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29.08.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 25.08.2014 bis 29.08.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 25.08.2014 bis 29.08.2014:

MONTAG

BAUER AG

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Bauer nach Zahlen und reduzierten Geschäftsprognosen von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel von 24 auf 17 Euro gesenkt. Das neue Kursziel basiere auf der gesenkten Ergebnisschätzung des Bau- und Baumaschinenunternehmens, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Montag. Es berücksichtige nun aber auch das kurzfristige Cashflow-Rendite-Modell. Die Bewertung sei nach wie vor günstig. Allerdings dürfte die Stimmung für die Aktie erst drehen, wenn die Ergebnisprognosen wieder stabiler würden beziehungsweise der negative Nachrichtenfluss von den weltweiten Krisenherden abnehme.

DIC ASSET AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Dic Asset nach Zahlen von 8,60 auf 8,10 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Die Halbjahreszahlen deutscher Büroimmobilien-Unternehmen hätten keine größeren Überraschungen geliefert, schrieb Analyst Thomas Martin in einer Branchenstudie vom Montag. Ein möglicher Anstieg der Leerstandsraten könnte aber einen Wendepunkt bedeuten. Der Ausblick sei glanzlos: hohe Immobilienpreise begrenzten die Kaufkraft.

GEA GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat Gea Group nach der angekündigten Neuausrichtung auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 42 Euro belassen. Analyst Zafer Rüzgar wertet die neue Konzernstruktur mit zwei integrierten Geschäftsbereichen positiv. Zudem könnte der Anlagenbauer von den geplanten Einsparungen ergebnisseitig deutlich profitieren, schrieb Rüzgar in einer Studie vom Montag. Vor diesem Hintergrund sieht er weiteres Kurspotenzial.

GLAXOSMITHKLINE

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat das Kursziel für GlaxoSmithKline von 1900 auf 1920 Pence angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Zulassung von Triumeq zur Behandlung von HIV durch die US-Gesundheitsbehörde FDA sei positiv, schrieb Analyst Stephen McGarry in einer Studie vom Montag. Der Analyst passte seine Umsatzschätzungen an. In Europa sei das Medikament bereits zugelassen.

RTL GROUP

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für RTL Group nach Zahlen von 90 auf 81 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Operativer Gewinn (Ebita) und Umsatz im ersten Halbjahr hätten den Erwartungen entsprochen, der Gewinn je Aktie (EPS) habe sie jedoch hauptsächlich wegen Einmalbelastungen verfehlt, schrieb Analyst Christian Glowa in einer Studie vom Montag. Der Experte reduzierte seine Schätzungen für den TV-Sendekonzern. Wegen der attraktiven Dividendenrendite der Papiere sei eine Kaufempfehlung aber weiterhin angebracht.

DIENSTAG

BASF SE

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für BASF von 94 auf 92 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Analyst Tim Jones passte die Gewinnerwartungen für einige europäische Chemiekonzerne an. 2015 dürfte die Konjunktur besser laufen, allerdings nur moderat, schrieb er in einer Branchenstudie vom Dienstag. Dank ihrer Kostenkontrolle und Kapazitätsdisziplin dürften viele Unternehmen gewinnseitig aber bereits von einem moderaten Absatzwachstum deutlich profitieren. Zu den "Top Picks" des Analysten zählen BASF, Air Liquide, Symrise und Akzo Nobel.

K+S

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat K+S von "Accumulate" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 30 auf 31 Euro angehoben. Die Aktie des Dünger- und Salzproduzenten hinke der durchschnittlichen Branchenbewertung zu deutlich hinterher, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Dienstag. Schäfer hob den diversifizierten Umsatzmix und die überraschend gute Kostenkontrolle im Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten hervor.

LANXESS AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Lanxess von 57 auf 55 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analyst Tim Jones passte die Gewinnerwartungen für einige europäische Chemiekonzerne an. 2015 dürfte die Konjunktur besser laufen, allerdings nur moderat, schrieb er in einer Branchenstudie vom Dienstag. Dank ihrer Kostenkontrolle und Kapazitätsdisziplin dürften viele Unternehmen gewinnseitig aber bereits von einem moderaten Absatzwachstum deutlich profitieren. Bei Lanxess setzt der Experte auf die mittelfristig guten Aussichten und die vom neuen Vorstandschef ausgehenden Impulse. Auf dem aktuellen Kursniveau sei aber nur ein "Hold"-Votum angemessen.

ROCHE HOLDINGS AG

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Roche nach Ankündigung einer Übernahme von 288 auf 292 Franken angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Das US-Biotechunternehmens Intermune wäre eine sehr gute Ergänzung für die Geschäftsaktivitäten des Schweizer Pharmakonzerns im Bereich Atemwegserkrankungen, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Dienstag.

RTL GROUP

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für RTL Group nach Zahlen von 75,50 auf 73,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Das zweite Quartal des Medienunternehmens sei etwas schwächer als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Harald Heider in einer Studie vom Dienstag. Das operative Geschäft habe sich trotz günstiger konjunktureller Rahmenbedingungen in wichtigen Märkten nur leicht positiv entwickelt. Der Experte sieht für das Unternehmen mittelfristig nur ein begrenztes Ertragspotenzial.

RWE AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat RWE von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 24 auf 28 Euro angehoben. Die steigenden Strompreise verbesserten das Chance-Risiko-Profil des deutschen Versorgers, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer Studie vom Dienstag. Zudem habe die Aktie in den vergangenen Wochen rund zehn Prozent an Wert verloren und damit ein akzeptableres Niveau erreicht. Der Experte erhöhte seine Gewinnschätzungen je Aktie (EPS) für die Jahre 2014 bis 2017 um 5 bis 14 Prozent.

MITTWOCH

ALLIANZ SE

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Allianz SE auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 150 Euro belassen. Unter den Aktien deutscher Versicherer ziehe er Talanx und Allianz vor, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch.

BMW

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für BMW auf "Buy" mit einem Kursziel von 108 Euro belassen. Die jüngste Euroschwäche dürfte die Ergebnisse der deutschen Autobauer im laufenden Jahr nur begrenzt beeinflussen, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn in einer Branchenstudie vom Mittwoch. In den Jahren 2015 und 2016 könnte sie aber die Gewinnentwicklungen der heimischen Fahrzeughersteller unterstützen.

HENKEL VORZUEGE

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für die Aktien des Konsumgüterherstellers Henkel auf "Outperform" mit einem Kursziel von 94 Euro belassen. Nach dem eher durchwachsenen zweiten Quartal habe er seine Gewinnerwartungen für 2014 und 2015 etwas reduziert, schrieb Analyst Andrew Wood in einer Studie vom Mittwoch. Gleichwohl sieht der Analyst bei Henkel Potenzial für Übernahmen, Aktienrückkäufe oder weitere Dividendenerhöhungen.

INFINEON TECHNOLOGIES AG

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Infineon mit "Outperform" und einem Kursziel von 10,10 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Chipproduzent dürfte im Geschäft mit der Autobranche sowie mit der Industrie und der Stromwirtschaft weitere Marktanteile gewinnen, schrieben die Analysten in einer Studie vom Mittwoch. Der Dax-Konzern sollte vom Einsatz von Computerchips in Autos profitieren. Im Geschäft mit Leistungshalbleitern dürfte sich zudem die geplante Übernahme des US-Unternehmens International Rectifier bezahlt machen.

SIEMENS AG

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Siemens auf "Buy" mit einem Kursziel von 105 Euro belassen. Elektrotechnikkonzerne wie Siemens, ABB und Schneider Electric könnten von dem bis 2025 erwarteten Investitionsboom der Stromversorger profitieren, schrieb Analyst Fredric Stahl in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Grund für Euphorie sieht Stahl aber nicht. So bleibe der Wettbewerbsdruck hoch.

STADA ARZNEIMITTEL AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Stada von 39 auf 37 Euro gesenkt, die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Daniel Wendorff senkte in einer Studie vom Mittwoch seine Umsatzprognose wegen des schwachen Markts in Deutschland sowie der geopolitischen Risiken in Russland etwas. Seine bereinigte Gewinnprognose je Aktie für 2014 kürzte er auch wegen Wertminderungen und Abschreibungen im Zusammenhang mit Übernahmen um sechs Prozent. Der Experte wies zwar auf die Bedeutung des Russland-Geschäfts für den Generikahersteller hin. Allerdings liege die Bewertung der Aktien mittlerweile deutlich unter der vergleichbarer Unternehmen.

DONNERSTAG

METRO AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Metro AG von 31,80 auf 31,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Die weiterhin angespannte politische Situation in Russland und der Ukraine könnte sich im laufenden vierten Geschäftsquartal leicht negativ auf die Entwicklung des Cash & Carry-Geschäfts in dieser Region auswirken, schrieb Analyst Herbert Sturm in einer Studie vom Donnerstag. Außerdem sei mit anhaltendem Druck auf der Währungsseite im Osteuropa-Geschäft zu rechnen. Daher habe er seine Gewinnschätzungen für den Handelskonzern nach unten revidiert.

PROSIEBENSAT.1

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat ProSiebenSat.1 nach einem Analystenwechsel von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 30 auf 40 Euro angehoben. Die positive Einschätzung basiere auf einem wachsenden Werbemarkt und der Verschiebung des Schwerpunktes auf Digital & Adjacent, schrieb Analystin Alexandra Schlegel in einer Studie vom Donnerstag. Hier sind die Unternehmen im Bereich Online, Games, Travel und Ventures gebündelt. Damit stelle der Konzern die Weichen für eine optimale Positionierung in der veränderten Medienwelt, so die Expertin.

RTL GROUP

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat RTL Group von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 80 auf 71 Euro gesenkt. Zwar seien die Dividendenaussichten des TV-Senders attraktiv, doch reiche dies vor dem Hintergrund des dürftigen Gewinnwachstums je Aktie im Zuge der Schwäche bei der Tochter Fremantle und der hohen Bewertung nicht mehr aus, um besser als der Sektor abzuschneiden, schrieb Analyst Adrien de Saint Hilaire in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie.

RWE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat RWE nach dem von der Bundesregierung gebilligten Verkauf der Tochter RWE Dea auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 27 Euro belassen. Die Genehmigung der Transaktion habe er erwartet, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Donnerstag. Die Aktie des Energiekonzerns sei auch angesichts der im Branchenvergleich unterdurchschnittlichen Dividendenrendite ambitioniert bewertet. Mit einer kurzfristigen Herausnahme des Papiers aus dem EuroStoxx-50-Index rechne er jedoch nicht.

TESCO

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Tesco von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 313 auf 280 Pence gesenkt. Weil die Veränderungen im Management der Supermarktkette einen Strategiewechsel bedeuten könnten, lasse sich die Geschäftsentwicklung vorerst nicht sehr gut vorhersagen, schrieb Analyst Niamh McSherry in einer am Donnerstag veröffentlichtlichten Studie. Kurstreiber sieht er in den kommenden Monaten keine.

VIVENDI SA

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Vivendi nach Zahlen und dem näher rückenden Verkauf von GVT von 20 auf 22 Euro angehoben. Die Einstufung wurde auf "Hold" belassen. Das erste Halbjahr des Medienunternehmens habe den Konsenserwartungen entsprochen, schrieb Analyst Carl Short in einer Studie vom Donnerstag. Mit Blick auf die exklusiven Verhandlungen mit Telefonica über den brasilianischen Breitbandanbieter GVT habe er seine Schätzungen für das Ergebnis je Aktie für 2014 um 18 Prozent und für 2015 um 33 Prozent gesenkt. Das Kursziel habe er dennoch angehoben, da Vivendi den Fokus nun wieder auf das Mediengeschäft lege.

FREITAG

HSBC HLDGS

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat HSBC von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 645 auf 715 Pence angehoben. Mit Blick auf die Kapitalausstattung und die Ertragsdynamik rücke bei der britischen Großbank die Trendwende zum Besseren näher, schrieb Analyst John-Paul Crutchley in einer Studie vom Freitag. Das Chancen/Risiko-Verhältnis der Aktien erscheine im Vergleich zum Sektor zunehmend besser. Sein Kursziel hätte noch Luft nach oben, falls sich im Amerika-Geschäft die Eigenkapitalrendite deutlich verbessern sollte.

TESCO

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Tesco nach einer Gewinnwarnung und angekündigter Dividendenkürzung auf "Underperform" mit einem Kursziel von 235 Pence belassen. Dies komme nicht unerwartet, schrieb Analyst Bruno Monteyne in einer Studie vom Freitag. Das zeige, dass der designierte Vorstandschef Dave Lewis des britischen Einzelhändlers hinter den Kulissen bereits mehr arbeite als gedacht. Offenbar wolle er einen Teil der schlechten Nachrichten bei seinem Antritt bereits hinter sich haben.

LEG IMMOBILIEN

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat LEG Immobilien von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 55 auf 59 Euro angehoben. Analyst Georg Kanders begründete seinen Schritt in einer Studie vom Freitag mit der guten Kursentwicklung der Immobilientitel. Sein Kursziel erhöhte er aufgrund der jüngsten Zukäufe sowie in Erwartung eines weiteren Portfolioausbaus.

BILFINGER

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Bilfinger von 67 auf 66 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Zementabsatz und die Bauaktivitäten in Europa hätten sich zuletzt wieder verringert, schrieb Analyst Will Morgan in einer Branchenstudie vom Freitag. Er kürzte seine Gewinnschätzungen für viele der von ihm beobachteten Bau- und Baustoffwerte, rechnet aber weiterhin mit einer leichten Erholung der europäischen Bauindustrie ab 2015. Ungeachtet der jüngsten Kurskorrektur seien die Branchenaktien verglichen mit dem Gesamtmarkt aber immer noch hoch bewertet.

EON AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Eon von 16 auf 18 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Angesichts der erwarteten Kompensationszahlungen in den Rechtsstreits um die Brennelementesteuer und die vorzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken seien Eon und RWE verglichen mit der Konkurrenz günstig bewertet, schrieb Analyst Benjamin Leyre in einer Branchenstudie vom Freitag. 2015 dürfte bestätigt werden, dass diese Steuer illegal gewesen sei. Zudem erschienen die schwedischen Verteilernetze des Versorgers Eon unterbewertet.

/stb

29.08.2014

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 29.08.2014

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 29.08.2014

AIR BERLIN PLC

HANNOVER - Die NordLB hat Air Berlin nach der Skizzierung einer erneuten Restrukturierung auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 1,30 Euro belassen. Neue Maßnahmen erschienen zwingend notwendig, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Freitag. Das negative Eigenkapital und die Profitabilität blieben wichtige Baustellen. Die Zukunft der Fluggesellschaft liege in einer noch engeren Zusammenarbeit mit Etihad.

BILFINGER

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Bilfinger von 67 auf 66 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Zementabsatz und die Bauaktivitäten in Europa hätten sich zuletzt wieder verringert, schrieb Analyst Will Morgan in einer Branchenstudie vom Freitag. Er kürzte seine Gewinnschätzungen für viele der von ihm beobachteten Bau- und Baustoffwerte, rechnet aber weiterhin mit einer leichten Erholung der europäischen Bauindustrie ab 2015. Ungeachtet der jüngsten Kurskorrektur seien die Branchenaktien verglichen mit dem Gesamtmarkt aber immer noch hoch bewertet.

EON AG

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Eon von 16 auf 18 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Angesichts der erwarteten Kompensationszahlungen in den Rechtsstreits um die Brennelementesteuer und die vorzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken seien Eon und RWE verglichen mit der Konkurrenz günstig bewertet, schrieb Analyst Benjamin Leyre in einer Branchenstudie vom Freitag. 2015 dürfte bestätigt werden, dass diese Steuer illegal gewesen sei. Zudem erschienen die schwedischen Verteilernetze des Versorgers Eon unterbewertet.

HEIDELBERGCEMENT AG

NEW YORK - Goldman Sachs hat das Kursziel für HeidelbergCement von 70 auf 65 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Zementabsatz und die Bauaktivitäten in Europa hätten sich zuletzt wieder verringert, schrieb Analyst Will Morgan in einer Branchenstudie vom Freitag. Er kürzte seine Gewinnschätzungen für viele der von ihm beobachteten Bau- und Baustoffwerte, rechnet aber weiterhin mit einer leichten Erholung der europäischen Bauindustrie ab 2015. Ungeachtet der jüngsten Kurskorrektur seien die Branchenaktien verglichen mit dem Gesamtmarkt aber immer noch hoch bewertet.

HSBC HLDGS

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat HSBC von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 645 auf 715 Pence angehoben. Mit Blick auf die Kapitalausstattung und die Ertragsdynamik rücke bei der britischen Großbank die Trendwende zum Besseren näher, schrieb Analyst John-Paul Crutchley in einer Studie vom Freitag. Das Chancen/Risiko-Verhältnis der Aktien erscheine im Vergleich zum Sektor zunehmend besser. Sein Kursziel hätte noch Luft nach oben, falls sich im Amerika-Geschäft die Eigenkapitalrendite deutlich verbessern sollte.

LEG IMMOBILIEN

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat LEG Immobilien von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 55 auf 59 Euro angehoben. Analyst Georg Kanders begründete seinen Schritt in einer Studie vom Freitag mit der guten Kursentwicklung der Immobilientitel. Sein Kursziel erhöhte er aufgrund der jüngsten Zukäufe sowie in Erwartung eines weiteren Portfolioausbaus.

PROSIEBENSAT.1

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für ProSiebenSat.1 auf "Buy" mit einem Kursziel von 41 Euro belassen. Im TV-Geschäft lasse ProSiebenSat.1 die Konkurrenz weiter hinter sich, schrieb Analyst Christian Glowa in einer Studie vom Freitag. Der Ausblick für die zweite Jahreshälfte sei solide.

TESCO

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Tesco nach den reduzierten Jahreszielen des Handelskonzerns von 350 auf 300 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Aufgrund der stetig sinkenden Marktanteile in Großbritannien habe er seine Ergebnisprognosen für die Geschäftsjahre 2014/15 und 2015/16 deutlich reduziert, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Freitag. Belastend sei auch die gekürzte Zwischendividende. Angesichts der zuletzt erheblichen Kursverluste seien die negativen Nachrichten aber bereits eingepreist.

TESCO

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Tesco nach einer Gewinnwarnung und angekündigter Dividendenkürzung auf "Underperform" mit einem Kursziel von 235 Pence belassen. Dies komme nicht unerwartet, schrieb Analyst Bruno Monteyne in einer Studie vom Freitag. Das zeige, dass der designierte Vorstandschef Dave Lewis des britischen Einzelhändlers hinter den Kulissen bereits mehr arbeite als gedacht. Offenbar wolle er einen Teil der schlechten Nachrichten bei seinem Antritt bereits hinter sich haben.

/stb

29.08.2014

US-Anleihen: Gewinne

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Freitag nach einem überwiegend schwächeren Auftakt zugelegt. Bislang hätten die Bonds eine stärkere Rally hingelegt als erwartet, hieß es am Anleihemarkt. "Und der Bondmarkt hat immer noch Luft, um weiter zu steigen", sagte ein Anleihehändler aus Singapur.

Zweijährige Anleihen legten an diesem Tag um 1/32 Punkt auf 100 Punkte zu und rentierten mit 0,48 Prozent. Fünfjährige Anleihen gewannen 3/32 Punkte auf 100 1/32 Punkte. Ihre Rendite lag bei 1,61 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 2/32 Punkte auf 100 12/32 Punkte und rentierten mit 2,33 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren legten um 4/32 Punkte auf 101 2/32 Punkte zu und rentierten mit 3,07 Prozent./ck/stb

29.08.2014

Devisen: Euro im US-Handel auf Talfahrt - Goldman senkt Ausblick

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Freitag im US-Handel auf Talfahrt gegangen. Etwas mehr als eine Stunde vor dem Handelsschluss an der Wall Street notierte er bei 1,3134 US-Dollar und damit so tief wie zuletzt vor fast einem Jahr. Händler verwiesen darauf, dass Goldman Sachs den Ausblick für die Gemeinschaftswährung gesenkt hat. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,3188 (Donnerstag: 1,3178) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7583 (0,7588) Euro.

Goldman-Sachs-Analyst Robin Brooks schrieb, dass der Rückgang des Euro zum Dollar der Anfang eines langfristigen Trends sei, der Ende 2017 zu einer Gleichwertigkeit der beiden Währungen führen dürfte. Er senkte die Dreimonatsschätzung für den Euro von 1,35 auf 1,29 Dollar und die Sechsmonatsschätzung von 1,34 auf 1,25 Dollar./ck/stb

29.08.2014

ROUNDUP: Tesla baut 400 neue E-Tankstellen in China

PALO ALTO (dpa-AFX) - Der Elektroautopionier Tesla baut seine Präsenz in China deutlich aus. Gemeinsam mit dem Mobilfunker China Unicom werden 400 Ladestellen in 120 Städten an den Start gebracht, sagte eine Tesla-Sprecherin am Freitag. "Darüber hinaus werden wir 20 Supercharger in Filialen von China Unicom bauen." Diese Ladestationen sollen 16 mal schneller laufen als die herkömmlichen.

Der chinesische Partner ist der zweitgrößte Mobilfunker im Land und liefert dort bereits das Internet für die Elektroautos. Für Tesla-Kunden ist der Ladeservice umsonst. Das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk ist bereits mit über 200 Ladestationen im bevölkerungsreichsten Land der Welt vertreten und will sein Netz durch die vertiefte Kooperation mit China Unicom zügig weiter ausbauen.

China ist für Tesla hochattraktiv, denn das Land will den Markt für Elekroautos massiv fördern. Bis zum Jahr 2016 sollen mindestens 30 Prozent der von Behörden gekauften Neuwagen Elektro- oder Hybridautos sein, kündigte die mächtige Nationale Entwicklungs und Reformkommission (NDRC) zusammen mit weiteren Behörden Mitte Juli an. Die Regierung hat laut dem Plan versprochen, den Kauf von Autos bis zu einem Preis von 180 000 Yuan (21 000 Euro) zu subventionieren.

Auch deutsche Autobauer setzen stark auf den Trend. Sie haben ihre Angebote an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben mächtig aufgestockt. Auf der Automesse in Peking feierte Daimler im April die Weltpremiere des Elektroautos Denza. Gleichzeitig kündigte VW-Chef Martin Winterkorn auf der Messe die "größte Elektro-Offensive in Chinas automobiler Geschichte" an. Mit dem Zinoro hat BMW im November ein Elektroauto für China vorgestellt./hbr/DP/stb

29.08.2014

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Freitag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 517 895 (Donnerstag: 533 690) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 305 562 (194 458), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 212 333 (339 232). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 1,43 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nokia (132 237/5 516), Deutsche Post (11 277/13 327) und Commerzbank (8 003/14 488)./al/DP/stb

29.08.2014

Union Investment: Europäische Pläne für Trennbanken gefährden Fondsbranche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die geplante europäische Trennbankenverordnung gefährdet nach Ansicht der Union Investment die Fondsbranche. "Das bereitet uns erhebliche Kopfschmerzen", sagte Andreas Zubrod, Finanzvorstand der DZ-Bank-Tochter der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe). Im Entwurf der Kommission heiße es, dass die darunter fallenden Banken keine alternativen Investmentfonds mehr besitzen dürfen.

Damit seien aber nicht nur spekulative Geschäfte etwa mit Hedgefonds gemeint, sondern nach europäischer Lesart auch Spezial- und Immobilienfonds. "Es wäre ein Riesenproblem, wenn die DZ Bank oder die R+V bei uns keine Spezialfonds mehr hätten, da reden wir von insgesamt zweistelligen Milliarden-Euro-Beträgen", führte Zubrod die Konsequenzen vor Augen.

Zudem könnten die Banken durch die europäische Verordnung gezwungen werden, ihre Fondstöchter abzuspalten. Beim deutschen Trennbankengesetz sei die DZ Bank nicht betroffen, weil dort die Schwellenwerte höher angesetzt würden als im europäischen Konzept./stb/ck

29.08.2014

UKRAINE/GESAMT-ROUNDUP: Verbaler Schlagabtausch - EU will neue Sanktionen

MOSKAU/KIEW/MAILAND (dpa-AFX) - Die Regierungen der EU-Staaten wollen wegen der Unterstützung Moskaus für die Separatisten in der Ukraine neue Sanktionen gegen Russland verhängen. Bei einem Treffen der 28 EU-Staaten am Freitag in Mailand bewerteten mehrere Außenminister das Vorgehen Russlands als "Invasion". Die Bundesregierung sprach erstmals von einer "militärischen Intervention" Russlands. Sanktionen werden schon beim EU-Gipfel am Samstag ein Thema sein.

In Berlin erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert, es hätten sich Hinweise auf die Präsenz von Russen und die Verwendung russischer Waffen in der Ukraine verdichtet. "Das alles zusammen addiert sich zu einer militärischen Intervention."

Am Abend kam es zu einem Zwischenfall in Polen. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu konnte nur mit Verzögerung über den polnischen Luftraum aus der Slowakei in seine Heimat zurückkehren. Die polnische Luftaufsicht begründete ein zunächst verhängtes Überflugverbot mit formalen Problemen. Die Militärmaschine mit Schoigu an Bord sei als ziviler Flug angemeldet worden. Ein Militärflug müsse jedoch 72 Stunden im Voraus angemeldet werden. Polen gehört zu den Staaten, die das russische Vorgehen in der Ukraine besonders scharf kritisieren.

Die Nato forderte von Moskau ein Ende von Militäraktionen in der Ukraine, wobei Russland solche Einsätze erneut bestritt. "Wir hören solche Spekulationen nicht zum ersten Mal, aber die USA haben sie nie mit Fakten belegt", sagte Außenminister Sergej Lawrow. Von Washington vorgelegte Satellitenbilder mit angeblichen russischen Truppenbewegungen seien als Beweise ungeeignet.

Kremlchef Wladimir Putin verglich das Vorgehen der ukrainischen Regierungstruppen mit dem der Wehrmacht. Die Offensive der Separatisten bezeichnete er als Erfolg. Die Aufständischen würden damit die ukrainischen Militäreinsätze abwehren, die eine tödliche Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellten. Die Taktik der Regierungstruppen "erinnert mich an die der faschistischen deutschen Truppen in der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Großstädte wurden eingekesselt und durch gezielten Beschuss zerstört, samt Einwohnern", sagte Putin.

Der Nato zufolge sollen im Osten des Landes mehr als 1000 russische Soldaten im Einsatz sein. "Wir verdammen in schärfster Weise, dass Russland fortgesetzt seine internationalen Verpflichtungen missachtet", sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel.

US-Präsident Barack Obama machte Moskau für die Gewalt verantwortlich, schloss ein militärisches Eingreifen aber aus. Es gebe Wege, die gegen Russland verhängten Sanktionen zu erweitern.

Der scheidende EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zeigte sich in einem Telefonat mit Putin tief beunruhigt über die Entwicklung in der Ukraine. Es sei ein sehr offener Meinungsaustausch gewesen, teilte die Kommission am Abend mit.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vermied in Mailand den Ausdruck "Invasion". Die "gefährliche Lage" in der Ostukraine befinde sich "jetzt in einer neuen Dimension", sagte er. Die beobachteten Grenzverletzungen "lassen befürchten, dass die Lage zunehmend außer Kontrolle gerät", sagte Steinmeier. Er warnte vor einer unmittelbaren militärischen Konfrontation ukrainischer und russischer Streitkräfte.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gewährt der finanziell angeschlagenen Ukraine weitere Finanzhilfen. Eine zweite Tranche in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar (1,04 Milliarden Euro) sei beschlossen worden, teilte die Organisation in Washington mit. Damit seien bisher 4,5 Milliarden Dollar zugesagt. Insgesamt seien Hilfen in Höhe von 16,7 Milliarden Dollar für die nächsten zwei Jahre geplant.

Die EU hatte Ende Juli den Zugang russischer Banken zu den EU-Finanzmärkten erschwert, bestimmte Hochtechnologie-Exporte verboten und Ausfuhrverbote gegen Spezialgeräte zur Ölförderung verhängt. "Es kann jetzt nicht das Gleiche sein, es muss etwas anderes sein", sagte der schwedische Außenminister Carl Bildt zu möglichen neuen Sanktionen. Der estnische Außenminister Urmas Paet forderte "Sanktionen, die wirklich wehtun".

Seit Mitte Juli hat sich die Zahl der Toten in der Ukraine nach UN-Angaben auf fast 2600 verdoppelt. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte warf den Separatisten eine Terrorherrschaft in den von ihnen kontrollierten Städten vor. Separatisten hätten Bewohner an der Flucht gehindert und auf fliehende Zivilisten geschossen. Es sei zu Morden, Folterungen und Verschleppungen gekommen. Der ukrainischen Armee werfen die UN-Menschenrechtsexperten den Beschuss ziviler Ziele vor. Sie kritisieren außerdem Massenfestnahmen angeblicher Kollaborateure der Separatisten.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat bisher keine Beweise für einen Einsatz regulärer russischer Truppen in der Ukraine. Aus unterschiedlichen Quellen sei allerdings bestätigt worden, dass mehr russische Freiwillige "in diesen Kämpfen impliziert" seien als erwartet, sagte Thomas Greminger, Ständiger Vertreter der Schweiz bei der OSZE, im Deutschlandradio Kultur.

Die Bundeswehr wird nächste Woche bis zu 20 ukrainische Soldaten, die bei den Kämpfen im Osten des Landes verwundet wurden, zur medizinischen Behandlung nach Deutschland ausfliegen. Vier Ärzte flogen zur Vorbereitung nach Kiew. Das teilte die Bundeswehr mit./wo/cs/cb/eb/DP/stb

29.08.2014

Tesla baut 400 neue E-Tankstellen in China

PALO ALTO (dpa-AFX) - Der Elektroautopionier Tesla baut seine Präsenz in China deutlich aus. Gemeinsam mit dem Mobilfunker China Unicom werden 400 Ladestellen in 120 Städten an den Start gebracht, sagte eine Tesla-Sprecherin am Freitag. "Darüber hinaus werden wir 20 Supercharger in Filialen von China Unicom bauen." Diese Ladestationen sollen 16 mal schneller laufen als die herkömmlichen.

Der chinesische Partner ist der zweitgrößte Mobilfunker im Land und liefert dort bereits das Internet für die Elektroautos. Für Tesla-Kunden ist der Ladeservice umsonst. Das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk ist bereits mit über 200 Ladestationen im bevölkerungsreichsten Land der Welt vertreten und will sein Netz durch die vertiefte Kooperation mit China Unicom zügig weiter ausbauen./hbr/DP/stb

29.08.2014

ROUNDUP: Hochtief-Mutter ACS erhöht Gewinne - weniger Umsatz

MADRID (dpa-AFX) - Der spanische Baukonzern ACS , Mehrheitsaktionär von Hochtief , hat trotz gesunkener Umsätze höhere Gewinne erzielt. Wie das Unternehmen am Freitag in Madrid mitteilte, stieg der Nettogewinn im ersten Halbjahr 2014 auf 395 Millionen Euro, 10,7 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Analysten hatten im Schnitt deutlich weniger erwartet. Der Umsatz der Gruppe ging um 5,0 Prozent auf 18,8 Milliarden Euro zurück.

Dies sei auf Wechselkurs-Schwankungen sowie auf den Verkauf einzelner Geschäftsbereiche von Hochtief zurückzuführen. Die ACS-Gruppe erzielte in Australien 32 Prozent ihrer Umsätze, in Nordamerika 29, in Europa 25, in Asien 9 und in Südamerika 5 Prozent. Die Nettoschulden des Unternehmens betrugen Ende des Halbjahrs 5,8 Milliarden Euro, 3,4 Prozent mehr als im Juni 2013. Die Ursache des Anstiegs habe in den hohen Investitionen der Gruppe gelegen, teilte ACS mit./hk/DP/jha

29.08.2014

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: S&P 500 geht auf Rekordhoch ins lange Wochenend

NEW YORK (dpa-AFX) - Der marktbreite US-Index S&P 500 hat am Freitag in einem recht lustlosen Handel wieder die Marke von 2000 Punkten übersprungen und auf einem Rekordhoch geschlossen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte zwar nur minimal zu, stieg auf Wochensicht allerdings zum vierten Mal in Folge und verbuchte das größte Monatsplus seit Februar. Die Handelsumsätze waren wegen des bevorstehenden langen Wochenendes allerdings recht gering. Am kommenden Montag wird in den USA der "Tag der Arbeit" gefeiert. Die Börsen bleiben dann geschlossen.

Der weltweit bekannteste Index Dow rückte um 0,11 Prozent auf 17 098,38 Punkte vor. Sein Wochenplus betrug damit 0,6 Prozent, auf Monatssicht gewann er 3,2 Prozent. Seine seit Ende Juli bis Anfang August erlittenen kräftigen Verluste machte er ebenfalls fast wieder wett. Der S&P-500-Index ging mit einem Aufschlag von 0,33 Prozent auf 2003,37 Punkte aus dem Tag. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 0,40 Prozent auf 4082,56 Punkte vor.

KONJUNKTURDATEN SORGEN FÜR GEMISCHTE STIMMUNG

Neue, überwiegend positiv ausgefallene Konjunkturdaten hatten bei den Börsianern allerdings für eher gemischte Stimmung gesorgt. Einerseits zeigen sie die wachsende Stärke der US-Wirtschaft, andererseits nähren sie Befürchtungen, dass die US-Notenbank doch früher als erwartet an der Zinsschraube drehen könnte. In der Region Chicago stieg im zu Ende gehenden Monat August die Stimmung der Einkaufsmanager stärker als erwartet. Überraschend positiv fielen auch die endgültigen Daten zum Michigan-Konsumklima aus. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen hellte sich im selben Zeitraum ebenfalls weiter auf.

Unter den Einzelwerten zogen vor allem ein paar Aktien aus dem Nasdaq-Auswahlindex Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien von Tesla stiegen mit plus 2,21 Prozent auf den drittbesten Platz. Der Hersteller von Elektroautos hatte mitgeteilt, 400 Fahrzeug-Ladestationen an Niederlassungen des Telekom-Konzerns China Unicom in 120 chinesischen Städten errichten zu wollen.

CHIPHERSTELLER AVAGO ÜBERZEUGT MIT ZAHLEN

Avago Technologies hatte am Vorabend nach Handelsschluss besser als erwartete Zahlen zum dritten Geschäftsquartal bekannt gegeben. Der Quartalsumsatz des Chipherstellers hatte sich nahezu verdoppelt. An diesem Tag nun folgten zahlreiche positive Analystenkommentare, etwa von der Deutschen Bank, der Credit Suisse oder auch von Morgan Stanley. Die Aktie sprang als Spitzenwert um 7,50 Prozent nach oben.

Außerhalb der großen Indizes stiegen T-Mobile US um 0,80 Prozent auf 30,08 US-Dollar. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Quellen ist die Deutsche Telekom ab einem Gebotspreis von mindestens 35 Dollar bereit zu Gesprächen über einen Verkauf ihrer amerikanischen Mobilfunktochter. Eine Offerte in Höhe von 33 Dollar je Aktie des französischen Internetkonzerns Iliad hatte die Telekom zuletzt zurückgewiesen./ck/stb

29.08.2014

Aktien New York Schluss: S&P 500 geht auf Rekordhoch ins lange Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Der marktbreite US-Index S&P 500 hat am Freitag in einem recht lustlosen Handel wieder die Marke von 2000 Punkten übersprungen und auf einem Rekordhoch geschlossen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte zwar nur minimal zu, stieg auf Wochensicht allerdings zum vierten Mal in Folge und verbuchte das größte Monatsplus seit Februar. Die Handelsumsätze waren wegen des bevorstehenden langen Wochenendes allerdings recht gering. Am kommenden Montag wird in den USA der "Tag der Arbeit" gefeiert. Die Börsen bleiben dann geschlossen.

Der weltweit bekannteste Index Dow rückte um 0,11 Prozent auf 17 098,38 Punkte vor. Sein Wochenplus betrug damit 0,6 Prozent, auf Monatssicht gewann er 3,2 Prozent. Seine seit Ende Juli bis Anfang August erlittenen kräftigen Verluste machte er ebenfalls fast wieder wett. Der S&P-500-Index ging mit einem Aufschlag von 0,33 Prozent auf 2003,37 Punkte aus dem Tag. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 0,40 Prozent auf 4082,56 Punkte vor.

Neue, überwiegend positiv ausgefallene Konjunkturdaten hatten bei den Börsianern allerdings für eher gemischte Stimmung gesorgt. Einerseits zeigen sie die wachsende Stärke der US-Wirtschaft, andererseits nähren sie Befürchtungen, dass die US-Notenbank doch früher als erwartet an der Zinsschraube drehen könnte. In der Region Chicago stieg im zu Ende gehenden Monat August die Stimmung der Einkaufsmanager stärker als erwartet. Überraschend positiv fielen auch die endgültigen Daten zum Michigan-Konsumklima aus. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen hellte sich im selben Zeitraum ebenfalls weiter auf./ck/stb

29.08.2014

Aktien New York: Dow kaum bewegt - aber kräftiges Monatsplus

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat am Freitag keine klare Richtung gefunden und ist zuletzt auf der Stelle getreten. Die anderen wichtigen Indizes legten zu, wobei der marktbreite S&P 500 um die Marke von 2000 Punkten pendelte. Ein Börsianer sagte: "Da ein langes Wochenende bevorsteht und sich auch die Krise in der Ukraine zugespitzt hat, will kaum jemand derzeit neue Aktien-Engagements eingehen." Am kommenden Montag wird in den USA der "Tag der Arbeit" gefeiert. Die Börsen bleiben geschlossen.

Rund zwei Stunden vor Handelsschluss gab der weltweit bekannteste Index um 0,03 Prozent auf 17 074,56 Punkte nach. Sein Wochenplus mit 0,4 Prozent ist damit zwar nicht allzu groß, doch auf Monatssicht könnte er mit akuell plus 3,1 Prozent den größten Gewinn seit Februar einstreichen. Seine seit Ende Juli bis Anfang August erlittenen kräftigen Verluste jedenfalls machte er nahezu wieder wett. Der S&P 500 gewann aktuell 0,20 Prozent auf 2000,66 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 0,25 Prozent auf 4076,29 Punkte vor.

Neue, überwiegend positiv ausgefallene Konjunkturdaten sorgten bei Börsianern für gemischte Stimmung. Einerseits zeigen sie die wachsende Stärke der US-Wirtschaft, andererseits nähren sie Befürchtungen, dass die US-Notenbank doch früher als erwartet an der Zinsschraube drehen könnte. In der Region Chicago stieg im zu Ende gehenden Monat August die Stimmung der Einkaufsmanager stärker als erwartet. Überraschend positiv fielen auch die endgültigen Daten zum Michigan-Konsumklima aus. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen hellte sich im selben Zeitraum ebenfalls weiter auf.

Unter den Einzelwerten zogen vor allem ein paar Aktien aus dem Nasdaq-Auswahlindex Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien von Tesla stiegen mit plus 2,21 Prozent auf den drittbesten Platz. Der Hersteller von Elektroautos hatte mitgeteilt, 400 Fahrzeug-Ladestationen an Niederlassungen des Telekom-Konzerns China Unicom in 120 chinesischen Städten errichten zu wollen.

Avago Technologies hatte am Vorabend nach Handelsschluss besser als erwartete Zahlen zum dritten Geschäftsquartal bekannt gegeben. Der Quartalsumsatz des Chipherstellers hatte sich nahezu verdoppelt. An diesem Tag nun folgten zahlreiche positive Analystenkommentare, etwa von der Deutschen Bank, der Credit Suisse oder auch von Morgan Stanley. Die Aktie sprang als Spitzenwert um 8,63 Prozent nach oben.

Außerhalb der großen Indizes stiegen T-Mobile US um 0,67 Prozent auf 30,04 US-Dollar. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Quellen ist die Deutsche Telekom ab einem Gebotspreis von mindestens 35 Dollar bereit zu Gesprächen über einen Verkauf ihrer amerikanischen Mobilfunktochter. Eine Offerte in Höhe von 33 Dollar je Aktie des französischen Internetkonzerns Iliad hatte die Telekom zuletzt zurückgewiesen./ck/stb

29.08.2014

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Gewinne

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Freitag mit moderaten Gewinnen an ihren jüngsten Aufwärtstrend angeknüpft. Der Auftrieb sei am Nachmittag vor allem durch die freundliche Entwicklung am US-Aktienmarkt gekommen, sagten Börsianer. Der EuroStoxx 50 ging mit plus 0,26 Prozent auf 3172,63 Punkte aus dem Handel. Auf Wochensicht verbuchte der Leitindex der Eurozone damit ein Plus von 2,4 Prozent. Im Monatsverlauf legte er um 1,8 Prozent zu. Der CAC-40-Index in Paris legte am Freitag um 0,34 Prozent auf 4381,04 Punkte zu. Der Londoner FTSE 100 ("Footsie") rückte um 0,20 Prozent auf 6819,75 Punkte vor.

An der Wall Street besäßen die Optimisten weiterhin die Oberhand und die Europäische Zentralbank (EZB) könnte eher früher als später weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ergreifen, hieß es. "Die Frage, die sich stellt, ist nun, wie viel Erwartungshaltung an die EZB inzwischen eingepreist ist, bevor EZB-Präsident Mario Draghi nächste Woche Antworten liefert", sagte Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets.

Unter den europäischen Branchen verbuchte die der Rohstoffe mit plus 0,84 Prozent die größten Gewinne. Der Einzelhandelssektor hingegen war Schlusslicht mit minus 1,05 Prozent. Gesprächsthema Nummer eins war eine weitere Hiobsbotschaft vom britischen Einzelhandelskonzern Tesco : Die Offensive der deutschen Discounter Aldi und Lidl setzt dem Unternehmen immer stärker zu. Tesco kündigte einen deutlichen Gewinnrückgang für das laufende Geschäftsjahr an und kürzte die Zwischendividende um drei Viertel. Die Aktien sackten am Ende des "Footsie" um 6,64 Prozent ab.

Auch die Titel von Tescos Branchenkollegen gerieten stark unter Druck und versammelten sich ebenfalls am "Footsie"-Ende. So büßten Morrison Supermarkets 5,03 Prozent ein, Sainsbury verloren 4,35 Prozent und Marks & Spencer gaben um 1,87 Prozent nach.

Die Papiere des Pharmaunternehmens AstraZeneca gewannen als einer der Favoriten an der "Footsie"-Spitze 1,95 Prozent. UBS-Expertin Alexandra Hauber verwies auf Studienergebnisse zum Antikörper MEDI-4736 zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs. Das Produkt könnte zum Kassenschlager werden, da Darmkrebs in den USA unter allen Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache sei. Am Markt waren zudem erneut Gerüchte aufgekeimt, dass der US-Konkurrent Pfizer auf der Suche nach Übernahmezielen in Europa sei. Sanofi stiegen daraufhin im EuroStoxx 50 um 1,25 Prozent.

In Helsinki waren die Aktien von Nokia am gefragsten und stiegen um 3,73 Prozent. Am Markt wird erwartet, dass die Papiere des Netzwerkbetreibers im September wieder im EuroStoxx 50 vertreten sein werden. Klarheit darüber wird es bereits an diesem Abend geben. Nach US-Börsenschluss teilt die Index-Tochter Stoxx der Deutschen Börse etwaige Änderungen im EuroStoxx 50 und dem Stoxx Europe 50 mit.

Für die Papiere von Julius Bär ging es in Zürich um 2,30 Prozent nach oben. In der Schweizer Bankenwelt kursierten Gerüchte über eine Großübernahme: So soll die Credit Suisse ein Auge auf den Konkurrenten geworfen haben. Credit-Suisse-Titel legten um 0,58 Prozent zu./ck/jha/

29.08.2014

Aktien Europa Schluss: Moderate Gewinne

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Freitag mit moderaten Gewinnen an ihren jüngsten Aufwärtstrend angeknüpft. Der Auftrieb sei am Nachmittag vor allem durch die freundliche Entwicklung am US-Aktienmarkt gekommen, sagten Börsianer. Der EuroStoxx 50 ging mit plus 0,26 Prozent auf 3172,63 Punkte aus dem Handel. Auf Wochensicht verbuchte der Leitindex der Eurozone damit ein Plus von 2,4 Prozent. Im Monatsverlauf legte er um 1,8 Prozent zu. Der CAC-40-Index in Paris legte am Freitag um 0,34 Prozent auf 4381,04 Punkte zu. Der Londoner FTSE 100 ("Footsie") rückte um 0,20 Prozent auf 6819,75 Punkte vor.

An der Wall Street besäßen die Optimisten weiterhin die Oberhand und die Europäische Zentralbank könnte eher früher als später weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ergreifen, hieß es. "Die Frage, die sich stellt, ist nun, wie viel Erwartungshaltung an die EZB inzwischen eingepreist ist, bevor Mario Draghi nächste Woche Antworten liefert", sagte Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets./ck/stb

29.08.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Dax kaum verändert - Positive Bilanz für August

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach einem turbulenten Verlauf nahezu unverändert geschlossen. Der Dax fiel nach einem zunächst freundlichen Verlauf am Nachmittag um rund ein Prozent ins Minus. Im späten Handel reduzierte er die Verluste und endete 0,08 Prozent höher bei 9470,17 Punkten. Auf Wochensicht steht beim Leitindex jedoch ein Anstieg von 1,40 Prozent zu Buche, während die Bilanz für den August mit plus 0,67 Prozent bescheidener ausfällt. Für den MDax ging es am Freitag um 0,07 Prozent auf 16 085,29 Punkte bergab. Der TecDax gewann 0,13 Prozent auf 1241,44 Punkte./edh/stb

29.08.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Dow moderat im Minus - Auf Monatssicht aber 3 % Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es am Freitag nach einem kaum veränderten Start moderat abwärts gegangen. Neue, überraschend starke Konjunkturdaten nährten wieder Befürchtungen über womöglich früher als gedacht steigende Zinsen in den Vereinigten Staaten, hieß es am Markt. Der Dow Jones Industrial sank im frühen Handel um 0,15 Prozent auf 17 053,78 Punkte und legte damit auf Wochensicht um moderate 0,3 Prozent zu. Blickt man allerdings auf den gesamten Monat zurück, machte er in diesem Zeitraum seine Ende Juli bis Anfang August erlittenen kräftigen Verluste wieder nahezu wett und stieg um 3 Prozent.

Der S&P-500-Index gewann aktuell 0,05 Prozent auf 1997,68 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 0,14 Prozent auf 4072,05 Punkte vor.

In der Region Chicago stieg im zu Ende gehenden Monat August die Stimmung der Einkaufsmanager stärker als erwartet. Überraschend positiv fielen auch die endgültigen Daten zum Michigan-Konsumklima aus. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen hellte sich im selben Zeitraum ebenfalls weiter auf. Ein Börsianer sagte: "Da außerdem ein langes Wochenende bevorsteht und sich auch die Krise in der Ukraine zugespitzt hat, will kaum jemand derzeit neue Aktien-Engagements eingehen." Am kommenden Montag wird in den USA der "Tag der Arbeit" gefeiert. Die Börsen bleiben geschlossen.

Unter den Einzelwerten zogen vor allem ein paar Aktien aus dem Nasdaq-Auswahlindex Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien von Tesla stiegen mit plus 2,11 Prozent auf den zweitbesten Platz. Der Hersteller von Elektroautos hatte mitgeteilt, 400 Fahrzeug-Ladestationen an Niederlassungen des Telekom-Konzerns China Unicom in 120 chinesischen Städten errichten zu wollen.

Avago Technologies hatte am Vorabend nach Handelsschluss besser als erwartete Zahlen zum dritten Geschäftsquartal bekannt gegeben. Der Quartalsumsatz des Chipherstellers hatte sich nahezu verdoppelt. An diesem Tag nun folgten zahlreiche positive Analystenkommentare, etwa von der Deutschen Bank, der Credit Suisse oder auch von Morgan Stanley. Die Aktie sprang als Spitzenwert um 8,05 Prozent nach oben.

Außerhalb der großen Indizes stiegen T-Mobile US um 1,88 Prozent auf 30,40 US-Dollar. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Quellen ist die Deutsche Telekom ab einem Gebotspreis von mindestens 35 Dollar bereit zu Gesprächen über einen Verkauf ihrer amerikanischen Mobilfunktochter. Eine Offerte in Höhe von 33 Dollar je Aktie des französischen Internetkonzerns Iliad hatte die Telekom zuletzt zurückgewiesen./ck/stb

29.08.2014

WOCHENAUSBLICK: Anleger stehen vor turbulenter Börsenwoche - Ukraine und EZB

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anlegern droht eine stürmische erste Septemberwoche. Zwar hoffen immer noch viele Investoren, dass die Geldpolitik die Folgen der weltweiten politischen Krisen etwas abfedert. Enttäuschungen sind allerdings fast schon programmiert, da die Erwartungen an die Währungshüter bereits recht hoch sind: "Im Moment preisen die Anleger ihre absolute Wunschvorstellung bei den Aktionen von Janet Yellen und Mario Draghi ein", sagte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Laut Analyst Christian Apelt von der Helaba überwiegen derzeit die Risiken für den Aktienmarkt: "Eine Ausweitung der Sanktionen des Westens gegenüber Russland zeichnet sich ab, wenngleich Entscheidungen wohl noch auf sich warten lassen." Damit wachse im Ukraine-Konflikt die Gefahr einer Sanktionsspirale mit dann zunehmenden wirtschaftlichen Rückwirkungen - die Eintrübung der Unternehmerstimmungen sei bereits ein Indiz hierfür.

EZB-LEITZINSENTSCHEID AM DONNERSTAG

Analyst Andreas Hürkamp von der Commerzbank ist ebenfalls skeptisch gestimmt und kann sich vorstellen, dass der Dax wieder Richtung 9000 Punkte sinkt. Denn angesichts des überraschend schwachen Wachstums in Deutschland könnten die Erwartungen an die Unternehmensgewinne in den nächsten Monaten nochmals um zwei bis vier Prozent fallen.

Um so mehr stellen sich die Anleger die Frage, inwieweit die Europäische Zentralbank (EZB) die Konjunktur in der Eurozone ankurbeln kann. Klarheit erhoffen sie sich vor allem von Mario Draghis Pressekonferenz am Donnerstag. Im Anschluss an die Leitzinsentscheidung um 13.45 Uhr wird der EZB-Präsident traditionell die aktuelle Ausrichtung der Geldpolitik erörtern.

US-ARBEITSMARKTBERICHT AM FREITAG

Doch allzu große Impulse erwarten Experten von Draghi nicht. Angesichts der unerwünscht niedrigen Inflation im Euroraum bleibe die Fantasie auf weitergehende EZB-Maßnahmen grundsätzlich erhalten, schrieb Helaba-Analyst Ralf Umlauf. So seien die Erwartungen mit Blick auf breit angelegte Staatsanleihenkäufe (QE) zuletzt sogar deutlich gestiegen. Die Helaba rechnet aber zunächst nur mit einem Beschluss zu Kreditverbriefungen, bevor es zu einem breiten QE-Programm kommen könnte. Beim Kauf von Staatsanleihen bestünden zudem auch noch rechtliche Bedenken. Hinzu kommt, dass die Politik der US-Notenbank (Fed) derzeit prinzipiell darauf ausgerichtet ist, die Geldschleusen wieder zu schließen. Dies könnte auch aus dem Konjunkturbericht der Fed hervorgehen, der am Mittwoch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte.

Für den Aktienmarkt wäre eine unerwartet schnelle Verschärfung der US-Geldpolitik eine schlechte Nachricht, da Dividendenwerte gegenüber Anleihen an Attraktivität einbüßen würden. Zwar hatte Fed-Chefin Janet Yellen zuletzt auf dem Notenbanktreffen im amerikanischen Jackson Hole signalisiert, dass sie in puncto Zinswende anscheinend noch keinen akuten Handlungsbedarf sieht. Sie könnte jedoch den Zeitplan noch einmal überdenken, wenn der für die Geldpolitik und damit auch für den Aktienmarkt wichtige Arbeitsmarktbericht für August unerwartet gut ausfallen sollte. Veröffentlicht wird dieser am Freitag um 14.30 Uhr. Bereits einen Tag zuvor wird der Arbeitsmarktdienstleister ADP Zahlen zur Beschäftigung im Privatsektor präsentieren und damit schon einmal einen Hinweis auf den US-Jobreport zum Wochenschluss liefern.

PROSIEBEN KÖNNTE IN DEN DAX AUFSTEIGEN

Bei ihren Entscheidungen wird die Fed jedoch auch andere wichtige US-Konjunkturdaten beachten. So steht in der neuen Woche vor allem der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe am Dienstag auf der Agenda. Die Einkaufsmanager-Barometer für China und einige europäische Länder werden bereits am Montag veröffentlicht. Davon abgesehen dürfte der Wochenauftakt ruhig verlaufen, da die US-Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen bleiben.

Hierzulande richten sich am Mittwochabend alle Augen auf den Arbeitskreis Aktienindizes, der den Vorstand der Deutschen Börse auf Basis fester Regeln bei der Zusammensetzung der Auswahlindizes berät. Erwartet wird ein regelrechtes Stühlerücken im Börsenbarometer der mittelgroßen Werte MDax , im Technologiewerte-Index TecDax und im Index der kleineren Werte SDax . Doch auch im Dax könnte es zu einer Veränderung kommen: So gilt die Mediengruppe ProSiebenSat.1 als heißer Anwärter auf einem Platz im Leitindex. Im Gegenzug könnte der Kasseler Salz- und Düngemittelproduzent K+S aus der ersten Börsenliga absteigen./la/edh/stb

--- Von Lutz Alexander,dpa-AFX ---

29.08.2014

Aktien New York: Dow moderat im Minus - Auf Monatssicht aber 3 Prozent Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street ist es am Freitag nach einem kaum veränderten Start moderat abwärts gegangen. Neue, überraschend starke Konjunkturdaten nährten wieder Befürchtungen über eine womöglich doch früher als geplante Zinsanhebung in den Vereinigten Staaten, hieß es am Markt. Der Dow Jones Industrial sank im frühen Handel um 0,23 Prozent auf 17 041,00 Punkte und legte damit auf Wochensicht um moderate 0,2 Prozent zu. Blickt man allerdings auf den gesamten Monat zurück, machte er in diesem Zeitraum seine Ende Juli bis Anfang August erlittenen kräftigen Verluste wieder nahezu wett und stieg um knapp 3 Prozent.

Der S&P-500-Index verlor aktuell 0,04 Prozent auf 1995,88 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 trat zugleich mit plus 0,03 Prozent auf 4067,59 Punkten auf der Stelle.

In der Region Chicago stieg im zu Ende gehenden Monat August die Stimmung der Einkaufsmanager stärker als erwartet. Überraschend positiv fielen auch die endgültigen Daten zum Michigan-Konsumklima aus. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen hat sich im selben Zeitraum ebenfalls weiter aufgehellt. Ein Börsianer sagte: "Da außerdem ein langes Wochenende bevorsteht und sich auch die Krise in der Ukraine zugespitzt hat, will kaum jemand derzeit neue Aktien-Engagements eingehen." Am kommenden Montag wird in den USA der "Tag der Arbeit" gefeiert. Die Börsen bleiben geschlossen./ck/stb

29.08.2014

Aktien Frankfurt: Dax dreht ins Minus - Inflationsdaten belasten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag seine Anfangsgewinne nicht halten können. Nach dem Stabilisierungsversuch am Vormittag drückten negativ aufgenommene Inflationsdaten aus der Eurozone den deutschen Leitindex ins Minus. Zuletzt notierte er 0,12 Prozent tiefer bei 9450,76 Punkten und knüpfte damit an seinen gestrigen Kursrutsch an, als eine weitere Eskalation des Konflikts in der Ukraine belastet hatte.

Auf Wochensicht steht beim Dax jedoch aktuell ein Anstieg von 1,20 Prozent zu Buche, während die Bilanz für den August mit plus 0,47 Prozent bescheidener ausfällt. Für den MDax ging es am Freitag um 0,41 Prozent auf 16 029,27 Punkte bergab, während der TecDax 0,33 Prozent auf 1235,77 Punkte verlor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat mit plus 0,01 Prozent auf der Stelle.

ENTTÄUSCHUNGSPOTENZIAL VOR EZB-SITZUNG STEIGT

Die Inflation im Euroraum ist im August wie erwartet auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009 gefallen. Anfang Juni hatte die Europäische Zentralbank (EZB) ein Maßnahmenpaket gegen die zu niedrige Inflation beschlossen. Spekulationen auf eine weitere geldpolitische Lockerung durch die EZB dürften nach den neuen Preisdaten zunehmen. "Die Fantasie auf weitergehende Maßnahmen bleibt angesichts dieser Werte grundsätzlich erhalten", schrieb Helaba-Volkswirt Ralf Umlauf. Allerdings seien die Erwartungen bereits in den letzten Tagen gestiegen, und mit Blick auf entsprechende Schritte bereits bei der EZB-Sitzung in der kommenden Woche "baut sich allmählich Enttäuschungspotenzial auf".

In den USA gingen im Juli die Ausgaben privater Haushalte im Juli erstmals seit Januar wieder zurück, während Volkswirte einen Anstieg erwartet hatten. Die Entwicklung der Einkommen enttäuschte ebenfalls mit einem geringer als prognostizierten Anstieg. Nach dem Handelsstart in New York stehen noch der Chicago-Einkaufsmanagerindex und das von der Uni Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen auf der Agenda.

STREIK BELASTET LUFTHANSA - TELEKOM SCHWÄCHELN NACH BERICHTEN

Die Nachrichtenlage zu Unternehmen blieb vor dem Wochenende vergleichsweise ruhig. Die Lufthansa-Titel büßten angesichts des angelaufenen Pilotenstreiks bei der Tochter Germanwings 2,21 Prozent ein - damit waren sie Schlusslicht im Dax. Von den Arbeitsniederlegungen in der Zeit zwischen 6 und 12 Uhr waren Tausende Passagiere betroffen. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, die eine mögliche Fortsetzung und Ausweitung ankündigte. Zudem schürte die zunehmende Aktivität eines isländischen Vulkans Sorgen über mögliche Beeinträchtigungen des Flugverkehrs.

Für die Aktien der Deutschen Telekom ging es nach widersprüchlichen Berichten zu den Preisvorstellungen für einen Verkauf von T-Mobile US um 0,70 Prozent nach unten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte aus informierten Kreisen berichtet, dass der Konzern ab einem Preis von 35 US-Dollar je Aktie gesprächsbereit für einen Verkauf seiner US-Mobilfunktochter sei. Bei einer anderen Nachrichtenagentur sei dieser Preis jedoch inzwischen als zu tief bezeichnet worden, sagte ein Börsianer. Eine Offerte in Höhe von 33 Dollar je Aktie des französischen Internetkonzerns Iliad hatten die Bonner zuletzt zurückgewiesen./gl/stk

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

29.08.2014

IWF gewährt Ukraine weitere Finanzhilfen - doch Sorge bleibt

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) gewährt der finanziell angeschlagenen Ukraine weitere Finanzhilfen. Eine zweite Tranche in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar (1,04 Milliarden Euro) sei beschlossen worden, teilte die Organisation am Freitag in Washington mit. Damit seien bisher 4,5 Milliarden Dollar zugesagt, hieß es weiter.

Der IWF lobte zwar erste Schritte zur wirtschaftlichen Stabilisierung, betonte aber zugleich die Gefahren durch den anhaltenden militärischen Konflikt in der Ostukraine.

"Die Ukraine hat entschlossen eine Politik zur Stabilisierung der Wirtschaft und zur Ankurbelung von Wachstum in Gang gesetzt", sagte IWF-Chefin Christine Lagarde. Dass dies trotz der schlechten politischen und militärischen Lage gelungen sei, werte sie als ein ermutigendes Zeichen.

"Doch der eskalierende Konflikt im Osten und die andauernden geopolitischen Spannungen lasten schwer auf der Wirtschaft und der Gesellschaft." Die Folge seien eine Verschärfung der Rezession und ein zeitweises Abweichen von vorgegebenen Zielen.

Insgesamt seien Hilfen in Höhe von 16,7 Milliarden Dollar für die nächsten zwei Jahre geplant. Das Geld soll helfen, das Krisenland finanziell zu stabilisieren und langfristiges Wirtschaftswachstum in Gang setzen. Im Gegenzug muss das Land seine Finanzen ordnen und etwa auch Korruption bekämpfen./pm/DP/stb

29.08.2014

ROUNDUP: Brasiliens Wirtschaft in Rezession gefallen

RIO DE JANEIRO (dpa-AFX) - Brasilien ist in eine Rezession gefallen. Das Bruttoinlandsprodukt der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas lag im zweiten Quartal 2014 um 0,6 Prozent unter dem Vorquartal, wie das nationale Statistikamt IBGE am Freitag mitteilte. Im ersten Quartal war ein Rückgang von 0,2 Prozent verzeichnet worden. Zwei Minusquartale in Folge gelten gemeinhin als Rezession.

Die negative Entwicklung der Industrieproduktion habe mit einem Fall von 1,5 Prozent am stärksten zur Senkung mitgewirkt, erklärte das IBGE. Die Landwirtschaft sei indessen im letzten Quartal um 0,2 Prozent gewachsen. Die Direktinvestitionen sind im Vergleich zum Vorquartal um 5,3 Prozent und im Jahresvergleich um 11,2 Prozent gefallen. Vor allem die Autoindustrie sei geschrumpft. Auch Brasiliens Nachbarland und wichtiger Absatzmarkt Argentinien - die Nummer zwei auf dem Kontinent - steckt seit März in einer Rezession.

Wirtschaftsminister Guido Mantega erklärte, es sei nur eine vorübergehende Phase, die nicht mit den Rezessionen der letzten Jahre in Europa vergleichbar sei, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Er räumte allerdings ein, dass die Regierung ihre Wachstumsprognose von 1,8 Prozent für 2014 nach unten revidieren müsse. Wirtschaftsexperten haben nach der letzten Umfrage der brasilianischen Zentralbank ein Jahreswachstum von nur 0,7 Prozent vorgesehen.

Brasilien war zuletzt während der internationalen Finanzkrise 2008 in eine Rezession gerutscht. Brasilien ist die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt - hinter Großbritannien und vor Russland. Am 5. Oktober finden in Brasilien Präsidentschaftswahlen statt, zu denen sich Amtsinhaberin Dilma Rousseff zur Wiederwahl stellt./re/DP/stb

29.08.2014

Kauder: Derzeit kein Spielraum für Abbau der 'kalten Progression'

BERLIN (dpa-AFX) - Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hat Forderungen des Wirtschaftsflügels seiner Partei und von SPD-Chef Sigmar Gabriel abgelehnt, steuerliche Belastungen aus der "kalten Progression" noch in dieser Wahlperiode abzumildern. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag) verwies er darauf, dass sich CDU/CSU sowie SPD darauf verständigt hätten, ab 2015 keine neuen Schulden aufzunehmen. Die Korrektur der "kalten Progression" sei im Koalitionsvertrag nicht vorgesehen: "Die finanziellen Spielräume sind auch nicht größer geworden."

Zwar könne neu geprüft werden, falls es eine neue Finanzlage gäbe. Doch äußerte sich Kauder auch für diesen Fall skeptisch. "Nach den Äußerungen aus den Ländern würden diese jedoch bei dem Projekt so oder so nicht mitmachen, da auch ihre Haushalte belastet würden. Ich bin nicht bereit, dass der Bund diese Ausfälle übernimmt."

Auch Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) sehen aktuell keine Spielräume. Die CDU-Mittelstandsvereinigung will ihre Forderungen auf dem CDU-Parteitag im Dezember in Köln zur Abstimmung zu stellen.

Allerdings ist die "kalte Progression", die für "heimliche Steuererhöhungen" verantwortlich gemacht wird, derzeit gar kein Problem. Denn die Preissteigerung ist schon länger so gering, dass es nicht zu dem kritisierten Effekt kommt. Das Phänomen der "kalten Progression" entsteht, wenn Einkommens- und Lohnerhöhungen nur die Inflation ausgleichen und die Kaufkraft des Arbeitnehmers nicht steigt. Durch den Tarifverlauf bei der Einkommensteuer zahlt er dann überproportional mehr Steuern an den Fiskus./sl/DP/jkr

29.08.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.08.2014 - 17.00 Uhr

Eurozone: Jahresinflationsrate fällt auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009

LUXEMBURG - Die Inflation im Euroraum ist im August wie erwartet auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009 gefallen. Die Jahresrate der Teuerung sank von 0,4 Prozent im Vormonat auf 0,3 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer ersten Schnellschätzung mitteilte. Ökonomen hatten mit dem Rückgang gerechnet. Die Inflationsrate hat sich damit noch weiter vom Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt, die eine Rate von knapp zwei Prozent anstrebt.

EU-Regierungen wollen neue Sanktionen gegen Russland

MAILAND - Die Europäische Union wird ihre Sanktionen gegen Russland verschärfen. Dies wurde bei einem Treffen der Außenminister der 28 EU-Staaten am Freitag in Mailand deutlich. In unterschiedlich scharfer Form kritisierten die Teilnehmer Russland wegen des Einsatzes regulärer Truppen im Osten der Ukraine. Mehrere Minister sprachen von einer "Invasion", der deutsche Ressortchef Frank-Walter Steinmeier (SPD) vermied diesen Ausdruck. Die Staats- und Regierungschefs werden bei ihrem Gipfeltreffen an diesem Samstag in Brüssel über die Lage in der Ukraine reden - auch über die möglichen neuen EU-Sanktionen.

USA: Michigan-Konsumklima hellt sich überraschend weiter auf

MICHIGAN - Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im August überraschend weiter aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg auf 82,5 Zähler, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten im Schnitt lediglich mit 80 Zählern gerechnet. In einer ersten Schätzung hatte die Universität für August noch einen Rückgang des Stimmungsindikators von 81,8 Punkten im Juli auf 79,2 Zähler gemeldet.

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex steigt stärker als erwartet

CHICAGO - Die Stimmung der Einkaufsmanager in der US-Region Chicago hat sich im August stärker als erwartet aufgehellt. Der Indikator stieg auf 64,3 Zähler, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mitteilte. Im Juli war der Index noch auf 52,6 Punkten gefallen und damit auf den niedrigsten Wert seit Juni 2013.

USA: Ausgaben privater Haushalte sinken erstmals seit Januar

WASHINGTON - In den USA haben die Verbraucher für einen Dämpfer in der Reihe von zuletzt robusten Konjunkturdaten gesorgt. Im Juli seien die Ausgaben privater Haushalte erstmals seit Januar wieder gesunken, teilte das Handelsministerium am Freitag mit. Der Rückgang habe im Monatsvergleich minimale 0,1 Prozent betragen. Volkswirte hatten allerdings einen Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet, nachdem die Ausgaben in Juni noch um 0,4 Prozent zum Vormonat gestiegen waren.

Eurozone: Arbeitslosenquote weiter bei 11,5 Prozent

LUXEMBURG - Die Arbeitslosigkeit im Euroraum hat sich im Juli wie erwartet stabil gehalten. Die Arbeitslosenquote habe bei 11,5 Prozent verharrt, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Die Quote bleibt damit auf dem niedrigsten Wert seit September 2012. Volkswirte hatten damit gerechnet. Im langfristigen Vergleich bleibt die Arbeitslosigkeit im Währungsraum aber weiter auf einem hohen Niveau.

Deutschland: Stärkster Rückgang der Einzelhandelsumsätze seit Januar 2012

WIESBADEN - Die deutschen Einzelhandelsumsätze sind im Juli so stark gefallen wie seit Januar 2012 nicht mehr. Die Umsätze seien real (preisbereinigt) um 1,4 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte das statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Nominal fielen die Erlöse um 1,0 Prozent zum Vormonat.

Italiens Wirtschaft fällt zurück in die Rezession

ROM - Italien ist im Frühjahr zurück in die Rezession gefallen. Die Wirtschaftsleistung lag im zweiten Quartal 0,2 Prozent tiefer als im ersten Vierteljahr, wie das Statistikbüro Istat am Freitag nach endgültigen Daten mitteilte. Damit wurde die erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Italien: Verbraucherpreise fallen erstmals seit Juli 2009 im Jahresvergleich

ROM - In Italien sind die Verbraucherpreise im August im Jahresvergleich erstmals seit Juli 2009 gefallen. Die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise (HVPI) seien zum entsprechenden Vorjahresmonat um 0,2 Prozent gesunken, teilte die Statistikbehörde Istat am Freitag mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet. Im Juli hatten die Preise noch stagniert.

Japans Industrieproduktion bleibt hinter den Erwartungen zurück

TOKIO - Japans Industrieproduktion ist im Juli weniger stark gewachsen als erwartet. Die Produktion habe sich zum Vormonat um saisonbereinigt 0,2 Prozent erhöht, teilte die Regierung am Freitag auf vorläufiger Basis mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 1,0 Prozent gerechnet. Die Arbeitslosenquote verschlechterte sich im selben Monat von 3,7 auf 3,8 Prozent. Erwartet wurde hier ein unveränderter Wert von 3,7 Prozent.

Indiens Wirtschaft erholt sich

NEU DELHI - Wenige Monate nach dem Regierungswechsel in Indien zeigt die Wirtschaft des aufstrebenden Schwellenlandes Zeichen der Erholung. Das Wachstum lag im abgelaufenen Quartal (April bis Juni) mit 5,7 Prozent so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Regierungsstatistiken hervor. Noch im vorherigen Quartal lag das Wachstum mit 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weit darunter.

Ifo: Kredithürde für deutsche Unternehmen sinkt weiter

MÜNCHEN - Deutsche Unternehmen kommen laut einer Umfrage des Ifo-Instituts weiterhin vergleichsweise leicht an Bankkredite. Im August sei die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft auf 17,9 Prozent gefallen, teilte das Forschungsinstitut am Freitag mit. Dies ist der dritte Rückgang in Folge.

/rob/jkr

29.08.2014

ROUNDUP: Länderfinanzausgleich auf Rekordniveau - Bayern zahlt immer mehr

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Bayerns Zahlungen in den Länderfinanzausgleich steigen weiterhin ganz massiv an - und könnten in diesem Jahr erstmals die Fünf-Milliarden-Grenze überschreiten. Das geht aus den Halbjahresberechnungen des Bundes hervor, die der Nachrichtenagentur dpa am Freitag vorlagen. Die Ausgleichszahlungen zwischen "reichen" und "armen" Ländern erreichen ebenfalls immer neue Rekordhöhen.

Demnach wuchsen die bayerischen Zahlungen im ersten Halbjahr 2014 um fast 14 Prozent auf rund 2,62 Milliarden Euro. Der Freistaat musste somit in den ersten sechs Monaten inzwischen deutlich mehr als die Hälfte des gesamtem Ausgleichsvolumens alleine stemmen - nämlich rund 56 Prozent. Im Jahr 2013 hatte Bayern insgesamt 4,32 Milliarden Euro zahlen müssen - das entsprach noch einem Anteil von rund 51 Prozent.

"Der Trend nach oben ist ungebrochen. So kann es nicht weitergehen", sagte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) der dpa. "Bayern zahlt immer mehr. Wenn das so weitergeht, erreichen die bayerischen Zahlungen dieses Jahr noch die Fünf-Milliarden-Marke."

Das gesamte Ausgleichsvolumen wuchs bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa zehn Prozent auf rund 4,66 Milliarden Euro. 2013 waren am Ende insgesamt 8,46 Milliarden Euro umverteilt worden.

Weitere Zahlerländer waren auch im ersten Halbjahr Baden-Württemberg (1,26 Milliarden Euro) und Hessen (680 Millionen). Hamburg (93 Millionen) wurde im ersten Halbjahr zudem von einem Nehmer- zu einem Geberland. Größter Empfänger war Berlin mit 1,73 Milliarden Euro.

Der seit Jahren umstrittene Finanzausgleich regelt die Verteilung der Einnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Er muss bis 2019 neu geregelt werden, weil dann der Solidarpakt ausläuft. Kommende Woche gibt es dazu ein weiteres Treffen der Finanzminister der Länder. Bayern und Hessen haben zudem vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Länderfinanzausgleich in seiner jetzigen Form geklagt.

Angesichts der weiteren drastischen Steigerungen bekräftigte Söder seine Forderungen nach einer grundlegenden Neuordnung des Finanzausgleichs und der Bund-Länder-Finanzbeziehungen. Die Zahlerländer müssten signifikant entlastet werden. "Die bayerischen Zahlungen müssen ganz klar gedeckelt werden", betonte der Minister. Andererseits solle es stärkere finanzielle Anreize für fleißige Länder geben. "Das System muss mehr aktivieren statt alimentieren." Fleißige Länder sollten einen deutlich größeren Anteil der Steuereinnahmen behalten können, die sie zusätzlich erwirtschaften.

Zudem sprach sich Söder erneut dafür aus, den Bund für eine Sonderfinanzierung für Berlin in die Pflicht zu nehmen, und forderte eine Abschaffung der Sonderregelungen für die Stadtstaaten. Ohne eine Reform des Finanzausgleichs werde Bayern einem Gesamtpaket für die künftigen Bund-Länder-Finanzbeziehungen nicht zustimmen. "Es geht nicht an, an den Bundeshaushalt Forderungen für eine Tilgung der Altschulden zu stellen und gleichzeitig nichts an den eigenen Länderfinanzen zu ändern", sagte Söder mit Blick auf entsprechende Rufe aus anderen Ländern. Jeder müsse seine Hausaufgaben machen./ctt/DP/jkr

29.08.2014

UKRAINE/ROUNDUP: EU-Regierungen wollen neue Sanktionen gegen Russland

MAILAND (dpa-AFX) - Die Europäische Union wird ihre Sanktionen gegen Russland verschärfen. Dies wurde bei einem Treffen der Außenminister der 28 EU-Staaten am Freitag in Mailand deutlich. In unterschiedlich scharfer Form kritisierten die Teilnehmer Russland wegen des Einsatzes regulärer Truppen im Osten der Ukraine. Mehrere Minister sprachen von einer "Invasion", der deutsche Ressortchef Frank-Walter Steinmeier (SPD) vermied diesen Ausdruck. Die Staats- und Regierungschefs werden bei ihrem Gipfeltreffen an diesem Samstag in Brüssel über die Lage in der Ukraine reden - auch über die möglichen neuen EU-Sanktionen.

Die EU hatte Ende Juli den Zugang russischer Banken zu den EU-Finanzmärkten erschwert, bestimmte Hochtechnologie-Exporte verboten und Ausfuhrverbote gegen Spezialgeräte zur Ölförderung verhängt. "Es kann jetzt nicht das Gleiche sein, es muss etwas anderes sein", sagte der schwedische Außenminister Carl Bildt über neue mögliche Sanktionen. Der estnische Außenminister Urmas Paet forderte "Sanktionen, die wirklich wehtun". Sein dänischer Kollege Martin Lidegaard sagte: "Kurzfristig brauchen wir weitere Sanktionen und Initiativen." Steinmeier meinte: "Dass die EU-Mitglieder notfalls auch bereit sind, den Druck zu erhöhen, ist hinreichend bekannt."

Steinmeier forderte Russland auf, im Ukraine-Konflikt "mit offenen Karten zu spielen". Die "gefährliche Lage" in der Ostukraine befinde sich "jetzt in einer neuen Dimension". Es müsse einen Dialog zwischen der Ukraine und Russland geben: "Das Ganze hat nur Sinn, wenn Russland mit offenen Karten spielt und wenn die Vernebelung von Sachverhalten, wie wir sie heute morgen gesehen haben, wenn das endlich ein Ende findet", fügte er hinzu.

Die beobachteten Grenzverletzungen "lassen befürchten, dass die Lage zunehmend außer Kontrolle gerät", sagte Steinmeier. "Und deshalb muss das ein Ende haben. Jedenfalls dann, wenn man noch verhindern will, dass es zu einer unmittelbaren militärischen Konfrontation zwischen ukrainischen und russischen Streitkräften kommt. Es muss jetzt endlich Vernunft einkehren. Und das sage ich insbesondere mit Blick auf die russische Seite."

"Ich will nicht vom Krieg reden", sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. "Aber es gibt Anzeichen, dass wir es hier zu tun haben mit einer Aggression - das ist bewiesen - von russischen Soldaten auf ukrainischem Territorium." Er setze nach wie vor auf Sanktionen, "damit Russland einen Rückzieher macht". Was Sanktionen angehe, so stünden "alle Optionen zur Debatte". "Ich weiß, dass man damit den Konflikt nicht lösen wird. Aber man muss noch mehr vielleicht verdeutlichen, auf welchem falschen Weg Russland sich befindet." Er fügte hinzu: "Wegschauen, Einstecken, Zusehen kann keine Option sein für die EU, denn dafür steht zu viel auf dem Spiel."

"Das ist die zweite russische Invasion der Ukraine innerhalb eines Jahres. Wir sehen, dass die regulären russischen Truppen offensiv auf ukrainischem Territorium gegen die ukrainische Armee vorgehen", sagte Bildt. "Wir müssen die Dinge beim Namen nennen." Auch der litauische Außenminister Linas Linkevicius sagte, die Ukraine sei "mit einem Vormarsch, mit einer Invasion mit einer Aggression konfrontiert". "Es ist eindeutig eine russische Invasion in der Ukraine", sagte auch Paet. "Es macht keinen Sinn, mit Russland einen politischen Dialog zu führen, wenn es nicht zu seinem eigenen Handeln in der Ukraine steht."

Bildt forderte die EU zu stärkerer politischer und humanitärer Unterstützung der Ukraine auf. Linkevicius sagte, die EU müsse auch über die Lieferung von militärischem Gerät auf. "Wir sprechen nicht über eine militärische Lösung und die Ukraine will das auch nicht." Der rumänische Außenminister Titus Corlatean sprach von einer "dramatischen Lage" in der Ukraine. Dies bedeute, dass EU und Nato "eine harte Haltung gegenüber Russland einnehmen" müssten: "Anderenfalls hören wir wieder nur freundliche Worte von Russland, sehen aber kein Ende der militärischen Unterstützung der Separatisten."/eb/DP/jha

29.08.2014

Frankreich setzt bei Defizitkriterien auf Flexibilität

PARIS (dpa-AFX) - Bei der Interpretation der europäischen Defizitkriterien hofft Frankreich zunehmend auf Flexibilität. Die Regeln des Wachstums- und Stabilitätspaktes seien klar, hieß es am Freitag im Élyséepalast mit Blick auf den EU-Gipfel an diesem Samstag in Brüssel. Die Frage sei, ob die Anwendung der flexiblen Kriterien akzeptiert werde.

Erneut wurde mit Blick auf die Wirtschaftskrise ein Gipfeltreffen der Euro-Länder angeregt. Die Wirtschaftsprobleme seien kein nationales, sondern ein europäisches Thema, hieß es.

Präsident François Hollande setzt sich seit längerem für eine stärkere europäische Wachstumspolitik ein. Für Konjunkturprogramme und Wachstumsinitiativen will der Staatschef innerhalb der EU-Regelungen die volle Flexibilität beim Abbau der Defizite nutzen.

Das krisengeschüttelte Frankreich hat bereits zwei Jahre länger Zeit bekommen, um die Defizitgrenze einer Neuverschuldung von maximal drei Prozent der Wirtschaftsleistung wieder einzuhalten. Bezweifelt wird inzwischen, ob das Land wie geplant 2015 die Vorgaben erfüllen kann./gro/DP/jha

29.08.2014

USA: Michigan-Konsumklima hellt sich überraschend weiter auf

MICHIGAN (dpa-AFX) - Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im August überraschend weiter aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg auf 82,5 Zähler, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten im Schnitt lediglich mit 80 Zählern gerechnet. In einer ersten Schätzung hatte die Universität für August noch einen Rückgang des Stimmungsindikators von 81,8 Punkten im Juli auf 79,2 Zähler gemeldet.

Der Index der Universität Michigan gilt als Indikator für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Die Daten im Überblick:

^ August Prognose Juli Juni Mai

Konsumklima 82,5 80,0 81,8 82,5 81,9

(in Punkten)°

/jkr/jha/

29.08.2014

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex steigt stärker als erwartet

CHICAGO (dpa-AFX) - Die Stimmung der Einkaufsmanager in der US-Region Chicago hat sich im August stärker als erwartet aufgehellt. Der Indikator stieg auf 64,3 Zähler, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mitteilte. Im Juli war der Index noch auf 52,6 Punkten gefallen und damit auf den niedrigsten Wert seit Juni 2013.

Analysten hatten für August einen Anstieg des Index erwartet, aber nur auf 56,5 Punkte. Der Frühindikator liegt weiter deutlich über der Marke von 50 Punkten, die wirtschaftliche Belebung signalisiert./jkr/stb

29.08.2014

Länderfinanzausgleich auf Rekordniveau - Bayern zahlt immer mehr

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Bayerns Zahlungen in den Länderfinanzausgleich steigen weiterhin stark an - und könnten in diesem Jahr erstmals die Fünf-Milliarden-Grenze überschreiten. Das geht aus den Halbjahreszahlen des Bundes zum Länderfinanzausgleich hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen. Demnach erhöhten sich die bayerischen Zahlungen im ersten Halbjahr 2014 um fast 14 Prozent auf rund 2,62 Milliarden Euro. Das Land musste somit deutlich mehr als die Hälfte des gesamtem Ausgleichsvolumens alleine stemmen - nämlich rund 56 Prozent. Im Jahr 2013 waren es am Ende rund 51 Prozent. Der Finanzausgleich insgesamt wuchs im ersten Halbjahr um 10 Prozent./ctt/DP/jkr

29.08.2014

AKTIE IM FOKUS 2: Lufthansa erneut an Dax-Ende - Vulkanaktivität und Streik

(Neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Lufthansa-Aktien haben am Freitag ihre deutliche Abwärtsbewegung vom Vortag fortgesetzt. Die Titel der Fluggesellschaft schlossen mit einem Minus von 1,38 Prozent auf 13,175 Euro. Sie waren damit schwächster Wert im Dax , der 0,08 Prozent höher endete. Neben dem Streik bei der Tochter Germanwings belastete auch der Ausbruch eines isländischen Vulkans.

In der Nacht zum Freitag hatte der Vulkan Bárdarbunga wohl zum ersten Mal seit Beginn seismischer Aktivitäten vor zwei Wochen Lava ausgespuckt. Daraufhin rief das isländische Meteorologische Institut die Warnstufe Rot aus. Am Nachmittag hoben die Behörden das Flugverbot über dem Berg wieder auf, da sich der Vulkan offenbar beruhigt hatte. Nachdem im Jahr 2010 der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ausgebrochen war, wurde der Flugverkehr über Nord- und Mitteleuropa wochenlang gestört. Wegen der riesigen Aschewolke waren damals mehr als 100 000 Flüge ausgefallen.

ANALYST SIEHT STREIK DERZEIT NOCH GELASSEN

Bei Germanwings sorgte am Freitag der Pilotenstreik dafür, dass tausende Passagiere ihren Flug nicht antreten konnten. An vielen deutschen Flughäfen drohen wegen des Streiks auch noch am Wochenende Flugausfälle. Ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wollte am Freitag nicht ausschließen, dass der Ausstand in den nächsten Tagen fortgesetzt wird. Davon könnten nicht nur Flüge der Germanwings, sondern auch bei der Lufthansa selbst und der Frachttochter Cargo betroffen sein.

Die Analysten von Liberum betrachten die Auswirkungen des Streiks derzeit noch unaufgeregt. Die direkten finanziellen Folgen für die Airline dürften moderat sein, schrieben sie in einem aktuellen Kommentar. Allerdings sei mit weiteren Aktionen zu rechnen, bevor beide Seiten ihren Tarifstreit beilegen. Für die Lufthansa-Aktie hielten die Liberum-Experten an ihrer Verkaufsempfehlung fest und sehen ein Kursziel von 13 Euro./edh/stb

29.08.2014

ANALYSE-FLASH: Exane BNP senkt Ziel für Vivendi auf 22 Euro - 'Outperform'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Vivendi angesichts der beginnenden Verhandlungen mit Telefonica über einen Verkauf der brasilianischen Telekomtochter GVT von 22,60 auf 22,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Der GVT-Verkauf an die Spanier wäre für Vivendi ein gutes Geschäft, schrieb Analyst Charles Bedouelle in einer Studie vom Freitag. Bei seinen neuen Gewinnschätzungen berücksichtigt er GVT nicht mehr. Das Aufwärtspotenzial für die Vivendi-Aktie sei begrenzt, das Chance/Risiko-Verhältnis aber positiv./ajx/mis

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29.08.2014

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Deutsche Telekom - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Deutsche Telekom von 11,50 auf 11,30 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Aussichten für das US- und das deutsche Mobilfunkgeschäft hätten sich eingetrübt, schrieb Analyst Hannes Wittig in einer Studie vom Freitag. Der Wettbewerb sei hart./ajx/mis

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29.08.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für HeidelbergCement auf 65 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Goldman Sachs hat das Kursziel für HeidelbergCement von 70 auf 65 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Zementabsatz und die Bauaktivitäten in Europa hätten sich zuletzt wieder verringert, schrieb Analyst Will Morgan in einer Branchenstudie vom Freitag. Er kürzte seine Gewinnschätzungen für viele der von ihm beobachteten Bau- und Baustoffwerte, rechnet aber weiterhin mit einer leichten Erholung der europäischen Bauindustrie ab 2015. Ungeachtet der jüngsten Kurskorrektur seien die Branchenaktien verglichen mit dem Gesamtmarkt aber immer noch hoch bewertet./ajx/mis/edh

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29.08.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Bilfinger auf 66 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Bilfinger von 67 auf 66 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Zementabsatz und die Bauaktivitäten in Europa hätten sich zuletzt wieder verringert, schrieb Analyst Will Morgan in einer Branchenstudie vom Freitag. Er kürzte seine Gewinnschätzungen für viele der von ihm beobachteten Bau- und Baustoffwerte, rechnet aber weiterhin mit einer leichten Erholung der europäischen Bauindustrie ab 2015. Ungeachtet der jüngsten Kurskorrektur seien die Branchenaktien verglichen mit dem Gesamtmarkt aber immer noch hoch bewertet./ajx/mis/edh

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29.08.2014

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Deutsche Telekom - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Deutsche Telekom von 11,50 auf 11,30 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Aussichten für das US- und das deutsche Mobilfunkgeschäft hätten sich eingetrübt, schrieb Analyst Hannes Wittig in einer Studie vom Freitag. Der Wettbewerb sei hart./ajx/mis

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29.08.2014

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt CRH auf 'Buy' und Ziel auf 22 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat CRH von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 21 auf 22 Euro angehoben. Nach dem vorteilhaften Wetter und den schwächeren Vergleichswerten im ersten Quartal hätten die Zementmengen und die Bauaktivitäten in Europa zuletzt wieder etwas nachgelassen, schrieb Analyst Will Morgan in einer Branchenstudie vom Freitag. Morgan kürzte für zahlreiche von ihm beobachteten Baustoffwerte seine Gewinnschätzungen. Jedoch stützten die Frühindikatoren seine Prognose einer leichten Erholung in der europäischen Baubranche im Jahr 2015 und danach. Ungeachtet ihrer jüngsten Kurskorrektur blieben europäische Baustoffwerte verglichen mit dem Gesamtmarkt aber recht hoch bewertet. Den Sektor stuft der Experte weiterhin mit "Neutral" ein. Unter den großen Baustoffkonzernen sei CRH aus Irland nun sein "Top Pick"./ajx/ag

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29.08.2014

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Ziel für Eon auf 18 Euro - 'Outperform'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Eon von 16 auf 18 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Angesichts der erwarteten Kompensationszahlungen in den Rechtsstreits um die Brennelementesteuer und die vorzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken seien Eon und RWE verglichen mit der Konkurrenz günstig bewertet, schrieb Analyst Benjamin Leyre in einer Branchenstudie vom Freitag. 2015 dürfte bestätigt werden, dass diese Steuer illegal gewesen sei. Zudem erschienen die schwedischen Verteilernetze des Versorgers Eon unterbewertet./ajx/mis/edh

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29.08.2014

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Ziel für RWE auf 35 Euro - 'Outperform'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für RWE von 34 auf 35 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Angesichts der erwarteten Kompensationszahlungen in den Rechtsstreits um die Brennelementesteuer und die vorzeitige Abschaltung von Kernkraftwerken seien Eon und RWE verglichen mit der Konkurrenz günstig bewertet, schrieb Analyst Benjamin Leyre in einer Branchenstudie vom Freitag. 2015 dürfte bestätigt werden, dass diese Steuer illegal gewesen sei./ajx/mis/edh

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29.08.2014

AKTIE IM FOKUS: Lufthansa erneut an Dax-Ende - Vulkanaktivität und Streik

FRANKFURT (dpa-AFX) - Lufthansa-Aktien haben am Freitag ihre deutliche Abwärtsbewegung vom Vortag fortgesetzt. Die Titel der Fluggesellschaft fielen am Vormittag zuletzt um 1,68 Prozent auf 13,135 Euro. Sie waren damit klar schwächster Wert im Dax , der zeitgleich 0,45 Prozent höher notierte. Neben dem Streik bei der Tochter Germanwings belastet auch die zunehmende Aktivität eines isländischen Vulkans.

Das isländische Meteorologische Institut rief die Warnstufe Rot aus, da ein Ausbruch des Vulkans Bárdarbunga unmittelbar bevorsteht oder bereits im Gange ist. Kenner befürchten deshalb wieder eine massive Störung des europäischen Flugverkehrs wie im Jahr 2010, als der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ausgebrochen war und den Flugverkehr über Nord- und Mitteleuropa wochenlang gestört hatte. Wegen der riesigen Aschewolke waren damals mehr als 100 000 Flüge ausgefallen.

ANALYST SIEHT STREIK DERZEIT NOCH GELASSEN

Bei Germanwings hat am Freitagmorgen der angekündigte Pilotenstreik begonnen. Von dem Ausstand, der bis 12.00 Uhr dauern soll, sind vor allem Inlandsflüge betroffen. Bis zu 15 000 Passagiere können nach Angaben von Germanwings ihren Flug voraussichtlich nicht antreten. An vielen deutschen Flughäfen drohen wegen des Streiks auch noch am Wochenende Flugausfälle. Ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wollte am Freitag nicht ausschließen, dass der Ausstand in den nächsten Tagen fortgesetzt wird. Davon könnten nicht nur Flüge der Germanwings, sondern auch bei der Lufthansa selbst und der Frachttochter Cargo betroffen sein.

Die Analysten von Liberum betrachten die Auswirkungen des Streiks derzeit noch unaufgeregt. Die direkten finanziellen Folgen für die Airline dürften moderat sein, schrieben sie in einem aktuellen Kommentar. Allerdings sei mit weiteren Aktionen zu rechnen, bevor beide Seiten ihren Tarifstreit beilegen. Für die Lufthansa-Aktie halten die Liberum-Experten an ihrer Verkaufsempfehlung fest und sehen ein Kursziel von 13 Euro./edh/zb