dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

01.06.2016

Jürgen Fitschen hat keine Lust aufs Rentnerleben

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Jürgen Fitschen (67), der frühere Co-Vorstandschef der Deutschen Bank, fühlt sich noch zu jung für den Ruhestand. "Ich bin nicht dazu geschaffen, zu Hause zu bleiben und nur noch im Garten rumzuwerkeln", sagte er der Zeitschrift "Bunte". Es gebe Menschen, die schon Jahre vor dem Berufsende anfingen, die Tage zu zählen - bei ihm sei das nicht so gewesen. Auch nach seinem Abschied werde er "im Interesse der Bank weiterhin mit ausgewählten Kunden arbeiten". Es sei längst normal geworden, auch in höherem Alter einen Beitrag für ein Unternehmen zu leisten. "Wir müssen uns frei machen von den Zahlen in unseren Köpfen", so Fitschen. "Der eine ist mit 60 schon alt, der andere mit 70 noch jung." Es passe nicht mehr in die Zeit, die Leistungsfähigkeit eines Menschen an seinem Geburtsdatum zu bemessen./dst/DP/fbr

01.06.2016

Lanxess-Chef Zachert sieht Konzern für Übernahmen gerüstet

KÖLN (dpa-AFX) - Der Kölner Spezialchemiekonzern Lanxess will weiter bei Fusionen und Übernahmen in der Branche eine aktive Rolle spielen. Sowohl Lanxess selbst als auch das mit dem saudischen Ölriesen Saudi Aramco betriebene Gemeinschaftsunternehmen Arlanxeo hätten den finanziellen Spielraum für Zukäufe, sagte Vorstandschef Matthias Zachert dem "Handelsblatt" (Mittwoch). "Die beiden Gesellschafter haben Arlanxeo ganz bewusst ohne Finanzschulden aufgestellt. Und gleichzeitig ist auch Lanxess inzwischen fast schuldenfrei." Der Manager des im MDax notierten Konzerns rechnet fest damit, dass die Fusionswelle in der Chemieindustrie weiterrollt: "Die Märkte bewegen sich gerade sehr stark."

Hohe Preise im Übernahmeboom bereiten Zachert dabei keine großen Kopfschmerzen. "Die hohen Bewertungen hängen letztlich eng mit den Finanzierungsbedingungen zusammen", sagte er. "Die aktuelle Niedrigzinssituation wird wohl auch in den nächsten Jahren noch anhalten. Das bedeutet, dass Zukäufe trotz höherer Preise noch Steigerungen beim Gewinn je Aktie erlauben."/men/nmu/stb

01.06.2016

Industrie 4.0: Südostasien ohne mehr Integration auf Verliererseite

KUALA LUMPUR (dpa-AFX) - Südostasien hat mit seiner jungen Bevölkerung Riesenchancen im Zeitalter der digitalen Revolution, aber Regierungen und Behörden stehen nach Meinung von Unternehmern zu oft im Weg. Diese Einschätzung teilten zahlreiche Teilnehmer zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums (WEF) Ostasien am Mittwoch in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur.

"Regulierungsbehörden und Politiker stecken noch in der alten Welt fest", meinte die frühere Handelsministerin Indonesiens, Mari Elka Pangestu. Sie dächten in überholten Kategorien von heimischen Märkten und sähen Innovation oft mit Skepsis. "Die Regierungen der Region müssen ihre Vorschriften viel mehr harmonisieren", forderte Sigve Brekke, der Vorstandsvorsitzende der norwegischen Telekom-Firma Telenor .

Zehn Länder mit mehr als 600 Millionen Einwohnern formen die Staatengemeinschaft (Asean). Sie haben Ende 2015 einen gemeinsamen Markt verwirklicht, aber jedes Land erlässt weiter eigene Gesetze./oe/DP/stb

01.06.2016

PayPal führt Ratenzahlung ein

BERLIN (dpa-AFX) - Der Online-Bezahldienst Paypal will sein Geschäft in Deutschland mit der Einführung von Ratenzahlungen ausbauen. Händler können den Bezahlweg in ihren Online-Shops einbinden, für Käufer sei kein PayPal-Konto erforderlich, erklärte das US-Unternehmen am Mittwoch. Die ersten Partner im Handel sind zehn Online-Shops, die unter anderem Elektronik und Haustechnik verkaufen.

PayPal spaltete sich im vergangenen Sommer vom langjährigen Mutterkonzern Ebay ab. Im Geschäft mit Ratenzahlungen bei Online-Käufen trifft PayPal auf etablierte Rivalen wie den schwedischen Anbieter Klarna oder Banken, die mit Online-Händlern zusammenarbeiten./so/DP/stb

01.06.2016

ROUNDUP/DIW-Studie: Mietpreisbremse wirkt bislang nicht

BERLIN (dpa-AFX) - Die vor einem Jahr eingeführte Mietpreisbremse wirkt einer weiteren Studie zufolge nicht. Im Gegenteil: Sie soll demnach kurzfristig "sogar zu einem stärkeren Mietpreisanstieg" führen. Das sei das Ergebnis einer bundesweiten Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Am Mittwoch sollen die Ergebnisse in Berlin vorgestellt werden. Auch andere Studien hatten in den vergangenen Wochen die Wirksamkeit der Regelung in Zweifel gezogen.

Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) warnte am Mittwoch davor, die Mietpreisbremse bereits für wirkungslos zu halten. "Ich finde es ein bisschen früh, wenn ein Gesetz, das einen Paradigmenwechsel darstellt, also ein Recht einräumt, das es bisher noch nicht gegeben hat, nach einem Jahr oder ein paar Monaten für gescheitert erklärt werden soll", sagte Maas am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Es beriefen sich aber nicht alle Mieter auf das Recht, so dass Vermieter die Preise auch zu stark anheben könnten.

Die Mietpreisbremse gilt für ausgewählte Städte in 11 von 16 Ländern. Dort dürfen Mieten bei neuen Verträgen in der Regel nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, wie sie im Mietspiegel festgelegt ist. Maas betonte, sollten sich Mängel zeigen, müssten die Regeln strenger werden - etwa mit einer Pflicht des Vermieters, bei einer Neuvermietung den alten Vertrag vorzulegen.

Berlin hatte am 1. Juni 2015 als erstes Bundesland die Mietpreisbremse eingeführt. In den vom DIW untersuchten Gebieten mit der Bremse stiegen die Mieten demnach sogar geringfügig stärker als in denen ohne. "Im gesamten Untersuchungszeitraum sind die Angebotsmieten in den untersuchten unregulierten Regionen monatlich um circa 0,24 Prozent gestiegen. In den untersuchten Regionen mit Mietpreisebremse war dieser Trend mit monatlichen 0,26 Prozent etwas stärker", zitiert die "SZ" aus der Untersuchung.

Das DIW hat nebeneinanderliegende vergleichbare Postleitzahl-Bezirke untersucht, in denen einer der Bremse unterliegt und einer nicht. Auch andere Studien waren zu dem Ergebnis gekommen, dass das Gesetz versagt. Das DIW empfiehlt, es zu verschärfen. Auch die Mietervereine fordern dies. Denn bisher hält sich ein großer Teil der Wohnungsvermieter in begehrten Lagen nicht an die Mietpreisbremse.

Maas zeigte sich in der "SZ" offen für Änderungen: "Wenn es wirklich Rechtsbruch im größeren Stil gibt, dann werden wir darauf drängen, ins Gesetz zu schreiben, was die Union bisher blockiert hat: nämlich eine Pflicht des Vermieters, die Vormiete automatisch offenzulegen und einen Anspruch des Mieters, die zu viel gezahlte Miete rückwirkend bis zum Vertragsschluss zurückzubekommen."/sck/DP/stb

01.06.2016

Eon-Chef sieht den Energiekonzern auch nach Aufspaltung vor schwerer Zukunft

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Eon -Chef Johannes Teyssen sieht die Zukunft des Energiekonzerns auch nach der Aufspaltung als herausfordernd an. Sowohl die Eon SE als auch die neue Gesellschaft Uniper müssten erst einmal sparen, sagte Teyssen im Interview mit dem "Handelsblatt" (Mittwoch). In der kommenden Woche sollen die Aktionäre die Abtrennung der Kraftwerksgesellschaft Uniper besiegeln. "Nach menschlichem Ermessen rechne ich mit einer sehr breiten Zustimmung", sagt der Vorstandschef. "Die strategische Logik war und bleibt richtig."

Die Eon SE soll sich künftig auf das Geschäft mit der Energiewende konzentrieren: auf erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze. Uniper versucht, in der alten Energiewelt Geschäfte zu machen, und übernimmt die Kohle- und Gaskraftwerke, den Großhandel und die Gasproduktion. Teyssen räumte ein, dass die Aufspaltung allein keine Erfolgsstrategie sei. Beide Unternehmen starteten in einem äußerst schwierigen Umfeld. "Es fehlen schon ein paar Hundert Millionen Euro an Erträgen, mit denen beide Teile geplant hatten."

Uniper hat mit drastischen Strompreiseinbrüchen im Großhandel zu kämpfen. Aber auch die Eon SE müsse sich bescheiden und Investitionen drosseln. "Wir wollten eigentlich direkt nach der Trennung auf Wachstum schalten. Das müssen wir zurückstellen und auch selbst erst einmal Kräfte sammeln", sagte Teyssen. Diese Konsolidierung könnte bis 2018 andauern./nmu/men/stb

01.06.2016

Deutsche Anleihen legen weiter zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Mittwoch ihre Kursgewinne vom Dienstag ausgebaut. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,09 Prozent auf 164,11 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 0,13 Prozent etwas schwächer als am Vortag.

Zur Wochenmitte konzentrieren sich die Anleger auf wichtige Wirtschaftsdaten. Im Euroraum und in den USA werden die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie veröffentlicht, eine Umfrage in Unternehmen. Im Mittelpunkt steht der Indikator für die USA, weil er einen hohen Gleichlauf mit der Wirtschaftsentwicklung aufweist und die US-Notenbank ihre kurzfristige Geldpolitik stark von der Konjunktur abhängig macht./bgf/stb

01.06.2016

Bayer-Chef: Monsanto-Übernahme wird 'Marathon'

DÜSSELDORF/LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer braucht nach Ansicht von Chef Werner Baumann für die anvisierte milliardenschwere Monsanto-Übernahme einen langen Atem. "Die geplante Übernahme von Monsanto wird kein Sprint, sondern sicherlich eher ein Marathon", sagte der Vorstandschef der "Wirtschaftswoche" laut einem Vorab vom Mittwoch. Insbesondere die Abstimmungen mit Kartellwächtern könnten sich gegebenenfalls hinziehen. Zunächst steht aber ohnehin noch eine Einigung mit dem Monsanto-Management selbst aus. Baumann wertete die Zurückweisung des bisherigen Gebots von 62 Milliarden US-Dollar (55,6 Mrd Euro) wegen der Gesprächsbereitschaft des umstrittenen US-Agrarchemiekonzerns als "konstruktive Ablehnung".

Baumann verteidigte das Übernahmeangebot weiter als "richtige strategische Entscheidung" für den Leverkusener Dax-Konzern . Am Markt wird darauf spekuliert, dass Bayer die Offerte von 122 Dollar je Monsanto-Aktie noch aufstocken könnte./men/stb

01.06.2016

Xiaomi sichert sich Patente von Microsoft

PEKING/REDMOND (dpa-AFX) - Der chinesische Smartphone-Aufsteiger Xiaomi wird nach einem Patentdeal mit Microsoft die "Office"-Büroprogramme und den Kommunikationsdienst Skype auf diversen Modellen vorinstallieren. Außerdem kauft Xiaomi dem Windows-Riesen 1500 Patente ab. Nähere Konditionen des Geschäfts wurden am Mittwoch nicht genannt. Die Lizenz-Vereinbarung umfasse Patente für drahtlose Kommunikation sowie Video-Technologien, sagte Microsoft-Manager Jonathan Tinter dem "Wall Street Journal".

Die Schwäche des Patent-Arsenals galt bisher als ein Problem für Xiaomi, falls der chinesische Senkrechtstarter sich in westliche Mobilfunk-Märkte wagen sollte. Auch in den USA Telefone zu verkaufen bleibe ein Ziel, aber es werde dieses Jahr noch nicht soweit sein, sagte der für internationale Expansion zuständige Xiaomi-Manager Hugo Barra der Zeitung. Aktuell bleibe der Fokus auf dem indischen Markt.

Xiaomi hatte in China mit seinem Geschäftsmodell, technisch hochgerüstete Geräte relativ günstig über das Internet zu verkaufen, den großen Marken Marktanteile abjagen können. Zuletzt geriet die Firma aber selbst stärker unter Druck ähnlich agierender Rivalen wie OPPO und Vivo./so/DP/stb

01.06.2016

ROUNDUP: Rewe stoppt Plastiktütenverkauf

KÖLN (dpa-AFX) - Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe stoppt den Verkauf von Plastiktüten. Dadurch sollen in Deutschland jährlich rund 140 Millionen Plastiktüten weniger im Müll landen, wie der Konzern am Mittwochmorgen ankündigte. Erst Ende April hatten sich rund 260 Einzelhandelsunternehmen nach langem Ringen freiwillig verpflichtet, Geld für die umweltschädlichen Plastiktüten zu nehmen. Die Supermarktkette geht nun noch einen Schritt weiter.

Die Selbstverpflichtung soll Deutschland helfen, eine EU-Richtlinie umzusetzen, die den jährlichen Verbrauch von Kunststoff-Tragetaschen bis Ende 2025 auf höchstens 40 Tüten pro Einwohner senken soll. Das EU-Zwischenziel von 90 Plastik-Taschen pro Person und Jahr für Ende 2019 erfüllt Deutschland bereits. Aktuell benutzt jeder Einwohner Deutschlands im Jahr im Schnitt 71 Tüten.

Rewe will den Kunden nun in all seinen Supermärkten Alternativen aus Baumwolle und Jute, aber auch Permanent-Tragetaschen aus Recyclingmaterial, Kartons und Papiertüten anbieten. Restbestände an Plastiktragetaschen würden in den Märkten aber noch bis Juli verkauft, teilte der Konzern mit. In den über 3000 Rewe-Märkten kaufen wöchentlich rund 27 Millionen Kunden ein.

In einer dreimonatigen Testphase hatte das Unternehmen in mehr als 130 Märkten den Verzicht auf die Plastiktüten ausprobiert. Ein Großteil der Verbraucher befürworte und akzeptiere den Schritt, fasste der Handelsriese seine Erfahrungen zusammen. Fast zwei Drittel der befragten Kunden wolle zu mehrfach verwendbaren Tragetaschen oder Einkaufskartons greifen. Nicht betroffen von dem Plastiktüten-Bann sind nach Angaben eines Rewe-Sprechers vorläufig die kostenlosen durchsichtigen Plastiktüten, die an Obst- und Gemüsetheken zu haben sind, es werde aber nach Alternativen gesucht.

Weitere Einzelheiten will Rewe auf einer Pressekonferenz mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Vormittag in Berlin bekannt geben.

Umweltverbände hatten die Selbstverpflichtung des Handels zuletzt kritisiert und Hendricks vorgeworfen, vor den Unternehmen eingeknickt zu sein. Die Deutsche Umwelthilfe bemängelte, dass von 60 Prozent der Tüten, die über die Vereinbarung abgedeckt seien, die meisten schon jetzt kostenpflichtig seien. Der Nabu forderte eine gesetzliche Regelung, die auch Papiertüten umfasst. Diese seien in der Herstellung nicht umweltfreundlicher als die Plastiktaschen./rea/DP/stb

01.06.2016

Aktien Frankfurt Ausblick: Kaum verändert nach durchwachsenen Chinadaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte am Mittwoch kaum verändert starten. Durchwachsene Konjunkturdaten aus China liefern keine klaren Impulse. Zudem dürften sich die Anleger vor der Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag sowie dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag zurückhalten. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisiert knapp eine Stunde vor Handelsstart ein Minus von 0,02 Prozent auf 10 261 Punkte. Beim EuroStoxx 50 deutet sich ein ähnlicher Start an. Der Monat Mai sei zwar insgesamt gut verlaufen für die Aktienmärkte, doch die Stimmung sei anfällig, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK.

Tags zuvor etwa waren im späteren Handelsverlauf Befürchtungen über ein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union wieder in den Vordergrund gerückt und hatten europaweit für einen schwächeren Börsenschluss gesorgt.

DURCHWACHSENE DATEN AUS CHINA

Nun richtet sich der Blick auf China. Während der offizielle PMI-Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie im Mai etwas besser als erwartet ausfiel, trübte sich die Stimmung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt laut dem chinesischen Wirtschaftsmagazin "Caixin" etwas ein. Der von "Caixin" ermittelte Index konzentriert sich auf kleine und mittlere Unternehmen, beim offiziellen PMI werden vor allem Großunternehmen berücksichtigt. Im späteren Handelsverlauf werden außerdem weitere Einkaufsmanager-Indizes aus Europa und den USA veröffentlicht.

Unter den Einzelwerten wird wohl die Deutsche Börse wegen ihres Investorentages Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der dürfte sich vor allem um den geplanten Zusammenschluss mit der britischen Börse London Stock Exchange (LSE) drehen.

ADIDAS WEGEN WETTBEWERBER UNDER ARMOUR IM BLICK

Im Blick könnten auch die Papiere von Adidas stehen, nachdem Wettbewerber Under Armour seinen Jahresausblick kappte. Einer der größten Kunden des US-Sportartikelherstellers, Sports Authority, hat einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens und Gläubigerschutz gestellt. Vorbörslich gab es allerdings keine auffällige Reaktion beim Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz (L&S).

Studien beeinflussten vorbörslich die Aktien von Kuka und Osram im MDax, wobei Kuka bei L&S um etwas mehr als ein Prozent fiel, während Osram im selben Maß zulegten. Händlern zufolge senkte die Schweizer Bank UBS das Papier des Robotertechnik-Konzerns Kuka auf "Neutral", zugleich empfiehlt die US-Bank Citigroup die Aktie des Lichtspezialisten Osram zum Kauf. Zuvor lautete das Anlageurteil "Neutral".

ZAHLREICHE UNTERNEHMEN EX-DIVIDENDE

Zudem werden die Aktien mehrerer Unternehmen an diesem Tag ex Dividende gehandelt, so etwa die Papiere der Software AG , von SMA Solar oder auch TLG Immobilien ./ck/fbr

31.05.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Standardwerte tiefer - Dow mit Mini-Monats-Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Standardwerte an der New Yorker Wall Street haben am Dienstag den Rückwärtsgang eingelegt. Nach dem langen Wochenende rutschte der US-Leitindex Dow Jones Industrial um 0,48 Prozent auf 17 787,13 Punkte ab. Für den Monat Mai behauptete der Dow-Jones-Leitindex ein hauchdünnes Plus von 0,08 Prozent. Er legte damit den vierten Monat in Folge zu.

Am Montag war an den Börsen wegen des Feiertages "Memorial Day" nicht gehandelt worden. Hauptthema waren auch am Dienstag die Erwartungen an die Zinspolitk der US-Notenbank. So waren die Konsumausgaben im April so stark wie seit fast sieben Jahren nicht mehr gestiegen, das habe Sorgen um eine Leitzinsanhebung geschürt, hieß es.

Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Dienstag zwar 0,10 Prozent auf 2096,95 Punkte, verzeichnete mit plus 1,53 Prozent aber eine klar positive Monatsbilanz. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte am Dienstag um 0,25 Prozent auf 4523,89 Punkte zu, im Mai lag der Gewinn bei 4,21 Prozent.

ÜBERNAHMEKARUSSELL BLEIBT IN BEWEGUNG

Derweil dreht sich das Übernahmekurassel weiter: das Pharmaunternehmen Jazz Pharmaceuticals will die Biotech-Firma Celator für etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (1,35 Milliarden Euro) schlucken. Jazz-Titel verloren 0,35 Prozent, Celator sprangen hingegen um 71,59 Prozent in die Höhe.

Darüber hinaus möchte der regionale Energieversorger Great Plains Energy den Rivalen Westar Energy kaufen. Die Verwaltungsräte beider Firmen hatten dem Zusammenschluss zugestimmt. Weniger begeistert zeigten sich die Aktionäre von Great Plains Energy, der Kurs sackte um 5,87 Prozent ab. Westar-Papiere zogen hingegen um 6,44 Prozent an.

Die Aktien von Monsanto legten um 2,72 Prozent auf 112,47 Dollar zu. Händler verwiesen auf einen Bericht der Internetseite "Streetinsider", demzufolge der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer sein Gebot für den US-Saatgutanbieter auf 135 Dollar je Aktie nach oben schrauben will. Der Aktiendienst beruft sich auf Quellen mit Kenntnis der Vorgänge um die geplante Übernahme. Der offizielle Angebotspreis liegt derzeit bei 122 Dollar je Anteilschein. Das ist Monsanto aber zu wenig.

TECHNOLOGIEWERTE IM DOW FAVORISIERT

Technologiewerte gehörten zu den größten Gewinnern. So legten Microsoft- als bester Wert im Dow um 1,30 Prozent zu. IBM gewannen 0,59 Prozent. Auch Titel aus dem Telekommunikationssektor wie Verizon Communications und Cisco Systems zählten zu den Gewinnern.

Apple-Papiere verloren dagegen 0,49 Prozent. Die japanische Zeitung "Nikkei" hatte berichtet, dass Apple künftig wohl drei Jahre zwischen Modellwechseln bei dem Smartphone vergehen lassen wird statt bisher zwei.

EUROKURS FÄLLT ETWAS

Aktien des Chemiekonzerns DuPont verloren am Indexende 2,62 Prozent. Boeing rutschten nach kritischen Äußerungen eines Goldman-Sachs-Experten um 2,38 Prozent ab.

"Brexit"-Sorgen belasteten den Eurokurs etwas. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1130 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1154 (Montag: 1,1139) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8965 (0,8978) Euro gekostet. Am Rentenmarkt legten richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen um 3/32 Punkte auf 98 Punkte zu. Ihre Rendite betrug 1,84 Prozent./fat/he

--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

31.05.2016

Aktien New York Schluss: Standardwerte leichter - Dow mit Mini-Monats-Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Standardwerte an der New Yorker Wall Street haben am Dienstag den Rückwärtsgang eingelegt. Nach dem langen Wochenende rutschte der US-Leitindex Dow Jones Industrial um 0,48 Prozent auf 17 787,13 Punkte ab. Für den Monat Mai behauptete der Dow-Jones-Leitindex ein hauchdünnes Plus von 0,08 Prozent. Er legte damit den vierten Monat in Folge zu.

Am Montag war an den Börsen wegen des Feiertages "Memorial Day" nicht gehandelt worden. Hauptthema waren auch am Dienstag die Erwartungen an die Zinspolitk der US-Notenbank. So waren die Konsumausgaben im April so stark wie seit fast sieben Jahren nicht mehr gestiegen, das habe Sorgen um eine Leitzinsanhebung geschürt, hieß es.

Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Dienstag zwar 0,10 Prozent auf 2096,95 Punkte, verzeichnete mit plus 1,53 Prozent aber eine klar positive Monatsbilanz. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte am Dienstag um 0,25 Prozent auf 4523,89 Punkte zu, im Mai lag der Gewinn bei 4,21 Prozent./fat/he

31.05.2016

Aktien New York: Rücksetzer an der Wall Street - US-Daten und Übernahmen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Standardwerte an der New Yorker Wall Street haben am Dienstag den Rückwärtsgang eingelegt. Nach dem langen Wochenende rutschte der US-Leitindex Dow Jones Industrial mit 0,53 Prozent ins Minus auf 17 779,36 Punkte. Für den Monat Mai behauptet er damit aktuell nur noch ein minimales Plus von wenigen Punkten. Am Montag war an den Börsen wegen des Feiertages "Memorial Day" nicht gehandelt worden.

Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Dienstag 0,22 Prozent auf 2094,54 Punkte. Er steuert dabei auf eine klar positive Monatsbilanz von knapp 1,5 Prozent zu. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 hielt sich zuletzt 0,06 Prozent im Plus bei 4515,06 Punkten.

Der Chicago Einkaufsmanagerindex war im Mai unerwartet gesunken. Zudem hatte sich das Verbrauchervertrauen für denselben Monat überraschend und deutlich verschlechtert. Die Konsumausgaben waren hingegen im April so stark wie seit fast sieben Jahren nicht mehr gestiegen, was Experten überraschte. Das verstärke Sorgen um schnelle Zinserhöhungen, hieß es. Ein negativer Impuls sei auch vom Investmenthaus Blackrock gekommen, sagte ein Händler. Die Experten blicken nun pessimistischer auf die weltweiten Aktienmärkte.

Derweil dreht sich das Übernahmekurassel weiter: das Pharmaunternehmen Jazz Pharmaceuticals will die Biotech-Firma Celator für etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (1,35 Milliarden Euro) schlucken. Jazz-Titel verloren 0,55 Prozent, Celator gewannen über 71 Prozent.

Darüber hinaus möchte der regionale Energieversorger Great Plains Energy den Rivalen Westar Energy kaufen. Die Verwaltungsräte beider Firmen hatten dem Zusammenschluss zugestimmt. Weniger begeistert zeigten sich die Aktionäre von Great Plains Energy, der Kurs sackte um 5,68 Prozent ab. Westar-Papiere zogen hingegen um 7,29 Prozent an.

Die Aktien von Monsanto legten um 2,27 Prozent auf 111,92 US-Dollar zu. Händler verwiesen auf einen Bericht der Internetseite "Streetinsider", demzufolge der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer sein Gebot für den US-Saatgutanbieter auf 135 US-Dollar je Aktie nach oben schrauben will. Der Aktiendienst beruft sich auf Quellen mit Kenntnis der Vorgänge um die geplante Übernahme. Der offizielle Angebotspreis liegt bei 122 Dollar. Das ist Monsanto aber zu wenig.

Apple-Aktien verloren 0,84 Prozent. Die japanische Zeitung "Nikkei" hatte berichtet, dass Apple künftig wohl drei Jahre zwischen Modellwechseln bei dem Smartphone vergehen lassen wird statt bisher zwei./fat/he

31.05.2016

ROUNDUP 2/Aktien Frankfurt Schluss: Konjunkturdaten und 'Brexit'-Angst belasten

(neu: Monatsveränderung Dax ergänzt)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine Gewinnsträhne fürs erste beendet und im Minus geschlossen. Wieder aufkeimende Befürchtungen über ein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie enttäuschende Daten aus der deutschen Einzelhandelsbranche hätten die Kurse belastet, hieß es. Zudem habe Zurückhaltung vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag geherrscht. Auch ein schwächerer Jahresstart des Autobauers Volkswagen trübte die Anlegerstimmung.

Der Dax schloss mit einem Verlust von 0,68 Prozent bei 10 262,74 Punkten. Im Mai hat der Index dennoch um rund 2 Prozent zugelegt. Der MDax sank am Dienstag um 0,19 Prozent auf 20 762,38 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,22 Prozent auf 1688,11 Punkte abwärts.

HÖHERES 'BREXIT-RISIKO'

Eine aktuelle Umfragen aus Großbritannien kippe wieder stärker in Richtung "Brexit", was für höhere Nervosität am Aktienmarkt sorge, sagte ein Börsianer. Die britischen Wähler stimmen beim EU-Referendum am 23. Juni ab, ob das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausscheiden soll oder nicht. Zudem zeigten sich die Strategen vom Investmenthaus Blackrock nun pessimistischer für die weltweiten Aktienmärkte, ergänzte ein Händler - unter anderem wegen des "Brexit"-Risikos.

Die Erlöse der deutschen Einzelhandelsbranche waren im Vergleich zum März gesunken statt wie von Bankvolkswirten erwartet gestiegen. In der Eurozone waren die Verbraucherpreise im Mai zwar wie erwartet weniger gesunken als noch im Vormonat. Da die Inflation aber weiterhin sehr gering sei, dürfte dies die EZB in ihrer extrem expansiven geldpolitischen Ausrichtung bestärken, kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba. In den USA hatten die Verbraucher im April mehr ausgegeben als Experten vermutet hatten.

VW NACH ZAHLEN AM DAX-ENDE

Unter den Einzelwerten zogen vor allem die Aktien von Volkswagen (VW) nach vorgelegten Quartalszahlen die Aufmerksamkeit auf sich. Der Wolfsburger Autobauer hatte im ersten Quartal bei rückläufigen Umsätzen einen Gewinneinbruch verzeichnet. VW-Papiere fielen am Dax-Ende um 2,61 Prozent.

Salzgitter sprangen im MDax um mehr als 7 Prozent nach oben. Analyst James Gurry von der Credit Suisse sieht im laufenden und kommenden Jahr für die Gewinne im Stahlgeschäft Aufwärtspotenzial. Positiv sei zudem das Stahlröhrengeschäft, das dank steigender Investitionen ausgelastet sei sowie der gute Ausblick des Kupferkonzerns Aurubis . An diesem ist Salzgitter mit 25 Prozent beteiligt. Im Kielwasser dieser Aussagen gewannen die Papiere von Thyssenkrupp als einer der Spitzenwerte im Dax gut 1 Prozent.

Die Aktien von Dialog Semiconductor büßten im TecDax hingegen knapp 2 Prozent ein. Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" hatte berichtet, dass der Computerbauer Apple künftig vermutlich drei Jahre zwischen Modellwechseln beim iPhone vergehen lassen werde statt bisher zwei. Eine Quelle dafür wurde allerdings nicht genannt. Apple ist ein wichtiger Auftraggeber für den Halbleiterhersteller.

EUROKURS KAUM VERÄNDERT

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,86 Prozent auf 3063,48 Punkte. Der Pariser Cac-40-Index und der Londoner FTSE 100 büßten jeweils gut ein halbes Prozent ein. Der Dow-Jones-Leitindex in New York stand zum Handelsschluss in Europa 0,42 Prozent tiefer.

Der Eurokurs notierte zuletzt kaum verändert bei 1,1131 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1154 (Montag: 1,1139) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8965 (0,8978) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,06 Prozent am Montag auf 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 142,19 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,25 Prozent auf 164,09 Punkte./edh/he

-- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

31.05.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Konjunkturdaten und 'Brexit'-Angst belasten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine Gewinnsträhne fürs erste beendet und im Minus geschlossen. Wieder aufkeimende Befürchtungen über ein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie enttäuschende Daten aus der deutschen Einzelhandelsbranche hätten die Kurse belastet, hieß es. Zudem habe Zurückhaltung vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag geherrscht. Auch ein schwächerer Jahresstart des Autobauers Volkswagen trübte die Anlegerstimmung.

Der Dax schloss mit einem Verlust von 0,68 Prozent bei 10 262,74 Punkten, nachdem er am Vortag um ein knappes halbes Prozent zugelegt hatte. Der MDax sank am Dienstag um 0,19 Prozent auf 20 762,38 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,22 Prozent auf 1688,11 Punkte abwärts.

HÖHERES 'BREXIT-RISIKO'

Eine aktuelle Umfragen aus Großbritannien kippe wieder stärker in Richtung "Brexit", was für höhere Nervosität am Aktienmarkt sorge, sagte ein Börsianer. Die britischen Wähler stimmen beim EU-Referendum am 23. Juni ab, ob das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausscheiden soll oder nicht. Zudem zeigten sich die Strategen vom Investmenthaus Blackrock nun pessimistischer für die weltweiten Aktienmärkte, ergänzte ein Händler - unter anderem wegen des "Brexit"-Risikos.

Die Erlöse der deutschen Einzelhandelsbranche waren im Vergleich zum März gesunken statt wie von Bankvolkswirten erwartet gestiegen. In der Eurozone waren die Verbraucherpreise im Mai zwar wie erwartet weniger gesunken als noch im Vormonat. Da die Inflation aber weiterhin sehr gering sei, dürfte dies die EZB in ihrer extrem expansiven geldpolitischen Ausrichtung bestärken, kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba. In den USA hatten die Verbraucher im April mehr ausgegeben als Experten vermutet hatten.

VW NACH ZAHLEN AM DAX-ENDE

Unter den Einzelwerten zogen vor allem die Aktien von Volkswagen (VW) nach vorgelegten Quartalszahlen die Aufmerksamkeit auf sich. Der Wolfsburger Autobauer hatte im ersten Quartal bei rückläufigen Umsätzen einen Gewinneinbruch verzeichnet. VW-Papiere fielen am Dax-Ende um 2,61 Prozent.

Salzgitter sprangen im MDax um mehr als 7 Prozent nach oben. Analyst James Gurry von der Credit Suisse sieht im laufenden und kommenden Jahr für die Gewinne im Stahlgeschäft Aufwärtspotenzial. Positiv sei zudem das Stahlröhrengeschäft, das dank steigender Investitionen ausgelastet sei sowie der gute Ausblick des Kupferkonzerns Aurubis . An diesem ist Salzgitter mit 25 Prozent beteiligt. Im Kielwasser dieser Aussagen gewannen die Papiere von Thyssenkrupp als einer der Spitzenwerte im Dax gut 1 Prozent.

Die Aktien von Dialog Semiconductor büßten im TecDax hingegen knapp 2 Prozent ein. Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" hatte berichtet, dass der Computerbauer Apple künftig vermutlich drei Jahre zwischen Modellwechseln beim iPhone vergehen lassen werde statt bisher zwei. Eine Quelle dafür wurde allerdings nicht genannt. Apple ist ein wichtiger Auftraggeber für den Halbleiterhersteller.

EUROKURS KAUM VERÄNDERT

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,86 Prozent auf 3063,48 Punkte. Der Pariser Cac-40-Index und der Londoner FTSE 100 büßten jeweils gut ein halbes Prozent ein. Der Dow-Jones-Leitindex in New York stand zum Handelsschluss in Europa 0,42 Prozent tiefer.

Der Eurokurs notierte zuletzt kaum verändert bei 1,1131 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1154 (Montag: 1,1139) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8965 (0,8978) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,06 Prozent am Montag auf 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 142,19 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,25 Prozent auf 164,09 Punkte./edh/he

-- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

31.05.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Konjunkturdaten und 'Brexit'-Angst belasten Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine Gewinnsträhne fürs erste beendet und im Minus geschlossen. Wieder aufkeimende Befürchtungen über ein Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie enttäuschende Daten aus der deutschen Einzelhandelsbranche hätten die Kurse belastet, hieß es. Zudem habe Zurückhaltung vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag geherrscht. Auch ein schwächerer Jahresstart des Autobauers Volkswagen trübte die Anlegerstimmung.

Der Dax schloss mit einem Verlust von 0,68 Prozent bei 10 262,74 Punkten, nachdem er am Vortag um ein knappes halbes Prozent zugelegt hatte. Der MDax sank am Dienstag um 0,19 Prozent auf 20 762,38 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,22 Prozent auf 1688,11 Punkte abwärts./edh/he

31.05.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Standardwerte verlieren - Daten und Übernahmen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Standardwerten standen im frühen New Yorker Geschäft am Dienstag unter Druck. Nach dem langen Wochenende rutschte der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,41 Prozent auf 17 799,08 Punkte ab. In der Vorwoche hatte er noch um 2,17 Prozent zugelegt. Am Montag war wegen des Feiertages "Memorial Day" nicht gehandelt worden.

Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Dienstag 0,14 Prozent auf 2096,07 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 hielt sich 0,03 Prozent im Plus bei 4513,96 Punkten.

Der Chicago Einkaufsmanagerindex war im Mai unerwartet gesunken. Zudem hatte sich das Verbrauchervertrauen für denselben Monat überraschend und deutlich verschlechtert. Die Konsumausgaben waren hingegen im April so stark wie seit fast sieben Jahren nicht mehr gestiegen, was Experten überraschte. Ein negativer Impuls sei dann vom Investmenthaus Blackrock gekommen, sagte ein Händler. Die Experten blicken nun pessimistischer auf die weltweiten Aktienmärkte.

Derweil dreht sich das Übernahmekurassel nochmal weiter: das Pharmaunternehmen Jazz Pharmaceuticals will die Biotech-Firma Celator für etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (1,35 Milliarden Euro) schlucken. Jazz-Papiere verloren zuletzt 0,69 Prozent. Celator-Titel sprangen um fast 71 Prozent hoch.

Darüber hinaus möchte der regionale Energieversorger Great Plains Energy den Rivalen Westar Energy kaufen. Die Verwaltungsräte beider Firmen hatten dem Zusammenschluss zugestimmt. Weniger begeistert zeigten sich die Aktionäre von Great Plains Energy, der Kurs sackte um 5,26 Prozent ab. Westar-Papiere zogen hingegen um 7,77 Prozent an.

Apple-Aktien schwankten im frühen Geschäft zwischen leichten Gewinnen und Verlusten, zuletzt lagen die Anteil am "IPhone"-Bauer 0,39 Prozent tiefer Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" hatte berichtet, dass Apple künftig vermutlich drei Jahre zwischen Modellwechseln bei dem Smartphone vergehen lassen wird statt bisher zwei./fat/he

31.05.2016

EUROSTOXX-FLASH: Europas Börsen rutschen auf Tagestief

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte sind am Dienstagnachmittag etwas weiter abgerutscht. Der EuroStoxx-50-Index sank zuletzt nahe seinem Tagestief um 0,77 Prozent auf 3066,07 Punkte. In der Vorwoche - der dritten Pluswoche in Folge - hatte der Leitindex der Eurozone dagegen um deutliche 3,93 Prozent zugelegt.

Eine aktuelle Umfragen aus Großbritannien kippe wieder stärker in Richtung "Brexit" und das sorge vor der näher rückenden Abstimmung für etwas erhöhte Nervosität am Aktienmarkt, sagte ein Börsianer am Nachmittag. Die britischen Wähler stimmen beim EU-Referendum am 23. Juni ab, ob das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausscheiden soll oder nicht. Zudem zeigten sich die Strategen vom Investmenthaus Blackrock nun pessimistischer für die weltweiten Aktienmärkte, ergänzte ein Händler - unter anderem wegen des "Brexit"-Risikos./fat/he

31.05.2016

Aktien New York: Kaum verändert nach langem Wochenende - Konjunkturdaten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktienkurse in New York haben sich zum Handelsstart am Dienstag kaum bewegt. Nach dem langen Wochenende trat der Leitindex Dow Jones Industrial bei 17 872,53 Punkten prozentual unverändert auf der Stelle. Am Montag war wegen des "Memorial Day" nicht gehandelt worden. Im Fokus stehen Konjunkturdaten und Übernahmepläne.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,19 Prozent auf 2103,05 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 kletterte um 0,21 Prozent auf 4521,84 Punkte nach oben.

Der Chicago Einkaufsmanagerindex war im Mai unerwartet gesunken. Zudem hatte sich das Verbrauchervertrauen für denselben Monat überraschend und deutlich verschlechtert. Die Konsumausgaben waren hingegen im April so stark wie seit fast sieben Jahren nicht mehr gestiegen, was Experten überraschte./fat/he

01.06.2016

Streik behindert Bahnverkehr in Belgien weiterhin

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Streik im belgischen Zugverkehr geht weiter. Für internationale Reisende sollte sich die Lage am Mittwoch aber bessern. Thalys-Schnellzüge sollten wieder zwischen Deutschland und der belgischen Hauptstadt Brüssel verkehren. Bei ICE-Verbindungen müssen Passagiere weiterhin mit Ausfällen und Störungen rechnen. Die Deutsche Bahn wollte zum Teil als Ersatz Busse zwischen Aachen und Brüssel einsetzen.

Beim belgischen Inlandsverkehr ist das Bild gemischt. In der Region Wallonie im Süden des Landes fiel am Morgen der Großteil der Züge aus, wie der Sender RTBF berichtete. Im Norden ist die Lage entspannter. Der Streik in Belgien richtet sich gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung unter Premierminister Charles Michel./hrz/DP/stb

01.06.2016

ROUNDUP: Japans Regierung verschiebt umstrittene Mehrwertsteuererhöhung

TOKIO (dpa-AFX) - Japans Regierung hat sich wie erwartet für eine Verschiebung der umstrittenen Erhöhung der Mehrwertsteuer um zweieinhalb Jahre entschieden. Dies hat Regierungschef Shinzo Abe am Mittwoch mitgeteilt. Marktbeobachter und japanische Medien hatten zuletzt damit gerechnet, dass der eigentlich für das kommende Jahr geplante Anstieg der Mehrwertsteuer später kommt.

Mit diesem Schritt will die Regierung verhindern, dass die zaghafte konjunkturelle Erholung leidet. Im ersten Quartal war die japanische Wirtschaft mit 0,4 Prozent im Quartalsvergleich gewachsen. Der Aktienmarkt in Japan reagierte am Morgen zunächst leicht positiv, drehte dann aber wieder ins Minus. Händler sprachen in einer ersten Reaktion von Gewinnmitnahmen, weil die Verschiebung bereits erwartet und eingepreist worden sei.

Nach ursprünglicher Planung sollte die Umsatzsteuer im April 2017 von 8 auf 10 Prozent erhöht werden. Mit der verspäteten Erhöhung hofft die Regierung nun auf höhere Konsumausgaben der Bürger, allerdings erschwert dieser Schritt den Kampf gegen die steigende Staatsverschuldung. Derzeit ist der Schuldenberg in Japan ungefähr zweieinhalb mal so hoch wie die jährliche Wirtschaftsleistung.

Eine Steuererhöhung hätte aus Sicht der japanischen Verbraucher den Einkauf teurer gemacht und war daher in der Bevölkerung nicht beliebt. Eine jüngste Umfrage der japanischen Zeitung Nikkei zeigte, dass sich fast zwei Drittel der Befragten gegen die geplante Steuererhöhung aussprachen. Die Verschiebung der Maßnahme könnte daher den Regierungsparteien bei den anstehenden Oberhauswahlen diesen Sommer helfen./stk/men/fbr

01.06.2016

Japans Regierung verschiebt umstrittene Mehrwertsteuererhöhung

TOKIO (dpa-AFX) - Japans Regierung hat sich wie erwartet für eine Verschiebung der umstrittenen Erhöhung der Mehrwertsteuer um zweieinhalb Jahre entschieden. Dies hat Regierungschef Shinzo Abe am Mittwoch mitgeteilt. Marktbeobachter und japanische Medien hatten zuletzt damit gerechnet, dass der eigentlich für das kommende Jahr geplante Anstieg der Mehrwertsteuer später kommt. Mit diesem Schritt will die Regierung verhindern, dass die zaghafte konjunkturelle Erholung leidet. Der Aktienmarkt in Japan reagierte am Morgen leicht positiv und dämmte seine Verluste ein./stk/men

01.06.2016

OAS nimmt Lage in Venezuela ins Visier

WASHINGTON/CARACAS (dpa-AFX) - Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) will sich mit der politischen Krise in Venezuela befassen. Die Mitgliedsstaaten sollen am Mittwoch auf Antrag Argentiniens eine Erklärung zur Lage in Venezuela abgeben, in der zum Dialog zwischen der sozialistischen Regierung des Präsidenten Nicolás Maduro und der Opposition aufgerufen wird.

Gleichzeitig rief der OAS-Generalsekretär Luis Almagro zu einer weiteren Sondersitzung zwischen dem 10. und 20. Juni auf, um aufgrund des "Zusammenbruchs der Verfassungsordnung" die eventuelle Anwendung der Demokratischen Charta des kontinentalen Staatenverbands zu erörtern. Die Demokratische Charta sieht bei einem Bruch der verfassungsmäßig verankerten Rechte eine Suspendierung der Mitgliedsstaaten vor. Maduro erklärte am Dienstag, Almagro suche eine internationale Intervention in Venezuela.

In Venezuela strebt die Opposition eine Absetzung Maduros per Referendum an. Die Regierung weigert sich, den entsprechenden Antrag anzunehmen und ignoriert die vom mehrheitlich oppositionellen Kongress erlassene Gesetzgebung. Das Land befindet sich wegen der fallenden Ölpreise und der Misswirtschaft in einem ruinösem Zustand, in dem Lebensmittel und andere Grundgüter Mangelware geworden sind.

Die lateinamerikanischen Staaten sind geteilt in ihrer Haltung zu Venezuela. Einige unterstützen Maduros Behauptung, es sei ein Staatsstreich gegen ihn im Gange. Andere zeigen sich besorgt über den Verfall der sozialen und politischen Lage und setzen auf einen Dialog beider Seiten./jg/DP/stk

01.06.2016

Über eine Million Betroffene erhalten seit über 9 Jahren Hartz IV

BERLIN (dpa-AFX) - Etwa ein Viertel aller erwachsenen Hartz-IV-Empfänger ist seit mehr als neun Jahren durchgängig auf die Sozialleistung angewiesen. Das berichtet die "Thüringer Allgemeine" (Mittwoch) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Danach waren im Juni 2015 insgesamt 4,4 Millionen erwerbsfähige Hartz-IV-Empfänger in der Grundsicherungsstatistik registriert, darunter befanden sich 1,14 Millionen Frauen und Männer, die bereits neun oder mehr Jahre Hartz-IV bezogen haben. Die Betroffenen hatten in dieser Zeit keine Unterbrechung des Leistungsbezugs von mehr als einem Monat.

Zu den erwerbsfähigen Hartz-IV-Beziehern zählen nicht nur Arbeitslose, sondern auch Aufstocker, die die Sozialleistung ergänzend zu ihrem Arbeitseinkommen erhalten, oder Menschen, die Angehörige pflegen und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Brigitte Pothmer, die die Anfrage gestellt hatte, nannte die Zahlen "alarmierend". "Eine große Zahl von Menschen ist dauerhaft von Grundsicherungstransfers anhängig. Das ist die Quittung für die massiven Kürzungen der letzten Jahre und eine verfehlte Arbeitsmarktpolitik", sagte Pothmer der Zeitung./ro/DP/stk

01.06.2016

FDP-Chef: Erbschaftsteuerreform nicht mit Bürokratie überladen

BERLIN (dpa-AFX) - Die FDP hat an die große Koalition appelliert, bei der vom Verfassungsgericht angemahnten Erbschaftsteuerreform nicht zu überziehen. "Die Familienunternehmer und ihre Millionen Beschäftigten wissen seit Jahren nicht, was mit der Erbschaftsteuer auf ihre Betriebe zukommt. Das Unvermögen der großen Koalition, hier Klarheit zu schaffen, ist skandalös", sagte der Parteivorsitzende Christian Lindner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Bisherige Planungen von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seien "der pure Bürokratismus, der dem Mittelstand Fesseln anlegt". Die FDP halte eine Regelung für sinnvoll, "die einen geringeren Steuersatz auf Erbschaften vorsieht, dafür aber keinerlei Ausnahmen für einzelne Vermögensarten und damit keinerlei Bürokratie", sagte der Chef der seit 2013 nicht mehr im Bundestag vertretenen Liberalen. Und mit "großzügigen Stundungsregeln würde kein Erbe überlastet", so Lindner.

Kurz vor Ablauf der von Karlsruhe gesetzten Frist starten Union und SPD an diesem Mittwochabend einen neuen Anlauf, um sich über die Reform zu einigen. Das Bundesverfassungsgericht hatte der Politik bis zum 30. Juni dieses Jahres - und damit eineinhalb Jahre - Zeit gegeben, die bisherige Begünstigung von Firmenerben bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer neu zu regeln. Die Richter kritisierten einige Privilegien als überzogen. CDU, CSU und SPD im Bundestag verständigten sich im Februar auf ein Modell. Bayern und die CSU in München pochen auf weitergehende Begünstigungen./ll/sl/DP/stk

01.06.2016

NRW-Finanzminister: Mehr tun gegen Steueroasen und Briefkastenfirmen

DÜSSELDORF/NEURUPPIN (dpa-AFX) - Steueroasen und Briefkastenfirmen beschäftigen in dieser Woche die Finanzminister der Länder bei ihrem Jahrestreffen im brandenburgischen Neuruppin. Der Vorsitzende der Konferenz, Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans, forderte den Bund auf, endlich durchzugreifen. Die Länder hätten fertige Gesetzentwürfe vorgelegt, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Im Bundesfinanzministerium würden diese Initiativen aber "mit spitzen Fingern angefasst, verzögert und verwässert". Die Finanzministerkonferenz tagt von Donnerstag bis Freitag. Ein weiteres Schwerpunktthema soll die Finanzlage der öffentlichen Haushalte sein./beg/DP/stk

01.06.2016

Söder will bis Juli große Steuerreform vorlegen

BERLIN (dpa-AFX) - Bayerns Finanzminister Markus Söder will bis Juli ein Konzept für eine umfassende Reform zur Entlastung der Steuerzahler vorlegen. "Wir brauchen nach Jahren des Stillstandes eine neue Gerechtigkeit in der Steuerpolitik", sagte der CSU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch). Er rechnet mit einem größeren Spielraum für Entlastungen als den von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kürzlich angedeuteten zwölf Milliarden Euro. "Da ist mehr Luft drin", sagte Söder.

Der Minister will dem Bericht zufolge den Solidaritätszuschlag streichen. Er will die sogenannte kalte Progression abschaffen, eine Art schleichende Steuererhöhung. Sie kommt zustande, wenn Arbeitnehmer durch Lohnerhöhungen automatisch in einen höheren Steuersatz rutschen, obwohl die Lohnerhöhung von der Inflation aufgezehrt wird - sie real also nicht mehr Geld haben. Drittens will Söder niedrige und mittlere Einkommen bei der Einkommenssteuer "fair entlasten". Schließlich fordert er eine Reform der pauschalen Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge. "Wir brauchen eine neue Balance zwischen Aktien und Arbeit", sagte Söder. "Die Besteuerung dieser Einkünfte muss angeglichen werden."/and/DP/stk

01.06.2016

Konjunkturdaten liefern für China durchwachsene Signale

PEKING (dpa-AFX) - Wichtige Konjunkturdaten aus China haben am Mittwoch ein durchwachsenes Bild vom Zustand der zweitgrößten Volkswirtschaft gezeichnet. Wie das Statistikamt in Peking mitteilte, lag der offizielle PMI-Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Mai im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 50,1 Punkten. Wie schon im März und April schaffte es der Index damit den dritten Monat in Folge über die wichtige Marke von 50 Punkten, ab der von einer positiven Entwicklung der Geschäfte ausgegangen wird. Werte unter 50 deuten dagegen auf eine rückläufige Geschäftsentwicklung hin.

Eine eingetrübte Stimmung zeigten dagegen Zahlen, die ebenfalls am Mittwoch vom chinesischen Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlicht wurden. Ein eigener von dem Magazin ermittelte PMI-Index sank demnach im Mai von 49,4 auf 49,2 Punkte.

Während sich der von "Caixin" ermittelte Index auf kleine und mittlere Unternehmen konzentriert, werden beim offiziellen PMI vor allem Großunternehmen berücksichtigt.

Ebenfalls abwärts ging es im Mai mit der Stimmung der Dienstleister des Landes. Der PMI für das nicht verarbeitende Gewerbe ging von 53,5 auf 53,1 Punkte zurück. Trotz des Rückgangs entwickelt sich Chinas Dienstleistungssektor damit weiterhin dynamischer als die Industrie des Landes./jpt/DP/stk

31.05.2016

Rekordhoch der Arbeitslosigkeit in Brasilien

BRASÍLIA (dpa-AFX) - Die Arbeitslosigkeit hat in Brasilien mit 11,2 Prozent ein Rekordhoch erreicht. Das sei der höchste Wert seit Aufnahme einer neuen Messmethode Anfang 2012, teilte das Statistische Amt (IBGE) am Dienstag mit. Im Jahresvergleich mit dem Zeitraum Februar-April 2015 seien 1,5 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen. Die Arbeitslosigkeit steigt in Brasilien kontinuierlich seit Anfang 2015 an.

Brasilien steckt in einer schweren Rezession. 2015 war die Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent eingebrochen, für das laufende Jahr wird ein ähnliches Minus erwartet. Das südamerikanische Land war zuletzt die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt, hat aber durch den Wirtschaftseinbruch und einen Kursrutsch beim Real nun einige Plätze verloren und muss sogar um die Top Ten bangen./am/DP/he

31.05.2016

ANALYSE: Goldman belässt Boeing wegen ungelöster Probleme auf 'Sell'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank Goldman Sachs hat Boeing auf "Sell" mit einem Kursziel von 101 US-Dollar belassen. Entsprechend sieht Analyst Noah Poponak einer Studie vom Dienstag zufolge auf Sicht von 12 Monaten ein aktuelles Kursrisiko von 20 Prozent. Die Liste der Herausforderungen für den US-Flugzeughersteller bleibt aus seiner Sicht lang.

Auch wenn jede einzelne Herausforderung keinen starken Anlass zur Sorge biete, beunruhige die Anzahl der zu bewältigenden Probleme zusammen durchaus. Poponak verwies auf Verzögerungen bei der Entscheidung der US-Luftwaffe für die Produktion des Tankflugzeugs KC-46 und das nachlassende Wachstum im Luftverkehr. Dazu komme ein Bericht, wonach Boeing eine längere Version seines Verkehrsflugzeugs Boeing 737 MAX sowie verschiedene Möglichkeiten im Bereich von Verkehrsflügzeugen mit nur einem Kabinengang prüfe - dies würde milliardenschwere Entwicklungskosten nach sich ziehen.

Bei Aktien mit der Einstufung "Sell" rechnet Goldman Sachs auf dem aktuellen Kursniveau sowie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Unternehmen aus der gleichen Branche mit einem unattraktiven Renditepotenzial./gl/fat/he

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

31.05.2016

AKTIE IM FOKUS 2: Enttäuschende VW-Zahlen belasten Kurs

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Börsianer haben am Dienstag verschnupft auf den Quartalsbericht des Wolfsburger Autokonzerns Volkswagen (VW) reagiert. Der war zwar teilweise besser als erwartet ausgefallen, es hatte aber auch Bereiche gegeben, die enttäuschten. Zudem hat das wegen manipulierter Abgastests schwer abgestrafte Papier auch längst wieder einen guten Lauf hinter sich, so dass der ein oder andere Anleger Gewinne eingestrichen haben dürfte.

Die Aktien verloren letztlich 2,61 Prozent auf 134,35 Euro und waren damit Schlusslicht im Dax . Der deutsche Leitindex gab um 0,68 Prozent nach. Im frühen Handel waren die VW-Papiere allerdings noch bis auf 139,40 Euro hochgesprungen und hatten damit den höchsten Stand seit dem 21. September 2015 erreicht. An jenem Tag hatte der Diesel-Skandal die Gemüter erschüttert und die Aktie zeitweise um mehr als 20 Prozent in den Keller geschickt.

VW SCHLÄGT SICH MITTLERWEILE BESSER ALS BMW ODER DAIMLER

Davon hat sich VW trotz der immer noch andauernden Nachforschungen und Unsicherheiten wieder stark erholt und befindet sich auf Jahressicht bereits moderat im Plus. Die Titel der Wettbewerber BMW und Daimler stehen schlechter da: Seit Jahresbeginn haben sie etwas mehr als ein Fünftel eingebüßt.

"Nach etlichen Monaten des Diesel-Skandals und der damit verbundenen Kosten und Negativmeldungen steht bei Volkswagen nun mit den Zahlen zum ersten Quartal wieder das operative Geschäft im Vordergrund", brachte Analyst Frank Schwope von der NordLB die veränderte Lage für VW nun auf den Punkt.

ERGEBNISSE KOMMEN GUT AN

Hier richtete sich der Blick vor allem auf die Ergebniskennziffern, die insbesondere von den Analysten der schweizerischen Bank UBS und der DZ Bank hervorgehoben wurden. "Sowohl die bereinigten als auch die unbereinigten Ebit-Zahlen haben unsere und die Markterwartungen übertroffen", betonte etwa Michael Punzet von der DZ Bank.

Die Experten von der Oddo Seydler Bank begründeten den weniger deutlich als allgemein prognostizierten Rückgang beim bereinigten operativen Gewinn (Ebit) vor allem mit der operativen Gewinnentwicklung bei Porsche, MAN, Skoda und dem Bereich Financial Services. Zudem habe der Konzern eigenen Angaben zufolge an den Produktionskosten gespart und verhältnismäßig mehr Modelle verkauft, die höhere Gewinne für den Konzern abwerfen würden.

CHINA BEREITET SORGEN

NordLB-Analyst Schwope würdigte zwar ebenfalls die "recht ordentlich" ausgefallenen Ergebniskennziffern, verwies aber auch darauf, dass ein großer Teil des Wachstums aus China gekommen sei. Dort aber sei das operative Ergebnis enttäuschend gewesen. "Wenn die Steuererleichterungen für Autos in China Ende 2016 auslaufen, könnte das Jahr 2017 im Reich der Mitte Sorgen bereiten", schlussfolgert Schwope daher und bleibt vorsichtig.

Nach wie vor sieht er etwa die Gesamtkosten des Abgas-Skandals zwischen 20 und 30 Milliarden Euro. Und die dürften seines Erachtens auch eher über- als unterschritten werden. "Die tatsächlichen Gesamtkosten des Skandals dürften allerdings frühestens in zehn Jahren feststehen."/edh/ck/he

31.05.2016

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley belässt Covestro auf 'Overweight' - Ziel 40 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Covestro <1COV.ETR> auf "Overweight" mit einem Kursziel von 40 Euro belassen. Die steigenden Preise für Toluol Diisocyanat (TDI) könnten sich günstig auf das Jahresergebnis des Kunststoffproduzenten auswirken, schrieb Analyst Paul Walsh in einer Studie vom Dienstag. Covestro sei nach wie vor die billigste Aktie im europäischen Chemiesektor. TDI wird bei der Herstellung etwa von flexiblen Schaumstoffen für Matratzen und Autositze eingesetzt./edh/tav

31.05.2016

ANALYSE-FLASH: SocGen belässt Volkswagen-Vorzüge auf 'Hold' - Ziel 140 Euro

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) nach Zahlen zum ersten Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 140 Euro belassen. Das operative Konzernergebnis des Autobauers habe vor Sondereffekten die Konsensschätzung übertroffen, schrieb Analyst Stephen Reitman in einer Studie vom Dienstag. Allerdings habe die VW-Pkw-Sparte immer noch gelitten und das China-Geschäft sei schwach ausgefallen./gl/tav

31.05.2016

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Ziel für Covestro auf 42 Euro - 'Outperform'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für Covestro <1COV.ETR> vor Zahlen von 39 auf 42 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Industriechemikalien seien derzeit gefragt, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Dienstag. Covestro dürfte einen optimistischen neuen Ausblick geben und gehöre mit BASF, DSM und Solvay zu seinen bevorzugten Werten. Knight rechnet für die Branche mit einem starken zweiten Quartal./gl/ck

31.05.2016

ANALYSE-FLASH: Exane BNP hebt Ziel für BASF auf 83 Euro - 'Outperform'

PARIS (dpa-AFX Broker) - Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat das Kursziel für BASF vor Zahlen von 82 auf 83 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Industriechemikalien seien derzeit gefragt, schrieb Analyst James Knight in einer Branchenstudie vom Dienstag. BASF sollte zudem von Kostensenkungen profitieren und gehöre mit Covestro, DSM und Solvay zu seinen bevorzugten Werten. Den Ludwigshafener kämen die steigenden Ölpreise und ihre Disziplin bezüglich Zukäufen im Vergleich zu Wettbewerbern zugute. Knight rechnet für die Branche mit einem starken zweiten Quartal./gl/ck

31.05.2016

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux hebt Ziel für Kion auf 55 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Kion im Zuge eines Analystenwechsels von 48 auf 55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das langfristige Wachstum des Gabelstaplermarktes dürfte sich fortsetzen, schrieb Analyst Markus Almerud in einer Studie vom Dienstag. Dies sollte Kion bis 2018 einen durchschnittlichen jährlichen Gewinnanstieg (EPS) von 18 Prozent bescheren. Damit hätten die Konsensschätzungen und die Bewertung der Aktie noch Luft nach oben./edh/tav

31.05.2016

ANALYSE-FLASH: Baader Bank hebt Ziel für DMG Mori auf 38 Euro - 'Sell'

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat das Kursziel für DMG Mori von 35 auf 38 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Sell" belassen. Das höhere Ziel gehe auf den zu erwartenden Abfindungspreis von 37,35 Euro je Aktie für die Minderheitsaktionäre im Rahmen des geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der japanischen DMG Mori zurück, schrieb Analyst Peter Rothenaicher in einer Studie vom Dienstag. Darüber hinaus sehe er aber kein Kurspotenzial für die Aktie des Werkzeugmaschinenbauers./gl/tav

31.05.2016

ANALYSE-FLASH: NordLB hebt Ziel für Volkswagen-Vorzüge auf 130 Euro - 'Halten'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) nach Zahlen von 120 auf 130 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Der Autobauer habe im ersten Quartal solide abgeschnitten, doch das China-Geschäft habe enttäuscht, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Dienstag. Die Rückstellungen von 16,2 Milliarden Euro für Schäden aus dem Dieselskandal sieht er als Untergrenze - er rechnet mit Kosten von mindestens 20 bis 30 Milliarden Euro./gl/tav

31.05.2016

ANALYSE-FLASH: Independent Research hebt Ziel für Adidas auf 119 Euro - 'Halten'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Adidas aus Bewertungsgründen von 115 auf 119 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Veräußerung der US-Marke Mitchell & Ness passe zur aktuellen Strategie des Sportartikelherstellers, schrieb Analyst Markus Rießelmann in einer Studie vom Dienstag. Das Geschäft sollte einen Verkaufserlös im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich in Euro bringen. Nachhaltig positive Impulse für die Aktie erwartet der Analyst davon aber nicht./gl/tav