz, 2. Satz korrigiert. Es handelt sich um US-Dollar rpt US-Dollar. Nestle hat seine Angaben entsprechend korrigiert.)

VEVEY/LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der schweizerische Lebensmittelriese Nestlé verkauft sein US-Süßwarengeschäft für umgerechnet 2,29 Milliarden Euro an Ferrero. Die Transaktion werde voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2018 nach den üblichen Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein, teilten Nestlé und Ferrero am Dienstagabend mit.

Ferrero ist nach eigenen Angaben der drittgrößte Konzern im globalen Süßwaren- und Schokoladenmarkt. Mit Ferrero habe man nun einen geeigneten Partner gefunden, erklärte Nestlé-Chef Mark Schneider. Ferrero teilte am Abend in Luxemburg mit, die Akquisition in den USA werde die Position des Unternehmens weltweit stärken. Ferrero werde damit zum drittgrößten Süßwarenhersteller in den USA.

Das Süßwarengeschäft von Nestlé in den USA macht nach Angaben des Unternehmens etwa drei Prozent des Umsatzes der Nestlé-Gruppe in den USA aus. Zu der Sparte, die es 2016 auf einen Jahresumsatz von 900 Millionen US-Dollar (aktuell etwa 734,98 Mio Euro) brachte, zählt etwa der in den USA beliebte Schokoriegel "Butterfinger". Nestlé konkurriert im US-Markt mit größeren Rivalen wie Mars, Hershey und dem Milka-Hersteller Mondelez .

Der Konzern hatte im Juni angekündigt, eine Veräußerung der Sparte zu sondieren. Nestlé werde weiterhin in den USA investieren und auf Innovation setzen, kündigte Schneider an. Dies gelte insbesondere dort, wo Nestlé eine Führungsposition habe - wie bei Produkten für Heimtiere, Wasser, Kaffee, Tiefkühlkost und Säuglingsnahrung.

Ferrero erwirbt nach eigenen Angaben somit mehr als 20 amerikanische Marken, die sehr bekannt seien. Ferrero übernehme auch die US-Produktionsstätten von Nestlé in Bloomington, Franklin Park und Itasca, Illinois sowie die im Süßwarengeschäft tätige Belegschaft. Konzernchef Giovanni Ferrero sagte, mit der Übernahme werde Ferrero eine neue Marktgröße erreichen.

Ferrero wurde 1946 als Familienunternehmen in Italien gegründet und erzielte nach eigenen Angaben zuletzt einen Umsatz von über 12 Milliarden Dollar (aktuell 9,8 Mrd Euro) weltweit. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 30 000 Mitarbeiter in 55 Ländern./sl/DP/he

16.01.2018

OFFIZIELLE KORREKTUR: Nestlé verkauft US-Süßwarengeschäft an Ferrero

(Korrigiert wurde der Verkaufspreis im 1. Absatz, 1. Satz. Es handelt sich um umgerechnet 2,29 Milliarden Euro rpt 2,29 Milliarden Euro. Zudem wurde die Währungsangabe beim Umsatz im 2. Absatz, 2. Satz korrigiert. Es handelt sich um US-Dollar rpt US-Dollar. Nestle hat seine Angaben entsprechend korrigiert.)

VEVEY (dpa-AFX) - Der schweizerische Lebensmittelriese Nestlé verkauft sein US-Süßwarengeschäft für umgerechnet 2,29 Milliarden Euro an Ferrero. Die Transaktion werde voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2018 nach den üblichen Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein, teilte Nesté am Dienstagabend mit.

Das Süßwarengeschäft von Nestlé in den USA macht nach Angaben des Unternehmens etwa drei Prozent des Umsatzes der Nestlé-Gruppe in den USA aus. Zu der Sparte, die es 2016 auf einen Jahresumsatz von 900 Millionen US-Dollar (aktuell etwa 734,98 Mio Euro) brachte, zählt etwa der in den USA beliebte Schokoriegel "Butterfinger". Nestlé konkurriert im US-Markt mit größeren Rivalen wie Mars, Hershey und dem Milka-Hersteller Mondelez .

Der Konzern hatte im Juni angekündigt, eine Veräußerung der Sparte zu sondieren. Die strategische Prüfung habe zu der Entscheidung geführt, sich von dem Geschäftszweig zu trennen, hieß es seinerzeit./sl/hbr/DP/he

16.01.2018

ROUNDUP: Nestlé verkauft US-Süßwarengeschäft an Ferrero

VEVEY/LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der schweizerische Lebensmittelriese Nestlé verkauft sein US-Süßwarengeschäft für umgerechnet 2,37 Milliarden Euro an Ferrero. Die Transaktion werde voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2018 nach den üblichen Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein, teilten Nestlé und Ferrero am Dienstagabend mit.

Ferrero ist nach eigenen Angaben der drittgrößte Konzern im globalen Süßwaren- und Schokoladenmarkt. Mit Ferrero habe man nun einen geeigneten Partner gefunden, erklärte Nestlé-Chef Mark Schneider. Ferrero teilte am Abend in Luxemburg mit, die Akquisition in den USA werde die Position des Unternehmens weltweit stärken. Ferrero werde damit zum drittgrößten Süßwarenhersteller in den USA.

Das Süßwarengeschäft von Nestlé in den USA macht nach Angaben des Unternehmens etwa drei Prozent des Umsatzes der Nestlé-Gruppe in den USA aus. Zu der Sparte, die es 2016 auf einen Jahresumsatz von 900 Millionen Schweizer Franken (aktuell etwa 762,44 Mio Euro) brachte, zählt etwa der in den USA beliebte Schokoriegel "Butterfinger". Nestlé konkurriert im US-Markt mit größeren Rivalen wie Mars, Hershey und dem Milka-Hersteller Mondelez .

Der Konzern hatte im Juni angekündigt, eine Veräußerung der Sparte zu sondieren. Nestlé werde weiterhin in den USA investieren und auf Innovation setzen, kündigte Schneider an. Dies gelte insbesondere dort, wo Nestlé eine Führungsposition habe - wie bei Produkten für Heimtiere, Wasser, Kaffee, Tiefkühlkost und Säuglingsnahrung.

Ferrero erwirbt nach eigenen Angaben somit mehr als 20 amerikanische Marken, die sehr bekannt seien. Ferrero übernehme auch die US-Produktionsstätten von Nestlé in Bloomington, Franklin Park und Itasca, Illinois sowie die im Süßwarengeschäft tätige Belegschaft. Konzernchef Giovanni Ferrero sagte, mit der Übernahme werde Ferrero eine neue Marktgröße erreichen.

Ferrero wurde 1946 als Familienunternehmen in Italien gegründet und erzielte nach eigenen Angaben zuletzt einen Umsatz von über 12 Milliarden Dollar (aktuell 9,8 Mrd Euro) weltweit. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 30 000 Mitarbeiter in 55 Ländern./sl/DP/he

16.01.2018

Nestlé verkauft US-Süßwarengeschäft an Ferrero

VEVEY (dpa-AFX) - Der schweizerische Lebensmittelriese Nestlé verkauft sein US-Süßwarengeschäft für umgerechnet 2,37 Milliarden Euro an Ferrero. Die Transaktion werde voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2018 nach den üblichen Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein, teilte Nesté am Dienstagabend mit.

Das Süßwarengeschäft von Nestlé in den USA macht nach Angaben des Unternehmens etwa drei Prozent des Umsatzes der Nestlé-Gruppe in den USA aus. Zu der Sparte, die es 2016 auf einen Jahresumsatz von 900 Millionen Schweizer Franken (aktuell etwa 762,44 Mio Euro) brachte, zählt etwa der in den USA beliebte Schokoriegel "Butterfinger". Nestlé konkurriert im US-Markt mit größeren Rivalen wie Mars, Hershey und dem Milka-Hersteller Mondelez .

Der Konzern hatte im Juni angekündigt, eine Veräußerung der Sparte zu sondieren. Die strategische Prüfung habe zu der Entscheidung geführt, sich von dem Geschäftszweig zu trennen, hieß es seinerzeit./sl/hbr/DP/he

16.01.2018

Schulz wirbt in Düsseldorf für Koalitionsverhandlungen mit Union

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - SPD-Parteichef Martin Schulz (SPD) hat am Dienstag in Düsseldorf bei NRW-Parteitagsdelegierten weiter eindringlich für Koalitionsverhandlungen mit der Union geworben. Es sei klar, dass es in der SPD einen "lebhaften Debattenprozess" gebe, und das sei auch "normal in einer demokratischen Partei", sagte Schulz vor Beginn des Treffens mit mehr als 65 Parteitagsdelegierten vom Mittel- und Niederrhein.

"Die politische Substanz ist da, um Koalitionsverhandlungen zu führen", sagte Schulz mit Blick auf die Sondierungsergebnisse. "Sondierungen sind etwas anderes als Koalitionsverhandlungen". Er werbe nun dafür, "auf Grundlage eines sehr soliden Arbeitsprozesses der vergangenen Wochen" die Konsequenzen zu ziehen und Koalitionsgespräche mit der Union aufzunehmen.

Das Treffen in Düsseldorf wurde begleitet von lautstarken Protesten der Jusos gegen eine große Koalition. Wenige Tage vor der entscheidenden Abstimmung auf dem SPD-Bundesparteitag am Sonntag in Bonn ist eine Zustimmung der Delegierten ungewiss.

Die NRW-SPD spielt beim Parteitag eine wesentliche Rolle. Sie stellt fast ein Viertel der insgesamt 600 Delegierten. Am Montag hatte Schulz bereits in Dortmund mit NRW-Delegierten gesprochen./dot/DP/das

16.01.2018

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste nach anfänglichen Rekorden

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende ihrer Rekordjagd Tribut gezollt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg am Dienstag schon früh erstmals über 26 000 Punkte und knackte damit nach nur sechs Handelstagen die nächste Tausender-Marke. Doch von hier aus verließen den US-Leitindex die Kräfte - er schloss mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 25 792,86 Punkten.

Bei den anderen Aktienindizes sah es ähnlich aus: Der marktbreite S&P 500 konnte seine Bestmarke über 2800 Punkten nicht verteidigen und verabschiedete sich 0,35 Prozent schwächer bei 2776,42 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es nach dem erstmaligen Sprung über 6800 Zähler am Ende um 0,32 Prozent auf 6737,14 Zähler bergab.

Die für die meisten Unternehmen gewinnsteigernde US-Steuerreform, der immer noch schwache Dollar sowie Hoffnungen auf überwiegend gute Quartalsergebnisse der Unternehmen hatten den Kursen anfangs weiteren Auftrieb gegeben - dazu kam eine Reihe überwiegend positiv aufgenommener Firmennachrichten.

Enttäuschende heimische Konjunkturdaten hatten die Anleger derweil kalt gelassen. Dem Empire-State-Index zufolge war die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York im Januar schwächer als erwartet ausgefallen. Allerdings wurde der Stimmungsindikator für den Vormonat deutlich nach oben revidiert.

Auf Unternehmensseite stach Merck & Co nach erfreulichen klinischen Studienergebnissen zum Arzneimittel Keytruda (Pembrolizumab) besonders positiv heraus: Mit einem Kurssprung von 5,81 Prozent auf 62,07 US-Dollar führten die Aktien die Gewinnerliste im Dow an und waren so teuer wie zuletzt im Oktober. Damals hatte das Unternehmen die Anleger mit seinen Quartalszahlen und dem zurückgezogenen Antrag für eine Keytruda-Zulassung in Europa geschockt, was die Aktie anschließend bis auf unter 54 Dollar absacken ließ.

Hinter Merck & Co rückten UnitedHealth-Papiere um 1,86 Prozent auf 232,90 Dollar vor - davor hatten die Titel des Krankenversicherers ein Rekordhoch markiert. UnitedHealth hob aufgrund der Steuerreform in seinem Heimatland das Gewinnziel für das laufende Jahr kräftig an.

Beim iPhone-Hersteller Apple reichte es auch ohne Nachrichten für eine erneute Bestmarke, bevor die Aktien mit einem Kursrückgang von 0,51 Prozent schlossen. Der Börsenwert des weltgrößten Unternehmens beträgt damit aktuell fast 900 Milliarden Dollar.

Der Autobauer General Motors (GM) überzeugte die Anleger mit überraschend optimistischen Aussagen für das laufende Jahr: Trotz eines teuren Wechsels zu einer neuen Generation von Pickups will das Unternehmen seinen Gewinn auf dem Rekordniveau von 2017 halten - Analysten hatten hingegen einen Rückgang erwartet. Die Aktien stiegen letztlich um 0,27 Prozent.

Aus dem Bankenbereich erfreute die Citigroup die Aktionäre mit der angekündigten rekordhohen Gewinnausschüttung. Davon ließ sie sich auch nicht von einem gigantischen Jahresverlust abbringen, zu dem die US-Steuerreform geführt hat. Derweil läuft das eigentliche Geschäft profitabel. Für die Papiere ging es um 0,35 Prozent auf 77,11 Dollar hoch - zeitweise waren sie so teuer wie seit Ende 2008 nicht mehr. Bei Konkurrent Goldman Sachs ließ eine Meldung aus Unternehmenskreisen, wonach das Geschäft mit Rohstoffen 2017 so schlecht wie noch nie gelaufen sein soll, das Kursplus auf 0,56 Prozent abschmelzen.

Dank Zukaufplänen schossen die Aktien von Energizer um über 14 Prozent nach oben. Das Unternehmen will das Batteriegeschäft des Mischkonzerns Spectrum Brands übernehmen, wozu auch die Haushaltsgeräte-Batterien der bekannten Marke Varta gehören. Die Spectrum-Aktien gewannen knapp 4 Prozent.

Dagegen büßten die Anteilscheine von Dow-Schlusslicht General Electric (GE) fast 3 Prozent ein. Der US-Industriekonzern muss für sein Altgeschäft mit nordamerikanischen Lebens- und Krankenversicherungen im vierten Quartal eine Belastung von 6,2 Milliarden Dollar verbuchen. Verteilt über einen Zeitraum von 7 Jahren wird die Finanzsparte GE Capital nun rund 15 Milliarden Dollar an Deckungsreserven bilden und deshalb die Dividendenzahlungen an die Mutter vorerst einstellen.

Der Euro stoppte seinen Höhenflug, der ihn tags zuvor auf fast 1,23 Dollar getragen hatte: Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung im New Yorker Handel 1,2263 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2230 (Montag: 1,2277) Dollar festgesetzt. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gewannen 3/32 Punkte auf 97 17/32 Punkte und rentierten mit 2,54 Prozent./gl/he

16.01.2018

Aktien New York Schluss: Kurse drehen nach anfänglichen Rekorden ins Minus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende ihrer Rekordjagd Tribut gezollt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg am Dienstag schon früh erstmals über 26 000 Punkte und knackte damit nach nur sechs Handelstagen die nächste Tausender-Marke. Doch von hier aus verließen den US-Leitindex die Kräfte - er schloss mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 25 792,86 Punkten.

Bei den anderen Aktienindizes sah es ähnlich aus: Der marktbreite S&P 500 konnte seine Bestmarke über 2800 Punkten nicht verteidigen und verabschiedete sich 0,35 Prozent schwächer bei 2776,42 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es nach dem erstmaligen Sprung über 6800 Zähler am Ende um 0,32 Prozent auf 6737,14 Zähler bergab./gl/he

16.01.2018

Aktien New York: Kurse zollen Rekorden Tribut - Dow erstmals über 26 000 Punkten

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten haben die Kurse nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende den im frühen Handel erreichten Rekorden Tribut gezollt. Der Dow Jones Industrial stieg am Dienstag erstmals über 26 000 Punkte und knackte damit nach nur sechs Handelstagen die nächste Tausender-Marke.

Zuletzt gewann der New Yorker Leitindex allerdings nur noch 0,21 Prozent auf 25 856,96 Punkte. Die anderen Indizes drehten sogar in die Verlustzone: Der marktbreite S&P 500 sank um 0,10 Prozent auf 2783,48 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 0,09 Prozent auf 6752,53 Punkte zurück.

Die für die meisten Unternehmen gewinnsteigernde US-Steuerreform, der schwache Dollar sowie Hoffnungen auf überwiegend gute Quartalsergebnisse der Unternehmen hatten den Kursen anfangs weiteren Auftrieb gegeben - dazu kam eine Reihe überwiegend positiv aufgenommener Firmennachrichten.

Enttäuschende heimische Konjunkturdaten hatten die Anleger derweil kalt gelassen. Dem Empire-State-Index zufolge war die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York im Januar schwächer als erwartet ausgefallen. Allerdings wurde der Stimmungsindikator für den Vormonat deutlich nach oben revidiert.

Auf Unternehmensseite stach Merck & Co nach erfreulichen klinischen Studienergebnissen zum Arzneimittel Keytruda (Pembrolizumab) besonders positiv heraus: Mit einem Kurssprung von 6,75 Prozent auf 62,62 US-Dollar führten die Aktien die Gewinnerliste im Dow an und waren so teuer wie zuletzt im Oktober. Damals hatte das Unternehmen die Anleger mit seinen Quartalszahlen und dem zurückgezogenen Antrag für eine Keytruda-Zulassung in Europa geschockt, was die Aktie anschließend bis auf unter 54 Dollar absacken ließ.

Dahinter rückten UnitedHealth-Papiere um 2,37 Prozent auf 234,06 Dollar vor - davor hatten die Titel des Krankenversicherers ein Rekordhoch markiert. UnitedHealth hob aufgrund der Steuerreform in seinem Heimatland das Gewinnziel für das laufende Jahr kräftig an.

Beim iPhone-Hersteller Apple reichte es auch ohne Nachrichten für ein knappes Kursplus und eine erneute Bestmarke. Damit stieg auch der Börsenwert des weltgrößten Unternehmens weiter auf nun über 900 Milliarden Dollar. Die viel beachtete Marke von 1 Billion Dollar rückt wieder in den Blick, die noch kein Unternehmen mit seiner Marktkapitalisierung erreicht hat.

Der Autobauer General Motors (GM) überzeugte die Anleger mit überraschend optimistischen Aussagen für das laufende Jahr: Trotz eines teuren Wechsels zu einer neuen Generation von Pickups will das Unternehmen seinen Gewinn auf dem Rekordniveau von 2017 halten - Analysten hatten hingegen einen Rückgang erwartet. Die Aktien stiegen um 0,78 Prozent.

Aus dem Bankenbereich erfreute die Citigroup die Aktionäre mit der angekündigten rekordhohen Gewinnausschüttung. Davon ließ sie sich auch nicht von einem gigantischen Jahresverlust abbringen, zu dem die US-Steuerreform geführt hat. Derweil läuft das eigentliche Geschäft profitabel. Für die Papiere ging es um 0,25 Prozent auf 77,04 Dollar hoch - zeitweise waren sie so teuer wie seit Ende 2008 nicht mehr. Bei Konkurrent Goldman Sachs ließ eine Meldung aus Unternehmenskreisen, wonach das Geschäft mit Rohstoffen 2017 so schlecht wie noch nie gelaufen sein soll, das Kursplus auf 0,46 Prozent abschmelzen.

Dank Zukaufplänen schossen die Aktien von Energizer um gut 14 Prozent nach oben. Das Unternehmen will das Batteriegeschäft des Mischkonzerns Spectrum Brands übernehmen, wozu auch die Haushaltsgeräte-Batterien der bekannten Marke Varta gehören. Die Spectrum-Aktien gewannen über 3 Prozent.

Dagegen büßten die Anteilscheine von Dow-Schlusslicht General Electric 3,60 Prozent ein. Der US-Industriekonzern muss für sein Altgeschäft mit nordamerikanischen Lebens- und Krankenversicherungen im vierten Quartal eine Belastung von 6,2 Milliarden Dollar verbuchen. Verteilt über einen Zeitraum von 7 Jahren wird die Finanzsparte GE Capital nun rund 15 Milliarden Dollar an Deckungsreserven bilden und deshalb die Dividendenzahlungen an die Mutter vorerst einstellen./gl/he

16.01.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwächelnder Euro hievt Dax wieder ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kursverluste des Euro haben den Dax am Dienstag wieder gestützt. Der deutsche Leitindex rückte um 0,35 Prozent auf 13 246,33 Punkte vor und machte damit seine zu Wochenbeginn erlittenen Verluste wett. Zur Mittagszeit allerdings hatte das Börsenbarometer noch mehr als 1 Prozent im Plus gelegen.

