dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

29.01.2015

Axel Springer steigt bei US-Website Business Insider ein

BERLIN (dpa-AFX) - Axel Springer steigt bei der Wirtschaftsnachrichten-Website "Business Insider" ein. Der deutsche Medienkonzern übernimmt für 25 Millionen US-Dollar (rund 22 Mio Euro) zunächst sieben Prozent an dem Unternehmen mit Sitz in New York, wie die Beteiligungstochter Axel Springer Digital Ventures am Donnerstag in Berlin mitteilte. Springer-Vorstand Andreas Wiele werde Mitglied im Verwaltungsrat bei "Business Insider", der nach seinen Angaben am schnellsten wachsenden Seite für Wirtschaftsnachrichten.

Sie hat Ausgaben für sieben Länder und will mit dem Geld ihr Wachstum beschleunigen, wie ihr Chef Henry Blodget ankündigte. Zu den bisherigen Eigentümern zählt neben Investmentgesellschaften Amazon -Chef Jeff Bezos./bf/DP/fbr

29.01.2015

Rubel-Verfall und schwache Nachfrage: Gazprom-Gewinn bricht ein

MOSKAU (dpa-AFX) - Eine schwache Nachfrage aus Europa und der Rubel-Verfall haben den russischen Gasmonopolisten Gazprom stark belastet. Der Gewinn brach im dritten Quartal vor allem wegen hoher Währungsverluste um fast zwei Drittel ein. Der Umsatz ging zwischen Juli und Ende September aufgrund der schwachen Nachfrage aus Europa leicht zurück. Der Überschuss sei um 62 Prozent auf knapp 106 Milliarden Rubel (1,36 Mrd Euro) gefallen, teilte das vom Staat gelenkte Unternehmen und Trikotsponsor des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 am Donnerstag in Moskau mit. Der Umsatz sei um sechs Prozent auf 1,13 Billionen Rubel (14,5 Mrd Euro) gefallen. Der Konzern lässt sich immer mehrere Monate Zeit, bis er die neuesten Geschäftszahlen vorlegt. Die in London notierte Aktie gab um rund zwei Prozent nach./zb/mmb/stk

29.01.2015

ROUNDUP: Starker Franken bremst Symrise-Konkurrenten Givaudan aus

(Neu: Aussagen zur Frankenfreigabe)

GENF (dpa-AFX) - Die starke heimische Währung lässt den Schweizer Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan auf der Stelle treten. Im Gesamtjahr 2014 blieb der Umsatz mit einem Miniplus von 0,8 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken praktisch unbewegt, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Ohne Währungseffekte, also die Verkäufe in Lokalwährungen betrachtet, stiegen die Erlöse um 3,7 Prozent. Givaudan sprach von einem "herausfordernden Umfeld". Die Aktie nach einem negativen Handelsstart notierte die Aktie zuletzt mit rund einem halben Prozent im Plus.

Der Reingewinn legte dagegen kräftig um knapp 15 Prozent auf 563 Millionen Franken zu. Hierin enthalten ist allerdings ein bereits zum Halbjahr bekannter Einmalgewinn aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von 38 Millionen Franken. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 8,6 Prozent auf 1,053 Milliarden Franken. Die entsprechende Marge betrug damit 23,9 Prozent, nach 22,2 Prozent im Vorjahr. Hier machten sich unter anderem Kostensenkungen nach Werksschließungen positiv bemerkbar. Mit seinen Zahlen lag der Symrise-Konkurrent im Rahmen der Schätzungen der Analysten.

Zur jüngsten Frankenfreigabe durch die Schweizer Nationalbank (SNB) äußerte sich der Konzern in einem Interview mit der Schweizer Finanz-Nachrichtenagentur AWP. "Es gibt einen Einfluss auf der Umsatzseite durch die Umrechnung in Franken, aber die Wechselkursveränderung beeinflusst die Profitabilität nicht", Unternehmenschef Gilles Andrier. Weniger als fünf Prozent des Umsatzes fielen in Franken an und die Personalkosten in der Schweiz seien verglichen mit den gesamten Kosten bei Givaudan "marginal". Ein Großteil der Rohstoffe werde in verschiedenen Währungen eingekauft.

Givaudan bekräftige seine Mittelfristziele. Demnach streben die Genfer jährlich ein Wachstum aus eigener Kraft in Höhe von 4,5 bis 5,5 Prozent an bei einem erwarteten Marktwachstum von 2 bis 3 Prozent. Die EBITDA-Marge soll dauerhaft auf einem "branchenführenden" Niveau liegen.

Die Aktionäre sollen mit einer Dividendenerhöhung bei Laune gehalten werden: Givaudan erhöht die Ausschüttung um 6,4 Prozent auf 50 Franken. Dies sei die vierzehnte Erhöhung in Folge./stk/fri/fbr

29.01.2015

ROUNDUP: Niedrige Ölpreise belasten Shell - Investitionen werden gekürzt

LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise kennen seit Monaten nur eine Richtung - nach unten. Dies bekommt auch der britisch-niederländische Ölkonzern Shell immer mehr zu spüren. Der Gewinn brach um mehr als die Hälfte ein. Vorstandschef Ben van Beurden greift nun zum Rotstift und senkt die Investitionen. Die Aktionäre sollen ihm dabei die Stange halten. "Wir werden alles tun, um die Dividende zu schützen", sagte er am Donnerstag. Die Ausschüttung habe für Shell "Symbolcharakter". An der Londoner Börse reagierten die Anleger dennoch verschnupft und straften die Aktie mit rund minus 3,5 Prozent ab.

Van Beurden will über die nächsten drei Jahre die Investitionen um 15 Milliarden Dollar kürzen. Die Ausgaben für 40 Projekte stünden auf dem Prüfstand. Mit Investitionskürzungen schützen Unternehmen die Auszahlungen an Aktionäre. Die Quartalsdividende für den Zeitraum Oktober bis Dezember soll wie im vorangegangenen Quartal 47 US-Cent betragen. Für das laufende erste Quartal stellte Shell die gleiche Höhe in Aussicht.

Auch andere Öl-Konzerne haben bereits auf die Krise beim Ölpreis reagiert. So hat der heimische Konkurrent BP die Löhne eingefroren und der US-Konzern Chevron seine Investitionen in neue Bohrprojekte verschoben. Shell ist der erste der großen Öl-Riesen, der seine Zahlen vorgelegt hat. Seit vergangenem Sommer sind die Ölpreise um über 50 Prozent gefallen. Wichtigster Grund ist der große Angebotsüberschuss am Weltmarkt. Van Beurden hatte bereits vor dem großen Preisrutsch die Verkäufe von Unternehmensteilen beschleunigt und die Ausgaben gesenkt.

Der Gewinn bei Shell brach im vierten Quartal 2014 um 57 Prozent auf 773 Millionen US-Dollar (681 Mio Euro) ein. Der Umsatz sank um rund 15 Prozent auf 94,2 Milliarden Dollar. Der Durchschnittspreis für Brent-Öl sank im Zeitraum Oktober bis Dezember auf 77 Dollar per Barrel. Der für Analysten wichtige bereinigte Gewinn auf vergleichbarer Kostenbasis (CCS) legte dagegen um 12 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu. Allerdings hatten die Experten 4,1 Milliarden erwartet. Die Produktion sank im Berichtszeitraum um ein Prozent auf 3,213 Millionen Barrel pro Tag./stk/she/fbr

29.01.2015

Japanische Fluglinie Skymark insolvent - Airbus muss um Vertragsstrafe bangen

TOKIO (dpa-AFX) - Drohende Strafzahlungen wegen eines geplatzten Airbus -Großauftrags machen der japanischen Fluglinie Skymark den Garaus. Ein halbes Jahr nach dem gescheiterten Kauf von sechs Airbus A380 beantragte die drittgrößte japanische Fluggesellschaft Insolvenz, wie sie in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Der Flugzeugbauer hatte die Bestellung vergangenen Sommer selbst storniert und Skymark die Schuld an dem Schritt zugewiesen. Die Pleite dürfte Airbus nun allerdings nicht passen: Das Unternehmen hat mit den Japanern noch eine Rechnung offen. Laut der japanischen Zeitung "Nikkei" geht es um eine Vertragsstrafe von 700 Millionen US-Dollar (617 Mio Euro).

Der Billigflieger Skymark sitzt nach eigenen Angaben auf Verbindlichkeiten von 71 Milliarden Yen (531 Mio Euro). Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September flog die Gesellschaft einen Verlust von 5,7 Milliarden Yen ein. Die eigentlich für diesen Donnerstag geplante Bilanzvorlage verschob das Unternehmen nun auf den 5. Februar. Die Aktie der Airline soll am 1. März von der Börse genommen werden.

"Die Insolvenz war für uns keine Überraschung", sagte ein Airbus-Sprecher am Morgen. Wie es weitergehe, liege nun in der Hand der Gerichte. Skymark hatte sechs Exemplare des weltgrößten Passagierjets A380 zu einem Gesamt-Listenpreis von 2,25 Milliarden US-Dollar bestellt und wollte damit ein neues Langstreckengeschäft aufbauen. Der Flugzeugbauer stornierte den Auftrag jedoch Ende Juli 2014. Jetzt muss er Käufer für zwei fast fertige A380 finden. Aufträge für den Riesenjet blieben zuletzt aber rar.

Laut einem Airbus-Sprecher hätte Skymark seine Verpflichtungen aus dem Vertrag nicht erfüllen können. Details nannte er nicht. Airbus versucht, seine vertraglichen Ansprüche gegen Skymark inzwischen vor einem Londoner Gericht durchzusetzen. Was die Pleite der Airline für diese Klage bedeute, müssten die Richter entscheiden, sagte der Sprecher./stw/fri

29.01.2015

ROUNDUP: IG Metall startet Warnstreiks

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die IG Metall setzt im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie auch in Bayern auf Warnstreiks. Hunderte Beschäftigte haben am Donnerstag mit Ende der Friedenspflicht mit ersten Aktionen begonnen. Den Auftakt machten um Mitternacht, unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht, die Mitarbeiter der Augsburger Airbus -Tochter Premium Aerotec. Auch im größten BMW -Werk im niederbayerischen Dingolfing und in weiteren Betrieben ruhte zeitweise die Arbeit.

Bei Schaeffler in Schweinfurt und Linde in Weilbach folgten rund 600 Beschäftigte dem Aufruf. "Wir hatten grausames Wetter und trotzdem mit rund 550 Teilnehmern eine sensationelle Beteiligung", sagte Peter Kippes von der Schweinfurter IG Metall am Donnerstag. Insgesamt arbeiten rund 4500 Menschen bei Schaeffler in Schweinfurt.

Vor der Gießerei von Linde habe es trotz der Eiseskälte, des Sturms und des Regens ebenfalls eine kurze Kundgebung der etwa 50 Mitarbeiter gegeben. "Wir waren heute mit der kompletten Belegschaft vor den Toren, die Produktion stand komplett still", sagte Percy Scheidler von der Aschaffenburger Gewerkschaft. Bei der Linde-Gießerei ein Weilbach arbeiten insgesamt 180 Menschen.

Bei der zentralen Auftaktveranstaltung für die Warnstreiks bei dem Augsburger Flugzeugzulieferer wurde das Angebot der Gegenseite als "Provokation" und "Unverschämtheit" abgelehnt. Es kamen einige hundert Teilnehmer, auch von anderen Unternehmen aus der Region wie dem Roboterbauer Kuka und dem Leuchtmittelhersteller Osram .

"Das ist die erste Warnung an die Arbeitgeber", sagte Bayerns IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler in Augsburg. Wenn kein besseres Angebot komme, würden in den nächsten Wochen noch viele Aktionen folgen. Für die kommenden Tage hat die Gewerkschaft eine Reihe von weiteren Warnstreiks vorbereitet. Auch in anderen Bundesländern soll gestreikt werden.

Am Mittwoch war in München die zweite Verhandlungsrunde für die 790 000 Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektrobranche gescheitert. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber bieten bisher 2,2 Prozent.

Bayern ist nach Baden-Württemberg der zweitgrößte Tarifbezirk, in der vergangenen Tarifrunde 2013 war hier der Pilotabschluss erzielt worden, der auch in den übrigen Bezirken übernommen wurde. Noch ist offen, in welchem Bezirk diesmal der Pilotabschluss verhandelt wird./uvo/DP/stk

29.01.2015

'SZ': Luxemburgs Aperam liebäugelt mit ThyssenKrupp-Tochter VDM Metals

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Industriekonzern ThyssenKrupp führt einem Pressebericht zufolge inzwischen ernsthafte Gespräche über einen Verkauf seiner Edelstahltochter VDM Metals. Der Luxemburger Konkurrent Aperam habe gute Chancen, zum Zuge zu kommen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Kreise. Im Rennen seien auch noch Finanzinvestoren, wohingegen die Beteiligungsgesellschaft Advent nicht mehr zum Kreis potenzieller Käufer gehöre.

Ein Verkauf stehe nicht unmittelbar bevor und könne auch noch am Preis scheitern, heißt es in dem Bericht weiter. Die Gesellschaft mit über 2000 Beschäftigten müsste dann in Eigenregie weiter saniert werden. ThyssenKrupp erklärte auf Anfrage der Zeitung, die Analyse aller Optionen für VDM Metals sei noch nicht abgeschlossen, einen Beschluss zu einem Verkauf gebe es derzeit nicht. Mittelfristig werde die Tochter aber nicht im Konzern verbleiben./she/men/fbr

29.01.2015

ROUNDUP: Hedgefonds Elliott steigt bei Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki ein

BIELEFELD (dpa-AFX) - Nach dem Übernahmeangebot des japanischen Partnerkonzerns für den Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki spekuliert der US-Hedgefonds Elliott offenbar auf einen Preisaufschlag. Milliardär Paul Singer hat sich mit dem von ihm geführten Fonds einen Anteil von mindestens 3 Prozent an dem ehemals unter Gildemeister firmierenden MDax-Konzern gesichert. Eine Sprecherin von DMG Mori Seiki bestätigte am Donnerstag den Eingang einer Stimmrechtsmitteilung von Elliott. Eine solche wird nötig, wenn der Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 Prozent überschreitet. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise über den Einstieg des Investors berichtet.

Elliott dürfte damit nun zu den fünf größten Anteilseignern bei DMG gehören. Paul Singer hat sich schon bei einer ganzen Reihe von Unternehmen eingeklinkt, bei denen im Rahmen einer Übernahme Geld fließt. So versucht der Hedgefonds derzeit, beim Kauf von Kabel Deutschland durch den britischen Mobilfunker Vodafone einen höheren Preis je Aktie als angeboten zu erstreiten. Auch beim Kranbauer Demag Cranes und dessen Übernahme durch den US-Konzern Terex sowie den Verkauf des Pharmagroßhändlers Celesio an McKesson trat Singer auf den Plan.

Die seit 2009 mit den Deutschen Partnern verwobene japanische Mori Seiki hatte 27,50 Euro je Aktie für die Bielefelder geboten. Am Donnerstag legte der Kurs in den ersten Handelsminuten knapp ein Prozent auf 28,75 Euro zu - bereits kurz nach der Offerte war am Markt über Nachbesserungen spekuliert worden. Singer verspreche sich aber auch von einem Wertanstieg der zusammengelegten Unternehmen einen Gewinn, hieß es weiter. Die Japaner halten bereits mehr als ein Viertel an DMG und wollen den Anteil auf über die Hälfte steigern./men/zb/fbr

29.01.2015

Oettinger: Deutsche Autobauer müssen bei Vernetzung Tempo erhöhen

BERLIN (dpa-AFX) - EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hat an die deutschen Autobauer appelliert, bei den Zukunftsthemen Vernetzung von Fahrzeugen und automatisiertes Fahren aufs Tempo zu drücken. "Wir brauchen eine digitale Aufholjagd - und damit brauchen wir Sie", sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend beim Neujahrsempfang des Verbands der Automobilindustrie (VDA) in Berlin.

Im klassischen IT-Sektor hätten die deutsche und europäische Wirtschaft vor allem gegenüber den USA und Südkorea stark an Boden verloren. "Jetzt geht es um die Wirtschaft insgesamt, um Industrie 4.0, Handwerk 4.0, Bankenwelt 4.0, Versicherungen 4.0. (...) Jetzt können wir alles gewinnen - und noch mehr verlieren."

Oettinger betonte, dass die heimischen Hersteller die Herausforderung gegenüber den IT-Konzernen aber annähmen. Er sehe "mit Freude", wie die Autobauer das Thema im Prinzip schon erkannt hätten. "Ein junger Mensch steigt in ein Auto nicht mehr ein, weil es tiefer gelegt ist, weil es chromlackiert ist, weil es viel PS hat, weil es mehr Sitze hat, als es eigentlich braucht. Digitale Kommunikation in Perfektion und die digitale Revolution werden Ihren Sektor elementar verändern", sagte Oettinger vor den Vertretern der deutschen Autobranche.

Dabei komme es für die Unternehmen immer mehr darauf an, Angebote der IT-Wirtschaft aufzugreifen - wobei Politik und Regulierungsbehörden nicht nachstehen dürften. "Wer die Daten hat, hat die Macht. Und Autos und Autofahrer liefern besonders attraktive, wertvolle Daten", erklärte Oettinger. "Aus Daten Dienstleistungen zu machen, Daten europäisch zu verwerten - das muss nicht nur in Kalifornien gehen, sondern Kern einer digitalen europäischen Strategie sein."/jap/DP/fbr

29.01.2015

ROUNDUP: Langjähriger Smartphone-Marktführer Samsung mit Gewinnrückgang

SEOUL (dpa-AFX) - Der langjährige Smartphone-Marktführer Samsung bekommt den härteren Wettbewerb mit Apple und den kräftig aufholenden chinesischen Herstellern immer deutlicher zu spüren. Im Weihnachtsquartal 2014 gingen Gewinn und Umsatz beim weltgrößten Hersteller von Speicherchips, Fernsehern und Handys im Jahresvergleich zurück. Im Gesamtjahr fuhren die Südkoreaner erstmals wieder seit 2011 einen niedrigeren Jahresgewinn ein.

Der Überschuss fiel im vierten Quartal im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 5,35 Billionen Won (4,4 Milliarden Euro), wie das führende südkoreanische Technologieunternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz ging um elf Prozent auf 52,7 Billionen Won zurück.

Allerdings fiel das Ergebnis im abgelaufenen Quartal besser als von Analysten erwartet aus. Vor allem die robuste Nachfrage nach Speicherchips federte die Auswirkung durch den Rückgang im Mobil-Geschäft ab.

Im Gesamtjahr verzeichnete Samsung mit 23,4 Billionen Won einen um 23,2 Prozent niedrigeren Reingewinn als 2013. Die Umsatzerlöse rutschten um 9,8 Prozent auf 206,2 Billionen Won ab.

Die Zahlen zeugen vom harten Kampf im Smartphone-Markt sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten. Im vergangenen Jahr machten in Asien besonders lokale Hersteller in China und Indien den Südkoreanern ihre Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig.

Daneben verzeichnete im Oberklasse-Segment vor allem Apple große Absatzerfolge. Das iPhone 6, das wie einige Samsung-Geräte mit größeren Bildschirmen ausgestattet ist als frühere Modelle, hatte Apple im Weihnachtsgeschäft den höchsten Gewinn eines Unternehmens in einem Quartal beschert - 18 Milliarden Dollar.

Der US-Konzern näherte sich mit 74,5 Millionen verkauften iPhones den Absatzzahlen des langjährigen Marktführers Samsung. Der Absatz der Südkoreaner dürfte im vierten Quartal bei 76 Millionen Stück gelegen haben, berichteten südkoreanische Medien unter Berufung auf Marktexperten. Die Analysefirma Strategy Analytics sieht die beiden Unternehmen sogar auf exakt gleicher Höhe. Samsung selbst veröffentlichte zum Smartphone-Verkauf keine Zahlen.

Trotz eines "leichten" Rückgangs des Smartphones-Absatzes im Vergleich zum Vorquartal erhöhte sich der Gewinn der Sparte infolge eines "effizienten Kostenmanagements und eines Umsatzanstiegs, der durch eine verbesserte Produktpalette bewirkt wurde", hieß es in einer Mitteilung von Samsung. Auch die Preise für teurere Modelle hätten sich erhöht.

Für Samsung dürfte nach Einschätzung von Beobachtern vor allem das neue Spitzenmodell Galaxy S6 von großer Bedeutung im Kampf um Marktanteile in der Oberklasse sein. Die Vorstellung des neuen Modells wird für dieses Frühjahr erwartet. Man gehe davon aus, dass der Smartphone-Wettbewerb intensiver werde, prognostizierte Samsung. Das Wachstum werde durch den schnellen Datenfunkstandard LTE und die aufstrebenden Märkte angetrieben.

Das Chip-Geschäft habe im abgelaufenen Quartal infolge einer starken Nachfrage nach herkömmlichen DRAM-Bausteinen für PCs und Unternehmensserver spürbar zugelegt, hieß es weiter. Auch für NAND-Flash-Speicher, die in Smartphones und Tablet-Computern verwenden werden, wurde demnach ein starker Bedarf verzeichnet./dg/DP/fbr

29.01.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt: Wall Street lastet auf Dax - Deutsche Bank stützt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwache Vorgaben aus Übersee und die Unsicherheiten um Griechenland haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zum Handelsstart nach unten gezogen. Positiv aufgenommene Geschäftsberichte der Deutschen Bank und des Halbleiter-Konzerns Infineon Technologies hielten die Abschläge aber in Grenzen.

Der Dax fiel am Morgen um 0,57 Prozent um 10 649,80 Punkte. Der Leitindex bleibt damit nahe seinem jüngst erreichten Allzeithoch bei 10 810 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es zuletzt um 0,82 Prozent auf 18 565,66 Punkte runter. Der TecDax verlor 0,53 Prozent auf 1491,07 Punkte. Der EuroStoxx-50-Index bröckelte um 0,62 Prozent ab.

Die fortgesetzte Talfahrt der Ölpreise und Aussagen der US-Notenbank Fed hatten der Wall Street am Vortag zugesetzt. Auch die asiatischen Börsen lagen am Donnerstag im Minus. Nach der Bildung einer Links-Rechts-Regierung in Griechenland sorgten sich zudem einige Börsianer vor neuer Instabilität in Europa, sagten Händler.

BERICHTSSAISON KOMMT IN FAHRT

Für eine positive Überraschung sorgte die Deutsche Bank , die einen Gewinn im Schlussquartal ausweisen konnte. Sie schnitt aber auch bei den Erträgen ab besser als von Analysten erwartet. Die Zahlen seien auf den ersten Blick sehr gut ausgefallen - es spielten aber auch viele Sondereffekte eine Rolle, sagte ein Börsianer. So seien die Rechtskosten beispielsweise viel geringer ausgefallen als befürchtet. Die Titel gewannen an der Dax-Spitze 1,59 Prozent auf 25,55 Euro.

Infineon-Aktien profitierten mit einem leichten Kursplus ebenfalls von Geschäftszahlen. Sie erreichten bei 10,05 Euro ein Hoch seit November 2007. Der Halbleiter-Hersteller hat seine Prognose erhöht. Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank sprach von einem starken Start ins neue Geschäftsjahr. Die erhöhten Umsatzerwartungen resultierten allerdings vor allem aus Währungseffekten und zudem könnte die Margenprognosen einige Anleger enttäuschen, schränkte er aber ein. Ein Händler rechnet mit Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally. Eine reduzierte Prognose vom US-Wettbewerber Qualcomm belaste ebenfalls.

WACKER ERFREUT EBENFALLS

Wacker Chemie hielten sich nach den Geschäftszahlen zwar in der Spitzengruppe im MDax, verloren allerdings 0,75 Prozent. Die Eckdaten des vierten Quartals hätten seine Prognosen übertroffen, schrieb Analyst Peter Spengler. Einen ersten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gebe es allerdings nicht vor Mitte März.

Dem TecDax hinken Qiagen mit minus 0,70 Prozent etwas hinterher. DZ-Bank-Analyst Sven Kürten ordnet den Ausblick für das Jahr 2015 etwas unter den Erwartungen ein. Die Ergebnisse dürften vom starken US-Dollar belastet werden.

Jenoptik hat ebenfalls seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegt. Der Technologiekonzern habe die Erwartungen genau getroffen, sagte Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank in einem ersten Kommentar. Die bisherigen Prognosen seien bestätigt worden. Die Aktie bröckelte um 0,97 Prozent ab./fat/das

29.01.2015

Aktien Frankfurt Eröffnung: Wall Street lastet auf Dax - Deutsche Bank stützt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwache Vorgaben aus Übersee und die Unsicherheiten um Griechenland haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zum Handelsstart nach unten gezogen. Positiv aufgenommene Geschäftsberichte der Deutschen Bank und des Halbleiter-Konzerns Infineon hielten die Abschläge aber in Grenzen.

Der Dax fiel im frühen Handel um 0,38 Prozent um 10 670,24 Punkte. Der Leitindex blieb damit aber in Lauerstellung unter seinem jüngst erreichten Allzeithoch bei 10 810 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Konzerne ging es am Morgen um 0,68 Prozent auf 18 592,96 Punkte runter. Der TecDax verlor 0,36 Prozent auf 1493,62 Punkte. Der EuroStoxx-50-Index fiel um 0,60 Prozent zurück.

Der Wall Street hatten am Vortag die fortgesetzte Talfahrt der Ölpreise und Aussagen der US-Notenbank Fed zugesetzt. Auch die asiatischen Börsen lagen am Donnerstag im Minus. Nach der Bildung einer Links-Rechts-Regierung in Griechenland sorgten sich zudem einige Börsianer vor neuer Instabilität in Europa, sagten Händler./fat/das

29.01.2015

Aktien Frankfurt Ausblick: Wall Street belastet den Dax - Deutsche Bank erfreut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwache Vorgaben aus Übersee und die Unsicherheiten um Griechenland belasten am Donnerstag zum Handelsstart den deutschen Aktienmarkt . In den USA hatte zuvor die fortgesetzte Talfahrt der Ölpreise und Aussagen der US-Notenbank Fed der Wall Street zugesetzt. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 1,25 Prozent seit Xetra-Schluss. Nach der Bildung einer Links-Rechts-Regierung in Griechenland sorgten sich zudem einige Börsianer vor neuer Instabilität in Europa, sagten Händler.

Der X-Dax stand knapp eine Stunde vor Handelsstart bei 10 610 Punkten und damit fast 1 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Vortag. Das Barometer gibt den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex an. Der Dax bleibt dennoch in Lauerstellung unter seinem jüngst erreichten Rekordhoch bei 10 810 Punkten. Die europäischen Börsen werden am Morgen ebenfalls schwächer erwartet.

BERICHTSSAISON KOMMT IN FAHRT

Für eine positive Überraschung von Unternehmensseite hat am Morgen die Deutsche Bank gesorgt, die einen Gewinn im Schlussquartal ausweisen konnte. Sie schnitt aber auch bei den Erträgen ab besser als von Analysten erwartet. Die Zahlen seien auf den ersten Blick sehr gut ausgefallen - es spielten aber auch viele Sondereffekte eine Rolle, sagte ein Börsianer. So seien die Rechtskosten beispielsweise viel geringer ausgefallen als befürchtet. Positiv sei aber der gestiegene Buchwert und auch operativ sei der erste Eindruck gut. Die Aktie gewann vorbörslich fast dreieinhalb Prozent.

Infineon-Aktien profitierten ebenfalls von den vorgelegten Geschäftszahlen: Die Aktie legte bei Lang & Schwarz gegen den Trend etwas zu. Der Halbleiterhersteller hat seine Prognose erhöht. Das dürfte aber nach der zuletzt sehr guten Kursentwicklung die Aktien nicht mehr weiter antreiben, meinte ein Händler. Angesichts der eher unspektakulären Zahlen rechnet er mit Gewinnmitnahmen, zumal eine reduzierte Prognose vom US-Wettbewerber Qualcomm die Laune belasten sollte.

WACKER ERFREUT EBENFALLS

Wacker Chemie hielten sich vorbörslich nach der Bekanntgaben von Geschäftszahlen ebenfalls etwas besser als der Markt. Die Eckdaten des vierten Quartals hätten seine Prognosen übertroffen, schrieb Analyst Peter Spengler. Einen ersten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gebe es allerdings nicht vor Mitte März.

Aus dem TecDax hat Jenoptik seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegt. Der Technologiekonzern hat die Erwartungen genau getroffen, sagte Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank in einem ersten Kommentar. Die bisherigen Prognosen seien bestätigt worden. Die Aktie bröckelte vorbörslich mit dem Markt etwas ab./fat/das

28.01.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwacher Ölpreis und Fed-Aussagen belasten

NEW YORK (dpa-AFX) -Die fortgesetzte Talfahrt der Ölpreise und Aussagen der US-Notenbank Fed haben den US-Börsen am Mittwoch zugesetzt. An der Nasdaq halfen selbst die traumhaften Quartalszahlen des Schwergewichts Apple nicht, um die Stimmung zu retten.

Der Dow Jones Industrial schloss den zweiten Tag in Folge mit kräftigen Verlusten. Nach einem Minus von 1,7 Prozent am Vortag gab der US-Leitindex nun um weitere 1,13 Prozent nach und fiel damit auf 17 191,37 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 1,35 Prozent auf 2002,16 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 drehte rund eine halbe Stunde vor Handelsende in die Verlustzone und beendete den Mittwoch mit einem Abschlag von 0,60 Prozent bei 4140,38 Punkten.

WTI-ÖLPREIS DEUTLICH UNTER 45 DOLLAR

Händler verwiesen für die Talfahrt an den US-Börsen auf den kräftigen Ölpreisrückgang im Handelsverlauf. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,89 Dollar auf 44,34 Dollar. Es mangele an Hinweisen auf eine Produktionskürzung durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), hieß es. In den USA stiegen die Ölvorräte zudem auf einen Rekordstand. Das setzte den Ölaktien im Dow kräftig zu: Chevron büßten am Indexende 4,20 Prozent ein und ExxonMobil verloren 3,30 Prozent.

Mit Blick auf die Fed-Zinsaussagen an diesem Tag wurde vor allem darauf verwiesen, dass erstmals auch internationale Risiken für die US-Wirtschaft betont worden seien. "Einziges Sandkorn in den Fed-Aussagen war, dass nun auch die internationalen Entwicklungen in die Liste der Faktoren aufgenommen wurden, die sich auf den Zeitpunkt für eine Normalisierung der Zinspolitik auswirken könnten", sagte etwa die volkswirtschaftliche US-Expertin der Societe Generale, Aneta Markowska.

Ansonsten hatte die Fed erneut betont, dass der geldpolitische Ausschuss "geduldig" bei der Normalisierung des Leitzinses vorgehen könne. Gestrichen worden war allerdings der Zusatz, dass die Zinsen noch für "eine beträchtliche Zeit" nach den im Oktober 2014 ausgelaufenen Anleihekäufen nahe Null liegen werden.

APPLE MIT FULMINANTEM MILLIARDEN-GEWINN

Mit Blick auf die US-Unternehmenslandschaft war das Hauptgesprächsthema der fulminante Milliardengewinn des IT-Konzerns Apple : 18 Milliarden US-Dollar hatte der iPhone-Hersteller unter dem Strich in nur drei Monaten erzielt. Das hat bisher noch kein Unternehmen geschafft. Vor allem das iPhone fand reißenden Absatz, besonders überraschte hier auch der Erfolg in China. Kein Wunder, dass die Aktien an die Spitze des Nasdaq 100 sprangen und dort um 5,65 Prozent auf 115,31 Dollar zulegten. Zeitweise waren sie sogar bis auf 118,12 Dollar hochgesprungen, womit weniger als 2 Dollar bis zum letzten Rekordhoch Ende November fehlten.

Einen starken Kursausreißer gab es auch in den Reihen der klassischen Standardwerte, und zwar bei den Papieren von US Steel , die um knapp 11 Prozent nach oben sprangen. Am Dienstagabend hatte der Stahlkonzern mit seinen Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal die Markterwartungen übertroffen.

BOEING-AKTIE AUF 12-MONATSHOCH NACH REKORDJAHR

Gleiches gilt für den Flugzeugbauer Boeing , der nach einem Rekordjahr neue Höhen anvisiert. Für die Aktie ging es ebenfalls deutlich nach oben - an der Dow-Spitze legte sie um 5,40 Prozent zu und erreichte den höchsten Stand seit einem Jahr. Die Titel von AT&T drehten im schwachen Gesamtmarkt ins Minus und verloren 0,40 Prozent. Der Telekomkonzern hatte bei Umsatz und auch beim bereinigten Gewinn je Aktie ebenfalls die Markterwartungen übertroffen - trotz der Lockangebote für neue Vertragsabschlüsse.

Der Quartalsbericht des Autobauers Fiat Chrysler konnte die Anleger ebenfalls nicht inspirieren. Die Papiere gaben um 2,20 Prozent nach. Der im Herbst zum transatlantischen Branchenriesen fusionierte Konzern hatte im vierten Quartal zwar seinen Umsatz gesteigert, doch der Gewinn war kräftig von 1,3 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf 420 Millionen Euro abgesackt./ck/he

28.01.2015

Aktien New York Schluss: Schwacher Ölpreis und Fed-Aussagen belasten

NEW YORK (dpa-AFX) -Die fortgesetzte Talfahrt der Ölpreise und Aussagen der US-Notenbank Fed haben den US-Börsen am Mittwoch zugesetzt. An der Nasdaq halfen selbst die traumhaften Quartalszahlen des Schwergewichts Apple nicht, um die Stimmung zu retten.

Der Dow Jones Industrial schloss den zweiten Tag in Folge mit kräftigen Verlusten. Nach einem Minus von 1,7 Prozent am Vortag gab der US-Leitindex nun um weitere 1,13 Prozent nach und fiel damit auf 17 191,37 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 1,35 Prozent auf 2002,16 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 drehte rund eine halbe Stunde vor Handelsende in die Verlustzone und beendete den Mittwoch mit einem Abschlag von 0,60 Prozent bei 4140,38 Punkten.

Händler verwiesen für die Talfahrt an den US-Börsen auf den kräftigen Ölpreisrückgang im Handelsverlauf. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,89 Dollar auf 44,34 Dollar. Es mangele an Hinweisen auf eine Produktionskürzung durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), hieß es. In den USA stiegen die Ölvorräte zudem auf einen Rekordstand.

Mit Blick auf die Fed-Zinsaussagen an diesem Tag wurde vor allem darauf verwiesen, dass erstmals auch internationale Risiken für die US-Wirtschaft betont worden seien. "Einziges Sandkorn in den Fed-Aussagen war, dass nun auch die internationalen Entwicklungen in die Liste der Faktoren aufgenommen wurden, die sich auf den Zeitpunkt für eine Normalisierung der Zinspolitik auswirken könnten", sagte etwa die volkswirtschaftliche US-Expertin der Societe Generale, Aneta Markowska.

Ansonsten hatte die Fed erneut betont, dass der geldpolitische Ausschuss "geduldig" bei der Normalisierung des Leitzinses vorgehen könne. Gestrichen worden war allerdings der Zusatz, dass die Zinsen noch für "eine beträchtliche Zeit" nach den im Oktober 2014 ausgelaufenen Anleihekäufen nahe Null liegen werden./ck/he

28.01.2015

Aktien New York: Dow nach Fed-Aussagen im Minus - Nasdaq dank Apple im Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aussagen der US-Notenbank Fed haben der Wall Street am Mittwoch nur kurzzeitig Aufwärtsimpulse beschert. Dann ging es leicht abwärts. Die weiter freundliche Stimmung an der technologielastigen Nasdaq-Börse war vor allem den traumhaften Quartalszahlen von Apple zu verdanken.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schwankte nach den Fed-Aussagen und gab zuletzt um 0,20 Prozent auf 17 352,92 Punkte nach. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,40 Prozent auf 2021,38 Punkte. Die weiter ruhige Hand der Fed in Sachen Zinserhöhung trat in den Hintergrund. Der Fokus richtete sich zunehmend darauf, dass ein Zusatz gestrichen worden war. Zuletzt hatte es noch geheißen, dass die Zinsen für "eine beträchtliche Zeit" nach den im vergangenen Oktober ausgelaufenen Anleihekäufen nahe Null liegen werden. Diese Aussage fehlte nun.

Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann nichtsdestotrotz 0,51 Prozent auf 4186,83 Punkte. Auftrieb gab vor allem der fulminante Milliardengewinn des IT-Konzerns Apple : 18 Milliarden US-Dollar hatte der iPhone-Hersteller unter dem Strich in nur drei Monaten erzielt. Das hat bisher noch kein Unternehmen geschafft. Vor allem das iPhone fand reißenden Absatz, besonders überraschte hier auch der Erfolg in China. Kein Wunder, dass die Aktien an die Spitze des Nasdaq 100 sprangen und dort um 7,35 Prozent auf 117,16 US-Dollar zulegten. Damit fehlten nur etwas mehr als 2 Dollar bis zum letzten Rekordhoch Ende November.

Einen starken Kursausreißer gab es auch in den Reihen der klassischen Standardwerte und zwar bei den Papieren von US Steel , die um etwas mehr als 12 Prozent nach oben sprangen. Am Dienstagabend hatte der Stahlkonzern mit seinen Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal die Markterwartungen übertroffen.

Gleiches gilt für den Flugzeugbauer Boeing , der nach einem Rekordjahr neue Höhen anvisiert. Für die Aktie ging es ebenfalls deutlich nach oben - an der Dow-Spitze legte sie um 6,42 Prozent zu. AT&T gewannen im US-Leitindex dagegen nur 0,24 Prozent. Der Telekomkonzern hatte bei Umsatz und auch beim bereinigten Gewinn je Aktie ebenfalls die Markterwartungen übertroffen - trotz der Lockangebote für neue Vertragsabschlüsse.

Der Quartalsbericht des Autobauers Fiat Chrysler konnte die Anleger ebenfalls nicht inspirieren. Die Papiere gaben um 0,08 Prozent nach. Der im Herbst zum transatlantischen Branchenriesen fusionierte Konzern hatte im vierten Quartal zwar seinen Umsatz gesteigert, doch der Gewinn war kräftig von 1,3 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf 420 Millionen Euro abgesackt.

Yahoo legten um 0,83 Prozent zu. Die Aussicht auf einen steuerfreien Milliarden-Erlös für die Aktionäre stützte. Der Internetkonzern will seine knapp 40 Milliarden Dollar schwere Beteiligung am chinesischen Online-Handelsriesen Alibaba zugunsten seiner Anteilseigner steuerfrei stellen. Zu dem Zweck soll der Anteil in Höhe von 15 Prozent nach Ablauf der Haltefrist im vierten Quartal als eigenständige Investmentgesellschaft namens SpinCo an die Börse gebracht werden./ck/he

28.01.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach Berg- und Talfahrt im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Positiven Nachrichten von Apple und anderen US-Konzernen stand die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in Griechenland gegenüber.

Zum Börsenschluss stand der deutsche Leitindex 0,78 Prozent im Plus bei 10 710,97 Punkten. Damit knüpfte er wieder an seinen vortags unterbrochenen Höhenflug an - zum Rekordstand fehlen ihm allerdings noch rund 100 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verabschiedete sich 0,63 Prozent fester bei 18 719 Punkten und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,43 Prozent auf 1499,06 Punkte.

UNSICHERHEIT WEGEN GRIECHENLAND VERSUS APPLE-REKORDZAHLEN

Die ersten Amtshandlungen der neuen griechischen Regierung drückten etwas auf die Stimmung. Erklärtes Ziel des linken Regierungschefs Alexis Tsipras ist es, die Sparmaßnahmen aufzuweichen. So sollen Tausende entlassene Staatsbedienstete wieder eingestellt werden. Die Börse in Athen rutschte bis zum Nachmittag um fast 9 Prozent ab. Besonders hart traf es die Banken des Landes.

Zudem warteten die Anleger auf die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) über ihren geldpolitischen Kurs am Abend. Dagegen stützten positive Nachrichten von der Wall Street den deutschen Aktienmarkt: Rekordverkäufe beim iPhone-Hersteller Apple, gute Zahlen vom Stahlkocher US Steel und auch vom Telekomkonzern AT&T sowie das Internet-Urgestein Yahoo mit einem Milliardengeschenk an seine Aktionäre.

GEWINNÜBERRASCHUNG BEFLÜGELT LANXESS

Im Dax sorgte Lanxess mit vorläufigen Aussagen zum Schlussquartal 2014 für Furore. Die Aktien schossen mit einem Kursgewinn von 7,62 Prozent an die Indexspitze, nachdem der Spezialchemiekonzern einen überraschend deutlichen operativen Gewinnanstieg berichtet hatte. Im Sog dieser Entwicklung gewannen die Papiere des MDax-Rivalen Evonik 3,69 Prozent.

Gute Stimmung herrschte auch bei den Infineon -Aktionären. Die Papiere des Halbleiterherstellers profitierten mit einem Anstieg von 3,06 Prozent vom rekordhohen Quartalsgewinn des iPhone-Herstellers Apple. Zudem präsentierte der Infineon-Branchenkollege STMicrosystems erfreuliche Geschäftszahlen.

BANKEN WEITER UNTER DRUCK - ROHSTOFFTITEL GESUCHT

Dagegen setzten Commerzbank und Deutsche Bank mit Kursverlusten von 3,08 und 0,85 Prozent ihre Talfahrt fort. Hier belastete der Absturz der griechischen Finanzmärkte. Zudem dürfte die Deutsche Bank Experten zufolge am morgigen Donnerstag wegen weiterer Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten erneut rote Zahlen präsentieren.

Zu den Favoriten bei den mittelgroßen Unternehmen gehörten der Stahlkonzern Salzgitter und der Kupferproduzent Aurubis , deren Aktien um 3,56 beziehungsweise 3,21 Prozent vorrückten. Neben den positiven Trends im Rohstoffsektor stützten gute Resultate des amerikanischen Stahlkonzerns US Steel.

SOFTWARE AG PROFITIERT VON ZUKUNFTSHOFFNUNG

Die Titel der Software AG wurden nur anfangs von der Bilanzvorlage belastet, schossen dann aber um bis zu fast 7 Prozent nach oben. Zum Handelsschluss behaupteten die Papiere der Darmstädter im TecDax ein Plus von 2,34 Prozent. Analysten bemängelten zwar das schwache Abschneiden des Hoffnungsträgers Integrationssoftware, setzen jedoch auf Fortschritte in der Zukunft.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,32 (Vortag: 0,33) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 139,98 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,34 Prozent auf 158,74 Punkte hoch. Der Euro notierte bei 1,1343 US-Dollar Zuvor hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,1344 (1,1306) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8815 (0,8845) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

28.01.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach Berg- und Talfahrt im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Positiven Nachrichten von Apple und anderen US-Konzernen stand die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in Griechenland gegenüber.

Zum Börsenschluss stand der deutsche Leitindex 0,78 Prozent im Plus bei 10 710,97 Punkten. Damit knüpfte er wieder an seinen vortags unterbrochenen Höhenflug an - zum Rekordstand fehlen ihm allerdings noch rund 100 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verabschiedete sich 0,63 Prozent fester bei 18 719 Punkten und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,43 Prozent auf 1499,06 Punkte./gl/he

28.01.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Dow kaum verändert - Nasdaq steigt dank Apple

NEW YORK (dpa-AFX) - Vor der Entscheidung der US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch wächst die Nervosität. Anleger rechnen zwar mit einer anhaltend lockeren Geldpolitik, doch mit Engagements am US-Aktienmarkt halten sich die meisten inzwischen lieber zurück. Nur an der Nasdaq überwiegt noch die Euphorie nach dem traumhaften Quartalsgewinn von Apple.

An der Wall Street gab der US-Leitindex Dow Jones Industrial am Mittwoch seine frühen Gewinne wieder ab und trat mit minus 0,01 Prozent bei 17 385,55 Punkten auf der Stelle. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,17 Prozent auf 2026,16 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 hingegen konnte sich im Plus halten. Er rückte um 0,50 Prozent auf 4186,23 Punkte vor.

Zur Sitzung der Fed rund zwei Stunden vor Handelsende werden die Währungshüter nach einhelliger Meinung von Experten den Kurs ihrer Geldpolitik beibehalten und an der faktischen Nullzinspolitik festhalten. Laut der Dekabank wird die US-Notenbank außerdem ihre letzte Version des Niedrigzinsversprechens ("Forward Guidance") nicht verändern.

Der IT-Konzern Apple begeisterte seine Aktionäre mit traumhaften Zahlen: 18 Milliarden US-Dollar Gewinn hatte der iPhone-Hersteller in nur drei Monaten erzielt. Das hat bisher noch kein Unternehmen geschafft. Kein Wunder, dass die Aktien an die Spitze des Nasdaq 100 sprangen und dort um 8,07 Prozent auf 117,95 US-Dollar zulegten. Damit fehlten weniger als 2 Dollar bis zum letzten Rekordhoch Ende November.

Yahoo legten um 2,21 Prozent zu. Die Aussicht auf einen steuerfreien Milliarden-Erlös für die Aktionäre gab Auftrieb. Der Internetkonzern will seine knapp 40 Milliarden Dollar schwere Beteiligung am chinesischen Online-Handelsriesen Alibaba zugunsten seiner Anteilseigner steuerfrei stellen. Zu dem Zweck soll der Anteil in Höhe von 15 Prozent nach Ablauf der Haltefrist im vierten Quartal als eigenständige Investmentgesellschaft namens SpinCo an die Börse gebracht werden.

Einen starken Kursausreißer gab es auch in den Reihen der klassischen Standardwerte und zwar bei den Papieren von US Steel , die um etwas mehr als 10 Prozent nach oben sprangen. Am Dienstagabend hatte der Stahlkonzern mit seinen Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal die Markterwartungen übertroffen.

Gleiches gilt für den Flugzeugbauer Boeing , der sich nach einem Rekord im vergangenen Jahr zu neuen Höhen aufschwingt. Für die Aktie ging es ebenfalls deutlich nach oben - an der Dow-Spitze legte sie um 4,54 Prozent zu. AT&T belegten den dritten Platz im US-Leitindex mit plus 1,05 Prozent. Der amerikanische Telekomriese hatte ebenfalls die Erwartungen am Markt übertroffen. Umsatz und auch der bereinigte Gewinn je Aktie überzeugten - trotz der Lockangebote für neue Vertragsabschlüsse./ck/he

28.01.2015

Aktien New York: Freundlich - Vertrauen in Fed und Apple-Rekordgewinn treiben

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger setzen weiter auf eine ruhige Hand der US-Notenbank Fed: Im Vertrauen auf eine anhaltend lockere Geldpolitik machte der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial am Mittwoch einen Teil seiner Vortagesverluste wieder wett und gewann im frühen Handel 0,42 Prozent auf 17 460,07 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index rückte um 0,50 Prozent auf 2039,69 Punkte vor.

Gestützt wurde die Zuversicht der Börsianer auch von zahlreichen stark ausgefallenen Quartalsberichten. Apple gelang es an der Börse Nasdaq sogar, dank eines Rekordgewinns im Weihnachtsgeschäft, für Euphorie zu sorgen. Der Auswahlindex Nasdaq 100 sprang um 1,44 Prozent auf 4225,41 Punkte hoch.

Zur Sitzung der Fed rund zwei Stunden vor Handelsende werden die Währungshüter nach einhelliger Meinung von Experten den Kurs ihrer Geldpolitik beibehalten und an der faktischen Nullzinspolitik festhalten. Laut der Dekabank wird die US-Notenbank außerdem ihre letzte Version des Niedrigzinsversprechens ("Forward Guidance") nicht verändern./ck/jha/

29.01.2015

ROUNDUP: Winter treibt Arbeitslosigkeit über Drei-Millionen-Marke

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Winter hat die Arbeitslosigkeit in Deutschland über die Marke von drei Millionen getrieben. Im Januar waren 3,032 Millionen Menschen ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Das sind 268 000 mehr als im Dezember, aber 104 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 7,0 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt knüpft an die gute Entwicklung des letzten Jahres an. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar hat vor allem jahreszeitliche Gründe", erläuterte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Eine Zunahme sei im Zuge der Winterpause üblich; auf vielen Baustellen etwa ruht bei Kälte und Frost die Arbeit. Das Plus fiel in diesem Januar aber geringer aus als in den vergangenen Jahren.

Dass der Anstieg nicht an der Konjunktur liegt, zeigen auch die saisonbereinigten Zahlen: Demnach sank die um jahreszeitliche Einflüsse geklärte Arbeitslosigkeit um 9000 auf 2,836 Millionen. Im Westen Deutschlands ging sie um 5000 zurück, im Osten sank sie um 4000.

Zugleich stiegen Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt weiter an. Nach den jüngsten Daten vom Dezember legte die Erwerbstätigkeit um 22 000 auf 42,87 Millionen zu. Das ist ein Plus um 404 000 im Vergleich zum Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte im November um 45 000 zu. Die Zahl der Menschen mit einem regulären Job lag in der Folge mit 30,69 Millionen gegenüber dem Vorjahr um 539 000 im Plus.

Und die Unternehmen stellen weiter ein: Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich inzwischen auf Rekordniveau. Im Januar waren 485 000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 60 000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind derzeit Mitarbeiter in Verkauf, Verkehr und Logistik. Auch in den Bereichen Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Metalltechnik sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnik besteht hoher Bedarf - ebenso in den Gesundheitsberufen./eri/DP/das

29.01.2015

BA-Chef Weise: Mindestlohn wirkt sich bislang nicht negativ aus

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht derzeit noch keine Auswirkungen des zum Jahresanfang eingeführten Mindestlohns auf den deutschen Arbeitsmarkt. "Für eine erste Zwischenbilanz ist es aber ohnehin zu früh", sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise am Donnerstag in Nürnberg. "Wir sind mit dem Mindestlohn Gott sei Dank in einer guten Konjunktur gestartet. Diese Konjunktur hilft, dass der Mindestlohn auch dank kluger Ausnahme- und Übergangsregelungen im Moment kein Risiko für den Arbeitsmarkt darstellt." Allerdings beobachte die Bundesagentur vorsorglich Branchen, bei denen der Mindestlohn Einfluss auf die Beschäftigung haben könnte. Als Beispiele nannte Weise das Taxigewerbe und Paketdienste./kts/rbe/DP/zb

29.01.2015

Eurozone: Geschäftsklima zum Jahresauftakt besser als erwartet

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Das Geschäftsklima in der Eurozone ist zu Beginn des Jahres etwas besser ausgefallen als erwartet. Der Business Climate Indicator (BCI) stieg im Januar um 0,01 Punkte auf 0,16 Zähler, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten nur mit 0,12 Punkten gerechnet. Die Kommission revidierte den Wert aus dem Vormonat deutlich von zunächst 0,04 Punkte auf 0,15 Zähler nach oben. Im September hatte der Wert bei 0,07 Punkten noch den niedrigsten Stand seit Oktober 2013 erreicht./jkr/bgf

29.01.2015

Eurozone: Wirtschaftsstimmung hellt sich auf

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Januar leicht aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg um 0,6 Punkte auf 101,2 Zähler, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten mit einem etwas stärkeren Anstieg auf 101,6 Punkte gerechnet. Die Entwicklung in den Wirtschaftsbereichen fiel uneinheitlich aus: In der Industrie, unter Verbrauchern und im Einzelhandel war die Stimmung besser. Bei Dienstleistern und in der Baubranchen lief es etwas schlechter.

^Die Daten im Überblick:

Januar Prognose Vormonat

ESI 101,2 101,6 100,6

Industrievertrauen -5,0 -4,5 -5,2

Dienstleistervertrauen 4,8 6,0 5,6

Verbrauchervertrauen* -8,5* --- -10,9

Einzelhandelsvertrauen -3,6 --- -5,2

Bausektorvertrauen -26,5 --- -25,2°

*Bereits veröffentlicht

/bgf/jkr

29.01.2015

Verfassungsrichter Mattarella Favorit bei Präsidentenwahl in Italien

ROM (dpa-AFX) - Der Verfassungsrichter Sergio Mattarella geht als Favorit in die Wahl eines neuen Präsidenten in Italien. Ministerpräsident Matteo Renzi unterstütze den ehemaligen Verteidigungsminister und versuche, dazu die Rückendeckung seiner sozialdemokratischen Partei PD zu bekommen, berichteten die Nachrichtenagentur Ansa und andere italienischen Medien übereinstimmend. Allerdings wehre sich Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi von der konservativen Forza Italia gegen die Kandidatur des 73-jährigen Mattarellas.

Am Donnerstagnachmittag beginnt in Rom die Wahl des Staatsoberhauptes. Mehr als 1000 Repräsentanten des Abgeordnetenhauses, des Senats und der Regionen müssen sich auf einen Nachfolger von Giorgio Napolitano einigen, der vor zwei Wochen aus Altersgründen zurückgetreten war. Ein Ergebnis wird allerdings erst am Samstag erwartet./reu/DP/zb

29.01.2015

UKRAINE/Erler: Debatte über weitere Russland-Sanktionen unausweichlich

BERLIN (dpa-AFX) - Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, hält eine Debatte über weitere Sanktionen gegen Russland für unausweichlich. Das russische Vorgehen im Ukraine-Konflikt zwinge dazu, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im WDR. Moskau habe sich mehrfach nicht an Vereinbarungen gehalten. "Darauf kann man nicht mit einem Auslaufen der Sanktionen antworten, die ja den Zweck hatten, Druck auszuüben auf Russland."

Die Außenminister der EU-Staaten wollen am Nachmittag (15.00 Uhr) über mögliche neue Strafmaßnahmen gegen Moskau beraten. Mit Spannung wird vor allem erwartet, ob Russland wegen seiner Unterstützung für die Separatisten im Osten der Ukraine zusätzliche Wirtschaftssanktionen befürchten muss. SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat sich gegen eine Verschärfung der Strafmaßnahmen gegen Russland zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen./wn/DP/zb

29.01.2015

EZB: Geldmenge wächst stärker - Kreditvergabe schrumpft weniger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hoffnungsschimmer für die schwache Euroraum-Konjunktur: Das Wachstum der Geldmenge in der Wirtschaft zieht langsam an, die Kreditvergabe der Banken schrumpft weniger stark. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, stieg die breit gefasste Geldmenge M3 im Dezember um 3,6 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit November 2012. Er fiel höher aus als Bankvolkswirte erwartet hatten.

In den drei Monaten bis Dezember erhöhte sich die Geldmenge M3 um 3,1 Prozent, nach 2,7 Prozent im vorhergehenden Zeitraum. Die enger gefasste Geldmenge M1, die als vorlaufender Konjunkturindikator gilt, stieg im Dezember mit 7,8 Prozent deutlich stärker als im Vormonat (6,9 Prozent).

Die Kreditvergabe der Banken im Euroraum bleibt zwar schwach, sie sinkt aber immer weniger. Im Dezember lag sie 0,5 Prozent tiefer als vor einem Jahr. In den beiden Vormonaten war die Kreditvergabe um 0,9 (November) und 1,1 Prozent (Oktober) geschrumpft. Die schwache Kreditvergabe ist ein Grund für die extrem lockere Geldpolitik der EZB./bgf/jkr

29.01.2015

Deutschland: Arbeitslosenzahl steigt auf 3,032 Millionen

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um 268 000 auf 3,032 Millionen gestiegen. Das sind 104 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Punkte auf 7,0 Prozent.

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Januar um 9000 auf 2,836 Millionen. Volkswirte hatten einen Rückgang um 10 000 erwartet. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl ging im Westen Deutschlands um 5000 zurück, im Osten sank sie um 4000.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: "Der Arbeitsmarkt knüpft an die gute Entwicklung des letzten Jahres an. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar hat vor allem jahreszeitliche Gründe." Eine Zunahme sei im Zuge der Winterpause üblich, das Plus fiel in diesem Januar aber geringer aus als in den vergangenen Jahren./kts/eri/DP/jkr

29.01.2015

Zins für 30-jährige Bundesanleihe fällt erstmals unter ein Prozent

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine absehbare neue Geldschwemme im Euroraum und politische Risiken treiben die Zinsen für deutsche Bundesanleihen auf immer neue Tiefstände. Am Donnerstag fiel die Rendite für 30-jährige Anleihen des Bundes erstmals unter die Marke von einem Prozent. Am Morgen sank der Effektivzins im freien Handel bis auf 0,988 Prozent - ein Rekordtief.

Zum Vergleich: Vor der Finanz- und Schuldenkrise erhielten Anleger in dieser extrem langen Laufzeit zumeist Zinsen von etwa fünf Prozent. Bundeswertpapiere mit Laufzeiten von bis zu fünf Jahren werfen keine Zinsen mehr ab, ihre Rendite ist negativ. Anleger müssen unter dem Strich also drauflegen.

Neben Deutschland liegt der 30-Jahre-Zins in der Schweiz, in Dänemark und Finnland unter der Nulllinie. Selbst dreißigjährige Staatsanleihen des wirtschaftlichen Dauerpatienten Japan werfen mehr als ein Prozent ab. In Ländern mit einer aktuell sehr robusten Konjunktur wie den USA oder Großbritannien liegen die Langfristzinsen deutlich höher. Dort werden in absehbarer Zeit Zinserhöhungen der Notenbanken erwartet.

Ausschlaggebend für den Sturzflug der Renditen im Euroraum ist vor allem die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Um sich gegen die Wachstums- und Inflationsschwäche im Euroraum zu stemmen, will die Notenbank ab März Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Euro je Monat erwerben. Die Geldschwemme von insgesamt mehr als einer Billion Euro erhöht die Kurse der Staatspapiere und reduziert im Gegenzug ihre Renditen.

Hinzu kommt die abermalige Ungewissheit über den Fortgang der Griechenlandkrise. Nachdem die reformkritische Syriza-Partei die Regierung übernommen hat, steht die weitere Finanzierung des Landes durch die internationalen Geldgeber in Frage. Das treibt Anleger zunehmende in als sicher empfundene Anlagen wie Bundesanleihen./bgf/jkr

29.01.2015

Untersuchungsausschuss zu Steuermodellen in Luxemburg rückt näher

HAMBURG/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach der Aufdeckung umstrittener Steuervorteile für Unternehmen in Luxemburg will EU-Parlamentspräsident Martin Schulz Anfang Februar die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses auf den Weg bringen. Entsprechende Verfahrensschritte werde er auf der nächsten Sitzung der Fraktionschefs am 5. Februar einleiten, sagte Schulz der Internetseite "Spiegel Online".

Zunächst müssen die Fraktionsvorsitzenden darüber entscheiden, ob der Ausschuss zustandekommt, anschließend das Plenum. Sanktionen kann ein solcher Ausschuss nicht aussprechen.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker steht unter Druck, nachdem die Steuermodelle seines Heimatlandes Luxemburg im Herbst öffentlich geworden waren. Er war dort lange Regierungschef. Als Präsident der EU-Kommission hat er Steuersparmodellen den Kampf angesagt.

"Ich habe Jean-Claude Juncker gesagt: Das ist keine Frage der Freundschaft Juncker-Schulz", sagte Schulz dem Internetportal weiter. "Wenn er es ernst meint, dass wir die Steuerflucht bekämpfen müssen, dann ist die Kommission gut beraten, mit diesem Ausschuss eng zusammenzuarbeiten."/seb/DP/zb

28.01.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Apple begeistert nicht nur Kunden, sondern auch seine Anleger

(neu: Schlusskurse)

NEW YORK (dpa-AFX) - Apple begeistert nicht nur seine Kunden, sondern auch seine Anleger: Mit traumhaften Verkaufszahlen für seine Smartphones und einem Quartalsgewinn in zweistelliger Milliardenhöhe, wie ihn in dieser Höhe bisher noch kein Unternehmen einheimsen konnte, sorgte der IT-Konzern am Mittwoch wieder für Euphorie an der technologielastigen Börse Nasdaq.

Zeitweise sprangen die Aktien des Herstellers von iPhone, iPad und Mac bis auf 118,12 US-Dollar hoch. Damit fehlten weniger als 2 Dollar bis zum letzten Rekordhoch Ende November 2014. Zum Handelsschluss gewannen die Titel an der Spitze des schwächelnden Nasdaq 100 5,65 Prozent auf 115,31 Dollar.

Große Kurssprünge nach oben hatte es in der jüngsten Vergangenheit kaum gegeben. Vielmehr war es nach dem Tod des legendären Firmengründers Steve Jobs im Oktober 2011 zeitweise deutlich abwärts gegangen mit der Apple-Aktie. Der neue Vorstandschef Tim Cook, dem Kritiker unter anderem mangelnden Innovationsgeist vorgeworfen hatten, musste sich erst freischwimmen, was ihm nun gelungen zu sein scheint.

'DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG IST DER IPHONE-ERFOLG'

Mit fast 75 Millionen verkauften iPhones und einem Nettogewinn von 18 Milliarden Dollar "konnte Apple in seinem ersten Geschäftsquartal alle Erwartungen deutlich übertreffen", lobte Analyst Markus Friebel vom Analysehaus Independent Research. Begeistert schreibt auch Analyst Andy Perkins von der französischen Societe Generale: "Ein extrem starkes Zahlenwerk", das vor allem mit Blick auf China seine bereits hohen Absatzerwartungen für das iPhone noch übertroffen habe. "Der Schlüssel für Apples Erfolg ist mehr denn je der Erfolg des iPhones", hebt er hervor und sieht weiteres Potenzial vor allem durch das kräftige Absatzwachstum in China und den fortgesetzten Erfolg des App Store.

Enttäuscht hat im Weihnachtsquartal allerdings der Absatz von iPads, was SocGen-Analyst als Makel erwähnt. Bei den Tablets waren die Verkäufe im Jahresvergleich um 18 Prozent gesunken. Dabei ist Kollege Adnaan Ahmad von der Privatbank Berenberg überzeugt: "Das iPad hatte eine Chance zu glänzen", doch die sei verpasst worden. Der in die Länge gezogene Produkterneuerungszykus habe geschadet. Zudem sei es zur Kannibalisierung gekommen durch sogenannte Phablets, also besonders große internetfährige Mobiltelefone, sowie durch günstigere Android Tablets.

'ENORM STARKE VERKAUFSZAHLEN SIND TÜCKISCH'

Ahmad warnt zudem auch, dass der enorme Verkaufserfolg von Apple im abgelaufenen Quartal auch seine Tücken habe. Nun da die Kunden mit dem iPhone 6 und dem iPhone 6+ solch ein "offensichtlich tolles" Smartphone mit größerem Display und besseren Akkus hätten, dürfte die Neigung es gegen ein noch höherwertiges auszutauschen, geringer sein als im vorherigen Zyklus. "Das verheißt hinsichtlich des Absatzes nichts Gutes für Apples iPhone-Geschäft." Das kommende Geschäftsjahr 2015/16 könnte diesbezüglich "sehr tückisch" werden. Und wer daher etwa die Hoffnung in die neue Computeruhr von Apple setze, müsse bedenken: "Der Konzern müsste höllisch viele Apple Watches verkaufen, um den Umsatz auch nur stabil zu halten."/ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

28.01.2015

AKTIE IM FOKUS: Apple begeistert nicht nur Kunden, sondern auch seine Anleger

NEW YORK (dpa-AFX) - Apple begeistert nicht nur seine Kunden, sondern auch seine Anleger: Mit traumhaften Verkaufszahlen für seine Smartphones und einem Quartalsgewinn in zweistelliger Milliardenhöhe, wie ihn in dieser Höhe bisher noch kein Unternehmen einheimsen konnte, sorgte der IT-Konzern am Mittwoch wieder für Euphorie an der technologielastigen Börse Nasdaq.

Zeitweise sprangen die Aktien des Herstellers von iPhone, iPad und Mac bis auf 118,12 US-Dollar hoch. Damit fehlten weniger als 2 Dollar bis zum letzten Rekordhoch Ende November 2014. Zuletzt gewannen die Titel an der Spitze des Nasdaq 100 7,15 Prozent auf 116,95 Dollar. Der Auswahlindex der Nasdaq rückte zugleich um 0,88 Prozent vor.

Große Kurssprünge nach oben hatte es in der jüngsten Vergangenheit kaum gegeben. Vielmehr war es nach dem Tod des legendären Firmengründers Steve Jobs im Oktober 2011 zeitweise deutlich abwärts gegangen mit der Apple-Aktie. Der neue Vorstandschef Tim Cook, dem Kritiker unter anderem mangelnden Innovationsgeist vorgeworfen hatten, musste sich erst freischwimmen, was ihm nun gelungen zu sein scheint.

'DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG IST DER IPHONE-ERFOLG'

Mit fast 75 Millionen verkauften iPhones und einem Nettogewinn von 18 Milliarden Dollar "konnte Apple in seinem ersten Geschäftsquartal alle Erwartungen deutlich übertreffen", lobte Analyst Markus Friebel vom Analysehaus Independent Research. Begeistert schreibt auch Analyst Andy Perkins von der französischen Societe Generale: "Ein extrem starkes Zahlenwerk", das vor allem mit Blick auf China seine bereits hohen Absatzerwartungen für das iPhone noch übertroffen habe. "Der Schlüssel für Apples Erfolg ist mehr denn je der Erfolg des iPhones", hebt er hervor und sieht weiteres Potenzial vor allem durch das kräftige Absatzwachstum in China und den fortgesetzten Erfolg des App Store.

Enttäuscht hat im Weihnachtsquartal allerdings der Absatz von iPads, was SocGen-Analyst als Makel erwähnt. Bei den Tablets waren die Verkäufe im Jahresvergleich um 18 Prozent gesunken. Dabei ist Kollege Adnaan Ahmad von der Privatbank Berenberg überzeugt: "Das iPad hatte eine Chance zu glänzen", doch die sei verpasst worden. Der in die Länge gezogene Produkterneuerungszykus habe geschadet. Zudem sei es zur Kannibalisierung gekommen durch sogenannte Phablets, also besonders große internetfährige Mobiltelefone, sowie durch günstigere Android Tablets.

'ENORM STARKE VERKAUFSZAHLEN SIND TÜCKISCH'

Ahmad warnt zudem auch, dass der enorme Verkaufserfolg von Apple im abgelaufenen Quartal auch seine Tücken habe. Nun da die Kunden mit dem iPhone 6 und dem iPhone 6+ solch ein "offensichtlich tolles" Smartphone mit größerem Display und besseren Akkus hätten, dürfte die Neigung es gegen ein noch höherwertiges auszutauschen, geringer sein als im vorherigen Zyklus. "Das verheißt hinsichtlich des Absatzes nichts Gutes für Apples iPhone-Geschäft." Das kommende Geschäftsjahr 2015/16 könnte diesbezüglich "sehr tückisch" werden. Und wer daher etwa die Hoffnung in die neue Computeruhr von Apple setze, müsse bedenken: "Der Konzern müsste höllisch viele Apple Watches verkaufen, um den Umsatz auch nur stabil zu halten."/ck/he

28.01.2015

AKTIE IM FOKUS 2: Anleger setzen bei der Software AG auf die Zukunft

(neu: Analystenkommentar von Warburg Research, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Abschneiden der Software AG in einem schwiergen Jahr 2014 hat die Aktionäre am Mittwoch zunächst in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt. Schnell setzte sich aber eine positive Interpretation der Unternehmensaussagen durch. Analysten bemängelten zwar das schwache Abschneiden des Hoffnungsträgers Integrationssoftware (BPE), setzen jedoch auf Fortschritte in der Zukunft.

Nach einem anfänglichen Kursrutsch von knapp 5 Prozent zogen die Aktien um bis zu fast 7 Prozent an. Zum Handelsschluss notierten sie noch 2,34 Prozent höher bei 22,985 Euro, was eine überdurchschnittliche Entwicklung im TecDax bedeutete. Der Technologiewerte-Index ging mit Gewinnen von 1,43 Prozent aus dem Handel.

DATENBANKSPARTE RETTET DAS QUARTAL

Die angestammte Datenbank-Sparte (ETS) habe der Software AG das vierte Quartal gerettet, schrieb Analyst Mirko Maier von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Sie sei die "Cashcow" des Unternehmens, deren Lizenzerlöse seine Schätzungen deutlich übertroffen hätten. Dies und Kostensenkungen im Bereich BPE hätten für eine unerwartete Margenstärke gesorgt. Auch Andreas Wolf vom Analysehaus Warburg Research schrieb es der ETS-Sparte zu, dass das Unternehmen die Markterwartung beim Nettoergebnis erreicht hatte.

Das Datenbank-Geschäft verspricht wegen des technologischen Fortschritts bei Speicherlösungen allerdings kaum noch langfristiges Wachstum. Daher liegt das Augenmerk der Beobachter auf dem BPE-Geschäft, dessen Umsatz in diesem Jahr wieder um 6 bis 12 Prozent wachsen soll. Die Darmstädter bieten die Verzahnung unterschiedlicher Software bei Kunden an - profitieren also etwa von Fusionen, wenn die Computersysteme der beteiligten Gesellschaften zusammengeführt werden.

HOFFNUNGSTRÄGER INTERGATIONSSOFTWARE ENTTÄUSCHT

Wegen der BPE-Schwäche hätten die Erlöse im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2014 die Konsensschätzungen verfehlt, bemängelte Analyst Benedikt Orzelek von der Investmentbank Equinet. 2015 sollten sich die BPE-Produkte aber auszahlen. Zudem rechnet der Experte mit positiven Auswirkungen des schwachen Euro.

Der Software-Konzern will nach einem schwierigen Jahr vor allem seine Profitabilität verbessern. Für die kommenden fünf Jahre stellten Konzernchef Karl-Heinz Streibich und Finanzvorstand Arnd Zinnhardt eine deutlich höhere Gewinnmarge in Aussicht. Helfen sollen dabei Anstrengungen im Vertrieb und Marketing./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

28.01.2015

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley hebt Ziel für FMC auf 68 Euro - 'Equal-weight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für FMC angesichts des starken US-Dollar von 61 auf 68 Euro angehoben, jedoch die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Fundamental gebe es keinen Anlass, die Bewertung des Dialyse-Konzerns zu ändern, schrieb Analyst Michael Jungling in einer Studie vom Mittwoch. Zwar berichte die Fresenius-Tochter in US-Dollar, sodass das Ergebnis negativ von dem Währungskurs beeinflusst werde. Allerdings sei die Aktie in Euro denominiert und profitiere deshalb von der schwachen Gemeinschaftswährung./kkx/tav

28.01.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für Bayer auf 150 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Bayer angesichts eines Analystenwechsels von 110 auf 150 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der für Bayer nun zuständige Analyst Peter Verdult hob in einer Studie vom Mittwoch seine Gewinnprognosen bis 2019 an. Damit würden nun die Chancen und Risiken der geplanten Ausrichtung auf das Life-Science-Geschäft besser reflektiert. Die guten Aussichten für die Produktpipeline seien in den kommenden zwölf Monaten der wichtigste Treiber./tav/ajx

28.01.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup senkt Ziel für GfK auf 43,40 Euro - 'Buy'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für GfK von 46,00 auf 43,40 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Während der gesamte Mediensektor aktuell bereits hoch bewertet erscheine, gebe es für Anleger dennoch Gelegenheiten, schrieb Analyst Thomas Singlehurst in einer Branchenstudie vom Mittwoch. So hätten Aktien von Außenwerbespezialisten und frei empfangbaren Fernsehsendern noch Luft nach oben. Das reduzierte Kursziel für das Marktforschungsunternehmen Gfk begründete der Analyst mit gesunkenen Langfristprognosen sowie einem geänderten Bewertungsansatz./tav/ajx

28.01.2015

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse hebt Ziel für Deutsche Telekom auf 15,50 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für die Deutsche Telekom vor Zahlen von 13,00 auf 15,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Branche sollte sich im vierten Quartal 2014 weiter erholt haben, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts. Bei der Deutschen Telekom im Speziellen dürfte sich die Lage auf dem Heimatmarkt entspannt haben./kkx/das

28.01.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für RTL Group auf 80 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für RTL Group von 77 auf 80 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Während der gesamte Mediensektor aktuell bereits hoch bewertet erscheine, gebe es für Anleger dennoch Gelegenheiten, schrieb Analyst Thomas Singlehurst in einer Studie vom Mittwoch. So hätten Aktien von Außenwerbespezialisten und frei empfangbaren Fernsehsendern noch Luft nach oben. Das Kursziel für die RTL-Aktie steige wegen eines neuen Bewertungszeitraums. Das Chance-Risiko-Profil sei ausgewogen, hieß es zum neutralen Votum./tav/ajx

28.01.2015

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ziel für Hochtief auf 75 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Hochtief von 73 auf 75 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Restrukturierung des Baukonzerns werde weiteren Wert schaffen, schrieb Analyst Chris Moore in einer Studie vom Mittwoch. Der neue Vorstandschef Marcelino Fernandez Verdes vollziehe einen grundlegenden Wandel. Die Stärkung des Risikomanagements sowie der Abbau unnötiger Managementebenen sollten sich bereits 2015/2016 auszahlen./kkx/ajx

28.01.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup senkt ProSiebenSat.1 auf 'Sell' - Ziel hoch

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat ProSiebenSat.1 von "Neutral" auf "Sell" abgestuft, das Kursziel aber von 33,00 auf 37,50 Euro angehoben. Während der gesamte Mediensektor aktuell bereits hoch bewertet erscheine, gebe es für Anleger dennoch Gelegenheiten, schrieb Analyst Thomas Singlehurst in einer Studie vom Mittwoch. So hätten Aktien von Außenwerbespezialisten und frei empfangbaren Fernsehsendern noch Luft nach oben. Die ProSieben-Aktie sei aber bereits teuer, hieß es zur Abstufung. Zudem rechnet der Analyst mit sinkenden Margen. Das Kursziel steige wegen eines neuen Bewertungszeitraums./tav/ajx