dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

01.10.2014

Bank-of-America-Chef wird noch mächtiger: Nun auch Verwaltungsratsvorsitzender

CHARLOTTE (dpa-AFX) - Bank-of-America-Chef Brian Moynihan wird ab sofort noch mächtiger. Der Verwaltungsrat der US-Bank wählte ihn an seine Spitze, wie aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Der Vorstandsvorsitzende (CEO) des Instituts übernimmt den Posten mit sofortiger Wirkung vom bisherigen Amtsinhaber Charles Holliday./he

01.10.2014

ROUNDUP 2: SUV und Pickups treiben US-Autoabsatz - Volkswagen-Flaute hält an

(neu: Autodata, BMW, Porsche, Daimler)

DETROIT (dpa-AFX) - Um Autos in den USA zu verkaufen, sind weiter schwere Geschütze nötig: Auch im September dominierten Geländewagen und Pickups den Markt, wie am Mittwoch veröffentlichte Absatzzahlen der Branche zeigten. Chrysler, General Motors und Nissan profitieren am meisten von dem Trend - im Gegensatz zu Volkswagen . Insgesamt konnte die Branche laut Berechnungen der Analysefirma Autodata ein Absatzplus von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen.

VW hat weiter einen schweren Stand im US-Markt. Die Kernmarke von Europas größtem Autobauer verkaufte mit knapp 26 000 Neuwagen fast 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das war der 18. Monat in Folge mit rückläufigen Verkaufszahlen. Die Wolfsburger wollen erst 2016 ein neues SUV-Modell speziell für den US-Markt auf die Straße bringen. Volkswagens größter Rivale Toyota brachte es allerdings auch nur auf ein Mini-Plus von 1,7 Prozent und blieb damit deutlich hinter den Erwartungen der Branchenkenner zurück. Überraschend kräftig zogen die Geschäfte hingegen beim japanischen Wettbewerber Nissan an, der seine Verkäufe um 18,5 Prozent steigern konnte.

GM UND CHRYSLER LEGEN KRÄFTIG ZU - Ford SCHWÄCHELT

An der Spitze der Absatzliste für September liegen die US-Branchenriesen Chrysler und GM mit einem Plus von jeweils 19 Prozent. GM lieferte dank starker SUV- und Pickup-Verkäufe im letzten Monat rund 223 400 Fahrzeuge aus - so viele wie seit September 2011 nicht mehr. Bei Chrysler kurbeln weiter Schwergewichte der Marke Jeep und die Pickup-Trucks von Ram den Absatz an.

Ausgerechnet der US-Autobauer, der am besten durch die Krise gekommen war, schwächelte hingegen: Ford, die Nummer zwei in Amerika, musste im September Verkaufseinbußen von 2,7 Prozent hinnehmen. Bereits zu Wochenbeginn hatte das Unternehmen Aktionäre beim Investorentag mit einer Gewinnwarnung geschockt.

AUDI UND PORSCHE DEUTLICH IM PLUS

Die VW-Premiumtochter Audi legt beim US-Absatz indes weiter kräftig zu. Im September stiegen Verkaufszahlen im Jahresvergleich um rund 14 Prozent auf knapp 14 900 Neuwagen. Treibende Kraft war der neue A3, der seit dem Frühjahr bei den Händlern steht und von dem im September 2340 Exemplare abgesetzt wurden.

Der neue Kompakt-SUV Macan und die 911er-Sportwagen haben auch Porsche ein deutliches Verkaufsplus beschert. Insgesamt brachte die VW-Luxustochter 3607 Neuwagen auf die Straße und damit 16,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Alleine vom Macan - erst seit diesem Jahr bei den Händlern - verkaufte Porsche rund 700 Stück.

BMW BLEIBT AUF WACHSTUMSKURS

BMW bleibt in den USA ebenfalls auf Wachstumskurs. Im September setzte der Konzern rund 29 800 Neuwagen seiner Marken BMW und Mini ab - das waren 3,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch Daimler konnte Verkaufserfolge feiern. Im September setzte das Unternehmen gut 27 300 Pkw seiner Kernmarke Mercedes-Benz ab und damit knapp elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor./hbr/DP/he

01.10.2014

Abgang des 'Bondkönigs' kostet Allianz-Tochter Pimco Milliarden an Anlegergeld

NEWPORT BEACH (dpa-AFX) - Die Allianz-Tochter Pimco hat den Abgang des Firmengründers und Investmentchefs Bill Gross teuer bezahlen müssen. Im September zogen Investoren insgesamt 23,5 Milliarden Dollar (18,2 Mrd Euro) aus dem bislang von Gross gemanagten Flaggschiff "Total Return Fund" ab, wie die Firma am Mittwoch mitteilte.

Das entspricht einem Verlust von 10,6 Prozent binnen eines Monats - Ende August hatte Pimco das Volumen des Fonds zuletzt mit 221,6 Milliarden Dollar angegeben. Noch nie in der Geschichte des 1997 aufgelegten Fonds kam es zu einer Kapitalflucht in diesem Ausmaß. "Die größten Abflüsse gab es am Tag von Bill Gross' Rücktritt", hieß es in der Mitteilung.

Der wegen seiner jahrelangen Anlageerfolge an den Anleihemärkten "Bondkönig" genannte Gross hatte das 1971 von ihm gegründete Unternehmen am Freitag nach einem Führungsstreit überraschend verlassen. Gross arbeitet nun für den Konkurrenten Janus Capital. Seine Nachfolge bei Pimco hat der bisherige Vize Daniel Ivascyn angetreten./hbr/DP/he

01.10.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 01.10.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 01.10.2014

ADIDAS

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Adidas auf "Buy" mit einem Kursziel von 68 Euro belassen. Das vom Sportartikelhersteller angekündigte Aktienrückkaufprogramm sorge für Zuversicht, schrieb Analyst Christian Schwenkenbecher in einer Studie vom Mittwoch.

AIRBUS GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Airbus nach der Zulassung für das Modell A350 XWB auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 58 Euro belassen. Die erste Auslieferung an Qatar Airways könne wie geplant im vierten Quartal erfolgen, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Mittwoch. Die Herausforderung bestehe im Anlaufen der Serienproduktion. Die aktuell positive Nachrichtenlage sollte der auf Jahressicht noch in der Verlustzone liegenden Aktie weiteren Auftrieb geben.

ALLIANZ SE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Allianz nach einer Telefonkonferenz zum Weggang von Pimco-Chef Bill Gross auf "Overweight" belassen. Wichtigste Botschaft sei das bestätigte operative Gewinnziel für 2014 von annähernd 10,5 Milliarden Euro, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie vom Mittwoch. Dies spreche für ein starkes Nichtleben-Geschäft des Münchener Versicherungskonzerns.

BASF SE

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für BASF von 88 auf 84 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Positive Wechselkurseffekte federten die Absatzstagnation in Europas Chemieindustrie nur etwas ab, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Experte rechnet mit pessimistischen Unternehmensausblicken und reduzierte seine Gewinnerwartungen für die meisten Chemiekonzerne. Auch die Marktschätzungen dürften sinken.

BAYER AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Bayer nach einem Treffen mit dem Management auf "Buy" mit einem Kursziel von 114 Euro belassen. Besonders positiv seien die zahlreichen neuen Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Pharmakonzerns, schrieb Analyst David Evans in einer Studie vom Mittwoch. Auch die überdurchschnittliche Entwicklung im Bereich CropScience dürfte sich im für die Branche wohl insgesamt schwierigen nächsten Jahr fortsetzen.

BAYER AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Bayer nach einem Treffen mit dem Management auf "Buy" mit einem Kursziel von 122 Euro belassen. Er sehe seine Kaufempfehlung durch das Treffen insgesamt bestätigt, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Mittwoch.

BAYER AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Bayer nach einem Treffen mit dem Management auf "Hold" mit einem Kursziel von 96 Euro belassen. Die Innovationskraft der Pharmasparte beeindrucke, schrieb Analystin Marietta Miemietz in einer Studie vom Mittwoch. Nach der Ankündigung, die Sparte MaterialScience abspalten zu wollen, habe der Aktienkurs allerdings überreagiert und ihr Kursziel überschritten. noch sei es zu früh, um über mögliche positive Effekte der avisierten Abtrennung zu spekulieren.

BAYER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Bayer nach einem Treffen mit dem Management des Chemie- und Pharmakonzerns auf "Buy" mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. Das Meeting habe in puncto Medikamenten-Entwicklung mehr Informationen geliefert als von ihm erwartet, schrieb Analyst Tim Race in einer Studie vom Mittwoch. Im Gegensatz zu Konkurrenten dürfte Bayer in den kommenden fünf Jahren starkes Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnen, ohne auf Beiträge neuer Pharmaprodukte angewiesen zu sein.

BERTRANDT

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Bertrandt auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 126 Euro belassen. Mit signifikanten Kürzungen der Forschungs- und Entwicklungsausgaben als Folge der durch die deutschen Autohersteller angekündigten Sparprogramme rechne er weiterhin nicht, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Mittelfristig sollte der Ingenieur-Dienstleister sowohl vom anhaltenden Trend zur Elektrifizierung sowie dem aktuell hohen Investitionsvolumen profitieren.

BMW

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für BMW auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 98 Euro belassen. Sowohl durch die bisherige Absatzentwicklung als auch der operativen Entwicklung im ersten Halbjahr 2014 sieht Analyst Michael Punzet seine positive Haltung gegenüber dem Münchener Autobauer bestätigt, wie er in einer Studie vom Mittwoch schrieb. Er geht weiterhin davon aus, dass BMW mittelfristig von seiner nachhaltigen Ausrichtung profitieren wird. Die Aktie sei insbesondere gegenüber der von Daimler zu bevorzugen.

BMW

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für BMW angesichts der anstehenden Automesse in Paris auf "Neutral" mit einem Kursziel von 102 Euro belassen. Die Marktschätzungen für die europäischen Autokonzerne dürften in den kommenden Monaten sinken, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Doch der Zeitpunkt, Kursschwächen zum Kauf zu nutzen, sei inzwischen nah. Der Experte favorisiert Konzerne mit bevorzugter Geschäftstätigkeit in Europa und China vor jenen mit Fokus auf der Nafta-Region und anderen Schwellenländern. BMW dürfte sich in Paris weiterhin vorsichtig geben. Die Hoffnung auf höhere Preise in diesem Jahr habe sich wohl mittlerweile zerschlagen.

BMW

LONDON - Morgan Stanley hat BMW von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 86 auf 95 Euro angehoben. Die Aktie der Münchner sei die qualitativ beste im europäischen Autosektior, schrieb Analystin Laura Lembke in einer Studie vom Dienstagabend. Ihr Defensivcharakter mache sie im unsichgeren Branchenumfeld nun zu ihrer einzigen Kaufempfehlung. Trotz stabiler Gewinndynamik habe sie zuletzt verloren, was aus ihrer Sicht nicht gerechtfertigt sei.

BRENNTAG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Brenntag nach einer kleineren Übernahme in Italien auf "Hold" mit einem Kursziel von 41,50 Euro belassen. Chimab dürfte zwar weniger als zwei Prozent zum operativen Konzerngewinn (Ebitda) beitragen, schrieb Analyst Georg Remshagen in einer Studie vom Mittwoch. Es sei aber immerhin bereits die vierte Übernahme des Chemikalienhändlers in diesem Jahr. Insgesamt stimmten die beständigen Zukäufe immer zuversichtlicher.

CONTINENTAL AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Continental auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 200 Euro belassen. Die bisherige Geschäftsentwicklung des Autozulieferers und Reifenherstellers entspreche seiner positiven Einschätzung, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Continental sei weiterhin gut positioniert, um insbesondere von dem Thema nachhaltige Mobilität zu profitieren. Durch die Veyance-Übernahme seien die Hannoveraner zudem regional besser aufgestellt. Continental zählt daher neben Leoni zu den Favoriten des Experten im Autozulieferer-Bereich.

CONTINENTAL AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Continental angesichts der anstehenden Automesse in Paris auf "Neutral" mit einem Kursziel von 190 Euro belassen. Die Marktschätzungen für Konzerne aus dem europäischen Autosektor dürften in den kommenden Monaten sinken, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Doch der Zeitpunkt, Kursschwächen zum Kauf zu nutzen, sei inzwischen nah. Pearson favorisiert Konzerne mit stärkerer Geschäftstätigkeit in Europa und China vor jenen mit Fokus auf der Nafta-Region und anderen Schwellenländern.

DAIMLER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Daimler auf "Halten" mit einem fairen Wert von 66 Euro belassen. Der Stuttgarter Autobauer dürfte auch noch in den kommenden Quartalen von seiner attraktiven Modellpalette profitieren, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings sei die Aktie mit Blick auf die geringere Profitabilität, insbesondere im Vergleich zu BMW, derzeit fair bewertet. Punzet geht außerdem mittelfristig nicht davon aus, dass Daimler die Zielmargen nachhaltig erwirtschaften kann.