Der MDax der 50 mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg am Ende um 0,80 Prozent auf 27 016,19 Punkte, während sich der Technologie-Index TecDax mit minus 0,06 Prozent auf 2651,62 Punkte kaum vom Fleck bewegte. Der SDax der gering kapitalisierten Werte wiederum legte etwas zu, nachdem er im Handelsverlauf ein Rekordhoch erreicht hatte.

Die zurzeit recht nervösen Anleger sind in einem Dilemma: Einerseits treibt die Rekordjagd an der Wall Street auch hierzulande die Börsen weiter hoch. Viele Investoren seien mit Blick auf die bald anziehende Berichtssaison der Unternehmen sehr zuversichtlich, schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Andererseits verunsichere die jüngste Euro-Stärke weiter, denn sie kann exportstarke deutsche Unternehmen belasten. Deren Produkte werden dann tendenziell teurer für Käufer außerhalb des Währungsraums.

Unter den Einzelwerten standen vor allem Unternehmen aus der zweiten Reihe mit ihren Bilanzen im Fokus. Im MDax ragten etwa die Aktien von Hugo Boss mit einem Gewinn von fast 4 Prozent heraus. Analysten hatten vor allem den unerwartet deutlichen Umsatzanstieg des Modekonzerns im abgelaufenen Quartal gelobt.

Der im September 2017 in den SDax abgestiegene Großküchenausrüster Rational hatte ebenfalls positiv mit seinem Umsatzwachstum überrascht. Die Anteilscheine legten an der Indexspitze um rund 3 Prozent zu.

Im Dax profitierten insbesondere die Papiere der stark exportorientierten Autobauer von dem schwachen Euro und zählten damit zu den größten Gewinnern. So kletterten Volkswagen um gut 2 und BMW um mehr als 3 Prozent nach oben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,28 Prozent bei 3622,01 Punkten. In Paris schloss der CAC 40 nahezu unverändert, während der FTSE 100 in London etwas nachgab. An der New Yorker Wall Street legte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um rund 0,5 Prozent zu.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,38 Prozent am Vortag auf 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 139,97 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,19 Prozent auf 160,75 Punkte vor. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2230 (Montag: 1,2277) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8177 (0,8145) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

16.01.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Schwächelnder Euro hievt Dax wieder ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kursverluste des Euro haben den Dax am Dienstag wieder gestützt. Der deutsche Leitindex rückte um 0,35 Prozent auf 13 246,33 Punkte vor und machte damit seine zu Wochenbeginn erlittenen Verluste wett. Zur Mittagszeit allerdings hatte das Börsenbarometer noch mehr als 1 Prozent im Plus gelegen. Der MDax der 50 mittelgroßen deutschen Unternehmen stieg am Ende um 0,80 Prozent auf 27 016,19 Punkte, während sich der Technologie-Index TecDax mit minus 0,06 Prozent auf 2651,62 Punkte kaum vom Fleck bewegte.

Die zurzeit recht nervösen Anleger sind in einem Dilemma: Einerseits treibt die Rekordjagd an der Wall Street auch hierzulande die Börsen weiter hoch. Viele Investoren seien mit Blick auf die bald anziehende Berichtssaison der Unternehmen sehr zuversichtlich, schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Andererseits verunsichere die jüngste Euro-Stärke weiter, denn sie kann exportstarke deutsche Unternehmen belasten. Deren Produkte werden dann tendenziell teurer für Käufer außerhalb des Währungsraums./la/he

16.01.2018

ROUNDUP/Aktien New York: Rekordjagd hält an - Dow erstmals über 26 000 Punkten

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten geht die Rekordjagd nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende weiter. Der Dow Jones Industrial stieg am Dienstag erstmals über 26 000 Punkte und knackte damit nach nur sechs Handelstagen die nächste Tausender-Marke. Nach dem starken Auftakt und Rekorden für sämtliche wichtige Indizes ließ der Schwung allerdings etwas nach.

Zuletzt gewann der New Yorker Leitindex noch 0,58 Prozent auf 25 952,83 Punkte. Der marktbreite S&P 500 behauptete ein Plus von 0,27 Prozent auf 2793,77 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,51 Prozent auf 6792,89 Punkte.

Die für die meisten Unternehmen gewinnsteigernde US-Steuerreform, der schwache Dollar sowie Hoffnungen auf überwiegend gute Quartalsergebnisse der Unternehmen gaben den Kursen weiteren Auftrieb - dazu kam eine Reihe überwiegend positiv aufgenommener Firmennachrichten.

Enttäuschende heimische Konjunkturdaten ließen die Anleger derweil kalt. Dem Empire-State-Index zufolge war die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York im Januar schwächer als erwartet ausgefallen. Allerdings wurde der Stimmungsindikator für den Vormonat deutlich nach oben revidiert.

Auf Unternehmensseite stach Merck & Co nach erfreulichen klinischen Studienergebnissen zum Arzneimittel Keytruda (Pembrolizumab) besonders positiv heraus: Mit einem Kurssprung von 6,34 Prozent auf 62,38 US-Dollar führten die Aktien die Gewinnerliste im Dow an und waren so teuer wie zuletzt im Oktober. Damals hatte das Unternehmen die Anleger mit seinen Quartalszahlen und dem zurückgezogenen Antrag für eine Keytruda-Zulassung in Europa geschockt, was die Aktie anschließend bis auf unter 54 Dollar absacken ließ.

Dahinter rückten UnitedHealth-Papiere um 2,21 Prozent auf 233,69 Dollar vor - davor hatten die Titel des Krankenversicherers ein Rekordhoch markiert. UnitedHealth hob aufgrund der Steuerreform in seinem Heimatland das Gewinnziel für das laufende Jahr kräftig an.

Beim iPhone-Hersteller Apple reichte es auch ohne Nachrichten für ein Kursplus von 0,44 Prozent und eine erneute Bestmarke. Damit stieg auch der Börsenwert des weltgrößten Unternehmens weiter auf nun über 900 Milliarden Dollar. Die viel beachtete Marke von 1 Billion Dollar rückt wieder in den Blick, die noch kein Unternehmen mit seiner Marktkapitalisierung erreicht hat.

Der Autobauer General Motors (GM) überzeugte die Anleger mit überraschend optimistischen Aussagen für das laufende Jahr: Trotz eines teuren Wechsels zu einer neuen Generation von Pickups will das Unternehmen seinen Gewinn auf dem Rekordniveau von 2017 halten - Analysten hatten hingegen einen Rückgang erwartet. Die Aktien stiegen um über 2 Prozent.

Aus dem Bankenbereich erfreute die Citigroup die Aktionäre mit der angekündigten rekordhohen Gewinnausschüttung. Davon ließ sie sich auch nicht von einem gigantischen Jahresverlust abbringen, zu dem die US-Steuerreform geführt hat. Derweil läuft das eigentliche Geschäft profitabel. Für die Papiere ging es um 0,89 Prozent auf 77,53 Dollar hoch - zeitweise waren sie so teuer wie seit Ende 2008 nicht mehr. Bei Konkurrent Goldman Sachs ließ eine Meldung aus Unternehmenskreisen, wonach das Geschäft mit Rohstoffen 2017 so schlecht wie noch nie gelaufen sein soll, das Kursplus auf knapp ein halbes Prozent abschmelzen.

Zukaufpläne ließen die Aktien von Energizer um über 14 Prozent nach oben schießen. Das Unternehmen will das Batteriegeschäft des Mischkonzerns Spectrum Brands übernehmen - dessen Aktien gewannen gut 2 Prozent.

Dagegen büßten die Anteilsscheine von Dow-Schlusslicht General Electric 3,60 Prozent ein. Der US-Industriekonzern muss für sein Altgeschäft mit nordamerikanischen Lebens- und Krankenversicherungen im vierten Quartal eine Belastung von 6,2 Milliarden Dollar verbuchen. Verteilt über einen Zeitraum von 7 Jahren wird die Finanzsparte GE Capital nun rund 15 Milliarden Dollar an Deckungsreserven bilden und deshalb die Dividendenzahlungen an die Mutter vorerst einstellen./gl/he

16.01.2018

Aktien New York: Rekordjagd hält an - Dow erstmals über 26 000 Punkten

NEW YORK (dpa-AFX) - An den US-Aktienmärkten geht die Rekordjagd nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende mit Vollgas weiter. Der Dow Jones Industrial stieg am Dienstag erstmals über 26 000 Punkte und knackte damit nur binnen sechs Handelstagen die nächste Tausender-Marke. Die für die meisten Unternehmen gewinnsteigernde US-Steuerreform, der schwache Dollar sowie Hoffnungen auf überwiegend gute Quartalsergebnisse der Unternehmen gaben den Kursen weiteren Auftrieb. Enttäuschende Konjunkturdaten ließen die Anleger derweil kalt.

Knapp eine halbe Stunde nach dem Börsenstart zog der New Yorker Leitindex um 1,00 Prozent auf 26 061,37 Punkten an. Auch die anderen Indizes erreichten erneut Höchststände. Der marktbreite S&P 500 gewann zuletzt 0,72 Prozent auf 2806,23 Zähler und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,05 Prozent auf 6829,79 Punkte./gl/he

16.01.2018

Aktien Frankfurt: Schwächelnder Euro treibt Dax an - Anleger sind aber nervös

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kursverluste des Euro haben dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag neuen Schwung gegeben. Zudem dürften die US-Börsen nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende mit Gewinnen starten. Vom US-Leitindex wird erwartet, dass er die 26 000-Punkte-Marke überspringt. Der Dow hätte damit in nur acht Handelstagen 1000 Punkte hinzugewonnen.

Bis zum Nachmittag rückte der Dax um 0,82 Prozent auf 13 309,01 Punkte vor. Händler verwiesen allerdings auf zunehmend spürbare Nervosität unter den Anlegern. Einerseits treibe die Aussicht auf weitere Gewinne an der Wall Street auch hierzulande die Börsen weiter hoch. Andererseits verunsichere die jüngste Euro-Stärke, denn sie kann exportstarke deutsche Unternehmen belasten. Deren Produkte werden dann tendenziell teurer für Käufer außerhalb des Währungsraums.

Der Eurokurs , der sich am frühen Morgen noch nahe an seinem Dreijahreshoch bei knapp unter 1,23 US-Dollar befunden hatte, bröckelte bis zum Nachmittag auf 1,2222 Dollar ab. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,2277 (Freitag: 1,2137) Dollar festgesetzt.

