dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.10.2014

ROUNDUP 2: Neuer Karstadt-Chef: Mit harter Hand zurück in die Gewinnzone

(neu: mehr Details und Hintergrund)

ESSEN (dpa-AFX) - Standortschließungen und Einsparungen beim Personal: Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl will den Warenhauskonzern mit harter Hand sanieren. Doch er muss sich auf den massiven Widerstand der Gewerkschaften gefasst machen.

Unmittelbar nach seiner Ernennung durch den Aufsichtsrat kündigte der neue Chef der Warenhauskette nicht nur die Schließung von sechs Häusern an. Er verlangte von den knapp 17 000 Karstadt-Mitarbeitern auch finanzielle Opfer zur Rettung der Warenhauskette. "Wir müssen über Einsparungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sprechen und darüber, die Tarifpause über 2015 hinaus zu verlängern", sagte Fanderl dem "Handelsblatt" (Freitag).

Bis Mitte nächsten Jahres sollen zwei klassische Warenhäuser in Hamburg-Billstedt und Stuttgart schließen. Außerdem sollen die Filialen der auf junge Mode spezialisierten Kette K-Town in Köln und Göttingen sowie die Schnäppchenmärkte des Konzerns in Paderborn und Frankfurt/Oder ihre Tore zumachen. Fanderl zufolge sind von den Schließungen 350 Arbeitsplätze betroffen. Zusätzlich ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi der Abbau von rund 2000 Stellen in der Zentrale und den verbleibenden Warenhäusern geplant.

Auch die Zukunft zahlreicher weiterer Filialen ist ungewiss. Fanderl kündigte an, bei weiteren acht bis zehn Geschäften individuelle Lösungen zu suchen. "Wir sprechen etwa mit den Vermietern, ob es alternative Nutzungen für den Standort gibt und eine Chance besteht, früher aus den laufenden Mietverträgen herauszukommen", sagte der 51-jährige Manager dem "Handelsblatt". Zugleich kündigte er an, die Signa-Holding werde weiteres Geld zur Verfügung stellen. "Die Signa wird nach der erfolgreichen Sanierung über die kommenden Jahre in dreistelliger Millionenhöhe in das präsentierte Zukunftskonzept investieren."

Der Karstadt-Gesamtbetriebsratchef Hellmut Patzelt sprach von einem "dunklen Tag für die Beschäftigten". Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger warf der Konzernspitze vor, keine genaue Ursachenforschung betrieben zu haben, warum Karstadt in der Krise sei. Stattdessen werde überstürzt die Entscheidung gefällt, einzelne Filialen zu schließen und in weiteren Filialen noch mehr Personal abzubauen. "Für die Beschäftigten ist das heute ein bitterer Tag. Erneut werden sie für Managementfehler der letzten Jahre bestraft", sagte Nutzenberger.

Der für Verdi im Karstadt-Aufsichtsrat sitzende Arno Peukes sagte, nach wie vor sei die Zukunft von 21 Warenhäusern, die rote Zahlen schreiben, ungewiss. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft würden alles daran setzen, alle Häuser zu erhalten. Die nächste Aufsichtsratssitzung sei für Anfang nächsten Jahres geplant.

Die Warenhauskette hat nach eigenen Angaben auch im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 rote Zahlen geschrieben. Gleichzeitig gingen die Umsätze zurück. Das Unternehmen habe seit der Insolvenz im Jahr 2009 fast 30 Prozent seiner Kundschaft im Alter zwischen 35 und 50 Jahren sowie bei den über 55-Jährigen verloren, klagte Fanderl. Mehr als jede vierte Filiale verdiene kein Geld. Einige seien sogar "dunkelrot".

Um wieder auf ein akzeptables Ergebnisniveau zu kommen, gibt sich Fanderl drei Jahre Zeit. 2017 wolle er mit einer operativem Rendite von zweieinhalb bis drei Prozent im Tagesgeschäft wieder schwarze Zahlen schreiben. "Aber es geht nur, wenn wir jetzt zügig und konsequent handeln", erklärte der Karstadt-Chef./rea/uta/aj/DP/jha

24.10.2014

Deutsche Anleihen profitieren von schwachen Börsen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Freitag Zulauf erhalten. Händler nannten vor allem die schwachen Aktienmärkte als Grund. Die Investoren hätten deswegen zu sichereren Papieren gegriffen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,27 Prozent auf 150,68 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 0,86 Prozent.

Von Konjunkturdaten gingen vor dem Wochenende nur wenige Impulse aus. Für Zurückhaltung sorgte zum einen die am Sonntag anstehenden Ergebnisse des Bilanztests der Europäischen Zentralbank (EZB). In den USA sorgte ein erster Fall von Ebola in New York für Verunsicherung. Ein heimgekehrter Arzt hatte sich als Helfer offenbar in Westafrika mit dem Virus infiziert. Auch in den Vereinigten Staaten waren sichere Anlagen wie Staatsanleihen deswegen gefragt.

Im weiteren Verlauf stehen an Wirtschaftsdaten nur noch Zahlen vom US-Immobilienmarkt an./bgf/jsl

24.10.2014

IPO: TLG Immobilien startet verhalten an die Börse

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Mauer Start: Die neuen Aktionäre von TLG Immobilien konnten beim Börsengang des Konzerns am Freitag keine großen Zeichnungsgewinne verbuchen. Beim ersten Kurs auf der Handelsplattform Xetra gewannen die Aktien 1,21 Prozent zum Ausgabepreis von 10,75 Euro. Ihr Tageshoch markierten sie bei 11,05 Euro, gegen Mittag notierten die Titel mit 10,775 Euro nur knapp im Plus. Die Papiere werden im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Börse gehandelt.

Auch die abgebenden Finanzinvestoren hatten sich von der Erstnotiz des Berliner Unternehmens wohl mehr versprochen - aber bereits der Ausgabepreis war wegen trister Nachfrage am unteren Ende der zuvor gesetzten Spanne festgesetzt worden. Zu den Altaktionären zählen die Beteiligungsgesellschaften Lone Star und Delpheast.

Dem Unternehmen selbst fließen nach Abzug der Emissionskosten etwa 95 Millionen Euro zu, die Altaktionäre streichen rund dreimal soviel ein. Früheren Angaben zufolge will TLG mit dem Geld aus dem Börsengang Investitionen und Zuläufe finanzieren. Der Börsengang hat zunächst ein Volumen von brutto rund 360 Millionen Euro, bei Ausübung der Mehrzuteilungsoption könnten knapp 400 Millionen Euro zusammenkommen.

Zuletzt hatten die Börsengänge von Zalando und Rocket Internet enttäuscht. TLG ist allerdings kein Internetunternehmen, sondern vor allem bei gewerblichen Immobilien in Ostdeutschland mit Schwerpunkt Berlin präsent und erzielt rund 35 Prozent seiner Mieteinnahmen von Lebensmittel-Einzelhändlern. Die Supermarktketten Edeka und Rewe sowie die Discounter Aldi und Lidl gehören zu den Hauptmietern. Dazu kommen Hotels und Bürogebäude./men/enl/jha/

24.10.2014

Devisen: Euro bewegt sich kaum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Freitag nur wenig bewegt. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,2641 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Der Dollar notierte bei 0,7910 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,2669 Dollar festgesetzt.

Vor dem Wochenende, an dem die lange erwarteten Ergebnisse des Banken-Stresstests im Euroraum anstehen, dürften sich die Impulse in engen Grenzen halten. In Europa werden einige Frühindikatoren mit geringerer Marktrelevanz veröffentlicht. In den USA stehen mit den Neubauverkäufen Zahlen vom Immobilienmarkt an./fr/jsl

24.10.2014

Ölpreise geben wieder nach

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag ihre Gewinne des Vortages nicht ganz halten können. Händler verwiesen auf neue Sorgen um das Überangebot auf dem Ölmarkt, da Saudi-Arabien im September eine Produktionserhöhung offenbar nicht vollständig am Markt absetzte. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Mittag 86,23 US-Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 58 Cent auf 81,51 Dollar.

Am Vortag hatten Medienberichte über einen Rückgang der von Saudi-Arabien im September angebotenen Ölmenge einen Preisanstieg ausgelöst. Die Fördermenge des größten Produzentens der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg jedoch im September. "Wenn Saudi-Arabien trotz einer steigenden Produktion weniger Öl am Markt anbietet, deutet dies auf eine schwächere Nachfrage hin. Dies lässt sich kaum als Argument für steigende Ölpreise interpretieren," kommentierten die Experten der Commerzbank. Die Experten senkten ihre Ölpreisprognose für das kommende Jahr, weil die Opec bisher auf den Preisverfall der vergangenen Wochen nicht mit einer Produktionskürzung reagiert hat.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht zurückgegangen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 81,67 US-Dollar. Das waren 27 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./fr/jsl

24.10.2014

Apple-Chef beschreibt Gespräche mit Chinas Führung als 'sehr offen'

PEKING (dpa-AFX) - Nach Diskussionen über einen möglichen Cyber-Angriff auf Apple -Nutzer in China hat Apple-Chef Tim Cook Gespräche mit Chinas Führung als "sehr offen" bezeichnet. Cook hatte während seiner viertägigen Chinareise mit Vizepremierminister Ma Kai über Datenschutz und Sicherheit gesprochen, wie ihn die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag zitierte. "China ist ein zentraler Markt für uns", sagte Cook demnach. Am Montag hatte die Anti-Zensurorganisation Greatfire.org von gezielten Angriffen auf Apples Dienst iCloud in China berichtet. Mit dem Dienst können Nutzer Fotos, Kontakte und Daten speichern.

Auf Twitter veröffentliche Cook ein Foto, dass ihn lachend zusammen mit einer Arbeiterin in einer Foxconn-Fabrik zeigt. Die Arbeitsverhältnisse beim größten Apple-Zulieferer, bei unter anderen das iPhone hergestellt wird, waren in den vergangenen Jahren immer Gegenstand kritischer Berichte./seu/DP/jha

24.10.2014

Kein Streik bei der Bahn bis Montag

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Im Tarifstreit mit der Bahn wird die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bis einschließlich Montag (27. Oktober) nicht streiken. Das stellte ein Sprecher der GDL am Freitag in Frankfurt klar. Die Gewerkschaft hatte nach dem jüngsten zweitägigen Ausstand am vergangenen Wochenende eine siebentägige Streikpause angekündigt.

Zu möglichen Gesprächskontakten hielten sich beide Seiten bedeckt. Eine Bahnsprecherin wiederholte lediglich, der Konzern sei zu Gesprächen grundsätzlich bereit. Der GDL-Sprecher sagte, einen Verhandlungstermin gebe es noch nicht.

In dem Konflikt pocht die GDL darauf, nicht nur für Lokführer, sondern auch für Zugbegleiter und andere Berufsgruppen Tarifverträge auszuhandeln. Für sie war bislang ausschließlich die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zuständig. Der Tarifvertrag, der diese Abgrenzung regelte, lief im Juni aus./brd/DP/jha

24.10.2014

ROUNDUP: Apple legt Streit mit gescheitertem Saphir-Lieferanten bei

NEW YORK (dpa-AFX) - Apple hat den Streit um Hunderte Millionen Dollar mit dem pleitegegangenen Lieferanten von kratzfestem Saphir für seine Geräte beigelegt. Die US-Firma GT Advanced Technologies wird das verbliebene Saphir sowie 2000 Schmelzöfen verkaufen, um Apple die investierten 439 Millionen US-Dollar zurückzuzahlen. GT Advanced sollte laut Medienberichten Saphir für iPhone-Displays liefern. Apple habe sich jedoch wegen Problemen mit dem Material bei seinem aktuellen iPhone 6 wieder für Spezialglas entschieden.

Apple bestätigte, dass sich die Erwartungen an Saphir nicht erfüllt hatten. Das Unternehmen habe gemeinsam mit GT Advanced viel Anstrengungen in einen Fertigungsprozess gesteckt, der noch nicht reif für die Produktion sei, sagte eine Sprecherin dem Technologieblog "Recode". GT Advanced will die Fabrik im US-Bundesstaat Arizona auflösen.

Zugleich ist Apple der Vereinbarung zufolge aber weiter an der Technologie interessiert. So will der iPhone-Konzern die Fortschritte von GT Advanced bei der Herstellung besonders großer Saphir-Blöcke im Auge behalten, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Vereinbarung der beiden Unternehmen hervorgeht. Auch für eine erneute Zusammenarbeit sei die Tür offen, heißt es dort. Das Klima zwischen den einstigen Partnern scheint aber vergiftet: So hatte GT Advanced in seinem Insolvenzantrag auch die harten Verträge mit Apple für die desolate Finanzlage verantwortlich gemacht.

Das Mineral Saphir ist besonders kratzfest. Es wird deshalb bei den Fingerabdruck-Sensoren in Apples iPhones sowie zum Schutz der Kamera der Smartphones genutzt. Auch bei einigen Modellen der für kommendes Jahr erwarteten Apple-Uhr soll es zum Einsatz kommen. Das iPhone 6 bekam laut Medienberichten aber keine Displays mit Saphir-Schutz, weil das Material sich als zu brüchig erwiesen habe. In den USA vertreibt der Mobilfunkprovider mit dem Smartphone "Brigadier" von Kyocera bereits ein Gerät, das mit einem Saphir-Display ausgestattet ist.

Apple hatte den Aufbau des Werks von GT Advanced seit vergangenem Herbst finanziert, aber die letzte Zahlung von mehr als 100 Millionen Dollar zurückgehalten, nachdem der Zulieferer Vertragsvorgaben nicht erfüllen konnte. GT Advanced behauptete in den Insolvenzinterlagen auch, für die Preisgabe von Details zur Partnerschaft mit Apple drohe eine Strafe von 50 Millionen Dollar./so/DP/jha

24.10.2014

Netflix und Co. treiben die Preise nach oben

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Neue Online-Videoplattformen wie Netflix oder Watchever machen die Rechte für Serien und Filme teurer. "Der Markteintritt dieser Unternehmen macht sich in den Preisen bemerkbar", sagte Hannes Heyelmann, Europa-Manager beim US-Pay-TV-Programmveranstalter Turner Broadcasting am Freitag auf einer Diskussionsveranstaltung der Münchner Medientage. Turner bietet auf der Pay-TV-Plattform von Sky unter anderem Kanäle wie TNT Film, TNT Serie auf der Pay-TV-Plattform von Sky an. Für Pay-TV-Kanäle wird die Schöpfung eigener Marken und eigener Filme wie Serien immer wichtiger./cr/DP/jha

24.10.2014

Erster Hoffnungsschimmer im Konflikt mit Lufthansa-Piloten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach acht Streikwellen der Lufthansa -Piloten gibt es in dem Dauer-Tarifkonflikt einen ersten Hoffnungsschimmer. Erstmals seit Wochen gab es wieder einen Kontakt zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und dem Unternehmen, wie ein VC-Sprecher am Freitag auf Anfrage sagte. "Wir bleiben streikbereit, hoffen aber, dass der Kontakt in konstruktive Gespräche mündet". Zu Inhalten äußerte er sich nicht.

Medienberichten zufolge soll VC der Lufthansa vorgeschlagen haben, die Verhandlungen zu einem neuen Vergütungstarifvertrag wiederzubeleben. In der aktuellen Auseinandersetzung geht es zwar um den Vorruhestand der Piloten. "Entscheidend ist aber, dass wir überhaupt wieder ins Gespräch kommen, egal über welches Thema", sagte der Gewerkschaftssprecher.

Insgesamt mussten Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings seit April rund 5900 Flüge wegen der Piloten-Streiks streichen. Davon waren nach Angaben der Fluggesellschaft 660 000 Passagiere betroffen. Insgesamt hatte die VC neunmal zum Streik aufgerufen. Ein Ausstand wurde wieder abgesagt. Der letzte Streik war nach 35 Stunden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu Ende gegangen./mar/DP/jha

24.10.2014

Aktien Frankfurt: Dax legt nach gutem Lauf Verschnaufpause ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben nach dem zuletzt guten Lauf erst mal Vorsicht walten lassen. Der besser als erwartete GfK-Konsumklimaindex half den Notierungen am Freitag ebenso wenig wie die durchwachsenen Vorgaben der Übersee-Börsen.

Der Dax konnte seine Tagesverluste aber immerhin eindämmen: Gegen Mittag notierte er noch 0,23 Prozent im Minus bei 9026,39 Punkten. Auf Wochensicht schaffte der deutsche Leitindex indes einen Anstieg um fast 2 Prozent, nachdem er am Donnerstag den dritten Tag in Folge mit einem Plus sowie erstmals seit zwei Wochen wieder über 9000 Punkten geschlossen hatte. Der Dax war wegen Sorgen um die Weltwirtschaft unter diese markante Marke gerutscht.

WARTEN AUF BANKENSTRESSTEST-ERGEBNISSE

"Nach Gewinnen von 700 Punkten seit dem jüngsten Zwischentief vor acht Handelstagen ist der Markt anfällig für eine kurze Pause", schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Brokerhaus GKFX erinnerte zudem an die am Sonntag anstehende Veröffentlichung der Bankenstresstest-Ergebnisse durch die Europäische Zentralbank (EZB). "Sollten sich die Gerüchte über eine Kapitallücke bei zwei italienischen Banken bestätigen, könnten die Märkte am Montag deutlich abgeben", prognostizierte der Experte.

Auch den anderen deutschen Indizes fehlte vor dem Wochenende die Kraft für einen weiteren Anstieg: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen sank um 0,06 Prozent auf 15 684,60 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,11 Prozent auf 1208,33 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,26 Prozent nach unten.

BASF DAX-SCHLUSSLICHT NACH ZAHLEN UND PROGNOPSESENKUNG

Im Fokus stand die BASF mit ihrem Quartalsbericht und einer Prognosesenkung. Die Aktien des Chemiekonzerns rutschten mit Abschlägen von 2,89 Prozent ans Dax-Ende. Die Ludwigshafener halten angesichts einer nachlassenden Nachfrage ihre Ziele für 2015 nicht mehr für erreichbar, bestätigten aber den Ausblick auf das laufende Jahr.

Positiv aufgenommene Volvo-Zahlen halfen den Autowerten. Bei Daimler stützten zudem positive Analystenkommentare zu den jüngsten Zahlen. Entsprechend gehörten die Aktien mit plus 0,76 Prozent zu den besten Dax-Werten. Die Aktien des Konkurrenten Volkswagen (VW) stemmten sich mit Gewinnen von 0,19 Prozent ebenfalls gegen den Trend. BMW entwickelten sich mit minus 0,23 Prozent ähnlich wie der Markt.

Neben Unternehmenszahlen sorgte der Börsengang von TLG Immobilien für Aufmerksamkeit: Einem anfänglichen Sprung der Aktien bis auf 11,05 Euro folgte schnell die Ernüchterung. Zuletzt notierten die Titel des Immobilienkonzerns bei 10,78 Euro nur 0,28 Prozent über dem Ausgabepreis von 10,75 Euro. Dieser hatte bereits der aktuell unsicheren Lage an den Aktienmärkten Rechnung getragen und lag am unteren Ende der Preisspanne, die bis 13,75 Euro reichte./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

24.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt Verschnaufpause ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist nach dem zuletzt guten Lauf am Freitag von moderaten Gewinnmitnahmen belastet worden. Von den durchwachsenen Vorgaben der Übersee-Börsen kam keine Unterstützung für den Dax , der in der ersten Handelsstunde 0,52 Prozent auf 9000,42 Punkte abgab. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex den dritten Tag in Folge mit einem Plus sowie erstmals seit zwei Wochen wieder über 9000 Punkten geschlossen.

"Nach Gewinnen von 700 Punkten seit dem jüngsten Zwischentief vor acht Handelstagen ist der Markt anfällig für eine kurze Pause", schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG verwies zudem darauf, dass "der besser als erwartete GfK-Konsumklimaindex die Marktteilnehmer nicht zum Aktienkauf animieren konnte".

VORGABEN GEBEN KEINE UNTERSRÜTZUNG

Auch den anderen Indizes fehlte vor dem Wochenende die Kraft für einen weiteren Anstieg: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen sank um 0,36 Prozent auf 15 636,97 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 0,25 Prozent auf 1206,67 Punkte zurück. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,51 Prozent nach unten.

Die Übersee-Börsen entwickelten sich uneinheitlich: An der Wall Street gaben die Indizes im späten Handel einen Teil ihrer Gewinne ab, und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,34 Prozent. Der Handel in Asien präsentierte sich derweil überwiegend freundlich.

BASF SENKT PROGNOSE

Im Fokus stand am deutschen Aktienmarkt zunächst die BASF mit ihrem Quartalsbericht und einer Prognosesenkung. Die Aktien des Chemiekonzerns rutschten mit Abschlägen von 2,67 Prozent ans Dax-Ende. Die Ludwigshafener halten angesichts einer nachlassenden Nachfrage ihre Ziele für 2015 nicht mehr für erreichbar, bestätigten aber den Ausblick auf das laufende Jahr.

Das von 14 Milliarden Euro auf 10 bis 12 Milliarden Euro gesenkte Ergebnisziel vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) für 2015 dürfte die guten aktuellen Quartalszahlen überlagern, schrieb ein Händler. Andere Börsianer wiesen indes darauf hin, dass die Markterwartungen für die Kennziffer bereits bei nur etwas mehr als 11 Milliarden Euro gelegen hätten.

BAUWERTE UNEINHEITLICH - BÖRSENGANG VON TLG IMMOBILIEN

Bauwerte gerieten nach enttäuschenden Resultaten eines Konkurrenten ins Rampenlicht. Der französische Baukonzern Vinci nahm in den ersten neun Monaten des Jahres weniger ein als vom Markt erwartet. Ein Händler sah darin eine Belastung für die Branche . Bei den deutschen Wettbewerbern driftete die Kursentwicklung indes auseinander: Während Bilfinger um 0,85 Prozent nachgaben, legten Hochtief um 0,65 Prozent zu.

Neben Unternehmenszahlen sorgte der Börsengang von TLG Immobilien für Aufmerksamkeit. Die Aktien des Berliner Immobilienkonzern starteten mit 10,88 Euro in ihren ersten Handelstag und kosteten zuletzt 10,91 Euro - damit notierte der Kurs 1,49 Prozent über dem Ausgabepreis von 10,75 Euro. Zuvor hatten die Anteilseigner allerdings schon der aktuell unsicheren Lage an den Aktienmärkten Tribut zollen müssen: Der Ausgabepreis lag am unteren Ende der Preisspanne, die bis 13,75 Euro reichte./gl/das

24.10.2014

Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt Verschnaufpause ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Freitag zunächst von Gewinnmitnahmen belastet worden. Von den durchwachsenen Vorgaben der Übersee-Börsen kam keine Unterstützung für den deutschen Leitindex, der im frühen Handel 0,64 Prozent auf 8989,48 Punkte abgab. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex den dritten Tag in Folge mit einem Plus sowie erstmals seit zwei Wochen wieder über 9000 Punkten geschlossen.

"Nach Gewinnen von 700 Punkten seit dem jüngsten Zwischentief vor acht Handelstagen ist der Markt anfällig für eine kurze Pause", schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar.

Auch den anderen Indizes fehlte vor dem Wochenende die Kraft für einen weiteren Anstieg: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen sank um 0,45 Prozent auf 15 622,49 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 0,41 Prozent auf 1204,74 Punkte zurück. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,77 Prozent nach unten./gl/das

24.10.2014

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax dürfte Teil jüngster Gewinne wieder abgeben

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Freitag zunächst einen Teil seiner jüngsten Kursgewinne wieder abgeben. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator notierte eine dreiviertel Stunde vor dem Börsenstart bei 9009 Punkten und damit 0,42 Prozent unter dem Dax-Schlusskurs.

Am Donnerstag hatte sich der deutsche Leitindex den dritten Tag in Folge mit einem Plus aus dem Handel verabschiedet und erstmals seit zwei Wochen über 9000 Punkten geschlossen. Der Future auf den EuroStoxx 50 lässt vor dem Wochenende eine 0,49 Prozent tiefere Eröffnung des Eurozonen-Leitindex erwarten.

Die durchwachsenen Vorgaben der Übersee-Börsen zeigten derweil keine Richtung auf: An der Wall Street gaben die Indizes im späten Handel einen Teil ihrer Gewinne ab, und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,27 Prozent. Der Handel in Asien präsentierte sich derweil insgesamt freundlich.

BASF SENKT PROGNOSE - BAUSEKTOR NACH VINCI-ZAHLEN IM BLICK

Im Fokus stand am deutschen Aktienmarkt zunächst die BASF mit ihrem Quartalsbericht und einer Prognosesenkung. Beim Broker Lang & Schwarz (L&S) büßten die Aktien des Chemiekonzerns über zwei Prozent ein. Die Ludwigshafener halten angesichts einer nachlassenden Nachfrage ihre Ziele für 2015 nicht mehr für erreichbar, bestätigten aber den Ausblick auf das laufende Jahr. Das gesenkte Ergebnisziel vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) für 2015 dürfte die insgesamt besser als erwartete Entwicklung im abgelaufenen dritten Quartal überlagern, schrieb ein Händler.

Bauwerte dürften nach enttäuschenden Resultaten eines Konkurrenten unter Druck geraten. Der französischer Baukonzern Vinci nahm in den ersten neun Monaten des Jahres weniger ein als vom Markt erwartet. Der Umsatz habe die Markterwartungen verfehlt, sagte ein Händler. Er sieht darin eine Belastung für den Sektor . Die Aktien der deutschen Branchenvertreter drifteten mit Abschlägen bei Hochtief und leichten Gewinnen bei Bilfinger aber zunächst auseinander./gl/das

23.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Konjunkturoptimismus treibt Kurse an

NEW YORK (dpa-AFX) - Ein wieder gestiegener Optimismus in puncto Wirtschaftswachstum hat dem US-Aktienmarkt am Donnerstag Rückenwind verliehen. Der Dow Jones Industrial gewann am Ende 1,32 Prozent auf 16 677,90 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,23 Prozent auf 1950,82 Zähler nach oben und der technologielastige Nasdaq 100 rückte um 1,59 Prozent auf 4012,27 Punkte vor.

Vor allem der stärker als gedacht ausgefallene Anstieg des wichtigen Sammelindex der konjunkturellen Frühindikatoren sorgte für gute Laune bei den Investoren. Der Zuwachs signalisiere eine robuste Konjunkturentwicklung, so dass Wachstumssorgen übertrieben erschienen, sagte Analyst Johannes Jander von der Landesbank Helaba. Zudem waren die Hauspreise in den USA spürbar angezogen und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren im aussagekräftigen Vierwochenschnitt auf den tiefsten Stand seit Mai 2000 gefallen.

CATERPILLAR UND 3M ZIEHEN DANK QUARTALSZAHLEN AN

Auch von Unternehmensseite kamen im Zuge der Quartalsberichtssaison positive Impulse. Der Baumaschinenhersteller Caterpillar und der Mischkonzern 3M hatten sich besser entwickelt als gedacht. Caterpillar-Aktien kletterten an der Spitze des US-Leitindex Dow Jones um fast fünf Prozent nach oben, dahinter folgten die Anteilsscheine von 3M mit einem Plus von 4,39 Prozent.

Titel des Kreditkarten-Anbieters Visa <3V64.FSE> verteuerten sich um 1,59 Prozent. Das Unternehmen überzeugte die Anleger mit einer kräftigen Erhöhung der Quartalsdividende.

AT&T KÄMPFT MIT KONKURRENZ - AKTIE FÄLLT

Für die Aktien von AT&T ging es als Dow-Schlusslicht um 2,43 Prozent nach unten. Der heftige Kampf um US-Mobilfunkkunden hatte dem Telekomriesen im dritten Quartal überraschend stark zugesetzt. Das Unternehmen kappte daraufhin die Umsatzprognose für das Gesamtjahr.

Der größte Autobauer der USA, General Motors (GM) , entwickelte sich dank guter Geschäfte in China und Nordamerika zwar besser als gedacht. Die Aktien gaben nach anfänglichen Gewinnen aber um 1,21 Prozent nach. Am Vortag hatten die Titel allerdings in einem ansonsten schwächeren Markt um 1,52 Prozent zugelegt. Die Papiere des Pharmakonzerns Eli Lilly fielen am Donnerstag nach einem Gewinneinbruch um 0,51 Prozent. Auslaufende Patente für wichtige Medikamente machen dem Unternehmen zu schaffen.

EURO GIBT WEITER NACH

Der Kurs des Euro sank auf 1,2649 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2669 (Mittwoch: 1,2693) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7893 (0,7878) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen büßten 15/32 Punkte auf 100 29/32 Punkte ein. Ihre Rendite betrug 2,27 Prozent./mis/he

23.10.2014

Aktien New York Schluss: Konjunkturoptimismus treibt Kurse an

NEW YORK (dpa-AFX) - Ein wieder gestiegener Optimismus in puncto Wirtschaftswachstum hat dem US-Aktienmarkt am Donnerstag Rückenwind verliehen. Der Dow Jones Industrial gewann am Ende 1,32 Prozent auf 16 677,90 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,23 Prozent auf 1950,82 Zähler nach oben und der technologielastige Nasdaq 100 rückte um 1,59 Prozent auf 4012,27 Punkte vor.

Vor allem der stärker als gedacht ausgefallene Anstieg des wichtigen Sammelindex der konjunkturellen Frühindikatoren sorgte für gute Laune bei den Investoren. Der Zuwachs signalisiere eine robuste Konjunkturentwicklung, so dass Wachstumssorgen übertrieben erschienen, sagte Analyst Johannes Jander von der Landesbank Helaba. Zudem waren die Hauspreise in den USA spürbar angezogen und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren im aussagekräftigen Vierwochenschnitt auf den tiefsten Stand seit Mai 2000 gefallen./mis

23.10.2014

Aktien New York: Dow nach guten Konjunkturzahlen wieder auf Erholungskurs

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Aktienmarkt hat nach seinem Rücksetzer zur Wochenmitte am Donnerstag wieder an seine jüngste Erholung angeknüpft. Börsianer verwiesen auf positiv aufgenommene Konjunkturdaten und Impulse durch die Quartalsberichtssaison.

Der Dow Jones Industrial stieg um 1,58 Prozent auf 16 720,96 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,49 Prozent auf 1955,77 Zähler nach oben und der technologielastige Nasdaq 100 gewann 1,82 Prozent auf 4021,45 Punkte.

Vor allem der stärker als gedacht ausgefallene Anstieg des wichtigen Sammelindex der konjunkturellen Frühindikatoren sorgte für gute Laune bei den Investoren. Der Zuwachs signalisiere eine robuste Konjunkturentwicklung, so dass Wachstumssorgen übertrieben erschienen, sagte Analyst Johannes Jander von der Landesbank Helaba. Zudem waren die Hauspreise in den USA spürbar angezogen und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren im aussagekräftigen Vierwochenschnitt auf den tiefsten Stand seit Mai 2000 gefallen.

Auch von Unternehmensseite kamen im Zuge der Quartalsberichtssaison positive Impulse. Der Baumaschinenhersteller Caterpillar und der Mischkonzern 3M hatten sich besser entwickelt als gedacht. Beide Titel stiegen um mehr als fünf Prozent, was die ersten beiden Plätze im US-Leitindex Dow Jones bedeutete.

Titel des Kreditkarten-Anbieters Visa <3V64.FSE> stiegen um 2,11 Prozent. Das Unternehmen überzeugte die Anleger mit einer kräftigen Erhöhung der Quartalsdividende.

Der größte Autobauer der USA, General Motors (GM) , entwickelte sich dank guter Geschäfte in China und Nordamerika zwar besser als gedacht. Die Aktien gaben nach anfänglichen Gewinnen zuletzt aber um 1,12 Prozent nach. Am Vortag hatten die Titel allerdings in einem ansonsten schwächeren Markt um 1,52 Prozent zugelegt

Für die Titel von AT&T ging es am Donnerstag um 2,70 Prozent nach unten. Der heftige Kampf um US-Mobilfunkkunden hatte dem Telekomriesen im dritten Quartal überraschend stark zugesetzt. Das Unternehmen kappte daraufhin die Umsatzprognose für das Gesamtjahr.

Die Papiere des Pharmakonzerns Eli Lilly fielen nach einem Gewinneinbruch um 0,88 Prozent. Auslaufende Patente für wichtige Medikamente machen Eli Lilly weiter zu schaffen./mis/he

23.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Wilde Dax-Fahrt endet mit deutlichem Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Es war wieder einmal eine wilde Fahrt am deutschen Aktienmarkt - letztlich aber haben erfreuliche Konjunkturdaten aus Europa und den USA dem gebeutelten Dax am Donnerstag Auftrieb verliehen. Der Leitindex schloss erstmals wieder seit zwei Wochen über der Marke von 9000 Punkten. Wegen Sorgen um die Weltwirtschaft war er vor gerade einmal einer Woche bis auf 8355 Punkte abgestürzt.

Mit einem Plus von 1,20 Prozent auf 9047,31 Punkten ging das Börsenbarometer nun aus dem Handel und legte damit den dritten Tag in Folge spürbar zu. Der MDax gewann 0,71 Prozent auf 15 693,79 Punkte. Lediglich der TecDax trat mit plus 0,12 Prozent auf 1209,66 Punkten auf der Stelle. Er wurde vor allem vom Kurseinbruch des Lasertechnikspezialisten LPKF belastet.

AUFGEHELLTE FIRMENSTIMMUNG UND GUTE US-FRÜHINDIKATOREN

Der erstmals seit drei Monaten wieder etwas gestiegene Optimismus von Unternehmen in der Eurozone, allen voran in Deutschland, hatte der Börse Auftriebsimpulse geliefert. Zudem hatte sich auch in China die Stimmung in der Industrie gebessert. In den USA dann brachte der stärker als geschätzt ausgefallene Anstieg der Frühindikatoren die Kurse in Fahrt. Der Zuwachs signalisiere eine robuste Konjunkturentwicklung, so dass Wachstumssorgen übertrieben erschienen, kommentierte Analyst Johannes Jander von der Landesbank Helaba.

Von der sehr freundlichen Marktstimmung profitierten die ThyssenKrupp -Aktien an der Dax-Spitze mit einem Plus von knapp drei Prozent. Zu guter Letzt konnten auch die Daimler -Papiere um ein Prozentzulegen. Trotz einer starken Quartalsbilanz hatten sie über weite Strecken nachgegeben. Analysten hatten die Zahlen unisono gelobt, aber nicht mehr allzu viel Neues darin entdeckt, da die Eckdaten bereits bekannt gewesen waren.

MICHELIN-ZAHLEN BREMSEN CONTI AUS

Schwache Geschäftszahlen des Konkurrenten Michelin bremsten die Aktien von Continental aus. Sie gehörten mit einem halben Prozent Minus zu den wenigen Verlierern im Dax. Die Euro-Stärke hatte den französischen Reifenhersteller in den ersten neun Monaten des Jahres Umsatz gekostet. Zudem senkte Michelin wegen gestiegener wirtschaftlicher Unsicherheit sein Jahresabsatzziel.

Im MDax dagegen zogen die Aktien von Hannover Rück um etwas mehr als ein Prozent an. Der Rückversicherer denkt angesichts eines immer dickeren Kapitalpolsters über Sonderdividenden für seine Aktionäre nach. Bei der Aareal Bank sorgten Aussagen von Finanzchef Hermann Josef Merkens über eine mögliche Anhebung der Jahresprognose für Kursgewinne von zweieinhalb Prozent.

KRONES UND MTU GEFRAGT - LPKF BRECHEN EIN

Der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones meldete zweistellige Wachstumsraten im dritten Quartal, was seinen Aktien ein Kursplus von rund vier Prozent bescherte. Die Papiere von MTU profitierten mit knapp zwei Prozent vom angehobenen Gewinnziel des Triebwerksbauers. Der Flugzeugabsatz bei Airbus und Boeing hatte im abgelaufenen Jahresviertel für kräftigen Rückenwind gesorgt.

Im TecDax gehörten die Morphosys -Aktien mit einem Plus vier Prozent zu den Favoriten der Anleger. Der Antikörperspezialist rechnet angesichts einer erfolgsabhängigen Zahlung vom Partner Janssen Biotech nun mit einem geringeren Jahresverlust vor Zinsen und Steuern als bisher. Fast ein Viertel ihres Wertes büßten dagegen die Aktien von LPKF Laser ein. Wegen eines unerwartet schwachen Auftragseingangs in den letzten Wochen hatte der Lasertechnikspezialist sowohl sein Umsatz- als auch sein Ergebnisziel für 2014 deutlich gekappt und prüft nun auch seine Schätzungen für die kommenden Jahre.

EUROSTOXX 50 EBENFALLS KRÄFTIG IM PLUS

Mit Blick auf die Börsen in Europa und den USA ging es auch für den EuroStoxx 50 kräftig aufwärts. Der Leitindex der Eurozone stieg um 1,19 Prozent auf 3044,30 Punkte und auch der Leitindex in Paris schloss mehr als ein Prozent im Plus. Die Gewinne in London hingegen waren moderat. In den USA rückte zum europäischen Handelsschluss der Dow Jones an der Wall Street um 1,5 Prozent vor und die Nasdaq-Börsen stiegen um 1,7 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,71 Prozent am Vortag auf 0,73 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,32 Prozent auf 137,71 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,34 Prozent auf 150,21 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2669 (Mittwoch: 1,2693) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7893 (0,7878) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

23.10.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Wilde Dax-Fahrt endet mit deutlichem Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Es war wieder einmal eine wilde Fahrt am deutschen Aktienmarkt - letztlich aber haben erfreuliche Konjunkturdaten aus Europa und den USA dem gebeutelten Dax am Donnerstag Auftrieb verliehen. Der Leitindex schloss erstmals wieder seit zwei Wochen über der Marke von 9000 Punkten. Wegen Sorgen um die Weltwirtschaft war er vor gerade einmal einer Woche bis auf 8355 Punkte abgestürzt.

Mit einem Plus von 1,20 Prozent auf 9047,31 Punkten ging das Börsenbarometer nun aus dem Handel und legte damit den dritten Tag in Folge spürbar zu. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 0,71 Prozent auf 15 693,79 Punkte. Lediglich der TecDax trat mit plus 0,12 Prozent auf 1209,66 Punkten auf der Stelle. Er wurde vor allem vom Kurseinbruch des Lasertechnikspezialisten LPKF belastet.

Der erstmals seit drei Monaten wieder etwas gestiegene Optimismus von Unternehmen in der Eurozone, allen voran in Deutschland, hatten der Börse Auftriebsimpulse geliefert. Zudem war auch in China die Stimmung in der Industrie gestiegen. In den USA dann brachte der stärker als geschätzt ausgefallene Anstieg der Frühindikatoren die Kurse in Fahrt. Der Zuwachs signalisiere eine robuste Konjunkturentwicklung, so dass Wachstumssorgen übertrieben erschienen, kommentierte Analyst Johannes Jander von der Landesbank Helaba./ck/he

23.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen treiben an

NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt hat nach dessen Verschnaufpause zur Wochenmitte am Donnerstag wieder die gute Stimmung Oberhand gewonnen. Neben überwiegend positiv aufgenommenen Geschäftszahlen von Unternehmensseite begründete ein Händler die Kursgewinne mit guten US-Konjunkturdaten. Der Dow Jones Industrial stieg um 1,38 Prozent auf 16 689,14 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,27 Prozent auf 1951,58 Zähler nach oben und der technologielastige Nasdaq 100 gewann 1,50 Prozent auf 4008,65 Punkte.

Vor allem der stärker als gedacht ausgefallene Anstieg des wichtigen Sammelindex der konjunkturellen Frühindikatoren sorgte für gute Laune bei den Investoren. Der Zuwachs signalisiere eine robuste Konjunkturentwicklung, so dass Wachstumssorgen übertrieben erschienen, sagte Analyst Johannes Jander von der Landesbank Helaba.

Zudem waren die Hauspreise in den USA im August spürbar angezogen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der vergangenen Woche zwar gestiegen, im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt waren sie allerdings auf den tiefsten Stand seit Mai 2000 gefallen. Zudem signalisierte der Markit-Einkaufsmanagerindex eine wachsende Industrieproduktion.

Auf Unternehmensseite sorgten insbesondere der Baumaschinenhersteller Caterpillar und der Mischkonzern 3M für gute Laune bei den Anleger. Beide Unternehmen hatten sich im abgelaufenen Quartal besser entwickelt als gedacht. Caterpillar-Aktien stiegen um 4,80 Prozent, die Titel von 3M um 5,71 Prozent. Das bedeutete die ersten beiden Plätze im US-Leitindex Dow Jones.

Auch der größte Autobauer der USA, General Motors (GM) , überraschte dankt guter Geschäfte in China und Nordamerika positiv. Die Aktie legte um rund zwei Prozent zu. Titel des Kreditkarten-Anbieters Visa <3V64.FSE> stiegen um 1,87 Prozent. Das Unternehmen überzeugte die Anleger mit einer kräftigen Erhöhung der Quartalsdividende.

Für die Titel von AT&T ging es hingegen um 2,61 Prozent nach unten. Der heftige Kampf um US-Mobilfunkkunden hatte dem Telekomriesen im dritten Quartal überraschend stark zugesetzt. Das Unternehmen kappte daraufhin die Umsatzprognose für das Gesamtjahr.

Die Papiere des Pharmakonzerns Eli Lilly fielen nach einem Gewinneinbruchs um ein halbes Prozent. Auslaufende Patente für wichtige Medikamente machen Eli Lilly weiter zu schaffen./mis/he

24.10.2014

Zweiter Tag des EU-Gipfels: Klima-Kompromiss und Wirtschaft

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Staats- und Regierungschefs haben am zweiten Tag ihres Treffens in Brüssel mit den Beratungen begonnen. Dabei geht es unter anderem um die wirtschaftliche Lage in Europa und das vom neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker vorgeschlagene Investitionsprogramm von 300 Milliarden Euro. Mit konkreten Entscheidungen wird nicht gerechnet, weil Juncker am 1. November sein Amt antritt und seine Pläne noch nicht konkret ausgestaltet hat.

In der Nacht hatten sich die Staats- und Regierungschefs auf ein umfassendes Klima- und Energiepaket mit Zielen bis 2030 geeinigt. Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann lobte das Ergebnis, als "ein gutes Zeichen, weil die Positionen waren so weit auseinander wie Nord und Süd"./mt/DP/she

24.10.2014

Großbritanniens Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

LONDON (dpa-AFX) - Die Wirtschaft Großbritanniens ist im dritten Quartal erneut robust gewachsen. Wie das Statistikamt ONS am Freitag in einer ersten Schätzung bekanntgab, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum Juli bis September 0,7 Prozent höher als im zweiten Quartal. Bankvolkswirte hatten mit der Entwicklung gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die drittgrößte Volkswirtschaft Europas um starke 3,0 Prozent.

Verglichen mit dem zweiten Quartal hat sich das Wachstumstempo allerdings etwas abgeschwächt. Von April bis Juni war das BIP im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent und im Jahresvergleich um 3,2 Prozent gewachsen. Das britische Pfund reagierte dennoch mit Kursgewinnen auf die neuen Daten. Das immer noch hohe Wachstumstempo deutet darauf hin, dass die Bank of England in absehbarer Zeit mit Zinsanhebungen beginnen wird. Einige Analysten rechnen damit im ersten Quartal, andere wiederum im zweiten Quartal 2015.

Wie auch in den Vorquartalen ging das Wachstum zu einem Großteil vom großen Dienstleistungssektor aus. Die Industrie trug dagegen nur 0,1 Prozentpunkte zum Gesamtwachstum bei. Vom Bausektor ging unter dem Strich kein Impuls aus./bgf/fr

24.10.2014

Italien: Einzelhandel weiter mit Umsatzrückgang

ROM (dpa-AFX) - In Italien sind die Umsätze im Einzelhandel weiter gesunken. Im August hätten sich die Erlöse um 0,1 Prozent zum Vormonat reduziert, teile das Statistikamt Istat am Freitag mit.

Im Jahresvergleich fielen die Umsätze um 3,1 Prozent. Im Juli waren die Umsätze um revidiert 1,7 Prozent (zuvor 1,5 Prozent) zum Vorjahr gesunken./fr/bgf

24.10.2014

Empörung in Großbritannien über Milliarden-Nachzahlung an EU

LONDON/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Großbritannien muss Medienberichten zufolge über zwei Milliarden Euro an die EU nachzahlen. Die Forderung löste am Freitag in London Empörung aus. "Es ist nicht hinnehmbar, einfach die Abgaben für frühere Jahre zu ändern und sie von jetzt auf nachher einzufordern", zitierte die Nachrichtenagentur PA am Freitag Regierungskreise.

London werde sich gegen die Rechnung aus Brüssel wehren. Sie sei höher als erwartet, weil die britische Wirtschaft schneller gewachsen sei als vorhergesagt.

Premierminister David Cameron traf sich der "Times" zufolge noch in der Nacht zum Freitag in Brüssel mit seinem niederländischen Amtskollegen Mark Rutte, da die Niederlande ebenfalls Geld an Brüssel nachzahlen sollen. Beide nahmen dort am EU-Gipfel teil./ted/DP/she

24.10.2014

China treibt mit 20 Partnerstaaten Aufbau von asiatischer Bank voran

PEKING (dpa-AFX) - China hat zusammen mit 20 Partnerländern eine Absichtserklärung für den Aufbau einer neuen Entwicklungsbank in Asien unterzeichnet. Die Vertreter der Staaten einigten sich darauf, dass die Asiatische Infrastrukturinvestment-Bank (AIIB) künftig ihren Hauptsitz in Peking haben werde, wie Chinas Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Zu den beteiligten Ländern zählen unter anderem Indien, Pakistan, Oman und Katar. Südkorea, Australien und Indonesien hatten sich aus dem Projekt zurückgezogen. Die USA hatten den Aufbau der AIIB abgelehnt. Die Bank wird als Konkurrent zur Weltbank und zur asiatischen Entwicklungsbank (ADB) gesehen./seu/DP/she

24.10.2014

Konsumforscher: 'Manchmal überraschen uns die Verbraucher'

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Anstieg des Konsumklimaindex ist auch für Experten schwer zu erklären. "Manchmal überraschen uns die Verbraucher", sagte Rolf Bürkl vom Marktforschungsunternehmen GfK im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Nürnberg. "Es gibt keine physikalischen Gesetzte, wie die Konsumenten reagieren." In den beiden Vormonaten hatten die zahlreichen Krisenherde auf die Stimmung der Privathaushalte gedrückt. Die internationale Lage hat sich in der Zwischenzeit nicht verbessert, stattdessen kamen abgeschwächte Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland hinzu. Dennoch hellte sich die Verbraucherstimmung zuletzt leicht auf./eri/DP/bgf

24.10.2014

ROUNDUP/Deutschland: Konsumklima gewinnt überraschend alte Stärke

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Nachfrage der privaten Haushalte bleibt weiter eine Stütze der deutschen Wirtschaft. Beim Konsumklima ist ein von Experten befürchteter Abwärtstrend nicht eingetreten. Der vom Forschungsunternehmen GfK für November erhobene Indikator für das Konsumklima sei von revidiert 8,4 Punkten im Oktober (zuvor 8,3 Punkte) auf 8,5 Zähler gestiegen, teilte das Institut am Freitag in Nürnberg mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Dämpfer beim Konsumklima gerechnet und einen Rückgang des Indikators auf 8,0 Punkte erwartet. Im Juli hatte das GfK-Konsumklima bei 8,9 Punkten den höchsten Wert seit Ende 2006 erreicht.

"Die jüngste Entwicklung des Konsumklimas ist doch etwas überraschend vor dem Hintergrund des internationalen Umfelds", räumte GfK-Experte Rolf Bürkl ein. Die Verbraucher hätten zwar durchaus wahrgenommen, dass es in Deutschland zu einer konjunkturellen Abkühlung kommt. "Allerdings sehen sie die Risiken vor allem im Ausland", so Bürkl. Dagegen seien die Rahmenbedingungen, die für das Konsumverhalten wichtig sind, nach wie vor günstig.

Als Triebfeder für die Kauflaune machte das GfK-Forschungsinstitut eine gestiegene Einkommenserwartung und eine bessere Anschaffungsneigung aus. Aber nicht zuletzt sorgt der weiter robuste Arbeitsmarkt für ein starkes Konsumklima in Deutschland. "Stabile Beschäftigungsverhältnisse reduzieren die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust und fördern damit die Planungssicherheit, die vor allem für größere Anschaffungen wichtig ist", so GfK-Forscher Bürkl.

Insgesamt blicken die Verbraucher laut GfK nicht mehr so sorgenvoll auf die weitere konjunkturelle Entwicklung wie noch in den Sommermonaten. Bei den Konjunkturerwartungen konnten die Forscher im Oktober eine Stabilisierung feststellen, nachdem der Unterindikator zuletzt massiv eingebrochen war.

Schließlich dürfte auch die Talfahrt der Ölpreise für neue Impulse bei der Kauflaune gesorgt haben. "Der jüngste Rückgang der Preise für Heizöl und Benzin kann die Einkommenserwartungen vor dem Hintergrund der steigenden Kaufkraft und die Konsumneigung positiv beeinflusst haben", meinte Experte Bürkl.

^ November Prognose Oktober September

Konsumklima 8,5 8,0 8,4r 8,6

Konjunkturerwartungen --- --- 4,3 4,4

Einkommenserwartungen --- --- 46,9 43,4

Anschaffungsneigung --- --- 45,6 42,5°

/jkr/jsl

24.10.2014

Chinas Häusermarkt kühlt weiter ab

PEKING (dpa-AFX) - Der heißgelaufene Immobilienmarkt Chinas kühlt weiter ab. Nach Regierungszahlen vom Freitag lagen die Preise für Neubauten im September in 69 von 70 betrachteten Städten tiefer als einen Monat zuvor. Im Jahresvergleich fielen die Preise in 58 Städten zurück, in zehn stiegen sie und in zwei Städten blieben sie unverändert. Im August waren die Hauspreise in wesentlich weniger Städten gefallen.

Der chinesische Immobilienmarkt befindet sich ungefähr seit Jahresbeginn im Abwärtstrend. Ausschlaggebend ist vor allem der große Angebotsüberhang: Der jahrelange Boom am Häusermarkt hat das Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren befeuert, allerdings auch zahlreiche Leerstände mit sich gebracht. Beobachter rechnen nicht damit, dass die Preiskorrektur bald abgeschlossen sein wird, scharfe Preiskorrekturen werden nicht ausgeschlossen. Der Immobilienmarkt gilt als Achillesverse der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, die ohnehin an Schwung verloren hat./bgf/she

24.10.2014

Deutschland: GfK-Konsumklima gewinnt überraschend alte Stärke

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Nachfrage der privaten Haushalte bleibt weiter eine Stütze der deutschen Wirtschaft. Beim Konsumklima ist ein von Experten befürchteter Abwärtstrend nicht eingetreten. Der vom Forschungsunternehmen GfK für November erhobene Indikator für das Konsumklima sei von revidiert 8,4 Punkten im Oktober (zuvor 8,3 Punkte) auf 8,5 Zähler gestiegen, teilte das Institut am Freitag in Nürnberg mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Dämpfer beim Konsumklima gerechnet und einen Rückgang des Indikators auf 8,0 Punkte erwartet. Im Juli hatte das GfK-Konsumklima bei 8,9 Punkten den höchsten Wert seit Ende 2006 erreicht.

Als Triebfeder für die Kauflaune machten GfK-Experten eine gestiegene Einkommenserwartung und eine bessere Anschaffungsneigung aus. Außerdem blicken die Verbraucher nicht mehr so sorgenvoll auf die weitere konjunkturelle Entwicklung wie noch in den Sommermonaten. Bei den Konjunkturerwartungen stellten die Forscher im Oktober eine Stabilisierung fest. Aber nicht zuletzt sorgt der weiter robuste Arbeitsmarkt für ein starkes Konsumklima in Deutschland. "Stabile Beschäftigungsverhältnisse reduzieren die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust und fördern damit die Planungssicherheit, die vor allem für größere Anschaffungen wichtig ist", so die GfK-Forscher.

^ November Prognose Oktober September

Konsumklima 8,5 8,0 8,4r 8,6

Konjunkturerwartungen --- --- 4,3 4,4

Einkommenserwartungen --- --- 46,9 43,4

Anschaffungsneigung --- --- 45,6 42,5°

/jkr/jsl

24.10.2014

Südkoreas Wirtschaft mit schnellerem Wachstumstempo

SEOUL (dpa-AFX) - Die südkoreanische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2014 trotz eines Rückgangs der Exporte wieder schneller gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal um 0,9 Prozent, wie die Zentralbank des Landes am Freitag mitteilte. Im zweiten Quartal war Asiens viertgrößte Volkswirtschaft um 0,5 Prozent gewachsen. Im Jahresvergleich legte das BIP um 3,2 Prozent zu.

Der Anstieg des BIP wird auf das Konjunkturprogramm der Regierung und einen höheren Privatverbrauch zurückgeführt. Allerdings gingen die Ausfuhren des exportorientierten Landes im Vergleich zum zweiten Quartal um 2,6 Prozent zurück.

Im Juli hatte die Regierung ein Konjunkturprogramm im Volumen von 41 Billionen Won (etwa 30,6 Mrd Euro) aufgelegt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der größte Teil des Pakets sollte im laufenden Jahr eingesetzt werden. Die Notenbank hatte in der vergangenen Woche ihre diesjährige Wachstumsprognose von 3,8 auf 3,5 Prozent korrigiert./dg/DP/bgf

23.10.2014

ANALYSE: DZ Bank hebt MTU auf 'Kaufen' und fairen Wert auf 72 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat MTU nach Zahlen von "Verkaufen" auf "Kaufen" hochgestuft und den fairen Wert von 60 auf 72 Euro angehoben. Der Triebwerksproduzent habe starke Resultate für das dritte Quartal vorgelegt, schrieb Analyst Markus Turnwald in einer Studie vom Donnerstag. Die Nachfrage kehre zurück und die gute operative Entwicklung dürfte in den kommenden Quartalen dank robuster Marktdaten andauern. Die unterdurchschnittliche Entwicklung der Aktie sollte nun ein Ende finden.

Vor allem das Wartungsgeschäft (MRO) habe endlich wieder überzeugt, was seine skeptische Einschätzung dieses Bereichs vertrieben habe. Diese Segment sei für ihn aufgrund der schwachen Entwicklung der letzten Quartale die größte Baustelle und eines der Hauptargumente für die Verkaufsempfehlung gewesen. Nun dürften besonders die US Airforce und amerikanische Fluggesellschaften aufgeschobene Wartungen nachholen.

Das Geschäft mit Ersatzteilen scheint sich Turnwald zufolge weiterhin gut zu entwickeln. Vor allem die V2500-Ersatzteile dürften mittelfristig zum Wachstum beitragen und das stärkere Triebwerksneugeschäft - steigende Auslieferungen von neuen, verlustbringenden Triebwerken - fast kompensieren. Zudem dürfte das Unternehmen vom schwächeren Euro profitieren.

Mit der Einstufung "Kaufen" gehen die Analysten der DZ Bank davon aus, dass der Kurs der Aktie in den kommenden zwölf Monaten um mehr als fünf Prozent steigen wird./mis/he

Analysierendes Institut DZ Bank

23.10.2014

AKTIE IM FOKUS: Gekappte Umsatzprognose drückt AT&T ins Minus

NEW YORK (dpa-AFX) - Eine Senkung der Erlösprognose hat die Aktien des US-Telekomkonzerns AT&T am Donnerstag belastet. Die Titel knickten um 2,78 Prozent auf 33,54 US-Dollar ein. Das bedeutete den letzten Platz im US-Leitindex Dow Jones Industrial , der dank guter Konjunkturdaten um 1,82 Prozent nach oben schnellte.

Im dritten Quartal hatte AT&T die bereinigten Erlöse zum entsprechenden Vorjahreszeitraum zwar leicht gesteigert, der Gewinn war allerdings um mehr als ein Fünftel abgesackt. Zudem rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr nun mit einem geringeren Umsatzwachstum als bisher. Vor allem der heftige Kampf um US-Mobilfunkkunden setzte dem Konzern zu - und daran wird sich nach Einschätzung von Analysten so schnell nichts ändern.

Das Wettbewerbsumfeld für die großen Anbieter dürfte im Schlussquartal 2014 sowie im Jahr 2015 noch schwieriger werden, schrieb Colby Synesael von Cowen and Company in einer Studie. Obwohl der Papiere gerade für langfristig orientierte Investoren zunehmend interessant erschienen, rät der Experte angesichts des Konkurrenzdrucks zunächst abzuwarten. Bei einem Kursziel von 39 Dollar stuft er die Titel mit "Market Perform" ein.

Auch Simon Flannery, Analyst bei der Investmentbank Morgan Stanley, bezeichnete das Marktumfeld als herausfordernd. Zum überraschend schwachen Mobilfunkgeschäft komme die Ungewissheit hinsichtlich der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen im kommenden Jahr sowie des geplanten Zusammenschlusses mit dem Satellitenfernsehanbieters DirecTV. Dem müssen die Behörden erst noch zustimmen. Vor diesem Hintergrund stufe er die Titel trotz der attraktiven Dividendenrendite mit "Equal-weight" ein./mis/he

23.10.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Daimler fest nach Quartalszahlen - Branchensorgen belasten

(neu: Schlusskurse, Analystenkommentare von NordLB und Independent Research.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Daimler-Aktien haben am Donnerstag nur bedingt von einem Absatzrekord des Autobauers profitiert. Die Papiere der Stuttgarter schlossen 1,00 Prozent höher bei 60,38 Euro, während der Dax 1,20 Prozent gewann. Für die leicht unterdurchschnittliche Kursentwicklung machten Börsianer schlechte Nachrichten aus der Branche verantwortlich. Die Quartalszahlen von Daimler wurden hingegen unisono gelobt.

Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner verwies darauf, dass der südkoreanische Konkurrent Hyundai einen Gewinneinbruch von 30 Prozent gemeldet habe. "Und auch wenn Hyundai und Daimler nicht direkt vergleichbar sind, so bereiten beispielsweise die Aussagen über einen schwierigen und stagnierenden US-Absatzmarkt Sorgen. Die Konsumschwäche dürfte sich von den Mittelklasse-Wagen ausgehend in einigen Monaten auch im Oberklasse-Segment zeigen."

COMMERZBANK: DIVIDENDE DÜRFTE STEIGEN

Bei Daimler war im dritten Quartal der Überschuss um fast die Hälfte nach oben gesprungen. Zudem hatten die Stuttgarter den Umsatz um 10 Prozent gesteigert und stellen für das Gesamtjahr einen deutlich höheren Barmittelzufluss (Cashflow) als 2013 in Aussicht - bisher hatten sie mit einem erheblichen Rückgang gerechnet. "Daimler wird wohl kaum eine Sonderdividende ausschütten, trotz seines hohen Nettobarbestandes von 17,9 Milliarden Euro", kommentierte Analyst Daniel Schwarz von der Commerzbank. Die Ausschüttungsquote dürfte der Konzern aber bei etwa 40 Prozent belassen und somit seine reguläre Dividende anheben.

Laut Zafer Rüzgar vom Analysehaus Independent Research hat der Autobauer die Erwartungen übertroffen. Der erfreuliche Trend im Pkw-Geschäft sollte auch in den kommenden Quartalen die operative Entwicklung deutlich positiv prägen. Hinzu kämen die verbesserten Ergebnisse in der Lkw-Sparte. Der jüngste Kursrückgang sei daher nicht gerechtfertigt. Rüzgar behielt seine Kaufempfehlung für die Aktie ebenso bei wie das Kursziel von 75 Euro.

NORDLB: GEWINNSPANNE DÜRFTE WEITER STEIGEN

Analyst Frank Schwope von der NordLB geht davon aus, dass die Gewinnspanne der Stuttgarter wegen der relativ jungen Modellpalette in den kommenden Quartalen weiter steigt. Ferner rechnet er damit, dass Mercedes im kommenden Jahr profitabler wird als die Konkurrenten Audi und BMW. Schwope hält die Daimler-Aktie weiterhin für kaufenswert und beließ das Kursziel bei 72 Euro./edh/he

23.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Lufthansa auf 'Hold' - Ziel 16 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für Lufthansa nach dem angekündigten Verkauf der Rechenzentren an IBM auf "Hold" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Die Auslagerung der IT und die Auflösung der Sparte Lufthansa Systems habe er seit längerem erwartet, schrieb Analyst Johannes Braun in einer Studie vom Donnerstag. Die geplante Senkung der IT-Kosten von jährlich 70 Millionen Euro wertet der Experte positiv./edh/tav

23.10.2014

DAX-FLASH: Dax testet nach guten US-Daten erneut 9000-Punkte-Marke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angetrieben von guten US-Konjunkturdaten ist der Dax am Donnerstagnachmittag erneut kurz über die Marke von 9000 Punkten gesprungen. Rasch prallte er aber wieder ab und stand zuletzt mit 0,55 Prozent im Plus bei 8989,96 Punkten. Vor allem die wichtigen Frühindikatoren aus den USA hatten für Auftrieb gesorgt. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren war im September etwas stärker als erwartet gestiegen. Zudem legten auch die Häuserpreise im August etwas deutlicher zu als zuvor angenommen./ck/jha/

23.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt FMC auf 'Buy' - Ziel 61 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für FMC nach der angekündigten Übernahme von National Cardiovascular Partner (NCP) auf "Buy" mit einem Kursziel von 61 Euro belassen. Die regionale Aufstellung des US-Herzkatheter-Spezialisten passe gut zu den Dialyse-Niederlassungen von FMC, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Donnerstag. NCP sollte eine operative Marge (Ebit-Marge) im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erzielen können./edh/tav

23.10.2014

EUROSTOXX-FLASH: Konjunkturdaten sorgen für gute Stimmung am Aktienmarkt

PARIS (dpa-AFX) - Der Eurostoxx 50 hat seine zwischenzeitlichen Verluste wettgemacht und ist am Donnerstagnachmittag wieder deutlicher gestiegen. Zuletzt stand der Leitindex der Eurozone 0,59 Prozent höher bei 3026,37 Punkten. Für gute Stimmung sorgten Händlern zufolge Konjunkturdaten sowie eine feste Wall Street. Am Nachmittag wurde bekannt, dass die Verbraucher im Euroraum etwas zuversichtlicher in die Zukunft blicken.

Zudem war in den USA der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren etwas stärker gestiegen als erwartet. Darüber hinaus waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangene Woche zwar wieder gestiegen, im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt allerdings auf den tiefsten Stand seit Mai 2000 gefallen./mis/jha/

23.10.2014

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley belässt Daimler auf 'Equal-weight' - Ziel 64 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Daimler nach dem Verkauf der verbliebenen Tesla-Beteiligung auf "Equal-weight" mit einem Kursziel von 64 Euro belassen. Die Transaktion sei sinnvoll, da Daimler damit Kapital freisetze und gleichzeitig weiterhin Zugang zur Technologie des US-Elektroautobauers habe, schrieb Analystin Laura Lembke in einer Studie vom Donnerstag./ajx/edh

23.10.2014

ANALYSE-FLASH: Equinet belässt Krones auf 'Accumulate' - Ziel 83 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Krones nach Zahlen auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen habe über ein starkes drittes Quartal berichtet, das Appetit auf mehr mache, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Donnerstag./ajx/edh

23.10.2014

ANALYSE-FLASH: HSBC belässt Deutsche Börse auf 'Overweight' - Ziel 69 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Deutsche Börse auf "Overweight" mit einem Kursziel von 69 Euro belassen. Der Börsenbetreiber habe ein gut diversifiziertes und profitables Geschäftsmodell und komme ungeachtet des zyklischen Gegenwinds operativ gut voran, schrieb Analyst Johannes Thormann in einer Studie vom Donnerstag. Er sieht die Deutsche Börse auf einem guten Weg, um die Umsatzziele für 2017 zu erreichen. Unter den europäischen Börsenbetreibern ist die Aktie weiterhin sein bevorzugter Wert./ajx/edh