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Siemens und Lada vereinbaren Technologietransfer

MOSKAU/ERLANGEN (dpa-AFX) - Der Elektrokonzern Siemens und der
Lada-Hersteller Avtovaz wollen bei der Modernisierung der Fabriken von Russlands
größtem Autobauer zusammenarbeiten. Beide Unternehmen hätten am Donnerstag eine
strategische Kooperation vereinbart, sagte ein Siemens-Sprecher in Erlangen. Die
Avtovaz-Werke sollten mit Automations- und Lichttechnik sowie energiesparenden
Technologien ausgestattet werden, um so Effizienz und Produktivität zu erhöhen.
Die Modernisierung sei bis 2012 geplant.

   Laut der Vereinbarung sollten dafür in speziellen Gremien die entsprechenden
Konzepte erarbeitet werden, sagte der Sprecher. Konkrete Verträge gebe es noch
nicht, so dass sich das erwartete Auftragsvolumen noch nicht beziffern lasse.
"Das Abkommen wird die Beziehungen zwischen Avtovaz und dem Siemens-Konzern, der
zu den weltgrößten Anbietern von Erzeugnissen und Dienstleistungen für die
Automobilindustrie zählt, weiter fördern", sagte Avtovaz-Chef Boris Aljoschin
nach Angaben der russischen Agentur Interfax. Siemens- Vorstandsmitglied
Heinrich Hiesinger wurde mit den Worten zitiert, er sehe für den russischen
Automarkt gute Entwicklungsperspektiven.

Siemens kooperiert in Russland bereits mit dem Konzern Rosatom bei der
ziviler Nutzung von Atomkraft sowie mit der Staatsbahn RZD beim Bau von
Hochgeschwindigkeitszügen. Am Vortag hatte die russische Presse spekuliert, dass
die möglichen neuen Mehrheitseigner von Opel eine Allianz mit Avtovaz erwägen.
Dadurch wollten der österreichisch- kanadische Autozulieferer Magna und
Russlands größtes Geldinstitut Sberbank ein Zentrum zur Autoproduktion bilden,
in dem in drei bis fünf Jahren jährlich sechs Millionen Fahrzeuge gebaut werden
könnten./cs/am/DP/nl


 

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