dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.08.2016

TAGESVORSCHAU: Termine am 26. August 2016

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Freitag,

den 26. August:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

08:00 D: GfK-Konsumklima 09/16

08:45 F: BIP Q2/16 (2. Veröffentlichung)

08:45 F: Verbrauchervertrauen 08/16

10:00 D: Stada Hauptversammlung, Frankfurt

10:00 EU: EZB Geldmenge M3 07/16

10:30 GB: BIP Q2/16 (2. Veröffentlichung)

10:30 D: Hapag-Lloyd Hauptversammlung, Hamburg

14:30 USA: BIP Q2/16 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 08/16

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Fielmann Analystentreffen

D: HSH Nordbank Halbjahreszahlen

I: Prada Halbjahreszahlen

EU: Fitch Ratingergebnis Schweden

SONSTIGE TERMINE

08:00 D: Statistisches Bundesamt zu Gewerbesteuereinnahmen, Jahr 2015 (mit

Bundesländerzahlen)

08:00 D: Statistisches Bundesamt zu Flugpassagieren, 1. Halbjahr 2016

D: Bundeskanzlerin Angela Merkel in Warschau

+ Treffen mit Ministerpräsidentin Beata Szydlo

+ Treffen mit den Ministerpräsidenten der Visegrad-Staaten (Polen,

Ungarn, Tschechien, Slowakei)

+ ca. 14:00 h Pressekonferenz

D: Caravan Salon Düsseldorf (bis 04.09.) - Internationale Messe für

mobile Freizeit, Düsseldorf

16:00 USA: Yellen-Rede auf Fed Symposium in Jackson Hole°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

26.08.2016

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 1. September 2016

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag,

den 1. September:

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FREITAG, DEN 26. AUGUST 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

08:00 D: GfK-Konsumklima 09/16

08:45 F: BIP Q2/16 (2. Veröffentlichung)

08:45 F: Verbrauchervertrauen 08/16

10:00 D: Stada Hauptversammlung, Frankfurt

10:00 EU: EZB Geldmenge M3 07/16

10:30 GB: BIP Q2/16 (2. Veröffentlichung)

10:30 D: Hapag-Lloyd Hauptversammlung, Hamburg

14:30 USA: BIP Q2/16 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 08/16

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Fielmann Analystentreffen

D: HSH Nordbank Halbjahreszahlen

I: Prada Halbjahreszahlen

EU: Fitch Ratingergebnis Schweden

SONSTIGE TERMINE

08:00 D: Statistisches Bundesamt zu Gewerbesteuereinnahmen, Jahr 2015 (mit

Bundesländerzahlen)

08:00 D: Statistisches Bundesamt zu Flugpassagieren, 1. Halbjahr 2016

D: Bundeskanzlerin Angela Merkel in Warschau

+ Treffen mit Ministerpräsidentin Beata Szydlo

+ Treffen mit den Ministerpräsidenten der Visegrad-Staaten (Polen,

Ungarn, Tschechien, Slowakei)

+ ca. 14:00 h Pressekonferenz

D: Caravan Salon Düsseldorf (bis 04.09.) - Internationale Messe für

mobile Freizeit, Düsseldorf

16:00 USA: Yellen-Rede auf Fed Symposium in Jackson Hole

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MONTAG, DEN 29. AUGUST 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

09:00 A: BIP Q2/16 (endgültig)

10:00 I: Verbrauchervertrauen 08/16

10:00 I: Geschäftsklima 08/16

11:00 GR: BIP Q2/16 (endgültig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 07/16

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

NL: Steinhoff International Trading Update

SONSTIGE TERMINE

11:00 D: Jahres Pk der Verbands der deutschen Möbelindustrie, Köln

HINWEIS

GB: Feiertag, Börse geschlossen

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DIENSTAG, DEN 30. AUGUST 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 J: Arbeitslosenquote 07/16

01:50 J: Einzelhandelsumsatz 07/16

07:00 CH: Baloise Halbjahreszahlen

07:30 D: VTG Halbjahreszahlen

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 08/16

09:00 CH: Kof Konjunkturbarometer 08/16

09:00 E: Verbraucherpreise 08/16 (vorläufig)

10:00 D: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen und

Bayern 08/16

10:00 I: Einzelhandelsumsatz 06/16

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 08/16

11:00 EU: Wirtschafts- /Industrievertrauen 08/16

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 08/16 (endgültig)

11:45 D: Wintershall Pk in Stavanger

14:00 D: Verbraucherpreise 08/16 (vorläufig)

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 08/16

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

S: Ericsson Analystentreffen

SONSTIGE TERMINE

11:00 D: Halbjahres-Pk Ostdeutscher Sparkassenverband (OSV)

mit OSV-Präsident Michael Ermrich und OSV-Verbandsgeschäftsführer

Wolfgang Zender, Berlin

16:00 D: Eröffnung des Ostdeutschen Energieforums 2016 (bis 31.08.)

Das Forum bündelt länderübergreifend die Energiebranche und den

ostdeutschen Mittelstand. Es werden rund 350 Teilnehmer aus Politik,

Wirtschaft und Wissenschaft erwartet. Veranstalter ist die

Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und

Berlin, Leipzig

PH: Konferenz der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zur Zukunft

der Kernenergie im Asien-Pazifik-Raum (bis 01.09.), Manila

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MITTWOCH, DEN 31. AUGUST 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:05 GB: GfK-Verbrauchervertrauen 08/16

01:50 J: Industrieproduktion 07/16

07:30 F: Bouygues Q2-Zahlen

08:45 F: Verbraucherpreise 08/16 (vorläufig)

08:45 F: Konsmausgaben 07/16

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 08/16

11:00 EU: Arbeitsosenzahlen 07/16

11:00 EU: Verbraucherpreise 08/16 (vorab)

11:00 I: Verbraucherpreise 08/16 (vorläufig)

11:00 D: HSBC Trinkaus & Burkhardt Halbjahreszahlen

11:35 D: Anleihe

Laufzeit: 2 Jahre

Volumen: 4 Mrd EUR

12:00 P: BIP Q2/16 (endgültig)

14:15 USA: ADP-Beschäftigung 08/16

15:00 B: BIP Q2/16 (endgültig)

15:45 USA: PMI Chicago 08/16

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 07/16

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: Strabag Halbjahreszahlen

D: DIW-Konjunkturbarometer

D: Bertelsmann Halbjahreszahlen

D: Capital Stage Halbjahreszahlen

D: Helaba Halbjahreszahlen

D: Hermle Halbjahreszahlen

D: Halloren Schokoladenfabrik Halbjahreszahlen

USA: Salesforce.com Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

08:00 D: Pressefrühstück Frankfurt Main Finance und Auslandsbankenverband zum

Thema "Europäisches Wachstum - Herausforderungen in unsicheren

Zeiten" mit François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de

France, Frankfurt

09:00 D: Handelsblatt-Jahrestagung "Banken im Umbruch" (bis 1.9.), Frankfurt

09:00 D: Bitkom und Deloitte Pressegespräch zur Vorstellung der Studie

"Consumer Technology 2016", Berlin

D: Erster Medientag zur Elektronik-Messe IFA

10:00 h Siemens / 10:00 h Acer / 11:00 h Miele / 12:00 h Bosch

Hausgeräte / 13:00 h Offizielle Eröffnungs-Pressekonferenz

15:00 h Panasonic

09:00 D: Start der Fahrradmesse Eurobike, Friedrichshafen

10:00 D: Pressefrühstück zu "Boomender Immobilienmarkt: Warum in der

Hauptstadt bald die Büroflächen knapp werden könnten..."

Diskussion mit Experten von Ca Immo, TLG Immobilien, Union Investment

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DONNERSTAG, DEN 1. SEPTEMBER 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

03:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Service 08/16

03:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16

04:00 J: Nikkei PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16 (endgültig)

09:45 I: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16 (2. Veröffentlichung)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16 (2. Veröffentlichung)

10:00 GR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16 (2. Veröffentlichung)

10:00 D: VDMA Auftragseingang 07/16

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Produktivität Q2/16 (endgültig)

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/16 (2. Veröffentlichung)

16:00 USA: ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe 08/16

16:00 USA: Bauausgaben 07/16

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Bremer Landesbank Halbjahreszahlen

FIN: UPM-Kymmene Capital Markets Day

USA: Pkw-Absatz 08/16

SONSTIGE TERMINE

04:00 CHN: Europäische Handelskammer legt Positionspapier zu China vor

D: Fortsetzung "Handelsblatt"-Tagung "Banken im Umbruch"

u.a. mit Axel Weber (UBS), Wolfgang Kirsch (DZ Bank), Frank Strauß

(Postbank), Felix Hufeld (Bafin), Uwe Fröhlich (Bankenverband BVR),

Ulrich Schröder (KfW), Frankfurt

D: Zweiter Medientag zur Elektronik-Messe IFA, Berlin

08:30 h TomTom / 10:00 H Drohnen-Hersteller DJI / 10:00 h De'Longhi /

11:00 h Samsung / 12:00 h Philips / 13:00 h AEG/Electrolux

D: Sondertreffen der Außenminister aus den OSZE-Staaten auf Einladung

von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Potsdam

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

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26.08.2016

ROUNDUP: HSH Nordbank bereitet sich auf Verkauf vor

HAMBURG (dpa-AFX) - Die HSH Nordbank bereitet sich auf ihren Verkauf vor. Vorstandschef Stefan Ermisch ist nach eigenem Bekunden dabei, die Kapitalausstattung zu verbessern, die Refinanzierung abzusichern und die Effizienz zu steigern. Ob sich daraus schon für das erste Halbjahr Veränderungen ergeben haben, wird an den Halbjahreszahlen abzulesen sein. Sie werden am Freitag (Pk 10.30) in Hamburg veröffentlicht. Der Verkaufsprozess beginnt aber erst wenn die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2016 vorliegen.