DAIMLER AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Daimler angesichts der anstehenden Automesse in Paris auf "Outperform" mit einem Kursziel von 76 Euro belassen. Die Marktschätzungen für die europäischen Autokonzerne dürften in den kommenden Monaten sinken, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Doch der Zeitpunkt, Kursschwächen zum Kauf zu nutzen, sei inzwischen nah. Pearson favorisiert Konzerne mit stärkerer Geschäftstätigkeit in Europa und China vor jenen mit Fokus auf der Nafta-Region und anderen Schwellenländern. Daimler, Pirelli, Peugeot sowie Volkswagen sind mit Blick auf 2015 die bevorzugten Werte des Experten.

DAIMLER AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Daimler von 65 auf 64 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Nachlassendes Wachstum in den Schwellenländern und künftig wohl wieder steigende Zinsen stellten für die Aktien von Autobauern zunehmend Risiken dar, schrieb Analyst Harald Hendrikse in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Im Autosektor sieht er bei BMW die höchste Qualität.

DIAGEO

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Diageo vor Umsatzzahlen zum ersten Geschäftsquartal auf "Underweight" mit einem Kursziel von 1730 Pence belassen. Die Erlöse des Spirituosenkonzerns dürften schwach ausgefallen und organisch um 2,1 Prozent gesunken sein, schrieb Analyst Komal Dhillon in einer Studie vom Mittwoch.

EBAY INC

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat Ebay nach Aufspaltungsplänen von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 56 auf 61 US-Dollar angehoben. Die Abspaltung des Bezahldienstes Paypal von der Online-Handelsplattform sehe er positiv, da jedes der beiden Unternehmen dadurch effizienter operieren und die Kapitalstruktur besser optimieren dürfte, schrieb Analyst Doug Anmuth in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Die Aufspaltung finde im Aktienkurs inzwischen aber eine deutlichere Berücksichtigung. Daher senkte er nun sein Anlageurteil.

ELRINGKLINGER AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für ElringKlinger von 23,50 auf 22,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Mit Blick auf die weiterhin ausbleibende deutliche Erholung sowie dem leicht reduzierten mittelfristigen Margenziel halte er die aktuelle Bewertung des Autozulieferers im Branchenvergleich für nicht gerechtfertigt, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Trotz der deutlich unterdurchschnittlichen Entwicklung in den vergangenen Quartalen, insbesondere im Vergleich zu Continental und Leoni, bleibe er bei seiner vorsichtigen Haltung.

ELRINGKLINGER AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat ElringKlinger von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 31 auf 29 Euro gesenkt. Der Bewertungsaufschlag auf die Aktien der Wettbewerber sei von 2010 bis 2014 deutlich gesunken und dieser Prozess sei nun wohl abgeschlossen, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie sehe auf dem derzeitigen Kursniveau wieder attraktiv bewertet aus. Neue Produkte und ein steigender Cashflow trieben an. Das MDax-Unternehmen bleibe einer der am schnellsten wachsenden Autozulieferer.

EVONIK

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Evonik von 31 auf 30 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Positive Wechselkurseffekte federten die Absatzstagnation in Europas Chemieindustrie nur etwas ab, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Der Experte rechnet mit pessimistischen Unternehmensausblicken und reduzierte seine Gewinnerwartungen für die meisten Chemiekonzerne. Auch die Marktschätzungen dürften sinken.

GEA GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Gea Group nach dem Auftrag zum Bau einer Milchpulver-Anlage in Neuseeland auf "Buy" belassen. Das Kursziel laute weiterhin 43 Euro, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte bewertet den Auftrag des Fonterra-Konzerns positiv. Mit Blick auf den Kapitalmarkttag des Anlagenbauers am 13. Oktober dürfte der Fokus auf der Verwendung der Mittel aus dem Verkauf des Geschäfts mit Wärmetauschern liegen. Der finanzielle Spielraum erlaube Aktienrückkäufe und Übernahmen.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Gea Group auf "Add" mit einem Kursziel von 37 Euro belassen. Der Auftrag des neuseeländischen Konzerns Fonterra zum Bau einer Milchpulver-Anlage lasse beim Auftragseingang ein ordentliches drittes Quartal des MDax-Konzerns erwarten, schrieb Analyst Sebastian Growe in einer Studie vom Mittwoch.

GEA GROUP

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Gea Group nach einem Großauftrag auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Der Auftrag des Fonterra-Konzern zum Bau einer Milchpulver-Anlage in Neuseeland unterstreiche die starke Position des deutschen Anlagenbauers im Milchprodukte-Segment, schrieb Analyst Holger Schmidt in einer Studie vom Mittwoch.

GERRESHEIMER AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Gerresheimer vor Zahlen auf "Reduce" mit einem Kursziel von 48 Euro belassen. Analyst Oliver Reinberg rechnet in einer Studie vom Mittwoch mit moderaten Zahlen zum dritten Quartal. Der Kapitalmarkttag am 8. Oktober sowie der Ausblick auf 2015 im kommenden Februar könnten zur Kursbelastung werden.

GLENCORE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Glencore <8GC.FSE> nach dem Besuch einiger Standorte des Rohstoffkonzerns in Australien auf "Neutral" belassen. Thema seien die Kupferaktivitäten gewesen, schrieb Analyst Dominic O'Kane in einer Studie vom Mittwoch. Er hob vor allem die Kostensenkung und Effiziensteigerung am Produktionsstandort in Queensland hervor. Kupfer trage bei Glencore im aktuellen Geschäftsjahr am stärksten zum operativen Ergebnis (Ebit) bei.

GLENCORE

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Glencore <8GC.FSE> nach dem Besuch einiger Standorte des Rohstoffkonzerns in Australien auf "Neutral" mit einem Kursziel von 325 Pence belassen. Die erfolgreiche Kehrtwende bei den Kupfer-Aktivitäten in North Queensland sei beeindruckend, schrieb Analyst Eugene King in einer Studie vom Mittwoch.

GRAMMER

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Grammer auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 42 Euro belassen. Die trotz der Belastungen in Brasilien und der ungünstigen Wechselkursentwicklung bestätigten Unternehmensziele implizierten bessere Geschäfte in anderen Regionen beziehungsweise bei anderen Produkten und Projekten, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Aufgrund der schwachen Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa sowie nach Landmaschinen reduzierte er seine 2014er-Schätzungen etwas. Nach den zuletzt deutlichen Kursverlusten erscheine die Bewertung zunehmend attraktiv. Kurzfristig sieht Punzet aber bessere Chancen bei Leoni und Continental.

ING GROEP N.V.

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für ING nach der Investorenkonferenz von 12,50 auf 13,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Das Finanzinstitut habe seine Ziele bestätigt, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Mittwoch. Bei seinem höheren Kursziel unterstellt er niedrigere Eigenkapitalkosten.

KUKA AG

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Kuka nach der angekündigten Swisslog-Übernahme von 38 auf 44 Euro angehoben. Die Einstufung bleibe auf "Hold", schrieb Analyst Gunnar Cohrs in einer Studie vom Mittwoch. Der mit Barmitteln gestemmte Zukauf dürfte das Ergebnis des Industrieroboter-Herstellers vom ersten Jahr an steigern. Dies rechtfertige das höhere Kursziel.

LEONI AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für Leoni auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 60 Euro belassen. Nach der schwächer als erwarteten Entwicklung im zweiten Quartal hätten sich die Markterwartungen den Unternehmenszielen inzwischen angenähert, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Der Experte hält aber weitere Belastungen im Zusammenhang mit Projektanläufen im dritten Jahresviertel für möglich und reduzierte daher seine Schätzungen für 2014 etwas. Nach dem zuletzt deutlichen Kursrückgang erscheine die Bewertung des Autozulieferers mit Blick auf 2015/16 zunehmend attraktiv.

LINDE AG

PARIS - Exane BNP Paribas hat Linde auf "Neutral" mit einem Kursziel von 155 Euro belassen. Die Absatzmengen in Europas Chemieindustrie stagnierten derzeit, und positive Währungseffekte federten dies nur in geringem Maße ab, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die Marktschätzungen für 2015 dürften wohl weiter sinken. Der Experte reduzierte für zahlreiche europäische Konzerne der Branche seine Gewinnschätzungen je Aktie, darunter auch für Linde. Allerdings dürfte bei dem Dax-Konzern das Wachstum im Industriegase-Geschäft im dritten Quartal verglichen mit dem ersten Halbjahr etwas angezogen haben. Ferner seien von dem Kapitalmarkttag Ende Oktober positive Nachrichten zu erwarten.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für MTU nach einem Treffen mit dem neuen Leiter der Investor-Relations-Abteilung auf "Verkaufen" mit einem fairen Wert von 60 Euro belassen. Der Triebwerksbauer dürfte gute Zahlen zum dritten Quartal vorlegen, welche die Unternehmensziele und die Markterwartungen stützen sollten, schrieb Analyst Markus Turnwald in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings seien die Papiere bereits recht hoch bewertet. Zudem fehlten Kurstreiber wie etwa ein neues Triebwerksprogramm.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für MTU angesichts der jüngsten Probleme beim Eurofighter vorerst auf "Hold" mit einem Kursziel von 71 Euro belassen. Es sei zunächst schwierig, die Belastungen für den Triebwerkshersteller im Zusammenhang mit den Eurofighter-Problemen genau zu quantifizieren, schrieb Analyst Adrian Pehl in einer Studie vom Mittwoch. So oder so seien die Probleme mit dem Kampfjet wohl negativ für MTU. Unter anderem könnte das Wartungsgeschäft wegen der Verringerung der Flugstunden betroffen sein. An den Jets wurden am Rumpf Fehler festgestellt. Als Sofortmaßnahme wurde die freigegebene Lebensdauer halbiert.

MTU AERO ENGINES HOLDING AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat MTU wegen der Euro-Schwäche von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel auf 69 Euro belassen. Sollte der Dollar-Höhenflug anhalten, werde er seine Gewinnschätzungen für die kommenden drei Jahre anheben, schrieb Analyst David Perry in einer Studie vom Mittwoch. Dies könnte ein höheres Kursziel nach sich ziehen, auch wenn der Experte weiter Probleme im zivilen Luftfahrtbereich sieht.

ORANGE

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Orange wegen mittelfristig verbesserter Gewinnaussichten von 12,20 auf 12,30 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die geplante Übernahme von Jazztel und die erhofften Spareffekte in Spanien dürften den Gewinn mittelfristig höher ausfallen lassen als bisher gerechnet, schrieb Analyst Wassil El Hebil in einer Studie vom Mittwoch.

PEUGEOT

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Peugeot von 9,50 auf 10,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Nachlassendes Wachstum in den Schwellenländern und künftig wohl wieder steigende Zinsen stellten für die Aktien von Autobauern zunehmend Risiken dar, schrieb Analyst Harald Hendrikse in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Für Peugeot erhöhte der Experte jedoch seine Gewinnprognosen je Aktie leicht, um damit den Restrukturierungsmaßnahmen in Europa, Brasilien und Russland Rechnung zu tragen.

PORSCHE SE

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Porsche SE angesichts der anstehenden Automesse in Paris auf "Underperform" mit einem Kursziel von 70 Euro belassen. Die Marktschätzungen für die europäischen Autokonzerne dürften in den kommenden Monaten sinken, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Porsche SE ist eine Beteiligungsgesellschaft, die unter anderem knapp ein Drittel an Volkswagen hält. Doch der Zeitpunkt, Kursschwächen zum Kauf zu nutzen, sei inzwischen nah. Pearson favorisiert Konzerne mit stärkerer Geschäftstätigkeit in Europa und China vor jenen mit Fokus auf der Nafta-Region und anderen Schwellenländern.

RENAULT SA

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Renault von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft und das Kursziel von 77 auf 66 Euro gesenkt. Nachlassendes Wachstum in den Schwellenländern und künftig wohl wieder steigende Zinsen stellten für die Aktien von Autobauern zunehmend Risiken dar, schrieb Analyst Harald Hendrikse in einer Branchenstudie vom Mittwoch.

SAP AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für SAP vor Zahlen auf "Add" mit einem Kursziel von 72 Euro belassen. Durch den schwachen Euro dürfte der Gegenwind aus Ländern wie Russland etwas nachgelassen haben, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Mittwoch. Insgesamt sollte das dritte Quartal des Software-Herstellers die Markterwartungen annähernd erfüllt haben. Becker geht davon aus, dass SAP die Jahresziele bestätigen wird.

SUEDZUCKER

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Südzucker vor Quartalszahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Gesunkene Zuckerpreise dürften das Zahlenwerk belastet haben, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Mittwoch. So könnte der Umsatz im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesunken sein.

SUEDZUCKER

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Südzucker von 11 auf 10 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Mittlerweile komme seine Verkaufsempfehlung noch stärker zum Tragen als bislang gedacht, schrieb Analyst Dennis Schmitt in einer Studie vom Mittwoch. Schmitt sieht weitere Preisrisiken im Zuckergeschäft und bei CropEnergies. Gleichzeitig dürfte eine mögliche Kapitalerhöhung zwecks Finanzierung eines potenziellen Zukaufs außerhalb Europas den Aktienkurs weiter belasten. Die negative Nachrichtenserie dürfte sich mit den in Kürze anstehenden Quartalszahlen fortsetzen. Der Experte kürzte seine Prognosen für das operative Ergebnis (Ebit) der nächsten drei Jahre um acht Prozent.

SYMRISE AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für Symrise auf "Neutral" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Die Absatzmengen in Europas Chemieindustrie stagnierten derzeit, und positive Währungseffekte federten dies nur in geringem Maße ab, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Während der Experte seine Gewinnschätzungen für zahlreiche Chemiekonzerne reduzierte, hob er sie für den Aromenhersteller Symrise indes an.

TELEFONICA DEUTSCHLAND

LONDON - Das japanische Analysehaus Nomura hat die Einstufung für Telefonica Deutschland auf "Neutral" mit einem Kursziel von 4,50 Euro belassen. Die Fusion mit E-Plus sollte der Mobilfunkgesellschaft langfristig Vorteile bringen, schrieb Analyst Roshan Ranjit in einer Studie vom Mittwoch. Das Bekenntnis zur Dividende für 2014 sei klar positiv.

VINCI

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Vinci aus Bewertungsgründen von 54 auf 50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Halten" belassen. Der nach dem starken Kursrückgang niedrigeren Bewertung stehe das Risiko einer deutlichen Konjunkturabkühlung entgegen, schrieb Analyst Christoph Schöndube in einer Studie vom Mittwoch.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzüge auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 225 Euro belassen. Der Wolfsburger Autobauer sollte auch künftig von seiner guten Positionierung auf Markt- und Markenebene profitieren, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Beim Thema Lkw-Allianz sieht Punzet in naher Zukunft keine weiteren Übernahmen, da der VW-Konzern derzeit wohl nicht über die dafür notwendigen Managementkapazitäten beziehungsweise den finanziellen Spielraum verfüge. Kurzfristig bevorzugt er die Aktien des Autoherstellers BMW wegen dessen Fokussierung auf das Premiumsegment.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzüge angesichts der anstehenden Automesse in Paris auf "Outperform" mit einem Kursziel von 210 Euro belassen. Die Marktschätzungen für die europäischen Autokonzerne dürften in den kommenden Monaten sinken, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Doch der Zeitpunkt, Kursschwächen zum Kauf zu nutzen, sei inzwischen nah. Pearson favorisiert Konzerne mit stärkerer Geschäftstätigkeit in Europa und China vor jenen mit Fokus auf der Nafta-Region und anderen Schwellenländern. Daimler, Pirelli, Peugeot sowie Volkswagen sind mit Blick auf 2015 seine bevorzugten Werte.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzüge auf "Equal-weight" mit einem Kursziel von 180 Euro belassen. Nachlassendes Wachstum in den Schwellenländern und künftig wohl wieder steigende Zinsen stellten für die Aktien von Autobauern zunehmend Risiken dar, schrieb Analyst Harald Hendrikse in einer Branchenstudie vom Mittwoch.

VOSSLOH AG

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat Vossloh von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 83 auf 60 Euro gesenkt. Analyst Clive Roberts verwies in einer Studie vom Mittwoch auf die Mitte Juli veröffentlichten Halbjahreszahlen des Bahntechnikkonzern. Er habe nun seine Schätzungen für das Ergebnis je Aktie 2014 und 2015 überarbeitet, schrieb er. Roberts sieht das im Dezember anstehende Strategie-Update, zu dem auch eine Bewertung der regionalen Umsatzstruktur und Synergien zähle, als möglichen Kurstreiber für die Aktie an.

WIRECARD

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Wirecard nach einem Analystentag auf "Buy" mit einem Kursziel von 36,50 Euro belassen. Die Veranstaltung habe die vielfältigen Wachstumsmöglichkeiten des Zahlungsabwicklers einmal mehr unterstrichen, schrieb Analyst Lars Dannenberg in einer Studie vom Mittwoch.

WIRECARD

FRANKFURT - Die Investmentbank Close Brothers Seydler hat die Einstufung für Wirecard nach einem Analystentag auf "Buy" mit einem Kursziel von 35 Euro belassen.Die starke Wachstumsstory des Zahlungsabwicklers sei bestätigt worden, schrieb Analyst Oliver Pucker in einer Studie vom Mittwoch. Der Markt für mobile Bezahllösungen nehme immer deutlicher Gestalt an.

YARA

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Yara von 270 auf 300 norwegische Kronen angehoben, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Analyst James Knight hob seine Gewinnerwartungen für den Düngerkonzern in einer Branchenstudie vom Mittwoch an. Die reflektiere höhere Düngerpreise sowie niedrigere Gaskosten. Zudem spiegele das neue Ziel eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit wider, dass die Fusion mit CF Industries klappen werden.

ZURICH INSURANCE GROUP

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Zurich Insurance Group nach einer Analystenveranstaltung auf "Neutral" belassen. Neues habe es von dem Versicherer nicht gegeben, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie vom Mittwoch. Der Schweizer Konzern habe seine Ziel bekräfigt und erneut deutlich gemacht, dass der Fokus nun stärker auf der Kapitalrendite liege.

/he

01.10.2014

ROUNDUP/Dobrindt: 4,8 Milliarden Euro mehr für Straßen ab 2018

NEUMÜNSTER (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Mittel für den Erhalt und den Ausbau der Straßen in den nächsten Jahren schrittweise erhöhen. Von 2018 an stünden dann jährlich 4,8 Milliarden Euro mehr als jetzt im Haushalt zur Verfügung, sagte Dobrindt am Mittwochabend in Neumünster in Schleswig-Holstein. "Das ist eine Steigerung von deutlich über 40 Prozent." Die "Lübecker Nachrichten" hatten zuvor darüber berichtet.

Dobrindt nimmt an diesem Donnerstag in Kiel an der Verkehrsministerkonferenz teil. Am Mittag wollen Dobrindt (CSU) und der schleswig-holsteinische Ressortchef Reinhard Meyer (SPD) die Ergebnisse der Beratungen vorstellen.

Dobrindt sprach von einem "Investitionshochlauf aus fünf Punkten": So soll das Fünf-Milliarden-Euro-Paket für zusätzliche Verkehrsmaßnahmen in der nächste Wahlperiode fortgesetzt werden. Zweitens solle ein klarer Fokus auf eine verstärkte Nutzerfinanzierung gelegt werden. "Das heißt die Ausweitung der Lkw-Maut und Einführung der Infrastrukturabgabe für Pkw", sagte der Verkehrsminister.

Drittens sollten mehr private Investitionen in Verkehrsprojekte fließen - "es wird eine neue Generation öffentlich rechtlicher Partnerschaften geben". Zudem solle es klare Prioritäten geben, beispielsweise mit dem Seehafenhinterland-Anbindeprogramm. Und der Grundsatz Erhalt vor Neubau werde konsequent umgesetzt, beispielsweise mit dem Brückensanierungsprogramm.

"Wir werden bereits 2015 den nächsten Schritt im Investitionshochlauf spüren", sagte Dobrindt. So soll die Lkw-Maut dann auch auf vierspurigen Bundesstraßen sowie für 7,5- bis 12,5-Tonner gelten. Dies mache im Jahr 380 Millionen Euro aus. 2016 werde die Pkw-Maut eingeführt, die jährlich 600 Millionen Euro bringe. Ab 2018 sei die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen vorgesehen, das bringe pro Jahr etwa 2 Milliarden Euro. Weitere Maßnahmen wie ÖPP-Projekte der neuen Generation brächten jährlich Investitionen von einer Milliarde Euro.

In der Debatte über eine Erhöhung der Bundesmittel für den regionalen Bahnverkehr sagte Dobrindt den Ländern Unterstützung zu. "Wir sagen klar vom Verkehrsministerium, dass wir die Weiterführung der Regionalisierungsmittel auch auf einem höheren Niveau unterstützen." Über die Höhe müssten die Länder aber mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verhandeln - und dies sei im Herbst auch vorgesehen. Die Aufteilung der Mittel sei dann Sache der Länder.

"Die Regionalisierungsmittel sind ein notwendiger Beitrag, damit wir den Personennahverkehr auch zukünftig sicherstellen können in den Regionen. Dafür hat der Bund sehr viel Geld in der Vergangenheit in die Hand genommen. Das wird auch in der Zukunft so sein."

Der Kieler Verkehrsminister Meyer kritisierte Schäuble scharf. Mit dem 2015 geplanten Einfrieren der Mittel für den regionalen Bahnverkehr stelle Schäuble den Nahverkehr in Deutschland infrage, sagte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz (VKM) am Mittwoch in Kiel zum Auftakt des Treffens.

Schäuble hat im Bundeshaushalt 2015 lediglich die bisherigen 7,3 Milliarden Euro für den regionalen Bahnverkehr vorgesehen. Alle 16 Bundesländer fordern vom Bund eine Aufstockung um 1,2 Milliarden Euro im Jahr auf 8,5 Milliarden. Zudem solle die jährliche Anhebung 2,8 Prozent betragen statt wie in der Vergangenheit 1,5 Prozent. Die Laufzeit soll bis 2030 dauern.

Ost- und westdeutsche Länder sind allerdings über ihren künftigen Anteil zerstritten, weil die ostdeutschen Länder bisher überproportional viel Geld bekommen - eine Regelung, die noch aus dem Jahr 1993 stammt und die klar über dem für sonstige Zuweisungen gültigen "Königsteiner Schlüssel" liegt./mho/DP/he

01.10.2014

Neuer Macan treibt Porsche-Absatz in den USA auch im September in die Höhe

ATLANTA (dpa-AFX) - Der neue Kompakt-SUV Macan und die 911er-Sportwagen haben Porsche in den USA auch im September ein deutliches Verkaufsplus beschert. Insgesamt brachte die Volkswagen-Tochter 3607 Neuwagen auf die Straße und damit 16,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Alleine vom Macan - erst seit diesem Jahr bei den Händlern - verkaufte Porsche rund 700 Stück. Auf Jahressicht legte der Absatz von Porsche-Fahrzeugen insgesamt um 12,1 Prozent auf 35 366 Stück zu./he/ck

01.10.2014

US-Anleihen bauen Gewinne aus

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Mitte September begonnene Trend steigender Anleihekurse in den USA setzt sich fort: Am Mittwoch im Handelsverlauf bauten die Bonds ihre Gewinne zudem weiter deutlich aus, während die Renditen sanken. Händler sahen als Grund an diesem Tag die deutliche Talfahrt an der US-Aktienbörse. Zuvor hatten bereits die Aktienmärkte in Asien und Europa Verluste verbucht. Aktuelle Konjunkturdaten aus China, Japan und Europa waren wenig überzeugend ausgefallen. Die Wirtschaftsdaten aus den USA waren an diesem Tag hingegen gemischt gewesen.

Während am US-Arbeitsmarkt die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im September stärker als erwartet gestiegen war, fiel der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe weitaus stärker als prognostiziert. Besonders stark waren der Auftrags- und der Beschäftigungsindex unter Druck geraten. Überraschend waren zudem die Bauausgaben im Monat August gesunken.

Zweijährige Anleihen stiegen um 2/32 Punkte auf 99 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,52 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 11/32 Punkte auf 100 10/32 Punkte und rentierten mit 1,68 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere rückten um 23/32 Punkte auf 99 23/32 Punkte vor. Ihre Rendite lag bei 2,41 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen um 1 18/32 Punkte auf 100 4/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,12 Prozent./ck/he

01.10.2014

Devisen: Euro im US-Handel nach Berg- und Talfahrt wenig bewegt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Mittwoch im US-Handel nach einer kurzen, aber kräftigen Berg- und Talfahrt nicht mehr sehr deutlich bewegt. Rund eine Stunde vor dem Handelsschluss an der Wall Street stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2606 Dollar. Kurz nach dem US-Börsenstart, als überraschend schwache ISM-Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der US-Industrie im September die Märkte erreichten, sprang sie kurz bis auf 1,2640 Dollar hoch. "Auch wenn die Stimmungsdaten die Erwartungen enttäuschten, sehen wir derzeit wenig Gefahr für eine konjunkturelle Verlangsamung der US-Wirtschaft", kommentierte Experte Thilo Heidrich von der Postbank.

Zuvor hatten schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone die Gemeinschaftswährung belastet. In den Führungsetagen der Industrie-Betriebe hatte sich die Stimmung im September stärker als erwartet eingetrübt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2603 (Dienstag: 1,2583) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7935 (0,7947) Euro./ck/he

01.10.2014

Dobrindt: 4,8 Milliarden Euro mehr für Straßen ab 2018

NEUMÜNSTER (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Mittel für den Erhalt und den Ausbau der Straßen in den nächsten Jahren schrittweise erhöhen. Ab 2018 stünden dann jährlich 4,8 Milliarden Euro mehr im Haushalt zur Verfügung als zurzeit, sagte Dobrindt am Mittwochabend in Neumünster in Schleswig-Holstein. "Das ist eine Steigerung von deutlich über 40 Prozent". Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" darüber berichtet. In Neumünster stieß Dobrindt bei einem Besuch im DB-Instandsetzungswerk zu den 16 Verkehrsministern der Länder. In Kiel nimmt er an diesem Donnerstag an der Verkehrsministerkonferenz teil./mho/DP/he

01.10.2014

IPO/GESAMT-ROUNDUP: Nullnummer für Zalando - Rocket Internet geht an Preisgrenze

FRANKFURT (dpa-AFX) - Schlapper Börsenstart für Zalando: Die Aktie des Online-Händlers ist an ihrem ersten Handelstag nach gutem Beginn wieder auf ihren Ausgabepreis zurückgefallen. Am Donnerstag steht in Frankfurt der zweite große Internet-Börsengang in Folge bevor. Die mit Zalando verwandte Startup-Schmiede Rocket Internet setzte den Ausgabepreis mit 42,50 Euro am oberen Ende der Preisspanne an. Rocket dürfte damit rund 1,6 Milliarden Euro erlösen und zum Start 6,7 Milliarden Euro wert sein.

Bei Zalando hatte es am Mittwochmorgen beim ersten Kurs noch einen Sprung von rund zwölf Prozent auf 24,10 Euro gegeben. Danach ging es jedoch schnell nach unten. Am Nachmittag konnte sich die Aktie noch einige Zeit an der Marke von 22 Euro halten, zum Schluss rutschte der Kurs aber noch einmal auf 21,50 Euro ab.

ZALANDO MEHR WERT ALS LUFTHANSA

Zum ersten Kurs war Zalando noch knapp 6 Milliarden Euro wert gewesen. Das war mehr als Dax -Unternehmen wie K+S Lanxess oder Lufthansa auf die Waage bringen. Zum Schluss lag der Unternehmenswert bei 5,35 Milliarden Euro. Der Börsengang bringt Zalando gut 600 Millionen Euro ein.

Die drei Zalando-Vorstände Rubin Ritter (32), David Schneider (32) und Robert Gentz (31) läuteten den Handel am Morgen traditionell mit einer Glocke ein. Sie packten sie aus einem Zalando-Paket aus.

ROCKET INTERNET VERKAUFT PAPIERE FÜR 42,50 EURO JE STÜCK

Schon Anfang der Woche hatte es ein erstes Zeichen gegeben, dass Zalando vorsichtiger bei der Bewertung geworden ist. Mit dem Ausgabepreis wurde die zuvor aufgestellte Preisspanne von 18 bis 22,50 Euro nicht ganz ausgeschöpft, obwohl die Nachfrage mehr als zehn Mal höher als das Angebot an Aktien gewesen sein soll.

Rocket Internet reizte dagegen die Preisspanne von 35,50 bis 42,50 Euro voll aus. Der Startup-Finanzierer hatte den Börsengang um eine Woche vorgezogen, nachdem die Platzierung der Aktien bei Investoren vorzeitig abgeschlossen worden war. Nach Ablauf aller Sperrfristen sollen rund 24 Prozent der Aktien von Rocket Internet an der Börse gehandelt werden. Der Rest gehört den Samwer-Brüdern, die das Unternehmen 2007 gegründet haben, sowie anderen Investoren wie zum Beispiel der schwedischen Kinnevik-Gruppe, United Internet und dem US-Milliardär Len Blavatnik.

SAMWER-BRÜDER GROSSAKTIONÄRE

Sowohl bei Rocket als auch bei Zalando sind die Internet-Investoren Oliver, Marc und Alexander Samwer Großaktionäre. Die Brüder hielten bisher die Mehrheit bei Rocket Internet. Oliver Samwer ist der Chef. Nach dem Börsengang wird der Samwer-Anteil auf knapp 40 Prozent sinken. Bei Zalando gehören ihnen nach dem Börsengang noch fast 15 Prozent. Haupteigentümer ist dort die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik mit einem Anteil von 31,57 Prozent nach dem Börsengang.

Das Rocket-Geschäftsmodell ist es, junge Internet-Unternehmen zu etablieren. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Online-Handel und Dienstleistungen. Die Startup-Produktion ist wie am Fließband organisiert, ein Geschäftsmodell wird schnell in verschiedenen Ländern an den Start gebracht. Mittlerweile ist Rocket Internet mit rund 50 Firmen in 116 Ländern aktiv.

ZALANDO MÖGLICHERWEISE MIT ERSTEM JAHRESGEWINN

Zalando schaffte es in diesem Jahr nach hohen Anlaufverlusten in die schwarzen Zahlen. Nach einem positiven ersten Halbjahr könnte es in diesem Jahr auch den ersten Jahresgewinn geben. Der Onlineversender, der sich mit schrillen Werbekampagnen ("Schrei vor Glück") und kostenlosen Retouren einen Namen machte, hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro erzielt.

Die Erlöse aus dem Zalando-Börsengang sollen in das weitere Wachstum des Unternehmens fließen. Zalando will vor allem aus eigener Kraft größer werden, kann sich aber auch Zukäufe vorstellen. Die Berliner wollen ihre Kundenbasis erweitern, die Umsätze beim einzelnen Käufer steigern und auch in neue regionale Märkte vordringen. Der Onlineversender hatte zuletzt knapp 14 Millionen aktive Kunden./so/DP/he

01.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Auf Talfahrt - Konjunkturdaten enttäuschen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börse hat den Monat Oktober mit kräftigen Verlusten begonnen. Nach einem schwachen Handelsstart beschleunigte sie ihre Talfahrt und litt unter überwiegend enttäuschenden Konjunkturdaten. Der Leitindex Dow Jones Industrial büßte am Mittwoch 1,40 Prozent auf 16 804,71 Punkte ein. Der S&P-500-Index verlor 1,32 Prozent auf 1946,16 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 sank zugleich um 1,60 Prozent auf 3984,74 Punkte.

Während am US-Arbeitsmarkt die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im September stärker als erwartet gestiegen war, fiel der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe weitaus stärker als prognostiziert. Die ADP-Zahlen gelten als wichtiger Hinweis auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden.

Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hingegen war im September von 59,0 Punkten im Vormonat auf 56,6 Zähler gesunken. Bankvolkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 58,5 Punkte erwartet. Besonders stark gerieten der Auftrags- und der Beschäftigungsindex unter Druck. Überraschend sanken zudem die Bauausgaben für den Monat August.

COCA-COLA EINZIGER DOW-WERT IM PLUS

Im 30 Werte umfassenden Dow gab es nur einen Gewinner: Die Coca-Cola-Aktien legten um 0,19 Prozent zu. Auf Druck von Aktionären werden künftig weniger Aktien an Mitarbeiter ausgegeben und so einer zu starken Kapitalverwässerung entgegengewirkt. Unter anderem hatte Starinvestor Warren Buffett die Aktienvergütungsprogramme für Mitarbeiter von Coca-Cola als "exzessiv" bezeichnet.

Aktien von Pharma- und Biotech-Unternehmen mit Forschungsfokus auf dem Ebola-Virus zählten zu den wenigen Favoriten am Aktienmarkt, nachdem der erste Ebola-Fall in den USA aufgetaucht ist. Die Titel von Tekmira Pharmaceuticals sprangen um 17,31 Prozent in die Höhe, die von BioCryst Pharmaceuticals gewannen 3,78 Prozent. Vor rund zehn Tagen war ein Passagier aus dem westafrikanischen Liberia in die USA eingereist, wo die Krankheit am Dienstag bei ihm anhand von Proben zweifelsfrei nachgewiesen wurde. Die Anteilsscheine der Fluggesellschaften Delta Air Lines und American Airlines hingegen büßten jeweils gut drei Prozent ein. Spekuliert wird, dass das Virus mit einer dieser Fluggesellschaften in die USA eingeschleppt worden sein könnte.

FANNIE MAE UND FREDDIE MAC BRECHEN EIN

Die Anteilsscheine von Fannie Mae und Freddie Mac brachen wegen enttäuschter Gewinnausschüttungshoffnungen um mehr als ein Drittel ein. Ein Bezirksgericht in Columbia hatte entschieden, dass die US-Regierung zu Recht nahezu den gesamten Gewinn der Unternehmen einbehalten hat. Die Immobilienfirmen waren vom Staat im Zuge der Finanzkrise vor dem Untergang bewahrt worden. Verschiedene Investoren wollten später wieder an den Gewinnen beteiligt werden.

Im Blick standen außerdem die Aktien von Ford und General Motors (GM) nach Absatzzahlen für den Monat September. Während der größte US-Autobauer GM mit seinen Zahlen überzeugte, enttäuschte Ford nach der Gewinnwarnung am Montag ein weiteres Mal: Der Pkw-Absatz war um 2,7 Prozent und damit etwas deutlicher gesunken als erwartet. GM dagegen meldete ein Plus von 19 Prozent. Der Konzern kündigte zudem Gewinnverbesserungen an. Während GM um 1,72 Prozent stiegen, büßten Ford 1,35 Prozent ein. Am Montag waren die Ford-Titel um 7,5 Prozent abgerutscht und hatten am Vortag dann weitere zwei Prozent verloren./ck/he

01.10.2014

Aktien New York Schluss: Auf Talfahrt - Konjunkturdaten überwiegend enttäuschend

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börse hat den Monat Oktober mit kräftigen Verlusten begonnen. Nach einem schwachen Handelsstart beschleunigte sie ihre Talfahrt und litt unter überwiegend enttäuschenden Konjunkturdaten. Der Leitindex Dow Jones Industrial büßte am Mittwoch 1,40 Prozent auf 16 804,71 Punkte ein. Der S&P-500-Index verlor 1,32 Prozent auf 1946,16 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 sank zugleich um 1,60 Prozent auf 3984,74 Punkte.

Während am US-Arbeitsmarkt die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im September stärker als erwartet gestiegen war, fiel der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe weitaus stärker als prognostiziert. Die ADP-Zahlen gelten als wichtiger Hinweis auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden.

Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hingegen war im September von 59,0 Punkten im Vormonat auf 56,6 Zähler gesunken. Bankvolkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 58,5 Punkte erwartet. Besonders stark gerieten der Auftrags- und der Beschäftigungsindex unter Druck. Überraschend sanken zudem die Bauausgaben für den Monat August./ck/he

01.10.2014

Aktien New York: Auf Talfahrt - Konjunkturdaten überwiegend enttäuschend

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börse ist am Mittwoch auf Talfahrt gegangen. Nach einem schwachen Handelsstart beschleunigte sich der Abwärtstrend. Die veröffentlichten Konjunkturdaten waren überwiegend enttäuschend ausgefallen. Der Leitindex Dow Jones Industrial sank rund zwei Stunden vor Handelsschluss um 1,43 Prozent auf 16 798,35 Punkte. Der S&P-500-Index verlor 1,24 Prozent auf 1947,83 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 büßte zugleich 1,57 Prozent auf 3985,87 Punkte ein.

Während am US-Arbeitsmarkt die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im September stärker als erwartet gestiegen war, fiel der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe weitaus stärker als prognostiziert. Die ADP-Zahlen gelten als wichtiger Hinweis auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden.

Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hingegen war im September von 59,0 Punkten im Vormonat auf 56,6 Zähler gesunken. Bankvolkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 58,5 Punkte erwartet. Besonders stark gerieten der Auftrags- und der Beschäftigungsindex unter Druck. Überraschend sanken zudem die Bauausgaben für den Monat August.

Im 30 Werte umfassenden Dow gab es keinen Gewinner. Im Nasdaq-Auswahlindex sah es nur unwesentlich besser aus. Unter den Einzelwerten im Allgemeinen zählten Aktien von Pharma- und Biotech-Unternehmen mit Forschungsfokus auf dem Ebola-Virus zu den Favoriten. Der erste Ebola-Fall in den USA ließ die Titel von Tekmira Pharmaceuticals um knapp 20 Prozent in die Höhe schnellen, BioCryst Pharmaceuticals gewannen knapp sechs Prozent. Vor rund zehn Tagen war ein Passagier aus dem westafrikanischen Liberia in die USA eingereist, wo die Krankheit am Dienstag bei ihm anhand von Proben zweifelsfrei nachgewiesen wurde. Die Aktien von Delta Air Lines und American Airlines büßten jeweils etwas mehr als 3,5 Prozent ein. Spekuliert wird, dass das Virus mit einer dieser Fluggesellschaften in die USA eingeschleppt worden sein könnte.

Die Anteilsscheine von Fannie Mae und Freddie Mac brachen wegen enttäuschter Gewinnausschüttungshoffnungen um mehr als ein Drittel ein. Ein Bezirksgericht in Columbia hatte entschieden, dass die US-Regierung zu Recht nahezu den gesamten Gewinn der Unternehmen einbehalten hat. Die Immobilienfirmen waren vom Staat im Zuge der Finanzkrise vor dem Untergang bewahrt worden. Verschiedene Investoren wollten später wieder an den Gewinnen beteiligt werden.

Im Blick standen zudem auch die Aktien von Ford und General Motors (GM) nach Absatzzahlen für den Monat September. Während der größte US-Autobauer GM mit seinen Zahlen überzeugte, enttäuschte Ford nach der Gewinnwarnung am Montag ein weiteres Mal: Der Pkw-Absatz war um 2,7 Prozent und damit etwas deutlicher gesunken als erwartet. GM dagegen meldete ein Plus von 19 Prozent. Der Konzern kündigte zudem Gewinnverbesserungen an. Während GM um eineinhalb Prozent stiegen, büßten Ford etwas mehr als ein Prozent ein. Am Montag waren die Ford-Titel um 7,5 Prozent abgerutscht und hatten am Vortag dann nochmals weitere zwei Prozent verloren./ck/he

01.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax unter Druck - Konjunkturdaten enttäuschen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Mittwoch nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus Europa und den USA wieder unter Druck geraten. Zwischenzeitliche Gewinne konnte der deutsche Leitindex nicht halten, nachdem er zunächst an seine Vortageserholung angeknüpft hatte. Zum Handelsschluss stand das Börsenbarometer 0,97 Prozent tiefer bei 9382,03 Punkten. Zwischenzeitlich war der Dax sogar auf den tiefsten Stand seit Ende August abgerutscht. Der MDax fiel um 1,09 Prozent auf 15 820,09 Punkte, während der TecDax 0,14 Prozent auf 1247,61 Punkte verlor.

In der Eurozone hatte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen im September vor allem wegen einer schwachen Entwicklung in Deutschland überraschend stark eingetrübt. Die Daten wurden gerade mit Blick auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aufmerksam beobachtet. Die EZB wird an diesem Donnerstag ihre jüngsten geldpolitischen Entscheidungen erläutern und Details zum Kaufprogramm für Kreditverbriefungen bekanntgeben. Mit dem soll die Wirtschaft gestützt werden. Zuletzt hatten durchwachsene Konjunkturdaten bei Investoren Hoffnungen auf eine baldige noch weitere Öffnung der Geldschleusen geweckt.

'US-BÖRSEN LASSEN DAMPF AB'

In den Vereinigten Staaten waren zudem die Bauausgaben im August überraschend gesunken. Ferner war der ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie im September unerwartet deutlich gefallen. Meldungen über eine Fortsetzung des dynamischen Aufschwungs am US-Arbeitsmarkt halfen da nicht. "Die heiß gelaufenen US-Börsen lassen Dampf ab", schrieb Marktanalyse Jens Klatt von DailyFX. Zusätzlich trennen sich internationale Investoren von europäischen Papieren, da ihnen im Fall einer weiteren Abwertung des Euro zusätzlich Währungsverluste drohten.

Auf Unternehmensseite stand der Börsengang von Zalando im Fokus. Der Online-Modehändler beendete seine Achterbahnfahrt am ersten Börsentag exakt auf dem Ausgapreis von 21,50 Euro. Gestartet waren die Titel mit 24,10 Euro, bröckelten danach aber stetig ab.

ADIDAS WILL AKTIEN ZURÜCKKAUFEN

Mit Blick auf die an der Börse etablierten Unternehmen erfreute Adidas seine Aktionäre mit einem milliardenschweren Aktien-Rückkaufprogramm. Die Papiere des Sportartikelherstellers zogen um rund 1 Prozent an. Am Dax-Ende fielen die Papiere des Salz- und Düngemittelproduzenten K+S um rund 3 Prozent. So tief standen sie zuletzt im März. Die Aktien der Lufthansa rutschten um 2,68 Prozent ab. Am Dienstag hatte ein Pilotenstreik die Fluggesellschaft belastet.

Im MDax fielen Südzucker -Aktien nach Analystenkommentaren zu den Belastungen durch den niedrigeren Zuckerpreis auf den tiefsten Stand seit Anfang 2009. Zum Handelsschluss belief sich das Minus auf mehr als sechs Prozent.

VERLUSTE AUCH IN EUROPA

Der EuroStoxx 50 verlor 0,96 Prozent auf 3195,08 Punkte. Auch der CAC 40 in Paris und der FTSE-100-Index in London gaben deutlich nach. In New York stand der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa ähnlich stark unter Druck.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,76 Prozent am Vortag auf 0,75 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 137,91 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,37 Prozent auf 150,27 Punkte vor. Der Kurs des Euro erholte sich leicht. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2603 (Dienstag: 1,2583) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7935 (0,7947) Euro./la/he

--- Lutz Alexander, dpa-AFX ---

01.10.2014

IPO: Zalando-Aktie schließt auf Ausgabepreis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie des Online-Händlers Zalando ist an ihrem ersten Börsentag exakt auf dem Ausgabepreis von 21,50 Euro aus dem Handel gegangen. Beim ersten Kurs hatte es am Mittwochmorgen noch einen Sprung von rund zwölf Prozent auf 24,10 Euro gegeben. Danach ging es jedoch schnell nach unten. Nach einer zwischenzeitlichen leichten Erholung rutschte die Aktie dann ganz zum Schluss noch einmal ab. Zalando ist zum Ausgabepreis rund 5,35 Milliarden Euro wert. Der Börsengang bringt dem Unternehmen gut 600 Millionen Euro ein./so/DP/jha

01.10.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax wieder unter Druck - Enttäuschende Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Mittwoch nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus Europa und den USA wieder unter Druck geraten. Zwischenzeitliche Gewinne konnte der deutsche Leitindex nicht halten, nachdem er zunächst an seine Vortageserholung angeknüpft hatte. Zum Handelsschluss stand das Börsenbarometer 0,97 Prozent tiefer bei 9382,03 Punkten. Zwischenzeitlich war der Dax sogar auf den tiefsten Stand seit Ende August abgerutscht. Der MDax fiel um 1,09 Prozent auf 15 820,09 Punkte, während der TecDax 0,14 Prozent auf 1247,61 Punkte verlor./la/he

01.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Schwächer nach gemischten Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börse hat am Mittwoch einen schwachen Handelsstart hingelegt. Konjunkturdaten zum Arbeitsmarkt und zum Verarbeitenden Gewerbe fielen gemischt aus. Der Leitindex Dow Jones Industrial sank im frühen Handel um 0,79 Prozent auf 16 908,90 Punkte. Der S&P-500-Index verlor 0,50 Prozent auf 1962,38 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 büßte zugleich 0,82 Prozent auf 4016,23 Punkte ein.

Während am US-Arbeitsmarkt der dynamische Aufschwung weitergeht und die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im September stärker als erwartet gestiegen war, fiel der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe weitaus stärker als prognostiziert. Die ADP-Zahlen gelten als wichtiger Hinweis auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden.

Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hingegen war im September von 59,0 Punkten im Vormonat auf 56,6 Zähler gesunken. Bankvolkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 58,5 Punkte erwartet. Besonders stark gerieten der Auftrags- und der Beschäftigungsindex unter Druck. Überraschend sanken zudem die Bauausgaben für den Monat August.

Unter den Einzelwerten zählten Aktien von Pharma- und Biotech-Unternehmen mit Forschungsfokus auf dem Ebola-Virus zu den Favoriten. Der erste Ebola-Fall in den USA ließ die Titel von Tekmira Pharmaceuticals um knapp 16 Prozent in die Höhe schnellen, BioCryst Pharmaceuticals gewannen rund drei Prozent. Vor rund zehn Tagen war ein Passagier aus dem westafrikanischen Liberia in die USA eingereist, wo die Krankheit am Dienstag bei ihm anhand von Proben zweifelsfrei nachgewiesen wurde. Die Aktien von Delta Air Lines und American Airlines büßten jeweils rund vier Prozent ein. Spekuliert wird, dass das Virus mit einer dieser Fluggesellschaften in die USA eingeschleppt worden sein könnte.

Die Anteilsscheine von Fannie Mae und Freddie Mac brachen wegen enttäuschter Gewinnausschüttungshoffnungen um etwas mehr als ein Drittel ein. Ein Bezirksgericht in Columbia hatte entschieden, dass die US-Regierung zu Recht nahezu den gesamten Gewinn der Unternehmen einbehalten hat. Die Immobilienfirmen waren vom Staat im Zuge der Finanzkrise vor dem Untergang bewahrt worden. Verschiedene Investoren wollten an den Gewinnen beteiligt werden.

Im Blick standen zudem auch die Aktien von Ford und General Motors (GM) nach Absatzzahlen für den Monat September. Während der größte US-Autobauer GM mit seinen Zahlen überzeugte, enttäuschte Ford nach der Gewinnwarnung am Montag ein weiteres Mal: Der Pkw-Absatz war um 2,7 Prozent und damit etwas deutlicher gesunken als erwartet. GM dagegen meldete ein Plus von 19 Prozent. Der Konzern kündigte zudem Gewinnverbesserungen an. Während GM um knapp zwei Prozent stiegen, büßten Ford etwas mehr als ein halbes Prozent ein. Am Montag waren die Ford-Titel um 7,5 Prozent abgerutscht und hatten am Vortag dann nochmals weitere zwei Prozent verloren.

Die Ebay-Titel gaben einen Teil ihrer kräftigen Vortagesgewinne von 7,5 Prozent wieder ab und sanken zuletzt um 1,77 Prozent. Mehrere Analystenhäuser, unter ihnen auch JPMorgan, hatten die Aktie des Online-Auktionshauses abgestuft, nachdem Ebay am Dienstag bekannt gegeben hatte, seinen Bezahldienst PayPal ausgliedern zu wollen./ck /he

01.10.2014

Aktien New York: Schwächer nach gemischten Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börse hat am Mittwoch einen schwachen Handelsstart hingelegt. Konjunkturdaten zum Arbeitsmarkt und zum Verarbeitenden Gewerbe fielen gemischt aus. Der Leitindex Dow Jones Industrial sank im frühen Handel um 0,84 Prozent auf 16 899,62 Punkte. Der S&P-500-Index verlor 0,66 Prozent auf 1959,21 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 büßte zugleich 0,90 Prozent auf 4012,88 Punkte ein.

Während am US-Arbeitsmarkt der dynamische Aufschwung weitergeht und die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP im September stärker als erwartet gestiegen war, fiel der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe weitaus stärker als prognostiziert. Die ADP-Zahlen gelten als wichtiger Hinweis auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden.

Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hingegen sank im September von 59,0 Punkten im Vormonat auf 56,6 Zähler. Bankvolkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 58,5 Punkte erwartet. Besonders stark gerieten der Auftrags- und der Beschäftigungsindex unter Druck. Überraschend sanken zudem die Bauausgaben für den Monat August./ck/jha/

01.10.2014

Aktien Frankfurt: Dax geht nach gemischten Konjunkturdaten die Kraft aus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch nach durchwachsenen Konjunkturdaten wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Zwischenzeitliche Gewinne konnte der deutsche Leitindex nicht halten, nachdem er zunächst an seine Vortageserholung angeknüpft hatte. Am frühen Nachmittag stand das Börsenbarometer 0,37 Prozent tiefer bei 9438,80 Punkten. Der MDax fiel um 0,57 Prozent auf 15 903,35 Punkte, während der TecDax um 0,37 Prozent auf 1254,00 Punkte vorrückte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte mehr als ein halbes Prozent ein.

GELDPOLITIK NACH KONJUNKTURDATEN IM FOKUS

In der Eurozone hatte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen im September vor allem wegen einer schwachen Entwicklung in Deutschland überraschend stark eingetrübt. Die Daten wurden gerade mit Blick auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aufmerksam beobachtet. Die EZB wird an diesem Donnerstag ihre jüngsten geldpolitischen Entscheidungen erläutern und Details zum Kaufprogramm für Kreditverbriefungen bekanntgeben. Mit dem soll die Wirtschaft gestützt werden. Zuletzt hatten durchwachsene Konjunkturdaten bei Investoren Hoffnungen auf eine baldige noch weitere Öffnung der Geldschleusen geweckt.

Aus den USA kamen hingegen positive Konjunkturnachrichten. Am US-Arbeitsmarkt geht der dynamische Aufschwung weiter. Die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor war im September gestiegen. Am Aktienmarkt sorgte das aber nicht unbedingt für gute Laune. So klopfen Investoren US-Konjunkturdaten auf Anzeichen ab, wann die US-Notenbank die Zinswende einleiten - also den Leitzins anheben - wird. Grund ist, dass die lockere Geldpolitik der Fed als eine wichtige Stütze der Aktienmärkte in den vergangenen Jahren gilt. Zuletzt hatte Fed-Chefin Janet Yellen betont, der Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung hänge von der wirtschaftlichen Entwicklung ab.

ZALANDO MIT SOLIDEM BÖRSENDEBÜT

Auf Unternehmensseite stand der Börsengang von Zalando im Fokus. Dem Online-Modehändler gelang ein solides Börsendebüt. Die Titel starteten mit 24,10 Euro. Im Vergleich zum Ausgabepreis von 21,50 Euro ist das ein Plus von zwölf Prozent. Zuletzt kosteten die Papiere noch 22,12 Euro. Der Marktwert des Unternehmens lag damit bei 5,4 Milliarden Euro. Zalando ist insofern mehr wert als die Dax-Konzerne K+S und Lanxess .

Mit Blick auf die an der Börse etablierten Unternehmen erfreute Adidas seine Aktionäre mit einem milliardenschweren Aktien-Rückkaufprogramm. Die Papiere des Sportartikelherstellers zogen an der Dax-Spitze um 2,08 Prozent an.

ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN BMW, MTU UND ELRINGKLINGER

Die Anteilsscheine von BMW hielten sich nach einer Hochstufung auf "Overweight" durch Morgan Stanley mit plus 0,20 Prozent besser als der Gesamtmarkt. Analystin Laura Lembke hält die Sorgen der Anleger über das China-Geschäft für übertrieben.

Im Index der mittelgroßen Werte zogen MTU um 0,90 Prozent an. JPMorgan-Analyst David Perry sieht für seine Gewinnschätzungen für den Triebwerksproduzenten Luft nach oben, sollte der Dollar-Höhenflug andauern. Ebenfalls angetrieben von einem Analystenkommentar stiegen die Papiere des Autozulieferers ElringKlinger um 0,53 Prozent. Im abgelaufenen Quartal hatten die Titel mit minus 22 Prozent zu den schwächsten MDax-Werten gehört. Nun empfahl Commerzbank-Analyst Daniel Schwarz sie zum Kauf.

SÜDZUCKER AUF TIEFSTEM STAND SEIT 2009

Wenig Grund zur Freude hatten die Aktionäre von Südzucker . Die Aktien fielen nach Analystenkommentaren zu den Belastungen durch den niedrigeren Zuckerpreis auf den tiefsten Stand seit Anfang 2009. Zuletzt belief sich das Minus auf 6,80 Prozent. Im Dax rutschten die Aktien der Lufthansa um knapp drei Prozent ab. Am Dienstag hatte ein Pilotenstreik die Fluggesellschaft belastet./mis/la

01.10.2014

Aktien New York Ausblick: Leichter erwartet - ADP-Daten zeigen Aufschwung

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte werden am Mittwoch zur Eröffnung mit moderaten Verlusten erwartet. Der Future auf den Dow Jones Industrial notierte rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart 0,16 Prozent tiefer. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq 100 verlor 0,26 Prozent. Etwas besser als erwartete Arbeitsmarktdaten aus den USA hatten nur wenig Einfluss auf die Index-Futures.

Am US-Arbeitsmarkt geht der dynamische Aufschwung weiter. Die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor sei im September um 213 000 Stellen gestiegen, teilte der private Arbeitsmarktdienstleister ADP mit. Volkswirte hatten im Schnitt nur 205 000 neue Stellen erwartet. Damit lag der Stellenaufbau laut ADP-Daten bereits den achten Monat an der Marke von 200 000 oder darüber. Im Vormonat war die Zahl der Beschäftigten um revidiert 202 000 (zuvor 204 000) gestiegen. Die ADP-Zahlen gelten als wichtiger Hinweis auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden. Im Handelsverlauf wird der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe bekanntgegeben. Experten rechnen damit, dass die Daten eine moderate Expansion der US-Wirtschaft signalisieren.

Unter den Einzelwerten könnten Aktien von Pharma- und Biotech-Unternehmen mit Forschungsfokus auf dem Ebola-Virus einen Blick wert sein. Grund dafür ist der erste Ebola-Fall in den USA. So sprangen die Titel von Tekmira Pharmaceuticals um 27 Prozent in die Höhe, BioCryst Pharmaceuticals gewannen mehr als acht Prozent. Dagegen sind die Anteilsscheine von Delta Airlines und American Airlines um 2,74 beziehungsweise 2,99 Prozent abgesackt. Spekuliert wird, dass das Virus mit einer der Maschinen dieser Fluggesellschaften in die USA eingeschleppt worden sein könnte.

Die Ebay-Titel fielen vorbörslich um 2,77 Prozent, nachdem sie von mehreren Analystenhäusern abgestuft worden waren. Am Vortag waren die Papiere um 7,5 Prozent gestiegen./edh/ck

01.10.2014

Britischer Kandidat für Posten des EU-Finanzmarktkommissars muss nachsitzen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Das Europaparlament lässt den Kandidaten für das Amt des EU-Finanzmarktkommissars, Jonathan Hill, nachsitzen. Der Brite werde zu einer zweiten Anhörung eingeladen, sagte der Grünen-Abgeordnete Sven Giegold am Mittwoch in Brüssel: "Er hat auf viele Fragen nicht geantwortet." Einer der Vorwürfe lautet, dass der Brite in seiner ersten Anhörung keine Position zu den umstrittenen gemeinsamen Staatsanleihen aller Euro-Länder (Eurobonds) bezogen hatte. Die Konservative Kay Swinburne schrieb auf ihrer Webseite, der "Meinungsaustausch" werde nächste Woche stattfinden. Sie fügte hinzu: "Es ist nicht leicht, fünf Jahre Finanzregulierung in zehn Tagen zu lernen."/sku/mt/DP/he

01.10.2014

ROUNDUP: CDU-Flügel für Steuerentlastung - Merkel: Schwarze Null ist das Ziel

BERLIN (dpa-AFX) - In der CDU wächst der Druck auf Parteichefin Angela Merkel, die Bürger noch vor der Bundestagswahl 2017 steuerlich zu entlasten. So forderten der Arbeitnehmer- und der Mittelstandsflügel am Mittwoch überraschend gemeinsam die Abschaffung der sogenannten kalten Progression, bei der der Fiskus heimlich bei Lohnerhöhungen mitkassiert. Der Kampf gegen diese Ungerechtigkeit im Steuersystem gehöre zur "DNA der Union", sagte der Chef der Unions-Mittelstandsvereinigung (MIT), Carsten Linnemann, in Berlin.

Über den Antrag, der schon im Programm zur Bundestagswahl stand, soll im Dezember der CDU-Parteitag in Köln beraten. Angst vor dem Unmut von Merkel, die in der laufenden Wahlperiode keinen finanziellen Spielraum für den Plan sieht, haben die Initiatoren nicht. "Wir müssen uns unsere Anträge nicht vorab genehmigen lassen", meinte der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann.

Merkel unterstrich bei einer Rede vor Unternehmen, dass am Ziel eines ausgeglichenen Haushalts 2015 nicht gerüttelt werden dürfe. Die Regierung werde alles tun, um in der "schwierigeren Wirtschaftslage" Deutschland auf Kurs zu halten.

Eine Korrektur im Steuersystem Anfang 2016 oder spätestens zum 1. Januar 2017 würde Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) - abhängig von der Teuerung - "gut eine Milliarde Euro" pro Jahr kosten, sagte Linnemann.

Als kalte Progression gilt der Umstand, dass bei Lohnerhöhungen, die nur die Inflation ausgleichen, dennoch die Steuerlast steigt. Der Grund dafür liegt im Steuertarif: Der wächst mit steigendem Einkommen überdurchschnittlich. Wegen der sehr niedrigen Inflation fällt die kalte Progression aktuell aber kaum ins Gewicht.

Laumann erklärte, die geplante Steuerbremse sei kein Widerspruch zur schwarzen Null im Haushalt. Eine jährliche, automatische Anpassung des Einkommensteuertarifs an die Inflation könne bei Haushaltsnotlagen - etwa Konjunktureinbrüchen oder Naturkatastrophen

- durch Bundestag und Bundesrat auch für ein Jahr ausgesetzt werden.

Steuererhöhungen an anderer Stelle seien für die Union unverändert ausgeschlossen.

Auch CSU-Chef Horst Seehofer macht sich für die Milderung der kalten Progression stark, ebenso SPD-Chef Sigmar Gabriel und die Gewerkschaften. Merkel und Schäuble verweisen auf die Blockade im Bundesrat. Die Länder wollen nur zustimmen, wenn sie dadurch keine Einnahmen verlieren. Die rot-grün regierten Länder hatten schon eine von Schwarz-Gelb geplante Entlastung verhindert./tb/DP/jkr

01.10.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 01.10.2014 - 17.00 Uhr

USA: ISM-Einkaufsmanagerindex fällt deutlich

WASHINGTON - Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie ist im September überraschend deutlich gefallen. Der Indikator fiel von 59,0 Punkten im Vormonat auf 56,6 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 58,5 Punkte erwartet. Besonders stark gerieten der Auftrags- und der Beschäftigungsindex unter Druck.

USA: Beschäftigtenzahl steigt stärker als erwartet - ADP

WASHINGTON - Am US-Arbeitsmarkt geht der dynamische Aufschwung weiter. Die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor sei im September um 213 000 Stellen gestiegen, teilte der private Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch mit. Volkswirte hatten im Schnitt nur 205 000 neue Stellen erwartet. Damit lag der Stellenaufbau laut ADP-Daten bereits den achten Monat an der Marke von 200 000 oder darüber. Im Vormonat war die Zahl der Beschäftigten um revidiert 202 000 (zuvor 204 000) gestiegen.

USA: Bauausgaben sinken überraschend

WASHINGTON - In den USA sind die Bauausgaben im August überraschend gesunken. Im Vergleich zum Vormonat seien die Investitionen um 0,8 Prozent gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet.

USA: Markit-Einkaufsmanagerindex Industrie gibt überraschend nach

WASHINGTON - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im September überraschend eingetrübt. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel um 0,4 Punkte auf revidierte 57,5 Punkte, wie das Institut am Mittwoch laut endgültigen Zahlen mitteilte. In einer ersten Schätzung waren noch eine Stagnation bei 57,9 Zähler ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der ersten Schätzung gerechnet. Der Indikator bleibt auf einem hohen Niveau, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht.

Eurozone: Schwache deutsche Zahlen drücken Industriestimmung

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen des Euroraums hat sich im September vor allem wegen der schwachen Entwicklung in Deutschland noch stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindes fiel um 0,4 Punkte auf 50,3 Punkte, wie das Forschungsunternehmen Markit am Mittwoch in London mitteilte. In einer ersten Schätzung waren noch 50,5 Punkte ermittelt worden. Damit signalisiert der Indikator kaum noch Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Für den Indikator werden rund 3000 Industrieunternehmen aus der Eurozone nach ihrer aktuellen Geschäftslage befragt.

Merkel: Wiederaufflammen der Euro-Krise wäre Katastrophe

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor einer Rückkehr der Euro-Krise gewarnt. "Ein Wiederaufflammen der Euro-Krise wäre in der allgemeinen weltpolitischen Lage eine Katastrophe", sagte Merkel am Mittwoch auf dem Unternehmertag des Außenhandelsverbandes BGA in Berlin. "Wir sind (...) noch nicht an dem Punkt, wo wir sagen können, wir haben die Krise schon vollständig hinter uns gelassen." Sie mahnte die Euro-Partner, Verpflichtungen bei der Verschuldung einzuhalten.

Deutsche Maschinenbauer rechnen 2015 mit stärkerem Wachstum

FRANKFURT - Die deutschen Maschinenbauer rechnen 2015 dank einer anziehenden Nachfrage aus China und den USA wieder mit einem dynamischeren Wachstum. Die VDMA-Volkswirte sagen ein Plus von zwei Prozent für die preisbereinigte Produktion von Maschinen und Anlagen in Deutschland voraus, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch mitteilte. "Die Unsicherheiten bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung sind hoch, die Risiken sind nicht zu unterschätzen", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers zwar. Doch sei eine weltweite Konjunkturerholung mehr als überfällig. Die Wachstumsprognose für 2014 hatte der Verband im Sommer von ursprünglich drei auf nur noch ein Prozent gesenkt.

Frankreich erwartet leichtes Wachstum

PARIS - Das kriselnde Frankreich erwartet in den kommenden Jahren einen leichten Anstieg seiner Wirtschaftskraft. Nach dem am Mittwoch in Paris vorgelegten Haushaltsentwurf für das kommende Jahr geht die nach Deutschland zweitgrößte Wirtschaftsnation im Euro-Raum für 2015 von einem Wachstum in Höhe von 1,0 Prozent aus. Im laufenden Jahr werden magere 0,4 Prozent Wirtschaftswachstum erwartet. Den von der sozialistischen Regierung erarbeiteten Etatentwurf kritisierten unabhängige Fachleute angesichts der Konjunkturlage als optimistisch.

Stimmung in Japans Großindustrie unerwartet gestiegen

TOKIO - Trotz der dämpfenden Auswirkung einer erhöhten Verbrauchssteuer hat sich die Stimmung in Japans Großindustrie überraschend verbessert, wenn auch nur leicht. Dagegen schätzen die großen nichtverarbeitenden Unternehmen des Landes ihre Lage deutlich schlechter ein. Der von der Zentralbank ermittelte Stimmungsindex für die Großindustrie stieg im September auf plus 13 nach plus 12 drei Monate zuvor, wie aus der am Mittwoch vorgelegten Tankan-Quartalsumfrage der Bank von Japan hervorgeht. Ökonomen hatten einen Rückgang erwartet.

Großbritannien: Industriestimmung fällt auf tiefsten Stand seit April 2013

LONDON - Die Stimmung in der britischen Industrie hat sich im September weiter eingetrübt. Wie das Forschungsunternehmen Markit am Mittwoch mitteilte, fiel der von ihr erhobene Einkaufsmanagerindex um 0,6 Punkte auf 51,6 Zähler zurück. Mit dem vierten Rückgang in Folge sinkt das Barometer auf den tiefsten Stand seit April 2013. Bankvolkswirte hatten dagegen eine Aufhellung erwartet.

Hongkong: Proteste halten Finanzmärkte und Beobachter in Atem

HONGKONG/FRANKFURT - Die sich ausweitenden Proteste in Hongkong gegen die Regierung machen sich auch an den Finanzmärkten bemerkbar. Der Hongkong-Dollar, die Währung der chinesischen Sonderverwaltungszone, steht seit Tagen unter Druck. An der Börse, wo an diesem Mittwoch wegen des 65. Nationalfeiertags der Volksrepublik China kein Handel stattfand, hat sich die Stimmung in den vergangenen Wochen spürbar eingetrübt. Noch scheint die Lage unter Kontrolle zu sein, doch Experten warnen: Sollte der Konflikt eskalieren, könnten schwere ökonomische Verwerfungen folgen.

China: Industriestimmung im September stabil

PEKING - Die Stimmung in den chinesischen Industrieunternehnmen hat sich im September nicht verändert. Nachdem bereits am Dienstag die Großbank HSBC eine Stagnation gemeldet hatte, folgte am Mittwoch der Handelsverband CFLP. Demnach lag der Einkaufsmanagerindex im September wie im Vormonat bei 51,1 Punkten. Der von HSBC ermittelte Indikator hatte im selben Monat bei 50,2 Punkten stagniert. Zhang Liqun, ein CLFP-Ökonom, sprach von einer stabilen Entwicklung. Die Industrie sehe sich aber nach wie vor wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt.

/rob/jkr

01.10.2014

ROUNDUP/Merkel: Wiederaufflammen der Euro-Krise wäre Katastrophe

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor einer Rückkehr der Euro-Krise gewarnt. "Ein Wiederaufflammen der Euro-Krise wäre in der allgemeinen weltpolitischen Lage eine Katastrophe", sagte Merkel am Mittwoch auf dem Unternehmertag des Außenhandelsverbandes BGA in Berlin. "Wir sind (...) noch nicht an dem Punkt, wo wir sagen können, wir haben die Krise schon vollständig hinter uns gelassen." Sie mahnte die Euro-Partner, Verpflichtungen bei der Verschuldung einzuhalten.

Auch BGA-Präsident Anton Börner warnte, ein Wiederaufflammen der Euro-Krise wäre fatal. Die Regierung forderte er auf, gegenüber den Krisenländern in der Euro-Zone hart zu bleiben. Geld drucken und Schuldenmachen seien kein Weg zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. Börner kritisierte Frankreich: "Wenn das Land nicht aus dem Abwärtsstrudel herausfindet, ist der Euro und damit Europa in Gefahr." Vor allem der Bundesregierung komme die undankbare Aufgabe zu, "unsere französischen Freunde weiter zu Reformen aufzurufen".

Merkel betonte, nachhaltiges Wachstum sei nur auf Grundlage solider Haushalte möglich. Es gehe auch um Glaubwürdigkeit der Europäischen Union. Gemeinsame Absprachen und Verpflichtungen müssten erfüllt werden. "Und das kann schlussendlich nur durch die Mitgliedstaaten selber stattfinden." Es liege in der Verantwortung eines jeden Landes, seine Hausaufgaben für mehr Wettbewerbsfähigkeit zu machen.

Zuvor hatte die französische Regierung angekündigt, dass sie das Haushaltsdefizit in Folge der schwachen Wirtschaft in kleinen Schritten abbaut. Die EU-Vorgaben zur Neuverschuldung sollen erst 2017 wieder eingehalten werden. Regierungssprecher Steffen Seibert wollte sich zu den Pariser Haushaltsplänen nicht äußern. Es sei Aufgabe der EU-Kommission, die Pläne genau zu prüfen.

Mit Blick auf die Konjunktur sagte Merkel, im Augenblick seien die Wachstumsraten "eher etwas nach unten ausgerichtet". Deshalb seien auch große Anstrengungen nötig, um 2015 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt ohne neue Schulden vorzulegen.

Die Kanzlerin verteidigte die umstrittenen Handelsabkommen mit Kanada und den USA als große Chancen für Europa. Für das Abkommen TTIP mit den Vereinigten Staaten gebe es "unendlich viele gute Gründe". Die USA und die EU stünden für 65 Prozent des Welthandels und könnten mit einem gemeinsamen Wirtschaftsraum in Zukunft Standards setzen, die auch für China und Indien gelten würden.

Auch würden durch TTIP viele zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, die Europa angesichts der Jugendarbeitslosigkeit dringend benötige. Die hohen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards in Europa seien durch TTIP nicht in Gefahr. Kritiker des Abkommens fürchten jedoch genau dies. Sie sehen auch die Gefahr, dass eine Regelung über die Streitschlichtung mit Investoren dazu führen könnte, dass große Konzerne einzelne Staaten wegen bestimmter Gesetze verklagen könnten.

Merkel lobte auch das vor dem Abschluss stehende Abkommen Ceta der EU mit Kanada: "Ich glaube, dass vieles auf diesem Wege gelungen ist." Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) pocht jedoch darauf, dass vorhandene Schutzklauseln für Konzerne aus dem Vertrag gestrichen werden.

Börner warnte, die weltpolitischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten würden auch Deutschland noch sehr lange beeinflussen. Allen müsse klar, dass für die Verteidigung von Demokratie und Wohlstand ein hoher Preis gezahlt werden müsse. Deshalb sei ein engerer Zusammenschluss mit den USA über TTIP so wichtig: "Die Welt muss bei uns die Regeln des Miteinanders abschreiben."/sl/tb/DP/jkr

01.10.2014

EU-Staaten müde bei Eurozonen-Reform

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU kommt bei der Reform der Eurozone nicht voran. Entgegen erster Ansage solle beim Herbstgipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 23. und 24. Oktober in Brüssel nicht über die umstrittenen Reformverträge gesprochen werden, berichteten Diplomaten am Mittwoch in Brüssel.

Das Vorhaben war bisher insbesondere von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt worden. Sie strebte bilaterale Reformverträge einzelner Mitgliedstaaten mit der EU-Kommission an.

Merkel und andere Befürworter wollten damit Mitgliedsstaaten eine modernere Wirtschaftspolitik verpassen und die Verbindlichkeit von Zusagen der Hauptstädte stärken. Im Gegenzug sollte es Geld aus Brüsseler Töpfen für Reformen geben. Die Finanzierung blieb aber bisher unklar.

Die "Chefs" hatten das Streitthema im vergangenen Dezember auf Oktober 2014 vertagt. Wie es weitergehen soll, ist offen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, der die Gipfeltreffen führt, wird Ende November seinen Posten an den polnischen Ex-Premier Donald Tusk übergeben.

Nach Ausbruch der Finanzkrise mit schlimmen Folgen für Bürger und Unternehmen hatte die EU insbesondere für die Eurozone die Koordinierung in der Wirtschafts- und Finanzpolitik gestärkt. So kann die EU-Kommission nicht nur bei ausufernden Defiziten, sondern auch bei wirtschaftlichen Ungleichgewichten in den Mitgliedstaaten einschreiten. Ziel ist, Finanzabstürze à la Griechenland künftig auszuschließen./cb/DP/jha

01.10.2014

USA: ISM-Einkaufsmanagerindex fällt deutlich

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie ist im September überraschend deutlich gefallen. Der Indikator fiel von 59,0 Punkten im Vormonat auf 56,6 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 58,5 Punkte erwartet. Besonders stark gerieten der Auftrags- und der Beschäftigungsindex unter Druck.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen. Der Indikator signalisiert also trotz des Rückgangs eine robuste wirtschaftliche Erholung in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Die Entwicklung im Überblick:

^ September Prognose Vormonat

Einkaufsmanagerindex 56,6 58,5 59,0

Beschäftigungsindex 54,6 -- 58,1

Auftragsindex 60,0 -- 66,7

Preisindex 59,5 -- 58,0

Produktionsindex 64,6 -- 64,5°

/jsl/jkr

01.10.2014

ROUNDUP 3: Schröder wirbt auf Russland-Tag um Vertrauen zu Moskau

ROSTOCK (dpa-AFX) - Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat dafür geworben, den Dialog mit Russland trotz des Ukraine-Konflikts zu suchen und an das zuvor partnerschaftliche Verhältnis anzuknüpfen. "Nur so kann Vertrauen entstehen, das derzeit fehlt", sagte Schröder am Mittwoch in Rostock auf dem Russland-Tag Mecklenburg-Vorpommerns, einem bilateralen Wirtschaftstreffen mit mehr als 400 Teilnehmern. Solche Treffen könnten zu einem neuen Brückenschlag führen. Gegenseitige Vorwürfe, Drohungen und Sanktionen seien der falsche Weg. "Wir sollten uns vielmehr auf die Elemente der alten Entspannungspolitik besinnen", mahnte Schröder. Um den Russland-Tag hatte es in den vergangenen Monaten heftige Diskussionen wegen der Rolle Russlands im Ukraine-Konflikt gegeben.

Die Sanktionen als Folge des Konflikts hätten viel Vertrauen zerstört und machten sich wirtschaftlich bemerkbar. Für deutsche Firmen blieben Aufträge aus und Russland leide unter dem Wertverfall des Rubels sowie dem Rückzug von Investoren. Schröder, der sich selbst als "Russland-Versteher" bezeichnete, warb für die Rückkehr zu einem partnerschaftlichen, "meinethalben auch strategischen" Verhältnis.

Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) bezeichnete den Ukraine- Konflikt als eine schwere Belastung für die deutsch-russische Beziehung. "Ich denke, wir alle setzen darauf, dass sich dieser Konflikt nicht weiter verschärft, sondern dass wir über gute Gespräche und Verhandlungen zu konstruktiver Partnerschaft zurückfinden."

Schröder sagte, deutsche Unternehmen könnten bei der Modernisierung der russischen Wirtschaft helfen. Schon jetzt hingen 350 000 deutsche Arbeitsplätze am Russlandgeschäft. "Umgekehrt profitieren wir immens von der Energie- und Rohstoffpartnerschaft mit Russland", sagte er.

Allerdings schließe ein Dialog Kritik nicht aus, sagte Schröder. Er mahnte die Politik, weiter um ein friedliches Europa zu ringen. "Es ist uns - und da schließe ich meine Amtszeit ausdrücklich mit ein - nicht gelungen, eine stabile Friedens- und Sicherheitsstruktur in Europa zu schaffen." Daher sei es nun besonders wichtig, den Konflikt um die Ost-Ukraine nicht weiter eskalieren zu lassen.

Auch Russlands Botschafter Wladimir Grinin beklagte das Schwinden des gegenseitigen Vertrauens. Dieses wieder herzustellen, sei schwerer als nur die ökonomischen Wunden zu behandeln. Nach Angaben Grinins ging der Warenumsatz zwischen Deutschland und Russland im ersten Halbjahr 2014 um 6,5 Prozent zurück. Insbesondere der deutsche Export nach Russland sei betroffen. Über das ganze Jahr gesehen könnte er um bis zu 25 Prozent sinken. Nach den Sanktionen des Westens hatte Moskau seinerseits einen Importstopp für eine Reihe von Produkten aus der EU angeordnet./fp/DP/jkr

--- Von Frank Pfaff und Joachim Mangler, dpa ---

01.10.2014

USA: Bauausgaben sinken überraschend

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Bauausgaben im August überraschend gesunken. Im Vergleich zum Vormonat seien die Investitionen um 0,8 Prozent gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet.

Der Anstieg im Vormonat fiel zudem geringer aus als zunächst gemeldet. Im Juli waren die Bauinvestitionen laut Ministerium nur um 1,2 Prozent gestiegen, während in der ersten Schätzung noch ein Zuwachs um 1,8 Prozent ermittelt worden war./jkr/jsl

01.10.2014

USA: Markit-Einkaufsmanagerindex Industrie gibt überraschend nach

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im September überraschend eingetrübt. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel um 0,4 Punkte auf revidierte 57,5 Punkte, wie das Institut am Mittwoch laut endgültigen Zahlen mitteilte. In einer ersten Schätzung waren noch eine Stagnation bei 57,9 Zähler ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der ersten Schätzung gerechnet. Der Indikator bleibt auf einem hohen Niveau, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht./jsl/jkr

01.10.2014

Merkel verteidigt Handelsabkommen mit Nordamerika

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die umstrittenen Handelsabkommen mit Kanada und den USA als große Chancen für Europa verteidigt. Für das Abkommen TTIP mit den Vereinigten Staaten gebe es "unendlich viele gute Gründe", sagte Merkel am Mittwoch beim Unternehmertag des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) in Berlin. Die USA und die EU stünden für 65 Prozent des Welthandels und könnten mit einem gemeinsamen Wirtschaftsraum in Zukunft Standards setzen, die auch für China und Indien gelten würden.

Auch würden durch TTIP viele zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, die Europa angesichts der Jugendarbeitslosigkeit dringend benötige. Die hohen Umwelt- und Verbraucherschutzstandards in Europa seien durch TTIP nicht in Gefahr, meinte Merkel. Sie lobte auch das kurz vor dem Abschluss stehende Abkommen Ceta der EU mit Kanada:"Ich glaube, dass vieles auf diesem Wege gelungen ist." Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) pocht jedoch darauf, dass vorhandene Schutzklauseln für Konzerne aus dem Ceta-Vertrag noch gestrichen werden./tb/DP/jha

01.10.2014

ANALYSE: JPMorgan senkt Ebay auf 'Neutral' und hebt Ziel auf 61 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat Ebay nach Aufspaltungsplänen von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 56 auf 61 US-Dollar angehoben (Kurs: 55,30 Dollar). Die Abspaltung des Bezahldienstes Paypal von der Online-Handelsplattform sehe er positiv, da jedes der beiden Unternehmen dadurch effizienter operieren und die Kapitalstruktur besser optimieren dürfte, schrieb Analyst Doug Anmuth in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Zugleich dürften wichtige Beziehungen untereinander und Synergien durch Geschäftsvereinbarungen weiter bestehen bleiben.

"Die kombinierten Effekte von rationalisierten Arbeitsabläufen und dadurch möglicherweise eingespartem Personal, die Ebay antreiben und Paypal womöglich neu positionieren könnten, dürften nach der Aufspaltung letztlich zu einer größeren Wertschöpfung bei beiden Unternehmen führen", schrieb Anmuth. Die Ankündigung von Ebay, diesen Schritt zu gehen, sieht der Experte zugleich nicht als überraschend an. Er hatte ihn jedoch noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt erwartet.

Die Aufspaltung finde im Aktienkurs bereits eine deutlichere Berücksichtigung, hieß es weiter. Da von größeren operativen Verbesserungen allerdings nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2015 auszugehen sei, dann also, wenn die Abspaltung vollzogen sein dürfte, senkte der Experte sein Anlageurteil.

Gemäß der Einstufung "Neutral" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten im Gleichklang mit dem vom Analystenteam beobachteten Sektor entwickeln wird./ck/he

Analysierendes Institut JPMorgan.

01.10.2014

AKTIE IM FOKUS 3: Zalando-Aktien beenden Achterbahnfahrt auf Ausgabepreis

(neu: Händlerstimme, Schlusskurs)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Online-Händler Zalando hat seine Achterbahnfahrt am ersten Börsentag exakt auf dem Ausgabepreis von 21,50 Euro beendet. Der erste Kurs hatte am Mittwochvormittag bei 24,10 Euro gelegen. Keine halbe Stunde danach aber erreichten die Aktien nach einem steilen Fall mit 21,55 Euro fast den Ausgabepreis. Am späten Vormittag erholte sich der Kurs zwar wieder und stieg kurz über die Marke von 23,00 Euro. Am Ende aber landeten sie wieder exakt auf dem Ausgabekurs.

Zum ersten Kurs war Zalando knapp sechs Milliarden Euro wert. Das war mehr, als Dax-Unternehmen wie K+S , Lanxess oder Lufthansa auf die Waage bringen. Der Börsengang bringt Zalando gut 600 Millionen Euro ein. Am Schlusskurs gemessen liegt Zalandos Marktwert von 5,27 Milliarden Euro immerhin noch über dem von K+S und Lanxess.

WETTBEWERBSINTENSIVES MARKTUMFELD

Händler Vinay Sharma vom Broker Ayondo Markets verglich den Börsengang (IPO) von Zalando mit anderen IPOs, die zuvor ähnlich große Erwartungen geweckt hatten. In der Vergangenheit sei in diesen Fällen oft das "Phänomen der Unterbewertung" zu beobachten gewesen, demzufolge Emissionsbanken bei den Aktien absichtliche einen Spielraum nach oben gelassen hätten. In der Folge hätten Anleger wegen der Euphorie am Markt Zeichnungsgewinne von durchschnittlich 20 Prozent eingestrichen. Im Vergleich dazu habe die Kursentwicklung von Zalando etwas enttäuscht.

Eine mögliche Interpretation dafür könnte Sharma zufolge sein, dass die Emissionsbanken die Zalando-Aktien nun recht fair bewertet haben könnten. Für die Zeichner der Aktien habe es dann beim Aktienkurs nicht mehr viel Luft nach oben gegeben.

KURZFRISTIGEN ANLEGERN REICHEN SCHNELLE KURSGEWINNE

Wahrscheinlicher sei jedoch ein anderer Erklärungsversuch: So könnte sich im Handelsverlauf die Einschätzung durchgesetzt haben, dass Zalando in einem sehr wettbewerbsintensiven und möglicherweise schwächelndem Marktumfeld unterwegs sei. Die Investoren dürften sich zum Beispiel an die Kursentwicklung des britischen Wettbewerbers Asos erinnert fühlen, dessen Aktien seit Jahresbeginn um mehr als 60 Prozent abgesackt waren. So gesehen werde es vielleicht Zalando schwer fallen, nachhaltig zu wachsen.

Auch Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner äußerte sich skeptisch. Die Aktien von Zalando seien zum Teil bei vielen eher kurzfristig orientierten Institutionen platziert worden. Diese hätten sich mit den schnellen Kursgewinnen begnügt. Die Bewertung für Zalando sei schon sehr ambitioniert. Da helfe auch die Reduzierung des IPO-Preises um einen Euro nicht wirklich weiter.

HOHE NACHFRAGE BEI BÖRSENGANG

Zalando hatte mit einem Ausgabepreis von 21,50 Euro die zuvor aufgestellte Preisspanne von 18 bis 22,50 Euro nicht ganz ausgeschöpft, obwohl die Nachfrage mehr als zehn Mal höher als das Angebot an Aktien gewesen sein soll. Zalando schaffte es in diesem Jahr nach hohen Anlaufverlusten in die schwarzen Zahlen. Nach einem positiven ersten Halbjahr könnte es in diesem Jahr auch den ersten Jahresgewinn geben.

Haupteigentümer sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik sowie die Internet-Investoren Oliver, Marc und Alexander Samwer. Ihre Anteile verwässern sich mit der Ausgabe der neuen Aktien. Dem Prospekt zufolge soll Kinnevik nach dem Börsengang mit voller Mehrzuteilung noch 31,57 Prozent halten, statt zuvor 35,6 Prozent. Die Samwer-Brüder kommen noch auf 14,81 Prozent statt zuvor 16,7 Prozent.

ERLÖS SOLL IN WACHSTUM FLIESSEN

Die Samwer-Brüder hatten Zalando seit der Gründung 2008 unterstützt, der Mode-Händler war unter den Fittichen ihrer Startup-Schmiede Rocket Internet groß geworden. Diese bringen die Samwers am Donnerstag ebenfalls an die Börse.

Die Erlöse aus dem Zalando-Börsengang sollen in das weitere Wachstum des Unternehmens fließen. Das Unternehmen will vor allem aus eigener Kraft größer werden, kann sich aber auch Zukäufe vorstellen. Die Berliner wollen ihre Kundenbasis erweitern, die Umsätze beim einzelnen Käufer steigern und auch in neue regionale Märkte vordringen. Der Onlineversender hatte zuletzt rund 14 Millionen aktive Kunden./so/la/he

01.10.2014

ANALYSE: JPMorgan hebt MTU auf 'Neutral' - Ziel 69 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat die MTU-Aktien wegen der Euro-Schwäche von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel auf 69 Euro belassen (Kurs: 68,21 Euro). Sollte der Dollar-Höhenflug anhalten, werde er seine Gewinnschätzungen für die kommenden drei Jahre anheben, schrieb Analyst David Perry in einer Studie vom Mittwoch. Dies könnte ein höheres Kursziel nach sich ziehen.

Bereits jetzt verdienen die Titel des Triebwerksbauers Perry zufolge einen Aufschlag auf ihre langfristige Durchschnittsbewertung. Hinzu komme noch eine Übernahmeprämie. Gleichwohl sieht der Analyst in den nächsten Jahren weiter Probleme im zivilen Luftfahrtbereich. Zudem dürfte sich der Free Cashflow schwach entwickeln.

Gemäß der Einstufung "Neutral" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten im Gleichklang mit dem vom Analystenteam beobachteten Sektor entwickeln wird./la/zb

Analysierendes Institut JPMorgan.

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dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

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01.10.2014

ANALYSE: Morgan Stanley hebt BMW auf 'Overweight' und Ziel auf 95 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Morgan Stanley hat BMW nach den jüngsten Kursverlusten von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft. Das Kursziel hob Analystin Laura Lembke in einer Studie vom Mittwoch von 86 auf 95 (vorbörslicher Kurs 86,41) Euro an. Trotz einer stabilen Gewinndynamik habe der Kurs zuletzt wegen der Sorgen der Anleger über das China-Geschäft nachgegeben, schrieb Lembke. Die Befürchtungen seien aber übertrieben. Selbst wenn die Münchener die Hälfte ihrer Import-Gewinne in dem Land verlören, würden sie noch einen Gewinn von rund acht Euro je Aktie erzielen.

Zudem sieht die Expertin die Aktie als die qualitativ beste im europäischen Autosektor. Auch wegen ihres defensiven Charakters seien die Titel im aktuell unsicheren Branchenumfeld ihre einzige "Overweight"-Empfehlung im Sektor.

Lembke sorgt sich über die Perspektiven für den Autosektor und sieht angesichts hoher Gewinnerwartungen der Anleger keine Treiber einer überdurchschnittlichen Branchen-Kursentwicklung. Vor diesem Hintergrund hebe sich BMW als das am besten geführte Unternehmen mit den höchsten Free-Cashflows und Renditen auf das eingesetzte Kapital (ROCE) ab. In der Vergangenheit sei die BMW-Aktie für Anleger die beste Abschirmung vor sich verschlechternden Sektorperspektiven gewesen.

Gemäß der Einstufung "Overweight" erwartet Morgan Stanley einen überdurchschnittlichen Gesamtertrag der Aktie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Werten derselben Branche. Zugrunde gelegt wird ein Zeitraum zwischen zwölf und 18 Monaten./mis/zb

Analysierendes Institut Morgan Stanley.

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01.10.2014

EUROSTOXX-FLASH: Zuletzt minus 1% auf Tagestief nach Wall-Street-Eröffnung

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 hat am Mittwochnachmittag nach einer leichteren Wall-Street-Eröffnung seine Abwärtsbewegung beschleunigt. Zuvor war der Leitindex der Eurozone vor der Bekanntgabe der ADP-Arbeitsmarktdaten ins Minus gerutscht. Zuletzt wurde der EuroStoxx 50 rund ein Prozent tiefer bei 3192,66 Punkten notiert und lag damit praktisch auf seinem Tagestief./edh/he

01.10.2014

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt fairen Wert für ElringKlinger - 'Verkaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für ElringKlinger von 23,50 auf 22,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Mit Blick auf die weiterhin ausbleibende deutliche Erholung sowie dem leicht reduzierten mittelfristigen Margenziel halte er die aktuelle Bewertung des Autozulieferers im Branchenvergleich für nicht gerechtfertigt, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Mittwoch. Trotz der deutlich unterdurchschnittlichen Entwicklung in den vergangenen Quartalen, insbesondere im Vergleich zu Continental und Leoni, bleibe er bei seiner vorsichtigen Haltung./ajx/zb

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01.10.2014

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley senkt Ziel für Daimler - 'Equal-weight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Daimler von 65 auf 64 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Nachlassendes Wachstum in den Schwellenländern und künftig wohl wieder steigende Zinsen stellten für die Aktien von Autobauern zunehmend Risiken dar, schrieb Analyst Harald Hendrikse in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Im Autosektor sieht er bei BMW die höchste Qualität./ajx/zb

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01.10.2014

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ziel für Orange auf 12,30 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Orange wegen mittelfristig verbesserter Gewinnaussichten von 12,20 auf 12,30 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die geplante Übernahme von Jazztel und die erhofften Spareffekte in Spanien dürften den Gewinn mittelfristig höher ausfallen lassen als bisher gerechnet, schrieb Analyst Wassil El Hebil in einer Studie vom Mittwoch./zb/edh

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01.10.2014

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ziel für Kuka auf 44 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Kuka nach der angekündigten Swisslog-Übernahme von 38 auf 44 Euro angehoben. Die Einstufung bleibe auf "Hold", schrieb Analyst Gunnar Cohrs in einer Studie vom Mittwoch. Der mit Barmitteln gestemmte Zukauf dürfte das Ergebnis des Industrieroboter-Herstellers vom ersten Jahr an steigern. Dies rechtfertige das höhere Kursziel./zb/edh

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01.10.2014

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt ElringKlinger auf 'Buy' - Ziel 29 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat ElringKlinger von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 31 auf 29 Euro gesenkt. Der Bewertungsaufschlag auf die Aktien der Wettbewerber sei von 2010 bis 2014 deutlich gesunken und dieser Prozess sei nun wohl abgeschlossen, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie sehe auf dem derzeitigen Kursniveau wieder attraktiv bewertet aus. Neue Produkte und ein steigender Cashflow trieben an. Das MDax-Unternehmen bleibe einer der am schnellsten wachsenden Autozulieferer./ajx/ag

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