Der MDax der 50 mittelgroßen deutschen Unternehmen legte um 0,76 Prozent auf 27 005,54 Punkte zu. Der Technologie-Index TecDax stieg um 0,13 Prozent auf 2656,86 Punkte, während der SDax sogar erstmals in seiner Geschichte den Sprung über 12 400 Punkten schaffte.

Unter den Einzelwerten standen vor allem Unternehmen aus der zweiten Reihe mit ihren Bilanzen im Anlegerfokus. Im MDax ragten etwa die Aktien von Hugo Boss mit plus 2,88 Prozent heraus. Analysten lobten vor allem den Umsatzanstieg des Modekonzerns im abgelaufenen Quartal. Boss sei zurück in der Spur, sagte einer.

Der im September 2017 in den SDax abgestiegene Großküchenausrüster Rational überraschte ebenfalls positiv mit seinem Umsatzwachstum. Sowohl die unternehmenseigenen als auch die Markterwartungen wurden übertroffen. Das operative Ergebnis fiel ebenfalls etwas besser als von Experten prognostiziert aus, was den Papieren ein Plus von 2,71 Prozent bescherte.

Im Dax verdrängten die BMW-Aktien die von SAP vom Spitzenplatz und legten um 3,19 Prozent zu. Auch den europäischen Automobilsektor führten die Papiere der Münchner an und profitierten von dem wieder schwächeren Euro. Analyst Daniel Schwarz von der Credit Suisse hatte die Papiere in einer aktuellen Studie weiter als Branchenfavoriten neben VW und VW-Großaktionär Porsche hervorgehoben. Die VW-Aktien erklommen einen der vorderen Plätze im Dax mit plus 2,39 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,38 Prozent am Vortag auf 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 139,97 Punkte. Der Bund Future legte um 0,20 Prozent auf 160,77 Punkte zu./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

16.01.2018

Aktien New York Ausblick: Neue Rekordhöhen zum Wochenstart - Dow über 26 000

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte dürften nach dem langen Feiertagswochenende ihre Rekordjagd am Dienstag fortsetzen. Dabei sollte der US-Leitindex Dow Jones Industrial erstmals in seiner langen Geschichte die Marke von 26 000 Punkten überwinden. Die für die meisten Unternehmen gewinnsteigernde US-Steuerreform, der schwache US-Dollar sowie Hoffnungen auf überwiegend gute Quartalsergebnisse der Unternehmen sollten den Kursen weiteren Auftrieb geben.

Der Broker IG taxierte den Dow rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart 0,89 Prozent höher bei 26 035 Punkten. Am Freitag war das weltweit wichtigste Börsenbarometer um fast 1 Prozent auf ein Rekordhoch gestiegen und hatte den Gewinn im neuen Jahr bereits auf rund 4,4 Prozent ausgebaut. Erst vor einer Woche war erstmals die 25 000-Zähler-Marke gefallen. Auch die anderen US-Leitindizes hatten am Freitag neue Bestmarken aufgestellt.

Auf Unternehmensseite dürften General Electric im Anlegerfokus stehen. Der US-Industriekonzern muss für sein Altgeschäft mit nordamerikanischen Lebens- und Krankenversicherungen im vierten Quartal eine Belastung von 6,2 Milliarden Dollar verbuchen. Verteilt über einen Zeitraum von sieben Jahren wird die Finanzsparte GE Capital nun rund 15 Milliarden Dollar an Deckungsreserven bilden und deshalb die Dividendenzahlungen an die Mutter vorerst einstellen. Im vorbörslichen Handel verloren die GE-Aktien zuletzt 3,3 Prozent an Wert.

Dagegen ging es für UnitedHealth-Papiere vorbörslich um 1,5 Prozent nach oben. Der US-Krankenversicherer hat aufgrund der Steuerreform in seinem Heimatland das Gewinnziel für das laufende Jahr kräftig erhöht. Das Unternehmen rechnet für 2018 nun mit einem bereinigten Nettoergebnis von 12,30 bis 12,60 US-Dollar je Anteilsschein. Im November wurde noch ein Gewinn von 10,55 bis 10,85 Dollar je Aktie erwartet.

Die Citigroup-Titel verteuerten sich vorbörslich sogar um 3,3 Prozent. Die US-Steuerreform hat bei der US-Großbank 2017 zwar zu einem gigantischen Verlust geführt. Doch das eigentliche Geschäft läuft profitabel. Deshalb versicherte Bankchef Michael Corbat den Aktionären, in den kommenden Jahren wie geplant mindestens 60 Milliarden Dollar an sie auszuschütten.

Die Titel von Qualcomm profitierten von einer positiven Analystenstudie und zogen um 0,8 Prozent auf 65,90 Dollar an. Das Halbleiterunternehmen hat seine Aktionäre aufgefordert, das feindliche Übernahmeangebot von Broadcom abzulehnen. Zudem hat das japanische Analysehaus Nomura die Qualcomm-Aktien von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 58 auf 75 Dollar angehoben./edh/jha/

16.01.2018

Aktien Frankfurt: Wieder deutlich sinkender Euro gibt Dax spürbar Auftrieb

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein wieder spürbar rückläufiger Euro und Gewinne an den asiatischen Börsen haben dem Dax am Dienstag nach oben getrieben. Zudem werden die US-Börsen nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende aktuell freundlich erwartet. Es wird bereits darauf gesetzt, dass der Dow die Hürde von 26 000 Punkten nimmt.

Bis zur Mittagszeit gewann der deutsche Leitindex 1,08 Prozent auf 13 343,51 Punkte. Der MDax der 50 mittelgroßen deutschen Unternehmen rückte um 0,68 Prozent auf 26 984,19 Punkte vor. Der Technologie-Index TecDax stieg um 0,22 Prozent auf 2659,09 Punkten.

Marktexperte Jochen Stanzl von CMC Markets sieht den US-Leitindex Dow Jones Industrial an diesem Tag bereits über die nächste 1000-Punkte-Hürde auf über 26 000 Punkte klettern. Gelänge dies, hätte der Dow dafür nur acht Handelstage gebraucht, hob er hervor. Bereits die Aussicht darauf treibe auch den Dax hoch. Zugleich aber verwies er auf die wachsende Nervosität der Anleger, die dem starken Euro geschuldet sei sowie der Sorge, dass der Wall Street die Kraft ausgehen könnte.

Der Eurokurs , der sich am frühen Morgen noch nahe an seinem Dreijahreshoch bei knapp unter 1,23 US-Dollar befunden hatte, bröckelte bis zum Mittag deutlich auf 1,2203 Dollar ab. Das sorgte für eine Stimmungsaufhellung unter den Börsianern, denn eine starke Gemeinschaftswährung gilt als mögliche Belastung für die exportstarken deutschen Unternehmen. Da ihre Produkte so tendenziell teurer werden für Käufer außerhalb des Währungsraums.

Unter den Einzelwerten stehen zunehmend Unternehmen mit ihren Bilanzen und Ausblicken im Blick der Anleger. Im MDax ragten etwa die Aktien von Hugo Boss mit plus 3,45 Prozent heraus. Analysten lobten vor allem den Umsatzanstieg des Modekonzerns im abgelaufenen Quartal. Boss sei zurück in der Spur, sagte einer.

Der im September 2017 in den SDax abgestiegene Großküchenausrüster Rational überraschte ebenfalls positiv mit seinem Umsatzwachstum. Sowohl die unternehmenseigenen als auch die Markterwartungen wurden übertroffen. Das operative Ergebnis fiel ebenfalls etwas besser als von Experten prognostiziert aus, was den Papieren ein Plus von 3,00 Prozent bescherte.

Im Dax nahmen die Aktien von SAP den Spitzenplatz ein und stiegen um 2,85 Prozent. Allerdings hatten die Papiere im Zuge der Euro-Rally in den vorangegangenen sechs Handelstagen auch bis zu 7 Prozent eingebüßt./ck/jha/

16.01.2018

ROUNDUP 2: SPD-Chef Schulz kämpft um Zustimmung für Koalitionsverhandlungen

(nach Abschluss des Treffens in NRW aktualisiert)

BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die SPD-Spitze kämpft an der skeptischen Parteibasis um Zustimmung zu einer Neuauflage der Koalition mit CDU und CSU. SPD-Chef Martin Schulz appellierte am Dienstag eindringlich an seine Partei, beim Sonderparteitag am Sonntag den Weg für förmliche Koalitionsverhandlungen frei zu machen.

Nach einer dreieinhalbstündigen Diskussion mit mehr als 65 Parteitagsdelegierten in Düsseldorf sagte er am Abend, die Debatte sei intensiv, emotional und auch kontrovers verlaufen. Er habe ähnlich wie in Dortmund am Vortag viel Nachdenklichkeit am Ende der Diskussion gespürt. "Das lässt mich hoffen, dass wir in großer Geschlossenheit auf dem Parteitag mit einem Mandat ausgestattet werden, in diese Koalitionsverhandlungen einzutreten."

Union und SPD hatten am Freitag die Ergebnisse ihrer Sondierungsgespräche vorgestellt. Am Sonntag soll ein SPD-Bundesparteitag in Bonn entscheiden, ob die SPD in Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU einsteigt oder nicht.

Auch der nordrhein-westfälische Parteivorsitzende Michael Groschek gab eine optimistische Prognose für den Parteitag ab: "Ich glaube, es wird eine überzeugte Mehrheit geben", sagte er. Es müsse bis dahin noch viel Arbeit geleistet werden. "Aber wir schaffen das."

Die Zustimmung der SPD in NRW ist besonders wichtig: Knapp ein Viertel der Parteitagsdelegierten kommt aus diesem Bundesland. Das Treffen in Düsseldorf wurde begleitet von lautstarken Protesten der Jusos.

Auch andernorts ist die Skepsis gegenüber einer weiteren großen Koalition groß. In mehreren, allerdings kleineren Landesverbänden war Koalitionsverhandlungen eine Absage erteilt worden - entweder vom Parteivorstand wie in der Berliner SPD oder auf Parteitagen wie in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die SPD hatte nach ihrem Wahldebakel angekündigt, in die Opposition zu gehen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen Union, FDP und Grünen und Mahnungen des Bundespräsidenten hatte sich die SPD aber doch dazu entschlossen, mit der Union über eine mögliche neue große Koalition zu sondieren.

Ex-Parteichef Sigmar Gabriel sagte der "Bild"-Zeitung (Mittwoch), nicht nur Europa schaue gebannt auf den SPD-Parteitag, sondern viele Menschen weit darüber hinaus. "Die Welt schaut deshalb wirklich auf Bonn am kommenden Sonntag." Weltweit sei die Hoffnung groß, dass die SPD dafür sorge, dass Deutschland endlich Frankreich die Hand reiche zur Erneuerung und Stärkung Europas.

Schulz sagte in einem Facebook-Chat, Beispiele für Erfolge seien etwa Investitionen in Bildung, Verbesserungen bei der Kinderbetreuung oder die Entlastung von Familien. Seine Partei habe auch die Grundrente durchgesetzt. "Wenn wir die Regierung bilden können, wird das kommen." Schulz betonte: "Das wird es nur mit uns geben." Die SPD habe auch bestimmte Forderungen nicht durchsetzen können, räumte er ein. Das gelte etwa für Steuererhöhungen für große Einkommen. Dafür seien aber deutliche Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen vereinbart.

Der geschäftsführende Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) warb ebenfalls für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union. "Wir sind es unseren Wählern schuldig, jetzt in Koalitionsverhandlungen auszuloten, inwiefern wir unser Land ein Stück gerechter machen können", sagte Maas der Deutschen Presse-Agentur. "Wir dürfen es uns nicht so einfach machen wie die FDP bei ihrem Jamaika-Theater." Die FDP hatte die Sondierungen über ein Jamaika-Bündnis mit Union und Grünen platzen lassen.

Maas mahnte: "Unser Augenmerk sollten wir darauf richten, was wir erreicht haben." Das sei eine ganze Menge - etwa bei Rente, Bildung oder der Entlastung von Geringverdienern. "Allen sollte klar sein: Die Verbesserungen bei der Rente oder den Aufbruch für Europa gibt es nur, wenn die SPD in einer Regierung beteiligt ist."

Unterdessen lehnten weitere CDU-Spitzenpolitiker Forderungen aus der SPD nach Nachbesserungen am Sondierungspapier ab. Diese betreffen zum Beispiel die Einführung der Bürgerversicherung und ein Verbot der Befristung von Arbeitsverträgen ohne sachlichen Grund.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt forderte von der SPD ein klares Bekenntnis zu den Sondierungsergebnissen. Er könne der SPD nur raten mehr: "Mehr Mut und weniger Wackelpudding." Dobrindt sagte, er habe bereits seit der Bundestagswahl für eine GroKo geworben, man können aber die SPD nicht "in der Sänfte in die Koalition tragen".

Laut einer Umfrage von Infratest dimap für das ARD-Politmagazin "Report München", glaubt etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent), dass CDU oder CSU bei den Sondierungen am meisten durchgesetzt haben - 38 Prozent sehen die CDU als Siegerin, 17 Prozent die CSU. 15 Prozent sind der Meinung, dass die SPD am meisten durchsetzen konnte./jac/nif/kat/hoe/DP/he

16.01.2018

SPD-Chef Schulz gibt optimistische Prognose für Koalitionsgespräche

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - SPD-Parteichef Martin Schulz hat sich nach dreieinhalbstündiger Diskussion mit Parteitagsdelegierten in Düsseldorf hoffnungsvoll für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union geäußert. Die Debatte sei intensiv, emotional und auch kontrovers verlaufen, sagte Schulz am Dienstagabend. "Ermutigend" sei gewesen, "dass wir durch den Austausch der Argumente mehr zusammenkommen als auseinandergehen". Er habe ähnlich wie in Dortmund am Vortag viel Nachdenklichkeit am Ende der Diskussion gespürt. "Das lässt mich hoffen, dass wir in großer Geschlossenheit auf dem Parteitag mit einem Mandat ausgestattet werden, in diese Koalitionsverhandlungen einzutreten."

Der SPD-Sonderparteitag stimmt am Sonntag über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit CDU und CSU ab. Auch der nordrhein-westfälische Parteivorsitzende Michael Groschek gab eine optimistische Prognose für den Parteitag ab: "Ich glaube, es wird eine überzeugte Mehrheit geben", sagte er. Es müsse bis dahin noch viel Vorarbeit geleistet werden. "Aber wir schaffen das."

Schulz traf auf seiner Werbetour für die "GroKo" in Düsseldorf rund 65 NRW-Delegierte vom Nieder- und Mittelrhein. Die NRW-SPD spielt beim Parteitag eine wesentliche Rolle. Sie stellt fast ein Viertel der insgesamt 600 Delegierten./dot/DP/he

16.01.2018

WDH/Gabriel mahnt SPD-Basis: 'Die Welt schaut auf Bonn'

(Funktion und Vorname im 3. Absatz ergänzt (SPD-Parteichef Martin Schulz))

BERLIN (dpa-AFX) - Der frühere SPD-Chef und geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel erinnert seine Partei an ihre staatspolitische Verantwortung bei der seit Monaten stockenden Regierungsbildung. Am Sonntag soll ein Bundesparteitag in Bonn entscheiden, ob die SPD förmlich in Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU einsteigt. Dazu sagte Gabriel der "Bild"-Zeitung (Mittwoch): "Es ist nicht übertrieben: Am kommenden Sonntag schaut nicht nur Europa gebannt auf den SPD-Parteitag, sondern viele Menschen weit darüber hinaus. Die Welt schaut deshalb wirklich auf Bonn am kommenden Sonntag."

Weltweit sei die Hoffnung groß, dass die SPD dafür sorge, dass Deutschland endlich Frankreich die Hand reiche zur Erneuerung und Stärkung Europas. "Denn alle haben gesehen, das CDU/CSU, Grüne und FDP dazu nicht bereit und in der Lage waren. Viele sehen jetzt die Chance, dass Europa in einer immer aggressiveren Welt ein Ort der Hoffnung und eine starke Stimme der Freiheit und der Demokratie ist." Und die SPD könne dafür der Garant werden.

Zuvor hatte auch SPD-Parteichef Martin Schulz darauf hingewiesen, dass ein "Epochenwechsel in der Europapolitik" in Reichweite sei. Alleine diese Veränderungen reichten aus, um über eine erneute Koalition mit CDU und CSU zu reden, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

In den Reihen der SPD ist die Skepsis gegenüber einer weiteren großen Koalition aber groß. In mehreren, allerdings kleineren Landesverbänden war Koalitionsverhandlungen eine Absage erteilt worden - entweder vom Parteivorstand wie in der Berliner SPD oder auf Parteitagen wie in Sachsen-Anhalt und Thüringen./toz/DP/he

16.01.2018

ROUNDUP: Nordkorea-Treffen in Vancouver ohne China und Russland

VANCOUVER (dpa-AFX) - Mit einem Mix aus Sanktionen und Diplomatie wollen die USA und weitere Länder Nordkorea zur Aufgabe seiner Massenvernichtungswaffen bewegen. Außenminister aus 20 Ländern versammelten sich am Dienstag im kanadischen Vancouver, um über weitere Strafmaßnahmen, diplomatische Mittel und nukleare Abrüstung im Nordkorea-Konflikt zu sprechen. Russland und China - zwei der wichtigsten Handelspartner Pjöngjangs - waren zu dem zweitägigen Treffen nicht geladen.

Alle in Vancouver vertretenen Staaten seien sich in dem Ziel einer "kompletten, nachweisbaren und unumkehrbaren Denuklearisierung" Nordkoreas einig, sagte US-Außenminister Rex Tillerson. "Ehe Nordkorea sich zu einem Kurswechsel verpflichtet und alle Massenvernichtungswaffen nachweisbar und unumkehrbar aufgibt", seien keine Fortschritte möglich, sagte seine kanadische Amtskollegin Chrystia Freeland. Die USA und Kanada hatten gemeinsam zu den Beratungen eingeladen, an denen unter anderem auch die Außenminister Südkoreas, Japans und Großbritanniens teilnahmen.

Ob das Treffen konkrete Ergebnisse bringt, ist offen. Im Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm und wiederholte Atom- und Raketentests hatte der UN-Sicherheitsrat seit 2006 zahlreiche Sanktionen verhängt, zuletzt im Dezember. Diese sollen vor allem den Handel des Landes beschränken und Nordkorea wirtschaftlich unter Druck setzen. Die USA hatten teils ein Ölembargo gefordert, konnten sich mit diesem drastischen Schritt im Sicherheitsrat bisher aber nicht durchsetzen.

US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping äußerten sich nach Angaben des Weißen Hauses in einem Telefongespräch anerkennend über den jüngsten Dialog zwischen Nord- und Südkorea. Sie hätten die Hoffnung geäußert, dass dieses einen Wechsel in Pjöngjangs "destruktivem Verhalten" bewirken möge. Trump sagte, die USA hielten ihre Politik des "maximalen Drucks" auf Nordkorea aufrecht, um das Land zur Denuklearisierung zu bewegen.

Bei den Vereinten Nationen bat sich Generalsekretär António Guterres erneut als Vermittler an. "Wir stehen bereit für alle möglichen Initiativen, die die Parteien wünschen", sagte er vor Reportern. Sein Handlungsspielraum sei aber begrenzt. Schlüssel zur Lösung der Krise seien direkte Gespräche der beteiligten Konfliktparteien./ki/jot/DP/he

16.01.2018

Bundesbankchef für Ende der EZB-Wertpapierkäufe noch in diesem Jahr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat sich für ein Ende der milliardenschweren Wertpapierkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) noch in diesem Jahr ausgesprochen. "Das hielte ich aus heutiger Sicht für angemessen", sagte Weidmann der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwochausgabe). Das Programm habe negative Nebenwirkungen und die Zentralbanken inzwischen zu den größten Gläubigern der Staaten gemacht.

Wie bereits in der Vergangenheit lehnte es Weidmann abermals ab, sich zu Spekulationen zu äußern, dass er Mario Draghi auf den Posten des EZB-Chefs nachfolgen könnte. Auf die Frage, ob künftig auch mal ein Deutscher EZB-Chef werden könnte, sagte Weidmann, man dürfe keine Nationalität ausschließen. Es sei aber auch keine Nationalität gesetzt. Draghis Amtszeit läuft im Herbst 2019 aus.

Kritisch äußerte sich Weidmann zu Vorschlägen aus Brüssel für einen weiteren Euro-Krisenfonds. "Die jüngsten Vorschläge der Kommission haben mich nicht überzeugt", sagte der Währungshüter. "Die Fiskalregeln werden im Ergebnis nicht gestärkt, während gleichzeitig zunehmend Elemente von Gemeinschaftshaftung im Euroraum eingeführt werden sollen. Das macht die Währungsunion nicht zukunftsfester."

Zudem sprach sich der Notenbanker gegen einen schnellen Beitritt Bulgariens zum Euroraum aus. "Mit einem überhasteten Beitritt auf Biegen und Brechen ist letztlich weder dem betreffenden Land noch der Währungsunion und der EU geholfen." Bulgariens Finanzminister Wladislaw Goranow hatte vergangene Woche erstmals angekündigt, dass sich Bulgarien in den nächsten sechs Monaten offiziell um den Beitritt zur Eurozone bewerben wolle./tos/he

16.01.2018

ROUNDUP: SPD-Chef Schulz kämpft um Zustimmung für Koalitionsverhandlungen

BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die SPD-Spitze kämpft an der skeptischen Parteibasis um Zustimmung zu einer Neuauflage der Koalition mit CDU und CSU. SPD-Chef Martin Schulz appellierte eindringlich an seine Partei, beim Sonderparteitag am Sonntag den Weg für förmliche Koalitionsverhandlungen frei zu machen. "Es lohnt sich", sagte Schulz am Dienstag in einem Live-Chat mit Facebook-Nutzern. Es gehe um das Leben der Menschen und darum, dass es gerechter zugehe. Ohne die SPD sei Deutschland "nicht regierbar", mahnte er.

Union und SPD hatten am Freitag die Ergebnisse ihrer Sondierungsgespräche vorgestellt. Am Sonntag soll ein SPD-Bundesparteitag in Bonn entscheiden, ob die SPD in Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU einsteigt oder nicht.

Am Abend traf sich Schulz in Düsseldorf mit mehr als 65 Parteitagsdelegierten vom Mittel- und Niederrhein. Dort sagte er, es sei klar, dass es in der SPD lebhafte Debatten gebe, und das sei auch normal in einer demokratischen Partei. Doch enthalte das Sondierungsergebnis genug Substanz, um Koalitionsverhandlungen zu führen, sagte Schulz. Das Treffen wurde begleitet von lautstarken Protesten der Jusos.

In den Reihen der Partei ist die Skepsis gegenüber einer weiteren großen Koalition groß. In mehreren, allerdings kleineren Landesverbänden war Koalitionsverhandlungen eine Absage erteilt worden - entweder vom Parteivorstand wie in der Berliner SPD oder auf Parteitagen wie in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Zustimmung der SPD in NRW ist besonders wichtig: Knapp ein Viertel der Parteitagsdelegierten kommt aus diesem Bundesland.

Die SPD hatte nach ihrem Wahldebakel angekündigt, in die Opposition zu gehen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen Union, FDP und Grünen und Mahnungen des Bundespräsidenten hatte sich die SPD aber doch dazu entschlossen, mit der Union über eine mögliche neue große Koalition zu sondieren.

Schulz sagte im Facebook-Chat, Beispiele für Erfolge seien etwa Investitionen in Bildung, Verbesserungen bei der Kinderbetreuung oder die Entlastung von Familien. Seine Partei habe auch die Grundrente durchgesetzt. "Wenn wir die Regierung bilden können, wird das kommen." Schulz betonte: "Das wird es nur mit uns geben." Die SPD habe auch bestimmte Forderungen nicht durchsetzen können, räumte er ein. Das gelte etwa für Steuererhöhungen für große Einkommen. Dafür seien aber deutliche Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen vereinbart.

Der geschäftsführende Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) warb ebenfalls für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union. "Wir sind es unseren Wählern schuldig, jetzt in Koalitionsverhandlungen auszuloten, inwiefern wir unser Land ein Stück gerechter machen können", sagte Maas der Deutschen Presse-Agentur. "Wir dürfen es uns nicht so einfach machen wie die FDP bei ihrem Jamaika-Theater." Die FDP hatte die Sondierungen über ein Jamaika-Bündnis mit Union und Grünen platzen lassen.

Maas mahnte: "Unser Augenmerk sollten wir darauf richten, was wir erreicht haben." Das sei eine ganze Menge - etwa bei Rente, Bildung oder der Entlastung von Geringverdienern. "Allen sollte klar sein: Die Verbesserungen bei der Rente oder den Aufbruch für Europa gibt es nur, wenn die SPD in einer Regierung beteiligt ist."

Vor der Abstimmung am Sonntag gibt es aber nach Einschätzung von NRW-Landeschef Michael Groschek noch viel Unsicherheit. "Wir haben Mitglieder, die sagen Ja, und welche, die sagen Nein, und dazwischen ist ein großer Teil von nachdenklichen Unentschlossenen", sagte der SPD-Politiker dem Radiosender WDR2. "Natürlich werben wir für ein Ja, aber wir werben überzeugend und nicht überredend", sagte Groschek.

Unterdessen lehnten weitere CDU-Spitzenpolitiker Forderungen aus der SPD nach Nachbesserungen am Sondierungspapier ab. Diese betreffen zum Beispiel die Einführung der Bürgerversicherung und ein Verbot der Befristung von Arbeitsverträgen ohne sachlichen Grund.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt forderte von der SPD ein klares Bekenntnis zu den Sondierungsergebnissen. Er könne der SPD nur raten mehr: "Mehr Mut und weniger Wackelpudding." Dobrindt sagte, er habe bereits seit der Bundestagswahl für eine GroKo geworben, man können aber die SPD nicht "in der Sänfte in die Koalition tragen".

Laut einer Umfrage von Infratest dimap für das ARD-Politmagazin "Report München", glaubt etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent), dass CDU oder CSU bei den Sondierungen am meisten durchgesetzt haben - 38 Prozent sehen die CDU als Siegerin, 17 Prozent die CSU. 15 Prozent sind der Meinung, dass die SPD am meisten durchsetzen konnte./jac/nif/kat/hoe/DP/he

16.01.2018

Thema Handel: Trump gibt sich in Telefonat mit Xi Jinping unzufrieden

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat sich nach Angaben des Weißen Hauses in einem Telefonat mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping neuerlich unzufrieden mit der Handelsbilanz zwischen beiden Staaten gezeigt. In einer Mitteilung hieß es am Dienstag in Washington, Trump habe seine Enttäuschung darüber geäußert, dass das US-Handelsdefizit mit China weiter gewachsen sei. Trump habe in dem Gespräch am Montag klargemacht, dass diese Situation nicht tragfähig sei.

Eine aus Sicht der USA unfaire Handelsbilanz mit China ist Washington seit längerer Zeit ein Dorn im Auge. Zuletzt hatten US-Medien berichtet, dass die US-Regierung womöglich noch im Januar die Gangart verschärfen und massive Zollschranken für China hochfahren werde. Trumps Äußerungen in dem Telefonat mit Xi könnten das Ziel haben, einer solchen Politik in der Öffentlichkeit den Boden zu bereiten./ki/DP/das

16.01.2018

Niedersachsens Finanzminister für schnelle Grundsteuerreform

HANNOVER/KARLSRUHE (dpa-AFX) - Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) hat sich angesichts der Überprüfung der Grundsteuer durch das Bundesverfassungsgericht für eine möglichst rasche Reform der Abgabe ausgesprochen. Nach der mündlichen Verhandlung zeichne sich ab, dass das Bundesverfassungsgericht die zugrundliegende Einheitsbewertung voraussichtlich als nicht mehr verfassungsgemäß ansehen werde. "Hierauf muss der Gesetzgeber reagieren"", betonte der Politiker am Dienstag in einer Mitteilung.

Die Grundsteuer sei ein "unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Finanzen" und müsse als verlässliche Einnahmequelle für die Gemeinden erhalten bleiben. Allerdings müsse die Grundsteuer möglichst rasch auf eine "neue, zukunftssichere und gerechte Basis" gestellt werden. "Die Wertverhältnisse, auf denen die Grundsteuer beruht, sind nicht mehr zeitgemäß", so Hilbers. Die Aufgabe sei beachtlich: Eine Grundsteuerreform bedeute, dass zunächst rund 35 Millionen Grundstücke bundesweit neu bewertet werden müssen. Allein in Niedersachsen betreffe das rund 3,5 Millionen Grundstücke.

Das Karlsruher Gericht prüft, ob die Berechnung der kommunalen Steuer, die auf Grundstücke und Gebäude erhoben wird, noch mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die sogenannten Einheitswerte, die der Berechnung zugrunde liegen, gehen im Westen auf das Jahr 1964 und im Osten sogar auf das Jahr 1935 zurück. Das hat nach Überzeugung des Bundesfinanzhofs Ungerechtigkeiten zur Folge./hr/DP/das

16.01.2018

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 16.01.2018

ROUNDUP/Deutschland: Inflation 2017 auf höchstem Stand seit fünf Jahren

WIESBADEN - Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2017 auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. Angefacht von höheren Energie- und Nahrungsmittelpreisen kletterte die Inflation auf 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag eine erste Schätzung bestätigte. Es war der höchste Stand seit 2012. Auch gestiegene Mieten trugen dazu bei. Im Jahr zuvor lag die Teuerung im Schnitt noch bei 0,5 Prozent. Zum Jahresende 2017 verringerte sich der Preisauftrieb leicht. Im Dezember lag die jährliche Rate bei 1,7 Prozent.

Italien: Inflation schwächt sich leicht ab

ROM - In Italien sind die Verbraucherpreise im Dezember etwas schwächer gestiegen. Wie die nationale Statistikbehörde Istat am Dienstag mitteilte, lag der nach europäischer Methode berechnete Preisindex HVPI um 1,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit bestätigte Istat vorläufige Daten. Im November hatte die Inflationsrate mit 1,1 Prozent leicht höher gelegen. Im Monatsvergleich stiegen die Preise im Dezember um 0,3 Prozent.

Großbritannien: Inflation sinkt leicht auf 3,0 Prozent

LONDON - Die Inflation in Großbritannien hat sich Ende 2017 wieder etwas abgeschwächt. Im Dezember sei die Inflationsrate auf 3,0 Prozent gesunken, nach 3,1 Prozent im November, teilte das Statistikamts ONS am Dienstag mit. Analysten hatten den Rückgang erwartet.

ROUNDUP/Wegen Steuerreform: Chinesische Ratingagentur stuft Bonität der USA ab

PEKING - Wegen der umstrittenen Steuerreform von US-Präsident Donald Trump hat eine der führenden chinesischen Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit der USA herabgestuft. Die Bonitätsnote werde von 'A-' auf 'BBB+' gesenkt, teilte das Unternehmen Dagong am Dienstag in Peking mit. Zudem ist der Ausblick 'negativ' - es droht also eine weitere Abstufung. Die Fähigkeit der USA zur Refinanzierung der bestehenden Schulden schwinde seit Jahren immer weiter, heißt es in der Mitteilung. "Dieser Trend wird zusätzlich verschlimmert durch die massiven Steuersenkungen."

ROUNDUP/Furcht vor Regulierung: Bitcoin-Kurs bricht um 20 Prozent ein

FRANKFURT - Der Bitcoin hat am Dienstag wegen zunehmender Hinweise auf Regulierungen von Digitalwährungen rasant an Wert verloren. Zeitweise brach der Kurs um bis zu 20 Prozent ein und wurde auf wichtigen Handelsplattformen deutlich unter 12 000 US-Dollar gehandelt. Bis zum Nachmittag erfolgte nur eine leichte Erholung. In der vergangenen Nacht wurde der Bitcoin noch bei etwa 14 000 Dollar gehandelt. Starke Verluste gab es auch bei anderen Kryptowährungen wie Ether oder Ripple.

USA: Empire-State-Index niedriger als erwartet

NEW YORK - Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York ist im Januar schwächer als erwartet ausgefallen. Der Empire-State-Index fiel um 1,9 Punkte auf 17,7 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit 19,0 Punkten gerechnet.

ROUNDUP/Groschek: Noch viele Unentschlossene vor SPD-Parteitag

DORTMUND - Vor der Abstimmung über Koalitionsverhandlungen auf dem SPD-Parteitag gibt es nach Ansicht von NRW-Landeschef Michael Groschek noch viel Unsicherheit in der Partei. "Wir haben Mitglieder, die sagen Ja, und welche, die sagen Nein, und dazwischen ist ein großer Teil von nachdenklichen Unentschlossenen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag dem Radiosender WDR2. Er rechne mit weiteren Diskussionen über die Sondierungsergebnisse mit der Union. "Natürlich werben wir für ein Ja, aber wir werben überzeugend und nicht überredend", sagte Groschek.

EZB-Rat Villeroy: Euro-Aufwertung muss beobachtet werden

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte die Aufwertung des Euro nach Einschätzung von Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau in den Blick nehmen. "Die jüngste Entwicklung des Wechselkurses ist eine Quelle der Unsicherheit, die es wegen ihrer möglichen dämpfenden Effekte auf die Importpreise zu beobachten gilt", sagte Villeroy de Galhau, der auch im geldpolitischen Rat der EZB sitzt, der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe). Die Aufwertung stelle ein mögliches Risiko für den Anstieg der Inflation im Währungsraum dar.

Norwegens Staatsfonds gibt Beteiligungen wegen ethischer Bedenken auf

OSLO - Der norwegische Pensionsfonds, einer der größten Staatsfonds der Welt, zieht sich wegen ethischer Bedenken aus mehreren Firmen zurück. Die Beteiligungen an neun Unternehmen würden aufgegeben, ein weiteres kritisch beobachtet, teilte die norwegische Zentralbank am Dienstag mit. Den großteils asiatischen Firmen wird vorgeworfen, die Umwelt zu gefährden und Menschenrechte systematisch zu verletzen. Vier Unternehmen kamen auf die rote Liste, weil sie laut Zentralbank an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind.

DAVOS: WEF wirbt für gemeinsamen Kampf gegen globale Herausforderungen

COLOGNY - Knapp eine Woche vor Beginn der WEF-Jahrestagung in Davos hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) zu einem gemeinsamen Kampf gegen die weltweiten Herausforderungen aufgefordert. "Wir leben an einem Wendepunkt mit vielen großartigen Möglichkeiten, aber auch mit besorgniserregenden Gefahren wie nie zuvor", sagte WEF-Gründer Klaus Schwab am Mittwoch vor Reportern im schweizerischen Cologny. "Doch der Wandel geschieht nicht einfach so. Es liegt in unserer Hand, den Zustand der Welt zu verbessern", sagte Schwab. Dafür stehe das Weltwirtschaftsforum.

ROUNDUP: EU bietet Großbritannien Ausstieg aus dem Brexit an

STRASSBURG - EU-Spitzenpolitiker haben Großbritannien angeboten, in der Europäischen Union zu bleiben. "Unsere Herzen sind immer noch offen für Sie", sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Dienstag im EU-Parlament in Straßburg. Falls die britische Regierung nicht noch ihre Meinung ändere, werde der Brexit im kommenden Jahr allerdings Realität - mit all seinen negativen Folgen. "Falls es keinen Sinneswandel bei unseren britischen Freunden gibt", ergänzte Tusk. Großbritannien will die Staatengemeinschaft am 29. März 2019 verlassen.

Griechisches Parlament billigt Reformen - Streikrecht eingeschränkt

ATHEN - Das griechische Parlament hat inmitten von umfangreichen Streiks und Demonstrationen ein weiteres Bündel von Reformen gebilligt. Die Wichtigste davon: Eine Arbeitsniederlegung soll künftig nur dann legal sein, wenn mehr als die Hälfte der Gewerkschaftsmitglieder zugestimmt haben. Bislang reichten 20 Prozent, in manchen Fällen auch nur der Beschluss der Gewerkschaftsmitglieder des Betriebs. 154 Abgeordnete votierten am Montagabend für die neuen Reformen, 141 stimmten dagegen, teilte das Parlamentspräsidium am Montagabend mit.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/tos

16.01.2018

GESAMT-ROUNDUP/Zeitverträge für Fußballer: Heinz Müllers Rebellion scheitert

ERFURT/MAINZ (dpa-AFX) - Entwarnung für die Manager der deutschen Bundesligaclubs: Sie haben jetzt die höchstrichterliche Bestätigung, dass sie auch künftig mit Profis immer neue befristete Arbeitsverträge abschließen können und sie nicht bis zur Fußballerrente bezahlen müssen. Den Präzedenzfall für das erste Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts zur Rechtmäßigkeit von Befristungen im Profisport lieferte am Dienstag der Mainzer Ex-Torhüter Heinz Müller.

Mit seiner Klage gegen die Befristung seines Vertrags rebellierte der inzwischen 39-jährige Müller gegen die gängige Praxis in der Bundesliga - und verlor den seit 2014 schwelenden Rechtsstreit mit dem FSV Mainz 05. Er konnte sich auch mit der Forderung auf Nachzahlung von 261 000 Euro für entgangene Punktspielprämien nicht durchsetzen. Es gebe keinen Anspruch auf Spieleinsätze, hieß es zur Begründung. Eher unfreiwillig sorgte der ehemalige Bundesligaspieler für Rechtssicherheit im umstrittenen Bundesligavertrags- und damit auch Transfersystem.

"Die DFL begrüßt diese klare Entscheidung, die in einem gesetzlich bislang nicht eindeutig geregelten Bereich nun für die erforderliche Rechtssicherheit sorgt", teilte die Deutsche Fußball Liga als Dachorganisation der 36 Proficlubs und von etwa 1000 Lizenzspielern mit. "Diese Entscheidung ist im Sinn und im Interesse des Wettbewerbs, der Clubs, der Fans und auch der Spieler, gerade auch im Hinblick auf andere diesbezügliche Verfahren."

Erleichterung herrschte auch beim FSV Mainz 05: "Das Urteil besitzt für Mainz 05 und den gesamten Fußball grundlegende Bedeutung. Um dem Prinzip des Leistungssports zu folgen, müssen wir unseren Profikader immer wieder mit neuen Kräften verstärken", sagte Sportvorstand Rouven Schröder in einer Mitteilung des Clubs.

Zu der mehr als einstündigen Verhandlung, bei der es Richterin Edith Gräfl immer wieder um die Frage ging, ob die hoch bezahlten Profifußballer besondere Arbeitnehmer sind, erschien Müller mit seinem Anwalt Horst Kletke. Er sei gekommen, weil er eine persönliche Vorladung erhalten habe, sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist alles gesagt." Zu seinem Fall schwieg er auch vor Gericht.

Die Zeitverträge, die die Vereine den Spielern für ein, zwei oder mehr Jahre ausstellen, seien "wegen der Eigenart der Arbeitsleistung des Lizenzspielers...gerechtfertigt", urteilten die höchsten deutschen Arbeitsrichter. Sie stützten sich dabei auf einen Passus im Teilzeit- und Befristungsgesetz. Bisher hatten die Richter diesen Sonderstatus bei Befristungen nur Theaterleuten oder Schauspielern aus TV-Serien zugebilligt.

"Vom Fußball werden sportliche Höchstleistungen erwartet, man kann nicht davon ausgehen, dass diese bis zum Rentenalter zu erbringen sind", sagte Richterin Gräfl in der Verhandlung. Dass Spitzenspieler Höchstleistungen nur für eine befristete Zeit erbringen könnten, begründe ihren besonderen Status bei Befristungen. Zudem ermöglichten Zeitverträge den Profis Vereinswechsel und damit neue Karriere- und auch Verdienstchancen, so die Richterin.

Der Anwalt von Mainz 05, Johan-Michael Menke, sagte zur Bundesliga: "Das ist eine Hochleistungsbranche." Bei jedem Spiel riskierten die Lizenzspieler ihre Gesundheit. Dass sie kein normales Arbeitsverhältnis hätten, zeige auch ihr Verdienst, der bei den Verträgen oft im Millionenbereich liege.

Müller hatte 2012 einen neuen Zweijahresvertrag beim FSV Mainz 05 bis Juni 2014 unterschieben, der sich ab 23 Bundesligaeinsätzen um ein Jahr bis Juni 2015 verlängern sollte. Dazu kam es nicht: Ein halbes Jahr vor Vertragsende verbannte der Trainer den Torwart in die zweite Mannschaft. Der Torhüter musste gegen seinen Willen bereits nach zwei Jahren gehen.

Die Vorinstanzen hatten unterschiedlich geurteilt. Das Arbeitsgericht Mainz gab Müllers Klage gegen die Befristung statt und versetzte die Bundesliga in Unruhe. Im Februar 2016 wies das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz die Klage jedoch ab, ließ aber die Revision beim Bundesarbeitsgericht zu.

Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) begrüßte das Urteil.

Positiv sei, "dass nun Rechtssicherheit besteht und dem deutschen Fußball kurzfristig außerplanmäßige Abschreibungen in Millionenhöhe sowie internationale Wettbewerbsnachteile erspart bleiben", sagte VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky der Deutschen Presse-Agentur.

Allerdings will die Spielergewerkschaft ihren Kampf für Tarifverträge im Profifußball fortsetzen. Clubs und Verbände seien "ein hohes Risiko eingegangen, indem sie nicht schon vor dem Urteil eine tarifvertragliche Lösung gesucht haben". In anderen großen europäischen Fußballnationen seien Tarifverträge Standard./ro/DP/das

16.01.2018

AKTIE IM FOKUS: Merck & Co springen an Dow-Spitze - Positive Studienergebnisse

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Pharmakonzern Merck & Co hat am Dienstag deutlich von positiven klinischen Studienergebnissen zum Arzneimittel Keytruda (Pembrolizumab) profitiert. Mit einem Kurssprung von 7,55 Prozent auf 63,09 US-Dollar führten die Aktien die Gewinnerliste im US-Leitindex Dow Jones Industrial an und waren so teuer wie zuletzt im Oktober. Damals hatte das Unternehmen die Anleger mit seinen Quartalszahlen und dem zurückgezogenen Antrag für eine Keytruda-Zulassung in Europa geschockt, was die Aktie anschließend bis auf unter 54 Dollar absacken ließ.

In einer Phase-III-Studie habe Keytruda nun in Kombination mit Pemetrexed und Cisplatin oder Carboplatin bei der Erstbehandlung von Patienten mit metastasierendem, nicht squamösem und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs die primären Endpunkte erreicht und eine überlegene Überlebensrate gegenüber anderen Behandlungsformen gezeigt, teilte Merck & Co am Dienstag mit./gl/he

16.01.2018

ANALYSE-FLASH: NordLB belässt Deutsche Bank auf 'Halten' - Ziel 15,50 Euro

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat die Einstufung für Deutsche Bank auf "Halten" mit einem Kursziel von 15,50 Euro belassen. Die ersten Aussagen des Managements der Deutschen Bank zum vierten Quartal ließen keine Trendwende bei der schwachen Entwicklung der Erträge erwarten, schrieb Analyst Michael Seufert in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Angesichts höherer bereinigter Kosten stelle sich die Frage, ob die Bank die geplanten Einsparungen bestätigt. Die Steuerreform in den USA begünstige zwar die Gewinne; unter Wettbewerbsaspekten werde das Geldhaus gegenüber den US-Kontrahenten aber geschwächt./bek/la

Datum der Analyse: 16.01.2018

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16.01.2018

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt fairen Wert für Swiss Re auf 106 Franken - 'Kaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Swiss Re von 104 auf 106 Franken angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Das Marktumfeld im Segment Schaden-Rückversicherung dürfte sich spürbar bessern, schrieb Analyst Thorsten Wenzel in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Swiss Re sei gut positioniert, um Wachstumschancen zu nutzen. Die Kombination aus erwarteter Dividende und Aktienrückkäufen ergebe eine Gesamtrendite von rund 8,7 Prozent. Die Aktie sei im Branchenvergleich günstig./edh/la

Datum der Analyse: 16.01.2018

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16.01.2018

AKTIE IM FOKUS: Südzucker reagieren nicht auf Abstufung

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine Abstufung durch die DZ Bank hat die Aktien von Südzucker am Dienstagnachmittag kalt gelassen. Sie blieben mit plus 0,7 Prozent bei 16,045 Euro weiter im Mittelfeld des MDax .

Analyst Heinz Müller hatte in einer aktuellen Studie den fairen Wert für die Südzucker-Aktien von 20 auf 16,50 Euro gesenkt und seine Kaufempfehlung gestrichen. Er begründete dies mit der Erwartung höherer Schwankungen des Zuckerpreises.

Vom Markt wurden die Risiken im Zuge der Anfang Oktober 2017 weggefallenen EU-Zuckermarktordnung jedoch bereits deutlich eingepreist. Seit dem Zwischenhoch Ende Februar 2017 verloren Südzucker-Papiere als zweitschwächster MDax-Wert nach der krisengeschüttelten Steinhoff rund ein Drittel ihres Wertes./ag/jha/

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16.01.2018

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt Südzucker auf 'Halten' - Fairer Wert 16,50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat Südzucker von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert von 20,00 auf 16,50 Euro gesenkt. Wegen der zu erwartenden höheren Volatilität des Zuckerpreises und den damit verbundenen höheren Risiken habe er bei der Aktienbewertung die Risikokomponente erhöht, schrieb Analyst Heinz Müller in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 gehe er aber von einem Ergebnisanstieg im Segment Zucker aus./mis/ajx

Datum der Analyse: 16.01.2018

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16.01.2018

AKTIE IM FOKUS: Lanxess steigen im dritten Anlauf auf Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Lanxess-Aktien haben am Dienstag mit plus 2,9 Prozent bei 71,52 Euro ein neues Rekordhoch erreicht. Damit haben die Spezialchemietitel nach knapp gescheiterten Versuchen im November und der Vorwoche im dritten Anlauf den alten Höchststand aus dem Juni 2017 überboten. Für den europäischen Branchenindex steht eine neue Bestmarke noch aus.

Die Experten von Merrill Lynch hatten sich erst am vergangenen Donnerstag in einer Studie weiter optimistisch für die Chemiebranche gezeigt - mit Lanxess als einem der Favoriten für 2018./ag/jha/

16.01.2018

AKTIE IM FOKUS: BMW klettern auf Zweijahreshoch - 100-Euro-Marke im Visier

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Aktien von BMW haben sich bis Dienstagmittag mit plus 3,1 Prozent an die Dax-Spitze gesetzt. Auch den vom Euro-Rückschlag gestützten europäischen Automobilsektor führten die Papiere der Münchner an. Der Weg ist nun frei bis zum nächsten Zwischenhoch bei 104,85 Euro aus dem Dezember 2015.

Analyst Daniel Schwarz von der Credit Suisse hatte die Papiere in einer aktuellen Studie weiter als Branchenfavoriten neben VW und deren Großaktionär Porsche hervorgehoben. BMW entwickle sich am besten und werde dafür gemessen an den Markterwartungen am wenigsten geliebt, so der Experte. Mit seinem Kursziel von 126 Euro ist er der optimistischste unter den im dpa-AFX Analyser gelisteten Experten.

Auch VW-Papieren traut er mit 227 Euro noch viel zu - die Aktie legte zuletzt 2,5 Prozent zu auf 184,48 Euro. Schwarz liegt mit seiner Ergebnisprognose für 2018 um 16 Prozent über dem Konsens./ag/jha/

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16.01.2018

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux belässt Hugo Boss auf 'Hold' - Ziel 69 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Hugo Boss nach Zahlen für das vierte Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 69 Euro belassen. Flächenbereinigt habe der Modehersteller stark zugelegt, was am Markt gut ankomme, schrieb Analyst Jürgen Kolb in einer am Dienstag vorliegenden Studie./ajx/mis

Datum der Analyse: 16.01.2018

16.01.2018

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux startet L'Oreal mit 'Buy' - Ziel 205 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat L'Oreal mit "Buy" und einem Kursziel von 205 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Kosmetikhersteller sei der führende Konzern im Beauty-Markt und habe die Qualität, sich weiter überdurchschnittlich zu entwickeln und die Margen zu steigern, schrieb Analystin Aurélie Husson-Dumoutier in einer am Dienstag vorliegenden Studie./ajx/mis

Datum der Analyse: 16.01.2018

16.01.2018

AKTIE IM FOKUS 2: Starke Umsatzentwicklung treibt Hugo Boss hoch

(neu: mehr Analysten und Hintergrund)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Starke Umsatzzahlen im vierten Quartal haben am Dienstag den Aktien von Hugo Boss weiteren Schwung verliehen. Im morgendlichen Handel zogen sie um 2,28 Prozent auf 74,62 Euro an und waren damit der Favorit im leicht steigenden MDax . Zeitweise waren die Titel des Modekonzerns sogar bis auf 76,48 Euro geklettert und hatten damit den höchsten Stand seit Anfang November 2017 erreicht.

Andreas Riemann von der Commerzbank, Melanie Flouquet von der US-Bank JPMorgan und Peter Steiner vom Bankhaus Lampe sprachen von einer starken Umsatzentwicklung im vierten Quartal. Steiner hatte daher bereits mit einer positiven Kursreaktion gerechnet. Zwar sei die Vergleichsbasis - das vierte Quartal 2016 - leicht zu übertreffen gewesen. Dennoch hob er aber das "starke Online-Geschäft" und eine "solide Nachfrage" in den USA, Großbritannien und China positiv hervor.

Riemann nannte die Umsatzüberraschung eine "gute Neuigkeit", auch wenn das Aufwärtspotenzial für die Konsensschätzungen daraufhin nur gering sei. "Alle Augen sind nun auf den Ausblick für 2018 gerichtet, den Boss im März veröffentlichen wird", sagte er. Insgesamt bleibe er bei der Aktie weiterhin positiv gestimmt.

Flouquet merkte aber trotz ihres Lobes über die Umsatzentwicklung an, dass der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) die Erwartungen nur erfüllt habe. Sie frage sich daher, ob dem starken flächenbereinigten Umsatzanstieg womöglich durch eine etwas aggressivere Preispolitik nachgeholfen worden sei. Zudem hält sie die Entwicklung der Untermarken mit Blick auf die euphorisch angekündigte Neupositionierung nicht für die beste im laufenden Quartal.

In den Augen der DZ Bank wurden die Markterwartungen insgesamt getroffen. Wegen der Generierung hoher Barmittelflüsse und der "attraktiven Dividendenrendite" sieht Analyst Herbert Sturm die Aktie von Hugo Boss derzeit als interessanten Wert für dividendenorientierte Anleger an./ck/tih/jha/

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