Die EU-Kommission hatte in diesem Jahr endgültig eine Erhöhung der Ländergarantien für die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein auf zehn Milliarden Euro genehmigt, im Gegenzug aber den Verkauf des Instituts bis 2018 durchgesetzt. Die Länder dürfen für eine Übergangszeit von vier Jahren noch maximal 25 Prozent behalten. Er erwarte, dass es einen strategischen Käufer geben wird, hatte Vorstandschef Stefan Ermisch der Wochenzeitung "Die Zeit" gesagt. Eine Abwicklung hält er für die "teuerste aller Varianten".

In einem ersten Schritt hatte die HSH jüngst faule Schiffskredite in Höhe von fünf Milliarden Euro an eine Zweckgesellschaft der Länder übertragen. Somit ist das Institut nicht mehr der größte Schiffsfinanzierer der Welt. Bis Mitte des kommenden Jahres will die HSH Nordbank weitere notleidende Kredite aus den Bereichen Schifffahrt, Immobilien und Flugzeugfinanzierung sowie Erneuerbare Energien auf dem freien Markt verkaufen. Damit würden sich die gesamten Altlasten aus faulen Krediten in Höhe von 16 Milliarden Euro halbieren./akp/DP/stk

26.08.2016

ROUNDUP: Mächtige Spionage-Software für iPhones entdeckt

CUPERTINO (dpa-AFX) - Eine neu entdeckte Spionage-Software hat sich einen bisher noch nie gesehenen Zugriff auf iPhones und andere Apple -Geräte verschaffen können. Der IT-Sicherheitsfirma Lookout zufolge konnte das Programm dank drei bisher unbekannten Software-Schwachstellen unter anderem Nachrichten und E-Mails mitlesen, Anrufe verfolgen, Passwörter abgreifen, Tonaufnahmen machen und den Aufenthaltsort des Nutzers verfolgen. Nach Erkenntnissen von Experten wurde das Programm auch gegen Menschenrechtler und Journalisten eingesetzt. Apple stopfte die Sicherheitslücken im iPhone-System iOS am Donnerstag - rund zwei Wochen nach dem ersten Verdacht.

Es ist beispiellos, dass eine Software zur Überwachung von iPhones mit derartigen Fähigkeiten, die meist nur Geheimdiensten zugeschrieben werden, entdeckt und analysiert werden konnte. Den Experten zufolge steckt hinter dem Programm ein Unternehmen aus Israel, das von einem Finanzinvestor übernommen wurde und als eine Art Cyberwaffen-Händler gelte.

'AUSGEKLÜGELTSTE ATTACKE'

Aufgeflogen sei das Schadprogramm, als ein bekannter Menschenrechtler aus den Vereinigten Arabischn Emiraten Verdacht bei einer Nachricht mit einem Link zu angeblichen Informationen über Folter von Häftlingen in dem Land geschöpft habe, hieß es. Statt den Link anzuklicken, habe Ahmed Mansur die Sicherheitsforscher eingeschaltet. Sie gaben dem entdeckten Überwachungsprogramm den Namen "Pegasus".

"Pegasus ist die ausgeklügeltste Attacke, die wir je auf einem Endgerät gesehen haben", resümierte Lookout. Das Programm profitiere davon, dass mobile Geräte tief in den Alltag integriert seien. Zudem vereinten sie eine Vielzahl an Informationen wie Passwörter, Fotos, E-Mails, Kontaktlisten, GPS-Standortdaten. Die Spionage-Software sei modular aufgebaut und greife zu Verschlüsselung, um nicht entdeckt zu werden. Lookout lässt iPhone-Nutzer inzwischen mit einer App prüfen, ob ihr Gerät befallen wurde.

Das kanadische Citizen Lab fand auch Hinweise darauf, dass ein mexikanischer Journalist und bisher nicht näher bekannte Zielpersonen in Kenia mit Hilfe von "Pegasus" ausgespäht worden seien. Insgesamt blieb jedoch zunächst unklar, wie breit und wie lange sie eingesetzt worden sein könnte.

SCHMERZLICHER DÄMPFER FÜR APPLE

Ein Sprecher der aus Urherber vermuteten Firma NSO Group erklärte der "New York Times", man verkaufe nur an Regierungsbehörden und halte sich streng an Ausfuhrbestimmungen. Er wollte keine Angaben dazu machen, ob Software des Unternehmens in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Mexiko im Einsatz sei.

Die von Apple veröffentlichte iOS-Version 9.3.5. ist für iPhones, iPad-Tablets und den Multimedia-Player iPod touch gedacht. Für den Konzern ist das Spionageprogramm ein schmerzlicher Dämpfer: Die Sicherheit der Geräte ist ein wichtiger Pfeiler des Apple-Marketings und der Konzern investiert viel in Verschlüsselung und andere Sicherheitsmechanismen. Apple betonte, man empfehle den Nutzern immer, die neueste iOS-Version zu nutzen.

Sogenannte "Zero-Day"-Sicherheitslücken, die dem Anbieter einer Software nicht bekannt sind, werden von Geheimdiensten und kriminellen Hackern genutzt. Auch der Computer-Wurm "Stuxnet", der das iranische Atomprogramm sabotierte, griff mehrere solcher Lücken an. "Zero-Day"-Schwachstellen in iPhones werden teuer gehandelt und können auch eine Million Dollar kosten. Dass "Pegasus" gleich drei von ihnen nutzte, ist deshalb relativ ungewöhnlich./so/DP/stk

26.08.2016

Pressestimme: 'Berliner Zeitung' zu deutschen Soldaten in Incirlik

BERLIN (dpa-AFX) - 'Berliner Zeitung' zu deutschen Soldaten in Incirlik

Die Parlamentsarmee ist Teil der deutschen Nachkriegs-Identität. Und das ist auch gut so. Über Krieg und Frieden entscheiden bei uns kein Präsident und keine Regierungschefin, sondern die vom Volk gewählten Abgeordneten. Die Union hat an diesem Grundsatz immer mal wieder zu kratzen versucht - mit mäßigem Erfolg. Wenn Parlamentarier Soldaten entsenden, dann aber müssen sie sich auch über deren Arbeit informieren können, selbst wenn manche Reise mehr der Selbstinszenierung dient. Das bedeutet: Nicht Deutschland hat es in der Hand, ob die Bundeswehr in Incirlik bleibt, sondern Erdogan./yyzz/DP/mis

26.08.2016

Pressestimme: 'Frankfurter Rundschau' zum Friedensschluss in Kolumbien

FRANKFURT (dpa-AFX) - 'Frankfurter Rundschau' zum Friedensschluss in Kolumbien

Das Himmelreich des ewigen Friedens wird in Kolumbien nicht anbrechen, weil die Regierung und die Farc-Rebellen endlich das Abkommen fertig haben, über dem sie fast vier Jahre lang bei Verhandlungen in Havanna gebrütet haben. Es wird weiter Blut fließen. Eine weitere, freilich kleinere Guerilla-Truppe kämpft weiter. Denn ob die Farc alle ihre Leute vom Frieden überzeugen kann, ist fraglich; womöglich machen manche auf eigene Faust weiter. Am gefährlichsten sind vermutlich die teils unpolitischen Überbleibsel der Paramilitärs, die vor allem auf dem Land Mord und Terror verbreiten. Dennoch hat Kolumbien seit langem nicht so optimistisch sein dürfen wie jetzt. Dass man die, die für die fürchterlichen Massaker verantwortlich sind, übermorgen womöglich am Rednerpult des Parlaments stehen sieht - ja, da mag manchem Kolumbianer der Morgenkaffee hochkommen. Aber man darf nicht vergessen, dass die, die mit ähnlichen Untaten geantwortet oder sie gedeckt haben, da schon lange reden./yyzz/DP/mis

26.08.2016

Pressestimme: 'Süddeutsche Zeitung' zu Giftgas in Syrien

MÜNCHEN (dpa-AFX) - 'Süddeutsche Zeitung' (München) zu Giftgas in Syrien

Vor Veröffentlichung des Berichts hatte der UN-Sicherheitsrat Strafmaßnahmen angedroht. Die US-Botschafterin forderte, dass die Weltgemeinschaft "stark und schnell" aktiv werden müsse. Die Reaktion wird aber wieder schwach und langsam ausfallen: Russland und China unterstützen das Regime von Assad und werden im Zweifel von ihrem Vetorecht im Sicherheitsrat Gebrauch machen. Von den vielen roten Linien, die Assad gesetzt wurden, bleibt leider nur eines: Sie ziehen sich als roter Faden des Versagens durch fünf Jahre Bürgerkrieg./yyzz/DP/mis

26.08.2016

Pressestimme: 'Nürnberger Nachrichten' zu Steuersenkungsdebatte

NÜRNBERG (dpa-AFX) - 'Nürnberger Nachrichten' zu Steuersenkungsdebatte

Es gibt jede Menge dringliche Investionsvorhaben in einem Land mit zusehends bröckelnder Infrastruktur. Geld in Bildung, in Wohnungen, in Verkehrswege stecken - kluge Politik ginge endlich diesen gewaltigen Investitionsstau an. Denn so entstünden neue Aufträge, neue Arbeitsplätze, neues Wachstum für ein Land, das nicht immer mit Minuszinsen rechnen kann, die Schäubles Etat schöner aussehen lassen als er ist. Und das so auch besser gewappnet wäre für absehbare konjunkturelle Einbrüche./yyzz/DP/mis

26.08.2016

ROUNDUP: Zu kalt und zu regnerisch: Deutliche Einbußen bei der Honigernte

MAYEN (dpa-AFX) - Das schlechte Wetter vergangener Monate hat deutschen Imkern die Honigernte vermasselt. Der Ertrag pro Bienenvolk sank im Vergleich zu 2015 um ein Sechstel auf 31,1 Kilogramm, wie das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen mitteilte. Normalerweise liegt der Wert bei 35 bis 40 Kilo. "Es war zu kalt und hat zu viel geregnet, daher hatten die Bienen wenig Gelegenheit zum Nektarsammeln", sagte Bienenexperte Christoph Otten von dem Fachzentrum. Etwa 6000 Imker hatten sich an den bundesweiten Umfragen zur Frühjahrs- und Sommerernte beteiligt.

In Deutschland gibt es rund 100 000 Imker, von denen aber nur gut zwei Prozent Vollzeit-Profis sind. Das Honigjahr unterteilt sich in eine blütendominierte Frühjahrsernte und eine Sommerernte, die ihren Schwerpunkt auf spätblühenden Pflanzen und Nektar aus dem Wald hat.

Wegen der Ernteeinbußen müssen Verbraucher aber nicht deutlich tiefer in die Tasche greifen. Zum einen hat der deutsche Honig hierzulande nur einen Marktanteil von etwa 20 Prozent, zum anderen rechnet das Mayener Fachzentrum auf Basis der Umfragen nur mit einem Preisanstieg von bis zu drei Prozent auf knapp fünf Euro pro 500-Gramm-Glas. Die Lagerbestände sind bei vielen Imkern noch gut gefüllt, daher dürfte es keine Angebotsengpässe geben bei deutschem Honig.

Branchenvertreter bestätigten den Abwärtstrend. "Wir haben in diesem Jahr deutlich weniger geerntet als 2015", sagte Klaus Eisele, Chef des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz. Auch Klaus Schmieder vom Verband Badischer Imker sprach von unterdurchschnittlichen Erträgen. "Es war zu kalt und zu nass." Dadurch seien Bienen häufig nicht geflogen. In Nord- und Ostdeutschland sah es hingegen besser aus, in Brandenburg gab es den Umfragen zufolge beispielsweise ein Plus von 1,8 Kilogramm auf 39,5 Kilogramm. Wegen des Wetters sei die Honigernte 2016 "regional sehr unterschiedlich, insgesamt aber nicht miserabel" ausgefallen, so Petra Friedrich vom Deutschen Imkerbund.

Heftig erwischte es die Region Trier - 2015 noch Spitzenreiter bei der Sommerernte, rutschte sie mit nur 9,5 Kilo Honig Sommertracht-Ergebnis pro Bienenvolk auf den vorletzten Platz, nur das Saarland war schlechter (8,4 Kilo). Zum Vergleich: Der Deutschland-Schnitt bei der Sommerernte lag bei 18,5 Kilogramm pro Volk.

Auch der Landesverband Bayerischer Imker berichtete von einem uneinheitlichen Bild. Die Bandbreite reiche von sehr guten Erträgen bis zum Totalausfall. Den Umfragen zufolge sank die Honigernte in Bayern um etwa zehn Prozent auf 32,7 Kilogramm./wdw/DP/stk

26.08.2016

Presse: Regierung will Haftung bei Betriebsrenten lockern

BERLIN (dpa-AFX) - Mit einer Reform der Betriebsrenten will die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge die Haftungsregeln für Unternehmen lockern. Das Bundesfinanz- und das Bundesarbeitsministerium verständigten sich nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" und der "Stuttgarter Nachrichten" (Freitag) darauf, dass Unternehmen künftig nicht mehr für die Betriebsrenten einstehen müssen. Damit würde die Politik einen Wunsch der Wirtschaft aufgreifen. Vor allem kleine und mittlere Betriebe sehen das geltende Recht als Hindernis. Sie bieten in vielen Fällen keine Betriebsrenten an, weil sie das Haftungsrisiko scheuen.

Nach der jetzigen Rechtslage haftet ein Betrieb über Jahrzehnte hinweg dafür, dass die Betriebsrente später gezahlt wird. In der Regel sind die Unternehmen dem Bericht zufolge zwar abgesichert. Das Risiko liegt zunächst bei den Pensionskassen oder Versicherungen, für die es wiederum eigene Sicherungseinrichtungen gibt. Falls alle Stricke reißen, haftet allerdings der Arbeitgeber.

Die Wirtschaftsverbände argumentieren, dies schrecke die Betriebe ab. "Es geht um eine neue Form der betrieblichen Altersvorsorge, die negative Wirkungen von Garantien vermeidet", zitieren die Zeitungen Verhandlungskreise. Zurzeit arbeiten die Ressorts an einem Gesetzentwurf./kr/DP/stk

25.08.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Leichte Verluste - Warten auf Yellen-Rede

NEW YORK (dpa-AFX) - Gespannte Zurückhaltung angesichts des angelaufenen internationalen Notenbanktreffen in Jackson Hole hat die US-Aktienbörsen am Donnerstag etwas leichter schließen lassen. Anleger warteten auf die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen zur Geldpolitik am Freitag, sagten Börsianer. Dabei stehe vor allem die Frage im Raum, wann die Währungshüter weiter an der Zinsschraube drehten. Neue Konjunkturdaten zeigten kaum Wirkung.

Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,18 Prozent bei 18 448,41 Punkten, nachdem er bereits am Mittwoch um 0,35 Prozent gefallen war. Der marktbreite S&P-500-Index büßte 0,14 auf 2172,47 Punkte ein. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor letztlich 0,17 Prozent auf 4775,42 Zähler.

Die Neuaufträge für langlebige Güter hatten in den USA im Juli stärker zugelegt als erwartet. Das Volumen war zum Vormonat um 4,4 Prozent gestiegen, während Bankvolkswirte mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent gerechnet hatten. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche um 1000 auf 261 000 gesunken. Experten hatten 265 000 Anträge erwartet.

MYLAN VERBILLIGT MEDIKAMENT NACH POLITISCHEM DRUCK

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Mylan mit einem Verlust von 0,70 Prozent im Anlegerfokus. Der US-Pharmakonzern macht seine Allergiespritze Epipen günstiger und reagiert damit auf den zunehmenden politischen Druck im US-Wahlkampf. In den vergangenen Tagen war Mylan wegen seiner Preispolitik öffentlich kritisiert worden und hatte deutlich an Wert verloren.

Derweil geht die Berichtssaison in eine neue Runde. So leidet der Computerkonzern HP weiter unter schwachen Druckerverkäufen, das PC-Geschäft war im vergangenen Quartal aber besser gelaufen. Für das laufende Quartal stellte HP einen bereinigten Gewinn zwischen 34 und 37 Cent je Aktie in Aussicht - und lag damit deutlich unter den Erwartungen von Analysten. Die Papiere sackten zunächst um rund 6 Prozent ab, berappelten sich aber im Handelsverlauf und notierten letztlich nur noch 0,21 Prozent tiefer.

GUESS MIT GEWINN- UND KURSSPRUNG

Auch einige Einzelhändler legten Geschäftszahlen vor. So hatte der Luxusjuwelier Tiffany dank guter Kostenkontrolle einen überraschend hohen Gewinn erwirtschaftet. Für die Anteilscheine ging es um 6,40 Prozent nach oben. Die Juwelierkette Signet Jewelers hingegen hatte mit ihrem Ertrag die Prognosen der Analysten verfehlt, die Papiere brachen um mehr als 12 Prozent ein.

Aktien von Guess schossen um über 22 Prozent nach oben und schafften damit den höchsten Tagesgewinn seit rund 13 Jahren. Die Modekette hatte für das zweite Quartal einen Gewinn ausgewiesen, der die durchschnittliche Analystenprognose weit übertraf.

