dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

28.02.2017

'HB': IBM und Conti wollen gemeinsam Mautsystem Toll Collect betreiben

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental will sich laut einem Pressebericht zusammen mit dem US-Konzern IBM um den Betrieb des deutschen Mautsystems Toll Collect bewerben. Im vertraulichen Vergabeverfahren beim Bundesverkehrsministerium wollten sich neben dem bisherigen Konsortium aus Deutscher Telekom , Daimler und der französischen Cofiroute auch IBM und Conti mit einem weiteren Partner bewerben, schreibt das "Handelsblatt" ("HB"/Dienstag) unter Berufung auf Branchen- und Koalitionskreise.

Conti wollte zu dem Artikel keine Stellung nehmen, bei IBM war zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen. Die Telekom und Daimler bestätigten, an dem Betrieb auch über das Jahr 2018 hinaus festhalten zu wollen. Beide halten rund 45 Prozent an Toll Collect. Zu den Details der Ausschreibung wollten sich die Unternehmen - wie auch das Bundesverkehrsministerium - nicht äußern.

Das deutsche Mautsystem Toll Collect ist zuständig für die Erhebung der Lkw-Maut auf deutschen Fernverkehrsstraßen. 2016 nahm der Staat darüber 4,6 Milliarden Euro ein. Für den Zeitraum ab September 2018 wird der Auftrag neu vergeben, der bisherige Vertrag läuft aus. Künftig soll auch auf dem kompletten, 39 000 Kilometer langen Netz an Bundesstraßen Maut erhoben werden. Der neue Vertrag soll dann bis 2030 bestehen./men/she/fbr

28.02.2017

Spezialmaschinenbauer Aixtron zahlt für 2016 keine Dividende

HERZOGENRATH (dpa-AFX) - Der kriselnde Spezialmaschinenbauer Aixtron will für das abgelaufene Jahr keine Dividende zahlen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Herzogenrath mit. Im vergangenen Jahr hatte Aixtron einen Verlust von 24 Millionen Euro eingefahren, nach gut 29 Millionen ein Jahr zuvor. In diesem Jahr dürfte der Fehlbetrag aber wegen hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung wieder anwachsen, hatte Aixtron vergangene Woche mitgeteilt. Erst 2018 strebt das Unternehmen nach derzeitigem Stand wieder ein positives Betriebsergebnis an.

Bei dem Konzern, der bald wieder zum TecDax gehören dürfte, war zuletzt der Verkauf an den chinesischen Investor Grand Chip Investment geplatzt, weil deutsche und US-Behörden ihr Veto eingelegt hatten./men/das

28.02.2017

Hapag-Lloyd macht Preisdruck stark zu schaffen - Besser als erwartet

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat 2016 unter dem starken Preisdruck im Frachtgeschäft gelitten. Trotz deutlicher Zuwächse im vierten Quartal sackte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Gesamtjahr um gut 240 Millionen auf 126 Millionen Euro ab, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte. Im ersten Halbjahr hatte die Reederei wegen hoher Überkapazitäten im Frachtgeschäft noch operative Verluste eingefahren. Hapag-Lloyd selbst hatte für 2016 aufgrund des scharfen Preiskampfs im Container-Geschäft Rückgänge erwartet. An der Börse kamen die Zahlen dennoch gut an: Experten hatten mit schlechteren Nachrichten gerechnet. Die Aktie legte um mehr als 1,5 Prozent zu.

Obwohl die Transportmenge 2,7 Prozent höher ausfiel als 2015, fiel der Umsatz um über eine Milliarde Euro auf 7,7 Milliarden Euro. Grund hierfür war die niedrige durchschnittliche Frachtrate. Das sind die Preise für den Containertransport und somit die Einnahmen der Reedereien. Positiv wirkte sich vor allem der deutlich gesunkene Preis für Treibstoff aus. Für das laufende Jahr rechnet die Deutsche Bank mit steigenden Frachtraten und einer verbesserten Gesamtlage in der Container-Schifffahrt.

Hapag-Lloyd steht derzeit kurz vor dem Zusammenschluss mit der arabischen Reederei UASC. Damit wäre Hapag-Lloyd die fünftgrößte Containerreederei weltweit, mit fast 240 Schiffen und einer Transportkapazität von 1,6 Millionen Standardcontainern (TEU). Angaben zum Gewinn unter dem Strich machte die Gesellschaft am Dienstag noch nicht. Den abschließenden Jahresbericht wird das Unternehmen am 24. März veröffentlichen./hosmac/jha/fbr

28.02.2017

Lürssen streicht bei Werft Blohm+Voss rund 300 Arbeitsplätze

HAMBURG (dpa-AFX) - Bei der Hamburger Werft Blohm+Voss sollen rund 300 von gegenwärtig fast 1000 Arbeitsplätzen wegfallen. Das teilten Geschäftsführung und Aufsichtsrat am Dienstag bei einer Betriebsversammlung in Hamburg mit. Durch hohe Kostenstrukturen, versäumte Investitionen und einen zu niedrigen Auftragsbestand befinde sich Blohm+Voss in einem kritischen Zustand, teilte die Bremer Lürssen-Gruppe als Eigentümer von Blohm+Voss im Anschluss an die Versammlung mit. Um die Werft langfristig wieder wettbewerbsfähig und profitabel zu machen, seien Anpassungsmaßnahmen auf allen Ebenen notwendig.

Künftig solle Blohm+Voss innerhalb der Unternehmensgruppe unter Führung von Lürssen einen bedeutenden Beitrag zur Fertigung von Marineschiffen leisten und den Schwerpunkt der Refit-Aktivitäten von Jachten bilden, das ist die Überholung und Aufwertung./egi/DP/jha

28.02.2017

Presse: Adidas kommt beim Verkauf seiner Golfmarken ins Straucheln

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Sportartikelkonzern Adidas gerät einem Pressebericht zufolge beim geplanten Verkauf seines Geschäfts mit Golfausrüstungen zunehmend in die Defensive. Die Verluste seien viel größer als potenzielle Käufer angenommen hätten, schreibt die "New York Post" (Dienstag) unter Berufung auf Kreise. Adidas verliere pro Jahr 75 bis 100 Millionen US-Dollar mit dem Geschäft.

Das Unternehmen aus Herzogenaurach sucht seit Mai vergangenen Jahres einen Käufer für die Marken Taylormade, Adams und Ashworth. Auf die drei Marken entfällt etwa 60 Prozent des Golf-Umsatzes, der 2015 währungsbereinigt um 13 Prozent auf rund 900 Millionen Euro sank. Zur Profitabilität einzelner Marken macht der Konzern grundsätzlich keine Angaben. Eine Sprecherin des Konzerns wollte die in der Zeitung genannten Summen daher nicht kommentieren. Sie sagte, generell wolle Adidas nicht die schnellste, sondern die beste Lösung für das Golfgeschäft finden.

Adidas will sich künftig auf die Produktion von Kleidung und Schuhen für den Golfsport beschränken. Die Investitionen hierfür sind deutlich geringer als diejenigen für die Entwicklung neuer Schläger oder Bälle - zumal sie sich immer weniger lohnen, denn der Golfmarkt schrumpft. Den Clubs rund um den Globus mangelt es an Nachwuchs.

Auch Adidas-Rivale Nike zog bereits die Reißleine. Anders als die Franken bemühte sich der US-Konzern aber nicht um einen Verkauf, sondern stellte die Produktion von Golfequipment ein. Dies könnte auch Adidas drohen, sollte der Konzern nicht bald einen Abnehmer finden, schreibt die "New York Post". Angeblich habe Adidas von Interessenten über eine halbe Milliarde Dollar gefordert, dabei mangele es an Innovationen.

Dass der Verkaufsprozess ins Stocken geraten ist, ist offensichtlich. Der neue Adidas-Chef Kasper Rorsted hatte noch im Herbst bei der Vorlage der Neunmonatszahlen gesagt, er wolle den Verkauf bis Ende 2016 unter Dach und Fach bringen. Dabei könnten Abschreibungen oder Kosten für den Verkauf anfallen. Dies ist alles nicht geschehen. Kommende Woche wird Rorsted die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen und dann auch über das Golfgeschäft berichten./she/men/fbr

28.02.2017

Woidke skeptisch zu möglicher Mühlenfeld-Ablösung

POTSDAM (dpa-AFX) - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich skeptisch zu einer möglichen Ablösung des Flughafenchefs Karsten Mühlenfeld geäußert. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Rauswurf von Herrn Mühlenfeld das Projekt beschleunigt", sagte Woidke den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (Dienstag). Der "Berliner Morgenpost" sagte Woidke, entscheidend sei nicht die Personalie, sondern was das Projekt erfolgreich zum Abschluss bringe. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft will voraussichtlich am Mittwochabend über die Zukunft von Mühlenfeld entscheiden. Er war in die Kritik geraten, weil er seinen Technikchef gegen den Willen der Eigentümer vor die Tür gesetzt hatte./rgo/DP/fbr

28.02.2017

Autozulieferer ElringKlinger schafft Ergebnisprognose nur knapp

DETTINGEN/ERMS (dpa-AFX) - Der Autozulieferer ElringKlinger hat seine Ergebnisziele im vergangenen Jahr nur mühsam erreicht. Der um Abschreibungen auf Zukäufe bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern stagnierte im Vorjahresvergleich bei 140,4 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das war wie zuletzt angepeilt das untere Ende der im Juli gesenkten Bandbreite. ElringKlinger hat Probleme mit der Auftragsflut in einem Schweizer Werk für Hitzeschilde, was die Kosten für Sonderschichten und Extrafrachten in die Höhe treibt. Im vierten Quartal sei es aber schon besser gelaufen, das operative Ergebnis stieg hier um rund 12 Prozent.

