dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.07.2017

Mögliches Auto-Kartell: Oberster Verbraucherschützer rechnet mit Klagewelle

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller rechnet wegen des möglicherweise gebildeten Kartells von deutschen Autoherstellern mit einer Klagewelle. Er geht von zehntausenden Verfahren aus, in denen Autokäufer Schadenersatz für überteuerte Fahrzeuge verlangen werden. Wegen der im Raum stehenden Absprachen der Hersteller hätten viele Kunden einen "möglicherweise viel zu hohen Preis" für ihre Autos gezahlt, sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe)

Müller wies auf die Selbstanzeigen von Daimler und Volkswagen bei den Wettbewerbsbehörden hin, über die der "Spiegel" am Freitagnachmittag erstmals berichtet hatte und damit ein Branchenbeben ausgelöst hatte. Darin schildern die beiden Konzerne, wie sich Automanager der fünf führenden Marken VW , Audi , Porsche, BMW und Mercedes-Benz jahrelang in geheimen Zirkeln über ihre Fahrzeuge, über Kosten, Zulieferer und auch über die Tricksereien mit den Diesel-Abgasen abgesprochen haben.

EU-Kommission und Bundeskartellamt prüfen deshalb, ob die Autohersteller gegen das Kartellverbot verstoßen haben. Es drohen Milliardenstrafen. Die Branche, deren Vertreter zu den Vorwürfen bislang schweigen, steht bereits wegen der Diesel-Abgasaffäre unter Druck. Die Verbraucherzentrale drängt nun darauf, per Gesetz eine Musterklage möglich zu machen, damit mutmaßlich betrogene Kunden nicht einzeln vor Gericht gehen müssen, sondern sich zusammentun können.

Das gehöre zu den ersten Aufgaben der künftigen Regierung nach der Bundestagswahl im September, sagte Müller. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hatten am Wochenende gefordert, die Vorwürfe wegen des Verdachts jahrelanger illegaler Absprachen schnell aufzuklären./zb/jha/

24.07.2017

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 28. Juli 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Freitag,

den 28. Juli:

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MONTAG, DEN 24. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:30 J: PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/17 (vorläufig)

07:00 NL: Philips Halbjahreszahlen

07:00 CH: Julius Bär Halbjahreszahlen

07:00 IRL: Ryanair Q1-Zahlen

08:00 GB: Reckitt Benckiser Halbjahreszahlen

09:00 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

12:00 D: Bundesbank Monatsbericht 07/17

12:50 USA: Halliburton Q2-Zahlen

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/17

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 06/17

17:45 F: Unibail Rodamco Halbjahreszahlen

18:00 A: ams AG Q2-Zahlen

22:00 USA: Alphabet Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: TF1 Halbjahreszahlen

I: Luxottica Halbjahreszahlen

J: Mitsubishi Motor Q1-Zahlen

USA: Hasbro Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Fortsetzung Prozess gegen den ehemaligen Drogeriemarktkönig

Anton Schlecker

10:30 D; Pk Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zum

"IW-Innovationsatlas 2017 - Wo Deutschlands Ideen entstehen", Berlin

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DIENSTAG, DEN 25. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: BoJ Sitzungsprotokoll 15./16.6.17

03:00 CH: Logitech Q1-Zahlen (Call 14.30 Uhr)

07:00 CH: Lindt & Sprüngli Halbjahreszahlen

07:00 F: Dassault Systemes Q2-Zahlen

07:00 N: Norsk Hydro Q2-zahlen

07:00 D: Covestro Q2-Zahlen

07:00 NL: Akzo Nobel Q2-Zahlen

07:00 I: Saipem Halbjahreszahlen

07:30 D: Aixtron Q2-Zahlen

07:30 D: Stratec Biomedical Halbjahreszahlen

07:30 NL: Randstad Q2-Zahlen

08:00 EU: Acea Nfz-Neuzulassungen 06/17

08:00 D: Bauhauptgewerbe (Auftragseingangsindex) 05/17

08:00 D: Außenhandelspreise 06/17

08:45 F: Geschäftsklima 07/17

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 07717

10:00 D: Drillisch ao Hauptversammlung

12:00 FIN: Outokumpu Q2-Zahlen

12:00 USA: DuPont Q2-Zahlen

12:25 USA: Eli Lilly Q2-Zahlen

12:30 USA: United Technologies Q2-Zahlen

13:30 USA: General Motors Q2-Zahlen

13:30 USA: 3M Q2-Zahlen

13:30 USA: Caterpillar Q2-Zahlen

14:00 USA: McDonald's Q2-Zahlen

15:00 USA: FHFA-Index 05/17

15:00 B: Geschäftsklima 07/17

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 07717

17:45 F: Michelin Halbjahreszahlen

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 06/17

22:00 USA: AT&T Q2-Zahlen

22:15 USA: AMD Q2-Zahlen

22:30 USA: AT&T Q2-Zahlen

22:30 USA: Texas Instruments Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: Telekom Austria Halbjahreszahlen

D: Hochtief Halbjahreszahlen

USA: Juniper Networks Q2-Zahlen

USA: Biogen Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: BGH prüft vorzeitige Auflösung hochverzinster Bauspar-Altverträge,

Karlsruhe

09:00 D: BGH verkündet Urteil zu Gebühren beim Online-Banking - Dürfen Banken

für TAN-Nummern per SMS extra kassieren?, Karlsruhe

18:00 D: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) referiert über die

Herausforderungen für die Verkehrspolitik nach der Bundestagswahl,

München

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MITTWOCH, DEN 26. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: Lonza Halbjahreszahlen (14.30 Call)

07:00 D: Klöckner & Co Q2-Zahlen

07:00 D: Kion Halbjahreszahlen

07:00 F: Thales Halbjahreszahlen

07:00 F: LafargeHolcim Q2-Zahlen

07:00 F: Orange Halbjahreszahlen

07:30 D: Telefonica Deutschland Q2-Zahlen

07:30 D: Daimler Q2-Zahlen (8:00 h Call)

07:30 D: Vossloh Q2-Zahlen

07:30 D: Gea Group Q2-Zahlen

07:30 NL: KPN Q2-Zahlen

07:45 F: PSA Group Halbjahreszahlen

08:00 D: Puma Q2-Zahlen (9:30 h Call)

08:00 GB: Sage Group Q3 Trading Update

08:00 E: Gas Natural Halbjahreszahlen

08:45 F: Verbrauchervertrauen 07/17

10:30 GB: BIP Q2/17 (1. Veröffentlichung)

11:00 D: Deutsche Bahn Halbjahres-Pk, Berlin

12:55 USA: Coca-Cola Q2-Zahlen

13:00 USA: State Street Q2-Zahlen

13:00 GB: GlaxoSmithKline Q2-Zahlen

13:00 USA: Ford Motor Q2-Zahlen

13:30 USA: Boeing Q2-Zahlen

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 06/17

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

17:45 F: Vallourec Halbjahreszahlen

17:45 F: LVMH Halbjahreszahlen

20:00 USA: Fed Zinsentscheid

22:05 USA: PayPal Q2-Zahlen

22:10 USA: Facebook Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

CH: STMicroelectronics Q2-Zahlen

D: Deutsche Börse Q2-Zahlen

E: Siemens Gamesa Halbjahreszahlen

USA: Xilinx Halbjahreszahlen

USA: Corning Q2-Zahlen

USA: Nasdaq Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:30 LU: Entscheidung des EuGH über das geplante Fluggastdaten-Abkommen der

EU mit Kanada

11:00 D: Pk Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und der Kanzlei

Nieding+Barth zum VW-Abgasskandal, Frankfurt

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DONNERSTAG, DEN 27. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 ROK: Samsung Electronics Q2-Zahlen (endgültig)

06:00 CH: Sulzer Halbjahreszahlen

07:00 CH: Clariant Halbjahreszahlen

07:00 CH: Roche Halbjahreszahlen

07:00 B: Anheuser-Busch Inbev Q2-Zahlen

07:00 D: Takkt Q2-Zahlen

07:00 D: Osram Q3-Zahlen

07:00 D: BASF Q2-Zahlen (9.00 h Call)

07:00 F: Suez Halbjahreszahlen

07:00 F: Capgemini Halbjahreszahlen

07:00 FIN: Nokia Q2-Zahlen

07:00 N: Statoil Q2-Zahlen

07:00 NL: Airbus Group Halbjahreszahlen

07:15 D: Deutsche Bank Q2-Zahlen

07:15 CH: Nestle Halbjahreszahlen

07:30 D: Drägerwerk Q2-Zahlen (endgültig)

07:30 D: Bayer Q2-Zahlen

07:30 F: Accor Halbjahreszahlen

07:30 F: Schneider Electric Halbjahreszahlen

07:30 F: Danone Halbjahreszahlen

07:30 GB: Dialog Semiconductor Q2-Zahlen

07:30 E: Telefonica Q2-Zahlen

08:00 A: Verbund Q2-Zahlen

08:00 F: Total Q2-Zahlen

08:00 GB: Lloyds Banking Group Halbjahreszahlen

08:00 GB: British American Tobacco Halbjahreszahlen

08:00 GB: AstraZeneca Q2-Zahlen

08:00 CH: Glencore Production Report Q2

08:00 GB: Anglo American Halbjahreszahlen

08:00 GB: Shell Q2-Zahlen

08:00 GB: Diageo Jahreszahlen

08:00 GB: Tate & Lyle Q1 Trading Update

08:00 GB: Smith & Nephew Halbjahreszahlen

08:00 GB: Sky Jahreszahlen

08:00 GB: National Express Halbjahreszahlen

08:00 GB: Thomas Cook Q3-Zahlen

08:00 J: Canon Q2-Zahlen

08:00 D: GfK-Konsumklima 08/17

08:45 D: Volkswagen Q2-Zahlen

10:00 EU: Geldmenge M3 06/17

10:00 D: Heidelberger Druckmaschinen Hauptversammlung, Mannheim

12:30 USA: Southwest Airlines Q2-Zahlen

12:30 USA: Boston Scientific Q2-Zahlen

12:45 USA: Dow Chemical Q2-Zahlen

13:00 USA: Altria Q2-Zahlen

13:00 USA: Procter & Gamble Q2-Zahlen

13:00 USA: Raytheon Q2-Zahlen

13:00 USA: Twitter Q2-Zahlen

13:00 TR: Türkische Zentralbank Zinsentscheid

13:20 GB: Fiat Chrysler Automobiles Q2-Zahlen

13:30 USA: Verizon Communications Q2-Zahlen

13:45 USA: UPS Q2-Zahlen

14:00 USA: Mastercard Q2-zahlen

14:00 D: Deutsche Börse Analysten- und

Investorenkonferenz

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 06/17

14:30 USA: CFNA-Index 06/17

17:45 F: Kering Halbjahreszahlen

17:50 F: Saint-Gobain Halbjahreszahlen

18:00 I: Enel Q2-Zahlen

18:00 F: L'Oreal Halbjahreszahlen und Umsatz

22:01 USA: Amazon Q2-Zahlen

22:00 USA: Intel Q2-Zahlen

22:04 USA: Starbucks Q2-Zahlen

22:05 USA: Mattel Q2-Zahlen

22:05 NL: Qiagen Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

CDN: Potash Q2-Zahlen

D: DIW Konjunkturbarometer

D: EnBW Halbjahreszahlen

D: DMG Mori Q2-Zahlen

E: Ferrovial Halbjahreszahlen

E: Repsol Q2-Zahlen

F: Casino Halbjahreszahlen

I: Telecom Italia Halbjahreszahlen

I: Banca Generali Halbjahreszahlen

J: Nissan Motor Q1-Zahlen

L: ArcelorMittal Q2-Zahlen

P: EDP Halbjahreszahlen

USA: Amer Sports Q2-Zahlen

USA: Bristol Myers Squibb Q2-Zahlen

USA: ConocoPhilips Q2-Zahlen

USA: KKR Q2-Zahlen

USA: International Paper Q2-Zahlen

USA: Electronic Arts Q2-Zahlen

USA: Expedia Q2-Zahlen

USA: First Solar Q2-Zahlen

USA: Praxair Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

08:30 D: Jahrespressekonferenz des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft

09:00 D: Pk Bosch Power Tools zu aktuellen Trends bei Gartengeräten, Stuttgart

10:00 D: Versandhändler Amazon und die Lebensmittelkette Feneberg stellen

gemeinsames Projekt vor, München

10:00 D: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks besucht im Rahmen ihrer

Sommerreise die VW-Zentrale.

