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ROUNDUP: Barroso bekräftigt Bereitschaft für Euro-Fonds

STRASSBURG (dpa-AFX) - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat
bekräftigt, einen Europäischen Währungsfonds (EWF) oder ein anderes
Hilfsinstrument für wackelnde Euro-Staaten vorzuschlagen. Dieser "Rahmen für
koordinierte Unterstützung" müsse aber von allen Euro-Staaten mitgetragen
werden, sagte Barroso am Dienstag in Straßburg. Einen Zeitplan für das Vorhaben
nannte er nicht.

Nach ergänzenden Angaben aus der Behörde sprach die Kommission bei ihrer
Sitzung über die Schuldenkrise Griechenlands, die das institutionelle Gefüge der
Euro-Währung erschüttert. Die Kommission will als Konsequenz aus der Krise nicht
nur einen Hilfsmechanismus für klamme Euro-Staaten vorschlagen, sondern sich bis
zum Sommer auch konkret zur verstärkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit und
verbesserten Haushaltsüberwachung der Mitgliedsländer äußern. Ausdrückliches
Ziel ist es, dass sich eine Krise à la Griechenland nicht wiederholt.

Barroso bestätigte in Straßburg, dass Schuldensünder Griechenland im
laufenden Jahr genug spart, um das ausgeuferte Defizit - wie den EU-Partnern
versprochen - um vier Prozentpunkte zu drücken. "Die Kommission hat aktiv mit
dem Euro-Staaten daran gearbeitet, einen Mechanismus zu entwickeln, den
Griechenland im Notfall nutzen könnte." Ein solches Vorgehen entspreche
EU-Recht. Der EU-Vertrag verbietet es, einzelne Staaten herauszukaufen
(sogenannte No-bail-out-Klausel). Wie der Hilfsplan für Griechenland konkret
aussieht, ist nicht bekannt. Laut Experten könnten Staatsbanken in Euroländern
wie deutsche KfW griechische Schuldtitel kaufen./cb/DP/jha

 

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