Der Umsatz kletterte 2016 auf Jahressicht um 3,3 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro, wobei Währungseffekte etwas belasteten. Aus eigener Kraft wäre der Erlös um 4,7 Prozent gestiegen. Das operative Ergebnis lag mit 135,6 Millionen Euro nur knapp über dem Vorjahreswert. Die komplette Bilanz will ElringKlinger am 30. März vorlegen - dann soll es auch einen neuen Ausblick geben./men/jha/fbr

28.02.2017

ROUNDUP: Salzgitter profitiert von erholten Stahlpreisen und eisernem Sparen

SALZGITTER (dpa-AFX) - Die Erholung auf dem Stahlmarkt kommt dem zweitgrößten deutschen Hersteller Salzgitter zugute. Nach verlustreichen Vorjahren hat der Thyssenkrupp-Konkurrent im vergangenen Jahr wieder einen Gewinn erwirtschaftet. Neben besseren Stahlpreisen half dem Unternehmen dabei das eigene Sparprogramm. Für das laufende Jahr sagte der Vorstand am Dienstag eine weitere Entspannung der Lage voraus.

"Nach dem unvermeidlichen Fokus auf Restrukturierungs- und Kostensenkungsinitiativen der letzten Jahre legen wir nunmehr einen besonderen Akzent auf Innovation und Wachstum", erklärte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann bei der Vorstellung der Eckdaten für 2016 in Salzgitter. Die Aussichten erschienen derzeit "so günstig wie seit 2012 nicht mehr". So rechnet der Konzern in den wichtigsten Märkten mit einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung.

STABILISIERUNG DER STAHLPREISE

Im vergangenen Jahr konnte Salzgitter unterm Strich annähernd 57 Millionen Euro verdienen nach einem Verlust in ähnlicher Größenordnung im Jahr zuvor. In der zweiten Jahreshälfte profitierten insbesondere die Geschäftsbereiche Flachstahl und Handel von einer Stabilisierung der Stahlpreise. Die EU hatte Anfang 2016 Antidumping-Zölle gegen chinesische Stahlimporte eingeführt, nachdem die Chinesen den Markt mit billigem Stahl geflutet hatten.

Jedoch profitieren die europäischen Stahlhersteller nur mit einiger Verzögerung von der Preiserholung, weil in der Branche langfristige Lieferverträge üblich sind. So schrumpfte der Umsatz des Salzgitter-Konzerns im vergangenen Jahr von 8,6 Milliarden auf 7,9 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand nun einen Sprung auf etwa 9 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis soll bei 100 bis 150 Millionen Euro herauskommen nach zuletzt 53 Millionen Euro.

AKTIE GIBT NACH

Die Anleger zeigten sich im vorbörslichen Handel allerdings eher unterkühlt. Die Aktie fiel auf der Handelsplattform Tradegate um 1,5 Prozent gegenüber ihrem Schlusskurs im Xetra-Handel. Das Abschneiden sei wenig überraschend gewesen, erklärte Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank. Vorstandschef Fuhrmann habe bereits zuvor einen Vorsteuergewinn für dieses Jahr in dreistelliger Millionenhöhe angedeutet und entsprechend hoch hätten die Erwartungen gelegen.

Beim deutlich gestiegenen Nettoergebnis kamen dem Konzern überdies steuerliche Verlustvorträge nach den trüben Vorjahren zugute. Zudem warf die Beteiligung am Kupferhersteller Aurubis 19 Millionen Euro vor Steuern ab und war damit abermals ein Stabilitätsanker. Die komplette Bilanz wird Salzgitter am 24. März vorlegen./das/she/fbr

28.02.2017

Zukäufe kurbeln Wachstum von Steinhoff an

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der Möbel- und Einzelhändler Steinhoff ist dank Zukäufen mit einem Umsatzsprung ins neue Geschäftsjahr gestartet. In dem Oktober bis Dezember umfassenden ersten Geschäftsquartal stiegen die Erlöse um 45 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. 1,3 Milliarden Euro gingen davon allein auf das Konto von Übernahmen wie die der britischen Billigkette Poundland und des US-Bettenhändlers Mattress Firm. Auf vergleichbarer Basis wäre der Umsatz um 11 Prozent gestiegen. Die operative Marge hielt sich den Angaben zufolge ohne die Zukäufe stabil.

Der Konzern mit südafrikanischen Wurzeln ist hierzulande durch die Möbelkette Poco bekannt. Durch Übernahmen ist Steinhoff inzwischen zu einem der größten Möbelhändler Europas herangewachsen. Steinhoff ist aber auch im Gebrauchtwagenverkauf und Autovermietungsgeschäft aktiv. Nicht immer ist Steinhoff bei seinen Plänen erfolgreich. Das Vorhaben, das eigene Afrika-Geschäft mit der afrikanischen Supermarktkette Shoprite zusammenzulegen, musste der Konzern in der vergangenen Woche abblasen. Die beteiligten Parteien konnten sich nicht auf die finanziellen Details einigen./she/men/fbr

28.02.2017

ROUNDUP: Hochtief will nach Gewinnsprung weiter zulegen - Dividende steigt

ESSEN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Baukonzern Hochtief zeigt sich aufgrund seiner gefüllten Auftragsbücher und guter Aussichten auf weitere Bestellungen noch optimistischer für das laufende Jahr. Hochtief habe für 2017 in Nordamerika, in der Region Asien-Pazifik und Europa "Zielobjekte im Wert von insgesamt 150 Milliarden Euro identifiziert", teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag in Düsseldorf mit. Für die Jahre ab 2018 sollen relevante Projekte mit einem Volumen von mehr als 350 Milliarden Euro auf den Markt kommen.

Hochtief peilt aufgrund der guten Aussichten für 2017 ein Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent an. Dazu soll auch der Heimatmarkt Deutschland beitragen, erläuterte ein Sprecher. Alleine im vergangenen Jahr habe sich dort der Auftragseingang um 600 Millionen Euro erhöht. Der um Sondereffekte wie etwa Zu- und Verkäufe bereinigte Konzerngewinn soll auf 410 bis 450 Millionen Euro steigen. Das wären 13 bis 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Zukünftig will Hochtief etwa die Hälfte des Gewinns an die Aktionäre ausschütten.

AKTIE REAGIERT POSITIV

Am Aktienmarkt kam die Hochtief-Bilanz gut an. Der Baukonzern habe beim Umsatz und mit seinen Gewinnkennziffern die Erwartungen übertroffen, sagte ein Börsianer. Auch der Dividendenvorschlag in Höhe von 2,60 Euro je Aktie habe positiv überrascht. Zudem klinge der Ausblick gut. Die Aktien legten vorbörslich zu.

Vor allem das internationale Geschäft der mehrheitlich zum spanischen Baukonzern ACS gehörenden Gesellschaft hatte im vergangenen Jahr bei Hochtief für einen Gewinnsprung gesorgt. Hintergrund waren gute Ergebnisse der Töchter in Australien und den USA sowie ein weiterer Sparkurs, der die Gewinnmargen nach oben trieb. Aber auch in Europa schrieb Hochtief nach einem Verlust im Vorjahr wieder schwarze Zahlen. Den um Sondereffekte wie verkaufte Unternehmensteile bereinigten Gewinn konnte Hochtief 2016 um 37 Prozent auf 361 Millionen Euro steigern.

DIVIDENDE SOLL DEUTLICH ERHÖHT WERDEN

Von dem Gewinnsprung sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll um 30 Prozent auf 2,60 je Aktie erhöht werden. Der Auftragsbestand legte um fast ein Fünftel auf 43,1 Milliarden Euro zu. Das europäische Geschäft, zu dem vor allem Deutschland gehört, steuerte dazu jedoch lediglich 3,9 Milliarden Euro bei. Der Umsatz ging insgesamt aufgrund von Anteilsverkäufen in Australien um 5,6 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro zurück. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich aufgrund des jüngsten Zukaufs in Australien um mehr als 16 Prozent auf fast 51 500. Allerdings beschäftigte Hochtief 2016 in Europa 6 Prozent weniger Mitarbeiter.

In einem Brief an die Aktionäre wies Unternehmenschef Marcelino Fernandez Verdes auf eine verbesserte Abwicklung der Projekte und niedrigere Finanzierungskosten hin. Seit seinem Amtsantritt im November 2012 hat der von ACS entsandte Manager Hochtief umgekrempelt. So hat sich Hochtief von einer Reihe von Tochterfirmen wie dem Flughafengeschäft, der Servicesparte und der Immobilientochter Aurelis getrennt. 2014 verkaufte Hochtief unter anderem den Wohnungsentwickler Format und verabschiedete sich aus dem Geschäft mit Windenergie auf hoher See./mne/fbr/jha/

28.02.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Kaum verändert vor Trumps Kongressauftritt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag nur mühsam in der Gewinnzone gehalten. Im frühen Handel schwankte der deutsche Leitindex um seinen Schlusskurs vom Vortag und lag zuletzt 0,09 Prozent im Plus bei 11 833,73 Punkten. Einerseits stützte die anhaltende Rekordjagd an der Wall Street das Börsenbarometer. Andererseits jedoch warteten die Anleger weiter gespannt auf die Rede des neuen US-Präsidenten Donald Trump am Dienstagabend (Ortszeit) vor dem Kongress, so dass sie sich mit Engagements zurückhielten.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax legte um 0,08 Prozent auf 23 381,42 Punkte zu. Für den Technologie-Index TecDax ging es um 0,01 Prozent auf 1896,41 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum verzeichnete ein moderates Plus.

DETAILS ZU TRUMPS STEUERGESCHENK ERWARTET

Donald Trump wird bei seiner ersten Rede vor dem US-Kongress seine Spezialthemen Wirtschaft und Verteidigung in den Fokus rücken. Dabei hoffen die Investoren darauf, dass der Republikaner endlich mit Details zu den versprochenen Steuergeschenken aufwartet, die am Markt bereits vorab gefeiert wurden. Die Wall Street eilte zuletzt von einem Rekord zum nächsten. Der Dax bewegt sich auf einem Niveau, das er zuletzt vor knapp zwei Jahren erreicht hatte.

Mit Blick auf den Dax-Chart mahnten die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar indes zur Vorsicht. Ihnen gefiel der Verlauf vom Montag mit hoher Eröffnung und Schluss in der unteren Hälfte der Tagesspanne gar nicht. "Nach dem vergleichsweise starken Einbruch vom letzten Freitag wären in einem soliden Bullenmarkt nun viel mehr Schnäppchenjäger unterwegs gewesen", lautete ihr Fazit. Ihre Zurückhaltung sei "ein erstes, leicht negatives Vorzeichen".

SALZGITTER AM MDAX-ENDE

Derweil geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. Dabei enttäuschte der Stahlhersteller Salzgitter mit seinem etwas unter den Markterwartungen liegenden Ziel für das Vorsteuerergebnis. Allerdings plane der Konzern stets konservativ, schränkte ein Händler ein. Die Aktien fielen dennoch am MDax-Ende um rund 3,5 Prozent.

Hochtief hingegen erfreute die Anleger. Der Baukonzern habe beim Umsatz und mit seinen Gewinnkennziffern die Erwartungen übertroffen, sagte ein Börsianer. Auch der Dividendenvorschlag in Höhe von 2,60 Euro je Aktie habe positiv überrascht. Zudem klinge der Ausblick gut. Die Aktien stiegen um knapp 1 Prozent.

STEINHOFF UND ELRINGKLINGER ÜBERZEUGEN

Der Möbel- und Einzelhändler Steinhoff startete dank Zukäufen mit einem Umsatzsprung ins neue Geschäftsjahr. Die Investoren honorierten dies mit einem Plus von gut 2 Prozent an der MDax-Spitze. Um sogar rund 4 Prozent nach oben ging es mit den Papieren von ElringKlinger . Damit waren die Anteilsscheine der Spitzenreiter im SDax . Der Autozulieferer habe 2016 seine Ergebnisziele im vergangenen Jahr trotz großer Zweifel erreicht, lobte ein Händler.

An der Dax-Spitze schließlich erholten sich die Anteilsscheine der Deutschen Börse mit plus 1,45 Prozent von ihrem Rückschlag zu Wochenbeginn. Das drohende Aus der Fusion zwischen dem Börsenbetreiber und der London Stock Exchange (LSE) hatte die Anleger verschreckt./la/das

28.02.2017

Aktien Frankfurt Eröffnung: Moderate Gewinne dank Rekordlauf in den USA

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag nur mühsam in der Gewinnzone gehalten. Im frühen Handel schwankte der deutsche Leitindex um seinen Schlusskurs vom Vortag und lag zuletzt 0,03 Prozent im Plus bei 11 825,93 Punkten. Einerseits stütze die anhaltende Rekordjagd an der Wall Street das Börsenbarometer. Andererseits jedoch warteten die Anleger weiter gespannt auf die Rede des neuen US-Präsidenten Donald Trump am Dienstagabend (Ortszeit) vor dem Kongress, so dass sie sich mit Engagements zurückhielten.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax legte um 0,23 Prozent auf 23 415,54 Punkte zu. Für den Technologie-Index TecDax ging es um 0,13 Prozent auf 1899,10 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verzeichnete ebenfalls ein moderates Plus./la/fbr

28.02.2017

Aktien Frankfurt Ausblick: Moderates Plus dank Rekordjagd in den USA

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die anhaltende Rekordlaune an der Wall Street dürfte den Dax auch am Dienstag stützen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisiert rund eine Stunde vor dem Auftakt ein Plus von 0,11 Prozent auf 11 836 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeichnete sich ebenfalls ein positiver Start ab.

In den USA hatte der Dow Jones Industrial am Vorabend seine Serie an Schlussrekorden auf zwölf Tage ausgebaut - wenn auch erneut nur knapp. Die Anleger warten weiter gespannt auf die Rede des neuen US-Präsidenten Donald Trump am Dienstagabend (Ortszeit) vor dem Kongress. Sie hoffen darauf, dass er endlich mit Details zu den versprochenen Steuergeschenken aufwartet, die am Markt bereits vorab mit Rekorden gefeiert wurden.

HOCHTIEF ÜBERZEUGT

Mit Blick auf den Dax-Chart mahnen die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar indes zur Vorsicht. Ihnen gefällt der Verlauf vom Montag mit hoher Eröffnung und Schluss in der unteren Hälfte der Tagesspanne gar nicht. "Nach dem vergleichsweise starken Einbruch vom letzten Freitag wären in einem soliden Bullenmarkt nun viel mehr Schnäppchenjäger unterwegs gewesen", lautete ihr Fazit. Ihre Zurückhaltung sei "ein erstes, leicht negatives Vorzeichen".

Derweil geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine neue Runde. Unter den im MDax der mittelgroßen Werte gelisteten Firmen konnte Hochtief positiv überraschen. Der Baukonzern habe beim Umsatz und mit seinen Gewinnkennziffern die Erwartungen übertroffen, sagte ein Börsianer. Auch der Dividendenvorschlag in Höhe von 2,60 Euro je Aktie habe positiv überrascht. Zudem klinge der Ausblick gut. Die Aktien stiegen auf der Handelsplattform Tradegate um mehr als 1 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss am Montag.

AUSBLICK VON SALZGITTER ENTTÄUSCHT

Den Ausblick des zweitgrößten deutschen Stahlherstellers Salzgitter hingegen werteten die Anleger eher negativ. Die Papiere stoppten bei Tradegate ihre jüngste Erholung und gaben um fast 1 Prozent nach.

Zudem legte der deutsch-südafrikanische Möbelkonzern Steinhoff Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor, die Anteilsscheine stiegen bei Tradegate um gut 1 Prozent.

Um 0,44 Prozent nach unten ging es mit den Papieren von ElringKlinger . Der Autozulieferer hatte 2016 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf Vorjahresniveau erwirtschaftet.

ALLIANZ NACH STUDIE GEFRAGT

Schließlich gab die US-Bank Morgan Stanley ihre negative Einschätzung der Allianz-Aktien auf. Die Papiere des Versicherers legten bei Tradegate um 0,64 Prozent zu. Die Münchner verfügten über eine sehr starke Kapitaldecke, schrieb Analyst Jon Hocking./la/das

27.02.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Weiter auf Rekordniveau - Warten auf Trump-Rede

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienindizes haben am Montag moderate Kursgewinne eingefahren. Sie notieren damit weiter auf Rekordniveau. Der Leitindex Dow Jones Industrial beendete den Handel mit plus 0,08 Prozent auf 20 837,44 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,10 Prozent auf 2369,73 Punkte. Auch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte es am Ende des Tages noch in den grünen Bereich mit plus 0,08 Prozent auf 5347,55 Punkte.

Im Fokus steht nun die Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Kongress an diesem Dienstag. Anleger hoffen auf konkretere Aussagen Trumps zu den bereits vor Wochen angekündigten Steuererleichterungen. Am Freitag steht zudem die Rede von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen auf der Agenda, von der Marktteilnehmer weitere Signale für eine Leitzinsanhebung erwarten.

TRUMP-PLÄNE BEFEUERN RÜSTUNGS- UND BAUWERTE

Rüstungswerte profitierten zu Wochenbeginn von Meldungen aus dem Weißen Haus zu steigenden Rüstungsausgaben. So soll das US-Verteidigungsbudget um zehn Prozent oder 54 Milliarden US-Dollar zulegen. Aktien wie Lockheed Martin , Boeing , Raytheon oder Northrop Grumman legten m bis zu eineinhalb Prozent zu.

Händler verwiesen zudem auf erneute Aussagen Trumps zur Ankurbelung der Infrastruktur-Ausgaben in den Vereinigten Staaten. An der Dow-Spitze profitierten davon die Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar mit plus 2,05 Prozent.

Beim Milka-Hersteller Mondelez sorgten abkühlende Übernahmehoffnungen für einen Kursrückgang um 3,55 Prozent. Der US-Investmentguru Warren Buffett hat laut Medienberichten nach dem gescheiterten Kauf des Konsumgüterkonzerns Unilever durch Buffetts Beteiligung Kraft Heinz derzeit keine alternativen Übernahmeziele im Visier. Kraft-Heinz-Aktien büßten 2,65 Prozent ein.

VERKAUFSEMPFEHLUNG BREMST TESLA WEITER AUS

Die Aktien des Elektroautobauers Tesla litten unter kritischen Aussagen von Goldman Sachs und rutschten um 4,19 Prozent ab. Die US-Bank hatte die Anteile nach dem deutlichen Kurszuwachs seit Anfang Dezember abgestuft und rät nun zum Verkauf. Die Goldman-Analysten sehen bei Tesla die Risiken inzwischen deutlich überwiegen.

Der Kurs des Euro rutschte im New Yorker Geschäft wieder unter die Marke von 1,06 US-Dollar. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0589 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0587 (Freitag: 1,0609) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9446 (0,9426) Euro. Am US-Rentenmarkt verloren richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 15/32 Punkte auf 98 31/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,37 Prozent./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

27.02.2017

Aktien New York Schluss: Indizes weiter auf Rekordniveau - Warten auf Trump-Rede

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienindizes haben am Montag moderate Kursgewinne eingefahren. Sie notieren damit weiter auf Rekordniveau. Der Leitindex Dow Jones Industrial beendete den Handel mit plus 0,08 Prozent auf 20 837,44 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,10 Prozent auf 2369,73 Punkte. Auch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte es am Ende des Tages noch in den grünen Bereich mit plus 0,08 Prozent auf 5347,55 Punkte.

Im Fokus steht nun die Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Kongress an diesem Dienstag. Anleger hoffen auf konkretere Aussagen Trumps zu den bereits vor Wochen angekündigten Steuererleichterungen. Am Freitag steht zudem die Rede von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen auf der Agenda, von der Marktteilnehmer weitere Signale für eine Leitzinsanhebung erwarten./ajx/he

27.02.2017

Aktien New York: Weiter auf rekordhohem Niveau - Warten auf Trump-Rede

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street ist am Montag auf weiterhin rekordhohem Niveau kaum vorangekommen. Zuletzt stand der Leitindex Dow Jones Industrial 0,03 Prozent höher bei 20 828,93 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,06 Prozent auf 2368,86 Punkte vor. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 sank hingegen um 0,05 Prozent auf 5340,70 Punkte.

Vor einer Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Kongress an diesem Dienstag wagten sich die Anleger kaum vor, hieß es. Es brauche konkretere Aussagen Trumps zu den vor Wochen angekündigten Steuererleichterungen, um die dreimonatige Kursrally seit seiner Wahl zu rechtfertigen, kommentierte Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets. Doch laut Finanzminister Steven Mnuchin, der letzte Woche die ersten Interviews nach seiner Vereidigung gab, wird die Steuerreform frühestens im August verabschiedet. Am Freitag steht zudem die Rede von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen auf der Agenda, von der Anleger weitere Signale für eine Leitzinsanhebung erwarten.

Rüstungswerte profitierten zu Wochenbeginn von Meldungen aus dem Weißen Haus in Washington zu steigenden Rüstungsausgaben. So soll das US-Verteidigungsbudget um zehn Prozent oder 54 Milliarden US-Dollar zulegen. Aktien wie Lockheed Martin , Boeing , Raytheon oder Northrop Grumman legten um ein bis eineinhalb Prozent zu

Händler verwiesen zudem auf erneute Aussagen Trumps, wonach die Ausgaben für die US-Infrastruktur kräftig angekurbelt werden sollen. An der Dow-Spitze profitierten davon die Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar mit plus 1,80 Prozent.

Beim Milka-Hersteller Mondelez sorgten abkühlende Übernahmehoffnungen für einen Kursrückgang um mehr als 3 Prozent. Der US-Investmentguru Warren Buffett hat laut Medienberichten nach dem gescheiterten Kauf des Konsumgüterkonzerns Unilever durch Buffetts Beteiligung Kraft Heinz derzeit keine alternativen Übernahmeziele im Visier. Kraft-Heinz-Aktien büßten etwas mehr als 2 Prozent ein.

Die Aktien des Elektroautobauers Tesla litten unter kritischen Aussagen von Goldman Sachs und weiteten ihren Kursverlust zuletzt auf mehr als 5 Prozent aus. Die US-Bank hatte die Anteile nach dem deutlichen Kurszuwachs seit Anfang Dezember abgestuft und rät nun zum Verkauf. Die Analysten sehen bei Tesla die Risiken inzwischen deutlich überwiegen./ajx/he

27.02.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Leichte Erholung zum Wochenauftakt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben nach dem schwachen Abschluss der Vorwoche am Rosenmontag wieder etwas stärker zugegriffen. Der Dax gewann letztlich 0,16 Prozent auf 11 822,67 Punkte. Spekulationen um deutlich steigende öffentliche Investitionen und Steuersenkungen in den USA hätten die im Handelsverlauf erzielten, leichten Dax-Verluste im späten Geschäft eingedampft, hieß es. In der Vorwoche war der Leitindex an der Marke von 12 000 Punkten - trotz eines kurzen Sprungs darüber - letztlich abgeprallt.

Der MDax , in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert sind, stieg um 0,08 Prozent auf 23 362,63 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,58 Prozent auf 1896,66 Punkte zu.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,16 Prozent auf 3309,30 Punkte nach oben. In Paris und London zeigten sich die Leitindizes kaum verändert. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial gab zum europäischen Börsenschluss minimal nach.

WARTEN AUF TRUMP-REDE

Die Märkte warten mit Spannung auf die Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Kongress. Dort dürfte es unter anderem Details zu den Steuersenkungs- und Investitionsplänen geben. Am Montagnachmittag hatte das Weiße Haus mitgeteilt, dass Trump das US-Verteidigungsbudget um zehn Prozent oder 54 Milliarden US-Dollar anheben will. Diese Summe soll bei den meisten anderen Ministerien eingespart werden.

"Nachdem Trump die Märkte auf die Folter gespannt hat, brennen sie nun darauf, auch Details zu den bereits als 'phänomenal' angekündigten Steuerplänen zu erfahren", sagte Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets. "Die Erwartungen dürften deshalb kaum höher sein und die Wall Street ist schon in Vorfreude darauf mehr als heiß gelaufen. Wenn Trump nicht endlich liefert, könnten viele Träume und am Ende auch eine Börsenblase platzen", so Stanzl.

DEUTSCHE BÖRSE DEUTLICH IM MINUS

Thema des Tages aus Unternehmenssicht war das mögliche Aus der Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange (LSE). Hintergrund ist die Weigerung des Londoner Börsenbetreibers, den Mehrheitsanteil an der italienischen Anleihen-Handelsplattform MTS zu veräußern. Diesen Schritt verlangen jedoch die Wettbewerbshüter der EU-Kommission. Die Anleger reagierten verschreckt und ließen die bereits für den Zusammenschluss eingereichten Aktien der Deutschen Börse 3,8 Prozent tiefer schließen.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen gaben um 0,9 Prozent nach. Die Folgen der Abgas-Manipulationen belasten den Autobauer weiter. Dennoch hatte der Konzern im vergangenen Jahr vor allem wegen seiner Stärke in China unter dem Strich einen Gewinn von 5,1 Milliarden Euro eingefahren, nach einem Rekordverlust von knapp 1,6 Milliarden Euro zuvor. Analyst Sascha Gommel von der Commerzbank nannte die vorläufigen Ergebnisse für das Schlussquartal aber wenig inspirierend.

ADIDAS NEHMEN KURS AUF REKORDHOCH

Adidas-Aktien nahmen ihr Rekordhoch aus dem vergangenen Oktober bei 160,30 Euro wieder in Angriff. Auftrieb gaben Kaufempfehlungen der Analysten von UBS und RBC Capital. Die Papiere des Sportartikelherstellers legten an der Dax-Spitze um 3,9 Prozent zu.

Nordex-Papiere gerieten nach erneut negativen Analysteneinschätzungen weiter unter Druck und büßten 2,5 Prozent ein. Der Windkraftanlagenbauer hatte am Donnerstag seine Umsatzprognosen zurechtgestutzt. Der Kurs war daraufhin eingebrochen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,05 Prozent am Freitag auf minus 0,06 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 143,43 Punkte. Der richtungweisende Euro-Bund-Future gab um 0,08 Prozent auf 166,18 Punkte nach. Der Euro kostete zuletzt 1,0626 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0587 (Freitag: 1,0609) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9446 (0,9426) Euro gekostet./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

27.02.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Leichte Erholung zum Wochenauftakt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben nach dem schwachen Abschluss der Vorwoche am Rosenmontag wieder etwas stärker zugegriffen. Der Dax gewann letztlich 0,16 Prozent auf 11 822,67 Punkte. Spekulationen um deutlich steigende öffentliche Investitionen und Steuersenkungen in den USA hätten die im Handelsverlauf erzielten, leichten Dax-Verluste im späten Geschäft eingedampft, hieß es. In der Vorwoche war der Leitindex an der Marke von 12 000 Punkten - trotz eines kurzen Sprungs darüber - letztlich abgeprallt.

Der MDax , in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert sind, stieg um 0,08 Prozent auf 23 362,63 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,58 Prozent auf 1896,66 Punkte zu./edh/he

27.02.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Weiter auf hohem Niveau - Warten auf Trump-Rede

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street ist am Montag zunächst kaum in Tritt gekommen. Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,02 Prozent höher bei 20 826,84 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,03 Prozent auf 2368,15 Punkte vor. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 verlor hingegen 0,15 Prozent auf 5335,42Punkte. Die Indizes befinden sich damit weiterhin auf einem rekordhohem Niveau.

US-Konjunkturdaten hatten keinen Einfluss auf das Kursgeschehen: Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Januar war überraschend gesunken. Dagegen waren die Auftragseingänge für langlebige Güter unerwartet deutlich gestiegen.

Vor einer Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Kongress an diesem Dienstag wagten sich die Anleger kaum vor, hieß es. Es brauche konkretere Aussagen Trumps zu den vor Wochen angekündigten Steuererleichterungen, um die dreimonatige Kursrally seit seiner Wahl zu rechtfertigen, kommentierte Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets. Doch laut Finanzminister Steven Mnuchin, der letzte Woche die ersten Interviews nach seiner Vereidigung gab, wird die Steuerreform frühestens im August verabschiedet.

Rüstungswerte wie Lockheed Martin , Raytheon oder Boeing profitierten von Meldungen aus dem Weißen Haus in Washington zu steigenden Rüstungsausgaben. Raytheon etwa gewannen rund eineinhalb Prozent. Hoffnungen auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu Ausgaben für die US-Infrastruktur trieben Aktien wie Caterpillar an, die als bester Dow-Wert gut 2 Prozent gewannen.

Beim Milka-Hersteller Mondelez sorgten abkühlende Übernahmehoffnungen für einen Kursrückgang um fast 3 Prozent. Der US-Investmentguru Warren Buffett hat laut Medienberichten nach dem gescheiterten Kauf des Konsumgüterkonzerns Unilever durch Buffetts Beteiligung Kraft Heinz derzeit keine alternativen Übernahmeziele im Visier. Kraft-Heinz-Aktien büßten etwas mehr als 1 Prozent ein.

Die Aktien des Elektroautobauers Tesla rutschten nach kritischen Aussagen von Goldman Sachs um mehr als 4 Prozent ab. Die US-Bank hatte sie nach dem deutlichen Kurszuwachs seit Anfang Dezember abgestuft und rät nun zum Verkauf./ajx/he

27.02.2017

Aktien New York: Ohne Elan - Warten auf morgige Trump-Rede

NEW YORK (dpa-AFX) - Die zuletzt rekordmüde Wall Street ist am Montag im frühen Handel kaum in Tritt gekommen. Der Dow Jones Industrial notierte rund eine Dreiviertelstunde nach der Eröffnung 0,03 Prozent schwächer bei 20 814,75 Punkten. Am Freitag war dem US-Leitindex nach seiner zehntägigen Rekordserie der Schwung ausgegangen. Der breiter gefasste S&P 500 gab zum Wochenstart um 0,06 Prozent nach auf 2365,85 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,21 Prozent auf 5332,30 Punkte.

US-Konjunkturdaten hatten keinen Einfluss auf das Kursgeschehen: Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Januar war überraschend gesunken. Dagegen waren die Auftragseingänge für langlebige Güter unerwartet deutlich gestiegen.

Vor einer Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Kongress am morgigen Dienstag hielten sich die Anleger erst einmal weiter zurück, hieß es. Es brauche konkretere Aussagen Trumps zu den vor Wochen angekündigten Steuererleichterungen, um die dreimonatige Kursrally seit seiner Wahl zu rechtfertigen, kommentierte Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets./ajx/mis

28.02.2017

Deutschland: Mehr, aber kleinere Haushalte bis 2035 erwartet

WIESBADEN (dpa-AFX) - Mehr Einwohner und kleinere Familien lassen die Zahl der Privathaushalte in Deutschland steigen. Eine neue Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, die am Dienstag veröffentlicht wurden, geht davon aus, dass es in 20 Jahren 43,2 Millionen Privathaushalte in Deutschland gibt. 2015 hatten die Statistiker nur 40,8 Millionen Haushalte gezählt.

"Zwei Faktoren werden die Entwicklung der Privathaushalte in den kommenden zwei Jahrzehnten entscheidend prägen", sagte Destatis-Mitarbeiterin Olga Pötzsch: "Veränderungen in der Altersstruktur und Größe der Bevölkerung einerseits sowie der Trend zu kleineren Haushalten andererseits."

Allein aufgrund der angenommenen Bevölkerungsentwicklung sei die Haushaltszahl im Jahr 2035 mit 41,5 Millionen um rund 760 000 höher als im Jahr 2015. Zusätzlich würde der Trend zu mehr Ein- und Zwei-Personen-Haushalten zu weiteren 1,6 Millionen Haushalte führen.

Die Zahl der Menschen, die in Ein- oder Zwei-Personen-Haushalten leben, dürfte dabei von rund 45 Millionen im Jahr 2015 auf etwa 50 Millionen im Jahr 2035 zunehmen. Die Zahl der Haushalte mit Kindern könnte dagegen bis 2035 von 9,9 auf 8,8 Millionen zurückgehen./sat/DP/jha

28.02.2017

DIW-Forscher: Keine Agenda-Debatte führen, bessere Jobs schaffen

OSNABRÜCK (dpa-AFX) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sollte aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) seine Reformpläne für die Agenda 2010 wieder aufgeben. Ein längerer Bezug von Arbeitslosengeld nütze nur relativ wenigen älteren Menschen, sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Die Situation heute sei auch anders als vor den Hartz-IV-Reformen, als es eine extrem hohe Arbeitslosigkeit gab. "Da jetzt eine riesige Debatte zu führen, ist verfehlt."

Schulz hat angeregt vor, dass ältere Arbeitnehmer mit vielen Beitragsjahren bei Erwerbslosigkeit länger Arbeitslosengeld bekommen sollen, bevor sie auf Hartz-IV-Niveau sinken. Die Agenda-Reformen waren unter dem SPD-Kanzler Gerhard Schröder beschlossen worden.

Fratzscher sagte, die Politik brauche statt dieser Debatte ein Konzept, wie man für mehr Menschen bessere Jobs schaffen könne. Die Probleme seien groß. "Der Anteil der Schüler ohne Abschluss wächst, wir haben eine Million Langzeitarbeitslose, und vier Millionen Menschen liegen beim Verdienst nur auf Mindestlohnniveau oder knapp darüber." Gefragt seien nicht mehr oder weniger Regulierung, sondern vor allem mehr Qualifizierung. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern gelinge hierzulande nur relativ wenigen Menschen aus bildungsfernen Bereichen ein sozialer Aufstieg./toz/DP/stk

28.02.2017

ROUNDUP: Japans Industrieproduktion sinkt erstmals seit einem halben Jahr

TOKIO (dpa-AFX) - Japans Industrie hat zum Jahresauftakt überraschend den ersten Dämpfer seit einem halben Jahr einstecken müssen. Im Januar sei die Produktion der Industriebetriebe im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent gesunken, teilte die Regierung am Dienstag in Tokio mit. Experten hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Im Dezember war die Industrieproduktion noch um 0,7 Prozent gestiegen. Unter anderem haben schwache Exportgeschäfte die Produktion belastet.

Der Rückschlag im Januar war der erste seit vergangenen Juli. Im Durchschnitt der drei Monate von November bis Januar ist die Industrieproduktion aber laut Regierungsangaben um 1,9 Prozent gestiegen.

Im Jahresvergleich stieg die Industrieproduktion im Januar um 3,2 Prozent. In dieser Abgrenzung war der Zuwachs so stark wie im Dezember. Experten hatten aber mit einem Anstieg der Produktion im Jahresvergleich um 4,3 Prozent gerechnet.

Besser als erwartet fiel dagegen der Umsatz im Einzelhandel aus. Dieser kletterte den Angaben zufolge im Januar im Monatsvergleich um 0,5 Prozent nach einem Rückschlag von 1,6 Prozent im Monat zuvor. Experten hatten nur einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze im Januar wie erwartet um 1,0 Prozent.

Nach Einschätzung des Experten Taro Saito vom NLI Research Institute sind die Daten eine Erinnerung daran, zurückhaltend zu sein. Das gelte vor allem für all jene, die jüngst optimistisch für die Entwicklung der japanischen Wirtschaft gewesen seien. Die schwachen Exporte, auch von Autos, hätten die Industrieproduktion belastet. Im Vergleich zum Dezember war vor allem die Produktion von Autos, Motoren und Transportequipment stark rückläufig./jkr/stk/jsl/das

28.02.2017

Frankreich: Inflationrate sinkt überraschend

PARIS (dpa-AFX) - In Frankreich ist die Inflationsrate im Februar überraschend gefallen. Die Verbraucherpreise seien um 1,4 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mit. Im Januar hatte die Rate noch 1,6 Prozent betragen. Volkswirte hatten für den Februar mit einer Teuerung von 1,7 Prozent gerechnet. Die Daten beziehen sich auf den für europäische Zwecke erhobenen Verbraucherpreisindex HVPI.

Auch im Vergleich zum Vormonat blieb die Preisentwicklung im Februar hinter den Erwartungen zurück. Die Verbraucherpreise stiegen nur um 0,1 Prozent, während Ökonomen mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet hatten.

Die Inflation in Frankreich lag damit zuletzt unter dem Niveau in der Eurozone. Im Januar hatte die Jahresrate Währungsraum bei 1,8 Prozent gelegen. Der Wert für Februar wird am Donnerstag veröffentlicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Währungsraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an./jsl/jkr/fbr

28.02.2017

Frankreich: Wirtschaft wächst wieder etwas stärker

PARIS (dpa-AFX) - Die Wirtschaft Frankreichs ist im vierten Quartal wieder etwas stärker gewachsen. In den Monaten Oktober bis Dezember habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag nach einer zweiten Erhebung mit. Damit wurde die erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Noch im dritten Quartal war die französische Wirtschaft nur um 0,2 Prozent gewachsen. Im zweiten Quartal war sie sogar leicht geschrumpft. Als eine Ursache dafür galten Streiks und Proteste, die eine Arbeitsmarktreform der Regierung begleitet hatten.

Im Jahresvergleich legte die französische Wirtschaft im vierten Quartal um 1,2 Prozent zu und damit etwas stärker als die zunächst geschätzten 1,1 Prozent. Volkswirte hatten eine Bestätigung der ersten Schätzung erwartet./jkr/jsl/fbr

28.02.2017

Kontrollen der Geldgeber in Athen - weitere Sparmaßnahmen in Sicht

ATHEN (dpa-AFX) - Vertreter der internationalen Geldgeber haben am Dienstag in Athen neue Kontrollen des griechischen Reformprogramms gestartet. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, wurde am Vormittag zunächst über Privatisierungen und Energiethemen gesprochen. Am Abend sollten die nötigen Sparmaßnahmen für die kommenden Monate erörtert werden.

Dem Vernehmen nach geht es diesmal in erster Linie um die Senkung des Einkommensteuer-Freibetrags von heute 8636 Euro auf etwa 6000 Euro pro Jahr, berichteten übereinstimmend griechische Medien. Bedingung für weitere Hilfen sind darüber hinaus Reformen beim Arbeits- und Streikrecht, Kürzungen von Renten sowie weitere Privatisierungen.

Mit den neuen Maßnahmen sollen rund 3,6 Milliarden Euro gespart werden, schätzten Experten der griechischen Finanzpresse. Es sei unklar, wie lange die Kontrolleure der EU-Kommission und Europäischen Zentralbank (EZB), des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) bleiben werden.

Die Athener Regierung hatte 2015 im Gegenzug für ein Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen zugesagt. Der IWF nimmt vorerst nur als Berater an den Verhandlungen teil. Erst nach einer erfolgreichen Überprüfung können weitere Milliarden ausgezahlt werden. Dies ist auch Voraussetzung für eventuelle Schuldenerleichterungen, auf die Athen und der IWF dringen./tt/DP/fbr

28.02.2017

Sentix: Gut ein Viertel der Anleger rechnet mit Zerfall des Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - An den Finanzmärkten nimmt die Sorge vor einem Auseinanderbrechen des Euroraums zu. Bei einer Umfrage unter Anlegern durch das Marktforschungsunternehmen Sentix gab im Februar gut ein Viertel der Befragten an, binnen eines Jahres mit dem Euro-Austritt mindestens eines Landes zu rechnen. Das teilte Sentix am Mittwoch mit. "Die Eurokrise war nie weg", sagte Sentix-Chef Manfred Hübner. "Und dieses Mal besteht das Drama gleich aus drei Hauptakteuren: Griechenland, Italien und Frankreich."

Inzwischen hat Griechenland mit gut 19 Prozent Austrittswahrscheinlichkeit wieder Italien als größten Wackelkandidaten abgelöst. Vor dem italienischen Verfassungsreferendum Ende 2016 hatten sich die Anleger auf die politische Lage in Italien konzentriert. Aktuell ist aber Griechenland wieder wegen Diskussionen um die Fortführung des dritten Hilfsprogramms und und eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker im Fokus.

Zwischenzeitlich hatten fast 20 Prozent der Befragten an einen Euro-Austritt Italiens geglaubt. Derzeit sind es nur noch knapp 14 Prozent. Zunehmend Sorgen machen sich die Anleger allerdings um Frankreich. Hier liegt der Index inzwischen bei über 8 Prozent. Noch im Januar waren es unter 6 Prozent gewesen. Ein Wahlsieg der Euro-Gegnerin Marine Le Pen vom Front National im zweiten Wahlgang bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen gilt zwar als eher unwahrscheinlich, kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Bei der Sentix-Umfrage im Februar wurden gut 1000 Investoren befragt. Zuletzt war der Gesamtwert für den Euro-Austritt eines Landes unmittelbar nach dem Brexit-Votum der Briten im Juni 2016 noch etwas höher gewesen als derzeit. Vom Höchststand ist der aktuelle Wert von gut 25 Prozent aber weit entfernt. Im Juli 2012 war der Index im Zuge der Griechenland-Krise auf 73 Prozent gestiegen./tos/mis/he

28.02.2017

Japans Industrieproduktion mit erstem Rückgang seit sechs Monaten

TOKIO (dpa-AFX) - Dämpfer für die japanische Wirtschaft: Die Industrieproduktion ist im Januar zum ersten Mal seit Monaten wieder gesunken.

Die Produktion der Industrieunternehmen sei im Januar im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent zurückgegangen, teilte die Regierung am Dienstag in Tokio mit. Dieser Rückgang kam überraschend, haben Analysten doch einen Zuwachs von 0,4 Prozent erwartet. Enttäuscht hatte jüngst auch der japanische Außenhandel zum Jahresbeginn.

Diese Zahlen sind nach Meinung von Taro Saito, Volkswirt am NLI Research Institute, eine Erinnerung daran, zurückhaltend zu sein. Das gelte vor allem für all jene, die jüngst optimistisch für die Entwicklung der japanischen Wirtschaft gewesen seien. Die schwachen Exporte, auch von Autos, hätten die Industrieproduktion belastet. Im Vergleich zum Dezember ist vor allem die Produktion von Autos, Motoren und Transportequipment stark rückläufig.

Im Rahmen der Erwartungen fiel dagegen der Umsatz im Einzelhandel aus. Dieser kletterte den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent und legte damit zu wie von Analysten erwartet./stk/fbr

28.02.2017

Senat bestätigt Wilbur Ross als US-Wirtschaftsminister

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Senat hat den von Präsident Donald Trump als Wirtschaftsminister vorgeschlagenen Milliardär Wilbur Ross bestätigt. Ross gilt auf der Position als umstritten. Der als "König der Konkurse" bekanntgewordene Investor hatte seinen Langzeitbekannten Donald Trump bereits im Wahlkampf unterstützt. Er ist ein entschiedener Kritiker des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta, bei dem die USA derzeit mit Mexiko und Kanada zusammenarbeiten. Ross ist bereits 79 Jahre alt./dm/DP/stk

28.02.2017

Präsident Trump redet erstmals vor dem US-Kongress

WASHINGTON (dpa-AFX) - Donald Trump wird bei seiner ersten Rede vor dem US-Kongress seine Spezialthemen Wirtschaft und Verteidigung in den Fokus rücken. Das gab das Weiße Haus am Montag (Ortszeit) in Washington bekannt. Der Präsident wolle gut einen Monat nach Amtsantritt deutlich machen, dass er seine Wahlkampfversprechen halten wolle und den Amerikanischen Geist wieder neu entfachen, sagte ein Mitarbeiter aus seinem Beraterkreis. Er wird am Dienstagabend (Ortszeit) auch die Grundpfeiler des nächsten Haushalts skizzieren.

Trump, in der Vergangenheit wiederholt mit Verbalausfällen aufgefallen, hat diesmal einen ganzes Team von Redenschreibern beschäftigt. Es soll vor allem um das Wohl amerikanischer Arbeiter gehen sowie um die Sicherheitspolitik. Bereits am Montag verlautete, dass der neue Präsident den Verteidigungsetat um zehn Prozent aufstocken und künftig 54 Milliarden Dollar (51,1 Mrd Euro) für die Verteidigung ausgeben will. "Wir müssen wieder Kriege gewinnen", sagte Trump. Es wäre die größte Anhebung für das Militär in der US-Geschichte.

Der Budget-Direktor im Weißen Haus, Mick Mulvaney, verwies darauf, dass Trump am Dienstag keinen vollständigen Haushalt vorlegen werde. Die Rede werde Prioritäten des Präsidenten reflektieren. " Er bat uns, seine Worte sozusagen in Geld zu übersetzen", sagte der Haushaltsexperte. Trumps Sprecher Sean Spicer erklärte: "Das Budget wird den Respekt vor dem Geld der Steuerzahler wieder herstellen."

Spicer hatte schon zuvor gesagt, Trump wolle eine optimistische Vision für sein Land vorlegen. Der 70-Jährige war für seine Rede zum Amtsantritt am 20. Januar wiederholt schwer kritisiert worden, die in Teilen einer Kampfansage glich. Themen sollen auch Handel, Bildung und Einwanderung sein. Möglicherweise nimmt Trump auch zu den Plänen des Baus einer Mauer an der Grenze zu Mexiko Stellung.

Auf Widerstand im Kongress könnte Trump bei der Gesundheitspolitik stoßen. Die Demokraten würden die bisher bekannten Pläne zur Abschaffung von Obamacare und deren Ersatz rundheraus ablehnen, kündigte der Oppositionsführer im Senat, Chuck Schumer, am Montag an. Auch unter Republikanern ist das Thema umstritten. "Obamacare wird nicht zurückgenommen", sagte Schumer kämpferisch./ki/dm/aw/DP/stk

28.02.2017

AKTIE IM FOKUS: Ausblick von Salzgitter lässt Anleger unzufrieden zurück

FRANKFURT (dpa-AFX) - Salzgitter hat mit seinen Zielen für das laufende Jahr am Dienstag die Erwartungen enttäuscht. "Trotz starker Ergebnisse für 2016 hat Salzgitter einen vorsichtigen Ausblick gegeben", schrieb Analyst Ioannis Masvoulas vom kanadischen Investmenthaus RBC Capital in einer ersten Stellungnahme nach Vorlage von Eckdaten des Stahlkonzerns.

Die Aktie wurde von den Anlegern entsprechend abgestraft: Mit 33,38 Euro ging es im frühen Handel um 5,5 Prozent auf das tiefste Niveau seit Mitte Januar bergab. Zuletzt erholte sie sich wieder etwas und lag nur noch mit 3,2 Prozent im Minus bei 34,195 Euro.

Salzgitter hat sich für 2017 ein Vorsteuerergebnis zwischen 100 und 150 Millionen Euro vorgenommen. Laut dem RBC-Experten Masvoulas liegt damit selbst die Obergrenze leicht unter den durchschnittlichen Markterwartungen. Er selbst rechnet sogar mit 169 Millionen Euro. Ähnlich optimistisch war auch Karsten Oblinger von der DZ Bank mit 164 Millionen Euro.

Börsianer erinnerten zwar daran, dass es nicht ungewöhnlich sei, dass Salzgitter konservativ plane. Analyst Björn Voss von der Privatbank Warburg würde jedoch nicht auf eine Aufstockung im Jahresverlauf wetten. Grund für die große Bandbreite der Schätzungen seien die starken Schwankungen bei Stahl- und Rohstoffpreisen - mit entsprechenden Risiken nach oben und nach unten. Mit Blick auf den aktuellen Ausblick hält Voss die Aktien jedenfalls für "sehr teuer"./ag/das

28.02.2017

AKTIE IM FOKUS: Rhön-Klinikum von negativer Jefferies-Studie belastet

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Aktien von Rhön-Klinikum sind am Dienstag wieder um 1,3 Prozent auf 23,68 Euro zurückgefallen. Am Freitag waren die Papiere des Klinikbetreibers nach enttäuschenden Eckdaten für 2016 mit 22,66 Euro zeitweise auf das tiefste Niveau seit August 2015 abgesackt. Am Vortag ging es dann etwas bergauf.

Der Erholung versetzte Analyst Chris Cooper von der Investmentbank Jefferies nun einen leichten Dämpfer. Er senkte sein Votum gleich um zwei Stufen auf "Underperform" und signalisiert mit einem Kursziel von 17,60 Euro aktuell gut 25 Prozent Rückschlagrisiko. Der regulatorische Gegenwind werde immer rauer und stelle inzwischen die Unternehmensstrategie in Frage, erklärte Cooper. So bestraften die aktuellen Fallpauschalen mit der Kardiologie und Orthopädie gerade zwei Bereiche, von denen Rhön stark abhänge.

Insgesamt werde die Rhön-Aktie aber durch anhaltende Käufe des Großaktionärs B. Braun gestützt, erinnerte ein Börsianer./ag/das

28.02.2017

AKTIE IM FOKUS: Hochtief überzeugt einmal mehr die Anleger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger von Hochtief bauen weiter auf Beton. Nachdem der Konzern am Dienstag mit seinen Jahreszahlen sowie seinem Ausblick positiv überrascht hatte, stiegen die Aktien auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss zu Wochenbeginn um 1,54 Prozent auf 145,50 Euro.

Hochtief habe 2016 in allem Sparten seinen Ertrag gesteigert, lobte ein Händler. Ferner habe der Baukonzern beim Umsatz und mit seinen Gewinnkennziffern die Erwartungen übertroffen, meinte ein anderer Börsianer. Auch der Dividendenvorschlag in Höhe von 2,60 Euro je Aktie habe positiv überrascht. Zudem klinge der Ausblick gut: Hochtief peilt für 2017 ein Umsatzwachstum von mehr als 10 Prozent an. Der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn soll auf 410 bis 450 Millionen Euro steigen.

Analyst Thorsten Reigber von der DZ Bank stimmte ebenfalls in den Lobgesang ein. Allerdings gab der Experte zu bedenken, dass die Aktien derzeit mit einem Aufschlag von mehr als 50 Prozent gegenüber den Papieren der Wettbewerber gehandelt würden. Dabei sei Hochtief weitaus weniger profitabel als seine Konkurrenten.

Wie gut die Hochtief-Papiere bereits gelaufen sind, zeigt ein Blick auf das vergangene Jahr: Die Aktien waren mit einem Plus von rund 55 Prozent der zweitbeste Wert im MDax der mittelgroßen Werte. Dick gefüllte Auftragsbücher und milliardenschwere Infrastrukturprojekte beflügelten den Kurs. Auch seit Jahresbeginn steht bislang ein überdurchschnittliches Plus von knapp 8 Prozent zu Buche./la/mne/das

27.02.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Deutsche-Börse-Anleger fürchten Scheitern der Fusion mit LSE

(neu: Inhaltliche Aktualisierung, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das drohende Aus der Fusion zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) hat die Anleger am Montag verschreckt. Die für den Zusammenschluss eingereichten Aktien der Deutschen Börse schlossen mit einem Minus von 3,79 Prozent bei 80,76 Euro und und lagen damit am Ende des Leitindex Dax . Die Papiere der Londoner Börse büßten im knapp 1 Prozent ein.

Der Londoner Börsenbetreiber stehe auch bei dem nun wahrscheinlichen Scheitern der Fusion mit der Deutschen Börse alleine gut da, schrieb Analyst Martin Price von der schweizerischen Bank Credit Suisse in einer Studie. Die Deutschen treffe es weitaus härter. Die Verschmelzung wäre eine effektive Möglichkeit gewesen, Risiken für ihr Derivategeschäft im Zuge der neuen Regulierungsbestimmungen MiFID2 abzumildern, führte der Analyst aus.

ANALYSTEN GEBEN SICH ENTSPANNT

Die Aktien beider Unternehmen hätten bereits zuletzt keine hohe Fusionswahrscheinlichkeit mehr eingepreist, sagte Analyst Kyle Voigt vom US-Investmenthaus Keefe, Bruyette & Woods. Am Tag vor Bekanntgabe der Fusionspläne (22. Februar 2016) war die reguläre Aktie der Deutschen Börse mit 76,34 Euro aus dem Handel gegangen - am Montagmorgen kostete sie 79,01 Euro. Mit einem Plus von annähernd 7 Prozent bis zum Ende der Vorwoche hatte sich das Papier nicht annähernd so gut entwickelt wie der Dax, der in der gleichen Zeit um 23 Prozent gestiegen war.

Die Anleger dürften sich bei der Deutschen Börse jetzt wieder mehr aufs Tagesgeschäft konzentrieren, schrieb Analyst Christoph Blieffert von der Commerzbank. Denn es werde immer unwahrscheinlicher, dass die Fusion zustande komme. Genauso wie sein Kollege Price von der Credit Suisse präferiert Blieffert allerdings die Aktien der Londoner Börse. Deren Kurs hat sich seit der Ankündigung des Zusammenschlusses deutlich besser entwickelt als derjenige der Deutschen Börse. Die Papiere sind seit 22. Februar 2016 bis zum vergangenen Freitag um satte 35 Prozent gestiegen - während der britische Leitindex FTSE 100 im gleichen Zeitraum um 20 Prozent zugelegt hat.

KNACKPUNKT ITALIEN-TOCHTER

Hintergrund für das drohende Aus der Börsenfusion ist die Weigerung des Londoner Börsenbetreibers, den Mehrheitsanteil an der italienischen Anleihen-Handelsplattform MTS zu veräußern. Diesen Schritt verlangen jedoch die Wettbewerbshüter der EU-Kommission. "Angesichts der bisherigen Haltung der Kommission geht die London Stock Exchange Group nicht davon aus, dass die Kommission die Fusion genehmigen wird", teilten die Londoner nun in der Nacht auf Montag mit.

Deutsche Börse und LSE wollen eigentlich den größten europäischen Börsenbetreiber schmieden. Doch in den vergangenen Wochen und Monaten wurden die Zweifel immer größer: Neben der EU-Kommission muss auch die Hessische Börsenaufsicht dem Deal zustimmen. Für Kritik sorgt am Finanzplatz Frankfurt vor allem, dass die beiden Konzerne London als rechtlichen Sitz der Dachgesellschaft ausgewählt haben. Überschattet wird das Fusionsvorhaben zudem von Ermittlungen gegen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Der Manager selbst hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und der Aufsichtsrat hatte sich geschlossen hinter ihn gestellt./das/ag/stk/edh/he

27.02.2017

ANALYSE-FLASH: Barclays belässt VW-Vorzüge auf 'Overweight' - Ziel 168 Euro

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzugsaktien nach vorläufigen Jahreszahlen auf "Overweight" mit einem Kursziel von 168 Euro belassen. Auch wenn detailliertere Kennziffern aus den einzelnen Sparten für eine profunde Beurteilung nötig seien, signalisierten die Eckdaten doch eine positive Tendenz, schrieb Analystin Kristina Church in einer Studie vom Montag. Sie rechnet damit, dass die Aktie des Autokonzerns erhebliches Aufwärtspotenzial hat./edh/mis

27.02.2017

ANALYSE: Goldman sieht für Tesla nach jüngsten Kurszuwachs mehr Risiken

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht bei den Papieren des US-Elektroauto-Pioniers Tesla inzwischen die Risiken deutlich überwiegen. Analyst David Tamberrino stufte die Titel in einer Studie vom Montag von "Neutral" auf "Sell" ab. Das mit einem Zeithorizont von 6 Monaten versehene Kursziel senkte er von 190 auf 185 US-Dollar.

Tamberrino verwies darauf, dass die Tesla-Papiere seit Anfang Dezember 2016 um mehr als 40 Prozent gestiegen seien, während der breit gefasste S&P 500 Index nur um 8 Prozent und die von ihm beobachteten Autowerte nur um durchschnittlich 9 Prozent zugelegt hätten.

Tesla habe in vielen Bereichen gegenüber anderen Pkw-Herstellern einen Vorsprung, etwa in puncto Technologie, Elektrobauweise und möglicherweise auch Batteriengröße. Ihn sorge aber die kurzfristige Entwicklung. Das gelte mit Blick auf die Markteinführung des Models 3, das bisher noch nicht bewährte Solargeschäft sowie den Geldbedarf des Konzerns.

Eine verspätete Markteinführung des Models 3 dürfte auf den Aktien ebenso lasten wie die Verwendung freier Barmittel in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar. Diese dürften zusammen mit Investitionen von in diesem Jahr voraussichtlich 3 Milliarden Dollar eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1,7 Milliarden Dollar erforderlich machen, und zwar im dritten Quartal 2017.

Bei Aktien mit der Einstufung "Sell" rechnet Goldman Sachs auf dem aktuellen Kursniveau sowie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Unternehmen aus der gleichen Branche mit einem unattraktiven Renditepotenzial./ajx/mis/he

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

27.02.2017

ANALYSE-FLASH: Commerzbank senkt Aareal Bank auf 'Hold' - Hebt Ziel auf 39 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat die Aktie der Aareal Bank nach Zahlen zum Schlussquartal 2016 von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Das Kursziel hob die Bank aber von 38 auf 39 Euro an. Das Management werde die zuletzt überraschend hohe Kernkapitalquote (CET1) möglicherweise zumindest im laufenden Jahr halten können, schrieb Analyst Michael Dunst in einer Studie vom Montag. Dies begrenze aber die Chance auf eine Sonderdividende oder einen Aktienrückkauf./mne/tav/mis

27.02.2017

ANALYSE-FLASH: Merrill Lynch hebt Unilever NV auf 'Neutral' und Ziel auf 45 Euro

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Unilever NV angesichts der geplanten Überprüfung der strategischen Ausrichtung von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 36 auf 45 Euro angehoben. Der Konsumgüterkonzern könnte kurzfristig mit Blick auf die Umsatz- und Margenentwicklung Optimismus schüren, schrieb Analyst David Hayes in einer Studie vom Montag. Bereits recht bald könnte sich das Unternehmen zum Beispiel von seinem Brotaufstrich-Geschäft trennen./la/tav/mis

27.02.2017

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Nordex auf 'Sell' und Ziel auf 14 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat Nordex nach der Senkung der Unternehmensziele von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 22 auf 14 Euro gekürzt. Der Windturbinenhersteller habe offenbar die Wachstumsaussichten im Zusammenhang mit der Übernahme von Acciona Windpower (AWP) ebenso überschätzt wie die Einsparmöglichkeiten, schrieb Analystin Virginia Sanz De Madrid Grosse in einer Studie vom Montag. Auch mit Blick auf den Preisdruck sei Nordex wohl zu optimistisch gewesen. Diese Fehleinschätzung stelle die Fähigkeiten des Managements zur Führung eines größeren Unternehmens ernsthaft in Frage./gl/tav/mis

27.02.2017

ANALYSE-FLASH: RBC Capital senkt Generali auf 'Underperform' - Ziel auf 12 Euro

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Analysehaus RBC Capital hat Generali angesichts der gescheiterten Fusion mit Intesa Sanpaolo von "Outperform" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 17,20 auf 12,00 Euro gesenkt. Da die italienische Bank doch nicht mit dem heimischen Versicherer zusammengehen wolle, berücksichtige sein Generali-Kursziel nun nicht mehr die vorherige Übernahmeprämie von 5,20 Euro je Aktie, schrieb Analyst Paul De'Ath in einer Studie vom Montag. Er rechnet auch weiterhin nicht mit einem Kaufangebot der Versicherer Axa oder Allianz./gl/tav/mis