11:00 D: Verband der Internetwirtschaft Eco und Unternehmensberatung Arthur

D. Little veröffentlichen Studie zum "Smart City Markt" in Deutschland

13:00 D: Pk Verein der Kohleimporteure

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FREITAG, DEN 28. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:01 GB: GfK Verbrauchervertrauen 07/17

01:30 J: Arbeitslosenzahlen 06/17

01:30 J: Verbraucherpreise 06/17

01:50 J: BoJ Sitzungsprotokoll 19./20.6.17

06:30 F: Essilor International Halbjahreszahlen

06:45 CH: UBS Q2-Zahlen

07:00 CH: Credit Suisse Q2-Zahlen

07:00 D: Nemetschek Q2-Zahlen

07:00 D: Siltronic Q2-Zahlen

07:00 F: Vinci Halbjahreszahlen

07:00 F: BNP Paribas Q2-Zahlen

07:00 F: Safran Halbjahreszahlen

07:00 E: Santander Q2-Zahlen

07:15 D: Grenke Q2-Zahlen

07:15 D: Wacker Chemie Q2-Zahlen

07:15 F: Air France-KLM Q2-Zahlen

07:20 F: Air Liquide Q2-Zahlen

07:20 E: BBVA Q2-Zahlen

07:30 F: Renault Halbjahreszahlen

07:30 F: BIP Q2/17 (1. Veröffentlichung)

07:30 D: Linde Q2-Zahlen (14.00 h Call)

08:00 D: MTU Q2-Zahlen (9.30 h Call)

08:00 D: Washtec Halbjahreszahlen

08:00 D: MAN Halbjahreszahlen

08:00 GB: International Airlines Group (IAG) Q2-Zahlen

08:00 GB: BT Group Q1-Zahlen

08:00 GB: Barclays Halbjahreszahlen

08:30 F: Engie Halbjahreszahlen

08:45 F: Verbraucherpreise 07/17 (vorläufig)

08:45 F: Konsumausgaben 06/17

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 07/17

09:00 A: BIP Q2/17 (1. Veröffentlichung)

09:00 E: BIP Q2/17 (1. Veröffentlichung)

09:00 E: Verbraucherpreise 07/17 (vorläufig)

10:00 D: Verbraucherpreise Hessen, Brandenburg,

Bayern 07/17

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 07/17

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 07/17

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 07/17 (endgültig)

12:00 IRL: Einzelhandelsumsatz 06/17

12:00 P: Industrieproduktion 06/17

12:30 RU: Zentralbank Zinsentscheid

12:45 USA: Merck & Co Q2-Zahlen

14:00 D: Verbraucherpreise 07/17 (vorläufig)

14:00 USA: ExxonMobil Exxon Q2-Zahlen

14:30 USA: Chevron Corporation Q2-Zahlen

14:30 USA: BIP Q2/17 (vorläufig)

14:30 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 07/17 (endgültig)

19:20 USA: Fed-Chef von Minneapolis, Neel Kashkari, hält Rede in Minnesota

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

CDN: Bombardier Q2-Zahlen

D: Audi Halbjahreszahlen

D: SHW Halbjahreszahlen

E: CaixaBank Halbjahreszahlen

F: EdF Q2-Zahlen

I: ENI Q2-Zahlen

I: Banca Montei dei Paschi di Siena Halbjahreszahlen

IRL: Bank of Ireland Halbjahreszahlen

NL: Wolters Kluwer Halbjahreszahlen

NL: Euronext Q2-Zahlen

S: Scania Q2-Zahlen

USA: American Airlines Group Q2-Zahlen

USA: Goodyear Q2-Zahlen

EU: S&P Ratingergebnis Slowakei

EU: Moody's Ratingergebnis Zypern

EU: Fitch Ratingergebnis Österreich, Frankreich

SONSTIGE TERMINE

10:30 D: Entscheidung Klage Deutsche Umwelthilfe gegen Land um

Luftreinhalteplan für Stuttgart

Die DUH will Fahrverbote für Dieselautos erreichen. Das Land baut

auf eine "Nachrüst-Lösung", um Fahrverbote zu verhindern.

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

24.07.2017

TAGESVORSCHAU: Termine am 24. Juli 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Montag,

den 24. Juli:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

02:30 J: PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/17 (vorläufig)

07:00 NL: Philips Halbjahreszahlen

07:00 CH: Julius Bär Halbjahreszahlen

07:00 IRL: Ryanair Q1-Zahlen

08:00 GB: Reckitt Benckiser Halbjahreszahlen

09:00 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

12:00 D: Bundesbank Monatsbericht 07/17

12:50 USA: Halliburton Q2-Zahlen

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/17

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 06/17

17:45 F: Unibail Rodamco Halbjahreszahlen

18:00 A: ams AG Q2-Zahlen

22:00 USA: Alphabet Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: TF1 Halbjahreszahlen

I: Luxottica Halbjahreszahlen

J: Mitsubishi Motor Q1-Zahlen

USA: Hasbro Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Fortsetzung Prozess gegen den ehemaligen Drogeriemarktkönig

Anton Schlecker

10:30 D; Pk Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zum

"IW-Innovationsatlas 2017 - Wo Deutschlands Ideen entstehen", Berlin°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

24.07.2017

'SZ': Daimler zog sich wegen Lkw-Kartell teilweise aus Auto-Treffen zurück

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Daimler hat sich in den vergangenen Jahren einem Bericht zufolge zumindest teilweise aus den geheimen Gesprächsrunden der großen deutschen Fahrzeughersteller zurückgezogen. Grund sei das 2011 aufgeflogene Lkw-Kartell gewesen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Montagausgabe) unter Berufung auf zwei Insider. Damit sei der Stuttgarter Konzern offenbar der einzige Hersteller gewesen, der auf das aufgeflogene Lastwagen-Kartell reagiert hatte. Daimler wurde von der EU-Kommission wegen der Teilnahme an Preisabsprachen für Lkws zu einem Bußgeld von knapp 1,1 Milliarden Euro verdonnert.

Daimler führte dem Bericht zufolge 2011 spezielle Kartellrechts-Lehrgänge ein. In diesen haben Juristen der Belegschaft beigebracht, was erlaubt ist und was nicht. Zugleich sollen die Schwaben begonnen haben, sich aus den geheimen Treffen mit VW , Audi, Porsche und BMW teilweise zurückzuziehen. Ob der Teil-Rückzug genügt, um Daimler vor einem neuen Bußgeld zu bewahren, bleibe abzuwarten. Der Stuttgarter Konzern habe ebenso wie Volkswagen Selbstanzeige bei den Kartellbehörden erstattet. Das solle, ebenso wie bei Steuerhinterziehern, vor Strafe schützen.

Daimler habe die Informationen zu einem möglichen Teil-Rückzug aus den geheimen Treffen nach 2011 nicht kommentiert, hieß es in dem Bericht. Der Konzern auf Anfrage der "SZ" mit, man habe ein "umfassendes Programm", um die Einhaltung des Kartellrechts zu gewährleisten. Dieses Programm werde ständig verbessert und angepasst./zb

24.07.2017

Pressestimme: 'Nürnberger Nachrichten' zur Flüchtlingsdebatte

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die "Nürnberger Nachrichten" zur Flüchtlingsdebatte:

"In einem haben SPD-Spitzenmann Martin Schulz und CSU-Parteichef Horst Seehofer sicher recht: Die Zuwanderung von Flüchtlingen gehört in den Wahlkampf; das entspricht den guten Gepflogenheiten in einer Demokratie. Denn es ist eines der Probleme, die die Menschen wirklich bewegen. Sie wollen zu Recht wissen, welche Lösungen es dafür gibt."/yyzz/DP/she

24.07.2017

Pressestimme: 'Mannheimer Morgen' zu Kartell-Vorwürfen gegen die Autoindustrie

MANNHEIM (dpa-AFX) - 'Mannheimer Morgen' zu Kartell-Vorwürfen gegen die Autoindustrie:

Auch die politisch an kartellverdächtigen Absprachen Beteiligten springen jetzt ab. Deren wichtigste Aufgabe war es, erstens wegzusehen und zweitens immer auf die Arbeitsplätze hinzuweisen, die nicht gefährdet werden dürften. Diese Argumentation reichte von Merkel und Dobrindt, vor allem Dobrindt, über die in den Aufsichtsräten sitzende SPD bis hin zu den Grünen mit ihrem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Weil Wahlkampf ist, wird es nun überall heißen "Rette sich wer kann", und das verheißt aus Sicht der Autoindustrie nichts Gutes für den Diesel-Gipfel am 2. August.

- Den vollständigen Kommentar lesen Sie unter http://bit.ly/1MCIyI0/yyzz/DP/zb

24.07.2017

Pressestimme: 'Die Welt' zu den US-Sanktionen gegen Russland

BERLIN (dpa-AFX) - "Die Welt" zu den US-Sanktionen gegen Russland:

"Das neue, zwischen Senat und Abgeordnetenhaus ausgehandelte Sanktionsgesetz gegen Russland ist nicht nur ein sehr seltener Beweis, dass Demokraten und Republikaner zum überparteilichen Konsens fähig sind. Es zeigt auch, dass die Republikaner nicht willens sind, Trumps Weichspülerkurs gegenüber Moskau mitzutragen angesichts des aggressiven russischen Auftretens gegen westliche Interessen. Es ist ein Warnschuss für Trump. Und es ist ein Hoffnungsschimmer für jene, die sich mehr parlamentarische Kontrolle eines Präsidenten wünschen, der weder das Temperament noch das Wissen zu haben scheint, um die mächtigste Nation der Welt erfolgreich zu führen. Man wünschte sich, dass die Republikaner in Zukunft noch öfter die Interessen Amerikas über die ihres Präsidenten stellen."/yyzz/DP/she

24.07.2017

Pressestimme: 'Süddeutsche Zeitung' zum Autokartell

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die "Süddeutsche Zeitung" zum Autokartell:

"Seitdem vor zwei Jahren die Dieselaffäre bei VW explodierte, sind Glaubwürdigkeit und Image der Autobranche schwer angekratzt. Inzwischen aber geht es um die grundsätzliche Frage: Stehen die Unternehmen eigentlich für das, was sie seit Jahrzehnten über sich erzählen? Oder haben sie in all den Jahren nur eine Scheinwelt aufgebaut? War alles nur eine perfekt inszenierte Marketing-Show? Diese Frage muss die Industrie schnell beantworten. Je mehr Zeit sie sich lässt, desto schlimmer wird die Sache ausgehen."/yyzz/DP/she

24.07.2017

Pressestimme: 'Ludwigsburger Kreiszeitung' zu Auto-Kartellvorwürfen

LUDWIGSBURG (dpa-AFX) - 'Ludwigsburger Kreiszeitung' zu Auto-Kartellvorwürfen:

Es war ja immer schon verwunderlich, warum die Ingenieure der anderen deutschen Hersteller Volkswagen nicht längst anzeigten wegen der niedrigen Abgaswerte, die nur auf Prüfständen eintraten. Warum das die US-Umweltbehörde entdecken musste. Jetzt zeigt sich: Die Mogelei war offenbar die gemeinsame Antwort auf die Herausforderung, die der Hybridantrieb asiatischer Anbieter darstellte. Und sie erstreckte sich auf viele weitere Parameter, so dass man sich nicht unnötig Konkurrenz und Kosten machte. Vorsprung durch Technik? Nein, Vorsprung durch Absprache./yyzz/DP/zb

24.07.2017

Pressetimme: 'Braunschweiger Zeitung' zur Dieselgate-Kritik an Audi

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - 'Braunschweiger Zeitung' zur Dieselgate-Kritik an Audi

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hat recht, wenn er einfordert, dass alle zur Verantwortung gezogen werden müssen, die am Dieselbetrug beteiligt waren. Beobachter werden das Gefühl nicht los, dass Manager ungeschoren bleiben, weil sie schlau genug waren, keine Schriftstücke zu hinterlassen. Eine Vorstellung, die sich nicht auf konsequente Aufarbeitung reimt./yyzz/DP/zb

24.07.2017

WOCHENAUSBLICK: Berichtssaison, Euro, Fed und Öl dürften Dax auf Trab halten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Experten zufolge müssen Anleger in der neuen Börsenwoche weiterhin mit einem schwankenden Verlauf rechnen. "Die Agenda bietet viel Stoff für eine wieder steigende Volatilität an den Finanzmärkten", heißt es etwa im Wochenausblick der Privatbank Merck Finck. Wie zuletzt dürften auch der starke Euro und die Ölpreise ihren Beitrag dazu leisten, dass sich der Dax in die ein oder andere Richtung bewegt.

Von seinem Mitte Juni erreichten Höchststand bei 12 951 Punkten hat sich der deutsche Leitindex mittlerweile deutlich nach unten abgesetzt - für Daniel Saurenz von Feingold Research kein gutes Omen. Neben dem Euro verweist er als Belastung auch auf eine schlicht teure Bewertung. "Die Korrektur könnte in den kommenden Wochen noch weitergehen", so der Marktexperte. "Der Dax hatte binnen 15 Monaten 4000 Punkte drauf gepackt, die erst einmal verarbeitet werden müssen."

Unter Charttechnikern mehrt sich ebenfalls Skepsis. Das Börsenstatistik-Magazin Index-Radar etwa hält es für angebracht, vor den statistisch schwachen Sommerwochen auf fallende Kurse zu setzen. Einen Grund dafür, dass "die Bären die Kontrolle übernehmen", sehen sie in ihrer Beobachtung, dass kurze Erholungen in den vergangenen Wochen von Anlegern immer wieder zum Ausstieg genutzt wurden. Für den Dax sei es so eine große Herausforderung, über wichtige Widerstände zu steigen.

Auch ein Ende der Euro-Stärke ist nach dem bisherigen Lauf in diesem Jahr und dem höchsten Niveau seit fast zwei Jahren nicht absehbar. Allerdings dürfte auch die Gemeinschaftswährung nicht in den Himmel steigen: "Der Euro stößt aus technischer Sicht spätestens bei 1,20 US-Dollar an Grenzen", sagt etwa Börsenbrief-Autor Hans Bernecker. Auch die BayernLB hält den jüngsten Anstieg für überzogen. "Wir sehen für die nächsten Tage Korrekturpotential", schrieb Devisenanalyst Manuel Andersch.

In geldpolitischen Fragen kehrt nach dem jüngsten Entscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Ruhe ein. Schon am Mittwoch wartet der nächste Zinsentscheid der US-Kollegen. Da der Markt noch nicht mit einem weiteren Schritt rechnet, sollten vor allem die begleitenden Aussagen der Fed - etwa zum Abbau der aufgeblähten Bilanz - im Mittelpunkt stehen. "Sie dürfte sich vor der Sommerpause hinsichtlich der im Herbst zu erwartenden Entscheidungen ähnlich zurückhaltend äußern wie die EZB", erwartet Chefstratege Robert Greil von Merck Finck.

Thema wird zudem der Kartellverdacht bei den deutschen Autobauern sein. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sollen Vertreter von Volkswagen , Audi , Porsche, BMW und Daimler sich schon seit den 90er Jahren gemeinsam über Technik, Kosten und Zulieferer verständigt haben. Die EU-Kommission prüft solche Hinweise, wie sie am Samstag mitteilte. Politiker aller Couleur fordern eine schnelle Aufklärung.

Richtig ins Rollen kommt zudem die Berichtssaison. Zu Beginn bleiben die Blicke hier zwar noch nach Übersee gerichtet, wo am Montag der Google-Mutterkonzern Alphabet und tags darauf eine Flut an Dow-Unternehmen berichten. In Deutschland beginnt der Zahlenreigen am Dienstag mit Covestro , Hochtief und Aixtron . Aktionäre von Drillisch und United Internet werden dann gespannt nach Frankfurt schauen, wo die Drillisch-Aktionäre über die geplante Fusion abstimmen.

Am Mittwoch legen dann die ersten Dax-Unternehmen ihre Karten auf den Tisch. Bei Daimler rechnet UBS-Experte Patrick Hummel mit einer schwungvollen Entwicklung, er sieht nach dem bereits angehobenen Ausblick aber keinen Raum für höhere Unternehmensprognosen. Auch bei der Deutschen Börse wird trotz des ruhigen Finanzmarktumfelds und der geplatzten Fusion mit der Londoner Börse mit einem ordentlichen zweiten Quartal gerechnet.

Der erste Höhepunkt in dieser Saison ist der Donnerstag, wenn neben BASF und der Deutschen Bank auch Volkswagen und Bayer ihr Zahlenwerk offenlegen. Für Anleger der Deutschen Post und von Linde dürften dann außerdem Resultate des US-Logistikers UPS und des Linde-Fusionspartners Praxair von größerem Interesse sein. Der Handelsriese Amazon rundet die Tagesagenda am Donnerstagabend in den USA ab.

Auch auf Konjunkturseite hat die Agenda einiges zu bieten. Hierzulande dürfte vor allem der Ifo-Index am Dienstag im Mittelpunkt stehen: Nachdem das Stimmungsbarometer zuletzt auf Höchststände gestiegen war, will die Postbank eine weitere Rekordjagd nicht ausschließen. Sie glaubt jedoch an einen geringfügigen Rückgang von 115,1 auf 115,0 Punkte. In den USA stehen am Freitag vor allem aktuelle BIP-Zahlen im Mittelpunkt./tih/la/he/she

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

21.07.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Rekordjagd unterbrochen - GE auf Talfahrt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Rekordlauf bei einigen wichtigen US-Indizes ist am Freitag erst einmal ins Stocken gekommen. Weder der marktbreite S&P 500 noch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 konnten ihre am Vortag erreichten Bestmarken nochmals nach oben schrauben. Der S&P gab um 0,04 Prozent auf 2472,54 Punkte nach. Der Nasdaq 100 stieg dank eines Schlussspurts noch minimal um 0,01 Prozent auf 5921,53 Punkte. Damit konnte sich der Index hauchdünn den elften Tag mit Gewinnen hintereinander sichern.

Schwächer zeigte sich der Dow Jones Industrial , der im Gegensatz zu seinen Indexkollegen zuletzt nicht an seinem Rekordstand von 21 681 Punkten hatte rütteln können. Das vielbeachtete Kursbarometer der Wall Street fiel am Freitag um 0,15 Prozent auf 21 580,07 Punkte. Im Wochenvergleich hat der Dow damit 0,27 Prozent verloren.

MICROSOFT IM MINUS

Börsianern zufolge drückten enttäuschende Geschäftszahlen von einigen US-Unternehmen auf die Stimmung. Dazu zählte vor allem ein Gewinneinbruch bei General Electric im zweiten Quartal. Der Siemens-Rivale rechnet nun damit, dass der Gewinn im Gesamtjahr eher das untere Ende der bisher angepeilten Spanne erreichen wird. Die Papiere des Industriekonzerns rutschten am Dow-Ende um fast drei Prozent ab.

Schwäche zeigten im Dow auch die Aktien von Microsoft , die zuletzt um gut ein halbes Prozent fielen, obwohl der Software-Riese mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen hatte. Laut Analyst Mark Murphy von JPMorgan blieb der Ausblick auf 2018 bei der Marge aber etwas hinter den Erwartungen zurück.

VISA AN DOW-SPITZE

Die Aktien der Online-Handelsplattform Ebay sackten nach durchwachsenen Resultaten an der Nasdaq um eineinhalb Prozent ab. Auch hier machten sich ein Gewinneinbruch wegen einer Steuer-Sonderbelastung und ein enttäuschend aufgenommener Ausblick negativ bemerkbar.

Mit Abstand größter Gewinner und somit eine positive Ausnahme waren im Dow die Visa-Aktien , die um eineinhalb Prozent anzogen. Der Kreditkartenkonzern hatte seinen guten Lauf im vergangenen Quartal fortgesetzt. Auch die am Vortag noch schwachen Aktien von American Express verspürten davon Rückenwind: sie stiegen um 0,3 Prozent.

Der Eurokurs lag zur Schlussglocke an der Wall Street bei 1,1666 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1642 (Donnerstag: 1,1485) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8590 (0,8707) Euro. Am US-Rentenmarkt stiegen richtungweisende zehnjährige Papiere um 7/32 Punkte auf 101 7/32 Punkte und rentierten mit 2,234 Prozent./he/tih/he

21.07.2017

Aktien New York Schluss: Rekordjagd unterbrochen - General Electric auf Talfahrt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Rekordlauf bei einigen wichtigen US-Indizes ist am Freitag erst einmal ins Stocken gekommen. Weder der marktbreite S&P 500 noch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 konnten ihre am Vortag erreichten Bestmarken nochmals nach oben schrauben. Der S&P gab um 0,04 Prozent auf 2472,54 Punkte nach. Der Nasdaq 100 stieg dank eines Schlussspurts noch minimal um 0,01 Prozent auf 5921,53 Punkte. Damit konnte sich der Index hauchdünn den elften Tag mit Gewinnen hintereinander sichern.

Schwächer zeigte sich der Dow Jones Industrial , der im Gegensatz zu seinen Indexkollegen zuletzt nicht an seinem Rekordstand von 21 681 Punkten hatte rütteln können. Das vielbeachtete Kursbarometer der Wall Street fiel am Freitag um 0,15 Prozent auf 21 580,07 Punkte. Im Wochenvergleich hat der Dow damit 0,27 Prozent verloren./he/tih/he

21.07.2017

Aktien New York: Rekordjagd vorerst unterbrochen - GE-Aktien im Dow auf Talfahrt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Rekordlauf bei einigen wichtigen US-Indizes ist am Freitag erst einmal ins Stocken gekommen. Weder der marktbreite S&P 500 noch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 konnten ihre am Vortag erreichten Bestmarken nochmals nach oben schrauben. Der S&P gab zuletzt um 0,13 Prozent auf 2470,33 Punkte nach. Der Nasdaq 100 fiel um 0,18 Prozent auf 5910,28 Punkte. Für ihn deutet sich damit ein Ende der zehn Handelstage andauernden Gewinnserie an.

Schwächer zeigte sich auch der Dow Jones Industrial , der im Gegensatz zu seinen Indexkollegen zuletzt nicht an seinem Rekordstand von 21 681 Punkten hatte rütteln können. Das vielbeachtete Kursbarometer der Wall Street fiel am Freitag um 0,20 Prozent auf 21 567,63 Punkte. Im Wochenvergleich steuert der Leitindex damit auf ein moderates Minus zu.

Börsianern zufolge drückten enttäuschende Geschäftszahlen von einigen US-Unternehmen auf die Stimmung. Dazu zählte vor allem ein Gewinneinbruch bei General Electric im zweiten Quartal. Der Siemens-Rivale rechnet nun damit, dass der Gewinn im Gesamtjahr eher das untere Ende der bisher angepeilten Spanne erreichen wird. Die Papiere des Industriekonzerns rutschten am Dow-Ende deutlich um 3,2 Prozent ab.

Schwäche zeigten im Dow auch die Aktien von Microsoft , die zuletzt um 1,29 Prozent fielen, obwohl der Software-Riese mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen hatte. Laut Analyst Mark Murphy von JPMorgan blieb der Ausblick auf 2018 bei der Marge aber etwas hinter den Erwartungen zurück.

Die Aktien der Online-Handelsplattform Ebay sackten nach durchwachsenen Resultaten an der Nasdaq um fast 2 Prozent ab. Auch hier machten sich ein Gewinneinbruch wegen einer Steuer-Sonderbelastung und ein enttäuschend aufgenommener Ausblick negativ bemerkbar.

