dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

17.11.2017

Apple verschiebt Marktstart seines smarten Lautsprechers

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple wird seinen vernetzten Lautsprecher HomePod doch nicht mehr in diesem Jahr auf den Markt bringen. Jetzt soll er in den USA, Großbritannien und Australien ab "Anfang 2018" verkauft werden. Man brauche "ein wenig mehr Zeit", um das Gerät für die Kunden fertigzustellen, teilte Apple am Freitag mit. Ursprünglich war bei der Ankündigung im Juni ein Verkaufsstart im Dezember in Aussicht gestellt worden. Apple machte keine Angaben dazu, was die Probleme sind.

Mit dem HomePod will Apple in das boomende Geschäft mit Lautsprechern mit integrierten Sprachassistenten einsteigen. Der Online-Händler Amazon hatte den Markt mit seinen Echo-Lautsprechern und der Assistenzsoftware Alexa praktisch im Alleingang etabliert. Im vergangenen Jahr zog Google mit dem Konkurrenzgerät Home und dem Google Assistant nach und steht in den Startlöchern mit neuen Modellen. Amazons Alexa rückt unterdessen in Geräte von Hifi-Anbietern wie Yamaha oder des Spezialisten für vernetzte Lautsprecher Sonos vor.

Apples HomePod soll sich mit der Qualität der Musikwiedergabe und räumlichem Sound von den Rivalen abheben und zugleich Zugang zur Sprachassistentin Siri bieten. Mit einem Preis von 349 Dollar wird das Gerät zugleich teurer als Konkurrenzmodelle./so/DP/he

17.11.2017

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN der Woche vom 13. bis 17.11.2017

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 13. bis 17.11.2017

MONTAG

DZ Bank senkt Drägerwerk auf 'Verkaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Drägerwerk von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert von 88 auf 60 Euro gesenkt. Der Medizin- und Sicherheitstechnikanbieter habe einen trüben Gewinnausblick auf 2018/19 gegeben, schrieb Analyst Sven Kürten in einer Studie vom Montag. Der Experte kürze daher seine Gewinnschätzungen drastisch.

Commerzbank hebt Compugroup Medical auf 'Buy' - Ziel 62 Euro

FRANKFURT - Die Commerzbank hat Compugroup nach der Zulassung für die Telematik-Infrastruktur (TI) der elektronischen Gesundheitskarte von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 47 auf 62 Euro angehoben. Sobal die Infrastruktur laufe, sollten die Umsätze des auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierten Software-Anbieters deutlich zulegen, schrieb Analystin Victoria Kruchevska in einer am Montagnachmittag veröffentlichten Studie. Auch die Margen und die freien Barmittel dürften anziehen.

Mainfirst senkt Fresenius SE auf 'Neutral' und Ziel auf 70 Euro

FRANKFURT - Mainfirst hat Fresenius SE wegen der Geschäftsperspektiven des Klinikbetreibers von "Outperform" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 85 auf 70 Euro gesenkt. Sollte es mit Blick auf aktuelle Diskussionen über fehlendes Krankenpflegepersonal in Deutschland zu einer Pflichtquote kommen, die über der aktuellen Quote der Tochter Helios liegt, würde dies den Gewinn belastet, schrieb Analyst Marcus Wieprecht in einer Studie vom Montag. Zugleich verwies er auch auf Unsicherheiten hinsichtlich der laufenden Übernahme des Generikaherstellers Akorn.

DIENSTAG

DZ Bank senkt Henkel auf 'Halten' - Fairer Wert 122 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Henkel nach Zahlen zum dritten Quartal von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert von 128 auf 122 Euro gesenkt. Umsatz und Ergebnis lägen unter den Erwartungen, schrieb Analyst Herbert Sturm in einer Studie vom Dienstag. Der Hauptgrund hierfür seien belastende Wechselkurseffekte, unter anderem in Ägypten, China und der Türkei sowie eine nachlassende Umsatzdynamik in den Segmenten Kosmetik und Waschmittel.

NordLB senkt Infineon auf 'Halten' - Ziel 24,50 Euro

HANNOVER - Die NordLB hat Infineon nach Zahlen zum vierten Geschäftsquartal von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft, das Kursziel aber von 21,00 auf 24,50 Euro angehoben. Das Wachstum des Chipherstellers sei zwar ordentlich gewesen, ein schwacher US-Dollar habe jedoch belastet, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Dienstag. Der Ausblick überzeuge. Das neue Anlagevotum resultiere aus dem starken Kursanstieg der vergangenen Wochen.

HSBC hebt Deutsche Bank auf 'Buy' und Ziel auf 18 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Deutsche Bank von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 14 auf 18 Euro angehoben. Die aktuelle Bewertung der Aktie unterschätze das langfristig gute Verbesserungspotenzial der größten deutschen Bank, schrieb Analyst Alevizos Alevizakos in einer Studie vom Dienstag.

MITTWOCH

Bernstein hebt Merck KGaA auf 'Outperform' - Ziel 115 Euro

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat Merck KGaA neu bewertet und nach ehemals "Market-Perform" mit "Outperform" eingestuft. Das Kursziel setzten die Experten nun bei 115 Euro fest. Der Pharma- und Chemiekonzern stehe vor zwei Jahren mit vielen Kurstreibern, schrieb Analyst Wimal Kapadia in einer am Mittwoch veröffentlichten Branchenstudie. Der jüngste Kursrückschlag habe deshalb eine hervorragende Kaufgelegenheit geschaffen. Er bezeichnete die Merck-Aktie unter den mit "Outperform" bewerteten Branchenwerten als Top-Empfehlung.

Warburg Research senkt Axel Springer auf 'Hold' - Ziel 64 Euro

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Axel Springer von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 60 auf 64 Euro angehoben. Das neue Kursziel resultiere aus einer Überarbeitung seines Bewertungsmodells, schrieb Analyst Jochen Reichert in einer Studie vom Mittwoch. Die Aktie des Medienkonzerns habe jedoch selbst bis zum neuen Kursziel nur noch wenig Aufwärtspotenzial, begründete er sein neues Anlagevotum.

Kepler senkt Innogy auf 'Reduce' - Ziel runter auf 37 Euro

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Aktie der RWE-Ökostromtochter Innogy aus Bewertungsgründen und den Gewinnen der vergangenen Wochen von "Hold" auf "Reduce" abgestuft, das Kursziel aber von 35 auf 37 Euro angehoben. Letzteres gehe auf die gute Bilanz zurück, schrieb Analyst Ingo Becker in einer Studie vom Mittwoch. Doch ungeachtet der immer noch attraktiven Dividendenrendite und fehlender Risiken in den kommenden Jahren erschienen Kurse um die 40 Euro zu hoch, begründete er die Abstufung.

DONNERSTAG

Deutsche Bank senkt RTL auf 'Hold' und Ziel auf 75 Euro

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat RTL von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 80 auf 75 Euro gesenkt. Die europäischen TV-Konzerne litten unter sinkenden Werbeerlösen, schrieb Analystin Laurie Davison in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Die betreffenden Aktien seien seit Jahresbeginn im Schnitt bereits um mehr als 20 Prozent gesunken und trotzdem immer noch überbewertet im Vergleich zu den US-Wettbewerberpapieren. Dies gelte umso mehr für die vergleichsweise gut gelaufene RTL-Aktie.

Oddo BHF hebt Pfeiffer Vacuum auf 'Buy' - Ziel 190 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Oddo BHF hat die Aktie des Vakuumpumpenspezialisten Pfeiffer Vacuum von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 135 auf 190 Euro angehoben. Die jüngste Informationsveranstaltung habe sein Vertrauen in die Nachhaltigkeit der aktuell starken Nachfrage sowie das Selbsthilfepotenzial bezüglich der Margensteigerung gestärkt, schrieb Analyst Veysel Taze in einer Studie vom Donnerstag. Er hob seine Schätzungen an.

Kepler Cheuvreux senkt HHLA auf 'Reduce' - Ziel sinkt auf 24 Euro

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat HHLA nach der Kursrally der vergangenen Monate von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 24,90 auf 24,00 Euro gesenkt. Nach der zuletzt guten Nachrichtenlage könnte es 2018 wieder trüber für die Aktien des Hafenbetreibers aussehen, schrieb Analyst Nikolas Mauder in einer Studie vom Donnerstag. Er rechne nicht mit weiteren Marktanteilsgewinnen. Zudem seien die Aktien hoch bewertet.

FREITAG

UBS senkt Fresenius auf 'Sell' - Ziel 57 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Fresenius von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 74 auf 57 Euro gesenkt. Der zum Medizinkonzern gehörende Infusionsspezialist Kabi dürfte wegen der zunehmenden Generika-Konkurrenz unter stärkerem Preisdruck leiden, schrieb Analyst Ian Douglas-Pennant in einer Studie vom Freitag. Kleinere Konkurrenten erhielten zunehmend Zulassungen für ihre Nachahmerpräparate.

HSBC hebt Munich Re auf 'Buy' - Ziel 220 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Munich Re von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 187 auf 220 Euro angehoben. Die Anzeichen eines stärkeren Gewinnwachstums (EPS) des Rückversicherers seien kaum zu ignorieren, schrieb Analyst Thomas Fossard in einer Studie vom Freitag.

HSBC senkt HHLA auf 'Hold' - Ziel 28 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat HHLA von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel auf 28 Euro belassen. Analyst Philip Saliba nannte in einer Studie vom Freitag anstehende Neuigkeiten zur Elbvertiefung als Grund seiner neuen Einschätzung. Die Vertiefung der Elbe ist seit Jahren ein Streitthema. Sie ist wichtig, um den größten Containerschiffen die Zufahrt zum Hamburger Hafen weiterhin zu ermöglichen. Umweltschützer sind dagegen.

/he

17.11.2017

US-Anleihen: Freundlich - Kursgewinne vor allem in längeren Laufzeiten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben sich am Freitag von ihrer freundlichen Seite gezeigt. Vor allem bei längeren Laufzeiten legten sie gestützt auf eine verhaltene Entwicklung am New Yorker Aktienmarkt zu. Starke Daten vom Häusermarkt wirkten sich derweil kaum auf den Anleihemarkt aus. Im Oktober waren die Baubeginne und die Baugenehmigungen überraschend stark gestiegen.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 18/32 Punkten. Sie rentierten mit 1,72 Prozent. Fünfjährige Anleihen kletterten um 1/32 Punkte auf 99 23/32 Punkte nach oben. Sie rentierten mit 2,06 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere stiegen um 7/32 Punkte auf 99 4/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,35 Prozent. Besonders gefragt waren Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren. Sie gewannen 26/32 Punkte auf 99 8/32 Punkte und rentierten nur noch mit 2,79 Prozent./tih/he

17.11.2017

Devisen: Eurokurs hält sich bei 1,18 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat sich am Freitag erneut an der Marke von 1,18 US-Dollar orientiert. Verglichen mit dem Stand zur gleichen Zeit am Vortag konnte die Gemeinschaftswährung etwas zulegen. Zuletzt wurden in New York 1,1797 Dollar für einen Euro bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1795 (Donnerstag: 1,1771) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8478 (0,8495) Euro.

Starke Impulse blieben aus. Auf Konjunkturseite waren aktuelle Daten vom US-Häusermarkt positiv ausgefallen, sie bewegten den Handel zwischen Euro und Dollar aber ebenso wenig wie Rekordzahlen zur Leistungsbilanz in der Eurozone oder neueste Bemerkungen einiger Notenbanker, darunter EZB-Präsident Mario Draghi. Dieser hatte bei einem Kongress in Frankfurt gesagt, dass der Euroraum trotz eines soliden Konjunkturumfelds weiterhin auf das billige Geld angewiesen sei.

Marktbewegend war vielmehr die Börsenstimmung, die sich nach einer kurzen Euphorie am Vortag wieder eintrübte. Dies belastete die Aktienmärkte, sorgte aber für eine verstärkte Nachfrage nach dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken, die als "sichere Anlagehäfen" gelten. In diesem Punkt steht der US-Dollar derzeit nicht mehr so hoch in der Gunst der Anleger wie in der Vergangenheit./tih/he

17.11.2017

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 17.11.2017

UBS senkt Fresenius auf 'Sell' - Ziel 57 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Fresenius von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 74 auf 57 Euro gesenkt. Der zum Medizinkonzern gehörende Infusionsspezialist Kabi dürfte wegen der zunehmenden Generika-Konkurrenz unter stärkerem Preisdruck leiden, schrieb Analyst Ian Douglas-Pennant in einer Studie vom Freitag. Kleinere Konkurrenten erhielten zunehmend Zulassungen für ihre Nachahmerpräparate.

HSBC hebt Munich Re auf 'Buy' - Ziel 220 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Munich Re von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 187 auf 220 Euro angehoben. Die Anzeichen eines stärkeren Gewinnwachstums (EPS) des Rückversicherers seien kaum zu ignorieren, schrieb Analyst Thomas Fossard in einer Studie vom Freitag.

HSBC senkt HHLA auf 'Hold' - Ziel 28 Euro

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat HHLA von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel auf 28 Euro belassen. Analyst Philip Saliba nannte in einer Studie vom Freitag anstehende Neuigkeiten zur Elbvertiefung als Grund seiner neuen Einschätzung. Die Vertiefung der Elbe ist seit Jahren ein Streitthema. Sie ist wichtig, um den größten Containerschiffen die Zufahrt zum Hamburger Hafen weiterhin zu ermöglichen. Umweltschützer sind dagegen.

Baader Bank hebt Hugo Boss auf 'Buy' und Ziel auf 75 Euro

MÜNCHEN - Die Baader Bank hat Hugo Boss von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 65 auf 75 Euro angehoben. Die operative Entwicklung des Modekonzerns bessere sich langsam, aber beständig, schrieb Analyst Volker Bosse in einer Studie vom Donnerstagabend. Die Umstrukturierung zeige erst Erfolge. Die jüngsten Kursverluste eröffneten daher eine Kaufgelegenheit.

Equinet hebt Talanx auf 'Accumulate' und Ziel auf 38 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Talanx von "Neutral" auf "Accumulate" hochgestuft und das Kursziel von 34 auf 38 Euro angehoben. Der Versicherer sei in den vergangenen Jahren seine Probleme erfolgreich angegangen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Freitag. Mit einem ungerechtfertigten Abschlag von 21 Prozent zum Sektordurchschnitt gehöre Talanx zu den billigsten europäischen Assekuranz-Papieren. Der Analyst rechnet in den kommenden Jahren mit einem soliden Gewinnwachstum des Versicherers.

NordLB senkt Wacker Chemie auf 'Verkaufen' - Ziel hoch

HANNOVER - Die NordLB hat Wacker Chemie nach Zahlen und zuletzt kräftigem Kursanstieg von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft, das Kursziel aber von 100 auf 114 Euro angehoben. Der Konzern habe mit seinen Zahlen für das dritte Quartal deutlich über den Markterwartungen gelegen und die Ergebnisprognose für das laufende Jahr erneut erhöht, schrieb Analyst Thorsten Strauß in einer Studie vom Freitag. Inzwischen erscheine die Aktie aber etwas zu hoch bewertet.

Warburg senkt Bertrandt auf 'Hold' - Ziel hoch auf 89 Euro

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Bertrandt vor Zahlen zum vierten Geschäftsquartal von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 87 auf 89 Euro angehoben. Die Kennziffern des Ingenieurdienstleisters dürften ordentlich ausfallen, schrieb Analyst Björn Voss in einer Studie vom Freitag. Das neue Kursziel resultiere aus der Verlagerung seiner Bewertungsbasis von 2016/17 nach 2017/18. Sein neues Anlagevotum begründete er mit dem Hinweis, dass die Aktie sein Kursziel erreicht habe.

DZ Bank hebt Gerry Weber auf 'Halten'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Gerry Weber anlässlich eines Managementwechsels von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft und den fairen Wert zunächst auf 9 Euro belassen. Der Modehersteller habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Rücktritt von Finanzvorstand David Frink nicht in Verbindung mit der Geschäftsentwicklung stehe, schrieb Analyst Herbert Sturm in einer Studie vom Freitag. Sollten sich ausgehend vom aktuellen ökonomischen Informationsstand abweichende Änderungen ergeben, behalte er sich aber kurzfristige Reaktionen hierauf vor.

Equinet senkt Patrizia auf 'Accumulate' - Ziel hoch auf 21,5 Euro

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat Patrizia Immobilien wegen eines geringeren Kurspotenzials von "Buy" auf "Accumulate" abgestuft, das Kursziel aber nach den jüngsten Akquisitionen von 20,00 auf 21,50 Euro angehoben. Die beiden Zukäufe seien nun in ihrem überarbeiteten Bewertungsmodell für die Aktie des Immobilienkonzerns berücksichtigt, schrieb Analystin Katharina Mayer in einer Studie vom Freitag. Das aktuelle Kurspotenzial von nur noch 11 Prozent rechtfertige allerdings keine Kaufempfehlung mehr.

Bernstein hebt Ziel für Allianz auf 174 Euro - Market-Perform

NEW YORK - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für Allianz nach Zahlen für das dritte Quartal von 170 auf 174 Euro angehoben und die Einstufung auf "Market-Perform" belassen. Der Versicherer habe die Markterwartungen erfüllt und seine Schätzungen übertroffen, schrieb Analyst Thomas Seidl in einer Branchenstudie vom Freitag. Der Experte hob seine Gewinnprognosen an.

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17.11.2017

Ex-IWF-Chef Rato muss wegen Bankia-Börsengangs auf die Anklagebank

MADRID (dpa-AFX) - Im Verfahren um geschönte Bilanzen beim Börsengang der spanischen Krisenbank Bankia im Juli 2011 muss der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) und Ex-Bankenchef Rodrigo Rato auf die Anklagebank. Am Freitag wurde die Eröffnung der mündlichen Verhandlung angeordnet, wie die Justiz mitteilte. Einen Termin gab der zuständige Ermittlungsrichter am Nationalen Gerichtshof in Madrid, Fernando Abreu, vorerst nicht bekannt.

Neben Rato sind weitere 34 Personen und Institutionen, darunter die Dachgesellschaft BFA und Bankia angeklagt. Die Anschuldigungen lauten unter anderem auf Anlegerbetrug, Fälschung sowie Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Für Rato fordert die Staatsanwaltschaft eine fünfjährige Haftstrafe. Zudem verlangen die Kläger, dass die Angeklagten die betroffenen Anleger entschädigen.

Rund 200 000 Kleinanleger hatten nach dem Börsengang der mit Steuergeldern geretteten Bank herbe Verluste erlitten. Damals war der Ex-IWF-Chef Rato Präsident der Bank. Die Ende 2010 - gut zwei Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise - durch die Fusion von angeschlagenen Finanzinstituten ins Leben gerufene Bank hatte 2012 19 Milliarden Euro Verlust gemacht. Sie wurde im Mai 2012 verstaatlicht. Der Beinahe-Zusammenbruch führte dazu, dass Spanien ein europäisches Rettungspaket über 41 Milliarden Euro beantragte./er/DP/he

17.11.2017

ROUNDUP/Nächster Versuch: BER erhält im Dezember Eröffnungstermin

BERLIN (dpa-AFX) - Für den neuen Hauptstadtflughafen soll am 15. Dezember ein neuer Eröffnungstermin genannt werden. Die Absprachen mit den Baufirmen seien so weit gediehen, dass er dann in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats ausführlich zum Terminrahmen vortragen könne, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag nach einer Sitzung des Kontrollgremiums. Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement ist der Start des drittgrößten deutschen Flughafens seit dem Baubeginn 2006 schon sechs Mal verschoben worden. Ein Start des BER vor dem Spätsommer 2019 gilt als ausgeschlossen.

Lütke Daldrup hatte schon angekündigt, dass der Neubau Ende August 2018 saniert sein soll. Dann folgen Tests, Abnahmen und ein Probebetrieb, wofür in der Vergangenheit rund ein Jahr eingeplant worden war. Der Geschäftsführer deutete an, dass der Zeitplan zudem Puffer für Unvorhergesehenes enthalten werde. Damit wäre auch ein Start 2020 denkbar.

"Wir wollen schnellstmöglich fertig werden", beteuerte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider. Das Gremium beriet auch über einen millionenschweren Ausbau des Flughafens bis 2040. Denn mit einer Anfangskapazität von 22 Millionen Passagieren ist der Tegel-Nachfolge-Airport zu klein. Von den Bestandsflughäfen Tegel und Schönefeld flogen im vergangenen Jahr 32,9 Millionen Menschen.

Durch die Air-Berlin-Pleite kommt das jahrelange starke Wachstum im Berliner Luftverkehr in diesem Jahr jedoch nahezu zum Erliegen. Die Passagierzahlen seien zwar leicht gestiegen. Die ohnehin sehr zurückhaltend angepeilten 34 Millionen Reisenden im Gesamtjahr werden nach Lütke Daldrups Angaben aber nicht erreicht.

"Das ist in der Tat nur eine Delle", versicherte der Ingenieur. "Es ist natürlich für den Flughafen nicht schön, dass in Tegel nicht mehr viel geflogen wird aus dem Air-Berlin-Portfolio." Die Käufer Easyjet und Eurowings würden die Lücken von Januar an jedoch schnell füllen.

Fünfeinhalb Jahre nach der geplatzten Eröffnung 2012 erhalten die Betreiber nun Schadenersatz von der Planungsgemeinschaft BBI um das Büro von Flughafen-Architekt Meinhard von Gerkan, wie Lütke Daldrup sagte. Nach langem Ringen um Schadenersatz und ausstehende Architektenhonorare in Millionenhöhe sei ein Vergleich geschlossen worden. Man werde "einen erheblichen Mittelzufluss erhalten", sagte der Flughafenchef, ohne einen Summe zu nennen.

Damit nach der Schließung Tegels alle Passagiere in Schönefeld abgefertigt werden können, soll bis Ende 2025 das dortige Terminal in Betrieb bleiben, das einmal der DDR-Zentralflughafen war. Dort müssen 45 Millionen Euro investiert werden, hieß es. Auch Tegel wird ein weiteres Mal ertüchtigt: allein mit 5 Millionen Euro im nächsten Jahr.

Für den Flughafenausbau wollten Bretschneider und Lütke Daldrup eigentlich den Ingenieur Carsten Wilmsen vom Flughafen München nach Schönefeld holen. Von den Flughafeneigentümern - Berlin, Brandenburg und dem Bund - waren laut Bretschneider jedoch zwei dagegen, für Wilmsen einen Geschäftsführerposten zu schaffen. Wilmsen sagte ab.

"Damit haben sie ein Stück Verantwortung", quittierte Lütke Daldrup diese Entscheidung der Gesellschafter. Bretschneider sagte zu den Aussichten für den Flughafenausbau: "Sie sehen mich heute nicht am Boden und auch nicht zerstört. Wir wollen die Kiste rocken."/bf/DP/he

17.11.2017

Popp Feinkost ruft Salate zurück

KALTENKIRCHEN (dpa-AFX) - Die Firma Popp Feinkost GmbH hat etliche Salate wegen des Verdachts einer Verunreinigung mit Kunststoffteilchen zurückgerufen. Wie der Hersteller aus Kaltenkirchen bei Hamburg am Freitag mitteilte, wurden vier verschiedene Salate aus Bedienungstheken großer Supermärkte genommen. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Kunststofffremdkörper in den Produkten befinden. Es besteht der Verdacht, dass der Eintrag der Fremdkörper über die Rohware Paprika erfolgt ist", hieß es.

Bei den Händlern handele es sich um Citti, Dohle (Hitmärkte), Edeka, Famila, Globus, Rewe, Kaes (V Märkte), Selgros und Sky Märkte. Des Weiteren sei die Ware an diverse Großhändler geliefert worden, deren Kunden derzeit nicht bekannt seien, heißt es in der Mitteilung.

Hinzu kämen sechs verschiedene fertig verpackte Feinkostsalate mit unterschiedlichen Ablaufdaten. Verbraucher, die die Artikel gekauft haben, erhalten auch ohne Vorlage des Kassenbons eine Erstattung des Kaufpreises in den Geschäften./koe/DP/stb

17.11.2017

Nächster BER-Eröffnungstermin soll im Dezember genannt werden

BERLIN (dpa-AFX) - Für den neuen Hauptstadtflughafen soll am 15. Dezember ein neuer Eröffnungstermin genannt werden. Das kündigten Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider und Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup am Freitag nach einer Sitzung des Kontrollgremiums an. Lütke Daldrup sagte, die Absprachen mit den Baufirmen seien so weit gediehen, dass er dann in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats ausführlich zum Terminrahmen vortragen könne. Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Missmanagement ist der Start des drittgrößten deutschen Flughafens seit 2011 schon sechs Mal verschoben worden. Ein Start des BER vor dem Spätsommer 2019 gilt als ausgeschlossen./bf/DP/stb

17.11.2017

ROUNDUP: Bundesgericht verkündet Urteil zur Elbvertiefung Ende November

LEIPZIG (dpa-AFX) - In einem weiteren Rechtsstreit um die Elbvertiefung will das Bundesverwaltungsgericht am 28. November (12.15 Uhr) sein Urteil verkünden. Das sagte der Vorsitzende Richter Andreas Korbmacher am Freitag in Leipzig. Dort wurden seit Donnerstag Klagen von Kommunen, Krabbenfischern und Jägern verhandelt.

Die drei klagenden Jagdverbände stimmten am Freitag jedoch einem Vergleich zu und sind daher nicht mehr Teil des Verfahrens. Der Vergleich sieht vor, dass die Jäger eine Vereinbarung schließen können. Diese ermöglicht auch künftig eine Jagd in den Gebieten Allwördener Außendeich Mitte und Giesensand. Die Planungen zur Elbvertiefung hatten dort eigentlich eine Jagdruhe vorgesehen.

Der Deutsche Jagdverband sei mit der Einigung zufrieden, sagte Justiziar Friedrich von Massow. "Wir konnten deutlich machen, dass pauschale Beschränkungen der Jagd für den Naturschutz schädlich sind."

Wie das Verfahren für die anderen Kläger ausgeht, ist offen. Die Stadt Otterndorf fürchtet gravierende Auswirkungen der Flussvertiefung auf den Hochwasserschutz, Cuxhaven sieht durch eine Verschlickung des Watts und hohen Wellenschlag an zwei Flussbädern seinen Tourismus bedroht. In dem Verfahren äußerte der Vorsitzende Richter Zweifel daran, ob die Klagen der Kommunen überhaupt zulässig sind. Neue Beweisanträge wurden am Freitag zurückgewiesen.

Das Leipziger Gericht befasst sich schon zum zweiten Mal mit der Elbvertiefung. Bei einem ersten richtungsweisenden Urteil im Februar hatten die Richter die Planungen weitgehend als rechtmäßig bestätigt, allerdings auch einzelne Mängel festgestellt. Geklagt hatten damals Umweltverbände.

Mit der Elbvertiefung soll der Fluss so ausgebaut werden, dass künftig große Containerschiffe mit einem Tiefgang bis zu 13,50 Meter unabhängig von der Flut und bis zu 14,50 Meter auf der Flutwelle den Hamburger Hafen erreichen können. Zudem sollen die Schiffe durch den Ausbau einander beim Ein- und Auslaufen besser passieren können. Die Hafenwirtschaft hält die Elbvertiefung für unverzichtbar - auch für den Erhalt von rund 150 000 Arbeitsplätzen, die direkt und indirekt am Hamburger Hafen hängen./vio/DP/stb

17.11.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Schwächer - Erholungsversuch bereits beendet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kurze Erholung vom Vortag hat am Freitag an der Wall Street schon keine Fortsetzung mehr gefunden. Angesichts der andauernden Hängepartie um die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump und mangels positiver Impulse gab der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke um 0,43 Prozent auf 23 358,24 Punkte nach. Börsianer verwiesen darauf, dass vor dem Wochenende keine großen Risiken mehr eingegangen würden.

Nach dem zuvor erreichten Rekord von 23 602 Punkten liegt eine vergleichsweise schwankungsreiche Woche hinter dem Kursbarometer, das am Mittwoch den prozentual größten Tagesverlust seit mehr als zwei Monaten erlitten hatte, Tags darauf aber auch die größten Gewinne in diesem Zeitraum. Letztlich ging der Dow mit einem kleinen Wochenminus von 0,27 Prozent aus dem Handel.

Auch die übrigen New Yorker Indizes schlugen sich am Freitag nicht merklich besser. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,26 Prozent auf 2578,85 Zähler abwärts. Nach einer Tags zuvor erreichten Bestmarke verlor der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 0,39 Prozent auf 6314,51 Punkte.

Genau verfolgt wurde zu Wochenschluss weiter das politische Geschehen in Washington. Im Repräsentantenhaus hatte die versprochene Steuerreform von Präsident Donald Trump zwar am Vortag eine wichtige Hürde genommen, die schwierigere steht mit dem Senat aber noch bevor. Auf Konjunkturseite kamen positive Signale vom Häusermarkt, die aber den Markt nicht merklich bewegten.

Coca-Cola waren im Dow minus 1,80 Prozent unter den größten Verlierern. Analystin Andrea Teixeira von JPMorgan hatte zwar ein insgesamt positives Fazit vom am Donnerstag zu Ende gegangenen Investorentag des Getränkeherstellers gezogen. Die Pläne des Managements zur Gewinnverbesserung seien im Aktienkurs aber schon mehr als deutlich eingearbeitet. Wal-Mart sanken außerdem in einer Gegenreaktion auf ihren deutlichen Kurssprung vom Vortag um etwas mehr als 2 Prozent.

Ein Kursfeuerwerk, das in der ganzen Branche für Euphorie sorgte, brannten die Papiere des Sporthändlers Foot Locker mit einem Satz nach oben um mehr als 28 Prozent ab. Grund dafür waren besser als erwartet ausgefallene Zahlen für das dritte Jahresviertel und Optimismus für das Weihnachtsquartal, der auch bei Sportartikelherstellern gut an kam. Die Nike-Papiere etwa sprinteten mit plus 3,42 Prozent an die Spitze im Dow.

Auch von der Textilhandelskette Abercrombie & Fitch gab es Nachrichten, die an den Börsen regelrecht gefeiert wurden. Die Titel schossen nach besser als erwarteten Zahlen für das dritte Quartal um fast ein Viertel in die Höhe. Die für junge Mode berühmten Hollister-Läden hatten dem Mutterkonzern mit einer starken Umsatzentwicklung neues Leben eingehaucht.

Spekulationen über den Verkauf von Unternehmensteilen trieben außerdem den Aktienkurs von 21st Century Fox um etwas mehr als 6 Prozent hoch. Vor allem der Kabelnetzbetreiber Comcast und der Telekomkonzern Verizon wird dabei Interesse nachgesagt. Während Comcast daraufhin um rund 2,5 Prozent nachgaben, reagierten Verizon im Dow mit einem Kursgewinn von fast 1,5 Prozent positiv darauf.

Für die Anteile des Elektroautobauers Tesla ging es um fast 1 Prozent hoch. Für Aufmerksamkeit sorgte hier, dass der Elektroautobauer neben einem neuen Roadster auch einen strombetriebenen Lastwagen vorgestellt hatte, der mit voller Ladung und einem Gewicht von 40 Tonnen eine Reichweite von rund 800 Kilometern erreichen soll.

US-Staatsanleihen entwickelten sich am Freitag vor dem Hintergrund der schwachen Aktienmärkte freundlich. Richtungweisende zehnjährige Papiere stiegen um 9/32 Punkte auf 99 5/32 Punkte. Der Eurokurs orientierte sich weiter an der Marke von 1,18 US-Dollar. Zuletzt wurden in New York 1,1795 Dollar für einen Euro bezahlt. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf exakt diesem Kurs festgesetzt. Am Donnerstag hatte er 1,1771 Dollar betragen./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

17.11.2017

Aktien New York Schluss: Schwächer - Erholungsversuch bereits beendet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kurze Erholung vom Vortag hat am Freitag an der Wall Street schon keine Fortsetzung mehr gefunden. Angesichts der andauernden Hängepartie um die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump und mangels positiver Impulse gab der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke um 0,43 Prozent auf 23 358,24 Punkte nach. Börsianer verwiesen darauf, dass vor dem Wochenende keine großen Risiken mehr eingegangen würden.

Nach dem zuvor erreichten Rekord von 23 602 Punkten liegt eine vergleichsweise schwankungsreiche Woche hinter dem Kursbarometer, das am Mittwoch den prozentual größten Tagesverlust seit mehr als zwei Monaten erlitten hatte, Tags darauf aber auch die größten Gewinne in diesem Zeitraum. Letztlich ging der Dow mit einem kleinen Wochenminus von 0,27 Prozent aus dem Handel.

Auch die übrigen New Yorker Indizes schlugen sich am Freitag nicht merklich besser. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,26 Prozent auf 2578,85 Zähler abwärts. Nach einer Tags zuvor erreichten Bestmarke verlor der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 0,39 Prozent auf 6314,51 Punkte./tih/he

17.11.2017

Aktien New York: Erholungsversuch endet bereits wieder

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kurze Erholung vom Vortag hat am Freitag an der Wall Street schon keine Fortsetzung mehr gefunden. Mangels positiver Impulse gab der Dow Jones Industrial zwei Stunden vor Schluss um 0,37 Prozent auf 23 370,84 Punkte nach. Börsianer verwiesen darauf, dass vor dem Wochenende keine großen Risiken mehr eingegangen würden. Auf Wochensicht droht dem New Yorker Kursbarometer damit ein leichter Verlust.

Die übrigen New Yorker Indizes schlugen sich geringfügig besser. Für den marktbreiten S&P 500 ging es nur um knappe 0,13 Prozent auf 2582,36 Zähler abwärts. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 verlor 0,17 Prozent auf 6328,09 Punkte.

Genau verfolgt wird zu Wochenschluss weiter das politische Geschehen in Washington. Im Repräsentantenhaus hatte die versprochene Steuerreform von Präsident Donald Trump zwar am Vortag eine wichtige Hürde genommen, die schwierigste steht mit dem Senat aber noch bevor. Auf Konjunkturseite kamen positive Signale vom Häusermarkt, die aber den Markt nicht merklich bewegten.

Coca-Cola waren im Dow mit Abgaben von 2,4 Prozent nach dem Investorentag des Getränkeherstellers unter den größten Verlierern. Analystin Andrea Teixeira von JPMorgan zog zwar ein insgesamt positives Fazit von der Veranstaltung. Die vom Management gesehene Dringlichkeit, den Umsatz wieder in die richtige Richtung zu lenken, sei im Aktienkurs aber schon mehr als deutlich eingearbeitet. Wal-Mart sanken außerdem in einer Gegenreaktion auf den deutlichen Kurssprung vom Vortag um 2,5 Prozent.

Ein Kursfeuerwerk, das in der ganzen Branche für Euphorie sorgte, brannten die Papiere des Sporthändlers Foot Locker mit einem Satz nach oben um ein Viertel ab. Grund dafür waren besser als erwartet ausgefallene Zahlen für das dritte Jahresviertel und Optimismus für das Schlussquartal, der auch bei Sportartikelherstellern gut an kam. Die Nike-Papiere etwa wurden davon mit fast 3 Prozent Plus an die Spitze im Dow gehievt.

Auch von der Textilhandelskette Abercrombie & Fitch gab es Nachrichten, die an der Börsen regelrecht gefeiert wurden. Die Titel schossen nach besser als erwarteten Zahlen für das dritte Quartal ebenfalls um etwa ein Viertel in die Höhe. Die für junge Mode berühmten Hollister-Läden hatten dem Mutterkonzern mit einer starken Umsatzentwicklung neues Leben eingehaucht. Zuletzt betrug der Aufschlag bei den Papieren runde 27 Prozent.

Spekulationen über den Verkauf von Unternehmensteilen trieben außerdem den Aktienkurs von 21st Century Fox um etwas mehr als 4 Prozent hoch. Vor allem der Kabelnetzbetreiber Comcast und der Telekomkonzern Verizon wird dabei Interesse nachgesagt. Während Comcast daraufhin um 1,70 Prozent nachgaben, reagierten Verizon im Dow in ähnlichem Maße positiv darauf.

Unter den weiteren Nebenwerten ging es für die Anteile des Elektroautobauers Tesla um rund 1 Prozent hoch. Für Aufmerksamkeit sorgte hier, dass der Elektroautobauer neben einem neuen Roadster auch einen strombetriebenen Lastwagen vorstellte, der mit voller Ladung und einem Gewicht von 40 Tonnen eine Reichweite von rund 800 Kilometern erreichen soll./tih/he

17.11.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax verliert Kampf um 13 000-Punkte-Marke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag nach einem richtungslosen Handelsverlauf letztlich etwas nachgegeben. Vor dem Wochenende seien die Anleger wieder vorsichtiger geworden, zumal der schwankende Eurokurs ein bedeutender Unsicherheitsfaktor sei, sagte ein Börsianer. Eine stärkere Gemeinschaftswährung kann den Export deutscher Produkte in Länder außerhalb des Euroraums erschweren.

Letztlich verlor der deutsche Leitindex 0,41 Prozent auf 12 993,73 Punkte, womit er knapp unter der viel beachteten Marke von 13 000 Punkten blieb und ein Wochenminus von gut einem Prozent verzeichnete. Der Erholungsversuch vom Donnerstag nach einer fünftägigen Verlustserie endete damit erst einmal als Strohfeuer.

Der MDax , in dem sich die mittelgroßen deutschen Unternehmen versammeln, sank am Freitag um 0,08 Prozent auf 26 440,92 Punkte. Dagegen schaffte der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,25 Prozent auf 2512,37 Zähler.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es letztlich um 0,49 Prozent auf 3547,46 Punkte nach unten. Die nationalen Indizes in Paris und London schlossen ebenfalls im Minus. In New York stand der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende moderat in der Verlustzone.