BILLIGHÄNDLER ENTTÄUSCHEN MIT ZAHLEN

Die Warenhauskette Dollar General hatte unter dem schärferen Wettbewerb in der Branche gelitten und schockte die Anleger mit einem unerwartet niedrigen Umsatz. Die Aktien verloren mehr als 17 Prozent. Auch der Betreiber von Billig-Gemischtwarenläden Dollar Tree Stores verschreckte die Anleger mit seinem Zahlenwerk. Die Papiere lagen fast 10 Prozent im Minus.

Der Eurokurs verteidigte im US-Geschäft die leichten Gewinne aus dem europäischen Geschäft weitgehend. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1282 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1290 (Mittwoch: 1,1268) Dollar festgesetzt. Am US-Rentenmarkt sanken richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen um 4/32 auf 99 10/32 Punkte und rentierten mit 1,58 Prozent./edh/he

25.08.2016

Aktien New York Schluss: Leichte Verluste - Warten auf Yellen-Rede

NEW YORK (dpa-AFX) - Gespannte Zurückhaltung angesichts des angelaufenen internationalen Notenbanktreffen in Jackson Hole hat die US-Aktienbörsen am Donnerstag etwas leichter schließen lassen. Anleger warteten auf die Rede von US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen zur Geldpolitik am Freitag, sagten Börsianer. Dabei stehe vor allem die Frage im Raum, wann die Währungshüter weiter an der Zinsschraube drehten. Neue Konjunkturdaten zeigten kaum Wirkung.

Der Dow Jones Industrial endete mit einem Minus von 0,18 Prozent bei 18 448,41 Punkten, nachdem er bereits am Mittwoch um 0,35 Prozent gefallen war. Der marktbreite S&P-500-Index büßte 0,14 auf 2172,47 Punkte ein. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor letztlich 0,17 Prozent auf 4775,42 Zähler./edh/he

25.08.2016

Aktien New York: Leichte Verluste - Warten auf Yellen-Rede

NEW YORK (dpa-AFX) - Gespannte Zurückhaltung angesichts des angelaufenen internationalen Notenbanktreffen in Jackson Hole hat die US-Aktienbörsen am Donnerstag moderat ins Minus befördert. Anleger warteten auf die Rede von US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen zur Geldpolitik am Freitag, sagten Börsianer. Dabei stehe vor allem die Frage im Raum, wann die Währungshüter weiter an der Zinsschraube drehten. Neue Konjunkturdaten zeigten kaum Wirkung.

Der Dow Jones Industrial sank zuletzt um 0,20 Prozent auf 18 444,26 Punkte, nachdem er am Mittwoch um 0,35 Prozent gefallen war. Der marktbreite S&P-500-Index büßte 0,13 auf 2172,64 Punkte ein. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,11 Prozent auf 4778,30 Zähler.

Die Neuaufträge für langlebige Güter hatten in den USA im Juli stärker zugelegt als erwartet. Das Volumen war zum Vormonat um 4,4 Prozent gestiegen, während Bankvolkswirte mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent gerechnet hatten. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche um 1000 auf 261 000 gesunken. Experten hatten 265 000 Anträge erwartet.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Mylan mit einem Kursplus von 0,5 Prozent im Anlegerfokus. Der US-Pharmakonzern macht seine Allergiespritze Epipen günstiger und reagiert damit auf den zunehmenden politischen Druck im US-Wahlkampf. In den vergangenen Tagen war Mylan wegen seiner Preispolitik öffentlich kritisiert worden und hatte deutlich an Wert verloren.

Derweil geht die Berichtssaison in eine neue Runde. So leidet der Computerkonzern HP weiter unter schwachen Druckerverkäufen, das PC-Geschäft war im vergangenen Quartal aber besser gelaufen. Für das laufende Quartal stellte HP einen bereinigten Gewinn zwischen 34 und 37 Cent je Aktie in Aussicht - und lag damit deutlich unter den Erwartungen von Analysten. Die Papiere sackten zunächst um rund 6 Prozent ab, berappelten sich aber im Handelsverlauf und notierten zuletzt nur noch 0,5 Prozent tiefer.

Auch einige Einzelhändler legten Geschäftszahlen vor. So hatte der Luxusjuwelier Tiffany dank guter Kostenkontrolle einen überraschend hohen Gewinn erwirtschaftet. Für die Anteilscheine ging es um 6,5 Prozent nach oben. Die Juwelierkette Signet Jewelers hingegen hatte mit ihrem Ertrag die Prognosen der Analysten verfehlt, die Papiere brachen um fast 12 Prozent ein.

Aktien von Guess schossen um fast 23 Prozent nach oben und schafften damit den höchsten Tagesgewinn seit rund 13 Jahren. Die Modekette hatte für das zweite Quartal einen Gewinn ausgewiesen, der die durchschnittliche Analystenprognose weit übertraf.

Die Warenhauskette Dollar General hatte unter dem schärferen Wettbewerb in der Branche gelitten und schockte die Anleger mit einem unerwartet niedrigen Umsatz. Die Aktien verloren mehr als 16 Prozent. Auch der Betreiber von Billig-Gemischtwarenläden Dollar Tree Stores verschreckte die Anleger mit seinem Zahlenwerk. Die Papiere lagen mehr als 9 Prozent im Minus./edh/he

25.08.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Getrübte Unternehmensstimmung belastet den Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die verhaltene Entwicklung an den Überseebörsen und die Stimmungseintrübung in deutschen Unternehmen haben den Dax am Donnerstag ausgebremst. Nach zwei Handelstagen mit Kursgewinnen verlor der deutsche Leitindex 0,88 Prozent auf 10529,59 Punkte.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,80 Prozent auf 21 480,32 Zähler abwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,74 Prozent auf 1717,76 Punkte. Ähnlich sah es in ganz Europa aus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,69 Prozent auf 2987,69 Punkte und auch in Paris und London wurden Verluste verbucht. In den USA bewegten sich die wichtigsten Indizes zum europäischen Handelsschluss zugleich kaum vom Fleck.

IFO-GESCHÄFTSKLIMA ENTTÄUSCHT

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hatte sich im August laut dem Geschäftsklima-Index des Münchener Ifo-Instituts überraschend und auch deutlich eingetrübt. Nach Einschätzung der Direktbank Ing-Diba hat das britische Referendum für einen EU-Austritt mit Verzögerung nun doch auf die Unternehmensstimmung durchgeschlagen. Die DekaBank sieht dagegen ein Gemisch aus zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die sich nun "in die Zuversicht der Unternehmer hinein fressen".

Immer näher rücken zudem die interessanten Ereignisse in Jackson Hole. Zu den Höhepunkten der internationalen Notenbankkonferenz, die an diesem Tag begonnen hat, zählt die am Freitag anstehende Rede der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen. Geldpolitische Weichenstellungen sind nach Experteneinschätzungen allerdings nicht zu erwarten.

BERICHT ÜBER VERKAUFSPLÄNE BEFLÜGELN GFK

Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es vor allem in den Nebenwerte-Indizes. Im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen eroberten die GfK-Aktien mit plus 5,85 Prozent den Spitzenplatz. Der "Wirtschaftswoche" zufolge prüft der Mehrheitseigner, der GfK Verein, verschiedene Varianten für die Zukunft des angeschlagenen Marktforschungsunternehmens. Dazu zählten etwa eine Fusion oder der Verkauf von Anteilen an einen Wettbewerber. Mit der Wahl von Ralf Klein-Bölting zum neuen Aufsichtsratschef stellte das GfK-Kontrollgremium erste Weichen für eine Neuausrichtung.

Dagegen büßten die Aktien von Wacker Neuson 3,21 Prozent ein. Der Baumaschinenhersteller wird nur noch bis Mai 2018 spezielle Minibagger an den US-Wettbewerber Caterpillar liefern. Der will anschließend diese Maschinen dann selbst herstellen.

RTL MIT QUARTALSZAHLEN

Im MDax gaben die Aktien des Medienunternehmens RTL nach einem eher schwach verlaufenen zweiten Quartal um 0,69 Prozent nach. Bei Biotech-Papieren drückten Sorgen um eine Deckelung von Medikamentenpreisen in den USA auf die Stimmung. Der US-Pharmakonzern Mylan hatte sich dem politischen Druck im amerikanischen Wahlkampf gebeugt und will seine Allergiespritze Epipen nun günstiger anbieten. Im TecDax büßten die Qiagen-Aktien 2,40 Prozent ein. Morphosys verloren 2,10 Prozent und Evotec gaben um 1,50 Prozent nach.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,23 Prozent am Vortag auf minus 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 144,25 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,10 Prozent auf 167,42 Zähler. Der Eurokurs stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1290 (Mittwoch: 1,1268) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8857 (0,8875) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

25.08.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Getrübte Unternehmensstimmung belastet den Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die verhaltene Entwicklung an den Überseebörsen und die Stimmungseintrübung in deutschen Unternehmen haben den Dax am Donnerstag ausgebremst. Nach zwei Handelstagen mit Kursgewinnen verlor der deutsche Leitindex 0,88 Prozent auf 10529,59 Punkte.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,80 Prozent auf 21 480,32 Zähler abwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,74 Prozent auf 1717,76 Punkte. Ähnlich sah es in ganz Europa aus.

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hatte sich im August laut dem Geschäftsklima-Index des Münchener Ifo-Instituts überraschend und auch deutlich eingetrübt. Nach Einschätzung der Direktbank Ing-Diba hat das britische Referendum für einen EU-Austritt mit Verzögerung nun doch auf die Unternehmensstimmung durchgeschlagen. Die DekaBank sieht dagegen ein Gemisch aus zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die sich nun "in die Zuversicht der Unternehmer hinein fressen"./ck/he

25.08.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Dow tritt auf der Stelle

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street herrschte am Donnerstag gespannte Zurückhaltung. Derzeit warteten die Anleger auf die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen zur Geldpolitik am Freitag, sagten Börsianer. Dabei stehe vor allem die Frage im Raum, wann die Währungshüter weiter an der Zinsschraube drehten. Neue Konjunkturdaten zeigten kaum Wirkung.

Der Dow Jones Industrial sank zuletzt um 0,06 Prozent auf 18 470,01 Punkte, nachdem er am Mittwoch um 0,35 Prozent gefallen war. Der marktbreite S&P-500-Index büßte 0,03 auf 2174,68 Punkte ein. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,10 Prozent auf 4778,64 Zähler.

Die Neuaufträge für langlebige Güter hatten in den USA im Juli stärker zugelegt als erwartet. Das Volumen war zum Vormonat um 4,4 Prozent gestiegen, während Bankvolkswirte mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent gerechnet hatten. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche um 1000 auf 261 000 gesunken. Experten hatten 265 000 Anträge erwartet.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Mylan mit einem Kursplus von knapp 2 Prozent im Anlegerfokus. Der US-Pharmakonzern macht seine Allergiespritze Epipen günstiger und reagiert damit auf den zunehmenden politischen Druck im US-Wahlkampf. In den vergangenen Tagen war Mylan wegen seiner Preispolitik öffentlich kritisiert worden und hatte deutlich an Wert verloren.

Derweil geht die Berichtssaison in eine neue Runde. So leidet der Computerkonzern HP weiter unter schwachen Druckerverkäufen, das PC-Geschäft war im vergangenen Quartal aber besser gelaufen. Für das laufende Quartal stellte HP einen bereinigten Gewinn zwischen 34 und 37 Cent je Aktie in Aussicht - und lag damit deutlich unter den Erwartungen von Analysten. Die Papiere sackten um 3,61 Prozent ab.

Auch einige Einzelhändler legten Geschäftszahlen vor. So hatte der Luxusjuwelier Tiffany dank guter Kostenkontrolle einen überraschend hohen Gewinn erwirtschaftet. Für die Anteilscheine ging es um gut 6 Prozent nach oben. Die Juwelierkette Signet Jewelers hingegen hatte mit ihrem Ertrag die Prognosen der Analysten verfehlt, die Papiere brachen um 14 Prozent ein.

Die Warenhauskette Dollar General hatte unter dem schärferen Wettbewerb in der Branche gelitten und schockte die Anleger mit einem unerwartet niedrigen Umsatz. Die Aktien verloren mehr als 12 Prozent. Auch der Betreiber von Billig-Gemischtwarenläden Dollar Tree Stores verschreckte die Anleger mit seinem Zahlenwerk. Die Papiere lagen rund 7 Prozent im Minus./edh/he

25.08.2016

Aktien New York: Dow tritt auf der Stelle

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street herrschte am Donnerstag gespannte Zurückhaltung. Derzeit warteten die Anleger auf die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen zur Geldpolitik am Freitag, sagten Börsianer. Dabei stehe vor allem die Frage im Raum, wann die Währungshüter weiter an der Zinsschraube drehten. Neue Konjunkturdaten zeigten kaum Wirkung.

Der Dow Jones Industrial sank um 0,01 Prozent auf 18 479,46 Punkte, nachdem er am Mittwoch um 0,35 Prozent gefallen war. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,03 auf 2176,13 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 notierte praktisch unverändert bei 4783,48 Zählern./edh/he

25.08.2016

INDEX-MONITOR: Adidas und Ahold Delhaize mit hoher Chance auf EuroStoxx-Aufstieg

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Für die von Rekord zu Rekord eilenden Anteilscheine des Sportartikelherstellers Adidas ist der Aufstieg in den renommierten europäischen Aktienindex EuroStoxx 50 so gut wie sicher. Dazu gesellen dürften sich auch die Papiere der im Juli fusionierten niederländisch-belgischen Supermarktkette Ahold Delhaize . Alles deute darauf hin, dass beide Unternehmen Mitte September in den Leitindex der Eurozone aufgenommen werden, sagte Index-Expertin Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank.

Möglich sei zudem, dass der zum erweiterten Kreis der Aufnahmekandidaten gehörende irische Baustoffe-Konzern CRH als dritter im Bunde noch den Sprung in den Auswahlindex der Eurozone schaffe. Der Blick auf den Chart, der von kräftigen Kursgewinnen in jüngster Zeit zeugt, lege diesen Schluss zumindest nahe.

Herausfallen werden voraussichtlich die Papiere des Handelskonzerns Carrefour und der krisengeschüttelten Bank Unicredit . Sollte CRH ebenfalls aufsteigen, trifft der Abstieg nach den Berechnungen von Kerssenbrock auch den italienischen Versicherer Generali .

Etwaige Änderungen wird die Index-Tochter Stoxx der Deutschen Börse nach der jährlichen, regulären Überprüfung am 31. August nach US-Handelsschluss bekannt geben. Umgesetzt werden sie zum Montag 19. September. Wichtig sind die Umstellungen in den Indizes vor allem für Fonds, die Indizes nachbilden, da diese die Änderungen entsprechend berücksichtigen müssen. Das hat in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse./ck/das

25.08.2016

Aktien Frankfurt: Schlechte Stimmung in Unternehmen belastet Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die verhaltene Entwicklung an den Überseebörsen und die Stimmungseintrübung in deutschen Unternehmen haben den Dax am Donnerstag ausgebremst. Am Nachmittag verlor der deutsche Leitindex 0,94 Prozent auf 10 522,81 Punkte.

Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es um 0,87 Prozent auf 21 465,88 Zähler bergab und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,92 Prozent auf 1714,69 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,73 Prozent auf 2986,58 Punkte.

IFO-GESCHÄFTSKLIMA ENTTÄUSCHT

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im August überraschend und deutlich eingetrübt, wie der vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklima-Index zeigte. Nach Einschätzung der Direktbank Ing-Diba hat das britische Referendum für einen EU-Austritt mit Verzögerung nun doch auf die Unternehmensstimmung durchgeschlagen.

Nun warten die Anleger weiter auf die Reden von US-Notenbankchefin Janet Yellen und anderen Notenbankern beim internationalen Treffen in Jackson Hole. Die Anleger sollten aber keine geldpolitischen Weichenstellungen erwarten, warnte Analyst Neil Wilson von ETX Capital vor übertriebenen Erwartungen.

Die guten aktuellen US-Konjunkturdaten ließen die Kurse kalt und sollten laut Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen kaum Einfluss auf die Zinserwartungen haben. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren überraschend gesunken, während die Neuaufträge für langlebige Güter im Juli stärker zugelegt hatten als erwartet.

BERICHT ÜBER VERKAUFSPLÄNE BEFLÜGELN GFK

Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es in den Nebenwerte-Indizes. Im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen eroberten die GfK-Aktien mit plus 5,27 Prozent den Spitzenplatz. Der "Wirtschaftswoche" zufolge prüft der Mehrheitseigner verschiedene Varianten für die Zukunft des Marktforschungsunternehmens wie eine Fusion oder den Verkauf von Anteilen an einen Wettbewerber. Mit der Wahl von Ralf Klein-Bölting zum neuen Aufsichtsratschef stellte das GfK-Kontrollgremium erste Weichen für eine Neuausrichtung nach dem Rücktritt der bisherigen Konzernspitze.

Dagegen büßten die Aktien von Wacker Neuson 3,07 Prozent ein. Der Baumaschinenhersteller beendet seine strategische Kooperation mit dem US-Rivalen Caterpillar bei Minibaggern. Händler Detlef Glatz von MWB Fairtrade sprach von einem vor allem "psychologischen Effekt", weil mit Caterpillar "ein großer Name" unter den Kunden wegfalle.

ZAHLEN BELASTEN RTL

RTL-Titel gehörten nach der Zahlenvorlage mit minus 2,00 Prozent zu den größten Verlierern im MDax. Der Fernsehkonzern berichtete für das zweite Quartal über einen Umsatz- und Ergebnisrückgang.

Bei Biotech-Papieren drückten laut Händlern Nachrichten aus den USA auf die Stimmung, die Sorgen um eine Deckelung von Medikamentenpreisen schürten. Der US-Pharmakonzern Mylan beugt sich dem politischen Druck im amerikanischen Wahlkampf und macht seine Allergiespritze Epipen günstiger. Qiagen-Aktien büßten am TecDax-Ende 3,12 Prozent ein. Dahinter verloren die Papiere von Morphosys und Evotec 2,48 beziehungsweise 1,84 Prozent./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

25.08.2016

Aktien New York Ausblick: Leichte Verluste vor Notenbanktreffen

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street dürfte am Donnerstag zunächst gespannte Zurückhaltung vorherrschen. Knapp eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial 0,11 Prozent im Minus bei 18 462 Punkten. Bereits am Mittwoch hatte der US-Leitindex um 0,35 Prozent nachgegeben. Derzeit warteten die Anleger auf die Rede von Notenbankchefin Janet Yellen zur Geldpolitik am Freitag, sagten Börsianer.

Yellen will sich auf dem Notenbanktreffen im Ort Jackson Hole zu geldpolitischen Themen äußern. Bei den Anlegern steht vor allem die Frage im Raum, wann die Währungshüter weiter an der Zinsschraube drehen.

Zudem stehen einige Konjunkturdaten im Fokus. So überraschten die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Juli positiv.

Derweil geht die Berichtssaison in eine neue Runde. So leidet der Computerkonzern HP weiter unter schwachen Druckerverkäufen, das PC-Geschäft war im vergangenen Quartal aber besser gelaufen. Für das laufende Quartal stellte HP einen bereinigten Gewinn zwischen 34 und 37 Cent je Aktie in Aussicht - und lag damit deutlich unter den Erwartungen von Analysten. Die Papiere sackten im vorbörslichen US-Handel um knapp 6 Prozent ab.

Auch einige Einzelhändler legten Geschäftszahlen vor. So erwirtschaftete der Luxusjuwelier Tiffany dank guter Kostenkontrolle einen überraschend hohen Gewinn. Für die Anteilsscheine ging es vorbörslich um knapp 4 Prozent nach oben. Die Juwelierkette Signet Jewelers hingegen verfehlte mit ihrem Ertrag die Prognosen der Analysten, so dass die Papiere um mehr als 13 Prozent einbrachen.

Die Warenhauskette Dollar General litt unter dem schärferen Wettbewerb in der Branche und schockte die Anleger mit einem unerwartet niedrigen Umsatz. Daraufhin verbilligten sich die Aktien im vorbörslichen Handel um mehr als 8 Prozent.

Auch der Betreiber von Billig-Gemischtwarenläden Dollar Tree Stores verschreckte die Anleger mit seinem Zahlenwerk. Die Papiere lagen vorbörslich rund 7 Prozent im Minus./la/das

26.08.2016

ROUNDUP: 172 000 Ausbildungsplätze unbesetzt - DIHK: 'Allerbeste Chancen'

BERLIN (dpa-AFX) - Zum Start des neuen Ausbildungsjahres stehen den jungen Menschen noch Zehntausende Plätze offen. 172 224 Ausbildungsstellen waren laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) nach den jüngsten Zahlen Ende Juli unbesetzt. "Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Ende Juli waren bei den Agenturen für Arbeit 24 000 mehr Ausbildungsangebote als suchende Jugendliche gemeldet", sagte Schweitzer. Demnach waren noch mehr als 12 800 Plätze für angehende Einzelhandelskaufmänner und -frauen offen, rund 11 400 als Verkäufer und rund 6200 Plätze für Köche. Im Beruf des Hotelfachmanns und der Hotelfachfrau waren es rund offene 4400 Plätze. Freie Plätze als Kaufleute im Büromanagement gab es rund 5300. Tausende offene Plätze gab es auch bei den Friseuren (4300), Lagerlogistikern (4000), KFZ-Mechatronikern (4000) und medizinischen Fachangestellten (2200).

Schweitzer wies auf Probleme für viele Unternehmen hin. "Ihnen gehen die Bewerber aus." Laut der jüngsten DIHK-Ausbildungsumfrage würden mittlerweile in fast jedem dritten Ausbildungsbetrieb Lehrstellen unbesetzt bleiben. "Rund 14 000 haben überhaupt keine Bewerber mehr." Der Trend zum Studium und die sinkende Zahl an Schulabgängern schlügen hier durch. So hätten 2015 rund 150 000 junge Leute mehr ein Studium begonnen als 2005. In dieser Zeit sei zugleich die Zahl der Lehrstellenbewerber um etwa 190 000 gesunken - das sei ein Minus von 25 Prozent.

"Viele junge Leute sind sich nicht im Klaren darüber, dass die Gefahr von Arbeitslosigkeit bei einer Kombination von betrieblicher Aus- und Weiterbildung geringer ist als bei Akademikern", sagte Schweitzer. "Und häufig verdient eine Fachkraft keineswegs schlechter als jemand, der eine Hochschule besucht hat."

Die Gymnasien rief der DIHK-Chef auf, die Schüler nicht vorrangig in Richtung Hochschulen zu mobilisieren, sondern ihnen Berufsorientierung zu geben. Mit der Allianz für Aus- und Weiterbildung von Bund, Ländern, Wirtschaft und Gewerkschaften solle die berufliche Bildung gestärkt werden, betonte er. Viele Betriebe würden sich zudem gegen den aktuellen Trend stemmen und intensiv für ihre Ausbildung werben. Auch die Chancen von Hauptschülern würden immer besser./bw/DP/stk

26.08.2016

ROUNDUP/Lindner: Bis zu 30 Milliarden an Entlastung der Bürger möglich

BERLIN (dpa-AFX) - Der Staat kann die Bürger nach den Worten des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner in den nächsten Jahren mit 20 bis 30 Milliarden Euro entlasten. Lindner sagte der Deutschen Presse-Agentur, eine Entlastung durch Verzicht auf zusätzliche Einnahmen in den nächsten Jahren sei in dieser Größenordnung möglich, ohne dass die "Schwarze Null" und steigende Investitionen gefährdet wären". Er verwies darauf, dass selbst Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Entlastung von zwölf Milliarden Euro für möglich hält.

Schäuble will bis 2020 eine "Schwarze Null" halten, also ohne neue Schulden auskommen. Ausgaben und Einnahmen werden in dem Fall ausgeglichen gestaltet - mit Tendenz zum Haushaltsplus. Schäuble hatte angedeutet, dass die Steuerzahler künftig nicht stärker belastet werden sollen und die sogenannte Steuerquote ungefähr auf dem heutigen Niveau von 22 Prozent gehalten werden solle. Die Steuerquote setzt die Steuereinnahmen ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Ein Rückgang der Quote um 0,1 Prozentpunkte macht derzeit etwa drei Milliarden Euro pro Jahr aus. Über eine Legislaturperiode sind das 12 Milliarden Euro.

Nach den Vorstellungen Lindners sollten die Bürger aber nicht, wie Schäuble das wohl sieht, erst nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 entlastet werden, sondern noch in dieser Legislaturperiode. Nach der Wahl könnten die Überlegungen im Sande verlaufen, befürchtet Lindner. "Wenn in diesen Zeiten Sozialabgaben steigen und über Steuerentlastungen nur im Konjunktiv nachgedacht wird, dann stimmt etwas nicht."

Lindner kritisierte: "Unser Land entwickelt sich zu einer Kleptokratie (Gesellschaft mit krankhaftem Drang zum Stehlen), weil der Staat sich durch den niedrigen Zins und die steigenden Sozialabgaben und die enorm steigenden Staatseinnahmen bereichert zulasten der Menschen." Andererseits verzichte die Politik keineswegs auf Prestigeobjekte - etwa die Kaufprämie auf Elektroautos. "Aber für die private Vorsorge, das persönliche Vorankommen der Menschen, da gibt's überhaupt gar kein Gefühl mehr dafür."

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte: "Steuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen und das Handwerk befürworte ich, aber dringend mit höheren Belastungen der großen Einkommen und Vermögen."/rm/DP/stk

26.08.2016

ROUNDUP: Barmer-Chef: Beiträge steigen vorerst nicht so stark wie befürchtet

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen steigen nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der Barmer GEK, Christoph Straub, vorerst nicht so stark wie befürchtet. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) habe deshalb ihre Schätzungen für das Wahljahr 2017 "moderat nach unten korrigiert", sagte Straub der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir gehen heute davon aus, dass der Ausgabenanstieg in der GKV in diesem Jahr insgesamt "nur" noch 1,25 bis 1,26 Milliarden Euro betragen wird. Von Entwarnung kann aber kurz- und mittelfristig keine Rede sein. Allein im kommenden Jahr ist mit einem deutlichen Ausgabenschub in Höhe von 3,05 bis 3,06 Milliarden Euro zu rechnen", warnte Straub.

Für das Jahr 2017 würde das nach seinen Angaben wiederum bedeuten, dass die GKV eher durchschnittlich 0,1 Prozentpunkte mehr braucht, bisher war ein Anstieg von 0,2 Prozentpunkten prognostiziert worden. Aber es gelte weiterhin: Die Gesetze von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) werden künftig die Ausgaben spürbar stärker steigen lassen als die 0,2 Prozentpunkte.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ"/Freitag) berichtete unterdessen, dass sich die Finanzlage der GKV zur Jahresmitte weiter verbessert habe. Die 118 Kassen verbuchten demnach Ende Juni einen Überschuss von 600 Millionen Euro. Das war eine Steigerung um fast 200 Millionen Euro gegenüber dem ersten Quartal, wie die Zeitung unter Berufung auf Daten der Krankenkassen schrieb. Mitte vorigen Jahres hatten sie noch einen Fehlbetrag von 491 Millionen Euro erwirtschaftet.

Grund für die Lagebesserung seien unter anderem die zu Jahresbeginn erhöhten Zusatzbeiträge. In den ersten sechs Monaten verbuchten demnach die Ersatzkassen mit 316 Millionen Euro den größten Überschuss. Die Rücklagen der Kassen dürften damit die Marke von 15 Milliarden Euro wieder überschritten haben. Zudem verfügte der Gesundheitsfonds, der die Beitragsgelder einsammelt und an die Kassen verteilt, zuletzt über eine Liquiditätsrücklage von rund 10 Milliarden Euro.

Die 1,5 Milliarden Euro starke Finanzspritze aus den Reserven des Gesundheitsfonds für die gesetzlichen Krankenkassen können nach Straubs Einschätzung trotz ausgabenintensiver Politik in der laufenden Legislaturperiode "eine Beitragsanpassung auf breiter Front" im kommenden Wahljahr verhindern.

Straub geht allerdings davon aus, dass es angesichts der angespannten Finanzlage einiger der heute knapp 120 Kassen zu weiteren Fusionen kommen werde. Allerdings sei mittlerweile die Zahl schon so weit geschrumpft, "dass es jetzt keine große Welle mehr sein wird"./rm/DP/stk

26.08.2016

Grünen-Kritik an Dobrindt: Verkehrswegeplan ohne Preissteigerungen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen werfen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) Fahrlässigkeit vor, weil im neuen Bundesverkehrswegeplan die Möglichkeit künftiger Preissteigerungen nicht einkalkuliert ist. Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, nannte dies in der "Welt" (Freitag) "verstörend, unseriös und fahrlässig". "Kostenexplosionen sind jetzt schon sicher wie das Amen in der Kirche." Wenn der Verkehrswegeplan im Herbst in den Bundestag komme, müsse er dort gestoppt, "von Grund auf neu konzipiert und ehrlich berechnet werden".

Auf eine Anfrage der Grünen, ob im Bundesverkehrswegeplan Preissteigerungen im Baugewerbe einkalkuliert worden seien, antwortete Finanzstaatssekretär Jens Spahn (CDU) der "Welt" zufolge: "Es wurden keine Baukostensteigerungen berücksichtigt." Zugleich teilte er demnach mit, dass die Baupreissteigerungen im Zeitraum des vorherigen Bundesverkehrswegeplans zwischen 2003 und 2015 rund 26,8 Prozent betrugen.

Der neue Bundesverkehrswegeplan wurde Anfang August vom Bundeskabinett beschlossen. Er sieht bis 2030 bei Straßen, Schienen- und Wasserwegen rund 1000 Bauprojekte des vordringlichen Bedarfs zu Gesamtkosten von fast 270 Milliarden Euro vor./kr/DP/stk

26.08.2016

Lindner: Entlastung der Bürger bis zu 30 Milliarden möglich

BERLIN (dpa-AFX) - Der Staat kann die Bürger nach den Worten des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner in den nächsten Jahren um bis zu 30 Milliarden Euro entlasten. Lindner sagte der Deutschen Presse-Agentur, eine Entlastung durch Verzicht auf zusätzliche Einnahmen in den nächsten Jahren sei in dieser Größenordnung möglich, ohne dass die "Schwarze Null" und steigende Investitionen gefährdet wären. Er verwies darauf, dass selbst Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Entlastung von zwölf Milliarden Euro für möglich hält.

Nach den Vorstellungen Lindners sollten die Bürger nicht erst nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 entlastet werden, sondern noch in dieser Legislaturperiode. Er kritisierte: "Unser Land entwickelt sich zu einer Kleptokratie (Gesellschaft mit krankhaftem Drang zum Stehlen), weil der Staat sich durch den niedrigen Zins und die steigenden Sozialabgaben und die enorm steigenden Staatseinnahmen bereichert zulasten der Menschen." Andererseits verzichte die Politik keineswegs auf Prestigeobjekte - etwa die Kaufprämie auf Elektroautos./rm/DP/stk

26.08.2016

Barmer: Zusatzbeiträge steigen vorerst nicht so stark wie erwartet

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen steigen nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der Barmer GEK, Christoph Straub, vorerst nicht so stark wie befürchtet. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) habe deshalb ihre Schätzungen für das Wahljahr 2017 "moderat nach unten korrigiert", sagte Straub der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir gehen heute davon aus, dass der Ausgabenanstieg in der GKV in diesem Jahr insgesamt "nur" noch 1,25 bis 1,26 Milliarden Euro betragen wird. Von Entwarnung kann aber kurz- und mittelfristig keine Rede sein. Allein im kommenden Jahr ist mit einem deutlichen Ausgabenschub in Höhe von 3,05 bis 3,06 Milliarden Euro zu rechnen", warnte Straub.

Für das Jahr 2017 würde das nach seinen Angaben wiederum bedeuten, dass die GKV eher durchschnittlich 0,1 Prozentpunkte mehr braucht, bisher war ein Anstieg von 0,2 Prozentpunkten prognostiziert worden. Aber es gelte weiterhin: Die Gesetze von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) werden künftig die Ausgaben spürbar stärker steigen lassen als die 0,2 Prozentpunkte./rm/DP/stk

26.08.2016

DIHK: 172 000 Ausbildungsplätze unbesetzt

BERLIN (dpa-AFX) - Zum Start des neuen Ausbildungsjahres bieten die Unternehmen in Deutschland noch Zehntausende offene Plätze. 172 224 Ausbildungsstellen waren laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) nach den jüngsten Zahlen Ende Juli unbesetzt. "Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Schweitzer wies auf Probleme für viele Unternehmen hin: "Ihnen gehen die Bewerber aus."/bw/DP/stk

25.08.2016

Walter-Borjans: EU darf Druck der USA im Steuerstreit nicht nachgeben

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans hat die Ermittlungen der EU-Kommission zu Steuervergünstigungen für Unternehmen gegen Kritik der US-Regierung verteidigt. "Der Anspruch auf eine faire Besteuerung darf nicht da enden, wo es den Interessen eines mächtigen Welthandelspartners zuwider läuft", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag. "Wenn die USA es mit dem unterstützenswerten Kampf gegen Steuerbetrug ernst meinen, dürfen die Steuerakrobaten unter den US-Konzernen wie Apple , Amazon oder Starbucks nicht außen vor bleiben."

Die EU-Kommission prüft in mehreren bereits seit Jahren laufenden Verfahren, ob Mitgliedstaaten Unternehmen mit Steuervergünstigungen ins Land gelockt haben. Eine Entscheidung Brüssels zum Apple-Standort Irland wird in Kürze erwartet. Für Apple könnte es dabei um Milliarden-Nachzahlungen gehen. Das Finanzministerium in Washington hat das Vorgehen der Brüsseler Behörde in scharfen Worten kritisiert und mit nicht näher beschriebenen Gegenmaßnahmen gedroht.

Walter-Borjans fordert die EU-Kommission auf, bei ihrem Kurs zu bleiben. "Wer mit kaufkräftigen Kunden in Deutschland Gewinne macht, muss sich auch an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligen - egal, wo die Unternehmenszentrale sitzt", sagte er./hff/DP/mis

25.08.2016

Panama beginnt mit automatischem Austausch von Steuerdaten

PANAMA-STADT (dpa-AFX) - Nach den Enthüllungen der "Panama Papers" über Tausende Briefkastenfirmen in dem mittelamerikanischen Land beginnt Panama mit dem automatischen Austausch von Steuerdaten. Am Donnerstag wurde ein entsprechender Vertrag mit Japan unterzeichnet. Es ist das erste Abkommen, das den Gemeinsamen Berichtstandards (CRS) der Industrieländerorganisation OECD entspricht. Über einen ähnlichen Vertrag verhandelt Panama derzeit auch mit Deutschland.

Anfang April hatten Medien aus aller Welt über gut 200 000 von einer panamaischen Kanzlei gegründete Kapitalgesellschaften berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Panama und seine wichtige Finanzbranche gerieten daraufhin weltweit in die Kritik.

Anders als von der OECD angestrebt, will Panama seine Finanz- und Steuerinformationen nur mit Ländern teilen, mit denen es bilaterale Verträge abgeschlossen hat. Beim automatischen multilateralen Datenaustausch könnten Informationen in die falschen Hände geraten, argumentiert die Regierung./dde/DP/mis

25.08.2016

ROUNDUP: Europas Sozialdemokraten fordern Investitionen als Antwort auf Brexit

PARIS (dpa-AFX) - Europas Sozialdemokraten wollen als Reaktion auf das Brexit-Votum mehr Investitionen in der EU. "Was wir brauchen, ist ein großes Investitionsprogramm in die Wettbewerbsfähigkeit Europas", sagte SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel am Donnerstag nach einem Gipfeltreffen mit Kollegen aus anderen EU-Ländern in Frankreich. "Wir brauchen die modernste digitale Infrastruktur der Welt, sonst wird der Kontinent keine Chance haben."

Der französische Präsident François Hollande forderte erneut, die nach EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker benannte Investitionsoffensive zu verlängern und zu verdoppeln. Der im vergangenen Jahr gestartete Juncker-Plan soll innerhalb von drei Jahren Investitionen von rund 315 Milliarden Euro anstoßen.

Seit dem Votum der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union diskutieren die übrigen Mitgliedstaaten intensiv über die künftige Ausrichtung der Gemeinschaft. Die Sozialdemokraten steckten bei dem Treffen ihre Positionen zum informellen Gipfel zur Zukunft der EU ab, bei dem sich die 27 Mitgliedstaaten ohne Großbritannien Mitte September in Bratislava treffen.

"Wir brauchen ein anderes, ein besseres Europa", sagte Gabriel vor dem Treffen der Deutschen Presse-Agentur. Am Gästehaus des französischen Außenministeriums bei Paris erläuterte er, die EU müsse ihren Bürgern mehr Schutz bieten - nicht nur bei der Kontrolle der Grenzen, sondern auch sozial.

Der SPD-Chef plädierte auch dafür, Ländern genug "Spielräume und Flexibilität" in der Haushaltspolitik zu geben, wenn sie Reformen durchführen "wie Frankreich und Italien". "Da ist Europa viel zu rigide. Man kann nicht gleichzeitig sparen und Reformen durchführen."

Für einen Kurswechsel warb auch Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras; der Chef der Linkspartei Syriza nahm als Beobachter teil. "Das Ergebnis des Referendums in Großbritannien war eine Alarmglocke, die eventuell als Wecker funktionieren könnte, weil Europa seit langem auf einem falschen Weg ist", sagte er./sku/DP/mis

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank belässt Carrefour auf 'Hold' - Ziel 24 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Carrefour auf "Hold" mit einem Kursziel von 24 Euro belassen. Nach den von schlechtem Wetter, Streiks und Überflutungen geprägten Monaten Mai und Juni beobachte er mittlerweile im französischen Lebensmitteleinzelhandel einen Trend zur Besserung, schrieb Analyst Maxime Mallet in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Carrefour verliere jedoch weiterhin Marktanteile. Die Entwicklung bei dem Handelskonzern werde weiterhin vom Konkurrenten Casino in den Schatten gestellt./tih/ajx

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: DZ Bank belässt Deutsche Bank auf 'Halten' - Fairer Wert 13 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat die Einstufung für die Aktie der Deutschen Bank auf "Halten" mit einem fairen Wert von 13 Euro belassen. Die Themen Rechtsstreitigkeiten und Kapitalausstattung dürften als Unsicherheitsfaktoren erst einmal bleiben, schrieb Analyst Christian Koch in einer Studie vom Donnerstag. Zudem könnte das Risiko für die Umsetzung der Strategie 2020 den Aktienkurs belasten. Wegen des im Vergleich zur Konkurrenz sowie auch historisch niedrigen Kurs/Buchwert-Verhältnisses bleibe er aber bei seinem neutralen Anlagevotum./ajx/tav

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: Warburg Research belässt Fielmann auf 'Hold' - Ziel 70 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Fielmann nach endgültigen Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 70 Euro belassen. Die Kennziffern hätten den vorab veröffentlichten Zahlen der Optikerkette entsprochen, schrieb Analyst Thilo Kleibauer in einer ersten Einschätzung vom Donnerstag. Nach einem schwächeren Jahresstart sei der MDax-Konzern damit wieder auf den bisherigen stetigen Wachstumskurs zurückgeschwenkt. Das Fielmann-Geschäftsmodell sei grundsolide, wie Kleibauer betonte./ajx/tav

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: Lampe belässt GFK auf 'Halten' - Ziel 27 Euro

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für GfK angesichts eines Medienberichtes über einen von den Mehrheitseignern erwogenen Verkauf auf "Halten" mit einem Kursziel von 27 Euro belassen. In den vergangenen Monaten sei klar geworden, dass der Marktforscher alleinstehend nur schwer zu alter Profitabilität zurückkehren könne schrieb Analyst Christoph Schlienkamp in einer Studie vom Donnerstag. Die Suche nach externen Partnern sei deshalb goldrichtig und sollte den Kurs der Aktie vorübergehend stützen./tih/tav

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Bayer auf 'Buy' und Ziel auf 120 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat Bayer von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 115 auf 120 Euro angehoben. Auf einer Investorenveranstaltung von Monsanto habe er ein besseres Verständnis für die Hintergründe einer möglichen Übernahme durch Bayer gewonnen, schrieb Analyst Peter Verdult in einer Studie vom Donnerstag. Ohne den Kauf einzubeziehen, überarbeitete er seine Schätzungen für den Chemie- und Pharmakonzern und liegt damit über dem Marktkonsens. Das Verhältnis von Chancen und Risiken sei attraktiv, begründete er sein Kaufen-Votum./tih/tav

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: SocGen hebt Ziel für Thyssenkrupp - 'Buy'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für Thyssenkrupp von 24,00 auf 26,73 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die mögliche Konsolidierung durch die Verbindung mit Tata Steel in Europa sowie höhere Stahlpreise dürften die Aktie in den kommenden Monaten stützen, schrieb Analyst Christian Georges in einer Studie vom Donnerstag. Am Markt sollten zudem die Nichtstahlaktivitäten genauere Beachtung finden./ajx/tav

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank belässt Beiersdorf auf 'Buy' - Ziel 100 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Beiersdorf nach den jüngsten Halbjahreszahlen aus dem europäischen Konsumgütersektor auf "Buy" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Die Unternehmen hätten insgesamt solide Resultate erzielt und dürften ihre Jahresziele problemlos erreichen, schrieb Analystin Eva Quiroga-Thiele in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die Sektorbewertung sei nicht gerade günstig, werde aber von soliden Fundamentaldaten gestützt./ajx/tav

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank belässt Henkel auf 'Hold' - Ziel 100 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Henkel nach den jüngsten Halbjahreszahlen aus dem europäischen Konsumgütersektor auf "Hold" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Die Unternehmen hätten insgesamt solide Resultate erzielt und dürften ihre Jahresziele problemlos erreichen, schrieb Analystin Eva Quiroga-Thiele in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die Sektorbewertung sei nicht gerade günstig, werde aber von soliden Fundamentaldaten gestützt./ajx/tav

25.08.2016

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux belässt K+S auf 'Buy' - Ziel 22 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für K+S angesichts der Ernennung eines Nachfolgers für Vorstandschef Norbert Steiner auf "Buy" mit einem Kursziel von 22 Euro belassen. Es sei erfreulich, dass der aktuelle Finanzchef Burkhard Lohr im Mai 2017 das Amt übernehme, schrieb Analyst Christian Faitz in einer Studie vom Donnerstag. Lohr genieße unter Investoren hohes Ansehen und habe es in schwierigen Zeiten geschafft, die Finanzlage auch ohne eine Kapitalerhöhung zu sichern./tih/tav

25.08.2016

AKTIE IM FOKUS: RTL-Anleger zeigen sich enttäuscht über Einnahmeschwund

FRANKFURT (dpa-AFX) - Rückläufige Einnahmen im zweiten Quartal haben den Anlegern der RTL Group aufs Gemüt geschlagen. Mit einem Kursverlust von 1,85 Prozent auf 77,95 Euro zählten die Papiere des Medienunternehmens am Donnerstag zu den Schlusslichtern im MDax . "Die vergangenen sportlichen Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft haben die Zuschauer eher zur Konkurrenz gelockt und RTL einen Umsatzrückgang beschert", erläuterte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner die Schwäche im abgelaufenen Jahresviertel.

Experten verwiesen zudem auf den starken Kursanstieg seit Juli, die schwache Jahresumsatzprognose sowie auf die nach Ansicht einiger Analysten werthaltigere Aktie des Konkurrenten ProSiebenSat.1 . Der in Aussicht gestellten Rekord beim operativen Jahresgewinn (Ebita) verpuffte vor diesem Hintergrund am Markt.

Sofern das gesamte erste Halbjahr betrachtet werde, seien die Zahlen von RTL zufriedenstellend ausgefallen, sagte Analyst Mark Josefson von Equinet. Allerdings sei das vor allem dem sehr starken ersten Quartal zu verdanken, während das zweite Quartal hinter seinen Schätzungen zurückgeblieben sei. Vor allem die TV-Produktionstochter FremantleMedia enttäuschte laut Josefson im zweiten Jahresviertel.

Händler Lipkow sieht langfristige Probleme auf RTL zukommen: Durch die zunehmende Konkurrenz der Internetkonzerne Alphabet und Facebook , welche durch ihre Medienformate immer mehr Zuschauer in das Internet lockten und so die Medienlandschaft nachhaltig veränderten, lauerten noch weitere Gefahren. "Das führt direkt zu weiteren Rückgängen der wichtigen Werbeeinnahmen und könnte der RTL Group nachhaltig zu schaffen machen."

Das passt zum nüchternen Urteil von Hans Bernecker, dem Herausgeber des gleichnamigen Börsenbriefs: "Die Dame an der Spitze macht einen guten Job im Management der aktuellen Struktur, aber hinkt in den Absichten der möglichen Digitalisierung sowohl Springer als auch ProSiebenSat.1 hinterher."/ck/das/mis