dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

27.03.2015

Intel und Micron wollen Kapazität von Laptop-Speicher erhöhen

BOISE/SANTA CLARA (dpa-AFX) - Mehr als 10 Terabyte an Daten soll eine herkömmliche Speicherkarte für Laptops mit neuen Speicherzellen fassen können, die Intel gemeinsam mit dem US-Unternehmen Micron Technology entwickelt. Externe Speicherkarten etwa für PCs haben heute ein Fassungsvermögen von rund 1 bis 3 Terabyte. Für die erhöhte

Kapazität haben die Unternehmen die Speicherzellen in dreidimensionaler Architektur angeordnet. Im herkömmlichen Produktionsverfahren von Flash-Speichern seien die physikalischen Grenzen nahezu ausgereizt, teilte Intel am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Die neue Technologie solle einen "dramatischen Einfluss" darauf haben, künftig Speicherkarten mit mehr Leistung bei geringeren Kosten produzieren zu können, heißt es bei Intel. Und das auf kleistem Raum. Ein Kaugummistreifen großer Speicherstick solle demnach rund 3,5 Terabyte an Daten fassen können. Samsung hatte bereits im vergangenen Jahr erste 3D-Speicher auf den Markt gebracht. Intels und Microns Verfahren solle laut den Unternehmen die dreifache Leistung bringen.

Die einzelnen Speicherzellen von Flash-Speichern etwa in Laptops werden normalerweise nebeneinander positioniert. Indem die Forscher die Zellen nun übereinander in 32 Lagen anordnen, könnten auch die Zellen deutlich größer sein, wie Intel mitteilte. So soll sowohl Leistung als auch Ausdauer der Speicher erhöht werden. Die neuen Speicher seien auch für den Einsatz in Datenzentren geeignet. Die Produktion der Speicher habe bereits begonnen, im vierten Quartal sollen sie serienreif sein./gri/DP/fbr

27.03.2015

Salzgitter hält Dividende trotz neuerlichem Verlust stabil

SALZGITTER (dpa-AFX) - Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter bleibt seiner Dividendenpolitik treu. Trotz des dritten Jahresverlustes nacheinander will der Konzern seinen Aktionären wie im Vorjahr 20 Cent pro Anteilsschein zahlen, wie das Unternehmen am Freitag bei der Bilanz-Pressekonferenz in Salzgitter mitteilte. Damit liegt die Ausschüttungssumme bei zwölf Millionen Euro. Die im MDax notierte Gesellschaft kämpft seit langem mit dem starken Preisdruck in der Branche. Deshalb endete auch das vergangene Jahr mit einem Fehlbetrag von fast 32 Millionen Euro. Damit konnte der Konzern aber zumindest seinen Verlust begrenzen. 2013 war auch wegen hoher Abschreibungen ein Fehlbetrag von 490 Millionen Euro angefallen.

In diesem Jahr wollen die Niedersachsen wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Vorstand bekräftigte seine bereits vor einem Monat veröffentlichte Prognose, wonach ein Vorsteuergewinn im "unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich" herausspringen soll. 2014 stand an dieser Stelle ein Verlust von 15,2 Millionen Euro. Der Umsatz soll um rund 500 Millionen auf etwa 9,5 Milliarden Euro steigen. Neben dem hartem Sparprogramm der vergangenen Jahre will der Konzern von der sich bessernden Wirtschaftslage in Europa profitieren./enl/stb

27.03.2015

Ferrostaal gründet Joint Venture - 2014 schwarze Zahlen

ESSEN (dpa-AFX) - Der Essener Anlagenbauer Ferrostaal gründet ein Joint Venture mit dem dänischen Spezialisten für petrochemische Anlagen Haldor Topsoe. Ziel sei der Bau etwa von Düngemittelfabriken auf dem stark wachsenden Markt in Schwellenländern, teilte Ferrostaal am Freitag mit. Beide Firmen arbeiteten bereits seit Jahren beim Bau von zwei großen Ammoniak-Anlagen für Düngemittel in Tansania und Kamerun zusammen. Allein das Projekt in Tansania habe ein Volumen von umgerechnet gut 900 Millionen Euro. Ziel für Ferrostaal sei ein dreistelliger Millionenumsatz mit dem Joint Venture, sagte Ferrostaal-Chef Klaus Lesker der Deutschen Presse-Agentur.

Für den Essener Projektentwickler und Autozulieferer Ferrostaal arbeiteten Ende 2014 rund 2700 Mitarbeiter, davon rund 400 in der Essener Zentrale. Der Umsatz habe 2013 und 2014 bei einer knappen Milliarde Euro gelegen. Ähnlich werde das Geschäft 2015 verlaufen. Das Ergebnis für 2014 lasse sich noch nicht genau beziffern. "Aber wir schreiben seit 2012 jedes Jahr schwarze Zahlen", sagte Lesker. Das werde auch 2014 so sein.

Ferrostaal war in der Vergangenheit in eine Schmiergeldaffäre unter anderem um U-Bootlieferungen nach Griechenland und Portugal verwickelt und musste deshalb eine hohe Geldbuße zahlen. 2012 hatte die Hamburger Anlegergruppe MPC das Unternehmen übernommen. Danach gab es gründliche Ermittlungen und die Firma installierte ein Compliance-System. "Heute sind wir mehr als sauber", sagte Lesker./rs/DP/fbr

27.03.2015

Sicherheitsexperte skeptisch zu Zwei-Personen-Regel im Cockpit

WARSCHAU (dpa-AFX) - Der ehemalige Sicherheitschef der polnischen Fluggesellschaft LOT, Jerzy Dziewulski, hat sich skeptisch über die Einführung der Zwei-Personen-Regel im Cockpit geäußert. Flugbegleiter im Cockpit könnten während der Abwesenheit eines der Piloten nichts machen, um eine Katastrophe zu verhindern, sagte er im polnischen Nachrichtensender "TVN 24". "Der Pilot in der Kabine sagt: Setz dich, fass nichts an, du hast keine Ahnung. Ich bin derjenige, der die Maschine steuert."

Am Donnerstag hatten erste Fluggesellschaften Konsequenzen aus dem Absturz der Germanwings-Maschine angekündigt. Sie wollen die Zwei-Personen-Regel im Cockpit einführen. Den Ermittlern zufolge soll der Copilot des am Dienstag abgestürzten Flugzeugs den Piloten ausgesperrt und die Maschine auf Crashkurs gesteuert haben./czy/DP/fbr

27.03.2015

IPO: Niederlande legt Pläne für ABN-Amro-Börsengang vorerst aufs Eis

DEN HAAG (dpa-AFX) - Die niederländische Regierung bringt die in der Finanzkrise verstaatlichte Bank ABN Amro erst einmal nicht an die Börse. Finanzminister Jeroen Dijsselbloem verschob am Freitag die Entscheidung über den Verkauf der Bank. Er begründete dies mit Parlamentskritik hinsichtlich wieder gestiegener Gehälter für die Vorstände und derzeit laufenden Untersuchungen fragwürdiger Geschäfte in Dubai. Dijsselbloem hatte 2013 angekündigt, die für 17 Milliarden Euro aufgekaufte und mit weiteren fünf Milliarden Euro aufgepäppelte Bank über einen Börsengang schrittweise wieder privatisieren zu wollen. Als Zeitpunkt wurde dabei das Jahr 2015 ins Spiel gebracht.

ABN Amro war neben dem Finanzkonzern ING das Aushängeschild der niederländischen Bank- und Versicherungslandschaft. 2007 war sie Ziel der mit 72 Milliarden Euro bisher teuersten Übernahme in der Branche. Käufer waren der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis, die spanische Bank Santander und das britische Haus Royal Bank of Scotland (RBS ). Die drei teilten die Bank untereinander. Mit den finanziellen Schockwellen der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Oktober 2008 brachen dann wiederum Fortis und RBS unter anderem wegen des zu teuren Kaufs zusammen und mussten ihrerseits von ihren Staaten aufgefangen werden.

Die Niederlande legten einen Teil von Fortis mit ABN Amro zusammen. Der Staat hält seitdem alle Anteile. Die Bank schrieb zuletzt wieder schwarze Zahlen und hat etwas mehr als 22 000 Arbeitsplätze./zb/men/stb

27.03.2015

Französischer Innenminister Valls: Keine Option bei Absturz auszuschließen

PARIS (dpa-AFX) - Bei der Suche nach der Ursache des Flugzeugabsturzes im Südosten Frankreichs müssen nach den Worten von Premierminister Manuel Valls alle Optionen verfolgt werden. Derzeit deute alles auf einen Vorsatz hin, sagte der Regierungschef am Freitag dem Sender iTele. "Im Prinzip kann aber keine Möglichkeit ausgeschlossen werden." Angehörige und Freunde der Opfer hätten ein Recht auf Wahrheit. Es sei Sache der Justiz, der deutschen Ermittler und auch von Lufthansa, alles aufzudecken./gro/DP/fbr

27.03.2015

Ex-Minister Ramsauer: Keine voreiligen Schlüsse zum Absturz ziehen

BERLIN (dpa-AFX) - Der frühere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer warnt davor, den Absturz des Germanwings-Airbus für aufgeklärt zu halten und vorschnelle Schlüsse zu ziehen. In der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" sagte der CSU-Politiker am Donnerstagabend, auch wenn die französische Staatsanwaltschaft behaupte, der Copilot habe die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht, heiße das "noch lange nicht, dass es wirklich definitiv so ist".

Viele Staatsanwaltschaften hätten "schon viel in die Welt gesetzt", viele Urteile hätten aber am Ende ganz anders ausgesehen, sagte Ramsauer. Auch mit Rücksicht auf die Angehörigen sei Besonnenheit gefragt.

Das Vorstandsmitglied der Pilotenvereinigung Cockpit, Markus Wahl, riet in der Sendung ebenfalls, die Untersuchungen abzuwarten. Erst dann könne bewertet werden, ob es wirklich das "Drama" gewesen sei, von dem im Moment alle ausgingen.

Der Staatsanwalt in Marseille, Brice Robin, hatte gesagt, es sehe so aus, als ob der Copilot das Flugzeug vorsätzlich zum Absturz gebracht habe./toz/DP/fbr

27.03.2015

ROUNDUP: Daimler steigt ins Pick-up-Segment ein

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Autobauer Daimler will noch in diesem Jahrzehnt seinen ersten Pick-up-Truck auf den Markt bringen. Mit dem neuen Modell zielen die Stuttgarter unter anderem auf Lateinamerika, Australien und Europa, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Daimler setzt darauf, dass Pick-ups stärker von Privatkunden gefahren werden und auch gewerbliche Nutzer zunehmend eine höherwertige Ausstattung verlangen - ähnlich wie es zum Start der SUV-Modelle der Fall war. Ob die bulligen Fahrzeuge mit offener Ladefläche aber an den Erfolg der Geländelimousinen anschließen können, muss sich erst zeigen.

Unklar ist ebenfalls, ob der Wagen, für den Daimler noch keine Details wie Namen oder Investitionssumme mitteilte, später auch in den USA auf den Markt kommt. Dort sind vor allem große Pick-ups wie der F-150 von Ford oder der Silverado von General Motors der Renner. Und gegen die will Daimler nicht antreten. "Dieses Full-Size-Segment ist zu spezifisch auf die USA zugeschnitten", sagte der Chef von Daimlers Transportersparte, Volker Mornhinweg, dem "Wall Street Journal". Und weil dort außerdem die großen US-Hersteller dominierten, sei ein Einstieg nicht sinnvoll.

In den USA setzt Mornhinweg stattdessen auf klassische Transporter und will dort neben dem Sprinter von September an auch den kleineren Vito verkaufen. Bislang setzt Daimlers Van-Sparte erst gut neun Prozent ihrer Fahrzeuge in den USA ab. Der Konzern hatte aber jüngst angekündigt, ein neues Werk im Bundesstaat South Carolina zu bauen.

Im Segment der mittelgroßen Pick-ups wäre unter anderem Volkswagens Nutzfahrzeugsparte mit dem Amarok ein Rivale. Das Modell, das vor allem in Südamerika verkauft wird, bekam vergangenes Jahr die dortige Wirtschaftskrise zu spüren: Die weltweiten Auslieferungen gingen deswegen um 12 Prozent auf gut 78 000 Stück zurück. Auch Nissan hat in dem Segment ein Angebot; mit den Japanern und deren französischem Partner Renault hat Daimler eine stetig wachsende Kooperation in verschiedenen Bereichen aufgebaut./mmb/ang/stw/fbr

27.03.2015

ROUNDUP: Hapag-Lloyd hofft nach hohem Verlust auf schwarze Zahlen

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Container-Reederei Hapag-Lloyd ist wegen eines grassierenden Preiskampfes und der Fusion mit der chilenischen Reederei CSAV 2014 tief in die roten Zahlen gefahren. Unter dem Strich stand ein Verlust von 604 Millionen Euro - gut sechsmal so viel wie ein Jahr zuvor und faktisch das zweithöchste Minus der Unternehmensgeschichte. Auch im laufenden Geschäft legte Hapag-Lloyd trotz gestiegener Einnahmen und billigeren Treibstoffs Geld drauf. Für 2015 stellte Vorstandschef Rolf Habben Jansen allerdings wieder ein "deutlich positives operatives Ergebnis" in Aussicht.

2014 ließen die Kosten der CSAV-Übernahme und die Zusammenführung der beiden Unternehmen das Ergebnis in den Keller sacken. Hinzu kamen Abschreibungen auf alte Schiffe. Zwar stieg der Umsatz um knapp vier Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Doch Hapag-Lloyd musste die Transportmenge dazu um 7,5 Prozent auf 5,9 Millionen Standardcontainer steigern.

Vom billigen Öl profitierte das Unternehmen eher wenig. Die gesunkenen Treibstoffpreise schlügen sich erst mit mehrmonatiger Verzögerung nieder, hieß es. Nach einem bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) in Höhe von 67 Millionen Euro ein Jahr zuvor fiel nun ein Verlust von 112 Millionen Euro an. Der Nettoverlust von 604 Millionen Euro ist zudem der zweithöchste der Geschichte. Nur im Krisenjahr 2009, in dem der Reisekonzern Tui die Mehrheit der Hapag-Anteile verkauft hatte, fiel nach nicht testierten Zahlen mit 678 Millionen Euro ein höheres Minus an, wie ein Sprecher sagte.

Hapag-Lloyd ist nach der Fusion mit der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV im Dezember mit rund 200 Schiffen und zu erwartenden neun Milliarden Euro Umsatz die weltweit viertgrößte Container-Linienreederei der Welt. Durch die Fusion will Hapag-Lloyd jährlich rund 300 Millionen Dollar einsparen. Habben Jansen plant zudem ein weiteres Sparprogramm über einen dreistelligen Millionenbetrag. Die Zusammenführung mit den Geschäften von CSAV soll bis Juni vollzogen sein.

Die Eigentümer der Reederei hatten sich bei der Fusion darauf verständigt, das Unternehmen nach Möglichkeit noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen. Ob dies tatsächlich gelingt, hatte der Vorstandschef jedoch schon im Januar in Frage gestellt. Sowohl bei der Geschäftsentwicklung als auch an den Aktienmärkten will er den richtigen Zeitpunkt erwischen.

Vor allem der weltgrößte Reisekonzern Tui der gegenwärtig noch 13,9 Prozent der Hapag-Lloyd-Anteile hält, will schon seit langem bei der Reederei aussteigen. Dagegen haben CSAV, der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne und die Stadt Hamburg ihre Anteile gebündelt. Sie halten zusammen 78 Prozent der Aktien und stimmen bei wichtigen Entscheidungen gemeinsam ab./stw/egi/mmb/stb

27.03.2015

Auch Air Baltic führt Zwei-Personen-Regel im Cockpit ein

RIGA (dpa-AFX) - Nach dem Absturz des Germanwings-Airbus wird auch die lettische Fluggesellschaft Air Baltic eine Zwei-Personen-Regel im Cockpit einführen. Künftig darf kein Pilot während des Fluges mehr allein im Cockpit sein, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag im lettischen Fernsehen. "Wenn einer der Piloten die Kabine verlässt, wird einer der Flugbegleiter ins Cockpit gehen." Die Airline will die Regel unverzüglich umsetzen, kündigte der Sprecher an. Air Baltic ist die größte Fluggesellschaft in den baltischen Staaten. Geleitet wird das Staatsunternehmen von dem Deutschen Martin Gauss./awe/czy/DP/fbr

27.03.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Versöhnlicher Wochenausklang nach Verlusten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Wochenschluss ein Stück weit von seinen jüngsten Verlusten erholt. Am Freitag stieg der deutsche Leitindex Dax im frühen Handel um 0,49 Prozent auf 11 901,85 Punkte.

Bereits am Donnerstag hatte der Dax im späten Handel Sorgen über die Eskalation des Konflikts im Jemen weitgehend abgeschüttelt und seine Verluste fast komplett wettgemacht. Börsianer sehen unter anderem den wieder etwas schwächeren Euro als Stütze, von dem die Exportwirtschaft profitiert. Auf Wochensicht deutet sich dennoch der erste Verlust nach zehn Gewinnwochen in Folge an.

EXPERTE: ANLEGER HALTEN SICH VOR QUARTALSENDE ZURÜCK

Die Anleger schienen diese Woche auf Nummer sicher gegangen zu sein, schrieb Analyst Craig Erlam vom Währungshändler Oanda. Das erste Quartal neige sich dem Ende entgegen und die Investoren bereiteten sich auf das neue Jahresviertel mit der anstehenden Berichtssaison der Unternehmen vor. Insgesamt habe der Optimismus mit Blick auf die Geschäftsentwicklungen wohl etwas abgenommen. Entsprechend machten die Anleger zunächst verstärkt Kasse.

Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es am Freitag um 0,66 Prozent auf 20 670,45 Punkte nach oben und der Technologiewerteindex TecDax rückte um 1,56 Prozent auf 1605,80 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann 0,35 Prozent.

LUFTHANSA ERHOLT - RWE UND EON SCHWÄCHELN

An der Dax-Spitze bauten die Aktien von Adidas ihre Vortagesgewinne mit einem Plus von 2,62 Prozent aus. Bereits am Donnerstag hatte der zuletzt immer weiter hinter die Konkurrenz zurückgefallene Sportartikelhersteller die Anleger mit dem Versprechen für sich gewonnen, Marktanteile zurück zu erobern.

Die Aktien der Lufthansa erholten sich um 0,81 Prozent, nachdem sie in den vergangenen Tagen unter dem Absturz einer Maschine der Tochter Germanwings sowie einem höheren Ölpreis gelitten hatten.

Zu den wenigen Verlierern im deutschen Leitindex zählten die Aktien der Energiekonzerne Eon und RWE . Neben den Lufthansa-Papieren sind sie die einzigen Dax-Werte, die seit Jahresbeginn unterm Strich Kursverluste verzeichnen.

MORPHOSYS-ANLEGER WIEDER ETWAS OPTIMISTISCHER NACH SCHOCK

Die Anteilsscheine des Gabelstaplerherstellers Kion kletterten an der Spitze des MDax um 2,23 Prozent nach oben. Eine Anteilsplatzierung durch die Großaktionäre KKR und Goldman Sachs sei auf eine gute Nachfrage gestoßen, sagte ein Händler. Einem Medienbericht zufolge haben sich die ehemaligen Kion-Eigentümer nun komplett zurückgezogen.

Im TecDax erholten sich die Aktien des Biotechnologieunternehmens Morphosys um 2,43 Prozent. Am Donnerstag waren die Papiere um ein Fünftel eingebrochen, nachdem das Unternehmen und sein US-Partner Celgene eine Kooperation beendet hatten. Diese hätte Morphosys im besten Fall bis zu 628 Millionen Euro bringen können.

Bei den Aktionären des Anlagen- und Roboterbauers Kuka trübte ein Analystenkommentar die Stimmung. Sebastian Growe von der Commerzbank sieht Kursrisiken und stufte die Aktien auf "Reduce" ab. Die Kuka-Papiere fielen um 1,67 Prozent./mis/das

27.03.2015

Aktien Frankfurt Eröffnung: Versöhnlicher Wochenausklang nach jüngsten Verlusten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Wochenschluss ein Stück weit von seinen jüngsten Verlusten erholt. Am Freitag stieg der deutsche Leitindex Dax im frühen Handel um 0,61 Prozent auf 11 916,13 Punkte.

Bereits am Donnerstag hatte der Dax im späten Handel Sorgen über die Eskalation des Konflikts im Jemen weitgehend abgeschüttelt und seine Verluste fast komplett wettgemacht. Börsianer sehen unter anderem den wieder etwas schwächeren Euro als Stütze. Auf Wochensicht deutet sich dennoch der erste Verlust nach zehn Gewinnwochen in Folge an.

Die Anleger schienen diese Woche auf Nummer sicher gegangen zu sein, schrieb Analyst Craig Erlam vom Währungshändler Oanda. Das erste Quartal neige sich dem Ende entgegen und die Investoren bereiteten sich auf das neue Jahresviertel mit der anstehenden Berichtssaison der Unternehmen vor. Insgesamt habe der Optimismus mit Blick auf die Geschäftsentwicklungen wohl etwas abgenommen. Entsprechend machten die Anleger zunächst verstärkt Kasse.

Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es am Freitag um 0,66 Prozent auf 20 669,16 Punkte nach oben und der Technologiewerteindex TecDax rückte um 1,07 Prozent auf 1598,05 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gewann 0,30 Prozent./mis/das

27.03.2015

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax dürfte sich nach Rückschlag erholen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich ein versöhnlicher Wochenschluss ab. Bereits am Donnerstag hatte der Dax im späten Handel Sorgen über die Eskalation des Konflikts im Jemen weitgehend abgeschüttelt und seine Verluste fast komplett wettgemacht.

Am Freitag signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex gut eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart ein Plus von 0,24 Prozent auf 11 874 Punkte. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zeichnete sich eine fast unveränderte Eröffnung ab.

Börsianer verwiesen bei sonst dünner Nachrichtenlage auf leicht positive Vorgaben der Wall Street: Der fast durchgängig gehandelte Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg dem Xetra-Schluss am Vortag moderat.

Dabei behielten die Anleger den Bürgerkrieg im Jemen im Blick, sagte Marktstratege Stan Shamu von IG. Saudi-Arabien hatte gemeinsam mit arabischen Verbündeten mit Waffengewalt eingegriffen. Der Konflikt in der Region droht sich damit auszuweiten. Zudem bleibt Shamu zufolge der Eurokurs im Fokus der Anleger. Die Gemeinschaftswährung zeigte sich zuletzt wieder etwas schwächer. Aktuell würden die Aktienkurse dem Experten zufolge wohl von der Wiederaufnahme eines Abwärtstrends profitieren.

LUFTHANSA UND MORPHOSYS BEI L&S ERHOLT

Die Aktien der Lufthansa erholten sich vorbörslich von ihren jüngsten Kursverlusten. Sie verteuerten sich beim Wertpapierhändler Lang & Schwarz (L&S) um 1,10 Prozent. In den vergangenen Tagen hatten die Papiere der Fluggesellschaft unter dem Absturz einer Maschine der Tochter Germanwings sowie einem höheren Ölpreis gelitten.

Im TecDax erholten sich die Aktien des Biotechnologieunternehmens Morphosys bei L&S um rund 5 Prozent. Am Donnerstag waren die Papiere um ein Fünftel eingebrochen, nachdem das Unternehmen und sein US-Partner Celgene eine Kooperation beendet hatten. Diese hätte Morphosys im besten Fall bis zu 628 Millionen Euro bringen können.

GROSSAKTIONÄR ZIEHT SICH BEI KION ZURÜCK

Für die Anteilsscheine des Gabelstaplerherstellers Kion ging es bei L&S um 1,08 Prozent nach unten. Einem Medienbericht zufolge ziehen sich die Großaktionäre KKR und Goldman Sachs komplett zurück.

Für Bewegung könnte zudem ein Analystenkommentar sorgen. Einem Händler zufolge strich die britische Investmentbank HSBC ihre Kaufempfehlung für die Aktien des Immobilienfinanzierers Aareal Bank . Dessen Kurs büßte bei L&S 0,21 Prozent ein./mis/das

26.03.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Moderate Verluste

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre Verluste im Handelsverlauf teilweise wieder abgeschüttelt. Angesichts der kräftigen Verluste im Technologiesektor am Vortag hätten Anleger wieder Kaufgelegenheiten gewittert, begründete ein Marktanalyst die im späteren Verlauf erfolgte Erholung.

Der Dow Jones Industrial beendete den Tag mit minus 0,23 Prozent bei 17 678,23 Punkten. Zum Handelsbeginn war er noch wegen der Eskalation im Jemen bis auf 17 579, 27 Zähler gefallen. Der breiter angelegte S&P-500-Index verlor zum Schluss noch 0,24 Prozent auf 2056,15 Punkte. An der technologielastigen Börse Nasdaq sank der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,32 Prozent auf 4315,26 Zähler.

ÖLPREIS ERHOLEN SICH WEITER KRÄFTIG

Die Angst vor einem neuen Krieg in der Golfregion trieb die Ölpreise weiter an, nachdem der wichtige Ölproduzent Saudi-Arabien zusammen mit anderen Nationen in den blutigen Konflikt im Jemen eingegriffen hatte. Nach eigenen Angaben wurden Luftangriffe gegen die dortigen Huthi-Rebellen geflogen. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI stieg zuletzt um 2,15 Dollar auf 51,36 Dollar.

Dass der Konflikt mitten in der wichtigsten Ölregion der Welt ausgetragen werde, habe die Stimmung für Aktien zunächst weiter belastet, zumal die zuletzt schwachen US-Wirtschaftsdaten noch nicht verdaut gewesen seien, hieß es. Am Vortag hatten schwache Auftragseingänge enttäuscht und Sorgen um die Nachhaltigkeit der Wirtschaftserholung in den USA geweckt.

Die aktuellen Wochendaten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hingegen fielen erfreulich aus. Sie waren überraschend deutlich gefallen. Da die Fed eine Leitzinsanhebung von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig mache, hätten diese wöchentlichen Daten inzwischen mehr Gewicht, schrieb Marktbeobachter James Hughes vom Investment-Netzwerk Etoro.

APPLE UNTER DEN FAVORITEN IM DOW JONES

Im Dow legten die Apple-Papiere als einer der besten Indexwerte um 0,70 Prozent zu. Kreisen zufolge plant der iPhone-Hersteller ein Rücknahme-Programm in China für seine älteren Smartphones: Die Kunden sollen eine Gutschrift für den Kauf neuer Apple-Produkte erhalten. Foxconn Technology werde diese alten iPhones als Teil des Programms kaufen und weiter verkaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Programm vertraute Personen. Zudem profitierte die Apple-Aktie von einer positiven Studie der Credit Suisse. Die Analysten der schweizerischen Bank sehen den bereits stolzen Absatz von iPhones kurzfristig noch etwas deutlicher steigen.

Die Titel von Intel gewannen im Dow 0,64 Prozent und Micron Technology rückten im S&P 100 um 0,34 Prozent vor. Gemeinsam stellten die beiden Unternehmen einen 3D-Flash-Speicher vor, dessen Kapazität dreimal höher ist als die herkömmlicher Flash-Speicher.

Im S&P 500 verloren die Aktien von Sandisk nach einer gekappten Umsatzprognose des Speicherchipherstellers für das erste Quartal am Indexende 18,45 Prozent. Zudem wurden sie laut Händlern in der Folge von Goldman Sachs von der "Conviction Buy List" gestrichen. Die Papiere des Softwareherstellers Red Hat hingegen gewannen nach am Vorabend veröffentlichten Zahlen und nun positiven Analystenkommentaren an der Indexspitze rund 10 Prozent./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

26.03.2015

Aktien New York Schluss: Moderate Verluste

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre Verluste wegen der Eskalation im Jemen im Handelsverlauf teilweise wieder abgeschüttelt. Angesichts der kräftigen Verluste im Technologiesektor am Vortag hätten Anleger wieder Kaufgelegenheiten gewittert, begründete ein Marktanalyst die im späteren Verlauf erfolgte Erholung. Der Dow Jones Industrial beendete den Tag mit minus 0,23 Prozent bei 17 678,23 Punkten. Zum Handelsbeginn war er noch bis auf 17 579, 27 Zähler gefallen. Der breiter angelegte S&P-500-Index verlor zum Schluss noch 0,24 Prozent auf 2056,15 Punkte. An der technologielastigen Börse Nasdaq sank der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,32 Prozent auf 4315,26 Zähler.

Die Angst vor einem neuen Krieg in der Golfregion trieb die Ölpreise weiter an, nachdem der wichtige Ölproduzent Saudi-Arabien zusammen mit anderen Nationen in den blutigen Konflikt im Jemen eingegriffen hatte. Nach eigenen Angaben wurden Luftangriffe gegen die dortigen Huthi-Rebellen geflogen. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI stieg zuletzt um 2,15 Dollar auf 51,36 Dollar.

Dass der Konflikt mitten in der wichtigsten Ölregion der Welt ausgetragen werde, habe die Stimmung für Aktien zunächst weiter belastet, zumal die zuletzt schwachen US-Wirtschaftsdaten noch nicht verdaut gewesen seien, hieß es. Am Vortag hatten schwache Auftragseingänge enttäuscht und Sorgen um die Nachhaltigkeit der Wirtschaftserholung in den USA geweckt.

Die aktuellen Wochendaten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hingegen fielen erfreulich aus. Sie waren überraschend deutlich gefallen. Da die Fed eine Leitzinsanhebung von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig mache, hätten diese wöchentlichen Daten inzwischen mehr Gewicht, schrieb Marktbeobachter James Hughes vom Investment-Netzwerk Etoro./ck/he

26.03.2015

Aktien New York: Leicht im Plus - Anleger wittern wieder Kaufgelegenheiten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre Verluste abgeschüttelt und trotz der Eskalation im Jemen wieder leicht zugelegt. Angesichts der kräftigen Verluste im Technologiesektor am Vortag hätten Anleger wieder Kaufgelegenheiten gewittert, begründete ein Marktanalyst die im Verlauf einsetzende Erholung. Der Dow Jones Industrial stieg rund zwei Stunden vor Handelsschluss um 0,11 Prozent auf 17 738,02 Punkte. Tags zuvor hatte er noch kräftige 1,6 Prozent eingebüßt. Der breiter angelegte S&P-500-Index gewann 0,18 Prozent auf 2064,69 Punkte. An der technologielastigen Börse Nasdaq rückte der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,14 Prozent auf 4335,54 Zähler vor.

Die Angst vor einem neuen Krieg in der Golfregion trieb die Ölpreise weiter an, nachdem der wichtige Ölproduzent Saudi-Arabien zusammen mit anderen Nationen in den blutigen Konflikt im Jemen eingegriffen hatte. Nach eigenen Angaben wurden Luftangriffe gegen die dortigen Huthi-Rebellen geflogen. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI stieg zuletzt um 2,13 Dollar auf 51,34 Dollar.

Dass der Konflikt mitten in der wichtigsten Ölregion der Welt ausgetragen werde, habe die Stimmung für Aktien zunächst weiter belastet, zumal die zuletzt schwachen US-Wirtschaftsdaten noch nicht verdaut gewesen seien, hieß es. Am Vortag hatten schwache Auftragseingänge enttäuscht und Sorgen um die Nachhaltigkeit der Wirtschaftserholung in den USA geweckt.

Die aktuellen Wochendaten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hingegen fielen erfreulich aus. Sie waren überraschend deutlich gefallen. Da die Fed eine Leitzinsanhebung von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig mache, hätten diese wöchentlichen Daten inzwischen mehr Gewicht, schrieb Marktbeobachter James Hughes vom Investment-Netzwerk Etoro.

Trotz fortgesetzt anziehender Ölpreise verbuchten Chevron Corp. und ExxonMobil im Dow keine weiteren Aufschläge, nachdem sie am Vortag die einzigen Gewinner gewesen waren. Aktien von Fluggesellschaft, die unter steigenden Ölpreisen leiden, gaben nach: So sanken etwa die Papiere der Delta Air Lines im S&P 500 um 1,50 Prozent.

Die Papiere von Apple hingegen stiegen unter den wenigen Gewinnern im Dow um 0,42 Prozent. Kreisen zufolge plant der iPhone-Hersteller ein Rücknahme-Programm für ältere iPhones in China in Verbindung mit einer Gutschrift für den Kauf neuer Apple-Produkte. Foxconn Technology werde diese Geräte als Teil des Programms kaufen und verkaufen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Programm vertraute Personen. Zudem profitierte Apple von einer positiven Studie der Credit Suisse, die den bereits stolzen Absatz von iPhones kurzfristig noch etwas deutlicher steigen sieht.

Intel waren Dow-Favorit mit plus 0,95 Prozent und Micron Technology stiegen im S&P 100 um 1,84 Prozent. Die Papiere erholten sich nicht nur von Vortagesverlusten, sondern profitierten von der gemeinsamen Vorstellung eines 3D-Flash-Speichers, dessen Kapazität dreimal höher ist als die der herkömmlichen Technologie.

Im S&P 500 stachen die Aktien von Sandisk nach einer gekappten Umsatzprognose des Speicherchipherstellers für das erste Quartal heraus. Sie büßten knapp 19 Prozent ein. Die Papiere des Softwareherstellers Red Hat hingegen gewannen nach am Vorabend veröffentlichten Zahlen und nun positiven Analystenkommentaren etwas mehr als 11 Prozent./ck/he

26.03.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Jemen belastet Dax am Ende nur leicht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Eskalation des Konflikts im Jemen hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag weiter ins Minus gedrückt. Der Dax reduzierte seine anfänglich hohen Verluste von rund 2 Prozent am Nachmittag aber deutlich, nachdem die US-Börsen sich etwas von ihren Tiefstständen erholt hatten. Am Ende stand bei dem deutschen Leitindex noch ein Abschlag von 0,18 Prozent auf 11 843,68 Punkte zu Buche. Der MDax der mittelgroßen Konzerne gab um 0,75 Prozent auf 20 533,94 Punkte nach und der Technologiewerte-Index TecDax büßte 1,85 Prozent auf 1581,15 Punkte ein.

Nach dem Vormarsch schiitischer Huthi-Rebellen bis in den Süden des Jemens hatten Saudi-Arabien und seine arabischen Verbündeten mit Luftschlägen in den blutigen Konflikt eingegriffen. Das Bündnis unterstützt Jemens Staatschef Abed Rabbo Mansur Hadi, der vor den Rebellen geflohen war. Der Iran verurteilte das militärische Eingreifen, während die USA Saudi-Arabien und seinen Verbündeten logistische und geheimdienstliche Unterstützung gewähren.

RISIKOBEREITSCHAFT LÄSST NACH

Die Risikobereitschaft der Investoren habe mit Blick auf die Auseinandersetzung in der ölreichen Golfregion nachgelassen, sagte Analyst Markus Huber vom Wertpapierhändler Peregrine & Black.

Angesichts dieser politischen Risiken hatten auch positive Konjunkturdaten die Stimmung der Anleger nicht aufgehellt. So sorgt ein Mix aus günstigen Energiepreisen, robustem Arbeitsmarkt und Mini-Zinsen für immer mehr Kauflaune in Deutschland. Der vom Marktforschungsinstitut GfK für April ermittelte Indikator legte erneut spürbar zu.

LUFTHANSA AM DAX-ENDE

Mit Blick auf die Einzelwerte weiteten die Papiere der Lufthansa ihre jüngsten Kursverluste aus. Sie gaben am Dax-Ende um 2,88 Prozent auf 12,985 Euro nach. Bereits am Vortag hatte der Absturz eines Airbus der Tochter Germanwings die Aktien der Fluggesellschaft belastet. Hinzu kommt nun der infolge der angespannten politischen Lage in Nahost deutlich gestiegene Ölpreis.

Der zuletzt immer weiter hinter die Konkurrenz zurückgefallene Sportartikelhersteller Adidas konnte die Anleger mit dem Versprechen gewinnen, Marktanteile zurück zu erobern. Die Adidas-Aktien schlossen 0,82 Prozent höher.

MORPHOSYS UND SMA SOLAR BRECHEN EIN

Im TecDax sackten die Aktien des Solartechnikherstellers SMA Solar um mehr als 10 Prozent ab. Zwar will das Unternehmen 2016 wieder profitabel werden. Noch sei aber keine Besserung in Sicht, sagte ein Händler. Am Index-Ende brachen Morphosys-Papiere um mehr als 20 Prozent ein. Das Biotechnologieunternehmen hatte eine lukrative Entwicklungs-Kooperation verloren.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,39 Prozent auf 3669,79 Punkte. Auch der CAC 40 in Paris gab leicht nach, während der FTSE 100 in London mehr als 1 Prozent verlor. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial bewegte sich zum europäischen Börsenschluss kaum vom Fleck.

EUROKURS GIBT NACH

Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere sank von 0,16 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,43 Prozent auf 140,41 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,15 Prozent auf 158,40 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach und stand zuletzt bei 1,0920 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0973 (Mittwoch: 1,0985) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9113 (0,9103) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

26.03.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Eskalation im Jemen sorgt für Verluste

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es am Donnerstag angesichts der Eskalation des Konflikts im Jemen erneut abwärts gegangen. Im frühen Geschäft sank der Dow Jones Industrial um 0,50 Prozent auf 17 629,35 Punkte und gab damit den dritten Tag in Folge nach. Der breiter angelegte S&P-500-Index verlor 0,45 Prozent auf 2051,69 Punkte. An der technologielastigen Börse Nasdaq gab der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,75 Prozent auf 4296,60 Zähler nach.

Die Angst vor einem neuen Krieg in der Golfregion trieb die Ölpreise weiter an, nachdem der wichtige Ölproduzent Saudi-Arabien zusammen mit anderen Nationen in den blutigen Konflikt im Jemen eingegriffen hat. Nach eigenen Angaben wurden Luftangriffe gegen die dortigen Huthi-Rebellen geflogen. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI stieg um 1,29 Dollar auf 50,50 Dollar.

Dass der Konflikt mitten in der wichtigsten Ölregion der Welt ausgetragen werde, belaste die Stimmung, zumal die zuletzt schwachen US-Wirtschaftsdaten noch nicht verdaut seien, sagte ein Marktbeobachter. Am Vortag hatten schwache Auftragseingänge enttäuscht und Sorgen um die Nachhaltigkeit der Wirtschaftserholung in den USA geweckt.

Die aktuellen Wochendaten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hingegen fielen erfreulich aus. Sie waren überraschend deutlich gefallen. Da die Fed eine Leitzinsanhebung von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig mache, hätten auch die wöchentlichen Daten inzwischen mehr Gewicht, schrieb Marktbeobachter James Hughes vom Investment-Netzwerk Etoro.

Trotz des weiter anziehenden Ölpreises verbuchten Chevron Corp. und ExxonMobil im Dow keine weiteren Aufschläge, nachdem sie am Vortag bereits die einzigen Gewinner gewesen waren. Aktien von Fluggesellschaft, die unter steigenden Ölpreisen leiden, gaben nach: So sanken etwa die Papiere der Delta Air Lines im S&P 500 um 1,10 Prozent.

Die Papiere von Apple hingegen stiegen als einer von zwei Gewinnern im Dow um 0,12 Prozent. Kreisen zufolge plant der iPhone-Hersteller ein Rücknahme-Programm für ältere iPhones in China in Verbindung mit einer Gutschrift für den Kauf neuer Apple-Produkte. Foxconn Technology werde diese Geräte als Teil des Programms kaufen und verkaufen berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Programm vertraute Personen. Zudem profitierte Apple von einer positiven Studie der Credit Suisse.

Am Ende des S&P 500 brachen die Aktieln von Sandisk nach einer gekappten Umsatzprognose des Speicherchipherstellers für das erste Quartal um 17,60 Prozent ein. Die Papiere des Softwareherstellers Red Hat hingegen gewannen nach am Vorabend veröffentlichten Zahlen und nun positiven Analystenkommentaren 7,74 Prozent./ck/he

26.03.2015

Analytik Jena AG zieht sich von Frankfurter Börse zurück

JENA (dpa-AFX) - Fast 15 Jahre nach der ersten Notierung zieht der Messtechnik-Hersteller Analytik Jena AG seine Aktien von der Frankfurter Börse zurück. Die Papiere seien nur noch am Donnerstag im geregelten Markt gehandelt worden, teilte das Unternehmen mit. Grund für den Rückzug von der Frankfurter Börse sei eine neue Eigentümerstruktur. Mehrheitsgesellschafter von Analytik ist die Schweizer Endress+Hauser-Gruppe, die derzeit etwa 85 Prozent der Aktien halte.

"In dieser Konstellation ist die Börsennotierung der Analytik Jena AG nicht mehr zwingend erforderlich", erklärte Vorstandschef Klaus Berka. Der Thüringer Messtechnik-Hersteller gehörte zu den Börsen-Pionieren unter den ostdeutschen Firmenneugründungen. Das Schweizer Familienunternehmen Endress+Hauser hatte seit 2013 seine Anteile schrittweise aufgestockt.

Nach Analytik-Angaben bleibt es vorerst beim Handel der Aktien im sogenannten Freiverkehr unter anderem der Börsen Stuttgart, München, Hannover oder Hamburg. Analytik beschäftigt derzeit rund 1100 Mitarbeiter vor allem in Jena und im südthüringischen Eisfeld. Beim Börsengang im Juli 2000 waren es laut Berka nur 210 Mitarbeiter./ro/DP/stb

26.03.2015

Aktien New York: Eskalation im Jemen sorgt für Verluste

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es auch am Donnerstag angesichts der Eskalation des Konflikts im Jemen abwärts gegangen. Im frühen Geschäft sank der Dow Jones Industrial um 0,51 Prozent auf 17 628,05 Punkte und gab damit den dritten Tag in Folge nach. Der breiter angelegte S&P-500-Index verlor 0,47 Prozent auf 2051,36 Punkte. An der technologielastigen Börse Nasdaq gab der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,81 Prozent auf 4294,35 Zähler nach.

Die Angst vor einem neuen Krieg in der Golfregion trieb die Ölpreise weiter an, nachdem der wichtige Ölproduzent Saudi-Arabien zusammen mit anderen Nationen in den blutigen Konflikt im Jemen eingegriffen hat. Nach eigenen Angaben wurden Luftangriffe gegen die dortigen Huthi-Rebellen geflogen. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI stieg um 1,29 Dollar auf 50,50 Dollar.

Dass der Konflikt mitten in der wichtigsten Ölregion der Welt ausgetragen werde, belaste die Stimmung, zumal die zuletzt schwachen US-Wirtschaftsdaten noch nicht verdaut seien, sagte ein Marktbeobachter. Am Vortag hatten schwache Auftragseingänge enttäuscht und Sorgen um die Nachhaltigkeit der Wirtschaftserholung in den USA geweckt.

Die aktuellen Wochendaten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hingegen fielen erfreulich aus. Sie sanken überraschend deutlich. Da die Fed eine Leitzinsanhebung von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig mache, hätten auch die wöchentlichen Daten inzwischen mehr Gewicht, schrieb Marktbeobachter James Hughes vom Investment-Netzwerk Etoro./ck/das

27.03.2015

ROUNDUP: Gründergeist schwindet: So wenige neue Firmen wie nie

WIESBADEN (dpa-AFX) - In Deutschland haben im vergangenen Jahr so wenige Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt wie noch nie. Insgesamt wurden 124 000 Betriebe neu gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Das waren 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum Vergleich: Zu Hochzeiten der Ich-AG im Jahr 2004 wurde die Rekordzahl von 176 000 größeren Firmen an den Start gebracht.

Generell gilt, dass bei guter Konjunktur und robustem Arbeitsmarkt weniger Menschen aus der Not heraus Firmen gründen müssen. Gleichzeitig steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Jungunternehmen überleben. So wurden 2014 mit rund 111 000 größeren Betrieben auch 4,1 Prozent weniger aufgegeben als 2013. Aus diesem Grund steigt nach früheren Angaben der staatlichen KfW-Bankengruppe bei guter Binnenkonjunktur in der Regel auch der Anteil von Gründern, die eine eigene Geschäftsidee verwirklichen wollen.

Die Zahl der neu gegründeten Kleinunternehmen ging im Jahresvergleich sogar um 11,5 Prozent auf knapp 211 000 zurück. Auch das ist der tiefste Wert seit Beginn vergleichbarer Erhebungen im Jahr 2003. Das liege unter anderem daran, dass die Zahl der Gründer von Kleinunternehmen mit bulgarischer oder rumänischer Staatsangehörigkeit um 40 Prozent auf 28 000 sank, erklärten die Statistiker: "Der Grund für diesen Rückgang dürfte die seit 1. Januar 2014 geltende uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit für Staatsangehörige aus Bulgarien und Rumänien gewesen sein." Seitdem können Bürger dieser beiden EU-Mitgliedstaaten ohne Beschränkungen eine abhängige Beschäftigung in Deutschland aufnehmen./hqs/DP/stb

27.03.2015

Bundesbank-Präsident Weidmann warnt vor Staatspleite Griechenlands

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor einer Staatspleite Griechenlands. "Wenn ein Mitgliedsland der Währungsunion beschließt, dass es Verpflichtungen nicht erfüllt, und die Zahlungen an Anleihegläubiger einstellt, so ist eine ungeordnete Insolvenz in der Tat nicht zu vermeiden", sagte Weidmann dem "Focus". "Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen wären für Griechenland gravierend und alles andere als empfehlenswert."

Die neue griechische Links-Rechts-Regierung habe "viel Vertrauen verspielt", sagte Weidmann in dem am Freitag veröffentlichten Interview. "Offenbar haben die Regierungen der anderen Länder den Eindruck, es könnte noch eine Lösung erreicht werden, und setzen deshalb die Gespräche fort. Aber wir haben nicht mehr viel Zeit. Es wird knapp."

Nach Einschätzung von Experten reicht das Geld in der griechischen Staatskasse bis Mitte April. Die internationalen Geldgeber wollen nur frische Hilfsmilliarden nachschießen, wenn das hoch verschuldete Land weitere umfangreiche Reformen in die Wege leitet.

Griechenland ist vom Kapitalmarkt abgeschnitten, die Steuereinnahmen brachen zuletzt ein. Banken in Griechenland leiden darunter, dass Kunden ihre Konten leeren und sind auf Notkredite angewiesen, die die Europäische Zentralbank (EZB) regelmäßig neu bewilligen muss./ben/hqs/DP/stb

27.03.2015

Italien: Industrieaufträge brechen ein

ROM (dpa-AFX) - Rückschlag für die italienische Industrie: Zu Jahresbeginn sind die Auftragseingänge der Industriebetriebe so stark gefallen wie seit Ende 2013 nicht mehr. Im Januar sei die Zahl der Ordereingänge um 3,6 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte das nationale Statistikbüro Istat am Freitag mit. Im Dezember waren die Auftragseingänge noch um 4,5 Prozent gestiegen.

Im Jahresvergleich fielen die Aufträge im Januar laut Istat um 5,5 Prozent, während es im Vormonat noch einen Zuwachs um 5,8 Prozent gegeben hatte. Die Industrieaufträge schwanken in der Regel stark./fr/bgf

27.03.2015

Weniger Betriebe in Deutschland gegründet

WIESBADEN (dpa-AFX) - In Deutschland haben im vergangenen Jahr weniger Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Insgesamt wurden 124 000 Betriebe neu gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Das waren 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings wurden mit rund 111 000 größeren Betrieben auch 4,1 Prozent weniger aufgegeben als 2013. Generell gilt, dass bei guter Konjunktur und robustem Arbeitsmarkt weniger Menschen aus der Not heraus Firmen gründen müssen./hqs/DP/stb

27.03.2015

ROUNDUP/Japan: Inflation schwächt sich ab - Notenbank unter Druck

TOKIO (dpa-AFX) - Der Verfall der Ölpreise macht es für die japanische Notenbank immer schwieriger, ihre Inflationsziele zu erreichen. Die Preise ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln seien im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Freitag mit. Im Januar hatte die Rate noch bei 2,2 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich gingen die Preise mit einem Wert von minus 0,1 Prozent zum vierten Mal in Folge zurück.

Nach einer Schätzung der japanischen Zentralbank lag die Inflationsrate im Februar ohne die Auswirkungen der Anhebung der Konsumsteuer im vergangenen April bei Null. Ursprünglich wollte die Notenbank in diesem Frühjahr ihr Ziel erreichen, die Teuerung bei 2,0 Prozent zu verankern. Dieses Ziel hat sie bereits ins kommende Jahr verschoben.

"Wie man es auch dreht und wendet, die Reflationierungs-Bemühungen der Bank of Japan sind gescheitert," kommentierten Experten der Commerzbank die Preisdaten. Der starke Anstieg der Lebensmittelpreise beschönige die Inflationsentwicklung, und auch der Einfluss der niedrigeren Ölpreise sei viel weniger ausgeprägt als in anderen Volkswirtschaften. Die Geldhüter hätten auch kaum noch Spielraum zur Belebung der Inflation, weil eine erneute Runde quantitativer Lockerung kaum mehr Wirkung zeigen dürfte. Es gebe auch kaum noch Wertpapiere, die die Notenbank kaufen könne./fr/bgf

27.03.2015

Japan: Inflation schwächt sich ab

TOKYO (dpa-AFX) - Der Verfall der Ölpreise macht es für die japanische Notenbank immer schwieriger, ihre Inflationsziele zu erreichen. Die Preise ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln seien im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Freitag mit. Im Januar hatte die Rate noch bei 2,2 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich gingen die Preise mit einem Wert von minus 0,1 Prozent zum vierten Mal in Folge zurück.

Nach einer Schätzung der japanischen Zentralbank lag die Inflationsrate im Februar ohne die Auswirkungen der Anhebung der Konsumsteuer im vergangenen April bei Null. Ursprünglich wollte die Notenbank in diesem Frühjahr ihr Ziel erreichen, die Teuerung bei 2,0 Prozent zu verankern. Dieses Ziel hat sie bereits ins kommende Jahr verschoben./fr/fbr

27.03.2015

Deutschland: Importpreise fallen weniger stark

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutschen Einfuhrpreise sind im Februar wegen der zwischenzeitlichen Erholung der Ölpreise im Jahresvergleich etwas weniger stark gefallen als noch zu Jahresbeginn. Sie seien um 3,0 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Im Vormonat waren sie noch um 4,4 Prozent gesunken. Volkswirte hatten für den Februar mit einem noch etwas kräftigeren Rückgang um 3,9 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Einfuhrpreise um 1,4 Prozent. Hier wurde ein Anstieg um 0,5 Prozent erwartet.

Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung der Importpreise haben weiterhin die Energiekosten. Diese lagen im Februar um 28,4 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Die Importpreise für Erdöl (minus 36,9 Prozent), Erdgas (minus 19,7 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (minus 27,8 Prozent) gaben wie in den Vormonaten deutlich nach.

Im Monatsvergleich verteuerten sich die Energieimporte laut Bundesamt im Februar um 9,2 Prozent und damit so deutlich wie seit Juni 2005 nicht mehr. Dabei stiegen die Preise für importiertes Erdöl und Mineralölerzeugnisse, während sich Erdgas im Monatsvergleich leicht verbilligte.

Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Importpreise im Februar um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,4 Prozent gegenüber Januar./fr/fbr

27.03.2015

ROUNDUP: Opposition attackiert Pkw-Maut vor Verabschiedung im Bundestag

BERLIN (dpa-AFX) - Die Opposition hat die umstrittene Pkw-Maut vor der geplanten Verabschiedung an diesem Freitag im Bundestag scharf attackiert. Die Linkspartei warf Union und SPD vor, ein europarechtswidriges Projekt zu beschließen. "Sie nehmen billigend in Kauf, dass dem Ansehen der Bundesrepublik in Europa Schaden zugefügt wird", sagte Linke-Verkehrsexperte Herbert Behrens der Deutschen Presse-Agentur. Der Haushaltsexperte der Grünen, Sven-Christian Kindler, kritisierte: "Hier wird im Hauruck-Verfahren ein Bürokratiemonster geschaffen, das aufgrund der immensen Verwaltungskosten und der geringen Einnahmen am Ende ein Nullsummenspiel ist."

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die sogenannte Infrastrukturabgabe 2016 auf Autobahnen und Bundesstraßen einführen. Fahrer aus dem Ausland sollen nur für Autobahnen zahlen. Nach Abzug der Kosten sollen jährlich 500 Millionen Euro für Investitionen in die Verkehrswege übrig bleiben. Beschlossen werden sollen zugleich Reduzierungen bei der Kfz-Steuer. Damit sollen inländische Autobesitzer voll wieder für die Maut entlastet werden. An den Einnahmen und der Zulässigkeit nach EU-Recht gibt es weiter Zweifel.

Linke-Politiker Behrens warnte, der erste dänische Autofahrer, der sich weigere, die Maut zu zahlen und deshalb mit einem Bußgeld belegt werde, könne eine gerichtliche Prüfung des Gesetzes auslösen. EU-Recht verbietet eine Benachteiligung wegen der Nationalität.

Kindler sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Der Europäische Gerichtshof wird die Maut wieder kippen, die Kfz-Steuer ist aber dann schon gesenkt." Dies würde ein Loch von mehr als drei Milliarden Euro in den Haushalt reißen. Die Grünen wollten daher beantragen, dass beide Gesetze sofort außer Kraft gesetzt werden, wenn der Gerichtshof feststelle, dass diese nicht europarechtskonform seien./sam/DP/zb

27.03.2015

Opposition attackiert Pkw-Maut vor Verabschiedung im Bundestag

BERLIN (dpa-AFX) - Die Opposition hat die geplante Pkw-Maut vor der Verabschiedung im Bundestag scharf attackiert. Die Linkspartei warf Union und SPD vor, ein europarechtswidriges Projekt zu beschließen. "Sie nehmen billigend in Kauf, dass dem Ansehen der Bundesrepublik in Europa Schaden zugefügt wird", sagte Linke-Verkehrspolitiker Herbert Behrens der Deutschen Presse-Agentur. Der erste dänische Autofahrer, der sich weigere, die Maut zu zahlen und deshalb mit einem Bußgeld belegt werde, könne eine gerichtliche Prüfung des Gesetzes auslösen.

Die Gesetze zur Maut-Einführung und für eine Reduzierung der Kfz-Steuer als Maut-Ausgleich für Inländer sollen am Freitag vom Bundestag verabschiedet werden. Der Grünen-Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler sagte der dpa: "Hier wird im Hauruck-Verfahren ein Bürokratiemonster geschaffen, das aufgrund der immensen Verwaltungskosten und der geringen Einnahmen am Ende ein Nullsummenspiel ist."/sam/DP/zb

27.03.2015

Vermieter warnen: Mietpreisbremse verschlechtert Wohnqualität

BERLIN (dpa-AFX) - Die Mietpreisbremse wird nach Einschätzung von Vermietern die Wohnqualität in deutschen Mietwohnungen deutlich verschlechtern. Es sei zu erwarten, dass Vermieter nur noch das Nötigste an der Wohnung tun würden, weil sie weniger Geld verdienten, sagte Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus und Grund. "Wir rechnen mit Auswirkungen auf die Qualität der Mietwohnungen." Die Mietpreisbremse soll am Freitag den Bundesrat passieren, im Juni könnte das Gesetz greifen.

Probleme erwarten die Eigentümer bei der Definition der ortsüblichen Vergleichsmiete. Mieten dürfen mit Preisbremse bei neuen Verträgen nur noch maximal zehn Prozent über diesem Vergleichswert liegen. Nicht überall aber gebe es einen Mietspiegel als Orientierung, sagte Wiech. "Es gibt viele Unsicherheiten, wie die Vergleichsmiete festzustellen ist."

Er erwarte juristische Auseinandersetzungen mit Mietern, die denken, sie müssten zu viel zahlen. "Damit wird ein Grundmisstrauen geschaffen." Diese negative Stimmung zu Beginn eines Mietverhältnisses könne nur schaden./tam/DP/zb

27.03.2015

AKTIE IM FOKUS: Morphosys überwinden ersten Schock nach Kooperationsende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre von Morphosys haben den ersten Schock über einen geschäftlichen Rückschlag für das Biotechnologieunternehmen verdaut. Die Papiere stabilisierten sich am Freitag mit einem Plus von 2,36 Prozent auf 56,00 Euro, nachdem sie am Donnerstag um rund 20 Prozent eingebrochen waren. Zuvor hatten die Bayern und ihr US-Partner Celgene eine Forschungskooperation beendet, die Morphosys bis zu 628 Millionen Euro hätte bringen können.

Analysten reagierten mit deutlichen Kurszielsenkungen. Da half es auch nicht, dass Morphosys durch das Ende der Vereinbarung in diesem Jahr mit mehr Umsatz und Gewinn rechnen kann. Ein Grund ist eine nun fällige Einmalzahlung von Celgene für die Entwicklungskosten 2015.

Daniel Wendorff, Analyst bei der Commerzbank, warf die Frage auf, warum Celgene das Interesse verloren habe. Immerhin habe es noch keine bedeutenden klinischen Studiendaten zur Behandlung des Multiplen Myeloms gegeben, einer Krebserkrankung des Knochenmarks. Wendorff strich das fragliche MOR202-Programm aus seiner Bewertung und reduzierte das Morphosys-Kursziel von 65 auf 53 Euro.

Einen Kurs von 68 Euro hält indes Analystin Sarah Potter von der US-Investmentbank Merrill Lynch für angemessen, da sie bei der Bewertung der Aktien nur noch 1 Euro für MOR202 ansetzt. Vor dem Ende der Kooperation lag ihr Kursziel bei 87 Euro, wie Potter in einer Studie schrieb.

Das Mittel sollte nach Einschätzung der Expertin also nicht komplett abgeschrieben werden. Die Entscheidung von Celgene, die Zusammenarbeit zu stoppen, dürfte eher an internen wirtschaftlichen Anforderungen und nicht an negativen Nachrichten zu dem Wirkstoff gelegen haben. Morphosys dürfte nach einem neuen Entwicklungspartner Ausschau halten. Die Produktpipeline des Antikörper-Spezialisten bleibe zudem attraktiv und es gebe im zweiten Halbjahr einige mögliche Kurstreiber./mis/das

26.03.2015

AKTIE IM FOKUS 2: United Internet widersetzen sich schwachem Markt

(neu: Schlusskurse, Analystenstimmen von Hauck & Aufhäuser und Independent Research)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von United Internet haben sich am Donnerstag dem Kursrutsch bei Technologieaktien widersetzt und dank guter Geschäftszahlen freundlich geschlossen. Nachdem die Papiere des Internetdienstleisters über weite Teile des Handels deutlich im Minus gelegen hatten, zogen sie im späten Geschäft merklich an und gewannen letztlich 0,17 Prozent auf 41,375 Euro. Zu Handelsbeginn waren sie noch bis auf 38,23 Euro abgerutscht. Der TecDax schloss 1,85 Prozent tiefer.

LEICHTE ENTTÄUSCHUNG IM KERNGESCHÄFT

Die Kennziffern von United Internet boten nur Raum für Detailkritik. Insgesamt habe das Unternehmen einen absolut überzeugenden Jahresabschluss 2014 vorgelegt, schrieb Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank. Zudem habe der Dividendenvorschlag sowohl seine Prognose als auch die Markterwartungen übertroffen. Auch Markus Friebel vom Analysehaus Independent Research lobte den unerwartet hohen Dividendenvorschlag für 2014 und hob seine Dividendenschätzung für 2015 an.

Andere Experten meinten, dass der Internetdienstleister im Kerngeschäft etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. So habe der um Bewertungsänderungen bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) die Marktprognosen verfehlt, wenn man den Beitrag aus der ab 1. Oktober einbezogenen Komplettübernahme des Glasfaserspezialisten Versatel herausrechne. Auch Konzernchef Ralph Dommermuth hatte sich bei dieser Kenngröße einen etwas höheren Wert erhofft. Experte Vikram Karnany von der schweizerischen Bank UBS monierte zudem unerwartet hohe Kosten.

AUSBLICK BIETET NOCH LUFT NACH OBEN

Analystin Heike Pauls von der Commerzbank wollte die leichte Enttäuschung beim Ebitda nicht überbewerten. Das Geschäft mit dem mobilen Internet habe positiv überrascht. Der Ausblick für das aktuelle Geschäftsjahr sei zuversichtlich und biete Raum für stärkeres Kundenwachstum als angenommen. Ihr Kollege Leonhard Bayer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser sprach von ordentlichen Zielen des Internetdienstleisters./edh/la/he

26.03.2015

ANALYSE: Credit Suisse sieht Apples iPhone-Absatz kräftig steigen; Kursziel hoch

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der iPhone-Absatz bei Apple ist nach Ansicht der schweizerischen Bank Credit Suisse nachhaltig und dürfte kurzfristig zudem nochmals an Stärke zulegen. Analyst Kulbinder Garcha betonte in einer Studie vom Donnerstag die Stärke des aktuellen Produktzyklus und hob seine Schätzungen an. Entsprechend setzte er das Kursziel für das Papier des Technologie-Giganten von 140 auf 145 US-Dollar hoch. Damit sieht er aktuell noch ein Kurspotenzial von knapp 17 Prozent. Sein Anlageurteil lautet weiter "Outperform".

Er rechne wegen kürzlicher Kommentare seitens der Zulieferer nun mit einem Absatzvolumen von 60 Millionen iPhones im März, was einem Plus von 38 Prozent im Jahresvergleich entspräche. Im Jahr 2015 dürften seines Erachtens damit nun 236 Millionen iPhones verkauft werden und im Folgejahr 238 Millionen. Damit steige auch seine Schätzung für das Ergebnis je Aktie im Jahr 2015 um 4 Prozent und um 7 Prozent im Jahr 2016. "Diese Stärke gleicht schwächere Trends beim iPad aus und auch den zusätzlichen Gegenwind durch Wechselkursverschiebungen."

Außerdem, so merkte Garcha weiter an, sei die neue Computeruhr eine gute Ergänzung für Apples Portfolio. Das geschätzte Absatzvolumen für die Apple Watch könnte mit 40 Millionen doppelt so hoch sein als er bisher selbst geschätzt habe. Der durchschnittliche Verkaufspreis liegt einer Studie zufolgt bei mehr als 800 Dollar, während er selbst bisher 500 Dollar geschätzt habe.

Mit der Einstufung "Outperform" rechnet die Credit Suisse auf Sicht von zwölf Monaten mit einem im Branchendurchschnitt um mindestens zehn bis fünfzehn Prozent besseren Gesamtertrag (Kursgewinn plus Dividende) der Aktie./ck/la/he

Analysierendes Institut Credit Suisse.

26.03.2015

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Deutsche Telekom auf 18,40 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Deutsche Telekom nach einer Investorenveranstaltung von 16,50 auf 18,40 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Neutral" belassen. Analyst Tim Boddy erhöhte seine Umsatz- und Ergebnisprognosen (EPS) für den Telekomkonzern der Jahre 2015 bis 2017. Dies reflektiere die von ihm erwarteten, höheren Einsparungen im Zuge der geplanten Umstellung auf IP-Telefonie./edh/ag

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26.03.2015

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Ziel für RWE auf 24 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für RWE von 29 auf 24 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. In einem schwachen Sektor hätten sich die deutschen Versorger in diesem Jahr bislang noch schlechter entwickelt, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer Studie vom Donnerstag. Das Umfeld sei schwierig. Dabei verwies Karnick auf den deutlichen Rückgang der Strom- und Ölpreise sowie negative Nachrichten aus dem regulatorischen Umfeld. Bei den Aktien von RWE und Eon bleibe er an der Seitenlinie./ajx/das

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26.03.2015

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Ziel für LEG Immobilien auf 73 Euro - 'Neutral'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für LEG Immobilien von 71 auf 73 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Sie habe ihre Prognosen für die Investitionen der kommenden drei Jahre etwas erhöht, da die jüngst zugekauften Portfolios hier noch Nachholbedarf hätten, schrieb Analystin Valerie Guezi in einer Studie vom Donnerstag. Ihre Schätzungen entsprächen nun den Unternehmenszielen. Zudem habe sie ihre Annahmen für die Kapitalkosten in Anbetracht der jüngsten Entwicklung der Renditen am Anleihemarkt gesenkt./ajx/ag

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26.03.2015

ANALYSE-FLASH: Oddo Seydler senkt Kuka auf 'Hold' - Ziel 75 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo Seydler hat Kuka nach endgültigen Zahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel jedoch auf 75 Euro belassen. Die Ergebnisse des Roboter- und Anlagenbauer hätten nicht mehr überrascht, schrieb Analyst Carsten Kunold in einer Studie vom Donnerstag. Während die Prognose für 2015 etwas unter seinen Erwartungen liege, habe der Ausblick bis 2020 positiv überrascht. Nach dem jüngsten Kursanstieg seien die starken Wachstumsaussichten aber eingepreist./mab/ag

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26.03.2015

ANALYSE-FLASH: Oddo Seydler hebt Ziel für Ströer auf 37 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Oddo Seydler hat das Kursziel für Ströer nach endgültigen Zahlen für 2014 von 32 auf 37 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Angesichts der bereits im Februar veröffentlichten Ergebnisse des Anbieters für Außenwerbung habe es keine Überraschungen gegeben, schrieb Analyst Marcus Silbe in einer Studie vom Donnerstag. Das auf der Analystenkonferenz in Aussicht gestellte operative Ergebnis (Ebitda) für 2015 liege klar über den Markterwartungen. Ströer sei gut ins Jahr gestartet. Die Dividende sei eine positive Überraschung./mab/ag

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26.03.2015

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Fraport auf 53 Euro - 'Underweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Fraport von 47 auf 53 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Underweight" belassen. Das neue Kursziel resultiere aus einer geänderten Bewertungsmethodik, schrieb Analystin Elodie Rall in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Investoren schauten bei den Flughafenbetreibern derzeit vor allem auf das Wachstumspotenzial, auf Regulierungsthemen, auf die Investitionsausgaben, die Aktionärsausschüttungen sowie auf die Bewertungen. Fraport überzeuge dabei nicht./ajx/ag

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26.03.2015

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Henkel auf 95 Euro - 'Underweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Henkel von 76 auf 95 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Underweight" belassen. Das erste Quartal dürfte für die europäischen Hersteller von Nahrungsmitteln sowie Haushalts- und Körperpflegeprodukten durch die Bank schwach ausfallen, prognostiziert Analystin Celine Pannuti in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Angesichts rekordhoher Bewertungen spielten derzeit die Fundamentaldaten aber offensichtlich keine Rolle. Es sei daher gefährlich, in Selbstzufriedenheit zu verfallen. Die Zahlen von Henkel dürften schwache bereinigte Umsätze sowie unter Druck stehende Margen zeigen./ajx/ag

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