Mit Abstand größter Gewinner und somit eine positive Ausnahme waren im Dow die Visa-Aktien , die um fast 2 Prozent anzogen. Der Kreditkartenkonzern hatte seinen guten Lauf im vergangenen Quartal fortgesetzt. Auch die am Vortag noch schwachen Aktien von American Express verspürten davon Rückenwind: sie stiegen um 0,6 Prozent./tih/he

21.07.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax mit größtem Tagesverlust seit drei Wochen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Turbulenzen bei Automobilwerten haben dem Dax am Freitag den größten Tagesverlust seit Ende Juni eingebrockt. Der über weite Strecken wenig bewegte Leitindex tauchte am Nachmittag immer tiefer ins Minus ab, als Kartellvorwürfe gegen die Autobranche die Runde machten. Weil diese im Dax stark gewichtet ist, fiel er letztlich um 1,66 Prozent auf 12 240,06 Punkte. Im Laufe der Woche hat er seine Verluste so auf etwas mehr als 3 Prozent ausgeweitet.

Der wichtigste Grund für den Kursrutsch am deutschen Aktienmarkt war ein Bericht des "Spiegel", wonach die deutschen Autobauer unter dem Verdacht jahrelanger illegaler Absprachen zu Lasten von Verbrauchern und Zulieferern stehen. Ein Belastungsfaktor waren außerdem die abrutschenden Ölpreise und der weiterhin starke Euro, der sich am Freitag deutlich über der Marke von 1,16 US-Dollar behauptete.

Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es um 1,21 Prozent auf 24 556,07 Punkte bergab. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,74 Prozent auf 2274,87 Zähler.

'DRAGHI IGNORIERT EURO-AUFWERTUNG'

Der Kursrutsch kam am Tag, nachdem der Euro dem Dax schon zugesetzt hatte. Die Gemeinschaftswährung hatte am Donnerstag nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank den höchsten Stand seit fast zwei Jahren erreicht und sich nun auf diesem Niveau behauptet. Die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi hatten zwar wenig Neues enthalten. Die Devisenexperten der Commerzbank merkten allerdings an, er habe die jüngste Aufwertung des Euro ignoriert und damit dessen weiteren Anstieg möglich gemacht.

Die Rohölpreise, die bei vielen Anlegern als Indikator für die konjunkturelle Entwicklung gelten, zogen den Markt mit nach unten. Dass sie am Donnerstag sichtbar ins Minus drehten, begründete Börsianer mit einer Einschätzung des Analysehauses Petro-Logistics. Demnach geht das Beratungsunternehmen davon aus, dass die Länder des Ölkartells Opec trotz einer beschlossenen Förderkürzung wohl im Juli mehr Rohöl gefördert haben.

BERICHT BELASTET AUTOBAUER

Die Aktien der Autobauer kamen nach dem "Spiegel"-Bericht kräftig unter Druck. Laut dem Bericht sollen sie sich in einem gemeinsamen Kartell über Technik, Kosten und Zulieferer abgesprochen haben. Das Magazin berief sich dabei auf einen Schriftsatz, den VW bei den Wettbewerbsbehörden eingereicht haben soll. Auch Daimler habe eine "Art Selbstanzeige" hinterlegt. Die VW-Vorzugsaktien sackten um 3,64 Prozent ab. Für BMW und Daimler ging es um 2,61 beziehungsweise 2,07 Prozent bergab.

Negativ übertrumpft wurden die Autowerte im Dax aber noch von den Infineon-Aktien , die um 4,66 Prozent abrutschten. Sie reagierten damit vor allem auf einen negativen Analystenkommentar der Investmentbank Exane BNP Paribas. Laut Analyst Jerome Ramel bringt der technologische Fortschritt in der Halbleiterbranche das Risiko eines wachsenden Wettbewerbs für den Chipkonzern mit sich.

GEDÄMPFTE ÜBERNAHMEFANTASIE BELASTET HOCHTIEF

Im MDax stand bei Hochtief ein deutlicher Kursrückgang von fast fünfeinhalb Prozent zu Buche, was die Aktien des Baukonzerns zum größten Indexverlierer machte. Mit dem Interesse der spanischen Hochtief-Mutter ACS am Autobahnbetreiber Abertis erhielt die Übernahmefantasie rund um den deutschen Baukonzern einen Dämpfer.

Im TecDax ging der Kurseinbruch beim Netzwerkausrüster Adva Optical ungebremst weiter. Nachdem sie am Vortag schon wegen enttäuschender Geschäftszahlen unter die Räder gekommen waren, sorgte eine gestrichene Kaufempfehlung der Privatbank Hauck & Aufhäuser für einen weiteren Kursrutsch von mehr als 11 Prozent. Sie erreichten den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

Die Aktien von Sartorius büßten im TecDax außerdem nach Halbjahreszahlen mehr als 4 Prozent ein. Trotz einer deutlichen Ergebnissteigerung hatte der Labor- und Pharmazulieferer einem Händler zufolge die Erwartungen verfehlt.

EUROKURS WEITER ÜBER 1,16 US-DOLLAR

Europaweit war das Bild ähnlich trübe wie in Deutschland: Der EuroStoxx 50 fiel um 1,37 Prozent auf 3451,71 Punkte. Während der CAC-40 in Frankreich um mehr als 1,5 Prozent nachgab, schlug sich der Londoner FTSE 100 mit gut einem halben Prozent etwas besser. Auch der Dow Jones Industrial in New York bewegte sich zum Handelsschluss in Europa nur moderat im negativen Terrain.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,32 Prozent am Vortag auf 0,28 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,20 Prozent auf 140,90 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,27 Prozent auf 162,41 Punkte. Der Euro stand zuletzt bei 1,1655 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1642 (Donnerstag: 1,1485) Dollar festgesetzt./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

21.07.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax erleidet größten Tagesverlust seit drei Wochen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Turbulenzen bei Automobilwerten haben dem Dax am Freitag den größten Tagesverlust seit Ende Juni eingebrockt. Der über weite Strecken wenig bewegte Leitindex tauchte am Nachmittag immer tiefer ins Minus ab, als Kartellvorwürfe gegen die Autobranche die Runde machten. Weil diese im Dax stark gewichtet ist, fiel er letztlich um 1,66 Prozent auf 12 240,06 Punkte. Im Laufe der Woche hat er seine Verluste so auf etwas mehr als 3 Prozent ausgeweitet.

Der wichtigste Grund für den Kursrutsch am deutschen Aktienmarkt war ein Bericht des "Spiegel", wonach die deutschen Autobauer unter dem Verdacht jahrelanger illegaler Absprachen zu Lasten von Verbrauchern und Zulieferern stehen. Ein Belastungsfaktor waren außerdem die abrutschenden Ölpreise und der weiterhin starke Euro, der sich am Freitag deutlich über der Marke von 1,16 US-Dollar behauptete.

Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es um 1,21 Prozent auf 24 556,07 Punkte bergab. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,74 Prozent auf 2274,87 Zähler./tih/he

21.07.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Zurückhaltung nach Rekordjagd - GE auf Talfahrt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Rekordlauf bei einigen wichtigen US-Indizes ist am Freitag erst einmal ins Stocken gekommen. Weder der marktbreite S&P 500 noch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 konnten ihre am Vortag erreichten Bestmarken nochmals nach oben schrauben. Der S&P gab im frühen Geschäft um 0,21 Prozent auf 2468,14 Punkte nach, während der Nasdaq 100 um 0,28 Prozent auf 5904,752 Punkte fiel.

Schwächer zeigte sich auch der Dow Jones Industrial , der im Gegensatz zu seinen Indexkollegen zuletzt nicht an seinem Rekordstand von 21 681 Punkten hatte rütteln können. Das vielbeachtete Kursbarometer der Wall Street fiel am Freitag um 0,20 Prozent auf 21 567,98 Punkte. Im Wochenvergleich steuert der Leitindex damit auf ein moderates Minus zu.

Börsianern zufolge drückten enttäuschende Geschäftszahlen von einigen US-Unternehmen auf die Stimmung. Dazu zählte vor allem ein Gewinneinbruch bei General Electric im zweiten Quartal. Der Siemens-Rivale rechnet nun damit, dass der Gewinn im Gesamtjahr eher das untere Ende der bisher angepeilten Spanne erreichen wird. Die Papiere des Industriekonzerns rutschten am Dow-Ende sehr deutlich um 3,62 Prozent ab.

Die Aktien der Online-Handelsplattform Ebay sackten nach durchwachsenen Resultaten an der Nasdaq um rund 2 Prozent ab. Auch hier machten sich ein Gewinneinbruch und ein enttäuschend aufgenommener Ausblick negativ bemerkbar. Nicht gut kam bei den Anlegern auch das Zahlenwerk von Colgate-Palmolive an. Die Papiere des Konsumgüterkonzerns büßten gut 1 Prozent ein.

Weniger spektakulär ging es bei den Aktien von Microsoft zu, die im Dow mehr oder weniger marktkonform um 0,36 Prozent nachgaben. Dabei hatte der Software-Riese mit seinen Zahlen im vergangenen Quartal die Wall-Street-Erwartungen übertroffen.

Mit Abstand größter Gewinner und somit eine positive Ausnahme waren im Dow die Visa-Aktien US92826C8394, die um mehr als 2 Prozent anzogen. Der Kreditkartenkonzern hatte seinen guten Lauf im vergangenen Quartal fortgesetzt - anders als Konkurrent American Express , der am Vortag noch einen Gewinneinbruch vermeldet hatte./tih/he

21.07.2017

Aktien New York: Zurückhaltung nach Rekordjagd - Zahlen belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Rekordlauf bei einigen wichtigen US-Indizes ist am Freitag erst einmal ins Stocken gekommen. Weder der marktbreite S&P 500 noch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 konnten ihre am Vortag erreichten Bestmarken nochmals nach oben schrauben. Der S&P gab im frühen Geschäft um 0,29 Prozent auf 2466,37 Punkte nach. Der Nasdaq 100 fiel um 0,24 Prozent auf 5907,224 Punkte.

Schwächer zeigte sich auch der US-Leitindex Dow Jones Industrial , der im Gegensatz zu seinen Indexkollegen zuletzt nicht an seinem Rekordstand von 21 681 Punkten hatte rütteln können. Das vielbeachtete Kursbarometer der Wall Street fiel am Freitag um 0,44 Prozent auf 21 517,46 Punkte. Im Wochenvergleich steuert er damit auf ein Minus von etwa einem halben Prozent zu.

Börsianern zufolge drückten enttäuschende Geschäftszahlen von einigen US-Unternehmen auf die Stimmung. Dazu zählte vor allem ein Gewinneinbruch beim Industriekonzern General Electric , aber auch durchwachsene Resultate der Online-Handelsplattform Ebay oder des Konsumgüterherstellers Colgate-Palmolive ./tih/he

21.07.2017

WOCHENAUSBLICK: Dax im Sommerloch schwankend erwartet - Euro und Fed im Fokus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Experten zufolge müssen Anleger in der neuen Börsenwoche weiterhin mit einem schwankenden Verlauf rechnen. "Die Agenda der kommenden Woche bietet viel Stoff für eine wieder steigende Volatilität an den Finanzmärkten", heißt es etwa im Wochenausblick der Privatbank Merck Finck. Wie zuletzt dürften auch der starke Euro und die Ölpreise ihren Beitrag dazu leisten, dass sich der Dax in die ein oder andere Richtung bewegt.

Von seinem Mitte Juni erreichten Höchststand bei 12 951 Punkten hat sich der deutsche Leitindex mittlerweile deutlich nach unten abgesetzt - für Daniel Saurenz von Feingold Research kein gutes Omen. Neben dem Euro verweist er als Belastung auch auf eine schlicht teure Bewertung und das übliche Sommerloch. "Die Korrektur könnte in den kommenden Wochen noch weitergehen", so der Marktexperte. "Der Dax hatte binnen 15 Monaten 4000 Punkte drauf gepackt, die erst einmal verarbeitet werden müssen."

