dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

19.04.2015

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Alle Meldungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX werden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Meldungen zu Finanzanalysen von Dritten fassen diese Analysen lediglich zusammen bzw. geben sie in Auszügen wieder. Die Meldungen stellen aber weder eine Anlageberatung oder Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss bestimmter Finanzgeschäfte dar.

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19.04.2015

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Guten Morgen! Wir begrüßen Sie beim Nachrichtendienst von dpa-AFX. Den verantwortlichen Dienstleiter erreichen Sie unter folgender Telefonnummer: 069/92022-425. Alle angegebenen Zeiten beziehen sich auf MESZ oder MEZ. Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Heinz-Rudolf Othmerding. Die Redaktion erreichen Sie unter: dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH Gutleutstraße 110 60327 Frankfurt/Main Telefon: 069/92022-425 Fax: 069/92022-449 E-Mail: redaktion@dpa-AFX.de Weitere Informationen unter: www.dpa-AFX.de ©Copyright dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. Unseren Verkauf und Kundenservice erreichen Sie unter: Telefon: 069/92022-480 Fax: 069/92022-420 E-Mail: vertrieb@dpa-AFX.de dpa-AFX zählt zu den führenden deutschsprachigen Nachrichtenagenturen für real time Finanz- und Wirtschaftsnachrichten. Die dpa-AFX Redakteure produzieren unabhängig, zuverlässig und schnell Nachrichten für institutionelle und private Anleger. Neben den engen Kontakten zu Händlern, Analysten und anderen Quellen nutzt die Redaktion das internationale Netzwerk der Gesellschafter Deutsche Presse-Agentur (dpa), Hamburg, und APA - Austria Presse Agentur, Wien.

18.04.2015

Bundesverkehrsministerium: Keine Pläne für Fernbus-Maut

BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundesverkehrsministerium hat einer Maut für Fernbusse erneut eine Absage erteilt. Eine Sprecherin von Minister Alexander Dobrindt (CSU) sagte am Samstag auf Anfrage in Berlin, das Ministerium habe keine entsprechenden Pläne. Dem Magazin "Focus" hatte Dobrindt im Februar gesagt: "Eine Omnibusmaut würde mit 0,2 Cent pro Fahrgast je Kilometer den aktuellen harten Wettbewerb mit der Bahn auch nicht groß verändern." Er könne der Bahn nur raten, sich dem Wettbewerb mit den Fernbussen aktiv zu stellen und eigene Fernbuslinien weiter auszubauen./bk/DP/zb

18.04.2015

Austausch der G36-Gewehre würde bis zu zehn Jahre dauern

BERLIN (dpa-AFX) - Trotz der Präzisionsprobleme beim Sturmgewehr G36 wird die Bundeswehr in den nächsten Jahren wohl noch keine Ersatzwaffen bekommen. "Eine kurzfristige materielle Lösung ist aufgrund der Notwendigkeit einer umfangreichen Vergleichserprobung sowie der Regularien des Vergaberechts nicht erreichbar", heiß es in einer Bewertung des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Diese ist in dem am Freitag vorgelegten vertraulichen G36-Expertengutachten für das Verteidigungsministerium enthalten. "Insofern ist eine mehrjährige Übergangslösung unter Rückgriff auf die in der Bundeswehr eingeführten Waffen erforderlich", heißt es darin weiter.

Sollten die rund 167 000 Gewehre vollständig ausgemustert werden müssen, "wird eine Zeitlinie von maximal 10 Jahren als realistisch angesehen", heißt es in der Bewertung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Bundesamt empfiehlt daher, die Nutzungsdauer für das G36 über 2016 hinaus zu verlängern und auch Geld in die Instandhaltung der Gewehre zu stecken. Um Defizite im Einsatz auszugleichen, sollten verstärkt andere Waffen verwendet werden./mfi/DP/zb

18.04.2015

'Spiegel': Indizien für Ungereimtheiten bei G36-Qualitätskontrolle

BERLIN (dpa-AFX) - Bei der Qualitätskontrolle für das ungenau schießende Sturmgewehr G36 hat es nach einem "Spiegel"-Bericht Ungereimtheiten gegeben. Interne Dokumente des früheren Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) legten den Verdacht nahe, dass BWB-Beamte und Mitarbeiter des Herstellers Heckler & Koch hierbei über Jahre hinweg Vorschriften missachtet haben, schreibt das Nachrichtenmagazin.

Im Dezember 2006 hat demnach ein Ingenieur des BWB-Bereichs "Qualitätssicherung Waffen" der Behördenspitze berichtet, Heckler & Koch verfüge - gegen alle Vorschriften - über eine Lasersoftware mit dem amtlichen Prüfsiegel. Damit könne das Unternehmen seine Waffen selbst als amtlich geprüft markieren. Die Firma führe somit diese hoheitliche Maßnahme mit eigenen nachgemachten Siegeln aus. Die permanente Anwesenheit eines BWB-Mitarbeiters sei laut Güteprüfstelle der Bundeswehr in Oberndorf "aufgrund der vertrauensvollen Zusammenarbeit" mit Heckler & Koch "entbehrlich".

Im März 2007 habe die BWB-Dienstaufsicht nach eingehender Prüfung erklärt: Infolge der Beschwerde seien geeignete Maßnahmen eingeleitet worden, "die eine der geltenden Vorschriftenlage entsprechende Kennzeichnung von Waffen gewährleisten". Der "Spiegel" zieht daraus den Schluss, dass dies bis 2007 offenbar nicht der Fall gewesen sei.

Heckler & Koch wollte dem Bericht zufolge zu den Vorwürfen nicht konkret Stellung nehmen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, die externen Sachverständigenkommissionen würden den Fragen penibel nachgehen.

Nach monatelanger Prüfung hatte eine vom Verteidigungsministerium eingesetzte Expertengruppe dem Sturmgewehr G36 mangelnde Treffsicherheit bescheinigt./sk/DP/zb

18.04.2015

Musik-Manager: Streaming kann lukrativer als Verkauf sein

BERLIN (dpa-AFX) - Die Musik-Industrie hofft darauf, dass Abo-Modelle mit der Zeit mehr einbringen können als Downloads. "Wird ein Song heruntergeladen, fließt nur einmal Geld. Beim Streaming gibt es bei jedem Abruf wieder Einkünfte", sagte Sony-Music-Manager Edgar Berger dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Nach ungefähr 18 Monaten stehen die Abo-Einnahmen in keiner Weise den Download-Einnahmen nach."

Musiker wie David Byrne oder Thom Yorke von der Band Radiohead kritisieren, dass Künstler mit Streaming-Einnahmen viel weniger Geld verdienten als einst mit dem Verkauf von CDs. Die Online-Dienste verweisen darauf, dass sie 70 bis 80 Prozent ihrer Einnahmen an die Musikkonzerne weitergäben, die erst die Musiker daran beteiligten.

Zugleich bekräftigte Berger, der bei Sony Music für das weltweite Geschäft außerhalb der USA zuständig ist, dass die Branche Bezahl-Abos werbefinanzierten Gratis-Angeboten vorziehe. "Nachhaltiges Wachstum für Streaming-Dienste und die Musikbranche gibt es über bezahlte Abo-Modelle", sagte er.

Laut Medienberichten fordern Musikkonzerne vom Streaming-Marktführer Spotify, sein Gratis-Angebot einzuschränken. Spotify hat rund 60 Millionen Nutzer, von denen rund jeder Vierte ein zahlender Abo-Kunde ist. Der Anteil blieb über die Jahre gleich. "Auch die Differenzierung zwischen bezahlten Angeboten und werbefinanzierten ist nicht immer so deutlich, wie sie sein könnte", sagte Berger dazu./so/DP/zb

18.04.2015

ROUNDUP/Branchenanalyst: VW-Kernmarke schreibt in USA seit Jahren Verluste

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Volkswagen-Konzern muss auf dem wichtigen US-Markt einem Finanzanalysten zufolge seit Jahren auch finanzielle Verluste verkraften. Die Kernmarke VW Pkw, die in den Vereinigten Staaten vor allem für die Modelle Jetta, Passat und Beetle bekannt ist, hat demnach nicht nur die bekannten Absatz-, sondern auch Gewinnprobleme. "In den letzten zehn Jahren sind die Ergebnisse der Pkw-Kernmarke in den USA in der großen Mehrheit in den roten Zahlen gewesen", sagte Frank Schwope von der NordLB der Deutschen Presse-Agentur.

Auf dem weltweit zweitgrößten Markt USA schwächelt die Kernmarke seit längerem. Selbst Subaru verkauft dort mehr als Europas Marktführer. Volkswagen weist die Gewinne für einzelne Regionen seit 2007 - dem Antrittsjahr Martin Winterkorns als Vorstandschef - nicht mehr aus. Für 2006 hatte der Konzern vor Zinsen und Steuern (Ebit) 607 Millionen Euro Verlust in den USA verkraften müssen. Die aktuelle Entwicklung ist ungenannt.

Zuletzt hatte sich der Konzernfinanzvorstand Hans Dieter Pötsch vor einem Jahr zu den USA geäußert und gesagt, man habe dort konzernweit 2013 eine schwarze Null erreicht. Dafür dürften die Marken Audi und Porsche gesorgt haben. Die beiden Renditeperlen sind auch in den Vereinigten Staaten erfolgreich.

Ein VW-Konzernsprecher erklärte die Nicht-Veröffentlichung des Regionen-Ergebnisses am Samstag damit, dass die Erhebung der Zahlen aufwendig sei. Das liege daran, dass viele Teile zugeliefert würden und das Geschäft des Autobauens in den USA damit nicht zu 100 Prozent lokalisiert sei./loh/DP/zb

18.04.2015

Bahnchef Grube fordert Maut für Fernbusse

DORTMUND/BERLIN (dpa-AFX) - Bahnchef Rüdiger Grube hat die Einführung einer Maut für Fernbusse gefordert. "Wir müssen pro Person und Kilometer im Bahn-Fernverkehr mit Trassenbenutzungsgebühren von sechs Cent rechnen. Die Fernbusse zahlen für die Nutzung der Straßen keinen Cent Maut", sagte Grube den "Ruhr Nachrichten" (Samstag). Die Bahn werde bei EEG-Umlage, Stromsteuer und Klimaabgabe mit über 300 Millionen Euro jährlich zur Kasse gebeten. "Bus-Anbieter zahlen auch da keinen Cent. Hier ist der Gesetzgeber gefragt", so der Bahnchef. "Faire Wettbewerbsbedingungen erfordern auch eine Maut für den Fernbus."

Beim Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) stießen Grubes Äußerungen auf Unverständnis. Denn der Verband sieht die Wettbewerbsvorteile klar auf Bahnseite. "Die Bahn erhält jährlich Milliarden-Subventionen vom Staat. Damit finanziert sie auch die Gebühren für Trassenpreise", sagte Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard am Samstag. Der Bus fahre ohne jeglichen Zuschuss komplett eigenwirtschaftlich, durch die Mineralölsteuer kämen die Anbieter für alle Infrastrukturkosten auf. "Wer faire Wettbewerbsbedingungen will, der muss die Subventionen für die Bahn abschaffen", sagte Leonard.

Die Bahn leidet massiv unter der Konkurrenz der preisgünstigen Fernbusse. Im Fernverkehr mit ICE und Intercity hatte der Konzern 2014 bei den Fahrten ein Minus von 1,5 Prozent zum Vorjahr verzeichnet. Grube kritisierte auch die "Kampfpreise" der Fernbus-Konkurrenz: "Die meisten Fernbusse fahren mit Verlust, obwohl sie in Sachen Steuern und Abgaben im Vergleich zur Bahn massiv bevorzugt werden."

Der Busverband wertete den Vorstoß des Bahnchefs als Ablenkungsmanöver. "Grube will mit seiner Fernbusmaut-Forderung nur von dem schlechten Verhandlungsergebnis mit der GDL ablenken, neue Streiks stehen bevor und werden sich auf das Ergebnis der Bahn auswirken", sagte Leonard./hgo/DP/zb

18.04.2015

WDH: WhatsApp mit mehr als 800 Millionen aktiven Nutzern

(Wiederholung: Rechtschreibfehler korrigiert)

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp hat die Marke von 800 Millionen aktiven Nutzern geknackt. Mitgründer Jan Koum gab den nächsten Meilenstein in der Nacht zum Samstag über seine Facebook -Seite bekannt. Damit behält WhatsApp weiter das Tempo bei, die Zahl der Nutzer etwa alle vier Monate um 100 Millionen Nutzer zu steigern. Facebook hatte WhatsApp im vergangenen Jahr für knapp 22 Milliarden Dollar gekauft./so/DP/zb

18.04.2015

Bahnchef will neue Streiks verhindern - GDL: Kein neuer Stand

BERLIN (dpa-AFX) - Bahnchef Rüdiger Grube will den für die kommende Woche angedrohten Lokführerstreik einem Zeitungsbericht zufolge noch verhindern. "Jetzt kommt es auf Vernunft und Augenmaß an", sagte Grube den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Samstag). "Uns geht es darum, eine Lösung ohne weitere Streiks zu erreichen." Die Deutsche Bahn wollte zu dem Bericht am Samstag keine Stellung nehmen.

Die Lokführergewerkschaft GDL hatte am Freitag die Verhandlungen mit der Bahn für gescheitert erklärt. GDL-Chef Claus Weselsky kündigte die fünfte Streikrunde im laufenden Tarifkonflikt an. Sie könne schon in der neuen Woche eingeläutet werden.

Ein GDL-Sprecher wollte mögliche Kontakte zwischen Gewerkschaft und Bahn am Samstag nicht bestätigen. Der Deutschen Prese-Agentur sagte er: "Es gibt keinen neuen Stand." Die Öffentlichkeit werde rechtzeitig informiert./nk/hus/DP/zb

17.04.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwacher Wochenausklang - AmEx belastet Dow

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es am Freitag kräftig nach unten gegangen. Nachdem es zuletzt so aussah, als könnte der US-Aktienmarkt wieder die jüngsten Rekordstände in Angriff nehmen, sorgten nun negative Nachrichten von Unternehmensseite für Mollstimmung. Die europäischen Börsen hatten zudem bereits einen sehr schwachen Trend vorgegeben - ganz im Zeichen der der drohenden Staatspleite Griechenlands. Auch Regeländerungen für Leerverkäufe in China sorgten für Irritationen.

Letztlich rutschte der Dow Jones Industrial zum Wochenschluss wieder deutlich unter die Marke von 18 000 Punkten. Der US-Leitindex verlor 1,54 Prozent auf 17 826,30 Zähler. Auf Wochensicht blieb ein Abschlag von 1,28 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index , der sich zuletzt wieder in Richtung seines Rekordhochs vom Februar bei 2119 Punkten orientiert hatte, rutschte um 1,13 Prozent auf 2081,18 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,52 Prozent auf 4351,80 Punkte abwärts.

ERTRAGSENTWICKLUNG VON AMEX STOESST ANLEGERN SAUER AUF

Im Dow erwischte es die Papiere von American Express mit minus 4,44 Prozent besonders schwer. Zeitweise waren sie gar noch um einen Prozentpunkt mehr auf den tiefsten Stand seit Oktober 2013 zurückgefallen. Die Anleger reagierten damit enttäuscht auf die Ertragsentwicklung des Kreditkartenkonzerns. Die Einnahmen waren zum Vorjahr um drei Prozent gesunken und fielen damit schwächer aus als an der Wall Street erwartet.

American Express machte den starken Dollar verantwortlich, der die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung gedrückt habe. Das Unternehmen hatte zudem das Ende einer lukrativen Partnerschaft mit der Supermarktkette Costco hinnehmen müssen. Aktien der Wettbewerber Visa und Mastercard hielten sich mit etwa marktkonformem Abschlag deutlich besser.

General Electric waren derweil mit knappem Minus bester Wert im Leitindex. Den US-Mischkonzern kommt der geplante Verkauf seiner Finanzsparte zwar teuer zu stehen. Im ersten Quartal war beim Siemens-Rivalen vor allem wegen Kosten für die Abspaltung unter dem Strich ein Verlust von 13,6 Milliarden Dollar (12,7 Mrd Euro) angefallen. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 3 Milliarden Dollar verbucht. Das operative Ergebnis war aber besser ausgefallen als von Experten erwartet. Die Aktionäre sollen in den kommenden Jahren über Aktienrückkäufe und Ausschüttungen bis zu 85 Milliarden Dollar erhalten.

AMD BRECHEN EIN - NEUE ÜBERNHMEFANTASIE IM PHARMASEKTOR

Unter den Technologietiteln gerieten AMD mit minus 10,28 Prozent massiv unter Druck. Der schwache PC-Markt macht dem Chip-Konzern schwer zu schaffen. Der Umsatz war im ersten Quartal im Jahresvergleich um gut ein Viertel eingebrochen. Der Verlust war auf 180 Millionen Dollar gestiegen. Im Vorjahresquartal hatte AMD noch 20 Millionen Dollar verloren.

Derweil keimte im Pharmabereich frische Übernahmefantasie auf: Kreisen zufolge erwägt der israelische Generikahersteller Teva Pharmaceutical seinen US-Konkurrenten Mylan zu schlucken. Teva habe noch keine formellen Schritte unternommen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Aktienmarkt reagierte dennoch prompt: Teva-Aktien legten um 2,24 Prozent zu und Mylan kletterten um 4,46 Prozent nach oben.

Mylan ist selbst gerade dabei, den irischen Pharmakonzern Perrigo für 29 Milliarden US-Dollar zu schlucken. Dessen Papiere rutschten zunächst deutlich ab, könnten ihre Verluste bis zum Ende jedoch fast wieder ausgleichen. Mylan betonte in einer Pressemitteilung, dass man seinen eigenständigen Kurs fortsetzen wolle - inklusive der Übernahme der Iren./ag/he

17.04.2015

Aktien New York Schluss: Schwacher Wochenausklang - AmEx belastet den Dow

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es am Freitag kräftig nach unten gegangen. Nachdem es zuletzt so aussah, als könnte der US-Aktienmarkt wieder die jüngsten Rekordstände in Angriff nehmen, sorgten nun negative Nachrichten von Unternehmensseite für Mollstimmung. Die europäischen Börsen hatten zudem bereits einen sehr schwachen Trend vorgegeben - ganz im Zeichen der der drohenden Staatspleite Griechenlands. Auch Regeländerungen für Leerverkäufe in China sorgten für Irritationen.

Letztlich rutschte der Dow Jones Industrial zum Wochenschluss wieder deutlich unter die Marke von 18 000 Punkten. Der US-Leitindex verlor 1,54 Prozent auf 17 826,30 Zähler. Auf Wochensicht blieb ein Abschlag von 1,28 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index , der sich zuletzt wieder in Richtung seines Rekordhochs vom Februar bei 2119 Punkten orientiert hatte, rutschte um 1,13 Prozent auf 2081,18 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,52 Prozent auf 4351,80 Punkte abwärts./ag/he

17.04.2015

Aktien New York: Wall Street schwach - AmEx verlieren, GE nach Zahlen stabil

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es am Freitag kräftig nach unten gegangen. Negative Nachrichten von Unternehmensseite und Regeländerungen für Leerverkäufe in China sorgten für Mollstimmung. Zudem hatte bereits die Korrektur der europäischen Märkte unter dem Eindruck der drohenden Staatspleite Griechenlands Fahrt aufgenommen.

Für den Dow Jones Industrial ging es wieder deutlich unter die Marke von 18 000 Punkten. Der US-Leitindex verlor bis zwei Stunden vor Handelsende 1,56 Prozent auf 17 822,90 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index , der sich zuletzt wieder in Richtung seines Rekordhochs vom Februar bei 2119 Punkten orientiert hatte, rutschte um 1,14 Prozent auf 2080,91 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,52 Prozent auf 4351,63 Punkte abwärts.

Besonders schwer erwischte es die Papiere von American Express , die um 5,50 Prozent auf den tiefsten Stand seit Oktober 2013 zurückfielen. Die Anleger reagierten damit enttäuscht auf die Ertragsentwicklung des Kreditkartenkonzerns. Die Einnahmen waren zum Vorjahr um drei Prozent gesunken und fielen damit schwächer aus als an der Wall Street erwartet.

American Express machte den starken Dollar verantwortlich, der die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung gedrückt habe. Das Unternehmen hatte zudem das Ende einer lukrativen Partnerschaft mit der Supermarktkette Costco hinnehmen müssen. Aktien der Wettbewerber Visa und Mastercard hielten sich mit marktkonformem Abschlag deutlich besser.

General Electric waren derweil mit knappem Plus einziger positiver Dow-Wert. Den US-Mischkonzern kommt der geplante Verkauf seiner Finanzsparte zwar teuer zu stehen. Im ersten Quartal war beim Siemens-Rivalen vor allem wegen Kosten für die Abspaltung unter dem Strich ein Verlust von 13,6 Milliarden Dollar (12,7 Mrd Euro) angefallen. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 3 Milliarden Dollar verbucht. Das operative Ergebnis war aber besser ausgefallen als von Experten erwartet. Die Aktionäre sollen in den kommenden Jahren über Aktienrückkäufe und Ausschüttungen bis zu 85 Milliarden Dollar erhalten.

Unter den Technologietiteln gerieten AMD mit minus 14 Prozent massiv unter Druck. Der schwache PC-Markt macht dem Chip-Konzern schwer zu schaffen. Der Umsatz war im ersten Quartal im Jahresvergleich um gut ein Viertel eingebrochen. Der Verlust war auf 180 Millionen Dollar gestiegen. Im Vorjahresquartal hatte AMD noch 20 Millionen Dollar verloren./ag/he

17.04.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwächste Dax-Woche seit 2011 - Grexit-Sorgen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Rekordstimmung ist endgültig verflogen: Der Dax hat am Freitag wegen Sorgen über eine Staatspleite Griechenlands und ein Ausscheiden aus dem Euro seine am Vortag gestartete Talfahrt nochmals beschleunigt. Mit einem Abschlag von 2,58 Prozent auf 11 688,70 Punkte ging er aus dem Handel und büßte auf Wochensicht 5,6 Prozent ein. Damit verbuchte er den größten Verlust innerhalb einer Woche seit Anfang November 2011. Noch am vergangenen Freitag hatte das Börsenbarometer bei 12 390 Punkten ein Rekordhoch erklommen.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Freitag um 2,04 Prozent auf 20 898,67 Punkte bergab. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 2,17 Prozent auf 1618,51 Punkte.

Auch der sich weiter erholende Euro, der deutsche Produkte für Käufer außerhalb des gemeinschaftlichen Währungsraums teurer macht, drückte Marktexperten zufolge auf die Stimmung. Dazu kam ein kleiner Verfall an den Terminmärkten - zu diesen Gelegenheiten gibt es häufig heftige Kursschwankungen.

'ABSTURZ BIS AUF 10 450 PUNKTE MÖGLICH'

Während einige Experten nun bereits glauben, dass die wegen des starken Dax-Anstiegs seit Jahresbeginn erwartete Korrektur damit schon vorbei sei, halten die größten Skeptiker einen Absturz bis auf 10 450 Punkte für möglich. Dank des billigen Geldes der Notenbanken, insbesondere von der Europäischen Zentralbank (EZB), und dem zum US-Dollar geschwächten Euro konnte der Dax seit Jahresbeginn bis zu seinem Rekordhoch bei 12 390 Punkten am 10. April um rund 26 Prozent zulegen.

An diesem tiefroten Börsentag gab es in allen drei Indizes nur zwei Aktien in positivem Terrain: Starke vorläufige Quartalszahlen und ein höheres Margenziel freuten die Aktionäre des Lichstpezialisten Osram . Das Papier legte im MDax um 1,06 Prozent zu. Außerdem konnte sich die allgemein wenig beachtete Aktie der Biotechnologie-Beteiligungsgesellschaft BB Biotech im TcDax mit 0,18 Prozent im Plus halten.

MACHTKAMPF BEI VW VORLÄUFIG BEENDET

Im Dax reichte den VW-Aktien ein Minus von 1,12 Prozent für den besten Platz. Das vorläufige Ende des Machtkampfes an der Unternehmensspitze des Autobauers sorgte für eine gewisse Erleichterung. Die Wolfsburger halten an ihrem Vorstandschef Martin Winterkorn fest, der zudem auch über 2016 hinaus an der Konzernspitze bleiben soll. Winterkorn stand unter Druck, nachdem VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch von ihm abgerückt war. Zudem berichtete VW an diesem Tag über einen gestiegenen Quartalsabsatz.

Zu den schwächsten Werten gehörten indes die Titel der Deutschen Bank, die 3,25 Prozent einbüßten. Der Vorstand hat einem "Spiegel"-Bericht zufolge eine Vorentscheidung für den Verkauf der Postbank getroffen. Ein Sprecher dementierte dies.

BEWEGENDE ANALYSTENKOMMENTARE

Ansonsten sorgten Analystenkommentare für Kursausschläge. Der Bayer -Titel verlor als schwächster Dax-Wert 3,92 Prozent, nachdem er von der US-Bank Morgan Stanley abgestuft worden war. Die geplante Abspaltung der Kunststoffsparte MaterialScience habe den Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns in den vergangenen Monaten zu einer Höherbewertung und einer überdurchschnittlichen guten Kursentwicklung verholfen, schrieb Analystin Amy Walker. Inzwischen gebe es kaum noch Potenzial.

Für RWE ging es um 3,50 Prozent abwärts. Die Privatbank Berenberg empfiehlt nun, die Papiere des Energieversorgers zu verkaufen. Die derzeitigen politischen Überlegungen hinsichtlich einer Steuer auf Braunkohle-Kraftwerke könnten die Gewinne deutlich belasten, begründete Analyst Lawson Steele seine Neubewertung.

TIEFROTE BÖRSEN ALLERORTS

An Europas Börsen gab es ebenfalls tiefrote Vorzeichen: Der EuroStoxx 50 verlor 2,07 Prozent auf 3674,05 Punkte und verbuchte mit minus 3,7 Prozent die schwächste Woche seit Mitte Dezember. In Paris und London gab es ebenfalls Verluste und auch die US-Börsen zeigten sich zum europäischen Börsenschluss schwach.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,05 (Vortag: 0,06) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 141,22 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,02 Prozent auf 160,33 Punkte. Der Kurs des Euro bröckelte bis zum Abend auf 1,077 US-Dollar ab. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,0814 (Donnerstag: 1,0711) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9247 (0,9336) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

17.04.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Grexit-Sorge brockt Dax schwächste Woche seit 2011 ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Rekordstimmung ist endgültig verflogen: Der Dax hat am Freitag wegen Sorgen über eine Staatspleite Griechenlands und ein Ausscheiden aus dem Euro seine am Vortag gestartete Talfahrt nochmals beschleunigt. Mit einem Abschlag von 2,58 Prozent auf 11 688,70 Punkte ging er aus dem Handel und büßte auf Wochensicht 5,6 Prozent ein. Damit verbuchte er den größten Verlust innerhalb einer Woche seit Anfang November 2011. Noch am vergangenen Freitag hatte das Börsenbarometer bei 12 390 Punkten ein Rekordhoch erklommen.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Freitag um 2,04 Prozent auf 20 898,67 Punkte bergab. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 2,17 Prozent auf 1618,51 Punkte.

Auch der sich weiter erholende Euro, der deutsche Produkte für Käufer außerhalb des gemeinschaftlichen Währungsraums teurer macht, drückte Marktexperten zufolge auf die Stimmung. Dazu kam ein kleiner Verfall an den Terminmärkten - zu diesen Gelegenheiten gibt es häufig heftige Kursschwankungen./ck/he

17.04.2015

WOCHENAUSBLICK: Dax dürfte lang erwartete Korrektur fortsetzen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der plötzlich eingelegte Rückwärtsgang dürfte den Kurs am deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche bestimmen: Dem Dax droht laut Experten ein weiterer kräftiger Dämpfer. Die größten Skeptiker unter den Börsianern halten sogar einen Absturz bis auf 10 450 Punkte für möglich - ein Rutsch um nochmals rund 10 Prozent. Einerseits sei der Markt in zu kurzer Zeit zu stark nach oben gelaufen, heißt es. Andererseits sei insbesondere die Sorge um ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro erneut aufgeflammt. Vor dem Hintergrund des anstehenden Treffens der Euro-Finanzminister in Riga dürfte das Thema "Grexit" daher auch die kommenden Handelstage bestimmen.

"Das griechische Schuldendrama geht in die nächste Runde", kommentiert Helaba-Analystin Claudia Windt. Denn spätestens an diesem Montag müsste eine belastbare Reformliste vorliegen, damit diese am Freitag von den Euro-Finanzministern bewertet werden kann. "Da dies nicht zu erwarten ist, wird das Feilschen um die nächsten Fälligkeiten und den angemessenen Kurs im Mai weitergehen", warnt die Marktexpertin und verweist auf die zugleich zunehmend prekärere Finanzlage Griechenlands.

GRIECHENLAND ALS VENTIL FÜR KONSOLIDIERUNG

Das zuletzt fast verdrängte Griechenland-Thema dient laut Andreas Paciorek von CMC Markets aktuell als willkommenes Ventil für die längst erwartete Konsolidierung des Marktes. Für ihn wenig überraschend, denn nach der seit gut einem Quartal durchgängigen Rekordjagd zögen die Anleger nun eine erste Bilanz. Und da für weitere Käufe aktuell die Argumente fehlten, werde erst einmal Kasse gemacht. Immerhin hat der Dax im ersten Quartal gut 20 Prozent gewonnen und noch am 10. April ein Rekordhoch bei 12 390 Punkten erreicht.

"Die aktuelle Konsolidierung ist verständlich und sogar notwendig, um neue Kräfte für die nächste Aufwärtsbewegung zu sammeln", erläutert Philipp Müller, Portfolio Manager von der Performance IMC Vermögensverwaltung AG seine Sicht der Dinge. Wegen des billigen Geldes der Notenbanken, vor allem von der Europäischen Zentralbank (EZB), sowie dem zum US-Dollar schwachen Euro traut er dem Dax im Sommer einen Anstieg auf bis zu 13 500 Punkte zu.

'SELL IN MAY WOMÖGLICH GUTER RAT FÜR MITTE APRIL'

Bis dahin aber könnte die Börsenweisheit "Sell in may and go away" womöglich schon ein guter Rat Mitte April sein, wie Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research schreibt. Denn neben den Grexit-Sorgen könnten in der neuen Woche auch Konjunkturdaten den Druck auf die Börsen vergrößern. Beim am Dienstag erwarteten ZEW-Index, der die deutschen Konjunkturerwartungen von Finanzmarkt-Analysten widerspiegelt, und auch dem ifo-Geschäftsklima-Index als wichtigen Frühindikator für die deutsche Wirtschaftsentwicklung ist laut der Helaba der Spielraum nach oben inzwischen begrenzt. Claudia Windt erwartet daher auch von dieser Seite einen Dämpfer für die Aktienmärkte.

Weitere wichtige Daten werden am Donnerstag von den europäischen Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungsektor erwartet. Im spärlich gefüllten Konjunkturkalender der USA in der neuen Woche ragen nur die Auftragseingänge für langlebige Güter im März hervor, die am Freitag veröffentlicht werden. Diese zeigten in den letzten Monaten einen Abwärtstrend, der sich laut der Postbank weiter fortgesetzt haben dürfte, und untermauerten damit die konjunkturelle Schwächephase in den USA.

SAP MIT STARKEM JAHRESSTART ERWARTET

Unternehmensseitig hingegen ist es hierzulande dagegen noch ruhig, während die Berichtssaison in den USA bereits einen Gang hochgeschaltet hat. SAP eröffnet hierzulande am Dienstag mit Zahlen zum ersten Quartal den Zahlenreigen. Getragen vom schwachen Euro, dem größten Zukauf der Unternehmensgeschichte und weiter starkem Wachstum im Geschäft mit Mietsoftware dürfte die Quartalsbilanz von Europas größtem Software-Hersteller deutlich optimistischer aussehen als noch vor einem Jahr.

Zur Deutschen Bank könnten am Freitag Neuigkeiten durchdringen, denn da steht wohl eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats an. Thema sei die strategische Neuausrichtung, hatte es kürzlich in einem Bericht des "Handelsblatt" ohne Quellenangabe geheißen. Falls Nachfragen und Bedenken des Aufsichtsrats rechtzeitig geklärt seien, wolle die Führungsspitze der Bank die Strategie am 29. April zeitgleich mit der Quartalsbilanz bekanntgeben. Jüngsten Spekulationen des "Spiegel" zufolge wurde inzwischen eine Vorentscheidung für den Verkauf der Postbank getroffen. Ein Konzernsprecher dementierte dies jedoch./ck/ag/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

17.04.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Wall Street schwach - AmEx verlieren fast 6 Prozent

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat sich am Freitag dem schwachen europäischen Aktienmarkt angeschlossen. Negative Nachrichten von Unternehmensseite und Regeländerungen für Leerverkäufe in China sorgten für Mollstimmung. Der europäische Handel steht zudem im Zeichen der drohenden Staatspleite Griechenlands.

Für den Dow Jones Industrial ging es in der ersten Handelsstunde wieder deutlich unter die Marke von 18 000 Punkten. Der US-Leitindex verlor 1,26 Prozent auf 17 878,19 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index , der sich zuletzt wieder in Richtung seines Rekordhochs vom Februar bei 2119 Punkten orientiert hatte, rutschte um 0,96 Prozent auf 2084,71 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,32 Prozent auf 4360,52 Punkte abwärts.

Besonders schwer erwischte es die Papiere von American Express , die um 5,50 Prozent auf den tiefsten Stand seit Oktober 2013 zurückfielen. Die Anleger reagierten damit enttäuscht auf die Ertragsentwicklung des Kreditkartenkonzerns. Die Einnahmen waren zum Vorjahr um drei Prozent gesunken und fielen damit schwächer aus als an der Wall Street erwartet.

American Express machte den starken Dollar verantwortlich, der die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung gedrückt habe. Das Unternehmen hatte zudem das Ende einer lukrativen Partnerschaft mit der Supermarktkette Costco hinnehmen müssen. Aktien der Wettbewerber Visa und Mastercard hielten sich mit marktkonformem Abschlag deutlich besser.

General Electric waren derweil mit knappem Plus einziger positiver Dow-Wert. Den US-Mischkonzern kommt der geplante Verkauf seiner Finanzsparte zwar teuer zu stehen. Im ersten Quartal war beim Siemens-Rivalen vor allem wegen Kosten für die Abspaltung unter dem Strich ein Verlust von 13,6 Milliarden Dollar (12,7 Mrd Euro) angefallen. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 3 Milliarden Dollar verbucht. Das operative Ergebnis war aber besser ausgefallen als von Experten erwartet. Die Aktionäre sollen in den kommenden Jahren über Aktienrückkäufe und Ausschüttungen bis zu 85 Milliarden Dollar erhalten.

Unter den Technologietiteln gerieten AMD mit minus 14 Prozent massiv unter Druck. Der schwache PC-Markt macht dem Chip-Konzern schwer zu schaffen. Der Umsatz war im ersten Quartal im Jahresvergleich um gut ein Viertel eingebrochen. Der Verlust war auf 180 Millionen Dollar gestiegen. Im Vorjahresquartal hatte AMD noch 20 Millionen Dollar verloren./ag/he

17.04.2015

Aktien New York: Wall Street schließt sich schwachem Trend aus Europa an

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat sich am Freitag dem schwachen europäischen Aktienmarkt angeschlossen. Negative Nachrichten von Unternehmensseite und Regeländerungen für Leerverkäufe in China sorgten für Mollstimmung. Der europäische Handel steht zudem im Zeichen der drohenden Staatspleite Griechenlands.

Für den Dow Jones Industrial ging es in den ersten 45 Minuten des Handels wieder deutlich unter die Marke von 18 000 Punkten. Der US-Leitindex verlor 1,42 Prozent auf 17 848,39 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index , der sich zuletzt wieder in Richtung seines Rekordhochs vom Februar bei 2119 Punkten orientiert hatte, rutschte um 1,06 Prozent auf 2082,74 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq ging es für den Auswahlindex Nasdaq 100 um 1,35 Prozent auf 4359,04 Punkte abwärts./ag/jha/

17.04.2015

Aktien Frankfurt: Dax droht wegen Griechenland schwächste Woche seit 2011

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Rekordstimmung ist endgültig verflogen: Sorgen über eine drohende Staatspleite Griechenlands drückten den Dax am Freitag den zweiten Tag in Folge deutlich ins Minus. Am Nachmittag standen Kursverluste von 1,87 Prozent auf 11 774,83 Punkte zu Buche.

Auf Wochensicht steuert der deutsche Leitindex mit aktuell minus 4,85 Prozent auf die schwächste Entwicklung seit mindestens Mitte Dezember zu - geringfügig deutlichere Abschläge würden sogar den höchsten Wochenverlust seit November 2011 bedeuten. Noch am vergangenen Freitag hatte das Börsenbarometer neue Höchststände markiert.

Auch der weiter erholte Euro, der deutsche Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums teurer macht, drückte Marktexperten zufolge auf die Stimmung. Dazu kam ein kleiner Verfall an den Terminmärkten - zu diesen Gelegenheiten gibt es häufig heftige Kursschwankungen.

KORREKTUR KÖNNTE SCHON GROSSTEILS DURCH SEIN

Die von vielen Experten egen des starken Dax-Anstiegs seit Jahresbeginn erwartete Korrektur könnte der Dax damit aber schon großteils hinter sich haben. Auf dem Niveau des Tiefs von Ende März bei 11 620 Punkten dürften Schnäppchenjäger wieder zugreifen, glaubt Analyst Craig Erlam vom Währungshändler Oanda.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Freitag um 1,87 Prozent auf 20 933,76 Punkte bergab und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,78 Prozent auf 1624,85 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,69 Prozent auf 3688,14 Punkte ein.

VW AN DAX-SPITZE: CHEF BLEIBT - DEUTSCHE BANK UNTER DRUCK

Im Dax reichte den Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) ein Minus von 0,40 Prozent für den ersten Platz. Die Aktionäre des Autobauers reagierten mit Erleichterung auf das vorläufige Ende des Machtkampfes an der Unternehmensspitze. Entgegen allen Spekulationen halten die Wolfsburger an ihrem Vorstandschef Martin Winterkorn fest. Zudem soll er über 2016 hinaus an der Konzernspitze bleiben. Ein Händler sprach von einer klaren Ansage. "Damit ist die Sache erst einmal vom Tisch". Winterkorn stand unter Druck, nachdem VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch von ihm abgerückt war. Zudem berichtete VW einen gestiegenen Quartalsabsatz.

Zu den schwächsten Werten gehörten indes die Titel der Deutschen Bank , die 2,69 Prozent einbüßten. Der Vorstand hat einem "Spiegel"-Bericht zufolge eine Vorentscheidung für den Verkauf der Postbank getroffen. Ein alternatives Konzept, das die Abspaltung des kompletten Privatkundengeschäfts vorsieht, habe keine ausreichende Unterstützung im Top-Management gefunden, berichtete das Magazin, ohne genaue Quellen zu nennen.

STUDIEN BREMSEN BAYER UND RWE

Ansonsten sorgten Analystenkommentare für Kursausschläge. Die Bayer-Titel verloren 2,77 Prozent, nachdem die US-Bank Morgan Stanley sie abgestuft hatte. Die Abspaltung der Kunststoffsparte Bayer Material Science habe den Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns in den vergangenen Monaten zu einer Höherbewertung und einer überdurchschnittlichen guten Kursentwicklung verholfen, schrieb Analystin Amy Walker. Nun gebe es aber kaum noch Potenzial.

Für RWE ging es um 2,79 Prozent nach unten. Die Privatbank Berenberg spricht eine Verkaufsempfehlung für die Papiere des Energiekonzerns aus. Die derzeitigen politischen Überlegungen für eine Steuer auf Braunkohle-Kraftwerke könnten die Gewinne deutlich belasten, begründete Analyst Lawson Steele seine Neubewertung.

OSRAM BEGEISTERT ANLEGER: AKTIE LEGT ZU

An der MDax-Spitze legten die Aktien von Osram um 0,79 Prozent zu. Starke vorläufige Quartalszahlen und ein höheres Margenziel ließen die Aktionäre des Lichstpezialisten strahlen. Dass der Umsatzsprung vor allem dem schwachen Euro zu verdanken ist, kümmerte die Anleger wenig.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,05 (Vortag: 0,06) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 141,22 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,10 Prozent auf 160,47 Punkte. Der Kurs des Euro legte ebenfalls zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0814 (Donnerstag: 1,0711) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9247 (0,9336) Euro./gl/fbr

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

17.04.2015

Aktien New York Ausblick: Schwächer erwartet - Uneinheitliche Quartalsberichte

NEW YORK (dpa-AFX) - Durchwachsene Unternehmenszahlen sowie Entscheidungen zum chinesischen Börsenhandel dürften die US-Aktienmärkte am Freitag zur Eröffnung belasten. Eine dreiviertel Stunde vor Börsenstart stand der Future auf den Dow Jones Industrial 0,78 Prozent tiefer. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq-100-Index fiel zuletzt um 0,79 Prozent.

Die Regulierungsbehörde in Peking beschloss unter anderem, in China Leerverkäufe mit geliehenen Aktien zuzulassen. Am Markt wird nun gefürchtet, dass Spekulanten chinesische Papiere unter Druck setzen könnten. Dies führte im nachbörslichen Handel mit Terminkontrakten zu Abgaben von bis zu 5 Prozent und dürfte Händlern zufolge auch an der Wall Street Verlustängste freisetzen.

Die Bekanntgabe aktueller US-Inflationsdaten zeigte nur geringe Kursreaktionen. Wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte, lag die jährliche Inflationsrate im März bei minus 0,1 Prozent. Den gleichen Rückgang hatte es bereits im Januar gegeben, bevor die Preise im Februar stagniert hatten. Bankvolkswirte hatten für März eine erneute Stagnation erwartet. Dass die Gesamtinflation vor allem durch die stark gefallenen Ölpreise gedrückt wird, zeigt die Kernrate. Sie klammert diese Komponente aus und stieg von 1,7 Prozent im Februar auf 1,8 Prozent.

Unter den Einzelwerten sorgten die Aktien von AMD mit einem vorbörslichen Verlust von 10 Prozent für Aufsehen. Der schwache PC-Markt macht dem Chip-Konzern schwer zu schaffen. Der Umsatz brach im ersten Quartal im Jahresvergleich um gut ein Viertel auf 1,03 Milliarden Dollar ein. Der Verlust wuchs auf 180 Millionen Dollar an. Im Vorjahresquartal hatte AMD noch 20 Millionen Dollar verloren.

American Express konnte den Gewinn im ersten Quartal weiter steigern. Anleger reagierten jedoch auf die Ertragsentwicklung enttäuscht. Die Einnahmen gingen um drei Prozent zum Vorjahr auf 7,95 Milliarden Dollar zurück und fielen damit schwächer aus als erwartet. Die vorbörsliche Marktreaktion fiel mit einem Minus von 2 Prozent entsprechend negativ aus.

Den US-Mischkonzern General Electric kommt der geplante Verkauf seiner Finanzsparte teuer zu stehen. Im ersten Quartal fiel beim Siemens-Rivalen vor allem wegen Kosten für die Abspaltung unter dem Strich ein Verlust von 13,6 Milliarden Dollar (12,7 Mrd Euro) an. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von 3 Milliarden Dollar verbucht.

Im eigentlichen Geschäft lief es zu Jahresbeginn dank der Industriesparte besser als gedacht: Obwohl der Umsatz konzernweit im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 29,4 Milliarden Dollar schrumpfte, gab der um den Effekt des Spartenverkaufs bereinigte operative Gewinn weniger stark um 5 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar nach. Das war etwas mehr als Analysten erwartet hatten. Im vorbörslichen Handel verlor die GE-Aktie moderate 0,3 Prozent./edh/fbr

18.04.2015

ROUNDUP: Athen hofft auf Finanzspritzen aus China und Russland

ATHEN (dpa-AFX) - Angesichts der dramatischen Finanzlage versucht Athen offenbar mit aller Macht, Geldquellen in China und Russland zu finden. Es gehe um bis zu 15 Milliarden Euro, berichteten die griechischen Wochenzeitungen "Agorá" und "Karfí" am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Zehn Milliarden Euro sollen demnach aus China kommen. Peking könnte diese Gelder als eine Art Vorauszahlung für die Nutzung des Hafens von Piräus und einen Einstieg bei der griechischen Eisenbahn leisten, berichtete das Blatt "Karfí".

PIPELINE-VORSCHUSS AUS RUSSLAND?

Athen hoffe zudem auf drei bis fünf Milliarden Euro aus Russland. Dieses Geld könnte nach einem Bericht der Zeitung "Agora" als eine Art Vorschuss für künftige Gebühren für die geplante Erdgas-Pipeline Turkish Stream fließen.

Die Pipeline soll russisches Erdgas bis an die griechisch-türkische Grenze bringen soll. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte bei seiner jüngsten Reise nach Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin die Verlängerung der Pipeline in Griechenland und von dort nach Mitteleuropa vereinbart.

'SPIEGEL': RUSSLAND-DEAL KÖNNTE BALD UNTERZEICHNET WERDEN

Nach Informationen von "Spiegel Online" könnte das Abkommen mit Russland bereits kommenden Dienstag unterzeichnet werden. Die Mittel aus Russland stellten eine Vorauszahlung auf künftige Einnahmen Griechenlands durch die Transitgebühren dar und sollten später verrechnet werden. Ein hochrangiger Beamter der griechischen Regierungspartei Syriza, der mit dem Vorgang vertraut sei, habe gesagt: Der Deal könne für Griechenland "das Blatt wenden".

Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis hatte in den vergangenen Tagen wiederholt angekündigt, eine Absichtserklärung solle bereits in der kommenden Woche unterzeichnet werden. Von einer Vorauszahlung sprach er nicht. Das Projekt der Verlängerung der russischen Pipeline nach Griechenland muss von der EU genehmigt werden und soll 2019 fertig sein. Finanzexperten griechischer Banken sagten der Deutschen Presse-Agentur, sie könnten sich "schwer vorstellen", wie Gelder für ein Projekt fließen könnten, das noch gar nicht genehmigt ist.

VERHANDLUNGEN ÜBER REFORMPAKET GEHEN WEITER

Die internationalen Geldgeber Athens haben noch fällige Hilfen aus den Hilfsprogrammen von 7,2 Milliarden Euro auf Eis gelegt. Die Mittel sollen erst freigegeben werden, wenn Athen eine konkrete Liste von Reformen vorlegt und diese auch umsetzt.

Die Verhandlungen über Griechenlands Reformpaket gehen derweil weiter. Experten der sogenannten "Brüssel-Gruppe" wollten am Wochenende in Brüssel zusammenkommen. In dieser Formation treffen sich Vertreter Athens mit Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), des Rettungsschirms ESM sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF).

VAROUFAKIS WIRBT IN WASHINGTON UM VERSTÄNDNIS

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet nicht mit einer raschen Einigung. Beim Treffen der Euro-Gruppe Ende kommender Woche in Riga sei keine Lösung zu erwarten, sagte er am Freitag zu Beginn der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. "Es gibt nichts Neues. Und ich bin nicht sicher, dass wir kommende Woche in Riga schon was Neues haben."

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis warb am Rande des Wirtschaftsgipfels um Verständnis. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus traf er auch US-Präsident Barack Obama. Nach Obamas Ansicht muss Griechenland "harte Entscheidungen" treffen und sein wackliges Finanzsystem mit Reformen stabilisieren. "Sie müssen Steuern eintreiben. Sie müssen ihre Bürokratie abbauen", sagte Obama am Freitag. Zwar müsse die Regierung den Griechen die Hoffnung auf Wachstum machen, das Land brauche Spielräume für Investitionen. Den Kreditgebern müsse Athen aber zugleich beweisen, dass das Land beginnt, sich selbst zu helfen./tt/hgo/DP/zb

18.04.2015

'Spiegel': Kritik an Stundung von Steuerschulden in Griechenland

BERLIN (dpa-AFX) - Die internationalen Geldgeber Griechenlands kritisieren, dass die neue Athener Regierung zu viel Rücksicht auf die reiche Elite des Landes nimmt. Griechische Regierungsvertreter seien mindestens zweimal gewarnt worden, wohlhabenden Einwohnern Steuerschulden zu stunden, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Samstag. Doch habe sich Athen darüber hinweggesetzt und damit eine rote Linie überschritten, zitiert das Magazin aus den Kreisen.

Zwar habe bereits die Regierung des konservativen Regierungschefs Antonis Samaras beschlossen, den Griechen Steuerstundungen zu ermöglichen. Doch seien davon die 6500 größten Steuersünder ausgenommen gewesen.

"Die jetzige Regierung hat die Steuerstundungen sogar noch ausgeweitet und auch die relativ Vermögenden einbezogen", kritisiert der deutsche Ökonom Klaus Masuch dem Bericht zufolge. Er war fünf Jahre Delegationsleiter der Europäischen Zentralbank für Griechenland und kontrolliert nun in der EZB jene Länder, die Hilfen von der EU bekommen. Die bisher vorgelegten Pläne der Athener Regierung hält Masuch für nicht ausreichend. "Wir brauchen ein umfassendes Paket mit einer kritischen Masse an Reformen", sagte er dem Magazin./cn/DP/zb

18.04.2015

'Spiegel': Griechenland plant Milliarden-Deal mit Russland

HAMBURG (dpa-AFX) - Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland will nach Informationen von "Spiegel Online" durch ein Energieabkommen mit Russland bis zu fünf Milliarden Euro einnehmen. Das Geld solle in Form einer Vorauszahlung für die geplante Pipeline Turkish Stream fließen. Sie soll russisches Gas über die Türkei und Griechenland nach Europa bringen. Die Höhe der Vorauszahlung werde mit drei bis fünf Milliarden Euro angegeben, schrieb das Onlinemedium am Freitag.

Ein hochrangiger Beamter der griechischen Regierungspartei Syriza, der direkt mit dem Vorgang vertraut sei, habe gesagt: Der Deal könne für Griechenland "das Blatt wenden". Das Land steht derzeit in zunehmend angespannten Verhandlungen mit Europa und dem IWF über die Freigabe weiterer Rettungskredite.

Das Abkommen mit Russland solle voraussichtlich kommenden Dienstag unterzeichnet werden. Über das Vorhaben sei in Moskau während des Besuchs von Regierungschef Alexis Tsipras und Energieminister Panagiotis Lafazanis beraten worden.

Die Mittel aus Russland stellten eine Vorauszahlung auf zukünftige Gewinne dar, die Griechenland durch die Transitgebühren einnehmen könne. Die Pipeline werde voraussichtlich 2019 in Betrieb gehen. Dann anfallende Einnahmen für die Griechen würden mit der Vorauszahlung verrechnet./ro/DP/stk

18.04.2015

TTIP: Viel Streit um vier Buchstaben

BERLIN (dpa-AFX) - Seit Juli 2013 verhandelt die EU mit den USA über die "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP). Mit 800 Millionen Verbrauchern würde der weltgrößte Wirtschaftsraum entstehen. Durch den Wegfall von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll es auf beiden Seiten des Atlantiks mehr Wachstum geben.

Aber: Wirtschaftslobbyisten mussten kürzlich einräumen, dass sie bei ihrer PR für TTIP mit zu positiven Zahlen geworben haben. Täglich werden zwischen Europa und den USA Waren und Dienstleistungen im Wert von zwei Milliarden Euro gehandelt.

Verbraucherschützer sprechen von Geheimverhandlungen zwischen Brüssel und Washington und kritisieren geplante Schutzklauseln für Konzerne. Die EU will die Gespräche bis Ende 2015 abschließen - damit TTIP endgültig unter Dach und Fach ist, bevor im November 2016 ein neuer US-Präsident gewählt wird./tb/DP/zb

18.04.2015

Grünen-Fraktionsvorsitzende Hofreiter vermisst echte Reformen in Griechenland

ATHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter hat der griechischen Regierung vorgeworfen, keinen entschlossenen Reformkurs zu fahren. Nach einem zweitägigen Besuch in Athen sagte Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur, es gebe keine effektiven Maßnahmen in der Verwaltung, bei der Steuerpolitik und zur Korruptionsbekämpfung.

Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone müsse unbedingt verhindert werden, sagte Hofreiter. Zuletzt hatten die Spekulationen über einen "Grexit", also einen Verzicht Athens auf den Euro, wieder zugenommen.

"Die griechische Regierung ist in einem nicht ganz unproblematischen Zustand. Sie hat in Teilen große Mühen, in die Arbeit zu kommen", meinte Hofreiter weiter. Zudem sei die Kommunikation ziemlich ungeschickt.

Hofreiter sprach sich aber auch für Geduld mit Athen aus. "Der neue Ansatz braucht noch Zeit." Mit Blick auf die monatelangen Koalitionsverhandlungen im Herbst 2013 in Berlin sagte er: "Die deutsche Regierung sollte der griechischen Regierung wenigstens so viel Zeit einräumen, wie sie sich selber zum Verhandeln genommen hat."

Der Bundesregierung warf Hofreiter vor, an einer gescheiterten Politik gegenüber Griechenland festzuhalten. "Seit fünf Jahren läuft das Programm in die falsche Richtung. 25 Prozent Arbeitslosigkeit sind dafür der Beleg." Mit Sparvorschriften alleine komme keine Volkswirtschaft aus der Krise./tl/DP/zb

18.04.2015

Ringen um Griechenland-Lösung: Obama fordert schwere Entscheidungen

WASHINGTON/ATHEN (dpa-AFX) - Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland muss nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama "harte Entscheidungen" treffen und sein wackliges Finanzsystem mit Reformen stabilisieren. "Sie müssen Steuern eintreiben. Sie müssen ihre Bürokratie abbauen", sagte Obama am Freitag nach einem Treffen mit Italiens Regierungschef Matteo Renzi.

Zwar müsse die Regierung in Athen den Griechen die Hoffnung auf Wachstum machen, habe Obama dem dortigen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras nach dessen Amtsantritt erklärt. Das Land brauche Spielräume für Investitionen. Den Kreditgebern müsse Athen aber zugleich beweisen, dass das Land beginnt, sich selbst zu helfen. Obama trat auch der Auffassung entgegen, er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Sparpolitik ständig kritisiert.

Obama hatte am Donnerstag am Rande eines Empfangs im Weißen Haus mit dem griechischen Finanzminister Gianis Varoufakis gesprochen. Dieser hatte zuvor in einer Rede Forderungen der internationalen Geldgeber nach weiteren Sparmaßnahmen abgelehnt, aber zugleich Kompromissbereitschaft signalisiert.

In dem Streit über Finanzhilfen verhärteten sich die Fronten am Freitag weiter. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet nicht mit einer raschen Einigung. Beim Treffen der Euro-Gruppe Ende kommende Woche in Riga sei keine Lösung zu erwarten, sagte er am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. "Es gibt nichts Neues. Und ich bin nicht sicher, dass wir kommende Woche in Riga schon 'was Neues haben".

Varoufakis warb in Washington eindringlich um Verständnis für seine Position. Er traf am Freitag auch US-Finanzminister Jack Lew und den Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nannte es "abwegig", dass Griechenland ohne Programm- und Reformauflagen weitere Finanzhilfen erhalte.

Die internationalen Geldgeber Athens haben die noch fälligen Hilfen aus den Hilfsprogrammen von 7,2 Milliarden Euro auf Eis gelegt. Die Mittel sollen erst freigegeben werden, wenn Athen eine konkrete Liste von Reformen vorlegt und diese auch umsetzt. Die Europartner monieren, dass dies bislang ausblieb. Sie hatten das laufende Hilfsprogramm für die Griechen bis Ende Juni verlängert./sl/mcm/DP/zb

17.04.2015

Obama lobt Kongress-Pläne zu Handelsabkommen TTIP

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Barack Obama hat positiv auf ein geplantes Beschleunigungsgesetz des Kongresses für den Abschluss großer Handelsabkommen reagiert. Das als "fast track" (Überholspur) bekannte Gesetz, das dem Präsidenten mehr Spielraum einräumen und damit die sonst sehr langwierigen Abschlüsse solcher internationalen Abkommen beschleunigen soll, sende das richtige Signal an Europa, sagte Obama. Die USA verhandeln derzeit mit der EU über das als TTIP bekannte und in Europa umstrittene Freihandelsabkommen. Es soll durch den Wegfall von Zöllen und anderen Handelshemmnissen auf beiden Seiten des Atlantiks für mehr Wachstum sorgen.

Laut Obama werden die USA in den Verhandlungen "schneller vorankommen und nicht in den üblichen Prozeduren steckenbleiben". Das Gesetz mit dem Titel Ermächtigung zur Handelsförderung (TPA) gilt als wichtiger Schritt, um die Gespräche mit der EU und über das transpazifische Freihandelsabkommen TPP erfolgreich abzuschließen. Die Befugnis wurde zuletzt 2002 erteilt, war 2007 aber abgelaufen. Wann über die neue Ermächtigung abgestimmt wird, war zunächst nicht bekannt.

"95 Prozent der Weltmärkte liegen außerhalb unserer Grenzen", sagte Obama bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Regierungschef Matteo Renzi am Freitag. Wenn die USA die Regeln für den globalen Handel der nächsten 20 oder 30 Jahre nicht mitgestalten, werde China dies tun - und zwar zugunsten chinesischer Arbeiter und Unternehmen. Die USA würden "ausgeschlossen", warnte Obama./aw/jot/DP/he

17.04.2015

G20 kritisieren USA wegen IWF-Stimmrechtsblockade

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Top-Wirtschaftsmächte erhöhen angesichts der jahrelangen Blockade der IWF-Stimmrechtsreform den Druck auf die USA. Die G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwelländer forderte die Vereinigten Staaten am Freitag in Washington auf, die schon 2010 beschlossene Quotenreform "so bald wie möglich" zu ratifizieren. Sie beauftragten den Internationalen Währungsfonds (IWF), eine Übergangslösung zu erarbeiten. "Wir bleiben zutiefst enttäuscht über die anhaltende Verzögerung", heißt es in einer Erklärung der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs, die vor der IWF-Frühjahrstagung in Washington zu Beratungen zusammenkamen.

Mit der Neuordnung der Machtverhältnisse sollen aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien oder Brasilien mehr Einfluss beim IWF erhalten. Finanzierungsbeiträge und Stimmrechte im IWF sollen so stärker übereinstimmen. Der von den Republikanern dominierte US-Kongress blockiert aber eine Umsetzung, weshalb das Reformpaket nicht in Kraft treten kann.

Um den Stillstand zu überwinden, werden Zwischenschritte ausgelotet. Dabei geht es vor allem um eine Annäherung der Quoten- und Stimmrechtsanteile stark wachsender Schwellenländer an die Ergebnisse der Reformen von 2010. Dies gilt aber als schwierig, da für mögliche Zwischenschritte eine hohe Mehrheit der IWF-Mitglieder erforderlich ist und die USA somit eine Sperrminorität besitzen./sl/mcm/DP/he

17.04.2015

Obama: Griechenland steht vor 'harten Entscheidungen'

WASHINGTON (dpa-AFX) - Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland muss nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama "harte Entscheidungen" treffen und sein wackliges Finanzsystem mit Reformen stabilisieren. "Sie müssen Steuern eintreiben. Sie müssen ihre Bürokratie abbauen", sagte Obama am Freitag nach einem Treffen mit Italiens Regierungschef Matteo Renzi. Die Eurozone dürfe sich zudem nicht auf die USA als Zugpferd der globalen Wirtschaft verlassen. "Erwarten Sie nicht, dass die Vereinigten Staaten einfach der Motor für alle sein werden", habe er den Europäern gesagt.

Zwar müsse die Regierung in Athen den Griechen die Hoffnung auf Wachstum machen, habe Obama dem dortigen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras nach dessen Amtsantritt erklärt. Das Land brauche Spielräume für Investitionen. Den Kreditgebern müsse Athen aber zugleich beweisen, dass das Land beginnt, sich selbst zu helfen. Obama trat auch der Auffassung entgegen, er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Sparpolitik ständig kritisiert./jot/DP/he

17.04.2015

ROUNDUP: G20-Finanzminister optimistischer über Weltwirtschaft

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die führenden Industrie- und Schwellenländer sehen (G20) die Weltwirtschaft insgesamt auf Erholungskurs. "Die Risiken für den globalen Ausblick sind ausgewogener", heißt in einer Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Gruppe, die am Freitag in Washington veröffentlicht wurde. "Wir begrüßen die stärkere ökonomische Aktivität in einigen wichtigen Volkswirtschaften, aber das Wachstum bleibt moderat."

Die Gruppe bekräftigte am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank, durch Strukturreformen die Nachfrage und das potenzielle Wachstum in der Welt ankurbeln zu wollen. Dabei sollen gleichzeitig die Schulden in Zaum gehalten werden.

In der Abschlusserklärung nach dem Treffen werden auch aktuelle Gefahren für die globale Konjunktur genannt. Risiken seien etwa große Währungsschwankungen, eine langanhaltende geringe Inflation und geopolitische Krisen. Die G20 sprachen sich erneut dagegen aus, die Wechselkurse zu beeinflussen, um die Konjunktur anzukurbeln.

Die Notenbanken rief die Gruppe auf, bei ihrer Geldpolitik Vorsicht walten zu lassen, um Verwerfungen an den Märkten zu vermeiden. Vor allem eine mögliche bevorstehende Zinserhöhung der US-Zentralbank geriet dabei in den Blickpunkt. "Die Federal Reserve kommuniziert viel besser als früher, was ihre künftige Politik sein könnte", sagte der türkische Wirtschaftsminister Ali Babacan. Die Griechenland-Krise spielte in der G20-Sitzung laut Babacan keine Rolle. "Griechenland war nicht Teil der offiziellen Agenda." Die Türkei hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz./mcm/DP/he

17.04.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Rückendeckung für Winterkorn stützt Volkswagen-Aktie

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktie von Volkswagen (VW) hat sich am Freitag trotz klarer Verluste vergleichsweise gut geschlagen. Das vorläufige Ende des Machtkampfes an der Spitze von Europas größtem Autobauer sorgte für Erleichterung. In einem schwachen Markt mussten die Vorzugsaktien der Wolfsburger zwar letztlich einen Verlust von 1,12 Prozent auf 235 Euro hinnehmen. Sie behaupteten damit jedoch die Spitze im Dax .

Bis zum späten Vormittag waren die VW-Papiere noch um rund zweieinhalb Prozent nach oben geklettert, bevor sich auch hier Gewinnmitnahmen bemerkbar machten. Immerhin gehört die Aktie 2015 bislang zu den Favoriten und liegt immer noch um gut 27 Prozent vorne.

Entgegen allen Spekulationen hält Volkswagen an seinem Vorstandschef Martin Winterkorn fest. Zudem soll der Manager über 2016 hinaus an der Konzernspitze bleiben. Ein Händler sprach von einer klaren Ansage mit Blick auf den Machtkampf bei VW. "Damit ist die Sache erst einmal vom Tisch". Winterkorn stand unter Druck, nachdem VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch von ihm abgerückt war.

ANALYST: BAUSTELLEN DÜRFTEN NUN ANGEGANGEN WERDEN

Analyst Frank Schwope von der NordLB beurteilte die Entscheidung positiv. So stehe VW wirtschaftlich gut da, allerdings nicht sehr gut. Infolge der Diskussionen um die Unternehmensspitze dürften nun die vorhandenen Baustellen offen diskutiert und angegangen werden. Das sollte der Geschäftsentwicklung sowie den Aktien zugute kommen.

Wichtig ist einem Börsianer zufolge nun die Reaktion von Piëch. Dessen Position als Aufsichtsratschef könnte sich nach den intensiven Diskussionen der vergangenen Tage schwächen, schrieb Analyst Michael Punzet von der DZ Bank in einer Studie.

'SCHLACHT NOCH LANGE NICHT GESCHLAGEN'

Allerdings ist der Machtkampf bei VW aus Sicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer noch nicht zu Ende. "Die Schlacht ist noch lange nicht geschlagen", sagte der Experte von der Uni Duisburg-Essen. Die geplante Vertragsverlängerung sei ein Etappensieg für Winterkorn. Wie es nun mittelfristig weitergehe, müsse sich aber noch zeigen. Winterkorn sei noch immer angezählt und stehe unter genauester Beobachtung Piëchs./mis/ag/jha/

17.04.2015

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Alcatel-Lucent auf 'Neutral' - Ziel hoch auf 4,10 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat Alcatel-Lucent nach der von Nokia angekündigten Übernahme des französischen Netzwerkausrüsters von "Buy" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 4 auf 4,10 Euro angehoben. Analyst Gareth Jenkins zeigte sich in einer Studie vom Freitag skeptisch hinsichtlich der geplanten Transaktion. Sollten die Anleger den von Nokia genannten Synergiezielen für das gemeinsame Unternehmen Glauben schenken, würde dies eine positivere Einschätzung der Aktien von Nokia und Alcatel-Lucent rechtfertigen. Derzeit sei die Bewertung beider Titel aber zu unattraktiv./edh/fat/stb

17.04.2015

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse belässt Zalando auf 'Outperform' - Ziel 27,30 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für Zalando nach vorläufigen Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 27,30 Euro belassen. Das deutlich besser als erwartete Geschäft des Online-Modehändlers sei nach der jüngsten Investorenveranstaltung vorhersehbar gewesen, schrieb Analyst Simon Irwin in einer Studie vom Freitag. Zalando werde schnell zu einer signifikanten Kraft im europäischen Einzelhandelssektor und dürfte bei der Profitabilität weiter positiv überraschen. Seine optimistische Einschätzung der Aktie habe sich bestätigt./fat/edh

17.04.2015

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Airbus auf 65 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Airbus von 58 auf 65 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Analyst Chris Hallam begründete das neue Kursziel in einer Branchenstudie am Freitag mit der Erwartung längerfristig deutlicher Gewinnsteigerungen des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns. So dürften allein steigende Verkäufe des Flugzeugmodells A320, die steigende Profitabilität des A350 sowie positive Währungseffekte das operative Ergebnis (Ebit) im Jahr 2020 um 5 Milliarden Euro nach oben befördern./edh/fat/stb

17.04.2015

ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt RWE auf 'Sell' - Ziel auf 19 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat RWE von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 24 auf 19 Euro gesenkt. Die derzeitigen politischen Überlegungen für eine Steuer auf Braunkohle-Kraftwerke könnten die Gewinne des Energiekonzerns deutlich belasten, schrieb Analyst Lawson Steele in einer Studie vom Freitag. Dazu kämen die Auswirkungen der Brennelementesteuer, falls die juristische Auseinandersetzung darum zugunsten der Bundesregierung ausgehe. Seine Schätzungen lägen deutlich unter den Konsensprognosen./gl/fat/stb

17.04.2015

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Ziel für Klöckner & Co auf 9,40 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Klöckner & Co von 10,00 auf 9,40 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Markt übersehe erhebliche Margenrisiken bei dem Stahlhändler und schätze das Gewinnerholungspotenzial nach wie vor zu optimistisch ein, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Studie vom Freitag. Er reduzierte seine Ergebnisprognosen./edh/fat/stb

17.04.2015

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt MTU auf 'Neutral' - Ziel hoch auf 104 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat MTU von "Buy" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 96 auf 104 Euro angehoben. Analyst Chris Hallam begründete das neue Votum in einer Studie vom Freitag mit der überdurchschnittlich guten Entwicklung der Aktie des Triebwerkherstellers. In Erwartung positiver Währungseffekte erhöhte er seine Gewinnprognosen (EPS) für die Jahre 2015 und 2016 um 2 und 11 Prozent./edh/fat/stb

17.04.2015

ANALYSE-FLASH: S&P Capital IQ hebt Nestle auf 'Hold' - Ziel 80 Franken

LONDON (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat Nestle nach Umsatzzahlen von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 66 auf 80 Franken angehoben. Der Lebensmittelkonzern habe im ersten Quartal ein solides Erlöswachstum aus eigener Kraft erzielt, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Freitag. Der Experte hob seine Gewinnerwartungen für 2015 und 2016 an./mis/fat/stb

17.04.2015

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für Unilever NV auf 33 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Unilever NV nach Zahlen von 30 auf 33 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underperform" belassen. Nach einem verhaltenen Ausblick habe der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern die Umsatzerwartungen etwas übertreffen können, schrieb Analyst Charles Mills in einer Studie vom Freitag. Die Geschäftstrends hätten sich jedoch nur wenig verändert, so dass er seine Prognosen weitgehend auf dem aktuellen Niveau lasse./fat/edh

17.04.2015

AKTIE IM FOKUS: Rückendeckung für Winterkorn lässt Volkswagen-Aktionäre aufatmen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre von Volkswagen (VW) haben am Freitag mit Erleichterung auf das vorläufige Ende des Machtkampfes an der Spitze von Europas größtem Autobauer reagiert. In einem von Gewinnmitnahmen geprägten Gesamtmarkt standen die Vorzugsaktien von VW trotz eines Minus von 0,23 Prozent auf 237,10 Euro mit Abstand an der Spitze des Dax . In einer ersten Reaktion waren die VW-Papiere noch bis auf ein Plus von rund zweieinhalb Prozent nach oben geschnellt, bevor sie vom Gesamtmarkt mit nach unten gezogen wurden.

Entgegen allen Spekulationen hält Volkswagen an seinem Vorstandschef Martin Winterkorn fest. Zudem soll der Manager über 2016 hinaus an der Konzernspitze bleiben. Eine Händler sprach von einer klaren Ansage mit Blick auf den Machtkampf bei VW. "Damit ist die Sache erst einmal vom Tisch". Winterkorn stand unter Druck, nachdem VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch von ihm abgerückt war.

ANALYST: BAUSTELLEN BEI VW DÜRFTEN NUN ANGEGANGEN WERDEN

Analyst Frank Schwope von der NordLB beurteilte die Entscheidung positiv. So stehe VW wirtschaftlich gut da, allerdings nicht sehr gut. Infolge der Diskussionen um die Unternehmensspitze dürften nun die vorhandenen Baustellen offen diskutiert und angegangen werden. Das sollte der Geschäftsentwicklung sowie den Aktien zugute kommen.

Wichtig ist einem Börsianer zufolge nun die Reaktion von Piëch. Dessen Position als Aufsichtsratschef könnte sich nach den intensiven Diskussionen der vergangenen Tage schwächen, schrieb Analyst Michael Punzet von der DZ Bank in einer Studie.

"DIE SCHLACHT IST NOCH LANGE NICHT GESCHLAGEN"

Allerdings ist der Machtkampf bei VW aus Sicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer noch nicht zu Ende. "Die Schlacht ist noch lange nicht geschlagen", sagte der Experte von der Uni Duisburg-Essen. Die geplanten Vertragsverlängerung sei ein Etappensieg für Winterkorn. Wie es nun mittelfristig weitergehe, müsse sich aber noch zeigen. Winterkorn sei noch immer angezählt und stehe unter genauester Beobachtung Piëchs./mis/fbr