dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

03.07.2015

ROUNDUP 3/Kreise: Potash sieht 50 Euro je K+S-Aktie als überhöht an

(neu: Kreise zu Potash)

KASSEL (dpa-AFX) - Der kanadische Düngerhersteller Potash sieht Kreisen zufolge einen Preis von 50 Euro je K+S-Aktie als überhöht an. Dies wäre fast das doppelte des Durchschnittspreises der Papiere des deutschen Konkurrenten in den vergangenen zwölf Monaten vor Bekanntwerden des Übernahmeinteresses, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend unter Berufung auf mit den Kanadiern vertraute Personen. Weder Potash noch K+S hätten eine Stellungnahme abgeben wollen.

Zuvor hatte die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX aus dem Umfeld des Kasseler Unternehmens erfahren, dass Potash tiefer in die Tasche greifen muss. Erst wenn es ein neues Angebot gebe, werde man sich wieder damit befassen, hieß es. Vorher sehe das Management keinen Anlass für Gespräche mit den Kanadiern.

K+S WERTET GEBOT ALS ZU NIEDRIG

K+S-Sprecher Michael Wudonig sagte am Freitag, die Potash-Mitteilung vom Morgen enthalte nichts Neues. Wenn es neue Vorschläge gebe, werde man diese pflichtgemäß prüfen. Im Momente gebe es aber keinen neuen Sachstand. Die K+S-Aktie schloss am Freitag 4,44 Prozent höher bei 38,665 Euro. Der Kurs reicht damit noch nicht ganz an das Potash-Angebot von 41 Euro pro Aktie heran. Einige Anleger zweifeln also noch daran, dass das Geschäft zustande kommt. Im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz änderte sich der Kurs auch nach der neuesten Wendung kaum.

Das Gebot der Kanadier entspräche einer Offerte von rund 7,8 Milliarden Euro für alle ausstehenden Aktien. K+S hatte das Angebot am Donnerstag offiziell ausgeschlagen. Das Angebot ist dem K+S-Management zu wenig: Es zeige "nicht den fundamentalen Wert von K+S und ist nicht im Interesse des Unternehmens", hieß es aus Kassel.

POTASH-CHEF VERSPRICHT SICHERHEIT FÜR ARBEITNEHMER

Daraufhin hatte Potash eine Charmeoffensive gestartet. Das Angebot ziele nicht darauf ab, Minen zu schließen, die Produktion zu drosseln, das Salz-Geschäft zu verkaufen oder Personal abzubauen, hatten die Kanadier mitgeteilt. Wenn sich die Deutschen auf ein Treffen einließen, könnten viele Punkte geklärt werden.

Der Konzern hatte außerdem die Höhe des Gebots verteidigt. 41 Euro entsprächen einem Aufschlag von 57 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen 12 Monate. Dieser Durchschnittskurs bezieht mit ein, wie viele Papiere zu welchem Kurs jeweils gehandelt wurden. Kurz vor Bekanntwerden der Übernahmegerüchte lag der Wert der K+S-Papiere allerdings bei gut 29 Euro und damit über dem von Potash genannten Durchschnittskurs. Gemessen daran läge die Prämie bei gut 41 Prozent.

GROSSE SPIELER IN DER BRANCHE

Potash sieht nach eigenen Angaben nur "minimale Überschneidungen" zwischen den Geschäftsbereichen der beiden Firmen. Potash-Chef Jochen Tilk zeigte sich überzeugt, dass ein Kauf "bessere Entwicklungsmöglichkeiten und mehr Arbeitsplatzsicherheit für alle Mitarbeiter" biete.

K+S und Potash gehören zu den größten Kaliherstellern der Welt. K+S ist zudem der weltweit größte Salzhersteller, Potash ist in diesem Bereich bislang nicht vertreten./fri/ceb/she/stw/he

03.07.2015

dpa-AFX Überblick: Analysten-Einstufungen der Woche vom 29.06. bis 03.07.2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 29.06. bis 03.07.2015:

MONTAG

FMC FRESENIUS MEDICAL CARE AG & CO KGAA

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für FMC auf "Buy" mit einem Kursziel von 90 Euro belassen. Die Erstattung für Dialysebehandlungen für 2016 falle laut dem finalen Vorschlag der US-Krankenversicherungen Medicare und Medicaid entgegen seiner Erwartungen etwas niedriger aus als von ihm erwartet, schrieb Analyst Tom Jones in einer Studie vom Montag. Die Pläne bedeuteten zwar bei einer Umsetzung ein zusätzliches Risiko für die Aktie des Dialyse-Spezialisten, seien bis dato aber lediglich Vorschläge. Der Experte erwartet, dass die Branchenlobbyisten einschreiten.

K+S

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für K+S nach einem Interesse des kanadischen Wettbewerbers Potash an dem Salz- und Düngemittelhersteller von 34 auf 37 Euro angehoben. Seine Einstufung beließ Analyst Jeremy Redenius in einer Studie vom Montag auf "Market-Perform". Eine tatsächliche Transaktion erscheine ihm nach seiner tieferen Analyse nun weniger wahrscheinlich als ursprünglich angenommen. Schlechtere ökonomische Effekte und auch Wettbewerbsbedenken bremsten.

LUFTHANSA AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für Lufthansa auf "Hold" mit einem Kursziel von 14 Euro belassen. Die Marktbefürchtungen hinsichtlich der Profitabilität europäischer Netzwerk-Airlines auf den wichtigen Nordatlantik-Verbindungen in diesem Sommer seien übertrieben, schrieb Analyst Andrew Lobbenberg in einer Branchenstudie vom Montag. Mittelfristig seien diese Routen allerdings risikobehaftet und könnten den Sektor destabilisieren, unter anderem durch den Markteintritt von Billigfliegern oder Fluggesellschaften der Golf-Staaten.

METRO AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Metro mit Blick auf den Streit um die Elektronikkette Media-Saturn (MSH) auf "Add" mit einem Kursziel von 35 Euro belassen. MSH-Mitgründer und Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals habe erneut den Handelskonzern über sein in die Öffentlichkeit getragenes Übernahmeinteresse an der Unterhaltungselektronik-Tochter verärgert, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Montag. Media Saturn sei auf einem besseren Weg, und es sei daher besonders lästig, dass beide Parteien nicht in der Lage seien, hinter verschlossenen Türen zu verhandeln.

PROSIEBENSAT.1

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für ProSiebenSat.1 nach der angekündigten Mehrheitsübernahme des Online-Vergleichsportals Verivox auf "Halten" mit einem Kursziel von 48 Euro belassen. Der Kauf eines 80-Prozent-Anteils an Verivox wäre sehr positiv für den Medienkonzern, schrieb Analystin Alexandra Schlegel in einer Studie vom Montag. Der Stromvergleich-Anbieter passe gut in das digitale Portfolio von ProSiebenSat.1.

DIENSTAG

GERRESHEIMER AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Gerresheimer nach dem angekündigten Verkauf der Röhrenglas-Produktion in den USA und Italien auf "Hold" mit einem Kursziel von 52 Euro belassen. Die geplante Abspaltung erfolge zu einem attraktiven Preis und werde die Jahresziele des Verpackungsspezialisten nicht tangieren, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Dienstag. Ab dem kommenden Jahr werde sich die Profitabilität des Unternehmens dadurch aber verringern.

ING GROEP N.V.

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat ING von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 12,00 auf 16,10 Euro angehoben. Der niederländische Finanzkonzern zeichne sich durch eine starke Kapitalisierung, hohe Liquiditätszuflüsse, eine gute Bilanz und solide Gewinne aus, schrieb Analyst Tarik El Mejjad in einer Studie vom Dienstag. Zudem dürften die Aktionäre in den Genuss einer steigenden Ausschüttungsquote kommen von derzeit gut 40 Prozent auf 80 bis 85 Prozent in den kommenden Jahren.

K+S

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für K+S anlässlich aktueller Übernahmespekulationen auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Nach der in der Presse kolportierten Ablehnung des Potash-Kaufgebots durch den Düngemittel- und Salzhersteller dürften die Kanadier nun eine formale Übernahmeofferte vorlegen, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Dienstag.

LEONI AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Leoni nach einem Interview von Finanzvorstand Dieter Belle auf "Buy" mit einem Kursziel von 76 Euro belassen. Der Autozulieferer sei auf gutem Weg, die Konsensschätzungen für 2016 zu übertreffen, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Studie vom Dienstag. Zudem sei die Aktie im Branchenvergleich derzeit mit am niedrigsten bewertet.

STRÖER

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Ströer anlässlich einer möglichen Ausweitung des Tabakwerbeverbots in Deutschland auf "Buy" mit einem Kursziel von 42 Euro belassen. Sollte das Verbot von Zigarettenreklame auch auf Plakaten durchgesetzt werden, könnte dies den Ströer-Gewinn (EPS) um bis zu 5 Prozent schmälern, schrieb Analyst Craig Abbott in einer Studie vom Dienstag. Ein großes Risiko für den Spezialisten für Außenwerbung sei dies also nicht.

MITTWOCH

BASF SE

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für BASF nach einem Investorentreffen auf "Buy" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Die Nachfrage des Chemiekonzerns sei noch immer träge, aber kein Desaster, schrieb Analyst Tim Jones hob in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Die Margen im Chemiegeschäft seien immer noch stark.

EVOTEC

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Evotec nach Studiendaten zum Alzheimer-Wirkstoffkandidaten Sembragiline von 4,30 auf 3,80 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Die Studienergebnisse seien eine klare Enttäuschung für das Biotech-Unternehmen, schrieb Analyst Heinz Müller in einer Studie vom Mittwoch. Für die Allianz mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi und der damit verbundenen Chance eines Pipeline-Ausbaus bleibt er aber optimistisch.

K+S

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für K+S anlässlich des Kaufinteresses von Potash von 40,50 auf 44 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Eine Übernahme würde Potenzial bis 55 Euro eröffnen, schrieb Analyst Lutz Grüten in einer Studie vom Mittwoch. Der aktuell von Medien in den Raum gestellte Übernahmepreis von 40 Euro wäre nicht akzeptabel. Sein neues Kursziel berücksichtige das kanadische Legacy-Projekt des deutschen Düngemittelkonzerns nun vollständig.

MUNICH RE

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Munich Re auf "Reduce" mit einem Kursziel von 171 Euro belassen. Ein Investorentag des weltgrößten Rückversicherers habe keine positiven Impulse geliefert, schrieb Analyst Frank Kopfinger in einer Studie vom Mittwoch. Die Entwicklung der Geschäfte in Asien sei nur schlecht vorhersehbar.

ROCHE HOLDINGS AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Roche von 329 auf 335 Franken angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Pharmakonzern habe positive Phase-III-Studiendaten für das Mittel Ocrelizumab gegen Multiple Sklerose (MS) vorgelegt, schrieb Analyst Stephen McGarry in einer Studie vom Mittwoch.

DONNERSTAG

BHP BILLITON PLC

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für BHP Billiton von 1625 auf 1450 Pence gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Er habe nach einer Studie des Rohstoffteams der UBS seine Schätzungen für die Preisentwicklungen leicht angepasst, schrieb Analyst Myles Allsop in einer Studie zum Bergbausektor vom Donnerstag. Die Aktie sei weniger anfällig für Schwankungen bei den Rohstoffpreisen und könnte entsprechend von einer Erholung weniger stark profitieren, dafür biete die attraktive Dividendenrendite aber einen Boden für den Kurs. BHP Billiton zähle zusammen mit Glencore zu seinen bevorzugten Minenwerten.

COMMERZBANK AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Commerzbank nach dem Verkauf gewerblicher Immobilienkredite auf "Reduce" mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Dies sei ein weiterer positiver Schritt beim angestrebten Abbau von Altlasten, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Donnerstag.

DEUTSCHE BOERSE AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für die Deutsche Börse nach den Eurex-Zahlen für Juni auf "Hold" mit einem Kursziel von 66 Euro belassen. Starke Handelszahlen für den Juni schlössen ein gutes zweites Quartal ab, schrieb Analyst Benjamin Goy in einer Studie vom Donnerstag. Die Terminbörse profitiere weiter von der hohen Volatilität. Das Management scheine aktuell Übernahmeaktivitäten Aktienrückkäufen vorzuziehen.

GRENKELEASING

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Grenkeleasing nach Zahlen auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 130 Euro belassen. Die vorgelegten Ergebnisse für das zweite Quartal des Leasingspezialisten seien erneut auf einem hohen Niveau gewesen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Donnerstag. Er behalte trotz der starken Kursentwicklung seit Jahresbeginn seine positive Einschätzung bei, weil das Unternehmen noch weiter wachsen dürfte.

HHLA HAMBURGER HAFEN UND LOGISTIK AG

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für HHLA nach einem Urteil des Europäische Gerichtshofs zur Elbvertiefung auf "Reduce" mit einem Kursziel von 18 Euro belassen. Es bestehe ein Risiko, dass der Beginn der Arbeiten weiter verschoben werde, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Donnerstag. Das Ausbaggern des Flusses sei wegen der Beschränkungen für größere Schiffe wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit des Hafenbetreibers.

MUNICH RE

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für die Munich Re nach einem Investorentag auf "Market-Perform" mit einem Kursziel von 163 Euro belassen. Analyst Thomas Seidl rechnete in einer Studie vom Donnerstag weiter mit sinkenden operativen Ergebnissen auf Konzernebene. Dies werde aber durch die hohe Gesamtrendite des Rückversicherers inklusive der Aktienrückkäufe abgefedert.

RWE AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat RWE von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 24 auf 23 Euro gesenkt. Dass sich die Bundesregierung gegen die geplante Strafabgabe für alte Kohle-Kraftwerke ausgesprochen habe, sei eine große Entlastung für den Versorger, schrieb Analystin Tanja Markloff in einer Studie vom Donnerstag. Die RWE-Aktie habe in den vergangenen sechs Monaten vor allem wegen dieser drohenden Abgabe rund ein Viertel verloren. Das neue Kursziel begründete sie mit moderat steigenden Belastungen aus den neuen Regelungen mit der geplanten Stillegung von Braunkohle-Kraftwerken.

VOLKSWAGEN VORZÜGE

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Volkswagen anlässlich des neuen VW-Markenchefs auf "Buy" mit einem Kursziel von 280 Euro belassen. Der von BMW kommende Herbert Diess sei der richtige Mann zur richtigen Zeit, schrieb Analyst Tim Rokossa in einer Studie vom Donnerstag. Er habe bei den Münchnern die Profitabilität deutlich gesteigert. Mit ihm dürfte die Zeit zu Ende gehen, wo VW hinter den eigenen Margenzielen hinterher laufe.

FREITAG

BP

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für BP von 364 auf 376 Pence angehoben, die Einstufung aber auf "Sell" belassen. Die Einigung des britischen Ölkonzerns mit den US-Behörden wegen der explodierten Ölplattform «Deepwater Horizon» sei positiv, schrieb Analyst Henry Tarr in einer Studie vom Freitag. Die Fundamentaldaten blieben aber anspruchsvoll unter anderem mit einem niedrigen Ölpreisumfeld und einem begrenzten Produktionswachtum.

EON AG

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Eon von 14,50 auf 13,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Die geänderten Pläne der deutschen Regierung in der Energiewende seien deutlich positiver für die Kraftwerksbetreiber, schrieb Analyst William King in einer Studie vom Donnerstag. Die Regelungen bezüglich der Kosten für den Rückbau von Atomkraftwerken sei dagegen weniger gut für Eon und seine Kraftwerkssparte Uniper.

K+S

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat K+S nach der abgelehnten Übernahmeofferte von Potash auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Das von K+S zurückgewiesene Angebot von 41 Euro je Aktie halte auch er für zu niedrig, schrieb Analyst Christian Faitz in einer Studie vom Freitag. Allein der faire Wert für K+S als eigenständiges Unternehmen liege bereits bei 40 Euro. Auf diesen müsste Potash dann noch eine angemessene Übernahmeprämie aufschlagen.

PROSIEBENSAT.1

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für ProSiebenSat.1 auf "Sell" belassen. Analyst Thomas Singlehurst bleibt in einer Branchenstudie vom Freitag skeptisch für Medienunternehmen mit starker Präsenz in Märkten, wo die Werbeumsätze stärker wachsen als die Wirtschaftsleistung. Hierzu zählt er auch den TV-Konzern.

TAKKT

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Takkt auf "Buy" mit einem Kursziel von 18,80 Euro belassen. Die Übernahme des britischen Onlinehändlers für Betriebsausstattung BiGDUG sei ein sehr kleiner Zukauf, schrieb Analyst Craig Abbott in einer Studie vom Freitag. Die Gewinnmargen des deutschen Büromöbelhändlers dürften sich dadurch nicht ändern. Der Umsatz sollte etwas steigen.

/he

03.07.2015

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 03.07.2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 03.07.2015

AIRBUS GROUP

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Airbus auf "Buy" mit einem Kursziel von 66 Euro belassen. Dass der Flugzeugbauer ein A330-Fertigstellungszentrum im chinesischen Tianjin bauen wolle, sei neutral bis leicht positiv für Airbus, schrieb Analyst Christophe Menard in einer Studie vom Freitag. Der Schritt reflektiere die Erwartung weiterer Bestellungen dieses Flugzeugtyps in den kommenden Jahren.

ASTRAZENECA

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für AstraZeneca auf "Buy" mit einem Kursziel von 5400 Pence belassen. Dies schrieb Analyst Andrew Baum in einer Branchenstudie zu globalen Pharmaunternehmen vom Freitag. Die Aktie der Briten zählt er zu seinen "Top Picks".

BAYER AG

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für Bayer auf "Buy" mit einem Kursziel von 160 Euro belassen. Dies schrieb Analyst Peter Verdult in einer Branchenstudie zu globalen Pharmaunternehmen vom Freitag. Die Aktie der Deutschen zählt er zu seinen "Top Picks".

BEIERSDORF AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Beiersdorf vor Zahlen zum zweiten Quartal von 90 auf 86 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Körperpflegekonzern sollte sein organisches Wachstum im Consumer-Segment beschleunigt haben, schrieb Analyst Thomas Maul in einer Studie vom Freitag. Allerdings dürfte der Anstieg wegen eines schwierigen Marktumfelds in einigen Schwellenländern nur den unteren Bereich der für 2015 prognostizierten Wachstumsspanne erreicht haben. Dies könnte die Aktie vorübergehend belasten, ändere aber nichts an seiner langfristig positiven Einschätzung.

BP

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für BP nach der Einigung mit den US-Behörden wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko von 400 auf 430 Pence angehoben, die Einstufung aber auf "Verkaufen" belassen. Das Strafmaß sei unerwartet niedrig ausgefallen, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Freitag. Als Risikofaktoren nannte er unter anderem das Russland-Engagement des britischen Energiekonzerns über seine Rosneft-Beteiligung.

BP

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für BP von 470 auf 485 Pence angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Einigung mit den US-Behörden wegen der explodierten Ölplattform "Deepwater Horizon" mache die Aktie des Ölkonzerns wieder zu einer Anlageoption, schrieb Analyst Lucas Herrmann in einer Studie vom Freitag. Ein großes Risiko für Cashflow und Bilanz sei beseitigt worden.

BP

PARIS - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für BP von 440 auf 431 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Einigung mit den US-Behörden wegen der explodierten Ölplattform "Deepwater Horizon" sei positiv, schrieb Analyst Aneek Haq in einer Studie vom Freitag. Die Aktie des Ölkonzerns sei aber bereits fair bewertet.

BP

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat BP nach der Einigung mit den US-Behörden von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 450 auf 475 Pence angehoben. Die unerwartet frühe und nahezu vollständige Regelung der finanziellen Folgen aus der Explosion seiner Ölplattform "Deepwater Horizon" mache den Ölkonzern für einige Investoren nun erst wieder interessant, schrieb Analyst Fred Lucas in einer Studie vom Freitag. Die vereinbarten Zahlungsbedingungen belasteten Cashflow und Bilanz nur moderat.

BP

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat BP von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 430 auf 460 Pence angehoben. Die Einigung mit den US-Behörden auf eine Milliardenzahlung nach der Explosion seiner Ölplattform "Deepwater Horizon" sei positiv, schrieb Analyst William King in einer Studie vom Donnerstag. Vor allem die Strafe von 5,5 Milliarden Dollar für Verstöße gegen das Wasserreinhaltungsgesetz hätte deutlich höher ausfallen können. Der Zahlungsplan störe BP nicht bei Investitionen und Wachstum.

BP

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für BP von 364 auf 376 Pence angehoben, die Einstufung aber auf "Sell" belassen. Die Einigung des britischen Ölkonzerns mit den US-Behörden wegen der explodierten Ölplattform «Deepwater Horizon» sei positiv, schrieb Analyst Henry Tarr in einer Studie vom Freitag. Die Fundamentaldaten blieben aber anspruchsvoll unter anderem mit einem niedrigen Ölpreisumfeld und einem begrenzten Produktionswachtum.

DEUTSCHE BANK AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für Deutsche Bank vor neuen Strategiedetails auf "Halten" mit einem Kursziel von 30 Euro belassen. Rechtsstreitigkeiten und der Ergebnisbeitrag der Abbaueinheit dürften das Konzernergebnis auch mittelfristig belasten, schrieb Analyst Stefan Bongardt in einer Studie vom Freitag. Die von ihm erwartete Eigenkapitalrendite für 2015 und 2016 bleibe deutlich hinter den Kapitalkosten zurück.

DEUTSCHE POST AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Deutsche Post von 31 auf 30 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Aktienkurs bewerte den Logistiker weitgehend fair, schrieb Analyst Matija Gergolet in einer Studie vom Freitag. Die Post profitiere von der beschleunigten Erholung in Europa, leide aber unter Streikaktivitäten.

EON AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Eon von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 15 auf 11 Euro gesenkt. Um seine Kraftwerkssparte Uniper für die avisierte Abspaltung attraktiv zu machen, müsse der Versorger vermutlich die Finanzkraft der künftigen Eon deutlich schwächen, schrieb Analyst Adam Dickens in einer Studie vom Freitag.

EON AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Eon-Aktie nach dem Aus der geplanten Klimaabgabe auf der "Conviction Buy List" belassen. Die Beschlüsse der Bundesregierung seien eine Besserung der Geschäftsbedingungen für den Energiekonzern, schrieb Analystin Deborah Wilkens in einer Studie vom Freitag. Deutliches Aufwärtspotenzial habe die Aktie des Versorgers aber vor allem dank der geplanten Konzernaufspaltung sowie einer künftig deutlich attraktiveren Dividendenpolitik.

EON AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat Eon nach dem Wegfall der drohenden Klimaabgabe von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber von 15 auf 14,50 Euro gesenkt. Nach dem jüngsten Kursrückgang werde die Aktie nun mit einem zu großen Abschlag gehandelt, schrieb Analyst Lüder Schumacher in einer Studie vom Freitag.

EON AG

LONDON - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat das Kursziel für Eon von 14,50 auf 13,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Die geänderten Pläne der deutschen Regierung in der Energiewende seien deutlich positiver für die Kraftwerksbetreiber, schrieb Analyst William King in einer Studie vom Donnerstag. Die Regelungen bezüglich der Kosten für den Rückbau von Atomkraftwerken sei dagegen weniger gut für Eon und seine Kraftwerkssparte Uniper.

GERRESHEIMER AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Gerresheimer vor Zahlen von 48 auf 54 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Gunnar Romer rechnet in einer Studie vom Freitag mit soliden Ergebnissen des Verpackungsspezialisten für das zweite Quartal. Der jüngst avisierte Verkauf des Röhrenglasgeschäfts habe nur begrenzten Einfluss.

GERRY WEBER

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Gerry Weber nach der jüngsten Gewinnwarnung von 30,00 auf 19,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die Ergebnisentwicklung des Modeunternehmens sei kaum einzuschätzen, schrieb Analyst Jürgen Kolb in einer Studie vom Freitag. Er zeigte sich zudem skeptisch, ob Gerry Weber den Umsatz auf vergleichbarer Flache über höhere Durchschnittspreise steigern kann.

GIVAUDAN AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Givaudan vor Geschäftszahlen von 1950 auf 1870 Franken gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Aromenhersteller dürfte im zweiten Quartal kaum gewachsen sein, schrieb Analystin Virginie Boucher-Ferte in einer Studie vom Freitag. Sie rechnet beim operativen Ergebnis (Ebitda) mit einem Plus von 3 Prozent.

HEIDELBERGCEMENT AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für HeidelbergCement vor Zahlen von 81,90 auf 79,60 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Schwächere Branchenstatistiken aus den USA indizierten, dass das zweite Quartal für den Baustoffkonzern schwieriger verlaufen sei, schrieb Analystin Glynis Johnson in einer Studie vom Freitag. Mit Blick auf die Jahresziele 2015 dürften die Kennziffern jedenfalls keine Hilfe sein. Johnson sieht für die Aktie dennoch weiteres Potenzial.

HSBC HLDGS

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für HSBC nach einer Strategieveranstaltung von 625 auf 595 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das Management habe Details zu einem der weltweit umfangreichsten Ausschüttungsprogramme einer Großbank mitgeteilt, schrieb Analyst Stephen Andrews in einer Studie vom Freitag. Dies sei aber auch lange überfällig gewesen und dürfte die Kernkapitalquote stärken.

HUGO BOSS

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Hugo Boss von 103 auf 98 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Aufgrund positiver Währungseffekte habe er seine Umsatzprognosen für den Modekonzern der Jahre 2015 bis 2017 angehoben, schrieb Analyst Christian Schwenkenbecher in einer Studie vom Freitag. Die Ergebnisschätzungen (Ebit) habe er wegen unerwartet geringer Größenvorteile jedoch reduziert.

HUGO BOSS

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Hugo Boss vor Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 128 Euro belassen. Im zweiten Quartal dürfte beim Gewinnwachstum die Trendwende gelungen sein, schrieb Analyst Jörg Frey in einer Studie vom Freitag.

K+S

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für K+S nach dem abgelehnten Übernahmeangebot von Potash auf "Buy" mit einem Kursziel von 44,50 Euro belassen. Bei einem Zusammengehen mit den Kanadiern wäre signifikantes Synergiepotenzial zu erwarten, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann in einer Studie vom Freitag. Die langfristig guten Wachstumschancen des Kasseler Salz- und Düngemittelkonzerns seien im gegenwärtigen Kursniveau noch nicht ausreichend reflektiert.

K+S

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat die Einstufung für K+S nach einer Telefonkonferenz zum abgelehnten Übernahmeangebot von Potash auf "Buy" mit einem Kursziel von 37 Euro belassen. Die Tür bleibe weit offen für ein höheres Kaufgebot der Kanadier für den Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller, schrieb Analyst Markus Mayer in einer Studie vom Freitag.

K+S

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für K+S nach der Ablehnung des Übernahmeversuchs von Potash auf "Hold" mit einem Kursziel von 38 Euro belassen. Analyst Oliver Schwarz sieht in einer Studie vom Freitag Unsicherheiten bezüglich der Akzeptanz seitens der Aktionäre sowie möglicher Einwände der Wettbewerbshüter. Ein offizielles Gebot von Potash in Höhe von mindestens 41 Euro sei aber wahrscheinlich.

K+S

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für K+S nach der abgelehnten Übernahmeofferte von Potash auf "Buy" mit einem Kursziel von 46 Euro belassen. Die Ablehnung habe nicht überrascht, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Freitag. In den kommenden Wochen dürfte ein höheres Angebot als die 41 Euro folgen. Aktionäre sollte sich von ihren Papieren nicht unter 46 Euro trennen.

K+S

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für K+S nach dem abgelehnten Übernahmevorschlag von Potash auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Die Aktie des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers habe unverändert substanzielles Potenzial, schrieb Analyst Michael Schäfer in einer Studie vom Freitag. Das gelte im Falle einer Übernahme, aber auch für den Fall der weiteren Eigenständigkeit.

K+S

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Einstufung für K+S nach dem abgelehnten Übernahmevorschlag von Potash auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 45 Euro belassen. Der kanadische Wettbewerber dürfte ein verbessertes Angebot vorlegen, schrieb Analyst Heinz Müller in einer Studie vom Freitag. Deshalb behalte er seine positive Einschätzung der Aktie bei.

K+S

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat K+S nach der abgelehnten Übernahmeofferte von Potash auf "Buy" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Das von K+S zurückgewiesene Angebot von 41 Euro je Aktie halte auch er für zu niedrig, schrieb Analyst Christian Faitz in einer Studie vom Freitag. Allein der faire Wert für K+S als eigenständiges Unternehmen liege bereits bei 40 Euro. Auf diesen müsste Potash dann noch eine angemessene Übernahmeprämie aufschlagen.

LANXESS AG

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Lanxess vor Zahlen zum zweiten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 63 Euro belassen. Analyst Oliver Reiff rechnet in einer Studie vom Freitag mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses (Ebitda) von 15 Prozent. Dabei dürfte der Spezialchemiekonzern von der Währungsentwicklung, höheren Volumina, Kostensenkungen und niedrigeren Rohstoffpreisen profitiert haben. Die Aktie hält er wegen der anhaltenden Umstrukturierung weiter für attraktiv.

LEG IMMOBILIEN

HANNOVER - Die NordLB hat LEG Immobilien nach dem Kauf von 3500 Wohnungen und einer Kapitalerhöhung von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel auf 73 Euro belassen. LEG setze die Wachstumsstrategie im Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen fort und sei auf gutem Weg, das Akquisitionsziel von 5000 Einheiten pro Jahr erneut zu übertreffen, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Freitag. Damit dürften die Finanzziele der Immobiliengesellschaft für 2015 und 2016 steigen.

MANZ

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Manz nach einem reduzierten Unternehmensausblick von 111 auf 90 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Auch er habe seine Prognosen reduziert, schrieb Analyst Karsten Iltgen in einer Studie vom Freitag. Das Management des Maschinenbauers dürfte Zeit brauchen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Der Analyst bleibt aber optimistisch und rechnet künftig mit guten Unternehmensnachrichten.

MUNICH RE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Munich Re auf "Overweight" mit einem Kursziel von 220 Euro belassen. Das operative Ergebnis in der Leben-Sparte sollte steigen und damit mögliche Belastungen durch Abschreibungen bei der Versicherungstochter Ergo überkompensieren, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie vom Freitag. Der Experte erhöhte deshalb seine Gewinnprognosen für den weltgrößten Rückversicherer der Jahre 2015 und 2016.

NORDEX AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Nordex von 24,50 auf 27,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Wachstum im weltweiten Markt für Windenergie beschleunige sich und das verleihe der Industrie Rückenwind - er habe seine Schätzungen erhöht, schrieb Analyst Manuel Losa in einer Studie vom Freitag. Bei Nordex wie auch bei Vestas rechne er mit hervorragendem Wachstumspotenzial, das im Kurs noch nicht eingepreist sei. Die Aktien handelten jeweils mit einem Bewertungsabschlag zum Versorger- und zum Investitionsgütersektor.

PATRIZIA IMMOBILIEN

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat Patrizia Immobilien nach einer Investorenveranstaltung auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 22 Euro belassen. Seine positive Einschätzung der Immobiliengesellschaft sei bestätigt worden, schrieb Analyst Georg Kanders in einer Studie vom Freitag.

PROSIEBENSAT.1

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 nach einer Investorenveranstaltung von 44 auf 47,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Medienkonzern sei auf dem besten Weg, eine Macht in den Sparten Digital und eCommerce zu werden, schrieb Analyst Christian Glowa in einer Studie vom Freitag.

PROSIEBENSAT.1

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für ProSiebenSat.1 auf "Sell" belassen. Analyst Thomas Singlehurst bleibt in einer Branchenstudie vom Freitag skeptisch für Medienunternehmen mit starker Präsenz in Märkten, wo die Werbeumsätze stärker wachsen als die Wirtschaftsleistung. Hierzu zählt er auch den TV-Konzern.

PUMA SE

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Puma SE nach einem Gespräch mit dem Finanzvorstand auf "Hold" mit einem Kursziel von 165 Euro belassen. Beim Sportartikelhersteller bräuchten die Anleger Geduld, schrieb Analyst Jörg Frey in einer Studie vom Freitag. Bis die Trendwende besser berechenbar sei, dürfte die Mutter Kering ihren Anteil nicht nennenswert aufstocken.

RWE AG

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat die Einstufung für RWE nach den neuen Energiebeschlüssen der Bundesregierung auf "Reduce" mit einem Kursziel von 18 Euro belassen. Die Verabschiedung einer milderen Gangart sollte nicht überrascht haben, schrieb Analyst Adam Dickens in einer Studie vom Freitag. Die stark positive Reaktion der Aktie des Energiekonzerns sei unangemessen. Bereits zuvor habe die Preisentwicklung am Strommarkt diesen Ausgang erwarten lassen.

RWE AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für RWE auf "Neutral" mit einem Kursziel von 23 Euro belassen. Die neuen deutschen energiepolitischen Pläne mit einer weiteren Senkung der CO2-Emissionen bis ins Jahr 2020 seien kurzfristig eine Erleichterung für den Energiekonzern, schrieb Analyst Javier Garrido in einer Studie vom Freitag.

RWE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat RWE nach einem Eckpunktepapier der Bundesregierung zum Energiemarkt auf "Halten" mit einem Kursziel von 22 Euro belassen. Das Überkapazitätsproblem auf dem deutschen Stromerzeugungsmarkt werde mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Jahre Bestand haben und könnte sich sogar verschärfen, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Freitag. Positiv werte er aber das von RWE erhöhte Ergebnisziel für die Erneuerbare-Energien-Sparte im Jahr 2015.

RWE AG

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für RWE nach dem Aus für die Klimaabgabe auf "Buy" belassen. Die Beschlüsse der Bundesregierung seien vor allem für RWE eine deutliche Besserung der Geschäftsbedingungen, schrieb Analystin Deborah Wilkens in einer Studie vom Freitag. Die Aktie des Versorgers habe nun deutliches Aufwärtspotenzial.

RWE AG

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat RWE nach dem Wegfall der drohenden Klimaabgabe von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 17,50 auf 21,00 Euro angehoben. Gleichzeitig strich Analyst Lüder Schumacher die Aktie von der "Least Preferred List" und begründete dies mit dem mehr als 20-prozentigen Kursverfall in den vergangenen drei Monaten. Der von der Bundesregierung beschlossene Rückgang der Braunkohle-Kapaziäten und die Kostensteigerungen seien für den Energiekonzern glimpflicher als befürchtet ausgefallen, schrieb Schumacher in einer Studie vom Freitag.

SANOFI

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Sanofi-Aktie in ihre "Premium List" aufgenommen. Die Einstufung ließ Analyst Florent Cespedes in einer Studie vom Freitag auf "Buy" mit einem Kursziel von 120 Euro. Der Pharmakonzern verfüge über attraktive Produkte und mit dem Herzmittel Praluent über einen "Superblockbuster". Die Aktie sei derzeit attraktiv bewertet.

SAP SE

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für SAP vor Zahlen für das zweite Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 67 Euro belassen. Analyst Laurent Daure zeigte sich in einer Studie vom Freitag vorsichtig mit Blick auf die Veröffentlichung der Resultate. Das Geschäft mit Software-Lizenzen sei bereits in der Vergangenheit anfällig für konjunkturelle Einflüsse gewesen. Daher könnten sich die negativen Begleitumstände der Griechenland-Krise niedergeschlagen haben.

SHW

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat SHW mit "Buy" und einem Kursziel von 49 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Autozulieferer verbinde strukturelles Wachstum mit steigenden Margen und höherem Cashflow, schrieb Analyst Michael Raab in einer Studie vom Freitag. Dabei profitiere das Unternehmen von der Notwendigkeit der Autokonzerne, die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge zu senken.

STRÖER

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Ströer im Zuge eines Analystenwechsels von 27 auf 51 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Spezialist für Außenwerbung dürfte in den kommenden Jahren vom starken Wachstum des Marktes für digitale Bildschirmwerbung profitieren, schrieb Analystin Sonia Rabussier in einer Studie vom Freitag. Für 2014 bis 2017 rechnet sie für Ströer mit einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnanstieg (EPS) um 27 Prozent.

TAKKT

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für Takkt auf "Buy" mit einem Kursziel von 19,20 Euro belassen. Die Übernahme von BiGDUG dürfte das Onlinegeschäft des Versandhändlers für Geschäftsausstattung stärken, schrieb Analyst Thilo Kleibauer in einer Studie vom Freitag.

TAKKT

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Takkt auf "Buy" mit einem Kursziel von 18,80 Euro belassen. Die Übernahme des britischen Onlinehändlers für Betriebsausstattung BiGDUG sei ein sehr kleiner Zukauf, schrieb Analyst Craig Abbott in einer Studie vom Freitag. Die Gewinnmargen des deutschen Büromöbelhändlers dürften sich dadurch nicht ändern. Der Umsatz sollte etwas steigen.

VESTAS WIND SYSTEMS

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Vestas von 430 auf 460 dänische Kronen angehoben und die Einstufung auf "Conviction Buy List" belassen. Das Wachstum im weltweiten Markt für Windenergie beschleunige sich und das verleihe der Industrie Rückenwind - er habe seine Schätzungen erhöht, schrieb Analyst Manuel Losa in einer Studie vom Freitag. Bei Vestas wie auch bei Nordex rechne er mit hervorragendem Wachstumspotenzial, das im Kurs noch nicht eingepreist sei. Die Aktien handelten jeweils mit einem Bewertungsabschlag zum Versorger- und zum Investitionsgütersektor.

/he

03.07.2015

Umsätze an Terminbörse Eurex gefallen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Umsätze mit Aktienoptionen an der Terminbörse Eurex sind am Freitag gefallen. Insgesamt wurden bis 20.00 Uhr 700 550 (Donnerstag: 743 315) Kontrakte gehandelt. Die Zahl der Kaufoptionen (Calls) betrug 312 459 (295 364), die der Verkaufsoptionen (Puts) lag bei 388 091 (447 951). Das Verhältnis von Calls zu Puts betrug 0,80 zu eins. Die meist gehandelten Werte waren Nestlé (2 124/49 425), Commerzbank (26 666/17 496) und Deutsche Telekom (11 836/20 676)./ra/DP/he

03.07.2015

GESAMT-ROUNDUP: Alter Berliner Flughafen länger am Netz

BERLIN (dpa-AFX) - Der alte Flughafen Berlin-Schönefeld soll auch nach dem Start des Hauptstadtflughafens noch mehrere Jahre am Netz bleiben. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft beschloss am Freitag ein Sofortprogramm, mit dem der marode Airport auf zusätzliche Flüge vorbereitet werden soll.

Wenn der neue Flughafen wie geplant im zweiten Halbjahr 2017 eröffnet werde, müsse der alte in Schönefeld noch mehr Passagiere aufnehmen als jetzt schon, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. "Wir müssen ihn fit machen, um noch ein paar Jahre am Netz zu bleiben."

Die Flughafengesellschaft erwartet für 2017 rund 33 Millionen Passagiere. Der neue Hauptstadtflughafen ist aber nur auf 27 Millionen ausgerichtet - schon jetzt haben die Berliner Flughäfen zusammen fast eine Million mehr. Ohne "Schönefeld-Alt" könne die steigende Zahl von Passagieren nicht abgewickelt werden, sagte Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD), der am Freitag einstimmig zum neuen Chef im BER-Aufsichtsrat gewählt wurde.

Müller tritt damit auch beim neuen Hauptstadtflughafen die Nachfolge von Klaus Wowereit (SPD) an, der den Aufsichtsrat bis zu seinem Rücktritt als Regierungschef im Dezember geführt hatte. Er sei überzeugt, dass Politik aktiv Verantwortung übernehmen müsse, erklärte Müller: "Meine klare Priorität ist, den BER so schnell wie möglich ans Netz zu bringen."

Zuvor war Kritik daran laut geworden, dass wieder ein Spitzenpolitiker Chefkontrolleur des Hauptstadtflughafens wird. Der brandenburgische Landesrechnungshof wies darauf hin, dass Regierungschefs für solche Zusatzposten eigentlich keine Zeit hätten.

Das jahrelange Debakel um geplatzte Eröffnungstermine und Planungsfehler war zum großen Teil auch den Politikern im Aufsichtsrat angelastet worden. Müller hatte zunächst gezögert, den Aufsichtsratsvorsitz zu übernehmen.

Auf der Baustelle werden Mühlenfeld zufolge nicht alle Zeitpläne eingehalten. "Wir sind fast dort, wo wir zu diesem Zeitpunkt sein müssten, wenn das Terminal Ende März fertig sein muss", sagte er. Kritisch bleibe der Brandschutz, wo derzeit etwa die Hälfte der Mängel beseitigt sei.

Exakt im Plan dagegen sei die Sanierung der nördlichen Start- und Landebahn, die derzeit trotz Schäden nach einem Gewitter zu einem Fünftel fertig sei. Rund 150 Bauarbeiter befestigten gerade Seitenstreifen, frästen die obere Asphaltschicht ab und bauten neuen Asphalt ein. Am 24. Oktober solle die Nordbahn wieder in Betrieb genommen werden.

Die langwierigen Arbeiten am Hauptstadtflughafen brockten der Betreibergesellschaft auch im vergangenen Jahr wieder rote Zahlen ein. Trotz steigenden Passagieraufkommens stand unter dem Strich ein Minus von 171 Millionen Euro - nach 181,7 Millionen Euro im Vorjahr. Mit dem Betrieb der alten Flughäfen Tegel und Schönefeld erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 289 Millionen Euro./tam/bf/DP/he

03.07.2015

Alter Flughafen Berlin-Schönefeld bleibt länger am Netz

BERLIN (dpa-AFX) - Der alte Flughafen Berlin-Schönefeld soll auch nach dem Start des neuen Hauptstadtflughafens noch mehrere Jahre am Netz bleiben. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft beschloss am Freitag ein Sofortprogramm, mit dem der Airport auf zusätzliche Flüge vorbereitet werden soll. Anders könne die steigende Zahl von Passagieren nicht abgewickelt werden. Die Flughafengesellschaft erwartet für 2017 rund 33 Millionen Passagiere. Der neue Hauptstadtflughafen, der dann eröffnet sein soll, ist aber nur auf 27 Millionen Passagiere ausgerichtet. Wie lange Schönefeld-Alt am Netz bleiben soll, wurde nicht gesagt./tam/DP/stw

03.07.2015

Deutsche Anleihen legen zu - Aufwind im gesamten Euroraum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen haben am Freitag nach deutlichen Verlusten an den Vortagen wieder deutlich zugelegt. Der für den deutschen Markt richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am späten Nachmittag um 0,78 Prozentpunkte auf 151,83 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte auf 0,78 Prozent zu.

In der gesamten Eurozone stiegen die Anleihekurse. Positive Zahlen vom Freitag zum Einkaufsmanagerindex des Forschungsinstituts Markit konnten die Kurse nicht dämpfen. Außerdem zeigten sich die Anleger von Äußerungen des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) unbeeindruckt, der in einem vorab veröffentlichten Interview mit der "Bild"-Zeitung Erwartungen an schnelle neue Hilfen für Griechenland nach dem Referendum am Sonntag gedämpft hatte. Auch die Rendite der griechischen Anleihen gab um 0,10 Prozentpunkte nach./tos/jkr/he

03.07.2015

ROUNDUP: Tarifverhandlung für Lufthansa-Personal auf Ende September vertagt

MÖRFELDEN-WALLDORF (dpa-AFX) - Die Tarifverhandlungen für rund 33 000 Beschäftigte der Lufthansa sind auf Ende September vertagt worden. In der vierten Verhandlungsrunde konnten sich das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi am Freitag in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt noch nicht auf ein Ergebnis einigen.

Verdi war mit der Forderung nach getrennten Verhandlungen zu Betriebsrenten und Gehalt in diese vierte Runde gezogen, weil das Thema der Altersversorgung zu komplex für einen Schnellschuss sei. Lufthansa will die beiden Themen hingegen zusammen behandeln. Verdi vertritt vor allem das Bodenpersonal im Lufthansa-Konzern.

Die Gespräche über die Vergütungen würden nun bis zum 30. September ausgesetzt, erklärte Lufthansa am Abend. Die Tarifpartner wollten die Zeit nutzen, um die Beratungen in Arbeitsgruppen über den Umbau der betrieblichen Altersversorgung fortzusetzen. "Wir wollen unseren Mitarbeitern auch in Zukunft eine attraktive Altersversorgung bieten, die gleichzeitig dauerhaft finanzierbar ist", sagte Personalvorstand Bettina Volkens laut Mitteilung. Nur bei einer Lösung zur betrieblichen Altersversorgung sehe Europas größter Luftverkehrskonzern Spielraum für höhere Gehälter.

Das Unternehmen will von den festen Zusagen für Betriebsrenten herunterkommen, deren Renditen beim aktuell niedrigen Zinsniveau am Kapitalmarkt nicht zu erwirtschaften sind. Risiken und Kosten des bestehenden Altersversorgungssystems gefährdeten die Zukunftsfähigkeit von Lufthansa, hatte Volkens betont. Anders als die Kabinengewerkschaft Ufo lehnt Verdi einen Systemwechsel aber ab.

In der Gehaltsfrage verlangt Verdi 5,5 Prozent mehr und will Beschäftigungszusagen für Auszubildende erreichen. Die Gewerkschaft kritisierte, Lufthansa wolle weiterhin die Themenbereiche betriebliche Altersversorgung und Vergütung miteinander verbinden. "In der heutigen Verhandlungsrunde haben wir der Lufthansa nochmals deutlich gemacht, dass die unterschiedlichen Themenkomplexe nicht verknüpft werden", betonte Verhandlungsführerin Christine Behle./ceb/jap/DP/stw

03.07.2015

ROUNDUP 2: Zähes Ringen um Deutsche-Post-Abschluss - am Freitag kein Ergebnis

BAD NEUENAHR (dpa-AFX) - Nach fast vier Wochen bundesweitem Streik ist der Weg zu einer Einigung bei der Deutschen Post weiterhin steinig. Am ersten Verhandlungstag am Freitag in Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz) kamen die Tarifparteien kaum vom Fleck. "Wir treten auf der Stelle", sagte ein Verdi-Sprecher, "ein Durchbruch ist nicht in Sicht."

Es gebe keine wesentlichen neuen Entwicklungen, hieß es bei der Post am Abend. Am ersten Tag sei eine Einigung schon wegen der Menge der Gesprächsthemen gar nicht möglich. Die Post bleibe aber optimistisch, zu einem Ergebnis für die 140 000 Beschäftigten zu kommen.

Sie halte dabei an den zum Jahresbeginn ausgegliederten Paketgesellschaften mit geringerer Bezahlung fest. Diese Gesellschaften mit aktuell rund 6500 Beschäftigten sind der Hauptstreitpunkt in dem Konflikt mit der Gewerkschaft.

Die Tarifverhandlungen sollten am Samstagmorgen fortgesetzt werden. Auf dem Tisch liegt die Verdi-Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld und einer Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Außerdem geht es um eine Verlängerung des Kündigungsschutzes für die Mitarbeiter, der Ende des Jahres ausläuft.

Die Post hat bisher keinen konkreten Entgeltvorschlag vorgelegt. Sie hatte zu Beginn der Tarifrunde aber ein Modell zur Flexibilisierung der Arbeitszeit zwischen 41 und 34 Wochenstunden präsentiert und Bereitschaft gezeigt, über den Kündigungsschutz zu verhandeln.

Vor allem im Streit um die ausgegliederten Gesellschaften bei der DHL Delivery GmbH stehen sich die Positionen des Unternehmens und der Gewerkschaft Verdi kontrovers gegenüber. Post-Chef Frank Appel hatte die Paket-Gesellschaften öffentlich als "nicht verhandelbar" bezeichnet. Verdi sieht in der Ausgliedrung der Beschäftigten dagegen einen "einseitigen Vertragsbruch" der Post und fordert vehement die Eingliederung der Beschäftigten in den Post-Haustarifvertrag.

Der Unterschied für die Mitarbeiter ist erheblich: Die Post-Mutter zahlt im Schnitt gut 17 Euro, bei Delivery gibt es nur durchschnittlich 13 Euro.

Auch diese 13 Euro basierten aber auf einem mit Verdi verhandelten Tarif, dem Logistik-Tarif, betont die Post. Außerdem gehe es bei Delivery nur um neue Jobs. Die bestehenden Post-Angestellten würden nicht schlechter gestellt. Die Ausgliederung sei nötig, um mit der deutlich schlechter zahlenden Konkurrenz mitzuhalten, so die Post.

Verdi lässt die bundesweiten Streiks mit täglich rund 30 000 Teilnehmern auch während der Verhandlungen weiterlaufen, um den Druck auf die Arbeitgeber aufrecht zu erhalten. In Hamburg gab es am Freitag eine Demonstration mit mehr als 2000 Postbeschäftigten. Bei der Abschlusskundgebung versicherte DGB-Chef Reiner Hoffmann den Postbeschäftigten, dass die Gewerkschaften hinter ihnen stünden und die Verdi-Forderungen unterstützen.

Der Streik kostet das Unternehmen jeden Tag Millionen Euro und drückt auf das Image. Nach anfänglicher Gelassenheit dringen mit der langen Dauer des Streiks zunehmend auch Beschwerden von Kunden nach draußen. In manchen Städten bleiben Briefe nach Schilderungen von Betroffenen wochenlang liegen. Stark betroffen ist demnach zum Beispiel Berlin. Kunden haben allerdings keine Handhabe gegen die Post, weil das Unternehmen beim gewöhnlichen Brief keine Laufzeitgarantie übernimmt.

In der Bevölkerung findet der Streik einer Umfrage zufolge weiter Rückhalt in der Bevölkerung. Wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov in einer am Freitag veröffentlichten Befragung ermittelte, haben 63 Prozent der Bundesbürger Verständnis für den Arbeitskampf. Nur 29 Prozent lehnen ihn kategorisch ab.

Dabei hat fast die Hälfte der Bundesbürger inzwischen die Auswirkungen des Streiks persönlich zu spüren bekommen. Insgesamt 42 Prozent der 1370 Befragten gaben an, durch den Streik bereits wichtige Post zu spät erhalten zu haben./rs/rea/DP/stw

03.07.2015

Berliner Flughafengesellschaft schreibt weiter rote Zahlen

BERLIN (dpa-AFX) - Der noch immer nicht fertige Hauptstadtflughafen hat der Betreibergesellschaft im vergangenen Jahr erneut rote Zahlen eingebrockt. Trotz weiter steigender Passagierzahlen stand unter dem Strich ein Minus von 171 Millionen Euro, wie die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH am Freitag mitteilte. Im Vorjahr hatte das Minus 181,7 Millionen Euro betragen. Mit dem Betrieb der Flughäfen Tegel und Schönefeld erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 289 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieb stabil bei rund 56 Millionen Euro./tam/DP/stw

03.07.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Moderate Verluste vor Griechen-Abstimmung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger vor der griechischen Volksabstimmung am Wochenende zurückgehalten. Impulse aus den USA fehlten am Freitag, da die dortigen Börsen wegen des Nationalfeiertags am Samstag bereits geschlossen blieben.

Der lange wenig bewegte Dax rutschte am Nachmittag etwas ab und schloss 0,37 Prozent schwächer bei 11 058,39 Punkten. Auf Wochensicht büßte der hiesige Leitindex damit 3,78 Prozent an Wert ein.

NEBENWERTE-INDIZES KAUM BEWEGT

Der MDax der mittelgroßen Werte ging am Freitag lediglich 0,03 Prozent schwächer bei 19 874,49 Punkten aus dem Handel, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,09 Prozent auf 1656,96 Punkte verlor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,62 Prozent tiefer bei 3441,76 Punkten. In Paris und London ging es mit den Kursen ebenfalls nach unten.

Marktbeobachterin Sarah Brylewski vom Handelshaus Ayondo sah die Anleger im "Griechen-Streik". Denn erst nach der Volksabstimmung am Sonntag dürfte wieder Bewegung in die Verhandlungen um die Schulden des Landes kommen. Dieser Streit wiederum bewegt die Märkte seit Monaten. Dagegen riet Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research mit Blick auf den kommenden Montag zur Gelassenheit. "Das griechische Chaos haben die Finanzmärkte schon vor dem Wochenende eingepreist", sagte er.

K+S PROFITIEREN WEITER VON ÜBERNAHMEHOFFNUNG

Unter den deutschen Einzelwerten ragten die Aktien von K+S mit dem anhaltenden Übernahmeinteresse von Potash weiter heraus: Die Papiere des Dünger- und Salzproduzent gewannen an der Dax-Spitze 4,44 Prozent auf 38,665 Euro.

Der kanadische Düngemittelhersteller Potash will nach der Ablehnung seiner Offerte nun zeitnah auf deren Management zugehen. Die Verantwortlichen von K+S wollen jedoch zuerst ein höheres Angebot sehen, bevor sie sich wieder mit dem Thema befassen, wie die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX aus dem Umfeld des Kasseler Unternehmens erfuhr.

ANALYSTENKOMMENTAR BELASTET HEIDELBERGCEMENT

Ein negativer Analystenkommentar drückte dagegen die Aktien von HeidelbergCement mit 1,29 Prozent ins Minus. Händler verwiesen auf eine aktuelle Studie der Deutschen Bank, die sich Sorgen über ein möglicherweise tristeres zweites Quartal des Baustoffekonzerns macht.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,71 Prozent auf 0,68 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,19 Prozent auf 138,55 Punkte. Der Bund-Future erholte sich um 0,62 Prozent auf 151,90 Zähler. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1096 US-Dollar. Bereits zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1096 (Donnerstag: 1,1066) US-Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,9012 (0,9037) Euro./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

03.07.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Moderate Verluste vor Griechen-Abstimmung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger vor der griechischen Volksabstimmung am Wochenende zurückgehalten. Impulse aus den USA fehlten, da die dortigen Börsen wegen des Nationalfeiertags am Samstag bereits geschlossen blieben.

Der lange wenig bewegte Dax rutschte am Freitagnachmittag etwas ab und schloss 0,37 Prozent schwächer bei 11 058,39 Punkten. Auf Wochensicht büßte der hiesige Leitindex damit 3,78 Prozent an Wert ein. Der MDax der mittelgroßen Werte ging am Freitag lediglich 0,03 Prozent schwächer bei 19 874,49 Punkten aus dem Handel, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,09 Prozent auf 1656,96 Punkte verlor./gl/he

03.07.2015

WOCHENAUSBLICK: Griechen entscheiden sich am Sonntag 'für oder gegen Europa'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Unabhängig davon, wie die Griechen beim Volksentscheid abstimmen - die Anleger stellen sich auf weiter schwankende Märkte ein. Schon zuletzt war der Dax vornehmlich von der Erwartung auf ein Ende des Schuldenstreits zwischen Athen und seinen Gläubigern bewegt, aber nach Expertenmeinung nicht dramatisch in die Tiefe gedrückt worden.

Dass sich der Markt an Enttäuschungen gewöhnt hat, zeigte bereits die abgelaufene Woche. Nach einer wiederholten gescheiterten Einigung blieben die griechischen Banken geschlossen. Der Dax erlebte am Montag zwar seinen größten Tagesverlust seit Jahren und wurde im Wochenverlauf auch mal unter die Marke von 11 000 Punkten gedrückt, erholte sich aber immer wieder. Ähnliches könnte sich in der neuen Woche wiederholen.

REFERENDUM-ERGEBNIS: "NEIN"-VOTUM SPRICHT FÜR GREXIT

Die meisten Ökonomen sehen in dem Volksentscheid eine Entscheidung für oder gegen Europa. Durch das Referendum werde endlich klar, was das griechische Volk wolle, sagt Börsenexperte Robert Halver von der Baader Bank . Stimmte die Mehrheit dagegen, die Forderungen der Gläubiger anzunehmen, rücke ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone näher. Das dürfte die Märkte zunächst belasten. Stimmten die Griechen mit "Ja", sollten sich die Börsen kurzfristig freundlich zeigen.

Die Probleme seien dann aber nicht vom Tisch. "Es gibt keine optimale Lösung. Auf lange Sicht wäre ein 'Grexit' aber die bessere Variante", sagt Halver. Denn dann müsse Griechenland ernsthaft Reformen angehen und habe gleichzeitig die Chance, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Bei einer Einigung mit den Gläubigern seien dagegen "Kosmetikreformen" wahrscheinlicher.

ZINSWENDE IN DEN USA: FED-PROTOKOLL IM FOKUS

Zwar werden derzeit nicht-griechische Faktoren in den Hintergrund gedrängt. Doch zumindest zur Wochenmitte hin dürfte die Frage über den Zeitpunkt der Zinswende in den USA und in Großbritannien im Fokus stehen: Am Mittwoch wird das Protokoll der US-Notenbanksitzung vom 17. Juni veröffentlicht, und am Folgetag entscheidet die Bank of England über den Leitzins. Beide Zentralbanken schienen "große Angst davor zu haben, den Leitzins zu früh anzuheben", und würden offenbar "bewusst ein Überschießen der Inflation in Kauf nehmen", teilt Chefvolkswirt Edgar Walk von Metzler Asset Management mit.

Auch in China stehen über kurz oder lang Zinsentscheidungen an. Deswegen dürften die Verbraucher- und Produktionspreise am Donnerstag die Börsianer interessieren. Der Shanghai-Composite-Index hatte seit seinem Hoch im Juni um mehr als 25 Prozent nachgegeben.

NÄCHSTER SHOWDOWN-TERMIN: GRIECHEN-ANLEIHEN WERDEN FÄLLIG

Zum kommenden Wochenende hin wird es noch einmal spannend. Denn am Freitag werden griechische Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten in Milliardenhöhe fällig. Werden private Gläubiger nicht bedient, ist das für die Ratingagenturen ein Grund, Griechenland noch weiter abzuwerten. Zudem spricht am Abend die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, in Cleveland.

Von der Unternehmensseite liefert die langsam beginnende Berichtssaison vor allem für den MDax Impulse. CropEnergies berichtet einen Tag vor dem Mutterkonzern Südzucker über Quartalszahlen. Gerresheimer präsentiert am Donnerstag seine Ergebnisse./mzs/gl/he

--- Von Michaela Zin Sprenger, dpa-AFX ---

03.07.2015

Aktien Frankfurt: Anleger im 'Griechen-Streik' warten Referendum ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt halten sich die Anleger vor dem griechischen Referendum am Wochenende weiter zurück. Der Dax büßte bei geringen Schwankungen bis zum Nachmittag 0,10 Prozent auf 11 088,11 Punkte ein.

Marktbeobachterin Sarah Brylewski vom Handelshaus Ayondo sieht die Dax-Anleger im "Griechen-Streik". Denn erst nach der Volksabstimmung dürfte wieder Bewegung in die Verhandlungen um die Schulden des Landes kommen. Dieser Streit wiederum bewegt die Märkte seit Monaten.

Für einen ruhigen Handel in Frankfurt spricht auch, dass an der Wall Street wegen eines Feiertages nicht gehandelt wird.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,08 Prozent auf 19 864,59 Punkte nach, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,26 Prozent auf 1662,70 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor knapp ein halbes Prozent.

ENTSCHEIDUNG ÜBER REFERENDUM

Eine Unwägbarkeit gibt es allerdings noch vor dem Wochenende: Denn ob das Referendum überhaupt wie geplant am Sonntag stattfindet, will Griechenlands Staatsrat - das oberste Verwaltungsgericht des Landes - an diesem Freitag entscheiden. Griechische Verfassungsrechtler erwarten aber, dass die Klage zweier Bürger gegen die geplante Abstimmung abgewiesen wird.

Eine Umfrage des griechischen Meinungsforschungsinstituts ALCO im Auftrag der Boulevardzeitung "Ethnos" sagt eine äußerst knappe Entscheidung zwischen beiden Lagern voraus. Die Regierung in Athen wirbt weiter vehement für ein "Nein".

Mit Blick auf den kommenden Montag rät Marktexperte Daniel Saurenz bereits jetzt zur Gelassenheit: "Das griechische Chaos haben die Finanzmärkte schon vor dem Wochenende eingepreist", sagte er. "Egal, wie das Referendum ausgehen mag, die Institutionen und handelnden Personen hatten Zeit, einen Plan A und B auszuarbeiten."

ÜBERNAHMEPOKER BEI K+S

Unter den Einzelwerten ragten K+S mit dem Übernahmeinteresse von Potash weiter heraus. Die Papiere gewannen an der Dax-Spitze gut 5 Prozent auf 38,945 Euro. Die Kanadier wollen nach der Ablehnung durch die Kasseler nun zeitnah auf deren Management zugehen. Bei der geplanten Übernahme werde nicht an Stellenstreichungen, Betriebsschließungen oder gar einen Verkauf des Salzgeschäfts gedacht, teilte Potash in einer Stellungnahme mit.

Ein Börsianer sprach von sehr freundlichen Tönen. Das Barangebot von 41 Euro müsse noch nicht das letzte Wort gewesen sein. Die Verantwortlichen von K+S wollen jedoch zuerst eine höhere Offerte sehen, bevor sie sich wieder mit dem Thema befassen, wie die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag aus dem Umfeld des Kasseler Unternehmens erfuhr.

SKEPSIS VOR QUARTALSZAHLEN BELASTET HEIDELCEMENT

Sorgen über ein möglicherweise tristeres zweites Quartal als gedacht drückten dagegen die Aktien von HeidelbergCement um fast 1,5 Prozent. Händler verwiesen auf eine aktuelle Studie der Deutschen Bank. Schwächere Daten vom US-Markt implizierten, dass das Jahresviertel für den Baustoffkonzern schwieriger gewesen sein könnte, schrieb Analystin Glynis Johnson./ag/das

03.07.2015

Aktien New York Ausblick: Geschlossen wegen Feiertag

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen bleiben am heutigen Freitag wegen des Nationalfeiertags am Samstag geschlossen./gl/das

03.07.2015

Aktien Frankfurt: Dax bewegt sich kaum - Anleger bleiben im 'Griechen-Streik'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt halten sich die Anleger vor dem griechischen Referendum am Wochenende zurück. Der Dax sank bei geringen Schwankungen bis zum Mittag um 0,24 Prozent auf 11 072,96 Punkte.

Marktbeobachterin Sarah Brylewski vom Handelshaus Ayondo sieht die Dax-Anleger im "Griechen-Streik". Denn erst nach der Volksabstimmung dürfte wieder Bewegung in die Verhandlungen um die Schulden des Landes kommen. Dieser Streit wiederum bewegt die Märkte seit Monaten.

Für einen ruhigen Handel in Frankfurt spricht auch, dass an der Wall Street wegen eines Feiertages nicht gehandelt wird.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,29 Prozent auf 19 823,36 Punkte nach, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,24 Prozent auf 1662,44 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor ein halbes Prozent.

ENTSCHEIDUNG ÜBER REFERENDUM

Eine Unwägbarkeit gibt es allerdings noch vor dem Wochenende: Denn ob das Referendum überhaupt wie geplant am Sonntag stattfindet, will Griechenlands Staatsrat - das oberste Verwaltungsgericht des Landes - an diesem Freitag entscheiden. Griechische Verfassungsrechtler erwarten aber, dass die Klage zweier Bürger gegen die geplante Abstimmung abgewiesen wird.

Eine neue Umfrage des griechischen Meinungsforschungsinstituts ALCO im Auftrag der Boulevardzeitung "Ethnos" sagt eine äußerst knappe Entscheidung zwischen beiden Lagern voraus. Die Regierung in Athen wirbt weiter vehement für ein "Nein".

ÜBERNAHMEPOKER BEI K+S

Unter den Einzelwerten standen K+S mit dem Übernahmeinteresse von Potash weiter klar im Fokus. Die Kanadier wollen nach der Ablehnung durch die Kasseler nun zeitnah auf deren Management zugehen. Bei der geplanten Übernahme sei nicht an Stellenstreichungen, Betriebsschließungen oder gar einen Verkauf des Salzgeschäfts gedacht, teilte Potash in einer Stellungnahme mit.

Ein Börsianer sprach von sehr freundlichen Tönen. Das Barangebot von 41 Euro müsse wohl noch nicht das letzte Wort sein. Die K+S-Aktie gewann an der Dax-Spitze fast 5 Prozent auf 38,77 Euro.

SKEPSIS VOR QUARTALSZAHLEN BELASTET HEIDELCEMENT

Sorgen über ein möglicherweise tristeres zweites Quartal als gedacht drückten dagegen die Aktien von HeidelbergCement um 1 Prozent. Händler verwiesen auf eine aktuelle Studie der Deutschen Bank. Schwächere Daten vom US-Markt implizierten, dass das Jahresviertel für den Baustoffkonzern schwieriger gewesen sein könnte, schrieb Analystin Glynis Johnson./ag/das

03.07.2015

Aktien Europa: Kursverluste vor Referendum in Griechenland

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte sind vor dem Griechenland-Referendum abgebröckelt. "Wieder einmal ist Abwarten angesagt, und wieder einmal steht das wohl 'entscheidende' Wochenende bevor", sagte Analyst Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , stand am Freitagvormittag 0,64 Prozent tiefer bei 3440,93 Punkten.

Die Börsen warteten auf den letzten Akt im Schuldendrama und es gehe die Angst vor Montag um, sagte Paciorek. Vor dem Referendum am Sonntag in Griechenland deuten Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem "Ja" und dem "Nein" des griechischen Volkes zum Euro. Die wichtigsten Konjunkturdaten der Woche seien unterdessen mit dem offiziellen Arbeitsmarktbericht aus den USA am Vortag bereits berichtet, sagte Paciorek weiter. Vor dem Wochenende bleiben die New Yorker Börsen wegen des Unabhängigkeits-Feiertages geschlossen.

Der CAC-40-Index in Paris rutschte zuletzt mit 0,60 Prozent ins Minus auf 4806,64 Punkte. Der Londoner FTSE 100 verlor außerhalb der Eurozone mit minus 0,39 Prozent auf 6604,86 Punkten etwas weniger. Die Börse in Athen blieb weiterhin geschlossen.

Rohstoffwerte setzten ihren jüngsten Abwärtstrend fort: Der Branchenindex Stoxx 600 Basic Resources verlor wieder mehr als 0,5 Prozent und war Schlusslicht im Tableau der europäischen Hauptsektoren. Er rutschte damit auf ein neues Tief seit Ende Januar. Das Branchenbarometer weitete seinen Verlust seit dem Zwischenhoch am 24. Juni auf fast 8 Prozent aus.

Händler verwiesen auf die enttäuschende Entwicklung bei den Metallpreisen insbesondere mit der Schwäche bei Eisenerz sowie dem festen US-Dollar als Belastung. Im Stoxx50-Auswahlindex zählten die in London gehandelten Minenwerte BHP Billiton mit einem Abschlag von 1,26 Prozent auf 1256,50 Pence und Rio Tinto , deren Papiere sich um fast 1 Prozent verbilligten, zu den schwächsten Werten.

Die Aktie von Orange kletterte mit plus 0,99 Prozent auf 14,30 Euro an die Spitze des Eurstoxx-50-Index. Einem Händler zufolge lote der französische Telekomkonzern seine Strategie in Afrika und dem Nahen Osten (EMEA) aus, wie der Finanzvorstand in London gesagt habe.

Die Sanofi-Aktie konnte nicht von der Zulassung des Insulin Toujeo in Japan profitieren. Auch die Aufnahme der Aktie in die "Premium List" der französischen Großbank Societe Generale (SocGen) half nicht - das Papier verlor 0,48 Prozent./fat/das

03.07.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax-Anleger sind im 'Griechen-Streik'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem griechischen Referendum am Wochenende ist am deutschen Aktienmarkt weiter Defensive angesagt. Marktbeobachterin Sarah Brylewski vom Handelshaus Ayondo sieht die Dax-Anleger im "Griechen-Streik". Denn erst nach der Volksabstimmung dürfte wieder Bewegung in die Verhandlungen um die Schulden des Landes kommen.

Der Dax pendelte im frühen Freitagshandel um sein Vortagesniveau. Zuletzt lag der Index mit 0,14 Prozent im Plus bei 11 114,63 Punkten. Für einen ruhigen Handel in Frankfurt spricht auch, dass an der Wall Street wegen eines Feiertages nicht gehandelt wird.

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,10 Prozent auf 19 899,91 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,33 Prozent auf 1663,95 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat auf der Stelle.

ENTSCHEIDUNG ÜBER REFERENDUM

Eine Unwägbarkeit gibt es allerdings noch vor dem Wochenende: Denn ob das Referendum überhaupt wie geplant am Sonntag stattfindet, will Griechenlands Staatsrat - das oberste Verwaltungsgericht des Landes - an diesem Freitag entscheiden. Griechische Verfassungsrechtler erwarten aber, dass die Klage zweier Bürger gegen die geplante Abstimmung abgewiesen wird.

Eine neue Umfrage des griechischen Meinungsforschungsinstituts ALCO im Auftrag der Boulevardzeitung "Ethnos" sagt eine äußerst knappe Entscheidung zwischen beiden Lagern voraus. Die Regierung in Athen wirbt weiter vehement für ein "Nein".

ÜBERNAHMEPOKER BEI K+S

Unter den Einzelwerten standen K+S mit dem Übernahmeinteresse von Potash weiter im Fokus. Die Kanadier wollen nach der Ablehnung durch die Kasseler nun zeitnah auf deren Management zugehen. Bei der geplanten Übernahme sei nicht an Stellenstreichungen, Betriebsschließungen oder gar einen Verkauf des Salzgeschäfts gedacht, teilte Potash in einer Stellungnahme mit.

Ein Börsianer sprach von sehr freundlichen Tönen. Sie sollten am Markt gut ankommen, zumal das Barangebot von 41 Euro wohl noch nicht das letzte Wort sein müsse. Ein Plus von fast 3 Prozent bei der K+S-Aktie gab dem Börsianer Recht; das Papier lag damit an der Dax-Spitze.

EON UND RWE WEITER IM AUFWIND

Eon-Papieren verhalfen positive Analystenkommentare zu einem Gewinn von 0,5 Prozent. Die Experten der französischen Großbank Societe Generale sprachen eine Kaufempfehlung aus. Am Donnerstag war die umstrittene Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke gekippt worden, die laut Händlern wie ein Damoklesschwert über der Versorgeraktie gehangen hatte. RWE-Papiere bauten ihren Vortagesgewinn von fast 5 Prozent noch minimal aus./ag/das

03.07.2015

Aktien Frankfurt Eröffnung: Anleger bleiben vor Athen-Referendum zurückhaltend

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem griechischen Referendum am Wochenende ist am deutschen Aktienmarkt weiter Defensive angesagt. Der Dax büßte am Freitag in den ersten Minuten 0,29 Prozent auf 11 067,22 Punkte ein.

Erst nach der Volksabstimmung dürfte wieder Bewegung in die Hängepartie um die Finanzen des Landes kommen. Für ruhigen Handel spricht auch, dass an der Wall Street wegen eines Feiertages nicht gehandelt wird.

Der MDax der mittelgroßen Werte trat bei 19 878 Punkten auf der Stelle, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,12 Prozent auf 1660,38 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel leicht.

Eine Unwägbarkeit gibt es allerdings noch vor dem Wochenende: Denn ob das Referendum überhaupt wie geplant am Sonntag stattfindet, will Griechenlands Staatsrat - das oberste Verwaltungsgericht des Landes - an diesem Freitag entscheiden. Griechische Verfassungsrechtler erwarten aber, die Klage zweier Bürger gegen die geplante Abstimmung abgewiesen wird./ag/das

03.07.2015

Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger dürften an der Seitenlinie bleiben

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem griechischen Referendum am Wochenende scheint am deutschen Aktienmarkt weiter Defensive angesagt zu sein. Denn erst nach der Volksabstimmung dürfte wieder Bewegung in die Hängepartie im Schuldendrama kommen. Für ruhigen Handel spricht auch, dass an der Wall Street wegen eines Feiertages nicht gehandelt wird.

Im Dax zeichnete sich gut eine Stunde vor Handelsbeginn ein moderates Plus von 0,12 Prozent auf 11 113 Punkte ab. Bereits tags zuvor hatte sich der deutsche Leitindex über weite Strecken kaum bewegt. Im späten Handel verlor er dann ein dreiviertel Prozent. Der EuroStoxx 50 wird am Morgen ebenfalls kaum verändert erwartet.

ENTSCHEIDUNG ÜBER REFERENDUM

Eine Unwägbarkeit gibt es allerdings noch vor dem Wochenende: Denn ob das Referendum überhaupt wie geplant am Sonntag stattfindet, will Griechenlands Staatsrat - das oberste Verwaltungsgericht des Landes - an diesem Freitag entscheiden. Griechische Verfassungsrechtler erwarten aber, dass der Staatsrat die Klage zweier Bürger gegen die geplante Abstimmung abweist.

Die Regierung in Athen wirbt weiter vehement für ein "Nein". Finanzminister Gianis Varoufakis hatte gar seine politische Zukunft an den Ausgang der Abstimmung geknüpft.

POTASH WILL AUF K+S ZUGEHEN

Unter den Einzelwerten bleiben K+S mit dem Übernahmeinteresse von Potash im Fokus. Die Kanadier wollen nach der Ablehnung durch die Kasseler nun zeitnah auf deren Management zugehen. Bei der geplanten Übernahme sei nicht an Stellenstreichungen, Betriebsschließungen oder gar einen Verkauf des Salzgeschäfts gedacht, teilte Potash in einer Stellungnahme mit.

Ein Börsianer sprach von sehr freundlichen Tönen. Sie sollten am Markt gut ankommen, zumal das Barangebot von 41 Euro wohl noch nicht das letzte Wort sein müsse. Tags zuvor waren K+S-Aktien auf rund 37 Euro gefallen. Vorbörslich legten sie nun um knapp 1,5 Prozent zu.

Auch RWE-Aktien dürften ihren positiven Trend fortsetzen. Am Donnerstag war die umstrittene Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke gekippt worden, die laut Händlern wie ein Damoklesschwert über der Versorgeraktie gehangen hatte./ag/das

03.07.2015

GESAMT-ROUNDUP 3: Griechisches Gericht macht Weg für Volksabstimmung frei

(neu: Tsipras-Kundgebung am Abend, Demonstrationen in Deutschland)

ATHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Auch nach der Volksabstimmung am Sonntag über den umstrittenen Sparkurs ist für das pleitebedrohte Griechenland keine schnelle Rettung in Sicht. Die Bundesregierung dämpfte am Freitag Hoffnungen der Linksregierung in Athen, zügig frische Hilfsgelder zu erhalten. Der Ausgang des Referendums ist laut Umfrage völlig offen. Regierungschef Alexis Tsipras rief seine Landsleute auf, mit einem "Nein" neue Verhandlungen mit den Geldgebern zu ermöglichen. Dagegen erwarten Euro-Finanzexperten, dass eine mehrheitliche Ablehnung den Verbleib Griechenlands im Euroraum gefährden dürfte.

Tsipras warb am Freitagabend in Athen vor Zehntausenden Anhängern für eine Ablehnung der internationalen Sparvorgaben. "Am Sonntag werden wir nicht nur einfach über unseren Verbleib in Europa entscheiden, sondern über die Frage, ob wir mit Würde in Europa bleiben", sagte Tsipras auf dem Syntagma-Platz. An der Kundgebung beteiligten sich nach Schätzungen etwa 30 000 Menschen.

DEMONSTRATIONEN IN ATHEN

Die Befürworter des Sparprogrammes kamen am Abend ebenfalls in der griechischen Hauptstadt zusammen. Etwa 20 000 Regierungsgegner sprachen sich dafür aus, auf die Forderungen der internationalen Geldgeber einzugehen, um die drohende Staatspleite des Euro-Krisenlandes zu verhindern. Auch in Berlin und anderen deutschen Städten sowie in Brüssel gingen Gegner der Sparvorgaben für Griechenland auf die Straßen.

In Athen hatte zuvor das höchste Verwaltungsgericht des Landes, der Staatsrat, den Weg für das Referendum freigemacht. Das Gericht wies Klagen von Bürgern gegen die Volksabstimmung aus formalen Gründen ab.

WICHTIGES SIGNAL

Bei der Abstimmung sollen die Griechen entscheiden, ob sie die Forderungen der Gläubiger akzeptieren oder sie ablehnen. Das Hilfspaket, zu dem diese Bedingungen gehören, ist allerdings am 30. Juni ausgelaufen und damit überholt. Dennoch gilt das Votum der griechischen Bevölkerung nach ergebnislosen Verhandlungen als wichtiges Signal für die zukünftige Kooperation des hoch verschuldeten Landes mit seinen Gläubigern.

Tsipras hat seine politische Zukunft indirekt mit der Abstimmung verknüpft. Sein Finanzminister Gianis Varoufakis will bei einem "Ja" der Griechen zurücktreten. Beide Politiker versprachen ihren Landsleuten, im Falle einer Ablehnung des Reformprogramms falle eine Einigung mit den Gläubigern in Zukunft günstiger aus.

ÄUSSERST KNAPPE ENTSCHEIDUNG ERWARTET

Bei der Volksabstimmung zeichnet sich einer neuen Umfrage zufolge eine äußerst knappe Entscheidung ab. 41,7 Prozent der Befragten zeigen sich demnach mit den Forderungen der Gläubiger einverstanden, 41,1 Prozent kündigten ein "Nein" beim Referendum am Sonntag an. Das ergab eine Umfrage, die am Freitagabend im griechischen Nachrichtenportal "To Proto Thema" veröffentlicht wurde.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kündigte an, günstigstenfalls würden Verhandlungen über neue Griechenland-Hilfen nach Auslaufen des letzten Programms "auf völlig neuer Grundlage und unter erschwerten wirtschaftlichen Voraussetzungen" stattfinden. "Das wird schon eine Weile dauern", stellte der CDU-Politiker in der "Bild"-Zeitung (Samstag) klar.

JUNCKER WARNT VOR 'NEIN'

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte die Griechen eindringlich davor, gegen die von den Geldgebern geforderten Reformen zu stimmen. "Wenn die Griechen mit Nein stimmen, wird die griechische Verhandlungsposition dramatisch schwach sein", sagte Juncker in Luxemburg.

Tsipras hatte die Volksabstimmung über die Reformvorschläge der Gläubiger überraschend vor knapp einer Woche angekündigt, was die Verhandlungen der Euro-Finanzminister mit dem hoch verschuldeten Land scheitern ließ. Das bisherige Hilfsprogramm für Athen lief am Dienstag aus, noch offene Milliardenhilfen verfielen damit./hma/sv/DP/he

03.07.2015

Demonstration in Brüssel gegen Reformdruck auf Griechenland

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mehrere tausend Menschen haben in Brüssel gegen die Sparvorgaben für Griechenland demonstriert. Aufgerufen hatte die Organisation "Mit den Griechen", die für ein "Nein" beim Referendum am Sonntag eintritt, meldete die Nachrichtenagentur Belga am Freitag. Laut Veranstalter gingen 5 000 Menschen auf die Straße. Die Polizei zählte 3 000 Teilnehmer./cb/DP/he

03.07.2015

Tsipras schwört seine Anhänger auf 'Nein' bei Referendum ein

ATHEN (dpa-AFX) - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat vor Zehntausenden Anhängern für eine Ablehnung der internationalen Sparvorgaben beim bevorstehenden Referendum geworben. "Am Sonntag werden wir nicht nur einfach über unseren Verbleib in Europa entscheiden, sondern über die Frage, ob wir mit Würde in Europa bleiben", sagte Tsipras am Freitagabend bei einer Kundgebung auf dem Syntagma-Platz. An der Kundgebung beteiligten sich nach Schätzungen etwa 30 000 Menschen.

Ebenfalls in Athen kamen die Befürworter des Sparprogrammes zusammen. Etwa 20 000 Regierungsgegner sprachen sich dafür aus, auf die Forderungen der internationalen Geldgeber einzugehen, um die drohende Staatspleite des Euro-Krisenlandes zu verhindern./tt/hk/DP/he

03.07.2015

ROUNDUP: Friedliche Demonstrationen gegen Sparauflagen für Griechenland

BERLIN (dpa-AFX) - Aus Solidarität mit dem überschuldeten Griechenland sind hunderte Menschen in verschiedenen deutschen Städten auf die Straße gegangen. Der Protest richtete sich am Freitagabend gegen die Sparauflagen der Geldgeber Griechenlands. Die Demonstrationen liefen annähernd zeitgleich zu einer Großkundgebung von Gegnern des Sparkurses in Athen.

In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben zunächst rund 300 der erwarteten 3000 Teilnehmer. In Frankfurt zogen ebenfalls 300 zur Europäischen Zentralbank (EZB), einer der drei Gläubiger-Institutionen. In Stuttgart kamen nach Veranstalterangaben rund 500 Menschen zu einer Kundgebung, in Freiburg 200.

Aufgerufen zu den Aktionen hatten unter anderem die kapitalismuskritische Blockupy-Bewegung und das globalisierungskritische Netzwerk Attac unter dem Motto "Nein! Oxi! No! zur Sparpolitik - Ja zur Demokratie!". Das griechische Wort "Oxi" bedeutet "Nein". Die Demonstranten forderten die Griechen damit auf, beim Referendum am Sonntag mit "Nein" zu stimmen.

Das Referendum dürfte über den künftigen Kurs der griechischen Regierung gegenüber den Geldgebern entscheiden. Konkret wird über ein mit Spar- und Reformauflagen verbundenes Hilfsangebot abgestimmt, dessen Annahmefrist inzwischen allerdings verstrichen ist./nk/sat/kre/DP/he

03.07.2015

GESAMT-ROUNDUP 2: Verwaltungsgericht macht Weg für Griechen-Volksabstimmung frei

ATHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Auch nach der Volksabstimmung am Sonntag über den umstrittenen Sparkurs ist für das pleitebedrohte Griechenland keine schnelle Rettung in Sicht. Die Bundesregierung dämpfte am Freitag Hoffnungen der Linksregierung in Athen, zügig frische Hilfsgelder zu erhalten. Der Ausgang des Referendums ist laut Umfrage völlig offen. Regierungschef Alexis Tsipras rief seine Landsleute auf, mit einem "Nein" neue Verhandlungen mit den Geldgebern zu ermöglichen. Dagegen erwarten Euro-Finanzexperten, dass eine mehrheitliche Ablehnung den Verbleib Griechenlands im Euroraum gefährden dürfte.

In Athen gingen am Freitagabend Befürworter und Gegner der Sparpolitik jeweils zu Tausenden auf die Straße. Zuvor hatte das höchste Verwaltungsgericht des Landes, der Staatsrat, den Weg für das Referendum freigemacht. Das Gericht wies Klagen von Bürgern gegen die Volksabstimmung aus formalen Gründen ab

SIGNAL FÜR KÜNFTIGE VERHANDLUNGEN

Bei der Abstimmung sollen die Griechen sagen, ob sie Forderungen der Gläubiger zustimmen oder sie ablehnen. Das Hilfspaket, zu dem diese Bedingungen gehören, ist allerdings am 30. Juni ausgelaufen und damit überholt. Dennoch gilt das Votum der griechischen Bevölkerung nach ergebnislosen Verhandlungen als wichtiges Signal für die zukünftige Kooperation des hochverschuldeten Landes mit seinen Gläubigern.

Tsipras hat seine politische Zukunft indirekt mit der Abstimmung verknüpft. Sein Finanzminister Gianis Varoufakis will bei einem "Ja" der Griechen zurücktreten. Beide Politiker versprachen ihren Landsleuten, im Falle einer Ablehnung des Reformprogramms falle eine Einigung mit den Gläubigern in Zukunft günstiger aus.

KNAPPE ENTSCHEIDUNG ERWARTET

Bei der Volksabstimmung zeichnet sich einer neuen Umfrage zufolge eine äußerst knappe Entscheidung ab. 41,7 Prozent der Befragten zeigen sich demnach mit den Forderungen der Gläubiger einverstanden, 41,1 Prozent kündigten ein "Nein" beim Referendum am Sonntag an. Das ergab eine Umfrage, die am Freitagabend im griechischen Nachrichtenportal "To Proto Thema" veröffentlicht wurde.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kündigte an, günstigstenfalls würden Verhandlungen über neue Griechenland-Hilfen nach Auslaufen des letzten Programms "auf völlig neuer Grundlage und unter erschwerten wirtschaftlichen Voraussetzungen" stattfinden. "Das wird schon eine Weile dauern", stellte der CDU-Politiker in der "Bild"-Zeitung (Samstag) klar.

JUNCKER WARNT DIE GRIECHEN

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte die Griechen eindringlich davor, gegen die von den Geldgebern geforderten Reformen zu stimmen. "Wenn die Griechen mit Nein stimmen, wird die griechische Verhandlungsposition dramatisch schwach sein", sagte Juncker in Luxemburg. Der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, wollte den Griechen dagegen keine Empfehlung für ihre Stimmabgabe geben. "Nein, die Griechen müssen selbst entscheiden, es ist ihre Zukunft, ihr Land", sagte der niederländische Finanzminister.

Die Europäische Zentralbank beobachtet die Entwicklung in Athen mit kritischem Blick. "Wir müssen die Aussichten für eine Einigung mit Griechenland und seinen Gläubigern bewerten", sagte deren Vizepräsident Vítor Constâncio. Die Frankfurter Währungshüter spielen in der Krise eine entscheidende Rolle, weil das griechische Bankensystem nur noch dank Nothilfen der Zentralbank funktioniert. Eine Ablehnung der bisherigen Vorschläge der Gläubiger durch die Wähler würde nach Constâncios Worten zudem eine Einigung mit den Gläubigern schwieriger machen.

GESPANNTE RUHE AN FINANZMÄRKTEN

Nach den kurzen Turbulenzen zu Wochenbeginn kehrte an den Finanzmärkten inzwischen gespannte Ruhe ein.

Tsipras hatte die Volksabstimmung über die Reformvorschläge der Gläubiger überraschend vor knapp einer Woche angekündigt, was die Verhandlungen der Euro-Finanzminister mit dem hoch verschuldeten Land scheitern ließ. Das bisherige Hilfsprogramm für Athen lief am Dienstag aus, noch offene Milliardenhilfen verfielen damit./hma/DP/stw

03.07.2015

Tausende demonstrieren in Athen für und gegen Sparpolitik

ATHEN (dpa-AFX) - Tausende griechische Bürger haben am Freitag vor dem Parlamentsgebäude in Athen gegen die Sparpolitik und für eine harte Haltung der links-geführten Regierung gegenüber den Gläubigern des pleitebedrohten Landes demonstriert. Gleichzeitig versammelten sich Tausende vor dem alten Olympiastadion von Athen, "Panathinaikon", und demonstrierten unter dem Motto "Wir bleiben in Europa" für den Verbleib in der Eurozone.

Die Menschen der sogenannten Front für das "Ja" forderten, dass sich Ministerpräsident Alexis Tsipras mit den Partnern und Gläubigern verständigt, damit Griechenland den Euro als Währung behalten kann. Die Demonstranten des "Nein" lehnten lautstark weitere Sparmaßnahmen ab und skandierten: "Schluss mit der Austerität!". Die Polizei hatte aus Angst vor Ausschreitungen starke Einheiten zwischen den beiden Kundgebungen im Zentrum Athens positioniert.

Rund 200 vermummte Autonome sollen nach Medienberichten versucht haben, die Demonstration für das "Nein" zu stören. Sie zündeten Mülleimer an. Die Polizei habe die Randalierer vom Platz vor dem Parlament verdrängt, berichteten Augenzeugen.

Am Sonntag entscheiden die Griechen bei einem Referendum darüber, ob die unlängst von den internationalen Gläubigern vorgeschlagenen Reformmaßnahmen angenommen werden sollen. Umfragen deuten auf ein knappes Ergebnis hin. Bei der jüngsten Umfrage, die am Freitagabend im Fernsehsender Antenna veröffentlicht wurde führte das "Ja" mit 41,7. Die Bürger, die mit "Nein" zu stimmen planen wurden bei 41,1 Prozent gemessen. Befragt wurden für die repräsentative Umfrage landesweit 1400 Menschen./tt/DP/stw

03.07.2015

Friedliche Demonstration gegen Sparauflagen für Griechenland

FRANKFURT (dpa-AFX) - Rund 300 Menschen haben am Freitag in Frankfurt gegen die Sparpolitik der Gläubiger Griechenlands demonstriert. Unter dem Motto "Nein! Oxi! No! zur Sparpolitik - Ja zur Demokratie" zogen die laut Polizei friedlichen Demonstranten zum neuen Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB). Zu der Kundgebung aufgerufen hatte das linke Aktionsbündnis Blockupy.

"Wir erleben eine beispiellose Hetzkampagne, in der die Gläubiger vor Lügen nicht zurückschrecken, um Stimmung gegen Athen zu machen und eine freie Entscheidung der Griechinnen und Griechen zu verhindern", hieß es im Aufruf zur Demonstration. Die Gläubiger hätten unnachgiebig auf der Fortsetzung der Verarmungspolitik beharrt.

Am Sonntag müssen die Griechen in einem Referendum über den künftigen Kurs der griechischen Regierung gegenüber den Geldgebern entscheiden. Konkret wird über ein mit Spar- und Reformauflagen verbundenes Hilfsangebot abgestimmt, dessen Annahmefrist inzwischen allerdings verstrichen ist./sat/DP/stw

03.07.2015

Umfrage: Äußerst knappes Rennen bei Volksabstimmung in Griechenland

ATHEN (dpa-AFX) - Bei der Volksabstimmung zur Sparpolitik in Griechenland zeichnet sich einer neuen Umfrage zufolge eine äußerst knappe Entscheidung ab. 41,7 Prozent der Befragten zeigen sich demnach mit den Forderungen der Gläubiger einverstanden, 41,1 Prozent kündigten ein "Nein" beim Referendum am Sonntag an. Das ergab eine Umfrage, die am Freitagabend im griechischen Nachrichtenportal "To Proto Thema" veröffentlicht wurde. Die Umfrage führte das Meinungsforschungsinstitut Alco durch. Befragt wurden landesweit 1400 Menschen.

Zuvor war eine andere Umfrage des gleichen Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der Boulevardzeitung "Ethnos" veröffentlicht worden. 44,8 Prozent der Befragten sagten in dieser Umfrage, sie wollten mit "Ja" stimmen, 43,4 Prozent kündigten ein "Nein" an./tt/DP/stw

03.07.2015

Griechisches Gericht bewilligt Referendum

ATHEN (dpa-AFX) - Das griechische Referendum über den Spar- und Reformkurs kann am Sonntag wie geplant stattfinden. Das höchste Verwaltungsgericht des Landes, der Staatsrat, wies am Freitag die Klagen gegen die Volksabstimmung ab, wie Reporter aus dem Gerichtssaal berichteten. Zwei Bürger - ein Ingenieur und ein Jurist - hatten vergangene Woche gegen das Referendum geklagt./tt/DP/stw

03.07.2015

Linkspartei regt EU-weites Referendum über Sparpolitik an

BERLIN (dpa-AFX) - Unmittelbar vor dem griechischen Referendum will die Linkspartei eine EU-weite Volksabstimmung über die Sparpolitik in Europa auf den Weg bringen. Der Parteivorstand werde voraussichtlich am Samstag über diese Initiative für ein "demokratisches Europa" entscheiden, sagten die Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger und Katja Kipping dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstag). Am Sonntag sollen die Griechen darüber abstimmen, ob sie den Forderungen ihrer internationalen Gläubiger zustimmen oder diese ablehnen.

"Wir wollen, dass Austerität (Sparpolitik) und die Alternativen zur Austerität in ganz Europa den Bevölkerungen zur Entscheidung vorgelegt werden", sagten die beiden Parteichefs der Zeitung. Denkbar seien Fragen wie: "Soll eine Schuldenbremse auf Kosten der Sozialleistungen gehen, oder sollen die Einnahmen über höhere Steuern für Millionäre und hohe Vermögen und Unternehmensgewinne erhöht werden?" Auch über die Sinnhaftigkeit einer strikten Schuldenbremse und mögliche Ausnahmen davon könne abgestimmt werden.

Eine europaweite Volksabstimmung ist in den EU-Verträgen zwar nicht vorgesehen, nach Ansicht der Linkspartei ließen sich ersatzweise aber Referenden mit gleichlautender Fragestellung in den Mitgliedstaaten organisieren./mk/DP/stw

03.07.2015

AKTIE IM FOKUS 2: K+S-Aktionäre setzen auf höhere Übernahmeofferte von Potash

(Neu: Kreise-Aussagen zu höheren Preisvorstellungen von K+S, weitere Analystenkommentare, Schlusskurse.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre von K+S setzen weiter auf eine Übernahme durch den kanadischen Düngemittelhersteller Potash . Nachdem der Kasseler Dünger- und Salzproduzent am Donnerstag der Offerte eine Absage erteilt hatte, starteten die Kanadier eine Charmeoffensive.

Entsprechend schnellten die K+S-Aktien am Freitag bis auf 39,250 Euro hoch. Zum Schluss standen sie 4,44 Prozent im Plus bei 38,665 Euro, was immer noch für den Spitzenplatz im schwächelnden Dax reichte. Seit der Bestätigung des Interesses von Potash durch K+S in der vergangenen Woche haben die Papiere des Konzerns damit rund ein Drittel an Wert gewonnen.

POTASH GLAUBT WEITER AN EINIGUNG

Sie müssen Insidern zufolge wohl tiefer in die Tasche greifen. Erst wenn es ein neues Angebot gebe, werde man sich wieder damit befassen, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag aus dem Umfeld des Kasseler Unternehmens. Vorher sehe das Management keinen Anlass für Gespräche mit Potash. Analysten gehen ebenfalls davon aus, dass der laut K+S gebotene Preis von 41 Euro je Aktie noch Luft nach oben hat.

Das Potash-Management zeigte sich nach der Ablehnung durch K+S davon überzeugt, das sich dessen Befürchtungen aus dem Weg räumen ließen. Wenn sich die Deutschen auf ein Treffen einließen, könnten viele Punkte geklärt werden. Nach Meinung des Managements von K+S sind 41 Euro je Aktie zu wenig. Das Angebot zeige "nicht den fundamentalen Wert von K+S und ist nicht im Interesse des Unternehmens", hieß es.

ANALYSTEN HALTEN ÜBERNAHME FÜR SINNVOLL

Da eine Übernahme sinnvoll wäre, werde Potash mit hoher Wahrscheinlichkeit ein besseres Angebot vorlegen, schrieb Heinz Müller von der DZ Bank. Er errechnet für die K+S-Papiere einen fairen Wert von 45 Euro. Analyst John Klein von der Privatbank Berenberg hält ebenfalls eine Transaktion für sehr wahrscheinlich und geht dabei von einem Gebot von 42,50 Euro je K+S-Aktie aus - wie er bereits am Donnerstag in einer Studie geschrieben hatte, bevor Potash mit den offerierten 41 Euro abgeblitzt war.

Einige Experten sehen noch mehr Luft nach oben. Für Michael Schäfer vom Investmenthaus Equinet untermauern die Äußerungen von K+S sein Kursziel von 55 Euro, bei dem er Synergien durch eine Übernahme in Höhe von 4,40 Euro je Papier berücksichtige. Es sei verständlich, dass Potash weiterhin freundlich auf K+S zugehe, da eine Übernahme den Gewinnen kräftig Rückenwind verleihen würde.

Die Tür bleibe weit offen für ein höheres Kaufgebot der Kanadier, glaubt auch Markus Mayer von der Baader Bank. Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe riet den Aktionären, sich von ihren Papieren nicht unter 46 Euro zu trennen. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser sieht die langfristig guten Wachstumschancen der Deutsche im gegenwärtigen Kursniveau noch nicht ausreichend reflektiert. Zudem betonte Analyst Nils-Peter Gehrmann das signifikante Synergiepotenzial bei einem Zusammengehen beider Unternehmen.

WETTBEWERBSRECHTLICHE BEDENKEN

Mit Oliver Schwarz vom Analysehaus Warburg Research gab es aber auch eine kritische Stimme. Er sieht Unsicherheiten bezüglich der Akzeptanz seitens der K+S-Aktionäre sowie möglicher Einwände der Wettbewerbshüter. Ein offizielles Gebot von Potash in Höhe von mindestens 41 Euro sei aber wahrscheinlich. Die Kanadier hatten bereits 1996 Interesse an K+S gezeigt, waren damals aber am Kartellrecht gescheitert./mis/das/gl/he

03.07.2015

EUROSTOXX-FLASH: Index rutscht ins Minus - Zurückhaltung vor Griechen-Referendum

PARIS (dpa-AFX) - Der lange wenig bewegte EuroStoxx 50 ist am Freitagnachmittag ins Minus abgerutscht. Zuletzt stand der Leitindex der Eurozone 0,80 Prozent tiefer bei 3435,48 Punkten. Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner verwies darauf, dass einige Anleger vor dem Wochenende offene Positionen geschlossen hätten. Am Sonntag stimmen die Griechen über die Reformfoderungen der Gläubiger des Landes ab.

Ein weiterer Börsianer sah eine von einer griechischen Zeitung veröffentlichte Umfrage als Belastung. Dieser zufolge lägen die Reformgegner aktuell ganz knapp vorn. Insgesamt verlaufe der Handel eher lustlos, so Lipkow weiter. Grund seien die fehlenden Impulse aus den USA, da die dortigen Börsen wegen des Nationalfeiertags am Samstag bereits geschlossen blieben./gl/he

03.07.2015

DAX-FLASH: Index rutscht ins Minus - Zurückhaltung vor Griechen-Referendum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der lange wenig bewegte Dax ist am Freitagnachmittag ins Minus abgerutscht. Zuletzt stand der deutsche Leitindex 0,57 Prozent tiefer bei 11 035,64 Punkten. Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner verwies darauf, dass einige Anleger vor dem Wochenende offene Positionen geschlossen hätten. Am Sonntag stimmen die Griechen über die Reformfoderungen der Gläubiger des Landes ab.

Ein weiterer Börsianer sah eine von einer griechischen Zeitung veröffentlichte Umfrage als Belastung. Dieser zufolge lägen die Reformgegner aktuell ganz knapp vorn. Insgesamt verlaufe der Handel eher lustlos, so Lipkow weiter. Grund seien die fehlenden Impulse aus den USA, da die dortigen Börsen wegen des Nationalfeiertags am Samstag bereits geschlossen blieben./gl/he

03.07.2015

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für Ströer auf 51 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Ströer im Zuge eines Analystenwechsels von 27 auf 51 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Spezialist für Außenwerbung dürfte in den kommenden Jahren vom starken Wachstum des Marktes für digitale Bildschirmwerbung profitieren, schrieb Analystin Sonia Rabussier in einer Studie vom Freitag. Für 2014 bis 2017 rechnet sie für Ströer mit einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnanstieg (EPS) um 27 Prozent./edh/mis

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03.07.2015

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt HeidelbergCement-Ziel auf 79,60 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für HeidelbergCement vor Zahlen von 81,90 auf 79,60 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Schwächere Branchenstatistiken aus den USA indizierten, dass das zweite Quartal für den Baustoffkonzern schwieriger verlaufen sei, schrieb Analystin Glynis Johnson in einer Studie vom Freitag. Mit Blick auf die Jahresziele 2015 dürften die Kennziffern jedenfalls keine Hilfe sein. Johnson sieht für die Aktie dennoch weiteres Potenzial./ag/edh

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03.07.2015

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Gerresheimer auf 54 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Gerresheimer vor Zahlen von 48 auf 54 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Gunnar Romer rechnet in einer Studie vom Freitag mit soliden Ergebnissen des Verpackungsspezialisten für das zweite Quartal. Der jüngst avisierte Verkauf des Röhrenglasgeschäfts habe nur begrenzten Einfluss./ag/edh

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03.07.2015

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux senkt Gerry Weber-Ziel auf 19,60 Euro - 'Reduce'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Gerry Weber nach der jüngsten Gewinnwarnung von 30,00 auf 19,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. Die Ergebnisentwicklung des Modeunternehmens sei kaum einzuschätzen, schrieb Analyst Jürgen Kolb in einer Studie vom Freitag. Er zeigte sich zudem skeptisch, ob Gerry Weber den Umsatz auf vergleichbarer Flache über höhere Durchschnittspreise steigern kann./ag/edh

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03.07.2015

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt BP auf 'Overweight' - Ziel 475 Pence

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat BP nach der Einigung mit den US-Behörden von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 450 auf 475 Pence angehoben. Die unerwartet frühe und nahezu vollständige Regelung der finanziellen Folgen aus der Explosion seiner Ölplattform "Deepwater Horizon" mache den Ölkonzern für einige Investoren nun erst wieder interessant, schrieb Analyst Fred Lucas in einer Studie vom Freitag. Die vereinbarten Zahlungsbedingungen belasteten Cashflow und Bilanz nur moderat./ag/edh

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03.07.2015

ANALYSE-FLASH: SocGen hebt RWE auf 'Hold' und Ziel auf 21 Euro

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat RWE nach dem Wegfall der drohenden Klimaabgabe von "Sell" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 17,50 auf 21,00 Euro angehoben. Gleichzeitig strich Analyst Lüder Schumacher die Aktie von der "Least Preferred List" und begründete dies mit dem mehr als 20-prozentigen Kursverfall in den vergangenen drei Monaten. Der von der Bundesregierung beschlossene Rückgang der Braunkohle-Kapaziäten und die Kostensteigerungen seien für den Energiekonzern glimpflicher als befürchtet ausgefallen, schrieb Schumacher in einer Studie vom Freitag./fat/edh

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03.07.2015

ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt fairen Wert für Beiersdorf auf 86 Euro - 'Kaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Beiersdorf vor Zahlen zum zweiten Quartal von 90 auf 86 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Körperpflegekonzern sollte sein organisches Wachstum im Consumer-Segment beschleunigt haben, schrieb Analyst Thomas Maul in einer Studie vom Freitag. Allerdings dürfte der Anstieg wegen eines schwierigen Marktumfelds in einigen Schwellenländern nur den unteren Bereich der für 2015 prognostizierten Wachstumsspanne erreicht haben. Dies könnte die Aktie vorübergehend belasten, ändere aber nichts an seiner langfristig positiven Einschätzung./edh/das

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