CHARTTECHNIK ANGESCHLAGEN

Unter Charttechnikern mehrt sich ebenfalls Skepsis. Das Börsenstatistik-Magazin Index-Radar etwa hält es für angebracht, vor den statistisch schwachen Sommerwochen auf fallende Kurse zu setzen. Einen Grund dafür, dass "die Bären die Kontrolle übernehmen", sehen sie in ihrer Beobachtung, dass kurze Erholungen in den vergangenen Wochen von Anlegern immer wieder zum Ausstieg genutzt wurden. Für den Dax sei es so eine große Herausforderung, über wichtige Widerstände zu steigen.

Auch ein Ende der Euro-Stärke ist nach dem bisherigen Lauf in diesem Jahr und dem höchsten Niveau seit fast zwei Jahren nicht absehbar. Allerdings dürfte auch die Gemeinschaftswährung nicht in den Himmel steigen: "Der Euro stößt aus technischer Sicht spätestens bei 1,20 US-Dollar an Grenzen", sagt etwa Börsenbrief-Autor Hans Bernecker. Auch die BayernLB hält den jüngsten Anstieg für überzogen. "Wir sehen für die nächsten Tage Korrekturpotential", schrieb Devisenanalyst Manuel Andersch am Freitag.

BERICHTSSAISON KOMMT INS ROLLEN

In geldpolitischen Fragen kehrt nach dem jüngsten Entscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Ruhe ein. Schon am Mittwoch wartet der nächste Zinsentscheid der US-Kollegen. Da der Markt noch nicht mit einem weiteren Schritt rechnet, sollten vor allem die begleitenden Aussagen der Fed - etwa zum Abbau der aufgeblähten Bilanz - im Mittelpunkt stehen. "Sie dürfte sich vor der Sommerpause hinsichtlich der im Herbst zu erwartenden Entscheidungen ähnlich zurückhaltend äußern wie die EZB", erwartet Chefstratege Robert Greil von Merck Finck.

Richtig ins Rollen kommt in der kommenden Woche die Berichtssaison. Zu Beginn bleiben die Blicke hier zwar noch nach Übersee gerichtet, wo am Montag der Google-Mutterkonzern Alphabet und tags darauf eine Flut an Dow-Unternehmen berichten. In Deutschland beginnt der Zahlenreigen am Dienstag mit Covestro , Hochtief und Aixtron . Aktionäre von Drillisch und United Internet werden dann gespannt nach Frankfurt schauen, wo die Drillisch-Aktionäre über die geplante Fusion abstimmen.

DAX-UNTERNEHMEN AM MITTWOCH UND DONNERSTAG

Am Mittwoch legen dann die ersten Dax-Unternehmen ihre Karten auf den Tisch. Bei Daimler rechnet UBS-Experte Patrick Hummel mit einer schwungvollen Entwicklung, er sieht nach dem bereits angehobenen Ausblick aber keinen Raum für höhere Unternehmensprognosen. Auch bei der Deutschen Börse wird trotz des ruhigen Finanzmarktumfelds und der geplatzten Fusion mit der Londoner Börse mit einem ordentlichen zweiten Quartal gerechnet.

Der erste Höhepunkt in dieser Saison ist der Donnerstag, wenn neben BASF und der Deutschen Bank auch Volkswagen und Bayer ihr Zahlenwerk offenlegen. Für Anleger der Deutschen Post und von Linde dürften dann außerdem Resultate des US-Logistikers UPS und des Linde-Fusionspartners Praxair von größerem Interesse sein. Der Handelsriese Amazon rundet die Tagesagenda am Donnerstagabend in den USA ab.

IFO: REKORDJAGD VOR DEM ENDE?

Auch auf Konjunkturseite hat die Agenda in der kommende Woche einiges zu bieten. Hierzulande dürfte vor allem der Ifo-Index am Dienstag im Mittelpunkt stehen: Nachdem das Stimmungsbarometer zuletzt auf Höchststände gestiegen war, will die Postbank eine weitere Rekordjagd nicht ausschließen. Sie glaubt jedoch an einen geringfügigen Rückgang von 115,1 auf 115,0 Punkte. In den USA stehen am Freitag vor allem aktuelle BIP-Zahlen im Mittelpunkt./tih/la/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

21.07.2017

DAX-FLASH: Autowerte ziehen Dax auf Tief seit April nach unten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Sog schwacher Autowerte hat der Dax seine Verluste bis zum Freitagnachmittag auf 1,70 Prozent ausgeweitet. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex bei 12 235,15 Punkten und damit so tief wie zuletzt vor dem Etappensieg von Emmanuel Macron bei der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen im April. Seit seinem Rekordhoch bei 12 951 Punkten Mitte Juni hat das Börsenbarometer nun bereits um rund 5,5 Prozent nachgegeben. Das Plus für den bisherigen Jahresverlauf ist auf etwa 6,5 Prozent zusammengeschmolzen.

Kurz nach dem Mittag waren vor allem Autowerte spürbar unter Druck geraten. BMW und Daimler weiteten ihre Verluste auf zuletzt jeweils rund 3 Prozent aus. Für die Vorzugsaktien von Volkswagen ging es um mehr als 4 Prozent nach unten. Grund war ein Bericht des "Spiegel" über Kartellvorwürfe./mis/he

24.07.2017

ROUNDUP/IWF-Prognose: Deutschlands Wachstum leicht unter dem der Eurozone

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für Deutschland in diesem und im kommenden Jahr ein etwas geringeres Wachstum als im Schnitt der gesamten Eurozone. Die Bundesrepublik kann 2017 laut aktueller Prognose mit einer Steigerung ihrer Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent und 2018 dann um weitere 1,6 Prozent rechnen. Für alle Euroländer setzt der IWF leicht höhere Raten von 1,9 (2017) und 1,7 (2018) Prozent an. Dies geht aus dem jüngsten Ausblick der Organisation hervor, der am Montagmorgen in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur vorgestellt wurde.

Der IWF hob die Werte verglichen mit der letzten Prognose vom April leicht an. Grund für die verbesserten Aussichten seien Hinweise auf "mehr Schwung bei der Inlandsnachfrage als zuvor vorhergesehen". Vor allem Kritiker der Exportstärke Deutschlands fordern, dass etwa durch mehr heimische Investitionen Überschüsse im Außenhandel abgemildert werden sollen. Zuletzt hatte sich auch der Konsum im Inland als eine wichtige Stütze der Konjunktur erwiesen. "Der Aufwärtstrend könnte stärker und nachhaltiger ausfallen", hieß es mit Blick auf Europa.

Bezüglich der weltweiten Wirtschaftsleistung blieb der IWF bei seiner Annahme eines Wachstums um 3,5 Prozent in diesem und um 3,6 Prozent im nächsten Jahr. Für die USA schraubte der Fonds seine Erwartungen dagegen zurück. Grund dafür ist die Einschätzung, dass die Entwicklung von Staatsausgaben und Steuereinnahmen in den Vereinigten Staaten derzeit "unsicher" sei. US-Präsident Donald Trump hatte etwa Steuerreformen und höhere Investitionen in die Infrastruktur angekündigt - viele Details hierzu sind aber nach wie vor unklar.

Für 2017 und 2018 wird beim IWF nun ein US-Wirtschaftswachstum von jeweils 2,1 Prozent erwartet. Im April war er von 2,3 beziehungsweise 2,5 Prozent ausgegangen. Eine Kernaufgabe des Fonds ist - neben der Aushandlung und Bereitstellung von Finanzhilfen in Krisenzeiten - die Überprüfung der Wirtschaftspolitik in den Mitgliedstaaten./jap/DP/zb

24.07.2017

ROUNDUP: Kongress will Trump zu neuen Russland-Sanktionen zwingen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Kongress will Donald Trump zu neuen Sanktionen gegen Russland zwingen - obwohl die Regierung in den vergangenen Tagen wiederholt Bedenken dagegen geäußert hatte. Damit soll Moskau sowohl für seine Wahleinmischung als auch für seine Krim-Annexion und Aggressionen in der Ostukraine bestraft werden. Das Weiße Haus hatte argumentiert, dass der Präsident Flexibilität benötige, etwaige Sanktionen mit seinen diplomatischen Initiativen abzustimmen. Auch wandte es sich gegen eine im Gesetzentwurf enthaltene Beschneidung der Befugnis des Präsidenten, Russland-Sanktionen am Kongress vorbei aufheben zu können.

Aufgrund der Gegensätze war es für möglich gehalten worden, dass Trump sein Veto gegen das Gesetz einlegt, dessen Verabschiedung in dieser Woche im Kongress als sicher gilt. Trump-Sprecherin Sarah Huckabee Sanders deutete jedoch am Sonntag in einem Interview des Senders ABC an, dass der Präsident das Gesetz unterschreiben werde. Dagegen sagte der neue Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, Anthony Scaramucci, dem Sender CNN, Trump habe sich noch nicht entschieden.

TV-Kommentatoren und Medien äußerten aber die Ansicht, dass Trump praktisch nichts anderes übrig bleibe, als das Gesetz hinzunehmen. Ein Veto würde den Eindruck verstärken, dass er es einmal mehr dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Recht machen will. Außerdem wird erwartet, dass in beiden Häusern des Kongresses eine Zweidrittel-Mehrheit für das Gesetz zustande kommt. Damit könnte ein Veto überstimmt werden.

Sanders sagte, Änderungen an dem zwischen Senat und Abgeordnetenhaus ausgehandelten Entwurf in den vergangenen Tagen hätten ausgereicht, die Bedenken des Präsidenten auszuräumen. Um welche Änderungen es sich handelt, erläuterte sie nicht. Der "New York Times" zufolge machen sie dem Präsidenten das Gesetz zwar etwas "schmackhafter", aber in Wirklichkeit handele es sich lediglich um einen Weg, es der Regierung zu ermöglichen, das Gesicht zu wahren.

In dieser Woche rückt auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wieder in den Brennpunkt. Kushner soll am Montag und Dienstag hinter verschlossenen Türen von den Geheimdienstausschüssen von Senat und Abgeordnetenhaus zur Russland-Affäre befragt werden. Mehrere Kongressgremien und die Bundespolizei FBI untersuchen, ob es im Wahlkampf Absprachen zwischen Mitgliedern des Trump-Lagers und Moskau zur Wahlbeeinflussung gegeben hat.

Ursprünglich sollten am Mittwoch auch Trumps ältester Sohn Donald Jr. und der frühere Wahlkampfmanager Paul Manafort vor dem Rechtsausschuss des Senats aussagen, aber beide handelten einen Deal aus: Sie werden dem Gremium nun schriftliche Unterlagen zuleiten und zu einem späteren Zeitpunkt zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit von Mitgliedern des Gremiums befragt werden. Dabei geht es um ein Treffen mit einer russischen Anwältin im Juni vergangenen Jahres, von dem sich der Trump-Sohn belastende Informationen über die Wahlrivalin seines Vaters, Hillary Clinton, versprochen hatte.

Auch Justizminister Jeff Sessions ist wieder in die Schlagzeilen geraten. Ein Bericht der "Washington Post" wirft Zweifel an seiner früheren Darstellung von Gesprächen mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, im vergangenen Jahr auf. Der Zeitung zufolge gab der Diplomat gegenüber seinen Vorgesetzten an, bei seinen Treffen mit Sessions - damals Berater in Trumps Wahlkampfteam - sei über den Wahlkampf gesprochen worden. US-Geheimdienste hätten die Kommunikation zwischen dem Botschafter und dessen Vorgesetzten mitgehört. Sessions hatte mehrfach bestritten, mit Kisljak über Themen gesprochen zu haben, die den Wahlkampf betrafen.

Der republikanische Präsident hat indessen seine "absolute Befugnis" zu Begnadigungen im Zusammenhang mit der Russland-Affäre betont. In einem Tweet gab er am Samstag zwar zu verstehen, dass er zu diesem Zeitpunkt keine Notwendigkeit sehe, auch nur an einen solchen Schritt zu denken, aber er ließ die Option offen.

Trump reagierte damit auf einen kürzlich erschienenen Bericht der "Washington Post", nach dem er sich bei Beratern über seine Möglichkeiten, Straftäter zu begnadigen, erkundigt habe. Das hatte Spekulationen ausgelöst, Trump könnte an eine solche Option als Antwort auf die laufenden Untersuchungen in der Russland-Affäre denken - Begnadigungen im Fall der Fälle nicht nur für Familienmitglieder oder auch enge Berater, sondern auch seiner selbst.

In seinem Tweet schrieb er: "Während wir alle darin übereinstimmen, dass der Präsident vollständige Macht zu Begnadigungen hat, warum daran denken, wenn bisher das einzige Verbrechen gegen uns gerichtete undichte Stellen sind. FAKE NEWS (Lügenmedien)." Trump bezog sich dabei auf eine Reihe von Medienberichten, in denen Kontakte zwischen Wahlkampfmitarbeitern und russischen Vertretern enthüllt worden waren.

Dass Trump in seinem Tweet von einer "vollständigen Macht" sprach, könnte nach Ansicht der "New York Times" implizieren, dass er keinerlei Grenzen seiner Befugnis sieht. Bisher ist es noch nie vorgekommen, dass sich ein Präsident selber begnadigt hat./ch/DP/zb

24.07.2017

IWF-Prognose: Deutschlands Wachstum leicht unter dem der Eurozone

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für Deutschland in diesem und im kommenden Jahr ein etwas geringeres Wachstum als im Schnitt der gesamten Eurozone. Die Bundesrepublik kann 2017 laut aktueller Prognose mit einer Steigerung ihrer Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent und 2018 dann um weitere 1,6 Prozent rechnen. Für alle Euroländer setzt der IWF leicht höhere Raten von 1,9 (2017) und 1,7 (2018) Prozent an. Dies geht aus dem jüngsten Ausblick der Organisation hervor, der am Montagmorgen in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur vorgestellt wurde. Der IWF hob die Werte verglichen mit der letzten Prognose vom April leicht an./im/DP/zb

24.07.2017

US-Demokraten wollen mit Wirtschaftsplan in die Offensive gehen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Gut sechs Monate nach dem Amtsantritt des Republikaners Donald Trump als US-Präsident wollen die US-Demokraten mit der Veröffentlichung eines Wirtschaftsprogrammes in die Offensive gehen. Nachdem es ihnen nicht gelungen ist, aus dem bisherigen Chaos im Weißen Haus politisches Kapital zu schlagen, hoffen sie, dass sie damit Fuß fassen und in der Bevölkerung an Profil gewinnen. In einer jüngsten "Washington Post"/ABC-Umfrage hatten nur 37 Prozent erklärt, dass die Demokraten "für etwas stehen", während 52 Prozent sagten, sie stünden nur gegen Trump.

Das Programm soll an diesen Montag bekannt gegeben werden und unter dem Motto "A better Deal" (ein besserer Deal) stehen - ein Bezug auf ein Trump-Buch mit dem Titel "The Art of the Deal" (übersetzt: Die Kunst des Deals). Der "Washington Post" zufolge wollen die Demokraten unter anderem neue Jobtrainings- und Infrastrukturprogramme sowie eine Erhöhung der Mindestlöhne auf 15 Dollar vorschlagen. Auch solle der rasante Anstieg der Kosten rezeptpflichtiger Medikamente angesprochen werden.

"Republikaner sprechen in Schlagzeilen. Demokraten sprechen in Kleingedrucktem. Damit ist diese Woche Schluss", zitierte die Zeitung den Abgeordneten Hakeem Jeffries. Er hat maßgeblich an dem Programm mitgearbeitet./ch/DP/zb

24.07.2017

Opposition ruft in Venezuela erneut zu Generalstreik auf

CARACAS (dpa-AFX) - Der politische Konflikt in Venezuela eskaliert weiter. Die Opposition hat zu einem zweitägigen Streik gegen die linkspopulistische Regierung des Präsidenten Nicolás Maduro aufgerufen, wie die Zeitung "El Universal" berichtete. Der Ausstand am Mittwoch und Donnerstag richtet sich gegen die für den 30. Juli angesetzte Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung. Die Opposition befürchtet, dass Maduro mit einer neuen Verfassung eine Diktatur errichten will. Am Donnerstag hatte bereits ein erster Streik stattgefunden.

Am Samstag hatten Militärkräfte eine Kundgebung der Opposition in Caracas mit Tränengas und Gummigeschossen aufgelöst. Mehrere Menschen wurden verletzt, unter ihnen fünf Journalisten und ein Musiker, der sich mit seiner Geige als Gesicht der Proteste profiliert hatte.

Der Geheimdienst Sebin nahm am Samstag einen der 33 Richter fest, die am Vortag vom Parlament zur Erneuerung des Obersten Gerichtshofs ernannt worden waren, berichtete die Zeitung "El Nacional". Die Regierung hält die Ernennung der Richter für illegal. Im Parlament hat die Opposition die Mehrheit. Der stellvertretende Parlamentsvorsitzende Freddy Guevara bezeichnete am Sonntag auf einer Pressekonferenz die Festnahme des Richters Ángel Zerpa als "Staatsterror".

Bei den seit April anhaltenden Unruhen und Protesten gegen die sozialistische Regierung sind bereits 100 Menschen ums Leben gekommen. Entzündet hatte sich der Protest an der zeitweisen Entmachtung des Parlaments durch den von den regierenden Sozialisten kontrollierten Obersten Gerichtshof./nr/DP/zb

23.07.2017

ROUNDUP: Dilemma für Trump - Kongress will neue Russland-Sanktionen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Neue Herausforderungen für Donald Trump, und wieder geht es um Russland. Der Kongress will gegen den Willen des US-Präsidenten neue Sanktionen gegen Moskau durchsetzen. Damit soll Russland sowohl für seine Wahleinmischung als auch für seine Krim-Annexion und Aggressionen in der Ostukraine bestraft werden. Das Weiße Haus argumentiert, dass der Präsident Flexibilität benötige, etwaige Sanktionen mit seinen diplomatischen Initiativen abzustimmen.

Dennoch wird erwartet, dass das Abgeordnetenhaus und der Senat die Gesetzesvorlage bereits in den nächsten Tagen verabschieden. Sie räumt dem Kongress auch die Befugnis ein, die Aufhebung von Sanktionen zu blockieren, sollte der Präsident dies versuchen. Das bedeutet eine massive Beschneidung der Bewegungsfreiheit des Präsidenten - und das durch einen Kongress, der von den Republikanern kontrolliert wird.

Trump steckt damit in einem Dilemma. Sollte er sein Veto einlegen, würde er damit den Eindruck verstärken, dass er einmal mehr dem russischen Präsidenten Wladimir Putin entgegenkommt. Außerdem wird erwartet, das in beiden Häusern des Kongresses eine Zweidrittel-Mehrheit für das Gesetz zustande kommt. Damit könnte ein Veto überstimmt werden.

In dieser Woche rückt auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wieder in den Brennpunkt. Kushner soll am Montag und Dienstag hinter verschlossenen Türen von den Geheimdienstausschüssen von Senat und Abgeordnetenhaus zur Russland-Affäre befragt werden. Mehrere Kongressgremien und die Bundespolizei FBI untersuchen, ob es im Wahlkampf Absprachen zwischen Mitgliedern des Trump-Lagers und Moskau zur Wahlbeeinflussung gegeben hat.

Ursprünglich sollten am Mittwoch auch Trumps ältester Sohn Donald Jr. und der frühere Wahlkampfmanager Paul Manafort vor dem Rechtsausschuss des Senats aussagen, aber beide handelten einen Deal aus: Sie werden dem Gremium nun schriftliche Unterlagen zuleiten und zu einem späteren Zeitpunkt zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit von Mitgliedern des Gremiums befragt werden. Dabei geht es um ein Treffen mit einer russischen Anwältin im Juni vergangenen Jahres, von dem sich der Trump-Sohn belastende Informationen über die Wahlrivalin seines Vaters, Hillary Clinton, versprochen hatte.

Auch Justizminister Jeff Sessions ist wieder in die Schlagzeilen geraten. Ein Bericht der "Washington Post" wirft Zweifel an seiner früheren Darstellung von Gesprächen mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, auf. Der Zeitung zufolge gab der Diplomat gegenüber seinen Vorgesetzten an, bei seinen Treffen mit Sessions im vergangenen Jahr sei über den US-Wahlkampf gesprochen worden. US-Geheimdienste hätten die Kommunikation zwischen dem Botschafter und dessen Vorgesetzten mitgehört. Die Zeitung berief sich dabei auf derzeitige und frühere Regierungsbeamte.

Sessions hatte mehrfach bestritten, mit Kisljak über Themen gesprochen zu haben, die den Wahlkampf betrafen. Zum fraglichen Zeitpunkt gehörte der damalige Senator Trumps Wahlkampfteam als politischer Berater an.

Der republikanische Präsident hat indessen seine "absolute Befugnis" zu Begnadigungen im Zusammenhang mit der Russland-Affäre betont. In einem Tweet gab er am Samstag zwar zu verstehen, dass er zu diesem Zeitpunkt keine Notwendigkeit sehe, auch nur an einen solchen Schritt zu denken, aber er ließ die Option offen.

Trump reagierte damit auf einen kürzlich erschienenen Bericht der "Washington Post", nach dem er sich bei Beratern über seine Möglichkeiten, Straftäter zu begnadigen, erkundigt habe. Das hatte Spekulationen ausgelöst, Trump könnte an eine solche Option als Antwort auf die laufenden Untersuchungen in der Russland-Affäre denken - Begnadigungen im Fall der Fälle nicht nur für Familienmitglieder oder auch enge Berater, sondern auch seiner selbst.

In seinem Tweet schrieb er: "Während wir alle darin übereinstimmen, dass der Präsident vollständige Macht zu Begnadigungen hat, warum daran denken, wenn bisher das einzige Verbrechen gegen uns gerichtete undichte Stellen sind. FAKE NEWS (Lügenmedien)." Trump bezog sich dabei auf eine Reihe von Medienberichten, in denen Kontakte zwischen Wahlkampfmitarbeitern und russischen Vertretern enthüllt worden waren.

Dass Trump in seinem Tweet von einer "vollständigen Macht" sprach, könnte nach Ansicht der "New York Times" implizieren, dass er keinerlei Grenzen seiner Befugnis sieht. Bisher ist es noch nie vorgekommen, dass sich ein Präsident selber begnadigt hat./ch/DP/she

23.07.2017

Katar-Krise: Erdogan besucht Golfstaaten

RIAD (dpa-AFX) - Inmitten der Katar-Krise ist der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan in die Golfregion gereist. Er landete am Sonntag in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete. Es ist ein Treffen mit König Salman geplant. Vor seinem Abflug hatte der Präsident gesagt, dass jede weitere Ausweitung des Konflikts niemandem nütze. Man unterstütze den Vermittler Kuwait, den Erdogan im Anschluss besucht.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten hatten im Juni alle diplomatischen Kontakte zu dem Golf-Emirat Katar abgebrochen und die Grenzen geschlossen. Sie werfen Katar offiziell die Unterstützung von Terrororganisationen und zu enge Verbindungen zum Iran vor. Sämtliche Vermittlungsbemühungen sind bislang gescheitert, auch wenn der Konflikt zuletzt nicht weiter eskalierte. Auch die Türkei hat ihre Hilfe angeboten, Analysten bezweifeln jedoch, dass dies von Saudi-Arabien und seinen Verbündeten angenommen wird.

Ankara gilt in dem Streit als Unterstützer Katars - am Montag soll Erdogan in der katarischen Hauptstadt Doha eintreffen. Er bekräftigte vor der Reise, dass das Emirat seit Beginn der Blockade klug und überlegt gehandelt habe. Es habe ernsthafte Versuche für eine Entspannung unternommen./scb/DP/she

23.07.2017

Gericht lehnt Sammelklage über 16 Milliarden Euro gegen Mastercard ab

LONDON/PURCHASE (dpa-AFX) - Ein Gericht in Großbritannien hat eine Schadenersatzklage über umgerechnet 16 Milliarden Euro (14 Mrd Pfund) gegen den US-Kreditkarten-Konzern Mastercard abgelehnt. Eine Anwaltskanzlei hatte die Klage wegen angeblich überhöhter Kreditkarten-Gebühren im Namen von 46 Millionen Briten eingereicht. Es handelte sich um die höchste Schadenersatz-Forderung in der Geschichte des Landes. Der Kläger warf dem Unternehmen vor, über Jahre durch überhöhte Gebühren die Preise für Verbraucher in die Höhe getrieben zu haben.

Doch das britische "Competition Appeal Tribunal" entschied in der vergangenen Woche, die Klage nicht zuzulassen. Die Voraussetzungen dafür seien nicht erfüllt, hieß es zur Begründung.

Konkret ging es um sogenannte inländische Interbanken-Entgelte. Das sind Gebühren, die eine Bank etwa erhebt, wenn eine Zahlung mit einer ihrer Kreditkarten getätigt wird. Zahlen muss dafür nicht der Verbraucher, sondern die Bank des Händlers, der die Zahlung erhält.

Die Kläger argumentierten, diese Gebühren seien von den Banken zunächst an die Händler und dann in Form höherer Preise an die Verbraucher weitergegeben worden. Daher seien auch solche Verbraucher betroffen, die keine Kunden von Mastercard sind oder mit Bargeld bezahlt haben./cmy/DP/she

23.07.2017

US-Kongress einigt sich auf Gesetz über neue Russland-Sanktionen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach tagelangem Tauziehen haben sich der Senat und das Abgeordnetenhaus in Washington auf ein neues Gesetz geeinigt, das US-Präsident Donald Trump daran hindern würde, Sanktionen gegen Moskau aufzuheben. Der Entwurf enthält der "Washington Post" zufolge neben neuen Strafmaßnahmen gegen Russland wegen dessen Wahleinmischung auch weitere Sanktionen gegen Nordkorea und den Iran.

Der Zeitung zufolge dürfte das Abgeordnetenhaus bereits am Dienstag über die Vorlage abstimmen. Kommt sie im Kongress durch, wovon auszugehen ist, wäre das für Trump ein Dilemma, da er eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland anstrebt. Ein etwaiges Veto, so die "Washington Post", wäre aber wahrscheinlich von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil in beiden Häusern des Kongresses eine Zwei-Drittel-Mehrheit zugunsten des Gesetzes zu erwarten sei. Das heißt, der Präsident könnte überstimmt werden.

Bisher gibt es keine offizielle Vetodrohung, aber Medienberichten zufolge haben sich mehrere Regierungsbeamte, so auch Außenminister Rex Tillerson, gegen das Gesetz ausgesprochen. Es räumt - neben neuen finanziellen Sanktionen - dem Kongress die Möglichkeit ein, die Aufhebung von Sanktionen gegen Russland zu blockieren, sollte der Präsident einen solchen Schritt versuchen. Die Trump-Regierung sieht darin eine unzulässige Beschneidung der Befugnisse des Präsidenten./ch/DP/she

23.07.2017

DIW-Chef mahnt in Türkei-Konflikt europäische Lösung an

BERLIN (dpa-AFX) - Im Konflikt mit der Türkei hat der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, die Bundesregierung vor einem nationalen Alleingang gewarnt. Der von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) angekündigte schärfere Kurs gegenüber Ankara sei richtig, um klar Eskalationsstufen aufzuzeigen und glaubwürdig zu bleiben. "Es sollte aber europäische Lösungen geben", sagte Fratzscher der Deutschen Presse-Agentur. "Die Bundesregierung sollte auf Brüssel zugehen und auf eine gemeinsame Antwort drängen."

Aus Sicht des DIW-Chefs wären am Ende auch schärfere Schritte bis hin zu Sanktionen gegen die Türkei ein richtiger Weg. "Man kann nicht immer nur reden, sondern man muss auch zeigen, dass man handelt", sagte Fratzscher. "Man muss gewillt sein, genauso weit zu gehen wie mit den Handelssanktionen gegen Russland." Aber dies müsse auf europäischer Ebene erfolgen. "Sonst lassen sich die Europäer gegeneinander ausspielen." Deutschland sollte durchaus eine Vorreiterrolle übernehmen. Aber ein Alleingang würde eher schaden als nutzen: "Es geht auch darum zu zeigen: Europa kann handeln."/sl/pos/DP/she

21.07.2017

AKTIE IM FOKUS: Verkaufsempfehlung nach Quartalszahlen zieht Adva weiter runter

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das angeschlagene Vertrauen der Aktionäre des Telekom- und Netzwerkausrüsters Adva ist am Freitag erneut durch eine Verkaufsempfehlung der Privatbank Hauck & Aufhäuser erschüttert worden. Die Papiere brachen in der Spitze bis auf 6,37 Euro und damit bis auf den tiefsten Stand seit Juni 2015 ein. Zuletzt fielen sie als Schlusslicht im TecDax um 11,37 Prozent auf 6,54 Euro.

Bereits am Vortag hatten viele Investoren nach einem mit Enttäuschung aufgenommenen Geschäftsausblick die Reißleine gezogen: Der Kurs war um mehr als 17 Prozent eingebrochen.

ANALYST SIEHT WEITERE KURSRISIKEN

Analyst Robin Brass von der Privatbank Hauck & Aufhäuser reagierte nun auf die Quartalszahlen und den Ausblick des TecDax-Konzerns und strich sein Kaufvotum. Er senkte die Papiere um gleich zwei Stufen auf "Sell" und halbierte das Kursziel auf 6 Euro. Vor allem der Ausblick bereite Sorgen, schrieb der Analyst in seiner Studie. Die Stellung, die Adva bei wichtigen Kunden zu haben glaube, scheine nicht ganz so stark wie gedacht. Ein weiterer Grund zur Sorge sei der harte Wettbewerb.

Die pessimistische Einschätzung des Analysten verdeutliche den Vertrauensverlust, den Adva ein Stück weit erlitten habe, sagte ein Händler.

HOHE ABHÄNGIGKEIT VON GROSSKUNDEN

So hatte Adva mit Blick auf das abgelaufene zweite Quartal unter anderem auf eine weiterhin schwache Nachfrage eines Großkunden aus dem Bereich von Internet-Inhalte-Anbietern (ICP) verwiesen. Nachdem das Unternehmen in den letzten Quartalen von der hohen Nachfrage zweier Großkunden im ICP-Segment profitiert habe, spüre es nun die Kehrseite der Abhängigkeit von wenigen Großabnehmern, erklärte Analyst Mirko Maier von der Landesbank Baden-Württemberg.

Die stark schwankende Geschäftsentwicklung hinterlässt auch beim Aktienkurs ihre Spuren: Nach einer deutlichen Kurserholung zwischen Anfang Dezember und Ende April mit einem Anstieg um bis zu rund 63 Prozent auf mehr als 11 Euro stehen die Aktien seit geraumer Zeit wieder unter Druck. Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf zählen sie nun mit einem Minus von rund 15 Prozent zu den wenigen Verlierern im TecDax, der um etwa 25 Prozent stieg.

Das Mehrjahreshoch knapp über 12 Euro von Ende 2015 ist nun in noch weitere Ferne gerückt. Allerdings waren die Adva-Papiere Anfang 2015 auch noch für weniger als 3 Euro zu haben. Dann aber nahm die Geschäftsentwicklung Schwung auf. Das Unternehmen hatte unter anderem von der Nachfrage nach Rechenzentrums- sowie Übertragungstechnik profitiert./mis/nas/fbr/tih/he

21.07.2017

ANALYSE/Exane BNP: Branchenwandel birgt Risiken für Infineon - 'Underperform'

PARIS (dpa-AFX) - Der technologische Fortschritt in der Halbleiterbranche bringt laut der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas das Risiko eines wachsenden Wettbewerbs für den Chipkonzern Infineon mit sich. Analyst Jerome Ramel stufte die Aktien in einer Studie vom Freitag von "Neutral" auf "Underperform" ab und senkte das Kursziel um 0,90 auf 17,60 (aktueller Kurs 18,60) Euro.

In bestimmten Bereichen würden künftig GaN (Galliumnitrit) und SiC (Siliziumcarbid) Powertransistoren die aktuelle Technik ersetzen, erklärte Ramel. Infineon bereite sich auf diesen Wandel schon seit einiger Zeit vor, auch mit einer Übernahme.

Der Dax-Konzern dürfte denn auch seine führende Marktstellung bei sogenannten diskreten Bauelementen und Modulen verteidigen, da er über einen hohen Marktanteil, viel Expertise und eine gute Fertigung verfüge. Allerdings nehme der Wettbewerb zu und mit Blick auf Patente - also Schutzrechte - sei Infineon bei SiC/GaN nicht ganz so gut positioniert wie bei der aktuell noch verwendeten Technik. Daher dürfte der Druck auf die Gewinnmargen zunehmen.

Mit der Einstufung "Underperform" rechnet Exane BNP Paribas damit, dass sich die Aktie in den kommenden zwölf Monaten schlechter als der Sektor entwickeln wird./mis/jsl/he

Analysierendes Institut Exane BNP Paribas.

21.07.2017

ANALYSE/Berenberg: Zalandos Wachstumsambitionen bereits eingepreist - 'Sell'

LONDON (dpa-AFX) - Die guten Geschäftsperspektiven des Online-Modehändlers Zalando sind nach Einschätzung der Privatbank Berenberg ausreichend in den Aktienkurs eingepreist. Zudem erwirtschafte der Online-Modehändler weniger Barmittel als zunächst gedacht, bemängelte Analystin Michelle Wilson in ihrer Studie vom Freitag. Sie stufte die Aktien von "Hold" auf "Sell" ab und senkte das Kursziel um 1 auf 33 Euro. Im Vergleich zum aktuellen Kursniveau von 38 Euro sieht sie mittelfristig also deutliche Risiken.

Der Online-Modehändler dürfte sein Ziel, den Marktanteil im europäischen Bekleidungsmarkt längerfristig von einem auf fünf Prozent auszubauen, im Jahr 2026 erreichen und könnte dann im Internethandel auf einen Anteil von 13 Prozent kommen, erklärte die Expertin. Diese großen Ambitionen würden aber bereits vom Kurs widergespiegelt. Die Ziele dürften zudem zumindest kurzfristig kaum angehoben werden. Grund sei der drohende Wettbewerbsdruck, nicht zuletzt durch den Onlineriesen Amazon.

Mit Blick auf das Partnerprogramm, mit dem Zalando seine Plattform auch für andere Händler öffnet, äußerte sich Wilson grundsätzlich positiv, hält aber das dadurch erreichbare Wachstum der Gewinnmargen für begrenzt. Die durchschnittlichen Markterwartungen erschienen hier zu hoch. So basierten die Margenziele des Unternehmens etwa auf optimistischen Kostenschätzungen.

Mit der Empfehlung "Sell" sieht Berenberg auf Sicht von zwölf Monaten ein nachhaltiges Risiko von mehr als 15 Prozent für die Aktie./mis/she/he

Analysierendes Institut Berenberg.

21.07.2017

ANALYSE/Kepler Cheuvreux: Thyssenkrupp profitiert von steigenden Stahlmargen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux sieht Thyssenkrupp als Profiteur steigender Margen im europäischen Stahlgeschäft. Weltweit verbessere sich das Umfeld für die Stahlbranche, schrieb Analyst Rochus Brauneiser in seiner Studie vom Freitag. Daher dürfte der Industrie- und Stahlkonzern am 10. August über ein starkes drittes Geschäftsquartal berichten.

Wegen seiner angehobenen operativen Ergebnisschätzungen (Ebit) und einer höheren Bewertung des Aufzuggeschäfts schraubte der Experte sein Kursziel für die Aktie von 22 auf 26 Euro hoch. Damit liegt er 0,78 Prozent über dem aktuellen Bewertungsniveau. Zudem strich er seine bisherige Verkaufsempfehlung und stuft die Titel nun mit "Hold" ein.

Brauneiser stützt seine optimistischeren Erwartungen für die Stahlmargen in Europa und den USA auch auf die zunehmende Produktionsdisziplin in China. Diese helfe nicht nur den dortigen Branchenmargen, sondern sorge weltweit für Spielraum nach oben.

Außerdem sieht der Analyst die Chancen für eine Fusion von Thyssenkrupps europäischen Stahlaktivitäten mit denen von Tata Steel steigen. Dadurch würde das Unternehmen weitere Fortschritte in Richtung eines breit aufgestellten Industriekonzerns machen. Wegen der Komplexität einer solchen Transaktion und der wegen des Brexit damit verbundenen Risiken bevorzuge er aber weiterhin die Aktien europäischer Konkurrenten.

Gemäß der Einstufung "Hold" rechnet Kepler Cheuvreux auf Sicht der nächsten zwölf Monate mit einem absoluten Aufwärtspotenzial der Aktie von weniger als 10 Prozent./gl/tos/he

Analysierendes Institut Kepler Cheuvreux.

21.07.2017

AKTIE IM FOKUS: Verkaufsempfehlung nach Quartalszahlen zieht Adva weiter runter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das angeschlagene Vertrauen der Aktionäre des Telekom- und Netzwerkausrüsters Adva ist am Freitag durch eine Verkaufsempfehlung der Privatbank Hauck & Aufhäuser weiter erschüttert worden. Die Papiere brachen bis zum Mittag bis auf 6,72 Euro und damit bis auf den tiefsten Stand seit Juni 2015 ein. Zuletzt fielen sie als Schlusslicht im TecDax noch um 8,16 Prozent auf 6,775 Euro.

Bereits am Vortag hatten viele Investoren nach einem mit Enttäuschung aufgenommenen Geschäftsausblick die Reißleine gezogen: Der Kurs war um mehr als 17 Prozent eingebrochen.

ANALYST SIEHT WEITERE KURSRISIKEN

Analyst Robin Brass von der Privatbank Hauck & Aufhäuser reagierte nun auf die Quartalszahlen und den Ausblick des TecDax-Konzerns und strich sein Kaufvotum. Er senkte die Papiere um gleich zwei Stufen auf "Sell" und halbierte das Kursziel auf 6 Euro. Vor allem der Ausblick bereite Sorgen, schrieb der Analyst in seiner Studie. Die Stellung, die Adva bei wichtigen Kunden zu haben glaube, scheine nicht ganz so stark wie gedacht. Ein weiterer Grund zur Sorge sei der harte Wettbewerb.

Die pessimistische Einschätzung des Analysten verdeutliche den Vertrauensverlust, den Adva ein Stück weit erlitten habe, sagte ein Händler.

HOHE ABHÄNGIGKEIT VON GROSSKUNDEN

So hatte Adva mit Blick auf das abgelaufene zweite Quartal unter anderem auf eine weiterhin schwache Nachfrage eines Großkunden aus dem Bereich von Internet-Inhalte-Anbietern (ICP) verwiesen. Nachdem das Unternehmen in den letzten Quartalen von der hohen Nachfrage zweier Großkunden im ICP-Segment profitiert habe, spüre es nun die Kehrseite der Abhängigkeit von wenigen Großabnehmern, erklärte Analyst Mirko Maier von der Landesbank Baden-Württemberg.

Die stark schwankende Geschäftsentwicklung hinterlässt auch beim Aktienkurs ihre Spuren: Nach einer deutlichen Kurserholung zwischen Anfang Dezember und Ende April mit einem Anstieg um bis zu rund 63 Prozent auf mehr als 11 Euro stehen die Aktien seit geraumer Zeit wieder unter Druck. Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf zählen sie nun mit einem Minus von rund 13 Prozent zu den wenigen Verlierern im TecDax, der um etwa 26 Prozent stieg.

Das Mehrjahreshoch knapp über 12 Euro von Ende 2015 ist nun in noch weitere Ferne gerückt. Allerdings waren die Adva-Papiere Anfang 2015 auch noch für weniger als 3 Euro zu haben. Dann aber nahm die Geschäftsentwicklung Schwung auf. Das Unternehmen hatte unter anderem von der Nachfrage nach Rechenzentrums- sowie Übertragungstechnik profitiert./mis/nas/fbr

21.07.2017

AKTIE IM FOKUS: VTG mit weiterem Rekordhoch - Analyst: Rally geht weiter

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ein positiver Kommentar des Analysehauses Warburg Research hat der Rekordrally der VTG-Aktien am Freitag frischen Schwung verliehen. Sie stiegen bis auf 41,33 Euro. Kurz vor dem Mittag führten sie den Kleinwerteindex SDax mit einem Plus von noch 6,45 Prozent auf 41,195 Euro an. Mit einem Plus von mehr als 44 Prozent im bisherigen Jahresverlauf zählen die Papiere zu den Index-Favoriten.

Analyst Christian Cohrs sieht positive Effekte durch die Übernahmepolitik des Unternehmens sowie den von der Bundesregierung kürzlich veröffentlichten "Masterplan Schienengüterverkehr". Er schätzt die Wachstumsperspektiven des Waggonvermieters daher optimistischer ein und glaubt, dass die Kursrally weitergehen dürfte. Cohrs hob sein Kursziel von 37,50 auf 50,00 Euro an und bestätigte sein Kaufvotum.

Erst Anfang Juni hatte das Hamburger Logistik-Unternehmen angekündigt, mit einem großen Zukauf seine Güterwagenflotte massiv ausbauen. VTG übernimmt die CIT Rail Holdings mit Sitz in Paris - zu dieser gehört die Nacco Gruppe, ein Vermieter von Eisenbahngüterwagen in Europa mit einer Flotte von rund 14 000 Güterwagen./mis/fbr

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21.07.2017

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley nimmt Munich Re mit 'Equal-weight' wieder auf

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Munich Re mit "Equal-weight" und einem Kursziel von 196 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Der Preisdruck bei den Rückversicherern halte an, schrieb Analystin Nadine van der Meulen in einer am Freitag veröffentlichten Branchenstudie. Sie verfügten aber über komfortable Reserven, die die Gewinne stützten. In ihrer Rangfolge steht Swiss Re ganz oben, gefolgt von Munich Re, Scor und Hannover Rück. Für Hannover Rück sieht sie das geringste Aufwärtspotenzial. Zuvor wurde Munich Re von einem anderen Experten begutachtet. Seine letzte Einstufung von Mitte Mai war "Overweight" und ein Kursziel von 204 Euro./ajx/la

Datum der Analyse: 21.07.2017

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21.07.2017

AKTIE IM FOKUS: Sartorius enttäuscht trotz deutlichen Umsatz- und Gewinnanstiegs

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sartorius hat die Anleger am Freitag mit seinen Geschäftszahlen nicht zufrieden gestellt. Obwohl der Labor- und Pharmazulieferer dank der jüngsten Zukäufe Umsatz und Gewinne im ersten Halbjahr deutlich gesteigert hatte, sahen Börsianer die Resultate unter den Erwartungen. Insbesondere der Auftragseingang habe enttäuscht, betonte ein Händler. Auch die bestätigten Jahresziele überzeugten nicht.

Analyst Scott Bardo von der Privatbank Berenberg sprach von Gewinnmitnahmen bei den gut gelaufenen Aktien, die noch zu Wochenbeginn bei 94,34 Euro ein Rekordhoch erreicht hatten. Am späten Freitagvormittag büßten sie als einer der schwächsten TecDax-Werte 5,34 Prozent auf 87,01 Euro ein. Nach dem Bruch der charttechnischen Unterstützung bei rund 90 Euro liege die nächste Unterstützungsmarke bei 86 Euro, erklärte ein Händler. Knapp darüber hatte sich die Aktie kurz nach Handelsbeginn wieder etwas gefangen.

Sowohl das Umsatzwachstum als auch das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) hätten seine Schätzungen verfehlt, schrieb Commerzbank-Analyst Oliver Metzger. Ähnlich äußerte sich sein Kollege Sven Kürten von der DZ Bank. Die Konzernerlöse in der ersten Jahreshälfte waren um 12,6 Prozent gestiegen und das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) des Konzerns um 13,8 Prozent.

Experten monierten insbesondere eine enttäuschende Entwicklung der wichtigen Bioprozesssparte, die Einwegprodukte für die Herstellung von Biopharmaprodukten liefert. Hier fiel das Umsatzwachstum wegen der verhaltenen Nachfrage in Nordamerika mit 8,8 Prozent deutlich geringer aus als im kleineren Laborgeschäft, das mit plus 24,1 Prozent auch von der Übernahme von Essen Bioscience profitierte.

Der bestätigte Ausblick stieß bei Commerzbank-Experte Metzger ebenfalls auf wenig Begeisterung. Die Jahresziele erschienen zwar realistisch, doch eine positive Überraschung erscheine angesichts der Entwicklung der Bioprozesssparte zunehmend unwahrscheinlich. Sartorius geht für 2017 weiter von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von etwa 12 bis 16 Prozent aus. Die operative Ebitda-Marge soll gegenüber dem Vorjahreswert von 25 Prozent um etwas mehr als einen halben Prozentpunkt steigen./gl/nas/fbr

21.07.2017

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser senkt Adva auf 'Sell' - Ziel 6 Euro

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Adva nach Quartalszahlen um zwei Stufen von "Buy" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 12 auf 6 Euro halbiert. Das Ausbleiben größerer Aufträge änderten seine Einschätzung der Aktie des Technologieunternehmens, schrieb Analyst Robin Brass in einer Studie vom Freitag. In der Analystenkonferenz nach den Quartalszahlen habe das Unternehmen kein Vertrauen schaffen können, dass sich die Auftragslage seitens des wichtigen Großkunden wieder bessere. Auch der harte Wettbewerb sei ein Grund zur Sorge./bek/mis

Datum der Analyse: 21.07.2017

21.07.2017

AKTIE IM FOKUS: Hochtief rutschen weiter ab - Dämpfer für Übernahmehoffnungen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Übernahmefantasie rund um den Baukonzern Hochtief hat am Freitag einen Dämpfer erhalten. Zusätzlich belastete ein verhaltener Analystenkommentar des Investmenthauses Kepler Cheuvreux. Die Hochtief-Papiere fielen am Vormittag als Schlusslicht im Index der mittelgroßen Werte um 4,07 Prozent auf 152,15 Euro. Damit bewegten sie sich wieder auf dem Niveau von Ende März.

Die Anleger reagierten nervös auf das Interesse der spanischen Hochtief-Mutter ACS am Autobahnbetreiber Abertis. Abertis hatte im Mai bereits ein Angebot über 16,3 Milliarden Euro von Atlantia erhalten, dem Investmentvehikel der italienischen Benetton -Familie. Damit droht ACS bei einem Einstieg ins Rennen um Abertis ein Bieterwettkampf. Sollte ACS mit Erfolg nach Abertis greifen, wäre weniger Geld für eine mögliche Komplettübernahme von Hochtief vorhanden, erklärte ein Händler.

ACS hält aktuell fast 72 Prozent an Hochtief. Seit längerer Zeit wird über eine Komplettübernahme spekuliert. Diese Hoffnungen waren der wesentliche Kurstreiber der vergangenen Jahre. Seit dem Zwischentief im September 2012 hatte sich der Wert der Anteilsscheine in der Spitze mehr als verfünffacht. Im Mai 2017 erklommen sie ein Rekordhoch bei 174 Euro. Nach einem zwischenzeitlichen Rücksetzer nahmen sie im Juni nochmals Anlauf auf diese Marke, scheiterten aber. Seither nahm der Druck auf den Kurs zu.

Analyst Joaquin Ferrer von Kepler Cheuvreux rechnet mittelfristig mit weiteren Kursrückschlägen. Er hob zwar seine Schätzungen wegen höherer Gewinnmargen bei der australischen Hochtief-Tochter Cimic an und schraubte sein Kursziel um 4 auf 134 Euro nach oben, beließ es aber beim "Reduce"-Votum. Das neue Ziel liegt rund 12 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau./mis/stb/fbr

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser