dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.07.2016

Medien/ROUNDUP: Verizon vor Kauf von Yahoo

NEW YORK/SUNNYVALE (dpa-AFX) - Der Telekom-Konzern Verizon steht laut Medienberichten kurz davor, den Bieterwettstreit um den Internet-Pionier Yahoo für sich zu entscheiden. Der Kaufpreis liege bei rund fünf Milliarden Dollar, hieß es unter Berufung auf informierte Personen am Wochenende. Der Deal könne in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden, berichteten das "Wall Street Journal", die "Financial Times" und das Technologieblog "Recode". Zugleich sei es auch nicht ausgeschlossen, dass einer der anderen Interessenten noch mit einem angehobenen Gebot dazwischenschlage. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf Kreise, dass die Verkündung an diesem Montag vor Börsengebinn in New York (15.30 Uhr MESZ) erfolgen wird.

Verizon galt in dem monatelangen Verkaufsprozess schon lange als der aussichtsreichste Bewerber. Nach bisherigen Informationen will der Telekom-Riese Yahoo mit seiner Internet-Sparte AOL zusammenlegen. Die Hoffnung dabei sei, dass man so einen schlagkräftigeren Konkurrenten für Google und Facebook bei Online-Werbung aufbauen könne.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll stattdessen das Kerngeschäft abgestoßen werden./so/DP/he

24.07.2016

dpa-AFX Überblick: POLITIK vom 24.07.2016 - 18.00 Uhr

Videoüberwachung und mehr Polizei - Sicherheitsdebatte nach Amoklauf

Berlin - Der Amoklauf von München hat eine neue Debatte über schärfere Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland ausgelöst. Unions-Politiker forderten mehr Videoüberwachung, die Stärkung der Sicherheitsbehörden und den Einsatz der Bundeswehr bei Terroranschlägen. Auch schärfere Waffengesetze sind im Gespräch. Der Amoklauf sorgt weltweit für Entsetzen. Papst Franziskus reagierte bestürzt, bekundete den Hinterbliebenen in einem Telegramm an den Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx seine Anteilnahme.

Entsetzen über IS-Doppelanschlag in Kabul mit mindestens 80 Toten

Kabul - Der verheerende IS-Doppelanschlag mit mindestens 80 Toten in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat international Entsetzen ausgelöst. Das Innenministerium in Afghanistan erließ ein landesweites, zehntägiges Demonstrationsverbot und gab dafür Sicherheitsgründe an. Für heute wurde Staatstrauer im ganzen Land ausgerufen. Afghanistans Regierungschef Ashraf Ghani kündigte Rache für das "Blut unserer geliebten Angehörigen" an. Er ließ alle Flaggen auf Regierungsgebäuden auf halbmast setzen.

Türkei: Justizminister kündigt 3000 neue Richter und Staatsanwälte an

Istanbul - Nach den zahlreichen Festnahmen von Richtern und Staatsanwälten will die türkische Regierung die entstandene Lücke in der Justiz schließen. Justizminister Bekir Bozdag kündigte an, 3000 neue Richtern und Staatsanwälten einzustellen. "Es wird keine Unanehmlichkeiten für unsere Bürger geben. Dafür haben wir Maßnahmen getroffen", sagte er. Aufgrund der "jüngsten Entwicklungen" sei die Zahl der geplanten Neueinstellungen verdoppelt worden. Nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wurde seit dem Putschversuch Haftbefehl gegen mehr als 1500 Richter oder Staatsanwälte erlassen.

Parteitag der Demokraten beginnt - Clinton stellt 'Vize' Kaine vor

Philadelphia - Nach dem turbulenten Parteitag der Republikaner wollen die US-Demokraten diese Woche Hillary Clinton offiziell in das Wahlduell gegen Donald Trump schicken. Ihre Nominierung als erste Präsidentschaftskandidatin einer großen Partei in der US-Geschichte steht im Mittelpunkt der "Convention" der Partei in Philadelphia, die morgen beginnt. Kurz zuvor hatte Clinton den moderaten Ex-Gouverneur von Virginia, Tim Kaine, als ihren "Vize" vorgestellt.

Ministerin: Flüchtlinge keine Lösung für Fachkräftebedarf der Truppe

Berlin - Die vielen nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge können der Bundeswehr laut Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei der Suche nach Fachkräften für die Truppe nicht helfen. Als Soldaten seien sie keine Option, sagte die CDU-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Allerdings: "Die Bundeswehr ist dabei, in einem Pilotprojekt zunächst mehr als hundert Flüchtlinge in zivilen Fähigkeiten auszubilden." Es gehe um Handwerk, Technik, Medizin und Logistik. "Die Idee ist, dass sie eines Tages nach Syrien zurückgehen und beim Aufbau helfen."/n1/DP/he

24.07.2016

GESAMT-ROUNDUP: Münchner Amoklauf war lange geplante Nachahmungstat

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Der Amokläufer von München hat seine Tat ein Jahr lang akribisch vorbereitet und dazu wie der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik ein Manifest verfasst. Einen politischen Hintergrund schlossen die Ermittler am Sonntag aber aus. Zur Vorbereitung seiner Bluttat reiste der psychisch kranke 18-Jährige auch nach Winnenden, den Ort eines früheren Amoklaufs. Seine Opfer, die überwiegend aus Migrantenfamilien stammen, suchte er sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht gezielt aus.

Die Bluttat löste am Wochenende eine Debatte über die Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen aus. Unions-Politiker forderten mehr Videoüberwachung, die Stärkung der Sicherheitsbehörden und den Einsatz der Bundeswehr bei Terroranschlägen. Auch schärfere Waffengesetze und Maßnahmen gegen Gewaltverherrlichung in Computerspielen sind wieder im Gespräch.

Der Amoklauf hatte am Freitagabend ganz München in Angst und Schrecken versetzt. Der 18-jährige Täter schoss in und vor einem Einkaufszentrum in der Innenstadt sowie in einem Schnellrestaurant um sich, tötete neun Menschen - überwiegend Jugendliche - und anschließend sich selbst. Drei Menschen schwebten noch in Lebensgefahr. Insgesamt gab es laut Landeskriminalamt 35 Verletzte.

Polizei und Staatsanwaltschaft informierten am Sonntag über die ersten Ermittlungsergebnisse. Danach hat der Schüler unter "sozialen Phobien" und Depressionen gelitten, war zwei Monate in stationärer, später in ambulanter Behandlung. Der letzte ärztliche Kontakt datiert vom Juni. In seiner Wohnung wurden auch Medikamente gefunden.

Im Jahr 2012 wurde der Täter von Mitschülern gemobbt. Ob es einen Zusammenhang zur Tat gebe, sei noch unklar, erklärten die Ermittler. Mitschüler seien aber nicht unter den Opfern.

Der Amoklauf fand am fünften Jahrestag von Breiviks Massenmord in Oslo und auf der norwegischen Insel Utøya statt, bei dem der Rechtsextremist 77 Menschen tötete. Der Täter von München informierte sich über dessen Tat und hatte in seiner Wohnung auch ein Buch mit dem Titel "Amok im Kopf - Warum Schüler töten".

Nach Angaben der Ermittler spielte der Täter intensiv Videospiele wie "Counter-Strike", die als gewaltverherrlichend kritisiert werden. Mit seiner Pistole gab der Täter den Ermittlungen zufolge mindestens 57 Schüsse ab. Die Waffe hat er anscheinend in einem anonymen Bereich des Internets gekauft, dem sogenannten Darknet. Sie sei einst zu einer Theaterwaffe umfunktioniert worden, dann aber wieder zu einer scharfen Waffe umgebaut worden, sagte der Chef des Landeskriminalamts, Robert Heimberger.

Mit einem Fake-Account bei Facebook habe der Täter angekündigt, dass er in einem Schnellrestaurant eine Runde spendieren werde, sagte Heimberger. "Das war wohl der Versuch, Personen dorthin einzuladen." Nach bisherigen Ermittlungen gehörten die Menschen, zu denen der Täter auf Facebook Kontakt hatte, aber nicht zu den späteren Todesopfern.

Der Amoklauf sorgte weltweit für Entsetzen und Anteilnahme. In der französischen Hauptstadt Paris erstrahlte der Eiffelturm am Samstagabend in Gedenken an die Opfer in den deutschen Nationalfarben Schwarz, Rot und Gold. Papst Franziskus reagierte bestürzt, bekundete den Hinterbliebenen in einem Telegramm an den Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx seine Anteilnahme und dankte den Sicherheitskräften.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einer Nacht des Schreckens. "So ein Abend, so eine Nacht sind schwer zu ertragen", sagte die CDU-Chefin am Samstag. Das sei umso mehr der Fall, weil viele Schreckensnachrichten in ganz wenigen Tagen zusammengekommen seien - der Anschlag in Nizza, der Axt-Angriff in Würzburg und nun "die Morde in München".

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) wollte am Wochenende noch nicht über Konsequenzen reden. Er machte aber deutlich, dass er gegen das "unerträgliche Ausmaß" von Gewaltverherrlichung in Computerspielen etwas tun wolle.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach sich für Bundeswehr-Einsätze bei besonderen Terrorlagen aus. Während des Amoklaufs wurden Feldjäger - quasi die Militärpolizei - in Bereitschaft versetzt. Bundeswehreinsätze bei Terroranschlägen im Inneren sind umstritten. Seit Jahren wird über eine Grundgesetzänderung diskutiert, um solche Einsätze zu erleichtern. Union und SPD haben sich im neuen Weißbuch zur Sicherheitspolitik auf den Kompromiss verständigt, dass die Bundeswehr bei größeren Anschlägen auch ohne Grundgesetzänderung eingesetzt werden kann.

In den Blick rückten auch die Waffengesetze. De Maizière sagte der "Bild am Sonntag", man müsse sehr sorgfältig prüfen, ob und gegebenenfalls wo es noch gesetzlichen Handlungsbedarf gibt. Auch Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) betonte im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wir müssen weiter alles tun, um den Zugang zu tödlichen Waffen zu begrenzen und streng zu kontrollieren."/mfi/DP/he

24.07.2016

Neuer Sender will Bollywood nach Deutschland bringen

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bollywood kommt nach Deutschland. Am 29. Juli startet der Sender Zee.One mit einem Programm ausschließlich aus der indischen Traumfabrik im Free-TV. "Wir wollen Bollywood aus der Nische rausholen", sagte Senderchefin Friederike Behrends im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. "Das, was wir hier kennen, ist ja auch nur ein ganz kleiner Teil von Bollywood. Bollywood ist nicht nur kitschig, es ist eine der größten Filmindustrien der Welt mit einem Wahnsinns-Spektrum."

Der Mutterkonzern von Zee.One, Zee Entertainment Enterprises Limited (ZEEL), hat nach Senderangaben allein in Indien 33 Kanäle, 38 internationale TV-Kanäle sowie acht HD-Sender und ist in 171 Ländern vertreten. Eine Milliarde Menschen können das Programm von ZEEL empfangen. Ein großes Ziel des Unternehmens sei es, sich noch weiter zu internationalisieren, sagte Behrends. "Für den Launch ist jetzt genau die richtige Zeit. Heute ist es - von den Verbreitungskosten gesehen - einfacher, einen Sender in Deutschland zu etablieren als früher."/bsj/DP/he

24.07.2016

Watzke: Voraussichtlich keine weiteren BVB-Neuzugänge im Sommer

DORTMUND (dpa-AFX) - Mit den Verpflichtungen der Fußball-Weltmeister Mario Götze und André Schürrle hat Bundesligist Borussia Dortmund seine Transferaktivitäten vor der neuen Saison vorerst abgeschlossen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte in einem Interview der "Bild am Sonntag" auf die Frage, wer bis Ende August noch kommen solle: "Voraussichtlich nichts mehr. Wir haben Stand jetzt eher zu viele Spieler."

Vor Rückkehrer Götze und Schürrle hatte der Vizemeister bereits mehrere hochkarätige Profis geholt. Dazu zählen der portugiesische Europameister Raphael Guerreiro, der spanische Innenverteidiger Marc Bartra, dessen Landsmann Mikel Merino, der ebenso wie der türkische Nationalspieler Emre Mor als großes Talent gilt, und Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Im Gegenzug verlassen die bisherigen Leistungsträger Mats Hummels, Henrich Mchitarjan und Ilkay Gündogan die Dortmunder.

"Wir werden auch weiterhin keinen Leistungsträger holen können, der gerade mit Real Madrid die Champions League gewonnen hat", sagte Watzke. "Aber mehr als keine Schulden zu machen und über ein gut gefülltes Festgeldkonto zu verfügen, können wir in dieser Hinsicht nicht leisten."/se/DP/he

24.07.2016

ROUNDUP/Experte: Soziale Medien informieren bruchstückhaft und ungeprüft

BERLIN (dpa-AFX) - Tausende von Tweets, tausende von Posts auf Facebook: Soziale Netzwerke setzen TV-Nachrichtenredaktionen wie im Fall des Amoklaufs in München regelmäßig unter Druck. "Soziale Medien informieren aber immer bruchstückhaft und nicht verifiziert", sagte der Professor für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg, Volker Lilienthal, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Traditionelle Medien müssen erst den Rahmen herstellen und sind in der Berichterstattung immer etwas hinterher." Aus Lilienthals Perspektive haben sie keine Alternative: "Sie müssen Informationen verifizieren und können nichts ungeprüft herausposaunen."

Claus Kleber, Moderator des "heute-journals" im ZDF habe das Problem treffend beschrieben, sagte Lilienthal. Kleber hatte seine "Gedanken über seriöse Nachrichten in erschütternden Zeiten" nach der Kritik an den Fernsehberichterstattung über den Putsch in der Türkei für die "Süddeutsche Zeitung" geschrieben. Der Text erschien erst am Samstag nach dem Amoklauf in München, war aber schon fertig, bevor dort die ersten Schüsse fielen. Der Moderator konterte die Kritik, die Fernsehsender seien zu spät in die Berichterstattung eingestiegen: "Bitte glauben Sie mir: Ich weiß, wie wichtig es ist, schnell auf Sendung zu gehen und zu bleiben."

An solchen Tagen tobe hinter den Kulissen die Auseinandersetzung mit den Verantwortlichen um das Gesamtprogramm. Von dort gebe es immer kritische Fragen: "Wie wichtig ist das Ereignis überhaupt? Was wissen wir sicher? Was habt ihr an Programm zu bieten?" Kleber betont den Druck, schnell umfassend zu berichten: Es gebe kaum noch Ereignisse, die der Welt nicht sofort Bilder lieferten. "Zuschauer haben sich an dieses Tempo gewöhnt und verlangen jetzt im Ungewohnten das Gewohnte: Erklärung und Einordnung des Geschehens. Aber sofort."

Nach dem Amoklauf in München haben die Fernsehsender diesmal vergleichsweise schnell reagiert. ARD, ZDF und RTL entschieden sich außerdem für weitreichende Programmänderungen. Im Ersten verlängerte sich die "Tagesschau" auf 75 Minuten inklusive Live-Schalten nach München. Gleich danach schloss sich Thomas Roth mit den "Tagesthemen" an und moderierte mehr als drei Stunden durch.

Möglicherweise sei das ein Reflex auf die Kritik in der Woche davor gewesen, nach dem Motto "Wir wollen den Vorwurf "Ihr wart nicht schnell genug" nicht noch einmal hören", sagte Lilienthal. "Und diesmal passierte es in München, wo der Bayerische Rundfunk eine gute Infrastruktur und das ZDF ein großes Studio hat." Damit sei klar gewesen, dass die Sender anders in die Berichterstattung hätten einsteigen müssen als beim Putsch in der Türkei.

Kritik an der Fernsehberichterstattung gab es auch diesmal - wegen der Schwierigkeit, tatsächlich schnell immer wieder neue fundierte Nachrichten zu liefern, während ein Gerücht das andere jagte. "In München hätte vielleicht zunächst ein Schriftband im laufenden Programm genügt", sagte Lilienthal. "Aber das sagt man hinterher. In der Retrospektive ist man immer klüger."/ah/DP/he

24.07.2016

Fastfoodkette KFC will Zahl der Restaurants in Deutschland verdoppeln

BERLIN (dpa-AFX) - Die US-Fastfoodkette KFC will die Zahl seiner Schnellrestaurants in Deutschland in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln. "In den nächsten fünf Jahren soll unser Filialnetz auf über 300 Standorte wachsen", sagte Deutschland-Chefin Insa Klasing der "Welt am Sonntag". Derzeit betreibt KFC bundesweit 140 Filialen. Früher habe KFC in Deutschland nur große Drive-Ins in Metropolregionen gebaut. "Heute gehen wir auch mit kleinen Restaurants in den Markt." Der Fastfood-Markt in Deutschland ist hart umkämpft. Platzhirsch McDonald's hat in Deutschland eigenen Angaben zufolge knapp 1500 Restaurants, Nummer zwei ist Burger King./sba/DP/he

24.07.2016

Experte: Soziale Medien informieren immer bruchstückhaft

BERLIN (dpa-AFX) - TV-Nachrichtenredaktionen geraten wie im Fall des Amoklaufs in München regelmäßig unter den Druck Sozialer Medien. "Soziale Medien informieren aber immer bruchstückhaft und nicht verifiziert", sagte der Professor für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg, Volker Lilienthal, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Traditionelle Medien sind in der Berichterstattung immer etwas hinterher." Aus Lilienthals Perspektive haben sie keine Alternative: "Sie müssen Informationen verifizieren und können nichts ungeprüft herausposaunen."

Nach dem Amoklauf in München haben die Fernsehsender vergleichsweise schnell reagiert. ARD, ZDF und RTL entschieden sich außerdem für weitreichende Programmänderungen. Möglicherweise sei das ein Reflex auf die Kritik in der Woche davor über die Berichterstattung zum Putsch in der Türkei gewesen - nach dem Motto "Wir wollen den Vorwurf "Ihr wart nicht schnell genug" nicht noch einmal hören", sagte Lilienthal. "In München hätte vielleicht zunächst ein Schriftband im laufenden Programm genügt. Aber das sagt man hinterher. In der Retrospektive ist man immer klüger."/ah/DP/he

24.07.2016

ROUNDUP: Fraport fordert flexiblere Regelung von Nachtflugverbot

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport fordert nach der unwetterbedingten Streichung etlicher Flüge mehr Flexibilität beim Nachtflugverbot am größten deutschen Airport. Wegen heftiger Gewitter am Freitagabend konnten 25 Maschinen nicht abheben, weil keine weiteren Ausnahmegenehmigungen für Starts nach 24.00 Uhr erteilt worden seien, teilte Fraport am Sonntag mit. Etwa 7000 Passagiere mussten den Angaben zufolge daher die Nacht auf Feldbetten oder den Sitzbänken im Terminal verbringen.

"Eine modifizierte Nachtflughandhabung mit nur 30 Minuten verlängerten Startgenehmigungen hätte in so einem Ausnahmefall schon geholfen, da alle Maschinen bereits startbereit vor den Bahnen warteten", kritisierte Fraport-Vorstand Anke Giesen in der Mitteilung. "Die Passagiere reagierten eindeutig und zu Recht mit Kritik auf dieses unverhältnismäßige Vorgehen."

Von 23.00 bis 05.00 Uhr gilt am Frankfurter Flughafen ein sechsstündiges Nachtflugverbot. Das soll den Lärm für die Anwohner in unmittelbarer Umgebung des Flughafens vermindern. 76 Maschinen hatten nach Fraport-Angaben die Ausnahmeerlaubnis für einen Start bis Mitternacht. 25 schafften es dennoch nicht in diesem Zeitraum, weil die Abfertigung aus Sicherheitsgründen mehrmals eingestellt werden musste. Die Gefahr durch Blitzeinschläge für die Arbeiter auf dem Vorfeld sei zu groß gewesen, erklärte Fraport. Daher sei es zu massiven Verzögerungen gekommen.

Staatssekretär Mathias Samson aus dem von den Grünen geführten Verkehrsministerium äußerte sein Bedauern darüber, dass mehrere Tausend Passagiere am Flughafen strandeten, stellte jedoch klar: "Verspätete Starts nach 24 Uhr aufgrund von schwierigen Wetterbedingungen sieht der Planfeststellungsbeschluss nicht vor. Die Regelungen in der Betriebsgenehmigung des Frankfurter Flughafens sind an dieser Stelle eindeutig und lassen keinen Spielraum für Abwägungen."

Dennoch sei das Ministerium bereit, sich "mit den Beteiligten an einen Tisch zu setzen, um gemeinsam zu überprüfen, ob es noch Möglichkeiten gibt, die operativen Betriebsabläufe in einer solchen Nacht zu optimieren, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten." Samson stellte jedoch klar: "So bedauerlich die Verzögerungen für die einzelnen betroffenen Passagiere sind: Das Nachtflugverbot gilt und wird von der hessischen Luftaufsicht nach dem gültigen Planfeststellungsbeschluss umgesetzt."/ben/DP/he

24.07.2016

Medien: Verizon vor Kauf von Yahoo

NEW YORK/SUNNYVALE (dpa-AFX) - Der Telekom-Konzern Verizon steht laut Medienberichten kurz davor, den Bieterwettstreit um den Internet-Pionier Yahoo für sich zu entscheiden. Der Kaufpreis liege bei rund fünf Milliarden Dollar, hieß es unter Berufung auf informierte Personen am Wochenende. Der Deal könne in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden, berichteten die Nachirchtenagentur Bloomberg, das "Wall Street Journal", die "Financial Times" und das Technologieblog "Recode". Zugleich sei es auch nicht ausgeschlossen, dass einer der anderen Interessenten noch mit einem angehobenen Gebot dazwischenschlage.

Verizon galt in dem monatelangen Verkaufsprozess schon lange als der aussichtsreichste Bewerber. Nach bisherigen Informationen will der Telekom-Riese Yahoo mit seiner Internet-Sparte AOL zusammenlegen. Die Hoffnung dabei sei, dass man so einen schlagkräftigeren Konkurrenten für Google und Facebook bei Online-Werbung aufbauen könne.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll stattdessen das Kerngeschäft abgestoßen werden./so/DP/he

24.07.2016

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Alle Meldungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX werden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Bei der Erstellung der Meldungen wird regelmäßig das Sechs-Augen-Prinzip (Erstellung, Prüfung, zusätzliche Freigabe) angewendet. Jede/r Redakteur/in der dpa-AFX unterzeichnet einen internen Code of Conduct, der spezifische dpa-AFX Regelungen zur Wahrung der publizistischen Unabhängigkeit vorgibt und deren Einhaltung dpa-AFX individuell mit einem externen Audit überprüfen lassen kann.

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22.07.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: S&P 500 beendet Handel auf Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause ihre Anfangsverluste am Freitag mühsam abgeschüttelt. Der marktbreite S&P-500-Index erreichte auf Schlusskursbasis dennoch ein Rekordhoch: Er ging 0,46 Prozent fester bei 2175,03 Punkten aus dem Handel. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK sprach vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch von einem unspektakulären Wochenausklang.

Der Leitindex Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,29 Prozent im Plus bei 18 570,85 Zählern ins Wochenende. Am Donnerstag hatte er einer neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent tiefer geschlossen. Auf Wochensicht schaffte der Dow nur ein knappes Plus von 0,29 Prozent, da er sich zuletzt lediglich in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es am Freitag um 0,41 Prozent auf 4666,07 Punkte bergauf, womit er sich weiter auf dem höchsten Niveau seit Ende 2015 hielt.

'BERICHTSSAISON BISHER DURCHWACHSEN'

Bisher ist die Berichtssaison der US-Unternehmen laut Hewson durchwachsen ausgefallen: Den überraschend guten Zahlen der Banken stehe eine insgesamt enttäuschende Entwicklung bei den Fluggesellschaften gegenüber, die unter Sorgen wegen Überkapazitäten und sinkenden Ticketpreisen sowie Terrorängsten litten.

Derweil rechnen Experten nicht damit, dass die Fed kommende Woche die Zinsen anheben wird. Die jüngsten amerikanischen Konjunkturdaten seien nicht gut genug ausgefallen, um eine Mehrheit der Mitglieder des geldpolitischen Rates von einem Zinsschritt zu überzeugen, hieß es etwa bei der BayernLB.

KURSSPRUNG BEI AMD NACH STARKEN ZAHLEN

Unter den Einzelwerten ragten am Freitag die Aktien von AMD mit einem Sprung von 11,88 Prozent heraus. Beim Chiphersteller läuft das Geschäft nach einer Durststrecke wieder deutlich besser: Im vergangenen Quartal hatte der Umsatz zugelegt und es gab wieder einen Gewinn. Den Ausschlag dafür hatte allerdings ein positiver Effekt aus der Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens in China gegeben.

Die Yahoo-Titel stiegen um 1,36 Prozent auf 39,38 US-Dollar und kosteten damit so viel wie zuletzt vor einem Jahr. Analyst Hewson verwies auf Berichte, wonach Verizon Communications kurz vor der Übernahme des Yahoo-Internetgeschäfts steht. Der Telekommunikationskonzern erwäge dafür einen Kaufpreis von knapp 5 Milliarden US-Dollar, womit er konkurrierende Bieter ausstechen könnte, hieß es.

Bei American Airlines konnten sich die Anleger über ein Kursplus von 4,00 Prozent freuen. Die Fluggesellschaft übertraf trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal die Analystenerwartungen. Angesichts der zunehmend schwierigen Lage verschiebt sie aber die Abnahme von 22 neuen Airbus-Langstreckenjets um gut zwei Jahre.

ABSTUFUNG BELASTET PAYPAL - GE AM DOW-ENDE

Dagegen gerieten die zuletzt stark gelaufenen Titel des Online-Bezahldienstes Paypal mit minus 6,75 Prozent unter die Räder. Sie litten offensichtlich darunter, dass die Analysten des Finanzdienstleisters Wells Fargo ihre Kaufempfehlung gestrichen hatten. Die Quartalsresultate des Unternehmens und die Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem Finanzkonzern Visa halfen dem Aktienkurs nicht. Dessen Aktien <3V64.FSE> legten nach der eigenen Zahlenvorlage um 1,42 Prozent zu.

Am Dow-Ende büßten die Anteilsscheine des Industriekonzerns General Electric (GE) 1,63 Prozent ein, womit sie ihrer zuletzt guten Entwicklung Tribut zollten. Der Siemens-Konkurrent hatte dank guter Geschäfte in Energieerzeugung und Luftfahrt zuletzt der unruhigen Konjunktur getrotzt.

MILLIARDEN-ABSCHREIBUNG BEI BOEING

Boeing-Aktien machten ihreVerluste überwiegend wett und verlroen am Ende noch 0,04 Prozent. Der Flugzeughersteller hatte mitgeteilt, wegen Problemen bei drei Flugzeug-Modellen 2,1 Milliarden US-Dollar abzuschreiben. Die Wertberichtigung kommt allerdings nicht überraschend und soll sich auch nicht auf den Zahlungsmittelfluss auswirken. An der Umsatzprognose für 2016 hält der Konzern vor den am kommenden Mittwoch anstehenden Quartalszahlen fest.

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks war im vergangenen Quartal langsamer gewachsen als in den Vorquartalen und vor einem Jahr. Das Umsatzwachstum blieb hinter den Erwartungen zurück - die Aktien stiegen dennoch um 0,52 Prozent.

Der Eurokurs rutschte im New Yorker Handel auf 1,0973 Dollar ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1014 (Donnerstag: 1,1015) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9079 (0,9078) Euro. Am US-Rentenmarkt verloren richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 3/32 Punkte auf 100 17/32 Punkte und rentierten mit 1,57 Prozent./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

22.07.2016

Aktien New York Schluss: S&P 500 beendet Handel auf Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause ihre Anfangsverluste am Freitag mühsam abgeschüttelt. Der marktbreite S&P-500-Index erreichte auf Schlusskursbasis dennoch ein Rekordhoch: Er ging 0,46 Prozent fester bei 2175,03 Punkten aus dem Handel. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK sprach vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch von einem unspektakulären Wochenausklang.

Der Leitindex Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,29 Prozent im Plus bei 18 570,85 Zählern ins Wochenende. Am Donnerstag hatte er einer neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent tiefer geschlossen. Auf Wochensicht schaffte der Dow nur ein knappes Plus von 0,29 Prozent, da er sich zuletzt lediglich in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es am Freitag um 0,41 Prozent auf 4666,07 Punkte bergauf, womit er sich weiter auf dem höchsten Niveau seit Ende 2015 hielt./gl/he

22.07.2016

Aktien New York: Dow Jones kämpft sich nach Rally und Atempause ins Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street tut sich nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause schwer mit weiteren Kursgewinnen. Durchwachsene Unternehmenszahlen gaben dem amerikanischen Aktienmarkt keine Richtung vor. Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK rechnet vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch mit einem unspektakulären Wochenausklang.

Nach einem verhaltenen Start kämpfte sich der Dow Jones Industrial am Freitag ins Plus und gewann zuletzt 0,14 Prozent auf 18 543,19 Punkte. Am Donnerstag hatte der US-Leitindex seiner neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent tiefer geschlossen. Auf Wochensicht dürfte der Dow weitgehend auf der Stelle treten, da er sich zuletzt nur in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Freitag 0,35 Prozent auf 2172,71 Zähler. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,38 Prozent auf 4664,47 Punkte hoch, womit er sich weiter auf dem höchsten Niveau seit Jahresbeginn hielt.

Bisher ist die Berichtssaison der US-Unternehmen laut Hewson durchwachsen ausgefallen: Den überraschend guten Zahlen der Banken stehe eine insgesamt enttäuschende Entwicklung bei den Fluggesellschaften gegenüber, die unter Sorgen wegen Überkapazitäten und sinkenden Ticketpreisen sowie Terrorängsten litten.

Derweil rechnen Experten nicht damit, dass die Fed kommende Woche die Zinsen anheben wird. Die jüngsten amerikanischen Konjunkturdaten seien nicht gut genug ausgefallen, um eine Mehrheit der Mitglieder des geldpolitischen Rates von einem Zinsschritt zu überzeugen, hieß es etwa bei der BayernLB.

Unter den Einzelwerten ragten am Freitag die Aktien von AMD mit einem Sprung von 12,45 Prozent heraus. Beim Chiphersteller läuft das Geschäft nach einer Durststrecke wieder deutlich besser: Im vergangenen Quartal hatte der Umsatz zugelegt und es gab wieder einen Gewinn. Den Ausschlag dafür hatte allerdings ein positiver Effekt aus der Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens in China gegeben.

Die Yahoo-Titel stiegen um 1,18 Prozent auf 39,31 US-Dollar und kosteten damit so viel wie zuletzt vor einem Jahr. Analyst Hewson verwies auf Berichte, wonach Verizon Communications kurz vor der Übernahme des Yahoo-Internetgeschäfts steht. Der Telekommunikationskonzern erwäge dafür einen Kaufpreis von knapp 5 Milliarden US-Dollar, womit er konkurrierende Bieter ausstechen könnte, hieß es.

Bei American Airlines konnten sich die Anleger über ein Kursplus von 3,49 Prozent freuen. Die Fluggesellschaft übertraf trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal die Analystenerwartungen. Angesichts der zunehmend schwierigen Lage verschiebt sie aber die Abnahme von 22 neuen Airbus-Langstreckenjets um gut zwei Jahre.

Dagegen gerieten die zuletzt stark gelaufenen Titel des Online-Bezahldienstes Paypal mit minus 7,24 Prozent unter die Räder. Sie litten offensichtlich darunter, dass die Analysten des Finanzdienstleisters Wells Fargo ihre Kaufempfehlung gestrichen hatten. Die Quartalsresultate des Unternehmens und die Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem Finanzkonzern Visa halfen dem Aktienkurs nicht. Dessen Aktien <3V64.FSE> entwickelten sich nach der eigenen Zahlenvorlage mit einem knappen Minus unspektakulär.

Am Dow-Ende büßten die Anteilsscheine des Industriekonzerns General Electric (GE) 1,96 Prozent ein, womit sie ihrer zuletzt guten Entwicklung Tribut zollten. Der Siemens-Konkurrent hatte dank guter Geschäfte in Energieerzeugung und Luftfahrt zuletzt der unruhigen Konjunktur getrotzt.

Boeing-Aktien verloren 0,92 Prozent, nachdem der Flugzeughersteller mitgeteilt hatte, wegen Problemen bei drei Flugzeug-Modellen 2,1 Milliarden US-Dollar abzuschreiben. Die Wertberichtigung kommt allerdings nicht überraschend und soll sich auch nicht auf den Zahlungsmittelfluss auswirken. An der Umsatzprognose für 2016 hält der Konzern vor den am kommenden Mittwoch anstehenden Quartalszahlen fest.

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks war im vergangenen Quartal langsamer gewachsen als in den Vorquartalen und vor einem Jahr. Das Umsatzwachstum blieb hinter den Erwartungen zurück - die Aktien stiegen dennoch um 0,49 Prozent./gl/he

22.07.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax kommt kaum vom Fleck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem jüngsten Aufschwung hat der Dax zum Wochenschluss seinen Elan eingebüßt. Auf ein minimales Plus am Vortag folgte am Freitag ein minimales Minus von 0,09 Prozent auf 10 147,46 Punkte. Damit hat der deutsche Leitindex im Wochenverlauf aber immer noch um 0,8 Prozent zugelegt.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann zum Wochenschluss 0,13 Prozent auf 20 809,93 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,44 Prozent auf 1674,98 Punkte nach oben.

Etwas mehr Schwung hatte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , der mit einem Plus von 0,13 Prozent auf 2972,23 Zählern aus dem Handel ging. Ähnlich legte der Pariser Cac 40 zu, während der Londoner FTSE 100 etwas deutlicher zulegte. In den USA hielt sich der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende dicht an seinem Vortagesschluss, während die Nasdaq-Börsen leicht stiegen.

WARTEN AUF FRISCHE IMPULSE

Marktbeobachter Christian Henke vom Broker IG Markets sprach von einem "eher lustlosen Handel nach einer recht erfolgreichen Börsenwoche". Potenzielle Käufer warteten nach der Erholungsrally vom Brexit-Schock auf kleinere Rückschlage, vermutete Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Da sich zugleich auch die Gewinnmitnahmen in Grenzen gehalten hätten, habe es kaum Bewegung im Dax gegeben.

Positive Nachrichten kamen zum Wochenschluss von der Konjunkturseite. Die Unternehmensstimmung im Euroraum hatte sich im Juli ungeachtet der britischen Entscheidung zum EU-Austritt weniger eingetrübt als befürchtet. Zudem signalisiert der Indikator trotz des Rückgangs weiterhin Wirtschaftswachstum.

TELEKOM PROFITIERT VON VODAFONE-ZAHLEN

Die Aktien der Deutschen Telekom zählten mit einem Plus von 0,82 Prozent zu den Dax-Favoriten und profitierten von einer guten Branchenstimmung. Auslöser war, dass der britische Konkurrent Vodafone dank einer leichten Erholung in Europa zu Beginn seines Geschäftsjahres besser abgeschnitten hatte als gedacht.

Im MDax knüpften die Anteilsscheine von Leoni mit plus 2,73 Prozent an ihre Vortagesgewinne an. Der Autozulieferer hatte am Donnerstag mit seinen Eckzahlen zum zweiten Quartal überzeugt. Nun äußerten sich Analysten positiv.

ELRINGKLINGER MIT GEWINNWARNUNG

Derweil schockte der im März in den SDax abgestiegene Autozulieferer ElringKlinger die Anleger mit einer weiteren Gewinnwarnung. Die Auftragsflut macht dem Unternehmen immer noch zu schaffen und sorgt für hohe Extra-Kosten. Die Aktien rauschten zeitweise auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren und beendeten den Handel mit minus 13,23 Prozent. Mit der abermaligen Warnung, der dritten seit 2015, habe das Unternehmen weiteres Vertrauen verspielt, sagte ein Händler.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,15 Prozent am Vortag auf minus 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 143,83 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,05 Prozent auf 166,51 Punkte. Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1014 (Donnerstag: 1,1015) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9079 (0,9078) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

22.07.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Dax kommt kaum vom Fleck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem jüngsten Aufschwung hat der Dax zum Wochenschluss seinen Elan eingebüßt. Auf ein minimales Plus am Vortag folgte am Freitag ein minimales Minus von 0,09 Prozent auf 10 147,46 Punkte. Damit hat der deutsche Leitindex im Wochenverlauf aber immer noch um 0,8 Prozent zugelegt.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann zum Wochenschluss 0,13 Prozent auf 20 809,93 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,44 Prozent auf 1674,98 Punkte nach oben./ck/he

22.07.2016

WOCHENAUSBLICK: Dax könnte weiter zulegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Von den Sorgen über den beschlossenen EU-Austritt Großbritanniens ist weder am deutschen noch an anderen Aktienmärkten mehr etwas zu spüren. Vielmehr hat die ungebrochene Hoffnung auf die Notenbanken weltweit die Börsenindizes wie etwa Dax und EuroStoxx 50 wieder auf die alten Niveaus vor dem Brexit-Referendum getrieben. Hinzu kamen erste erfreuliche Geschäftsberichte großer deutscher Konzerne, die Hoffnungen auf ein allgemein gut gelaufenes zweites Quartal schüren.

Mit Blick auf die anstehende Zahlenflut in der neuen Woche könnte der deutsche Leitindex, der sich wieder im Bereich von 10 000 Punkten stabilisiert hat, davon profitieren. Wegen wichtiger Konjunkturdaten sowie spannender Notenbankentscheidungen in den USA und Japan rechnet Analyst Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank zwar mit einer schwankungsreichen Börsenwoche, "die Chancen stehen aber gut, dass es mit positiven Unternehmenszahlen noch ein bisschen höher gehen wird", glaubt er.

HOFFNUNG AUF EIN ERFREULICHES ZWEITES QUARTAL

Nach starken Berichten der Autobauer VW und Daimler oder des Softwarekonzerns SAP seien Hoffnungen geschürt worden, dass auf das schwache erste Quartal nun ein besseres zweites und ein insgesamt solider Jahresverlauf folge, so Sonnenschein. Daher richten sich die Blicke in der neuen Woche in erster Linie auf die Dax-Konzerne BASF , Bayer , Deutsche Bank , Deutsche Börse und auf den Industriegase-Hersteller Linde .

Beim Chemieriesen BASF etwa sollte sich laut der Commerzbank der positive Absatztrend fortgesetzt haben, während bei der Deutschen Bank die starken Quartalsberichten der US-Konkurrenz auf positive Geschäftstrends hoffen lassen. Allerdings sorgen sich Analysten um die Gewinnentwicklung des größten deutschen Finanzinstituts und schließen auch die Ankündigung einer Kapitalerhöhung nicht länger aus.

ÜBERNAHMETHEMEN STATT ZAHLEN BEI BAYER UND BÖRSE

Beim Pharma- und Chemiekonzern Bayer und bei der Deutschen Börse dürften dagegen weniger die Quartalsbilanzen beachtet werden als Neuigkeiten rund um deren Übernahmevorhaben. Bayer hatte erst kürzlich eine weitere Abfuhr vom umworbenen US-Wettbewerber Monsanto erhalten, während die Deutsche Börse aktuell um das Ok ihrer Aktionäre zum Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE ringt. Dafür hatte sie sogar die erforderliche Zustimmungsquote auf 60 Prozent des Grundkapitals gesenkt und will das Ergebnis des Aktien-Tauschangebots nun am Dienstag bekannt geben. Die Quartalszahlen werden dann wie auch bei BASF, Bayer und Deutscher Bank am Mittwoch veröffentlicht.

In die VW-Aktie könnte am Dienstag zudem wegen einer anstehenden Entscheidung eines US-Gerichts über einen milliardenschweren Vergleich Bewegung kommen. Ende Juni war im Rechtsstreit um manipulierte Abgaswerte bei Fahrzeugen mit 2,0-Liter-Motoren ein Kompromiss gefunden worden, dem zufolge VW bis zu 14,7 Milliarden Dollar (13,3 Mrd Euro) an Entschädigungen, Rückkauf- und Reparaturkosten, Strafen sowie Umweltinvestitionen zahlen will.

ZINSENTSCHEIDUNGEN IN DEN USA UND JAPAN

Neben Unternehmensberichten stehen am Mittwoch auch die US-Notenbank (Fed) und am Freitag die Bank of Japan mit Leitzinsentscheidungen auf der Agenda. Zwar glaubt nach dem Brexit-Votum kaum einer mehr daran, dass im Juli die Zinsen in den USA angehoben werden, aber mit Spannung dürfte auf Signale der Fed geachtet werden, ob es dazu wenigstens am Jahresende etwa kommen könnte. "Angesichts des aus Sicht der Mehrheit der Notenbanker geringen Handlungsdrucks, ist kein Anlass erkennbar, auf dieser Sitzung an der Zinsschraube zu drehen", schrieb Analyst Patrick Franke von der Helaba. Er rechnet mit einem Zinsschritt im Dezember.

In Japan gehen die Experten mehrheitlich davon aus, dass die dortige Notenbank weitere geldpolitische Lockerungen ankündigen wird, um den zuletzt stärkeren Yen zu drücken und die heimische Wirtschaft endlich in Schwung zu bringen.

IFO DÜRFTE SORGEN UM BREXIT UND TÜRKEI ZEIGEN

Für die Kursentwicklungen am deutschen Aktienmarkt wird gleich zu Wochenbeginn außerdem auch das Ifo-Geschäftsklima eine zentrale Rolle spielen. Es dürfte Hinweise darauf geben, inwieweit sich das Brexit-Votum, aber auch der gescheiterte Putsch in der Türkei, auf die Stimmung der Unternehmen und die Geschäftserwartungen ausgewirkt hat. Zudem stehen am Donnerstag noch Daten zum Wirtschafts- , Industrie- und Verbrauchervertrauen in der Eurozone an sowie am Freitag zu den Verbraucherpreisen. Für Deutschland dürften vor dem Wochenende außerdem noch die Einzelhandelsumsätze Beachtung finden./ck/jkr/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

22.07.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Kaum Bewegung nach Rally und Atempause

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street ist nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause am Freitag zunächst kaum von der Stelle gekommen. Durchwachsene Unternehmenszahlen gaben dem amerikanischen Aktienmarkt vor dem Wochenende keine Richtung vor.

Gut eine Stunde nach Handelsbeginn notierte der Dow Jones Industrial 0,04 Prozent tiefer bei 18 509,84 Punkten. Am Donnerstag hatte der US-Leitindex seiner neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent im Minus geschlossen. Auf Wochensicht dürfte der Dow auf der Stelle treten, da er sich zuletzt nur in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Donnerstag um 0,07 Prozent auf 2166,68 Zähler. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,22 Prozent auf 4657,35 Punkte hoch.

Unter den Einzelwerten ragten die Aktien von AMD mit einem Sprung von 5,36 Prozent heraus. Beim Chiphersteller läuft das Geschäft nach einer Durststrecke wieder deutlich besser: Im vergangenen Quartal hatte der Umsatz zugelegt und es gab wieder einen Gewinn. Den Ausschlag dafür hatte allerdings ein positiver Effekt aus der Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens in China gegeben.

Bei American Airlines konnten sich die Anleger über ein Kursplus von 3,43 Prozent freuen. Die Fluggesellschaft übertraf trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal die Analystenerwartungen. Angesichts der zunehmend schwierigen Lage verschiebt sie aber die Abnahme von 22 neuen Airbus-Langstreckenjets um gut zwei Jahre.

Dagegen gerieten die zuletzt stark gelaufenen Titel des Online-Bezahldienstes Paypal mit minus 7,70 Prozent unter die Räder. Sie litten offensichtlich darunter, dass die Analysten des Finanzdienstleisters Wells Fargo ihre Kaufempfehlung gestrichen hatten. Die Quartalsresultate des Unternehmens und die Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem Finanzkonzern Visa halfen dem Aktienkurs nicht. Dessen Aktien <3V64.FSE> entwickelten sich nach der eigenen Zahlenvorlage mit einem knappen Minus unspektakulär.

Am Dow-Ende büßten die Anteilsscheine des Industriekonzerns General Electric (GE) 2,26 Prozent ein, womit sie ihrer zuletzt guten Entwicklung Tribut zollten. Der Siemens-Konkurrent hatte dank guter Geschäfte in Energieerzeugung und Luftfahrt zuletzt der unruhigen Konjunktur getrotzt.

Boeing-Aktien verloren 1,51 Prozent, nachdem der Flugzeughersteller mitgeteilt hatte, wegen Problemen bei drei Flugzeug-Modellen 2,1 Milliarden US-Dollar abzuschreiben. Die Wertberichtigung kommt allerdings nicht überraschend und soll sich auch nicht auf den Zahlungsmittelfluss auswirken. An der Umsatzprognose für 2016 hält der Konzern vor den am kommenden Mittwoch anstehenden Quartalszahlen fest.

Die Kaffeehaus-Kette Starbucks war im vergangenen Quartal langsamer gewachsen als in den Vorquartalen und vor einem Jahr. Das Umsatzwachstum blieb entsprechend hinter den Erwartungen zurück - die Aktien sanken um 0,20 Prozent./gl/he

22.07.2016

Aktien New York: Kaum Bewegung nach Rally und Atempause

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street ist nach ihrer Rekordjagd und der jüngsten Atempause am Freitag zunächst kaum von der Stelle gekommen. Durchwachsene Unternehmenszahlen gaben dem amerikanischen Aktienmarkt vor dem Wochenende keine Richtung vor.

Im frühen Handel notierte der Dow Jones Industrial minimale 0,02 Prozent tiefer bei 18 513,74 Punkten. Am Donnerstag hatte der US-Leitindex seiner neuntägigen Gewinnserie Tribut gezollt und knapp ein halbes Prozent im Minus geschlossen. Auf Wochensicht dürfte der Dow auf der Stelle treten, da er sich zuletzt nur in Tippelschritten von einem Hoch zum nächsten gehangelt hatte. Davor war das Börsenbarometer drei Wochen in Folge gestiegen.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Donnerstag um 0,04 Prozent auf 2165,97 Zähler. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,11 Prozent auf 4652,23 Punkte hoch./gl/he

22.07.2016

Aktien New York Ausblick: Ruhiger Start erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street dürften die Anleger auch am Freitag zunächst keine größeren Wetten eingehen. Rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte das Handelshaus IG den Dow Jones Industrial 0,09 Prozent höher auf 18 533 Punkte.

Tags waren der US-Leitindex wie auch der marktbreite S&P-500-Index nach vorheriger Rally etwas von ihren Rekordständen zurückgekommen. Der Dow dürfte damit nach drei starken Wochen nun in der Fünftagesbilanz auf der Stelle treten.

Im vorbörslichen Handel der Einzelwerte ragten die Papiere von AMD mit einem Sprung um 10 Prozent heraus. Beim Chiphersteller läuft das Geschäft nach einer Durststrecke wieder deutlich besser. Im vergangenen Quartal legte der Umsatz zu und es gab wieder einen Gewinn. Den Ausschlag dafür gab allerdings ein positiver Effekt aus der Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens in China.

Andere Aktien gaben nach aktuellen Geschäftsergebnissen dagegen teils deutlich nach. Dies gilt vor allem für die Aktien von Paypal mit einem Abschlag von fast 6 Prozent. Die Experten von Wells Fargo nahmen ihre Empfehlung für den Bezahldienst zurück und stufen die Aktie nun neutral ein.

Neben der Quartalsbilanz gab Paypal eine Partnerschaft mit Visa bekannt, die ihnen auch Zugang ins Geschäft an den Ladenkassen bringen soll. Mit dem Deal sollen Paypal-Kunden grundsätzlich an allen Karten-Terminals bezahlen können, die kontaktlose Zahlungen mit Visa-Karten unterstützen. Dieser Service soll zunächst nur in den USA verfügbar sein, für den Rest der Welt müssen noch die Vereinbarungen ausgehandelt werden. Visa-Papiere legten etwas zu.

Abwärts ging es indes für Starbucks und General Electric . Das Geschäft der Kaffeehaus-Kette wuchs langsamer als in den Vorquartalen und vor einem Jahr. Der US-Industriekonzern GE kam derweil bislang dank guter Geschäfte in Energieerzeugung und Luftfahrt gut durch die unruhige Konjunktur./ag/jha/

24.07.2016

Industrie kritisiert bei TTIP 'Foulspiel aus Berlin'

BERLIN (dpa-AFX) - Industriepräsident Ulrich Grillo hat sich über mangelnde Unterstützung der Bundesregierung beim geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP beklagt. Er beobachte "Foulspiel aus Berlin", schrieb Grillo in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Montag). Es würden "Verhandlungen infrage gestellt" und "vorschnelle Pauschalbeurteilungen getroffen". Er sei "tief enttäuscht", wie wenig Werbung die Mehrheit der Politiker für die Ziele des Freihandels zwischen der EU und den USA machten.

Der Verband "Die Familienunternehmer" sehen vor allem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in der Pflicht: "Sigmar Gabriel droht am Spagat seiner Ämter zu scheitern: Parteivorsitzender einer identitätssuchenden SPD und Wirtschaftsminister der größten Volkswirtschaft Europas zu sein", sagte Verbandschef Lutz Goebel dem "Handelsblatt". Die "Mutlosen" in der SPD trieben Gabriel vor sich her.

Über die neue "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP) sollen Zölle und als Handelsbarrieren wahrgenommene Normen abgebaut werden. Die Verhandlungen kamen zuletzt wegen stark unterschiedlicher Positionen aber kaum voran. Verbraucher- und Umweltschützer befürchten, dass durch das Abkommen europäische Sicherheits- und Umweltstandards gesenkt werden könnten./hot/DP/he

24.07.2016

WDH/GESAMT-ROUNDUP: G20-Staaten geben Signal der Stabilität

(Erholungspfad (nicht: Erfolgsfahrt) im 4. Absatz. Zudem wurde für

Deutschland die Jahreszahl 2017 eingefügt.)

CHENGDU (dpa-AFX) - Die Top-Volkswirtschaften (G20) sehen sich für negative Folgen eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union gut gewappnet. Nach zweitägigen Beratungen gaben sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G20 am Sonntag demonstrativ zuversichtlich, auch wenn das Brexit-Votum zusätzliche Unsicherheiten für die Weltwirtschaft schaffe. "Die Länder der G20 sind gut aufgestellt, um proaktiv potenzielle wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen anzugehen, die sich aus dem Votum im Vereinigten Königreich ergeben", hieß es in der Abschlusserklärung im chinesischen Chengdu.

"Für die Zukunft hoffen wir, dass das Vereinigte Königreich ein enger Partner der EU ist", heißt es in dem Papier weiter. Mit ihren Beratungen bereiteten die Finanzminister und Notenbankchefs den G20-Gipfel am 4. und 5. September in der chinesischen Stadt Hangzhou vor. China hält in diesem Jahr erstmals die G20-Präsidentschaft, bevor sie im nächsten Jahr von Deutschland übernommen wird.

WEIDMANN

Noch zeichne sich aber keine rasche Linie für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ab, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Er zeigte sich gleichwohl zuversichtlich, dass es eine "gute Zusammenarbeit in schwierigen Verhandlungen" geben werde. "Aber das Problem ist noch nicht gelöst." Er hatte in Chengdu erstmals den neuen britischen Finanzminister Philip Hammond getroffen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sieht zwar Unsicherheiten durch das Brexit-Votum, doch bestehe Einigkeit in der G20, dass die Weltwirtschaft "ihren Erholungspfad fortsetzen dürfte" - mit insgesamt verhaltenem Tempo und einer leichten Verstärkung im Jahr 2017. Auch in Deutschland sei die Konjunktur weiter kräftig. Für 2017 und 2018 sei aber "eine begrenzte Bremswirkung" durch das Brexit-Votum zu erwarten.

TÜRKEI

Zwar wurde in Chengdu die Lage nach dem Putschversuch in der Türkei diskutiert, aber anders als zunächst angedacht gab es keinen Passus dazu in der Abschlusserklärung. Die Türkei hatte auf Unterstützung gehofft, doch pochten andere G20-Staaten auf rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien. Am Ende gab es keine Einigung auf eine Formulierung. Schäuble teilte dem türkischen Vize-Premier Mehmet Simsek die Sorge in Deutschland und Europa über die Entwicklung mit.

Wie Wachstum geschaffen werden kann, stand im Mittelpunkt des Treffens. Die G20 setzen nach den Worten von Schäuble verstärkt auf grundlegende Reformen zur Ankurbelung von Wirtschaft und Beschäftigung. "Wir brauchen nachhaltige Investitionen, wir brauchen Strukturreformen", sagte Schäuble. Die Debatte verlagere sich zunehmend in diese Richtung. Die Finanz- und Geldpolitik spiele natürlich eine Rolle. Sie sei aber kein Ersatz.

SCHÄUBLE WILL EINFÜHRUNG EINER STEUER AUF FINANZGESCHÄFTE AUF GLOBALER EBENE

Die Diskussionen über sozial gerechtere Steuersysteme nutzte Schäuble für eine überraschende deutsche Initiative zur Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte auf globaler Ebene. Eine europäische Lösung allein bringe wenig. Alle seien sich einig, dass es richtig wäre, eine Besteuerung von Finanztransaktionen weltweit einzuführen. Sein Aufschlag sei gelungen, sagte Schäuble. Wenn die größten Ökonomien und Finanzplätze mitzögen, erhöhe dies den Druck auf andere Finanzzentren und Steueroasen.

Die G20-Minister betonen in ihrer Abschlusserklärung, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft zwar fortsetze, aber "schwächer als angestrebt" ausfalle. Risiken für die globale Konjunktur bestünden weiter durch schwankende Rohstoffpreise und niedrige Preissteigerung. Die Schwankungen an den Finanzmärkten blieben hoch. Hinzu kämen geopolitische Konflikte, Terrorismus sowie die Flüchtlingsströme.

Die G20 sprechen sich erneut dafür aus, sowohl Strukturreformen als auch geld- und finanzpolitische Maßnahmen zu ergreifen - individuell und gemeinsam, um das "Ziel eines starken, nachhaltigen, ausgewogenen und inklusiven Wachstums" zu erreichen. Geldpolitik allein könne aber nicht zu ausgewogenem Wachstum führen./sl/lw/DP/he

24.07.2016

WDH/ROUNDUP/Schäuble: Brexit-Probleme nicht gelöst - Aussichten aber unverändert

(Erholungspfad (nicht: Erfolgsfahrt) im 2. Absatz. Zudem wurde für Deutschland die Jahreszahl 2017 eingefügt.)

CHENGDU (dpa-AFX) - Nach dem Brexit-Votum zeichnet sich nach Darstellung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble keine rasche Linie für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ab. "Wir werden eine gute Zusammenarbeit in schwierigen Verhandlungen haben", sagte Schäuble am Sonntag im chinesischen Chengdu nach zweitägigen Beratungen der Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20). Da sei er ganz zuversichtlich. Man sei auch etwas schlauer. "Aber das Problem ist noch nicht gelöst."

Am Rande des G20-Treffens hatte sich Schäuble erstmals mit dem neuen britischen Finanzminister Philip Hammond getroffen. Nach Darstellung von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gibt es zwar Unsicherheiten durch das Brexit-Votum. Es bestehe gleichwohl Einigkeit in der G20, dass die Weltwirtschaft "ihren Erholungspfad fortsetzen dürfte" - mit insgesamt verhaltenem Tempo und einer leichten Verstärkung im Jahr 2017. Auch in Deutschland sei die konjunkturelle Grundtendenz weiter kräftig. Für 2017 und 2018 sei aber "eine begrenzte Bremswirkung" durch das Brexit-Votum zu erwarten.

"Bisher gibt es keine Anzeichen, dass sich das Konjunkturbild durch das Brexit-Votum grundlegend geändert hat", sagte Weidmann. Die Reaktionen der Finanzmärkte insgesamt seien moderat und besonnen. Lediglich beim britischen Pfund und japanischen Yen sowie Bankaktien habe es ausgeprägte Bewegungen gegeben. Es sei sicher falsch, den Brexit als Vorwand zu nutzen, um eine aktive Wechselkurspolitik zu betreiben, warnte Weidmann. "Abwertungswettläufe werden nicht funktionieren."

Die G20 setzen nach Einschätzung Schäubles verstärkt auf grundlegende Reformen zur Ankurbelung von Wirtschaft und Beschäftigung. "Wir brauchen nachhaltige Investitionen, wir brauchen Strukturreformen", sagte er. Die Debatte verlagere sich zunehmend in diese Richtung. Die Finanz- und Geldpolitik spiele natürlich eine Rolle. Sie sei aber kein Ersatz, meinte der Finanzminister.

Europa habe - mit Ausnahme Großbritanniens nach dem Brexit-Votum - nicht im Fokus der G20-Beratungen gestanden. Das Gerede über finanziellen Spielraum in Deutschland für mehr Investitionen gehe "völlig an der Realität vorbei", sagte Schäuble. Die deutsche Finanzpolitik sei angemessen und leicht expansiv. Engpässe bei Investitionen ergäben sich vielmehr aus der schleppenden Umsetzung von Projekten. 2017 übernimmt Deutschland die G20-Präsidentschaft.

Dem türkischen Vize-Premier Mehmet Simsek habe er seine Besorgnis in Deutschland und Europa über die Entwicklung in der Türkei mitgeteilt. Dieser habe versichert, dass die rechtsstaatliche Demokratie in seinem Land erhalten bleibe. Der Ausnahmezustand sei nur übergangsweise. Es sei aber vernünftig, bei solchen Treffen intensiv und offen zu reden, betonte Schäuble.

Nach der Debatte in den G20 über eine faire Steuerpolitik, die breiten Teilen der Gesellschaft zugute kommen soll, sieht Schäuble wachsende Chancen für die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer. Sein Aufschlag sei gelungen. Dies werde zwar noch lange dauern. Aber es wäre ein Versäumnis gewesen, die Chance für eine Initiative zur globalen Besteuerung von Finanzgeschäften nicht jetzt zu unternehmen, sagte Schäuble.

Eine globale Einführung sei natürlich relativ schwierig. Wenn aber die größten Ökonomien und Finanzplätze mitziehen, erhöhe dies den Druck auf andere Finanzzentren und Steueroasen, sagte Schäuble weiter. Eine globale Initiative werde die europäischen Bemühungen nicht behindern. Man werde weiter versuchen, in Europa eine "Minimallösung" zu erreichen, sagte Schäuble. Bisher wollen Deutschland und neun weitere EU-Staaten eine Finanzsteuer auf dem Wege der verstärkten Zusammenarbeit einführen. Die Verhandlungen verlaufen aber seit Jahren sehr schleppend./sl/lw/DP/he

24.07.2016

Institut: Fast 42 000 'Blaue Karten' für Auslandsfachkräfte

BERLIN (dpa-AFX) - Nach Anlaufschwierigkeiten wollen inzwischen mehr hoch qualifizierte ausländische Fachkräfte in Deutschland arbeiten. Fast 42 000 Aufenthaltsgenehmigungen (Blue Cards) seien inzwischen dafür erteilt worden, berichtete der "Tagesspiegel" (Montag) unter Berufung auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Die so genannten "Blauen Karten" können von einem EU-Mitglied für hoch qualifizierte Ausländer aus Drittstaaten vergeben werden, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

2015 wurden der Studie zufolge 14 468 "Blaue Karten" vergeben, 2012 waren es noch 4018. Allerdings galt die Regelung erst ab August 2012. Mit rund 5600 Personen oder gut 13 Prozent sind die meisten dieser hoch qualifizierten Zuwanderer demnach aus Indien. Chinesen machten 8,4 Prozent aus, Russen 8,2 Prozent. Die meisten Blauen Karten würden in Bayern (21 Prozent) vergeben, gefolgt von Baden-Württemberg (15,5 Prozent) und Niedersachsen (10,2 Prozent).

Der Aufenthaltstitel gilt für befristete und unbefristete Stellen mit einem jährlichen Bruttogehalt von mindestens 49 600 Euro. Für Fachkräfte in sehr gefragten Bereichen wie Mathematik, Informatik und Medizin liegt die Gehaltsgrenze mit jährlich rund 38 700 Euro. Vor allem diese Gehaltsgrenzen sollen dafür sorgen, dass auf dem Wege der Blauen Karte tatsächlich nur Fachkräfte ins Land kommen. Für Vertreter der Wirtschaft sind diese Grenzen noch zu hoch./rm/DP/he

24.07.2016

Kauder sieht Flüchtlingsabkommen mit Türkei nicht in Frage gestellt

BERLIN (dpa-AFX) - Unionsfraktionschef Volker Kauder sieht das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei wegen des scharfen Vorgehens von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach dem gescheiterten Putsch nicht in Gefahr. "Das Abkommen ist durch die innenpolitische Lage in der Türkei nicht infrage gestellt. Die war nicht Inhalt der Abmachung", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Wer jetzt das Abkommen vorschnell aufkündigen wolle, müsse auch sagen, dass dann die Flüchtlingszahlen und damit auch die Zahl der Toten im Mittelmeer wieder steigen werden.

Kauder machte aber deutlich, dass Erdogan Europa nicht erpressen könne. "Unsere Haltung zur Einhaltung von Menschenrechten und Demokratie ist klar. Die EU wird da eindeutig bleiben - und muss es auch. Europa ist eine Wertegemeinschaft. Das Flüchtlingsabkommen wird diese Haltung nicht beeinflussen."

Kauder warf Erdogan vor, Menschenrechte und die Prinzipien des Rechtsstaats zu verletzen. Maßnahmen wie das Absetzen tausender Richter oder pauschale Ausreiseverbote für Akademiker gingen weit über die legitime Verfolgung der Putschisten hinaus. Auf die Frage, ob gegen die Türkei Sanktionen verhängt werden könnten, antwortete Kauder: "Das sehe ich nicht." Man sollte aber in den laufenden Gesprächen einmal auf die wirtschaftlichen Abhängigkeiten zwischen der Türkei und der EU hinweisen. "Da steht für die türkische Regierung einiges auf dem Spiel."/sk/DP/he

24.07.2016

Union greift Gabriel wegen kritischer Haltung zu TTIP an

BERLIN (dpa-AFX) - Im TTIP-Streit macht die Union Front gegen SPD-Chef Sigmar Gabriel wegen seiner kritischen Haltung zu Teilen des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA. "Ich bin einigermaßen überrascht, dass der Wirtschaftsminister nicht erkennt, wie wichtig das Freihandelsabkommen mit den USA ist", sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder der "Welt am Sonntag". Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der "Bild"-Zeitung (Samstag): "Ich halte gar nichts davon, dass jetzt auch der Wirtschaftsminister offenbar gar nicht mehr dafür kämpfen will."

Gabriel hatte vor Zeitdruck gewarnt, nachdem sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Frühjahr für einen schnellen Abschluss der Verhandlungen ausgesprochen hatte. Er lehnt insbesondere die vorgesehenen privaten Schiedsgerichte für Konzerne ab und droht damit, dem Abkommen nicht zuzustimmen, wenn es dabei bleiben sollte.

"Ich glaube nicht, dass das im deutschen Interesse ist", sagte Schäuble zu Gabriels Haltung. Kauder warnte: "Wenn die Gespräche mit Washington scheitern, wird die deutsche Wirtschaft mittelfristig große Schwierigkeiten bekommen." Das könne zum Verlust tausender Arbeitsplätze führen. "TTIP ist für unser Land ein überragend wichtiges Zukunftsthema von fast existenzieller Bedeutung."

Die erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD im Bundestag, Christine Lambrecht, stellte klar: "Wir wollen kein TTIP um jeden Preis." Wenn sich Kauder und die Union ein Freihandelsabkommen um jeden Preis inklusive privater Schiedsgerichte und Absenkungen beim Verbraucherschutz wünschten, "dann sollen sie es den Wählerinnen und Wählern klipp und klar sagen"./sk/DP/he

24.07.2016

Münchner Amokläufer verfasste Manifest - Tat 1 Jahr geplant

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Der Amokläufer von München hat seine Tat ein Jahr lang vorbereitet und dazu ähnlich wie der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik ein Manifest verfasst. Einen politischen Hintergrund schließen die Behörden aber aus. Seine Opfer, die überwiegend einen Migrationshintergrund haben, suchte er sich nach den Erkenntnissen der Ermittler nicht gezielt aus.

Landespolizei und Staatsanwaltschaft informierten am Sonntag über die ersten Ermittlungsergebnisse zum Amoklauf vom Freitagabend, bei dem der 18-jährige Deutsch-Iraner vor und in einem Münchner Einkaufszentrum und in einem Schnellrestaurant neun Menschen und dann sich selbst tötete. Von den neun überwiegend jugendlichen Opfern hatten sieben einen Migrationshintergrund.

Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler Behandlungsunterlagen zu einer psychischen Erkrankung des Amokläufers und Medikamente. Der Schüler sei zwei Monate in stationärer Behandlung gewesen, habe unter "sozialen Phobien" und Depressionen gelitten.

Im Jahr 2012 sei er von Mitschülern gemobbt worden. Ob es einen Zusammenhang des Mobbings zur Tat gebe, sei noch unklar. Mitschüler seien aber nicht unter den Opfern.

Der Deutsch-Iraner hatte entgegen ersten Polizeiangaben das Manifest Breiviks nicht auf seiner Festplatte, jedoch Recherchen zur Tat des norwegischen Massenmörders angestellt und ein eigenes schriftliches "Manifest" verfasst, sagte der Präsident des bayerischen Landeskriminalamts, Robert Heimberger. Der Täter habe sich seit einem Jahr auf seine Tat vorbereitet. Er habe auch Winnenden besucht, den Ort eines früheren Amoklaufs. Dort habe er Bilder gemacht.

Nach Angaben der Ermittler spielte der Täter intensiv gewaltverherrlichende Videospiele wie "Counterstrike". Das sei typisch für Amokläufer. Die Münchner Bluttat fand am fünften Jahrestag des Amoklaufs Breiviks statt, bei dem der norwegische Rechtsextremist 77 Menschen tötete.

In München schwebten am Sonntag noch drei Menschen in Lebensgefahr. Insgesamt gab es laut Landeskriminalamts 35 Verletzte. Der Amoklauf sorgt weltweit für Entsetzen und Anteilnahme.

Mit seiner Pistole gab der Täter den Ermittlungen zufolge mindestens 57 Schüsse. Die Waffe hat er offenbar in einem anonymen Bereich des Internets gekauft. "Es gibt einen Chatverlauf im Darknet, der darauf schließen lässt, dass er sich diese Waffe im Darknet besorgt hat", sagte LKA-Präsident Heimberger. Die Waffe sei einst zu einer Theaterwaffe umfunktioniert worden, dann aber wieder zu einer scharfen Waffe umgebaut worden, sagte Heimberger.

Mit einem Fake-Account bei Facebook habe der Täter angekündigt, dass er bei McDonald's eine Runde spendieren werde, sagte Heimberger. "Das war wohl der Versuch, Personen dorthin einzuladen." Nach bisherigen Ermittlungen gehörten die Menschen, zu denen der Täter auf Facebook Kontakt hatte, aber nicht zu den späteren Todesopfern.

Die Ermittler wissen noch nicht, warum der Amokläufer das Einkaufszentrum als Tatort und den Tatzeitpunkt ausgesucht hat. Zur Aufklärung der Tat wurde eine mehr als 70 Personen starke Sonderkommission gebildet./mfi/DP/he

24.07.2016

Medien: Schäuble will Start-ups stärker fördern

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will neuen Schwung in die deutsche Start-up-Szene bringen. Dazu soll ein Fonds mit zehn Milliarden Euro aufgelegt werden, wie "Der Spiegel" und die "Welt am Sonntag" berichten. Daraus sollen Start-ups zinsvergünstigte Kredite in jener Höhe erhalten, in der sich Investoren an ihnen beteiligen.

Für jeden Euro Wagniskapital, den Investoren ausgeben, bekommen demnach die Gründer einen Euro Kredit hinzu. Insgesamt sollen so bis zu 20 Milliarden Euro mobilisiert werden. Das gehe aus einer Skizze "Tech Growth Fund" hervor. Die Pläne müssten noch durch die Beihilfeprüfung der EU-Kommission.

Der Fonds solle bei der staatlichen KfW Bankengruppe angesiedelt werden, schreiben die Blätter. Bei Ausfall von Krediten wolle der Bund gegenüber der KfW haften. Schäubles Parlamentarischer Staatssekretär Jens Spahn (CDU) solle die Idee entwickelt haben in Abstimmung mit Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig (SPD)./rm/DP/he

24.07.2016

GESAMT-ROUNDUP: G20-Staaten geben Signal der Stabilität

CHENGDU (dpa-AFX) - Die Top-Volkswirtschaften (G20) sehen sich für negative Folgen eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union gut gewappnet. Nach zweitägigen Beratungen gaben sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G20 am Sonntag demonstrativ zuversichtlich, auch wenn das Brexit-Votum zusätzliche Unsicherheiten für die Weltwirtschaft schaffe. "Die Länder der G20 sind gut aufgestellt, um proaktiv potenzielle wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen anzugehen, die sich aus dem Votum im Vereinigten Königreich ergeben", hieß es in der Abschlusserklärung im chinesischen Chengdu.

"Für die Zukunft hoffen wir, dass das Vereinigte Königreich ein enger Partner der EU ist", heißt es in dem Papier weiter. Mit ihren Beratungen bereiteten die Finanzminister und Notenbankchefs den G20-Gipfel am 4. und 5. September in der chinesischen Stadt Hangzhou vor. China hält in diesem Jahr erstmals die G20-Präsidentschaft, bevor sie im nächsten Jahr von Deutschland übernommen wird.

Noch zeichne sich aber keine rasche Linie für einen Austritt Großbritanniens aus der EU ab, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Er zeigte sich gleichwohl zuversichtlich, dass es eine "gute Zusammenarbeit in schwierigen Verhandlungen" geben werde. "Aber das Problem ist noch nicht gelöst." Er hatte in Chengdu erstmals den neuen britischen Finanzminister Philip Hammond getroffen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sieht zwar Unsicherheiten durch das Brexit-Votum, doch bestehe Einigkeit in der G20, dass die Weltwirtschaft ihre Erfolgsfahrt fortsetzen werde - mit insgesamt verhaltenem Tempo und einer leichten Verstärkung im Jahr 2017. Auch in Deutschland sei die Konjunktur weiter kräftig. 2018 sei aber "eine begrenzte Bremswirkung" zu erwarten.

Zwar wurde in Chengdu die Lage nach dem Putschversuch in der Türkei diskutiert, aber anders als zunächst angedacht gab es keinen Passus dazu in der Abschlusserklärung. Die Türkei hatte auf Unterstützung gehofft, doch pochten andere G20-Staaten auf rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien. Am Ende gab es keine Einigung auf eine Formulierung. Schäuble teilte dem türkischen Vize-Premier Mehmet Simsek die Sorge in Deutschland und Europa über die Entwicklung mit.

Wie Wachstum geschaffen werden kann, stand im Mittelpunkt des Treffens. Die G20 setzen nach den Worten von Schäuble verstärkt auf grundlegende Reformen zur Ankurbelung von Wirtschaft und Beschäftigung. "Wir brauchen nachhaltige Investitionen, wir brauchen Strukturreformen", sagte Schäuble. Die Debatte verlagere sich zunehmend in diese Richtung. Die Finanz- und Geldpolitik spiele natürlich eine Rolle. Sie sei aber kein Ersatz.

Die Diskussionen über sozial gerechtere Steuersysteme nutzte Schäuble für eine überraschende deutsche Initiative zur Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte auf globaler Ebene. Eine europäische Lösung allein bringe wenig. Alle seien sich einig, dass es richtig wäre, eine Besteuerung von Finanztransaktionen weltweit einzuführen. Sein Aufschlag sei gelungen, sagte Schäuble. Wenn die größten Ökonomien und Finanzplätze mitzögen, erhöhe dies den Druck auf andere Finanzzentren und Steueroasen.

Die G20-Minister betonen in ihrer Abschlusserklärung, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft zwar fortsetze, aber "schwächer als angestrebt" ausfalle. Risiken für die globale Konjunktur bestünden weiter durch schwankende Rohstoffpreise und niedrige Preissteigerung. Die Schwankungen an den Finanzmärkten blieben hoch. Hinzu kämen geopolitische Konflikte, Terrorismus sowie die Flüchtlingsströme.

Die G20 sprechen sich erneut dafür aus, sowohl Strukturreformen als auch geld- und finanzpolitische Maßnahmen zu ergreifen - individuell und gemeinsam, um das "Ziel eines starken, nachhaltigen, ausgewogenen und inklusiven Wachstums" zu erreichen. Geldpolitik allein könne aber nicht zu ausgewogenem Wachstum führen./sl/lw/DP/zb

24.07.2016

ROUNDUP/Volkswirte: Verunsicherung nach Brexit-Votum bremst Investitionen

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Das britische Brexit-Votum sorgt nach Einschätzung von Ökonomen in vielen deutschen Unternehmen zunehmend für Verunsicherung. Viele Firmenchefs vermissten Klarheit über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien. Mittelfristig sei daher mit gebremsten Investitionen und einem schwächeren Wachstum der deutschen Wirtschaft zu rechnen, prognostizierten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

"Das könnte dann auch Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben - wenn auch nicht allzu gravierend", betonte etwa Allianz-Volkswirt Rolf Schneider. Viel stärker werde in den nächsten Monaten, auf jeden Fall aber 2017, die wachsende Zahl jobsuchender Flüchtlinge für steigende Arbeitslosenzahlen sorgen, glauben die Fachleute.

Schneider rechnet wegen der Brexit-Folgen bereits in diesem Jahr mit einer konjunkturdämpfenden Wirkung, Heiko Peters von der Deutschen Bank dagegen erst 2017. "Wir waren bisher für 2017 von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 1,6 Prozent ausgegangen. Jetzt rechnen wir nur noch mit einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent", berichtete er. Auch andere Geldinstitute haben inzwischen ihre Wachstumserwartungen für 2017 nach unten korrigiert.

"Viele Unternehmen sind wegen des britischen Votums verunsichert und verhalten sich bei Investitionen und der Einstellung von Personal zurückhaltend", berichtet Deutsche-Bank-Ökonom Peters. "Die Verunsicherung über geopolitische Risiken war eh schon groß - und dann kam noch das Brexit-Votum dazu." Commerzbank-Volkswirte Eckart Tuchtfeld rechnet dagegen kurz- und mittelfristig nur mit begrenzten Brexit-Folgen für die deutsche Wirtschaft.

Weitgehend folgenlos für die deutsche Wirtschaft dürfte dagegen nach Meinung der Volkswirte der gescheiterte Putschversuch in der Türkei bleiben. Zwar hätten die Finanzmärkte kurzfristig auf den Vorfall reagiert. "Was die ökonomischen Faktoren des Putschversuchs angeht, hat sich inzwischen aber wieder alles stabilisiert", bilanzierte Peters.

Anders würde sich die Lage darstellen, sollte die Türkei das Flüchtlingsabkommen mit der EU außer Kraft setzen. Dann müsste wohl wieder mit einem verstärkten Flüchtlingszustrom nach Deutschland gerechnet werden, befürchten die Ökonomen. Bislang habe der Arbeitsmarkt den Zustrom aber gut verkraftet. Und Tuchtfeld rechnet auch für die kommenden drei bis vier Monate nur mit einer "moderaten Aufwärtsentwicklung" bei der Flüchtlingsarbeitslosigkeit.

Dabei dürfe allerdings nicht übersehen werden, dass manche arbeitslosen Flüchtlinge derzeit gar nicht in der Arbeitslosenstatistik auftauchten, weil sie Sprach- und berufliche Förderkurse absolvierten. "Das sieht bei man der Unterbeschäftigung, die zuletzt stark angestiegen ist", gibt Peters zu bedenken. Die Unterbeschäftigung umfasst neben Arbeitslosen auch Jobsucher, die Fortbildungs- und Trainingskurse absolvieren.

Im Juli zeigte sich der Arbeitsmarkt nach Einschätzung der Volkswirte weiter robust. Nach ihren Berechnungen waren 2,664 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit; dies wären rund 50 000 mehr als im Juni, aber rund 110 000 weniger als vor einem Jahr. Mit Beginn der Sommerpause zögern manche Unternehmen mit Einstellungen. Dies führt regelmäßig im Sommer zu steigenden Jobsucherzahlen. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Donnerstag (28.7.) veröffentlichen./kts/DP/zb

22.07.2016

AKTIE IM FOKUS 2: ElringKlinger laufen Aktionäre nach neuer Gewinnwarnung weg

(neu: Schlusskurse, DZ Bank )

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Serie an Gewinnwarnungen bei ElringKlinger reißt nicht ab und hat vor dem Wochenende die Anleger des Autozulieferers in Scharen aus der Aktie getrieben. Dem inzwischen in den SDax abgestiegenen Unternehmen gelang es wieder einmal nicht, das Ruder herumzureißen und seiner übervollen Auftragsbücher Herr zu werden. So entstanden auch im zweiten Quartal wieder zu hohe Kosten für Sonderfrachten und externe Qualitätskontrollen.

Die Aktien brachen am Freitag um 13,23 Prozent auf 15,965 Euro ein. Zeitweise waren sie im kaum veränderten Gesamtmarkt sogar bis auf 15,155 Euro abgestürzt und damit so günstig zu haben gewesen wie zuletzt vor fünf Jahren.

SERIE AN GEWINNWARNUNGEN FORTGESETZT

"Mit dieser Prognosesenkung hat der ElringKlinger-Konzern seinen Gewinnwarnungsrekordlauf fortgesetzt", sagte Analyst Christoph Laskawi von der Deutschen Bank.

Seit 2015 hat ElringKlinger nun zum dritten Mal die Ergebnisziele gekappt. Statt eines Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 160 bis 170 Millionen Euro rechnet der Zulieferer aus Dettingen/Erms - ohne zukaufsbedingte Anpassungen - nun nur noch mit 140 bis 150 Millionen Euro für 2016.

Laskawi nahm - wie mehrere weitere Analysten - diese Ankündigung daher zum Anlass, seine Kaufempfehlung für die Aktie zu streichen. Neben den Experten der DZ Bank entschied sich etwa auch Paul Kratz von der Berenberg Bank zu diesem Schritt und schrieb: "Die grundlegenden Probleme scheinen sich nicht geändert zu haben." Dabei verwies er auf "die Flaschenhals-Problematik, die es bereits 2015 gegeben hat".

PARADOX: DIE AUFTRAGSBÜCHER SIND ZU VOLL

Das mit Zylinderkopfdichtungen groß gewordene Unternehmen leidet immer noch unter seinen vollen Auftragsbüchern. Weil der Zulieferer die Aufträge nicht aus eigener Kraft erfüllen kann, entstanden einmal mehr hohe Kosten.

"Der Markt hatte auf eine strengere Finanzkontrolle gehofft und ist enttäuscht worden", sagte auch ein Händler. Die Erwartungen seien hoch gewesen, nachdem Ende des vergangenen Jahres eigens ein Finanzressort geschaffen und der Posten, den zuvor Vorstandschef Stefan Wolf inne hatte, Thomas Jessulat anvertraut worden war. "Das Vertrauen der Aktionäre ist nun einmal mehr verspielt worden."/ck/das/ck/he

22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Warburg Research senkt Ziel für Hapag-Lloyd auf 30 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Hapag-Lloyd nach einer Gewinnwarnung von 31,50 auf 30,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Die reduzierten Geschäftsziele und die niedrigen Frachtraten der Container-Reederei im zweiten Quartal hätten ihn negativ überrascht, schrieb Analyst Christian Cohrs in einer Studie vom Freitag. Positiv wertete er hingegen die langerwartete Unterzeichnung des Fusionsvertrags mit der United Arab Shipping Company (UASC)./edh/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: HSBC senkt Ziel für Lufthansa auf 7,25 Euro - 'Reduce'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Lufthansa nach einer Gewinnwarnung von 7,50 auf 7,25 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Reduce" belassen. In Reaktion auf das gesenkte Ergebnisziel der Fluggesellschaft reduzierte Analyst Andrew Lobbenberg seine Gewinnprognosen (EPS) für die Jahre 2016 bis 2018. Die kolportierte Übernahme von Air-Berlin-Teilen wäre strategisch logisch, berge aber auch Risiken, schrieb er in einer Studie vom Freitag./edh/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Barclays hebt Ziel für Inditex auf 26 Euro - 'Underweight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Inditex von 25 auf 26 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underweight" belassen. Nach dem britischen Brexit-Votum hätten es die europäischen Modehändler mit einem rückläufigen Markt in Großbritannien und einem schwachen Wachstumsumfeld auf dem Kontinent zu tun, schrieb Analyst Christodoulos Chaviaras in einer Studie vom Freitag. Dem spanischen Bekleidungskonzern dürften auch negative Währungseffekte zu schaffen machen. Das höhere Kursziel begründete er mit der Verlagerung des Bewertungshorizonts in die Zukunft./edh/la

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Leoni auf 'Neutral' und Ziel auf 28 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat Leoni nach vorläufigen Zahlen von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 22,50 auf 28,00 Euro angehoben. Das operative Ergebnis des zweiten Quartals übertreffe seine und die Markterwartungen deutlich, schrieb Analyst Nikhil Bhat in einer Studie vom Freitag. Dies zeige, dass der Autozulieferer seine Kosten nun unter Kontrolle habe./ag/la

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Bernstein hebt Ziel für HeidelbergCement auf 92 Euro - Outperform

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für HeidelbergCement vor Zahlen von 89 auf 92 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Baustoffbranche bleibe im Aufwind mit erwartetem weiteren Gewinn- und Dividendenwachstum, schrieb Analyst Phil Roseberg in einer Branchenstudie vom Freitag. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal dürfte diese These untermauern./mis/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Bernstein senkt Ziel für Roche auf 281 Franken - 'Outperform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Roche nach Halbjahreszahlen von 285 auf 281 Franken gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Der Pharmakonzern habe die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Tim Anderson in einer Studie vom Freitag. Dabei habe das Unternehmen aber von einem Einmaleffekt profitiert, ohne den der operative Kerngewinn knapp unter der durchschnittlichen Schätzung geblieben wäre./mis/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt ElringKlinger auf 'Hold' - Ziel 19 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat ElringKlinger nach einer Prognosesenkung von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 24 auf 19 Euro gesenkt. Der Autozulieferer setze seine Serie von Gewinnwarnungen zu ungünstigen Zeitpunkten fort, schrieb Analyst Christoph Laskawi in einer Studie vom Freitag. Denn drei Vorabberichte aus der Branche sprächen eigentlich für eine positive Gewinndynamik im zweiten Quartal in Europa. Für den neuen Finanzvorstand werde eine Trendwende nun noch schwieriger. Laskawi reduzierte seine Schätzungen deutlich./ag/edh

22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Independent senkt ElringKlinger auf 'Verkaufen' - Ziel 15 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Independent Research hat ElringKlinger nach einer weiteren Gewinnwarnung von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und das Kursziel von 23 auf 15 Euro gesenkt. Die anhaltenden Probleme deuteten nicht darauf hin, dass der Autozulieferer eine schnelle Trendwende schaffen könne, schrieb Analyst Zafer Rüzgar in einer Studie vom Freitag. Der Experte reduzierte seine Gewinnschätzungen (EPS) für 2016 und 2017 deutlich und rechnet angesichts des Vertrauensverlustes der Anleger mit weiteren Belastungen für die Aktie./edh/zb

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22.07.2016

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Daimler auf 69 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Daimler nach Zahlen für das zweite Quartal von 70 auf 69 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Autobauer habe starke Resultate vorgelegten und die Dividende erscheine sicher, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer Studie vom Freitag. Daimler sei seine bevorzugte Wahl unter den Aktien deutscher Autobauer. Die Zielsenkung resultierte aus kleineren Anpassungen des Bewertungsmodells./mis/zb

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser