dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

29.09.2016

IPO: Telefonica sagt Börsengang der Netzwerksparte Telxius ab

SANTANDER/MADRID (dpa-AFX) - Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat den geplanten Börsengang seiner Netzwerksparte Telxius vorerst gestoppt. Das Unternehmen werde "strategische Alternativen" analysieren, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag. Die Nachfrage der Investoren sei nicht hoch genug gewesen.

Telefonica peilt seit geraumer Zeit an, durch Anteilsverkäufe seine Schuldenlast zu senken. Frühere Schätzungen sahen den Wert der Netzwerksparte bei 3,5 Milliarden Euro. Nach dem Votum der Briten für den EU-Austritt hatte Telefonica Kreisen zufolge den Verkauf zwischenzeitlich auf Eis gelegt. Ein erster Anlauf für den Verkauf des britischen Mobilfunk-Anbieters O2 war im Mai an der EU-Kommission gescheitert./tos/he

29.09.2016

ROUNDUP: Air Berlin startet größten Umbau ihrer Geschichte

BERLIN (dpa-AFX) - Mit einem tiefgreifenden Umbau und der Streichung von bis zu 1200 Arbeitsplätzen will Air Berlin die schwere Krise überwinden. Vorstandschef Stefan Pichler kündigte am Donnerstag die weitreichendste Umstrukturierung in der Geschichte des Unternehmens an. "Wir erwarten, in 2018 operativ schwarze Zahlen zu schreiben."

Dafür werden in Deutschland Crews und Flugzeuge von ihren bisherigen Heimatflughäfen Hamburg, Paderborn, Köln, Frankfurt und Leipzig abgezogen. Basen abseits des Touristik-Geschäfts, das ein eigener Geschäftsbereich wird, soll es nur noch an den Drehkreuzen Düsseldorf und Berlin sowie in Stuttgart und München geben. Der veröffentlichte Flugplan und gebuchte Tickets blieben aber gültig, betonte die Airline.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft will sich mit 75 Maschinen künftig auf das Geschäft von den beiden Drehkreuzen aus konzentrieren. 40 der derzeit 144 Air-Berlin-Maschinen gehen an die Lufthansa , die diese samt Besatzung für sechs Jahre vor allem für ihre Billigtochter Eurowings mietet.

Das Touristikgeschäft mit 35 Flugzeugen erhält einen eigenen Geschäftsbereich, für den "strategische Optionen" geprüft werden. Insidern zufolge könnte daraus ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ferienflieger Tuifly werden.

Die genauen Folgen für den Standort Berlin sind nach Unternehmensangaben noch nicht absehbar. "Berlin wird als Drehkreuz der Air Berlin an Bedeutung gewinnen", sagte Pichler. Zwar werde in der zentralen Verwaltung Personal abgebaut. Dafür braucht das Unternehmen nach Pichlers Angaben aber in Berlin mehr Menschen am Flughafen, etwa wegen der geplanten zusätzlichen Langstreckenflüge.

Im nächsten Sommer soll es 41 Langstrecken-Verbindungen pro Woche geben, 13 mehr als im vergangenen Jahr. Im USA-Geschäft bekommt es Air Berlin dann mit einem Berlin-Rückkehrer zu tun: Delta kündigte an, von Mai an wieder Berlin und New York zu verbinden - und damit Air Berlin Konkurrenz zu machen.

"Wir schaffen für Air Berlin ein topsortiertes Kerngeschäft mit einer klaren Strategie", sagte Pichler. "Bisher wollten wir alle Marktsegmente mit einer operativen Plattform abdecken. Dieses Modell ist zu kompliziert." Bisherige Umbaupläne hätten nur an der Oberfläche gekratzt und Symptome behandelt. Nun wolle man die Ursachen der Krise bekämpfen.

Die Berliner stecken in einer desolaten finanziellen Lage. Die mit fast einer Milliarde Euro verschuldete Airline wird schon seit Jahren von ihrer arabischen Großaktionärin Etihad mit immer neuen Millionenspritzen in der Luft gehalten.

Aus Sicht der Gewerkschaft Verdi reichen die Ankündigungen nicht aus, um die angeschlagene Fluggesellschaft zu erhalten. "Air Berlin muss sich strategisch anders aufstellen, um zu überleben", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle in Berlin.

Der Abbau von bis zu 1200 Stellen in Verwaltung und Technik sei ein weiterer schmerzlicher Einschnitt. Behle forderte Air Berlin auf, auf betriebsbedingte Kündigungen weitgehend zu verzichten und stattdessen auf "freiwillige Lösungen" zu setzen. Pichler versprach, er wolle die Kürzungen "so sozialverträglich wie möglich" gestalten. Derzeit hat das Unternehmen knapp 9000 Beschäftigte./mar/DP/tos

29.09.2016

Ölpreise weiten Vortagesgewinne aus

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag ihre deutlichen Vortagesgewinne noch ausgeweitet. Bereits am Vortag waren die Ölpreise infolge der Opec-Einigung deutlich gestiegen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 49,54 US-Dollar und damit 85 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 98 Cent auf 48,03 Dollar.

Für viele Marktteilnehmer überraschend hatten sich Vertreter von Opec-Staaten am späten Mittwochabend doch noch auf eine Obergrenze bei der Fördermenge geeinigt. Erst am Ende eines mehrtägigen Treffens der Ölbranche in der algerischen Hauptstadt Algier kam es zur Übereinkunft, die künftig eine Obergrenze bei der Produktion des Kartells von 32,5 Millionen bis 33 Millionen Barrel pro Tag vorsieht. Die Entscheidung bedeutet eine Absenkung der Produktion um fast 750 000 Barrel täglich gegenüber August dieses Jahres.

Im Handelsverlauf zeigten sich zahlreiche Experten skeptisch mit Blick auf die Umsetzung der vereinbarten Fördergrenze. "Die überraschende Einigung sollte nicht überbewertet werden", schrieben auch Experten der Privatbank Metzler. Nach jahrelangem Streit innerhalb der Opec dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die Funktionsweise des Ölkartells wieder uneingeschränkt hergestellt sei. Außerdem könne die vereinbarte Obergrenze nicht verhindern, dass es nach wie vor ein Überangebot auf dem Ölmarkt gibt.

Die Ölpreise reagierten jedoch nur kurzzeitig auf die Skepsis mit Verlusten und legten am späten Nachmittag wieder merklich zu. Dazu dürfte auch der gefallene Dollarkurs beigetragen haben. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl für Anleger in anderen Währungsräumen günstiger.

Der Preis für Opec-Rohöl ist zuletzt leicht gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 42,21 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren neun Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jsl/he

29.09.2016

Deutsche Anleihen: Schwächer - Opec-Einigung belastet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank bis zum späten Nachmittag um 0,26 Prozent auf 165,71 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf minus 0,12 Prozent. Auch in den meisten übrigen Ländern der Eurozone legten die Renditen zu.

Am Mittwoch hatten sich Vertreter der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) für viele Marktbeobachter überraschend auf eine Reduzierung der Fördermenge geeinigt. Dies könnte laut Händlern der Europäischen Zentralbank (EZB) die Arbeit erleichtern, da anhaltend höhere Ölpreise die Verbraucherpreisentwicklung stützen würden. Eine weitere geldpolitische Lockerung würde so unwahrscheinlicher.

Bereits im September waren die Verbraucherpreise in Deutschland stärker gestiegen als erwartet. Sie hatten um 0,7 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat zugelegt, während Volkswirte lediglich mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet hatten. Das Plus ist das stärkste seit Mai 2015.

Etwas belastet wurden die Anleihen zudem durch robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone. So war die Wirtschaftsstimmung (ESI) im Währungsraum im September auf den höchsten Stand seit Januar gestiegen. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einer Stagnation gerechnet./jsl/he

29.09.2016

London und Paris unterzeichnen Vertrag über Bau von AKW

LONDON (dpa-AFX) - Nach jahrelangen Verhandlungen haben Großbritannien und der französische Stromkonzern EDF einen Vertrag zum Bau des Atomkraftwerks Hinkley Point C unterschrieben. Es handelt sich um den ersten Bau eines Atommeilers in Großbritanniens seit Jahrzehnten. Minister beider Länder sowie aus China nahmen an der Zeremonie am Donnerstag in London teil. Auch ein chinesisches Unternehmen ist an dem 18 Milliarden Pfund (20,9 Mrd Euro) teuren Projekt beteiligt.

Die britische Regierung hatte dem Projekt erst kürzlich zugestimmt. Energieminister Greg Clark meinte, Hinkley Point sei ein wichtiger Schritt zur künftigen Energieversorgung mit geringer CO2-Belastung.

Der EDF-Verwaltungsrat hatte kürzlich Bedingungen der britischen Regierung akzeptiert. So soll der Konzern seine Kontrollbeteiligung an dem Kraftwerk vor der Fertigstellung nicht ohne Zustimmung der Londoner Regierung verkaufen können.

EDF hatte den Deal bereits im Juli nach langen Diskussionen abgesegnet, die britische Regierung hatte das Projekt daraufhin aber überraschend nochmals überprüft. Mitte September gab sie grünes Licht, stellte aber Bedingungen. So soll EDF seine Kontrollbeteiligung an dem Kraftwerk vor der Fertigstellung nicht ohne Zustimmung der Regierung verkaufen können.

Das Projekt mit zwei Reaktoren vom Typ EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) an der Westküste Englands soll nach früheren Angaben rund 21,5 Milliarden Euro kosten, rund ein Drittel soll der chinesische Partner China Nuclear Power Corporation (CGN) schultern. Im März war der EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurückgetreten, weil er Zweifel hatte, ob das Unternehmen die Milliardeninvestition stemmen kann./pm/DP/tos

29.09.2016

ROUNDUP 3: Commerzbank baut um und ab - Tausende Jobs fallen weg

(neu: Aussagen von der Gewerkschaft Verdi)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein harter Sparkurs und grundlegender Umbau soll die Commerzbank unter ihrem neuen Chef Martin Zielke aus der Krise führen. Bis Ende 2020 sollen unter dem Strich 7300 der derzeit gut 45 000 Vollzeitstellen wegfallen, wie das Institut am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Dabei will der teilverstaatlichte Dax -Konzern 9600 Stellen streichen und gleichzeitig 2300 Jobs in Wachstumsfeldern schaffen. Die endgültigen Entscheidungen will der Vorstand nach Beratungen mit dem Aufsichtsrat an diesem Freitag (30.09.) treffen.

Ob es betriebsbedingte Kündigungen geben wird, ließ die Bank zunächst offen. Sie rechnet damit, dass das Sparprogramm über die Jahre rund 1,1 Milliarden Euro etwa für Abfindungen kosten wird. Um dies zu finanzieren, müssen die Aktionäre - entgegen bisheriger Pläne - vorerst auf eine Dividende verzichten.

BÖRSE IST SKEPTISCH

Ein Großteil der "Strategie Commerzbank 4.0" war bereits in den vergangenen Tagen durchgesickert. Die Börse reagierte am Donnerstag ernüchtert: Commerzbank-Aktien gaben nach der Mitteilung zur neuen Strategie ihre vorherigen Gewinne ab und drehten ins Minus.

Mit dem Umbau stemmt sich der seit Mai amtierende Zielke gegen den neuerlichen Gewinnschwund. Das Institut kämpft wie die Konkurrenz mit den Folgen des anhaltenden Zinstiefs und verschärften Auflagen der Aufseher. Im ersten Halbjahr brach der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 40 Prozent auf 372 Millionen Euro ein. Schon in den vergangenen drei Jahren hatte die Bank unter Zielkes Amtsvorgänger Martin Blessing etwa 5000 Stellen gestrichen.

NUR NOCH ZWEI SÄULEN

Künftig will sich die Commerzbank auf zwei Geschäftsfelder konzentrieren: Privat- und Firmenkunden. Dazu werden die Segmente Mittelstandsbank und Investmentbanking gebündelt, das schwankungsanfällige Handelsgeschäft wird eingedampft. Zudem sollen kleinere Unternehmenskunden künftig vom Privatkundenbereich betreut werden. So will das Management Risiken reduzieren.

Auch Investitionen sind geplant. So will die Bank ihre Aufgaben massiv automatisieren. Rund 80 Prozent der Prozesse sollten künftig digital ablaufen. Davon verspricht sich das Management "signifikante Effizienzgewinne". An ihrem im Branchenvergleich umfangreichen Filialnetz will die Commerzbank nach früheren Aussagen festhalten.

GEWERKSCHAFT FORDERT 'BELASTBARE ERKLÄRUNG'

Die Gewerkschaft Verdi reagierte skeptisch auf die Pläne - vor allem dürfe es nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen. "Angesichts der Dimension des geplanten Umbaus ist der Vorstand aufgefordert, vor Aufnahme der Verhandlungen gegenüber der Belegschaft eine belastbare Erklärung zum sozialverträglichen Umgang und zur Vorgehensweise abzugeben", betonte Christoph Meister aus dem Bundesvorstand. Es habe bereits viele Jobverluste in den vorigen Jahren gegeben.

"Der Vorstand muss jetzt aufzeigen, dass sich die anhaltende Niedrigzinsphase, Digitalisierung und Regulierung nicht zu einem gefährlichen Gift-Cocktail für gut qualifizierte Bankbeschäftigte entwickeln", verlangte der Gewerkschafter. Grundsätzliche Zustimmung signalisierte Meister aber mit Blick auf die Strategie insgesamt: Der geplante Schwerpunkt auf Privat- und Firmenkunden könne auch die Filialen stärken. Es bestünden aber noch viele Unklarheiten.

HOHE ABSCHREIBUNGEN UND VERLUST IM QUARTAL

Im Zuge des neuerlichen Schrumpfkurses muss die Bank bereits in der Bilanz für das dritte Quartal Abschreibungen von rund 700 Millionen Euro vornehmen. Deshalb erwartet sie in der Zwischenbilanz einen Verlust. Für das Gesamtjahr rechnet sie mit einem kleinen Überschuss.

Angesichts des Drucks durch die niedrigen Zinsen sagt die Bank keine großen Sprüngen bei den Einnahmen voraus. Die Erträge sollen 2020 bei 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro landen, 2015 waren es knapp 9,8 Milliarden. Daher setzt die Bank zur Verbesserung der Profitabilität den Rotstift an. Durch das Sparprogramm sollen die jährlichen Kosten von zuletzt 7,1 auf 6,5 Milliarden Euro sinken. Damit könnte das Verhältnis der Kosten zum Ertrag unter 66 Prozent sinken.

KAPITALPOLSTER SOLLEN DICKER WERDEN

Für den Fall wieder steigender Zinsen stellt die Commerzbank Erträge von mehr als 11 Milliarden Euro in Aussicht. Dann könnte die Aufwandsquote auf unter 60 Prozent fallen. Viele Analysten hatten in den vergangenen Jahren bemängelt, dass die Bank mehr Geld als die meisten internationalen Konkurrenten für Erträge aufwenden musste.

Durch den Umbau will sie auch ihre Kapitalpolster stärken. Nach einem Rückgang der harten Kernkapitalquote im zweiten Quartal auf 11,5 Prozent soll der Puffer gegen Schieflagen schon im dritten Quartal wieder steigen. Zum Jahresende rechnet die Bank mit einer Quote von knapp 12 Prozent. Bis 2020 soll der Wert, der die Risikopositionen ins Verhältnis zum Eigenkapital setzt, auf über 13 Prozent steigen.

LANGSAME ERHOLUNG NACH DER FINANZKRISE

Die Commerzbank war nach der riskanten Übernahme der Dresdner Bank kurz vor dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 ins Schleudern geraten. Mit mehr als 18 Milliarden Euro Steuergeldern rettete sie der Staat, bis heute ist der Bund mit gut 15 Prozent an der Bank beteiligt. Von den Folgen der Krise erholte sich der Konzern nur langsam.

2015 jedoch schrieb die Commerzbank wieder einen Milliardengewinn, und der langjährige Vorstandschef Blessing konnte sich im Frühjahr mit der ersten Dividende seit 2007 verabschieden. Doch schon damals wackelte das Vorhaben, den Milliardengewinn 2016 zu wiederholen./enl/ben/DP/tos

29.09.2016

ROUNDUP/Kretschmann in Paris: Atomkraftwerk Fessenheim wird stillgelegt

PARIS (dpa-AFX) - Das umstrittene französische Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass wird nach den Worten des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) entgültig abgeschaltet. Für den Ausstieg gebe es aber noch keinen festen Termin, sagte Kretschmann nach einem Treffen mit der französischen Umweltministerin Ségolène Royal der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Paris.

"Jedenfalls ist klar, dieses Atomkraftwerk wird stillgelegt", resümierte Kretschmann. Fessenheim liegt am Rhein an der Grenze zu Baden-Württemberg. Über die Sicherheit des ältesten noch laufenden Atomkraftwerks Frankreichs gibt es seit langem Streit.

Zuletzt war für die Schließung 2018 als Termin im Gespräch. Kretschmann sagte, die Terminfrage sei "nicht ganz unkompliziert". Diese hänge auch damit zusammen, wann der neue Europäische Druckwasserreaktor (EPR) in Flamanville am Ärmelkanal ans Netz gehe.

Ebenso soll mit der Sozialistin Royal auch über die Möglichkeiten bei einem Machtwechsel in Paris nach den Präsidentschaftswahlen 2017 diskutiert worden sein. So wehrt sich der konservative Präsidentschaftsanwärter Nicolas Sarkozy vehement dagegen, Fessenheim zu schließen. Royal habe gesagt, falls es zu Entschädigungszahlungen kommen werde, dürfte es schwierig sein, diese wieder rückgängig zu machen. Nach früheren Medienberichten soll der Energieversorger EDF mindestens 400 Millionen Euro Entschädigung kassieren.

Die Umweltorganisation Greenpeace teilte mit, in 55 Prozent aller französischen Atomreaktoren drohe ein massiver Störfall - verursacht durch fehlerhafte Bauteile aus der Stahlschmiede Creusot Forge. Das gelte auch für die Reaktoren in Fessenheim und Cattenom unweit der deutschen Grenze. Der französische Atomkonzern Areva hatte Unregelmäßigkeiten in Unterlagen zu Hunderten Bauteilen entdeckt, die zum Teil in Atomkraftwerken verbaut sind. Dabei geht es um Dokumente zu etwa 400 Teilen, die seit 1965 im Schmiedewerk Creusot Forge hergestellt wurden./cb/DP/tos

29.09.2016

Energieversorger Wemag erweitert Batteriespeicher in Schwerin

SCHWERIN (dpa-AFX) - Zwei Jahre nach Inbetriebnahme des bis dahin größten kommerziellen Batterieparks in Europa erweitert der Energieversorger Wemag in Schwerin die Anlage. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, beginnen am 5. Oktober die Arbeiten dafür. In einem Gebäude neben dem Batteriespeicherkraftwerk soll noch einmal eine ähnlich große Speicherkapazität installiert und die Leistung des Batterieparks auf 10 Megawatt verdoppelt werden.

Der bislang aus 25 000 Einzel-Akkus zusammengesetzte Speicher hilft, kurzfristige Frequenzschwankungen im Stromnetz auszugleichen und so die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Dafür sorgen bislang vor allem flexibel regelbare Gaskraftwerke. Doch der steigende Anteil des witterungsabhängigen Ökostroms aus Sonne und Wind erhöht den Regelungsbedarf. Schon im ersten Jahr hatte die Wemag nach eigenen Angaben die Betriebsziele und die kalkulierte Rendite von fünf Prozent erreicht. Die Anlage hatte etwa 6 Millionen Euro gekostet, 1,3 Millionen schoss der Bund zu./fp/DP/tos

29.09.2016

ROUNDUP: Verfahren gegen Dating-Dienst Lovoo eingestellt

DRESDEN (dpa-AFX) - Die Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Dresdner Dating-Diensts Lovoo wegen Betrugs sind gegen Zahlung hoher Geldauflagen eingestellt worden. Die Summe belaufe sich insgesamt auf 1,2 Millionen Euro, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mit. Die Einstellung beruhe auf verschiedenen Umständen: So falle der individuelle Schaden für die betroffenen Nutzer vergleichsweise gering aus und liege je nach Fall zwischen 20 Cent und 20 Euro. Zudem seien die Beschuldigten nicht vorbestraft und hätten sich kooperativ gezeigt. Nach Angaben der Behörde hatten sich vor allem die beschuldigten Geschäftsführer um Aufklärung bemüht.

Zwölf Lovoo-Beschäftigten war vorgeworfen worden, Männer mit falschen Profilen von erfundenen Frauen dazu verleitet zu haben, kostenpflichtige Leistungen der Kontaktvermittlung in Anspruch zu nehmen. Mit dieser Masche soll die Firma zwischen Juni 2013 und Juni 2014 Nutzer um fast 1,2 Millionen Euro gebracht haben. Im Juni dieses Jahres hatte es nach einem anonymen Hinweis Razzien gegeben. Zwei Geschäftsführer wurden verhaftet, kamen aber wenige Tage später gegen Kaution wieder frei. Einer von ihnen hat sich mittlerweile aus dem operativen Geschäft zurückgezogen.

Die Beschuldigten müssen nun Auflagen zwischen 5000 Euro und 390 000 Euro zahlen. Rund 900 000 Euro fließen laut Staatsanwaltschaft an gemeinnützige, regionale Einrichtungen, 300 000 Euro gehen an die Staatskassen.

Die Beschuldigten hätten der hohen Zahlung zugestimmt, um die Last eines laufenden Ermittlungsverfahrens so früh wie möglich vom Unternehmen abzuwenden, teilte Lovoo mit. Nun wolle man daran arbeiten, das Vertrauen der Nutzer, Kunden und Partner zu stärken. Unter anderem soll es dafür neue Möglichkeiten zur Verifizierung von Nutzerprofilen sowie technische Verbesserungen der Flirt-App geben.

Nach Unternehmensangaben wird die App von rund 60 Millionen Menschen genutzt. Lovoo bietet seinen Nutzern darüber die Möglichkeit, interessen- und standortbezogen andere Menschen kennenzulernen./raz/DP/tos

29.09.2016

TAGESVORSCHAU: Termine am 30. September 2016

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Freitag,

den 30. September:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 J: Arbeitslosenzahlen 08/16

01:30 J: Verbraucherpreise 08/16, Tokio 09/16

01:50 J: Industrieproduktion 08/16

08:00 D: Einzelhandelsumsatz 08/16

03:45 CHN: Caixin Verarbeitendes Gewerbe 09/16

08:00 S: Hennes & Mauritz Q3-Zahlen

08:45 F: Verbraucherpreise 09/16 (vorläufig)

08:45 F: Konsumausgaben 08/16

09:00 CH: KOF Konjunkturbarometer 09/16

10:30 GB: BIP Q2/16 (endgültig)

11:00 EU: Verbraucherpreise 09/16 (vorab)

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 08/16

11:00 I: Verbraucherpreise 09/16 (vorläufig)

11:30 D: Commerzbank Pk zur Vorstellung der

Strategie bis 2020

12:00 P: Industrieproduktion 08/16

14:00 PL: Verbraucherpreise 09/16 (vorläufig)

14:30 USA: Private Einkommen und Konsumausgaben 08/16

15:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 09/16

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 09/16

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Va-Q-Tec AG Erster Handelstag

D: DZ-Bank Q2-Zahlen

D: Nord/LB AR-Sitzung, Braunschweig

D: SKW Stahl-Metallurgie Halbjahreszahlen

E: Banco Santander Group Strategy Update

EU: S&P Ratingergebnis Spanien

EU: Moody's Ratingergebnis EFSF, Bulgarien

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Fachkonferenz zu den Auswirkungen des Brexit-Votums der Briten für

die Kapitalmärkte in Europa. Veranstalter ist die Association for

Financial Markets in Europe (AFME)

09:30 B: Sondertreffen der EU-Umweltminister zur Ratifizierung des

UN-Weltklimavertrags

16:00 D: 2. Stahlgipfel Saar "Stahl - Wertschöpfung, Beschäftigung,

Innovation" u.a. mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD),

Dillingen

F: 2. Pressetag vor Beginn des Internationalen Automobilsalons Paris

MEX: Audi eröffnet neues Q5-Werk im mexikanischen San José Chiapa

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SAMSTAG, DEN 1. OKTOBER 2016

TERMINE MIT ZEITANGABE

03:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe 09/16

03:00 CHN: PMI Service 09/16

SONSTIGE TERMINE

F: Internationaler Automobil-Salon Paris (bis 16.10.2016)

09:00 h Eröffnung mit dem französischen Präsidenten Hollande, Paris

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

29.09.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt mit Verlust knapp über Tagestief

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der frisch gewonnene Mut hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag rasch wieder verlassen. Nachdem der Dax dank eines deutlichen Ölpreisanstiegs im Tagesverlauf die Marke von 10 500 Punkten deutlich überschritten hatte, seien die Sorgen zurückgekehrt, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Zudem sprang der Eurokurs im späteren Handelsverlauf kräftig nach oben, was den Export außerhalb der Eurozone erschweren kann.

Der Leitindex ging letztlich mit einem Abschlag von 0,31 Prozent auf 10 405,54 Punkte aus dem Handel. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,26 Prozent auf 21 493,56 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,38 Prozent auf 1785,42 Punkte.

SCHAUKELBÖRSE SETZT SICH FORT

Die aus der Opec-Einigung resultierende Reduzierung der Öl-Fördermengen sei nur minimal, so dass lediglich von einem Signal in die richtige Richtung gesprochen werden könne, sagte Stanzl. Zudem ändere dies nichts an den bestehenden Problemen einer schwachen Weltwirtschaft, Unsicherheiten über die zukünftige US-Geldpolitik und hausgemachten Probleme innerhalb der europäischen Bankenwelt. Die Schaukelbörse der vergangenen Wochen dürfte sich daher fortsetzen.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab seine Gewinne fast vollständig ab und ging mit einem minimalen Aufschlag von 0,02 Prozent auf 2991,58 Punkte aus dem Handel. In Paris wurden moderate Gewinne verbucht, in London gewann der FTSE 100 dagegen 1 Prozent. In den USA gaben die Börsen zur selben Zeit leicht nach.

BASF-AKTIE ZEITWEISE AUF JAHRESHOCH

Die Titel des Chemiekonzerns BASF gaben einen Teil ihrer Tagesgewinne wieder ab und schlossen mit plus 1,78 Prozent auf 74,36 Euro. Bei zeitweise knapp unter 76 Euro waren sie zuvor auf den höchsten Stand in diesem Jahr geklettert. Die Ölpreisrally am Morgen wurde laut Händlern positiv für die Öl- und Gastochter Wintershall gewertet.

Bei den Versorgern RWE und Eon konnten sich die Anleger über Kursgewinne von 2,78 beziehungsweise 0,99 Prozent freuen. Die Titel profitierten von fortgesetzt steigenden Großhandelspreisen für Strom.

Dagegen ging der Sinkflug bei der Lufthansa weiter: Mit einem Minus von 2,71 Prozent auf 9,778 Euro waren die Aktien so schwach wie zuletzt vor über vier Jahren. Die erwartungsgemäße Stärkung der Tochter Eurowings mit bis zu 40 Airbus-Mittelstreckenjets von Air Berlin sei zwar sinnvoll, werde die Wettbewerbsnachteile gegenüber Ryanair und Easyjet aber allenfalls verringern, sagte ein Marktteilnehmer.

BANKAKTIEN SCHLAGEN UNTERSCHIEDLICHE RICHTUNG EIN

Bankaktien entwickelten sich in unterschiedlich. Während die Papiere der Deutschen Bank um 1,02 Prozent zulegten, büßten die Commerzbank-Papiere als Dax-Schlusslicht 3,09 Prozent ein. Das Institut baut Tausende Stellen ab und streicht die Dividende. Zur Deutsche Bank meinte Marktanalyst Jochen Stanzl zudem: "Auch wenn sich die Wogen um die Deutsche Bank heute leicht geglättet haben, die Kuh in Form der drohenden Strafzahlung ist noch lange nicht vom Eis."

Die Aktien von SMA Solar eroberten im TecDax mit plus 4,36 Prozent die Index-Spitze und knüpften damit an ihre Vortagsstabilisierung nach der vorangegangenen Talfahrt an.

EUROKURS STEIGT KRÄFTIG

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,27 Prozent am Vortag auf minus 0,25 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 144,28 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,06 Prozent auf 165,73 Punkte. Der Eurokurs sprang am späteren Nachmittag kräftig nach oben und wurde zum europäischen Aktienhandelsschluss bei 1,1243 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1221 (Mittwoch: 1,1225) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8912 (0,8909) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

29.09.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt mit Verlusten knapp über Tagestief

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der frisch gewonnene Mut hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag rasch wieder verlassen. Nachdem der Dax dank eines deutlichen Ölpreisanstiegs im Tagesverlauf die Marke von 10 500 Punkten deutlich überschritten hatte, seien die Sorgen zurückgekehrt, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Letztlich ging der Leitindex mit einem Abschlag von 0,31 Prozent auf 10 405,54 Punkte aus dem Handel. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,26 Prozent auf 21 493,56 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,38 Prozent auf 1785,42 Punkte.

Die aus der Opec-Einigung resultierende Reduzierung der Öl-Fördermengen sei nur minimal, so dass lediglich von einem Signal in die richtige Richtung gesprochen werden könne, sagte Stanzl. Zudem ändere dies nichts an den bestehenden Problemen einer schwachen Weltwirtschaft, Unsicherheiten über die zukünftige US-Geldpolitik und hausgemachten Probleme innerhalb der europäischen Bankenwelt. Die Schaukelbörse der vergangenen Wochen dürfte sich daher fortsetzen./ck/he

29.09.2016

EUROSTOXX-FLASH: Ins Minus gerutscht - Anleger verlässt der Mut

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 ist am späten Donnerstagnachmittag ins Minus gedreht. Der Leitindex der Eurozone fiel zuletzt um 0,10 Prozent auf 2988,23 Punkte. Am Vormittag hatte er noch von der beschlossenen Fördergrenze der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) profitiert und war um mehr als 1 Prozent gestiegen. Rohstoffexperten äußerten sich nun aber skeptisch. Sie nannten die mangelnde Disziplin der Opec-Mitglieder, eine weiter schwache Nachfrage sowie die anderen großen Akteure am Markt wie Russland und die USA.

Börsianer verwiesen zudem auf die bevorstehende Berichtssaison der Unternehmen, weiter schwelende Probleme im europäischen Bankensektor sowie die Ungewissheit über die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Anleger wollten sich daher nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Die Schaukelbörse der vergangenen Wochen dürfte daher vorerst weitergehen./mis/he

29.09.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Wall Street geht nach Erholung die Puste aus

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Wall Street ist am Donnerstag nach der Erholung der vergangenen Tage im frühen Handel zunächst die Kraft ausgegangen. Der Dow Jones Industrial fiel um 0,06 Prozent auf 18 327,71 Punkte. Damit blieb er in seiner jüngsten Handelsspanne. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,12 Prozent auf 2168,73 Zähler nach und der technologiewertelastige Nasdaq 100 büßte 0,43 Prozent auf 4854,06 Punkte ein.

Zur Wochenmitte hatten die Kurse noch von der Einigung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auf eine Förderobergrenze profitiert. Rohstoffexperten glauben aber nicht so recht daran. Sie verweisen auf die mangelnde Disziplin der Opec-Mitglieder, auf eine weiter schwache Nachfrage sowie auf die anderen großen Akteure am Markt wie Russland und die USA.

Die Details der Übereinkunft der Opec müssten abgewartet werden, sagte denn auch ein Investmentexperte. Grundsätzlich fehle dem US-Aktienmarkt derzeit aber ohnehin ein wenig die Richtung. Für frische Impulse könnten die bald beginnende Berichtssaison der Unternehmen sorgen. Zudem blieben die Blicke auf die US-Notenbank Fed und den Zeitpunkt einer möglichen weiteren Straffung der Geldpolitik sowie auf die anstehende US-Präsidentschaftswahl gerichtet.

Von konjunktureller Seite kamen derweil gemischte Signale. So war die US-Wirtschaft von April bis Ende Juni etwas stärker gewachsen als bisher gedacht. Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe war in den USA im August hingegen überraschend gefallen.

Mit Blick auf die Einzelwerte gewannen die Aktien von PepsiCo nach der Vorlage von Geschäftszahlen 1 Prozent. Der Chips- und Getränkehersteller hatte im dritten Quartal (bis Anfang September) besser abgeschnitten als gedacht und erwartet für das Gesamtjahr nun etwas mehr Gewinn als zuvor.

Auch Analystenkommentare bewegten. So gab es von der Deutschen Bank laut Händlern eine Kaufempfehlung für die Aktien des Online-Auktionshauses Ebay . Die Papiere gewannen daraufhin 3 Prozent.

Die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers Apple fielen hingegen um 1,30 Prozent. Die Experten der britischen Bank Barclays blieben zwar beim "Overweight"-Votum, sehen die Aktien nach den jüngsten Kursgewinnen aber nicht mehr als "Top Pick" im Sektor./mis/he

29.09.2016

Aktien New York: Wall Street geht nach Erholung die Puste aus

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Wall Street ist am Donnerstag nach der Erholung der vergangenen Tage im frühen Handel zunächst ein wenig die Kraft ausgegangen. Der Dow Jones Industrial fiel um 0,03 Prozent auf 18 333,42 Punkte. Damit blieb er in seiner jüngsten Handelsspanne. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,11 Prozent auf 2169,04 Zähler nach und der technologiewertelastige Nasdaq 100 büßte 0,34 Prozent auf 4858,46 Punkte ein.

Zur Wochenmitte hatten die Kurse noch von der Einigung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auf eine Förderobergrenze profitiert. Rohstoffexperten glauben aber nicht so recht daran. Sie verweisen auf die mangelnde Disziplin der Opec-Mitglieder, auf eine weiter schwache Nachfrage sowie auf die anderen großen Akteure am Markt wie Russland und die USA.

Die Details der Übereinkunft der Opec müssten abgewartet werden, sagte denn auch ein Investmentexperte. Grundsätzlich fehle dem US-Aktienmarkt derzeit aber ohnehin ein wenig die Richtung. Für frische Impulse könnten die bald beginnende Berichtssaison der Unternehmen sorgen. Zudem blieben die Blicke auf die US-Notenbank Fed und den Zeitpunkt einer möglichen weiteren Straffung der Geldpolitik sowie auf die anstehende US-Präsidentschaftswahl gerichtet./mis/he

29.09.2016

Aktien Frankfurt: Dax erholt sich weiter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die stark gestiegenen Ölpreise haben die Risikolust der Anleger am deutschen Aktienmarkt geweckt. Der Dax fuhr am Donnerstag weitere Kursgewinne ein. Angesichts der verhalten erwarteten Handelseröffnung an der Wall Street stand der deutsche Leitindex am Nachmittag aber nur noch 0,49 Prozent höher bei 10 489,49 Punkten. Am Mittwoch hatte er nach drei Verlusttagen erstmals wieder zugelegt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen behauptete am Donnerstagnachmittag einen Kursanstieg von 0,15 Prozent auf 21 580,89 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,17 Prozent auf 1795,31 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,59 Prozent auf 3008,72 Punkte.

BASF PROFITIERT VON ÖLPREISEN

Die Einigung der Opec-Mitglieder auf eine Begrenzung der Ölfördermenge mache den Anlegern Mut, schrieb Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg. Nach der überraschenden Übereinkunft der Förderländer war der Ölpreis um 6 Prozent nach oben geschnellt.

Die Titel des Chemiekonzerns BASF gewannen 2,29 Prozent auf 74,73 Euro und erreichen damit den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Die Ölpreisrally sei positiv für die Öl- und Gastochter Wintershall, sagte ein Händler.

Bei den Versorgern RWE und Eon konnten sich die Anleger über Kursgewinne von 4,72 und 2,77 Prozent freuen, was die ersten zwei Plätze im Leitindex bedeutete. Börsianer verwiesen auf die anhaltend steigenden Großhandelspreise für Strom.

LUFTHANSA WEITER AUF SINKFLUG

Dagegen ging der Sinkflug bei der Lufthansa weiter: Mit einem Minus von 2,78 Prozent auf 9,771 Euro waren die Aktien größter Verlierer im Dax und zudem so schwach wie zuletzt vor über vier Jahren. Sie litten unter der Ölpreisentwicklung, die tendenziell die Treibstoffkosten verteuert. Die erwartungsgemäße Stärkung der Tochter Eurowings mit bis zu 40 Airbus-Mittelstreckenjets von Air Berlin sei sinnvoll, werde die Wettbewerbsnachteile gegenüber Ryanair und Easyjet aber allenfalls verringern, sagte ein Marktteilnehmer.

Bankaktien entwickelten sich in unterschiedliche Richtungen. Während sich die Papiere der Deutschen Bank um weitere 0,84 Prozent erholten, drehten Commerzbank-Papiere mit 1,47 Prozent ins Minus. Das Institut baut Tausende Stellen ab und streicht die Dividende.

Bei den Technologiewerten legte Evotec um 1,01 Prozent zu, nachdem das Biotechunternehmen einen Meilensteins in einer vorklinischen Testreihe erreicht hatte.

Die Aktien von SMA Solar eroberten mit plus 3,94 Prozent die TecDax-Spitze und knüpften damit an ihre gestrige Stabilisierung nach der vorangegangenen Talfahrt an. Die gestiegenen Ölpreise begünstigen das Interesse an den Papieren des Solartechnik-Zulieferers./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

29.09.2016

Aktien New York Ausblick: Dow gönnt sich Atempause nach Erholung

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der ölpreisbedingt deutlichen Erholung im späten Mittwochshandel werden die US-Aktienmärkte am Donnerstag wohl mit Verlusten starten. Hinweise auf die weitere geldpolitische Richtung der USA und damit frische Marktimpulse könnten im Handelsverlauf die Reden von Chefs mehrerer regionaler US-Notenbanken geben.

Eine Dreiviertelstunde vor Börsenstart taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial 0,20 Prozent tiefer bei 18 302 Punkten. Am Vortag hatte der zunächst im Minus notierende US-Leitindex 0,61 Prozent fester geschlossen, nachdem sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) unerwartet auf eine Ölfördergrenze geeinigt hatte.

Von konjunktureller Seite gab es bereits vor Handelsstart neue Daten, die jedoch kaum Auswirkungen auf das vorbörsliche Geschäft hatten. So ist die US-Wirtschaft im Frühjahr etwas stärker gewachsen als bisher gedacht. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist weniger stark gestiegen als erwartet.

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von PepsiCo im Anlegerfokus stehen. Der Chips- und Getränkehersteller hat im dritten Quartal (bis Anfang September) an Umsatz eingebüßt, schnitt damit aber besser ab als Analysten es erwartet hatten. Der Gewinn kletterte unerwartet stark. Die Pepsico-Aktie gewann im vorbörslichen Handel zuletzt 2,7 Prozent.

Fusionsspekulationen um Viacom haben die Aktie des Medienkonzerns vorbörslich um 2,6 Prozent steigen lassen. Wie die "New York Times" berichtete, wünscht sich der Milliardär und Viacom-Großaktionär Sumner Redstone eine Wiedervereinigung des Unternehmens mit dem 2006 abgespaltenen TV-Sender CBS, an dem er ebenfalls nennenswert beteiligt ist. Denn das operative Geschäft von Viacom laufe holprig, während CBS glänzend dastehe, heißt es. CBS-Anleger scheinen diese Idee weniger gut zu finden, denn die Papiere legten vorbörslich um lediglich 0,3 Prozent zu./edh/das

29.09.2016

Aktien Frankfurt: Dax profitiert von Ölpreis-Anstieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Stark gestiegene Ölpreise haben dem Dax am Donnerstag zu weiteren Kursgewinnen verholfen. Die Einigung der Opec-Mitglieder auf eine Begrenzung der Ölfördermenge mache den Anlegern Mut, schrieb Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg.

Allerdings schrumpfte das Plus ähnlich wie vortags zusammen: Um die Mittagszeit stand der deutsche Leitindex noch 0,73 Prozent höher bei 10 514,57 Punkten. Am Mittwoch hatte er nach drei Verlusttagen erstmals wieder zugelegt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen behauptete am Donnerstag einen Kursanstieg von 0,42 Prozent auf 21 640,44 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,30 Prozent auf 1797,59 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,92 Prozent auf 3018,54 Punkte.

ERSTE OPEC-EINIGUNG SEIT ACHT JAHREN - BASF PROFITIERT

Auch die Aktienmärkte in den USA und Asien hatten davon profitiert, dass sich die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Mittwochabend erstmals seit acht Jahren auf eine Begrenzung der Fördermenge geeinigt hatte. Die Ölpreise hatten mit einem Kurssprung von über sechs Prozent auf die Nachricht reagiert.

Die Titel des Chemiekonzerns BASF gewannen 3,13 Prozent auf 75,35 Euro und erreichen damit den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Die Ölpreisrally sei positiv für die Öl- und Gastochter Wintershall, sagte ein Händler.

Bei den Versorgern RWE und Eon konnten sich die Anleger über Kursgewinne von 4,62 und 3,33 Prozent freuen, was die ersten zwei Plätze im Leitindex bedeutete. Börsianer verwiesen auf die anhaltende Rally der Großhandelspreise für Strom.

LUFTHANSA WEITER AUF SINKFLUG

Dagegen ging der Sinkflug bei der Lufthansa weiter: Mit einem Minus von 2,82 Prozent auf 9,767 Euro waren die Aktien größter Verlierer im Dax und zudem so schwach wie zuletzt vor über vier Jahren. Sie litten unter der Ölpreisentwicklung, die tendenziell die Treibstoffkosten verteuert. Die erwartungsgemäße Stärkung der Tochter Eurowings mit bis zu 40 Airbus-Mittelstreckenjets von Air Berlin sei sinnvoll, werde die Wettbewerbsnachteile gegenüber Ryanair und Easyjet aber allenfalls verringern, sagte ein Marktteilnehmer.

Bankaktien entwickelten sich in unterschiedliche Richtungen. Während sich Deutsche Bank im freundlichen Markt um weitere 1,02 Prozent erholten, drehten Commerzbank-Papiere mit 0,87 Prozent ins Minus. Das Institut baut Tausende Stellen ab und streicht die Dividende.

Bei den Technologiewerten legten Evotec um 1,81 Prozent zu, nachdem das Biotechunternehmen einen Meilensteins in einer vorklinischen Testreihe erreicht hatte./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

29.09.2016

Aktien Europa: Deutliche Gewinne nach Ölpreis-Rally

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Mit umfangreichen Aktienkäufen haben Anleger an Europas Börsen am Donnerstag den rasanten Ölpreisanstieg honoriert. Auslöser der klaren Kursaufschläge ist die beschlossene Ölfördergrenze der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec).

Der EuroStoxx 50 stieg am Vormittag um 1,09 Prozent auf 3023,63 Punkte. Der französische CAC-40-Index legte um 1,35 Prozent auf 4492,49 Punkte zu. Der britische FTSE-100-Index rückte um 1,15 Prozent auf 6928,45 Punkte vor.

Das Opec-Kartell hatte am späten Mittwochabend erstmals seit acht Jahren wieder eine Drosselung des täglichen Produktionsvolumens beschlossen. Eine Begrenzung der geförderten Menge soll das Angebot verknappen und die Ölpreise erhöhen. Diese zogen noch am Mittwoch um über sechs Prozent an und hielten dieses Niveau im frühen Geschäft am Donnerstag weitgehend.

In der europäischen Branchensicht war der Ölsektor mit einem Plus von 4,65 Prozent naturgemäß ganz oben zu finden. Ihm folgten Rohstoffwerte mit plus 2,83 Prozent und Autotitel, die sich um 1,54 Prozent befestigten. Dagegen litt der Reise- und Freizeitsektor unter dem steilen Ölpreisanstieg und stand mit minus 0,30 Prozent am unteren Ende des Branchentableaus.

Unter den Einzelwerten in Europa ragten Shell , BP , Total , Eni und Repsol mit Gewinnen zwischen 4 und 6 Prozent heraus. Auch die Bergbau-Papiere BHP Billiton , Anglo American , Glencore <8GC.FSE> und Rio Tinto wurden mit Kursaufschlägen zwischen 2,5 und 5 Prozent stark nachgefragt.

Tagesverlierer waren die Aktien von Capita mit einem Abschlag von rund 29 Prozent. Der britische Outsourcing-Dienstleister hatte zuvor eine harsche Gewinnwarnung veröffentlicht. Auch die Papiere von Babcock International gehörten mit minus 5 Prozent zu den schwächsten Werten Europas. Das britische Infrastruktur- und Rüstungsunternehmen hatte eine Kapitalerhöhung durchgeführt./edh/das

29.09.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Ölpreis-Anstieg hebt die Stimmung im Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Stark gestiegene Ölpreise haben dem Dax am Donnerstag weitere Kursgewinne beschert. Die Einigung der Opec-Mitglieder auf eine Begrenzung der Ölfördermenge mache den Anlegern Mut, schrieb Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg.

In der ersten Handelsstunde rückte der deutsche Leitindex um 1,18 Prozent auf 10 561,67 Punkte vor. Damit folgte er den positiven Vorgaben der Übersee-Börsen und knüpfte an den freundlichen Vortag an, als er nach drei Verlusttagen erstmals wieder zugelegt hatte.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Donnerstagmorgen um 0,89 Prozent auf 21 740,32 Zähler hoch und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,72 Prozent auf 1805,12 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,30 Prozent auf 3029,89 Punkte.

ERSTE OPEC-EINIGUNG SEIT ACHT JAHREN - BASF PROFITIERT

Auch die Aktienmärkte in den USA und Asien profitierten davon, dass sich die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Mittwochabend erstmals seit acht Jahren auf eine Begrenzung der Fördermenge einigte. Die Ölpreise hatten mit einem Kurssprung von über sechs Prozent auf die Nachricht reagiert.

Im Dax setzten sich die Titel des Chemiekonzerns BASF mit plus 3,27 Prozent an die Spitze. Die Ölpreisrally sei positiv für die Öl- und Gastochter Wintershall, kommentierte ein Händler.

Bei den Versorgern RWE und Eon konnten sich die Anleger über Kursgewinne von 3,18 und 2,61 Prozent freuen. Laut Börsianern half den Aktien, dass die Strompreise auf dem höchsten Niveau seit über einem Jahr seien.

LUFTHANSA WEITER AUF SINKFLUG

Dagegen ging der Sinkflug bei der Lufthansa weiter: Mit einem Minus von 2,24 Prozent auf 9,825 Euro waren die Aktien einziger Verlierer im Dax und zudem so schwach wie zuletzt vor über vier Jahren. Sie litten unter der Ölpreisentwicklung, die tendenziell die Treibstoffkosten verteuert. Die erwartungsgemäße Stärkung der Tochter Eurowings mit bis zu 40 Airbus-Mittelstreckenjets von Air Berlin sei sinnvoll, werde die Wettbewerbsnachteile gegenüber Ryanair und Easyjet aber allenfalls verringern, sagte ein Marktteilnehmer.

Bei den Technologiewerten legten Evotec um 1,43 Prozent zu. Die Anleger dürfen sich weiter über gute Nachrichten des Biotechunternehmens freuen. Diesmal ist es das Erreichen eines weiteren Meilensteins in einer vorklinischen Testreihe gegen krankhafte Veränderungen an der Gebärmutter.

STUDIEN BEWEGEN KRONES, HAPAG-LLOYD UND TAKKT

Ansonsten bewegten Analystenkommentare: An der MDax-Spitze verteuerten sich die Titel des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers Krones um 4,82 Prozent. Ihnen half eine Kaufempfehlung der britischen Investmentbank HSBC.

Dagegen rutschten die Aktien von Hapag-Lloyd mit minus 3,16 Prozent auf den letzten Platz im SDax der geringer kapitalisierten Werte. Trotz des Wegfalls einiger Wettbewerber dürfte 2017 für die Containerschiffahrt erneut ein verlustreiches Jahr werden, begründete HSBC-Analyst Parash Jain seine Abstufung.

Für Takkt ging es um 2,28 Prozent bergab. Nach der jüngsten Kursrally sieht Analystin Anna Patrice von der Privatbank Berenberg nur noch wenig Spielraum nach oben./gl/das

29.09.2016

Tesla mit 'Autopilot'-Assistent kollidiert mit Bus auf der Autobahn

GUDOW (dpa-AFX) - Ein Tesla-Elektrowagen mit "Autopilot"-Fahrassistent ist auf der Autobahn mit einem Bus zusammengestoßen. Das System sei dabei eingeschaltet gewesen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. "Wir haben mit unserem Kunden gesprochen, der bestätigt hat, dass der Autopilot einwandfrei funktioniert hat und nichts mit dem Unfall zu tun hat", erklärte Tesla. Die Autos übermitteln diverse Fahrdaten, so dass der Hersteller normalerweise weiß, ob und wie der "Autopilot" genutzt wurde.

Die Tesla-Limousine Model S kollidierte nach Polizeiangaben am Mittwochnachmittag auf der Autobahn A24 in Höhe des Rastplatzes Gudow mit dem dänischen Bus, als dieser bei der Fahrt in Richtung Hamburg nach dem Überholen auf die rechte Spur zurückkehren wollte. Dabei sei der 50-jährige Tesla-Fahrer aus Brandenburg leicht verletzt worden. Die 29 Insassen des Busses blieben demnach unverletzt. Wie es zu dem Unfall kam, werde nun untersucht.

In den vergangenen Monaten wurden mehrere Unfälle mit dem "Autopilot"-System in den USA und China bekannt. Im Mai starb ein Fahrer in Florida, als sein Tesla mit eingeschaltetem Fahrassistenten unter einen Lastwagen-Anhänger raste, der die Straße querte. Das "Autopilot"-System kann unter anderem Spur und Abstand halten. Tesla betont zugleich, dass es die Autos nicht zu selbstfahrenden Fahrzeugen mache und die Fahrer die Hände ständig am Lenkrad behalten müssten. Der Fahrer aus Brandenburg gab der Polizei zufolge an, die Hände nicht vom Steuer genommen zu haben./km/DP/tos

29.09.2016

ROUNDUP 3: Opec will mit Fördergrenze Ölpreis hochtreiben - Skepsis bei Experten

(weitere Reaktion aus Moskau im 7. Absatz)

ALGIER/NEW YORK (dpa-AFX) - Müssen sich Verbraucher auf steigende Benzin- und Heizölpreise einstellen? Geht es nach der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), könnte Rohöl mittelfristig teurer werden. Das Kartell hat sich nach langem Ringen auf eine Obergrenze bei der Förderung geeinigt. Das Kalkül: Wird weniger gepumpt, sinkt das Angebot und die Preise steigen.

Rohstoffexperten glauben aber nicht so recht daran. Sie verweisen auf die mangelnde Disziplin der 14 Opec-Mitglieder, auf eine weiter schwache Nachfrage angesichts der mauen Weltkonjunktur und auf die anderen großen Akteure am Markt wie Russland und die USA.

Die zerstrittene Opec hatte am späten Mittwochabend überraschend eine Beschränkung des täglichen Produktionsvolumens auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel (je 159 Liter) beschlossen. Die Entscheidung bedeutet eine Absenkung der Produktion um fast 750 000 Barrel täglich gegenüber August dieses Jahres, wie Katars Energieminister Mohammed al-Sada nach mehr als sechsstündigen Beratungen in Algier ankündigte.

Die Ölpreise zogen sofort um über sechs Prozent an. Allerdings ging es am Donnerstag schon wieder leicht nach unten. Zuletzt kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 48,52 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag bei 46,99 Dollar. Nach der Überraschung über die unerwartete Einigung habe sich am Markt wieder Skepsis breitgemacht, berichteten Händler. In der Opec seien beschlossene Fördergrenzen in der Vergangenheit immer wieder missachtet worden.

Rohstoffexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs haben berechnet, was eine strikte Umsetzung der Vereinbarung bedeuten würde. Sollte die Fördergrenze in der ersten Hälfte 2017 strikt eingehalten werden, könnte dies die Ölpreise um 7 bis 10 Dollar steigen lassen, schrieben die Analysten. "Die überraschende Einigung sollte nicht überbewertet werden", betonten allerdings Experten der Privatbank Metzler.

Es gebe weiterhin ein weltweites Überangebot an Öl. Dafür sorgten der wichtige Ölförderer Russland und die Fracking-Industrie in den USA. Für eine spürbare Reduzierung des Angebots müssten neben der Opec auch andere wichtige Akteure eingebunden werden.

Nicht-Opec-Mitglied Russland begrüßte die Einigung der Organisation. "Der Markt hat die Neuheiten mit Optimismus aufgenommen. Aber besondere Veränderungen sind nicht zu erwarten", teilte das Wirtschaftsministerium in Moskau mit. Das eigene Fördervolumen solle auf dem jetzigen Stand bleiben, betonte Energieminister Alexander Nowak. Russland sei bereit, Vorschläge für ein gemeinsames Vorgehen zu prüfen. Dazu seien im Oktober oder November Gespräche mit der Opec geplant, deren Details aber geklärt werden müssten, sagte Nowak.

Algeriens Energieminister Noureddine Boutarfa sprach hingegen von einer "historischen Vereinbarung", die zur Stabilisierung der Märkte beitragen werde. "Diese Entscheidung ermöglicht der Opec wieder, ihre historische Rolle als Marktregulator einzunehmen."

Das Kartell wolle auch den Dialog mit Nicht-Opec-Staaten suchen und für eine gemeinsame Marktstabilisierung sorgen, betonte der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail al-Mazrouei, über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Boutarfa hatte vor dem Treffen deutlich gemacht, dass ein Preis von im Schnitt unter 50 US-Dollar pro Barrel Öl nicht tragbar sei und den Markt und die Versorgungssicherheit mittel- bis langfristig gefährde.

Seit Mitte 2014 liegen die Ölpreise auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Zwischenzeitlich erholten sie sich zwar etwas. Insgesamt machen die geringen Notierungen, von denen Verbraucher bei Benzin oder Heizöl profitieren, etlichen Förderländern und Förderunternehmen aber weiter stark zu schaffen./hgo/DP/he

29.09.2016

Dänische Steuerbehörden bestätigen Kauf von Panama-Papers

KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Die dänischen Stuerbehörden haben für Informationen über mögliche Steuerschwindler sechs Millionen Kronen (800 000 Euro) bezahlt. Ein Direktor des Steueramtes bestätigte am Donnerstag dem Dänischen Rundfunk, dass es sich dabei um Dokumente der sogenannten Panama-Papers handelt.

Die Papiere enthalten Informationen einer Anwaltskanzlei in Panama, die Kunden geholfen hatte, Briefkastenfirmen zu gründen. Es besteht der Verdacht, dass diese zur Steuerhinterziehung genutzt wurden. Medien hatten bereits vor drei Wochen von dem Deal berichtet. Damals hieß es, die dänischen Behörden hätten eine Million dänische Kronen (rund 134 000 Euro) bezahlt./sh/DP/tos

29.09.2016

Trump rutscht in 'Forbes'-Reichenliste ab

NEW YORK (dpa-AFX) - Seit Jahrzehnten streitet Donald Trump mit "Forbes" um die Höhe seines Vermögens. Die neueste Schätzung des US-Magazins dürfte dem US-Präsidentschaftskandidaten nicht gefallen. Denn Trumps Reichtum schrumpfte dem Magazin zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 800 Millionen auf 3,7 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro). Damit rutschte der Immobilien-Tycoon in der "Forbes"-Liste deutlich ab und stand am Donnerstag nur noch auf Platz 505 des weltweiten Milliardärs-Rankings. Im März 2016 hatte der 70-Jährige, der sein Vermögen selbst mit mehr als 10 Milliarden Dollar angibt, noch Rang 324 belegt.

Laut "Forbes" zehrt vor allem der Abschwung am New Yorker Immobilienmarkt am Reichtum von Trump, der viel Geld in Gebäude wie den pompösen "Trump Tower" in Manhattan investiert hat. Trumps Vermögen spielt im US-Wahlkampf eine wichtige Rolle, da er damit wirbt, dass sein enormer Reichtum ihn unabhängig mache. Da der Kandidat der Republikaner sich weigert, seine Steuern offenzulegen, bleibt sein Vermögen letztlich ein Rätsel. Auch die Zahlen von "Forbes" sind nur Schätzungen, die auf Informationen aus öffentlichen Quellen basieren und keinen Anspruch auf volle Genauigkeit erheben./hbr/DP/tos

29.09.2016

Kriminelle mit Insider-Kenntnissen legen Firma aus Hannover herein

HANNOVER (dpa-AFX) - Betrüger mit Insider-Kenntnissen haben ein Unternehmen aus Hannover mit Geschäftsverbindungen nach China um 17 000 Euro geprellt. Das Kleinunternehmen ist nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover das jüngste Opfer einer Betrugsmasche, mit der immer wieder Firmen um ihr Geld gebracht werden, teilte die IHK am Donnerstag mit.

Im aktuellen Fall wurde die ungenannte Firma per Mail - angeblich vom chinesischen Geschäftspartner - auf eine Änderung der Bankverbindung hingewiesen und zur schnellen Zahlung von zur Lieferung anstehender Ware gedrängt. Als der echte chinesische Handelspartner dann wenig später nach der Bezahlung fragte und auf seine weiterhin gültigen Kontoverbidungen hinwies, war der Schaden irreparabel. Die deutsche Firma bekam ihr Geld nicht mehr zurück von der Bank.

Die IHK rät dazu, vom normalen Ablauf abweichende Vorgänge mit hohen Überweisungen zu hinterfragen. Vor allem im Export tätige Unternehmen müssten bei hohen Geld-Überweisungen ins Ausland aufpassen. Schon im Vorjahr waren ähnliche Fälle bekannt geworden./rek/DP/tos

29.09.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 29.09.2016

USA: Schwebende Hausverkäufe fallen überraschend

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im August überraschend gefallen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe seien zum Vormonat um 2,4 Prozent gesunken, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet. Der Zuwachs im Vormonat wurde leicht von 1,3 auf 1,2 Prozent korrigiert.

ROUNDUP/Deutschland: Inflation zieht allmählich an

WIESBADEN - Die Verbraucherpreise in Deutschland sind auf den höchsten Stand seit Mai 2015 gestiegen. Die Jahresteuerung lag im September bei 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Die Verbraucher profitieren zwar weiter von gesunkenen Energiepreisen. Allerdings schwächte sich dieser Effekt im September deutlich ab: Energie war um 3,6 Prozent billiger als im Vorjahr, im August waren es noch 5,9 Prozent und im Juli 7,0 Prozent.

USA: Wirtschaft wächst etwas stärker als bisher bekannt

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft ist im Frühjahr etwas stärker gewachsen als bisher gedacht. Von Anfang April bis Ende Juni habe sich die Wirtschaftsleistung (BIP) um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,4 Prozent erhöht, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in einer dritten Schätzung mit. Die zweite Schätzung hatte 1,1 Prozent betragen, eine erste Schätzung war von 1,2 Prozent ausgegangen. Bankvolkswirte hatten aktuell mit einer Rate von 1,3 Prozent gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen schwächer als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weniger stark gestiegen als erwartet. In der vergangenen Woche legten sie um 3000 auf 254 000 zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit 260 000 Anträgen gerechnet. Der aussagekräftigere Vierwochenschnitt fiel um 2250 auf 256 000 Anträge.

GESAMT-ROUNDUP: Gute Konjunktur und weniger Arbeitslose - aber auch Risiken

BERLIN/NÜRNBERG - Deutschland steuert auf Rekordbeschäftigung, ein weiter stabiles Wirtschaftswachstum und Milliarden-Überschüsse in den Staatskassen zu. Dennoch warnen führende Ökonomen vor zunehmenden Risiken für die deutsche Konjunktur und ermahnen die Politik, mehr Vorsorge zu treffen. Nötig seien eine Neuausrichtung der Finanz- und Wirtschaftspolitik sowie weitere Investitionen.

ROUNDUP 2: Herbstaufschwung drückt September Arbeitslosigkeit auf Rekordtief

NÜRNBERG - Der kräftige Herbstaufschwung hat die Zahl der Arbeitslosen im September auf ein Rekordtief sinken lassen. Mit 2,608 Millionen Erwerbslosen waren so wenig Männer und Frauen auf Jobsuche wie zuletzt im März 1991, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mit. Das waren 77 000 Erwerbslose weniger als im August, und 100 000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,9 Prozent.

ROUNDUP 2/Ökonomen: Gute Konjunktur beruhigt - aber Politik muss mehr vorsorgen

BERLIN - Die deutsche Wirtschaft bleibt aus Sicht führender Ökonomen auf moderatem Wachstumskurs - gestützt von einer stabilen Beschäftigungslage und kräftigem Konsum. Die Wirtschaftsleistung werde im nächsten Jahr um 1,4 Prozent und im Jahr 2018 um 1,6 Prozent zulegen, wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgelegten Herbstgutachten führender Wirtschaftsforschungsinstitute hervorgeht.

ROUNDUP: Institute: Moderates Wirtschaftswachstum und Beschäftigungs-Plus

BERLIN - Die deutsche Wirtschaft bleibt aus Sicht führender Ökonomen auf moderatem Wachstumskurs - gestützt von einer stabilen Beschäftigungslage und kräftigem Konsum. Die Wirtschaftsleistung werde im nächsten Jahr um 1,4 Prozent und im Jahr 2018 um 1,6 Prozent zulegen, wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgelegten Herbstgutachten führender Wirtschaftsforschungsinstitute hervorgeht.

ROUNDUP: Arbeitslosigkeit sinkt dank Herbstaufschwung

NÜRNBERG - Dank des Herbstaufschwungs ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland kräftig gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg registrierte im September 2,608 Millionen Erwerbslose, wie die Behörde am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Das waren 77 000 Erwerbslose weniger als im August, und 100 000 weniger als im Vorjahr. Damit ging die Arbeitslosigkeit etwas weniger stark zurück als in den vergangenen drei Jahren. Trotzdem ist es die niedrigste Erwerbslosigkeit in Deutschland seit März 1991. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,9 Prozent.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung hellt sich deutlich auf

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im September deutlich aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalte misst, stieg um 1,4 Punkte auf 104,9 Zähler, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Januar. Bankvolkswirte hatten dagegen eine Stagnation erwartet. In allen betrachteten Bereichen verbesserte sich die Stimmung.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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29.09.2016

Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1221 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1221 (Mittwoch: 1,1225) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8912 (0,8909) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86138 (0,86208) britische Pfund , 113,88 (112,93) japanische Yen und 1,0876 (1,0891) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

29.09.2016

Gabriel verteidigt Vertretung von Wirtschaftsinteressen im Iran

BERLIN (dpa-AFX) - Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat seine Auslandsreisen in den Iran oder nach Russland mit dem Argument verteidigt, sie dienten Deutschlands Wirtschaftsinteressen. "Russland hat in Syrien eine hohe Verantwortung für das Bomben und Morden da", sagte er am Donnerstag bei einer Maschinenbaukonferenz der IG Metall in Berlin. Dort müsse ebenso wie im Iran angesprochen werden, dass Deutschland ein Interesse an der Einhaltung der Menschenrechte habe. Aber: "Wir haben auch ein Interesse an der Vertretung deutscher Interessen", betonte Gabriel mit Blick auf die Industrie. "Wir sind ein Land, das auch andere Märkte erschließen muss." Gabriel reist am Wochenende in den Iran.

China warf er indirekt unfaire Maßnahmen im internationalen Wettbewerb vor. "Industriepolitik ist auch, sich mit den nichtfairen Maßnahmen anderer Länder uns gegenüber auseinanderzusetzen", sagte Gabriel. Unfair sei es, wenn China Unternehmen im internationalen Wettbewerb durch einen Staatsfonds unterstütze oder strategisch Unternehmen in anderen Ländern kaufe.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann mahnte, die Konkurrenz durch China nicht zu unterschätzen. Chinesische Anbieter würden viele Angebote mit gleichen Qualitäten, aber zugleich für die Kunden einfachen Angebotskooperationen verschiedener Hersteller und Dienstleister machen. Auch die IG Metall müsse Vorschläge für mehr Angebote aus einer Hand machen./bw/DP/tos

29.09.2016

ROUNDUP/Institut: Aufschwung im Osten fast auf Westniveau

HALLE/DRESDEN (dpa-AFX) - Die Ost-Wirtschaft befindet sich nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) im Aufschwung. Die Wirtschaftsleistung werde dieses Jahr um 1,8 Prozent zulegen, teilte das Institut am Donnerstag in Halle mit. Damit werde aber nicht ganz das bundesweite Wachstum erreicht, das 1,9 Prozent betragen soll. Die Arbeitsproduktivität werde in diesem Jahr im Osten etwas schneller als im Westen steigen. "Somit wird ein kleiner Fortschritt bei der ökonomischen Konvergenz erreicht." Zugpferde seien zuletzt Berlin, Brandenburg und Sachsen gewesen. Den schwächsten Wert im Osten habe zuletzt Sachsen-Anhalt aufgewiesen.

Das Geschäftsklima für die ostdeutsche Wirtschaft hat sich nach Angaben des Ifo-Institutes Dresden im September deutlich aufgehellt. Lage und Erwartungen sind im Vergleich zum August spürbar gestiegen, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Das Verarbeitende Gewerbe habe seinen Rückgang aus dem August überwunden. Im Bauhauptgewerbe habe der Geschäftsklimaindex den höchsten Wert seit drei Jahren erreicht. In Zukunft könnte sich die Situation dort sogar noch weiter verbessern. Gut liefen die Geschäfte auch im Einzelhandel, während sich die Stimmung im Großhandel etwas eingetrübt habe./rgo/DP/tos

29.09.2016

ROUNDUP: Bundestag billigt Kompromiss zur Erbschaftsteuer

BERLIN (dpa-AFX) - Die Reform der Erbschaftsteuer hat die nächste Hürde genommen. Der Bundestag stimmte am Donnerstag mehrheitlich dem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses für neue Regeln zur Steuerbegünstigung von Firmenerben zu. Grüne und Linke lehnten den Einigungsvorschlag ab, auf den sich die Vermittler von Bundestag und Bundesrat in der vergangenen Woche verständigt hatten. Aus ihrer Sicht sind auch die neuen Regeln verfassungswidrig.

Dem Kompromiss zufolge sollen Firmenerben auch künftig weitgehend vom Fiskus verschont werden, wenn sie das Unternehmen lange genug fortführen und Arbeitsplätze erhalten. Die Vorgaben für die Steuerprivilegien wurden auf Druck des Bundesverfassungsgerichts aber etwas strenger gefasst als bisher.

Der Bundesrat stimmt voraussichtlich am 14. Oktober über das Vermittlungsergebnis ab. Es wird erwartet, dass auch Länder mit grüner Regierungsbeteiligung mitziehen werden. Kritiker halten auch die neuen Verschonungsregeln für zu großzügig und bezweifeln, dass die Reform verfassungsrechtlich Bestand hat.

Aus Sicht des Bundesfinanzministeriums ist der Kompromiss mit dem Grundgesetz vereinbar. "Gegen den Beschluss des Vermittlungsausschusses bestehen im Bundesfinanzministerium definitiv keine verfassungsrechtlichen Bedenken", sagte ein Sprecher und wies damit einen Bericht der "Wirtschaftswoche" zurück. Diese hatte geschrieben, Beamte im Finanzministerium hätten in einem internen Papier verfassungsrechtliche Bedenken angemeldet. "Die Meldung der "Wirtschaftwoche" ist falsch", sagte der Sprecher./sl/DP/tos

29.09.2016

DAX-FLASH: Ins Minus gedreht - Eurokurs steigt

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstagnachmittag eine Kehrtwende gemacht und ist in negatives Terrain abgetaucht. Nach einem freundlichen Start bröckelten im Verlauf die Gewinne nach und nach ab. Im Zuge des US-Börsenstarts und eines deutlich steigenden Eurokurses verlor der deutsche Leitindex zuletzt 0,03 Prozent auf 10 434,93 Punkte. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, gab zugleich einen Teil seiner Gewinne ab und legte zuletzt nur noch um 0,25 Prozent auf 2998,44 Punkte zu.

Der Eurokurs stieg auf 1,1234 Dollar, nachdem er zuvor gefallen war. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1221 (Mittwoch: 1,1225) US-Dollar festgesetzt. Die Märkte seien zurzeit recht schwankungsanfällig, was durchaus noch bis Oktober andauern könne, sagten Börsianer./ck/he

29.09.2016

ANALYSE-FLASH: Merrill Lynch sieht Deutsche Telekom unter 'Top 10 EMEA Ideas'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat die Deutsche Telekom auf ihre "Top 10 EMEA Ideas"-Liste für das vierte Quartal gesetzt. Die Einstufung lautet weiterhin "Buy". Die Aufstellung beinhalte zehn Unternehmen, deren Kurse im kommenden Quartal von bedeutenden Ereignissen bewegt werden dürften, schrieb Analyst Eric Lopez in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts./das/zb

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29.09.2016

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Ado Properties auf 'Equal Weight' - Hebt Ziel

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat Ado Properties aus Bewertungsgründen von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft, das Kursziel aber von 29,50 auf 34,80 Euro angehoben. Mit der ernormen Kursentwicklung seit dem Börsengang im Juli 2015 notiere die Aktie des Immobilienunternehmens inzwischen über ihrem fairen Wert, schrieb Analyst Robert Jones in einer Studie vom Donnerstag Im Vergleich zu Wettbewerbern sei der Bewertungsaufschlag nicht gerechtfertigt./tav/das

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29.09.2016

ANALYSE-FLASH: Baader Bank streicht Givaudan von 'Top Pick'-Liste - 'Buy'

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat die Givaudan-Aktie von ihrer "Top Pick"-Liste gestrichen, die Einstufung aber in einer Studie vom Donnerstag auf "Buy" mit einem Kursziel von 2200 Franken belassen. Analyst Andreas von Arx begründete die Entnahme aus der Auswahlliste mit der am Vorabend beschlossenen Ölfördergrenze der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und der daraus resultierenden Ölpreis-Rally. Dies könnte die Stimmung für die Aktie kurzfristig belasten. Langfristig bleibe die Aktie des Duftstoff- und Aromenherstellers jedoch ein qualitativ hochwertiges, defensives Investment./edh/tav

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29.09.2016

ANALYSE-FLASH: RBC Capital hebt Ziel für Commerzbank - 'Sector Perform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus RBC Capital hat das Kursziel für Commerzbank wegen der Hoffnung auf niedrigere Kosten von 5,50 auf 7,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Sector Perform" belassen. Sie traue der Kostenkontrolle der Bank inzwischen mehr zu, schrieb Analystin Anke Reingen in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Die Expertin hob daher ihre Gewinnschätzungen je Aktie bis 2019 um bis zu 16 Prozent an. Wegen der schwierigen Ertragslage rechne sie aber mit einer niedrigen Eigenkapitalrendite (ROTE) von lediglich 5,5 Prozent im Jahr 2020. Die Commerzbank hat am Donnerstag ihre neue Strategie vorgestellt und dabei den Abbau von tausenden Stellen angekündigt./tav/zb

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29.09.2016

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux hebt Ziel für Covestro auf 62 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Covestro <1COV.ETR> von 47 auf 62 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Bayer-Kunststofftochter habe ihre operative Schlagkraft enorm verbessert, schrieb Analyst Christian Faitz in einer Studie vom Donnerstag. Dabei hätten dem Unternehmen zudem positive Nachfragetrends und Kapazitätsprobleme bei Wettbewerbern in die Hände gespielt. Der Experte hob seine Schätzungen an. Die vergleichsweise niedrig bewertete Aktie bleibe einer seiner Branchenfavoriten./tav/zb

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29.09.2016

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux startet Schaeffler mit 'Buy' - Ziel 18 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Schaeffler mit "Buy" und einem Kursziel von 18 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Sorgen des Marktes um nicht ergriffene Wachstumschancen seien unbegründet, schrieb Analyst Michael Raab in einer Studie vom Donnerstag. Der Automobilzulieferer investiere enorm in neue Mechatronik-Technologien, wobei die Chancen die Risiken überwögen. Potenzial biete zudem der Umbau der Industriesparte. Der Experte erwartet weiteres profitables Wachstum und einen starken Barmittelfluss gepaart mit der Aussicht auf steigende Dividenden./tav/zb

29.09.2016

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Hapag-Lloyd auf 'Reduce' - Ziel auf 16 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat Hapag-Lloyd von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 16,50 auf 16,00 Euro gesenkt. Trotz des Wegfalls einiger Wettbewerber dürfte 2017 für die Containerschiffahrt erneut ein verlustreiches Jahr werden, schrieb Analyst Parash Jain in einer Sektorstudie vom Donnerstag. Der Experte geht nun unter anderem von einer noch niedrigeren Nachfrage aus, während das Angebot erstmals wieder steigen könnte. Abstufung und neues Kursziel für Hapag-Lloyd begründete Jain mit gekürzten Gewinnschätzungen./tav/zb

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29.09.2016

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Unilever PLC auf 3120 Pence - 'Sell'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Unilever PLC vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen von 3055 auf 3120 Pence angehoben und die Einstufung auf "Sell" belassen. Der Konsumgüterkonzern dürfte im Quartal mit Gegenwind zu kämpfen gehabt haben, erklärten die Analysten des Instituts einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Ihr Kursziel für die in London notierte Aktie erhöhten sie dennoch auf Basis ihrer überarbeiteten Schätzungen und der Wechselkurs-Entwicklung./das/zb

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29.09.2016

AKTIE IM FOKUS: Anleger begegnen der 'neuen' Commerzbank mit Skepsis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die neue Strategie der Commerzbank hat am deutschen Aktienmarkt keine Aufbruchstimmung hervorgerufen. Im Gegenteil: Nachdem sich die Papiere von Deutschlands derzeit zweitgrößtem Geldhaus am Donnerstagvormittag um bis zu 2,5 Prozent erholen konnten, rutschten sie bis zum Mittag auf minus 2,5 Prozent ab.

Das lag zum einen daran, dass im ganzen Dax die anfängliche Begeisterung nach der Opec-Einigung auf Öl-Fördergrenzen schnell ihren Zenit erreichte. Andererseits stehen mit Blick auf den Bankumbau zunächst die Belastungen im Vordergrund: Im Zuge ihrer Verkleinerung müssen bereits in der Bilanz für das dritte Quartal Abschreibungen von rund 700 Millionen Euro vorgenommen werden.

DIVIDENDE FÄLLT WEG

7300 Vollzeitstellen fallen bei dem Umbau unterm Strich weg. Die Kosten sollen bei 1,1 Milliarde Euro liegen - die Dividende wird angesichts dessen gestrichen. Auf all dies sei der Markt allerdings recht gut vorbereitet gewesen, sagte ein Börsianer.

Auch Analyst Daniele Brupbacher von der Schweizer Großbank UBS sah die Fakten weitgehend im Einklang mit den in den vergangenen Tagen an die Presse durchgesickerten Informationen. Die Ertragsziele der Bank seien dabei etwas ambitionierter, als er gedacht habe.

Als "Molltöne" wertete der Börsianer, dass das dritte Quartals auf dem Niveau des schwachen Vorquartals liegen dürfte. Überraschend sei dies im aktuellen Umfeld aber ebenfalls nicht.

EINER DER GRÖSSTEN DAX-VERLIERER DES JAHRES

Die Commerzbank-Aktie kostete zuletzt 5,84 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit 39 Prozent verloren. Nur die Deutsche Bank schneidet noch schlechter ab. Die ganze Bankbranche leidet unter den niedrigen Zinsen und höheren regulatorischen Anforderungen./ag/das