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23.05.2013

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 23.05.2013

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 23.05.2013

AAREAL BANK

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Aareal Bank nach Zahlen für das erste Quartal von 'Halten' auf 'Kaufen' hochgestuft und das Kursziel von 18 auf 22 Euro angehoben. Der Überschuss des Immobilienfinanzierers habe seine Erwartung erfüllt, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Donnerstag. Positiv seien die im Branchenvergleich gute Kapitalausstattung sowie die solide Liquidität. Die Voraussetzungen für einen Ausbau des Neugeschäfts bei strukturierten Immobilienfinanzierungen seien daher gut. Die Zielerhöhung begründete er mit einem niedrigeren Ansatz der Eigenkapitalkosten im Bewertungsmodell.

AIR BERLIN

HANNOVER - Die NordLB hat die Einstufung für Air Berlin nach Zahlen auf 'Verkaufen' mit einem Kursziel von 1,70 Euro belassen. Die Quartalsergebnisse des Billigfliegers seien wenig überzeugend ausgefallen, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Donnerstag. Das negative Eigenkapital und die Rentabilität seien die größten Baustellen. Es dürfte für das Unternehmen schwierig werden, die operative Gewinnschwelle zu erreichen. Der Experte senkte seine Ergebnisprognosen.

AIXTRON

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Aixtron nach Vorstellung eines Fünf-Punkte-Programms zur Profitabilitätssteigerung auf 'Reduce' mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Größere Überraschungen gebe es nicht mehr, da der Spezialmaschinenbauer für die LED-Industrie das meiste aus dem Fünf-Punkte-Plan bereits während der Telefonkonferenz zu den jüngsten Quartalszahlen durchgesprochen habe, schrieb Analyst Klaus Ringel in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Er sehe keinen Anlass, seine vorsichtige Haltung der Aixtron-Aktie gegenüber zu ändern.

AIXTRON

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Aixtron auf 'Reduce' mit einem Kursziel von 7 (Kurs: 12,430) Euro belassen. Er begrüße das Fünf-Punkte-Programm des Spezialmaschinenbauers mit dem Schwerpunkt LED-Industrie zur Rückkehr zur Rentabilität, denn die Nachfrage nach Ausrüstung zur Herstellung von Halbleiterkristallschichten (MOCVD) sei seinem Eindruck nach weiterhin nur verhalten, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Donnerstag.

AIXTRON

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Aixtron auf 'Add' mit einem Kursziel von 12 Euro belassen. Den Fünf-Punkte-Plan des Spezialmaschinenbauers für die LED-Industrie habe er in seinem Bewertungsmodell bereits berücksichtigt, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Donnerstag. Entscheidend sei, dass Aixtron mit den Kostensenkungen vorankomme.

ALLIANZ

LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Allianz SE auf 'Overweight' mit einem Kursziel von 130 Euro belassen. Die niedrigen Zinsen hätten die Versicherer zwar gezwungen mehr Kapital in ihr deutsches Lebensversicherungsgeschäft zu stecken, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das reduziere zwar die Flexibilität in der Kapitalverwendung, gleichzeitig musste die Branche ihr sonstiges Geschäft stärker auf Gewinne trimmen. Dies gelte vor allem für die Allianz, die im deutschen Versicherungsgeschäft zuletzt die Trendwende geschafft habe. Die Aktie ist der 'Top Pick' des Experten.

ASML

FRANKFURT - Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für ASML von 59 auf 75 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Buy' belassen. Der Lieferant von Lithographiesystemen für die Chip-Industrie überzeuge ihn immer mehr, schrieb Analyst Bernd Laux in einer Studie vom Donnerstag. ASML komme mit der Entwicklung seiner Systeme mit extrem ultravioletter Strahlung (EUV-Systeme) gut voran. Diese Geräte brauche die Branche dringend und ASML habe hier das Monopol. Zudem habe der Halbleiter-Zyklus inzwischen wieder angezogen und Unternehmen aus der Branche investierten zunehmend. Langfristig dürfte sich die Ertragskraft von ASML nicht nur verdoppeln, sondern möglicherweise sogar verdreifachen.

BAYER

LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Bayer mit 'Equal-weight' und einem Kursziel von 93 Euro in die Bewertung aufgenommen. Analystin Amy Walker sieht sich mit ihren operativen Gewinnschätzungen für die Bereiche Healthcare und CropScience um bis zu 9 Prozent über dem Marktkonsens. Gegenwind durch Rohstoffkosten sowie Überkapazitäten ab 2015 ließen sie im Segment Material Science aber vorsichtiger kalkulieren als ihre Kollegen, schrieb sie einer Studie vom Donnerstag. Walker sieht kaum Potenzial für steigende Gewinnschätzungen und mehr Chancen bei den Titeln von Roche und Sanofi.

BEIERSDORF

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für Beiersdorf auf 'Buy' mit einem Kursziel von 82 Euro belassen. Die Quartalsberichtssaison der europäischen Basiskonsumgüter-Unternehmen habe vor allem wegen der schwachen Absätze in den Schwellenländern enttäuscht, schrieb Analyst Adam Spielman in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Dabei hätten Getränkekonzerne besonders schlecht abgeschnitten, während sich die Untersektoren Nahrungsmittel sowie Haushalts- und Körperpflege uneinheitlich entwickelt hätten. Der Markt habe dies mit Konsensschätzungen für viele Sektorwerte quittiert. Damit werde der Geschäftsverlauf in den kommenden Quartalen mit Argusaugen beobachtet, wobei Experten für die meisten Schwellenländer steigende Wachstumsraten im Rest des Jahres und für Anfang 2014 erwarteten.

BURBERRY

LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Burberry nach einem Analystentreffen auf 'Neutral' belassen. Der Luxusgüterkonzern habe insgesamt einen positiven und optimistischen Ton angeschlagen, schrieb Analystin Melanie Flouquet in einer Studie vom Donnerstag. Der Konzern sehe Chancen vor allem im Geschäft mit Schönheitsprodukten, Kinder- und Herrenbekleidung sowie Lederprodukten.

CARREFOUR

LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Carrefour nach einem Beteiligungsverkauf von 25 auf 27 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Overweight' belassen. Er begrüße den Verkauf eines Anteils an der Dubaier Gruppe Majid al Futtaim, auch wenn dies kurzfristig die Gewinne verwässere und die Bewertung hätte höher ausfallen können, schrieb Analyst Jaime Vazquez in einer Studie vom Donnerstag. Der französische Einzelhandelskonzern vereinfache seine Konzernstrukturen. Das Kursziel erhöhe er wegen des jüngsten Anstiegs der Aktienmärkte und einer höheren Bewertung der Branche.

CELESIO

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Celesio von 'Buy' auf 'Sell' um zwei Stufen gesenkt und das Kursziel von 16,50 auf 14,00 Euro zurück genommen. Analyst Ian Douglas-Pennant sieht in einer Studie vom Donnerstag strukturelle Herausforderungen im Pharmagroßhandelsmarkt. Die Verkaufspreise dürften gleich von zwei Seiten unter Druck geraten: Seitens der Arzneimittelhersteller sowie der Apotheken. Der Grund dafür seien die Sparmaßnahmen vieler Länder. Kompensiert werden könnten der Druck durch eine Konsolidierung im Sektor.

CISCO

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Cisco nach Zahlen für das dritte Geschäftsquartal von 25 auf 27 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf 'Kaufen' belassen. Analyst Markus Friebel begründete die Zielanpassung in einer Studie vom Donnerstag einem langfristig erwarteten höheren Umsatz- und Margenwachstum. Auch nach dem jüngsten Kursanstieg hätten die Papiere noch Potenzial. Kursimpulse dürften von der niedrigen Bewertung, der attraktiven Ausschüttungspolitik sowie den langfristigen Wachstumsperspektiven ausgehen.

COMMERZBANK

LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat für Commerzbank nach der Zusammenlegung von Aktien im Verhältnis 10 zu 1 das Kursziel für die Aktie von 10,20 auf 8,74 (Kurs: 7,944) Euro angepasst, die Einstufung aber auf 'Neutral' belassen. Ohne die Bezugsrechte habe sich zuvor ein Ziel von 7,63 Euro errechnet, schrieb Analyst Jaime Becerril in einer Studie vom Donnerstag. Die Kapitalerhöhung des Kreditinstituts nehme zwar etwas Druck von der Bank, reiche aber nicht aus, um seine Sorgen um die Bilanz des staatlich gestützten Instituts zu zerstreuen. Denn diese dürfte weiter unter den Auswirkungen der niedrigen Zinsen auf die Rentabilität, schwacher Nachfrage sowie der Qualität der Aktiva leiden.

CONTINENTAL

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Continental auf 'Buy' mit einem Kursziel von 115 Euro belassen. Der europäische Reifenmarkt sollte unter dem schwächeren Yen nicht sonderlich leiden, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Donnerstag. Schwarz verwies zudem auf jüngste Aussagen von Suh Seung Hwa - dem Vorstandschef des südkorenischen Reifenkonzerns Hankook - wonach im chinesischen Reifenmarkt im zweiten Halbjahr wieder mit einer Belebung zu rechnen ist. Für Conti wäre dies angesichts der Investitionen in zusätzliche Kapazitäten positiv.

DAIMLER

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Daimler nach dem 25-prozentigen Kursanstieg innerhalb eines Monats von 40 auf 55 Euro angehoben, aber die Einstufung auf 'Market-Perform' belassen. Auch wenn die Modelloffensive und damit der künftige Produktzyklus des Autobauers vom Markt unterschätzt worden sei, hätten Tempo und Ausmaß der Aktienrally doch überrascht, schrieb Analyst Max Warburton in einer Studie vom Donnerstag. Nun sei dieser Umstand aber eingepreist. Er erhöhte seine Ergebnisprognosen für 2013 um ein Prozent und für 2014 um 13 Prozent, sieht die Stuttgarter in puncto Profitabilität aber immer noch den Wettbewerbern BMW und Audi hinterherhinken.

DRILLISCH

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Drillisch in Erwartung einer um 40 Millionen Euro steigenden Verschuldung von 15 auf 14 Euro gesenkt und die Einstufung auf 'Hold' belassen. Auch wenn der Wettbewerbsdruck zunehme, sei der Mobilfunkanbieter als Preisführer gut positioniert, schrieb Analyst Usman Ghazi in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings fehle es der Aktie auf dem gegenwärtigen Niveau an neuen Kurstreibern.

EADS

LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für EADS vor der Pariser Luftfahrtshow auf 'Overweight' mit einem Kursziel von 52 Euro belassen. Die Flugzeughersteller könnten auf der Paris Air Show umfangreiche Bestellungen erhalten, schrieb Analyst David Perry in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die Stimmung rund um die Aktie des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns dürfte sich zudem verbessern, sollte der Airbus A350 während der Messe zum ersten Mal abheben. Auch dann seien aber mit dem Programm weiterhin erhebliche Risiken verbunden, weil noch viele Testflüge und der Aufbau der industriellen Produktion bevorstünden. Die Aktie gehört zu den 'Top Picks' des Experten.

GEA GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Gea Group auf 'Buy' mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Trotz der zeitweise vorhandenen Probleme in der Sparte Food Solutions begrüße er die Portfolio-Verlagerung hin zur Lebensmittelindustrie, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Der Anlagenbauer verringere dadurch seine zyklische Abhängigkeit und stelle die Weichen für eine höhere Bewertung.

GLENCORE XSTRATA

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat Glencore Xstrata <8GC.FSE> mit 'Reduce' und einem Kursziel von 290 Pence in die Bewertung aufgenommen. Gewinn und Cashflow des Rohstoffkonzerns seien sehr volatil, schrieb Analyst Sam Catalano in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte sieht darin Risiken. Zudem werde die Aktie mit einem hohen Aufschlag auf die Titel der Wettbewerber gehandelt.

HANNOVER RÜCK

LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat Hannover Rück auf 'Neutral' mit einem Kursziel von 55,40 Euro belassen. Die niedrigen Zinsen hätten die Versicherer zwar gezwungen mehr Kapital in ihr deutsches Lebensversicherungsgeschäft zu stecken, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das reduziere zwar die Flexibilität in der Kapitalverwendung, gleichzeitig musste die Branche ihr sonstiges Geschäft stärker auf Gewinne trimmen.

HANNOVER RÜCK

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Hannover Rück von 60,50 auf 62,8 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Neutral' belassen. Nach dem guten ersten Quartal der europäischen Rückversicherer sorge sich der Markt nun um die weitere Prämienentwicklung der Branche, schrieb Analyst Thomas Dorner in einer Sektorstudie vom Donnerstag. Er selbst sei weniger pessimistisch, auch weil die Prämien für Nicht-Naturkatastrophen langsam stiegen. Der Experte erhöhte seine Schätzung für den diesjährigen Gewinn je Aktie von Hannover Rück um vier Prozent.

HEIDELBERGCEMENT

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für HeidelbergCement von 55 auf 64 Euro angehoben, die Einstufung aber auf 'Neutral' belassen. Die Aussichten für Volumina und Margen im US-Geschäft des Baustoffkonzerns hätten sich gebessert und damit hält die positive Dynamik an, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte erhöhte deshalb seine Prognose für das operative Ergebnis 2013 um 15 Prozent und für die Jahre 2014 bis 2016 um vier bis sechs Prozent.

HENKEL

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für Henkel auf 'Neutral' mit einem Kursziel von 74 Euro belassen. Die Quartalsberichtssaison der europäischen Basiskonsumgüter-Unternehmen habe vor allem wegen der schwachen Absätze in den Schwellenländern enttäuscht, schrieb Analyst Adam Spielman in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Dabei hätten Getränkekonzerne besonders schlecht abgeschnitten, während sich die Untersektoren Nahrungsmittel sowie Haushalts- und Körperpflege uneinheitlich entwickelt hätten. Der Markt habe dies mit Konsensschätzungen für viele Sektorwerte quittiert. Damit werde der Geschäftsverlauf in den kommenden Quartalen mit Argusaugen beobachtet, wobei Experten für die meisten Schwellenländer steigende Wachstumsraten im Rest des Jahres und für Anfang 2014 erwarteten.

HEWLETT PACKARD

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Hewlett-Packard nach Zahlen von 22 auf 23 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf 'Hold' belassen. Der operative Gewinn je Aktie des Technologieunternehmens habe ihre Erwartung übertroffen, schrieb Analystin Christin Armacost in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings dürfte HP weiter unter der Schwäche in den Kernmärkten, konjunkturellem Gegenwind sowie einem steigenden Wettbewerbsdruck leiden. Kostensenkungen dürften aber die Margen stützen und den Cashflow verbessern.

INDITEX

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat das Kursziel für Inditex von 121 auf 117 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf 'Buy' belassen. Wegen ungünstiger Währungseffekte, schlechten Wetters und hoher Vergleichswerte dürfte der Gewinn je Aktie (EPS) bei dem spanischen Textilhersteller im ersten Quartal allenfalls stagniert haben, schrieb Analyst Fraser Ramzan in einer Studie vom Donnerstag. Nach wie vor entwickele sich Inditex aber besser als der Gesamtmarkt und die Konkurrenz.

K+S

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat K+S nach einer Investorenveranstaltung mit dem Finanzvorstand auf 'Buy' mit einem Kursziel von 47 Euro belassen. Der Kali- und Magnesiumabsatz des Salz- und Düngemittelherstellers könnte in diesem Jahr besser als erwartet ausfallen, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Donnerstag. Denn die gute Entwicklung des ersten Quartals habe auch im zweiten bisher angehalten. Der Konzern habe höhere Kosten eines Kaliprojekts in Kanada nun auch viel besser kommuniziert. Wegen der starken Kalinachfrage und möglichen Preiserhöhungen in China könnte es vor der Zahlenvorlage zum zweiten Quartal zu einer Höherbewertung kommen.

MERCK KGAA

LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Merck KGaA mit 'Overweight' und einem Kursziel von 142 (Kurs 123,80) Euro in die Bewertung aufgenommen. Mit einem starken Management und der robusten Bilanz verfüge der Pharmakonzern über die nötigen Mittel für einen umfassenden Wandel, schrieb Analystin Amy Walker in einer Studie vom Donnerstag. Im aktuellen Kurs sei hingegen noch nicht einmal der Wert des heutigen Basisgeschäfts eingepreist.

MTU

LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für MTU vor der Pariser Luftfahrtshow auf 'Overweight' mit einem Kursziel von 96,50 Euro belassen. Die Triebwerkshersteller dürften auf der Paris Air Show umfangreiche Bestellungen verbuchen, schrieb Analyst David Perry in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die Aktie gehört zu den 'Top Picks'. MTU sollte in der zivilen Luftfahrtbranche in den Jahren 2012 bis 2016 ein annualisiertes Umsatzwachstum sechs bis von acht Prozent verzeichnen.

MUNICH RE

LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat Munich Re auf 'Overweight' mit einem Kursziel von 167 Euro belassen. Die niedrigen Zinsen hätten die Versicherer zwar gezwungen mehr Kapital in ihr deutsches Lebensversicherungsgeschäft zu stecken, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Das reduziere zwar die Flexibilität in der Kapitalverwendung, gleichzeitig musste die Branche ihr sonstiges Geschäft stärker auf Gewinne trimmen. Dies gelte vor allem für die Allianz, aber auch Munich Re. Das Niedrigzinsumfeld setze die kleinere Rivalen mit schwächerer Kapitalausstattung stärker unter Druck.

MUNICH RE

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Munich Re von 149,30 auf 152,90 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Neutral' belassen. Nach dem guten ersten Quartal der europäischen Rückversicherer sorge sich der Markt nun um die weitere Prämienentwicklung der Branche, schrieb Analyst Thomas Dorner in einer Sektorstudie vom Donnerstag. Er selbst sei weniger pessimistisch, auch weil die Prämien für Nicht-Naturkatastrophen langsam stiegen. Der Experte erhöhte seine Schätzung für den diesjährigen Gewinn je Aktie von Munich Re um zwei Prozent.

PORSCHE

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Porsche SE nach Zahlen zum ersten Quartal von 60 auf 68 Euro angehoben, die Einstufung aber auf 'Halten' belassen. Die Kennziffern seien insgesamt ohne große Überraschungen ausgefallen, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Donnerstag. Das Ergebnis nach Steuern habe seine Schätzung übertroffen. Die Aktie der Finanzholding habe sich zuletzt erfreulich entwickelt.

ROCHE

LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Roche von 230 auf 258 Franken angehoben und die Einstufung auf 'Overweight' belassen. Dass sich die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns in den vergangenen zwölf Monaten besser als der Branchendurchschnitt entwickelt habe, sei wohl dem zunehmend defensiven Charakter des Geschäfts geschuldet, schrieb Analyst Marc Purcell in einer Studie vom Donnerstag. Die derzeit 15-prozentige Überbewertung im Sektorvergleich sei angesichts des überdurchschnittlichen Wachstumspotenzials von Roche gerechtfertigt. Die Zielerhöhung rechtfertigte der Experte mit seinen gestiegenen Umsatzannahmen für die in der Entwicklung befindlichen Wirkstoffe.

RYANAIR

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Ryanair von 6,75 auf 7,40 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Buy' belassen. Die strukturellen Treiber seien nach wie vor positiv, schrieb Analyst Geof Collyer in einer Studie vom Donnerstag. Die Konsensschätzungen für den Billigflieger könnten steigen.

SANOFI

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Sanofi auf 'Buy' mit einem Kursziel von 92 Euro belassen. Der Verkauf der restlichen Anteile der Tiermedizinsparte durch Pfizer weise Pharmakonzernen mit ähnlichem Geschäft den Weg zur Schaffung von Werten, schrieb Analyst Stephen McGarry in einer Studie vom Donnerstag. Denn künftig biete sich mit der Aktienemission einen börsennotierten Bewertungsmaßstab. Sanofi könnte jetzt einen teilweisen Börsengang seiner Tiermedizinsparte Merial in Erwägung ziehen.

SIEMENS

LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Siemens auf 'Overweight' mit einem Kursziel von 95 Euro belassen. Der jüngste Ausverkauf und der Pessimismus des Marktes gegenüber der Aktie des Elektrokonzerns seien unverhältnismäßig, schrieb Analyst Ben Uglow in einer Studie vom Donnerstag. Es böten sich daher Kaufgelegenheiten. Er bleibe bei seiner 'konstruktiven' Haltung.

SKY DEUTSCHLAND

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Sky Deutschland von 4,85 auf 6,00 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Buy' belassen. Der Abonnentenzuwachs des PayTV-Senders sollte sich dank der Kooperationen mit der Deutschen Telekom und Kabel Deutschland beschleunigen, schrieb Analyst Polo Tang in einer Studie vom Donnerstag. Zudem verfüge Sky Deutschland mit den vierjährigen Exklusivrechten für die Fußball-Bundesliga über eine Fülle an Vermarktungsmöglichkeiten. Der Experte erhöhte deshalb seine Prognosen für das operative Ergebnis (EBITDA) ab 2015 um 14 Prozent.

SMA SOLAR

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat SMA Solar von 'Hold' auf 'Sell' abgestuft und das Kursziel auf 19 Euro belassen. Die jüngste Kursrally der Solarsektor sei von den Fundamentaldaten nicht gedeckt, schrieb Analyst Stefan Freudenreich in einer Studie vom Donnerstag. Die Branche habe noch immer mit massiven Überkapazitäten zu kämpfen. Die Einführung von Strafzöllen für chinesische Importe durch die Europäische Union stehe kurz bevor, was die Nachfrage nach Solarzellen in Europa wegen der damit verbundenen höheren Preise dämpfen dürfte.

SOFTWARE AG

LONDON - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Software AG von 35 auf 31 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf 'Neutral' belassen. Das Geschäft mit Enterprise Transaction Software (ETS) dürfte weiterhin eine Belastung für das Wachstum der zweitgrößten deutschen Softwareschmiede sei, schrieb Analyst Mohammed Moawalla in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte senkte seine Prognose des Gewinns je Aktie in den Jahren 2013 bis 2015 um zwei bis sechs Prozent.

THOMAS COOK

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat Thomas Cook von 'Reduce' auf 'Neutral' hochgestuft und das Kursziel von 105 auf 159 Pence angehoben. Die Kapitalstruktur habe sich verbessert und die bilanziellen Risiken nähmen ab, die schrieb Analyst Richard Stuber in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Der Experte erhöhte seine Schätzung für den diesjährigen operativen Gewinn (EBIT) des Reisekonzerns.

VESTAS

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Vestas nach Zahlen von 43 auf 75 dänische Kronen angehoben, aber die Einstufung auf 'Neutral' belassen. Der Free Cashflow des Herstellers von Windturbinen sei im ersten Quartal besser als von ihm erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Mark Fielding in einer Studie vom Donnerstag. Dieser Umstand sei aber bereits eingepreist. Mittelfristig sollte Vestas ebenso wie die Konkurrenten Siemens und General Electric eine operative Marge von mindestens fünf Prozent schaffen. Diese Marke könnte sogar schneller und zu niedrigeren Kapitalkosten als bislang erwartet erreicht werden, begründete er die Zielerhöhung.

VODAFONE

LONDON - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Vodafone von 205 auf 225 Pence angehoben und die Einstufung auf 'Overweight' belassen. Die Anteilseigner des britischen Telefonkonzerns profitierten vor allem von der US-Tochter Verizon Wireless, schrieb Analyst Nick Delfas in einer Studie vom Donnerstag. Stark sei der Mobilfunker auch in den Schwellenländern und dabei vor allem Indien. Aber auch in Europa schätze er Vodafone ebenfalls schlagkräftig ein.

/he

23.05.2013

Telecom Italia lässt sich Zeit: Entscheidung über Festnetztochter später

ROM (dpa-AFX) - Telecom Italia will bei seiner Festnetz-Tochter nichts übers Knie brechen. Der Verwaltungsrat werde erst in einer Woche eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Abspaltung treffen, teilte der italienische Telekomkonzern am Donnerstag mit. Die Tochter wird Kreisen zufolge von Telecom Italia mit 14 Milliarden Euro bewertet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des neuen Unternehmens namens Opac dürfte in diesem Jahr um 1,6 Prozent auf 2,33 Milliarden Euro sinken, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf ihr vorliegende interne Dokumente berichtet.

Der Umsatz soll demnach um 0,3 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro sinken. Die Bewertung von Opac mit dem sechsfachen Ebitda verstehe sich ohne Berücksichtigung von Schulden. Am Donnerstag sollte der Verwaltungsrat des italienischen Telekomkonzerns den Kreise zufolge ursprünglich abschließend über den Abspaltungsplan zu diskutieren./he

23.05.2013

Kurzlaufende US-Anleihen unverändert - langlaufende Bonds legen zu

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Staatsanleihen haben sich am Donnerstag uneinheitlich entwickelt. Zwei- und fünfjährige Anleihen zeigten sich unverändert. Langläufer legten moderat zu. Die Aussicht auf weitere Anleihekäufe der US-Notenbank Fed und schwache Börsen in Asien und Europa hatten die Kurse zunächst deutlich steigen lassen. Nach besser als erwartet ausgefallenen Daten vom US-Arbeitsmarkt sowie starken Daten vom US-Immobilienmarkt stieg die Risikofreude wieder etwas. Die Gewinne bei den Festverzinslichen bröckelten daher etwas ab.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 24/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,26 Prozent. Fünfjährige Anleihen zeigten sich unverändert bei 98 21/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,90 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen kletterten um 5/32 Punkte auf 97 16/32 Punkte und rentierten mit 2,03 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren legten um 14/32 Punkte auf 93 26/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,20 Prozent./ck/he

23.05.2013

Devisen: Euro baut im US-Handel Gewinne aus

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag im US-Handel seine Gewinne noch etwas ausgebaut. Er stieg zuletzt auf 1,2931 Dollar. Überraschend gute Konjunkturdaten aus der Eurozone hatten die Gemeinschaftswährung am Morgen wieder über 1,29 US-Dollar geschoben. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2888 (Mittwoch: 1,2923) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7759 (0,7738) Euro.

Eine Umfrage unter ranghohen Unternehmensvertretern der Eurozone sorgte am Devisenmarkt für eine handfeste Überraschung und verlieh der Gemeinschaftswährung neuen Auftrieb. Im Mai hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager zum zweiten Mal in Folge aufgehellt. Der am Devisenmarkt stark beachtete Einkaufsmanagerindex für die Eurozone war sogar deutlich stärker als erwartet gestiegen. Nach Einschätzung von Experten der Allianz lässt die jüngste Stimmungsaufhellung auf eine sachte konjunkturelle Erholung schließen./ck/he

23.05.2013

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Donnerstag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 807.929 (Mittwoch: 839.186) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 325.187 (379.012), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 482.742 (460.174). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,67 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Deutsche Bank (37.700/20.497), Deutsche Telekom (15.084/23.943) und UBS (12.455/26.531)./DP/he

23.05.2013

Royalty beißt bei Elan weiter auf Granit: Auch erhöhtes Angebot abgelehnt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Elan-Führung lässt sich auch durch mehr Geld nicht beirren: Das angehobene Übernahmeangebot des Investors Royalty Pharma für das irische Biotechunternehmen sei immer noch deutlich zu niedrig, teilte Elan am Donnerstag mit. Der Verwaltungsrat habe den Vorschlag daher einstimmig abgelehnt. Die Amerikaner hatten am Montag ihr Gebot auf 12,50 US-Dollar je Aktie angehoben. Die Iren hatten sich zuvor mit Händen und Füßen gegen die Übernahme gewehrt. Zuletzt hatte Elan einen teuren Lizenzkauf angekündigt in dem Versuch, sich unattraktiver zu machen. Davor hatte das Unternehmen einen milliardenschweren Aktienrückkauf in die Wege geleitet. Zudem wollen die Iren mehr als eine Milliarde Dollar in den Kauf von Medikamenten oder ganzen Unternehmen stecken.

Das neue Angebot von Royalty enthielt auch eine Warnung an die Aktionäre von Elan: Sollte die außerordentliche Hauptversammlung dem vom Mangement geplanten Lizenzkauf oder irgendeiner anderen der vorgeschlagenen Maßnahmen zustimmen, werde das Angebot zurückgezogen. Darüber werden die Elan-Aktionäre nun am 17. Juni entscheiden./he

23.05.2013

KORREKTUR/ROUNDUP/Staatssekretär: Kein Haftungsrisiko bei Eon-Übernahme

(Berichtigt wurde im 3. Absatz, 2. Satz das Vorhandensein einer Patronatserklärung. Diese gibt es nicht rpt nicht.)

ERFURT (dpa-AFX) - Thüringen hat nach Angaben von Innenstaatssekretär Bernhard Rieder kein finanzielles Risiko durch die Übernahme der Eon Thüringer Energie AG in Regie der Kommunen. Es gebe keine Einstandspflicht des Landes für die Kredite, die der Kommunale Energiezweckverband (KET) zur Finanzierung des Großprojektes übernommen habe, sagte Rieder am Donnerstag im Landtag. Die FDP-Fraktion hatte nach einem Millionenrisiko für Thüringen gefragt, über das in den vergangenen Monaten immer wieder kontrovers diskutiert worden war.

Der für die Übernahme gegründete Kommunalverband musste für das Geschäft Kredite über rund 946 Millionen Euro aufnehmen. Die Kreditfähigkeit war dem KET nach Prüfung durch das Landesverwaltungsamtes bescheinigt worden.

Es sei wichtig, dass die Regierung im Parlament erklärt habe, es gebe durch das Energie-Projekt kein Finanzrisiko für das Land, sagte der FDP-Abgeordnete Thomas Kemmerich. Rieder hatte erklärt, es gebe bei den Kreditverträgen keine Patronatserklärung Thüringens - sie würde bedeuten, dass das Land einspringt, wenn die beteiligten Kommunen ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommen können.

Eine Klausel im Kreditvertrag mit der Landesbank Hessen-Thüringen soll nach Angaben des Linke-Abgeordneten Frank Kuschel besagen, dass bei Bedenken der EU der vergebene Kommunalkredit in einen normalen, marktübliche Kredit umgewandelt werden könne. Das Kreditrisiko schätzte der Abgeordnete als gering ein. Die Zinsdifferenz zwischen beiden Varianten liege derzeit zwischen 0,7 und 0,9 Prozentpunkten.

Mitte Mai war der Verkauf der Eon Thüringer Energie AG komplett abgeschlossen worden. Nachdem die Thüringer Kommunen bereits im März die Mehrheit an dem Regionalversorger übernommen haben, wurde die Münchner Thüga AG mit gut 15 Prozent der Aktien Gesellschafter des Unternehmens./ro/DP/stw

23.05.2013

Islands neue Regierung setzt EU-Verhandlungen aus

REYKJAVIK (dpa-AFX) - Die neue isländische Mitte-Rechts-Regierung will vorerst nicht weiter mit Brüssel über eine EU-Mitgliedschaft verhandeln. Er setze die Gespräche aus, sagte der neue Regierungschef Sigmundur Davíd Gunlaugsson von der liberalen Fortschrittspartei am Donnerstag nach seiner Amtseinführung in Reykjavik.

Am Mittwoch hatte Gunlaugsson erklärt, die Verhandlungen mit Brüssel könnten erst weitergehen, wenn die Isländer dem in einem Referendum zugestimmt hätten. Ein Datum für eine EU-Volksabstimmung nannte er nicht.

Gunlaugsson (38) machte den Chef der konservativen Unabhängigkeitspartei, Bjarni Benediktsson (43), zu seinem Finanzminister. Dem Koalitionskabinett gehören drei Frauen an, darunter Hanna Birna Kristjansdottir als Innenministerin.

Konservative und Liberale hatten die Parlamentswahlen am 27. April klar gewonnen. Die abgewählte Mitte-Links-Regierung hatte 2009 Verhandlungen mit der EU aufgenommen. Im Jahr zuvor war das Land wegen eines Bankenkollapses in eine Finanz- und Wirtschaftskrise gestürzt. Eine große Mehrheit der Isländer lehnt Umfragen zufolge einen EU-Beitritt ab./lsm/DP/stw

23.05.2013

Streit um Sendelizenz für Sat.1 vor Gericht

LÜBECK (dpa-AFX) - Im Rechtsstreit um die Vergabe einer neuen Sendelizenz für Sat.1 wird erst in der kommenden Woche eine Entscheidung erwartet. Der Privatsender hatte sich wegen Unstimmigkeiten um Drittsendezeiten von seinem bisherigen Lizenzgeber, der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz, getrennt und eine neue Genehmigung von der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein erhalten. Gegen diesen Wechsel haben zwei Landesmedienanstalten vor dem Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein geklagt. Am Donnerstag gab es beim Prozess in Lübeck noch keine Entscheidung. Sie soll voraussichtlich Anfang nächster Woche schriftlich verkündet werden.

In der Verhandlung am Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht ging es vor allem um zwei Fragen: Darf ein Sender während der Laufzeit seiner Lizenz einfach so von einem Aufsichtsgremium zum anderen wechseln? Und was geschieht in dem Fall mit den Sendezeiten für die mit ihm verbundenen Drittsender? Zudem wurde infrage gestellt, ob sich Landesmedienanstalten gegenseitig verklagen dürfen. Darum stritten sich vor Gericht die Landesmedienanstalten von Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die beiden privaten Programmanbieter TV IIIa GmbH und News Pictures GmbH aus Mainz mit der norddeutschen Medienanstalt und dem Fernsehsender der ProSiebenSat.1Media AG .

Die Kläger aus Hessen und Rheinland-Pfalz vertraten die Auffassung, Sat.1 hätte nicht zu der Medienanstalt im hohen Norden wechseln dürfen, weil die Lizenz noch bis Ende Mai 2020 lief. Wegen eines Streits um die Auswahl unabhängiger Anbieter durch die LMK, denen Sat.1 Sendezeiten einräumen muss, hatte der Sender die Lizenz zurückgegeben und bei den Medienwächtern im Norden eine neue beantragt.

Für die zwei betroffenen Unternehmen TV IIIa und News & Pictures bedeute das massive wirtschaftliche Verluste, sagte Geschäftsführer Josef Buchheit am Donnerstag. Sie produzieren Formate wie das Wissensmagazin 'Planetopia', das Morgenmagazin 'Weck up' oder das Regionalmagazin '17:30 Sat.1 live' für Rheinland-Pfalz und Hessen. Für die Ausstrahlung dieser Sendungen werden sie von Sat.1 bezahlt. Ihr Vorwurf: Sat.1 habe den Lizenzgeber gewechselt, um ihm nicht genehme Drittsender loszuwerden. Diesen Vorwurf wiesen die Anwälte der ProSiebenSat.1-Gruppe zurück. Auswirkungen auf das bundesweite Programm des Senders haben der Lizenzwechsel und der Streit nicht./ems/DP/stw

23.05.2013

Deutsche Anleihen drehen ins Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben anfängliche Kursgewinne am Donnerstag wieder abgeben müssen. Robuste Konjunkturdaten aus den USA hätten die Risikofreude gehoben, sagten Händler. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum Abend um 0,08 Prozent auf 144,48 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag zuletzt bei 1,442 Prozent.

Nachdem die als besonders sicher geltenden deutschen Staatstitel zum Handelsauftakt wegen schwacher Konjunkturdaten aus China noch deutlich zulegen konnten, änderte sich das Bild im Handelsverlauf immer deutlicher. Überraschend gute Stimmungswerte aus dem Industriesektor des Euroraums und robuste Daten vom Arbeits- und Häusermarkt in den USA lockten Investoren etwas aus der Defensive und drückten den Bund-Future letztlich ins Minus./hbr/stw

23.05.2013

Aktien Lateinamerika Schluss: Uneinheitlich

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Die wichtigsten Börsen in Lateinamerika haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Ibovespa -Index im brasilianischen Sao Paulo sank um 0,14 Prozent auf 56.349,91 Zähler. Der IPC -Index in Mexiko-Stadt stieg hingegen um 0,96 Prozent auf 40.505,27 Zähler. In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires legte der Merval -Index um 0,27 Prozent auf 3.557,55 Zähler zu./dde/DP/he

23.05.2013

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow dämmt Verluste fast komplett ein

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag seine anfänglichen Verlusten nahezu vollständig eingedämmt. Überraschend starke Daten vom US-Immobilienmarkt sorgten für eine Stimmungsaufhellung, nachdem zum Handelsstart vor allem schwache Wirtschaftsdaten aus China belastet hatten. Der US-Leitindex, der tags zuvor noch auf ein Rekordhoch bei rund 15.542 Punkten gestiegen war, ging mit minus 0,08 Prozent bei 15.294,50 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P-500-Index verlor 0,29 Prozent auf 1.650,51 Punkte. Der Nasdaq 100 gab um 0,26 Prozent auf 2.991,45 Punkte nach.

Die Daten aus China deuten auf einen Rückschlag in der Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Der von der Großbank HSBC ermittelte Index für die Stimmung der Einkaufsmanager war unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten gesunken, die Wachstum signalisiert. Dies löste vor allem in Japan deutliche Verluste aus. Der Nikkei-225-Index stürzte um mehr als sieben Prozent ab - der kräftigste Einbruch seit der Atomkatastrophe von Fukushima.

AUSBLICK VON HP BEFLÜGELT DIE AKTIE

Nachdem sehr starke Daten vom Immobiliensektor aus den USA den Markt erreichten, verbesserte sich die Stimmung an der Wall Street wieder. Sowohl die Hauspreise im März als auch die Neubauverkäufe im April waren überraschend deutlich gestiegen.

Auftrieb gab zudem auch der starke Ausblick des Computer- und Druckerherstellers Hewlett-Packard (HP) auf sein drittes Geschäftsquartal. HP sprangen um 17,10 Prozent auf 24,86 US-Dollar nach oben und waren damit unangefochtener Spitzenwert im Dow. Am Vorabend hatte der Konzern ein höher als vom Markt erwartetes Gewinnziel für das laufende Geschäftsquartal ausgegeben. Die Zahlen zum zweiten Quartal lagen trotz Umsatz- und Ergebnisrückgang im Jahresvergleich über den Konsensschätzungen. HP hatte darunter gelitten, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet-Computer greifen oder sich fürs Surfen im Web und Schreiben von E-Mails mit dem Smartphone begnügen.

BANKWERTE ERHOLEN SICH TEILWEISE

Bankenwerte, die zum Handelsauftakt sehr schwach gewesen waren, erholten sich bis Börsenschluss. So fielen im Dow die Aktien der Bank of America nur noch um 0,75 Prozent und die von JPMorgan um 0,52 Prozent. Die im S&P-100-Index notierten Aktien von Morgan Stanley , Citigroup und Goldman Sachs gaben etwas kräftiger nach. Sie büßten zwischen 0,9 und 1,8 Prozent ein.

Im Blickpunkt standen auch die Anteilsscheine von Ford , die um 1,07 Prozent nachgaben. Der Autobauer hatte angekündigt, seine Fahrzeugproduktion in Australien einzustellen. Der Elektroauto-Spezialist Tesla beglich seine Schulden beim Staat nach guten Verkäufen seines Elektroautos Model S. Ein Kredit über rund eine halbe Milliarde Dollar wurde in voller Höhe und neun Jahre früher als nötig zurückgezahlt, woraufhin die Tesla-Titel um mehr als sechs Prozent zulegten./ck/he

23.05.2013

Aktien New York Schluss: Dow dämmt Verluste fast komplett ein

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag seine anfänglichen Verlusten nahezu vollständig eingedämmt. Überraschend starke Daten vom US-Immobilienmarkt sorgten für eine Stimmungsaufhellung, nachdem zum Handelsstart vor allem schwache Wirtschaftsdaten aus China belastet hatten. Der US-Leitindex, der tags zuvor noch auf ein Rekordhoch bei rund 15.542 Punkten gestiegen war, ging mit minus 0,08 Prozent bei 15.294,50 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P-500-Index verlor 0,29 Prozent auf 1.650,51 Punkte. Der Nasdaq 100 gab um 0,26 Prozent auf 2.991,45 Punkte nach.

Die Daten aus China deuten auf einen Rückschlag in der Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Der von der Großbank HSBC ermittelte Index für die Stimmung der Einkaufsmanager war unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten gesunken, die Wachstum signalisiert. Dies löste vor allem in Japan deutliche Verluste aus. Der Nikkei-225-Index stürzte um mehr als sieben Prozent ab - der kräftigste Einbruch seit der Atomkatastrophe von Fukushima.

Nachdem sehr starke Daten vom Immobiliensektor aus den USA den Markt erreichten, verbesserte sich die Stimmung an der Wall Street wieder. Sowohl die Hauspreise im März als auch die Neubauverkäufe im April waren überraschend deutlich gestiegen./ck/he

23.05.2013

Aktien New York: Dow dreht ins Plus - Immobiliendaten hellen Stimmung auf

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag im späten Handel ins Plus gedreht und moderat zugelegt. Überraschend starke Daten vom US-Immobilienmarkt sorgten für eine aufgehellte Stimmung, nachdem kurz nach Börsenstart vor allem schwache Wirtschaftsdaten aus China den US-Leitindex bis auf rund 15.180 Punkte gedrückt hatten. Rund eineinhalb Stunden vor Handelsschluss gewann der Dow nun 0,14 Prozent auf 15.329,01 Punkte hinzu. Am Mittwoch hatte der Index noch zeitweise die Marke von 15.500 Punkten übersprungen.

Der breit gefasste S&P-500-Index verlor 0,16 Prozent auf 1.652,62 Punkte. Der Nasdaq 100 zeigte sich nur sehr wenig verändert mit minus 0,10 Prozent auf 2.996,12 Punkte.

Die Daten aus China deuten auf einen Rückschlag in der Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Der von der Großbank HSBC ermittelte Index für die Stimmung der Einkaufsmanager war unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten gesunken, die Wachstum signalisiert. Dies löste in Asien und vor allem in Japan deutliche Verluste aus. Der Nikkei-225-Index stürzte um mehr als sieben Prozent ab - der kräftigste Einbruch seit der Atomkatastrophe von Fukushima. Ein Investmentstratege relativierte jedoch: 'Auf einem solch hohen Kursniveau kann jeder Grund zu Gewinnmitnahmen führen.'

Nachdem sehr starke Daten vom Immobiliensektor aus den USA den Markt erreichten, verbesserte sich die Stimmung wieder. Sowohl die Hauspreise im März als auch die Neubauverkäufe im April waren überraschend deutlich gestiegen.

Auftrieb gab zudem auch der starke Ausblick des Computer- und Druckerherstellers Hewlett-Packard (HP) auf sein drittes Geschäftsquartal. HP sprangen um 14,65 auf 24,34 US-Dollar nach oben und waren damit unangefochtener Spitzenwert im Dow. Am Vorabend hatte der Konzern ein höher als vom Markt erwartetes Gewinnziel für das laufende Geschäftsquartal ausgegeben. Die Zahlen zum zweiten Quartal lagen trotz Umsatz- und Ergebnisrückgang im Jahresvergleich über den Konsensschätzungen. HP hatte darunter gelitten, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet-Computer greifen oder sich fürs Surfen im Web und Schreiben von E-Mails mit dem Smartphone begnügen.

Bankenwerte, die sich zum Handelsauftakt sehr schwach entwickelt hatten, erholten sich in der ersten Handelstunde. So fielen im Dow die Aktien der Bank of America nur noch um 0,38 Prozent und die von JPMorgan um 0,54 Prozent. Die im S&P-100-Index notierten Aktien von Morgan Stanley , Citigroup und Goldman Sachs gaben etwas kräftiger nach. Sie büßten allesamt etwas mehr als ein Prozent ein.

Im Blickpunkt standen auch die Anteilsscheine von Ford , die um 1,14 Prozent nachgaben. Der Autobauer hatte angekündigt, seine Fahrzeugproduktion in Australien einzustellen. Der Elektroauto-Spezialist Tesla beglich seine Schulden beim Staat nach guten Verkäufen seines Elektroautos Model S. Ein Kredit über rund eine halbe Milliarde Dollar wurde in voller Höhe und neun Jahre früher als nötig zurückgezahlt, woraufhin die Tesla-Titel um knapp drei Prozent zulegten./ck/he

23.05.2013

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Rekordjagd gestoppt - US-Geldpolitik und China

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Euphorie kam die kalte Dusche: Unsicherheiten über die US-Geldpolitik und enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben am Donnerstag den Aktienmärkten einen Dämpfer verpasst. Der deutsche Leitindex Dax schloss 2,10 Prozent tiefer bei 8.351,98 Punkten, was den prozentual größten Tagesverlust seit dem 17. April bedeutet. Damit endete auch eine zwölftägige Gewinnserie, die dem Index am Vortag bei 8.557,86 Punkten einen weiteren Rekordstand beschert hatte. Noch am Vormittag hatte der Dax allerdings um bis zu knapp drei Prozent nachgegeben. Der MDax ging am Donnerstag 1,92 Prozent tiefer bei 13.984,52 Punkten aus dem Handel und der TecDax fiel um 1,52 Prozent auf 960,99 Punkte.

Für den EuroStoxx 50 , der die wichtigsten Aktien der Eurozone beinhaltet, ging es um 2,05 Prozent auf 2.776,78 Punkte bergab. Ähnlich hohe Verluste verzeichneten auch die nationalen Indizes in Paris und London. Zuvor hatten bereits die wichtigsten asiatischen Börsen deutliche Kursabschläge erlitten: Der Nikkei-225-Index in Tokio war um über sieben Prozent abgesackt und hatte damit die Gewinne der vergangenen acht Handelstage komplett abgegeben. Der Hongkonger Hang-Seng-Index verlor gut zweieinhalb Prozent. In New York präsentierte sich der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss moderat in der Verlustzone.

'HINTERTÜRCHEN FÜR NOTENBANKER GEHEN AUF'

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Mittwoch mit seinen Aussagen erst die Börsen angefeuert, dann aber für Verunsicherung gesorgt. 'Er hat zwar sein Bekenntnis zum Gelddrucken erneuert, doch die Hintertürchen für die Notenbanker gehen langsam auf', fasste Sarah Brylewski von Gekko Markets die Aussagen des Fed-Chefs zusammen, die am Markt für ein Wechselbad der Gefühle gesorgt hatten. Bernanke hatte den Dax wie auch den Dow Jones Industrial am Mittwoch zunächst noch auf Rekordstände getrieben. Im späten US-Handel war dann jedoch vor allem der Aspekt eines möglicherweise gedrosselten Tempos bei den monatlichen Anleihekäufen der Notenbank in den Mittelpunkt gerückt.

Als weiteres Störfeuer machte Brylewski die schwächelnde Industrie Chinas aus. Der von der Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex war im Mai erstmals seit sieben Monaten unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gesunken. 'Die Details des Einkaufsmanagerindex zeigen einen erschreckend schwachen Zustand der chinesischen Wirtschaft', kommentierte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank aus Liechtenstein. 'Da China aber selbst wichtige Impulse für die globale Wirtschaft hätte liefern sollen und diese ausfallen, ist es um die Weltkonjunktur in diesem Jahr nicht besonders gut bestellt.' Gitzel sieht demnach auch für die globalen Wachstumsprognosen Korrekturbedarf.

BÖRSIANER: 'EINFACH NUR GEWINNMITNAHMEN'

Es gab aber auch weniger pessimistische Stimmen. 'Weder Chinas Daten noch Bernankes Worte haben die Welt verändert', sagte Torsten Gellert vom Brokerhaus FXCM, der 'einfach nur Gewinnmitnahmen' an den bisher am stärksten gelaufenen Märkten konstatierte.

Europaweit besonders schwach präsentierten sich der Rohstoff- und Autosektor, gefolgt von ebenfalls überdurchschnittlichen Verlusten bei Bankentiteln. Vergleichsweise stabil hielten sich indes Papiere von Unternehmen mit Defensivqualitäten wie Versorger und Nahrungsmittelhersteller.

ANALYSTENKOMMENTAR STÜTZT MERCK

Meldungen zu einzelnen Unternehmen gingen fast komplett unter. Die Aktien des Pharmakonzerns Merck KGaA waren dank eines positiven Analystenkommentars mit plus 0,32 Prozent einziger Gewinner im Dax. Dagegen rutschten die im TecDax gelisteten Aktien von Aixtron nach einer Mitteilung zur neuen Strategie um überdurchschnittliche 2,56 Prozent ab. Der Spezialanlagenbauer will mindestens jeder fünfte Stelle in Deutschland streichen. Zusammen mit den Details zum Stellenabbau veröffentlichte das Unternehmen vor der Hauptversammlung auch ein '5-Punkte-Programm', mit dem es wieder nachhaltig in die schwarzen Zahlen zurückkehren will. Größere Überraschungen gab es Experten zufolge aber nicht.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 1,12 Prozent am Vortag auf 1,11 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 134,98 Punkte. Der Bund Future legte um 0,09 Prozent auf 144,43 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg auf 1,2938 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,2888 (Mittwoch: 1,2923) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7759 (0,7738) Euro gekostet./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

23.05.2013

Aktien Frankfurt Schluss: Rekordjagd gestoppt - US-Geldpolitik und China-Daten

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach der Euphorie kam die kalte Dusche: Unsicherheiten über die US-Geldpolitik und enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben am Donnerstag den Aktienmärkten einen Dämpfer verpasst. Der deutsche Leitindex Dax schloss 2,10 Prozent tiefer bei 8.351,98 Punkten, was den prozentual größten Tagesverlust seit dem 17. April bedeutet. Damit endete auch eine zwölftägige Gewinnserie, die dem Index am Vortag bei 8.557,86 Punkten einen weiteren Rekordstand beschert hatte. Noch am Vormittag hatte der Dax allerdings um bis zu knapp drei Prozent nachgegeben. Der MDax ging am Donnerstag 1,92 Prozent tiefer bei 13.984,52 Punkten aus dem Handel und der TecDax fiel um 1,52 Prozent auf 960,99 Punkte./gl/he

23.05.2013

ROUNDUP/Aktien New York: Dow dämmt Verluste ein - Immobiliendaten stützen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag nach überraschend starken Daten vom US-Immobilienmarkt seine Verluste eingedämmt. Rund eine Stunde nach Handelsstart sank der US-Leitindex um 0,34 Prozent auf 15.254,41 Punkte, nachdem ihn schwache Wirtschaftsdaten aus China kurz nach Börsenauftakt noch bis auf rund 15.180 Punkte gedrückt hatten. Am Mittwoch hatte der Index noch zeitweise die Marke von 15.500 Punkten übersprungen. Der breit gefasste S&P-500-Index verlor 0,67 Prozent auf 1.644,30 Punkte. Der Nasdaq 100 sank um 0,31 Prozent auf 2.989,70 Punkte.

Die Daten aus China deuten auf einen Rückschlag in der Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Der von der Großbank HSBC ermittelte Index für die Stimmung der Einkaufsmanager sank unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. Dies löste in Asien und vor allem in Japan deutliche Verluste aus. Der Nikkei-225-Index stürzte um mehr als sieben Prozent ab - der kräftigste Einbruch seit der Atomkatastrophe von Fukushima. Ein Investmentstratege relativierte jedoch: 'Auf einem solch hohen Kursniveau kann jeder Grund zu Gewinnmitnahmen führen.'

Nachdem sehr starke Daten vom Immobiliensektor aus den USA den Markt erreichten, verbesserte sich die Stimmung wieder. Sowohl die Hauspreise im März als auch die Neubauverkäufe im April waren überraschend deutlich gestiegen.

Auftrieb gab zudem auch der starke Ausblick des Computer- und Druckerherstellers Hewlett-Packard (HP) auf sein drittes Geschäftsquartal. HP sprangen um 13,80 auf 24,16 US-Dollar nach oben und waren damit unangefochtener Spitzenwert im Dow. Am Vorabend hatte der Konzern ein höher als vom Markt erwartetes Gewinnziel für das laufende Geschäftsquartal ausgegeben. Die Zahlen zum zweiten Quartal waren hingegen ernüchternd ausausgefallen. HP hatte darunter gelitten, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet-Computer greifen oder sich fürs Surfen im Web und Schreiben von E-Mails mit dem Smartphone begnügen.

Bankenwerte, die sich zum Handelsauftakt sehr schwach entwickelt hatten, erholten sich in der ersten Handelstunde. So fielen im Dow die Aktien der Bank of America nur noch um 0,54 Prozent und die von JPMorgan um 0,69 Prozent. Die im S&P 100 notierten Aktien von Morgan Stanley , Citigroup und Goldman Sachs gaben etwas kräftiger nach. Sie büßten allesamt etwas mehr als 1,5 Prozent ein.

Im Blickpunkt standen auch die Anteilsscheine von Ford , die um 1,08 Prozent nachgaben. Der Autobauer hatte angekündigt, seine Fahrzeugproduktion in Australien einzustellen. Der Elektroauto-Spezialist Tesla beglich seine Schulden beim Staat nach guten Verkäufen seines Elektroautos Model S. Ein Kredit über rund eine halbe Milliarde Dollar wurde in voller Höhe und neun Jahre früher als nötig zurückgezahlt. Tesla-Titel legten um 2,23 Prozent zu./ck/he

23.05.2013

Aktien New York: Etwas schwächer nach schwachen chinesischen Wirtschaftsdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Unerwartet schwache Wirtschaftsdaten aus China haben am Donnerstag die US-Börsen belastet. Nachdem der Höhenflug bereits am Vorabend wegen Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke zur heimischen Geldpolitik gestoppt wurde, ging es nun etwas weiter abwärts. Der Dow Jones Industrial büßte im frühen Handel 0,63 Prozent auf 15.211,37 Punkte ein. Tags zuvor hatte er seine Rekordjagd zeitweise fortgesetzt und war erstmals über die Marke von 15.500 Punkten gesprungen. Der breit gefasste S&P-500-Index verlor am Donnerstag 0,85 Prozent auf 1.641,45 Punkte. Der Nasdaq 100 sank um 0,60 Prozent auf 2.981,12 Punkte.

Die Daten aus China deuten auf einen Rückschlag in der Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Der von der Großbank HSBC ermittelte Index für die Stimmung der Einkaufsmanager sank unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. Dies löste in Asien und vor allem in Japan deutliche Verluste aus. Der Nikkei-225-Index stürzte um mehr als sieben Prozent ab - der kräftigste Einbruch seit der Atomkatastrophe von Fukushima. Ein Investmentstratege relativierte jedoch: 'Auf einem solch hohen Kursniveau kann jeder Grund zu Gewinnmitnahmen führen.' In den vergangenen 24 Stunden habe es einige solche Gründe gegeben, sagte er mit Verweis auf Bernankes Aussagen zur Geldpolitik.

Der Notenbank-Chef war zwar Spekulationen über einen raschen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik entgegengetreten. Er schloss allerdings - abhängig von der Wirtschaftslage - ein gedrosseltes Tempo bei den monatlichen Anleihekäufen nicht aus. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten und die Daten vom Immobiliensektor aus den USA waren allesamt besser als erwartet ausgefallen. Dies, zusammen mit einem starken Ausblick des Computer- und Druckerherstellers Hewlett-Packard (HP) auf sein drittes Geschäftsquartal, hob die Stimmung laut Börsianern dagegen etwas./ck/stw

23.05.2013

Aktien New York Ausblick: Verluste nach weltweiter Aktienschwäche erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - Negative Vorgaben von den asiatischen und europäischen Börsen dürften die US-Aktienmärkte am Donnerstag zur Eröffnung klar ins Minus manövrieren. Händler verwiesen zur Begründung auf unerwartet schwache Konjunkturdaten aus China und Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke zur heimischen Geldpolitik. Der Future auf den Dow Jones Industrial lag rund eine dreiviertel Stunde vor Börsenstart 0,82 Prozent tiefer bei 15.195 Punkten, nachdem der Leitindex am Vortag erstmals die Marke von 15.500 Punkten kurzzeitig überwunden hatte. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 verlor zuletzt 0,83 Prozent.

Bereits im asiatischen Handel hatten chinesische Wirtschaftsdaten massive Verluste ausgelöst und den Tokioter Nikkei-Index um mehr als sieben Prozent abstürzen lassen. Demnach war die Stimmung der Einkaufsmanager in China im Mai erstmals seit sieben Monaten unter die Schwelle von 50 gefallen und hatte einen schrumpfenden Industriesektor signalisiert. Experten hatten mit einem Wert über 50 gerechnet. Ein Investmentstratege relativierte jedoch die steile Abwärtsbewegung: 'Auf einem solch hohen Kursniveau kann jeder Grund zu Gewinnmitnahmen führen und wir hatten in den vergangenen 24 Stunden einige Gründe', sagte er mit Verweis auf Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur Geldpolitik.

Bernanke hatte am Vortag zwar Spekulationen über einen raschen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik gedämpft, allerdings auch ein gedrosseltes Tempo der monatlichen Anleihekäufe nicht ausgeschlossen. Er betonte jedoch auch, dass eine kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Voraussetzung dafür sei. Die vor rund einer halben Stunde veröffentlichten wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe riefen hingegen kaum nennenswerte Marktreaktionen hervor. Sie waren im Vergleich zur Vorwoche um 23.000 auf 340.000 gesunken. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit 345.000 Anträgen gerechnet.

Unter den Einzelwerten dürften die Papiere von Hewlett-Packard klar im Mittelpunkt des Interesses stehen. Vorbörslich schossen die Titel zeitweise um mehr als 13 Prozent nach oben und notierten zuletzt knapp elf Prozent höher. Der PC- und Druckerhersteller hatte am Vorabend ein höher als vom Markt erwartetes Gewinnziel für das dritte Geschäftsquartal ausgegeben. Die Zahlen zum abgelaufenen Quartal fielen hingegen ernüchternd aus. HP leidet darunter, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet-Computer greifen oder sich fürs Surfen im Web und Schreiben von E-Mails mit dem Smartphone begnügen. Der Umsatz büßte zehn Prozent auf 27,6 Milliarden Dollar ein und der Gewinn schrumpfte um 32 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar.

Im Blickpunkt könnten auch die Anteilsscheine von Ford stehen, nachdem der Autobauer angekündigt hatte, seine Fahrzeugproduktion in Australien einzustellen. Die Ford-Aktien sanken im vorbörslichen Handel um 1,74 Prozent. Ansonsten zeigten sich vorbörslich Bankwerte überdurchschnittlich schwach. So fielen Citigroup um 2,45 Prozent, Bank of America um 1,80 Prozent, JPMorgan um 1,51 Prozent und Morgan Stanley um 1,82 Prozent./edh/ck

23.05.2013

Aktien Frankfurt: Dax-Rekordserie ausgebremst - US-Geldpolitik und China drücken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Unsicherheiten über die Geldpolitik in den USA und enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben den Aktienmarkt am Donnerstag deutlich ins Minus gedrückt. Der Dax rutschte bis zum Nachmittag um 2,54 Prozent auf 8.314,61 Punkte. Er korrigierte damit eine zwölftägige Gewinnserie, die ihn am Vortag noch auf einen weiteren Rekordstand von 8.557 Punkten geführt hatte. Der MDax verlor 2,22 Prozent auf 13.942,65 Punkte und der TecDax fiel um 1,79 Prozent auf 958,36 Punkte. Für den EuroStoxx 50 ging es im europaweit schwachen Umfeld um 2,40 Prozent auf 2.766,99 Punkte nach unten.

FED-CHEF BERNANKE VERUNSICHERT AKTIENMARKT

Der US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Mittwoch mit seinen Aussagen bei den Anlegern für Verunsicherung gesorgt. 'Er hat zwar sein Bekenntnis zum Gelddrucken erneuert, doch die Hintertürchen für die Notenbanker gehen langsam auf', fasste Sarah Brylewski von Gekko Markets die Aussagen des Fed-Chefs zusammen, die am Markt für ein Wechselbad der Gefühle gesorgt hatten. Bernanke hatte den Dax wie auch den Dow Jones Industrial tags zuvor zunächst noch auf Rekordstände getrieben.

Im späten US-Handel war jedoch vor allem der Aspekt eines möglicherweise gedrosselten Tempos bei den monatlichen Anleihekäufen der Notenbank in den Mittelpunkt gerückt. Dies nahm dem Markt Wind aus den Segeln. Auch am Donnerstag zeichnet sich eine schwache Eröffnung der Wall Street ab.

NIKKEI NACH REKORDJAGD EINGEBROCHEN - CHINA-SCHWÄCHE BELASTET

Als weiteres Störfeuer machte Brylewski die schwächelnde Industrie Chinas aus, die am Morgen bereits den japanischen Nikkei-225-Index um 7,32 Prozent in die Knie gingen ließ. Er machte damit die Zuwächse der vergangenen acht Handelstage zunichte.

Der von der Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex sank von April auf Mai um 0,8 Punkte auf 49,6 Zähler, und damit erstmals seit sieben Monaten unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. 'Die Details des Einkaufsmanagerindex zeigen einen erschreckend schwachen Zustand der chinesischen Wirtschaft', kommentierte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank aus Liechtenstein. 'Da China aber selbst wichtige Impulse für die globale Wirtschaft hätte liefern sollen und diese ausfallen, ist es um die Weltkonjunktur in diesem Jahr nicht besonders gut bestellt.' Gitzel sieht demnach auch für die globalen Wachstumsprognosen Korrekturbedarf.

MERCK KGAA NACH ANALYSTENSTUDIE EINZIGER DAX-GEWINNER

Europaweit besonders schwach präsentierte sich der Autosektor , der auch im Dax mit Daimler , VW und BMW einige der größten Verlierer stellte. Allen voran sackten Daimler um 4,00 Prozent ab. Ebenfalls sehr schwach waren die Bankentitel mit der Commerzbank , mit minus 4,90 Prozent Schlusslicht im Dax.

Vergleichsweise stabil hielten sich dagegen defensivere Gesundheitstitel. Merck KGaA legten gar um 0,61 Prozent zu, nachdem Morgan Stanley die Papiere mit 'Overweight' gestartet hatte. Mit seinem starken Management und seiner robusten Bilanz verfüge der Darmstädter Pharmakonzern über die nötigen Mittel, um das Unternehmen grundlegend umzukrempeln, so Expertin Amy Walker. Bayer bewertete sie derweil mit 'Equal-weight' und sieht in anderen Werten bessere Chancen. Bayer-Aktien fielen um 2,12 Prozent. Celesio sackten nach einer Verkaufsempfehlung der UBS im MDax um 4,59 Prozent ab.

AIXTRON-STRATEGIE GIBT KEINE IMPULSE

Die Aktien von Aixtron rutschten nach einer Mitteilung zur neuen Strategie um 3,61 Prozent ab. Der Spezialanlagenbauer will mindestens jeder fünfte Stelle in Deutschland streichen. Zusammen mit den Details zum Stellenabbau veröffentlichte das Unternehmen vor der Hauptversammlung auch ein '5-Punkte-Programm', mit dem es wieder nachhaltig in die schwarzen Zahlen zurückkehren will. Größere Überraschungen gab es Experten zufolge aber nicht./ag/gl

--- Von Alexander Gibson, dpa-AFX ---

23.05.2013

Draghi: Märkte haben wieder 'volles Vertrauen' in den Euro

LONDON (dpa-AFX) - EZB-Chef Mario Draghi sieht deutliche Fortschritte auf dem Weg aus der Euro-Krise. 'Wir können deshalb mit Sicherheit sagen, dass unsere Währungsunion heute wesentlich stabiler ist als noch vor einem Jahr', sagte Europas oberster Währungshüter am Donnerstagabend in London. Der Kollaps der Eurozone sei bei Anlegern kaum noch ein Thema. 'Die Märkte haben volles Vertrauen, dass der Euro eine starke und stabile Währung ist.'

Die schmerzhaften Reformen in den Krisenländern würden erste Früchte tragen, so der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter. 'Wir sehen dies zum Beispiel an den beeindruckenden Verbesserungen der Exportwirtschaften in Irland, Spanien und Portugal.' In den letzten beiden Staaten habe auch die Industrieproduktion zuletzt Hoffnungszeichen gezeigt.

Dennoch bleibe die Situation im Währungsraum herausfordernd, sagte Draghi. Die Wirtschaftsleistung schrumpfe seit sechs Quartalen. 'Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt schwach.'

Zudem forderte der EZB-Chef, bei der Bankenunion nicht locker zu lassen. Mit der gemeinsamen Aufsicht sei ein wichtiger erster Schritt gemacht. Um die Abhängigkeiten zwischen maroden Kreditinstituten und hochverschuldeten Staaten zu beseitigen, sei ein einheitlicher Abwicklungsmechanismus aber unverzichtbar. Ähnlich hatte sich gegen Mittag bereits der französische EZB-Direktor Benoit Coeure in Kopenhagen geäußert./hbr/he

23.05.2013

Vernehmung von IWF-Chefin Lagarde wird Freitag fortgesetzt

PARIS (dpa-AFX) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat sich am Donnerstag wegen einer Finanzaffäre um Veruntreuung öffentlicher Gelder einer mehr als zwölfstündigen Vernehmung stellen müssen. Über den Verlauf des Verhörs durch Ermittler des französischen Gerichtshofs der Republik gab es nach dem Ende des Termins am Abend zunächst keine Angaben. Lagarde kündigte an, dass ihre Vernehmung an diesem Freitag fortgesetzt werde. Die 57-Jährige steht unter Verdacht, in ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin (2007-2011) eine Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an den früheren Adidas -Haupteigner Bernard Tapie ermöglicht zu haben. Weil das Geld aus der Staatskasse kam, wird der heutigen Weltwährungsfonds-Chefin Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen./aha/DP/he

23.05.2013

ROUNDUP: Finanzminister fordern Schranken im Steuerwettbewerb

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Finanzminister aus Bund und Ländern fordern schärfere Regeln gegen die Steuervermeidung von Unternehmen in ausländischen Oasen. Der 'internationale Steuerwettbewerb' sei wichtiges Thema bei der Jahrestagung der Minister in Wiesbaden, sagte der Vorsitzende der Runde, Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. Die Minister trafen sich am Donnerstagnachmittag informell bei einer Tour in den nahen Rheingau.

Bei der Hauptsitzung am diesem Freitag soll es auch um die Lage der öffentlichen Haushalte und die Steuerflucht privater Anleger in die Schweiz und andere Länder gehen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will über den Umgang mit Selbstanzeigen beraten.

'Ich sehe, dass jetzt auch Hochsteuerländer für bestimmte Bereiche Steueroasen einführen', sagte Schäfer. Er verwies auf sogenannte Patent- oder Lizenzboxen in den Niederlanden oder Großbritannien, in denen man Nutzungsgebühren steuergünstig verwalten lassen kann.

Die Bundesländer wollen, dass Schäuble deshalb in Brüssel Druck macht. Wenn sich diese Frage nicht EU-weit regeln lasse, müsse man mit nationaler Gesetzgebung handeln, sagte Schäfer. 'Es ist zum Beispiel die Frage, ob wir Lizenzgebühren nur dann als Betriebsausgaben anerkennen, wenn sichergestellt ist, dass im Empfängerland darauf derselbe Steuersatz erhoben wird.'

Die Finanzminister schätzen, dass dem Fiskus durch diese Steuergestaltung jährlich mehrere Milliarden Euro entgehen. Wenn dies unterbunden würde, 'müsste man nicht über eine Vermögensteuer und die Erhöhung des Spitzensteuersatzes reden', sagte Carsten Kühl (SPD), Finanzminister in Rheinland-Pfalz, dem 'Handelsblatt' (Freitag)./fko/DP/hbr

23.05.2013

ROUNDUP 2: IWF-Chefin Lagarde wegen Veruntreuung vernommen

PARIS (dpa-AFX) - Im Verfahren um Veruntreuung öffentlicher Mittel haben französische Ermittler am Donnerstag IWF-Chefin Christine Lagarde in Paris vernommen. Die 57-Jährige soll als französische Ministerin eine Entschädigung von Hunderten Millionen Euro an den früheren Adidas -Haupteigner Bernard Tapie ermöglicht haben. Weil das Geld aus der Staatskasse kam, wird ihr Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen.

Lagarde, die von 2007 bis 2011 Wirtschafts- und Justizministerin in Frankreich war, hat die Vorwürfe bisher stets zurückgewiesen. Die Vernehmung vor dem französischen Gerichtshof der Republik dauerte mehrere Stunden.

Bei der Affäre geht es um den Verkauf des Sportartikelherstellers Adidas durch Tapie Anfang der 1990er Jahre. Er glaubte, bei dem Geschäft von der damaligen Staatsbank Crédit Lyonnais geprellt worden zu sein. Ein Schiedsgerichtsurteil gestand dem Ex-Minister 285 Millionen Euro Entschädigung zu. Inklusive Zinsen sollen 400 Millionen Euro geflossen sein.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätte Lagarde das Verfahren nicht zulassen dürfen. Zudem habe die damalige Ministerin keinen Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Als brisant gilt der Fall, weil Tapie im französischen Präsidentschaftswahlkampf 2007 den siegreichen Kandidaten Nicolas Sarkozy unterstützte.

Frankreichs Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem äußerte sich am Donnerstag zurückhaltend zu den Ermittlungen. Lagarde sei nicht mehr Ministerin. Die Regierung engagiere sich nicht und lasse die Justiz ihre Arbeit machen, sagte sie dem Sender BFMTV.

Die IWF-Spitze stellte sich hinter Lagarde. 'Der Exekutivrat wurde über die Angelegenheit unterrichtet, auch kürzlich, und drückt weiterhin sein Vertrauen in die Fähigkeit der geschäftsführenden Direktorin aus, ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen', sagte IWF-Sprecher Gerry Rice in Washington. Lagardes diplomatische Immunität sei auf ihren Wunsch hin 'vor einiger Zeit' so weit ausgesetzt worden, dass sie in diesem Fall vor den französischen Behörden aussagen könne./gro/mcm/DP/hbr

23.05.2013

IWF-Exekutivrat hat Vertrauen in Direktorin Christine Lagarde

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich hinter seine Direktorin Christine Lagarde gestellt. Das teilte der IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag anlässlich Lagardes Vernehmung in Paris über die Veruntreuung öffentlicher Mittel mit. 'Der Exekutivrat wurde über die Angelegenheit unterrichtet, auch kürzlich, und drückt weiterhin sein Vertrauen in die Fähigkeit der geschäftsführenden Direktorin aus, ihre Aufgaben effektiv zu erfüllen', sagte Rice in Washington.

Lagardes diplomatische Immunität sei auf ihren Wunsch hin 'vor einiger Zeit' so weit ausgesetzt worden, dass sie in diesem Fall vor den französischen Behörden aussagen könne. Die 57-Jährige soll als französische Ministerin eine Entschädigung von Hunderten Millionen Euro an den früheren Adidas -Haupteigner Bernard Tapie ermöglicht haben. Weil das Geld aus der Staatskasse kam, wird ihr Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Lagarde, die von 2007 bis 2011 Wirtschafts- und Justizministerin in Frankreich war, hat die Vorwürfe bisher stets zurückgewiesen./mcm/DP/hbr

23.05.2013

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.05.2013 - 17.00 Uhr

Eurozone: Stimmung der Einkaufsmanager hellt sich spürbar auf

LONDON - Ein lang ersehnter Lichtblick für die seit eineinhalb Jahren schrumpfende Euroraum-Wirtschaft: Im Mai hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager zum zweiten Mal in Folge aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage unter ranghohen Unternehmensvertretern, sei von April auf Mai um 0,8 Punkte auf 47,7 Zähler gestiegen, teilte das Marktforschungsunternehmen Markit am Donnerstag in London mit. Die Stimmung verbesserte sich deutlich stärker als erwartet. Bankvolkswirte hatten nur mit 47,2 Punkten gerechnet.

Chinas Wirtschaft verliert an Fahrt

PEKING/FRANKFURT - Neue Konjunkturdaten aus China deuten auf einen Rückschlag in der Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Der von der britischen Großbank HSBC ermittelte Index für die Stimmung der Einkaufsmanager sank von April auf Mai um 0,8 Punkte auf 49,6 Zähler, wie HSBC am Donnerstag in Peking mitteilte. Damit fällt der Index zum ersten Mal seit sieben Monaten wieder unter die Schwelle von 50 Punkten. Über dieser Grenze zeigt der Index Wachstum an, liegt er darunter, kann von einem schrumpfenden Industriesektor ausgegangen werden.

USA: Neubauverkäufe steigen deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im April deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl um 2,3 Prozent auf 454.000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 425.000 Häusern gerechnet.

USA: Hauspreise steigen mit Rekordtempo

NEW YORK - In den USA setzt sich die Erholung der Häuserpreise mit hohem Tempo fort. Im März stieg der FHFA-Hauspreisindex zum Vormonat um 1,3 Prozent, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Donnerstag in New York mitteilte. Es ist der stärkste Anstieg, den die Agentur seit Anfang der 1990er Jahre gemessen hat. Ökonomen hatten mit einem deutlich geringeren Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben deutlich nach

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche deutlich gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche gaben sie um 23.000 auf 340.000 Anträge nach, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Der deutliche Anstieg in der Vorwoche konnte allerdings nicht egalisiert werden. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit 345.000 Anträge gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt sank die Zahl leicht um 500 auf 339.500 Anträge.

Großbritannien schrammt an Rezession vorbei

LONDON - Die britische Wirtschaft ist im ersten Quartal wie zunächst gemeldet gewachsen und hat einen Rückfall in die Rezession vermieden. Im Zeitraum Januar bis März stieg das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Donnerstag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Das Amt bestätigte damit vorläufige Zahlen. Volkswirte hatten dies erwartet. Im Schlussquartal 2012 war die britische Wirtschaft noch um 0,3 Prozent geschrumpft. Erst wenn eine Volkswirtschaft zwei Quartale in Folge schrumpft, sprechen Experten gemeinhin von einer Rezession.

DIHK senkt Wachstumsprognose - Geschäftserwartungen aber besser

BERLIN - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat seine Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft nach unten korrigiert. Nachdem viele Unternehmen ihre aktuelle Lage weit schlechter beurteilten als zu Jahresbeginn, werde für das laufende Jahr nur noch ein Plus von 0,3 Prozent erwartet. Das teilte der DIHK am Donnerstag bei der Vorlage seiner Frühsommer-Konjunkturumfrage in Berlin mit.

EZB-Nowotny: EU-Kommission dürfte nächste Wachstumsprognose senken

WIEN - Der österreichische Notenbankchef Ewald Nowotny geht davon aus, dass die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für den Euroraum noch weiter zurücknehmen wird. Bereits in ihrer Frühjahrsprognose vom Mai geht die Kommission von einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 0,4 Prozent in diesem Jahr aus. 'Ich fürchte, dass noch schlechtere Zahlen von der EU-Kommission kommen werden', sagte Nowotny am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Für 2014 erwartet die Kommission derzeit ein Plus von 1,2 Prozent.

Frankreichs EZB-Direktor macht Druck bei Bankenunion

KOPENHAGEN - Frankreichs EZB-Direktor Benoit Coeure hat vor unausgegorenen Lösungen bei der angestrebten Bankenunion im Euroraum gewarnt. 'Wir können das Projekt nicht wieder halbfertig lassen', sagte der Notenbanker am Donnerstag laut Redetext in Kopenhagen. Coeure machte deutlich, dass es mit der gemeinsamen Bankenaufsicht in der Währungszone nicht getan sei. Die Europäische Zentralbank (EZB) bestehe darauf, dass der Aufsichtsmechanismus um weitere wichtige Elemente wie einen Abwicklungsfonds und eine Einlagensicherung ergänzt werde. 'Wir haben bedeutende Fortschritte gemacht, es liegt aber noch viel Arbeit vor uns.'

BGA-Präsident: Handelskrieg mit China gefährdet Aufschwung

BERLIN - Die deutschen Exporteure warnen eindringlich vor einem Handelskrieg der Europäischen Union (EU) mit China. 'Eine solche Zuspitzung würde den Aufschwung in Deutschland gefährden und damit auch Europa in den Abgrund stürzen', sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Gerade die hochverschuldeten Staaten in Südeuropa seien bei ihrem Weg aus der Schuldenkrise auf Wachstum angewiesen. Dafür sei ein freier Austausch von Waren, Dienstleistungen und Kapital notwendig. 'Wer Sand ins Getriebe wirft, handelt unverantwortlich', warnte Börner. Er hofft auf eine Einigung in letzter Minute im Zuge des bevorstehenden Staatsbesuches des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang.

Spanien muss höhere Zinsen für Kapital zahlen

MADRID/FRANKFURT (dpa-AfX) - Das rezessionsgeplagte Euroland Spanien muss bei der Schuldenaufnahme wieder etwas tiefer in die Tasche greifen. Bei einer Aufstockung dreier Staatsanleihen erhöhten sich am Donnerstag die zu zahlenden Renditen, wie aus Zahlen der spanischen Notenbank hervorgeht. Der Renditeanstieg folgt allerdings auf eine mehrmonatige Phase stetig rückläufiger Zinsen. Vor der Schuldenkrise lagen die Zinskosten jedoch deutlich tiefer.

/rob/jkr

23.05.2013

EU-Kommission kündigt Steuerregeln für Konzerne an

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach der Entrüstung über die Steuertricks des US-Konzerns Apple will die EU-Kommission Unternehmen dazu zwingen, ihre Steuerzahlungen in einzelnen EU-Ländern offen zu legen. Das kündigte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Donnerstag in einer Rede auf einer Konferenz in Amsterdam an.

Vom nächsten Jahr an gelten für Banken bereits strengere Regeln. Die Geldhäuser in der EU müssen dann für jedes Land, in dem sie aktiv sind, ihre Gewinne, die gezahlten Steuern und staatliche Fördergelder offenlegen. 'Wir werden diese Pflicht auf große Konzerne und Unternehmensgruppen ausdehnen', sagte Barnier. Der EU-Kommissar ist für Gesetzesvorschläge in diesem Bereich zuständig.

Nach Angaben von Barniers Sprecherin sollen diese Vorgaben in eine bereits vorliegende EU-Gesetzesinitiative integriert werden. Diese schreibt Firmen vor, über ihre Aktivitäten im Umwelt- und Sozialbereich Rechenschaft abzulegen. Derzeit beraten EU-Parlament und Staaten darüber. Bis der Vorschlag Gesetz wird, dürfte es noch ein bis zwei Jahre dauern.

Der US-Konzern Apple hatte jüngst mit seiner Steuerstrategie für Entrüstung gesorgt. US-Politiker werfen Apple vor, über irische Tochterfirmen höheren Abgaben in den USA zu entgehen. Irland ist für seine niedrigen Steuersätze bekannt./mt/DP/jkr

23.05.2013

USA: Neubauverkäufe steigen deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im April deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl um 2,3 Prozent auf 454.000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 425.000 Häusern gerechnet.

Zudem fiel der Anstieg im Vormonat wesentlich stärker aus als zunächst berechnet. Im März hatten die Verkäufe um revidierte 3,5 Prozent (ursprünglich: 1,5 Prozent) zugelegt./hbr/jkr

23.05.2013

Studie: Deutsche mit Doppelmoral bei Steuerbetrug

BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutschen legen beim Thema Steuerbetrug nach einer Studie Doppelmoral an den Tag: Sie fordern zwar Ehrlichkeit bei den Abgaben, meinen damit aber eher Reiche und Prominente und weniger sich selbst, wie eine Untersuchung im Auftrag der Minijob-Zentrale in Bochum ergab.

Nach der am Donnerstag bekanntgewordenen Umfrage hat fast jeder fünfte Bundesbürger (17 Prozent) schon einmal Schwarzarbeit genutzt, mehr als jeder Zehnte (11 Prozent) in den eigenen vier Wänden. Gleichzeitig sind der Forsa-Umfrage zufolge 65 Prozent überzeugt, dass Schwarzarbeit der Gesellschaft schade. 99 Prozent lehnen Steuerbetrug bei Wohlhabenden ab. Doch fast jeder Zehnte (neun Prozent) toleriere die gleichen Delikte bei Normalverdienern.

Die Minijob-Zentrale schätze, dass bis zu vier Millionen Haushalte einen Minijobber beschäftigen. Doch nur 250.000 seien offiziell angemeldet. 'Geht man davon aus, dass ebenso viele Bundesbürger Schwarzarbeit leisten, würde das bedeuten, dass jeder Zehnte im Land Wirtschaftskriminalität begeht', sagte der Leiter der Minijob-Zentrale, Erik Thomsen, der Tageszeitung 'Die Welt'./sl/DP/jkr

23.05.2013

ROUNDUP: IWF-Chefin Lagarde wegen Veruntreuung vernommen

PARIS (dpa-AFX) - Im Verfahren um Veruntreuung öffentlicher Mittel haben französische Ermittler am Donnerstag IWF-Chefin Christine Lagarde in Paris vernommen. Die 57-Jährige soll als französische Ministerin eine Entschädigung von Hunderten Millionen Euro an den früheren Adidas -Haupteigner Bernard Tapie ermöglicht haben. Weil das Geld aus der Staatskasse kam, wird ihr Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen.

Lagarde, die von 2007 bis 2011 Wirtschafts- und Justizministerin in Frankreich war, hat die Vorwürfe bisher stets zurückgewiesen. Die Vernehmung vor dem französischen Gerichtshof der Republik dauerte mehrere Stunden.

Bei der Affäre geht es um den Verkauf des Sportartikelherstellers Adidas durch Tapie Anfang der 1990er Jahre. Er glaubte, bei dem Geschäft von der damaligen Staatsbank Crédit Lyonnais geprellt worden zu sein. Ein Schiedsgerichtsurteil gestand dem Ex-Minister 285 Millionen Euro Entschädigung zu. Inklusive Zinsen sollen 400 Millionen Euro geflossen sein.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätte Lagarde das Verfahren nicht zulassen dürfen. Zudem habe die damalige Ministerin keinen Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Als brisant gilt der Fall, weil Tapie im französischen Präsidentschaftswahlkampf 2007 den siegreichen Kandidaten Nicolas Sarkozy unterstützte.

Frankreichs Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem äußerte sich am Donnerstag zurückhaltend zu den Ermittlungen. Lagarde sei nicht mehr Ministerin. Die Regierung engagiere sich nicht und lasse die Justiz ihre Arbeit machen, sagte sie dem Sender BFMTV./gro/DP/jkr

23.05.2013

AKTIE IM FOKUS 2: Hewlett Packard (HP) springen hoch nach Zahlen und Ausblick

(neu: Schlusskurse)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien von Hewlett-Packard (HP) haben am Donnerstag nach vorgelegten Quartalszahlen und einem angehobenen Ausblick sehr kräftig zugelegt. Zeitweise stiegen sie bei 24,95 Euro so hoch wie zuletzt Anfang März 2012. Mit plus 17,10 Prozent auf 24,86 US-Dollar gingen die Anteilsscheine des Druckerherstellers im Dow Jones Industrial dann aus dem Handel. Ein solch starkes Kursplus hatten sie seit vielen Jahren nicht mehr verzeichnet. Der US-Leitindex beendete den Handel mit minus 0,08 Prozent.

Am Vorabend hatte HP wegen Kosteneinsparungen ein höher als vom Markt erwartetes Gewinnziel für das laufende dritte Geschäftsquartal ausgegeben. Das Ergebnis je Aktie für das zweite Quartal war zudem ebenfalls besser als prognostiziert ausgefallen, auch wenn es im Jahresvergleich rückläufig gewesen war. Der Konzern hatte darunter gelitten, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet-Computer greifen oder sich fürs Surfen im Web und Schreiben von E-Mails mit dem Smartphone begnügen.

S&P CAPITAL IQ HEBT KURSZIEL AN

Analystin Christin Armacost von S&P Capital IQ hob das Kursziel für die Aktie daraufhin von 22 auf 23 Dollar an und beließ die Einstufung auf 'Hold'. Der operative Gewinn je Aktie des Technologieunternehmens habe ihre Erwartung übertroffen, schrieb sie. Allerdings dürfte HP weiter unter der Schwäche in den Kernmärkten, konjunkturellem Gegenwind sowie einem steigenden Wettbewerbsdruck leiden. Kostensenkungen dürften aber die Margen stützen und den Cashflow verbessern.

HP sei fokussiert auf Gewinn und Cashflow und das zeige sich in den Ergebnissen, kommentierte Analystin Shannon Cross von Cross Research. Das Unternehmen sei in der Lage, die Margen und das Geschäft, das unter beträchtlichem Umsatzdruck leidet, voranzubringen. Ihr Aktienurteil lautet ebenfalls 'Hold'./ck/he

23.05.2013

AKTIE IM FOKUS: Hewlett Packard (HP) springen hoch nach Zahlen und Ausblick

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien von Hewlett-Packard (HP) haben am Donnerstag nach vorgelegten Quartalszahlen und einem angehobenen Ausblick sehr kräftig zugelegt. Mit plus 13,61 Prozent auf 24,12 US-Dollar stiegen die Anteilsscheine des Druckerherstellers im Dow Jones Industrial so stark wie zuletzt vor drei Monaten. Der US-Leitindex gab zugleich um 0,17 Prozent nach.

Am Vorabend hatte HP wegen Kosteneinsparungen ein höher als vom Markt erwartetes Gewinnziel für das laufende dritte Geschäftsquartal ausgegeben. Das Ergebnis je Aktie für das zweite Quartal war zudem ebenfalls besser als prognostiziert ausgefallen, auch wenn es im Jahresvergleich rückläufig gewesen war. Der Konzern hatte darunter gelitten, dass viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet-Computer greifen oder sich fürs Surfen im Web und Schreiben von E-Mails mit dem Smartphone begnügen.

S&P CAPITAL IQ HEBT KURSZIEL AN

Analystin Christin Armacost von S&P Capital IQ hob das Kursziel für die Aktie daraufhin von 22 auf 23 Dollar an und beließ die Einstufung auf 'Hold'. Der operative Gewinn je Aktie des Technologieunternehmens habe ihre Erwartung übertroffen, schrieb sie. Allerdings dürfte HP weiter unter der Schwäche in den Kernmärkten, konjunkturellem Gegenwind sowie einem steigenden Wettbewerbsdruck leiden. Kostensenkungen dürften aber die Margen stützen und den Cashflow verbessern.

HP sei fokussiert auf Gewinn und Cashflow und das zeige sich in den Ergebnissen, kommentierte Analystin Shannon Cross von Cross Research. Das Unternehmen sei in der Lage, die Margen und das Geschäft, das unter beträchtlichem Umsatzdruck leidet, voranzubringen. Ihr Aktienurteil lautet ebenfalls 'Hold'./ck/he

23.05.2013

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux belässt Gea Group auf 'Buy' - Ziel 30 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Gea Group auf 'Buy' mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Trotz der zeitweise vorhandenen Probleme in der Sparte Food Solutions begrüße er die Portfolio-Verlagerung hin zur Lebensmittelindustrie, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Der Anlagenbauer verringere dadurch seine zyklische Abhängigkeit und stelle die Weichen für eine höhere Bewertung./ajx/edh

23.05.2013

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Software AG auf 31 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Software AG von 35 auf 31 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf 'Neutral' belassen. Das Geschäft mit Enterprise Transaction Software (ETS) dürfte weiterhin eine Belastung für das Wachstum der zweitgrößten deutschen Softwareschmiede sei, schrieb Analyst Mohammed Moawalla in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte senkte seine Prognose des Gewinns je Aktie in den Jahren 2013 bis 2015 um zwei bis sechs Prozent./fri/fat

23.05.2013

ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Ziel für Drillisch auf 14 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Drillisch in Erwartung einer um 40 Millionen Euro steigenden Verschuldung von 15 auf 14 Euro gesenkt und die Einstufung auf 'Hold' belassen. Auch wenn der Wettbewerbsdruck zunehme, sei der Mobilfunkanbieter als Preisführer gut positioniert, schrieb Analyst Usman Ghazi in einer Studie vom Donnerstag. Allerdings fehle es der Aktie auf dem gegenwärtigen Niveau an neuen Kurstreibern./edh/fat

23.05.2013

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Celesio auf 'Sell' und Ziel auf 14 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat Celesio von 'Buy' auf 'Sell' um zwei Stufen gesenkt und das Kursziel von 16,50 auf 14,00 Euro zurück genommen. Analyst Ian Douglas-Pennant sieht in einer Studie vom Donnerstag strukturelle Herausforderungen im Pharmagroßhandelsmarkt. Die Verkaufspreise dürften gleich von zwei Seiten unter Druck geraten: Seitens der Arzneimittelhersteller sowie der Apotheken. Der Grund dafür seien die Sparmaßnahmen vieler Länder. Kompensiert werden könnten der Druck durch eine Konsolidierung im Sektor./mis/fat

23.05.2013

ANALYSE: JPMorgan senkt Ziel für Commerzbank auf 8,74 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat für Commerzbank nach der Zusammenlegung von Aktien im Verhältnis 10 zu 1 das Kursziel für die Aktie von 10,20 auf 8,74 (Kurs: 7,944) Euro angepasst, die Einstufung aber auf 'Neutral' belassen. Ohne die Bezugsrechte habe sich zuvor ein Ziel von 7,63 Euro errechnet, schrieb Analyst Jaime Becerril in einer Studie vom Donnerstag. Die Kapitalerhöhung des Kreditinstituts nehme zwar etwas Druck von der Bank, reiche aber nicht aus, um seine Sorgen um die Bilanz des staatlich gestützten Instituts zu zerstreuen. Denn diese dürfte weiter unter den Auswirkungen der niedrigen Zinsen auf die Rentabilität, schwacher Nachfrage sowie der Qualität der Aktiva leiden.

Mit dem Abschluss der 2,5 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung am 28. Mai sowie der Rückzahlung von Mitteln an den Rettungsfonds Soffin und die Allianz sinke die staatliche Beteiligung von 25 auf unter 20 Prozent, rechnete der Experte vor. Die neue deutsche Regierung werde entscheiden müssen, was sie mit ihrem verbliebenen Anteil machen werde.

Die rekordniedrigen europäischen Zinsen und die schwache Kreditnachfrage dürften laut Becerril vor allem die Profitabilität der Bereiche Mittelstand und Privatkunden auf die Probe stellen. Zudem blieben weitere Verluste in Randgeschäftsfeldern ein Grund zur Sorge. Er warte immer noch auf die Veräußerung von Vermögenswerten.

Gemäß der Einstufung 'Neutral' geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten im Gleichklang mit dem vom Analystenteam beobachteten Sektor entwickeln wird./fri/gl/rum

Analysierendes Institut JPMorgan.

23.05.2013

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Ziel für HeidelbergCement auf 64 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für HeidelbergCement von 55 auf 64 Euro angehoben, die Einstufung aber auf 'Neutral' belassen. Die Aussichten für Volumina und Margen im US-Geschäft des Baustoffkonzerns hätten sich gebessert und damit hält die positive Dynamik an, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte erhöhte deshalb seine Prognose für das operative Ergebnis 2013 um 15 Prozent und für die Jahre 2014 bis 2016 um vier bis sechs Prozent./edh/fat

23.05.2013

ANALYSE: Equinet belässt Aixtron auf 'Reduce' - Ziel 7 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Aixtron auf 'Reduce' mit einem Kursziel von 7 (Kurs: 12,430) Euro belassen. Er begrüße das Fünf-Punkte-Programm des Spezialmaschinenbauers mit dem Schwerpunkt LED-Industrie zur Rückkehr zur Rentabilität, denn die Nachfrage nach Ausrüstung zur Herstellung von Halbleiterkristallschichten (MOCVD) sei seinem Eindruck nach weiterhin nur verhalten, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Donnerstag.

Leider habe der Konzern aber keinen Ausblick für wichtige Kennzahlen wie Umsatz und operativer Gewinn (EBIT) gegeben, monierte der Experte. Daher seien die jüngsten Unternehmenspläne schwer zu beurteilen. Von der heutigen Hauptversammlung erhofft sich Pehl mehr Details. In jedem Fall werde Aixtron im laufenden Jahr damit zu kämpfen haben, seine Barmittel zu bewahren und langfristig Marktanteile vom Hauptkonkurrenten Veeco zurückzugewinnen. Die Aktie sei zu hoch bewertet, solange sich die MOCVD-Nachfrage nicht deutlich erhole.

Entsprechend der Einstufung 'Reduce' rechnen die Analysten von Equinet mit einem Gesamtverlust der Aktien in den kommenden zwölf Monaten von null bis 10 Prozent./fri/gl/rum

Analysierendes Institut Equinet.

23.05.2013

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für Hannover Rück auf 62,80 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Hannover Rück von 60,50 auf 62,8 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Neutral' belassen. Nach dem guten ersten Quartal der europäischen Rückversicherer sorge sich der Markt nun um die weitere Prämienentwicklung der Branche, schrieb Analyst Thomas Dorner in einer Sektorstudie vom Donnerstag. Er selbst sei weniger pessimistisch, auch weil die Prämien für Nicht-Naturkatastrophen langsam stiegen. Der Experte erhöhte seine Schätzung für den diesjährigen Gewinn je Aktie von Hannover Rück um vier Prozent./fri/edh