Die Gefahr erneuter Rückschläge besteht für den Dax nach wie vor, warnten Marktbeobachter. Insbesondere eine Rally des Eurokurses über 1,20 US-Dollar könnte laut Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader zum Problem werden. Der Eurokurs, der im asiatischen Handel bis auf 1,1822 US-Dollar gestiegen war, sank wieder unter 1,18 Dollar und lag zuletzt bei 1,1798 Dollar. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor auf 1,1795 Dollar festgelegt.

Zu den Risiken für den deutschen Aktienmarkt zählt auch das Thema Jamaika-Bündnis. Nach der Vertagung der Sondierungen ist ein Ende der Gespräche über eine Koalition aus Union, FDP und Grünen nicht in Sicht. Die Unterhändler der Parteien wollen nun die Zeit bis Sonntag nutzen, um doch noch ein Jamaika-Bündnis hinzubekommen.

Abgeschlagenes Dax-Schlusslicht waren die Papiere des Medizinkonzerns Fresenius , die 5,43 Prozent auf 63,37 Euro einbüßten. Schuld daran war eine Verkaufsempfehlung der schweizerischen Bank UBS. Analyst Ian Douglas-Pennant hatte sich vor allem kritisch zur Infusionstochter Kabi geäußert und rechnet mit wachsendem Konkurrenzdruck. Seit ihrem Rekordhoch knapp über 80 Euro im Juni haben die Fresenius-Papiere nun schon knapp 21 Prozent eingebüßt. Aktuell sind sie wieder so billig zu haben wie seit dem Sommer 2016 nicht mehr.

Die RWE-Aktien setzten ihre Talfahrt der vergangenen Tage fort und verloren weitere 3,93 Prozent. Händler verwiesen vor allem auf die unklare Zukunft der Braunkohle. Auch die Aussicht auf eine mögliche Jamaika-Koalition dürfte den Energieversorger belastet haben.

Die Titel der Deutschen Börse hingegen legten den dritten Tag in Folge zu und gewannen weitere 1,28 Prozent. Wie schon am Donnerstag offiziell wurde, übernimmt HVB-Chef Theodor Weimer nach der Insideraffäre bei dem Marktbetreiber den Chefposten. Er löst zum 1. Januar Carsten Kengeter ab und bekommt einen Vertrag über drei Jahre. Am Mittwoch war darüber bereits spekuliert worden.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen legten immerhin um 0,38 Prozent zu. Der Autobauer will 34 Milliarden Euro in die Entwicklung von E-Autos, autonomes Fahren und die Digitalisierung stecken, um so bis 2025 zur weltweiten Nummer eins in der Elektromobilität zu werden. Der Sportartikelhersteller Adidas profitierte mit einem Kursplus von 0,60 Prozent etwas von starken Geschäftszahlen des US-Sportschuhhändlers Foot Locker - dessen Anteilscheine gewannen an der Wall Street rund ein Viertel an Wert.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,21 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 141,46 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,19 Prozent auf 162,91 Zähler./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

17.11.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax verliert Kampf um 13 000-Punkte-Marke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag nach einem richtungslosen Handelsverlauf letztlich etwas nachgegeben. Vor dem Wochenende seien die Anleger wieder vorsichtiger geworden, zumal der schwankende Eurokurs ein bedeutender Unsicherheitsfaktor sei, sagte ein Börsianer. Eine stärkere Gemeinschaftswährung kann den Export deutscher Produkte in Länder außerhalb des Euroraums erschweren.

Letztlich verlor der deutsche Leitindex 0,41 Prozent auf 12 993,73 Punkte, womit er knapp unter der viel beachteten Marke von 13 000 Punkten blieb und ein Wochenminus von gut einem Prozent verzeichnete. Der Erholungsversuch vom Donnerstag nach einer fünftägigen Verlustserie endete damit erst einmal als Strohfeuer.

Der MDax , in dem sich die mittelgroßen deutschen Unternehmen versammeln, sank am Freitag um 0,08 Prozent auf 26 440,92 Punkte. Dagegen schaffte der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,25 Prozent auf 2512,37 Zähler./gl/he

17.11.2017

WOCHENAUSBLICK: Dax könnte nach Stabilisierung wieder zulegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Experten sind nach den jüngsten Verlusten und dem anschließenden Stabilisierungsversuch an Europas Börsen überwiegend vorsichtig optimistisch. Allerdings stehen in der neuen Woche nur wenige marktbewegende Konjunkturdaten auf der Agenda. Auch von den Unternehmen dürften angesichts der auslaufenden Berichtssaison weniger Impulse als zuletzt kommen. Zudem bleibt die häufig tonangebende Wall Street am Donnerstag feiertagsbedingt geschlossen, und am Freitag findet dort nur ein verkürzter Aktienhandel statt.

Zuletzt hätten die europäischen Aktienmärkte an charttechnischen Unterstützungen "fast schon mustergültig wieder nach oben" gedreht, erläuterte Chefstratege Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers. Zwar seien "für eine weitere Erholung in Richtung der jüngsten Höchststände gute Stimmungsdaten sowohl der Unternehmen wie auch der Verbraucher wichtig". Doch diesbezüglich ist Greil optimistisch: "Die anhaltend gute Konsumstimmung, die Eurolands Verbrauchervertrauen belegen sollte, spricht für beste Shoppinglaune im Weihnachtsgeschäft."

Analyst Sascha Rehbein von der Weberbank bleibt angesichts der fundamental guten Lage der Unternehmen, positiver Gewinnerwartungen und einer Konjunkturentwicklung "in die richtige Richtung" ebenfalls zuversichtlich. Und in einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hieß es: "Grundsätzlich stufen wir die Perspektiven weiter positiv ein, zumal Aktien im Vergleich zu Renten günstig bewertet sind."

Laut Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba"scheint die Hängepartie auszulaufen", die den Dax nach seinem Rekordhoch vor anderthalb Wochen um bis zu 5 Prozent hatte absacken lassen. Die zuletzt versöhnliche Kursentwicklung verdanke sich guten Vorgaben aus den USA, wo erfreuliche Konjunkturdaten, starke Quartalszahlen und Fortschritte bei der geplanten Steuerreform die entscheidenden Impulse geliefert hätten.

"Für weihnachtliche Vorfreude ist es allerdings noch etwas zu früh", gibt die Helaba-Expertin zu bedenken. Denn nach der Zustimmung im Repräsentantenhaus müssten die Steuerpläne von Donald Trump noch die Abstimmung im Senat überstehen, wo die republikanische Partei des US-Präsidenten "nur eine denkbar knappe Mehrheit" habe.

Zumindest kurzfristig vorsichtig ist Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank. "Von einer echten Konsolidierung oder gar Korrektur kann keine Rede sein", erklärt er mit Blick auf das zwischenzeitliche Dax-Minus. Denn historisch sei der deutsche Leitindex im Jahresverlauf um durchschnittlich bis zu 18 Prozent von seinem jeweiligen Hoch zurückgefallen. Er gehe aber derzeit nicht von so einem starken Kursrückgang aus, stellte Bissinger klar. Da er für 2018 optimistisch ist, sieht er weitere Verluste in den kommenden Tagen als mögliche Kaufgelegenheit.

Dem deutschen Aktienmarkt winkt am Montag ein ruhiger Wochenauftakt, da keine wichtigen Unternehmensnachrichten angekündigt sind. Etwas mehr Bewegung könnte es am Dienstag geben, wenn der Energiekonzern Uniper sich zum Übernahmeangebot des finnischen Konkurrenten Fortum äußert. Zudem stehen Kapitalmarktveranstaltungen des Rückversicherers Munich Re , der RWE-Ökostromtochter Innogy sowie des Rüstungskonzerns und Autozulieferers Rheinmetall an. Zudem legt die erst unlängst an die Börse gegangene Restaurantkette Vapiano Quartalszahlen vor.

Zur Wochenmitte folgen Zwischenberichte des Tickethändlers und Veranstalters CTS Eventim , des Versicherers Talanx , des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus und des Börsenneulings und Batterie-Experten Varta . Außerdem sind Daten zum europäischen Verbrauchervertrauen angekündigt.

Den Zahlenreigen für die Woche beschließen am Donnerstag die Geschäftsjahresberichte des Industrie- und Stahlkonzerns Thyssenkrupp und der Beteiligungsgesellschaft Deutsche Beteiligungs AG sowie die Quartalsbilanz des Saatgutherstellers KWS Saat . Dazu hält der Technologiekonzern Jenoptik eine Investorenveranstaltung ab, und beim Onlineportal-Betreiber Scout24 endet eine Haltefrist des Großaktionärs und Finanzinvestors Hellman & Friedman. Am Freitag dürfte dann vor allem das deutsche Ifo-Geschäftsklima Beachtung finden./gl/jsl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

17.11.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Erholungsversuch endet bereits wieder

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kurze Erholung vom Vortag hat am Freitag an der Wall Street schon keine Fortsetzung mehr gefunden. Mangels positiver Impulse gab der Dow Jones Industrial nach einer Handelsstunde um 0,32 Prozent auf 23 384,28 Punkte nach. Börsianer verwiesen darauf, dass vor dem Wochenende keine großen Risiken mehr eingegangen würden. Auf Wochensicht droht dem New Yorker Kursbarometer damit ein leichtes Minus.

Die übrigen New Yorker Indizes schlugen sich geringfügig besser, standen aber auch im Minus. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,17 Prozent auf 2581,28 Zähler abwärts. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 verlor in ähnlichem Maße auf 6328,65 Punkte.

Genau verfolgt wird am Freitag weiter das politische Geschehen in Washington. Im Repräsentantenhaus hatte die versprochene Steuerreform von Präsident Donald Trump zwar am Vortag eine wichtige Hürde genommen, die schwierigste steht mit dem Senat aber noch bevor. Auf Konjunkturseite kamen positive Signale vom Häusermarkt, die aber den Markt nicht merklich bewegten.

Coca-Cola waren im Dow mit Abgaben von 1,9 Prozent nach dem Investorentag des Getränkeherstellers der größte Verlierer. Analystin Andrea Teixeira von JPMorgan zog zwar ein insgesamt positives Fazit von der Veranstaltung. Die vom Management gesehene Dringlichkeit, den Umsatz wieder in die richtige Richtung zu lenken, sei im Aktienkurs aber schon mehr als deutlich eingearbeitet. Wal-Mart sanken außerdem in einer Gegenreaktion auf den deutlichen Kurssprung vom Vortag um 1,63 Prozent.

Ein Kursfeuerwerk, das in der ganzen Branche für Euphorie sorgte, brannten die Papiere des Sporthändlers Foot Locker mit einem Satz nach oben um 22 Prozent ab. Grund dafür waren besser als erwartet ausgefallene Zahlen für das dritte Jahresviertel und Optimismus für das Schlussquartal, der auch bei Sportartikelherstellern gut an kam. Die Nike-Papiere etwa wurden mit mehr als 3 Prozent Plus an die Spitze im Dow gehievt.

Auch von der Textilhandelskette Abercrombie & Fitch gab es Nachrichten, die an der Börsen regelrecht gefeiert wurden. Die Titel schossen nach besser als erwarteten Zahlen für das dritte Quartal sogar um mehr als ein Viertel in die Höhe. Die für junge Mode berühmten Hollister-Läden hatten dem Mutterkonzern mit einer starken Umsatzentwicklung neues Leben eingehaucht. Zuletzt betrug der Aufschlag bei den Papieren runde 27 Prozent.

Unter den weiteren Nebenwerten ging es für die Anteile des Elektroautobauers Tesla um knapp eineinhalb Prozent hoch. Für Aufmerksamkeit sorgte hier, dass der Elektroautobauer neben einem neuen Roadster auch einen strombetriebenen Lastwagen vorstellte, der mit voller Ladung und einem Gewicht von 40 Tonnen eine Reichweite von rund 800 Kilometern erreichen soll.

Spekulationen über den Verkauf von Unternehmensteilen, darunter etwa die Anteile am europäischen Sky-Konzern, trieben außerdem den Aktienkurs von 21st Century Fox um fast 4 Prozent hoch. Vor allem der Kabelnetzbetreiber Comcast und der Telekomkonzern Verizon wird dabei Interesse nachgesagt. Comcast gaben daraufhin um 1,5 Prozent nach, während Verizon im Dow mit 1 Prozent zu den Gewinnern zählten./tih/he

17.11.2017

Aktien New York: Erholungsversuch endet wieder - Zurückhaltung vorm Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kurze Erholung vom Vortag hat am Freitag an der Wall Street schon keine Fortsetzung mehr gefunden. Mangels positiver Impulse gab der Dow Jones Industrial nach einer halben Handelsstunde um 0,24 Prozent auf 23 401,19 Punkte nach. Börsianer verwiesen darauf, dass vor dem Wochenende keine großen Risiken mehr eingegangen würden. Auf Wochensicht droht der New Yorker Leitindex praktisch auf der Stelle zu treten.

Die übrigen New Yorker Indizes schlugen sich geringfügig besser, standen aber auch im Minus. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,13 Prozent auf 2582,18 Zähler abwärts. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 verlor 0,11 Prozent auf 6332,15 Punkte.

Genau verfolgt wird am Freitag weiter das politische Geschehen in Washington. Im Repräsentantenhaus nahm die versprochene Steuerreform von Präsident Donald Trump zwar am Vortag eine wichtige Hürde, die schwierigste steht mit dem Senat aber noch bevor. Auf Konjunkturseite kamen positive Signale vom Häusermarkt, die aber den Markt nicht merklich bewegten./tih/he

17.11.2017

Aktien New York Ausblick: Zurückhaltung vor dem Wochenende

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street könnte am Freitag ihre jüngste Erholung schon wieder beenden. Gut eine Stunde vor der Eröffnung taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,18 Prozent tiefer auf 23 415 Punkte. Auf Wochensicht würde der New Yorker Leitindex damit praktisch auf der Stelle treten.

Politische Geschehnisse werden derzeit genau verfolgt und könnten belasten. So hatte am Vortag das US-Repräsentantenhaus ein Gesetz für eine Steuerreform verabschiedet. Damit nahm das von Präsident Donald Trump vorangetriebene Reformvorhaben eine wichtige Hürde, ist aber noch nicht durch. Die schwierigste Hürde steht dem Vorhaben im Senat bevor. Dort haben Trumps Republikaner nur eine hauchdünne Mehrheit. Zudem sorgt weiter die Affäre um eine mögliche Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf für Schlagzeilen.

Von der Konjunktur kamen vor dem Börsenstart positive Signale vom Häusermarkt: So hatten in den USA im Oktober die Baubeginne und -genehmigungen stark zugelegt. Die Werte seien überraschend positiv ausgefallen, von einem Boom des Bausektors könne aber noch nicht die Rede sein, hieß es von der Helaba.

Spekulationen über den Verkauf von Unternehmensteilen trieben den Aktienkurs von 21st Century Fox vorbörslich um rund 7 Prozent hoch. Comcast , Walt Disney und Verizon werden Interessen nachgesagt.

Ein vorbörsliches Kursfeuerwerk von mehr als 20 Prozent brannten die Papiere des Sportschuh-Händler Foot Locker ab. Grund: Besser als erwartet ausgefallene Zahlen für das dritte Jahresviertel und Optimismus für das Schlussquartal.

Für die Anteile des Elektroautobauers Tesla ging es vor dem Börsenstart um knapp 4 Prozent hoch. Das Unternehmen steht mit der Vorstellung eines Elektro-Lastwagens und schnellen Sportwagens im Blick./ajx/jha/

17.11.2017

Aktien Frankfurt: Dax versucht sich zu stabilisieren

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Freitag um seinen Vortagesschluss gependelt. Die tags zuvor eingeleitete Erholung nach fünf Verlusttagen steht weiter auf tönernen Füßen. Vor dem Wochenende seien die Anleger wieder vorsichtiger geworden, zumal der schwankende Eurokurs ein bedeutender Unsicherheitsfaktor sei, sagte ein Börsianer.

Am Nachmittag stieg das Börsenbarometer um 0,07 Prozent auf 13 055,99 Punkte. Im Wochenverlauf bedeutet das ein Minus von rund 0,6 Prozent. Der MDax zeigte sich am Freitag mit 0,18 Prozent im Plus auf 26 510,29 Zähler. Der TecDax legte um 0,47 Prozent auf 2517,95 Punkte zu. Für den EuroStoxx 50 ging es um 0,10 Prozent abwärts. Der Euro, der im asiatischen Handel bis auf 1,1822 US-Dollar gestiegen war, sank wieder unter 1,18 Dollar. Zuletzt kostete ein Euro 1,1786 Dollar. Den Referenzkurs hatte die EZB tags zuvor auf 1,1771 Dollar festgelegt.

Die Gefahr erneuter Rückschläge besteht für den Dax nach wie vor, warnten Marktbeobachter. Insbesondere eine Rally des Euro über 1,20 Dollar könnte laut Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader zum Problem werden. Analyst Timo Emden von DailyFX Germany schrieb: "Womöglich befindet sich der Dax lediglich in einer kurzen Verschnaufpause."

Zu den Risiken für den deutschen Aktienmarkt zählt dabei auch das Thema Jamaika-Bündnis. CSU, CDU, FDP und Grüne, die am Morgen ihre Gespräche über einen Einstieg in Koalitionsverhandlungen unterbrochen hatten, kamen am Mittag zu einer neuen Runde zusammen. In den zentralen Streitpunkten wie Zuwanderung, Klimaschutz und Finanzen sind sie aber immer noch weit von einer Lösung entfernt.

Im Dax nahmen die Papiere von Fresenius mit minus 4,61 Prozent den letzten Platz ein. Die Schweizer Bank UBS empfiehlt die Aktie nun zum Verkauf. Analyst Ian Douglas-Pennant äußerte sich vor allem kritisch zur Infusionstochter Kabi des Medizintechnikkonzerns und rechnet mit wachsendem Konkurrenzdruck. Seit ihrem Rekordhoch knapp über 80 Euro im Juni haben die Fresenius-Papiere nun schon rund 20 Prozent eingebüßt. Aktuell kosten sie damit wieder so viel wie vor etwas mehr als einem Jahr.

Die RWE -Aktien setzten ihre Talfahrt der vergangenen Tage fort und verloren weitere 2,91 Prozent. Händler verwiesen vor allem auf die unklare Zukunft der Braunkohle. Auch die Aussicht auf eine mögliche Jamaika-Koalition dürfte belasten. Seit der Vorlage der Quartalszahlen Mitte November haben die Papiere inzwischen knapp 12 Prozent eingebüßt.

Die Anteile der Deutschen Börse hingegen legten den dritten Tag in Folge zu und gewannen weitere 1,73 Prozent. Wie am Donnerstag offiziell wurde, übernimmt HVB-Chef Theodor Weimer nach der Insideraffäre beim in Eschborn ansässigen Marktbetreiber den Chefposten. Er löst zum 1. Januar Carsten Kengeter ab und bekommt einen Vertrag über drei Jahre. Am Mittwoch war darüber bereits spekuliert worden.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen legten im Branchenvergleich mit einem Plus von 0,98 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich zu. Der Auto-Konzern will 34 Milliarden Euro in die Entwicklung von E-Autos, autonomes Fahren und die Digitalisierung stecken, um so VW bis 2025 zur weltweiten Nummer eins in der Elektromobilität zu machen. Adidas profitierten mit plus 1,06 Prozent von starken Geschäftszahlen des US-Sportschuhhändlers Foot Locker .

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,21 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 141,46 Punkte. Der Bund Future gewann 0,08 Prozent auf 162,73 Zähler./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

17.11.2017

Dobrindt: Jetzt kommen die 'dicken Klopfer'

BERLIN (dpa-AFX) - Bei den Sondierungsgesprächen geht es nach den Worten von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt erneut ans Eingemachte. "Das sind die schwierigsten Themen, die man ja immer wieder sich vornehmen muss", sagte Dobrindt am Freitagabend in Berlin mit Blick auf die Verhandlungsrunden zu Migration und Klima an diesem Samstag. Bei den Grundsatzfragen müsse man sich einig werden, sagte Dobrindt. Deshalb müssen es nun an "die dicken Klopfer" gehen. "Die Lage ist schwierig, kompliziert, so wie zu erwarten. Wenn sich eine Chance auftut, sind wir bereit, die zu ergreifen. Aber es geht nichts um jeden Preis."/hoe/ted/hrz/bk/rm/DP/he

17.11.2017

ROUNDUP/Jamaika-Sondierungen: Zähes Ringen auch in der Verlängerung

BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Verlängerung der Sondierungen haben sich die Jamaika-Unterhändler von CDU, CSU und FDP bis spätestens Sonntagabend eine Frist für eine Lösung gegeben. "Allen Beteiligten ist klar, dass wir Sonntag um 18.00 Uhr die Sache abschließen müssen", sagte FDP-Vize Wolfgang Kubicki am Freitag nach Beratungen in Berlin. Nur die Grünen äußerten sich nicht so deutlich hinsichtlich einer Frist bis zum Sonntagabend. Bei den zentralen Streitthemen kamen die Parteien auch am Freitag nicht wesentlich voran. Es klemmt nach wie vor bei den Themen Zuwanderung, Klimaschutz und Finanzen.

Die Unterhändler waren am Nachmittag erneut zusammengekommen, nachdem zuvor in der angeblich entscheidenden Runde auch nach 15 Stunden noch kein Ergebnis auf dem Tisch lag. Nun sollen bis Sonntagabend alle Themen nochmals aufgerufen werden.

Auch CSU-Chef Horst Seehofer dringt auf eine Entscheidung möglichst an diesem Sonntag. "Wir haben das Ziel, dass wir am Sonntag fertig werden. Die Bevölkerung hat jetzt die Erwartung und auch den Anspruch darauf, zu wissen, ob eine Regierungsbildung möglich ist oder nicht", sagte Seehofer der Deutschen Presse-Agentur. Zu Gerüchten über einen angeblichen Machtkampf zwischen ihm und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in den Sondierungsgesprächen sagte Seehofer: "Vollkommener Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn."

Dobrindt hofft trotz der vielen offenen Streitpunkte auf einen Erfolg der Sondierungsgespräche. "Wir sollten den Versuch dringend machen", sagte er auf die Frage, ob er wolle, dass die Gespräche zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen gelingen. Dobrindt hatte sich während der Verhandlungen heftige Wortgefechte mit Vertretern der Grünen geliefert.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki erwartet ebenfalls an diesem Wochenende ein Ergebnis der Sondierungen. "Allen Beteiligten ist klar, dass wir Sonntag um 18 Uhr die Sache abschließen müssen", sagte er. Dieses Land warte wirklich darauf, "dass wir endlich zu Potte kommen". Es wäre ein Ausweis von mangelnder Politikfähigkeit, "wenn wir trotz unterschiedlicher Auffassungen im Ausgangspunkt uns jetzt nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können".

Hessens CDU-Chef Volker Bouffier rief die Jamaika-Partner zum Einlenken in den Streitfragen auf. "Es muss sich eine Kultur entwickeln des gegenseitigen Vertrauens", sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende im Hessen Fernsehen. Auch er betonte: "Am Sonntag ist Feierabend. Da muss man wissen, was herauskommt."

CDU-Generalsekretär Peter Tauber betonte in einem Youtube-Beitrag, man müsse bei den Themen Klima, Migration und Finanzen "wirklich nochmals hart miteinander ins Gericht gehen". An anderen Stellen habe die CDU viel durchsetzen können. "Die Handschrift der CDU ist beim jetzigen Stand klar erkennbar", etwa bei der besseren Unterstützung von Familien oder etwa mehr Stellen für die Polizei.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Buschmann, sagte, in den Kernfragen habe sich "nicht genug bewegt". So seien sich zwar alle einig, dass mehr in die Bildung investiert werden müsse. Nötig sei aber auch eine Aufweichung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern in der Bildung. Dennoch machte Buschmann deutlich, dass er weiter auf den Erfolg hofft.

Kanzlerin Angela Merkel, die die Unterhändler für Freitagmittag in die CDU-Parteizentrale geladen hatte, sagte, sie gehe trotz aller Schwierigkeiten mit dem Willen in die Verhandlungen, "den Auftrag, den uns die Wähler gegeben haben, eine Regierung zu bilden, auch umzusetzen. Es wird sicherlich nicht einfach, es wird sicherlich hart, aber es lohnt sich, heute Runde zwei nochmals zu drehen". Merkel sagte: "Die Aufgabe, eine Regierung für Deutschland zu bilden, die ist eine so wichtige Aufgabe, dass sich die Anstrengung lohnt."

Die Grünen unterbreiteten beim Streitthema Verkehr ein neues Kompromissangebot. Darin fehlt unter anderem die von der Ökopartei bisher geforderte höhere Besteuerung von Diesel. Von einem festen Datum für ein Verbot der Neuzulassung von fossilen Verbrennungsmotoren hatten sich die Grünen in den Sondierungen schon verabschiedet. Stattdessen heißt es in dem Textvorschlag nur noch: "Wir setzen uns als Ziel in den nächsten zwei Dekaden den Zeitpunkt zu erreichen, ab dem ausschließlich emissionsfreie Neuwagen auf den Markt kommen."

Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte: "Trotz der schwierigen Gespräche bin ich optimistisch, dass es gelingen kann." Nun gelte es, dem Land eine gute Regierung zu stellen. Dafür trügen alle Beteiligten an den Sondierungen eine Verantwortung.

Nach dem Fahrplan fürs Wochenende soll am Samstagvormittag der Klimaschutz wieder aufgerufen werden, mittags Migration und nachmittags Verkehr sowie Landwirtschaft. Am Sonntag soll dann über die Themen Inneres, Familie, Kommunales, Soziales und dann wieder Finanzen beraten werden.

SPD-Chef Martin Schulz fürchtet, dass eine Jamaika-Koalition unter Führung Merkels Europa schweren Schaden zufügen wird. Es gebe dramatische Widersprüche in der Europa-Politik von CDU, CSU, FDP und Grünen. Deutschland werde als Partner des mutigen französischen Präsidenten Emmanuel Macron ausfallen, sagte der frühere EU-Parlamentspräsident in Berlin./rm/bk/DP/he

17.11.2017

Grüne verlangen Bewegung bei allen Jamaika-Parteien

BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen verlangen in der Verlängerung der Sondierungen für eine Jamaika-Koalition Kompromissbereitschaft aller Parteien. "Logischerweise muss das für alle gelten, dass man sich bewegt", sagte Parteichef Cem Özdemir nach Beratungen mit Union und FDP am Freitag in Berlin. Alle müssten bereit sein, sich jetzt für das gemeinsame Ziel zu bewegen, dass das Land vier Jahre regiert werde "und die Regierung nicht aus der erstbesten Kurve fliegt".

Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte: "Verbindlich, Vertrauen, Verlässlichkeit. Das muss hinkommen, und es muss inhaltlich passen." Özdemir sagte, die Grünen hätten deutlich gemacht, nicht ideologisch in die Gespräche zu gehen. "Wir sind uns der staatspolitischen Verantwortung bewusst für unser Land angesichts des letzten Wahlergebnisses mit der AfD im Bundestag. Wir sind uns aber auch bewusst der europapolitischen Verantwortung, weil viele auf unser Land schauen."/sam/hrz/bk/rm/DP/he

17.11.2017

Tauber: Bei Klima, Migration und Finanzen miteinander ins Gericht

BERLIN (dpa-AFX) - CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat für die Jamaika-Sondierungen am Wochenende intensive Verhandlungen mit CSU, FDP und Grünen angekündigt. "Die Gespräche sind schwierig", sagte Tauber in einem am Freitagabend verbreiteten Youtube-Beitrag seiner Partei. Man müsse bei den Themen Klima, Migration und Finanzen "wirklich noch mal hart miteinander ins Gericht gehen". An anderen Stellen habe die CDU viel durchsetzen können. "Die Handschrift der CDU ist beim jetzigen Stand klar erkennbar", etwa bei der besseren Unterstützung von Familien oder bei mehr Stellen für die Polizei.

Tauber kündigte an, die Parteispitze werde die eigentlich für dieses Wochenende in einer Vorstandsklausur geplante Analyse des schlechten Ergebnisses bei der Bundestagswahl zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Auch der am Sonntag geplante Beginn der Amts- und Mandatsträgerkonferenzen zur Information der Parteibasis müsse verschoben werden./bk/DP/he

17.11.2017

Air-Berlin-Mitarbeiter klagen gegen Freistellung

DÜSSELDORF/BERLIN (dpa-AFX) - Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin haben beim Düsseldorfer Arbeitsgericht Klagen gegen ihre Freistellung eingereicht. Das Gericht habe in den Eilverfahren für kommenden Mittwoch und Donnerstag Verhandlungstermine angesetzt, teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit.

Dabei geht es um die Klagen einer Flugbegleiterin und zweier Piloten der Air Berlin, die widerruflich freigestellt wurden. Nach Ansicht der Kläger soll es nach wie vor Einsatzmöglichkeiten geben.

Pilot und Co-Pilot machen zudem geltend, dass sie Flugeinsätze benötigen, um ihre Erlaubnis zum Führen von Flugzeugen eines bestimmten Typs zu behalten. Die Eilbedürftigkeit wird auch darauf gestützt, dass derzeit aufgrund der widerruflichen Freistellung weder Arbeitslosengeld noch Gehälter gezahlt würden (Az.: 7 Ga 88/17; 10 Ga 89/17; 12 Ga 91/17)./fc/DP/stb

17.11.2017

ROUNDUP/Mehr Gerechtigkeit, bessere Jobs: EU will soziale Spaltung überwinden

GÖTEBORG (dpa-AFX) - Die Europäische Union will mehr für soziale Gerechtigkeit, gute Jobs und Bildungschancen tun, um den Kontinent zu einen und EU-Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Feierlich bekannten sich die 28 Staaten am Freitag in Göteborg zu gemeinsamen sozialen Standards, darunter faire Löhne, Hilfe bei Arbeitslosigkeit und angemessene Renten. Konkret schlug EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine drastische Ausweitung des Austauschprogramms Erasmus vor, was aber mittelfristig 30 Milliarden Euro kosten würde.

Besiegelt wurde bei dem EU-Sozialgipfel in Schweden die sogenannte Säule sozialer Rechte, die in 20 Unterpunkten auch Ansprüche auf Gesundheitsversorgung, Pflege, Kinderbetreuung und genug Geld für ein Leben in Würde in Aussicht stellt. Kritiker wenden allerdings ein, dass die Erklärung wenig konkret und die Rechte nicht einklagbar seien.

Die Proklamation könne nur der Anfang sein, betonte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Reiner Hoffmann, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "So nützt sie weder dem deutschen, noch einem anderen europäischen Beschäftigten. Die Säule muss finanziell ausgestattet werden, Details müssen konkretisiert werden, und sie muss rechtsverbindlich werden."

Das stößt aber auf Widerstände, unter anderem in Deutschland. Die Bundesregierung trug die Erklärung zwar offiziell mit, obwohl Kanzlerin Angela Merkel wegen der Jamaika-Sondierung nicht nach Schweden kam. Die amtierende Sozialministerin Katarina Barley (SPD) lobte die soziale Säule auch. Von der CSU aus München kam jedoch scharfe Kritik. "Ich verstehe, dass europäische Politiker der EU ein sozialeres Gesicht geben wollen", sagte Bayerns Europaministerin Beate Merk. "Die heutige Erklärung ist aber leider der Versuch, eine europäische Sozial-Transferunion durch die Hintertür zu schaffen."

Gewerkschafter beklagen die großen sozialen Unterschiede in Europa. Der Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbunds, Luca Visentini, sagte viele Länder und Regionen kämen nicht mit, vor allem junge und ältere Arbeitnehmer fänden keine Jobs. Zu viele neu geschaffene Arbeitsplätze seien prekär, Gehaltsunterschiede zwischen Staaten und Sektoren unakzeptabel hoch. Die "Säule sozialer Rechte" müsse sicherstellen, dass soziale Fragen genauso ernstgenommen würden wie wirtschaftliche Freiheiten.

Dazu bekannte sich der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven als Gastgeber des Gipfels. Binnenmarkt und Freizügigkeit seien wichtig, sagte er, fügte aber hinzu: "Wir haben nicht genug auf anständige Jobs mit guten Löhnen geachtet." Der beste Weg, wieder Vertrauen in die EU zu schaffen, seien Verbesserungen für die Bürger im täglichen Leben. Etliche der versammelten Staats- und Regierungschefs äußerten sich ähnlich. Österreichs Kanzler Christian Kern sagte, viele hätten den Glauben an die EU verloren. "Wir müssen die Menschen an die erste Stelle stellen", sagte er.

Kommissionschef Juncker versicherte auch, dass die sozialen Rechte mehr als fromme Wünsche seien. Gesetzgebungsverfahren müssten folgen. Die litauische Regierungschefin Dalia Grybauskaité räumte ein, dass man zunächst nur den politischen Willen bekundet habe. "Natürlich muss das später mit konkreten Vorschlägen gefüllt werden."

Die Zuständigkeit dafür liegt in der Regel bei den einzelnen EU-Staaten, und die haben unterschiedliche Interessen. Westeuropäische Staaten beklagen zum Beispiel, dass billige Arbeitskräfte aus ärmeren EU-Staaten Löhne und soziale Standards drücken. Östliche Staaten halten dagegen, der Westen wolle seine Arbeitsmärkte abschotten. Etliche Staaten fürchten zudem, dass die EU mehr Kompetenzen an sich reißen wolle./vsr/DP/stb

17.11.2017

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 17.11.2017

ROUNDUP/Venezuelas Schuldenkrise: Kreditausfallversicherung wird ausgezahlt

NEW YORK/FRANKFURT/CARACAS - Es ist eine weitere Eskalation in der Schuldenkrise Venezuelas: Der internationale Derivateverband ISDA hat ein "Kreditereignis" für das sozialistisch regierte Land in Südamerika festgestellt. Der Beschluss vom späten Donnerstagabend hat zur Folge, dass Besitzer spezieller Versicherungen gegen einen Zahlungsausfall Venezuelas von den Anbietern solcher Papiere ausgezahlt werden müssen.

ROUNDUP: Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisiert Frist für London

GÖTEBORG/LONDON - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.

USA: Baubeginne und Genehmigungen steigen stark

WASHINGTON - In den USA sind im Oktober deutlich mehr Bauten begonnen und genehmigt worden als erwartet. Die Baubeginne erhöhten sich zum Vormonat um 13,7 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Das ist deutlich mehr als der von Analysten erwartete Zuwachs um 5,6 Prozent. Zudem fiel der Rückgang im September schwächer aus als bislang bekannt. Anstatt eines Rücksetzers um 4,7 Prozent ergibt sich nach korrigierten Daten ein Minus von 3,2 Prozent.

ROUNDUP 5/'Wir müssen reden': Jamaika-Sondierungen und kein Ende

BERLIN - Ungeachtet der bisher erfolglosen Sondierungen haben die Jamaika-Unterhändler ihren Willen bekräftigt, doch noch zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen. Nachdem die Gespräche am frühen Freitagmorgen nach knapp 15 Stunden vertagt worden waren, kamen die Verhandler von CDU, CSU, FDP und Grünen am Mittag zu einer neuen Runde zusammen. Die zentralen Streitpunkte wie Zuwanderung, Klimaschutz und Finanzen waren aber noch weit von einer Lösung entfernt.

ROUNDUP/Draghi: Zeit noch nicht reif für Ende der ultralockeren Geldpolitik

FRANKFURT - Der Euroraum ist nach Einschätzung von EZB-Präsident Mario Draghi trotz solider Wirtschaftserholung weiterhin auf das billige Geld der Notenbank angewiesen. "Wir sind noch nicht an dem Punkt angelangt, an dem die Erholung der Inflation sich selbst trägt ohne unsere unterstützende Geldpolitik", sagte Draghi am Freitag bei einem Bankenkongress in Frankfurt.

Deutsche-Bank-Chef Cryan: Größere Banken wären gut für Europa

FRANKFURT - Deutsche-Bank-Chef John Cryan mahnt eine Bereinigung des zersplitterten europäischen Bankenmarktes an. "Europa wäre gut bedient, wenn es eine Handvoll Institutionen gäbe, die auf globaler Ebene konkurrieren könnten", sagte Cryan am Freitag bei einem Bankenkongress in Frankfurt. Die USA und China beispielsweise hätten sehr große Finanzkonzerne, die weltweit investierten. "In Europa gibt es zu viele Institute, vor allem in Deutschland." Ein Zusammengehen würde aus seiner Sicht helfen, aber dafür müsse das richtige Maß gefunden werden, sagte Cryan.

Seehofer kritisiert Grüne: Spiel ist nicht nachvollziehbar

BERLIN - CSU-Chef Horst Seehofer hat die Grünen unmittelbar vor der Fortsetzung der Sondierungen für ein Jamaika-Bündnis zu mehr Kompromissbereitschaft aufgefordert. Ohne die Ökopartei direkt zu nennen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Freitag in Berlin: "Dieses Spiel, wir haben uns bewegt, jetzt müssen sich die anderen bewegen, ist nicht nachvollziehbar." Man dürfe nicht nur öffentlich erklären, kompromissbereit zu sein, sondern müsse dem in den Verhandlungen auch Taten folgen lassen.

ROUNDUP/China-Geschäft schwieriger: Deutsche Firmen zögern mit Investitionen

PEKING - Die Bedingungen für deutsche Unternehmen in China haben sich weiter verschlechtert. Langsames und zensiertes Internet, fehlende Fachkräfte, steigender Wettbewerb, Protektionismus sowie mangelnde Rechtssicherheit gehören zu den größten Hürden, wie die jährliche Umfrage der deutschen Handelskammer (AHK) in China ergab, die am Freitag in Peking vorgestellt wurde. Zwar sind deutsche Firmen optimistisch, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft wieder stärker wächst. Doch wird es für sie nach Einschätzung von Kammerpräsident Lothar Herrmann immer schwieriger, am Wachstum teilzuhaben.

ROUNDUP/Wirtschaft: Spielraum für nächste Regierung bei 76 Milliarden Euro

BERLIN - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hält den finanzpolitischen Spielraum der kommenden Regierung für fast doppelt so hoch wie die potenzielle Jamaika-Koalition. Wie aus einer Berechnung des DIHK hervorgeht, könnten Union, FDP und Grüne in den kommenden vier Jahre über zusätzliche Einnahmen von 76 Milliarden Euro verfügen. Die Parteien hatten den Spielraum auf 35 bis 40 Milliarden Euro beziffert. Zunächst hatten auch die möglichen Koalitionspartner mit einem größeren Spielraum gerechnet, doch der geschäftsführende Finanzminister Peter Altmaier (CDU) hatte die Erwartungen empfindlich gedämpft.

Eurozone: Rekordüberschuss in Leistungsbilanz

FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im September weiter gestiegen und hat ein Rekordhoch erreicht. Nach Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Freitag legte der Überschuss bereinigt auf 37,8 Milliarden Euro zu. Dies ist der dritte Anstieg in Folge und der höchste Überschuss seit Entstehung der Eurozone. Im Monat zuvor hatte der Überschuss bei revidiert 34,5 (zunächst 33,3) Milliarden Euro gelegen.

ROUNDUP: Europa will soziale Spaltung überwinden

GÖTEBORG - Nach den Wahlerfolgen von Populisten und EU-Kritikern besinnt sich die Europäische Union auf das Soziale, um unzufriedene Bürger zurückzugewinnen. Bei einem Gipfel in Göteborg bekannten sich die 28 Staaten am Freitag in einer Erklärung zu gemeinsamen Mindeststandards, darunter faire Löhne, Hilfe bei Arbeitslosigkeit und angemessene Renten. Die Rechte seien nicht nur "fromme Wünsche", sondern sollten konkret umgesetzt werden, versicherte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

17.11.2017

Juncker will EU-Austauschprogramm Erasmus ausbauen

GÖTEBORG (dpa-AFX) - EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker will das Austauschprogramm Erasmus für Studenten und junge Berufstätige deutlich ausbauen. Wenn doppelt so viele junge Menschen davon profitieren sollten, müssten aber auch 30 Milliarden Euro in die Hand genommen werden, sagte er am Freitag nach dem Sozialgipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Göteborg.

Das Erasmus-Programm solle für mehr junge Leute geöffnet werden, betonte EU-Ratspräsident Donald Tusk. Auf dem Gipfel sei auch ein europäischer Studentenausweis diskutiert worden, der europaweit Zugang zu kulturellen Sehenswürdigkeiten geben solle. Die Finanzierung müsse Thema in den nächsten Haushaltsberatungen werden./tam/DP/stb

17.11.2017

ROUNDUP/Venezuelas Schuldenkrise: Kreditausfallversicherung wird ausgezahlt

NEW YORK/FRANKFURT/CARACAS (dpa-AFX) - Es ist eine weitere Eskalation in der Schuldenkrise Venezuelas: Der internationale Derivateverband ISDA hat ein "Kreditereignis" für das sozialistisch regierte Land in Südamerika festgestellt. Der Beschluss vom späten Donnerstagabend hat zur Folge, dass Besitzer spezieller Versicherungen gegen einen Zahlungsausfall Venezuelas von den Anbietern solcher Papiere ausgezahlt werden müssen.

"Ein sogenanntes Kreditereignis ist ein etwas eleganteres Konzept, wenn der Schuldner einer bestimmten Verpflichtung nicht nachkommt", sagte Analyst Alejandro Guilarte vom Finanzdienstleister Rendivalores der Zeitung "El Nacional". "Es stellt zwar fest, dass eine bestimmte Forderung nicht erfüllt wurde, lässt aber die Möglichkeit offen, dass das Problem noch gelöst wird."

Die Entscheidung, ein Kreditereignis festzustellen, sei in dem relevanten Gremium mit 15 zu null Stimmen gefallen, teilte der Verband mit. Der Beschluss folgte auf Entscheidungen zwei führender Rating-Agenturen, die jeweils einen Zahlungsausfall Venezuelas festgestellt hatten.

Über die genauen Konditionen will das ISDA-Gremium am kommenden Montag entscheiden. Die Kreditausfallversicherungen, im Fachjargon CDS (Credit Default Swaps) genannt, betreffen venezolanische Staatsanleihen und Schuldpapiere der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA. Das Gesamtvolumen liegt laut ISDA bei fast 1,6 Milliarden Dollar (1,36 Mrd Euro). 1,34 Milliarden Dollar entfallen auf Staatsanleihen, 250 Millionen Dollar auf PDVSA-Schulden.

Der Ökonom und Abgeordnete Ángel Alvarado warnte vor den Folgen eines Totalausfalls. "Die Gläubiger könnten sich organisieren und beispielsweise Öllieferungen beschlagnahmen lassen. Das könnte die Probleme von Venezuela verschärfen und die Portokasse leeren", sagte der Parlamentarier.

Venezuela steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Wegen jahrelanger Misswirtschaft, Korruption und des niedrigen Ölpreises verfügt das einst reiche Land kaum noch über Devisen, um Lebensmittel, Medikamente oder Dinge des täglichen Bedarfs zu importieren. Präsident Nicolás Maduro will die Verbindlichkeiten nun neu strukturieren.

Der jüngste Versuch, mit Gläubigern einen Nachlass bei den Staatsschulden von insgesamt über 140 Milliarden US-Dollar (120 Mrd. Euro) zu verhandeln, blieb allerdings ergebnislos. Immerhin gewährt Russland als großer Gläubiger bei Schulden über 3,15 Milliarden US-Dollar eine längere Rückzahlungsfrist von bis zu zehn Jahren.

In den Zeiten der hohen Ölpreise hatte Venezuela sich einseitig auf diesen Sektor konzentriert. Allerdings versäumte der Staatskonzern PDVSA, in moderne Förder- und Raffinerietechnik zu investieren. So sanken die Öleinnahmen von 39,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf zuletzt 5,29 Milliarden Dollar. "Es ist dieses gescheiterte Wirtschaftsmodell, das das Land ruiniert hat", sagte der Leiter des Beratungsunternehmens Ecoanalítica, Alejandro Grisanti./bgf/jkr/oca/DP/bgf

17.11.2017

ROUNDUP/Union weist DIHK-Rechnung zurück: Spielraum bleibt 45 Milliarden Euro

BERLIN (dpa-AFX) - Die Wirtschaft sieht einen fast doppelt so großen Spielraum im Bundesetat für Steuerentlastungen und Investitionen wie die potenzielle Jamaika-Koalition. Die künftige Regierung könne in den kommenden vier Jahren über mehr als 76 Milliarden Euro verfügen, hieß es beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag. Die Union wies die Berechnung als "fehlerhaft und unseriös" zurück. "Sie enthält nicht nachvollziehbare Luftbuchungen und kommt zu völlig überhöhten Spielräumen", erklärte die Arbeitsgruppe Haushalt der CDU/CSU-Fraktion am Freitag in einer Mitteilung. Es bleibe dabei, "dass der maximale Spielraum im Bundeshaushalt bei Auflösung aller Vorsorgepositionen bei maximal 45 Milliarden Euro liegt".

Die Union hielt dem Verband vor: "Der DIHK will offenbar den Bundeshaushalt in die Neuverschuldung treiben und einen Verfassungsbruch bei der Schuldenbremse bewirken." Zunächst hatten auch die möglichen Koalitionspartner mit einem größeren Spielraum gerechnet, doch der geschäftsführende Finanzminister Peter Altmaier (CDU) hatte die Erwartungen empfindlich gedämpft.

Laut DIHK kann die künftige Regierung mit Steuermehreinnahmen von 30 Milliarden Euro rechnen. Das ergebe sich aus der Steuerschätzung von November. Die Unionsfraktion widersprach, es seien nur 18,9 Milliarden Euro.

Nach der DIHK-Rechnung kommt ein Plus von 12 Milliarden Euro wegen eines leicht höheren Wirtschaftswachstums hinzu. Diese Zahl halten die Haushälter der Fraktion für "frei erfunden".

Weitere Annahme des DIHK: Aus Einsparungen etwa für Zinsaufwendungen oder Mehreinnahmen durch einen höheren Bundesbankgewinn ergäben sich noch einmal insgesamt 16 Milliarden Euro. Auch hier das Urteil der Union: "Nicht nachvollziehbar". Weder gehe die positive Entwicklung bei den Zinsen weiter, noch gebe es Hinweise der Bundesbank, dass mit einem höheren Gewinn in den nächsten Jahren zu rechnen sei.

Zudem plädiert der Industrie- und Handelskammertag für die Überführung der sogenannten Flüchtlingsrücklage in den regulären Haushalt, was 18 Milliarden Euro bringe. Auch hier Widerspruch der Unionsfachleute: 12 Milliarden Euro seien bereits im Finanzplan zum Haushaltsausgleich für 2018 und 2019 verplant - es blieben nur 6,7 Milliarden übrig.

Nach den Vorstellungen des DIHK sollte die Regierung vor allem Steuern senken und die Unternehmen stärker fördern. Der Wunschkatalog sieht Steuermindereinnahmen von insgesamt 78 Milliarden Euro vor, davon entfallen 59 Milliarden Euro auf den Bund, den Rest müssten Länder und Kommunen stemmen. So soll der Solidaritätszuschlag bis 2021 schrittweise zur Hälfte abgeschafft werden. Das schlage für den Bund mit 40 Milliarden Euro zu Buche. Darüber hinaus müsse der Steuerzahler bei der "kalten Progression" weiter entlastet werden. Die "kalte Progression" entsteht, wenn Lohnerhöhungen nur die Inflation ausgleichen und die Kaufkraft des Arbeitnehmers nicht steigt - durch den Tarifverlauf bei der Einkommensteuer zahlt er dann überproportional mehr Steuern./hot/DP/stb

17.11.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Angst vor schwächeren Kabi-Geschäften belastet Fresenius

(Neu: Schlusskurs, Tief seit Juni 2016)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die zuletzt hochgekochten Sorgen über die Geschäftsaussichten der Fresenius-Tochter Kabi haben die Aktien des Medizinkonzerns am Freitag nach einem skeptischen Analystenkommentar belastet. Analyst Ian Douglas-Pennant von der Schweizer Großbank UBS rechnet mit mehr Druck auf Kabi und sprach eine Verkaufsempfehlung für Fresenius aus. Die Papiere fielen als Schlusslicht im wenig veränderten deutschen Leitindex Dax um 5,43 Prozent auf 63,37 Euro.

Seit ihrem Rekordhoch bei knapp über 80 Euro im Juni haben sie nun schon fast ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt. Aktuell kosten sie damit wieder so viel wie vor einem Jahr. Im Tief erreichten sie mit 62,93 Euro den tiefsten Stand seit rund anderthalb Jahren.

Der Abwärtsdruck hatte sich Anfang November nach der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal verstärkt. "Ein solides, aber nicht inspirierendes Quartal", hatte etwa Analyst Oliver Metzger von der Commerzbank geschrieben. Das Haar in der Suppe seien die Geschäftsaussichten für die Flüssigmedizin-Sparte Kabi und für das Klinikgeschäft Helios.

UBS-Analyst Douglas-Pennant blickt mittlerweile vorsichtiger auf Kabi. Neben dem möglichen Konkurrenzdruck durch neue Anbieter von injizierbarer Medizin verwies er in der Studie auf eine Konsolidierung auf der Kundenseite. Nach vielen Zusammenschlüssen in den vergangenen Jahren komme der Großteil der Bestellungen mittlerweile vermutlich von nur noch drei Kunden. Deren Verhandlungsmacht sei vermutlich entsprechend stark, was auf die Preise drücken könnte.

Der Experte reduzierte seine Gewinnerwartungen für Fresenius deutlich und senkte das Kursziel von 74 auf 57 Euro. Im Vergleich zum Schlusskurs vom Donnerstag sieht er damit ein mittelfristiges Kursrisiko von rund 15 Prozent und stufte die Aktien von "Neutral" auf "Sell" ab./mis/she/tih/stb

17.11.2017

AKTIEN IM FOKUS: Anleger setzen auf Renaissance bei Abercrombie und Foot Locker

NEW YORK (dpa-AFX) - Zwischenberichte haben am Freitag die nicht gerade erfolgsverwöhnten Aktionäre von Abercrombie & Fitch sowie Foot Locker in Aufbruchstimmung versetzt. Börsianern zufolge stimmten Zahlen oder Ausblicke der Textil- und Sportartikelhändler ihre Anleger hoffnungsvoll auf bessere Zeiten. Beide Papiere schossen zuletzt um etwa ein Viertel in die Höhe. Abercrombie erreichten ihren höchsten Stand seit fast einem Jahr, Foot Locker wurden mit einem Schlag auf ein Hoch seit Mitte August gehievt.

Bei der Textilhandelskette Abercrombie & Fitch waren besser als erwartete Zahlen für das dritte Quartal der Grund für das Kursfeuerwerk. Die für junge Mode berühmten Hollister-Läden hatten dem Mutterkonzern mit einer starken Umsatzentwicklung neues Leben eingehaucht. Die Sportschuh-Handelskette Foot Locker hatte neben besser als erwarteten Zahlen auch einen optimistischen Ausblick auf das wichtige Weihnachtsquartal abgegeben.

Foot Locker machte damit Hoffnung auf ein Ende der getrübten Kauflaune und der heftigen Rabattschlachten auf dem US-Markt. Die Nachrichten kamen branchenweit gut an, also auch bei einigen Herstellern von Sportschuhen, die die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zuletzt ebenfalls zu spüren bekamen. Die Nike-Papiere etwa wurden mit 3 Prozent Plus an die Spitze im Dow getrieben. Under Armour profitierten mit einem ähnlich hohen Anstieg davon.

Sowohl Abercrombie als auch Foot Locker standen bei Anlegern lange Zeit auf der Abschussrampe. Abercrombie, einst für leicht bekleidete Models und Schlangen wartender Teenager vor den Läden bekannt, steckt seit Jahren wegen sinkender Verkäufe in der Krise. Seit dem Zwischenhoch im März 2016 bei mehr als 32 Dollar waren die Papiere im Tief deutlich unter die 10-Dollar-Marke gefallen. Eine erhoffte Befreiung aus der misslichen Lage durch einen Investor hatte sich Mitte des Jahres zerschlagen und die Talfahrt der Aktien nochmals verschärft. Seit Mitte September ist jedoch etwas Erholung angesagt.

Auch Foot Locker hat mit der Kaufbereitschaft der Verbraucher zu kämpfen - wie viele andere Sporthändler auch. In die US-Einkaufszentren, in denen die Läden zu finden sind, kamen zuletzt immer weniger Kunden. Dies ging an den Aktien von Foot Locker nicht spurlos vorbei: Kosteten sie im Mai noch fast 78 Dollar, waren sie zuletzt im Tief sogar zeitweise weniger als 30 Dollar wert./tih/stb

17.11.2017

AKTIE IM FOKUS: SLM Solutions am Nachmittag bester TecDax-Wert - Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des 3D-Druckerherstellers SLM Solutions haben am Freitagnachmittag ihren seit Ende August starken Lauf mit einem Rekordhoch gekrönt. Die Papiere stiegen an der Spitze im TecDax bis auf 44,425 Euro und damit so hoch wie nie zuvor.

Zuletzt kosteten sie 43,90 Euro - ein Plus von 4,90 Prozent. Im moderat vorrückenden TecDax waren sie damit der stärkste Wert. Neue Aufträge hatten die Aktien von SLM seit Wochenmitte kräftig angetrieben./ajx/he

17.11.2017

ANALYSE-FLASH: Warburg senkt Bertrandt auf 'Hold' - Ziel hoch auf 89 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat Bertrandt vor Zahlen zum vierten Geschäftsquartal von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 87 auf 89 Euro angehoben. Die Kennziffern des Ingenieurdienstleisters dürften ordentlich ausfallen, schrieb Analyst Björn Voss in einer Studie vom Freitag. Das neue Kursziel resultiere aus der Verlagerung seiner Bewertungsbasis von 2016/17 nach 2017/18. Sein neues Anlagevotum begründete er mit dem Hinweis, dass die Aktie sein Kursziel erreicht habe./edh/mis

Datum der Analyse: 17.11.2017

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17.11.2017

AKTIE IM FOKUS: Ströer nimmt dank Studie wieder Kurs auf Zwischenhoch

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine positive Studie hat dem Außenwerbe-Spezialisten Ströer am Freitag ein Kursplus von 1,83 Prozent auf 61,16 Euro beschert. Damit gehörte die Aktie zu den besten Werten im MDax und näherte sich weiter ihrem jüngsten Zwischenhoch bei 61,91 Euro. Auch auf Jahressicht gehört Ströer mit einem Wertzuwachs von knapp 47 Prozent zu den Favoriten der Anleger im Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen.

Die US-Bank JPMorgan erhöhte ihr Kursziel von 59,60 auf 72,60 Euro und empfiehlt die Aktie weiterhin mit "Overweight". Nach einem starken Zahlenwerk für das dritte Quartal habe er seine Schätzungen angepasst, schrieb Analyst Marcus Diebel. Sein Kursziel macht er ab sofort am kommenden Jahr fest, für das er nun optimistischer auf den Umsatz und das operative Ergebnis (Ebitda) blickt./gl/oca

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17.11.2017

ANALYSE: Baader Bank setzt bei Hugo Boss auf Geschäftserholung und rät zum Kauf

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank rechnet beim Modekonzern Hugo Boss langsam aber sicher mit operativen Verbesserungen. Zudem sieht Analyst Volker Bosse nach dem Kursrutsch der Aktie in Reaktion auf die jüngsten Quartalszahlen eine günstige Kaufgelegenheit gekommen. Daher stufte er sie in einer Studie vom Freitag von "Halten" hoch und empfiehlt sie nun zum Kauf. Das Kursziel hob Bosse von 65 auf 75 Euro an, womit er knapp 10 Prozent über dem aktuellen Bewertungsniveau liegt.

Die Umbaumaßnahmen des Unternehmens begännen Früchte zu tragen, konstatierte der Experte. So legten die Umsätze der eigenen Einzelhandelsgeschäfte und im Online-Handel wieder zu. Auch im asiatisch-pazifischen Raum sei das Wachstum zurückgekehrt, und Boss habe sein Angebot bei Freizeitbekleidung ausgeweitet, um von der zunehmenden Nachfrage in diesem Bereich zu profitieren.

Entsprechend sieht Bosse den Abwärtstrend bei den Erlösen und Gewinnen des Modekonzerns gestoppt. Für das wichtige Jahr 2018 geht er trotz des schwierigen Branchenumfelds und des Gegenwinds durch negative Wechselkursentwicklungen von weiteren Verbesserungen aus.

Die Aktie habe nach den Zahlen für das dritte Quartal über 10 Prozent verloren, da Unternehmenschef Mark Langer erst für 2019 steigende Margen angekündigt und damit für Enttäuschung gesorgt habe, so Bosse weiter. Doch nun seien die Markterwartungen auf ein vernünftiges Maß gesunken, woraus sich mittelfristig wieder ein gutes Potenzial ergebe. Auf Basis des neuen Kursziels würde die Aktie im Einklang mit der Sektorbewertung gehandelt. Stützend sollte auch die Dividendenrendite von 4 Prozent wirken./gl/mis/oca

17.11.2017

AKTIE IM FOKUS: Analystenlob für Munich Re und Talanx treibt Versicherer an

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Versicherer-Aktien haben am Freitag von positiven Analystenstudien profitiert. Die Papiere des Rückversicherers Munich Re stiegen nach einer frischen Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC um 1,18 Prozent auf 192,45 Euro. Analyst Thomas Fossard sieht Anzeichen eines stärkeren Gewinnwachstums bei dem Dax -Konzern und hob das Kursziel von 187 auf 220 Euro an.

Für die im MDax notierte Assekuranz Talanx wurde Analyst Philipp Häßler vom Investmenthaus Equinet zuversichtlicher. Er rechnet nach einer Problembewältigung bei Talanx in den vergangenen Jahren nun mit einem soliden Gewinnwachstum und stufte die Aktien von "Neutral" auf "Accumulate" hoch. Das Kursziel hob er von 34 auf 38 Euro an. Der Kurs stieg zum Wochenschluss um 1,28 Prozent auf 34,11 Euro.

Im Zuge der guten Branchenstimmung gewannen die Papiere der Allianz und der Hannover Rück jeweils rund ein halbes Prozent. Der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Insurance legte um 0,22 Prozent zu./mis/jha/

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17.11.2017

ANALYSE-FLASH: Equinet hebt Talanx auf 'Accumulate' und Ziel auf 38 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Investmentbank Equinet hat Talanx von "Neutral" auf "Accumulate" hochgestuft und das Kursziel von 34 auf 38 Euro angehoben. Der Versicherer sei in den vergangenen Jahren seine Probleme erfolgreich angegangen, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Freitag. Mit einem ungerechtfertigten Abschlag von 21 Prozent zum Sektordurchschnitt gehöre Talanx zu den billigsten europäischen Assekuranz-Papieren. Der Analyst rechnet in den kommenden Jahren mit einem soliden Gewinnwachstum des Versicherers./edh/mis

Datum der Analyse: 17.11.2017

17.11.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Angst vor schwächeren Kabi-Geschäften belastet Fresenius

(neu: mehr Analysten-Stimmen, Aktienkurs)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die zuletzt hochgekochten Sorgen über die Geschäftsaussichten der Fresenius-Tochter Kabi haben die Aktien des Medizinkonzerns am Freitag nach einem skeptischen Analystenkommentar belastet. Analyst Ian Douglas-Pennant von der Schweizer Großbank UBS rechnet mit mehr Druck auf Kabi und sprach eine Verkaufsempfehlung für Fresenius aus. Die Papiere fielen als Schlusslicht im wenig veränderten deutschen Leitindex Dax um 4,19 Prozent auf 64,20 Euro.

Seit ihrem Rekordhoch knapp über 80 Euro im Juni haben sie nun schon fast ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt. Aktuell kosten sie damit wieder so viel wie vor einem Jahr. Unter 63,62 Euro droht der Fall auf den tiefsten Stand seit rund anderthalb Jahren.

Der Abwärtsdruck hatte sich Anfang November nach der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal verstärkt. "Ein solides, aber nicht inspirierendes Quartal", hatte etwa Analyst Oliver Metzger von der Commerzbank geschrieben. Das Haar in der Suppe seien die Geschäftsaussichten für die Flüssigmedizin-Sparte Kabi und für das Klinikgeschäft Helios.

UBS-Analyst Douglas-Pennant blickt mittlerweile vorsichtiger auf Kabi. Neben dem möglichen Konkurrenzdruck durch neue Anbieter von injizierbarer Medizin verwies er in der Studie auf eine Konsolidierung auf der Kundenseite. Nach vielen Zusammenschlüssen in den vergangenen Jahren komme der Großteil der Bestellungen mittlerweile vermutlich von nur noch drei Kunden. Deren Verhandlungsmacht sei vermutlich entsprechend stark, was auf die Preise drücken könnte.

Der Experte reduzierte seine Gewinnerwartungen für Fresenius deutlich und senkte das Kursziel von 74 auf 57 Euro. Im Vergleich zum Schlusskurs vom Donnerstag sieht er damit ein mittelfristiges Kursrisiko von rund 15 Prozent und stufte die Aktien von "Neutral" auf "Sell" ab.

Die Fresenius-Papiere sollten im Tagesverlauf im Blick behalten werden. So hat die UBS eine Telefonkonferenz zur Abstufung für 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit angesetzt./mis/she/jha/

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17.11.2017

AKTIE IM FOKUS: Fresenius fallen - UBS rät wegen Risiken bei Kabi zum Verkauf

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Fresenius-Aktien sind am Freitag nach einer Verkaufsempfehlung der Schweizer Großbank UBS um 2,28 Prozent auf 65,48 Euro gefallen. Seit ihrem Rekordhoch knapp über 80 Euro im Juni haben sie nun schon rund 18 Prozent eingebüßt. Aktuell kosten sie damit wieder so viel wie vor einem Jahr.

UBS-Analyst Ian Douglas-Pennant äußerte sich kritisch zum Infusionsspezialisten Kabi, einer Tochter des Medizinkonzerns. Er rechnet mit wachsendem Konkurrenzdruck. Der Experte reduzierte seine Gewinnerwartungen für Fresenius deutlich und senkte das Kursziel von 74 auf 57 Euro. Im Vergleich zum Schlusskurs vom Donnerstag sieht er damit ein mittelfristiges Kursrisiko von rund 15 Prozent und stufte die Aktien von "Neutral" auf "Sell" ab./mis/jha/

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser