dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.05.2015

ROUNDUP: Shell und HEM nutzen transparenten Benzinmarkt für neue Rabattmodelle

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Tankstellenkette Shell führt an ihren 2000 Stationen in Deutschland ein neues Preis- und Rabattmodell ein, das auf den Daten der amtlichen Markttransparenzstelle aufsetzt. An der Kasse werden die gerade gültigen Preise der Shell-Tankstelle mit den Preisen der zehn nächstgelegenen Stationen verglichen und für den Kunden so angepasst, dass er höchstens zwei Cent je Liter mehr zahlt als beim günstigsten Anbieter in der Umgebung.

"Damit wollen wir den Kunden die Garantie bieten, dass sie fair und günstig tanken", sagte Tankstellenchef Patrick Carré in Hamburg. Das Angebot richtet sich an die rund sechs Millionen Inhaber der Shell-Rabattkarte ClubSmart. Es gilt nicht für andere Tank- und Flottenkarten und kann nicht mit anderen Rabattangeboten kombiniert werden. ADAC-Mitglieder können demnach bei Shell entweder einen Cent je Liter billiger tanken oder den automatischen Preisvergleich mit der ClubSmart-Karte in Anspruch nehmen, aber nicht beides.

Der zweitgrößte Anbieter im deutschen Kraftstoffmarkt reagiert damit auch auf die häufigen und starken Preisschwankungen an den Tankstellen. Die Preise ändern sich bis zu acht Mal täglich und schwanken um bis zu 20 Cent. "Wir wissen aus vielen Gesprächen, dass die Kunden dadurch verunsichert sind", sagte Carré. "Sie verstehen nicht mehr, wie die Preise zustande kommen." Zu einer Prognose, ob das Shell-Modell zu einer Beruhigung des hektischen Marktes beitragen kann, wollte sich der Tankstellenchef nicht bewegen lassen. "Das wäre reine Spekulation."

Shell ist der größte, aber nicht der einzige Anbieter im deutschen Markt, der die Daten der Markttransparenzstelle nutzt. Das Internetportal clever-tanken.de und die Tamoil-Gruppe mit ihrer Tankstellenmarke HEM sind eine Kooperation eingegangen. Wer über die App von clever-tanken bei der Tankstellensuche eine HEM-Tankstelle unter den Treffern hat, kann bei dieser den Tiefstpreis im Umkreis von fünf Kilometern geltend machen. Der Preis wird in der App gespeichert und muss innerhalb von 30 Minuten eingelöst werden. Dafür ist keine Anmeldung oder Mitgliedschaft erforderlich./egi/DP/zb

26.05.2015

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 1. Juni 2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag,

den 1. Juni:

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DIENSTAG, DEN 26. MAI 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 IRL: Ryanair Jahreszahlen

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 04/15

15:00 USA: Case-Shiller-Index 03/15

15:00 USA: FHFA-Index 03/15

15:45 USA: PMI Dienste 05/15 (vorläufig)

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 05/15

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 04/15

TERMINE MIT ZEITANGABE

F: Alcatel-Lucent Hauptversammlung

I: Prada Hauptversammlung

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: KfW-Gründungsmonitor 2015: "Wie hat sich das Gründungsgeschehen in

Deutschland weiterentwickelt?", Frankfurt

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MITTWOCH, DEN 27. MAI 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: BoJ Sitzungsprotokoll 30.4.15

08:00 D: Acea Nfz-Neuzulassungen 04/15

08:10 D: GfK-Konsumklima 06/15

10:00 D: Deutsche Post Hauptversammlung, Frankfurt

10:00 D: Bayer Hauptversammlung, Köln

10:00 D: QSC Hauptversammlung, Köln

10:00 D: Wacker Neuson Hauptversammlung, München

10:30 D: Bankhaus Metzler Jahres-Pk, Frankfurt

10:30 D: Axa AG Jahreszahlen

11:30 D: Anleihe

Laufzeit: 30 Jahre

Volumen: 2 Mrd EUR

14:00 NL: Airbus Hauptversammlung, Amsterdam

15:00 B: Geschäftsklima 05/15

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: Telekom Austria Hauptversammlung

CH: STMicro Hauptversammlung

D: CTS Eventim Q1-Zahlen

NL: Ahold Q1-Zahlen

S: Nordea Capital Markets Day

I: Generali Investor Day

F: Orange Hauptversammlung

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Bundesnetzagentur startet Frequenzversteigerung, Mainz

D: Beginn der Schlichtungsgespräche im Tarifkonflikt bei der Deutschen

Bahn

D: OLG Düsseldorf verhandelt über Beschwerde von Edeka gegen

Hochzeitsrabatt-Entscheidung des Bundeskartellamts

D: Treffen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs (bis 29.05.2015),

Dresden

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DONNERSTAG, DEN 28. MAI 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:30 D: KWS Saat 9Monatszahlen

08:00 GB: Kingfisher Q1 Trading Update

08:00 GB: Tate & Lyle Jahreszahlen

09:00 E: BIP Q1/15 (2. Veröffentlichung)

10:00 I: Verbrauchervertrauen 05/15

10:00 CH: Swatch Hauptversammlung, Grenchen

10:00 D: NordLB Q1-Zahlen

10:00 D: LPKF Hauptversammlung, Hannover

10:00 D: GfK Hauptversammlung, Fürth

10:00 I: Verbrauchervertrauen 05/15

10:30 GB: BIP Q1/15 (2. Veröffentlichung)

11:00 EU: Geschäftsklima 05/15

11:00 D: Salzgitter Hauptversammlung, Braunschw.

11:00 D: Hornbach Jahreszahlen

11:00 EU: Wirtschaftsstimmung 05/15

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

17:00 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Windeln.de Q1-Zahlen

I: Enel Hauptversammlung

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: EZB Pk zur Präsentation "Financial Stability Review - May 2015" u.a.

mit Vitor Constancio, Frankfurt

10:30 D: Richtfest Opel-Motorenzentrum; in dem 210 Millionen Euro teuren

Gebäudekomplex sollen von 2017 an sparsame Getriebe entwickelt werden

u.a. mit Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, Rüsselsheim

11:00 D: DIW Berlin Pressgespräch zur Abschaltung der Atomkraftwerke in

Deutschland: Wie geht es weiter?, Berlin

D: Treffen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs (bis 29.05.2015),

Dresden

D: Vorstellung DIHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2015, Berlin

USA: Google Entwicklerkonferenz Google I/O (bis 29.05.2015),

San Francisco

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FREITAG, DEN 29. MAI 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 J: Arbeitslosenquote 04/15

01:30 J: Verbraucherpreise 04/15 / Tokio 05/15

01:50 J: Industrieproduktion 04/15 (vorläufig)

07:00 J: Wohnungsbaubeginne 04/15

07:45 CH: Seco BIP Q1/15

08:45 F: Konsumausgaben 04/15

09:00 E: Verbraucherpreise 05/15 (vorläufig)

09:00 CH: KOF Konjunkturbarometer 05/15

10:00 EU: Geldmenge M3 04/15

10:00 I: BIP Q1/15 (2. Veröffentlichung)

10:00 D: Fraport Hauptversammlung, Frankfurt

10:30 D: VTG Hauptversammlung, Hamburg

10:30 GB: BIP Q1/15 (vorläufig)

11:00 GR: BIP Q1/15 (endgültig)

11:00 I: Verbraucherpreise 05/15 (vorläufig)

12:00 P: BIP Q1/15 (endgültig)

14:30 USA: BIP Q1/15 (2. Veröffentlichung)

14:30 USA: Privater Konsum Q1/15 (2. Veröffentlichung)

15:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 05/15

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 05/15 (endgültig)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Capital Stage Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Abschluss Treffen der G7-Finanzminister und -Notenbankchefs, Dresden

USA: Google Entwicklerkonferenz Google I/O (bis 29.05.2015),

San Francisco

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MONTAG, DEN 1. JUNI 2015

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: Investitionen Q1/15

03:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/15

03:35 J: JMMA PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/15 (endgültig)

03:45 CHN: HSBC PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/15 (endgültig)

07:30 D: Deutsche Annington Q1-Zahlen

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 05/15

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/15 (endgültig)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/15 (endgültig)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/15 (endgültig)

10:00 D: Verbraucherpreise Brandenburg, Hessen,

Bayern 05/15

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/15

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 05/15

14:00 D: Verbraucherpreise 05/15 (vorläufig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 04/15

15:00 B: BIP Q1/15 (endgültig)

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/15 (endgültig)

16:00 USA: Bauinvestitionen 04/15

16:00 USA: ISM-Index 05/15

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 04/15

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGAB

CH: Logitech Jahreszahlen

D: Deutsche Börse Handelsstatistik 05/15

J: Toshiba Jahreszahlen

SONSTIGE TERMINE

D: Chefwechsel bei der Deutschen Börse: Carsten Kengeter löst Reto

Francioni ab, Frankfurt

19:00 D: European Finance Forum

Vortrag von L-Bank-Chef Axel Nawrath zum Thema "Förderbanken in der

sozialen Marktwirtschaft", Stuttgart

F: 26. Welt-Gas-Kongress des Branchenverbands IGU (bis 05.06.2015)

Mehr als 4000 Vertreter der Gasindustrie diskutieren über aktuelle

und künftige Branchentrends, Paris°

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

26.05.2015

TAGESVORSCHAU: Termine am 26. Mai 2015

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Dienstag,

den 26. Mai:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 IRL: Ryanair Jahreszahlen

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 04/15

15:00 USA: Case-Shiller-Index 03/15

15:00 USA: FHFA-Index 03/15

15:45 USA: PMI Dienste 05/15 (vorläufig)

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 05/15

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 04/15

TERMINE MIT ZEITANGABE

F: Alcatel-Lucent Hauptversammlung

I: Prada Hauptversammlung

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: KfW-Gründungsmonitor 2015: "Wie hat sich das Gründungsgeschehen in

Deutschland weiterentwickelt?", Frankfurt°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ./bwi

26.05.2015

BKA-Präsident will vernetzten Kampf gegen Cyber-Kriminalität

BERLIN (dpa-AFX) - Die Polizei in Deutschland muss nach Ansicht von BKA-Präsident Holger Münch noch versierter in Sachen Internet werden. Dabei reichen seine Vorstellungen vom professionellen Kommunizieren in sozialen Netzwerken bis zum vernetzten Kampf gegen das wachsende Verbrechen im Cyberspace. "Wie halten wir technisch Schritt? Das ist eine Riesenherausforderung", sagte der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Münch (53) leitet seit knapp einem halben Jahr Deutschlands oberste Polizeibehörde.

Standardisierte Fortbildungen könnten laut Münch helfen, dass jeder Polizist mit neuen Deliktformen umzugehen lernt. "Wenn ein junger Mensch in die Polizeistation kommt und einen Datendiebstahl anzeigt, dann hat der nicht fortgebildete Polizeibeamte ein Problem", sagte er. "Das Foto auf dem gesperrten Handy als Beweismittel zu sichern, das können heute nur Experten. Da müssen wir uns weiterentwickeln."

Die Polizei müsse sich auch stärker den neuen Medien öffnen. Das BKA erarbeite eine Strategie für die eigene Kommunikation. Bald werde es auch eine digitale Lösung für Hinweise aus der Bevölkerung geben. Münch hat dabei eine Situation vor Augen wie beim Anschlag auf den Boston-Marathon 2013 mit Hunderten Zeugen: "Viele Bürger in dieser Republik wollen uns Hinweise geben, Beweismittel schicken, Fotos, Videos. Die müssen wir aufnehmen können."

Der sorglose Umgang vieler Nutzer mit sozialen Netzwerken mache indes auch vor Polizisten nicht halt, gestand der BKA-Chef ein. Es komme vor, "dass Kollegen im Einsatz posten: Wir ziehen jetzt ab." Das sei unklug, weil andere Personen die Informationen missbrauchen könnten.

Im Kampf gegen die wachsende Internetkriminalität sollten die Bundesländer ihre Ressourcen vernetzen und das BKA als Dienstleister in Anspruch nehmen, sagte Münch. Die Zuständigkeit für die einzelnen Fälle solle selbstverständlich bei den Ländern bleiben. Münch sagte: "Wir brauchen einen Verbund und auch zentrale Stellen, die Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung stellen, damit ein Ermittler nicht unverhältnismäßig lange auf eine Datenauswertung warten muss."

Da komme das BKA mit Spezialwissen ins Spiel: "Welche Methoden muss man entwickeln, um Daten im Petabyte-Bereich auswerten zu können? Wie knackt man lange Passwörter?" Die Datenflut in Fällen von Wirtschaftskriminalität oder Betrug sei ein Problem. Münch setzt hier auf eigene Kapazitäten der Polizei, denn die Erfahrung mit externen Dienstleistern sei gemischt: "Wie ich aus den Ländern erfahre, sind auch die Durchlauf- und Wartezeiten bei externen Anbietern länger geworden, denn auch die kämpfen mit dem wachsenden Datenvolumen."/fko/DP/zb

26.05.2015

Beförderung für Apple-Designer Jony Ive

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple-Chefdesigner Jony Ive steigt in der Konzern-Hierarchie auf und muss sich künftig weniger um das Tagesgeschäft kümmern. Er wird auf den neu geschaffenen Posten des "Chief Design Officer" befördert, wir am späten Montag bekannt wurde. Die bisherigen operativen Funktionen von Ive werden zum 1. Juli zwischen zwei Mitarbeitern aufgeteilt: Richard Horwath übernimmt die Aufgaben beim Industriedesign und Alan Dye bei Software. Der 48-jährige Brite Ive, der seit dem ersten iMac Ende der 90er Jahre das Design der Apple-Geräte bestimmt, gilt als Schlüsselfigur für den Konzern.

Die Veränderung wurde nicht per Mitteilung angekündigt, sondern in einem Artikel des britischen Schauspielers Stephen Fry für die Zeitung "Telegraph". Es folgte eine interne E-Mail von Konzernchef Tim Cook, die an das Blog "9to5Mac" durchsickerte.

Der neue Job werde ihn von einem Teil der bisherigen administrativen und Management-Arbeiten befreien, sagte Ive im Gespräch mit Fry. Er werde mehr reisen und sich auch stärker bei der Gestaltung der Apple-Läden einbringen. Cook betonte in seiner E-Mail, dass Ive weiterhin die Verantwortung für das gesamte Apple-Design haben werde./so/DP/zb

26.05.2015

Mietpreisbremse nur in Berlin ab 1. Juni

BERLIN (dpa-AFX) - Berlin ist das einzige Bundesland, in dem die Mietpreisbremse zum frühstmöglichen Zeitpunkt am 1. Juni greift. Andere Länder haben die Einführung zwar angekündigt, sich einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zufolge aber noch nicht auf einen Termin festgelegt. Die Preisbremse soll Wohnungssuchende vor Wuchermieten schützen. In Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt dürfen neue Miete bei einem Umzug dann maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen.

Wo genau die Preisbremse greifen soll, können die Länder für fünf Jahre selbst festlegen. In Berlin werden Neumieten ab Juni in der gesamten Stadt gedeckelt. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) hatte eine entsprechende Verordnung in der Schublade schon lange bevor das Gesetz im Bund beschlossen war.

Andere Bundesländer prüfen erst jetzt, in welchen Städten der Wohnungsmarkt so angespannt ist, dass eine Mietpreisbremse sinnvoll ist. Einige Länder wie Sachsen-Anhalt oder das Saarland wollen sie wahrscheinlich überhaupt nicht einführen. Dort gibt es ganz andere Probleme mit dem Wohnungsmarkt: In Sachsen-Anhalt beispielsweise steht bei großen Wohnungsunternehmen gerade fast jede achte Wohnung leer./tam/DP/zb

26.05.2015

Amazon in Leipzig soll auch Dienstag bestreikt werden

LEIPZIG (dpa-AFX) - Auch für Dienstag hat die Gewerkschaft Verdi ihre Mitglieder zum Streik beim US-Versandhändler Amazon in Leipzig aufgerufen. Nach dem langen Wochenende würde sich ein Streik besonders krass auswirken, sagte Verdi-Streikleiter Thomas Schneider in einer Mitteilung. "Viele Bestellungen vom Pfingstwochenende bleiben liegen." Zudem soll es zu einer gemeinsamen Streikkundgebung der Amazon-Beschäftigten und der ebenfalls streikenden Kita-Erzieherinnen kommen.

Bereits am vergangenen Freitag hatten sich laut Verdi 450 Menschen am Amazon-Streik in Leipzig beteiligt. Amazon erklärte dagegen, "weniger als 390 Mitarbeiter" seien dem Aufruf von Verdi gefolgt, die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten sei regulär zur Arbeit erschienen.

Verdi will für die 9000 Mitarbeiter in Deutschland eine Bezahlung nach dem Einzelhandelstarif erreichen, Amazon sieht sich als Logistiker. In dem Tarifkonflikt kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Streiks. Eine Einigung ist nicht in Sicht./ban/DP/zb

26.05.2015

Fruchtsafthersteller Eckes-Granini stellt Geschäftsbericht vor

NIEDER-OLM (dpa-AFX) - Trotz leicht gesunkener Verkaufszahlen hat der Fruchtsafthersteller Eckes-Granini ("hohes C", "granini", "FruchtTiger") im vergangenen Jahr sein Ergebnis gesteigert. Das teilte das Unternehmen vor der Präsentation seines Geschäftsberichts am (heutigen) Dienstag (10 Uhr) in Nieder-Olm (Landkreis Mainz-Bingen) mit. Wie die Geschäfte genau verliefen, will der Vorsitzende der Geschäftsführung, Thomas Hinderer, erläutern. 2013 hatte das Unternehmen seinen Gewinn nach höheren Abgabepreisen an den Handel gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag damals bei rund 58,3 Millionen Euro./idt/DP/zb

26.05.2015

Shell nutzt Markttransparenz für neues Preismodell an Tankstellen

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Tankstellenkette Shell führt an ihren 2000 Stationen in Deutschland ein neues Preis- und Rabattmodell ein, das auf den Daten der amtlichen Markttransparenzstelle aufsetzt. An der Kasse werden die gerade gültigen Preise der Shell-Tankstelle mit den Preisen der zehn nächstgelegenen Stationen verglichen und für den Kunden so angepasst, dass er höchstens zwei Cent je Liter mehr zahlt als beim günstigsten Anbieter in der Umgebung. Damit wolle Shell den Kunden die Garantie bieten, dass sie fair und günstig tanken, sagte Tankstellenchef Patrick Carré in Hamburg. Das Angebot richtet sich an die sechs Millionen Inhaber der Shell-Rabattkarte ClubSmart./egi/DP/zb

26.05.2015

Nutzer können neue Produkte in Nürnberger Innenstadt mitentwickeln

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Kunden frühzeitig in die Entwicklung neuer Produkte einbinden - was im Internet schon gang und gäbe ist, geschieht in Nürnberg inzwischen auch in der realen Welt. In einem offenen Labor des Fraunhofer-Instituts und der Universität Erlangen-Nürnberg können Verbraucher während eines Einkaufsbummels Produkte ausprobieren und bewerten. Schon etwa 25 Unternehmen haben das "Josephs" inzwischen für ihre Ideen genutzt. An diesem Mittwoch (27. Mai) feiert das Labor sein einjähriges Bestehen.

Namensgeber für das vom Wirtschaftsministerium geförderte Projekt war Joseph von Fraunhofer. Derzeit gibt es im "Josephs" bereits die fünfte "Themenwelt". Unter dem Motto "Zukunft Handel" präsentieren sich eine Hand voll Unternehmen. Voraussetzung ist, dass die Besucher etwas anfassen, ausprobieren, mit dem Produkt interagieren können./cat/DP/zb

26.05.2015

WOCHENAUSBLICK: Dax weiter ohne klare Tendenz

FRANKFURT (dpa-AFX) - Seit Wochen lässt der Dax eine klare Richtung vermissen. Daran dürfte sich laut Experten nach dem verlängerten Pfingstwochenende wenig ändern. Seit Mitte April befinde sich der wichtigste deutsche Aktienindex in einer saisontypischen Seitwärtsbewegung, schreibt Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp. Es stehen auch kaum bedeutende Konjunkturdaten auf der Agenda. Von den Unternehmen sind angesichts der auslaufenden Berichtssaison ebenfalls wenig Nachrichten zu erwarten.

Neuigkeiten gibt es hingegen aus der Politik. So hatte es am Sonntag in Spanien einen scharfen Linksruck gegeben. Unter den wenigen geöffneten Börsen litten am Montag besonders die Südeuropäer unter deutlichen Verlusten. Auch in Athen war man erneut bemüht, gute Laune bei den Börsianern gar nicht erst aufkommen zu lassen. Innenminister Nikos Voutsis hatte gesagt, Athen werde fällige Schuldenzahlungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht leisten, wenn es zuvor keine Lösung mit den Gläubigern gebe.

Die Anlageempfehlung "'Sell in May' war 2015 bisher ein Rohrkrepierer, doch die Optimisten sollten sich noch nicht zu früh freuen", fasst Daniel Saurenz von Feingold Research seine Erwartungen zusammen. "Für den Dax gilt für die kommenden Wochen: der Seitwärtstrend ist trotz aller Ausflüge Richtung 12000 (Punkte) intakt und eine zweite Korrekturwelle durchaus möglich."

Die Aktienmärkte blieben abhängig vom Devisenmarkt, so Saurenz weiter. Schwache amerikanische Wirtschaftsdaten könnten den US-Dollar belasten und den Euro beflügeln, was wiederum auf den Dax drücken würde. Eine starke Gemeinschaftswährung verteuert die Produkte der exportstarken Unternehmen aus dem deutschen Leitindex für Käufer außerhalb des Euroraums.

Claudia Windt von der Helaba erinnert an den Einfluss enttäuschender Konjunkturmeldungen auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Die zweite Schätzung für das amerikanische Wirtschaftwachstum im ersten Quartal dürfte noch deutlich schwächer als die erste Berechnung ausfallen, glaubt die Analystin - und ist sich hier mit den Experten der Postbank einig.

"Ob das zu einem Kursfeuerwerk an den Börsen beiträgt, darf jedoch bezweifelt werden", gibt Windt zu bedenken. Denn im laufenden zweiten Quartal sollte die Erholung stark genug ausfallen, um die Fed spätestens im September zur ersten Leitzins-Anhebung seit 2006 zu bewegen. In den Jahren der anschließenden Finanzkrise hatten die US-Währungshüter die Zinsen immer weiter gesenkt und mit dieser Politik des billigen Geldes für eine Rally an den Aktienmärkten weltweit gesorgt.

Der Bernecker Börsenbrief "AB-Daily" verweist darauf, dass dem Dax weniger als 600 Punkte zum Rekordhoch bei 12 390 Punkten vom 10. April fehlen. Aus charttechnischnischer Sicht könnte er diese Marke zwar schon bald knacken. "Es fehlt jedoch die richtige Schubkraft", heißt es mit Blick auf die geringen Börsenumsätze. "Und es mangelt an nachhaltigen Informationen aus der realen Wirtschaft, die dies beflügeln."

Auf diese hofft hingegen Commerzbank-Experte Hürkamp. Im Sommer könnte dann das Börsenbarometer neue Bestmarken aufstellen. Als möglichen Kurstreiber sieht Hürkamp die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), wegen geringer Handelsaktivitäten in den Sommermonaten einen Teil ihrer milliardenschweren Anleihekäufe vorzuziehen. Die dadurch sinkenden Renditen machen die als riskanter wahrgenommene Anlageklasse Aktien attraktiver. Zudem setzt Hürkamp auf ein Ende des griechischen Schuldendramas.

In der wegen Pfingstmontag verkürzten, letzten Handelswoche im Mai berichten noch einige Nachzügler über ihre Geschäftsentwicklung zum Jahresauftakt. Dabei handelt es sich aber nur um Unternehmen aus der zweiten Reihe wie den Ticketvermarkter CTS Eventim (Mittwoch), das Saatgutunternehmen KWS Saat und die Baumarktkette Hornbach (beide Donnerstag).

Konjunkturseitig gilt die Aufmerksamkeit der Investoren neben der Zweitschätzung für das US-BIP im ersten Quartal (Freitag) den US-Aufträgen für langlebige Güter (Dienstag), heißt es bei der Postbank. In Deutschland sei lediglich der GfK-Konsumklimaindex am Mittwoch von Interesse. Wegen des beeindruckenden und sehr robusten Aufwärtstrends seit Anfang 2013 "dürfte die Luft allerdings allmählich dünner werden", begründen die Experten die von ihnen erwartete Stagnation./gl/edh/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

25.05.2015

Aktien Europa: Spanisches Regionalwahlergebnis verhagelt Stimmung

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die an diesem Montag geöffneten europäischen Börsen haben zum Teil deutliche Verluste hinnehmen müssen. Das Ergebnis der spanischen Regionalwahlen vom Sonntag lastete vor allem in den südeuropäischen Ländern auf der Stimmung der Anleger. In Madrid sacke der Ibex 35 zuletzt um 2,31 Prozent ab. In Mailand verlor der FTSE Mib mit 1,98 Prozent nur etwas weniger. In Athen rutschte der ASE um 1,83 Prozent ab. In Paris verlor der CAC 40 hingegen nur 0,70 Prozent.

In Spanien hatte es zuvor einen scharfen Linksruck gegeben. Die konservative Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy erlitt bei Regional- und Kommunalwahlen drastische Stimmeinbußen. Die neue Linkspartei Podemos ("Wir können") errang überraschende Erfolge in den Millionenstädten Madrid und Barcelona. Die Partei ist gegen die Sparpolitik der Rajoy-Regierung und versteht sich als eine Schwesterpartei des Linksbündnisses Syriza des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

Das Handelsvolumen ist Marktteilnehmern zufolge allerdings gering, am Pfingstmontag bleiben viele europäische Börsen geschlossen. So wird in Frankfurt, London, Zürich und Wien erst wieder am Dienstag gehandelt. Der EuroStoxx 50 wurde dennoch berechnet, er verlor zuletzt 0,80 Prozent auf 3649,65 Punkte. Auch in den USA bleibt die Wall Street geschlossen, hier wird der Memorial Day begangen.

Nachrichten zu Einzelwerten gab es kaum, Konjunkturdaten lagen keine vor. Besonders auffällig waren Fiat Chrysler, die in Mailand um mehr als drei Prozent absackten. Die "New York Times" hatte am Wochenende berichtet, der US-Autobauer General Motors habe eine Einladung des italienisch-amerikanischen Branchenkollegen zu Fuisionsgesprächen ausgeschlagen./he

22.05.2015

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Leichtes Minus nach trägem Handelsverlauf

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem äußerst trägen Handelsverlauf am US-Aktienmarkt ist es am Freitag kurz vor Börsenschluss doch noch leicht abwärts gegangen. Vor dem langen Wochenende verbuchte der Dow Jones Industrial an der Wall Street beim Ertönen der Schlussglocke ein Minus von 0,29 Prozent auf 18 232,02 Punkte. Im Wochenverlauf verlor er damit 0,2 Prozent. Der S&P-500-Index büßte am Freitag 0,22 Prozent auf 2126,06 Punkte ein, nachdem er am Donnerstag mit einem kleinen Plus auf Rekordhoch geschlossen hatte. Der Nasdaq-100-Index sank um 0,05 Prozent auf 4527,16 Punkte. Am Montag werden die Börsen in den USA wegen des Memorial Day geschlossen bleiben.

Von den aktuellen Inflationsdaten waren kaum Impulse ausgegangen und auch die Aussagen der Notenbank-Chefin Janet Yellen ließen den Markt weitgehend kalt. Die Verbraucherpreise im April hatten den zweiten Monat in Folge unter ihrem Vorjahresniveau gelegen, allerdings vor allem wegen des Ölpreisverfalls seit Mitte 2014. Im Monatsvergleich dagegen waren die Preise gestiegen. Wegen der ebenfalls langsam anziehenden Löhne sieht das Analysehaus Capital Economics die Notenbank Fed unter Zugzwang: "Die Fed kann nicht ewig warten, bevor sie die Zinsen anhebt."

Wann diese ihre jahrelange Nullzinspolitik beenden wird, ist immer noch nicht klar. Doch Yellen bekräftigte nun erneut, dass ein erster Zinsschritt in diesem Jahr wohl angemessen sei. Experten rätseln seit Monaten, wann die Fed mit der ersten Zinsanhebung seit Mitte 2006 beginnt. Nachdem ursprünglich Mitte 2015 erwartet worden war, gilt jetzt ein späterer Zeitpunkt als wahrscheinlicher. Weil die Wirtschaft seit Jahresbeginn lahmt und die Inflation schwach ist, wird auch ein Straffungsbeginn erst im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen.

DEERE UND HP NACH GESCHÄFTSZAHLEN IM FOKUS

Nur wenige Einzelwerte standen mit Nachrichten im Blick der Anleger. So stiegen die Aktien von Deere & Co. im marktbreiten S&P 500 um 4,35 Prozent, nachdem der Weltmarktführer im Bereich Landmaschinentechnik mit einem sehr optimistischen Gewinnausblick für dieses Jahr überrascht hatte. Die Nachfrage in der Bauausrüstungssparte sei gestiegen und wiege einen schwächelnden Absatz im Traktorensegment auf, hieß es zur Vorlage der Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal.

Die Papiere von Hewlett-Packard legten um 2,75 Prozent zu. Der Computerkonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss ebenfalls seine Bilanz zum zweiten Geschäftsquartal veröffentlicht. HP hatte von der Nachfrage nach Servern profitiert und übertraf die Gewinnschätzungen. Zudem gab es Details zu der Aufspaltung und den Kosten. Am Donnerstag hatte das im S&P-100-Index enthaltene Unternehmen bereits mitgeteilt, 51 Prozent seines Geschäfts zur Datenvernetzung in China für rund 2,3 Milliarden Dollar an Tsinghua verkaufen zu wollen.

SALESFORCE LEGEN WEITER ZU - BERICHT ÜBER MICROSOFT-GEBOT

Die Anteilsscheine des SAP-Rivalen Salesforce legten um 2,88 Prozent zu, während die des weltgrößten Softwareherstellers Microsoft im Dow um 1,10 Prozent nachgaben. Dem US-Fernsehsender CNBC zufolge hatte Microsoft letztens 55 Milliarden Dollar für den Cloudspezialisten geboten. Berichte über eine Offerte hatte es bereits zu Monatsanfang gegeben. Dies und gute Geschäftszahlen hatten Salesforce-Titel jüngst deutlich angetrieben, so dass der angeblich gebotene Preis nur einen relativ kleinen Aufschlag auf die aktuelle Bewertung darstellen würde./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

22.05.2015

Aktien New York Schluss: Träger Handel endet vor langem Wochenende im Minus

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem äußerst trägen Handelsverlauf am US-Aktienmarkt ist es am Freitag kurz vor Börsenschluss doch noch leicht abwärts gegangen. Vor dem langen Wochenende verbuchte der Dow Jones Industrial an der Wall Street beim Ertönen der Schlussglocke ein Minus von 0,29 Prozent auf 18 232,02 Punkte. Im Wochenverlauf verlor er damit 0,2 Prozent. Der S&P-500-Index büßte am Freitag 0,22 Prozent auf 2126,06 Punkte ein, nachdem er am Donnerstag mit einem kleinen Plus auf Rekordhoch geschlossen hatte. Der Nasdaq-100-Index sank um 0,05 Prozent auf 4527,16 Punkte. Am Montag werden die Börsen in den USA wegen des Memorial Day geschlossen bleiben.

Von den aktuellen Inflationsdaten waren kaum Impulse ausgegangen und auch die Aussagen der Notenbank-Chefin Janet Yellen ließen den Markt weitgehend kalt. Die Verbraucherpreise im April hatten den zweiten Monat in Folge unter ihrem Vorjahresniveau gelegen, allerdings vor allem wegen des Ölpreisverfalls seit Mitte 2014. Im Monatsvergleich dagegen waren die Preise gestiegen. Wegen der ebenfalls langsam anziehenden Löhne sieht das Analysehaus Capital Economics die Notenbank Fed unter Zugzwang: "Die Fed kann nicht ewig warten, bevor sie die Zinsen anhebt."

Wann diese ihre jahrelange Nullzinspolitik beenden wird, ist immer noch nicht klar. Doch Yellen bekräftigte nun erneut, dass ein erster Zinsschritt in diesem Jahr wohl angemessen sei. Experten rätseln seit Monaten, wann die Fed mit der ersten Zinsanhebung seit Mitte 2006 beginnt. Nachdem ursprünglich Mitte 2015 erwartet worden war, gilt jetzt ein späterer Zeitpunkt als wahrscheinlicher. Weil die Wirtschaft seit Jahresbeginn lahmt und die Inflation schwach ist, wird auch ein Straffungsbeginn erst im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen./ck/he

22.05.2015

Aktien New York: Träge Börsen reagieren kaum auf Yellen-Aussagen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Freitag kaum auf Aussagen der Notenbank-Chefin Janet Yellen über das Thema Zinsanhebung reagiert. Wie schon seit Wochenbeginn zeigte sich der Dow Jones Industrial ungeachtet erneuter Rekordstände auch zum Wochenschluss träge.

Rund zwei Stunden vor Handelsschluss gab der US-Leitindex an der Wall Street um 0,08 Prozent auf 18 271,96 Punkte nach und zeigt sich damit im Wochenverlauf unbewegt. Der S&P-500-Index trat mit 2130,90 Punkten auf der Stelle, nachdem er am Vortag mit einem kleinen Plus auf Rekordhoch geschlossen hatte. Der Nasdaq-100-Index hingegen stieg moderat um 0,23 Prozent auf 4540,00 Punkte. Am Montag werden die Börsen in den USA wegen des Memorial Day geschlossen bleiben.

Von den aktuellen Inflationsdaten gingen kaum Impulse aus. Wie erwartet hatte die jährliche Teuerungsrate in den Vereinigten Staaten im April bei minus 0,2 Prozent gelegen, nach minus 0,1 Prozent im März. Das ist die niedrigste Rate seit Oktober 2009, als die Wirtschaftskrise das Land lähmte. Grund für den Rückgang war vor allem der gesunkene Ölpreis. "Das wichtigste Inflationsmaß der US-Notenbank, der Deflator der privaten Konsumausgaben ohne Lebensmittel und Energie, dürfte im April bei gut 1,3 Prozent gelegen haben", schätzten die Experten der DekaBank nach der Analyse der vorgelegten Zahlen zu Verbraucherpreisen und Inflation im vergangenen Monat. "Dies stünde im Einklang mit einer Leitzinswende im Juni", sofern auch der nächste Arbeitsmarktbericht entsprechend ausfalle.

Noch aber, so sagte Fed-Chefin Yellen in ihrer aktuellen Rede, sei das Beschäftigungsziel nicht erreicht. Sie hielt sich weiterhin bedeckt über den Zeitpunkt der ersten Zinsanhebung seit Mitte 2006. Zugleich bekräftigte sie aber, dass ein erster Zinsschritt in diesem Jahr wohl angemessen sei. Experten rätseln seit Monaten, wann die Fed mit Zinsanhebungen beginnt. Nachdem ursprünglich Mitte 2015 erwartet worden war, gilt jetzt ein späterer Zeitpunkt als wahrscheinlicher. Weil die Wirtschaft seit Jahresbeginn lahmt und die Inflation schwach ist, wird auch ein Straffungsbeginn erst im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen.

Nur wenige Einzelwerte standen mit Nachrichten im Blick der Anleger. So stiegen die Aktien von Deere & Co. im marktbreiten S&P 500 um 4,23 Prozent, nachdem der Weltmarktführer im Bereich Landmaschinentechnik mit einem sehr optimistischen Gewinnausblick für dieses Jahr überrascht hatte. Die Nachfrage in der Bauausrüstungssparte sei gestiegen und wiege einen schwächelnden Absatz im Traktorensegment auf, hieß es zur Vorlage der Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal.

Die Papiere von Hewlett-Packard legten um 3,52 Prozent zu. Der Computerkonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss ebenfalls seine Bilanz zum zweiten Geschäftsquartal veröffentlicht. HP hatte von der Nachfrage nach Servern profitiert und übertraf die Gewinnschätzungen. Zudem gab es Details zu der Aufspaltung und den Kosten. Am Donnerstag hatte das im S&P-100-Index enthaltene Unternehmen bereits mitgeteilt, 51 Prozent seines Geschäfts zur Datenvernetzung in China für rund 2,3 Milliarden Dollar an Tsinghua verkaufen zu wollen.

Salesforce legten um 1,78 Prozent zu. Dem US-Fernsehsender CNBC zufolge hatte Microsoft

22.05.2015

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Überwiegend leichte Verluste vor Pfingsten

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Überwiegend mit leichten Verlusten sind die europäischen Börsen am Freitag in das lange Pfingstwochenende gegangen. Nachdem die ersten drei Handelstage der Woche freundlich bis stark verlaufen waren, hatten vor allem die Aktienmärkte der Eurozone bereits am Donnerstag an Schwung verloren. Am Freitag hätten die Geschäftsklima-Daten aus Deutschland und die weitere Unsicherheit rund um Griechenland auf die Stimmung gedrückt, sagte ein Marktanalyst.

Der EuroStoxx 50 büßte 0,26 Prozent auf 3679,14 Punkte ein, verbuchte damit aber dennoch ein Wochenplus von rund 3 Prozent. Zu verdanken hat er das vor allem der Rally am Dienstag, als die Europäische Zentralbank ankündigte, ihre Anleihekäufe für die Sommermonate vorzuziehen. Für den CAC-40-Index ging es vor dem Wochenende in Paris um 0,07 Prozent auf 5142,89 Punkte nach unten. Der Londoner FTSE-100-Index gewann dagegen weitere 0,26 Prozent auf 7031,72 Punkte, legte aber auf Wochensicht nur um rund 1 Prozent zu.

In den Fokus rückten zudem die Inflationsdaten aus den USA, die dem US-Dollar im Vergleich zum Euro Auftrieb gaben. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel nach den Daten deutlich unter 1,11 Dollar. "Das wichtigste Inflationsmaß der US-Notenbank, der Deflator der privaten Konsumausgaben ohne Lebensmittel und Energie, dürfte im April bei gut 1,3 Prozent gelegen haben", schätzten die Experten der DekaBank nach der Analyse der vorgelegten Zahlen zu Verbraucherpreisen und Inflation im vergangenen Monat. "Dies stünde im Einklang mit einer Leitzinswende im Juni", sofern auch der nächste Arbeitsmarktbericht entsprechend ausfalle.

Im Branchenvergleich waren die Technologieaktien die größten Verlierer in Europa mit im Schnitt minus 0,58 Prozent, während Papiere von Finanzdienstleistern mit durchschnittlich plus 0,33 Prozent am deutlichsten zulegten.

Unternehmensnachrichten waren rar gesät. Im EuroStoxx waren die Aktien des Brillenglasherstellers Essilor nach einer positiven Studie von Barclays Favorit und legten um 1,70 Prozent auf 113,35 Euro zu. Das erste Quartal habe weitere Fortschritte gezeigt, schrieb Analyst Alexander Kleban und hob seine Gewinnprognose wegen der günstigen Währungsentwicklungen an. Das Kursziel passte er entsprechend von 108 auf 116 Euro an.

Um 4,64 Prozent nach oben ging es dagegen in London für die Vodafone-Papiere nach einer Studie der US-Investmentbank Goldman Sachs. Analyst Analyst Tim Boddy sieht den Mobilfunkkonzern "offen für Käufe und Verkäufe". Er traf damit den Nerv der Anleger nach jüngst wieder angeheizten Spekulationen um eine Fusion mit dem US-Konzern Liberty Global.

In der Schweiz legte der Luxusgüterkonzern Richemont seine Bilanz vor, was den Aktien ein Minus von 1,04 Prozent einbrockte. Sinkende Großhandelspreise hatten dem Luxusgüterkonzern den Start ins neue Geschäftsjahr vermiest. Nur wegen des schwachen Euro konnte der Hersteller mit Marken wie Cartier und Montblanc seinen Umsatz im April um 9 Prozent steigern./ck/jha/

22.05.2015

Aktien Europa Schluss: Überwiegend leichte Verluste vor dem Pfingstwochenende

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Überwiegend mit leichten Verlusten sind die europäischen Börsen am Freitag in das lange Pfingstwochenende gegangen. Nachdem die ersten drei Handelstage der Woche freundlich bis stark verlaufen waren, hatten vor allem die Aktienmärkte der Eurozone bereits am Donnerstag an Schwung verloren. Am Freitag hätten die Geschäftsklima-Daten aus Deutschland und weitere Unsicherheit rund um Griechenland auf die Stimmung gedrückt, sagte ein Marktanalyst.

Der EuroStoxx 50 büßte 0,26 Prozent auf 3679,14 Punkte ei, verbuchte damit aber dennoch ein Wochenplus von rund 3 Prozent. Zu verdanken hat er das vor allem der Rally am Dienstag, als die Europäische Zentralbank ankündigte, ihre Anleihekäufe für die Sommermonate vorzuziehen. Für den CAC-40-Index ging es vor dem Wochenende in Paris um 0,07 Prozent auf 5142,89 Punkte nach unten. Der Londoner FTSE-100-Index gewann dagegen weitere 0,26 Prozent auf 7031,72 Punkte, legte allerdings auf Wochensicht nur um rund 1 Prozent zu.

In den Fokus rückten zudem die Inflationsdaten aus den USA, die dem US-Dollar im Vergleich zum Euro Auftrieb gaben. Der Kurs der Gemeinschaftswährung fiel nach den Daten deutlich unter 1,11 Dollar. "Das wichtigste Inflationsmaß der US-Notenbank, der Deflator der privaten Konsumausgaben ohne Lebensmittel und Energie, dürfte im April bei gut 1,3 Prozent gelegen haben", schätzten die Experten der DekaBank nach der Analyse der vorgelegten Zahlen zu Verbraucherpreisen und Inflation im vergangenen Monat. "Dies stünde im Einklang mit einer Leitzinswende im Juni", sofern auch der nächste Arbeitsmarktbericht entsprechend ausfalle./ck/he

22.05.2015

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax dämmt Verluste ein - Schwacher Euro hilft

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank des schwächelnden Euro hat der Dax am Freitag seine Verluste etwas eingedämmt. Zum Börsenschluss vor dem langen Pfingstwochenende stand der deutsche Leitindex noch 0,42 Prozent tiefer bei 11 815,01 Punkten. Zuvor war er bis auf 11 792 Zähler gefallen. Auf Wochensicht behauptet er damit aber ein Plus von über 3 Prozent - verantwortlich dafür sind die deutlichen Kursgewinne an den ersten beiden Handelstagen.

Zunächst war der Euro im Tagesverlauf auf über 1,12 US-Dollar geklettert. Nach schwachen Inflationsdaten aus den USA sackte die Gemeinschaftswährung jedoch fast bis auf 1,10 Dollar ab und kostete zuletzt 1,1032 Dollar. Ein niedriger Eurokurs hilft den exportstarken Unternehmen im Dax, da er ihre Produkte für Kunden außerhalb des Währungsraums verbilligt.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank am Freitag um 0,25 Prozent auf 20 915,81 Punkte. Für den TecDax der Technologietitel ging es um 0,31 Prozent auf 1731,27 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,26 Prozent schwächer bei 3679,14 Punkten. Die nationalen Indizes in Paris und London zeigten sich uneinheitlich, und der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte zum europäischen Börsenschluss leicht zu.

IFO GIBT KAUM IMPULSE - US-INFLATION IM FOKUS

Die Stimmung in deutschen Unternehmen hatte sich im Mai erstmals seit einem halben Jahr eingetrübt, allerdings nur leicht. Das Ifo-Geschäftsklima war zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 108,5 Punkte gefallen.

"Nachdem die erhofften Impulse nach dem Ifo-Index ausblieben, richteten sich die Blicke umso stärker auf die Inflationszahlen aus den USA", schrieb Marktanalyst Andreas Paciorek von CMC Markets. Zwar seien die Verbraucherpreise im April so stark wie seit Oktober 2009 nicht mehr gefallen. Doch sei die Kerninflation stärker gestiegen als erwartet, und auch die Reallöhne hätten zugelegt.

"So besteht trotz der jüngsten Serie enttäuschender Konjunkturdaten die Möglichkeit, dass im Laufe dieses Jahres der Druck auf die US-Notenbank steigt, an der Zinsschraube zu drehen", führte der Experte weiter aus. "Für die Anleger, die auf eine Bestätigung der Erwartung einer sehr späten Zinswende in den USA hoffen, war das ein Dämpfer." Allerdings stehe am Abend noch eine Rede von Fed-Präsidentin Janet Yellen aus, weshalb die Anleger abwarteten.

RWE AN DAX-SPITZE - SÜDZUCKER FAVORIT IM MDAX

Bei den Einzelwerten zogen die Aktien des Energiekonzerns RWE das Anlegerinteresse auf sich: Sie gewannen an der Dax-Spitze 0,47 Prozent. Nach Protesten aus der Großen Koalition, den Ländern sowie Gewerkschaften ist Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bereit, nach Alternativen zur bisher geplanten Klimaabgabe zu suchen. Damit bestätigte sich ein ähnlich lautender Pressebericht.

Favorit im MDax waren die Aktien von Südzucker , die um 4,87 Prozent zulegten. Händler setzen weiter auf eine bessere Zukunft bei Europas Zuckerprimus. Im TecDax waren die Aktien des Netzbetreibers und IT-Dienstleisters QSC mit einem Kursplus von 7,10 Prozent ganz oben zu finden. Beobachter verwiesen auf Übernahmespekulationen. Laut einem Börsenbrief verdichten sich die Anzeichen für ein Interesse des Internetkonzerns United Internet . Dessen Titel bewegten sich unter Berücksichtigung des Dividendenabschlags kaum.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,51 Prozent am Vortag auf 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg hingegen um 0,52 Prozent auf 139,13 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,34 Prozent auf 153,99 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs für den Euro am Nachmittag auf 1,1164 (Donnerstag: 1,1133) Dollar fest./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

22.05.2015

Aktien Frankfurt Schluss: Dax dämmt Verluste etwas ein - Schwacher Euro hilft

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Dank des schwächelnden Euro hat der Dax am Freitag seine Verluste etwas eingedämmt. Zum Börsenschluss vor dem langen Pfingstwochenende stand der deutsche Leitindex noch 0,42 Prozent tiefer bei 11 815,01 Punkten. Zuvor war er bis auf 11 792 Zähler gefallen. Auf Wochensicht behauptet er damit aber ein Plus von über 3 Prozent - verantwortlich dafür sind die deutlichen Kursgewinne an den ersten beiden Handelstagen.

Zunächst war der Euro im Tagesverlauf auf über 1,12 US-Dollar geklettert. Nach schwachen Inflationsdaten aus den USA sackte die Gemeinschaftswährung jedoch fast bis auf 1,10 Dollar ab und kostete zuletzt 1,1029 Dollar. Ein niedriger Eurokurs hilft den exportstarken Unternehmen im Dax, da er ihre Produkte für Kunden außerhalb des Währungsraums verbilligt.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank am Freitag um 0,25 Prozent auf 20 915,81 Punkte. Für den TecDax der Technologietitel ging es um 0,31 Prozent auf 1731,27 Punkte nach unten./gl/he

22.05.2015

ROUNDUP/Aktien New York: Dow und S&P 500 zeigen sich träge - Nasdaq im Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Freitag nach einem zögerlichen Handelsstart nur wenig bewegt. Wie schon seit Wochenbeginn zeigte sich der US-Leitindex Dow Jones Industrial ungeachtet neuer Rekordstände auch zum Wochenschluss träge.

Im frühen Handel gab er um 0,07 Prozent auf 18 272,09 Punkte nach. Der S&P-500-Index trat mit 2130,77 Punkten auf der Stelle, nachdem er am Vortag mit einem kleinen Plus auf Rekordhoch geschlossen hatte. Der Nasdaq-100-Index hingegen stieg moderat um 0,23 Prozent auf 4539,87 Punkte. Am Montag werden die Börsen in den USA wegen des Memorial Day geschlossen bleiben.

Von den aktuellen Inflationsdaten gingen kaum Impulse aus. Wie erwartet lag die jährliche Teuerungsrate in den Vereinigten Staaten im April bei minus 0,2 Prozent, nach minus 0,1 Prozent im März. Damit ist sie die niedrigste Rate seit Oktober 2009, als die Wirtschaftskrise das Land lähmte. Grund für den Rückgang war vor allem der gesunkene Ölpreis. Für mehr Aktivität im Handelsverlauf könnte allerdings eine Rede der Fed-Chefin Janet Yellen am frühen Abend sorgen.

Nur wenige Einzelwerte standen mit Nachrichten im Blick der Anleger. So stiegen die Aktien von Deere & Co. im marktbreiten S&P 500 um 3,71 Prozent, nachdem der Weltmarktführer im Bereich Landmaschinentechnik mit einem sehr optimistischen Gewinnausblick für dieses Jahr überrascht hatte. Die Nachfrage in der Bauausrüstungssparte sei gestiegen und wiege einen schwächelnden Absatz im Traktorensegment auf, hieß es zur Vorlage der Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal.

Die Papiere von Hewlett-Packard legten um 4,37 Prozent zu. Der Computerkonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss ebenfalls seine Bilanz zum zweiten Geschäftsquartal veröffentlicht. HP hatte von der Nachfrage nach Servern profitiert und übertraf die Gewinnschätzungen. Zudem gab es Details zu der Aufspaltung und den Kosten. Am Donnerstag hatte das im S&P-100-Index enthaltene Unternehmen bereits mitgeteilt, 51 Prozent seines Geschäfts zur Datenvernetzung in China für rund 2,3 Milliarden Dollar an Tsinghua verkaufen zu wollen.

Blackberry stiegen um 1,75 Prozent. Der Smartphone-Hersteller will - wie am Vorabend mitgeteilt - rund 12 Millionen Aktien zurückkaufen./ck/he

26.05.2015

Cameron spricht mit Juncker über EU-Reformen

LONDON (dpa-AFX) - Der britische Premierminister David Cameron und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker haben mit Verhandlungen über Großbritanniens Position in der Europäischen Union begonnen. Die beiden kamen am Montagabend auf dem Landsitz der britischen Premiers zu einem Abendessen zusammen, um über Reformen vor dem Referendum der Briten über ihre EU-Mitgliedschaft zu sprechen. Die Abstimmung soll spätestens Ende 2017 stattfinden.

Die Begegnung wurde als Versuch der Annäherung gewertet, nachdem Cameron vergangenes Jahr die Nominierung Junckers als Kommissionspräsident einen "ernsthaften Fehler" genannt hatte. Zugleich war das Treffen der Auftakt einer langen Verhandlungsrunde für Cameron, der am Donnerstag und Freitag unter anderem Frankreichs Präsidenten François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen wird.

In den kommenden Wochen will der britische Premier mit allen 27 Staats- und Regierungschefs der EU sprechen. Themen sind unter anderem Freizügigkeit und Sozialleistungen für Einwanderer aus EU-Ländern./ted/DP/zb

26.05.2015

EVG erhöht vor erneuter Verhandlungsrunde Druck auf Bahn

BERLIN (dpa-AFX) - In den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn drängt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf ein schnelles Ergebnis. Ziel sei ein Tarifabschluss zum 1. Juni, sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba nach einer Mitteilung vom Dienstag. "Entweder wir kriegen den am Mittwoch hin oder es ist Ende am Verhandlungstisch." Dann gäbe es für die EVG nur noch eine Option - und die laute Arbeitskampf. Am Mittwoch wollen Bahn und EVG ihre Verhandlungen in Berlin fortsetzen, die sie am vergangenen Freitag vertagt hatten.

Verhandelt würden am Mittwoch lediglich die noch offenen Punkte, sagte Rusch-Ziemba. Kernforderungen der EVG sind sechs Prozent mehr Geld, 150 Euro als "soziale Komponente" sowie eine begrenzte Laufzeit. Zwar habe die Bahn in der zwölften Verhandlungsrunde am Freitag nachgebessert, sei aber noch unter den Erwartungen der Tarifkommission geblieben. "Unsere Kolleginnen und Kollegen erwarten nach fast einem Jahr harter Verhandlungen mehr", betonte sie. "Wir sind nach wie vor zu einem Tarifabschluss am Verhandlungstisch bereit, dazu muss der Arbeitgeber aber noch einen entscheidenden Schritt auf unsere Mitglieder zugehen."

Zuvor hatte bereits ein EVG-Sprecher der Bahn mit Streik gedroht, sollte sie sich am Mittwoch nicht mit der Gewerkschaft einigen können. "Es wird Arbeitskämpfe geben, wenn es zu keinem Abschluss kommt", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur./ban/DP/zb

26.05.2015

Grünen-Politiker kritisiert Veröffentlichung von Steuer-Verdächtigen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Grünen-Politiker Sven Giegold sieht in der Veröffentlichung der Namen verdächtiger Bankkunden durch die Schweizer Steuerbehörden einen Verstoß gegen Bürgerrechte. "Das geht einen Schritt zu weit", sagte der Europa-Abgeordnete der "Berliner Zeitung" (Dienstag). Schließlich seien die Betroffenen nicht verurteilt, betonte Giegold. "Die Schweiz sollte die ausländischen Behörden korrekt und vollständig informieren, statt auf diese Weise in die Bürgerrechte einzugreifen."

Die Schweizer Steuerverwaltung veröffentlicht die Namen verdächtiger ausländischer Bankkunden im Internet. Nach einem Bericht der Schweizer "Sonntagszeitung" wird die Behörde von Amtshilfegesuchen der Steuerfahnder in diesen Ländern überhäuft. Man wolle die Betroffenen neuerdings auf diesem Wege darüber in Kenntnis setzen.

Die Finanzminister von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betonten am Montag, eine Nennung einzelner Steuerpflichtiger sei nicht mit dem Steuergeheimnis zu vereinbaren. Anders als in der Schweiz sollen in Deutschland die Namen von möglichen Steuersündern geheim bleiben./yyzz/DP/zb

26.05.2015

ESM warnt vor Staatspleite Griechenlands

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der akuten Finanzkrise Griechenlands warnt der Chef des Europäischen Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, vor einer möglichen Staatspleite. "Die Zeit wird knapp", sagte er der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Daher werde pausenlos an einer Einigung gearbeitet, denn ohne Einigung mit den Geldgebern könne sich Athen kein neues Geld leihen. "Dann droht eine Staatspleite."

"Das hätte Auswirkungen auf andere Gläubiger wie uns", sagte Regling weiter. "Andererseits vergibt der Rettungsschirm nur Kredite, wenn Reformen umgesetzt werden. Das gilt auch jetzt, nur so kann die griechische Wirtschaft gesunden."

Regling betonte, dass der Rettungsschirm durchaus in der Lage sei, Griechenland weitere Milliarden-Hilfen auszuzahlen. Allerdings müsse sich Athen mit den Gläubigern auf eine verbindliche Reformliste einigen/cha/DP/zb

25.05.2015

EZB: Kaufvolumen von Wertpapieren steigt auf 134,2 Milliarden Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Kauf von Staatsanleihen weiter fortgesetzt. Seit dem Start des Programms im März hat die Notenbank mittlerweile öffentliche Schuldtitel in einem Volumen von insgesamt 134,2 Milliarden Euro gekauft, wie aus einer Übersicht auf der Internetseite der EZB vom Montag hervorgeht. Im Rahmen des Kaufprogramms wollen die Zentralbanken des Eurosystems bis September 2016 Papiere im Volumen von 60 Milliarden Euro pro Monat kaufen.

Auf dem Einkaufszettel der Notenbank stehen neben Staatsanleihen auch Wertpapiere nationaler Förderbanken und internationaler Institutionen wie dem Euro-Rettungsschirm ESM. Darüber hinaus erwirbt sie seit längerem besicherte Bankanleihen (Covered Bonds) und Kreditverbriefungen (ABS). Mit dem Kaufprogramm will die EZB die lahmende Konjunktur stärker in Schwung bringen und die Inflation nach oben drücken. Ob das Kaufprogramm die gewünschte Wirkung entfacht, ist unter Experten umstritten./he

25.05.2015

ROUNDUP: Kritik an Schweizer Internetveröffentlichung von Steuer-Verdächtigen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Veröffentlichung von Namen möglicher Steuerbetrüger aus Deutschland und anderen Ländern durch die Schweizer Behörden sorgt für Kritik. Die Finanzminister von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betonten am Montag, eine Nennung einzelner Steuerpflichtiger sei nicht mit dem Steuergeheimnis zu vereinbaren. Anders als in der Schweiz sollen in Deutschland die Namen von möglichen Steuersündern geheim bleiben.

Die Schweizer Steuerverwaltung veröffentlicht die Namen verdächtiger ausländischer Bankkunden im Internet. Nach einem Bericht der Schweizer "Sonntagszeitung" wird die Behörde von Amtshilfegesuchen der Steuerfahnder in diesen Ländern überhäuft und wolle die Betroffenen neuerdings auf diesem Wege darüber in Kenntnis setzen. Im Internet-Portal des Schweizer Bundesblatts, in dem diese Mitteilungen veröffentlicht werden, sind auch Fälle aus den vergangenen Jahren zu finden.

Der Stuttgarter Finanzminister Nils Schmid (SPD) sagte der dpa: "Beim Kampf gegen Steuerhinterziehung geht es nicht darum, einzelne an den Pranger zu stellen, sondern darum, Gerechtigkeit im Sinne der großen Mehrheit der ehrlichen Steuerzahler herzustellen." Die Schweizer Praxis erscheine zumindest verwunderlich, zumal das Land bisher nicht gerade als Hort der Transparenz bekanntgewesen sei.

Zahlen zu Verfahren, Fällen und auch Vergleichszahlen aus früheren Jahren konnte das Finanzministerium in Stuttgart zunächst nicht nennen.

Nordrhein-Westfalen will die von der Schweiz veröffentlichten Namen möglicher deutscher Steuerbetrüger überprüfen. "Der Weg, den die Schweizer Steuerbehörde jetzt beschreitet, ist in der Tat speziell. Wenn die Schweiz Namen von Bundesbürgern im Zusammenhang mit möglichen steuerlichen Unregelmäßigkeiten nennt, müssen und werden unsere Behörden dem aber nachgehen", ließ NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) auf dpa-Anfrage mitteilen.

Dass die Veröffentlichungen neue Unruhe bei den Steuerhinterziehern ausgelöst haben, "die alle bisherigen Angebote zur Rückkehr zu gesetzestreuem Verhalten haben verstreichen lassen, ist nicht zu bedauern", sagte Walter-Borjans weiter. "In Deutschland gelten allerdings Steuergeheimnis und Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils. Das wird sich auch nicht ändern."

Das Internet-Portal des Schweizer Bundesblatts zeigt frei zugänglich zahlreiche "Mitteilungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV)

- Amtshilfe". Darin wird jeweils unter Nennung des Namens, teilweise

des Geburtsdatums und der Staatsangehörigkeit eines Betroffenen mitgeteilt, dass die Schweiz den Steuerfahndern anderer Länder Amtshilfe leisten wird - und dass dagegen innerhalb einer bestimmten Frist Rechtsmittel möglich sind. Genannt werden zudem zahlreiche Firmen mit Namen und Land des Hauptsitzes.

Zu finden sind neben Namen aus Deutschland solche etwa aus Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Tschechien und Russland, aber auch Indien und - in diesem Falle nur mit Initialen - den USA./and/DP/he

25.05.2015

Sachsen-Anhalt pocht auf Rentenangleichung

HALLE (dpa-AFX) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und der SPD-Sozialpolitiker Andreas Steppuhn pochen auf eine Angleichung der Ostrenten an das Westniveau. Damit widersprachen sie Äußerungen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der unter Hinweis auf die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in Ost und West vor Verzerrungen gewarnt hatte.

"Der letzte Rentenbericht macht klar, dass eine Angleichung der Löhne bis 2019 nicht zu erwarten ist, so dass die Renten weiter auseinanderklaffen", sagte Haseloff der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag). "Für den Fall sieht der Koalitionsvertrag einen Zwischenschritt vor, um die Differenz zu schließen."

Auch Steppuhn betonte, es gebe eine Verabredung der Koalitionspartner in Berlin. "Wenn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wie jüngst geschehen die Angleichung der Renten infrage stellt ist dieses völlig unakzeptabel", erklärte Steppuhn am Montag in einer Mitteilung. "Wenn es mit der Rentenangleichung absehbar etwas werden soll, müssen endlich die ersten Angleichungsschritte her."/rgo/DP/he

25.05.2015

Nahles will Bundesprogramm für Jobmarkt-Integration von Flüchtlingen

BERLIN (dpa-AFX) - Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) macht sich für ein Bundesprogramm zur Jobmarkt-Integration von Flüchtlingen stark. "Die Zahl der Flüchtlinge steigt und viele Menschen werden aufgrund der Situation in ihren Herkunftsländern dauerhaft in Deutschland bleiben", sagte die Ministerin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wenn wir am Anfang in die Menschen investieren, vermeiden wir dauerhafte Sozialausgaben und ermöglichen ihnen ein eigenständiges Leben."

Auch die Arbeitgeber fordern bessere Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Deutschland. Allein bei technischen, IT-, naturwissenschaftlichen oder mathematischen Berufen fehlen den Unternehmen derzeit laut einer vor wenigen Tagen vorgestellten Studie der Wirtschaft mehr als 137 000 Arbeitskräfte.

Nahles sagte: "Es geht um die finanziellen und personellen Voraussetzungen in den Jobcentern, die Flüchtlinge in Arbeit bringen zu können." Diese Investition in die Zukunft sei bislang unterfinanziert. Über die laufenden Mittel des Europäischen Sozialfonds hinaus "brauchen wir ein eigenständiges Bundesprogramm". Mehr Geld sei nötig für berufsbezogene Sprachkurse und Eingliederung in Arbeit.

Infolge des jüngsten Flüchtlingsgipfels von Bund und Ländern tagt an diesem Dienstag eine Arbeitsgruppe von Bundesministerien und den Ländern. Sie verhandelt über mehr Sprachkurse, Bildung und Berufsvorbereitung. Dies dient der Vorbereitung des nächsten Bund-Länder-Flüchtlingstreffens am 11. Juni./bw/DP/he

25.05.2015

Haseloff: Bund-Länder-Finanzstreit festgefahren - Notfalls Klage

MAGDEBURG/SCHWERIN (dpa-AFX) - Die Bund-Länder-Verhandlungen über die künftige Verteilung der Steuereinnahmen in Deutschland stecken nach Einschätzung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff in einer Sackgasse. "Die Sache ist fachlich sehr verfahren", sagte der CDU-Politiker und Chef einer schwarz-roten Koalition in Magdeburg der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle weiterhin eine politische Lösung, schließe aber auch einen Gang nach Karlsruhe nicht aus.

Bund und Länder hatten vereinbart, bis Ende Juni einen Kompromiss zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen zu finden. Eine Einigung erst nach der Sommerpause gilt als noch schwieriger, weil dann Landtagswahlkämpfe anstehen - und 2017 die nächste Bundestagswahl. Derzeit klagen schon die "Geberländer" Bayern und Hessen vor dem Bundesverfassungsgericht - weil sie weniger Einahmen abgeben wollen.

Die ostdeutschen Länder hätten klar aufgezeigt, dass sie auch nach dem Auslaufen des Solidarpakts II 2019 einen erhöhten Finanzbedarf hätten, sagte Haseloff. Laut Bundesfinanzministerium liegt dort die Steuerkraft pro Einwohner derzeit bei 55 Prozent des Bundesdurchschnitts. Alle Ostländer bräuchten noch sehr lange, bis dieser Prozentsatz wesentlich ansteige, erklärte Haseloff. "Wir haben bisher ein Ausgleichssystem, das gut funktioniert hat. Alles was derzeit diskutiert wird, ist schlechter und kann von uns nicht hingenommen werden."

Es müsse "eine akzeptable, grundgesetzkonforme Finanzausstattung aller Länder geben", verlangte Haseloff. Eine Anrufung Karlsruhes sei für ihn die letzte Option. "Ich glaube nicht, dass es notwendig sein wird. Aber wenn überhaupt nicht erkennbar ist, dass es zu einer Kompromissfindung kommt, dann ist eine abschließende Klärung durch das Verfassungsgericht in Karlsruhe hilfreich." Die Richter könnten dann festlegen, wie ein Ausgleichssystem zwischen reicheren und ärmeren Ländern aussehen müsse und damit Planungssicherheit geben.

Mecklenburg-Vorpommerns Finanzministerin Heike Polzin warnte vor einer Zementierung des Wohlstandsgefälles in Deutschland und mahnte ein solidarisches Miteinander der Länder an. Die SPD-Politikerin sagte der dpa: "Wir leben in einem föderalen System. Da kann es nicht sein, dass die Starken allein losmarschieren und die Schwachen einfach zurücklassen."

Polzin rief die finanzstarken Länder und besonders das CSU-regierte Bayern auf, nicht mit überzogenen Forderungen eine Einigung zu blockieren. "Schließlich hat auch Bayern jahrelang vom Länderfinanzausgleich profitiert und ist erst dadurch zum leistungsfähigen Wirtschaftsstandort und zum Geberland geworden. Jetzt, da sie von ihren Extraeinnahmen abgeben sollen, sträuben sie sich."/rgo/fp/DP/he

25.05.2015

Union uneins über den Umgang mit Gesetz zur Tarifeinheit

BERLIN (dpa-AFX) - Die Union sendet nach der Verabschiedung des heftig umstrittenen Tarifeinheitsgesetzes im Bundestag unterschiedliche Signale zum künftigen Umgang mit Streiks. Im Wirtschaftsflügel wird für weitere Einschränkungen geworben, der Arbeitnehmerflügel warnt davor. Für den Koalitionspartner SPD wies der stellvertretende Vorsitzende und Parteilinke Ralf Stegner Kritik am beschlossenen Gesetz zurück: Es gehe nicht darum, das Streikrecht einzuschränken.

Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) sagte der "Passauer Neuen Presse" (Samstag) mit Blick etwa auf den Ausstand der Lokführer: "Wir haben die Tarifautonomie ein Stück weit gestärkt. Aber das Gesetz wird harte Tarifkonflikte, wie wir sie in den letzten Wochen erlebt haben, nicht verhindern."

Fuchs kündigte Gespräche mit der SPD über weitere Schritte an. Nötig sei, für strategisch wichtige Unternehmen wie die Deutsche Bahn eine Streik-Ankündigungsfrist von 48 Stunden einzuführen. Notwendig sei auch ein gesetzlich vorgeschriebener Schlichtungsversuch nach der zweiten Streikrunde.

Der Vizevorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, warnte seinen Parteifreund aber vor einer Gefährdung des sozialen Friedens. "Wer ständig nach der Einschränkung des Streikrechts ruft, beeinträchtigt die Tarifautonomie", sagte er dem "Handelsblatt". "Ohne die Möglichkeit, effektiv zu streiken, verkommen Tarifverhandlungen für die Arbeitnehmerseite zur kollektiven Bettelei."

Das Gesetz hatte am Freitag die letzte Hürde im Bundestag genommen. Damit soll die Macht kleiner Spartengewerkschaften eingedämmt werden. Wenn zwei Gewerkschaften in einem Betrieb dieselben Arbeitnehmergruppen vertreten, gilt künftig nur der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in dem Betrieb. SPD-Vize Stegner sagte am Samstag im Deutschlandfunk, die Koalition wolle erreichen, dass sich Gewerkschaften nicht zerstritten, weil dies am Ende nicht den Arbeitnehmern nütze, sondern den Unternehmen.

Die kleinen Gewerkschaften wollen gegen das Tarifeinheitsgesetz schnell vorgehen. "Wir werden Klage beim Verfassungsgericht einreichen, sobald die Tarifeinheit im Gesetzblatt steht", sagte der Chef der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Rudolf Henke, der "Rheinischen Post" (Samstag). Beamtenbund-Chef Klaus Dauderstädt kündigte für Juli eine Klage an./ll/DP/he

22.05.2015

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Pfeiffer Vacuum auf 68 Euro - 'Sell'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Pfeiffer Vacuum nach der Hauptversammlung von 64 auf 68 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Sell" belassen. Das erste Quartal sei gut gewesen und das zweite könnte sogar noch besser werden, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Freitag. Im zweiten Halbjahr könnte das Wachstum des Herstellers von Vakuumpumpen sich jedoch verlangsamen. Der Experte hält weiter einen tiefergreifenden Strategiewechsel für nötig. Seine Gewinnprognosen stockte er aber leicht auf./ag/mis

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22.05.2015

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Ziel für Aurubis auf 60,60 Euro - 'Hold'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Aurubis nach einer Investorenveranstaltung von 60,70 auf 60,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Kupferkonzern bepreise die Verträge für Schmelz- und Raffinierlöhne nun jährlich neu, schrieb Analyst Thorsten Zimmermann in einer Studie vom Freitag. Bisher ging der Analyst von einem durchschnittlichen Zyklus von etwa drei Jahren aus. Das sei bedeutend, da die Schmelz- und Raffinierlöhne im laufenden Jahr weitgehend den Höhepunkt erreichen dürften. Daher habe er die Gewinnschätzungen für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 reduziert./cg/mis/das

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22.05.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup senkt Hannover Rück auf 'Sell' - Ziel 80 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat Hannover Rück von "Neutral" auf "Sell" abgestuft, das Kursziel aber von 76,80 auf 80,00 Euro angehoben. Die Rückversicherer von Schaden- und Unfallversicherungen stünden im starken Gegenwind aus eher schwachen Prämien, niedrigen Zinsen und hohem Überschusskapital unter massivem Margendruck, schrieb Analyst Andrius Budnikas in einer Branchenstudie vom Freitag. Verbesserungen seien nicht in Sicht. Die Hannover Rück biete die geringste Kapitalrendite in der Branche und habe zudem den niedrigsten Free Cashflow./ag

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22.05.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für Rheinmetall auf 50 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Rheinmetall wegen gestiegener Branchenbewertungen von 38 auf 50 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Analyst Paul Bradley passte seine Schätzungen in einer Studie vom Freitag zudem an die jüngsten Quartalszahlen an. Für das Rüstungsgeschäft des Konzerns sieht er weiter politische Risiken./ag/mis

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22.05.2015

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Ziel für Merck KGaA auf 111 Euro - 'Hold'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Merck KGaA von 90 auf 111 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Analyst Alistair Campbell passte seine Schätzungen in einer Studie vom Freitag an die jüngsten Ergebnisse des ersten Quartals an. Er bleibe bei seiner Bewertung der Aktien der Einfachheit halber bei der Annahme eines Abschluss der Sigma-Aldrich-Übernahme zur Jahresmitte. Sie könnte sich für den Pharma- und Chemiekonzern aber auch ins dritte Quartal verzögern. Aufgrund der Konzernstruktur bewertet Campbell Merck nun auf Basis der Summe aller Teile. Angesichtes fehlender Kurstreiber bleibt er bei seiner neutralen Haltung./ag/mis

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22.05.2015

ANALYSE-FLASH: Barclays hebt Ziel für Fresenius SE auf 57 Euro - 'Equal Weight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Fresenius SE von 50 auf 57 Euro angehoben, die Einstufung aus Bewertungsgründen aber auf "Equal Weight" belassen. Das erste Quartal des Medizinkonzerns sei erwartungsgemäß stark ausgefallen, schrieb Analyst Alexander Kleban in einer Studie vom Freitag. Er passte seine Schätzungen an den optimistischeren Ausblick an und schob seine Bewertungsbasis etwas nach vorne. Es biete sich aber nicht genügend Potenzial für einen Einstieg./ag/mis

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22.05.2015

ANALYSE-FLASH: Citigroup hebt Ziel für Munich Re auf 174 Euro - 'Neutral'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für Munich Re von 163 auf 174 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Neutral" belassen. Die Rückversicherer von Schaden- und Unfallversicherungen stünden im starken Gegenwind aus eher schwachen Prämien, niedrigen Zinsen und hohem Überschusskapital unter massivem Margendruck, schrieb Analyst Andrius Budnikas in einer Branchenstudie vom Freitag. Verbesserungen seien nicht in Sicht. Die Aktien von Munich Re seien nicht sonderlich hoch bewertet, doch fehlten größere Kurstreiber./ag/mis

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22.05.2015

ANALYSE-FLASH: Barclays hebt Ziel für Essilor auf 116 Euro - 'Overweight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Essilor von 108 auf 116 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Das erste Quartal habe weitere Fortschritte des Brillenglasherstellers gezeigt, schrieb Analyst Alexander Kleban in einer Studie vom Freitag. Kleban hob seine Gewinnprognose aufgrund günstiger Währungsentwicklungen nochmals an./ag/mis

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22.05.2015

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Ziel für Rheinmetall auf 52 Euro - 'Neutral'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Rheinmetall von 39 auf 52 Euro angehoben, die Einstufung aber aufgrund des recht geringen Potenzials auf "Neutral" belassen. Das neue Kursziel spiegle den aktuellen Durchschnitt der Bewertungen in den Branchen Auto und Rüstung wider, schrieb Analyst Sven Weier in einer Studie vom Freitag. Zudem seien die kurzfristigen Risiken gesunken, so dass er nun die Prognosen für 2016 als Bewertungsbasis heranziehe. Nach zahlreichen Enttäuschungen im Rüstungsgeschäft seien die Markterwartungen an den Konzern inzwischen zu weit zurückgekommen./ag/mis

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22.05.2015

ANALYSE/Goldman Sachs: Vodafone dürfte eher verkaufen als zukaufen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Investmentbank Goldman Sachs hält Beteiligungsverkäufe durch Vodafone für wahrscheinlicher als Übernahmen. Hintergrund der am Freitag vorgelegten Studie sind Spekulationen über einen Zusammenschluss mit dem Kabelkonzern Liberty Global.

Liberty Global habe neulich erklärt, dass das Unternehmen eine steuereffiziente Kapitalstruktur bevorzuge, schrieb Analyst Tim Boddy. Dem gegenüber bevorzugten die Aktionäre des Mobilfunkers Vodafone Dividenden. Daher dürfte Vodafone eher Vermögenswerte verkaufen als kaufen.

Vorausgegangen waren einige Tage zuvor Aussagen des US-Medienmoguls John Malone, der Liberty Global kontrolliert. Aus Sicht von Malone würde Vodafone in Europa strategisch gut zu dem Konzern passen. Es winkten hohe Synergien. Bereits Ende November vergangenen Jahres hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg aus informierten Kreisen berichtet, dass Vodafone eine Übernahme des US-Kabelkonzerns auslote.

Zur operativen Entwicklung von Vodafone äußerte sich Analyst Boddy positiv. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr signalisiere eine Rückkehr auf den Wachstumspfad. Er empfiehlt weiterhin den Kauf der Vodafone-Aktien./hosvak/mis/das