dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

20.10.2014

Deutsche Anleihen: Fester - Konjunktursorgen stützen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Montag gestützt durch schwache Aktienmärkte fester tendiert. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum späten Nachmittag um 0,12 Prozent auf 150,83 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 0,86 Prozent.

Die Furcht vor einer weiteren konjunkturellen Abschwächung in der Eurozone dominiere die Märkte, sagten Händler. Die Risikoneigung an den Märkten habe zuletzt deutlich abgenommen. Unter Druck gerieten daher die meisten Staatsanleihen aus den Krisenländern der Eurozone.

Dass die Europäische Zentralbank am Montag mit dem Kauf von Covered Bonds begonnen hat, spielte am Staatsanleihemarkt kaum eine Rolle, da Präsident Mario Draghi den Beginn der Käufe für Mitte Oktober angekündigt hatte. In den USA standen am Nachmittag keine Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an./jsl/fr

20.10.2014

Ölpreise geben wieder nach

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag nach einer kurzen Stabilisierung wieder gefallen. Analysten hatten bereits gewarnt, dass die Gegenbewegung vom vergangenen Freitag wegen anhaltender Sorgen um das hohe Angebot nicht von Dauer sei könnte. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am späten Nachmittag 84,72 US-Dollar. Das waren 1,44 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im November sank um 84 Cent auf 81,91 Dollar.

Am Wochenende hatte es Hinweise gegeben, dass sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) möglicherweise doch gegen einen weiteren Preisverfall am Ölmarkt stemmen könnte. Beobachter warnten jedoch vor vorschnellen Schlüssen. "Noch befinden sich die Befürworter einer Produktionskürzung in einer kleinen Minderheit," kommentierten die Experten der Commerzbank. So habe Libyen das Öl-Kartell zwar zu einer Produktionskürzung gedrängt, das Land aber nicht zu einem eigenen Beitrag hierzu bereit. Auch die Golfanrainerstaaten ließen bislang wenig Bereitschaft zu einer Senkung erkennen. Eine Produktionskürzung der Opec daher sei fürs Erste wenig wahrscheinlich, so die Experten.

Der Preis für Opec-Rohöl hat wieder zugelegt. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 83,19 US-Dollar. Das waren 2,02 Dollar mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./fr/jsl

20.10.2014

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 27. Oktober 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag,

den 27. Oktober:

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DIENSTAG, DEN 21. OKTOBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

04:00 CHN: BIP Q3/14

04:00 CHN: Einzelhandelsumsatz 09/14

04:00 CHN: Industrieproduktion 09/14

06:00 CH: Schindler Holding Q3-Zahlen

06:30 J: All Industry Acitivity Index 08/14

07:00 CH: Micronas Semiconductor Q3-Zahlen

07:00 CH: Panalpina Q3-Zahlen

07:00 CH: Actelion Q3-Zahlen

07:00 D: Sartorius 9Monatszahlen

07:30 D: Zooplus Q3 Umsatz

08:00 GB: Reckitt Benckiser Interim Management Statement Q3

08:00 GB: ARM Holdings Q3-Zahlen

10:30 E: Geldmarktpapiere

Laufzeit: 3, 9 Monate

11:30 FIN: Kone Q3-Zahlen

13:00 USA: United Technologies Q3-Zahlen

13:30 USA: Verizon Q3-Zahlen

13:30 USA: Coca-Cola Q3-Zahlen

14:00 USA: McDonald's Q3-Zahlen

16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 09/14

22:00 USA: Cree Q1-Zahlen

22:00 USA: Yahoo Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

AU: BHP Billiton Q1 Production Report

CHN: China Mobile Q3-Zahlen

D: Villeroy & Boch 9Monatszahlen

F: Valeo Q3 Umsatz

NL: AkzoNobel Q3-Zahlen

USA: Harley-Davidson Q3-Zahlen

USA: Kimberly-Clark Q3-Zahlen

USA: Lockheed Martin Q3-Zahlen

USA: Broadcom Q3-Zahlen

USA: The Travelers Q3-Zahlen

USA: Steel Dynamics Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Deutscher Maschinenbau-Gipfel (bis 22.10.2014)

u.a. mit Ford-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Mattes,

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar

Gabriel (SPD), Berlin

D: Weitere Verhandlungsrunde im Gasstreit zwischen Ukraine und Russland

mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU), Russlands

Energieminister Alexander Nowak und den ukrainischen Energieminister

Juri Prodan, Berlin

D: 8. Nationaler IT-Gipfel der Bundesregierung, Hamburg

D: EuroBlech - Weltleitmesse für Blechbearbeitung (bis 25.10.2014),

Hannover

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MITTWOCH, DEN 22. OKTOBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: Handelsbilanz 09/14

01:50 J: Im- und Exporte 09/14

07:00 CH: ABB Q3-Zahlen

07:00 N: Norsk Hydro Q3-Zahlen

07:30 D: Stratec Biomedical Q3-Zahlen

08:00 GB: B.A.T. 9Monate Interim Management

08:00 N: Yara Q3-Zahlen

09:00 E: Iberdrola 9Monatszahlen

10:30 GB: BoE Sitzungsprotokoll 8./9.10.14

11:30 D: Anleihen

Laufzeit: 30 Jahre

Volumen: 2 Mrd EUR

13:00 USA: Dow Chemical Q3-Zahlen

13:00 USA: GlaxoSmithKline Q3-Zahlen

13:30 USA: Boeing Q3-Zahlen

13:30 USA: Abott Laboratories Q3-Zahlen

14:00 USA: Norfolk Southern Q3-Zahlen

14:30 USA: EMC Q3-Zahlen

14:30 USA: Verbraucherpreise 09/14

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

17:45 F: Michelin Q3 Umsatz

22:00 USA: AT&T Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: Peugeot Q3 Umsatz

FIN: Stora Enso Q3-Zahlen

NL: Heineken Q3 Trading Update

S: Scania 9Monatszahlen

S: Husqvarna Q3-Zahlen

S: Svenska Handelsbanken Q3-Zahlen

S: Nordea Q3-Zahlen

USA: B/E Aerospace Q3-Zahlen

USA: Biogen Q3-Zahlen

USA: US Bancorp Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:30 LU: Europäischer Gerichtshof urteilt über die Klage des

US-Glashersteller Guardian gegen eine Kartellbuße der EU-Kommission

10:00 D: 31. Deutscher Logistik-Kongress zum Thema "Komplexität, Kosten,

Kooperation" (bis 24.10.2014), Berlin

D: Deutscher Maschinenbau-Gipfel (bis 22.10.2014)

D: EuroBlech - Weltleitmesse für Blechbearbeitung (bis 25.10.2014),

Hannover

F: Europaparlament stimmt über neue EU-Kommission ab

Mandat der neuen Kommission beginnt am 1. November

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DONNERSTAG, DEN 23. OKTOBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

03:45 CHN: HSBC-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes

Gewerbe 10/14 (1. Veröffentlichung)

04:00 CH: Logitech Q2-Zahlen (Call 14.30 h)

06:45 CH: Credit Suisse Q3-Zahlen (Call 9.00 h)

07:00 CH: Straumann Q3-Zahlen

07:00 FIN: Nokia Q2-Zahlen

07:30 D: Daimler Q3-Zahlen (Call 8.00 h)

07:30 D: Krones 9Monatszahlen

07:30 F: Orange Q3-Zahlen

08:00 D: Statistisches Bundesamt Bauhauptgewerbe 08/14

08:00 D: MTU Q3-Zahlen (Call 11.00 h)

08:00 NL: Unilever Q3-Zahlen

08:00 GB: Anglo American Q3 Production Report

08:00 GB: Reed Elsevier Interim Management Statement

08:00 GB: Tesco Halbjahreszahlen

08:45 F: Geschäftsklima 10/14

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Service 10/14 (1. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Service 10/14 (1. Veröffentlichung)

10:00 PL: Einzelhandelsumsatz 09/14

10:30 GB: Einzelhandelsumsatz 09/14

11:00 EU: Haushaltsdefizit Q2/14

11:00 EU: Staatsschuldenquote Q2/14

12:30 USA: Southwest Airlines Q3-Zahlen

13:00 USA: Raytheon Q3-Zahlen

13:30 USA: 3M Q3-Zahlen

13:30 USA: Caterpillar Q3-Zahlen

13:30 USA: General Motors Q3-Zahlen

14:30 USA: CFNAI-Index 09/14

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Frühindikatoren 09/14

16:00 EU: Verbrauchervertrauen 10/14 (vorab)

17:40 F: Kering Q3-Zahlen

17:30 F: Thales 9Monatsumsatz

17:45 F: Axa 9Monatsumsatz (Pk 18.00 h)

17:45 F: Vinci 9Monatsumsatz

17:45 F: Unibail-Rodamco 9Monatsumstz

18:00 F: Saint-Gobain Q3 Umsatz

22:00 USA: Microsoft Q1-Zahlen

22:15 USA: KLA-Tencor Q1-Zahlen

22:15 USA: Altera Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: Telekom Austria Q3-Zahlen

CDN: Potash Q3-Zahlen

D: Hannover Re 17. Investorentag

D: Amadeus Fire 9Monatszahlen

D: Sitzung des Karstadt-Aufsichtsrats

D: Adva Optical Q3-Zahlen

F: Pernod-Ricard Q1 Umsatz

F: Dassault-Systemes Q3-Zahlen

FIN: Fortum Q3-Zahlen

KR: Hynix Q3-Zahlen

MEX: Cemex Q3-Zahlen

S: SEB Q3-Zahlen

S: Tele2 Q3-Zahlen

USA: JetBlue Q3-Zahlen

USA: United Continental Q3-Zahlen

USA: Amazon Q3-Zahlen

USA: Eli Lilly Q3-Zahlen

USA: KKR Q3-Zahlen

USA: American Airlines Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:30 LU: Im Streit um die Weservertiefung legt der Generalanwalt am

Europäischen Gerichtshof Gutachten und Schlussanträge vor

10:00 D: 31. Deutscher Logistik-Kongress zum Thema "Komplexität, Kosten,

Kooperation" (bis 24.10.2014), Berlin

10:00 D: Der BGH verhandelt über eine Klage von De Beukelaer gegen einen

türkischen Konkurrenten.

11:00 D: Jahrespressekonferenz dm-drogerie markt, Karlsruhe

11:00 D: Vorstellung des Vermögensbarometers der Sparkassen, Berlin

12:00 D: Landgericht Berlin verkündet Entscheidung zur Klage des entlassenen

Berliner Flughafenchefs Rainer Schwarz auf eine Abfindung

17:00 B: EU-Gipfel (bis 24.10.2014)

Themen: Klima- und Energiepolitik bis 2030, Außenpolitische Krisen

(Syrien, Irak, Ukraine), Brüssel

D: EuroBlech - Weltleitmesse für Blechbearbeitung (bis 25.10.2014),

Hannover

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FREITAG, DEN 24. OKTOBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 B: UCB 9Monatszahlen

07:00 B: Belgacom Q3-Zahlen

07:00 D: BASF Q3-Zahlen

07:20 S: Volvo Q3-Zahlen

07:30 FR: Air Liquide Q3 Umsatz

07:30 S: Ericsson Q3-Zahlen

09:00 D: TLG Immobilien Erstnotiz Prime Standard

10:30 GB: BIP Q3/14 (1. Veröffentlichung)

13:00 USA: Procter & Gamble Q1-Zahlen

13:00 USA: Ford Motor Q3-Zahlen

13:45 USA: UPS Q3-Zahlen

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 09/14

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 09/14

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

E: CaixaBank Q3-Zahlen

USA: Colgate-Palmolive Q3-Zahlen

USA: Delphi Automotive Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

EU: Moody's - Ergebnis der Ratingüberprüfung für Deutschland

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SAMSTAG, DEN 26. OKTOBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

12:00 D: Europäische Zentralbank (EZB) und Bankenaufsicht EBA veröffentlichen

Ergebnisse ihrer umfangreichen Tests der europäischen Banken

12.30 h Pk EZB mit EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio und der Chefin

der EZB-Bankenaufsicht, Danièle Nouy

14.00 h Pk von Bundesbank und Bafin zu deutschen Ergebnissen mit

Bafin-Präsidentin Elke König und Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret

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MONTAG, DEN 27. OKTOBER 2014

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: Bucher Q3 Umsatz

08:00 NL: TNT Express Q3-Zahlen

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 10/14

10:00 EU: Geldmenge M3 09/14

12:00 USA: Merck & Co Q3-Zahlen

21:00 USA: Twitter Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Deutsche Börse Q3-Zahlen

FIN: Rautaruukki Q3-Zahlen

I: Mediobanca Q1-Zahlen

S: Sandvik Q3-Zahlen°

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

20.10.2014

TAGESVORSCHAU: Termine am 21. Oktober 2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Dienstag,

den 21. Oktober:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

04:00 CHN: BIP Q3/14

04:00 CHN: Einzelhandelsumsatz 09/14

04:00 CHN: Industrieproduktion 09/14

06:00 CH: Schindler Holding Q3-Zahlen

06:30 J: All Industry Acitivity Index 08/14

07:00 CH: Micronas Semiconductor Q3-Zahlen

07:00 CH: Panalpina Q3-Zahlen

07:00 CH: Actelion Q3-Zahlen

07:00 D: Sartorius 9Monatszahlen

07:30 D: Zooplus Q3 Umsatz

08:00 GB: Reckitt Benckiser Interim Management Statement Q3

08:00 GB: ARM Holdings Q3-Zahlen

10:30 E: Geldmarktpapiere

Laufzeit: 3, 9 Monate

11:30 FIN: Kone Q3-Zahlen

13:00 USA: United Technologies Q3-Zahlen

13:30 USA: Verizon Q3-Zahlen

13:30 USA: Coca-Cola Q3-Zahlen

14:00 USA: McDonald's Q3-Zahlen

16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 09/14

22:00 USA: Cree Q1-Zahlen

22:00 USA: Yahoo Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

AU: BHP Billiton Q1 Production Report

CHN: China Mobile Q3-Zahlen

D: Villeroy & Boch 9Monatszahlen

F: Valeo Q3 Umsatz

NL: AkzoNobel Q3-Zahlen

USA: Harley-Davidson Q3-Zahlen

USA: Kimberly-Clark Q3-Zahlen

USA: Lockheed Martin Q3-Zahlen

USA: Broadcom Q3-Zahlen

USA: The Travelers Q3-Zahlen

USA: Steel Dynamics Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Deutscher Maschinenbau-Gipfel (bis 22.10.2014)

u.a. mit Ford-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Mattes,

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar

Gabriel (SPD), Berlin

D: Weitere Verhandlungsrunde im Gasstreit zwischen Ukraine und Russland

mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU), Russlands

Energieminister Alexander Nowak und den ukrainischen Energieminister

Juri Prodan, Berlin

D: 8. Nationaler IT-Gipfel der Bundesregierung, Hamburg

D: EuroBlech - Weltleitmesse für Blechbearbeitung (bis 25.10.2014),

Hannover°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

20.10.2014

ROUNDUP/De Maizière: 'Wollen keine totale Offenheit im Netz'

HAMBURG (dpa-AFX) - Einen Tag vor dem 8. Nationalen IT-Gipfel hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vor einer unbegrenzten Transparenz im Internet gewarnt. "Eine totale Offenheit, eine totale Öffentlichkeit jeder Information im Netz ist nicht das, was wir wollen", sagte de Maizière auf einer Podiumsdiskussion am Montag in Hamburg. "Menschen brauchen Geheimnisse." Auch staatliche Informationen gehörten nicht alle ins Netz.

"Wir müssen das Mantra der Offenheit des Netzes kritischer betrachten, sonst wird das nicht zu Vertrauen führen", sagte de Maizière weiter. Die Basis für IT-Sicherheit liege darin, ein Verständnis für unterschiedliche Stufen der Sicherheit zu schaffen. "Analog haben wir das in allen Bereichen des Lebens, im Internet dagegen kaum." Nicht jede Bequemlichkeit sei zu schützen.

Telekom-Vorstand Thomas Kremer warnte vor zunehmender Wirtschaftskriminalität im Internet. "Wir haben eine steigende organisierte Kriminalität, die versucht, an Informationen aus Unternehmen zu kommen", sagte Kremer. "Das ist ja auch einfacher als ein Banküberfall." Allein die Telekom registriere mit einem Frühwarnsystem etwa eine Million Angriffe am Tag - ein rasanter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Anfällig sei vor allem die Software, die in Unternehmen zum Einsatz komme.

Auch der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Michael Hange, sagte, die Schäden von Angriffen im Internet seien gewachsen. "Es ist ein krimineller Markt entstanden. Wer genug Geld investiert weiß, wie er die Sicherheitsprogramme umgehen kann. Das Bild des edlen Hackers gehört der Vergangenheit an." Dennoch herrsche bei vielen Menschen und Unternehmen "digitale Sorglosigkeit". Verschlüsselung müsse ein Standard werden.

Diesen Widerspruch prangerte auch de Maizière an. "Es besteht eine merkwürdige Zwiespältigkeit: Einerseits wird dem Internet misstraut, andererseits führt das zu keinerlei Verhaltensänderung." Das geplante IT-Sicherheitsgesetz solle daher besseren Schutz vor Cyberangriffen schaffen. Es soll unter anderem dafür sorgen, dass wichtige Branchen gemeinsame Mindeststandards für ihre digitalen Systeme aufstellen.

Zum IT-Gipfel am Dienstag werden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie fünf weitere Bundesminister neben de Maizière in der Hansestadt erwartet. Thema der Konferenz ist neben dem Datenschutz auch die wirtschaftliche Perspektive der Branche. Der Branchenverband Bitkom rechnet damit, dass bis Ende des Jahres 953 000 Menschen in Deutschland im IT-Bereich arbeiten. Der Verband der Computerspielindustrie drängte die Bundesregierung, bei der Förderung des Breitbandausbaus das Tempo zu erhöhen./cwe/DP/jha

20.10.2014

GESAMT-ROUNDUP: Piloten verschärfen Streiks bei Lufthansa - Bahnausstand beendet

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Wenige Stunden nach dem Ende des Lokführerstreiks sind am Montag wieder die Lufthansa -Piloten in den Ausstand getreten und haben erneut Tausende Passagiere warten oder ganz stehen lassen. Am Mittag begann der 35-stündige Streik der Flugkapitäne zunächst auf der Kurz- und Mittelstrecke.

Am Dienstag sollen die Ausstände von 06.00 Uhr bis kurz vor Mitternacht auf Langstreckenverbindungen ausgeweitet werden, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitteilte. Lufthansa strich 1511 Flüge, betroffen sind etwa 166 000 Passagiere.

ACHTE STREIKWELLE

Die achte Streikwelle im Konflikt um den Vorruhestand der Piloten trifft vor allem Lufthansa-Passagiere auf Strecken von und nach Frankfurt. Europas größte Fluggesellschaft stellte die Langstreckenverbindungen in die Mainmetropole für Dienstag fast vollständig ein. Der überwiegende Teil der Kurz- und Mittelstreckenflüge werde ebenfalls gestrichen, teilte die Fluggesellschaft mit.

Die Lufthansa will, dass ihre Piloten später als bisher in den bezahlten Vorruhestand gehen. Dazu wurden komplexe Übergangsregeln angeboten. Beide Seiten warfen sich gegenseitig Kompromisslosigkeit vor. "Es ist nicht mehr nachvollziehbar, warum sich die Vereinigung Cockpit so kompromisslos einer Lösung des Tarifkonflikts versperrt", Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne. Ein Cockpit-Sprecher kritisierte, bislang habe Lufthansa nur gemauert.

BAHN-LOKFÜHRER-STREIK ENDET

Bei der Bahn beendeten die Lokführer am frühen Morgen ihren bisher längsten Ausstand in diesem Jahr. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte den Personenverkehr 50 Stunden bestreikt und den Güterverkehr 61 Stunden. Der Reiseverkehr sei zu 85 Prozent zum Erliegen gekommen, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky der dpa. Die Bahn erklärte dagegen, man habe "zumindest ein Drittel des Verkehrs anbieten" können.

Der Ausstand am Wochenende hat nach Angaben der Deutschen Bahn einen wirtschaftlichen Schaden "in zweistelliger Millionenhöhe" verursacht. Weselsky bekräftigte, dass die GDL von Montag an eine siebentägige Streikpause einlege. Die Gewerkschaft will fünf Prozent mehr Einkommen und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit.

TARIFEINHEIT

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt angesichts der Streikwellen bei der Bahn und Lufthansa auf eine baldige Verständigung der Tarifparteien. Sie hoffe, "dass diese Konflikte schnell beigelegt werden können", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin. Aus Sicht der Kanzlerin zeigten die Streiks, "dass es viele gute Gründe gibt, ein Gesetz zur Tarifeinheit zu verabschieden". Laut Arbeitsministerium soll sich das Bundeskabinett am 3. Dezember mit einem entsprechenden Entwurf befassen./mar/DP/jha

20.10.2014

Devisen: Eurokurs kaum verändert

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Montag nur wenig bewegt. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2773 US-Dollar und lag damit knapp über dem Kurs vom Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2773 (Freitag: 1,2823) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7829 (0,7799) Euro.

Die Märkte sind weiterhin verunsichert über die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Die Anleger warten auf Signale für das Auslaufen der Anleihenkäufe sowie den ersten Zinsschritt. Zudem hatten zuletzt die Hinweise auf eine weitere Abkühlung der Konjunktur in der Eurozone den Devisenmarkt bewegt. Analysten erwarten daher überwiegend mittelfristig wieder eine Abschwächung des Euro.

Zum Wochenauftakt standen auch nur wenige wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Die Investoren dürften sich daher eher zurückhalten und auf Daten zum Wirtschaftswachstum in China warten, die in der Nacht zum Dienstag veröffentlicht werden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79140 (0,79550) britische Pfund , 136,62 (136,45) japanische Yen und 1,2064 (1,2074) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1244,50 (1234,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 740,00 (30 550,00) Euro./fr/jsl/he

20.10.2014

Innenminister de Maizière: 'Wollen keine totale Offenheit des Netzes'

HAMBURG (dpa-AFX) - Einen Tag vor dem 8. Nationalen IT-Gipfel hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vor einer unbegrenzten Transparenz im Internet gewarnt. "Eine totale Offenheit, eine totale Öffentlichkeit jeder Information im Netz ist nicht das, was wir wollen", sagte de Maizière am Montag in Hamburg. "Menschen brauchen Geheimnisse." Auch staatliche Informationen gehörten nicht alle ins Netz. Die Basis für IT-Sicherheit liege darin, ein Verständnis für unterschiedliche Stufen der Sicherheit zu schaffen. Zum IT-Gipfel am Dienstag werden auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie fünf weitere Bundesminister neben de Maizière in der Hansestadt erwartet./cwe/DP/jha

20.10.2014

Gewerkschaft will Mitgliederzahlen bei Bahn klären

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will klären, welche Gewerkschaft bei den einzelnen Berufsgruppen der Deutschen Bahn die Mehrheit hat. Einen entsprechenden Vorschlag machte sie am Montag der konkurrierenden Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die die Bahn zuletzt mehrmals bestreikt hat.

Der stellvertretende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel bot GDL-Chef Claus Weselsky im Südwestrundfunk an, "die unsägliche Diskussion über Mitgliederzahlen zu beenden. Wir sind bereit, wenn die GDL das auch tut, unsere Mitglieder notariell entsprechend prüfen zu lassen, dann aufzuklären, wer für welche Berufsgruppe die entsprechenden Mehrheiten im Unternehmen hat, zu kooperieren und derjenigen Gewerkschaft die Federführung zu überlassen, die diese Mehrheit dann organisiert und gemeinsam Tarifverhandlungen mit der Bahn zu führen."

Im derzeitigen Tarifkonflikt beansprucht die GDL für die Gruppe des Zugpersonals die Mehrheit. EVG und Bahn erkennen aber nur an, dass die GDL bei den Lokführern die meisten Mitglieder hat. An diesem Mittwoch treffen sich EVG und Bahn in Frankfurt zur ihrer zweiten Tarifverhandlungsrunde./brd/DP/jha

20.10.2014

UKRAINE/ROUNDUP: Oettinger berät in Kiew über Gasstreit - Heftige Explosion

KIEW/MOSKAU (dpa-AFX) - Im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland hat sich EU-Energiekommissar Günther Oettinger bei einem Besuch in Kiew für eine weitere Deeskalation eingesetzt. Oettinger habe bekräftigt, dass die EU zu einer raschen Lösung in dem Konflikt beitragen wolle, teilte das ukrainische Energieministerium am Montag nach einem Treffen des Kommissars mit Minister Juri Prodan mit. Regierungschef Arseni Jazenjuk warf Russland vor, eine Einigung im Gaskonflikt mit immer neuen Forderungen zu verzögern. "Eine Vereinbarung braucht Unterschriften, derzeit gibt es nur Gespräche", sagte er im ukrainischen Fernsehen.

Vertreter Kiews und Moskaus wollen an diesem Dienstag unter Vermittlung der EU-Kommission in Brüssel über den Gasstreit verhandeln. Auch die EU-Außenminister wollten nach Aussagen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko über die mögliche Einigung auf einen Gaspreis in Luxemburg beraten. "Wir werden das nachprüfen, ob das den Tatsachen entspricht", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor dem Treffen am Montag.

Poroschenko hatte am Wochenende eine Einigung mit Russland auf einen "Winterpreis" von 385 Dollar je 1000 Kubikmeter verkündet. Der russische Außenminister Sergej Lawrow bestätigte in Moskau der Agentur Interfax zufolge, dass über einen Preis für die kommenden fünf Monate gesprochen worden sei. Russland verlangt von der Ukraine bis zum Jahresende 4,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Mrd Euro) für frühere Lieferungen, zweifelt aber an der Zahlungsfähigkeit Kiews.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten in der Ostukraine falsche Angaben über die Gräueltaten des Gegners vor. Insbesondere russische Medien hätten "enorm übertrieben", hieß es in einem Bericht. Amnesty habe "keine überzeugenden Beweise für Massentötungen oder Gräber" gefunden. "Was wir gesehen haben, sind einzelne Fälle von Hinrichtungen, die in einigen Fällen Kriegsverbrechen darstellen können", sagte John Dalhuisen von Amnesty. Solche Tötungen seien auf beiden Seiten nachgewiesen worden.

Zur Überwachung der brüchigen Waffenruhe im Konfliktgebiet sei Russland bereit, Drohnen für die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zur Verfügung zu stellen, sagte Lawrow. Bei einem Angriff auf einen Kontrollposten der Regierungstruppen im Gebiet Lugansk seien mehr als zwei Soldaten getötet worden, sagte Sicherheitsratssprecher Andrej Lyssenko. Er machte moskautreue Aufständische verantwortlich.

In der Separatistenhochburg Donezk wurden dem Stadtrat zufolge innerhalb von 24 Stunden mindestens sechs Menschen bei Beschuss verletzt. Die Stadtverwaltung berichtete zudem von einer heftigen Explosion bei einer Chemiefabrik. In einem großen Umkreis seien Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Die Aufständischen sprachen von einem Raketenangriff und beschuldigten die ukrainische Armee. Zudem wurde das Fußballstadion Donbass-Arena bei Beschuss beschädigt./tjk/wo/ast/DP/jha

20.10.2014

Aktien New York: Überwiegend Gewinne - IBM belastet Dow Jones

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Montag mehrheitlich an ihre Erholung vom Freitag angeknüpft. Mit Blick auf die am stärksten beachteten Indizes gab lediglich der Dow Jones Industrial moderat nach. Belastet durch schwache Resultate des Index-Schwergewichts IBM fiel das Börsenbarometer um 0,13 Prozent auf 16 359,55 Punkte.

Der breit gefasste S&P 500 zog hingegen um 0,56 Prozent auf 1897,35 Punkte an und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,95 Prozent auf 3851,77 Zähler.

IBM schockte die Anleger mit den Zahlen für das abgelaufene Quartal. Zudem hält die Konzernführung das operative Gewinnziel für 2015 für nicht mehr realistisch. Experten sehen die angelaufene Berichtssaison in den USA als Lackmustest für die Bewertungen am Aktienmarkt. Zwar habe IBM die Erwartungen verfehlt, andere Unternehmen hätten allerdings besser abgeschnitten als gedacht, sagte ein Börsianer.

Zudem behalten die Investoren die US-Notenbank im Blick. Die Fed dürfte Ende Oktober das Ende ihrer milliardenschweren, zur Unterstützung der Konjunktur initiierten Anleihekäufe beschließen. "Es gibt keinen Grund, die Käufe Ende Oktober nicht zu beenden", hatte der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas, Richard Fisher, am Montag dem Fernsehsender CNBC gesagt. "Die Lage der US-Wirtschaft bessert sich". Die jüngsten Marktturbulenzen hätten an dem Ausblick nichts geändert.

Die IBM-Aktien waren infolge der mit Enttäuschung aufgenommenen Geschäftszahlen abgeschlagenes Schlusslicht im Dow Jones. Sie brachen um 6,76 Prozent ein. Zu den Favoriten zählten die Aktien des Unterhaltungskonzerns Walt Disney . Sie kletterten um 1,48 Prozent nach oben.

Für die Papiere des Dienstleisters für die Ölindustrie Halliburton ging es nach überraschend guten Quartalszahlen um 0,84 Prozent nach oben. Gute Stimmung gab es auch bei den Aktionären von Apple . Die Titel des iPhone-Herstellers stiegen vor den nach Börsenschluss erwarteten Geschäftszahlen um 1,57 Prozent.

Der Paketdienstleister United Parcel Service (UPS) will angesichts des boomenden Onlinehandels sein Europa-Geschäft ausbauen. Die Aktionäre freute es: die Papiere legten um 0,59 Prozent zu./mis/he

20.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schwach - Konjunktursorgen sind wieder da

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt kehren die Konjunktursorgen zurück. Der Dax setzte am Montag wieder zur Talfahrt an und schloss mit einem Abschlag von 1,50 Prozent auf 8717,76 Punkten. Damit knüpfte der Leitindex an die schlechte erste Hälfte der Vorwoche an, als er auf den tiefsten Stand seit September 2013 gefallen war. Der gute Lauf am Freitag hatte dann dem Dax letztlich die Woche gerettet.

Die anderen deutschen Indizes hielten sich am Montag etwas besser: Der MDax sank um 0,74 Prozent auf 15 065,19 Punkte und der TecDax um 0,39 Prozent auf 1159,96 Punkte. Grundsätzlich habe sich seit der vergangenen Woche nicht viel geändert, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Die größte Sorge am Markt bleibe das Wirtschaftswachstum, insbesondere in der Eurozone.

ANALYST: INVESTOREN HOFFEN WIEDER EINMAL AUF NOTENBANK

In Deutschland waren die Erzeugerpreise im September im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß um ein Prozent zurückgegangen. Zudem warnte die Bundesbank vor einer enttäuschenden heimischen Konjunkturentwicklung im laufenden zweiten Halbjahr. Nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Dachorganisation der Notenbanken, könnte außerdem die seit Jahren andauernde Geldflut zu einer neuen weltweiten Finanzkrise führen.

Dennoch - so Analyst Jens Klatt von DailyFX - hoffen die Investoren wohl wieder einmal auf die Notenbanken, vor allem auf die Fed. "Sollten sich in den kommenden Tagen die Anzeichen wieder verdichten, dass die US-Notenbank dem Markt keine neuen Geldgeschenke macht, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch der Dax noch einmal die Region um sein Jahrestief bei 8350 Punkten testet", warnte er. Zur nächsten Sitzung kommen die Fed-Mitglieder an diesem Mittwoch zusammen.

SAP AM DAX-ENDE

Die Aktien von SAP verloren am Dax-Ende 5,76 Prozent. Weil Kunden zunehmend zum Cloud-Abonnentenmodell des Software-Anbieters wechselten und Mietsoftware beziehen statt herkömmliche, teure Lizenzen zu kaufen, hatte SAP das Jahresziel für das um Währungs- und Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) verringert. Zahlreiche Analysten senkten zwar ihre Kursziele für die SAP-Aktie, beurteilten aber die Entwicklung des Cloud-Geschäfts positiv. Die langfristigen Wachstumsperspektiven seien intakt, hieß es von vielen Seiten.

Mit plus 3,61 Prozent schlossen die Adidas-Papiere als Spitzenwert im Leitindex. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, will angeblich eine Gruppe von Investoren die US-Tochter Reebok für 1,7 Milliarden Euro übernehmen. Der Sportartikelhersteller selber äußerte sich dazu nicht. Händler und Analysten werteten das Interesse an Reebok überwiegend positiv. Nicht alle aber rechnen damit, dass Adidas das Angebot, sollte es wirklich kommen, auch annimmt. Der Wert von Reebok wird laut einem Börsianer von Analysten zwischen 800 Millionen und 1,6 Milliarden Euro kalkuliert. Die Herzogenauracher hatten 2006 allerdings noch gut 3 Milliarden Dollar für Reebok hingelegt.

BORUSSIA DORTMUND SACKT WEITER AB

Im MDax gewannen die Anteilsscheine von Metro 0,60 Prozent. Im vierten Geschäftsquartal seien die Geschäfte besser gelaufen, hatte der Handelskonzern mitgeteilt. Zudem startet er nach eigener Aussage zuversichtlich in das Weihnachtsgeschäft.

Den Aktionären von Borussia Dortmund (BVB) ist dagegen die Freude weiter abhanden gekommen: Die fünfte Bundesliga-Niederlage im achten Saisonspiel ließ die Aktien von Deutschlands einzigem börsennotierten Fußballverein im SDax um 1,90 Prozent absacken. Seit dem Bundesliga-Auftakt Ende August verloren sie nun bereits 20 Prozent.

NASDAQ LEGT ZU

Wie in Deutschland gaben die Aktien fast allerorts in Europa nach. Der EuroStoxx 50 büßte 1,18 Prozent auf 2927,30 Punkte ein und auch in Paris und London schlossen die Börsen schwach. An der Wall Street in New York stand der Leitindex Dow Jones zum europäischen Handelsschluss mit 0,25 Prozent im Minus. Die Nasdaq-Börsen dagegen legten zu.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,71 Prozent am Freitag auf 0,70 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,20 Prozent auf 137,93 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,09 Prozent auf 150,82 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2773 (Freitag: 1,2823) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7829 (0,7799) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

20.10.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax schwach - Konjunktursorgen sind wieder da

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt kehren die Konjunktursorgen zurück. Der Dax setzte am Montag wieder zur Talfahrt an und schloss mit einem Abschlag von 1,50 Prozent auf 8717,76 Punkten. Damit knüpfte der Leitindex an die schlechte erste Hälfte der Vorwoche an, als er auf den tiefsten Stand seit September 2013 gefallen war. Der gute Lauf am Freitag hatte dann dem Dax letztlich die Woche gerettet.

Die anderen deutschen Indizes hielten sich am Montag etwas besser: Der MDax sank um 0,74 Prozent auf 15 065,19 Punkte und der TecDax um 0,39 Prozent auf 1159,96 Punkte. Grundsätzlich habe sich seit der vergangenen Woche nicht viel geändert, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Die größte Sorge am Markt bleibe das Wirtschaftswachstum, insbesondere in der Eurozone.

In Deutschland waren die Erzeugerpreise im September im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß um ein Prozent zurückgegangen. Zudem warnte die Bundesbank vor einer enttäuschenden heimischen Konjunkturentwicklung im laufenden zweiten Halbjahr. Nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der Dachorganisation der Notenbanken, könnte außerdem die seit Jahren andauernde Geldflut zu einer neuen weltweiten Finanzkrise führen.

Dennoch - so Analyst Jens Klatt von DailyFX - hoffen die Investoren wohl wieder einmal auf die Notenbanken, vor allem auf die Fed. "Sollten sich in den kommenden Tagen die Anzeichen wieder verdichten, dass die US-Notenbank dem Markt keine neuen Geldgeschenke macht, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch der Dax noch einmal die Region um sein Jahrestief bei 8350 Punkten testet", warnte er. Zur nächsten Sitzung kommen die Fed-Mitglieder an diesem Mittwoch zusammen./ck/he

20.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York: IBM drückt Dow Jones Industrial ins Minus

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit Enttäuschung aufgenommene Geschäftszahlen von IBM haben den Dow Jones Industrial zum Wochenauftakt ins Minus gezogen. Der US-Leitindex fiel am Montag um 0,23 Prozent auf 16 343,48 Punkte. Damit knüpfte das Börsenbarometer nach seiner Erholung am Freitag wieder an seine vorherigen Verluste an.

Die anderen viel beachteten Indizes legten am Montag hingegen zu. Der breit gefasste S&P 500 zog um 0,34 Prozent auf 1893,17 Punkte an und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,69 Prozent auf 3841,63 Zähler.

Das Dow-Jones-Schwergewicht IBM schockte die Anleger mit den Zahlen für das abgelaufene Quartal. Zudem hält die Konzernführung das operative Gewinnziel für 2015 für nicht mehr realistisch. Experten sehen die angelaufene Berichtssaison in den USA als Lackmustest für die Bewertungen am Aktienmarkt. Es werde sich zeigen, ob die in den vergangenen Jahren wegen der Billiggeldpolitik der US-Notenbank Fed stark gestiegenen Unternehmensbewertungen gerechtfertigt seien, sagte Jasper Lawler von CMC Markets.

Die Fed dürfte Ende Oktober das Ende ihrer milliardenschweren, zur Unterstützung der Konjunktur initiierten Anleihekäufe beschließen. "Es gibt keinen Grund, die Käufe Ende Oktober nicht zu beenden", hatte der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas, Richard Fisher, am Montag dem Fernsehsender CNBC gesagt.

Die IBM-Aktien waren infolge der mit Enttäuschung aufgenommenen Geschäftszahlen abgeschlagenes Schlusslicht im Dow Jones. Sie brachen um rund sieben Prozent ein. Zu den Favoriten zählten die Aktien des Getränkekonzerns Coca Cola und die Anteilsscheine des Sportartikelproduzenten Nike . Beide legten um mehr als ein Prozent zu.

Für die Papiere des Dienstleisters für die Ölindustrie Halliburton ging es trotz überraschend guter Quartalszahlen um 0,78 Prozent nach unten. Die Aktien des iPhone-Herstellers Apple stiegen vor den nach Börsenschluss erwarteten Geschäftszahlen um 1,64 Prozent.

Der Paketdienstleister United Parcel Service (UPS) will angesichts des boomenden Onlinehandels sein Europa-Geschäft ausbauen. Die Aktionäre freute es: die Papiere legten um 0,47 Prozent zu./mis/he

20.10.2014

Aktien New York: IBM drückt Dow Jones Industrial ins Minus

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit Enttäuschung aufgenommene Geschäftszahlen von IBM haben den Dow Jones Industrial zum Wochenauftakt ins Minus gezogen. Der US-Leitindex fiel am Montag im frühen Handel um 0,49 Prozent auf 16 300,02 Punkte. Damit knüpfte das Börsenbarometer nach seiner Erholung am Freitag wieder an seine vorherigen Verluste an.

Die anderen viel beachteten Indizes legten am Montag hingegen zu. Der breit gefasste S&P 500 zog um 0,10 Prozent auf 1888,56 Punkte an und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,41 Prozent auf 3831,23 Zähler.

Das Dow-Jones-Schwergewicht IBM schockte die Anleger mit den Zahlen für das abgelaufene Quartal. Zudem hält die Konzernführung das operative Gewinnziel für 2015 für nicht mehr realistisch. Experten sehen die angelaufene Berichtssaison in den USA als Lackmustest für die Bewertungen am Aktienmarkt.

Die Ära des extrem billigen Geldes neige sich dem Ende entgegen, sagte Jasper Lawler von CMC Markets. Nun werde sich zeigen, ob die dadurch in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Unternehmensbewertungen gerechtfertigt seien. Aller Voraussicht nach dürfte die Fed Ende Oktober das Ende ihrer milliardenschweren, zur Unterstützung der Konjunktur initiierten Anleihekäufe beschließen. "Es gibt keinen Grund, die Käufe Ende Oktober nicht zu beenden", hatte der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas, Richard Fisher, am Montag dem Fernsehsender CNBC gesagt./mis/he

20.10.2014

Aktien New York Ausblick: Dow im Minus erwartet - IBM enttäuscht

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem starken Wochenausklang an den US-Börsen dürfte der Dow Jones Industrial am Montag schwächer starten. Unter anderem drückten enttäuschende Quartalszahlen von IBM auf die Stimmung, sagten Börsianer. Der Future auf den Leitindex fiel rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn um 0,47 Prozent. Der Terminkontrakt auf den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 rückte hingegen um 0,10 Prozent vor.

Die große Frage in dieser Woche bleibe, ob die jüngste Kurskorrektur nun abgeschlossen sei, schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari UK. Der Dow Jones hatte am vergangenen Freitag eine sechstägige Verlustserie mit einem klaren Kursgewinn beendet. Gute heimische Wirtschaftsdaten hatten den Märkten Schub verliehen, ebenso wie Spekulationen über ein abermaliges Eingreifen der US-Notenbank Fed.

Deren Mitglied James Bullard hatte den US-Aktienmärkten mit seinen Aussagen auf die Sprünge geholfen, das Anleihekaufprogramm der Fed müsse nicht zwingend im Oktober enden. Die meisten Experten gehen zwar immer noch von einem Auslaufen des sogenannten "Quantitative Easing" zum Monatsende aus - doch nach Bullards Aussagen halten sich zumindest Fünkchen Hoffnung im Markt, dass die Geldschleusen länger offen bleiben könnten.

Die Fed habe die Märkte als Käufer lange dominiert, schrieb Jasper Lawler von CMC Markets. Nun werde die US-Berichtssaison zeigen, ob die dadurch extrem gestiegenen Unternehmensbewertungen wirklich gerechtfertigt seien.

Das Computerurgestein IBM schockte die Börse mit schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen. Im dritten Quartal fiel der Umsatz um vier Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 22,4 Milliarden Dollar (17,5 Milliarden Euro). Das war weniger als Analysten erwartet hatten. Die Aktien sackten im vorbörslichen US-Handel um mehr als sieben Prozent ab. Kurz zuvor hatte IBM ein milliardenschweres Minusgeschäft bekanntgegeben, mit dem es seine defizitäre Chipsparte losschlägt. Die Kosten für diesen Deal verhagelten die Quartalsbilanz zusätzlich.

Seine Zahlen legte zudem vor dem Handelsstart der Öl-Förderer-Dienstleister Halliburton vor und vermeldete einen überraschend hohen Gewinn im dritten Quartal. Vorbörslich ging es mit den Titeln um mehr als drei Prozent in die Höhe.

Wie immer mit besonderer Spannung dürften die Anleger auf den iPhone-Hersteller Apple schauen, der wohl erst nach Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Quartal vorlegen wird. Zudem wird die Bilanz von Chip-Spezialist Texas Instruments erwartet.

Einen Blick könnten zudem die Titel von United Parcel Service (UPS) wert sein: Der US-Paketdienst profitiert wie viele der Branche vom boomenden Online-Handel und will deshalb sein Europa-Geschäft ausbauen. Vorbörslich traten die Titel auf der Stelle./tav/la/mis

20.10.2014

Aktien Frankfurt: Verluste ausgeweitet - Konjunktursorge macht sich wieder breit

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt kehren die Konjunktursorgen zurück. Der Dax weitete am Montag im Handelsverlauf seine Verluste aus und gab zuletzt 1,28 Prozent auf 8736,93 Punkte nach. Damit knüpfte der Leitindex an die schlechte erste Hälfte der Vorwoche an, als er auf den tiefsten Stand seit September 2013 gefallen war. Der gute Lauf am Freitag hatte dem Dax schließlich die Woche gerettet.

Dagegen hielten sich die anderen deutschen Indizes am Montag etwas besser: Der MDax sank um 0,60 Prozent auf 15 087,28 Punkte, während der TecDax um 0,55 Prozent auf 1158,04 Punkte nachgab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,12 Prozent. Grundsätzlich habe sich seit der vergangenen Woche nicht viel geändert, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Die größte Sorge am Markt bleibe das Wirtschaftswachstum, insbesondere in der Eurozone.

In Deutschland waren die Erzeugerpreise im September gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß um 1,0 Prozent zurückgegangen, und die Bundesbank warnte vor einer enttäuschenden heimischen Konjunkturentwicklung im laufenden zweiten Halbjahr. Zudem könnte die seit Jahren andauernde Geldflut führender Notenbanken nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) - der Dachorganisation der Notenbanken - zu einer neuen weltweiten Finanzkrise führen.

PROGNOSE BELASTET SAP - BERICHT TREIBT ADIDAS AN

Die Aktien von SAP verloren am Dax-Ende 3,67 Prozent. Weil Kunden zunehmend Mietsoftware aus der sogenannten Cloud beziehen und damit zu Beginn niedrigere Abo-Zahlungen leisten, senkte der Softwarekonzern das Jahresziel für das um Währungs- und Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit). Dies sei nach der Übernahme des US-Reisekostenspezialisten Concur allerdings erwartet worden, kommentierte ein Händler. Wegen der besser als erwarteten Zahlen für das dritte Quartal hält er eine spätere Erholung des Aktienkurses für möglich.

Derweil sprangen die Adidas-Titel mit plus 4,45 Prozent an die Indexspitze. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, hat eine Gruppe von Investoren einen Blick auf die US-Tochter Reebok geworfen. Ein Händler wertete den Pressebericht positiv für die Aktie. Die Spekulationen seien bereits seit Wochen im Markt, gut klinge allerdings der nun im Raum stehende Preis von 1,7 Milliarden Euro. Analysten kalkulierten den Wert von Reebok zwischen 800 Millionen und 1,6 Milliarden Euro, sagte der Börsianer. Die Herzogenauracher hatten 2006 allerdings noch gut 3 Milliarden Dollar für Reebok hingelegt.

ZUVERSICHT FÜR WEIHNACHTSGESCHÄFT HILFT METRO

Im MDax gewannen Metro als einer der besten Werte 0,63 Prozent. Der Handelskonzern spürte im vierten Quartal eine Verbesserung seiner Geschäfte und startet nach eigener Aussage zuversichtlich in das Weihnachtsgeschäft. In den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 (Ende September) hätten alle Vertriebslinien flächenbereinigt zugelegt, teilte Metro bei der Vorlage vorläufiger Umsatzzahlen mit. Der Umsatz lag zwar unter Vorjahresniveau. Analyst Bruno Monteyne von der Investmentbank Bernstein sprach aber von soliden Ergebnissen und einer positiven Entwicklung auf flächenbereinigter Basis.

Bei Morphosys endete die Euphorie über eine Meilensteinzahlung des Kooperationspartners Novartis schnell: Nach den starken Anfangsgewinnen verbuchten die Aktien des Antikörperspezialisten zuletzt nur noch ein Plus von 0,25 Prozent. Ein Experte urteilte, der Meilenstein des Schweizer Pharmakonzerns in einer Größenordnung von 1 bis 4 Millionen Euro sei eher unbedeutend für sein Bewertungsmodell.

ERNEUTE NIEDERLAGE BELASTET BVB-AKTIE

Den Aktionären von Borussia Dortmund (BVB) ist die Freude derweil schon länger abhanden gekommen: Die fünfte Bundesliga-Niederlage im achten Saisonspiel ließ die Aktien von Deutschlands einzigem börsennotierten Fußballverein im SDax um 2,51 Prozent absacken. Seit dem Bundesliga-Auftakt Ende August verloren sie zuletzt bereits rund 20 Prozent./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

20.10.2014

Aktien Frankfurt: Konjunktursorgen machen sich im Dax wieder breit

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt kehren die Konjunktursorgen zurück. Der Dax notierte um die Mittagszeit am Montag 0,71 Prozent im Minus bei 8787,44 Punkten. Er knüpfte damit an die schlechte erste Hälfte der Vorwoche an, als der Leitindex auf den tiefsten Stand seit September 2013 gefallen war. Der gute Lauf am Freitag hatte dem Dax schließlich die Woche gerettet.

Grundsätzlich habe sich seit der vergangenen Woche nicht viel geändert, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Die größte Sorge am Markt bleibe das Wirtschaftswachstum, insbesondere in der Eurozone.

Die Börsen in Asien - insbesondere in Japan - hatten am Montag noch deutlich im Plus geschlossen. Die anderen deutschen Indizes hielten sich vor diesem Hintergrund etwas besser: Der MDax sank um 0,15 Prozent auf 15 155,14 Punkte, während der TecDax um 0,34 Prozent auf 1160,49 Punkte nachgab. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab es ein Minus von 0,47 Prozent.

PROGNOSE BELASTET SAP - BERICHT TREIBT ADIDAS AN

Die Aktien von SAP verloren am Dax-Ende 4,43 Prozent. Weil Kunden zunehmend Mietsoftware aus der sogenannten Cloud beziehen und damit zu Beginn niedrigere Abo-Zahlungen leisteten, senkte der Softwarekonzern das Jahresziel für das um Währungs- und Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit). Dies sei nach der Übernahme des US-Reisekostenspezialisten Concur allerdings erwartet worden, kommentierte ein Händler. Wegen der besser als erwarteten Zahlen für das dritte Quartal hält er eine spätere Erholung des Aktienkurses für möglich.

Derweil sprangen die Adidas-Titel mit plus 5,07 Prozent an die Indexspitze. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, hat eine Gruppe von Investoren einen Blick auf die US-Tochter Reebok geworfen. Ein Händler wertete den Pressebericht positiv für die Aktie. Die Spekulationen seien bereits seit Wochen im Markt, gut klinge allerdings der nun im Raum stehende Preis von 1,7 Milliarden Euro. Analysten kalkulierten den Wert von Reebok zwischen 800 Millionen und 1,6 Milliarden Euro, sagte der Börsianer. Die Herzogenauracher hatten 2006 allerdings noch gut 3 Milliarden Dollar für Reebok hingelegt.

ZUVERSICHT FÜR WEIHNACHTSGESCHÄFT HILFT METRO

Im MDax gewannen Metro als einer der besten Werte 1,86 Prozent. Der Handelskonzern spürte im vierten Quartal eine Verbesserung seiner Geschäfte und startet nach eigener Aussage zuversichtlich in das Weihnachtsgeschäft. In den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 (Ende September) hätten alle Vertriebslinien flächenbereinigt zugelegt, teilte Metro bei der Vorlage vorläufiger Umsatzzahlen mit. Der Umsatz lag allerdings unter Vorjahresniveau. Analyst Bruno Monteyne von der Investmentbank Bernstein sprach dennoch von soliden Ergebnissen und einer positiven Entwicklung auf flächenbereinigter Basis.

Bei Morphosys endete die Euphorie über eine Meilensteinzahlung des Kooperationspartners Novartis schnell: Von den starken Anfangsgewinnen blieb den Aktien des Antikörperspezialisten zuletzt noch ein Plus von 0,29 Prozent. Ein Experte urteilte, der Meilenstein des Schweizer Pharmakonzerns in einer Größenordnung von 1 bis 4 Millionen Euro sei eher unbedeutend für sein Bewertungsmodell.

ERNEUTE NIEDERLAGE BELASTET BVB-AKTIE

Den Aktionären von Borussia Dortmund (BVB) ist die Freude derweil schon länger abhanden gekommen: Die fünfte Bundesliga-Niederlage im achten Saisonspiel ließ die Aktien von Deutschlands einzigem börsennotierten Fußballverein im SDax um 3,23 Prozent absacken. Seit dem Bundesliga-Auftakt Ende August verloren sie zuletzt bereits rund 20 Prozent./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

20.10.2014

Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste - Dax zollt Erholungsrally Tribut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt zunächst seiner Erholungsrally vom Freitag Tribut gezollt. Am Montagmorgen gab der Dax um 0,76 Prozent auf 8783,44 Punkte nach. Im Laufe der turbulenten Vorwoche war der Leitindex zunächst um weitere 5 Prozent auf den tiefsten Stand seit September 2013 gefallen, bevor er sich stabilisiert und am Freitag mehr als 3 Prozent gewonnen hatte.

Die anderen deutschen Indizes hielten sich zu Börsenbeginn besser: Der MDax sank um 0,34 Prozent auf 15 126,59 Punkte, während der TecDax um 0,26 Prozent auf 1167,48 Punkte vorrückte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand indes ein Minus von 0,83 Prozent auf 2937,80 Punkte./gl/das

20.10.2014

Aktien Frankfurt Ausblick: Freundlicher Wochenstart erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt ist die Stimmung nach dem positiven Abschluss der Vorwoche weiterhin entspannt. Eine dreiviertel Stunde vor dem Börsenstart am Montag stand der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex bei 8864 Punkten - das waren 0,16 Prozent mehr als der Schlusskurs des Dax in der Kernhandelszeit am Freitag. Der Future auf den EuroStoxx 50 signalisiert für den Leitindex der Eurozone an diesem Morgen ein Plus von 0,20 Prozent.

In der turbulenten Vorwoche war der Dax zunächst um weitere 5 Prozent auf den tiefsten Stand seit September 2013 eingebrochen. Letztlich schaffte er nach drei schwachen Wochen jedoch noch den Weg ins Plus.

Zum Wochenauftakt erhielt der deutsche Aktienmarkt weiteren Auftrieb von den Weltbörsen: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial legte seit dem Xetra-Schluss am Freitag um 0,45 Prozent zu. In Asien ging es am Morgen ebenfalls durchweg nach oben, besonders fulminant in Japan. Börsianer sehen die wieder etwas aufgehellte Stimmung als zunächst über das Wochenende hinaus gerettet. Entscheidend werde aber die Reaktion auf die nächste Verkaufswelle.

SAP SENKT PROGNOSE - BERICHT TREIBT ADIDAS AN

Im Fokus steht aktuell der Quartalsbericht von SAP . Weil Kunden zunehmend Mietsoftware aus der sogenannten Cloud beziehen und damit zu Beginn niedrigere Abo-Zahlungen leisteten, senkte der Softwarehersteller das Jahresziel für das um Währungs- und Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit). Die Prognose für die Cloud-Erlöse erhöhten die Walldorfer dagegen etwas. Der Quartalsumsatz und -gewinn legten dank des Cloud-Geschäfts zu. Das gesenkte Ebit-Ziel sei nach der Übernahme des US-Reisekostenspezialisten Concur erwartet worden, kommentierte ein Händler. Er sah die Quartalszahlen insgesamt über den Erwartungen und prognostizierte den Aktien nach anfänglichen Verlusten einen Anstieg. Beim Broker Lang & Schwarz (L&S) gaben sie vorbörslich zunächst um knapp 2 Prozent nach.

Ein Pressebericht gab hingegen den Adidas-Titeln mit einem Plus von fast 5 Prozent vorbörslich Auftrieb. Laut "Wall Street Journal" hat eine Gruppe von Investoren einen Blick auf die US-Tochter Reebok geworfen. Es handele sich um Geldgeber aus Hongkong sowie Staatsfonds aus Abu Dhabi. Ein Händler wertete dies positiv. Die Spekulationen seien bereits seit Wochen im Markt, gut klinge allerdings der nun im Raum stehende Preis von 1,7 Milliarden Euro. Analysten kalkulierten den Wert von Reebok zwischen 800 Millionen und 1,6 Milliarden Euro, so der Börsianer.

METRO ZUVERSICHTLICH FÜR WEIHNACHTSGESCHÄFT

Der Handelskonzern Metro spürte im vierten Quartal eine Verbesserung seiner Geschäfte und startet nach eigener Aussage zuversichtlich in das Weihnachtsgeschäft. In den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 (Ende September) hätten alle Vertriebslinien flächenbereinigt zugelegt, teilte Metro bei der Vorlage vorläufiger Umsatzzahlen mit. Die Aktien gewannen rund 4 Prozent.

Im TecDax stachen die Papiere von Morphosys mit plus 3 Prozent heraus. Das Biotech-Unternehmen erhielt im Rahmen einer Kooperation eine Meilenstein-Zahlung vom Schweizer Pharmakonzern Novartis ./gl/das

20.10.2014

ROUNDUP: Berlin und Paris wollen Abschwung in Europa verhindern

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen mit Milliarden-Investitionen einen konjunkturellen Abschwung in Europa verhindern. Allerdings bestehen Differenzen über Art und Umfang der Bemühungen, wie ein Treffen der Wirtschafts- und Finanzminister beider Länder am Montag in Berlin deutlich machte.

Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron hatte vor dem Gespräch mit der Forderung nach einem deutschen Konjunkturpaket für Verstimmung gesorgt. "50 Milliarden Euro Einsparungen bei uns, und 50 Milliarden zusätzliche Investitionen bei Ihnen - das wäre ein gutes Gleichgewicht", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sprach zwar auch von einem Investitionsnachholbedarf für Deutschland bis 2017 von etwa 50 Milliarden Euro. Er verwies dabei auf Berechnungen der Organisation für Wirtschaft und Zusammenarbeit in Europa (OECD). Gabriel betonte aber, statt "Strohfeuerprogramme" aufzulegen, wolle die Bundesregierung vor allem private Investitionen in Unternehmen stärken, etwa im Bereich Forschung.

Zwischen Berlin und Paris gibt es seit einiger Zeit Differenzen über den Weg aus der Konjunkturschwäche und das Einhalten von Sparzielen. Nach dem Treffen beschwichtigte Macron: "Ich habe nichts gefordert oder verlangt." Er fügte aber hinzu: "Deutschland hat mehr Kapazitäten als wir im Bereich der Investitionen."

Bis zum deutsch-französischen Wirtschaftsrat am 1. Dezember wollen die vier Minister nun gemeinsame Vorschläge für mehr Investitionen erarbeiten, wie der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ankündigte. Scharfe Kritik an der Aussage Macrons kam von der Union. "Es ist unverfroren, dass Frankreich von Deutschland fordert, mehr Geld auszugeben", sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Herbert Reul, "Spiegel Online".

Frankreich wird auch in den nächsten zwei Jahren die EU-Defizitgrenze von drei Prozent verfehlen und gilt als großes Sorgenkind in der Eurozone. Alle vier Minister - Schäuble, Gabriel, Macron und der französische Finanzminister Michel Sapin - betonten, dass man sich bei den nationalen Maßnahmen zur konjunkturellen Belebung nicht gegenseitig bevormunden wolle.

Auch Deutschland stellt sich auf ein etwas geringeres Wachstum ein. Im Ausland wie auch vonseiten einiger SPD-Politiker wächst daher der Druck, das Ziel eines Bundeshaushalts 2015 ohne Neuverschuldung nicht zum unantastbaren Dogma zu erklären. Gabriel und Schäuble wollen aber kein schuldenfinanziertes Konjunkturpaket. In diesem Jahr wächst die Wirtschaft nach der neuen Regierungsprognose nur noch um 1,2 Prozent, im nächsten Jahr um 1,3 Prozent. Die Regierung spricht von einer "vorübergehenden Wachstumspause".

Auf die Steuereinnahmen schlug das schwächere Wirtschaftswachstum in Deutschland bisher nicht negativ durch. Im September stieg das Aufkommen um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Finanzministerium in seinem Monatsbericht mitteilte. Zwischen Januar und September kletterten die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen um 3,0 Prozent auf fast 429 Milliarden Euro. Das Neun-Monats-Plus liegt damit aber leicht unter dem Zuwachs, der in der Mai-Steuerschätzung noch vorausgesagt wurde./rm/ir/DP/jsl

20.10.2014

ROUNDUP 2: Ebay und PayPal gehen in Deutschland in die Offensive

(neu: mehr Details und Hintergrund)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Handelsplattform Ebay und der Bezahldienst PayPal wollen ihr Geschäft in Deutschland ausbauen. Ebay testet demnächst in Berlin die Zustellung am selben Tag. Dabei sollen bis 14.00 Uhr bestellte Einkäufe zwischen 20.00 und 22.00 Uhr geliefert werden, sagte Deutschlandchef Stephan Zoll am Montag in Berlin. Das Pilotprojekt mit der Post-Tochter DHL soll im November starten und voraussichtlich bis Ende des Jahres laufen. Der Bezahldienst PayPal setzt künftig verstärkt auf das Geschäft mit dem Kauf auf Rechnung im Internet und will mehr bargeldlose Zahlungen in Gaststätten oder auch an Snack-Automaten abwickeln.

Ebays Express-Test in Berlin soll Aufschluss über die Aussichten für einen solchen Service liefern. Der Aufpreis dürfte bei fünf bis zehn Euro liegen. In den USA experimentiert Ebay auch mit der Zustellung binnen einer Stunde. Außerdem gibt es diverse Start-ups, die eine schnelle Zustellung von Einkäufen anbieten.

Auf seiner Plattform führt Ebay außerdem einen Warenkorb ein, der Käufern mehr Überblick geben soll. Die Abwicklung eines Kaufs werde von neun auf drei Klicks reduziert. Der Rückgabeprozess werde vereinfacht. Außerdem sollen Kunden mit dem Service "Click & Collect" online gekaufte Waren in Läden abholen können. Auch Ebay bietet jetzt den Kauf auf Rechnung an.

Ebay und PayPal gehören derzeit noch zusammen. PayPal soll bis Ende kommenden Jahres abgespalten und an die Börse gebracht werden. Die Unternehmen betonen, dass sie eine langfristige Zusammenarbeit planen.

Der Bezahldienst PayPal bietet einen Service an, der das Einloggen bei diversen Online-Händlern mit dem PayPal-Login ersetzen kann. Die Kunden könnten dann ohne die Eingabe weiterer Passwörter bezahlen, sagte PayPal-Deutschlandchef Arnulf Keese. Das Login über PayPal ist zunächst nur bei einigen kleineren Händlern verfügbar. Für das Zahlen per PayPal an Snack-Automaten werden die Maschinen modernisiert. "Wir haben einen Weg gefunden, es kostengünstig zu machen", sagte Keese.

Das Angebot "Einchecken mit PayPal", mit dem bisher in über 100 Cafés, Bars und Restaurants bezahlt werden kann, wird ausgebaut. Es soll unter anderem Gutscheine und Vorbestellungen umfassen. Bei dem Service kann sich ein Kunde zum Bezahlen über das Foto in seinem PayPal-Profil vom Händler identifizieren lassen. Damit sollen die Zahlungen reibungsloser ablaufen. Statt der Foto-Identifikation kann sich ein Kunde nun auch einen Bezahl-Code auf sein mobiles Gerät schicken lassen und ihn an der Kasse vorzeigen.

Der Bereich des mobilen Bezahlens per Handy ist umkämpft. Ebay, PayPal und diverse andere Anbieter arbeiten daran, die neuen Möglichkeiten durch den Vormarsch von Smartphones in Geschäftsmodelle umzumünzen. Die Internet-Telefone ermöglichen Einkäufe jederzeit und an jedem Ort. Bei PayPal komme ein Fünftel des abgewickelten Zahlungsvolumens von mobilen Geräten, sagte Deutschlandchef Keese. Ziel des Dienstes ist es, dass PayPal bei möglichst allen Transaktionen als Zahlungsmöglichkeit verfügbar sei.

Der Vormarsch mobiler Geräte lasse den stationären und den Online-Handel miteinander verschmelzen, betonte Ebay-Deutschlandchef Zoll. Ebay will dabei von den Händlern mit Ladengeschäften als Partner wahrgenommen werden - und nicht als Konkurrent wegen seiner bekannten Auktionsplattform. Auf diesem Weg gebe es Fortschritte. Zugleich sei der stationäre Handel in Deutschland generell zurückhaltender beim Internet-Geschäft./so/DP/jha

20.10.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 20.10.2014 - 17.00 Uhr

Deutschland und Frankreich wollen Investitionen stärken

BERLIN - Deutschland und Frankreich wollen mit gemeinsamen Vorschlägen einen stärkeren wirtschaftlichen Abschwung in Europa verhindern. "Wir wollen die Investitionen verstärken", sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag nach einem Treffen mit Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und mit Finanzminister Michel Sapin. Bis zum deutsch-französischen Wirtschsaftrat am 1. Dezember würden gemeinsame Vorschläge für mehr Investitionen erarbeitet.

US-Notenbank/Fisher: Kein Grund für Fortführung der Anleihekäufe

NEW YORK - Der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas hat sich für ein Ende der milliardenschweren Anleihekäufe der US-Notenbank ausgesprochen. "Es gibt keinen Grund, die Käufe Ende Oktober nicht zu beenden", sagte Richard Fisher am Montag dem Fernsehsender CNBC. Die Märkte erwarteten bisher, dass die Fed auf der Sitzung am 28. und 29. Oktober das Ende der Käufe beschließen wird. Allerdings hatten zuletzt die weltweite Konjunkturschwäche, der starke Dollar und die Finanzmarktturbulenzen Zweifel an diesem Termin genährt.

Stresstest: Griechische Banken sehen sich gerüstet

ATHEN - Griechenlands Kreditinstitute bereiten sich auf ein mögliches Durchfallen bei den umfangreichen Bilanzchecks durch die Europäischen Zentralbank (EZB) vor. Die vier geprüften Großbanken sind nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa vom Montag aber optimistisch, aufgedeckte Kapitallücken aus eigener Kraft schließen zu können. So könnten sie Immobilien verkaufen und sich von Tochterfirmen im Ausland trennen, um fehlende Gelder einzusammeln, hieß es in Finanzkreisen, die damit entsprechende Zeitungsberichte bestätigten. Wie groß die Lücken ausfallen werden, ließen die Informanten offen.

EZB bestätigt Käufe von Covered Bonds

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wie zuvor bereits angekündigt mit dem Kauf von Anleihen begonnen, die mit Forderungen gedeckt sind (Covered Bonds). Dies sagte ein Sprecher der EZB am Montag und bestätigte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Weitere Details wurden nicht genannt.

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft kommt kaum voran

FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft kommt nach dem schwachen Frühjahr nur sehr schleppend wieder in Schwung. Die Bundesbank traut Deutschland im dritten und vierten Quartal bestenfalls ein verhaltendes Wachstum zu, wie die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht erklärte: "Die deutsche Wirtschaft ist im Sommerquartal 2014 kaum vorangekommen."

Verband: Deutsche IT-Branche beschäftigt mehr als 950 000 Menschen

BERLIN - Der IT-Verband Bitkom rechnet damit, dass bis zum Ende dieses Jahres 953 000 Menschen in Deutschland in der IT-Branche arbeiten werden. Das wären 1,1 Prozent mehr als Ende 2013, erklärte der Verband am Montag in Berlin. Nach Ansicht des Bitkom unterstreicht das die Bedeutung der IT-Branche in Deutschland. 2010 arbeiteten noch 865 600 Menschen in dem Bereich. Allerdings hat der Beschäftigungszuwachs im Vergleich zu den Vorjahren nachgelassen.

Bundesbank: Konjunkturflaute in der zweiten Jahreshälfte

FRANKFURT - In Deutschland dürfte die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte nach Einschätzung der Bundesbank eher enttäuschend verlaufen. "Die deutsche Wirtschaft ist im Sommerquartal kaum vorangekommen", hieß es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Zentralbank. Aus der Industrie sei für das dritte Quartal sogar "ein leicht negativer Wachstumsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt zu erwarten". Vor dem Hintergrund der schleppenden Auftragseingänge und der eingetrübten Stimmung in den Unternehmen seien auch die Aussichten für das Schlussquartal verhalten.

DGB kündigt verstärkten Kampf gegen digitale Billigjobs an

BERLIN - Vor dem IT-Gipfel der Bundesregierung hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) neuen digitalen Billigjobs ohne Arbeitnehmerrechten den Kampf angesagt. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie hier eine Art moderne Sklaverei entsteht, mit einem Wettbewerb um Löhne nach unten", sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Eurozone: Leistungsbilanz mit geringerem Überschuss

FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz des Euroraums ist im August gesunken. Nach Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Montag lag der Saldo saisonbereinigt bei 18,9 Milliarden Euro, nach revidiert 21,6 Milliarden Euro im Vormonat (zunächst 18,7 Milliarden Euro). Der Überschuss in der Handelsbilanz legte zu, während er in der Dienstleistungsbilanz schrumpfte.

Italien: Überraschend starke Auftragseingänge in der Industrie

ROM - Der Auftragseingang für italienische Industrieunternehmen ist im August deutlich stärker als erwartet gestiegen. Die Aufträge hätten im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent zugelegt, teilte die nationale Statistikbehörde Istat am Montag in Rom mit. Dies ist der stärkste Anstieg seit April. Volkswirte hatten nur einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Im Juli war der Auftragseingang noch um 1,5 Prozent gesunken. Im Jahresvergleich gingen die Aufträge im August laut Istat um 3,2 Prozent zurück.

Spitzen-Notenbank BIZ warnt vor neuer Finanzkrise

BERLIN/BASEL - Die seit Jahren andauernde Geldflut führender Notenbanken könnte nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zu einer neuen weltweiten Finanzkrise führen. "In der Tat sehen wir das Risiko, dass die derzeitige Geldpolitik aus globaler Perspektive zu Gefahren für die Finanzstabilität beitragen könnte", sagte BIZ-Chefvolkswirt Claudio Borio der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe). Seiner Meinung nach zeigt die aktuelle Situation durchaus Parallelen zur Phase vor dem Beginn der jüngsten schweren Finanzkrise.

Deutschland: Erzeugerpreise sinken im Jahresvergleich wie erwartet

WIESBADEN - Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im September erneut gefallen. Im Vergleich zum Vorjahr gaben sie um 1,0 Prozent nach, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Dies ist der 14. Rückgang in Folge. Volkswirte hatten diese Entwicklung erwartet./rob/fr

20.10.2014

ROUNDUP: Deutschland und Frankreich wollen Investitionen stärken

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen mit gemeinsamen Vorschlägen einen stärkeren wirtschaftlichen Abschwung in Europa verhindern. "Wir wollen die Investitionen verstärken", sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag nach einem Treffen mit Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und mit Finanzminister Michel Sapin. Bis zum deutsch-französischen Wirtschaftsrat am 1. Dezember würden gemeinsame Vorschläge für mehr Investitionen erarbeitet. Macron relativierte seinen Vorschlag, Deutschland müsse zur Ankurbelung der Konjunktur in Europa bis 2017 rund 50 Milliarden Euro zusätzlich investieren.

"Ich habe nichts gefordert oder verlangt", sagte Macron, ergänzte aber zugleich: "Deutschland hat mehr Kapazitäten als wir im Bereich der Investitionen." Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) warnte allgemein vor "Schulmeisterei" und einem Schlechtmachen des jeweils Anderen in Europa. Deutschland habe bei den Investitionen einen Anteil von 17 Prozent an der Wirtschaftsleistung, Ziel seien 20 Prozent. Diese Lücke entspreche in etwa den 50 Milliarden Euro an Investitionen, die die französische Seite angesprochen habe, betonte Gabriel. Statt Strohfeuerprogramme aufzulegen, wolle die Bundesregierung aber vor allem private Investitionen in Unternehmen stärken, etwa im Bereich Forschung./ir/rm/DP/jha

20.10.2014

Deutschland und Frankreich wollen Investitionen stärken

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen mit gemeinsamen Vorschlägen einen stärkeren wirtschaftlichen Abschwung in Europa verhindern. "Wir wollen die Investitionen verstärken", sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag nach einem Treffen mit Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und mit Finanzminister Michel Sapin. Bis zum deutsch-französischen Wirtschsaftrat am 1. Dezember würden gemeinsame Vorschläge für mehr Investitionen erarbeitet. Macron relativierte seinen Vorschlag, Deutschland müsse zur Ankurbelung der Konjunktur in Europa bis 2017 rund 50 Milliarden Euro zusätzlich investieren./ir/rm/DP/jha

20.10.2014

ROUNDUP: Ebay und PayPal gehen in Deutschland in die Offensive

BERLIN (dpa-AFX) - Die Handelsplattform Ebay und der Bezahldienst PayPal wollen ihr Geschäft in Deutschland ausbauen. Ebay testet demnächst in Berlin die Zustellung am selben Tag. Dabei sollen bis 14.00 Uhr bestellte Einkäufe zwischen 20.00 und 22.00 Uhr geliefert werden, sagte Deutschlandchef Stephan Zoll am Montag in Berlin. Das Pilotprojekt mit der Post-Tochter DHL soll im November starten und voraussichtlich bis Ende des Jahres laufen. Der Bezahldienst PayPal setzt künftig verstärkt auf das Geschäft mit dem Kauf auf Rechnung im Internet und will mehr bargeldlose Zahlungen in Gaststätten oder auch an Snack-Automaten abwickeln.

Ebays Express-Test in Berlin soll Aufschluss über die Aussichten für einen solchen Service liefern. Der Aufpreis dürfte bei fünf bis zehn Euro liegen. In den USA experimentiert Ebay auch mit der Zustellung binnen einer Stunde. Außerdem gibt es diverse Start-ups, die eine schnelle Zustellung von Einkäufen anbieten.

Auf seiner Plattform führt Ebay außerdem einen Warenkorb ein, der Käufern mehr Überblick geben soll. Die Abwicklung eines Kaufs werde von neun auf drei Klicks reduziert. Der Rückgabeprozess werde vereinfacht. Außerdem sollen Kunden mit dem Service "Click & Collect" online gekaufte Waren in Läden abholen können.

Ebay und PayPal gehören derzeit noch zusammen. PayPal soll bis Ende kommenden Jahres abgespalten und an die Börse gebracht werden.

Der Bezahldienst PayPal bietet einen Dienst an, der das Einloggen bei diversen Online-Händlern mit dem PayPal-Login zu ersetzen. Die Kunden könnten dann ohne die Eingabe weiterer Passwörter bezahlen, sagte PayPal-Deutschlandchef Arnulf Keese. Das Login über PayPal ist zunächst nur bei einigen kleineren Händlern verfügbar. Für das Zahlen per PayPal an Snack-Automaten werden die Maschinen modernisiert. "Wir haben einen Weg gefunden, es kostengünstig zu machen", sagte Keese.

Das Angebot "Einchecken mit PayPal", mit dem bisher in über 100 Cafés, Bars und Restaurants bezahlt werden kann, wird ausgebaut. Es soll unter anderem Gutscheine und Vorbestellungen umfassen. Bei dem Service kann sich ein Kunde zum Bezahlen über das Foto in seinem PayPal-Profil vom Händler identifizieren lassen. Damit sollen die Zahlungen reibungsloser ablaufen. Statt der Foto-Identifikation kann sich ein Kunde nun auch einen Bezahl-Code auf sein mobiles Gerät schicken lassen und ihn an der Kasse vorzeigen.

Der Bereich des mobilen Bezahlens per Handy ist umkämpft. Ebay, PayPal und diverse andere Anbieter arbeiten daran, die neuen Möglichkeiten durch den Vormarsch von Smartphones in Geschäftsmodelle umzumünzen. Die Internet-Telefone ermöglichen Einkäufe jederzeit und an jedem Ort. Bei PayPal komme ein Fünftel des abgewickelten Zahlungsvolumens von mobilen Geräten, sagte Deutschlandchef Keese. Ziel des Dienstes ist es, dass PayPal bei möglichst allen Transaktionen als Zahlungsmöglichkeit verfügbar sei.

Der Vormarsch mobiler Geräte lasse den stationären und den Online-Handel miteinander verschmelzen, betonte Ebay-Deutschlandchef Zoll. Ebay will dabei von den Händlern mit Ladengeschäften als Partner wahrgenommen werden - und nicht als Konkurrent wegen seiner bekannten Auktionsplattform. Auf diesem Weg gebe es Fortschritte. Zugleich sei der stationäre Handel in Deutschland generell zurückhaltender beim Internet-Geschäft./so/DP/she

20.10.2014

Stresstest: Griechische Banken sehen sich gerüstet

ATHEN (dpa-AFX) - Griechenlands Kreditinstitute bereiten sich auf ein mögliches Durchfallen bei den umfangreichen Bilanzchecks durch die Europäischen Zentralbank (EZB) vor. Die vier geprüften Großbanken sind nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa vom Montag aber optimistisch, aufgedeckte Kapitallücken aus eigener Kraft schließen zu können. So könnten sie Immobilien verkaufen und sich von Tochterfirmen im Ausland trennen, um fehlende Gelder einzusammeln, hieß es in Finanzkreisen, die damit entsprechende Zeitungsberichte bestätigten. Wie groß die Lücken ausfallen werden, ließen die Informanten offen.

Die EZB will an diesem Sonntag die Ergebnisse ihrer Untersuchung der Bilanzen von 130 Großbanken in der Eurozone samt eines Stresstests vorlegen. Die Institute sollen die Zahlen mit mindestens 48 Stunden Vorlauf erhalten, um reagieren zu können.

Im Test durchgefallene Institute haben sechs bis neun Monate Zeit, um die Lücken zu schließen. Mit den Checks will die EZB sicherstellen, dass ihr nach der Übernahme der zentralen Bankenaufsicht in der Eurozone am 4. November keine bösen Überraschungen drohen. In Griechenland stellen sich mit der National Bank of Greece, der Piräus Bank, der Alpha Bank und der Eurobank vier Institute dem Test der Aufseher.

Der griechischen Finanzpresse zufolge will die National Bank of Greece einen Teil ihrer türkischen Tochterbank Finansbank im Falle eines Scheiterns an den EZB-Vorgaben verkaufen. Die Banken hätten zudem eine lange Liste mit Immobilien vorbereitet, die sie verkaufen könnten, falls dies nötig sein werde, berichteten übereinstimmend griechische Finanzzeitungen und Portale. Darunter sei mit dem Hilton in Athen auch eins der größten Hotels Griechenlands.

Die griechischen Banken können im schlimmsten Fall auf ein Kapital von rund elf Milliarden Euro zurückgreifen, die für ihre Rekapitalisierung zur Verfügung stehen. Nach Einschätzung von Analysten werden Banken solche Hilfen aber möglichst vermeiden wollen./tt/enl/DP/stb

20.10.2014

ROUNDUP: Bundesagentur und Arbeitgeber fordern längere Kita-Öffnungszeiten

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) fordert ebenso wie der Arbeitgeberverband längere und flexiblere Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten. "Die oft starren Betreuungszeiten in Kitas passen nicht zur heutigen Lebens- und Arbeitswelt. Wir brauchen mehr Absicherung der Betreuung in Randzeiten und an Wochenenden", kritisierte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt am Montag in Nürnberg. Auch Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer betonte: "Wir brauchen mehr hochwertige Kitas, die sich an den Interessen berufstätiger Eltern und den Bedürfnissen der Betriebe orientieren, damit Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen sind."

Viele Menschen, besonders Alleinerziehende, könnten wegen der unzureichenden Betreuung ihrer Kinder nicht oder nicht im angestrebten Umfang arbeiten, sagte Alt. Auch die Unternehmen drängen auf bessere Angebote. "Der Ausbau der Kinderbetreuung, gerade auch in Rand- und Ferienzeiten, ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung", erläuterte Kramer in Berlin. Mittelfristig seien deshalb deutlich mehr qualifizierte Betreuer vonnöten.

Nach einer aktuellen Studie der Bundesagentur werden rund 3,29 Millionen Kinder unter sechs Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder von Tageseltern betreut (Daten vom März). Ihre Zahl ist in den letzten Jahren - auch durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zum 1. August 2013 - stetig gestiegen.

Entsprechend legten auch die Mitarbeiterzahlen in den Kitas in den vergangenen Jahren kräftig zu: Von 382 400 im Jahr 2008 auf zuletzt 527 400. Hinzu kommen knapp 45 000 öffentlich geförderte Tagesmütter und -väter. Die meisten der immer noch fast ausschließlich weiblichen Betreuer und Erzieher arbeiten Teilzeit.

Um die Betreuung in Randzeiten zu verbessern, schlug BA-Manager Alt vor, dass Länder und Kommunen vermehrt Tageseltern ausbilden und vermitteln sollten. Auch müssten Umschuler eine verkürzte Ausbildung machen können. Arbeitgeberpräsident Kramer ergänzte: "Wir benötigen in der Ausbildung zum Erzieherberuf ein höheres Angebot an praxisintegrierten, vergüteten Ausbildungsmodellen anstelle der vollschulischen, zum Teil sogar kostenpflichtigen Ausbildung."/eri/DP/jkr

20.10.2014

EZB bestätigt Käufe von Covered Bonds

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wie zuvor bereits angekündigt mit dem Kauf von Anleihen begonnen, die mit Forderungen gedeckt sind (Covered Bonds). Dies sagte ein Sprecher der EZB am Montag und bestätigte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Weitere Details wurden nicht genannt.

Laut Bloomberg kaufte die EZB französische Covered Bonds mit kurzer Laufzeit. Die Agentur berief sich dabei auf drei namentlich nicht genannte Personen, die an dem Geschäft beteiligt seien. Zwei der Personen hätten zudem berichtet, dass die Papiere von den Großbanken Societe Generale und BNP Paribas gekauft worden seien.

Covered Bonds sind mit Krediten besicherte Anleihen. Sie gelten als eine vergleichsweise sichere Anlage, weil neben den Sicherheiten grundsätzlich auch die ausgebende Bank im Fall eines Ausfalls haftet. Mit dem Kauf der Wertpapiere will die EZB unter anderem die schleppende Kreditvergabe in der Eurozone stärker in Schwung bringen, um so die Konjunktur zu stützen.

Neben dem Kauf von Covered Bonds hatte die Notenbank auch den Erwerb von gebündelten Krediten (ABS) angekündigt. Insgesamt schätzt die Notenbank, dass mögliche Kaufvolumen auf eine Billion Euro, wobei Experten aber ihre Zweifel an dieser Zahl angemeldet haben./jkr/jsl

20.10.2014

ROUNDUP/ Bundesbank: Deutsche Wirtschaft kommt kaum voran

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft kommt nach dem schwachen Frühjahr nur sehr schleppend wieder in Schwung. Die Bundesbank traut Deutschland im dritten und vierten Quartal bestenfalls ein verhaltendes Wachstum zu, wie die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht erklärte: "Die deutsche Wirtschaft ist im Sommerquartal 2014 kaum vorangekommen."

So dürfte die Industrie die Konjunktur von Juli bis September gebremst haben, und auch vom Bau seien größere positive Impulse unwahrscheinlich. "Dem stand aber eine recht gute Konsumkonjunktur gegenüber, die von dem kräftigen Beschäftigungswachstum und den spürbaren Reallohnsteigerungen profitiert hat", betonte die Deutsche Bundesbank.

Insgesamt habe die gesamtwirtschaftliche Leistung im dritten Quartal in etwa auf dem Stand des zweiten Vierteljahres stagniert oder sei sogar leicht gestiegen. Auch die Aussichten für das Schlussquartal 2014 seien jedoch angesichts des schleppenden Auftragseingangs und der eingetrübten Unternehmensstimmung verhalten. Im Frühjahr war die deutsche Wirtschaft real um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft.

Zuletzt hatten Ökonomen reihenweise ihre Konjunkturprognosen für dieses und das kommende Jahr nach unten korrigiert. Auch die Bundesregierung hat reagiert und erwartet für 2014 nur noch einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,2 Prozent - im Frühjahr waren es 1,8 Prozent. Für 2015 nahm Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seine Schätzung von 2,0 auf 1,3 Prozent zurück.

Trotz der Konjunkturflaute in der zweiten Jahreshälfte bleibt der Arbeitsmarkt aber robust, schrieben die Experten: "Die Beschäftigung tendiert weiter nach oben." Allerdings scheine das Expansionstempo zuletzt etwas nachgelassen zu haben./hqs/DP/jsl

20.10.2014

AKTIE IM FOKUS 3: SAP sehr schwach - Gesenktes Ebit-Ziel überlagert Zahlen

(neu: Schlusskurse, Analystenkommentare von Independent Research und Societe Generale.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Senkung des operativen Gewinnziels hat SAP am Montag deutlich belastet. Die laut Börsianern soliden bis positiven Zahlen verpufften am Markt. Letztlich verloren die Titel des Softwareherstellers 5,76 Prozent auf 50,90 Euro und landeten damit klar auf dem letzten Platz im Dax , der 1,50 Prozent einbüßte.

Weil Kunden laut SAP zunehmend Mietsoftware aus der sogenannten Cloud beziehen und damit zu Beginn niedrigere Abo-Zahlungen leisten, senkte der Konzern das Jahresziel für das um Währungs- und Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit). Die Prognose für die Cloud-Erlöse erhöhten die Walldorfer dagegen etwas. Der geplante Zukauf des US-Reisekostenspezialisten Concur ist darin noch nicht enthalten. Umsatz und Gewinn hatten im dritten Quartal dank des Cloud-Geschäfts zugelegt.

PROGNOSESENKUNG WAR ERWARTET WORDEN

Bei Analysten fielen die Urteile vorsichtig positiv aus. Auf den ersten Blick entspreche das Quartal weitgehend den Erwartungen, hieß es bei der Commerzbank. Das neue Ebit-Ziel liege indes unter der Konsensschätzung. Außer der schneller als erwarteten Geschäftsverschiebung in Richtung Cloud machte Analyst Thomas Becker dafür die gestiegenen Unsicherheiten mit Blick auf das Schlussquartal verantwortlich.

Auch Knut Woller von der Baader Bank sprach von erwartungsgemäßen Zahlen. Angesichts der negativen Aktienkursentwicklung schon vor der Präsentation der Resultate werte er diese als erfreulich. Die gesenkte Ebit-Prognose könnte zwar negativ aufgenommen werden. Dafür habe SAP aber seine Cloud-Ziele angehoben. Woller hielt an seiner Kaufempfehlung und am Kursziel von 70 Euro fest.

DZ BANK: SAP OFFENBAR BESSER ALS WETTBEWERBER

SAP scheine sich besser zu schlagen als einige Wettbewerber, lobte Harald Heider von der DZ Bank. Die Quartalsbilanz sei trotz negativer Wechselkurseffekte solide ausgefallen. Das Wachstum insbesondere im Cloud-Geschäft sei ermutigend. Dort habe der Softwarekonzern klar die Markterwartungen übertroffen. Das Cloud-Geschäft sei langfristig vielversprechend, und SAP scheine in diesem Bereich auf einem guten Weg zu sein. Der Experte bleibt daher optimistisch gestimmt. Er beließ die Aktie auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 72 Euro.

SOCGEN: STETIGES PLUS DER WARTUNGSERLÖSE

Analyst Richard Nguyen von der französischen Großbank Societe Generale (SocGen) reduzierte wegen des gesenkten Ergebnisausblicks seine Gewinnschätzungen für 2014 und 2015 um durchschnittlich 2 Prozent. Wegen des anhaltenden Wachstums der Wartungserlöse bleibt er für den Softwarekonzern aber positiv gestimmt. Auch er behielt seine Kaufempfehlung bei, senkte aber das Kursziel von 70 auf 67 Euro.

Die Kennziffern hätten überzeugt, konstatierte Markus Friebel vom Analysehaus Independent Research. Das reduzierte Ergebnisziel sei vom Markt erwartet worden, weshalb der deutliche Kursrückgang übertrieben sei. Die langfristigen Wachstumsperspektiven der Walldorfer seien intakt. Er reduzierte das Kursziel von 69 auf 67 Euro, beließ das Votum aber auf "Kaufen"./edh/he

20.10.2014

AKTIE IM FOKUS: IBM geht nach enttäuschenden Geschäftszahlen auf Talfahrt

NEW YORK (dpa-AFX) - Umsatzrückgang, Ergebniseinbruch, Gewinnziel in Frage gestellt - Gründe genug, um den Aktionären des Computerurgesteins IBM zum Wochenauftakt die Stimmung zu verhageln. Analysten sprachen von langfristigen Problemen, mit denen der Konzern kämpfe. Die IBM-Papiere knickten am Montag um 6,53 Prozent auf 170,16 US-Dollar ein. Das bedeutete für das Index-Schwergewicht den letzten Platz im Dow Jones Industrial , der moderat nachgab.

Die sehr enttäuschenden Resultate offenbarten die Herausforderungen, mit denen sich der Technologiekonzern in vielen Geschäftsbereichen konfrontiert sehe, schrieb Analyst James Kisner vom Analysehaus Jefferies in einer Studie.

GEWINNEINBRUCH - ZIEL FÜR 2015 IN FRAGE GESTELLT

Im dritten Quartal war der Umsatz von IBM um 4 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 22,4 Milliarden Dollar gefallen. Der Nettogewinn war sogar von 4,0 Milliarden auf 18 Millionen Dollar eingebrochen. Zwar ergab sich durch die Veräußerung der verlustreichen Chipsparte kurzfristig ein hoher Sonderaufwand, doch auch unter Ausklammerung des Chipgeschäfts ging der Profit im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Zudem hält die Konzernführung das operative Gewinnziel von 20 Dollar pro Aktie im Geschäftsjahr 2015 nicht mehr für realistisch.

Analyst Steven Milunovich von der schweizerischen Großbank UBS hält mit Blick auf den Verkauf der Chipsparte die Verkleinerung des Hardware-Geschäfts für sinnvoll. Er bemängelt aber, dass Anzeichen einer Verbesserung der Entwicklung in den Software- und Dienstleistungsbereichen fehlen.

ANALYST: IBM BRAUCHT VERMUTLICH AUF JAHRE INVESTITIONEN

Ähnliche Probleme sieht Credit-Suisse-Analyst Kulbinder Garcha: IBM stehe vor langfristigen Problemen, wie organischen Umsatzrückgängen - also ohne Zukäufe - sowie Belastungen durch die wachsende Bedeutung der Cloud. Damit setzen Unternehmen zunehmend auf die Speicherung ihrer Daten auf fremden Servern, statt eigene Hardware zu kaufen.

Das Geschäftsmodell von IBM könnte nun endlich einer gründlichen Prüfung unterzogen werden, schreibt Garcha in einer Studie. Vermutlich bedürfe es Investitionen auf Jahre hinaus. Garcha stuft die Papiere ebenso wie Jefferies-Analyst Kisner mit "Underperform" ein. Beide Experten sehen beim Kurs noch Luft nach unten./mis/edh/he

20.10.2014

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux belässt SAP auf 'Buy' - Ziel 66 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für SAP nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 66 Euro belassen. Die Resultate seien insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Laurent Daure in einer Studie vom Montag. Allerdings habe der Softwarekonzern den Ergebnisausblick für 2014 leicht reduziert. Dies habe jedoch keine größeren Anpassungen seiner Prognosen zur Folge./edh/la

20.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Fresenius SE auf 'Add' - Ziel 41 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für Fresenius SE anlässlich der Spekulationen um einen Kauf der Danone-Sparte Medizinische Ernährung auf "Add" mit einem Kursziel von 41 Euro belassen. Mittlerweile habe sich der kolportierte Kaufpreis von 4 Milliarden Euro auf bis zu 5 Milliarden Euro erhöht, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie vom Montag. Zudem wäre die Komplexität eines solchen Deals groß, da der deutsche Medizinkonzern aus kartellrechtlichen Gründen möglicherweise gezwungen wäre, Unternehmensteile abzustoßen./edh/la

20.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt SAP auf 'Add' - Ziel 72 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat SAP nach Zahlen und einer Prognosesenkung auf "Add" mit einem Kursziel von 72 Euro belassen. Auf den ersten Blick entspreche das dritte Quartal des Softwareherstellers weitgehend den Erwartungen, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Montag. Das neue Ziel für den operativen Gewinn (Ebit) liege indes unter der Konsensschätzung. Außer der schneller als erwarteten Geschäftsverschiebung in Richtung Cloud machte Becker dafür die gestiegenen Unsicherheiten für das Schlussquartal verantwortlich. Becker hält aber auf dem aktuellen Kursniveau der Aktie an seiner derzeitigen Einschätzung fest./gl/la

20.10.2014

ANALYSE-FLASH: Equinet belässt Comdirect Bank auf 'Accumulate' - Ziel 9,50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Comdirect Bank im Vorfeld des Bilanzberichts für das dritte Quartal 2014 auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Das Analysehaus erwartet schwächere Quartalsergebnisse im Vergleich zum Vorjahr, wie Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Montag schrieb. Grund seien voraussichtlich um 6 Prozent gestiegene Kosten. Dennoch betrachtet Equinet die Aktie als attraktiv. Das Papier könnte von der jüngst gestiegenen Aktienmarkt-Volatilität profitieren, so Häßler./kkx/das

20.10.2014

ANALYSE/Sentix: Rascher positiver Stimmungsumschwung könnte problematisch sein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der zwischenzeitlich sehr rasche und deutliche Stimmungsumschwung am deutschen Aktienmarkt könnte sich laut dem Analysehaus Sentix in den nächsten Wochen als problematisch erweisen. Aktien hätten bei Anlegern unverändert den Ruf einer alternativlosen Anlage, schrieb Analyst und Geschäftsführer Manfred Hübner in seiner aktuellen Studie. "Schließlich gelingt auch in scheinbar aussichtsloser Lage ein schneller Rebound", hob er hervor und verwies auf die atemberaubenden Kehrtwende im Dax am Donnerstag und vor allem am Freitag.

Nachdem der Leitindex am Donnerstag zeitweise deutlich unter 8400 Punkte gefallen war und den tiefsten Stand seit September 2013 erreicht hatte, war ihm am Tagesende doch noch der Sprung ins Plus geglückt. Am Freitag dann hatte der Dax schließlich zur Rally angesetzt, war um mehr als 3 Prozent gestiegen, und konnte nach drei per Saldo negativen Wochen überraschend einen Wochengewinn einfahren.

Die schlechte Stimmung verziehe sich, und das Grundvertrauen der Anleger steige sogar, fasste Hüber das Geschehen zusammen. Dies zeige auch der Risikoaversions-Index für Aktien, selbst wenn insgesamt eine vorsichtigere Gangart eingelegt werde, die vor allem Papiere kleinerer Unternehmen zu spüren bekämen.

Zumindest kurzfristig aber sieht Hübner die Rückkaufneigung am Aktienmarkt positiv. Zugleich fragt er aber auch, ob es sich womöglich inzwischen doch nur um eine Konditionierung handeln könnte.

Mit Blick auf Börsengänge (IPO) jedenfalls sei die Stimmung inzwischen wieder negativ. "Was im Zug des Alibaba-Börsendebuts an guter Stimmung aufgebaut wurde, hat Rocket Internet raketenartig zerstört. Und auch Zalando-Aktionäre dürften eher vor Schmerz als vor Glück schreien." Damit hätten die deutschen Marktneulinge ihren Nachfolgern einen Bärendienst erwiesen. "Einmal mehr hat sich gezeigt, dass bei uns IPOs meist nur dem 'Kasse-Machen' durch die Altaktionäre dienen."

Das Analysehaus Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus./ck/das

20.10.2014

ANALYSE-FLASH: Bernstein belässt Metro auf 'Outperform' - Ziel 33,50 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für Metro nach Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 33,50 Euro belassen. Der Handelskonzern habe solide Kennziffern für das Geschäftsjahr 2013/14 veröffentlicht, schrieb Analyst Bruno Monteyne in einer Studie vom Montag. Unter anderem aufgrund starker Vermögenswerte und eines möglichen Börsengangs der Elektroniksparte Media-Saturn hält der Experte an seiner positiven Einschätzung der Aktie fest./edh/la

20.10.2014

ANALYSE-FLASH: Equinet belässt Adidas auf 'Buy' - Ziel 75 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat Adidas nach Spekulationen über Kaufinteressenten für die US-Tochter Reebok auf "Buy" mit einem Kursziel von 75 Euro belassen. Falls es, wie im "Wall Street Journal" berichtet, zu einem Übernahmeangebot für Reebok komme und Adidas akzeptiere, rechne er kurzfristig mit Aufwärtspotenzial für die Aktie des Sportartikelherstellers, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie vom Montag. Unklar sei aber, wie sich eine solche Entscheidung auf die langfristige Firmenstrategie in den USA auswirken werde./ck/la

20.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Adidas auf 'Hold' - Ziel 63 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für Adidas nach einem Pressebericht über Kaufinteresse von Finanzinvestoren an der US-Tochter Reebok auf "Hold" mit einem Kursziel von 63 Euro belassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Adidas das kolportierte Kaufgebot von 1,7 Milliarden Euro akzeptiert, sei relativ hoch, schrieb Analyst Andreas Riemann in einer Studie vom Montag. Auch wenn der Sportartikelkonzern Rebook 2006 für rund 3 Milliarden Euro gekauft habe, sei die Preisofferte angesichts der bisherigen Reebok-Verluste attraktiv./edh/la