dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

31.10.2014

Privates Raumflugzeug 'SpaceShip Two' abgestürzt

LOS ANGELES (dpa-AFX) - Das private Raumflugzeug "SpaceShip Two" ist bei einem Testflug im US-Bundesstaat Kalifornien abgestürzt. Das teilte das Unternehmen Virgin Galactic am Freitag mit. Das Schicksal der Piloten sei noch ungeklärt./mcm/DP/he

31.10.2014

Streiks bei Amazon enden vorerst - Einigung nicht in Sicht

BAD HERSFELD/LEIPZIG (dpa-AFX) - Nach einer knappen Woche wollen die Amazon -Mitarbeiter in Bad Hersfeld und Leipzig ihren Ausstand am Samstagabend vorerst beenden. An den Standorten in Rheinberg (NRW) und Graben bei Augsburg endete der Streik bereits am Freitagabend, weil dort am Samstag Feiertag ist. Für die Vorweihnachtszeit drohte die Gewerkschaft Verdi bereits mit weiteren Arbeitsniederlegungen. "Solange sich Verdi weigert zu verhandeln, werden die Streiks weitergehen", sagte Eva Völpel, Sprecherin des Verdi-Bundesvorstandes. Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Versandhändler mit Streiks zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon sieht sich selbst jedoch als Logistikunternehmen und lehnt die Forderungen von Verdi ab./rib/DP/men

31.10.2014

Haniel kann bei Metro künftig freier agieren - Poolvertrag aufgelöst

DUISBURG (dpa-AFX) - Metro-Großaktionär Haniel kann bei Deutschlands zweitgrößtem Handelskonzern künftig freier agieren. Der Poolvertrag mit der Familie Schmidt-Ruthenbeck sei aufgelöst worden, teilte Haniel am Freitagabend mit. Diese Vereinbarung regelte vor allem die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte auf den Metro-Hautversammlungen. Haniel ist mit 30,01 Prozent und die Familie Schmidt-Ruthenbeck mit 15,77 Prozent an dem Konzern beteiligt. Künftig können diese beiden auf den Aktionärstreffen auch unterschiedlich abstimmen./he/men

31.10.2014

ROUNDUP 2: Datenschutz-Bedenken bei Pkw-Maut - Dobrindt: 'Keine Sorge'

(neu: Technische Details, Reaktionen.)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Pkw-Maut stößt wegen der geplanten Kontrollen über eine elektronische Erkennung von Nummernschildern jetzt auch auf Datenschutz-Bedenken. "Es geht um sensible Daten von 40 Millionen deutschen Autofahrern", sagte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Eine mögliche Weitergabe von Daten zur Kontrolle an eine Behörde oder gar an private Dritte sei problematisch. Auch Datenschutzbeauftragte der Länder äußerten sich besorgt. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wies Befürchtungen zurück. "Kein Bürger muss Sorge haben, dass jetzt irgendwo Profile gespeichert werden könnten", sagte er der "Bild"-Zeitung (Freitag).

Als Beleg, dass die Maut bezahlt ist, soll es laut Dobrindts Gesetzentwurf überraschend keinen Vignetten-Aufkleber für die Windschutzscheibe geben. Kontrolliert werden soll stattdessen über einen elektronischen Abgleich der Nummernschilder - wie bereits bei der Lkw-Maut. Bei den Pkws sollen die Überwachungen stichprobenartig erfolgen, wie Dobrindt erläuterte. Sofort nach der automatischen Abfrage, ob der Kfz-Halter die Maut zahle, würden die Daten wieder gelöscht. "Ich garantiere: Eine Weitergabe an andere Behörden findet nicht statt."

Das genaue technische System für diese Kontrollen steht noch nicht fest. Offen ist auch, inwiefern das Netz der 300 Kontrollbrücken für die Lkw-Maut an den Autobahnen mitgenutzt oder erweitert werden könnte. An diesen Brücken machen Kameras digitale Fotos des Lkw-Kennzeichens, das dann mit Kontrolldaten abgeglichen wird.

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar forderte für die Pkw-Maut strikte Auflagen. Umfassende Kontrolle oder Bewegungsprofile von Autofahrern müssten per gesetzlicher Zweckbindung ausgeschlossen sein. Gesichert sein müsse, dass Daten "im Nicht-Trefferfall sofort vom System gelöscht werden", sagte er der dpa. Der Beauftragte in Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, sagte: "Besser wäre es, auf Techniken zu verzichten, die solche Gefahren für den Datenschutz hervorrufen." Eine Nummernschild-Erfassung verstoße aus Sicht von Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich nicht gegen Datenschutz. Ein Löschen der Daten könne aber technisch auch einfach unterbleiben.

Die Bundesdatenschutzbeauftragte, Andrea Voßhoff, sagte der "Rheinischen Post" (Freitag), sie fordere "mindestens die hohen datenschutzrechtlichen Standards der Lkw-Maut" ein. Grünen-Chef Cem Özdemir warnte: "Einen gläsernen Pkw-Fahrer darf es nicht geben."

Der Grünen-Fachpolitiker Konstantin von Notz sagte der dpa: "Das ist ein Dammbruch, weil wir beim nächsten schweren Strafverfahren die Diskussion darüber bekommen werden, dass man an diese Daten von polizeilicher Seite ran will." Auch Linke-Fraktionsvize Jan Korte warnte: "Je mehr Daten im System des Kraftfahrtbundesamtes gespeichert werden, desto größer werden auch die Begehrlichkeiten von staatlicher wie privater Seite sein."

Laut Gesetzentwurf, den Dobrindt am Donnerstag vorlegte, sollen alle Inländer auf Autobahnen und Bundesstraßen Maut zahlen. Sie werden dafür aber über eine geringere Kfz-Steuer voll entlastet. Fahrer aus dem Ausland sollen auf Autobahnen zur Kasse gebeten werden. Daraus erwartet Dobrindt nach Abzug veranschlagter Systemkosten von 195 Millionen Euro rund 500 Millionen Euro im Jahr, die extra ins Verkehrsnetz fließen. Eingeführt werden soll die Maut 2016./sam/klm/sem/jr/DP/men

31.10.2014

Chinesen kaufen Solarstrom AG - Vertriebsvorstand geht

FREIBURG (dpa-AFX) - Die Übernahme der angeschlagenen S.A.G. Solarstrom AG durch ein chinesisches Unternehmen ist in trockenen Tüchern. Wie das Unternehmen mit Sitz in Freiburg am Freitag mitteilte, hat es den geplanten Verkauf seines operativen Geschäfts an die chinesische Shunfeng Gruppe abgeschlossen. Der Kaufpreis lag demnach bei 65 Millionen Euro. Die zuletzt 160 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Die Aktien der Gesellschaft sollen von der Frankfurter Börse genommen werden. Die Unternehmensgruppe firmiert künftig unter dem Namen S.A.G. Solarstrom GmbH & Co. KG. Die Chinesen haben dem bisherigen Vorstand demnach angeboten, weiterhin im Amt zu bleiben. Vertriebschef Oliver Günther hat das jedoch abgelehnt./lan/DP/men

31.10.2014

Joma steigt mit 47,7 Prozent bei C.A.T. Oil ein und legt Pflichtangebot vor

WIEN (dpa-AFX) - Der fast ausschließlich in Russland tätige österreichische Öl- und Gasfelddienstleister C.A.T. Oil ist zum Übernahmeziel geworden. Die Joma Industrial Source Corp. hat am 27. Oktober mittelbar 47,7 Prozent der Stimmrechtsanteile erworben, wie das Unternehmen mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln am Freitag mitteilte.

Nach österreichischem Recht muss Joma nun den übrigen Aktionären der C.A.T. Oil ein Pflichtangebot unterbreiten. Joma will die Papiere zu einem Preis in Höhe des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses während der letzten drei Monate erwerben. Die im Frankfurter SDax notierte C.A.T.-Oil-Aktie legte am Freitag um 3,61 Prozent zu und schloss bei 15,20 Euro - einem Händler zufolge dürfte der Angebotspreis etwa bei dieser Marke liegen./ivn/pro/APA/men

31.10.2014

Deutsche Post hat wieder einen weiblichen Personalvorstand

BONN (dpa-AFX) - Bei der Deutschen Post kümmert sich im Vorstand wieder eine Frau ums Personal. Melanie Kreis übernehme das Personalressort und die Funktion der Arbeitsdirektorin, teilte der Logistikkonzern am Freitag mit. Vorgängerin Angela Titzrath hatte Anfang Juli überraschend ihr Amt "aus persönlichen Gründen" niedergelegt. Seitdem war Post-Chef Frank Appel auch für die Aufgaben des Personalvorstands zuständig./he/men

31.10.2014

Karstadt will Wende bis Mitte 2015 schaffen

ESSEN (dpa-AFX) - Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl will bis Mitte 2015 bei den defizitären Warenhäuser die Wende schaffen. Für die Filialen, bei denen das nicht gelungen sei, werde es andere Lösungen geben, schrieb der Manager nach einem Bericht der Fachzeitschrift "Textilwirtschaft" am Freitag in einem Brief an die Mitarbeiter. Neben den bereits feststehenden sechs Standorten, die geschlossen würden, gebe es weitere verlustbringende Filialen. Es gehe aber nicht nur um Schließungen, "sondern darum, dass wir so viel wie möglich von Karstadt erhalten können", hieß es in dem Brief weiter. Die Zeit sei knapp und es stünden schmerzhafte Entscheidungen bevor.

Seit dem Ende der Insolvenz im Herbst 2010 hat Karstadt nach Angaben von Fanderl 500 Millionen Euro Umsatz verloren. Über sieben Millionen Menschen würden heute nicht mehr in dem Warenhaus einkaufen. Der Plan des Vorstands ist es nun, zwei Betriebstypen zu etablieren: ein "Kaufhaus des Lebens" für den Erlebniseinkauf und das "Kaufhaus der Stadt" für die Bedarfsdeckung. Erste Pilotmärkte sollen im Sommer kommenden Jahres umgebaut werden./ls/DP/men

31.10.2014

Deutsche Anleihen: Etwas höher

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Freitag etwas zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future notierte am späten Nachmittag bei 150,99 Punkten und damit 0,07 Prozent höher als am Vortag. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 0,84 Prozent.

Händler verwiesen darauf, dass der Rentenfonds der japanischen Regierung den Anteil ausländischer Anleihen an seinem Portfolio von 11 auf 15 Prozent erhöhen wolle. Dies habe die Kurse teilweise gestützt./fr/he

31.10.2014

Ölpreise fallen weiter - starker US-Dollar belastet

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag ihre Verlustfahrt fortgesetzt. Händler verwiesen auf den anhaltend starken US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Nachmittag 85,53 US-Dollar. Das waren 71 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 80 Cent auf 80,31 Dollar.

Die Ölpreise sind seit Monaten vor allem wegen Sorgen um ein Überangebot auf dem Weltmarkt unter Druck. Auch der starke US-Dollar drückt auf die Preise. Der Dollar profitiert momentan von der Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed. Diese hatte sich in dieser Woche positiver zu den Konjunkturaussichten geäußert, als die Märkte erwartet hatten.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 82,79 US-Dollar. Das waren 45 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells./fr

31.10.2014

Aktien New York: Dow auf Rekordhoch dank überraschender Geldflut aus Japan

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Bank von Japan (BoJ) hat mit ihrem überraschenden Tritt auf das geldpolitische Gaspedal den Dow-Jones-Industrial-Index am Freitag auf ein neues Rekordhoch bei 17 395 Punkten geschoben. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die BoJ könnten die Lücke füllen, die die US-Notenbank Fed mit dem zur Wochenmitte verkündeten Ende ihres Anleihekaufprogramms hinterlassen habe, begründete Marktanalyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets die Kursgewinne an den Weltbörsen. Hier gilt die Billiggeldpolitik der Notenbanken seit Jahren als wichtigster Kurstreiber.

Der weltweit bekannteste Aktienindex Dow Jones Industrial stand am Freitag im Handelsverlauf um 0,99 Prozent höher bei 17 365,15 Punkten. Der umfassendere S&P-500-Index legte um 0,94 Prozent auf 2013,48 Punkte zu und bewegte sich damit etwa 6 Zähler unter seiner Höchstmarke. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,27 Prozent auf 4152,60 Punkte.

Die jüngsten Quartalszahlen der beiden Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron brachten eine Erholungsbewegung in den zuletzt schwachen Sektor, der unter den stark gesunkenen Ölpreisen gelitten hatte. ExxonMobil hatte im dritten Quartal unerwartet viel verdient, der Gewinn von Chevron war ebenfalls überraschend gut ausgefallen. Exxon-Aktien gewannen 1,47 Prozent auf 95,84 US-Dollar, die Papiere von Chevron legten um 1,48 Prozent zu.

Der Tagesgewinner im Dow Jones waren aber Intel-Aktien mit einem Plus von 3,64 Prozent auf 33,76 Dollar. Am Vorabend hatte die allgemeine Schwäche der Chipwerte das Papier noch belastet. Nun sorgten die Halbleiterwerten von On Semiconductor und Microchip mit Zahlen für einen Stimmungsumschwung. Der britischen Investmentbank Liberum zufolge reagiert der Markt erleichtert auf nun weniger pessimistische Signale der Branche. Microchip-Aktien gewannen 5,45 Prozent, On-Semi-Papiere stiegen um 3,00 Prozent.

Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen katapultierten die Anteile am Karriere-Netzwerk LinkedIn um 11,93 Prozent nach oben auf 227,43 Dollar, obwohl der Ausblick einige Börsianer enttäuschte. Die Investmentbank Goldman Sachs bleibt bei ihrer Kaufempfehlung "Buy" mit einem Kursziel von 250 Dollar. Titel des Schnäppchenportals Groupon gewannen nach Zahlen fast ein Viertel an Wert.

Dagegen ging es für die Anteilsscheine von Starbucks um 2,19 Prozent herunter. Die Kaffeekette wächst zwar weiter kräftig. Der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr ist aber nur verhalten, was Anleger mit Kursverlusten quittierten. Die Papiere des Action-Kameraanbieters Gopro zählten dagegen nach der Zahlenvorlage mit plus 13,82 Prozent zu den Anlegerfavoriten./fat/men

31.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Notenbankfantasie sorgt für Kurssprünge

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf Unterstützung durch die Notenbanken hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag weiter beflügelt. Am frühen Morgen hatte die Bank of Japan die Märkte mit einer erneuten geldpolitischen Lockerung überrascht. "Jetzt ist auch wieder den Spekulationen rund um die weitere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Tür und Tor geöffnet", sagte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner.

Der Dax zog um 2,33 Prozent auf 9326,87 Punkte an. Der Leitindex folgte damit den starken Börsenvorgaben insbesondere aus Tokio und schloss zum vierten Mal in Folge im Plus. Auf Wochensicht ergab das ein Plus von 3,77 Prozent. Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen stieg am Freitag um 1,76 Prozent auf 16 134,25 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,15 Prozent auf 1242,32 Punkte.

JAPANISCHE NOTENBANK PUMPT GELD IN DEN MARKT

Da die Preise in Japan nicht wie erwartet steigen, pumpt die Zentralbank des Landes weiteres Geld in den Markt, unter anderem durch den Kauf von Staatsanleihen. "Die Ausweitung der Anleihekäufe ist sehr ungewöhnlich und zeigt gut auf, wie angeschlagen die wirtschaftliche Situation in Japan sein muss", sagte Lipkow. Gerade mit Blick auf den Rückzug der US-Notenbank aus der expansiven Geldpolitik sei dieser große Schritt nicht erwartet worden.

Bremsen konnten den Aktienmarkt insofern weder schwache deutsche Einzelhandelsdaten noch ein überraschend gesunkener US-Konsum. Auch eine technische Panne an der Deutschen Börse, weswegen der Handel auf der Plattform Xetra am Vormittag für mehr als eine Stunde unterbrochen werden musste, ließ die Indizes kalt.

INFINEON SCHNELLEN AN DAX-SPITZE

Damit sieht auch die Dax-Bilanz für den Oktober mit einem Minus von 1,56 Prozent deutlich weniger schlimm aus als noch zur Monatsmitte. Damals war das wichtigste deutsche Börsenbarometer wegen Sorgen um die Konjunktur auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahr gefallen.

Den Kurssprung von 6,23 Prozent, der dem Halbleiterkonzern Infineon an die Dax-Spitze verhalf, führten Händler indes auf positiv aufgenommene Zahlen eines US-Wettbewerbers zurück. Im Kielwasser dessen gewannen die Aktien des Branchenkollegen Dialog Semiconductor als bester Wert im TecDax mehr als 5 Prozent.

FUCHS PETROLUB BESTER WERT IM MDAX

Die Papiere von Lanxess verteuerten sich um rund drei Prozent. Der angeschlagene Chemiekonzern will einem Medienbericht zufolge im Zuge seines Sparprogramms bis zu 1200 Arbeitsplätze streichen.

Unter den Nebenwerten glänzte Fuchs Petrolub mit seinen Geschäftsresultaten. Die Aktien des Schmierstoff-Herstellers gewannen als bester MDax-Wert 4,70 Prozent.

GEWINNE AUCH IN EUROPA UND DEN USA

Der EuroStoxx 50 kletterte um 2,55 Prozent auf 3113,32 Punkte nach oben. Auch die Börsen in Paris und London zogen an. Der Dow Jones Industrial stieg zum europäischen Handelsschluss um rund 1 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,72 Prozent am Vortag auf 0,70 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 138,01 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,05 Prozent auf 150,96 Punkte vor. Der Kurs des Euro gab nach. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2524 (Donnerstag: 1,2598) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7985 (0,7938) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

31.10.2014

Aktien Frankfurt Schluss: Notenbankfantasie sorgt für Kurssprünge in Frankfurt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf Unterstützung durch die Notenbanken hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag weiter beflügelt. Am frühen Morgen hatte die Bank of Japan die Märkte mit einer erneuten geldpolitischen Lockerung überrascht. "Jetzt ist auch wieder den Spekulationen rund um die weitere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Tür und Tor geöffnet", sagte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner.

Der Dax zog um 2,33 Prozent auf 9326,87 Punkte an. Der Leitindex folgte damit den starken Börsenvorgaben insbesondere aus Tokio und schloss zum vierten Mal in Folge im Plus. Auf Wochensicht ergab das ein Plus von 3,77 Prozent. Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen stieg am Freitag um 1,76 Prozent auf 16 134,25 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,15 Prozent auf 1242,32 Punkte./la/he

31.10.2014

ROUNDUP/Aktien New York: Dow erreicht Rekordhoch dank japanischer Geldflut

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Bank von Japan hat mit ihrem Tritt auf das geldpolitische Gaspedal den Dow-Jones-Industrial-Index in New York auf ein Rekordhoch bei 17 372 Punkten geschoben. An den Aktienmärkten ist die Billiggeldpolitik der internationalen Notenbanken einer der wichtigsten Kurstreiber der vergangenen Jahre, nun feiern Anleger die neue Geldflut aus Japan.

Der weltweit bekannteste Aktienindex stand am Freitag nach einer Stunde 0,91 Prozent höher bei 17 352,37 Punkten. Der umfassendere S&P-500-Index legte um 0,96 Prozent auf 2013,78 Punkte zu und bewegte sich damit etwa 6 Zähler unter seiner Höchstmarke. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,31 Prozent auf 4154,36 Punkte.

Die jüngsten Quartalszahlen der beiden Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron brachten eine Erholungsbewegung in den zuletzt schwachen Sektor, der unter den stark gesunkenen Ölpreisen gelitten hatte. ExxonMobil hatte im dritten Quartal unerwartet viel verdient, der Gewinn von Chevron war ebenfalls überraschend gut ausgefallen. Exxon-Aktien gewannen 1,06 Prozent auf 95,45 US-Dollar, die Papiere von Chevron legten um 0,68 Prozent zu.

Der Tagesgewinner im Dow Jones waren aber Intel-Aktien mit einem Plus von 2,95 Prozent auf 33,54 Dollar. Am Vorabend hatte die allgemeine Schwäche der Chipwerte das Papier noch belastet. Nun sorgten die Halbleiterwerten von On Semiconductor und Microchip mit Zahlen für einen Stimmungsumschwung. Der britischen Investmentbank Liberum zufolge reagiert der Markt erleichtert auf nun weniger pessimistische Signale der Branche. Microchip-Aktien gewannen 8,10 Prozent, On-Semi-Papiere stiegen um 4,18 Prozent.

Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen katapultierten die Anteile am Karriere-Netzwerk LinkedIn unterdessen um 12,37 Prozent nach oben auf 228,33 Dollar, obwohl der Ausblick einige Börsianer enttäuschte. Die Investmentbank Goldman Sachs bleibt allerdings bei "Buy" mit einem Kursziel von 250 Dollar. Titel des Schnäppchenportals Groupon gewannen nach Zahlen 15,19 Prozent.

Dagegen ging es für die Anteilsscheine von Starbucks um 2,75 Prozent herunter. Die Kaffeekette wächst zwar weiter kräftig. Der Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr ist aber nur verhalten, was Anleger mit Kursverlusten quittierten./fat/he

31.10.2014

Aktien New York: Dow Jones erreicht neuen Rekord dank japanischer Geldflut

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Bank of Japan hat mit ihrem Tritt auf das geldpolitische Gaspedal auch den Dow-Jones-Industrial-Index in New York auf ein neues Rekordhoch bei 17 355 Punkten geschoben. Der weltweit bekannteste Aktienindex stand am Freitag nach einer Viertel Stunde noch etwas unter dieser Marke mit 0,76 Prozent im Plus bei 17 326,68 Punkten.

An den Aktienmärkten gilt die Billiggeldpolitik der Notenbanken als einer der wichtigsten Kurstreiber der vergangenen Jahre, nun feiern Anleger die neue Geldflut aus Japan.

Der umfassendere S&P-500-Index verbesserte sich um 0,77 Prozent auf 2010,08 Punkten und stand damit etwa 9 Zähler unter seiner absoluten Höchstmarke. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,25 Prozent auf 4125,05 Punkte.

Kurz nach dem Handelsstart kam der Chicago Einkaufsmanager-Index für Oktober, der keine starke Reaktion brachte. Die zweite Schätzung des von der Uni Michigan ermittelten Verbrauchervertrauens steht noch auf der Agenda./fat/das

31.10.2014

WOCHENAUSBLICK: Geldpolitik könnte Anlegern die Kastanien aus dem Feuer holen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein fliegender Wechsel bei den Konjunkturhilfen könnte dem deutschen Aktienmarkt weitere Gewinne bescheren. "Nach dem Ende der Anleihenkäufe der Fed tritt nun die Bank of Japan geldpolitisch aufs Gaspedal", sagte Analyst Jens Klatt von DailyFX. Damit seien die Wünsche und Hoffnungen vieler Anleger erfüllt worden, die auf eine weitere Unterstützung der Aktienmärkte durch die Währungshüter gesetzt hätten. Das erscheint umso wichtiger, als die Geschäftszahlen der deutschen Konzerne in der laufenden Berichtssaison bislang nur bedingt überzeugen konnten.

Die japanische Notenbank kauft jetzt für noch mehr Geld als bisher Staatsanleihen sowie riskantere Finanzinstrumente, was Kurssprünge an den Börsen ausgelöst hatte. "Die Ausweitung der Anleihekäufe ist sehr ungewöhnlich und zeigt gut auf, wie angeschlagen die wirtschaftliche Situation in Japan sein muss", sagte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Gerade mit Blick auf das Zurückziehen der Fed aus der expansiven Geldpolitik sei dieser große Schritt nicht erwartet worden. "Jetzt ist auch wieder den Spekulationen rund um die weitere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Tür und Tor geöffnet."

EZB-SITZUNG AM DONNERSTAG

Die Europäische Zentralbank wird am Donnerstag ihre neusten geldpolitischen Beschlüsse verkünden. Nach all den Aktionen in den vergangenen Monaten werde die Notenbank diesmal zwar vermutlich Ruhe bewahren, schrieb Analyst Christian Apelt von der Landesbank Helaba. Gleichwohl werde EZB-Präsident Mario Draghi die Tür für weitergehende Maßnahmen offen halten.

Auch Konjunkturdaten aus Deutschland könnten nach Meinung von Apelt in der neuen Woche die Wachstumssorgen der Anleger dämpfen. Der Analyst verwies dabei auf die Auftragseingänge aus der Industrie am Donnerstag sowie die Daten zur Industrieproduktion am Freitag.

US-ARBEITSMARKTBERICHT AM FREITAG

Ebenfalls zum Wochenschluss werden Daten zur Beschäftigung in den USA die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen. "Ein weiterhin robuster Arbeitsmarkt im Oktober dürfte das Thema Zinswende am Köcheln halten", meinte Apelt.

Derzeit fragen sich die Anleger, wann die Fed den Leitzins erhöhen und damit die Konjunkturhilfen weiter zurückfahren wird. Enttäuschende Jobzahlen könnten die US-Notenbank dazu bewegen, ihre geldpolitischen Zügel eher später als früher anzuziehen. Bereits einen Tag zuvor wird der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP Zahlen zur Beschäftigung im Privatsektor präsentieren und damit schon einmal einen Hinweis auf den US-Jobreport am Freitag liefern.

Bei ihren Entscheidungen wird die Fed jedoch auch andere wichtige US-Konjunkturdaten beachten. So steht in der neuen Woche vor allem der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe am Montag auf der Agenda.

AM DONNERSTAG AUCH ACHT DAX-UNTERNEHMEN MIT QUARTALSZAHLEN

Hierzulande gewinnt die Berichtssaison für das dritte Quartal an Fahrt. Laut Commerzbank-Analyst Markus Wallner sind die Ergebnisse bislang eher durchwachsen ausgefallen, wobei die MDax-Unternehmen bis jetzt ein wenig mehr überzeugt hätten als die größeren Dax-Konzerne. Dabei hätten die Währungsverluste die Unternehmensresultate dank des schwächeren Euro zwar bis jetzt weit weniger belastet als in den vorangegangenen Quartalen. Die gemischten Ergebnisse sollten jedoch momentan kaum eine breite Unterstützung für den deutschen Aktienmarkt bieten.

Der Donnerstag wird mehr Klarheit schaffen. Diesen Tag sollten sich Anleger schon jetzt rot im Kalender anstreichen - und zwar nicht nur wegen der Sitzung der EZB. Denn dann legen alleine acht Unternehmen aus dem Dax ihre Quartalszahlen vor. Es sind der Sportartikelhersteller Adidas , der Konsumgüterproduzent Beiersdorf , die Commerzbank , die Deutsche Telekom , HeidelbergCement , der Spezialchemiekonzern Lanxess , der Rückversicherer Munich Re und der Elektrokonzern Siemens . Daneben öffnen etwa der Flughafenbetreiber Fraport und der TV-Konzen ProSiebenSat.1 ihre Bücher.

BMW UND CONTINENTAL MIT ZAHLEN AM MONTAG

Impulse kommen bereits am Dienstag von dem Autobauer BMW , dem Zulieferer Continental , dem Medizinkonzern Fresenius sowie von dessen Tochter Fresenius Medical Care . Am Mittwoch dann geht es mit einigen Unternehmen aus dem MDax weiter. Beispiele dafür sind das Medienunternehmen Axel Springer , der Rückversicherer Hannover Rück und der Chemikalienhändler Brenntag . Die Woche beschließen am Freitag unter anderem der Versicherer Allianz und der Lichtspezialist Osram ./la/das/stb

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

31.10.2014

Aktien Frankfurt: Geldflut in Japan sorgt für Kurssprünge

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die überraschend gelockerte Geldpolitik in Japan hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag beflügelt. Am Nachmittag notierte der Dax 2,12 Prozent im Plus bei 9308,27 Punkten. Damit folgte der Leitindex den starken Börsenvorgaben insbesondere aus Tokio und knüpfte an seine dreitägige Gewinnserie an.

Auf Wochensicht winkt dem Dax aktuell ein Plus von gut dreieinhalb Prozent. Und auch die Bilanz für den Oktober sieht mit einem Minus von unter 2 Prozent deutlich weniger schlimm aus als noch zur Monatsmitte. Damals war das wichtigste deutsche Börsenbarometer wegen Sorgen um die Konjunktur auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahr gefallen.

SCHWACHE DATEN BELASTEN NICHT

Vor dem Wochenende konnten weder schwache deutsche Einzelhandelsdaten noch ein überraschend gesunkener US-Konsum den Dax bremsen. Auch eine technische Panne an der Deutschen Börse, weswegen der Handel auf der Plattform Xetra am Vormittag für mehr als eine Stunde unterbrochen werden musste, ließ den Index kalt.

Da die Preise in Japan nicht wie erwartet steigen, pumpt die Zentralbank des Landes weiteres Geld in den Markt, unter anderem durch den Kauf von Staatsanleihen. Auch die anderen deutschen Aktienindizes profitierten von diesen Nachrichten: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen stieg um 1,87 Prozent auf 16 151,54 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,34 Prozent auf 1244,55 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 2,37 Prozent hoch.

NEUE NAHRUNG FÜR EZB-SPEKULATIONEN - INFINEON AN DAX-SPITZE

"Die Ausweitung der Anleihekäufe ist sehr ungewöhnlich und zeigt gut auf, wie angeschlagen die wirtschaftliche Situation in Japan sein muss", meinte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Gerade mit Blick auf den Rückzug der Fed aus der expansiven Geldpolitik sei dieser große Schritt nicht erwartet worden. "Jetzt ist auch wieder den Spekulationen rund um die weitere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Tür und Tor geöffnet."

Den Kurssprung von 5,53 Prozent, der dem Halbleiterkonzern Infineon an die Dax-Spitze verhalf, führten Händler indes auf positiv aufgenommene Zahlen eines Branchenkollegen zurück. Das US-Unternehmen Microchip Technology habe nach seiner jüngsten Gewinnwarnung nun im dritten Quartal die Erwartungen erfüllt und einen besser als gedachten Ausblick auf das Schlussquartal geliefert.

Die Papiere von Lanxess verteuerten sich um 3,12 Prozent. Der angeschlagene Chemiekonzern will einem Medienbericht zufolge im Zuge seines Sparprogramms bis zu 1200 Arbeitsplätze streichen.

FUCHS STARK DANK ZAHLEN - RIB SOFTWARE ENTTÄUSCHT

Unter den Nebenwerten glänzte Fuchs Petrolub mit seinen Geschäftsresultaten. Die Aktien des Schmierstoff-Herstellers gewannen als einer der besten MDax-Werte 3,81 Prozent. Ein Händler sagte, die etwas besser als erwarteten Ergebnisse und der bestätigte Jahresausblick hälfen den Titeln nach einem enttäuschenden zweiten Quartal und der damaligen Gewinnwarnung.

Am TecDax-Ende hingegen sackten die Papiere von Rib Software trotz starker Quartalsresultate um 9,54 Prozent ab - im frühen Handel waren sie noch um mehr als 5 Prozent angesprungen. Das operative Ergebnis habe lediglich dank positiver Einmaleffekte die Erwartungen übertroffen, sagten Börsianer./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

31.10.2014

Aktien New York Ausblick: Japans Notenbank beflügelt - Rekord beim Dow im Visier

NEW YORK (dpa-AFX) - Die überraschende Lockerung der japanischen Geldpolitik dürfte auch dem US-Aktienmarkt zur Eröffnung am Freitag kräftige Kursgewinne bescheren. Der Future auf den Dow-Jones-Index rückte rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart um 0,99 Prozent vor. Damit nimmt der US-Leitindex sein Rekordhoch vom September bei 17 350 Punkten ins Visier. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen Auswahlindex NASDAQ 100 gewann 1,46 Prozent. Kurz nach Handelsstart schauen Investoren auf den Chicago Einkaufsmanager-Index für Oktober. Die zweite Schätzung des von der Uni Michigan ermittelten Verbrauchervertrauens steht ebenfalls auf der Agenda.

Kurz nachdem die US-Notenbank Fed erwartungsgemäß ihre Anleihekäufe eingestellt hatte, trat nun die Bank von Japan auf den Plan: die Zentralbank weitet die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen aus und damit stärker als bislang. Der fernöstliche Inselstaat kämpft gegen einen unerwartet ausbleibenden Preisanstieg. An den Aktienmärkten gilt die Billiggeldpolitik der Notenbanken als einer der wichtigsten Kurstreiber der vergangenen Jahre, nun feiern Anleger die neue Geldflut aus Japan. Mit den Neuigkeiten aus Japan war wohl nicht gerechnet worden sei - der Tokioter Leitindex Nikkei 225 sprang um fast 5 Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit 2007. Auch in Europa trieb die japanische Notenbankpolitik die Börsen an.

Zur positiven Stimmung in New York tragen auch die jüngsten Quartalszahlen der beiden Ölkonzerne ExxonMobil und Chevron bei. ExxonMobil verdiente im dritten Quartal unerwartet viel - und dies trotz der stark gesunkenen Ölpreise. Der Konzern führt dies unter anderem auf die Zuwächse im Raffinerie- und Chemiegeschäft zurück. Auch Kosteneinsparungen halfen. Der Gewinn von Chevron fiel ebenfalls besser aus als gedacht. Beide Titel legten vorbörslich deutlich zu.

Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen ließen auch die Aktien des Karriere-Netzwerks von LinkedIn vorbörslich steigen - obwohl der Ausblick enttäuschte. Die Investmentbank Goldman Sachs bleibt auf "Buy" mit einem Kursziel von 250 US-Dollar belassen. Auch die Titel des Schnäppchenportals Groupon gewannen nach Zahlen im vorbörslichen Handel kräftig dazu.

Kursgewinne gab es zudem bei den Halbleiterwerten von On und Microchip nach Zahlen, nachdem der Sektor am Vorabend auffällig schwach war. Der britischen Investmentbank Liberum zufolge reagierte der Markt erleichtert auf nun weniger pessimistische Signale: Laut Microchip liege das Dezember-Quartal nur leicht unter der üblichen saisonalen Schwäche und das März-Quartal werde wieder von Wachstum geprägt sein.

Dagegen ging es für die Anteilsscheine von Starbucks zunächst nach unten. Die Kaffeekette wächst zwar weiter kräftig, wagt aber nur einen verhaltenen Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr. Anleger quittierten dies mit einem vorbörslichen Minus.

Im Blick steht außerdem der Pharmakonzern Abbvie nach besser als gedacht ausgefallenen Quartalszahlen und erhöhter Gewinnprognose. Der Umsatz mit dem Medikament Humira gegen rheumatische Arthritis legte deutlich zu. Abbvie hatte unlängst die geplante Übernahme des britischen Arzneiherstellers Shire abgeblasen, nachdem die Akquisition wegen Gesetzesänderungen in den USA sich steuerlich nicht mehr gelohnt hatte. Anschließend hatte der US-Konzern ein Aktienrückkaufprogramm und eine Anhebung der Dividende angekündigt./ajx/fat

31.10.2014

Aktien Frankfurt: Kurssprung dank weiter gelockerter Geldpolitik in Japan

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die gelockerte Geldpolitik in Japan hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag beflügelt. Der Dax zog gegen Mittag um 1,79 Prozent auf 9277,97 Punkte an. Damit folgte der Leitindex den starken Vorgaben insbesondere aus Tokio und knüpfte an seine dreitägige Gewinnserie an. Überschattet wurde die gute Stimmung allerdings von einer technischen Panne an der Deutschen Börse, weswegen der Handel auf der Plattform Xetra für mehr als eine Stunde unterbrochen werden musste.

Auf Wochensicht winkt dem Dax aktuell ein Plus von rund 3 Prozent. Und auch die Bilanz für den Oktober sieht mit einem Minus von derzeit rund 2 Prozent deutlich weniger schlimm aus als noch zur Monatsmitte. Damals war das wichtigste deutsche Börsenbarometer wegen Sorgen um die Konjunktur auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahr gefallen.

STARKE VORGABEN INSBESONDERE AUS TOKIO

Da die Preise in Japan nicht wie erwartet steigen, weitet die Zentralbank des Landes die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen (582 Milliarden Euro) aus und damit stärker als bislang geschehen. Auch die anderen deutschen Indizes profitierten von diesen Nachrichten: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen stieg um 1,52 Prozent auf 16 096,30 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,24 Prozent auf 1243,37 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 2 Prozent hoch.

In Tokio schloss der dortige Leitindex Nikkei 225 knapp 5 Prozent im Plus. Die anderen asiatischen Börsen legten ebenfalls deutlich zu. Bereits am Vortag waren die Kurse an der Wall Street nach der Verschnaufpause vom Mittwoch wieder gestiegen dank guter Wirtschaftsdaten.

SPEKULATIONEN UM POLITIK DER EZB KÖNNTEN NEUE NAHRUNG ERHALTEN

"Die Ausweitung der Anleihekäufe ist sehr ungewöhnlich und zeigt gut auf, wie angeschlagen die wirtschaftliche Situation in Japan sein muss", meinte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Gerade mit Blick auf das Zurückziehen der Fed aus der expansiven Geldpolitik sei dieser große Schritt nicht erwartet worden. "Jetzt ist auch wieder den Spekulationen rund um die weitere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank Tür und Tor geöffnet."

Den Kurssprung von rund 5 Prozent, der dem Halbleiterkonzern Infineon an die Dax-Spitze verhalf, führten Händler auf positiv aufgenommene Zahlen eines Branchenkollegen zurück. Das US-Unternehmen Microchip Technology habe nach seiner jüngsten Gewinnwarnung im dritten Quartal ebenso die Erwartungen erfüllt wie mit seinem Ausblick auf das Schlussquartal.

LANXESS SEHR FEST NACH BERICHT ÜBER STELLENABBAU

Die Papiere von Lanxess verteuerten sich um rund 3 Prozent. Der angeschlagene Chemiekonzern will einem Medienbericht zufolge im Zuge seines Sparprogramms bis zu 1200 Arbeitsplätze streichen. Betroffen seien vor allem die Standorte Köln und Leverkusen.

Unter den Nebenwerten legte zum Beispiel Fuchs Petrolub Geschäftsresultate vor. Die Aktien des Schmierstoff-Herstellers gewannen als bester MDax-Wert rund 4 Prozent. Ein Händler sagte, die etwas besser als erwarteten Geschäftsergebnisse und der bestätigte Jahresausblick hälfen den Titeln nach einem enttäuschenden zweiten Quartal und der damaligen Gewinnwarnung.

Am TecDax-Ende hingegen sackten die Papiere von Rib Software trotz starker Resultate für das dritte Quartal um mehr als 6 Prozent ab, nachdem sie im frühen Handel noch um mehr als 5 Prozent angesprungen waren. Das operative Ergebnis habe lediglich dank positiver Einmaleffekte die Erwartungen übertroffen, sagten Börsianer./la/das

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

31.10.2014

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Kurssprung dank japanischer Geldpolitik

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die überraschend gelockerte japanische Geldpolitik hat auch dem deutschen Aktienmarkt am Freitag kräftig Auftrieb gegeben. Im frühen Handel legte der Dax um 1,37 Prozent auf 9240,08 Punkte zu. Damit folgte der Leitindex den starken Auslandsvorgaben insbesondere aus Tokio und knüpfte an seine dreitägige Gewinnserie an.

Auf Wochensicht winkt dem Dax auf diesem Niveau ein Plus von 2,80 Prozent. Und auch die Bilanz für den Oktober sieht mit aktuell minus 2,47 Prozent deutlich weniger schlimm aus als noch zur Monatsmitte. Damals war das wichtigste deutsche Börsenbarometer wegen Sorgen um die Konjunktur auf den tiefsten Stand seit rund einem Jahr gefallen.

STARKE VORGABEN INSBESONDERE AUS TOKIO

Da die Preise in Japan nicht wie erwartet steigen, weitet die Zentralbank des Landes die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen (582 Milliarden Euro) aus und damit stärker als bislang geschehen. Auch die anderen deutschen Indizes profitierten von diesen Nachrichten: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen stieg um 1,06 Prozent auf 16 023,75 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,88 Prozent auf 1238,98 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,22 Prozent hoch.

In Tokio schloss der dortige Leitindex Nikkei 225 knapp 5 Prozent im Plus. Die anderen asiatischen Börsen legten ebenfalls deutlich zu. Bereits am Vortag waren die Kurse an der Wall Street nach der Verschnaufpause vom Mittwoch wieder gestiegen - dank guter Wirtschaftsdaten. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial legte inklusive der Nachrichten aus Japan seit dem Xetra-Schluss um 1,14 Prozent zu.

KONKURRENTEN-ZAHLEN BEFLÜGELN INFINEON

Auf dem Tagesplan stehen vor dem Wochenende eine Reihe von Konjunkturdaten. Dazu zählen die Vorabschätzung der Verbraucherpreise der Eurozone. Am Nachmittag folgen noch Daten aus den USA. Nach der jüngsten Zahlenflut am deutschen Aktienmarkt wurde es hier etwas ruhiger. Im Dax standen am Freitag keine Quartalsberichte auf der Agenda.

Den Kurssprung von 4,16 Prozent, der dem Halbleiterkonzern Infineon an die Dax-Spitze verhalf, führten Händler auf positiv aufgenommene Zahlen eines Branchenkollegen zurück. Das US-Unternehmen Microchip Technology habe nach seiner jüngsten Gewinnwarnung im dritten Quartal ebenso die Erwartungen erfüllt wie mit seinem Ausblick auf das Schlussquartal. Die nach der Schlussglocke an der Wall Street vorgelegten Zahlen ließen die Aktien der Amerikaner nachbörslich um mehr als 4 Prozent steigen.

LANXESS SEHR FEST NACH BERICHT ÜBER STELLENABBAU

Die Papiere von Lanxess verteuerten sich um 2,24 Prozent. Der angeschlagene Chemiekonzern will einem Medienbericht zufolge im Zuge seines Sparprogramms bis zu 1200 Arbeitsplätze streichen. Betroffen seien vor allem die Standorte Köln und Leverkusen. Bei der Kapitalmarktveranstaltung am 6. November werde Unternehmenschef Matthias Zachert gewiss weitere Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität vorstellen, sagte ein Börsianer.

Aus den wichtigen deutschen Indizes legte lediglich Fuchs Petrolub Geschäftsresultate vor. Die Aktien des Schmierstoff-Herstellers gewannen als bester MDax-Wert 4,40 Prozent. Die Mannheimer schafften in den ersten neun Monaten des Jahres ein Umsatzplus von 1,7 Prozent, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 0,5 Prozent und der Überschuss um 0,9 Prozent zurückging. Ein Händler sagte, die etwas besser als erwarteten Zahlen und der bestätigte Jahresausblick hälfen der Aktie nach einem enttäuschenden zweiten Quartal und der damaligen Gewinnwarnung./gl/das

31.10.2014

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 31.10.2014 - 17.00 Uhr

Japans Zentralbank lockert überraschend Geldpolitik

TOKIO - Japans Zentralbank reißt zur Stützung der schwächelnden Wirtschaft und Ankurbelung der Inflation die Geldschleusen überraschend noch weiter auf. Unter anderem kauft sie nun Staatsanleihen im Wert von 80 Billionen Yen (582 Milliarden Euro) jährlich, 30 Billionen mehr als bisher. Zugleich senkte die Bank von Japan (BoJ) am Freitag die Wachstumsprognose für die Wirtschaft des Landes für das noch bis März 2015 laufende Steuerjahr von 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent.

USA: Michigan-Konsumklima hellt sich weiter auf

MICHIGAN - Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im Oktober überraschend weiter aufgehellt und den höchsten Wert seit sieben Jahren erreicht. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg auf 86,9 Zähler, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Juli 2007. In einer ersten Schätzung hatte die Universität für Oktober einen Anstieg des Stimmungsindikators auf 86,4 Punkte von 84,6 Punkten im September gemeldet.

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex steigt überraschend

CHICAGO - Die Stimmung der Einkaufsmanager in der US-Region Chicago hat sich im Oktober überraschend aufgehellt. Der Indikator stieg auf 66,2 Punkte, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mitteilte. Zuletzt hatte der Wert vor genau einem Jahr höher gelegen. Im September stand der Index noch bei 60,5 Punkte. Volkswirte hatten nur einen Wert von 60,0 Punkte erwartet. Der Frühindikator liegt damit weiter deutlich über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten und signalisiert damit weiter eine wirtschaftliche Belebung.

USA: Konsumausgaben sinken überraschend

WASHINGTON - In den USA haben die Verbraucher im September weniger Geld als erwartet ausgeben. Die Ausgaben gingen zum Vormonat um 0,2 Prozent zurück, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatten die Ausgaben noch um 0,5 Prozent zugelegt. Die Einkommen der Verbraucher stiegen im September um 0,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat um 0,3 Prozent zugelegt hatten. Volkswirte waren von einem Anstieg um 0,3 Prozent ausgegangen.

USA: Arbeitskostenindex steigt stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Arbeitskosten im dritten Quartal stärker als erwartet gestiegen. Der entsprechende Index sei um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten in den Monaten Juli bis September mit einem Zuwachs um 0,5 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal waren die Arbeitskosten ebenfalls um 0,7 Prozent gestiegen.

Inflation in der Eurozone steigt leicht - EZB weiter unter Druck

LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone ist im Oktober auf niedrigem Niveau zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) steht aber weiter unter Druck. Die Jahresrate der Teuerung habe von 0,3 Prozent im Vormonat auf 0,4 Prozent zugelegt, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer ersten Schnellschätzung mit. Ökonomen hatten mit diesem Anstieg gerechnet. Die Inflation ist damit zum ersten Mal seit April wieder geklettert. Die Inflationsrate liegt allerdings weiterhin deutlich unter dem Zielwert der EZB, die eine Rate von knapp zwei Prozent anstrebt.

Eurozone: Arbeitslosenquote verharrt bei 11,5 Prozent

LUXEMBURG - Die Lage am Arbeitsmarkt der Eurozone ist im September stabil geblieben. Die Arbeitslosenquote habe den vierten Monat in Folge bei 11,5 Prozent verharrt, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Die Quote bleibt damit auf dem niedrigsten Wert seit September 2012. Volkswirte hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet. Im langfristigen Vergleich bleibt die Arbeitslosigkeit im Währungsraum aber weiter auf hohem Niveau.

Deutschland: Einzelhandelsumsatz mit stärkstem Rückgang seit über sieben Jahren

WIESBADEN - Die deutschen Einzelhändler haben bei den Umsätzen im September einen überraschend starken Dämpfer erhalten. Verglichen mit dem Vormonat lagen die Erlöse nominal um 2,9 Prozent niedriger, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste Rückschlag seit Mai 2007.

Ifo: Kredithürde für deutsche Unternehmen sinkt

MÜNCHEN - Deutsche Unternehmen kommen laut einer Umfrage des Ifo-Instituts weiterhin vergleichsweise gut an Bankkredite. Im Oktober hätten 17,7 Prozent der etwa 4000 befragten Unternehmen in der gewerblichen Wirtschaft über Probleme bei der Kreditvergabe geklagt, teilte das Forschungsinstitut am Freitag mit. Im Vormonat hatte die Kredithürde noch bei 18,4 Prozent gelegen. Allerdings seien die Auswirkungen des Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) auf die Kreditvergabe noch abzuwarten.

Russische Notenbank stemmt sich mit Zinserhöhung gegen Rubel-Verfall

MOSKAU - Die russische Zentralbank stemmt sich mit einer überraschend starken Zinserhöhung gegen die Verluste des Rubels. Die Notenbanker erhöhten am Freitag den Leitzins um 150 Basispunkte auf 9,5 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten waren nur von einer Erhöhung um 50 Basispunkte ausgegangen.

Italien: Lage auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich wieder

ROM - In Italien hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt trotz jüngster Reformbemühungen der Regierung in Rom überraschend stark verschärft. Im September sei die Arbeitslosenquote auf 12,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Istat am Freitag mit. Experten hatten nur einen Wert von 12,4 Prozent erwartet. Außerdem revidierte das Statistikamt die Quote für den Vormonat von 12,3 Prozent auf 12,5 Prozent nach oben.

/rob/jkr

31.10.2014

EU bringt Russland wegen Einfuhr-Zöllen vor WTO

GENF/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Europäische Union bringt Russland wegen Einfuhrzöllen auf einige Landwirtschafts- und Industriegüter vor die Welthandelsorganisation (WTO). Aus Sicht der EU liegen russische Zölle für Papier, Karton, Kühlschränke und Palmöl über den von der WTO festgelegten zulässigen Obergrenzen. "Wir haben mit Russland monatelang ergebnislos über diese Produkte diskutiert, deshalb haben wir uns entschieden, die WTO einzuschalten", sagte ein Sprecher des EU-Handelskommissars Karel De Gucht am Freitag.

Der neue Fall stehe nicht im Zusammenhang mit dem im August verhängten russischen Einfuhrverbot auf europäische Landwirtschaftsprodukte, betonte er. Bei dem neuen WTO-Verfahren handelt es sich um den fünften Handelsstreit zwischen beiden Seiten./asa/DP/men

31.10.2014

USA: Michigan-Konsumklima hellt sich weiter auf

MICHIGAN (dpa-AFX) - Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im Oktober überraschend weiter aufgehellt und den höchsten Wert seit sieben Jahren erreicht. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg auf 86,9 Zähler, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Juli 2007. In einer ersten Schätzung hatte die Universität für Oktober einen Anstieg des Stimmungsindikators auf 86,4 Punkte von 84,6 Punkten im September gemeldet.

Der Index der Universität Michigan gilt als Indikator für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Die Daten im Überblick:

^ Oktober Prognose Oktober September August

(endg.) (vorl.)

Konsumklima 86,9 86,4 86,4 84,6 82,5

(in Punkten)°

/mis/fr

31.10.2014

USA: Chicago-Einkaufsmanagerindex steigt überraschend

CHICAGO (dpa-AFX) - Die Stimmung der Einkaufsmanager in der US-Region Chicago hat sich im Oktober überraschend aufgehellt. Der Indikator stieg auf 66,2 Punkte, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Freitag in Chicago mitteilte. Zuletzt hatte der Wert vor genau einem Jahr höher gelegen. Im September stand der Index noch bei 60,5 Punkte. Volkswirte hatten nur einen Wert von 60,0 Punkte erwartet. Der Frühindikator liegt damit weiter deutlich über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten und signalisiert damit weiter eine wirtschaftliche Belebung./fr/mis

31.10.2014

ROUNDUP: Arbeitslosigkeit in Eurozone bleibt weiter konstant

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone verharrt auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren, ist aber weiter deutlich höher als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. In den 18 Ländern mit der Gemeinschaftswährung lag die Quote im September bei 11,5 Prozent. Sie blieb damit im vierten Monat in Folge auf dem tiefsten Wert seit September 2012, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. 2007 hatte die Quote im Schnitt bei nur 7,6 Prozent gelegen.

Am besten schnitten den aktuellen Vergleichszahlen zufolge Österreich (5,1 Prozent) und Deutschland (5,0 Prozent) ab. Am schlechtesten ist die Situation weiter in Griechenland (26,4 Prozent nach Zahlen vom Juli) und in Spanien (24 Prozent).

Aus Sicht von EU-Arbeitskommissar Laszlo Andor sind die Werte nach wie vor "viel zu hoch". Insgesamt waren in den Euro-Ländern 18,3 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Job.

Besonders schwierig ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt für junge Menschen. Im September waren in der gesamten EU rund 5 Millionen Menschen unter 25 Jahren arbeitslos (21,6 Prozent). Für den Euroraum wurde die Zahl mit 3,3 Millionen angegeben (23,3 Prozent). Auch hier schnitten Spanien (53,7 Prozent) und Griechenland (50,7 Prozent nach Zahlen vom Juli) am schlechtesten ab, gefolgt von Italien (42,9 Prozent) und Kroatien (41,8 Prozent).

Die hohen Werte haben aber zumindest zum Teil statistische Ursachen: Schüler und Studenten ohne Job sind ausgeklammert, das verkleinert die Bezugsgruppe. Dadurch fällt jeder einzelne Arbeitslose mehr ins Gewicht.

Die Bundesagentur für Arbeit hatte am Donnerstag eine Gesamtarbeitslosenquote von 6,3 Prozent für Deutschland gemeldet - das bezieht sich aber auf den Oktober. Außerdem unterscheiden sich die Methoden der deutschen und der europäischen Statistiker./hma/aha/DP/jkr

31.10.2014

Nahles will Hartz-IV-Reformpläne vorstellen

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will in der kommenden Woche Pläne zur Verbesserung der Chancen von Langzeitarbeitslosen vorstellen. Sie werde ihr Vorhaben am Mittwoch dem Sozialausschuss des Bundestags erläutern, sagte eine Sprecherin am Freitag in Berlin. Der Sozialexperte der Grünen im Bundestag, Wolfgang Strengmann-Kuhn, sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Die Ministerin muss im Ausschuss über ihre bislang wolkigen Ankündigungen hinaus einen konkreten Plan vorlegen."

CSU-Chef Horst Seehofer hatte sich gegen Vorstellungen zu Erleichterungen bei Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher gewandt. Nahles will - neben anderen Punkten - Arbeitslose unter 25 Jahren künftig nicht mehr strenger behandeln als Ältere. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hatte dies bereits im Sommer vorgeschlagen, dabei aber festgestellt, dass Bayern diese Vorschläge ablehnt.

In der Unionsfraktion gibt es zudem Überlegungen, Sanktionen um ein System von Prämien und positiven Anreizen zu ergänzen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag) berichtete. Die Nahles-Sprecherin wollte "Einzelheiten" zunächst nicht kommentieren.

Das Ministerium rückte zugleich von seiner Ankündigung von Mitte September ab, wonach im Laufe des Herbstes ein Referentenentwurf vorgelegt werde. "Wann der Gesetzentwurf kommt, das muss man dann sehen, da kann ich Ihnen keinen Zeitpunkt nennen", sagte die Sprecherin nun./bw/DP/jkr

31.10.2014

USA: Konsumausgaben sinken überraschend

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA haben die Verbraucher im September weniger Geld als erwartet ausgeben. Die Ausgaben gingen zum Vormonat um 0,2 Prozent zurück, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs von 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatten die Ausgaben noch um 0,5 Prozent zugelegt. Die Einkommen der Verbraucher stiegen im September um 0,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat um 0,3 Prozent zugelegt hatten. Volkswirte waren von einem Anstieg um 0,3 Prozent ausgegangen.

Der Preisauftrieb blieb stabil. Die jährliche Inflationsrate, gemessen am Preisindex für die Konsumausgaben PCE, lag im September bei 1,4 Prozent und entsprach damit dem revidierten Wert aus dem Vormonat (zunächst: 1,5 Prozent). Volkswirte hatten für den September einen Wert von 1,5 Prozent erwartet.

Der Kernindex, der schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausblendet und von der US-Notenbank Fed besonders beachtet wird, verharrte wie erwartet bei 1,5 Prozent. Die PCE-Daten liegen weiter unter dem Ziel der Federal Reserve von zwei Prozent.

^Die Entwicklung im Überblick:

September Prognose Vormonat

Private Einkommen +0,2 +0,3 +0,3

Private Konsumausgaben -0,2 +0,1 0,5

PCE (ggVJ) +1,4 +1,5 +1,4r

PCE Kernindex (ggVJ) +1,5 +1,5 +1,5°

(r=revidiert; alle Angaben in Prozent)

/fr/mis

31.10.2014

ROUNDUP: Russische Notenbank stemmt sich mit Zinserhöhung gegen Rubel-Verfall

MOSKAU (dpa-AFX) - Die russische Zentralbank stemmt sich mit einer überraschend starken Zinserhöhung gegen die Verluste des Rubels. Die Notenbanker erhöhten am Freitag den Leitzins um 150 Basispunkte auf 9,5 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten waren nur von einer Erhöhung um 50 Basispunkte ausgegangen.

Russlands oberste Währungshüter hatten bereits Ende Juli den Leitzins um 50 Basispunkte heraufgesetzt und weitere Steigerungen nicht ausgeschlossen, sollten negative geopolitische Faktoren belasten. Experten wiesen auf ein "hohes Risiko" für die russische Wirtschaft hin, wenngleich die härtere Geldpolitik die Inflation drücken dürfte. Höhere Zinsen verteuern Kredite, was die Konjunktur belasten kann.

Die russische Wirtschaft leidet unter den im Zuge der Ukraine-Krise verhängten westlichen Sanktionen, was den Spielraum der Notenbank bei der Eindämmung des Rubel-Verfalls begrenzt. Der Rubel hat wegen starker Kapitalabflüsse aus dem Land seit Ende Juni über 17 Prozent gegenüber einem von der russischen Zentralbank festgelegten Währungskorb verloren. Am Vortag hatte die Währung in Erwartung des Zinsschritts um vier Prozent zugelegt.

Am Freitag knüpfte die Währung allerdings wieder an die vorherigen Verluste an. Experte Simon Quijano-Evans von der Commerzbank führte dies darauf zurück, dass die Zentralbank keinerlei Hinweis auf geänderte Grundsätze für ihre Eingriffe am Devisenmarkt gab. Dies habe wohl einige Marktteilnehmer enttäuscht./fr/jkr

31.10.2014

ROUNDUP 2/Ungarn: Orban zieht umstrittene Internet-Steuer vorerst zurück

BUDAPEST (dpa-AFX) - Nach massiven Protesten hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban die von ihm geplante Internet-Steuer vorerst zurückgezogen. "In dieser Form ist diese Steuer nicht einführbar, weil die Diskussion darüber entgleist ist", erklärte der rechts-konservative Politiker am Freitag im staatlichen Rundfunk. In Zukunft müsse aber weiter darüber nachgedacht werden, wie mit den "ernsthaften Profiten" der Internet-Dienstleister umzugehen sei.

Zuletzt hatten in Budapest zehntausende empörte Internet-Nutzer gegen die vorgesehene Steuer demonstriert. Sie sollte den ursprünglichen Plänen zufolge ab 2015 eingeführt werden und den Datenverkehr mit umgerechnet rund 50 Cent pro Gigabyte belasten, mit einer Obergrenze von 2,30 Euro im Monat für Privatpersonen.

Die Facebook -Gruppe "Hunderttausende gegen die Internet-Steuer", die die Proteste organisiert hatte, rief für Freitagabend zu einer Freudenkundgebung in Budapest auf. Mit seinem Rückzieher habe Orban zugegeben, dass "wir den Willen des Volkes verkörpern", erklärte eine Sprecherin der Organisatoren am Freitag.

Die Regierung habe lediglich die Telekom-Steuer ausweiten wollen, die Menschen erblickten darin aber eine Internet-Steuer, sagte Orban. "Sie stellen die Sinnhaftigkeit des Ganzen infrage, und so kann man nichts einführen", fügte er hinzu. "Wir sind keine Kommunisten, wir regieren nicht gegen das Volk, sondern mit dem Volk."

Allerdings werde man im kommenden Januar eine "nationale Konsultation" abhalten, um darüber zu beratschlagen, was mit den Gewinnen der Internet-Dienstleister geschehen solle, die zum Teil außer Landes geschafft würden. Beobachter erblickten darin eine mögliche Hintertür, um den Datenverkehr im Netz zu einem späteren Zeitpunkt zu besteuern.

Kritiker warfen dem seit 2010 regierenden Orban autoritäre Tendenzen vor. Tatsächlich war es das erste Mal, dass der Regierungschef nach Massenprotesten eine Entscheidung zurücknahm. Medienberichten zufolge soll er sogar persönlich veranlasst haben, dass die neue Abgabe in den Entwurf des Steuergesetzpakets für 2015 aufgenommen wurde. Dieses soll am 17. November - nun wohl ohne die Internet-Steuer - vom Parlament gebilligt werden.

Die EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes äußerte sich positiv über Orbans Rückzieher. "Ich freue mich wirklich für das ungarische Volk", erklärte sie in Brüssel. "Seine Stimme wurde gehört." Kroes hatte die Internet-Steuerpläne nach ihrem Bekanntwerden vor einer Woche gleichfalls scharf kritisiert./mt/gm/DP/jkr

31.10.2014

Russische Notenbank stemmt sich mit Zinserhöhung gegen Rubel-Verfall

MOSKAU (dpa-AFX) - Die russische Zentralbank stemmt sich mit einer überraschend starken Zinserhöhung gegen die Verluste des russichen Rubels. Die Notenbanker erhöhten am Freitag den Leitzins um 150 Basispunkte auf 9,5 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Experten waren nur von einer Erhöhung um 50 Basispunkte ausgegangen.

Der Rubel hat seit Ende Juni über 17 Prozent gegenüber einem von der russischen Zentralbank festgelegten Währungskorb verloren. Am Vortag hatte die Währung in Erwartung des Zinsschritts um vier Prozent zugelegt. Am Freitag knüpfte die Währung allerdings wieder an die vorherigen Verluste an./fr/jkr

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux belässt Linde auf 'Buy' - Ziel 182 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Linde nach der Reduzierung der mittelfristigen Unternehmensziele auf "Buy" mit einem Kursziel von 182 Euro belassen. Das Geschäftsmodell des Industriegase-Produzenten und Anlagenbauers sei trotz des eingetrübten Ausblicks intakt, schrieb Analyst Martin Rödiger in einer Studie vom Freitag./ajx/edh

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Ziel für Vossloh auf 65 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Vossloh nach Zahlen von 70 auf 65 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Das dritte Quartal des Verkehrstechnikunternehmens habe ein gemischtes Bild gezeigt, schrieb Analyst Frank Laser in einer Studie vom Freitag. Die Konsensschätzungen für 2015 seien zu hoch./ajx/ag

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse belässt Linde auf 'Neutral' - Ziel 153 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Linde nach Zahlen und einem Investorentag auf "Neutral" mit einem Kursziel von 153 Euro belassen. Der Mangel an Neuigkeiten während des Investorentages des Gasspezialisten sei enttäuschend gewesen, schrieb Analyst Chris Counihan in einer Studie vom Freitag. Er habe seine Einschätzungen nur geringfügig reduziert./kkx/ck

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: NordLB belässt Bayer auf 'Halten' - Ziel 120 Euro

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat Bayer nach Zahlen und angehobenen Jahreszielen auf "Halten" mit einem Kursziel von 120 Euro belassen. Der Pharmakonzern ernte nun die Früchte seiner richtigen strategischen Weichenstellungen in der jüngeren Vergangenheit, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer Studie vom Freitag. Der Konzernumbau angesichts der Fokussierung auf das Life-Science-Geschäft laufe auf Hochtouren. Allerdings sei ein Großteil der positiven Aspekte bereits im Aktienkurs eingepreist, weshalb Strauß seine Bewertung beibehält./kkx/ck

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse senkt Ziel für Lufthansa auf 12,25 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Lufthansa nach Zahlen von 13,55 auf 12,25 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Aktienkursrückgang nach Bekanntgabe des dritten Quartals sei vor allem eine Reaktion auf den gesenkten Ausblick durch die Fluggesellschaft, schrieb Analyst Neil Glynn in einer Studie vom Freitag. Der Konzern müsse nun einen glaubwürdigen Plan vorlegen, wie er seine Kapitalkosten zumindest decken könne, um die seine Aktienbewertung wiederzubeleben. Glynn reduzierte seine Schätzung für 2015. /kkx/ck

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für STMicro auf 4,50 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für STMicroelectronics nach Zahlen von 5,00 auf 4,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Halbleiterhersteller müsse schnelle und drastische Maßnahmen einleiten, um ein kleineres, aber deutlich profitableres Unternehmen zu werden, schrieb Analyst Sandeep Deshpande in einer Studie vom Freitag. Die bereits angekündigten Schritte seien zwar positiv, reichten jedoch nicht aus. Nachdem STMicro bereits angekündigt habe, das Geschäft mit Kameramodulen zu verkaufen, sollte es seiner Ansicht nach auch den digitalen Bereich veräußern. Deshpande rechnet mit einer weiteren Marktschwäche und reduzierte seine Schätzungen für 2014 und 2015./kkx/ck

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Ziel für Volkswagen auf 230 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Volkswagen nach Zahlen von 240 auf 230 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der operative Gewinn habe im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Adam Hull in einer Studie vom Freitag. Hauptursache sei die gute Entwicklung der Marke VW gewesen. Die Märkte Brasilien und Russland bereiteten dem Autohersteller jedoch Schwierigkeiten. Er habe unter anderem deshalb seine Schätzungen für 2015 bis 2016 gesenkt und sein Preisziel angepasst./kkx/ck

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für FMC auf 55 Euro - 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für FMC vor Zahlen von 48,50 auf 55,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Das erhöhte Ziele basiere nun auf seinen Schätzungen für 2016 statt bisher 2015, schrieb Analyst Gunnar Romer in einer Studie vom Freitag. Zudem seien darin die jüngsten Euro/Dollar-Wechselkurseffekte berücksichtigt. Der Dialyse-Anbieter dürfte solide Zahlen für das dritte Quartal berichten, so Romer weiter. Weil aber das Marktumfeld wohl auch im kommenden Jahr herausfordernd bleibe, erschienen ihm die Konsensschätzungen optimistisch und die Bewertung bereits recht hoch. Anleger sollten zunächst an der Seitenlinie bleiben./ajx/das

31.10.2014

ANALYSE-FLASH: S&P Capital IQ senkt Linde auf 'Sell' und Ziel auf 143 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus S&P Capital IQ hat Linde nach Zahlen zum dritten Quartal und reduzierten Geschäftszielen von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 155 auf 143 Euro gesenkt. Der Gasespezialist leide unter Margendruck, schrieb Analyst Clive Roberts in einer am Freitag vorgelegten Studie. Er senkte seine Prognosen für den Gewinn je Aktie der jahre 2014 und 2015 um 3 respektive 5 Prozent./edh/ck

31.10.2014

ANALYSE: Goldman lässt LinkedIn nach Zahlen auf 'Buy' - Ziel 250 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für LinkedIn auf "Buy" mit einem Kursziel von 250 (Kurs: 203) US-Dollar belassen. Das Karriere-Netzwerk habe in allen Sparten starkes Wachstum gezeigt, schrieb Analyst Heath Terry in einer Studie vom Freitag. Die Zielsetzung des Unternehmens für das vierte Quartal erscheine konservativ.

In der Rekrutierungs-Sparte sei Talent Solutions das zweite Quartal hintereinander mit Blick auf den Netto-Kundenzuwachs gewachsen zum Vorjahr. Im Marketing sei das Umsatzwachstum von 45 Prozent zum Vorjahr noch etwas stärker gewesen als im Vorquartal. Der Bereich habe von steigenden Ausgaben der Kunden und einem überdurchschnittlichem Wachstum bei den gesponsorten Updates profitiert. Seine Umsatzschätzung für die Jahre 2014 bis 2016 senkte Terry allerdings um 1 Prozent im Schnitt wegen eines etwas schwächeren Wachstums bei den Premium-Kunden.

Mit der Einschätzung "Buy" raten die Analysten von Goldman Sachs zum Kauf der Aktie./fat/das

Analysierendes Institut Goldman Sachs.