dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.08.2016

ROUNDUP: Stada-Aktionäre wählen Aufsichtsratschef Abend ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der bisherige Aufsichtsratschef Martin Abend des Pharma-Konzerns Stada ist auf der Hauptversammlung abgewählt worden. Damit setzte sich am Freitag der kritische Investor Active Ownership Capital (AOC) durch. Der Wahl war ein heftiger Schlagabtausch zwischen Abend und dem Großaktionär vorausgegangen.

Der 1957 geborene Schweizer Jurist Eric Cornut rückte in den Aufsichtsrat nach. Er hatte in der Vergangenheit mehrere Managerposten beim Pharmakonzern Novartis inne und wird von AOC als Vorsitzender vorgeschlagen. Darüber muss aber der Aufsichtsrat noch abstimmen. Abend hatte dem Kontroll-Gremium seit 2009 vorgestanden. Sein Stellvertreter Carl Ferdinand Oetker wurde hingegen von den Aktionären im Amt belassen. Als eine von vier Neuen kam Opel-Marketing-Chefin Tina Müller in das Gremium.

GEGENSEITIGE SCHWERE VORWÜRFE

Vor der Kampfabstimmung um die Neubesetzung des Aufsichtsrats hatten sich der Großaktionär und Aufsichtsratschef Abend gegenseitig mit scharfen Vorwürfen überzogen. Abend und sein Stellvertreter Oetker hätten in ihrer Kontrollfunktion über Jahre versagt, sagte der AOC-Mitbegründer Florian Schuhbauer, der die Abwahl sämtlicher sechs Kapitalvertreter in dem neunköpfigen Kontrollgremium betrieb. Letztlich kam nur Cornut als Gegenvorschlag durch.

In dem schlecht geführten Unternehmen hätten sie unter dem inzwischen ausgeschiedenen Vorstandschef Hartmut Retzlaff "Gehaltsexzesse und Vetternwirtschaft" geduldet. "Abend und Oetker können nicht Teil des Neuanfangs sein, denn sie sind Teil des alten Systems", sagte er. Die Aktionäre verweigerten dem Unternehmen die Zustimmung zu einem neuen Gehaltssystem für den Vorstand.

'AOC' WILL STADA NICHT ZERSCHLAGEN

Schuhbauer versicherte, dass AOC langfristig orientiert sei und das Unternehmen als Ankerinvestor in die Zukunft führen wolle. Er stellte den Aktionären schnelle Sparerfolge und mittelfristig eine starke Wertsteigerung in Aussicht. "AOC will Stada nicht zerschlagen", erklärte ein weiterer Vertreter der Beteiligungsgesellschaft, die nach eigenen Angaben rund 7 Prozent der Stada-Aktien kontrolliert.

Chef-Kontrolleur Abend hat seinerseits die Unabhängigkeit der von AOC benannten Kandidaten für den Aufsichtsrat bezweifelt. Er zitierte Einschätzungen, die eine Nähe zum Pharma-Riesen Novartis nahelegten. Zudem hatte Abend die Aktionäre davor gewarnt, die Kapitalvertreterseite im Aufsichtsrat komplett auszutauschen. "Dies würde einen kompletten Verzicht auf Kontrolle und Erfahrung bedeuten."

DSW: 'STADA IST AUS DORNRÖSCHENSCHLAF WACH GERÜTTELT WORDEN'

Man müsse den aktivistischen Aktionären dankbar sein, sagte hingegen Peter Barth, Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW): "Stada ist aus seinem Dornröschenschlaf wach gerüttelt worden, nicht wachgeküsst." Der Aktionärsschützer verlangte andererseits vom Großaktionär AOC die Offenlegung der eigenen Interessen. Die Gesellschaft trete als "selbst ernannter weißer Ritter mit geschlossenem Visier" auf, sodass nicht einmal ausgeschlossen werden könne, dass dahinter ein Konkurrent stehe.

REKORDBETEILIGUNG BEI HAUPTVERSAMMLUNG

Der seit Wochen öffentlich ausgetragene Konflikt hatte zu einer Rekordbeteiligung bei der Hauptversammlung geführt.Im Frankfurter Messe-Congresscentrum waren gut 57 Prozent des Kapitals vertreten, wie die Versammlungsleiterin Karin Arnold mitteilte. Bei früheren Aktionärstreffen waren höchstens 37 Prozent der Anteile präsent.

Der amtierende Chef des Herstellers von Nachahmermedikamenten (Generika) und medizinischen Markenartikeln betonte die Eigenständigkeit des Unternehmens aus Bad Vilbel bei Frankfurt. "Unser Geschäftsmodell ist kerngesund. Stada braucht sich nicht neu zu erfinden", sagte der erst wenige Wochen amtierende Vorstandsvorsitzende Matthias Wiedenfels. Selbstkritisch merkte er an, dass Stada in der Vergangenheit sein Potenzial nicht voll ausgeschöpft habe. Man sei nicht transparent genug und zu hierarchieorientiert gewesen./nmu/ceb/he

26.08.2016

Stada-Aktionäre wählen Aufsichtsratschef Abend ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auf der Hauptversammlung des Pharma-Konzerns Stada ist der bisherige Aufsichtsratschef Martin Abend abgewählt worden. Damit setzte sich am Freitag der kritische Investor Active Ownership Capital (AOC) durch. Abend wurde mit 55,9 Prozent der abgegebenen Stimmen aus dem Amt gekippt. Der Wahl war ein heftiger Schlagabtausch zwischen Abend und dem Großaktionär sowie weiteren Aktionären vorausgegangen. Ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender sollte im Anschluss gewählt werden. Der Vize-Chef des Aufsichtsrates, Carl Ferdinand Oetker, wurde im Amt belassen./ceb/nmu/he

26.08.2016

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN der Woche vom 22. bis 26.08.2016

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 22. bis 26.08.2016

MONTAG

Bernstein nimmt Henkel mit 'Outperform' wieder auf

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Aktie von Henkel mit "Outperform" und einem Kursziel von 129,50 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Aktien von europäischen Produzenten von Haushalts- und Körperpflegeprodukten seien zwar teuer, allerdings noch nicht in übertriebenem Maß, schrieb Analyst Andrew Wood in einer Branchenstudie vom Montag. Die Henkel-Aktie sei ein solides Investment, auch wenn die Kehrtwende des Konsumgüterherstellers für Anleger mittlerweile keine Rolle mehr spiele. Auch unter dem neuen Vorstandschef Hans Van Bylen habe sich der Konzern in diesem Jahr bislang operativ stark entwickelt.

Bernstein nimmt Reckitt Benckiser mit 'Outperform' wieder auf

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Reckitt Benckiser <3RB.FSE> mit "Outperform" und einem Kursziel von 8750 Pence wieder in die Bewertung aufgenommen. Dank eines herausragenden Managements komme der Konsumgüterkonzern operativ weiterhin ausgezeichnet voran, schrieb Analyst Andrew Wood in einer Branchenstudie vom Montag. Dies sollte auch mittelfristig so bleiben, wobei starke Geschäftszahlen die Aktie weiter beflügeln dürften. Insgesamt seien Aktien von europäischen Produzenten von Haushalts- und Körperpflegeprodukten zwar teuer, allerdings noch nicht in übertriebenem Maß.

Deutsche Bank hebt Ziel für Steinhoff auf 5,55 Euro - 'Hold'

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Steinhoff vor Zahlen von 5,40 auf 5,55 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Vor dem Zwischenbericht des Möbel- und Einzelhändlerhändlers Ende August passte Analyst Charlie Muir-Sands seine Prognosen an die jüngsten Wechselkursveränderungen an. Zudem dürfte die Übernahme des US-Bettenverkäufers Mattress Firm den Gewinn je Aktie erhöhen. Allerdings müsste Steinhoff eventuell im Zuge des Deals sein Kapital erhöhen, um einen Zwischenkredit zu finanzieren.

DIENSTAG

Berenberg senkt Jungheinrich auf 'Hold' - Ziel hoch auf 30 Euro

HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Jungheinrich von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 29,33 auf 30,00 Euro angehoben. Nach dem starken Kursanstieg seit Juli 2015 seien die Aktien des Gabelstapler-Herstellers nun fair bewertet, schrieb Analyst Philippe Lorrain in einer Studie vom Dienstag. Zudem sei nun auch der positivere Ausblick des Unternehmens im Kurs berücksichtigt, sodass das Aufwärtspotenzial der Papiere begrenzt erscheine. Bei seinem neuen Kursziel berücksichtigte Lorrain höhere Umsatz- und Gewinnschätzungen (Ebitda) sowie den soliden Auftragsbestand.

Hauck & Aufhäuser startet Sixt Leasing mit 'Hold'

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Sixt Leasing mit "Hold" und einem Kursziel von 20,40 Euro in die Bewertung aufgenommen. Wegen mehrjähriger Verträge und monatlicher Zahlungseingänge besteche das Geschäftsmodell des Fahrzeugleasing-Anbieters durch hohe Planungssicherheit und einen stabilen Cashflow, schrieb Analyst Leonhard Bayer in einer Studie vom Dienstag. Die guten Perspektiven des Unternehmens aber bereits angemessen im Aktienkurs berücksichtigt.

NordLB senkt Ziel für Bilfinger auf 28 Euro - 'Halten'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für Bilfinger nach dem jüngsten Halbjahresbericht von 33 auf 28 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Der Dienstleistungskonzern befinde sich inmitten einer umfassenden Restrukturierung, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Dienstag. Nach einer turbulenten Zeit stehe der neue Vorstandsvorsitzende vor der herausfordernden Aufgabe, den Konzern wieder in ruhigere Gewässer zu bringen.

MITTWOCH

Credit Suisse hebt Brenntag auf 'Neutral' und Ziel auf 47,50 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Brenntag von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 42,00 auf 47,50 Euro angehoben. Nachdem sich die Aktien des Chemikalienhändlers jüngst schwächer als die Branche und der breite Markt entwickelt hätten, sei das Abwärtsrisiko aktuell begrenzt, schrieb Analyst Karl Green in einer Studie vom Mittwoch. In Zukunft könnten unter anderen die recht defensive Free-Cashflow-Rendite von rund 5 Prozent und der steigende Gewinn je Aktie die Papiere stützen. Dem Experten zufolge könnten unter anderem Übernahmen den Ertrag ankurbeln.

NordLB senkt Deutsche Wohnen auf 'Halten' - Ziel leicht angehoben

HANNOVER - Die NordLB hat Deutsche Wohnen nach Zahlen von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 32,50 auf 33,50 Euro angehoben. Das Immobilienunternehmen habe im ersten Halbjahr beim operativen Ergebnis das obere Ende der Konsensschätzungen erreicht, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Mittwoch. Die Abstufung der Papiere begründete er damit, dass diese sein bisheriges Kursziel mittlerweile deutlich überschritten hätten.

DZ Bank setzt Linde auf 'Equity Short Ideas Liste' - 'Verkaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie von Linde auf die "Equity Short Ideas Liste" gesetzt und die Einstufung auf "Verkaufen" belassen. Durch den Kurssprung angesichts der Gespräche über einen Zusammenschluss mit dem Industriegase-Unternehmen Praxair notiere die Linde-Aktie nun deutlich über dem fairen Wert, schrieb Analyst Peter Spengler in einer Studie vom Mittwoch. Den ungewissen Ausgang der Gespräche sowie die Unsicherheiten über die Implikationen einer möglichen Fusion sieht Spengler auf dem aktuellen Kursniveau nicht ausreichend reflektiert und hält daher einen Kursrückschlag für möglich.

DONNERSTAG

Citigroup hebt Bayer auf 'Buy' und Ziel auf 120 Euro

LONDON - Die US-Bank Citigroup hat Bayer von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 115 auf 120 Euro angehoben. Auf einer Investorenveranstaltung von Monsanto habe er ein besseres Verständnis für die Hintergründe einer möglichen Übernahme durch Bayer gewonnen, schrieb Analyst Peter Verdult in einer Studie vom Donnerstag. Ohne den Kauf einzubeziehen, überarbeitete er seine Schätzungen für den Chemie- und Pharmakonzern und liegt damit über dem Marktkonsens. Das Verhältnis von Chancen und Risiken sei attraktiv, begründete er sein Kaufen-Votum.

UBS startet Fuchs Petrolub mit 'Buy' - Ziel 46,50 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Fuchs Petrolub mit "Buy" und einem Kursziel von 46,50 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der MDax-Konzern sei ein führender Nischenanbieter im sich konsolidierenden Markt für Schmierstoffe, schrieb Analyst Benedikt Orzelek in einer Studie vom Donnerstag. Das Wachstum aus eigener Kraft erhole sich und auch die Margen dürften bis 2020 dank Zukäufen steigen. Ferner ragten der starke Cashflow, die attraktive Dividendenrendite und die gesunde Bilanz heraus und rechtfertigten somit den Bewertungsaufschlag.

Morgan Stanley stuft Steinhoff mit 'Equal-weight' ein

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Steinhoff NV mit "Equal-weight" eingestuft und ein Kursziel von 6,25 Euro genannt. Angesichts der vergleichsweise hohen Bewertung der Papiere sehe es danach aus, als ob der Gewinnzuwachs durch die jüngst angekündigten Zukäufe im Kurs bereits honoriert wurde, schrieb Analyst Vikhyat Sharma in einer Studie vom Donnerstag. Ihm bereiteten allerdings der deutlich andere Produktmix von Poundland und die geringen Anfangsrenditen beim US-Matratzenhändler Mattress Firm Sorgen.

FREITAG

Warburg Research senkt Commerzbank-Ziel auf 6,10 Euro - 'Hold'

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für die Aktie der Commerzbank von 10,10 auf 6,10 Euro gekappt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Deutlich gekürzte Gewinnschätzungen infolge nachlassender Ertragstreiber sowie eine niedrigere Bewertung der Konkurrenz seien die Gründe für die Zielsenkung, schrieb Analyst Andreas Pläsier in einer Studie vom Freitag.

Deutsche Bank senkt Leoni auf 'Sell' - Ziel 27 Euro

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Leoni von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel auf 27 Euro belassen. Die jüngste Kursrally sei nicht angemessen, zumal Einmal-Posten die Gründe gewesen seien für das besser als erwartet ausgefallene zweite Quartal, schrieb Analyst Christoph Laskawi in einer Studie vom Freitag. Der Autozulieferer und Kabelhersteller stehe vor weiteren Herausforderungen. Der aktuelle Bewertungsaufschlag auf die Papiere der Wettbewerber erachte er daher als nicht gerecht.

Lampe senkt ElringKlinger auf 'Halten' und Ziel auf 17 Euro

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat ElringKlinger von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel von 29 auf 17 Euro gesenkt. Das Unternehmen habe den Wandel vom hochprofitablen Nischenanbieter zum breit aufgestellten Autozulieferer nicht ohne große Wachstumsschmerzen geschafft, schrieb Analyst Christian Ludwig in einer Studie vom Freitag. Er schaute damit auf die jüngste vierte Gewinnwarnung der vergangenen Jahre zurück. Ludwig hält das mittelfristige Ziel für die operative Marge von 13 bis 15 Prozent für immer noch zu hoch und senkte seine Schätzungen.

/he

26.08.2016

US-Anleihen nach Zinskommentaren von Fed-Offiziellen unter Druck

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Freitag nach Aussagen von führenden US-Notenbank-Repräsentanten ins Minus gerutscht. Fed-Präsidentin Janet Yellen hatte auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole gesagt, die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, ohne jedoch einen Zeitpunkt für eine mögliche Zinsstraffung zu nennen. Ihr Stellvertreter Stanley Fischer deutete anschließend an, dass die Währungshüter noch in diesem Jahr nicht nur einmal, sondern gleich zweimal ihren Leitzins anheben könnten.

Zweijährige Anleihen fielen um 3/32 Punkte auf 99 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,84 Prozent. Fünfjährige Anleihen verloren 10/32 Punkte auf 99 16/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,23 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere sanken um 13/32 Punkte auf 98 29/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,62 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren büßten 17/32 Punkte auf 99 6/32 Punkte ein. Sie rentierten mit 2,29 Prozent./edh/he

26.08.2016

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 26.08.2016

Warburg Research senkt Commerzbank-Ziel auf 6,10 Euro - 'Hold'

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für die Aktie der Commerzbank von 10,10 auf 6,10 Euro gekappt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Deutlich gekürzte Gewinnschätzungen infolge nachlassender Ertragstreiber sowie eine niedrigere Bewertung der Konkurrenz seien die Gründe für die Zielsenkung, schrieb Analyst Andreas Pläsier in einer Studie vom Freitag.

Deutsche Bank senkt Leoni auf 'Sell' - Ziel 27 Euro

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Leoni von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel auf 27 Euro belassen. Die jüngste Kursrally sei nicht angemessen, zumal Einmal-Posten die Gründe gewesen seien für das besser als erwartet ausgefallene zweite Quartal, schrieb Analyst Christoph Laskawi in einer Studie vom Freitag. Der Autozulieferer und Kabelhersteller stehe vor weiteren Herausforderungen. Der aktuelle Bewertungsaufschlag auf die Papiere der Wettbewerber erachte er daher als nicht gerecht.

Lampe senkt ElringKlinger auf 'Halten' und Ziel auf 17 Euro

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat ElringKlinger von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel von 29 auf 17 Euro gesenkt. Das Unternehmen habe den Wandel vom hochprofitablen Nischenanbieter zum breit aufgestellten Autozulieferer nicht ohne große Wachstumsschmerzen geschafft, schrieb Analyst Christian Ludwig in einer Studie vom Freitag. Er schaute damit auf die jüngste vierte Gewinnwarnung der vergangenen Jahre zurück. Ludwig hält das mittelfristige Ziel für die operative Marge von 13 bis 15 Prozent für immer noch zu hoch und senkte seine Schätzungen.

UBS hebt Ziel für Volkswagen-Vorzüge (VW) auf 180 Euro - 'Buy'

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) von 175 auf 180 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. In Erwartung einer Margenerholung blicke er nun optimistischer auf die Profitabilität der Kernmarke VW im Jahr 2018, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Freitag. Außerdem hob er die Prognosen für den bereinigten Gewinn je Aktie in diesem und dem kommenden Jahr an und betonte, er liege mit diesen nun um etwa ein Fünftel über dem Konsens.

DZ Bank hebt fairen Wert für Rheinmetall auf 75 Euro - 'Kaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Rheinmetall nach Zahlen von 69 auf 75 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Zwar dürfte das zweite Quartal nur teilweise die Anlegerbedenken hinsichtlich der Margenziele für 2016 beseitigt haben, doch viele Probleme hätten sich inzwischen abgeschwächt oder erledigt, schrieb Analyst Alexander Hauenstein in einer Studie vom Freitag. Der gute Auftragseingang der beiden Sparten Automotive und Rüstung sollte sich bald im Gewinn zeigen. Daher erhöhte der Experte seine Schätzungen für 2017.

NordLB senkt Ziel für Deutsche Pfandbriefbank - 'Halten'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank nach Zahlen von 9,50 auf 8,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Das widrige Umfeld im ersten Halbjahr habe in Form eines schwachen Neugeschäfts und eines niedrigen Zinsüberschusses seinen Tribut gefordert, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Freitag.

Baader Bank hebt Ziel für Deutsche Wohnen auf 38 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat das Kursziel für Deutsche Wohnen von 36 auf 38 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Wie erwartet habe der Immobilienkonzern starke Halbjahreszahlen vorgelegt, schrieb Analyst Andre Remke in einer Studie vom Freitag. Das erhöhte Ziel für das operative Ergebnis (FFO) liege über seiner Schätzung. Die Investitionen der Deutsche Wohnen in den Markt für Pflegeheime stützten die Wachstumsstory des MDax-Konzerns.

Lampe senkt Ziel für VTG AG auf 33 Euro - 'Kaufen'

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für VTG von 34 auf 33 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Der Gegenwind habe etwas zugenommen, schrieb Analyst Stephan Bauer in einer Studie vom Freitag. Er kürzte daher seine Prognosen für den Waggonvermieter./ag

Lampe senkt Ziel für Wacker Neuson auf 13 Euro - 'Halten'

DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Wacker Neuson nach dem Ende der strategischen Allianz mit Caterpillar von 16 auf 13 Euro gesenkt. Die Einstufung ließ Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Freitag aber auf "Halten". Er hält das Wachstumsziel des Baumaschinenherstellers von durchschnittlich 10 Prozent pro Jahr nun nicht mehr für haltbar. Seine Wachstumsschätzung schraubte er auf 5 Prozent per annum zurück.

Baader Bank hebt Ziel für Dic Asset auf 9,60 Euro - 'Hold'

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat das Kursziel für Dic Asset von 9,20 auf 9,60 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Expansion des Fonds- und Vermögensverwaltungsgeschäfts scheine für den Immobilienkonzern der künftige Haupttreiber zu sein, schrieb Analyst Andre Remke in einer Studie vom Freitag.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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26.08.2016

Devisen: Eurokurs fällt unter 1,12 US-Dollar nach Zinskommentaren von Fed-Vize

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat mit einem deutlichen Minus auf Äußerungen des Vizechefs der US-Notenbank (Fed) reagiert. Im US-Handel sank der Kurs der Gemeinschaftswährung am Freitag unter die Marke von 1,12 US-Dollar und stand zuletzt bei 1,1183 Dollar. Das war der tiefste Stand seit über einer Woche. Im europäischen Nachmittagsgeschäft war der Eurokurs nach einer Rede der US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen bis auf 1,1340 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1290 (Donnerstag: 1,1290) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8857 (0,8857) Euro.

Stanley Fischer hatte angedeutet, dass die Fed in diesem Jahr nicht nur einmal, sondern gleich zweimal ihren Leitzins anheben könnte. Yellen hatte zuvor auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole gesagt, die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, ohne jedoch einen Zeitpunkt für eine mögliche Zinsstraffung zu nennen. Seit der Zinswende im Dezember 2015 hatte die Fed den Leitzins unverändert in der Spanne zwischen 0,25 und 0,50 Prozent gelassen./edh/he

26.08.2016

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei der Hauptversammlung des Pharma-Konzerns Stada ist die Marketing-Expertin Tina Müller in den Aufsichtsrat gewählt worden. Die Opel-Managerin erhielt am Freitag in Frankfurt mit 98,7 Prozent die erforderlichen Stimmen. Ebenfalls in den Aufsichtsrat zieht der Pharma-Manager Rolf Hoffmann ein, der Erfahrungen bei internationalen Arzneimittelkonzernen wie etwa dem US-Biotechunternehmen Amgen vorweist.

Später sollte die Hauptversammlung noch über die Abwahlanträge gegen den bisherigen Aufsichtsratchef Martin Abend sowie den Vizechef Carl Ferdinand Oetker abstimmen. Diese Anträge hatte der kritische Aktionär Active Ownership Capital (AOC) eingereicht. Auf dem Aktionärstreffen hatten sich beide Seiten einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Müller und Hoffmann wurden von AOC und Stada gemeinsam unterstützt./ceb/nmu/DP/he

26.08.2016

ROUNDUP 2/Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger

(Neu: Abstimmungsergebnisse)

HAMBURG (dpa-AFX) - In der krisengebeutelten internationalen Container-Schifffahrt kommt die Reederei Hapag-Lloyd nach den Worten von Vorstandschef Rolf Habben Jansen nicht an einer Fusion mit der arabischen UASC vorbei. "Wir wollen die Fähigkeiten von Hapag-Lloyd und UASC so kombinieren, dass das Unternehmen den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Branche gestärkt entgegentreten kann", sagte Habben Jansen bei der ordentlichen Hauptversammlung am Freitag in Hamburg. "Hapag-Lloyd wird nicht nur größer, sondern auch internationaler und vor allem wettbewerbsfähiger." Der Zusammenschluss soll bis zum 31. März 2017 vollzogen werden.

Das Unternehmen war in der ersten Jahreshälfte 2016 in die roten Zahlen gerutscht und wies einen Nettoverlust von 142 Millionen Euro (Vorjahreshalbjahr: plus 157,2 Mio Euro) aus. Weltweit kämpfen Reedereien seit Jahren mit Überkapazitäten und unzureichenden Frachtraten.

Bei dem Aktionärstreffen stimmten die Anteilseigner einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zu, wie Hapag-Lloyd am Freitagabend mitteilte. Innerhalb von sechs Monaten nach der UASC-Fusion soll eine weitere Barkapitalerhöhung um 400 Millionen US-Dollar (aktuell 354,3 Mio Euro) erfolgen, die dem Schuldenabbau und weiteren Investitionen dienen soll. Die Stadt Hamburg will sich - wie zuvor angekündigt - nicht an der Kapitalaufstockung beteiligen.

Der Vorstandschef verwies darauf, dass durch den Zusammenschluss von Hapag-Lloyd mit der UASC die gemeinsame Flotte deutlich jünger und im Durchschnitt größer sein werde als die derzeitige. Außerdem müssten in den kommenden Jahren keine weiteren Investitionen in Großschiffe getätigt werden. Gemeinsam werden dann 237 Schiffe mit einer Transportkapazität von rund 1,6 Millionen Standardcontainern geführt. Damit würde die Linienreederei zur fünftgrößten Containerreederei weltweit aufsteigen.

Die United Arab Shipping Company (UASC) mit Hauptsitz in Katar ist eine der führenden Container-Reedereien in der Golfregion, mit den Investmentgesellschaften Qatar Holding sowie dem Public Investment Fund aus Saudi Arabien als größten Anteilseignern. Mit der Fusion soll der Marktanteil auf den Routen zwischen Asien und Nordeuropa sowie zwischen Asien und dem Nahen Osten gesteigert werden. Im Nahen Osten soll das entstehende Unternehmen zu einem der Marktführer aufsteigen. Der Hauptsitz der Hapag-Lloyd bleibt in Hamburg. "Der maritime Standort Hamburg wird dadurch deutlich gestärkt", sagte Habben Jansen.

Der Vorstandsvorsitzende verwies auf "erhebliche Synergiepotenziale" von mindestens 400 Millionen US-Dollar, die den "Unternehmenswert der Hapag-Lloyd nachhaltig steigern" würden. Die Kosteneinsparungen würden im laufenden Jahr voraussichtlich nicht ausreichen, um den Rückgang der Frachtraten auszugleichen, räumte der Vorstandschef auf Fragen aus dem Aktionärskreis erneut ein. 2015 hatte Hapag-Lloyd bereits die chilenische Reederei CSAV übernommen. Der Konzern verfügt über eine Eigenkapitalquote von 44,4 Prozent und eine Liquiditätsreserve von rund 775 Millionen Euro.

Nach dem Zusammenschluss ändern sich auch die Besitzverhältnisse an Hapag-Lloyd. Die Investmentgesellschaften des Emirats Katar und Saudi-Arabiens werden mit 14,4 und 10,1 Prozent der Aktien neue Kerngesellschafter der Reederei. Die chilenische CSAV wird künftig 22,6 Prozent halten, der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne 14,6 Prozent. Der Anteil der Stadt Hamburg wird zukünftig 14,9 Prozent betragen.

Die Aktionäre stimmten auch der Erweiterung des Aufsichtsrats von 12 auf 16 Mitglieder zu, die nach dem Zusammenschluss mit UASC gültig werden soll. Der Zusammenschluss der beiden Reedereien steht den Angaben zufolge unter anderem noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen./jas/akp/DP/mis

26.08.2016

ROUNDUP: Brüssel plant EU-weites Leistungsschutzrecht für Verlage

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission erwägt die Einführung eines europaweiten Leistungsschutzrechts für Verleger. "Das würde deren Rolle als Investoren in Inhalte stärken und ihnen eine bessere Verhandlungsposition gegenüber anderen Marktteilnehmern geben", sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Freitag. Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag) mit Berufung auf ein internes EU-Kommissionspapier soll die neue Regelung, anders als bisher in Deutschland, nicht nur für Suchmaschinenbetreiber wie Google, sondern für alle Unternehmen gelten, die Presseartikel im Internet nutzen.

Derzeit sind laut der EU-Kommission zudem Vorschläge für eine umfassende EU-Urheberrechtsreform in Arbeit. Sie sollen demnach in der zweiten Septemberhälfte präsentiert werden. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten entsprechenden Vorschlägen der EU-Kommission allerdings zustimmen.

Einen Urheberrechts-Aktionsplan hatte die Brüsseler Behörde schon im Dezember 2015 vorgelegt. Allgemeines Ziel ist es demzufolge, sicherzustellen, dass Menschen in Europa Zugriff auf eine große Bandbreite an Online-Inhalten haben. Gleichzeitig sollen die Rechte etwa von Autoren gestärkt werden.

Für Journalisten sei das deutsche Leistungsschutzrecht Murks, meinte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Frank Überall. "Der Gesetzgeber hat es versäumt, die Ansprüche der Urheber in Euro und Cent festzulegen. Deshalb lehnen wir das deutsche Gesetz in seiner jetzigen Form ab." Das Bestreben der EU-Kommission, ein europaweites Leistungsschutzrecht zu schaffen, sei eine Chance, die Ansprüche der Urheber in Europa einheitlich festzulegen. Der DJV fordere die EU-Kommission auf, dabei die wirtschaftlichen Interessen der Urheber angemessen zu berücksichtigen./asa/DP/he

26.08.2016

Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten im AKW Grohnde tödlich verunglückt

HAMELN (dpa-AFX) - Bei Wartungsarbeiten im nicht-nuklearen Teil des Atomkraftwerks Grohnde in Niedersachsen ist ein Mitarbeiter tödlich verunglückt. Laut Mitteilung des Betreibers PreussenElektra vom Freitag war während der Arbeiten im Bereich der Hilfskesselanlage aus noch ungeklärter Ursache Wasserdampf ausgetreten. Der Mitarbeiter erlitt so schwere Verletzungen, dass er an der Unfallstelle starb. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten Ermittlungen aufgenommen, teilte die Betreiberin mit. Das Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde wurde ebenfalls unterrichtet.

Das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln läuft seit 1984. Es war im April für längere Zeit abgeschaltet worden, nachdem bei einer regelmäßigen Revision ein Schaden an einer Kühlpumpe entdeckt worden war. In Niedersachsen ist außer Grohnde noch das Atomkraftwerk Emsland in Lingen am Netz. Grohnde soll spätestens am 31. Dezember 2021 abgeschaltet werden, Emsland im Jahr darauf./rek/DP/mis

26.08.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schließt leichter - Fed schürt Zinsängste

NEW YORK (dpa-AFX) - Nur wenig verändert und mit uneinheitlicher Tendenz sind die US-Aktienmärkte ins Wochenende gegangen. Dabei ließen die Standardwerte an der Nyse überwiegend etwas Federn, während die an der Nasdaq geführten Technologietitel mehrheitlich moderat zulegten. Dominiert wurde der Handelsverlauf ausschließlich von Äußerungen von US-Notenbank-Repräsentanten.

Der Dow Jones Industrial schloss am Freitag mit einem Minus von 0,29 Prozent bei 18 395,40 Punkten. Der Verlust der abgelaufenen Woche beläuft sich auf 0,85 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index sank am Freitag um 0,16 Prozent auf 2169,04 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann hingegen 0,17 Prozent auf 4783,69 Zähler.

EXPERTEN: YELLEN BLEIBT VAGE

Der zunächst festere Dow bekam einen gehörigen Dämpfer, nachdem der Vizepräsident der US-Notenbank (Fed), Stanley Fischer, angedeutet hatte, dass die Fed in diesem Jahr nicht nur einmal, sondern gleich zweimal ihren Leitzins anheben könnte. Zuvor hatte Fed-Präsidentin Janet Yellen für steigende Kurse gesorgt: Auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole sagte sie, die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, nannte jedoch keinen Zeitpunkt für eine mögliche Zinsstraffung.

Experten zufolge sagte die Fed-Präsidentin im Grunde wenig Neues. "Die Investoren beruhigt, dass Janet Yellen eine Annäherung der Wirtschaft an die Ziele der Notenbank verkündet, gleichzeitig eine baldige Zinserhöhung aber noch nicht ausgemachte Sache ist. Damit hält sie das Umfeld im Optimalszenario niedriger Zinsen bei einigermaßen stabiler Wirtschaft in den USA", kommentierte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

US-VERBRAUCHERSTIMMUNG EINGETRÜBT

Frische US-Konjunkturdaten traten angesichts der Yellen-Rede in den Hintergrund und zeigten kaum Wirkung auf die Kurse. So war das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal mit 1,1 Prozent wie erwartet etwas schwächer ausgefallen als zunächst ermittelt. Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im August hingegen überraschend weiter eingetrübt.

Bedeutende Unternehmenszahlen standen zu Wochenschluss nicht mehr auf der Agenda. Apple sanken um 0,59 Prozent. In den Produkten des iPhone-Herstellers war eine Schwachstelle aufgedeckt worden. Nutzer einer Spionage-Software können sich darüber Zugriff auf Nachrichten, Anrufprotokolle oder Passwörter verschaffen.

EUROKURS FÄLLT UNTER 1,12 US-DOLLAR

Die Aktien von Herbalife fielen um 2,31 Prozent. Ursache waren Marktspekulationen, wonach Multimilliardär Carl Icahn derzeit einen Käufer für seine Beteiligung an dem Diätprodukte- und Kosmetikanbieter sucht.

Der Eurokurs reagierte mit einem deutlichen Minus auf die Fischer-Kommentare. Im US-Handel sank der Kurs der Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,12 US-Dollar und stand zuletzt bei 1,1198 Dollar. Im europäischen Nachmittagsgeschäft war der Eurokurs nach der Yellen-Rede noch bis auf 1,1340 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1290 (Donnerstag: 1,1290) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8857 (0,8857) Euro. Richtungweisende zehnjährige Papiere sanken um 15/32 Punkte auf 98 27/32 Punkte und rentierten mit 1,63 Prozent./edh/he

26.08.2016

Aktien New York Schluss: Dow schließt leichter - Fed schürt Zinsängste

NEW YORK (dpa-AFX) - Nur wenig verändert und mit uneinheitlicher Tendenz sind die US-Aktienmärkte ins Wochenende gegangen. Dabei ließen die Standardwerte an der Nyse überwiegend etwas Federn, während die an der Nasdaq geführten Technologietitel mehrheitlich moderat zulegten. Dominiert wurde der Handelsverlauf ausschließlich von Äußerungen von US-Notenbank-Repräsentanten.

Der Dow Jones Industrial schloss am Freitag mit einem Minus von 0,29 Prozent bei 18 395,40 Punkten. Verlust der abgelaufenen Woche beläuft sich auf 0,85 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index sank am Freitag um 0,16 Prozent auf 2169,04 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann hingegen 0,17 Prozent auf 4783,69 Zähler./edh/he

26.08.2016

Aktien New York: Dow dreht ins Minus nach Aussagen von Fed-Vize Fischer

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem freundlichen Handelsauftakt hat die Wall Street am Freitag den Rückwärtsgang eingelegt. Grund dafür waren Äußerungen des Vizechefs der US-Notenbank (Fed), Stanley Fischer. Der Stellvertreter von Janet Yellen hatte angedeutet, dass die Währungshüter in diesem Jahr nicht nur einmal, sondern gleich zweimal ihren Leitzins anheben könnten. Yellen hatte zuvor auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole gesagt, die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, ohne jedoch einen Zeitpunkt für eine mögliche Zinsstraffung zu nennen.

Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,33 Prozent tiefer bei 18 387,57 Punkten. Damit deutet sich für den US-Leitindex auch eine negative Wochenbilanz an. Der marktbreite S&P-500-Index sank am Freitag um 0,25 Prozent auf 2167,13 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,09 Prozent auf 4771,19 Zähler.

Yellen bekräftigte, dass die geldpolitische Straffung moderat erfolge, nicht festgelegt sei und von der konjunkturellen Entwicklung abhänge. Ihre Einschätzung voraussichtlich steigender Zinsen begründete sie mit der absehbaren Entwicklung der US-Wirtschaft. Die Fed rechne für die kommenden Jahre mit einem anhaltend moderaten Wachstum, zusätzlichen Verbesserungen am Arbeitsmarkt und einem Anstieg der Inflation über das Fed-Ziel von zwei Prozent.

Experten zufolge sagte die Fed-Vorsitzende im Grunde wenig Neues. "Die Investoren beruhigt, dass Janet Yellen eine Annäherung der Wirtschaft an die Ziele der Notenbank verkündet, gleichzeitig eine baldige Zinserhöhung aber noch nicht ausgemachte Sache ist. Damit hält sie das Umfeld im Optimalszenario niedriger Zinsen bei einigermaßen stabiler Wirtschaft in den USA", kommentierte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Frische US-Konjunkturdaten traten angesichts der Yellen-Rede in den Hintergrund und zeigten kaum Wirkung auf die Kurse. So war das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal mit 1,1 Prozent wie erwartet etwas schwächer ausgefallen als zunächst ermittelt. Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im August hingegen überraschend weiter eingetrübt.

Bedeutende Unternehmenszahlen standen zu Wochenschluss nicht mehr auf der Agenda. Apple sanken um 0,71 Prozent. In den Produkten des iPhone-Herstellers war eine Schwachstelle aufgedeckt worden. Nutzer einer Spionage-Software können sich darüber Zugriff auf Nachrichten, Anrufprotokolle oder Passwörter verschaffen.

Die Aktien von Herbalife sackten um mehr als 4 Prozent ab. Ursache waren Marktspekulationen, wonach Multimilliardär Carl Icahn derzeit einen Käufer für seine Beteiligung an dem Diätprodukte- und Kosmetikanbieter sucht./edh/he

26.08.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Fed-Aussagen treiben an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aussagen der US-Notenbank-Präsidentin zur US-Wirtschaft und Zinspolitik haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag beflügelt. Anleger, die sich zuvor mit Engagements zurückgehalten hatten, griffen nun zu. Der Dax legte entsprechend zu und schloss mit einem Aufschlag von 0,55 Prozent auf 10 587,77 Punkten. Auf Wochensicht gewann der Leitindex damit 0,4 Prozent.

"Im Grund ist weiterhin nichts entschieden", sagte Händler Markus Huber von City of London Markets zur Rede von Janet Yellen in Jackson Hole. Der Kommentar habe deutlich gemacht, dass es der amerikanischen Wirtschaft zunehmend besser gehe, was auch gut für das exportorientierte Deutschland sei, ohne jedoch eine Zinsanhebung klar zu thematisieren.

"Aus heutiger Sicht ist mit der zweiten Zinserhöhung frühestens im Dezember zu rechnen", brachte es Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank auf den Punkt und spricht damit von einem "Zeitgewinn für die Aktienmärkte", denn höhere Zinsen machen festverzinsliche Anlagen wie Anleihen wieder attraktiver im Vergleich zu Aktien. Dass sich laut dem Marktforscher GfK in Deutschland die Verbraucher-Stimmung trotz der jüngsten Terroranschläge und des Brexit-Votums in Großbritannien wieder verbessert hatte, beeinflusste das Marktgeschehen hingegen kaum.

GUTE STIMMUNG AUCH EUROPAWEIT

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es letztlich um 0,37 Prozent auf 21 560,14 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,32 Prozent auf 1723,20 Zähler. Europaweit bot sich ein ähnliches Bild: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,76 Prozent auf 3010,36 Punkte. In Paris und London ging es ebenfalls aufwärts. In den USA drehte der Dow Jones Industrial zuletzt leicht ins Minus, während sich die Nasdaq-Börsen noch moderat im Plus halten konnten.

Im Dax setzten sich die jüngst schwächelnden Vorzugsaktien von Volkswagen mit plus 3,16 Prozent an die Spitze. Der mit US-Klägern ausgehandelte Milliarden-Vergleich in der Abgasaffäre trifft bei den geschädigten Kunden auf breite Zustimmung. Zudem stützte eine positive Studie der Schweizer Bank UBS.

ANALYSTEN-AUSSAGEN BELASTEN LEONI UND ELRINGKLINGER

Die Aktien des Autozulieferers Leoni büßten als einer der schwächsten MDax-Werte 2,86 Prozent ein, nachdem sich die Deutsche Bank kritisch geäußert hatte und nun zum Verkauf rät. Die jüngste Erholungsrally sei unbegründet gewesen, hieß es unter anderem.

Im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen verloren die Papiere des Konkurrenten ElringKlinger 0,32 Prozent. Hier belasteten Aussagen vom Bankhaus Lampe. Die Gewinnwarnung im Juli sei die vierte innerhalb von vier Jahren gewesen, monierte Analyst Christian Ludwig.

MACHTKAMPF AUF HAUPTVERSAMMLUNG VON STADA BEWEGT KAUM

Die Stada-Aktien kamen vor dem Hintergrund des intern tobenden Machtkampfes mit plus 0,13 Prozent kaum von der Stelle. Auf der Hauptversammlung des Pharmakonzerns war es zu einem heftigen Schlagabtausch gekommen. Vor der Kampfabstimmung um die Neubesetzung des Aufsichtsrats überzogen sich der Großaktionär Active Ownership Capital (AOC) und der amtierende Aufsichtsratschef Martin Abend in Frankfurt gegenseitig mit scharfen Vorwürfen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,22 Prozent am Vortag auf minus 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 144,19 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,19 Prozent auf 167,69 Zähler. Der Eurokurs litt unter dem Anstieg des US-Dollar, der auf die Aussagen von Janet Yellen reagierte. Die Gemeinschaftswährung wurde am frühen Abend bei 1,1263 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1290 (Donnerstag: 1,1290) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8857 (0,8857) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

26.08.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Fed-Aussagen treiben an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aussagen der US-Notenbank-Präsidentin zur US-Wirtschaft und Zinspolitik haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag beflügelt. Anleger, die sich zuvor mit Engagements zurückgehalten hatten, griffen nun zu. Der Dax legte entsprechend zu und schloss mit einem Aufschlag von 0,55 Prozent auf 10 587,77 Punkten. Auf Wochensicht legte der Leitindex damit um 0,4 Prozent zu.

"Im Grund ist weiterhin nichts entschieden", sagte Händler Markus Huber von City of London Markets zur Rede von Janet Yellen in Jackson Hole. Der Kommentar habe deutlich gemacht, dass es der amerikanischen Wirtschaft zunehmend besser gehe, was auch gut für das exportorientierte Deutschland sei, ohne jedoch eine Zinsanhebung klar zu thematisieren. "Aus heutiger Sicht ist mit der zweiten Zinserhöhung frühestens im Dezember zu rechnen", brachte es Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank auf den Punkt und spricht damit von einem "Zeitgewinn für die Aktienmärkte", denn höhere Zinsen machen festverzinsliche Anlagen wie Anleihen wieder attraktiver im Vergleich zu Aktien.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,37 Prozent auf 21 560,14 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,32 Prozent auf 1723,20 Zähler. Europaweit und auch in den USA bot sich ein ähnliches Bild./ck/he

26.08.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Yellen-Rede gibt Dow Auftrieb

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag mit Gewinnen auf die Rede der US-Notenbank-Vorsitzenden reagiert. Die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, sagte Janet Yellen auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole. Einen konkreten Termin für eine mögliche Straffung nannte sie jedoch nicht. Zudem bekräftigte sie, dass der Leitzins im Laufe der Zeit nur "graduell" steigen werde. Etwaige Maßnahmen hingen von der konjunkturellen Entwicklung ab und folgten keinem vorab festgelegten Kurs, betonte Yellen.

Der Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,45 Prozent auf 18 530,76 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 0,47 auf 2182,69 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,59 Prozent auf 4803,55 Zähler.

"Die Investoren beruhigt, dass Janet Yellen eine Annäherung der Wirtschaft an die Ziele der Notenbank verkündet, gleichzeitig eine baldige Zinserhöhung aber noch nicht ausgemachte Sache ist. Damit hält sie das Umfeld im Optimalszenario niedriger Zinsen bei einigermaßen stabiler Wirtschaft in den USA", kommentierte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Frische US-Konjunkturdaten traten angesichts der Yellen-Rede in den Hintergrund und zeigten kaum Wirkung auf die Kurse. In den USA war das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal wie erwartet etwas schwächer ausgefallen als zunächst ermittelt. Von Anfang April bis Ende Juni war die Wirtschaftsleistung (BIP) um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,1 Prozent gestiegen. Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im August hingegen überraschend weiter eingetrübt. Wie die Universität von Michigan nach einer zweiten Schätzung mitteilte, war der Indikator von 90,0 Punkten im Vormonat auf 89,8 Punkte gefallen. Volkswirte hatten mit einer Erhöhung auf 90,8 Punkte gerechnet.

Bedeutende Unternehmenszahlen standen zu Wochenschluss nicht mehr auf der Agenda. Apple legten um 0,18 Prozent zu. In den Produkten des iPhone-Herstellers war eine Schwachstelle aufgedeckt worden. Nutzer einer Spionage-Software können sich darüber Zugriff auf Nachrichten, Anrufprotokolle oder Passwörter verschaffen.

Die Aktien von Herbalife sackten um mehr als 6 Prozent ab. Ursache waren Marktspekulationen, wonach Multi-Milliardär Carl Icahn derzeit einen Abnehmer für seine Anteile an dem Diätprodukte- und Kosmetikanbieter sucht./edh/he

26.08.2016

Aktien New York: Yellen-Rede gibt Dow Auftrieb

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag mit Gewinnen auf die Rede der US-Notenbank-Vorsitzenden reagiert. Die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, sagte Janet Yellen auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole. Einen konkreten Termin für eine mögliche Straffung nannte sie jedoch nicht. Zudem bekräftigte sie, dass der Leitzins im Laufe der Zeit nur "graduell" steigen werde. Etwaige Maßnahmen hingen von der konjunkturellen Entwicklung ab und folgten keinem vorab festgelegten Kurs, betonte Yellen.

Der Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,53 Prozent auf 18 546,68 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 0,58 auf 2185,15 Punkte nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,70 Prozent auf 4809,08 Zähler./edh/he

26.08.2016

EUROSTOXX-FLASH: Tageshoch nach Yellen-Aussagen

PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 hat am Freitag positiv auf die mit Spannung erwartete Rede der US-Notenbank-Vorsitzenden Janet Yellen reagiert. Nach einem trägen Verlauf zog der Leitindex der Eurozone nach ersten Yellen-Aussagen merklich an und erreichte bei 3012 Punkten den höchsten Stand des Tages. Zuletzt legte das Börsenbarometer um 0,49 Prozent auf 3002,39 Punkte zu. Die Argumente für eine US-Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, hatte Yellen auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole gesagt. Einen konkreten Termin für eine mögliche Straffung nannte sie jedoch nicht./edh/he

26.08.2016

Aktien New York Ausblick: Kaum verändert vor Yellen-Rede in Jackson Hole

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street dürften sich Anleger am Freitag vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen zurückhalten. Nach den moderaten Verlusten vom Donnerstag taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial knapp eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn hauchdünn mit 0,07 Prozent im Plus bei 18 462 Punkten.

Auf der Notenbankkonferenz in Jackson Hole wird sich die Vorsitzende kurz nach Börsenstart an die Öffentlichkeit wenden. Weil ihr Vorgänger Ben Bernanke den Moment gerne für wichtige geldpolitische Ansagen nutzte, könnte es auch von ihr Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik geben. Die Chance, dass es eindeutige Signale für eine baldige Zinserhöhung gibt, wird am Markt jedoch nicht zu hoch eingeschätzt. Die Volkswirte von Nomura etwa glauben, dass sie keine Stellung zu den kurzfristigen Plänen beziehen wird.

"Das Ereignis, auf das wir schon die ganze Woche warten, steht nun endlich bevor", sagte Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda. Schon in den vergangenen Handelstagen hatte sich der Dow Jones im Vorfeld der Notenbanktagung nur wenig bewegt. Die Spanne zwischen dem Hoch am Dienstag und dem Tief am Donnerstag beträgt in dieser Woche lediglich 200 Punkte, was weniger als einem Prozent Schwankung entspricht. Mit dem wenig verändert erwarteten Start steuert der US-Leitindex auf ein Wochenminus von rund einem halben Prozent zu.

Erwartungsgemäße Zahlen zum US-BIP für das zweite Quartal blieben vor Börsenstart ohne Auswirkungen. Neben der Rede der Fed-Präsidentin könnten am Nachmittag noch mögliche Impulse vom amerikanischen Verbrauchervertrauen nach Leseart der Uni Michigan ausgehen.

Bedeutende Unternehmenszahlen stehen zu Wochenschluss nicht mehr auf der Agenda. Lohnen könnte sich bei den Einzelwerten ein Blick auf Apple , nachdem in den Produkten des Smartphone-Herstellers eine Schwachstelle aufgedeckt wurde. Nutzer einer Spionage-Software konnten sich darüber Zugriff auf Nachrichten, Anrufprotokolle oder Passwörter verschaffen. Vorbörslich wurden die Aktien des iPhone-Herstellers moderat mit 0,2 Prozent im Minus gehandelt.

Unter den Nebenwerten wurden die Aktien von Herbalife vorbörslich mit einem Minus von fast 6 Prozent von einer Meldung belastet, wonach Multi-Milliardär Carl Icahn derzeit einen Abnehmer für seine Anteile an dem Diätprodukte- und Kosmetikaanbieter suchen soll./tih/das

26.08.2016

Aktien Frankfurt: Anleger halten sich vor Yellen-Rede zurück

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen hat am deutschen Aktienmarkt die Zurückhaltung überwogen. Der Dax pendelte sich am Freitag knapp unter dem gestrigen Schlusskurs ein: Am Nachmttag notierte er 0,18 Prozent tiefer bei 10 510,48 Punkten. Auf Wochensicht droht dem deutschen Leitindex damit ein moderates Minus.

Spektakuläre Aussagen von Yellen beim internationalen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole wären allerdings eine Überraschung, dämpfte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK die aus seiner Sicht viel zu hohen Erwartungen. Anleger erhoffen sich von der Präsidentin der US-Notenbank Fed Hinweise darauf, wann es zur nächsten Zinserhöhung kommt. Höhere Zinsen machen festverzinsliche Anlagen wie Anleihen wieder attraktiver gegenüber Aktien.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es zuletzt um 0,13 Prozent auf 21 451,64 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,28 Prozent auf 1713,02 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,04 Prozent auf 2986,51 Punkte.

VERBRAUCHERSTIMMUNG HELLT SICH AUF

Derweil hat sich die Stimmung der deutschen Verbraucher trotz jüngster Terroranschläge und des überraschenden Brexit-Votums in Großbritannien wieder verbessert, wie das Marktforschungsunternehmen GfK mitteilte. Erst am Donnerstag hatte das Ifo-Institut noch über eine überraschende Stimmungseintrübung in den deutschen Unternehmen berichtet.

Im Dax setzten sich die jüngst schwächelnden Vorzugsaktien von Volkswagen mit plus 2,28 Prozent an die Spitze. Der mit US-Klägern ausgehandelter Milliarden-Vergleich in der Abgasaffäre trifft bei den geschädigten Kunden auf breite Zustimmung. Zudem stützte eine positive Studie der UBS.

AUTOZULIEFERER NACH ABSTUFUNGEN UNTER DRUCK

Die Aktien des Autozulieferers Leoni büßten am MDax-Ende 5,43 Prozent ein, nachdem die Deutsche Bank sie abgestuft hatte und nun zum Verkauf rät. Die jüngste Erholungsrally sei übertrieben gewesen, begründete Analyst Christoph Lashawi seine Neubewertung der Aktie.

Im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen verloren die Papiere des Konkurrenten ElringKlinger 1,99 Prozent. Hier belastete eine gestrichene Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe. Die Gewinnwarnung vor den Zahlen zum zweiten Quartal sei die vierte in vier Jahren gewesen, monierte Analyst Christian Ludwig.

STADA KAUM BEWEGT VON MACHTKAMPF AUF HAUPTVERSAMMLUNG

Derweil kamen Stada Aktien trotz des intern tobenden Machtkampfes mit minus 0,11 Prozent kaum von der Stelle. Auf der Hauptversammlung des Pharmakonzerns griff der Großaktionär Active Ownership Capital den Aufsichtsratschef und seinen Stellvertreter frontal an. Die Beteiligungsgesellschaft wirft dem Unternehmen vor, Wachstumschancen verschlafen zu haben./gl/das

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

26.08.2016

Fed-Vize Fischer: Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich

JACKSON HOLE (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed könnte in diesem Jahr nicht nur einmal, sondern gleich zweimal ihren Leitzins anheben. Darauf deuten Äußerungen von Fed-Vizechef Stanley Fischer vom Freitag hin. Gefragt danach, ob die Zinsen bereits im September steigen könnten und ob in diesem Jahr zwei Anhebungen möglich seien, sagte Fischer im US-Fernsehen: "Was die Vorsitzende heute gesagt hat, ist vereinbar mit einem 'Ja' auf ihre beiden Fragen."

Fischer bezog sich damit auf Aussagen der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen, die sie kurz zuvor in einer mit Spannung erwarteten Rede getätigt hatte. Yellen hatte gesagt, die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, ohne jedoch einen Zeitpunkt für eine mögliche Zinsstraffung zu nennen. Die Fed tagt in diesem Jahr noch dreimal: im September, November und Dezember./bgf/jsl/he

26.08.2016

GESAMT-ROUNDUP: Fed steuert auf Zinsanhebung zu - Zeitpunkt aber unklar

JACKSON HOLE (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed scheint auf ihre zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise zuzusteuern. Darauf deuten Äußerungen der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen vom Freitag hin. Der Zeitpunkt einer weiteren Straffung bleibt dagegen unklar. Zudem bekräftigte Yellen, dass die geldpolitische Straffung moderat erfolge, nicht festgelegt sei und von der konjunkturellen Entwicklung abhänge. Bankvolkswirten zufolge sagte Yellen im Grunde wenig Neues.

Yellens mit Spannung erwarteter Auftritt enthielt vor allem einen Satz, der auf den kurzfristigen Kurs der Fed hindeuten könnte. Auf der renommierten Notenbankkonferenz in Jackson Hole sagte sie, die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden. Analyst Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital kommentierte: "Die Argumente für Zinsanhebungen sind seit Jahren stärker geworden, so dass dies nicht viel Neues sagt."

'GRADUELLE' ZINSSTRAFFUNG

Yellen begründete ihre Einschätzung voraussichtlich steigender Zinsen mit der absehbaren Entwicklung der US-Wirtschaft. Die Fed rechne für die kommenden Jahre mit einem anhaltend moderaten Wachstum, zusätzlichen Verbesserungen am Arbeitsmarkt und einem Anstieg der Inflation über das Fed-Ziel von zwei Prozent. Darüber hinaus konzentrierte sie sich in ihrer Rede vor allem auf grundsätzliche Fragen zur US-Geldpolitik, ohne Änderungen zum Instrumentarium der Fed anzukündigen.

Mit einem scharfen Straffungskurs der Fed dürfte nach wie vor nicht zu rechnen sein. So bekräftigte Yellen, dass der Leitzins im Laufe der Zeit nur "graduell" ansteigen werde. Zudem wies sie abermals darauf hin, dass die Zinsentscheidungen der Notenbank von der konjunkturellen Entwicklung abhingen und keinem vorab festgelegten Kurs folgten. Mit diesen Formulierungen will sich die Fed geldpolitischen Spielraum erhalten. Dies ist ein klarer Unterschied zu früheren Straffungsphasen der Fed, die meist einem klaren zeitlichen Muster folgten.

GELDPOLITISCHER KURS UNGEWISS

Diesen Unterschied stellte Yellen auch recht unverblümt heraus, indem sie sinngemäß sagte, die Fed könne aus heutiger Sicht selbst nicht sagen, wann und in welchem Umfang der Leitzins (Fed Funds Rate) angehoben werde. "Unsere Fähigkeit vorherzusagen, wie die Federal Funds Rate sich im Laufe der Zeit entwickelt, ist ziemlich begrenzt, da die Geldpolitik auf jegliche Störungen reagieren muss, die die Wirtschaft beeinträchtigen könnten."

Die Finanzmärkte reagierten auf die Äußerungen Yellens überwiegend mit deutlichen Kursschwankungen. Der US-Dollar pendelte zunächst zwischen Gewinnen und Verlusten, konnte zuletzt zu vielen Währungen aber etwas zulegen. Am US-Anleihemarkt stiegen die Renditen für Staatsanleihen zunächst an, fielen später aber zurück. Die Preise für Rohöl und Gold legten etwas zu. Die Aktienmärkte reagierten indes nachhaltig positiv auf die Aussagen Yellens./bgf/jsl/he

26.08.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 26.08.2016

ROUNDUP 2/Fed-Chefin Yellen: Argumente für Zinsanhebung sind stärker geworden

JACKSON HOLE - Die US-Notenbank Fed scheint auf ihre zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise zuzusteuern. Darauf deuten Äußerungen der Fed-Vorsitzenden vom Freitag hin. Die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, sagte Janet Yellen auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole. Einen konkreten Termin für eine mögliche Straffung nannte sie jedoch nicht.

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich überraschend weiter ein

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im August überraschend weiter eingetrübt. Wie die Universität von Michigan am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte, fiel der Indikator von 90,0 Punkten im Vormonat auf 89,8 Punkte. In einer ersten Erhebung war noch ein Anstieg auf 90,4 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Erhöhung auf 90,8 Punkte gerechnet.

ROUNDUP/US-Wirtschaftswachstum schwach - Experte: 'Investitionen enttäuschen'

WASHINGTON - In den USA ist das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal wie erwartet etwas schwächer ausgefallen als zunächst ermittelt. Von Anfang April bis Ende Juni stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,1 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Zuwachs von annualisiert 1,2 Prozent ermittelt worden. Bankvolkswirte hatten die Korrektur auf 1,1 Prozent erwartet.

Eurozone: Geldmenge M3 wächst schwächer - Kreditvergabe an Firmen steigt stärker

FRANKFURT - Das Wachstum der Geldmenge in der Eurozone hat sich im Juli überraschend abgeschwächt. Die breit gefasste Geldmenge M3 sei zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent gewachsen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mit. Analysten hatten hingegen mit einer Zunahme um 5,0 Prozent gerechnet und damit mit einem unverändert starken Wachstum wie im Juni.

ROUNDUP/Deutschland: Konsumlaune steigt trotz Terror und Brexit-Schock

NÜRNBERG -Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich trotz jüngster Terroranschläge und des überraschenden Brexit-Votums in Großbritannien wieder verbessert. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag mitteilte, stieg der Konsumklima-Indikator für September um 0,2 Punkte auf 10,2 Zähler. Damit erreichte der Stimmungsindikator den höchsten Stand seit Juni 2015. Damals hatte er bei ebenfalls 10,2 Punkten einen langjährigen Höchststand markiert.

Großbritannien: Wirtschaftswachtum vor Brexit-Votum robust

LONDON - Die britische Wirtschaft hat vor dem Brexit-Votum noch einmal Stärke gezeigt und wie erwartet zugelegt. Die Wirtschaftsleistung (BIP) sei im zweiten Quartal um 0,6 Prozent gewachsen, teilte das Statistikamt ONS am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. Im ersten Quartal hatte das Wachstum nur 0,4 Prozent betragen.

Frankreich: Wirtschaft stagniert

PARIS - Die Wirtschaft Frankreichs ist im zweiten Quartal nicht über eine Stagnation hinausgekommen. Wie das Statistikamt Insee am Freitag mitteilte, gab es in den Monaten April bis Juni zum Vorquartal keine Veränderung der Wirtschaftsleistung. Die Statistiker bestätigten damit wie von Experten erwartet eine erste Schätzung.

Frankreich: Verbraucherstimmung hellt sich überraschend etwas auf

PARIS - Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im August überraschend etwas verbessert. Der entsprechende Indikator sei um einen Punkt auf 97 Punkte gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mit. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. Die Stimmung der französischen Konsumenten bleibt damit trotz Terroranschlägen und des Brexit-Votums in Großbritannien auf einem hohen Niveau.

Japan kommt aus negativer Inflation nicht heraus

TOKIO - Trotz Negativzinsen und milliardenschwerer Wertpapierkäufe durch die Notenbank ist in Japan kein Ende des Preisverfalls in Sicht. Die Teuerungsrate habe im Juli wie bereits im Monat zuvor bei minus 0,4 Prozent gelegen, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Volkswirte hatten dies erwartet. Die japanische Notenbank versucht seit geraumer Zeit mit einer extrem lockeren Geldpolitik gegen die sinkenden Verbraucherpreise vorzugehen. Das angestrebte Inflationsziel von plus zwei Prozent musste bislang immer weiter in die Zukunft verschoben werden.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

26.08.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 26.08.2016

ROUNDUP 2/Fed-Chefin Yellen: Argumente für Zinsanhebung sind stärker geworden

JACKSON HOLE - Die US-Notenbank Fed scheint auf ihre zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise zuzusteuern. Darauf deuten Äußerungen der Fed-Vorsitzenden vom Freitag hin. Die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, sagte Janet Yellen auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole. Einen konkreten Termin für eine mögliche Straffung nannte sie jedoch nicht.

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich überraschend weiter ein

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im August überraschend weiter eingetrübt. Wie die Universität von Michigan am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte, fiel der Indikator von 90,0 Punkten im Vormonat auf 89,8 Punkte. In einer ersten Erhebung war noch ein Anstieg auf 90,4 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Erhöhung auf 90,8 Punkte gerechnet.

ROUNDUP 2: 172 000 Ausbildungsplätze unbesetzt - Wirtschaft beklagt Mangel

BERLIN - Zum Start des neuen Ausbildungsjahres sind 172 224 Plätze noch unbesetzt geblieben. Diesen Stand von Ende Juli teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Freitag in Berlin mit. "Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

ROUNDUP/US-Wirtschaftswachstum schwach - Experte: 'Investitionen enttäuschen'

WASHINGTON - In den USA ist das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal wie erwartet etwas schwächer ausgefallen als zunächst ermittelt. Von Anfang April bis Ende Juni stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,1 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Zuwachs von annualisiert 1,2 Prozent ermittelt worden. Bankvolkswirte hatten die Korrektur auf 1,1 Prozent erwartet.

Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte

FRANKFURT - Banken mit vielen riskanten Geschäften könnten künftig mit schärferen Vorschriften gezwungen sein, größere Kapitalpuffer in ihrer Bilanz vorzuhalten. Mit der Überarbeitung der sogenannten Basel-III-Regeln zur Bankenregulierung solle sich die Kapitalbelastung zwar im Schnitt nicht wesentlich gegenüber den aktuellen Anforderungen erhöhen, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret dem "Handelsblatt" (Freitag). Indes bedeute dies auch, "dass nicht für alle Banken die Belastungen gleich bleiben". Einzelne Geldhäuser mit riskanterem Geschäftsmodell müssten in Zukunft möglicherweise mehr Eigenkapital vorhalten, um ihre Geschäfte angemessen abzusichern.

Eurozone: Geldmenge M3 wächst schwächer - Kreditvergabe an Firmen steigt stärker

FRANKFURT - Das Wachstum der Geldmenge in der Eurozone hat sich im Juli überraschend abgeschwächt. Die breit gefasste Geldmenge M3 sei zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent gewachsen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mit. Analysten hatten hingegen mit einer Zunahme um 5,0 Prozent gerechnet und damit mit einem unverändert starken Wachstum wie im Juni.

Großbritannien: Wirtschaftswachtum vor Brexit-Votum robust

LONDON - Die britische Wirtschaft hat vor dem Brexit-Votum noch einmal Stärke gezeigt und wie erwartet zugelegt. Die Wirtschaftsleistung (BIP) sei im zweiten Quartal um 0,6 Prozent gewachsen, teilte das Statistikamt ONS am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. Im ersten Quartal hatte das Wachstum nur 0,4 Prozent betragen.

USA: Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt

WASHINGTON - In den USA ist das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal wie erwartet etwas schwächer ausgefallen als zunächst ermittelt. Von Anfang April bis Ende Juni stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,1 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Zuwachs von annualisiert 1,2 Prozent ermittelt worden. Bankvolkswirte hatten die Korrektur auf 1,1 Prozent erwartet.

Frankreich: Verbraucherstimmung hellt sich überraschend etwas auf

PARIS - Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im August überraschend etwas verbessert. Der entsprechende Indikator sei um einen Punkt auf 97 Punkte gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mit. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. Die Stimmung der französischen Konsumenten bleibt damit trotz Terroranschlägen und des Brexit-Votums in Großbritannien auf einem hohen Niveau.

Japan kommt aus negativer Inflation nicht heraus

TOKIO - Trotz Negativzinsen und milliardenschwerer Wertpapierkäufe durch die Notenbank ist in Japan kein Ende des Preisverfalls in Sicht. Die Teuerungsrate habe im Juli wie bereits im Monat zuvor bei minus 0,4 Prozent gelegen, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Volkswirte hatten dies erwartet. Die japanische Notenbank versucht seit geraumer Zeit mit einer extrem lockeren Geldpolitik gegen die sinkenden Verbraucherpreise vorzugehen. Das angestrebte Inflationsziel von plus zwei Prozent musste bislang immer weiter in die Zukunft verschoben werden.

ROUNDUP/Deutschland: Konsumlaune steigt trotz Terror und Brexit-Schock

NÜRNBERG -Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich trotz jüngster Terroranschläge und des überraschenden Brexit-Votums in Großbritannien wieder verbessert. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag mitteilte, stieg der Konsumklima-Indikator für September um 0,2 Punkte auf 10,2 Zähler. Damit erreichte der Stimmungsindikator den höchsten Stand seit Juni 2015. Damals hatte er bei ebenfalls 10,2 Punkten einen langjährigen Höchststand markiert.

Frankreich: Wirtschaft stagniert

PARIS - Die Wirtschaft Frankreichs ist im zweiten Quartal nicht über eine Stagnation hinausgekommen. Wie das Statistikamt Insee am Freitag mitteilte, gab es in den Monaten April bis Juni zum Vorquartal keine Veränderung der Wirtschaftsleistung. Die Statistiker bestätigten damit wie von Experten erwartet eine erste Schätzung.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

26.08.2016

ROUNDUP 2/Fed-Chefin Yellen: Argumente für Zinsanhebung sind stärker geworden

(neu: Weitere Yellen-Aussagen im vierten Absatz, Marktreaktionen.)

JACKSON HOLE (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed scheint auf ihre zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise zuzusteuern. Darauf deuten Äußerungen der Fed-Vorsitzenden vom Freitag hin. Die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, sagte Janet Yellen auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole. Einen konkreten Termin für eine mögliche Straffung nannte sie jedoch nicht.

Yellen begründete ihre Einschätzung absehbar steigender Zinsen mit der voraussichtlichen Entwicklung der US-Wirtschaft. Die Fed rechne für die kommenden Jahre mit einem anhaltend moderaten Wachstum, zusätzlichen Verbesserungen am Arbeitsmarkt und einem Anstieg der Inflation über das Fed-Ziel von zwei Prozent hinaus.

'GRADUELLE' ZINSSTRAFFUNG

Mit einem scharfen Straffungskurs der Fed dürfte jedoch nach wie vor nicht zu rechnen sein. So bekräftigte Yellen, dass der Leitzins im Laufe der Zeit nur "graduell" ansteigen werde. Zudem wies sie abermals darauf hin, dass die Zinsentscheidungen der Notenbank von der konjunkturellen Entwicklung abhingen und keinem vorab festgelegten Kurs folgten. Mit diesen Formulierungen will sich die Fed geldpolitischen Spielraum erhalten.

Darüber hinaus stellte Yellen recht unverblümt klar, dass die Fed aus heutiger Sicht selbst nicht sagen könne, wann und in welchem Umfang der Leitzins (Fed Funds Rate) angehoben werde. "Unsere Fähigkeit vorherzusagen, wie die Federal Funds Rate sich im Laufe der Zeit entwickelt, ist ziemlich begrenzt, da die Geldpolitik auf jegliche Störungen reagieren muss, die die Wirtschaft beeinträchtigen könnten."

MARKTREAKTIONEN

Die ersten Reaktionen an den Finanzmärkten waren deutlich, hielten aber zumeist nur kurz an. Nach Bekanntwerden von Yellens Äußerungen legte der US-Dollar zu vielen anderen Währungen zunächst spürbar zu. Nur eine halbe Stunde später geriet er aber unter Druck. Ähnlich war die Entwicklung am US-Anleihemarkt, wo die Renditen zunächst deutlich stiegen, dann aber fielen. Die Preise für Rohöl und Gold legten mit fallendem Dollarkurs zu. Die Aktienmärkte verteidigten hingegen ihre nach den Aussagen erzielten Gewinne./bgf/jsl/he

26.08.2016

ROUNDUP/Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung sind stärker geworden

JACKSON HOLE (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed scheint auf ihre zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise zuzusteuern. Darauf deuten Äußerungen der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen vom Freitag hin. Die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, sagte Yellen auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole. Einen konkreten Termin für eine mögliche Straffung nannte sie jedoch nicht.

Yellen begründete ihre Einschätzung absehbar steigender Zinsen mit der soliden Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sowie der voraussichtlichen Entwicklung von Wachstum und Inflation. Die Fed rechne für die kommenden Jahre mit einem anhaltend moderaten Wachstum, zusätzlichen Verbesserungen am Arbeitsmarkt und einem Anstieg der Inflation über das Fed-Ziel von zwei Prozent hinaus.

'GRADUELLE' ZINSSTRAFFUNG

Mit einem scharfen Straffungskurs der Fed dürfte jedoch nach wie vor nicht zu rechnen sein. So bekräftigte Yellen, dass der Leitzins im Laufe der Zeit nur "graduell" ansteigen werde. Zudem wies sie abermals darauf hin, dass die Zinsentscheidungen der Notenbank von der konjunkturellen Entwicklung abhingen und keinem vorab festgelegten Kurs folgten. Mit diesen Formulierungen will sich die Fed geldpolitischen Spielraum erhalten./bgf/jsl/he

26.08.2016

Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung sind stärker geworden

JACKSON HOLE (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Fed scheint auf ihre zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise zuzusteuern. Darauf deuten Äußerungen der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen vom Freitag hin. Die Argumente für eine Zinsanhebung seien in den vergangenen Monaten stärker geworden, sagte Yellen auf der renommierten Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole. Einen konkreten Termin für eine mögliche Straffung nannte sie jedoch nicht./bgf/jsl/he

26.08.2016

ROUNDUP 2: 172 000 Ausbildungsplätze unbesetzt - Wirtschaft beklagt Mangel

BERLIN (dpa-AFX) - Zum Start des neuen Ausbildungsjahres sind 172 224 Plätze noch unbesetzt geblieben. Diesen Stand von Ende Juli teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Freitag in Berlin mit. "Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Ende Juli waren bei den Agenturen für Arbeit 24 000 mehr Ausbildungsangebote als suchende Jugendliche gemeldet", sagte Schweitzer. Demnach waren noch mehr als 12 800 Plätze für angehende Einzelhandelskaufmänner und -frauen offen, rund 11 400 als Verkäufer und rund 6200 Plätze für Köche. Im Beruf des Hotelfachmanns und der Hotelfachfrau waren es rund 4400. Rund 5300 Kaufleute im Büromanagement wurden gesucht. Tausende unbesetzte Stellen gab es auch bei den Friseuren (4300), Lagerlogistikern (4000), KFZ-Mechatronikern (4000) und medizinischen Fachangestellten (2200).

Schweitzer wies auf Probleme für viele Unternehmen hin. "Ihnen gehen die Bewerber aus." Laut der jüngsten DIHK-Ausbildungsumfrage bleiben mittlerweile in fast jedem dritten Ausbildungsbetrieb Lehrstellen unbesetzt. "Rund 14 000 haben überhaupt keine Bewerber mehr." Die Gründe dafür: Der Trend gehe zum Studium und die Zahl der Schulabgänger sinke. So hätten 2015 rund 150 000 junge Leute mehr ein Studium begonnen als 2005. In dieser Zeit sei zugleich die Zahl der Lehrstellenbewerber um etwa 190 000 gesunken - ein Minus von 25 Prozent.

Die Bundesregierung rief die Unternehmen auf, Fördermöglichkeiten zu nutzen. Das Ausbildungsjahr fange gerade erst an, betonte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums. "Von daher der Appell auch von unserer Seite, auch Bewerbern, die vielleicht von sich aus nicht auf den ersten Blick sofort alle Voraussetzungen mitbringen, in den Blick zu nehmen." Es gebe alle erdenklichen Unterstützungsleistungen.

"Viele junge Leute sind sich nicht im Klaren darüber, dass die Gefahr von Arbeitslosigkeit bei einer Kombination von betrieblicher Aus- und Weiterbildung geringer ist als bei Akademikern", sagte Schweitzer. "Und häufig verdient eine Fachkraft keineswegs schlechter als jemand, der eine Hochschule besucht hat."

Die Gymnasien rief der DIHK-Chef auf, die Schüler nicht vorrangig in Richtung Hochschulen zu mobilisieren, sondern ihnen Berufsorientierung zu geben. Mit der Allianz für Aus- und Weiterbildung von Bund, Ländern, Wirtschaft und Gewerkschaften solle die berufliche Bildung gestärkt werden, betonte er. Viele Betriebe stemmen sich Schweitzer zufolge bereits gegen den aktuellen Trend und werben intensiv für ihre Ausbildung. Auch Hauptschüler hätten immer bessere Chancen./bw/seb/DP/mis

26.08.2016

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich überraschend weiter ein

MICHIGAN (dpa-AFX) - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im August überraschend weiter eingetrübt. Wie die Universität von Michigan am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte, fiel der Indikator von 90,0 Punkten im Vormonat auf 89,8 Punkte. In einer ersten Erhebung war noch ein Anstieg auf 90,4 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Erhöhung auf 90,8 Punkte gerechnet.

Der Index der Universität Michigan gilt als Indikator für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Die Daten im Überblick:

^ August Prognose Erstschätzung Juli Juni

Konsumklima 89,8 90,8 90,4 90,0 93,5°

(in Punkten)

/jkr/jsl/he

26.08.2016

ROUNDUP/US-Wirtschaftswachstum schwach - Experte: 'Investitionen enttäuschen'

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal wie erwartet etwas schwächer ausgefallen als zunächst ermittelt. Von Anfang April bis Ende Juni stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,1 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war ein Zuwachs von annualisiert 1,2 Prozent ermittelt worden. Bankvolkswirte hatten die Korrektur auf 1,1 Prozent erwartet.

Das US-Wachstum weise eine geringe Dynamik auf, kommentiert Ulrich Wortberg, Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Enttäuschend ist vor allem die Investitionstätigkeit, während der Konsumzuwachs überzeugen kann." Die privaten Ausgaben seien die tragende Säule der US-Wirtschaftsentwicklung.

Die erste Schätzung Ende Juli war überraschend schwach ausgefallen. Experten hatten mit einem prozentual mehr als doppelt so starken Zuwachs gerechnet.

Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf eine Annualisierung verzichtet. Die Wachstumsraten sind deshalb geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Zahlen vergleichbar./tos/jkr/mis

26.08.2016

DAX-FLASH: Im Aufwind nach Aussagen von Fed-Chefin Yellen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Freitagnachmittag von Aussagen der US-Notenbank-Vorsitzenden Janet Yellen beflügelt worden. Nach einem recht bewegungsarmen Verlauf sprang er zuletzt um 0,70 Prozent auf 10 603,21 Punkte nach oben.

"Es gab keine bösen Überraschungen", begründete Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner die Gewinne. Im Endeffekt habe sich an der Ausgangslage nicht viel geändert. Der US-Dollar profitiere leicht und gebe so dem Dax positive Impulse. Yellen hatte während der Notenbankkonferenz in Jackson Hole zwar gesagt, dass die Argumente für eine Zinsanhebung in den vergangenen Monaten stichhaltiger geworden seien, aber weiterhin keinen konkreten Termin genannt. "Die Schrittgeschwindigkeit zukünftiger Zinserhöhung bleibt gleich, und damit können die Marktteilnehmer leben", resümierte Lipkow./ck/he

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: Barclays hebt Ziel für RTL auf 75 Euro - 'Underweight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für RTL nach Halbjahreszahlen von 71,50 auf 75,00 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Underweight" belassen. Erwartungsgemäß sei das zweite Quartal des Medienkonzerns deutlich schwächer verlaufen als das erste, schrieb Analyst Julien Roch in einer Studie vom Freitag. Dies zeige, dass der gute Jahresauftakt eher eine Ausnahme als neue Normalität war. Er passte seine Gewinnschätzungen leicht nach oben an, betonte aber, dass bei der aktuellen Bewertung nicht viel Kurspotenzial in der Aktie stecke./tih/la

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: Jefferies senkt Ziel für Vivendi auf 15,60 Euro - 'Hold'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Vivendi nach Zahlen von 16,40 auf 15,60 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Medienkonzern habe mit seinem zweiten Quartal die Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Jerry Dellis in einer Studie vom Freitag. Zwar hätten die Franzosen Kostensenkungen angekündigt, doch im Heimatmarkt verschärfe sich der Wettbewerb. Daher seien die Aussichten für eine erfolgreiche Kehrtwende weiter ungewiss./ajx/la

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Deutsche Pfandbriefbank - 'Halten'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für die Aktie der Deutschen Pfandbriefbank nach Zahlen von 9,50 auf 8,50 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Das widrige Umfeld im ersten Halbjahr habe in Form eines schwachen Neugeschäfts und eines niedrigen Zinsüberschusses seinen Tribut gefordert, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Freitag./ajx/la

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: Baader Bank hebt Ziel für Deutsche Wohnen auf 38 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die Baader Bank hat das Kursziel für Deutsche Wohnen von 36 auf 38 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Wie erwartet habe der Immobilienkonzern starke Halbjahreszahlen vorgelegt, schrieb Analyst Andre Remke in einer Studie vom Freitag. Das erhöhte Ziel für das operative Ergebnis (FFO) liege über seiner Schätzung. Die Investitionen der Deutsche Wohnen in den Markt für Pflegeheime stützten die Wachstumsstory des MDax-Konzerns./ajx/la

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Volkswagen-Vorzüge (VW) auf 'Hold'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Einstufung für die Volkswagen-Vorzüge (VW) nach erzielter Einigung mit US-Autohäusern im Abgas-Skandal auf "Hold" mit einem Kursziel von 137 Euro belassen. Dies dürfte insofern leicht positiv wirken, als die Unsicherheit weiter sinke, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Freitag. Die Auswirkung auf den Aktienkurs sei aber wohl zu vernachlässigen./ajx/la

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: Lampe senkt ElringKlinger auf 'Halten' und Ziel auf 17 Euro

DÜSSELDORF (dpa-AFX Broker) - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat ElringKlinger von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und das Kursziel von 29 auf 17 Euro gesenkt. Das Unternehmen habe den Wandel vom hochprofitablen Nischenanbieter zum breit aufgestellten Autozulieferer nicht ohne große Wachstumsschmerzen geschafft, schrieb Analyst Christian Ludwig in einer Studie vom Freitag. Er schaute damit auf die jüngste vierte Gewinnwarnung der vergangenen Jahre zurück. Ludwig hält das mittelfristige Ziel für die operative Marge von 13 bis 15 Prozent für immer noch zu hoch und senkte seine Schätzungen./ag/la

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: Barclays belässt Vivendi auf 'Underweight' - Ziel 16 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Vivendi nach Zahlen auf "Underweight" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Wegen der Schwäche beim Sender Canal+ habe der Medienkonzern beim operativen Ergebnis (Ebita) schlechter abgeschnitten als erwartet, schrieb Analyst Julien Roch in einer Studie vom Freitag. Der Bewertungsaufschlag auf den Sektor sei kaum zu rechtfertigen./ajx/la

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: UBS hebt Ziel für Volkswagen-Vorzüge (VW) auf 180 Euro - 'Buy'

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) von 175 auf 180 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. In Erwartung einer Margenerholung blicke er nun optimistischer auf die Profitabilität der Kernmarke VW im Jahr 2018, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Freitag. Außerdem hob er die Prognosen für den bereinigten Gewinn je Aktie in diesem und dem kommenden Jahr an und betonte, er liege mit diesen nun um etwa ein Fünftel über dem Konsens./tih/la

26.08.2016

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Allianz auf 'Buy' - Ziel 156 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX Broker) - Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Allianz SE auf "Buy" mit einem Kursziel von 156 Euro belassen. Der europäische Versicherungssektor stehe in einem unsicheren Umfeld weiter vor Herausforderungen, schrieb Analyst James Shuck in einer Branchenstudie vom Freitag. Er bleibe daher vorsichtig. Die Allianz zählt aber zu seinen "Top Picks"./ajx/tih

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser