dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

02.05.2016

Förderbank KfW knackt bei Gewinn Zwei-Milliarden-Marke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die staatliche Förderbank KfW hat beim Gewinn 2015 erstmals seit drei Jahren wieder die Marke von zwei Milliarden Euro geknackt. Mit 2,17 Milliarden Euro wurde der Vorjahresüberschuss (1,51 Mrd Euro) deutlich übertroffen, wie das vom Bund und den Ländern kontrollierte Institut am Montag in Frankfurt mitteilte. Bewertungseffekte hätten das Ergebnis positiv begünstigt. Zudem boomte im vergangenen Jahr die Nachfrage nach Fördergeldern, die KfW Bankengruppe sagte Kredite in Höhe von 79,3 Milliarden Euro zu. Das war das zweithöchste Volumen seit der Finanzkrise 2007/2008.

KfW-Chef Ulrich Schröder dämpfte die Erwartungen: "Der in diesem Jahr sehr gute Konzerngewinn liegt deutlich oberhalb des nachhaltigen Ertragspotenzials und lässt sich nicht für die folgenden Jahre fortschreiben." Mittelfristig sieht der Vorstand nach früheren Angaben den Gewinn der Förderbank in einer Spanne von 1,0 Milliarden bis 1,2 Milliarden Euro./ben/DP/stb

02.05.2016

'FAZ': Fresenius-Tochter FMC gibt Übernahmepläne in Irland auf

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dialyse-Konzern Fresenius Medical Care (FMC) hat sich einem Zeitungsbericht zufolge aus dem Bieterprozess um die irische Klinikkette Mater Private zurückgezogen. Das Unternehmen habe sich entschieden, aus dem Verfahren auszuscheiden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagausgabe). Dabei beruft sich die Zeitung auf Kreise, die mit der Transaktion vertraut sind. Die Tochter des Medizinkonzerns Fresenius habe mit dem Finanzinvestor Capvest darüber gesprochen, dessen Mehrheit an der Krankenhausgesellschaft Mater Private zu erwerben. Wie viele weitere Mitbieter noch im Rennen seien, sei unklar. Den Unternehmenswert von Mater Private hatte vor kurzem die Zeitung "Irish Times" auf bis zu 500 Millionen Euro beziffert. Ein Sprecher von Fresenius wollte sich zum jüngsten Bericht nicht äußern./mne/jha/stb

02.05.2016

LPKF startet schwach und senkt Prognose - Aktienkurs bricht ein

GARBSEN (dpa-AFX) - Der Lasertechnikspezialist LPKF steckt weiter in Schwierigkeiten und kappt die Jahresprognose. Weil das erste Quartal laut eigener Aussage schwächer ausfiel als gedacht und die weiteren Aussichten schlecht eingeschätzt werden können, erwartet das Management um Chef Ingo Bretthauer im Gesamtjahr nun nur noch einen Umsatz zwischen 90 und 110 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zuvor hatte der Konzern jeweils 10 Millionen Euro mehr Erlös erwartet. Auch die Ergebnisprognose steht auf der Kippe und soll wie der Ausblick für das kommende Jahr überprüft werden. Am 12. Mai soll der Quartalsbericht mehr Aufschluss geben. Der Vorstand will die Kosten senken - dafür soll unter anderem fast jede siebte der zuletzt weltweit rund 780 Stellen im Unternehmen gestrichen werden. Die Aktie sackte nach dem Handelsstart um 16 Prozent ab.

Im ersten Quartal erwirtschaftete LPKF anhand vorläufiger Zahlen mit 14,8 Millionen Euro fast ein Drittel weniger Umsatz als ein Jahr zuvor. Das Unternehmen leidet seit geraumer Zeit unter einem schwachen Geschäft in der Sparte mit sogenannter Laser-Direkt-Strukturierung (LDS), die die Herstellung von Leiterplatten aus Kunststoffteilen ermöglichen soll. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen den ersten Verlust seit dem Börsengang 1998 eingefahren und daher im März die Dividende gestrichen./men/jha/stb

02.05.2016

Intesa Sanpaolo verkauft Zahlungsverkehrssparten

TURIN (dpa-AFX) - Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo verkauft Teile ihres Zahlungsverkehrsgeschäfts. Für 1,04 Milliarden Euro erhielt eine Gruppe um die Finanzinvestoren Bain und Advent den Zuschlag für die Töchter Setefi und Intesa Sanpaolo Card, wie das Institut am Montag mitteilte. Im Gegenzug verpflichtet sich die Bank, die Online- und Kartenzahlungs-Dienstleistungen der Unternehmen für zehn Jahre weiter zu nutzen. Der Verkauf soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Für den Verkauf kann sich Intesa einen Gewinn von 895 Millionen Euro gutschreiben. Das Institut trennt sich seit Jahren von Randbereichen. Damit will die Bank auch ihre Kapitalpuffer stärken./enl/stw/fbr

02.05.2016

Kommunen überprüfen ihre RWE-Beteiligung - Dortmund schielt auf Zukunftstochter

ESSEN (dpa-AFX) - Mehrere Ruhrgebietsstädte stellen ihre RWE -Beteiligung angesichts der bevorstehenden Aufspaltung des Energiekonzerns auf den Prüfstand. "Unser Ziel ist, in Sachen RWE-Aktien handlungsfähig zu werden", sagte Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Bis Ende Juni streben wir daher eine Ratsentscheidung an, die uns auch die Option des Ausstiegs ermöglicht." Eine Entscheidung solle dann bis Ende September fallen.

Bochum hält 6,6 Millionen RWE-Aktien, das sind 1,1 Prozent der gesamten Stammaktien des Konzerns. Insgesamt halten Kommunen vor allem aus Nordrhein-Westfalen rund ein Viertel der Anteile an RWE. Bei einem Verkauf müssten sie zum jetzigen Zeitpunkt große Verluste hinnehmen. RWE-Aktien haben seit ihrem Höchststand Anfang 2008 mehr als 85 Prozent an Wert verloren. Städte wie Düsseldorf und Gelsenkirchen hatten schon vor Jahren zu besseren Kursen ihre RWE-Anteile verkauft und damit Schulden abgebaut.

"Bezüglich des weiteren Vorgehens hinsichtlich des RWE-Aktienbesitzes wird die Stadt Mülheim alle Optionen prüfen", zitiert die Zeitung auch Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten (SPD) , dessen Kommune 9,81 Millionen RWE-Papiere hält. Für Essen mit seinen fast 18 Millionen Anteilsscheinen erklärte Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU), das zukünftige Engagement der Stadt sei "von der Perspektive des Unternehmens insgesamt abhängig".

Für die Kommunen war die RWE-Dividende jahrelang ein wichtiger Einnahmeposten im Haushalt. Doch angesichts der rasanten Talfahrt hatte der Vorstand eine praktisch vollständige Streichung der Ausschüttung für 2015 durchgesetzt. Als Reaktion auf die Energiewende will das Management nun zudem die Zukunftsgeschäfte mit Ökostrom, Netzen und Vertrieb in eine neue Tochter ausgliedern und an die Börse bringen. Die bisherigen RWE-Eigentümer wären damit nur noch indirekt am Zukunftsgeschäft des Konzerns beteiligt.

Die Stadt Dortmund prüft sogar einen Einstieg bei der neuen RWE-Tochtergesellschaft. "Wir erwägen eine Beteiligung", sagte Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) der WAZ. Um ein solches Vorhaben umzusetzen, wolle die Kommune auch eine mögliche Zusammenarbeit mit anderen Geldgebern ausloten. Essens Oberbürgermeister Kufen ist allerdings dagegen: "Das erwägen wir nicht einmal."/enl/mne/stb

02.05.2016

ROUNDUP/Mega-Fusion geplatzt: Ölkonzern Halliburton bläst Baker-Hughes-Kauf ab

HOUSTON (dpa-AFX) - Der US-Ölfeldausrüster Halliburton will seinen Konkurrenten Baker Hughes wegen staatlichen Widerstands und der schwierigen Lage der Branche nicht mehr übernehmen. Die im November 2014 geschlossene Fusionsvereinbarung sei aufgelöst worden, teilten beide Unternehmen am Sonntagabend in Houston mit. Halliburton muss dem kleineren Konkurrenten eine Konventionalstrafe in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar zahlen. Der seit 2014 anhaltende Verfall der Ölpreise trifft nach den Ölkonzernen auch die Lieferanten von Fördertechnik.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung im Herbst 2014 war die Übernahme auf 35 Milliarden Dollar taxiert worden. Da Halliburton einen Teil des Kaufpreises in eigenen Aktien begleichen wollte und der Kurs wegen der Probleme der Branche in den vergangenen Monaten unter Druck stand, wäre Baker Hughes bei der Übernahme zuletzt 28 Milliarden Dollar wert gewesen. Die Marktkapitalisierung des Konzerns lag am Freitag bei rund 21 Milliarden.

Halliburton-Chef Dave Lesar begründete den Rückzug mit dem Widerstand der Kartellbehörden und der schwierigen Lage der Branche, die mit dem Ölpreis-Verfall kämpft. Seit Mitte 2014 hat sich der Ölpreis auf dem Weltmarkt bis heute in etwa halbiert. Seit der Ankündigung der Übernahme beläuft sich der Rückgang immer noch auf rund 40 Prozent. Weil Ölstaaten wie Saudi-Arabien sich im Kampf um Marktanteile weigern, ihre Fördermengen zu drosseln, ist es weltweit zu einem erheblichen Überangebot an Rohöl gekommen.

Viele Ölkonzerne wie BP und Statoil haben die Erkundung weiterer Öl- und Gasvorkommen daher auf Eis gelegt und ihre Investitionen um Milliardensummen zurückgefahren. Das Analysehaus Wolfe Research geht sogar davon aus, dass etwa einem Drittel der Gas- und Ölfirmen in den USA das Aus droht. Dadurch brechen den Ölfeldausrüstern wesentliche Einnahmen weg.

Zudem war der Fusionsplan bei Kartellbehörden in den USA und Europa auf Ablehnung gestoßen. Die Kartellwächter des US-Justizministeriums hatten im April eine Klage gegen das Zusammengehen eingereicht. "Der geplante Zusammenschluss würde entscheidenden Wettbewerb eliminieren (...) und US-Verbraucher gefährden", betonte Justizministerin Loretta Lynch.

Aus Brüssel hatte es im Januar geheißen, die EU-Kommission wolle verhindern, "dass sie (die Übernahme) zu einer geringeren Auswahl oder höheren Preisen bei Öl- und Gasexplorations- und Förderdienstleistungen in der EU führt". Halliburton und Baker Hughes sind hinter Schlumberger die zweit- und drittgrößten Ölfeldausrüster in den USA./gp/zb/stw/jha/fbr

02.05.2016

LG integriert Fingerabdruck-Scanner in Display-Glas

SEOUL (dpa-AFX) - In einer neuen Smartphone-Generation könnten die Fingerabdruck-Sensoren direkt in die Bildschirm-Oberfläche integriert sein. Der südkoreanische Elektronik-Konzern LG stellte am Montag ein Verfahren vor, bei dem die nötige Technik in einer 0,3 Millimeter tiefen Lücke unter dem Display-Glas steckt. Damit müsse man die Sensoren nicht mehr wie bisher meist auf Knöpfen platzieren und könne damit leichter auch wasserdichte Smartphones ausstatten, betonte die Tochterfirma LG Innotek.

Die obere Glasschicht mit dem Sensor sei nur 0,25 Millimeter dick, aber sie halte dem Aufprall eines 130 Gramm schweren Metallballs stand, der aus einer Höhe von 20 Zentimetern abgeworfen werde. Die Firma sei in Gesprächen mit Smartphone-Anbietern, um die Technologie binnen eines Jahres auf den Markt zu bringen, sagte eine Sprecherin der "Korea Times"./so/DP/stb

02.05.2016

Linde will wieder Nummer Eins bei Gasekonzernen werden

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Industriegase-Spezialist Linde will möglichst bald wieder die Nummer Eins der Gaseanbieter werden. "Es ist unser klares Ziel, wieder Marktführer zu werden, und das ist in absehbarer Zeit erreichbar", sagte Unternehmenschef Wolfgang Büchele der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). Der Abstand zwischen dem Dax -Konzern und dem französischen Konkurrenten Air Liquide sei nicht so groß. Die Franzosen übernehmen derzeit den US-Wettbewerber Airgas und werden damit Linde überholen. "Aber wer sagt, dass wir auf Dauer die Nummer zwei bleiben? Wettbewerb beflügelt", sagte Büchele.

Weitere größere Übernahmen plant der Linde-Chef derzeit nicht. "Wir müssen aber mehr und enger mit Start-ups zusammenarbeiten, um uns auf den kommenden Wandel vorzubereiten und diesen selbst zu gestalten", fügte er hinzu. Die Zeiten, in denen man alles selbst machen könne, seien vorbei. Linde brauche Anregungen von außen.

Trotz der schwierigen Weltkonjunktur wird das Unternehmen Büchele zufolge seine Gewinnziele erreichen. "Ich erwarte nicht, dass wir in absehbarer Zeit wieder eine Gewinnprognose nach unten korrigieren müssen, obwohl derzeit weltweit die Wachstumserwartungen schon wieder reduziert werden", sagte er. Das Unternehmen habe Vorsicht walten lassen. Büchele hat vor zwei Jahren den Chefposten bei Linde übernommen und musste seitdem bereits zweimal die Gewinnziele reduzieren.

Für das laufende Jahr bleibt Linde vorsichtig und hält sich weiterhin alle Optionen offen. Das Unternehmen peilt einen währungsbereinigten Zuwachs bei Umsatz und operativem Ergebnis (Ebitda) von bis zu vier Prozent an. Sollte es aber schlecht laufen, dann könnten Umsatz und Ebitda auch um bis zu drei Prozent schrumpfen. 2015 hatte Linde 17,9 Milliarden Euro umgesetzt und operativ 4,1 Milliarden Euro verdient. Ohne die für den Konzern im vergangenen Jahr zum Teil günstigen Wechselkurse - vor allem aufgrund des starken US-Dollar - blieben beim Umsatz 2,3 Prozent und beim operativen Ergebnis 2,4 Prozent weniger übrig./mne/jha/fbr

02.05.2016

Deutsche Anleihen starten etwas fester

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen sind am Montag etwas fester in den Handel gestartet. Der richtungweisende Euro-Bund-Future legte am Morgen um 0,11 Prozent auf 162,06 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 0,26 Prozent.

Zuletzt hatten die Anleihen am Freitag wegen eines überraschend starken Wirtschaftswachstums in der Eurozone im Winter deutlich nachgegeben. Keine Entwarnung gab es jedoch bei der Inflationsrate. Sie ist im April wieder in den negativen Bereich gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Währungsraum auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an.

Am Montag werden noch die Einkaufsmanagerindizes zur Industrie in der Eurozone und in den USA im Fokus stehen. Ralf Umlauf, Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), rechnet aber nicht mit einer wesentlichen Veränderung des Konjunkturbildes.

Außerdem werden sich einige Notenbanker zu Wort melden. Aus der Eurozone werden der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, sowie Bundesbank-Chef Jens Weidmann sprechen. Aus den USA werden sich mit Dennis Lockhart und John Williams zwei einflussreiche Mitglieder der US-Notenbank Fed äußern. "Sollte es zu einer Leitzinserhöhung im Juni kommen, so müsste sie verbal vorbereitet werden, denn derzeit rechnet man damit an den Kapitalmärkten eher nicht", schreibt Dirk Gojny, Analyst bei der National-Bank./tos

02.05.2016

Dortmund-Boss Watzke: Ablöse für Hummels 'nicht verhandelbar'

DORTMUND (dpa-AFX) - Borussia Dortmund will im Transferpoker mit dem FC Bayern um Kapitän Mats Hummels keine Kompromisse eingehen. "Wir haben eine Ablösesumme genannt, die nicht verhandelbar ist. Sie ist entweder zu hundert Prozent zu zahlen, oder der Wechsel findet nicht statt", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). Auch eine Verrechnung der geforderten Ablöse für Hummels mit der Kaufsumme für eine mögliche Rückkehr von Mario Götze von München nach Dortmund werde es auf keinen Fall geben, fügte Watzke hinzu.

Es wird spekuliert, dass die Borussia für Fußball-Weltmeister Hummels bis zu 40 Millionen Euro von den Bayern fordert. Der Abwehrchef hatte den Bundesligisten in der vergangenen Woche um die Freigabe aus seinem noch bis 2017 laufenden Vertrag für einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister gebeten.

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte trotz der harten Haltung der Dortmunder versichert, noch vor dem DFB-Pokalfinale der Münchner gegen den BVB am 21. Mai eine Einigung über den Transfer erzielen zu wollen. "Beide Clubs haben kein Interesse, dass die Geschichte gezogen wird. Beide wollen da vorher Klarheit schaffen", hatte Rummenigge gesagt./hc/DP/stb

02.05.2016

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax fängt sich zu Monatsbeginn

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Monat Mai beginnt am deutschen Aktienmarkt mit Gewinnen: Nach seinem Kursrutsch in der vergangenen Woche unternahm der deutsche Leitindex Dax am Montagmorgen einen Stabilisierungsversuch und kletterte in den ersten Handelsminuten um 0,53 Prozent auf 10 092,21 Punkte.

Für Unterstützung sorgten Börsianern zufolge positive Konjunkturdaten aus China. Diesen standen allerdings schwache Vorgaben von der Wall Street und überwiegend negative asiatische Börsen gegenüber.

Die April-Bilanz war für das wichtigste deutsche Börsenbarometer mit einem Kursplus von 0,74 Prozent nicht gerade üppig ausgefallen. Den Vorsprung im Dax aus einer zunächst rasanten Erholungsrally hatten herbe Kursverluste in der vergangenen Woche zu großen Teilen wieder zunichte gemacht.

Auch der Mittelwerteindex MDax erholte sich am frühen Montagmorgen etwas von den Verlusten der vergangenen Woche und kletterte um 0,35 Prozent auf 20 172,04 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax zog um 0,39 Prozent auf 1631,27 Zähler an. In Europa sorgten die Anleger im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 für ein moderates Plus von 0,18 Prozent auf 3033,55 Punkte./tav/das

02.05.2016

Aktien Frankfurt Ausblick: Der Mai beginnt mit einem Erholungsversuch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Kursrutsch in der Vorwoche dürfte der deutsche Aktienmarkt sich zu Monatsbeginn erholen. Der Standardwerte-Indikator X-Dax deutete rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsbeginn am Montag auf ein Kursplus von 0,46 Prozent auf 10 085 Punkte hin.

Auch in Europa zeichnete sich am Morgen für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 eine Erholung ab mit einem halben Prozent Kurszuwachs. Für Unterstützung sorgten vorbörslich positive Konjunkturdaten aus China. Diesen standen allerdings schwache Vorgaben von der Wall Street und überwiegend negative asiatische Börsen gegenüber.

Die April-Bilanz war für den deutschen Leitindex mit einem Kursplus von 0,74 Prozent nicht gerade üppig ausgefallen. Den Vorsprung aus einer zunächst rasanten Erholungsrally hatten herbe Kursverluste in der vergangenen Woche zu großen Teilen wieder zunichte gemacht.

GUTE STIMMUNG IN CHINA

Aus China kamen nun am Wochenende recht aufmunternde Nachrichten, die für neue Zuversicht sorgen könnten: Die Stimmung in den chinesischen Industriebetrieben deutet auf eine anhaltende Erholung der zwischenzeitlich darbenden Industrieproduktion im Land hin, wenngleich der entsprechende Einkaufsmanagerindex für April laut Ric Spooner von CMC Markets etwas unter den Erwartungen ausgefallen war.

Weil die Bilanzsaison zu Wochenbeginn pausiert, werden die Börsianer auch im Tagesverlauf sehr genau auf die weiteren Konjunkturdaten schauen. Beachtung dürften vor allem Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone sowie aus den USA finden.

AIRBUS NACH HELICOPTER-ABSTURZ UNTER DRUCK

Auf Unternehmensseite dürfte nach Einschätzung eines Händlers ein Hubschrauber-Absturz in Norwegen die Papiere von Hersteller Airbus belasten. "Das passt ins aktuell schlechte Stimmungsbild", sagte ein Börsianer. Die Aktie erscheine ohnehin charttechnisch schwer angeschlagen. Seit am Donnerstag ein Gewinneinbruch zum Jahresstart vermeldet worden war, ging es für die Aktie des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns rund 7 Prozent abwärts. Im vorbörslichen Handel beim Wertpapierhändler Lang & Schwarz (L&S) verlor das Papier weitere mehr als eineinhalb Prozent.

Auch Aktien von Patrizia Immobilien sollten nach einem Presseinterview vom Wochenende am Montag im Auge behalten werden. Finanzvorstand Karim Bohn hat im Gespräch mit der "Börsen-Zeitung" Optimismus versprüht. Ein Börsianer sieht nach den Aussagen die Chance auf eine Kurserholung. Die Immobilienpapiere sind mit einem Verlust von rund einem Viertel ihres Wertes schwächster SDax-Wert 2016.

BAYER, BASF, CONTI UND MERCK EX DIVIDENDE

Größere Kursbewegungen dürften zu Wochenbeginn noch bei zahlreichen Unternehmen wegen Ausschüttungen an die Aktionäre zu beobachten sein. Ex Dividende werden etwa die Papiere des Chemiekonzerns BASF , des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer , des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental sowie des Pharmaherstellers Merck KGaA gehandelt./tav/das

02.05.2016

WOCHENAUSBLICK: Dax fällt in Richtung 10 000 - Berichtssaison in voller Fahrt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte Experten zufolge seine Korrekturbewegung in der neuen Woche fortsetzen und in Richtung der Marke von 10 000 Punkten fallen. Anleger sollten aber nicht vergessen, dass die Dividendensaison in Deutschland gerade begonnen habe und die Konzerne neue Rekordsummen ausschütteten, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Hinzu kämen insgesamt positiven Fundamentaldaten in Europa und ein Anlagenotstand aufgrund der niedrigen Zinsen. Das sollte Aktien letztendlich wieder antreiben, so Eilers.

Ansonsten hält die Berichtssaison die Anleger am deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche in Atem. Vor dem Feiertag "Christi Himmelfahrt" am Donnerstag ist der Unternehmenskalender in Deutschland prall gefüllt. Für viele Marktteilnehmer rücken andere Ereignisse in den Hintergrund. "Es wird darauf ankommen, was die großen Titel in der ausklingenden Quartalssaison liefern", sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Zuvor stark gefallene Aktien könnten sich nach der Zahlenveröffentlichung erholen, wie es die Papiere der Deutschen Bank zuletzt vorgemacht hätten. Andere Aktien sind aus seiner Sicht schon hoch bewertet.

ZAHLENFLUT

Günstige Kennzahlen sieht Saurenz derzeit im Autosektor. Am Dienstag wartet aus der Branche die Münchener BMW mit ihren Zahlen zum ersten Quartal auf. Auch die Commerzbank sowie Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) berichten über ihren Jahresstart. Hinzu kommen noch zahlreiche Bilanzvorlagen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe.

Am Mittwoch legen unter anderem Siemens und die Deutsche Telekom ihre Geschäftsergebnisse vom Jahresstart vor. Die Experten der UBS rechnen bei dem Telekomriesen mit einem weiteren soliden Quartal.

GELDPOLITIK BLEIBT IM FOKUS

Auf der Konjunkturseite dürfte die Geldpolitik in all ihren Facetten für Börsianer weiter im Fokus stehen. Im Wochenverlauf äußern sich einige hochrangige Vertreter der US-Notenbank Fed und auch von der Europäischen Zentralbank. Die Erwartungen bleiben hoch. Wer weniger liefere als erhofft, der stärke seine Währung und schicke seinen Aktienmarkt in den Keller - das habe die Bank von Japan mit ihrem Vorsitzenden Haruhiko Kuroda gezeigt, sagte Saurenz. Das könnten sich viele Länder gar nicht leisten.

Derweil schwenkt der Blick der Volkswirte in den USA wieder auf die zukünftige Konjunkturentwicklung, wie Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus & Burkhardt sagte. Werden die Einkaufsmanagerindizes wieder auf eine Beschleunigung der Wirtschaftsaktivität hindeuten? Zuletzt hätten in den USA eher rückwärtsgerichtete Daten wie das Bruttoinlandsprodukt dominiert. Die in der Eurozone anstehenden Einkaufsmanagerdaten sollten vorläufige Angaben bestätigen. Der Optimismus kehre in Deutschland zurück, so HSBC./fat/jsl/he/das

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

29.04.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Eingetrübte Wirtschaftstimmung steckt an

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Börsen haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hinterließ ihre Spuren. Die Ölpreise erholten sich im Handelsverlauf hingegen wieder weitgehend, wodurch sich letztlich auch das Minus an der Wall Street verringerte. Schwächelnde Ölpreise beunruhigen die Marktteilnehmer, da der wichtige Rohstoff als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 17 773,64 Zähler. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Minus von 1,28 Prozent, im Monatsverlauf hingegen ein kleines Plus von 0,50 Prozent. Zudem hat der Dow die steile Talfahrt vom Jahresbeginn längst mehr als wett gemacht. Zu einem neuen Rekordhoch fehlen ihm inzwischen weniger als 600 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 0,51 Prozent auf 2065,30 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 0,52 Prozent auf 4341,30 Punkte.

US-DATEN ERNEUT UNTER DEN ERWARTUNGEN

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten.

Unter den erneut zahlreichen Unternehmen, die ihre Geschäftsberichte offenlegten, war auch Amazon . Dank eines boomenden Geschäfts mit Cloud-Diensten hatte der weltgrößte Onlinehändler mit einem Rekordgewinn geglänzt, was den Aktien ein Kursplus von 9,57 Prozent auf 659,59 US-Dollar bescherte. Bis zu dem am Ende des vergangenen Jahres erreichten Rekordhoch fehlen damit nur etwas mehr als 35 Dollar. Zahlreiche Analysten hoben zudem ihre Kursziele an, JPMorgan sagt nun sogar 915 Dollar voraus.

Im Dow richteten sich die Augen auf den Ölkonzern ExxonMobil , dessen Aktien mit plus 0,42 Prozent zu den favorisierten Werten zählten. Die niedrigen Ölpreise hatten dem US-Branchenprimus zwar erneut die Bilanz verhagelt, doch der Schreck war weniger groß als erwartet.

LINKEDIN-ANLEGER ERLEICHTERT

Das Geschäft des Karriere-Netzwerks LinkedIn war besser als erwartet gelaufen und sorgte bei den Anlegern entsprechend für Erleichterung. Die LinkedIn-Aktien gewannen 1,87 Prozent auf 125,31 Dollar. Bis sie jedoch wieder in Reichweite ihres im Februar 2015 erreichten Rekordhochs bei rund 276 Dollar sein werden, dürfte es noch länger dauern. Der vor knapp drei Monaten gesenkte Jahresausblick hatte sich derart auf die Papiere durchgeschlagen, dass sich der Kurs halbierte.

Die Titel des weltgrößten Biotech-Konzerns Amgen büßten hingegen trotz starker Quartalszahlen und der erneuten Anhebung der Jahresziele für Umsatz und Gewinn 1,41 Prozent ein. Erst vor drei Monaten hatte Amgen seine Erwartungen hochgeschraubt. Die Aktie ist allerdings bereits stark gelaufen und das alte Rekordhoch vom Juli des Vorjahres nicht mehr allzu weit.

Branchenkollege Gilead Sciences enttäuschte dagegen die Anleger: Das Hepatitis-C-Mittel Harvoni hatte sich im ersten Quartal weniger gut verkauft als gedacht. Die Aktien sackten um 9,06 Prozent ab. Die ebenfalls an der Nasdaq notierten Aktien von Stericycle - das Unternehmen recycelt medizinische Abfälle - büßten nach überraschend schwachen Zahlen und einer kräftigen Prognosesenkung etwas mehr als ein Fünftel an Wert ein.

EUROKURS NACH ANSTIEG WENIG BEWEGT

Der Eurokurs kostete zur Schlussglocke an der Wall Street nach einem Anstieg im Tagesverlauf 1,1450 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1403 (Donnerstag: 1,1358) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8770 (0,8804) Euro. Am US-Rentenmarkt gewannen zehnjährige Staatsanleihen 2/32 Punkte auf 98 8/32 Punkte und rentierten mit 1,82 Prozent./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

29.04.2016

WDH/Aktien New York Schluss: Von eingetrübter Wirtschaftstimmung angesteckt

(Überschrift geändert um ein ausgefallenes Wort zu ergänzen)

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Börsen haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hinterließ ihre Spuren. Die Ölpreise erholten sich im Handelsverlauf hingegen wieder weitgehend, wodurch sich letztlich auch das Minus an der Wall Street verringerte. Schwächelnde Ölpreise beunruhigen die Marktteilnehmer, da der wichtige Rohstoff als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 17 773,64 Zähler. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Minus von 1,28 Prozent, im Monatsverlauf hingegen ein kleines Plus von 0,50 Prozent. Zudem hat der Dow die steile Talfahrt vom Jahresbeginn längst mehr als wett gemacht. Zu einem neuen Rekordhoch fehlen ihm inzwischen weniger als 600 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 0,51 Prozent auf 2065,30 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 0,52 Prozent auf 4341,30 Punkte.

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten./ck/he

29.04.2016

Aktien New York: Wall Street von eingetrübter Wirtschaftstimmung angesteckt

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Börsen haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hinterließ ihre Spuren. Die Ölpreise erholten sich im Handelsverlauf hingegen wieder weitgehend, wodurch sich letztlich auch das Minus an der Wall Street verringerte. Schwächelnde Ölpreise beunruhigen die Marktteilnehmer, da der wichtige Rohstoff als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,32 Prozent auf 17 773,64 Zähler. Im Wochenverlauf ergibt sich damit ein Minus von 1,28 Prozent, im Monatsverlauf hingegen ein kleines Plus von 0,50 Prozent. Zudem hat der Dow die steile Talfahrt vom Jahresbeginn längst mehr als wett gemacht. Zu einem neuen Rekordhoch fehlen ihm inzwischen weniger als 600 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 0,51 Prozent auf 2065,30 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 0,52 Prozent auf 4341,30 Punkte.

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten./ck/he

29.04.2016

WDH/Aktien New York:Wall Street leidet unter trüber Stimmung und Ölpreisrückgang

(Im 5. Satz wurde der Name des Analysehauses korrigiert. Es handelt sich um JPMorgan rpt JPMorgan.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hat am Freitag an der Wall Street ihre Spuren hinterlassen. Zudem gaben auch die Ölpreise wieder nach, was die Marktteilnehmer mehrheitlich berunruhigt, da Öl als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex knüpfte an seine Vortagesschwäche an und büßte rund eineinhalb Stunden vor Handelsschluss 0,82 Prozent auf 17 685,23 Zähler ein. Seine steile Talfahrt vom Jahresbeginn hat er im Verlauf seiner jüngsten Rally dennoch vergessen gemacht. Zu einem Rekordhoch fehlen dem Dow aktuell inzwischen weniger als 700 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 1,06 Prozent auf 2053,83 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 1,01 Prozent auf 4319,82 Punkte.

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten.

Unter den erneut zahlreichen Unternehmen, die ihre Geschäftsberichte offen legten, war auch Amazon . Dank eines boomenden Geschäfts mit Cloud-Diensten hatte der weltgrößte Onlinehändler mit einem Rekordgewinn geglänzt, was den Aktien ein Kursplus von 8,80 Prozent auf 654,95 US-Dollar bescherte. Bis zu dem am Ende des vergangenen Jahres erreichten Rekordhoch fehlen damit nur etwas mehr als 40 Dollar. Zahlreiche Analysten hoben zudem ihre Kursziele an, JPMorgan sagt nun sogar 915 Dollar voraus.

Im Dow richteten sich die Augen auf ExxonMobil , dessen Aktien mit plus 0,09 Prozent zu den favorisierten Werten zählten. Die niedrigen Ölpreise hatten dem US-Branchenprimus zwar erneut die Bilanz verhagelt, doch der Schreck war weniger groß als erwartet.

Das Geschäft des Karriere-Netzwerks LinkedIn war besser als erwartet gelaufen und sorgte bei den Anlegern entsprechend für Erleichterung. Die LinkedIn-Aktien gewannen 1,67 Prozent auf 125,07 Dollar. Bis sie jedoch wieder in Reichweite ihres im Februar 2015 erreichten Rekordhochs bei rund 276 Dollar sein werden, dürfte es noch länger dauern. Der vor knapp drei Monaten gesenkte Jahresausblick hatte sich derart auf die Papiere durchgeschlagen, dass sich der Kurs halbierte.

Die Titel des weltgrößten Biotech-Konzerns Amgen büßten hingegen trotz starker Quartalszahlen und der erneuten Anhebung der Jahresziele für Umsatz und Gewinn 2,12 Prozent ein. Erst vor drei Monaten hatte Amgen seine Erwartungen hochgeschraubt. Die Aktie ist allerdings bereits stark gelaufen und das alte Rekordhoch vom Juli des Vorjahres nicht mehr allzu weit.

Branchenkollege Gilead Sciences enttäuschte dagegen die Anleger: Das Hepatitis-C-Mittel Harvoni hatte sich im ersten Quartal weniger gut verkauft als gedacht. Die Aktien sackten um 8,75 Prozent ab. Die ebenfalls an der Nasdaq notierten Aktien von Stericycle , das Unternehmen recycelt medizinische Abfälle, büßten nach überraschend schwachen Zahlen und einer kräftigen Prognosesenkung etwas mehr als ein Fünftel an Wert ein./ck/he

29.04.2016

Aktien New York: Wall Street leidet unter trüber Stimmung und Ölpreisrückgang

NEW YORK (dpa-AFX) - Die eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern und -Geschäftsleuten hat am Freitag an der Wall Street ihre Spuren hinterlassen. Zudem gaben auch die Ölpreise wieder nach, was die Marktteilnehmer mehrheitlich berunruhigt, da Öl als Indikator für die weltweite Wirtschaftsentwicklung angesehen wird.

Der US-Leitindex knüpfte an seine Vortagesschwäche an und büßte rund eineinhalb Stunden vor Handelsschluss 0,82 Prozent auf 17 685,23 Zähler ein. Seine steile Talfahrt vom Jahresbeginn hat er im Verlauf seiner jüngsten Rally dennoch vergessen gemacht. Zu einem Rekordhoch fehlen dem Dow aktuell inzwischen weniger als 700 Punkte.

Der marktbreite S&P-500-Index büßte vor dem Wochenende 1,06 Prozent auf 2053,83 Punkte ein, der Nasdaq-100-Index sank um 1,01 Prozent auf 4319,82 Punkte.

Die US-Konjunkturdaten an diesem Tag waren erneut fast alle hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Überraschend war im April der Einkaufsmanagerindex für die Geschäftsregion Chicago gesunken und liegt nun nur noch knapp über der Expansionsschwelle, die einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zeigt. Wie die Universität von Michigan nach endgültigen Zahlen mitteilte, war zudem im selben Zeitraum das von ihr erhobene Konsumklima zum vierten Mal in Folge gefallen. Auch die Konsumausgaben enttäuschten.

Unter den erneut zahlreichen Unternehmen, die ihre Geschäftsberichte offen legten, war auch Amazon . Dank eines boomenden Geschäfts mit Cloud-Diensten hatte der weltgrößte Onlinehändler mit einem Rekordgewinn geglänzt, was den Aktien ein Kursplus von 8,80 Prozent auf 654,95 US-Dollar bescherte. Bis zu dem am Ende des vergangenen Jahres erreichten Rekordhoch fehlen damit nur etwas mehr als 40 Dollar. Zahlreiche Analysten hoben zudem ihre Kursziele an, Goldman Sachs sagt nun sogar 915 Dollar voraus.

Im Dow richteten sich die Augen auf ExxonMobil , dessen Aktien mit plus 0,09 Prozent zu den favorisierten Werten zählten. Die niedrigen Ölpreise hatten dem US-Branchenprimus zwar erneut die Bilanz verhagelt, doch der Schreck war weniger groß als erwartet.

Das Geschäft des Karriere-Netzwerks LinkedIn war besser als erwartet gelaufen und sorgte bei den Anlegern entsprechend für Erleichterung. Die LinkedIn-Aktien gewannen 1,67 Prozent auf 125,07 Dollar. Bis sie jedoch wieder in Reichweite ihres im Februar 2015 erreichten Rekordhochs bei rund 276 Dollar sein werden, dürfte es noch länger dauern. Der vor knapp drei Monaten gesenkte Jahresausblick hatte sich derart auf die Papiere durchgeschlagen, dass sich der Kurs halbierte.

Die Titel des weltgrößten Biotech-Konzerns Amgen büßten hingegen trotz starker Quartalszahlen und der erneuten Anhebung der Jahresziele für Umsatz und Gewinn 2,12 Prozent ein. Erst vor drei Monaten hatte Amgen seine Erwartungen hochgeschraubt. Die Aktie ist allerdings bereits stark gelaufen und das alte Rekordhoch vom Juli des Vorjahres nicht mehr allzu weit.

Branchenkollege Gilead Sciences enttäuschte dagegen die Anleger: Das Hepatitis-C-Mittel Harvoni hatte sich im ersten Quartal weniger gut verkauft als gedacht. Die Aktien sackten um 8,75 Prozent ab. Die ebenfalls an der Nasdaq notierten Aktien von Stericycle , das Unternehmen recycelt medizinische Abfälle, büßten nach überraschend schwachen Zahlen und einer kräftigen Prognosesenkung etwas mehr als ein Fünftel an Wert ein./ck/he

29.04.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Kursverluste am Monatsende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag mit klaren Kursverlusten ins Wochenende gegangen. Aus Europa seien nur durchwachsene Konjunkturdaten gekommen und am Nachmittag hätten frische Wirtschaftsdaten aus den USA den Druck noch einmal verstärkt, hieß es am Markt. Der steigende Eurokurs drückte vor allem auf die exportorientierten Branchen. Er lässt deutsche Waren für ausländische Käufer teurer werden. Auch die fallenden Rohölpreise, die als Konjunkturindikator dienen, belasteten.

Der Dax verlor 2,73 Prozent auf 10 038,97 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Leitindex 3,22 Prozent. Im Monat April bleibt damit nur ein mageres Plus von 0,74 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Freitag 1,56 Prozent auf 20 100,71 Punkte. Er rutschte auf Monatssicht ins Minus. Der Technologiewerte-Index TecDax schloss am Freitag 1,47 Prozent tiefer bei 1624,94 Punkten.

Nach den jüngsten Kursgewinnen korrigiere der Aktienmarkt erst einmal, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Nach einem schwachen Monatsstart war der Leitindex zwischenzeitlich um mehr als 10 Prozent auf 10 474 Punkte gestiegen.

SCHWACHE BANKEN UND AUTOWERTE ZIEHEN DAX RUNTER

Die Aktien der Deutschen Bank rutschten als großer Verlierer im Dax um 5,13 Prozent ab. Anleger machten nach dem zuletzt guten Lauf Kasse, sagte ein Händler. Tags zuvor hatten die Papiere noch an ihre jüngste Erholung angeknüpft und kräftig zugelegt, nachdem das Geldinstitut überraschend einen Gewinn im ersten Quartal vermeldet hatte. Seit Jahresbeginn bleibt die Deutsche Bank aber mit ihrer Kursentwicklung das Schlusslicht im Dax. Auch europaweit zählten Banktitel vor dem Wochenende zu den schwächsten Aktienwerten.

Autotitel und Zulieferer schwächelten ebenfalls in ganz Europa. Sie litten Börsianern zufolge besonders unter dem steigenden Eurokurs. Er lasse deutsche Produkte für ausländische Käufer teurer erscheinen und belastet daher die Papiere der exportorientierten Autobauer, sagte ein Händler. Die Vorzüge von Volkswagen verloren 4,39 Prozent. Die Aktien von BMW und Daimler fielen ähnlich klar zurück.

LINDE NACH ZAHLEN SPITZE - BASF UND CONTI RECHT STABIL

Linde-Aktien behaupteten ein Plus von 1,06 Prozent und hielten sich an der Spitze im Dax. Der Gasehersteller hatte bei seiner Zahlenvorlage vor allem mit einem hohen Gewinn überrascht. Die Befürchtungen der Anleger nach den schwachen Geschäftszahlen des Wettbewerbers Air Liquide wurden zerstreut. Von den 30 Dax-Werten konnten ansonsten nur RWE-Titel ein Plus verteidigen, Sie gewannen 0,31 Prozent.

Die Papiere des Chemiekonzerns BASF verbuchten ein moderates Minus von 0,81 Prozent. Der Gewinn des Chemiekonzerns hatte zum Jahresauftakt die Erwartungen übertroffen. Die Anteile am Reifenhersteller Continental stemmten sich mit minus 2,12 Prozent nur mühsam gegen den Negativtrend im Autosektor. Conti hatte zu seiner Hauptversammlung erste Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. "Ein guter Jahresstart", diagnostizierte Analyst Klaus Breitenbach von der Baader Bank.

Lufthansa-Aktien fielen am Dax-Ende um 5,60 Prozent. Die Titel wurden aber mit dem Abschlag von Bezugsrechten gehandelt. Die Fluggesellschaft hatte 0,50 Euro je Aktie ausgeschüttet. Wahlweise konnten sich die Aktionäre ihre Dividende erstmals in Form von Aktien auszahlen lassen.

SCHWACHER HANDEL AUCH AN BÖRSEN IN EUROPA

Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , schloss 3,11 Prozent tiefer bei 3028,21 Punkten. Auch er behauptete damit nur eine knapp positive Monatsbilanz und musste auf Wochensicht ein klares Minus von 3,59 Prozent hinnehmen. Der Pariser Cac-40-Index und der Londoner Leitindex FTSE 100 verloren deutlich. Der Dow-Jones-Leitindex in New York lag zum Handelsschluss in Europa fast 1 Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,13 (Vortag: 0,11) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 141,89 Punkte. Der Bund-Future verlor am frühen Abend 0,26 Prozent auf 162,02 Punkte. Der Eurokurs legte zuletzt auf 1,1455 US-Dollar zu Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zuvor auf 1,1403 (1,1358) US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8770 (0,8804) Euro./fat/he

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

29.04.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Kursverluste am Monatsende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag mit klaren Kursverlusten ins Wochenende gegangen. Aus Europa seien nur durchwachsene Konjunkturdaten gekommen und am Nachmittag hätten frische Wirtschaftsdaten aus den USA den Druck noch einmal verstärkt, hieß es am Markt. Der steigende Eurokurs drückte vor allem auf die exportorientierten Branchen. Er lässt deutsche Waren für ausländische Käufer teurer werden. Auch die fallenden Rohölpreise, die als Konjunkturindikator dienen, belasteten.

Der Dax verlor 2,73 Prozent auf 10 038,97 Punkte. Auf Wochensicht verlor der Leitindex 3,2 Prozent. Im Monat April bleibt damit nur ein mageres Plus von 0,7 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Freitag 1,56 Prozent auf 20 100,71 Punkte. Er rutschte auf Monatssicht ins Minus. Der Technologiewerte-Index TecDax schloss am Freitag 1,47 Prozent tiefer bei 1624,94 Punkten.

Nach den jüngsten Kursgewinnen korrigiere der Aktienmarkt erst einmal, sagte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement. Nach einem schwachen Monatsstart hatte sich der Leitindex zwischenzeitlich um mehr als 10 Prozent erholt./fat/he

02.05.2016

ROUNDUP: Tausende Metaller beteiligen sich an Warnstreiks im Südwesten

STUTTGART (dpa-AFX) - Tausende Beschäftigte haben am Montag bei Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie ihre Arbeit niedergelegt. "Wenn die Arbeitgeber nicht ordentlich nachlegen, sollten wir die Tische umwerfen", sagte Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück bei einer Kundgebung. Vor den Werkstoren des Sport- und Geländewagenbauers versammelten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 3000 Beschäftigte.

Die IG Metall fordert in den Tarifverhandlungen fünf Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber hatten in der dritten Gesprächsrunde vergangene Woche ein neues Angebot vorgelegt: Ab April sollte es danach eine Entgeltsteigerung in zwei Stufen geben, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1 Prozent summiert. Hinzu käme eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent über zwölf Monate. Die Gespräche sollen voraussichtlich am 11. Mai fortgesetzt werden.

Am zweiten Warnstreik-Tag hatte die Gewerkschaft landesweit zu Aktionen aufgerufen. In Meßkirch waren die Mitarbeiter des Waagenherstellers Bizerba zum Protest angehalten. An einem Warnstreik bei Südkabel in Mannheim beteiligten sich laut IG Metall etwa 250 Beschäftigte.

In Mannheim rechnete die IG Metall am Montag bei Bombardier mit 150 bis 200 Teilnehmern einer Kundgebung. Es sei besonders wichtig, dass die Beschäftigten bei Bombardier zusammenstünden, sagte Gewerkschaftssekretärin Janna Köke von der IG Metall Mannheim. Der kanadische Verkehrstechnik-Hersteller hatte im vergangenen Jahr angekündigt, künftig nicht mehr in Mannheim produzieren zu wollen. Darüber hinaus ist der Standort von einem konzernweiten Stellenabbau betroffen. Die Probleme seien nicht auf das Versagen der Beschäftigen, sondern des Managements zurückzuführen, sagte Köke und bezeichnete das Angebot der Arbeitgeber als "lachhaft."

Zahlen zur landesweiten Beteiligung will die Gewerkschaft erst am Nachmittag veröffentlichen. Zum Auftakt der Warnstreiks am Freitag hatten sich an den Aktionen in Baden-Württemberg laut Gewerkschaft rund 35 000 Metaller beteiligt./ang/DP/fbr

02.05.2016

Australischer Unternehmer outet sich als Bitcoin-Erfinder

SYDNEY (dpa-AFX) - Nach jahrelangen Spekulationen hat der australische Computerfachmann und Unternehmer Craig Steven Wright sich als Gründer der Digitalwährung Bitcoin präsentiert. Er sprach unter anderem mit der BBC und der Zeitschrift "Economist", wie beide am Montag berichteten. Er habe seine Behauptung technisch untermauert: Mit Bitcoins, die nur der Gründer besitzen könne, berichtete die BBC.

Der Bitcoin-Gründer war bislang nur als "Satoshi Nakamoto" bekannt. Vor ein paar Monaten kam Wrights Name schon einmal auf, nachdem durchgesickerte Dokumente auf ihn hinwiesen. Damals äußerte er sich nicht. "Ich wollte keine Öffentlichkeit, aber ich will jetzt, dass die Sache ein für alle mal geklärt ist", sagte Wright dem "Economist". Er habe sich für sein Pseudonym vom Namen eines japanischen Philosophen aus dem 17. Jahrhundert inspirieren lassen, Tominaga Nakamoto.

Der Bitcoin ist eine im Internet entstandene digitale Währung und seit 2009 im Umlauf. Bitcoins können im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Die Identität des Bitcoin-Erfinders blieb bisher ein Geheimnis, das viele beschäftigte. Ein Grund ist auch, dass ihm nach einigen Schätzungen eine Million Bitcoins gehören soll. Das Paket wäre aktuell rund 400 Millionen Euro wert./oe/DP/fbr

02.05.2016

Steuerschätzer beraten in Essen über neue Einnahmeprognose

ESSEN (dpa-AFX) - Der Arbeitskreis Steuerschätzung hat am Montag in Essen mit seinen Beratungen über die neue Einnahmeprognose für die Staatskassen begonnen. Die Experten von Bund und Ländern, Bundesbank, Kommunalverbänden, Forschungsinstituten sowie Statistikamt ermitteln drei Tage lang das Steueraufkommen für dieses Jahr und den Zeitraum bis 2020. Das Ergebnis wird am Mittwoch von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Berlin verkündet. Aufgrund neuer Konjunkturprognosen sowie Tarif- und Rentensteigerungen wird auch mit Korrekturen der Steuerschätzung vom November gerechnet.

So geht die Bundesregierung auch in diesem Jahr von einem stabilen Wachstum, steigender Beschäftigung und höheren Löhnen aus. Das wirkt sich positiv unter anderem auf die Lohn- und Einkommensteuer, die Umsatz- sowie die Ertragsteuern von Firmen aus. Demgegenüber sind die Auswirkungen des Abgasskandals und entsprechende Gewinneinbußen auf den Fiskus noch offen.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres zumindest lagen die Steuereinnahmen bereits deutlich über dem im November für das gesamte Jahr 2016 geschätzten Plus. Für 2017 aber wird inzwischen ein etwas schwächeres Wirtschaftswachstum unterstellt./sl/DP/fbr

02.05.2016

Tausende Beteiligte bei Warnstreik in Metall- und Elektroindustrie

STUTTGART (dpa-AFX) - Tausende Beschäftigte haben am Montag bei Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie ihre Arbeit niedergelegt. "Wenn die Arbeitgeber nicht ordentlich nachlegen, sollten wir die Tische umwerfen", sagte Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück bei einer Kundgebung. Vor den Werkstoren des Sport- und Geländewagenbauers versammelten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 3000 Beschäftigte.

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber hatten in der dritten Gesprächsrunde ein neues Angebot vorgelegt: Ab April sollte es danach eine Entgeltsteigerung in zwei Stufen geben, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1 Prozent summiert. Hinzu käme eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent über zwölf Monate.

Auch an anderen Orten rief die Gewerkschaft zu Warnstreiks auf. In Meßkirch waren die Mitarbeiter des Waagenherstellers Bizerba zum Protest aufgerufen. In Mannheim rechnete die IG Metall bei Bombardier mit mehr 150 bis 200 Beteiligten bei einer Kundgebung./ang/DP/fbr

02.05.2016

ROUNDUP 3: Greenpeace will bisher geheime TTIP-Dokumente veröffentlichen

BERLIN (dpa-AFX) - Greenpeace will am Montag geheime Unterlagen zu den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU veröffentlichen. Auf der Internetkonferenz re:publica in Berlin präsentiert die Umweltschutzorganisation ab 11.00 Uhr eine Analyse der Dokumente. Zeitgleich will Greenpeace Niederlande die TTIP-Dokumente vollständig im Internet zugänglich machen.

"Süddeutscher Zeitung", WDR und NDR berichteten, aus Abschriften geheimer Verhandlungsdokumente gehe hervor, dass die US-Regierung Europa bei den Verhandlungen deutlich stärker unter Druck setze als bisher bekannt. Greenpeace hatte den Medien insgesamt 240 Seiten zur Verfügung gestellt. Mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen hätten demnach bestätigt, dass es sich bei den vorliegenden Dokumenten um aktuelle Papiere handelt.

Nach Angaben der französischen Zeitung "Le Monde" stammen zumindest einige der Dokumente aus dem März. Greenpeace berichtete vorab, die Unterlagen zeigten, dass Europa durch das Abkommen deutlich schwächere Umweltstandards drohten.

Das bislang in Europa geltende Vorsorgeprinzip, das Produkte nur erlaubt, wenn sie für Mensch und Umwelt nachweislich unschädlich sind, drohe durch das in den USA angewandte Risikoprinzip ersetzt zu werden. Dadurch dürften in Europa auch hoch umstrittene und bislang in vielen Ländern nicht zugelassene genmanipulierte Pflanzen und Lebensmittel so lange angebaut und konsumiert werden, bis ihre Schädlichkeit nachgewiesen sei. Unklar ist derzeit, ob dabei nur Forderungen oder der Stand der Verhandlungen wiedergegeben werden.

Die EU und die USA verhandeln seit Mitte 2013 über die "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP). Umwelt- und Verbraucherschützer, Gewerkschaften und Sozialverbände befürchten eine Angleichung von Standards auf geringerem Niveau. "Was bislang aus diesen Geheimverhandlungen an die Öffentlichkeit drang, klang wie ein Albtraum. Jetzt wissen wir, daraus könnte sehr bald Realität werden", warnte Greenpeace-Handelsexperte Jürgen Knirsch.

Die Verhandlungen sind geheim, allerdings muss die EU-Kommission am Schluss ein Ergebnis vorlegen, dass mehrheitsfähig ist. Wenn das EU-Parlament und die Regierungen in den EU-Mitgliedstaaten ihm nicht zustimmen, wird es kein Freihandelsabkommen mit den USA geben. Zudem gilt es als sicher, dass TTIP auch dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt wird.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" droht Washington damit, Exporterleichterungen für die europäische Autoindustrie zu blockieren, um im Gegenzug zu erreichen, dass die EU mehr US-Agrarprodukte abnimmt. Die Dokumente offenbaren den Angaben zufolge zudem, dass sich die USA dem dringenden europäischen Wunsch verweigern, die umstrittenen privaten Schiedsgerichte für Konzernklagen durch ein öffentliches Modell zu ersetzen. Sie haben stattdessen einen eigenen Vorschlag gemacht, der bisher unbekannt war.

Mit der Veröffentlichung der TTIP-Unterlagen würden die Bürger erstmals ungefiltert Einblick in die Verhandlungen zwischen USA und Europa erhalten, schreibt die Zeitung weiter. Während die EU ihre Vorschläge veröffentlicht, beharren die USA auf Geheimhaltung ihrer Positionen.

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten bei ihrem Treffen in Hannover am Sonntag vergangener Woche zur Eile bei den TTIP-Verhandlungen gemahnt. Merkel betonte, das Freihandelsabkommen sei aus europäischer Perspektive sehr wichtig für das Wirtschaftswachstum in Europa./nat/DP/fbr

02.05.2016

ROUNDUP 2: Greenpeace will Teile von TTIP-Papieren veröffentlichen

(Neu: Weitere Details)

BERLIN (dpa-AFX) - Greenpeace Niederlande wird am heutigen Montag umfangreiche Teilen des bislang weitgehend geheimen Verhandlungstextes des transatlantischen Handelsabkommen TTIP veröffentlichen. Das kündigte die Organisation am Sonntag an.

Aus Abschriften geheimer Verhandlungsdokumente, die "Süddeutscher Zeitung", WDR und NDR vorliegen, gehe hervor, die US-Regierung setze Europa bei den Verhandlungen deutlich stärker und weitreichender unter Druck als bisher bekannt. Greenpeace hatte den Medien insgesamt 240 Seiten zur Verfügung gestellt.

Greenpeace kritisierte, dass Europa durch das Handelsabkommen deutlich schwächere Umweltstandards drohten. Das bislang in Europa geltende Vorsorgeprinzip, das Produkte nur erlaubt, wenn sie für Mensch und Umwelt nachweislich unschädlich sind, drohe durch das in den USA angewandte Risikoprinzip ersetzt zu werden.

Dadurch dürften in Europa auch hoch umstrittene und bislang in vielen Ländern nicht zugelassene genmanipulierte Pflanzen und Lebensmittel so lange angebaut und konsumiert werden, bis ihre Schädlichkeit nachgewiesen sei.

"Was bislang aus diesen Geheimverhandlungen an die Öffentlichkeit drang, klang wie ein Albtraum. Jetzt wissen wir, daraus könnte sehr bald Realität werden", sagt Greenpeace-Handelsexperte Jürgen Knirsch.

Mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen bestätigten den Medien, dass es sich bei den vorliegenden Dokumenten um aktuelle Papiere handelt. Greenpeace ist nach eigenen Angaben im Besitz der Originale.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" droht Washington damit, Exporterleichterungen für die europäische Autoindustrie zu blockieren, um im Gegenzug zu erreichen, dass die EU mehr US-Agrarprodukte abnimmt. Die Dokumente offenbaren den Angaben zufolge zudem, dass sich die USA dem dringenden europäischen Wunsch verweigern, die umstrittenen privaten Schiedsgerichte für Konzernklagen durch ein öffentliches Modell zu ersetzen. Sie haben stattdessen einen eigenen Vorschlag gemacht, der bisher unbekannt war.

Mit der Veröffentlichung der TTIP-Unterlagen würden die Bürger erstmals ungefiltert Einblick in die Verhandlungen zwischen USA und Europa erhalten, schreibt die Zeitung weiter. Seit Beginn der Gespräche vor knapp drei Jahren ist die Öffentlichkeit vor allem auf Vermutungen angewiesen, worüber beide Seiten wirklich reden. Auch deshalb wachse der Widerstand gegen TTIP. Während die EU ihre Vorschläge veröffentlicht, beharren die USA auf Geheimhaltung ihrer Positionen.

Die USA zielten auch auf gentechnisch veränderte Lebensmittel, die in Europa weitgehend verboten sind. "Es ist sehr interessant zu sehen, was die USA fordern", zitiert die Zeitung Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, zu den Dokumenten. "Es bestätigen sich in den Texten bisher so ziemlich alle unsere Befürchtungen bezogen auf das, was die US-Amerikaner bei TTIP in Bezug auf den Lebensmittelmarkt erreichen wollen", sagte Müller.

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten bei ihrem Treffen in Hannover am Sonntag vergangener Woche zur Eile bei den TTIP-Verhandlungen gemahnt. Merkel betonte, das Freihandelsabkommen sei aus europäischer Perspektive sehr wichtig für das Wirtschaftswachstum in Europa. Obama brachte zwar seine Hoffnung zum Ausdruck, bis Anfang 2017 die Verhandlungen zu beenden. Er ging aber nicht von einer Ratifizierung des Abkommens aus. Das liege auch am US-Wahlkampf. Einen Tag vor dem Besuch Obamas hatten in Hannover Zehntausende gegen TTIP demonstriert./nat/DP/zb

02.05.2016

ROUNDUP: Geheime TTIP-Papiere enthüllt - USA üben Druck auf EU aus

BERLIN (dpa-AFX) - Die US-Regierung setzt Europa bei den Verhandlungen über das transatlantische Handelsabkommen TTIP deutlich stärker und weitreichender unter Druck als bisher bekannt. Das geht aus Abschriften geheimer Verhandlungsdokumente hervor, die "Süddeutscher Zeitung", WDR und NDR vorliegen. Das Material von insgesamt 240 Seiten stellte Greenpeace zur Verfügung.

Die Umweltschutzorganisation kündigte an, das Material an diesem Montag zu veröffentlichen. Sie kritisierte am Sonntagabend, dass Europa durch das Handelsabkommen deutlich schwächere Umweltstandards drohten.

Das bislang in Europa geltende Vorsorgeprinzip, das Produkte nur erlaubt, wenn sie für Mensch und Umwelt nachweislich unschädlich sind, drohe durch das in den USA angewandte Risikoprinzip ersetzt zu werden. Dadurch dürften in Europa auch hoch umstrittene und bislang in vielen Ländern nicht zugelassene genmanipulierte Pflanzen und Lebensmittel so lange angebaut und konsumiert werden, bis ihre Schädlichkeit nachgewiesen sei.

"Was bislang aus diesen Geheimverhandlungen an die Öffentlichkeit drang, klang wie ein Albtraum. Jetzt wissen wir, daraus könnte sehr bald Realität werden", sagt Greenpeace-Handelsexperte Jürgen Knirsch.

Mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen bestätigten den Medien, dass es sich bei den vorliegenden Dokumenten um aktuelle Papiere handelt. Greenpeace ist nach eigenen Angaben im Besitz der Originale.

Nach Informationen der "Süddeutsche Zeitung" droht Washington damit, Exporterleichterungen für die europäische Autoindustrie zu blockieren, um im Gegenzug zu erreichen, dass die EU mehr US-Agrarprodukte abnimmt. Die Dokumente offenbaren den Angaben zufolge zudem, dass sich die USA dem dringenden europäischen Wunsch verweigern, die umstrittenen privaten Schiedsgerichte für Konzernklagen durch ein öffentliches Modell zu ersetzen. Sie haben stattdessen einen eigenen Vorschlag gemacht, der bisher unbekannt war.

Mit der Veröffentlichung der TTIP-Unterlagen würden die Bürger erstmals ungefiltert Einblick in die Verhandlungen zwischen USA und Europa erhalten, schreibt die Zeitung weiter. Seit Beginn der Gespräche vor knapp drei Jahren ist die Öffentlichkeit vor allem auf Vermutungen angewiesen, worüber beide Seiten wirklich reden. Auch deshalb wachse der Widerstand gegen TTIP. Während die EU ihre Vorschläge veröffentlicht, beharren die USA auf Geheimhaltung ihrer Positionen.

Die USA zielten auch auf gentechnisch veränderte Lebensmittel, die in Europa weitgehend verboten sind. "Es ist sehr interessant zu sehen, was die USA fordern", zitiert die Zeitung Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, zu den Dokumenten. "Es bestätigen sich in den Texten bisher so ziemlich alle unsere Befürchtungen bezogen auf das, was die US-Amerikaner bei TTIP in Bezug auf den Lebensmittelmarkt erreichen wollen", sagte Müller.

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten bei ihrem Treffen in Hannover am Sonntag vergangener Woche zur Eile bei den TTIP-Verhandlungen gemahnt. Merkel betonte, das Freihandelsabkommen sei aus europäischer Perspektive sehr wichtig für das Wirtschaftswachstum in Europa. Obama brachte zwar seine Hoffnung zum Ausdruck, bis Anfang 2017 die Verhandlungen zu beenden. Er ging aber nicht von einer Ratifizierung des Abkommens aus. Das liege auch am US-Wahlkampf. Einen Tag vor dem Besuch Obamas hatten in Hannover Zehntausende gegen TTIP demonstriert./ro/DP/zb

02.05.2016

ROUNDUP: IG Metall ruft erneut zu Warnstreiks auf

BERLIN (dpa-AFX) - Die IG Metall ruft im Tarifkonflikt mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie erneut zu Warnstreiks auf. Nach der ersten großen Welle am Freitag sollen im Tarifstreit mit den Arbeitgebern in der Metall- und Elektroindustrie am Montag unter anderem Bayern, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg betroffen sein. Bei Porsche in Stuttgart ist eine Kundgebung mit Betriebsratschef Uwe Hück geplant. Hück sagte: "Die Arbeitgeber brauchen offensichtlich Streiktage."

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hatte am Wochenende den Arbeitgebern auch mit unbefristeten Streiks gedroht. Die Tarifverhandlungen gehen am 11. Mai zunächst in Baden-Württemberg in die vierte Runde. Die Gewerkschaft fordert 5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber bieten rückwirkend ab April Einkommensverbesserungen in zwei Stufen, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf 2,1 Prozent summieren. Hinzu kommt eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent über zwölf Monate. Die Forderung der IG Metall lehnen die Arbeitgeber strikt ab.

In Bayern sollen am Montag in 23 Betrieben mit mehrere tausend Beschäftigte die Arbeit vorübergehend ruhen. IG-Metall-Landeschef Jürgen Wechsler kündigte an, am Dienstag und Mittwoch die Aktionen auszuweiten. "Wenn die Arbeitgeber den Druck und die Wut der Beschäftigten über das magere Angebot sehen wollen, werden wir ihnen dies bieten." In Brandenburg sind etwa das Bahnwerk Bombardier in Hennigsdorf und Schaeffler in Luckenwalde betroffen.

IG-Metall-Chef Hofmann hatte am Wochenende nochmals den Ton verschärft. "Wir lassen uns mit dem provokanten Angebot der Arbeitgeber nicht abspeisen und antworten in den nächsten Tagen mit massiven Warnstreiks", sagte er auf einer Kundgebung zum 1. Mai in Bochum. "Gerecht ist, wenn die Beschäftigten ihren verdienten Anteil bekommen." Zuvor hatte er bereits betont, die IG Metall sei bereit, auch unbefristet zu streiken. "Wenn die Arbeitgeber aber die Signale, die jetzt von unseren Warnstreiks ausgehen, nicht kapieren und ihr Angebot in der nächsten Runde nicht noch einmal ordentlich aufstocken, dann reden wir auch über Urabstimmung und Streik."/sbr/DP/zb

02.05.2016

Zusammenstöße am Maifeiertag in Paris

PARIS (dpa-AFX) - Französische Gewerkschaftsproteste zum Tag der Arbeit sind von vereinzelten Zusammenstößen vermummter Aktivisten mit der Polizei überschattet worden. Am Rande der traditionellen 1.-Mai-Demonstration in Paris richtete eine Gruppe von Gewalttätigen Wurfgeschosse gegen Beamte, wie die Polizeipräfektur am Sonntag auf Twitter mitteilte. Bereitschaftspolizisten setzten Tränengas ein. Am späten Abend kam es zudem zu Krawallen auf dem Platz der Republik.

Landesweit nahm die Polizei bis zum Abend nach Angaben des Innenministeriums 18 Menschen vorläufig fest. In der Hauptstadt wurden ein Polizist und ein Demonstrant leicht verletzt.

Die Gewerkschaftsdemonstrationen richteten sich gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform der Regierung, über die von Dienstag an die Nationalversammlung berät. Das Gesetz soll das Arbeitsrecht flexibler machen und helfen, die hohe Arbeitslosigkeit zu senken. Kritiker halten es für unsozial.

Stunden nach der Auflösung der Mai-Demonstration kam es zu neuen Zusammenstößen auf dem Platz der Republik, wo seit gut einem Monat Nacht für Nacht die Protestbewegung "Nuit debout" (etwa: Nacht im Stehen) demonstriert. Wie ein Augenzeuge berichtete, schlugen Randalierer Scheiben ein, einige warfen Böller und Flaschen. Auch hier ging die Polizei mit Tränengas vor und forderte die Menschen auf, den Platz zu räumen.

Am Rande von Protesten gegen das Arbeitsrechts-Gesetz war es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Gewalt gekommen, am Donnerstag wurden dabei 214 Personen vorläufig festgenommen und 78 Polizisten verletzt. Innenminister Bernard Cazeneuve machte mehrfach "extremistische Krawallmacher" verantwortlich. Teilweise gab es aber auch Vorwürfe gegen das Verhalten der Polizei.

Zum Großteil verliefen die französischen Proteste am Maifeiertag aber friedlich. Tausende Demonstranten zogen durch die Hauptstadt, auch in vielen anderen Städten gab es Kundgebungen. Landesweit sollen nach offiziellen Schätzungen 84 000 Menschen auf die Straße gegangen sein./sku/DP/zb

01.05.2016

China: Stimmung in Chinas Industrie stabilisiert sich über wichtiger Marke

PEKING (dpa-AFX) - Die Stimmung in den chinesischen Industriebetrieben deutet auf eine anhaltende Erholung der zwischenzeitlich darbenden Industrieproduktion im Land hin. Der offiziell ermittelte Einkaufsmanagerindex hielt sich im April über einer wichtigen Marke.

Der Einkaufsmanagerindikator sei zwar von 50,2 Zählern im März auf 50,1 Punkte im April gesunken, teilte das nationale Statistikamt am Sonntag in Peking mit. Werte über 50 Punkte deuten jedoch auf wieder bessere Geschäfte der Industriebetriebe hin.

Commerzbank-Experte Zhou Hao stufte die offiziellen Zahlen positiv ein. Der Regierung sei es offenbar gelungen, mit vergleichsweise wenigen Maßnahmen die Lage zu stabilisieren. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet.

Am Dienstag steht die Veröffentlichung des vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelten Einkaufsmanagerindex an. Während der offizielle PMI auf einer Umfrage bei 3000 relativ großen Unternehmen basiert, werden für den Caixin-Index vorwiegend kleine und mittelgroße Firmen befragt./zb/das

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS 3: BASF gefangen zwischen Gewinnplus und Umsatzenttäuschung

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngsten Quartalszahlen von BASF haben die Anleger am Freitag etwas ratlos zurückgelassen. Weil einem überraschend hohen Gewinn im ersten Quartal ein unerwartet niedriger Umsatz gegenüberstand, fanden die Papiere des Chemiekonzerns keine klare Richtung. Sie hielten sich letztlich aber deutlich besser als der Markt.

Zu Handelsbeginn waren die Aktien zunächst noch um fast zweieinhalb Prozent nach oben angesprungen. Danach büßten die Papiere ihre Gewinne im Zuge des schwachen Dax aber wieder ein. Zum Handelsende verloren sie 0,81 Prozent. Der Leitindex rutschte um 2,73 Prozent ab. Seit Jahresbeginn haben BASF-Aktien um mehr als 3 Prozent zugelegt, während der deutsche Leitindex für diesen Zeitraum ein Minus von knapp 5 Prozent aufweist

Wenig Orientierung boten den Anlegern auch die sehr entgegengesetzten Ansichten der Analysten zu den Geschäftszahlen von BASF. Zu den Optimisten zählte zum Beispiel Andrew Benson von der US-Bank Citigroup. Benson hob hervor, dass der Gewinn je Aktie die Markterwartung um satte 19 Prozent übertroffen habe. Für die BASF-Papiere spreche damit unter anderem die starke Bilanz des Chemiekonzerns.

ANALYST: BASF VOR WENDEPUNKT NACH OBEN

Angesichts des eingetrübten Umfelds seien die Kennziffern des Chemiekonzerns auch insgesamt klar besser als befürchtet ausgefallen, schrieb Christian Faitz von Kepler Research. Damit dürfte BASF den Wendepunkt nach oben erreicht haben und künftig weiter zulegen. Faitz zufolge sollten die Ludwigshafener dabei auch von einer Aufhellung der Konjunktur profitieren.

Analyst Laurent Favre von der US-Bank Merrill Lynch aber gab zu bedenken, dass die Aktien des Chemiekonzerns ebenso wie der Industriechemie-Subsektor insgesamt recht anspruchsvoll bewertet seien. Zudem stehe dem starken operativen Ergebnis ein enttäuschender Zufluss liquider Mittel (Cashflow) gegenüber.

SCHWACHER CASHFLOW

Der schwache Cashflow bereitet auch dem Analysten Markus Mayer von der Baader Bank Sorgen. Mayer geht weiterhin davon aus, dass sich die Liquiditätszuflüsse auch in den kommenden Jahren erheblich verringern werden - der Hauptgrund für seine Verkaufsempfehlung.

Mayer befürchtet, dass die Preise für fossile Rohstoffe weiter nachgeben könnten. Geringere Verkaufspreise in der Öl- und Gassparte hatten bereits im ersten Quartal auf die Erlöse gedrückt./la/fbr/he

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS 2: Linde vertreibt mit Gewinnüberraschung Sorgen der Anleger

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den Anlegern von Linde hat sich am Freitag deutliche Erleichterung breit gemacht: Die schwachen Geschäftszahlen des französischen Wettbewerbers Air Liquide vom Dienstag waren wohl doch kein schlechtes Omen für den deutschen Industriegase-Spezialisten und Anlagenbauer.

Weil am Freitag vor allem der Gewinn von Linde positiv überraschte, schloss die Aktie mit einem Plus von 1,06 Prozent auf 133,40 Euro an die Spitze des schwachen Dax . Der Leitindex verlor 2,73 Prozent.

"Nach schwachen Signalen von Air Liquide hat Linde positiv überrascht", schrieb Analyst Martin Rödiger von Kepler Cheuvreux. Der weltweit zweitgrößten Gase-Hersteller Air Liquide hatte im Auftaktquartal eine geringere Nachfrage aus der Energieindustrie vor allem in Nordamerika zu spüren bekommen. Das hatte auch die Linde-Anleger aufgeschreckt.

SORGENKIND ANLAGENBAU

Analyst Laurent Favre von der US-Bank Merrill Lynch hob nun bei Linde positiv hervor, dass das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) die Markterwartung übertroffen habe. Auch insgesamt sehe die Bilanz des ersten Quartals recht gut aus. Dies sei für den Konzern der erste Schritt in Richtung Vertrauensaufbau und Neubewertung.

Etwas Sorgen bereitet den Experten derweil der Anlagenbau. Der kleinsten Linde-Sparte machen der niedrige Ölpreis, Überkapazitäten und die daraus resultierende Zurückhaltung von Kunden zu schaffen. Das Geschäftsfeld schwächele zwar immer noch, schrieb Analyst Peter Spengler von der DZ Bank. Allerdings habe die Gewinnmarge die Erwartungen erreicht. Darüber hinaus sei das Wachstum aus eigener Kraft des Geschäfts mit Gasen für medizinische Zwecke gut gewesen.

AKTIE AUF JAHRESSICHT IM PLUS

Gleichwohl bleibt Konzernchef Wolfgang Büchele für das laufende Jahr vorsichtig und hält sich weiterhin alle Optionen offen. Gegenwind kommt für das Unternehmen eventuell aus den USA. So könnten sich die staatlichen Kürzungen im US Gesundheitssystem im weiteren Jahresverlauf negativ auf Linde auswirken, meinte DZ-Bank-Fachmann Spengler.

Unter dem Strich können die Anleger mit der bisherigen Entwicklung der Aktien allerdings zufrieden sein. So notieren die Papiere inzwischen seit Jahresbeginn gerechnet moderat im Plus, während sich der Dax in diesem Zeitraum immer noch in der Verlustzone befindet./la/das/fat/he

29.04.2016

EUROSTOXX-FLASH: EuroStoxx rutscht tiefer ins Minus - Schwache US-Daten

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 hat am Freitag seine Verluste deutlich ausgeweitet und zuletzt 2,81 Prozent auf 3037,57 Punkte eingebüßt. Börsianer begründeten den Kursrutsch mit schwachen Konjunkturdaten aus den USA. So hatte sich das Geschäftsklima in der Region Chicago im laufenden Monat stärker als erwartet eingetrübt. Zudem hatte sich die Stimmung amerikanischer Verbrauche im April überraschend weiter verschlechtert.

Bereits zuvor hatte der steigende Eurokurs die Kurse weiter nach unten gedrückt. Eine stärkere Gemeinschaftswährung erschwert Exporte in Länder außerhalb der Eurozone./la/he

29.04.2016

ANALYSE/Hauck & Aufhäuser: Heidelberger Druck hat großes Gewinnpotenzial

HAMBURG (dpa-AFX) - Die operative Entwicklung des Druckmaschinenbauers Heidelberger Druck wird sich nach Einschätzung der Privatbank Hauck & Aufhäuser weiter verbessern. Das dürfte am Ende auch den Aktionären zugute kommen. Analyst Henning Breiter nahm die Bewertung der Papiere des Druckmaschinenbauers in einer aktuellen Studie mit "Kaufen" und einem Kursziel von 2,70 Euro auf. Er sieht damit noch etwa ein Drittel Luft nach oben.

Mit einem globalen Marktanteil von mehr als 40 Prozent könne das SDax-Unternehmen grundsätzlich Größenvorteile bei der Beschaffung, der Produktion und dem Dienstleistungsnetz ausspielen, schrieb Breiter. Gleichzeitig ermögliche die große Anzahl bereits aufgebauter Druckerpressen ein attraktives Geschäft mit Verbrauchsgütern, Ersatzteilen und Dienstleistungen.

Allerdings habe der Markt für Drucktechnik fast ein Jahrzehnt lang gelitten, was die Größenvorteile des Unternehmens beeinträchtigt habe. Die Überkapazitäten seien mittlerweile aber deutlich gesunken, was zu einer schrittweisen Verbesserung der Auslastung der Hersteller sowie einer höheren Preisdisziplin in der Branche geführt habe.

Heidelberger Druck habe zudem die eigene Kostenbasis durch eine Restrukturierung erheblich reduziert sowie den Fokus stärker auf den vielversprechenden Markt für Verpackungen und Etiketten sowie auf digitale Lösungen gerichtet.

Gleichwohl bleibe der Geschäftsanteil schwächelnder Endmärkte hoch. Daher rechne er mit einem eher geringen Umsatzwachstum aus eigener Kraft in den kommenden Jahren. Dank der Kostensenkungen und des sich verbessernden Preisumfeldes sollte der operative Gewinn aber deutlich zulegen.

Mit der Einstufung "Buy" sieht Hauck & Aufhäuser auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Aufwärtspotenzial von mehr als zehn Prozent./mis/das

Analysierendes Institut Hauck & Aufhäuser.

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS 2: BASF gefangen zwischen Gewinnplus und Umsatzenttäuschung

(Neu: Kursentwicklung, Citigroup, Kepler, Merrill Lynch)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngsten Quartalszahlen von BASF haben die Anleger am Freitag etwas ratlos zurückgelassen. Weil einem überraschend hohen Gewinn im ersten Quartal ein unerwartet niedriger Umsatz gegenüberstand, fanden die Papiere des Chemiekonzerns keine klare Richtung.

Zu Handelsbeginn waren die Aktien zunächst noch um mehr als 2 Prozent angesprungen. Kurz darauf allerdings büßten die Papiere ihre Gewinne im Zuge des schwachen Gesamtmarktes wieder komplett ein, bevor sie wieder schnell ins Plus drehten. Den restlichen Vormittag verbrachten sie dann mehr oder weniger komfortabel im positiven Terrain.

SEIT JAHRESBEGINN IM PLUS

Am Mittag stand bei den Papieren ein Minus von 0,07 Prozent auf 72,69 Euro zu Buche, weil der Dax zuletzt noch einmal einen kleinen Satz nach unten gemacht hatte. Dabei haben die Anteilsscheine seit Jahresbeginn bereits um mehr als 3 Prozent zugelegt, während der deutsche Leitindex in diesem Zeitraum ein Minus von knapp 5 Prozent angehäuft hat.

Wenig Orientierung boten den Anlegern auch die sehr entgegengesetzten Ansichten der Analysten zu den Geschäftszahlen von BASF. Zu den Optimisten zählte zum Beispiel Andrew Benson von der US-Bank Citigroup. Benson hob hervor, dass der Gewinn je Aktie die Markterwartung um satte 19 Prozent übertroffen habe. Für die BASF-Papiere spreche damit unter anderem die starke Bilanz des Chemiekonzerns.

ANALYST: BASF VOR WENDEPUNKT NACH OBEN

Angesichts des eingetrübten Umfelds seien die Kennziffern des Chemiekonzerns auch insgesamt klar besser als befürchtet ausgefallen, schrieb Christian Faitz von Kepler Research. Damit dürfte BASF den Wendepunkt nach oben erreicht haben und künftig weiter zulegen. Faitz zufolge sollten die Ludwigshafener dabei auch von einer Aufhellung der Konjunktur profitieren.

Analyst Laurent Favre von der US-Bank Merrill Lynch aber gab zu bedenken, dass die Aktien des Chemiekonzerns ebenso wie der Industriechemie-Subsektor insgesamt recht anspruchsvoll bewertet seien. Zudem stehe dem starken operativen Ergebnis ein enttäuschender Zufluss liquider Mittel (Cashflow) gegenüber.

SCHWACHER CASHFLOW

Der schwache Cashflow bereitet auch dem Analysten Markus Mayer von der Baader Bank Sorgen. Mayer geht weiterhin davon aus, dass sich die Liquiditätszuflüsse auch in den kommenden Jahren erheblich verringern werden - der Hauptgrund für seine Verkaufsempfehlung.

Mayer befürchtet, dass die Preise für fossile Rohstoffe weiter nachgeben könnten. Geringere Verkaufspreise in der Öl- und Gassparte hatten bereits im ersten Quartal auf die Erlöse gedrückt./la/fbr

29.04.2016

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Alstria Office auf 'Buy' - Ziel 13,50 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat die Einstufung für Alstria Office nach einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 13,50 Euro belassen. Die Büroimmobilienfirma sei auf gutem Weg, das operative Ergebnis (FFO) im laufenden Jahr um 20 Prozent zu steigern, schrieb Analyst Andre Remke in einer Studie vom Freitag. Alstria zeichne sich zudem durch eine Dividendenrendite von mehr als 4 Prozent aus./edh/zb

29.04.2016

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser belässt KSB AG auf 'Buy' - Ziel 450 Euro

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für KSB auf "Buy" mit einem Kursziel von 450 Euro belassen. Der Pumpenhersteller sei schwach ins Jahr gestartet, schrieb Analyst Torben Teichler in einer Studie vom Freitag mit Blick auf Umsatz- und Auftragsdaten. Er hält die Aktien auf Basis der Schätzungen für das Geschäftsjahr 2017 aber für unterbewertet./ag/zb

29.04.2016

ANALYSE: Berenberg erwartet schwächere Auftragsdynamik und Kursrückgang bei Gea

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den Aktien des auf die Lebensmittelindustrie ausgerichteten Anlagenbauers Gea Group mehren sich nach Einschätzung der Privatbank Berenberg die Risiken. Die Auftragsentwicklung könnte an Schwung verlieren und eine mögliche weitere Restrukturierung könnte die Margen belasten, schrieb Analyst Sebastian Kuenne in einer Studie vom Freitag. Zudem habe die Erholung der Gewinnmargen die Aktie getrieben, doch dieser Schub könnte nun nachlassen. Kuenne stufte die Papiere von "Kaufen" auf "Verkaufen" ab und senkte das Kursziel von 43 auf 38 (Kurs 40,59) Euro.

Das Umfeld für die für Gea so wichtige Molkereiindustrie bleibe angesichts des weltweiten Milchüberangebotes schwierig, schrieb der Experte. Eine Erholung der Milchpreise dürfte aus Sicht des Analysten weiter auf sich warten lassen. Aus diesem Grund dürften zunächst die Milcherzeuger und später auch die milchverarbeitende Industrie ihre Investitionen in ihre technische Ausstattung reduzieren. Das dürfte die Auftragsentwicklung bereits im zweiten Halbjahr belasten.

Risiken sieht Kuenne aber auch in den kleineren Geschäftsbereichen des Gea-Konzerns, in denen teilweise Kapazitätsanpassungen nötig erschienen. Daher seien weitere Restrukturierungsaufwendungen möglich.

Die im Mai erwarteten Geschäftszahlen für das erste Quartal dürften zwar solide ausfallen. Wichtiger sei aber, dass der Ton des Managements in puncto Gesamtjahresausblick vorsichtiger werden dürfte, glaubt Kuenne.

Mit der Empfehlung "Sell" sieht Berenberg auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Abwärtspotenzial von mehr als 15 Prozent für die Aktie./tav/mis/ag

Analysierendes Institut Berenberg.

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS: Continental-Aktionäre lassen sich von Zuversicht anstecken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein optimistischerer Geschäftsausblick von Continental hat die Anleger am Freitag überzeugt: Die Aktien des Autozulieferers und Reifenherstellers hielten sich klar im Plus und trotzten damit dem schwachen Dax-Trend. Die Papiere standen am Vormittag um 0,41 Prozent höher, während es für den Leitindex um fast 1 Prozent runter ging.

"Ein guter Jahresstart", diagnostizierte Analyst Klaus Breitenbach von der Baader Bank.

Der Dax-Konzern traut sich nach einem soliden Jahresauftakt beim operativen Ergebnis nun mehr zu als bisher prognostiziert. Bei der um Sondereffekte bereinigten Marge wird ein Wert von rund 11 Prozent statt zuvor von mehr als 10,5 Prozent erwartet.

Auf den ersten Blick lägen die Geschäftszahlen im Rahmen seiner Erwartungen und auch der Marktprognosen, sagte Analyst Michael Punzet von der DZ Bank. Der erhöhte Margenausblick für das Jahr 2016 treffe die aktuellen Markterwartungen. Er sieht die Aktien weiter positiv.

Auch UBS-Analyst David Lesne blieb bei seiner Kaufempfehlung. Die meisten Indikatoren blieben positiv wie die gute Entwicklung der Volumen, die verbesserten Verkaufspreise und auch der Rückenwind von den Rohstoffen./fat/das

29.04.2016

AKTIE IM FOKUS: Linde vertreibt mit Gewinnüberraschung die Sorgen der Aktionäre

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den Anlegern von Linde hat sich am Freitag deutliche Erleichterung breit gemacht: Die schwachen Geschäftszahlen des französischen Wettbewerbers Air Liquide vom Dienstag waren wohl doch kein schlechtes Omen für den deutschen Industriegase-Spezialisten und Anlagenbauer. Weil am Freitag vor allem der Gewinn von Linde positiv überraschte, kletterte die Aktie mit einem Plus von 1,93 Prozent auf 134,55 Euro an die Spitze des schwachen Dax .

"Nach schwachen Signalen von Air Liquide hat Linde positiv überrascht", schrieb Analyst Martin Rödiger von Kepler Cheuvreux. Der weltweit zweitgrößtn Gase-Hersteller Air Liquide hatte im Auftaktquartal eine geringere Nachfrage aus der Energieindustrie vor allem in Nordamerika zu spüren bekommen. Das hatte auch die Linde-Anleger aufgeschreckt.

SORGENKIND ANLAGENBAU

Analyst Laurent Favre von der US-Bank Merrill Lynch hob nun bei Linde positiv hervor, dass das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) die Markterwartung übertroffen habe. Auch insgesamt sehe die Bilanz des ersten Quartals recht gut aus. Dies sei für den Konzern der erste Schritt in Richtung Vertrauensaufbau und Neubewertung.

Etwas Sorgen bereitet den Experten derweil der Anlagenbau. Der kleinsten Linde-Sparte machen der niedrige Ölpreis, Überkapazitäten und die daraus resultierende Zurückhaltung von Kunden zu schaffen. Das Geschäftsfeld schwächele zwar immer noch, schrieb Analyst Peter Spengler von der DZ Bank. Allerdings habe die Gewinnmarge die Erwartungen erreicht. Darüber hinaus sei das Wachstum aus eigener Kraft des Geschäfts mit Gasen für medizinische Zwecke gut gewesen.

AKTIE AUF JAHRESSICHT IM PLUS

Gleichwohl bleibt Konzernchef Wolfgang Büchele für das laufende Jahr vorsichtig und hält sich weiterhin alle Optionen offen. Gegenwind kommt für das Unternehmen eventuell aus den USA. So könnten sich die staatlichen Kürzungen im US Gesundheitssystem im weiteren Jahresverlauf negativ auf Linde auswirken, meinte DZ-Bank-Fachmann Spengler.

Unter dem Strich können die Anleger mit der bisherigen Entwicklung der Aktien allerdings zufrieden sein. So notieren die Papiere inzwischen seit Jahresbeginn gerechnet moderat im Plus, während der Dax in diesem Zeitraum immer noch in der Verlustzone hängt./la/das